2 ———— ———— 9 Nhe ; IE Der Pe/ 1 3: Hausvali' in ſyſtematiſcher Ordnung, vom Verfaſſer der Hausmutter, Vierker Band, Leipzig bep Johann Friedrich Junius. 1785- +e „ «“ y En SHI SIESTESEEIRERG 08 DETTE SETTING ERES EN s EEA: Wid, Wai yr Une 4 R vr fun 0, [744 Um ben 2 Dem Hochedelgebohrnen und Hochgelahrten Herrn, HERRN Johann Daniel TDitius, dſfentlichen ordentlichen Lehrer der Naturlehre auf der Univerſität zu. Wittenberg, der philoſophiſchen Facultät Senior, des Churfürſtl. Convictoriums Auf» ſeher, der ökonomiſchen Leipziger und Bayeriſchen, der freyen Künſte zu Leipzig, der Kaiſerlichen zu Augss burg, der Lateiniſchen und Deutſchen zu Jena, der Erlanger und Anhältiſchen Geſell« ſchaften Ehrenmitgliede, -. Seinem verehrungsiwürdigſten Gönner und Freunde z a Zu wie aud) Reſa,| ' win Oiſtiſh Goting ſher Dit .“=. Im Gos : vom) | Ohm) meer nd mmm x, X Ship ""Dem Hochedelgebohrnen, Hocherfahrnen und Hochgelahrten Herrn, H EE 5- FR:--N Johann Georg Krünitz, der Arztneygelahrheit Doctor, der Rußiſch- Kaiſerl. freyen, ökonomiſchen Geſellſchaft zu St. Pe- tersburg Mitgliede, der Königl. Preuß, gelehrten Geſellſchaft in Frankfurt an der Oder Beyſißer, der Göttingiſchen Deutſchen Geſellſchaft, der Oberlau- ſißer Bienengeſellſchaft, und der Leipziger ökonomi- ſchen Societät Ehrenmitgliede, wie auch der sko- zomiſchen patriotiſchen Societät in Schles ſien ordentlichem Mitgliede und Correſyondenten. Seinem verehrungswürdigſten Gönner „und Freunde wide gegenwärtigen Band zum öffentlichen Beweiſe ſeiner innigſten Hochachtung Wfundigtm nm D ko dauert aW ih Chriſtian Friedrich Germershauſen."M, nd Boryrede. 3“ Landwirthe haben bereits ſeit eimg>t Jahren der in meinem Avertiſſement mit angekündigten, dkonomiſchen Bauwiſſenſchaft mit vielem Verlangen entgegen geſehen, und dabey geäußert, daß ſie ihre vorhabenden Bau- ten bis zur Herausgabe derſelben anſtehen laſ: ſen wollten. Es wird nun mit dieſem vierten Bande des Hausvaters ihrer Erwartung ſd genüget, daß; wie ich glaube, von ihnen 4 nichts EEE EE H UA SAITLRNASCHENNN SC IHSCHEEIEEE SIAESS BET 8258 857 EI< Lebeda te FE Vorrede, nichts Wiſſenswerthes darin vermiſſet wer- W den wird. rid (tt Es erſtrecket ſich aber die Gemeinnü-“4 Bigfeit des in dieſem Bande befindlichen a“ Dauunterrichts weiter, als auf den Land- j. mann, indem auch der gemeine Bürger(aa in der Stadt, ohne Ackerwirth zu ſeyn, ad; das meiſte ſolches Unterrichts für ſich gleich- veran falls ſehr brauchbar finden wird. Es hat ven daher der Hr. Verleger dem gemeinen Bürger a; und Landmanne, und. überhaupt alten.denſjeni: pri gen zu Gute, welche ſich den Hausvater weder Fa anſchaffen wollen noch können, nur gedachten ud Bauunterrichht unabhängig von obbenanntem|W Werke beſonders unter dem Titel: Die ökono- ein miſche Bauwiſſenſchaſt, drucken laſſen, damit N dieſer ſo gemeinnüßige Unterricht um einen ſo Oajen mäßigen Preis in deſio mehr Hände kommen, m und überall mehr genuet werden könne. 19 vie wl Bey BEETEN ZT SSCHERSTNZS CHE D. EEE TTI SSER ACER 7 5 CE SS AAS AET ED CI GESH EIGE TEES SE TUERETE ÜRENT,: AEGEE | er: einnit lichen Land: Jürger ſeyn, gleiche cd hat Zig etjjent: weder achten unten fon0: damit nen ſd en) Dey Vorrede. Bey der Anlage des gegenwärtigeit Werks hatte ich es nicht vorausſehen können, daß ob» belobter Baumunterricht ein ganzes Alphabet9 ausmachen würde: Der Herr Verfaſſer hat aber ſeinen eignen Plan zum Schaden der Le- ſer nicht zu fehr in die Enge ziehen wollen, um ihnen nichts vorzuenthalten, was er, als Kunſe- verſtändiger, ihnen zu wiſſen für das ndthigſie erachtet hat.- Hierdurch hat es aber geſchehen müſſen, daß mir der Raum für verſchiedene, zur Anlage-dieſes Werks gehörige Materien ges fehlet, deren Abhandlung ich nun noch einein Bande, der aber an Stärke den vorhergehen- den bey weitem nicht gleichen wird, vorbehal- ten muß, Je mehr ich mich aber dem Schluſſe des ganzen Werks nähere, deſto mehr gereichet es mir zur innigſten Zufriedenheit, bisher immer noch nicht ohne den mir über alles geltenden Beyfall bewährter Landwirthe geſchrieben, und 5 ihre gun ME e. WETTER 1 MIE IEEHE INN AP fR 30 ML 2 EU BST GIR ALE IREN wür I Borrede. E'? ihre Erfahrungen mit den meinigen überein- 73 ſtimmend gefunden zu haben. Um aber an öko» a“? nomiſchen Erfahrungen nicht arm zu ſeyn, iſt es M7? eben nicht immer ndthig, ſelbſt eine ſehr große les oder weirläuftige Wirthſchäft zu betreiben, ob(rale min 0 es mir gleichfalls eine graume Zeit hindurch daran gar nicht gefehlet hat. Denn da einer meiner nächſten Anverwandten, ſeiner Neigung Wihdin und vormaligen Lebensart zuwider, das kdnig- ua liche Worwerk allhier, welches ehedem zween Jan Ritterſike ausmachte, in Pacht übernommen, Wfa, 1 und theils Alters, theils Schwachheit halber, unge und? mich an die 10 Jahre, bis an ſein Ende hin-"two durch zur Unterſtüßung als Theilnehmer oder van Orbe Rathgeber bey allen ſeinen Wirthſchaftsope- 9 a Zu rationen gehabt hatte, ſo habe ich frühzeitig ge- Wh 0 ed nug Gelegenheit gehabt; praktiſche Kenntniſſe vhm Dan 6 in der Landwirthſchaft zu erlangen, und ſolche 46: Ww) 6 immer mehr zu erweitern, Ni Kon R 4.4 Daß Deein: in Öf0: iſtes froße l1, 6b durch einer gung dnig jiveelt met), ber, hilt: oder 'ß Borrede. Daß aber eine ſchr große Würthſchaft zut Erlangung dkonomiſcher Kenntniſſe eben nicht ſchlechterdings ndthig ſey, ſolches kann mit mei» ner, der Anzahl mach ſehr geringen Schäferey bezeugen, dergleichen hieſelbſt auch unter den ehemaligen adelichen-Guthsbeſikern, des zu nie- drigen Bodens halber, worauf ſich die Schafe ſonſt bald faul zu freſſen pflegen, niemals Statt gefunden gehabt. Nur blos mit theoretiſchen Kenntniſſen verſehen, unternahm ich es, Schafe zu halten, und kam durch fortgeſeßte Beobach» tungen und deren gute Benußung nach und nach ſo weit, daß meine Schafe alle andere Landſcha- fe an Größe nicht nur„ſondern, was mehr iſt, auch an Dauerhaftigkeit übertreffen konnten, Denn wo ſind die allerſtärkſten Schöfereyen, in welchen man Schafe von 18 Jahren bey völlen Leibes- und Lebensfkräften, und alle Jahr tra- gend, wie bey: mir, findet, wie ſolches. alles dieim leßkten Bande annoch vorzutragende Theorie der Schaf: RE EE anat n aua ene 1 NSA SAM TIO RES ARE SEC TERN SE ARERUÖEREERFEN GS SPREGSS BELLEN ZEE BEAU RADE RTA SS ERGE De UG Borrede.: Schafzucht nit mehrern beſagen wird. Ein.. Beweis alſd.; daß der Beobachter bey einer klei-“" nen Wirthſchaft, den Nichtbeobachter bey der un größten Wirthichaft wohl hinter ſich laſſen m N könne. hy Im dem gegenwärtigen Bande enthält das uſs erſie Kapitel noch einen Theil des Küchengar- DV tens; das zweyte die Gewurz- und Handels- Frauberk kräuter; das dritte aber die Obſtbaumzucht, aß I< denke nicht in dieſen Kapiteln vergeſſen zu jed Haben, was uns ein Böhmer, Miller, Lüder,(en fü von Wilke, und andere berühmte Schriftſteller Anlei vorzüglich Neues und Brauchbares im Pflan- by undi zenreiche gelehret haben. mid Das vierte Kapitel beſchäfftiget ſich mit dem pannen d Weinbaue, und zwar nach der Theorie ſolcher vm Diete Männer, welche fich in den-von uns ſogenannten Imma Weinländern ein Verdienſt daraus machen wol mode| ln, uns die beſten Vor'“hriften, den Weinſiock zim 6 zu behandeln, mitzucheilen, und welche wir in kBeifee unſerm En 1er Fle: ey der lt das 'engat: ndels: mut, eſſen zu Qder, ſteller Pflatt it dent ſolcher mne 1 wol inſiot wir in nfo Vorrede. unſerm Niederdeutſchland: vornämlich zu Lehr- meiſtern uns erwählen müſſen, wenn anders unſer Landwein ſich aus ſeinem bisherigen. Ums- werthe erheben, und unſerer Geſundheit eben ſ9 ſehr als unſerm(Geſchmacke zuträglich wers dei; ſoll; j. 260 Da aber-eine-ſchikliche Behandlung des Traubenſafts vor, bey und nach dem Preſſen oder Keltern zur Erha!tung nur beſagter Sauptz zwecke noch beſonders erfordert wird, ſo.wird im dem fünften Kapitel hierzu die ausführlichſte Anleitung gegeben. wobey auch zugleich, nebſt den unſchuldigen Weinfünſteleyen, die, der menſchlichen Geſundheit allergefährlichſten, ſoge- nannten Weinſchmierereyen, in Verbindung mit den Mitteln, ſolche zu entdecken, gezeigt werden. Um ſo mancher Leſer willen, welche Weine trin ken oder davon ſprechen wollen, ohne ihr Ba- terland, Güte und Eigenſchaften zu kennen, iſt die Beſchreibung der ausländiſchen Weine hin- zuge Borrede. zugefüget worden. Das Verzeichniß der frem« den Weine und ihrer Preiſe zu Stettin, dieſer Seeſtadt, deren Geſchäffte in der Weinhand« fung von allen ihren Mitbuhlerinnen den Preis behalten, macht endlich den Beſchluß, Wax aber dieſes Kapitel bey der Hausmutter in manchen Recenſionen vermiſſet worden: ſo hatte ich geglaubet, daß ſelbiges in-ſo mannich- faltiger Hinſicht eigentlich zum Fache des Haus- vaters gehdre; ſo wie überhaupt in allen Wein, handlungen durchgängig nur männliche B& diente, die man Küper oder Kiefer nennet, ge- halten|werden, um die Pflege und Erhaltung der Weine im Keller zu beſorgen, EEN OP» Des Hausyvafers vierten Bandes erſter Theil, ir Ach ) gelben art, glb, Die Vine vs zu fe über mr die und länge 4 mh db, und fin Rühr (1 Niſibeetne ii und früher€ Om feapen One fopn Ui) Hera Ain Nees pril giligt, Simm X AUEN 1. GER 278 Aaa en 2 AR ERR nen dr LE mk 2 PEST SIEE Erſtes Kapitel, Der Küchengarten 1) Gurken. 5 Sir haben zweyerley Arten von Gurken, die Q gelben und weißen.„Jene ſind anfänglich SD“ grün, und werden, wenn ſie völiig reif ſind, goldgelb. Dieſe aber behalten ihre weiße Farbe vom Anfange bis zu ihrer Reife hin, werden aber, wenn ſie überreif werden, gelblicht. Auch ſind ſie etwas dicker und länger als die grünen, Fallen gegen den Stiel mehr ab, und ſind weichlicher. Frühzeitige Gurken werden gleich den Melonen auf Miſtbeeten erzogen, laſſen ſich aber mehr einſpere ren und früher. erziehen, als dieſe. Im freyen Lande, welches feucht, mürbe und ſonnenreich ſeyn muß, wird der zuvor eingeweichte, und hierauf ein wenig wieder abgetrocknete Saame zu Ende des Aprils einen Schuh weit von einander aus- gelegt. Kömmt er zu tief in die Erde, ſo verfault er Bäusvgter IY. DB. LTH, 4 feicht, uz u 2 Erſtes Kapitel, leicht, welches geſchiehet, wenn er 2 Zoll tief eingelegt wird, Wenn daherleinige Beete von 5 Schuhen breit, und auf ſolchen vier Furchen angelegt, die Sgamen aber mit ausgeſiebter Ho!z- oder Miſterde bedeckt werden, ſo geſchiehet ſolches nur 3 Zoll hoh. Im Wendiſchen, wo der Gurfenbau ſehr ſtark getrieben wird, pflegt man nach Gelegenheit des Landes eine Rundung zu machen, und die Gurfenferne in kleine zirkelmäßige Gruben einzulegen, diejenigen aber,. welche zu nahe neben ein» ander aufgehen, wieder zu verpflanzen, Man wählet gern Saamen, der weder zu neu noch zu alt iſt. Der zweyjährige iſt der beſte, weil der friſche zu ſehr in die Ranken treiber. Dg die unreifen Früchte-allein gegeſſen wer den, ſo muß man einige der zum erſten anwachſenden Gur- fon zu Saamengurken ſißen laſſen, damit ſierehtlang, reif und vollkommen werden,. Je länger die Saamens- gurken ſind, deſto mehr werden ſie geachtet, Man nennet die längſten Früchte Schlangengurken, die öfters an die 2 Spannen lang ſind, und ziehet ſie den furzen in die Dicke wachſenden in der Küche billig vor, weil die davon geſchnittenen Scheibichen eben nicht in der Mitte getrennt werden dürfen, und daher in mäſ« ſiger Größe auf die Tafel kommen. Die Saamenkerne werden, wenn ſie ausgeklaubet worden, in einem Durchs= ſchlage mit Waſſer gereiniget, getrocknet, und lieber in Papier und leinenen Beuteln, als hölzernen Ges fäßen, aber auch ſo auſbewahret, daß die Mäuſe nicht darzu fommen können. Die Gurken gehören unter die kletternden Pflan- zen, und es iſt erfahrungsmäßig, daß die in die Höhe geleiteten Ranken ſowohl frühere als beſſer ſchmecken de Früchte bringen, Es wird aber das Anheften der Ranken zu mühſam geachtet; und doch muß man den auf der.platten Erde umherfriechenden Ranken Anwei= ſung me Nrtaw N ef eingelegt uhen breit, amen aber werden, ſo enbiſchen, pflegt wan u machen, e Oruben neben eins ;an wählet iſt. Der ſehr in die h werden, den Gur vechtlang, » Sqamen» ot,“ Man 1Fen, die jet ſie den jlig vor, 1 nicht in ' in Mäſe menferne 1 Durch- nd lieber nen Ges uſe nicht n Pflatto die Höhe hmectene eſten der man den 4 Anwel- ſung Der Küchengarten, 2 ſung geben, däfnit ſie, wenn. fie anders gut tragen ſollen, jede vor ſich bleiben, und ſich mit den andern nicht verwickeln und einander verblüſchen mögen. Wer- langet mau viel und. gute Früchte, ſo muß man den Gurken gutes und Fettes Land anweiſen.„Je beſſer das Zand iſt, deſio mehr treibea die Ranken umher. Hier iſt die Anweiſung, eine kleine Gurfenftella- ge gegen die Mittagsſeite, zur Auffaſſung der ganzen Sonne anzulegen, und die Ranken davon ohne Weit» läuftigfeit in die Höhe zu leiten. Man beſorget kleine, nur dünne Stäbe, von welcherley Art Holz es immer ſeyn kann. Von ſolchen Stäven- werden die kleinern Zweige ſo abgehauen oder abgeſchnitten, daß die unterſten Enden etwa einer Querhaud hoch daran gelaſſen werden, damit ſie ſtatt ſo genannter Micken dienen, daß die Duerſtäbchen darauf ruhen können. Dieſe Querſtäbchen, oder ſchwache gerade Ruthen, etwa von Hafelſiräuchern, Weiden, oder andere junge Lohden kann man allen- falls abſchälen, um ſie deſto länger für folgende Jahre gebrauchen zu können. Die Gurken werden zuerſt in einer jangen Reihe weg eingelegt, am Ende derſelben ſo wob! als hin und wieder in der Mitte in gerader kinie am. Fuße der Gurken die Micken eingeſchlagen, und mit Querſtäbchen beleget. Cine halbe Duerhand hinter der erſten ZSinie fFommen nach gleicher Art Mi- &en mit Querſtäbchen 3 hierauf folget nun eine dritte ginie, welche eine ganze Querhand höhere Mien hat, aud) even ſo weit von der zweyten zurückſtehet. Mach der dritten Linie läßt man in gleichen Entjernungen die ate, endlich aber die 5tey und wentt das 2and geil iſt, die 6te Linie folgen, ſo daß man hiemit eine Flei ne ſchiefe Wand gegen die Sonne hak. Hiernächſt muß man ein ganzes Bündchen kleiner getro&neter Ru- then, die in verſchiedener 230g: ſeyn müſſen, nachdem M A die S Ohennne EE CEE 1 AILS SEN SRTL E LS BER TDG Ue WE uA. aaf 0 ELA Dus III PEEL RES Ulk 9-09 00077 5 0 LEEEREHEEERN 7 AED IE. 4 AR LHCCHTIEE FERI. 4 Erſtes Kapitel. die Etage höher wird, im Vorrath halten, und bey W8! jeder Ranke ein Paar hinſte>en, um ſolche auf die m unterſte Linie der Querſtäbchen hin zu weiſen. Nach fp dem Wachsthume der Ranken kömmt zur zwoten Linie pu abermals auf jeder Seite ein Rüthchen, um ihnen eine'(uſs höhere Anweiſung zu geben, und fähret ſo fort, bis pp val ſie zur leßten Höhe geleitet ſind. Man macht auf eis jeu 1 nem Beete mehr- dergleichen Reihen, weil bey der ware ſchrägen Nichkung der Stellagen die vörderen den hin- ju Dark terern die Sonne nicht benehmen können. Und geſeßt, wan daß man die Reihen auch in ſo geringer Entfernung inn 8! von einander hätte, daß ein Schatten davon auf den ſym Ö Fuß der nächſt folgenden entſtehet, ſo ſchadet ſolches wh ſo wenig, daß vielmehr die Ranken, deren Erdreich Ait von der Sonne nicht ausgetrocknet wird, wenn es an- ders fett genug iſt, deſto beſſer treiben und fragen. Nur dies iſt noch zu bemerken, daß die abzunehmen« M den Gurken ſehr behutſam abgebrochen, oder lieber ps fu mit einem recht ſcharfen Meſſer abgeſchnitten werden auff müſſen, damit die Ranken nicht zerzerret und aus ihrer vom Zage gebracht werden. Denn unter andern Vorthei» nir len ſolcher Einrichtung iſt auch dieſe eine mit der wife] hauptſächlichſten, daß die Ranken in rechter Entfer- 7 m nung von einander abſtehen, und der Sonne überall Naſh geöffnet ſind. Wollte man einer ſolchen Stellage auf ih eds der hintern Seite ein eben ſo gerichtetes Brett entge- vpe genſiellen, ſo würde man die Sonnenwärme noh beſ« iu ſer zuſammenhalten, und hiemit die Gurken einige Bir Wochen früher haben können.: Ob der Genuß der Gurken dienlich oder ſchädlich(een ſey, läßt ſich überhaupt nicht füglich beſtimmen. Die Ww reifen und rohen Früchte werven von einigen Aerzten EU ſonderlich denjenigen empfohlen, welche mit Verſto« pfung der Eingeweide beſchweret ſind. Es wird ihnen daher eine auflöſende und zertheilende Kraft zugeſchrie« ben, Wt, ME MA BEKE LITT GAGER. CE SN AN GÄTAETEN TGT SSE TEEREDGE SSE. GEEHRÖSEEGE EEE SE EIEEIGGEL ZUN AMCC ap] n, und beh De auf die en. Nach woten Linie „ihnen eine 0 fort, bis cht auf eis jl bey der n den hin« nd geſeßt, ntfernung n auf den et ſolches Erdreich mn es an nd tragen, junehmene der lieber n werden aus ihrer Vorthei» mit der ' Entfer» » überall (lage auf ott entge noch beſe n einige ſchädlich jen. Die Aerzten -Verſto- rd ihnen geſchrie ben, rar Der Küchengarten, 5 ben, wie nicht weniger die Verbeſſerung ſchlecere Erde zu liegen kommen. Sie wachſen ſodann nad etwa 6 Tagen hervor, und da ſie überflüſſige Ranken treiben, ſv ſchneidet män folche an ihren Ges lenken ab, ſchneidet oder Kößt fie klein, und verfüttert ſie den Kühen mit Hexel. Auch die erſte Blüche, wel- end Gx u aa feiis kau M R ASHI PEERS Gö UME 400 be NE SRI"en- des Oel geben, iſt zwar nicht unbefannt; will man aber davon von Zeit zu Zeit ein feines Speiſeöl ha- 5 ben, 10 Erſtes Kapitel, ben, ſo läßt man die wohl gereinigten Saamen auf de Brettern an der Sonne, oder Luft, recht(eeÖEN wer vw den. Sie. werden öfters umgerühret, und nach dem WW? EUER Mn„Beuteln an einem luftigen Orte fo auſge- NEE hänget 3 die Mäuſe nicht dazu kommen können. Wd So! al ten Un ſich über Jahr u 8 Tag gut zum Del- ſchlagen, da ſie in Gefäßen, wo die Luft nicht binein-| Fömmt,„bal d ranzicht ſchme>en, Dieſes leßtere ge-„ys ſchiehet auch, wenn die Saamen am Feuer oder im wun Ofen getrocknet worden. Endlich iſt auch) nod zu bemerken, daß aus die« ſen Kürbiſſon, und wozu die ſüßeſten ausgeſucht wer- Vm den müſſen, ein guter Syrup zur Nerſü üßung der imm Speiſen ZEILE Were fönne. Es wird nämlich) der| gefochte 3 Kürbis ausgepreſſet, der davon erhaltene Saft WE zu einem Syrup eingefocht, und zum Gebrauch aufs Wu! bewahßret.- Er wird in manchen Säuſchn dem Mohr- NEN, rübenſyrup vorgezogen, weil er nicht nach der Frucht(f/m 4 ſchmeckt. vm 6 Außer dem Speiſegebrauche der Nr. 3. beſchrie- vl benen F IGD macht man 0 einen andern vw h vfonomiſchen Gebrauch davon, der noch) a ad uf gj auf dem Lande wenigſtens, ſeyn ſollte, Dieſcr beſieh"Wf darin, daß eben ſo wohlfeile, als dauerhafte Flaſchen Sh davon gemacht werden, Das Verfahren damit iſt im„4 ub, "Wittrenbergiſchen Wochenblatte vom Jahre 1768."y wid S. 244 ausführlich beſchrieben worden, und erfordert NR folgende Handgriffe zur Ausßößlung und Tüchtigma- 4. 20 SE 12 Erſtes Kapitel. Flaſchen behalten, als. wenn ſie auf eine andere Art eingewielt werden. 3) Melonen. Wir haben Melonen von ſehr verſchiedener Gy ſtalt und übriger Beſchaffenheit, wornach man die vie- len Sorten zu unterſcheiden pfleget, und es iſt noch nicht entſchieden, ob ſie alle aus einer einzigen Stamm- pflanze entſtanden ſind. So viel iſt ausgemacht, daß einige unter und neben einander gebauete Sorten ſich weiter verändern, indem die weiblichen Blüthen von den männlichen der benachbarten Pflanzen können be- fruchtet und. neue Spielarten erzeugt werden. Wird dagegen im Garten nur eine einzige Melonenſorte ge- bauet, ſo erhält ſie ſic) unverändert, wenn ſie aus ih- rem Saamen fortgepflanzet wird. Hr. von Münch» hauſen hat ſo viele Jahre hindurch über hundert Sor- ten gebauet, deren Namen er eigentlich zu beſtimmen Bedenken getragen. Man findet bey ihm nur folgen- de acht Sorten: 1) Die Kandaluypmelone oder Kandaluppe. Sie hat die Geſtalt einer platt gedrückten Kugel, wel- ,. d) Die weiße Randaluppeiſt zroß, ecwas gerib- bet, platt, warzicht, auswendig grän und aus ven weißen gefleckt, das Fleiſch aber iſt weiß, ſüße und ſehr ſaftig. Doch betragt dieſes wenig, die Schale aber iſt außerordentlich die. 2) Die T7erzmelone. Man hat davon viele Ne- benſorten. Die beſten müſſen groß, lang, und über und über mit einem erhabenen weißen Nets überzogen ſeyn. Die aufgeſchnittene Frucht zeiget eine Schale von dunkler ," grasgrüner Farbe, und ein dunkles, Orangengelbes, ſaſtiges, dickes Fleiſch, auch der- gleichen eßbares Mark. Die Kerne ſind klein, dice, gelb. Dieſe Frucht pflegt bey uns in allen Jahren zu gerathen, und wird von-denjenigen geachtet, welche ein feſtes Fleiſch lieben. ' 3) Gs- Ar 14. Erties Kapitel, 3) Gereifeltooder trefurchte U7elone, hatihren Namen von ven Reifen oder Furchen, wodurch ſie ger theilet wird. Dieſe ſind gemeiniglich glatt und grün, die hervorſte EICH R ibben aber geneßt, und werden zwiſchen durch mehr gelb, Die Schale iſt vom Flei- ſche merklich unterſchieden und grün, das Fleiſch aber (hon gelb und ſaftig, DoE nicht wäſſericht. Die Frucht hat in der Mirte eine Höhlung, und das Mark iſt vom Fleiſche gänzlich unterſchieden, weßhalb das eßbare weniger beträgt als bey den vorhergehenden Sorten.«Die Frucht aber wird zeitiger reif,.Zua« weilen iſt ſie unſchmackhaft, wäſſericht und mehlicht. 4) Die frühe Üielone iſt nicht gar groß, und wird daher ſrüher reif, als die übrigen Sorten, Sie öſt mehr rund) als lang, etwas neßartig überzogen, ohne merkliche Neifen, und inwendig gold gelb, vom Geſchmacke angenehm, doch zuweilen etwas meblicht. 5) Die weiße Ülelone. Herr von Münchhau« ſen hat ſie nnter dem Namen der aſtrakaniſchen er- halten. Die Holländer nenneu ſolche Speckmelone. Sie iſt länglicht, und-pfleget gegen den Stiel etwas abzulaufen, weßwegen ſie ſich vom Stielenicht leicht ab« löſet, die Schale iſt dünne und dunkelgrün, das Fleiſch weisſicht, das Mark gelblicht, und die ziemlich großen Kerne weiß. Das Fleiſch) zerſchmelzet leicht auf der Zunge, und muß feb ſüße, efwas m üBfirt, und gleiche ſam IM effer 204 y Dieſe angenehme Schärfe meh ret ſich, wenn die Frucht über reif iſt; und weil ſich dieſe 0. der r Reiſe nicht verä der; muß m an acht ge- ben, daß fie nicht überreif werde, Ihr Fehler iſt, daß ſie wenige und ſpäte ZUE EE JImmittelſt wird ſie vom Herrn von Münchhauſen allen übrigen vorgezogen, und geſünder geachtet. 6) Die GEZESEN in A8 BE AGIERT GE SKTRSEE ESN UE WTE. TEKSDRES SAUEN 7 TEEGIUEEHE DES ETAT GIII CIIN: / Dat ihren r< ſie ger und grün, 1d werden 'om Flei- eiſchaber 1, Die as Mark halb das gehenden f. Zia licht. ß, und 1% Sie erzogen, 1b, vom nehlicht, n- net, in Beuteln von Leinwand oder Papier aufbewah- ret, und unter der Decke in einer tro>enen Kammer aufgehängt. Miller will, man folle die Kerne ſchon im dritten Jahre gebrauchen 3 Herr von Münchhauſen aber behauptet, es ſey ſicherer, ſie fünf bis ſechs Jahr alt werden zu laſſen, Sie behalten zwar ihre keimen« de Kraft bis ins zwölfte Jähr; allein je älrer ſie wer« den, deſto ſchwächere Pflanzen erhält man davon, Ganz friſche Kerne will man aber deshalb zur Aus- ſaat nicht empfehlen, weil ſie noch zu viel wäſſerichtes und flüchtiges enthalten, und man behauptet, daß Die daraus erzogenen Pflanzen zu ſtark in Ranfen und Laub treiben, und nicht leicht Früchte anſeßen. Wäre man in der Nothwendigkeit, dergleichen zu gebrau- dhen, ſo foll man ſolche den Winter über in einer ge» heizten Stube aufbehalten. Die Regeln zur Ausſaat und Wartung der Mes lonen ſind folgende:| 1) Wenn man vor der Mitte des Märzes Kerne legt, ſo ſeßet man einen warmen Frühling voraus, welches denn etwas gewagtes iſt. Man geht daher ſicherer, wenn ſolches in unſern kältern Gegenden vor beſagter Zeit nicht geſchiehet, weil die jungen Pflan- zen aus Mangel der Luft erſticken und verderben. Hat man frühe Miſtbeete mit'Gurken angeleget, ſo kann man die erſten Kerne nebenher an die Seiten derſelben ſteken. Denn die Melonen werden zum Verpflanzen weggenommen, ehe die Gurken ſid) ausbreiten. Macht man aber ein eigenes Beet zu ven Melonen, ſo legt man Won] NENE 9] 1-0 WO ANNO ſchütteln, tan pflegt enen aus jene dar« (che aus: bgetro>« ufbewah« Kammer 'ne ſchon en, und die Pflanzen daſelbſt ohne wei- teres Verſeßen auſwachſen laſſen. Die Früchte wer- den ſpäter kommen, in guten Sommern aber doch. noch ' ſo ziemlich gerathen. x 2) Das Begießen der Melonenpflanzen wird bey recht angelegten Miſtbeeten nicht nöthig ſeyn. Sollte es aber bey zu ſehr ausgetrocknecer Erde geſche- hen müſſen, ſo muß es nicht. eher vorgenommen wer- den, als bis die Blätter welt geworden, Die Melo- nenpflanzen vertragen überhaupt nicht viel Waſſer, aber mehr Luft als die Gurken, Und wenn ja begoſ- ſen werden muß, ſo darf das Waſſer nicht an den Srängel kommen, ſondern die juuge Pflanze muß aus Vorſicht mit einem Topfe bedeckt, und das Beet mit der Gießfanne über und über angefeuchtet werden, Ein warmer Regen erquiet die Pflanzen; öfterer Regen aber ſchadet auch den Früchten, und bey an- haltender Näſſe ſoll man ſolche mit Blumentsöpfen bede&en, beſonders wenn die Pflanzen. in freyer Erde ſtehen. 13) Eigene Erſahrung und Einſicht müſſen es an die Hand geben, wie lange die Fenſter auf dem Miſtbeete beyzubehalten, wie lange und oft an die- ſes von außen neuer MitT anzulegen, ob, und wenn ver Kaſten vom Miſtbeete in die Höhe zu heben, da« mit die Wurzeln und Ranken darunter wegkrieen einige Zoll hoch von der Oberfläche des Beetes erhöhen, welches ſonderlich nöthig iſt, ſo baid die FAR neg ausgewachfen, 07 2 ie 20 Erſtes Kapitel, die Ränder der Glocke berühret, damit die Ranken unter ſelbiger hervorlaufen können, 1 5) Man hat ſtatt der Glocken ezeölte Papier- decken erfunden, welche man über die Pflanzen auss- ſpannt, Man klebet einige Bogen von ſtarfem, aber nicht zu dunkelfarbenem Papiere dicht an einander, daß man ſie über die zu gebrauchende Rähme ausbrä&iten föns ne. Dieſe befeſtiget man an dem Rande, und beſtreichet ſie mit Leinöl, welches bald abtrocknet. Es muß aud) aller Geſtank vergangen ſeyn; ehe man die papiernen Rähme über die Pflanzen leget, weil ſieaußerdem Schadenleiden. 16) Das ZDeſchneiden der Pflanzen, wenn ſie in vollem Wachsthume ſtehen, muß nicht verabſäu- met werden. Das Wegnehmen der unnüßen Pflan- zen ſtärfet die fruchttragenden, und verurſachet, daß die Früchte eher anſeßen, gewiſſer bleiben und voll- Fommner werden. Dieſes geſchiehet zum erſtenmale, wenn die Pflanzen nach dem leßten Umſeßen ſtark ge- nug bewurzelt ſind, und nach) der Gärtnerſprache den zwoken Knoten angeſeßet haben. Man kneipet als» dann mit dem Finger und Nagel des Daumens den Trieb über dem zweyten Blatte, und zugleich die bey- den Saamenblätter ab. Das Apkneipen iſt beſſer, als das Abſchneiden, indem die Wunde eher verwächſet. 17) Sobald der abgekürzte Stängel Nebenzwei- ge freibet, fneipet man aud) dieſe über dem zweyten Auge ab, und wiederhohlet dieſes bey allen ſich zeigen» den Ranken, bis ſich) junge Früchte, oder die weibli« bey guter Witterung und ge» WOCHE dd nugſamer Nahrung 5, 6, bis 7 Früchte zur Reife en m bringen."Man bricht daher die ſchlechten und unvoll- 1) Dus fommenen immer ab, und läßt die ſtärkſten, und wel« Kae dhe am beſten geſtellt find, ſtehen, wi ie 25) Junge Früchte ſoll man vor der Sonne ſchü- Wm amin ßen, und es iſt gut; wenn ſie von den Blättern be- Ahe dar det werden, Wenn aber die Frucht zeitigen ſoll,„muß hth uh ſie+ GS MIEREN A AH ES R SST NEE SSER SGSN M GEE 1 Welt pafpen 2ER NEIN Aa 2 MC aD Gleich nah "Weichen zy techen, ſo N Ylüthen ien Säfte 1 jette Hs ein fom: lumen j ſo mehr als- man gute den Bly- je weibli "4 zeigen, vt verfüps Die Blät- |, und Jes es; fantt eicht ab, gefähr en ohns ge wege ur eine 1 ganzen “5 fann und ge» ir Reiſe . unvoll- nd wels ve ſchü- (tern be- oll, muß ſe Der Küchengarten. 23 ſie von allen Seiten ſreyliegen, und alsdann fann man die umherſtehenden Blätter wegnegmen. 36) Das Unterlegen der Steine, wie es in man- - 20022055 ZEE IEEERLCER REIZ Bn, vw=muugernn werpowenteren: DIED 05: 2-20 gg Rg, NIC„ 7: ee; Es dels. u ' 24 Erſtes Kapitel. wenn ſie reifen wollen, abgeſchnitten, und der Stiel WE davon lang mit einigen Blättern gelaſſen werden. aN 29) Einige befördern die Zeitigung der Früchte, Jais indem ſie um das ganze Beet den alten Miſt wegſte: ENE e anſeßenden Früchte gehen uuiteft ganz verlohren, En 30) In unſerm fältern Klima können wir vor wt der Mitte des Junius, aus Mangel genugſamer ſrü- CNG herer Connenwärme, nicht wohl reife Melonen ha- ben ben. Werden die jungen Pflanzen einigemal auf nur WDE warme Miſtbeete verpflanzet, ſo werden ſie in ſieben| bis acht Wochen zwar biühen, nach der Blüthe abey|)- nn erſt in 40 Tagen, wenn nämlich die Witterung recht| nm fi warmiſt, reife Früchte liefern. Oft ſißen ſie aber| ffm Über zween Monate, ehe ſie ihre Vollkommenheit er-| jihnat! langen. Man muß täglich nachſehen, wenn die Frucht| Wp zu wachſen auſhöret. Manche Sorten verändern bey wW- der Reife die Farbe, und werden mehr gelb. Die| Nh, Meßmelonen bekommen zwiſchen dem Nege kleine Fle" Wii &en. Bey vielen, ſonderlich den Neßmelonen, löſet| hirwd] fic) der Stiel durch kleine Riße von dex Frucht ab. 0, fam m Der merkliche Melonen Geruch äußert ſich erſt bey||- Wm iy, Der Reife. Bey den dicſchalichten iſt ſolcher jedoch WArvht kaum merflich, und wenn man die Früchte von wei-| AU ten riechen Fann, ſind ſolche ſchon überreif, Die iichet» Du. ep ſte Probe iſt, daß man mit einem ſpißigen Meſſer[Dw CH unten nicht weit vom Stiele, ein dreyeckigtes Stüc"„u vſerid en herausſchneide, das Fleiſch unterſuche, es wie- ml der an ſeinen Ort lege, und die Melone noch einige Nad Tage im Keller liegen laſſe, Ueberhaupt iſt es dien- n diſ "Wh Ge lich, hd der Eile Werden, der Frücht, Niſt wegſte: tmen Miſte : verbrannt, ! Reife der dergleichen it, und die Icte gehen 'n wir vor ſamer frü: elonen ha« al auf nyr te in ſieben Zlüthe aber erung recht n ſie aber jenheit er ie Frucht ndern bey 6. Die leine Fle- ven, löſet rucht ab. erſt bey er jedoch von weis ie ſichet- | Meſſer,: 6 Etüd: , es wie- jd) einige ſt es dien: lig), Der Kücengarten, 25 lich, eine friſch abgenommene Frucht nicht ſogleich zu ſpeiſen, ſondern zuvoy ein paar Tage im Keller liegen und nachreifen zu laſſen. 31) Da aus dem äußerlichen Anſehen der Melo- nen auf ihren guten Geſchma nicht ſicher geſchloſſen werden kann, ſo muß man die Eigenſchaften einer gu- ten Melone in folgenden Stücken ſeßen: Die kleinſten ſind öfters die beſten, und die größten gemeiniglich . Mehlicht oder wäſſericht. Wenn ſelbige nach Ver- Haltniß der Größe, ſchwer ſind, kann man fie für gut, fleiſchicht, und recht ausgewachſen halten. Gtarfe Stiele der Melonen ſind ein gutes Zeichen; ſind er- ſtere aber dünne und ſchwach, fo werden die Früchte gemeiniglic) auF unvollfommen ſeyn, Wenn ſich die Frucht welk anfühlen läßt, iſt ſig nur nothveif, und wenn ſie hobl klinget, wenn man mit dem Finger daran klopfer, iſt ſie hohl. Die über- geſtrickten hielf man ehedem für die veſten; jeßt haben ſie den zweyten, die Kandaluppen den erſten, hinge- gen die runden und gerippten den leßten Plag, Früchte, welche eine dicke Schale haben, können vorzüglich ſchmackhaftes Fleiſch enthalten, Iſt aber Schale und Fleiſch der Farbe nach merklich unterſchie- den, fann man urtheiten, daß die Frucht nicht aus- gewachſen ſey. Fällt die Schale ſehr ins gelbe, ſo iſt die Frucht überreif, und tauget nichts, Eine gute Melone ſoll einen kurzen, dien, flei- ſchichten Stiel haben. Das Fleiſch muß ſaftig, aber nicht wäſſericht, zart und fchmelzend, aber nicht meh- licht feyn. Der Saft ſoll ſüße, etwas bieſamartig, und einige auf die Zunge angenehm fallende Schärfe haben. Dieſerhalb pflegen einige durc) Zucker, an« dere durch Salz, die. natürliche Süßigkeit zu vermeh- 5 reit 7<= 757 nbemR 2> u Erſtes Kapitel. ren oder zu dam aun:., fh nehm 4 als Gewürz herrſchen uw ſoll, bey weiten den übrigen Arten!vorzuziehen, wel- n„ih kt halten, bis der Saame nach 8 bis 10 Wochen etwa hervorzuwachſen beginnet. Ts darf wohl nicht einmal erinnert werden, daß das Spargelſaatbeet vom Unfraute rein gehalten, und fleißig gejätet werden müſſe. GSonft verbutten die zarten Pflanzen, und die Hoffnung, recht vorzüglich dicken Spargel davon zu ziehen ſchlägt fehl, Jm Sommer muß man aud) die zu dick bey einander ſea henden Pflanzen durchziehen, und ſie ſo dünnyg machen, daß zwiſchen jeder ein Raum von 3 bis 4 Finger breit bleive. Sind zn Ende des Octobers die Stängel ganz verwelkt und abgeſtorben, kann man ſehr feineu oder furzen verrotteten Dünger überher ſtreuen, welcher theils die jungen Pflanzen dünget, theils ſie wider den Winterfrotk beſchüßet. Zum Verſeßen ſind die jährigen Pflanzen am be» ſten, weil es ihnen weniger als den alten ſchadet, wenn die feinen Wurzeln beym Aufnehmen abgeriſſen werden, dagegen die ſtörkern Wurzeln des ältern Spar»- gels leicht den Sto> in Fäulniß verſeßen können. Sels= ten wird eine einjährige Pflanze zurückbleiben, welches doch bey zweyjährigen öfters geſchiehet. Es iſt aber das Verſeßen der Pflanzen eben keine Nothwendigkeit; man kann ohne dieſe Weitläuftig*eit Spargel ziehen, der dem verſeßten nichts an der Stärz fe nachgiebt, in der längern Dauer aber übertrifft. Hier iſt die Anweiſung dözu:. m 7%. 52 Erſtes Kapitel, Im Herbſte wird ein recht fettes, feuchtes mit zuge fein verfaultem Miſte gut gedüngtes, zuvor aber ra»“| joltes oder ſehr tief umgegrabenes Land in ordentliche jm Furchen. eingetheilt, die Erde herausgeworfen, und 106659: unten in die Furchen Tauben oder Hühnermiſt ge-(0 nN bracht. Dieſer Miſt wird mit einem Theile der zus 00 vor herausgeworfenen Erde 6 Zoll hoch wiederum zus 1 Wer gedeckt, und der Saame auf dieſe Erde ausgeſtreuet. ve Wnehidtt) Hierauf wird der Saame mit feiner, mürber, guter jp) und 100! Erde ein paar Zoll hoch, dieſe Erde aber wieder mit(ew)(er! recht kurzem Schaf, oder andern gutem Miſte bedeer.«1 Dieſer lekte Miſt, die Decke des Saamens, wird im Frühjahre wieder abgenommen, damit der junge Spar- gel hervorfommen möge, welches denn in feuchten Bo«(en den in 5 oder 6 Wochen wird geſchehen können. Im Atm zweyten Jahre verdünnet man die Pflanzen, damit ſie hi weit auseinander fommen. Hat man klar geſtebte Gartenerde auf dem Saamen geſchüttet gehabt, ſo wer- 3 den die überflüßigen Pflanzen ſich ſehr leichr mit der Hand ausziehen laſſen. Die bequemſte Zeit hierzu iſt fü 6 166 die erſte Frühlingszeit, bevor das Land von der Sons weni ne ausgetrocknet worden. Dieſer Spargel wird nun vr nd, 6 in ſeinem zweyten und dritten Jahre nicht abgeſchnit- NENE ten, ſondern ihm ſein Wachsthum in allen dieſen Jahe-(wt und di. ren bis in den ſpäten Herbſt gelaſſen, in dieſem Herb- biw Jam| ſte aber das gelbwerdende Kraut unten abgeſchnitten, Wr ruhen) und mit Miſt bedecket.< Im Frühlinge wird der gro- Inet man ve Theil dieſes Miſtes allezeit weggeſchafft, die feinern at ved| Ueberbleibſel ſce nicht leicht pe in der Erde zerfallen, die jungen Pflanzen im Früh» Eu) jahre an ihrem Triebe gehindert werden. Sind die A pe Gruben alſo ausgefüllet, ſo wird das ganze Spargel- iu 390 land noch mit Hühner- oder Taubenmiſt beſtreuet. So ds ueh bald es der Froſt im Frübjahre er!aubet, wird es um- vg JDC gegraben, und, wie es ſonſt bey Spargelbeeten ge WG wöhnlich iſt, ferner behandelt. Im vierten Jahre Wi iam 3 hat man guton Spargel zum Gebrauche, und in etli- vi 18 000 ket bleiben. wa Noch iſt in Anſehung der geſt:>ten Saamenkörner wn zu erinnern, daß die Methode, welche in den Schriften"di der Königl. Schwediſchen Akademie vom Jahr 1780(3:10 beſchrieben worden, Beyfall verdiene, weil man, wenn/ man die zu dicht neben einanderſtehenden jungen Pflan- zen burchs Aufziehen oder Aus dechen verdünnen will, gar leicht die Wurzeln der ſichen bleiben ſollenden be-„M, ſchädigen kann. Es ſollen nämlich in einem Dreyecke 4 drey Saamenkörner 1X Zoll tief, und jedes 1x Zoll 1, von einander geſteFet werden. Um„Jacobi, wenn die Pflanzen erwachſen ſinv, urtheilt:man, welches ne) die beſte unter den Dreyen in jedem Triangel ſey; dieſe me läßt man ſtehen, und die übrigen zwey zieht man aus. Ye be Gedachte Dreyecke aber, die in geraden Linien ſtehen, NIE? müſſen von einander an die 2 Fuß abſtehen, damit der vo bf„" größer werdende Spargel ſich mit den Wurzeln in der Vin Folge einander nicht berühre. Sonſt iſt noch bey die- uma ſer Art den Spargel zu ziehen, zu gedenken, daß, ups, wenn der auſgelegte Hühner- oder Taubenmiſt mit kla- uin rer, leichter Erde ein paar Zoll hoch beſchüttet wor-| win den,| I| 1 löſen, da € genug des / die Beete rund hiezu ſt und Erde flanzen ge: gweilig, da eſſere, doch ler iſt im- amenförner weret wur- ühe einige wach blie- , wenn ſie amenförner 1 Ehriften jahr 1780 7an, wenn gen Pflan« nnen will, enden be- - Dreyecke 12 Zoll 1, wenn welches ſey; dieſe man aus, m ſtehen, damit der eln in der ) bey die- en, daß, 1 mit fla- jttet wor den, un TEE Gg Der Küchengarten, 97 "den, in den beyden erſten Johren Salat und allerley Zwiebeln nnd dergleichen geſäet werden können. Will man Spargel durchs Verſeßen erziehen, ſo richtet man ſich in Anſchung der Zeit nach der Natur des Bodens oder der Witterung. Iſt der Boden tro- >en, und frühzeitig gute Witterung, ſo läßt ſich dieſe Verpflanzung gegen das Ende des Mäarzes ſchon vor- nehmen. Auf feuchtem Boden aber iſt es beſſer, wenn man bis zur Mitte des Aprils wartet, weldhes unge- fähr die Zeit iſt, da die Pflanzen ſchon anfangen zu ſchoſſen, welches ihnen aber nichts ſchadet. Um Mi- cet werden, Man thut beſ- ſer, wenn man nachher alle Herbſie, die erſten dre) WE Ort eri] :; 00 Di Jahre über, zween Zoll gute Gartenerde, mit Sand tab bean und Aſche vermiſchet, darauf bringt, als daß man die min zarten Pflanzen zu Anfange mit zu vieler Erde beläſti- get. Nik) he "m win yi 'ingt man wieder ej. 1 Schich, n bis ak. haben if, ndetthalb iq, weil duch eint dien, die "den Fann, ey Uniey, nd in die lche, an: yr ſo daß anze Beet en, löſſen Zub von den Our ſtalt, daß den auß: 140 Derges 1ze, oder en fom- ohne daß gebreitet ben Zuß thalben, auf; es ele Erde Purzeln hut beſ- ten dre) it Gand man die , beläſtl- get Der Küchengarten, 39 get.(Diejenigen, welche den möglich größten Spar- gel erziehen, und andern die Concurrenz abgewinnen wollen, legen die Gruben noch einige Fuß tiefer an, als worzu ſie die höhern Gegenden, die in der Tiefe vom Waſſer frey ſind, erwählen, und pflanzen den Spargel zwar nach vorſtehender Vorſchrift, laſſen aber die Gruben bis ins dritte Jahr offen ſtehen, worauf ſie dann die an beyden Seiten ſtehen gebliebene Erde erſt in ſolche zurückbringen, und hiermit den Plaß eb- nen, Der Vortheil hievon iſt dieſer, daß. der Spaxr- gel, nachdem er bey der nur mäßig gehaltenen Erd- bedecfung in den erſten Jahren ſo ſtark geworden, zu- leßt eine BedeEung von einigen Fuß Erde ſonder An- ſtoß durchdringen, und vom vierten Jahre an ſo tief in der Erde hinab geſchnitten werden kann, und die Stiele einer Spanne lang und darüber eßbares, wei- de N:'„ 2 Ww auſ]- WEN. 1 MUW ETS REI KITEN WESSEN BODO AUT REER HCE SCC BESSE TS HIERIN WIER RSR BELGE 17 SRIGREIIEEIE TT NE SIND ELN ET TRZNE CO h, 108 miſt auf Vf reibe, Welche orn etwas Orſchriſt in di 8 lange beſte | das Wiſtey Oy ſo ſcht ben"0 quid, 54 Is ö zuvor zu 1, und ſeße (ini, daß : bedeft WWiXo , wie it Brettern d ho, dies guter Erde 8 Tauben: wird dreh 6, daß im Erde über men dann m fommen, (oden, uid t, woraus we Dünger funzen atio 140 Herbſte ver eim paar ſy Brettet- von nun an Biyterdeä! aur Der Küchengarten. 41 auſgelegt, hiemit aber das Beet immer höher wird. Erde kömmt nicht ferner hinzu, weil das Beet in je« dem Frühjahre nur flach umgegraben, und ſodann glatt geharfet wird. Der verweſete Taubenmiſt wird zu einer bräunlichen feinen Erde, und wird alle Früh- jahre mit Salat beſäet, welcher ſtark wächſet, ſo, daß der zunächſt an die Spargelſtöe ſtehende bald aufe gezogen, und theils verſpeiſet, theils im Garten zu Kopſſalat verpflanzet wird. Der von den, Stö>en erntfernte Salat bleibt ſtehen, und giebt die größten Köpfe, nachdem er verdünnet worden, Es haben aber die Salatköpfe vollig Raum ſich auszubreiten, weil die Spargelpflanzen zwey Fuß weit von einander ab- ſtehen. Diejenigen nach dieſer Art angelegten Spate- gelbeete bringen den früheſten Sparge!, die in Form der Miſtbeete an der Mitternachtsſeike erhaben ſind, und daßer, weil ſie die Sonne gut auffaſſen und zu- ſammenhalten, die meiſte Wärme haben. Und wenn der Bretterverſchlag über die Erde des Beets hoch ge- nug hervorraget, ſo kann man ihn wider die Nacht« fröſte mit langem Stroh oder Matten gar bequem zus deen, und hiemit theils das Abſrieren des hervorſte- t find, und die, Reihen derſelben ausgefüllet und überall mit Erde geebnet ſind. Geſchähe das Angicßen eher, ſo könnte die junge Pflanze gar leicht aus ihrer Lage gebracht werden, weil die Hügelchen, worauf,ſie ru- hen, ſich auf eine oder die andere Seite hinneigen fönnten. 3) Aus der obbeſchriebenen flachen Legung der Spargelpflanzen, ohne Miſt unter ſich zu haben, er Hellet, daß die Winterdüngung von open die beſten Dienſte thue. Die Wahl des Düngers aber hat ei- nen großen Einfluß auf den Geſchmack der Frucht; Vom Schaf- und Kuhmiſte nimmt ſie einen widri- gen bittern Geſchma> an. Pferdemiſt iſt beſſer, Hüh- ner: oder Taubenmiſt aber ambeſten. Bey der tiefen Legung des Spargels aber iſt es einerley, welche Art des Miſtes es ſeyn könne, die man in den Grund bringet, weil der Spargel die brey erſten Jahre auf ſolMmen Beeten noch nicht geſtochen wird, und unter der Zeit der Miſt die widrige Wirkung auf den Ge- ſchmack verlieret, . 4) Wenn „')„vu We ( m fe u ) au h jam ſt, un "m zn) jW ul)"dn er jn py n eZ » fü) p um 10 0 Det vet W(0 bien NENN hy! m ne NE jeNend) NW 0 vieh jeh Dol ahben om mehr ni: Ausheben aus worden ſehn, ſcharfen Meß ngen Bäume gar nicht br und lebhaft ' angeſchleims , Indem hies Vutzeln att en, Dieſes Sede bedeft und überall gießen eher, 15 ihrer Cage rauf ſie Für ! hinneigen (gung der haben, er die beſten er hat ei- y Frucht. jen widri- ſſe, Hühe ' der fieten velche Art n Orund jahre auf und unter ' den Oer 4) Went Der Küchengarten. 43 4) Wenn bey flach gelegtem Spargel, nachdem er in den erſten Jahren nach und nach genugſam Erjhö- hung von Erde über ſich erhalten, alle Herbſte Win- terdüngung aufgelegt worden, wird folche im Früh- zahre ganz: flach umgegraben, welches geſchiehet, wenn die Spade nicht gerade herunter geſtoßen, ſondern ganz ſchief geführt wird, ſo daß nur ein paar Zoll Erde damit aufgehoben werde, Fehlt es an Tauben- und Hühnermiſte, und man muß Pferdemiſt aufiegen, fo wird im Frühjahre das Stroh deſſelben ab- und qaus- geharfet,'und nur allein das Kurze, over die ſo ge nannten Roßäpfel untergegraben. Mit dem tiefer ge- legten Spargel wird es eben ſo gehalten, Demaller- riefſten aber nußet, wie ſchon oben erwähnet worden, eine ſolche Winterdüngung nichts, weil vie Kraft da- von ſich nicht ſo tief herabziehen kann. 5) Die Stängel des aufgeſchoſſenen Spargels wer« ven im November eine gute Queerhand bod) über der Erde abgeſchnitten. Bey flach gelegtem Spargel muß beſonders ein recht ſcharfes Meſſer gebraucht werden, damit die untief liegenden Wurzeln nicht zerrüttet wer- den. Cinige verbrennen die abgeſchnittenen Stängel auf dem Beete, damit die Aſcen zu, und wenn dte gejrorne GCrde aufgerhauet, ſſen überzieht man die Oberfläche behutſam mit der 1 Harke, damit das Beet allenthalben gleich wer- ? de, und giebt bey guter Witterung und Sonnen- (ußung 1,:; (hit ſchein dem Beete öfters fritche duft. Denn wenn ſ Land zwey Fuß hoch, ſeßen die Spargelpflanzen hinein, und verfahren übrigens vamit nach) der ſo eben beſchriebenen Weiſe. dd) Andere pflegen im ſpäten Herbſte auf jedem ESpargelſtocke einen leeren Blumentopf zu ſtürzen, und darüber, oder das ganze Beet einen Fuß hoch mit Miſte zu bede&en. Jm Frübjahre, und wenn die große Kälte vorüber, werden die Töpfe und der Miſt wieder weggenommen, wodurch denn die Wurzeln einige Wochen früher ihre Kei« me treiben, Bey allen dieſen verſchiedenen Verfahrungsarten iſt zu bemerken, daß dieienigen Spargelbeete den frü« beſten Spargel bringen, die mit Miſibeerfenſtern ver« ſehen ſind. Später kömmt der Spargel, wenn ſtatt der Fenſter Bretter oder Läden gebraucht werden, wels und die grüne Farbe, wenn man nämlich grünen Spargel hat, nicht verlieren will: Wenn es aber in der frühern„Jahreszeit am Sonnenſchein man« geln ſollte, ſo pflegen ſich die Gärtner alſo zu helfen, Wenn ſie Spargel geſammelt, und ſolchen in Büns2 del zuſammen gebunden haben, verſcharren ſie ihnhalb in die Beetwärmer, und bedeFen jedes Bundmiteiner Glo>e 48 Erſtes Kapitel,| Glo>e,.. Scheint mun bie Sonne ein wenig, ſo wer-| den ſie, da ſie vorher weiß oder röthlich waren, in 2| oder 3 Tagen grün, welches denn wenigſtens dem Au- ge Vergnügen macht. Der ſpäter kommende Spar- j gel wird auch wohl von einigen mit ausgehö!ten höls a. zernen Kegeln, von andern mit VWlutnentöpfen, auch wohl mit Hä'ſen von zerbrochenen Glasbouteillen wis-| 150 der die Nachtfröſte verdeckt. Durch lekßtere läßt man dn auh wohl den ſehr flach liegenden Spargel in die Höhe| ſchießen, damit er von der Sonne deſto mehr getrie«-|| ht ben werde. Bey ſtarken Fröſten aber ſc<üßen'alle dieſe ASEN Gefäße nicht ſattſam, und man muß fie ſodann mit 47 langem trodnem Pferdemiſte noch überdecken.| Wot Daß der Spargel Arzneykräſte beſiße, iſt vorzüg« lic) aus dem Urine abzunehmen, worin fie ſich vorzüge Ww lich durd) den ſiarfen widrigen Geruch hervorthun, MOR Diejenigen, welche mit Fehlern in den Uringängen, Ws ime d. i, mit Gries oder Stein beſchwerec ſind, oder bey un welchen die goldene Ader durch die Blaſe geht, ſollten 1-1] ſich) deſſen enthalten. Man will auch beobachtet ha- wwe ben, wie Gicht und Podagra nac< dem häufigen Ge- 1400,€ nuß, des Spargels erreget und öfterer wieder gefonw« Welt men, als wenn dieſe Speiſe unterlaſſen worden. Es(q ſollten daher die Podagraiſten nicht ihre Hauptſpeiſz? jm Gri daraus machen, um ſich öfterer, oder wohl gar täglich, 10 an einzig und allein daran ſat zu eſſen. Indeſſen wird aj be arbem der wirfſame Theil des Sporgels durch die verſchie| Wine dene Zubereitung gar nierflich geſchwächet, in Anſe- vo, hung deſſen er auch häufiger ohne Schaden genoſſea|(nitode werden kann. Unter den verſchiedenen Zubereitungs- deb arten aber ſcheint diejenige die ſchilichſte, wenn man gerad: ſolchen mit Cſſig, als Salat genießt. Auch werden| M ep diejmit obgedachten Gebrechen behafteten, bey welchen Withanb, der Genuß des Spargols verdächtig ſeyn könnte, mit| flu wenigerm oder gar keinem Schaden ihn verſpeiſen,| Mn wenn PE ſo wer« 'en, in 3 dem Ay 'e Spar- Ifen höls en, auch eillen wie läßt man die Höhe hr getries 'alle dieſe ann mit | vOt züge ) vor züge 'vorthun, ngängen, oder bey , ſollten haſter als diejenigen geachtet werden wollen, die wir in Gärten unterhalten, ſo ſind doch leßtere, wenn ſie recht gewartet werden, ungleich größer, da ſie die Größe einer mäßigen Pflaume erlangen können, und daher den Nachtiſch hauptſächlich! zieren, wenn fie vor ſich allein, gleich andern Früchten, aufgeſeßet werden, da man ſonſt die Erdbeeren am gemeinſten als eine falte Schale. mit Wein zu genießen pflegt, Inunſern Gärten ziehen wir ſolgonde vier Arten: LT). Die gewöhnlich ce Garrenerdbeere, welche Der vorga dacht, en Wald- oder Feliderdbeere ZIENFN eH gez ſekt wird. Cs iſi ſchon vorhin berühre: worven, wie ſehr ſie die leßtere an Größe übertreffen, es war? denn, daß die StöFe zu alt geworden, oder ſolche in zu ma- germ Erdreiche ſtehen. In der Farbe unterſeheiden ſie fich om beſien., da ſie auf der einen Seite weißlicht, auf der anvern dunkelrotß, bräunlicht, und zuleßt ſaſt-ſchwärzlich erſcheinen; auch ſind dieſelben gemei- niglich, wie die wilden, eyförmig zugeſpißt, zuweilen oberwsrts mehr rundlich. 2) Die EURGUNNDGS UPN Sie hat platte, weniger rauche, oberwärts mehr bläulichte als'« grüne, und unterwärts weißlichte Blätt er, und eyfsrmige, tief ausgegrabene Früchte, ſo daß das Fleiſch zwiſchen jedem Saamen hervorzuquillen ſcheintz von Farbe yell» ponceaurotß, aber von Geſchma mehr wäſſricht, FRUSYREEE LIV, 25,1.Th. D Allein 50 Erſtes Kapitel, Allein darin übertreffen ſie die gemeinen Gartenerdbee- ren, daß ſie wohl 8 Tage eher reif werden, 3) Die ſters biühende Erdbeere oder Monatks- erdbeere, Fragaria omninum calendarum. Sie kömmt mit der wilden Erdbeere in Anſehung der Größe und des Wad)sthums faſt überein, doch iſt die Frucht län- ger und ſpißiger. Da ſie vom Frühjahre bis in den ſpäteſten Herbſt blüher, ſo bringt ſie auch immerſort reife Früchte, jedoch nur einzein, Man muß daher einen großen Plaß zu dieſer Art haben, wenn man auf einmal viel Früchte zuſammen bringen will, 4) Die Rieſenerdbeere, Chiliſche Erdbeere, trägt eine ſehr große, einem kleinen Apfel foſt glich kommende Frucht. Sie treibt beſonders lange, weit umherlaufende Ranken, Die Frucht aber iſt meh- licht, nicht ſo ſchmackhaft als die vorigen Sorten, und träget ſelten viele Früchte. Man ſiehet in den meiſten größern Gärten Erd- Heeren. Da man es aber an einer ſorgfältigen War- fung ermangeln läßt, ſo erlangt man die Früchte ſo wenig in erwünſchter Menge als Güte, daß ſie den wilden Erdbeeren weit nochzuſeßen ſind. Keiner hat ſich um die Lehre vom Anbau der Erdbeeren verdienter gemacht, a's Hr. von Münch hauſen, wobey es auf folgende Stücke ankömmt: 1) Cinmal gepflanzte Erdbeeren pflegen nicht über 3 oder 4 Jahre gute Früchte zu bringen, 2) Sie erfordern ein friſches, fett-s 2andz in die alte Erde, woraus dergleichen weggenommen, darf man feine wieder ſeßen, oder man muß ſolche tief umgraben. 3.) Auf ordentliche Beete gepflanzet, tragen ſie mehr Früchte, als wenn Rabaiten damit eingefaſſet werden. 4) Die 2 DERE EGER E HE ZN R I CET RET EZS UZ THZRIT TE.“.... 1v N 7 Wi MR NR RE AIN dn mi H AERA GE SRE NIERE. m ap. IRE rl) EEN INAN SMS Ait nerdbee- Monats: : fömmt 0ße und icht län» in den 'merſort ß daher man auf beere, gli ich- ec, weit t meh- en, und n Erd- | War- hte ſo ſie den er haf dienter es auf nicht in die , darf 'e tief zen ſie gefaſſet 1) Die aur Eng Haben. Der Küchengarten, EN 4) Die Stöe verlangen hinlängliche Luft3- wenn ſie zu dicke ſtehen, erſtik-t die Blüche; ſie wuchern auch geſchwinde in einander. 5) Zum Verpflanzen taugen keine alten Stöcez mati ſeße junge, ſtarke, einfache: Schößlinge, aus wels T,'ſo6 daß ſeliger in einer Vertiefung von zween bis drey Zoll zu ſtehen fomme, welcher rings umher eine Menge Sch ößlinge treib'n, undviel Früche 'te tragen. wird; Der Sto> ſelbſt.wird ſich im kurzen in die Höhe heben, und zeitig genug mit der Oberfläche gleich ſtehen. 8)„Das Vorpflanzen geſchiehet am beſten im Herb- ſte; die im Frühjahre verſcßten.pflegen im erſten Soma mer wenig Früchte zu tragen. 9) Die Beete, ſonderlich friſch„angelegte, müſ- fen fleißig vom Unfraute, nicht:mit der Harke, ſon- dern mit der Hand, gereiniget,-auch die auslaufen- den'Ranken abgeſchnitten, aber nicht abgeriſſen werden. 4.0) Junge Sts>e'muß man bey trocknem Wek«- ter begießen, damit ſich die Erde feſt an die Wurzeln ſee. Nachher hilft das Begießen wenig, wenn nicht das Erdreich ſelbt die Feuchtigkeit aufbehalten fann. D 2 11) Im SSEN SENSEI FEITIINEN RL LN HT STIEN Bam Bee IE 52 Erjtes Kapitel, v 11). Im May werden die Pflanzen gereiniget, IE die Oberfläche aufgelo>ert, um die Stöcke trockner,| langer, aber jeßo flein gehafter Miſt geleget, ſo daß| ag die Stöcke und Blätter nicht'mit bedecket werdenz| dn [ſtatt des Miſtes fann man auch Moos gebrauchen. MU"N Dieſe Veranſtaltung hat vielen Nußen. Die Wur-| JE zeln behalten mehr Feuchtigkeit, der Stoc> wird mit| Ou Mu den Früchten, die ſodann keinen wäſſerichten Geſchmack(meat befommen, mehr in die Höhe gehalten, und dadurd) Run 39 ' uch zugleich die Würmer von den Früchten abgehal- Jura fed fen; auch wird dadurch das Aus'aufen der wilden| np Ranken und das Ausſchlagen der Wurzeln an den Kno»-| With ten derſelben verhindert. WAND, 32) Ju October wird dieſer verrottete Miſt un-[40 tergearbeitet, und entweder fetter kurzer Miſt, oder| Wa Die 2ohe aus dem alten Lohbeere zwiſchen die Stöcke 4a gelegetz; das.trocfne Laub und die Stängel weggeräu-| LAU metz doc ſoll man im Herbſte das grüne Laub nicht Alte abſchneiden, welches dem Stoc>e eine Nahrung zum| 24008 künftigen Wachsthume giebt.| 1 3) Im Sommer ſoll man an den Stöennicht viel künſteln; das Auf- und Zubinden ſchadet wehr, als es nüßet. Einige pflegen, um größere Früchte zu erlangen, von den Blumenſträußen die Spißon mit dem Nagel abzufneipen, und vier bis fünf Blumen dar-| an zu laſſen,| 14) Es finden ſich zu Zeiten wilde Pflanzen dar- unter, welche man vertilgen muß, ehe ſie den gutge«| arfeten die Kraft benehmen, oder ſie gar unterdrücken.| 5 Man erfkennet dieſe wildem Pflanzen an den dicken Blät- Ne terin, welche nicht fo hellgrün als, die gutartigen ſind. Sie blühen ſchön, bringen aber keine Früchte, woran man fie am gewiſſeſten erfennen fann.. mn D| UNN 15)„Die ngen RR LI SE SEEN ESS RNS X KNCSAUGERNS ENEN EUS GEN TRESSELT HOE TERER zereiniget, , , fo daß € werden; brauchen, Die Wut- wird mit Heſchmad ) vadur „abgehal: er wilden den Kno- Miſt un- ſt, oder je Stö>e VoQyerdu- aub nicht ung zum Fennicht ſ; et wehr, » Früchte ßen mit men dat nzen dat- en gutge- erdrücen, fen Blät: igen ſind, e, woran 15) Die er Küchengarten, 55 r5) Die Rieſenerdbeere erfrieret leichtlich bey Faltem Werter, daher man ſie mit Laub oder Reiſern bed:>en ſoll. Da die Erdbeeren ſo große Liebhaber unter uns haben, ſo beſtrebt man ſich, ſolc- netem Zuſtande verbraucht, Man könnte idaher alle D4 im Was aber in der Küche mit unſern Gewürzkräu»- fern ausgerichtet, und biemit eine ſo ſtarke Ausgabe für ausländiſches Wewurz erfparet, hiemit auch unfrer 57% uE |; my 56 Zweytes Kapitel,; IM im gegenwärtigen Kapitel vorfommenden Gewächſe, im Gegenſaße der vorhergehenden, Tronungsfräuter, zal oder Tronungsgewaächſe kurz und gut benennen. guit Da wir aber unſre meiſten einheimiſchen Gewürz- gs 0 fräuter tronen, ſs iſt die Hauptſache dieſe, daß fol» pan Und dyes recht geſchehe, und ihre Kraft und Geſchmack da- ppf dur) nicht vermindert oder verlohren werde. Jn man- ME dien Häuſern, welche ihre Bedürfmſſe ſelbſt gewinnen,. jeht wird der Mayran, Pſeſtorfraut, Thymian u. ſ. f. im| even heißen Backo/en getrocknet, wodurch mehr als die Hälf« imad! te ihrer Kraſt verlohren geht. Oder man legt ſie auf du vs dem Boden ſo diefe hin, daß ſie anlaufen, ſchwarz| wee und ſchimmlicht werden, zumal wenn. ſie im Thaue| ut pver beregnet abgeſchnitten werden. Man muß fie im j„ln ; Schatten auf einem lnjtigen Boden, oder daſelbſt auß| wi Tiſchen oder Brettern ganz dünne ausbreiten, wenn| ww ſie welf geworven, ein- oder mehrmal umwenvten,| und, wenn ſie recht trocken geworden, in Beuteln von| Zeinwand oder Papier, oder Schachteln zum Gebrauch aufheben.| | Geſundheit zugleich mehr gerathen werde, ſolches iſt; je um D; im erſten Bayde der Hausmutter ausführlich gelehret| Wirh worden, daher es hier nicht wiederholet werden darf,| fuvjh ( Eben dieſer Gewürzkräuter wiſſen ſich aber auch die| NWwiS zum |; Köche der Vornehmen ſehr geſchickt zu bedienen, um|;(KAIK - Ihren Saucen,„Ragouts und vielen andern Speiſen| wund einen angenehmen Geſchmac> zu verſchaffen; verſtehen( dy D ſich auch wohl zum Theil varauf, ihren Herrſchaften wöbnd dafür eine Ausgabe ſür indianiſche Gewürze in Rech» idee nung zu bringen, die ſie mit vaterländiſchen künſtlich ne zu erſeßen gewußt haben, Run DREEI 1) Ma- 67 4 Är <<< BARREL ZER MRR M LÄ HS ZA ER RR S2 R BAER amm chſe, im fräuter, en, Gewürze daß ſols mad da- jn man winnen, „[-f. im ie Hälfe t ſie auf ſchwarz Thaue ßieim elbſt auf , Wenn werten, eln von ehrauc Irzfrätte 189402 » unfrer hes iſt gelehret en darf, uch die en; um Speiſen erliehen ſchaften 1 Rech» fünſtlich 1) Mar Getwürz- und Handelskrätter, 57 1) Majoran, Mayran. Man trheilet dieſes Kraut in den Sommer- oder Wintermajoran- Der Sommermajoran iſt der ge- wöhnlichſte, und man erlangt den Saamen aus den warmen Ländern, Dieſer wird zu Ende des Aprils oder Anfangs May in ein durc) guten Dünger fett ge- machtes, gegrabenes, nachher eingetretenes und mit ver Harke überzogenes Land, weil er nur ſehr flach kie- gen darf, oben aufgeſäet und ſodann eingeharket. Er Fann auch in'das nach dem Umgraben geharfte Land geſäet, dieſes aber ſodann mit einem ſeichten Pritſch- ho!ze gerade geſchlagen werden. Hr. Reichard will, man folle das beſäete Land über und über mit kleinem verfaultem Pferdemiſt ganz flach beſtreuen, wodurd) die Erde feucht erhalten, und der keimende Saame vor Regen vnd Würmer geſichert wird. Da die Pflan- zen ein feuchtes Erdreich tieben, ſoll man ſolche mit der Gießkanne öfters zur Abendzeit überſprengen» Wenn ſie eines Fingers lang erwachſen, werden ſie eis nen Fuß weit von einander verpflanzet, und man fann füulich zwo bis drey Pflänzchen in ein eod; ſtecken, und ſie hierauf ſogleich begießen. Man kann einen Theil auf dem Saarbeete ſtehen laſſen, nachdem die überflüſ- ſigen zum Verpfianzen ausgezogen worden. Wer Miſt- beete hat, fann den Saamen ſo früh in ſeibige aus= ſäen, daß die Pflanzen ſchon im Anfange des May» monats zum Verſetzen tüchtig find, IBenn ſie etwa ſechs Zoll hoch gewachſen, werden ſie zum erſtenmal, und gegen den Herbſt zum andernmal abgeſchnitten. Dep Winermajor an, der auch den Winter hin- durch wine Blätter behält, hat viel höhere und hol- zichte Stängel, und dauert viele Jahre, wenn er in Töpfen und in leichter, guter Erve unkerhalten, und den Winter über in ein gemeines Glashaus, oder einen 5 Keller OM 53 Zweytes Kapitel.| Keller geſeßt wird. Die gewöhnliche Zeit des Nug-| a y ſäens iſt im April. Dieſe perennirende Pflanze aber 30| wird meiſtens bey uns nur durch Zerthei!ung der alten| we NT Eröc>e im März und September vermehret. Es iſt|. 5 vw noch nicht ausgemacht, vb dieſer Wintermajoran für| 5 eine Abänderung dcs. gemeinen zu halten ſey,: 0 Das. gemeine Volk bey uns in Städten und Dör-| Mile fern fordert und fauft bey. den Materialiſten dieſes u“! Kraut unter dem Namen, des Wurſt'raurs, weil es ſei- FIETE ne Win ſte damit eben ſo qut würzt, als ſolches in m vornehmern Häuſern geſchiehet. In leßtern befom«- wn men überdem ſehr viele andexe Epeiſen ibren angeneh- a men und erhöheten Geſchmack davon, und, es. paſſet zs vorzüglich zu ſolchen Speiſen, welche Blähungen ma- ane hen. Jn der Arzneyfunſt aber hat man. davon ein Gi ſtärfendes und auflösſendes Mittel beſonders. bey Krank- Vari beiten, welche im Koyfe ihren Siß haben, als der Dp Zähmung, dem Schwindel, Schnupfen und verleßten es Geruch.. Das Pulver aus den getrockneten Blättern 0, WC iſt der beſte Schnuyftaba>, wo dergleichen nöchig+ ſcheinet, Die Mayeranbutter oder Balſam, wie auch mW das abgezogene Waſſer davon pflegt. man den fleinen Ue Kindern.unter die Naſe zu ſtreichen, wenn ſie wegen; Verſtopfung am Saugen verhindert werden. zm wee 2) Saturey. vhm 9 DIE Cs ſind zwey Arten, die Sommer- und Winter- ve Beni ſaturey in unſern Gärcen bekannt. pit(in 1) Die Sommerſaturey, gemeine Saturey, vayd lep Zwiebeliſop, Bohnenkraut, Käſefraut, PfefferFraut, Wapbreit Künel, Satureja annua, Satureja hortepſis L, Dieſe jmdn, Art iſt häuſig in unſern Küchengärten anzutreffen, fonlabe weil ſie ſich dnr< den ausfallenden Caamen, wo ſie ihn Vi einmal ſieht, immer vermehret, und Feiner beſondern Wah War- des Aus, anze aber der alten Es iſt Joran für und Döt« en dieſes el] es ſei: olhes in ! befom: ingeneh. 5, paſſet gen ma- von ein ) Kranf- als der erleßten jlättern nothig ie auch fleinen wegen Zinfer- furey, fraut, Dieſe veſſent, wo ſie ndern Wat- Gewürz: und Handelsfräuter. 59 Wartung bedarf. Wenn man aber die: noch. junge Pflanze verſeßet, ſo erhält fie einen. beſſern. Geſchmack. Sie hat. eine nervenſtärkende, veizenve, erhißende, und die Verdauung befördernde Kraft, und wird als ein gelindes Gewürz in der Küche häufig gehrau- e werden im Scerbel unterhalten, und zur Winterszeit in ein gemeines Glashaus.geſeßet.. Man; muß ſie öfters verſeßen, und fleißig begießen. Die. Vermehrung geſchiehet ſo wohl durch Zweige als Saas, men, welcher aber bey, uns ſelten reif wird. 3) Pfeſferkraut, Ingberkraut, Senfkraut, Piperitis, Lepidium. laufolium L. Im gemeinen Leben wird. dieſes Kraut, wo. es wie das vorhergehende allein Pfeſferfraut genennet wird, mit dieſem vermenget- Mv. Lüder nennt es. Breit= pfefferfrant, jenes aber klein Pfeſferkraut, welches dann der Verwirrung vorbeugen kann, Hr... D.. Böhmer folgt dem Linnäus, der die beyden Geſchiechte Naſtur- tium und Lepidiun vereiniget, und nennet daher dieſe Pflauze breitbiättrige Rreſſe. Um die Verwirrung. zu vermeiden, muß man ſich an, die Unterſch-idungs« zeichen beyder halten, und ſolche unter einander ver- gleichen. Die Saturey hat eine faſerichte jährige Wur» zel, einen ſteiſen, etwa einen Fuß hohen, rauchen, eich» Ziveykes Kapitel. efichten, nnd mit vielen Zweigen beſeßten Stängel, an welchem kleine, ſteife, ſchmale, ſpißige, dunfels grüne, auf beyden Seiten gedipfelte, und am Rande mit Haaren beſeßte Blätter, die einander ttettenüber und faſt platt anſizzen. dagegen hat eine daurende unter der Erde hinkriechen- de Wurzel, und treibt an verſchiedenen Oortern runde, glatte, bläulicht angelaufene, Stängel. Die Wurzelblätter ſind lang geſtielt, ober. wärts blänlicht angelaufen, unterwärts grün, breit und lang; an dem Stängel und den Zweigen ſtehen ſolche wechſelsweiſe auf kurzen Stielen oder platt auf, und ſiad viel ſchmäler; alle ſind eyſörmig zuge- ſpißet, und ſägeartig ausgezacket. ümchen ſtehen an den Epißen der Zweige Büſchel- weiſe. Dagegen ſtehen die Blumenſtiele der Satu- rey an dem Blätterwinkel, ſind mit kleinen Deckblät« tern veſeßet, und das Blumenbdlatt iſt weißlicht, pur- purfarbig und haaricht. Es hat aber die breitblättrige Kreſſe viele ſcharfe Beſtandtheile, und iſt dem Pfeffer und Senfe, wie vem Geſchmacke alſo auch der Wurkung nach, weshalb man ſich dieſes getro Häuſern ſtatt des Pfeſfers mit Mugen bedienet:' Die Köche vermiſchen ven ausgepreßten Sa und gebrauchen ſolchen zu Bratenbrühen. grüne Kraut aber wird unter der terſalate gemiſchet, Die breitblättrige Kreſſe bis 4 Fuß hohe äſtige Die kleinen weißen d>neten Krauts in vielen ſt mit Eiſig, dactufe und Kräu- 4) Baſilien, Baſilik, Braunſilje, Balli- cum Ocymum 1. Wir haben von Große und xl dieſem Sommergewächſe das ne Baſilicum. Beyde Arten ſind zärt- r als die große, Jene bleibt iich, doch die Fleine m - ME EN m AT an äinnt RR RSS R NNN EE EN PS TSSO CR RNF SCS EIRP KEHR DURING EIFER 17 UNSE NERISIERIEEEN 7 peals WEGN LUC (in, ee (uh Rt ye Yann gege ge 00 mehr von (1 gewa fanden(eltv LE» am zande WHY Wee row nier H CN vet, (6 1(mann! 060 016 ANY "' Wm Humes WON HEU Por. wi jal A In 1 Stängel, e, dunkel, m Rande ttenüber ige Kroſſe nfriechen- tn runde, ohe äſtige elt, ober: n; breit en ſtehen ver platt 19 zuge- 1 weißen Büſchel- vr Satye »e(Ebläte pt, pyt- ſcharfe fe, wie ähnlich, 1 vielen “Die t Eſſig, 8 junge Kräu- [fe das nd zärt: s bleibt in Gewürz: und Handeisfräuter, 61 in ollen Theilen kleine, und die Aeſte ſtehen dicht bey einander, daher ſelbige öfters Fugelförmig erſcheinet, da hingegen die Acſte der andern Art ſich mehr aus» breiten. Einige halten die Pflanze in der Stube vor dem Fenſter, ſeen den Topf, worin ſie ſteht, in eine irdene Schüſſel'oder Schale, und zießen täglich. Waſ- ſer hinein, daß die Wurzeln ſolches an ſich ziehen, und vas Gewächs recht hoch treiben müßen. Der Sgaame wird in der Mixte des Aprils in Miſtbeete geſäet, und Anfangs Juniausgenommen und verſeßet.„Im freyen kande aber wird-der Saame erſt zu Ende des May- monats ausgeſäet, oder nou) ever, wern feine Nacht» fröſte mehr zu beſorgen. Die Pflanze liebt viel Feuch- tiofeit, der Saame aber nicht, indem er an einem feuchten. Orte verfaulet. Wie die leine Art mehr un- tor die-Blumengewächſe erzogen wird, ſo gehöret die -größere eigentlich unter die Küchengewürze, da ſie grün, noch mehr aber getronet, wie der OſNaycan, an Speis ſen gebraucht wird. Von den in Töpfen geſeßten Pflanzen erlangt man eher Saamen als von den im freyen Lande ſtehenden, nur muß man ſoiche im Sep» tember vor rauher Luft und-Reif bewahren, u1D ſie bey Zeiten hinter die Fenſter des Gewächshauſes oder einer Stube ſeßen. Die Pflanze zu Puiver gerieben.,. ſoll das ſo genanntenet ſtark in der Küche gebraus het, und kömmt faſt in jedem“Boden, doch lieber im ; eue 62 Zweytes Kapitel, feuchten als tronen fort, wird auch eben ſowohl durch Saamen, als Theilung der Wurzel vermehret, wie ſie dann auch zur Einfaſſung der Gartenbeete die Schee- re wohl verträgt."Die Ausſaat geſchiehet im März, die Verpfranzung aber im May, Der Rath der vie= len Garten“ücher,'Rautezur Vertreibung der Kröten darunter zu ſeßcn, iſt ganz überffößiz; ſie werden dar- um nich! wegobl-iben, weil ſie wegen der niedrigen, die Croe bede>enden Zweige und"Blätter,"und nicht aus Sympathie darunter ihren YXufenthalt nehmen. Man muß'daher die Blätter mur vor dem Gebrauch rein abwaſchen. H "Der'medieiniſche Nußon dieſes Krauts Beſteht 'darin, daß es die Nerven'ſtärket, die Säfte verdiim 'net und der Fäulniß'widerſtehet;'man'mag ſolche äußerlich in"Bähungen.,„Kräuterſäkchen,'oder auch inrer lic) als Thee,'das davon bereitete Waſſer, öder Del gebrauchen. Das gewöhnlichſte iſt, daß man ſich der Blätter zum'G.irgelwaſſer und zum'Pifgen ider Zähne bedienet.'Man'Pflegef«auch'bey Lähmung der Zunge öfters Friſche Blätter aufzulegen, Auch wird die“Salbey als-ein vortreffliches Mirtel, ſowohl den Schweiß,“der nach'hißigen nnd Tanqwivrigen Kranfheiten ſich“einfindet und'den Körper entfräftee, als auch den Abfluß der milchichten Feuchtigfeiten aus den Brüſten nach dem“Entwöhnen zu ſtillen+, Ae 'gerühmet. 6) Thymian, gemeiner, Römiſcher oder Weljcher Quendel, Es wird der Thymian ſowohl durch den Saamen, als durch die Schößlinge vermehret. Jenes geſchieht im Marz und April, dieſes aber im May. Er ver- langt ein fettes Land, ob er wohl in allerley Erdreiche 674 zd]) Vm vd wind umg jyſumt ; Y Ww Kö Om wr Cin mD Welere b ſien Afa (ien [mv de(ef Wd Aion (im, 116) (eino und iin Clin NENNT ve nim 37h winn Ed «Othon vip, nil ber Tyne det ÖH, wohl dureh ehref, wie die S hee im Mäyz, th' der vie: ter Kröten erden dar- niedrigen, und'nicht | nehmen, Gebrauch 8 Geſteht ''verdlins ag ſolche der au< ſer, öder man'ſich igen ider ähmung + Auch , ſowohl wierigen tfräftet, jten aus 1,“alle oder gamen) jeſchieht Er ver- rdreiche fort“ Gewürz- und Handelsfräuter, 63 fortkömmt, und ſchickt ſich ſehr gut zur Einfaſſung der Rabatten, da er ſich unter der Scheere halten. läßt. Der Saame wird bey uns wohl reif, und'muß beym Säen kaum eingehorkt werden. Die alten'Etscke werden von Zeit zu Zcit ausgegraben, von einander geriſſen, und wieder, jedoc<«ctwas tiefer, eingeſcket, welches Theilen und Verſeßen um deſto nöthiger iſt, weil die StöFe an der Oberfläche der Erde immerfort neue Zweige austreiben, die alten aber ver?rocknen, Wird dieſes zu lange unterlaſſen, ſo gehen die alten Stö>e, zumal bey tro>ner Witterung, gar ein. Der Thymian vertrocknet ebenfalls gar leicht, wern er ſo wohl no< dem. Verpflanzen als Beſchneiden nicht fleifz ſig begoſſen wird. Wir haben än"dieſein Kraute eins unſerer liebs» lichſten Gewürze, und unſre Bauern nehmen es nebſt dem Saturey gern unter ihre Klöße und Quarfkfkäſe, welche leßtere davon“einen augenehmen Geſchmack im friſchen Zuſtande haben. Die arzeneyiſchen Kräfte des Thymians können ſowohl die teſten Theile ſtärken, als auch die Bewes gung der flüßigen befördern,'und die ſtockenden Säfte auflöſen, auch daher in der Ehwädhe der Nerven, Lähmungen und Brüſtkrcanfheiten, welche von einem zähen Schleim abhängen, ſich würkſam beweiſen. Und da Linnäus den wäßrigen Aufguß des Quendels, oder wilden Thymians bey Kopſfſchmerzen, welche nach einem Schmaute erfolgen, empfichlet, ſo dienet der Gartenthymian, als Thee getrunfen, eben ſv gut dazu, weil beyde einerlen Kräfte haben. Denn der Magen wird dadurch geſtörket, und die Blähungen ausgetrieben, 8) 2a- 64;ZWwehies Kapitel, 7) Lavendel, Die ältern Schriftſteller unterſcheiden zwar die große und breitblätterichte Art, und nennen dieſe Spi- cfe, oder ESpicanard, und die fleine oder ſchmale bläicerichte, und neunen dieſe eigentlich Lavendel. Die neuern Schriſiſieller aber nehmen dieſe nur für Spielarten an, da der Unterſchied nicht beſtändig zu ſeyn ſcheint, indem der verſchiedene Geburtsort, und ein beſſeres oder ſchlechteres Erdreich die Größe der Stöcke und Blätter verändert, Die Erziehung und Wartung iſt gar nicht künſte lic. Da der Saame bey uns ſelten völlig reif, und die daraus erzeugten jungen Stöcke den Winter über nicht ſo gut als vie ältern, dauern; ſo werden alte Stöcke im Frühlinge, oder gegen den Herbſt, ausge- graben und alſo von einander getheilet, daß an jedem Sto>? einige Wurzelfaſern bleiben, und dieſe, wenn ſie oben und unten etwas verſtußet worden, ſo fort wie- der eingeſeßet. Wenn die Winterkälte zu ſtrenge iſt, önnen die alten Stöcke um ſo eher davon verderben, je länger ſie an einem Orke geſtanden und nicht ver- ſeßet worden. Man pfleger mit dem Lavendel die Gar- fengänge und Rabatten ein zufolſen, und ihn jährlich im Auguſt mit der Scheere zu beſchneiden, damit er nicht zu hoch und dice wachſe. Man hat an dem Lavendel ein nervenſtärkendes Mixrtel, Durch den Reiz, welchen die nervichten Fa- ſern davon empfinden,-wird die geſchwächte Kraft dero ſeiben wieder bergeſtellet, und die zähe Beſchafſenheit der Säfte verbeſſert, daher man ſolchen vorzüglich bey Krankheiten, welche die Sinnen und Bewegung be= treffen, als beym Schlage, 2ähmung, Krampf, Schwindel, Schlafſucht und dergleichen zu gebrau- Hen pfleget, Ev wird auch in andern Krankheiten, welche R ZE iN marke NT (09 a NL (uud(0 qs unt! ud ds (ad Dh Wt vun je 90 anhält, wum avm(di) Annu ge vm vi hut, my MOR Bande ley qt Dy Outs 2 mö 50 0 u pd kunt mm, 1) Amit, (1 UN Wm niht, an Da hun Way fegt at vi Ded Wm), ie win Jud (va Fini WO Wälf hid n) n ND Ve 4 rim Kh Kapi www "1 zwar die dieſe Spi: dep ſcchen, oder das zerſchnittene und' mit ungeſalzener Butter vermiſchte Kraut, als ein Umſchlag aufgeleget, bey allen äußerlichen Sto- Fungen und Austretungen des Geblüts nüßiid) gebrau- Het werden. Auch das abgezogene Waſſer iſt qut bey entzündeten Augen, Man kann auch den Iſop zu Bädern und Klyſtiren gebrauchen. 9) Raute, Weinraute, Hhngeachtet dieſes Kraut nicht an warme Speis ſen kömmt, und nur ſehr fein geſchnitten auf Butter« brod, beſonders zum Frühſtück genoſſen wird, um den Appetit zu erregen, ſo fintet man es doch in vielen Bauergärten. Will man ſie aus dem Saamen erzie- hen, ſo bringt man ſelbigen im April in fettes Land, die Verpflanzung aber geſchiehet im Brachmonate, nache dem die jungen Pflanzen die Höhe von 4 Zoll im Wach- fen erreicht haben. Sie gedeihet mehr in einem tro>- E 2 nen M 68 Ziweytes Kapitel, nN pumi nen als naſſen Boden, und kann auch zur Einfaſſung m„wi der Gartenbeete gebraucht werden, Aus den Zweigen au laßt ſie ſich ebenfalls gut erziehen. Bey harter Kälte M leidet ſie leicht Schaden, daher ſe8t man ſie, beſonders Nes wenn ſie als ein Bäumcen, als zu vaß halten, weil ſie fowohl die äußere- als in- nerliche Näſſe nicht vertragen, davon leicht den Schim- mei bekommen, daß ſt< die Schale ablöſet, und der Stfrauch verdirbt. Wie nun ihr Winterungsort, wenn es zumal im Keller iſt, nicht zu feucht, und weder zu Falt noch zu warn ſeyn darf, ſo legt man nur, wenn die Erde allzutro>en werden wollte, um den Rand ih- ves Geſchirres etwas Schnee, welcher ſich nach und nach zur Wurzel ziehet. Hat man keinen Schnee, fo wird die Erde am Rande des Geſchirres mit laulichtem Waſſer begoſſen, aber nur ſo mäßig, daß der Stoc im Winter nicht auswachſen, und ſomit fich nicht entkräften möge. Man kann aber auch den Stöcken, wenn ſie im Herbe ſte in die Geſchirre verſeßt werden, die Zweige nach Belieben verkürzen oder ganz wegnehmen, als welches auch noh) im Winter geſchehen kann, weit der Ueber- fluß mehr ſchavet als nußer, Wor dem Wegbringen der Stö? in die Winterbehältniſſe, kann man ihnen noh erſt ein paar Reife aushalten laſſen, der ihnen im Herbſte allein, nicht im Frühlinge dienlich iſt. Jm Trühjahre, wenn alle Nachtfröſte vorbey ſind, wer» den die StöFe, damit ſie, wenn die Wurzeln mehr Nahrung bekommen, deſto freudiger wachſen mögen, aus den Geſchirren wieder ins ſreye Land verſeßet. Dieſen alten Stöen iſt mit. Lehm oder Leimen ver- miſchte f hinge: gerichtet Sonne en, bis ne fro, m Win- träglich, troden, als in- Schim- Und der 't, wenn eder zu , wenn and ih- a< und rde am egoſſen, er nicht möge, 1 Herbe Ze nach weld)es Ueber- ringen 7 ihnen nen im Im ), wet» n mehr mögen, verſeßet, zen ver? miſchte Gewürz: und Handelsfräuter 7. miſchte Erde dienlicher, als die lockere Garten- oder Moorerde. Es kann dieſer Strauch in öllerley Figuren, als Pyramiden, Kugeln, Spalieren u. f. f. gezogen wer- den. Die Blüthe entkräftet die Stöe gar ſehr, da- her man ſie fleißig abnehmen muß. Getronet wird ſie unter den Kräuterthee gebraudet. Es iſt bekannt, daß das ſo genannte Untſari- ſche Waſſer, Aqua Regina Hungariae, entweder aus dem Rosmarin allein, oder mit Zuſaß von andern wohlriechenden Kräutern verſertiget, und wenn dieſes etlichemal über friſchen Rosmarin abgezogen worden, deſſen Stärke und Kraft ungemein vermehret werde. Auch wird ein Del aus dem Rosntarin verfertigel. Da beyde ſehr hißige Mittel ſind, ſo werden ſie heu- tiges Tages nicht mehr innerlich, nur äußerlich als nervenſtärkende und zertheilende Mittel bey Schwäche und Schmerzen des Hauptes, Ohnmachten, Schwin- del, Lähmungen und Schlagſflüßen, Quetſchungen und dergleichen gebrauchet. 11) Spaniſcher Pfeſſer, Taſchen 2 auch Schotenpfeſſer. Es ſind verſchiedene Arten dieſes Gewächſes unter uns befannt, die ſich in der Wirkung gleich ſind, und faſt noch für ſchärfer und hißiger zu halten, als der gemeine Pfeffer. Der jährige Taſchenpfeffer, Capſicum an- nuum, iſt bey uns die gemeinſte Ark. Die zwote iſt der ſtaudige Taſchenpfeffer mit einzelnen Blu- rhen, Berberberpfeſſer, Capſicum fruteſcens L. Die dritte Art iſt der ſtandige Taſchenpfeſſer mit ge- paarten Blüthen, Hennenpfeſfer, Caplicum bac» catum L. Sranuditter Taſchenpfeffer mit auf- geblaſenen Srüchten, Glocenpfeffer, Capücum E 4 graſßſum 72 Zieytes Kapitel. graffum L, iſt die vierte Art. Dieſe drey leßten Arten ſind fortdaurei:d und immer grün. Der jährize Taſchenpfeffer wird wegen ſeiner ſchön gefarbten Früchte unter den grünen Blättern, die das Auge ergößen, häufig in gemeinen Blumengär» ten geſunden, Alle Arten werden aus den Saamen auf dem Miſtbeete erzogen. Die jungen Pflanzen Fann man in die Rabatten im May verſeßen. Vex- langt man aber reifen Saamen, ſo muß man ſie lieber in Töpfe» die mit guter, friſcher, lockerer Erde ange» füllet ſind, bringen, und ſolche, nachdem fie angewur- zelt ſind, an ſonnenreiche Oerter ſtellen, und fleißig begießen. Die übrigen ausdaurenden Arten werden eben ſo gewartet; des Winte's in warmen Glashäu- ſern unterhalten, und zur Verhürhung des ihnen ſo verderblichen Schimmels nur ſelten begoſſen, auch zur gewiſſen Verhinderung deſſelben ihnen öſters friſche Zuft zugelaſſen« In den Städten finder man viel Liebhaber des jährigen Taſchenpfeffers, welche ihn, aus Mangel eines Gartens, blos in Töpfen vor den Fenſtern uns terholten, nachdem ſie im April den Saamen, oder noch früher, in der“Stube aufgehen, und die aufge» henden Pflanzen in den Mittagsſtanden derfreyen Son- ne auszeſeßet haben. Bisher hat man größtentheils nur die Gewohn- Heit bey uns gehabt, von der getrockneten Schale der Frucht an die Salzſiſche im Kochen zu tegen, auch die eingelegten Gurfen damit zu würzen, ſo wie die Brandtweinbrenner und Cſſigbrauer ihren Brandt» wein und Eſſig damit zu verſtärken längſt gewußt ha- ben. Man ſollte aber den Gebraucy) des Taſchenpfef- fers allgemeiner machen, und ihn überall ſtatt des ge- wöhn=- <> ARRRS ER RR R NR EN ÄR RAE mmmh imm INEZ deg De (dw pen u vm e& (UMA NEU vans 1] M jd ſo hi 10 nan je, (a zim nim.€ Gelen M y„ hw 090007 (gu Hun) WEN khn fe (7,(huihen Kong In Nit nN emit fin) Sud fnmean fe kde WBO va Vie bn ifm Wfa, ban| öfen Arten egen ſeine Iitferk, die IUmengap | Saamen Pflanzen n. Nets 1 fie lieber rde ange angewur« 1d fleißig n werden Glashäu- - ihnen ſo , auch zur rs friſche aber des Mangel ſtern une en, oder 4e aufge: hen Son- Gewohn:- en, ſondern auch Prezeln und ſo genannte Salzkuchen, auch zuweilen Semmeln von den Bäckern nebſt Salze damit, vor dem Einſchieben in den Backofen beſtreuet. Wiel Speiſen und Sup» pen werden damit gewürzet, In den Bratwörſten nnd imjSauerkraute iſt er das Hauptgewürz.- In die Käſe kömmt er gleichfalls, aber ſie ſchmecken beſſer, ivenn nicht der ganze Saame, wie gewöhnlich, ſondern klein zerſtoßen, darunter gemenget wird, Ueberhaupt aber dienet er am beſten bey Speiſen, welche Btähungen machen fönnen, um ſolche zu verhindern. Die mediciniſchen Kräfte des Kümmels ſind, daß er erwärmet, den-Magen ſtärker, die Biahungen treibet, und die Schmerzen in den Gedäarmen MII er AARE ENE iL mk nne om mdr rr AIRE R R LN kk eme reren, 78 Ziveytes Kapitel, Der Kümme'brandumein iſt im nördlichen Deutſchlan de ſo berühmt, daß man ihn nur. Kümmel die Do- ſis davon aber ein Glas oder ein Schluck Kümmel zu nennen pflegt, 13) Schwarzkümmel. Dieſes Gewürzkraut finder ſich in unſern Segen- den faſt nur in den Bauergär:en, indem die Bauern ihre? Kuchen und andere Speiſen damit zu würzen pflegen. In Oberdeutſchland aber wird der Saame in vornehmern Küchen ſtark gebraucht, und fömmet daſelbſt an ſaure Speiſen, Ragouts, Fricaſſees, Wür- ſte u, d. gl. Die Unterhaltung im Garten braucht keine Kunſt. Es fann der Saame im ſpäten Herbſte und im März ausgeſäef werden. Auch von den im Sommer ausgez fallenen Saamen wachſen neue Pflänzchen hervor. Der ſchwarze Saame befindet ſich in Saamenbälalein, die mit Borſten beſeßet ſind, Die Farbe des Saq»- mens hat der Frucht den Namen zur Unterſcheidung des vorhergehenden Kümmels gegeben, mit welchem . es ſonſt Feine andere Gleichheit hat, als daß ſie beyde ein Gewürz ſind. Man lobet den Saamen des Schwarzfümmels als ein auflöſendes, verdünnendes Mittel, ſonderlich zu Beförderung des Urins, der monatlichen Reiniz- gung und der Milch, ingleichen zu Abführung des Schleims durch die Naſe; im leßten Falle wird das damit abqefochte Waſſer in die Naſe gezogen, ſonſt aber der Trank oder andere Zubereitungen innerlich genommen, ; 14.) Anis. Der Anis wird im März in einem mittelmäßi- gen 2ande ausgeſäet, Es fann ſolches auch, wie mit den Geld wenn CIEPT vmwmeel= 00% IPOS) Ww un ujw (is M 11:54 hig Zum) va dr Gat vn, ffm M wf Jun, Funn bp[90m jur 3 Yol Vawt jun 7 0. eur Wem di mv, put zel WA di per Intl jim, imi 9 Ie Meß H ain ''n Gegen- ie Bauern zu würzen rt Saame d fömmt es, WBüpr- neKunſt, m März er ausge- | hervor, bälglein, es Saq- cheidung welchem ſie beyde Ummels nderlich 1 Reini- ung des ivd das 1, ſonſt ümerlich tolmäßi- wie mit den Gewuürz- und Handelskräuter. 749 dem Schwarzkümmel,.in ſpätem Herbſte geſchehen, um im Winter zu. ſchlafen, und im erſten Frühlinge aufzugehen. Iſt aber das 2and zu feucht, ſo kann ex leicht verſaulen. Die Tauben wittern den Saamen gar.bald aus, und ſuchen ihn aus der Erde hervor, Dieſes angenehme Gewürz kömmt nicht nur ſtark an die feinen Zwiebacke, ſondern auch an einige andre Speiſen. Der Borsdorfer Apfel wird gemeiniglich in der Schale damit gekocht, wenn er als eine Vor=- koſt oder Gemüſe zu mancherley Fleiſchſpeiſen gegeſſen werden ſoll, Der Saame ſo wohl, als das Waſſer und Oel davon, ſtärken den Magen, treiben die Blähungen, zertheilen den Schleim auf der Bruſt, vermehren den Auswurf, ſtärfen das Geſicht, und vermehren den Säugenden die Mil<. Der geſtoßene Saame ſoll bey Fleinen Kindern den Stuh!gang befördern, und ſtatt der Rhabarber gebraucht werden können. Das Anisöl dienet auch äußerlid) bey Geſchwü'ſten, ſo vom Fallen oder Stoßen herkommen, vornehmlich bey Kins dern, wenn man den Ort damit beſtreicht. Das Oel, mit Salmiakgeiſt vermiſcht, iſt ſonderlich bey Bruſt= beſchwerden dienlich. Der Anisbrandtwein iſt inſo- fern dienlich, wenn er als Arzney gebraucht wird, und mit Zucker gelindert, kann ſolcher bey kalten Naturen die Verdauung beſördern, und die Blähungen treiben. 15) Dill, Die grünen Dolden dieſes Kraufs werden zum Einmachen der Gurken, ver getro&nete Saame aber zu den Käſen, Würſten und einigen Fleiſch/peiſen ges braut. Die jungen Pflänzchen werden im- Früh- jahre fein zerſchnitten, und roh über das Sauerkraut, oder denſauern Kohl in her Schüſſel zierlich 9aſgeſteeues 9 FENEENGIING SEINE ENE TWL aon 80 Ziveytes Kapitel. 2 . S0 Wo die Pflanze einmal in leichter guter Erde ſteht, uE da beſaamet ſie ſich von den ausfallenden Saamen vag von ſelbſt, daß ſie daher feiner beſondern Wartung?„Ww bedarf.-| 35 Der Dillfaame kann als Arzney zu Stärkung des|| aadlt Magens, Zer:heilung der Blähungen, auch zu Be-"jf förderung des Urins, entweder zu Pulver geſtoßen, u oder in Träuken abgekocht, gebraucht werden. Die Alten pflegten ſich dieſer Pflanze bey den Gaſtmälern„4! zu Kränzen zu bedienen, um den Schlaf zu befördern,„el und es iſt noch nicht außer Gebrauch, den friſchen ge- M ſtoßenen Saamen auf die Schläfe der Kinder zu le« gn gen, um einen gelinden Schlaf zu bewirken. je prio I 16) Fenchel. OE Der Saame ſoll friſch, und nicht über ein Jahr. imke alt ſeyn, und man muß, wern man guten Jtaliänt UNN ſchen Fenchel erziehen will, öfters friſchen Saamen| W00D aus Jralien kommen laſſen, weil derjenige, ſo von WE, 66 den ſeibſt erzogenen Pflanzen geſammelt wird, gar u, bald ausartet. Die gewöhnliche Zeit des Ausſäens| WAG iſt im April in ein fettes Land, Die jungen Pflan-- I| zen werden hierauf än Reihen, 18 Zoll weit von ein»| hi ander verſeßer, dieaufgeloc>kerte Erde aber an die Stäne|(wi H gel geleget, beſonders wenn man ſoiche zur- Speiſe| mine | mürber und weißer haben will. Die Blätter werden mölr ihny y unter den Salat gemiſchet, die gelblichten oder weiſe:|(mhhh ſen Stängel aber roh mit Salz und Pfeffer oder Eſſig|, 158 geſpeiſet. Die Dolden werden auch an einigen Orten|"9 mit Eſſig und Pfeffer'y theils vor ſich allein, eheils bein mit den fleinen Gurfen eingemacht, Der Saame| hihind: wird in einigen Häuſern als Speiſegewürz gebrauchet. NTT Die arzneyiſchen Kräfte deſſelben ſind dieſe, daß er 03, WH den Magen ſtärker, die Blähungen abführet, die ſchar wij fen Pipi Erde ſteht, Sqamen Wattung irfung des ch zu Be geſtoßen, en. Die Jaſtmälern befördern, iſchen 96 der zu le& ein Jahr Ttaltänfs Saamen - ſo von ird, gar Ausſäens n Pflane von ein» je Stätte . Speiſe x werden der weiſe der Eſſig en Drten 1, theils braucht „daßet die ſchar ſen Gewürz- und Händelsfräuter, Sr fen Säfte verbeſſert, und den Auswurf der ſchleimige ten Feuchtigkeiten dur die Bruſt beiördert.„Der mit Zucker überzogene wird zur Augenſtärkung gern ge- fauet, um den Hauch aus dem, Munde in die Augen zu blaſe. Auch wird zu gleichem Endzwee das. ab- gezogene Fenchelwaſſer, mittelſt damit angefeuchteter Seinwandläppchen auf die Augen gelegt. 17) Coriander, Der Anbau dieſes Gewürzkrautes erfordert' keine Weitläuftigfeit, Der Saame wird im Frühjahreauf ein mittelmäßiges Land ausgeſäct, und die Pflanzen vom Unkfraute rein gehalten.“ Die getroneten Saqe menförner werden in manchen Häuſern unter die Brake würſte, Sauerkraut und'Brod gemengek. Den ältern Aerzten'war der Saame verdächtig, indem der ſtinfende Geruch den Kopf einnimmt; das Austrocken aber verändert ihn und macht ihn unſchäde lich. Er iſt ein magenſtärfendes, biähungstreiben- des Mittel, welches zugleich die ſchleimichten Säfte auflöſen kann, und wird ſonderlich denjenigen ange- prieſen, welche, wegen Verbindung des Magens mit dem Haupte, Kopfſchmerzen und Schwindel empfine den. Man gebrauchet den Saamen mit Zueker über« zogen öder zu Pulver geſtoßen, und vermiſcht ſe!bi- gen auch wohl mit andern gewürzhaften Mitteln. Der mit Zucker überzogene wird von vielen des Morgens gegen die böſe Luſt gefauer. 18) Saſſran, Crocus ſativus UL. Der-Safßfran iſt theils als. ein Küchengewürz, „theils als eine Fabriquenwaare ſehr bekannt.- ,ä18 loß- tere wird. ſie ſo wohl bey.der Malerey, als Seidenfär» berey, bey dieſer aber mehr als bey jener gebraucht, weil ſie den Malern zu theuer iſt. In dieſer Abſicht ARuspgter 1V,B.1.Th, F fallts 82 Zweykes Kapitel. ſollte aber der Soffran, der bisher nur in dem ſüdli»| 1.19 er (Safſransgarten) wird 1m April und Anfangs May gepflügt, zu Anfange Junius gedüngt und der Dün- ger untergepflügt, in.der Mitte Auguſts mit ſcßet werden, wozu „duch manche, ſtatt gezogener Furchen oder Grübchen, die Löcher mit dem Pflanzholze machen. Die erſte Aerndte wird ſparſam, in den folgenden Jahren aber immer reichlicher. Ein ſolches Beet kann drey Johr ruhig liegen bleiben, im vierten aber nimmt man im Junius die Zwiebeln aus, läßt ſie an einem luftigen rocknen Ort abtrocknen, und pflanzet ſie im Auguſt wieder auf ein neues Beet, Die Zwiebel vermehret ſich häufig, doch nicht ſo ſtarf als der Frühlingsſaffran, „In den Ländern, wo der Saffran gebauet wird, und alles auf die rechte Trocknung deſſelben ankömmt, wenn daraus untadelhaftes Käufmannsgut werden ſoll, gehet man damit alſo zu Werke: Am frühen Morgen bricht man die Blumen, ſo baid ſie aufbrechen, oder Furze Zeit hernach ab, träzt ſie in Sä>on nach Hauſe, breitet ſie ſogleich auf einer Tafel aus, zieht die Staub» ivege mit einem Theile des Griffels heraus, und trock net dieſe auf einem beſonders dazu eingerichteten Ofen, auf weichem man ein härnes Tuch ausſpannet, und auf dieſes einige Bogen weiß Papier geleget hat; wor- auf der feuchte Saffran 2 bis 3 Zoll dicke ausgebreitet,- und darüber andere Bogen Papier, und auf dieſe eine grobe Bertdecke geleget werden; zuleßt, und wenn das Feuer eine Zeitlang gebrannt hat, wird noch ein Bret varauf geleget, und dieſes mit einem großen Gewichte veſchweret. Anfangs machet man viel Feuer, nach einer Stunde nimmt man das Bret, die Bettde>e und „uw vw wi wre M j' ' 0 0 du NT v ra weft kay (+4 4(Wl VALE wend, un ME Ole mn jn Gum 1 MIN MEN (un in (m Kun zudfid W08 007) Äh mur han dd Wen EN when, Wumdh "eam Vnit fe lichen (M1 jn nd him hi m. Gey I nen en und dep enommen, Fleiney zu ſam ge: bemerfen, n, daß ſol, den, wozy Hrübchen, Die erſte hren aber rey Jahr 'man im |[luftigen n Auguſt vermehret g8sſaßfran, juet wird, mnfömmt, vyden ſoll, | Morgen en, oder < Hauſe, je Stauh- und trof« ien Hjen, jet, und af; wol gebreitet, dieſe ein? venn das jn Bret Kewichte 1 nach Bettdede und Gewürz- und Handelskräuter, S5 und das obere Papier hinweg, und machet den Soff- van: von demjenigen los, der zunächſt daran liegt, auf das andere lege man das Papier wieder darüber, ſchiebt zwiſchen das härne Tuch und das untere Papier ein Bret, wendet alles zuſammen um, bedeckt es wie zu- vor, unterhält noch) eine Stunde; alsdenn machet man ven Saffran vom Papiere los, wendet ihn um, bedeckt ihn wieder, und unterhält ein gelindes Feuer. Nach 24 Stunden iſt die ganze Trocknung vorbey. Sollte man keine Zwiebeln aus der Ferne, nur ale lein Saamen erlangen können, ſo wird nach Herrn Dyc>ks Rath die Erde alſo zubereitet: Man vermengt mit einem Karren friſcher und leichter Trifterde und einem halben Karren Teichſchlamme einen Scheffel alten Kuhmiſt und einen halben Scheffel Sand, ſchlä- get und ſticht dieſes alles ſehr gut unier einander, und ſiebt es duren iſt, begoſſen werden. Sollten ſtarke Regen einfallen, ſo muß man eine Dee über den Kaſten hängen, und alles Unkraut ſorgfältig weg- nehmen: Bey Aanäherung des Winters wird der Ka- ſten an einen Ort geſelßer, woer ſo viel Sonne haben Fann, als möglich, Im Frühjahre wird er wieder an ſeine vorige Stelle gebracht, und auf die vorige Weiſe gewartet. Wenn die erſten Blätter verwelket, ſiebet wman wieder etwas friſche Erde, ohngefähr einen Vier- telzoll dicke, über die Wurzeln, und ſeßet gegen den 3.3 Win- NM 896 Zweytes Kapitel. v Winker den Kaſten abermals an den Ort des vollen cl Sonnenjcheins, Den folgenden Sommer, wenn die nn zum zweytenmale hervorgetriebenen Blätter verwelfet WE an ſind, nimmt man die Erde mit den Wurzeln aus dem| en Kaſten und ſiebet jene durch, damit von dieſen nichts| Wm verlohren gehe3 macht a!lsdann eine Rabatte im Gar-| pm K ten zuc“chre, thut ſo viel von dem Erdreiche, als 3 Zoll om€ Ti'fe bervägt, bey Seite, zieht die Länge und Breite u 3 Zoli weit von einander Linien, leget in das Mittel eines jeden Vieorecs, welches auf dem Beete bezeich» net iſt, eine Wurzel, und ſiebet oben darüber die zu« Mf rüfgelaſſene Erde. In dieſem Zuſtande läßt man ſie vit inf liegen, und hält das Beet bis zum Frühlinge vom vr pit Unfraute rein, da man denn die Erde oben gelinde auf= jen Froßet, und noch einen Viertel Zoll hoch friſche Erde(kna darüber ſiebet Ein gleiches fann man im Herbſte thun, NEE wenn die Blätter abgefallen ſind, und nachher die Wer- Oppel mehrung durch Abnehmung der Wurzelbrut ver- Wt, anſtalten. nw ban Will man ſelber Saamen ziehen, um etwa neue Rem Kube Spielarten davon zu erlangen, ſo wird er ſelten gut, Vun Ahh wenn die Blumen nicht ſorgfältiq gewartet werden. NNN Man muß die ſchönſten"auszeichnen, alle Tage ein| Wflinc wenig begießen, und vor der Mittagsſonne. bewahren. Weſs Hierdurch werden ſie viel länger blühen, und dadurch Wivah die Frucht deſto beſſer anſeßen. Auch wenn die Blu-(fmih 4 Me verwelfet, ſoll man die Pflanze alle 3 Tage mäßig natd 4 begießen, das Unkraut fleißig wegräumen, und die vhm Erde auflockern,: NNN t Ehevem ward der Soffran häufiger als jeßt zur| Wirds! Arzney gebraucht. Er bat eine eröffnende, zertheilen- Witte De, lindernde, Frampyſtillende und beruhigende Wür-| lung Fung. Man hat ihn ehedem wider die Ohnmachten, eil' S das Herzklopfen“ zu Stärfung des Magens, Auflö- H fung des zähen Schleims auf der Bruſt, bey Verſto- ſit wi pjlung des vollen » Wenn die x verwelfet In'aus dem teſen nichts te im Gat» , als 2 Zel und Breite das Mittel dete bezeiche ber die zu äßt man ſie linge vom gelinde auſs riſche Erde erbſte thun, er die Wet: [brut ver- etwa neue ſelten gut, f werden, Tage ein bewahren, d dadurch 1 die Blu- 1ge mäßig , und dit ; jeßt zut zertheilen nde Wür- nmacht?t), ;, Aufle- ey Verſio- pfung Gewürz- und Handelskräuter. 87 pfungz ber Leber, auch wider die gelbe Sucht empfoh- len. Noch jeßo gebrauchet man ihn in Krankheiten der Gebährmutter, indem dadurch der Abgang des Geblütes befördert wird. Der unvorfichtige Gebrauch aber'kann leicht ſchädlich ſeyn, da er allemal ein hißi- ges Mittel iſt. Das Emplalſirum oxyceroceum imm: auch unſern Bauern nicht unbefannt, und zertheiler gar kräftig. 19) Rhabarber. Seit einiger Zeit hat man ſieh in Deutſchland darauf geleget, dieſes Gewächs niht ohne Fortgang zu bauen, weil dafür ſo viel Geld ins Ausland ves ſchi>t werden muß. Die davon bekannten Arten„ſind folgende: 1) Spivblätrerichte Rhabarber, Orientaliſche Rhabarber, Rheum palmatum L. 2) Ganzbiätt- richre Frauſe Rhabarber, Rheum vndulatum oder Rheum Rhabarbarum L. 3) Ganzblätterichte latte Rhabarber, Rheum Rhaponticum E41 Sumpfblätrerichte ausgeſchweiſte Rhabar- ber, Rheum compadum L. Die erſte Art iſt die achke, und um nicht ſtatk dieſer eine andere Art zu erbauen, muß man die botani- ſchen Kennzeichen ſich bemerken. Aus der fnollichten, mit furzen difen Faſern beſeßten, äußerlich röthlich odsr braunroth, innerlich gelb und roth geſtreiften, unangenehm riechenden Wurzel treiben Blätterſtiele, welche wohl 2 Fuß lang, unterwärts faſt dreyecficht,. oberwärts der Länge nach etwas ausgefur Art| iwie d ſoydern auc) die übrigen Arten der Rhabarber, die| ve Hauptſächlich zu Farbeverſuchen beſtimmt waren, ge- 4 Louer, und man fand, daß die Wurzel der ächten fab 6 4 Eorte den Geſchmack und Geruch der ausländiſhen-.|. DUE | im höchſten Grade beſaßen.| 1 Die Rhabarber erfordert einen mittelmäßigen,) A Sn digte mäßig feuchten, und boreits culti-| vd virten Boden, der gedüngt und tief umgegraben oder ra- 067 Jolet worden; und bis auf eine Tiefe von 8 Fuß gu-'Y y tes, loderes Erdreich ſeyn muß. Das Land muß eins Wel (UNN ITCM 4 ſonnenreiche 2age haben, und gegen die Winde hin- um) länglich vm Cr SAKE MELIS R keen wi rb FDEA EN WES RR RS R air Ee mmm ume INE R NR Dian Re ae A 7 Oröße, tief zu nennen, '8 Mannes der Blith- und leid: der Länge e und ſeit: edem Büh BE ein Edle nes Blatt, n Echeide det auch und qu e, welche bey Mos- nd beton: n gemacht jn welcher Gegenden rde. ZU ). von 20 nd einge: hte Art, "ber, die aren, ge oy ächten ändiſchen mäßigen, its culti- n oder ru Fuß qu: muß eint inde hin- länglid Gewäürz- und Handelskräuter. 89 länglich geſchüßt ſeyn. Der Saame wird im Herbſt auf gute und fruchtbare Beete geſaet, im folgenden Frühjahre, werden die jungen Pflanzen aus der Erde genommen, und auf das gehörig zubereirete Land ver- ſeßt. Jede Pflanze bekömmt eine Entfernung von 3 bis 4 Schuh von einander. Das Land wird beſtän- dig vom Unfraut rein gehalten, und im zweyten und dritten Frühjahre wird es, ehe die Pflanzen die großen O- lätter ausfreiben ,' mit der Hacke aut aufſgeloert. Auch iſt es den Pflanzen zu ihrem Wochsthum nüßlich, wenn das Land im Herbſt mit kurzem Miſt. beleget wird. Solnet, der Saft ſich verdickt und mit der Wurzel ſattſam vereinigt hat, ſos kann man auch Fäden durch die Stücke ziehen, und ſie an einem ſchattichten Orte in der Luft aufhängen. TF 5* Bauet 90 Zweytes Kavitel, Bauet man nun nach obſtehender Anweiſung Nha» bärber, ſo wird man ſich von ihrer Güte leicht über- zeugen können, wenn man ſieher, ob ſie die Eigenſchaf- ten der achten Rhabarber an ſich habe. Dieſe werden äber von dem berühmten Hin. D. Böhmer alſo an-| gegeben? Die gute Rhabarber ſoll lo>er, ſchwam- micht, eher leicht als ſchwer, leicht zu zerbrechen, äuſs ſerlich gelb oder etwas bräunlich, inwendig röthlich, ſaffranfärbig und blaßgelb vermiſcht, faſt wie eine Miuſcatennuß marmorirt, von Geſchmac ein wenig ſcharf, bitter und zuſammenziehend, und vom Geruch gewürzhaft, doch mehr unangenehm ſeynz wenn man Waſſer darauf gießt, oder ſie im Munde kauet, giebt ſie eine ſchöne ſaffrangelbe Farbe. Die ſchlechte iſt entweder zu ſc- nen Beſchaffenheit der feſten Theile abhangen, der«- gleichen man gemeiniglich bey alten Körpern finder, dieſes Mittel eher ſchädlich als nüßlich feyn müſſe. No< dienet die Rhabarber wider die Würmer und Säure, welche ſich in den erſten Wegen aufhalten. Gegen die Säure, woraus, ſonderlich bey Kindern, leicht Verſtopfungen der Gekröſedrüſen, und hieraus eine Auszehrung entſteht, hat Linnäus die animam Rhabarbari täglich zu einem Duentlich an- recht fet t gut iſt, hgefaulet 7) einen , welcher jahre mit d iſt dem m beſien nd zuge eid) nach geſchehen d iſt für Pflar Gewürz: und Handelskräuter 93 Pflanzen und Gräber deſto mürber, daß leßtere leich« tere Arbeit finden, um deſts mehr in einem Tage um- gräben fönnen. Das zugerichtete Land wird nur in ſo breit? Beete abgetheiler, daß man von beyden Seis ten die Mitte füglic) mit der Hand berühren kann, Man pflegt auch woh! die mit. der Harke nach dem Umarbeiten. eben gemachten Weete mit aufgelegten Breetern etwas einzudrücken, damit ſie ihre Feuch!:g- Feit, die den Krappwurzeln gedeihlich iſt, detto länger behalten mö.en. Zu Ausgönge Aprils oder Anfange. des. Mayes iſt die rechte Zeit zum Pflanzen, wozu Keime oder Ne- ber wurzeln erwählet werden, die ohngefähr. 3 Zoll lang find. Man zießt hierzu auf den Beeten 8 Zoll bis einen halben Fuß von- einander 4 Zoll tiefe Furz ot die Keimen mit der vorher. here ausgeworfenen Erde, und drtücket dieſe mit der Hand over dem Fuße feſt an. Cinige ſeßen die Pflanzen viel weiter aus einanver, und laſſen die Furchen 2 auch 3 Schuh, und die eingelegten Keime einen over andert« halb Schuh weit von einander abſtehen. Sind die Keime klein nnd kaum einen Zoll lang, ſo leget man zween auh drey bey einander, weil ſie alsbann gemei- niglich nicht alle fortfommen. Fällt nach dem Ver- pflanzen trockene Witterung ein, ſo iſt das Begießen ſehr dienlich, Es iſt daher, um deſſen überhoben zu ſeyn, ſehr gut, wenn das Pflanzen nicht eher unter- nommen wird, bis ein Regen eingefallen oder wahr- ſcheinlich vermuthet wird, Man kann aber auch bey dem, bis in die Mitte des May vergeblich erwarteten und dieſerhalb ſo weit verſpäteten Verpflanzen die Fur- chen, worein die Wurzeln geleget werden ſollen, vor- her. u TILT WITREETNG ve 0m. 94 Zweytes Kapitel, ) NE her begießen. VWertrocnet aus Mangel der Näſſe Ww das alte Kraut, und die Wurzel muß neues hervor« ey gw) treiben, ſo- wird dieſe ſelbſt in ihrem Wachsthume zu- gam) rü bleiben, und im folgenden Herbſt keine ſtarke ph Wurzel geben.„" ju Nach dem Verpflanzen, und den Sommer über,- jh 1 ßat man zwo Arbeiten vorzunehmen. Die erſte be- Wa ſteht darinne, daß man 3 bis 4 Wochen nah dem| Wuſien! Einlegen der Keime die obere Erde mit einer Harke| fuH etwas a: ſlofert, und die Beete vom Unfraure reinia|„he getz die andere aber, daß man im Julius oder Ans| jnhm fange des Auguſis die Stängel umbiege, und derge-| un ſtalt mit Erde bede>e, daß nur die oberſten Spiken| fh herausragen, Die Erde wird hierzu von der andern|(ww Jurche behutſam herübergezogen, vaß die Wurzeln uz nicht en!'blößt werden. Da aus dieſen niedergeboge« vu nen Stängeln Wurzeln ausſchlagen, die ſich bis zum(m Nh Herbſte anſehnlich vergrößern, ſo wird man dadurch Nam dy mebr Krapp und Vortheil gewinnen, Einige rathen,| WWifelilt das Kraut um dieſe Zeit abzuſchneiden, und auf an-| jl kid dere Art zu nußen 3 da aber die Güte der Wurzel größ-| bpm tenthei!s von den Blättern abhängt, wird man dabey vn, mi mehr verlieren als gewinnen. y, ee . Auf den Herbſt, nac) Michaelis, auch noh ſpä- wen[ef fer, nach Beſchaffenheit der Witterung, werden die mwN Wurzeln ausgearaben. Es fann dieſes im erſten,|; jj aber auch erſt im zweyten Jahre geſchehen. Die Wur»| hileh | zel dauert mehrere Jahre aus, und je!änger ſolche in 1 Nhe vo der Erde bleibt, je ſtärker wird ſie. Ob aber die jün«| ihwihe) gere oder ältere zum Färben veſſer ſey, iſt eine andere| hmeh Frage. Der Drand kömmt mit der Zeit, und dabey m Dach vermindert ſich das innerliche Weſen; mithin iſt es| Jarl ſicherer, ſolche zeitiger auszuheben. Won der ausge- Jiny, 7 grabenen Wurzel wird das Kraut abgeſchnitten, und|"my die der Niſe 1e8 hervon Sthume zu eine ſtarly mer über, ie erſte hee nad) dem iner Harke aufe reinis oder Ats nd dergt: n Spißen er andern Wurzeln dergeboges < bis zum n dadurch ge rathen, Dd auf ans rzel größe nan dabey noch ſpä- erden die m erſten, Die Wut» ſolche in x die jüne ne andert nd dabey hin iſt es er ausgt? tien, und die Gewürz- und Handelsfräuter. 95 dieſes kann arün und gefro>net ſür das Vieh ange werdet weiden,(Die Kü e wolln ungern an das Kruut, und ſehnen-ſich dabey nach anderm Futter.) Geſchieht das Ausgraben hoy tro>ner Witterung, da das Erdrcieh dücre iſt, werden die Wurzeln rein ges nug ſeyn, iſt aber der Boven feuchte, ſo muß man ſie waſchen, Dur) das!eßte V:rfohren aber wird die Wurz! leicht€« nef worden, nach einigen Tagen noch einmal in den Oſen geworfen werden können. Das Trocknen kann auch in freyer Luft und Schate ten ge/chehen, wozu aber mehr Zeit gehöret. Wenn vie Wurzel nicht recht troen iſt, ver dirbt ſie leiht. Sie iſi aber troXen genug, wenn ſie leicht bricht. - Die getrockneten Wurzeln ſoll man, wie einige atirathen, mit einem Dreſchflegel. gelinde überſchias gen, oder in einen großen Sack von roher und grober Leinwand ſtecken und ſtarf ſchütteln, damit die anhänu- gende Erde, die feinen Fäſirner Boden, um: ſteinichtes und ſandichtes Feld, ingieichen leimichtes NEE und jeuchtes Erdreich taugen nich? zum Waidbau« a Geweiniglich wählet man hierzu einen Acker, welcher| wid auf das fünftige Jahr braach liegen folite, um- von june man] dieſem m;hr Nußen zu erhalten, indem er aberma! bes wm fteller wird, und alſo n'ert, auch wohl hierauf no<» mals mit der Egge überſtrichen. G 4 Die EE nenen ee ee EE (0! gee wn 104 Zweytes Kapitel, Die eingeſammleten Blätter werden, wie ſchon N vorhin berühret worven, auf ver Mühle zerrieben oder apm gemahlen,' fodann haufenweiſe übereinander geleget, „zuſam öngetreten, und ohngefahr nach 24 Stunden in Ballen zuſammen gedrücet; dieſe auf breite Hor-| imi den von Hinjen, öder auch auf einander gejügte Lat«„uma “ ken ausgeſeßer, damit ſie an der Sonne trocknen; 10- jan dann auf luftigen Böden eine Clle hoc< über einander 1. vit"M aufgeſchüttet, und wenn ſich ſol<- ervißet, wieder ge| wl wendet, da ſie dann verrauchen, dabey einſäjrumpfen|„und 9 und hart werden. mn N jim„ſq Die alſo zubereiteten Bälle erfordern noch eine Mer Zubereiiung! ehe ſie ein Färbematerial abgeben kön=|(Wt nen, da ſie nämlich der: Fäulhuß as8geſeke:, und da- wal! j Durch diefärbonden Thoilchen aufgelöſet werden. Dieſe| h vm! lestere Werrichtunz überläßt der Landmann in Thüria-| ehh gen den Waidhändiern welchen er die rohen Blatter|(iM verfaufet. Wie diefe'Zubereitung a“er geſchehe, kann|(ofin/ im gten Bände des neuen Schauplokßes der Natur,' Ged) S. 452|f. mit mehrern erſehen werden. Nur di.fs WIE will aus ſelbigem noch anführen, wie H. Mark, raf| irh auf den Blä'tern ves Waids ein gewiſſes I„Anſect ange» India troffen, welches alle blaufärbige Theite welche vir Pflan» jed)" ze enthält, aus ſelbiger herauszieht, und die Farbe is" davon annimmt. Er bat dabey die Anme: fung ge-| mom | macht, daß es ſim nur ſolcher Biätter bediente, wel-| 's abricanten es verſtehen, durch mändyerley geheim gehaltene Saus cen ven Landtaba> ſo zu verbeſſern, daß er für AÄme- rikanijhen gelten, oder doc) wenigſtens mit ſolchen vermiſchet werden kann. In der Mark Brandenburg Hat man ſich eher, als in andern deutſchen Ländern, auf den Tabacksbau, und beſonders in der Ukermark gelegt, weshalb man ſchon zu Anfange dieſes Jahr- hunderts faſt in allen großen märkiſchen Städten Ta- backsſpinner fand, die vom Tabac“ſpinnen ihren Une terhalt hatten. egen wärtig wird faſt'in allen Mar- Fen Taback. und von foicher Güte gebauet, daß er in dem leßten Engliſch-? Amerikaniſchen Ftieg? häufig in H-lla and und England, zur Erſeßung des ausbleiben- den Amerikaniſchen Tabacks ausgeführet werden konnte. Die Güte dieſes Landtabacks beruhet hauptſächlich auf dem Boden. Es'iſt aber auch kein Zweifel, daß ſfol- <-r Taback einer großen Werbeſſerung fähig ſey, wenn beſonders die beſſern Arten verſucht, und ſodann alle gemeiner werden follten. In der Mark wählet man zum Tabacksbau ſolcor, als feſt und lehmicht ſind, und welche guten Roggen oder auch Waizen trogen. Man bat ſeit 30. Jahren angefangen, aud) auf ſchwarzen, aus Modrerde beſtehenden Ae&ern des Zauchiſchen Kreiſes, die Waizen tragen, mit gutem Erfolge Ta- bacf zu Pilion, welcher allen Beyfall ver Taba>sfas- hricanten erlanget, Denu'da dergleichen Aec>er lo>er Gs ſind, 106 Zweytes Kapitel, ſind; ſo kann die Sonne ſelbige deſto mehr erhißen, als wozu die Farbe des Erdreichs eben ſo ſehr bey+ trägt, da die Einwirkung der Sonnenſtrahlen aufs Schwarze ſtärfer iſt, als auf andre Farben, Hat man Überhaupt Necker, welche gegen Mittag etwas Hoh liegen, und vor Sturm- und Mitrternachtsiwikt« den einigen Schuß haben, deſto beſſer iſt ſolche Lage für die innere Güte des Tabaks ſowohl, als den Wachs- thum deſſelben. Anch platt liegende, mit Bäumen, HeFen, Wällen oder Zäunen eingefriebete Pläßze ſind ſehr gut dazu, weil in ſolchen die Wärme mehr zuſam men gehalten wird, Chben ſo iſt es mit Tabacksäckern, die von andern mit Getreide bewachſenen Aeckern ein« geſchloſſen ſind, weil die Wärme davon gleichfalls mehr zuſammen gehalten wird. Krautartige, oder zum Unkrauttragen geneigte Aecker werden durch ven Tabacksbau ſehr gereiniget, und hiermit zum reiche lichſien Srtrage des Weizens oder Noggens aufs beſte vorbereitet. Der Tabacksſaame kann nicht, gleich andern Feld- früchten auf den Acker ausgeſaet werden, weil er 42 gen die Kälte ſehr empfindlich iſt, und daher zu Hauſe in Gärten auf beſondern Beeten geſäet, und wider die Kälte geſchüßet werden muß, nachdem man ihn im Herbſte abgeſchnitten, und bis zur Ausſagat in feinen Saamenbehältniſſen aufbewahret gehabt, Man macht eigene Miſtbeete zur Ausſaat, welche man wider die Nachtfröſte mit Stroh auf unterge g- ten Stangen zudecken kann.„Man pflegt aber äuch ſtatt eigentlicher Miſtbeete im. Frühjahre, wenn die Machtſröſte nachzulaſſen beginnen, im Garten auf[0- &ern, mürben, und den Herbſt zuvor mit kurzem Mi- ſie wohl durcens wegen 3 Fuß weit von einander entfernet, und die Pflanzen werden, wenn das Land tro>en iſt, mittelſt zugefahrnen Waſſers, ſogleich beym Einſeßen begoſſen. Wenn ſolche in ei« nigen Wochen 9 bis 10, ja 12 Zoll lang ſind, werden ſie, und zwar reihenweiſe behacket. Eine jede Reihe der Pflanzen muß auf und mit der Linie, worauf ſie ſtehen, wie ein ſpißiger Wall hoch werden; der 3 Fuß- breite Raum aber wird ſpißig tief, ſo daß, wenn das Beet der Queere nach angeſehen wird, durch alle brei- te Gänge gerade hindurcer zu erhalten, die Behacung zu 2 oder. 3 malen wiederhohlen, ſo wird die Pflanze, wel» cer erhalten werde, weil, wie oben aeſagt worden, der Taback in einem mürben Boden beſſer als in einer feſten gerath, Die ſernere Wartung beſteht darin, daß den Sts- Fen die auszutreiben anfangenden Nevenzweige abge» brochen werden, damit den Blättern, auf deren Größe der ganze Vortheil des Tabacksbaues anfömmt, nicht ſo viel Nahrung entzogen, ſondern dieſe deſto größer und anſehnlicher werden, Einige pflegen auch die obern Blätter am Stängel ſelbſt, weil ſolche klein ſind, ab- zupflücken, und ſolche, wie auch die jungen Zweige, Geitz zu nennen, weil ſie den andern den Saft ent- ziehen. Zuleßt, und ſobald die Tabacksſtängel 3 bis 4 Fuß lang werden wollen, oder ihren Wachsthum zu endigen ſcheinen, bricqt man auc den Wipfel ab, damit er nicht blühe und Eaamen bringe, als wele hes man in manchen Gegenden auch das Ausgeizen zu nennen pflegt. Um guten Saamen zu erhal- ten, laßt man einige der beſten StöFe unausgegi- pfelt ſtehen, Das Abbſatten iſt die Taba>särndte zu nennen. Man kann die Pflanzen, wenn ſie auf gutem“ Boven ſtehen, und die Wirterung gut geweſen, ſchon in der vierten und fünften Woche nach der Verpflanzung abzu- blatten anfangen, indem man die unterſten 3 oder 4 Blätter abnimmt, welche aber wegen des an ſich ge- nommenen Erdgeſchmac/s die ſchlechteſten ſind, und als ſogenanntes Erd- oder Sand>turh beſonders ver- arbeitet werden müſſen. Manch-- laſſen ſie auch, da ſie feine Abnehmer finden, ſo lange ſtehen,-bis ſie gelb ſind, und von'ſelbſt abfalien. Die eer niete mme ==... E( "ST LID Ziveytes Kapitel,. Die Biätter ſind zum Abblatten in ihrer Voll« wu fommenbeit, wenn man ſiehe, daß ſie anfätigen bräune MM licht, und an den Spißen nnd Rändern gleichſam ſprö»"a de zu werden, weiches um Bartholomät, längſtens jop Aegidii aufs alierſpäteſte ſeyn kann. REINEN ZUE PT. gleichſam unreif muß man die Blätter nicht Büpfiten ww] 3 weil daraus eine ſchlechte Sorte Toback erhzaiten ith. pr de) Iſt der Boden gut und ſtart gedünget, die Wittes jo Bin rung aber nicht ungünſtig geweſen, ſo erreichen die vw nit Blätter die Länge von einer Elle. Dies iſt nun der 1.00 Hauptpunkt eines glücklichen Taba>shaues, die Viele| FN Heit am Gewichte nämlich, und die verlangte Güte.| pehrh Kleine Blätter macyen überdem mehr Mühe mit ab-| derlehlt blatten, aufſchnüren, reihen und aufhängen. uuf Die abgeblatteten Blätter werden in ordentliche(wN Schichte zuſammengelegt und nach Haute Sn wr| us Hier werden ſie entweder auſgerichtet, an der ID Wai übereinander angelehnet, oder welc, fett, wichtig und lederhaft; ihr Geruch ſtärfer, doh höchſt angenehm, ſo, daß dieſe Sorte für die beſte und lieblichſte anges ſehen werden kann.-- Die auf Menſchen- Schafe und Pferdemiſt erwachſenen'Blä'ter wurden antehrlich und di>, und würden mit die beſten g4ewo: den ſyn; wenn die Hiße des Sommers und der Mangel an Res gen ihrem Wochsrhum nicht ſo hinderlich. geweſen wä- ren. Die Miſchung von Schaf und.Schwoinem.ſt hölt er für den beſten Dünger by der Tavacksculrur, und wo' dieſer nicht zu haben 1ſt, die. von Kud- und Pferdemiſt.; Feuchtigfeit und Regen ſcheint ihnen zum Wachgs« thum ſehr zuträglich zu ſeyn, daher auch bey ſeinem Anbau ein etwas feuchter Boden dem trocknen vorzue ziehen iſt.| Die nad) dem r8ten Verſuche erzogenen Pflanzen erhielten beynate die größten und ſtärkſten Stauden, und gaben ſtarke, große und! maſtige Blätter.( Der 18te Verſuch zu einer verſchiedenen Erziehung der juno gen Pflanzen aus dem Saamen, war vom Saamen, der vor Winter in ein Gartenbeet ausgeſäet worden, HZgusvgter 1V,2,1.Thb, HD ſich NENNEN Ws (ul 114 Ziweytes Kapitel," ; 11 ſich ohne Bedeckung in der Erde gut erhalten, und im"„at | Frühjahre aufgegangen iſt. Der 19te Verſuch, deſ-„wb |. ſen in der Folge gedacht wird, war von in Salpeter ant" eingeweichtem Saamen, der im Frühjahr in ein un- 9 Wu gedüngtes Gartenbeet geſäet, und ohne alle Bede- in >ung dem Froſt und aller Witterung ausgeſckzet a SEEREISE: M | geweſen). ES 22 6|„We . Auf thonigtem Boden hatten die Pflanzen den 1 T ſchlechteſten Wachsthum, den beſten aber auf ſchwar- iM y zem, fettem und ſtark gedüngtem Lande, von welchem 1: er Blätter von außerordentlicher Größe von 2 Suh| Wt lanz und 1% Schuh breit erhielt, die auch alle anDice wum De und Fettigkeit übertrafen,|„fun Die auf mildem, unſruchtbarem Boden erzeugten owa Blätter wurden ziemlich groß, aber leicht dünne und/ win mager. Dieſe Pflanzen waren als vollkommen wild,| wbl - und ohne weiter bearbeitet zu ſeyn, von ſelbſt erwaße/ ſufi fo ſen anzuſehen;“die ſich auch fernerhin durch den Saa- yn men verbreiten werden. Wout Der Raum von 2 Fuß iſt für die rundblättriche"ef ten Tabacksforten hinreichend; dagegen aber müſſen: Yi nd die nordamerikaniſche" langblättrige" an 3 Fuß Raum bude Haben, wenn ſie gehörig an den Blättern auswac=(unum ſen jollen,- nag uf- Je mehr und tiefer der Tabac> gehackt und be-| Iijoſn | häufeit wird, deſto vortheilhafrer iſt es ihm."inf Bey der Cultur des aſiatiſchtürfiſchen Taba>s, Mang um große Btätter zu gewinnen, und doch den-Vor- hf theil des Saamens zu Del nicht zu verlieren, iſis am| 16. Di rathſamſten, an den Stauden vold und frühzeitig den Want, Geiz, ſobald er ſich nur zeigt, auszubrechen, und ſol- nala, ches einigemal zu wiedery-len, der Hcoupiſaamengie Wm, 4 pfel aber fortwachſen zu laſſen, Durch.dieje Behand- den] lung dre> Md NN 2 Mhm mike emm ted mn ME EIC FE A Dhanton ennmne S SEES<= ED alten, undin Verſuch, vf: | in Salpety hr in einut: 1e alle Beda 19 ausgeſcht Pflanzen diy ry auf ſchwar von welchen von 2 Schi alls anDikſ den erzeugt vt dünne u) fommen wild ſelbſt erwacy r< den Gay rundblättrih aber müſt 3 Fuß Reut ern auswah: jade und m. hon Tah) och den Voy ren, iſis 01 Frühzeitig on, wd ſu upiſaameng" eſe Beho"? (un) Gewürz- und Handelsfräuter, x15 lung.erhält man, ſo zu ſagen,'teine Stauden; an.denen 12 bis 14 Blätter eine beträcht!iche Größe erreichen, und denen die ſonſtigen vielen Geizblätier im Wachs«- thume nicht hinderlich fallen, von welch.n man auch eine Menge guten und vollkörnigten Saamen gee winnkt; Die beſondern Vorzütte des aſiatiſnung derſelben. Von dem den 28 März ausge- ſäeten Saamen konnten den 4. May einige x 000 Pflan» zen ins Feld geſeßt werden, und die Aerndte der Blät« ter nahm anfangs Auguſt den Anfang.== Kömmt der Taba um dieſe Zeir auf die Hänge, fo kann er füglich anfangs November abgenommen werden, 4) Ein reichlicher Nachwuchs nach dem 22. Ver- ſuche.(Dieſer beſtand. darin, daß er gleich nach dem Abblatten die größeſten Geize mit ihren Blättern forke wachſen laſſen, und die Saamen und Geizknöpfe ab- genommen, als auf welche Art ziemlich häufiger und brauchbarer Nachwuchs an Blättern erfolget war. H 2 5) Der Kie MRR EAI A iHH Zweytes Kapitel, 5) Der Nußen der Blüthen für die Bienen, bie daraus viel Nahrung hohlen, Gs 4 6) Der größere Nußen des Saamens; ſelbiger erwächſt in Menge.(Dieſes Saamengewinſtes zum Delſchlagen iſt bereits im Kopitel von' ö!ltragenven Pflanzen B, U1. S. 48 ff. gedacht worden. 7) Die vorzüglichere Größe der Blätter. Ob wohl ſelbige nicht die Länge der Amerikaniſchen lang- blätterigen Sorten erhalten, ſo ſind. ſie doch lederhaf- ter, und fallen ſtärfer ins Gewicht, übertreffen jedoch an Größe die türkiſchen und aſiatiſchen Tabacksac= ten weit. v .. 8) Der vortreffliche Geruch und Geſchma> der „Blätter, darin ſie alle andere verſuchte und gepflanzte Sorten übertreffen.. Beziehet man;aber endlich die Vortheile der Ta- backscuitur mehr auf die Tabacksanbauer, als den Staar; ſo iſt'es damit eben ſo, als mit dem Kapp. Vor 20. bis 30 Jahren war dabey mehr zu gewinnen. Seitdem der Taback nun taſt in allen Ländern und in ſeibigen von ſo vielen Landleuten ſowohl als ſtädti« ſchen Einwohnern gebauet wird, iſt der Preis deſſel- ben gar ſehr. gefallen, Eckhart mach: folgenden An- ſchlag: Zwey Hufen, oder 60 Morgen, der Morgen ju 180/Quadratruthen gerechnet, bringen, mit Tabc> epflanzet, 600 Thaler reinen Gewinnſt. Auf, jedem Mioraen kommen alſo 5 Zentner trockne Blätter zu 3 Zhir., macht 960 Thir. Geht nun hiervon der dritre Theil ab, die 3 Haufen mit Pflanzen zu verſor: gen, ſolche zu pflanzen, zu beha>en, auszugeizen, abs- zublatten, auf Fäden zu reizen, aufzuhängen, für MNägel. auch abzunehmen und in Bündel zu binden, ſo blieben obige 6006 Thlr. zum Gewinuſte, Bey dies ſem 116 AE FES Id RR RS PS " vy yw eps|| wi""e pu! vgs 0 00 wah"1 jewage ht, NN "9.108 ML jut (ih aht NANA PANNEN ſho inten vwd Wav UO 0uS3y on Huma, van; fu WW, vy(m 6 vfl md (hlt Ohm muy,( | pavijh wf Wt y je. du Du pie) ju 6; |Y Üb | 1] Vientn,(ie tens; ſelbigy ewinſtes zun n' Öltragenty ven. Blätter, H niſchen lan; doch lederhaj treffen jede) 1 Tahbacsae eſchmad dy nd gepflanzt eiſe der Te: er; als diy dem Khapy, u gewinne, dern und in [ als ſtadtic Dreis deſſel genden Aw er Morg mit Tabs Auf, jeden Blätter zu iervon de zu verſor geizen, ab men, füt zu binde, Bey div ſeit Gewürz: und-Handelskräuter. 17 ſem Anſchlage werden aber viele Wirthe, die keine Ho- fedienſte haven, und das Geſinde und Tagelohn jekt weit höher als ehemals finden, die. Wirthſchaftskoſten zu niedrig finden, Sie mögen alſo die ganze Summa der 900 Thlr. immerhin halbiren, und ſich nur 459 Thaler zum Ertrage anſeßen, da es ohnehin nichts un- gewönhliches in manchen Ländern iſt, eigenen Plan- turen die Hälfte des Gewinnſtes zu überlaſſen, wofür ſie davn, außer den Miſtfuhren, die der Herr nebſt dem Miſte hergiebt, alle übrige Arbeiten übernehmen müſſ'n, wobey jener auch ſicherer geht, wenn er mit ſeinen Leuten nur ſo nothdürfiig den übrigen Feld- und Hauswirthſchaftsgeſchäften gewachſen iſt, Endlich ertheilet vorbelobter Wirthſchafislehrer noch den Rath, daß die Tabacksbauende ſich nicht ſol- len von den Taba>k8&jpinnern die beſten Schnuren aus- ſuchen, ſondern ſie nach der Reihe einſprengen und ab» nehmen laſſen. Da die aufgeretheten Tabacksblätter von der Luft ſo ausgetro>net und mürbe geworden, daß ſie beym Abnehmen, Einbinden und Fahren zu Staub werden würden; ſo müſſe der Käufer des Abends zu- vor., mit einem Strohſprengwiſche, ſo viel derſeibe aufladen will, mit Waſſer etwas beießen, damit alle ſeine erwählte Schnüre die Nacht hindurch etwas ge- ſchmeidig werden. Sie neßmen, ſagt er. weiter, hie- zu gemeiniglich auf jeden Zentner tro>ne Blätter 5 Maaß, d. i. 16 Pfund Waſſer, indem einiges bey- ſprißet, Des Morgens. möſſe der Verkäufer etwas langes Stroh zu Seilen oder Bändern. hergeben, wor- in der Tabacksſpinner oder Känfer alle ſeinen mit ei- genen Händen eingefeuchteten Tabak abnehmen und in Bündlein binden müſſe. Alsdann werde dieſet ſo et- was angefeuchtete,„und in Strohſeile gebundene Ta- bas gewogen, 110 Pfund auf einen Zentner gerech- net, und ſogleich bezahlet, 4% Im Preußiſchen darf 5)73 der |(my 18| Zweytes Kapitel. 41 we der Auffauf des Tabc>s niht mehr ſo geſchehen; ee muß von den Tobacksbauenden bey den Tabackgäd-„wn miniſtrationen in den Haupfjtädten um einen geſeßten rd Preis abgeliefert werden, wrd 15„ gewe 23). Süßholz, glattes oder ei H | y(fe | Der Anbau dieſer Pflanze erfordert wenig Mühe ge und Koſten. Ein miides, lockeres, und ein fettes mit| my Sand vermiſchtes Erdreich iſt das ſchiklichſte, als u v, worin ſic) die avslaufende Wurzel ausbreiten kann,| pe da ſie in einem kttigen und ſchweren Grunde dicke und“(ny WW Eurz bleibet. Das Lar.d wird eine halbe Elle tief aufe" ent gebacft ober umgraben. und falls es zu mager wäre,|. 1n.;t Miſterde, alten Wällerwänden, gebrannten Zim".-s U, d. gl. gedünget. ui Es werd“n von alten Stöcken etwa 10 Zoll lan- mj ge Nebenſchofſen, die mit einem guten Keime oder Gide rh Treivaug* verſchen ſind, abgenommen. Sie werden I eo In der Hälfte des Octobers, oder im Mätz, 132 bis 2 Wir gemi Schuh von einander, und zwar gerade unterwärts'ſo wd Zu tief gelegt, Taß das Auge derſelben etwa 3 Zoll tief Vrouth unter die Erde kömmt. Man bedient ſich eines lan- Vt w Hh gen Pflanzſiocks, um die Löcher zu ſtoßen. Wenn!",/m Das ganze 2and bepflanzt iſt, kann es mit Zwiebeln|(Anw odor andern G-wauchſen beſiellet werden, welche" das| fuhr, 4 Zand nicht ausſaugen. Das Land wird vom Unkraut| wobiieh | rein gehalten, und wern ſolches mit der Hacfe geſchiee"m het, muß man den jungen aus der Erde bervorſtechen- Nä ma den Schoſſen nicht zu nahe kommen. Das durchgän-(nk dher gige Behoen und Reinigen vom Unfraute wird une. Gi ternommen, wern. die Zwiebe! n oder andere Gewächſe Uſteu) Herausgenommen worden, Im DOetober, wenn die Nome Süßhbolzſtängel verweift ſind, wird etwas verfaul-| Why my ter Miſt über das Land gebreitet, und ſolcher im| Tnfpi Marz eee eee Ewen nn-==7 in ſchehen; 6 H Jabacdzch meines, wenig Mitt ein fettes mi (Elichſte, als breiten fany nde dicfe un) Elle tief aus mager wä), rannten Lii 10 Zoll lh 1 Keime dt Sie werd tz, IE bis) unterwärts| a 3 Zol" ich eines lat: ßen, Win mit Zwiebt /, welche di vom Unfrät! Harfe geſchw hervorſtechet )as durchgil ute wird 1m ere Gewadl er, wenn WW (wos verf 1d ſolcher|" Mat “Thee oder Trank davon einen andern Geſchma Gewürz- und Händelskräuter. 119 März vorſichtig mit dem Lande umgegraben. Im dritten oder vierten Jahre, wenn das kand ſchlecht iſt, werden die Wurzeln im Herbſt, wenn die Stängel völlig verwelkt ſind, zum Verkauf ausgegraben. Zu dieſem Zwecke wird der Aer 3 bis 4 Schah tief ume gehackt, und die längſten und ſtärkſten Wurzeln wer- den herausgenommen, die kleinen Nebenwurze!n aber in der Erde gelaſſen; da ſie dann nach 3 0d'r 4 Jah- ren abermals zum Aufnehmen groß genug ſeyn werden. Und ſo kann ein gewiſſer Aker oder Garten dazu be» ſtändig bleiben, ſo, daß nur alle 3 bis 4 Jahre das Erdreich mit Miſterde, alten Wällerwänden oder ge- hranntem Leim gebeſſert werden darf. Die„Wurzel wird gemeiniglich friſch verfaufet) weil ſte ſchwer zu erhalten, und im Ganzen- ſchwer zu trocknen iſt. Will man fie getrodnet aufbehalten, muß man ſie der Länge nach ſpalten, und in kleine Strücken zerſchneiden. Man trinket dieſe Wurzel als Thee, ſelten aber allein; gemeiniglich verſeßet man ſte mit andern Kräu- tern und Wurzeln, öfters nur deswegen, damit der > erha'te, Durch das Abkochen der friſchen Wurzel bereitet man den ſo genannten LekFrirzenſaft Der ſchwarze iſt allein ein wahres Extract, da die braunen und weiſe ſen aus Zucker, Kraftmehl, Tragacanth, und gepül- vertem Süßholze gemacht ſind. Aus Bamberg, in welcher Gegend das Süßholz faſt nur allein erbauet wird, erhält man den kekfrißenſaft in runden Kügel- e/ nichr nöthig ſey, indem man ihn mit der Spreu vermengt an einem luſtigen Orte liegen laſſen dürfe,(es iſt beſſer, den Saamen unausgedr9- ſchen. in ſeinen ganzen Knoten oder Saamenbehältniſe ſen liegen zu laſſen, als worin er auch in Säcken oder Tonnen lange Zett über gut aufbewaßret werden kann,) habe man angemerkt: daß das Dörren vorzüglichin der Abſicht..angerathen worden ſey, wenn derſelbe in dem erſien Jahre gebraucht werden ſollte; daß es aber a'ene Brod etwa 2 Stun-| vent 102 28 vo Beef wurgnogen gewe Ben lon) ; n er den Leinſaamen, wenn er 4 Fi;| Wnmrl "aufgeſchüttet wird, und hiera EEE Hinger hod)| ke umgerühret WBErDöen:. EB mit der Har-| Verh er falt geworden. W fen laſſen, bis| Wut er aber einen Thermomet|| Hand nehmen will: mometer zur m Inſhi , thut der Sache völlig Gnü(05 4„wenn der Ofen eine Hiße von 36 bis I nüge, Nh lnng (| ſch:n Graden hat. 49 Reaumuri- vnd Der im Ofen Ä/(ih, Aachet 4 gedörrete Leinſaamen bringt lä Wd und SEE dun gedörrete. Der in Ee. uj vm vehaltniſſen 3: 9| her gut ausgetr j is 4 Jahr aufbewahrte, und da-| Ifen GENC getrocknete Saame giebt dem gedörreten nur| heiſe NE% Es hat aber der gemeine Landmann ſel- webif, en oder gar nicht ſo viel Gelaß, daß er den S 7| Ja ; en Saamen Mu nt bu Nm. Zy !| in Knoten ſo viel Jahre aufbewahren könne, des| großen"wſn, | 1 nicht yy in viel beſ: elet worden durc ſelbſt „nud allg ' Hike dem n Saamen et werde,= gter Geſell: ſaamendöt« einen 2and« <'mit dem Landmann Von jenem '8 ſd wenig iße darnach 1 zu ſagen, hütten fon a 2 Stutt ſen. Den Finger hod) zit der Hat: loſſen, bis vometer zur lig Onügt, Reaumuti ngt längett inen Gal“ . und dd örreten nur omann ſl“ 1 Saamen anne, des großen Gewürz- und Handelsfräuter. 323 großen Abgangs nicht zu gedenken, den er durch Mäu« ſefraß erleidet. Beym Saamendörren aber bedarf es nur eines Raums für etwa 3 Jahr, da dieſer Saame allmälig bey jedem Brodba>en nac Weihnachten ab» getrofnet wird. Nach dem Trocknen im Backofen hat man noch dies zu beobachten, daß der Saame nicht, wenn er noch wärmlich iſt, zuſammengeſchüttet, und Hiemit in ein Schwikten gebracht werde. Er muß ent- weder, nachdem er völlig kalt im Ofen geworden, erſt Herausgenommen, oder auf dem Boden dünne ausge- ſchüttet, umgerühret, und nach dem Erfalten erſt in Säcken oder trocknen Tonnen bis zur Saat aufbe- wahret werden, Iſt es aber mit dieſem Trocknen des Saamens darauf abgeſehen, daß der gemeine Landmann die Aus« gobe für den Rigaiſchen Lein erſparen ſolle, fo muß ev bey der Saamenerziehung noch einen Vortheil. in Acht nehmen, bey welchem es ihm gar nicht fehlen kann wo nicht beſſern, doch völlig bem fremden Saamet gleichen von ſeinem eigenen Gewinnſte zu haben, Bisher hat man die durchgängige Gewohnheit gehabt, unter Saamen- und Spinneflachs gar fei- nen Unterſchied zu machen. Man läßt nämlich allen Flachs ſo lange ſtehen, bis er auf dem Felde beynahe reif und faſt trocken geworden iſt. Jm leßtern Falle wird kein guter, zarter oder feiner Spinneflachs erhalten, In Braband und England verſteht man fich ſchon beſſer darauf, da man nämlich den Spinneflachs bald nach der Blüthe, wenn die Saamencapſelin beginnen ihre meiſte Größe zu erreichen, und noc) weich und leicht zu zerdrücken ſind, aufziehet, und hiebey auf den noch gar nicht brauchbaren Saamen gar keine Rüſicht nimmt. Dagegen läßt man den Saamenſlacer auch durch hinlängliche Düngung trag-| m : wn barer machen. Wilh Zum Hanfe wird Acker erwähler, welcher Wai-| qwwhn; zen im Winterfelde, und im Sommerſelde Gerſte go, uſe mt tragen hat, und hierauf dur Hanf und Flachs zu| ve Ca ml vorbenannten zwey Trachten wieder ausgerüſtet werden vv dm| ſoll.| Dörfer, welche mehreren Acker haben, machen enn einen längern Kreis, ſo daß ſie etwa alle 6 Jahre mik|"Winde dem Hanf- und Flachsbaue in der vorbeſchriebenen| Ww Ordnung herumfommen. Der Aker wird im /päten Wh! Herbſte geſtürzet, und im Frühjahre gewendet und ge Wal egget.„Iſt zur erſten Arbeit im Herbſte keine Zeit,(8 Sihn | wird ſolche erſt im Frühjahre vorgenommen. Da der mmi n „Mu AFer, je mürber er iſt, deſto beſſern Hanf trägt, ſo y' 178 ; wird er wohl 6 bis 8 mal bis in den May hinein alle uf"4 12 bis 14 Tage gewendet und geegget. Die Ausſaat| 78 geſchiehet erſt in den erſten Tagen des Junius mit der| Jn kleinen Gerſte zugleih, Und hi-mit wird der Vor- 0 - tfheil erhalten, daß alle andere Feldfrüchte ſchon reif ju ]| V Tin, und vom Felde abgebracht ſind, eye der Hanf zur Reife| fömmt,| barſchaſt 8 der Ruſs * ſowoh) al Een.der 3 oß fein Iihv eh. y welche ſih n etwa dry einen Thel ich, au) wel: nachdem de Der Body Dorfſcha'te , ſo' könnt Ungung tr: velcher Wil de Gerſte qt nd Flachs zt wÜſtet werden ben, mad 6 Jahre mt rbeſchrieben 1d im ſpäte endet und Mw feine Zeit, zen Dad anf trägt, y hinein ab Die Ausſoat mius mit di? ird der Vor te ſchon Ü vanf zur Äc fön) Gewürz- und. Handelskräuter, 127 fömmt, und alſo keine Hinderniſſe in den übrigen Aerndtegeſchäften davon entſtehen konnen. Nachdem der Hanf aufgezogen, wird er in ſtillſtehenden Felda gräben, die ein ſehr weiches und faufendes WW ſſoc has ben, eingerö?et. Zum Brechen des Hans bedienen ſic) die Dorfſchaften hie herum des vekannren Juſtrus ments. welches man die Breche nennet, und womit In manchen Ländern der Flächs gleichfalls gebrochen wird, ſtatt deſſen man ſich aver beym Flachſe hieſelbſt der Blaüel zu gebrauchen, und ſoiche Arbeit das Bage ken zu nennen pfl-get. Der Hanf wird in Backöfen getrocknet, und wenn ein Bauer einen Backofen voll gebrochen haben will, ſo kommen aus jedem Hauſe des Orts Manns- und Weivsperſonen mit ihren Brechen dahin zuſammen, und helfen ſich eine Zeit nach der anz dern den Hanf brechen, wofür ſie eine Mahlzeit im Hauſe desjenigen Wirths genießen, dem der zu bres korn, welche Waizen und Flachs tragen, au) Unahriger 'guter Hanf erbauet werden könne. Trockne Aecker brin MUN - gen ſchlechten und furzen Hanf, wenn kein naſſes Jahr kinn einfällt; die Faſern werden insgemein holzicht und| jb hart, welches ven Hanf aud) zu den groben Berarbei-| mwclt tungen fehlerhaft macht, im dew 2) Hatman einen von Natur mehr feſten als lockern am Au Boden, ſo muß ſelbiger noch vor Winters zum erſtene- EN mal gepflüget werden, damit ihn der Froſt mehr mür- Wr wb be mache. Zu gleichem Zweck kann es dienlich ſeyn, ſüity| den Dünger, der allerley Art ſeyn kann, ſofort mit jn Vm unterzupflügen, damit erden Acker theils lo>erer ma- Wehn de, als auc Zeit habe, über Winter zu verfaulen, 3 und ſich deſto beſſer durch das Pflügen im Frühlinze| Onlin mit dem Erdreiche vermiſche, und ſomit überall ver- Werden, 00 theilt werde. 3) Die einer ſenfudt oſe durch Mx. eiſe linfs un) [le Dälme dy ? Zetpreßt, iv eine Stein dy andere ſich vi ude wird vn die dem Wit) er Staub dy 1, der Lunge| ſonen, die ſi men, ſich 91! velche manh auen, weldt in. n werden, dv tragen, au) ne Aocker hip in naſſes„Joh 1 holzicht un) ben Verarbt ſten als lod! or zum erſte) oſt mehr min ; dienlich ſey) nn, ſofort m [8 loderer mt zu verfault) im Frühliny (€ überall vv 3) dy Gewürz- und Handelsfräuter. 13x 3) Die Saatzeit kann früher oder ſpäter unter- nommen werden, nachdem man mit der Zubereitung ves Ackers fertig werden kann. Denn je mürber jol» et ſelbige Bae | im Waſſer mit Brettern, dieſe aber mit Steinen, Wp datz der Hanf überall unters Waſſer gehalten werden we möge. Andere werſen aus dem Grunde des Waſj'rs NE | den Schlamm über den eingeröſteten Hanf her, um 1.20 ihn nieder zu drücken. Hiervon aber wird er ſchwarz u m oder grau, Man ſollte licber, wenn kein reiner Cand yuv M im Grunde des Waſſers iſt, erſt Stroh über den Hanf we herſchieten, und über das Stroh die Enen Jahren öfters, daß ine f Oetter, die an keinen Flüſſen liegen, zum Einröſten 6 ihres Hanfes kein Waſſer haben können, weil alle ihre 4) Jeidgräben ſodann austro>nen, Jn ſolchem Falle dul wird der Hanf auf einen Grasboden hingelegt und öf- bn munl , fors umgewendet, bis er vom Thaue und der Luft ge- jo vm nugſam geröſtet worden. Dieſe Thauröſte aber giebt nh einen gröbern Faden. m MINEN In der ökonomiſchen Encyclopädie bes berühmten au Hrn. D. Krüniß wird folgende Art, den Hanf ohne W 8 Waſſer zu röſten, angegeben: So bald der Hanf ge- u raufet und in kleine, armsdicke Büſchel zuſammen- u gebunden iſt, muß das unterſte Ende 7 bis 8 Zoll über in den erſten Wurzeln, und oben alles, was äſtig iſt, ab-"6 geſchnitten werden. Alsdann leget man die Büſchel hi Hanf, in der Abenddämmerung und die Nacht hin- 6 durch, auf eine- abgemähete Wieſe. Des Morgens, Oy ehe noh die Sonne darauf ſcheinet, trägt man dieſel« Wen ben auf einen Haufen zuſammen, und bedeckt dieſen A mit 6; Nuke Mh f; der Sel: enden Yaſ tr Seite de Breite der: | Hanfes"YZ dem Hanſt ts in Obet- / Spinnet: arbeiten qe om Waſſet jen werden, rer Fäden, n ſchien, öſters, daß n Einröſten eil alle ihre t werden. Man neynet dieſes gemeiniglich ſtauchen. Eos bleiben die Häufchen 10, 12 bis 14 Tage und län- ger ſichen, damit ſowohl die Körner gut abdörren, ols auch ver Baſt welke. Hierauf werden die Haufen in Strohſeile gebunden, und vom Aer eingeführet. Cinige nehmen gleich beym Ausrauſen ein Tuch mit ins Feld, legen die Büſſel darauf, und ſchlagen die» ſeiben dberwärts mit einem mäßigen Steen, da dann die 140 Zweykes Kapitel. die reiſſten und loſeſten Körner ſogleich ausfallen, und in Säe geſammlet werden. Der nach Hauſe gefahr= ne Hanf wird in ſeinen Bündchen auf die Tenne, oder blos auf einen reinen Fle> des Erdbodens, mit den Köpfen nach einerley Richtung über einander geleget, und mit einem ſtarken Stecken, oder leichten Dreſch- flegel leicht beflopfet. Wenn nicht ſchon, nach obbe- ſchriebener Art, Saamen auf dem Felde beym Aus« raufen abgeflopſet worden, fo wird nun der am leichte» ſten ausfallen?e Saame, der am weiteſien vorſpringt, als der reifſte und beſte zur Ausſaat für den künftigen Früh- ling auſgehoben. Was nach dieſer Arbeit in den | Hanfföpfen übrig bleibt, wird alſo herausgebracht, vaß man den Saamen vom Stängel mit einem kleinen (ſernen Kamme abfämmet, oder wie es in der Mark gebräuchlich iſt, die Köpfe durch die Zähne einer wei- ten Riffel(der gemeine Mann nennt diefes Juſtrumenk allhier eine Repe,) womit auch die Leinknoten abgere- pet(abzeriffe!t) werden. Hiemit werden die Saamen nebſt ihren Hü'ſen und Blättern abgezogen, Alles dieſes wird auf einen Haufen über einander geſchüttet, - und bieibt alſo etliche Tage liegen, damit es ſich) ein wenig erhiße. Hernach breitet man es auseinander daß es trocken werde, driſcht es endlich, und macht den Saamen durch Werfen over Schwingen und Sie- ben vein. Nach dem vorhin abgenommenen Vorſprune ge iſt nun dieſer zweyte Saame weit geringer als der erſte, und wird theils zum Delſchlagen, theils zum Verfüttern ſürs Federvieh gebrauchet. Die nach dem Orlſchlagen übrig bleibenden Oetfuchen werden mit Vortheil den Milchkühen zum Tränken gereichet. Auch werden in den Dörfern, die vielen Hanf bauen, die Körner zu nicht übelſchmeckenden Suppen gebraucht. Die Körner werden in einem Mörſel zerſtoßen oder in einer Reibeſatte zerrieben, in einen Durchſchlag ge- than, ( (u NN Ale "1.4 yy! h) m qutab| Mule m Jom feh pu0 UG MN uſes NUR MV 10] Gi afl! Welte (uft, 1100 107 10 unh hu! (wN nh| hift, usfallehn, un) Jauſe geſaht: Tenne, ode 18, mit dey nder gelegt, hten Dreſch, 1, nach) obhy: ? beym Aus er am leichtv drſpringt, als nftigen Früh rbeit in de 'ausgebracht, einem Flein in der Mat ne einer wi 5 Jaſtrument roten abget> die Saamtn en, Alls er geſchüttth) t es ſich) eit auseinandt und mod jen und Ele oy Vopſptut 1ger als dit theils zun "ie nach den werden mit eichet. Anch "bauen, di! 1 gebraud)t ßen odet I rchſchlag 9 than, Gewürz- und Handelskräuter, 341 than, und kochend Waſſer aufgegoſſen. Die zurück- bleibenden Hülſen aber werden den Kühen oder Suywei- nen gegeben. T4) Aus der vorhergehenden Theorie iſt nun völ lig zu erſehen, worauf es anfömmt, um fo guten Hon! als iniO"erdeutichland und a'.derswo zu erbau:n. Wollte mar: nicht nach de" zuvor beygobrachten beiten Metyode den Saamen erzichen, ſo wüßte es wenigs ſtens ſo geſch-hen, als vorhin in Anſel. n4 des Spin» ne- und Saamerflachſes gelehret worden. Und ohne aufs Ganze zu ſehen, ſollte es ja doch jedem einze'nen Wirthe darum zu thun ſeyn, ſeine Waare in höherm Preiſe auszubringen. Der hieſige Landhanf wird ohn- gefähr der Zentner für 8 Thaler, hingegen der Rhei- niſche von 11: bis 19 Thaler verkfaufet, weshalb es der Mühe wohl werth iſt, durc< den beſten Saamen die Stängel höher zu treiben, und biemit längern Hanf zu erhalten, welches bey vorausgeſeßter guter Wahl des A&Fers und deſſen tüchtiger Zubereitung mnet, indem man die Fäven ganz glott und alſo legt, daß ſie ſich ſo wenig als mög» lich in einander verwirren. So bald er tro>en iſt, wird er doppelt zuſammengelegt, und an beyden En- den zuſammen gedrehet oder in Bündchen gebunden, Die übrige Arbeit an dem Hanfe beſteht blos darin, daß man ihn ganz gemächlich ſchlägt, damit ſich die Faden, welche bey dem Trocnen an einander gekiebt ſind, trennen, nnd;-der Hanf weicher und-biegſamer werde; hernach ſchreitet man mit-ihar zur Hechel,=- Nach der Anzeige von der 2eipz. öfon, Societät hat ein Landwirth den ein!ändiſchen Hanf dadurch ſchr verbeſſert, daß er ſolchen auf folgende Art behandelt. Er legte ihn in warmes Seifenwaſſer(welches allen- falls auch jct, alsdenn die Spin- nerin nur die Haare, welche auf ihrer Seite hangen, Herausziehen darf, indem dieſe, eben wie der Hanf, einer nach dem andern kommen werden. Das darqus geſponnene Garn wird eben ſogleich, und beynahe eben ſo ſein ſeyn, als jenes. Es wird zwar dieſes Garn, weil die Faſern deſſelben nicht[o ſtark ſind, nicht völe lig ſo gut ſeyn, dagegen aber den Vorzug haben, daß es geſchmeidiger und weißer iſt. Man darf ſo! Dieſe abgeſchnittene.» Seifenrinde ward nun in einem kleinen Keſſel mit, Waſſer gekocht, zund zum“ Gebrauch aufaclöſet.- Auch bediente':man ſich feines Thrans bey der Bäuche, weiche in der Vor- ſchrift'vorfömmtf, und bey dem Hanfgarne, wenn es geichmetdig gemacht werden ſoll, erfordert-wird. Hier iſt die ganze Methode des Verfahrens beym hänfenen GWarve/die Kch„nur beſchriebener Erfahrung gemaß, aum beym Dleichen unſers: flächſenen Warns:und'der feinwand mit dem beſten Vorthile anwenden läßt, Zu 10 Stück:Garn;werden gemeiniglich 4 gehäufte Meßen gute büchene Aſche-gerecchnet.. Män; muß aber nicht alle Aſche auf einmal hineinſchütten,>und, als» denn anfangen wollen, das Garn durchzuziehen. Auf die Art würde die eine Hälfte der- Stücke überflüßige Lauge haben, und die andere Hälfte wenig/oder nichts bekommen.. Alles Garn nimmt nicht gleichviel Waſe- ſer oder Lauge an ſich, ſovdern eins mehr:oder. weni ger als das andere, So zieht z. B dis, loſes und foiches Garn, welches lange geſponnen geweſen, mehr Sauge an ſich, als ſeines; dralies und erſt:friſch ge- ſponnenes Garn. Nach dent. wenigern“oder mehrern Anziehen der kauge muß man ſech nun mit dem Zuſchüt- ien des Waſſers und. ver Aſche, daraus die Lauge enk» ſicht, 0 (a vam gum; MT pul 177.04 145 40 ME Dun (900 ws|| wN 14. 0(000) vifile! win! wl (m If UB mw hh! Oil wh Dtl: Nh) 0 Juf (Niym 1700 DL Va): m) Wu = => <== -== « uH (nhng "h 4,7 weiſman Yeuerung hei ber nahmugy Ife, die aby) agil. ' Bäaſche zum ſondert 4 Zeug mit de eife nid 41 Derinnen ni ver ſolche dv Seeifentiſy aſſer gefeht vedlente m 0 inder I ens, wennd twird« Hy eym häufen wung. gem, Jann: undie den(aß, lich 4 gehäuft Zän:muß abt en und as gtehen,| Au fe überfiügg [q.oder nit n viel Dab oder wink 5, loſes un) weſen, mh eſe: feiſch 9 oder mehren dem Zuſeit je Zauge ew ſieh) Gewürz- und Handelsfräuter, 3157 ſteht; richten?" Zu x 6 Stü> Garn wird, gedäachter Yiaßen, x Siüeffel Aſche, welche geſichtet und von Kohlen gereiniget ſeyn muß, erfordert 3 mithin müſſen zu 100 Stück Garn(*s0 zum Schieren und-55 zum Einſchlagen, woraus ein Stü Leinwand von roo'El- len geweber wird,) 16 gehäufte Wiertel Aſche genom» men werden, 26 dieſen Fehören''x 3 Eimer Waſſer. Damit nun alles Garn gleich ſtark eingeäſchert, oder die Lauge vom"erſten Stücke bis zum hunderten, ſo viel möglich gleich ſtark werde, wird die Vermiſchung des Waſſers“ und der Aſche, over welches einkerley iſt, die allmälige Zubereitung der Lauge auf nachftehende Art bewerkſtelliget. In ein“ Behältniß, welches 3 Eimer Waſſer faoſſet, werden 3 Viertel Aſche geſchüt= fet, und 15 Stück" Garn durchgezogen, Hierauf werden 5 Eimer Waſſer nach gegeſſen, x Viertel Aſche nachgeſchüttet, und 15 Stüc Garn durchgezogen. Demnächſt nimmt man 1. Eimer Waſſer, ſchüttet x Viertel Aſche nach ,/ und zieht r0 Stück Garn durch. Weiter kann' man 23 Eimer Waſſer nehmen, 3* Viers tel Aſche nachſchrrten, und 15 Stück Garn durchzies- hen. Hierauf wird weiter 1 Cimer Waſſer und 1 Vier- tel Aſche genommen, und 16 St: Garn durchgezogen. Ferner nimmt man 2 E Waſſer mit 12 V Aſche, ürd zieht 15 St. Garn dur<. Endlich wird 1 Eimer Waſſer und 1 V- Aſche hineingeſchüktet, und 12 St. Garn durchgezogen. Und zuleßt wird no“ 1 Eimer Waſſer mit x Wierrel Aſche nac<ßFethan, und die von den 1005 Stücen nocd) übrigen 3 3 Stück Garn dürch» gezogen. Das Waſſer, welches zur V'rfertigung der Lauge gebraucht werden ſoll, muß milchwarm ſeyn, und die auge ſelbſt wird, wenn vas Garn darin Stück vor Stück durchgezogen worden ,-aus'demſelben nicht rein ausgepreßt, ſondern nur ſo viel ausgerütigen, daß das Garn 158 Zweytes Kapitel, Garn nicht mehr trift.“ Alsdenn wird daſſelbe in ein Faß ſchichtweiſe gelegt, und jedesmal etwas Aſche darauf geſtreuet. Das Garnmuß rings um dem Faſſe an den Seiten oder Stäben feſt angedrückt, in der Mitte aber loſe gelegt werden, damit ſich die Lauge nicht an dem Faſſe herunterziehen könne, und ſie alſo dem Garne in der Mitte des Faſſes entzogen werde. ' Das Einäſchern, oder das Einlegen in das Bäuch- faß(Bükfaß) geſchiehet am beſten des Abends vorher, wenn am folgenden Morgen zur Bäuche(Büke) ge- ſchritten werden ſoll, damit die Aſche eine deſto beſſere Wirkung thun könne, Des Morgens nun beym Bäu- Hen wird ſo viel Waſſer genommen, als dem Befina den nach nöthig erachtet wird, und bis das Garn ge hörig angefeuchtet iſt, Zuweilen zieht es 1, zuwei« - den 2, auch wohl gar 3 bis 4 Keſſel voll Waſſer an ſich, nachdem daſſelbe beym Einäſchern mehr oder we- niger ausgerungen worden iſt,.. Mit bem Nachgießen des Waſſers wird ſo lange fortgefahren, bis man ſieht, daſz 2 Keſſel voll Lauge vorhanden ſind, die ſich der- geſtalt mit einander abwechſeln, daß der. eine jedesmal auf dem Bäuchfaſſe, und. der andere in dem Keſſel auf dem Heerde iſt. Zu der angenommenen Quanti- tät Garn, oder zu 100 Stück wird ein Keſſel erfor- dert, der 4, wenigſtens 3 Eimer Waſſer faſſen kann. Dieſer Keſſel wird, wenn ſich die Lauge auf dem Faſſe vermindern ſollte, bis Mittag voll gehalten, damit ſie ihren völligen Lauf. behalte. Jm. Fall aber noch ſo viel Lauge geblieben, daß gegen 1 oder 2 Uhr noc< die Hälfte, und alſo 1 Keſſel voll vorräthig iſt, davon die eine Hälfte auf dem Faſſe iſt, und die an- dere über dem Feuer hängt; dann kann man es dabey bewenden laſſen, und die Lauge braucht alſo nichr ver- mehrt zu werden, Bey 0 Zyl NTT au 1) 0, zw e ia hes je eu) Jui! mn mf HD au) Wur Bſaſt 0 NEN (A mus! We Di doſſelbe in | etwas Aſhe 3 um dem 4 rüct, WW ſich die(ny + und ſech ogen werde in das Blu, [bends verhy )e.(Büfe) zu 1e-deſio heſſe) un beym Bay 3 dem Beſiy das Garn ju eS 1, zum oll Woſſu un mehr ader we n Nachgicht bis man ſeh) die ſic) di eine jedesm) in dem Kſe jenen Quan 1 Keſſel aft t faſſen fan! auf dem Jaſ! alten, dant! n Fall abe 1 oder 2 Vit vorräthig il - und died nan es dab) iſo nict vr 4) Gewürz: und Handeolsfkräuter, 159 Bey der erſten Bäuche können 3 Zeitpuncte feſte geſeßet werden worin die Laug? entweder milcnet, und alsdenn zum zweytenmal gebäuchet.- Bey dieſer zweyten Bäuche iſt folgendes zu bemer« ken. Iſt das Faß enge, ſo verfährt man mit dem Einlegea des Garnes auf die Art, wie bey der erſien Bäuche gezeiget worden, Man legt nämlich daſſelbe ſchichtweiſe hinein, und ſchüttet jedesmal ſo viel Aſche- darauf, als. man für gut findet, oder vertheilt auf 100 Stück 13 bis 2, Scheffel Aſcho. Sollte aber das Faß« getgumig| ſeyn, ſo kann man das Garn auf ein- mal gerade und ſchichtweiſe hineinlegen, und oben auf demſelben ein ſogenanntes Aſchruch oder"Bauchlafen äusſpreiten, worein man erſt einige Stü>e Garn legf, alsdenn die vorhin angegebene Quantitat Zſche auf= ſchüttet, und auf beſchriebene Art bäuchet. Manthuk wohl, wenn man das Garn des Äbends zuvor in das BI aUen ausgerungen, und wieder ganz egal und dünn aus einander geſpreitet, an die Bleiche gelegt und getrocknet. Dieſes muß bey ſchönem Wetrer und heißem Sovnenſchein geſchehen. Bey trüber Luft und Regenwetter muß man das Garn BRausvafer IV. B, LThb, 8 im 62 Zweytes Kapitel, im Hauſe, auf lange Stangen dünn und ausgebreiv tet hangen, und alſo tro&en werden laſſen. Weil aber in dieſem Falle das Garn leicht Gefahr läuſt, da, vo es die Stange'berührt, roth zu werden, ſo iſi die erſte Art des Trocknens beſſer. Um gedachten Nache heil zu verhüten, wendet man das'Garn zum öftern „uf'der Stange um, und hängt es:außer dem Winde. Zur Ergänzung dieſes Unterrichts iſt nun noch folgen- des zu bemerfen, Alles Garn, oder die ganze Bäuche, wird nicht z13 ein und eben derſelben Zeit weiß. Einige Stücke werden eher und'mehr weiß,'als andere, ob es gleich eiverley Gattung Garn iſt; wie denn das Schiergarn um etliche Bäuchen eher weiß wird, als das Heden» zarn. Finden ſich nun Stücke, welche die gehörige 3Beiße haben, unter ſoichen, die noc<4 nicht weiß ge- nug ſind, ſo nimmt man die erſtern weg, und laßt ſie auf gedachte Art trocken werden, Die leßtern aber bes vandelt man nad) vorbeſchriebener Methode, ſo lange, bis ſte mir jenen, und alſo alle Stücke unter einander, in der Weiße übereinkomm'n, w-!! die ſonſt aus uns gleich geweißtem Garne gewebte Leinwand allerley Fara ven haben würde,' Es kömmt hauptſächlich auf das Einäſchern in der erſten Bäuche an, wenn das Garn bey dem nach- herigen Bäuchen oder Bleichen gut werden ſoll. Man wird alſo wohl thun, wenn man bey der erſten Bäuche boine Aſche ſparet, und dazu gute Aſche nimmt. Das Schiergarn wird vom Anfange bis zn Ende, vey jebesmaliger Bäuche, oben im Faſſe nach dem He» dengarne gelegt; theils weil daſſe!be geſchwinder und mit wenigerer Bearbeitung weiß wird, theils auch deswegen, damit es nicht von der unten im Bauche faſſe 4 | jeſh aw ve! mi Oh Wt ih "1 WW y 1700 (puihin)( 1) (uh feat WB M! by Im (nh wan 01) uo) "I 1909| iA) Wmf afk Alu uſes] M) (hun, WE On, Wh ) 3 vw Witte ) ij nd ausgib laſſen. Vij fahr läuſt, vz en, ſo iſt We dachten Nah gen zum dfn x dem Win, in noch folgw >, wird ih Finige Etid! , ob es lid 18 Schier) 8 das Hedy » die gehör nicht weiß(t I, und läßtſ! eßtern aber yode, ſo lanz) unter einandiy - ſonſt aus uw id allerley Ju Einäſchem 11 bey dem nl) en ſoll, Yi » erſten Baul! nimmt, e bis zu End) » nah dem Hb ſchwinde! un) y theils al u ten im Bou fuß Gewürz- und Handelskräuter,.! 463 faſſe ſich mehr aufhaltenden Hiße mürbe werde, und alſo, da es beym Verweben die alleinige Laſt(rag muß, nicht ſo leicht breche. Wir haben viele Beſchreibungen von auswärti- gen Bleicharten, wenige aber ſind ſo, genau und aus- führlich, als gegenwärtige von der Osnabrüciſchen, wofür man dem Vafaſſer derſelben vielen Dank ſchul- dig iſt.- Habe ich das Anwendbare derſelben aver ſchon oben auf unſre hieſigen Bleichen berühret, ſo muß die Leſer noch auf toigende Puncte aus ſolcher Be- ſchreibung aufmerkſam zu ſeyn erſuchen, 1) Das Einlegen des Garns ins Bäuchfaß wird in unzähligen Häuſern, beſonders bey den Bauern, Fehlerhaft, wenn ſie ihr Garn nicht rings um das Faß an.den Seiten over Stäben feſt andrücken, in- der Mitte aber nicht loſe laſſen, als wodurch die Lauge dem Garne in der Mitte des Faſſes entzogen wird. Ein Theil des Warnes wird alfo mehr durce, Dauer und Geſundheit des Bies res ſo angemeſſen wäre; als. ſolche dem Biere vom Hopfen mitgetheilet werden. Es iſt daher der Hopfen« bau in den Bierländern von jeher theiks mit mehrexm, „theils geringerm Vortheile betrieben worden.„In der- Mark Brandenburg ſind. Gegenden, welche wegen" des. Hopfenbaues ſeit langer Zeit berühmt find, z.B. Gays leven, 2anze in der Priegnilß, Bukov. in der Mittels mark, u.|. f. In Sachſen Kemberg, Bitterfeld 1 ſ: f- Böhmen hat gleichfalls von; den. älteſten. Zeiten: her ehr guten Hopfen gehabt.| Die Bauarten ſind nicht überall) gleich. Jn der. Mart iſt beſonders diejenige am meiſten im Großen befolget worden, wie ſie Ekart beſchrieben, auch ſelbſt darnach große Hopfenpiantagen angeleget hat. Ex nimmt darzu. einen Morgen Acker an, welcher tief lies get, ſchwarzgrauen ſtarken Boden hat, und im Sepu. tember aufs-wenigſte mit 15. vierſpännichten Fudernt Mſt, dor kurz, fett und. gut verfaulet iſt, gedünget,, und 10 Zoll tief untergegraben, auch mit eiſernen Hats Fen eben„eharfet worden. Wird der Morgen zu 185 Qu'dratruthen angenommen, und einer Hopfenſtange 2.Quadratellen Plak zugeeignet; fo folget, da: eine Quadratruthe 64 Quadratellen halt, daß.auf eine jede Quadratruthe 33 Stangen, und alſo auf 180. Qua». dratruthen oder einem Morgen 96 Schoc> Hopfenſtan«-. gen gehören. Nach ſolchem Maaße wird der Platz. von 180 Quadratruthen mittelſt einer langen Schnur in ein genaues Viere>, welches auch, länglicht-ſeun "2 Fann 0" fal w (ie uhh" hy" vn| 11.08 py wih(il fin Al 08 pub ud(u glw jp Im ATL (m Wm wan veut ufa wdr jo) aG; (nm Aurfeh Ainplpu 11100; 0,(en 1m ahb! huit ho Inifuy 1 1007) bn"ihm€ h ju 9 Wihie lie Rig Whip Ol pn de Wb (wm vun] unſers Hauts in von feinen ucht und vm tf finden, Wel heit deg Mu n Biere vn ex der Hopſeu mif mehren, den, Int he wegen'dy d, z.B. Om | der Mitt Bittenfeld 4 (teſten Zeity ih. Judy 1 im Orofe on, aud) ſelf et hat.& [cher tief, Ihr und im Etyys ichten Fudit |, gedüngt eiſernen Zb orgen zu 159 Hopfenſtany (get, da(it ; auf eine ib uf 180 Qu 0 Puh ngen Echnut mglicht-ſ8 fan) Gewürz: und Handelskräuter. 167 kann, abgeſchnüret. Hierauf werden in die Queere Linien abgemeſſen, und ſo viele kleine Vierecke formt- ret, daß an der Zahl 96 Sc heraus kommen, wel- ches alles mit drey Finger breit tiefer Vorſtreichung in die Erde, mittelſt eines ſpißigen Eiſens oder Stoc>s, ſo angemerkt werden kann, daß ein jedes zwey Qua- dratellen haltendes Gevierte deutlich geſehen wei den kann, Gleich nach Michaelis ſoll man ſich nach we- nigſtens 802. Schocf Hopfenfächſern umſehen, die nicht taub und dünne, ſohdern ächt, aufrichtig, friſch, und mit vielen Knoſpen oder ſo genannten. Augen verſehen fiad. Um nur bemerfie Zeit, oder bald hernach, wird in ein jedes erwähntes kleines Viere> von 3 Quadrat- ellen, juſt in die Mitte, ein Stölein geſteckt, wei- dies nur eines fleinen Fingers die, und wenigſtens eine qute halbe Elle lang iſt, zum Zeichen, wo die Ho- pfenſtange aufs Frühjahr zu ſtehen kommen foll. So bald nun dieſe StöFiein abgetheilter Maßen geſte>t find, wird 6 Zoll weit um das Sts>lein herum, mit einem ſcharfen, ſpißigen Holze oder Ciſen ein runder Ringelgraben, eine Hand breit und 5 Zoll tief gemacht, und in einen jeden 8 bis 19 Hopfenfachſer geleget, doch) ſo, daß jederzeit die Knoſpen oder Augen oben kom» men. Nachdem ein paar Hände hoch Erde wieder darüber geſcharret worden, wird ſolche, doch ohne Verrückung des in der Mitte geſteckten Stöckleins mäßig mit Füßen angetreten, damit die Fächſer von dem friſchen Erdreiche. woh! umfaſſet werden. Der ſo bepflanzte Hopfengarten bleibt nun ruhig“ bis zum Frühjahre liegen. Im März fängt der Hopfen bereit8-an, junge Schößlinge gleich dem Spargel hervorzutreiben, wel- he zum, etwanigen Küchengebrauche nicht abgeſchnitten werden müſſen. Sobald ſich folche in ihrem Bingel herum einen Zoll hoch aus der Erde zeigen, läßt wan 84 ein 168 Zweytes Kapitel. ein paar Männer mit einem ſogenannten Pfahleiſen zwiſchen die Ringel treren, um damit ein Loch) einen Fuß tief zu machen, wo das nun a szuziehende Stöck« lein fteher, worauf ein hinter die vorigen hergehender anderer Mann ſogleich eine wenigſtens als ein ftarker Mannearm vicke und x 32 Ellen lange Hoptenſtange hineinſtößt, und ſodann die Erde mit dem Pfohleiſen ohne Verleßung der Hopfenſprößlinge, fein feſt um die Stange herumbringet, daß ſolcften Berg viele junge Keine austreiben. Dieſe jungen Ausſchößlin«- ge werden nun mit einem ſcharfen Meſſer abgeſchnit« ten, weil dur das Abreißen mit der Hand die Fäch« ſer in der Erde gar leicht beſchädiget werden könnten. Nach ſolchom Abſchneiden der Lohden aber wird ſich auch ba!d wieder Unfraut einfinden, Dies wird nun durch Weiber oder Wiehmägde mit der Wurzel aufge» riſſen, gereiniget, geſtampfet und den Kühen mit Hexel verfüttert. Wenn man im Heumonate die Hopfenranken bis un die Spike der Stangen in die Höhe gegangen era blicket, läßt man einige Weiber mit einer ſcharfen Edheere, zwiſchen allen Reihen, von der Erde an, die gelben Biätter, und zwar ſo hoch fie reichen können, abſchneiden. Man nennet dieſes Blatten, und hat den Endzwect, daß vie Sonne an die Erde komme und treiven helfen könne« Das Abſchneiden der Blät- ter geſchiehet nicht dicht an den Ranken, ſondern da, wo die Blätter am Stiele ſißen. Es wird von Echten weiter angenommen, daſs zwiſchen den Hopfen brauner Kohl geſeßet werden ſolle. Zu ſolchem Zweck werden im Maymonate einige Beete mit Braunfohlſaamen beſäet, wovon die Pflanzen um oder bald nach Jacobi zum Verſeßen tauglich ſeyn können. Nach ſeiner Anweiſung wird es damit ſo ges halten: Gegen Ende des Juls, oder zu Anfange'des Auguſis, müſſen wenigſtens 6 bis 8 Perſonen zu einer ſoichen Zeit, wenn es geregnet hat, einen Korb voll Pflanzen einen nach dem andern ausziehen, und ſolct werden). Im September beginnet der Hopſen fich zu fär» ben. Eo bald die Häupter, die bisher grün ausges ſehen, gelbbräunlid werden, und, wenn man 6 bis 8 Stück in dex Hand zuſammendrückt, fett und kleb» richt zuſammenba&en, und aromatiſ< und ſehr ſtark riechen, iſt die Aerndtezeit da. Etliche Perſonen muſs ſen bey tro>nem. Wetter mit ſchorfen, krummen Gärts nerkneifen alle Hopfenranken 8 Zoll hoch über der Er- de auf einen Schnitt jede Ranke, welche doch unten an der Crde mit der linken Hand gehalten werden, abſchnpi»- den, damit die Fächſer durc Reißen nicht Schaden leiden.- Hinter dieſen gehen einige. Männer her, wel- jittelſt mif it ſen, di! Hopfew Gewürz: und Handelskräuter. 17x Hopfenranken in Bunde zu binden, aufzuladen, und. folche zum Abpflücken nach. Haufe zu fahren. Hier- auf hat der braune Kohl Raum und Zeit, in den Herbſtmonaten fortzuwachſen, und ſich immer mehr auyszubreiten,=> Diejenigen, welche braunen Kohl unter dem Ho- pfen erbauen, haben nur allein Vortheil, wenn der Boden von Natur kräftig, und alle Jahre durch Dün- ger in der Beſſerung erhalten wird. Da vielmals der Hopfen aicht geräth, ſo geräth doch der Kohl, daß alſo doch ver Hopfengarten ſich. mit einem Gewächſe verlohnen muß. Zin Böhmen aber wird dieſe Bauart wicht gekiebet, da man in den Hopfengärten. oder Ber= gen einzig und allein nur Hopfen erzielet. Noc). muß ich bemerben, daß beſonders die Bauern: Hier zu Lande in etwas-von der zuvor beſchriebenen Art, den Hopfen anzulegen, abgehen. Sie graben nämlich einen förmlichen Triangel in ihren Hopfengärten aus, und kegen ein paar Keime in jede Spiße des. Trian« gels, und bede&en ſolche hierauf mit Erde, worauf ſie dann die Hopyfenſtange gerade in die Mitte des Trian«- gels. einſtecken, damit ſich die Hoyfenranfen aus denz: drey Winkeln daran in die Höhe ziehen. mögen. Nun will ich. noch. die Art und Weiſe des Hopfen- Bauens iz der- Gegend bey Dannenberg, im Fürſten« thume Lüneburg, welche die Marſch. genennet wird, wo einige binnen den Teichen gelegene Dörfer, deren. Bewodner alle ihre Gärten. ſeit vielen Jahren: zu Ho« pfengärten gemacht haben, und mit dem gezogenetz Hopfen, zwiſchen welchem ſie ihre Gartenfrüchte ziehen, einen wichtigen Handel treiben, hinzufügen. Hr. Super. ZSüder hat uns hiervon in ſeiner Aücbengartenbriefe 2«, Th. folgende Beſchreibung gegeben. 3 Sie bauen. dei: 472 Ziveytes Kapitel, deſſ:'bon zwey Sorten, ſo genannten Auſthopfen, d. i, Auguſtlopfen, deſſen Köpfe ſchon von der Zeit der Roagerärndte an, abgepficket werden können, und gerbitbopfen, weichen ſie erſt gegen Michaelis pflü- &in können, und welcher braun ausſiehet. Beyde E orten haicen ſie jür glei gut, und bauen ſie auch durch einander her. Sie bauen dieſelben aus der Ur« ſache beyde, weil ſie, wenn ſie nur eine Sorte hätten, mit der Arbeit des Hopfenpflückens nicht recht fortfom« men könnten) wenn ſie auf einmal ſollte unternommen werden müſſen. Wenn ſie einen neuen Hopfengarten anlegen, ſo verfahren ſie alſo. Sie graben den Gar«- ten im Frühjahre um, und düngen ihn zugleich mit gutem Miſte alſo, wie man gewöhnlich zu Kohl dün« get. Weil der Boden der Gärten bey lange außer- halb ver Teiche geſtandenem Winterwaſſer, oft vom Strauwaſſer noch ſpäthin ſehr naß bleibt, ſo müſſen ſie dieſes oft bis Maytag verſchieben. Jſt aber der Bo» den ſchon im April zur Bearbeitung tüchtig, ſo ver- richten ſie es zeitiger. Später aber, als bis Maytrag verſchieben ſte es nicht, weil ſonſt die eingelegten Kei- me boy erfolgender trockner Witterung meiſtens ver- tro>nen würden. Wenn der Garten umgegraben und gedünger iſt, machen ſie reihenweife nach dem Augen- maaße x bis 1x Fuß tiefe und breite Löcher, jedes 8, xobis 12 Fuß von einander. Inu die Mitte eines je» ven Loches feßen ſte aufgerichtet ein Bündel Hopfenkei- me, etwan 10 Stück, jeden xo bis 12 Zoll lang, auch wohl weniger Stüe, wenn ſie ziemlich ſtark ſind, ſcharren von der ausgeworfenen Erde etwas dars an, drücken ſie an, fülien das 20<) um das Bündel Koime mit Miſt an, und legen alsdenn die übrige Erde alſo herüber, daß die Keime nur ſo eben aus de: Erde hervorftehen, Sie nehmen dieſe Keime von folchen Stücken, die im vorigen Jahre vorzüglich gut getra- SEITEN Oy ge y Zun zum | gywm| W[0 (iy) vw "" py 4 mh [ſu n Juin WD wf m ep huf]! tun] ehen (ewe Öjort 47 Why W vf n Windy 1 ih, nun M dh CN 4 m) e wird ſorgfältig vom Unfraut rein gehalten. Nicht alle in dem Bünde! ein- gelegte Keime ſchlagen an, und ſie wachſen au< nicht allt gleich gut, Wenn alſo alles im vollen Wuchſe iſt, gehen ſie die neuen Stoke durch, und ſchneiden ſo viele ver eingelezten Keime ganz weg, daß nur die vier boſten derſelben bleiben, Dieſe bringen nun im erſten Jahre nicht allemal Hopfen, ſondern nur in ſchr fruchtbaren Jahren. Jm folgenden Frühjahr? iſi im April, ſobald das Erdreich tro>en iſt, ihre erſte'Be- ſchäftigung mit dem Hopfen dieſe, daß ſie mit einer Hake die Erde um die Hopfenſtö>e auflo>ern, die im Jahre zuvor ang-häufte Erde ganz zur Seite ſcharren, alle etwanige QueFeinwurzeln ſorgfaltig herausreißen, die Enden der vorigjährigen Ranken heraustchneiden, alle neue Keime bis auf die 4 beſten ausbrechen, um den Sto> herum etwas Miſt legen, und dieſe mit Cr- de bedecken, woraus dann abermal ein kleiner Erdyu- gel entſteht. Die abgebrochenen überflüßigen Keime, deren fie zu neuen Anlagen, oder zur Erſeßung abgän- giger StöEe nicht bedürfen, gebrauchen je rzeils zur Speiſe ſeibſt, theils ſchicken ſie dieſelben zum VWer- kauf nach der Stadt. Wenn nachher die 4 Keime eine 174" Kapitel, eine Hand hoh getrieben haben, ſeßen ſie eine und zwar außerordentlich dieke und hohe, und ſo viel möge lich gerade Stange von Cliernholze dabey, Sie ſeßen Tieſe ſorgfältig ſo tief, daß ſie der Wind nicht umwerfen Fann, und zwar etwa 2 Fuß entfernt von den 4 Kei» men, welche den Sto> ausmachen, Sie binden dies ſelben nicht allein anihnen an, ſondern ſo oft nachher ein - ſtarker Wind geweſen iſt, gehen ſie den ganzen Garten durch, um die etwa zur Seite gefallenen Ranken aufs neue anzubinden, und ſie an der Stange hinauf zu leiten. Sobald der Hopfen höher geworden iſt, als -man ihn abreichen kann, fangen ſie an, ihn von un- ken an die Nebenſproſſen abzuſchneiden, und ihn nach und nach ſo hoch abzublatten, als ſie die Blätter ab» reichen können. Mit den abgebrochenen Evproſſen und Blättern füttern ſie das Kuhvieh. Wenn nach» her der Hopfen roif wird, wird er nach und nach abge» pflückt. Wenn die Köpfe e!nes Stockes aelb werden, und die Farbe eines Kürbiſes annehmen, ſich auch zwie ſchen den Schuppen derſeiben bereits vieler gelber Staub befinder, werden die Ranken um die Stange, ehe die Köpfe ihren Staub und Saamen verlieren, am Vormittage früh 1X Fuß ho<) über der Erde abge- ſchnitten, und zwar bey ſolcher guter Wirrerung, daß wenigſtens auf denſelben Tag gutes Wetter zu vermy- then iſt. Nun aber wird die mit reifen Hopfen um- ebene Stange nicht ſogleich aufgezogen, ſondern ſie leibt bis in den Nachmittag ſtehen, theils damit der von der Stange abzuſtreifende Hopfen leichter nach Hauſe zu trägen ſey, theils damit er erſt an der Zufe etwas abwelke, und nachher auf dem»Boden etwas 902» ſchwinder trockne, Am Nachmittage wird die Stange aufgezogen, der um dieſelbe hergeſchlungene Hopfen nach oben zu von derſeiben abgeſtreifet, alsdenn nach Hauſe getragen, abgepflü&t, in einen Kuben gewor fen, | 0 , wh j ip uo! NN NT. ſpe on ji" jein ppa pur! Ww jm fü mo pedhunhn im Dun Why m zoo Gidhy 6 AM 1](0 1 Duwe vid 14.07 UNN 10707 Ny m 17078 (Imi; Gp Vin a da Wint Ww. Ur Wi irh de) weht ath fem, I on ſie dine wh 1d ſo viel mbh ey, Eis ſehn nicht Umwe on den 4 Sh Sie binden) Wh of ftnachhe) ganzen Gatty 1 Ranken auß hge hinayy orden iſt, , ihn von 1 und ihn) € Blätter" nen Eproſy Wenn nh Ind nach aby 8 qelb werdy „ſich auch zu vieler gelt 1 die Etany, 1 verlieren, ah er Erde alt zitterung, by tter zu vermit 1 Dopfen um 1, ſonden|! (ls damit ſeichter md ſt an der uf den etwas jp „d die Stony! 1gene Hopf alsdenn 1) Tuben gew fey Gewürz- und Handelskräuter, 355 fen, undiwenn alles am Tage eingebrachte abgepflückt iſt, aus den Küben auf den Boden getragen, daſeibſt ausgebreitet und getrocknet, und zu dem Ende(gin mit einer Harke umgewendet,. Kommen Tage, w ſehr viele Stangen aufgezogen werden, ſo wird 100 geſorget, daß alles heut nach Haufe gebrachte binnen der folgenden Nacht abgepflütfet und auf dem Boden ausgebreitet werde, weil fonſt der Hopfen rdtet, dem. Vieh unter das Futter gegeben.„Za den(0/genden Tagen wird der Hopfen ſo lange durchgegangen, und die reifen Sröcke abgeſchnitten, bis aller Hopfen eingeſammelt iſt. Auf dem Boden ſhurten ſie denſelben anfangs nicht höher, als höchſtens 1 Fuß hoch, und wenden ihn vorerſt täglich um, damit er ſich, wie oben geſagt worben, vicht brenne. Wenn /er nach und nal) im» mer mehr tro>-n wird, wird er immer dicker auf eins ander gelegt, und zuleßt, wenn er völlig trocfen iſt, in Haufen zuſammengefegety und, wenn man G id nöthig hat, entweder ſogleich verfauft, oder, auf Hoff= nung theurer Preiſe einige Jahre liegen gelaſſen, da er denn ober and) na und nach kleiner wird. Die Stangen, von denen der Hopfen abgeſtreift iſt, wer« den auf einen Haufen gelegt, und bleiben alſo liegen, bis ſie im folgenden Frühlinge wieder gebraucht wers den. Die 1x Fuß langen Enden der Ranken aber bleiben bis in den folgenden Frühſing ſo ſißen, und werden alsdenn erſt abgepußet. Diejenigen Stöcke, welche gut tragen, bleiben lange Jahre nach einander ſtehen. Wenn ſie aber vom Wajſer verdorben wor» Den; 176- Zweytes Kapitel, den, ober einige Jahre nach einander von Mehlthau Schaden leiden, und nicht gut mehr tragen, werden ſie im folgenden Frühlinge aufgeuraben, und mit einer Art herausgehauen, und an dieſelbe Stelle auf die zuvor angezeigte Art mit neuen Keimen gut tragender Stöcke, dercn Nebenzweige zuvor ſorgfältig abgepußet werden, beſoßt. Die alten Stöe dreiten ſich oft ſehr weit aus. Jn dieſem Falle machen ſie aus einem Stocke oft 3 bis 4 Stöcke, deren jeder etwa eine Elle weit von den andern entfernt iſt.“ Sie ſeßen alsdenn jedesmal bey 4 aufen Keimen eine Stange. und bin- den jede vier Keime an ihre beſondere, von der andern 3 Fuß weit entfernten Stange. Die großen Zwis- ſchenräume zwiſchen den 8, 10 bis x 2 Fuß von einan- der entfernten Stöcken bepflanzen ſie mix Garrenfrüche ten, Und zwar zwiſchen die am weiteſten von einan= der entfernten Stöcke, Kartoffeln, Virsbohnen, und lange gelbe Wurzeln(Moorrüben), und zwiſchen-die, welche höchſtens 8 Fuß von einander enrfernt ſind, pflanzen ſie große Gortenbohnen und braunen Kohl, weil dieſe auch bey weniger freier Luft gut gerathen. Alle dieſe Gartenfrüchte pflanzen fie in dem ganzen Zw:ſchenraume herum bis an die den Hopfenſto> um» gebenden Erdhaufen. Das Erdreich, in welchem ſie den Hopfen auf die jeßt angezeigte Art mit großem Vortheil bauen, iſt ein ſchwarzes mit Sande vermiſchs» fes Erdreich. Andere, weide zwiſchen den Hopſen Feine Gartenfrüchte bauen, gelen ihm ein beſondores Beet im Garten, und legen die Stöe 4 Fuß von einander,== Man kann nun aus den beſchriebenen Bauarten des Hopfens zum Theil erſehen, in was für einem Erdreiche der Hopfen gedeiße. Dor beſte Boden iſt derjenige, auf weichem der weiße Kohl gut geräth. Man findet auc) Hopfgärten, deren Erdreich ſchlech» ; ver | NUR wu gul IC MT0 ufa 11.0 Ww I M umd 00 11,94) py u ſot Du wäh un Or. No jau Dub op ine] hw) MUN Wh Wü vm (nem On Vin Cir Wan vot! Mehlihu ragen, weidy und mit dim Stelle auf dy gut tragende tig abgepus N ten ſich oft ſ h fie aus enn etwa eine(| ſeßen als)en 19€, und bi on der andy großen ZU uß von eln t Qadtenfrih en von elt 8bohnen, u) d zwiſchen.) entfernt fin) jraunen Ke) gut getotht n dem get opfenſtor u in welchem|! tf mit groß ande vermigh ny den Horſt ein befondn e 4 aum wen Baut vas für ein ſte Boden ſ 1 gut gi ih jW" Gewürz= und Handelsfräuter. 377 fer iſtz man bemerket aber auch, daß der“Hopfener« trag in ſolchen ungleich geringer iſt. Und wie das zum Maaßſtabe angenommene Kohlland ein niedriger, mehr feuchter als tro>ner Boden ſeyn muß, ſo fann ein Höher MM 500) Boden, wenn er Lehm oder Thon iſt, aud) gut ſehn, weil ein ſolcher ſeiner Feſtigkeit hals ber ſid) Meßr ſeucht erhalt, als ein hochgelegener Sande boden. Immirtel fann ein an und vor ſich weniger feuchter Boden, der hoch ift, doch auch zum Hopfen« ertrag geſc)ickt gemacht werden, wenn man diejenige 6100 befolgen will, wozu Linnäus den Wink geges ben hat. Er ſagt nämlich, daß, der Erfahrung zu Folge, der auf Felſen ZE MBNRID Orken wildwache ſende Hopfen in Schweden niemals Schaden leidet, weßhaib er vorſchlägt, dieſes nachzuahmen, und unter und über die Wurzeln Steine zu legen. Hiedurch iſt Hr. Magnus Stribsberg, Lector zu Hernoſand ver- anlaſſet worden, Streine in einer ſolchen Ordnung und ſv zu legen, daß ſie mehr Fruchtbarfeit des Hopfens verurjachen könnten, Er beſchreibt ſeine deßhalb ge= machte Anlage in den Adhandlungen der kön, ſchwed, Akad. d. Wiſſ. a. d. J. 1754 S. 33 alſo: Zuerſt grub ich 4 Gräven, 40 Ellen lang, IX breit, und eine gute halbe Ciletief, in einem ſandi» gen und tronen Erdreiche, Die untaugliche Erde wurde weggeführet, und nachgehends füllte ich dieſe Graben zur Hälfte mit guter Thonerde, Darauf führte ich einigen Dünger, ungefähr 2 Zoll dick, und drückte die Erde etwas zuſammen, Oben darauf, und längſt der Beete belegte ic) 2 Reihen mit Grauſtein(Grau- fels, Saxum fifiile), von der Größe, daß ein Mann einen bequem und leicht mit einer Hand heven konnte, aber etwas länglich, ſo daß zwiſchen den Steinen xX Viertel Plaß blieb. Der Raum zwiſchen den Reihen Steine queer über das Beet oder den Graben, war „agusvgater 1V.2.1.Ch. M ſol- 178- Zwweytes Kapitek ſolchergeſtalt eine gute halbe Elle, unb von den Rän- dern des Grabens bis an die ARE war ein Biertel. Zwiſchen die Steine brückte ich mit SE voy» mengte Erde, ſo daß die Steine mit der zuſo immenge- drückten Erde im Graben ſo hoch, als die außere Erd= fläche, doch nicht völlig auſſtieg. E:was von der feks ten Gartenerde, welche zwiſchen die Beete gedrückt war, ward über die Steinreihe, 1 Zoll di>, geſüh» ret. Hierauf und längſt der Steine hin wurden die Hopfenwurzeln geſeßt, auf jeden Stein 1 Stü, wel- ches ausgeſproſſet war und gute Augen hatte. Man überſchüttete ſolche ſogleich mit fetter Erde, eine gute Queerhand hoch“, und dieſe um die Erdfläche oder den Rand des Beetes, wobey man auch in Acht nahm, daß das Ende der niedergelegten Etücke Hopfenwur- zeln aufwärts außer der Erde in die Luft geſeßet ward, Nachgehends belegte man die Beete, den Raum zwi- ſchen ihnen ausgenommen, mit Sreinen von mittel- mäßiger Größe, manche floch, manche rund, welche dicht zuſammen gelegt, eine Menge kleiner Löcher und ODeſſnungen macht, daß die Hopfenranfen dadurch auf- wärts dringen konnten; wobey man auch genau beob- achtete, die Steine dergeſtalt zu legen, daß die Spi« Ken der Ranken zwiſchen ihnen zu Tage ausgiengen. Der Raum zwiſchen den Beeten iſt 12 Elle, wo auf beyden Seiten dicht an den Rändern der Beete, die Hopfenranken in geraden Linien niedergeſtoßen werden.„Jm Frühlinge, zu Ende des Aprils, iſt die rechte Zeit, dergleichen zu pflanzen oder anzulegenz und es kann dieſes mit einerley Wortheile im magern und fetten Erdreiche geſchehen. Im erſten Sommer vermeokrten ſich die Wurzeln anſehnlich, aber weil ſie nur wenig und von ganz diün- nen NL AE W (u gu NK fan A un n mm ND Man jupfun) (hae. Ho uſo) (jW) vm Jul Wo alhy 0 mph DNN Ne Np je) Wumab dm Den wing 4 ) von den Rh velgen War zy € Dünger vy, 1 zuſa UN Menge die äußere as von der jh Beete gedritt [ll diet, geh in wurden)| 1 Stü, y) hatte. Ny rde, eine zu lache-oder ty in Acht neht fe Dopfennu t geſeßet wat) on Raum zt en von mitt e rund, wih iner oder m n dadurd a ich genau bi? daß die Cy 0 augen t 17 Elle, 1) ern der Dit niedergeſicht! Aprils, iſch) der anzug de im mögl h die Dutt von gang Nn Geiwürz- und Handelsfräuter, nen Stangen geſtüßt waren, damik die Wurzeln nicht“ 179 allzuſehr bedeckt würden, gab es nicht mehr als x' Liespf. Hopfen. Im zweyten Jahre gebrauchte man gewöhnliche Stangen, die man dichter ſeßte, und da Lispf., und im dritten Jahre 4, an eben der-- kamen 3 Sis und auf eben vem Raume, den die vorigen' Hopfngärten eingenommen hatten, die fn'guten Jah«“ ren nicht mehr als höchſtens 1 Kegpf, Hopfen gaben, welcher dabey ſo ſchwach war, daß 4" Mark kaum zu 1 Tonne Malz zureichten; da pingegen der nach dieſer neuen Art gelegte Hopfen ſich fo gut fand" daß man' zur Tonne nicht mehr als 1 Mark brauchte, Auf Anſuchen legte ich auc dergleichen im ver. wichnen Jahre, um die Mitte des Mays, in Säbra,' mit gutem Fortgange an, welcher ſich ebenfalls im ers' ſten Jahre anſehnlich vermehrte, Wenn man nun die Koſten bey dieſer neuen Ark zu-pflanzen, mit den gewöhnlichen Hübelhopfengärten (Gärten, in welchen der Hopſen nafuen Sommern her- vorbringen. Die Urſache erwähnter Fruchtharkoit wird wohl darauf anfonmmen, daß der Grauſtein die ſtündlichen Aenderungen, die in der Luf: vorfallen, nicht ſogleich annimmt, auch die Cigenichaft hat, daß die Feuch« tigfeit ihm anhängt, und von ihm gleichſam ange- zogen wird, und daß er überdics das daruuter liegen- de Erdreich beſchattet. Daher finden die. Hopfenwur- zeln an ihrem Steine, den ſie nicht verlaſſen, ſondern ſich um ihn winden, überflüßige Rahrung. Die obere Bedeckung mit e'ſticfet das Unfraut, und verwahret zugleich die Erde ,' daß ſie nicht vertrocknet; wie ſie denn mit PB wärmenden und rreibenden Kraft niea derwärts in die Erde auf die dorunter liegenden Wur» zein wirket 3 und/wenn man auch die Beete oben unbe» D->t ließe, ſo würden doch die darunter. liegenden Steine, auf welche die Hopfen wurze'n gelegt ſind, ſol- CG wohl bewahren, und zu einer gleichern und ſicherern Fruchtbarkeit treiben, Der erwähnte Verſuch bringt uns auch den Vor- theil, daß H" beihopfengar'en von denj-nigen, denen ſie beſſer gefallen, durch 2“gung der Ereine in den Hü- beigrund anjehnlich fönnen verbeſjert werden, an macht mö wiſo nip [NAM 0 OM] "„öbn pu hunt wien jb m mtÖl [007 ſaat ww N WM, wu Kiel h) kmh jem 1109] Nah ſi( yy '"(iy vs y" (yy ws) fun ſmt u" ji ezeit um Ahy d, gehörige den Steih iy ' Erde, vn N hat, f in eine Rundung, worein man die Hopfenwurzein mit ein wenig fetter Erde dazwiſchen ſekt, und mit Erde wohl überſchüt- tet; nachher verfährt mon mit den Hübeln auf bie geo wöhnliche Art. Wermuthlich werden die Wurzeln von den Steinen vor dem Vortrocknen verwahret, und zu größerer Fruchtbarkeit getrieben werden, als wenv ſie ohne Schuß der Steine in freyer Erde lägen. Wenn man die Wurzel pflegen und düngen will, kann ſoiches bequemer geſchehen, als bey der gewöhnlichen Art, weil ſie ſich um die Steine winden, und wohl zu ſehen ſind, wenn man die Erde weggenommen haft. Wollte man auch die Hüdel niedriger und flacher maßen, und mit Steinen belegen, ſo wäre es noch beſſer, Diefe beyden leßten Arten ſind zwar von mir noch nicht ver- ſuchet worben, doch läſſet ſich von eine auf die andere ſchließen, Die erſte Art mit Beeten, weiche mit Stei» nen unten und oben belegt werden, wird doch wohl die beſte ſeyn. I< habe, wie bereits erwähnet worden, oflezeit beym Einſchen der Hopfenwurzeln die Cnden zu Tage zwiſchen den Steinen herausgeben!aſjeu, weil id) be merkt babe, daß die neuen SEpiößlinge voſelbſt am erſien herausfommen, wenn nur die Wurzel nicht zu ſehr aufgeſfeßt wird. Aber doch könnte es wohl eben fo qut ſeyn, wenn beyde Enden in der Erde nieder- wär!s bede>ft lägen. Endlich iſt noch zu erinnern, doß das Erdreich, welcen, ſondern fett ſein, und ſeine guten Feuchtigfeiten baben ſoll; und endlich, M 3 wo 182 Zweytes Kapitel. „wo die Stelle, wo man den Hopfengarten anlegt, ab- hänzend und feucht it, müſſen die Beete nothwendig mit guten Gräven eingeſaſſet werden, damit ſie nicht von Waſſer und Eisſchwall erfüllet werden, und die Hopſenwurzeln davon verderben,= Es ſind Gegenden, deren Felder einen Ueberſluß an Steinen haben, wo ſich die eine oder die andere nur beſchriebene Bauarten eher als anderswo in Ausübung bringen läßt. Man weiß auch aus Erfahrung, daß Teldſteine von mäßiger Größe, welche vom Pfluge umgefehret werden, auf hohen trocknen Feldern das Korn bey der Dürre ſehr erhalten, weil die Wurzeln des Korns unter und neben den Steinen Feuchtigkeit finden, ohne welche ſie ſehr leiden würden. Von mir ſelbſt iſt ſchon vor vielen Jahren der Verſuch gemacht worden, einige HopfenſtöFe auf einem Walle von nur magerer Erde, worauf dieſerhalb nur furzes Gras wachſen founte, zu legen, und abzuwarten, was daraus werden winde. Ich nahm nur ſolche Feldſteine, die man hier zu Lande Pflaſterſteine nen- net, weil ſie zum Steinpflaſtern bey uns überall ges brauchet, und mehr unter die fleinen als ganz großen Feldſteine gehören, ſo wie es auch nur ſole, von denen man nicht immer ſagen kann, daß ſie nicht im beſſern Erdreich Erziehung, und hiemit ſtärkere Triebe dereinſt hätten machen können. Warum wen- den wir ſo vielen Fleiß auf die Erziehung der ſtärkſten jungen weißen Kohlpflanzen? Iſt es nicht darum, weil wir aus ſchwachen, auf ſchlechtem Boden erzoge- nen jungen Pflanzen keine tüchtigen Häupter, aller Er- fahrung gemäß, erwarten dürfen? Iſt es nicht mit dem Spargel eben ſv? Erhalten wir nicht den ſtärkſten Spar- gel vom Saamen, der äuf einem fetten Boden ausge- ſäet worden? Mit dem Hopfen iſt es nicht anders« Von ausgeſäetem Hopfenſaamen werden die beſten Hopfenpflanzen erzogen, wie ſolches von mir mehr als einmal verſuchet worden. Um recht tüchtigen Saamen zu erlangen, muß man ſich eine Hopfenranke erwählen, die im beſten Triebe fich befindet, und daher die größten Hopfen» häupter hervorbringet. Man muß die kleinen Ranken oder Zweige, on welchen die Hopfenhäups» ter hervorfommen, entweder halb abſchneiden, oder M 4 die 184 Ztveytes Kapitel, die oberſten Häupter mit den Nägeln abfneipen, da- mit die unterſten Hopfenhäupter deſto mehr Kraſt em- pfangen, ſic) zur möglich größten Stärke auszubilden. Eo bald ſie reif ſind, werden die kleinen Ranken ab» geſchnitten, iu kleine Bündel zuſammen gebunden, und auf dem Bodea bis zum Gebrauch aufgehänget, Es verſteht ſich voa ſelbſt, daß dieſer Saamenhopfen nicht überreif werden müſſe, weil ſodann die Saq- menförner dusfallen und verlohren gehen. Im-näch« ſten Frühjahre werden die Saamenksrnerx ausgerieben, und in ein aufs beſte gedüngtes; und tief umgegrabe- nes Gartenbeet ausgeſäet. Die jungen aufgehenden Pflanzen werden, wo ſie zu dick ftegen, ſo verzogen, vaß ſie einen halben Fuß weit aus einander zu ſichen Fommen,. Auf dieſem von Unkraut rein zu haltenden; Beete bleiben ſie ſo lange ſtehen, bis die jungen Ran«= Fen, die auch auf dem Pflanzenbeete mit dünnen Stängs Lein geſtängelt werden, die Dicke eines ſtarfen Foder« Fiels erreichet haben, da ſie denn nach gewöhnlicher Art in den Hopfengärten verpflanzet werden, Der auß dieſe Art gezogene Hopfen dauert länger nicht nur, ſondern bringt auch größere Köpfe, vorausgeſeßt, daß man es den Hopfengärten nicht an ſchicflicher Pflege und Düngung exmangeln laſſe. „Der Dünger, wolcher den Hopfengarten ſowohl bey der erſten Anlage, als bey der nachfolgenden Pfle 92 gegeben wird, kann verſchiedener Art ſeyn.-. In einem feuchten, falten Boden iſt der Pferde- und Schaafmiſt ohnſtreitig vorzuziehen, ob ſchon die Böh- men(S. skon. Eneych, B. 25. S,. 100) den Pferde und Schaafmiſs für ſchädlich halten, dem Schweine» miſte aber feinen Vorzug geben wollen. Cs ſind auch die Wirthsſchaftslehrer überhaupt nicht einig über die verſchiedenen Miſtkarten, da der eine dieſe oder jene als ſchädlich angeben will, Der Unterſchied des Bo- dens " vam; Wm : NN G mm) Gut? u) D 1.100 MON Chit, v Wen 10000 (100) " ſ veg ja jh, We Du A777 nnd Man vn IK fOr ard Nad ent Ohe Mud by ni jm Obe AH y enn ſtrich lh ee 003 ah | fneipen, dv "hr Kreſt auSzubildy, 1 Ranken ch ebunden, 1) Dänget,(4 aamenhorſe nn die Eis Imnäh ' 0ysgeriey, f umgegräht aufgehendy ſo vorzog, "der zu ſichn zu haltend jungen Nat: Innen Sting karfen Fed gewöhnlicht en, Der auf er nicht mit, 18geſeßt, dy flicher Pfeyt garten ſow [genden Pfiv e ſeyn. Pferde- und hon die Bö: ) den Petty 1 Swen? Es ſind auc) inig über di eſe oder ji jed des Dr den? Gewürz- und Handelsfräuter. 185 dens muß in dieſer Abſicht allein den Ausſchlag geben, indem ein nicht tiefer Boden mehr mit Kuh- als Pfer- de- und Schafmiſt gebeſſert wird. Iſt es aber ein tro>ner, warmer Sandboden, ſo iſt es alleedings ev» fahrungsmäßig, daß auf ſelbigem nicht nur überhaupt der Schweinemiſt am zuträglichſten ſey, ſondern auch verhindern könne, daß der Hopfen vom Mehlthaue nicht verdorben wird, wie ſo manche Wirth ſchaftsleh« rer behaupten... Deun dieſer Miſk fühler gar ſehr, wie man es an Feldſrüchten ſiehet, welche darin erwachſen. So. wird 3. B. bey.mir Hirſe auf Sandäckern erbauet, und von Wirthen dazu mit Schweinemiſt gedünget, fo weit ſolcher zureichet. Kommen trockne Jahre, ſs erhält fid) gedachte Foldfrucht im Schweinemiſte ohne Schaden, während daß ſolche, die eine andere Milk art unterm Fuße hat, bey der Dürre ſehr leidet. Kom» men dagegen falte gaſſ? Jahre, fo hält der Schwei» nemiſt erwähnte Frucht vom Reifen ſo ſehr zurück, daß fie noch ganz grün zu ſehen iſt, wenn die: daneben ſies hende, die andern Miſt bekommen haf, ſchon reif iſt. Wenn nun Mehlthaue, die in naſſen nicht warmeit „Fahren eben nicht vermerktet werden, in heißen Some mern zum Vorſchein kommen, ſo kann der Schweine» miſt in einem Sandboden woht die gerühmte Kraft bes weiſen, Wenn daher Hr. Rathsmeiſter Reichard ver fiert, gar eigentlich angemerft zu haben, daß bey den» jenigen, welchenach dem alten vermeintlichen Vorurtheb te mit Schweinemiſt gedünget haben, der Mehl- und Honigthau eben ſo wohl eingefallen iſt, als bey an» dern, welche nicht damit gedünget haben, ſv ſeßet er zum Grunde deſſen hinzu, daß, wenn einmal ſol und voller Augen antreffen wird, die man nach den Glelenfen von einander ſchneidet, daß 3, 4 bis 5 Pflanzen aus einer Ranke werden, von welchem jede ſchon im erſten Sommer etwas Früchte träat. Auf dieſe Art läßt ſich ein alt zu werden beginnender Ho- pfengarten ſehr bequem erneuern, wevn man von al» ten Stöcken ſo Ablegor macht, daß. ſelbige da einges legt werden, wo die Hopfenhügel in der Tiefe aufhs- ren, und hierzu die Erde von den Hügeln herabziehet, nach dem Fortwachſen der Ableger aber die alten ent- Fräfieten Hopfenſtöce aushacet, und jenen Plaß macht. Bey dieſer Verfahrungsart fängt man mit ſolchen Sts- &en an, welche am wenigſten mehr ſich fruchtbar er- zeigen, oder von einem Theile des ganzen Hopfengad» tens, und rücket damit von Jahren zu Jahren weiter, bis das ganze Gelege verjünget worden. Will man aber auf dem gemeinen Wege ſich der von den alten Stöcken abgenommenen Wurzeln mit ihren Knoſpen zum Hopfenanlegen bedienen, welche man gewöhntich Hopfenfächſer, Keime, Hopfenhölzer, Gelege, Seßlinge, Kiele, Pfeifen u. ſ, w. nennet, ſo erlangt man ſelbige im Frühling, wenn die alten St6- >e gelüftet oder aufgeräumet worden. Man ſchneidet alsdenn von ſolchen alten Stöcken diejenigen Neben- ſproſſen ab, welche in der Länge von 7 bis 10 Zoll, ungefähr einen kleinen Finger diE, und dabey nicht holzigt ſind, auch 3 oder mehr Knoſpen oder Augen Haben, x88 Zweytes Kapitel. Haben, und von den Nebenwurzeln gereiniget werden müſſen. Hiebey iſt nun freylich die Hauptſache, daß dieſe Fächſer von Stöcken genommen werden, die noch recht lebhaft ſind, und in keinem dürftigen Boden ſtes Hen. Man will aber den Fächſern den Vorzug geben, welche von böhmiſchen Gelege ſind, weit man weiß, * eſ daß die Hopfenfultur in Böhmen am beſten getrieben werde. Weniaſtens nimmt man die Fächſer aus wohl- beſtellten Gärten am liebſten, weiche ehedem mit böh- miſchen Hopfen beſte>t worden. Es müſſen aber die Triebe nicht über 1 Jahr alt ſeyn, als welches an der Farbe, die ſodann weiß iſt, erfannt werden muß, Moch iſt zu bemerken, daß man die Fächſer ſo friſch, als man ſie nur immer aus ver Nähe haven kann, ein» lege. Sind daher felbe auf einmal ausg-goben wor» det, ſo verwahret man ſie in naſſer Streu, daß ſie nicht trocfen-werden. Müſſen ſie aver von weitem her- geholf werden, ſo werden ſie gleich) nach dem Abſchneia den in kro>nen Sand oder Erde eingelegt, oder ſonſt verwahret, daß ſie vor dem Verpflanzeu von der Luſt nicht berühret werden, Das Einlegen der Hopfenkeime kann ſowohl im Herbſte als Frühjahre geſchehen. Wenn ſotc< gehoben ww (tm, daſ n weitem hw dem Abſchit gt"Der ſom 1 von der ai mn ſowohl 11 enn ſolches in Frucht; zuin" NN ber iſ das Ey „weil die Div + dos Erdal! o derſelben b uder, WW iſt das Unt bie Fac(epd ch eines n "men, Nn. Gewürs- und Handelskräuer, 1389 die Augen aufw irts gerichtet.werdet. Ueber die Zahl der in ein 29) zu ſeßend an Fachſer iſt.man nicht einig, da ihre Anzahl von 3 bis. 10 Stuck vorgeſchrieben. wird. Reichart verlange nur einen Fäachſer, wenn er gut.und friſch iſt, und ich bin immer fein Zdachrolger geweſen. Steckt man mehrere Fächſer in ein 2och„ſo chuts man quf den Nothfall, wean einer n/e abzuſchrapen, und ſolche nicht zu tief einzuſchlagen. Man pflegt hieſelbſt bey der er- ſten Hacke die Erde von der Ranfe wegzuziehen, und it der zweyten HaEe die Erde wieder heranzuziehen, und hiemit in der Folge abwechſelnd fortzufahren. Zum Aufräumen( Aufziehen, Auſde>en) fann ſo genau die Zeit nicht angegeben, da ſoiches von der 'Be- 190 Zweytes Kapitel. Beſchaff nheit der Jahreszeit: oder Witterung abhän? ger. Gemeiniglich wird um St. Georgentag im März vder April dazu Anſtalt gemacht. Es wird aber bey dem Aufräumen der Hopfenſtö>e, welches mit einer Haue oder Hacke geſchiehet, die Erde der Hopfen- ſtöcke von der Wurzel behutſam weggeräumet, um die verdorreten Enden der alten Ranken ſowohl, als die zur Seite ausgelaufenen Thauwurzeln und Faſern ei» nize Zoll rund herum vom Stocke wegzuſchaffen, wo- durch der Hauptwurzei mehr Nahrung verſchaffet wird. Das Düngen muß ſo geſchehen, daß ein wenig Erde wieder an die Wurzel herangezogen, der Dünger um- her geleget, und ſodann mit der übrigen Erde bedeckt werde. Wenn der Miſt die Wurzeln unmittelbar bes» rühret, kann er ihnen leicht eine Fäulniß zuziehen, Hak aber das Hopfengelege keine Hübel, ſo iſt es am beſten, kurzen verfaulten Miſt vor Winters oben aufe zu legen, welches aber auch im Frühjahre geſchehen kann. Fehlt es aber an kurzem Miſte, ſo muß der SN lange Strohmiſt ſchlechterdings vor Winters aufge« legt, und im Frühjahre wieder abgeharfet werden. Ob aber der Hopfengarten alle Jahre gedünget, oder ' nur alle 3 bis 3 Jahr wiederhohlet werden ſolle, ſol- s muß nebſt dem Wermögen des Bodens Ane weiſung geben, wie viel und welche Keime man ſtehen laſſen oder abnehmen ſolle. Gemeiniglich behält man nur an jeder Wurzel einen Keim, worauf denn das Abdbiatten erfolget. Ob man ſchon in einigen Gegenden ſich der Ho» pfenſtangen von Weiden, Aeſpen, Bürfen und Erlen bedienet, worunter die beyden leßtern den Mu vor zuziehen, ſo verdienen doch die jun'gen Kiefern, Fich« ten und Tannen bey weitem den Vorzug, Ee fe 4 bis 6mal länger dauern, und noh in ihren leßten Jahren ſo feſtes Hoiz haben, daß ſie vom Winde nicht zerbro« den werden, wie ſol waren, und eine?änge von 15 bis 18 Fuß harten, genommen, Erfahrne Ho» pfengärtner verſichern aber, es ſey vortheithaſter/ nur kurze Stangen zu gebrauchen, um dadurch die Hopfen» ranfen zu nöthigen, ſich wieder etwas herunter zu bie- gen, als in welcher 2age ſie mehr Hopfen anſeßen ſols len, denn ſonſt geſchieht. Die hohen Srangen geben zwar ein ſchönes Anſehen, aber der Hopfen gewinnet weniger große Häupter; bey Sturmwinden verurſg- chen ſie mehrere Verwüſtung und beſchwerliche Aebi. wie 192„19115 Ziveptes Kapitel. Die mittlere Länge iſt 1-0'bis 12. 3Fuß. Dagegen aber müſſen vie Stangen aueh) nicht gar zu furz ſeyn, weil ſonſt die Hopfenranken weitweniger an Häuptern brin« gen. Deny da die Ranke das Wermögen hat; noch faſt ein Drittheil böher zu treiben ,- und ſolches auch wirklich thut, ſv drehet ſie ſich oben am Gipfel zuſam men, und die tleinen Seitenranfen, an welchen, die Frucht wächſt, flechten und verwirren ſid) in einen dich« ten Knaul zuſammen, welcher die Größe eines VWier- telſcheffels, und darüber, erreichet. Die fleinen Sei- fenranfen am Gipfel der Hauptranke, welche an ſelbi- ger das find, was bey den Obſibäumen die Frucht= zweige, die alſo verhüllet, und nicht frey an der Luft ſtehen, ſind umſonſt; und man wird von einem ſols hen Hopfenknaul gewiß ein Sechstel weniger ärndteny nachdem die Fruchtranfen verblüſchet worden. Sollte ja ein Fehler in Anſehung der Stangen Statt finden, ſo möchten folcerer Boden, und eine Lage des Hopfengartens gegen den Wind, wo er ſtark iſt, erfordern, daß die Stangen mehr oder weniger, und zwar ſo tief und feſt ſtehen, daß ſie eher brechen als herausgehoben werden. Die Spike der Stangen, womit ſie in die Erde ein- geſtoßen werden, wird dreyecfigt gehauen. Seket man nun die Stange ſo, daß die eine Ee in der Er» de gegen die Windſeite zu ſtehen kömmt, ſo wird ſie am meiſten befeſtiget, weil ſie eine gegenhaltende brei«- te Seite im Rücken hat“, womit ſie dem Anfalle des Windes widerſtehen kann,- Dieſes Zurichten der Ho» pfenſtangen aber geſchichet von unten einen ganzen Fuß hoch hinauf, Das Anbinden der Hopfenranken geſchiehet, wenn ſie etwan 1 Fuß in die Höhe getrieben haben, und in- einem vermögenden Boden muß man, da es. etwan wohl gar an einer genug ſeyn könnte, nicht über 3 bis 3 Ranfen an einer Stange anbinden, damit im Gi- fein dier Wald entſtehe, der inwendig gar keine Häupter ausbilden kann. Denn, wie ſchon oben ge- ſagt worden, innerhalb eines Ranken- und Blättere fnäuels wird fein Hopfen, und ſo ja noch welcher dar- in ſid) findet, ſo bleibt er klein, gruſichten Geſchma>s, und voller Flecken, Nur die Hopfenhäupter werden recht groß; und vom beſten gewürzhaften Geſchmacke, welche der Sonne und Luft oſfen ſtehen, Man Pi Zepf (em! ſa mw jh 100 wr np ww? NU WW (iy) ; Jed] WW" 9710 NI Juf Rp "EK „Dult NE) ds Cut Wh 100] ip| 10] hib Ded (hw) "4. Vehhn/ Mh) Anjhiy - tod, ey „nh gehoben win, nnen Pfahl Dieſer eiſernen Stn m einen Erh, : früfenſm hen ſehn, un zu verſchafft, ven zu fön, Dopfengarty dern, daß.) [o tief und ſſ hoben werd, die Erde(| von, Ett fe in der(6 nt, ſo wirdſ! haltende bj 1 Anfalle bs ichten der Fv en ganzen ji oſchiehet, witt haben, undit ; da e8 etw icht über 3 bi damit im OÖ! ndig gar fen! ſchon oben! „und Blätttv h welcher da 1 Geſchmath aupter wend n Weſchmat) Nan Gewürz- und Handelsfräuter, 1395 Man bedienet ſich gemeiniglich zum Anbinden des Hopfens des eingeweichten, Rogäenſtrohes, oder in Ermangelung deſſelben, der Binſen, des langen Gra- ſes, beſonders des Windhalms. Und da der Hopfen ſich allemal rechts um die Stangen windet, und alſo mit der Sonne von Süden nach) Weſten geher, ſo muß er auch nach der rechten Hand angebunden wer- den. Dean wenn ſchon die Ranken links umgeſchlun»- gen und, angebunden werden, ſo wendet ſich doch die Spiße derſelben nach ihrem narärlichen Umlauf zur Rechten wieder hin. Es geſchiehet aber das Anbinden nur. loſe, nicht mit einem Knoten, ſondern mit einer ,„damit die Ranke ungehindert weiter fort- wachſen könne. In der Hiße des Tages ſind aber die Ranken geſchmeidiger, als des Morgens, da ſie mit Saft zu ſehr angejüllet, und dieſerhalb zerbrechlich) ſind. Es iſt daher die Nachmittagszeit, da ſie das - Betaſten b«eſjer vertragen, zum Anweiſen, wie inan bas Anbinden auch zu nennen pflegt, am bequemſten, Das Röpfen des Hopfens, da man den über die Stangen herüberwachſenden Hopfen mit einer Spicß- ruthe, oder mit einer langen und leichten Stange, woran ein frummes ſcharfes Meſſer befeſtiget iſt, ab ſchlägt, hat Hr+ Weißenborn im Goth, gemeinnüßt» gen Wochenb!, v. 28 Aug..1779, S. 5,5, Einpfohlen, niachdem von mir ſchon einige Jahre zuvor im Wiktetib, Wochenbl. dazu der Wink gegeben worden, Er erklärt ſich darüber. folgender Geſtalt? Wenn det Hopfen ſehr hoch über die Stange hinauswächſt, verwickeln ſich die von einer Stangen zur andern laufenden Ranken „vielfach durch einander, und treiben ſehr vieles aub; unzählige Blühen werden auf ſo' von 40 Schoc> auf ſol Ein Fier 6 (ut Ou) „w W um Nn uo Auw| NU NW Wh dn M ju(hs! (ha 0 juchpin ;(nd Juha ku 00 ( W| Ap (0000 dh vhm. fe 1000 fn yy) Halen erf Nam je Ruthe," Opfe ab, Eh enfled vondo 8 NuSſchitfin enränflein in Häupter tw ) Dopfens uh: ie ſonſt this [8 durch des ' gur an, ſeh 1ge der Soy ere Häupto, die Stang Durch da 1d. verhinde [ lange Fih x Abſicht aw ſo Fann mu unten abfaw verſchieden den, undi 1Uq, um df Üfommenſtt "ſt nah me ten andere zu Rortheil, Ju nander wh , gebt beym onſt ſehr eb bnehmen if er nicht 91 Ein Gewürz- und'Handelskräuter. 1,97 Ein trauriger Zufall, welcher im IJ. 1773 unſre Gegend traf, hat mic) darauf gebracht, den Hopfen auf dieſe vortheilhafte Art zu behandein. Der Ho» pfen war im gedachten Jahre meiſtens angebunden,, und ſchon etwas hoch gewachſen, als ein fürchterliches Hagelwetter entſtand, wodurch die meittien Ranten ab- geföpfet wurden. I< achtete den Hopfen für verloh- ren.. Aber nach einigen ſehr ivarmen und jruchtdaren Tagen ſproßten ungewöhnlicd) viel Träger, hervor; es fand ſich in der Folge viel weniger Laub als gewöhn=- lich, aber eine deſto reichere Aerndte des vollfoinmens, ſten Hopfens, J< babe ſeit dieſer Zeit jede5mal. den Hopfen auf die oben beſchriebene Art köpfen laſſen, und. gedachte gute Wirkung davon geſpürt... Cs kann Da- her“ dieſe Behandlunggart den Hopfenbauern ſicher empfohlen werden.-+- Cs hat nicht an ſolchen gefehlet, welche dieſe'Be- händlunggart zu widerlegen ſich bemühet haben, und worunter der berühmte Hr. Reichart im 6. Th. ſeines kand- und Gartenſchaßes, S, 25 f. vornehmlich zu rechnen iſt. Die Widerſprechenden aber haben nur in gewiſſer Abſicht Re- nen: Jahren kann das Köpfen auf dem bejken Boden ſo gar ſchädlich ſeyn, welches nian aus eigener Er- fahrung än dem geringern Triebe der Ranke bur- theilen letnet. Denn in. ſolchen Jahren itt der Do- pfen gemeiniglich dem Hvnig- oder Medlthaue unter» 14 TN 3 worjen, 198 Zweytes Kapitel, worfen, und er geht gewiß ſodann verlohren, wenn er geföpfet wird. Dagegen wird auch auf. dem beſten Boden nicht ſo viel aus dem Hopfen, als wenn er in, fruchtvaren Jahren geköpfet wird. Als ich noch Stangenhopfen bauete, und ſolct gemacht werden ſoll. ir Es finden ſich weitläuftige Hopfenplantagen, in welchen man ſich zu dernur beſagten Arbeit eines Pfli- ges bedienet, Er iſt aber ſo eingerichtet, daß das(ins ke Rad, welches auf dem erhöheten Beete laufen muß; 6 bis 8 Zoll niedriger iſt als+ das rechte, welches im Tiefen läuft. Der hintere Theil des. Gründels aber muß dergeſtalt gegen die linke Seite gebogen ſeyn, daß die Spiße der Pflugſchar gegen die Mitte des linken Rades geridytet iſt, wodurch man erhält, daß Tas Zugvieh immer in der Tieſe der Furchezwiſchen, zwey Beeten fortgehen, die Pflugſchar nahe.an die Stöcke hinangetrieben, und das Unkraut deſto beſſer umge- riſſen werden kann. Erfordert die Heftigkeit des Bo» dens mehr als ein Zugthier, ſo werden ſie hinter ein- ander geſpannet, und ihnen Manlkörbe.angeleget, da- mit ſie keinen Schaden. thun, Man kann leicht den- ken, daß das Umarbeiten. des Landes mit der Hacke weit vorzuziehen ſey, weil das Erdreich überall genauer und ohne Verleßung der Wurzeln bearbeitet werden kann,- Das Pflügen iſt nur eine Sache. der Noth« N 4 wendig- 208-Bwentes Kapitel, wendiqfeit, wenn es an Handarbeitern feblet, oder ſols H* zu theuer ſind. Das Blühen des Hopfens heißt bey den Hopf- gärtnarn das&chöpfen. Er fängt an zu ſchöpfen, H-ißt alſo nichts anders, als er ſängt an zu blühen, Dies geſchiehet nach Boſchaffenhceit der Witterung nun bald früher ba!d ſpater, um die Mitte des Ju!ius oder gegen das Ende deſſel»en, um Jacobi, worauf binnen ein paar Wochen nach"der Erſcheinung der erſten Blüv the die Frucht beginet ſich zu ührer Vollfsmmenheit 3'' bilden." Der Hopfenbauer ſagt alsdenn: der Ho- pfen ſekt Glocken, worauf ſelviger.in 3 Wochen bey guter Witterung, alſo zu Anſange des Sepicmbers, reif wird. Fällt der Honfathau'erſt nach dem Blüßen des Hopfens, ſo wird er wenig oder nichts ſchaden, kömmt er aber früher;»ſo Fann er ein gänzliches Mißgerathen der Frucht verurſachen, Ohne mich hier in die Frage einzulaſſen, woher der Honigthau entſtehe? ſt es den Hopfenbönern mehr Darum zu thun, zu wiſſ'n, wie die Schädlichkeit deſſels Den abzuwenden ſey? Außerdem, was ſchon oven von dm fetten feitt waren, waren nichts ſeltenes, 4)-Der vot- züglichſie. Vortheil von einer ſo koſtbar eingerichteten IMWäſſerungsanſtalt war der, daß in ſolchen Jahren, wo alle umliegende Hopfengärten durch den Honigthau gänzlich verdorben wurden, an dieſem nichts davon zu finden war, und der Hopfen ſelbſt nicht auf die min- deſte Weiſe gelitten hatte.==- Man käme aber doch weit näher und wohlfeiler zum Zwe, wenn, wie es mit den Wieſenwäſſerun- gen zu geſchehen pflegt, das Waſſer aus einem Bache, Teich oder Fluß in eine daneben abſchüſſig gelegene Hopfenplantage geleitet würde. Und wenn neben der Hopfenplantage Wieſen gelegen wären, ſo konnte das Waſſer aus jenen auf dieſe, oder von dieſen an jene weiter gehen, Den Baumhopfen habe ih nie vom. Honigthau verdorben geſehen, wovon der ſchon in der Nahe befindliche Stangenhopfen äußerſt davon gelite« ten gehabt,% I< verſtehe unter dem Baumhbopfen denjent- gen Hopfen, welcher nicht an Stangen, ſondern an wilden Bäumen in die Höhe gezogen wird, und. werde. deſjen beſonders gedenken, nachdem ich es vortheilhaft geſunden, von dem Stangenhopfen gänzlich abzu«, „gehen, (M vw D| 044 wd 9.) NT, ve hmm „ſt Eu it ju' (9.1.08 Guſt hahe 10,0 (4 1 Jup Wſußy bb uh des Dee Hie an ml uſe 103 NG Au 1 WE ON, 100917) ny I Ua nä EN bn jm Niolele 100 fe br bil Nh 1]"ih( due " Hy" Nep „bediene, 4 19 Dinaus, nlichen Kit verſehen, ſyr Blätter einy ( der Erde 16 ttern in einn n aber mit Man pflüc | Hopfen, 3) le mit fleiny ben gleicſit 4)„Der yt: eingevichtty (chen Jaht den Honigthu ichts davon j yt auf diem» und wohlſt Zieſenwäſſetu ; einem Bah) Duſſig gelegen venn neben - ſo fonte di dieſen auf! ve ich mie vo er ſhon. in / ſt haven ge pfen denja hn, ſondern(! jed, und wi! os vorteile! gänzlich Geh Gewürz? und Handelsfräuter, 203 gehen. Die Erziehung des Baumhopfens wird.den Schltuß dieſes Kapitels ausmachen, Die Kennzeichen des reiſen Hopfens ſind bereits oben angeführet worden. Und da der allerhöchſte Grad der Vollkommenheit und Reife der Frucht ſogleich.die nächſte Stufe der Abnahme und Verſchlimmerung zur Seite hat, ſo muß man ſich mit den Anſtalten zum Einſammeln des Hopfens nicht ſäumen. Es hat ſeine vollfommene Richtigkeit, was über das zu frühe Sammeln des-Hopfens in der ökon. Eno, cyflopädie geſagt wird, daß nämt:ch der noh nicht völ» lig reife Hopfen, weil er gelblich ausſieht, zwar eine beſſcre Farbe habe, welche er auch nach dem Trocknen- behält, auch alsdenn alle ſeine Saamen Körner, als das beſte von ihm, behalte; als wodurch eben ſich ſo viele verleiten laſſen, ihn in dieſem Zuſtande zu ſame-. meln. Laſſe man aber den Hopfen völlig reif werden, ſo habe er freylich, wenn er getrocnet iſt, feine ſy ſchöne Farbe, und laſſe auch wohl einige Saamenköre ner ausfallen. Allein dagegen habe auch der völlig rei» fe Hopfen ſeine völlige Subſtanz, welche jener nicht hat; und weil er nicht wäſſerig iſt, ſo verliere er auch im Trocknen nicht ſo viel am Gewichte. Fünf Pfund. mäßig reifer Hopfen geben 1 Pfund getrockneten; und- 4 Pfund völlig reifer geben eben ſo viel, Wenn daher der mäßig reife Hopfen gleich beym Verkaufe einen hös- hern Preis haben kann, ſy wird doch, wenn er nicht in jener Diſſerenz größer iſt, der Vortheil allemal auf der Seite desjenigen Hopfens ſeyn, den man hat völa lig reif werden laſſen. Das Abſchneiden der Hopfenranfen muß nicht dicht am Boden geſchehen, weil zur Zeit dex Hopfenärndte viel Saft eingetreten iſt, und ein Verbluten zur Schwä- qjung 204 Zweytes Kapitel, vorſtellen.- Die von. oven herab in den Ning hineingehenden Keile ver» hindern, daß ſich der Ring nicht in die Höhe ſchieben fann, und an den bepden untern wird der Hebebaum angeteßt, welcher die Stange in die Höhe hebt.| Die- ſer Hebebaum iſt eine. etwos ſtarke von ſelbſt gewach« ſene Gabel, wie etwa eine Echütregabel beym Dre- ſchen iſt, dergieichen man in Wäldern ſich ausſucher. Dieſe Gabel, die nach dem Stiele immer enger zur gebt, und vom bartcm Holze, dergleichen junge Ei- icht gerade geſchnitten; und wenn an der Sei- te gegen über, wo die Enden der Gabel hervorreichen, ein ſtarfes furzes Brett oder Kloß gelegt iſt, wird dieſe Gabel unter die Köpfe der beyden untern Keil? angeſeßt, und hiermit die Stange gerade aus der. Erde in die Höhe gehoben. Cin ſolcher Weidenring wird einige Tage vor dem Gebranch ins Waſſer gelegt, do mit er deſto. beſſer halte, und wenn man mehrere, neb"? Keilen dazu, in Bereitſchafft hat, ſo gehen Kindet oder Weibsperſonen voran, welche die Ringe umlegen) und die Keile einſchlagen, daß ihnen der Hebep'mit ſeiner Gabel und kurzem Brette oder Kloße anf dem Fuße nachfo!gen könne.| 9439 Zu dem Abpflücken des Hopfens dürfen nur Kin- der und alte unvermögende Zeute gebraucht werden, und man 206-- Ziveptes Kapitel. man muß nicht verſtatten, daß Blätter unter den Ho- pfen kommen, weil ſolche den Geſchmac> des Bieres völlig verderben. Gewinnſüchtige"Bauern pflegen der- gleichen gern zu thun, um das Maaß zu füllen3 allein es ſollte ver ſo verfälſchte Hopfen von"Bauern gar nicht gefaufet, und daraus eine eigene Policeyſache gemacht werden, weil der feine Geſchmack des Bieres von den| Hopfenblättern, wenn es auch nur wenige ſind, ſo ſegr Heruntergeſeßet wird. Und wenn man genan verfah- ven will, muß auch das ſogenannte kleine und verdor- bene Gut, d. i. kleine unausgewachſene Häupter, ine "gleichen die großen, vom Honigthau oder übeln Wet- - fern beſchädigten ſchwarzen oder rothbraunen Häupter, beſonders in eigene Grfäße geſammelt, und für das Geſinbegetränf aufbehalten werden.: Werden die Bündel mit dem Hopfenränfen entwe» ver auf eine Tenne, oder ſonſtwo im Hauſe auf einem Haufen gelegt, ſo muß man ſie nicht unabgepflückt lan» - ge ſo diegen laſſen, damit der Hopfen ſich nicht. über einander erhiße, und ſowohl ſeine Farbe als Geruch ; verliere Wenn es die Witterung verſtaktet, ſo wird das Hopfenpflücken an einigen Orten unter freyem Him» mel verrichtet. Nachdem nämlich in der Mitte des Hopfengartens von einigen an einander liegenden Stüh» len alle mit Hopfen bekleidete Stangen aufgezogen ſind; ' macht man.auf dem dadur) entblößten Plaße ein nies- ' driges Geſtell von 4 gabelförmiger Pfählen, ſo daß die Pfähle der känge nach" 2 bis 3 Ellen, der Breite nad aber 1 bis 3 Ellen Abſtand von einander erhalteit Ueber dieſelben legt man Queerſtö>e, und auf dieſe, an jeder Seite der Länge nach, wieder aufgezogene Ho- pfenſtangen, die ſich hierauf ſehr bequem wenden laſ- ſen, Unten breitet man ein Luch oder 2aken aus, wel- dyes hy paw . as? Gſt om Dany Ayu d pi: mg dh WI H ine Du(0 , Wind Wl VEN Men ht rh Wi un) 06) Pute, 10 Tibi (nn Dy fle NiMh, 14 u Eh vs Gnipy ; fer Unter din. mac des By auern pflegen ) zu füllen; dy Dauern gem Iceyſache gimh '8 Dieres vm) nige ſind, ſh an genau vw) "leine und vb) ene Häupte| oder übeln'Y taunen Häu) [t, und fürh Dfenränfen Hauſe auf(1 mabgepflict m ſich niht jarbe als Ot tet, ſo wi nter frehem Dt in der Mit er liegend) H aufgegeg)" ten Dlaßenn) pfählen, 6, pflen, der D einander apo e, und uf 0 . aufgegogn" quem webt| et gaben aub| Gewürz- und Händelskräuter. 207 igten Kaſtens, welcher 8 Fuß lang und 3 Fuß breit iſt. Sechs bis acht Pers ſonen ſißen daran, und werfen den Hopfen in das im Kaſten an Hacken hängende Tuch, welches, wenn es voll iſt, herausgenommen, mit dem Hopfen entweder fortgetragen und ein neues eingehänget, oder nur in Körbe zum Wegträgen des Hopfens ausgeſchüttet, und wieder eingehänget wird, Dieſer Kaſten wird in dem Hopfengarten von einem Orte zum andern gebracht, bis inan init der Arbeit fertig iſt, Es trifft die Hopfenärndte aber nicht immer mie gutem Wetter zuſammen, weßhalb bey einem ſtarken Hopfenbaue fölgende Einrichtung eines Vorſchlages, welche wenig koſtet, zu empfehlen iſt. Der Vorſchlag beſtehet blos in einem Dache; 32 Seitenwände und eine Wand ſind bede>t, die andere iſt ganz hinunter öffen, und die Materialien ſind von der wohlfeilſten Art, Die Länge hat 23, und die Breite i2 Fuß. Dieſer Plaß kann, wenn die Zeit des Pflükens da iſt, ſehr bequem 2 Maſchienen faſſen, und zu jeder andrer Zeit dient er dazu, daß man vorſchiedenes Geräth hineinſeßt, und im Winter die Stangen darunter aufbewahret, Wenn der Hopfen gepflückt werden ſol), ſeßt man zwey Maſchienen unter dieſen Verſchlag, und-die Leute haben eben Plas, Rücken gegen Rücken zwiſchen den- ſelben zu ſiken, Dieſe Maſchienen ſind 7X Fuß lang, und 35 breit. Sie beſtehen blos aus 4 Pfoſten, wel- he ins Gevierte in die Erde geſchlagen ſind, und oben eine 208„111151 Zweytes Kapitel eirie Gabel haben; worin ſie Stangen halten. können. «Veber dieſelben iſt ein“ Haartuch feſt gebunden, Zn die Gabel werden Stangen mit. den Ranken.«gelegt; die dabey ſißenden Perſonen pflö>en den Hopfen.an ven Seiten hinunter, und werfen ihn auf das Haar- tuch, oder in Ermangelung deſſen auf ein- Tuch von Seinwatid, Auf dieſe Weiſe ſind die Pfive>ker wider Sonne, Wind und Regen geſichert, und die Arbeit geht deſts geſchwinder von ſtarten. Der Hopfen wird rein und trocken abgepflü>t) und wird nicht zerbrv- "hen„“ indem er herumgetrieben und zerſtoßen wird; denn man darf nur die Enden und Seiten ves Haar» tüches aufnehmen, ſo kann mon ihn, wie in einem Satke, ſogleich an den Ort, wo er getre>net werden ſoll, hinbringen,(9157, 610 -.die Regen zur Zeit der Hopfenärndte fehr ge- wöhnlich ſind, und ſolche keinen Auſſchub leidet, ſo iſtes bey großen Hopfenplantagen ſehr vortheilhaft, wein in oder neben ihnen lange leichte Schuppen wie ſie ek- „wa bey Ziegelſcheunen zur Tro>nung der Steine geſe- Hen werden, angelegt werden, in welchen die ganzen- G., qa z 1 Stangen mit dem noch daran ſißenden H'"p enranken „auf eingeſchlagenen hölzernen Dabeln neben eihander hingelegt werden, um darauf abzutrocknen. Es iſi Feine Arbeit verdrießlicher, als beregnete Hopfenran- ken abzupflüfen, uud es hält auch ſeht ſchwer, den -naß abgepflückten Hopfen von der Näſſy wieder zu be- freyer. Man kann leicht die Einrichrung machen, daß der beregnete Hopfen immer an die 15 Stunden unter "bem Trocenſchuppen gehänget: habe, wenn man den „vorhergehenden Nachmittag die Hopfenſiangen hinein» - getragen, daß. ſie den folgenden! Tag'abgepflic>et wer» den. Da' dergleichen. Schuppen an beyden Seiten of: - fen, und daher dem Durchſtriche. der Luft und des Winz „des-blos geſeßet ſind, ſo. trocknen die, Ranken'bald ab. 11.08 Man M TCE (m WW NU Opfudtl v Su! NEN LAM „nw "LL NM rw Ch at 114] ſhe Gin (in, Mh Inte 0917 070, (unben 9 h me 1 (ze Wſm (M NEN Nat DN Ci nt ve Dp) Unte(| viſit| NEN Ne ban „Iech tel by,"Wh h h fd M, M Oe], <==-= ZA WS=S = == <= <-=. balt fen Fonte, ebunden, zg Ranken gy; den A uf das Hut ein» Tuch vy Pflcer wih und die Ih or Hopfen m) 'd nicht jew erſtoßen mit) (teh des Zum wie in eint roFnet wih narndte ſeht: bleidet, ſeiſt! heilhaft, 1 pen wieſs er Steine ben die 0 1 Hop entort! neben enan Ene GEN tete Hopfen jp ſchwer, dy j ider uh mg magn, Ww Etundm ml wenn mon dy „ſangen hin) bga yden Seiten? ſt undves 2 anten bald 0 I FP Schemel ohne Lehnen, oder dergleichen Gewürz- und Handelsfräuter, 209 Man muß nur eine gufo inwendige Einrichtung ma- enböden gebracht, und daſelbſt ſo dünn, daß der Boden überall durchſcheint, ausge- SRusvater IV, 25,1.Th, O breitet, 210 Zweytes Kapitel. breitet, auch ſo lange, bis er zu tro>nen anfängt, mik einer Harke täglich gekehret oder gerühret werden, Je mehr er zu trenen beginner, deſto mehr fann man ihu dichter allmählig zuſammenbringen, und ihn un- ter täglichem Rühren völlig trocken und zum Einpacken geſchickt werden laſſen, Man kann leicht erachten, was für ein großer Bovenraum zum Trocknen des Hopfens, wenn die Plantage ſiarf iſt, erfordert werde. Dieſerhalb wird der Hopfen, umihn geſchwinder und in größerer Quat tität zu trocknen, in England in einer Malzdarre, auf einem Haartuche ausgebreitet, getrodnet..„In Flandern geſchiehet es aber auf beſonders dazu. erbaue- ten Oefen. Im 2. Ih. der Schriften der Leipz. ökon. Socie»- tät, S. 144 wird folgende orſchriſt eines vorzüg- lich guten, zum Hopfendörren neu anzulegenden Ofens ertheilet,; Zu einem Hopfenberge oder Garten von 4 bis 500 Scho> Stangen braucht man ein Gebäude von 60 Fuß lang, und 15 weit im Lichten, An dem einen Ende deſſelben iſt ein gedielter Plaß, worauf man ven geplückten Hopfen ſchüttet, und ſo lange bewah- vet, bis er gedörret wird, Auf der andern Seite iſt wieder ein ſolcher Plaß, worauf man den Hopfen nach dem Datren bringt, und auf einem Haufen liegen und ſchwitzen läſſet, bis er zum Einpacken taugt. In der Mitte des Gebäudes werden 3 oder 4 Oefen, ein je- der von K.bis 10 Fuß im Viexe>, folgendermaßen vicht au einander gebauet. Wenn man annimmt, daß der mittlere Theil des Gebäudes 28 Fuß lang, und 75 weit iſtz ſo iſt der Plaß zu 3 Defen, jeder zu 8 Fuß im Viereck gerechnet, mit den nöthigen Zwiſchenwän- den hinreichend, Dieſe Oefen werden in einer Reihe -“tan (ymKilh Bu 41,11 vin md dy vf N.100 vr dop ien Arup ee bewnſe! vm ar vs Duden (AMK 1 uud nh, Unit NT 638. Ion do Cin af (EU NNN NN din Opi, Mf(u 1 Tor unf ö nh Ch Vert pban Delle Oy N ie an ' anfängt, Wit et werden, Y ehr fann my , und ihn u zum Einpec>y für ein gſy 'ns, wenn Üj; eſerhalb ni) rößerer Dich ier Malzdan etrodnet,. '8 dazu. erb . fon."Erb € eines vorjiy legenden Oft eten von 4 WU! 1 Gebäude 1 An dem ein) 6, worauf 1 ſo lange bim) ndern Seit| en Hopfen m! aufen liegen uy taugt NUN Oefen, p folgendermet 1 annimmt Fuß lang, 1" u 1, Jeder zu 804 n Zwif ſhenwi' min einer ij Gewürz- und Handelskräuter, 21x an der Rückmauer des Gebäudes angeſeßt, und rei , nur an einer Seite wie an der andern, anfgetragen. Der Ofen muß vorher ekwas erwärmt ſeyn. Man unterhalte ein gleiches Feuer, doch nicht zn heftig im Anfange, um den Hopſen nicht zu ſengen. Das Feuer muß nicht ſchwach werden, und bis zuleßt immerfort eher etwas zu- als abnehmen, ſonſt würde der aufſtei- gende Broden auf den Hopfen zurückfallen, wovon deſ- ſen Farbe Schaden litte. Aus dem nämlichen Grun- de muß man verhindern, daß keine kalte Luft während des Dörrens in den Hopfen komme, oder der Wind auf das Ofenloch ſtoße, und das Feuer anblaſſe. Wenn der Hopfen ſolcher Geſtalt 7, 8 oder 9 Stunden gele- gen 6" m(yt 0] wan m u vs al (yn pah j jmd) (mE [](iht)| pu)[0 pam am NEN EN phy Gi he Oh NTER ME (auoh 111,7 7001 nim Dal: Ww. Nh m A 1 to Dr dr Dey mhm, 1 vitae fn hig u) Imex wn Dee 1 mduf Cui [43] Jany 1109 Ao h' m Wiſh 40 nd von dieſe erer Bequm <) liegen, leichen Defi at weit ſey; hem Vethile n 13 Fuß(y und der Fut rechnet, ſey nd es verſt [ Hopſenfint | bauen dir| öt; hier zu ky ves, und(1) 4 Büchenht| rauchet, I er Einrich) ß in das Of (ben gegeniht ird welde" Bettes wird! x grüne Hopf Zeite wie ant! rmt ſeyn, I cht zn hefti in en. Das Ju vießt immitj! jürbe der auff) (ſen, wovo W amlichen O1 [te Zuft wih" oder der D' anbloſſe- a nh) 9 Et' Gewürz: jund Handelskräuter, 2x3 gen hat, nicht mehr ſcneten Hopfns ſollte mehr eine Sache der Käufer oder Brauer, als der Hopfenbauer ſelbſt ſeyn, vl es dieſen einerley iſt, er möge bey Kräſten bleiben over nicht, da der Hopfen bey uns nur nach dem Maaße verkauft wird. Denn die Dualität des Hopfens hat eigentlich den ſtärkſten Einfiuß auf die Güte und Dauer des Bieres. Die beſte Aufbewahrung des Hopfen5 ſelßet man hier zu Lande gemeiniglich darin, daß er in eine dunkle und wohlyerwahrte Kammer gebracht wird, wohin weder Sonne noch Luft kommen kann. Dieſerhalb pflegt man in großen Braußäuſern ſowohl die Fen- ſterladen als Thüren der Hopfenkammer um und um mit Payier zu verkleben, und durch den obern Boden ein 2o<. von 2 Fuß ins Gevierte in die Kammer zu machen, um einige Jahre nach einander den einge- Arndteten oder friſch eingefauften Hopfen hineinzu- ſchütten, Wenn der Hügel heym Einſchütten in der Kammer zu hoch wird, läſſet man denſelben nach und nach feſt eintraten, oder mit einer Keule an einer Stange niederdrücken, bis die Kammer derb voll ge- worden iſt. Man kann auch den Deckel oder Spund, welcher auf das in die Kammer gehende koch gemacht 16 nach dem Hineinſchütten alle Jahr mit ehm 0 4 ſo! - ET (un jn NA WD v (unt Oi (0,08 je ly Geiient ſd Of 000010 On VS m iiher fe NEW! th nt 1 (dn, Aner Wh 4 Vana| vi Nahurd h WW"ht" bn hh Vit vn vi 0")" Sihny 1 Inn ſims vit Wa di Ih ) ) einer ſehrigy 9 Böden wh die erſte up < der Aufn) inem etwas h (3 wobey eh wenden auta rt, Witterungh en Aufwandy n Hopfen) rauer, alsy 1 einerley if! da der Hey ſt wird, I ic) den ſtähh Bieres, pens ſekt tt er in einedul ht wird, nh! un, Dieſecht! ſowohl die ju imer um und den obern Im 1 die Kamm) ander den(in) Hopfen hin)! ieſchütten nV nfelben naß 1 Reule an ner Derb vel) fel oder Ep 1de doch gent x mit(63m 4 [1 Gewürz- und Handelskräuter. 215 fleiben laſſen,- Nur muß ſolche Kammer ſowohl ver- wahret ſeyn, daß Raßen und Mäuſe nicht hinein» fommen, und die Saamenförner, welche nicht unan- genehm, ſondern ſüßlich ſchmecken, herausfuchen, und die Häupter zerwühlen. Will man zu ſeiner Zeit eine ſolehe Hopfenkammer öffnen, muß die Thür derſeiben ausgehoben werden, Ein Hopfenkaſten iſt einer Hopfenkammer noch vorzuziehen. Man läſſet nämlich einen hohen, g'räu- migen und langen Kaſten verfertigen, deſſen Docke ve- weglich, dabey aber in den innern Raum des Kaſtens ſehr genau und ſcharfpaſſend zugerichtet, und oven an den Enden mit Handhaben verſehen ſeya muß. Die Ecken des Kaſtens beſtehen aus 4 feſten Säu'hen, und die beyden ſchmalen Seiten ſind, um die Dick? des Deckels, und no<ß darüber, etwas kürzer als die langen Seiten, auch, wie der Deckel, dergeſtalt bew-g- lich,“daß ſie ſich auf vem Boden und zwiſchen den 3 längſten. Seitenwänden ganz gedrängt hin und her ſchieben laſſen; auch können dieſe zum Ueberſiaß nod) in der Mitte mit einem bis unten an ben Boden gohrw ven viereckichten Schubthürchen verſehen ſeyn. Wenn nun ſolcher. Kaſten mit Hopfen angefüllt, und einge?- drückt voll iſt, kann man ihn darin, vermitroil! des Deels, nicht nur in dieſem derben guten Zuſtande erhalten, ſondern auch, in bedürfendem Fatle, durch das Thürchen, wenn es aufgeſchoben worden, jo viel! als man nöchig hat, bequem herausnehmen. Wird aber hierdurch hinter der Thür ein merklicher Raum leer gemacht, ſo ſchiebet man nur die Seite mit 3: dachtem Thürchem weiter hinein, und drückt ſie, ver mittelſt zwey Reiſchen Holz, die man an die Tcken des Kaſtens, und an erwähnte bewegliche Seite ſtart au- ſtämmet, wieder an.den übrigen eingedrückien Hope!" den Deckel aber ſchiebt man um ſd viel weiter, als 3 (Y) 4 daim 216 Zweytes Kapitel. dachte Seite hineingedrüt worden ilt; ſo kann von dem Hopfen bequem eine Parthie wieder herausgenommen, und damit jo lange fortgefahren werden, bis der ſämmtse liche Hopfen verbraucht iſt. Wollte man nunehe der Kar ſten ganz gelceret iſt, gern mit ganz neuem Hopfen wieder anfüllen, darf man nur die hineingrſchobene Seite zu- rück bis an das Ende ziehen, den leeren Raum damit? volldrüFen, auch mit vem Deckel gehörig verwahren, dagegen aber bey nächſtem Gebrauche die ondere kurze Seitenwand eröffnen, und auf gleiche Weiſe damit verſahren. wie mit der vorhergehenden, ſo hat man- immer guten Vorrath bey der Hand. Gut gebundene Fäſſer dienen gleichfalls zu guter Erhaltung des getro>neten Hopfens, worin er feſt eit» getreten wird. Wenn die Fäſſer voll ſind, läſſet man ſie zuſchlagen. Auch Säe von recht dichter grober feinwand diee nen zur Aufbewahrung des Ho pſens, in welche er alſo eingetreten wird. Man macht in den overn ein run» des, ohygefähr 5 weites Lo<. Hierein wird ein Sa, (worein, wenn etfelbe aus 4x Clle, 1 Elle heiter Leinwand gemacht iſt, gemeiniglich 22 z Centner Hopfen gehen ,) gehängt, welcher etwas weiter als das 2och, und oben an einen Rahmen befeſtigt iſt, Man vimmt alsdenn, oder vorher, eine Hand voll Hopfen, bindet ihn mit Bindfaden in vie Zipfel oder Een des Sackes, damit man ſich dex dadurch entſtehenden Knoten, bey dem Fortſchaffen des gefällten ſchweren Sackes, an- ſtatt der Handhaben bedienen könne, Der Sack hänge ßerunter, doch ſo, daß er den Boden nicht berührt. Alsdann wird 1 öder 3 Scheffel Hoyfen hineingewor- fen. Ein Mann, welcher in vem Sacke ſteht, tritt ihn mit Schuhen ohne Abſäße auf allen Seiten, ſo derb als er kann, bis er ganz feſt iſt. Alsdann wird mehr 11107| pip M"a m uop Yl Wt pr? VL (u Di) Gu uy Gp(ac? up gau | uh wih hy (90.00 m Guder| Gian wn Kd, 4 [1] jm Chu u'' vwd va(andy! UD: Cle NEN ;» iW veya, Wound Vain Nh nja im 177) j [o Fann venden QUSZenön, bis der ſammy nun hed Hopfen ice bene Seit zu 1 Raum dany "ig verwähn, ie andere fyy » Weiſe dant + ſe hot my falls zu qi orn er feſtip ſind, läſſet m r Seinwand ds n welche eth obern ein Iv wird ein Erl 1 Elle hreſtt Centner Hef v als das Wd 1, Man nimm Hopfen, din Fen des Gait) n Knoten, " GSaceb, ol" Yer Gad hin niche berit» m hineingaw" >e ſteht,(ih en Seitett,! Ylsdann 1? mh Gewürz« und Handelskräuter» 217 mehr Hopfen hineingeſchüttet, und abermal feſtgetre- ten u. ſ. f. bis der Sack voll iſt. Hierauf macht man ihn von dem Rahmen los, und nähet ihn, ſo feſt als man fann, zu, nachdem man vorher die zwey E>en wieder ſo unterbunden hat, wie bey den unterſten En- den geſchehen iſt. Man kann auch ein Gewicht von etwan 50 Pfund mitten auf'den Hopfen ſtellen; der Arbeiter tritt rings herum den Hopfen nieder, und hebt zuweilen das Gewicht, woran ein Strick befeſtie get iſt, in die Höhe. Hat man nicht die Gelegenheit, einen Boden zu durchlöchern, ſo kann man in der Scheune auf die Balfen derſelben ſo weit zuſammene- befeſtigte ſtarke Bretter legen, in deren Mitte das oben angegebene Loch zur Einhängung des Sas angebracht iſt. Im Hauſe unter dem Dachſtuhle läßt ſich das nämliche bewerkſtelligen. Man kann ſich auch zum Eintreten des Hopfens in den Sak gar füglich der ſo- genannten Trittſchuhe, womit man ſonſt in lo>ern Küchengärten das beſäete Land niedertritt, bedienen« Es beſtehen dieſe in x x Viertel Länge und I Breite, worauf eine lederne Kappe, worein der Vorderfuß ges ſtet wird, und ein Hinterquartier eines alten geräu- migen Schuhes mit Riemen, welche über den vordern erhabenen Theil des Fußes(den Spann) zugebundeun werden, genagelt iſt; mit dem Unterſchiede, daß hier die E>en der Bretter verbrochen ſeyn müſſen, weil der Sak cylinderiſch iſt. Die allerbeſte Art aber, den Hopfen aufzubewah» ren, iſt das in England und Braunſchweig gewöshnli- kiger Sack gelegt, und oben am Rande mit fleinen Stiften befeſtigt; als- 'denn wird dieſer alſo mit Leinwand ausgefütterte Käs ſten unter eine große Preſſe geſtellet. Nachdem die- ſer Sack voll Hopfen geſchüttet worden, legt man eine viere Fige Bohlenplatte, oder einen ſiarfen Deckel von eichnem Holze, welcher genau in den Kaſten paſſet, darauf, und preſſet alsdann den Hopfen ſo feſt als möglich) zuſammen, ſchüttet wieder Hopfen nach, und fährt hiemit ſo lange fort, bis der Sac> voll iſt. Als- dann wärd der Sack oben zugeſchnüret- oder zugenahet. In einem ſolchen Sacke ſind gemeiniglich. 50, auc< mehrere Scheffel Hopfen befindlich. Man verwahrt ihn auf einem trocknen Boden, und hält Raßen und 'Mäuke, welche gern ihre Neſter hineinmachen, ſo viel möglich davon ab. Dieſes geſchiehet am beſten mite telſt ſogenannter Schweben, d. i. oben an der Decke eines Bodens befeſtigter Ketten oder Strike, auf wel- Ie Weiſe die Hopfenbollen keine Verengung oder Hinderniſſe des Raums auf dem Boden veranlaſſen. Dieſev Ballenhopfen kann ſich 69 Jahr und länger halten, ohne im mindeſten an ſeiner Kraft zu verliee- "renz; vielmehr nimmt er mit dem Alter hierin zu, und er wird zuleßt wie ein braunes Pech, und ſo hart, daß man ihn zum Gebrauch mit einem ſcharfen Beile in Stüen anshauen muß. Sechs Pfund von die- ſem Ballenhopfen übertreffen an innerer Güte und Wirkung 1 Scheſfel des beſten Hopfens um vieles; und man ſeßt in England und Braunſchweig haupt- ſächlich mit auf die Nechnung deſfelben den vorzügli- den Werth des dortigen Bieres. In kleinen Haushaltungen iſt es eben nicht ns- thig, den Hopfen nach obenſtehender Vorſchrift zur beſten und längſten Aufbehaltung deſſelben, in ſo große Befr auſammenzupreſſen. Man kann. ſie kleiner ma- den, Oy Ae(wn' whg „m(0 wi u fun 00 his uſt vis NEN Qu) vnd nin! mid dbl Wu (uder woh 0 Wuhehme di www 0 (ng oom Ir fü, Dm pt ub; Wen un (00410, 0 Kab a Deb ae Tuts 1000007 We ENEN Dutliht mw, Wilign 0 (Moc nl) 14 Ion | 117N jet Sac My nbeſeſtigt; SefÜttorte 84 Nachdem dy |, legt mandy fen Defil im n Kaſten vſt, jen fo ff opſen nac u t voll iſ(, Wh oder zugeht (glich. 50, mud Man verweht hält Rahm u) mädchen, fo 1 am beſt mh it an der Il Stride, auſm Zerengung den verona jahr und lint Kraft zu vl r hierin zu 1? ), und ſo ju) n ſcharfen Zil! Pfund von vb terer ite un ens um vi nſchweig 101 nden vorjigb eben nid!" Vorſchrift zt ben, in ſo 919 1 ſe Fleiner m 4 3] Gewürze und Handelskräuter, 215 hen, etwan ſo, daß mir an die 12' Scheffel und no< weniger, darin beyſammen ſeyn, in welcher Abſicht man fleinere Säcke und dazu eben paſſende Zargen ere wählen kann, Und wenn es an einer Preſſe fehlet, ſo kann man das in der Landwirthſchaft gemeine Jaſirü- ment, deſſen man ſich bey Auf- und Abladung des Batte bolzes bedienet, und welches eine Hotzwucht eder Baumhebe genannt wird, ſo anſtellen, vaß der Hopfen vermittelſt einer aufgelegten! viereckigen Bolenplatte hinlänglich eingedrückt werden“ fann, Bey dem Gebrauche dicſes Ballenhopfens iſt es nothwendig, daß er nicht nach einem gewiſſen Maaße, ſondern nach dem Gewichte genommen"werde. Zur Aufnahme der Brauereyen' wäre es üÜberhäupt noth- wendig, ſic) auch des Gewichtes bey jeder Art vom eingepreßten Hopfen zu bedienen, da es ſehr leicht iſt, zwiſchen Maaß und Gew'ce darauf legen, wo fie auch wider das ECinniſten der Mäuſe und Ratten geſichert ſind, und die Dielen zum Aufſchütten des Getreides hierbey immer frey bleiben. Die Landespo- lizey hätte alſo nur zu verfügen, daß künftig der Ver. Fauf des Hopfens nach dem Scheffel auſgehoben, und "Überall nach dem Gewichte geſchehen ſolle. Dexr eige» ne Vortheil des Verkäufers wird ihn daher antreiben, fich ſolcher Verfügung gern zu unterwerfen, weil der - uneingepact liegende Hopfen je länger je mehr am Ge- wichte verlieret; und der Brauer gewinnet dabey, daß er mit der Zuthat des Hopfens auf einen gewiſſen Fuß Fommen, und mit Gewißheit ſagen kann: Zu dieſem Gebräude gehören ſo viel Schutt und Guß, und ſo viel Pfund Hopfen. So lange er aber nach dem Schefe ſeimaaße den Hopfen nehmen muß, wird er bald gu- tes bald ſchlechtes Bier haben, weil der Hopfen bald mehr bald weniger Kraft zu würzen hat. Das Bier wird ſich aber immer gleich bleiben, wenn der- Hopfen beſtändig nac) dem Gewichte genommen wird.: Die Schwierigkeiten bey ſolcher neuen Einrichtung beſtehen mehr in der Einbildung, Der Verkauf des Ho- vſens nach dem Gewichte geht geſchwinder und leichter von ſtatten als nach dem Maaße, Man kann in einer Viertelſtunde mehrHopfen wägen, als manin einem gan» zen Tage und länger meſſen kann. Das Meſſen des Ho» pfens erreget gern Streit zwiſchen Käufern und Verkäu- ſern. fe Ww" zum 9 Gag! y (m u 090 wi fue 085 M 147 1108 pw 1718 fun 7 10 16 Dau im(nd pride, wnn) Mmm) Ya Wech jim Dull) ih u th Gh hnf Df (mvh Un dh Ohe (nd un) 1m)yal ynguh Wh M dm nil ei m, 24 Oy men und buy 16bis 24 Ch pfen müßte ny erfaufet Wird" 1thümer auf 1, Dürfte ey Immen Etauy darauf legt, uſe und Räth Aufſchütten yy Die lande Unftig de auſgehoben, u) olle, Dit ip daher anttehy verfen, wilt ' Je mehr mh nnet daby, vy en gewiſſen 31 nn? Zu Hin d Guß, mt) nach dem Gh Id er bol er Hopfen he) n hat, I ben, wenn chte Genom von Einrich) Berfauf des hs der und leit nv fann in am in einem ga Meſſen des Dv „nund Berfä fert: Zweytes Kapitel, 2324 fern. Bald wird zu viel, bald zu wenig in den Scheffel gedrückt. Das Gewicht ſtillet alle Hader; iſt auch der Gerechtigkeit gemäßer. Das Heu wird z. B. in Ber- lin und mehreren großen Städten nach dem Gewicht verfauft. Wo es Fuderweiſe verkauft wird, da muß Käufer oder Verkäufer gewiß verlieren. Wo ſollen aber alle Säcke zum Einpacken herkommen? Wo nimmt der Weinbergsbeſißer alle Gefäße zum Wein Her, wenn er ihn nicht gleich vor der Preſſe verfaa- fen fann und will? Es kömmt mit der Einrichtung der Säe nur aufs erſte Jahr an. Bey dem Verfau- fe des Hopfens läßt Verkäufer den Käufern die Säcke z die Brauer, wenn ſie die Säcke nicht mit bezahlt ha- ben, können ſelbige nach dem Verbrauche des Hopfens zurückgeben, oder wenn ſie, mit verfauft worden ſind, kann man bey den Bauern wieder Säe zum Kauf bekommen. Die an den meiſten Orten gewöhnlich ſchlechte Aufbewahrung des Hopfens hat Gelegenheit gegeben, auf einen Extract zu denken, und ihn nach Art der Bouillontäfelchen oder trocknen Potagekuchen in Bex reitſchaft zu haben. Mit 1 Klaſter Holz können 69 dresdner Scheffel Hopfen in kupfernen Brau- oder ans dern großen Keſſeln ausgefonet ſind, muß man ſolche mit einem ſcharfen. Meſek auf den Stangen it ſo lan- ge Stücken zerſchneiden, daß bequeme Bundlein zum Wegpacken unter einer Bedachung ſowohl, us zum Schneiden iu der Hexelläde davon gemacht worden kön- nen.. Das Einbinden muß in den Früh» oder Abend- ſtunden geſchehen, weil ſonſt die Blätter bey heißer Tageszeit zu ſehr verkrümelt werden, ſo wie man ein altes leinen Tuch unterlegt ,. um die vom. Einbinden abgefallenen oder zerfrümelten Blätter, als den beſten Theil, nicht zu verlieren, Die Lämmer werden von dieſen Blättern fett; wenn ihnen die Rantenbündlein + m. 224 Ziveytes Kapitel, im Stalle vorgelegt werden. Für die Milcen und Kittelnz ſo wie ſie aus dem Garne anc< Sackieinwand und Strie machen. Hr. Schißler, Auſcultant im Kön, Schwed. Hofgerichte, hakte die Begierde, das Verfahren ſei» ner 2andsleute ſelbſt zu verſuchen, wie dayon die Be» ſchreibung im 13, B,. der überſ, Abhandl. der Kön« Schwed. Acad. d Wiſſ a. d. J. 17509, S. 2320 ſſe zu ſinden, Er nahm nämlich eine ſolche Parthie Ho« pfenranfen, als man Lein nimmt, um 1 Pfund rein geſchwungenen Flachs zu bekommen. Er legte ſie den Winter über auf das Dach eines Viehſtalles, nahm ſie im Marz herab, und trocknete ſie ineiner Badſtube. Als ? (m Ys ſehn ATL ae 1.1 UL, u,"8 nN(ufa [m hin! vin S0[ Auf Dy 1.110 u fe Ad | Mn | wm Zuſtu Gn, M fung Viſb ſeo, DANN 10.074 10100.) Juf ity (AN ſe| MU WH" jo,| | wh u | bn 1797 |] Nh Wirt Veh ji Kane) Milchkühe yy ein zerſchnitty nterfutter wn Gegeben, Yj 1 Viehe dien) ß man es ift ur als einf 41 ewöhnlich 1 geben, un yz zu könnin, fenranfen aut iſt bey den Ei Mebelpad, y in Gewohnt) hernach wie geben ſie ſein webten Echt Hauffädu| her, Die" zeit die Dat iſchen 2andiu! icht viel, 6! , und brad? Kitteln ſu! nd und Gilt 1 Kön, Ehm Verfahren davon die jand!, der Kw 50, GS, 260) wäre es am beſten, die Ranken in der Länge des Hanſs zu zerſchneiden, ſie in. Bünvlein zu binden, und fie hierauf im Frühjahre, gleich dem Hanfe, einzuröſten. Es iſt gar nicht zu. zweifeln, daß wenigſtens bey uns nicht aus den Ranken Strie ſollten verfertiget werden können, die an Däuer und Feſtigkeit die hänfenen weit übertreffen. HRugvgater IV. B, LTb, P„36 2.206 Zweytes Kapitel. In England ſeßte die neu errichtete Academie zu kondon, 1.761, einen Preis von 25 Pfund Sterl, dar- auf, wer daſelbſt dergleichen Leinwand, wie in Schwes- den, aus Hopfenranken verfertigen würde, Unſer Landvolk macht zur Zeit/ außer der oben gemeldeten Viehfütterung, von den getrockneten Ranken keinen andern Gebrauch als ſtatt des Baſtes oder Weiden damit zu binden. Beſonders werden ſie zum Binden des Reisholzes, zum Anbinden der Bäume, und.bey dem Pfropfen und Oculiren gebrauche; ſie müſſen. aber vor dem Gebrauche einen halben Tag im Waſſer eingeweichet werden. Zu zarten Bäumen und Zwei- gen werden die eingeweicht geweſenen Ranken geſpal» ten. Werden ſie bey dem Aufbewahren trocken ge- halten, bleiben ſie zehn und mehrere Jahre tauglich. Daß der Hopfenbau Ländern, welche keine Wein- ſondern ſogenannte Bierländer ſind, unentbehrlich ſey, bedarf keines Zweifelns. Eine andere Frage iſt es aber, ob der Hopfenbau an ſich, und einzeln betrach« tet, ſeinem Erbauer ſelbſt einträglich oder gar nach: theilig ſey? Man findet hierüber eine genaue Unter- ſuchung in der ökon, Encyklopädie aus dem 8 2 St. der fon. Nachrichten, und wovon das Reſultat für den Hopfenbau auf dem Lande dieſes iſt, daß er ſeinem Erbauer nußbar ſey, jedo<) mit den Einſchränfun- gen: r) wenn er gutes Gelege hat, d.i, wenn die Seßo- linge zur Anlegung des Hopfengartens von der beſien Art genonimen werden, 2) guten Boden, 3) gute Ver- pflegung hat, 4) wenn das Gut ſtark genug iſt, die Beyhülfe, d. i. die zur Verpflegung des Hopfens er- forderten Leute und Geſpann ohne beſondern Nachtheil zu leiſten, und wobey hinlängliche Hofdienſte die Haupt- ſache ſind, und 5) eigenes Brauweſen hat, aud) end- lich! 6) nicht tief in Oneribus publicis ſte&t. J<< muß noch hinzufügen, daß zu einem ſtarken Hopfen- baue, 0 uy | ews | furn! 4 |(ruh| | uc! W | Wwyjm | Uf NEAN, ebung | Aut ge Zu gem 1 El (4 mhm; Windau UN Inwuh] u Dh Cmpnſcht 1.000 (m, Mt fuſnoh m NEN 110.0 jut nnt iW) M hu MDT ſy, m Wd den ande Opfiſcht veſt h Vfiede Ww. WT vm rig bie Iondy ete Aeodemity fund Stal ), Wie in Schu würde, Un oben gemeldet 1 Kanfen fim tes oder Vety 1 ſie zum Binty Zäume, und et; ſe miſy | Tag im Deſt wumen und Zw n Rayen zeh) ahren trod 4 Jahre tauzli) velche feine Bit unentbehrlih|! dere Frage ſ1 1d einzeln bett < oder gar 1) ne genaue Unt 18 dem 82 61) Reſultat für! +, daß rf en Einſchrin!! ), j, wennditG! ens von de! WW oven, 3) gut rf genug If? g des Hopf" ſondern Jah) fdienſtedie gu on hat, aug jieis fiedt, v 1 ſtarken"" Gewürz und Handelsfräuter. 227 - baue, wenn er einträglich ſeyn ſoll, noch ein erfahr- ner und fleißiger Hopfengärtner oder Hopfenwärter er- fordert werde, der entweder, wie es in England ge- bräuchlich iſt, gegen ein billiges Deputat und 2ohn entweder allein, oder mit:Beydülfe einer beſtimmter Anzahl von Leuten, die z. B. beym Hopfenpflücken, Trocknen u, ſ. f, von der Herrſchaft zugegeben werden, alles beſorget, weil ohne einen ſolchen Mann bey Be troibung eines ſtarfen Hopfenbaues eben ſo wenig was Rechtes herauskommen kann, als bey einem Weinber- ge ohne Weinmeiſter, Diejenigen, welche Hopfen- gärten in England halten, vergleichen ſich gemeinig- lich mit den Hopfenbeſtellern, daß ſie für 3 bis 4x Pfund auf jeden Morgen die Beſtellung des Erdbodens übernehmen. Darunter verſteht ſich die Sommer- und Wivnteraufgrabung des Erdbodens, die Beſchneidung und Beſchickung des Hopfens und der Hügel; das Stangenſeßen und Anbindenz allerhand Arbeit, zu verſchiedenen Zeiten die Hügel zu hacfen und zu erhö- hen, Milt auf den Erdboden zu verbreiten, und was ſonſt noch an Arbeit vorfällt, Das übrige, als ven Miſt auf das Feld zu ſchaffen, den Hopfen zu pflücken undzu tronen u,.ſ. f. verrichten andre Leute- Ferner iſt auch) noch dieſer Grundſaß, wenn es, außer dem Verbrauche des Hopfens zu eigenen Braue- rey«n, auf den Verkauf abgeſehen ſeyn ſoll, anzuneh- men, daß erſt alsdenn ein Hopfengarten recht nüßlic) ſey, wenn er noch zwey andere, einen auf dem Boden, und den andern an baarem Gelde ſeines Beſikers zur Beyhülfe hat. Denn wenn ber Hopfen aus Armath „Jahr für Jahr verkauft werden muß, ſo haben die Aufkäufer den Nußen, die Hopfenbauer aber den Sch- den. Die Verſchiedenheit des ſteigenden und fallen- den Preiſes des Hopfens richtet ſich nach dem Abfall der Aerndten gegen einander.„In einem Mißjahre P 23 Fanr 228 Zweytes Kapitel. kann der Hopfen viermal theurer, als in guten Jah» ren ſeyn. Der Höpfenbauer muß alſo inſo guten Um- ſtänden ſeyn, daß er mit dem Verfaufe des Hopfens einige Jahre anſtehen, und ven in dem Hopfengarten verwendeten Verlag öhne gegenwärtigen größten Mach- -theit miſſen könne, Er muß alſo auch ſogar bey Mit- telpreiſen, die er nicht verwerfen kann, ſich) niemals völlig aus dem Vortheile geben, ſondern allemal einen ſo guten Vorrath behalten, daß er, bey gänzlichen Mißjahren die im Garten ausgebliebene Aerndte auf dem Boden gewinne. Und diernach muß man ſid) das Verfahren vieler Gutsbeſißer in Böhmen erklä- ren, wenn ſie den bey ihnen ſehr ergiebigen Waizen- "bau einziehen, und dagegen den Hopfenbau erweitern. Eie bauen auf 1 Stück Land von 1 Scheffel Ausſaat, ao bis 80 Scheffel Hopfenz und obgleich von dieſem dor Scheffel gemeiniglich auf der Stelle nur 12 böhmiſche 'Groſchen gilt, und ſie bey ſo!c im Hopfen- baue ſorgfältiger, und in Berechnung des Auſwandes dazu genauer, als eben daſelbſt, ſo kann man bey uns, Beſage des vorhin bengebrachten Koſtenaufwandes auf den Hopfenbau ebenfalls aynehmen, daß alle Jahr der ſechſte Theil der Hopfenſtangen, zur Unterhaltung ihrer Vollſtändigkeit, neu angeſchaſſt werden müſſe, welches dann bey' unſerm immer mehr einreißenden Holzmangel den Hopfenbau immer beſchwerlicher machen muß. Dies iſt auch die Urſache, daß ſo viele Oerter bey ihrem beſten Hopfenboden ihren ehemali- gen ſtarken Hopfenbau haben einziehen und davon, gänzlich abgehen müſſen. Mir ſelbſt iſt die Luſt dazu vergangen, da ich vor etwan 20. Jahren ſehr geneigt war, damit ins Große zu gehen, nachdem ich dur mancherley Verſuche herauszubringen geſucht hatte, wie die Hopfencultur aufs beſte zu betreiben ſey. Es begegnete mir überdem die gemeine Folge der Holztheurung, daß mir von diebiſchet; Leuten zur TIadhtzeit die Hopfenſtangen weggeſtohlen, und da ſie troFfen ſind, von ſolchem Geſindel zur geſchwinden Feuerung, gleich) verthan wurden, daß eine anzuſtels lende Hausſuchung die Diebe nicht offenbar werden laſ»- ſen konnte. Cin ohngefährer Zufall brachte mich enda lich darauf, alles Werdruſſes wegen des Stangenſteh- lens überhoben zu ſeyn, und ſtatt des Stangenhopfens Baumhopfen zu erbauen, Von dem Stangenhopfen waren durch den Wind Saamenkörner an einen nahe ſtehenden Haſelſtrauch hingetrieben worden, welche nach dem Aufgehen gute Ranken hervorbrachten, an welchen nach einigen Jahren recht ſtarke Häupter er» wuchſen, Und da dieſer Haſelſtrauch davon am Er- frage der Nüſſe nicht gehindert ward, ſo ließ.ich ihm ſeine- | | 0 (in(uu“ a vor M„6 gun |" pp NE 00 da y mi inh „a Ou guuhur 7 di 0 gpu! jet mi hrt) ſa, mn win, 4 m Ih Sulurherbi eim, Da te hhyd <.<=>= <== 4 Day fn, mal NNN Apt nhl ie)"ij Wit| wih, din,"' weren in Belt, um des England, u) & im Hopfyy es Aufwandes 1 man bey und, jaufwandes af daß alle Ieh e Unterhaltung werden miſe jr einreißen he, daß rid Ihren ehem yen und dew iſt die Wuſtdjs ven ſehr qeniy , nachdem 1) bringen geſug! ſte zu betet gemeine Zy ſcher; deuten zt Yen, und dN! ur geſchwind 1ß eine anf onbar werden!) rachte mich es 5 Stangenſih) Stangenhop Stangenho" won einen 10) worden, vis vorbrachten,' „ke Haupt ) davon am 8? 9:04 fi Gewürz- und Handelsfräuter, 231 ſeine Hopfenranken, welche ohne die geringſte Pflege endlich dahin kamen, daß beſagter Strauch jährlich über einen Scheffel der beſten Hopſenhäupter abgab. Hierzu kam noch, daß einſt der Honigthau einen völli« gen Mißwachs des Stangenhopſens hieherum verur- ſacht hatte, weßhalb die Bauern, welche zur Saat- und Aerndtezeit ſich ihr eigenes Getränke in ihren Häu- ſern zu bauen, die Freyheit haben, den in ihren nah» gelegenen Ellernbüſchen wildwachſenden Hopfen, der in ſolchem Jahre nichts gelitfken, theils zu ihrem eige nem Gebrauche, theils zum Verkauf auſſuchten, weit gedachter Mißwachs einen hohen Hopfenpreis zuwe- gegebracht hatte. Dieſe leßtere Bemerkung brachte mich vollends zu dem Entſch!uß, meinen Stangenho- pſen, den zu meiner häuslichen Conſumtion bisher un- terhalten, eingehen zu laſſen, und dagegen an dem am Gartengehege befindlichen Haſelſträuchern und Hollunderbäumen Hopfen anzulegen. Da ich mich erinnerte, daß ſchon eher, als im vorbemerkten Jahre der hieſige Buſchhopfen vom Honigthaue nichts gelit- ten, während der hieſige Gartenhopfen vom Honig- thaue verdorben geweſen, ſo konnte hierin keine andere phyſikaliſche Urſache erdenken, als daß die Blätter des freyſtehenden Stangenhopfens durt werden. Denn wenn die Hälfte der Hopfenblätter nurgeſund blei- bet, ſo ſind dieſe ſchon hinreichend, die Ranke zu ernäh» ren. Eben dieſes gilt auch von den Hopfenblücthträgern. Werden dieſe nur zur Hälſte von den Baumb/ättern geſchüßet, ſo können ſie blühen und ihre Früchte ſo ausbilden, daß die Häupter noch einmal ſo groß wer- den, weil die Ranke ihre Kraft nun auf ſie allein an» wenden kann. Hierzu kann auch kommen, daß die P 4 Baume 232 Zweytes Kapitel. Baumzweige ſich leichter vom Winde bewegen, und daher mittelſt des nächtlichen Thaues den Honigthau mehr, als die Hopfenſtangen abſchütteln. VWielleicht thut auch dieſes was zu? Sache, daß die Baumho- pfenranken ſehr von einander entfernt ſind, da ſie hin- gegen in den Hopfengärten dichte nebeneinande«: ſtehen, und durc) ihre eigene Ausdünſtungen ſich einander ſchaden, und fich hiemit zur Hervorbringung oder An- nehmung des Honigthaues empfänglicher machen, Der ſtarke Ertrag des Baumhopfens aber erklä- ret ſich aus der vorhergehenden Theorie des Hopfen- baues, da geſagt worden, daß die Hopfenſtangen, welche oberwärts ſich ein wenig ſenken, mehr tragen, als. die ſchnurgerade ſtehenden Stangen. Der Baunm- hopfen erhält an den Gipfeln der Zweige eine noch mehr liegende Form, die man den Stangenhopfen auf Feine ſole Weiſe verſchaffen kann. Jener kann ſich auch in feinen Knauel verwandeln, weil der Baum mehrere Zweige hat, in welche ſich die oberſten Sei- tenranfen der Hauptranfe,“oder die ſogenannten Träe ger derſelben, überall in die mehreren Zweige zer» ſtreuen, und ſich auf die vorkheilhafteſte Art aus ein» ander ſperren können, Iſt es wohl möglich, dieſen Wortheil dem Stangenhopfen zu verſchaffen? Wollte man vie Stange zu einer mehr liegenden Form des Hopfens ſchief in die Erde ſtecken, ſo würde ſie von ber zunehmenden Laſt des Hopfens brechen, oder aus ber Erde hopausſpringon, und umſallen, wie ſolches öfters in Hopfengärten gefehen wird. Auch fann man es an feiner Hopfenſtange zuwege bringen, daß der Ho- pfen abwärts ſich ausſperre. Hierdurch wird aber die mehrere Tragbarkeit der Hopfenpflanze verhindert, da der Gipfel in einem Klumpen, innerhalb deſſen keine, oder ſehr ſchlechte, übel“ichmecende, unreife Häupter erwachſen, zuſammenbleiben muß. Siehec man aber einen 0" (m weſs Fb vorwfds MUL nh! Aude ges „indu| vivo bin, Aufi ppf u bout vo fi, Dl ve hilt Gunzſhn huch,) ubi m fu Nude Aan Ae Ei Ih afin: Rſ,0 EN ved End A ad, 10,0'M wn,| vs ſu] epn] e Denwegen, wW den Vonigthy eln. Vilih aß die Deunhy ſind, da ſe hh neinander ſhy jen ſich einany "Ingung oder Jh; her maden, opfens aber afl orie des Hyfy e Hopfenſtung en, mehr uh en, Der Oy Zweige eine md tangenhopfu Sener Fand weil der Dy vie oberſten Eb ſogenannten 2 even. Zweig jp (eſe Art aus Wb [ möglich, ft doffen? Du enden Form ſo würde ſu Ww rechen, oden Men, wie fe Auch fam! gen, daß dens! >) wird ot W 0 verhindert) alb deſet feln) unveiſe Hip > jeht m nN (In Gewürz- und Handelskräufer. 233 einen Baum, wenn er nämlich oberhalb weitauseinan- der ſtehende viele Zweige hat, mit ſeinen Hopfen an, ſo iſt es eine Luſt zu ſehen, wie ſich alle obere kleine Sei- tenranken des Hopfens umher verbreiten, und hie und da Überall die Träger zerſtreuet liegen oder hängen, daß überall gleich große der Luſt und Sonne ſreyſtehende, Häupter gefunden werden, vorausgeſeßt, daß die Ho» pfenbäume frey gegen die Mittagsſeite ſtehen, und nicht von vorſtehenden höhern Bäumen beſchattet wer- den. Man kann leicht denken, daß dieſe Methode den Hopfen zu bauen, in einem Lande ſehe allgemein wer«- den könne, weil ſie, außer der Stangenerſparung, faſt die halbe und allerſchwerſte Hopfenbauarbeit, das Stangenſeßen und Ausheben der Stangen, ihr Aufs bewahren, Hin- und Hertragen ader Fahren; ganz entbehrlid) macht, Cs fann auch zugleid) mittelſt die- ſer Methode in einem Lkande-mehr Hopfen erbauet, und hiemit die Einfuhre des auswärtigen Lopfens gänze lich aufhörend gemacht werden, Denn wo nur guter Boden iſt, oder wo jolcher, falls er es nicht iſt, beſa- ge vorhergehender Hopfenbautheorie doch dazu gemacht werden könnte, fann jeder. Bauey in ſeinem Garten oder andern eingefriedeten Pläßen, an den Rändern der Wieſen, Gräben und Feldwege, Hopfeubäume unterhalten, und fich ſelbſt daraus einen ſo leichten, als gewiſſen Privatnebengewinnſt, dem ganzen Lande aber großen Vortheil verſchaffen, A. Die Hopfenbäume, Die Bäume, an welchen man den Hopfen er- ziehen will, müſſen theils ſolche ſeyn, welche an und vor ſich nicht allzu hoch wachten, theils ſolche, die durch Köpfen oder Behauen(Schneiteln), naß Noth- durft furz, und in ſolcher Form ſo gehalten werden P5 fön- 234 Kapitel. können, daß das Abneßmen des veifen Hopfens leichk und ohne Gefahr geſchehen könne, Unter Bäume und Stauden ber erſten Ark gehö- ren: rt) Der Slieder- oder Hollnnderbaum, der überall, wo es nicht zu tro>ken iſt, leicht fortgehet Man muß die Ausſchößlinge oder Wurzelbrut von Zeit zu Zeit! wegſchoffen, damit nur ein einzelner Baum aufwachſen möge. Man kann auch die Aus- ſchößlinge Buſchweiſe wachſen laſſen. 2) Die Haſelſtaude, mit welcher auf gleiche Art verfahren wird. 3) Weißlöber, Maßeler, Hlaßholder, Acer campeſire L. iſt eine Hecfenſtaude, wächſt aber auch zu einem kleinen Baum, der ſchön gemaſertes Holz giebt, und deſſen Wurzeln, weil ſie geflammt ſind, zum Auslegen dienen, 4) Der Sanlbaum, Alnus nigra oder Fran- gula, wird ſelten über 10 bis 12 Fuß hoh, in der Die aber ſelten über 4 Zoll ſtark. Sein L2aub wird vom Horn- und Schaafvieh unter allen am liebſten ge- freſſen. Es vermehret den Scaafen die Milch, rei- niget die Säfte, und iſt ihnen eine ſehr gute Früh- lingskur. Die Lämmer befinden ſich aufs beſte, wenn ihnen die mit den Blättern getro>nete Reiſer im Stal- Ye gegeben werden, Unter die Bäume der andern Art ſind folgende zu rechnen: 1) Die Weiden, welche kein brüchiges Holz haben," Denn die ſogenannte Kna>weide, Sprokwei- de, Beuchweide, Salix fragilis L, taugt nicht zum Hopfenbau, weil die Zweige von der geringſten Laſt und vom Winde abgebrochen werden. Auch muß man 0" WD vw, hin Wtndh wilde beid „Dm petudy hy im Win (rh vih der heb au we a WÄ, Zeyen Wp I Ay pid fi (m jg) 00 pu Opfebiu Kur (umf) niſche (my ja,' i 0 nl hom Ci, jd m m iN ih( | jim NN! let dym Winne] fn dont ON Wm ])| hy (17M Nh Hopfen litig erſten Art gy nderbaun, , leicht forth 1m nur ein ein vn auch dieſs ' elcher auf eh !, Maßhelde wude, wihſh x ſchön gemaſe)) weil ſie giflum nigra obe fw Fuß hoc, m! Sein Zau mt) Con am liebſten! en die Milt," 10 ſehr gutt Jh h aufs beſit, 911 te Reiſer imCw Art ſid fehr? in brüchig?! hy weide, Gprett taugt nigt 7 er geringſten! ven. Au 1 nN. Gewürz- und Handelskräuter. 235 man die Weiden, die einen geraden Stamm machen, denen, welche zu niedrig wachſen, vorziehen, unter ven hochwachſenden Weiden aber diejenigen erwählen, welche breitblättricht ſind, z. B. die Lorbeer blättriche te Weide, Schaaſweide, Baumwollenweide, Salix pentandra I1., ferner die-Palmweide mit breiten Blät- tern, die dem Bienenſtande zum Beſten am erſten un- ter allen blühet 1c- Dergleichen breitblättr! hte Wei- den haben außer dem mehreren Schüße, welchen ſie, wie oben geſagt worden, dem Hopfen wider den Mehl- thau leiſten, noch den beſondern Nußen, daß die Zweige mit den Gipfeln der Hopfenranfen zugleich ab- geſchnitten, und nebſt ſelbigen, nac) abgepflüktem Hopfen getronet werden können, um an dem Laube ein ſehr köſtliches Viehfutter, nebſt den Hopfenblät- tern zugleich zu haben, Hiernächſt kann auch der ge- meine 2andmann am geſeiywindeſten mit den Weiden zu Hopfenbäumen auffommen, weil er nach bekann- ter Art nur die Weidenſtangen oder Seßlinge an den bequemſten Ort einſtecken kann. Dieſe Stangen müſſen aber nicht über 5 bis 6 Fuß Höhe außer der Erde haben, und man ziehet ſie am beſten, wenn ſite oben in zwey oder mehr Arme ſich ausſperren, da man nämlich vom Stamme zwey Hauptzweige, auf jeder Seite einen, ausgehen läßt, welche mehr ſchräg, als hoch) gehen müſſen, damit theils die Hopfenranket eine durchgängig mehr liegende Form bekommen, und der Hopfen zuleßt, mittelſt Anſeßnng einer Leiter, deſto leichter abgenommen werden können. Dieſerhalb ſchnei- telt man alle Herbſte oder Frühjahre ſo lange, bis die beyden Hauptzweige die beſchriebene Form gewinnen. Sind die Arme zu!ebßt ſehr lang, und ziemlich ſtark ge- worden, ſo kann man ſie am Ende ſtüßen, daß ſie ge- rade in die Höhe junge Lohden auswerfen müſſen, an welchen die Hopfenranken nach Willfühv auf- und nie Der: 236“ Zweytes Kaptitel. dergehen können. JInmittelſt darf man bis zur Ge- winnung ſo ſtarker Arme mit Anlegung des Hopfens nicht warten. Die Weide kann im Anfange gerade in die Höhe gehende Aeſte zum Anklettern der Ranken haben ,. vbadurch der Frucht die noch nicht zu ſtarken Heſte doch niedergebogen werden, Neben dieſen aber richtet man ſchon ſein Augenmerk auf die Gewinnung ver beyde3 Arme, weil doch zuleßt die übrigen Aeſte ſo ſehr in die Höhe wachſen würden, daß man den Ho- pfen ohne höchſte Mühe und Gefahr nicht würde ab- nehmen fönner. Zuleßt werden aber dieſe gerade in die Höhe gehenden Aeſte weagehauen, und den beyden Aermen bhiemit Plaß gemacht, welche denn den Hopfen der Sonne mehr frey ſtellen müſſen. Wollte man aber dieſe Methode ſich zu langweilig bedünken laſſen, ſo müßte die eine Hälfte der gerade in die Höhe gegan« genen Weidenäſte, eine nach der andern, umwechſelnd abgeiöpfet werden, um immer daran ſolche Aeſte zu- haben, welge nicht zu unmäßig in die Höhe gehen, und ſo mit das Abnehmen des Hopfens beſchwerlich machen fönnen. 2) Die Pappel ober Pappelweide iſt eben ſs ſeicht und.auf der Art, als unſere gemeine Weiden fortzu- vringen, und wegen ihver breitern Blätter zur'Bede- Eung der Hopfenranken, und zur Biehfütterung vor- züglich zu empfehlen. Sie muß ebenfalls mit Armen nah und nad) gezogen werden. Die ſogenannte ita« lianiſche Pappel, welche als eine Varietät aus der kombardie na; Frankreich, und von da bis zu uns, gefommen, und welcher man fälſchiich einen beſſern Waenſtühle gefunden werden, Der Unterthan auf dem flachen Lände in der Churpfalz hat fein ander Holz, als Rüſtern. Er pflanzet es ſorgfaltig an Wieſen, Gärten und Nändern, und hat gleichwohl davon hinlängliches Brenn+ und Schnittholz. Es wächſet zwar langſam im Scaſte, aber ſehr gut in die Aeſte oder Ruthe, ſo daß es eben fo viel Ruthen, als ein Weidenbaum, vas in der Güte aber zweymai beſſer iſt, giebt. In einigen ſächſiſchen Gegenden nimmt man auch von den Rüſtern durch€ iden und Dutt vet werden, 7 Gprößlingy ſaat als die! ye des May- worde Ga Sgeſaet, un) y ungen Pfl! legt vd Gewürz- und Handelsfräuter, 235 ſändiſche. Rüſtet mit großen ſcheigten Blättern, wo» mit die Holländer ihre Straßen und Alleen beſeßen, und von ihnen Ypern gonannt werden, übertrifft an ſchnellem Wuchs und Schönheit alle andere Rüſter» oder Ulmenarten. Denn man bat fingersdi>e Stämm- geworden, und doch ein hartes zähes Holz haven, welches gelb wie Bud)sbaum iſt. Dieſer Rüſter wird in Hamburg häufig in den Baumſen die zrößte Zierde unſrer Gärten, und in manchen Gegenden werdea ſie ſtarf in Gehegen zu Schlagholz oder Stommlodven, und in lichten Holzungen zu ſo- genannten Kopfbainbuchen gezogen, die alle 15 bis 16 Jahr ahgehanen werden. In leßterer Form fönnen ſie als wilde Männer, gleich den Rüſtern, im ertiern aber, wie die Eſchen und Rothbüchen, zum Baumzopjen erzogen werden, Die Fortpflanzung. der Buchen geſchiehet am beſten durch den Saamen, 10) Diegemeine Birke, Maye, Wunne- baum, findet ſich am meiſten auf einem hohen, fale ten"Boden. Sie läßt ſich aber, wenn ſie gleich ſchon etwas ſtar? iſt, ſehr gut auf einen warmen, niedrigen Ort hin verpflanzen, Ähre biegſamen Zweige ſchicken ſich vortreſfiich zu den Hopfenranken. Die Hantgzel- birfe, eine Rarität derj erſtern, ſchickt ſich gleichfalls ungemein wohl zum Hopfenbau, da ſich die Gipfel d.r Ranke mit den hangenden Zweigen zur Erde here abneigen. Man muß daher zu ſolchem Zweck die Han« gelvirfen zu einem höhern Stamm, als jene heranwache ſen'äöſſen, damit der Hopfen mit ſeiner Frucht nicht auf ver platten Erde herabzuliegen komme, Da aber die B:rfe zu dem lebendigen Holze gehöret, und nach "dem Ybhauen wieder ausſchlägt, ſo kann man ſie zum Beyuſ des Hopfenbaues, wie die Eſchen und Büchen behändeln, 43) Der Eller, Erle, Eiſe, iſtſchon ofen ber Gelegenheit des wilden Hopfens in hieſigen'Büſchen erwähnet worden. Sie kann durch den Saamen und HSgugvgter 1V,2,1.Th, H] Steck- 5 : 2 7 2447 Ztveygtes Kapitel, Steckreiſer vermehret werden, und liebet einen mehr feuchten äls tronen Ort. Sie muß zum Hopfen- bau wie die Bäume Nr. 4„ 9 und 10 behandelt werden. Man wähle nun nach jedes Orts Selegenheit eine Art von Hopfenbäumen, welche man will, ſo müſſen ſie ſo ſtehen, daß ſie, wie es ſchon oben geſagt vor» den, nicht von andern vorſkehenden höhern Bäumen verdeckt werden, damit die Hopfenhäupter der Sonne genießen fonnen, Denn obſchon vorhin-von der Ho» pfenranfe gedc-ens und übriger Ver- pflegung ( fepung NG NN em gif 59 pfl von gſeh fim u",| Gunz fe ard NE bes Dppfnha fim. I ma aud fe, ud qm Ar Geh) lem m da jug dul€ REN (11000! webe va fl it, mahl EN je u bbl Sn, und unvon am Eid ht Nah "ile din Wt dy Ma I aet Erftun y Vnlttg hej Woh Dehn et einen mh zum Dopy 10 behandit jelegenheitein ill, ſo müſſy en geſagt it hern Buumt er der Com n-von der Hy nbors auſ nn der Mitty nit der Dit te Gipfel m) 8 iſt mitt ven Doſtſtih ſeite micht nt einen biſſi bendigen Div chtede von dn t, Und es ſe) enhopfen,| 4 einander er Theorie Sekting? zu gleiches 097 de, den vem anzulegen Kelvigens von übriger D' pfeg Gewürz- und Handelsfräuter, 243 pflegung zur möglichſten Fruchtbarkeit zu bringen, iſt gleichfalis die nämliche beym Baumhopfen. Sind die Hopfenbäume noch jung und nicht all- zudicke z. B, Weiden oder Pappeln, ſo wird der Ho- pfenſtuhl vom Stamme etwa einen guten Fuß weit ab- zuſtehen kommen. Sind die Bäume ader zu alt und zu di>e, ſo wird der Hopfenſtuhi 3 bis 4 Fuß vom Stamme entſernt gehalten. Um aber die Hopfenran- Fe anzuweifen, ſtet man neben ihr einen Stock, der oberwärts eine Gabel hat, umihn damit an den Stamm des Hopfenbaues, den er einfiammert, ſchräg anzu- ſiämmen. Nach Beſchaffenheit des Baumes kann man auch einen geraden Stab neben der Ranke einſte- >en, und ihn an den unterſten Aſt des Baumes anle« gen, Hat man aber in Gehauen gelegtes lebendiges Schlagholz, als Eſchen, Rothbuchen, Birken, El- lern und ſo weiter, ſo dienen die kürzern Lohden dazu, den jungen Hopfen von der Erde auſzunehmen, und zu den längern Stangen weiter zu leiten, Einige Bäu- me, als die Hangeibicke, Haſelſtaude u.[ſ. f. haben. unterwarts herabhangende Zweige. Dieſe reichen ents weder von ſeloſt bis zum Hopfenſtuhle herab, oder ſie werden, mittelſt eines hölzernen Hafens, dergleichen ſich die Dbſtpflüfer zum Anziehen der entfernten Frucht«- zweige zu bedienen pflegen, an den Hopfenſtuhl heran» gezogen, und zur beſtändigen Feſthaltung mit Weiden unien am Stamme angebunden. Hat man alte Bäume mit Armen, oder ſo ge- nanntewilde Tänner, z. B. von Rüſtern, ſo wer» den die Hopfenſtühle nicht äm Stamme, ſondern et- wa gerade unter den Armen, wo ſie die Hälfte ihrer Entfernung vom Stamme haben,- angelegt. Zur Anleitung des Hopfens aber werden oben am Arme ein oder mehrere Zweige mit An Beile bis e:was über 2 die 1,“' 244. Kapitel. die Hälfte ſo eingekni>et, daß ſie bis zur Erde herab- Heyſen yangen, aber am Aſte noc) feſtſißen, und immer fort- ſnd y leben und grün bleiben. Dergleichen eingefni>te und meh immer fortgrünende herabhangende Zweige laſſen ſich ſom! jj auch bey andern Hopfenbäumen. die keine wilde Män» us ner vorſtellen, ohnweit des Stammes, z. B. bey pW | k Weiden, Birken u.|. f. zuwege bringen, daß man ud fl! | daher keines der Ranke beyzuſteenden Stabes bedarf, m hah! - Auf gleiche Weiſe kann ein ſtarker Aſt, 3. B. von*i- fet, ner Weide, ſo angehauen werden, daß er, mit dem Di 9! untern etwas verſtußten und ausgepußten“ Ende, an[1] 11 oder neben einem mehr oder weniger entfernten Ho»| may pfenſtuhle hinreichen, und deſſen Ranken aufnehmen 1,0 muß, um ſie in die Höhe zu führen. Man kann aber da ah aud) Weiden oder andre Bäume haben, deren Stan- in] «gen zu hoch geworden ſind. Werden dieſe durch An« Im y haue herab zur Erde geſenfet, ſo können ſie mehrere ve ſol! in dr Rundung umher entfernt ſtehende Ranken an- uw . fliettern laſſen, welche denn, da ſie bereits einen lan- du gen Weg gemacht haben, nicht allzuhoch mehr ſieigen ſept mud werden, zu welchem Ende ihnen auf dem Kopfe der va Ny ; Weide oder Pappe! nur kurze Aeſte dürfen angewieſen Oubilwar werden. Die Erſaßrung wird für jeden Landwirth,| teſhiel] nach der Lage ſeines Ort8, die beſte Lehrmeiſterin wer- ſen gehe] den, ſeine Hopfenbäume bald auf dieſe, bald auf jene| Oe al! | Art, ſich bequem und brauchbar zu machen.| Nut | Es kann aber dieſe Art, den Hopfen zu bauen, ft Eirich theils als neu,k mit Kunſt und Fleiß an lebendigem Ho'ze erziehen, ſo wie wir Nord- und Bierländer es zur Gewinnung unſers gemeinſten Getränfes, des Biers, in Anſe- hung des Hopfens ihnen nun auch nach thun können und ſollen. Jm Neapolitaniſchen ſind die Weinſitc>e an hohen Bäumen von 69 Fuß hod) und köber ange- heſtet, ſo hoch auch die WeinſiöFe mit aufwacyſ-"n- Die Bäume ſtehen in Linien zwiſchen ihren Feidorn an 30 Fuß von einander, werden alle drey Jahr von ihren ausgeſchoſſenen Reiſern abgepußt; ſo daß ſie ei- nen hohen Pfahl vorſtellen, und zu gleicher Zeit wer- den auch ihre Weinſtöcke nur behauen, da ſie ihpen einjährige Reben von 16 bis 20 Fuß lang laſſet. Von einem Baum zum andern hängen die Neapolita- ner ſolche Reben zuſammen, ſo daß die Trauben von unten bis oben an dem Baum hinauf, und von ginein s | | | von da mil (as(il) aus ſfwoh! get a bn 1 Eutin, | geſhen ]„ m lofy! und ba) „tode h ſchule gärt mitſ ins F unger | ' 1d der Hepy erathen, Y hpflanzung& den alten Wü meiniglic ſh wohl einfch qjadiget wir 'e, ſo dürft) 8 Maywonh |, und diy hr Oras eit t worden, H pien die M ten ſie ſem| 0 hie und.dehy 1, die Ruly Verluſt dew ie ohnehin bim et werden, DU xd von den Fb iQen mie iM erbſie nict, 16 fnapp iG 0) ; vorhin bert „iſt auer v6h 1, wenn(eh den Fühen b » Bläſſe, Ow mit Ellern 030 man gle 1 durc) eint ſet Hirten übern) Dieſe beſt) wilden Dop ys Die Objibaumzucht. 2,47 5 DB ſtocks von Zeit zu Zeit hinweggenommen, und wur einige Hauptranken gelaſſen werden, um dieſen de- ſto mehr Nahrung an der Wurzel zu verſchaffen. Die gewiſſcſte Folge hievon müßte dieſe feyn, daß die Häupter, die ſonſt vur kleia ſind, hievon die Gecöße des Gartenhopfens erreichen würden, F+ bfu Ebbe err Ferber due fr baff dur „Drittes Kapitel, Die Obſtbaumzucht. I) wir in Niederdeutſchland noch feinen Ueber- fluß, an Obſt haben, ſolches iſt havptſächlic) von dem Mangel der Baumſchulen herzuieiten, wor- an es keinem Beſißer eines nur mittelmäßigen Ga** tens billig fehlen ſollte. Man hat zwar Gelegenheit, aus großen Baumſchulen Bäume zu erkaufen; ſie fö. ſten ober Geld, und kömmt es aufs Kaufen an,(d gehts auch, wie man zu ſagen pflegt, leicht ans Dat- ven. Man befömmt auch nicht immer die verlangten Sorten, und maß ſich vielmals wohl gar von betrie- geriſchen Baumverkäufern Bäume ia die Hände ſpie- jen laſſen, die mit Waſſerreiſern geimpfet worden, und daher unfruchtbar ſind, oder aufs ſpäteſie erſt tragbar werden, Hat der gemeine Bürger und Bauer eigene Baum- ſchulen, ſo entſteht daraus, weil er kuſt zur Baum» gärtnerey dadurch bekömmt, die nächſte Delegenheit, mit ſeinen mehrern von ihm erzogenen Obſtbäumen ins Freye zu gehen, und überall Pläße zu größern Pflan- zungen aufzuſuchen z ſollten es auch zuleßt mit noch die Qa Straßen 248 Drittes Kapitel. Straßen und Feldwege ſeyn ,, um ſie mit Obſtbäumen zu beſeßen. Und dann erſt kämen wir dahin, wo die Engländer ſeit langer Zeit ſich befinden. Jhr Land har feinen Weinbau. Ihr vieles Obſt aber muß ſol- < en Mangel ihnen erſeßen, weil ſie ſich davon ihren Cider»oder Obſtwein zu bereiten gelernt haben. Wir Niederdeutſchen ſind nicht beſſer daran. Cs wachſen aber bey uns die beſten Obſtarten zum Cider ſo gut, wie in England, und wir dürften nicht ſo viel Geld ſür ausländiſchen Wein ausgeben, wenn wir ſo viel Obſt hätten, als zum Obſtwein erfordert* wird. Ge- genwärtig haben wir bey unſrer zunehmenden Volks- menge faum ſo viel DR? als zum Verſpeiſen nö- hig iſt, A. Die BaqaumſZule. . Die Baumſchule mag ſo groß oder ſo flein ſeyn, wie es immer ſeyn kann, ſo muß ſie dom nach einer- ley Regeln angelegt und unterhalten werden, wenn gute Bäume zugezogen werden ſollen.| 1) Man wählet einen ſolchen Plaß im Garten, der die volle Morgen- und Mitrtagsſonne hat, damit es den jungen Bäumen nicht an einem guten Triebe fehle. Das Erdreich darf weder zu ſett noch zu ma- ger ſeyn. Zm erſten Falle werden die zu frech wach- ſenden jungen Bäume verwöhnet, daß ſie beym Ver- pflanzen in'einem ſchlechteren Erdreiche nicht gut fortge- hen, es wäre denn, daß man es ihnen auf ihrem künf- tigen beſtändigen Standporie eben ſo gut verſchaffen könnte und wollte. Iſt das Erdreich der Baumſchule „aber gar zu mager, ſo verbutten die jungen Bäumchen ſchon in ihrer Kindheit, daß ſie hernach zu gar keinem rechten Wachsthum gelangen. Es wird aber die Baumſchule, die im Herbſte beſäet werden foll, etk- wan im Auguſt rajolet, oder tief genug REES -. dh qua! ſOwaty/ (4), 10| mai | mmi dam Ice) ve gen | Auſtigfält) Glimmt |(mon | wdh Ia HA | Et) | Simf | Weſen, diſh a, N het m einzi 8 Db fthumn jahn, wit 1, Ihm aber muß, d) davoy Ihm haben, Jy Es whſy | Cider ſoy, 0t ſo viel Oz) in wir ſoy te wird,(h; zenden Volk Zerſpeiſen 1) v ſo Flein ſen nach ent den, weng) aß im Oattt/ te hat, dam! 1 guten Tit) ft nod) zu m zu frech wel) ſie beym.Drr nicht gut ſett)! uf ihrem für) ut verſhft T Baymſihu! gen Beumd! zu gar feln wird aber. erden foll“ 1degtd(0, 9 unge j Die Obſibaumzucht, 249 Iſt das Land dürftig, ſo muß kein langer Strohmiſt zur Düngung hineingebracht werden, ſondern ſolcher Viehmiſt, der recht lange gelegen,“ und ſo vermoderk iſt, daß er zu einer ganz feinen Erde geworden iſt. Dieſer Miſt kann zum VWermodern mit Gerberlohe, Gaſſenkoth, Teichſch!amm u. ſ. f, vermiſchet, und von Zeit. zu Zeit nntereinander gearbeitet werden. Eini- ge nehmen Holzerde dazu, und preiſen ſie an. Bey mir hat ſie nie gut gethan, weil alle meine jungen Bäume, die ich j? geſeßet, von Holzmaden angegrif- fen worden, deren Brut mit der Holzerde in die'Baum- ſchule gefommen, 2) Hiernächſt muß man auf die Sammlung von allerley guten Obſtkernen und Steinen in Zeiten be- dacht ſeyn. Die von unreifen Obſte ſind zur Saat gänzlich zu verwerfen. Birnenkerne müſſen gang ſchwarz, die Aepfelkerne aber ſchwarzbraun ſeyn.“ Auch Kerne von wilden Feldbirnen, weil dieſe einen wei- nigten, herzhaften Geſchma> haben, und ſolchen gern den auf ihren Stämmen geimpften oder oculirten Bäu- men mittheilen, ſind gleichfalls zu empfehlen, Ueber- dem lehret die Erfahrung, daßdie auf ſolchen Feldbir- nen gebrachten edleren Sorten eine weit längere Dauer« haftigfeit haben, als diejenigen Birnbäume, die auf Stämme, die von ächten Birnen aus dem Kern er- zogen worden, gebracht werden. Die Obſtkerne aber werden abgewaſchen, getronet, und bis zur Ausſaak an einem temperirten Orte aufbewahret. Mit dein Steinen von Pfirſchen, Aprikoſen und Pflaumen wird es eben ſo gehalten, Steine von Mandeln müſſen ſol» k ſeyn müſſen, in weitere Reihen, und mehr ausgeinander verpflanzet werden müſſen. Die kleinen dünnen Schwächlinge aber werden wieder jo enge zuſammengeſeßer, daß man zwiſchen 3 Stämmen nur ſo eben nzit dem Spaden- ſtiele dur vor geimpfet worden, die beſten Iwergbäume ans Spalier genommen. Wolite man die Erſtiinge der Baumſchule zu Zwergbäumen nehmen, ſo würde man mit ihnen, ihres frechen Wuchſes halber nicht zum Zweck kommen. x3) Die 13) niht m“ up 14)“ ſhut ÜF x qu dh va Ui Gum Finya? Yun] Omum drm fuß, dH ih digen Deſen ze pf Ef" geſe Dr ſpoße aub ve Gita R inf Ooune 8 Zit, dy vie un alp Wine abe; faulen vin; jur Dey daher wur, niht, au te haltbare Ne lingty (en erden fommen"3, ſichen, ud) en von dem 1x . Die biſy fen die nänſih "118 aber Emp 1, und in Nie nur 1 Zul ' Bäumchen jenfommey, by 2. Clännty hen im Zah m Herbſt 1941 , außer den)) Comme 171 Steh hu Oe inge im Zahſ 0 daß die fit vi ſeyn miſc ber verpfut 1 Shwidlny ſehet, daß m it dem Gh ben nach dif 793 ſtehen, in) ränder geſch uit, enn Hep vergbäume at e Eſtinzen ſowärdenn (ber nicht zu 13) NN Die Obſtbaumzucht. 255 13) Die Stämmc mehr, als bey den mancherley Reinettenſorten, Man findet an ihnen die gewöhnliche Geſtalt und alles verſprechen- de Anſehen, welchem das Innere aber gar nicht ent- ſpricht.| Statt des zuFerhaften weinichten Geſchmac>s iſt es ein Apfel, der ſeines Namens nicht werth iſt, und die Tafel betrüget. Die Urſach iſt, daß er auf einen ihm nicht paſſenden Stamm geimpfet worden, „Zn Baumſchulen, deren Bäume zum Verkauf erze- gen werden, bekümmert ſich der Gärtner eben, nicht um ſolche richtige Zuſammenpaſſjung der edlen Reiſer und und Voſe ven N Grim! wl vis! R pat) veg | zu) |(ah | hi | dieb! | jeh zu ſe mi grölen u m) EN ni (u al Me bb der ſuſe? ihm ſmt jm) Y ſh) (m "hl m), Mitt (ſeh || * ume Hit von dem gw"Ww Dievon nith eſekte werde" hen, ſonden e abgebrodn u ſchwach un) gemeſſene(af ver auch dieſs tfen von Reh icte von den und verbſſat tenerenfun vas Beam nen Duitty (Ot als ein Zunge werdy T, und dan nach Beſch 3, Unddi" ) neben eint von ſehr yt er feinen Zu ſtart veröffit ſhmad mh) Man findt 8 verſprechen gar nit enb | Geſch mand ht wert) ji 1, daß er a npfet word, Verkauf et er eben, nid! edlen Seit! yy Die Obſibaumzucht. 259 und. der Mutterſtämme, weßhalb denn auch in dieſer Abſicht die eigenen Baumſchulen ſic) deſto empfehlba- rer machen. Cs, vienet das Verzeichniß der zu veredelnden Stämme auch noch dazu, größere Früchte, wie ges wöhnlich, zu haben, J< habe z. B. zu Erreichung dieſes Zwecks ſchon vor vielen jahren ein Borſtorfer Reis auf den großen weinſauern Apfelbaum geſeßt ge- hadt, und davon noch einmal: ſo große Aepfel, als die gewöhnlichen, gezogen. Der Mutterſtamm wird zwar. dier, als der Säugling. Es macht aber die- ſes nicht den Uebelſtand, wie im oben»beſagten umge- Fehrten Falle, und der aufgeſeßte Baum troßet auch eher dem Sturmwinde., Der Geſchmack dieſes ſo ver- größerten Apfels. iſt aber nicht der gewöhnlich feine, In Anſehung dieſes leßten Umſtandes traf ich es beſe ſer mic Stämmen vom großen Königs8apfel, als dem größten aller unſerer Aepfel, Dieſer hat einen feinern und mehr ſüßern Geſchmack, als der weinſaure Apfel. Der atif jenen geimpfte Borſtorfer Apfel hat daher nichtivpur feinen gewöhnlichen Geſc)ma>, ſondern iſt auch außerordentlich groß, und zum Tafelobſie unge- meint«prächtig. Der einzige Fehler iſt nur dieſer, daß der nach beſchriebener Art erzogene ſo große Bor- ſtorfer Apfel einige Wochen eher mehlicht und daher ab- geſchmact wird, als derjenige, der auf einen Stamm feiner Sorte geimpfet worden. Dagegen beſteht jein Worzug vor dieſem. aber au) darinn, daß er eini ge Wochen früher eßbar wird. Auch darinn empfiehlt ſich dieſer ſo groß erzogene Borſtorfer Apfel, daß er gegen die Zeit ſeines Mehlichtwerdens geſchälet und nach befannter Art gebacken werden kann, Ex bleibt ganz, und wird nur bis etwas über die Halfte in der Mitte zu 4 Theilen eingeſchnitten, da er denn die Schüſ« ſel eben ſo ſehr zieret, als der geſchälte geba>ene Bor- R 2 ſtorfer 260 Drittes Kapitel. ſtorfer Apfel“ allem übrigen Backobſte vorgezogen zu werden pfleget. * 18) Man hat vorgeben wollen, daß ein aberma- liges Impfen auf einen edlen Reis, die Frucht ver- größere.. Die Erfahrung iſt aber in ſo ſern dem Jm- pfen dawider, wenn nicht ein edles Pfropfreis, wels« hat. Hat man ferner z. E. Kerne von Feldbirnen, die nicht alle von eineriey Güte ſind, ausgeſäet, und ſeßet auf einen ih» rer Stämmchen ein Reis von der Bergamotte, ſo kann leßtere leicht weniger gutſchme>ende Birnen her«- vorbringen, Wird aber eben das vorhin gedachte Stämmchen erſt mit einem Reiſe von der Muſcateller« birne beimpfet, in der Folge aber die Bergamotte übergeſeßet, ſo wird die Bergamottenbirne einen mehr ſüßen Saft bekommen, Noch ſchmelzender aber wird ihr Fleiſch, wenn ein Reis von der Butterbirne, oder Beurreblanc zum Grunde geſeget worden. Mit der Beuregris iſt es eben ſo. Iſt ſte auf einen Stamm gerathen, deren Früchte ihrer Natur nach ſich mehr aufs Saure ziehen, oder ein zu brüchiges Fleiſch haben, ſo wird jene Birne es ſich leicht abſchmecken laſſen. Die. wiederhohlte Umimpfung mit einem Rei- qe fam) fih> (hv! (Oe (90 Wyfd,1 nich by Olm bey 1] Umimp| Wund uf: eſn ff; hieb; ſhape Heh und hi me her zu langen füh Ot geog ß ein aber ; Frucht vpe ern dem Tm: pfreis, wil ' zum Ory In der Ruſh edelten Ret: rflich größe uf Muſcath Größe erlav 'v Geſchmat es Impf angegeben n merfliy | Stamm gt annten eige Hat ma cht alle vin auf einen ip zamotte,| Birnen hit rhin gedadt! -Muſcatellew Bergamt ve einen mehr ver aber wird erbirne, abt n. Mit der inen Stamm ch ſich mt)! iges Fig „abſchmet mit elm 0,0 Die Obſibaumzucht, 261 Reiſe von einer mehr ſowohl ſaftigen, als zu>errei« k/bekommen, auf Som- meräpfelbäume zu ſeßen, damit ſie einige Wochen ſrü- her zur Zeitigung, und alſo zum beſſern Geſchmack ge- langen mögen, welches dennoch von mir nicht ver- ſuchet worden, R 3 20) Das 262. Drittes Kapitel. 19) Das Ausheben der Wildlinge und Aufnehe men derſelben in die Baumſchule, nebſt den Wurzel- ausläufern, wovon in manchen Gartenbüchern viel Weſens, als eines Weges zur geſchwinden Baumzie- hung gemacht wird, übergehe ic) gänzlich. Wer nur obenbeſchriebene Regeln von änlegung und Unterhal= tung der Saat- und Baumſchulen beſolget, erlonget gewiß gefündere und noh geſchwinder auswachſende Bäume, und bat gar nicht Urfach, ſic) nach andern Baumzuchtsmethoden ſonderlich umzuſehen. B. Die Veredlung der wilden Obſtbäume. - zwar oben geſagt worden, dali die Saak- ſchule einige Stämmen zeigen werde, weiche ſich durchjihr vorzüglich glattes, von Dornen oder Sta- eln befreytes. Holz und großes fettes Laub von ans dern unterſcheiden, und ſo gelaſſen werden fönnen, weil ſie länger, als die geimpſte Bäume dauern. Dieſe können aber vie wenigſten ſeyn, und tragen nur ſehr ſpät, weßhalb das Veredeln der Bäume noth» wendig iſt, um ſowohl ſrüher tragende Bäume, als auch allerley Obſtſorten nach Wunſche zu haben, Man hat aber in der Baumgärtnerey mehr dann eine Me- thode, die Wildlinge ächt zu machen, welche nach eins ander beſchrieben werden ſollen. A. A. Das Pfropfen. y Das Einverleiben eines zahmen Reiſes in einen Wildling oder zu verbeſſerndea Stamm wird in der Baumgaärtnerey Pfropfen, Impfen oderPelzen genennet. Dieſes Pfropfen geſchiehet aber entweder in den Spalt, oder in die Rinde. Im erſten Falle wird der Stamm, auf welchen das Reis geſeßet werden ſoll, in der Mitte geſpal- (4 we Qu 0,8 YIN 18 Rien 9.0007, Qu duu (m) iM kar uud? On hi zuß (nt ve niht"€ vun fid ſup [nd jn wenn ſh habn.) Matt, niht(9 gem, tig, ſt müſſen ju ſin? Und Aufnch ven Burzi, büchern vd en Bahmit ). Wer me ind Unterhik get, erlengt auswachſunt ) nach andity en. baut, on die Sah welcde(9 en oder Ely jaub von(hs erden Fönnit, ume daum), nd tragen uur Bäume neth Bäume, als hoben, Nan ann eine Mt: elche na)(iv [3 eiſe in eint 1 wird in dit [zen genen in den Gpalh ) der Stam) in der Mitt geſpa Die Obſtbaumzucht. 262 ſpalten, und das zugerichteke Reis in den Epalt ges ſtefet. Jm andern aber bleibet das Holz ganz, und die Rinde wird nur davon abgelöſet, das Reis aber zwiſchen Rinde und Holz eingeſte>et, A. A, A. Die Pfropfreiſer. Es iſt nicht einerley, die Pfropſreiſer zu nehmen, wie ſie uns in die Hände kommen, weil ſie ſo leicht gut als ſchlecht ſeyn können, Man hat daher folgen» de Regeln zu beobachten, x) Die zahmen Neiſer werden bey nachlaſtender Ralte etwan im Februar abgebrochen, jede Sorte aber in ein Bündchen mit einem angeheſteten Sortenzettel gebunden, und an einen Ort, wo die Sonne nicht, oder am beſteu, erſt gegen Abend hinkömmt, ins freye Land im Garten ſo eingeſchlagen, das ſie mit den Spi- ken aus der Erde herausſteßen, die Erde aber wohl anſchließen, damit ſie nicht vertrocknen. Kann man aber zu der Zeit noch nicht in die gefrorne Erde damit Hineinfommen, weil die Reiſer bey gelinder Witterung gebrochen werden wüſſen, und die Erde denvod) nod) nicht aufgethauet iſt, ſo kann man ſolche, bis die Er- de aufgeht, ſo lange im Keller in feuchten Sand ein- ſte>en, und hierauf ins ſreye Gartenland nach vorbe- ſchriebener Weiſe legen. Friſch abgebrocene Reiſer ſind zum Pfropfen weniger gut; ſie ſchlagen beſſer an, wenn ſie etwas von ihrem natürlichen Safte verloren haben. Cs verſteht ſich übrigens, daß man nach den Monathen) ſo genau die Zeit des Abbrechens der Reiſer nicht angeben könne. Hält die Kälte im Winter lan- ge an, ſo werden ſie ſpäter, verlieret fie ſich aber zei- tig, ſo werden ſie früher abgebro an dem ringlichen, fnorzigen Holze, Nimmt man WWaſſerreiſer zum Pfropfen, ſo wird der damit beſckte Daum nicht nur zu frech und wild wachſen, ſondern auch allzuſpäte ert tragbar werden. Nur die Bäu- me, die man einſt an die Landſtraßen oder zum Schu- ße der Gebäude wider Wind und Feuersgefahr zu pflan- zen gedenket, können, weil ſie Hauptbäume werden, mit Waſſerreiſern beimpfet werden. Dieſe erfennet man aber an ihren ſehr weit aus einander ſtehenden Augen. 6) Die Reiſer werden von der Mittags- oder Morgenſeite des Baums gebrochen, weil ſolche von der Sonne am erſten zur Zeitigung gebracht werden. 7) Zu hochſtämmigen Bäumen erwählet man Zweige, welche gerade in die Höhe getrieben werden z; zu Zwergbäumen aber ſolche, die mit einer ſchiefen Richtung aus andern hervorgewachſen ſind, weil ein jolches Reis künftig nicht ſo frech, als ein gerade aufge- ſchoſſenes fort wächſet, und für Zwergbäume nur ein ſehr mäßiger Wuchs erfordert wird. 8) Die Zweige dürfen'nicht durern Stämmen, welche ſebr klemmen, ſind Reiſer, die unten zweyjähri- ges Holz haben, vorzuziehen. Man kann daher an allen abzu- wn vg ;" fp' ſ uw wit vl fili) 0? Zu ſeher fe Aul u ver Unt D Yum wm| 6 | 6,05 1) 75 nta WR feld| Dee h Sieſhm 4 mn,] ve Dina man dd Erdiy) aber nh ſo prh Gegen baum,| Pflaum ebm ſpf fin vol | Öbthun by Frucht, nh verden fring fen fn, öße ere, alſo nicht vx ffen und verk Drittes Kapitel, pflegt. In ſolchem Falle muß der Stamm mit ei- nem Bande feſt gebunden, und. der Stamm bis zur erforderlicen Tiefe abgeſäget', oder mit dem Meſſer abgeſchnitten werden, Umaber dem zu tiefen Einreiſ: ſen des Spaltes zuvorzufommen, kann man den Band nod) vor dem Abſchneiden ein wenig unter dem Orte feſt binden; ſo weit man etwan den Spalt haben will. Der feſt angezogene Band läßt den Spalt nicht unter ſich hinabgehen. 8) Es iſt vorhin geſagt worden, daß die ſchwäch- ſten Stämme gerade, vie ſiarken aber ſchräg abge ſchnitten werden ſollen! Die noch- ſtärkern Stämme * aber werden gleichfalls ganz gerade geſchnitten, wenn auf ſolder aus- wärts mit der Rinde zuſammenpaſſen muß. Der Keil iſt oben gleichfalls dier, und gehet na) unten allimälig dünner zu- doch ſo, daß ſeine äußere braune Rinde, ohne ſich abzulöſen, ſißen bleibe, weil ſie den zum Anwachſen nöthigen Saft herbeyziehen muß, Man muß ſich alſo mit dem Abſchälen ſolcher inwen- digen Rinde gar nicht verſäumen, wie viele Pelzer an» rathen rahm? tragt? hne 16 Zun) ju ſehe ſan des 39 EU feht FIN ſh 1/9 NE ſufu Woſinf und zie 000 tes di 0% dini(gs al UH Andeds 6, vfl fe vom 6 u dit jm 8, X iſte by men 004 ſehmbig Cpuic; li< mi 13) Areſſet 4 >) Stamm mit 4, Stamm Hin mit dem Nj zu tiefen Eni; 1 man den ey unter dem hy Spalt habil opalt nicht inh daß die ſhy) ber ſcrig 1 arfern Ein ſchnitten, m ſoll“ My Epaltesbiem ) eines Keilsm Matten,(nn Flieder ſeyn fin palte etw Reſſer hers) ; wird beſſer 1! g erlernt wu nig zugeſni junere des Ein ſoll, etwas vw werde, de 71 muß. DÜ gehet nad) u ne äußere(ew bleibe, mil! erbeyziegen m jen ſolcher im? » viele Pehl 100 Die Obſibaumzucht, 274 rathen wollen. Jhre Gegenwart muß vieles zu ge: Tſchwinder Ueberwachſung der ganzen Pfropfſtelle bey- tragen. Es kann aber der. ſo eben beſchriebene Keil ohngefähr 3 bis x Zoll lang ſeyn. xt 1) Das Baſt des Reiſes, und dieß iſt nun die Hauptſache, muß genau an den Baſt des Stammes zu ſtehen kommen, als wovon das künftige Anwach- ſen des Reiſes abhänget, Dieſerhalb nimmt man. di- Fe Reiſer zu dien Stämmen, und ſo umgekehrt, und ſeßet fein Reis auf, an welchem die äußerliche Rinde ſich ablöſet, oder ſonſt ſcer ſtehen. Jenes zu ver- hüten, 272 Drittes Kapitel, et hüten, laſſen einige in dem Spalte einen dünnen Keil ſtecken. Dieſes aber iſt nur bey jungen Bäumen zu beſorgen. Hat der Stamm nur einige Stücke, ſo hält er ſchon die Reiſer von ſelbſt feſte genug, oder man beſeſtiget ſolche durc< eine geſpaltene Bindweide. 13) Es ſind viele Gärtner, welche ihre Pfropf- reiſer mit Abſäßen machen. Man kann nicht ſagen, daß die Art mit oder ohne Abſaß zu pfropfen eine der andern in Anſehung des gewiſſern Gedeihens voi zuzie hen ſeyn ſollte, Jene erfordert mehr Zeit, und hat nur dieſes voraus, daß das Reis mit dem Abſaße in vem Spalte feſte ſien kann. Zur Werfertigung des Abſaßes ſchneidet man drey Viertel bis einen Zoll vom Ende des Keiles, oder wo dieſer ſeinen Anfang neh- men ſoll, etwas Über einem Auge zu beyden Seiten queer in das Reis, bis faſt, aber nicht völlig in das “ Mark, ſo, daß das Auge zwiſchen die zwo ſchmalen Seiten des Keiles zu ſtehen komme; hernach ſchneidet man von der Mitze des Keiles an, bis an den Kerb odder Querſchnitt, erſt an der einen, hernach an der. andern Seite, ſo wird die Rinde mit etwas Holz weg» fallen, und den winfelrechten Abſaß zurüFlaſſen. Zue- leßt wird die Oberfläche des Stammes und der Spalt bedecet und verbunden. 14) Es kann das Pfropfen in den Spaltauch um« gefehrt verrichtet werden. Dieſes heißt bey den Fran zoſen enter par enfourchement. Es wird nähmlich) das Pfropfreis geſpalten, das Stämmchen aber keilſör- mig zugeſchnitten, und dieſes in jenes eingeſchoben. Es geht ſolches aber nur an, wenn Reis und Stämm- hen einerley Dice haben,„weil ſonvſt der Baſt nicht zuſammentreſſen kann, wenn eines davon ſtärker als das andere ſeyn ſollte, 15) Faſt alle Gartenbücher kommen darin über- ein, daß das Pfropfen bey trocknem Wetter unternom- men mm von X8 it N]"DB gelehrt!& in ven fin JS; von! 19) Ge 4 bey 10“ daf farts we be, win gtr(M 3 yer Yue "7 Wiß! ſuf, 14? ven Er Qu(4(68) bas Jing! im Ru| vem dieht nd er 196) wp fünm, 3 mit Tu vo, vf y Fen(ny) S4 lp von Dim 4 Refe 9 ders(NT reiſen| ih der I4. nd Tun tv] en Dünn ſy en Bäumu 4 ge Etc,' ſte. genug, ene Binde, Ihe ihre yt fann nicht fapn Dfropfen Gnchy deihens hur vr Zeit, unh it dem Woſchty Verfartigun is einen Zul ty ten Anfang 1) u beyden Gilt icht völlig inv die zwo ſom" hernad ſw bis an dw fi t etwas Doh) zurücloſſe y es und der Ex! 1 Spaltauhm eigt bey dm :g wird nahm) nchen aber fil! ones(ingeſt Kels und Gtan? q der Bof 18 davon fart] nme darin! Better unt 1] Die Obſtbaumzucht. 273 men werden ſolle, damit das Fortgehen der Reiſer von Regen und Näſſe nicht verhindert werde. Faſt iſt es nur der einzige Hr. Reichark geweſen, welcher gelehret, daß die geſchnittenen Reiſer die Nacht zuvor in reines Waſſer ſollten geworfen werden, welches denn feine geringe Bequemlichfeit iſt, wenn man eine Mens- ge von Reiſern zugerichtet hat, ſolches in der warmen Stube thun zu können, da ſonſt an manchen Tagen, bey nod) nicht warmer Witterung, die bloßen Hände draußen ſchr ſteif werden können, Es hat nach Neich- harts Zeiten, meines Wiſſens, ſich noch keiner gefun- den, der ihm ſolches nachſchreiben, oder als ihm nache gethan hat ſchreiben wollen. I< bin aber doch ſeit 2 Jahren von der Unſchädlichkeit der Näſſe beym Pfropfen Zeuge geworden. Da es mir im vorigen und dieſem Jahre an Zeit fehlte, meine Bäume, wie ſonſt, ſelbſt zu pfropfen, ſo ließ ic mir einen Pelzer, - der ein paar Meilen von hier wohnet, dazu kommen. Da id) ihn im erſten Jahre im Garten beſuchte, hatte er das Reis an dem zugeſchnittenen keilförmigen Ende im Munde. Jc< ſagte, er ſollte nicht den Keil, ſon- vern die Mitte des Reiſes in den Mund nehmen, wäh- rend er mit den Händen mit Zurichtung der Stämm- nes Fut- ter, Heu und Stroh freſſen, vermenget wird. Denn in ſolchem Kuhmiſte ſind zäge kleine Faſern, und er iſt ſehr bindend, daß die Miſchung, wenn ſie auf et- was dien Stämmen ſtark aufgetragen wird, ohne einer Bedeckung darüber, vom Negen nicht wieder abgewaſchen wird. Wird aber Kalh unter den Kuh- miſt genommen, ſo wird die Maſſe, wenn ſie tro>en geworden, nod) bindender. Cs wird aber unmittel- bar auf das Holz zuerſt weiches Druckpapier gelegt, da- mit feine fremdartige Materie in den Spalt fomme, und damit verwachſen möge, Hierauf kömmt der weiche Pfropflehm, über dieſen aber ein Stück grober Sacleinwand, welches verbunden wird. 17) Wenn auf Quitten gepfropſt wird, muß die Erde, ſv hoch als der Wildling beym Abſägen iſt ge- laſſen worden, an ihn herangehäufelt werden.* Die Erde muß die Quittenſtämme wider das Erfrieren ſichern, als welches leicht geſchehen kann, wenn nach dem Pfropfen noch harter Froſt einfallen ſollte. 18) Es 15/8 „fal baden ſbs u. ze 1: vw NEE gya 19 nip a8 0 Ze(m'W auge(WE) Gturn Bul D! NIE vom 1) ein veueddht ſed weig QU Ruhe! NOOS Nehls (01, un) Wt, Do und 1% 5 ſchnel var bin, 08 |" band“3 nehm; lic zu) Überlaufey in furzen, h, ais' ders das" e ſind, 1 Wildlinge0h md anden Ey 1, damit weh das Zuheile te et in den Ortty te, wohn|) genug ſind, ſy annten Pfr nd haben fin Sache, Y mn mit Onſy ſſer iſt derkhn Ide trofny et wird, Zu Faſern, ud! wenn ſiem) jen wird, gen nicht wit ) unter den - wenn ſie win d aber unmit papier geleg) n Spalt Fon) erauf fömmt ein Stüc ei! ird, ſe wird) mij 1 Abſagen Ne - werden, n: oe das Erf! ann, wan (ien foltt: 18 Die Obſibaumzucht, 275 38) Es fällt.nach. dem Pfropfen zu. Zeiten eine anhaltende ſcharfe austroc>nende- Frühlingsluft ein, da die Reiſer aus ihren Wildlingen noch nicht genug angeſeßet haben, um aus dieſen volie Nahrung. anzu ziehen.. Man findet es daher für dienlich, wenn di noch nicht ausgeſchlagenen Pfropfreijer. alsdenn nn die Mittagszeit mit friſchem Waſſer beſprenget oder gepinfelt werden, 2 + y b z» 19) Das Pfropfen in' die Wurzel muß man eben nicht ais eine neue Erfindung der Engländer anſehen. Der berühmte Hr. D. Böhmer in Wittenberg hat ſolches ſchon längſt verſuchet, Er ſchreibt im nouen Schauplaße der Natur alſo: Wir haben eine di>e Wurzel vom Azedarach abgeſchnitten, ſolche in der Erde unberühret ſiehen laſſen, und darauf einen Zwei; vom Azedarac'in den Spalt gepfropfet, und dadurch ein neues Bäumchen erhalten,=- Man bat vielmals ſehr frech ins Holz allein wachſende Bäume, welche wenig oder gar keine Früchte tragen, und die man zur Fruchtbarkeit zwingen kann, wenn ihnen Wurzelt! abs geſchnitten werden, und hiemit der Zufluß alizuvieler Nahrung gehemmet wird. Gräbt mon nun die Erde auf, und bringt von ſolchen Bäumen Wurzeln zu Ta- ge, ſo wird man nach obbeſchriebenet Weiſe pfropfen, und. die ſo hervorgebrachten edlen Bäume, die ſehr ſchnell wachſen müſſen, mit ihrer Wurzel einſt aushße- ben, und weiter verpflanzen können. 20) Man muß ſich niemals übereilen, das Wer» band over Pflaſter von den geimpften Bäumen wegzur nehmen,„bevor der Spalt-und die ganze Wunde gän lic) zugeheilet ſind, weil das noc) nicht mit inve überlaufene Holz in der Wunde durch Luſt und Nähe in kurzem ſchwarz und dürre wird, Der Hr. von Wi!- ke, als Verfaſſer der Sammlung der wichtigſten Re» S 2 geit 276 Drittes Kapitel. geln in der Baumgärtnerey, warnet dawider mit ſol» genden Worten: Die von der zu frühzeitigen Wegs nehmung des Verbandes over Pflaſter8 entſtandene Dürre des Holzes frißt ſich immer tiefer ein, und wenn auch nachmals das Bäumchen ſo geſund wäre, dies dürre Holz mit geſunder Rinde zu überziehen, ſo iſt doch der Schade nur verſteckt; dürres Holz bleibt dür- xe, wenn es auch rings um ſich her grünes und ſafſti- ges hätte. Daher geſchieht es denn eben, daß oft- mals ein großer guttragender Baum, zu einer Zeit, wo man ſich ſeiner am meiſten freuet, an der ehemali«- gen Pfropfungsſtelle ſeines Schafts, ohne alle vor- hergehende äußerliche Verleßung an der Rinde, auf- bricht, und dahinter eine Menge dürren Holzes zeigt, über welche man erſtaunet. Viele können ſodann nicht begreifen, wie ein Baum von heiler Haut ſo krank werden kann; allein er hatte eben feine heile Haut, ſon- dern das durc) Verwahrloſung beym Pfropfen ent- ſtandene dürre Holz hatte ſich, wie ein Krebsſchaden, immer tiefer eingefreſſen, und bey zunehmendem Al- fer des Baums alſo um ſich gegriffen. Hierüber ha- be ich bie häufigſten Erfahrungen gehabt, und kann jeden, dem ein geſunder Baum lieb iſt, nicht genug- ſam warnen, eine jede beträchtliche Wunde eines Baums,(wie vielmehr alſo die ſo harte Pfropfwun- de!) nicht kürzere Zeit unter einem Luft und Näſſe ab- haltenden Pflaſter zu halten, bis nichts mehr von ei- ner Verwundung zu ſehen iſt.--= Eine abermalige Urſache, weshalb man zur Erziehung ſeiner Bäume eine eigene Baumſchule halten ſoll, um nicht mit Bäu- men, die in der Pflege verwahrloſet worden, betro- gen zu werden, C.C.C („9 vy Gun ns Zrt 197 pen 8! ) 4 ſah NI[ M uſb lam 609) (enhen 8 Baumer y ein(4? m PPNOS u da im wn Ww bie 45 wid, 13 ſmn 33 )'8t Oe WE! ſb hinein 099 attf ſhark.» gewentegy 19 reiſe it grünen dawider mit 4 Übzeitigen Ty ſters entſindy er ein, und yn und wäre, u berziehen, ſy Holz bleihtih grünes und iy | eben, daß y 1, zu eint an der ehm) ohne alley der Rinde,(! en Holzes j)) nnenſodannm) r Haut ſo fu! e heile Haut, 1 m Pſropfen in Krebsſcty nehmenden) 1, Hierüht| habt, und ki iſt, nicht ginz he Wunde arte Pfropf zft und Niſſs cts mehr vos Eine abermo) 19 ſeiner Mu n nicht mit worden, Wt (“ Die Obſtbaumzucht. 277 C. C. C. Das Pfropfen in die Rinde. Das Pfropfen in die Rinde kann ſowohl bey dien Stämmen und Zweigen, als dünnen geſchehen. Je» nes pflegt man gemeinigiic) das Pfropfen in die Krone zu nennen. Dos andere will ich das[Fſro- pfen in die Rinde des jungen Stamnes nennen. 2) Bey dem Pfropfen in die Rrone muß man ſich folgende Regeln bemerken:, x) Die Reiſer werd en in kühlen Kellern oder Gs- wölben bis in den May verwahret, daß ſie nicht he7 austreiben, Denn die Stämme oder Zweige, welde auf dieſe Art geimpfet werden ſollen, müſſen im völ» ligen Safte ſeyn, den ſie ſelten vor gedachtem Mona- the zu haben pflegen, 2) Weiß und ſpüret man den völligen Saft im Baume, ſo wird der ſtarke Stamm oder Zweig mit einer ſcharfen Säge glatt, jedoch ſo abgeſchnitten, daß der Baſt nirgends aufgeriſſen oder verleßet werde, wor- auf der Ort mit elnem ſcharfen Meſſer gleich gemacht und mit Baſt oder mit einem Bande von Weiden oben, wo die Reiſer eingeſteFt werden ſollen, umgebunden wird, damit der Baſt nicht aufſpringe, ſondern zu» ſammenhalte, 3) Das Reis wird unton eines Fingergliedes lang, gegen einem vollkommenen Augeüber, ſo im Holze angeſchnitten, daß man mit dem Meſſer immer tiefer hinein abwärts fähret, bis am Ende das Mark auch) getroffen, hiemit das breit geſchnittene Reis alfo zuge- ſchärfet, die andere Seite aber, welche zu der Rinde gewendet werden ſoll, rund gelaſſen wird, 4) Die äußere grüne dünne Schale des Pfropf- reiſes ſoll, ohne Verleßung des darunter beſindlichen grünen Baſtes, behende abgelöſet werden. S3 5) Das 28. Drittes Kapitel. 5) Das Reis bekömmt oben einen Abſaß, damit es auf dem Stanime veſto feſter und unbeweglicher an 0: 1€ 1 - 6) Dem Reiſe können, nach Beſchaffenheit des Stammes, 4, 5 bis 6 Augen gelaſſen werden. 7) Es wird mit einem elfenbeinernen oder aus hartem Holze geſchnittenen Griffel, eines Fingerglie- ves lang, zwiſchen das Holz und des Stammes Rin- de ſo tief hineingeſtoßen, und nac! deſſen Herauszie- hung das Reis ſo hineingeſte>t, daß weder ver Baſt des Reiſes noch des Stammes verlett werde, 8) Man mußdie Die ves Stammes oder Zwei- ges beurtheilen, ob 3 oder 4 Reiſer aufgeſteckt werden fönnen, welche dann gleichſam eine Krone ausmachen, und dieſer Art zu impfen den Namen gegeben.. Gee rath ein Reis nicht, ſo geht doh das andre fort. Und| wenn ſie alle anſchlagen, ſo geſchiehet das WVerwachſen des Schnitts deſto eher,-und.wenn man es nöthig fin- Det, Fann man das eine. oder. das andre Reis im. fol- genden„Jahre hinwegſchneiden. 9) Das Auſlegen des Pfſropflehms geſchtehet nach dem Sinſeßen der Reiſer eben ſo, wie.oben beym Pfto- ,“ pfen in den Spalt.gezeiget worden. b) Beym Pfropfen in die Rinde des jüncen Stammes hart man folgendes zu bemerken; 1) Das Pfropfreis wird blos auf der inwendigen Seite als ein Keil zugeſchnitten, Der dabey. zu beob- achtende Vortheil aber iſt dieſev,. daß man den. Keil ſein lang foſſe, wenigſtens 13 Zoll, und zwar oneiner 2 v ſolchen Stelle, daß nach außen der Keil des Reiſes etwa in dey Mitte ein Auge beha!te, welches mit in den Verband kömmt. Deny, geſchieht es bisweilen, daß ein ſolches Pſropfreis abgebrochen wird, ſo iſt deswegen die Mühe noch nicht verloren. Man löſe nur, fia| I „s Nc 8 pern niwß wit(M NE dero; late M 0 ne eue ed 0% 8707 en Abfoß, dan) nee iet Deſchoffenhei ch werden, nerhen oder(uy eines Finch ) Stamme. deſſen Zetaugh ß weder ve Hy . Werde, 1mmes oder I aufgeſiedt wih tene auoh m gegeben, H 3 andre fort,|) t das Verwahh nän es nothig jo nde Kis im 138 geſchieht 14) eben beym Ih 1de des jun) zu bemetien uf der inen! Yer dab) zahn 06 man den Wu nd wat om Reil des 08 „ welches mi| aht es biaxwtN) + wird, 4) m Mit 0" NW) Die Obſbaumzucht. 273 nur, ſobald man ſolches gewahr wird, ven Verband, und mache dem am Keile befindlichen Auge Luft, ſo wird es treiben, als wäre es oculirt. Hievon« ſchreibt ein Baumgärtnereyfundiger im Leipz. Intelligenzbl. v. JI. 1785. S. 130 aus mehrmaliger Erfahrung, vaß ein dergleichen Auge mit ſolcher Macht getrieben, daß. es am Wachsthume ein anderes, zugleich ge- pfropftes, das doch auch nicht unluſtig wuchs, weit übertroffen habe, als welches eben nicht ſchwer zu«r- klären ſey, 3) An dem nach obiger Vorſchriſt zubereiteten Reiſe darf gar nichts an ver äußern Seite geſchneidelt werden. Der Stamm wird abgeſäget, und deſſen Baſt, mittelſt eines geraden Einſchnitts mit dem Meſſer ſo weit getrennet und von einander igebogen, daß das Pfropfreis eingeſchoben, und der Baſt des Stammes darüber zuſammengebunden, ſodann aber mit dem Pfropflehme, wie vorhin gelehret worden, verſtrichen wird. 3). Mit dieſem Pfropfen in die Rinde iſi vas Col- lateriren ſehr verwandt, welches Hr. Hagevorn er- funden, und deshalb ſo benennet, weit es an ver Nes benſeite der Bäume, die nicht abgeſchnitten worden, ſhewerkſtelliget wird. Es können aber doch auch im ſol- genden Jahre. die collaterirten Stämme über einem 6der andern Pfropſreiſe abgeſchnitten werden, wenn ſolche allein beſiehen ſollen, 4) Die Reſſer werden im März, April, auch wohl zm May von Kernobſtbäumen gebrochon, und fonnen 2, 3 oder 4 Augen haben, 5). Das Pfropfreis wird am untern Theile, un- gefähr eines halben Zolles lang, breit geſchnitfen, und ſo. zugerichtet, wie es oden, beym Pfropfen in die Kro- ne, gezeiget worden. S 4 6) Wenn 280 Drittes Kapitel. 6) Wenn man keinen jungen Wildling nach die- ſer Metyode veredeln will, ſo wird an einem nieder- ſtämmigen Franz- oder andern Baume ein bequemer Ort ausgeſucht, und zwar ein ſolcher, der räumlich und eines Zweiges benörhiget iſt. An dieſem macht man einen Neben- und Queerſchnitt in das Baſt, bis auf das Holz; dieſe Enitte werden als ein lateini- ſches T verfertiget, das Baſt, wie bey dem Oculiren geſchiehet, behende abgelöſet und aufgehoben. Das zuvor bereitete Reis wird in dieſe Fuge behende ein- gebracht, ſo daß es mit dem. am Stamme abgelöſeten Baſie bedecket wird. Die Fuge muß zuteßt mit Baum» wachs oder Pfropflehm veſtrichen und mit Baſt ver- bunden werden, damit der Regen acht eindrin- gen möge. N 7) Die Reiſer, welche beym ſpätern Abbrechen ſchon Blärter gewonnen, müſſen davon befreyet wer» den, damit ſie vor ihrem Anwachſen nichts zu ernäh» ren haben, Sobald ſie aber angewachſen ſind, brin- gen ſie neue Blätter hervor. 8) Den Nußen dieſer Erfindung giebt der Urhe»- ber aiſo an: Man hat öfters einen Baum, beſonders einen Franzbaum, welcher an ſeinem obern Theile zwar wohl getrieben, unterwärts hingegen feine Ausſchsß- linge hat, unv ſolche doh zu er/angen wünſchet. Mit Oculiren iſt ſeiner Stärke und dicken Rinde wegen da- bey nichts auszurichten. GEollte man den ſtarfen Zweig wegnehmen, oder denſelben unten pfropfen laſ- ſen, ſo würde man den ganzen Zweig verunſtalten. Mit dem Collateriren aber kann man ſich leicht hel- fen. Man beſeßet damit alle leere Stellen, man dre» bet und wendet die Reiſer, wohin man ſie haben will, und ſeßet deren ſo viel, als es die Beſchaffenheit des Baums erfordert, ſo daß auch die leeren, ungeſtal» 1213 Q: nm, 90 fen ſn MY ſender 181 wehr 0 dwen Dop |. wdh WW do, die br Fruf || wt] von Diel bmdy vi Eu Wms by dy 9 wird NIG judmh Ibling naß n einem vis 1e ein begun ', der rät 1 dieſem neh | das Boſt, jz als ein lah ey dem Huſty gehoben, Jy ge behende nme abge okt mit Dun mit Baſiy nicht eint) ätern Abbreht on beſen nh bes zun) hſen ſind, iW glebt der Ihy aum, beſprh bern Theile ut Feine Jus/0h wünſche, I Kinde wegen 1) an den fun en pfropfen 1) g verunftalltt fich leicht 1 (ellen, man 11 a fie haben ml ſchaffenheit" rn, ug " Die Obſtbaumzuchk. 281 ten Zweige an hochſtämmigen Bäumen damit, ver» beſſert werden fönnen, B. B. Das Oculiren. Das Oculiren oder Einäugeln wird bey Stäm- men, entweder die bereits groß, oder an ſolchen un- fternommen, die eines Fingers dicke ſind. Jm er- ſtern Falle wird das edle Auge nicht in den Schaft, ſondern in die vorzüglichſten Aeſte eingeſeßet, um ent- weder beſſere Art, als ſchon auf dem Baume iſt, dar- auf zu bringen, oder zugleich zur Luſt einen Baum zu haben, der zugleich mehrerley Dbſiſorten auf„ſeinen verſchiedenen Zweigen trägt, wie ſoles mehrmals von ſolchen Gartenbeſißern gewünſchet wird, die nur einen kleinen Gartenraum haben, und doch gern aller» ley Obſtfrüchte ſelbſt haben wollen. 1) Die Oculirreiſer müſſen aus eben den Grün«- den, als oben beym Pfropfen angegeben worden/ we» der Frucht- nod) Waſſerreiſer ſeyn. 2) Hat man edle Bäume, von welchen man ein«- äugeln will, ſelbſt, oder in der Nähe, ſo werden hie- von die Oculivreiſer nicht eher, als in der Stunde, da man oculiren will, abgeſchnitten, und zwar am beſten in den Früh- oder Abendſtunden, wo ſie dann ben meiſten Saft haben, da ſie in den Mittagsſtunden bey der Hiße am wenigſten haben. Von jedem Blatte wird die Hälſte abgeſchnitten, die andere Hälfte abey zu dem Zweeke daran gelaſſen, daß man das Auge be- quem daran anfaſſen und einſchieben könne, 3) Erhält man dieOculirreiſer aus der Ferne, ſo muß man ſolche in einem angebohrten Apfel oder(Gur- ke mit den unterſten Enden ſte>en, ſie an der Hälfte eines jeden Blatts abfürzen, und oberhalb mit feuch« tem Mooß umwinden, in eine Schachtel oder 404 g er: 282 Drittes Kapitel. Verde>dung einlegen. GESobald man ſolche Reiſer em- pfängt, werden ſie an die 24 Stunden ins Waſſer geſiellet, und ſodann ſo fort gebraucht. 4) Das Oculiren geſchiehet zu zweyerley Zeifen; in das treibende Auge, im März oder Apri! auch wohl gar noch im May; in das ſchlafende Auge aber im Julius oder&äuguſt, Man erwählet hierzu überhaupt die Zeit, worinn Stämme und Reiſer recht vollſaſtig ſind, ſo, daß ſich der Baſt von veyden gut löſet. Cs ſind daher die kühlen Abende am beſten da- zu, an welchen kein Regen zu beſorgen. Und da in ſehr trocknen Sommern die Rinde der Wildlinge ſich nicht gut löſet, ſo hat Hr. von Wilke die Frage auf» geworfen, ob es nicht anzurathen, alsdann die Wild- „linge einige Tage vor dem Oculiren ſtark zu begießen? Un deim guten Erfolge ſcheinet gar nicht Zweifel zu ſeyn„. weil jeder Regen in tro>nen Sommern alsbald die Bäume vollſaftig mac<ßt, Hierbey würde aber ſchr dienlich ſeyn, nicht nur das Fand, ſondern auch Dlät« fer und Zweige der Wildlinge zugleic) mittelſt einer Brauſe oder einem Sprengfaſſe zu beſprengen, 3) Wer. ganze Reihen Wildlinge zu ocultren haf, der ſeße die Augen alſo ein, daß ſie nicht nach dem zwi- ſchen ven Reihen geführten Wege, ſondern jedes Wild- lings eingeſeßtes. Auge nach ſeinem nächſten Nachbar zu ſtehes außerdem würden meiſt die durch das Dcu- ſiren ausgetriebenen Reiſer nach dem Wege zu wach» ſen, ſo daß man im Vorbeygehen an ſie ſtoßen müßte, und ſie hiermit gar leicht abbrechen könnte, 6) Wird beym Pſropfen mit dem Steinobſte an- gefangen, ſo iſt es hier eben ſo, Das Kernobſt macht den Beſchluß. Hiebey iſt zu merken, daß es am be- ſten gethan ſey, ein z. B. im Jahr 1785 oculirtes Stämmchen im Herbſte des darauffolgenden(178bſten) Jah- Yeh j ohne; barah) werd! dx] ys! KEEL mit„dh: "m| vL 0900 jp (at ve ude KU A EE 19 (vi 8 | wn ie ſls ſom | 98 ji | Vjaß [08 jinx | din e3 [des 3 wird, ſche Reiſt WW en ing Biſt veyerley Zil, der wi(ih ) lefende W erwählt hy und Reiſer) von hn Ye am beſtiy)y n Und deb Wildlinze(] die Frag! dann die Yh vf zu begißy! icht Zweit; mimen aeht) würde aber ſj dern au) Di 4) mi ieſe A prengen, » zu oculitend ht nach dem ern jedes Di) ächſten Nach! durc) das Dr Wege zu wol) ie ſoßen mißt nne, 1Steinobſe Gernobſtmd daß es um 1785 vu den(1786i NN Die Obſtbaumzucht. 283 Jahre an biejenige Stelle, auf welcher es bleiben ſoll, ohne ſeine Zweige zu verſtußen, einzupflanzen, und darauf: im Frühling 1789(wenn es ein Zwergbaum werden ſoll ,) zu verſchneiden. 7) Beym Dculiren ſetbſt wird der Baſt des Wilde (gs furz über der Erde in Form eines umgekehrten lafeiniſchen 1. behende aufgelöſet,; und man nimmt mit einem eigenen Ocul! Eufeffelhen, oder fel jarfen 5€- dermeſſer, von dem edlen einjährigen Reiſe ein Auge ohngefähr eines Fingergliedes lang, welches am beſten mit den Fingern abgedrückfet wird.' Da aber bey die- ſem Verfahren das inwendige Sprößc- nem Graſe gehörig verbinden. Dieſes iſt anz erſten aber wohl bey denen aus dem) treibenden Auge hervor» gefommenen zarten Schößlingen nöthig, weil ſie ſelten Holz haben, welches reif und der Winrerkälte wider» ſtehend gefunden wird. 14) Faſt alle Kunſtiverſtändigen kommen darinn überein, daß das Oculiren beym Steinobſte und ven Birnen beſſer, als bey den Aepfeln gelinge. Dieſeme nad) ertheilet Hr. Hagedorn den Rath, daß beym Oculi« ren der Aepfelbäume mit dem edlen Auge auch zugleich etwas mehr Holz abgenommen, und in dem Schild- » Heit der zu veredelnden Stämme hurtiger und geſchwin- ver als bey der alten Ark zu ocutiren davon komme. 16) Esiſt oven nur überhaupt geſagt worden, daß das Oculiren naße an der Erde geſchehen ſolle, Die Kunſt verſtändigen ſind aber in dieſem Puncte ſehr uneins unter ſich+ da einige das Auge ſo hoch eingeſeket wiſſen wol» len, daß es beym Werſeßen des Stammes nicht mit eingegraben werde, weil die Wuiſt, welche an dem Orte, wo das Oculiren geſchehen iſt, ſich anſeßet, ſehr geneigt iſt Wurzeln zu ſchlagen, welche in der Oberfläche der Erde hinlaufen, und verurſachen, daß die Wurzeln bes Wildlings verderben, dieſe aber wohl gar ſelbſt bey trockner Witterung gleichfalls abſterben. Nach dieſen ſoll man alſo 5 bis 6 Zoll zu Zwergbäu« men, zu hochſtämmigen Bäumen aber-g bis 10 Zoll über der Erde veuliren. Andre pflegen ſo tief als. mög« - lich zu oculiren, und das Stämmchen beym Verſeßen ſo tief in die Erde zu bringen, damit die Wulſt bedee >et'werde. Eo viel ich aber hiervon urtheilen kann, iſt es böſſer, den Wulſt nicht in die Erde zu bringen. Denn bey mir und an einem benachbarten Orte ſindv., „J« 1690 bis z. J. 1698 einige hundert edle Aepfel- und Binbäume gepflanzet worden. Die Repfelbau« me, deren Wulſt in der Erde war, giengen v. J. 1740, bis 3, 3,1752 alle nach und nach aus, ſo daß von 3 33 Bäumen nur noch 20 Stü>.übrig ſind, welche aber ihren Wulſt etwa eine Spanne hoch über der Erde zei- . gen, finde w alte Hf evade ihn(0 nam Cpu mw. GS id vi ſehe nv 09 guy(M by dn UN ſt, da mib Birma lins Yuna 8 und tShalbug Yam] fu dum hm m) 4 fhnrg und fe) me,(it haben fh Muſen Uilbiuy de hahn gig niht, u, dew, Verſahn Ver Obſt wolle Thy ( dem Dolph deriſch maß meiden, ſy ven ves Miſe aß feldes Ih daß man ſpd (6) bey der Yy Jer und geſägt avon fomm,, ſagt wordey.y; ſolle, DieFuß ſehr uneinzuh ſehet wiſſun) mmes nid welche an)4 t, ſid) an) welche in) erurfachm, M dieſe abm) falls abfiun Wl zu Zwergi) erg bis 1031 1 ſo tief alb) 1 beym Derſiht die Bult hv 1 uetheilen füm Erde zu bin? ten Orte ſin? dert edie Jol) Die Kepfehit ngen vd ſo.daß 0017 nd, weiden er der Eej! W <=> Die Obſibaumzucht, 287 gen.| Die Birnbäume zeigen allihre Wulſt über der Er- de eben ſo hoch, und ſind ſämmtlich noch am Leben, Ich finde unter-andern an einein benachbarten Orte einen ſehr alten edlen Birnbaum, deſſen vereit81 600 in öſſentlichen Urfunden gedacht wird;- Er iſt hoch und ſehr breit aus einander gewachſen, und bringt, wenn die Raupen ihn nicht verderben ,. an die 8 bis 10 Scheffel ſoge» nannte Haberbirnen. Sein IWulſt iſt aber an die 2 Spannen hoch über der Erde ſehr deutlich wahrzuneh- men. Der Boden iſt mehr feucht als tro>en, und ich wünſchte über dieſen, für die Nachkommenſchaft ſehr intereſſanten Punct von mehrern Arten Beſtäti- gungen ſolden haben mußten, Jhre Birnen waren durchgän« gig nicht von den größten Sorten, z. E. Morroſier, u. dergl, Es iſt aber auch zu glauben, daß unſte Vorfahren des grauen Aiterthums ſich mir Säung der Obſikerne eben wohl nicht abgegeben, ſondern nur die 288 Drittes Kapitel, die Wildlinge genommen haben, die ſich in ihren Gär- ten und Feldern von abgefallenen und hernach verfaul- ten Birnen ſelbſt ausgeſäet haben. Dieſerhalb beſtä tiget ſich hiebey auch jene Baumſchulregel, daß auch Kerne von wildem Obſte ausgeſänenm Boden aber iſt die Herbſipflanzung aus dem Grunde anzuraz then, damit die Winterfeuchtigkeit den Bäumen zu ſtatten komme. Jſt der Boden aber niedrig und feucht, ſo iſt die Frühlingspflanzung vorzuziehen. 8)"Die Bäume müſſen nicht tiefer, als ſie vor- hin geſtanden, eingepflanzet und ihre Seite nach der Himmelsgegend hingeridſtet werden, die fie in ihrem erſten Stande gehab! haben, weßhalb man ihnen beym Ausheben allenfalls ein Zeichen in den obern Zweigen der Krone etwa mit dem Meſſer, geben fann,. 9) Die unten ſpißgehauenen Baumpfähle müſſen von der Länge ſeyn, daß ſie völlig bis an oder über die Krone herausreichen, damit der Wind, wenn ſie fürzer wären, die Bäume nicht an ihrem obern Ende ayſioße und verwunde. Sie müſſen nicht weniger gerade und ohne Aeſte zur Vermeidung des nämlichen Uebels ſeyn, und werden feſt in der Mitte des 2ochs eingeſchtagen, ehe der Baum geſeßet wird. Daß ſie abgeſchälet oder von der Rinde befreyet ſeyn?! müſſen, um deſio glätter und dauerhaſter zu ſeyn, darf wohl Faum erinnert werden, ob man ſchon öfters das Ges gentheil ſtehet, Die Stangen von Nadelholz ſind die beſten, weil ſie faſt überall am wohlfeilſten zu haben, am geradeſten gewachſen und dauerhaft ſind. Gemei- bniglich nimmt der Pfaßl oder die Baumſtange die Abenvſeite ein, weil von daher bey uns die häufigſten Stürme kommen. Diejenigen aber, welche auf dür- xen Boden die Pfähle gegen die Mittagsſeite ſeßen, damit der junge Baumſchaft von der Mirtagsſonne nicht angegriffen und WEN werden möge, th» 5 fen 298 Drittes"Kapitel, ten doch beſſer, wenn ſie den Fanzen- Schaft'mit-Mooß oder langem Stroh bewinden wollten, und ihn unter- ſolcher Dee die erſten Jahre erhielten. Es iſt nicht zu ſagen, was dieſe kleine Mühe ſür Vortheil ſchafft. Hiemit iſt es mir immer geglückt, auch in-den dürree ſten Sommerndie ſogar im-Frühlinge auf dürrem Bos ven ausgepflanzten Bäume ſortzubringen, daich zumal die Gewohnheit habe, ihnen die Krone ſo-wenig, als immer möglich, zu verſtußen. 10) Beym Anbinden der jungen. Bäume an die Pfähle wüſſen die umgelegken Weidenbänder nicht dur ſeyn und der beyzus ſeßenden Pfähle, die bey dem von Jahr zu Jahr zus nehmenden Holzmangel den Diebereyen mehr als jes mais 300 Drittes Kapitel, mals unterworfen ſind, entbehren können. Dieſes kann aber nur geſchehen, wenn ihnen die Wurzeln ganz, oder doch meiſtens, nebſt der daran befindli chen Erde gelaſſen werden. Auf dieſe Weiſe trauren die verſeßten Bäume wenig oder gar nicht. Jſt das Erdreich zur Zeit des Aushebens ſo trocken, daß es um ven Wurzeln abkrümeln würde, muß man es zu» vor begießen, daß es feſt halte.„Je ſtärker aber die Bäume ſind, deſto mehr Behutſamfeit gehöret dazu, ſie mit ihver Mutteverde aw die neue Stelle hinzuſchaf- fen. Man nimmt dazu eine' gewöhnliche ſogenannte Miſtberge oder Trage, womit der Miſt aus den Stöl: ten ausgetragen wird, beleget ſie mit Matten oder lan- gem Stroh, ſeßet den mit der Erdeausgehobenen"Baum mit ſeinem Fuße gerade darauf, und läßt ihn währen- den Forttragens durch einen nebenhergehenden Men- ſchen am Schafte gerade halten, daß er nicht umfip- pe und herunterfalle. Nach dem Wiedereinſeßen wird der Schaft, wie oben geſagt worden, mit Mooß oder Stroh bewunden. So laſſen ſich grüne und blühen- de Bäume ſogar noh verſeßen. 14) Es iſt öfters der Fall, daß ein großer, völe lig ausgewachſener Baum entweder an einem unrech- ten Orte ſtehet, wo man ihn nicht länger gern haben wollte, oder man will ihn an einen ſolchen Ort hin- haben, wo einer unter den großen Bäumen ausgegan- gen iſt, und wo man die hievon entſtandene Lücke aufs anſtändigſte ausfüllen will. Hr. Hagedorn ertheilet hier „zu folgende Vorſchrift. a) Der Baum muß vor dem Ausheben geköpfet, und von allen ſeinen Zweigen ent- lediget werden, b) Das Loch, wohin der Baum ver- pflanzet werden ſoll, muß nach Proportion der Wur- zel dieſes Baums tief und weit genug ausgegraben werden. Je weiter und tiefer es iſt, je beſſer iſt es. (Nur muß der alte Baum nicht tieſer wieder eingeſeßt ; werden, ſim DE uſe die mit GS im deut! Fuſed wommwe 1s | m FD |, 06 NIE) (18 1emp ml (nt qm, we Gummi] jmannte vſumt bedient) (nw Gy ſil! hs ſhiſtv, und, 4 l leh R fönten, Dy ven die Buy r daten bs ſe Weiſe€ fairy ve nicht, Ry | troden, dak muß 307 je ſtärfer ehr) feit hä y Stelle hinuſy nliche NE iſt aus dab! Matten ed) gehobenen?u (äßt ihn ni ergehenden 1) ß er nicht unh tedereinſeßunn! , mit Mußt! rüne und(io 1 ein großet, 1 an einem unt länger gern(it ' ſolchen 2 aumen aug) tandene Lid! Ww; vorn ertheilet ht um muß ver inen Zweigen! in der MU portion dB 4 4 u je beſſer| t 08 eing WO Die Obſtibaumzucht, 30 werden, als er zuvor geſtanden, weil die“ alten Bäu- me ſolches durchaus nicht vertragen,"Das Tieferaus» graben des Lochs hat aber nur dieſen Sinn daß im Grund neue und beſſere Erde hineingebracht werden möge, um den alten Baum deſio gewiſſer fortzubrine gen? Denn Hagedorn ſeßt hinzu, es ſolle das 2oh unten im Grunde eines Fußes hoch mit wohlverfaule tem Miſto-ausgefüllet, und" dieſer Miſt mit recht gu- ter. Erde 13 Schühe hoch bedeXet werden.)«<) Ge» gen den Winter ſoll der alte Baum nach-Proportion ſein er Größe 3 oder 4 Schuhe vom Stamme im Dura meſſer abgegraben, und dieſer runde Graben ſo lange mit Stroh oder Laube ausgefüllet werden, bis etwa im December ſich mehr Froſt einfindet, Bey dieſem Froſte wird das Laub oder Stroh aus dem Graben ges nommen, der Stamp überall mit Waſſer begoſſen, und Werrig, Heeve oder Flachs, an die Wurzeln ge» Flebt, damit ſe anſrieren und von der Erde nicht enk= blößet werden können. 44) Wenn die Erde durch ven Froſt am Stamme und Wurzeln! ſattſam beſeſtigt iſt, ſo wird der Stamm unterwühlt, die-erwa unten gefrorne Erde mit einer Hake(Karſt) oder alten Axt aus dem Wege geräumet, die Skammwurzel vollends weggehauen, der Stamm unten angefeuchtet, mit zus bereitetem naſſem Lehm oder fetter naſſer Erde beſtri- chen, und fo bald dieſe gleichfalls vom Froſte am Stamme befeſtigt iſt, wird der Baum durch eine ſo» genannte Wucht(iſt ein überall bekanntes Inſtrument, deſſen man ſich zum Auf- und Abladen des Bauholzes bedienet) aus ſeiner alten Stelle herausgewuchtet, auf einen Schlitten oder Schleife, wofern er nicht duch ſtarke Perſonen vermittelſt einiger Tragelatten fortge- ſchafft werden kann, nach ſeiner neuen Stelle gebracht, und ſo, wie er vorher geſtanden, in das zuvor bereite te Loch verpflanzet. Dieſes Lod) wird ſodann, wenn der 302 Drittes Kapitel, der Baum zuvor gerade gerichtet worden, mit guter Erde ausgefüllet, und rund um den Baum feſt anges treten. Im Früylinge, ſagt obbemeldter Kunſtvers verſtändige, wenn der Froſt an der Wurzel auftbauet, wird die Erde vollends nachgetreten, und der Baum, des erlittenen Froſis ungeachtet, herrlich) und ſchön wieder hervorwachſen, ſo, daß man jein Vergnügen daran finden kann.= 15) Wenn ein an und vor ſich feſter"Boden mit Bäumen bepflanzet wird, der daher grobe Schollen und Ervfiöße v-raniaffen muß; jo ſoll man dieſe nicht üb;r die Wurzeln ſchütten, weil-ſie darunter hohi zu liegen amen und daher feine Feuchngfeit anziehen könnten. Man muß daher recht klare Erde deſorgen; welche ſich überalligur an-dir Wurzeln ayſchließen fann, Eden dieſe Vorſicht iſt auf Gras- und Raſenplägen nothig, daß man nicht mit ven in Stücken ze: hauenen friſchen Raſen, wie der Bauer gemeiniglich zn thun pflegt, die„Wurzeln bewerfe, Cs iſt dieſes einer der vorhergehenden R: geln zuwider, we'che das Auswera fen der Baum!öcher ein Jahr zuvor verlangt, daß der eingelegt te Dünger und Crde tein klar und märbe wer» den, In einem Boden, der etwa nur einen Fuß hoch oberhal» guts Erde hat, könnke es rat fam ii, den friſch ausgeſtochenen Raſen im Grunde der Baumlö2 '*er umgefehrt zu legen, doß die arüne Seite des Ra» fens die unterſte werde. Man müßte abe ſovannn gute Erde zur Hand haben, um nicht mit einer todten aus dem Sche hervoruebrachten unmittelbar die Wur» zeln zu bedefen. Wenn zue Erde um und über den Wurzeln iſt; dann kann erſt die zur Stelle vorhande» ne todte Erde allenfalls dieß Loch ausfüllen, Har mon aber ein Erdreich) unter Händen, welches ſich erſt nach einigen Tagen, oder noch länger, nachdem cs etwa erſt geregnet odex der Baum angegoſſen worden- zers läſſet, (pt am Wa fle genu! zu(010! un 130) Hhe id: Glg? jl 0 Yul zi wan elt fumsd MOLE 1 ws von" ſmw 2 16 8 hid 9 EN nieht (j ab 1097 jm 18 (8 17 des VP) fn y 49/ Zu le bet di.07 man) man(39 iH di; iN fan,"iT( 1000, it ay Daum fe(ih eidter Funy Zutzel uſta und der Bum reli und ſch jein Cetgnig feſter Böden 1) v grobe Cya ([ man fe np darunter Kohl Otigfeit niht 'e Erde biſz anſchließen fin niglid inh dieſes um ve das uhh rlang!, dy und mur v elne 30 am ſem M de der Baul) o Seito-desA) e ober ſoda mit elner tab elbar die Div 1 Ind liber telle vorhan) (en, Dar m s ſh erf hdem es(1 1 worden, j? jf Die Obſtbaumzucht, 303 läſſet, ſo muß der Baum nicht gleich beym Einſeßen an der Baumſtange angebunden werden, weil es auf ſolche Art leicht geſchehen könnte, daß der Baum hans gen müßte und. mit ſeinon Wurzeln nicht auf den Grund zu ſtehen käme, Das« An= und Feſttrreten der Erde um den eben gejeßten Baum aber iſt“ zu widerra» then, dan die Crde durch das Einſchlämmen ,- wovon: Gleich vie Rede ſeyn wird,-am beſten mit. den Wuüurs« zeln vereintger wird, Manche gemeine Gärtner oder Pſuſcher in der"Baumgärtnere( treten und ſpringen auf die Erde der neugeſeßten Bäume herum, und machen das 2and ſo feſt, daß faſt. kein Negen an die Wurzeln. Fommen, dieſe auch durch ſolcen und Jäten rein gehalten, damit die Heckenbäume nicht entfräftet werden, Allenfalls kann man auf ols - lichſten ſtehen, um den Baum auf ein TY zu ſeßen, werden beybehalten, und auf 4 Augen geſiußt, 7) Kommen unten 4 Aeſte hervor. Dieſes iſt leicht auf ein VP zu ſeßen, und- ſodann jeder von den gelaſſenen Hauptzweigen auf 4 Augen zu ſchneiden. 8) Treiben die Aeſte ſämmtlich aur aus einer Seite des Stämme man, da ſie allererſt hervorfommen, und alſo noc ganz weich) find, gleich mit den Fingern weg. Denn da ſie zur Zeit des Herbſtſchnittes doch einmal wegs müßten, weil ſie die Geſtalt des Baumes. verderben, ſo iſt hiebey der kürzeſte Weg der beſte. Es würden beym Herbſiſchnitte zu große und zu verbleibende Wuns den entſtehen, derer die Bäume, beſonders die Steins obſtbäume, als welche leßtere bald Harz ausfließen laſſen, gern überhoben ſind, Die Schönheit eines Zwergbaums kömmt haupt» ſächlich darauf an, daß deſſen Zweige in dem rechten Verhättni? unter einander bleiben. Will daher ſol- „/ dex doc) mit einem. wohltragendett Obſibaume nicht zu vergleichen iſt, zuziehen mußte. Es wird mit dem nur beſchriebenen Sommete ſchnitte noch) das ſogenannte Ausbrechen ſehr nüßs» lich zu verbinden ſeyn, als wel und ſtärker anlaſſen wer- den. Es iſt veswegen nichts beſſers, als daß alle die Aeſte, welche ſich anfangs zu ſtark: anlaſſen, wenn ſie auch gleich aus altem Holze oder Fruchtäſten herſtam- men, ſobald man ſolche wahrnimmt, ausgebrochen werden. Dieſes Ausbrechen geſchiehet nun entweder mit der bloßen Hand zwiſchen zween Fingernägeln z oder mit dem Gartenmeſſer, wenn ſolches einer und der Daum andrer SFeits darauf gelegt wird. Auf ſol- en. Bey einem ſtarken Baume aber, beſonders wenn er-auf ei nen von Natur ſtark treibenden Wildling zeſeßt iſt, ſucht man gern den Wurzeln Abhrüch zu thun, welches man durd) das Wegſchneiden ſolcher Aeſte 4m Som« mer vornämlich zn bewerkſtelligen ſucht, wodurch dann zugleich die Früchte geſtärfer, rund die Aeſte in ihrem Holze vollkommen, auch die Fruchtfnoſpen ausgebils Het werden, die fünftiges Jahr tragen ſollen. Dies ſes Schneiben wird alle Jahr im Julius'unternoms= men, und es wird damit viel, wenn ſoiches recht ges ſchiehet, an dem Frühlingsſchnitte gewonnen, 3) Es werden alſo in nur gedac< im Fig * Ritſch, 1) Nitten were, feht fut y Aws Pit Ant ſpmſiyt Ye ſind, T'0dee?"* 1d, verſu Ner mit din l ſe en,"W Vermihug 1082187, (9) Wirt Sommer mehr wein Schnetmn 1 Baumlätt teten, HW T104,0 79 veſeßt K, jun, wih Te Im Got vodurd ban oſe im Ihren en 4ySgebib len, Die es rect 98 nv ) er Daum ſehen, bis „am ji (ifi Die Obſtbaumzucht, 319 lichſten abzunehmeg. Daß der Baum rubet, erfen- net man an 2 fleinen' Blättern, welche in der„Spiße des Aſtes ohngefahr einen Monatrh rühen., und nicht wachſen, ba es dann die rechte Zeit iſt, den Som» merſchnitT zu verrichten. Einen Baum, der 3 bis 4 Jahr geſtanden, und neue Holzäſte aus dem alten Holze gerieben ha“; werden eibige weggeſchnitten, ſonderlic die, ſo in der Mitte oder unten aim Stamme ſind, ſie mögen auch in oder ausfoärts jtehen. Der Schnitt an dem Spalier muß allemal bey einem ſolchen Auge ge« ſchehen, das auf der Seite oder gegen der Mauer und niemals vey einein Auge ſo herauswaärts ſtehet. Wenn zwey Holzäſte bey einem Spalier etwas enge beyſammen ſtehen, werden ſolche beyde Augen, ſo von einanderſtehen, geſchnittenz damit ſie von einander» wachſen können; ſtehen ſie aber auſ der Seite eines ſoichen Baums, ſv wird an dem obern Aſte das Auge aufwärts, und an dem untern abroärts geſchnitten, da- mit die Holzäſte nicht zu enge beyſatmmen ſtehen blei- ben. Deggleichen werden die Holzäſte, welche-auf der Seite unten uam Stamme ſtehen,'allezeit abwärts geſchnitren, damit das Auge oder Aſt unter fich nach der Erde wachſe. Alles dieſes muß nun ſo wohl beym Grühlings= als Sommerſchnitte beobachtet werden. Die Hauprſache bey einem Spalitrbaume beruhet darauf, daß er auf beyden Seiten mit Aeſten wohl verſehen ſey, welches ſchon in' der„Jugend des Bau«- mes bejorgef werden muß. Hatte ſo!cher Bauin auf der einen Seite keine Aeſte, ſo müſſen ſolcheim Frühlin- ge entweder furz oder gar hinweggeſchnitten roerden, bis auf beyden Seiten ſeine Aeſte gleich ind. Sollte der Baum auf einer Seite trocken oder ſchadhaft wers den, ſo iſt gleichfalls kein ander Mittel übrig, als ihn auf der geſunden Seite, und zwar an den alten&ejun 9vder 320 Drittes Kapitel, oder Grundäſten furz zu ſchneiden. Denn wenn das Kurzſchneiden in den neuen Aeſten geſchähe ,- würde der Baum wieder nur auf einer Seite wachſen. Hak ein junger Spalierbaum viele ſtarfe Aeſte, werden ſol- he etwas länger als an einem Bouquet- oder Buſch- baume gelaſfen. Einem ſolchen Baume, der mit alten Aeſten ver: ſehen, werden die neuen Aeſte, die gegen der Mauer, oder auswärts entſpringen, ſehon im May abgeſchnit« ten, und zwar an dem Orke, wo ſie entſpringen. Hine gegen an einem jungen Baume werden von den Aeſten, ſie mögen heraus--oder Hineinwärts ſtehen, Sommers» zeit, wie oben ſchon geſagt worden, keine weggeſchnit-| ten. Dies geſchiehet erſt alsdenn, wenn- auf beyden Seiten Aeſte angezogen werden ſollen, da denn jene glatt hinweggenommen werden. Wenn man aber) wie es von vielen geſchiehet, die herausſtehenden Aeſte mit Gewalt zwingen, biegen und anbinden wollte, würde man das gute Anſehen des Baums dadurch ſehr verderben. “Wenn das rechte Auge, ſo ſtehen geblieben, ges wachſen iſt, und einen ſchönen Aſt getrieben hat, un» ter ſelbigen aber nod) einen andern netien Holtzaſtinwen» dig angeſeßt'hatte, alsdenn wird leßterer mic deim Som» merſchnitte hinweggenommen. Wenn aber das Auge ausgeblieben, und von ſolchem Aſte zwey andre Au» genäſte herfommen, alſo, daß der unterſte heraus, und der obere hineinftünde, ſo wird dieſer'hineinſtehende nicht weggeſ“nitten, weil ohnedem das alte Holz bis an den herausſtehenden ALE SEHE: fahr PES ten: wird. Es iſt alſo nicht rathſam, den Baum im Sommer in dem alten Holze abzuwerfeh. Das Abwerfen geſchiehet an ſolchen Bäumen, die zu viel Dolz haben, ſie mögen jung oder alt ſeyn, Cs EE:] ſh wit" am)! n fet WD eſe t:] Gyn DN ſe m An ſven, 198! Jbefem? in 40 AE| Kaun AE ie[hohl einh! hi"4 Wt do dich vi pi"" |', M kp ſn nig ſchi; (eM| gebiß Dehn Di he ſchäle, wich wachſen, Ay ſte, werden jl et: ode Duſk (ten Veſten vy gen der Raw Nay) Open pringen, I" von den Af en, Eon ine weggſhn enn aub » da dem it enn man ſtehenden Wh nbinden wol 18 dadund iy 1 geblichtn, wieben hat, u 1 Holgoftinnw ' mie De Gin aber das Io) weh ande! Wu mterſte hth ehineinf jaa |te Hol hi: 1] ij naſh den Baum ji , hen Boum) der wit I oder ale; K Die Obſtbautmzucht, 22x Es mußaber zur gewöhnlichen Zeit des Frühlings- ſchnittes geſchehen, und ganz genau an dem Aſte. Bey allen ſolchen Schnitten, wel hnitt[om um Ho gem) Die Obſtbaumzucht. 323 gemacht, indem, wenn man die Schößlinge aus dem leßten Auge fortwachſen läßt, der größie Theil der Sruchtaugen erſtirbet, 6) Es ſind alſv Holzzweige a) alle Schößlinge, die.aus einem, 2, 3, oder 4jährigen Zweige unmittel- Gar hervorſchießen, b) Wenn einSchösßling beſchnitten worden, ſo treibt er im folgenden„Jahre 2 od-r 3 Zwri- g* aus den beyden oder 3 leßten Augen. Unter dieſen Zweigen iſt der aus dem lekten Auge mehrentheils der ſiarkjte, und iſt ein Holzzweig. Die. Zweige aber, die aus einem Auge eines jährigen Schößlings hervor«- wachſen, ſind Fruchtzweige; außer demjenigen, der aus dem ELE Auge eines beſchnittenen Schößlings gewachſen iſt Weil nun ein Holzzweoig nicht anders-genußet werden kann, als daß man ihn zwinget..- ge zu. erzeugen, ſo ſolget daraus die erſteRegel: Daß ein Ho'!zzweig kurz abgeſchnitten wird.. Man läßt ihm 3 oder 4 Augen, und zwingt ihn. dadurch, daß ey drey. neue Fruchtzweige und einen Holzzweig treiber. 'Kn einem Fruchtzweige müſſen die Augen reifen, daß ſie Blüthen und Früchte treiben.| Dieſes geſchiehet aber nicht, wenn die Augen Zweige treiben; daher Folgt die andre Regel: daß man die;Fruchzweige lang beſchneider. WMan-läßt ihnen, nachdem der„Bam “geſund und ſtarf.treibet, 6, 8, auch wohl 10. Augen, und alsdann treibet das(eßte Auge einen Holzzweig, das nächſte darunter einen Fruchtzweig, und die un- tern Augen ſeßen ſich zum Fruchttragen."Durch Be- obachtung beyder Regeln erhält man, 2) daß an dem Baume keine leeren Zweige kommen. b) daß. jähr- lich Zweige da ſind, die zum Tragen reifen, und an- dere, die bereits würflich tragen: c) Folglich keine unnüße Zweige vergeblich ernähret werden, BH'3 Halt 324- Drittes Kapitel, Hält man ſich nun an dieſen beyden Hauptregeln; ſomuß man hernach auf die Beſchafſenheit des Baumes ſelbſt ſehen, welche entweder natürlich oder zufällig iſt, Zu dieſem gehöret, ob ein Baum ſtark oder wenig trei- het. Je ſtärker er treibet, deſto mehr Augen muß wan den Fruchtzweigen laſſen, damit der Baum vue ernähren habe. Denn ſonſt treibt er zu ſtark, und die Angen, die ſich zum Tragen bilden ſollten, ver- wandeln ſich in Zweige, Treibet er nur wenig z ſo läßt man ihm auch weniger Augen; doch ſiehet man hiebey auf die Jahre, Ein guter und geſunder Baum treis bet deſto ſtärfer, nachdem er oft heſchnitten worden 3 ſo wie es einem jährlich beſchnitten geweſenen Baume Krankheit oder wohl gar den Tod bedeutet, wenn er anfängt matt und ſchwach zu treiben. In Anſehung der natürlichen Beſchaffenheit muß man die Natur des Baumes kennen und wiſſen, wi? alt das Auge-an dem Fruchtzweige werden muß, ebe es blühen und tragen kann. In dieſem Stücke findit ſich ein großer Unterſchied unter den Bäumen. Cini» ge Bäume tragen aus einem Auge, das ein Jahr alt iſt. Ein Schößling, der ein Jahralt und kein Holz»- zweig iſt, bringet ſchon ſeine Früchte. Dieſes findet ſich ſonderlich bey den Pfirſichen, die niemals anders, als aus einem jährigen Auge tragen; ferner bey den Kornelkirſchen, ſüßen Pflaumen, Aprikoſen, Pflan» men, ingleichen bey den Kirſchen, die gleichfalls aus einem jährigen Auge tragen, ſowohl in den Fruchte« zweigen, va ſonderlich das erſte bis vierte Auge Früch«= te giebet, als auch an den Zacken, welches eigentlich feine Fruchtzweige ſind, die jährlich nicht mehr als ein neues Auge fürs folgende Jahr zum Tragen ſeßen. Bey dieſer Art der Bäume ſchneidet man die Fruchk- zweige lang, und läßt ihnen 10 bis 12 Augen, und zwar aus der Urſache, weil die erſten Augen blühen : und mwb an mu niht) einige 001 wih fe 0liMW1) fun Zun uh | ude (mf Yan 100 ww Dy zw 0 üaje00 | ve mh | ze aD) im 113: 119004)] „ehem ip RhubE jd 16) fmpigi Apjt On Wt 130 dap 34 mg da min Wi Dauptregl des Baums t Zufällig ij er wenigen jen muß on um etw u ſtatt, un) ollten, ver enig; fo lot € man hiehy ' Baum tt; itten werden ſenen Zun! et, win offenheitmy wiſſen, m muß, Ztü>e fik men. Ew ein Jahr dt md fein Holy Dieſes find mals andi rmer bey da oſen, Nu leichfalls aus 1 den Frudh Auge Frit ves eigentl) ht mehr 05 tragen ih 4 die Fun) Augen, nN (199 Ali uy Die Obſtbaumzucht, 225 und fragen, die lekßtern ſich zu kleinen Zacken formiren und Fruchtzweige fürs künftige Jahr werden, Die zweyte Art der Bäume trägt nicht eher, als im dritten Jahre, und zwar aus kleinen Zweigen und Zacken, Hieher gehöret ſonderlich die ordinaire Pflau- me und Zwetſchge. Der Baum wird beſchnitten oder nicht; ſoiwächſet im erſten Jähre ein Schößling, einige Augen treiben im zweyten Jahre Zacken, an welchen ſich kleine Augen zum Tragen formiren, Die- ſe blühen und tragen im dritten Jahre. Die Zacken formiren ſich am Ende des Schößlings. Wird der Baum nicht beſchnitten, ſo formiren nur die 3 bis 4 äußerſten Augen Zacken, und die übrigen erſterven, und ein großer Theil des Zweiges wird unnüß. Hier läßt man daher einem Fruchtzweige 8 oder 9 Augen. Don dieſen ſeßen die erſien 5 bis 6 Zacken zum Tra- get Die übrigen Augen erzeugen ein paar Frucht» zweige und einen Holzzweig, welches der äußerſte und ſtärkſte Schößling iſt, Jene ſchneider man jederzeit wie im vorigen Jährez dieſen äber ſchneider man fürs zer auf 3 oder 4 Augen. An jenem formiren ſich Zao &>en zum Tragen, und an dieſem erzeugen ſich wieder ein paar Fruchtzweige, mit welchen man im folgenden Jahre eben ſo verfähret. Durch dieſes Beſchneiden erlangt.man es, daß an dieſer Art Bäume alle Zweie- ge ihre Früchte bringen, und man immer junge Zwei- ge hat, die aufs folgende Jahe eine Frucht verſprechen, Die dritte Urt der Bäume ſcket eigentlich Trage? Fnoſpen, die an ſich kennvar ſind, und dieſe find die Aepfel» und Birnbäume. Giebt man auf die Zeit Acht, in welcher ſich dieſe formiren, ſo werden 4 Jahr dazu erfordert, ehe aus einem Schößlinge ein frucht tragender Zweig wird. Es verſteht ſich von. ſelbſt, daß man nicht ohne Toth Zweige wegſchneidet, an welchen Tragknoſpen ſichtbar ſind, Daher kömm! es . X<'3 nur 326"Dit es Kapitel. me 34457; an,'vaß man einen Schößling ſo ſces Gewirre von Aeſten entſiehet,. da ſein Sommex- ſchnit it allein die verlangte Ordnung bewirfen ſoll: es wäre denn der Fall, daß man einen mit Aeſten ſchlecht- bejſeßten Ort, oder Lücke habe, da man denn die da- ſeibſt vorhandenen wenigen Aeſte ſehr kurz vorſchnei« den und ſie hiemit ſchärfer treiben ſoll, weil es nach der Regel geht? Ze mehr Schneiden, deſto mehr Holzwuchs. Cinen Zweig aber an einem Keſſelbaum, dereinem nicht an der rechten( Stelle ſteht, gleichwohl X 5 aber 330 Drittes Kapitel. aber zum Wegſchneiden zu gut iſt, kann man in eine vn Bindfaden gemachte Schlinge legen,(worein man aber no befommen, wenn die Blätter zwiſchen den Früchten nicht weggenommen werden,. Die frühzei- tigen Aprikoſen und Pfirſichen bedürfen ebenfalls der beſagten Entblätterung, um ſie recht. wohlſchmec>end haben zu können. -.. Weil ich hier von der Beförderung des guten Ge« ſchmacks der Früchte rede, ſo will ich zugleich noch ei- nes Mittels dazu gedenken. Dieſes beſteht darin, vaß man die Zwergbäume bey großer Hike nach der Sonnen Untergang mit dem gewöhnlichen Spreng» foſje oder der Waſſerbrauſe beſpriße. Hiervon befoms 7“ men die Früchte Nahrung, Saft und Erfriſchung, weil ihnen ſolche von den beſprengten Blättern, die das Waſſer einſaugen, zugeführet werden. Das Woſſer aber! muß nicht kale, ſondern zuvor von der Sonne erwärmt worden ſeyn, wenn man kein ſtillſie- Hendes der Sonne ſreyſtehendes Waſſer haben kann. Dieſes Beſprißen der Blätter iſt in allen Fällen dem Bes| guit von die zujch 5 befand u einma MY,| Früh Dh! Morzg“ nehmen 06,! vie vr üg| wird m Ob| fir Eint jen(In 1 vw Bu dur vu) 4 that 17 dut| ey Del qr aſy 27 Yiy! 1 Gul My 11 Oe15 Fihd)| ( | Web Oy nionig pflurpn Ds ve ged! 1 die Mage!| det wbt 0" dun 4| an peedy nw, Nur nien Pfr dann | | mnie Wlan n wöraht| die Trücte I" guten Geſhmy Jaume im Tg Zuſt und Ey erden die Blity 1 Oder hch Stiele hintay Vermie im Ac den ſrühröjnh vorerſt di jeh aber, das u te von dir Gim befomma, 6 | Früchte Farbe u) G eer wiſe 1, Die ih eien ebf €. wohlſqmin) / 08 des gum zugleich ml es beſteht in) ox Hike 10 nlichen Gp) Hiervon bfw md Erft) Blätten,! werden 1 zuvor ve W man fein fü for haben 17 den Fühl p Gv Die Obſtbaumzucht. 333 Begießen der Bäume mit Waſſer an der Wurzel, wo- voi die Früchte ſchwach und ungeſchmackt werden, vor» zuziehen. Man verſuche dieſes Beſprißen der Blätier beſonders(wenn es nämlich trockne Witterung iſt) nur einmal die beyden leßten Abende noch zuvor, ehe die Früchte abgenommen werden, und laſſe ſoiche des Morgens früße, ſobald der Thau abgetrocknet iſt, ab- nehmen, und vergleiche ihren Geſchmack mit Früchten, die der beſagten Erfriſchung nicht genoſſen haben; ſo wird man bald den Unterſchied des Geſchmacks bemer. ken können. Undigeſeßt, es wäre nicht auf den beſz ſern Geſchma und Größe der Frucht abgeſehen, ſo wird doch der Baum, der bey der Dürre ſchmachtet, durch das Beſprißen der Blätter und Zweige mehr, als durch das Begiegßen an der Wurzel genähret. G, G. Das Ordnen der Spalierbäume. Das Ordnen der Späalierbäume kann nach mans zu ſehr aus, und wird den Birnbäumen leicht hinderlich. Cs ijt. daher gerathener, den Wein am Ende der-Wand allein zu pflanzen, oder eigene Spa- Tiere davon zu mächen. Die Aepfelbäume werden am beſien on ein Conkrc- ſpalier oder Weggeländer gepflanzet, Man ſoll ſie, wenn ſie von den kleinſien ſind, daran nicht weiter als x 2 Fuß weit von einander ſeßen, damit ſie den Ort deſto eher bekleiden. Zſt ihr Wuchs mittelmäßig, ſo ſind 18, und wenn ſie ſehr groß wachſen, 25 bis 309 Fuß. nöthig. Alle Zwergbirn- und Aepfelbäume können an ein „Eſpalier gepflanzet werden, ausgenommen diejenigen, weiche, wie es ſchon'oben erinnert worden; einen zu ſtarken Trieb zum Wachſen haben z; es wäre denn, daß „das Spalier ſehr hoch iſt.. Dagegen ſind die AA „bäume zum Keſſel beſſer zu gebranden. An das Spalier,: Mauer oder Wand ſchien ſich diejenigen Birnarten am beſien, die ſehr vollſaftig ſind, und alſo. vie! Sonne, zu ihrer Zeitigung verlangen, auch mehr ein trocnes, als feuchtes und faites Land lieben 3 3. B, Bergämotten,„Birgouleuſen, Malvaſier u. ff Und bey dergleichen Früchten hat man hauptſächlich dar „Hin zu ſehen, daß die Geländer gegen Mittag gerichtet „ſeyn;: damit die Früchte von der Sonae gleichſam recht durchgefocht werden. Die Aprikoſenbäume lieben die Morgenſonne mehr, als die Mittagsſonne, und wenn ſie ſolche völlig haben können, ſo werden ihre Früchte weit beſſer und ſchmak- hafter, faſtet, 4 (ag30[1] vy| ve M din Em); ader 104 ſens!"7 v/DMN fn fu30 (6% 8 107; ZOL M 1 w mln: nl; vo) opt Hie gf Größe 113) W i'd | | | | | u YA"4 10Es on ve m die Maye es breitet jh 4 4 d den Vitnbüng Ni he ne"4 der N"NW n"„oder eme| vefien onen t,< Rauf an nict wn damit ſet») 8 mittelmh| Ofen, 254; ume fönnm an Ommen Nemi worden, dimy es wäre dim) on ſind(je 49) en, Wand ſchiäm)] ehr volle 1 ng verlangen faltes Gand IW Malvoſer u) nhau prſaiid Mittag pn! ve gleichſum 17 orgenſonne m oldie völlig Die Obſtbaumzucht. 9,35 hafter,. Die Pfirſichen. wollen die Morgen- und Mit- tagsſonne zugleich haben, ſie werden alsdann ſchön und vollkommen,- Die Nectarinen kann manallerfalls mit der Mittagsſonne allin abfertigen; ſie kommen ſodann etwas ſpäter, ohne daß ihr guter Geſchmack davon lei- det. GSommerbirnen und Pflaumen bedürfen der Sonnenhiße ſo nothwendig nich!, weshalb ſie an derNord- oder Winterſeite ſogar geſeßt werven können. Pflau- men“ uvd Kirſchhäunie ſind ſonſt, ihres ſtarken Wach- ſens halber, zum Spalier nicht bequem, es müßte denn die Mauer 10 bis 12;Fuß hoch teyn, da ſie ohnehin fein ſtarfes Holzbeſchneiden vertragen, Es werden die Zwergbirnbäume ſonſt am Spä- liere 10 bis 12 Fuß von einander geſeßetz iſt aber das Spalier oder die Wand hoch, ſo kann eins Entfernung ſolcher Bäume in der Weite von 8 oder g Fuß hinrei« hend ſeyn, Um beſſern Anſehens willen pflegt man Winter- und'Sommerobſibäume, eins ums andere zu jeßen, damit wenn die eine Frucht vorbey iſt, die andere wie- der da ſey, und alſo das Spalier niemals ohne Früche- te geſehen. werde. jn gleicher Abſicht pflanzet man nicht gerne zwey Obſtbäume einerley Art neben eine ander, ſondern allemal eine Art um die andere, Zum Anbinden der Spalierbäume ſoll man Latten ſchneiden laſſen, die 3 Zoll breit ſind, und ſolche alle» mal einen Fuß weit von einander an die Mauer oyder Gartenwand nageln.- Mann kann ſie mit Oelfarbe roh oder blau anſtreichen laſſen. Die Latten dauern hiervon veſto länger, und geben dem Garten einen größern Zterrath. Zu den Controſpalieren werden Pfähle von Eichen- holz in gleicher Höye, zwiſchen 5 und 30 Fuß, in die- Erde 336- Drittes Kapiteſ, Erde geſeßt, und hernach die Latten an ſolche Pfähle befeſtiget, Man kann auch in die Gartenmauern, wenn ſie aufge führet werden, in geſchickter Ordnung 4 oder 5 Zoll von einander einlegen laſſen, daß ſie nur 1 Zoll aus der Mauer hervorſtehen, um die Bine ohne tatten daran gar artig anzuheften, Will man am wohlfeilſten das Geländer haben, ſo kann man alſo zu Werke gehen. Die gerade indie Höhe ſiehenden Pfähle werden die, und ohngefähr 6X Fuß lang gemacht, unten am dickſten Ende zugeſpißt// und "x Fuß weit von einander in das Erdreich in gerader Linie, einer ſo hoch ais der andere, eingeſchlagen, daß die Höhe vom Erdboden ohngefähr 5 Fuß betragt. Schwächere Stabe nage elt man oben quer auf diegeradeſtehenden, daß ſie in einer gleichen Stellung bleiben, Chen dergleio- werden. Durch das Einſchneiden aber wird der Schaft gezwungen, an der Stärfe zuzunehmen, Die Steinobſtböume ſind ſehr gentigt, das Harz ausfließen zu laſſn, und hie- mit ihren nahen Untergang anzudeutep. Dicß Uebel 9) 2 kann 340. Orittes Kapitel, fann durch das Cinſchneiden abgewendet werden. | Man nimmt ein frummes Gartenmeſſer zwiſchen den ' Daum und Zeigefinger,- daß von deſſen Spiße eben |) nur ſo. viel hervorſteht, als die Die der Rinde des | jungen Baumes ausmacht, ſe6t die Mcſſerſpiße unter der Krone ein, und fährt Wnmir ian die Rinde des Schafts bis an die Erde gerade herunter, Man wuß die Meſſerſpiße ſo feſt halten, daß ſie weder zu tief noh. zu flach einſchneide.. Erſtern Falls würde ſie das Holz unter der Rinde berühren; welches dem€ tein- obſie vornämlich: gar leicht verderblich werden könnte. Dieſes- Einſchneiden geſchießet.gemeiniglich im May und an der Nordſeite des. Boumes, wo die Sonne nicht hintrifft, und. alſo die geöffnete Rinde nicht krumm ziehen fann. Will man aber die Mittags- F0001.00 ſeite, um den Stamm im Umfange zunehmend zu | machen„' einſchneiden,: ſo: muß zur Abhaltung der || Sonne ein-leichtes Brettlein oder andrer Schirm ei- nige Wochen lang vorgeſcket werden, wenn man den ganzen Stamm nicht lieber mit Stroh bewindey will; 1901148- 3)-Der junge Baum wird vor vielerley- Krank- |"heiten bewahret, wenn er öfters im Jahre, nach auf- gelöſetem Bande im Thau, dder wenn es geregnet hat, mit einem, Tuche in hohler Hand ſleißig hinunter und herauf geſtrichen wird, daß fein Schleim daran ſißen bleibe, als welches auch nach dem Einſchneiden, wenn 4 die Wunde zugeheilet iſt, immer noch geſchehen muß. || 4) Schwißt ein Baum im Nebel, Thau und | feuchten Wetter, und der Schweiß oder. Schleim iſt ſc>warz; fo hat man daran die erſten Spuren des'Bran- des... Man ſchneide daher die Blattern oder' den Grind, ſo weit ſie in der Rinde unter ſich gefreſſen haben, mit einem ſcharfen Meſſer ab, und beſchmiere die ſchadhofte Stell» mit dem bekannten Pfr opfiehm Dat ſich aber der Brand bereits bis an over in das 14 Hoi ho) 178 (m(90; dm „u' und? 7 Gul" . "0: 19 | mv Jhs | 0.77 FM [nnſh jj 300 ſe ſn 301 ive,"w endet Herb € zwncen dn 7 Cole fu Cer Ande dis ſſerſpike Unt die Kindedy ',' Mam weder zu(W ) würde ſehy 6 dem Eli werden fön, lich im Ty vo die Gy Rinde nt die Mittig zunehmen) (Ohaltung 1 Edi Jenn aman ewInden M lerley Suat ve, nad u jeh - hinunte un m daran ſt! neiden, hehen mß Wau u) Schleim| en. des Mi pa oben d ſch gef d Oeſhms Pfropfiin ode im 08 0 / Die Obſtbaumzucht, 341 Holz hineingefreſſen, ſo wird olles herausgeſchnitken, bis man aufs geſunde kömmt, die Wunde mit gedachs= tem Lehm beſch mieret, und mit einem Lappen verbun- den, ſolches auch al!e 4 bis 6 Wochen wiederhohlef. Sind aber Zweige im Gipfel vom Brande angefreſſen, ſo ſchneidet oder ſäget man ſie dicht am Stamme ab, und verbindet die Wunde gleichfalls' mit Pfropflehm. Insgemein trifft man dieſen Schaden oben am'Stant- me zwiſchen dem Sramme und den XAeſten an; weldſe man daher fleißig beſehen, und reinlich halten muß. 5) Das Erfrieren der Pflanzen und Bäume fann dur) leichte;Fröſte geſchehen ,' wenn die von Nachtfröſten verdickien Säafce verſelben alsbald am Morgen durch den Sonnenſchein wieder ſchnell aufge- thauer worden, als wodurch die Saftgefäße zerſprengt, und dürre gemacht werden. Es leiden aber die Ge= wächſe nichts, wenn ſie von der Morgenſonne unbe- rührt bleiben, weil die verdickten Safte von der ges linden Tagesluft wieder in Bewegung kommen. Cs iſt alſo ein Frthum, wenn man glaubt, die Frühe ſonne ſey den Gewächſen zum Wiederausziehen des Froſtes dienlich. Um nun die zarten oder frühtrei- benden Zwergbäume wider die Gefahr des Erfrie es zu ſichern, muß man den auf ſie fallenden Schnee'ab= ſchütteln oder mit einem Flederwiſch abkehren, damit er nicht am Tage auf ihnen zerthaue, und des Abends wieder anfriere, wodurch ſie gleichſam wie glaſürt aus- ſehen. Dieſes Glatteis iſt deſto ſchädlicher, wenn zu der Zeit, wo es ſich anſeßt, am Tage heller Son- nenſchein iſt, und des Nachts wieder Froſt einfällt. D38 aber die Frühſonne, welche die gefrornen Gewäch- ſe ſchnell losthauet, ſchädlich ſey, erſiehet man am doutlichſten bey denen in manchen Jahren einfallenden entweder ſehr zeitigen Herbſt- oder ſehr ſpäten Früh» 9). 5 lings 342- Diittes Kapitel, kingsfröſten„ da in ſolchen Zeiten der Baumſaft mehr, als im eigentlichen Winter in Bewegung iſt. 6) Weun währender Blüthzeit ein zehrender Oſi- wind oder überhaupt eine teoEne Luft herrſchet, ſo wird davon die Ausdünſtung der Blätter und Blüthen ge» Hindert, daß leßtere vor der Zeit abſallen;- und feine Früchte anſeßen. Man ſeße unter oder neben dem blü- Henden Baum ein offenes Gefaß mit Waſſer, etwan einen Tag, worein zuvor etwas Salz kann geworfen ſeyn; nach 24 Stunden gieße man es weg, und ſeße anderes an deſſen Stelle, und dieſes alltäglich, bis der Baum abgeblühet hat. Hr. v, Wilke ſagt, doß die- ſes Mittel durd) die Erfahrung aller, die es verſucht Haben, aufs berrlichſte beſtätiget worden, Zu glet- c fann man die blühenden Bäume mit einem in friſches Waſjer getauchten Sprengwiſch) be- ſprengen; erſteres aber hat den; Vorzug, weil die ſo allmählich aufſteigenden Waſſerdünſte ſich beſer in des Baums junge Triebe und Blüthen einziehen. .- 7) Wenninden Frühlingsmonathen Brandregen, Dd. i, fleine Strichregen, und gleich darauf folgender Heißer ſtechender Sonnenſchein eintritt, oder der gefal- lene Regen wie Honig klebt, ſo wird hievon die Aus- dünſtung der Blätter ſo zurückgehalten, daß die Früch- fe flein und unſchmackhaft werden, fürs fünftige Jahr aber wenig oder gar feine T Trageknoſpen anſeßen, auch Feine jungen Triebe an den Zweigen fortwollen. Hie- wider iſt das einzige Mittel dieſes, daß die Bäume Des Morgens, wenn der Thau noch auf den Blättern liegt, und die klebrichte Materie des Honigthaues noh flüßig iſt, reichlich imit Waſſer beſprenget wetr- den, damit der Honigthau vollends aufgelöſet, und mit dem be prengten Waſſer ſortgeführet werde. Die- ſes Waſſer muß aber nicht falt ſeyn, daher man am Geuer erwarmtes Waſſer unter das falte gießet, um es 1.5.4 kugee M 11.08 in) X.3| vy| hindok Wuferln | iin Cum "'(Ww eO UNE M ah und(S1 jenen ij; alſo epo ſodan fap geſt m eld ef mig| | | | jh| Jauſs ſt nh ng iſt, H zehren di), ereſchet, iW d Blüh len, 0 h neben dem(ks Waſſet, emm ) Fann gewe weg, un ſy täglich, it e ſagt, ſh die es ve dey, 2 jW en Bum Z prend ug, weilte] ſich beſſe irty ziehen, en Brant) rauf fige oder der ievon di NN deß die juih 5 fünf (4,4 1, 0 wollen,) oß die Haun f den Dlatt 3 Honig jeſprenge fgelöſt, 1" werde. ahet mans "T) Djie Obſtbaumzucht. 343 es in etwas laulicht, oder mil auf- geſchinieret, hierüber ein grober 2appen geſchtagen, welcher rings umher mit Drath aufs f-ſtsſte umwun- den wird; dann werden ringsherum daumesbreite d“' "6.4 344' Drittes Kapitel“ geſchnittene hölzerne Schienen angelegt, und abermals mittelſt zäher Weiden, oder eines"Stricks, feſt ange» ſchmüret.'Zulest- wird durch Beyſchlagung eines Pfahls und gehörige Befeſtigung verhindert, daß der Sturm die Beſchädigung nicht aufs neue aufreißen könne, da man ſich dann die erwünſchte Heilung zu ver- ſprechen hat, 10) In manchen Jahren ſind die jungen Pflau- menbäume ſs voller Früchte, daß ſich die Acſte ſchon zu beugen anfangen, ehe die Früchte ſich zu farben be- ginnen, Da es nun bey einer Menge ſolcher Bäume wohl nicht möglich wäre, die Hälſte der Früchte aus- zubrechen, ſo muß man eilen, Stükßen unter die zu ſehr beſchwerten Aeſte anzubringen, weil im Unter- laſſungsfalle auch ohne Wind und Regen die Aeſte her» unterbrechen, und dem Baum gar leichtlich tödtliche Wunden zuziehen können. Damit aber die Stüßen die Aeſte nicht zerdrücken oder anquetſchen, muß zwi- ſchen ihnen“ beyden Gras oder Stroh eingelegt werden, 11) Wenn im Sommer die Bäume vollſaſtig. ſind, und durc) Stoßen oder Hauen beſchädiget wer- den, ſo kann der beſchädigte Ort hievon leicht dürre und brandigt werden. Er muß daher ohne Anſtand ausgepußet, mit Pfropflehm verkleibet, und mit ei» nem Zappen übergebunden werden. Hat manaber ſol» t, und Furzer fetter Miſt aufgelegt werden, der im Frühlinge untergeharkt und untergegraben wird, um darauf Futtergräſer einzuſäen, Man kann auch den aufgeharkften Boden mit Eis aus der Miſtpfüle im Winter belegen, damit ſich die nach und nach auſthauen- de Geile an die Wurzeln herabziehe, 14) Alte Bäume pflegen zuweilen furz vor ihrem Tode noch ſehr voll zu tragen. Wird ihnen die über- fiüßige Blüthe genommen, und das Holz etwas ab- geſtußt, ſo treiben ſie wieder Zweige, und der Baunt wird noch etwas länger am Leben erhalten, 15) Wenn der alte Baum an der äußerſten Spi» ße ſeiner längſten Zweige, weil'der Stamm den Saft nicht mehr ſo weit treiben fann, beginnet dürre zu werden, ſo ſchlagen nahe am Stamme die ſogenann- ten Waſſerſchoſſe aus; welche die ſchönſten Früchte Y 5 tragen, 346 Drittes Kapitel,: wagen, aber den"nahen Untergang des Baumes ver«(gt al | kündigen, wenn man ihm nicht bald zu Hülfe kömmt. Fümmt IN || Das Abhauen der Waſſerreiſer kann ihn nicht retten; fahrt 14| Fondern er muß ohne Schonung wie ein Weidenbaum|, wirs | geföpfet werden. Er hätte zwar vielleicht noh ein"TL | paar. Jahre getragen, aber ohne ſolchen gedachten Kö- it, Ee pfen hat man mach Verlauf nur erwähnter Zeit gar lehm Ww fein Obſt mehr zu gewarten, Denn wenn erſt die Spi- fun 11 j'' gen der Zweige trocken ſind, ſo ſterben ſie rückwärts der 74) immer weiter ab, bis endlich der ganze Baum abſtirbt,|;P | und zw r immer von oben herab, oder von außen hin« dem 09 | 1 ein gegn den Stamm, nicht aber von unten herauf,/>“ W es wäre d:un, daß die Wurzeln durchgängig beſchädiv-|(wb, get wären. Wird nun der Baum gefköpfet, ſo ſchlägt bs Rönt 04 er wieder aus, und treibt im erſten Jahre fo ſtarke(inge völm | Zweige, die gleich im 2ten und 3ken Jahre die ſchön- wlan ſten Früchte tragen, wenn man ſie beſchneidin will," nh). und zwar ſo, wie es oben gelehret wordea, Man kann NE die Waſſyrreiſer ſtehen laſſen, wenn ſie nicht zu weit“4 vom Stamm entfernet ſind, und den neuen Gipfel m | nicht verunſtalten. Hat aber der Zweig, worauf eia 8 AM! ſolches Reis ſteher, ſchon einen ſchwarzen Kern, wel- We VN HLDER ches man ſieheft, wenn davon was äbgeſchnitten oder.+ M KI abgeſäget wird, ſo iſt vas Holz unter dem Reiſe voa(430 UNN| der Dürre des Zweiges ſchon angeſte&t, daher may Ay | das ganze Waſſerreis ganz mit abhauen muß. Der Neo as! ' Schnitt wird mit Pfropflehm und einem leinenen Lap-(70) NW HBY pen verbunden,| f | Hiernächſt muß auch noch die ſchädliche alte rauhe hw v Rinde, welche der Rinde oder Borke einer alten Eiche m gleichet, weggenommen werden, damit der Schaft wieder Fey 4 gehörig ausdünſten könne, Wenn es ſtark gethauet oder| Kam geregnet hat, hauet man mit einer recht ſcharfen Hale Beule. | oder Haue, die einen recht kurzen Stiel haben muß, No u 1/4 dieſe Rinde von oben herab weg, und hält damit ſo Oi KUNT lange ) 5 Boum"Ww Hülfe Fnt nict ith | Weidenbam leicht neh(ei gedachten Ab nter Zit ay meiſt been n" ſierüdik Daum abfitht Don außen M Unten her) ngig beſii) pfet, ſoſeiy jahre ſo fu hre die ſh ſchneidiz m n, May in nicht zu 0! neuen Opt 3, wor n Kern, ſchnitten em Keie , di | muß [einene ichealte? or alten(il! Schaft mn harn Ds [ haben m h alt dam! y [unf Die Obſibaumzucht. 347 lange an, bis die nächſte grüne Haut zum Vorſchein föommt, welche unverleßt ſtehen bleibet., Eo. ver« fährt man von oben berab weiter, bis man hine unter zur Wurzel fömmt. Sodann überzieht man den ganzen Baum, ſo w-:t die Rinde abgenommen Ut, mit Baumfalbe, welche aus Kuhfladen und 2ehm bejteht. Will man genauer verfahren, ſo Fann man nur gedachten Pfropflehm mit Waſſer oder Miſtlafe verdünnen, und ſie im Anfang mit ei« nem groben Pinſel gar nicht die? auftragen, und nach dem Trocknen wieder mit einer dickern Brühe überſtrei. chen. Fällt die Salbe ab,-ſo ſieht man am Baume eine glatte, reine Rinde, Dieſe Operation, nämlich das Köpfen und Wegnehmen der Rinde wird im Früh linge unternommen, nachdem man im Herbſte zuvor den Baum, wenn er nicht im Gaxrtenlande ſieher, nach Nr. 13 anno durch Graben und Düngen it: Anſehung ſeiner Wurzeln mit neuer Kraft verſehen gehabt. 16) Das Verjüngen der Bäume, bevor ſie noch an den Spißen der Zweige vertrocknen, iſt zur Zeit in den meiſten Gegenden eine unbefannte oder für zwei» feihaft gehaltene Sache, Der berühmte ehemalige Rector Friſch zu Berlin hat die Handgriffe dieſer Ope« ration in den Miſcellaneis Berolinenſ T.11 p. 26mit folgenden Worten bekannt gemacht. Es hat mir, ſchreibt ex, Hr. v. Hünecke zu Carpe zow, ohnweit Potsdam, die Weiſe gezeiget, wie man einen Baum wieder erneuern könne, Wenn er,einen Kernobſibaum ſtehet, der eine rauhe Rinde hac, oder einen Kirſchbaum, der Harz ausfchwißet, oder durch Beulen verunſtaltet, odex ihm verdächtig wied, daß die Fruchtbarkeit des Baums von einem'etwanigen Gebrechen der Rinde gehindert werde 7 oder einſ? noch gehin- 348 Duures Kapitel. gehindert, und die Schönheit des Stammes verun- zieret werden könnte; ſo ziehet er die ganze Minde von 1146004 dem unterſten Aſie, oder von der Krone an bis auf den || Boden herunter, gänzlich ab." I< habe alſo zur Auf- nahme der Naturlehre, und beſonders der Baumwiſ- | ſenſchaft, als eines vörnehmen Theils der Naturlehre, || Das wenige, was ich von d'eſer Methode angemerfet 1] habe, meinen Leſern hier mittheilen wollen, a) Erſtens muß man die Zeit des lännſten Ta- | es in Achtnehmen, ais um welche Zeit der Saft | p'] in den Bäumen dünner und häufiger fiießet., Zu- ) gleich muß man auf die 2age des Gartens und den Ort. der. Däume Acht haben, weil in ſolchen, die gegen Mittag gelegen(ind, der Saft eher zu flieſ- || ſen anfängt, anderwarts ſpater, 1119 1449); b) Man müß die Rinde tfänzlich vom Stamme abziehen; alſo nicht blos die außere und harte Rinde, ſondern auch den innern und zähen Baſt, ſy daß das weiße Holz, nachdem auch die zärte» ſien und grünen Faſern hinweggenommen worden, HTNUN überoll gleich erſcheine. Die Unähnlichkeit zivile ANIIE ſchen dem übrig gebliebenen und wieder neu wach- ſenden Theile der Rinde würde den Baum ſehr ungoſtalt madyen. | c) Der ausſchwirzende Saft muß mit einer - Gänſefeder gleich verſtrichen werden, wie er zu- ſammengefloſſen iſt, und auf diejenigen Stellen hingeſtrichen werden, welche nod) nicht davon be- deckt ſind. d) Damit die Sonnenhiße den Ausfluß des Safts nicht verhindern möge, ſo muß man dem entblöß- '| ren Stamme Schatten machen, und zwar vot- 11h nämlich. auf der Mittagsſeite, durch ausgeſpann- fe „Dt 0,87 (3) en MUD m 4" ws vn di Gir /l 6136 19 249 vs]! Die Obſtbaumzucht. 349 Ea vy te! Tücher, oder durch ein aufgeſtelltes G-Älrchte 1038 Nint wp von Rohr, oder-auf eine andere Weiſe nach Ge- legenheit des Orts, Eben ſo muß man auch den Stoß der Winde abhalten, daß ſie vurch Staub oder Sand keinen Schaden leiden.(Es ſind Bäu- ? an Dis auf by be alo zur 8 der Paumyt MENZER SEELE SOE 5 der Ratten me, die einen nicht ſehr langen Schaft und ſo ien dent weit überher geſireckte Zweige haben,- daß ſo'„4 N&r+ al| von der Sonne gar nicht berühret werden kann. ollen,< SONG NIGE rie Dergleichen Bäume nun bedürfen gar feines 5 länofm; Schirms wider die Sonne, wenn anders ſtilles <: Zebne und ſicheres. Wetter iſt, daß der Wind keinen 1er fltit Sand oder Staub anwehen kann, Binnen ein Wartms un paar Tagen iſt die neue Rinde ſchon wieder feſt iin ehen) verwachſen, daß kein Sand mehr ankleben kann. Auch muß zu ſolcher Operation tro>enes Wetter in Acht genommen werden. Näſſe oder R.gen faugen nicht darzu.) Saft hen ) vom Glam; e) Es muß endlich alles entfernet werden, was Bere und Aut . M durch einige Berührung die neue und noch gart 1 aud) Ni weiche Rinde verwüſten könnte, deren Zarch elt ſo vommen wu groß iſt, daß ſie aud) durch das geringſte Reiben nähen verleßet wird.«Wenn manden entbls ben Stamm ieder neut bey der Operation auch nur mit den Fingern be- den unh rühret, ſo entſtehet dadur eine Spur, die dem Baume auf immer anzuſehen iſt, weil daſelbſt (4 der ausſchwißende Saft weggedrüfet, und. das muß mit Anſeßen der neuen Haut zurü&getrieben roird.) 9 e Was nun Hr. Friſch in obſtehender Beſchreibung Jen" des Baumpverjüngens ſaäget, davon bin ich gleich„bat nicht vun ſchon vor 30 Jahren ein'mehrmaliger Aug agenzeuge auf 0 der ſogenannten Neetiißer Fehre vey Potsdam gere» fluß des 6" fen. Der damalige Erbbeſißer derſelben ließ in ſeinem p dem ny großen Weinberge alle Sommer ſeine ſtärkſte en"Hopfelz und zwo? und Birnbäume nach obbeſchriebener Art verjüngen. q gu69 Dieſs | 353„Drittes Kapitel. Dieſe konnten wohl über 50 Jahr alt ſeyn, und hafk- ken Schäſte zum Theil, weiche weit ſtärker als ein männlicher 2eib waren. Da ich an einigen derſelben mit Hand anlegen geholfen, ſo ſehe ich noch immer bis jekt jährlicd) nach ſelbigen an Ort und Stelle mich um, und finde ihre Rinde ſo rein, Jung undglatt, daß es eine Luſt iſt, ſoiche anzuſehen, Auch erhalten ſie ſich in ihren Zweigen immer noch gleid) vollkommen grünend und fruchibar, daß ich allen Baumliebhabern das vorzu« nehmende Verjüngen ihrer alten erwachſenen Bäume durc Abziehung der Rinde anpreiſen kann. Aus eben dieſen am beſagten Orte vor 30 Jahren verjüngten Bäumen zu urtheilen, muß ich glauben, daß fie ſich noch ein ganzes Jahrhundert ſo jung, wie jeß!r, wer» den erhalten können. Die glatte und gar nicht rauhe Rinde ift ſeit dreißig Jahren nicht dicker als der Rür Fen eines Tiſchmeſſers, woraus ſich denn auf die länge ſie Dauer und Geſundheit folcher Bäume leicht ſchließ ſen läßt. Es muß aber einem Gartenbeſizer ſehr dar- an gelegen ſeyn, feine vorhandenen guten, tragbaren Bäume nicht nur im gegenwärtigen guten Zuſtande ſelbſt zu ſehen, ſondern ſie auch ſeinen Erben noch eben ſo einträglich bis auf die ſpäteſten Zeiten zu hinterlaſe ſen. Und wie ſehr verliehre ich an einem einzigen alten Baume, der mirin einem Jahre 6-'8 Stchefſſei Obſt irägt, wenn er Aiters halber in ſeiner Fruchtbarkeit nachläßt. Muß ich ihn endlich, wenn er abſtirbt, oder zu wenig Früchte bringer, gar ausrötten, ſo kann ich 205 bis 39 Jahre mit dem an ſeiner Statt geſeß'en hochſtäimmiv gen Baume warten, ehe er mir ſo viel Ob, als der alte ausgegangene tragen konn."Hr. Heppe, welcher in ſeinem encyc!opädiſchen Jahrbuche das Verjüngen der Bäume nach Friſchens Beſchreibung dargeſtellet, ſeßet hinzu, daß ſic) nach ſolcher Methode ohne Zwei- fel auch ſtärfere und diere Stämme werden erholten laßen, aber ud 9 301 fahre WIRO wi|, biw we verfüngen, ZS alten 109 M zu thy,/ 0 ſey um)? t Dpptatlon, NU Iertude Dt Dd ne 3WjehrienSiENn ve weni he! fn Gätnern (ins Cofns dn ve Toitty Jul, 6 nhng ſewneeglg Immen nN Vinbigg v vielen hnf mit run feen guit] f fem Cy 4 EN fo, Aida; Feller 1a« Greig bub day foſſung(ie fn Getragen,|: Inge Wngled Nn ſehn, un he ſtärfet ks 4 en dern )[mers emi Um, 1) daß eB hy; fe fhin hn 0 grünen) Vern ds Don ſenen ium ann, Vuscy Oren Ven ven, daf fe) wie jh Ww ) gar niht Ifer als 000) enn auf Veli me[eid KI beſißer rhe when, fm guten Zu Erben ned) Iten zu Wint 787110 hefe Obl barfelt nah) t, oder zum mii 20 0)! zen hochſt (Obſt, 160 Heppe, m das Vein! "9 dargef ode ohen verden au [00N „ Die Obſtbaumzucht, 351 laſſen, und die Sache ſey wohl werth, daß Baume gärtner dieſen Verjuch ferner nachmachen, Dieſes iſt aber nach meinen eigenen Erfahrungen außer allem Zweifel, doß auch bey den ſtärfſten Bäumen das Ver» fahren vom gewünſchteſten Erſolge ſey, ſo wie es ges wiß iſt, daß viele Woinmeiſter um Potsdam herum noch Jahr für Jahr ihre alten Böume recht meiſterlich verjüngen. Es ift 1hnen aber nichr allein bey ihren alten noh gut tragcnden Bäumen um das Verjüngen zu chun, fondern ſie unterwerfen auch ihre ausgewach» ſenen, und noch nicht allzualten Bäume der nämlichen Operation, ſo wie auch Hr. Heppe im vorgedachten Jahrbuche eine Nachricht von dem Hry. v. Meußbarh zu Vockſtädt beybringet, daß bey zwren, wohl zwane zigjährigen Bäumen von der kleinen Muſcatellorbirne, die wenig oder nichts krugen, ſelbigem von einem al- fen Gärtner angerarhen worden, in den heißeſten Tas gen des Sommers, und in den heißeſten Mittagsſtun- den die Baumſchäfte, von der Krone an bis auf die Wurzel, gänzlich abzuſchälen, und ihn zur Beneh- mung ſeines Unglaubens in ſrinem Garten einen alten Birnbaum, der woh! 4mal dier ols ſeine Muſcatel- ler Birnbäume geweſen, gezeiget, den er, da er ſeit vielen Jahren nichts getragen, abgeſchälet, und hie» mit fruchtbar gemacht habe. Wo er ins Holz zu ſcharf geſchnitten hatte, hatte die Schale des Baumes einen kleinen Schmiß, daß die Schale nicht vollig zuſam mengewachſen war, ſo aber den Früchten nichts ge- tyan,, Hierauf habe er denn den einen ſeiner Muſcq» teilerbäume vor einigen Jahren ſchälen, den andern gleich dabey ſtehenden aber in feiner natürlichen Ver« faſſung ſtehen laſſen. Der geſchälte habe hterauf im nachſten Jahre vielfältig mehr, als der ungeſchälte getragen. Und da er auch im darauf ſv!genden Früh« linge ungleich mehr Blüche gehabt, als der andere une geſchälte, 352 Drittes Kapitel. geſchälte, ſo ſolle ſolcher in folgender Sommerhiße gleichfalls geſchälet werden. Dieſe veyden Probebäu- me befinden, ſich aber im Schloß Bocliädt, als wor«- aus zu erſehen, daß doch außer der Mittelmark das Abziehen der Obſtbouymrinde, wiewodl nur no viel zu weniQy ausgeübet werde. In Anſehung des Verfahrens feibſt muß noch bemerken, daß.zu den&bſchalen ein ſcharfer ſehr breie ter Meißel erfordert werde, wenn die Bäumepfehr ſtark ſind, und eine ſo dicke Rinde haben, bey welcher vin Meſſer, und wozu ſonſt ein-ſogenannt-s Schnißmeſſer der Tiſchler am boſien iſt, micht gut den Antang.ma- chen kann. Cs-wird zuerſt oben; untev der Krone, und unten über der Erde,„der Ring mit Kreide bezeichnet, 1wo das Abziehen der. Rinde anfangen. und aufhören ſoll. In dieſen Ringen wird zuerſt mit dem ſchief angeſeßten Meißel an einer Stelle die Rinde bis faſt aufs Leben weggearbeiter;- um zu ſehen;=wie weit fer» - ner hinein zu arbeiten ſey; Iſt das Grobe der Rinde -- ringsumher weggeſchlagen, ſv wird mit dem Meſſer unten und oben; ſo weit die innere Rinde losgeſchnite- ten, als die Streiſen, die man nach und nach abzie» het, ſeyn ſollen. Iſt nur. erſt eine Streife herunter, ſo iſt es mit den übrigen leichte Arbeitz nut hütet man ſich, daß man mii den Fingern„wie oben ſchon geſagt worden, nicht das weiße H0'z berühre. Es iſt übrigens einerley, das Abziehen der Rinde von un? cen over von oben anzufangen, wenn der Schaft näm? lich nicht Mannslänge hat. ZJſt-eraber höher, ſo iſt das Abziehen der Rinde von oben herab bequemer und leichter. Sollte aber das Abſchälen der Rinde nicht auch) auf andere Bäume, auf die Eichen beſonders, auSzu? dehnen ſeyn? Cs werden im Somianer die ſchönſten Eichen um der Borke willen, das eder damit gar zu ; machen, nahen 10 u Zeh de Ni (ite 39 (6/0 ve Ams Date] 1 Ferſe Meh! hr wih|| fet u 1 bine Aly 0 wnn I fumehe au 11 pundie 300(1 CE Ww (Now! Ww OH m um vai:€; 10.407 Oho M ih Im at | R Ban!(| 8+( Ww NG 38| VT |(woh |[ih |'09j' v | Nhl 4 gm| er Eomtuhy den Praha NT HN: WENN Mittelmat dy ENEN ſebſt Muß hoh Marfer ſehr hy Baumeſcht zt , bey. welder 6. Ecnikf dn Anſen)" € der Sto u) weide heil H Und(un mit dem 0». Kinde bi 19791)190/4] Hyobe di. mit dem M; inde(ogr und nac) 1) Streife het beit mur di „wie oben 0 3: berüßet 6 pe Ninde vo ve Ef je höher, b bequem? abe id! v onders, dy er die ſhi" or damit 90) mon Die Obſibaumzucht. 3532 machen, abgehauen„“ und ſolche Borke wird von Jahr zu Jahr immer, theurer. GSollfe es nun wohl nicht der Mühe werth ſeyu, das Rindeabziehen auch an den Eichen zu verſuchen? Würden nicht die Beſißer der Eichwälder beſſer gehen, wenn ſie ihre Eichen nach Art der Obſtbäume verjüngen, ihre Fruchtbarkeit und Wachsthum hiemit vermehren, und ſich hierdurc) ihre Forſteinkünfte vergrößern wollten? Es iſt überdem ſehr wahrſcheinlich, daß die abgezogenen Eichen ein noch feſteres Holz gewinnen würden. Man könnte die Eichen binnen 20 bis 30 Jahren wieder abziehen, und hierauf wohl noch mehrmal. Manhätte alſo an den Eichwäl- bern eben das, was man an den Schafen hat, welchen man die Wolle in ihrem Leben mehrmal abnimmt, Hohe Eichen würden zwar freylich zum Abziehen mehr Mühe, als Obſtbäume verurſachen. Es würde aber nur ein leich» tes Gerüſte und abgerichtetre Leute erfordert werden, um die hohen Cichen von Abſäßen zu Abſäßen, oder in mehrern Ringen, abzuziehen. Der überall gewiſſe und höchſt ein:rägliche Abſaß der Borke zur Lohe muß ſolche Weranſkaltung gar ſehr empfehlen, 16) No ſind folgende Mittel, den Trieb der Bäume einzurichten und zu leiten, die von dem bes rühmten Abbe' Schabol angeprieſen worden, nicht gus der Acht zulaſſen. a) Vläßigkeir und Enthaltung. Treiht der Baum auf der einen Seite ſtark, auf der andern ſchwach; ſo belade man die volle Seite ſtark, und laſſe ſie foſten, halte die andere magere Seite kurz, und nähre ſie gut, d. i. im Frühling oder im Herbſt, wenn die Blätter abfallen, nimmt man der fs ſtark treibenden Seite alle gute Erde bis auf 3- 4 Schuh um den Stamm weg. Auf dieſer nämlichen Sei- te läßt man dem Baum unten eine Erdſcholle, x Schuh weir, die man nicht berührt, damit Zausvgater 1V,B.1.Th, 2' man 354 Drittes Kapitel, man ſeine erſten Wurzeln, die aus dem Stamme fommen, nicht erſchüttere3 übrigens deckt man diy andern: Wurzeln ganz auf, jedoch ſo, daß man ſie nicht verleßer." Einige, die verwirrt in ein» ander geſt man ſie wieder halb mit Sand und halb mit der dürreſten und ſchlecen,dieſich um Die Wurzel herum befinden, um zarte Erde hin einzubringen und nichts leer zu laſſen. Der an» dern magern Seite benimmt tnan eben ſo alleidre Erde, aber nur bis' auf die erſten Wurzeln/ und thut an die Stelle der alten Erde nene, 6 Zoll hoc), darauf, legt in gleicher Dicke umgefchrte Raſenſtücke darauf, die man mit fettem, wohl- veriaultem Miſteüberſchüttet. Rund herum iaßtk „man eine Grube, und gießt einige Eymer vol Waſſer hinein.(Mit dieſem Mittel kayn man auch Aepfel- und Birnbäime bezähmen, die nur H-lz und Feine Frucht bringen.)"Beym folgen» den Beſchneiden läßt man der Seite des Baums, die zum. Faſten verurtheilt iſt, nicht viel Holz, ſondern verſchonet ſiv, giebt aber der vorhin ſchwa» chen Geite einen Aürfern Schnitt, als wovon ſie ſtärfere Schoſſe treiben wird b) Mit dieſem Mittel ver?! abe man im Frühlinge den ſchon oben Nr. 2.'berührten Linſchnitt an der magern Seite des Baums, wie auch das Adexr- | ſu Zu Mn dm "Dv va | wit | beo den h , Die Obſtbaumzucht, 355 5 um Tim Aderlaſſen. Vermöge des Einſchnitts wird vom ne Wt my Strunke än,(d. i. vom Theile des Stammes, ) h, dim der unter der Erde iſt)' die Kinde bis an die Kros Ve ne geöffnet, und man üverziehet ſolchen Einſchnitt mm[fm mis Kuhmiſt, ohne ihn einzuwikeln. Wird hies / Verbindet ih von das Holz auf der magern Seite nicht dicker, at man wu ſo macht man den nämlichen Einſchnitt im fol» M1. WS genden Jahre wieder, aber nicht an dem nämli- vet Gyr) en Plaße, enfiweber hinten pder vdrue, und ſekt fen Üfiſeeln eiwan ein Brettiein vor, damit Regen vder Son» nd die, Pirh ne die Wunde niägt verühten. Wf| Ne€) Das Aderkaſſen iſt nichts anders. als ekn Eins taft vp feh): itt in der 2änge von 2 bis 3 Zoll, Es Ändek dem j" ſtatt bey den dicken Wurzetn zunächſt au der Obere fläche, dem Strunfe, dem Stamme/ und nur vey ven Holzäſten. Man öffnet mit der Spiße » Ruhl, zarte Chet jten, DN des Schnittmeſſers ihre Haut 2 bis 3 Zoll lanzy eben Jo way und überſchmiert den Schnitt mit Kuhm'ſt. Diee- Wurz, 1| ſen Einſchnitt macht num inggemein am leeren e Nene, 13 Zwiſchenraume der Holzäſte von einem Auge zum ide um! andern, immer, in gerader Linie und nicht qurr, t fettem, 1) Der Baumſaſt zieht ſich dahin, wo die Wunde und herum geöffnet wird. An einer Wurzel aber geſchiehet ige Em das Äderlaſſen, wo fie am ſtärkſten iſt, und mehr ieee! Fann m ouf die Seife als aufwärts. Man bedienet ſich ahmin, Die aber der Averläſſe, aa) um dem Entſtehen- und| Bem fl Zunehmen der Waſſeräſte Einhalt zu thwnz bb) fe des Mun) um"die gleiche Austheilung der Aeſte on den Zu vit viel 0) wild treihenden Bäumen zu bewürkenz cc) wider x vorhinſdw das Baumharz ſtärker und Fräftiger Bäumez „als won dd) zur Heilung verſchiedener Krankheiten; ee) und endlich die Bäume früchtbar zu machen, auc< 3 im Früh das Abfallen der Blätter zu verhindern, wenn nſch! der Saft zudringet. wie aud is 3 2 Q) Das w 356 Drittes Kapitel, 4) Das FSontanell am Stamme, an Aeſten und Wurzeln zieht die überflüßige Feuchtigkeit tes | Baums ab, erneuert und reiniger den Baumſaft, | und leitet ihn gegen die Theile ab, weiche kein || Faub- haben. Im Frühlinge bis zu Anfange des (11). Junius macht man mit der Spike eines ſcharſen Meſſers, eben ſo, als wollte man auf das ſchla- HI 100 fende Auge pfropfen, einen Einſchnitt von 2 bis | 3 Zoll in gerader Linie in die Rinde cines zu ſtark treibenden Aſtes, oder eines Stammes, oder an EI 000% 1 ven Wurzeln. Der Ort iſt gieichgültig, wenn |(0 man nur die Sonne davon abhält. Iſt der Schnitt | gemacht, ſo ſte>t man ein Fieines Hölzhen, das ſo lang als die Oeffnung, ſcharf abgeſchliffen, und ſchneidend genug iſt, um bis in den Grund der Wunde zu dringen, und ohne daß der ſchneiden- de Theil in der Wunde bleiben könne. Man ſteckt es ein wenig mit Gewalt hinein, damit es feſter halte, und ſchlägt daher mit dem Heſte des Meſſers darauf. Nach 2 bis 3 Tagen wird | das Hölzchen weggethan, die Wunde mit einer K940 4; hö!zeenen dünnen Spatel geſäubert, und das mit MN Feinwand abgewiſchte Hölzchen wieder hineinge- 11.008- ſtecke. Dies thut man alle 3 Tage, Dft dauert 140114614!| der Ausfluß 2 bis 3 Wochen, ouch länger. An NNN Kernobſtbäumen trocknet oft gleich die ausſc>wi- | ßende Feuchtigkeit auf, äber das Fontanell wirkt ; doch. Zſt der Ausfluß nicht mehr ſo häufig, ſo LS ENE thut man nach 3 bis 4 Wochen das Hölzehen ganz weg, fuhr und wiſcht die Wunde recht ab, und jj" fülle ſie mit Pfropflehm, und deckt ſie mit Lein- | wand zu, worauf ſie in 3 Monathen gänzlich ver- / wachſen iſt. An den Aeſten und an dem Stamme dient das Fontanell, den Saft an die Oerter hin- zuziehen, wohin er ſeinem ſonſtigen Laufe 6 nicht | ND den Pi vu m um ws, wur 1094 wo '" ws | vd m fun38 "NE | NET |(094 | vw | wurliy) wn | jein | iſe | 0700/1 | Dik | Ys | elſe | | 2 Ju | by |(mi) | Im, | Nis | Wm) W| | Ey j | UM | fel:| | nl | | | ) , mVWy Feudtight jet den Baum) e eb, ihn zu Infogh Ge eines hah han auf des Üy NI nitt von;h inde inga NAME, leichgültig, m |. Tſtvrbht nes Duin| abgeſehn 1 in den On) daß der Mmh en fön. Du hinein, dim! x mit dan) bis 3 Uypt! Bunde wk! bert, und | wieder hin" 00, Rt oud längs! ich die aut? 8 Font w nehr ſo js! as Ho) ad p nde regt wr ect fie mt G then q dngion an dem Gl die Det) 0 „'(! Hgen eat 8 NN Die Obſtbautttzucht, 357 nicht hinkommen würde; an den Wurzeln aber, den Feuchtigkeiten des Baums zum Abfluß zu die nen, den Saft zu erneuern und zu reinigen. Man kann mehrere an einem Baume anbringen, aber ſo, daß man äm Stamme nur eines, und nur an den Aeſten und Wurzeln die andern anſekt, wo es nöthig iſt, um den Baum, welcher kein 2aub hat, wieder zu beſceßen.. Nie ſeße man zu viele an, weil ſiezu viel Saft rauben z lieber ſeße man im folgenden Jahre wieder neue. Die Wür- fung des Fontanells iſt? 1) daß überall, wo daſs ſelbe iſt, neue Zweige hervorbrechen 3; 2) der Saft gereinigt, ſein Trieb verſtärkt, und ſein Umlauf erleichtert werden; 3) die Schöſſe ſchneller und vollkommener wachſen, und mehrere Jahre hin- durch) häufige Früchte hervorkommen. Indeſſen wird der Baum dvadurc) ein wenig entkräftet, da- her er eine Düngung bedarf, weshalb man Miſt- pfüßenwaſſer auf die Wurzel gießet„ oder gute Erde ſtatt der alten, die man bis auf die erſten Wurzeln wegnimmt, auflegt, Einem franken Baume wird aber das Fontanell auf die Wurzeln alſo gelegt: Man gräbt im März oder April die Erde 1T Fuß weit auf, oder eben ſo weit, bis die Hauptwurzeln entblößet ſind, ohne ſiezu verrücken. An 2 oder 3 der dickſten macht man auf der Seite einen Einſchnitt von 3 Zoll, ſtet ein Hölzchen hinein, wie an den Aeſten; und darunter macht man eine Höhlung, um das ausfließende Waſſer aufzunehmen, damit man ſic< in Anſehung des Ausfluſſes und Abzapfens darnach richten könne, Sodann de>t man die Wunde mit einem Stück Leinwand zu, und legte Faßdauben oder Hohlzie- gel nebſt langer Streu oder umgekehrten Raſen darauf. Nach 3 Tagen nimmt man das Hölz- 33er Aepfel, rother und weißer. B. B.. Der Birnbaum, x) Ein mürbes fettes Erdreichiſt dieſem Baume am gedeihlichſten, wiewohl er auch. mit ſolchem fürlieb nimmt, das mit Sand vermiſche iſt. Steinichtes kand, welches die Verbreitung der Wurzeln in der Unterfläche verhindert, iſt ihm zuwider, Im naſſen Grunde häle er nur 2 bis 3 Jahre aus, weil die Wurzeln in der Naſſe anfangen u faulen, Hat man aber einen naſſen Boden, ſo muß er mit Gräben dur< geſchnitten wers den, damit das Sommerwaſſer ſich vineinziehe. Im SEIDTE Verträge er die Waäſſe, aber nicht| im Sommer, Tc< habe ia einem benachbarten te eineg Baumgara ten, welcher des Winters ſo mit Waſſer verfüllt iſt, daß es, wenn man 3 bis g Spaden tief hineingräbt, hervor 364 Drittes Kapitel. hervorquillt. Seit der Zeit ic< aber ſolchen Garten mit tiefen Gräben, welche 10 bis 12 Ruthen von ein« ander entfernt ſind, habe durchſchneiden laſſen, beſie- hen die Birnbäume vortrefflich, da ſie vor Anlegung ſolcher Gruben gar bald wieder den Abſchied nahmen. 3) Aneinem ſandigten oder magery Orke ſoll man den zu verpflanzenden Birnbaum in der Unterfläche des Erdreichs, wo ier ſeinen Stand haben ſoll, mit einer guten Karre voll fetten Lehms verſorgen. Dieſer hält den Baum ſriſch und bey guten Kräften. Unſere Alt- väter, ſchreibt Hagedorn, müſſen hievon bereits gute Wiſſenſchaft gehabt haben, indem man bey Ausgrabung alter Birnbaumſtummel wahrgenommen, daß ſie ſo vorſichtig geweſen, ſich im Grunde des Zehms zu bedienen, Im magern Lande, ſeßt er hin-' zu, iſt auch dieſes ein ſehr gutes Mittel zur Erhal» tung der Aepfelbäume. JM< habe mich vor 30 Jah- ren des nämlichen Mittels auf einem KircYn bein 4 mir vs dy Vf May dn, vi" | Ul uf ve Ras ih but (jm; pe ms .. Din I ba md hig Dj cm d Men elne; ', Ota, Raul, NuShir m, Vit Ü/ Vi u in den Wint th Bovpy, Dern, 0nZue, Pen 3 Qu, + in öffen Bi dem Eten Wen ez) andert e Binn immer oße udſhnd aume inan Zend gepfurt eren oll Das vd beſſer au „ynd Sud fropfet we joſe Ate 0 qt gern ws beſtehen 3! de win 9] hald diſes abausm! ji h, 00) y | » Die Obſibaumzncht, 367 in einem wäſſerich ten Boden geteihen, Beſchlagen ſie 33 ſehr mit Morß, ſo itt ſviches vie Anzeige eines unüchngen Grundes, den wan daher mit.guter Erde ud vertaultem Miſte zu verbeſun ftuchen muß. Ueber- haupt nimmt ſogar der-alfe Pfiaumenbaum eine gute Düngung immer noch aufs beſte au, als womik man die Größs der Frucht ſogor vervoppeln, und ſomit recht anſehnliches Tafelobſt erhalten ranm Unſre gemeine Pflaume wird au: vornehmen Tafeln ſor geliebet, und wenn mar ſie noch einige Wochen nad) Michaelis friſch und im beſten Zuſtande haben will, ſo muß man dazu 2 äaume erwählen, deren Pflaumen ein oiches Fleiſch SHS welches fet am GSteine ſißet, und ſich) nicht ab- löſet. Dieſe Art hält fich im riiten Zuſtande am länge ſten an den Bäumen immer gleich, wird nicht runzs licht'oder gar mehlicht, faftlos und unſchmactiyaft, wie Hie ſi:) vom Steine löſenden Pflaumen endlich zu wer» den pflegen, wenn ſte über ihre Zeit, dauren ollen; es ware denn, daß fie.in einem fehr heißen Herbjtke an den Bäumen zuſammenſchrunpfen, als in welchem Zuſtande ſie von einigen Liebhabern gerne gegeſſen wer- den, wiewohl ihr außerliches Anſehen a!sdenn ſchlecht iſt. Die ſich vom Steine löſenden Pflaumen, welche auf die Tafel kommen ſollen, müſſen des nämlichen Tages in 5 UD en, ſo bald der Thau abge- trofnet iſt, avgepfiücket werden, um ſie im beſten Geſchmacke Men zu Enn, wie ſoles mit dem übriz gen meiſten Steinobſie eben ſo iſt. Die Pflaumen aber., deren Fieiſch ſich nicht vom Steine löſet, be dürfen ſolcher Worſicht nicht; ſie ſchmec>en aber da- gegen nicht eher recht gut, als bis fie wohl reif gewor- den ſmd. Aud laſſen ſte ſich auf dem Lager noch eini- nige Wochen gut erhalten, wie ſie denn auch zum Cin- modchen am beſten ſind. Die beſte Art aber, Pflau- men eine Zeitlang auſzuheden, iſtz wenn man ſie mit den 368 Drittes Kapitel. den Stielen abpflüFt, und auf dem Laube von Pflaus menbäumen, welches nicht naß iſt, in einem luftigen Zimmer neben einander legt. Zum Bäcken ſind ſie auch den andern vorzuziehen, da ſie theils größer ſind, - theils auch ihren Saft nicht ſo leicht beym Dörren;im Ofen ausläaufen laſſen, wenn man ſie nur nicht allzu- lange an den Bäumen hat ſißen laſſen. Will inan aber gebackene Pflaumen ohne Steine haben, ſo muß man die Pflaumen erwählen/ die mit dem Fleiſche Ecinen Zuſammenhang haben, und von den Franzoſen Mirabelles genannt. werden, ſo wie ſie die andern Pru- nes nennen." Und wenn man ihnen die Haut abziehen will, werden ſie in ſiedend Waſſer eine Weile gewor- fen, wovon ſie die Haut ſehr leicht fahren laſſen. An der Spiße wird ſodann mit dem Meſſer ein Schnitt "gemacht, wornach der Stein ſich ganz leicht heraus» drücken läßt. Will man aber ungeſchälte Pflaumen recht gut bacfen, ſo läßt man ſie ſo lange am Baume hängen, bis ſie am Stiele runzlich werden, Sie wer» den auf hölzernen Horden oder Rahmen, oder auch auf untergelegtes Stroh, in den Ofen geſchoben, und ſo bald ſie ſich nur von einer mittelmäßigen Hiße durche zogen haben, muß man ſie wieder herausnehmen, etli-| dye Tage zum Abdünſten ſtehen laſſen, und dann aber-' mals einſchieben, um ſie völlig zu backen. Sonſt iſt noch zu bemerken, daß die Pflaumen- bäume, die nicht im Gartenlande, welches jährlich gegraben wird; ſondern in Grasgärten oder auf andern Graspläßen ſtehen, ſpäter reifende, aber auch kleinere und weniger gut ſchmeckende Früchte tragen, Es iſt ihnen daher ſehr gedeihlich, wenn der Boden unter ih- nen im Herbſte gehackt oder gegraben, und mit Dung heleget wird. Kann dieſes nicht geſchehen, ſo ſollte jenes doch«nicht unterlaſſen werden, Auf hohen dür- ren Orten wachſen die Pflaumenbäume, wie mehr andre ande 0) lhe'M in 5 dus: NEN der 3000 don WEN ma, NU. aupfuh pinuh IG 1/0 Ü priv DS| hr wind zn 1 man| lingihwab „ Mn Note| mm; Wp! 4 unt)| vs AN| Wie Dpanhen bon, 3 MEN IE inn| feh an Eg veto Seen Vb aub WM IN einein Wlan | Vicht ie) j Heils größen beym Qty € mur nid! dy en, Sig e haben, finy mit dem Jh on den Tria (6 die andi Ih je Dau ih ne Weile an) hren loſſy, h leſer ein Chu an leit hw ſchalte Kunt [ange am Iam erden, im en, Ober uih ſchoben, m) zigen Hife vu) FauSnehm , und dan den, ß die Pfau welches 00 m oder auf u ober aud(1 tragen, 6! Boden unt!) „undo ſchehen, py wf pe | N] um, wie A Die Obſtbaumzucht, 369 andre Obſtarten nur mittelſtämmig, und es iſt oben gelehret worden, wie ſolche durch den Ehnitt zur höch ſten Fruchtbarkeit gebracht werden können. Da aber dergleichen Bäume auf hochbelevenen Oertern"denz Winde ſehr ausgeſeßet ſindy welche die Früchte vor ber Zeit abreiß'n, ſo ſollte man auf der Avendſeite, von welcher bey uns die meiſten Sturmwinde herkoms- men, ſtarfe wilde Schußräume, z B. Rüſtern oder Ilmen u. dergl., oder allenfalls welſche Nußväume anpflanzen, welche ſie wider die reißenden Sturmwin«- de in Schuß nehmen können. Alle bey uns bekannte Pflaumen werden am beſten nach den drey Hauptforben, in blatye, gelbe und grüne, wie nicht weniger in kugel: und epförmüge eins getheitet. Der gemeine Mann bey uns aber pflegt verſchiedene Sorten mit einerley Namen zu belegen, und nemnet z. T. Ungariſche Pflanmen ſo wohl länglicht blaue, als auch runde, mehr röthlichte Früch= te. Die großen; eyförmigen, gelben und rothen beißt er Roßpflaumen, in einigen Gegenden Hundspfldu» men: die gelben, ganz großen DTalonten, Ü7a- rinTen, oder Eyerpflaumen; dierunden gelben Spils linge. Seit einigen 30 Jahren har man angefangen; die ſogenannten Sranzöſiſchen Pflaumen ſtark anzu» bauen, die aber von ſchr verſäyiedener Güte find. Unb da ſie ihreen, vom Geſchmacke ſüße, und löſet ſich leicht vom Steine ab. 3) Drapdorvpfliaume, Iſt von mittler Größe, ſchön gelb, mit rothen Flecken oder Streifen, und das gelbe Fleiſch voll köſtlichen Saftes. Der Baum trägt ſtark. Gelbe eyförmitte Srüchte haben: 1) Catharinenpflaunme. Iſt groß, eyförmig, efwas platt, äußerlich agtſteinfärbig, mit weißem Staube bede&>t; das Fleiſch ſchön gelb, troen, feſte,, und mit dem Steine vereiniget, hat aber einen ſehr ans genehmen Geſchma>, und iſi bey uns gar nicht mehr ſelten. Der Baum trägt häufig, und iſt werth, daß er mehr angepflanzet werde. 2) Brignalerpflaume. Dieſelbe ſoll eigenk- lic) die Prounelle ſeyn; doch erhält auch die vorige Sorte dieſe Namen. Iſt groß, eyförmig, gelblicht, mit roth untermiſcher; das Fleiſch ſchön gelb, troFen, aber von köſilichem Geſcymac>e. Man erhält derglei- net, aus Franke reich, in Körben oder Kaſten, und werden faſt allen andern getro>neten Pflaumen vorgezogen. Unſre ges meine deutſche Pflaume, wenn ſie groß, recht ſüß, ge- | Aag2 ſchier; 372 Drittes Kapitel, ſchälet, und beym Baen recern des Bodens um den Baum her iſt auch anzurarhen. Hochſtämmige Kirſchbäume, wenn ſie in ihrem. völligen Wachsthume ſind, wollen wenig oder gar nicht beſchnitten ſeyn, indem ſie, wie ſchon oben ge- ſagt worden, ſonſt dem Gummi und Abſterben der Heſte unterworfen werden. Hat man daran zu ſchnei- den" ſo muß es im Herbſte nac) dem Abfallen der Blätter geſchehen, zu welcher Zeit der Saft dieſer Bäume zur Ruhe kömmt, nd daher nicht ſo leicht Gummi in der Foige austreiber, wie ſolches im Som- mer bey ſtarken Aeſten gleich geſchieher. Eine Haupt- vegel, welche man bey allen Harz austreibenben Baum- ſorten wohl beobachten muß. Es müſſen aber die Schnitte an dem ſtarken Holze rein und glatt geſche- hen, und ſie werden am ſicherſten mit dem oben' be- ſchriebenen Baummörtel verſtrichen, welcher ſic) ſo Hart-und feſt anlegt, daß kein Harz aus der Wunde Hervordringen fann, Beym Beſchneiden der Spalierkfirſchbäume mus; man die jungen Triebe nicht wegnehmen, weil die Fruchtaugen dieſer Bäume meiſtentheils an den äuf- ſerſten Enden der Zweige anſeßen, Auch müſſen die Furzen Sproſſen, ſo aus 2-.und 3jährigem Holze kreie ben, ſorgſältig beybehalten werden, weil ſie die mei» ſten Früchte anſeßen, Im Mai hat man darauf Acht, daß, wo etwän ein leerer Plaß an der Wand iſt, ei- nige daran ſtehende ſtarke Zweige abgefürzet werden, dä- mit ſie 2 oder mehr Schoſſen treiben, und mit ſoichen die Wand bedecken. Mittl! yotnfl! | MUCH | Kirſt Wn | vehf! || Dſcfi |(Mum (iufy(08 | judſel | tal |(mm feh] 2 an M |(Md | jd |(hwihig mh |(die Muh ||| ſhine. | Gin iet || ſenech iZ m) Demet wun 6, 106 [hen ſip nur un | 19 is | Gegend | der Aecy | 20 Tub ; * Vit h in: Eifer m 1.“„ly Eiſen kh A gießen,(one) derbes Shy en, wenn fie Inn 1 Wentg dr 4 wie ſchon dbny nd Abſtnha y In davony(in) dem Abfiln| € der Giſtj her niht pi ) ſolches ime het, Emu treibend Dun müſſen dr) und glati ys mit dem A) 4, wild![9 3 aus dit Au firſchböunen) ehmen, m pils an di! Auch möſe! igem Del)" weil ſie VA man dav 1] x Band f! fret werd)" und wih! 0 WL Die Obſtbaumwzucht, 375 Im naſſen Boden beſteht kein Kirſchbaum, Im mäßig naſſen und niedrigen Boden hält der ſaure Kirſchbaum aus, der ſüße aber weit weniger, welcher in friſchem Sandboden am beſten wächſet, wie in der Mittelmark, beſonders um Berlin und Potsdam, die vortrefflichſten Bäume dieſer Art im Sandboden geſe hen werden. Nur habe noch in Anſehung der ſauren Kirſchen aus langer Erfahrung bemerfet, daß die im ſchwarzen niedrigen Boden erzogenen Bäume ſtark wachſen und blühen, aber wenig oder gar nicht tragen, Dieſerhalb habe dergleichen Bäume von dem hohen Fläminge, wo ſie auf einem dürren Lehmboden, ſehr häufig erwachſen, und ſehr fruchtbar ſind, geholet, und ſie bey mir gepfianzet, weiche in dem hieſigen nie- deigen Boden nicht nur gut fortgehen, ſondern auch eben ſo wohl als in ihrem Vaterlande tragen, Zwiſchen den hoe eingehen laſſen, die an der einen (Seite ein ſchlechtes unanſehnliches Gehege, wovon ſie noch 8 Fuß abſtand, bede>en mußte; aufder Seite nach dem Innern des Gartens zu aber immer gegrabes nes 2and zu Küchengewächſen und'andern Bäumen hat- te. Auf der Seite des Geheges, da der Raum zwi? ſchen ſelbigem und der Hecke nie gegraben ward, und nur zum Grastragen beſtimmt, und die Weſtnordſeite iſt, liefen die Wurzeln wenig hinein, Auf der andern gegenüberſtehenden Seite aber giengen die Wurzeln der Hecke, wie ich ſolches beym Rajolen fand, an die 20 Fuß weit umher, und zwar nur flach unter der Erde, Aa 4 weS- 376-- Diittes Kopitel, weshatb die Küchengewächſe nur mäßig geriefhen, die Pflaumenbäume aber gar nicht fortwollten. Die Birn» bäume hielten ſich gut, weil ſie älter waren, und mit den Wurzela mehr in die Tiefe hineingehen. Aber die Aepfelbäume zagten. do) auch, und.es ward ihnen nicht eher nebſt den Pflaumenbäumen geholfen, als bis die He&e ausgerottet war. Da die Kirſchbäume eben keine ſondeyliche Nfahl« wurzel treiben, ſo braucht man ſte eben nicht, wie an» dere Bäume, um ſolcher willen zu verfeßen. Läßt man ſie ruhig ſtehen, ſo werden ſie veto feüher zum Oculi- ren oder Impfen ſtark genug werden. Weil der Wind die Kirſchen nicht abſchütteln Fann, ſo ſchicken ſie ſich ſehr gut am Rande der Gärten, und. hohen und ſreyen Plägen; der bandmang ſollte dieſen Baum häufiger anziehea, und ihn am Rande der Straßen und Wege hinpflanzen, um an den gevacfenen, Kirſchea in hißigen Kranfheiten eine Arzeney und Laha fal zu haben. Beym Backen aber müſſen alle Kira ſchen mie ihren Strielen in den Oſen gebracht wer» den, weil. die unverſchloſfene Oeffnung des Stiels vie» len Saft vergeblich würde weglaufen laſſen. Ein glei«a et, da ſühret ox feine Jungen in die Kirſchen, uad macht nebſt ihnen eine fo ſchreckliche Verwüſtung darunter, ſie feyn reif oder nicht, weil&, nur den Stein aufbeißt, den Kexn davon zu freſſet, und vas Fleiſch fahren läßt, daß binnen wenig Tagen alle Kirſchen von den!"4umen weg ſind. Man muß mittelſt den Schlingen und Dohnen ſie wegfangen, weil ſie ſehr gut zu eſſen ſind, indem fie durch das Schießen, wo fie häufig ſind, fich niche verſcheuchen. laſſen, eſ abe "% ſo 8 127 hy pamYG Rir/ 1) mie) Um/lty der(0a Jud: Siri MUL wa(by ad N Fe] Haug] um DB un) 18: | Zr ſh be dgl) Vupily ee dig) Früh! irda fn) ven, pd; At fp tj mit"“| der 44 "4 Oefen y ün, Day "des war) iy endete en nict, nh 4 ehen, in Über zu dy; abſchütten dy der Odi 4] nang ſollte Mik | am Nah h m den goht Arzenq uni] müſſen al Hh fen gebrahimm q des Gili laſſen, Ens 0 zu heiß if der Kemhift befannte AW 16 Jungen 1) ne fo ſhi) ar niht, wt davon zu fr) en wenig 2 6, Nuns ſie wege m fie dur 1 Ihtperſhu ſy Die Obſtkbaumzucht. 377 laſſen, wenn ſie einmal ihre Lieblingsſpeiſe gekoſtet haben.' ; Der-Sperling geht dem Fleiſche der Kirſchen eben fo ſehr, wie jener dem Kerne nach, und an gemeine Sch. ußel kehrt er fic) nicht, da er ihrer binnen ein paar Tagen gewohnt wird» Mur dann läßt ex die Kirſchbäume unbeſuche, wenn ſie von außen herum mit blauen Säden umzogen werden. Ein Ring oder Umzug wird in der Spige des Baums, der zwe3- in der Mitte, und dey dritte um die uaterfen Iweige des Baums herumgeſchlungen und befeſtiget. Sind die Kirſchbäume zu hoch, ſo nimmt man 3 oder 4 Hos pfenſtangen, in welchen, nach aur beſagtem Abſtande, queer dur< Pflöcke in ausgebohrten Löchern geſchlagen ſind, und ſezet ſole Stangen, auf deren hölzernen Pflö>en der blaue Faden angezogen worden, um den Baum ſo herum, daß ſie nach. der Spike ſchräg zu taufen. An der erſten Stange wird dev Faden, ehe ſie in die Erdeeingeſtoßen wird, ſeſtangebunden, worauf er mittelſt einer eigenen teichten Stange, an deren Spiße ein Dehr von Bindfaden feſtgemacht, und wodurch der blaue Faden vom Anfange an durchgezogen worden, um die übrigen Stangen und Etagen fortgeführet, und zuleßt mäßig ftraff angezogen und verbunden, Der argliſrige Vogel, dem dex, von der grünen Fars He der Blätter ſtark abſtehende blaue Faden ſed? in die Augen fällt, ſieher ſolchen für eine Schlinge an, daß er daher in den Baum nicht hineingehet." Mit den Krähen und Dohlen ijt es eben ſo. Hieſiges kanvvolk ervauet im freyen Felde vielen Mokbn, roelcen die Kräs Hen, fo bald er ſchmackhafte nur noch weiche Soamen Hat» gänzlich ausfreſſen, indem ſie die Stiele nieder- reißen. So baid die äußerſten Reihen der Mohnköpfe mit ganz rauh und loddericht, nur auf der Stelte aus ver Hand gezogene Hanfbindfaden umzogen worden, as geht 308 Deittes Kapitel. geht feine Krähe mehr innerhalb des ſv begränzten Mohnacers hinein, und wenn ſie auch verhungern ſollte. Wobey ich denn gelegentlich anmerken will, daß dieſes Mittel-auch in Schneewintern, in welchen die Krähen die Strohdächer angreifen, und vielmals ganze Gebäude in furzer Zeit abdeFen, höchſt wahr« ſcheinlich nicht unwürkſam ſeyn fönnte, Cs müßten nämlich an oder über den Strohdächern, von Diſtanz zu Diſtanz, Stangen mit dergleichen Fäden, die auch von groben Werrig oder Heede von Flachs feyn kön- nen, ſo angebract, und ihnen, vom Schnee unterſchieden, in die Augen fallen könne. E.'E. Pfirſchen. Wer die Pfirſchen aus den Saamen erziehen will, der fann manche gute Sorten erhalten, die ſich für une ſer Klima beſſer ſchicken, als diejenigen, die aus wär- mern Ländern zu uns gebracht werden. Die beſten Sorten zum Säen ſind diejenigen, welche ein dichtes Fleiſch haben, das mit dem Steine Zuſammenhang hat, zeitig reiſen, und einen angenehmen, weinigen Saft haben. Man muß aber die Früchte ſo lange am Baume laſſen, bis ſie abfallen, da denn der Kern in ſeiner größten Kraft ſeyn wird. Kann man die Stei« ne da ſte>en, wo die Bäume ohne BVerſeßen können ſtehen bleiben„“ ſo iſt ſolches inen am zuträglichſien. Vier Jahre nach der Ste>ung kann der daraus erwache ſene Baum ſchon Frucht tragen, und daraus erfannt werden, ob er des Beybehaltens werth iſt. Sollten die Früchte nur ſchlecht ſeyn, und man will den Baum nicht > ht) foſen ſy fim) halt! M1 gen, M0 (ja?| ſo n) 1 Gturfh vom 100) n pfui 1 vd n eO| ſomdch!| die fah 0% Er toda! Nufy gh dß 136 g Uhrig wendig 9 flößeingy ht 15h dy 1, des ſ bez inh aueh Verun q Onmerfn vw nern, in DH fen, und Vys fen, ihn Inte,(6 nihy Dern, vndy y" Fäden,) Ne 1 Fas ms 1 ſolchen ihn) gen, um dw) hnee hecht ähen von Chr nee wn | amen eri "4, die ſoft gen, Deen den, Diel welchen Di € Zuſam) ehmen, vd rächte ſoliny donn der Act m mand? ey Verſehit fim am jut ihn er Davaus in"| ddaraus(fw hi 6 m wil dn y [wag] Die Obſibaumzucht. 379 nicht wegwerfen, ſo kann er an den Zweigen mit Apri- foſen oder guten Pfirſchen oculiret werden. Die hoch« ſtämmig gezogenen und freyſtehenden Pfirſchbäume halten unſre Winter beſſer aus, als die niederſtämmi- gen, wiewohl die ſpäten Fröſte ihnen ebenfalls gar ſehr ſchaden.“ Hat man aber hochſtämmige Pfirſchbäume, ſo müſſen ſie auch im Schuße wider die reißenden Sturmwinde ſtehen. Denn Feine Frucht fällt ſo leicht vom Winde ab, als die Pficſche. Zum Oeuliren der Pfirſchen werden allerhono[589 Pflaumenſtämmchen genommen, welche man jogieich an das Spalier ſeßen, und wenn ſie angewacyfen ſind, darauf oculiren kann. Die Oculirreiſer nimmt!man lieber von alten, gls jungen Bäumen 7 welche insgemein viel und wohl» ſchmeckende Früchte tragen. Auch wähle man niemals die frechſten und ſtärkſten Triebe, ſondern ſoldje, des ren Knoſpen dicht bey. einander wachſen, Die Augen von dieſen Reiſern werden zwar nicht ſo ſtark im näche ſten Jahre treiben ,. ſind aber geſchickter Früchte zu tragen. Die Pfirſchen lieben einen lo>ern, mehr bißigen als kalten Boden; in einem feuchten, fetten Boden aber treiben ſie mehr in das Waſſerholz, welches ſie ſehr hindert, wohiſchmeckende Früchte anzuſeßen. "Will man, wenn es an guter Erde mangelt, ſür die Pfirſchen die zufräglicht? vereiten, ſs ſoll man ſie von einer Wieſe nehmen, die weber zu naß noch zu trocken, oder auch zu ſtarr iſt. Man gräbt ſie an der Oberfläche des Bodens ungefähr 10 Zoll rief auf, ſo daß man den Raſen mitnimmt. Man wirft ſolch? ein Jahr vor dem Gebrauche auf Haufen zuſammen, und wendet ſte oft, daß der Raſen verfanle, unb die, Erb- flößer zerdrückt werden. Mit Anfange des Septem, vers bringt man ſie in den Garten, und mache Ravat- ien 380"Drittes Kapitel, fen daraus. JDieſe muß man ſo viel über die Obeyr- fläche erhöhen, daß die Bäume der Näſenicht ausgeſeßet ſind. Zu den ſehr naſſen. Boden, wenn man. nicht (ieber das ganze Erdreich nach dev oben vorgeſchriebe« nen Art verbeſſern will, kann man unten in die Ras batten, ehe maiz ſie erhöhet, etwas Schutt. legen, um di? Näſſe abzuhalten, uud zu a„ daß die Wu zein nicht unter ſich treiben.„Jn todtem ſandi» gem“Hoden nzuß eben ſo. verfahren werden. Iſt aber ver Boden ſehr troFen, ſo: dorf man die Rahatten nicht über 4 oder 5 Zoll höher machen, damit die Erde ſich ſeßen könne. Die Breite ſoll wenigſtens 3 Ellen ſeyn, wei! ſich ſonſt die Wurzeln innerhalb 4 oder 5 Jahren ſo eingeſch!oſſen finden, daß fie nachgehends ſelten weiter gut wachſen« Die. Tiefe ſoll» nicht über eine Elle. betragen, weil außerdem die Wurzeln zu tief ge- n, und der Sonne und des Regens nicht genießen 3 daher ſie viel rohe Säfte an ſich ziehen, wovon die Bäume zwar ſtark wachſen ,' aber entweder unfrucht» bar- werden, oder unſchmackhafte Früchte tragen. Sind aber die Rabatten ſo zubereitet, ſo läßt man ſie 3 bis 4 Wochen liegen. und fich ſeßen, worauf man. die Bäu« me! verſeßet, ſobald. die Blätter abgefallen ſind, das mit ſie noch vor einfolieadem Froſte etwas Wurzel ſchlagen können, Dieſer zarte Baum, wenn er beſon- ders nicht ho<ſtämmig iſt, verlanget beſonders eine xor dem Nordwinde von Gebäuden und Mauern ges dete Lage, In einem ſtarken, kühlen und fetten Erd- reiche iſt vie Morgenſeite der Abendſeite vorzuziehen; im Gegentheile aber in troFenem Sande oder ſteinig« tem Boden die Abendſeite. Jm le&tern Boden wer- den die Früchte ſüßer, in dem erſtern aber ſaſt- reicher.: Wena das Spalier für die Pfirſchbäume an einer Mauer angelegt werden ſoll,[0 läßt man es am II 4 30 zu 0 von delt! werfen 19 nid) ſche ee Fön, [0% ſehet, I. wordenne puß(0 hid!„Gb 090 ht, uE ft minh€ (id, 19) vw 6 8, 000,4 110 dive ann fs 101 die ſome m) Gille 443) def mug y | eggebrt aan | Vugen fnpur) | M udn fe Cogtngyy | Aelehe k- vo u htm(4 4 ſmn py ſrt Wie ſeien 4) Ve Vb ji Zein H Mögli„hi 1 el Über bit, enichtautugg | Wehn man N oben WENN "Unten int, Ctt lep, 1 hindern, bj) nN folien Inh werden, Jh man die Jaht en, damit H gftens3 Umly b 4 odu5 Im nachgehen m Unit We Burzel zu 10 208 ncht aa ehen, vw) newer ote tragen. äßt man fe38 auf man dds gefallen fin), te etwas Det m, wen ah get beſondut und Nat) len undfetn 0) ſeite vorh) ande oder ji Stern Do erſtern ab vy boum am bs val" 10'] Die Obſtbaumzuchk. 381 4 Zoll davon abſtehen, weil die Sonnenſtrahlen ſich von der Mauer alsdenn auf die Früchte wieder) zurück- werfen können, auch die im Winter erkaltete Mauer nicht zu nahe am Baume iſt, und ſich die Früchte zwi- ſchen'den Spalieren und der Mater nicht quetſchen Fönnen, Werden ocuſirte Bäume an ſolcher Spalier ge- ſeßet, ſo geſchiehet es wv, daß der Ort, wo oculiret worden,-augwärts zu ſtehen fömmt. Der Schnitt muß hinterwärts nach der Mauer, by troner und hicht Faiter Witrerung geſchehen. Wenn das Auge eines vculirten Stämmcchens treis bit, und ein-Reis von'5 bis 6 Zoll geworden iſt, ſo balt män es Durdh, Abfneipüng des obern Endes zu- rücf, damit es Seitenzweige'tceibe, und ſtehet dgrauf, wie es die Schabolſche Theorie mit ſich bringet, daß an jeder Seite nur ein Arm hervorkomme, Ze tiefer dieje aim dculirten Stamme ausſchlagen, deſto beſjer „itt es. Die hinterwärts oder vorwärts tr&ibenden und die ſcywachen Aeſte nimmt'man weg, Wenn an einer Stelle 2 oder 3 Knoſpen mit einander ausbrechen, darf nur die beſte ſtehen bleiben, die übrigen werden weggebroöhen. Sollte der Baum nur nach einer Seite Augen treiben-wollen, ſo bricht man ſolche zuſammen weg, und zwinget ihn, daß er erſt an der andern Sei- te Augen anſeße. Ueberhaupt muß man, wie oben gelehrt worden, zum öfterſten nachſehen, und die her- vorhrechenden Augen überall abbrechen, wo ſie am un- rechten Orte hervorfommen. Wäre dieſes aber ver- ſäumet worden, ſo läßr man lieher die Zweige unge» ſtört wachſen, als daß man im Sommex viel daran ſchneiden ſollte, Am Ende des Juni. 18 bringe man die vorhandenen Zweige, ſo weit es geſchehen kann, zur Seite nach der Erde, und binde ſie ſo niedrig als möglid), und fajt wageret gemauct werde, im nächſten Jahre Frücht zu bringen. In Anſehung der von einander entfernt zu halten» den Zweige iſt zu bemerken, daß ſie in ſd gleicher Wei- te, als nur möglich it, angebunzen werden, das mit die Bläirer, wenn fie heranfommen, Plat za wachſen haben, ohne die Zweige gar zu ſtark zu bes ſchatten.| Den folgenden Sommer verſäume man abermals nicht, alle unnüßen Knoſpen, und junge vor oder hin= terwärts austreibenden Reiſer ſo fort auszubrechen, oder abzufneipen, um Johannis aber die ausgewachs ſenen Zweige wieder niederzubiegen und anzubinden, Dieſerhalb muß auch jeßt alle 14 Tage nach den jun» gen Bäumen geſehen, und das Ausgewachſene ſo ges bunden werden, daß jeder Zweig, ohne ſich zu kreuzen, ſeine Lage bekomme, und jede Seite bis auf der Erde Holz habe. In Anſehung der hervorgekommenen Früchte iſt es am beſten, wenn wan ſie, ſobald ſie die Größe ei- ner kleinen Nuß erlanget haben, zum'Lyeil wegnimmt, daß 384 Dritte3 Kapitel, daß ſie nur 5 bis 6 Zoll von einander ſtehen bleiben. Auf dieſe Art erhält man größere und ſchma&haftere Früchte, ohne den Baum zu ſchwächen. An großen ausgewachſenen Bäumen foll man nie an jedem über 5 Dußend Pfirſchen laſſen, an mittelmäßigen aber fönnen 3 bis 4 Dußend hinlänglich jeyn. No iſt zu bemerken, das, falls man im Herbſte einen von Gummi angegeiffenen Aſt findet, wl wieder eingekleidet, ſodann aber Bretter oder Fihtenreiſer vorgeſeßet werden, um Schatten wie der die anſcheinende Sonne zu machen. Zur Zeit, wenn keine Fröſte nach Beſchaffenheit des Jahrgangs zu beſorgen, wird der Umſaß mit Erde wieder wegge- Bauevgter IV. 25. LTH, B59 716272s 386 Drittes Kapitel. nommen, Allenſalls könnte auch wöhl ſtatt der Erde recht langes Stroh oder Rohr, recht dik um den Schnee herum geſeket werden, weil es nur darauf an« kömmt, daß die Sonnenwärme nicht durchdringen kann. An der Möglichkeit iſt gar nicht zu zweifeln, wöil man findet, daß der im Winter auf den Acker Hingefahrne, und nur in kleinen Haufen geſchlagene Miſt noch wohl 3 bis 4 Wochen in und unter fich Froſt und Eis hält, wenn das übrige Erdreich ſchon ſo viel Zeit zuvör von Sonne und Luft losgethauet iſt, wes- Halb auch wohl die Einfütterung des Schnecumſaßes der Bäume mit langem Strohmiſte geſchehen könnte. Die eingewinterten Bäume aber könnten erſti>en? Dies würde ein Verſuch im Kleinen entſcheiden; es iſt aber nicht wahrſcheinlich, weil die vor Winters hinund wieder wider das Erfrieren in die Erde gelegten Wein- reben geſund bleiben. Nür dieſe Vorſicht würde beh der Entblößung nöthig ſeyn, daß ſolche eingewintert geweſene Bäume, wenn ſie an die freye Luft kommen, 'zur Zeit, wenn die erſte warme Sonne änſcheinet, noch unter einer Dee ſo lange gehalten werden, bis ſie nach und nach völlig der Luft und Sonne frey geſtellek werden, Denn wir wiſſen aus Erfahrung, daß dieſe Bäume, wenn ſie eine Zeitlang bedeckt gehalten wor- den, und zu geſchwind wieder an die freye Luſt kom- men, mehr leiden, als wenn ſie unbedeckt geblieben wären. Endlich wären auch die Verſuche mit dem Einwintern dieſer Bäume ſo zu machen, daß einige im December, andre aber erſt im Februar oder März mit Schnee bede>t würden, um zu ſehen, welches Verfahren das dienlichſte ſeyn könne, Vermuthlich Dos erſte, Hätte man aber Bäume, die nicht an der Wand oder Mauer ſtehen, ſo würde ihr Einwintern nicht mehr Mühe koſten, da man nur im Herbſte, bey „voch offenem Erdreiche, Bohnenſtangen, die ober- : wärts vis zn mit der? qe 0 ſt et] vod: Z/9) ey Bed und gls 40 Fable DSM (ie inig'0y Franjo) 8 Bragnoi ve), ve 93) | pP we kal„E en y; 3 y 0100103) Hep der M7 (90746 |(16 mal ein hy| je ſhe EL Guis (eby WW Wh Qu Fu Wet Grolzig Get die| 8) weilen iy y Über die Ayl Menon | / | ' j ( v ( 5 | | | ' i | | | hl ſtatt der(hy ht UE Um hy es nud Att icht) UU nit I jw fer auf den Dey aufen Geſa md hte ROM reich ſhon Jyf ethauet if, zg 'ß Ehn e Geſchehen für Fönnten ahn! entſchelda; 4) or I 1] de qe Wm W Vorſicht wich) ſolche eini] veye Auſt fun) ne änſhent M,(iy one fe| fahrung, bv!| demi 0' Daihe0 die free Aſt mbededt ge Verſuche mt ohen, daß 1) Februdt ve) u ſehen, ms ne, Vetus (, die niht de Ihr(im r im url" fangen,|| ij Die Obſtbaumzucht, 387 wärts zuſammenkommen, umher einfteen müßte, da« mit der Umſaß mit Schnee auf keiner Seite ausweis- chen, oder der Ueberſchlag miclangem Miſte nirgends« ws die Zweige verdrücken könne. Die eigentlichen Pfirſchen ſind mit einem wollich- ten Weſen bede>et, andere aber über und über glatt und glänzend. Dieſe leßtern nennet man Glarte oder Fahle Dfirſchen, auch wo hl L7ußpfirſchen, weil ſie;einige Aehnlichkeit mit der'Wallnuß haben. Die Franzoſen nennen die wollichten Peches, bie glatten BBROR und dieſe leßtkern die Cngländer Nediari- » die Holländer Kaele Perſinen. Ge meiniglich ſind die Pfirſchen kugel förmig; b bey der Roſlane, Chevreufe uud Violetta tardive|[fällt die Form mehr ins Rundliche, „ Welche ſich oben in eine Spiße endigen, ſind ges meiniglich nicht recht gusgewachſen und taugen nichts. "Bey der Pavant peche blanche und rouge aber endiget ſich die Frucht oben in eine merkliche ſcharfe Spike, Eine Vertiefung an der Spiße der Frucht iſt alles mal ein Zeichen einer beſondern Güte, Dergleichen zeiget ſich vornämlich bey der Royale, Ein merklich fleiner Knopf zeiger ſichan der Spie ße bey einer Sorte, welche daher 1e teton de Venus heiße, Alle Früchte zeigen auf der einen Seite eine Nath oder Falte. Dieſe iſt beſonders merklich vertieft bey der Grofle mignonne, und an der andern Seite pfAles get die Peche abricotee eingebogen zu ſeyn. Wis» weilen iſt die eine Hälfte vor der andern erhaben, und über vie Nath herausgewachſen, wie bey der Grofle mignonne.' Bb.2 Oie 288 Drittes Kapitel,. Die Oberfläche iſt gemeiniglich eben, und das Hörichte ein Zeichen der Unvollkommenheit; doch pfle- get die Sanguinole immer mürbe zu ſeyn, und la Perſique hat unten am Stiele ein Stück ausgewach- ſen Fleiſch. EEE Ee - Das wollichte Weſen der eigentlichen Pfirſchen pfleget bey den ſpätern ſtärker, als bey den frühern zu ſeyn; ein Ueberfluß von Wolle aber iſt das Zeichen einey ſchlechten Frucht. ESS GLI Die Haut ſoll ſich leicht'vom Fleiſche abſondern laſſen. Iſt die Haut dicke, und bey der reiſen Frucht nicht vom Fleiſche zu krennen, ſo kann man voraus wiſſen, daß die Frücht zum eſſen nichts tauge. Die Farbe iſtan der Schale und dem Fleiſche ver- ſchieden. Die Haut iſt bey dem eigentlichen Pfirſchen gemeiniglich weiß, und än der andern'Seite mit einer angenehmen Röthe vermiſcht. Ganz weiß hingegen bleibt ſolche bei) der Madeleine blanche, welche die Holländer Montagne nennen; ingleichen der Avant- peche blanche; doch erhält auch die erſte, wenn ſie viel Sonne hat, einige ſchwache rothe, Streifen. Bey der Royale uud petite mignonne iſt die Schale weiß mit rothen Punkten. Die grofle Migponue iſt faſt über und über roth, die Violette dunkelviolett, und die ſpätern Sorten pflegen gemeiniglicch) grünlicht zu bleiben, EE Das Fleiſch iſt ebenfalls der Farbe nach verſchiee den, Früchte, deren Hatit ganz oder zum Theil weiß iſt, enthalten auch ganz weißes Fleiſch. An den mei- ſten Früchten iſt das Fleiſch um den Stein roth; ver« liert ſich das rothe allmälig in dem weißen Fleiſche, ſo nennt man die Pfirſcheroth; iſt um den Stein gar. nichts rothes, ſo nennt man ſie weiß. Andere Soxr- ten haben, gleich den Aprikoſen, ein goldgelbes Fleiſch, und“ heißen daher gelbe Pfirſchen, bey den Hollän- dern (ouch we(| Nimmt, j 4 bern pn gd Dh nam 0 he Fu Wi Oel 10| nen 11D [4 m leicht 1 ches, Ih»/ jf uh zug 0881 Pavies 093) (ar niht gu Wu 498| Zn) Fp| ale dona| „man vorna]) „im fang;€ „Aged 4 Menotti x De Kug- Tyan jut und fip| Vehätng| menbeit; body, zu ſeyn,| Ett Ube Entichen Wi beh den frühen) er if das Ai ) Fleiſche bh ey der elſenTnd fan fiah Way ches taldk 1d dem Rlaſfiy gentlichen Wii ern Seite mii anz Weiß Amy anche, Wilh) leichen di Iny die erſt, im) the Greif, y ſt die Chaly! Migpoat Unfeldielt, 1 tglich gründ!) Farbe nach bi)! et zum Wu W ſc. Mn den 1 Sten eot); 1 weißen 3019 um den Gy Oh ß, Andere goſdgelbegg" be den Du 05.0 Die Obſtbaumzucht, 389 dern Hermaphrodit oder Apricoos Perſik, Wenn das Fleiſch gelb iſt, hat auch die Haut von außen die nämliche Farbe. Hr. von Münchhäuſen hält die gels be Farbe nur für zufällig, gleichſant nur für eine Art Gelbſucht, indem auch das Laub davon aus dem Grü« nen in das Gelbe zu ſpielen pflegt. Wenn das Fleiſch der Pfirſchen vom Steine ſich leicht trennen läßt, ſo nennen ſie die Franzoſen Pe. ches, die andern aber, deren Fleiſch mit dem Steine feſt verwachſen iſt, Pavies, und geben dieſen den Vor- zug vor jenen, welches bey uns umgekehrt iſt, da die Pavies bey, uns weniger, in kühlen Sommern aber faſt gar nicht zur Reife gelangen, weil ſie mehr Sonne verlangen. FEE= 200: u Jede Sortewirdein und.alle Jahre um dienämliche Zeitreif, und wenn durch die Witterung dieReife von. den frühzeitigen einige Jage aufgehalten wird, werden ſich galle übrigen'in der Folge darnach richten. Und da man vom Auguſt bis in den October reife Pfirſchen ha- ben fann, darf man nyr von mehrern nach einander folgenden Sorten Bäume pflanzen, ſo wird es dieſe Monathe über nicht leicht an reifen Früchten mangeln, Die Reife aber wird an der Farbe und dem Geruche, auch wenn die Pfirſche, wenn man ſie in die Hand nimmt, ſich ſehr leicht vom Sele löfet, erfannt. Bey einer vorzüglich guten Pſirſche muß die Haut zart und wenig wollicht ſeyn; die Frucht muß nach Verhältniß der Größe einen kleinen Kern und viel Fleiſch haben 3; das Fleiſch nwuß zart, und voll ſüßes, weinhaften, reizenden, angenehmen Saftes ſeyn und bald auf der Zunge zerfließen. Dieſe Vorzüge treffen am meiſten ein bey dr= 1) L'avant pechs blanche, bey den Engländern tlie white Nurmeg. Der Baum hat ausgezackte Blätter, treibt ſchleßt, zumal wenn ernicht anf Apri« Bb 3 koſan 3992. Drittes Kapitel. koſen oculiret iſtz die Blume iſt groß und offen, die Frucht klein und weiß; das weiße Fleiſch geht vom Steine loß. Sie wird leicht mehlicht, und nur des- wegen geachtet, weil ſie die erſte Sorte iſi. Wegen der Güte aber verdienen den erſten Plaß 2 2) Die frühe oder Fleine Tlignonne, Migno- . nette, oder 1a Double de Troyen, bey uns die IWOr- ſche oder Zwolſche genannt. Die Blume iſt klein „und zuſammengezogen, die Frucht rund, mittelmäßig groß, an der. Sommerſeite ganz roth, das Fleiſch weiß, „am Steine roth, geht vom Steine loß, und hat einen weindrtigen, köſtlichen Saſt. 3) Großer oder Sranzöſiſcher Mienon, "auch LB a Fpfieſche genannt. Das Blatt iſtglatt, die "Blume groß und offen, die Frucht etwar länglicht, vund insgemein auf einer Seite aufgelauſen, äußerlich -"yon ſchöner Farbe, innerlich weiß, am Steine ſehr "roth, geht leicht vom Steine ab, und hat einen zu- - erfüßen, föſtlichen Geſchma>. Auf einen Apriko- "ſenſtamm oculirt, kömmt dieſe Art am beſten fort. 5“ 4) Weiße Nlatudalene, Madeleine bianche, oder Melcatow.. Die Blätter ſind ausgezackt, die Blu- men groß.und offenz die Frucht iſt rund, mittelmäßig groß, das Fleiſch am Steine weiß und geht leicht loß. Hr. von Münchhauſen ſeßet dieſe Sorte unter die be- ſten, obſchon vom Hrn. Müller das Gegentheil geſchie- „Het, Das Holz iſt insgemein am Marke ſchwarz. 5) Die rothe Nlatdalene, Madeleine rouge, oder Montagne, Das Blatt iſt tief ausgezackt, die Blume groß und offen; die Frucht groß, rund, ſchön xoth, das Fleiſch weiß, am Steine ſehr roth, ven ; welchem [] | | | wehD) vort) (Jo ſchön 1 ſhe, die Un graus ig qm Weintm) "x art; BS Jn | vm ZE ſym Wik Wy 17 ut, ED | Juht 6% u Gegen DIS! M 9) Hein iI ud 1S) 0egen de 948 Cafe hal ys jen), vel [4] va (, aß und fp+ € Fleſh EN '"" (cht, Und he) * Saif, | den erſtin un Tito, Do » Dey uns bey Die Blume(| rund, mitt; (D, das Fluſh [oß, undhy 98 Blattifi! ucht etwar hint fgelauſen, iu iß, am Ei! ', und hat 0 Auf ein 09 et am beſen ft Madeleine di d außgejadh 2 rund, mitn und gege (Sorte untiv as Oegeneue 1 Marke ſgm) ey Madeleneny [] [My gn NATEN FEHN (06 aun HV "' groß, Py in fa 0 Die Obſtibaumzucht. 391 welchem es auch loßgeht, der Saft ſehr ſüße und vom vortrefflichen Geſchmacke, 6), Roſlanez weil die Frucht an der Sommerſeite ſchön purpurrokh iſt, heißt ſie auch die Purpurpfir- ſche, auch rothe Alberge. Das Blatt iſt glatt, die Bäume klein und zuſammengezogen, die Frucht graus das Fleiſch gelb und gegen den Stein, von wel» d)em es loßgeht, roth, Site hat einen köſtlichen Weingeſchmack.- 7) Der Eanzler, Chanceliere. Das Blatt iſt glatt; die Blume klein und zuſammengezogen; die Grüchtrund, das Fleiſch weis und wohlſchmeckend, geht vom Steine loß, und iſt um ſelbigen roth, die Haut f hr dünne. Auf Aprifoſenſtämme oculirt gedeihet dieſe Sorte.am beſten,; 8) Bellegarde, ober Galande. 1 Das Blatt iſt glatt, die Blume klein und zuſammengezogen,„die Grucht iſt groß, rund. und.an der Sommerfeite dun- feipurpurfärbig; das Fleiſch weiß, ſchmelzend„ und gegen den Stein dunfelroth, von welchem es leicht loßz2 gebt...„Iſt eine der beſten Arten, 9) Bourdene, Das Blatt iſt glatt; die Blums Flein und zuſammengezogen, die Frucht groß, rund, und'an der Sommerſcite ſchön roth 7 das Fleiſch weiß, gegen den Stein ſchön roth, und geht leicht loß, der Saft hat einen köſtlichen„.Weingeſchmück, trägt auch, als einm hohſtammiger Baum reichlich, 10) Niveltte. Die Blätter ſind ausgezacket; die Blumen klein und zuſammengezogen, die Frucht iſt groß“, mehr länglich als rund, an der Sommerſeite ſchön rorh, an der andern blaßgelb; das Fleiſch ſchmel- zend, voll köſtlichen Saftes, am Steine, von welchem es loßgeht, ſehr roth. Db4 14) R6- 392 Drittes Kapitel. 11) K6nigspfirſche, Royale. Das Blatt iſt glatt, die Blume klein und zuſammengezogen ,- die Frucht groß, rund,-:an der Commerſeite dunfelroth, an der andern etwas bläſſer, das Fleiſch weiß, ſen iſt.„48307 12) Srübe Purpurpfirſche, Pourpree hative, Die Blätter ſind glatt, die Blumen groß,„rund, ſchönroth, das Fleiſch weiß, am Steine ſehr roth, voller Saft, der einen köſtlichen Weingeſ hat. 13) Chevreuſe hative„ oder belle. Die Bläts fer ſind glatt, die Blumen klein und zuſammengez02 gen, die Frucht iſt von mittlerer Größe; etwas läng- licht, ſchön roth, das Fleiſch. weiß, am Steine roth, und geht von dieſem loß, der Saft ſchmec>et köſtlich. Der Baum trägt auch gut. 1 14) Admirable. Das Blatt iſt glatt, die Blue men Flein und zuſammengezogen, die Frucht iſt groß, rund, an der Sommerſeite roth, das Fleiſch weiß, gegen den Stein roth, und geht davon loß. Der Saft hat einen föſtlichen, zukerſüßen Geſchmack. 1 15) Catbarine. Das Blatt/iſt glatt; die Bluü- menu flein und zuſammengezogen, die.Frucht groß, rund, au der Sommerſeite dunfelroth,"das Fleiſch weiß, ſchmelzend, voll köſtlichen Saftes, gegen den Stein dunfelroth, mit welchem es feſte. zuſammenhängt, Sie wird. ſpät reif, und geräth daher nicht immer. 16) Sanguinole, oder2lurpfirſche, auc< Car- dinal- Betterave- und TNanibeerpfirſche ge- nanntz hat durchaus purpurfarbenes Fleiſch, iſt aber eine der ſchlechteſten vom Geſchmac>e, und wird nur gegeſſen, wenn ſie als die einzige Art allein ohne an- dere auf die Tafel gegeben wird, Es 0,7] eml uns 10% 2] nidt 6: fende M0 id 397 vilmd] lh, de 0 Gau Dy ubs ſols, IQ fin, 1D) ve Dis fe vp!| brät| nh Ab| (! doi| (is NB! miſe | wh dunn |(drei| | Mitte dir!| | Inu | heben R| ber bh dna andre ve rth y Crrtehun bn pm x Y 1 . Di Py engejogen, eite Vinfihr) ) weiß, ſqs en Glen, vy t unter dj warm uh 'Ourpree huhn t groß, tw) feine ſchty) geſchmath, 2. Dieh zuſamm) ex. etwas(yy m Steintt) [medet fid glatt, tie Fruchtiſi) as Fleiſch 1) loß. Zei mad, glatt) die Dt ruht aß u; as Fleſh 1) ege den Ow zuſemmenh) ſcht uh verpfirſe) Fleiſch, IO „ und wied! dalen ehm? h Die Obſtbaumzucht. 393 Es iſt vorhin geſagt worden, daß die nicht vom Steine ſich löſenden Pfirſchen in manchen Jahren bey uns nicht die rechte Reife, und alſo auch nicht ihren rechten Geſchmac befommen. Sollte man mit ihnen nicht zum Ziele gelangen, auch die bey uns früh rei- fende rüchte no< einige Wochen früher als gewöhn- lich: zur Reife: bringen können? Da unſre Nächte vielmals zu friſch ſind, und.dasjenige zurückſchen, was die Sonne bey Tage gewürfet hat, ſo ſollte man die Bäume mit Deen, die als ſogenannte Ronbeaux an» zubringen, dawider in Schuß nehmen, ſo auch, allen- falls, wiewohl mühſamer, mit Brettern geſWeben fönne. Matten von. Frieß odex grober Wolle würden die Wärme mehr einſchließen, und. ſie müßten noch frühe am Tage, wenn die Sonnenhiße noch ſtark iſt; bereits vorgezogen werden, etwa umz 3, 4 oder 5 Uhr, nach Beſchaffenheit dey Temperatur. Die Dee wür« de aber auch. des Morgens nicht eher weggethan, als bis die Nachtfalte der Tageswarme völlig weichen müſſen. Jn warmen Nächten, welche der Thermo- meter am richtigſten anweiſen würde, wäre feine Bes dekung nöthig, und falls eine falte, und zugleich trockne Witterung herrſchet, würde ein Beſprißen der Blätter mit nicht kaltem Waſſer ſehr angemeſſen ſeyn, Wer unter uns hiervon den erſten Verſuch) gemacht haben wird, der verbinde ſich alle Gärtnexeyliebha« ber durch öffentliche Bekanntmachung des Erfolgs davon. Die Pfirſchen ſind ja unter uns die über alle andre geachteſte Obſtart, welche daher werth iſt, ih- renthalben nichts unverſucht zu laſſen, um alle ihre Sorten früher und ſpäter im beſten Geſchmacke ha- ben zu können. Bb 5 E, FE. 1 394 Drittes Kapitel, EF. F.. Die.Nectarinen, Die Neckarinen ſind, wie vorhin geſagt worder; von den Pfirſchen durch die glatte Schale unterſchiede. und es ſcheint, daß ſie ſich weit beſſer, als die Pfi- ſchen, aus dem Kerne ziehen laſſen. Sie verlangen einen warmen tronen Ort, und ein gutes ſandiges Erdreich, um den volikfommen ſüßen, angenehmey und reizenden Weingeſchmack zu bekommen, Bey mie ſind die Früchte ſogar auf der Abendſeite, da ihnen ſonſt die Mittagsſonne eingeräumet wird, wiewohl einige Wochen ſpäter, recht gut vom Geſchmacke ges worden. Sie haben das Vorzüglichs vor den Pfir- ſchen, daß ſie nicht leichtich mehlicht oder troen wet- den, und daß man ſie vor der Zelt, wenn ſie noch et- was hart ſind, abnehmen, und auf dem 2ager weich werden laſſen kann; doch" werden. ſie ſchmackhafter, wenn ſie ſchon halb trocken am Baume ſcheiren, und um den Stiel welk und runzlich, inwendig abex gelb ſind. Man pflegt ſie daher vom Baume abfallen zu laſſen. Die Bäume aber werden wie Pfirſchenbäume gewartet, Von den Nectarinen ſchäßet may vor» züglich 2) Die L7ewingtonnectarine, Die Frucht iſt groß, an der Sommerſeite ſchön roth, an der ans dern glänzend gelb, der Saft ungemein angenehm, das Fleiſch mit dem Steine zuſammenhängend, wo- felbſt es dunfelroch ausſieht, 2) Goldne LTecearine. Eins mittelmäßig- große Frucht, an der Sommerſeite lieblich roth, an der andern glänzend gelb, das. Fleiſch ſehr gelb, köſt- lich fc reichet zwar nicht an die edlen Früchte, aber ſie laſſen ſich in den Städten, als eine der ſrüyeſten Baumſchule für den gemeinen Mann ſehr gut verfaufen, iE Da die Aprifoſen gegen unſre Winter eben ſo zärtlich als die Pfixſchen ſind, und.am Spaliere ge- meiniglich verdeckt werden, ſo muß ſolches erſt gegen Weihnachten geſchehen, damit ſie nicht zu weichlich gewöhnt werden, Die beſte Art, Aprikoſen und Pfir- ſchen zu bedecen, ſagt Hr. v. Wilke, wie ſolches auch in vielen Gärten-ſo. gefunden wird, iſt, daß in die Spaliermauern mit Rollen verſehene Hölzer einge- macht werden, durch welche man, vermittelſt ange- brachter Leinen, grobe Tücher vor die Bäume ziehen, auf- und herablaſſen kann, Beſonders iſt dieſe Art der Verdeckung, bey den in manchen Jahren ſich er- | eignen | 1 E- ' in vom| vp) 1 FE vw H | PM|) PENN | gy | ud | bin: 1 | ww ff film( |(aft Io ul |(em) 3 | ſd(yy | aft) yy) | Mth 6 | ml hn (or)( [führ W | Wi (ind) 1, Img!| 90) Su| KUR | deny| fg) diy fl er PAbtiedt cot blanc, ſien wd Orange 214 / und grö tragt abi x 8 Abricot, 4 hönſten Fis licher dls) fragen hiyy Blumen, nan die aus) ine, abet Weinhergmy aumen un ef zwar niht n den Gti p den gemint inter abt m Epaliet 4 hes erſt 997 ht zu weig] foſen und 3 * wie ſs : Holt(iM mittelſt Zaum ; ſE die Wt jahren 0 014 Die Obſtbaumzucht. 397 eignenden ſpäten Früdlingsfröſten, welche den Pfirſch«- noch mehr aber den Aprikoſenbäumen überaus nach« the!lig ſind, vortrefflich anzuwenden, Man kann nänw lich mitteiſt derſelben, wenn man die Tücher herab» läßt, ſo wohl die Froſt verurſachenden ſungen; vielmehr am Tage und in leidlichen Näche ten mit Anfang Märzes ſie fleißig aufde>en. Denn ſonſt rreiben ſie zu früh, und laſſen alsdant die Blü« then abfallen. Man pflanze daher nicht alle Pfirſch- und Aprikoſenbäume an die Mittagsſonne,'als an der heißeſten Lage, weil dadurc< der Trieb derſelben noch früher beſchleüniget wird, der aber hernach durch dar- auffolgende härtere Witterung wieder zurückgeht, ſo daß die Blüthen abfallen, Hat man einen Theil der Bäume an der Nachmittags8-au zur Noth an ver Abendſonne, (auch wohl; wenn man bey etwanigen Frühlings- fröſten durch erwähntes Werdecken die Morgenſonne abhalten kann, die Morgenſonne,) ſowird maninmiß» lichen Jahren nicht alles verlieren.=- Bekanntermaaßen haben die Aprifoſenbäume die Eigenſchaft, daß ſie öfters baid auf dieſer, bald auf jener Seite ihren Zweigen den, Saft entziehen. So bald man nun vermerket, daß an einem Aſte die Bläte ter zu verwelken beginnen, ſoll man nach Hagedorus Rath ihn ſofort wegſchneiden, den Ort mit Pfropf« lehm beſtreichen, und auf der andern Seite des Baums die Zweige beſchneiden, damit ſich der Saft zur kran« ken Seite hinwende, und nicht ein Zweig nach dem an- dern auf der kranken Seite abſierbe, da ein ſolcher Zu- fall den ganzen Baum verunſtaltet, Nach eben dems- Jelben 398 Drittes Kapitel, ſelben Gärtnereyfundigen ſoll man auch den Grund der Aprifoſenbäume mit Pferdemiſt bedecken, daß ſich die Kraft davon nach den Wurzeln ziehe, weil die fol« genden Früchte dieſe Bemühung reichlich bezahlen. H. H. Der Quittenbaum. Dieſer Banm liebet einen erwas feuchten, fetten und zugleich lockern Boden, Auf einem zu leichten, ſandigen und trocknen Boden hat es mit ihm keine Art. Ex wird durc) den Sgamen, Wurzelſc<ößlinge, Ableger, SWnittlinge, und durch das Pfropfen auf Birnſtämme vermehret. Die Erziehung aus Kerne hält Hr. von Wilke für neu, weil er niemals dayon| geleſen no<& gehöret. Sie iſt aber im neuen Sthau- plaße der Natur unter die Vermehrungsarten mit an» geſühret worden. Man braucht Quittenſtämme, um| Aepfel und Birnen als Zwergbäume darauf zu erzie» hen. In Anſehung der Birnen iſt oben erinnert wor» den, daß feine harte grieſichte Sorten darauf gebracht werden ſollen, um ſolche nichtzu verſen) einer Clie lang; lung; jm (ehm vy vj je 9 vem d/S gieße! it hedeß/ m ein nd zu ver eh Schumi! tü un An| Hebrig30 ander 916: dvs vn.ur 08 wh WE) muſi vn Net begun Oh (m din, 10 ſürfen[1 Wogefocfhhn und ad 3 Cn dd! gihen fo Emy ſe iO G Aiſle, 1s) gfoht hit mf ſopfen, Eg Dy te Datiſyy ffm Merge|( Tite py | ) ) ====>= eeeclälhpndtiitumne uh den Onyy deen, daß 44 10, weil ie ic) beahte in, feht, füh nem zu ody 8 mit ihm fi Butzen as Mofa jung aus Si TEN m neuem Gh mogort nin etenſtammt, darauf me jen erin 1 darauf ge (jmmern, Gt, gie amm, drin ſo darf mm ſagen, m? fe behaufetn 1 jerumbring en, in pin in(Olga nen find jr) Zwi| Veſte abg ict ſept, N den;(ii 0 (ih Die Obſibaumzucht. 399 lang, zerſchnitten,«m oberſten dünnen Enbe mit Pfropſ= lehm verflebet, 24 Stunden ins friſche Waſſer ge- ſeßet, nachher ſofort ins Land ſo geſteckt, daß von je» dem dieſer StöFe kaum die Hälfte herausgu&t. Man gießet ſie an, damit die Erde ſtark an ſie ſchließe, und bedecer den Boden mit Furzem Miſt oder Multer, um ein nachtheiliges Aufreißen und Austrocknen der Erde zu verhüten. Bey trocknem Wetter aber werden dieſe Schnittlinge fleißig begoſſen, falls ſie in keinem feuch« fen und ſiarfen Boden haben eingelegt werden können. Uebrigens werden die Gruben dazu ganz nahe än ein» ander gemacht. Dieſe Bäume werden wenig beſchnitten, und ih- nen nur bloß die Aeſte, welche einander kreuzen, wie auch die aus der Mitte des Baums aufrecht wachſen« den frechen Schoſſe weggenommen, die Stämme aber von Ausſchößlingen frey gehalten. Wenn die Früchte beginnen gelb zu werden, und. anfangen einen liebli« dadurch ſehr erhöhet wird, gefo- nen Boden,„und wo leßterer iſt, kann man ihn im Schatten anpflanzen, wie man denn überhaupt gern davon freye Hecken hinter Mauern, wo andre Frucht«- bäume nicht. wohl fortkommen, anleget. Die beſten Sorten ſind, die weiße und rothe 2ampertsnuß und große Zellernuß, welche am Spa- liere auf der Nordſeite zur Bekleidung einer Wand oder Mauer gezogen werden können, Ziehet man ſie als freyſtehende Bäume, ſo muß man ſie wohl von j- den vn M3 vorm?| vem 619 [irren 190 H) j' 1] nig 0 Jahr M der abs „ hen zul V 9X feſfe Zun | uv NUN Dumb man 130 9:8 Dam het am, 00) Iindichy8) | Widen, / Gis | ße ub Dede m 1 den Nofk nw, we| beſten Cpyay (us denen Wie die 4 (V Eil y Jam 4 e legen ihm Dun m ". Des Ip ſer Baum ) hur dora 1 die am unh ic) ausgebrohn 1] befomme W) Boum fehn Feldern any (neben und y (lein dahin[e) <4 der Netdyy 1 jungen Dog ve eigene Ip vet werden, 6 be ſie binn 3 fe Frühling ihm Fein Stehen ht 1 die 16 66% haun, euchten alt im man Iv Überhaupt(0 10 andre jeu t veiße und 1) veldhe am€) ng einer Du Ziehet man) an fie wl v" Die Obſtbaumzucht. 403 den. Wurzelſproſſen reinigen, woraus ſie ſonſt auch vormehret werden, wenn man ſie nicht lieber aus dem Saamen ziehen will. Die geimpften oder ocu- lirren pflegen größer? Früchte zu kragen,. Wenn das Ho'!z zu alt und ſtark wird, ſo tragen die Nußſträucher enig, weshalb es am rathſamſten iſt, alle 10 oder 12 Jahre, im Februar oder März, die dicken Sträu- erm kehm beſtehen... In Thälern erfrieren ſie leicht. Wird der Baum ſehr alt und an den Aeſten unſcheinbar, ſo kann man ihn' wie die Weiden köpfen, damit er wieder juns ges. Holz austreiben möge. Die Erzeugung geſchie» Het am beſten aus den Saamen, wozu die großen aus- ländiſchen ſogenannten friſchen Maronen genommen werden. N. N. Der Mandelbaum. Soll dieſer Baum. ja bey uns einſchlagen, ſo muß er in einem etwas trocknen, loFern und hißigen Boden, an mittägigen Anhöhen ſtehen, wo er gegen den Nordwind gedeckt iſt, und er verlangt mehr Son- ne, als die Pfirſcen onlogen, die man mit Baumſcheeren ſogar ſchneiden fann. Da die Blüthe"“e früh? fömmt, ſo haben die Bienen ihr erſtes Labſal daran. Die Trucht iſt ſtopfend. Ec5 R: R. =» 406 Drittes Kapitel. R. R. Der Hollunderbaum, Für dieſen Baum iſt ein ſchlechter Boden que- genug, und wird lieber außerhalb, als in Gärten bey andern Bäumen hingeſeßt. Die aus dem ausgepreß- ten Safte des reifen Flieders zurükgebliebenen Hülſen - mit ihren Saamen dürfen nur wohin über der Erde au“geſtreuet werden, um davon junge Bäume zu bes fFommen. Man kann aber auch die Sommerlatten im Frühling oder Herbſt 1 bis 5 Ellen lang abſchneiden, und ſoiche an diejenigen Stellen einſteXen, wo ſie blei ben ſollen, daß ein Driftheil über der Erde heraus- ſiehe. Es iſt beſſer, den Baum hochſiämmig zu zie- hen, und ihn von den Ausläufern zu befreyen. Aus dem alten ſtarfen Holze können mancherley AFer- und Wirthſchaftsgeräthe verfertiget werden, da es leicht, glatt und feſt genug iſt. Man rühmet von den bes laubten Zweigen, daß ſie auf die aufgeſchütteten Kör» ner gelegt, die Kornwürmer vertreiben oder abhalten ſollen. He>en von Hollunderſtauden taugen nichts, weil ſie theils zu ſehr umherwuchern, theils vom Horne . und. Schaafviehe, wenn die Graſung knapp iſt, ab- gefreſſen werden, wie ich ſolches öfters zu ſehen Gele« gendeit gehabt habe. IS, 3, Johannis- und Stachelbeeren. Wenn man dieſe Sträucher in HeXen, Kugeln oder Pyramiden ziehet, ſo opfert man die Früchte der Figur auf. Man thut daher noh Art der Englän- der beſſer, wenn ſie einzeln und ſperricht gegen die Sonne gezogen werden, um davon früher und beſſer ſchme>ende Früchte zu genieſſen. Es ſt. daher in ſolcher Abſicht gut, ſo! gemachte Grube geiegt, und mit etwas Erde bedeckt werden. T. T. Himbeeren, Hollbeeren, Die Himbeeren bringi man in ein ſchaffichtes Land, und ſogar an die Mitternachtsſeite. Iſt das Land zu mager, ſo wird zuweilen etwas Dünger, wie ſolches mit den Stachel- und Johaunnisbeeren auch geſchehen muß, beygegraben. Sie laſſen ſich ſehr gut durch ihre häufigen Wurzelausläufer, die man im Herbſt ausgräbt, vermehren, Doch) iſt die andere Art ihrer Vermehrung vorzuziehen. Es gehen nämlich die Sommerlatten, ſovald ſie getragen haben, ein, wes- halb ſolche vertrocknete Stöcke alle Jahre Ausgangs Februarii ausgeſchnitten werden müſſen. Da nun die Stö>e hiervon zu!eßt zu ſehr zugleich mit todten Wurzeln überhäuft werden, ſo treiben endlich nur klei ne und ſcqwache Sts>e, die wenig und kleine Früchte Cc“:4 tragen, 408 Drittes Kapitel. Obſtbaumzucht. tragen. Daher wird ihr Verpflanzen alle.3 Jahr er- fordert. Cs werden demnach teym Ausheben und Ver, pflanzen die alten Stauden von den abgeſtorbenen Stö- &en und Wurzeln befreyet,- und diejenigen, welche friſche, geſunde Wurzeln haben, verpflanzet. Wenn die Stoö>e zu einer gar zu großen Länge in die Höhe ſchießen, muß. man ſie ſo ſtußen, daß nur die Spi- ßen weggenommen werden. Wird ſolIm Früh» jahre werden recht reite„ mit dicken Augen verſehene Reben, die im lebten Sommer gewachſen find, von den beſten Weinſtöen ſo abgeſcynitten, daß darun- ter etwas vom alten Holze, etwan eines Zolles lang, Cc s varan 410 Viertes Kapitel. daran gelaſſen werde. Zum Einſtecken bedienet man ſic) eines ſogenannten Pflanzers von hartem Holze, mit einer ſtumpfen Spiße unten, und oberwärts mit einer Handhabe, völlig in der Geſtalt eines lateini- ſchen T, womit die Löcher in geraden Reihen gemacht, und darauß die Schnittlinge ſenkrecht eingeſeßt werden. Der Pflanzer muß dicker als die Reben ſeyn, und es wird die Erde bey den eingeſteckten Reben nachgeſchüt- tet, und ſo angedrückt, daß ſie allenthalben anſchließe. Cs darf über der Erde nur ein Auge von dem Reben Herausſtehen, welches mit Mooß oder lockrer Erde wi= der das Austrocknen bedeckt wird. Die Spikßen der Schnittlinge werden abgeſchnitten, deren feiner unter einer halben Elle eher darüber ſeyn kann, und, wie eben geſagt worden, ſenfrecht in die Erde kommen« Sehr gut iſt es, wenn die Schnittlinge unten und oben mit Pfropflehm verſtrichen werden. Der Fuß des alten Holzes muß ganz gerade, das obere Ende aber ſchräg, dicht über dem Auge, geſchnitten ſeyn. - Damit das aus dem obern Auge austreibende junge Holz nicht durch Wind und Regen abgebrochen werde, muß man, wie oben bey der Baumſchule gezeigt wor- den, Pfähle einſchlagen, an welchen Querſtängelein befeſtiget werden, um an ſo!e und deſſen Wurzeln eine Handbreit entfernet bleibe, weil das unmittelbare Berühren deſſelben ohnfehlbare Fäulniß des Holzes nach ſich ziehet. Ein ſo beſeßter Weinberg wird im zweyten Jahre nach der Bepflanzung meiſtens vollfom- men tragbares Holz darſtellen. Die Kebſchule wird aber ferner unterhalten, weil die darin befindlichen Stöcke 10 bis 20 Jahr können getragen haben, und zum Verpflanzen immer noch vorzüglich gut bleiben, weil alte eingeſeßte Stöcke, die ein wenig tiefer einge- ſeßt werden, als ſte vorhin geſtanden, gleich tragen, da es denn bey einer, wiewohl kleinen Rebſchule, des gewöhnlichen Ablegens eben nicht bedarf. Das ſenkrechte Seßen der Reben und Würzlinge iſt dem Legen derſelben vorzuziehen. Der Fuß der Rebe liegt beym gewöhnlichen Legen faum 1 Schuh tief in der Erde, und iſt vor Kälte und Hiße nicht ge- nug geſichert. Bey der ſchiefen Lage der Rebe in der Erde kann ſie leicht im Hacken, oder Fälgen, wie es im Oberlande heißt, verwundet werden, daß ſie krän« Felnd, der Stoc aber im Wachsthum, in der Frucht- barfeit und Dauer geſchwächt wird. Es iſt auch das jenfrechte Seßen in den beſten Weinländern von je her üblich geweſen. Tie alten Römer verfuhren alſo: Sie machten bey dem Weinpfahle eine vierec>ige Gru- be, etliche Zoll tiefer, als die Rebe lang iſt, worauf gute Garten-= pder Seßerde, oder doch die obere milde Erde 412 Viertes Kapitel. Erde des gemachten Lochs in den Grund kam, ſodann aber etwas feſtgetreten wird, damit die Rebe duf ei- nem etwas feſten Boden ruhen möchte, CEndlich ward die Rebe an die Wand der Grube aufrecht hingeſtellt, etwas Seßerde um ihren Fuß herum gethan, hierauf die Grube gefüllt, die obere milde Erve aber hinunter, und die untere oben gebracht. Die Grube muß 1 bis 3 Fuß weit und lang ſeyn. In einem flachen, falten ' und naſſen Boden aber wird die Rebe zum Einfeßen nur 9g bis 132 Zoll lang geſchnitten, Tzie Väter unſers Weinbaues, die alfen Römer, wußten auch nichts vom Abwerfen der jungen Stöcke und Ziehen ſeines Kopfs, welcher ſeiner zunehmenden Verhärtung halber endlich den Sto> ſchwächt, und zum frühern Untergang bringt, Hr. D Rnecht in Rothenburg am Necker, ſor dert bey Anlegung eines neuen Weinberas die Lo>er- machung des Bodens nur auf 16 bis 24 Zoll tief, und zieht für ſeine Gegend Schnittlinge den Würzlingen vor.+ Es ſollen daher, nach' ſeiner Vorſchrift, die Ruthen dazu gleich nach dem Herbſſe, oder noch ſpas fer, oder im Frühlinge, und zwar die recht ſtarken und reifen abgeſchnitten werden. Man ſchlägt ſie un- verzüglich bis zur Sebzeit in Erde ein. Aus jeder Ruthe wird zur Seßzeit nur eine einzige Seßrebe ge- ſchnitten, woran noch altes Holz am dieſten Ende ſie- ßen bleibt, und der verpußte Schnittling, der 16 bis 20 Zoll lang ſeyn ſoll, wird, wenn ex etwan ſehr tro» Fen geworden, 6 bis 8 Stunden aufrecht, 3 Zoll tief, wit dem untern Ende in Waſſer geſeßet. Die beſte Zeit iſt der März bis in den halben April, ſo bald die Störche ankommen. Das Einſeßen in die Erde iſt dem gleich, wie es oben bey den Würzlingen gelehret Worden: Die NENN NING IESE 21 4 1 n""K fg bald a!8! ſah!'H treiben 1900 fehn,"0 ſinem"IH Boche und(ay | von ail 3 Aerbf, 191 mh IE (WH m em oi 4 os M| 110 UE Iring IO| beit widr; (8 in al „| mer ger nderhaßo WEN ſ' finden"| im Deh | uch der Ein y da oben und WASN Verben," un fan") Wenig ehe wird(ien | ſer(ddp! | rund fam,() fh t“ Rehe 4 |, Gulhn W Mb hing m gethan, hy Erde aber hiny te Grube muß) nem flachen, fh Rebe zum(Ey |, , die alt%y 1 der junge; ſeinet zünden ted ſc Ok! W"W 1 April, 1 8(1) 1 indie hel Zirgingen 37 u Der Weinbau, 413 Die Wartunt dieſes ſo angelegten Weinbergs iſt folgende: Erites Jahr von dieſem Seßen an bis in*:n folgenden Frühling. Neben jedem Schnittling, ſo bald er geſeßt iſt, ſtet man einen 3 Schuh langen Pfahl hin, weil die Schoſſe ſo hoch. das eeſte Jahr treiben können. Man läßt nur ein einziges Schoß ſtehen, und bricht die übrigen alle weg. Dieſem an ſeinem Pfahl anzuheftenden Schoſſe brit man alle 3 Wochen die Aberiähne, ſo balv ſie ſich zeigen, aus, und hält durch öfteres Fälgen'(Ha>en) den Boden von allem Unfraute rein, vom Frühling an bis in den Herbſt, Dies machr das ganze Geheimniß aus, aufs wohlfeilſte und gewiſſeſte einen Weinberg anzulegen; Allos Heften muß in dieſem und den folgenden Jahs- ren ſo. geſchehen? 1) daß man es ſo oft wiederhohlet, als es die Nothdurft erfordert; 2) nicht zu hart bins detz und 3) jafkein Blatt mit än den Pſahl heftet. Vom Anfang des Auguſts, bis weiter hinaus, kfneipt oder bricht män die Schoſſ? von oben ab. Eo macht man es in allen folgenden Jahren, Dieſe im erſten Som- mer gewachſene einige Ruthe kann im Herbſt ein bis anderthalb oder zwey bis drittehalb Fuß. lang, wohl reifes Holz haben. Man kann ſie im Herbſt oder yols genden Frühling beſchneiden. Das ZAIREN im Herbſte iſt als ſehr ſtärkend für die Wurzeln vor« zuziehen, aber noch zeitlich vor dem DZ uſtiefän; daß der Schnitt noh vor dem Winter hei! wird. Denn da oben an dieſen Ruthen noch nicht qanz reife, zarte und weiche Theile ſind, die im Winter gar leicht ver- verhen, ſo zieht ſich ſolches Verderben weiter hinab, und Fann ſogar die noch ſchwachen Wurzeln anſtecken, wenigſtens doch ſchwächen, Beym Beſchneiden aber wird dieſer Schoß auf 1 bis 2 Augen abgeſchnitten; beſſer iſt es aber, nur x Auge ſiegen zu laſſen. Den Senitt 414 Bierkes Kapitel. Schnitt führet man gerade über dem Auge ſchief und rückwärts hinab, damit der Saft beym Weine nicht üb2? das Auge laufe und. es erſaufe. Dieſen alſo im ' Herbſte geſchnittenen Stöcken läßt man den Pfahl, und häufelt etwas Erde an ſie hin, damit ſie den Win- ter hindurch gede>t ſeyn. Wenn von der Zahl der Augen die Rede iſt, ſo muß man nie das unterſte Aus ge an der Ruthe zählen; ſondern es als nicht.daſeyend achten, weil es insgemein.-blind ohne einigen Trieb verbleibet, oder wenn es-:auch treibt, ſelten einen brauche baren Schoß hervorbringt. Sagt man alſo, man ſoll auf x bis 4 Augen ſchneiden, ſo hat dies den Ver- ſtand, daß man über dem unterſten Auge, das gar nicht gezählet wird, 1 bis 4 Augen müſſe zählen und ſtehen laſſen. Zweyres und drittes jahr, vom zweyten bis auf den dritten, und vom driiten bis auf'-den vierten Frühling.. Hat man im Herbſte nicht geſchnitten, ſo ſchneidet man, wenn. es die Wirterung-geſtattet, im März, je nach Beſchaffenheit des Holzes, welches im erſten Jahre gewachſen iſt..- Iſt das Holz ſtark, ſo kann man auf 2 Augen ſchneiden 3 doch iſts beſſer, wie ſchon geſagt, im zweyten Jahre nur auf 1 Auge zu ſchneiden, Jm dritten Jahre ſchneidet man Za- pfen zu 3 bis 4 Augen; man kann auch, wenn die Ruthen ſchön ſind, ſchon Bögen ſchneiden. Weder jeßt noen ſchädlicher, als wenn man ihnen zu viel Holz läßt, ſonderlich wenn ſie noc) jung ſind. Es ſchwächt ſie ſo, daß einige Augen blind bleibenz die übrigen Augen bringen Schöſſe ohne oder nur mit wenigen ſce erhohen ſich bey der beſien Ware fung nicht wiedere - Das de wenn(Ml dn fas wenn 178" ict EV) naſſem 190) fen ub muß(00) wird, I den die 4I1 Geſhmit | Jim Je im dot Nes Oy INAN Hah bnd Zafi die go8,6n - ſchen M4 (Og [eS NNN je vhb fen Md ae) Ahvaden au WAR Ey ee Örpe als Fp dels) Wh ep | Auge(M 1) eym Win nz Dieſen ah) man den Jh amit ſie dy Mh von der Ahh e das untaſch als nicht dah hne einige?) elten einen bed man al), vat dies du) | Auge, diy nüſſe zäh . vom zwe) 18 auf den vy ht geſchnit| ung geſat),€ olzes/ wean 18 Holz fut od) iſts beſſe 1 enuraufh ſchneidet mu) 1 aud),| meiden. I | eine Dogan iden, Nint yn man iy noch 100 jn 4 blind 1 hne oder nN jnmal 00" ſy y det Deſi> 0] Der Weinbau, 415 Das Hacken muß nicht zu früh geſchehen, weil, wenn kalte Nächte folgen, der Froſt den Stöcken ſchas den fann. Es muß aber auch nicht zu ſpät geſchehen, wenn die Stöcke bereits treiben, weil denn die Augen leicht abgeſtoßen werdenz3 auch nicht bey Regen oder naſſem Wetter, weil der Boden dadurch nur verdor- ben und das Unfraut vermehret wird, Das Hatken muß ſo tief geſchehen, daß die Erde recht umgefehret wird, Auch wird dabey egeräumet, d. i, es wer- den die oberſten Wurzeln einige Zoll tief hinab ab» geſchnitten. Vor dem Blühen, oder nach demſelben, niemals aber im Blühen, wird mit der breiten Hacke gefätzet, welches ſo oft geſchiehet, als das Unkraut überhand nehmen will. Je mehr hiedu:cen und Räumen, die unteren, noch gar jungen und ſchwachen Wurzeln, welche keine Thauwurzeln ſind, zu beſchädigen. Dieſe zwey Stücke ſind zum guten Wachstzum und zur baldigen Fruchtbarkeit des Wein- bergs als weſentlich anzuſehen. Das Verbrechen iſt gleichfalls eines.der we- ſentlichſten Stücke, Man har hiebey zu ſehen: 1) daß man genug Holz zu Zapfen und Bögen aufs fünftige Jahr habe; 2) allenfalls einen leeren Plaß durch das Einlegen des Stocks beſeßen könne; 3) und der Stock niedrig erhalten werde, Will man nun nach jolchen Endzwecken vernünftig verbrechen, ſo hat man in der Ausübung dreyerley Arten von Stöcken, die einem vor» 416 Wiertes Kapitel, vorkommen, wohl zu unterſcheiden? 1)-Stöce, wels e, welche nur Bögen, und Feine Zapfen haben; 3) Stöc>e, welche nur auf Zapfen geſchnitten ſind; Zapfen ſchneidet man darum, daß man von ihnen Bogenruthen aufs fünftige Jahr bekomme.„Wo alſo an einem Stoke nur Zapfen ſind, da läßt man, wenn mehrere Zapfen zugegen ſind, am unterſten Zapfen, na der Stärke oder: dem ſchwachen Triebe des Sio>s uud eigenem Gefallen, 2 bis 3'Ruchen unverbrochen- ſeben', rei» nigt ſie wohl von den Aberzähnen, Hat ein' Stock neben den Zapfen auch einen. Bogen, ſo bricht man alle Schoſſe des Bogens ſo ab/' daß? über der oberſten Traube'noc nur einen Bo- gen ohne Zapfen, ſo läßt man 2 bis 3 der hinterſten Schoſje unverbrochen, bricht ſi? fleißig aus„und hef- tet ſie auf. Alle unverbrochene ſtehenbleibende Schoſſe verhauet man im Auguſt, wie oben beym erſten Jahre geſagt worden.-Beym Verbrechen nehme man jedem Schoſſe die 3 unterſten Blätter, und breche auch, ſo viel es mögli? iſt, die Gabein'aus, beſonders in den 2 erſten Jahrenz3 ſo wird man mit Verwunderung ſehen, was ſölcs beyträgt, beſonders wenn man das Aufyeſtea und Ausbrechen alle 3 Wo» hen wiederhohlet. Dieſe Bauart nun wird vom drirten Jahre an in allen folttenden Jahren fortzeſcket, Auf dieſe Art hat Hr. D. Rnecht an ſeinem Orte einen Wein- herg im TJ. 1773 angelegt und bisber behandelt, der „» un und heftet ſie aufs Das ehue man- in ubs ie, im darſiat'l len DG beſonde 0% wird. 14 pfanui Yaoden 0) dawir Du zum F(äh oben(4 30% ſichten 93! mr 58 Gen (ih weten Qubehm| Dirzlinbn vie geiudäh tn vy fung VD On! tem Geo ſind, 1 1 Cinjegoiah| Hngen ag 4 [indiſheigg hngt hindats) m Gait Wt 98! Stöcke, Weld 3) Et, m Zepf Kh Bogentuthn 4 0 an(inem Gy nn mehrer gy en, na wie ſolches. aus Erfahrung je vermann befannt feyn» auß. wenn cr in einem Tangelholzwalde auf einen, vor von Di H vj| 4 za vie 1. de in pipi) der 10 ») Ya Zy pepe(hh pig[1.83 Der vb vein 0; uns 0 hiv: 11 nN Vedi jn ſn iZ: nN zy Uy vy gehe hy (|(ange m MINEN: NEN Mippen ad yn ' enſricde, N Jedalten un)" m Überall ib 1garten er hh en, daß das Sey Cher u ide, Eb Bu “ den Deihy ) ein ode( un ap"We ah ZY Ähafe Get wi, y urde mit wie(149" Beinſtodn a dung di(ht | wider da] iW Auch miſt 1, vo DAD Venen IW en ſaet abe Yi gol mif Nw nur) t funde, fut wozu ſie abt N "| h," uſe , enge beym et und. gut mnenwane) nme falten m nn vf fut 1 vw (zwa oy WW Der Weimbau, 419 von: Bäumen leeren Plaß, auch in der kältern Jah- reszeit, jeg geweſen it. Eo haben wir auch einige zärnichere. Weinſorlen, die nur bee hen, wy ſte. wie der. die janeivenven Winde gede&t, und doc) vora zuzlich des Unbaues werth ſind, Dieſe Sorten wer- den nun in H eingefriedetren"Bergen ſehr u beſtehen. 2) Wenn vie WeinſtsFe reihenweiſe au Spal jeven ſorte geben, i9 wird die ZUGE, zwiſchen den Reihen un= giedd m ehr vermehree und zuſammen; jehalten, als wenn die Stöcke ohne Ordnung unter einander, zumal wie in alten Bergen, ſtehen, wo ſie der Weinmeitt ter durchs Abſenken, nach Gelegenheis des Orts, nur hat hin- und anbringen können. Es hat aber, ohne auf Vormehrung d der Wärme zu ſehen, das Halten der Veit"ſtöcte an Spalieren no) den Vortheil, daß man drey Theile des Holzes, welches auf Weinpfähle dar- auf; gehet, mer nur im Anfange erſpart, ſondern daß das Spalier as ÖD drey- und ENE länger dauret, als die Weinpfähle Die eichenen Pfoſten dauren wes nigſtens über 30 Ta hr in der Erde, wenn ſie anders nicht von abſtändigen Cichen RPE Werdet, Und die Queerlatten können abgeſchälte, fid tene Boh» Ennen ſeyn, die, da ſie die Erde nichr berühren, dreymal fänger als die Weinpfähle dauren. Hi ierzu Fömmt noF eine Erſparniß der jährlichen Arbeit in Anſehung des Einſtefens uad Wiederauſziehens der OBeinp jähle, weit das Sp palier ſich immer g leich bleibt, Endlich Fann auch) zu zeder Zeit im Berge gegangen und gehactt werden, weil die- Arbeiter fich bey den tei: Henwoiſe ſtehenden StöFen ämmer dvarnoch richten fönnen, ihnen nicht zu nahe zu Fonmnenz da hingegen HEN bey ſolder fehlenden Ordnung unmöglich iſt Auch iſt dies zuleßt Fein geringer Vortheil, vaß die Weinſö>e an den Spalieren beſſer i1 Heber Uf zu nehmen find, und fein Sto dem Beobachter entges Od 2 Het, 4.20 Viertes Kapitel. het, wo und worin er etwaniger Hülfe bedarf; daß der Herr ves Weinbergs den Fleiß des Winzers nach den Gängen oder Spalieren überſehen und berechnenz und daß bey der Weinleſe kein Stoc> übergangen wer» den fann, auch die Sorten, wenn ſie nach den Spa kieren abgetheilt ſind, bequemer, richtiger, und zü verſchiedenen oder beſtimmten Zeiten beſonders geleſen“ werden können. 3) Es iſt auch dieſes noch eine Haupt» verbeſſerung unſers Weinbaues;, wenn wir die ſchlech» teii Sorten wegläſſen, und uns allein auf die beſten legen: Man findet in ſo vielen alten Bergen) daß die ehemaligen Beſißer ein Vergnügen daran gefun« den haben, je mehr je lieber die verſchiedenet Sorten in einem Weinberge ohne Unterſchied unter einander zu ſeen, und ſie zuſammen zu preſſen, da die guten Sorten denn von den ſchlechten gänzlich verdorben were ven. Z. E. der Elbinger, Elblinger, fo insgemein Elbiſch genennet wird, macht in vielen Bergen den meiſten Theil des weißen Weins aus, woraus doch iur ein ſchlechter, wäſſerichter, leicht ſaurender Wein entſtehet. Dieſe und mehr'dergleichen Sorten hätte man ſchon längſt wegſchaffen, oder vortheilhafter mit beſſern Sorten bepfropſen ſollen, wie in Neufchatel geſchehen, welches hiemit ſeine Weinberge ſo ſehr ver- beſſert hat, Und unter den beſten Sorten ſind diejeni- gen für unſer Klima die beſten, die am früheſten reif werden. Für die ſpätern Sorten haben wir nicht Herbſtſonne genug. Vornehmlich ſollten wir mehr auf die ſchwarzen Trauben halten, und nach Propor- tion auf Muſcateller, die in einem nur mittelmäßig gutem Weinberge reif werden, wenn ihre Schöſſe am Spaliere, wie Hr. Sprenger will, feſter als andre Stscke angebunden werden, Da aber die ſchwarzen Trauben eher als die weißen faulen und ſchimmeln, ſo taugen ſie nicht auf einem niedrigen, feuchten Boden, au) uh na 1 gen einen ewan,(X den zy: ſänger!P ſpit,(ig gen, del ven di ve; im) Matur 1910 tej Oo) in lo:140 fn ZodiG NH (m NE Ds hw bw, Uhl fe Ww die 7)(08) nydde] ih renn abm, 1, pu DT pu"' Anten m. Ga Weber (, Hülfe beduß: 4; des Diyy hen un) hh € Übergängn n je nad din e) Oie, w) fen beſonders aß eſo neh Andy wenn wir Die allen auf Nehe alten Diſt, y mügen Da in Or ſchiedeneh Gy) Chie Unter Aul) preſſen, hatt! mnzlich verdhnn (nger, fo inn! 1 vielen Dent , aus, Www eicht ſeum eichen Got)! er vort! wie in Aut! einberge ſol! [Sorten im vie dm frü! ten haben 1007 ſollt mt „ und nah 71 “ | | (4 y em nur min nn Itt Ge 0, ffe u aber vie Iv 1 und ſhimmy 1, Fug N Der Weinbau."E auch, nicht zu nahe an Sümpfen, ſondern ſie verlan- gen einen tro>nen Boden, an der Seite des Bergs etwan ,- oder auch. unten am Berge, wenn der Boden den Fehler verbeſſert... Schwarze Stöcke dauren auch ſänger als weiße, verlieren auch meiſtens ihr Laub ſehr ſpät. Er ſagt ferner, daß in der Ebene Sts>etau- gen, denen Nebel und Reiſe nichts ſchaden; auf Zü« geln die, ſo Trockenheit und Wind ausſtehen fön- nen; im ferten Boden magere Stöcke, die ihrer Matur nach nicht gern tragen; im ſchweren, dich- tein Boden die getien, ſehr ins Holz treibende Stö>ez im lockern aber, die wenig Holz treiben;. im feuch- ten Boden taugen um der Fäulniß. willen keine Stö- >e, die große, zarte, dünnhulſige Beeren haben, ſons» dern dickhautig und kleinboerigt ſind, auch viel Kör» ner haben.„Jene taugen eher quf einem tronen Bo- den. Wo viel kalte, neblichte Witterung, wo. es oft windig und ſtürmiſch iſt, nehme man Stöcke, die 1) in allem Wetter leiht und giücklich verblühen, dergleichen die ſind, die harte Beezen haben; 2.) die früh reif werden, oder harte uad dauerhafte Beeren haben, und an ſolchen dunkeln, nicht ſonnenreichen Orten gut abblühen, und von Reifen, ſo wie andre von der Wärme, zeitigen. An trockne Oerter ſeße man zarte, gern und reichlich tragende Sorten, des gleichen die, ſo bey Regen und vielem Thau faulenz hingegen an thatzichte Derter, die in der Dürre nicht wohl fortfommen, wa es oft SGatzel giebt, Stöcke, die mit ihren harten und breiten Blättern die Trau ben beſchirmen. Cs wäre gut, wenn jemand ſich die Mühe nehmen wollte, die in unſern Weinbergen befindlichen Arten der Weinſtö>e botaniſch zu beſchreiben, wie ſolches vom Hrn. Heiblintz in der vom Hrn. Born zum Druck beförderten Abhandlung Ni Privatgeſellſchaft in d 3 s e Boöhe 422 Viertes Hapitel. "Böhmen B. I11. S. 350 ff. in Anſehung der 324 Ar- 'ten Weinſtö>ke in der Wiener Gegend geſchehen, und woraus ich nur dieſes wenige anſühre: Der Dält- kiner Weinſto> iſt hellroth und rundbeerig, und un» rev den dortigen Arten die fruchtharſte und daucraftes ge; nur alten und verwundeten ſchadet der Mehltbou, Den FroF im Winter ſteht er ſehr gut aus 3 nimmt faſt mit jevem Boden vorlieb, giebt viel Wein, der bald trinkbar wird, aber nicht lange hält, und allein ge- laſfen ſchwer wird. other Crammirſtoc>(diefer Endet ſich bey uns nicht ſelten, und hat Beeren, wie der vorhergehende;) dauert nicht lange; der Wein halt fich nicht qut, Grüner TMunſcateller, iſt iänglicht- beeriq und grünlicht, und trägt fleißig und viel; det Stock iſt dauerhaft, hält die ſtärkſten Fröjte aus, und giebt ſtarken Wein."Silvaner, grüner; die Beeren find wie die vorhergehenden, leider nicht leicht vom Mehlthau, giebt keinen dauerhaften Wein. Großer Muſcareller, hat gleichfalls länglichte und weiße Beeren ,. und giebt ſüßen, würzhaften, einige Jähre daurenden Wein, der im Alter rothgelb, wogen der Stärke kaum trinkbar, und endlich ſchwer wird. Mik einem- Maaße dieſes Weines kann man vielen Cy» mern weißen Weines ſeinen, angenehmen Geruch mit- theilen. " In Niederdeutſchtand geben wir uvter ben weißen Weinen dem ſogenannten Schönedel oder Guredel den Vorzug, weil er, wenn der Sommer und Herbſt nicht zu wenig warm ſind, einen herrlichen guten Ge- ſchmac> hat,'und ſehr ſüße iſt. In den olten Wein- bergen wird er faſt nur dazu gehalten, daß er die ſchlechtern Sorren beym Preſſen verbeſſern ſolte. Er ſollte lieber' die einzige Art der weißen Weine in den Fältern Ländern ſeyn, weil er in dex Süßigkeit ihnen allen allin p "Fefe be 191 D "Ee ſpw 1 Ortliit ſcher bi: Anpfihit hae] M Neem E.umimyfgt |, ſehutz der 11) w Kau] h. ühre: Jie hh Mh, Wh eſte und dew( jadet der Meh) ut aus; ni net Weit, des halt, und elt; ammitſtod d hat Bey| mges der) teller, iſi leißig und) (ten Froſt grüner; Ni der nicht lidl n Wein, 01) mnglichte uv often, ewt othgeld, my < ſchwer wn: nn mat 0? nem men Om)! vie uner bn edel ebrr( Om Dom mel una ereichen zu" Mhh v oil 4 jn den 0 joe m, boy ae ſern jow' (ßen Daun! et Giften" u j [6 h Wy Der Weinbau, 423 allen vorgeht, beſvaders wenn er zuleßt bräunliche ecke bekommt, davon man dann ſagt: der Fuchs ha- be ihn geleFet. Da er ſehr dünne Hülſen hat, ſo iſt er leicht zu preſſ't, weshalb man von ihm den beſten ſogenannten Wor'aß gewinnen kann. dm Rheta wird jekt ein Weinl?ock unter dem Namen Getlinger, Orciiebriſcher, Reichenweyheri- ſcher, aud) DürfBeimer, allen AUBEN Sorten zum Anpflanzen neuerlich vorgezogen. Hr. Johann Mi- chael Ortlieb, Goſtzebes zum goldenen Löwen zu Reichen weyhor im Oberelſaß iſt es, dem man die Be- Foanntmaochung dieſer vortreſſlichen“ Sorte verdankfet. Er hat bereits ſo viel 1000 Wäürzlinge verſchickt, und liefert 100 Schnittlinge gepackt auf die erſte Poſt für *&ivres, oder 1 Fl. 36 Kr. Briofe und Geld wer- en ihm frey eingeſchickt. Wor IM einigen 20 „jahren ward dieſe LSBeinfort2e orſt bekannt, und im Ovperelfaß wegen feiner Vorzüg e vonjedermann bewun- dert und angepflanzer, ſo daß, wie IM Prof, Spren- ger meldet, die vorhin üblich gewetenen Sorten von ihr verdränget, und in Millionen DU angepflanzet wird, 7 DE Dieſer Weinſtoc> erwächtet 2„jahr früher, ls der ordinäre, fängt an im dritten Jahre zu tragen; giebt beſſern Wein als alle andere weiße Sorten; Ne- bei, Träſſe und Kälte im Junius ſchadet ihm nichts, fo. daß Fein Beerchen abfällt. Keins Eorte iſt ſo fruchtbar, ſo frühetragend, vnd fein Auge iſt ver- geblich, ſondern treibt 3 bis 3 Trauben. Trauben und Holz ſind um Michaelis zeitig, und der Stock Fann in die beſten ſowohl als rauheſten Gegenden, wo tioch niemals ein Weinſtock ſortgewollt, hingeſeßt wer- den, Er tauge in gutem und ſchlechtem Zoden. Die Tt auden werden in jeder 60 in jedem Jahrgange reif, Iſt der Hagel nicht allzuheftig, ſo ſchadet er Od 4 ihm 424 Viertes Kopitel. ihm weniger, als Stöcken von andrey Sorte. Weil ſein Holz in jedem Jahre braun, hart, und völlig zei« tig wird, ſo kömmt er gut durch den Winter, und lei« det nur von allzuſtarker Kälte. Jn ſolchem Falle, wird er nur über der Erde abgehauen, ſo ſchlägt er wier der aus,«und beingt Trauben. Dieſe ſind engbeerig, dünnbautig, aber, wie alle dergleichen Trauben, z.. E. des Firderers, dem dieſer fehe ähnlich. iſt, der Fäul= niß im Herbſte mehe, als die weitbeerige und di>häus tige Traube ausgeſeßt, beſonders im feuchten Boden, enggeſtoFt, und wean der Stock noh jung und. ma- ſtig iſt, und nicht gleich nach erfolgter Traubenreife geleſen wird. Hat aber der Sto> eia gewiſſes Alter, ſo iſt es anders. GSietgelsheim war vor 20. Jah» ren arm. Wenn in Reichenweyher, eine Stunde das von, im Herbſt der Ohm Wein 6 Livres gegolten, ſo war dort der Preis 32 Livres. Nun ſich erſterer Ort aber dieſe Rebſorte angeſchafft hat, gilt hiefelbſt 1 Ohm x Liver mehr, als in Neichenweyher. So gut iſt der Wein von dieſer Sorte. Die Einwohner dieſes Orts woren erſt. aem, nun ſind ſie wirklich um mehr als 200000 Livres reicher als zuvor. Sie haben ſehr ſchlechten Boden auf-ihrer Feldmark, da ſie aber in ven jweintyeuren Jahren ihren ſchlechten Boden mit dem Dürkheimer beſesten, und von den ehemali- gen ordinären Sorten:abgiengen, hatten ſie in ſols k reichlichen Saft zur Nahrung der Traus ben und für die Fruchtaugen WIS u er fürs ſfol- gende Jahr anſeßt;: hernad) braucht er Soune, Deng die kalte und feuchte Witterung MIE vaß die Trau- be nicht reift oder verdirbt. So« gehts auch bey anz dern Früchten 3 bey großer Naſſe faulen fie 3 ohne Wär- me und Sonne werdenſte unſchmackhaft. Im Juli: 8 und Auguſt ſesen Weinſtöcke und Fruchtbäume ihre Fruchtaugen fürs künftige Frühjahr an. Kenner wiſs Dd 3 ſen 426 Miertes Kapitel. ſen aus der Die dieſer Augen vorher zu ſagen, ob ver Herbſt des künftigen Jahres reich oder mager ſeyn werde, welches beym Beſchneiden zur Regel dienen fann. Nun hängt dies von der Witterung ab: iſt es zu naß, ſo ſeßen ſie nur Holzaugen an; 1ſt es zu tro»- c>en, ſo werden die Augen klein. und ſchlec ober 3 gute Augen außer der Erde haben, - Abſenker mache man jo, daß man die darzu beſtimmte Ruche ds Weinſtocks 1) tief in die Erde hineinziehe z 2) und ſie gleich unten am Stamme des Weinſtocks einſenke. Der Abſenker ſoll 5 bis 6 eingewurzelt? noten befommen, weswegen man im Frühlinge die Färkſten Ruthen mit ſo vielem Holze, als möglich iſt, in die Erde legt, damit an jedem in die Erde geſekten Auze oder Knoten Wurzeln herausfommen. Wäh- rendem üer zu fegen 4 h0(elek zur Rt gel Vip H" an; Wh nd ſchleht, 1) erden im Aub y ben ſie Unvolly auf vollen) y doß& ſhy den wird,= des Abbe Sy en vorhin a hauptet, bj) ve ſeyn, Zub u Anfange"W 1 foll ſie, wem) anden, inl duß ins Volt! yer Erde auſ) es Lochs fehn) eitet fie mia zu Ychneldin (eſes Dobens u jr die Mw (weit he Muh y der Geh J darzu befin Erde hinein!" M Di 6 eingewuy" im Feigl als mög) die Erd! I 00 By van Der Weinbau. 4.27 tenvem Sommer werden dem Abſenfer alle Gäbeichen und Aberzäahne abgenommen, welche„m nur die Nah» rung nehmen, und der gelticberne Sicht it, wie die Spade daß man mit dem;Fuß darauf treten kann, um ſie in die Erde zu ſte>en. Mit dieſer Gabel wühlt man die s am Abſenfer auf, macht die Wurzeln los, ohne ſie zu beſchädigen, ſchneidet ihn ganz nahe an GU DIDIER ab, und nimmt ihn ſo mit fi- nen Wurzeln heraus, wie oben gelehret worden, Cin fo in den Weinb- rg verſeßter Abſenker treibt ſchon im erſten Wen NE fängt an in! zweyten 2 Jahre Frucht zu tragen; ift im 8 fen bereits ein ausgebtdeter Reb- (te, DE nach 4 bis 6 Jahren 2 bis 3mal ſo viel els ein änderer Erock trägt, Pflanzt man Schnitt tinge, ſy 18 fie lang ſeyn, weil 4 alsbenn viel Augen in der Erde: haben, aus deren jeöcm BEE hervorfommen, ſo daß der Stoc dey vielen Ir j veſto mehr ſtark wied. Schnitcling und JI fetter wachſen beſjer, wenn ſie mit allen ihren Wurzein vor dem Einſeßen einige Zeit, z. EC. 24 Stunden in3 Waſ- ſer gelegt werden. Der Abbe pfganzt alle ſeins We Weinbergen, an dSpalteren oder Et und verſichert, daß er es mit hoſten Nuten thüye. Die Reihen dev Woinſköcke richtet ex m't ihrer Länge nicht ER gegen Mitrag über, ſonderh über; werd oder nach der Queere, ſo 7 die Sonne ganz rund horun darauf ſcyeinen Fann, An ſte n man dieſe Rei q Abhang zu ver- hen ſchneFinfhtmig hindern, "(jücFe, auc in fangenleiwngen, ant iten Bergen k oniegen, um den 428 Viertes Kapitel. hindern, Cine jede Reibe ſiehet 6, wenigſtens 4 Schuh hoch von ven andern ab, und in der Reihe ſteht jeder Sto> vom andern vier Schuh weit ab. Man ſeßt die Stöe nicht ins Biere>, ſondern ſchace im Stans de ſind, ſolche zu beſeßen. Man macht nämlich das Spalier in jeder Reihe ſo, daß man. ſtarke Pfähle wenigſtens 4 Schu) hoch, im Boden, und zwar in der Mitte zwiſchen 2 Stöen befeſtigt, und eine Rei= he kleiner Stangen, die ſich von einem Ende bis zum andern erſtrefen, in der Mitte ber Höhe jenex Pfähle feſt macht, und oben an den Pfählen wieder eine ſolche. Reihe von Stangen. An dieſe Spaliere zieht man alle Ruthen der Stöcke ſchräge, rechts und, links hin, ja nicht ſenkrecht hinauf. Die auf dieſe: Art ane gelegten Spaliere befördern nach des Hrn, Abbe Ers fahrungen gar ſehr die Güte und Menge des Weins« Er will daher ſolch Spaliere auch, in einem alten Weinberge eingeführt wiſſen, ohne die Stöcke auszue reißen, wenn ſie noch gut find. Man lege, ſagt er, im November ſolche Stangenleitungen in Weinbergen en, und ſtcce alle gute StöFe, die ſich in jeder Rei» he des Spaliers befinden, recht tief linfs und rechts in die Erde.“ Sind ſie dieſem ungeachtet doch noch zu nahe, ſo nehme man einige derſelben heraus, Vom Echnitte des Weinſtockes lehret er folgen« des: An Orten, wo Gefahr vor Froſt iſt, und die Stsc>e dem Nord- und. Nordoſtwind ausgeſeßet ſind; ſchneide man ſpäter, als in der Lage gegen Mitkag, wo die Stöce frühzeitiger treiben, und man kann auch, mehr Y | | | | Bu=D | | | | bfnfm| | Wag mU 7.04 278 1 zu;| nimm „ws eln Ww ſqmy und 4) viel ur ahh M| Jug 187 fit von 045) 1 min SD| fugefn) 24 mr he fs En if Emmfiry im Beſc: yy wem 1647 ſe, fa 10 fins ofen 1 er db ap 1 (en dy m) 4 ud x | Vip | Nehäy| 0evfghe uf ew fm R| ſhed.| fer bon ke) ' j“ 1 ». ;) Wenioſtep( 0 des Küh iy weit ab, Jh "dern fhnhnyg vein Viceh oder deit aliere ode Cin Stö> im Cy acht nämlih hy an ſtarte Mh) Yen, undi) t, und(Ww m Ende biz döhe jener A)! wieder eine(vy paliere zien (8 vnd,[inis Ih auf dieſs Witt ; Hen, Ahe enge des Di 0, in einem di die Etode u an lege, ſagth 4 14 Deindi ſich in jeder Dh [infs und 10) het do 100) heraus, [ehret er fup ft ift, us ausgeſeßt! ſu) gen Mittoy ſ man fa u m Der Weinbau, 429 mehr Holz hinſchneiden. Cben ſo ſchneidet man auch mehr Holz hin im guten, als im magern Boden. Im Schneiden läßt er dem ſtarken Sto> wenigſtens ein Dußend Augen, die untern Augen nie mitgerechnetz nämlic die erfte Ruthe auf 4a dis 5 Augen, die zweyn te auf 3, die britke'auf 2, und die vierte auf x Auge, An einem ſtarken Stocko nimmn:;t man eine lange Ruthop ſchneidet ſie am guten Aug? ihres äußerſten Endes, und legt fie zur gehörigen Zeit als einen Abſenker in Vie Erde, Alle Schnitte macht man ſo, daß deſſen abhängende Fläche mit ihrem unterſten Theile dem Auge entgegenſteht, damit vas Auge nicht vom Weiz nen des Schnitts Noth leide. Alle Stöcke muß man ſo ſchneiden, daß fie niedrig gehalten werden. Hak man den Sto> geſchnitten,'ſo ſchneidet man alles Übrige Holz knapp an der Ninde'ab, und macht hier fFurze, runde und wagerechte Schnitte, Muß man 'am alten Holze ſchneiden, ſo wird der Schnitt mit Pfropflehm beſtrichen. Iſt das Holz im vorigen Sommer übermäßig gewachſen, fo läßt man beym Beſchneiden deſto mehr Holz ſtehenz deſto weniger, wenn in fehr trocknen Sommern wenig Holz gewach- ſen. Einen neugepflanzten Stock ſchneide man wenig» ſtens an zwey Nebenſchößehen auf 2 bis 3 Augen; hat er aber nur mittelmäßig getrieben, an 9 Nebenſchöße jen auf ein einziges Auge. Einen zweyjährigen, nach vorbeſchriebener Art gepflanzten, und ſchon einige" Frucht tragen könnenden ſchneidet man an mehrern „Mebenſchößchen auf 3 Augen. Ein dreyjähriger trägt häufige Frucht, und wird an 2 bis 3 Nebenſchöß ſiar- ken Nebenſchoſſen auf 3, an 3 andern auf 2 Augen ſchneiden, und wenn er in gutem Boden ſtehr, Abſen- fer von ihm machen, Im fünften Jahre ſchneidet man 26 Viertes Kapitel, man dem EStocke 5 bis 6 Schoſſe zu 2-bis 4 und meh rere Augen, und macht Abſenfer.- Den 6 bis 8jähe rigen und ältern Stock behandelt man eben alſo, Die alten Sis>e ſchneidet nian überhaupt ſehr kurzs Schneider man im Frühlinge, ſo geſchiehet ſolches vom Ende des Februars bis zu Anſange des Aprils, Die Sorten werden am erſten geſchnitten, welche am' früheſten treiben. Eine, Ruthe, die unangeheſtet im Winter hin und herwanket, verfricret weniger, als eine angehefteke«. In Anſehuvg des Heftens wird ein loF:res Bine ven“ angerathem. Die Gäbelchen verzehren unnüße den Saftz man nehme ſie alfo glatt an der Reve weg« Sind ſie noh nicht hart, werden ſie mit dem Finger abgezwit, Der Weinſio> wied abtgeblatret, um die Traue ben zur Reife zu bringen, und ihnen eine angenehme Farbe zu verſchaffen. Es geſchicht aber nicht eher, als bis die Beeren ihre gehörige DiFe erreicht haben, Dieſes iſt hauptſächlich in mißlichen Jahrgängen am zurathen, da die vom Gebüſche der Blätter beſchatte- teti Trauben nicht reif werden wollen. Alsdenn muß“ man ihnen Luft und Sonne verſchaffen, indem man nur von einer Entfernung zur andern einige Blätter wegnimmt, dhne' ſie auszureißen, als welches dem Auge ſchadet. Man läßt den Blättern den Stängel" und einen Theil von dem Stiele, an welchem ſie häne gen. Dies thut und wiederhoblet man zu verſchie: denen Zeiten, und ſeßt die Frucht anfangs nicht" zu ſtark an die Luft, bis man die Traubenfämme genug ausgelichter hat, jo daß die Soame dann Fräfe tig auf ſie wörfen kann. Vom Umgraben der Erde bemerkt er folgendes; Gräbt. man Zur Triedzeit die Erde um, und es fällt Frot Re 0 Geſt"UE m" G rung zu| ſallet CG,| fet VID 4 zwepte 100, 4 | dem 2110/ | || dis Vä Ooh» befin 8 I us 8 1 ve aps M Zum| yr m uhr edertefoßn 11 dau j 6 5 un) om! d' eim Jhy! m (ide ds' ſid ge, Kin Vie y bingen S9 fo Wt| eden 0; diy| u(61) "ſe, hy| vi M (tung a Wei va ey . 6. 2.0i8 4 wdr) 'N 7 xen 0 biz M 1 Wen als, 1) | VON(07 Aupt jeht Ey eſhtohir fi. Geſchlecht ſhy . y| NN WPK aten, weden Unandah, € Unangehefe h zn "N s ange Veß Voß want. M als IC WNBA, dv! ein los vergeht unh an dr Nh (e mit dim Jae et, um dies 1 ene ange | aber nidt 9 Fe even | Jahrzinn Better biſt m Mednumf offen, Inden m en einige Mi als were tern den Gt 1 welchem Fe 0 „. man j verſt hr anfangs 1 » Tranbenfäm ohe don »(naht ft er jo ud es IM " un( ky 7 y' Der Weinbau, 4,1 Froſt einz. ſo gehet alles, was friſch ausſchlägt, zu Grunde, Zu tiefes Umgraben ſchadet den Warzen. Mie grabe man bei fehr trocner und feuchter Witee- rung. Das Umgraben im November nach dem Ab. fallen der Blätter haf die Abſicht, daß die Feuchtig- feit des Winters tief.in die Erde dringe.-. Das zweyte Umgraben geſchieht im Frühlinge gleich nach dem Echnitte, zu Ende des Märzes oder Anfange des Aprils, Das dritte näch der Blücße gegen „Sohannis. Das übrige Umgraben läßt fich nicht beſtimmen. In naſſen und feuchten Jahren, da Gras und Unfraut zuſehens wachſen, nimmt man die erſte Zwiſchenzeit zwiſchen den Regen darzu, Die Zeitigung der Trauben wird beſchleuniget, wenn man einige Zeit zuvor"die Erde auſhackt, und hiemit der Sonne mehr Eindringen in den aufge loc>erten Boden verſchafft, wo anders vie Witterung dazu günſtig iſt,.Magerer Boden wird nicht ſo. oft und ſd tief umgegraben wie der beſſere. Wird. nach einem Regen ümgegraben, 5% wird dadurch) vie obere Erde der Wurzeln geſtärket, Umgraben iſt haupt- ſächlich nöthig, um das Unfraut ,, weiches den Wuxr-. zeln die Mahrung raubt, zu vertilgen, und das Cins dringen der Sonne in den Boden verhindert... Diez ſes Unkraut ſoll aber tief hinab. in die Erde geöracht werden, daß es verfaule und zugleich bünge, Dickere und beſſere Trauben bekömmt man, wenn man, ſo bald die Traube ſo dick iſt, wie eine Fleine Erbſe, mit einer kleinen Scheere eine Beere zwiſchen zweyen wegſchneidet, Beſonders ſchlägt dieſe Ver-, richtung an den Muſcäkellern und weißen, ſüßen Trau- ben gut an. Man kann auch- zu gleichem Zweck ein Theil der Blürhe abfallend machen, wenn man Wal: ſer wie Regengüſſe mit einer Gießkanne darauf fallen laßt. Wenn man zur Zeit, da die Trauben völlig QUss 432 Viertes Kapitel. ausgewachſen ſind, den Stiel derſelben mit einem ſcharfen Meſſer halb durchſchneidet, 3. E, im Septem» ber, ungefähr 3 Wochen vor der Weinleſe, ſo reifen ſie wenigſtens 14 Tage eher.' Bey Baumfrüchten läßt ſich ſolches auch thun. Die Trauben werden um einen Monath früher reif, wenn man ſie in eine Glo« &e oder anders Glas hineinſte>t,(Hierzu dürfen nut Gey uns die zerſprüngenen gläſernen Bouteillen ges braucht werden,„beſonders bey Trauben, die bey uns ſolten und ſehr ſpät veif werden, und weiche man doch zur Veränderung gern zum Nachttiſche haben will.) Es iſt vorhin unſern meiſten Weinbergen zum Fehler angerechnet worden, daß ſie mehr ſchlechte als gute Weinſorten, und ſolche ganz zerſtreuer unter eine ander haben, und daher das Umpfropfen angerachen' worden; als womit man auf der geſchwindeſten und einträglichfen Art einen alten Weinberg verbeſſern kannn. Man fieße ſich z. B. den zuvor fo ſehr ange= rähmten Detlinger vom Oberrheine ein paar Bünd» hen fommen, ſeßte ſämmtliche Schnittlinge nod) vor' Winters ein, und ließe den einen Theil in der Reb- ſchute zu Würzlingen einpflanzen, bräandte'aber den andern gleichfalls gleic) nas dem Empfange in die Erde geſteckten Theil im nächſten Frühlinge zu Pfropf- reiſernz' fo käme man am geſchwindeſten mit ſolchet neuen Sorte in die Höhe, ſo wie man vs mit obge- rühmten Detliiger beſonders in Schwaben gemacht hat. Denn das Pfropfen des Weinſtocks iſt daſelbſt gar nichts neues, und ſeit uralten Zeiten in'Deſter- reich, Franfreic?, Italien und der Schweiz üblich» In der Praxis des Weinbaues, welche Hr. Prof. Sprentjer 1779 herausgegeben, wird das Impfen des Weinſto>s aiſo beſchrieben: Man nimmt ein gus tes, fruchtbares Reis, das 2 Augen haty ſchneidet es ein paar Zoll über dem oberſten Auge auf gewöhn liche Wem |D gie je 40 "UU ' 3) ſhnei30 in ve bud| verl Wins! pin [ſole ſte gehe Int yuv NL WÜ Foofel Sy 192u7 gur ds[um de A»| Nit Gunga Huf) niht zus Judy) Yan(Ed: bin |, wäh mrd man I; if in vs db pus| und Ni y[Ninbe verſhm fü[4 Gau unter v4D Nhat de Erd? pom def, 08 be (Gde jeh| 17 ſtr Eiefan!| an jn Epe be (man belämn) Den€ [ni Ahty vehang Über ang al Wien I 004 ON a Und ziehn nd "ht t0 De ! der Wp bij Kihn 5; 3 <= | (, ſeen mit hp z€, im Goin | Bein 0 ſony Bey Bat Uſti Trauben werdy"m man ſie jn vH (Öferzu birfom nen Voitl» tau ven,| V LN und weiß Werk I iſche 0 abm] zm „Vell Ah»| ie mehr ſit | ze ſtreuſnteh npfropfen nja or: Geſchwindfng Weinberg vſ 1 zuvor f ii ine ein jar m Oni "1 Thel in 04 |, vrauhtt e! „m Empfang? en Trühlin! um vinden 18 vie an vem | Echwabt M Beinfiers ſv y ten Zet irt de? vm"s - welche 9 , wied ws] V| fan 110.100) gen poly n |. Anget alg M Der Weinbau. 433 liche Weiſe ſchief ab; nahe unter vem untern Auge ſchneidet man es ſo zu, wie es bey dem*Baumpfropf'n in den Spalt gewöhnlich iſt.. x) Die Rinde bleibt auf beyden Seiten; 3) das Mark wird im Schneiden nicht verlcßt, wenigſtens. einen Zoll weis vom. untern Auge hinab; 3) dort, no das Auge iſt, wird es dicker ges laſſen, als auf der entgegengſeßten Seitez 4) der zu- geſchnittene Theil des Reijes iſt 12 bis 2 Zoll lang., Man ſägtimit einer Daumſäge etliche Zz-ll uner dem Kopfe die Stangeunter der Erde ob,'macht den Schnitt glatt und eben, und ſpaltet daſelbſt die Stange mit der Hippe in der Mitte derſelben. Cinige binden die Stange( den Stock). weiter un NG ban:i: der Spalt nicht zu weit hinabgohe;. die Möoiſten thun es nicht, Man ſägt die Stange da, wo ſte gla und recht rund iſt, meiſtens unter dem erſten Glaich n. Nun ſteckt man 2 Pfreptreiſer in den Spalt, ſo daß das Auge eis nes jeden auswärts ſteht, auf der Strange auſſtehr, und Rinde auf Rinbe paßt.- Einige verbinden und verſchmieren den Spalt mit Pſropflehm, es iſt aber unter der Erde überſlüßig. Es iſt'genug, Erde auf den Spalt hinzuſchmieren 7 auch alles mit Erde zu bes deen, daß das oberſte Auge nur ein wenig aus der Erde hervorſieht, Die beſte Zeit iſt eu zuvor, che dor Stoc> treibt; an einm wintſtillen Tage,„jm er» ſien Sommer hackt und fälget man nicht nahe dabey; man behalt nur den Schoß des oberſten Auges, bindet ihn Aeißig an, brichtuber die Zähne und Gaäbelchen weg, verjaut. ihn auch im Auguſt, wap ihn den Winter Aber an ſeinem Pfahle angebunden, ſchneidet ihn im zweyten Frühlinge-auf 2 Auger,(das unterſte mit ge- rechnet,) behandelt ihn im 1 zweyten Sommer ieder ſo, und zieht ihn im dritten Commer ins Holz, da er ichon Frucht trägt. Das Gras röktet man um dieſen Stock mit der Hacke behutſam aus. Der gepfropfte Stock »Z8y3vgter IV. BB. LTH, Ee frägt 434 Viertes Kapitel, trägt gern und willig!ich, Im fünften Jahre können Abſenker gemacht werden,== Auf eine andere Art verfahren einige Weinmeiſier ſo bey uns. Im Ausgange Aprils, oder zu Anfange des Maymonaths, ſchneidet man von guter Art Enden, mi: 5 oder 6 Augen, ſo viel man nöthig hat. Wenn man ſelbige aufſeßen will, ſchneidet man unten oder oben nach Gutdünken ſo viel weg, daß an jedem nur 3 Nu- gen bleiben, jedoch daneben ein Stüchen bey 2 Zoll lang unter dem unterſten Auge, davon das Zungelchen formiret, und alſo zugeſpi pſropfen im Spalte geſchiehet. Solche Pſropfenden werden ſchon im März abgeſchnitten, und in die Erde geſteckt. Hierauf geht der Winzer zu den geringern Weinſtöken, die verbeſſert werden ſollen',/“ weiche ents woder ſchon vor Winters geſenkt worden, oder noc 2 jeßo erſt geſenfet werden ſollen, und ſchneidet von ei» ner ſo geſenkten Rebe die Spiße ſo weit in der Erde ab, als lang die Enke iſt,(ſonennet der gemeine Mann hier zu Lande die aufzuſchenden Pfr'pfreiſer ſo wie das Pfropfen ſelbſt, das Enken,) weiche er aufſeßen will; ſpaltet alsdenn die verſchnittene Spiße bis an das erſte Auge aſd, daß der Spalt bey 2 Zoll lang ſey) und das vorgedachte Züngelchen genau inſich faſſen, auch die boyden Gävelchen des Spalts an vas Auge neben dem Züngelchen anreichen möge, Hierauf wird die V-reinigung von unten bis oben mit Baſt feſt zugebun? den, damit kein Saft herausfließen könne, die Erde aber wieder hinangeſchüttet; daß ſie einen Finger breit darüber horgehe. EF| Das Verdecktn des Weins wider den Froſt, wird beſonders an niedrigen Oertern für dienlich! erachtet, und etkwan acht Tage vor Martini veranſtaltet. Es wird mit der breiten Haue zum Sto>e geräumet, und gleichſam eine Furche zum StoRe bingeniacht, und zuvor ßet wird, wie das Baume, uhr(0 u1d.0/9) rech"EU und Ju (ebaid 8 gw 0196 mv: |-(mt de 06.00 17008 woven 0 Cofpge vs M98 Yeſfe/ URC Beiſel din vw ſv CAY Coiterffu! 01 od verb F! Weg Ml bw, wd bei] beſen ſey den jn die Cie "R NE j Huh ine ve DUE Ctih he!„X 0 ni 000, Oi) ften Jaht Enn einige Wein; 3, oder zu Vuhy on guter Art yy hig hat, Gammy an Unten Üeihy an jedm nw;h Stüdcen bi; n won das Zint d, wie des Iys Solche Yryſeh en, undindig; ev zu den ge 1 ſollen worden,(Win hd ſchneide weit in dr En) € de1 gema y y 1 RT EN| Dſt DRUC 0 ) Weide M e> 14, kin mb ene Cp PW bey 2 2019) ow I NON ; af Dos Auger“ | Äs 4.100 DIEoUT WD mit Baſit Gen fön, I ſie einen Ringes ider din Fuß vibe M R dar Dient ( vera ue v ) Zwdl ge 24-8 0.40 fe(inge ; h Der Weinbau, 435 zuvor geſehen, wie und wohin er ſich zum Str-c>on und Deofen am füglichſten binricht.t, vaß man ſolche recht niederbeuge- ein wenig mit dem Fuß darauf trete, und he:nach mit der Haue die Erde fein herüber ziete, qQder nia bis gor vben zu; daß hie und da ein.vagr Aus gen,. befonders in der Mitre und oben amm Cade, oder *% an den"Wipfeln, et1n2s hervorragen. 8) 578 ollte dev Wein vom Froſte erfroren; im Srunz De qver. now grünfyn., ſo wird-er von ſclbigem ents btößer,. bis aufs Grüne abgeſchnitten, und zugleich wirver mit Erdeczugedec>et, damit er aufs neue friſche EScoſſokreivog» die.nachgehends zu Erſeßuug.des Scha- Dens wteder geſenft werden können, Die Mayfröſte die gemeiniglich naß" bis auf den Taten Tag des Maymonarths einfallen, Priingen unſern WeinſtöFen, und denen in der Niedrigung mehr, als den Höher ſtehenden,"die größte Gefahr","daß die fri fn Schößlinge nebſt den Büchen. alle erfrieren, Solchen Mayfröſten iſt ſchwerlich verzubauen. Eini ge ſaſſen das Heften ſo lange anjt-hen/ bis die"Zeit vorbey iſt; damit die Neben vom Winde können bes wegt, und alſo vom Fröſte weniger beſchädiget wer» den. Dies entſtehet abet daraus, daß)" wenn" man nah dem Ausfchlagen der Augen erſt heften will, viele Derfoiben ſodamn abgebrochen werden. Andere verrich= fen ven Schnitt, bedecken aber gegen den erſten May die Stöcke mit etwas Erde, bis die Fröſte vorbey ſind, als wodurc) auch etwas erhalten werden kann, Das ſogenoante Senken fangen hier zu Lande die Dinzer gleich nach dem Abfallen der Blätter vey krock= ner Zeit an. Solches geſchieht durch Erden der alen Stoö>o,. die wohl reifes Holz haben, welche Enden denn nicht von ihren Stö>en abgeſchnitten, ſondern gebogen, und tief in die Erve gegraben werden, das Ce 2 Ne 436 Viertes Kapitel. darin Wurzeln ſchlagen. Aus einem alten Sto>e kön- nen 3 bis 4 junge erhalten werden, Man ſiehet ſich nämlich im Berge um, wo leere Stellen ſind, die durch die nächſten alten Stöcke beſeßet werden können, Man gräbt nur an einer Seite des Stocks 1 oder 13 Elle tief, und nachgehends alſo fort ins Drey- oder Viereck, und zwar, daß die Grude allenthalben gleich tief ſey, worauf die Ruthe an den Boden derſeiben hin- eingebogen, und etwas Erde herüber geſchüttet wird. Ferner zieht man das ſtärkſte Ende rückwärts an den olten Ort: des Stocks, die andern 2'oder 3 Enden ſtreet man. von einander nach den ledigen Piäßen zu, ſchneidet ſie der Erde glei), oder läſſet ihnen ein paar Augen in der kv uft ſtehen. Dieſe Enden des wohlreifen, aus der Erde hervorſtehenden, Holzes, müſſen auf 3 Schuh von einander zu ſtehen kommen. Man muß ſich beym Senken in Acht nehmen, daß die Reben im Biegen nicht breet halbe€ t9- >e dazu, um ſie im Frühlinge wieder finden zu wiſſen. Nachdem alle Senkgruben ſo angeſfertiget worden, tül»- let. man fie mit Miſt und Erde vollends zur, wiewohl ſolche Zufüllung wohl 24 Tage Anſtand haben kann, wenn ſie nur vor den einfallenden Fröjten noch verriche fet wird, Durch Abzütte oder Ableiter pflanzen unſere Winzer vom alten Sto>e den Wein ſo fort, daß ſie. die Rebe nicht ſo tief, ſondern nur in die ſogenannte Thauerde, etwan 4 Zoll tief, einlegen. Nachdem das Ende zum wenigſten eine halbe Elle(beſſer aber eine ganze Elle) in die Exde lang geſieckt werden, muß vie außerſte Spike mit 3, oder wenn ſie ſtark iſt, mit 4 Augen hervorſiehen, Dieſe Arbeit geſchiehet zu glei- cher Zeit mit vem Senken. Dieſe Abzüge können ſchon m nein 1 ſe vi: ie va ün 16 Gut nani 1 ſule4i; AU nahe S1 in pm,ß h, 15 KUL(n a), 1190; pet (0[iv | Cli! H Dina vn Oe mi En kt herzu Im zh Yeüfy 49 din, I am) ON H (70 ZUE Geſt fe de, wl ve haupt GBp be henden Apt er QeunmpOy 41 py pt 00% w (8 War 1108) ſin, 033| fuch mgl 5, Ne gi feiner JW 4; m, Dad! 4 Ny, R) niht Uf Urt der ww pen, dy malten Eh, N Ran fehet jh ſind, h bet Werden füm 1001 ort ins Jup: 44 e allenthalben da Boden derſelha'y Mer geſchüttet ml de VIDA M en 2/00 3 m ledigen Dihay [äſſet neh din au Dieſe Ey) ſtehenden, Ieh r zu ſtehen fins ht nehmen, 19% Sind, nie(1) 1 Reben ahſt! md ſtedut faht! der finden unf fertiget wrd; ollends zu, 010) (nftand hab Im nd) Fröften no 17 ber pflanzen in ſo fort, ur in die ſow i"/ Mar legen, a be lle(Wf eſte word 0 enn(ie fart Ih? Ait geſiegt 17 hee Fann hyige inn Der Weinbau. 437 im erſten Herbſte ſo gute Wurzeln getrieben habet, daß ſie vom alten Stroke abgeſchnitten, und verſeßt wer» ven können. Sollte ein alter Stock irgend8swo zum Senken oder Abziehen etwan zu hoch ſeyn, ſo kann man im März ein Brett, ſo hoch es nöthig iſt, feſt» ſteiien, ein Körbehen mit einem Loche in dar Seite nahe am Boden darauf ſeßen, die Rebe hindurch zie- hen, und das Körbchen mit Erde zufüllen. Uebers „Jahr ſchneidet man den neuen Abzug vom alten Stoke ab, und verſeßet ihn. Nod) iſt was weniges von den'in Gärten an Spal'eren und Wänden der Gebäude in Städten und Dörfern gehaltenen WeinſiöFen zu gedenken, als wel- che meiſtens einen weit beſſern Grund, als in den Wein- berzen, und daher auc einen frechern Wuchs haben. Die Erziehung geſchiehet, wie ſchon oben gelehret wor- den. Bey dem jährlichen Beſchneiden der alten Stö» >e, nimmt man, mittelſt des Sommerſchnittes, alles Holz weg, was 1) außer der Figur, z, B. nach dem Geſicht zu wächſet, ingleichen die Waſſerranken, wel- de, wie bey den Bäumen, an ihrem frechen Wuchſe, hauptſächlich aber an ihren ſehr weit aus einander ſte- henden Augen erkannt werden. 2) Alle Ranken, wel» aber hiemit ſich ſehe angreifen, und Augen austreto ben müſſen, welche er doch erſt im folgenden Jahre austreiben ſoll.; Der Bürger und Bauer ſollte die Wände ſeiner MWohn- und Wirthſchaftsgebäude mehr mit Weinſts- >en bekleiden, da ſie keinen Straßen- und Hofraum| hinwegnehmen, den Wänden aber wider die anfallen den€e, wenn er ſie hätte, ihm ſeinän hinlänglichen Wein zum Hauscrunk geben könnten, wenn er ihn auspreſſen könnte und wollte, Die Mittagsſeite iſt überall für den Wein die beſte, Aber die Morgen- und Abend» ſeiten können auch mit den ſrühzeitigſten Sorten beklei- det werdet. Und geſeßt), fir kämen in zu wenig fon» neareichen Jahren nicht zur Reife, ſo ſind die Trauben voch immer gut, einen ſtarken Weineſſig, oder Agreſt zu um Gui NT /4y ni wn wo ID! Mit | put 94 vu Jm überge ſe ar Ged vs Cp nb 93 Aoki) || zd: je ba jr DY ve, vs NENE! vd au iO db, 0] Hi m Nluf Weh mit Tax, vis um dy| Ni| qevode in dA Der hedyrk», ),. Ver hedurd wm Cafes bifiche ee, als wie by b de Unnübehu vd bis in das hy er ej ret ay Ran(ht ebert achſen,<> mms Trieb etwas hs )e13 einen ſiti ng entzieht, fim Dran es Iota) en Oelz nef nn wollte, Bid gen beginnt,(8 yer treiben. dbi und Auge uh) ium Folgend raßen= und 01 ver wider die nd. Mandi! WA de, deren Dis länglichen Di) na eb I M gefelte If ubm! Morgen» u n tigſten Sot men Wau vi . fofinddeer einig, f Der Weinb att, 439 zu machen, welcher loßtere bey Zubereitung mancher Speiſen:nicht nur, ſondern auch in hißigen Krankhei« ten mit Waſer vermiſcht, fehr dienlich iſt. An der Abendſeite einer Scheune iſt der Wein bey mir und andern im vergangenen harten Winter, nicht, wohl aber an der Mittagsſeite, erfroren- An dieſer Mittagsſeite kann man daher, wenn die Witterung Hart wird, bey tro>ener Witterung die losgeſchnitte- nen Ranken an die Erde niederbeugen, und ſie durc übergeworfenes Erdreich, oder vorgelehnte, in großen Taſeln ausgeſtochene, Raſenſtücke, unter eine leichte Bedeckung bringen, Werden. aber die Ranken zu tief ins Erdreich gebracht, ſo werden fie leicht moderichtk. Ju der Mitte des Sto>s, wo ſich die alten ſtraſſen Raufen, ohne zu brechen, nicht mehr beugen laſſen, iſt gedachte Bedeckung mit Brettern und Raſentaſeln die beſte, und wird im Marz, bey guter Witterung wieder weggenommen. Man kann aber den Wein- ſto, nachdem ſeine Ranken lo8aeſeynitten worden, auch ſehr gut mit Moos, welchen man in Waldern und auf Wieſen in Zeiten zuſammenbringen läßt, eine Xleiden ,' und zur Feſthaltung den Moos mit älten, los ſen Bindfaden, oder Lindenbaſt von alten Matten, weitläuftig bewinden, hierauf aber den Stoc und die Reben hie und da am Spaliere, damit er nicht umſal- le, wieder anbinden. Dieſe Verrichtung wird deſio leichter ,' wenn man den Wein bereits im Herbſte, wie es aud) von vielen bey uns geſ)iehet, verſchnei det, und ihn ſodann einigs Wochen nachher mit Moos be- wickelt. Denn der unbeſchnittene Stoc würde noch einmal ſo viel Moos und Mühe zum Cinwickeoln hin- wegnehmen," Wielleicht wäre eben dieſe Cinkleivung mit Moos dienlich, das. Austreiben ves Weinſtocks bis um den 13ten'May hin, wenn die Gefahr der Mayfröſte vorbey iſt, zurückzuhalten. Cs wurde aber Ee 4 zu 440 Biertes Kapitel. zu ſolchem Zwecke auch nothig ſeyn, am Fuße des Weinſto>s die Erde gleichfalls ſo lange ewan mitlan- gem Strohmiſte verdeck: zu halten, damit der Saft der Wurzeln vonFder Tages- und Sonnenwärme nicht vor der Zeit in Bewequnz gerathe. Auch bey unſern Pfirſch- und Aprikoſen. auc andern zärtlichen Bäue men, wäre dieſ'r Verſuch zu machen. Da aber die erſtern zu viele kleine Zweige ichen haben, ſo würde hie mit ſo zu verfahren ſeyn: Sie würden im Herbſite et- wan von ihren unnüßen Zweigen befreyet, und am Spaliere angeheftet. Iſt es ein im Garten freyſie2 hendes Spalier, ſo ſchafft man ſich Matten, worin die Kauſmannsgüter über See herkommen, an, oder in veren Ermangelung alte, unbrawvchbare, und von den Fiſchern wegg-worfene Fiſcherneße, wenn ſie auch noch fo ſehr löchricht ſind, weil man die zu großen Löcher leiche mit altem Bindfaden weitläuftig wieder verbinden kann. An der Erde werden zuerſt Latten, oder alte Stangen zum Fundament gelegt, an welchen die Mak- ten, oder Neße, oder alte unbrauchbare leinene 2aaken mit Weidenruthen ſeſt angebunden, und hierauf zu- rück.erollt werden, um ſie zur Einpaung und Feſt- haltung ves Mooſes nach und nach weiter in die Höhe heraufrollen zu können. Man fängt von unten herauf Moos, etwa 2 bis 4 Finger breit, an aufzupacken, und wo es Noth thut, in der Erde kleine Stäbe gegen zu ſieken, geht mit dem Packen oder Gegenlegen des Mooſes gegen die Zweige immer mehr hinauf, rückt mit dem Neße oder der Matte gleichfalls immer nach, und ſtickt außerhalb des Ueberzuges zu deſſen Feſt- und Gegenhaltung zur Hand habende Strave dagegen, und macht es auf der andern Seite eben ſo, bis man end- lic) oben auf beyden Seiten zuſammen kömmt, und die Decke oberhalb an einer leichten Bohnenſtange be- Feſtiget, welche von andern, in der Erde in gewiſſen ' Entk- ' „| Cit ES| | Eſens | derwart 58 mg vs freue) 9, Bind jeah iln| gen bela;| Zuſe einger ſudtn Ii| aber die 89) | ſowi in | wehe, 59| nec ju 194| | gefamm„u wenn vD || ausgeſchiks || v fun 184 | bwahrevßst || Bmels| || Jwenb, 2| || umber ac | und lang) ehtgedar eg) jan miſſ DT ') in Aueh NGE elan iE amit der Sihy nene a Auch bey Win m zärtlichen 3 | Ma ht) ven, ſo wirk ven im Aab» befrepet iy m arten mk Matten, wm) en, an,(hy) ate, undhh venn ſie auh e zu größen gwteder vetih daten, dre 1 welchen vie: var leinen und hier) a + 0 / 1padung un) weiter in ve f von unten hy 8 e Stäbe gegn) x Oegenlegn ehr hinauf, fals Immer vi! u deſſen Ze he dagegen) 9, bis mn" nen fömmt, 1! Bohnenſtang! Erde in gin!" (ny Der Weinbau, 441 Entfernungen gegen einanderüber eingeſteckten, und oberwärts zuſammengebundenen, Bohnenſtangen ges tragen wird. Man ſteckt eudiich mehrere oberhalb Freuzweiſe zuſammen lauſende Stängelchen von beyden Seiten in die Erde, und befeſtiget an ſolchen kleine Bündchen Stroh, welche von beyden Seiten von oben herab überall ein leichtes Dach machen, und den Re- gen oben in die Spiße des Dachs nicht einlaufen loſſen. Zu ſolchem Zwecke aber würde die Einkleidung ſchräg eingerichtet, als welches ſich: mitteiſt eines halb einges ſteten Stäbchens gar leiche thun läßs Hat man aber die Spalierbäume an einer Wand, odoxy Mauer ſo wird gedachte Einkleidung nur von der äußern Sei- te her, veranſtaltet. Ju Anſehung: des Mooſes iſt noch zu: gedenken, daß er bey trock: ner-Wieterung. ein» geſammtet, und allenfalls gedroſchen werden müſſe wenn viele Erdtheile daran hängen, damit ſolche her» ausgeſduttelt werden können. Hat man ihn einmal ſo kann er ſehr viele Jahre hindurch unter Ibdach aue bewahret werden, Es. würde aber dieſes Einkleiden. der Bäume, eben wie der Weinſtöcke, erſt Ausgangs Novembers, oder wenn die Wieterung bis in den De- cember allzugelinde iſt, und worauf gemeiniglich ſpäte und lange daurende Winter zu folgen pflegen, erſt im leßtgedachten Monathe bey trockner Witterung geſches hen müſſen, 442 Fünftes Kapitel. PE ER EEE REES SARS ASUUSI - Fünftes Kapitel. Die beſien Arten des Weinmachens, Pfle- ge und Erhaitung der Weine im Keller. (WH würde meine kandsleute kaum auf dem halben „Z Wege nur noh) gleichſam ſtehen laſſen, wenn ich ihnen aur allein den Weinbau gezeiget hätte, und ſie mit den beſten Arten Wein zu machen, und ſolchen hera nach im Keller recht zu pflegen vnd zu erhalten,"Ahe fannt bleiben ließe, weil auch aus unſern! beſten Wein- trauben nur ſchlecßte und gemeine Weine werden, wenn fie beym Preſſen, und nachher im Keller nicht recht be- handelt werden, In den beſten Weinländern hat man ganz eigene Methoden, weßhalb wir bey den Mus: fändern in die Schule gehen, und von ihnen lernen müſ- ſen, unſere Weine eben ſo zu veredeln, als es mit den ihrigen geſchiehet. Denn eine ſolche Veredlung iſt Feine ſogenannte Weinſchmiererey oder Verkünftelung 5er Weine; zum Schaden der Geſundheit, wie ſolche von manchen Weinhändlern leider betrieben wird. Rozier und Maunpin haben uns gelehret, wie ihre beſten Franzweine auf mancherley Art gemacht werden. Auch von Ungern, Jtalienern und Rheinländern müſ: ſen wir noch viel lernen. In Anſehung der lektern haben Junker in ſeiner Chymie, und von Rohr im zweyten Theile ſeiner L7achricht vom Wein- Hau uns längſtens, mit Einſtimmung der Erfahrung ſchon belehret, daß wir den ſogenannten Strohwein am Rhein, dieſen bekannten ſo vortrefflichen Wein, recht gut und leichtnace ſeine gehörige natürliche Gährung ſo zu ſagen, übers ſtanden haben. Der höchſt ſüſſe Weſchm a iſt aber hier: pon nö, nicht der Vupchgangige Beweg, Dean may muß. dia von Natur weniger ſüſſen und beerben Trays ben von den herben unreifen wohl unterſcheiden. Jeng hoben Feine andere nat rliche. Beſcha genheit, und Da: ben zwar, wenn ſie recht reif ſind, das ſüßſ; dDleimichte DBoſen in ſich; es iſ? aber mehr eingewickele, und dia nachlzerige Fünfeliche Gäßrun 19 muß es erl? vent ausz wickeln. Dieſe Trauben worden ſpäter reif, und ißv Moſt gähret langſamer, woſür aber ein ſich deſto län» ger haltender und fräſtiger Wein daraus wird, dergleta den 444 Fünftes Kapitel, e den Trauben zugeführet, weßhalb ſie tronen und einſchrumpfen, als welches in der Folge den günſtigſten Einfluß, auf eine gute Weingährung hat. Um, ſolches Welkwerden der Trauben zu befördern, nimmt man aa vielen Orten um die Zeit, da die Trauben reif werden, ſogar die Blätter. ganz vom Weinſto>e ab. Geſchiehet aber ſolches, ehe die Trau» ben reif werden, ſo werden ſie bey einfallendem, anhals- tendem Regenwetter, naß und faulen. Dieſerhal* iſt es gerathen, den Anfang mit Wegnehmung nur wenk-. ger Blätter vorerſt zu machen, alsdann nach und nach fortzugehen, damit aber aufzuhören, ſobald man ſie- het, daß das Häutchen yon der Beere ſich zu runzein anfängt, und die Beere weich wird. Denn hieran hat man das Zeichen der hinlänglich geſchehenen Zeiti- gung der Trauben. -. Es iſt daher zur Verbeſſerung unſerer Landweine eines der beſten Mittel, die Trauben nicht eher zu les fen, als bis ſie welk, vurhſichtig und dünnhäutig qe- worden. Man läßt ſie auch gerne einige Reife und troene Fröſte zur Beſörderung der Ausdünſtung- wäſ: pful vim q wohl etwa"- an vr 8 wer der ſeg'D Pefertiguns Spaniſch de bey VS nd(eſel! Froſt abſally Kheinwein€ ve es erlau den fünnin.€ 6 ſhine HM de Dmg Pein VeſeN von faulen X (eſe alsdenü will voher, I ben rauh uH Denn€ drehen,". | ſm, Eine und ſhlech!; zwar Wenig x | Tw ſhraiht Rex ouSfuchen, x | Conne abel || if, damit 4 Tebibzu vs ſächlich die, 018 Traube; tn, bebpg 4 Doutgun W(, und Frahf, (gen Trauberby en und ven hy ticls, ſhreht) e beſtünme,) eſe noc etlihey eit Loſſen, baby en, Sthel) Anzeige, ty) aber der Ci ngert ſind, hy) inerte Minyh bret, wh) eldhes in NH) € Weingähug ben zu WWW) die Zeit, 11) Blätter qu m [cke reihenweiſe in Spalieren, nad den Sorten, angelegt werdet. pi 3). Al gd 140: n reifes De deß die vſe hefondetb, v' gefeit(ert ov r! 3) Ee! ausfallen,'! hochwendig! einen pt C1 fen, Weld nict verlier? | jeden 04 | zu almmen inf | ſagt Yozuu | worden, iſt] | brertim Qui Kolter ablatß | bentielen, 1) | ſtaberder | vw Geſchmott | qörfaſt nieyf | huniht all | ndern ſie nf | weil man di | Bn heraut/ | he. Dien | | Vein hemt | bwſehlic | weil fie dat | Dieſe Gewo Gigenden x Votle, um man die-K1 -2? 4, Main WW hell nd Ur, „Nan lieſet)" , Oder> NH ju Dieſe Urſg M, end machn, ; bettöhii(IM h m de Fa Si ben, Ehells(hy 5 UNT ele Ip , ſo Fann fi) won erhälig! gähnen Fanz,) in herbs, 6 hun[oſſet, iN Bott iq) Winds Doe der aub) ejenigen aufem hten Proba zw ſt ein" Zu"9 jen aller] y Gu) (ekt find, ul efe faſe unt hö Der Aa 1, wf ei ben, ve Do nod) din Cr! Pflege und Erhaltung des Weins, 447 2) In manchen nicht warmen Sommern ſind theils nicht recht reife Trauben, theils in ſoichen nicht rech! Wie Beeren, Hier muß nun ſo ſortiret werden, daß die reifen vor ſich allein, die mittelmaßigen auc) bejonders, und de ſchlechten gleichfalls vor ſich allein gefeitert oder aus preſſe: werden, 3) Soll der Wein nicht herbe, ſondern recht qut ausfallen,'Jo müſſen die Trauben vor dem Koltern norbßwendig A06eB2efe werden, wil die? Beerenſtiele einen ſeht ſauren und berbe ihmed&enden Saft enthala ten, welchen ſie«uch bes der gt; ßten tuSiröwnnung nict verlieren, und ihren rauhen und herbe zufamtmnens: ziehenden Geſchmack deim Moſte, wenn ſie mit ihm zuſammen in Gährung ſind, wirtheilen."Ein IBein, ſagt Rozier, der von abgebeerten Trauben verfertigt worden, iſ? viel feiner, als ein Wein von nicht abge- boerten Trauen, Der von der driften und vierten Koltor ablaufende Wein ſchmeckt ganz näch den Trau- benſtielen, nämlich rauh, hart und herbe./(Dieſes iſt aber der unſern Landweinen häuptſächiich anhängen= de Geſchma>, welches ſie bey der längſten Dauer ſos gar faſi niemalsablegen. Die Traubenſtiele aber ha- ben nicht allein einen Einfluß auf die Güte des Weins ſondern ſie ntachen auth einen Verluſt an der Menge; weil man durc) vie Gewalt der Kelter nicht allen den Wein herausbringen kann, den ſie in ſich geſogen has ben. Die übeln Würkungen der Trauberſtiele in ve Wein bemerkt man, nach Roziers Verſicherung, hauptſächlich in den falten und naſſen Jahrgängen, weil ſie dann viel wäſſerichter und graſichter ſind. Dieſe Gewohnheit der Abhbeerung wird daher in guten Gegenden von Champattne, Bourtgund, Cote ZRorie, und von allen Landern beobachtet, worinnen man die-Kunſt, Wein zu machen, wohl verſteht: Dieſes Dis Fünftes Kapitel. Dieſes Abbeeren wird mit einem hölzernen Kam- me, noh beſſer aber mit den Fingern, um die ſchlech- ten Beeren zurückzulaſſen, verrichtet; und daß ſolches die Qualität unſrer Landweine gar ſehr verbeſſere, hat bereits Churfürſt Friedrich Wilhelm der Große bewah» ret, wie mir'ſolches in meiner„Jugend von einem da- mals noch lebenden alten Greiſe,„der ein Bedienter des Churfürſten geweſen, verſichert worden, Er ließ nämlich in'6inem Weinberge bey Potsdam,-:auf An- rathen eines Refügie aus Frankreich, aus-abgebeer- 'ten Trauben Wein machen, der nach einiger Zeit nebſt uten Rheinweine vielen beym Charfürſien ſpeiſenden Abgeſandten vorgeſeßet ward, ohne daß ſie wußten, wo er her ſey. Der Churfürſt beobachtete, daß ſie ſeineni Pot8dammer Weine den Borzug gaben, und ſagte es ihnen nach aufgehobener Tafel, daß ſein Wein ihnen beſſer als der fremde geſchime>t hätte, worüber ſie denn in nicht geringe Werwunderung geriethen. Dünkte einem unſerer Weinbergsbeſiker das Verſahe- ren zu weitläuftig, ſo ſollte er wenigſtens mit einem Theile der Trauben vorerſt nur den Verſud machen, und hernach ausrechnen, ob die daran gewandte Mü- he nicht durch die Gewinnung eines beſſern Weins überflüßig eingebracht werde. Geſchieher das Abbee- ren in den beſten Weinländern, warum ſollte ſich die- ſes Verfahren bey uns vicht mehr bezahlt machen? Wenigſtens ſollte nur X Trauben unabgebeert gelaſſen, und ſolches Viertel. zuerſt in den Bottich. gebracht werden, wenn ja, wie es DTaupin vermeynet, in gewiſſen Fällen die Stiele zur Verbeſſerung der ſchwa- e welk genug geworden ſind, 2 bis 3 Monathe lang auf einem Boden in der Zugluft auf den Stielen aufgeſest, getrocknet, oder an der Sonne, oder in einem gelinde erwärmten Backofen zur Aus« dünſtung des wäſſerichten Weſens welk gemacht. Die- ſes geſchiehet mit vielen köſtlichen Franzöſiſchen, Spa- niſchen, Portugieſiſchen und Jtalieniſchen Weinen, aud) mit dem Ungariſchen Tro>enbeerweine, wenn man in naſſen Jahren die Weinleſe früher als gewöhnlich anſtellen muß. Chben daher ſind auch alle dieſe Wei« ne ſo ſüß und ſtark, und heißen mehrentheils vino ſecco oder Sec,(alſo dem Worturſprunge gemäß nicht Sect), das heißt, ein aus trockenen Beeren be- reiteter Wein, Zaugvgter 1V,2,1.Th, Ff Durch 452 Fünftes Kapitel, Durch eben dioſen Hauptkunſigriff nun können unſre deutſchen Weine ſo ſehr verbeſſert werden, daß ihre natürliche Säure lieblicher gemacht, oder ſolche Säure gar in einige Süße verwandelt wird, Der ſogenannte Strohwein am Rheine iſt eben darum vor den gemeinen Rheinweinen ſo vorzüglich gut, weil man die Trauben, nachdem ſie voin Stoc>e genommen worden, unter das Dach bringt, allda an Stroyſei- len aufhängt, und wenn ſie eingeſchrumpft ſind, und ihr Saft durch Ausdünſtung des Wäſſerichten concon- - trirt iſt iſt, erſt auspreßt. Unter den Schweizer Weis- nen iſt der Veltliner Strohwein, Vin de paille, gleichfalls ſo vortrefflich, weil hierzu die beſten Lrau- hen unter dem Dache auf ſauberem Strohe ausgebrei- tet, und wenn ſie zuſammengeſchrumpfet und einigers : maaßen gedürret ſind, erſt ausg:preſſet werden, Hr, Zückerr, welcher dieſe Werfahrungsarten„anpreiſet, füget hinzu, daß unſere gemeinen Landweine in Sachs» ſen und der Mark auf gleiche Weiſe in blichte, vor- " trefflich geiſtige Weine ſich verwandeln laſſen, und noch beſſer werden, wenn man ven ſchlechten aus deuts ſchen Truckenbeeren bereiteten Moſt entweder zum Tyel einfocher und mit dem übrigen Theile gähren läſſet, oder ihn vor der Gährung mir fremden gekochtem Moſt vermiſchet, wie hiervon ba!d mit mehrern geſagt wer= den wird. Nad allen dieſen Methoden befömmt man freylich eine geringere Menge Wein, der aber von ganz ausnehmender Güte iſt, ſonderlich wenn er eine Weile gelegen hat. F: Das Treten und Keltern ſelbſt darf ich nicht als was ſehr Bekanntes berühren, Derjenige Moſt, der ohne gewaltſames Treten und Preſſen aus den unter» ſten Weinbeeren, die von der Laſt der obern gedruckt werden, von ſelb? ausläuſt, heißt in Weinländern der Vorſchuß, Vorlauf, Vorlaß, Dieſer iſt der ſüßeſte, a cmeninnmitmmniiit r=n äl enn a el a ee 2a ſue, H: dae m jenigen 18 felter 092 over Tro'St JeſvS perde, 1) fem Ct! ſet BOT und de macht mE rothen VBH man 10) NACKEN betheile/D alſo die! wird dal be und 39) wenn Key Veinn c! Gährun dD wandeln des Ye"8 Auſmerfigg Wenn nous“ ſ muß ſz gebracht jeg |)€ tethen Cra göhren"4 (, Pflege und Erhaltung des Weins, 45x fig mu Eu, iſſet Nun ſüßeſte, lieblichſte, aber auch ſchwächſte, und er wird mad WM daher mit dem Druckwein vermiſchet, d. i, mit dem« UU)| Ih ZE€ HE andelt wid 4 jenigen Moſt, der durch gewaltſames Preſſen auf der nN'a 4 M Ine iE eben Dy Vorzüglich aut m Ctodle Qty Kolter bereitet wird, Gemeiniglich werden die EG ober Traubenhülſen drey- bis viermal gekeltert. Der Moſt von der dritten und vierten Kelter iſt hart und "WIN herbe, am meiſten, wenn die Stiele unter den Tre- „alda au yy ſtern ſind. trum Will man aus rothen oder blauen Trauben weiſe äſerihinm ſen Wein haben, ſo werden ſie nich? ſrark gepreſſet, den Cm] und der Moſt darf nicht auf den Treſtern gähren; ſo In, Vin dep"macht man es in Champagne. Die Franzöſiſchen zu die beſten rothen Weine werden zwar mir Füßen getreten, aber 1 Ofroje mh man läßt ſie über den Treſſern gähren,, und feltert umpfet undiy leßrere nach Abzug des gegohrnen Moſtes. Die Fats reſſe werden,) berheile ſtec>en in den Hülſen und nichtim Saft Wenn NN SCOTER alſo die Hülſen gähren dder ſtarf gepreßt werden, ſo kandweine in wird der Wein roth. Da die Kernen der Trauben her= iſe in lidh,1 be und bitter ſind, ſo theilen ſio ſole Farbe, weil der Wein- geiſt das färbende Harzigte volifommner auflöſen kön- ne. Man füllet die Kufe an dem nämlichen Tage, oder höchſtens den folgenden Tag der Weinleſe, mik den Trauben, wo mögli<, voll. Denn wenn die 2-ſe unterſchiedene Tage in die nämliche Kufe kömmt, ſo wird die bereits angefangene Gährung geſchwächt und unterbrochen, und es geſchiehet eine ungleiche Gäh- rung, wowider man ſich ſehr hüten muß. Währen- der Gährung-erhebet'ſich oben über der Feuchtigkeit eine Menge Schaum, den man Weinttäſcht nennet, Dieſe Rinde muß man nun als eine natürliche Ver« wahrung und Beybehalrung der geiſtig- brennbaren Theile im Weine nicht wieder öffnenoder trennen, Denn auf die Beybehaltung ſolcher Theile beruhet die Dauer der Weine. Jhr Verluſt oder Verminderung zur Zeit der Weingährung macht, daß der Wein leicht mun ſteht. Die Weine der Champagner hielten ſich ehedem faum zwey Zahre, Nun aber dauern ſie 12 und [| und n/Z Dinſe, 55 hüglich 4 „eS (en nid 541 dn C/D an das'Q c tern, IM! Gährut py Rhein ſogenann 3 eS von St ſm; 693 abu ordert 9 fief in Y völ fi.) jeho Ds gährt, M3 es, dil und in 9x) und in 0981 gen Js Geiſte ip Kufe 9e Zu der Ry) und hab 4 vierte, 93 Rlopye Y- dfn finden 5% man au= mH welches ſO biß Weingeiſt ih eine Vanek eic werden, 4 DICE eher geln € worden, 1 efüßen der NN 3 Uhr Nehy nod) an demi in einen Ih ati die Tteyhy) zur Oahu) | Spanien mh tn dortigen weil der Ih nner auflöſ) nämlichen 2 er Weinleſ, 1 Denn wennd! tömmt,| ung geſchwähtt 1 muß. Di er der Feudi einäſchtnm ne natrlich 0 eiſtig- bttn „envoder(111) Theile beru" ver Vermind oß der Dein? pagner Hielt ſ| ber Dawetn 1! N Pflege und Erhaltung des Weins, 453 und mehr Jahre, nachdem man dem Verfliegen der Duünſte, die meiſtens aus dem ſubtilen Oel beſtehen, Ftüglich vorzubeugen gelernet hat. 3): Der Winzer in Champagne läßt ſeine Trau- ben nicht in der Kufe gähren, ſondern er preſſet ſogleich den Saft aus, füllt den Moſt ſo fort auf Tonnen bis an das Spundlod), und verſtopfet es mit Weinblat- tern, damit das luftige geiſtige Weſen während der Gährung nicht verfiiege. In vielen Gegenden des Rhetus wird der Moſt zum Gähren auch gleich auf die ſogenannte Stückfäſſer gefüllet. 4) Soll der Wein in Kufen gähren, die nicht von Stein oder Metall, ſondern von Holz ſeyn müſ- ſen; ſo fülle man ſie an einem, aufdas allerſpätcſte in 2 Tagen. Dieſe ſtelle mannicht in die freye Luft, oder ordentliche Keller, ſondern in ein Gewölbe, das nicht tief in die Erde hinabgebt. Je größer die Kufe, je völler ſie iſt, alſo jemehr Moſt bey einander iſt, und je fc zu erhöhen und niederzulaſſen, 5) Wenn vollkommen reife 1002.000 wie oben geſagt worden, zuſammen gebracht ſid, ſo wird der Moſi vo» ſelbſt unter den bisher beſchriebenen Um- ſtänden in Gährung kommen. Hat man aber nicht völlig reife Trauven, weil der Jahrgang zu wenig warm geweſen iſt, oder muß man bey kaltem und regnichtem Herbſtwetter die Weinleſe verrichten, wovon die Trau- ben entweder faul oder zu falt und roh ſind, ſo geben ſie einen zu waſſarichten nicht genug ſüßſchleimichten Moſt, der unvolikommen gähret; und einen harten, herben Wein hervorbringet. Moſt wird nun in Frankreich durch die Kunſt, und zwar dur Hülfe des kochenden Moſtes in gehöriger Arbeit geſe fet. Rozier und Üiaupin loben dieſe Methode un» gemein, und beweiſen durch CE hluüſſ? und Erfahrungen, daß dadurch ſchlechte herbe Weine außerord-ntlich ver- beſſert, verfüßer, lieblich und a"genehm gemacht werden. Man thut dieſen kochenden Moſt erfilich unten auf den Boden der Kufe, wenn man anfängt, ſie zu füllen, alss denn wieder, wenn ſte bis auf die Hälfte voll iſt, und zul;kt wenn man ſie ganz vollgefüllet hat. Hierdurch nun wird das ſüßſchleimichte Weſen, als ver einzige Orundſtoff zur Gährung vermehret, und dem andern Moſte der fehlende und zur Gährung nöthige Grad der Wärme mitgetheilet. H) Da der Wein in unſern Gegenden in den mei- ſten Jahren wegen ſeiner Herbe und Rohigkeit kaum trinf- F frinfbar ZraubenS TENE gau kann ih S wos UNA ze ys 08 ſe ni22 we|| „ man m Do: von[9091 gleicer 0! mag DE vollfom ub a verbrfuen fen, feen dem Vs hrauctan Menge€ Gudem/Fr ein 1 vg [yf? deejhs beit(Qu; wird,(341 ge oder ih bis 3 3.21 die Gahrs: von fah aus, des Seile, 16 dur. d= bracht ve fündnicnh EE , Ainet ſü, Wenn h" 0. det Unge / wh der Kuſt hid enn ſich die dy | ſodann bey durch 2 Jihny zulaſſen, Trauben, wh tf Jivd, fo wit * beſchriebe) Dat man aht) Jang zu Werl [tem und rv) 1, wovon dN d roh ſind, ſh nug ſüßſchlint ) und ein hy gleichen Diſt ſt, und zwth ehoriger Ich) en dieſe Meth uſſ? und Erſahny e außerordnii) nehm gemadtt!! erjilich unten! gt, ſie zu filr)' » Halfte vol let hat, AieMt eſen, als Dt rer, und demn vehige 0 hrung noi) Qegenden nm und Jopp (iw Pflege und Erhaltung des Weins, 455 trinkbar, und alſo auch nich recht geſund iſt, und das Traubenſieden ihn ſo ſehr verbeſſert, ſolches aber zur Zeit unter uns wenig oder gar nicht bekannt iſt, ſo Fann ich nicht umhin, dasjenige hier zu überſchreiben, was PMlaupin davon preiſet. Es giebt nur ein ein- Zziges Mittel, ſagt er, wodur< man die Gährung, wo fie nicht recht geſchehen will, hervrbringen, ja gar erzwingen kann. Solches iſt der Zuſaß von Hike, die man nur allein durch eine Siede oder einen Keſſel voll von kochendem Traubenſaſt bewürken kann. Ohne der- gleichen Traubenſieden iſt es in gewiſſen Jahren, man mag thun was man will, dennoch unmöglich, eine vollkommene Göhrung zu erlangen, und es dahin zu bringen, daß die Weine in ihrer Herbe und Säure verbeſſert werden. Sollaber das Traubenſieden wür- ken, ſo muß es gleich zu Anfang, unmittelbar nach dem Treten der Trauben, angewendet werden, Ge hraucht man ſie zur recyten Zeit und in hinreichender Menge, ſo entſtehen daraus folgende Vortheile: 2) Indem dadurch die Gährung beſchleuniget und viel gleichſörmiger gemacht wird; ſo entſpringt daher eine geringere Ansdünſtung, folglich ein geringerer Ver- luſ? des geiſtigen Theils im Moſie- Wenn die Ar- beit(Gährung) in 12, 24 oder 48 Stunden vollendet wird, ſo iſt es ausgemace, daß man ge- winnen würde, wenn man die dopp:lte Traubenſiede, oder 4 Eimer voll auf einen Orhoft göſſe. Mayv wür» de dadurch einen viel beſſern Wein erhalten. Wenn man dieſe Traubenſieden gleich zu Anfang gebraucht, ſo hat man gar nicht zu befür« von einen branſtigen Geſchwa> befommen werde. Seßzteres geſchiehet ſogar nicht einmal, wenn man ein Vierthieil der ganzen Weinleſe auch in Traubenſieden „verwandelt. Man darf ſich auch nicht beſorgen, daß der Wein ſauer werden könute. Deun das“geſchieht nur, wenn man dem bereits arbeitenden Moſte gefoch= te Trauben zuſeßen wollte, Es iſt nicht nothwendig, daß die Traubenſieden mit den Treſtera in einer Kuſe oder einem Bottige gähren. Man kann auch den ges ſottenen Traubenſaft mit den rohen Trauben oder Moſt zuſammen in einer verhältnißmäßigen großen und wohl zugedeckten Tonne gähren laſſen; und dieſer Wein wird, ohnerachtet ſeiner geringen Menge, faſt durche gehends beſſer, als aus den Bottigen, und ſchmeckt niemals branſtig. Die beſte Art, den gefochten Saft beyzumiſchen, geſchieht nach Dlanpins Rath, durch Hülfe eines langen diechernen Trichters. Durch denſels ben breitet ſich die Wärme in dem Moſt und in den Tre- ſtern auf gleiche Weiſe aus, und erhält ſich darin viel länger, als wnn man den gekochten oder köchenden Saft auf die Treſter gießet, aus weicher in dem näm ligen (ihen 413 tenden HifA fannen, 1 NUSS in Roß> wſt, wa M um, und 19 die Son'W Dieſes 10) S VI! DE. land wer! tet koßt VIR ſammen 10 donn die Ww laßt den|G | wing Umühre fz darüber 0,9( blöſet, 8 | abgeraucht? x wird der 3X Franfreid ge tem Meſiys ohnerachtoße nem Übern der Sluts den Art zir(lde ſe ſorgfält g viel verbis Jer aus dE Suſe muß. 1, I Ute 9 Afeny 1, alſobald voi rauben Ainih, 00 Kane hh Giedenen Ordhey enen Oute ba); * Weniger Fahn e Jahrgänp| tode, daß mu) 0p:[te Traub) göſſe, Roy erhalten, H Anfang geb) daß der Yi) befommen 1) nal, wenn m h(17 Traub) icht beſorgt| Jean das ft enden Moſtezi) + nicht meth) eſtera in ein!) n Fann auch by) Trauben od?!) figen große 7 |W A) me Und Df | , 4 (." dip Menge, faß 1? fiqett) und ſam den ger OE Inei pins Rath 1 ters Dur) bi) (v ſ und j1(yy „hält ſich darin" hte ove Fog | ey ider im Di M Pflege und Erhaltung des Weins. 457 lichen Angenbli ein ſehr großer Theil ihrer inſich hals tenden Hiße wieder verfliegt. Die zu der Traubenſtie- de aber beſtimmten Trauben werden aufg:hoben, das mit ſie zu der Zeit erſt abgebeeret und gekocht werden können, wenn man ſie eben brauchen will. Einige Rheiiſche Weniverſtändige feuern ihren zu wäſſeriche ten Moſt. Sie legen nämlich ein Stüfaß in freyer Zuft, machen Feuer darunter, wenden das Faß oft um, und erſeßen ſo durch die äußerliche Wärme, was die Sonnenwärme am Stoke nicht völlig gethan hat. Dieſes leßtere Werfahren aber kömmt mit dem vorher« gehenden in keine Vergleichung. 7) Iu Spanien, TJralien und Griechen«s land werden die Trauben ſehr reif. Dem ohngeach» tet läßt man dort dennoch den Moſt entweder alle zus ſammen, oder nur einen Theil davon kochen, daher dann dieſe Weine außerordentlich ſüße ſind. Man läßt den Moſt bey wenigem Feuer abrauchen, und zwar in ganz flachen Geſchirren, unter beſtändigem Umrühren in freyer Luft, daß ein trockener Wind darüber wehe, in deſſen Ermangelung man darüber bläſet. Rus einem Wiertel ſolchen abgeſoitenen oder abgerauchten Moſtes und drey Viertel ordinaren Moſt wird der Ulalagawein bereitet, Jm- mittägigen Frankreich werden die ſüßen Weine au aus gekoch- tem Moſt bereitet. Sollte aber dieſer gekoQte Moſt, ohnerachtet ſeiner Abdunfkung, eines Theiles von ſei« nem überſüßigen Waſſer, dennoch Spuren der Herbe oder Säure bebalten haben; ſo-ſvlil man zu einer an- dern Art von Süßigkeit ſeine Zuflucht nehmen. Ro- zier ſchlägt den SS9nitf vor.- Er muß mit dem Mo- ſie ſorgfältig zerrühret, und in der ganzen Kufe gieiche viel verbreitet ſeyn, ehe der Moſt zu gähren anfängt. Der aus der Kelter erhaltene Wein, und der aus der Kufe muß in der Tonne vermiſcht ſeyn, weil der leßere If 5 der 458 Fünftes Kapitel, der Verbeſſerungsmittel nicht ſo nöthig hat, als der erſte,„Man halte, ſagt Rozier, einen aus ſchlech tem, mit Honig verbeſſeitem Moſt bereiteten Wein mit dem-gegen einander, der aus gleichem aber nicht mit Honig verbeſſertem Moſt geworden iſt; ſo wird man die vorzügliche Güte des erſten bald gewahr werden. Dieſes Verbeſſerungsmittel iſt übrigens mehr oder we- niger nothwendig, oft unnöthig, ja gar ſchädlich, nache dem die Jahre und Landesgegenden beſchaſſen ſind, Man muß nur keinen z. E. mit Mehl verfälſchten Honig, der den Wein zur Säure. bringe, nehmen, Er giebt dem Weine Feinen widerlichen Geſchmac, als welcher ſich durch die Gährung völlig verlieret. 3) Noch. befördert man die Gährung dadurch, daß man den Moſt in eine warme Luft, und nicht in einen kühlen Keller ſtellet. Auch das Rollen der Fäſ- ſer iſt bey jedem nicht gährenwollenden Moſte ein Hülfsmittel der Gährung. Man bedienet ſich deſſel- 'ben ſo wohl bey dem zu wöſſerichten und rohen, als auch bey dem zu ſüßen Moſte, Man rollet ihn 3 Wo»« et werden, müſe ſen allezeit rein, ſauber ausgewaſcyen, oder wohl gar ausgefocht ſeyn. Mit einem einzigen unrei- nen Pf non Zugel hen werden p; Den* ſeinem bis) Frankreich elt, undi [!' 1) I ihm der W! nures Galj uß er, m die im Früh efreyet wet erer, und ge. Es| die Mutter nd Erhalt . die] 2) J nd Blaſe der ohne% ur< Erſe (8 6 erſte! Wein auf, Jündeten€ veten Spy hach dami 1 3) ſam, wegh 1" muf (, werden ie der Keltetay ; rü die Cpy 0) genau Wi fins mußmgy er vorrätig H em andern dy jüngerer Dich und fremhe) will nicht by er Abhanly daß die! Beinen eins mit jüngm y llet werdea Ihzeitig einn) Heruch dert x neue Phy 8 Tae em! » Tonnen vil)) Rhein, un! (let man bih11) ge Zeit bs 4 oben etwas) an ſo lunge V) Damit m vorkommt, 1! ß anſchlagn! veten wid.“ fet werden 1 (en, obe" 1 Ainjigen 4 () Pflege und Erhaltung des Weins, 463 nen Tügelchen kann ein ganzes Faß Wein verdors ben werden. F, Das Abſtechen des Weins, Den Wein Abſtechen heiße ſo viel, als ihn aus ſeinem bisherigen Gefäße in ein anderes bringen. In Frankreich werden die neuen Weine im Jenner geſchwe- felt, und im März zum erſtenmal abgeſtochen, x) Der W.in muß abgeſtochen werden, damit ihm der Weinſtein abgenommen werde, der ihn als ein ſaures Salz zur Eſſiggährung führen würde. Auch muß er, mittelſt ſolchen Adſtechens, von den Hefen, die im Frühjahre eine neu? Gährung erregen könnten, befreyet werden, auch damit er viel reiner, heller, lau- terer, und von einer angenehmern Farbe werden mös- ge. Es iſt ein ſchädlicher Grundſaß, daß die Hefen die Mutter des Weins ſeyn, und ihm zur Nahrung und Erhalt, dienen. Luft uud Hefen ſind alle mal die Peſt des YWeins- 2) Manlaſſenie anders ab, als durc< den Schlauch und Blaſebalg, oder noch beſſer durch einen Heber mit oder ohne Blaſebalg, welcher die Hefen noch weniger durch Erſchütterung des Faſſes ſteigen läßt. Die 3 bis 6 erften, ingleichen die 3 bis 6 leßkten Maaßeloſje man weg.„jene ſind ſauer und hefigt, dieſe ſchwach. Unmittelbar vor dem Ablaſſen durch den Schlauch und Blaſebalg brenne man mit ein wenig Schwefel den Wein auf, welches geſchieht, wenn man den ange zundeten Schwefel einen Schuh ho< über dem eröff» neten Spundloche hält, und ſich dem Weine nach und nach damit nähert. 3) Das Abſtechen bey der Wärme iſt nicht ratha ſam. weshalb man ſolches im März ſchon unternimme. Auch) muß ſolches nicht geſchehen, wenn Winde gehen, weil 464 Fünftes Kapitel, weil der Wein alsdenn nicht helle iſt, Soll er aber ſchon im erſten Jahre trinkbar ſeyn, ſo wird er nicht nur ſchon im Jenner, Hornung oder Marz, ſondern auch ſchon, ſo bald die unruhige Gährung nach!ißt, etwan 3 bis'4 Wochen nach dem Einkellern abgelaſ: ſen, um die grobe Hefen ſogleich wegzuſchaffer. 4) In Frankreich wird im zweyten Jahre aber- mals abgeſtoe geſchüttet, und ſodann auf der Kelter gänzlich ausgeproſſet. Der herauskom- mende Wein hat zwar anfänglich einen widerlichen Ges ſchma>; er verlieret ſich aber von ſelbſton, nachdem der Wein etliche mal farz hinter einander abgelaſſen worden pf! worden, D ſunweine ihr eipen beſſer! 6) Ve Boden des; einem ſſe ſen wohl 97 ſer ausgeſ 7) B laſſen, vo! er, ohnen und fo lan] fommenem€ | eimal abge | worden,[01 | Faß abgils hendem W die Zauterfe 8) De | Gtärfe und |[ne Veinen | Die Wein | licher, ade | iſt, je wet | Beine verl |(ic) gar, WIV das nur q B3n893 | ] , Eilley / ſo wird en 4 Mäh, ſin hung mh nfellern dy) Ouſchöffen eyten Jaht! dp niveinen db 1, 1) heu Wim N (e Johr auh m Frühjchn e gegen Erh) oder m y wen Kider) zm wien wenn fie I! 1 vor der Zu nde des In) 0 lange hf" vollfommay) pen ein befand je ſich woh.) w e Bein aby! my Wein my um beſonder? Die and! umf „und befin 2 ute, und Dechert ven widerhön? ſelbſt, up nander dh" M Pflege und Erhaltung des"Weins. 465 worden. Die Rheingauer verſchaffen mit ſolchem Dru» ſenweine ihren leichten Weiten mit deſſen Vermiſchung einen beſſern Gehalt. 6) Bey dem erſien AbſtiH muß der vorderſ?e Boden des Faſſes ausgehoben werden, damit es wit einem ſteifen Beſen von allen anklebenden ſteifen Dius- ſen wohl gereiniget, und hernach mit Waſſer deſto Leſe ſer ausgeſchwenfet werden könne. 7) Wenn der ächte Rheinwein hinlänglich abges laſſen, wohl verſpundet und verpichet worden; ſs kann er, ohne weiteres Nachfüllen, viele Jahre gindurch, und fo lange das'Faß. nicht ſchadhaft wirv, in völl« fommenem Stande bleiben. Jt aber der Spund nur einmal abgehoben, und ſomit friſche Luft zugelaſſen worden, ſo muß der Wein unverzüglich in ein anderes Faß abgelaſſen werden. GSonſi erhebt ſich bey entſte hendem Winde eine Trübe, und benimmt dem Weine die Lauterkeit. 8) Bey dem Abziehen der Weine muß auf ihre Stärke und Schwäche geſehen werden, Unterſchie?e»- ne Weine wollen auf unterſchiedene Art behandelt ſeyn. Die Weine werden zwar durch öfreres Abziehen- lieb- licher, aver auch ſchwächer, Je alter daher der Wein iſt, je weniger darf er abge ezogen werden. Rothe Weine verlieren ihre Farbe durch öfteres Abziehen end« lich ganz. G. Das Schweſfeln oder Aufbrennen der Weine. Wenn der Wein dauern, und nicht kahmigt wer- den ſoll, ſo muß das Ausdünſten des vlicht brennbaren Weſens verhindert werden. Es wird daher Schw-fei über den Wein im Faſſe angezündet, deſſen Domplf das nur gedachte brennbare Wejen erſeßet, indem ex ARausvgxter IV. 2. 1L,.Th, Gg jich 466 Fünftes Kapitel; ſich mit.dem Weine vermiſchet.. Der Schwefel muß aber auch zugleich der Luſt ihre Claſticität benehmen, und hiemit die Gährung hemmen oder verhindern; - wenn man-das:mit Schwefel eingebrannte Faß gleich nach dem Cinbrennen verſchließet. Man kann aller übrigen Dinge, z. CE. der Muskatennüſſe u, dergl.; womit man auch aufzubrennen pflegt, vollig entbeh- ren, damit dem Schwefel der Zweck am beſten er- reichet wird: x) Die jungen Weine nebſt den wäſſerichten und geringen, auch denjenigen, welche leicht ſauer oder abſchme>end werden, erfordern mehr Schwefel, als die alten Weine, und diejenigen, die zu klebricht und ſyrupartig ſind, als welchen eine lebhaſtere Gährung qut iſt. Auch die Weine müſſen mit dem Schwefel nach dem leßten Ablaß verſchonet werden, die bald zum Getränke dienen ſollen, damit ſie angenehm und geſund zu trinfen ſeyn. 2) Auch der rothe Wein verträgt das Shwefeln, und verlieret davon ſeine Farbe niMt. Der Schwefel- feldampf ſchadet nur gewiſſen Farben aus dem Pflan- zenreiche, wenn er unmittelbar auf ſie würfet. Ro- zier verſichert, daß er ſeit vielen Jahren kothe und weiße Weine ohne Schaden des Geſchmacks und der Farbe aufbrenne,. Wenn man einige Tropfen bren- nenden Schwefel, oder einen Theil der ihm zur Stüße dienenden Leinwand in den Wein hineinfallen ließez alsdenn würde der Wein einen ſchwefelichten und bran- ſtigen Geſchmack bekommen. 3) Des Schweſeleinſchlags be-dienet man ſich nicht allein, wenn man Wein auf neue Fäſſer ziehen will, ſondern auch, wenn der Wein von den Fäſſern h:vun- ter iſt.“ Nur werden die Fäſſer vorher rein ausgeſpü- let und ausgebrühet. Man kehret nämlich ein fo ge- reinigtes 1 nme velnjgts lee ſelſpäne, Ul zogen ſindy( vrannt ſind) diß der Dan pet ſich aber [enfalls ſelb Schweſäl 1 eben ſo oft, worde; im Epän?, jed [breit zelöß durch. And! |Epäue ſind jangeſühtes Z ſelt werden| Gemefels felholjes Ind eichtes Bloc ind an dara ) D umpf iſt u er mäßig iſt fegewunfen j ober zu| funm, erhi | | z) De henden Pro y in ein nd deſſen| Den wird, "geſund, er Wein N in is Ey 9 | Senf"4 It bendbug der Verbin nte Foß dy) Man kann nüſſe 4, bay, + vollig ins dam beſyy leicht ſium 4) Ehmiſd, 4 ) zu flebtidty) aſtere Oly t'dem Gi) erden, die 1) € angenehn | bas Shy) Der Eln! aus dem Iv € wirft, 1 Jahren fue! Omads uy € Tropfen 19 e ihm zurGi neinfallen iM (hten und 1 vet man fin ſer ieh y" Fäſſern(17 vel auS" lig in pany Pflege und.Crhaltung des Weins, 4567 reinigtes leeres Faß unterrſich,/ und zündet die Schwe- felſpäne, Tücher oder Fäten, die mit“-Schweſel übet- zogen ſind, an, und hält ſolche, ſo kange bis ſie ver- brannt ſind, an das Faß, worauf es. verſiopft wird, daß der Dompf darinnen verbleiben muß. Man bedie- net ſich aber des gereinigten Schweiels/ den:man al- lenfalls ſeiber reinigen kann, Man zerläßt nämlich Schwefel über Köhlen! 32 oder 3mäal:,. und löſcht ihn eben ſo oft, nachdem er von vem Feuer abgenommen wordet; im Waſſer ab. Hierauf timmt man bäſelne Späne", jeden etwan rT Spannen lang und 3 Finger breit, zerläßt den Schwefel, und. zießetdie Späne durch."Andere nehmen Leinwand oder Fäden, Die Späne ſitid äber bequemer, und ein mit Wein noch angefülltes Faß, weiches nach obbeſagter Weiſe, geſchwe- felt werden ſoll, ſo verhütet man das Abrröpfeln des Schwefels odder Hineinfällen der Kohlen des Schwe- felholzes in den Wein durch ein darunter befindliches leichtes Blech, welches kleiner als das Spundloch iſt, und'an daran befeſtigtem Drathe gehälten wird; 4) Der mit dem Weine vermiſchte. Schweſel- dampy iſt unſrer Geſundheit-gar nicht ſchädlich, wenn er mäßig iſt, und der Wein nach dem Aufbrennen, ehe er getrunfen wird, noch einige Zeit gelegen hat. Jſt er aber zu ſehr geſchwefelt, ſo macht. er den Kopf fumm, erhißt das Blut und greiſt die Merven an. 5): Der zu ſkark geſchwefelte Wein wird an fol- genden Proben"erkannte es Wenn ein"neugelegtes Ey in ein mir Wein angeſülltes Geſchirr gelegt, und deſſen weiße Schaale mit ſchwarzer Färbe über- zogen wird, jo iſt der Wein zu ſiarf geſchwefeit umd ungeſund. Durd) eben dieſen Verſuch wird zugleich der Wein gereinigt, indem die ſchwarze„Farbe von den in das Ey gedrungenen Schwefeltheilen entſteht. Wenrn g 2 man 468' Fünftes Kapitel, man ferner Silber in zu ſtark geſchwefelten Wein legt, ſo läuft es ſchwarz an. Außerdem offenbaret ſich auch ſchon die öligte Feuchtigkeit des Schwefels, wenn man ein wenig Wein auf den Liſch gießt, und mit der flachen Hand darauf ſchlägt, da denn ein weißer. -Flec zurückbleibt. H. Weinkrankheiten und deren Cur, Wenn hier von Weinkrankheiten und deren Cur die Rede iſt, ſo-zielet man damit.noc< auf keine Wein- verbeſſerung hin, da ihrer Natur nach ſchlechte, aber doch geſunde Weine, in edlere-oder beſſere verwandelt werden.- Denn auch. die beſten Weine können krank werden.“ Dieſes geſchießet, wenn ſie ſauer, abſchme- Fend,(fades) und lang werden wollen.|- 1) Das Faß, in welchem der Wein ſauer wer- den will, iſt beſtändig troen, wie auch der Sand, womit man den Spund bedecket hat. Will aber ver Bein abſchmecend(abſtehend) werden, ſo iſt das Faß an den Fugen der Dauben immer naß, es iſt mit Schimmel bedec>t, und der Sand auf dem Spunde ſieher wie ein weinigter Teig aus. Das nämliche iſt zu befürchten, wenn der Spund imGpundloche gelaſ- ſen, unten aber ein kleines Zwiloch gemacht wird, und der Wein hieſelbſt aus einem vollen zugeſpundeten - Faſſe herausläuft. Wird ein ſolches Faß nicht über- all recht zugeſpundet, oder es wird ein wenig gerüttelt, oder es kömmt Hiße hinein, ſo muß es ohne Rettung verderben. Man will bey ſolcher Bejoraniß anrathen, daß an dem gänzlich voll gefüllten Faſſe eine Röhre angefüttet werden ſolle, deren oberſte Oeffnung mit ei- ner in Oel getränkten und mit Luft angefüllten Blaſe verwahret iſt. Wird die Luft verzehret, fällt die Bla- ſe zuſammen, wenn man ſie drückt; und der Wein will / pf Ju alsdenn pied fie volle! | Zet ſi? av wieiſt,« | pit, daß! | ſüßes, hy E' ſe guforennt!! 3) Vt habt haben dele), 91 veranlaſſe 1 [2 bis 3€ Bein auf DV? Zironenſaſt 7 den Wan 7 vorigen Nl 3) Ded. | ws zum UmY! | werden, 1009 wird, Es iſ0 |(Vuffüllen di | bedarf dahe1) jviſchen den din die Zuſi |fünne, | 4) Ze Unterweiſun |(Beinz, deri de Bäinfra [weiße Belr (deren Bereit [man die nox [und nicht vo lis Zerquetſ | || | | |, vefelten Bh offenbare y "weſs, w h gießt, uh a denn ei vj deb Cy fen und dem| < auf fich ad ſchlecht, 4 beſſere herny eine fönnen (e ſauer, wb (len, vr Dein ſamt! je auch de€ t; Wilh den, ſo if r naß, ei d auf dem Ey Das nämlt 1Epundloc!! loch gemadt 1 ollen zugeſeun es Faß nie" ein wenig zel ß es hne eforanig am Foſſe dne) ſte Oeffnung angefüllt; mt, fäl? 181.10 p Pflege und Erhaltung des Weins. 469 will alsdenn ſauer werden, Dehnt ſich die Bläſe aus, wird ſie völler, ſo will der Wein abſchmeckend werden. Bleibt ſie aber in einerley Zuſtande, ſo bleibt der Wein wie er iſt. In beyden erſten Fällen iſt das Rettungs» mittel, daß man ſolden Syrup ein, rühre ihn aber währenden Kochens immer um, daß er ja keinen branſtigen Geſchmack be- komme. Dieß muß bey gelindem iangſamen Feuer geſchehen, und der Moſt wird ohne Unterlaß abgeſchäu- met, endlich aber, nachdem man ihn bis auf ein Drit- theil, oder gar bis zur Hälfte, verdampfen laſſen, wird er in einem hölzernen, aber woh! zugedeckrem, Gefäſſe zum ruhigen Erkalten wohin geſtellet, Hier- von thut man nun in den weit zu verſendenden Wein entweder alsdenn, wenn man ihn im Herbſt aus der Kufe ins Faß bringet, und das Faß aſt vollgefüllt ittz oder noch beſſer alsdenn, wenn man ſo eben den Wein, verſenden will. Man thut ſo viel davon in den 2öeitt, als ihm Süßes fehlt, d. i. als er würde ekwan gelzabt haben, wenn die Trauben vollkommen wären reif a0- weſen; gemeiniglic) nicht gar viel. Man kann auch allen Möſt kochen laſſen, und alsdenn iſt er ein ſüſſer Wein, der die See gewiß-vertragen muß. Läßt mau den vergohrnen Wein erſt kochen, ſo bleibt ex einige Jahre ſüß, und kann ſicher verſendet werden, C's iſt befannt, däß die Spanier, Italiener, Griechen TED ihren edlen Weinen nach) dem Gähreon eine gewiſſe Meon- ge gefochten Moſtes zuſeßen, und davon, nicht vom vaterländiſchen Boden, ſind ſie 2 bis 4 Jahre, neben der Süße, immer bitterlich. 4) So ehrlich ſollten unſere Weinhändler auch mit uns umgehen, und ſich anderer nachtheiliger Kunz ſteleyen bey Verſenvung der Weine enthalten. Wer aber einen guten ehrlichen Freund an Ort und Stelle hat, wo er den Wein her empfängt, der muß ihn un- terrichten, ihn auf keiner andern Art zu bedienen, und nicht manche Weinhändler zu Bourdeaux, wie Rozier ihr übles Verfahren beſchreibet, nachahmen. Gg 4 5) Wenn Fünftes Kapitel. ) Wenn wir fremden Wein empfangen, ſo laſ- ſen wir ihn entweder auf ſeinem Gefäße noch eine Zeit« iang liegen, und wiſſen nun, wie wir ihn warten ſol- len, oder ziehen ihn bald auf Bouteillen, Dieſes leßs tere muß nicht eher geſchehen, als bis das Weinfaß etwas geruhet hat, und der durch das Fahren getrüb« te Wein ſeine Hefen auf den Boden abſeßen können, „öſt dies geſchehen, ſo bedienet man ſich mit Lauge und nachgehends mit Waſſer wohl gereinigter gläſerner Boutelllen oder Flaſchen, füllet ſie bis an die Kork« jköpſel an, wenig wieder getrocknet ſeyn müſſen, damit ſie ſich wohl eindrücken laſſen. Will man die Korke im Wein auf- kochen, ſo iſt es deſto beſſer. Man halt über Kohle feuer zergangenes weißes Pech in einer Pfanne zur Hand, hält den Mund der Bouteille hinein, daß ſel« biger, nachdem die Korke feſt eingedrückt worden, mit Pech gänzlich überzogen werde, Hierauf werden die Bouteillen flach in Sand im Keller niedergelegt, und nach und nach ausgetfrunfen, K. Verbeſſerungsmittel der Weine, Eine wahre Weinverbeſſerung geht meiſtens nur die hei ben und ſauern Weine an, welchen man aus» nehmend ſüſſe Dinge zuſeßet. Dergleichen ſind nun recht ſüſſe, vollfommen reiſe, getrodnete Trauben, am meiſten Zibeben, oder große Roſinen, welche von Stängeln und Kronen befreyet. worden, gefrorner „Noſt, eingekochter Moſt, Zucker, Honig, Wein geiſt, andere ſüße oder doch recht gure ſtarfe Weine, Dieſe Dinge werden vor der erſten Gährunt dem Moſte zugeſebet. Wäre dieſer. gar zu ſauer, macht 472 man vorher die überfiüßige Saure durch abſorbirende Dinge, 3. E, durch etwas Kalk ſtumpf, und vermiſcht her- welche leßere neu, ausgefoht, und nur | 3 | Veit geleg: hernach zu fm Weing! Nun 1 gemach vor Rufe unter| fe mit WC bringe den unter ſich 9 und mäßig daß die Ve| Dingen nich | werden könne | Nanka 1m ſertigen | Weg if an | Eſiggährun Ll, M? Vor eit |Veinhändle Oe er nach 5 darüber meit und nähern 5 jwwiederte mit henden Wi jedgähen, 1 ſchen Weine 9wannten J ſpwiſchen Y | Es wert den Roſt ge füllt, od fange, by € No)(neh Ihn warty nh, Dieſe Ih 3 das Beiz Fahren gewi) abſehen finn ) mit Cup yd nigfer glöfen 8 an die yy focht, undy nit ſie ſich m) im Wein yy It über Ry x Pfanne" inen; def dt worden, auf werd) dergelegt, u) Wein, € meien [chen man iden id nete Tris m, elde 1, Geſun nig, I ftarle Dai ehrung ſauer, m! ) abforbie und ven) "3 Pflege und Erhaltung des Weins, 4>3 hernach zur Verſüßung der übrigen Säure einen ſtar- fen Weingeiſt in gehöriger Menge darunter, Nun muß aber die Gährung nur langſam undall« gemach vor fich gehen, weßhalb man den Moſt in der Kufe unter der Kelter nicht gähren läßt, oder die Kue fe mit Tüchern oder Brettern bede>en muß. Man bringe den Moſt gar bald ins Faß, laſſe ihn darin unter ſich gähren, ſteure aller ungeſtümen Gährung, und mäßige ſie, Cine geſchwinde Gährung macht, daß die Beſtandttheile des Moſtes mit den zugeſeßten Dingen nicht recht genau verbunden und ſudriliſiret werden können, Man konn zwar auch durch obgedachte Zuſäße ei- nen ferfigen ſchlechten Wein v:redeln, allein dieſer Weg iſt langſam und mißlich, weil daraus leicht eine Eſſiggährung entſtehen kann, L. Die Vermiſchung der guten Weine unter die geringern, Vor einigen 25 Jahren zeigte mirein ſeeſtadtiſcher Weinhändler ein Verzeichniß ſeiner ſüßen Weine, wels he er nach Oberſchleſien verſendete. Ich bezeugte ihm darüber meine Verwunderung, weil man dort beſſern und nähern Wein aus Ungarn haben könne,"Er exs wiederte mit der Verſicherung, daß ſeine dorthin ges henden Weine den Zuſaß zu den Ungariſchen Weinen abgäben. Und ſo iſt es auch, Die geringern Ungarie« ſchen Weine werden durch die Vermiſchung mit dem ſo- genannten Ausbruch, oder durch Zuſaß eines guten ſpaniſchen Weins, veredelt, Es werden alſo die guten Weine als Fermente in den Moſt gethan, und geringere Weine in die beſſeren verfüllt, oder in Fäſſer gethan, worauf ein beſſerer Wein gelegen hat, damit die unmerfliche Gährung G3 5 den 474 Fünftes Kapitel, den deringen Wein verwandele, Die fauern deut» ſehen Weine werden ſchr gut, wenn ſie eine Weile auf alte Rheinweinfäſſer gelegen haben. M. Concentration des Wetnädurch den Froſt, Wenn man Wein oder Moſt in ſtarker Kalte frie» ven läßt, ſv geht an beyden nur der Ueberfluß des Waſ- ſers verloren. Das geiſtige Weſen frieret nicht, und man erhält ſolck, und der Kraft des Weins hat« Auf eben dieſe Artkann man auch Ei. | 19 --»=====>====- pf ſig, u Centtinen 3) 6 Ralte fart ſernen Ra ſeyn muß man den| und deft Dieſes Fe gen, ſo, 1 | feFroſim die und he | 61 Int | ligten Ul | den man| ſolchen ab! heſen odet Vranntwe 3) 3 || iſtein wah || ju verſtört | concentrirt | zwar etwa! qmal enget || bSvorhant | | | | | ſei innere | hörigen ch | fwa8 wein vv, Nach || Onde | ie Fawn by ſe eine Gh < den ay arfer Raſte h berfluß des H; jeret nicht, 1) urigen Deh 1 Fann ſ oW" ungefähr| unten enge) m nur rv darf dich er die Kält) alten Orte fh ſſe mit der) vt, zerbrigts uSlaufe," » man es m? |, def! aw 0 fo ſhi) ſam mengtu erhüte, d" friere, ma eine m dn s niht) 18, wo8 17 Stunden 1" m undlof ns"1.0.0 Pflege und Erhältung des Weins. 475 Eſſig, und andere flüßige Dinge.durch den Froſt? cöne centriren. 2) Soll der Wein in Fäſſern frieren, ſo muß die Kalte ſtärker ſeyn. Man füllt das Faß, das mit ei» ſernen Raifen und ſtarkem und feſtem Boden verſehen ſeyn muß, mit dem Moſt oder neuen Wein, wenn man den leßtern einmal abgelaſſen hat, nicht ganz voll, und deckt den Spund nur leicht auf das Spundloch. Dieſes Faß läßt man 5 bis 6 Tage in ſreyer Zuft lie- gen, ſo, daß es auf allen Seiten frey ſey. Derſlar- fe Froſt macht zuerſt das Waſſer in der äußerſten Flä- , und recht eigentlichen Geruch des Sects;| N, Das 476 Fünftes Kapitel, N. Das Schdnen des Weins. Das Schönen, oder Aufklären, oder Aufbel- len des Weins gehöret auch nod) zur wirklichen Wein- verbeſſerung Ein durch vollkommene Gährung und übrige Behandlung recht gewmarteter Wein hellet ſid) von ſelbſt mit der Zeit auf, da ſein beſtes Schönen auf das öftere Abziehen auſ reine Fäſſer beruhet, wie oben gelehret worden. Zſt aber der Wein mit Fer- menten und andern Zuſäßen einer neuen Gahrung un- terworfen, oder mit ihm allerhand Miſchungen und Künſteleyen zur Verbergung ſeiner Fehler vorgenom- men, oder endlich durd) unterſchiedene äußere Urſachen in neue Arbeit geſeßet, und trübe gemacht worden; ſo muß er in allen dieſen Fällen gefläret und helle gemacht - werden. Solches geſchiehet nun durch das Seigen, Ablaſſen, durc) Auflöſung und Niederſchlagen. 3) Das Durchſeitgen des Weins geſchiehet dur< leinene, grobe woliene, baumwollene, ſeidene Zeu- ge und Lücher. Man ſcheidet aber hiemit nur die groben Unreinigfeiten, es verfliegt viel Geiſt, und der Wein wird, ſonderlich bey warmer Luft, ſehr geſchwächt; er nimmt auch, wenn das Tuch einen Geruch bat, leicht einen fremden Geruch und GetichmaC an. b) Das Ablaſſen z; hiervon iſt ſchon vorhin genug geredet worden,, ce) Die Aufisſunt iſt eines der kräftigſten Mittel, welches bey zähen Weinen, die ihre fremden Thei- le in ſich verſchloſſen halten, ſehr nöthig iſt- Die-. ſe Auflöſung erfordert alſo ſole Mittel und Bes Handlungen, welche die dien, den Wein un- durchſichtig und zähe machenden, Theile auflöſet, verdünnet, und dur) die ganze Weinmaſſe gleich austheilet, ſo, daß der Wein helle wird, -"| aa) Es | 42) Ev hervo" balge? oder|! ſcher" bb)€ unge? durch 2) df halt Aben? ſen V* pfelt€ Dein den Vf oder; dieſel Weid in de nocht VWeirn wird| läßt|] hinzu, es ein) ge wit da ſich helle w 7.0 | das figen! | mund y | Deine be wenn ſte| | dinften ſi dhe 9 Pflege und Erhaltung des Weins, 477 ein, aa) Es wird eine innerliche Bewegung des Weins 1, dern hervorgebracht, indem man ihn mit dem Blaſe irflichen hy balge beweget, oder ihn mit Ruthen peitſchet, e Oähun m oder ſonſt umrühret, oder durch den Zuſaß alkali» iin hellt 4 ſcher oder ſaurer Salze. Hi beſtes Chin bb) Es wird auch die Auflöſung durch erregte neue | ungeſtüme Gährung des Weins bewirket, 1) ſer beruht, 4 y Dein nit) durch die 2age des Faſſes an einem warmen Ortz en Giheunp 2) durch tägliches Schütteln des Faſſes, und Zu- iſn haltung des Spundes, welches Morgens und eng m Abends geſchiehet; 3) durch Einkröpfeln d:8 weiſe ven ſen Vitriolgeiſts und Weinſteinöls. Man trs- Auferelhit pfelt vom WVitriolgeiſt 30 Tropfen, und vom acht wern; Weinſteinöl 40 Tropfen durch das Spundloch in nd helle jim den Wein, und ſchüttelt das Faß ſkark. Nach 5 h das Ci oder 6 Tagen fängt die Hährung merklich an, und erſchlagt1 dieſe wird 46 Tage lang unterhalten, wenn der geſchieht)? Wein viel Dickes oder Zähes zeiget, Höret ſie ne, ſeid in den erſten 20 Tagen auf, ſo wird ſie, falls es x hiemit m) nöthig iſt- durch den Zuſaß des Vitriolgeiſts und viel Oi,1 Weinſteinöls erneuert.- Während dieſer Zeit mmer aft, wird das Spundloch nicht feſt verſtopft. Man des Zuhtt läßt durch ein Bohrloch im Spunde etwas Zufe „m Oud hinzu. Jſt der Wein in dieſer Zeit bitier, ſo iſt | es ein gutes Zeichen. Nach Verlauf der 40 Ta- whins ge wird das Faß in einen kühlen Keller geſeßer, ub da ſich dann die Hefen ſondern, und der Wein ju helle wird, Ds: Oy 3) Das künſtliche TTiederſchlagen mache " fem; das eigentliche Schönen aus, und iſt nur bey ſchleche tig ſi. ten und umgeſchlagenen Weinen nöthig. Denn gute Mito; Weine bedürfen bey guter Wartung derſelben gar nicht; den Bi wenn ſie in kühlen und tiefen Kellern ruhig liegen, ſo Ye dünſten ſie mäßig aus, werden durch die Kälte etwas peinmaf dichter gemacht, und die Gährung wird-immer un- „td A merf: „" 478“Fünftes Kopitel. merflicher- Auf dieſe Art ſeßen die Weine näch und nach Hefek und Weinſtein in den Fäſſern ab. Auch, wohl verſchloſſene, in kühlen Kellern gehaltene„' Bou- teillen oder Flaſchen, ſeßen von ihren Weinen Boden ſaß, weil ihre innerliche Bewegung ſehr ſchwach. iſt. Die Weinhändler und Weinſchenken haben män- t, und ſo den Wein 14 Tage ſiehen läßt, und nach dem Abziehen Acht hat, daß das Faß voll und wohl verſchloſſen bleibe, db) Die Hauſenblaſe iſt ſonſt die gemeinſte„Schöne. Sie wird im warmen Waſſer auſgelöſet, und mit einer Quantität von eben dem Weine,| welchen man Pp man ſch! ſurtgeſeß menge| ſhaumen ſolution hefügen, fortgeſeh cc) Die dem Ve gemiſch? dd) Ben an der wv erſehen, gezogen hat. JD liegen fd ſchlagen de Odh . ein ſich | ee) Dieſ für einer | den, TD | foiten be | dus dem | f00, | Mank be deren( (hes ſich bet weil dadurd eſundheit es gefroren Uöländiſch Berſcläge Deine nahm ſern ab, yz epaltent y Weinen Dify ſehr ſchw) j nech baben mh 1 Ne thy uli I ln mern, er ndern bſh hönen ſiud) ) mit benſh en fallen, 1 wegen ihm) fang im Ir en, und iM ". Buh Materi, 1 2, 9,00 h, Erarin 3 Col), it reiner Gun)) höne if, M biſchen Oy ded) fact jh iſe herwntiy terung fiehen 134,1 ß das yy , a(S4) iufe 60" (öfet, um Zent M Pflege und Erhaitung des Weins, 475 man ſchönen will, unter beſtändigem und ſo lange fortgeſeßtem Umrühren vermiſchet, bis das Gö menge ſchäumet, Sernach wird dieſes noch ſc<äaumende Gemenge von Wein und Hausblaſetie ſolution dem Wein im Faſſe wieder unter einem befrigen, bis zum ſtarfen Schäumen des Weins fortgeſeßten, Umrühren beygemiſchet, cc) Die erdigten Schönen werden pulveriſirer, und dem Wein auch unter beſtändigem Umrühren bey» gemiſchet. dd) Wenn das Niederſchlagen vorbey iſt, wolches an der wiederhergeſtellten Helligkeit des Weins zu erſehen, wird der Wein auf ein anderes Zaß ab» gezogen, welches einen guten E hweſeleinſchlag hat. Denn wenn der Wein lange auf der Schöne liegen ſollte, oder auf dem, was daraus niederge ſchlagen worden; ſo würde er durch die unmerklie de Gährung wieder etwas daraus auflöſen, und es in ſich nehmen. ce) Die ſchon einmal gebrauchte Schöne muß nicht. für einen andern Wein abermals genommen werv den, Denn man würde ſelbigem neye? Unreinig» Feiten beymiſchen, und ihm die ſchlimmen Theile aus dem erſten Weine mittheilen, O. Unſchuldige Weinkünſtelegen. Man kann die fremden Weine nachfünſteln, ohne daß deren Genuß der Geſundzeit nachtheilig iſt, wel- , den man aus den Zwetſchen oder Pflaumen befornmen Haun: Man verſeße aber einen Theil gefrornen Moſt t.2 Theilen zweymal gefrornen"Wein, und laſſe ihn 457 auf dem Faſſe kiegen 3 ſo wird er eben den: ſelben Geſchmack befommen,. Zourtgunderwein iſtſtark, roth, und nicht all+ zu ſauer. Man laſſe alſo rorhen Moſt und Wein zu- fammenſrieren, verſeße einen Theil des erſkern mit 3 Theilen des leßtern, und laſſe ihn 2„Jahr alt werden. Over, man nehme auch weißen Wein, wie vorhin, fthue im Sommer den 1oten Theil des Safts von'auss gefernten Kirſchen dazu, und laſſe ihn 2 Jahr alt wet denz ſo glaubt Ludolf, daß man auf ſolche Weiſe Bourgunder nachmachen könne, Wegen des Rheinweins, ſchreiben obige Vers faſſ-r, iſe man am wenigſien verlegen, Wenn unſere Sandweine eben ſo, wie er, abgewartet werden; ſs gleichen ſie ihm, nur in dem einigen Stücfe nicht, daß ſie zu viel Waſſer haben. Matt laſſe alſo nut den Jungen Bein einmal zuſammentrieren,; bernach, ſo oft er ſich abgehellet hat, abziehen, und 3 Jahre al werden, Wären die Landweine zu ſauer, ſo thus man Dausvefer 1V,25,.1.Tb, Hh ie 11 482 Fünftes Kapitel. nur den ſechſten Theil gefrornen Moſt darunter. Die-- ſes Vortheils könnte man ſich auch am Rhein und ſonſt bedienen, die ſchlechten und jungen Weine bald trink. bar zu machen.==: Ehe ich dieſen Abſchnitt ſchließe, will ich no< das Nachmachen des Tockayer Beerweins beſchreiben, wovon Herr Prof. Sprenger meidet, daß ſolches auf die Veranſtaltung des um den. vaterländiſchen Wein: .bau ſo verdienten Herrn Expeditionsraths Ciſenlohrs im Wirktembergiſchen im Jahr 1777. bereits geſct es genau zu, und läßt es 3 Tage, überhaupt ſo lange ſtehen, bis es auf» nimmt, und die Währung ein daran gehaltenes Wachs- Icht auslöſcht. Während dieſer Zeit rührt mans: age p Tage um, Borſchuß) weten Ol nf die Tre wieder wie! der dritien' men, und machen 37! ſolchem De henpeichen' yen Übrigen ſe Zrauben| N und i! wn Roſt| jweyten un | | Gſt Wünſchen, Moſes beh (ine leichte ie ſolche, 0 Auf Nimmt mät (ſhwatzen) 4 in eit ht alles nN dem ſiß wohl of man ej Giite dieſ ſid treibe nd einma unte, V. Wein und fuß ine bald yt iO nod n8 beſchreibt daß ſoles uf "diſchen Pit hs Eiſenlett bereits geſt 1 Beſage Weinbayt m dieſe We) Ran ze ommen zel em fie voll Ait W, ab, 0) die ſol treiber, gähren wollen; ſo wird das Verfahren noch einmal wiederholet, Hh 2 p, Mit- 484, Zünftes Kapitel. p. Mittel dem Wein einen guten Geruch und Geſchmack beyzubringen, Zoſſelquiſt hat in Beſchreibung ſeiner Reiſe nach Paläſtina den Vorſchlag gethan, daß man, um ven Wein wohlſchme>ender zu machen, zur Zeit der Gährung des Moſtes getroFnete Traubenbtüthen ins Faß einhängen ſolle. Rozier hat ſich ſolcher Antveis ſung mit Vortheil bedienet. Man ſammlet die Blu- men vom Weinſtock, ſo bald ſie aufgeblühet ſind, tro>- net ſie im Schatten, machet ſie zu Pulver, und hebt ſie zum Gebrauch auf, Von dieſem Pulver bindet man eine beliebige Menge in Bündelchen, und hängt es in die Tonne, wenn der Wein gähret. Nichts iſt natürlicher und geſchickter, dem Wein einen lieblichen Geruch zu geben, als dieſes Pulver, zumal wenn man die erſten Tage der unruhigen Gährung hat vorbey ge- hen laſſen, ehe man das Pulver hineintbut, damit der fiüchtigſte und am ſtärkſten riechende Theil dieſer Blu» men nicht verfliegen möge, Es iſt im vorhergehenden Kopirel gelehret worden, daß man größ-re Beeren bes fomme, wenn mit einer Scheere ein Theil, oder die Hälfie der Blüthen abgeſchnitten werden, weßhalb man auf dieſe Weiſe, um das Pulver zu befommen, nichts an den Weintrauben durch die abgenommenen Blumen verlieret, Ob die Blüthe der Reſeda, die etwas ähnliches im Geruche mit der Weinblüthe hak, gleiche Wirkung haben könnte, ſolches iſt noch zu ver» ſuchen. Die Meißner ökon. Verſammlung hat(S, Lip- Int. Bl. 1781. S. 24.) aus der Erfahrung gefun- ven, daß, wenn vom kieinblättrichten Baſilicum 2 bis 3 Hände voll auf 1 Weinfaß gerechnet, mittelſt eines Beutels durch das Spundloch ins Faß gehänget, ſo“ dann dex Moſt von der Kelter über den Beutel zb a pf Faß gela vie Kraft de, ſowohl ſchmal, 4 vit wohlſ hir Oute | Die' friut, mehr der( dem Welt fellergeſchn eite berauf Jel in Coll etiihe Du ue ane g4 nac ſilit, u über ſriſch erbalte,| en den aber daru rahſche, tels völlig Q Bis hu gen qu! fhdils als ſeiden P abi Ys miſchung: des Peit od? lang und alſo, Oie 1 |, 9 ſeine Ih deß NAN, I » AE Zeit hs benblüchen elcher Inh nmlet die Zh übet ſind, tu ver, und ji Pulver bind! 1, und hin) Nichts| enen Weblch! amal wenn hat vorbiy (hut, damit eit dieſer Db vorherge fre Berit Zeil, er) ven, wi ' zu befonm) abgenonm ver Refe, 0 Beinblüct H iſt nod je g hat(6, wtahrung 307 Baſilicun 4. mitt ß gepange, vn Du; 4 y Pflege und Erhaltung des Weins. 485 Faß gelaſſen, und, nachdem ſolc, als auch ſelvſt der Wein viele Jahre hindurch viel wohlſchme&ender, als gleichzeitiger Wein von glei» her Güte wäre. Die Wieſenſalbey(Scharlachfraut, Muſcateller- fraut, Horminum, Salvia pratenſis L-) und nod mehr der Gartenſcharlach( Horminum ſativum) theilt dem Wein, wenn er hineingelegt wird, einen Muſca- fellergeſchmac, aber, wenn zu viel genommen wird, eine berauſchende und betaäubende Kraft mit. D, Chor- Jei in Collect, chymic. Leidenl, zeiat, daß, wenn man etliche Djund von den Blumen dieſer Scharlachfräuter unter eine genugſaime Menge Weinhefen miſcht, 4 Ta- ge nach einander ſtehen und digeriren läßt, hernach di- ſtillirt, und den abgezogenen Geiſt noch 2 oder 3mal über friſche Blumen wieder abzieht, man einen Geiſt erhalte, davon etliche Tropfen einem ganzen Maaſe Wein den Muſcatellergeſchmack geben, ein Quentchen aber darunter gemiſcht, den Trinker augenblicklich be- rauſche. Es gehört alſo das Uebermaaß dieſes Mit- tels völlig unter die böſen Weinkünſte. Q. Schädliche Weinmiſchungen. Bigher haben wir uns bey ſolchen Weoinbehand- kungen aufgehalten, die iln theils wirklich verbeſſern, theils als unſchuldig angefehen werden können, wenn ſie den Wein gleich nicht gründlich veredeln. Es ſind aber Weinverfälſchungen, welcet, welche beyde davon entſtehen, daß ſich die durch Kanſt beygemiſchten Farbetheile allmäh- lich ſenfen 3) Zückert ſagt, daß ſeine Leſer bey allen Wein- verfälſchungen es als eine unſtreitige-Vorausſeßungan. neh, 3 pehmen| junge, 10 Beine nt! zun ob,| Pein dar) zrfiger 110 ver Wein kur 290 jiner höhe ZuFer vet (ind über uch dieſe mißbillig inem ſch! ſuret, vn jiget wir) 1.0 wein, färbet.€ er Maget Juſammen hhnehin| ju qußern fn widerl Yadurch et (e wird, 1 Yitriol ine | | " rot ien man| vaſelbſt d han den ( | dum rh eiche Ty (18 die Inh 1) daher ey 007) hatirliche zu 8 von eint 1 Barten het,1) um Verday ſhenfen mi hlagen undy d Färbemet) fen, ird zu Pot Chrome berröthe, m Emy delbeeren miſs zuſammen! th fich gem) nicht ſeltnns der leh 1 onto an je Barſü dem hto m enfhm Techem - he) NV ln y Pflege und Erhaltung des Weins, 487 nehmen fönnen, daß man zu allen Schmierereyen junge, rohe, Herbe, ſaure, wäſſerichte, oder ſchale Weine nimmt, weil ſonſt kein Profit dabey ware. Da nun aber, ſagt er ferner, die beygemiſchten Dinge den Wein darum nicht geiſtiger, nicht ſtärfer, nicht gleiche artiger machen; ſo bleibt er an ſich immer ein ungeſun» der Wein, wenn gleich die Zuſäße unſchädlich wären, 3) Blanke und ſchiele Weine bringt man zu einer höhern und goldgelben Farbe, wenn man ſie mit Zucker vermiſchet, welche zuvor im Waſſer aufgelöſet, und über dem Feuer ein wenig eingeſotten worden. Auch dieſer Zuſaß wird von vorgedachtem Diatetiker gemißbilliget, weil der Wein, wenn er jung iſt, in einem ſchwachen und verunreinigten Magen gerne ſäuret, und dieſe Säuerung durch den Zucker beſchleu- niget wird. 4) Ganz junge Weine, auch zuweilen der Rhein- "wein, werden durch eingelegtes eichenes 55013 ge- färbet. Ein empfindlicher nnd zu Krämpfen geneig- ter Magen leidet von ſolcher dem Weine mitgetheilten zuſammenziehenden Eigenſchaft, die der Rheinwein ohnehin bey einem ſolchen Magen ſeiner Säure halber zu äußern pfleget. Dieſer Betrug wird theils dur den widerlich zuſammenziehenden Geſchmack, undtheils dadurch entdeckt, daß der Wein zu einer Art von Tin- te wird, wenn man den im Waſſer aufgelöſten Eiſen- vitriol hineintröpfelt. 5) In Frankreich pflegf man dem Weiu eine ſchöne rorhe Sarbe dur ungelöſchten Kalk zu geben, den man in das Faß wirft. Dieſes Verfahren iſt aver daſelbſt durch eigene Geſeße verboten worden, weit man den Kalk ehedem ſchädlich hielt, Hh 4 B.B | j4 | ' 438 Fünftes Kapitel. B. B.> Verwandelung roher und ſchlechter Weine, Keine Weinverfälſchung iſt häufiger und mannich- faltiger/ als diejenige, da man rothen und ſchlechten Beinen ihren widrigen herbſauren Geſchmack benimmk, um ſie bald trinkbar zu machen, oder ſie für alte aute verfaufen zu können. Es ſind mancheriey Mittel, des ren man ſich bedienet, die unangenehm ſchme&enden 208 zu verändern, und die Säure ſtumpf zu ma- jen. a) Die alkaliſchen Salze und Erden haben die Ei« genſchaft, die Säure in ſich zu ſchluren, und das überfſlüßige Waſſer nebſt den grobölichten Theilen an ſich zu ziehen. Die dadurd< veränderten Weine aber werden daran erkannt, daß ſie wenie ger geiſtig find. 32) Pottaſche, wenn ſie in mäßiger Quantität ge- nommen wird, ſchadet dem Körper eben nicht. Zu - viel iſt ſehr ungeſund, und macht auch den Wein ganz abſchmectend. bb) Armeniſcher Dolus zieht auch alles Wein- ſteinigte und Wäſſerichte an ſich, und präcipitiret fich wieder- obgleich das Faß täglich gerüttelt wer« Hen muß. cc) Ganze iZyerſchalen werden mit einer wein« ſteinigten Rinde überzogen, und reinigen alſo den - Wein, wenn man ſie einige Wochen darin liegen jäß: wie ſchon oben bemerkt worden. 34) Weinſteinöl zerſtöret gleichfalls die Säure des Weins, und wird in ſelbigem zu einer Art von Weinſteinrinde, die ſich zwar im Weine auf» gelöſt erhält, aber even nicht ſchädlich iſt. ee) We-inſteincryſtallen mit einem halben foth zwWeinſteinſalz auf jedem Wirtembergiſchen Ei- mer y 7 mer v? - ſh D gleiche Pein! ſyn. I den de! ſtein, innert, ſe ſelb ft) Kal nem 7 Verſuc) den Kal Ch! ge des im VW in der Franzy Kalks gunde) vor 9 Webs Wein den,| dem e ſeinem ſia| Wein rung werde Zuſl nah obig fönn 1(Aehty er Und mani | und ſchlich Oma benim ſie für alte ou eien Mittl 101 Schmider» ſtumpf zu mu haben die Ü iden, undhy (hten Theil 0 verändert) deb ſie win - Quantität j! eben nicht. auch den Dit jh alles Di und pracpity h gerüttelt vw mif einet Wil einigen Wt ven Darin iM Mei „08 die Git! 1 zu diet W im Dee ic if Pflege und Erhaltung des Weins, 489 mer vermiſcht ſollen beſage Üfancharts lateini- ſcher Diſſertation von der Clarification der Weine gleiche Wirkung haben, Worher aber muß der Wein noch geſchönet und wohl umgerühret worden ſeyn. Nach dem Abziehen findet, man auf dem Bos den des Faſſes eine Art von vitrioliſirten Weins- ſtein. Hr. Zückert hat aber hiebey ſehr wohl er- innert, es ſey beſſer, dieſe Vermiſchung dem Mo« ſte ſelbſt vor der Weingährung zuzuſeßen. ff) Ralbk, ungelöſchter. Hr. Weber Hat in ſei» nem Phyſ. gern| Kopfe obgedo Wein( gleich bb) EC: ungen Wein 8) Di Gw heben | fräglid | b) Hy, | Rif | des' von| maoß | Wein | nch | löſſa IN | hörer rer 7 men Pflege und Erhaltung des Weins. 491 Zelte bh, 232) Wenn dieſe angemachten Weine gleich lieblich ner vd gn ſchmecken, ſo machen ſie doh gleich jungen Kräs 1 Eimer Ww ßern im Magen viele Säure, Soodbrennen ur.d ollenen Aut Kopſſchmerzen, und ſind noch ſchädlicher, wenn 0 größen Ki; obgedachte Süßigkeiten in Branntewein, oder ander ſl Weingeiſt auſgelöjet worden, um die Weine zu- | Lagen au gleich feurig und geiſtig zu machen. zuvor, hay bb) Cs werden obige Schmierereyen gar leicht an der je ale dire ungewöhnlichen Klchrigfeit entde>t, die ſolche 0; ſie halty Weine aim Munde und an den Fingern äußern. nan muß by a) Die Vermiſchung ſchlechter Weine mit hitzigen d geiſtig if Gewürzen, als Nelken, Muſcatenblumen, Cue R, beben u,|. f. ſind unſerer. Geſundheit gar nicht zu- ſcoridis Zu träglich, weil ſie das Geblüt ungemein erhißen, ichen Welt b) Hr. Fbrbart verſichert, daß faſt die Hälſte der ed gehalten Nearweine mit Scharlachfraut zur Mittheilung e damals d! des Muſcatellergeſchmacks verſeßet ſey, und wo- n Wein, un) von ſchon oben geſagt: worden, daß das Ueber«- , 10h maaß zu den böſen Weinfünſten gehöre, weil die rühmte Num Weine davon den Kopf leichter einnehmen, und ht, Oiſie nach ausgeſchlafenem Rauſch Kopfweh hinter» ne ein Mitth laſſen. wenig verſhh c) Kirſchwein, Hinbeerwein und Schlehenwein ge» Enid hören auch hieher, wenn dazu ſchlechter und ſau- » Boſſe rer Wein, iwie gemeiniglich geſchiehet, genom & lange bott men worden, en Theile;; heide, C.C. Die aufgebrannten Weine, elne mit 0 Es iſt ſchon oben der zu ſehr geſchwefelten ſungen eine zu M Weine gedacht worden, und woran fie erkannt werven zy müſſen, Zückert ſagt von ſolchen, dvß ſie das Zlut fi, dm gewaltig erhißen, die MRerven ungemein reizen, die npugmi dungen austro&nen, einen böſen Rauſch machen, viele Ausſchläge verurſachen, und Entzündungen eren, a) Zu iv 492. Fünftes Kapitel, Rozier beſchreibt bas bosdafte und verderbliche Ver- fahren der; Weinhändler in Bourdeaur alſo: Man ſucht eine aus geſundem Hol!ze verfertigte neue, mit Raifen wohl verwahrte, und an ihren beyden Enden mit einem oder zweyen eiſernen Raifen belegte Tonne aus, Jn dieſe!be fülle man ſo vielen neuen Wein, als ein vis zwey Waſſereimer ausmachen. Alsdenn vero brennt mian den Einſchlag in der Tonne, Sobald der E hwefel verbrannt iſt, wird die Kohle der Leinewand herausgenommen, die Tonne feſt zugeſchlagen, und auf eilen S-iten heftig gerüttelt. Darauf läßt ma fie x bis 3 Stunden ruhig liegen. Nach dieſer Zeit wird der Spund herausgeſchlagen, und wieder etwas neuer Wein dozu gefüllet. Man brennt abermals ein, und behandelt die Lönne wie das erſtemal, Mit ſolcher abwechſelnden Behandlung fährt man ſo lange fort, bis die Tonne ganz gefüllet iſt. Dieſer alſo zu- bereitote Wein wird nicht lange darauf an den Ort ſei- ner Beſtimmung geſendet. Die Holländer, welche wenigſtens eben ſo geſchi>te Weinſchmierer ſind, als andere Nationen, gebrauchen dieſen Wein zum Hauptſtück derer Weine, welche ſie machen oder brauen. und ſie nennen dieſen ausgebrannten Wein einen würenden oder tollen Wein, und wenden ihn auf einer unerlaubten Art zu der Verfertigung der Bourdeaurweine(Franzweine) an, Einige brennen auf gleiche Weiſe den Moſt, ſtatt des neuen Weins, auf, welches Rozier für vortheile hafter hält, weil man den Anfang der unruhigen Gähe rung nicht ſo geſchwind zu beſorgen hat, als welche, wenn ſie entſtünde, die Tonne entzwey ſprengen würde, wenn ſie nicht ſtark genug gebunden wäre, Man wird runmehr begreifen, wie ein Wein oder Moſt, der wes ver ſeine überflüſſige Luſt noch ſein Brennbares verlo» - ren 222D pen hat," Qagrun Beins 17 In dieſ eätigee gen Jeu rung, 1 von B/9 p.D,5 vwl ÜR BY | Unzer | geben? | fewein|; erhaltei! gen ſie! || fweind || dere hiß |[bizer. ſ || Relkenf || Brannt || Bein c) || ſiebeli, || verſch || Spuynd | nur ehe | der von | ſen dav | nur fel eb M. alfo: Ty Neue, mb evden Erda velegte Tomy jen Wein al Wiödenn v6 Erhal he der Veinau) lagen, un uf lößt M <. dieſer Zit ieder etwas 1t abermals wal, Mi wan fo(any; ieſe alf zu n den Dit der, wii! meren in 1 Wein ju madchen annten Dh 0 wenden ij fertigun)" m Meſt füt für vorhan ruhigen 0) als wi) engen wi) Murr No VIE ANL " Pflege und Erhaltung des Weins, 493 ren hat, und welcher noch nicht Zeit gehabt hat, ſeine Gayrung anzufangen, zum Hauptſtüc? desjenigen Weins dienen könne, den man zuzubereiten gedenfket. In dieſem Fall entwickeln ſich ſeine bis dabin in Un» thätigfe.t geweſenen Grundſtoſſe; ſie verſchaffen deijenie gen Feuchtigfeit, in weiche man ſie ausbreitet, die Gähe rung, und bereiten aiſo in Amſterdain den Wein von Bourdeaux«, D. D. Beimiſchung des Weins mit Brannte« weit, Dieſe Art den Wein zu verfälſchen, hat Hr. D. Unzer im 98 St. des Arztes alſo beſchrieben: Cinige geben vor, daß ſie die rochen. Weine ohne Braun» tewein eben ſo wenig, als die weißen ohne Ehwefel, erhalten fönnen, und wenn dieſe redlich ſind, ſo begnü- gen ſie ſich damit, die Föſſer vorher nur mit Brann- fewein auszuſpülen, ehe ſie die Weine auffüllen. Ans dere hingegen ſind mit dem Brannteweine viel freyges- biger. Sie weichen ohngefähr 8 Tage lang. Galgant, Nelken, Ingwer, Zimmt und Kirſchkerner in guten Brannktewein, und gießen davon, nachdem ſie den Wein abgelautert haben, in jeglichos Faß fo viel, als ſie belieben, nachdem der Wein am Geſchma> ſtärker sder ſck mit, und der Wein hält ſich auch kange, indem die Gährung dadur< verhindert wird, IMRan wählet dazu gemeiniglich die Bley- oder Silbex- glätte, Es ſind verſchiedene Vorfahrungsarten Der Bleyverſälſchung, welche alle der Geſundgeit ſchädlich, und x za und dah! „Zol berzeuge nd auß? ndenlym bjehrun ic, füh nd dara des Kör! ſen des| Ropfſchy Bewegun bie Bley! welche, h( ſich abet hn Prei Die ſaven 3 Wertheln ſen Weit gleich v | De und Mo ſie mit Y Ehwere Dleyſtof allzugtoß Bleyzuel kann(in den Oel und dün ſind, un Zuweilen den, we | Aena," dem Moſt ee Dein my „UBigtelt vy , Welche er fj All die Ah lich, Dity haſten atf jerrühten, 1) ve den Küufm 0, weil mn t,.„daß. Ma € dieſes bihy ſtets vachty) wbringet, zu entdeffin, m Koſten(1 ühlet may Ind Wenn 0 et Werdacht. Wor den Bleyzucker einmal mit Aufmerkſamkeit gefoſtet har, kann einen damit angemachten Wein auch leicht durch den Geſchmac> erfennen. Man darf auch magern und dünnen Weinen nicht trauen, die angenehm ſüß ſind, und vollkommen reif geworden zu ſeyn ſcheinen. Zuweilen kann auch dadurch der Wein verdächtig wer- den, wenn er lieblich ſchmeckt, und doh ſür ein ge- : ringes 4“ 496 Fünſtes Kapitel, ringes ausgeboten wird, Endlich entſteht auc< darn olle Vermuthung der Verfälſchung ves Weins mit G3ley, wenn man nach dem Genuß eines Weins Schmerzen, Grimmen und Uebelkeiten ita Magen und in den Gedärmen ſpüret, ohne daß man außer vem Seintrinfea einige andere wahrſcheiniiche Urſache ausfinden kann, oder ohne daß man ſonſt dergleichen Zutälle an ſich bemerket hätte, da man andere Arten Rhein» oder Moslerwein und dergl, getrunfen vat, Denn bey Hypochondriſten und andern Perſonen, die zu Krämpfen des Unterleibes. geneigt ſind, iſt es eine ges wöhnliche Würkung gedachter Weine, daß ſie Kneis pen und Schmerzen verurſachen, ob ſie gleich unver» fälſcht find, Die Weinproben aber ſind folgende: 223) Die ſogenannte ſpmpathetiſche Dinte(Liquor vini probatorius), Man nimmt 2 2oth Auripigs» ment, und 4 Zoch" ungelöſchten Kalk, ſtößt ſol : werde, wodurch der Sublimat als einem Zotith ein gelbes Pulver niedergoichiagen wird, das les, Zuſcke feh fever erforſcht man dur< Eintröpfeln einer mit blaſen, Ia 9“ Sdcheidewaſſer gemachten Solution des Bley- en dußert, x) zukers, vlichte fallen) ec)„jn dem Cours complet d'agriculture, Tom. 1. t Rauch if P. 441.. wird über die eingeriſſene Gewohnheit, 9 fan mw) die Weine zu aläunen, und welches Rozier der M) Geſundheit höchſt gefährlich hält, ſehr geklaget. Metalle lt Es ſoll hierdurch die Farbe heller u.d feuriger ge- , ſell mau!...„macht, und der Wein wider die Säure geſichert t bediennn 3 werden. Aber. die durch Alaun geänderte Farbe (gung der Iv hat feinen langen Beſtand, und die Säure des u bedienen, 3 Alauns ſcheint, dom) mehr das Sauerwerden zu m, daß mh! befördern, als zu verhindern, Die Materiali- ndergleihenn ſten in Frankreich verkaufen.den Weinhändlern Alaun in Doſen von einem halben Pfunde, die man un paquet üenner, und ein ſolches Paquet 1779, 64 wird in eine Barrique von 500 Pintes gethan; gemacht? 2 manche nehmen aud) wohl gar 3 Paquete. Dieſen oct und u) Betrug zu entdeden, ſoll man Quetkſüber im et dieſe Scheidewäſſer auflöſen, und einige Tropfen davon altnodbif in den Wein fallen laſſen. Hat dieſer Alaun bey (uft 109 ſich, ſo fällt das Metall, mit der Vitriolſäure Genie vereinigt, als ein gelbes Pulver, oder als ein Oud) 7 Turbet nieder. NALEN „(y (tigt)'.» Ji 2 R. Ges 5009 Fünftes Kapitel, R. Gebrauch und Mißbrauch des Weins, Iſt der Wein, wenn er mäßig und ſparſam ge» braucht wird, das herrlichſte Arzney- und Stärfungs- mittel; ſo iſt er bey dem entgegengeſeßten Gebrauche ein Zerſtöhrer des menſchlichen Leibes und Lebens nicht nur, ſondern auch der Seelenfräfte, welche dadurd) ſehr abgeſpannet und geſchwächt werden können. Der berühmte Hr. D, Böhmer in Wittenberg hat in Anſehung der verſchiedenen bey uns gebräuchlis zu machen habe. Die ſüßen Wei-; ne, die eine unvollkommene Gährung erlitten haben, ſchicken ſich allerdings nicht zum Obſte, weil ſie mit demſelben aufs neue in Gährung gerathen, und frey- lich alle Uebel, die qus Blähungen entſtehen, vermeh- ren. Aber die gut ausgegohtnen, reinen, rothen und alten ſaueren Weine können mit dem Öbſte SE eine P feine grö) das Hoſt ſenbar da) zuſammen Eigenſcha der Oedäl hungen f0 verurſac) habe dah: Genuſſe ſte geſehe! , überhand (de bey in ſie ſchwer [beſindet, auch Mai meiden, ret, und „Zuers h licher abi hnoſſenem wird, 7 De wenn die made (9' „pen, wel et, we ; hey| Ader, w lich emp ih von brauch des Petz | und ſparen; und Stif ſeßten Oeftyz ; Und Lebens 1) . welche des en Fünnen, er in Bittel » uns gebrüd Der, weißtr uf die Uriny n ober leid! Ie wegen 1) ngen, und) daher, ſeit) den beſten 2) jn ſoll dafi hlen, m Näh! n oder beſti9 Yiebey ifi 1! han fey? 307 jm; 39 17 herlich And? teinfen zu 19 größere 0 aber, vy Die ſupa 19 erlitten 9" te, WÜ rothen, 197 niſchen 1 „inen, 10! . Diſſe an Pflege und Erhaltung des Weins. 501 feine größere Gährung im Magen verurſachen, als das Hbſt für ſich allein macht. Dagegen ſind ſie of- ſenbar dazu dienlich, daß ſie durch ihre Wärme und zuſammenziehende und ſtärkende Kraft die kühlende Eigenſchaft des Obſtes verbeſſern, die Erſchlappung ver Gedärme verhüten, die vom Obſie erzeugten Bläe hungen ſorttreiben, und auch wohl durch ihren Reiz verurſachen, daß das Obſt leichter durc, Vino. lecco' di Canaria, Es iſt bereits oben bemerfet worden, daß Sec einen trock« nen Wein bedeute, roeil ſolcher von eingeſchrumpelten und ſaſt troF&nen Beeren gemacht wird. Dieſer auß den Canariſchen Juſeln in Africa bereitete Wein iſs ſüß, dilicht, und faſt dem Spaniſchen gleich, doch nicht' ſo ſtarf und hißig als dieſex. Er ilt vor den beſten votr allen Arten Se> zu halten, 3) Seck von ÜTadera, auch ſchlechthin LYIg= dera genannt, Vino ſecco di Madera, ſtammt von der Juſel Madera im atlantiſchen Meere ab; iſt ans genehm und ſüße, doch etwas geringer als der. vorige. ZU 4) Palmſeck, Vino feccodi Palma, wächſt auf Palma, einer der Canariſchen Inſeln, und wird zu= weilen mit dem Epaniſchen Xerejerſe> verwechſelt; iſt gleichſalls ſüße und angenehm,[abel den beyden vow hergehenden Arten nicht gleich zu achten. 5) Watpaſier, fommt aus Candien oder dee Ins ſel Creta, und wird zum Unterſchied der übrigen Mals Fi 3 vaſiexe, 506 Fünftes Kapitel. vaſiere,.Malvagiade Candia genannt. Iſt ein ſüßer, jieblicher, goldgelber, dicker Wein, Der meiſte unter dieſem Namen bey uns zum Verkauf befindliche Mal- vaſter iſt nachgefünſtelt, 6Y'Cypriſcher Wein, Vino di Cipro, iſt von ver Inſel Cypera; der: beſte iſt in Jtalien: unter dem Namen: Vino di commenderia befannt, weiler in dem Theile der Jnſel wächſt, der ehemals den Tema pelherren, und nachher dem Maltheſerorden gehört hat, Der Wein iſt anfangs gleich roth, wird aber mit der Zeit gelb. Er wird in irdenen Gefäßen aufbewahret, die man, ſo heiß wie ſie aus dem Ofen fommen, in- wendig mit einem Gemenge von Pech und Terpentin, dn die Inſel vorzüglich gut hat, überziehet, Cin ſo!: 2). Uialatzerſeck, Malatya, Viao ſeccodi Ma. Jaga, von Matoga, einer Stadt an einem Berge des Königreichs Granada, hat eine-hohe Farbe und füßen Geſchmac, b) Seriſejeck oder Xereſeſerſec>, Vino ſeccodi Xe. res. von der Eponiſchen Stadt XTeres in Anda» luſiten, Dieſer Seck iſt bleicher und herber, das her er auch von einigen bitterer Seck genen» net wird. C) ME H 2; Weine. Unter dieſen ſind zu be- merfen? A. A. 508 Fünftes Kapitel, A. A. Die LTeapolitaniſchen, von welchen in den ältern Zeiten ſonderlich die Campaniſchen bes rühmt waren, von welchen noch geächtet wirds! 1) Der ſo genannte Vin9 graeco, oder Vinum grae- eum Vefuvii. Dieſer Wein iſt nicht aus Griechen« land, ſondern aus einem Neapolitaniſchen Flecken un- ter dem Fuße des Veſuvius. Es iſt ein ſchöner, golde farbner, fetter, dier, ſce uüd pechſchwarze, welchen man insgemein Verraria nennet, und der, ſo inſon- derheit y dereit di hinne und "'y B, Die ' ſtark ande genu lage .„»)V Aſche aus (öſtlich iſ | 3) S) Wie jener! ſtefficher, gun der PC D als nig Kor Et: oder der ger Zeit it anger derlich t Kopf nid SER 4, Vin | | (, von weiß hh' emp.' 10 geächtet nh 0, 0derV; 0 nicht aus ih anl ſhenlfn;' ft ein ſchöne 4) ) ſüßer Bh! n Öfters Wir) venterweih,| GEurrento ih) ongenehmy; arif, Aul t, Weilim r Kuſe dns! e Trauben zt on Farbe 1) wun"0 iy gewirggh ) vergine, regort, wih! ane ew in Cat" iſt in Nom! 0 WEN einiglig 011“ NN | genann al us, und/ AſOwont 7 und de, pl h pw Pflege und Erhaltung des Weins. 509 derheit den Namen Mangi: guerra bepäalt, und etwas dünne und gelinder als jener iſt; B. B. Die Sicilianiſchen Weine ſind insgemein ſeht eſtark, aber nicht haufiz genug, weit ſie, roie mehr andere LandeBerzeugniſſe, theils nicht Hearbeiter genug haben, theilszu ſehr mit bev>oenden Aufs lagen beſchweret ſinds: Die bekannteſten ſind: x) Der Cataneiſche Wein, welcher von det Aſche aus vem Aetnaberge gedünget wird, und. ſchr Föſtlich iſt... 2) Sypräcuſerwein, von der Stadt Syracuſa, wie jener von der Stadt Catanea: Jſt ein rother, treffiicher, ſüßer, Fetter Wein, und ſoll der Lieblings? trunk der Maltheſerritter ſeyn, C, C, Die Corſicaniſchen Weine ſind weit häufiget als jene, und geben ihnen in der Köſtlichkeit wes nig vder nichts nach, Sie werden ſtark aach Rom verführet. Man hat ſie äber auch übet Stettin im'Brandenburgiſchen ſeit vielen Jah» ren, und ſie ſtehen nicht übermäßig hoch im Preiſe. D, D. Im Rirchenſtaate ſind die bekannteſten Weine: x) Der Albaniſche Wein, vom Berge Albandy dder- der Stadt Alba alſo genannt. Er iſt ſeit lan* ger Zeit für den köſtlichſten Wein gehalten wordenz iſt angenehm, ſüße> theils weiß, theils roth, und ſon» derlich deswegen beliebt, weil er leicht iſt, und den Kopf nicht einnimmt. 2) Wuſcateller Wein, Vino di Nontefiaſco- ne, Vinum falſicorum, insgemein Maſcatellinum fal Peornm, Sto Fünftes Kapitel. ſicorum, von dem Berge bey Monte fiäſcone, Die- ſer Wein übertrifft die übrigen alle an Lieblichkeit; ex iſt ſüße, gelblicht und nicht allzuſtarf.. Der Wein Ms der bey Ariccia wächſet, gehöret auf des Pabſt Tafel E. E: Im Gtoßherzogihum Toecana wachſen auch 'viel herrliche Weine Wir“bemerken nur fol- gende: x mE +) Vino di'mönte“ PLT iſt H66 Gerbile. Er iſt dunfelroth, ſüße, ſtark und hißig;"und wird „wegen'ſeiner-Güte hocet, und der davon entſtandene Rauſch nicht lan- ge anhält. Es wird vieler Weinvor la Cottwein aus- gegeben, der es doch nicht iſt.» EIIIE 3) Weuſchateler"Wein, Vin de Neuchatel oder Neufchatel, fängt an den beſten Franzöſiſchen Wete nen den Vorzug ſireitig zu machen, nachd m die Ein- wohner des Fürſtenthums dieſes Namens ſeit einigen Jahren ſich darauf gelegt, nicht wur ihre/Gelege zu verbeſſern, ſondern auch iwen Nachbaren in der Kunft Wein zu machen nachzuſoigett. E) Sränt» Magen wrden di? M, prißt x Nimen ; Dans iG Aan ht, ger hält, yy das Derſih ve Wuperhh laßt" 4 er Moſt ay preſſet ihn jp » Ströhuy Ner bereits dacht wih 1 auf ſou „bis Weihn mmengeſhn ſind, auögy! angenehm) a Cotti) anden Ons it vo be&u! liches Oi!) weil& uſch up a Cort Feucht! 1244 jep af m vs 1,4 N nin ſet(10, wore/0] is Pflege und Erhaltung des Weins. 513 E. Sranfreich hat ſeine bisherige Voksmenge mehr dem Wein- als Aferbau zu verdanfen, da eine Franzöſiſche Meile Ackerland nur 1340 Leute in Arveit ſeßbet und ernäuret, wogegen eine Meile Weinberge 2604 Menſcen werden. Jnsgemein wählt man hiezu eine Art von dünfkelrothen Trauben mit großen, länglichen, ſüßen Beeren, die man denn Panles, nach dem Lateiniſchen üvae pallae nennet. 2) Champatnerwein, Man hat rothen und weißen. Dieſer lektere.wird am meiſten geachtet, wenn er brauſet oder moußiret, und den Stöpſel mit Gewalt"aus der Flaſche ſtößt, welches aber öſters durch Künſteleyen bewerkſtelliget, und hiemit der Wein deſto ſchädlicher gemacht wird. Der rothe, welcher auch Oeil de perdrix heißt, moußiret nicht.'Beyde ſind ſehr flüchtig, doch der etſte mehr als ver leßte, und gehen bald wieder aus dem Körper, daher auch der Rauſch, welcher daraus entſteht, nicht lange an- hält. Unſre großen Weintrinker mißbrauchen daher - um beyderley Abſicht willen dieſen Wein, wenn ſie ihn nach einer Menge anderer genoſſenen Weine rin» ken, und ſich wieder abkühlen, oder die andern Wels» ne nicht mehr recht ſcerhajte Weſen ins Waſer, und der lautere Wein bleibet zurück. Dieſer reiſende Engländer ſagt ferner, daß beym ächten Champagner der Unrerſchied zwiſchen dem ſtillen und ſchäumenden Champacner nur von der Jahreszeit herrühren ſolle, wenn er auf Bou- teillen gezogen iſt, 3) Burgunderwein. Von dieſem angeneh- men und geſunden Wetne hat man zwey Sorten, den weißen und den rothen. Unter dieſen beyden har der rothe den Vorzug. Von eben dieſem rothen hat wan wieder mancherie;) Sorten. Vin de Beaulne wird vor» züglich geachtet, und wegen ſeiner hochrothen Farbe auch Oeil de perdrix genennt, Via d' Auxerre iſt dun? felroth, eiwas herbe vom Geſchmucf, 4) Vin de Bourdeaux iſt auch weiß'und rotß: Behyde Sorten ſind ſchön und koſtbar, und“ werden ſonderlich von den Holländern ſtarf aufgekaufet, und wie Rozier ſägt, von ihnen ſtark umgebauet und ſo- „dann weiter verführet. Dieſe von Bourdeaux kom« menden Weine nennet man gemeiniglich be! uns Frar zz weine, weil die meiſten Franzöſiſchen Weine hieteibſt zur Seeverführung geladen werden. 5) Claretwein, Gaſconiſcher, oder Vin de Grave, weil er in einem ſandigen oder kieſichten Bos den wächſt. Wenn er einige Zeit gelegen, wird er am Geſchmace etwas herbe und unangenehm, aber dem Magen zuträglich, und berauſchet auc) nicht leicht. 6) Pontac, von der Stadt Pontacin der Pros vinz Bearn. Er iſt biuthrotßh, und hat einen zuiams- menziehenden Geſchma>, und wird ſonderlich von den Kk 2 Engiune 516 Fünftes Kapitel, Engländern geliebet und von ihnen häufig aufgefäufet, daher er bey uns ſelten, oder gar nicht zu haben iſt, Unſer Pontae iſt gemeiniglich Vin de Grave oder Vin de Medoc, oder ein gefünſtelter Wein, mit dem aus» gepreßten Safte von Heidel- Attich- oder Himbeeren gefärbet. Es iſt aber ſchon oben bemerfet worden, daß man bey dieſen unſchädlichen Ingredienzien eben nicht ſtehen bleibe, und öfters ſchädliche Färbemittel dabey gebraucht werden, 9) Vind'Eremitage, Einſiedlerwein, wächſt tängſt der Rhone, zwiſchen Valence und St, Valiere, iſt roth, lieblich, doch dabey etwas herbe, Die übrigen Weine übergehe ich, werde aber noch einiger bey der Stettiner Preiscourante, die il) here nach beyfügen will, gedenken, und will nur noh eine Weinprobe in Anſehung der rothen Weine hinzuthun, welche.M. Mupnier in ſeinem Eſlai d'une methode ge- nerale propre a Etendre les connviſlances des vOya- geurs etc Paris 1779 angegeben hat. Will man wiſſen, ſchreibt er, ob der rothe Wein eine erfünſtelte Farbe habe, ſo ſoll man Weinſteinöl hineintröpfeln, worauf die Farbe grünlich und dunkel werden mußz auch muß ſie ſich wieder herſtellen, wenn deſtillirtex Eſſig hinzugegoſſen wird 3 die gefärbten Weine verhale ten ſich dabey ganz anders. F) Ungariſche Weine. Man theilet dieſe Weine - in Ober- und Niederungariſche, und ſie ſind faſt durchgängig ſüße, lieblich, ſtark, geiſtreich, und den Spaniſchen und Italieniſchen, wo nicht vor- zuziehen, doch völlig gleich zu ſchäßen, wei! ſie überaus angenehm und gewürzhaft riechen und ſchmecen, ihre natürliche Süßigkeit lange Zeit behalten, ob ſie gleich mit der Zeit etwas davon Vee hei Ur ven 4,4, O der 1) D cher abe wächſt, Zuerh nenhiße lieget, auf des horgedad m Veit ' B, W em Z?' folor, fichſten |» jen vo urger ein, ftwas 9 nd beſ Ei fiſt, thält, 150 ern T wohlfe det in " A en vo | * d » Grave dhe, 0, mithin oder Hinbuy vemerfet mh ngeedienten Vice Fichi [erweiß, 1 und Et, Jil hers, ), werde dn ante, die ih pill nut nh Beine hingt ine meh) andes der hat, Dim n eine(fut 1 0....008 fal werden 1) wenn diſfut ven Deine) let dire 100 | un ſt 100] gulf "M ni page, 0! eſe rio jofelt Int (imm J '/ M (1191 y Pflege und Erhaltung des Weins, 51x7 verlieren, überaus erquicken und ſtärken, auf deu Urin und Schweiß zugleich würken, und in Ner- venfranfheiten nüßlich ſind. A. A, Oberungariſche Weine: Unter dieſen iſi der, beſte; 1) Der Tockayerwein, nämlich der ächte, wel- en zwar ange nehm, ſind aber ſtarf und feurig, halten ſich auch nicht allzulange, weshalb ſie bey uns nur ſelten gefunden werden. Es fallen aber die Tyrolor oder Erſchweine roth und weiß. Die rothen Weine ſivd aber am meiſten geachtet, und ſonderiich' der Traminer, von dem Dorfe Tramin, als wel» en des Herzogthums Crain wächſet, iſt von Alters her berühmt, hat einen angenehmen Geſchma>, und ſoll zum Beyſchlaf reizen, weshalb er den Namen Rindermacher erhalten hat, 23) Der Melnicker Wein, von der Stadt Mel»- nict in Böhmen. Gemeiniglich it ſolcher roth, der Geſchmac> aber nur mittelmäßig. Won dieſem ro= then Weine kam bey Rüdizern in 37%rnberg und Prag 1736 ein kurzer Tractat heraus, der ſeine Tus genden anpreiſet, und ihn ais ein Mittel wider Gicht und Stein lobet. 1)- Deutſche Weine. Deutſchkand hat in vies len Gegenden einen ſtarken Weinbayu, deſſen' Weis ne aber nicht von einerley Güte ſind; A, A. Die Rheinweine werden billig für die edels ſten Deutſchlands gehalten, die in Anſehung ih- rer Güte aber auch ſehr verſchieden ſind. Allg ſind helle und klar, und vom Geſchmacke ſäuer» lich. Die berühmteſten ſind: 1) Der Hochbeimer oder Hoöochemer Wein, Dieſer hat ſeinen Namen von dem Dorſe Hochheim, welches der Stadt Mainz gegenüber liegt. Lrieu- mann zieht. dieſen Wein allen andern Deuiſchen Wei« nen vor. 2) Der Coſtheimer behauptet den zweyten Plaß nach jenem, und hat ſeinen Namen von dem Dorfe Kk 5 Coft- 5.22 Fünftes Kapitel." Coſtheim im Erzſtift Mainz, wo. der Main in den Rüem fällt, Einige wollen zwiſchen beyden gedachten Weinen den Hofheimer Wein noch einſtellen, wel: ) cher zu ZHofeim, einem Kloſter in Oberheſſen ge- bauet wird. Noch, iſt zu gedenken, daß: der Coſt- heimer nicht mit dem Cochheimer verwechſelt wer- den müſſe, wie ſolches von vielen, befonders dem Hrn. v. Rohr geſchieher. Cochhein hat auch, einen guys ten Wein. Dieſes iſt ein? kioine Trieriſche Stadt an der Moſet, weshalb der Cochheimer Wein eigentlich unter die Mosler Weine zu rechnen iſt. 3) Die Rhinttauer Weine wachſen längſt dem Rheine hinunter, von QTainz bis Bacharach. Un ter dieſen wird der Rüdersheimer, welcher der Stadt Bingen gegenüber gebauet wird, ſür den beſten ges halten. Nächſt vigſem folgt der Johannesberter, wie auch die zwiſchen Erpach, Hattenheim und Marekbrunn Dieſen ſolget der Rauenthaler und Lieuendovfer. Es haben. die. Rheingauer Wei- ne dieſes Beſondere an ſich, daß ſie die zwey- erſten Jahr ſehr ſauer ſind, nachmais. aber immer liebli- dher werden. y; 4) Der Bachgracher Wein iſt ſ entſteht, Man nennet ſolche Pp ſylche V als die|! pn, wen der vorh zywidet- | Aß dir Za! berger den Os ſien halt: 8,3, D( | welt | ſel 1119 = 7 en 24= d Z24335.0. 22€ G&G m ti) t Rahn bh hden gedan ntellen, W 9 verheßen" aß: der(4 EN ders dem Ar. au) eintn 3 iſche Etaht x Dein eigen) en Längſte harach,| her der Etz) den beſten) neben enbeinm u Kayenth engen die zwe wimmer I qwacht, 0 ehem De ine alſo; weine, ei , fu rach herun'" bare Gt? Ofen ue v ige durd Drauf aue ver Man . jup Pflege und Erhaltung des Weins. 5:23 ſolche Weine geſeuerte, doh ſiud ſie nicht ſo geſund, als die frey ausgebrauſet haben,=- Dies VWerfah« ren, wenn anders die Nachricht gegründet iſt, wäre der vorhin beygebrachten Theorie vom Weinmachen zuwider, Außer den nur benannten Rheinweinen wird auc der Hambocher, Pfeddersyeimer und Riede« berger geachtet Den Rheinwein aber, welchen man den Gäönſefüßer nennet, will manu für den geſünden ſten halten. B. B, Die Elſaſſiſchen Weine kommen dem Rheit« wein ziemlich nahe, find ſchlecht und ungeſund, ſo lange ſie jung ſind, werden aber angenehm, wenn ſie 6und mehrere Jahre gelegen haben. Dex Kaijersberger wird für den beſten gehalten. C.C. Die Pfälziſchen Weine wachſen mehr auf ebe nen Flächen, ais hohen Gebürgen, und werden mit der Zeit fehr ſtark. Dergleichen ſind nächſt dem Heidelberger die Wormſerund Speyers weine. Von den erſten unterſcheidet man be- ſonders die ſo genannte Liebenfrauenmilch, die auf dem Wormſer Kirchhofe eigentlich wäch« ſet, und ein ſtarfes, flüchtiges, und ſehr ange- nehmes Getränfe ſeyn ſoll. Won den leltern iſt ſonderlich der Ülechtersheimer befannt, wel. e angenehm, halten ſich aber auch nicht| P lange, Die Necker= und Mosler Weine ſind? | ſonſt gut zum Schmauſen, weil ſie den Kopf nicht d 4 1h leicht einnehmen, treiben den Urin, und werden" fo N| 930.90 denjenigen dienlich gehalten, welche Beſchwerung| h' 04 vom Stein und Podagra haben, weil ſie, wie(44 man behaupten, will, den Tartarus aus dem Ge-: 61 blüte treiben ſollen.! A“ - j| 004/14] F,F. Die SranFenweine ſind nicht ſo wohlſchme-| ed 1:08 Fend, fräftig und geſund, als die Rheinweine,| 000 |: Gemeiniglich enthalten ſie viel Schwefel, und| 23605 || können, wenn ſie zu viel getrunken werden, leicht pe WNONEN Kopfſhmerz und Müdigkeit in den Gliedern er-[7 regen. Sie verbeſſern ſich, wenn ſie einige Jahre MM EEN gelegen haben. Unter dieſen iſt beſonders der|, 1 Würzburger Steinwein berühmt, Er wird auf einem Gebirge, Namens Srein, erbauet, und|! wegen ſeiner Lieblichkeit geſchäßet. Der Kei-"2 M ſrenwein, welcher auf dem Leiſtenberge, 8|' Wl au Pflege und Echaltung des Weins, 525 Ma auf das Würzburgiſche Schloß erbauetiſt, wächſt, " 160% iſt noch beſſer, aber auch viel theurer. Die meie- . M" ſten Frankenweine nennt man auch Wertheimer „..] Weine, Eigentlich ſollte man aber nur den um von Da der Stadt Wertheim erbaueten Wein alſo nen- geöpie Guth! nen, als welcher vor vielen Frankenweinen den 0 find der ys Vorzug verdienet, Denn er giebt dem Rheins- weine nicht viel nach, wenn er nur einige, Jahre alt iſt, Mit dem Streinweine, ſchreibt Herr | 0 vp. Rohr, können die Weinſert | Ried | nord |„als | weit | ſind | her | Mo ſe? | uns [ns |, enbyry ftw | Hit des Oy Die milla tädten Dey er, Zh Wh eue fich Nah) wie vom Dei ju machen, py ndern bien ſchen Th; dh den Eile 6 mehr, thy Niederlaußy jen, find wig erühmt, I! het Bein, 11 1 geachtet) nel, ft den unis eit faſt a 17 Stettin 0 welche(9p/ ar wehr, 04! Havel m ſeitdem um" e Baſſe) 4 der Ww verden,; m für vu? De u! ' 00 mpeg„ Pflege und Erhalkung des Weins, 527 Weinhandlung der Stettiner berubst aber wohl häupt= ſächlich, außer den mäßigen Weinpreiten in der Güte der Weine ſelbſt, Denn da die Stettiner Schiffe uns mittelbar nach Frankreich, Spanien, Portugal und Italien'gehen, und daſelbſt ihre Weine laden, ſo kana man Hierans ſchon ein gutes Worurtheil für die Stets iner Weine hernehmen, wenn die lange Erfahrung ſelbſt für ſie nicht ſchon das Wort führete. Man erinnere ſich aus dein vorhergehenden, daß der Äbbe Rozieres die Holländer für-die' größten Weinbrauer in vor Welt angebe; Stettin hohſlt aber, wie nur ges ſagt worven, feinen Wein aus Holland. Welch ein “gut: s Vorurtheil? Wir machen billig einen Unterſchied unter'den ſogenannten Tiſch- und ſiärfern Weinen,- Tiſchwein iſt-derjenige Wein,"den wir bey ver Mittagsmahlzeit in mehrerer Maaße trinfen und trinken können, info» fern er nicht zu ſtark oder zu hißig iſt. Dieſerhalb ſind'die meiſten Franzweine mehr, als der'Ungariſche Wein, und andere iynen nahe kommenden Weine, bey Tiſche zu gebräuchen, wie es quch wirklichvon denje- nigen zu geſchehen pflegt, welche das Diätetiſche der Nahrungsmittel"nicht“bey Seite ſeßen. wollen/ und ſich an den Wein ſchon'zu ſehr gewöhnet haben. Ju fert ſchreibt über den Gebrauch des Weins von-uns Niederdeutſchen a!ſo: Der Wein ſcheint nicht für die nordlichen Bewohner Deutſchlands beſtimmt zu feyn, als für welche der Branntewein und die ſtarken Biere weit ſchickflichere Getränfe ſind. Am widerwärtigſtetn ſind uns diefremden, hiBßigen, ölichten Weine, Zuträgli cher ſind uns freylich wohlunſere guten Franfen- Rheina Moſel- und Nekarweine. Aber doch ſollten ſelbſt die- ſe Weine, wie auch die Franzöſiſchen rothen Weine, uns nur zur Arzney dienen. Als Tiſchweine ſind ſte jeßt uns darum nothwendig geworden, weil man ſich bey uns 528 Fünftes Kapitel. uns nicht genug mehr auf die Bereitung ſtarker und feuriger Biere befleißiget.== Die Weinpreiſe werden in Stettin nach ſoge- nannten Oxhooften oder Orysöften geſtellet. Ein Ox- hooft enthält 1x Ohm oder 3 Eimer; Ein Ohm hat 3 Eimer; Ein Eimer 3 Anker; Ein Anker 32 Ber« liner Quart, Ein Berliner Quart aber ſoll 3 Pfund ſchwer ſeyn» Man kann daher vom Srhoofte bis zum Anker, ja bis zu halben Anfern von Stettiner Kaufleuten fom- men laſſen, wie leßteres von manchen Familien gea ſchiehet, wenn ſie außer ihren gewöhnlichen. Haupts ſorten noc< Weine mehrerer Arten-in fleinern Gebin»- "den verlangen, vder Weinſorten, die ihnen unbekannt ſind, erſt verſuchen wollen. Cs werden aber die ver- ſchriebenen Weingebinde not in einem hölzernen in- wendig mit Stroh ausgefürterten- Obergebinde, ſtatt eines Futterals, zu deſto mehrern Erhaltung und Si- erheit des Weingefäßes ſeibſt eingepackt. Meine Bekannten in Berlin, Potsdam, Brandenburg, Wit- fenberg u, ff. verſchreiben ſich ihre Weine von dem Kaufmann Rudolph Chriſtian Gribel, zu Seettin, von welchem ich eine ſeiner zu Anjange des gegenwär- tigen“ Jahres ausgeſt- lten ſo genannten Preißfouran- fe hier mittheile, wornach ſich die Leſer beym Einfau- fe ihrer Weinejetwan richten, wie nicht weniger die verſchievbenen dort befindlichen Sorten erſehen können« Das Geld iſt Preußiſches Kourant oder Silbergeldz (feine Scheidemünze;) wer aber Gold bezahlet, dem wird das Agio vergütet. Da die Stettiner Preiß» kouranten mit lateiniſchen Lettern gedruckt ausgege- ben werden, ſo erfolgt die vorhabende in gleichen Settern, Junger UNE ettin ne vy: jellet,(un), Ein On h Anfer 31% er ſoll 3 Thy bis zum hh Kaufleutniy en Famili ntichen Zu fleinern) ihnen unbe den aber die! em hölzern) hergebindt,|! altung us patt, I andenburg Weine vo ed, zue ge des Oyen en Preiffu x beym Ci icht wenig! verſehen fim oder Gilbays ) bezahlt, 1 tettiner M edrut au) avs in 900 uf| ' Hauavgter 1V.25,1. T6 El PAege und Erhaltung des Meins, 526 Junger ord. Franzwein, per Oxb. Cour. Rthlc. 26. 28 Dito Mittelſorte.= 3:0::32. 30 Dito alter... 44. 46. 48. 59. 60 Dito alter ſchwerer--. 70. 80. 100, 1209 Weißler llarcelioner'„-- 48 Muscat Lunel--- RICE(NO) Frontiguac,=. 50. 55 Mugscat, iſte Sorte=. 44 Dito zte dito.=... 38... 49. 42 Picardon,. iſie Sorte=... 3105. 32.8 Dito. 2te diio-... 32. 34 Bergerac-... 33 Weiſſer Clairet.<= 323 Cahors Grand Conſlant 60. 64 Dito.zte Sorte| numm SO: 565 Dito 3te Sorte- em. 40. 44. 58 Feiner Margaus-. 70. 80. 85 Feiner Medoc emm-2..40 Dito ordinairer eg 48. 50 Roushillon... N 38. 43 Roqueimaure=. 44. 48 ZE ANENN 245-.. 48. 509 Benoöcarlo= 44. 48 Ord. Niall. Seck eu. 66..70 Dito alter umu 80. 99. 6 Palm-et Canzarienſeck=. DEE Nereler- oder Bitterſeck uo 68. 78 Pedro Xiwenes Seck-. 80. 905 Corlica- Wein e-. AAA ZAR Sprit per Oxhoft ares TCO Franzbrandwein am 48.40 Weineſlig, beſter eum 30 Dito ordinairer awer 34 Arra: 539 Fünftes Kapitel, Ärrac de Goa-.- Rthir 120 Feiner Rom== 90. 96 Alle Sorten weiſſer und rother Kauſfcher Franz- Weine ZN Feine Weine in Bouteillen. Champagner alter= 1 Rthle. 4Gr, Dito never-- 2 IE Burgunder erm 4.4 9. Dito:te Sorte air x SEE Feiner rother Hermitage em 36- Cyper- Wein= wam 13- Muscat rivelalter.. mä K2- Anmerkungen, 1) Zur Erklärung für Unfundige iſt noch in Ans» ſehung der Weinpreiſe hinzuzufügen, daß die bey den Weinen angeſeßte mehrere Zahlen, die nach der Güte verſchiedenen Sorten derſelben nebſt ihren Preiſen be- denken, Die erſte Zeile des obſtehenden Preisverzeich- niſſes iſt daher z. B. alſo zu verſtehen? Junger, or? dinärer Franzwein. Hiervon ſind 3 Sorten, deren die eine das Orjzooft 36, und die andere 28 R'hlr. Preuß. Courant koſtet, Und ſo ſind alle folgende Zei- len zu nehmen, 2) Es iſt oben, in der Beurtheilung der bekann» Ven Weine, bey den Franzöſiſchen Weinen geſagt worden, daß der eigentliche Pontac, welder den Namen von der Stadt Ponrac, in der Pro- vinz Bearn hat, bey uns ſelten oder gar nicht zu haben, oder gar nür ein gefünſtelter Wein ſeh. Die- ſerhalb karen SHENG ] jerholb f PMewp? ynd fich pält daf des Vet geringern (agel,| tn Pont Wein, ſtadt der unter al dim Veſ; nſch fömmt, [1.3 (6 Lund 4) ſint Wel uhweit Bdurdes |.) genennet Rbyuen Lingus 6; welchen | 1-7 in ſein eine B wird x "7 | | Rthle 1" Nh Kauſcher (geiſt neh) , doß di by! die na< vr? ihren Prep) den Dreien? ens Jun! 3 Gott, 1! audere 283) alle Folgen (ung dee hi n Welte ij neo me a der at! NW| 1.0 jew Pflege und Erhaltung des Weins, 531 ſerhalb findet man auch ſolchen Namen nicht in dem Wenwpreisoverzichniſſe. DMWer aber Pontac nennet, und ſich ſolchen unter dieſen Namen verſchreibet, er- hält dafür Cahors aus der 14, 15 oder 16ten Reihe des Verzeichniſſes, je nachdem er ſolchen Wein in geringern oder höhern Preiſen und mehrerer Güte ver» langet. Man erhält alſo feinen falſchen oder gemache ten Pontac, ſondern einen wahren, ungekünſtelten Wein,"der ſeinen Namen von Cahors, der Haupte ſtadt der Landſchaft Quercy in Frankreich hat, und unter allen rorhen Weinen bem eigentlichen Pontac, dem Geſchmacke, Güte und Würkung nach auf die menſchlichen VWerdauungskröäfte am allernächſten kömmt, 3) MuſcatL.unel hat den Namen vom Kirchſpie- le Luncl in Languedoc, 4) Margaux iſt eine der feinſten und geſünde- ſten Weine von einem Kirchſpiele dieſes Namens, unweit Medoe in Gutienne,; in der Nähe von Bourde2ux. 5) Tavel wird auch von einigen petit Bourgogne genennet, und wird von Stettiner Schiffen nebſt dent Roquemaure zu Cette, oder Sette an der Küſte von Languedoc geladen, 6) Benocarlo iſt ein rother Spaviſcher Wein, welchen nur gedachte Schiffe in Barcelona einnehmen. 7) Corlica- Wein iſt eigentlich weiß, wird aber in ſeinem Vaterlande Corlica geſokten, wovon ex eine Braune, dern"Dier ähnliche Farbe enthält, und wird von den Sktettinerh unwmiltteibae von Livorps, Meatone und der Genücſiſchen Küſte gezogen, 84 9 8) Sprit 532 Fünftes Kapitel. g) Sprit bedeutet einen doppelten Branntewein, Man kann, gemachten Proben nach, mittelſt Zuſe«- kungen von Waſſer, Franzbrandtwein davon mächen. I< glaube nun vielen Leſern"mit dieſen und ollen vorhergehenden Erläuterungen über die fremden Weine kein Mißfalten erweckt zu haben, Es iſt nichts gemeiners beym Trinken ſolcher Weine, als Fragen nach ihrem Vaterlande zu hören, die theils unrecht, theils gar nicht beanwortet werden. Und wer will nicht gern von dem, was er iſſet und trinfet, wiſſen, wo es her ſey? -. Kann es aber auch ſeyn, daß manche Leſer gor koine Bekanntſchaft in Stettin haben, oder ſich aus mehr denn einer Handlung Weine verſchreiben wollen, ſo will ich) die mir bekannteſten, dem Namen oder Fir- ma nach, annoch herſeßen: Rudolph Chriſt. Gribel. Iſaac Salingre, 1. J. Vanſelow, et C. Gotthilf Friedr, Tulibein. Job. Chriſt. Nonnemann. George Chriſt. Velthuſfen. Simon Hübner. Joh. Fridr. Gloy. C. L. et F, W. Schulze. Gothenbeutel er Maſſow. Balth. Daniel Nofock. Carl Fridr. Peters. H. L, Gillet. J. G. Henniges. 4:M; Wetzlow, jun. Wer .. en enmnömme ie SSS | | | : „VW Weinha allemal daraus z jahrlich gwinnſ triſt a alten,| dern all: hiſchen * ſelt jährlich zourant preiſe 0 Bretenn » mittf 34 WW n Davon mh "mit dien x) iber die funk em, Es lh ne dls Top je Heils und Und wel* Infet, wiſt; manche(eſt) 1, oder ſicht Acreiben m! Ramen odi! ſ Pflege und Erhaltung des Weins, 533 “ Wer ſich nun an eine oder die andere dieſe Weinhandlungen ſchriftlich wenden will, kann ſich allemal guter und bereiteſter Bedienung gewärtigen. In Anſehung obſtrehender' Courante aber iſt noc< zu bemerken, daß zwar die Hauptſache immer daraus zu. erkennen iſt, die Weinpreiſe,aber ſich doch jährlich verändern, je nachdem der jährliche Wein- gewinnſt und andre Umſtände ſeyn können. Cs be- triſſt aber ſolche Weränverung der Preiſe nicht die alten, ſich immer gleich bleibenden Franzweine, ſon» dern allein die jungen, rothen, Myscät--und Spa- niſchen Weine. Jmmitrelſt iſt ſolne 56. ihr Nukßen, ebd. 7 Gurken, 1 fi, Schlangengaurken, 2. Gurkenſtellag? 8 f. Ltg 55. Dill, 79 f. y „Zonig, Roziers Vor) d Regiſter. 5. Zanbutte, qatoße, Roſenapſel, 403 f.; Zanf ,' 125 ff. Kultuyr in dex Mittelmark, ebd. F. in Ba«- den und am-Rhein, 127 ff. Elſaß, 128f. Zweybrück, 128f, Regeln zur beſten Kultür, 130, ſf. männlicher und weiblicher, 1133 f.„Waſſetröſte, 133 ff. Dü Ha- mels Verſuche, 136. Thaurbſte, 138 f.- Reife und Ge- winnung des Saamens, 139 ff, Kennzeichen des Hanfs als eines guten Kaufmannsguchs,.142- Farbe, ebd, Y. wiederhohltes Röſten, 145 f. Weißmachon mit. wilden Kaſtanien, 147f.. mancherley gewebte Zeuge aus Hanf, 149 f. Hecheln deſſelben, 459 ff.- Spinnen des Hanfs, 152 ff. Kochen des Garns, 155 ff,, Dleichen, 159|f, Beſondere Regeln dazu, 163, Sinveer2n, 407 f, e, 182. aus Ho- pfenſächſern, vder Keimen, ebd.ff. Aufräumen und Aus- Feimung des Hopfens, 190f. Länge und Richtung der Stangen, 191 ff, Anbinden der Ranken, 194f. Kv» pfen, 195. JAbblatten, 1938 f. Behacen im Brach- monate, 199, Honigthau im Hopfen, 200 Ff. Kenn- zeichen des veifen Hopfens, 203. Ausziehen der Stan- gen, 204 f. Hopfenpflücken, 205 ff. bey ſchlimmen Wetter/ 207 F.. Troccenſchuppen, 208 f. Ofen zum Ho» pfendörren, 2:0ß. Auſbewahrung des Hopfens, 214fſſ. Hopfenlaſten beſſer als eine Hopfenkanimer, 216 Sär de darzu, 216. BDalſlenhopfen, 217 ff. VWetkauf nach dem Gewichte, 220 f.- Hopfenextract, 221 f. Höhmi- ſher, 222 f. Ranken zur Viehſütterung zu tronen, 223 f. Garn und" Leinewand davon, 224|f.“ Einträgs- lichfeit des Hopfenbaues, 226 f. Urtheil des Verfaſſers darüber, 225 3 Sam bog vi ot, eb, f,(ys 50.0: Mar“. 338 1: Kl Kennzeichen bey 142, Jaht ,h eißmachn m vebte Zeuge wih Spinnendbhy Deichen, 141 „daraus Judy Moſt zu vf! Mart, eb), f| neburgiſben, M Schweden, 1) Hopfengarten! | Hopfen,| de, 187, WW: Vufräumen u nge und Niht' Rapfen,! 194)[! Bohaden ID ven,? o0f hp Aus jehen! Ww jf. hey(him 108f, Of 0? q des 95177 11000) fol 104 7 f. Dai an au, M '' NU m 0 I| 4, m chi 0) Nu) 1 1281, Zuok) 1130 ff, Manly 0, 133f, Nj ;„Regiſter. 4ſop. 66f,» Johannisbeeren, 406 f; ZR. Kabhm, der Weinfäſſer, wie ſolcher fortzuſchaffen, 462 Rafitanien, wilde, ihr Gebrauch zum Waſchen und Bleichen,, MZG Kaſkanienbaum, 493 Rirſchbaum, beſondere bey ihm anzuwendende Regeln, 373 ff. -Korneltirſchbaum, 4093f. Krapp, FSärberroibe, 91 ff. Erdreich darzu, 92 f. An« pflanzung, 93 f. Aerndte, 94f. Verfahren damit in Seeland, 95 f. Hrn. Beckmanns Rati) wegen der Wur»- zeln, 97. Präparat davon, wie es ſeyn ſpil, 98, Hrn, Schubarts Regeln zum eit ttäglichen Krappbaue, 99 ff. Kräben„ leichteſte Art,' ſolche von den Mahnackern abzuhal- ten, 378. Vorſchlag die Strohdächer eben ſoy im Wintex wider ſolnet werden, ebd. Vorſchuß oder Vorlaß, 452 f: Dxrucwein, 451 LTe „STectarinent, 342f. beſte Arten derſelben, ebd. f. O, Qbfibäume, ihre Wartung, 338 ff. Reinigung von Mooß, ebd. f. der Einſchnitt, 339 f. wie das Erfrieren abzus wenden, 341 f. das Abfallen der Blüthe, 342 Brande regen, ebd. f. angebrochene Aeſte, 343 f. Beſchädi- gung von Stoßen und Hauen, 344. Düngen, 345« vas Dürre werden an den äußerſten'Spikzen, 3435 f. das Berjüngen der alten, 347|f. des Verfaſſets Erſahrun- gen davon, 342f. deſſen Zuſäße zum Verfahren hiebey, 352. Vorſchlag die Eichen zur Gewinnung mehrerer Rinde für die Gärber zu getvinnen, ebd. f. Schabols Re- . geln den Trieb der Bäume einzurichten und zu leiten, 3 5 3ff. Mäßigung und Enthaltung, ebd. f. Einſchnitt, 354|f. Aderiaſſen, 355. Fontanell, 356 ff. Scrvpfen, 353 f. Fruchtbarmachung, 359 GObſtbaumzuch4t, 247 ff. Poſivaumbeden, 304ff. Ovſiterne, welche zum Säen zu wählen, 249 f. Oculiren, 231 ff. Oculirreiſer, ebd. ff. Form des Oculitens 283. Hagedorns Methode, 285 ff. dü Hamels, 288. Oculiren durch das Röhrchen, ebd,' Pfefferkraut, 59.| Pfirſichvaum, beſondere bey ihm zu beobachtende Regeln, 3 78ff. wie größere Früchte zu gewinnen, 384. das Gummi / der Bäume, ebd. f. der Brand, ebd. f. Lepechins Rath, das Erfrlerxen dieſer Bäume im Frühjahre zu verhindern, 385. des Verfaſſets Vorſchlag, ebd.|f. firſich und Aprikoſonbäume, wie ihr Sichern wider die Winterfröſte zu verſuchen, 445 f. die zu viel Früchte an» ſeßen, 343. Schimmel an den Pfyſichbäumen, ebd« P fir Pfir Pfl Pf 00 Ww "", Berſhgy" 1(hf, nigung vy das Erfriecen 1) übe, 342 Ih 341 f. Zh Düngen,| igen, 3431) eſas Erſch n Verfahren hi) jeinnung hn bd, 5, Ecahl n 1000 zu[eiten 33) Einſchnitt, 3 ; Get 171 0008 Form des DU di Hamid tee Sud 384. was 07 ſ Qpeina „. zu vhs r:(ern TM em viel füh? 717.108 py Regiſter, Pfirſchen, ihre Hauptaßtheilung in qlatt- und wollichte, 387, übrige Unterſcheidundszeichen, ebd. F. Eigenſchaften vors züglich auter, 389. beſte Atten derſelben, ebd. ff. Pflaumen, mancherley Arten devſelben, 369, Pfiaumenbaum, beſondere bey ihm anzuwendende Regekn, 366 ff. Pfropfen; 262 ff. Pfropfreiſer, 263|f. Pfropfen in den Spalt, 267|f. in die Wurzel, 275. in die Krone, 277 ff. in qie Rinde des iungen Stammes; 378 ff. Q. Guittenbgautm, beſondere bey ihm zu beobachtende Regeln, 398. Vermehrung, ebd.|f. Beſchneiden, 399% Soy ten, 490 Grittenbe&en, 305 R. Raute, Weinraute, 67f. Nevſchule, 409 ff.- Plaß dazu ebd. Rebenſtecklinge ebd. f. Rbgabarbver, 87|ſf. Verſuche wit dem Anbau der ächten, 88. das Erdreich dazu, ebd. f, das Trocknen dex Wurzel, 89. Eigenſchaften der guten, 90 Römer, der alten Verfahren beym Seken der Reben,'4u1f. Ros8marin, 68. Vermehrung, 69 f. Winterpflege, ebd. Die Blüthe fleißig abzunehmen, 71. Ungariſch Waſſer davon, ebd, S. SaFran, 31 F. Frühlings- und Herbſtſaſfran, 32. An» hau, ebend. ff, Trocknung deſſelben, 84 f., Saameaer- ziehung, 86 Salbey, 61 f. Saturey, 58f, Schavols, des Abbe Theorie des Weinbaues, 426 ff. wie nach ſolcher die Würzlinge zu ſehen, ebd. der Schnittlin- ge, 427. das Pflanzen der Weinſib>e an Spalieren, ebd. f. ihr Beſchneiden, 428|f. dte Gäbelchen, 4392, das Abblatten, ebd. das Umgraben der Erde, ebend, wis diere und beſſere Trauben zu erzielen, 433|, Schnitt + ; y Regiſter. Schnittlinge zur Anlegung eines neuen Weinbergs, 417, ihm werden in einem&ylechten Boden die Würzlinge vor- gezogen, ebd. Scwarztlömmel, 78 Sec, vino ſecco, warum dieſer Wein ſo heißet, 449 Spaltierbäume, ihr Beſchneiden, 397 ſſ. das Begreiflich» machen deſſeiben ohne Figur, 311. dex Sommexrſchnitt, 313ff. das Ausbrechen, 315 ff. Nukßen deſſeiben, 317. das Abwerfen, 329. das Ordnen der Spalierbäume, 333 ff, Anbinden derſelben, 536f, Spaniſcher Pfetfer, Taſchenpfeſter, 7 ff. Küchengebrauch davon, 72f. Verfahren. der Indianer damit, 73 Spargel, 27|f. Sagamenerziehung, 29 f. Ausſaat, 30f. Verpflanzung, 31 ſſ. Zurichtung des Spargelbeets zum Lerſeen, 37 ff. Methode des Verfaſſers, 49f, allge- meine Regeln beym Verſeßen und Warten, 41 ff. frü- here Erziehung des Spargels, 45 ff. allexfrüheſter 47 f. Arzneykräfte deſſelben, 48. Sperlinge, leichte Art ſie von den Kirſchen abzuhalten, 377 GSrache!beeren, 406f, Strauchnußbaum, 402f. EE Sttrrobwein, veltliner„ wie et gemacht wird, und von uns nachgemacht werden ſoll,- 4592 Süßholz, 118, Extract davon, Lekkrikenſaft, 115f, Nu- Ben, 120 T: Taba&, 105ff. Augſaat, 165, Pflanzung, 107 ff. Aernd- te, 109 ff., Tabacksſtängel, 111f., verſchiedene Tabackss- ſorten, ff. Aſiatiſch- türfiſcher Tabac, ebendaſ. ff. deſſen Vorzüge, 1155f: Thymian, 62|.: Ciſchwein, warum der Rheinwein dazu nicht zu gebrauchen, 509: warum die ſüßen Weine nicht nach dem Obſteſſen, ebd. f. die Suhbjecte, die nach dem Obſte gar keinen Wein trinfen“ ſollen, 501 Trguben, Sprtiren und Abbeeren derſelben, 446 ff. was zu thun, wenn man verſchiedene Sorten in einen Bottich zuſammen bringen muß."446. wenn und wie zu ſotti- '" ven, 447. das Abbeeren und deſſen Nußen, ebend.|f. wenn nach Maupins Rath ein Theil Trauben nicht abzu Beeren, 448. durch das Trocknen der Beeren können die Landweine verbeſſert werden, 450 W. „mn 25%..-===m SS St-a AUD) Tannen. 558 Regiſter. Bb, 1 ) Nie Bithnan WW, m XDaid, 101ff. Land-uns Ausſaät, 102 f, Aerndte, 103f,| Fet, 44 Zubereitung der. Waidballe, 104 f.| 1, das Op) wWallnußbaum, 461 ff, det Gomel Wein, Pflege und Erhaltung deſſelben im Keller, 442 ff. des üben deſſen 41- Ablaſſen deſſelben aus den Gährungsgefäßen, 455|f. wie der Ghulinkiz ſolches'in Frankreich geſchiehet, ebd, wenty Vorlaß und j SDruckwein unter einander gemiſcht werden, 4%90.„der If. Rücenuhy IWBein ſoll lieber in große als kleine Fäſſer gebracht werden, ner damit, 3; ebd. Belchäffenheit der Fajſer, ebd. wie weit ſie anzu- füllen, 461. DBDoſchaffenheit der Weinkeller, ebd. wie und woitiit der Wein aufgefüllet werden muß, 462. wie der Kahm fortzuſchaffen, ebd. welches ſeine Deſten ſind, 463. Abſtechen deſſelben, ebd, ff. iſt votn erſten Ablaſſe zu unterſcheiden, ebd. warurit der Wein abzuſtechen, ebd. was däubey zu beobachten, ebs. f. wenn das Abſtecken in Frankreich und im Rheingau wiederholet wird, 454. uns ter welchen Umſtänden der Rheinwein ehtze Nachfüllen viele Jahre hindurch aelaſſen werden kann, 484. vöfteres Abziehen macht die Weine lieblicher, aber auch ſchwächer, )|, AWueſatt,) ; Sporgelbug; ſets, 40f,| arten, auf, Mletftüheſity ven Abul vid und vn) ebd. Vermiſchung deſſeiben mit Branntewein/-493. f. M2.) wie ſolches entdecfet wird, 494. Mißbrauch deſſelben, NEUE 500 ſſ. der rothe wird faſt allen Körpern dienlich erach- tet, 501, ſüßer iſt der Bruſt zutiäglich, ebd. warum nicht ausgegehrner, z. B. der Champagner ſchädlich, 502. Eigenſchaften des Weins, wenn er unſchädlich ſeyn ſoll, 502, Schaden ſeines Mißbrauchs, ebd, ſäuerlicher Wein, in wiefern er Gicht- und Steinſchmetzen verurſa- djen fann, 503. Sennert entſchuldiget die Sächſiſcher Seine, ebd. mäßiges Weintrinken den Podagriſien von Sydenham etnpfohlen, ebd.„Zückers Rath für eben dieſel» be, ebd. Ungariſcher, kann die Luft nicht vertragen, 518. Darf nur mit ſeines gleichen aufgefüllet werden, zung, 107f, verſchledene vs Tabaf,(m ! nit zu aeh? ebd. wie er in Ungarn bey der Wärme auf Reiſen ab- nad Dem 3 gefühlet wird, ebd. f. 703,4 191206 Weine, in Champagne wie ſie gemacht werden, 451.' wie Nn die Franzöſiſchen rothen, ebd. woher ihre rothe Farbe, (en, WE und herber Geſchmack, ebd. das Schwefeln oder Aufbren- ten Im ein nen detſelben, 465 ff warum ſolches nvthig iſt, ebd.f. vpn und wet welche Weine tnehr oder weniger des Schwefelns bedürfen, n Ruben, 466. dert rothen Weine, ebd. der abzuziehenden Weine, ( Zrouben 10 ebd. f. wiefern das Schwefeln ſchadet, oder nicht ſchadet, ar Deore[an 467. Proben zu ſtart geſchwefelter Weine, ebd, ſ. Ver» wan y 'Regiſter, wandelung der rohen und ſchlechten, 488 ff. mancherley Mittel der Weinverfälſchung, ebd.|f. Kalk iſt nach dem Urtheite kein 16 gefährliches Verfälſchungsmittel, als es von den Alten angeſehen worden, 499. die aufgebränn- ten, 49' ff. wie ſie der Geſundheit ſchaden, ebendaſ, f. boshaftes Verfahren der Weinhändler, vom Abt Rozier beſchrieben, 492« Auſbrennen des Moſtes, ebd. Bes reitung der Franzweine in Amſterdam, 493 zpeinbau, 409 AF. Weinberg, Anlegung eines neuen, nach der Methode des Hrn. D. Kuechts, 412. Wattung-deſſelben, 413f. das Hacken, 415. Verbrechen, ebd. f, Weinberge, in der Mark, warum der größte Theil derſelben eingegangen ſey. 417. wie wir in unſerm weniger wat. men Erdſtriche der Natur zu Hülfe kommen können, 417 ff. Weinfärbungen, künſtliche, 485. Pontaeſchm'erorev, bd.f. der blanten und ſchielen Weine, 487. Färben des jungett Rheinweins, ebend. MPeingäbrung, 451, der rothen Weine, 452. nngleiche ſoll verhütet werden, 452. wie die Champägnerweine gähten, 453. wie in vieien Rheingegenden, ebd. wenn der Wein in Kufen gähren ſoll, ebd. wie der Wein dur< kochenden Moſt in Arbeit geſeßet wird, 454. Mautpins Rath die Gährung zu erzwingen, ebd. ff. warutn die Meine in Spanien, Italien und Griechenland außeror- dentlich ſäſſe ſind, 457. eit anderweitiges Beförderungs» wittel der Gährung, 453. Kennzeichen der vollendeteit Gährung, 459. wird in den Fäſſern, in welche er abge» laſſen worden, noch unmerklich und ſchwach fortgeſeßet, 4Öl Weingäſcht, was er iſt, warum er uicht getrennet werden muß, ebd.» hievon hängt die Dauer der Champagnet2 weine äb, ebd.|f. wpeinbandlungen in Stettin, die bekannteſten, 532 zDpeinbefen oder Druſen, wenn und wörza fie zu ſammeln 464 Weinkrankbeiten und deren Kar, 468 Ff. Kennzeichen vines im Faſſe ſauer werden wollenden Weines, ebd,|f. kürſt- Kches Fa 3 We 25, 072 222 DD ET zm 172223202 2 403 Ff. mund ; Salt(ndl nh, Why die Auf , irh; et, vont Ut up Moſes, eh, y 0, 493 h der Rehy deſſelben, nb roßte Theil hh Infern wenn e fommen int NN(1100.00) h , Farben eln] 0, 452, m 6 Champ woenden, wie der Binh) Vriecenlan) us eitiges Defrhe) „iden Der volt! en, im Welge ) ſhwaß) for pt pean 0 der Chun" teſten, 33?| 198,8(m) Regiſter, liches Niederſchlagen oder Schönen der Weine, 477 f. mancherley Compoſitionen von Schönen, 478 f. Weinküuſieleyen, unſchuldige, 479 ff. das Nächkünſteln feiner Weine, 480 ff. das Nachmachen des Tockayerbeers weins, 482. leichte Methode die Süßigteit des Moſtes im Weine beyzubehälten, 483. Mittel den Weinen einen guten Geruch und Geſchmack beyzubringen, 484 F, Weinleſe, 443. wenn die Trauben dazu für reif zu hälten, ebd. Beſichtigung des Stiels und Weltwerden der Traa» ben, 444. Monath und Tage, ebd. f. Weinmachen, beſte Arten deſſelben, 442 ff, Schriftſteller davon, ebd. Weinimiſchungen, ſchädliche, 485 ff. AWeinſorton, 505|f. außer Europa erzeugte Weine, 505 f. Portugieſiſche, 508. Spaniſche, 507. Neapolitaniſche, 508 f. Sitcilianiſche, 509. Corſicaniſche, ebd. Kit» atm Rhoin, wo und um welche Preis er zu bekommen, 423. ſeine vorzügliche Güte und Eigetiſchaften, ebd. f. Aufnahtne des Orts Siogoelsheim von dieſer Weinſtocksſotte, 424. Zufälle der Weinſtd>e überhaupt, 425 f. ihr Anſeßen der Fruchtaugen und Boe urtheilung des zukünftigen Weinerträgs durans, ebend. f. das Umpfropfen der ſchlechten Sorten, 432 ff. Verde» >en wider den Froſt, 434f. das Senken; 435f. Ab» leiter öder Abzüge, 436f, in Gärten an Spalieren und Wänden der Gebäude, 437 f. was Bürgern ud Bauern hiebey anzurathen, 4338, wie ſolche wider das Crfrieren mit Moos einzuwieln, 431f.> Dein: Regiſter, : XWeinpreiſe, Stettiner. 52656 ſſ. Weinmaaße, 528, Preiskourante, 529|ſſ. Weinprobe nach Hrn. Delius, 497|. Neumanns, 499. Roziers, ebd.; xpeinverfälſchung ,' die allerſchädlichſte, 494 ff. von ſolcher ſoll nach dem Hrn. van Swieten die Bleykolik bey rei- hen Leuten herrühren, 495. welche Weine der Bleymi- ſchung unterworfen, und wodurch ſie ſich verdächtig ma- hen, ebd. f die Weinproben, 496 f. Y0örzlinge zur Rebſchule, 410f, das Seken derſelben, 41 E» N.-D-E, . Beine 33 eman, u 1 404 ff, vn ie Blythe hay eine de Elyy-" & ſi Verdich 9 f. Delen derſel 41 Die vfonomiſche Bauwiſſenſcen, einigem Acterlande und Wieſen umgeben werden. Außer dieſen ſind zwar auch in dergleichen Land- örtern anzutreffen: Kirchen mit ihren Höfen. Prediger- und Predigerwitkwen-, Küſter- Cantor- oder Schullehrerwohnungen, wit ihren Nebengebäu- den oder ganzen Gehöften. Poſt- Zoll- und Wirthshauſer.. Häuſer zur Seidencultur. Sprißen- und Leiterhäuſer, wit ihren Jnſirumen: ten zum Feuerlöſchen. Oeſſentliche Schöpf: Zieh- oder Pumpenbrunnen. A4 Der- 8 Einleitung. Dergleichen Bakhäuſer oder nur Backöfen. Dergleichen Brücken, Graben und Waſſerlei-* fungen ze, und auf adelichen oder herrſchaftlichen Gehöften noch beſonders: Herrſchaftliche Wohngebäude, Brauhäuſer und Brandeweinbrennereyen. Stärken- oder Amidam-, auch andere Fabriken, Woſch- und Backhäuſer. Magozine. Eisgruben; und noh viele andere mehr. Da aber erſtere Gebäude nicht zur eigentlichen Beſorgung einzelner Hausväter; ſondern für ganze Ge- meinden gehören; leßtere aber von den Beſißern großer Güter zu ihrem beſondern Vortheile, oder zum Ver« gnügen angelegt werden, einige derſelben ſich auch den Prachtgebäuden nähern; alleſommt aber ohne Zeich- nungen nicht deutlich genug beſchrieben werden können, und dennoch allemal die beſondere Auſſicht eines Bau- meiſters durchaus erfordern, wenn ſie ihrer Beſtim- mung gehörig entſprechen ſollen: ſo will ich ſolche nicht in meinen gegenwärtigen Plan aufnehmen, indeſſen aber auch nicht ermangeln, dasjenige davon zu berüh« ren, was Privarhaushältern von dergleichen Gebäus den zu wiſſen nöthig ſeyn möchte Was bey vorerwähnten fünferley Gehöften an eine zelnen Gebäuden vorfömmt, möchte in folgenden be- ſtehen, Alle, auf ſolchen größern oder kleinern Gee höſten vorfommende Gebäude haben unter einander Aehnlichfeit3z nur mehrere oder mindere Größe derſel ben unterſcheidet ſie von einander, Wohngebäude, und in ſolchen? Vorhäuſer, oder Fluhre und Gänge zuni bequemen Eingange in die verſchiedenen Abſonderungen; Wohnſtuben für den Hausvater und das Geſinde3 die nöthigen Kammern dazu 3 ut Bchiy, ben und Vik ichen Orien y, Unbe, auh ande hh andere mh, icht zur"dab ndern für aut) den Veſikeny heile, oder m erſelben fih ut! mt aber hw jeben werdn du » Auſſicht 19% m ſie ihr fo will Ich Won | aufnehmen, nige Davon| W) n Dergleiden di erle) Oehefin? dte in folg" m ober Flein? wv aben Unter 1 0„""yy ndere rs fi) ſolchen! Du! men Ging 0 EN ulm Fyn 1.0.00 py Einleitung,. dazu; Küchen; Gemächer zum Speiſevorrath; det- gleichen zu rohen oder zum Theil ſchon verarbeiteten Producten, welche. zur Kleidung, zu Betten, und zu andern Bedürfniſſen dienen; Rauchkammern, Keller zu Milch, Bier und andern Getränken, desgleichen zu Gartengewächſen für den Winter. Auch ſind deren Dachböden zum Aufſchütten des Getraides, zu Flochs, Wolle, Holzſaat, Gartenſämereyen, zum Käſetrock- nen u. ſ. w. zu nußen, Scrölle, nämlich Ochſen- Kühe- Kälber- und Pferdeſiälle; Schaf» und Hammelſtälle; Schweine ſtälle 3; Ställe fürs Geflügel, als Truchühner, Gänſe, Enten, Hüner 3 au< Verſchläge für Tauben; Ställe für franfes Rind- und anderes Vieh, u. ſ. f. Ueber dieſe können zum Theil auch Böden zu Auſſchüttung allerley Arten Getreides; hiernächſt auch die Heu- Nachmaht- oder Grummet- und Strohböden angelegt werden. Scheunen, mit ihren Abtheilungen. Schuppenoder Schauer, zu Nuß- und Brenn« holze, auch zu Pflügen und Wagen, wobey zugleich die Schirrkammer zu Beſſerung des Acker- und Wa- gengeräthes vorfommen fann. Rammern, zum Hexelſchneiden und zu Auf- bewahrung deſſelben, desgleichen des Kaſfs oder der Spreu, und andere Behältniſſe, werden insgemein in den ſchon vorhergedachten Gebäuden mit eingetheilet; es fönnen aber auch dieſelben, wenn Plaß vorhanden iſt, auf die Böden gebracht werden. Außer dieſen fallen einem Hausvater auch mehren- theils noch folgende Sachen gut anzuordnen und zu un- terhalten vor? Die Umzäunungen ſeines Gehöftes, ſoweit es nicht ſchon mit Gebäuden eingeſchloſſen iſtz ſeiner Gär- ten; die darin nöthigen Thore, Thüren und ſogenann- A 5 ten 10 Einleitung, ten Höcken ober Höckthore, als welche eine Art Schlage bäume ſind. ZArunnen zu eigenem Gebrauch. Abgeſonderte Dacksfen. Eine gute TMiſtſtätre, oder nach Beſchaffenheit der Umſtände mehrere dergleichen, beſonders wenn man jede Art Dü:'ger für ſich allein haben will. Geſchälte dder blos ausgeſtochene Waſſergra- ben, um einige Gegenden ſeiner Beſißungen, und Brücken über dieſelben, die ihm allein zu untere halten obliegen; zuweilen auch Viebſchwemmen. Wenn aber auf jedem ein- zelnen Gehöfte eine beſondere angelegt werden ſollte, ſo würde ſolches zu vielen Räum wegnehmen. Sie wer» den alſo mehrentheils nur bey herrſchaftlichen Gehöften und Vorwerken vorkommen. Gemeine oder öffentli dergleichen zu 1 0 Stühlen und - 2 Bändern made= 1 73 s Creuzholzzu Riegeln, macht 18 Fuß Ganzes oder z LT Zz 1 Stamm alſo 32 Stamm Mittel fienen Bau- holz in mäßigem Anfaufs- preiſe, nebſt dem Stäm- men, Zöpfen und Anfahren, zu 3 Nhl. 8 Gr.» 1x Rtl, 16 Gr.=> - ſolche zu beſchlagen zu 5 Gr.==» 17» 114 Fuß davon fpſauleneiden zu 2 Pf. 7 2:49 1750 große Form Mauer eine zu Ausmaurung der Fache, 2750 dergleichen zum Fundaqa- mente; alſo 4500 dergleichen Mauerſteine, mit Waſſer- und Landſuhr- lohn zu 6x Rchl. 29? b 72. Wiſpel Kalch, jeden zu 6 Scheſſel gerechnet, mit Fuhr- und Löſcherlohn zu IZ Rhl. IT» 438 gute Fuder Mauerſand zu- 4 Gr.„ 3[] aeg - zuſammen 33 Stamm 6- Pf. Fuß ſtarke in, un derlich I emm== 000 | 37 Elm „16 O1,=) 17,(, 19:7! Einleitung. 43 An Arbeitslohn,:;, 36 Fuß hölzerne Wand, zweymal.. verriegelt,“zu verbinden und aufzurichten, dem Zimmer- mann zu 3 Gr... 4 Rel. 12 Gr,---Pf, 15 Schachtruthe Fundament zu mauern und über der Erde zu berappen, auch dazu aus- zuärüben, zu 12-Rthtr. 3-7 EE» 4 0 27 Fache auszumauern, aus und inwendig zu pußen, zu 3 Gr. 3--9*-==- Neberhaupt 66- 18 Gr, 10 Pf, Zu einer Mauer, die ebenfalls 36 Fus lang, 10 Fuß hoch, und 14- Fuß ſtark iſt, und welche 2 Fuß ſtarkes, 6 Fuß hohes Fundament hat, wovon 4 Fuß in, und 2 Fuß über. die Erde kommen, ſind erfor« derlich t 6250 große Form Mauerſteine zum Fundamente, 6750 dergleichen zur Mauer ſelbſt. 130006 Maverſteino mit Fuhr-; lohn 20. zu 65 Rehlr- 84Rtl, v2 Gr.-- Pf, 1 5 Wiſpei Kals mit Fuhr- und köſcherlohn zu 1+ Rthl. 22- 12-=- 38 Fuder Mayuerſand zu 4 Gr. 6- Y-==» 3 Schochtruchen Fundament zu mauern zu 1+ Rehlr. 52= va is| 34x SchachtruthenMauer aufzu- führen zu« x Rehlr, S5 2=== 2. 8 6 Quadratruthen auf beyden Sei- cen zu pußen, zu 12 Gt. 3-=-=- Veberhaupt 5 126 Rel, 8 Gr,=- Pf. Die 14 Einleitung; Die hölzerne ausgemauerte Wand koſtete nuc 66- 18- 10 Alſo die ſteinerne; oder die 7 Mauer mehr- 59 Rtl. 13 Gr. 2 Pf, oder beynahe noch einmal ſoviel als jene. Dieſes harmonirt ſchlecht mit der Behauptung: leßtere ſey wohlfeiler als erſtere- Aber wir wollen noch weiter gehen, und unkerſuchen? Ob es damit viele leicht ſo zu verſtehen ſeyn möchte, daß in Betrocht des jeßbigen an vielen Orten Deutſchlandes eingeriſſenen Holzmangels bey dem maſſiven Baue ſo viel an Holze erſporet würde, daß einem Landesherrn oder Privak- beſißer von Waldungen, dadurc eigentlich der Vor- theil entſtünde, daß durch das Bauen nicht zu viel Holz verſchwendet würde. Wohlan! man wird gleich ſehen, wie viel zu einer oder der andern dieſer Bauarten an Hoize nöthig ſey«; Die hölzerne Wand braucht zum Verbande- 3x Stämme Das Brennen der 45090 Mauerſteine zu x Klafter - gerechnet 43. Klafter Das Brennen der 7x Wiſpel R€ IX» 53 Klaſtern Rechnet man von. jedem Stame me 2x Klafter Brennholz, ſo betragen dieſe 53 Klaſtern beynahe- 25.007 Und es gehen zu dergleichen Wand auf 6 Stämme Die Be 1, Eee nr (1,13 Or, 1] (7 et Dehn Aber wit ml Db es damit) in Betratt ves eingetiſt! ſo viel an H ty oder Ih enth ve I niht zu vil. wird gleid [eſer Day! 37 Gu Einleitung, I5 Die Mauer erfordert: Zum Brennen der 13000 Mauerſteine, 13 Klaftern Zum Brennen der 1 5 Wiſpel Kalch. 235 e- ; Sind. 1 5x Klaftexr Zu Stämmen gerechnet, je 24x Klaftcer auf den Stamm macht auch 6 Stämme und faſt noch mehr, Bey mehrern Sto>werken, wo alſo die Mouern unten auch dier werden müſſen, ſteiger die Menge des Brennholzes, welche bey Fachwerfe immer einer?» ley bleibt, oder ſich bey ſchwächer anzunehmenden Saumſchwellen gar noch vermindert. Hier findet man keinen Unterſchied am Holze und feine Erſparung; hölzern oder maſſif erfordert einer- ley Quantität. Der Einwurf in Anſehung der Qualität iſt zwar völlig gegründet, daß nämlich zu erſterm hölzernen Baue eigentlic) nur 3x Bauſtämme gehören, das an» dere aber, zum Brennen der Steine und des Kalchs, nur Sc (le genu med Abzuſteiffen und die neue Schwelle un- doch mit Ii terzubringen 30 5 nach den y Fuß zu 3 Gr. 4- 12---- ) einander 9 Fache auszunehmen,. feier und bj die Steine zu pu-| | bauen, un) ken und wieder aus» Sa will bs) zumauern, für das e Band ud 1 Fach mit Zubuße und ſalt» neuer Steine und / des erforderlichen Mörtels, auch 8 Abräumen des N.18 un Schutts 2c. zu 4+ Gr.- 1-.162 6 a Das Fundament un- ter der Schwelle neu zu verzwicken u. zu berappen, 3 6 Fuß mit Inbegriff der Materialien zu ; 9 Pf. 8 Io Z->ek "SU. AR!; IO es 20-9-= ! Dieſe Arbeiten ſind innerhalb 609, Jahren noch zweymal zu wie- derhohlen, und werden aiſo be- 5 tragen“. 214 92 16.-- »3Ru8vgter IV. 2.1. Th. BD Dabey M r8 Einleitung, Dabey müſſen immer wiedbt neue Zapfen andie Stiele geſchnit- 100| ten werden, wodurd) ſie kür- | zer werden; folglich muß auch“. vy das Fundament“um ſo viel. "| nach- und höher gemaüert wer- EEN! den. Hiernächſt ſallen bey der-..- | 0 gleichen Wänden, wenn ſie Gebäude umfaſſen, noch vie- ke andere und faſt jährliche MOGAN Reparaturen vor.- Oft müſ- 04.0- ſen neue Stühle, beſonders DMM; Eckſtühle eingezogen; andere N aber angeſchäſtet werden z Giebelbalfen, Riegel und Bänder müſſen anfangs mit Bohlen verblendet, ſodann, Hauptſächlich an den Wetter» | ſeiten, ganz erneuert werden; JAN 3) 4 ASEN uU. ſ. w, 14:00 Um nicht zu weitläuftig zu- ſeyn, OE will ich davon kein Detail an- | geben, ſondern für alle fleine 4 Ausbeſſerungen, ein Jahr ins nu| andere gerechnet, jährlich nur 3 EN 8 Gr, rechnen, dies macht in Es iſt möglich, daß*nach 80 Jahren noch einnial durch Un- terſc. Zehnmal ſo viel Länge trifft man auf nicht allzugroßen Gehöften an, zumal wenn höhere Wände und mehrere Stockwerke vorkommen; dies giebt auf ein Gehöfte Zehn, und nur Tauſend der- gleichen Gehöfte angenommen, die ſich in einem fleie nen Bezirke denken laſſen, Zehntauſend Scho> Stäm- me Holz oder 600,000 Stück. Was für Waldungen gehörten nicht allein in 200 Jahren dazu? Zumal da man auf die Gebälke und Dachwerke beynahe noch doppelt ſo viel rechnen muß. Aber dieſe beyden Arten Wände zu bauen ſind auch nicht die einzigen. Man hat mehrere Arten, die zum Theil nicht ſo holzfreſſend ſind, als. diejenigen ven Fachwerk. JH will die mwehreſten davon her- erzählen. Außer den beyderley eben gedachten, nämlich 3) Von bloßen Mauerziegeln, und b) von. hölzernen, Schwellen, Stühlen„ Riegeln:?. mit ausgemauerten Fachen ober ſogenannten Bundwänden, giebt es noch folgende Arten: c) Von Mauerziegeln, wo aber das Fundament von Sand- Bruch- oder Feldſteinen iſt. a) Von lauter Sand- Bruch» oder Feldſteinen, ſs- wohl in als über der Erde. B 3 e) Von 22 Einleitung. €) Von kehm, mit eingemiſchtem Strohe, oder ſoge- nannte Wellerwände ,- welche aber. do< auch in und ein Stück über der Erde Mauerwerk haben müſſen, es ſey nun von einer oder der andern vorhergedachter Steinarten, f) Von ganz irregulären Steinſtücken oder. Schla- ken geringer Größe; oder von ſolt, eine gute Politur anzunehmen, Nur ſeine ſchlechten Farben, die eine Miſchung von Fahlgrau, Scwarzbläulich und Weißlich ſind, machen ihn als geſchliffenen Marmor nicht fo geachtet, als es der von ihm gebrannte Kalch iſt, der ſeiner Vorzüglichkeit wee 'gen über hundert Meilen weit verführet wird. Nach den Verſicherungen der Chemiſten iſt Mar- mor, oder Kalchſtein dadurch am beſten von andern 5 Scein- 26 Erſies Kapitel. Steinarten zu unterſcheiden, daß er mit Scheidewaſ- ſer oder andern ſtarken Säuren, ein Aufbrauſen ver- urſacht... Wollte man ene bey Erbauung des neuen Luſtſchlöſſes bey Potsdam Kalch haben, der zu einem recht feinen Ueberzuge der Mauern tauglich wäre, und -welben man Weisſtuck nennet; ſo mußte dazu. Mar- mor aus Schleſien angeſchaſſt und gebrannt werdet. Bey der Gelegenheit wurden auch Verſuche im Klei- nen mit vielen Sorten antiken und modernen Mar- mors gemacht, und der-Erfolg zeigte allemal, daß, wie vorher behauptet worden,«der härteſte Marmor den feinſten und beſten Kalch gab, jedoch auch mehr und längeres Feuer zum Durchbrennen erforderte. Jedoch unter dem Titel Kal vielleicht Dienen ein Breu "Alabaſter Der Alabaſter wird 3n dieſem Orte auch etwas - Fremde ſcheinen, wenn. man ſich blos denjenigen vor- ſtellt, aus welchem man ſchön verſertigte Figuren, oder anderes Schnißwerk, geſehen hat. Allein man wird ſich gar nicht mehr wundern, ihn hier angeführt zu fin- den, wenn man erfährt, daß man aus dem feinen ſo- wohl, als aus dem ſchiechkern ein Material erhält, das nächſt dem Kalche ein-vortreffliches Verbindungs«- mittel iſt, und deſſen man ſich an ſolchen Orten, wo in der Nähe kein Marmorkolch zu haben iſt, durchaus zu allem Mauerwerk bedienen muß. Der Name deſe- ſelben iſt Gipskalch oder Gips. - Der rohe Alabaſter oder Gipsftein, brauſet mit Scheidewoſſer nicht, wie dex Marmor, auf, Es giebt davon, ſo wie vom Marmot, ſehr verſchiedene, . und zuweilen ſehr mit andern Materien vermiſchte Ar- ten. Cines jeden 2andwirths Sache iſt es wohl im ge- geringſ ſenden zzuſtellet ſelben| Warn Hb Mauert mir un wo der| | I Fitiſt || den fein | Feuer ze | nech dem dere,? | Die | loafoboſtet || oder Oi | den ein ihrer di | Uneigent | ſich wirk mor ode Det Platten ſhwärzh | Veſid, wandelt derlich mit Chin; AWufotaum Uung De hap 0, der Au Inn uglich wärt 9) mußte dazu Dp gebrannt neh Verſuche im 5| modernen Y; te allemal, y ärteſte Nan edoch auch m enen eon jeht hietyn Orte auch) 08 denjenigen tigte Figury) Allein man 9 er angeführt py aus dem fehn) Material des Verbind) ſolchen Ort! aben iſt, buy Der Nant) oftein, Ort? „u emer aus (biin) ) fehr perſgi) rien vermit" DU LUM // 1 Baumaterialien, 27 geringſten nicht, über die, für ſeinen Bau zu erwähe lenden Materialien erſtungen aber nicht allein an Ort und Stelle angewendet, ſondern auch dieſes Gebrauchs wegen, vielmal an entfernte Orte verführet. Er wird zwar vom Feuer nicht leichte ganz ver- wandelt oder zerſtört- widerſiceht demſeiben aber, ſon- derlich bey Dachbedeckungen, nicht lange,[egen wir 28 Erſtes“ Kapitel. wird vielmehr bey dergleichen Zufällen ſehr ſchädlich. Denn ſobald er ganz heiß oder glühend geworden iſt, - zerſpringt er, und wird durch den Wind fortgetriebew- ſo daß er andere Gebäude in Brand bringt. Sandſteine. "Dieſe Art Steine ſchafft nicht allein bey prächti- gen, ſondern auch bey öfonomiſchen Landgebäuden vor- züglichen. Nußen.=. Es können davon die ſchwäch- ſten Mauern aufgeführet werden, die doch in Verglei- den. In Sansſouci ſind ſeit vierzig Jahren ganze Theile der Geſimſe, beſonders die Zahnſchnitte, Mo» diglions und Balüſiers, welche doch vom beſten Pir- naer Steine gemacht wurden, ſowie die Treppenſtufen der freyen Terraſſen, größtentheils verwictert.: Auch gegen das Feuer hält ſich der gewöhnliche Sandſtein nicht, ſondern. zerfällt ,- wenn es nur einigermaßen heftig geweſen iſt, in Sand.. Diejenigen Steine, welche zu den Heerden in hohen oder Schmelzofen ge- nommen werden, müſſen von ganz andern und mehr thonartigen Beſtandrheilen, und von anderer Miſchung | ſeyn, 30- Erſtes Kapitel, ſeyn, weil ſie die größte Glut lange Zeit aushalten köns- nen, ohne dadurch, zerſtöret werden zu können. Bis jeßt hat man dergleichen in den Brandenburgiſchen kändern aus dem Braunſchweigiſchen in ziemlicy)[0 hem Preiſe nehmen müſſen. - Bey den Mauern von Sandſtein wird mehreres davon geſagt werden fönnen« Wacken, Feldſteine und Kieſel. - I< nehme dieſe dreyerley Benennungen zuſam- men, ob ſie gleich in' mehrere Unterabtheilungen zer- gliedert werden können: Nach ihren Beſtandcheilen unterſcheidet man thonartige ,. granit- fieſelartige und vermiſchte Arten. Unter leßtern kommen Hornſteine, nämlich agat- und jaſpiSartige, Baſalte, Toph- oder Tuf: und Bimſteine, Eiſenſteine und viele. andere Aro ten vor, wovon aber:nur wenige, nur an einigen Or- ten, und nur als gewöhnliche ſchlechte Bruchſteine oder Abgänge, zum ökonomiſchen Bauen gebraucht werden. können. Es iſt ſchon vorher gedacht: worden, daß es für einen kandwirth ſehr beſchwerlich ſeyn würde, ſelbſt die Beſchaffenheit der Steine vorher zu unterſuchen, die er gebrauchen wollte; es würde alſo-auch hier ſehr überflüßig ſeyn, zu deren gründlicher Kenntniß weit» läuftige Anleitungen zu geben. Derjenige, welcher Luſt zu dergleichen Unterſuchungen in Nebenſtunden hat; muß nicht allein bereits die Hauprbegrifſe dex Baukunſt, ſondern auch der Scheide- und wohl gar Markſcheidefunſt inne habenz wenigſtens muß er An- leitung dazu nicht hier in einem allgemeinen Aufſaße über die landwirthſchaftliche Bauwiſſenſchaft, ſondern in:andern ausführlichern architeftoniſchen, mineralogi- ſchen und Bergwerksbüchern ſuchen, An jedem Orte iſt iſt es 9 der Näl beſten u Unt ich alle allein di ſondern alſo aus beſtehen Wa | ſen, eder | müſen n | ſprenztz 148 mit Wa Yv / j | Abſpißet ders in* | ßen, die | hen feſt | ſte und andere 1 | Geſchickl |. | in Mei |(boffenhe | mehrench | an vielen |inSemei |Dederle jtyndlich, hernden hr Go eit uthinn, zu Fünne, 3 Orandenbung m in jieniih h m win niet d Kieſel nennungen rabtheilungy en Beſtand)! (« Befelartiy ommen He gſalte; Ioph- nd. viele any; nur an eint; te Bruce) en gebtaudt worden, di Wi ſeyn wird, her zu UA „alſo aud 1! Ger Kennt, Derjenige,“ nim Vebo , Aut" de un nigſtens 108! EN weh niſhen, N Y, hn ji n Baumaterialien, at iſt es gemeiniglich ſchon befannt genug, was man in der Nähe für Materialien hat, die zum Bauen am beſten und wohlfeilſten ſind, Unter die drey zuleßt. genannten Arten aber rechne ich alle diejenigen gewachſenen Steine, welche nicht allein der Näſſe und dem darauf erfolgenden Froſte, ſondern auch der Gewalt des Feuers widerſtehen, und. alſo aus äußerſt harten zuſammengebactenen Theilen beſtehen, Wackenſteine trifft: man entweder in ganzen Fel- ſen, oder in einzelnen großen Klumpen an. Beyde müſſen nach geſchehenem ECinbohren mit Pulver ge- ſprengt; durch heftiges Feuer und geſchwindes Abkühlen mit Waſſer, oder durch andere Arten des Spaltens und Abſpißens in kleinere Theile zertheilet werden, die aber alle ſehr irregular. ausfallen. An einigen Orten, beſon- ders in Niederſachfen, finder man eine Art Steinme- ßen, die ſich Horthauer nennen, welche aus derglei- en zwiſchen ganze Steine gebraucht werden. Denn", bey Zuhauung nur eines Quartierſtückes gerhpcfeln ſich vieimals zwey ganze Steine. Gieichen Verluſt leitet man, wenn zu große: Kie- ſel- oder andere Steine unter der Maſſe bleiben, und nicht ſorgfältig abgeſondert werden. Ein geringer Echtag oder Fall zerſplittert den Mauerziegel /- an den Orten, wo dergleichen Steine ſtec>en, in viele Stücken. Man will auch als ein Kennzeichen der. Güte: ans geben, daß ſoiMe Ziegel im Wajſer die Farbe nicht verändern! und dunkler.'werden ſollenz- Aber dieſes friffe ſeiten, und nur bey denjenigen zu, welche durchs Brennen ſehr dunkelroth'werden. Alle andere, ja: ſo- gar alle Arten Marmor und anderer fejien,“gewachſe- nen Steine werden durc die Feuchtigkeit dunkler, Dieſe, Kennzeichen gelten von allen folgenden: Zie gelarten.. will aber noch eins anführen;. deſſen ich mich oft zu Unterſuchung, derjenigen Mauerziegel, weiche bey ſtarkem Feuer: dauern ſollten, oder bey-Doch- ziegeln,. die doch von rechtswegen auch dem Flugfeuer, j und und der, ſien daro net habe. / Furt! waren)! . wie ſie vt Eprünge frumm-( verſichert , die mehr! | Mtenmat | Eine | lich die L ren, M, | Schnee Verände | probeaus | und Froſ |.“ Rt | beſten bi |durchgea! Iden, daß den, ohn: ſie vorzug auf ihre ; mit,;neb ter Waſ | der Riſ | Eptee y legt ſind, N Wrden fen aber fen m die Nah der Brüh kz [0 vielfarhy» emengfel Ne 0) Denn(ſt(ekt, ſogen/ voßuh grobe Feh) | bereiteten uſt; nicht y eſunſen, ſox ue(nzehne€ t weden bt ſuüdes ze mn zu greßh Raſſe bleiben! m Ein(m) 1 Mayerziegt,! ve Wegen, I ichen der Git! (or die Jun ens Fu 1 ju, wege Ws Nile andert)! er Feſten, gu igfeit Dunilts allen EN 8 anf) N nige Du? NT] hs“ aug) de vr Baumaterialien, 39 und“der, von des Nachbars Hauſe bey Feuersbrün- ſten daraufſchlagenden Glut widerſtehen ſollten, bedie- net habe. I< ließ dergleichen Ziegel bey offenem Feuer erhißen, und ſo bald ſie durch und durch glüend waren, mit kaltem Waſſer begießen. Blieben ſie ſo, wie ſie vorher waren, und befamen Feine Riſſe oder Sprünge, und wurden die Dachſteine nicht gebogen, frumm-oder windig, ſo konnte man von ihrer Güte verſichert ſeyn. Es iſt eine ſtarte Feuerprobe, aber die mehreſten aus der Rathenauer Gegend und aus der Altenmark hielten ſie aus. Eine Probe in Anſehung der Witterung, ſonder- lich die Wirkung derſelben auf die Dachziegel zu erfah- ren, iſt, ſie einen ganzen Winter durch im Regen, Schnee und Froſt frey liegen zu laſſen, und auf ihre Veränderungzu merken, Diejenigen, welche die Feuer- probe aushalten, dauern gewiß auch bey der Waſſer- und Froſtprobe. Klinker ſind eigentlich Manerziegel, die von der beſten bindenden Erde, welche auf das ſorgfältigſte durchgearbeitet iſt, zubereiter und ſo ſtark gebrannt wer- ven, daß ſie ſo hart als irgend ein gewachſener Stein wer- den, ohnezu Glas zu ſcymelzen. Bey Waſſerbauen ſind ſie vorzüglich nothwendig, und in Holland wendet man auf ihre Verfertigung die größte Sorgfalt, weil da- mit, nebſt Traß oder Limenk, ganze Wohnungen un- ter Waſſer gebauet werden können, die feine Spuren der Näſſe äußern. In Berlin finder man an der Epree viele Keller davon ,/ die unter Waſſer ange- legt ſind. Jn der Churmark zeigen ſich faſt bey jevem voll- endeten Brande von Mauerziegeln der gewöhnlichen Art, wenn dabey kein Holz geſpart worden, Kiinfker. C 4 Die 49 Erſtes Kopiteſ. Die Feuerbeſtändigen, z. B. die Rathenauer, find an und für ſich ſchon flinferharte. Dieſe Klinker kome« men zwar den Holländiſchen nicht gänzlich bey, ſind aber zum Pflaſtern in ſreyer Lujt und in der Näſſe, zu Futtermauern an Gräben, zu Canälen und Rinnen, überhaupt zu allen Bauen in großer Näſſe, ſehr brauche.. bar, und faſt nicht zu zerſtören. Sie entſtehen da, wo der ſiärkſte Zug des Feuers die in den Brennofen Eingeſeßten Ziegel am mehreſten, jedoch nicht in tem: Grade trifft, daß ſie ſchmelzen. Mit den ſogenanns-?! ten Qundſteinen ſind ſie nicht.zu verwechſeln, wel-, qe durch die hefrigſte Gewalt des Feuers, beſonders an den Mundlüchern, wo es eigentlich im Brennen unterhalten wird, geſchmolzen werden, und wenn die Ziegelmaſſe nicht beſonders gut iſt, zerſpringen. Dieſe Mundſteine dürfen ordentlicher Weiſe nicht unter die andern Mauerziegel gemenget, und mit denſelben vera Fauft werden. Es iſt aber ſolches blos zu verſtehen, wenn ſie ſchon in zwey bis drey Stücke zerſprungen," oder ſonſt. ſehr unganz ſind; haben ſie aber.noch.ihre völlige Form, und zeigen bey dem Verarbeiten keine des Zerfallens, ſo ſind ſie in der Näſſe ſo gut als die Klinker brauchbar, nur nicht bey Mauern, die ganz waſſerdichte ſeyn ſollen, -.Wedachte, unter andern Mauerziegeln bey dem Brennen entſtandene Klinker, werden allemal viel kleio ner als jene, weil ſie durch das Feuer weit mehr zue ſammengezogen werdenz daher ſind zu einer Schachke«. ruche vollen Mauer derſelben von der großen Art L700,. von der kleinern Art aber 3250 Stu nöthig. Das. Tauſend wird insgemein 12 bis 18 Gr, theurer be zahlt, als andere Ziegelſteine, mit denen ſie entſtane den ſind, - Die blos getrockneten, nicht gebrannten Maueps-: 8:7%,«l, werden. in der Langenſchen Abhandlung von. der :' ofono« öfonomi Egypt ſehr poſ Ziegel 1 der bert ungebrat fern ſow dozu wa! Hier wet len, und | ſchwer un (Arten, zt [hen Ve| | oder vol von 1 bj der Gait minöffnu | darein po [nicht zu | Gebäude Denn d üfnunger terworfen Anleß zu beſſe, di die ganz leſſen, b( zeter Za Ddben mit ſialt,. JD ſo genan Cprung ena, ſt Klint Onli by, j In det Nh,/ (en und Spy Näſſe, feht buys Gie entſchn) in den Kunz doc niht Ih it den ſein verwechſeln, 1 euerg, beſo ich im Bret 1, UNd Wenn ſytingen, H eiſe nicht unty) mit denſelben) blos zu verf)! ude zerſpup | fie abet nod) 1 Verarbeiten in der Nöſcht x bey Maut) I“ vetziegeln 09) en allemal M) euer welt m) ) zu eint( e großen Aut! tas nöthig. 2 18 Or, u h + denen ft a) georannde Mu " Opandlung 1 |(jw Baumtakerialien, 41 ökonomiſchen). Baukunſt ,.- meines Wiſſens, zuerſt Egpyptiſche Zietzel genennet. Der Name iſt aber ſehr paſſend.: Denn unſtreitig rührt die Erfindung der Ziegel überhaupt aus Egypten her. Und daß ſogar der berühmte Thurm zu. Babylon größtencheils aus. ungebrannten Ziegeln beſtanden hat, beſtätigen die äl« tern ſowohl als neuern Reiſebeſchreiber. Die Erde dazu war aber auch viel fetter und bindender als unſere. Hier werden dieſelben zur Noth an ganz tro>ene Stel- len, und bey Brandmauern gebraucht; ſie ſind aber ſchwer und von ſchlechtem Werthe, Falzziezel ſind.;Mauerziegel der. vorhergedachten, Arten, größerer oder kleinerer Formz nur daß an ſol- chen die eine E>e der Höhe nach nicht völlig auslauft oder voll iſt, ſondern allda einen Ausſchnitt. oder Falz von 1 bis:xx Zoll hat. Sie werden zu Aufmauerung der Seiten'an den Fenſter- und Thür-, beſonders Ca« minöfſnungen gebraucht, damit die Laden. und Thüren darein paſſen, und das Zuhauen aus ganzen Ziegeln nicht zu vielen Bruch verurſache,/ Bey ökonomiſchen Gebäuden ſchafſen ſolche eben nicht beſondern Nuken. Denn dergleichen Falze“ ſind an Fenſter-„und Camin- Öffnungen nicht dauerhaft, fondern öftern Schaden uns terworfen, weil leicht etwas davon abſpringt, welches Anlaß zum Eindringen der Näſſe giebt. Es iſt alſo beſſer, die Fenſterladen und. Caminthüren etwas über die ganz gerade gemauerten Deſſnungen anſchlagen zu kaſſen, bey den Thüren aber ſich, nach innen zu, höls» zerner Zargen, oder Thürgerüſte, zu bedienen. Sie Haben mit den Mauerziegeln einerley Preiß. Simszietel ſind unterſchiedlicher Größe und Ge- ſtalt.“. Diejenigen, welche man bey Geſimſen zu der ſo genannten hängenden Platte gebraucht,„die.vielen Sprung oder Ausladung bekommen ſoll, ſind-.in8ge-, Jil C5 mein 42 Erſtes Kapitel. - mein 18bis 30 Zoll lang 6“Zoll breit'und 4 Zoll die.' Sie werden auf die breite Seite gelegt, ſo'daß zwey einen Fuß Platte"mäuern;' kommen"aber bey Landgebäuden nicht ſowohl; ä1s' bey zierlichen Stadte gebäuden vor.| Das Täuſend'foſtet auf hieſigen Zie« geleyen 30 bis 32 Thale. 0 4; Andere. von eben der Größe», oder auch nur 14 ' bis 16 Zoll lang, 3 bis-5, Zoll dide, und. 6 Zoll Hoch, hoben, an;der einen hohen Seite ein Plättchen, mit einem Anlaufe, und..auf der. untern langen, Seite eine Regenkrinne, Der Preiß iſt wie bey den vori» ' gen. Dergleichen ſollte man eigentlich zu' den. Geſim- ſen der maſſifen Ländgebäude häuptſächlich wählen, und den ſonſt darüber kommenden' Karnies, der noch weiter vortritt, weglaſſen, weil'er“ doch ohnedem von - der legten doppelten Schicht des Daches, die vermit« telſt Knaggen oder ſo genannter Traufhafen- von weit übertreten ſoll'/bede>et wird. ->"Zu ven!Untergeſimſen dienten alsdenn die befann- ten kleinen Geſimeſteine vonder gewöhnlichen Größe eines Mäuerziegels, die an einer der'hohen oder brei- ten Seiten mit einem Ober-.und Unterplättgen, nebſt dazwiſchen liegenden Wulſte, oder auch nach feder an- dern dazu ſchicklichen Schablone'geformt ſind. Sie koſten einige Groſchen mehrals die gewöhnlichen Mauer- ziegel, erſpaven aber derer, wegen des Bruchs- bey dem Zuhauen) ſehr'viele« da Der erſien Art dieſer Simsziegel kommen die ſo genannten Deckzietzel ſehr nahe; ſie haben zuweilen eben derſelben Größe3 am öfterſten aber noch-mehrere, und-werden:zu Bedeckung'der Feuercanale, welche von unten auf erwärmen ſollen, oder zu"bedeckten Waſſer- abzügen"gebraucht; kommen"aber bey ſchiechten ve S432408 6 mitſei- ! mittelm; denn, der Ein| ſeyn, von'Ma legten 4 Hundert und'6 3 Die liche Gre und zum" die Balko hätten, 10/2 und foſt Yer Figur dl „zweyer'At Erſtere ſi eben die' eine gleic ſchwächer Vetfertie ren Cire! derer M fommetid | Gen Oingericht Kommet bung vo! Nachha zu ſiolz wölbes| gleichen Yediſcher | brit day eite gelegt, hs fommen hr) ) Merlichen yy t auf Oieign) oder au< 1 [ diefe, undl; Zeite ein Pit: tern langen, wie bey den! ich zu den O vetſachlich 107 | Kartes) di x doh ohneden Jaches„ die 11 . rauſholt edeet wird „alsbenn die oe gewöhnlich x der hohen et Unterplättg x auch nad) fu .ge formt find: gewöhne mw gen des Yu Siege fon! n ſe hade"n teh abet W MELLI „zu head(dim? ber be) ud Bautttäketialien, 43 mittelmäßigen Landgebäuden nicht viel vor, es müßte denn, außer dem gedachten Gebrauch/ zu Abdeckung der Einfaſſungsmauern um: die Gehöfte,"Gärten 2. ſeyn, welche ſonſt mit einem ſo:genannten Roll«Lager von:Mauerziegeln, ambeſten aber mit in Kal) ge- legten Dachſteinen geſchieht."Der Preiß für: das Hundert. iſt nach der verſchiedenen Größe PORNE 5 und 6 Thaler. Die Pflaſterziegel oder Flieſen hätten eine"ITchicbe liche Größe, wenn ſie gerade einen Fuß ins Gevierte; * und zum=Gebrauche im untern»Stockwerke 3 Zoll, auf die Balken in den“obern Geſchoſſen aber! 2 Zoll Dicke hätten. Auf hieſigen Ziegeleyen-haben ſie. gewöhnlich T0"Zoll in.der Länge und: Breite, bey 2 Zoll Dicke; und koſten das Tauſend! 30 bis 35 Thaler. Vorher angeführte Mauerziegel“haben alle die Figur eines Patrallelopipedumz«-ich muß"aber auch zweyer Arten gedenfen, die von dieſer Form abweichen. Erſtere ſind die ſogenannten Reilziegel; welche:zwar eben die Größe gewöhnlicher,'aber nicht eine: gleiche Dicke haben, denn-an einem Ende ſind ſie ſchwächer als am andern."Sie dienen ungemein zu Vetfertigung der Gewölber, weil ſie! ſogleich nach de- ren Circul verjüngt ſind,“und alfo das Zuhauen:an» derer“ Mauerziegel, und. den dabey nothwendig.vor- fommetiden Verluſt erſparen. Gemeiniglich-iſt die Forme dazu auf einen Bogen eingerichtet, deſſen Durchmeſſer x 5,:bis 20 Fuß hat. Kommen aber engere Bogen vor, ſo würde deren Wöl« bung von lauter ſolchen Keitziegeln, ohne beſonderes Nachhauen derſelben, nach ver Maurerſprache, bald zu ſiolz werden, und'es würde kein Schluß des Ge- wölbes- erfolgen- Man hat alſo zugleich, wenn det» gleichen vorfällt, noch eine beſondere Art parallelopis Yeviſches Steine von gleicher Größe,-aber-nur von? Z iS 44 Erſtes Kapitel. bis'x3"Zoll Dieke,"die: alsdenn da, wo man merkt, daß eine Ueberwölbung entſtehen würde, gleichſam eingeſchaltet,- und alſo" immer: dem Halbmeſſer des. Circuls: gleich geblieben'wird.»“ Man hat aud) der« gleidien Keilziegel, die aw einer der langen Seite die &>er und än ver andern„dünner ſind, womit ſehr be» quem Gewölbe eines halben Steins dicke gemacht wer- den können, wobey aber die dünnen Wölbeziecgel; nach Verſchiedenheit dev' Umſtände, ebenfalls von gu- fem. Niußken find, 3! Die zweyte, von den regulären.Mauerziegeln ab- weichende Art, ſind die ſogenannten Brunnen oder Reſſelziegel. Ihre Die. iſt durchaus einerley, aber ähre"Breite verjüngt ſich der Länge nach; außerdem ſind die beyden äußerſten Enden der Breite nach nicht gerade; ſondern die eine aus- und die andere eingebo- gen, jedoch na concentriſchen Circuln 3 ſo daß wenn mehrere wagerecht neben einandor gelegt werden. ſols' en die Eten derſelben nicht leicht abgeſtoßen, und aijo dem Dache dadurch keine Unförmlichkeit zugezo- gen werden könne. Denn wenn man ſagen wollte, daß doch die obere Seite bey der Naſe gerade und eckigt wäre, wo dieſer Zufall des Abſioßens ſich ebenfalls leicht ereignete; ſo macht doch dieſes keinen Uebel« ſtand in den Reihen der Steine, weil dieſe obere Seite allezeit wieder von den darauf kommenden völlig be- dectt wird. Es hat aber dicſe untere Abrundung auch ihre Nachtheile, Denn in dem Ausſchnitte zwiſchen zweyen 46 Erſtes Kapitel. zweyen Steinen giebt es ſolche Winkel, in welchen ſich der Regen, beſonders aber der mit ſtarkem Winde fallende Schnee einſeßt; mit Gewalt eingetrieben wird,- und“ die Dachböden bede>t. Man kann zu allen Zei- ten ſehen, daß ſich der Schnee in dieſen Winkeln auf den Dächern am längſten erhält, und nur bey ſehr ſtarkem Thauwetter erſt ſcigt blieben. Die Dächer würden ein gutes Anſehen haben, und wenn man bey Hand» habung und dem Eindecen ſolcher Dachziegel behute- ſam verführe, ſo würden die wenigen mit abgeſtoßenen Een leicht zurückgeleget, und zu anderm Gebrauch angewendet werden können. Für Landwirthe, die ei- gene Ziegeleyen haben,iſt dieſes ein Fingerzeig, Denn andere müſſen ſich wohl gefallen laſſen, was ſie für ihr Geld erhalten können, Ein ſolcher kann ſich auch hal- be Dachziegel, jedoch mit ganzen Naſen, ſtreichen und brennen laſſen, welche an den Giebeln zu Anfang der Verbandsreihen, mit großem Vortheil zu ge- brauchen ſind, weil, wenn ſolche erſt aus ganzen ge» ſchnitten werden ſollen, Zeit- und Steinverluſt verur- ſachen. Die allhier gebräuchlichen Dachziegel von Rathenauer Güte koſten auf der Stelle 6 bis 63 Thaler; die von andern Ziegeleyen aber nur 5 Rchlr. und noch weniger, ungeachtet ſie viel dier und ſchwerer ſind. Die Forſt oder Zohlziegel müſſen von eben ſo guter Ziegelerde bereitet ſeyn als die Dachziegel. Ihre - Figur iſt bekanntermaaßen rinnenſörmig, jedoch an einem Ende enger als am andern, damit immer der weitere Theil des einen auf den engern des andern paſ: ſet und übergeleget werden kann, Die am Ende des äußeren weitern Theiles aufgeſeßten Naſen ſind unnüße, und könnten gänzlich wegbleiben, Won Rechtswegen ſollcen alle Forſiziegel, beſonders die auf den Gradſpar- ven, ren, be Nageln len nach Defeſiig angericht wöhnlich gellöcyer nageln? ſten Zie fauft, Auf tadfen ächer, eng ve E. ſü ſurden man ſich Dachpfi | heißen, ſegten& erurſach fordern nde, ting der Inliche One Zieg dieſelben. |(db deren niit mode, | Nb mar eben ſie „| Materie herig geſ u. Etat | jug kat em Wilde [ ſtarben by eingetribnn) ann zu din) jeſen Wiehihy und tw by) Doher wing; hnlichen Wh je Dächer 1 n man dy) Dachziegel) | mit abgefi anderm Oel andmithe,| „Fingerzeig, ſen, was fe - fannt ſich vt m Naſen„ſv! Giebeln z1) m Borth) erſt aus zu) ! den Dat! telle Gbisbii) ue 5 Kehln 17 und ſqwe')" [ müſſen vm je Daciieg" mfärmig, 17 1, damit 107! ge des u Zie mu u Raff Bu R vem, Baumaterialien. 47 ren, bey ſteilen Walmdächern, mit langen ſtarken Nageln feſtgemacht werden. Denn ihr Herunterfal- le; nach aufgelößtem. Mörtel„womit ſie ohne andore Befeſiigung eingedeckt waren, hat ſchon ofs Unglück angerichtet. Daher iſt.auch auf vielen Ziegeleyen ge- wöhnlich, durch ſelbige ſogleich bey dem Formen Na- gellöcher zu machen. Es wird aber dennoch das Feſtes nageln derſelben ſeiten beobachtet. Auf den mehre- ſten Ziegeleyen wird das Hundert für 3 Thaler ver- fauft. Auf verſchiedenen alten Gebäuden, ſowohl in Städten als auf dem Lande, findet man noch ganze Dächer, die mit dergleichen, oder von denſetbei: nur wenig verſchiedenen Hohlziegeln gedeckt ſind. Viele davon ſind weit größer, als die jeßt üblichen, und wurden ehemals KRehlziectel genannt. Auch bediente man ſich ſonſt. der ſo genannten Pfannenziegel oder Dachpfannen, die auch Schluß- oder Paßziegel heißen, welche die Form eines lateiniſchen niederge- legten& haben, Alle dieſe Arten von Bedachungen verurſachen eine große Laſt auf dem Sparrwerke, und erfordern auch mehreres und ſtärkeres Holz zum Ver- bande. Es iſt daher nicht zu rathen, zu Ausbeſſe- rung dergleichen Dächer, wo ſich ſolche noch finden, ähnliche Ziegel ſtreichen zu laſſen, wenn man aud) ei» gene Ziegeleyen härte. Am beſten iſt es, man bringt dieſelben ſo lange an einem Ort des Daches zuſammen, als deren noch vorhanden ſind, und deckt das übrige mit modernen Dachziegeln oder Biberſchwänzen. Denn was man auch zum Nachcheile der leßtern ſagt, ſo geben ſie doch unſtreitig ein gutes Dach, wenn nur die Materie dozu gut iſt, und die Eindectung derſelben ge» hörig geſchiehet, Stott dergleichen veralteter Dachziegel kann der» jenige 2andwirch, welcher Gelegenheit dazu hat, lie- ber 48 Erſies Kapitel. ber eine neuere Erfindung der ſo genannten Raff? oder Rappziegel nußen. Es haben ſolche die Länge der gewöhnlichen Biberſchwänze, dagegen dreymal ſo viel Breite, und in der Mitte des Untertheils eine halb eirculfö&rmige Erhabenheit zu einer Deſſnung oder einem Kapploche, welche nach oben ſpißig zuläuſt. Sie ſind von gutem Nuken auf ſolche Dachböden, die nur wenig Licht aber doch Luftzug bedürfen. Denn es föne nen deren, ſo viel man will, unter die andern Dache ziegel mit eingede>t, und dadurch die Dach- oder Kapp- fenſter, oder ſogenannten Dachluken, und deren ſchäd- liche Einkehlen erſparet werden. Auf der IV. Kupfer- tafel der Langiſchen Wirthſchaftsbaufunſt auf dem Lande findet man davon eine Abbildung. Zu den viereckigten Dachſteinen ohne Naſen, die durch, ſogleich bey dem Streichen darin gemachte 2ö- cher, wie Schiefer, aufgenagelt worden, iſt für 2and- gebäude eben nicht zu rachen. IJc< fürchte, die vor- gängige Brett» oder kattenbeſchalung, die vielen Nä- gel, und der große Verluſt an denjenigen Steinen, die entzwey gehämmert werden, möchte ſie ſehr koſtbar machen. Der glaſurten Dachziegel, dergleichen man auf alten Kirch- und andern Dächern findet, die ſchon ek- liche Jahrhunderte gedauert haben, gedenke ich nur beyläufig, weil ſie jeht theuer ſeyn möchten- Wer aber die erſte Auslage dazu nicht ſcheuen wollte, der könnte ſeinen Nachkommen vielfältige und koſtbare Reparaturen erſparen. Bauholz. Unter dem ſo genannten Nadelholze, welches den Sommer und Winter über grün bleibet, iſt in Deutſch land hauptſächlich das cannene, fichtene und führniene, als (ls zum Arten 1 die Hoh gehörige welches fann m geradeſt ſchönſtet drey Ar ſeiten,€ | der Dat | fühnene | Das | hat wen) | Irene Eparto ſchlich( Bohlen iſt ſſt ſind dar | Dt „duch ett dieſes in hoftere tenen B doch faßi ſcheiden durch F; Da lich in genden ehemals Bauen "908 naten Auhile de die Knny mn dremhy fertheils in) ffn OH ig zulüft,| dachbeden, fen, Denn(4) r die anden) Dach: edu 4 , und dere; uf der 1V, H aufunft au ung, m hne Neſt darin gemalt orden, iſſt M fürchte, 1 ung, die ww) njenigen Git hte fe fe" dergleiden 1! findet, di! n jen, gedenft 1 jon mö vt ſcheuen po fältige u? W h | abehoht m piedbet. IF; „filet"dud Baumateriglieti,: 49 äls zum Bauen vorzüglich anwendbar, bekannt. Dieſe Arten wachſen ſchlanker, geſchwinder und gerader in die Höhe, als das Laubholz, beſonders wenn ſie in gehöriger mäßiger Entfernung von einander ſtehen, welches vom leßtern nur ſelten zu erwarten iſt. Daher kann man auch von ihnen nicht: allein die längſten und geradeſten Bauſtämme, ſondern auch zur Schiffarth die ſchönſten und beſten Maſtbäume haben. Unter allen drey Arten wird zum eigentlichen Bauen an den Außen- ſeiten, oder an den der Witterung ausgeſeßten Orten, der Dauerhaftigkeit wegen, das lektere, nämlich das kühnene Holz immer den Vorzug behaupten, Das tannene Holz iſt weich, ſ 4; das bas eint dere zu lid). IH Sandſt: . Oe zu Rin als zu Drath und an häuden, werden| em Eiſ An zum Ab wände| Ri wird, werden Miſhun ' Ohe | aber 6 Uhipy Weichen Oh, () haupt] nd ſpröde, hh € entiwwer, u) 1, und fünna4 | der Chum! Köpfen; mm ganze un) und fleine J und Qewid: vote kane| verſtändigen| t worden miſ! iQ da vor, 1 Een ge (oſſenhen Sl - De ph art zur Ou! de, de pd bey Pradt- 95 en anzurechet 3 genommen 1? ſor nit„gutt! ſmt; 0 | haupt geſunde u gelie nN] Aifeiler als wn zu NT/ | Rehen geo)| Baumaferialien. F9 bas eine zu vem bereits gedachten Vergießen, das ans dere zu Rinnen oder zum Dachdecken, wo es noch üb- lich iſt, zuweilen zum Ausfüllen der Fugen zwiſchen Sandſteinen angewendet,. Geſchlagen Gold und Silber; kupferne Bleche zu Rinnen und Dächern z TMeſjing zu(Gußwaaren, als zu Ventilen, Waſſerhähnen c., desSgleichen zu Drach gezogen und zu Blechen geſchiagen; Zinn und andere Metalle kann man vey ökonomitchen Ges bäuden, wenn ſie würklich mit Oekonomie gebaut werden ſollen, gar ſüglich entbehren, und ſich blos mit dem Eiſen, höchſtens einigem Bleye begnügen. Farben, An Farben, und zwar zuerſt Waſſerfarben zum Abfärben der gemauerten und getünchten Auſſen» wände kann man nebſt Zuſoße vom Kalch nehmen. Rübnruß und FZſche zu Grau, Gelbe Erde und lichten Ocker zum Gelblichten« Grüne Erde zum Grünlichen. Engliſch Roth, Bolus oder auch Tl9ennige zum Röothlichen. Zertyz oder Berlinerblau zum Biäulichen. Das Deiße bringt der Kalch allein am beſten hervor, zu welchem, beſonders bey dem leßten Ab» weißen der innern Gemächer etwas; durch Kochen im Waſſer aufgelößtes Lackmus gethan wird. Man fann deſſen ſo viel damit vermiſchen, daß der Anſtric) mehr blau als weiß ausſieht. Denn es verbleicht ſich doch gar bald. “Je mehr unter vorgedachte Farben Kalch gemiſcht wird, je linder, ſchwächer, und folglich angenehmer werden ſie. DennFarben, die dur dergleichen Kalch« miſchung nicht gemäßiget ſind, fallen viel zu grell und € 60 Erſtes Kapitel. hart aus, und die ohne ſolche ganz oder zum Theil abs gefärbten Häuſer haben ein widerliches Anſehen. Die Oelfarben zu Anſtreichung der Thüren, Fene ſter, Laden, und zuweilen alles auswendigen Holzwere kes, dürfen ebenfalls nicht' ihr bloſſes natürliches'Aus- ſehen behalten, weil ſie ſonſt auc) zu hart ausfielen 3 ſondern ſie müſſen mit vielem DBleypweiß, das mit gu- tem Firniß abgerieben iſt, temperirt und lichter ge- macht werden. Das Bleyweiß allein, mit ein wenig Blau ges „miſcht, giebt eine ſchöne weiße Farbe, die aber bey - völligem Luftzuge, ſo wie die mehrelken andern Dels- farben, trocknen muß, wenn ſie nicht jedr gelblich werden ſoll. Bleyweiß mit Rühnruß, jedoch in geringer Menge, giebt eine graue; mit Derliner- oder Dergblau eine blaue, mit Auripigment oder Schürtgelb, auch mit lichtem Oker, eine helle Holzfarbe; mit KRöllniſcher Erde, oder gebranntem Ums bra, eine dunklergelbe oder bräunliche Farbe, gleich dem Eichenholze; mit Grünſpan, oder beſſer, eine Vermiſchung von Gelb und Blau, giebt eine gute grünliche..Far- bez; und: Will man auth: röchlich, etwa zu Füllungen an Thüren 20. oder zu anderm Gebrauch haben,-wie"denn der Geſchmack auch bey Errichtung ländlicher Woh- nungen verſchieden iſt; ſo iſt nur ein wenig Sinnober oder Zlorentiner Lack dazu nöthig...- Wer es thun kann, das Holzwerk, beſonders am Wetter, mit Oelfarbe anſtreichen zu laſſen, der kann es dadurch viel länger gut. erhalten, ais außerdem, zus ' mal wenn das Anſtreichen nach einigen Jahren wieder Holt werden fann, Glas« / Unt wird, 1 Fenſterk niſches, ſonders* vielmehr ollein in wie noch groß wat en von hnd mit Purden, 8 tau Bley, und eini bey ihret gläſer ab ficht alls ſenget, 1 ſind, Iunl (ande ve dusländi| hes Taſt ih der N der Chu Zechlina wird an Kovon« Tafeln| ſid.( et ſich da von der, | obe um H ches Unſchty | der hirn, wendigen Aly eS matürlihe Ü zu hart ufs yYWweiß, bain eric und(hh in wenig I arbe, die dt reſen anden „nicht jeht 3 jedoch in 19 u eine blait ugelb, be; der gebrannt unliche zucht) -(ine Ban aus grünt; va zu Fil uch" et" nN ung(ändlign? 8 ein wenig ZU hig- I beſonde! vu oſe! Www 1, as ufer! nam up (2 Baumaterialien, 61 Glas, Unter dem Glaſe, das bey dem Bauen ANTON wird, iſt eigentlich das geſtreckte oder Tafelglas zu Fenſterſweiſe verkauft, und jedes Bund muß 25 bis 33 Pfund wiegen. Der. Preis iſt ſehr verſchieden.-„Denn entweder hohes Waſſer, oder weniges Eis im Winter verhindern deſſen Gewinnung, und allzutrockene Sommer ſind auch deſſen Wachs- thume enfgegen- Daher fann man zuweilen das Sc zu 3 Thaler iſt ein mittlerer Preiß, bey Miswachs, oder bey lange anhaltenden Wintern aber iſtes vielmal bis auf 7 und&8 Thaler geſtiegen. An vieien Orten iſt der Verkauf des Strohes verboten, weil dadurch den Feldern der Dung eutzogen wird. Schilf. 64 Erſs Kapitel, n S hilf. Schilf, Binſenrohr und mehrere ſchilfartige werden zwar auch än einigen Orten bey dem Baen genust. Es ſind aber ſo ſchlechte Ma« terialien, daß ich mich begnüge, ihrer blos nament« lich zu gedenken, Vom Gebrauch der Muecken oder ZABäden werde bey den Bedachungen reden. Allefammt Haben feinen würklichen Werth und Preis. BVerbindungsmaterialien. Kalch. Ralch, als das vorzüglichſte Verbindungsmike edl aller Steinarten zu einem Bau, verdienet zuerſt ge» nennet zu werden. Man unterſcheidet gemeiniglich zweyerley Arten, nämlich den Stein? Leder- oder Birterkalch und den Gips- oder uneigentlich ſo ge- nannten Sparkalch. Erſterer wird, wie ſchon oben gedacht iſt, aus Marmor, es ſey ſolcher härt oder weich, grob oder fein, edel oder unedel; leßterer aus allen Arren Alabaſter gebrannt. Beyderley erhält eine vorzügliche Güte, wenn die Steine, woraus ſolche ge- brannt werden, durchaus Marmor oder Alabaſter, und nicht mit andern Materien vermiſcht ſind». Dieſen ſind aber noch zwey andere Arten beyzuſügen, näm- lic) der Wuſchel- und Wergelfalch, wovon der erſte, wie der Name zeigt, aus Muſchelſchalen, und der leßte aus einer Art weißer oder gräulicher Erde, Mergel genannt, die wegen verſchievener Umſtände, ſo weniz als der Thon, in ihren Lagen unter der obern Erde har erharten können, bereitet werden. Leßtere beyde nähern ſich dem Gipskalche, weil ſie zwar zum Mauern, nicht aber zum. Bewurf an der Luft caugen und gehörig dauern, Woher die Benennungen Leder“ und und B zeigen» men! bediene 1) ſtehung ein ſech! feuer Windſ zu ſeine ein paa! in' ries it | leſſen, | A nach de alſo bey oft zu, (ſches En u) no ange 2 u viel hd da dutheil: ehr gri Lonnen uch nid | De durc de nem dut! (pn Kal ju verſt L ble Gfüden | Sas mehrere(his ) dn einige 1) ber fo ſchlicht) Ihrer Olo 1m h der Quay: gen reden, Nik 1d Preis, eufglig ſie Verbindu Y, vent ju erſcheidet gem! Zein Ledi ver uneigentli wied, wie ſd ey ſeher H er unddel; Wh! . Berderley e) weine, woraus nor eder Wal?! ermiſht ſud:/ (eten ap | eotlfalch, 17/ us uſch! er ee 1,4 erſchiene Wo vo age mt n „vw„Zt amy Baumaterialien. G5 und Bitterkalch kommen, kann ich nicht eigenklich an» zeigen, ich werde mich der Kürze halber blos der Na« men: Marmor» Gips- Muſchel und Mergelkaich bedienen. 1) Der Warmorkalch erfordert zu ſeiner Ent- ſtehung aus den dazu geſchickten Steinen im Kalchofen ein ſechs bis acht Tage fortgeſeßtes ſtarfes Flammens- feuer; bey harten Marmorarten, oder wenn widrige Windſtürme einfallen, auch bey jenen wie bey dieſen, zu ſeinem vollkommenen Durchglühen, noch einen oder ein paar Tage mehr. Alsdann muß er ſich bey dem Löſchen geſchwinde auflöſen, und weder Steine noch Gries in der Löſchbank oder dem Löſchkaſten zurücke laſſen. Abcteſtandenen Ralch nennt man den, der nach dem Brennen zu lange an der Luft geweſen, und alſo beynahe zu Pulver zerfallen iſt. Dieſes trägt ſich oft zu, wenn ſolcher von weiten bis an den Ort des böſchens anzufahren iſt, und während dem Transporte Donner- oder ſtarkes Regenwetter einfällt, wenn er aud) noch ſo gut bede>t iſt. Bey dem Löſchen liegt er lange Zeit, ehe er dampft und ſiedet, weil ſchon gar zu viel ſeiner Theile unmerklich aufgelöſet worden ſind, Und doher quillt er nicht ſtarf genug, lauft auch meh» xentheils nicht als eine ganz flüchtige Maſſe, ſondern ſehr grieſelich in die Grube, Durch Einſpünden in Tonnen kann man dieſes Uebel einigermaaßen, doch auch nicht allezeit verhindern. Der Rüdersdorfer Kalch vermehrt ſeine Maſſe dur< das L2öſchen über dreymal 3 dieſes iſt aber von ei- nem durchaus dichten Körper dieſes recht durchgebrann« ton Kalchs, z. B+ eines ſoliden Cubiczolles, Fußes 2c> zu verſtehen«- Bey dem gewöhnlichen Meſſen hinge- gen bleiben zwiſchen den verſchiedenen unförmlichen Stücken leere Zwiſchenräume, ſo daß man nicht leicht »58a08vgter 1V. 5. 1. Th. E mehr 66 Erſtes Kapitel, mehr als das Doppelte, nämlich von einer Tonne ros hen oder lebendigen Kalche, zwey Tonnen gelöſchten erhält. Der Preis richtet ſich nach der weniger oder meh- vern Entlegenheit von- den Brüchen und nach den Brennholzpreiſen, In Potsdam und deſſen Gegenden gilt jeßo ein Wiſpel Rüdersdorfer Kalch, welcher 103 Cubicfuß beträgt, einen Thaler 4 Gr. Die Güte beurtheilt man von der Leichtigkeit gegen ungebrannte Steine, und wie ſchon gedacht, daß er ſich im Waſ- ſer ſchnell auflöſet, ohne Steine oder Grieß zurück zu laſſen, Marmorkalch wird ohne Beymiſchung vielen Sandes nicht hart, oder, nach der Maurerſpras be, nicht bindend» Es kann daher derſelbe lange in Gruben liegen, ohne daß ſich ſein erſtes, nach deny Einlöſchen erhalfenes weiches Weſen verändert; im Gegentheil verbeſſert er ſich durch langes Liegen im Feuchten, wenn bey gedachtem Löſchen nicht alle klei« nen Theile deſſelben ſogleich) völlig aufgelöſet worden ſind. Daher thut ein Landwirch wohl, wenn er ſich allezeit einen Vorrath von gelöſchtem Kalche zu Repa« raturen hält; oder wenn er einen Hauptbau vorzuneh«- men willens iſt, daß er den Kalch dazu zuerſt anſchaf- fe und beyzeiten einlöſche. QDObenher an der Luſt ver- trocknet er im Sommer in der Grube, und im Win- ter zerſrierker. Durch beydes wird er gänzlich unfaug: lic); er muß alſo allemal einige Fuß hoch mit Mauer- ſande überdeckt werden, den man in der Folge zu deſſen Beymiſchung ſogleich gebrauchen kann, Der blos eingelöſchte Kalch heißt hier Weiß- falch, und'der mit Sand gehörig vermiſchte und durch einander gearbeitete erhält fodann die Namen: zube7 reiteter» oder gemachter, auc) Sandkalch, vor- züglich aber Mörtel. J< werde aber bier ſo wenig von pon-der hey der zu beob dieſes 9 durc) be grifſener jieſem, zu weit | 2). hndunge » dajelh er wel Ü fant lange Z er angerühmt worden z aber auch zu Kal gebrannt, thut ſie bey dem Bauen, ſo wie der Mu- ſchelfalch, zum bloßen Mauern gute Dienſie: der äußere Bewurf muß ebenſalls von Marmorkalche ſeyn« Man findet. ſie in weniger oder mehrern Tiefe unter der obern Erde, gleichſam ais Thyoa oder Kreide« Sie Sie n als gt! mif w nöchig Mergel hen we abgehe! nes M heygem ſoll; ſo hen vor! and De zu gedet der er, den, un viel wen morfald hen für im Feu onen qe Beyi tung feſ Rraſt,| ſervor,| Art meh Zu gute zu den Ralch ne Ab Zepmiſt Gand is (, rd in Dufth 18, hp , und 100 mn) wn iy ee elhen ap) (ens Ia mN de(If aber mit Er dient, nk Wem, und fh ac). Zum ih: ier eine Ci! alpeteraß m ) wieder abfih je Dauſer mz! Delfarben a blos gelaſſen; er Holländi): ſelbſt Gevan außerlich 004 ten Aten dy) 0 laßt moj“ Scadte daſit h aus dem ſt Wuiſen vas welcher us)! fann man! oder Wien m Zelten fh eden; ab ug Zaun' "' wern aw Wm ; yn Manatis ; Ww + mehren ver mhm 7 as YO; Baumaterialien. 71 Sie wird ausgeſtochen, eingeſumpft, und in Formen als große Ziegel geſtrichen, ſodann ader in einem Ofen, mit weit weniger Feuer, als bey dem Marmorkalche nöthig iſt, gebrannt. Die Auflöſung des gebrannten Mergelkalchs kann man nicht eigentliches Löſchen nen- nen, weil es dabey ohne Aufbrauſen, Hiße und Dampf abgehet. Am Sande muß auch, zu Verfertigung ei- nes Mörtels davon, weniger als bey erſterer Kalchart beygemiſcht werden, wenn er binden und feſte werden ſoll; ſonſt aber kann man denſelben ebenfalls in Grus ben vorräthig auſbehalten. Sand und mit Kalche daraus zuzubereifender Mörtel. Des Sandes iſt unmittelbar nach dem Kalche zu gedenken. Denn außer dem Gipſe kann keine andre der erwähnten Kalcharten ohne Sand gebraucht wer- den, und ſelbſt der Gips taugt ohne denſelben um ſo viel weniger an die Luft und das Wetter. Der Mar«- morkalch ſowohl als der Muſchel- und Mergelkalch ge- ben für ſich allein keine Verbindung der Steine. Denn im Feuchten bleibt ſolcher weich wie Käſe, und im Trocknen wird er zu Staub. Nur allein eine gehöri- ge Beymiſchung von Sand, welche durch die Erfah» rung feſtgeſeßt wird, giebt dem Kalche eine bindende Kraft, und bringt einen guten Mörtel zum Mauern hervor, davon, eben erwähnter Erfahrung nach, eine Art: mehr oder weniger als die andere habea muß. Zu gutem Marmorkalche kann man dreymal fo viel, zu den andern aber nur etwa eben ſo viel Sand als Kalch nehmen. Aber nicht aller und jeder Sand diene? zur Beymiſchung des Kalches- Ganz feiner ſrtaubigter Sand if eben ſo gut als gar feiner 3 allzugrober macht E 4 nicht "2 Erſtes Kapitel. nicht allein ſchlechte Fugen, ſondern hindert auch das gehörige Binden, und freſſender, ſalziger, beizender Sond zerſtöhret mehr» als daß er zum Binden vel- fen ſollte. Man kann ſich die Art des Bindens, welche der dem Kalche beygeft"gte Sand hervorbringt, folgender- maßen begreiflich machen: Zwey an ihren Seiten glatt gehobeite Bretter würden durc) bloßes Zuſammen- preſſen an einander feſthalten, wenn es möglich wäre, daß beyde einerley Weiche oder Härte hätten; oder daß ſich alle die kleinſten härtern und vorſtehenden Theile des einen in die weichern und tiefern des andern ſo ge- nau eindrückten, daß im geringſten nirgendswo ein leerer Raum Statt hätte, Da ſich aber dieſes nie- mals findet, auch ſogar alsdenn nicht, wenn man ein Brett von einander ſchneiden, und ſogleich wieder zu- ſammen zwingen wollte, weil ſich ſchon durch das Schneiden umd no< mehr durch das nachherige Ho- beln, die Holzfaſern zu ſehr verrückt haben; ſo hat man auf ein Mittel denken müſſen, dergleichen Zu- ſammenhalten zu bewürken, und dieſes hat man an dem Leime gefunden. Die Erfahrung lehret, daß, je beſſer die Seiten des zuſammen zu leimenden Holzes geebnet und geglättet ſind, und je dünner der Leim zwi- ſchen ſolche geſtrichen wird, deſto ſeſter werden ſie mit einander verbunden, Dicker Leim iſt ſchädlich, und verurſachet ein baldiges Auseinandergehen, weil ſchon zu viel ſremde Theile zwiſchen dem Holze ſind 3 dagegen bey dem dünnern beyde Flächen der Hölzer einander un- mittelbar berühren, und blos die noch wenigen leeren Zwiſchenräume mit Feim erfüllet ſind. Eben dergleichen Bewandniß hat es mit dem Mörtel und den Ste(- nen,=- Es ſollen zwiſchen leztern alle Zwiſchenräu- me dergeſtalt ausgefüllt werden, daß beyde ſo wie ein paar geleimte Hölzer zuſammentreffen. Dieſes Fon aber aber b auf ih glatt 9 ſue ge! ſehr du ſeyn;! flüßige länglid völlige den ſit fen be 9, die ee A jleichhe Een) (ls de! die be „loft tene ew un jem ei nd d 1, andf n fom ſeinen jwiſche Moſſe H merfal nicht 3 haben Gtolle dacht 1 net |, m hindat"n » Ailjiger," er zum Bay) Qindens, wih) obig, gy m ihren Gin h bloßes Zim ven es mögihh Härte hätty,( d vorſiehendin? fern des anden) oſten nitgendan aM aber ti niht, Wenn und ſogleich wit! ſich ſchon ut ) das nache) erüdt habt; üſſen, dergleih! nd.dieſes hat m) hrung lehrt, n ju leimenden) € dihmner der 100 fie feſter werdn) veim if ſpatWd u 4 em Holzeſin) der Zöljet G| die nod) weni"l ſind, Ein Nn Mad und) „ew ale u un a Baumaterialien, 73 aber blos"ſtatt„bey Marmor-.und. Sandſteinen, die auf ihren einander ſich berührenden Flächen. eben ſo glatt gearbeitet und geſchliffen-.woörden ſind, als wenn" ſie gehobelt wären. Hier darf ſtatt des Leims: nur ein ſehr dünner. Anſtrich von bloßem Kalthe ohne Sand ſeynz die Laſt des obern Steines drüft alles Ueber- flüßige davon heraus, und.das Zurübleibende iſt hine länglich, allen noch leexen Raum auszufüllen, und eine völlige Cohäſion herzuſtellen.. Wo Steine zu verbin- den ſind, die entweder aus. gänzlich irregulären Strü- >en beſtehen; oder die zwar ziemlich regulär ſind, Z» B. die gehauenen Sandſtein» Quader- Mauer- und ans dere Ziegel 2c., wel* net. Kommt zu viel Sand dazu, welches man ma- E 5 gern 74 Erſtes Kapitel, gern Mörtel nennt, ſo können nicht alle Sandkörner zuſammen geleimet'werden, und folglich verbindet ſich nicht“ Alles. Der Staubſand gewährt gar fein Zue« ſammenleimen und keine Cohäſion; er bleibe mit dem Kalche weich, oder er vertrocknet mit ihm, daher kann er zum Binden nichts helfen. Und bey allzugrobem Sande müſſen entweder viele ganz leere Zwiſchenräus me bleiben, oder es werden ſolche mit bloßen nicht er- hHartenden Weißkalche, und nicht mit kleinern, einan- Der berührenden zuſammengeleimken Körnern"euſüllt; daß alſo ein dergleichen großes Sandkorn mit dem benachbarten einen ſehr ſchlechten Zuſammenhang hat, - Wenn man daher von gut zubereitetem Mörtel ek- was mit einem Meſſer, Spaden, oder andern ſchnei« denden Inſtrumente abkfrennt, ſo muß der Durch- ſchnitt weder weiße Kalchſtellen noh Streifen zeigen, ſondern die ganze Maſſe muß ganz und gar gleichſör- mig, von einerley Farbe, und ohne alle Zwiſchenräu- me erſcheinen, auch ſehr leicht von einem glatten Ei- ſen, z. B. einer Mauerkelle, abfallen, ohne daß Zei- dien von Weißkalh oder lehmartigen Klümpgen zurück- bleiben.= Iſt dieſes nicht, ſo taugt auch ver Mör- tel nicht» VWielmal fehlen die Kalchſtöſſer oder Kalche ſchläger bey dem beſten Kalch und Sände, wenn ſie zu nachläßig ſind, und das Durcheinanderarbeiten nicht gehörig verrichten. Es ſollten alſo zu dergleichen Arbeiten ſtarke, abgerichtete und fleißige Leute genom- men werden, und ſolche nicht jedem Taglöhner, wie er ſich am erſien findet, anvertrauet werden, Der mit Waſſer eingerührte Gips bleibt nicht, wie der Marmorkalc<4, in den Fugen weich, oder vertro>- net"daſelbſt, ſondern er bindet ſehr ſchnell zuſammen, und braucht daher weniger, vielmal aur gar feinen Sand zum Zuſaße, wie ſchon geſagt worden iſt, Der | Der magerer, ſett als niht ſo muß alſo 0 ſeyn. diere muß, ſigkeit, 5 | figer auf und ande mein für [erſten N nehmen Schade bere von lein er| hindert, fan,| |fömmt, frißter tung de wiſſen denn ſie falle, u ſüßen| der uf Flüſſen dringt, 18| [/ by , y (glich Wt Dähre gar fi) ) er bleibt mH mit ihm, dee Ind bey dlyph 1) leere Zuſemg e mit bloßentigy mit Fleinety, 4 en Körnern Zandforn m ſammenhan)) eitttem Mi et anden) ſv muß de] och Streifiny nz und gar(1! ne lle Zwiſt on einem gl fallen, ope) ven Rlimpgy taugt aud) Ww ſoſſe de 3? ) Sende, m) inanderarbeit 1 öf zu 9? fleißige Zutt7 m Toglohu werden, Ops bad! iw weih, der pe ſam s (mol aud) 9 oge wo ſh. y Baumaterialien, 75 Der Muſchel- und Mergelkalch ſind beyde weit magerer, und in ihrem gelöſchten Zuſtande nicht ſd fett als der Marmorkaly, folglich können ſie auch nicht ſo viel Sandkörner zuſammenleimen, und es muß alſo dabey die Menge des Sandes nicht zu groß ſeyn. Aber eben deswegen, weil eine mehrere oder dickere Kalchmaſſe zwiſchen den Sandkörnern bleiben muß, giebt auch dergleichen Mörtel nicht ſo viele Fe» ſtigkeit, als anderer in der Verbindung. Ich habe mich hierbey mit Fleiß etwas weitläuf- tiger aufhalten wollen, weil die mehreſien Landwirche und andere Bauende den Sand zum Mauern insge- mein für eine bloße Nebenſache halten, und daher den erſten und näheſten, der ſich ſindet, zu ihren Arbeiten nehmen. Sie thun ſich aber dadurc) den größten Schaden. JI will ihnen alſo noch eins und das an- dere von dem Unterſchiede des Sandes anzeigen. An den Seeküſten wird Sand genug angetrieben, der auch mehrentheils rein und ohne Schlamm iſtz als lein er hat eine ſalzige Eigenſchaft an ſich, welche ver» hindert, daß ein guter Mörtel damit bereitet werden Fann, zumal wenn er mit Muſchelkalch zuſammens- kömmt. Er bindet niemals recht 3 im Gegentheil zers frißt er die Steine, und befördert die baldigſte ZerjiG rung des damit aufgeführten Mauerwerks, Dieſes wiſſen auch die Bewohner ſolcher Küſten ſehr gutz denn ſie bedienen ſich deſſelben nur im zöchſten Nochs falle, und auch alsdenn nie anders, als wenn er im ſüßen Waſſer abgeſpület worden, und Jahre lang an der Luſt gelegen hat. Sogar diejenigen, welche an Fiüſſen wohnen, worin die Fluth aus der See ein- dringt, brauchen dergleichen Flußſand, ſo weit die Fiuth reicht, nicht. Z« B. bey Hamburg, Bremen, ECm- den, 80ndon 2 DV 31 M vl „6 Erſtes Kapitel. Der eigentlich ſo genannte Waſſer- oder Fluß- ſand, nämlich der an den Ufern der Flüſſe mit ſüßem Waſſer zuſammengetriebene, wenn er rein und ohne Schlamm oder erdige Theile gefunden wird, iſt dex beſte, beſonders wenn er aus Körnern von anderthalb bis zwey Linien groß, mit etwas kleinern vermiſcht, beſteht. Denn dieſe fügen ſic) bey gehöriger Durch» arbeitung dergeſtalt zuſammen, daß der damit zube- reitete Mörtel in ziemlich großen Stücken, nach 24 bis 36 Stunden, ſchon in ſich an der freyen Luft erhärtet. Der nach ihm folgende iſt der Bere? oder Grus« benſand. Er hat oft dieſelbe Güce wie jener 3 näme lich er iſt rein, ohne Staub oder ander Gemengſel, und ohne ſalzige oder ſalpeterartige Theile. Wielmal aber findet ſich auch an demſelben gerade das Gegene« theil, wenigſtens iſt er eiſenſchüßig oder zu grobföre nig. Hierbey iſt am beſten, daß man es damit, wie mit der Erde zum Ziegelbrennen macht; nämlich daß man ihn ausgräbt, und ein oder ein paar Jahr an der Luft liegen läßt. Die übeln Eigenſchaften verwit- tern dadurch; und ſollte er etwa unter dieſer, Zeit mit vielem Graſe bewachſen, ſo laſſe man ihn lieber ganz ungebraucht. Denn er enthält alsdenn gewiß mehr erdige als zu gutem Mauerſande dienliche Theile, Doch könnte es auch ſeyn, daß dergleichen Theile aus der Nachbarſchaft auf denſelben durch den Wind könn- ten gebracht worden ſeyn, welches wohl zu unterſchei- den iſt. Allzugrobförnigter, oder mit großen Kieſeln vermengter Sand muß durch eine drätherne Hurde von beſtimmter Dichtigkeit geworfen werden, damit man - blos den eigentlich zum Mörtel dienlichen Sand er- Halte, das gröbere aber abgeſondert werde. Die gemeine Maurerprobe guten Sandes iſt dieſe: Daß man“ etwas davon in der Hand zuſammendrükt und und reib alle einz werfen kt ſoiſt erg in den ſat houpt we trifft, au ſen ſoglei hen könn Viel de, der 3! gebraucht egen ſch ewas grd haben mt dem N; der Sant fömmt 0 oct ſelt ichen V terfunſb, | Ett fien zur 9 uten M; ſder Mat fönnen ſo Antiweder oder wo ſ ve, als| wenn der Zer | Det ly Arten ſſe: dba y Viſſ mi 1y | ee Tn Uh nden Nich, Nh en von auen Üeinern ven 1) gehöriger u 0ß der dani 4) Eriden, nh an der frn: Yer 0! oder" € wie Jener)! ander Get 2 hellt, Y) 1 gerade das H (9 oder zu u nan es dant macht; nani) ein paar H Figenſchoften 1 inter dieſer ZU! man ihn hide oledenn geh? de dienlich gleichen Zr uch den Did" ; wohl zu une? mit großen 417 drätherne Dun" werden, dan" N dienligen Gut" wd 4“ Gut jon) pa Baumaterialien..„ und reibet 3 fühlt er ſich ſcharf an, ſo daß man faſt alle einzelne Körner ſpüren kann, und läßt beym Weg- werfen keinen Staub oder andere Unreinigkeiten zurück, ſo iſt er gut. Wer hierinn einige Uebungen hat, wird in den ſandigen Gezzenden der Marken, wo man über- Haupt wenig ſalzige und ſalpetrige Beymiſchungen ans trifft, aus dem bloßen Gefühle bey. dergleichen Anfaſ« ſen ſogleich ſein Urtheil über die Güte des Sandes ge« ben fönnen, Viele, machen einen Unterſchied unter dem San- de, der zum Mauern, und dem, der zum'"Bewerfen gebraucht werden ſoll; es muß aber allemal von rechts- wegen ſcharfer Sand ſeyn z nur daß er im erſten Felle etwas größere, im zweyten Falle aber feinere Körner haben muß. Zu recht feiner Pußarbeit, wozu außer dem Marmorkalche auch vieler Gips kömmt, muß der Sand durch ein enges Sieb geſichtet werden. Es kömmt aber dieſes bey gewöhnlichen Landgebäuden höchſt ſelten vor, und die Vorſchriſten zu dem eigent lichen Verfahren dabey gehören blos zur Mau- rerkunſt. Statt des Sandes kann matt auch andere Mate- rien zur Beymiſchung des Kalches nehmen, um einen guten Mörtel zu erhalten; nur macht das Kleinſtoßen oder Mahlen derſelben insgemein viele Koſten. Doch fönnen- ſolche allemal da gern angewendet werden, wo entweder gar fein tauglicher Mauerſand zu haben iſtz oder wo ſolchen herbeyzuſchaffen eben ſo viel koſten wür- de, als das Kleinmachen anderer Materien, zumal wenn dergleichen in Menge zu haben ſind. Unter dieſe ſind zu rechnen: Zerſtoßener fein- oder grobförniger Sandſtein, Dergleichen gut und hart gebrannte Ziegel aller- ley Arten, Der» 78 Erſies Kapitel, . Dergleichen ebenfalls gut gebrannte thönerne alte Geſchirre und Ofenkacheln aller Arten, Feilſpäne von: Eiſen, Schmiedehammerſchlag und zerſtoßene Ciſenſchlacken. Glasſcherben von Scheiben und allerhand Fla- ſchen, Steinkohlen und dergl, Toph- oder Tuſſtein, der auch Traß oder Ciment genennet wirdz er iſt an wenig Orten wohlfeil zu ha- ben, bey Waſſerbauen aber ein vortreffliches Material dem Kalche veyzumiſchen.| Der berühmte Sand Puzzolano iſt nur einigen Gegenden Jtaliens eigen, und alſo genug, bios deſſen. Notſtten zu: erwähnen, I< werde mich bey dieſen Surrogaten des San- des nicht aufhalten, ſondern blos hinzuſeßen, daß es einem Landwirthe anzurathen ſey, ſich ein Magazin von allen Abgängen der Ziegel, chönernen Gefäße und Gläſer zu halten. Es giebt hin und wieder einige Stunden für das Geſinde, in welchen dergleichen Ma- terialien in einem alten Troge zerſtoßen, allenfalls ge« ſieber, und zu ſeiner Zeit bey Bauen oder Reparaturen vu genußet werden können. Ein Theil Ziegelmehl, 3, B. mit zwey Theilen ſcharfen Waſſerſande, zu der ARE gen Quantität Marmorkalch gemiſcht, giebt ei- nen Mörtel, der auch im Waſſer oder andern feuchten Stellen ſehr bald bindet und feſter wird« 'Sparkalch. Des ſo genannten Sparkalches iſt ollhier noch zu gedenfen. Das, was man hierunter eigentlich verſtehet, iſt in verſchiedenen Gegenden gar ſehr ver- ſchieden. Jac) will dasjenige, was mir davon befannt iſt, anzeigen. Tx) Nennt der einig und alſo det; mit morkalch. wie ſchon 2) V : bey dem geſchehene einander( ſehen, w« ſ“ San! inen Teel n aber mörtel hel DEIN 3 heilen Sand, all [duter Mc ird zwar 1, wenn 4) E gflerde ud aldh einen dirgleichen 5) D nige, wel Weile Leh wird: IN deim Fu iſt, Lieb gutem K biißem 9 ( EN eten, hummer. und allechan) uh rß ede Oefen wehlel 3 vertreffliches Th jolano if mut 4 6 genug, Dies! Suzie t6f 08 Hinuſehen 1 ſo, füh din Ih <önernen O7) hin und wiede elchen dergieigt erſtoßen, al Zquen oder Nept! Ein Ul Zs m Voſſerſand)| ald) gemiſcht, 17 et ober andern I ſte wid: (h- talches di db erunfet van Oer y (Gegenden 30! N was mir WIT“ H ' jjer Baumeaterſaliett. 75 3) Nennt man Sparkalch denjenigen Gipskalch, der einige zwanzig Stunden lang gebrannt worden iſt, und alſo nicht ſo ſchnell: als der eigentliche Gips bin- det; mit dieſem wird an vielen Orten, wo kein Mar«- morfalch zu haben iſt, alles Mauerwerk aufgeführt, wie ſchon oben iſt gedacht worden. 2) Wird ſo genannt? Matmorkalch, dem gleich bey dem Löſchen vier Theile Sand zugeſeßt, und nach geſchehener Erhißung oder Kochen, beyderley durche einander gearbeitet werden. Es iſt nicht wohl abzu« ſehen, was er dadurch für Vorzüge gegen andern, ohne Sand gelöſchten Kalch erhält, als daß man durch einen Theil Sand mehr am Kalche erſparen will; ex kann aber deshalb auch ſchlecytweg magerer Kalche mörtel heißen. 3? Derjenige, welcher aus 1 Theil Marmorfalch, 3 Theilen Mergelkalch, und 12 eben ſolchen Theilen Sand, alſo ſo viel des leßtern, als wenn es überhaupt lauter Marmorkalch wäre, zuſammengeſeßt wird. Er wird zwar allemal ſehr mager, doch geht es nach wohl an, wenn der Mergelkalch gut iſt. 4) Ein Theil Marmorkalch mit 3 Theilen Mere gelerde udd 3 Theilen Sand giebt an manchen Orten aud) einen Sparkalch 3; aber leider! wie viel kann bey vergleichen Mörtel auf gutes Binden gerechnet, werden? 5) Die ſchlechteſte Art Sparkalch iſt wohl dieje= nige, welche aus einem Theile Marmorkaolch, einem Theile Lehm, und vier Theilen Sand zuſammengeſeßt wird 3; ſonderlich wenn dergleichen Mörtel zum Gebrau- ne Keller zu haben) ſolche mit Thon waſſerdichte machen. Cs dürfen nur die Mauern des Keliers ringsum, wenigſtens einige Fuß"nach innen zu, ſtatt Mörtel, mit lauter Thon ge gemauert werden,| ſo hoch u! einem 6! Thon ver Poſſer vo deſſen Ein verhindert njederwär auf 3 bis bis der 9a g,bis 9 26 ebenfalls mi in Thon 9 ſlhe Art nigen Koſ de drey-| macht wer inden L fläche mit 3 Elnſüttery wil er al und nur d wäſſer det niſſen ver 6) oder Kl ſen werde die aber 1 lien Ge Pausy; |, leihen Tln 4 erſpart, uy 08 verlohte, 1 er ute Selb uk zu hoben jh ſondern mm 4 Farbe un) lic, und teh ufig zu habn) entlich gebrauj Dämmen bet! (€ und niht bi Räume zwi! 8,(wohl by em Gibt oder bebrüdn dal am Zelt ber„wie 9m Zoſſers, und der Erde, 1 mal überaus wegen, dit vr „ fann mi u“ nder Zuſe h. hehe Gu „odne Sit py ohen(m um H 4 nt ur ud, ms Thon verſehen werden können. Baumaterialien, Or gemauert, und ſolche ſchräg oder anlaufend gemacht werden, damit ſie, eben auf gedachter innern Seite, ſo hoch ungefähr das Waſſer ſteigen möchte, noch mit einem 6 bis 8 Zoll ſtarken lehnenden Ueberzuge von Hierdurch wird das Waſſer von den Seiten abgehalten. Aber um auch deſſen Eindringen von unten durch den Fußboden zu verhindern, iſt blos nöthig, ſolchen zuerſt nach einer niederwärts gehenden Bogenlinie zu ebenen, und dar- auf 2 bis 3mal Thon auf das beſte ſchlagen zu laſſen, bis der ganze gleichſam niederwärts gewölbte Ueberzug 6 bis 9 Zoll Dicke erhalten hat, über welchen noch ein ebenfalls niederwärts gehender Bogen von guten, auch in Thon gefütterten Klinfern, zu ſponnen iſt. Auf ſolche Art habe ich einen waſſerdichten Keller mit we nigen Koſten machen laſſen, da einer mit Cimentfals denden Waſſer 3 deswegen kann hernach doch die Obexr« flache mit Klinkfern wagerecht gemacht werden. c) Bey ausgemauerten Brunnen iſt er, zum Einfüttern der Steine, dem Lehme weit vorzuziehen, weil er alles wilde oder faule Seitenwaſſer abhält, und nur dem von unten aufſteigenden reinen oder Quell waſſer den Aufenthalt in dergleichen Brunnenbehält- niſſen verſtattet. 6) Thon braucht man auch, wenn Sandſteine, oder Klammern, in ſolche ſeitwärts mit Bley vergolſ- ſen werden ſollen; auch bey vielerley andern Vorfällen, die aber nur bey Prachk- und nicht vey landwirchſchafte lichen Gebauden vorfommen- »93au8vgter 1V. 25. 1. Th. F Lehm. 82 Erſtes Kapitel. Lehm, Lehm iſt ebenfalls, wie der Thon, von verſchie» dener Farbe und Güte. Der gelbliche oder bräunli- en und Wände auf eine Zeitlang. das Anſehen erhalten, als ob ſie gerohret wären, Au in Häuſern, die ſonſt ganz mit Kalchmör- tel aufgemauert werden, nimme man zu den Brande mauern, Heerden, Schorſieinmänteln und ihren Röh- ren, Ofenlöchern und allen Stellen, wo viel gefeuert wird, Lehm, weil er durch vieles Feuer immer mehr erharfet und ſelbſt zu Ziegel wird; der Kalchmörtel aber in gleichen Umſtänden, Sprünge und Riſſe ver- urſachet. Zu Bac>- Darr- Tro>en und Bratöfen, zu Einmauerung der Braupfannen, Brandteweinbla- ſen, Keſſel, zu Seßung der Stubenofen yon Kacheln oder Steinen, und zu allem anderm Mauerwerk, was unmittelbar vom Feuer berührt wird, iſt er alſo uns entbehrlich. Man macht auch von bloßen mit langem Strohe zuſammen gefneteten Lehme ganze Mauern zu Einfaſe« ſung der Gehöfte, Gärten und onderer Bezirke, ja zu ganzen Häuſern von einem Stockwerke hoch, die oft noc< ein anderes, von gelehmtem Fachwerke tra- gen. An Orten alſo, wo der Lehm häufig zu haben iſt, ſollte ein jeder bey jezigem Holzmangel, ſtatt der hölzernen Zäune, Planfen, Stacketen, Brett- und 3 2 Bohle 84 Erſtes Kapitel. Bohlwände und dergleichen, ſich ſolcher Lehmmauern bedienen 3 deren Dauer gegen Holz, wird immer den mehrern Aufwand gegen jene, wenn anders derſelbe würklich größer ſeyn ſollte, reichlich erſeßen- Von Anlegung dergleichen Lehmmauern, desgleichen von Erbauung ganzer unverbrennlicher Häuſer von Lehm, werde noch an einem andern Orte zu reden Gelegen» heit haben. Ciment oder Traſſe. Des Ciments oder Traſſes iſt vorher ſchon bey- läufig gedacht worden. Der beſte findet ſich im Cöll- niſchen und Lüttichſchen, von da wird er nach Holland verführt, daſelbſt klein gemahlen und in. Tonnen nach andern Gegenden gebracht. In neuern. Zeiten hat man dergleichen auc) im Mansfeldiſchen„ Preußiſchen Antheils, aufgefunden, gemahlen und verſendet. Er may aber von einem oder dem andern Orte genommen- werden, ſo iſt es doch allemal ein ſehr heures Mate- riale, und bey Aufführung gemeiner Landgebäude nicht leicht daran zu gedenten, ungeachtet es zu waſſerſeſten "Bauen imnier der vorzüglichſte Zuſaß„zum Marmor« falche bleibt. Die Beſchreibung von deſſen etwas mühſamer Vermiſchung damit, gehört in die Mau- rerkunſt,; Kuütt, Rütt kommt bey den Landgebäuben auch wenig vor, und faſt mehrentheils nur bey bürgerlichen, herr- ſchaftlichen und Prachtgebäuden.. Man hat Waſſer- “Fürte, Oeifütte und Feuerfütte, von deren Zuſam- menſeßung und Zubereitung ganze Bücher Vorſchrif- 3 ten LI namen eten ee EEEEÖE NENNT jen geben und durch will ich Rut, we ben, in tern mit brauchen, weiß, Kt wenig VB! löſet ſich d fann ſolch die Fenſiel zihmlich di „tibenet ex gut, im dazu geth( ( ) ſolcher(my (1, Wird imm) Venn Andets vy Wi erſehen| en, debe) er Häuſer 9m) zurn raſſe 3 iſt vorher(! ſie findet ſih1 | wird er nd! 1. und in. Im On neuetn feldiſchen, Py en und verſt! andern Zit 0! ein ſehr 1074 yelner Janhfe3 pachtet& ju 1o Zuſah zun (bung von dy" je, gehört in 1" audgebäuben 1 bey bürgt) de ute, gant pon dW“ W „N Na hy; ), dig Bautnaterialien; 85 ten geben, ich weiß aber nicht, ob ſie alle gründlich, und durch die Erfahrung geprüft worden ſind- Hier will ich alſo blos kürzlich gedenken, daß derjenige Kütt, welchen tie Glaſer zu Verküttung der Schei- ben, in Fenſtern die nit iſt, wenn in ſolcher auch ganz und gar feine Bänder ſind. Warum ſollte ſolches nicht bey den Umfaſſungswänden gleicher Art an Gebäuden um ſo mehr möglich ſeyn? Vermittelſt T 5 der 90 Zweytes Kapitel, der durchgehends rechtwinklichen Verbindung aller Zimmerhölzer erhält die äußere Wand, nicht allein für ſich, ſondern zugleich im Zuſammenhange mit den innern, langen und Queerwänden eine ſolche Verbin- dung, daß, ehe ſich ein ganzes Gebäude, entweder nach ſeiner Länge, oder nach ſeinen Giebelſeiten gänzlich ver- ſchieben ſollte, entweder die Schwellen oder alle Za- pfen der ſenfrechtſtehenden Hölzer verfault ſeyn müß- ten; und ift die Möglichkeit da, daß leßtere verfau- ken können, ſo werden gewiß die der Schubbänder nicht Übrig bleiben, und alſo ſolche uanüße ſeyn. Aber nun erwäge man, daß es unter den Bau- meiſtern, ſo wie unter andern Ständen der menſchli- werke über einander geſeßt werden, ſo bekommt jedes derſelben wieder feine beſondere Schwelle, die man Saumſchwelle nennt, und auf. die darunter liegenden Balken eine fämmt. Dieſe brauchen nicht gleiche Stärke mit den untern über der Erde zu haben, weil ſie nicht vorſte« hen, ſondern mit de::1 andern HDolzwerke von außen bündig ſindz; aber gleiche Höhe mit jenen iſt immer nüklich. Es mag eine Bund- oder hölzerne Fachwand ſo ſtarf ſeyn als ſie-will, ſo müſſen doch. allemal bey den ſchwächern Arten die Stühle breiter als dicke ſeynz und nur bey den 10 bis 12 Zoll ſtarken können ſolche gleiche Breite und Die haben. Die Eckſtühle inſon« derheit müſſen ſtärker als alle andere ſeyn, und wenn ſie bey Wohngebäuden inwendig mit einer Eke zu weit vortreten ſollten, ſo wird ſolche ausgefalzt. Bey an- dern Gebäuden hindert dieſe E>e nichts, und bleibe wie ſie iſt. Ganz durct und verbohrt werden, iſt ſchlechte Zimmerarbeit. Entweder müſ« ſen ſolche in der Mitte zwiſchen beyden Zapfenlöchern noch Holz genug behalten, oder man muß mit den Riegeln ſo abwechſeln, daß immer einer um den andern höher und tiefer zu liegen kommt: welches allemal bes obachtet werden ſollte. Die Bänder bekommen gleiche Breite und Stäuw ke mit den Stühlen z die Riegel aber können ſchwächer ſeyn, und bey einer ſechszölligen Wand auch nur 6 bis 7 Zoll erhalten, weil ſie blos die Fache von ein» ander abſondern. | Um 96 Zweytes Kapitek, Um das Holz, ſowohl zu dergleichen Bundwän- den, als auch zu Balken und Verdachungen, von de- nen weiter unten ein mehreres wird geſagt werden, in beliebiger oder erforderlicher Stärke und Breite zu er- halten, werden entweder die angeſchaften Stämme, welche nicht alle gleiches Maaß in der Dicke haben, oder auch nur die Zapfenden derſelben vorher ſortiret, und nachgehends in beſtimmter Länge ſtärker oder ſchwä- en. Daher iſt es faſt beſſer, gar keinen Bewurf an die außern Wändfache zu bringen, Denn wenn der« gleichen Gebäude auch ein ſchlechtes Anſehen geben, ſo iſt. ſolches doch einförmig, und dem Auge nick ſo be- Jeidigend, als wenn von einigen Fachen der. Bewurf zum Theil abgefallen, an andern aber nod) daran iſt, Mit bloßem Weißtkalche, oder ſolnen bey heißem Wetter zu- ſammen; und löſen ſich vön einander lo58,- Bey najjeni Wectter zieht der ehm weit mehr Jeuchtigkeic an ſich, als die beyden andern; und bey wieder einfaliendex Dürre 110+- Zweytes'Käpitel.:"'" Dürre zieht er ſich auch! weit geſchwinder zuſammen. Durch' dergleichen Abwechſelung muß nothwendig ein beſtändiges Abbröcfeln; Aus- und Abfallen'des 2ehms erfolgen, wodurch alſo auch um ſo viel."geſchwinder eine ſolche Wand in Umſtände" geräth, die“ihr ,/ wenn nicht beſtändig nachgebeſſert wird, nicht allein'ein höchſt liederliches Anſehen geben z'' ſondern“auch bald gänzli- en über ein- ander ſchrantc, übrigens aber mehr oder weniger ver dübelt-- Mehrentheiis wird dazu ein gemauertes Fun- dament ertichtet- Auf eben dergleichen Fundamente legt man auch wiederum an andern Orten Schweilen, und ſeßt in ſol- e an demjenigen Orte am erſten anfangen faul zu werden, wo ſie gerade über und zue gleich etwas unter der Erde abwechſelnder Feuchtigkeit, und trockner oder gar heißer Luſt ausgeſekt ſind« Jnsgemein hält man das Flammen oder Bren- nen des untern, gewöhnlich diern Theils oder Arſes, eines ſolkenſten Sande, da, wo ſie der Erde und Luft zugleich ausgeſekt ſind, ab, und H 2 Erzeite- 116 Zweytes' Kapitel, erzeugen ihnen höchſtverderbliche Schwämme, Im Sande, verbrennen ſie allda gleichſam, und erreichen ihre Periode des Werderbens eher, als im erſtern Bo« den. Die Naſſe zieht ſich in den Faſern des eichenen, fühnenen und andern Holzes ſowohl von unten in die Höhe, als von oben herunter. Da wo der Stühl gleichfam zwiſchen zwey Eiementen iſt, ſammelt ſie ſich ſtoend zu ſeinem Verderben, und bewirkt auch ſol- - ne daſelbſt von ihnen abzuhalten. Aber es war auch dieſes wirklich ſchlimmer als vorher. Denn die von unten und oben allda zuſammen kommende Feuchtige keit ward noch durch die zwiſchen die Bretter einlaus- fende verſtärkt, und da zugleich die äußere 2uft durch die Verkleidung von einiger Wiederaustro>nung des Stuhls abgehalten wurde, ſo erfolgte das Faulen noch eher als ſonſt.; Das Vertheeren taugt ebenfalls nichts; die na- kürliche, im Holze befindliche, und die von außen hin- zutommende Feuchtigkeit verurſacht allemal an dem Orte, wo das Austro>nen oder Ausdünſten verhindert : wird, Aufi pird, ein dieſes beſe men, die dung, Je völlig aus - Brett Stühle, 1 Erde, ſini lig trocken aufgenagel 4 fann Zoll tief rit meh, über auzgeſtoße angepaſſet Seitenfug les, empfin Wbpechſelu die Betlei hinjutomn findet alſo fannt ſich| | Befleidun | werden, bäuden vi empfohlen dergleichet 94 ausg Iſin | den, ſor fen, und man|mie: gröſſen| | 4, Ne Chim,' eichfem, 1 N er, Abi ey en Faſten M dhv Wohl von nh; 1 Ja mt) nen if fam, , und beni yp) glaubt, vas Oy verhinden, 15 enholzes ein m) oder Holzi iht fonderihy ft dem Eil Geſtellt bleib einern obern Jh Stühle an h! ſen; Ran fe und zen fo 0? ohlenſtücen 4 Ofelnde Nöſeut ten Ahe 60 vorher, Im) van font ſchen die Att! iG die aufe? Biederauant afoigee vi jus benfal? 1:0 „und die wu ſot a ny 1 ar Juchinf ſf Aufführung der Mauern und Wände, 117 wird, ein ſicheres Abſtoken oder Fauken. Man kann dieſes beſonders an getheerten Brückenbalfen wahrneh- men, die nicht vorher viele Jahre lang unter Bedas- chung, jedoch im völligen Luftzuge, durch und. durch völlig ausgetrocknet worden ſind. Bretterbekleidungen an mehr gedachten Orten der Stühle, nämlich einen Fuß in und einen Fuß über der Erde, ſind alsdann gut, wenn das Holz vorher völ- lig trocken iſt, und die Bekleidung nicht ſchlechtweg aufgenagelt wird, daß das Waſſer dazwiſchen. durch- ziehen kann. Es muß, in dieſer Gegend etwa 4 oder% Zoll tief ringgum vom Stühle, das Holz ausgenom- men, über der Erde nach innen zu auſwärts ſchräg ausgeſtoßen, die Bretter eben ſo ſchräg abgearbeitet, angepaſſet, und die obern Queerfugen ſowohl, als. die Seitenfugen vertheeret werden. Das Holz des-Stüh- les empfindet alsdenn in diefer kritiſchen. Gegend die Abwechſeiung der Witterung nicht ſeldſt ,. ſondern blos die Bekleidung, die in dem trockenen Stühlholze neu hinzukommende auf- und niederſteigende Feuchtigkeit findet alſo daſelbſt keine Urſache zum Stocken, ſondern kann ſich bis ans Ende herunter ſenken ,. und gedachte Bekleidung kann im erforderlichen Falle: leicht, erneuert werden. Dieſes Mittel iſt aber bey. gemeinen Landge- bäuden viel zu weitläuftig und zu. theuer,. als daß es empfohlen:werden könnte 3. zumalen da man ſeiten zu dergleichen Beſriedigungswänden. vom Anfange an ganz ausgetro>netes Holz bey der Hand haf. Jſt man. alſo genöthiget, grünes Holz zu gebraue- hen, ſo nehme man es in dieſem Falle ohne Beden- ken, und überlaſſe es der Zeitz ſto>t es ab, ſo helfe man mit Anlaſchen an den Seiten, mit ſo genannten Fröſchen von hinten, und allenfalls auch, wo auf ven 5 3 Uebel- | 118 SIE, Ztwveytes; Kapitel, SINN Uebelſtand eben nicht ſonderlich zu achten iſt, mit län»-' gern Streifen, Neben- oder Nothſtühlen, und laſſe es nur niemals jo weit kommen, daß ein Windſturm die ganze Wand oder das Gehäge über den- Haufen wirft, ehe man zu Hülfe gekommen ift: dann hernach iſt es zu ſpat. Man wird dergleichen auf ſolche Weiſe lange im brauchbaren Stande erhalten können. Die Art Wände mit Einlegung der Füllhölzer, von welcher Art ſie auch ſeyn mögen, zwiſchen gefalzte Stühle, wird überhaupt gar bald das Misfallen eines jeden Oetonomen erhalten, der bey aller nur: möglichen Sparſamkeit doc) Ordnung beobachtet, und das leid- liche Anſehen ſeiner aufzuführenden Sachen nicht außer Acht läßt. Denn die zunächſt an der Erde befindlichen Füllhölzer werden am erſten faul, und zwar deren dun nere Enden eher, als die ſtärkern. Hierdurch entſteht mehrentheils ein ſchiefer leerer Raum; die obern fol- gen auf dieſe Weiſe nach, und in kurzer Zeit wird ein ſolches Fach eine ſo ſchräge Lage aller Fullhölzer erhals ten, daß es nothwendig ein ſehr liederliches Anſehen giebt. Soll dergleichen ausgebeſſert werden, ſo müſe ſen erſt die Rahme oder Holme herunter, ſodann alle Hölzer herausgenommen, unten neue und die obern wieder darauf zebracht werden. Welche. Weitläuf- tigkeit! Man ſuche ſich alſo, wenn man ja mjit Wän-' den zu Befriedigungen Holz verſchwenden will, ano' dere Arten aus, von denen ich noch einiger gedens Fen werde 72:0: 2; Zoblen- oder Bretterwände, auch 2Bohl- zäune genannt, ſind ſolche, die ebenfalls blos einge- grabene Stühle von verſchiedentlicher Höhe haben, Wenn dieſe Wände einigermaßen für das Uoberſtei- gen ſichern ſollen, ſo muß deren Höhe wenigſtens acht u Au Fuß ſey gelt obe doc) nid Erühle gemeint; ſelben 8 ſchon be gedacht Stähle noch be| (hen, m jogelt al EN End kr, dam klage bie ten ver| unte? nict fd unter di naß u tſiehe und 10 je tv 1! Ei genagel ſind 1w Brette frſzern tere V ſernunc geln be erhält| ernag, eh | ih, WEN Mie" Gem » daß in Ohh Nope über bhp en If Dm" eichen auf he] erhalten Emy, nlegung 3 NÖgen, zniſhn ld das Nitſhh vey oller nurn obachtet, unt) den Sachen 1) an der Erdehſ u], und zwar m Dierdut: Raum; dels in kurzer Zl! pe aller Zihl! ſehr liederlidh gebeſſert wert) me herunter, KW ten Mee UN! m Dihen wenn man ja verſchwinden 1% iq vod)(0 wände,| die ebenfalls W h endlicher 9907 hy (144 aßen für dv? Ww m Hehe og" m 00 y j glufführung der Mauern und Wände, 119 Fuß ſeynz man macht ſie aber auch niedriger, und na- gelt oben geſpißte Latten ſenkrecht darauf, welches je- doch nicht ſonderlich vortheilhaft iſt. Die Weite der Stühle von einander wird verſchiedentlich genommen, gemeiniglich erhält ein Fach von Mittel zu Mittel der- ſelben 8 Fuß, Die Bretter werden entweder, wie ſchon bey den vorhergehenden Fach- oder Falzwänden gedacht„worden ift," in die auf beyden Seiten der Stühle gemachten Falze eingeſchoben, und um hierbey noch beſondere Erſparung des ſtarken Holzes zu ma- chen, macht man oft die Fache 192 bis 132 Fuß weit, nagelt aber in der Mitte derſelben, auch wohl an bey- den Enden» Latten oder Brettſtüken ſenfrecht herun- ter, damit alle Bretter des ganzen Faches in- einerley Sage bleiben, und ſich nicht wie bey den ſchon gedach- ten verſchieben ſollen. Ttwas hilfe es 3 fault aber das untere Brett ab, ſo gehen die obern alleſammt, zwar nicht ſchief, aber doch. ſo herunter, daß alsdenn oven unter dem Holme oder Wetterbrete eine kleine, ſich nach und nach immer mehr vergrößernde Deſſnung entſtehet, die eben fein ſonderliches Anſehen giebt, und noch weniger zur Verhinderung des Ueberſtei- gens taugt. Eine andere Art dieſer Wände iſt die mit ane genagelten Bohlen oder-Brettern, und dergleichen ſind wieder zweyerley. Denn entweder werden die Bretter watterechr oder ſenkrecht angenagelt. Bey erſtern braucht es blos eingegrabene Stühle, ohne weis tere Verriegelung, in geringerer oder mehrerer Cnt- fernung von einander, an welchen die Bretter mit Nä- geln befeſtiget werden. Jſt die Enkfernung groß, ſo erhält jedes Fach in ſeiner Mitte noch ein beſonderes, vernageltes, ſenfrechtes Brett oder Bohlenſtück, des mehrern Feſtehaltens wegen 3 iſt aber die Weite ge 3 4 ringe, | 120;«1'Zweytes Kapitel, ringe,: ſo Fann ſolches wegbleiben. Der Vortheil ges gen die vorigen Wände, wo die Bretter in Faize ge» ſekt werden, iſt dieſer: daß wenn auch die untern Dretter verfaulen, dennoch alle obern in ihrer Ord» nung bleiben, und nur dieſe ſchadhaften mit wenigen Umſtänden erneuert werden dürfen. Aus, Vorſorge nimmt man gemeiniglich zu den beyden untern Bret- tern, ſtärfere und recht fühnigte, damit ſie zugleich mit den obern ausdauern, Will man, daß dergleis« «ne Bretter, es mogen ſole che blos geſäumt, gefugt oder geſchmieget ſeyn; auſ ſerdem entjiehen bey.dem Eintrocknen najſer. Bretter ſv. viele Deffnungen zwiſchen- denſelben, die gleichſam eine Staketenwand bilden ,- alles Durchſehen zulaſſen, und durch den beſtändigen Zufrzug allem daran ger - Pfianzten ſchädlich werden, Sollen bey. dergleichen Wänden die Bretter ſenk: recht frommen, ſo werden zwiſchen zwey Stühlen auch allemal zwey Riegel, ein oberer und ein unterer erſor- dert, die an derjenigen Seite, welche bündig oder gez "rade werden foll, um die Brettſtärke einzurücken ſind. Dergleichen werden insgemein ohne Rahm oder Holm gemacht, dagegen, beſonders. wenn es eine Art Pale liſadirung odeyx tüchtige Verwahrung abgeben. ſoll, jes des Brett oder Bohle oben, ſo wie die Stühle ſelbſt, zugeſpißt, damit das Ueberſteigen erſchweret werden möge. Das untere Abfaulen in jedem Fache betrifft, wie leicht zu erachten iſt, alle einzelne Bretter deſjel« ben, und bey einer Ausbeſſerung iſt nichts anders zu. thun, als alles ſchadhafte hinweg zu ſtämmen, und mit wagerecht laufenden Stücken wieder zu ergänzen. Cs iſt alſo immer am beſten, wenn nicht beſondere Umſtände dagegen ſind, ſolche Wände gleich anfangs von Au' yon..du fertiger 9 wenn ſ Seiten, angeſch fönnen, theil. d hieher( Wände den mt eher Pl “ B die De verſchie gar ni Nechtsf pdeinen die Sti und die den Na „rechtet ten 1, intſernt hehalte zu ſage S 6 ni jelmel [Mſſung gemein hie mit gfabene WW, Ia Dihy Ortler(in fh ei aud Ds x Det in Ig) Waſen ny In en. Aus Wh „Depden unten h (8, vam ji il man, Mb Wen Jollen, eiter, es mmh ſcmieget fey nen naſſer) jelben, vie 9X Durchſchn) ug allen Dv den die Bret 1 zwey Gj und ein unte velche bundij 6) tärfe einpurud ohne Kohm(tt) en es eine 1) rung abgeben|) wie die Gut!) gen(rſcwed 17 | jedem Jaht njelne Dia| if nt u| veg zu fämmm, 1 wieder u 69 wenn ide 9 f Dande 4 "W AuFührung der Manern und Wände. 121 von. durchaus wagerecht gehenden Brettern-zu ver- fertigen, Oft werden an ſolche in Gärten, an einer, oder, wenn ſie zwiſchen zwey Nachbarn ſtehen, an beyden Seiten, Spalierlatten, entweder wage- oder ſenkrecht angeſchlagen, um daran Bäume oder Wein ziehen zu können. J< werde nichts von dem Nußen oder Nach- -?heil. dergleichen Spalierbäume ſagen, weil es: nicht hieher gehört. Die Frage aber, wenn. Mauern oder Wände zwiſchen Nachbarn ſtehen: Welcher von bey- den muß dergleichen Scheidung unterhalten? fände eher Plaß, wenn die Beantwortung aus der. gerichtli- oß nicht in, ſondern größtentheils über die Erde, kominen jollte? Man machte alſo die Graben zu den Grundmauern nicht mehr als 3 Fuß tief, dae mit doch wenigſiens das Regenw. aſſer ſolche nicht ſo- gleid) unterſpülen, auch nichr Maulwürfe, Raßen, und anderes wuht:ende Ungeziefer geradezu in das June nere einen bequemen Eingang finden möchte. Zekte« res iſt ſowohl in dergleichen Sand- als anderm feſtem Grunde, der gemeideten Urſachen wegen, allemal zu beobachten, wenn man auch verſichert ware, daß der Bau ſtehen würde, wenn er nur einen halben Fuß un- “E 2 cer 132"Drittes Kapitel, ter der Oberfläche gegründet wäre. Gedachtes große laſtende Palais ſteht nunmehr über 30 Jahr auf die- ſem Sandgrunde ſo gut, als auf einem Felſen. Denn es hat ſich bis jeßt in den Mauern nicht der geringſte Riß geäußert. Beyde dieſer gedachten Boden, nämlich der vom grobförnigten, ſtehenden, und vom feinförnigten oder Triebſande, geben alſo unter den gemeldeten Bedine- gungen einen guten Baugrund ab. Aber feinesweges frifft dieſes an Bächen, Flüſſen, und allen den Or- ten zu, wo eines cheils die Fundamentmauern beſtän- dig durch das bewegte Waſſer unterſpült werden kön» nen; oder wo dergleichen Sand entweder in der Tiefe oder ſeitwärts mit andern Erdarten abwechſelt. Denn wenn dieſe durch das olljährlich gewöhnliche Steigen und Fallen des Grundwaſſers verändert werden, ſo lei- det auch jener darunter, und ſenkt ſich, entweder an und vor ſich wegen des unter ihm Weichenden nieder z oder es erfolgt ſolches, wenn auf der Seite nachge« bende Maſſen fortrücken, und er ſich alſo mehr und flacher ausbreiten kann. In dieſen Fällen ſind unter die Fundamentmauern Roſte, und an Flüſſen, deren Ufer aus ſolchem Sande beſtehen, hauptſächlich Pfahl- roſte nöthig. Thon- Letten- und Mergelgrund, Dergleichen Grundarten im Ganzen finden fich in hieſigen und vielen andern Gegenden ſelten, und wer- den auch mehrentheils, wo man ſie antrifft,- anders, als darauf zu: bauen, genußt, Jusgemein ſind es bloße Adern oder Striche, die bald wieder mit andern Erdarten abwechſeln, oder damit vermiſcht ſind. Bey dem Thone und Letten findet ſich faſt immer weißer, zuweilen auch geiblich geſtreifter Sand; der Mergel aber € aber ſieh! Bieſeneri haſten da! es iſt dah" graben,' Man hat! Bortheil,! raben( aber dieſe" in die H0 | dergleichen! || eröffnet dal] | hat hernach) „ſhfen| | jeah bey! auf eine] geſgranft ſuchen.€ | Veſergrabl | die erfordes | den die VU | der Ralch| | Ausgrabert | Haut Dieſe Denn die, legen nich Onder, ſox worfen, f her gänzi gen geden! ſo findet| "4, 1. Otihe 30 Th. einem Filſy, EEN 0, NOM NN om fntnhn en gemeldet 0, Aber ny n, und dab, Jomenenaun nferſpult ve entweder in) ten abwechſt 0 gewohnliget erandert wer) enft ſich, em! m Weichen! auf der"Geh! er ſich alp 17 dieſen Fällen fe! und an Fu het) haupihlt Mergen m Qanjen fi genden ftw, un ſt M! 1 Jrtgeme 4 » hal wide mt nit vermit ji foſt im n au Gmb || Grund und Boden zum Bäaueit- 1333 aber ſteht gemeiniglich gleich. unter der Acker- oder Wieſenerde- Keiner von beyden iſt eben der beſte, um Faſten darauf mit Sicherheit bringen zu können, und es iſt daher am gerathenſten, ſolchen ſo lange zu durche graben, bis man andern und beſſern Grund findet. Man hat bey dem Thone und einigen Arten Letten den Vortheil, ſo wie bey dem Moore, daß während dem Graben kein Waſſer von den Seiten zudringtz ſobald aber dieſe zu Ende ſind, quillt daſſelbe mit Heftigkeit in die Höhe. Daher iſt auch- nicht anzurathen, bey dergleichen Grunde Pfähle einzuſchlagen. Denn man eröffnet dadurch alle darunter befindliche Quellen, und hat hernach mit dem Waſſerausſchöpfen deſtomehr zu ſchaffen. Im Nothfalle muß es freylich geſchehen z jedoch bey kandgebäuden, wo man eben nicht ſo genau auf eine gewiſſe Stelle, wie zuweilen in Sceädten, ein« geſchränkt iſt, ſollte man ſich dafür beſtens zu hüten ſuchen. Ein Bohlenroſt wird allenfalls, wenn das Tiefergraben zu umſtändlich ſeyn ſollte, noch immer die erforderlichen Dienſte leiſten. Iſt es guter Thon, ven die Töpfer brauchen können, oder guter Mergel, der Kalcy giebt, ſo erſeßt deren Werth die Koſten des Ausgrabens und Waſſerpumpens zuweilen doppelt. Baugrund von allerley aufgefüllten Erd- und Steinarten.. Dieſes iſt ein ſehr ſchlechter Boden zum Bauen. Denn die nach und nach zuſammengehäuften Materien liegen nicht einmal lagenweiſe oder wagerecht überein- ander, ſondern alles iſt unordentlich untereinander ge= worfen, feſtes und lo>eres. Durd dieſelben iſt vore her gänzlich durchzuarbeiten, ehe man ans Grundles gen gedenfen kann 3, und iſt man damit würklich ſo weit, ſo findet man ſtatt natürlich gewachſenen feſten Bo- J 3 dens 134 Drittes Kapitel. dens mehrentheils noch Sumpf. Denn eben Sümpfe und feuchre Niederungen werden aufgefüllt. Dergleis enden, Holz und Steine zerſtörenden Salztheilen, ſo wenig Conſiſtenz, daß ſie ſich durch eine nur mäßige Laſt leicht zuſammens- preſſen läßt. Und wer wird gern etwas bauen, das im furzen nicht nur ſinken, ſondern auch eben dadurch leicht gänzlich zerſtört werden kann? Leider hat man freylich bey Landleuten die Erfahrung, daß ſie auf je» den Grund, alſo auch auf dergleichen, blos die Obere fläche eines feſtern Bodens nicht ſonderlich hoch bede- &enden, guten Erde, die Schwellen ihrer Gebäude von Fachwerk auf Holzklößer oder große Steine legen 3; den übrigen Bau darauf ſeßen, und gedachte Schwellen nur nachläßig hin und wieder untermauern. Cinem verſtändigen, nachdenkenden, und auf die Zukunft ſe- henden Landwirth iſt dieſes Verfahren höchſt zu wie darrachen, und demſelben nicht oft genug zu wieder- holen, daß er, auch zu den leichteſten Gebäuden, vor- her tauglichen Grund ſuchen, und auf ſolchen erſt eine Fundamentmauer bis 1x, oder noch beſſer 2 Fuß über die Oberfläche des Erdbodens aufführen laſſe, ehe die Schwellen gelegt werden. Ein ſolcher wird ſich dem zu Folge für dergleichen lockere Erdart hüten, widris= genfall5 aber in kurzen mit Schaden überzeugt werden, daß eine geringe Erſparung im Anfange gar zu bald die Urſache zu den beſchwerlichſten und nachtheiligſten Ausbeſſerungen geweſen iſt. Sumpf- Moor- und Torfgrund, Ich komme zuleßt auf den ſchlimmſten Boden, der nur irgend als Baugrund in Betrachtung zu zie-| hen iſt, Wollte der Himmel! daß ſich doc) niemals ein Landwirth entſchließen, oder durch die Nothwen- digkeit zu dem Eniſchluſſe genöthiget werden möchte, einen jolchen Grund zu ſeinem Baue zu erwählen! 34 Id, 136; 4 Drittes Kapitel. Jh, meines Theils, habe bey dergleichen ſo vielerley verſchievene Schwierigkeiten geſunden, daß mir alle» mal ein Grauſen ankfömmt, wenn ich davon zum"Be- bauen höre, ungeachtet ich die mir vorgefommenen, nicht aus eigenen Mitteln, ſondern von den. Geidern eines großen Monarchen zu beſtreiten gehabt habe. Im Alterrhume hatte man die Meynung, daß ſumpfige Oerter für dem Erdbeben ſicher wären. Dae Her ſuchte man ſole zu Gebäuden aus, von denen eine lange Dauer gewünſcht wurde, Der Dianentempel zu Ephes war z. B, auf einen Sumpf gegründet, den' man noch dazu mit ganz ſonderbaren, heut zu Tage ganz unbefannten Mitteln, zu Tragung einer großen Laſt geſchickt machte. Es wurden nämlich große Stei- ne in Thierhäute gewickelt, und deren ſo viel in den Sumpf geworfen, bis die obern kein Kennzeichen mehr- angaben, daß ſie die untern ciefer einzudrücken vermö- gend wären. Jeßt würden die-Gerber ſehr wider ein ſviches Fundamentanlegen proteſtiren. Bey Häuſern für ſteinerne oder hölzerne Götter mag dieſe Behandlung angegangen. ſeyn. Denn ſie empfane - Den von den böſen Ausdünſtungen ſumpfiger Gegenden nichts, und--- die ſich ihnen naheten, machten ihren Beſuch, wie noch heut zu Tage wahrgenommen wer« den fann, ſo furz, daß. ihnen eben auch nicht leicht etwas Schlimmes daraus zuwachſen konnte. Aber Häuſer jür Lebendige ſollen, nach dem Ausſpruche: des Altvaters unſerer heutigen Baukunſt, Vitruv's, nie- mals in ſumpfigen Gegenden angeleget werden, weil nicht allein die Bewohner derſelben, ſo lange ſie etwa leben möchten, davon eine ganz veränderte Denfungs« art annähmen, die andern, an geſündern Orten woh» nenden, äußerſt beſchwerlich würde, ſondern weil auch überhaupt deren Geiſt und Körper bald geſchwächt, und beyde in kurzem ganz zerſtöret würden. J< habe an- derwärts | ſich eine! bedienen! an leßte! (ihſtem] die fein Mer h- Niq! | dem viel | Bus(? | ſndhet | deſehent mehr aul Yo rdhebey! | äußerſt 1 | Dünſie] | mehreref | dergleich | oder ſehy | ſührungy möchten] Renntni | Dieſigen) Ch Yery Letten ade reichen if get oder,| it Weihe 0 Uden daß mh N 0 ich debt in) t VergeE omm von den Oedeny gehabt habe, m die Remy) ben ſicher wan| den auS, Nonby Der Dit Sumpf Vegi baren, heit) Tragung eint) en nam a d deren fo vi Keinzild er einzudrüdn! Gerber ſehr! ſten, der hölzerne! ſeyn, Denn ſe gen ſumpfige H naheten, 100 ge wahrgenamn?' ny eben auch 17" wachſen fun ah dem Wond ufunfe, Din angeleget m" aben, fo Umpt 14 veränder | geſünder Ni j wede per bal) gm n we I wn Grund und Boden zum Batten. 337 derwärts die Beſtätigung dieſes Saßes des Vitruv's umſtändlicher dargethan, und verlaſſe alſo dieſe, eis gentlich nicht hieher gehörige Ausſchweifung. In Städten fällt die Nothwendigkeit eher vor, ſich eines Sumpfs oder Moraſts zu einer Bauſtelle zu bedienen, als in ländlichen Gegenden; und man ſollte an leßtern Orten, wie ſchon gedacht, ſolche mit möge lichſtem Fleiße vermeiden, beſonders ſtehende Sümpfe, die feinen Ausgang nach Strömen oder gegen das Meer haben. Nicht allein die ungeſunden Ausdünſtungen, ſone dern vielmehr und hauptſächlich die Koſtbarkeit des Baues ſelbſt kommen hierbey in Betrachtung, Cs ſind aber die Arten der Moräſte, Mioor- und Torfgrüne de ſehr verſchieden, und iſt daher nöthig, ſolche ecwas mehr aus einander zu ſeken.. Von den Sümpfen, die durch vorhergegangene Erdbeben oder Erdfälle herrühren, und in der Folge äußerſt ungeſunde, harzige, ſchwefelige, und andere Dünſte aushauchen, wie etwa die Pontiniſchen und mehrere in Jtalien ſind, will ich nichts gedenken, weil dergleichen, meines Wiſſens, in Deutſchland nicht, oder ſehr ſelten, anzutreffen ſind, auch-allda, zu Auf- führung neuer Landgebäude ſchwerlich erwählet werden möchten. Meiner Erfahrung nach wären ungefähr zur Kenntniß eines deutſchen Landwirths, beſonders in hieſigen Gegenden, folgende zu rechnen: Schlamm, oder Moraſt, der in weniger Tiefe unter ſich, z. B. von 3 bis 6 Fuß andern feſten Bo- den hat. Dergleichen, unter welchen ſich noch eine Lage ketten oder Schlick findet, ehe der gute Boden zu er- reichen iſt, welcher leßtere aber gänzlich wagerecht liee get oder, ſtreichet. 5 5 Eben 138 Drittes Kapitel, Eben dergleichen, aber ſteigend und faklend, alſs daß an einigen Stellen in weniger Tiefe bald guter, bald ſchlechter Boden anzutreffen iſt. Tiefer Moraſt, bis 15, 20 und mehrere Fuß. Even dergleichen, der über ſich noch ausgefüllten Boden hat. 4 Moor- und Torfgrund, auf mehrere oder mindere iefe. 54/ a) Solcher Sumpf, der nur einige Fuß Tiefe Hat, alsdenn aber ſich einer von den ſchon beſchriebe«- - nen feſtern Boden findet, verurſachet weiter keine Um- ſtände und Koſten, als daß er herausgegraben, das etwa zufließende Waſſer ausgeſchöpft, und die Funda«- mentmauern von dem feſien Boden an bis zu erfordere licher Höhe aufgeführet werden. Das nähere Unter- ſuchen, ob auch gedachter feſter Boden durchaus einer» ley ſey, genugſame Tiefe habe, und alſo mit Sicher« Heit auf demſelben zu bauen ſry, muß ſo, wie ſchon verſchiedenflich gedacht worden iſt, auch hierbey nicht unterlaſſen werden. b) fiegt unter dem nicht allzutiefen Schlamme oder Sumpfe no< eine Lage Letten oder Schlicp, ſo kömmt es darauf an: ob ſolche ſchwach oder ſtark iſt. Im erſten Falle iſt es am beſten, ſolche, nach Hinweggebrachtem Schlamme, ebenfalls zu durchgra- ven, bis man ordentlichen Baugrund findet, worauf die Mauern ängelegt werden können. Andernfalls aber, und wenn dergleichen Leiten, der zuweilen auch mit Thon vermiſcht iſt, ziemliche Dichtigkeit hat, und durchaus wagerecht ſteht, ohne durch faule Stel- len unterbrochen zu werden, kann ſolcher zu Erſparung des Ausgräbens, und wenn das Holz wohlfeil iſt, mit 3 bis 5 Zoll ſtarken Bohlen belegt und darauf ges mauert werden. Dieſer Bohlenroſt muß aber breit genug gemacht, die Bohlen ſeibſi ihrer Länge 174 nicht nicht a damit 4 wo zwe Breite leger wel lenthalb“ gleichtör dern eit! man(0?) | eine Zeit mengeſes) rer, den 1) c) J | nicht r0az] | telimie! Obgleich ſelbe nur4 lodert, oil ungleich] graben| Dieſen 11 | der erfol lid) der 1 (ege man und beſo 5 ZUſ hebenein dach daß Oberfläc Zl ſtay einander ſtige qu Bohlen fommen, oder tiefe ih, end und Fell), iger Upſt bib; "ift 20 und mehr] ſic) noch(uh) uf Wehre de m er nur einige Ay) von den ſhon WW) urfachet weiter ty er hetausgegreh ſhvpft, und de) Zeden an bis zul) en, Das nähtt| e Boden-durchwt 1, und alſo mit! | ſy, muß ſ, N pſt, ouch hier)! t dutiejen 60) ge eiten der 5 ) ſolche ſhwoch m beſten, fid) ve, ebenfalls zu Baugrund find 1 ven fönnen I Wrfenty der punWWW" jemliche Dian (, ve durd fut | fam Joer 3 Ey das Do) wohl| ven belegt u ww gohief m Ww" ( jibj hee u; Grund und Boden zum Bauen. 139 nicht an einerley Orten zuſammengeſtoßen, ſondern damit gewechſelt werden, und an allen den Stellen, wo zwey Bohlen. zuſammentreffen, müſſen nach der Breite des Grundgrabens andere, queer über jene, ge- leget werden. Auf ſolche Weiſe wird der Grund al- lenthalben, in Anſehung der darauf kommenden Laſt, gleichförmig niedergedrü>t, und kann alſo an beſon- dern einzelnen Stellen nicht leicht nachgeben. Kann man ſodann die anlaufend. auſgeführten Grundmauern eine Zeitiang ſtehen laſſen, bis ſie ſich ganzlich zuſame mengetest haben, ſo iſt man hernach um ſo viel ſiche- rer, den übrigen Aufbau darauf fortzuführen. c) Iſt der Letten- Thon- oder Tilergelgrund nicht wagerecht, oder kömmt er darinnen der Horizon tallinie nicht nahe, daß er wenigſtens oberhalb gerade, obgleich etwas hängend fortgehet; ſondern es iſt der- ſelbe nur an einigen Seellen feſte, an andern aber loſe, locker, oder wie man zu ſagen pflegt, faul, und alſo ungleich z ſo wird, wenn man ſolchen nicht ganz durche graben kann oder will, ein Schwellenroſt erfordert. Dieſen mache man ungefähr folgender Geſtalt: Nach der erforderlichen Dicke der Mauern, und folg- lic) der allemal breiter ausgeſtochenen Grundgraben, lege man alle 10 Fuß, auch wohl näher an einander, und beſonders an den feſtern Stellen, ein Paar 4 bis 5 Zoll ſtarke Bohlen, ſo breit man ſie nur haben kann, nebeneinander queerüber, und ſtoße ſie recht feſt, je dach daß ſie alleſammt in eine Horizontallinie mit ihrer Oberfläche kommen. Hierauf ſtrecke man 10 bis 12 Zoll ſtarke Schwellen in der nöthigen Entfernung von einander nach der Länge des Grundgrabens, und befe- ſtig? queer über dieſelben wieder 3 bis 4 Zoll ſtarke Bohlen mit hölzeenen Nägeln, worauf die Mauern kommen. Dergleichen Roſt kann abwechſelnd höher oder tiefes gelegt werden, nachdem ſich ſchlechtere ne feſtere 140 Drittes“Kapitel, feſtere Stellen finden 3 doch iſt das Wechſeln der Schwel» len am Stoße, und daß dieſer allemal auf die Unter» lagsbohlen treffe, jehr zu empfehlen. Ein ſolder ver- ſpricht zwar auf ſehr ſchlechtem und weichendem Gruns- de keine außerordentliche Feſtigkeit 3 er bewürket aber doch, wenn er anders recht gemacht wird, ſo viel, daß, wenn in der öFolge ſich ein. Gebäude ja ſenket, ſolches doch gleichförmig und wagerecht geſchiehet, und daher das Auseinanderreißen der außern und innern Wände nicht leicht zu befahren iſt. Hat man aber die Fun« damentmauern hoch genug über die Erde geführt, und ſolche vorher Jahr und Tag ſtehen laſſen, bis ſie ſich genugſam geſeßet haben, jo tann man alsdenn auch ſicher, ohne Furcht des fernern Sinkens, einen nicht allzuſchweren Oberbau darauf bringen. d) WWoraſt oder Sumpf, der an 15 bis 25 Fuß Tiefe hat, ehe feſter Boden erſcheint, iſt auf zwey» eriey Art zu behandeln. Cntweder man durchgrabt ſolchen unter bejiändigen Waſſerauspumpen gänzlich, und legt die Fundamentmauer auf den guten Grund an, oder man muß ſid) zu einem Pfahlrofie entſchteßen. Nur die außerordentlichjten Umſtande können einen Fkandwirth zu einem oder dem andern bewegen. Denn die Koſten ſind allzugroß, als daß er leicht hoffen könn- te, ſich dagegen ſchadlos zu machen. Js will indeſſen allhier einen kurzen Abriß geben, was zu dergleichen Pſahlroſte, wenn er ſeiner Beſtimmung, nämlich der Fetüigkeit entſprechen ſoll, eigentlic) gehöre, um deſto niehr abzuſchrecten, ſich zu dergleichen bereden zu laſſen. Unter alle und jede ſen, erbauet. Die gemeinſte und vielleicht bequeme 1 Ve Ahuy ſte Art iſt die von gut und hartgebrannten Ziegeln. ohen und 94 Sand» und Marmorſtein ziehen die Näſſe außerordent- d nach Df lich an, und ſchwißen daher bey jeder Veränderung n Koſt, des Wetters. Feldſteine thun es nicht ſo ſehr ,“erfor- Dieſes mt:* dern aber eine beſondere Geſchiklichkeit im Wölben, e Genau with! und mehrere Stärke. Gut ausgebrannte Ziegel, oder ichen Oe! noch beſſer, Klinker, geben ein reguläres, trockenes, mier demZub und nicht allzuſchweres Gewölbe, das für Keller gang veil der Eiſi) ohne Bewurf bleiben kann, und dennoch, wenn es 3 eduhi gut gemacht iſt, auch das Auge.. nicht beleidigt. Bey ſhädigen eh dieſen ſind mit Vortheil die oben bey den Mauerzies geln erwähnten Keil- und Wölbeſteine zu gebrauchen 3 es können damit die beſten und dauerhafteſten Gewöle | be, ohne alles mühſame Zuhauen anderer Mauerzie- den m gel, hergeſtellt werden, |(inem am) H Auf Gewöibe müſſen nicht leiche Mauern oder (ynen bi! Wände anders, als in der Mitte aufgeführt werden 3 ee auf den Seiten wird der Druck zu ungleich, und vu bringt baldigen Schaden hervor. Am beſten iſt es beſt N ICh" bey 2andgebäuden, die obern Wände niemals auf(Ge« vfitr 3, wölbe, nämlich auf ewas unten ohles zu ſeen, ſon- L pn Jo 7 y/ 17: K 2 dern 748 Viertes Kapitel.' Gewdlbe, dern ſolche durchgängig von Grunde aus zu unterſt» ßen. ES iſt auch ſolches bey deren'Anlaze und Ein- richtung ſehr leicht. Denn-die Keller müſſen ſich nach dem obern Bau richten ,“ und man wölbt deren lieber noch mehr von fleinen""Räumen, die unter einander Zuſammenhang haben,“ als'' große, die durch fremde Laſt beſchweret und niedergedrückt werden, Bey Pracht- gebäuden kommen entgegengeſeßte Fälle vor, die aber auch mit"möglichſter Vorſicht behandelt werden, müſ- ſen.... Bey-Winzerwohnungen. in Weinbergen, wo. ge- rade fortlaufende Keller zu Stellung großer, Fäſſer ers fordert werden, muß ſich. ein Werkmeiſter, in Anſe» hung der. darüber kommenden langen oder Queerwäne- de, mit ſtarken vorgelegten Gurtbogen-zu heifen wiſ- ſen, wenn der Dauer und Beſtändigkeit des Unterbaues nichts abgehen ſoll.„Ein mehreres wird in. der Folge ve 119008 der Reſſer ſelbſt vor on G Bam„“&%- Fünf N | EEG NR“ 0 dun Bedachung maßen, d injelnen Y dumen ab fer Yoh wupterſer lange dara dung Eing (5 kön ſich einmal nit ſeiner* Bedachunc perband, gemacht, 1 halten,! Altes Sog! Wink Gebr Alle d w nach ſen d Dächer, Die, Zupfer, 9 Khangene 18 1 wo) 8 Ze R0-26 026 He R6-A6-R e3s Welf 20 Al Me Anloy UN: müſen jh 1 Kim. niht nls Fünftes Kapitel 4 We Unter(ep) TEE] „We bh in Bedachungen, den, Dy jüle Wr, My Its allein einzelne Wände, ſondern auch ganze, delt wen 1 durch Wände eingeſchloſſene Räume erhalten Beinbergen, 1 Bedachungen« Der Endzweck dabey iſt bekannter- großer Zij maaßen, daß alle Feuchtigkeiten der Luft ſowohl von Ämeiſien in einzelnen Wänden, als von ganzen eingeſchloſſenen 0 oder Zen Räumen abgehalten werden. Ein ihnen zu gebender van ju kee ſtarker Abhang iſt alſs in unſerer Himmelsgegend eine fet veran Haupterforderniß, damit ſich weder Regen noc< Schnee ; wid in 1) lange darauf verweilen, und endlic) durch die Bedes >ung Eingang finden möge. Es kömmt hier zweyerley zu betrachten vor, nam» lich einmal das Goſtelle oder. hölzerne Dachwerk, mit ſeiner Belattungz und ſodann die Materialien zur Bedachung ſelbſt. Das Geſtelle, oder der Dach« verband, wird entweder einſeitig oder doppelſeitig gemacht, und jedes derſelben kann vielerley Formen 4% erhalten, von welchen ich folgende nennen will; Alte oder Gothiſche Dachwerke. Sogenannte Deutſche und Holländiſche Dächer. Winfkelrechte, Italieniſche, und fache Dächer: und Gebrochene oder Manſarddächer. Alle dieſe Arten können ihren Abhang nach einer, ober nach zwey und mehreren Seiten haben, und heiſ- ſen daher entweder ein- doppelt- oder mehrſeitige Dächer. Die Bedeckunt der Dachgeſtelle geſchiehet mit Kupfer, Bley, Ciſenblech, oder Schiefer, nach vorher- gegangener Schalung von en mit Hohl: Pfan- K'3 nen HOLEN IN Be<< = 150 Fünftes Kapitel. nen oder 9 Ziegeln; mit modernen Dachziegeln oder Bieberſchwänzenz; mit Flieſen; Mauerziegeln oder Klinfern; mit Rohr; Stroh; Sung des Forſtens oder der Spiße, wo beyde Seiten zuſammenlaufen, mit Hohiziegein Rückſicht zu nehmen ſeyn. f) Man pflegt auch auf dergleichen Mauern in ziemlich großen» Entfernungen Bälkgen mit kurzen Sparren verſehen, zu ſeßen, leßtere zu betatten, und mit Dach: und Hodhiziegein einzude>en.„Cs hat zwar ſeinen guten Grund, daß dadurch die Traufe an bey» den Seiten weiter von der Mauer abgeleitet werden Fannz es erforbert aber jolies, außer den mehrern Steinen: und Kalch+ auch noch Holz, Nägel, und Zimmerarbettslohn t Daher glaube id) die Bedachung mit in Kalc< zelegten Dachziegeln- vorziehen zu kön- nen. Es kann dabey' die obere und untere Schicht dop- pelt eingede«t, und nod) ein genugjamer Sprung der untern Schicht über die Mauer, zur Abweiſung des Heruncerlaufenden Waſſers, erhalten werden. Jedoch auch dergleichen Mauern finden ſich auf dem Lande nur felteu. go) kehmwände haben eben dieſelben und oft noch mehr Dicke als die Bruch» und Feldſteinmauern;z ſie were den alſo auch entweder nur auf eine, oder auf zwey Seie- ten abhängig bedacher, und diefe Bedachung kann, wie von einigen vorhergehenden gedacht worden, geſchehen: x) Mit einem darauf geſeßten Sparrwerk, das mib geſchnittenen Latten benagelt, auf zwey Seiten mit Dachſteinen, und oben mit Hohlſteinen verſehen nen 3) itt a) R kehm| gedeft ſind ai Abhar nicht, ſen,€ ſenen? gemein geſpalt! | dem 3 | Mayerd | Bedey bey Auf | wedie | ſkmD (em,|! Gränd jubinde oder in laſſen| in Anſ h, | bündet waſſer ſo gut Viel b geflech belege kchm ſharfe fann, beded gut ge hang« Bedachungen, 353 nr 2) Mit Dachſteinen, die ohne Holzwerk blo8 in det mitn l. 2eym der Wand gelegt, und gut mit Kalchmörtel ein- di hn ij gedeckt werden; geſchieht dieſes von zwey Seiten, ſo WIN ſind auf den Forſten Hohlſteine nöthig 3 geht aber der wie 8 Abhang nur nach einer Seite, ſo braucht man ſolche ER, nicht. 3) Mit Rohr, Stroh, Schilf oder Bin- |W WH ſen, auch wohl mit guten von Quecken durchwach- des Auf ſenen Zaſen. Bey allen dieſen Bedachungen iſt ins« amen gemein einiges Sparrwerk erforderlich, auf welches v geſpaitene Latten mit hölzernen Nägeln- genagelt wer- jihen Nun den. Da es eben nichts ſeltenes iſt, daß ein ſolches (ten mit H Mauerdach bey heftigen Stürmen mit ſammt aller zu belatton, Dede&ung herunter geworfen worden, ſo iſt zu rathen, Ww Eh bey Aufführung der neuen 2ehmwände an die Derter, Ww Luta wo die furzen Bälkgen zum Dachwerke hinfommen ſols Nu len, ſogleich 2, oder in die Mitte derjelben nur einen nn Ständer oder aufrecht ſtehendes Stü Holz mit ein- a Jap zubinden, auf welches entweder die Bältgen verzapft, 4,(iM oder in dieſelben mit einer ſogenannten Klaue einge- ei die laſſen werden. Wom Unterſchiede der Materialien in vgn in Anſehung ihrer Dauer und Güte wird bey den gröſe d untere Gn ſern Dächern niehr geſagt werden. jgfamer Cy h) Die Dede>ung der Lehmwände mit Dorne „ut Wood bünden iſt ſo gut als gar keine, Denn alles Regene en werden 7 woſjer läuft gerade dadurch hinweg, und zieht ſic) even ſi auf 40" ſo zut'in dieſelbe, als wenn nichts darauf geieget wäre. Biel beſſer iſt es allemal, dergleichen Wände mit dichte Abt uw geflochtenen kehmſtrohfauten doppelt ins Werband zu jeman)! belegen, ſoiQe dicht auf einander zu ſchlagen, mit uf fehm auszugleichen, und ſolern gemachten Wäldern z bey den in viel größerer Menge erforderli- yen tandgebäuden zum Wodnen und zu Aufvehalrung der Aerndten und des Viehes; wie wäre es da mog» lic)? Wo ſollte das gute herzige Holz, die vielen Zie- gel und der Kalch alle herkommen, die auch Holz ko- ſten, wenn man damit fortfahren wollte? Jm Grune de koſten unſere jeßt gewöhnlichen Dächer auch vieles Holzz- man kann ader doch dabey mit ſchwächerm und fürzerm ausfommen. Und ſo hat gleichſam die Noch gelehret, andere Dachſormen zu wählen, die aber durch vie Art der Bedachungen-den ehemaligen alten in der Dauer und dem Nutzen wieder gleich gebracht werden fönnen. Will man darauf rechnen, vaß ein hohes Dach zwey bis drey Schüttboden über einander gewähe ret, ſo rechne man auch die Holzverſchwendung dage- gen, welche es erfordert, und baue lieber mehr in die Zänge als in die Höhez ſo wird man mit wenigern und ſchwächern Holze eben die, und vielleicht noch“ mehrere Nußung Nuß auch 1 v) mehr waren gleiche hält es Hol! nothw ſen,+ | die der| | Werden | demn Holzes ganz ſ Auf ſ ollen! Dayh werf, den, n Daye J fen Ge | CM ) Wohlſly 2 Imh ben, u ung zu jp van forte (hm Nihr4 hen hien, 1 ey den Wing ey den noO der ehemiy gieng es I M Dächer( geßere Hy) deen gema Menge erf zu Ayfocht WME Vie viel; je auß Dh lte? jm Jächer aud 1! t ſhwacen 5 eichfam die en, die do ligen 01201 hy | gebragt y NM) einande! u) ſhwerdung ber mjt" mit weih? N tw Py (pn '' Bedachungen, I57 Nußung erhalten, als. vorher. Eben deswegen ſind auch nunmehr Hv b) Die ſogenannten„altdeutſchen Dächer nicht mehr gewöhnlich, bey denen die Sparren eben ſo lang waren, als die Balken, ſo daß ſie zuſammen einen gleichen Triangel formirten. Bey tiefen„Gebäuden hält es immer ſchwerer, genugſam ſtarkes und langes Holz blos zu den Balken anzuſchaffen, und man hat nothwendig auf Verkürzung der Sparren denken müſs ſen. Die jekt am gewöhnlichſten Form der Dächer iſt die der ſogenannten.:| c) Winkelrechten Dächer, wo nämlich die Höhe derſelben der halben Balkenweite gleich iſt, und die Sparren am Forſten einen rechten Winkel machen. Es iſt nicht zu läugnen, daß dieſe Form unter den jeßt vorwaltenden Umſtänden bey gehöriger Bede>ung immer den beſten Nußen, ſowohl in Anſehung der Ko» ſten, als des Gebrauchs und der Dauer leiſten wird. -Wenn ein guter ſtehender Dachſtuhl darunter kommt, ſo können, bey nicht allzugroßer Tiefe des- Gebäudes, die Sparren:und Kehlbalken aus Kreußholz,. das von I2-bis 14 Zoll ſtarkem Holze geſchnitten iſt, gemacht werden.-„Zu den Stuhlſäulen, Rähmen und Bän« dern nimmt man entweder die Zopfenden des ſtarken Holzes, Halbholz von dergleichen Stammenden, oder ganz ſchwaches Holz, was man hier Mittelholz.nennk. Auf„ſolche Weiſe, und beſonders wo das nicht än allen. Orten. eingeführte. Trennen oder Schneiden des Bauholzes beobachtet wird, läßt ſich dergleichen Dacy»- werf, wenn die Holzſtücke vorher gehörig ſortiret wokr- „den, mit möglichſter, Sparſamkeit, und doch zu guter Dauer des Verbands verfertigen. In Scädten pflegt man bey 36 bis 40 Fuß tie- fen Gebäuden 1' bis 2 Fuß Höhe weniger zu nehmen, um, wie man glaubt; dem Dache ein beſſeres Anſe- ben 158 Fünftes Kapitel. hen oder Proportion zu geben. In wie ferne dieſes gegründet ſeyn möchte, werde ich bey anderer Gelegen- beit zeigen. Bey Landgebäuden, und ſonderlich in Gegenden, wo vieler Schnee fällt, und lange liegen bleibt, ſollte man vielmehr das Dach 1 oder 3 Fuß über der rechten Winfelhöhe machen, um ſich gegen das Eindringen der Näſſe deſto mehr zu ſichern. d) Bey vorgedachten Formen der Dächer habe ich immer zwey gerade, bis in den Forſten gehende Gie- bel, und zwey Dachſeiten oder Walmen vorausgeſeßt. Aber das leidige gute Ausſehen hat auch einige Bäu- oder Werkmeiſter verleitet, Landhäuſer ohne Giebel, nämlich mit vier abhangenden Walmen zu bedecken, welches ſie Holländiſche Dächer nannten, und bald Nachfolger fanden. Das eigentlich ſogenannte Hols- ländiſche Dach läuft mit ſeinen 4 Gradſparren in eine Spike zuſammen, und deſſen Unterbau iſt alſo entwes der ein rechtes, oder.ein nur wenig davon abweichen des längliches Viereck. Meiner Erfahrung nach iſt es mit allen Walmen auf den Giebelſeiten der Landgebäude mißlich. Man mag von dem Abprellen und Ueberwegrutſchen des Win« des bey dergleichen Walmen ſagen was man will, ſo habe ich es doch niemals ſo gefunden, ſondern die ſchmalſten Walme bey Ziegel- Rohr» und Strohbeda- chungen litten immer am erſten Schaden. J< will mid) hierüber in feine weitläuftige Unterſuchung der Urſächen einlaſſen, die mich zu weit führen würden, ſondern fernere Bemerkungen darüber aufmerkſamen Landwirchen überlaſſen, und hier blos bey meinen Er»- fahrungen ſiehen bleiben. Durchaus lothrecht ſtehende Giebel ſind, meines Erachtens, für dauerhafte, mit Sparſamkeit zu er- bauende hauen! Es m fordert ſern 7 nen, Dach über di Etrohl nod) mw oder Fl | machten | en, und len auch '|Zurrath | ſehr ev Deller fommet Nhfolt | Erfahru | höhete | Städto andere| |ſhoffen kandgeb brennl Städte MN (Gelege werf, ſ das Da ſo ſtark ſuchteſt tige Se ſo lege die ande wie ferme Ny derer Gey 1d ſonderld 4 Ind lange iy ) 1 00:7 , um ſh iy zu ſichen, e Dich hin) en gehend H en voraus, (ch einige H er ohne Ol wm zu beded uten ) ozwnanntt) rodſparten 11 au ift alſa davon ahn mit alen Zu de mißlih, grutſhen» was mann) nden, ſonde!) 1 und Gr) eden, dy , Unteſuhm! die führen 00 aper une 8 bey min" ebe fab 0 > anf Bedachungen. 159 bauende und zu unterhaltende Landgebäude die beſten. Es müſſen aber auch Giebel ſeyn, wie ſie eigentlich er-' fordert werden, und deren Anlage wir wieder von un- ſern Vorfahren lernen müſſen, die wir Gothen nens nen.- Sie führten ihre Giebel.ein Stü über'das Dach in die Höhe, anſtatt daß wir das Dach weit über die Giebel hervorragen, und oft bey Rohr- und ScrohbedeXungen die Latten ohne alle Vergleichung-' noch weiter vorſtehen laſſen, damit gegenſchiagendes oder Flugfener ſie deſto eher in Brand ſeßen kann, Sie machten ihre erhöheten Giebel mit Stufen oder Abſäo« ßen, und verſahen ſie mic kleinen Pfeilergen, die zuwei=- len anch einen Zierrath erhielten. Nicht des bioſſen Zierraths wegen, ſondern damit man bey Feuersgeo fahr auf ſolche Giebel gemächlich klettern, ſich an die Pfeitergen anhalten, und ſo hoch, als man wollte, leiche kommen konnte, wurden ſie der größten Wahrſcheins lichfeit nach gemacht, Jedermann muß ja aus der Erfahrung wiſſen, wie ſehr ſolche, über das Dach ers höhete Giebel, bey zuſammenſtoßenden Häuſern in Städten, den Fortgang des Feuers von einem auf das andere hindern, und wie leichte dabey Rektung zu vera ſchaffen iſt. Warum ſollte es nicht bey Dächern der 2andgebäude, beſonders ſold)en, welche mit leichten vers: brennlichen Materialten, als Ziegel oder Schieter in Städten gedeckt ſind, geſchehen? Man hat dazu faſt bey jeder Art des Aufbauens Gelegenheit. Jt das Untercheil ganz von Mauero werk, ſo führe man die Oiebel evenfalls davon bis über das Dach zwar ſchwächer, aber doch mit einigen eben ſo ſtarken Pfeilern auf, nehme oberhalb die ausge- ſuchtejien Steine, und formire deſſen beyde triangelar- tige Seiten ſtujenweiſe. Sind die Wände von tehm;, ſo lege man die ſchmalen Seiten etwas ſtärker als die andern an, mache den Giebel auch von 8ehm, und vere 169 Fünftes"Kapitel, perſehe ihn- über dem Dache: mit gufen Ziegel» oder andern Steinen, und, wo. möglich, auch ſtuüfenarcigs IK der untere Rumpf von Fachwerk mic Steinen aus-' gemauert, und iſt es bey. Ställen, Scheunen und ſol- chen-Gebäuden, die innenher fein Antragen, Auss- gleichen, Berohren, oder andere Verdeckung des Holz- werks nöthig haben, ſondern:wo Holtzwerf dem innern. Durchzuge der Luft ausgeſeßt bleivt3 ſo verblende man die Giebel. außerhalb bis oben, und erhöhe„ſolche: nac) Maaßgabe der Werblendungs- ſtärke mit. Ziegeln auf den Giebelſparren bis über das Dach; wie vorher gedacht worden iſt. Wenn gedach= tes Fachwerk blos geſtaakt, und die. Fache mit Lehm ſiroh ausgewunden ſind; ſo ſpriegele man das Holzwerk durchgehends, überziehe es mit Lehm, und bedeae auch die Giebelſparren auf einige Höhe über das Dach mit in Verband gelegten und gut gewundenen Lehmzöpfen, die nachher mit mehreren Lehm, Sand oder Hammetr»- ſchlag ausgegleichet werden können, Jn allen derglei- cung gegen Sturm» winde ſichern, die oft von dieſen; Seiten anfangen, und ganze. Dächer herunterwerfen.) 1) Thi - Viele haben bald eingeſehen,» daß ökonomiſche "oder Landgebäude mit 4 Walmen allzuviel Raum am Dachboden verlöhren, und. doch große Unkoſten ver- urſachten. Um alſo das-vermeyntjich- gute. Anſehen der Gebäude einigermaßen beyzubehalten, haben ſie zwar die Giebel bis an das Kehlgebälfe, gerade aufge- henlaſſen, von da an aber einen halben Walm, Schafs- naſe, Knikgiebel,„oder ſogenanntes Kuhlende ange» bracht.- Es mag, den unausbleiblichen Nachtheilen ungeachtet, dergleichen gefallen. wem da will, ſo wird es doch in. der. That, blos mit ökonomiſchen Augen | De hetrache | | betracht? Dad zu thigt ge! abzu über das e)6 flache D zu 2andy zu werd« „Palläſtet viele Met (hun hade der Neye ſe aud) 1 v wer de) bey iſi? Vi es nietnal etz, aber ba zen ſie a A der Nac trieben| Ui, hey uns, Jande ei mehr ein lich für man ſich gen exla den nad ſehen| das bis. ern H| | Ha081 Bedachungen, I61 " Zie fp betrachtet, immer"ausſehen, als wenn. anfangs: das vu Fufenzy Daddy zu groß. geweſen, und man in" der Folge gens- NIE Ct dh thigt geweſen wäre/">bey den: Oiebeiſeiten:erwas davon Ouen ud] abzuſchneiden,' Beſſer bleiben allemal ganze und bis Antrag, ke über das Dach reichende Giebel. ung ds H e).: So. genannke: Jtalieniſche, und andere ganz daſſelbe Aolp; flache Dächer ſchicken ſich zu unjerm Klima, beſonders Seg bla,| zu Landgebäuden, ſo wenig, daß ſie hier kaum erwahnt 0 bis aby, 1 zu werden verdienen, Man. ſieht es. ſchon genug an ' Verblandys Palläſten, die dergleichen niedrige Dächer haben, wie vou Dis übt! viele:Menſchen im Winter wir Schneeabſchüppen. zu Went hh thun haben, und wie ſehr dem ungeachtet bey Thau- Fache mit 4 oder Regenwetter das Waſſer überall eindringt, wenn un das Del ſie auch) noch ſo gut und mir Kupfer abgedeckt ſind, Und wo bleibt der innere Raum unter denſelben, der doch bey kandgebäuden eine ganz unentbehriiche. Sache iſt? Wir wollen ſie aiſo den Gegenden überlaſſen, wo es niemals ſchneyet, und des Jahrs nur etlichemal reg netz; aber auch allda nur zu Palläſten„..Stadt- und Luſthäuſern. Zu wirthſchaftlichen Landgebäuden taus gen ſie: auch da nicht. 5.1 , u UR her das Dit! denen ad eder jm) Jn dat) tn die Wu? ung YE uF) Jh weiß. nicht,„welcher Geiſt des-Neuen; oder g FON 99. 6 an eien DO der Nachahmung, unſere deutſchen Baumeiſter: ange- trieben hat, die von Aianſard aufgevrachten dops pelten; franzöſiſchen„oder gebrochenen Dsecher „bo an bey uns, nicht.nur in Städten, ſondern:auch auf dem apud Du Lande einzuführen. Manſard hat ſich wohl nimmer» ohe WE mehr eingebildet, daß man. ſeine Erfindung,“ die eigent nid) pm lich für. große Pallaſte war- bey deren. Dachwerken behalten, 9 man ſich wohl noch andere Biegungen und. Schweiſunz Daf ge! gen erlauber, aud) bey deurſchen: Dorf- und.Landgebäu- ven Dai den nachgeahmt werden ſollte:„:Betanntermaaßen bes os Rut“ ſtehen: ſie“ aus: einem ſehr ſteilen“ Stücke Dachwerk, lichen DIN das;bis zu den Kehlbaltenireicht, und einem, deſto flä- m vb- belaubten Bäumen. e) Machyet eure Gebäude mit den im vorigen H. vorgeſchlagenen Brandgiebeln. f) Hal- tet auf gute, zu allen Zeiten waſſerhaltende Brunnen und Feueriöſchungsgeräthe an Sprißen, Eymern, Leis tern, Feuerhafen, und was ſonſt dazu gehört. Ge- bet auch genau Acht, daß ſolches zu allen Zeiten. im brauchbaren Stande ſey. Und endlich g) ſeyd wach- ſam, und gegen eure Nachbarn freundlich, geſellig, und nicht feindſelig, damit jeder den andern in Zeiten warne und beyſtehe, anderer Mittel zu geſchweigen, die von einer guten Dorfpolicey ohnedem vorgeſchrie- ben und oft erinnert werden müſſen. 3) Die am meiſten vorkommenden Feuersbrünſte auf dem Lande ſowohl als in Städten entſtehen von in- nen durch Verwahrloſung der Bewohner. Und was helfen da die äußern Bedachungen, wenn. ſich der Feind von innen ausbreiten kann? In Hinſicht auf dieſen weit öftrer vorkommenden Fall denke man bey neuen Bauen auf gute Brandmauern bey Küchen, Ca? minen und Oefen, auf gemauerte, nicht hölzerne, aus- gelehmte Schorſteine, und daß ſolche hoch genug über das Dach geführet werden; auf beſtändige Unterhal- tung derſelben; auf ernſtliche Beobachtung, daß mit Feuer und Licht behutſam umgegangen, die Schorſiei- ne fieißig gefeget, auf den Dachböden nichts leicht LI Feuer- 168 Fünftes Kapitel. Feuerfangendes an die Schorſteinröhren gebracht wer- de, und an alles, was die Entzündung'von innen ver» hindern fann; ſo wird die äußere Bedachung,' ſie mag ſeyn von welcher Art ſie will, nichts bey dem von innen entſtehenden Feuer zu Schulden kommen laſſen, weiin jie nur ondern Bedürfniſſen, die davon erwartet werden, gehörig entſpricht. Die.-te Frage, Feuers8gefahr abgerechnet, der man.gedachytermaßen auf alle Weiſe ausweichen kann, wird dieſe ſeyn: Welche Dächer ſind dichter, laſſen weniger Feuch- tigfeit durch? welche halten den innern Raum wär? mer? und welches ſind die wohlfeilſten? Da bey den Landgebäuden mehr gedachtermaßen Das wohlfeilſte oder wahre Oekonomiſche bey dem Bauen ämmer zuerſt in Erwägung gezogen wird, dabey aber doch der Dauer und Feſtigkeit ſo wenig, als der Bes quemlichteit zum beſtimmten Gebrauch etwas vergeben werden darf; ſo iſt dieſe Frage nicht leicht und auf einmal befriedigend zu beantworten. Die 2age und Gegenden der aufzuführenden Gebäude ſind ſo verſchie- den, daß nicht alle und jede Arten der Bedachungen überall gleich theuer, oder gleich wohlfeil ſind. Wenn, um nur ein Beyſpiel anzuführen, in einer großen Pla- ne gute Ziegelerde anzutreffen wäre, es hingegen an Teichen und Seen daſelbſt fehlte, man beſtünde aber darauf, Rohrdächer zu haben, wozu man vielleicht die Materialien 10 bis 20 Meiien weit herbey ſchaf« fen müßte: ſo würde zuverläßig ein Rohrdach allda doppelt ſo viel als ein Ziegeldach koſten. So können auch in der Nähe von Schieferbrüchen in holzreichen Gegenden, verhältnißmäßig wohlfeile Schieferbeda- t ſeyn; ſo werden ſie doc) gewiß. mehr Bes güterten gehören, denen es nicht jeder anderer nache thun tanz, Bey Beſchreibung der Materialien zu den Bedachungen iſt hiervon, ſo wie von den folgenden, ſchon verj<)iedenes' erinnert worden, welches hierbey wieder nachzuſehen iſt..Schieferbedachung erfor- dert vorher entweder eine durchgängige Schalung von Brettern auf den Sparren, oder, wenn man voraus die Oröße der Schiefertafeln, und daß ſie alle einan» der gleich ſind, gewiß weiß, nur blos einen Beſchlag von breiten Latten. Dody) iſt erſteres allemal vorzu- ziehen. Bey geraden Walmdächern ſind die Koſten der Zubereitung des Schiefers noch mäßig; wo aber vier Walme oder Einkehlen vorkommen, da ſteigen ſolche wegen Zubereitung ver Schiefer in verſchiedener Form ſchon viel höher. Ueberhaupt koſtet eine ſolche Beveckung auch an den Orten, wo für den Transport gar nichts zu rechnen iſt, wegen der Brettſchalung, und der dazu, wie zu den Schiefern ſelbſt, erforderli- ungsart, und von dem Vortheil oder Schaden derſelben zu machen. Die D || / timD egen folgen? gel, br breiten! "len dt weit 9! einand! | Slide || Fugen! || linderatt || untenzu | muſe) | I woä einande! | auch ih | Fugen| | ten Ka | Seile | breitere | aus dai D ' fenmi | Vorfel | Figar( den ant | defön | bmmay (900 (chen Bedachungen. I71 wn Die alten, mit Hohl- oder Pfannenziegeln gedec« "“ Wu, ten Dächer heißen auch unter den Werkleuten hieſiger .. wb Gegend Priependscher„und die Urſache davon iſt Shi. folgende: Es gehören nämlich dazu zweyerley Hohlziee- hy NL gel, breitere wie unſere jebigen, und ſchmälere. Die figen, is breitern haben ihre Naſen am breiten, und die ſchmä- (mn' lern am ſchmalen Ende- Cs wird dazu zwölf Fuß vi) Any weit gelottet, und die breitern mit ihren Noſen neben ber Die) einander auf die Latten gehänget, ſo daß ihre hohle Nieſer zu bib Fläche herauswärts gefehret iſt. Da hierdur< alle jebelſeiten 11) Fugen unbedeckt bleiben, beſonders weil ſie nicht cys- tjgfeit von 4 linderartig, ſondern coniſch geſormt ſind, und nach Feuer(ft! unten zu immer einen Triangel offen laſſen, ſo bede>kt tn 6 M man je zwey und zwey mit ſcung der ute dernen Duty tern mit ſchmälern obern zu vermeiden, haben unſere vos din wm) Vorfahren die ſogenannten> Ziegel erfunden. Jhre vergign Figar giebt gleich zu erkennen, daß immer einer über ) mit Du) den andern ſchließt, und lauter Ninzen auf dem Da- v, va!t werden« Man 172 Fünftes Kapitel. Man ſollte faſt vermuthen, daß man nicht Urſache gehabt hä tz, in neuern Zeiten von“ dieſen, bey unſern Vorfahren gewöhnlich geweſenen Ziegeln“abzugehen, und ändere Formen einzuführen, da man ſo vieletley unſtreitige Proben von ihrer Dauer und Nußen bis auf den heutigen Tag gehabt hat. Allein'man muß auc) folgende dringende Umſtände, welche dieſe-Ver- änderung veranlaßt haben, in Betrachtung zielen: 2) Die Dächer mußten ſteiler gemacht werden, als jeß0o, und erforderten daher auc) mehrere Stärke und h.rzigeres Holz zum Spayrwert, und zu deſſen Uncerjiüßung auch ſtärkere Latcen, b) Die Schwere dieſer dicken Ziegel, MUS durch das allemal nöchige Cinde>en mit Mörcel um ein gutes Theil vermehret wurde, erforderte nicht allein vorher=" gedachte Holzſtärke und Güte, ſondern beläſiigte dem» ohngeachtet dieſe Dächer und deren untern Bau an Mauern oder Wänden außerordentlich, ſo daß zu leßs tern große Koſten mußten. angewendet werden, wenn das ganze Gebäude die ihm zufommende Feſtigkeit und Dauer erhaiten ſollte. c) Die Haupteinkehlen bey Wiederkehren und klei» nere an Dachfentiern 2c. erhielten zwar dur< die hohle Figur. dergleichen Steine bereics eine Art: von. Rinnez aber die Avarbeitung der anſioßenden nach ſchiefen Winkeln, deren Anpaſſung an vorige, und die Ueber-' deckung ihrer Fugen mit Priepen, machte viel Uinſtän- de und Koſten... Man findet daher noch. jezt, daß ſich unſere Vorfahren in dieſen Fällen mit Kupfer, Ei- ſenblech, oder Schiefer zu belfen geſucht haben, wenn. ſolche auch in theuren Preiſen angekauſt, und von weiten an die Bauſteile angeſchafft- werden mußten. d) An geldäd in Anf wenn von int Um ſe eines 1 entzwel ſtern d Theil | friſch ei | nes der | rofuren( | lihen T weden (eichteſ | haltung eben ni; 3) berſcht aud) m! eln iſt ger Lett B nüß zu ſchnitte den my äußerſt ſteine, ſelben€ he mit Ungleich ſehen i | 177 Na 0 Je ie 4 hi je und Rühn k Wels mann; , Wilde NH aun jh er gemacht v)) cd mehren! te, und zu) Re, weht! Mori Um eh, p nit allan ndern belafil? cen wutern hu! dich, fo ve vendet werden! mende Biederfehrm zwar dur) p ne ut genden 4 rige, und W' p machte vi 4 or nod) 9% „ mi ne| dfn Gf 1 des fu ay' 0] ſ vw y ename SR nat 20 | Bedächungen. 4.73 -d) An unſern heutigen: ſogenannten einfachen Zie- geldächern mit untergelegten Dachſplittern findet: man in Anſehung derAusbeſſerung. große Schwierigkeiten, wenn ſie mit Kalchmörtel'einoedeckt, oder'-damit nur von innen öder auch mit Lehm'ſtarkverſirichen ſind? Um ſo viel mehrere Umſtände macht; die Ausbeſſerung eines Priependaches, wenn auch nur ein! Stein davon entzwey gegangen iſt.:Dft müſſen aus den. Dachfens« ſtern die mühſamſten. Rüſtungen gemacht“ein ganzes Theil der benachbarten Ziegel herausgenommen, und friſch eingede>t werden, um einen. geringen. Fehler ei- nes derſelben herzuſtellen; und wenn: dergleichen;Repa- raturen durch einen verſtändigen Schiefer: oder eigent lichen Dachdecker mit dem. Fährſtuhls bewerkſtelligt werden können oder dürfen; ſo. kömmt man. not am leichteſten dabey weg. Alles dieſes aber ſind Umſtände, die der Beybe- Haltung, oder des fernern Gebrauchs dergleichen Ziegel, eben nicht das Wort reden möchten. 3) Die Bedachungen mit: unſern Geutigel Bie? berſchwänzen, Zungen; oder»Ochſenmäsulern; auch mit den völlig parallelepipediſchen"Dachziez geln iſt zweyerley, entweder mit weiter oder mit en» ger Lattung. Bey dieſer Gelegenheit wird zuförderſt nit, unz nüß zu erinnern ſeyn, daß zu Ziegeldächern allemal“ ge- ſchnittene und nicht geſpaltene Latten genommen) wera den müſſen. Es würde im leßtern Falle nicht allein äußerſt ſchlecht ausſehen,“wenn die: Reihen der Dach» ſteine, nach den insgemein krummen Biegungen der- ſelben giengen, ſondern es hängen auch die Dachſteiz ne mit ihren Naſen nicht feſte darauf, und durch die ungleichen Weiten, die-hin und wieder nothwendig ent- ſtehen müſſen, erfolgt gar. feine Gleichheit: im. Ein- deen, IIR BEITET. RTE TEI NGEAEECHIE TEI TATERE ZETER FAIREN 174 Fünftes Kapitel. deFen, und: folglich auch feine durchgängig egale Dichtigkeit.| Die-Latten ſchneide man lieber zu ſtark als zu ſchwach, und wenn man ſehr enge latten.will, folglich die Höhe derſelbe nicht allzuviel betragen darf; ſo ge- be man es an ihrer Dicke zu. Die hier gebräuchlichen und gur gefundenen Latten ſind:22.Zoll hoch, und 1x Zoll Fark.- Vor krummen; windſchiefen, oder in ſich gedreht gewachſenen, auch vor äſtigem Holze zum Lakten- ſchneiden hüte man ſich. Man erhält davon ſchlechte Waare, vielen Bruch, Abgang, und nachheriges Wer- fen auf dem Dache. Die recht gleichjährig und gerae de gewachſenen herzigen Stämme ſind dazu die beſten, weil alsdenn das Schneiden mehr mit dem Spale ten übereinfömmt,- und nichts, wie man zu ſagen pflegt, über Hirn, oder queer durchg die Jahre mit in den Schnitt kömmt. Sind nicht allemal recht kroFfene Latten zu ha- ben, ſo gebrauche man die Vorſicht, ſolche durchgän- gig in ihrer Mitte mit guten langen Nägeln von zä- hen Eiſen aufnageln zu laſſen.: Es iſt bekannt, daß jedes Holz nicht nach ſeiner Länge, ſondern nur nach der Breite ſchwindet und eintrocknet. Wollte man alſo ins Verband, nämlich einmal oberhalb, und wiederum auf den folgenden Sparren unterhalb na- geln, ſo fönnen ſich die Latten nicht gleichförmig auf beyden Seiten einziehen 3 die Nägel werden gebogen; Herausgeſprengt, und das Dach kommt aus ſeine Ordnung. An einigen Orten latten die Zimmerleute, än ans. dern die Maurer. Es iſt gleich gut wer es macht, wenn es nur recht gemacht wird. Ein Landwirkh- thut aber wohl, wenn er hierbey zuweilen nachſiehet, vb ſich die Arbeiter blos auf ihre Lehre, oder den Latten- fnecht verlaſſen, oder aber, ob ſie auch ee 8 oltes holtes mit de zuſtell als daf ſten zu Ü bis 19. ben. bis Ereinen, Eplitt ol Gegendet liſten, a, m daß ein ph fe: und der 5 Zhu die Ste flaffen, freyen€ geiegten ne Näſſ ſchlechteſ gen ſoll Wie va Dünne| alle Näf Feit taug ſeiten de: beſſerun; Jleic) an verden, | dd 4 er ju fat dy an vi H tagen darf Ky Der gebun Zu hoh, u iefen ab 11 Holze zun ky ät davon fh d nachherig) (djährig und 1" dazu die bi x wit vem€ wie wan du h die Jaht fand Zattet 1) ot, folche dat gen Rügen Fg iſt befan), €, ſonde 10 fnet Dlt mal oberhah! arten unte) it gWidfem)' gel werden 4 ) font 06! ;mmerlet!! "UL Bedachungen, 175 holtes Nachmeſſen auf iden Sparren; und. allenfalls mit der Seßwage vollkommen wagerechte Lattung hers. zuſtellen ſuchen, Die bloße. Lehre trügt viel. zu ſehr, als daß nicht manchmal die leßte Reihe gegen den-For« ſten zu ſehr ſchief und fehlerhaft“ausfallen ſolte.: eit auseinander wird gelattet, wenn män ein ſogenanntes einfaches' oder ein Kronendach: ha» ben will,'G Zu einem einfachen Dache kommen die Latten 9 bis 15 Zoll auseinander, von einer Oberkante derſela. ben. bis zur andern gerechnet,.' Unter je zwey: und zwey Sceinen, und unter der Fuge zwiſchen denſelben, wird ein Splirt oder Dachſpahn gelegt. Dieſe ſind in einigen Gegenden von eichenem, in andern aber, und am geroöhns lichſten, von kühnenem Holze gemacht. Da die Dachzie- gel, wie bekannt iſt, ins Verband gelegt werden, ſo, daß ein oberer die Fuge zwiſchen zwey untern decken ſoll, ſo reicht in dem Fall, wenn 10 Zoll gelattet iſt, und der Dachziegel 1 5 Zoll Länge hat, ein oberer: nur 5 Zoll über den untern, welches wenig iſt, zumal wenn die Steine nicht vollkommen gerade ſind, ſolche alſo flaffen, und Regen oder Schnee, bey einigem:Winde, freyen Eingang laſſen. Dieſes ſollen aber die unter» gelegten Splitte verhindern, und die etwa eingetriebe« ne Jiäſſe wieder ableiten. Aber man ſieht täglich den ſchlechteſten Erfolg davon. Ein dünnes Lolzſpähn« gen foll einer ſteinernen Bede>ung zu Hülfe kommen, Wie baid fault es aber nicht, oder läßt wegen der Dunne und den faſt unmerklichen Spalten, ohnedem alle Näſſe freywillig durch? Dieſe Art von Sparjom» feit taugt alſo bey Bedachungen nichts, wenn die Ab» ſeiten des Daches nicht beſonders ſteil ſind, Die Aus« bejjerungen koſten in wenig Jahren mehr, als wenn gleid) anfangs eine beſſere"Vedeckung wäre erwählt werden, Dian hat geglaubt, ſolcye Dächer haltba- rer 176 Funſtes:'Käpitel, rer zu?=inachen, wenn'män ſie“inwendig mit Lehm vers ſtriche,„worunter man: auch: im“der Folge Flachsſchä« "ben; Kaff; endlich auch, Kuh-“und Kälber? haare:miſchte?" Män verſuchte. auch- ein'Mengſel“von Rindsblut,; Lehm und) Hammerſchlag.""Dies: war aber“ beynahe"viel ärger gemacht. Die Feuchtigkeit zog ſich in den.2ehm, und» griff um ſo leichter niche nur die Splitte, ſondern auch die Latten an, Man brauchte an deſſen Stelle. dick aufgetragenen Kalchmör- tel, und man-verbarg» dadurch: würklich“ innenher den von außen eindringenden. Feind der Näſſe, weil er ſich“durch! den Mörtel nicht ſogleich durchziehen:und ſichtbar werden konnte, welches bey dem Lehmverſtrei- , | innere; | beweg | 584 | Wt ih W" Vile hh Ruhe Md Sühs hein Peu; y vag") Dip Ve Futz; umf(eld [€ Zatten at, hy etragenen Silhy Urflich: imwrhe) er Näſſe, 1 q durchziehn, ) dem ehm war he (wh amp! ur< Bind ah (10le Bitter h„daß Eylh! veſt aber) Zegelbedahn (fen, we aud m und weni! m die meh ainbededung 9" degli 20 em as m venöſen ga | meme een emm KEES TRARNT AE Bedachungen, 177 alljährlich viele Reparaturen. Zu eben--dergleichen ohne Verband, jedoch mit unkergelegten Splirten geo machten Bedachungen auf Ställen, Schuppen, Scheu- nen u. ſ. w. gab man die abgeſchmackte Urſache an, daß dadurch die halben Ziegel an den Giebeln erſpart würden, Gewiß, dergleichen muß nur von ſo unge- wiſſenhaften Werkleuten unternommen werden, die während des Baues ſchon wieder an baldige Repara- turen deſſelben gedenken. Zum Kronen- oder ſogenannten Schwediz ſchen Dache wird noch weiter, nämlich 10 bis 11x Zoll gelattet 3 allein auf jede Latte fommen zwey Dach» ziegel in Verband übereinander, die wieder mit den unter ihnen. befindlichen doppelren Dachziegeln ins Were band geordnet werden. An Ziegeln wird gegen Doye- peldach nichts erſpart, an 2atten aber etwas unter der Hälfte- Hingegen müſſen dieſe deſto ſtärker ſeyn, weil die darauf kommende Laſt gegen einfache Dachung doppelt iſt, und alſo ſehr viel Bogen oder Rinnen zwi- ſchen den Sparren entſtehen würden, wenn ſie jo ſchwach als bey jenen wären. In Potsdam ſind mit derglei- en, wie bey einem Doppeldache, deſto mehr muß der innere Raum gegen das Eindringen der durc) Wind bewegten Feuchtigkeiten ſeyn. Bey dieſer Art aber yagugvgrer 1V. 25.1. Ch, M ſind ur IIe TENS RANIO IREEN"=- 478 Fünftes Kapitel, ſind nur immer 2 und 2. Steine, die einander die Fy« gen bedeen ſollen; über ihre untern Nachbarn reichen ſie wenig über, und treibt der Sturm unter eine ſolche - Doppelſchicht einmal etwas hin, ſo iſt es auch, es ſey Regen oder Schnee, ſogleich in dem Dachbodenz anſtatt daß bey einem gewöhnlichen Doppelvache ein „dreymal längerer Weg iſt, ehe dergleichen Näſſe da- hinkommen kann, wo man ſie nicht gerne haben will. Außerdem thäte es faſt Noth, daß die Latten insbeſon» dere, von unten bis an den Forſten nach verſchiedenen Schmiegen abgerichtet würden, um immer die patal- lelen Auflagen der doppelten Schichten erhalten zu kön- nen. Man ſehe die 5 1ſte Figur auf der Vten Tafel von Langens landwirthſchafrlichen Baukunſt. Wel- de Mübhſeligkeit! Und geſeßt alles dieſes geſchähe 3; es fänden ſich aber größtentheils krumme, windſchiefe, un- ten aufgeworfene Dachziegel, was für ein Dach würde das werden, wenn man nicht doppelt ſo viel Ziegel zum- Ausleſen anſchaffen wollte? Nein! dergleichen Dache- bedeFung preiſe ich meinen Landsleuten ſo wenig als die einfache an. Das ſogenannte Doppeldach iſt unſtreitig un» ter allen Ziegelbedeckungen das beſte, Es ward dozu ehemals 6 Zoll weit gelattet, als man noch verſichert war, daß die 16 Zoll langen Dachziegel noch die Hälfte der dritten, mit der erſten gleichfommenden Tuge bedecken würde, Allein ſeitdem nach und nach x und hernach wieder+ Zoll an der Länge gedachter Zie gel unter dem Vorwande des Schwindens abgegangen iſt, ſo muß man nunmehr mit 15 Zoll Länge zuſrieden ſeyn, und dagegen die Lattung mehrentheiis auf 54 Zoll einrichten. Es iſt hierbey ein großer Unterſchied unter jteilern und fläcßern Dächern anzumerken. Er» ſtere können, aller Verfürzung der Dachziegel unge» achtet, doch noch 6 und mehr Zoll gelattet werden, wie | | | | | | | | | | wied gebrod darü mogen die et Kraft anders eitgeg Ausſpt dieſen; gehende hoten j Dache ſe beſten, ||f, jen ſums,( den ZY den We den bis ſie lang einen 7 nen pfle ſer, pra de leich fönnen | uußerot oftmals Forſter inSgen auf die bälfe 9 KT „Doppel | | | | Bedachungen. 179 y ; mi wie z. B, bey dem untern Theile der Manſard- oder mine a gebrochenen Dächer. Denn das Waſſer läuft ſchnell vj ja, darüber hiniveg, und der ſtärtſte Sturm iſt nicht ver« kn| mögend, Dieſer Schnelligkeit wegen, ſolches zwiſchen 1 Ith die etwanigen Lücken oder Fugen hineinzutreiben, Eine jet Dye Kraft widerſteht der andern. Bey Einkehlen iſt es dergleiden Dh anders. Denn da kommen die doppelten Kräfte von AO gene hann entgegengeſeßten Seiten vor, und von dieſen und ihren B die Aan bon Ausſpriegeln iſt beſonders zu handeln. Es iſt bey m na verſi) dieſen Ziegelbedachungen ſowohl, als bey den vorher= m immer by gehenden der Aufſchieblinge, Knaggen oder Crauf- hren erhalte) baten zu gedenfen, durd) welche ein Unterſchied im auf der Via) Dache ſeibſt entjtehet.. Die längſten ſind allemal die m Buff,| beſien, und wenn das Dachwaſfer, wie nothwendig es Wees geſt) iſt, jowohl bey Stadtgebäuden durch das Hauptge- imme, windſo ſims, als bey 2andgebäuden durch die wei“ vorſiehen- s für ein Dit! den Balken und übergeſchnittenen Trauf haken weit von elt 6 WZ den Wänden abgeleitet werden foll, ſo ſind oft dergleie in), dergeihn), ven man Waſſerſack zu nen- beſie, 6m) nen pflegt 3 hier ſtößt ſich das herunterfließende Waſs (8 man noh 7 ſer, prallt zurück, wird aljo aufgehalten, und vom Win«- | Dacia 1 de leicht in die tleinjten Fugen eingetrieben. Indeſſen en gleiten können doc) dergleichen Auſſchiebiinge nicht allezeit eine eifdem nod 1 außerordentliche 2änge haben, oder gar, wie es doch pr Unge geil! oftmals bey Stadtgebäuden nöthig iſt, bis ſelbſt an den Aird M Forſten reichen, ſondern man rechner bey Landgebäuden 3 Zu pe insgemein jur die größte tänge derſelben, wenn ſie bis penti auf die Hälfte des Sparren, oder bis an das Kehlge- in gehe? bälfe gehen. em njw| Im leßkztern Falle lehrer die Erfahrung, daß zu ver Du Doppeldacd) am bejien iſt, wenn von unten, bis über Zu aut„8, M 2 den | 180 Fünftes Kapitel, den ſo wenig als möglich merklichen Knick, die Knag- gen und Sparren 5x Zoll, von da aber bis an den Forſten 53 Zoll weit gelattet werden, Die Urſache das von läßt ſich leicht angeben. Der obere Theil vom Forſten an bleibt an und für ſic) allemal ſteiler; auf ſolchen kann das Waſſer leicht fortfließen, und zwar nur eben ſo viel als auf daſſeibe falt. Allein über den untern mehr lehnenden Theil fließt nicht allein ale les Waſſer des obern, ſondern auch desjenigen, was auf ihn ſelbſt fällt 3 und zugleich kann der Wind in horizontaler oder ſchiefer Richtung mehr auf dieſe un- tere Fläche ſtoßen, und alſo, wenn nicht alle mögliche Enge der Lattung daſelbſt beobachtet würde, um viel eher ſchädliche Feuchtigkeit auf den Dachboden brin« gen. Fallen noch flächere Dachungen vor, z. B. bey Zufen mit einem einſeitigen Aufſchieblingsdache, ſo muß die Lattung dazu gar nur 5 Zoll, oder gerade ſo viel betragen, daß die Naſen der Dachſteine eben zwi- ſchen die Latten ohne Zwang durchgebracht werden kön» nen. Dieſes, um dem auf dergleicgen Dächern mehr von unten anprallenden Winde einen längern Weg, und ſo viel als möglich andere Hinderniſſe entgegen zu ſe- ßen, daß er nicht ſo leicht Schneegeſtöber oder feinen Regen zwiſchen die Steine in das Gebäude einwehen könne. Es ſey aber ein ſolches Doppelziegeldach noch ſo enge gelattet, und noch ſo gut eingede>t, ſo wird man doh oftmals finden, daß feiner, gefrorner Schnee, bey großer Kälte und zugleich heftigem Winde, eben ſo wie Plaßregen bey Sturm, alle Vorſicht bey dem Eindecken vereiteln, und'durch die faſt unſichtbaren Fu- gen ſich zwiſchen den Ziegeln einen Eingang ſuchen, dadurch aber die Dachböden und das darauf Geſchüt- tete verderben. I< habe Scheunfluhre oder Tennen gefunden, „die mit allem Fleiß doppelt mit Ziegeln gedeckt waren, wenn wenn mite Unter den? die€ lic! T vet. imme morte | von im verwet oder ſichtb welch: deoha ußer! einen doch| tel he dere| | der| tig| fW, je Knit, Wh n da aber Di 44) . Velteiey Ver obe Vily 9 allemal fei; JerReßen, up be falt, Wh) eil fießt ide dh 1 aud desenigh Id) fann der Ve ing mehr auf enn nicht alle 18 achtet würde, t j ven Dachbett ungen ver, 7 Wufſchieblingent 5 Zoll, ode 9 er Dachſteine| grOgebracht mi! leihen Dächern nen längern I inderniſſe eng) neegeſiber n das Oebaude bes Doppelzlegu » qut eingedeg)| 6 feiner, gefun h heftigem Din n, dle Dorſet 4 die funf 1 doen Einn und das dud€ » vr Zun nls Ziegel gw, Bedachungen, TSE wenn man auch die andern Theile der Scheune blos mit einfachem Splittdache gelaſſen hatte. Allein der Unterſchied des Einſchneyens und Einregnens von bey- den“Arten der Dächer war, vornehmlich an Orten, wo die Sturmwinde frey anfallen konnten, nicht ſonder- lich, und man bedauerte die angewandten Koſten.. Das einzige Mittel, ein ſolches Doppeldach erſt recht brauchbar und dauerhaft zu machen, bleibt alſo immer das Verlegen der Ziegel durchaus in Raldh« mörtel/ oder wenigſtens das. Verſtreichen derſelben. von innen, Wer die Koſten anwenden will oder kann, alles mit Mörtel eindecken zu laſſen, der thut wohl; aber auch dieſes dauert, wie alles, nur eine Zeitlang. Die Reparaturen fallen nicht allzubald vor, aber ſie: ſind hernach deſto koſtbarer, Es können viele Dachſteine verwettern, abſplittern, durch Hagel: oder Wind halb oder zum Theil abgebrochen werden, ehe ſich von innen ſichtbare Spuren des Einregnens zeigen, zumat. wenn, welches ſchwerlich geſchehen kann, nicht Tag vor. Tag deshalb Unterſuchungen angeſtellt werden. Endlich, äußert ſich der Schaden, und wenn es nunmehr auch einen einzigen fehlerhaften Ziegel betrifft, fo macht es doch ſo viel Umſtände, ſolche aus dem feſten Mör- tel herauszubringen, daß oft. ein Stel Hundert. an- dere darüber zu: Grunde gehen, und alſo an faſt je« der fehlerhaften: Stelle eine große Reparatur 19 thig wird, Bon dem Verſtreichen mit Lehm und andern damit zu vermiſchenden Ingredienzien, iſt ſchon vor- her bey den einfachen Ziegeldäcgern gebacht wor» den» Wer die Probe hierüber weiter fortſeßen will, der laſſe alles nur möglichſt dünne auftragen, da- 5 mif 182 Fünftes Kapitel. mit ſich die geringſte Näſſe ſogleich von innen zeige, und Gegenmittel angewendet werden können. Meiner Erfahrung nach hat guter, mit feinem aber ſcharfem Sande zubereiteter Mörtel, der mit klei» nen Kellen, dichte, aber doch nur ſehr dünne, in alle auch die ſchwächſten Fugen, zwiſchen den Ziegeln ges ſtrichen wird, bey dergleichen Dächern die beſten Dien- ſie geleiſtet. Es müſſen aber zugleich alle innere Dach- ſeiten mit bloßem, gut ausgelegenen Weißkalch, ohne Sand, etwas dicker als zum gewöhnlichen Weißen, mit einem Pinſel überzogen werden. Man kann alsdenn die geringſte eindringende Näſſe leicht wahrnehmen, und nach abgefraßtem dünnem Mörtel auch die ſchad- Hafte Stelle ohne große Weitläuftigkeit erneuern, An einigen Orten giebt es beſondere Dachdecker 3 oder die Schieferdec>er haben das Recht,-alle Arten von Dachungen zu verfertigen. Da ſich dergleichen Handwerfer blos auf eineiley Sache legen, und nicht dur< ändere Geſchäfte zerſtreut werden, ſo iſt die größe te Wahrſcheinlichkeit für ſelbige, daß-ſie vorzüglich gute Arbeit in ihrer Art machen werden, und der Er- folg beſtätigt auch dieſe Vermuthung. Ich bin indeſs ſen überzeugt, daß unſere Maurer ein Ziegeldach eben ſo gut eindecken können, als jene, aber nur. in dem Jalle, wenn der Meiſter ſelbſt darinnen'genugſame Theorie und Erfahrung hat, und ſelbſt bey der Arbeit gegenwärtig iſt; öder wenn er ſich blos za dergleichen Arbeit einen oder mehrere geſchickte Geſellen zugezogen hat. Außerdem, und wenn der erſte beſte Maurerges ſelle dazu angeſtellt wird, dem es wenig daran gelegen iſt, ſeine Arbeit dauere nur heute odec 10 Jahre, ſo ſicht es ſchlimm um dea Eigenthümer aus, und er wird Jahr aus Jahr ein ſo wenig aus den Händen der Maurer kommen, als mancher Cliente.. den ärte | | | | | | | | | | | Händ! ſpielen D ſowohl und 6 dichte großen (Gebäu Arten, am he) | wenn al | beſonder | Wett, |(ießend vermit Fehlſp eiten müſſen, | Zandgel | dig au halb it | dm E 1“: 6 | Dache Band he vo! | ßen,| die D neu al hero d | Eprie | Haſeln ) dung| | | von hon h 1900700 auttt, Mit pn rte) beni Kh amt, ky jen den Zipf je ve bſy id alle ino " Veißbh, 1 (ichen Behn Man Fann diy eiqt wahrnin Xt ug Die ofelt enen ſondere Dahl Recht, lt! Da ſich der! che legen 1! erden, fo 0? » vaß few verden, u vd ing, Ji im Zigahuh? Ober m borinnen 4009“ Weft by (os za dag 4 QOefellen af ſte beſte Nu) " Bedachungett. 183 Händen der Sachwalter, die den Prozeß ins Weite ſpielen. Die LEinkehlen erfordern inſonderheit bey Ziegel- ſowohl als andern Bedachungen, beſondere Vorſicht und gut auszuübende Handgriffe, wenn ſie waſſer- dichte werden. ſollen. Dieſes gilt nicht allein von großen und langen Kehlen bey Wiederkehren ganzer Gebäude, ſondern auch. bey den Dachlufen. mancherley Arten. Erſtere werden in Städten, wo. ſie ohnedem am häufigſien vorkommen, mir Brettern:geſchalt ,. und wenn auch an deu andern Theilen. alles Ziegeldach iſt, beſonders mit Kupfer, Bley, Blech oder Schiefer abe gede>&t. Um hierbey den von zwey.Seiten zuſammen- ſtoßenden Waſſerfluß. mehr zu zertheilen,, macht: man, vermittelſt eines triangulären. Dachſtückes. über den Kehlſparren, zwey Kehlen, die aber auch. auf. beyden Seiten wiederum ganz beſonders verwahret werden müſſen, wie die Maurerkunſt weitläuftiger. lehret. Bey Landgebäuden. verbietet dieſes die an ſolchen nothwene dig anzubringende Sparſamkeit,"und man muß dese halb in Anſehung aller und jeder Einfehlen blos bey, den Spriegeln. ſtehen bleiben.. - Spriegeln. heißt: diejenigen Derter in einem Dache, welche es hauptſächlich. nöthig haben, mit Band oder Spriegelſtöcken. dergeſtalt benageln, und ſole he von innen außer den. Sparren dergeſtalt unterſtü ßen, daß auch bey Doppeldächern. an. ſolchen. Stellen die Dachziegel noch einmal. ſo enge übereinander fön- neu aufgehänget werden, als ander8wo, und daß da- Hero die Spriegellatten, wenn man ſie ſo nennen will, nur 2x bis 3 Zoll auseinander kommen... Gedachte Spriegelbänder ſind geſpaltene Stäbe von Weiden, Haſeln, oder jungen Eichenholz, ſo wie ſie zur Bine dung der Tonnen und Fäſſer von den Böttchern ge- M4 braucht 184 Fünftes Kapitel. braucht werden. Da ſie weit weniger, und ohngefähr nur haib ſo viel Höhe als die gewöhnlich geſchnittenen Latten haben, ſo ijt deutlich, daß ſie näher an einan- der genagelt werden können, ohne doch das Dazwiſchen- bringen der Naſen an den Dachziegeln zu erſchweren. Diejes Engezuſammenbringen aber der dänge nach iſt noh lange nicht genug; es muß ſolches auch der Breite nach, oder nebeneinander bewertſtelligt werden. Nun machen aber dergleichen beſonders die großen Einfehe" len nach außen zu, entweder ein Segment von einer Concaven Kegelfläche, oder einen ſehr ſpiß zulaufenden Triangel. Es müſſen alſo ſämmtliche darauf einzue dectende Dachziegel, nad) Maaßgabe einer oder der andern Figur, von dem breitern Ende bis an die For- ſie darnach zugehauen, oder vielmehr geſchnitten werden, daß einer an dem andern, der ſchiefen Figur. ungeachtet, genau zuſammenpaſſet. Dies iſt eben der Umſtand, worinnen ſo viele Kehlendecker fehlen. Denn Lücken zwiſchen den Steinen müſſen durchaus nicht ſeyn. Alles muß an einander ſchließen, und auf den Niörtel zum Ausfüllen, der bey dergleichen Fällen allemal erfordert wird, darf man ſic) gar nicht vere laſſen. Bey den niedrigen und breiten Dachluken, die ſich auf beyde Seiten wieder in das Dach verlaufen, muß eben dergleichen Spriegelwerk angebracht werden, wenn ſie dauerhaft ſeyn ſollen. Die aber mit gewöhne liczen flachen Abſeitendächern werden, wiewohl auch felten- genug, an den lothrechten Seiten mit etlichen Abweiſeblechen abgefertiget. Dieſe ſind aber nicht völ- lig hinlänglich, Von Rechtswegen ſollten außer den« ſelben alle an dieſe Seiten ſtoßende Latten, mit höl« dernen Keilen abwärts erhöhet werden, ſo, daß alles und jedes Waſſer nicht gegen die gemauerten oder gee fiaften Fache würkte, ſondern ſchnell davon abliefe,. Jiahee Rähere und ich Finger Di er mi pold u s- nen, und dennoch die Dienſte des Verſtreichens mit dem Kalchmörtel vertreten. Jn beyden Fällen können ſie der größten Wahrſcheinlichfeit nach wenig nußen. Sollen ſie wachſen und grünen, ſo wird ſich um ſo mehr Feuchtigkeit einziehen müſſen; und wenn die an- Fänglich dünnen Fäſerchen eines Birkfenſtrauchs(in der Folge) zwiſchen den ſchwachen Fugen großer Marmor- ſtücke, wie mir ſehr wohl bekannt iſt, ſolche zerſprens gen fönnen, ſo wird es mit Moos und Pätenwurzeln den, zuweilen ſehr armſeligen Dachziegeln noch eher ſo ergehen. Denn ſie werden öfters in nicht völlig durchgebrannten, gute Nahrung finden. Man räume ja ſonſt das von ſelbſt auf den Dächern wachſende Moos ſorgfältig davon ab, damit die Ziegel nicht darunter faulen ſollen, und deſto weniger Feuchtigkeit in das Innere eindringen könne. Soll aber dergleiso chen in den Fugen trocken werden, ſich zerbröceln, und ſowohl von außen als innen nicht abfallen oder vom Winde nicht weggetrieben werden; ſo ſehe ich meines Orts auch nicht, wie man ſolches einigermaſ« ſen mit einem guten Verſtrich von Kalchmörtel in Ver- gleichung bringen könne, Zu allen Ziegelbedachungen, es mögen ſolche weit oder enge gelattet ſeyn, gehören g0oblzietzel zu Ver- Ms wah 186 Fünftes Kapitel. währung der Forſten und der Walme. Lektere, die Walme oder halben Walme haben, wie ich vorher- gedacht habe, nicht den'geringſten Nußen, ſondern werden allemal außerordentlich ſchaden, wenn man um ihrentwillen die über das Dach ragende, für Feuer ſichern Giedeln weglaßt, die in den Niederlanden und verſchiedenen Reichsländern den größten Nußen bewie- ſen haben, wenn auch die Bedachung blos von Stroh geweſen iſt. Es blieben alſo hier blos die Hohlziegel für die Forſte, und dieſe müſſen allemal in guten Kalchmörtel gelegt werden; ja es iſt faſt nöthig, ſol- cken erhältz das man aber auch bey Feuersgefahr mit Haken leicht herunter reißen kann. Allein, auch ohne ſolche nochmalige Bedes >ung muß dergleichen Dach aufs beſte geſchickt ges macht werden können, nicht allein aller eindringenden Näſſe zu widerſtehen, ſondera auc für Feuer von auſs ſen zu ſichern... Man darf es nanilich nur, werin deſ« ſen äußere Fläche glatt genug gemacht iſt, unter mäſe ſiger Anfeuchtung mit Rindsblut, vder Theergalle, die man auf den Theerhücten faſt umſonſt bekömmt, mit ſcharfem Sande, Hammerſchlag, oder Feilſpänen zum öftern abreiben ,. und ganz glatt mächen 3 dabey auch das Dichteſcwerke hoch ſeyn könne. Die ODeffuungen zum Cingehen, zum Lichte und Luft- zuge ſind möglichſt enge zu machen, und für alles Flug- feuer zu verwahren. Die Stoc>werke können jedes beſonders gewölbt, oder auch mit Balkenlagen abge» eheilt ſeyn, die nur, wie bey den Lehmhäuſern, mit Sctrohlehm, Eſtrichen, oder Steinpflaſtern genugſam zu verſehen ſind. - Ihre Bedachung kann auch ganz von Steinen ſeyn, wenn nämlich von beyden langen Seiten» mauern ein Gochiſches over Spißbogengewölbe auf« geführt wird, welches aus zwey Sechscheilszirkeln be- ſieher, die in eine Spiße zuſammenlaufen. Bey der- gleichen Gewölben iſt ohnedem die Regel, daß ſie von unten auf weit ſiärkfer, als nac) dem Schluſſe zu an- gelegt werden müſſen. Sie nähern ſich alſo ſchon ziemlich einem gleichſeitigen Triangel, und wenn ſie von außen durc) Aufmaurung einiger mehreren Steine, geraden Linien nahe, oder dur ſtufenähnliche Abe ſäße ganz gleich gebracht find, ſo können' ſolche mit Dachziegeln in Kalchmörtel eingedeckt werden/ und man vom Fe hören de Denn ſi ſtänden gls irgen habe abe Qelegen! müßt ſie( (QJewölbe, werden fü logen d | De genden, lic) lang Eindedu 4-1 jem nan fallt, 7 Stroy n Weder 1 Jeen unt jen me ien Bat ver Län tach be| die D| 14 Zol ) wWodas ſhöfe 0 die tat oida in | Wf den FEE | ih, wo Gh W je beant 00 men Iten) Zieglers fi 1 riegel haben in neut, dn iy (m Rechfche pj boden, und 14 fide, und dh) de ſeyn, I) ſo will ich von! (el gedenfän,| und doß es 1 Inet hel ſy n, zum Of 0; hen, und ji todwerte fu! mit Balla) y den ehm Steinpfaſin aud guy 1) bepden langt Gpifdegugus ey Gedeih" mimen Ww die th, v dq) dem Ga nähern(9 h lange), un) 4 einige 1 ud) ſufi! ſo fa W; "Ww IW) y Wp Bedachungen. 189 man erhält ein Gebäude, das an nirgends einem Orte nur im geringſten etwas Holzwerk blos gäbe, welches vom Feuer ergriffen werden könnte. Eigentlich ge- Hören dergleichen Häuſer nicht zum ſparſamen Bauen. Denn ſie würden unter einerley vortheilhaften Um- ſtänden des Materialeinkaufs u, ſ. f+ doch immer mehy als irgend andere Landgebäude aufzuführen koſten. I< Habe aber doch nicht umhin gekonnt, hiervon bey dieſer Gelegenheit meine Gedanken zu eröffnen. VWielleicht nüßt ſie einer oder der andere, Dergleichen Gothiſche Gewölbe, wenn ſie zwey- oder dreyfach gemacht ſindp werden für Bombenfeſte, und ſogar wider das Cin- ſchlagen des Blikes für ſicher erkläret, Die mehreſten Strohdscher finden ſich in Ge« genden, die guten Getreideboden haben, und wo folge lich langes und gutes Stroh gewonnen wird. Die Einde>ung geſchiehet mehrentheils auf geſpaltenen, 12-- 18. Zoll von einander entfernten Latten, nache dem nämlich die L2änge des vorhandenen Strohes aus- fällt. Auf dieſen wird das recht gerade geſtoßene Scroh) mit den Aehren nach unterwärts gekehret, entko weder mit Weiden, Werſt oder bloßen Strohbän- dern unmittelbar an die Latten befeſtiget 3 oder es wer» den mehrere auf beſondern Latten, oder ſo genann- ten Bandſtöcken von Weiden, Schoben oder Schöfe in der Länge von 3. bis 4 Fuß zubereitet, und ſolche her- nach beſonders übereinander an die Latten angebunden. Die Dice eines guten Strohdaches muß wenigſtens 14 Zoll betragen, und gegen das Ende des Daches, wo das Waſſer abläuft, werden die ſogenannten Bord- ſchöfe mit den Aehren nach obenzu eingedeckt, ſo daß die ſtarken Halme nach untenzu gefehret ſind, und allda in gerader Fläche neben einander fortgehen- Die auf den Walmſeiten vorſtehende Deckung(wenn an- ders Wy 190 Fünftes Kapitel, ders nicht Brandgiebel bis über das Dach reichen) werden mit Seitenbrettern verwahret, und die vorſtee Henden Latten nac) der Schnur gleichförmig und ge rade abgeſchnitten. Alle dieſe Arbeiten ſind auf dem Lande bekannt, und die Strohdecker haben dazu wenige und ſehr ſimple Werkzeuge nöthig. Fehler machen ſie, wenn theils die Strohſchöfe nicht feſte genug auf die Bandſtöc>ke, und dieſe wiederum zu locker an die „Latten befeſtige werden, ſo daß ſich lebtere ziehen, und die Unterſpißen der Aehren vorragen; theils" wenn ſie Überhaupt dünne decken oder dünne Stellen im Da- en, und ſolche auf den Forſten mit Hohlſteinen, wie bey Ziegeldächern verwahren. Er fand aber gar bald, daß die erſten Löcher in ſeinen Rohr- und Strohdächern Da entſtanden, wo die erſten Ziegel anfiengen, und daß dieſe gar bald von dem ſich darunter ſeßenden Winde, mit ſammt den Hohlziegeln herunter gewor« fen waren, er ließ alſo dieſen Verſuch fahren, und machte folgenden: Nach völlig auf gewöhnliche Art eingedecten und oben mit Stroh verflochtenen Dächern, ließ eben derſelbe über den Forſten von dem längſten mit Lehm vermiſchten Strohe, Kauten oder Zöpfe wechſelsweiſe „Überlegen, ſo daß auf jeder Seite immer ein MIE | un | ndein! he vehm Schicht Latten| daverha) aber zug perfucht! Mar wöhnlich en ver Neſſelben n ein edefe 1 ynd nag; nahe übe wird, al Sd Dol zu del zu ve Ziegelbr; mn, zu | YNR18y Wf, ſg Oephay fim Chiftn), Ade, bgh tw. li6e, wer App, ten Belden py venfal ih Deiden yafühn urden auß 4) Unteogelegt, 10) 1 Verbot deb we die Zotten! m Durchſtehn | die Ferſen) 1 belegt, dit ügen fonnten) om Winde(8! vir ließ 0) = 4 Rehm jon mit Dopa? Er ſand as Roh: und Es Ziegel anwen 1 fh darun 7 piogeln jew!' n Derſuh fps" ge At Ul " „ Did 9 ef ve kü 77 Bedachungen,. undein dünnes Ende neben vinander kam, und dieſe Rei- he Lehmzöpfe noch einmal im Verbande mit der erſien Schicht wiederholen, auf beyden Seiten dieſelben mit Latten befeſtigen, ſodann den ganzen Forſten bis an gedachte Latten mit gutem Lehm, jedoch) dünne ausglei- cung, ſo möchte ſie noh dazu weniger dauerhaft ſeyn. I gedenke mir eine Forſtenverwahrung,' die dauerhaft, und nicht gar zu koſtbar ſeyn ſollte, ſage aber zugleich im Voraus, daß ich ſie noch nicht ſelbſt verſucht habe; es iſt dieſe: Man laſſe das Rohr- und Strohdach nach ge» wöhnlicher Art auf das beſte einde>en, und am For= ſten verflechten, nagele alsdenn auf beyden Seiten deſſelben nicht allzubreite Bretter, und zwiſchen dieſel« ben ein einpaſſendes Holzſtück oder Holm. Dieſes bedec>e man mit in Kalchmörtel gelegten Hohlſtieinen, und nagele ſie mit langen Nägeln feſte, Jh bin bey- nahe überzeugt, daß die Verforſtung ſo lange dauern wird, als das ganze übrige Dach. Schindelbedachungen ſind noc ſowohl in Anſehung des Materials. ſelbſt, als wegen des Arbeitslohns viel eheurer, als jene. Jn der Churmark Brandenburg giebt es feine Schindeldächer mehr. Nach Lantzens 'Anführung macht man auch Schindeldächer, die ober- 'halb mit Lehmſtroh bede&t werden, nämlich ſo, daß “das Stroh, ohne beſondere Schöpfe zu binden, gleich „mit 2ehm vermengt, und die Aehrenſeite nach oben ge- Fehret, auf die Schindeln feſte angeſchlagen, darauf oben mit anderm Lehm vergleicher wird. Jc< habe der- gleichen zu bemerten nicht Gelegenheit gehabt, dens 70 aber, | zemen( henden ne Bret eines D fn, am der gera agu wit vel hedecft zu trat holländiſ uch wet [ durch) ohl ga bon ung Py( [ ert| bar geb einem einer ſy oder E( Gebäud pferne 5 11 200 ſte eich: (rrathen ve nict fung iv, 10 Web Fi ve Chin,% mig nah dy' ! Celle ſay iW 4 hat, in Dean Ndl Engefihg. ZU, die Dehn; Zl an der vieh bis 18 ZU 1); en, zolfen ih 0) u deswegnt (8 außerleſen] ) Johr) edu) neue Schindh! [te Echindelnuy! faulniß der u ; zwiſchen by) einander(04) eben wird;(! 8 10 Jahr du?! edacung 100 ältmipmäßlg vr“ denen eben M! ſowohl in IN" q des Arbip" Churmarf Du mehr, Aah hindeldäh 1 den, 71.1 pf u Dt Nehnnſell ZM fe ang get wird dd ji (egenge 0 Ww " Wh) dann Dil df Bedachungen. 195 aber, daß man die untern Schindeln wohl erſparen, und lieber ein ganz von Lehmfkauten durchflochtenes Dadh, wie oben gedacht, machen könne, welches we- niger koſten, und doch von beſſerer Dauer ſeyn müße« te; habe deſſen zu gedenfen aber doch nicht Umgang nehmen wollen, Es giebt noch eine andere Art Bedeckung mit höl= zernen Schindeln, die aber. in der Form mit vorherge- henden nichts gemein haben. Es ſind nämlich eiche«. ne Brektſtücken, die bey einem Zoll Die, die Breite eines Dachziegels, und ungefähr 1 2 Zoll Länge erhal» ten, am untern Theile auch entweder rundlich geſchärft, oder gerade gelaſſen, und 5 Zoll weit übereinander ge» nagelt werden, ſie werden hier Spohn, und die da« mit belegten Dächer, Spohndächer genannt. Man bedeckt damit Sparrwerke, die nicht allzugroße Laſt zu tragen fähig ſind» Zum Beyſpiel, die Hauben holländiſcher Windmühlen, Garten= und Luſthäuſer, auch wohl Kirchthürme u. ſw. Sie werden in Lein- öl durchgeſotten, wenn ſie vorher recht trocken, oder wohl gar in Oefen gedörrt worden, und ſind alsdenn von ungemeiner Dauer. Jed) kenne die Kuppel von einem Gebäude zu einer Waſſermaſchine, die auf ſol- €„vos SO0Y „7 +" aider 209 AEROBE.«5-20 8% 4.4 wf> MIEDRN Bedachungen. 197 Wenn ſtarke Leiſten 4- 5 Fuß auseinander queer über die Sparren eingelaſſen und vernagelt werden, ſo können auch die Bretter nach der Dachſeite herunter- wärts mit den Sparren gleichlaufend befeſtiget, und 6ntweder verdoppelt werden, ſo daß die obern Bretter allemal die Fugen der untern deFenz oder die erſten Fugen werden blos mit beſonderen Leiſten verſehen, der Forſt aber mit gut zuſammen geſchmiegten Bret- tern von beyden Seiten deſſelben nach der Länge des Daches verwahret. Bey lekterer Bedachung hat das Waſſer einen freyen und guten Ablauf, und wenn die Bretter eben in der Länge geſchnitten werden können, wie es jede Dachſeite erfordert, ſo wird es ein ziemlich gutes Dach, das ſich immer einige 20 Jahr halten kann, beſonders wenn ſolches und andere Brettdäcer von außen gut getheeret, gedichtet, und mit Sand oder Hammerſchlag in den noh naſſen Theer beſtreuet wird, Anſtreichen mit Oelfarbe geht nur bey Luſthäuſern. rei- cher Leute an. Dieſe Dächer äußern die Unbequemlichfeit, daß ſich die Bretter werfen, nämlich: daß. ſie ſich entweder in der Mitte heraus oder hereinwärts biegen ,. je nache dem die Kern- oder Herzſeite nach außen: oder: innen gelegt worden iſt, welung betrifft. Bergleichung vorbeſchriebener Arten Be- 5.004 decfungen, Siegeldächer verurſachen große Koſten; die Diegeleyen mögen auch noch ſo nah an der Bauſtelle ſeyn, ſie ſchüßen niemals unter allen Umſtänden völ- lig für das Eindringen der Näſſe; ſie erfordern jähre liche Reparaturen, die beynahe ſo hoch laufen, daß man alle 45 Jahr den Betrag eines neuen Daches da- zu verwenden muß; ſie hißen im Sommer außerordent- lich, wodurch das etwa darunter auſgeſchüttete Ge- - fraide | jtaide SE: ter deſio! fönnen ſe ſichert das von 1 verhältnif gendem 7 Ser und Wieſen, und nicht, wie es vielfältig geſchiehet, ſolches .. Hanz auszurotttn ſuchen, Zuleßt"gedenke ich noch der in neuern Zeiten ſs "hochgerühmten Ueberſtriche der Rohr- Stroh» und “ Brettdächer, welche ſolche vor Feuer ſichern ſollen. : Ich bin gar nicht in Abrede, daß ſolche einigen Nus ßen haben können 3 aber meiner Einſicht nach wahrlich nur im Kleinen, Für das Haus eines Profeſſors der Naturlehre, der ſie beſtändig im beſten Stande un- terhielte, möchten ſie ſich ſchien, damit er Di ile Zuhöref fann 17 Dorfwi? ger ZUE ſem fö 5 . qind a!2 auch nS bereitet? anwen Genie, V mehreſig ; neuen I | diger US hörige 6 werk hoch, ſo wer- den ſogleich in deſſen erſte Balken die Sparren des Dachs nach einer ſchiefen Richtung verzapft; kömmt aber noh ein oder mehrere Stockwerke darauf, ſo kämmt man auf dergleichen Balken erſt wieder beſon- dere ſogenannte Saumſchwellen ein, welche die obern Wände tragen. Bey Gebäuden, die mit Mauerwerk umgeben ſind, werden die Balken auf ſchwächere Holzſtücken eingefämmt, die ſowohl bey einem oder mehr Stock werfen, auf die bis zur Unterkante, odex nach der Maurerſprache, bis zur erforderlichen Gleiche aufge? führten Mauern geiegt ſind 3 ſie heißen Mauerlatren. In Anſehung derſelben iſt zu bemerken, daß ſolche, wenn ſie ganz vermauert werden, ſelten lange dauern, ſondern da ſie keinen Zugang der freyen Luſt haben, bald faul werden, oder wie man zu ſagen pflegt, in ſich ſelbſt abſtocken und verbrennen. Dieſes zu verhüo ten, iſt es hie und da gewöhnlich, ja in Holland faſt allgemein, daß man die Balken ohne Mauerlatten ver- legt» Allein es erfordert dieſes eines Theils ſowohl vom Maurer als Zimmermann ganz beſonders rich- tige Arbeit, wenn untenher alle Balfen vollkommen " in die Wage kommen ſollen, andern Theils aber fällt dadurch das Verfammen oder Ueberhaken hinweg, wo- vurch die Mauern von den Balken etwas, es ſey ſo wenig als es wolle, zuſammengehalten werden. Die Bequemlichkeit im Richten iſt dabey auch zu erwäh- nen. Denn wenn einmal die Mauerlatten wagerecht geſtreckt ſind, ſo dürſen nur die Balken in ihre Käm- me gebracht werden. Das beſte in Anſehung ſolcher Mauerlatten bey Landgebäuden iſt, daß man ſie ganz auf die innere Kante der Mauer legt, ſo daß eine Seite frey bleibt, die andern 3 Seiten aber mit tro>enen Sceinen vermauert werden, weil der Kalch theils Feuch» 204 Sechſtes Kapitel, Feuchtigkeit in das Holz bringt, theils ſolches durch ſeine äßende Eigenſchaft angreift und verdirbt. Denn hier iſt nicht ſo, wie in Städten, an zierliche Geſimſe und Vouſſüren an der Decke zu gedenken. Läßt man alſo die Mauerlatte anfangs noch ein wenig über die Mauer vortreten, ſo wird durch den, an leßtere ange» brachten Puß in Wohnſtuben nach innenher alles gleich und gerade. Auf die Verwahrung der Zalken- Löpfe, oder der äußern Enden der Balken, welche in die Mauer zu liegen kommen, kömmt ſehr viel an. Die Erfahrung lehret leider, daß ſolche in denjenigen Gebäuden, wozu man friſches, naſſes Holz zu neh« men gezwungen geweſen iſt, zumal wenn ſolche in der Geſchwindigkeit haben aufgeführt werden müſſen, die Baitkenköpfe in wenigen Jahren abgefault und herun- ter geſchlagen ſind, wodurch denn Unglück und Vorwürfe des Werkmeiſters entſtanden ſind. Es iſt gar nicht möglich, daß man ſich bey ſolchem Holze, und bey geſchwinder Arbeit, zumal bey dicken Mauern, eini- ge Oauer verſprechen dürfte: denn der natürliche Saft in dem Holze, welches, wo es zu Waſſer angeflößt wird, noch mehr Näſſe anſauget, wird durch die in den unausgetrockneten Mauern häufig befindliche Feuch- tigfeit no<4 mehr yermehret, bleibt in demſelben ſte- &en, und bewürkt in kurzem gänzliches Verderben, weil die duft nichts davon hinwegführen kann. Bey den Dachwerken gehet es zur Noth noch eher an, nicht ganz ausgetroc>netes Holz zu nehmen, wenn man vor- her auf deſſen Schwinden gere net hat. Denn dakann es in der Folge noch nachtro>nen, welches bey den' Balkenköpfen nicht möglich iſt. Aber nicht allein die bloßen Köpfe der Balken von ſolchen grünen und oft durchaus ſpiintigen Holze, ſondern die Balken ſelbſt, ſind baldiger Verderbniß-ausgeſeßt. Man nehme an, daß die, Fächer zwiſchen ven Balken ausgejtaft und mit . / x =... pe mE mit feh einen 7 aber, 1 werden, eit,.0 M ge Feſti ten, da concentt! wiß man der Volle | Klagen 9 | ſer des Ul | der Doz) | Ma verſchied Zum De feindie | Näſſe day | man die | derte um | Köpfe m „felt aus ſie denn. Auf ebe trodenet nungen Balken machten ten ver - fein dur That zu träglich, dieſe ein ii u vit, , Hel Kip t und verky vi 0 Jeri yy R ve. it NW en Wers 4; ) den„an"" en ud; 1117) er vöhrung) vs der Balten, 1 , fimmt fet y aß ſolche in bis » moſes Doh) nal wenn old et werden mh m bgefault ut) nUnglid und Dy ind, Es ift 41 (chem Aale, 1): » dien Maun enn der moti es zu Doſe uy wget, wird huh) häufig befnti)! Pleibt in dem! | gänjlihes DV wegführen hren fam 7 1 ch nod ep; (ne) wenn 000! biet haf. u Op dl nd, Wd ja! Yber mt 4 WW 1 ſelen ge den die Half„ Nu vv menue mmm erben ng gene eI C= DAI TOI ÜII IIR ÖI g= PID RÜINN I UIII III III IIR HS Innerer Ausbau, 205 mit Lehmſtroh geflochten worden, daß ſolche oberhalb einen Fußboden von Brettern bekommen, untenher aber, wie es vielfältig geſchiehet, gerohrt und gepußt werden, und alles dieſes in ein bis zwey Monathen Zeit, öfters in den ſpäten Herbſtmonathenz wie ſoll das Balkenholz austrocknen? wie ſoll es ſeine gehöri- ge Feſtigkeit und Zuſammenſeßung der Faſern erhale ten, da Feuchtigkeit auf Feuchtigkeit gehäuft, darin concentrirt, und alle Luft davon entfernt wird? Ges wiß man darf ſich gar nicht wundern, wenn kurz noch der Vollendung ſchon über dergleichen Bauart bittere Kiagen geführt, und deswegen Bau- oder Werkmei- ſter des Unverſtandes, des Eigennußes, und wohl gar der Bosheit beſchuldigt werden, Man hat geſucht, dergleichen üble Folgen auf verſchiedene Art zu hintertreiben, oder zu vermeiden.- Zum Beyſpiel, man theerte die Balfenköpfe, ſo weit ſie in die Mauer zu liegen kommen, um eindringende Näſſe davon abzuhalten 3 aber eben dadurch verſperrte man die ſchon darin enthaltene deſto mehr, und beför- derte um ſo eher das Anſtocken. Man umzog die Köpfe mit trockenem Lehme, damit ſich die Feuchtig- feit aus dem Holze darein ziehen ſollte 3 aber wo ſollte ſie denn endlich bleiben, da ſie keinen Ausgang hatte? Auf eben die Weiſe umſeßte man ſie vergebens mit trockenen Ziegeln. Endlich ließ man gevierte Oeff- nungen bis nach außen zu, an den Orten, wo die Balken lagenz und da dieſe fein ſonderlich Anſehen machten, auch gar bald mit Vogelneſtern oder Inſek- ten verſtopft wurden z ſo ſchloß man ſie forneher mit fein durchlöcherten Blechen. Und dieſes war in der That zur ſucceſſiven Austrocnung der Balkenköpfe zu- träglich. Aber die Balken ſelbſt konnten doch durch dieſe einzige Oeffnung an ihrem Ende nicht durch und durch austrocknen. Unſere 206 Sechſtes Kapitel, Unſere Vorfahren, ungeachtet ſie größtentheils mehr mit ausgetrocknetern Holze baueten, als wir ge- genwärtig, hatten dennoch dabey die Vorſicht, die Balken frey zu legen, und oben auf ſeibige entweder einen doppelten Brettboden zu bringen, oder dieſelben in den Zwiſchenfachen mit Leiſten zu verſehen, und auf ſolche ſtarke Brettſtüken in erforderlicher Fänge einzuſchieben. Sowohl die Leiſten, als die Einſchie- 'be oder Verdoppelungsbretter, wurden in guten Häu- ſern mit mancherley Kehlwerk und andern Verzierun- 'gen verſehen, bey ländlichen Gebäuden aber blieb alles überflüſſige weg. Sie erhielten dadurch zwar ihre Balken mit ihren Köpfen trocken, und in ſo gutem Zuſtande, als man ſie bisweilen nach 100 bis 200 "Jahren antrifft; allein auf große Wärme ſolcher De- &en durften ſie nicht ſonderlich rechnen, und die Ver« richtungen, welche man über denſelben vornahm, wa«. ren, wenn ſie auc) nicht ſonderlich Geräuſch verur« ſachten, dennoch untenher ſehr deutlich wahrzunehmen. Bey Landgebäuden wäre dies das geringſte geweſen, ja mancher Landwirth, der über ſeinem Wohnhauſe Schuttböden hat, würde es gern ſehen, wenn er allen unanbefohlnen Beſuch derſelben ſogleich entdecken könn« te. Indeſſen, die moderne Baukunſt wollte alles glatt und gerade haben, beſonders in Wohnhäuſern, von denen hier hauptſächlich die Rede iſt. Denn in Scheu- nen und Ställen ließ man alles, wie es aus der Art des Zimmermanns, oder noch öfter des Knorrenhauers fam, und die Verzierungen der Spinnen fanden allda Statt. Man brachte die in Städren verſuchten ſoge- nannten Dübel- oder Schrotböden auch bey ländlichen Wohnhäuſern an. Nämlich zwiſchen die Hauptbalken ward in eben derſelben Richtung, nach der Tiefe des Gebäudes, ſo viel ſchwächeres Holz dichte zuſammen- getrieben, bis alle Fächer erfüllt waren z auf dieſes 3 etwas etwas? ler Fi Fußbod ich dery holzreid Holz vo anreiſe nicht zu Holz der obere Fi daran fö |ſpriegeln jund weht [ud en hauptſäc ſen, und Junius 0 (ig austr ten Roh! | Eine |der Bal ' jauSgeſch gebracht, Bretter! fommen ſtehen, 3 bis 4 Etafen bedefur der, J ſam ver die gan; pen enußt x wild, it 197 vie baute, jj" ep die QDufh, 0 au fiigt Dy dingen, a) ſien NN In erf fen, dls Mb » Wurden in 00) „und andern Ip ebauden aber 1), ken dadurch 1 fen, und in| (en nach 100) rope Därme ſh 9 rechnen, un) denſelben vorn derlich Oetiuhy wehr 8 das geringfet über feinem Dh vem ſehen, wm on ſogleich 0,00 ufunft woll! 6 jn Behr) ium we if Dm Jes, wie 8 wih) Wer des Rum“ + Gpinnen fut: Sede veſt! j vr aud 06 yi ohen dy eu] „ nah dt we pu Wh pi Ahle 0000 ys 4 Innerer Ausbayu, 207 etwas Wirrſtroh gebracht, und dichte in die Fugen der Hölzer eingedrückt, ſodann aber mit trockenem, jedoch feſtgeſchlagenem Lehm ausgegleichet, und der obere Fußboden darauf gebracht. Jh) muß geſiehen, daß ich dergleichen Verfahrungsart ſehr gur finde, und in holzreichen Gegenden, oder wo man zu: den Dübeln Holz von alten abgebrochenen Gebäuden nehmen kann, anpreiſen muß. Es giebt eine warme, trockene, und nicht zu erſchütternde Decke, Nur muß ſammtliches Holz derſelben vorher recht ausgetrocknet ſeyn, ehe der obere Fußboden und der untere Werpuß darauf und daran kömmt. Lekterer wird am beſten mit Lehm zu ſpriegeln und abzuweißen ſeyn. Cs iſt weit leichter und wohifeiler mit dem Aueſtafen der Balkenfächer, und geht nicht ſo viel Holz dabey auf. Nur merke man hauptſächlich, daß die Balken vorher trocken ſeyn müſz ſen, und daß das Winden ihrer Fächer wo möglich im Junius oder Julius geſchehe, damie der Lehm erſt völ« lig austrocknen könne, ehe Fußboden oben, und une ten Rohr» oder anderer Puß daran kömmt, Eitie gute Decte giebt es auch, wenn die Fächer der Balken, wie vorher, mit troffenen Scafken dichce ausgeſchlagen, und auf ſelbige ebenfalls trockner 2ehm gebracht, ſodann aber der untere Theil der Balken mit Brettern geſchalt, und ſolche berohrt werden. Es kommen aber dergleichen fär Landgebäude. zu hoch zu ſtehen, Die Weite der Baitfen zu Lehmfachen kann 3 bis 4 Fuß ſeyn. Sind ſolche weiter, ſo werden die Staken zu lang, und biegen ſich; bey bloßen Brett- bedeFungen aber legt man ſie wohl 3 bis 5 auseinan»- der. Nicht bey allen Gebäuden, wenn man recht ſpar- ſam verfahren will, gehen ſämmtliche Balken durch die ganze Tiefe durch, ſondern bey Scheunen, Schupe- pen 2c. überhaupt, wo der Boden im Dache nicht genußt werden ſoll, macht man nur unter die.Bindex ganze ENE 6a 208 Sechſtes Kapitel,: ganze Balken, zwiſchen ſolche aber werden einige Fuß von der Vorder» und Hinterwand, nach innenzu, Wech- ſel oder Trümpfe, und in dieſe kurze, oder ſo ge- nannte Stichbalken, befeſtiget, auf welchen leßtern die Sparren ihren Aufſtand bekommen. Dergleichen Balkeniagen heißen vertrumpfte Gebölke, und wenn ſie feſte ſeyn ſollen, müſſen ſie gut gearbeitet, und das darauf kommende Dachwerk beſonders fleißig verbunden werden. Auch finden dergleichen Vertrum- pfungen, jedoch auf kleinern Räumen als bey vorigen, an den Orten ſtatt, wo Treppenöffnungen im Gebälke bleiben; wo Schorſteinröhren durchgeführt, oder in den obern Sto>werken Kamine angelegt werden ſol- len, Bey leßtern iſt inſonderheit darauf zu ſehen, daß dieſe hölzerne Trümpfe oder Wechſel nicht zu nahe an die Kamine kommen, ſondern wenigſtens 18 Zoll davon entfernet, der Zwiſchenraum aber ausgewölbt werde, damit vor gedachte Kamine ein Pflaſter gelegt werden kann, um ſich vor allem Schaden des heraus- fallenden Feuers in Sicherheit zu ſeßen- Gleicherge- ſtalt muß das Kehlgebälke da vertrumpft werden, wo einige Schorſteinröhren zuſammengeſchleift, und ge- meinſchaftlich zum Dache hinausgeführt werden, und ja keine Kehlbalken zwiſchen den Röhren durchgehen, weil ſolches zu unvorzuſehenden Feuersbrünſten Anlaß geben fann.(EEE Wegen Stärke des Holzes zu den Balken iſt noch anzuführen, daß man dabey hauptſächlich auf die Höhe zu ſehen habe, und es lieber in der Dicke fehlen laſe ſen kann, daß es daher einem Landwirthe hauptſach»- lich daran gelegen ſeyn muß, fleißig zuzuſehen, ob zu den Balken, welche allemal horizontal liegen, und alſo dem Biegen am meiſten ausgeſeßt ſind, ſolches Holz genommen werde, das ihn vor baldigem Scha- den ſicher ſtellen könne, Gemeiniglich wird alles Holz» | IE es | j as ſey ft Seiten! Stamm wenn er a oder 9 ſchwäche der That die ſich d! gen ſeyn| ob wenig Tc habe ſern, die| did verſtät and nach el Mejentgen verfahren den Holj/ genußt ve ym viele E ndere 3, Jöfüßiger de gedacht! ſarf ins( en ſie die vas Holz früge, in brauchbat Fuß abſ Etärke e fann mat 24 Fuß Johle ni Din | (pl, abe Nhe(iN bnd map; ' Ih Wſe fury, ah) R, uf nN Kemm, dy umpfte Obi müſen fe Out 4) Dahmer bes nden derpfeihe Dy Räumen als bem penffnungen inh n durchgefüht,| ne angelegt me)! et batauf uſe tr Decſel niht) ndern wenigen benroum aber at amine ein Pfa em Schaden ds) je zu ſehen, 0 a vertrumpft 0) ammengeſhlify 8 JnaySgeführt m 1 den Nöhten u von Zeuerbrinf“ 6 zu det! Bit jupe ein der Zil!' m andir! 19" y' fabi pu?| Dwedt„ j orient vn um we jw' wa vor DY 7110 y " N y menigig v Innerer Ausbau«. 209 es ſey ſtärfer oder ſchwächer, anfangs nach gleichen Seiten vierkantig beſchlagen, und wenn ein längerer Stämm ſich nach dem Zopfe zu ſehr verdünnt, oder wenn er eine ſtarke Krümme hat, ſo macht man bioß 2 oder 3 Abtheilungen, und beſchläge jeden ſiärker oder ſchwächer auf die gedachte Art. Es gereicht dieſes in der That zu großer Bequemlichkeit der Zimmerieute, die ſich den Vortheil des Bauenden eben nicht angele« gen ſeyn laſſen, und ſich eben nicht darum bekünimern, ob wenig oder viel Holz in die Spähne gehauen wird. J<) habe dieſes beſonders bey ſo genannten Landmeis ſtern, die in Tagelohn arbeiten, bemerket- Erjaährne und verſtändige Zimmerleute in Städten, die den nach) und nach einreißenden Holzmangel einſehen, beſonders diejenigen, welche ihre Arbeit im Verdung machen, verfahren dabey ganz anders. Sie prüfen vorher je den Holzſtamm auf das ſorgfältigſte, wie er am beſten genußt werden könne, und theilen ihn darnach ausz um viele Spähne iſt es ihnen gar nicht zu chun. Wenn andere z. B- Fofüßige Stämme Holz, die aber nur zu 36füßigen Balken genußt werden ſollen, cuf der Län» ge gedachter 36 Fuß dergeſtalt finden, daß ſie 10 Zoll ſtark ins Gevierte beſchiagen werden können, ſo ſchnüe ren ſie dieſe 10 Zoll äuf allen 4 Seiten ab, und hauen das Holz am Stammende, wenn es auch 30 Fuß bes trüge, in die Spähne« Dieſe aber laſſen vorher ſehr brauchbare Bohlen und Brettſtüken von 18-20-24 Fuß abſchneiden, und erhalten dadurch, ohne vieles Beſchlagen und in die Spähnehauen, mit weit gröſe ſerm Vortheil vorigen Endzweck, Daß das Holz bey mehrerer Höhe und wenigerer Stärke einen ſehr großen Unterſchied äußere, davon kann man ſich leicht überzeugen, wenn man z. B, eins 24 Fuß lange, 12 Zoll breite, und etliche Zoll ſtarke Bohle nimmt, und joiche auf die breite Seite ſo leget; 53Ru8vgarer LV. 25.1. Tb. OÖ daß num m... R EE a WS mL AIT WII Utd UKSdWNERSSHHNTCHKHNNNNKN NT HNE NNN TETE TEE EEE GEE 210 Sechſtes Kapitel, daß ſie mit beyden Enden auflieger, in der Mitte aber frey ſchwebet. Ein Centner Gewichte in deren Mitte wird ſie in kurzer Zeit erſtaunend niederbiegen; wo- gegen eben dieſelbe Bohle auf die hohe Seite geſtele let, durc) 10 und mehrere Centner feine Verände» rung leidet. Indeſſen ſcheinen die Büffonſchen Verſuche mit Belaſtung verſchiedener Holzſtücke bis zum Brechen, nicht alle würklic) gemacht, ſondern durch Schluſſe aufs Papier gebracht worden zu jeyn. Denn wenn es zum Beyſpiel in ſelbigen heißt: Ein Balken im Kleinen, 1 Zoll breit, x Zoll hoch, trägt- 600 Pfd, und ein anderer 3 Zoll breit, x Zoll hoch 1290+ ſo iſt es zwar theoretiſch richtig, weil aus dem leßten 2 der erſten können geſchnitten werden. Aber bey der- Ausübung im Großen leidet es großen Abfall, weil zwar einerley Höhe bleibt 3 durch die Breite aber die Laſt des Holzes um noch einmal ſo viel vermehret, und alſo auch um ſo vielmehr zum Biegen geneigt gemacht wird, u.|, w. Es iſt am beſten, wenn man ſich hier bey nach Erfahrungen richtet, und von ſolung erhaiten ſollen, 8 Zoll hoch und 6 Zoll die ſind, ſo ſind ſie ſtark genug. Sollen ſie bey ſchlechten Gebäuden, die nicht allzuviel Tiefe haben, und keines Dachſtuhls bedürfen, angewendet werden; ſo kann auf jeder Seite 1 Zoll weniger ſeyn. Sollen aver die Fache zwiſchen den Balken geſtakt, gewunden, oben ausgegleichet, und mit Brettern belegt, oder ein Eſtrich darauf gebracht werden, und man will weder zu viel noch zu wenig thun; ſo nehme man 10 Zoll Höhe und 9 Zoll Breite. Auf ſolche Weiſe, wenn man auf jeder Seite 13 Zoll zum Falz, worin die 1 : en fen y ke un leinal ( fen el | zu be frey li zwiſch Theo dete, 1 ſehene ausfehe der Erf unter? Ff Bey( entwel ganz j ſtüßun den€ dern y wiede bleibt nen T die, a wenn in An und€ ( mert vinze allda und d ſen,| (py, a eh N y die hohe Cay" Cantner Fein Toy nſch Iii Wſtüde bis un dy |, ſonden bud 6; nu fem Ihn) it: 1 Zoll hteit 6 4,1 ZU feh m htig, weil aus hz) jen werben, Wh) «es großen VW! durch die Mitt) mal fo viel verm! m Wiegen gens beſten, wenn mans) (et, und vor flo! alten, die oben len,-8 Zu jh) t genug, Cain) a aluviel ZU 1, angewendet mh a] wenige fe; „Halten gefühl 1 „Beten rden und m vv 1 fo ne? Wf gyn, Innerer Ausbau. 211 Fen zu liegen kommen, abrechnet, bleiben 6 Zoll Stär- fe und 10 Zoll Höhe zum Tragen z und dieſes wird ale leinal hinlänglich ſeyn. Es iſt aber nicht genug, von der Stärke der Bal- ken etwas geſagt zu haben, es muß noch hinzutommen, zu bejiimmen, wie weit dergleichen ohne Unrerttüßung frey liegen können, ohne daß ſie ſich dur) eigene, da- zwiſchen oder auf dieſelben gebrachte 2oſt biegen ſoluten. Theoreciſche, obwohl auf Verſuche im Kleinen gegrun» dete, und mit vieien eben ſo theoretiſc)en Beweiſen vero ſehene Säße, würden meinen Leſern, wie ich ſie vor- ausſeße, wenig nüßen- Ich ſage aiſo dieſerwegen aus der Erfahrung, daß ein Balken vorgedachter Urt, und unter denſelben Bedingungen, 18 bis höchſtens 202 Fuß frey liegen könne; it es weniger, deſto veſſer. Bey Gebäuden, die nur 24 Fuß tie, und die Balken entweder mit bloßen Brettern bedeckt werden, oder ganz ſrey liegen, können dieſelben einer mittiern Unter» ſtüßung, als der vorzüglichſten, enibehren, wenn ſie an den Seiten mit guten, ſehr ſteil geſtellten Stüß! ano dern verſehen werden. Denn da dieſe auf jeder Seite wieder an 3 und mehr Fuß beſonders unterſtüßen, ſo bleibt der Baiken immer nur auf 13 Fuß ſeiner eige» nen Tragbarkeit überlaſſen. Es würde mich zu weit in die, an und für ſich weitläuftige Zimmerkunſt jühren, wenn ich mehreres davon gedenken wollte 3 ich will alſo in Anſehung der Gebälke ſchließen, und nur noch ein und anderes von dem Dachwerke erinnern. Seitdem ſich die Rheiniſche oder Oberdeutſche Zime- merkunſt auch in den Ober- und Niederſächſiſchen Pro- vinzen Deutſchlands ausgebreitet hat, haben ſich auch allda viele Liebhaber der liegenden Dachſiüble gefunden z und die Baumeiſter haben es nicht dabey bewenden laſ- ſen, ſolche blos bey bürgerlichen und Prachtgebäuden O2 anzue Ed DEZ MENA WEDER ILA dl DEI KEI is 553 A EIPTREEEN WITTERN KEES TEST ZIE DN EE 4 90 212"Sechſtes Kapitel, anzuwenden, ſondern ſie auch vielfältig bey gemeinen- Landgebäuden einzuführen geſucht, Es wird nöthig ſeyn, einem kandwirche von dem Unterſchiede dergleie &en abgerundet werden, ſo werden ſelbige gegen die Umfaſſungsmauern eines Schafjtalls, an welchen ſich die Safe ſcheuerin können, ſehr wenig betragen. Und andern Theils kön- nen ja auch dergleichen Stühle ſo rund und glatt ges macht werden, daß nicht die geringſte Wolle daran hän- gen bleiben kann. Icen, ſone dern auc) bcy den Fenſtern, thun ſie gute Dienſte, weil man ein beſonderes Futcer. erſpart, in welches: die Flü» aben gel oder Scheiben paſſen; und wenn näch außen EEN auch ein Falz gemacht wird, ſo ſind die Fenſterladen Prüfe aus bi gut anzubringen. Man merke aver dabey, daß ſie nicht ae /M blos viereckigt, wie das Futter zu einem Fenſterrahm ket fprien zu machen ſind, ſondern man muß ſowohl das Unter- 10 muß, als Oberſtück, oder wie man bey Thürzargen ſagt, die Berwert au» Schwelle oder Sohle, und das Sturzſtü> um 12 bis Ne DerauSgehn I 5 Zoll über die Gewände hervorragen, oder einen ſo Halen wiedt genannten Schnabel an den.4 Een laſſen, der recht Mit vetmäuen gut vermauert wird. Denn andrer Geſtalt werden ſie d Zumacen di! gar bald losgeloFert, und bedürfen einer immerwähr- (de Mauerpl! renden Nachbeſſerung-'Daß in Gebäuden von Bund- e Dofen witt wänden oder Fachwerk dergleichen Zargen nicht erſor- 0 und bey Can derlich ſind, verſtehet ſich von ſelbſt, weil allda die machen,/ Zen Stühle und Riegel diren Stelle ſogleich vertreten, » vom Vaſe! Doch müſſen allda ſowohl bey Thüren als Fenſtern Fute ter mit Falzen eingepaßt werden, die man auch Bretko zargen nennt. PBretterne Wetterdächer über Thuren ) und Fenſter, von 8 bis 12 Zoll Breite in leßtgedach- en Wout,|' ten Bundwänden, halten ſehr viel Feuchtigkeit von den banden, Die K Rahmen ab, die gewöhnlich nach außen aufſchlagenz t gerade femi ſie müſſen aber ſo gemacht werden, daß zwiſchen ihrer d, ſondern Nh 1 hintern Seite und der Wand die Näſſe nicht durchzie- ger eder Wehe hen kann. Es würde ſonſt mehr Schaden als BVor- einen 41 theil von ihnen zu erwarten ſeyn, Werden ſolche end- lich von der Witterung zerſtört, ſo ſind ſie do) allemal vn p leichter, als neue Fenſterrähme oder neue Thüren, her- 1) dis Zarge zuſtellen, SE Wenn die Mauern oder Wellerwände die beſtimme te Höhe erreichet haben) ſo legt der Zimmermann die zUauerlatten und das"Gebslkez und ſoll das Ge- O5 bäude NNN a GORE mare Pakt ee M WML Än DASS EIGEN SHEE REN Eten--- 2055 SWEET GESTA TÜHE HN WATTE RR EDGES RKI ZIM GNGGAIE EN 218 Sechſtes Kapitel, Häude nur ein Stockwerk:hoch werden, ſo ſeßt er auf leßteres das Dachwerkt. Von allen dieſen iſt ſchon im Vorhergehenden gedacht worden, und ich finde hier weiter nichts beyzubringen, als nur zu wiederholen, daß man auf die Verwahrung der Balkenköpfe allen möglichen Fleiß wende. "Bey Wohngeväuden, wo die Fache ausgeſtakt und gelehmt werden, loſſe man die 2ehmarbeit nur etliche Zoll bis auf die Mauer reichen; der übrige Theil der Balken bleibe frey auf derſeiben liegen, und der dar» über noch vorragende Theil werde ja nicht mit einem Höizernen, ohnedem viel Holz erfordernden Simſe ver- ſteckt, am wenigſten aber ein gemauerter Sims um das Gebäude geführet, wodurch vollends den Balken alle Zuſt entzogen, und ſolche noch dazu ganz vermauert werden müſſen: fondern man ſchneide die Balkenköpfe nach unten zu ſchräge ab, und bekleide ſie mit ſtarken Brettern, die mit langen Nägeln an gedachte Köpfe befeſtiger werden. Bey Scheunen, Ställen und allen andern Gebäuden, ws die Balken entweder ganz ſrey liegen bleiben, oder nur oberwärts mit Brettern gedie- let werden, iſt eben dieſes ſcyräge Abſchneiden der Bal- Fen und deren Bekleidung mit Brettern erforderlich. Einige Landleute laſſen zwar die Oeffnungen zwiſchen den Balken über der Mauer ganz und gar offen, da- mit ihrer Meynung nach die Luft deſto freyer durchſtrei- chen könne, Allein dieſe Oeffnungen verurſachen auch bey Sturmwinden, die Schnee oder Regen in die klein« ſten Oeſſnungen führen, nicht allein insgemein, daß ein großer Theil Näſſe in das Jnnere der Gebäude ge brocht wird, ſondern daß auch die Balkenköpfe bis auf ein großes Theil nach innen zu deſto eher anſtocken und faulen. Daher habe ich oft dergieichen Balken, nache» dem ſie nur kurze Zeit gelegen hatten, anlaſchen, und ihre Köpfe mit Brettern müſſen verſchiagen laſſen, um gedache gedachten 1 zuwenden Eine 9 wäre, wen! len Seiten Enden die' folgen eb wenn dergl lich wärt) nach allen 4 may jeltet 1 en Edqwell elde dadurd en[dne aten m) Mehmet wert ſie nigt fog beſtimmten | Esge tinger Lief die Dach) dern aud)| alle Spart wenn jene der unterſt Gache, d Sung und Denn ich Fuß Veſ Dache, u an ihren ngebrach Die gem fin |, Einnerer Ausbäu. 219 vy, ſo ſeh)) hy"Mir e[] [len Diſ ſt edachten unausbleiblichen Erfolg für die Zukunft ab- We Ny& g 1, Und id fb, zuwenden. m wt hitolu Eine gute, empfehlenswerthe, ländliche Bauart t Baltytis wäre, wenn man die Balken über die Mauern auf ale Sn len Seiten 3 bis 4 Fuß überragen ließe, und an ihren Jaht miar Enden die Sparren auſſeßte- Man kann unter einem "Bre ſolyen Liebervau nicht allein im Trocknen gehen, und SOUIUIN| AUD wenn dergleichen an alen Gebäuden eines Gehöfts mög- lic) wäre, auch bey dem ſchlimmſten Werter, bede>t nach allen Aabtheilungen deſſelven hinkommen, fondern man ieitet auch dadurch die Dadhytraufe weit genug von den Schwellen oder Fundamentmauern hinweg, ſo, daß der Übrige Wi (iegen, und vw ' ja nict mit! dernden Simi; vertr Cims w ſole dadurci) nicht leicht den geringſten Schaden lei- ds den Delft den können. Aud) können darunter vielerley Geräth- 0 gan ve ſchaften in der Geſchwindigkeit aufgehänget oder ange- peide die Dil lehnet werden, um damit im Tronen zu bleiben, wenn feide ſie mi ſie nicht ſogleich in der Geſchwindigkeit nach den für ſie nan gedacht! beſtimmten Oertern gebracht werden können. EE Es geht aber dieſes blos bey Gebäuden von ge- 8 ringer Liefe an. Denn außerdem würde nicht allein pi we die Dacyhöhe außerordentlich vermehret werden, ſon- 17 dern aud) die Feſtigkeit des Verbandes ſehr leiden, da Greten epi alle Sparren auf frey vorſtehenden Balken aufſtünden, Deſfmungen j wenn jene überdem auch noch durch beſondere Bäne- 1 und gar 7 der unterſtüßt würden. Indeſſen bleibt es immer eine deſto freper vd Sache, die nach vorkommenden Umſtänden der Erwä» ngen verwan gung und des Rathfragens eines kandwirths werth iſt. er Regen 70 Denn ich habe dergleichen Gebäude von etlichen 20 Jein infant Juß Tiefe mit großem Vortheil für den Raum im gere der Odin? Dache, und zu ſchon gedachter Schonung der Wände -Baltenfuft? an ihren Untercheilen angebracht geſehen und ſelbſt fo eber anf angebracht. “5 ue' Die ſo genannten Auſſchieblinge oder Rnag- we geny ſind ſoice Holzſtücken, die noch beſonders. auf MEY lol]) wa die M . NENNER R GR 454 SCA art MSA MIO HNE ISA Aus dL Bi Hel Medi 3 Dien- 50 ISEESRTETITHETTTÜRU GN WASCHTTEESKS AIRES TTK N 7 I GEE 2309 Sechſtes Kapitel; die Sparren gebracht werden. müſſen, damit die Lat« tung und Bedachung bis über das Ende der Balken vorreichen, und das herunterlaufende Waſſer abwärts geleitet werden möge. Denn, bekanntermaßen tann Fein Sparren bis an das Kopfende der Balken reichen, ſondern es muß das Zapſenloch des leßtern um ein Que tes Theil rückwärts in demſelben gemacht werden, da- mit noch genugſam ſogenanntes Hirnholz ſtehen bleibt, welches der Sparren herauszuſchieben nicht vermögend iſt... Durch dieſe Aufſchieblinge aber entſiehet an dem Orte, wo ſie an dem Sparren creffen, allezeit ein ſtume pſer Winkel, eine Einbiegung, ein ſogenannter Knick oder Waſſerſack, wo ſich das. herabrollende Waſſer bey aller und jeder Bedachung ſtoßen muß, und daher bey Windſtößen aufgehalten und eingetrieben wird. Es iſt daher. nothwendig, dergleichen Einbiegungen in eis nem Dache auf das ſorgfältigſte zu vermeiden, und alſo nöchigen Falls die gedachten Aufſchiebunge lieber ſo lang zu machen, daß ſie ſelbſt, wie die Sparren, bis an die Forſten reichen. Bor 40 bis 50 Jahren ſuchte man, beſonders in Städten, nod) eine eigene Zierde für Dächer darinnen, daß man zwar die Sparren nach ihrer natürlichen Lage gerade abläufen ließ, die ſehr kurzen Auſſchieblinge aber flach machte. Die Erfahrung hat den Erfolg ge- lehrt, nämlich daß eben in der mehrgedachten Einbie- gung eine große Menge Wäſſer durchgedrungen war, daß die Baiken in dieſer Gegend abgefaulet waren, und daß die Veränderung vielmals die größten Koſten verurſachte. a "' Bey Landgebäuden ſollte man ſich ſolcher Aufs» ſchieblinge lieber ganz und gar enrhalten, und dage- gen bey den ſogenannten Crauf- oder Trippha- ten bleiben„.welche nicht bios bis an das Ende der Balken reichen, ſondern über. dieſelben eingeſchnitten ; ſind, ſnd, ſodaß Waſſer not) Bey Zi möglichſt la de vermied ungen ab! zer[eyn, wn den mehrgei den ſantt dt! bas Webaudv „ Nach auf ßlng der Da vid Form ſy divon folg 1) Nat DoppelJeitigen naden theils dung, theils| angen anf diefen, als d gindwo gänz; 98 ziehe man; 2) dieg und damit dj zu flach ausf, 3) dergl Juges wegen de dergeſtalt zes Sparren auf einem€ genagelten Y übertriebene vndgebäuden ih, ſſen, halt 6 Oe N nde| Gaſt" van 00a)! e der Salter 6 lebten um h gemadt weh 4 nh ſehen Jeden nI! very ader entſiehet Nen, Ollezelt di In ſogenannte| drollende Waſß muß, und dahy neten wi yn Einbiegunzt € zu vermeidn 1 Aufſchiebling! , wie die Spar Wie nd; be ve für Dächer| y fürer natur furzen Auf) rung hat deny 4 meh gebodtn) '- durchgednu) md abgefault! als die größ: man ſich ft" enth halte,.;"" ut edi W py bis an dv ws Meo 1 Innerer. Ausbau;: 221 ſind, ſodaß ſie noch außer ſelbigen forkgehen,"und das Waſſer noch weiter abwärts leiten« Bey Ziegelbedachungen müſſen ſolche Traufhaken möglichjt lang ſeyn, damit ein würflicher Knick im Das en ſant äusruuden, und um ſo weniger ſchädiich für das Gebäude machen könne und werde. ny Nach aufgerichtetem Sparrwerke folget die Auſſe» ßung der Dachluten, welche von mannichfaltiger Ark und Form ſind. Bey ländliczen Gebäuden werden davon folgende, Regeln hinlänglich ſeyn: 1) Man mache niemals dergleichen mit einem doppelſeitigen oder Satteldache, Die langen Kehien machen theils da, wo Dachbede>ung an Dadbede- &>ung, theils auch da, wo das Dach an die ſiehenden Wangen anſtößt, allzuviel Schwürigkeit bey dem Ein- decten, als daß baldiges Durchdringen des Waſſers ir- gendwo gänzlich könnte vermieden werden z dem zu Fole ge ziehe man allezeit 2) die gewöhnlichen Pult- oder Taſchendächer vor, und damit dieſer Sparren gegen das übrige Dach nicht zu flac) ausfalle, jo gebe man 3) dergleichen 2uken nur wenige Höhe," des Luftk- zuges wegen aber deſto mehr Breite, und richte ſol-- cen und verſtreichen; ſo kann er verſichert ieyn, daß an dieſen Orten ein gutes Verwahrungsmittel angebracht ſey. Was beym Aufnageln der Latten zu beobachten, iſt ſchon oben vorgekommen. An ſoickt, und mit einer ſogenannten Kalchleiſte verwahrt werden, anzubringen» Bey Rohr» und Strohbedachungen werden[Pind»-, bretter nicht flad) unter die 2atten, ſondern ſiehend 256-. Über über dieſel leßtere der kann, Si in. die Höh die aber we die Oiebel, den ſind, b Brettern be nagelt ſind; untere Gd! Balten,€ ve, ſonderlid nd daß viel ſeichen Beil halten, wid, yd. dieſe, 1 ſoviel. als€ Dey der Zimmerman Kamern u zu dielen, Brettfußbod bl98 auf der haben,, bäude ſo an vom gewähr wären, J lagen nehm; ufegen, d Mite Pfei ſen, und die Fußbodenbretter dar» auf bringen läßt. Geſeßt er brauchte dieſe halb-un» terirdiſche Behältniſſe nicht alle, welches doch immer ſehr zu bezweifeln ſeyn wird.;»ſo hat er doch über“den ſelben warme, trockene Wohngemächer, und erſpart ſich die vielfältigen Ausbeſſerungen der ſo oft verſto>- ten und vermoderten Fußboden, die ihr Verderben auch den Thürzargen, und allem andern Holzwerke über und neben ihnen gar bald mittheilen. Zn Dergleichen Unterlagen, Fußboden, und über iß- nen folgendes Holzwerk ſoll.für Moder und Schwäm- me geſichert werden, wenn es: mir ſtark geſättigtem Vieriolwaſſer einigemal beſtrichen' wird. J< habe .die Probe nur im Kleinen gemacht, bey welcher“ ich GB ds“""gber aber da nach9, mel! ſolches) hatte, - nüßlich' Jedoch! mit mel! fel zu erl Bretteri aud) rau! Bey? | erhalten | damit fel | vv. Ü empfehlt ſoviel 0; rau) geb zurück it, y Ziegeldi lichen 34 tet, diet Wege 1 nicht be Oeleger der Pfel beiten d| viel and "4, % Ahne 13 ieſe Uebe mh Ofen Erhöhung" 3 In Dieſelbe duty in Zy jo mit Aannet it ole Stuhtign Es leiſten dip. Wein die Body; Winter ſehr, ns ſolche aufs beſt ſind auch niht| Rn Andwil Weben fam, vf ders unter dle! bewohnt m| Neffnunge wi iz! 1 eben(6, win er nicht mit(me) Stafen mur mi 08 ) die Fußheh? er brauchte bid; | alle, weldes M! 5 hat er 9! ohngemäht m rungen der 81 den die ihr Pd?! andern Doheniti" CU q, Fußboden, u gfür Roter u 57 n mit fü femiden wird v" p gema, 97 EEE KH AHPÄBEIN KIITTN WICH 793 GIGEN KRATER IE FEAT TI 8 Innerer Ausbau. 227 aber das Holz in Vitriolwaſſer-gekocher, und ich habe nach 9 Jahren noch keine Spur von Schwamm, Schim- mel 2c. daran geſpürt, ungeachtet ich es in die Yiähe ſolches davon ſchon angegriffenen Holzwerks gebracht hatte. I< zweifele alſo nicht, daß es auch im Großen nüklich ſeyn möge, zumal bey öfterer Wiederholung. Jedoch wenn man den Endzwe durch Balkenkeller mit mehrerem Nußen erhalten kann, ſo iſt dieſes Mit» tel zu entbehren. Bey Anbringung leßterer können die Bretter blos gefuger, und bey ſchlechten Wohnungen auch rauh, oder ungehobelt, verlegt werden. Bey Schüttböden, die kein Pflaſter oder Eſtrich erhalten, iſt das Spunden der Bretter nothwendig, damit keine Körner zwiſchen den Fugen durchfallen kön= nen. Trockene Bretter ſind hierzu hauptſächlich zu empfehlen; und wenn ſie gehobelt werden, ijt es um ſo viel beſſer, weil doch immer in den, vom Schnitte raub gebliebenen Holzfaſern Staub und Jnſefreneyer zurückbleiben, wenn auch noch ſo fleißig gefegt worden iſt. Friſche naſſe Bretter trocknen, zumal unter Ziegeldächern, im Sommer ſo ſehr ein, daß nach et- lichen Jahren der Spund nicht mehr die Nute berüh« ret, die Körner alſo durchfallen, und die Mäuſe ſich Wege unter den Fußböden bahnen, wo man ihnen nicht beyfommen kann, auch die Inſekten zum Niſten Gelegenheit haben.' Das Ausdielen oder Ausbohlen der Pferdeſtände gehörte ehemals auch zu den Brettar- beiten des: Zimmermanns, iſt aber jekt in hieſigen und viel andern Gegenden wegen des Holzmangels, zumal bey gemeinen Landgebäuden, größtentheils abgeſchaft. Bey Erwähnung der Pferdeſtälle weiter unten werde davon mehr gedenken 3 und bey den Scheunen auch von hölzernen Dreſchfiuhren oder Tennen. Der Artikel von Treppen in Stadt- oder zierli- hen Zandgebäuden macht-in dey-Zimmerkunſt eine j P 2 große nr wnn aan ee een: 2328 Sechſtes Kapitel, große Abhandlung aus. Hier wird es genug ſeyn, zu ſagen, daß es davon in.Landgebäuden zweyerley Ar- ten giebt, nämlich ſolche mit: Fucterſtufen oder Sehße brettern, und ohne dergleichen. Hat das. Wohnge«-. bäude eines L2andwirths mehr als ein Stockwerf, ſo iſt es billig, die uncern Treppen mit Futterſtufen anzulegen.- wogegen die-nach dem Dachboden, nach anderweitigen Schüttböden und in die Keller gehenden ſehr wohl ohne ſolche Futterſtufen ſeyn können. In leßtern macht man auch oft Bivockſtufen von ſtarfem, einmal aufgeſchnittenem Holze, die untermauert wer- den, damit, ſolche der Laſt-großer, hinein und heraus zu bringenden Fäſſer und:anderer Sachen deſto beſſer widerſtehen können.| Die Treppen mir Futterſtufen haben das mehreſte mit denen in Srädten gemein, nur daß ſie nicht brau- t den Schorſtein auf allen Seiten, und läßt ringsherum ſchmate aber lange Oefſ- nungen, damit der-Rauch ungehindert ausziehen kön- ne, der Wind komme woher er wolle. Aber nicht al- lein wegen des ſenkrecht einfallenden Regens, ſondern auch wegen beſſern Rauchzuges ,- vermeidet man die ganz gerade Aufführung ſolcher Röhren, und macht ſie lieber etwas ſchief, oder wie man zu ſagen pflegt, man ſchleifer ſie. Dergleichen Schleifung iſt vor- theilhafter, wenn es von dem Feuer abwärts, und nicht über das Feuer gebogen geſchiehet, weil dadurch die Ecken, woran ſich der Rauch ſtoßen känn,'vermie- | den den werde iſt überho liche Sol derholte; rung ich len Fann, derſelben Qaſt, de! leicht ant fönnte, Künſtliche! ner Fahne? zen Wirdt [gewordene 1 talen Dar "bracht we worden if ſten und da ve man iw on unten! em Heer) unehmen! durc) fle: brachte um den; halten, "Dt Und frey| Rauches ſonders 1 Sollte es es immer teils auß wech eine| Feuer f( it Rel bens ey Oft der[aj en, Dimm ht eſſern de En Doh fällt nid| |(blehten Cry en ſind ver als Die 100 hre Höhe hey 1, damit bey| auf das Dach(4) den Rauch zuni e taugt auch nid vi deſung in eſe Mach. In Gender Mann 10) Sade Aineinfiohen, chm tie Guru ew Amun vale in Vefem Fal! , derb' n egen Nardeſ u) Gee au a de aber lange 05 ndert du ueiehen 1 dt. Nber mat ven Regens, wr wermeide mon Rohren, und 109 gan ZU ſagen“ 6 ven IE up m ij em a hun! a emm gemeenten R FINDEN u... W144i(uder 4 EIIIE Innerer Ausbaß; 237 den werden können;" Die„Verhinderting des“ Rouchs iſt überhaupt für jeden Ban; und Wetkmeiſter eine küße liche Sache. Es ſind deswegen ſo. vielfältige und wiee derholte Regeln gegeben. worden, mit deren Anjüh- rung ich einem Landwirth unmöglich beſchwerlich fals len fann. Denn bey aller nur möglichen Befolgung derſeiben findet ſic) doch zum öftern der unangenehme Gaſt, der Rauch, ein,'der unſtreitig und wohl nicht leicht anders, als dadurch gänzlich vermieden werden fönnte, als wenn man„gar fein“ Feuer anmachte, Künſtliche blecherne Windhüce; die ſich vermittelſt ei- ner Fahne nach dem Winde drehen 3; die trichterförmi- gen Windfänge,' und die“ neulich aus Erfurt bekannt gewordene Rauchnaſchine, in Form"eines hor1zon= talen Ventilators, der unten am Rauchfange ange» 1 ÄbShh bracht werden ſoll, aber noc wenig bewährt gefunden worden iſt, übergehe ich hier mit Rechr wezen der Ko- ſten und der vielen Künſteley, Bey Landgebäuden ſor ge man in Anſehung der Schorſteine für guten Zug von unten, allenfalls durch Oeffnungen in der Mauer, dem Heerde, oder andern Feuer gegenüber; durch aus- zunehmende Fenſterſcheiben 3; Löcher in den' Thürenz Durch kleine wohlfeile Wentilarors, dder durc ange- brachte Gardinen um den Schurz des Rauchfanges, um den unterhalb austretenden Rauch zurücf zu halten. Da dergleichen Gebäude insgemein niedrig ſind, und frey ſtehen, ſo finden ſich bey denſelben wegen des Rauches ſelten ſo viele Klagen, als in Städten, bes ſonders wenn vorſtehendes Wenige beobächtet wird. Sollte es aber in denſelben unvermeidlich ſeyn, ſo iſt es immer noch ein Glück, daß der Landmann mehren- theils außer dem Hauſe iſt, und wenn er zurücke kömmt, doch eine warme Stube ohne Rauch findet, weil das Teuer ſchon nieder gebrannt iſt, Nur die'Wirthin« nen uETASHETAÄAKEN KITEN WIDE 78 SN THREOS VR GIGEN BER RIDE BET ERN WETTE EIR RER AEN GESTKESTPTHKE GIN NATERS BIBEESSE RIN ZI GTUEEREE DUET 238 Sechſtes Kapitel, 'nen und'ihre Hausdirnen,» die bey Zubereitung der Speiſen, bey Waſchen und Backen 2c, zu Hauſe blei- ben, müſſen ihrer Augen wegen das meiſie leiden. - Bey dem vorgedachten Schleifen hat man darauf zu ſehen, daß ſolches nicht allzuſchräg oder liegend ge- ſchede, oder daß die Richtung, welche der Rauch neh«- „men ſoll, ſo ſeitwärts und abgelegen vom Feuer an- „gebracht werde, daß man, wie ich vielfältig geſehen Habe, leßterm Verſtand zutrauen muß, wenn er ſei- nen Weg entdecken ſoll, Daß die Scorſteinröhre al- Iemal in der Mitte des Gebäudes über den Forſten geo führet werde, iſt von großem Nuten, weil ſie anderer Orten durch das Dach doch eben dieſelbe Höhe haben müßte, damit der abpraliende Wind den Rauch.nicht zurücktreibet, und diesfalls mit beſondern eiſernen Rin- 'gen und Ankern befeſtige werden müßte. Das Hin- ziehen nach den Forſten erfordert mehrentheils eine, an und vor ſich nüßliche Schleifung der Röhren, nur müſ- ſen dabey die unterſtüßenden Schleifhölzer, und auf 'dem Kehl- oder obern Gebälke, die Verfaßhölzer, auf welche die Röhre einen neuen ruhenden Abſaß bekömmt, nicht vergeſſen werden. Vielmals ſind noch beſondere Gegenſtreben nöthig, die ihren Aufſak auf wohl une terſtüßten Balken erhalten. Wenn zwey oder mehrere Schorſteine in nicht zu großer Weite und in gerader Sinie auseinander liegen, ſo kann deren Untfertheil mit einem ganzen Steine zuſammen gewölbet, die andern Seiten aber mit dem halben Stein darauf fortgefühe- ret, und das gerade Stück der vereinigten Röhren bis über den Forſten darauf geſeßt werden. Man erſpark dadurch Schleif-Verfaßhölzer und Gegenſireben, wo- bey man doch ſehr feſte Röhren erhält, von denen kein "Einſturz zu befürchten iſt, wenn auch das ganze Dach abbrenn. a|' Daß | | | | | führet,, den, al ſteiget hes gef ders bis warten aus der | herunter | hete hint! | werden, gen ſeyn abjufoni „der Nuß rerer Nh | blos auf | den, un | beitsloh Ve in ſeine ſerne K 240 Sechſtes Kapitel, Eine-mühſame Berechnung der verſchiedenen Wei- ten von Schorſteinröhren; in Anſehung einer, 3wey :oder: mehreren Feuerungen iſt bey Landgebäuden eben „ſo nothwendig nicht... Iſt. nur der, oder -Schorſteinmäntel» unten. weit genug, und nicht zu flach:angelegt, ſo kann deſſen fortgeführte Röhre von -18 bis. 20 Zoll auf jeder Seite im Anfange Rauch ge- nug faſſen, und ſolchen bey ſchongedachter Erweite- rung und nachmaliger„Verengerung, gut abführen. Zu einfachen Heißungen ſind» 3 Zoll Weite allemat hin- länglich. In großen Städten werden ſie vielfältig 1:5 Zoll lang, und 6. Zoll weit gemacht; ſie: können aber:alsdenn. auch nicht von Schorſteinfegern beſtie- gen und gereinigt, ſondern ausgebrandt werden. Auf dem Lande-mache man ſie lieber zu weit, als zu enge, „damit/allenfalls das: Fegen; bis auf eine gewiſſe Höhe von dem Hausgeſinde oft genug geſchehen fönne ,. zu» „malen wo wenig hartes, ſondern. mehrentheils kühnige tes Holz gebrannt wird/ welches vielen Ruß anſeßet. Wegen Einlegung-der Räucherſtangen in große und weite Küchenſchorſteine iſt zu merken, daß ſolche eigentlich von Eiſen ſeyn ſollten. Da aber.dieſes ſel» ten der Bankaſſe eines Landwirths zuträglich iſt, ſo -werden hölzerne vorgezogen» Dieſe müſſen aber nicht allein hoch genug über das Heerdfeuer angebracht were den, damit die lodernde Gluth nicht einſt ganze aufe gehangene Specſeiten erreiche, ſondern ſie wüſſen mit Ihren Enden auch nicht durch die Wand. der Röhre rei- en, weil ſolches bey deren Entzündung die nachthei- ligſten Folgen hat..Die- Wände der Schorſteinröh- ren ſind aber ſelten dicke genug, um auf der Hälfte derſelben die Auflage bewerkſtelligen zu können, und ''dennoc) den Ort an. der Außenſeite gut zu verblenden? Es“ ſollten aber dergleichen hölzerne Stangen, zum wenigſten, auch in den ſchlechteſten Landgebäuden/: %! ni€ nicht ind ſelbe ein Hafen hi brannt Bey ſeine mei dabey ſini geachtet olle und| ſen, ſonde nur vom/ tein, Ed pi Va ſellen näm jm Sty räumig 9 "Hefen der den; daß| einen Ba, einshlaſ röhre, unt fen gered Von fordert, von Nat ſehe, wel unmerfl; Die St Kante 9; bringend ſeyn, Ut taugt da fältigen wohl ab maßen x; Haus verſchie ung CNet, Ie Undgebauden dep | Reucfong, ve “-l HX nichs| Ws; Ind NIG 1 gfführte Kihy" | Anjanet Ju h nöedahtet Enit ung, gut objihn ] Weite allemal hy verden ſie vieh acts fie fun orſieinfegern biſt ud weden, Welt dls zu nh f eine gewiſe Dh eee Font, ji ehrenthes FUhnige wen Kuß ncht, verſtangen 1m If mitten, daß(ol! IM aber Nel Ny (M4 ANY zH well em 03 juträglid H) eſ müſſen ab 16 jeuer angebragy DM nict(inſt gen andern ie mſt! Band dar A!" „indung di! no e der Georſ? um auf dir Ww jqen zu fönn0"/; “ gut zu verb tut(tagen) n m Ga ine 1m GEDI H EIR AIR NEI RIEREN+ 1A-ktE ndert 4 MDR R a 241 nicht in die Mauer reichen, ſondern an ſolchen, in die- ſelbe eingemauerten, nach unten gebogenen eiſernen Haken hängen, damit die Stange, wenn ſie durchge» brannt wäre, von ſelbſt herunterfiele. Bey den Rüchen hat insgemein der ÜJaurer ſeine meiſte Kunſt zu zeigen- Denn der Erforderniſſe dabey ſind ſehr viel. I< will dieſelben anmerken, un» geachtet man doch leicht einſehen wird, daß nicht alle und jede Küchen der Landleute ſolche haben müſs ſen, ſondern daß nur bey Predigern, die ſich meiſtens nur vom Aerbau nähren müſſen; bey Vorwerkfspäche tern, Schuizen, Krügern oder Gaſtwirthen, und großen Bauergehötren dergleichen finden müſſen. Sie ſollen nämlich helle und troFen, im Winter warm und im Sommer kühle ſeyn, nicht rauchen, außerdem ge- räumig genug ſeyn, damit aus ſolcher verſchiedene Oefen der anliegenden Gemächer können geheizet were denz daß ſolche einen Heerd mit verſchiedenem Zugehör, einen Backofen, Braukeſſel, auc) wohl eine'Brande- weinsblaſe enthalten können, wozu noch eine Brunnen- röhre, und hinlänglicher Plaß zu Tiſchen und Schrän- fen gerechnet wird, Vom Maurer wird alſo in Anſehung derſelben ge- fordert, daß er die Küche mit einem guren Pflaſter von Mauerziegeln, oder noch beſſer, von Klinkern vere ſehe, welches ſo eingerichtet iſt, daß durch einige faſt unmerkliche Rinnen alle Feuchtigkeit gut abfließen tann. Die Steine zu dieſem Pflaſter müſſen auf die hohe Kante geſtellt werben, damit ſie gegen alle darauf zu bringende Geräthſchaften und andere Laſten von Dauer ſeyn, und ſich nicht leicht ſenken. Feldſteinpfloſtier taugt dazu, wegen des ungewiſſen Tritts bey den viele fältigen Beſchäftigungen, an ſoichen Orten nichts, wohl aber Sandſteinplatten, oder platte und einigevs maßen reguläre Bruchſteine, WGeſdylagene und gegoſe SARuSvRIer 1V. 2, 1, Thb. ſene Innerer Ansbau, SENN NS a-an us mil VERSA L ÄAamm dbi gdb R Heri lle Enten CIE R Trb kä S1) SEEN ACT EEERRES HIRE TREN ZIT Äh wurde|*: 242- Sechſtes Kapitel. ſene Eſtriche, oder bloßer. Sand, oder Lehmboden, iſt wegen der beſtändigen Näſſe, und der davon entſtehen» den Unſauberfeit gänzlich zu meiden, wenn es auch in den kleinſten und ſchlechteſten Küchen ſeyn ſollte. Eines der vornehmſten Stücke einer Küche iſt un» ſtreitig der Zeerd, Gemeiniglich beſtehet er blos aus einem. viereckigten, entweder durchaus dichten, oder Hohl unterwölbren Stück Mauerwerk, worauf man ko- werke in eine andere benach» barte eingeſchleift wird, weiches aber vielfältig zum Rau- ke aber gewölbt ſeyn. Indeſſen muß ſich eines oder das andere darnach fügen, was der bauende Landwirth anzuwenden im Stande iſt. In gemeinen landwirthſchaftlichen Gebäuden trifft man ſelten in dem untern Stockwerke bejonders angelegte und vor Feuer geſicherte Rauchkammern an; eher aver auf großen Gütern, wo eine ſtarke Vieh- zucht iſt. Dieſe müſſen nun nothwendig ganz von Mauerwerk geräumig und an 8 ho) gemacht ſeynz einen veſondern niedrigen Heerd, auf welchem zur Räucherzeit beſtändig Schmauchfeuer unterhalten wird; und eine eigene Schornſteinröhre haben. Jn ertiern Gebäuden, welche gemeiniglich überhaupt nur ein Stockwerk hoch ſind, finden die Rauchkammern ins- gemein ihren Plaß unter dem Dache neben der Küo werfe, Vorzüge; nur daß für einen beſtändig dauernden Zug des Rauchs, um deſto mehr zu ſorgen iſt, je weiter er abwärts vom Feuer in die Kammer eindringen ſoll. Der Beſißer eines. Hauſes in einer gewiſſen Stadt hatte eine Rauch« Fammer in dem vierten Stockwerke, aus welcher er das vortreflichſte geräucherke Fleiſch und Würſte er« Hielte. Bey neuer Erbauung eines andern Hauſes follte eine eben dergleichen angelegt werden 3 aber alle Bemuhungen und alle Künſteleyen konnten es nicht ſo weit bringen, daß ſie erſterer ganz gleich gekommen wäre. An vielen Dertern auf dem Lande iſt es gewöhnlich, daß der Maurer auch zugleich die Stubenöfen beſore- geß get und(1 ten, Kach hier auch| reden, wv! . deb befümmern können. Selbſt die gewohnte härtere Le« ve harte eit ud bensart des ländlichen Geſindes, wird machen. daß -„ vs vite! alle Befehle und Vorſchriften ſchwerlic) ſoviel Ein« wv gang bey ihnen finden, des Tages mehr, als ein oder zweymal an das Einheizen zu gedenken. Wenn ſie nur zu ihrem Frühſtück und Mittageſſen, und zu dem 4 und Y Nn]( 0) un wp korg|) 4 A/ nes(IW+ ( werde Spinnen, oder anderer Abendarbeit, gewärmte Stu em font 85 ben haben, ſv ſind ſie zufrieden. u) gO dad Biſerne Ratten zum+Linfeuern, oder auch gpl durchaus eiſerne Wefen, ſind in der Jiahe von Eiſens NE gießereyen, over Dlechhammern wohlfeil, und wer» Sb' den EI 712%*„ zw 50 ES GEK VW EL Tr SEIEN ACHTET TREE HEUTE TSN LAR GERA A M 1 Sd IURIS mE HÖE RE DOR SIKEN EIENR, WETTE WEN WEPRSTTUSET SR VGE Sr [y 254 Sechſies Kapitel, den allda ſtarf gebraucht, Läßt man ſie aber blos ſo, „wie ſie gekauft ſind, ſo werden ſie zwar geſchwinde warm, verlieren jedoch ihre Hißze bereits wieder, wenn auch noch gliimnmende Kohlen darinnen ſind, Werden ſie überhißt, ſo geben ſie einen unleidlichen Geruch, und die geringſte, in ſolchem heißen Zuſtande, an ſie gee brachte Feuchtigkeit iſt oft Urſach des Zerſpringens, Sie verſengen auch leicht Kleider und andere Sachen, die zu nahe an dieſelben kommen, und müſſen daher oft mit hölzernen Gerüſten umgeben werden, damit man ſich, beſonders Kinder, in gehöriger Entfernung davon abhalten möge. Wollte man dergleichen untere Feuerkaſten mit dünnen Ziegeln, oder Flieſen, ausfüte tern, und einen Aufſaß von guten, mit 2ehm ſtark aus- gefütterten Kacheln, der zugleich mit weiten Zügen ver» ſehen wäre, darüber bringen, ſo würde man bey viel weniger Holznachlegen guten Vorcheil in Anſehung dauernder Wärme erhalten. Auf die Art ſind die befannten Brabanter Bijechöfen in dem untern Theile oder öFeuerkaſten, gemachtz der obere Theil aber iſt bloßes Blech, und dennoch heizen ſie ungemein gutz Schade! daß ſie wegen ihrer geringen, Größe; durch welche ſie leicht tragbar ſind, blos nur als Aoindöfen gebraucht'werden können, - Ganz thönerne,-oder ſogenannte Kachelöfen Halten lange Zeit Hiße, wenn ſie gut mit Mauer- und Dacdſteinen in genugſamen L&ehme qusgeſüttert ſind»' Erhalten: ſie unter ihrem Heerd eine hölzerne Zarge, die auf nicht allzuhohen, hölzernen oder beſſer ſteiner». nen Füßen ruhet, ſo erwärmen ſie den untern Theil des Gemachs durch gedachten Heerd um ſo-beſſer» Iſt aber ver Heerd nur aufgemauert, ob ſchsn hohl gewölbt, ſo veriiert ſich die untere Hiße ganz in dieſer ſteiner nen Maſſe, denn insgemein bleibt ein ſolcher gemauer» ter (er Fuß) glühen gen fehr ſo ſollte& es auch| ſiarfe eil mit einer bededt m Oel! Erachtens man nit] „ihter Wärj wohlfeilſtet Orunde 4; eſene Ds man es 1 Dietlergend ihnen zu(6 heiofen, Dergz fönnen, 11 aud) wohl; hen werde) Windöfen Heizung| Zeuchteban mauerte 5 Zuglöcher darunter; dann leid und an)) Auf eine wird, Von vem Zande a SITES 89, und müſſe eben wetden,| gehöriger Enit Man dergielden ader Flieſen, du m, mit dehm füt 4 mit weiten Zie od murde man hen 1 wurde Mali De paten[ie Ungemen „aum(Trap| GN Wnrt' + Mug blos HUF AI 4:57 aumannte AD] e aut my Maus amt OuSgefute 1»(nt poet! mn vm er beſt 1 „74,W ed unten A WE M| lah| * um 4 DENE y vun W han DN)(I DON pF j/"" d zahl[UN ganz 1 9? u 410 NT u "7 Mull EEE R€ 91506 BAA ACHE bre URAL EA SEH AU INEL Aud AS gebet el R ihri Me-- 0 ma Innerer Ausbay. 255 fer Fuß eisfalt, wenn der obere Theil des Ofens faſt glüher. Da nun aber hinwiederum die höizernen" Zar- gen ſehr. oft durchbrennen, wenn jiart. geheizt wird, ſo ſollte auch) der Ziegelheerd dreyfach ſeyn. Co wäre es auch wohl gethan, unter ſoichen. Kachelöfen eine ſiarfe eiſerne Platte anzubringen,. die. aber dennoch mit einem guten Heerde von Mauerziegeln und. 2ehm bedeckt wurde. Veten von guten"L]Jauerziegeln ſind meines Eradt)rens in allen ſolben ländlichen„Gemächern, wo man nicht auf Zierlichkeit, ſondern auf. die. Wohlthak ihrer Wärme zu ſehen hat, die beſten, und zugieich die wohifeitten. PMehrencheils erhalien< ſie einen, von Grunde aufgemauerten Fuß, können aber. auch eine eiſerne Platte unter ihrem Heerde bekommen, wenn man es anwenden will, die auf 2 oder 4.gemauercen Pfeilergen ruhert, und alsdenn'hat man eben das von ihnen zu erwarten, als- von ſtark ausgeſütterten Ka- heidfen. Dergleichen von Mauerziegeln aufgeführte Defen können, wenn man nur etliche Ciſen anwenden will, auch wohl ohne ſolche, eben ſo gut mit Zügen verſe hen werden, als andere Oejen, Sie,können: auch als Windöfen, die in der Stube ihre Oeffnung haben, zu Heizung der Stube, zum Kochen ,..und-ſtatt eines feuchtekamins genußt werden. Müſſen ſie. ja ges mauerte Füße haben, ſo mache man deren Heerd mit Zuglöchern, die unten weiter, als oben ſind, und darunter ein Aſchenloc4, Man kann, in denſelben ſo» dann leicht auc naſſes Holz im Brennen.erhalten, und an Aſche wird mehr gewonnen, als-wenn ſolche auf einem ganzen Heerde mehrmalen durchygegiübet wird, Von allen und jeden dieſer Oefen, die man auf dem 2ande gebrauchen will, iſt überhaupt nog zu mer» fen, Inter ITC SKT CNRT ERNENCANKREIN TELISEIERE LEIERRK IGER SER EEITETNRGEIN WANASTEORES HERE EK ZAR 60 IN IW +» 256 Sechſtes Kapitel, fen, daß, 2) jemehr ſie, in Anſehung ihrer Form Fläche in dem Gemache bekommen können, defio mehr Hiße wird dadurch ausgebreitet. Dueeröfen, die mit einer langen Seite an der Wand ſtehen, ſind alſo nicht ſo gut, als ſolche, deren eine ſchmale Seite nur an die Wand trifft, und lekßctere ſind noch'beſſer, wenn auch ihr ganzes Untertheil abgerüt wird, und die Einſeuerung nur durch einen Hals geſchiehet, der blos die innere Weite vom Ofenloch, oder wenig mehr hat. b) Die Flächen deſſeiben-nach außen zu können vermehrt werden, went man, wie es billig, bey jedem Ofen geſchehen ſollte, ſol» Ar Th 4 N nom Um"W *% T N Y* D Veger Vergelan( | kong Zhai ana| 40; u wes n daß feldes aus! efaßes werds » nid ews Hint auch nn un jW edtd Yyobundus am die Jusdun + befändigen 15 pam fü| WON q „H Nd k anbie) vy) 0 Jane 4 NI v ns AI IE ZAN ANH KASES DIGE, Über BE ed GL EIIIE IE HRD 10 ODR DRAN ILATELGES 2. Innerer Ausbay, 259 ſagen was män will, Sie ſind ja doch zuweilen frank, und jedermann weiß, wie nügplic) den Kranken eine ge- ſunde, unveränderte, und nicht mit ſo vielen je,, auch haben nicht alle gleich große Anzahl von Brodten in den Ofen zu bringen, und es entſieht darüber oft Uneinigkeit, mehrerer ſolcher Umſtände zu geſchweigen. Sind ſol- häuſer mit etlichen Backöfen den mehreſten Dörfern nicht zu viele Koſten, ſo wären ſolche freyiich den freyſrehenden Oefen weit vorzuziehen, weil jeder Einwohner, ſo.wie in Städ- ken, feinen Teig allda könnte zubereiten laſſen, oder ähn wenigſtens zu einer beſtimmten Zeit zum Abbacken hinſchicken könnte, Aliein, wo dieſes noch nicht hat möglich gemacht, werden fönnen, bleiben die eigenen Backöten entweder im Wohnhäauſe ſelbſt, oder an ei» nem nicht weit davon entfernten Orte, immer die beſten. Man jindet in dergleichen ländlichen Wohngebäuden oft Die Backöfen unter dem Feuerheerde, oder unter den Stu- benoten angelegt. Ailein eines Theils iſt das Heizen und Einſchieben in ſelbige aus der Küche ſehr beſchwerlich, weil dazu eine Vertiefung erfordert wird; anderntheils Fommen die Stubenöfen zu hoch, können mit ihrem Heer« de nicht zugleich Wärme nahe an den Fußboden brine gen, und heißen alſo nur den Obercheil der Stube, wel- hes der Abſicht einer guten gieichmäßigen Erwärmung ganz entgegen iſt, Die neben dem Ofen beſonders in die Stuben hin- eingebaueten Backöfen ſind ſonderlich in kalten gebür- giſchen Gegenden ſehr üblich, wo ohnedem faſt. täglich, es ſey Sommer oder Winter, eingeheist wird. Denn ſie erſparen an Backtagen einiges Holz in Stubenöfen, und dienen oberhalb ihrer ausgegleichten Fläche vr | blo Höſitiol wohl zu! mals ſeh! . wohl Un ben, we zu Muth Unge wittelmä leuten fel ehm, au das herna ift es do) Dauer, wt ten Raue! Die vis quen, we gefotmt w dieſerhalb |. Ves Backoſen (anführen, ). Das ſtalt im. etwas lä ve hat, 1 fahrne Seite ax gen. des all unn ſes iſt al man es| vermeide We hat man wegen ſo BIE nien de ehe 4212 IN Odem 1<<2 21 Nia Ie PETITE.„mark = ee TCN SET RTE TIRDRNUAEPRN TRAF RERO ZI ME En nennen uren We | Innerer Ausbäatt, 263 VON EN je 4R Obſttro>nen, zu vielerley anderm Gebrauch, auch ele) Örftun wohl zu einer Schlaf- oder Ruheſtelle, die man viel» erin Yam; mals ſehr angenehm findet, und die Hölle nennt, ob- Aeithidug, wohl Ungewohnten bey. dem Eintritte in ſolche Stu- Ww ven, wegen der großen qualmenden Hiße, ſehr übel ZR zu Muthe wird. RT ERT Ungeachtet vielfältig. Backöfen, beſonders voa GIE] mittelmäßiger Größe von Lehmarbeitern, oder von 2and- Windes,| leuten ſelbſt zu ihrem eigenen. Gebrauch von bloßem Fhäuſer mit 4 Lehm, auf ein hölzernes Gerüſte oder Spriegelwerk, NIN zu vit3 das hernach. ausgebraunt wird, auſgeführt werden: ſo Nependen De iſt es doch allemal beſſer, und es verſpricht mehrere t,|0.wie in6 Dauer, wenn. dergleichen Arbeit einem dazu geſchicf- Jübereten laſs ten Maurer von Ziegeln zu wölben. aufgetragen wird. Zeit zum Ah Die blos lehmernen Backöfen fallen oft wieder zuſam» ſes noch 1) men, wean'nur das. hölzerne Gerippe, über welches ſie Weiben die 4 geformt worden ſind, ausgebrannt wird, und es giebt uſe jelbft, aber dieſerhalb mühſame Wiederholungen. Zrte,immer dieh Was überhaupt bey einem von Ziegeln gewölbten ben Wohngehut Backofen zu bemerken ſeyn möchte, will ich kürzlich v, der untrdaß anführen.. 10418007 Das erſte betrift die innere Figur, oder die Ge- ſtalt im Lichten. Mehrentheils wählt man dazu ein etwas länglichtes Oval, das ohngefähr 3 Theile Zanz= ge' hat, wenn die Breite davon 2 beträgt... Allein er- fahrne Bäcker ziehen die Eyfigur vor, deren ſchmälere Seite am Ofenioche iſt,. weil die verkieſtern Rundune 5.[€ NETH (UO jeht ven [j nert epirds ONDANES X.m M Fannen mit ITW Aar 2 aden) in DI NUbWN' pb gen. des Ovals nicht. gut beſeßt werden können, und MOE alſo unnöthiger Weiße leerer Raum übrig bleibt. Die de ſes iſt alſo bey ländlichen Backöfen nachzuahmen, weil wren mart es für einerley Koſten haben, und das Ueberflüßige wd in M vermeiden kann. m Wegen der erforderlichen Größe des Heerdes en hat man alles ſehr genau berechnen wollen, und des« Dd wegen ſogar Tabellen verſertiget, welche die Fänge und.“ eh m. R 4 Breite N Er Arii AEH am SS ESSINGEN WET TREN STEN TIE TSE ARE ENIE RISING II ZINO NNTER„ EEE PIESSEST IN SATE EEE 264 Scchſtes Kapitel, Breite na<ß Scheffelmaaßen. des Verbackens beſtim- men. Esiiſt aber dabey nicht allemal genau angfezei: get, welche Größe und Form die zu ba>enden Brodte . Haben ſollen. Gemeiniglich erhält der Teig in Back« ſchüſſeln oder geflochtenen Backkörben ſein leßtes Aufe gehen, und verändert die Größe nach dem Einſchieben wenig, Oft aber werden auch längliche Brodte, Schrip» pen, Stollen, oder wie man es ſonſt nennen mag, gebacken, und alles dieſes verurſachet einen großen Unterſchied in der Größe des Heerdes. Beym Ku- henbacten iſt ſo viel nicht daran gelegen, denn da kön nen mehrere Einſchübe nach einander folgen, und die- leßtern Kuchen auf das Ausbacken der erſtern wartenz aber bey Brodten iſt die Grundfläche und die Höhe zu-bemerken, wenn man nach Scheffein Mehl rechnen will, Daher verlangt der eine für einen zu verbacen« den Berliner-Scheffel Mehl nur 4, der andere 8, und ein Drittgrgar 15 Quadratfuß. Da nach meiner Er- fahrung gute, ordinäre, runde Bauerbrode insgemein - X6 Zoll im Durchſchnitte bey einer Höhe von 6 Zoll hae „ben, ſo giebt ein Scheffel Mehl deren ſechſe, und ſie erfordern 12 Quadratfuß Plaß, weil doch zwiſchen ih- nen noch einiger Raum bleiben muß, damit ſie nicht zuſammenbaen, -- Ein, wie vorher gedacht, eyſörmiger Backofen von 6 Fuß lang und 5 Fuß breit im Lichten, wird 13 ge wöhnliche große Brodte faſſen, welche aus 3 Berliner EScheſfeln gebacken werden können, Wo kleinere Bro- de zu backen gewöhnlich ſind, muß an der Länge und 'Wreite verhältnißmäßig zugegeben werden. In Anſehung der Höhe, oder der Entfernung des „Gewölbes von dem Heerde, hat man eine arichmetiſche Progreſſion angenommen, und. z. B. einem Ofen zu 1 Scheffel Mehl, der 6 Brodte giebt, 16 Zoll, ei» nem aber zu 33 Scheffeln 32 Zoll Höhe vhs W. ee Befatt gende/ Yrodts Heerdes Brod v nern 9 Zoll, in pfinden der Sar Der „obenher€ |tenteig, 4 | ſen, wen je näher doch gat SFreplich| etwas hö! deſſen Ar hin alſo Gewölb bet wert von 1b wenn ar feit der bacföfer Qewöll Orten! Beſind üſſnen| den gat ihrer( und ſog geöffne Büglich if, Verbecug Wh. NENNEN w Wi W Ow Uh be ffn(ets H 9 bim Eiheg 9,0 Dien, Lin es forſt NN 0 Urjodet fat 6) Verdes, Dan) jeiegen, benn 0) der folgen, ud nder erſfern iat Mahe und die) weſen Mehl wur einen zu bett 4, der andere 9,1 Da nach meiner Yauerbrode Ingen er.Hehe vnb.Z | deren(eO, u peil de mie muß, damit ft! zemiger Deco! uchten, wn 1) rele aus 3 Zu 1, Do Nen gp an da ip? n perde a der Enttaus) nan ine wripms . 0, einn DN) geht, 1) M 1,0 H ue M jh| H ERLEBEN ETS WERT SE TIKHNNTESEFRRIK TN TE KENT ERENTO GIE TIS VEREINEN IRENE REIGN SE TERN AIENEEE Innerer Aüsbatt, 265 Bekanntermaaßen dienet die vom Gewölbe zurücſchlae gende Hiße eben ſo wohl zum guten Ausbaen des Brodts von oben, als man- ſolche von der Hiße des Heerdes untenher erwartet. Warum ſoll aber ein Brod von ein und eben derſelben ÖOröße in einem klei nern Ofen nur die Hiße in einer Entfernung von 10 Zoll, in einem größern Ofen aber erſt von 26 Zoll em- pfinden? Mich deucht, daß dieſes gar nicht der Natur der Sache gemäß iſt. Der Deckel einer großen Tortenpfanne, der von obenher erhikßt wird, muß eben ſo nahe an Den Tor- tenteig, als der Deel in einer kleinern Pfanne ſchlieſe ſen, wenn beyderley Teig genugſam ausbaen joll.; und je näher dieſe De>el dem Teige kommen, ohne ihn je- doch gar zu berühren; je beſſer. wird das Gebadtene. Freylich muß das Gewölbe eines ſehr großen Bactojens etwas höher ſeyn, als das eines ſehr kieinetl, weit jonſt deſſen Anfänge an den Seiten zu niedrig würden, wo- hin alſo nichts geſeßt werden könnte. Auch würde das Gewölbe ſelbſt zu flach, und alſo nicht feſte genug gewöl- bet werden können. Aber eine ſo ſehr zunehmende Höhe von 1 bis 12 Scheffel iſt doch in der That nicht nöthig, wenn anderer Geſtalt auf genugſame Stärke und Feſtige keit der Wiederlager gedacht wird» Die gemeinen 2and- backöfen werden zwar nur mit einem einfachen ſimpeln Gewölbe. auf den halben Stein gewölbt, und an einigen Orten nah hintenzu einige Löcher gelaſſen, die man nach Befinden mit einzelnen Steinen verſtopfen oder wieder öffnen kann. Weit vorzüglicher aber ſind ſolche, die auf den ganzen Stein überwölbt, und nach Beſchaſſenheit ihrer Größe mit 2, 3 bis 5 Zügen verſehen werden, und ſogleich forne, wo mant einheißt, zugemacht oder geöffnet werden können. Man kann in leßtern vor- züglich gut Obſt, Cichorien und dergleichen tronen, R 5 weit Re AIR TI API IREERREE 266 Sechſtes Kapitel. weil die davon aufſteigenden feuchtem Dünſte bald ab- geführt werden. ia E -Die Einſchiebe- und Feuerungsöffnung muß, bey '2'Fuß Dreite, höchſtens nur.g bis 1. x Zoll Höhe ha- ben, weil ſich ſonſt zu viel Hiße herausziehen. würde, “Kann jolche nicht mit einem eiſernen Schieber in der- "gleichen Rahmen verwahret werden, ſo ſorge man doch "wenigſtens für eine ordinäre eiſerne Blechthüre mit ein- gemauerten Hafen, die verſchloſſen werden kann. Denn wenn aud) das Zuſeßen der Zuglöcher mit Steinen an- gehen möchte, ſo iſt'daſſelbe: damit bey.den Einſchiebe-- löchern doch viel zu beſchwerlich, und hölzerne Vorſeß- thüren, wie- bald ſind die nicht verbrannt? Und was geben ſie für Anlaß-zu Feuersbrünſten? Je dicker der Heerd, und je maſſifer er iſt, deſio länger hält er Hie. Man thut alſo wohl, ihn 5-8 Fuß, oder wenigſtens ſo hoch, als von da, wo die Fundamente der Ringmauern in der Erde anfangen, mit allerley Arten Steinen und Steinbroen, mic Lehm aufzumauern ,- oder untenher blos anzufälten. Die unten höhlgewölbten, welche man zuweilen anräth, tau» gen nichts, wenigſtens nicht zu ſolchen Oefen, bey de- "nen man durch die Erhaltung der Hiße im Heerde Holz ſparen will, wie ſolches jeder Bäcker in Städten bezeugen wird. Die obere Fläche deſſelben, worauf die Brodte zu ſtehen kommen, pflegt man zwar oft blos mir Flieſen, jedoch mit Nachtheil, auszugleichen. Denn insgemein ſind ſolche Steine nicht von gleicher Härte. Die härteſten behalten alſo zwar ihre Lage, uber die weichen nüßen ſich ab, ein und anderer ſenfet ſich auch wohl etwas, und daher entſtehen bey den Fu- gen Ungleichheiten, gegen welcheider Cinſchieber kömmt, und diejohnedem an ihrer Unterfläche ungleich gewor- denen Brodte vollends zerſtößt. Am beſten ſind dieje- nigen Heerde, welche entweder zu oberjt mit kleinen,- n. Stei» Stein'9 dieb noh Dergl" und ee ſeyn, 5% beſond 2 hätte 90 das[41 nen 984: ſchiede MM! Getrieb zu | Eten | freyſtofs | beſie 427 | Zeit 161 | deſſert | durchüm | durchs | tehmyzt | Averhs | fen diyß | anzug | ben etzp nichtig deren Weiter Lchmigy ſo dapE diget, 4 (A, ', A!.* k“ en Vinf ba) fou mh MaBe nh NEN ENEN Ole nl 1 werden Fam, Ih oder mit Elina! lt bey den Eth und hölzerne bes verbrannt? Uy ſen! er 1f,) ut aljs wohl, iy als von 00, der Erde anf vEnDred en, os anzufühen,; 1 zuweilen anno); ſoiden Difen, 1! der Dike im 39 x Bäder in 6 die beffelben, 0 Mfegt mun pu eil, USA me mit vn 3 eſo zwar IN! 4 a und andert 1 rechen vy N(einſchlett FON 346e ungle0 97“ Yu befie NO u oberji m) hw ep ZIL un CICRIENE Zar Se INN NT OT SEESTR RETTEN EN Bi Et Entl, MED IELS, a unngat Intnerer Ausbat, 267 Steinen auf die hohe Kante, oder mit Rathenauern auf die breite; Seite ausSgegleichet worden,“und auf welche- noch ein beſonderer Ueberzug von Lehm-geſchlagen wird. Dergleichen findet«man größtentheils in den Marken, und es:wird nicht leichteine Dorfſchaft oder Gemeinde ſeyn, die nicht zu Schlagung- ihrer Bacofenheerde eine beſonders gute„und Zahe Art Lehm ausfündig' gemacht hätte, die nicht leict abbröfelt. Es muß ſolcher auf das ſorgtfältigſte von/allen größern. und»-fleinern Stei- nen gereiniget, angefeuchtet, durung der freyſtehenden Bactöfen eine Hauptſache. Der aufs beſte angelegte und gewölbte Backofen wird in kurzer Zeit unbrauchbar werden, wenn Regen und Schnee deſſen äußere Fläche unmittelbar berühren, und ſolche durchweichen können» Man will ſich zwar dagegen durch einen einfachen, doppelten und gar dreyfachen Fehmüberzug ſichern, den man einen Lehmroc> nennek. Aver es iſt zu bedenken, was oben von den Eigenſchaf«- ten des Lehms geſagt worden, und wie ſehr er die Näſſe anzuziehen geneigt iſt. Die auf ſolchen Ueberzug ne- ben einander eingedrückten Dachſteinſtücken verbeſſern nichts an demſelben, im Gegentheil ſeßk ſich zwiſchen deren Fugen noch mehrere Feuchtigkeit, die ſich immer weiter zieht. Diejenigen thun daher wohl, welche den Fehmüberzug pyramidal über das Gewulbe auftragen, ſo daß ſich ſolcher oben gleichſam in einen Forſten ens diget, und auf ſolchen, wie bey einem andern Dache, die R 3 nan Kada DOR un WAR ANE Wh HAENEL AS LI AKGARLAK ZIA Banin.... Se EIE GLEI a OASEN ITUNES OI AEI Ww. 9». XE 268 Sechſtes Kapitel, die Ziegel in Verband, aber nicht auf Latten, ſondern blos in den Lehm übereinander deen, und oben mit Hohlziegeln verſehen.“(1309237 49 - An einigenOrten finder man über die mit gewöhn« lichem Lehmroc> verſehene Backöfen ein beſonderes Ge- bäude von Fachwerk mit Ziegeln gede>t, das viel gröſs ſer iſt, als der Backofen ſelbſt,"Ungeachtet auch die Fache mehrmalen nicht ausgemauert oder ausgelehmet ſind, ſo dienet es doch von obenher zu Beſchüßung des WBackofens für: die Witterung, und: zur Zeit des Ba- &ens fönnen auch ſelbſt diejenigen, welche damit zu thun haben, einigermaßen bedeckt ſeyn. Es ſind alſo ſolche Ueberbaue nicht gänzlich! zu verwerfen ,- ſondern vielmehr da, wo ſie einmal vorhanden ſind, zu unter- haltene mm: ans '[Diejenigen Backöfen, welche man jekt in den Marken bey neuangelegten Dörfern oder Coloniſtenſtel« len findet, verdienen einen Vorzug. Ueber dem maſ- ſifen Gewölbe iſt ein leichtes Sparrwerk aufgeführt und mit. Ziegeln gedeckt, an der Vorderſeite aber ein gerau- mes Vorgelege mit einem 12 bis 15 Fuß hohen Schor- ſteine, Wenn das Ofenloch mit einer eiſernen, die Deffnung:des Vorgelegs aber mit einer hölzernen Thüre verwahret iſt, ſo können auf allem Fall die Windſtöße abgehalten werden, und die ausfliegenden Funken müſe- ſen eine ſenfreen abgedampft, oder durch Waſſer ausgelöſcht, und bey anderer Gelegenheit wieder gebraucht werden fönnen. Alles dieſes gehört zwar eigentlich zur Bau- und inſonderheit zur Maurerkunſt z ich habe aber doch einem aufmertſamen Landwirth davon ſo viel anzeigen wol» len, daß er einen, in ſolcher Sache ungeübten Mau- rer, zurechte weiſen kann. Außer den gedachten Maurer- auch zum Theil Töpferarbeiten, kommen bey dem innern Ausbau eis- nes Landhauſes noch andere der erſten Art vor, von denen kürzlich zu gedenken iſt, damit ein Ländwirh einigermaßen ſeinen Maurer controlliren kann, ob es ihm würklic) Ernſt iſt, gute und dauerhafte Arbeiten zu verfertigen. Der innere und äußere Putz der Wände mit Kalckſchicht kommenden, nicht völlig ſo viel ausmacht, als zwey even ſolche, in die Laufſchicht ne- beneitiander gelegten Steine mit ſamt der dazwiſchen bommenden Kaichfuge. Alſo muß auch der Mörtel zum innern Puße von ſolcher Beſchaffenheit ſeyn, daß er faſt ganz zu Stein wird, und daher auch, wenn er“ in etwas mehrerer Dicke aufgetragen werden muß, den=- nod) jejte genug bleiben, und nicht anders, als durch Gewalt Schaden leiden. Dergleichen Ueberzug der Mauern mit Kalch«' mörtel iſt entweder ganz ſchlecht und einfach, fo, daß nur die Fugen zugeworfen, und die Steine etwas be- deckt werden.. Dieſes heißt Berappen, und wird in Kellern;-bey- Schorſteinröyren, Giebeln unterm Dache, Dache, Vird| 'Ke rappt Peberzu - men, | teres qu | holen, ter nehr wird, ar Sande u wird, fö ſern vor, den Klet ſes bey 1 darunter - Das geſchiehet gedubelt oder bey wo die darauf Rohre leßteres u ihre Eind di gewund man gl fen, 4 bloße 3 Lehmfa fotderlj E iſt RIS Wen WEG afin Sint H KONN | WW 2* emm und Auer? . /y dadey jeinern€; | Arn Aasdarht Ma Wh BENN, INN k Vomand/ YT, NUDE| kak(„Id k nN, DaB Joidjer It aub 40:08 ws wenn It DN k. AX" De Daben, ON N4,' RWE ING [(DOKI| EE Zau + Kas MUM mi ber Ww y ( 6 au“ dir ener I „" ql ( WW) m „zn merden MU 4 IVV y € anders, N m:| "KU 7(4/|/ A. +») open Kappe koln ul (0/1000 a / A4 4 Innerer Ausbau, 271 Dache, auch oft ſelbſt: an Außenſeiten Fgebraucht, Wird dieſer Anwurf völlig ausgegleichet,: und mit dem Reibebrette abgerieben, ſo heißt ſolches fein bes rappt oder gefilzt. Kommt hierauf noch ein dünner Ueberzug von Mörtel, ſo“ nennt man es Schlem- men, worauf ſodann das TDeißen folget. Soll leß= teres gut werden, ſo muß man es 2 bis 3mal wieder- holen, und das leßtemal gefochtes 2aF>muß darun ter nehmen, weil der bloße Kalc4y ſonſt zu bald gelb wird. Ganz feiner Puß, der aus Kalch, Gips, feinem Sande und Leimmaſſe beſteht, und XVeißſtuck genennt wird, kömmt nur in Pracht» und bürgerlichen Häue ſern vor. Er färbt nicht leicht ab, wenn:man mit den Kleidern daran kömmt 3 man kann aber auch. die- ſes bey dem gemeinen Abweißen erhalten, wenn Milch darunter genommen wird, Das Herohren kömmt auch zuweilen vor.. Es geſchiehet an ſolchen Decken, die ganz mit Holz auss gedübelt ſind, entweder ſogleich än dieſes Holzwerk, oder bey ausgeſtakten Fachen:; zwiſchen den Balken, wo die ganze Decke erſt mit. Brettern geſchalt,„und darauf gerohret wird. Zu beyderley werden außer dem Rohre und Drathe nur kleine-Rohrnägel erfordertz leßteres iſt aber wegen der beſondern Bretter-und.der zu ihrem Anſchlagen erforderlichen Nägel koſtbar. Sind die Balkenfache geſtakt und mit Lehmſtroh aus gewunden, auch untenher gut ausgegleichet, ſo kann man gleich darauf rohren, nämlich) quer über die Bale ken. Wo der Drath über die Balken geht, da ſind bloße Rohrnägel hinlänglich 2.wo er) aber über die tehmfache fortläuft, da ſind weit längere Nägel ex- forderlic), die durch den Lehm. die Stafen erreichen, Es iſt jedoch dergleichen Art zu rohren viel wohiſfeiler, als wenn erſt mit Brettern geſchalt werden. muß. Das, ; bloße ZI CNS DRE TETRA TETERIEIN 366 WINTI VTES GRE TEENS EGAN RAITH TE. SECH NITTET ÜTZ REANNGE ARNE TRR LEREN RRC 5 WIPO REED « 2 STE TEERRHT EEN WNCHFEISTE DETE IG AIS TITER Au 272 Sechſtes Kapitel, bloße Rohren der Balken nach ihrer Länge, und das Antragen nebſt dem Ausgieichen der Fache mit Mör- tel tauget nichts. Denn wie ſchon mehrmals geſagt worden iſt: auf dem Lehme hält der Mörtel nicht lan« ge, ſondern fällt bald wieder ab. Bey hölzernen Wänden, deren Fache mit Ziegeln ausgemauert ſind, geht es wohl an, daß das Holzs werk gerohrt, und mit dem übrigen gleich gepußt oder getüncht wird. Denn da hat man das Abfalien von den Fachen nicht leicht zu beſorgen. Doppeltes Roh» ren gehört nicht hieher, ſondern wird blos bey Decken - gebrauchet, an welche etwas ſchwere Verzierungen oder| Quadraturarbeit von Gips kommen ſollen. WVom Spriegeln iſt ſc antennen,- '“* B76.. Sechſtes Kapitel. Im lehmigten oder ſonſt feſten Erdreich wird ein ſol» ches Pflaſter allemal beſtändiger und dauerhafter, als im bloßen Sandboden; doch. iſt bey beyden nothig, daß anfänglich viel Erde auf das'neue Pflaſter gewor« fen werde,“ und darauf ein Jahr lang liegen bleibe, das mit ſich alle Zwiſchenräume der Steine erſtrecht aus füllen und feſtſeßen; ſodann kann das Ueberflüſſige ab» geräumet werden, Von der zum Aufbau ſteinerner Gebäude, oder von Fachwerk nöthigen Rüſtung wird weiter unten mehreres vorfommen, Der Tiſchler hat bey Landgebänden mehrentheils nichts als die Fenſterrahmen zu beſorgen, wenn ſolche nicht etwa gar auch, wie an vielen Orten gewöhnlich iſt, von dem Glaſer verfertiget werden, beſonders wenn ſie von weichem Holze ſind. Selten kommen verdop- pelte Haus- und eingefaßte Stubenthüren, oder auch gemeine geleimte Thüren rait eingeſchobenen Leiſten vor. Andere ungeleimte und ungehobelte Stall- und Be» hältnißthüren, mit aufgenagelten queer und ſchrägen Leiſten ſind Zimmermannsarbeit, Trocknes Holz iſt bereits mehrmalen empfohlen worden. Zu den Fenſterrahmen kann zwar auch tan- nen, fichten und kühnenes Holz genommen werden z; es müſſen aber ſolche ſodann nothwendig mit Oelfarbe angeſtrichen werden. Mehrentheils gebraucht man da- zu eichenes Holz, welches länger dauert, wenn es auch nicht angeſtricden werden ſollte, Eichen Holz, wenn es auch ſchon einige Jahre gelegen hat, behält die Ei« genſchaft, daß es bey dem Naßwerden eine braune, beizende Lauge von ſich giebt, die nicht allein die Nähe men ſehr verunſaubert, ſondern auc vielmals, ſelbſt at den äußern Wänden, herunterläufe und ſolche be- ſchmußt, ammer nminmnmemeniitnimetiitiiiniienuenn= ſchmußt- ſonder at unſtalte) trocfnetes" Baſſer, 1 geſchnittet Oſen wied? (ic) mach zu ſeiner/ Jurte X den und 17 eiteres 0 EE| dawn. Die; arbeit ſchr' Anfer, Cl geen El ſe oder ſchy der folches4 man dara) „Eiſen geno fen an ch zu dem,| men. Gri hen, Niet an Haus: Nietnägel, haire Schl ſer; namli ſieden, fin merſchlöffe ſobald En vie feuchte dirupſachen , Fnrtih Wid 17) Douerhiig M De Depden Ds Seu Maſte p wand Hegen Dla Clint eſte "." Mas M6..0/08 Wt A ÜedeFÜN nernet Gebauh 04 wird Weite fu“ aden mehr 1 befetden, Win vielen Orten(em) warden kolentm;) Werden, DejONUM Kn DZ Z„3 1% (CU OUefT: Un 16 „! cb | mehemdien von fann zwar(Ul + genommen fowendig mit 2! veils gebraut 1 ve dawert, mme »(iden Dh gm(al) bebaut Ms |[alf iW „andy pIeUMOG an 42. aß(hy geruft 00 17 j „“ m Snnerer Ausbatt, 277 ſhmußt.. Wer alſo nicht allein gute und dauerhafte, ſondern auch ſolche Fenſter haben will, die nichts ver- unſtalten; der nehme 5 bis 6 Jahr im Schatten ge- trocknetes eichenes. Holz lege es ſodann 4 Wochen ins Waſſer, und laſſe. es, zum beſtimmten Gebrauch zu- geſchnitten, über einen Back- oder neben einem andern Ofen wieder völlig austrocknen. Kann. man es möge lich machen, ſo laſſe man dieſes ausgetrocknete, und zu ſeiner Anwendung aus dem Gröbſten gearbeitete Futter» Rahm- Flügel- oder.-Schenkelholz in Del kos ungen müſſen nicht bloß mit Zeinöl eingebrannt; ſondern" mit Pech überzogen ſeyn, und an'Orten wo beſtändig Regen und Schnee dar»- auf fallen känn,'noch mit einer beſondern Decke von altem Fils, Leder, oder wilder Schweinshaut verſe Hen werden. Es iſt ein Unterſchied unter Franzöſiſchen und Deukſchen Schlöſſern;' den ich hier zwar eigentich nicht zu beſtimmen habe, aber doch bemerken will; daß beyde mit dem Schlüſſel aufgeſchlöſſen, die Franzöſi- ſchen aber auch damit wieder zugeſchloſſen werden müſ- ſen, wogegen. ſolches bey den Deutſchen blos mit Ab- drücken der Fälle geſchehen kann. Durch Verbiegung des Dornes', der in das Rohr des deutſchen Schlüſ- ſels paſſer,“entſtehen oft Verzögerungen bey dem Auf- ſchließen? es würde alſo gut ſeyn, bey Fkandgebäuden zwar Schlöſſer mik deutſchen Einrichtungen, aber mit Franzöſiſchen- Schlüſſeln zu haben, welches nur einen fehr geringen Unterſchied in den' Köſten verurſachet, .„Zu Verſchließung der Scheunen, Getraideböden UV, ſ. w. bedient:man ſich insgemein der Ueberwürfe und Vorhängeſhlöſſer, Da. aber dieſe, zumal wenn ſie gemeinigtich nur mit einem Riegel, ſind, ſehr leicht können eröffnet,„und vermittelſt eines Handgriffs ohne fonderliches Geräuſche gar. abgeſchlagen, oder deren Mußen durch Ausziehung einer Kramme vereitelt wer« den kannz ſo iſt zu rachen, an:ſolchen Oertern, wos hin Diebe ohne Erlaubniß zu gehen Anreizung haben.. mödhten, ordentlic) gute Einfall« und andere Schlöſſer machen zu laſſen.| Ein Schlüſſelbrett in des Ländwirth8 Wohnſtube,. - mit Hafen und Nummern, welches er alle Abende, ob ; es es vollſtänd empfehlen. Stein bau der Oe der Nähe ſi Rinnen un dieſer Stüc art mb es zwar Sa derſelben eh! as zum H erſelben, dt Nn(eben inem Shy fs genöthi pfer- oder 2 mal gut gel bereits oben orden, Von de und Damn oben, theils rörarbeiten, ez alſo hier Vond zu berühren Das€ - Scheuner und uf G Die Preis des| neh allerdin len aus eit NW, bamit fe im ns de Og Vile Deſchädiep, mühen nict bi; ! Ieh überzan Pp EI ven und Chun t beſenden Def w Gcbmwiinchut bid unter Frunt (H hier zwar iy 09) vemerfen wl h(öſſen, die Fü WDiſen werdn! N Nrihau kla yp zurn DIOS| an"AN in, Durh Du ' des Deutſchen N: EEET 3 frungen Deh den; un bn VANNANN %; MU JUCHS 4 Koſten verutedt benen, Outs vein der Üepernu) wr 1m|„yy Dele, JMD IV M„+| find wege NAU I ' an NAF/N EN 20108 ' 4 yr) wegn I 6-" appttyyl 1 Frame WI 84...(Porfitf| NOTEN "im nf MU vn 11 Ka "4 Mul eU J Yay) hui zr 4[1114] " 10007 „ds+" m(INDE us +.“(ohh Innerer Aüsbatt. 279 es vollſtändig iſt; nachſehen kann, iſt hierbey beſtens zu empfehlen. Streinmetzarbeit kömmt bey ländlichem Aus- bau der Gebäude nur da vor, wo Sandſteinbrüche in der Nähe ſind 3 z. B. zu Waſſertrögen, Viehkrippen, Rinnen und dergleichen. Es beruht hiebey das Gute dieſer Stücke auf der Härte und Feſtigkeit der Stein- art, In verſchiedenen Provinzen Deutſchlands giebt es zwar Sandſteinbrüche, man ſollte aber die Produkte derſelben eher zu Tropf- oder Fütrirſteinen anwenden, als zum Häuſerbauen, ſonderlich an ſolchen. Theilen derſelben, denen man. dadurch. mehr Foſtigkeit: und Dauer geben will.. Denn wenn ſie das Waſſer gleich einem Schwamme anſaugen und durchlaſſen, und man alſo genöthigt iſt, ſie wieder: mit einer beſondern. Kus- pfer- oder Blechbedeckung zu verwahren z: ſo. ſind“ alle- mal gut gebrannte Mauerziegel vorzuziehen..“ Es iſt bereits oben bey den Materialien. mehr. davon. geſagt worden. Von den Glaſer- Töpfer- LTatelſchmiede-- und Damm? oder Steinſerzerarbeiten.iſt auch bereits oben, theils bey den. Materialien, theils. bey den Mau- rerarbeiten, das Nöthigſte erwähnet worden, und brauche es alſo hier keiner weitern Wiederholung,. Von den Lehmerarbeiten aber iſt noch folgendes zu berühren, nämlich: Das. Schlagen: der Tennen oder Fluhre in Scheunen: und der Eſiriche in.Stuben,, Kammern, und auf Getraideböden.. Die Lehmtennen ſind an ſolchen Oertern ,, wo dex Preis des Holzes immer mehr zunimmt, den hölzer- nen allerdings vorzuziehen, wenn auch der Lehm zuwei- len aus einiger Entfernung dazu. angeſchaſt werden S4 muß« EIER ES SHK NIERTEN TEN ERN VTESCESTE R DS SNES NAREIT SEIS TERG 672 285 Sechſtes Kapitel, muß.. Sie thun inzwiſchennicht aller Orten gehörige Dienſte, Denn wenn ſie zu hoch liegen, und von der Zuſt und Wärme ſehr ausgetrocknet worden, ſo bekome men ſie leicht Riſſe, bröeln ab, und es geräth bey dem Zuſammenfegen vieler Staub unter das Getraide, Die 2ehmtennen halten ſich am beſten in niedrigen Ge» genden ,. wo jedoch niemals das Grundwaſſer in die Suvjtanz der Tenne ſelbſt eintreten kann. Ihre Zue- bereitung iſt den mehreſten Landleuten bekannt genugz nämlich daß der ehm an 18 Zoll Dicke habenz dieſe Dicte aber nicht auf einmal, ſondern nur nach und nach erhalten muß, Zuerſt können 8 Zoll hod) angelegt, angefeuchtet, getreten und gekerbt werden. Jſt die erſte 2oge etwas abgetrocknet, ſo können andere 5 Zoll Hoch darauf gebracht, auf die vorige Art behandelt, und mit breiten Schiägeln geſchlagen werden z und ſo auch die 3te Lage von gleicher Höhe, Dieſe wird in hieſigen Gegenden mit Theergalle, oder dem annoch ſehr fettigen Waſſer, das bey dem Theerbrennen übrig bleibt, angefeuchtet, auf das beſte geſchlagen, und die, bey dem allmähligen Abtrocknen entſtehenden Riſſe abermals damit angefeuchtet, mit friſchen tehm verſtrichen, von neuen geſchlagen, und auf das beſie ges ebnet, An andern Orten nimmt man zur Anfeuche tung der leßten Schichten Rindsblut, welches den Sehm ebenfalls ſehr zähe und bindend macht. Eiſer- ner Hammerſchlag, kurze Wolle, oder Haare ſind eben nicht anzurachen. Denn ſie löſen ſich nach und nach ab, und verunreinigen das Gerraide. Ob Pfer- deurin zum Anfeuchten ein würkſames Jngredienz ſey, Habe ich nicht erfahren. Die 2ehmeſrriche in Stuben wollen, wegen der Ofenivärme, nicht lange gut thunz ſie trocknen zu ſehr, treten ſich aus, und machen in kurzen das Gehen dar» innen für Einheimiſche und Fremde gefährlich Mik denen venen al" niß/ un viel Sta! ſie läng' ſie nur 1 waſſer iſ thun ſie Y ger Au? darauf 1 gern heft fönnen 1 ſchaden,€ artig ſr uod Kars en ger) Fir ſie mit| mit eine? fehm- 1. Reinig udien, Ks Gm<=ZUuitaaum gms unent RIE L> ATE: 25: KE ZEE SINN ns 6 I MII AST ENDS PSES DEIÜEE VES 20= 04 hr 4 DEERE RI St Ek REPRISE 1 erwar Ul [AUTO Junerer Ausbau, 8 R Ur Dehn 1 NO Ilten, Ur) M CH Morden| ü verden, Wh) denen auf den Getraideböden hat es eben die Bewand- niß, und es kömmt noch dazu, wie bey den Teinnen, viel Staub unter die Körner- In Kammern dauern ſie länger,' und können allda im Notbfalle, wenn ſie nur nicht ſo tief liegen, daß das hohe Grund»- R, und(8 diy (vd Unter bas Dp Wt In nieht Webau waſſer durchnäſſen kann, wohl gelten. Ju Stuben den beh thun ſie alsdenn ſehr gute Dienſte, wenn nach gehöri» Wan die, ger Austrocknung derſelben, Lager und Brettdielen TER darauf kommen, ſo, daß die Räume zwiſchen den 2a- WED u gern hohl bleiben. Denn die aufſteigenden Duünſte emm Aue nog können nicht ſo leiht durchdringen und ven Dielen + Zell hod) 1; ſchaden, beſonders wenn der Lehm ſehr zähe oder thono dect werden,| artig iſt; und für die Bewohner ſind ſole Stuben je Hbnntn and! und Kammern faſt eben ſo geſund, als die, unter wel- ve vorige It Ii chen gewölbte Keller angelegt ſind. „Qiagen werden Howe, Diſt Für Getraid2böden bleibt immer das beſte,. daß zee, eder den ſie mit gut ausgetrocneten geſpundeten Dielen, oder dem Theerdrennn mit einem Flieſenpflaſter belegt werden. Denn weder 14 bels eeſti) Lehm- noch Oipseſteriche ſind von ſolcher Dauer und Vorrodnen(nl Reinlichkeit, als gedachte beyde. immt man jut 4) nag IcH"6 Ralle, abet u a Ioten IId (Heroidt> 18 ru S 5 Sieben R eS A SBEBAASERT EIE EISENS EIR NR ATEN RN VERSR DSSS NERN IRE FIR EIF A FR NIE STOERK SN SIS TIES/ 882 Siebentes Kapitel, SRH MRR Rf BORER HIE IR He Hof -'Siebentes Kapitel, Größe des innern Raums, welchen Land- gebäude zu Wohnungen, zu gewiſſen Ber- richtungen, Aufbehaltung der Borräthe, U. f. f. haben müſſen, und Zuſammenſckung dergleichen Gebaude, nach den gefunde- “nen Größen, an die ſchiklichſten Oer- - fer, damik ſie ein ganzes Gehöfte Mn:'ausmachen. 0 wenig es möglich iſt, die innern Räume der Häuſer in Städten allemal ſo auszutheilen und anzuordnen, daß ſie allen und jeden Bewohnern, wie ſie äuf einander folgen, gleich bequem ſcheinen ſollten, Eben ſo wenig wird es bey Landgebäuden angehen, wenn nicht vorher eine genaue Beſtimmung vom Fol- genden vorausgehet. 1) Wie groß, und von was für Art ſind die Grundſtücke, und wie viel iſt deren Aerndtebetrag, den man unters Dach bringen und gehörig behandeln will? Wie zroß müſſen“ alſo"die Vorrathsgebgu- de ſeyn? 2) Wie viel muß dazu an Vieh zur Arbeit, und wie viel zur Nußung gehalten werden, wenn man reche ten Vortheil davon haben will? Welche Größe er- fordern daher die Stallungen? Und endlich: 3) Wie viel gehören auc< ÜFenſchen dazu, dieſe Grundſtücke gehörig in Ordnung zu halten, zu bear- beiten, das Acker- und andere Viel zu verpflegen, und ſonſt alles übrige, was dazu gehört, zu bewerk- TYR] ſtelligen? | elligen? zi Woh muß jeder Es 0! dieſer Ab den Oröß werden ſol (ih. 3, wird allhie lung angen Serin oder' nN. wien ein andere Raum, T te Rach-| Dere neuen ſolches ſch! den Vört« dergleicher waren; al bracht hat | derverfaul an Plas | I< den nehm | Churmar 1) Morgen Maoß, 4 Duſen aber zur Morgen j SE TITRE BRE m Ait „7 w 6, WHEN I + Zu geſu) 4 N A m 1 Der Dun Zuſammen ad den dil Nidlicſien A! ms Beheſt m, bie Innern Naum al ſe auszuthelltt eden Bewohnen) equem ſeinen Ab ; Jendaedauden unf Beſimmung 060) I SUSA IR ASH odd DORE ue NRA EI NIE RSIALA R ASAAU GAREIS NES SEGER ann EI ZUEEE NR Ka EICHIEEEIEN EINE Rda ea H aaa ear ACHE HS WRATH EUIEIHP EINEIN ZERG-1KSIRI 5.200. 20-4"26745 DIENE Ra Se tak BÜ ILIN Grdße der Ländgebäude. ſtelligen? Worin müſſen alſo die eigentlich ſogenann« ten TDVohntebgude beſtehen, und welchen Raum muß jeder innere Theil derſelben haben?: Es würde äußerſt weitläuftig, und dem Endzweck dieſer Abhandlung zuwider ſeyn, wenn darinnen von den Größen der Landgebäude aller Arten gehändelt werden ſollte. Wielmal wäre es auch gar nicht mög» lich. Z, B. zu den Häusler- oder Coloniſienhäuſern wird allhier mehrentheils einerley Größe und Abthei- lung angenommen, es mögen ſol Garben kommen, welche auf. dieje 4 Hufen 144 Schock Garben oder 720 Scheffel Körner geben. Hierzu kommen noch von den I 5 Morgen Sommerfrüchten an ſolchen Gattungen, Die man in Bunde bindet und aufbewahret, 16 bis 20 Scho. Alles zuſammen macht aus 1609 Scho> Garben. "Ich will allhier einen Zandwirth nicht mit der aus- führlihen Berechnung aufhalten, wieviel Raum dieſe Scho> Garven zuſammen erfordern, ſondern ihn bloß Fürzlid) verſichern, daß im Durchſchnitte der verſchiee Denen Arten Getraide hieſiger Gegend, nach meinex und verſchiedener aufmerkſamen Oekonomen Erfahrung auf eine jede Garbe 6x, auf das Schock 380, und auf gedachte 160 Scho> 52400 Cubiffuß, oder 364 Schachtruthen leerer Raum nöthig ſind. Das von den Garben ansgedroſchene Stroh nimme weit weniger Raum ein, als erſtere. Denn die Gap» ben werden niemals ganz genau von einerley Größe ge= Lunden, und wegen Beſchaffenheit der Körner in ver= ſchiedenen guten oder ſchlechtern Jahren, kann man ſel- ken auf deren Gewichte bey einer großen Anzahl rech« nen, wenn man auch noch ſo oft einzelne Garben hat wiegen laſſen, um eine Mittelzahl für das Ganze here gquszubringen. Aber um die Hälfte des Gewichts nimme das Stroh gegen gleich große Garben nicht ab» wie eis nige vorgeben, wenn auch die Körner und das Kaff, oder die Spreu davon gedroſchen, und die Halme ſehr zuſammengeſchlagen worden ſind. Bey Bey€ zum Bert ren die me ein Vieres de den 3 zum Kön! des Bund ein Schoc 342 Cubi ben, welch! niger betr, al fo fem dg redine m ; wn jn Auſchu! verſchlagen: Qarben in; zu Pleß v weniger! 2) S Wieſen 6 werden, hod) doppe hen Beſch genußt wet ſo häufig werden kör Gedaude| fünftig me Von e rechnet m Heu, und manchen 4 Met, in ah kerung ift; | en ſolchen Opy uſdewahret, 16: As ad 16.0 0 vad 100 m) Wirth mat mi ten, wieviel Naim ordern, Jondern Ih urokontdtde der Dt t Otzend, nah 1 ny Oefenomen rf! wS Chef 380, 18 > Cubiffus, dw /. a Ind ' 4+ Lr „erſtere Gif it „ſe, Dim Ut [|]" 9 Don enerven beit der Körntt 11) » Jahren, font IN y mw wabern Nigl! M QNOBen„ys R apben NT einzelne Work KN ah) für DOS Ouy| je des Oewidt9 108 Barben mid 80 097 Görner und(0 W un) die um " Saa H A ISI halät DOREEN Größe der Landgebaude. 285 Bey auszudreſchenden Roggengarben, deren Stroh zum Verkauf beſtimmt war, habe ich ein Schock, dee ren die meiſten zwiſchen 32 und 34 Pfund wogen, in ein Viereck dichte auſpacken laſſen, und es nahmen ſole ins Viereck aufbanjen. Dieſes enthielt 342 Cubicfuß, alſo 78 Cubicfuß weniger als die Gara ben, welches nur den 6ten Theil vorigen Raums wes niger beträgt. Jh will nicht behaupten, daß es alles mal ſo ſeyn muß. Will man indeſſen viel annehmen, ſo rechne man gar den 4ten Theil des erhaltenen Stro= hes weniger, als die Aerndtegarben; es wird immer in Anſehung des anfänglich nöthigen Raumes nichts verſchlagen. Denn dies bleibt doch gewiß, daß die Garben ins trockene gebracht werden ſollen, und das- zu Plaß vorhanden ſeyn müſſe. Beſſer mehr als weniger! 2) Sollen zu dieſem Bauerguthe"25 Morgen Wieſen gehören, die jährlic) 2mai können gemähet werden, Anderer dazu gehöriger Wieſengrund mag noch doppelt ſoviel betragen; er kann aber ſeiner jeßi= gen Beſchaffenheit nach nicht anders als zur Hütung genußt werden, bis etwa von dem Beſiker die anjekt ſo häufig vorgeſchlagenen Meliorationen ausgeführt werden können, Indeſſen. iſt bey neuen Anlagen der Gedaude doch im Voraus auf genugſamen Plaß für fünfrig mehr zu gewinnendes Heu zu rechnen, Von einem Morgen gut unterhaltenen Wieſewachs rechnet man 16 Centner Vormath, oder eigentliches Heu, und 8 Centner Rachmath oder Grummet, In manchen Jahren giebt es weniger Heu und mehr Grums met, in andern iſt es umgekehrt, je nachdem die Wikte ferung iſtz 25 Centner von beyderley läßt ſich im Durch« ſchnitte EN ERNTEN GEN WESSSTER DSW IERS KZT TERRE TENNESSE DDI urg Zl 286 Siebentes Kapitel.- ſchnitte: wohl annehmen. Von 25 Morgen können. alſo 62:5 Centner gewonnen werden, Weiches Heu, 3. B. von feinem Miliß, Mär« * kiſchen und Holländiſchen auch Luzerner Klee, Honigs gras 2c, drücet ſich näher zuſammen, als vom gröbern ſchufigten Graſe; man kann aber auf den Cubicfuß Raum nicht weniger als 7 Pfund, und alſo für den Centner im Durchſchnitte x 5 Cubicſuß rechnen, welches auf 625 Centner 93?5 Cubicfuß oder 65 Schacht« ruchen leeren Raum erfordert, 'Es wäre aljo zuförderſt ausgemacht, daß zu den uneritbehrlichſten Vorrächen, nämlich zu allerhand Getraide in Garben 364 Schachtruthen zu Heufutter 75 OE 2474 Zuſammen 429 oder gerade 430 Schachtruthen leerer Raum im Trocknen erforderlich wäre, von dem nichts abgehen fann. Bey Wohngebäuden kömmt es nicht ſowohl auf den Cubiſchen oder Schachtruthenraum von innen, ſone dern mehr auf den Jnhalt der Grundfläche nach Qua- dratmaaß an, weil ſolche nach jeder Landesart und Ge« wohnheit, oder nach dem würklichen Gurbefinden praftiſcher Dekonomen, bald höher bald niedriger er- bauet werden« B. Das. zu dergleichen Bauerguthe erforderlic x Ops | | | | ( x Geſpon Oelege ' fett ge ven 12 Kühe Hhſen go Eh macht 2 Zuchtſau , 9 junge ; alte Gar 1 Oayaxt 30 junge 20 bis 3 Jungen Caletutiſcht 30Paar T 6a Grdße der Landgebäude. 287 WE ENN x Geſpann Ochſen, wovon nach Gelegenheit ein oder mehrere n(nem Miſs| fett gemacht und verfauft wer- | Wirte ſy| den=== 3 Stück m, ds wap; 32 Kühe und jährlich zu erziehende de wf da 1; Ochſen oder Kuhferſen 15:2 Pfund, und diy) NIERE 28 Stück Cubicuß rehm, 50 Schaafe und 30 Hammel, Niefuß oder 65 6 macht uE: 89:::..0 3 2 Zuchtſauen, 2 Maſtſchweine, und- mid, ti 9 junge aufzufütternde Schweine, 47 908 18 emi An vierfüßigen Thieren 120 Stüc> m 364 Chat 5 alte Gänſe, 0;: I Ganſert, und INTERN 30 junge Gänſe betragen 36 Stück 43 3 Mgr 20 bis 30 Hüner, nebſt ihren im Trodum(ift Jungen= 605.= | fan, Calekutiſche Hüner, Enten 2. 34= ud de 30 Paar Tauben nebjt ihren Jun- IEE EEG gen ien 60= x Orundficc nid! An geflügelten Thieren Ig90 dir MIE Zuſammen an Hofthieren 310 Stück ) höher Dal? nIoY€: Die Wirthſchaftsperſonen: +5 Der Landwirth und ſeine Frau 2 Perſonen euhe enorve An Kindern männlichen Ge« "t ſchlechts, oder in deren Er« “ Zie mangelung an gemietheten .(Es Zeuten zum Pferde- und / Ochſengeſpann, auch zu Be- ;' ſorgung des Hütens von meh» Fin| rern oder wenigern Alter 5 THEN An y Es Kd SIRAAASTEE 2,88 Siebenkes Kapitel. An dergleichen weiblichen Ges ſchlechts, zu Fürterung des Aindviehes, der Schweine und des Geflügels, auch zum Graben und Belſtel- len des Küchenlandes, zur - Hülferin der Erndte, beym Dreſchen und bey andern häusli jung und altes Rindvieh doch än manchen Jahren ein oder ein paar Stü mehr be- tragen könnten, auch die Tiefe des Gebäudes 36 Fuß im Lichten haben ſoll ,' ſo iſt es am rathſamſten, für jeden Stand 4 Fuß Breite und 7 Fuß Länge anzuneh- mn,- Der jeßt von den mehreſten Dekonomen En ute GEE ITIO R ET ETN TCS ESHIEGTETTE TRETE ZRINNGEAENEIE TEASER R IPIRK ST EIIIE= 309»Siebentes Kapitel, Fuktergang zwiſchen zwey Reihen-Kühen oder Ochſeu, welche dahin die Köpfe kehren, ſey 6 Fuß, und jeder Der; beyden-Sänge,: hinter-dem Viehe 3 Fußz dieſes bringt bey gedachter Tiefe von 36 Fuß 26 Fuß Breite, oder nach Quadratmaaße 936 Quadrarfuß Fläche, Größeres Rindvieh erfordert um ein Dritcheil oder 'gar die Hälfte meht Plaß, wie“man bereits an der Dder und an“ andern Orten hieſiger"Gegenden ſehen Fann, wo„Podoliſches oder Srieſi ſches Vieh gehale ten wird. . Von"den dabey nöthigen Fütcerfänimn, 'anc< dem Kälberſialle wird weiter unten gedacht werden. 5 Für ein"Schaf rechnet man insgemein 9, und für einen Hammet 10 Quadratfuß Plaßz es iſt dieſes volle kommen hinlänglich im Ganzen, wenn aud) die Fut- terraufen und Horden mit anzubringen ſind, es müße fen denn außerordentlich große Schafe oder Hammel von Eldorado ſeyn. Zu 50 Schafen werden alſo-45 0, und zu 30 Hammeln 3 00,zuſammen 7 50 Quadratfuß Raum erfordert. Hat nun der Stall die bereits mehr- Mal angeyebene Tiefe von 36 Fuß im Lichten, und 351 Fuß Breite, ſo beträgt ſolMmes 756 Quadratfuß, ſo daß in ſelbigem noch eine Treppe nach dem Boden, eine Abtheilung mit Horden für Lämmer, auch allen«- falls, wo man etliche Ziegen zu Milch und Käſe hält, nod).ein Ställgen für ſelbige angebracht wer- den fann. In Anſehung der Schweine werden nach der Vor« „. QUusſeßung, 4 Abtheilungen erfordert, nämlich für jede der 2 Zuchtſauen, damit ſie..nebſt ihren Ferkeln Raum genug haben, eine zu 25 Quadratfuß, für 2 Maſt- - Schweine ebenfalls eine von 35 Quadratfuß, und für die jungen 9 Schweine zu 63 Quadratfuß 56 Quadrake- fuß. Dieſe 4 Ställgen werden eine Länge von 22 Fuß und and ein“ Quadrat Für 3 ſuß, und f Enten, 1 bracht wer wozu alſo hig if, und auf jf gerechnet, Orundfid ficht in ei Behältnife Von| wirthe bee ſchaffenhel ſeyn, wo vorgeſchla Orun überhaup Daß aber im* alſo nicht den dürfe zu erwar mals ſo Urſache| ſerwegen lage hau Die dermann - fund nie ep vw Sihn wb 1, 19 6 Zub w, niht 3 Zu. 30 Rg a De | Cudratfs) ! um(in Iich wem Dee veſiger Oft) Preſſes PV| igen Juttwlim ) weiter unf y an Semen 9 4 Pah es 0 jen, wenn au) jobringen find, 4 e Chaſe eder hoſen werden dl amm 7500 er Gral die Derais Ruß im W0/0), in vs 956 Quad eppe nad DW". für Limmer, 019) m Mid u! e(bige ange0009! ET IE AE ERST SEEGER N RUR HTE TN BEEN VEBETSSSE R DSSS RE BIRNE CRUS TIES: Grdße der Landgebäude. und eine Tiefe von 8 Fuß ausmachen; welches 176 Quadratfuß ſind.: Für 36 Gänſe, alt und jung, ſind 72 Quadrats fuß, und für eben ſo viel an Calekutiſchen Hühnern und Enten, wenn der leßtern Stallungen übereinander ge bracht werden, 40 Duadratfuß Grundfläche zureichend; wozu alſo wenigſtens 112 Auadratſuß im Lichten nb» thig iſt. Auf jedes Huhn wird 1 bis 14 Quadratfuß, und auf jedes Paar Tauben mit 2 Neſtern eben ſo viel gerechnet. Ihrentwegen iſt es aber nicht nöthig, die Grundfläche des Gebäudes zu vergrößern, weil ſie ſehr leicht in einer Mezzaninetage über andern Ställen und Behältniſſen anzubringen ſind« 301 Pferdeſtälle. Von dieſen wird von einem aufmerkſamen Lands wirthe beſonders zu merken, zu erwägen, und nach Bes ſchaffenheit ſeiner 2age und Umſtänden anzuwenden ſeyn, was von verſchiedenen Oekonomen dieſerhalb vorgeſchlagen und für gut erkannt worden iſt, Grundſäße bey Erbauung der Pferdeſtälle ſind es überhaupt, ſo wie bey den mehreſten andern Seällen? Daß ſie trocken, und im Sommer nicht zu warm, aber im Winter auch nicht kalt ſeyn müſſen, daß ſie alſo nicht an niedrigen ſumpfigen Dertern angelegt wer«- den dürfen, wo kein rechter Abfluß der Feuchtigkeiten zu erwarten iſtz daß folglich die Anlage derſelben nie» mals ſo beſchaffen ſeyn müſſe, daß män derſelben die Urſache der Pferdekrankheiten zuſchreiben könne. Die» ſerwegen kömmt es, außer einer etwas erhabenen Grund» lage hauptſächlich auf Die Zöhe derſelben ſelbſt im Lichten an- Je- dermann weiß, wie drückend/ beängſtigend und unge- ſund niedrige Wohngemächer für Menſchen ſind, in welchen DELITE SEEN ID ENLAIIERE 302= Siebentes Kapitel. welchen'doch weit weniger'Dünſte von unten aufſteſ« gen, an der Decke abprallen und wieder niederwärts würken“: Die thieriſche.Natur- bleibt bey allen Crea- turen einerley. In einem Pferdeſtalle aber iſt nicht auf die bloße Ausdünſtung. der darin befindlichen Thiere an.und. für ſich allein ,. ſondern größrentheils auch auf die des von ihnen fommenden. Miſtes zu rechnen, der ſich gar leicht erhißet und. viele Dämpfe verurſachet; ungeachtet einige die Ausdünſtungen in einem Kuhſtal- le, wegen.der mehrern Feuchtigkeiten, noch für ſiärker Halten wollen... Die geringſte Höhe derſelben kann alſo nicht anders vorgeſchrieben werden, als 12 Fuß ohne, oder wenigſtens eben ſo viel mit den Balken. Es wird manchem, der 7 bis 9 Fuß hohe Sgxälle gewohnt iſt, dieſes viel vorkommen; aber es bleibt demungeadtet gewiß, daß, wer geſunde Scälle für vieles Vieh haben will, außer dieſer Höhe noch hinlängliche brecterne Wa- ſenfänge, Zugröhren oder Dampfeſſen bis über das Dady-anlegen muß, wenn er ſeinen Endzweck er- reichen will. An hohen Orten können ſolche zwar durch niedrige jedoch lange Oeſſnungen dicht unter den Bal- Fen, die einander gegenüber geſtellt worden, entbehret werden. Es giebt aber nicht überall Anhöhen für Pfer- deſtälle, und leßtere verurſachen auch wegen unterlaſſe- nen Oeffnens. und Zumachens zu rechter. Zeit oft ' Schaden,::-;+; Abzugsrinnen, es mögen vun ſolche blos in die Erde, eingegraben, mit Feldſteinen oder Klinfern aus- geſeßt; dder„wie es-bey herrſchaftlichen Ställen oft nöthig iſt; gar-gewölbt ſeyn, ſind„allemal erforderlich, damit die Feuchtigkeit bequem abgeteitet werden könne, Es iſt zwar ein großer Unterſchied zwiſchen Srällen für ſchöne koſtbare Reit- und Kutſchpferde, und ſolchen für bloße A>erpferde zu machen- Wey erſtern wird alle Tage.die Streu ſorgfältig weggeräumet, und ie ; 0 ſoreine y ſiellten D gar feine zuräumen wirth my Dünger t tigkeit vo wegfließe! gerung de Indeſſen ben, das! (6 fö peſtall mit ſel,(6 da yn zen wöhnliche hen wen lich gethat daß ſe m nicht nött teriheile Krippen nur bey Hier thu ihre Di die gar| Be Bretten len nöth derſelbe bis unte bey dem nothig, wähnen Auspf Ap, N,0 ua Fi Nit et Den dl " er ſalle et 1 nN 7 Wen mdf we| = nN!". zu NiQwe je Dampfe ww; * SE DEN (> Kafaitun mad(! jafeiten, noh fo 4 ; ALL, x m"', „ee Verleiden kt! „Aan A? ben, dis 13 D » al EME: [€ Dielot Deming Ml; fr wieles Nis Zür NUT DIELES SN nalichs hrt"W| KINDL WA Mouabll l 7 Dampfeſſen nö ſenen Endin „1 drs im jem five [] „ Ayr „ru NI 3 m/| R ben li 2 40 SSI EITE EROdewu 00 DS SSC TIMER IS IE ICAS NAG N KENCS TEIG HE es W jungen In einen 3; Grdße der Landgebäude. 303 ſo reine gefegt, als in Wohnſtuben.-.. Und die dazu be- ſtellten Wärter ſähen manchmal wohl lieber;. wenn.es gar feine Feuchtigkeiten, und gar keinen andern wege zuräumenden Unrath gäbe. Aber der ſorgfältige2and» wirth muß auf den, vom Einſtreuen zu erhaltenden Dunger rechnen, und er läßt nicht gerne allzuviel Feuch- tigkeit von der nicht allzuoft wegzuſchöffenden«Streu wegfließen, weil er weiß, daß ſolche zu beſſerer Schwäne gerung des eingeſtreuten Strohes das meiſie beyträgt« Indeſſen muß er es doc) allemal in ſeiner Gewalt has ben, das überfiüßige wegzuſchoſfen. Es kömmt hierbey ſehr viel darauf an, ob der Pfer- deſtall mit niedrigen'Dretterwänden unterſchieden ſeyn ſoll, ſo daß jedes Pjerd ſeinen abgeſonderten. Stand von dem andern befo:mmt oder nicht- Bey ven ges wöhnlichen ländlichen Pferdeſtällen findet man derglei« chen wenig, und es ijt auch für Pferdes die nad) täg2 lich gerhanener Arbeit mehr an die Ruhe denken, als daß ſie mit ihren Nachbarn ſollten Händel anfangen, nicht nöthig. Höchſtens gräbt man Pilaren am. Hin» tercheile ein, und befejiigt zwiſchen ſolchen und den Krippen Latcirbäume, welches aber auch mehrentheils nur bey ſolchen Pferden geſchiehet, die gerne ſchlagen. Hier ehut eine mic Feldſteinen flach gepflaſterte Rinne ihre Dienſte, welches auch bey ſolchen Ställen gilt, die gar keine Pilaren und Lattierbäume haben. Bey denjenigen Ställen, in welche ordentlich mit Brettern abgetheilte Stände kommen", ſind 2 Schwels len nöchig, eine unter der Krippe, worauf vie Stüken derſelben ftehen, und die andere unter die Pilaren oder bis unter die Balken gehenden Stuhls, Da ich nur bey dem einfachſten Ländlichen bleibe, ſo ware es nicht nothig, dergleichen abgeſonderte Stände weiter zu er» wähnen, wenn ich) nicht auch des Ausbohlens und Auspflaſterns derſelben gedenken müßte RAA A Ib EREN ED Zr Si ab NERI Ewan, 4 r-=€ ERHEB AES IGS MSN TI INN JEN 20342 0; Ee REEL IENa alt KORSR SOUR DNALACS LAU WERK AGS TERL- Snbimm ln ER EG I ME ME GRE mt 6 NN 304 Siebentes Kapitel, In holzreichen Gegenden pflegt man dergleichen Ställe, ſie mögen mit oder ohne beſondere Stände ſeyn, mit Holz auszubohlen; an andern Oertern pflas« ſtert man ſie mit Feldſteinen, und noch anderswo thut man feines von beyden. Es wüxde alſo die Frage zu beantworten ſeyn: welches iſt beſſer oder ſchlechter? Soll ausgebohlr werden, ſo nehme man ja nicht nach der gewöhnlichen Weiſe 3 his 4 Fuß ſtarke Boh« len, ſie treten ſich allzuleichte durch, und taugen her- nach in kurzer Zeit nicht mehr zum Umwenden und Verwechſeln, zumal von eichenem Holze. Am beſten iſt es, wenn dazu ſtarkes Holz genommen, auf alien 4 Seiten beſchlagen, und in der Mitte mit der Säge getrennt wird, ſo daß daraus 6 bis 8 Zoll ſtarke Boh- len entſtehen. Wenn dieſe an den Orten, wo die Pferde mit den Füßen ſtehen, ausgetreten ſind, ſo köne nen ſie anfangs gewechſelt, und andere unausgetretene an ihre Stelle geſchoben, hernach umgekehrt, und zue leßt diejenigen, welche am meiſten gelitten haven, ganz weggenommen, die beſten aber an die am wenigſten lei» denden Stellen gebracht, und das Fehlende mit Neuen ergänzt werden. Die Vorſchläge, das Hoiz nur auf 2 Seiten, oder gar nicht zu behauen,“ und die runden Seiten nach unten zu bringen, ſind alſo nicht zu bee folgen.; Mit wenigem gedenke ich hierbey, daß in großen Ställen mit abgetheilten Ständen, ehemals unter den Bohlen 3 bis 3 Fuß tief ausgegraben, und allda ſv- gleich Abzugsrinnen angelegt wurden. Jeßkt iſt man davon zurückgekommen, weil bey durchgetretenen oder verfaulten Bohlen verſchiedene Beinbrüche der Pferde vorfielen. Man legt die Bohlen in guten Sand oder thonichte Erde, ohne ſie unten hohl zu laſſen, und man findet es beſſer, wenn nur die Rinnen von den Ständen gehörigen Abfluß haben, und reine gehalten nh; ine Eine welche fü ſchnitten! Kopfe A läßt ſich liegende mehr J9 Inder( wegen€ mainen, aus eigen fängt mar enen Do eu de woven wuſtreltig Es ſind her Stäl große Ein hier nicht der einge Ställen ten gut muthen, oder Ar hen die bleibt, Et, denn an Pferde, gebracht in den/ Dünger viedery ber oder 5aus Reit), ve pfegt man bos der hee beſonder 8 1; dn andern inn 0, u 0) anberiey; Cs wire alls ve I beſſer ader ſAlhy den, f nehme man; je 3 NS 4 Zuß fu dte dure, und tü | mehr zum Umneh idenem Dole, Dolj genommen, n der Mitte mit qus 6 Us 3 ZU ſü diele an den-Aitt (, und andere Undus 9'. hy , hemach umgetehtt! ) ven hab ny meiſten gelitten Ju um Ma Am NM g über an DIe IM IM'Y NUDES! q, pemas! mit en(Cx es "| van 1008 IDWUT« NN . ee b 4 Kleben boy y) ue uw Wp y x qi“ a ben NUO enbru! 0! EEE DS das DIRSG EEG MRLENS ALI KANIN ERK AR SIIEAR Grdße der Landgebäude. 305 Eine gute Art, Pferdeſtände auszubohlen, iſt die, welche ſchon Florini anführt, nämlich in ſolen der Königl. Reit: Kutſche und die Ställe“ für'die Garde zu Pferde in Potsdam waren gerohtrt und“gegipſet, aber nach 25 Jahren mußte alles herunter"geſchlagen; zum Theil neue Balken eingezogen)“ andere aber mit neuen Kopfe ſtücken verſehen, und ſodann dieſe Decken, wie ſchon gedacht, mit bloßen Brettern geſchalet werden. Die Diel und won mit.bey d Durcge! werden f von groß Die. über den ihnen da: Augenfea „wärts, if E entde Eaton Beſt Fomme! Verde ge ſten in de! Etockwei Bauerhe oder ind ſelben di benbehäl Ein ſolhen| werden geln für ober ni “Rr Rhe, ſeh "4 am mD mi Ven ND WENN) m|. an Kop /x 4. SU KÜ ZI R 4 1. JoQe zwiſchen ty] jiuro) auswinde) Ra? Mal bi Be. Es fut Nd) ec Fame Jampleh Nr u genagelt werden, .. kan IN„W;-„ "SL velen 0 G er Art ſie wollen,| kaewunden fem IM |, ft ganilih Det iy Hynaemr in dar DVC OTINUCH JU 9s* » Daf m 4 Die ORIE, N 144 mt 4 gau oed ea IIR==< een CI EETTIEENIE Sm EEE ITIS Su nf DIAS SEE EART ZE HENN SSID DEATH DD GING Größe der Landgebäude. 309 Die Thüren in ſolchen Ställen. müſſen geräumig, und wo möglich mit 2 Chürflügeln! verwahret ſeyn, da- mit bey dem Ausgange der Pferde alle beyde, vey dem Durchgehen der Knechte aber nur ein Flügel geöſſnet werden können, welches bey ſtarker Kälte im Winter von großem Nußen iſt. Die Fenſter ſollen nicht über den Krippen, oder über den Köpfen der Pferde angebracht werden, weil ihnen das Licht, beſonders-das Leuchten, vom Bliße, Augenfecanfkheiten verurſache:- Von hinten, oder ſeit- wärts, iſt es rathſam Fenſter zu machen, damit man bald entdecken könne; eb: ihnen an. den, Deinen einiger Echaden entſtehen möchte, Beſondere„Futrer- Rnechte- und Geſchirr» kammern ſind nur da nöthig, wo eine große Menge Pferde gehalten wird 3 und dieſe ſind alsdann am be- ſten in der Nähe des Stalls, und in eben dem untern Stockwerke, wie jene ſelbſt, anzulegen. Bey unſerm Bauerhofe können die Futterkfaſten in einen Stand, oder in den Gang hinter den Pferden, und über die« ſeiben die Betten der Knechte, auch in eines der Ne- benbehältniſſe angebracht.werden. Ein beſonderer Stall für Füllen iſt aucß nur an ſolchen Orten nöthig, wo viele junge Pferde erzogen werden ſollen, und allda ſind no) beſondere Maasre- geln für die Stutten, Beſcheeler 2c- zu nehmen, die aber nicht hieher gehören.' Rindvichſtälle, Was überhaupt vorher bey den Pferdeſtallen ane geführt worden iſt, gilt auch größtentheils von dieſer Arc Ställen 3 ic) werde mich daher allhier kurzer faſſer können. » : 92 y) U 3 Zie - 367.305 zzg--.. an un w.! EE EEE SFSR NS HERE HT ETIN BRETNG BENE R WEISSEN GI NN SS LEH ME ENEN RG GN AE LEES=! HEER zah4 Pri DIRITTI Rl ai ET IELN Gunar 310 Siebentes Kapitel. Die Höhe kann nicht weniger als 13 Fuß] ohne, oder wenigjiens eben ſo viel mit den Balken ſeyn, zus- möl wenn. nicht wöchentlicd)' ausgemiſiet wird; ſons: dern der Miſt darinnen einige Mönathe"über einänder liegen bleibt,„Demungeachtet dürfen Waſenfänge: over Dampfzüge nebſt Luftlöchern nicht fehleny: R: bey großen Sälen worinnen viel Vieh ſieht. Abzuefsrinnen ſind gvaf alövenn nicht nöchigz; wenn der Miſt lange liegt, und beſtändig neu"einges. ſtreuet wird.. Vielen Landwirthen aber iſt mehr an: der Gauche,'als am Miſte ſelbſt gelegen,"und" in! dieſem Falle ſind ſie ſo einzurichten, daß alleſammt: nach einem gemeinſchaftlichen Behälter außer dem Gebäude zuſammen fommenz und dieſer muß eine. Dee haben, damit nicht zu viel Regenwaſſer zu- läuft, ſondern man allezeit die rechte Quinteſſenz der thieriſchen Excremente im Vorrath habe, mit wel- c< Nn Bann . Vi vide Mitſh van YM, Die aub(u | Mtunterwerhn| " N im pfl auf vs Nia[4 v N mien, Git k mimt einen Ld! „TN| (WWY(aht von| woß auf Ihr berden. MON 7 von Derigen 7 N 9.4 vr As krzlt, anl Ver mehreſin; mal hu Op;|» nai IN 1,| Yat Rakep mhd+ Ws polen Wi 5.4 Lameinta lich Mar) CR 4] Ii Wi x DONDE iW (mf hod gs venen auß Su! ver Slinfetn, I gmihr 3349 ee ewas dann 5 Zn vorhan jagemen Hnin |N AIST SENGE HAUG VORS R NUA NKASH DA SLICKNENGGSREN ARALIEELN aha t ity; von Guntſten m mf u TERENTEN Grdße der Landgebaude. In Anſehung der Decken gilt das bey den Pfer- deſtällen gedachte.- LVölben“iſt gut, aber+foſibar, Rohren und Gipſen taugt nichts. WGewundene Balkenfache, die untenher-noc< mit Brettern bekleidet werden, thun die heſten Dienſte, zumalen wenn: dar- über Fukterung verwahret wird. Große Ställe:werden oft ſo eingerichtet," daß man mit Wagen hineinfahren, und den Miſt weg- bringen kann. Bey dieſen iſt auch an geräumige Fut« terkammern mit Stampf- und Drühtrögen, an Raum zum Hexelſchneiden, und an Gemächer für die V7ägde zu gedenken. Können ſie ohne anverweits Unbequemlichfeit an das Wohngebäude anſtoßen, da- mit alles deſto mehr bey der Hand ſey, und alles leich ter bey Lage und Nacht überſehen werden könne; ſo iſt es ganz guk. Es läßt ſich aber ſolches ſchwerlich überall ehun, ſondern man muß ſich nach) dem Raume bequemen, den man vorfindet. Und viele an einander ſtoßende Ges bäude, ſonderlich wenn ſie ohne Brandgiebel verbun- den ſind, oder Einkehlen. im Dache verurſachen, ſind allemal mehr ſchädlich, als vortheilhaſt, 313 Schafſtälle, Ein Schafſtall erfordert vorzüglich eine hohe Grundlage, wenn auch ſolches, wie es doch nöthig iſt, bey andern Ställen durchaus nicht möglich wäre. Denn nichts iſt für Schafe ſchädlicher, als ein niedri- ger näſſender oder Sumpfboden. Die Höhe deſjeiben muß allemal 13 oder zum wenigſten 1 1 Fuß imLichten ſeyn, es mögen auch neuere hochberühmte vbkonomiſche Baumeiſter ſagen was ſie wol- ten, und ihre Höhe von 7 bis 8 Fuß als vollkommen genug, nach Gefallen ausſchreyen. Es iſt einmal bey "45 u 5 uns IEE dE EIT ED DE SN ZI EE TIER N GE 40eun2zeN, / 314 Siebentes Kapitel, uns Gewohnheit, daß der Schafmiſt bey eigentlichen Schäfereyen, ſowohl als in kleinen Bauerſchafſtällen vie Wintermonathe über liegen: bleibt, und ſich ſolcher zu: einer Höhe von 3 bis 4 Fuß anſammelt. Was bleibt'denn alsdenn zum leeren Raume über dem Miſte übrig, wenn die Dee. zumal mit Spannriegeln und Bändern! unterſtüt, und“ alſo“ noch mehr“ von der wirflichen Höhe im Lichten. weggenommen wird? Es iſt voc< bekannt genug, was für eine ſcharfe, äßende Eigenſchaft die Dünſte von dem hißigen Schafmiſte haven, und jeder in ſoiche niedrige Scälle Eintretende, Her nicht: ſelbſt. Schäfer, oder Schafknecht iſt, wird es an den Augen und Geruchsnerven empfinden, daß er in einen Dunſtfreis kömmt, der für lebenve Crea» turen unmöglich zuträglich ſeyn kann. In ſolcher fau- len, gährenden Luft ſollen nun die armen Schafe 5 bis 6 Motathe zubringen und geſund bleiben? Und ihr den Menſchen zur Nahrung dienendes Fleiſch ſoll. als- denn noch geſund ſeyn? Bey eigentlichen Schäfereyen, wo Ställe von ein und mehr tauſend Stücken vorfommen, will man in der Mitte gar keine Stühle unter den Trägern, ſou« dern das Dach mit einem Hangewerk verſehen haben, damit ſich die Schafe nicht ſo leicht die Wolle abreiben könnten. Es iſt aber ſchon oben geſagt worden, daß die wenigen Stühle auch nur wenigen Schafen Gele« genheit zum Abſcheuern. geben, und daß ſolche glatt ab gerundet. werden könnten. Wenn man dieſes ganz ver» meiven wollte, ſo müßten dergleichen Ställe auch gar Feine Umfaſſungswände oder Mauern haben, an wels= chen ſid) doch allemal die Schafe reiben werden. So viel.iſt gewiß, daß, wenn die Wände oder Mauern auf eine Höhe von 4 bis 5 Fuß mit glatt. gehobelten Brete pern bekleidet werden können, ſolches zu Schonung der Wolle ſehv vieles beytragen wurde. Die j Die€ als ſich det untermauel ſammengef (n, dami! ; Die 2 ten Schlie darüber I da ges, Dotz v bröcfelnde! md verun 0 G auß) gefügt Außer den der Stall. füllung des die-ſpate R nen die De wunden allemal ge ein ſolcher ders mit ger von| Balken u er vberhal Theil, 96 nen ſolche ſtrich, fü then, det und Nuß liche Unt W; Ställen Wiſi ally bn ANE OE II ' j at Dit, wi Dep Keds ve Vutitpj NA, Und Th 6b d Uſa 1, Neue über de] M Count " n0Q mehr 1) gen me a' tt eine ſcarf, y em DIBIgen Cin ge Grälle Einny Cdoftnecht ij; even empfinda „Va für(ebert fann, Zu ſelte die armen Gey) fund bleiben? I mendes Fleiſch| > vorfommen, mi unter den Tröge aulchen(1 ngewert verlegen js wenigen Gj b und daß lde git! un än diefes 9a „ben Grtälle 9! ; gern Aaben, 00 16. relven merden ne vr Maud aa gehoben yp A" N Sm! N+" ) VW GASBLASEN ERS KASS GN DI NIG MALIK ATEN Größe der Ländgebäude, 315 Die Stühle unter den Träctern ſind ſo hoch, als ſich der. Miſi den Winter über anhäufen möchte, zu untermauern, und auf dieſes Gemäuer ein wohl zu- ſammengefügtes Creuz von vierzölligen Bohlen zu le- gen, damit ſich feiner dieſer Stühle verrücken könne. Die Daiten blos mit Stangen, oder- ſogenann- ten Schlieten zu belegen, und darauf erſt Stroh, und darüber Heu oder: Orummet, zum Winterfutter zu: pao >en, iſt ſehr-nachtheilig.| Es wird dadurc< viel jun- ges, Holz verwüſtet, und das davon beſtändig..Durche bröckelnde von allerhand kleinen Abgang und Heuſaa- men. verunreinigt die Wolle ſehr."Selbſt das Bele- gen mit Schalen, oder Schwarten, und wenn ſolche auch gefügt und genagelt werden, iſt nicht hinlänglich. Außer dem Durchfallen vielerley Staubes 2c. wird auch der Stall gegen das Frühjahr, bey abnehmender Aus- füllung des Bodens, mit Heu und Stroh zu falt; und die ſpäte Kälte iſt oſt ſchädlicher, als die frühe... Kon- nen die Baltenfache ausgeſtaft, und mit Lchmſtroh ge- wunden werden ,- ſo iſt man verſichert, daß der Stall allemal genugſame Wärme gegenhalten wird. Wird ein ſolcher-gewundener Boden nach unten zu noch beſone ders mit Brettern bekleidet, ſo hat man um ſo weni- ger von der. freſſenden Schärfe der Dünſte an den Balken und Lehmſtaken etwas zu befürchten, und wird er oberhalb mit geſpundeten Brettern, wenigſtens zum Theil, gedielet, ſo erhält man einen Kornboden, Eiv- nen ſolchen gelehmten Boden oben.mit einem Gipsbe- ſtrich), ſtart der Bretter zu verſehen, iſt nicht anzura- then, denn dergleichen ſind allemal von kurzer Dauer und Nußen, ungeachtet ſie in unſern Gegenden beträchte liche Unfoſten verurſachen. Wajſenfänge oder Dunſtzüge ſind in dieſen Ställen ſo nöthig, als in irgend andern, weil der Miſt allzu viel ſcharfe Theile ausdünſiet. Bey En amer 316 Siebentes“Kapitel, ſamer Höhe können ſolche allenfalls durch große Deff- nungen, die mit Klappen:geſchloſſen ,' oder geöffnet werden Fönnen., over auch. durch viele kleine Schlike, - vder Schießſcharten ähnliche Deffnungen entbehrt wer. den. Sicherer iſt es aber allemal mit Waſenfängen, weil die Beſorgung der Klappen ofe vernachläßigte wird. Eigentliche Stände ſind'»in- den Schafſtällen nicht.erforderlich,. ſondern."die etwa nöthigen, Abthei- lungen wacß-Geſchlecht'oder* Alrer/“werden mit beweg lichen- Hurden,“ nach jedesnialiger Bedürfniß- ges machte? in an aT M a Die Kaufen müſſen niedrig,"auch hin wid'wies der einige Arippen zum Kräuterfüttern und Salzle «fen angebracht feyn, 4 11 27 Pflaſter zund Abzutsrinnen. kommen auch „nicht in. dieſe Ställe., Dagegen kann die, unter-dein Miſte befindliche Erde, jährlich einen Fuß eief mit* weggeſtochen, auf den Acker gefahren, aber auch mit anderer wieder erneuert werden, 1! Alles dieſes ſind den Fandleuten bereits ſehr befannce:Sachen,+)| Einige fordern die Eingänge bloß! gegen Mita xag und Abend ,. damit ſolche bey Sonnenſchein im Winter können geöffnet, friſche Luft! eingelaſſen, und vie Schafe: geſonnet werden. Andere halten es für gleichgültig., zumal am meiſten die Lage des Orts Vorſchrift dazu giebt; finden abex für rathſam, Fen ſier gegen dieſe Seite anzulegen, die aber möglichſt in vie Höhe kommen, und mit Gittern verwahrt ſeyn müßten.| In große Ställe auf Schöſereyen werden zwey und nod) mehr weite, und hohe Thorwege angebracht, damit ſowohl das Stroh zum. Einſtreuen bequem hin: ein- als der Miſt ausgefahren werden kann, Jn klei- nern, zB. auf unferm Bauerhofe ſind Thüren hin«- Jängfich; die aber 4 und mehr Fuß breit, und"E 3 ?(üs / Flügeln| Aus: und Sim welchen ev (ere auf d gen, oder mit ſich 6 derben fo 4 Alu derſachſen ern zu gar nicht chafere) es, den aok ſogenann ſtarfes H baude my und in de (ußerord( geblichts ſtens na haupt,| man ja - man no zu, jedo bälte ge fen bey wie ich geſunde wenig 4 4 Shi 7 Ur [803 " e ium IÜ dy .. UU a "NT im Aa f' uu!(wp T. ä mi Vein OW vernadlahy 4 x> „m 4 vn(m WQ +. 4 einma noche I, werden.) Rebachzer BAit „imd Sein eiiie en: AE SEIST ZU ADEN SERS IR I ERG Grdße der Landgebaude, 317 Füügeln ſeyn müſſen,"weil ſich die Schafe bey dem Aus- und“ Eintreiben ſehr drängen, Sind- Kornböden über' dergleichen Ställen, zu welchen die Treppe aus denſelben ſühretz ſo muß leß- tere.auf das beſte und dichteſte mit"Brettern verſchla- gen, oder ſonſt auf andere Art verwahrt werden, das mit ſich kein Dunſt durchziehen, und das Getraide ver- derben könne. Allzu"tiefe Schafſtälle, dergleichen man in Mie- derſachſen bis zu 50 Fuß weit antriſſt,. in deren Dä- gänz veſond nicht ins. anders, al ſeyn, denn ter vſters 0 rebzeiten c gegen ſind Gefangenſ Bewegung und fetter mehr für j gel an Bo berteit vor noch meh Man thut Höher zu m t WTE RIERT TTSTZLGRERSSSSGIEIEIEIIEN WEINER TIENT IE TTC TRONEN TER ÄAEZRTENR ALTER 3 ZIA IIEIGG E Grdße der Landgebäude. 319 ng dn fj nd; da Mp) M du, NY NW N Autdinfy müſſen, dergleichen auch in die-Thüren anzubringen ſind, welche jedoch alleſammt nach Befinden auf- oder zugemacht werden fönuen, Die Fußboden können mit Feldſteinen, oder adi Chin "NN Klinkern gepflaſtert werden; müſſen aber nach einer weſen W gemeinſchaftlichen Rinne zu Abführung der Feuchtig- kn da feiten abhängig gemacht werden. Die Decte kann Renſen ir zwiſchen. den Balken mit Halbholz ausgetullet, allen- Söhre falls auch geſtaft und gewunden werden, wenn nämlich .-"" genugſamer Luftzug dichte unter ſolcher weggehet, damit Rp ve; ſowohl. Holzwerk als Lehmſtroh immer trocken bleiben, umertjamfitt Des Wölbens will ich nicht gedenken, ungeachtet es Oewohner u auf großen Gehöften mit, Vortheil gemacht wird. die Keinlichh Die TWW8nde mögen von Mauer- oder Fachwerk man ſue liehe: ſeyn, ſo thut man dennoch: wohl, ſolche innenher mit ihrer Wohnup Bohlen dder Brettern zu bekleiden, weil ſonft beyder- pdeihen müſſen ley durch das beſtändige Reiben und Scheuern der von großen 4 Schweine bald wandelbar wird. (eon, dergie Die. eigentlichen LY5sſtekoben werden oftmals „Orten anm) ganz beſonders an einen abgelegenen Ort gebauet, der ogen, Geil nicht ins... Geſichte fällt. Sie müſſen einigermaßen deven mir ih anders, als die übrigen Schweineſtalle eingerichtet t Fimmeloiw ſeyn, denn die Bewohner der leßtern werden im Win- otbods gi ter öfters auf den Hof gelaſſen, in den übrigen Jah- reszeiten aber ausgetrieven."Die Maſtſchweine hin- gegen ſind beſtimmt, einige Wochen in bejiändiger Gefangenſchaft zu bleiben, damit ſie bey verminderter eungejogen job dies auf anm% 7.108 En Bewegung und beſſerm Futter, deſto eher zunehmen ae a und fetter werden mögen.- Hierbey iſt aber um ſo un jeden IE mehr für ihre Geſundheit zu ſorgen- Denn der Man» FWR gel an Bewegung verurſacht Milzſucht, und die Unſau- mp berteit von unten, nebſt Einathmung fauler Luft bringt m ÜS noch mehrere Uebel im thieriſczen Körper hervor, mi We Man thut alſo wohl, den Boden dieſer Maſtetoben Ww„ir höher zu machen, und mit Halbholze, in welches 20- 4). 1.200 cher ENTE EE I LE WAS LME IELIC X LIA2 UN ZILK IN Lek webt üm u Rz Sh FE ENGERE EE AD 35552 Sd 320 Siebentes Kapitel, cher geböhrt ſind, auszubohlen, damit alle Feuchtig- Feit leicht abfließe« Dieſe Bohlen müſſen leicht köne nen ausgenommen und umgewendet, oder gar erneuert werden: Zu dem Ende müſſen unter dem Fußboden ein oder ein Paar Fuß leerer Raum bleiben, wohin ſich alles ziehen kann, auch das öſtere Einſtreuen nicht vergeſſen werden. Die Höhe im Lichten kann ſodann 8 Fuß, wie dey den andern, bleiben, und die Wände inwendig mit Holz bekleidet werden, wobey denn nach obenzu auf guten Luftzug zu denken iſt, Die Freßtröge können auf zweyerley Art ange» bracht werden, entweder daß nur ein Kopfende vor der Wand vorſteher, oder daß die ganze Länge derſele ben nach außen gefehret iſt. Im erſten. Falle muß das Futter ſehr flüßig eingethan werden, weil ſonſt. das Dice und Beſte mehrentheils forne liegen bleibt, und von den ſich dahin drängenden ſtärkſten Schwei- nen allein verzehrt wird, ſo daß die ſchwäcern nur den dunnen Ueberroſt bekommen. Es iſt daher die an- dere Art vorzuziehen, wenn nämlich die Klappe dar- Über ſo eingerichtet wird, daß man ſie mit einem Rie- gel nach innen zu ſtellen, und den Trog ſo lange ver- ſchließen kann, bis das Futter eingethan, und überall gleich verbreitet iſt, ſodann wieder nach außen ziehen, und in ſolcher Lage wieder mit dem Riegel feſte ſtellen kann. Die Unterſchiede von zweyjährigen, einjährigen und jungen Schweinen, Zucht- und Maſtſchweinen, auch Kämpen oder Beyern, und die daher nöthigen mehreren Abtheilungen kommen nur bey großen Gütern vor» Iſt indeſſen hier bey unſern wenigen Ställen auch ein Futterkämmerchen, worinnen zugleich das Stroh zum Einſtreuen aufbehalten wird, vorhanden iſt es um ſo viel beſſer. Stähb | | € . Oönſe nen Boden mäß. die Ot pöftes nicht Hüner pfl einer Leiter zu gehen, nen ihre G die Schwei! die'Kuh- 1 welches um ſ ſohderlich hot wirden, veſf legen im Y das an ſie werden Fönt in der Höhe halten, N zu halten, rentheils ge wegen, dai Eaat Sch Taubenfluch ne,- Beſe lich eingerid ſtigung reid Alle? hältniſſen der, Zit forglältigſt erwirgen, ausfaufen, NH808pgt |, 6 xk i-„ N Nen müNlen 194 | Mmüullq(0 pwdes T M, UE me a en(er de" FENN(3 (dum DielNy Einſityp im Uhten fey Nieden, und Ny) Den, DOH) a wilt...(0 nien IWM 1! Bweverie| pur ein Reb M4 N NT Ne ganze zu N ZPT: m»; auttan+ «4| eiiien h“ „ an a* | werden, X Dells Jorne IN enden Harifimy CH. hmil da vil IDM in IC INDO nami Dt NJ man ie mi in ID vem Niegei 19 SKG KÜ EITEN EI TIES ei SPIELS RHO SIRI REG ma SE BI SRI URSE IRON IE ARE GERI RE Grdße der Landgebäude. 321 Ställe fürs Federvieh. Gänſe und Enten möſſen zu ihrer Stallung ebe- nen Boden haben, und daher iſt ihrer Anzahl gee mäß. die Grundfläche dazu in den Gebäuden des Ge böftes nicht zu vergeſſen."' Calecutiſche' und gemeine Hüner pflegen zu einer ziemlichen Höhe, vermittelſt einer Seiter oder ſo genannten Hünerſteige, aufwärts zu gehen, oder gar dahin aufzufiiegen. Daher kön« nen ihre Ställe entweder über jener ihre, oder über die Schweineſtälle 3; noch beſſer aber-neben, oder in die-Kuh- und Ochſenſtälle mit angebrächt werden, welches um ſo viel leichter angehet,-weil fie eben nicht ſonderlich hoch ſeyn dürfen. Je wärmer ſie gemacht werden, deſto eher wird der Beſißer durch gukes Eyer«- legen im Winter, wenn die Eyer theuer ſind, für das an ſie gewendete Fuükker mehr ſchadlos gehalten werden können. Die Tauben können-ihre Wohnung in der Höhe, an einem BSiebel oder Dachfenſter ere halten. Ob es überhaupt rathſam ſey, viele Tauben zu halten, gehört nicht hieher zu unterſuchen. Meh- rentheils geſchiehet es auf kleinen"Gehöften blos des- wegen, damit die der Nachbarn nicht allein unſerer Saat. Schaden zufügen ſollen, ſondern die eigene Taubenflucht mit ihnen gemeine Sache machen köne- ne. Beſondere Taubenhäuſer zu bauen, die ſehr ziere lich eingerichtet werden können, gehört'blos zur Bely« ſtigung reicher Taubenliebhaber. Alle Thüren und- Zugänge zu dergleichen Bee hältniſſen fürs Federvieh ſind gegen Füchſe, Mar- der, Jlitiſſe, Kaßen, Wieſeln und Raßen auf das ſorgrältigſte zu verwahren, weil fie ſolches entweder erwürgen, verſcheuchen, oder wenigſtens die Cyer ausſaufen. I< Habe ſogar einen kleinen Windhund r3gugvater 1V. 5.1. Ch. 2. VR AILS TEI BEpAEHk KOR ZG ut NON EH NE SSS ENSE HEE INRT IEE IR SGN BOHE 322 Siebentes- Kapitel»- gehabt, der meiſterlich die Hünerſteige herauſgehen, und die friſchen Eyer.ausſaufen konute,.„Die Stan« gen zu den Siken der Hüner ſind übrigens, wie bes Fannr, ſchräg hinter einander-zu befeſtigen, damit dex Koth yon den obern nicht.auf die untern falle, - Wohngebäude. Von den Räumen, die zu Unterbringung'des Getraides und. des Viehes auf dem angenommenen Bauerhofe. erforderlich ſind, iſt nunmehr ſattſamer Unterricht„gegeben. worden, und es fehlet noch, von dem Wohnhauſe- des Landwirths zu reden, weil erſt nach der Zuſammenſeßung aller. Gebäude des Gehöſ- tes, aus, dem Bodenraume unter den Dächern ge- zeigt werden kann, daß ſolcher zu Heu, Stroh, an« derm Futter, und zu Auſſchüttung. des Getraides„En länglich ſey.] I< nehme an, daß in dem Wohnhauſe acht be- ſonders abgerheilte Gemächer über, und zwey. oder drey unter der Erde, oder Keller ſeyn ſollen, wel- he folgende Maaße haben, die vielleicht etwas zu groß ſcheinen möchten, es aber wirflich nicht ſind, weil Übrige Größe. nicht, zu. wenig Raum aber ſehr viel ſchadet. Dieſe ſind: . 1). Der Fluhr, die Deele, oder das Vorha, x 6 Fuß lang und eben ſo breit. 2) Die Wohnſtube des Fandwirchs, 21x Fuß lang, und 17% Fuß breit, und 3) Die dazu gehörige Kammer, 17x: Zuß lang, x1 Juß breit. ) 4) Die und Dreſch 6) Ei 7) Ei lang umd| 8) Ein .,] | De Ke gddechten€ hen; 8) 2 16 und 7; und 6 weghl " | Grdße der Landgebäude, 323 et May,, mit dab, 4) Die Geſinde- oder Arbeitsſtube von der Größe , 1, der Wohnſtube, nämlich 21 Fuß lang, und 173 Fuß wan jah 5) Eins Kammer dabey, für Knechte, Jungens und Dreſcher, 17x Fuß lang, 12 Fuß breit. y, 6) Eine Küche, 19 Fuß lang, 16 Fuß breit. 7) Eine ſogenannte Speiſekammer, 173 Fuß 1 Untebtinn lang, und& Fuß breit. dem Andern s N | nan“ 8) Eine Mägdekammer, 17x Fuß lang, 9 Fuß es fehlet 101 breit. zu reden, 0 Die Keller mögen auf der einen Seite unter vor- Gebaude ds) gedachten Stuben und Kammern folgende Größe ha- wer den Dies ben: a) 20 und 1% Fuß. b) 16 und 11 Fuß. c) u Ay, Er x6 und 7 Fuß, wovon aber nac) Befinden c, oder b 3 des Oetrils und c wegbleiben können. Dohna 6 bet, und IN: Ie em(el D+“% (ebe! IS Y iG nid! in Raum avr|) da des Ve ais 1138 dt, 13 iK E 2 Achtes HEESE gä Eb HES ES SNES SINGE SHT TINE FSV RSS ENSE SIRI LEIS HN SG BE IGESEEINGEEE 324 Achkes Kapitel, 32% 8% H Zoe Ne 0 Ne Fe Re Re Re RR HR ffn Achtes Kapitel, Zuſammenſeßung vorbeſchriebener Gebäu: de zu einem Bauergehöfte. (Einis ökonomiſche Schriftſteller preiſen die dichte Aneinanderbringung verſchiedener Gebäude un- ter ein Dach ſehr anz ſo daß z. E. gleich an dev einen Seite des Wohngebäudes die Stallungen für ſolches Vieh, das von Mannsperſonen z an der andern Sei- te aber die ſür ſolche Arten, welche von Weibsperſo» " nen verpflegt und gewartet werden, unmittelbar anſtoß- ſen ſollen. Andere halten eine mehrere Abſonderung in verſchiedene Gebäude für beſſer. In Anſehung der Scheunen kommen ſie mehrencheils darinnen überein, daß ſie ihren eigenen, von den andern Gebäuden abge- ſonderten Stand haben müſſen. Wenn man auch den erſtern zugeben müßte, daß durch dergleichen Aneinanderreihung einige Bequem- lichkeit und Koſtenerſparung hervorgebracht würde; ſo muß ich doch, nach meinen geäußerten Grundſäßen, behaupten, daß zwiſchen jeder Abtheilung eines ſo lan- gen Gebäudes durchaus ein weit über das Dach vor- ragender Brandgiebel erfordert wird, der nicht etwa einen Fuß, ſondern weit mehrere Stärke bedarf, und daß alſo dabey nicht auf große Erſparniß gegen zwey Giebel gerechnet werden könne- Dennoch pflanzet ſch das in einem Theile des Gebäudes auflodernde Feuer weit leichter auf die dicht anſtoßenden Dächer der an- dern fort, welches bey ſolchen Gebäuden, die ganz von einander entfernet ſind, nur erſt durch Flug- feuer Zu fuer zu! fann für ey " Dieb het ſich,| müßte den! ven und 9 andere vo werden m! höften wür vngetechnet leicht anzu I langes| ſchmälern 5 Gene hb Koſten bey wenig Gid) Ablage ein aud) ſeyn| bey meinen ſondert bey Hütungen wöhnlichen ſtan ins Y her Trant liche Anzal laſſe es fer Dergl ſeyn, deſſ beyden(ay ſes macht Morgen, dereyen yp Theil, Wt, SE 4444, wi" ſhrichenteh NN (eMteDer preiſen erſbiedener Oettt „EG gleid ur e Stallungen|! nen;(an der ant , wie wm DY werden, unmit" eine mehrere Zh beſſer, Ju Ih rentheils darm ven andern(9ehal! H, erſtern zugeben m nderreihung eint!“ rund hervorra inen Weäußerte u on Vhcheilung 0“ ein weit über Wi 0 verden! wird, w pee Gurte oft Erparn) 4 tant, Deng | Get uft" + auſiehende Ne 6+(Feh)| wn fid, :Qf GEE HGTET, 35 WIRE SET SGG KIRCH TET IN SSS NGTSGSSE EIN EEE HGUE SEE HE Zuſammenſeßung der Landgebäude, 325 feuer zu befürchten iſt. Ehe aber dieſes erfolget, fann für ſie ſchon mehrere Rettung veranſtaltet ſeyn. Die Lage der Pläke für ſolche lange Gebäude fin- det ſich, beſonders in engen Dörfern, ſelten; man müßte denn viele Gehöfte zugleich auf einmal umfkeh- ren und ganz umſchaffen wollen, wobey doch oft viele andere vorher gehabte Bequemlichfeiten aufgeopfert werden müßten. Aud bey ganz frey liegenden Ge- höſten würde dergleichen Bauart, des Mißſtandes ungerechnet, aus den obangeführten Gründen, nicht leicht anzurathen ſeyn. Denn ein hundert und mehr Fuß langes Gebäude hinzuſeßen, vor demſelben einen ſchmälern Hof zu umzäunen, und denn endlich die Scheune beſonders anzulegen, macht in der That viele Koſten bey der Anlage und Unterhaltung, und gewährt wenig Sicherheit vor Diebſtahl und Feuer, Ich will gerne einem jeden ſeinen Willen in der Anlage eines allenfalls ganz neuen Gehöftes, wo es aud) ſeyn möge, überlaſſen, bleibe aber gegenwärtig bey meinem Jdeal eines Bauerhofes, der ganz abge ſondert bey den ihn umgebenden Feldern, Wieſen und Hütungen ſtehen ſoll- weil ſolches, bey den jeßt ge- wöhnlichen Aufhebungen der Gemeinheiten, am be- ſten ins Werk zu richten wäre, wenn auch zu gänzlie ſeyn, deſſen beyde kurze Seiten, jede 12 Rutchen, die beyden längern aber 15 Ruthen Länge haben. Die- ſes macht gerade 180 Quadratruthen, oder einen Morgen, und von dem ganzen Eigenthum an Län- dereyen von 6 Hufen den hundert und achtzigſten Theil. | E'3 An SEIT SEEN WENGER FRS SSIS EIR IPS 326 Achtes Kapitel, An einer der ſchmalen Seiten gegen den nächſten Haupt- oder Nebenweg zu, und zwar in deſſen Mitte, ſoll das Wohngebäude, 64 Fuß lang, 40 Fuß tief, alles mit den Mauern gerechnet, ſtehen. Die Außenwände dieſer Gebäude, welche zugleich zum Einſchluß des Gehöftes dienen, betragen bey«- nahe 23 Ruthen, und es bleiben alſo von den 54 Ruthen, welche den ganzen Umfang derſelben ausma- wärts, nämlich mit dem Wohnhauſe anfangen, um jeden. 2andwirth, wegen mangelnder Zeichnungen, die doch auf Verlangen allemal geliefert werden können, zu überzeugen, daß nichts von ungefähr angenommen worden ſey. Das Wohnhaus von 64 Fuß lang, und 40 Fuß tief beträgt-> 2560 Quadratfuß Die vier Umfaſſungsmauern, welche durce zu überſehen ſind, Die Geſindeſtube liegt auch gegen den Hof, und alle Gemeinſchaft von außen mit andern.iſt abgeſchnitten. Werden nun die Thore zu rechter Zeit verſperret, ſo iſt es dem Landwirthe ein Zeichtes, ſeine Leute zu überſehen, und alles Nachthei- lige bey ſeiner Haushaltung abzuwenden; es müßten den? beſonders liſtig abgeredete Zuſammenkünfte der Knechte„und Mägde in Stälien oder Winkeln ſeyn, die aller Vorſicht ungeachtet do< zuweilen vorfallen; - vder es müßte das Ueberſteigen der Zäune in der Nacht« zeit verſucht werden. Das Seitenzebäude bey dem Eintritte in den Hof zur linken Hand hat eben die Größe; wie das Wohnhaus, nämlich 64 Fuß Länge und 40 Fuß Tiefe mit den 3 Fuß ſtarken Umfaſſungsmauern, und nimme alſo überhaupt Raum ein, wie jenes, 2,560 Quadratſuß Die äußern Mauern, nebſt drey 7 Queermauern nach der Tiefe, und. zwey Mittelmauern be- tragen-- 540 Und für den innern Raum bleiben 2,920 Quadratfuß Dieſer iſt folgendermaßen vertheilt: 7x) An einer Giebelſeite der Pferdeſtall 36 Fuß lang, 15 Fuß tief, macht 2) An der andern Giebelſeite j+43 - der Rüb;s5 und Ocoſenſtall in zwey Reihen, nebſt mitt« ferm Futtergange, und zwey Gängen hinter dem Viehe, 36 Fuß lang und 26 Fußbreis 936 x + 3) Zwie Zu Zwi 3) ih lunge Fuß| ſchiede aber( oder* dert 1 zu ein einet's kamm gem Gt geſehte gehdus "Rol mer, vorräi das Ni | lach ſell, 'betrag A Bey theilhaft: werden, Da ten Hat Größe, Die Ha Ede hur Ind blej I TTRISSETER I TT ITITÜ SCAAR IE BRIN ETEC GIE TIIGEIT 8 FIESS RIENS R GEPIROININ EE RIISAI BRN AES HR EI RIGI IAIN , Zuſammenſeßung der Landgebäude. 329 "mi tm) deſtube iep, 3) Zwiſchen beyden bleiben ET EED Fuß, die ich zu 6 Abthets NIE von aufn,% 8% m lungen nehme, und. mit x bag gän Fuß ſtarken Mauern unter- m Wini ſchieden gerechnet habe, die Und ales Taf; 5% aber auch bloß durch Bund- oder Bretterwände abgeſon- dert werden können, nämlich WEHNEN dn au ammeninh eh Bifi zu einem Füllenſtalle,“zu Ameli vy einer: Sexely und Geſchirr- une in ved; kammer, auch zu vorräthi- gem Stroh und Heu auf feſt- 2 geſeßte Tage zum Pferdeſtall em Eintritt h gehörig 3 ferner zu"einem die Oriße, 14 Rälberſtall, Futterkam?» ge und 40 ul mer,, und einer andern zu SMauern, ud vorräthigem Futter für kö, das Rindvieh, in welcher zu- 3,360 duchi gleich eine Bodentreppe ſeyn ſoll. Dieſe 6 Abtheilungen betragen-- 544 Quadratfuß ; Alſo alles zuſammen obige 2,020 Quadratfuß Ga Bey den mittlern Abtheilungen können ſehr vors 1 2,030 Que) eheilhafte Hünerſtälle. in der Höhe angebracht erthellt: werden, Das andere Seitentgzebäude im Hofe zur rech- ten Hand, hat mit dem vorigen abermals einerley 540 Zu Größe, und enthält alſo denſelben Raum von 2,560 Quadratſuß Die Haupt- und beyden innern Scheidemauern betragenaber nur vs 472 EREN Und bleibt alſo innerer Raum 3,988 Quadratfuß „ 4% 5 davon „"- 339 1, Achtes» Kapitel: 50 davon gehören: MT Zu dem Schuppen 1644 Zum Schaſſtalle: 756:; Und zu den Schwein»). 5, und Federviehſtällen 288 Alſo wie vorher 2,088 Quadratfuß Von der Größe der Scheune zu 82. Fuß Länge, und 40 Fuß Tiefe, welche mit-den-Mauern.überhaupt 3,280 Quadratfuß ausmacht, it bereits oben umſtände lich geredet worden.., Nimmt man die Grundflächen dieſer. Gebäude zu- ſammen, ſo betragen ſolMe 10960 Quadratſfuß, oder 763 Quadratruchen, und bleiben alſo von dem ganzen, 180 Quadratruthen groß angenommenen Gehöfte, für den Hofraum 1038 dergleichen. Ruthen.-.. Auf dieſem Hofe können hinter dem: Seitengebäude linker Hand die Abtritte, vder geheimen Gemächer angebracht wer- den, wo ſie nicht in die-Augen fallenz vor denſelben aber die Miſtſtäte bis gegen. die Mitte„ſo“ daß Kuh« und Pferdemiſt beſonders aufgeſammlet werden. kön- nen. Vor dem Wohnhauſe kann der Brunnen, und neben demſelben die Tränktröge ſtehen. Auch findet ſich. in ſolchen Gegenden, wo Bienenzucht getrieben * wird/ hinter dem Schuppen,-an dem Gehäge, wels des gegen Mittag ſiehet, ein bequemer Ort zu einer Bienenhütte, wenn man. ſolct, unbeſchlagen und unauſgeſtapelt, auf det 535Ru8vgRtes IV: 2. 1, Che Y Extde Kö 4) GESESTEHSSEN BU STERESTES DATIRT IBI PRÄ II 1 338 1:- Neuntes Kapitel. Erde liegen, ſ9.wird es durch eigene, und angezogene Feuchtigkeit, anfangs blau und ſto end, ſodann we- gen bereits angefangener Verweſung mürbe, und zur Aufnahme der Jnſekteneyer deſto mehr geſchickt, wel- he dann nach ihrer geſchehenen Ausbriütung nicht'leicht unterlaſſen, ſolches, beſonders den Splint, in Mehl zu verwandeln. Nach oben angeführten Erfahrungen muß das Hvlz, von welcher Art es auch ſey, nicht ganz und gar aus- Ddorren, ehe es verbrauch? wird, ſondern gleichſam nur abgewelfet ſeyn, weil es ſonſt den rechten Zuſammen« hang der Faſern unter einander verliert. Dieſe ziehen fich im leßtern Zuſtande zuſammen, und wieder ein» - Dringende Feuchtigkeit dehnt ſie von neuen aus, wovon alſo vas Ganze mehr leidet,“als man glauben ſollte, In einem neu aufgeführten Gebäude hat das darin be findliche, vorher blos abgewelkte, Holzwerk, noch im- mer Zeit genug, mehr zuſammen zu trocknen, ehe es dur) Ueberfleidungen 2c. von der äußern Luft ganz abgeſondert wird, und behält alſo noch einige, ihm nothwendige Zähigfeit durch Verbindung des harzigen Saftes mit den Faſern deſſelben, weil doch immer no< einige Luft durch die Ueberde>ungen deſſelben ein- dringt, und die wäſſerigen Feuchtigkeiten abführet. Zu geſchwinde Einſchließung oder Verkleidung des Holzes aber iſt äußerſt ſchädlich, zumal wenn dadurch noch mehrere Feuchtigkeit daran gebracht wird. Denn es Fann alsdenn nicht nur die darinnen ſte>ende Feuchtige Feit nicht allmählich ausdünſten, ſondern es dringt noch neue dazu, und verurſachet alſo die ſo ſehr gefürchtete Gährung, von der zwar nicht Würmex entſtehen, die aber alle Faſern auseinander treibt, und das Holz, wie man zu ſagen pflegt, abſtockend machet, wodurc) alle Kraft verlohren geher, und worauf der Brand, oder die Fäulniß bald folget. Man :& auſgeſü Eigent faum| ſen au wunder terhalb Feucht untern| wähnt " da mäht durch ſier uni Juges, febauter würde, terlaſſer bereits in ſch Die Ki die übr „allein gleich a bequem Es vielimal ſondery pit, Ent und boy +„eN N end, Ko „mal„a GSE ASIEN BUG ET EISIGER N RIEGER STT IN BEV ETH EW PASSE R AIRIS RE EIN SEG . Andere zum Bauen gehbrige Sachen, 339 Man kann ſich davon unter andern, beſonders in Potsvam, bey den vielen jährlichen Bauen ſehr überzeugen. Denn insgemein werden im April die alten Häuſer abgeriſſen; und die neuen ſo ſchnell aufgeführte, daß mit Ende Septembers ſcen hervorbringen, Dieſes erſolgt noch dazu'um ſo yiel geſchwinder, wenn in den Gez mädern das Ausdünſten und allmählige Austrocknen durch die Fußböden, vermittelſt Deſſnung der Fens ſter und Thüren, und des dadurc verutſachten 2uftz zuges, nicht befördert wird«- In einem gewiſſen neus erbauten großen Hauſe, das nicht ſogleich bewohnet würde, war das tägliche Oeffnen einer Garderobe un- terlaſſen, oder vielmehr gar vergeſſen worden, und bereits nach zwey Jahren fielen die abgeſiockten und in ſich ſelbſt verbrannten Baitken ſiuckweiſe herunter, Die Köpfe der Balken trifft dieſes ungleich öfter, als die übrige Länge derſelben, Denn ſie werden nicht allein mit den Zehmſfeuchtigfeiten umgeben, ſonz dern ſie>en auch in der feuchten Mauer. Won gu ter Verwahrung derſelben aber iſt bereits oben gere det: worden, Der Zuſammenhang des Geſagten bringt mich zu= gleich auf die Unterſuchung der Frage 3; Welches iſt dix bequemſte Dauzeit? Es iſt ganz natürlich, daß ſich der Winter, auch vielmals ein Theil des Herbſtes, nicht dozu ſcyiden, NN EEG des ſondern daß dje ſechs Monarhy April bz3 Mitte di Y 2 GC epleiRs 340“ Neuntes Kapitel, Septembers. dazu am bequemſten ſind, Kleine Ge» bäude, ſonderlich von Fachwerke, können in dieſer Zeit vöilig zum Gebrauche fertig gemacht werden, Bey größern aber, von, Mauerwerk, und noch mehr bey ſolchen mit 2ehmwänden, iſt anzurothen, daß. man zu deren Aufführung zwey Jahre verwende, nämlich:„daß man in den.gedachten ſece, damit der innere Raum ins Trockene komme Das- Bewerfen und Pußen. der äußern„und innern Wände: fange man. ſodann im zweyten Jahre ſo zeitig als möglich an... Jſt der.März ſchon dazu. günſtig, ſo iſt es um ſo. viel beſſer. Denn die März- und April- luft tronet ſehr, ohne. daß ſolches durch große Hike geſchiehet, wie in den Sommermonathen. Hat denn der Mörtel gut angezogen, ſo backt er durc) die Wäre me der foigenden Monache völlig. durc<, und man. iſt verſichert, daß durch die Herbſtnäſſe nichts wieder-los- weichen, und herunter fallen werde, Das Bepußen der Wände im ſpäten Herbſte iſt niemals von Dauerz der Winterfroſt zieht den Mörtel wieder los, zumal wo er etwas dicke aufgetragen iſtz und im Frühjahr Hat man damit neue Arbeit, Zugleich, oder unnittel» bar nach dem. Bewurf der Wande, führt man- bey Wohngebäuden. die Schornſteine übers Dach ,. windet die Balfenfache mit Lehmſtrol) aus5 und nachdem dieſe wiederum zwey bis drey Monathe ausgetrocknet. has ben, ſo legt man die bretternen Fußböden, paſſet Thüe ren und Fenſter ein, ſekt die Deſen, und beſchließt, den innern Ausbau mit dem Abweißen der Wände; läßt alles nunmehr, vermirtteiſt Oefinung der Fenſter und Thüren bey heitern Tagen annoch völlig nachtrönen, und gebrauchet hernach dergleichen Gebäude ohne Nach- theil menſchliczer Geſundheit, und ohne Furcht, daß man bald wieder an neue Reparaturen gedenfen duürſe. Deme An De Fach,' mals geword man ſid den VN Fehler' müſſe x Zeit na und gut rung im Gicherhe lich 9 Johren Es geh feine I ey vem 4 u alsd man ſich |! En loſſey, d geröthe fich mit Bauen, lichfeit| von der en aufzufinden. Dies iſt unmöglich z ein oder zwey Winter aber lehren ſie uns kennen, und nur alsdenn, wenn ſie verbeſſert worden ſind, kann man ſicher ſeyn, Ein Bauender in. Städten kann ſich darauf ver- laſſen, daß ſeine Werkmeiſter alle Rüſtung und Bau- geräthe ſelbjt beſorgen und anſchaffen werden, wenn er fich mit ihnen darüber vergleicht. Allein bey dem Bauen auf. dem Lande würde es oft große Unbequem- lichkeit und Koſten verurſachen, wenn ein, zuweilen von der Bauſtelle weit entfernter, Werkmeiſter derglei- e zum Bohlen- Brett» oder Lattenſchneiden,„wovon einer 34 Fuß lang iſt, und zu 12 Zoll reiner Stärke behauen wer- den kan“ MIES Wird ſtärkeres, eichenes, oder fiehnenes Holz auf 5 Schnüre gehauen, oder genau und rein rechtwink« lic auf allen Seiten bearbeitet, ſo wird, nach Untere ſchied des harten oder weichen Holzes, und in Anſehung deſſen Stärke auf das Stück auch 4, 3,+4 Tag mehr zugebracht.... Bey ſehr ausgedorrtem, oder auch im Winter, bey gefrornem Holze, geht zum Beſchlagen auch mehr Zeit auf. Das Das! Balde 94] eigentlich ſ rechten& wäre, wm ſchähe, dit Gtärfe jeh aue zu ; Vom und zum I neyern Da jn m mq werke hoch, 409 ſo wie ſie auf unjerm':Bauergurhe angenommen wor»! ; 53Ru8vgter 1V. 25.1, Th, 3 den AE HEI MIK Aud BERS LL CAN HAEMINELNN L4 20.4 20020004 05 ögeuher. enbem le SERRA WHERE REN 354 Zehntes Kapitel, den ſind, braucht man zum Richten feine beſondern Richtebäume mit ihren ſogenannten Scheeren oder Flügeln, auch feine Kloben oder Flaſchenzüge, folg: lic) auch feine Pferde, oder Erdwinden, ſondern“es kann alles zubereitete Holz zum Dachwerke, vermit- telſt einiger Taue, mit oder vor der Hand aufgezo» gen, das zu den Wänden aber ohne dergleichen be- quem aufgeſtellet werden, Kommen aber Gebäude von zwey oder mehrern Stockwerken vor, ſo werden alle die genannten Zubereitungen, Maſchinen und bes wegende Kräfte nothwendig, verurſachen aber alsdenn auch beſondere Koſten. Bey dem angenommenen Gebäude von 60 Fuß lang, 36 Fuß tief, und ein Stockwerk hom, können zwey Zim« mergeſellen täglich 4 Ruthen Vorder- und Hinterwand richten, welches auf 60 Fuß Länge beträgt= x3 Tag Eben ſo an beyden Giebelwänden, jede zu 36 Fuß» Ir- 0 Und dieſelben können täglich fünf Gebind Balken und Sparrwerk, nebſt dem - dazu Gehörigen,- richten, dieſe betra-- gen 15 Ruthen,. und auf:5 Ruthen fäünge GE 3- «Sind für jeden Zimmergeſellen 5 Tage Und für beyde xo Tage. - Hat man nicht mehr als zwey Zimmergeſellen überhaupt in Arbeit, und“können bey dem Richten nicht aus der Nähe einige andere, ſonderlich bey | Hin- Hinauf benget! gelöpnes Zimm fe, ſon! ſchwini Handg!? DE den die! mit bey Den, die Bey Gell im Inſel vor, vT Zeitzul Pferde 18 Jen, unn N ſo 1 hers zug DE Größe 1 Umfoſy drfordeig a) Zwei | Tagex | Etre | ſchni gen,| „den,y | gehen) | richten | uf 1: - vt, 4€ Wid Kont MIC m fön Mik nien 1 Inte City ab. Dir Y Todes; Erdwinden, Wie N vv» An wa dLedwertt, Y ws Kes 6 a. M(ft Hm! | aber ohne Dereſehe Kemmen ehh| däwerken pot, h) gen, Maſchinen: verurſachen aW Bauanſchläge. 355 Hinaufbringung der Balken und des Dachſtuhls- her- beygerufen werden, ſo muß der Bauende etliche Ta- geiohner zu Hülfe geben, Sind aber vier oder mehr Zimmergeſellen, ſo brauchen ſie keiner fremden Hülse fe, ſondern beendigen ihre Arbeit allein beſſer und ge- ſchwinder, weil ein jeder ſchon die vortheilhafteſten Handgriſſe kennt, Daß hier bloß von den x93 Fuß Umfaſſungswänz2 den die Rede geweſen ſey, erinnere ich nochmals, da- mic bey vorfommenden innern, langen und Aueerwaän- den, die 2änge derſelben.mit in Anſaß gebracht werde, Bey Gebauden von zwey oder mehr Stockwerken fälle in Anſehung des Richtens eine beſondere Ausnahme vor, weil mit dem höver aufzuziehbenden Holze längere Zeit zugebracht wird. Daß hierzu auch Kloben, Taue, Pferde 2c. erfordert werden, iſt ſchon oben erinnert wor-« den, und iſt der Zimmerplaß von der Bauſtelle entfer net, ſo iſt auc) auf das Anfahren des Holzes beſon- ders zu rechnen. Das Dachwerk auf ein Gebäude mehr gedachter Größe von 60 und 306 Fuß im Lichten mit ſteinernen Umfaſſungsmauern zu verfertigen und aufzurichten erfordert folgende Zeit: a) Zwey Zimmergeſellen können in einem Tage, nebſt: ordentlichem Legen der Streckhölzer zur: Zulage, im Durche ſchnitt 72 Fuß Mauerlatten aufbrinz- gen, abrichten, die Blätter anſchneie- den, ünd ſolche zuſammen bohren z; nach- gehends ſolche auf den Strecken gerade richten, anbohren und aufnageln, macht auf ede Z 2 b) Sie 356 Zehntes Kapitel. b) Sie können in derſelben Zeit 12 Bals ken auf die Zulage bringen und ab- richten, thut für 16 Balken IX? c) Können 8 Balken auf beyden Seiten verſchneiden, und auf die Mauere latten einfämmen-- 2:50 d) Sie falzen 4x Balken auf beyden Seio ten, nebſt dem erforderlichen Umfan» ten, Schnüren und. Wiedereinlegen, ' alſo 16 Balken in 1 em 32* e) Verbinden die 16 Gebind mit allem Zugehör des Dachwerks, wie ſchon oben bey dem hölzernen gedacht wor- den, in amen PER IE Dieſes beträgt 303 Tage f) Hierzu das Richten wie vorher 3 Jeder Zimmergeſelle 332 Tage Und beyde zuſammen 67x Tag. Was vorher wegen hölzerner Scheidewände, und der zur Hülfe gebenden Tagelöhner bey dem Richten, auch wegen Anfahren des Holzes von entlegenen Zimmerpläßen geſagt worden iſt, gilt auch hier. Bey Bearbeitung der Bohlen und Prettes kömmt es in Anſehung'des'Säumens und. Fugens auf die Stärke derſelben an, weil ſchwache Bretter ſich leichter handhaben laſſen, als andere ſtärfere.- I< will davon einige Erfahrungen beybringen, Zwey Zimmergeſellen können bey Bretterarbeit in einem Tage folgendes chun:- 2.8 | Bey 13 0:78 ten€ Sie ſau Fugen 2 Hobeln! Epunden fein an Verlegen dm V gen,' geſput Varlogen 0 Drette Von rung bet nem Tag eben ſo y Daß vder and verförtige Von etwas Y des Holz Unerfahr ken auch ſachen, pid, ys 4' 19 y a agen und ab, R„it Nim 4 Kauf, Ih 6 vepo Geiten N Ratet 1! depden Eils en Umtar Aedweinltgn, md mit alem fs, wie ſhon Wacht wöre eic ' zuſammen €.+„. /" Cet hs/ DOEN VA %„all“„ aden Zplihun| vm py | erfget werden 1 y, Ne Boblen 0;“ Nn Gaumen? un) p „. vl(tt! . I. NNN(1 j, 0: andert fta Nn Nr INGET Battanſchläge, Bey 13 Zoll ſtarken, 24 Bey 13 Zoll ſtarken, 2.4 - Fuß langen ſogenann- Fuß langen ſogenann- ten Spundbrettern ten Tiſchlerbrettern Sie ſäumen 2 Seiten'an 45 St. an 60 Stück Sugen 2 Seiten an 36- an 45- Hobeln 1 Seite an 15= an 15»„oderwennſie ſchmal, et- liche Stü mehr, Spunden 2 Sei- tnan== 27- an 27 bis 30 Stück Verlegen nebſt den Unterla gen, wenn ſie geſpundet ſindan 20- Verlegen blos gefugte rauhe Bretter an aun 20 bis 24 Stück 25- an 26 bis 30 Stück. Von einigen Zimmerarbeiten iſt aus der Erfah»- rung bekannt, daß z- B. zwey Zimmergeſellen in eis nem Tage 20 bis 24 Fuß Krippen aushauen, und eben ſo viel Fuß Raufen verfertigen können. Daß dieſelben in 24 Tag ein belegtes Scheun- oder anderes Thor, in 13 Tag aber ein unbelegtes verfertigen können. Von andern aber läßt ſich Tageweis nicht leicht etwas Beſtimmtes angeben, weil Härte und Weiche des Holzes, Fleiß oder Unfleiß, Geſchicklichkeit und Unerfahrenheit der Arbeiter, an verſchiedenen Or- ten auch gar zu verſchiedene Abweichungen verur» ſachen. Bey 357 We: n [5(; 358. Zehntes Kapitel. Bey der Maurerarbeit muß man eben ſo, wie bey der Zimmerarbeit, ſagen 3; Lin Maurer allein iſt kein Maurer, Dieſes will ſo viel ſagen: Hat er keinen Handlanger bey ſich, der geringern Lohn erhält als er ſelbſt, ſo kömmt ſeine Arbeit viel höher, als mit dieſem zu ſtehen, und viel kann er ohne denſelben gar nicht zu Stande bringen. Man hat verſchiedene Arten von Maurern, um deren Verſchiedenheit ſich aber ein Bauender wenig befümmern darf. Denn es verſchlägt ihm z. B. we- nig, ob ſie ſich durch Lehrbriefe, oder durch bloßen Gruß als gelernte Maurer ankündigen und rechtferti» gen, wenn ſie nur mauern können. Aber zu wünſchen wäre es, daß in Deutſchland Steinhauer und Maurer allezeit eins ſeyn möchten, damit ein ſol Mit Kald) verſtreichen 39000, und im Doppeldache 3500 Stüc, p) Forſtziegel in Kalch legen, können ſie täglich 100 bis 120 Stü, wenn ſolches auf wagerechten Forſten iſt, ſind es aber ſchräge Grade an den Wal- men, wo die Steine genagelt werden müſſen, ſo köne nen nicht mehr als 60 bis 70 gerechnet werden, Lehmer Arbeit, Hiervon, und beſonders von Seßung der Weller- wände, iſt oben bereits das Nöthigſte beygebracht wor« den. Bleibt man bey den vorher bey den Maurern angenommenen ſechs Perſonen, ſo kann man von ih- nen, wenn ſie ſich in das eigentliche Seßen, das Zu- tragen und Zubereiten des Lehms gut theilen, und nicht zu viel Zeit zum Frühſtück, Mittag- und Veſperbrod anwenden, täglich fünf bis ſechs Schachtruthen Wele- lerwand verlangen. In Balkenfachen können ſie, mit Einſchluß des Holzabtheilens nach gehöriger Länge, des Schneidens, Spaltens, und ſchrägen Zuhauens, drey Quadrak- ruthen ſtaken, wenn die Staken nicht allzufurz aus- fallen; und eben ſo viel können ſie nachher auch winden und unten ausgleichen. Das obere Ausfüllen und Ge- rademachen erfordert aber eben ſo, als wenn zu hohen Gemächern viele Rüſtung nöthig iſt beſonderes Ta- gelohn, 364 Zehntes Kapitel, In ſtehenden Fächern der Bundwände' ſtaken ſie wegen Einhauung der Löcher, und wegen der durch die ſchrägen Bänder verurſachten kürzern und längern Sta« fen nur 35 Quadratruthen, und winden von derglei« Xkachel,. koſtet. Erſtere, die Blechtafeln, deen die Maurer bey ihren Dacharbeiten ſogleich mit ein. Denn ganze blecherne Rinnen in Kehlen habe ich bereits yerbeten, und kauft man ſich die nöthigen Kacheln, ſo ſeßt ein Maurer mit einem Handlanger einen mittelmäßigen Ofen in einem Tage. Auf das Fuhrwerk laſſe iH mich gar nicht ein, ſondern überlaſſe deſſen, Beſorgung dem Landwirtie jedes Orts, der. den Anſchlag. der Koſten dafür leicht ſelbſt machen wird. RT TT TT EE R EEE EG Regiſter über die vornehmſten Sachen. Eee: A.| Miri wo und wie ſie anzulegen, 332|f. Adzugsrinnen in Gemächern, wo viel Feuchtigkeit abziehen foll, 475. Alabatter, daraus wird Gipskalch oder Gips bereitet, 26 f: Anſchleppen oder Unteranbaue werden getadelt, 164 f. Aufſchieblinge, KRnaggen oder Traufhaken, 179 f. ihre Länge, 219 f, was an ihrer Stelle beſſer iſt, ebd, 2% ZRdEöfen, 261 ff. wo ſie ſehn ſollen; ebd. f. Gemeindeba- häuſer. mit etlichen Backöfen angerathen, 262. Bac- öfen in den Stuben neben dem Ofen, ebd. f. innere Fi- gur des Backofens, 263. Größe des Heerdes, ebd. f. Berechnete Zahl der Brodte dazu, 264. Höhe des Back ofens nach einer arithmetiſchen Progreßion, ebendaſ. f. Backöfen, die auf dem ganzen Stein überwölbet ſind, empfohlen, 265 f. Einſchiebe- und Feurungsöffnung, 266. Heerd, wie er beſchaffen ſeyn ſoll, ebd. Bereis« kung des Lehms darzu, 267. Bedeckung der freyſtehens den Backöfen, ebd. f. Muſterhafte Backöfen in den Preußiſchen Coloniedörfern, 268. MEET" wider die Fäulniß zu verwahren, 204|f, 2i8 ff Zalken, ſ. Gebälke. Zauen, vb es beſſer, fteinern(maſſif) oder hölzern zu bauen, 11 ff. mehrere andere Arten zu Bauen, 21 ſt Bguen, 339 ff. Rüſtung und Baugeräthe, die ein Bauherr auf dem Lande vorräthig anſchaffen und halten muß, - 341-Ff ABRu: / Baugnſ auf daz! ZBauergt 25guhol) Hgubol füh! am fan! ſer! (us, Bauma | zw Hgyrep ein Bgywil the, Het! 15.04 Da Bley,| Bohle . en, 1120 Regiſter. Battanſchläge, 345 ff. ihre Berechnung verändertſich faft auf jede Meile im Bezirk, ebd. praktiſche Kenntnijje dazu, ebd. Bauergeböfte, ein Ideal.davon, 283 ſſ. 2aubolz, wenn es zu fällen, 333. 2gubolz, 48 ff. im Freyen. iſtzunter dem Nadelholze das fühnene am beſten, 49. wozu das tannene. und fichtene am beſten iſt, ebd. das zu Waſer angefidßete' Nadelholz kann mit feiner Borke oder Rinde einige Jahre: im Waſ- ſer ohne Schaden liegen, 53." VBeſchlagenes troänet eher aus, ebd. kann getrennet werden, 5.2. Zaumateriglien, 24 ff. V3grmor, 25 f. Alabaſter, 26. Schiefer, 27 f.. Saüdſtieine, 28 ſſ: werden zet- ſchnitten, ebd. wos ſie gebrochen werden, 29. ſind wis- der Näſſe, Froſt und. Sonne nicht dauerhaft, ebd. Wa- dien, Seldſteine und Kieſel, 30 ff. wie die Wackſteine zum Bauen zugerichtet werden, 31. Siegel, 32|f. Agaureparaturen, 334 f. gute Wirthe ſeen dazu jährlich eine Summe an,-ebd. Bauwiſſenſchaft, die bkonomiſche, gehöret nur für Hauswirt- the, 3 ff. wer darüber geſchrieben, 5. auf was für Oerter und Gebäude ſich ſolche erſtre>et, 6 ff. ZAauzeit, die bequemſte, 339 ff. im dritten Jahre nach dem Bauen alles zur Nachbeſſerung durchzuſehen, 341. Bedachungen, 149 ff. Geſtelle oder Dachverband, ebend. vielerley Formen, ebend. Bedachungen einzelner Mauern und Wände, 150 f. beſte Methode, ebd. Bedachung der Lehmwände, 152 ff. der hölzernen. Wände, 154. mit Schiefer, 169.f. 199. mit Hobl-oder Pfannen- ziegeln, i70f. mit Ziegeln, 173. 198 f. mitLehm- ſtroh, 1856 f.. mit. bloßem Stroh, 189 ſſ, mit-Rohr, 190 f. mit Schilf,- Binſen und Raſen, 191.. mit Schindeln, 193. 199. deren Dauer, 194. Beſondere Bedachungsgart damit, 195 f. mit Brettern, 196. 199. ihre Unbequemlichkeit, 197. mit Birkfenrinde, 198. Berappen, der Wände, 270. fein berappen oder filzen, 271. Aerohren der Decken, 271 f. der Holzwände, 272. ZAley, welches bey Bauarbeiten wohl zu gebrauchen, 58. Boblen- oder Bretterwände, Boblzäune, 118 ff. zwey Arten derſelben, ebd. f..was zu thun, wenn dieſe Wän- de lange dichte bleiben ſollen, 120. Wände mit ſentrech- ten Brettern, ebd. f. Rechtsſäße in Anſehung der Bret- teyrwände und Zäune für Nachbarn, 1321, 90h: EEE CN IN BESTERTESCNN VESTER ETA SRN WOS PERE GRISSSEE Regiſter. Boblen- und Brettſiüen, wie ſolche zum Vortheil des ; Bauenden von dem rohen Holze vor dem Beſchlagen aus- zumitteln, 209. Zrunnen- oder Reſſelziegel, 44. Zütffons Verſuche mit Belaſtung verſchiedener Holzſtücke were den vom Verfaſſer beurtheilet, 210 f. Bund» oder Riegelwände, 110 f. ihre verſchiedentliche Einrichtung, ebd. ſind'von geringer Feſtigkeit und Dauer, 11. 7 Bundwand, Beurtheilung der Arbeit davon in einem Beye« ſpiele, 350|f. 2008€. Ciment, oder Traſſe, 84. iſt ein ſehr theures Mate« . rial, ebend.; Creuzgewölbe, 144 f. warum ſie bey Landgebäuden nicht “ die zuträglichſten ſind, 145. D. 20 Dachluken, Regeln dazu bey Landgebäuden, 221 ff. Einy»- fehlen derſelben, 224. dabey empfohlner Oelkütt, ebd. Dachſkuben werden getadelt, 214.| Dachſtühle, 211 ff. liegender, 212 f. ſtehender, ebd. F, liegende“werden micht empfohlen, 2153 f. find allein zum Anbringen der Wohnungen im untern Theile der May» ſarddächer nüöchig, 214. Dachziegel, Probe ihrer Dauerhaftigkeit, 39. heißen ander» * wärts Biberſchwänze oder Ochſenmäuler, 44. ihre rechte Beſchaffenheit, Länge und Dicke, 45. Nußen und Scha- den ihrer Abrundung, 45 f. die viereckigten ſind beſſer, 46. halbe werden enpfohlen, ebd. Preis, ebd. ohne Naſen aufgenagelte werden widerratben, 48. glaſurte ſind zwär theuer, aber den Nachkommen nüßlich, ebd. Dächer, ihre Form auf den Gebäuden, 154 ff. Altgothiſche, ebd. F. ſind unſerm Himmelsſtriche am angemeſſenſten, 135, Die Noth lehret von ihrer alten Form abzuweie ziegel, Doppeldäe und R her, 1 werden foſtbat ichenholz don mi ſien da! was be Roth- teu Eiſen; deſſ Krdwände ſtel, 27 Ruben FSachwänd werder den 1 beſtes zwiſch Salzziegel, Anzut Farben„vi ſolche ebd, f, Senſter, il züglich ebend. FSeuergrbe Feuep: odo und in eines. Sortſ?- oder ſollten HRl80g | | 5 eas Regiſtere Verſtreichen mit Kalchmörtel, 181, mit Lehm und an- dern Ingredienzien, ebd. f. Beſte Methode, die Ziegel» dächer wider das Eindringen von Schnee und Regen zu ſichern, 182. Eindeckung mit Moos und Päten, 185. warum die Dächer ohne Einbiegungen ſeyn ſollen, 220. Dekziegel, ihr Gebrauch, 42 f. ihr Preis, 43. Doppeldächer, 176 ff. Aufſchieblinge dazu, 179 f. Schnee und Regen finden immer Durchgang durch die Doppeldä- en nicht ſo gut, als das kiehnene, 5 3. wo es am länge ſten dauert, ebd. warum es immer ſeltner wird, ebd. was beym Einkauf auf dem Stamme zu beobächten, ebd. Rotb- und Streineichen, 54. wie ihr Holz dauerhafe ter zu mächen, 55.. Eiſen, deſſen verſchiedene Arten, 56|f. Erdwände, mit Raſen bekleidete, 107. Eſtrich, 273 ff. iſt in den obern Stockwerken allein von Nußen,; ebd. die Zubereitung dex Gipseſtriche, ebd, f. Sachwände oder Gebege, 114 ff. wie und wo ſie gemacht werden, 115. mancherley Verſuche, ihre Ständer an den Untertheilen vor der Fäulniß zu bewahren, ebd.|. beſtes Mittel dawider, 117. Einlegen der Füllhölzer zwiſchen gefalzte Stühle erregt Mißfallen, 118. Salzziegel, ihre Geſtalt und Gebrauch, 41. warum ſie nicht anzurathen ſind, ebd. i Sarben, verſchiedene Arten als Baumäterialien, 59 f. wie ſolche durch Vermiſchung mit Kalch angenehmer werden, ebd. f. Fenſter, ihre Futter in ſteinernen Gebäuden, was dabey vor“ züglich zu bemerken, 274. äußere Brüſtungen derſelben; ebend. Seuerarbeit, wie ſolche verſchiedentlich zu würdern, 364. FSeuer- oder Srandſchaden, wie die Landgebäude von außen und innen dawider zu ſichern, 166 ff. 199 ff: Vorſchlag eines feuerſichern Landgebäudes; 188 ff. Forſt- oder Zoblziegel, 46 ff. ihre-Naſen ſind unnüße, ebd: ſollten mit Nägeln befeſtiget werden, ebd. f. „aaugvgter 1V.2.1.Th, Aa Fuß SESSELN RETTEN II RAI 8 . 25004 A R AS EU EINSCHL S NLS GABERG NES TE. aper EEE SIE MASFEISITS HI SOI AETR Geze Regiſter. Fußboden mit Brettern gedielet, 225 ff. wie er in den un- tern Stocwerten dauerhaſt anzulegen, ebd. Mittol wie der Moder und Schwämme, 226 f. Bey Schüttböden ſollen die Bretter geſpundet werden, 227. Trockne Bret- ter ſind überall, dazu nothwendig, ebd. Garben, Raum für eine gewiſſe Anzahl, 2834. ausggedrö» ſchene brauchen weniger, ebd. 7 Gebglke oder Baltenlage, 202 ff. Zurichtung der Balken nach den Stockwerken, 203. bey Gebäuden, die mit Mauerwerk umgeben ſind, ebd. f. wie die Balkentcopfe wider das Abfaulen zu verwahren, 204 ff. Dübel- oder Schrotböden zwiſchen den Balken, 206 f. Ausſtafen derſelben, 207. vertrumpfte Gebälke, 208. Stärte des Holzes zu den Balken, ebd. Ein Hauptvortheil für Bauende beym Beſchlagen derſelben, 209. welche Seite die meiſte Laſt tragen kann, ebd. f. wie weit die Balken ohne Unterſtüßung zum Laſttragen frey liegen können, 211. verzahnte Balken, 215, Gebäude eines Bauergehöftes in der Zuſammenſeßung, 3 24 ff. Wunſch wegen ſucceſſiver Veränderung aller irregulärer. und ſonſt ſchlecht bebaueter Gehöfte, 333 f. Gewölbe, in und über der Erde, 144 ff. werden ſelten ganz unter der Erde gelegt; 146. Materialien dazu, 147. auf Gewölbe ſoll man nicht Mauern oder Wände aufführen, 1.47. Giebel, lothrecht ſtehende empfohlen, 158. Gips, ſoll bald nach' dem Mahlen verbraucht werden, 67. ab- geſtandener kann wieder lebendig gemacht werden, ebd. wie lange er im Ofen zu brennen, 68. wo er in Lande gebäuden zu brauchen, ebd.' Spargivs, wie er zu brennen) ebd. Gipsbruch im Preußiſchen, 60. deſſen Preis, ebd. Glas, grünes und' weißes, ebd. Glasſcheiben, runde, taugen nichts, 61. kleine ſind in Land? gebäuden beſſer als große, 62. Grund und Boden, auf welchen Wände und ganze Gebäude aufzuführen ſind, 125 ff. ſollen von Sachverſtändigen zuvor unterſuchet werden, ebd. Felſengrund, 126 ff Zehmgrund, 1238 ff. Sandgrund, 129 ff. Thon- Zetten: und Mergelgrund, 132 ff. Baugrund von allerley gufgefüllten Erd- und Steingarten, 133 f. Gemeine Garten-, oder A'ererde, 134 f. Sumpf« UT30or: und Torfgrund, 135 ff, Gurt- Gort-| 8; ang:| ſia geerd| ſte Beuvor Behle Bol, 2 3013, i mil ſel data dauel Blz, wa den' Baff: od Ralch, j Rellziege Zeller, nt Rlappen, ner AKlempne Rlinker, Knit, ſ Kornbo? mag Rüchen| Rütt, wi um Kandgeb tür aus den t gebäu Katten zu zum, Dopy dac, Regiſter. Gurt- oder Raäppengewolbe, 145 f. werden. vorzüglich zu Kellern empfohlen, ebd. * i "98ng- und Sprengwerke, 214. warum fie in großen Schaf- ſtallen angebracht werden, 215. Zeerd in der Rüche,. Rüchenbeerd, 242 ff. ſoll frey ſtehen, 243. Heuvorräthe, berechneter Raum dazu,'28356. Sgoblziegel, wie ſie auf die Dächer zu legen, 185 ff. »30!lz, Baubolz, wann es zu fällen, 335. Z0lz, zu Fenſterrahmen, wenn es von Nadelholze- iſt., ſoll mit Delfarbe angeſtrichen werden, 276. eichenes Holz ſoll vor dem Gebrauch 4 Wochen ins Waſſer gelegt, und datauf getrocknet werden, 277, das in Oel gefochte dauert ein Jahrhundert, ebd. Bolz, was es in der Mittelmark auf dem Lande aufzuſchnei- den koſtet, 97. Raff- oder Rappxiegel, eine neuere Erfindung, 48. ZRalch, zweyerley gemeine Arten deſſelben, 64. Reilziegel, ihr Gebrauch und Geſtalt, 43 f. Zeller, müſſen ſich nach dem obern Bau eichten, 148. Rlappen, eiſerne, wie ſolche zur augenblicklichen Tilgung ei- ner Entzündung der Schornſteinröhren anzubringen, 239. Klempner- und Töpferarbeiten zu würdern, 364 f. Klinker, eine Art Mauerziegel, 3 9 ff. Rnick, ſoll von dem Dachdecker ausgerundet werden ,. 221 Kornboden, deſſen Raum zu einer gewiſſen Zahl von Korn- maaßen, 331. Rüchen erfordern die meiſte. Kunſt des Maurers, 24 t. Rätt, wie ſolcher zur Verküttung der Fenſterſcheiben aufs beſte zu machen, 85. 2, KLandgebäude, Ideal eines zuſammengeſ/kten, 324 ff. Hans- thüre dazu, 327. Wohnſtube, deren Lage alſo iſt, daß aus ſelbiger alle Eingänge zu den Ställen überſehen wer- den können, ebd. Geſindeſtube, deren Lage, 3 28. Seiten- gebäude zur linten Hand, 328. zur rechten Hand, 329, Latten zum Ziegeldach, 174. zum einfachen Dach, 175 f zum Kronen- oder Schwediſchen Dache, 172 ff.. zun» Doppeldach, 176 ff. zum Strohdach, 189. zum Rohr» dach, 190, Aa 2 Zaub= A ADGEEKTE TGS ATS KS EIKEST FET UDT IR ZEE Pz. m ZEBIZEX SEISER IN RIN 80 IERERRIIESN 5 EGT ES TSN KLEEN ATAG SEHEINEN GERISTENH Aula. aba in Regiſter.“ Laubholz, manderley Arten deſſelben, 55 ff. wozu jede brauch» bar, ebd, f. SE EE: Lehm, wenn er zu fett; wird er mit Sande vermiſcht, 32. Mauren mit Lehm, wo ſolches'angehet, ebd. Das Aus- fleiben damit, 83. iſt im Mauerwerke, das vom Feuer berühret wird, unentbehrlich, ebd. Zebhmarbeiten, 279 ff. ZE Lehmerarbeit/ was 6 Perſonen bey Wellerwänden täglich verrichten können, 363. in Balkenfachen, ebd, in ſfie- henden Fächern der Bundwände, ebd. in Lehm- oder Wellerwände, 98 ff. inwiefern ſie für die be- ſten Wände oder Mauern zu achken, 99. ohne ein ſtei- nern Fundament iſt an keine dauerhafte Lehmwand zu gedenken, 101, Zweyerley Arten, ſolche aufzuführen, 192. Verfahren bey der gemeinen Art, ebd. f. Berechnung der Arbeit hiebey, 103. Verfahren bey der feinern Art, ebd. f. Eine dritte Art derſelben, 104. Lerchenbaum oder Zeerbgum, wo er zu gebrauchen, 5 2. 417. H3&ſiekoben, 319 f. PJIarmor, 25 ff: aus ſolchem wird Kalch gebrannt, ebd. Wauern aus ganz kleinen irregulären Steinbro>en oder Schlaen, 106 f.; 4 P3auern von Sand- Bruch- oder Feldſteinen in und über det Erde, 97 f. UTauern, ganz von Ziegelſteinen, 86 ff. Das Fundament dazu, ebd. f. Päauerwerk, holländiſches, was es iſt, 70. WRuerziegel, 34 ff.“ verſchiedene Größe derſelben, ebd. ff geſekliches Maaß derſelben in der Churmark, ebd. ff. wie viel zu einem Cubicfuße zum Mauerwerk gehören, 36| Güte der Mauerziegel, wie ſie zu erkennen, 37 f- wi ſolche vom Verfaſſer probiret.(worden, 38|f. M3gurerarbeit, 358 ff. verſchiedene Arten der Maurer, ebd. ein Bau von geringer Wichtigkeit erſordert wenigſtens 3 Geſellen und 2 Handlanger, ebd. Preiſiergeld, in der Churmark, 353. in Niederſachſen, ebd. Urenagebeerde, ſtatt der gewohnlichen Küchenheerde, 242|. Wergelkaldh dienet zum Mauern, 70. wie der Mörtel da- von zu hereiten, 74.; WIundſkeine, was fie ſind, 40. wo ſie gebraucht werden fönnen, ebd. Muſchel» SET REGED FISHER ET EA CRIS SESIS SC MSE RUGE ROERG NE EEE „negiſter, tuſcheltalſch, dient blos zum Mauern. und nicht. zum äußer lichen Abpußen, 70. L7, trägel, eiſerne, 53- Vefen, eiſerne, 253. Sanz thönerne oder Kachelbfen, 25-4 Fe von guten Mauerziegeln wenden vorzüolich empfohlen, Anmerkungen über alle Arten von Oefen, 255 ff. die zwey Stuben zugleich heizen ſollen, werden widerrathen, kupferne: Dlaſen oder Pfannen in den Oefen: 258. ſl Bratrohren darin, 259. 6 4 Velfarbe, das. damit angeſtrichene Holzwerk wird dauerhaſ- tet; 6: Gelkutrt, ein guter zum Einde>en und. Verſtreichen, der Kalch- leiſten und Kehlen, 224. eN Pferdeſtälle, 301 ff. ſollen eine erhabene Grundkäge haben, ebd. ihre Höhe im Lichten, 302. Waſenfange, Zugröß» ren, oder Dampfeſſen darin, ebd. Surrogate darinnen, ebd. Pilaren mit Lattirbäumen darin, 3923. Ansbohlen derſelben, 304. eben daſſelbe nach Florini Angabe, 305- Pflaſtern in Küchen, auf Fluhren und vor den Häuſern, 274 ſ- wie den Mäuſen der Durchgang zu verwehren, 475. mit Feldſteinen, ebd. wie die kleinen Steine vornämlich ein? zuſeben, ebd. pflaſterziegel, Flieſen, 43- Plankenzäune, 122 ſſ: von Eichenholz dauern, am lang ſten, ebd. Priepen und Priependächer, 171. N. Rauch, wie ſolcher von der Feuerung in Landgebäuden abzu“ wenden, 257.ſſ-) Räucherſkangen in den Schornſteinröhren, was dabey zu be- obachten, 240 f. Richten des verbundenen Holzes, 353 f- wie viel Tage von 2 Zimmergeſellen gebraucht werden, das ängenommene Gebäude zu richten, 354. mehr Geſellen beendigen dieſe Arbeit beſſer und geſchwinder, 3 5 5+ Riegelwände, das Ausfüllen ihrer Fache mit kleinen Steinen oder Schlacken und Gußkalche, 112|. Aa 3 Rind» Regiſter, Rindviebſiälle, 309 ff. ihre Höhe, 310. Raufen, ebd. Decken dieſer Ställe, 313, Futter- und Hexeltammern, ebd, Rohr, dauert zum Decken länger als Stroh, 62; Nobrdächer, 190 ff. ihre Dauer 191. Sand zum Mörtel, 71|f. welcher dazu tauget, ebd. f. wie ſein Binden mit dem Kalche begreiflich zu machen, 72 f. woran die richtige Zubereitung zu erefennen, 74. wie die Arbeiter dabey Fehler begehen. Schafftälle, 313 ff. Höhe derſelben, ebd. f. wie Wände und Mauern zu bekleiden, 314. Stuhle unter den Trägern, 317. Decke, ebd. Waſenfänge oder Dunſtzüge, ebd. f. Scheunen, 288. Umfaſſungswände, 289. Bedachung, ebd. Schlöſſer, warum die bede>kenden unbedeckten vorzuziehen, 277 f. Franzöſiſche und deutſche, 273. Einfall- und andere Schlöſſer ſtatt der Ueberwürfe und Vorhänge- ſchlöſſer angerathen, ebd.'