.E * 5 “ — Fun ſyſtematiſcher Ordnung, vom Verfaſſer der Hausmutter, Erſter Band. Leipzig bey Johann FriedriM Junius, 1783. ger "S>.[0] M: 0:1 10, NW (unh NE ON 4 NwHi in Ihne kur) ' ION wag V my 04 7 Ih vs. Z Arlin Eitrree erik en ei btd a rden mimen meien bn nmz SEKR I NE R NR ERZE 8.0 Dem Hochwärdigen und Hochwohlgebornen Herrn, HERRN Thomas Philipp von der Hagen, Königlich Preuſſiſchen Präſident des Ober- Conſiſtoriums, des Churmärfiſchen Amts- Kirchen- Revenüen- und des Berliniſchen Armen- Directo- riums, Chef des Ober- Collegtums der Aerzte, des Collegiums der Wundärzte, und ſämmtlicher Medi- cinalſachen, Director der Churmärkſchen Landſchaft- und Städtekaſſen, erſten Verordneten bey der Land- ſchaft von Seiten des Prälatenſtandes, wie auch er- jten Verordneten beym Städtekaſſen- Directorium, Obercurator der Realſchule, Director der Chur- und Neumaärkiſchen Hauptritterſchafts- Direction, des Sohanniterordens Ritter, und deſignirten Commens- dator zu Wietersöheim, Domherrn der hohen Stiftskirc Wiſhnl A Hoc; vn Oibn Erſtes[hs wd" Run. KR ji IRE RBB SSA SSEN ASSE EBBS ZE IE SRS TER EIS SST RISI GEN; ten Mug ' feines M 9 Pye 6 Zugbichg ) JUL fals, wun Wente be nerd vs Pu 1, tir verſicht, 16 fie wollen Eggen und (908 Negt- ven Leſern llen. aft herge- om Ater x) ven je nielehrer, cs, May/ janns und » bfonomis de undank- to, ſovides | lexnen, Jo weil ange t gefügt jeſer, daß (n, dann (agen und unterein? erung der 8 Wohl Erſies 4504 „75504707 Erſtes Kapitel, Allgemeine Regeln x) Der Landwirth kann ohne Kenntniß der Wirthſchaftsregeln nicht beſtehen. Uie2andwirthſchaft hat es mit Gewinnung der y Naturalien aus dem Gewächs- und Thier- " reiche, zum Theil auch mit Mineralien, zu thun, in ſo fern leßtere zu Deutſchlands Privatgürhern, und nicht zu den Hoheitsrechten, oder Regalien, gehö- ren. Dieſe Gewinnung der Naturalien muß, wenn ſie den Landwirth und die Seinigen nähren, und zum möglichſten Wohlſtand bringen ſol], nach den, in der Natur der Sachen gegründeten, Regeln unternommen und fortgeſeßet werden. Man hat vielerley einzelne Wahrnehmungen auf allgemeine Grundſäße erhoben, deren Inbegriff, nebſt den aus ihnen gemachten Fol- gerungen, die Zandwirchſchaftswiſſenſhatt genannt wird. Sindnun die Wirthſchaftsregeln ſolche Grund» ſäße, wornach das richtige vis bey jedem Wirth HRYSvRter I, Band, ſHaſts» dE a in SEE ENES: SSS SVA PE SST RIEREN FRF HARFE AE % Id EAS NER Du NCE NN GELHEN FISCH BN aal BSO 1. BRHG BECHER WE GE RIEN R 1 R EEE GEG IMD 2 Erſtes Kapitol, 5 ſchaftszweige eingerichtet werden muß, ſo iſt der Land- rwirth auf dem beſten Wege, bey der Wirthſchaft ſein Ausfommen und darüber zu erlangen, wenn er die Wirthſchaftsregeln eben ſo gut weiß, als ausübet. G. G».7» 104» 2) Die Erlangung der zu bewirthſchaftenden Güther. Um ſich und die Seinigen von zu gewinnenden Naturalien verſorgen zu können, muß man Eigenthü- mer, oder Jnnhaber ſolcher GrundſtüFe, oder Theile der Erde, ſeyn, deren Bearbeitung nach den Wirth- ſchaftsregeln beſtens geſchieht, und unſre Sorgen und Fleiß belohnen. Man nennet ſiePrivatgüther, umſie fürnehmlich von landesherrlichen Kammer- und Do» mainengüthern zu unterſcheiden. Man wird ein Ei- genthümer von jenen durc Erbſchaft von ſeinen Vor- fahren, durc) Tauſch, Kauf u, ſ. f. ſo wie man Jnn« haber von Güthern beyderley Art durch das gewöhnli2 je Pachten wird, 3) Das Kaufen und Verkaufen, Pachten und WVerpachten der Güther muß nach gründ- lichen Anſchlägen geſchehen. Käufer, oder Pächter eines Guths müſſen zum voraus wiſſen, ob ſie bey dem Ankauf oder der Pachtung deſſelben ihre Rechnung finden. Erſtere müſſen es vorher berechnen können, wie hoch ſie aus dem Guthe ihr Kaufgeld nugßen, oder zu wie viel Pro« cent ſie das anzulegende Kapital ausbringen können. Die Pächter aber müſſen es gleichfalls vorher berech: nen können, ob ſie nicht nur aus dem zu pachtenden Guthe die Pacht, oder Arrende, herausbringen, ſon- dern DE EEE NERI T GTH AGR 3 Er iſt der ank. thſchaft ſein venn er die usübet,(5, ſheſtenden gewinnenden 7 Eigenthilo oder heile en Wirkh- orgen und yer, umſie - und Do» d ein Eis nen Vor nan June gewöhnli hten und inde üſſen zum oder der Erſtere < ſie aus » viel Pros m können, her berech" pachten! ingen, ſone demn Allgemeine Regeln,'Z vern auch was ſie über der-Pacht noch für Neberſchuß baben fönnen, um hievon ſich und die Jhrigen zu ver- ſorgen. Um nun ſolches alles vorher zu wiſſen, wer= ven Anſchläge über alle bey dem Guthe befindliche Grundſtücken und übrige Zubehörungen, nebſt allen dar- auf haftenden Beſchwerungen,"angefertiget, welch» den ganzen Ertrag und Nußung des Guths nachweiſen. a) Das Kaufen, oder Verfaufen eines Guths ohne Anſchlag, oder in Pauſch und"bogen, kann Käu- fern oder Verkäufern zum höchſten Schaden gerei- der wohlgewachſenſten W graden jungen Eichen niederhauen zu laſſen, um jv davon Palliſaden um den Weinberg zu gewinnen," Ein Sachverſtändiger Förſter ſelbiger Gegend ur- dl theilte, daß die hievon dem Guthe abgehende ed Holzmaſt, nebſt demmit, dem jährlich zunehmen- un den Wachsthume ſich vermehrenden, aber nun|(iw auf einmal aufhörenden, Werthe der Eichen auf mW! einen jährlichen Verluſt von wenigſtens 200 Rhl. Du zu berechnen ſey. Adraſt ſtroßet von ſo genannter huh galanter dectüre. Wärees ihm nichtgerathener ge- vi weſen, wenn er ſich in skonomiſchen Lehrbüchern(uh umgeſehen, und daraus die Wirthſchaftsregeln ge A" lernet hätte, die ihn wider ſo große Fehltritte ver-| my wahret haben könnten? Wenn er nicht, von aller 7 ihn Theorie entblößt, nom bey Wirthſchaftsverſtän« digen Freunden ſich Raths erholen wird, ſo kann NID I er ein Guth in Concurs bringen, welches ihm| My von ſeinem Bater reine und Schuldenfrey war über: mw- 7 geben worden.|: u Eraſt kam neuerlich zum Beſiß ſeines von| Im einem Großonkle ererbten Ritkterguths, und hat-„M te, da er ſich zuvor in einer großen Stadt auf-| wN gehalten, ſeinen Hauptgeſchma an ſchönen Gär-' Win fen geſunden. Dieſen zu nähren legte er einen"0 ſo großen Garten auf ſeinem Landſiße an, daß er Ney völlig für einen Luſtgarten des reichſten Kapitali- ie | NEN ſten in 647 4 INERT TH IRRTE TUIEEN TD | GGEREEEEISONTIEEEG SNES NES SSS A 4 I SHEER WE FREN ORRS TAI AREAS GEES R TST RTR TG RKI > das Holz 1097 Bits im Beutel, anzufaufen, Fällen ſehr Ww, daß eit WR hat ader großen Feh: ewachſenſien loſſen, um | gewinngn, Degend ut» abgehende zunehmen- aber nun Tichen auf 200 Nhl, genannter thener ge: hrbüchern Sregeln ges (tritt ver , vonaller fiSverſtäns d, ſo fann olches ihm ywarüber: ſeines von , und hat Stadt auf: önen Gar- fe er einen an, deß! q Kopf ſen Allgemeine Regeln, 9 I ſten im Lande angeſehen werden kann. Der vori- ge Pachter des Ritterguths mußte jahrlich 900 Rthlr. Pacht geben, und man ſagt, daß die- ſe Pacht zu hoch geweſen, und der Pächter dariü- ber verarmet ſey. Die Unrerhaltung des präch- tigen großen Gartens ſoll jährlich) an die 500 Thl. geben. Hierzu kommt, daß der große Garten ſo viel Dünger dem Acker entzieht, auch ſo viel Men- ſchenhäude, die der Gärtner bey den nöthigſten Feldarbeiten fordert, beſchaftiget, da doch die Dienſipflichtigen von jeher kaum hinreichend ge- weſen ſind, den Acker ſo nothdürftig zu beſtellen. Eraſt wird von Schmeichlern wegen ſeines guten Geſchmacks in der Gärtnerey. gelobet, und dieſe Schmeichler bekommen dafür den rareſten Wein und die beſte Bewirthung. Da Fraſt keine an- deve Quellen der Cinnahme, als die von ſeinem Guthe hat, ſo darf er nur no< ein Paar Jahre auf ſolchem Fuße fortwirthſchaften, um ſich von ſeinen Gläubigern ſo in die Enge bringen zu laſ- Fen, daß er, von ſeinen biSherigen jungen Schmeich- lern verlaſſen, in einer finſtern Cinſamfeit Waſ- ſer trinken muß. Auch Philon gehöret unter die Landwirthe, welche wider den Grundſaß, daß kein Nahrungs- zweig den andern entkräften ſolle, verſtoſſen. Er hat noch ein geringeres Landguth, als Eraſt. Sein voriges Wohnhaus war ihm zu klein; er Hat ein viermal größeres mit Schulden erbauet. Ware er gleich ohne Schulden geweſen, ſo hätte die Erhaltung des Hauſes von auſſen und innen jährlich den dritten Theil der Wivrthſchaftsein- Fünfte verzehret. Nun merkt er ſeinen Fehler, und tröſtet ſich damit, daß das prächtige Haus Käufer anlocken, und einen deſto beſſern Verkauf Äs ves Sau 1 REACH AI RIEN LBE an€ Is GIESE IEE KOEN EESTI TEER WO WE 15 Erſtes Kapitel. bes Guths veranlaſſen werde. Er wird ſich betrs- a) gen finden, da ſein Guth mitten in einer von der WO Hauptſtadt ſehr entfernten Provinz lieget. Ganz(ad nahe an der Reſidenzſtadt würde das Haus das| imp Guth verkauft haben. Denn daſelbſt finden ſich hw immer Begüterte genug, welchenicht nach dem Er-(4m trage eines Guths, ſondern nach dem Vergnügen ww und Aufenthalte aufs Land fragen. In der Pro- poi vinz aber, wo Philon gebauet hat, kehren die apt Käufer die Frage um, und fragen billig zuerſt: fon Was bringt das Guth jährlich ein? Sie ſind mit 1,H einer Wohnung zufrieden, in der ſie ruhig wohnen,' und mit Bequemlichfeit wirthſchaften können. Sie urtheilen recht, wenn ſie ſagen: Das Guth iſt nicht um des Hauſes, ſondern das Haus um des Guths willen. Ein Haus, das den zweyten oder dritten Theil des Wirthſchaftsertrags hin- wegnimt, iſt umſonſt zu heuer. Philon kann gleich dem Traſt nächſtens eine ſo enge Wohnung be kommen, daß er zu ſpät wird ſagen müſſen: Cs wäre mir beſſer geweſen, wenn ich in meiner Frey»"nd Heit enge und wohl,(Schuldenfrey) denn weit und ve y weße(mit Schulden belaſtet) gewohnet hätte! ln) Ich beſchlieſſe dieſen Abſchnitt mit Thatſa- Nen, b Hen des vorigen Jahrhunderts. Nach der Mitte"In deſſelben warevr hier und in der Nachbarſchaft fas an Edelleute, theils von einer, theils von verſchiede» Mar ner Familie und Namen, denen an die qund meh- 1%, rere anſehnliche Gäther und Dorfſchaften zugehör- Mini ten. Sie hatten dieſes vor vielen andern adli- NW pe er und Wieſen als öde und mit Buſch- Nah vr werk bewachſen angegeben werden, da fie doch, M n Nh wie Nn) EEN SEARS VAE I SOG HERE FFII AR WAT REGIE EE AIERD AEGEEERAS SZENEN AGI IRT SEHT 86 Zan flüchtig tds |[reſſen[leſs Ihren Dien- geſprochen, hatten die Dlumenauf len, datan ey ſo damits - daß dieſes Wie viele zu, um für nh, und ſie e nictauf eſchaftiget Bartholo: zu führen, gen Treis ahläſſiget verfallen, dern ließ, hon, Die üeſten faſt fantragen, u bezahlen higen Adel ahren viel: Adel beym no< nicht 1 herunter bergebenen „meiſter zu jrſtl, Com- welchendie mit Buſh- ) fie dow) wie Allgemeine Regeln, I3 wie man aus andern Nachrichten erſiehet, in al« tern Zeiten in beſter Pflege geweſen. Alle dieſe Dörfer wurden zume hennef maß » dazwiſchen feiner ſind nN Ortſitineh fige Allgemeine Regeln. 15 füget man gemeiniglich noch kleine Steinlein hin- zu, welche man Zeugen nennt, weil ſie die Mal- ſteine als rechtmäſſig geſeßte bezeugen oder befun- den ſollen. Dieſe Zeugen werden auch wohl Eper oder Streineyer genannt, und ſie beſtehen entwe- der aus zwey oder aus drey Steinlein, welche aus einem breiten oder flachen Steine von einan- der geſchlagen werden, und wenn ſie aufgeſucht werden, zuſammenpaſſen und den Stein wieder darſtellen müſſen, deſſen Theile ſie geweſen. Sie werden auch meiſtens ſo am Lager des Malſteins hingelegt, daß man aus ihrer tage abnehmenfann, wo ſie hinweiſen. Man findet aber ſtatt nur bes ſchriebener Steinleiv, oder neben denſelben, hin und wieder auch Ziegelſteine, Kohlen, Gläſer, Eyerſchalen oder Kalf, um damit die Malſteine zu bewähren, 8) Die Zäume, welche zu Gränzſcheidungen ge- braucht werden, haben mancherley Mamen, da ſie nämlich Gränz- Mark- Mal- Loch- und Kreuz- bäume, aud) Lochen oder Lauchen genannt werden. Kreuzbäume beiſſen ſie, weil ein Kreuz hinein ge- hauen, Lochbäume aber deshalb, weil mitten im Kreuze ein Loch gebohret iſt. Sie werden zwi- ſchen Wald und Wald, auch zwiſchen Wald und Feld, auch auf Wieſen zu Gränzzeichen gebraucht. Eichen ſind am währhafteſten dazu, hiernächſt aber Finden. Im naſſen Boden ſind es aber die Erlen. Es entſtehen öfters Irrungen, wenn dergleichen Gränzbäume Alters halber umfallen, oder von Sturmwinden umgeriſſen, und von Holzdieben ſodann heimlich fortgefahren werden. Dieſerhalb müſſen die Forſtbedienten ein wachſames Auge auf dergleichen Bäume haben, und ihren Umfal ſo fort anzeigen, damit neue"Bäume bemarket wer- den. 16 Erſtes Kapitel, Hen. Und da überhaupt die ſogenannten kochen! j vieſer Gränzbäume bald verwachſen, und hiemit Al unfenntlichy werden, ſo müſſen ſie wenigſtens alle u". fünf Jahre erneuert werden. Man rheilet die R Lochbäume aber in eizene und zemeine. Jene vn ſtehen ganz auf des Grundherrns Boden, und 6. gehören ihm ganz allein zu. Dieſerhalb haben ſie WAN die Lochen nur auf des Nachbars Seite 3; auf der jevp Seite des Eigenthümers aber ſind ſie frey und uns beng gezeichnet. Die gemeinen Lochbäume hingegen g 0 ſtehen mitten auf der Gränze, ſo daß jeder Cigen- mit thumsherr die eine Hälfte davon hat, und alſo miſe beyden gemeinſchaftlich iſt. Sie werden daher pr( Hinten und vorne, in der Mitte des Baums, ge- PAN loM. Wo aber die Markung nicht mehr gerade ſe ausgeht, ſondern ſich wendet, da wird ein Eckloch Hupl gemacht, und alfo bezeichnet, daß ſie einen Win- nue kel beſchlieſſet. Doch wird es nicht aller Orten Weed| mit dieſer Markung und ihrer Bezeichnung gleich gu gehalten, weßhalb man ſich nach jeden Orts oder 16.08 Landes Gewohnheit zu richten hat. ih ce) Hölzerne Säulen und Pfähle werden gemei- EN niglich auf Wieſen gebraucht, und am liebſten M, von Eichen genommen, weil das Holz derſelben Wing am längſten dauret. Man bezeichnet ſie gemei- Cuy niglich wie die geformten Steine, deren ſub. it. c. rn erwähnet worden, 1 Jagen 1) Wenn Gräben die Gränze ausmachen ſol- NE len, ſo muß der Aufwurf auf die Seite degjeni- NE: gen hingebracht werden, dem der Graben und das"R anſtoſſende Grundſtü>s gehöret. Iſt aber ein|* NEN ſolcher Gränzgraben gemeinſchaftlich, ſo wird der VM 6, Aufwurf zu beyden Seiten gleich gemacht, Da ils 1. die Graben, in welchen Waſſer ſtogt, oder durch- M Übe fließt,; wi. ] %.% ES eg ELS, EÜR ERIK ET ISE INNE SVA Ed Aal 7 SOGAR ÜTG AK RNEISSERT SEAEÜIE IEEE AGS REER FÜSSE SGT H RTR GTE R Zf Allgemeine Regeln. 17 "ten Coen fließt, ſehr bald verfallen, ſo müſſen ſie zum öf- und hiemit terſten gehoben werden. Bey gemeinſchaftlichen "gſtens alle Gränzgräben ſeßen ſich beyde Nachbaren Zeiten Meile die und Tage, an denen das Räumen derſelben von ine, Jen beyden Seiten geſchehen muß. Nächſt den langen den, und ausgegrabenen Gränzen dioſer Art ſindet man au) alb Haben fie runde ausgegrabene Tiefen, bey welchen eben das- Ife; auf der jenige zu beobachten iſt, was von den langen Gra- fey und uns ben geſagt worden. 400 g) Gränzbünel, D7al- oder'Markhaufen fom- een men in Feldern und tro>nen Wäldern vor. Sie - und alſ müſſen zum alleröfterſten gleichfalls erneuret oder 'den daher wieder eraben. gemacht werden. Auf offenen aums, ges Eandfeldern ſind ſie am allerwenigſten dauerhaft, hr gerade indem ſie vom Winde bald zerſtreuet werden. Man m Elch könnte ſie aber mit leichter Mühe von ewiger Wäh- nen Win- rung machen, wenn man ganz kleine Feldſteine, ler Orten die ſonſt zum Bepflaſtern der Straſſen und We- ung gleich ge unbrauchbar ſind, zuſammenbringen wollte, Orts odet und hiemit die Sandhügel recht dichte belegte. Zu gleichem Zweck könnten auch die Stücken von zerbroch:nen Dachſteinen genommen werden, die Wm 4 man in Menge bey den Ziegelſcheunen, oder Um- am lieſten decungen der Ziegeldächer findet. Da ſonſt die j derſelben Sandhügel wenig oder gar nicht begrünen, und ſie 2608 davon eine Feſtigkeit gewinnen können, ſo werden ub. die Fugen zwiſchen den aufgelegten Steinen bald Gras bervorſchieſſen la offen, weil der Sand unter nachen ſole den ESteinen in der Dürre friſch bleibet, auch fe degjeni-/ vom Winde nicht mehr aufgenommen und fortgeo jen und das“ führer werden tänn. i aber 47 k) Reine, womit ſonſt, als einem fEmfalen Striche ſo wird J M Landes, der ungepflüget bleibet, die“ Aerſtücen acht,“ oder Enden unterſchieden werden, pflegen auc in over 4 Bausvater 1. 25610: B vie- y' 78 Erjtes Kapiter. vielen Ländern Felder von Feldern zu trennen, und(9 zu als eine Granze zu gelten, In legzterm Falle(nen beiſſen ſie in der Mark Brandenburg T7arkſchei- 0 ven oder Ürartſcheidungen, weil ſie die Feld- ivy marken oder Fluren benachbarter*Oerter von ein-"E ander ſcheiden. Sie haben ſodann gemeiniglich jc: eine ſolche Breite, daß ein Wagen over wohl meh- 15 rere neben einander darauf fahren können. Auf 4. dieſe Breite eines ſolchen Markſcheids iſt immer Ww Acht za geben, daß es nicht von Beſißern anſtoſ 0 ſender Acferſtücke geſchmälert, und davon abge-" ' pflüget werde, Wenn der Boden ſolcher Mark-“ ſcheiden leicht iſt, ſv muß nicht verſtattet werden,(90 daß viel varauf gefahren, oder ein ordentlicher fu Fuhrweg neuerlich daraus gemacht werde. Das wil durch vieles Fahren entſtehende Entraſen eines me folchon Markſcheids verurſachet, daß der Winv vein den leichten Sand fortführer, und Hiemit das in Markfſcheid unkenntlich macht,] je) 1) Pronen oder Brahnen ſind die äuſſerſte Grän» vm x zen eines Waltes, ingleichen die Ränder der Fel» vm der und Wieſen, die mit Holz bewachſen ſind, MN Sie müſſen in manchen Gegenden Gränzmale 16h ſeyn: Sie ſolten aber abgeſchafft, und ſtatt ih- Win rer mehr beſtändigere Markungen geſeßet werden. No Denn bey immer mehr einreiſſendem Holzmangel Mr, ſind dieſe Pronen den Holzdiebereyen nicht nur am DE! meiſten ausgeſeßet, daß ſie nach und nac) VWer- Ny fü gang nehmen, ſondern ſie werden auch unvermerkt"ohg von Anſtöſſern allmählich Strauch bey Strauch NS din ausgerahdet, daß es ſo nach heißt, wo kein to Strauch oder Holz mehr ſteßt, da ij? auch nicht aid mehr Gränze, Dieſes leßte geſchieht da am er-! Pty ſten, wo Wieſen, oder Hüthungspläße, anſtoſ- WENN) ſen, da die angränzenden Wieſenbeſiker fürnebem- Nüppt 1:6) nh eſ wle RR SS RS R SSS SR NN SEI I NR SSER ne R Sal 2 3068822 ET STR TIERE RE RC Een Wen, und leztorm 7 Falle "von 3 Hartſchei: [ ſte die Feld- eer von ein: | Rmeiniglich very wohlmeh onna, WW eids iſt immer Ahern anſib ) davon abgt: cher Mart: attet werden, ordentlicher erde; Das raſen eines der Bind piemit das ſie Oran der der Fel- achſen ſind, Gränzmale und ſtatt ih- pßet werden, Holzmangel icht nur am nach Ver- ey Strauch N wo fein ? aud) niht tda am ff: 160, 0! nf rm furnehn :(0) Allgemeine Regeln, 19 lic) ganz unvermerkt ihre Wieſen in die Pronen hineinzurücfen und hiemit zu vergrößern wiſſen. k) Die Seßung der Markungen iſt an und vor ſich ſelbſt noch nicht zur beſtändigen Sicherung ei- nes Guths hinreichend, ſondern man muß ſienoch in ein eigenes ſchriftliches Verzeichniß bringen, welches die Gränzſcheidung nac allen Umſtän- den richtig beurfundet und die Dorter der Gränz- male, nebtt dex Weite des einen von dem andern genau beſchreibet; welchem Verzeichniſſe denn auch ein richtiger von einem Feldmeſſer angefer- tigter Riß beyzufügen iſt, Jm genaueſten Ver- ſtande heißt ein ſolches ſchrirtliches Verzeichniß das t77arFobuch, weil es die Marken oder Gränz- male beſchreibet. Grund- Flur» und Lagerbü- cher ſind hiemit nicht zu verwechſeln, und müſſen im weitläuftigern Verſtande genommen werden, obſchon die Deſchreibung der Gränzen gleichfalls darinn enthalten ſeyn kann, Von dieſen Bü- chern wird gleich das mehrere beſagt werden, 1) Auch die dauerhafteſten Gränzmale, wie die von Steinen ſind, können, wo nicht durch andre Zu- fälle, wenigſtens durch untreug Hände verändert werden. Dieſerhalb müſſen die Gränzen von Zeit zu Zeit beſichtiget werden, welches aber, ſoll es gültig ſeyn, nicht NEE ſondern mit den YZachbaren zugleich geſchehen ſoll. Man nennt dieſes eine Gränzbez ichung oder Begehung. Bey dieſen Gränzbeziehungen muß alles, was unkenntlich werden will, erneuert und wieder her- geſtellet werden, und es iſt ſehr weislich, daß nebſt den Alten auch junte Leute jederzeit dem Gränzzuge beywohnen, damit es-nach dem Able- ben der erſtern niemals an Augenzeugen fehlen 3 2 mö» 20 Erſtes Kapitel. möge.' Hiernächſt müſſen von beyden oder meh- rern Jiachbaren, ſoviel dergleichen ſind, Gränz- in regiſtraturen jedesmal gehalten, und zur Beglau- v"" bigung und unverbrüchlichen Feſthaltung von bey- ha, den oder mehrern Seiten unterſchrieben und be- in ſiegelt werden. m" m) Wo dauerhafte Gränzmale ſind, da werden, Wis wenn ſonſt nicht bedenkliche Umſtände vorhanden, vy die Gränzbeziehungen nur alle drey Jahre nöthig hai! ſeyn. Wo aber die Markungen nicht dauerhaft, ul dergleichen Gräben, Gränzhügel, Markſcheide, il: Pronen, hölzerne Säulen und Pfähle beſonders Ait auf Wieſen und loſem Boden u. ſ. f, ſind, da 106 ſollten die Gränzbeziehungen alle Jahre geſchehen. wun na) Nachbaren können ſich ein vor allemal einen ge- vl wiſſen Lag zur Gränzbeziehung geſeßer haben, wo- M 4 bey es denn verbleiben muß, es wäre dann, daß at ver eine Theil Chehaften einzuwenden hatte, weß- fm Au valb er dem Nachbar ſolches in Zeiten anzuzeigen, vun und einen andern Tag vorzuſchlagen gehalten wä»- unh re. Wo aber keine, in alten Gränzreceſſen feſt« geſeßte, Tage zum Gränzzuge beſtimmet ſind, da 7) ih müſſen die Partheyen jedesmal über Tag und Zeit| | ſich vergleichen. Der Nachbar iſt aber übel dar- Au an, welcher mit dem andern in Uneinigkeit le end H bet, derſich mitihm über die Haltung eines Gränz« ehem 6 duges nicht verſtändigen will. In den meiſten pn May kändern fehlt hier noch das Polizeygeſeß, welches When mern dem AFer, auf der und der Acker« (hen, 8 parcelse oder Breite ausgeſäet worden, wie viel edenſchlag Mandeln, Schocke oder Stiege, nachdem die ude bey kande8gewohnheit die Garben zuſammen ſebßet y Pflügen und zähler, davon, und in welcher Güte, wiedev „ etwa bey gewonnen worden. Man bemerket, warum das er froden Kora mehr oder weniger gemandelt oder geſcho>et; m Wie obs von dieſer oder jener mißlicher Witterung des + welches Herbſtes, Winters, Graphs oder Sommers ung einer herrähre; ob das Korn zu Lager gegangen z; die- der Gan ſes oder jenes geſchröpfet worden, lang oder kurz iſar, ins Stroh, und warum, etwa, gewachſen; dicke der Val: oder dünne und warum geſtanden; dieſes oder je? (uf große nes Unfraut, als Windhalm, Hederich, Hunger- ſter gleich: blume, Camillen, Treſp, Lol ſch, wilder Haber u, ws 1. Ff. f. die Oberhand gehabt, und ob nicht fünftig yubeglt Vorkehrungen zu machen, dergleichen ſ[M8 en 28 Erſtes Kapitel. Unkräuter durch eine veränderte, frühere oder ſpätere Beſt: lung, durch Anſchaffung reineren Saatforns, dur?) Verwechſelung deſſelben mit Forne aus entferntern Gegenden, welches etwa geſcen, bis ein beſſer Jahr kömmt. Diejenigen eh 1if Bauern, die obige zwey Säßenicht zu ihren Wirth- i: Dausvater 3, Band, C ſchafts- Erſtes Kapitel, ſchaſtsregeln angenommen und ihnen beſtändig nachgehen, fommen bald in Werfall und Schul- den, wenn man ſie ſonſt ſchon als arbeitſame Leu- te muß paſſiren laſſen. Beyläufig kann man aber auch aus Obigem erſehen, wie man ſich und an- dern jenen Saß deuten müſſe, da man ſagt: Wenn der Bauer tein Gold hat, ſo hat der Bür- ger auch nichts. In Mißwachsjahren oder bey allzuniedrigen Kornpreiſen nämlich ift der ordent- liche Bauer ein Sparſamer, der ſodann wenig oder nichts dem Bürger oder Handwerksmann in den Städten abfauft, ſo wie der liederliche oder unordentliche Bauer auch in guten Jahren nie- mals ſo viel übrig hat, daß er dem Bürger was Sonderliches könne zu verdienen geben, ce) Findet man in größern Wirthſchaften Männer, die über Einnahme und Ausgabe ſo wenig Rech- nung führen, als einen gewiſſen Wirthſchaftsfuß darauf gebauet haben, ſo wird man ſie vielleicht nur als Knickfer oder Originale in ſo genannter Zuſammenſchinderey ordentlichen, auf Ehre und Reputation haltenden, und einem Wirthſchafts- etat nachlebenden Wirthen, entgegen zu ſtellen ha- ben. Von der erſten Art. iſt Zorbin, der gern ärndten mag, wo er nicht geſaet. Er berei- chert ſich von heimlichen und offenbaren Betrü- gereyen, womit er alle, die ihn nicht fennen, als ſeine Beute anſiehet, die er ſeinen raubbegierigen Klauen nicht entwiſchen läßt. CEriſt in ſo übelm Rufe, daß ihm aus den benachbarten Städten kein Schuſter mehr ein Paar Schuhe machen will, wenn er nicht voraus bezahlet. Er läßt al- les auf Rechnungen machen, und ſie geflieſſentlich recht groß werden, um, wenns-irgends nur gehen will, ſie gar nicht, oder höchſtens nur zum vier- ien 'W beſtändig ( und Schul: (beitſfame Soy ann man aher ſich und ams 4 man ſagt: ) hat der Bir. ayven oder bey ft der ordert: ſodann wenig ÖwerfSmann erliche oder Jahren nie: Zürger was j 1 Männer, enig Nech- hſhaftsfuß ie vielleicht )(enannter | Ehre und th ſchafts- zu ſtellenha: bin, der Er berei- ven Betr: nnen, als begierigen n ſo übelm 1 Städten he machen Epläßt al: fieſſentlic) g nur gehen : zum piwls (en Allgemeine Regeln. 35 ten Theile, ſelten zur Hälfte zu bezahlen. Wenn in ſeinem Vorſaale Profeſſioniſten, ihre Weiber, Witwen oder Waiſen mit ihren Zetteln in der Hand warten, hungern, frieren und zittern, bis der reiche Betrüger herausfommen, und ihre EScquldſforderungen annehmen, oder ihre Klägen anhören wird, ſo läßt er ſich verläugnen, oder er geht durch Hinterthüren zum Hauſe hinaus, wenn das Fluchen oder Winſeln der Betrogenen ihm zu laut wird. Sie wären auf immer verloh- ren, wenn ſie ſeine Unterthanen wären. Wenn er dieſen was wegnimmt, ſo leiden ſie es ſtille und geduldig. Sie ſind mit Schäden klug geworden. Er ſtellet ihnen, wenn ſie mahneoxw, oder ſich über Unrecht und Gewalt beklagen, ſo lange nach, bis ſie davon laufen und fröh ſeyn müſſen, daß ſie mit geſunden Knochen oder nicht verlohrner Frey- heit davon fommen können. So wirthſchaftet Rorbin mit Menſchen, die nicht ſeine Hausge- noſſen ſind. Dieſen begegnet er ſchonender, aber nur deßhalb, daß er ſie deſto mehr zur Arbeit an- ſtrengen könne, Sie bekommen aus gleicher Ur- ſache zwar ſatt, aber deſto ſchlechter zu eſſen. Da- gegen ſieht es deſto ſchlimmer um ihr Jahrlohn aus. Weil er nur Geld einnehmen, aber gar nichts ausgeben will, ſo wird den Dienſtboten zu- leßt ihr blutſauer verdienter Lohn gemeiniglich un- ter mancherley höchſt ungereimtem Worwande zu Waſſer gewacht, Sv kam z E. die Schweine- mägd vor einigen Jähren um ihven drepjährigen 2ohn, weil ihm der Schlächter vier gemäſtete aber finnichte Schweine nicht abkaufen wollte« Der Herr ließ ſie ſich ſelbſt ſchlachten, und ſich Würſte, Fleiſch und Spe recht gut davon ſchme- Een, Weil er aber doh auf das baare Geld von CG 3 ben 26 Erſtes Kapitel. den Schweinen gerechnet hatte, ſo mußte die Magd dafür ihr Lohn einbüſſen. Denn er ſagte, ſie habe Finnen im Geſichte, und ſie müſſe von dem Waſſer, womit ſie ſich gewaſchen, in das Spülicht oder Trankfaß gegoſſen und eben hiemit die Schweine angeſtet haben. Rorbin würde auf dieſem Fuße ſchwerlich Geſinde haben können, wenn es nicht die Kinder ſeiner Unterthanen wä- ven, die ihm auf gewiſſe Jahre Zwangdienſte thun müſſen. Und da ſeinen Dienſtboten die Ge- ſinnungen ihres Herrns ein für allemal bekannt ſind, ſo müſſen ſie ſich in ſeine Weiſe finden, und denken, es ſey beſſer etwas als gar nichts von ihm zu beſommen. Sie nehmen nämlich von ihm mancherley Wirthſchaſtsprodukte, als Flachs, Wolle, Korn, Butter, Käſe, Eyer u,ſ. f. für ihre Aeltern und Werwandte, es ſey an dem oder nicht. Dieſe Produkte rechnet ihnen der Herr aufs theuer- ſte an, wenigſtens ein Drittheil höher, als der markgängige Preiß iſt. Auf ſolchen und derglei- chen Wegen muß freilich Rorbin was vor ſich bringen; er hält nicht Rechnung über Cinnähme und Ausgebe, wei! er die lektere überall vermei- det, wo jie ein Mann von Ehre nicht vermeiden fann und darf. Und da dieſes jenem Ungerech- ten bewuſt iſt, ſo halt er allem Anſehen nach wohl deßhalb fein Verzeichnis über ſeine Cinkünfte, um davon nicht die Controlle eines böſen Gewiſ- ſens zu haben, oder die Biſſe deſſelben in der Ein- ſamkeit, beym Ueberleſen himmelſchreyender Sün- den, nicht zu erregen. Cs iſt nun ſchon ſein Etat, zu nehmen, wo ſich was findet oder finden läßt, und das Geld, das er einmal in Händen Hat, nicht wieder von ſich zu laſſen. Ali-« mußte die "hn er ſagte, müſte von m, in das | hen hiemit vbin wie aden fönnen, vthanen wd wangdienſte ofen die Of: 19! befannt nden, und nichts von mlich) von (8 Flachs, f, für ihre oder nict, ſs theuet- „(Us der 1d dergl 8 vor ſic Einnähme gil vermel- „vermeiden Ungerech- nac) wohl Cinfünfte, ny Oewiſ: 1 der Ein- nder Sün- ſchon ſein der finden n Handen Wir Allgemeine Regeln. 44 Alidor weiß auch nichts von einem Wirth« ſchaftsfuße, da er von ſeinem Guthe recht anſehn- liche Einfünfte haf, die aus vielen und ſehr ver- ſchiedenen Wirthſchaftsobjecten entſtehen. llein er bringt nichts Sonderliches vor ſich. Er iſt ein ehrlicher Mann, der an Korbins, feines Nach» bars, Niederträchtigkeiten ein gerechtes Mißfal- len hat. Alidor bleibt ohne Schulden. Er bauet und beſſert nicht viel an ſeinem Guthe, weik ſein Vater ein ſcharfer Wirth war, und überall alles aufs genaueſte hervor geſuchet hatte, die Wohngebäude aber ſowohl, als die Wirthſchafts- gebäude ganz neu und aufs dauerhafteſte errichtet hatte. Der Sohn hätte nur dergleichen Gebäus de aufführen, und ſo viele neue AFer- und Wie- ſenverbeſſerungen, wie der Water, unternehmen ſollen, ſo würde es mit ihm nicht allzuwohl ſkehen. Daß er aber noch ſo beſehen kann, kömmt da- Her, daß er in allen Stücken das Mitrtelmäſſige liebet, in der Kleidung aber und in der Art zu ſpeiſen ſeinem Stande faſt zu wenig genüge. Man will ihm überdem zu viel Bequemlichfeitse liebe nachſagen. Noch mehr aber dieſes, daß er feiner Gemahlin es zu verdanken habe, daß er in feiner Wirthſchaft nicht zurück kömmt, indem ſie in ihrem Hausweſen völlig meiſterhaft ſey, und eben hiemit die Leeren wieder ausfülle, die Ali- dors vernachläſſigter Wirthſchaftsetat eatſtehen läßt. Skoridor ließ es ſich von der gnädigen Mama recht jung ſchon vorfagen, daß ihm ein Hofmei- ſter nur zum Modemitmachen gehabten werde, und daß fie Geld genug habe, ihm, da der ältere Bruder das Guth haben müßte, ein Paar Dohm= Herenſtellen zu erfaufen.. Er dürfte alſo kein C 3 Sulz 38 Erſtes Kapitel. Edulfuchs werden, und ſeinen Stand beſchim- jeh pfen. S&loridor, der verzärtelte Junker, fing“. bald an, ſeines gelehrten Hofmeiſiers zu ſpotten, M und dieſer, da er ſahe, daß die gnädige Frau 57 mehr als der gnädige Herr im Hauſe zu gebieten" hatte, wollte ſich ebenan Sloridorn die Märtyrer- D| krone nicht verdienen. Ju den wenigen Stunden,"vy die zur Unterweiſung der jungen Herrſchaft be- vy ſtimmt war, ließ er das Mutterſöhnhen machen 19 was es wollte, Gern hätte er doch ſelbigen das'Y Schreiben und Rechnen beygebracht, allein Slo-'D ridor war nicht zum Ernſt zu bringen, wenn(0 ſein Mentor ihn dahin haben wollte. Er wollte 8 nur immer, daß dieſer ihm luſtige Hiſtörcelt. Cs ka- men mancherley Unglücksfälle dazu, als Viehſter- ben, Hagelſchäden und einige Mißwachsjahre. Er war ſonſt ſehr unverdroſſen in ſeiner.Wirth- ſchaft, und ließ ſo leicht keinen noch ſo gering ſcheinenden Vortheil aus den Händen. Er wür- de, wle es einem Wirthe oblieget, auf künftige Unglücksfälle was beygelegt und erubriget oder auf die Vermehrung ſeines Vermögensſtammes C 4 Rücke Erſtes Kapitel, Rücſicht genommen haben, wenn ihm ſein Etax, oder der auf dem Papier präſentirte Ueberſchlag ſeiner Einfünfte den wahrerhZuſtand ſeines Ver- mögens jährlich vor Augen gelegt hätte. Da er aber hierüber in einer Ungewißheit fo hinlebte, ſo merkte er ſeinen Verfall nicht eher als aus ſeinen Schuldbriefen, da er ſahe, daß die Summeſeiner Paſſivſchulden weit größer, als die von ſeinen Activ» ſchulden geworden war. Er mußte alſo von Jah» ren zu Jahren ſtärkere Zinſen ſeinen Gläubigern geben, unv immer mehr Geld aufborgen, da er ſeinen Umfturz den Augen der Welt verbergen, utid von den vielen Gerechtſamen ſeines Guthes Feine einzige verfaufen wollte. Denn ſo ſehr die- ſes ſonſt ein Fehler der Landwirthe feyn muß Ret. 5.) ſo wäre es doh Sloridors nunmehri- gen Umſtänden ganz gemäß geweſen, einen Theil ſeines Guths zu veräuſſern, um das übrige Gan- ze zu retten. Nun fiel er aber immer tiefer ins Verderben, da er an einem Hausbuche und dar- auf beruhenden Wirthſchaftsfuße keinen Leitfaden hatte, der ihn aus ſeinem Labyrinthe hätte her- aushelfen können. Ev ſteht, wie man ſagt, vols lig auf der Kippe. In welchem Lichte gegen die vorhergehenden: Zandwirthe nimmt ſich nicht der früh verwayſet ge- weſene Rlearch aus, der von ſeinem in Kriegsdien- ſten verſtorbenen Vater mit ſeinen Gütern alle ſei- ne Schulden erbete, und kaum ſo viel übrig batte, daß er Standesmäſſig hätte können erzogen wer- den. Einer ſeiner Oheime nahm ihn zu ſich ins Haus, und ließ ihn mit ſeinen jüngſten Söhnen bey ſich durch einen geſchickten und treuen Hofmei- ſter ſo erziehen, daß er ihm für die Erziehungs: koſten nichts anrechnete, Seine Güter un Wah= me CEE AE EIIIE AT Ef GEIE 23 15x ui 8 EEE NEZ 3-* LIEN BE GENT WEIN LE. CNE SG nn Rdn 2 NE R Si ink wr| 1 "fein Etat, Überſchlag ſeines Yer, Ww. He , f& 3 aus ſeinen DUmmeſeinet ſeinen Activa alſo von Jah: Gläubigen "Jen, da e& verbergen, 18 Outheg ſo ſehr die- ſeyn muß hunmehr- nen Theil rige Gan- tiefep ins und dar- (m Leitfaden jergehenden“ wapfet 9e- rlegsdien en alle fel: brig hatte, ogen wer: y ſich) ins n Sohnen 1 Hofmel: ziehung: tex wurden (ij: Allgemeine Regeln. 41 währender Minderjährigkeit von den Vormündern in Pacht ausgethan, die ſo nothdürftig hinreichte, die Intereſſen von den auf die Gürher haftenden Schuldenabzuführen. Währender Pachkzeit wurde an feine Meliorationen gedacht, deren die Güther ſehr fähig waren. Denn welcher Pächter wird ſolche unternehmen, da ſich der Nußen davon ge meiniglich erſtin der Folge, nach verfloſſenen Pacht- jahren recht ergiebet. Und welcher Pachter wird dazu den Vorſchuß thun wollen, wenn er keine Ges wißheit vor ſich haben kann, daß er ſein ausgelegtes Kapital mit reicgem Wucher bald wieder werde her- aus bekommen können? Rlearchs Oheim, der vie Guüther von auſſen und innen kannte, unterres- dete ſich mit dem Hoffnungsvollen Neffen öfters über die Verbeſſerungen derſelben, und zeigte ihm, wie und wo ſie recht anzugreifen, undhiemit neue Einnahmequellen zu eröffnen wären. Der geleh« rige Rlearch war ein auſmerfender Schüler ſei- nes Lehrmeiſters, und prägte ſich die Anweiſun- gen deſſelben aufs beſte ein, um davon zu feiner Zeit Gebrauch zu machen. Der Oheim glaubte aber ſeinen Neffen nur halb auf die Spur zur Ver- beſſerung ſeiner Güther gebracht zu haben, wenn er ihn nicht in der Kunſt des wirthſchaſtlichen Buchhaltens zugleich mit unterwieſen hätte, Er gab ihm daher nicht nur öfers feine Special- und Generalbücher in die Hände, um daraus was ab« zuſchreiben oder zu copiren, ſondern er mußteauch auch allemal zugegen ſeyn, wenn des Hheims Ver- walter und Wirthſchaftsſchreiber ihre Rec, den man in und bey der Wirthſchaft davon haben ſoll, nicht erreichet werden. Dieſer ſoll aber hauptſächlich darin beſtehen, daß man den wahren Zuſtand ſeines Vermögens, deſſen Ab- oder Zunahme daraus erſehe, und hiernach ſeine Maasregeln nehmen könne. Hat man nun eingebildete, oder ungewiſſe Einkünfte als wahre, gewiſſe und beſtändige angeſeßet, ſo iſt der davon formirte Etat betrüglich. Ein Landwirth muß daher gewiſſe Cautelen in Obacht nehmen, um ſeinen Wirtbſchaftsfuß ſo gründlich, als nur möglich ſeyn kann, feſtzuſtellen. a) Wenn die in der Landwirthſchaft zu erzielenden Naturalien nebſt ihren Preiſen ſich alle Jahr gleich wären, ſo würde man mit dem Etat bald fertig ſeyn, und ihn ohne ſonderliche. Weitläuftigkeit bes richtigen können, Dieſerhalb muß man die Ein- fünfte 44 Erſtes Kapitel. Fünfte von mehrern vorhergehenden Jahren zuſam» men nehmen, ſie zuſammen rechnen, und ſodann aus der ganzen Summa für jedes Jahr ein glei- ches Quantum anſeßen, oder welches einerley iſt, die Zahl der Jahre in die vorgedachte Hauptſums- me dividiren. Man kann hiezu 6 Jahre nehmen, ſo wie man gern eben ſo viele bey Pachtungen feſt ſeßet. Hätte man aus richtig erhaltenen Haus- büchern 9 bis 12 Jahre vor ſich, ſo würde der feſt zu ſeßende Etat deſto gründlicher und zuver» läſſiger werden müſſen. b) Unter den zur Norm angenommenen vorhergehen« den Landwirthſchaftsjahren müſſen feine mitge. nommen werden, in welchen eine auſſerordentli« en zu laſſen. Hiezu hakte er ein Paar hundert ShoX Stroh aufgeſammelt, die theils von ſeinem eigenen Ge- winn« rden, beſor: flices Jaht den Wuführet | Venen iſi, er Candi: en müſſen un Net Reihe n ct bepgefüge daß wir by 1 und fallen 3 aWerwahr: ichfeiten ja | die zuvor e ſo leicht 4 mancher ) hindurch wohl gar Raabe, als erleben, Vorwirths, hren 1738 flihe.Jahrt neh ſchafts: ufehnlichen Ende der zeichneten); die Haupt: Vorwirtys binnen ve, die mit | zu(aſſe od En) agner MIN Allgemeine Regeln. 47 winnſte, theils aus der Nachbarſchaft, das Schock zu 24 Thlr. erkauft waren. Im Nachwinter 1740 fam das Schock Stroh an die 10 Thir. und darüber, da es hin und wieder auch mit 15 Thlr, bezahlet ward.&reymuth, ſo hie3 dieſer Vorfahre des Rapmunds, war ein zu gu- ter Wirth, als daß er eine ſo ſchöne Gelegenheit für Stroh ein Paar tauſend Thaler zu gewinnen, hätte aus den Händen laſſen ſollen. Seine Dä- cher waren noch nicht ſo ſchadhaft, da ſie nicht noch einige Jahre hätten aushalten ſollen. Er konnte nach dieſen ſich Rohr ſehr wohlfeil anfau- fen, und damit ein weit dauerbhafteres Dach, als vom Stroh, machen laſſen. Der harte Winter des nur gedachten Jahres hatte ſoviel Saaten verdorben, daß ein ſehr hoher Kornpreiß davon entſtand. Der Waizen gerieth am wenigſten, weil er, da gleich nach Michael ſchon ſtarke Frö- ſie eintraten, in der Milch erfror. S8reymutrbh hatte bey ſeinem Guthe ein ſogenanntes Bruch, welches in gewöhnlichen Jahren, ſeiner Näſſe hal- ber, nur ſchlecht zur Viehzucht benußet werden konnte, Der Sommer des Jahres 1739 war ſehr trocken, weshalb ſein Bruch, während das Vieh auf höhern Orten Mangel am Graſe hatte, ſo hinlängliche und fette Weide ſeinen Heerden darreichte, daß, nebſt ſeinem jungen güſten Horn- viehe, auch die Ochſen ſich fett freſſen konnten. Er verkaufte mit Vortheil gedachte Thiere an die Schlächter, und gedachte ſich mit ſeinen Pferden allein auf dem AFerbaue zu helfen. Nachſtdem daß er in der Folge das hiedurc LAL SEE ERS ZIT CE EE Be zap Dik| j Tx FE 77 LES WEHE EG A DEE Slime is ele Mb te... de=>=. I| afin, Od en höhen Nys werden,- feß: 47%) 4 rige Art Haus: Verwalten ins 1[,f, Verände Veränderung Verbeſſerungen Unfte auf din Fu, R auf das Oy ſondere Thal haupt verbet Merechtigfe: end gemacht, ntfenter und ide mit när - Biſendere deſſert, wenn geſekte Füder ngen dawide! n guter Jede » auSgetront ader, oder die ' / ſo muß man die nüßlich- ſind, und die ieder einbrin t auſhörende! ngen, folglid juſte abge?! ver Untern!) joration, 1 abet, je) 0" Allgemeine Regeltt, 582 ob man beſage ſeines Wirthſchaftsfuſſes die Ko- ſten dazu aus den jährigen Einfünften des Guths beſtreiten kann, es wäre denn, daß man bereits ſo viele Kapitalien ausſtehen hätte, um davon eie nen Antheil zu ſeinen neuen Unternehmungen ge- brauchen zu können. Iſt man fein ſolcher Kapi- taliſt, undwollte, da der Etat nicht zureicht, Geld aufborgen, ſo müßte man ſeiner Sache ſo gewiß ſeyn, daß man es genau überſchlagen kann, es werde die projectirte Melioration Kapital und Intereſſen binnen wenig Jahren abwerfen. Der Mangel dieſer Vorſicht ruiniret die ſonſt beſten Wirthe, und macht, daß ſie Zeitlebens Stümper bleiben, die nie aus ihren Schulden wieder her- vorfommen können. Man findet daher, daß die meiſten Guthsbeſißer, die, auſſer dem daß ihre Gütrher Schuldenfrey ſind, viele ausſtehende Ka- pitalien haben, auf dem gemeinen Wege geblieben, nach der Weiſe ihrer Väter fortgewirthſchaftet, faſt alles auf dem alten Fuße gelaſſen, und ſich in gar feine Meliorationen, oder wenigſtensin ſehr leichte, oder nur alsdenn in ſchwere, nachdem ſie erſt genug Reichthümer erworben, eingelaſſen ha- ben. Die meiſten Landwirthe hätten ſich unge- zweifelt gehalten, wenn ſie ohne Schulden gewe- ſen, und nicht obendrein aufs neue Schulden gee macht hätten, um neue Unternehmungen damit zu beſtreiten, und ſich hiemit helfen zu wollen» Jeder wird um ſich her recht waere Männer ken- nen, die deßhalb das Unglück gehabt, ſo ſehr tief herab zu fallen, weil ſie ſich von zu vielem Feuer Ihres Verbeſſerungsgeiſies Fortreiſſen lieſſen, über die Kräſte ihres Wirthſchaſtsfußes hinweg zu ſea hen, und hiemit das Ziel völlig zu verfehlen, 34 Srucht- WH 54: Erſtes Kapitel,| Srüchtlieb war faum Beſiker ſeines jeßigen prin Guths geworden, als:er bemerkte, daß ſein Vieh- nich! ſtand nicht das rechte Verhältniß gegen ſeinen hint Acerbau habe,„und daß ihm ſeine Ackerfelder Dich mehr eintragen müßren,„wenn er ſiemit mehrern| un Dünger angreifen könnte. Seine Vorfahren hat- veiht ken ſich: ſo nothdürftig mit jährlicher Anfaufung M des. benöthigten Heues aus.der Nachbarſchaft. durchgebracht, welches aber zu Zeiten ſehr theuer iw bezahlet werden mußte, und ſodann keinen Ueber- W fluß in der Einnahme eines theuren Heujahres 0: verſiattete, Es waren Wieſen beym Guthe; es“ waren ihrer aber nicht ſo viele, daß das davon"n gewonnene Heu auch in den fruchtbarſten Jahren fe Hatte zureichen ſollen, um die Winterfütterung 4 der zweyten Klaſſe nur dann und wann zu haben. DW Sruchrlieb überſahe ſeinen Wieſenſchlag, und pH fand, daß ev ihn gleich im zweyten„Jahre ſeiner N* Haushaltung ſo melioriren könne, daß das näm- wit,| liche Jahr bereits die angewandten Koſten wieder 6 bezahlen konnte. Ev ſchaffte 1) die Frühjahrsbe- mgl hütung ſeiner Wieſen ab, indem das Vieh bis in On die Mitte des Maymonats, nach faſt durchgän- vv giger Gewohnheit, die Wieſen ſo kahl hielt, daß ir nach-Endigung der Abweidung, wenn troen und vx heiſſes Wetter eintrat, das Gras nicht in die H8- an he theils fommen, theils aber- ſich nicht dicfe eg genug belegen fonnte, Wenn Fühles und regnich- pul tes Wetter zur Zeit der abgeweideten Wieſen ein- in trat, ſo erhohleten ſie: ſich noch eher, aber doch Wieſ nicht in der Maaße, daß er daraus zweyſchürichte m datte machen können, wie er ſolches nach abger+- 1, ſchafter Frühjahrsbehürung wirklich thun fonnte, m Der vierte Theil der Wieſen war ſehr niedrig be- Ay iegen, und wenn dex ſehr naſſe Grund auch bey Wel der vel, SENER WEZ ee AE LS EEE ie ib Bi än 40 5ER EE abi a nä Ehe Kamei* me ii iind denk ee Minnie Sim [eines jeßlgen vb ſein Vieh ) ged feinen ine Afuflder Fe mit mehrern Verſchten har he Vofarfun Tahbuſchet eiten ſehr hau 1 feinen Hehe: rein Deujehn m Outhe:& ß das davon tſfen Jahren nterfütterung nn zu haben, ſchlag, und jahre ſeiner ß das näm- oſten wieder Frühjahr800 Vieh bis in ſt durchgän: hl hielt, daß n troden und ht in die Hi: nicht didde j und regni Bieſen ein: aber doch veſchunihtt nach abg“ thun font e niedrig und auß 11) bw Allgemeine Regelt. 55 der trockenſten Witterung nach geendigtem Vieh- triebe Gras aus ſich ſelbſt wieder in die Höhe bringen konnte, ſo hatke das darauf geweidete Vieh den größten Theil derſelben durch ſein Hin- treten in Koth verwandelt, ſo daß nur etwa der dritte Theil der Oberfläche grün war, die andern zwey Theile aber ſchwarz und unfruchtbar blieben. So mußte es auch ferner geſchehen, daß zur Zeit der Heuärndte viel Heu verlohren ging, indem es in die von den Fußſtapfen der Weidethiere ent- ſtandene Löcher hineinfiel und hiemit der Harke oder Rechen entging. Immittelſt fand Sruchtlieb gleich in dem Jahre, da er die Beweidung ſeiner hohen und niedrigen Wieſen aufgehoben hatte, daß ihm die- ſe neue Einrichtung ſchon ein Drittheil Heu mehr, als ſonſt, beſage der Wieſenregiſter, eingebracht hatte. Dieſes hatte ihm zwar den Herbſt zuvor was gekoſtet, da er nämlich viel Stroh zuſam- mengefaufet hatte, um ſein Weidevieh deſto län- ger im folgenden Frühjahre, Behufs der abzuſchaf- fenden Frühlingsbeweidung der Wieſen, in den Stall, und ſo lange fürtern zu können, bis die ge-, wöhnlichen Huthungspläte vollkommenes Gras erlangt hatten. Das nunmehr gewonnene Heu betrug aber, im Mittelpreiſe genommen, zwey- mal fo viel, als die Ausgabe für Stroh im Herb- ſte zuvor geweſen war. 2) Jm nächſifolgenden Jahre ſchaffte Sruchrlieb ſich einen Wieſenhobel und eine Walze an, Mit erſterem ließ er ſeinte Hohen Wieſen gerade hobeln. Bey ſeinen Vor- fahren waren ſolche überall voller Maulwurfshü- gel geworden. Dieſe betrugen gewiß den ſechſten Theil der ganzen Oberfläche. In trockenen Jah» ron trugen ſie gar kein, oder ſo kurzes Gras, daß D 4 es RARE EE ID LONI AEH KNIE SA Si 56 ELIA 022 Pia. Sm 14«dte Ge EHCHIT 4a"15 WOR RSEIES WU." 4. os WP BELEE WIRRT A Erſies Kapitel. es von der Senſe nicht ergriffen werden konnte, Das Abmaähen dieſer Wieſen erforderte viel Zeit, indem die Mäher ſehr langſam, und mit ſehr fur- zen Hieben mähen mußten, um mit den Senſen zwiſchen die feſte, hohe und breite Hügel durch» und vorbeyzukommen. Die abgehobelte Erde ließ Sruchtlieb zuſammen ſchleppen, und auf Hau- fen bringen, damit der Raſen verrotten und furz werden möchte. Dieſe Raſenhaufen wurden übers Jahr auf nahbelegene Sandäcker, ſtatt des Dün- gers, gefahren, und thaten eine vortreffliche Wir- Fung. Die Walze mußte die niedrigen Wieſen platt drüFfen, und eine gerade Oberfläche machen, wovon ſie nun noch ein- und mehrmal ſo viel Gras hervorbringen konnte. Jn eben dieſem Jahre fand Sruchrlieb, daß er bereits ſo viel Heu mehr gewann, als er und ſeine Vorfahren ſonſt Hatten kaufen müſſen. Er war ganz nahe au die erſte Klaſſe der Winterfütterung, das heißt nach der G&G. 17: Er hatte ſchon ſo viel Heu, daßer ſein Rindvieh meiſt mit Heu allein ernähren kfonn- te, 3) Im Jahre darauf ſchritt er zu einer Haupt- melioration, die ihm ſo viel Geld foſtete, als der Ueberſchuß von zwölf folgenden Jahren nach ſei- nem bisherigen Wirthſchaftsetat betragen. konnte. Er ſahe aber zugleich, daß er nach ausgeführtem Plane ſein ausgelegtes Geld binnen drey Jahren nicht nur wieder haben, ſondern auch hierauf jähv- lich ſechsmal mehr würde einzunehmen haben, als Der nunmehrige Meliorationsaufwand betragen würde. GSein Feld hatte eine Anhöhe, in wel- eher ſich viele Quellen befanden, die theils nicht ausgegraben, theils ihnen ſelbſt überlaſſen nicht recht geleitet waren, und daher den einen und be- ſten Theil des AEerfeldes mit ſy überflüſſiger jn Cxmas R MNT EINE) BEZEL ICTMEN. IRRD SEITE Uke E hate 4 10 IT I DE ILI PN verden Enn, Verte viel Zeit " miſche füt: nt den Geufen te Qügel irh; Wobelte Erdelig „und uf Ou wotten und biß en wurden iberß ſtatt des Dit: „troffliche Div drigen Wieſet fläche machen, [ ſo viel Oras dieſem Jahre 3 ſo viel Heu otfahren ſonſt 1 nahe ax die das heißt nac) e( Heu, daß! nähren font zu einer Haupt: ) Foſtete, al5 Dt! jahren nad) ſel: betragen fonntt ) ausgeführtem m deen Jahren q hierauf jäht von haben, aus vand betrage (öhe, in 8“ je(Heils nig! ive 7 weine u eee aſſy h ( Allgemeine Regeln. 57 erfülleten, daß beſonders in regnichten Jahren die Saaten theils ausſauren, theils voller Windhalm werden mußten. ZSruchtlieb traf es ſehr richtig, daß er die Quellen aus- und aufräumen und ihren Ausfluß in einen Hauptgraben bringen ließ, wel« chen er nicht nur durch das Acerfeld hindurch lei- tete, ſondern auch ſelbigen hierauf mit einem klei- nen, neben ſeine hohen Wieſen hinflieſſenden Bach, der des Sommers nur ſehr wenig und un- tiefes Waſſer enthielt, vereinigte, Dieſen Bach ließ er nun tiefer und geräumiger, aber auch hin und wieder mit kleinen, nicht ſonderlich viel'ko- ſtenden Schleuſen anlegen, daß er ſeine hohen Wieſen Winters und Sommers wäſſern konnte, ſo oft es die Nothdurft mit ſich brachte. Nun hatte er a) feinen Ausfall am Korngewinnſte auch in naſſen Jahren mehr. b) Sein Heugewinnſt wardaufden hohen Wieſenaber nun ſo ſtark, daß, da er vor abgeſchaffter Frühjahrsbehütung nur ein- mal konnte mähen laſſen, nach angebrachter Be- wäſſerung jährlich dreymal kann mähen laſſen. Er hat aus einſchürichten Wieſen dreyſchürichte bekommen. Er iſt hiermit ſo weit gekommen, daß er in dürren Jahren wenig oder gar keinen Heuausfall erleidet. Er erſeßet den Mangel des Regens zu rechter Zeit mit ſeinen Waſſerleitun- gen, und hat ſodann mehr Heu, als diejenigen ſeiner Nachbaren, von welchen er vov der Melio0- rationsepoche ſeines Guths das Heu hatte erkau- fen müſſen. c) Nun hat Sruchtlieb die ehemali ge Rubrique: Ausgabe für angekauftes Heu, ſo fort aus ſeinen Regiſtern weglaſſen können. Da« gegen befindet ſich eine neue in den vorigen Bür- er, Wieſen oder Weide zu haben. Man irret ſich ſehr. Er wollte gar nicht dahin, ob es ſchon die ſeparirte Commun glaubte, undihn verlachte. Der lacht am beſten, dachte Ulphil, der am lekten lacht. Jachdem er ſein Gebüſche ausgerahdet und pla- niret harte, ſo theilte er es in gewiſſe Quartiere ein, und ließ eines nach dem andern aufs neue mit Holz bewachſen. Aber der Thore durfte ja nur, da ſein Gebüſche aus lauter Ellern beſtand, das Gebuſche ſtehen und ſchonend aufwachſen laſ- ſen, ſo bedurfte es ja nicht des Ausrohdens, da Ellernholz, nachdem es abgehauen iſt, immer aus dem Stamm wieder auswächſet? Ulphils Philoſophie war aber dieſe. Meine Ellern müſ-» ſen aufihren Stämmen viele Jahrhunderte, viel- leicht richtiger geſagt, Jahrtauſende, geſtanden, das Holz eben ſo lange davon abgehauen und wieder gewachſen ſeyn. Sollten die Wurzeln in jd langer Zeit immer gleich geſund, nichts davon abgeſiorben und verältert ſeyn? Sollten die Roh- ren jo veralteter Wurzeln nicht an den meiſten Stellen verſtopfet,“nicht zu ſehr verengert ſeyn, daß man annehmen muß, jüngere Wurzeln wer- den ihren Stammen, oder Bäumen mehr Nah- rung zuführen, michin einen geſchwindern Holz- wuchs befördern? Dieſes Raiſonnement unter- ſtüßte er durch fremde Erfahrungen. Er kam in der Hauptſkadt des Landes mit einem Edelmann inein Speiſequartier, mit welchem er über Wirth- ſchaftsſachen zu ſprechen Gelegenheit fand." Da er an ihm den rechten Mann vermerkte, ſo trug er ihm ſein eben erwehntes Raiſonnement vör, Dit: AUSgerohdet m feln Holz er. Wieſen ſeht, Er die ſepatirte . Der lacht leßten lac, det und ple ſſe Quartiere "1 aufs new ve Durfte j4 m beſtand, achſen laſs hdens, da |, immer Ulpbils lern miſs erte, viel: geſtanden, jauen und durzeln in ſte und zweymal ältere ſeiner Nachbarſchaft. Dieſe reicht nicht zu mit dem Holze ihrer nun in genauerer Schonung befindlichen Gebüſche. Binnen etwa fünf Jahren kaun Ulphil Holz ſchlagen laſſen, und es denen im thyuerſten Preiſe verkaufen, die ihn zuerſt verlacht, und für einen ſchlechten Wirth ge- halten haben. GSein Wirthſchaftsfuß hat gar nichts gelitten. Da das Holz in ſeiner Gegend ſehr heuer iſt, ſo war das aus dem abgehauenen und verkauften Holze'gelöſete Geld hinreichend, die Koſien der Abzugsgräben und des Ausrohdens der Stämme zu beſtreiten. Man ſagt, daß, da er die ausgerohdeten Wurzeln gut verkaufen kön- nen, ihm noch ſo viel Geld übrig geblieben ſey, daß er davon genug gehabt, um, ſich in noch fol- genden ſechs Jahren ſein Brennholz dafür wieder anzufaufen. Nachdem er ſeinen jungen Aufſchlag nur zehen Jahre geſchonet hatte, konnte er bereits da er gar nicht dünne, ſondern ſo diefe aufgeſchoſ- jen ME ACG uta om deren= EIIIE<<< CT IIR name m M BIE LIE CEM u wnn eee ICD RAIT TIR WEH Erſies Kapitel, ſen war, ſelbigen auslichten, und überall ſo ſtar- ke Stangen abhauen laſſen, daß er des Holzkau- fens gar nicht mehr bedarf, und rühmet, daß er vor der Separation kein ſo ſtarkes Brenn- und Nußholz aus dem gemeinſchaftlichen' Gehölze ge- ſehen, und auf ſeinen Hof bringen können, als nunmehr das ſeinige von zehen Jahren iſt. YOaldviel hat das UnglüF, daß er an Neue- rungen überall Geſchmack hat, und jedeneue Mey- nung ſich darum gefallen läßt, weil ſie noch nicht alt iſt, oder älterern Meynungen entgegen ſteht. Er hat das noch größere Unglü> gehabt, ſeine vorige Lebensart zu verlaſſen, und ein Landwirth zu werden, Er wandte ſeine Kapitalien an die Erkaufung eines Guthes, ws bey allen Grund- ſtücken feine ſonderliche Werbeſſerungen mehr an- zubringen waren. Der Vorwirth hatte nichts daran verſäumet und keine Koſten da geſparet, wo aus Meliorationen was zu hoffen war. Er hatte Feine 2eibeserben, ſehnte ſich im hohen Alter nach der Ruhe, erwählte das Stadtleben, und verkaufte daher ſein Guth, zwar theuer, aber als ein ſo ge- nanntes vollfommenes Guth, dem nichts, als nur Fiſcherey fehlte, man müßte denn ſagen, daß ihm auch Holz gefehlet hätte, wenn es ein Fehler zu nennen war, da nur das benöthigte Bau- und Brennholz zum eigenen Gebrauch, aber zum Ver- fauf nichts übrig war. Waldviel, der aus Neuerungsſucht in der Haushaltung ohne Nußen ſo vieles veränderte, fam gar bald auf den Arti- fel von Meliorationen, ohne den vom Wirch- ſchaftsfuße recht in ſeiner Bibliothek, worin die öfönomiſchen Schriften die größte Anzahl aus- machten, durchſtudiret zu haben. Denn er war nur R AN II NIS RTN BEZEIC MU. DEE SI SEITER WiRGANERGRSRHEEEE 474.00 208 ZRT EIN Eiaö RIN Allgemeine Regeln. 65 fl ſ ſtat: Vs Dofifau- nur ein Wirth aus Büchern. In einigen derſel- mei, daß ee ben hatte er dieſes ſich auffallen laſſen, daß man - und überall nur auf Ae>er und Wieſen, aber nicht auf 1 Gehl a Wälder halte, und es doch vor Augen ſchon ha- | önnen, al be, daß, wie es ſchon in manchen Ländern in- und hren iſi, auſſerhalb Deutſchlandszu finden, das Holz knäp- por als Fleiſch und Brod werden müſſe, oder ſchon ß er an Natu angefangen habe, es zu ſeyn. Nun griff er die Jedeneue Me:: beyden Stücke, Fiſcherey und Holzung, zu glei- fie noch nict er Zeit an, vhne zu überſchlagen, ob ſein Cin- (gegen ſicht, fommen dem Auſwande bey den vorhabenden Me- liorationen gewachſen ſey- Um Teiche zu haben, ließ er, wo nur Vertiefungen in ſeinen Feldern waren, ſo tief graben, bis er Waſſer fand. Es ward aber mit den Teichen doch nichts vollſtändi- habt, ſeine 1(andwirth lien an die le: Ae ges, weil das Feld, das größtentheils einem Keſ- datte nichts ſel öhnlich ſahe, nirgends verſtattete, den Teich- geſparet, wo wäſſern Abfluß zu verſchaffen, um ſie zu ſeiner . rhatte Zeit ablaſſen und ausfiſchen zu können.„Hierzu YW kam noch, daß in tronen Jahren die Teiche von , Alter nach';; md verfuft ſelbſt gar austro>neten, indem kein Bach oder lg nue Fluß da war, aus denen die Teiche hätten können „nichts, aß geſpeiſet werden. Es ſchadeten auch die neuen fam daß Teiche den nah gelegenen Aecern. Dieſe hatten Ne in tronen Jahren ihrer tiefern Lage halber mehr wr; als alle übrigen der Dürre widerſtanden, derge- Ap Kalt, daß die Dürre niemals dem Guthe einen NE JANN totalen Mißwachs hatte zuziehen. können. Mun 0, der au war ihre Fruchtbarkeit ſo gut, als die der übrigen one Ruhen Aecker, bey ausbleibenden Regen, vermindert, yf den drt indem ihre innere Feuchtigkeit von den Teichen zu m Dirty ſehr abgezogen ward. Es hätte immittelſt dieſe, |, worin die Koſten gar nicht einbringende, Melioration Anzahl au in Anſehung einer andern, noch hingehen mögen, Denn vt welche dem bisherigen Wirthſchaftsertrage ſo we- m Bau 8vater 1. Bagno E nig Erfies Kapitel, nig angemeſſen war, daß dieſer zehnmal fiärfer müßte geweſen ſeyn, um den Auſwand dazu zu beſtreiten. Er wollte nämlich in der Zukunft mehr Waldung haben, in der Vorausſeßung, daß jeder dazu beſtimmter Plaß mehr als Acker ein« bringen miyſe, weil er 1) nicht jährlich bearbei- tet werden dürfe, und daher keinen Aufwand ver- urſache, 2) Das Holz auch künftig mehr als Korn werde geſuchet werden. Es fehlte dieſer Ausſicht nichts, als daß YDaldviel nicht ein ſol- voll eigenen Geldes wüſſe E 2 ſtehen 7 Erſtes Kapitel. ſtehen haben, um bey weitläuftigen ſchweren Un- ternehmungen tapfer hineingreifen und dabey den- fen zu können: JI habe es ja. 12) Die Verbeſſerungen eines Guthes müſſen in gehöriger Ordnung unternommen werden. Es ſind Wirthe, welche, ſo wie in ihrer Haus- haltung überhaupt, alſo beſonders auch bey ihren vor- zunehmenden Meliorationen den erſten Einfällen den beſten folgen, und ohne Beobachtung einer gehörigen Ordnung dasjenige, was das leßte ſeyn ſollte, zuerſt, und was das erſie ſeyn ſollte, zuleßt vornehmen. Man muß aber nur bey Verbeſſerungen dieſe Ordnung allein für die richtige erfennen, wenn man vom L7orhwen- dieten anfänget, und ſodann zum Bequemen und Vertnütgenden fortſchreitet. In den zuvor erzähl- ten Verbeſſerungsgeſchichten einiger Landwirthe findet man manche Vergehungen wider dieſe Regel. G, GO. 115. a) Wider dieſe Hauptregel verſtoſſen meiſtens dieje- nigen noch zu jungen Wirthe, welche ihr akade- miſches oder bisheriges ſtädtiſches Leben, da ſie ſich bisher in großen Städten in Koſtſchulen oder Penſionen aufgehalten, oder eben von Reiſen kom- men, mit dem Landleben verwechſeln. In den Städten oder auf Reiſen nur an Bequemlichkei- fen, oder hauptſächlich nur an Vergny«gungen, gewöhnet, bringen ſie die Frage mit aufs Land: Wie mache ich's durch dieſe oder jene Anſtalt, daß ſie den Plaß der vormaligen Vergnügungen ein- nehmen, oder in etwas erſeßen könne? Werden dieſe jungen Leute vurch feinen weiſen Mentor ge- leitet, ſo führt ſie ihr bisheriger Hang zum Ver- gnü- Allgemeine Regeln. 71 wö Un: gnügenden allein, etwa auf's- Bauen, Anlegung dabey den koſtbarer Luft- und Thiergärten, Luſtwälder, foſt- bare Gehege u: ſ.F. Sie dürfen nur junge Ge- mahlinnen gleiches Geſchmacks bekommen, wele (8 Wüſſen in chen die jungen Herren auf der möglichften Art gejallen, und ihnen den ländlichen Aufenthalt recht 1 Werden, a-. angenehm mächen wollen, ſo bleiben ihre Wün- n ihrer Haut ſche ſo lange nicht unerfüllet, als das Geld und bey Ihren ven der Credit der'Geliebten zulangen wollen. Aul) Einfällen dan mancher nicht mehr junger Stadtmann wird dar- um ein Landwivrth, daß er Bequemlichfeit und Vergnügen genieſſen möge. Hierüber ſeßet er alle Verbeſſerungen des Nothwendigen- bey Sei- te, und zieht diejenigen vor, welche dem Zweck ter gehörigen ollte, zuerſt, men, Man Ne ſeines erwählten kandlehens gemäß ſind. Er muß ve und aber vielmals ſolche Unordnung ſehr theuer bütſen, wor zähl: wenn er ſein neues Guth) entweder nicht lange ge- nug behaupten, oder ſalls er noch nicht ſich zu weit jrthe findet 535:; MEZ iM: 6 verirret, und wieder umkehren kann, ſeinen Cerweſen, hielt, ſagte ihm; daß er ſich ebenfalls gar leicht einen Entenfang anlegen,: und den an ſein Gebiet angränzenven 5Fluß dazu nußen könne, wurden ſo fort beyde einig, nach ge- endigter Mahlzeit aufs Feldhinauszufahren, und dazu den bequemſten Plaß auszuſuchen. Dieſer ward geſunden, und Anſtalt gemacht, daß aus der Ferne Teichgräbet Fommen-, einige Morgen AFerland ausgraben oder vertiefen; und das Fluß- waſſer hineinziehen ſollten, wenn alle übrige zu einem Allgemeine Regeln. SI ej, df einem Entenfange gehörige Einrichtungen würden en nd Kothe zu Stande gefommen ſeyn. XVaidwarth rech: NAME nete hierbey zugleich als ein Wirth auf eine jähr- " in 0 liche Anzahl zu fangender Enten, welche die, auf (30080 die Anlegung des Fanges zu verwendende, Ko» " ve ſten wohl bezahlen würden. Allein ſeine zu hof« Mee Landige fende Vergnügungen waren die erſte Triebfeder ic) Immer fir ver Unternehmung, und er mußte es ſich von ei- Ol ausgefigen nem ſeiner Bauern ſagen laſſen, wo er mit der 1„Jahre ſent Guthsverbeſſerung anzufangen gehabt hätte, ' einen große Dennals dieſer ſo genannte Kaupen, da in der Nähe Oheim zugt kein Schilf oder Weröhricht war, nebſt mehrern an- n Entenfan dern Bauern über ſechs Meilen weit heranfahren (tvertreib da: mußte, ſo ſagte er zu dem mitreitenden Wirch- fe ſich dieſes ſchaſtsſchreiber: Der Herr dürſte uns nur zum 1; beſonders Mergel anfahren aus dem benachbarten Dorfe m Viſch ika- LT au cr wo vor einigen Jahren ſehr reichhaltige ht enthalten Mergebgruben waren entdeckt worden, gebrauchen, ey für ange: und damit ſeinen Acker verbeſſern, das würde und wie ſch! ihm geweiß mehr einbringen, als ſein kahler En- Einſt hatt! tenſang. Der Schreiber, der längſt gleiche Ge- th, bey ſich danken gehabt haben mußte, freuete ſich, dieſe Anmerkung des"Bauers ſeinem Herrn wieder wilder Cut; em ſagen zu können, der die Weisheit des Raiſon- ehlinaemat eblingamatttt! j ABiiope neurs mit einem Dußend Stockſchlägen belohne- m daß er ſi) te, und ſagte: Auf ein andermal lerne Ueberle- anleger. und gung gebrauchen. Wenn jährlich ſechs- bis acht« hundert Enten gefangen und dem größten Theile nach verkauft werden, ſo bringen ſie mehr als hundert Fuhder Mergel ein. Der geprügelte on. Dieſs Bauer antwortete: Gnädiger Herr! ich halte hun- gt, daß 1 dert Prügel aus, wenn die achthundert Enten ſo nige Mary! viel einbringen, als der mit SunDan Fuhren Mer- and das Fu gel gedüngte Aer.== Der Bauer hatte voll- | kommen Recht, aicht nur dieſes zu behaupten, alle voge d am Haugvater 1, Band. F ſone ß dazu nußen ng, na ge fahren, und Erſtes Kapitel. ſondern es war auch leicht zu überſehen, daß die Koſten» des angelegten Entenfangs nicht in zwan- zig und mehr Jahren herausfommen konnten. Zu dem hatte Waidwarth auf zu viel Enten ge- rechnet, da er in der Folge des Jahrs ſelten über dreyhundert Stüc bekam, weil das Flußwaſſer nur bis in den April von dem geſchmolzenen ger bürgiſchen Schneewaſſer hoch genug ſtand, um den Entenfang in gehöriger Tiefe und Weite zu wäſſern; welcher Waſſermangel denn verurſachte, daß ſich die Enten in zu geringer Zahl darauf "hielten. Zuleßt will ich noch ein in der Mark Branden- burg ſehr bekanntes, und nie genug zu rühmen- des, Beyſpiel von Guthsverbeſſerungen anfäh- ren, weiches unter allen angerühmten, als das muſterhafteſte anzuſehen iſt. Dieſes ſind die Guthsverbeſſerungen des Königl. Preuß. Staats- miniſters, Herrn Grafen von Podewils, die ich am beſten aus des Herrn Prof, Zorowſkis Almanac“) für deutſche Landwirthe aufs Jahr 1783. überſchreibe, Die anſehnlichen Güther Guſow und Plati- - kow in der Mittelmark waren im vorigen Jahr« hunderte für 24000 Nthlr. erkauft. 1724 hatf- fen ſie ſchon einen Werth von 130000 Rehlr. und in den Jahren 1777 und 1778 trugen ſie reine Pacht 18000 Rehlr., da ſie vor 30 Jahren nicht über 7 bis 850 Rthlr. einbrachten. Die Klug- heit, Sorgfalt und beſtändige Aufſicht des ver- ſtorbenen Herrn Grafen mußte ihnen dieſen ho- “ hen Grad von Verbeſſerung geben, ob ſie ſchon oft durch Krieg und andere Unglücksfälle hart mitgenommen worden, Uebcrdem iſt vieles von dem A ne arina dm Sirii Exils ME ng ER <7- Zur Dub-->=. 8 2%. 8.004024 verg u = ez= 8AMW ve en, bag H niht in dnn nmen Föhnen, 1 viel Ent gy hrs ſelten Uher das Tuftwſir ſchmoljnn a Ny ſtand, vim und Weite 1 "hh verurſacht, Zahl dar tf Branden zu rühmen ngen anführ on, als das ſes ſind die uß, Staats- ewils, die Zorowſtis virthe aufs ) und Plat) origen Jaht» 1724 hat: oNthlr, und jen ſie reine jahren nicht Die Klug- ht des vet- 1 dieſen hv ob ſie ſho fsfälle far t vieles vo dem Allgemeine Regeln, 83 dem Boden nicht verpachtet, ſondern es verblie- ben minder gute Striche Feldes zu eignen Ver- ſuchen und Holzanpflanzungen übrig. Guſow iſt volkreich und beynahe von 1000 Seelen bewohnt, die, ſo wie die Einwohner der benachbarter Dörfer und des Städt 13) Wenn keine Verbeſſerungen eines Guthes mehr möglich ſind, ſo muß man unterſuchen, ob keine höhere Nutung deſſelben heraus zu bringen ſey. Es iſt oben gelehret worden, daß man die eigents lichen Meliorationen yon den höhern Nußungen eines Guthes unterſcheide, und daß dieſe durch Werände- rung eine Art der Haushaltung in die andere erhalten, und daher als Mittel, die Einkünfte vom Guthe auf einen ſichern Fuß zu ſeßen, gebraucht werden, So kann z. B. die Verpachtung eines Guthes dem Beſt- ker vortheilhafter, als die biSherige Verwaltung ſeyn; es kann gerachener ſeyn, wenn man das bisher verpach- tet geweſene Ganze in einzelnen Theilen austhuk, und wohl gar in Anſehung des leßtern ſtatt der Zeitpacht zur Erbverpachtung ſchreitet, und hiemit auf immer die Einkünfte davon ſo ſichert, daß ſie nicht mehr ſchwankend und in Ungewißheit, ſondern ſich immer gleich bleibend ſind, Wey ſolchen Veränderungen mus der Hausvater jedennoch kein blinder Nachah- mer andrer Guthsbeſißer ſeyn, ſondern. die lokale Um- ſtände ſeines eigenen Guthes wohl erwägen, um nicht, ſtatt der gehofften Sicherſtellung ſeiner Einkünfte, ihre Ungewißheit zu veranlaſſen, oder zu vermehren. a) Lodomir haf bey ſeinem Guthe große, und mit den beſten tragbaren Obſtbäumen beſeßte Gärten, wovon er ſo gar in mittelmäſſigen Obſt- jahren ſo viele Früchte einärndtet, daß ſie wenig- ſtens an die funfzehn Wieſpel betragen. Sein TF 4 näche me WEEEDGIRNEE EIS AS KEREN WEER ZRT SEERRTRI nnen 2er een SS SEEL em on men SBalik dich mung SEEI Em nemnne eee I ZB Idi Def Erſtes Kapitel, nächſter Feldnachbar hat eben ſo vieles Obſt, und beyde nehmen feins Obſtpächter an, ſondern ver- Faufen ihre Vorräthe theils an Leuten, die es ih- nen aus dem Hauſe abholen, theils fahren ſie das Obſt in die Städte umher zum Verkauf, wo ſie es etwa am beſten abſeßen können. Leßterer geht aber beſſer dabey als jener, indem er theils an ſeinem Orte ſo wohl als in der Nachbarſchaft mehr Einwohner ohne Obſtgärten hat, die ihm das Obſt abnehmen, theils auch die Gerechtigkeit zum Brandtweinbrennen hat, weßhalb er alles faule Hbſt, oder auch ſolches, welches ſeiner Geringſortig- Feit halber in wohlfeilen Jahren feine Käufer fin- Dot, zum Brandtweinbrennen aufs beſte nußek. Lodomir denkt, er müſſe es eben ſo wie ſein Nachbar machen, und ſeine Obſtgärten nicht ver- pachten. Aber er irret ſich aufs höchſte, und verliehret zuviel burcend, und dieſerhalb, wenn's zum Verkauf kömmt, ſehr getadelt, nnd unter dem gewöhnli- - werks in ſeinem Hauſe bis ins Frühjahr hinein zu bringen verfucht, allein die Menge deſſelben war zu groß, als daß er es wider die eindringen- de Kalte der Wintermonathe genugſam hätte ſichern fönnen, Er mußte EIN ſeine Aepfel faſt 85 ver: 90 Erſtes Kapitel. verſchenken. Nun ſehe man, auf was für einem - ungewiſſen Fuße Lodomirs Cinfünfte aus ſeinen Obſtgarten ſtehen. Will er nun wiſſen, was er - davon hat oder haben kann, ſo muß er ſchlechter- Zz dings die Garten verpachten. Er hat die Sache noch nie recht überdacht, wenn er zu ſich und an- dern ſaget: Was der Obſtpächter von dem Obſte gewinnen fann, das fann ich auch davon gewin- nen. Er muß nur dieſe Puncte bedenken, daß der Obſtpächter 1) das Obſt mit den Seinigen weit geſchwinder und genauer abpflüfenz; 2) beſ- ſer an den Mann bringen und ausfundſchaften Fann, wo es am leichteſten abzuſeßen iſt. Der Hbſtpächter hat in. den Städten ſchon ſeine Kund- ſchaften, und weiß auh eben daſelbſt Keller oder Gewölbe zu finden, wo er ſeine Obſtvorräthe ein- ſeen und aufbewahren kann. Hier ſind der Mann, dort die Frau, an einem dritten Orte der Schwager, Schwiegerſohn, Gevatter u. ſ. f. die Verkäufer. Alle lauren auf den höchſten Preiß vines jeden Orts, fahren, oder karren überall'mit Fleinen Vorräthen umher; Vortheile, die ſich fein Guthsbeſißer verſchaffen kann. Lodomir muß ſeine Obſtwirthſchaft ändern, und die Rubri- que ſeines Hausbuches von den Garteneinkünften durch Verpachtung des Obſtes erhöhen. b) Grünfels hat bey ſeinem Guthe eine Brauerey, von welcher er ſahe, daß die Nußung ſehr erhö- het werden fönne, wenn er ſie verpachtete. Es waren ein Paar Nebendörfer aus dieſer Braue- vey mit Bier zu verlegen, durch welche die Heer- ſtraße geht, und vieles Bier verthun können, wenn deſſen Güte ſo beſchaffen iſt, daß es die Fuhrleute oder Reiſende anlo>en kann. Grün- fels fonnte dieſes leicht einſehen, daß beſſeres Bier Allgemeine Regeln, 9r % n ve Bier auf ſeinem Hofe, als bisher, gebraef ter: ſen, 13€ den könne. Denn da er einigemal die Brauer ew leh, veranderte, oder neue annahm, ſo fand er, daß et die E, ſie, wenn ſie wollten, wirklich beſſer Bier drauen 1 ſch 06 konnten. Es ſey nur, daß er entweder nicht Auf- NA M. ſicht genug über die Brauer beym Malzen und Wibet t Brauen" haben founte, oder, daß die Brauer | OM: nicht treue oder ordentliche Leute waren, ſo waren wdenfen, vy die Gefälle vom Brauweſen alle Jahre hindurch den Ctinign ſo ungewiß, daß er nicht wußte, wo er die Sache Een; 2) bf recht angreifen ſollte, um die Brauereyeinkünfte Eundſchafte zu erhöhen. Nach Ueberleguug aller Umſtände ent- 1 if, Da ſchloß er ſich zur Verpachtung ſeines Brauweſens, ſeine Kund: und traf es hiemit ſo gut, daß nicht nur ſein Keller oder erſter Zweck erreichet, ſondern auch der Grund orväthe ein: gelegt ward, in der Zukunft die Verpachtung wie- er ſind der der aufzuheben, und die Pacht in Werwaltung zu n ete der verwandeln. Denn nun iſt das Bier ſeines Gu- 1 ff, die thes in ſo guten Ruf gekommen, daß Grünfels ſten Preiß nur einige von dem Brauereypächter unterrichtete überall mit Knechte beybehalten darf, um nach der bisherigen le, die ſich eigenen Weiſe eben ſo gutes Bier zu brauen; als Lodomit ſolches ſeit fünf Jahren geſchehen iſi. d die Rubi: c) Von Sandwehrs Vater mußte man in der'gan« meinen ze Gegend, als dem beſten Landwirthe ſeiner'Zeit, " zu ſagen. Er hatte daher ſeinem Sohne faſt gar ), nichts von vorzunehmenden Guthsverbeſſerungen ſehr erhd- übrig gelaſſen. Dagegen verſtand ſich dieſer htete, Es recht gut darauf, manche Haushaltungsartikel ſer Braut: ſo zu ändern, daß die davon einzunehmenden Ein- edie Het künfte gar ſehr erhöher werden mußten. Sein un fönnen) Guth lag ſo, daß es viele nur fleine Städte um daß es 1 ſich her hatte, in welchen kein ſtarker Abſaß von . Gi 2andwirthſchaftsprodukten ſtatt finden konnte, Nn bers weßhalb es eingeführet-war, daß die meiſten-Na- Diet furae 52 Allgemeine Regeltt. furalien über aer wegen der Entlegenheit die Cultar ſehr beſchwerlich machten. Um alſo ſich ſeinen AFerbau zu erleichtern, kam er auf den Entſchluß, die hinterſte und vom Guthe entfern« teſte Ae>er in Erbpacht ſo auszuthun, daß einige ſechzig anbauende Familien, jede einige Morgen, zu Gärten befamen, und ſich von Spinnerey und manderley andern Handarbeiten ernähren muße ten. Sandwvehr hatte Waldungen genung, um die Koloniſtenhäuſer theils aufzubauen, theils je- der Familie ein Paar Klafter Holz jährlich zur Feurung anweiſen zu können, da ihm wohl wiſ- ſend war, daß die Bequemlichkeit, Brennholz entoeder ſo nothdürftig umſonſt, oder in mäſſigem Preiſe zu haben, Koloniſten am erſten, und mehr als vieles AFerland, anlo>en und erhalten könne, Er hatte ſic nun in ſeiner Rechnung mit den Koloniſten gar nicht betrogen, indem ihm die auf Erbpacht weggegebenen hinterſte Hufen mehr ein« trugen, als die allerbeſten, die ſeinem Hofe zu- gleich die nächſten waren. Es warnoch nicht ge- nug, die ſchlechteſten Hufen des Aerfeldes über die beſten weit hinweg erhöhet zu haben, ſondern er hatte ſich hiemit zuglei< ein Paar hundert Menſchen in den neu angebaueten Familien auf ſeinem Grundeund Boden verſchafft, welche eſſen mußten. Sie kauſten alſo ihr Brodtkorn von Sandwehren, und lieſſen es auf ſeiner Wind- mühle mahlen, weßhalb der Müller nun einen Drittheil Mühlenpacht mehr, als zuvor, geben konnte, Cben dieſe Neuanbauende wollten auch zuweiz Allgemeine Regeln. 93 ( Sine ' Me zuweilen Bier und Brandtwein trinken. Es md us ward ihnen eine Schenke gebauet, welche Bier is und Brandtwein von des Grundherren Hofe neh- unden!., Be We AN men mußte, wovon denn nun auch eine anſehnli«- lr Melt wird. Man ſolite glauben, daß Wlengaann, va er in ſeiner Jugend auf der Manege geweſen, an den Pferden den Geſchmac> nicht merde verloren haben, und daß für ihve Stallungen bey ihm werde am beſten geforget feyn. Man muß aber erſchrecken, wenn man in einen ſeiner Pferdeſtälie hineintritt, Man exr- blickt hie und da Rudera, welche beweiſen, daß es die Pferde ehedem wohl in dieſen Ställen müſ- ſen gut gehabt haben. Hie und. da ſieht man noch eine Säule von einer ehemaligen Pferdebucht, dort ein Stück von einer eichenen Schwelle, wels he beſaget, daß die Pferde ehedem hieſelbſt ihren Stand auf Dielen müſſen gehabt haben. Nun ſtehen ſie auf bioſſer Erde, faſe bis an die Knie im Kothe, Es iſt in ſo fern ein Glück für Frem« de, welche Pferdeliebhaber find, daß das trauri« ge Anſehen der Pferde fie nicht verführet, hinau- zufreten und ſte mit der Hand zu ſtreicheln. Wie ſehr würden ſie erſchrecken, wenn ſie bey dem Hina zunahen zu den Pferden einſinken follten«, G 5 Ss 106| Erſtes Kapitel. So mißfällig nun die bisher angeführte Bey» ſpiele allen denjenigen ſeyn müſſen, welche an Ordnung und guter Verbindung der Landgeſchäfte unter einander Geſchmack haben, und daran früh- zeitig gewöhnt worden, ſo angenehm müſſen ſie den Contraft finden, welchen ich ihnen in der Be- ſchreibung einer Eommerſtallfütterung der Kühe auf einem Königl. Amte, 4 Meilen von Berlin, vor Augen lege, ſo wie ſie im 8. 2. Berl. Samml. geleſen, aud) im Almanach. für D. L. alſo ge- funden wird, und als ein recht ansgezeichnetes Muſter einer ordentlichen Wirthſchaft angeſehen werden muß. Zwanzig große Clbkühe werden nebſt einem Stiere(Bullen) von der Mitte des Mays bis Ende Septembers, alſo 4* Monat mit grünem Futter auf folgende Art ſeit verſchiedenen Jah- ven, auf dem Stalle gefüttert. Frühmorgens, wenn gemolken wird, giebt man das erſte Futter von rothem Klee; nach 2 Stunden, das zwote ejutter von gutem Wieſengras; nach 2 Stunden das dritte Futter vom Klee. Um x1 Uhr wird das Vieh ausgebunden, und geht 2 Stunden auf dem Hofe herum, und nach Gefallen zum Sauf- - fen bey dem Waſſertroge. Nach 1 Uhr geſchieht die vierte Fütterung mit Klee, und die Kühe wer- den zum zweytenmal gemolfen. Um 3 Uhr giebt man das fünfte Futter vom Klee, um 3 Uhr das ſechſte von braunen Kohlblättern, von hohem Kohl u. dgl. Um 7 bis 8 Uhr wird zum dritten- mal gemolken, und das ſiebente Futter vom Klee gegeben. Man beobachtet übrigens folgendes. 1) Im Anfang der Stallfütterung hat man ſelten natürliches Gras, noch weniger Kohl zu füctern; um indeſſen doch dem Vieh eine Verän- derung ZES= 3 GU SICSE het Beh. Welche an Weſhäfte ath Fu frühe niſſe in der Ber bt Uh 01 Gly, 1, Gamml, L. elſ zb ejeichneteg angeſehen ſt einem Raps bis grünem en„Jnh- norgens, e Futter as zwe Stunden Uhr wird unden auf um Gauf: geſchieht he wet Ihr giebt Uhr das 1 hohem | deien: om Klee gendes. hat man Koh ju ne Vera: peru Allgemeine Regeln, 107 derung in der SEE? zu machen, ſo wird bis dahin junger Klee, der noch nicht in der-3lüt he ſteht, gegen Stroh zu Herel geſchnitten, und dies Kurzfurter(in der Mark nennet man alles, was fürs Rindvieh klein geſchnitten worden, alſo) zweymal des Tages gegeben. 2) Der 1te und zt Schnitt des Klees wird.nicht eher gefüttert, als bis der Klee in Zaamenkno- ſpen zu gehen anfängt, weil es ſonſt dem Vieh ſchädlich ſevn könnte. Nur wenn der Klee it trocknem Strol; zu Herxel geſchnitten wird, kann man ihn ohne Nachtheil füttern, ehe er in der Bluüthe ſteht. 3) Der Klee darf niemals im voraus gemäht werden, weil er entweder tro>en wird, oder ſich auch erhißt; in beyden Fallin hon dem WVieh nicht ſchmeckt. 4) Das Vieh bekömmt im May und Junius die Woche 2mal, im Jul. nnd Aug, um 4. 2ten Tag, und im Sept. täglich einmal Salz zu le- &en, allemal 2 Stunden vorher, ehe es-. Träns fe ausgelaſſen wird 5) Wegen Reinlichkeit des Melfens, da das Vieh von dem grünen el dünne purgiret, wird der Stall täglich 2mal mit Streu verſehen, und um den 2ten Tag abgemiſtet.=- Etünde das Vieh auf Bohlen, ſo würde das Abmiſten alle Tage geſchehen müſſen. 6) Um die Hiße und Fliegen vom Stalle ab- zuhalten, bleibt der Stall den ganzen Tag zu, die Nächte hingegen offen, und wird daher mit friſcher Luft durchſtreichen. Der Boden über dem Stalle wird nicht mit Leim, Citrich oder Brettern bedeckt, ſondern es werden blos Schliete (Stangen, die nicht allzudichte neben einander lie» gen) 108 Erſtes Kapitel. gen) übergelegt, und Fein Heu darauf gebracht, damit die Ausdünſtungen des Viehes verfliegen Fönnen. Auf ſakche Art ſteht das Vieh auſſeror«- ventlich fühl in,den Ställen.(Zur Winterszeit würde, zumal unter Ziegeldächern, das Vieh unter den bloßen. Schlieten allzukalt ſtehen, da ſie denn mit Stroh bedeFt werden müſſen. W9 uur ſvp genannte Herbſiwieſen, odey einſchürigte vornanden, und das Heu erl? nach der Mitte des Augutts eingefahren wird, da kömmt das Heu, wenn ſonſt fein Golaß vorhanden, doch auch auf Hie Schlieten des Kuhſtalles, und man thut wohl, weun die Unterlage auf ſelbigen recht langes Rog- genſivoh iſt, und ſodann das Heu darüber gelegt wird. Da es aber im Auguſt, wenn Heu aufge fahren worden, noch ſehr heiß ſeyn kann, ſo hilft man den Kühen damit, daß in den gegen einan- ver überſtehenden Wänden des Kuhſtalles Oeffnun- gen oder Luftlöcher ſeyn, damit die Luft gerade durchſtreichen, und den Stall abfühlen könne.) Zum Melken ſind dabey nicht mehr Mägde nothig, als wenn das Vieh auf guter Weido gin- ge.(Hierbey muß nur das bloße Melken einzig und allein in Betracht kommen, da das öſtere Ab« füttern der Stallkühe beſtändig eine odev mehrere Perſonen beſchäftiget, und von Feldarbeiten ah- zießhet. Dieſerhalb können, wo das Dienſtvolk fnapp, und das Geſindelohn ſehr hoch iſt, die Derter aber von großen Städten ſchr entlegen ſind, und das Molkenwerk daher in geringerm Preiſe iſt, viele Wirthe auch bey mittelmäſſiger Weide ſich zur Zeit noch nicht zur Stallfätterung entſchlieſſen.) Mit Abmähen, Anfahren und Verfütterung des Klees hat ſtatt des Hirten, der das WBieh auf der Weide hüten müßte, ein ſtar- M 4 er Wbereht, Verfliegen )(Uſſtot nter des Juh ehen, ba m Dh (inſcrit 'Mitod | das Hey, » auch(uf "hut wohl, ges Kogge er» geleg! ei aufges 0 Ginate Veffnune t gerade fönne.) e Ragde Zeido gin fen einzig oftere Abs p mehrer? eiten ab jenſwolf it, die entlegen ingen möſſiget ütterung Allgemeine Regeln. IG YO kor und fleiſſiger Knecht vollauf zu hun. Zum Anfahren des Klees ſind 2 Ochſen, davon der ei- ne Vormittages, der andre Nachmittags ange- ſpannet wird. Dieſe Ochſen werden, wie die Kähe, im Stalle gefüttort, werden dem Sommer über fett, und bezahlen alſy reichlich ihr Furter. Die Herbſt- und Winterſütterung iſt alſo ein- gerichtet. Zu Anfang Oktobers, wenn der Klee nicht mehr ſtarf wächſt, wird das Wieh von dem Knechte, der es bisher gefüttert hat, auf den Kleeſtoppeln gehütet. Iſt der Klee zur Weide nicht mehr hinreichend, ſo weidet das ViehVor- mittags auf den abgebrachten natürlichen Wieſen, und nur Nachmittags auf dem Klee, Mit ſol- chem XAustreiben des Wiehes wird den ganzen Oktober, und nach Beſchaffenheit der Witterung, noch den halben November fortgefahren. Wenn aber das Vieh in der leßten Zeit nicht mehr ſatt weiden kann, wird ihm Abends und Morgens im Stalle ein Worfutter von Kohl, Räüben u. dgl. gereicjet. Die darauf folgende Winterfütterung geſchieht alfo. Morgens ein Futter Stroh, um 15 Uhr ein Futter Heu, um 14 Uhr zur Tränke ausgebun- den; um 12warmeingebrühetes Kurzſutter, und Abends zum Nachtfutter Heu, mithin fünfmalis« ge Fütterung.= Die beyden leßten Monathe im Frühjahre befömmt das Vieh zweymal warm gebrühetes Kurzfutter, alfo täglich eine ſec5mar lige Fütterung. Das Kurzfutter beſteht halb aus Srrohherel, und halb aus geſchnittenem Klee, auch zum Theil ſtatt deſſen Kaff,(Spreu) und Strünke vom hohen Kohl(dieſes iſt eine Kohlart, die die Höhe von vier bis fünf Fuß und nach der verſchiedenen Güte des"Bodens faſt eines Ns diFe 110 Erſtes Kapitel. dicke Stängel, die mit ſchlichten und nur wenigen Blättern bewachſen ſind, erreichet. Der Poll iſt ſepr Flein, und den hohen und dicfen Stängeln gar nicht angemeſſen.„Jn der Mark nennet man die- ſen Koh! gemeimglich Ruppiner Kohl, in Weſt- phalen aber, wo er für Menſchen und Vieh ſtark gebauet wird, ſchlichrer hoher Pommerſcher Robl. Die Stängel, die eben nicht hart ſind, werden gemeiniglich in der Herellade kurz geſchnit- ten, im Herbſte aber, bevor der Froſt kömmt, in fleinen Haushaltungen an der Erde hart abge- ſchnitten, in kleine Bündel mit Stroh gebunden, und zum Trocknen an luftigen Oertern unter Ob- dächern aufgehangen.) Weiskohl, auch gelbe und rothe Rüben werden klein geſtampft, mit dem Herel zuſammen eingebrüht, welches, wenn es verſchlagen iſt, ſammt der Brühe das warme Fut- ter ausmacht. Sind Kohl und Rüben den Win- ter hindurch nicht hinreichend, ſo wird in jedem warmen Futter+ Mäße Kleyen, und in deren Ermangelung> fo viel Gerſienſchrot mit einge- brühet, damit das Vieh zu jeder Jahreszeit fett und im möglichſten Nußen erhalten werde. Bey dieſer Fütterungsart giebt die Kuh,„nach- dem ſie gefalbet, das 1ſie Vierteljahr täglich 6, im 2zten 4, und im dritten und länger 2 Quart Milc<. Die Nugßung einer Kuh. beträgt jähr- lich auf 25 Thaler. Zu dieſer Fütterung ſind 372 Morgen. mit Klee angebaut, welche außer der Sommerfütcte- rung ſo viel Klee liefern, als zur Winterfätte- rung des Viehes erforderlich ijt. Kleefelder ſind 8 angelegt, davon 4 mit Gefraide beſäek ſind, und 4 jederzeit mit Klee liegen. Alle Jahr ] wird Wenigen Peli angeln 10a 4 Mah ie: 1 m"Vſt- Die fl waſ t hart(ad, Urj geſehn: Fömmt, in part bye gebunden, unter Ob: u gelbe mit dem wenn es me Fut- en Win- in jedem in deren it Ange ebzeit fett ve, 11h, uach“ täglich 6, . g Quart age jh“ rgen mit mel pfui n neepfüttt apple Rleefelde Allgemeine Regeln. LLT wird ein neues Feld mit Klee beſäet, und das äl- teſte Kleefeld wieder zu Getraide aufgeriſſen. Der Klee wird mit Gerſie odor Haber geſaet, und dieſer grün verſüttert. Cinen Winter um den andern wird er mit langem Miſt bedeckt, der im Frübjajzre abge hackt wird; und auf dieſer Art hält der Klee 4 Jahre aus, te Sommerſtallfükteruug einer Kuh gehören 3 Morgen, oder 135 OQuadratruthen, 3maäal zu ſchneidender und beſtmsglichſt ſtehender Klee, Zu den 20 Kühen, 2 Ochſen und 1 Stier werden alſo 174 Morgen Klee grün verfüttert, und die übrigen 204 Morgen zu Heu gemacht. Sind naſſe Jahre, ſo wird der Klee dreymal, im trocknen€ ommer aber nur zweymal gemähet, da das Erdreid) äußerſt hoch und ſandigt liegt, und ehe der Klee angebaut, kaum Haberland ge- weſen iſt. Nachdem alſo trockne oder naſſe Jah- re ſind, bringen dieſe 259 Morgen 20 bis 30 Fuder Klee, das Fuder zu 16 Zentner, hervor.-- Hier überſchaue man nun in dieſern Theile, der Landwirthſchaft die ſchöne Ordnung. 1) In der Tageszeit die feſtgeſekten Futterſtunden. 2) Die wohlabgetheilte Perioden des Kleeabſchneidens. 3) Das nach Monathen, Wochen, Tagen und Stunden abgemeſſene Salzle>en der Kühe, 4) Das tägliche zweymalige Einfireuen im Scral- le und defſen Abmiſten um den andern Tag. 5) Die Cinrichtungen des Stalles, daß friſche Luft hineinkommen, und die Kühe kühl ſtehen kön- nen. 6) Das Abmähen, Anfahren und Verſütk- tern des Klees durch einen vollauf beſchäftigten fleiſſigen Knecht, nebſt den zum Anfahren des Klees ſich einander ablöſenden, und im Stalle Ir aus 112 Erſtes Kapitel. falls mit Klee gefütterten, Ochſen, welche dan Sommer über fert und darauf verfaußt werden, 7) Die beſondere Herbſtfütterung. 8) Die dar- auf folgende Winterfütterung.. 9) Die öFütte- rung in den beyden leßten Monathen im Frühjah- re. 10) Die mit Klee zur Sommer- und Win«- terfütterung angebaueten Morgen. 31x) Die richtige Folge der mit Getraide und Klee beſäeten Kleefelder auf einander, und die Pflege derſel» ben. 12) Die Abpaſſung des Ä>erinhalts zu der Zahl der im Sommer und Winter mit Klee zu fütternden Thiere. 23) Das nach naſſen und trocknen Jahren eingerichtete Kleeabſchneiden. Bey dieſer Viehwirthſchaft findet man nun die Reihe der auf einander folgenden Geſchäfte ſo zu- ſammengefettet, daß die Ordnung nicht richtiger und ſchöner ſeyn kann, daher ſie denn in dieſer Abſicht als eim Muſter ordentlicher Haushaltung völlig gelten muß, ob es ſchon auf der andern Seite ausgemacht iſt, daß man bey der Stallfüt- terung, die Milc der Landwirthſchaft, ſo wie aller Nahrungsgeſchäfte iſt, ſo ſcheinet ihnen nur nöthig zu ſeyn, die allervortheil- hafteſten Naturalien, die, nach Beſchaſſenheit der Umſtände zu bauen möglich ſind, zum Anbau zu wähe- len. Ein Oekonom ſoll z. B. wenn ihm die Vieh- zucht den größten Gewinnſt verſpricht, ſein 2and zu Wieſen machen, und das Getraide, was er braucht, ankaufen; ſo wie die meiſten Engländer unter der Kö» au gvgter 1, Band, 0») niginn L14 Erſtes Kapitel. niginn Eliſabeth, nach Errichtung der Wollmauufak- turen, würklich thaten- Aber dieſe Einrichtung iſt zu gefählich. Denn da die Preiſe der Dinge verän- derlich ſind, ſo wird ein Oekonom, der verſchiedene Naturalien bauet, doch an dem einen Produkte ge- winnen, wenn er, wegen des niedrigen Preiſes des andern, nichts oder wenig erhält. Wenn eine Art Pflanzen durch Mißwachs, eine Art Vieh durch Krankheit verdirbt, ſo wird ihn der Verkauf der übri- gen beſſer gerathenen Produkte, wo nicht ſchadlos, doch wenigſtens im Stande erhalten, ſeine Landwirth- ſchaft fortzuſeßen; da hingegen ein Oekfonom,, der ſich nur auf eine Art Naturalien einſchränfet, durch Veränderung der Preiſe, durch WMißwachs und Viebſterben verarmen kann.“ Endlich iſt auch dieſerhalb der Anbau mehrerer Arten von Naturalien anzurathen, weil ihre Abwech- ſelung mit andern verurſachet, daß jede derſelben deſto beſſer geräth!. So wird nac< Hirſe, Flachs, Hanf U. ſs f. das Korn deſto beſſer gerathen. Tobak, Crtüſſeln, Rübſen, Hülſenfrüchte, Turnipſe oder weiße Rüben u. ſ. f. können machen, daß die darauf folgende Waizen= oden Roggenſaat deſto reichere Aerns- dten bringet, da es überall in der Erfahrung gegrünez iſt, daß eine, ohne Abwechſelung mit andern, auf einander folgende Feldfrucht ſchlechtere Aerndten brin- get.„Ie mehw'verſchiedene Arten von Erdgewächſen ſich nun einander abwechſeln, deſto mehr wird der Er» trag einer jeden, bey vorausgeſekßter guter Cultur, vermehret werden, a) Steele hat eine ſo ſtarke Brauerey, daß er jähr- lich an die 30 Winſpel Hopfen verbrauchet. Die- ſen Hopfen kauft er beſtändig, und bekömmt ihn nicht immer von rechter Güte, weßhalb ſein Ge nicht Allgemeine Regeln, I15 ) ve 106 nicht beſtändig von gutem Geſchmack und Dauer Ding"M iſt, Cr muß zu Zeiten in Mißwachsjahren den wh 0 Hopfen ſo theuer bezahlen, daß er mit der Gerſte Peetihy 0 einerley Preiß bat. Als ein Wirth ſollte er die- Yul ö ſe Ausgabe an baarem Gelde erſparen. Denn er Win, v hat ungemein weitläuftige Kohlgärten, in welchen Vu|« er weißen Kohl bauer, welchen er ſeit der Ein= ; 0) verh führung der Ertüffeln nicht mehr ſo hoch ausbrin» auf Vee übt gen kann, als ehedem. Cs ſteht dahin, da er iht ſadlz den Kohlbau durc Taglöhner betreiben muß, ob 4 Zandwirth er damit gar auf die Koſten kommen könne, Näh« 'm, der ih me er nur den ſechsten Theil ſeines Kohllandes, t, durd und verwandelte es in einen Hopfgarten, ſo be= Nißwachs dürfte er kaum die Hälfte der Arbeiter nach der Anlegung des Hopfens. Denn das Kohlland u mehrerer muß jährlich bey ihm geſtürzet, und nach einiger AY. Zeit zum Aus- und Einpflanzen des Kohls aber- ſelben deſto mals gegraben werden. Der Hopfen, wenn er hs, Hanf einmal gelegt iſt, dedarf nur der Hake und des hel, Stängelns. So fehlt es auch Steelen gar nicht an Hopfſtangenz denn er hat vielen jungen Aufe die dumf ſchlag von Fichten, woraus die zu di> ſtehenden ; jungen Bäume in der Größe der Hopfenſtangen (chere Jett Sn; Miihe zu Brennholz jährlich ausgelichtet werden. 404 b) Das Dorf Trielsfeld hat ſo guten Aer, daß vr die Hälfte des Winterfeldes jährlich mit Waizen wmpſe ede Me beſtellet wird. Das darin befindliche Ritterguth cis braucht jährlich für 59 Thlr. Del, welches von 0 Ue den Kramern der nächſten Stadt erkauft wird» zr Clt, Der Guthsbeſißer ſollte vltragende Pflanzen, die auf Waizenäckern nothwendig das beſte Fortkom- aß er jähr: men haben müßten, anbauen, um ſelbſt Del zu het. Dir gewinnen, und die Ausgabe zu erſpaven, Hiemit Fömmtiht würde er auch ſeine Unterthanen mehr in Wohl- hv fein Bit habenheit verſeßen, wenn TE ie dur ſein EE nv ET 7 Erſtes Kapitel. ermunterte, gleichfalls auf ihren Aeckern öltragen? de Pflanzen, als Raps, Rübſen u. dgl. zu er- bauen, damit ſie gleichfalls nicht mehr in der Nothwendigkeit wären, Del zu kaufen, und ihr Geld dafür einzubehalten, c) Indem Aerflecken Grünbeck bleiben die Aer- leute immer bey dem alten Schlendrian, daß ſie Feinen Flach8, wozu ſie recht guten Acker haben, erbauen... Sie kaufen lieber denſelben von ihren Nachbaren. Und doch wird in ihren Häuſern viel Flachs jährlich verſponnen, indem ſich Män« ner und Weiber des Winters ſehr auf die Flachs ſpinnerey legen, um Garn und Leinwand verfau- fen zu können. Auch kaufen ſte ſich zu ihren Haushaltungen jährlich einige Scheffel Waizen, um das Mehl zu Suppen und Gemüſen zu brau- chen. Ihre meiſten Aecker ſtoßen an die Wieſen, wo ſie niedriger ſind, und weßhalb der Roggen entweder auswintert, oder falls er gut durch die Winter kömmt, zwar recht langes Stroh, aber deſto kleinere Körner bekömmt. Sie ſollten hie- ſelbſt"Waizen ſäen. Dieſer würde beſſer lohnen und aud) ſeltener umſchlagen, weil ermehr Näſſe als der Roggen ausſtehen kann. d) Das Dorf Schlalach bauet faſt alle in der Mark gewöhnliche verſchiedene Naturalien, ſo daß man alle Jahre an die achtzehnerley Frucht- ärten auf den Aeckern erblicket. Jm Jahre 1781 erfror hieſelbſt aller Roggen, ſo daß kein Acfer- wirth den zwölften Theil der Auſſaat wieder be- fam. Der Flachs, der hieſelbſt ſtark gebauet wird, erfror gleichfalls, daß viele Wirthe kaum den Saamen wieder bekommen konnten. Erbſen und Wicken litten ebenfalls in gleicher Maaße von 2 72 7-»-s er T-> 23% E-Z zu„-. 8rz Allgemeine Regeln. 117 m Ölttageny von den Mayfröſten. Einige Jahre zuvor war dl zu et: dem Dorfe das nämliche Schickſal begegnet. mehr in der Der vierte Theil des Winterfeldes beſteht aber aus Waizen, welcher, da er hieſelbſt ertt im October geſäet wird, ſpäte ſchoſſet, und zur Zeit der Mayfröſte waren die Acehren noch nicht ſicht- bar. Site litten alſo nichts, und die Waizen»- ärndte mußte den Ausfall. des Roggens weniger m, ihr den Veet: tian VR Ke Mer haba, empfindlich machen. Die Bauern, da ihnen das en von Ihren är PERC ADD ZUR HEIR ELN HEN +(Rae erwähnte Uebel zweymal in Furzer Zeit begegnete, ven Pauſe wären ganz außer Stande gefomnien, wenn Roge- M ſich Mäv gen ihre einzige Winterſaat geweſen wäre. Doch f dieeFlacht: nicht nur dieſes, ſondern auch folgendes beſtäti- md verfau- get die Zeckmannſche Theorie. hu Ihren e) Zu Anfange dieſes Jahrhunderts war nur be- l Wajzen, nanntes Dorfnoch unter der Zahl derjenigen Der- en zu brau- ter, welche nur ſehr wenige Naturalien, nichts die Wieſen, als Roggen, Gerſte und Haber erbaueten. Cs er Roggen Hatte aber an ſeinem damaligen kandgeiſitichen, t durch die Namens Gerike, einen Mann, der, da er ſelbſt froh, aber den Ackerbau betrieb, ſeine Landsleute lehrte, al- » ſollten hie lerley Arten von Produkten zu erzeugen. Erwar beſſer lohnen aus dem Orte ſelbſt gebürtig, hatte aber vor dem „mehr Nöſe Antritte ſeines Amts ſich in der Welt umgeſehen, und beſonders dabey auf Landsfonomie ſein Aus- genmerf gehabt, um zu ſeiner Zeit das, was er | alle in der geſehen und gehsret, in Ausübung zu bringen. yralien, ſd Da er ſeine Doxrfleute faſt als bloße Bettler vor ley Frucht- ſich ſahe, die kaum das liebe Brodt das ganze jahre 1781 Jahr hindurch haben konnten, ſo verbeſſerte er ſv fein Ait: fort ihre Umſtände damit, daß, da ein Theil der : wieder be- Aecker, wegen ihrer zu niedrigen Lage, als Wie- grf gebaut ſewachs benußet ward, er auf ſeineneignen Aeckern irthe fai anfing Waizen zu erbauen, nachdem er jedes Ac>er- m. eif- ſü durch Aufwerfung bhinlänglicher Gräben 55.3 nach her Ia! 10500 L18 Erſtes Kapitel, nach und riach erhöhete, und ſo fort ſgine Lands- feute zu ſeine Nachfolger machte. J< ſage aber nur nach und nach. Denn wenn er auf einmal den Aeckern die erforderte Höhe hätte geben wol- len, ſo würde er, wie es vielen Nachbaren in der Nachbarſchaft erging, den Aker todt, oder völlig unfruchtbar gemacht haben. Wieſen und alle Graspläße haben nur eine Hand tief ſchwarze fruchtbare Erde, worauf ein ganz kodter Sand folger, der, wenn er zu Tage gebracht wird, gar nichts träget. Er kann an die 30 Jahre auf alle mögliche Art cultiviret und gedünget werden, ohne von ſeiner Natur abzu- laſſen. Dieſerhalb muß nur immer ſo viel Sand ausgehoben werden, daß er mit der auf der Ober- fläche befindlichen Moorerde mittelſt des Pflügens vermengek werde. Es wird am beſten getroffen, wenn die ſchwarze Erde gegen den Sand zwey Drittheile ausmacer erhält nun die Bauren hieſiger Gegend in beſtändiger, anderswo nicht bekannter, Arbeit, ſo, ain er ſine Lands: 9 ſoge aber (uf Anmal be ge wol: Matin der (, nt völlig NENE „ Worauf din In er zu Teyt Er fan(1 ultiviret un) Natur abi o viel Sand f der Obet- '5 Pflügens 1 getroffen, Zand zweh iſe verwan- ahren gan a nur ge 8 vie! Jah: den ſo langt jen, bis det hat.„ju da ſich die 1, ffr all jeder Erde Seiten der ht inihten nd zu nied tig werden eder erhä beſtändig!" Me) Wenn ! j W" Allgemeine Regeln. 119 ihr Pflug im Sommer und Herbſte ruher, dies ſelben immer in ihren AFergräben arbeitend ges funden werden. Hatte man nun den Aer nach und nach zum Waizentragen tüchtig gemacht, ſo führte nun der obbelobte Landgeiftliche den Anbau der mancher- ley Naturalien in folgender Ordnung ein, Erbſen waren zuvor nie hieſelbſt geſäet, ob ſchon gegeſſen und erfauſet worden. Er war der erſte, der welche, wie auch Wicken und Tnſen in der Brache, ausſäete. Da die Bauren ſahen, daß das hieſige krautartige Land von den Hülſen» früchten gebeſſert ward, indem ſie das Unkraut vermindern und unterdrücken,„auch um der Ab- wechſelung wiklen guter Waizen drauf erbauet wer de, ſo folgten ſie bald nach. Denn der gemeine Ackermaun verſucht nichts Neues, ob er es ſchon irgendwo mag geſehen oder gehöret haben. Er muß es auf ſeinem eigenen, oder ſeines nächſten Feldnachbaren Felde ſelbſt ſehen, daß eine verän derte Cultur und neue Feldfrucht keinen Schae- den ſondern Nußen bringe. Auf gewiſſe Weiſe muß man, wie es von ſo vielen geſchieht, nicht verargen. Er ſieht nicht auf Theorie, ſondern auf Erfahrungen. Denn er hütet ſich vor der Gefahr, durc) Neuerungen zurück zu kommen, und exwählet immer das Sicherſte. Dieſes iſt bey ihm alles, wenn er die Erfahrungen in der Hand hat. Seine geringen Umſtände verſtatten ihm nicht, aus ſeiner bisherigen Situation her- vor zu gehen. Er will nichts wagen,„weil er bey dem allergeringſten Mißlingen gewagter Unter- nehmungen ſo ſehr zurükfommen kann, daß er die Wunde in vielen Jahren nicht wieder gen H 4 en Erſtes Kapitel. len kann. Wenn alſo der geringe Landmann Be fehlen und Vorſchriften nicht gleich folget, fo iſt das bey ihm Vorſichtigkeit und Klugheit, nicht immer Dummheit. Er verlangt Beyſpiele oder Nuſter. Dieſe iſt ihm der Wirth des Mittel- ſtandes ſchuldig, und ſie werden ſeins- Werdienſte um das Wohl des Haus- und Nährſtandes. Hatten nun aber die hieſigen Landleute das Beoyſpiel ihres Geiſtlichen zur Erbauung der vor- hin bey ihnen nie. üblich geweſenen Hülſenfrüchte genußet, ſo verbeſſerten ſie damit ihre Wiezucht. Das Erbſenſtroh war ihnen ſtatt des Heues bey dem Rindviehe, wovon ſie das ſogenannte Kurz- futter ſelbigem machen fonnten. Die Wicken verbeſſerten die Pferdezucht, Da ſie ſonſt nur ganz kleine Pferde hatten, ſo konnten ſie ſich nun über ihre Tachbaren hervorthun, und Pferde er- ziehen, die ſie verkaufen können, und immer ihre Liebhaber finden, indem ſie von der Größe ſind, wie die Dragonerpferde der Preuſſiſchen Armee zu ſeyn pflegen. Sie verkaufen die Pferde, wenn ſie 4 bis s Jahr alt ſind, nachdem ſie ſelbige ein Paar Jahre zuvor im Zuge genußet haben. Hiebey bietet ihnen aber die vorbeſagte Rind- viehzucht die Hand, ohne welche die Pferde den obbeſagten Wuchs nicht erreichen könnten. Denn jeder Bauer hält auf einer Hufe drey Ochſen zum Pflügen. Die Pferde kommen alſo gar nicht in den Pflug, auch müſſen die Ochſen im Frühjahre, wenn ſie noch auf die Weide gehen, den meiſten Miſt im Februar und März ins Sommerfeld ſchaffen, welches denn alles auf die Schonung der Pferde hinzielet. Wer von Fremden dieſe Sache ſo obenhin anſiehet, tadelt die hieſigen Dorfleute, daß ſie zu vieles Geſpann en er ---, [ebnen vi ) folge, ſ! ſ luehet nicht Deppe dye th des Mittl: ſein Bedin ahrſtandsg, 1 dandleute bas Daung Der hee: 1 Hilſefrühn ihre Viezuht es Heyes by nannte Kut Die Wit ſie ſonſt mt n ſie ſic) nun nd Pferde er- d immer ihre - Oröße ſind) ſiſchen Arm! Pferde, wenn ſie ſelbige di enußet habt" beſagte Rind hie Pferde den onnten. Dem y Ochſen zum ) gar nicht in m Frühjahrs € die hig ſpon" Allgemeine Regel, T21 Abet ſie ſind ſehr zu loben. Alte Ochſen können ſie thourer als junge verfauſen, wovon aber bey) Pferden das Gegenfheil iſt. Es hataber der hieſige Landmann von feiner ver- mehrten Viehzucht den Vortheil, daß er veſto meßr Miſt gewinnen kann. Ceite Aecker wei- hen von der Natur vieler ändrer darinn ab, daß ſie alle Jahre gemittet' werden müßen. Denn die Moorerde iſt nur leichte, und(3ßBt das mehr gedüngte Korn bald umfallen und zu kager geßen, daß es davon faulet oder taubförnichf wird, und gar nicht lohnet. Dieſerhalb muß auch) das Gerſteland im Frühjahre mit Miſt befahren wer- ven, wenn ſchon ſolern, weil die darin befindliche Feuchtigkeit die Kraft deſſelben bald ausziehet, indem, wie oben geſagt worden, unter der obern ſchwarzen Erde loſer todter Sand gefunden wird. Cs iſt alſo in hieſiger Gegend dieſerhalb die Aercultur ſchon mühſamer als anderswo.. Sie müßte es alſo weniger ſeyn, wenn man mit einmal fo viel Dünger in der Brache auſlegen könnte, daß in Her zweyten Art die Sommerfrüchte davon nod) Tuben hätten. Hiezu kömmt noch die Krautar- tigfeit, oder die Geneigtheit des Ackers, vieler- ley Arten von Unkraut von ſelbſt hervorzudringen. Dieſerhalb müſſen die guten Aecer amal gepfiü- get, und 3mal geegget werden. Die Sandäcer, welche drey Drittheile des Feldes ausmachen, und nur Roggen zur Winterfeucht ertragen, ſinb ungemein voller Queen oder Pöden, weßhald man ſie dreymal pflügen und ſich eiferner Eggen H 5 ves 122 Erſtes Kapitel, bedienen muß, um die Queen möglichſt heraus zu bringen und zu vermindern. Cin ſchwerer Ackerbau alſo im leichten Lande. Da mein zweyter Vorwirth wahrgenommen hatte, daß nach vielen vorhergegangenen tronen Sommern die kleine Gerſte einem sftern Miß- wachſe, als die große, unterworfen ſey, ſo fuhr er ſelbſt nac) Aafen an der Elbe, und hohlete von da einen Winſpel große Gerſte, die in der ganzen Provinz vorher unbefannt war. Sie ward vonihm 1716 ausgeſaet, und gewann gleich im erſten Jahre der bey den Bauern daneben ſte henden fleinern Gerſte den Rang ſo ſehr ab, daß dieſe gleich.im zweyten Jahre ſeine Nachfolger wurden, und von nun an kheils weniger Mis- wachs von Gerſte, theils davon mehr einzuneh« men hatten, indem für die große Gerſte der Scheffel x bis 2 Groſchen mehr als für die klei- ne bezahlet wird. Hiemit ward nun freilich Saat- Pflug- und Aerndtearbeit noch beſchwerli» er, nebſt der Düngung der zu ſömmernden Brache, und.gleich darauf folgenden PAäügen der Gerſteä>er zur Saat, ungleich mehr Beſchwerde, da alles in furzer Zeit auf einander geſchehen muß." Mit der Aerndte iſs eben ſo- ach Beſchaffenheit der Witterung iſt die große Gerſte entweder vor, oder zugleich mit dem Roggen reif, welches in einem Othem Aerndtearbeiten macht; da bey der Fleinen Gerſte eine große Zwiſchenzeit in Anſe- hung der Abärndtung ihrer und des Winterge- traides ſtatt findet. Dem ohngeachtet findet nun doch das hieſige Landvolk mehr ſeine Rechnung bey der großen Gerſte, ſo wie alles andre in den benachbarten Dörfern,„die auch bald Nachfolger wurden. Immittelſt hat man die kleine Gerſte nicht-ganz fahren laſſen."Sie iſt in ſo fern nur zum Theil beybehalten worden, um Ae>er damit zu beſtellen, welche zu niedrig, und dieſerhalb zu Cnde des Winters noch zu naß ſind. Wenn alſo der AFer in den folgenden Frühlingsmonathen mehr abgetronet iſt, ſo wird er der kleinen Ger- ſte gewidmet. Auch) in dem Falle wird ſie bey» dvehalten, wenn ein Aer-zu ſehr vom Unkraut verwildert worden, der von der großen Gerſte eher mehr verderben,- als verbeſſert werden würde. Denn'da der Aker zur kleinen Gerſte erſt im Früh- jahre vorbereitet wird, ſo'dienen dieſe ſpätere Be- arbeitungen in der wärmern Jahreszeit dazu, daß mancherley Arten:vom'Unfraut zerſtöret oder gemindert werden.-"Vorcheile genug, wenn mehre 124 Erſtes Kapitel. mehr als einerley Art von Naturalien erbauet. werden, Mit dem eingeführten Waizenbaue ward auch der Flachsbau vermehret. Denn man fand, daß ein, zur Leinſaat gegrabener, und hierauf gewiete- ker Aker gedoppelt beſſern Waizen ertrage. Vor-. hin fonnte auf einer Hufe etwa ein Stein Flachs erbauet worden ſeyn. Nunmehro kam's aber ſo weit, daß an die 10 Steine Flachs auf jeder Hufe erbauet wurden. Hievon entſtanden nun eifrige Spinnereyen, daß alle Jahre im Orte einige tauſend Ellen grobe und feine Leinewand verkauft werden können. Und da man, wie eben geſagt worden, mittelſt des Flachsbaues ſich beſſere Kornärndten verſchaffen kann, ſo geben die Hüfe- ner auch den Taglöhnern jährlich um eine ganz geringe Miethe 2einland zu bebauen, wovon ſie Flachs zum Spinnen, und Oel zur Speiſe und Z2euchtung gewinnen. Dieſerhalb hat ſich auch die'Volksmenge vermehret, daß da 1715 nur x 59 Seelen im Dorfe vorhanden waren, nunüber 300 gegenwärtig ſind. Fand man aber nun einmal, daß der Anbau mehrerer Arten von Naturalien ein mehreres Auf- nehmen der Nahrung zuwegebringe, ſo ging man nun immer weiter. Der forſchende Geiſt des Geiſtlichen hatte ſchon 17x2 die Rübenart, die beym Linnaeus Braflica rapa,(Rapa ſativa aula ga feu Foemina Baud) beißt, eingeführet, Es iſt dieſes die Turneps der Engländer, womit ſie, als mit was Neuem, in unſern Tagen ſo viel Auf- hebens gemacht, und ſo viele deutſche Wirche ge- täuſcher hat. Unter leßtere bin ich auch zu däh- len. Denn da man in Oberdeutſchland die Tur- nipſe ſehr ſtark anbauets und prieß, ſo 4 ich E00» m iin Süd--* alien erbaus Wu Nad auch man fund, daß Neva gepete- Lettoge, Date n Ctt Rlahs » Fans abe H 5 auf jeder Dur den nun Afriy m Orte(nit wand verfuf e eben geſat ſich beſſet ben die Hufe m eine ganz 1, wovon ſt ' Epeiſe und hat ſich anch da 1715 NU ven, uni aß der Inbe! mehreres Auf , ſo ging man nde Qeiſt ds 'ibenatt, die ſativa oblon- het, Geiſt vomit ſie als ſo viel Auf 0 Wirthe auch zu 19) (and die Ul MUH yp Allgemeine Regeln. 125 Saamen dävon von verſchiedenen Dertern kom- men, erhielt aber ſolchen, woraus weiße Beete(Beta vulgaris alba vel Cicla Linn,) ward. Nach vie- lem Forſchen kam mir endlich der wahre Saas« men zur Hand, und da war es eine Rübe, die ſchon ſo lange Zeit unter uns gemein geweſen war. Es iſt die weiße Rübe, die ziemlich weit über der Erde hervorſteht, und eben jo weit roch von auſz ſen iſt. Auf provinzialiſch beiſſen dieſe Rüben ſo wohl, als die dicken runden weißen, Waſſerrü- ben, womit man beyde Arten, das länglichte und runde, von den ſo genannten kieinen Märkiſchen Rüben, wovon die beſten im Teltauer Krayſe er- wachſen, unterſcheidet. Dieſe Rüben werden in der Brache geſäet,. und jeßt faſt nur noch zur Rindviebfütterung verbrauchet, Chemals waren ſie auch Speiſe für Menſchen, und haben, da ſie ſehr ſtrenge ſchmecken, es aufgehöret zu ſeyn, ſeit der Zeit die beſſer ſchmeckende Ertüffein eingefüh- ret, und das Manna des gemeinen Mannes ge- worden find. Auch in der Gärtnerey ward mein Geiſtlicher Anführer: Da er in einem, Nebendorfe einen wüſten Coſſäthenhof zum Wiederaufbau als ein Eigenthum überkommen, und dabey„einen groſ= ſen, ehemals als Aer genußt geweſenen, Gar- ten vorfand, und ausgeforſchet hatte, daß hie- ſelbſt die größten Borsdorfer Aepfel werden könn- ten, ſo hohlte er ſich Bäume dieſer Art von ei- nem Geiſtlichen aus Sachſen, ſo wie mehrere gu- te Sorten. Er pflanzte an die 40 Stüc Baue me erſter Art an, und die Einwohner des Orts, die bisher nichts als Pflanmenbäume gehabt hat- ten, folgten ihm in der Baumzucht nach, wozu ſie die Pfropfreiſer von ihrem Anſührer bekamen, nad)- 126 Erſtes Kapitel. nachdem ſie Stämme dazu aus dem Kern erzo= gen, oder Wildlinge aus den Wäldern angeſeßkek hatten. Nachdem nun die Einwohner allerley Sorten von Obſtbäumen angepflanzet hatten, iſt es ihnen nie begegnet, daß ſie ganz leer vom Ob- ſte in einem Jahre ausgegangen wären. Hätten ſie nur. eine Art davon gehabt, ſo würde es ihnen in manchen Jahren doch daran gefehlet haben, Hiernächſt war ihnen eine neue Quelle zur Geld einnahme eröffnet worden. Denn da nun beſon- ders die Borsdörfer Aepfel, als die größten und ſchmackhafteſten in der ganzen Gegend, bekannt geworden, ſo hat die nahgelegene Stadt Treuen- briezen dem Orte immer am erſten fein Obſt ab- gehohlet. Zwar waren im harten Winter 1740 faſt alle Borsdörfer Aepfelbqume erfroren, man Hat aber wieder junge angezogen, und thutes noch. Man hat Kornmißwachs am Orte gehabt, daß die Einwohner nicht einen Scheffel Korn verfau- fen können. Site haben aber oft in ſolchen Miß- wachsjahren das Glück gehabt, vieles Obſt zu verfaufen, und hiemit ihren Kornverluſt ſo ziem» lich zu erſeßen. Dhngeachtet die Aepfel 1782 ſo wohlfeil waren, als man es ſich bey Menſchen Gedenfen kaum zu erinnern weis, ſo ward dem Orte dennoch der Scheffel Borsdörfer mit 2 Thlr, die ausgeſuchten aber mit 2 Thlr. 16 gr. be- zahler, In Anſehung der Küchengewächſe blieb man auch nicht bey wenigen Arten beſtehen, Alle nfvg- liche wurden erbauet, wenn man diejenigen aus- nimmt, welche den Fleiß eines ſogenannten Kunſk» gärtners erfordern. Unter dieſen Gewächſen zeich- rien ſich die Bollen, Zwiebeln, oder Zipollen, am meiſten aus, Cs ſind die größten in der Pro- vinz; vi, "m haue ba J nag Ea den VD mi 0! "4 aui „" „4 huh zt M1 wr hien jm) hn) vet, Ye vn Deſt (ſt jam dſh 3 fim Da die iſty 8 vs eit veſehet hne aleeley jet hatt, ir )(eee vn: an, Dat wirde Uy gefehlet habn, welle zue Url: da nun bſe. e größten u) end, befand tadt Troy ein Obſt ab: inter 1740 froten, man thutes noch, jehabt, daß Ron verfay ſolchen Miß les Df ft erluft ſo zien) epfel 1782 0 oy Menſchen ſo ward dem py mit 22h, 16% bes v blieb man . Ale ntvge jenigen aus: mten Kun achſen jim ee Ziel) pin verd 011) Allgemeine Regeln, 1.2 vinz, werden aus den Häuſern abgehohlet, und in manchen Bauergärten€ bis 1 Winſpel er- bauet. Auch der Hopfen wird hier ſtark ge« baue. Nach dieſem Orte nun haben ſich mehrere bee nachbarte Dörfer im Preuſſiſchen ſowohl als im Sächſiſchen gebildet, und wenn man dieſe ſeit dem Anfange unſers Jahrhunderts umgeſchaffene Dörfer mit dem angränzenden ſo genannten Fläm- mige vergleichet, ſo fallt der Unterſchied beyder Gegenden ſehr in die Augen, daß man gar merk- lich ſehen kann, was die Induſtrie des 2Landvolks ausrichten fann, Auf dem Flämmige, dem es M ſehr an Wieſen mangelt, iſt 4 bis 6mal beſſe« rer Aker als hier. Denn er iſt ein guter ſich faſt durchgängig gleicher Lehmboden. Hier ſind 3 Theile Sand, wovon X Theil lockerer Flugſand iſt; x Theil des Feldes aber beſteht aus Aec>ern, woran die Jnduſtrie nimmermehr zu künſteln auf- hören kann: Auf dem Flämmige bat jeder Bauer zwey- und mehrmal mehr Acker als ein hieſiger. Und doch ſteht ein hieſiger Bauer beſſer als je ner. Reicher auch? Dieſes wollte eben nicht ſas gen, da Reichthum nur was Relativiſches iſt, Wenn man aber reiche Bauern diejenigen nen- nen will, die ohne Schulden ſind, und ſich feine Reſte in Anſehung der herrſchaftlichen Abgaben anſchreiben laſſen, ſo gebe ſolches zu. Es giebt ja wohl hin und wieder einige unordentliche und deßhalb zurückgekommene Wirche, allein die größ- te Zahl macht auch hier den Namen. Woher fömmt nun aber dieſe Ueberlegenheit der hieſigen Bauern über die Flämmigen? Daher, daß ſie dreymal mehr Naturalien als dieſe erbauen, Hier iſt die Nebeneinanderſtellung derſolben, aub y ? 128 Er'kes Kapitel, Auf dem Flämmige; Roggen, Gerſte, Haber,| im nur wenige Hülſenfrüchte, Heidekorn, weiße Rüa|. MM ben auf dem Felde, wenig oder gar kein Flachs, her wenigſtens feines zum Verkauf. Jn hieſigen| rü Gegenden hingegen kann man alle Jahre auf dem jug Felde ſehen; Waizen, Winter- und Commer- fe, - roggen, große und kleine Gerſte, Haber, Hey» Do deforn, Erbſen, Wicken, Linſen, Flachs, Mohn, E Hirſe, Tarnipſe, Hanf, Ertöffeln, Tobak, Hop- au fen und Zipollen nebſt allen übrigen Küchenge-| ve wächſen.| de Nun muß man freilich ve einer Zuſammen-| m verbindung ſo vieler Erdgewächſe ſich MEEfEMige| ppt | und ordentliche Landleute gedenken. Die unfleitjiz 11 | gen cultiviren ihnen je weniger 5600 lieber gar| Mm nicht viele Arten von Naturalien. Die unor-| hd dentlichen aber ſind nicht vermögend, Natura«-| lien, deren Cultur ſo verſchiedene Zeiten und Zube-/ hy reitungen, auch geſchicfte Zuſammenknüpſungen er- 1: ft W fordert, mit Vortheil zu erziehen. Dieſerhalb 1.4 findet man in hieſiger Gegend ſehr gewandtes|| Yu ' dandvolf, welches in allen Provinzen fortkommen| hſm Fann, und weldjes umgefehrt felten gilt.| ſuhmh Aber eben dieſe Reihe ſo verſchiedener Pro» indemn SSDUFtE ſpanner auch den ländlichen Fleiß zum höch- Ept ſten.„Zn der Aerndte wird von Morgen um 3 fer Zus bis 4 Uhr, bis Abends um 10 Uhr hingearbeitet. be nur Jm Frühjahre und Herbſte von 4 Uhr Morgens nu bis Abends 7 Uhr. Des Winters, ſo(nd: ſtm) Korn in den Scheunen zu dröſchen iſt, eben ſo vm / lange. Und das aus dem Pabſtchume herrüh- id rende hier noch gewöhnliche Mettenläuten, des ih Winters früh um 4 Uhr, laſſen ſich ordentliche jeh Dorfer nicht gern abbringen, weil ſie ſolc jährlich zuverkaufenden Pſerde und ihren Preis ausgeworfen 3; iſt ſodann im Calcul beyderley Art nicht zu viel geſchehen, und iſt aus ökono- miſchen ſonſt bekannten Gründen die Mittel- zahl und der Mittelpreis der zu verkaufenden Pferde auch wohl angenommen worden? In hieſigen Landen ſind die Racen aus dem Königreich Preußen, Meklenburg, Hollſtein, Friesland, Hannover u. ſ f. beliebt und be- rühmt: Wie wird es anzufangen ſeyn, daß die neuanzulegende Staterey Ruhm und Kund- ſchaft bekomme? “|; 3 7) Wer- „134 Erſtes Kapitel, 7) Werben die Pferde in der Stuterey wohl ſelbſt geſucht, oder auf den Markt zum Verkauf fort geſchidt werden müſſen? S) Wenn die Pferde nicht am Orteſelbſt verkauft, ſondern auf die Pferdemärkte umher geſendet werden follen; werden hiezu geſchickte und treue Seute wohl zu finden ſeyn, damit das Umher- vorhergeſehene Koſten mache, oder ſalſche Rech- nungen gemacht werden? s 9) Falls dieſes leßtere zu beſorgen iſt, was iſt ſo» dann für ein Ausweg zu erwählen? 370) Sollte es wohl nicht zn viel gewagt ſeyn, 600 Stuten und Füllen auf einmal aufzufau- fen; und wäre es wohl nicht gerathener, eini- ge fremde auserleſen ſchöne Hengſte und Stu- ken anzuſchaffen, unnd ſodann auch einländiſche gut gewachſene Stuten von den fremden Heng- ſten belegen zu laſſen? x2) Es iſt bekannt, daß beſonders bey den Pfer- den die Nachzucht mehr dem Vater als der Mutter gleichet; Wollte man nun, da manüber« die Koſten zu kommen ſey, und vielmehr ein ſiarfer Verluſt daraus erwachſen könne, aus Patriotismus lieber rare ausländiſche Heng- ſte halten, und die Stuten der Unterthanen da« mit belegen laſſen, zumal der Nußen von einer ſolchen Einrichtung dem Patrioten ganz ſicher iſt, und ſehr leicht berechnet werden kann? bd) Er führte Oſtſrieſiſches Rindvieh ein, und ver- beſſerte durch ſolches das Landvieh ungemein. Ein Oſkfrieſiſcher Zuchtſtier wurde gerne mit 40 und mehrern Thalern bezahlet.=- Ee ſchafſte eine Menge von Podoliſchen Kühen an, welche, 4 ie reiten mit den Pferden nicht zu viele und un- ſehen kann, daß mit einer Stuterey vicht auf jel „mt | | | || fz ih | zm m daß "md 9 Ww ") Wohl ſelbt Veff fort behut, her gfendet NEt brau x das Unhes Vllt UNd Mt er falſche ehe 7, was ſ ſv ? ewagt fem, al aufzufau: hener, eini: e und Stur einländiſche nden Deng: ey den Dfet- eter als der „damaniher voy vicht auf vielmehr ein , aus diſche Heng: ferthanen das m von einer 1 ganz ſicher 1 fann? 1, und vet mein, Ei mit 40 un) ſchaffte ei! wel N (t Allgemeine"Regeln, 135 fie in ihrer Heymath blos zur Viehzucht gewid- met und in den daſigen Wildniſſen nie gemol- Fen zu werden gewohnt ſind, auch nach Abſeßung ährer Kälber nicht die mindeſte Milch von ſich er- zwingen lieſſen. Er ſuchte ſich jedoch von ſelbigen an der Art einen großen Nuüßen zu verſchaffen; daß er ſie zu Ammen der Oſtfrieſiſchen Kälber anachte, und dadurch die weit reichere Milch der Oſtfrieſiſchen Kühe zur Vermehrung des Molkens weſens erhielt. Fraget: 1) Welches iſt eine recht gründliche Werbeſſexung des Landwirchs zu nennen, diejenige, da man unter vielen Kühen, beſage der H. UT. B. 1V, S. 536. ff. diejenigen Kühe auswählet,. wel- che unter allen übrigen im Stalle die meiſte Milch geben, und daher von dieſen einzig und allein die eigene Nachzucht ſucht und beybehält; oder diejenige, da man nur überhaupt zach großem Rindviehe trachtet, und ſolches aus der Fremde mit größern Koſten kommen läßt? 3) Iſt es nicht nach derZ. 117, B. 1V.S. 535.|f. ganz richtig, daß man nur Futter oder Weide ſeiner Kühe beſſern darf, um größere Nach- zucht als der Vorſtamm war, zu erziehen, und iſt ſolches nicht aus Holland und Friesland bs- kannt, daß, nachdem das Vieh an Seuchen ausgeſtorben geweſen, und man daber ganz Fleines aus Deutſchland müſſen kommen taf- ſen, davon in der zweyten und dritten Gene- ration eben ſo großes Vieh, als das vormali« ge, wiederbekxommen, mithin dex Grund der |%& mehs 1"336 Erſtes Kapitel. mehrern Größe des Rindviehes einzig und allein auf mehr und beſſer Futter und Weide beruhe, daß es daher des Ankaufens größerer Kühe und Stiere oder Bullen gar nicht bedürfe? 3) Iſt es noch nicht eben daher, aus eigener, oder andrer Erfahrung, ſchon erprobet, ja ſchon von ferne her einzuſehen, daß größeres Vieh aus der Fremde, wenn es bey uns auf ſchlech- ter Weide, oder in geringeres Futter kömmt, weniger Milch, als unſer gewöhnliches Vieh, gebe, und in der Nachzucht ſodann ganz und gar ausarte? j 4) Sollte es nicht eben daher nach dieſem Grunde beſſere Oekonomie ſeyn, wenn man, um große Nachzucht zu haben, den Kälbern die ganze unverminderte Muttermilch ließe, um ihren Wachsthum von dem Anfange ihres Lebens an nicht zu vermindern? S, H, 27. B. IV. S. 540. ff. 5) Da es vermögenden Landwirthen garnicht ver- arget werden kann, daß ſie auf was auſſeror- dentliches worinn halten, und alſo 3- B. ein oder das andre auſſerordentliches großes Stück Vieh halten; wollte man denn nicht den aller- "fürzeſten Weg dazu erwählen, und ein oder das andre Kalb gleich den Pferden ein halbes Jahr und darüb& ſaugen laſſen, ſo wie der Verfaſſer der 8. LI. es ſchon vor vielen Jah- ren mit den Schaafen erprobet hat? Und blie- be auf dieſem Wege nicht das Geld im Lande? cc) Er ließ Büſfelochſen und Kühe kommen, leg- te eine eigne Zucht davon an, welche ganz gut ein- ſchlug, ſo daß er 1775 ſchonüber 60 Stück, wor- unter 45 tragende Kühe waren, hatte, Er IE au (8(inzig ind (0 ind Weide Wfe06 geöerer Cen aet nicht US Cigar, ober obe, ja Khan ; größeres Du UnS auf fle): Futter finn) hnliches Vit, Jann gan u) (eſem Grund an, um groß! ern die gan! 0, um ihren res Qebens an M.3, 1% 1 garnicht vt was auſſerot alſo Pei 5 qtoßes Grid nicht den allet und: ein ode! den ein Aalbes | ſ wie det x vielen„Jah? t? Und ble Ad im zand!! ommen, 9 » gan gute Allgemeine Regeln. 027 auch auf die Büffelfühe Frieſiſche Stiere, und auf die Frieſiſchen Kühe Büffelſtiere, und erzog vor- treffliche Kälber von dieſer Vermiſchung. Der Unterhalt dieſor Viehart war noch leichter als des gemeinen Viehes, und es war ſelbſt viel wohlfei- ler anzumäſten. Zum Pfluge und wirthſchaftli- ende Butter und Käſe, die den Ziegenkäſea und der Mähriſchen Bimſe gleich kamen. Da dies Vieh ſich alſo reichlich bezahlt, ſo würde ſeine Unterhaltung und die Nachahmung dieſer Benußung in der L2and- wirthſchaft vortheilhaft ſeyn. Fragen: x) Da der Büffel eigentlich in Aſien und Aſrika als ein wildes Thier zu Hauſe gehöret, aber bereits gegen das ſiebente Jahrhundert in Jta- lien naturaliſiret, und daſelbſt zum Hausthiere geworden, und daher auch'von den Deutſchen daſekbſt nun ſeit vielen hundert Jahren.bereits 3 5 ge* Erſtes Kapitel, geſehen und gefannt worden; warum hatfeiner derſelben es ſich je einfallen laſſen, Büſfel aus Ftalien fommen zu laſſen, und ſie unter uns gemein zu machen? 2) Iſt es vielleicht deshalb geſchehen, daß man nicht eigene Heerden und Ställe von ihnen an- legen wollen, weil man, wie Büffon ſchreibt, zwiſchen den Büffeln und Europäiſchen Ochſen oder Kühen eine gewiſſe Feindſchaft und Un- vertragſamfeit geglaubet, ſo doch durch die von da ſo gar die zuvor unmöglich gehaltene Be- gattung dieſer beyven Thierarten gut von ſtat- ten gegangen/ und alſo die bisherige Natur- geſchichte in dieſem Punkce eine Berichtigung erhalten? 3) Da es hefannt iſt, daß die in Italien reiſen- de Deutſchen, wenn ſie auf dem Wege von Rom nach Neapolis beſonders Büffelfleiſch, ſtart des Rindfleiſches, eſſen müſſen ,- ſolches nicht nur von einem eelhaften Geſchmack, ſonderu auch widrig riechend gefunden haben 3; wird ſodann in Deutſchland das Büffelfleiſch wohl dem Rindfleiſche je an die Seite geſeßt, und | mit. der Zeit wohl eben ſo gut verkauft werden können?: 4) Und da von der Milch und- Butter der Büſfel- fühe das Nämliche nicht unbekannt ſeyn muß z kann die Vermiſchung dieſer Butter mit der von den Lanvkühen nicht machen, daß die But- ker des Orts in üblen Ruf kömmt, und daher Überhaupt der Abſaß der Butter und der Käſe ſodann nicht vermindert werde? 5) Der Büffelochſe iſt nicht im PFuge, nur vor dem Wagen zugebrauchen; wird dieſerhalb der - Euro- Drenkenhofſche Verſuche nun wiederleget iſt, vaſt und Un durc) die ven [eberleget ij, haltene Be ut von ſat: ige Natut- eridtigung ſien eiſen e von Rom iſh, ſtatt (ches nicht &, ſondert hen; wird (Aeiſch wohl geſat, um aufe werden ver Büffel: ſmt muß; ze mit de ; die Dut- und. dahet dver Kiſ gut vo jefahte „(im Allgemeine Regelt. 139 Europäi ſche Ochſe, der zu beydes zu gebrauchen, und in Anſehung des Fleiſches mehr gangbar re Waare iſt, nicht immer den Preis be halten? 6) Wenn von den Büſfelfühen im Anfan, ige die SA Milch ſo ſchwer zu erlangen iſt, wie ſolches auch von den Podoliſchen Kühen benterfet wird; ſollte man ihnen nicht die Milch eben ſo wie wilden Landkühen abgewinnen können, wenn ihnen ein alter Saktel, oder noch beſſer, eine naſſe Schürze oder ein naſſer Sack über den ganzen eib gelegt wird? Wenn's auf unter uns ſeltene und auſſerordent- lich große Thiere abgeſehen ſeyn ſoll, warum wollte man nicht ſuchen den Auerochſen. wie ſolches mit den Büſſeln ſo gut von ſtatten ge- gangen, oder wenn der alte Ochfe zu wild blei» bet, junge Supi oder Auerkälber beyder- ley Geſchledeln und von einer Kameelin mit einem Bu- Fel gezenget werden. Sie werden für die be- ſten geachtet, und tragen 9 bis 10 Zentner Laſt, ſind nicht leicht zu ermüden, und das Stück wird zuweilen auf der Stelle mit 100 Thl. bezahlet. ee) Er hatte Türkiſche und Macedoniſche Böcke, davon das Stück 90 bis 100 Pfund wog. Die Wolle dieſer Schaaye war etwas gröber, als die „ZLandwolle, aber für die Zeugmacher zur Verfertiz gung der Frieſe und Türkiſchen Decken vorzüglich. Ein Stu gab über 8 Pfund Wolle, und ihre Schwänze, wenn ſie richt fett ſind, haben allein 36, 18bis 20 Pfund Fett. Er ſchaffte zur Vere- delung der kandſchaafe Hollſteiniſche, Ciderſtädt- ſche, und einen Engliſchen'Boc> um 200 Duka» ten an, durc) welchen auch in Zeit von 4 bis 5 Jahren eine Menge ſchöner, großer Lämmer ers zeiger wurden 3 indeſſen war die, durch einen einzigen Bo> beabſichtete Verbeſſerung des Schaafſtandes einer ganzen Gegend ſehr übertrie- ben, indem er jährlich 200 Mutterſchaafe belegen mußte, I€ ESE SE SOHN ' 300 Pfund ty Wy durften 1. ' ne ein key Tegen“ , woven MN der hat, Ih 4 Corte tür d, 1, mänilit jele mit 2 Db it einem Bi den für die bb 8 10 Zent den, und das ſemit 100 hl, onſhe Bie) nd wog. Iv gröber, als di er zur erferl eden vorziglig Bole, und ij d, haben alein huf W jur Vet wv ve, Oiderſtadt: " 200 Dyfa it von 4 0 fer Yammer ; durd y ein) beſſerung 1? id( hr NG hof» Dp muß|! Allgemeine Regeln, I4 du LER mußte, daher er auch nicht lange lebte. Die Ei- derſtadti fiſche*Bockfe wurden viell eicht fſichrer die Abſichten.. Jerede lung befördert haben; allein dieje wurden nur wenig von ihm geachtet, Tragen: 3) 42200 ziele man mit Türkiſchen und Mace- doniſchen IT ZUN 2)„Iſt dem Staate oder dem Manufakturweſe! et mehr mit feiner, als grober Wolle 7 diener? 3) Will man nur allein mit größern Thieren brils liren, wirds denn ſo nöthig und nicht vielmehr gründlicher ſeyn, die SWaafe dnreh ſich eib? in der Nachzucht ſo zu vergrößern, daß ſe mehr Fleiſch und Wolle nicht nur haben, ſon- dern zu geſünder und länger, als nach d ver alten, bey den Schäfern vergebracht« en Unter- haltung d Her elben, leben mögen, ſo wie ſolches bereits oben in Anſehung des Rindviehes be- ſagt, und im Wirrtenbere>. Woche nblatt Gm 011774 befähne gemacht, ſeint der Zeit aber von mehrern(andwirthen hin 1 wieder glücklich nachgemacht worden? 4) Einem Schaafbocke werden gemeiniglich nur 20 bis 25 Schaafe zum Belegen zug ethe iler, was fann daraus werden, ihm jährlich 200 Schaafe belegen zu laſſen? 5) Außer der voraus zu ſehenden kürzern Lebenszeit des Engliſchen Bocks bey der übertriebenen Beo legung wird die Nachzucht ſchwach, oder ſtark, werden können? Fortes fortibus creantur. 6) Da zur Verfeinerung der Wolle mittelſt aus- ländiſcher BösFe in Schweden und En 65 144 Erſtes Kapuel-/ Gegenden Deutſchlands ſo wohl eingeſchlagene Proben gemacht worden, warum will man der längſt bekannten Werfahrungsart der Schweden und mancher Deutſchen nicht nach» - gehen?; tf) Er ließ Engliſche große Schweine kommen, und vermiſchte ſolche mit Weſtphäliſchen, wos von ein in das dritte Jahr. gehendes 4 Zentner wog. Er verkaufte von der Zucht dieſer Schwei- ne willig an die Nachbaren, und verbeſſerte die Landrace dadurch gar ſehr. Der gewöhnliche Preis für ein Paar dergleichen angemäſtete Schweine war 20 bis 24 Thaler, ja er erhielk für ein Paar auſſerordentlich großer und fetter Schweine, wovon jedes Stü über 900 Pfund wog, von einem Berliner Schlächter 140 Thlr. Eben auch führte er die großen Moldauiſchen Schweine ein. Fragen? 3) Was hat man für eine Abſicht bey der ug rung ausländiſcher Schweine, die an Größe die einländiſchen übertreffen? 2) Hereſchet hiebey wohl nicht auch das no? ſehr gemeine Vorurtheil, daß große Thiere eine groſ= ſe Nachzucht geben. müſſen, ſo wie ſolches in Anſehung des Rindviehes und der Schaafe- zuvor bemerkt worden? 3) Läßt ſich nicht in dieſer Abſicht der allgemeine Grundſaß; Von nichts wird nichts, oder von wenigem geringem Futter erwächſt nur kleines oder ſchlechtes Vieh 3 hier vollkommen an? wenden? 4) Kann „m emzeeemeereÄemaemeewameemm=== Allgemeine Regeln, 145 Ongeſchlagen; Un NI man 4) Kann man nun tiach der Lokalität den Land= nf des ſchweinen dascFukter beſſern, wird man ſodann hen nit mad nicht größere Schweine als ſonſt erziehen, wie ſoiches bey manchen vaterländiſchen Braus "AR Und Brandtweinbrennereyen alle Tage geſehen vn Wa werden Fann, daß die Schweine, nach dem be- EN kannten Sprichworte, nicht nach dem Tage, nds 4 Zun ſondern nach dem Troge gedeihen, und leßterer [dieſer Chi es macht, daß ein jähriges Schwein größer iſt verbeſſert äls ein vierjähriges ſchlecht gefüttertes? j ap 5) Hat man die Abſicht bey der einzuführenden | fremden größern Schweineatrt, ſeinen Schweis Ja er erhidl nen einen großen Namen zu machen, und aus er und fett entſernten Hauptſtädten die Schlächter, die ' 900 Pfund ſonſt nicht einen ſo fernen Weg reiſen möchten, T 140 ählr, än ſich zu locken und zu gewöhnen; wird ſodann Moldauiſchen nicht die erſte Frage ſeyn müſſen, ob Bräu- und Brandtweinbrennerey die Kundſchaft uns terhalten, öder Falls gar Körner an die Schwei- ine zu verwenden, ob ſolche, zumal wenn mati vie Schiſſarth zur Hand hat, nicht durch den natürlichen Werfauf ungleich höher auszubrin- jp dar Eini h y Ri gen ſeyn*: 6). Rechnet imatt auf Wäaldmaſt, und kann man (ag noh feht in einem Zeitlauf: von 12 Jahren etwa nur 4 hier dinegrof: gute Maſtjahre annehmen, in dieſer Erwar pie ſolches in kung aber, viele mägere Schweire ſelbſt zu ve Cafe ziehen und erhalten zu wollen, Schadeti bräch te; ſollte es ſodann iticht geräthener ſeyn, da ver algen uns aus auswärtigen Ländern jährlid) ein Ue- berfluß von ausgewachſenen magern Schwei- tiert zugetrieben wird, in einem Waldmaſtjäh- ve davon einige Scho einzufäufen; utid damit vie Wälder zu betreiben? y) au Bausvater 1, Band, R 7) Wirds hts, oder vn fi nue fies (fommen 17 x 46 Erſtes Kapitel. 7) Wirds getroffen ſeyn, bey der Vermiſchung Engliſcher Schweine mit Weſtphäliſchen auch die berühmten Weſiphäliſchen Schinken von ſocher eigenen Zucht zu erhalten 3; oder wird wohl nicht die beſondere LebenSart der Weſtphäe- liſchen Schweine, nebſt der eigenen Art des ECinpöfelns, Räucherns und des Holzes dazu, wie auch die Behandlungsart der Weſtphäli- ſchen Schinfen, da ſte nur wenig Tage im Rauche, ſodann aber an der freyen Luft hangen, die Hauptſache ausmachen? 8) Wird man ſagen können, daß Verkäufer, wenn man auf. ſonſt nichts weiter ſiehet, als auf den Profit, ſolchen haben könne, wenn er ein Paar Schweine um 140 Thaler verkaufet, und den Aufwand genau berechnet? 9) Iſt nicht der Profit einzig und allein 7 des Schlächters Seite geweſen, der, wenn das Pfund Schweinefleiſch um 2 Gr, verkauft wird, an jedem Schweine zu 900 Pfund und darü- ber, einige 70 Thaler profitiret, daß der Verkäufer eben ſo viel daran verlohren haben muß? 10) Pferde- und Schaafzucht kann durch Einfüh- rung beſſer ausländiſchen Thiere ihrer Art ver- beſſert werden; darf man ein gleiches von der Schweinezucht, eben wie von der Rindviehzucht, behaupten, wenn's nur, wie es jeder, der Er- fahrung hat, nicht läugnen wird, auf: beſſeres Futter oder Weide ankömmt? Auf ſolche Weiſe verfahre man nun mit ſeinen vorhabenden neuen Verſuchen, wenn man anders nicht zu ſehr für ſeine erſte Gedanfen eingenommen, und, gleich manchen Aeltern, das erſigebohrne Kind mehr, als die nachgebohrnen ungerechter Weiſe liebet und 217. 1 [7:10,70 vil üb indie ſehr bels nachoeda iſt Perſul und Ne Man 1 dazu för Wegen dem Dy NN | jn! 10(rm ian, 1 ' gehend nenen; Wraff Wich für 17) J En Welt,» 0 un) VP Ww Defen Cli y ſun), G' hrung aS ein Depehen 'y Veiiſcun Nphäſen aus 1 Chinfen ben ten de wird a ve Beſteht: genen Net das dds Apa wet der Deſai] ! wenig Zope veg uſt hann Verkäufer, wu Det, als auf enn er ein Iy aufet, und by ) allein auf dy er, wenn des e, verfauft wir) fund und dar: fret, daß X verlohten hen m dur Einfüh ew ihrer Vet gleiches von dt + Aindviehzuch) ; jeder, der Er rd, auf beſſe nun mit fein! nananden mommen ene Kind)" eiſe(E17 Ww Allgemeine Regeln, 147 verziehet. Man laſſe, wenn die Wahrſcheinlichfeit des Gewinnſtes nicht die Beſorgniß eines Verluſtes vollig überwieget, wenig oder gar nichts aufs Glück in dieſer Abſicht ankommen, und richte ſich nach dem ſehr bekannten alten Sprichworte: Vorgethan und nachbedacht, hat manchen in groß Leid gebracht,--- Cs iſt ſehr zu rühmen und ganz patriotiſch, neue Verſuche zu machen, deren Gelingen unſrer Mit- und Nachwelt Nußen und Vergnügen gewä jren fann. Man muß aber ſeine Kräfte und beſondere Situation dazu Fennen und abmeſſen, um nicht auf ungebahnten Wegen zu irren und zu verderben. Man muß ſich an dem Beyſpiele derer, die ſich in dieſer 2aufbahn ſo übernommen haben, daß ſie forthin zu ihrem und der „Ihrigen Wohl keinen Schrittnoch Tritt mehr thun kön- nen, Lehren nehmen, und ſeine Denkungsart prüfen, ob man, wenn man ſich in zu große und ins Weitläu- fige gehende Verſuche eingelaſſen, bey dem daraus ent« ſtandenen Verluſte ſeines Vermögens ſagen und ſich darauf ſtüßen könne: JcH war dazu da, daß ich mich fürs allgemeine Wohl aufopfern ſollte. 17) Der heruntergekommene und in Schulden vertieſte Hausvater, Ein Seefahrer hat nur eine halbe Unterweiſung gehabt, wenn er angeführet worden, bey gutem Win- de und Wetter zu ſeegeln, ohne daß er mit den Maxi- men befannt geworden, welche bey confrairem-Winde, Sturm und Schiffbruche in. Ausübung zu bringen ind, ' Es ſind bisher Regeln zur Erhaltung und Ver- mehrung des Vermögens, zur Vermeidung deſſen, was eine Verminderung deſſelben veranlaſſen kann, gegeben worden, Der Unterricht wäre aber nur noch R 93 gleich» / 148: Erſtes Kapitel, gleichfalls halb, wenn die Anweiſung fehlete, wie ſich ein Hausvater, der durch mancherley Unglücksfälle herunter gekommen, und Schiffbruch leiden will, zu verhalten habe, um, wo möglich, aus der Gefahr des gänzlichen Untergangs wieder heraus zu kommen. Der Schuldenzuſtand, nebſt dem klugen Verhals ten darinn, in Anſehung der Gläubiger erfordert; um nicht noch mehr ins2abyrinth zu gerathen, eine Kennt: niß der Landesrechte, deren beſondere Anwendung hier dis Hauptſache ausmacht. Cs hat es dieſerhalb ein gelehrter und rechtſchaffener, in öffentlichen Juſtizbe- dienungen unſers Landes ſtehender, Freund übernom« men, den heruntergefommenen und in Schulden ver- tieften Hausvätern den Leitfaden an die Hand zu ge- ben um ſich zu retten. Seine Anweiſung gründet ſich. zwar hauptſächlich auf das Preuſſiſche Rechtsweſen. Da aber ſelbiges von der Beſchaffenheit iſt, daß es den gemeinen Rechten gemäß, und daher auch in an» dern Ländern angewendet werden kann, ſo toird hof» fentlich dieſer Unterricht allen und jeden Leſern wille Fommen ſeyn, in Anſehung deren mein Wunſch iſt, daß ſie deſſelben nie bedürfen. Wenn ſie aber in Kum- mei und Noth ſind, ſich oder ihre Rathsbeduürftigen Freunde daraus aufs beſte berathen mögen, weil nichts gewiſſers iſt, daß mancher ehrlicher Mann nur des- Halb ſich. von ſeinem VWerſalle nicht wieder aufrichten könne, weil er's nicht verſtanden, woran er ſich hal- ten oder aufhelfen ſolle, oder nicht geglaubet, daß für ihn Hülfe zu finden ſey3 oder wohl gar'an üble Rath» geber gefommen, die ſeine Umſtände mehr verſchlim« mert, als gebeſſert haben. 4.8 Ih laſſe nun den Aufſaß des Menſcen- und Mäuſefraß zu rechnen iſt, imgleichen durch VWiehſterben, in opden, Wovon 1, daß er ſol Fn A ſo fern dieſes entweder mit andern Unfällen zu- M ſammen tritt, oder aber ſolches in Proportion m füne alt des auf. Complettirung und Erhaltung des Vieh- Y ſtandes verwandten Geldes, ſonderlich bey Antritt .+ einer Landwirthſchaft, ſich in zu ſtarker Maaße vie ereignet: wu B. Oder aber durch ſeine Schuld und zwar: as Ge a) Unmittelbarer Weiſe, wenn er der Nachläſſig- je abt“ keit, Faulheit oder Verſchwendung ergeben iſt: hethelt“ b) Mit- 158 Erſtes: Kapitel, b) Mittelbarer Weiſe, wenn ſeine Eheſrau oder Kinder den nur gedachten Fehlern uuterwor- fen ſind, Dem Verunglückten iſt leichter zu helfen, weil dieſer eher Mitleiden erfährt, als dem durch ſeine Schuld verdorbenen Hauswirch, weil dieſem für die Folge weniger zugetrauet wird, und der gerechte Un- wille ſeiner Gläubiger das Mitleiden leicht erſticket, worauf er ſich zu verlaſſen ſchien. Dem ſey indeſſen, wie ihm ſey, ſo haben beyde Arten von gänzlich in ihrem Vermögen heruntergefom» menen Hausvätern nachſtehende Mittel, ſich dennoch auf gewiſſe Weiſe einigermaaßen, zu heiſen und zu retten, x) Müſſen ſie einen getreuen Ueberſchlag ihres Activ- und Paſſivvermögenszuſtandes machen, Sie müſſen die Balance ſo treu geben,-daß ſie im Stande ſind, ſolchen mit einem körperlichen Eyde auf Erfordern zu beſtätigen. Haben ſie dies gethan, ſo 2) mögen ſie ſich einen Rechksfreund erwählen, der dieſen ihren Statum bonorum mit ihnen durch- gehe, und ihnen rathe, ob es theils thunlich, theils beſſer ſey, daß er mit ſeinen Gläubigern vergleichsweiſe eine Privatbehandlung vornehme, oder aber entweder ſelbſt vor Gericht trete, und ſeine Gläubiger zuſammenrufen laſſe, oder ab= warke, däß dieſer oder jener Gläubiger, oder die meiſten von ihnen, oder vielleicht auch alle, gegen ihn klagbar werden, als welcher leßtere Fall doch faſt allemal und faſt ganz unbedingter Weiſe,'der gefährlichſte iſt, da alsdenn die Eröffnung des Concurſes unvermeidlich iſt, auch ſchon ſo vieles durch vorgängige beſondere Proceßkoſten verloren, und mitbin die wenigere Activmaſſe nur noch mehr ge “2>2L8<-=--- 4-23. 2.3 fip. SSt Uſt abe EN hefe, wil m dur fn Veſt fit Die ege Ny: eicht aſi, ) haben beyty erunfergefone ſich dennoh elfen und z ſchlag ihres es machen, on, daß ſie förperlichen Habt ſie erwählt) Ahnen dur js Hunlid) | Olaubigen 19 vornehm, +(eto, und 0 ober ab at, oder die alle, gegen 1? Fall vo) Weiſe, det ofnung ds m ſo vis on verlo) x noh mar ye Illigemeine Regeln, 159 der Gläubiger durch einen vorgängigen vergebli- jen Proceß, in welchem er im Wege der Exe- cution nichts hat erhalten Fönnen, nur noch mehr auſgebracht. wird,» und es hernach deſto ſchwerer halt, den Concurs in Güte. zu behandeln ,/ oder durc< Vergleich und Nachlaß an den Forderun- gen ſelbigen zu coupiren und aufzuheben. Zeſchmälert worden. Nicht-zu verſchweigen, daß 3) Bey Entſtehung eines güclichen auſſerttericht- fichen Abfommens, ſchreite er ohne Zeitverluſt, auf alle nur erlaubte Wege, zur gerichtlichen Ergreifung derjenigen Rechtswohlthaten, die den velabrirten Schuldnern zu Gute in den Rech- ten geſtiftet ſind, und ſonſt auch febilia beneßcia (traurige 1Dobhltrhaten) genannt zu werden pflegen, nicht weil ſie nicht gut ſind, ſondern, weil es die leßten Hülfsmittel ſind, die ein Ver- ſchuldeter nur ergreifen fann;3 das einzige Brett, woran ſic) einer, der im Waſſer untergehen will, nar noch zu halten das Glück hat. Dieſe Rechts- wohlthaten beſtehen 3) in der gerichtlichen Behandlung, da man nämlich den Gläubigern gegen gewiſſe Pro» cent Rabatt an ihren Forderungen z. E. 75 oder 50 an. ſiatt 100 ſogleich, oder zu einer gewiſſen Zeit, auszuzahlen verſpricht. Dieſe Art der Befriedigung ſeiner Gläubiger pflegt Dfters beſſer vor den Gerichten, als auſſerge- richtlich, zu glücken, Denn hier reden Rich» ter, und oft die Beyſtände ſelbſt, dem zuwei- len harten Gläubiger zu/ Die Gläubiger ſind auch durch die Vorladungen des Richters, welchem ſie gehorchen müſſen, leichter zu einem Cermin zuſammen zu bringen, und ge aut b) Erſtes Kapitel,| (äßt ſich eher etwas- gemeinſchaftliches ab- ſchlieſſen, und das Abgeſchloſſene hat mehr Bündigkeit und Feſtigkeit:; In der Abtretung und Ueberlaſſung des Ver- mögens vder der Güther an die Gläubiger (Ceſlione bonorum) welche WVorzugsweiſe ganz eigentlich das Nebile beneficium genannt wird. Gemeiniglich pflegen bloß diejenigen Schuld- ner, welche nur durch würkliche UnglüFsfälle in den Verfall ihres Vermögens gerathen ſind, zu dieſer Wohlthat zugelaſſen zu werden. ZJtt- deſſen zeigt doch auch die Erfahrung und ſelbſt beſtätigen es Rechtslehrer,(ſ. Zeilfelat in Juriſpr. for. Lib, 42, Tit, 3. S. 1804.) daß auc nach Römiſchen ſowohl als andern Geſe» ßen, dur< Perſonen, die auf gewiſſe Weiſe durch ihre und ſonderlich der Ihrigen Schuld CCulpa.) alſo uicht auf betrügeriſche Art in öffentlichen Werfall gerathen ſind, zu ſolcher Wohlchat um ſo eher zugelaſſen werden, wenn ſie fonſt nur nicht bey eigener Declaration, oder gerichtlichemAusbruch ihres Unvermögens, fälſhlich, berückend, und berrüglid) zu Werke gegangen ſind; da es nämlich bey der unend- lichen Schwachheit der Menſchen, die größten- theils aus Temperamients- und Erziehungs- fehlern herrührt, in eine Grauſamkeit augar- fen würde, wetin die Gläubiger einem nicht betrüglich verſchuldeten Hausvaäter alles Mit- leiden ſo geradezu, und gleichſam ohnbedingt und ohne alle nähere Prüfung, völlig entzie- hen wollten,- Denn von freventlichen Con- curſchmachertt, Bänfevutierern, und ſolchen, die durch ganz offenbar unbeſonnene und toll- fühne Unternehmungen, oder'gar dur) begati- geie fi] htm, Gefotdy Allgemeine Regelt? I61 Oeftihes 4h gene Uebelthaten, Falſchheiten und Betrüge? ſene Dat mehr reyen, ſich auſſer Zahlungsſtand geſeßt haben, PND).: iſt hier die Rede nict. Vielmehr kann ein, ung ds Yyy durch ſeinen und der Seinigen Stand, und 1 die Gläubige durch fehlgeſchlagene Hoffnungen gleichſam in jugend au ſich ſelbſt zu einiger weniger genauen Wirch- Ii genangti ſchaft verführter Schuldner, oft ein guter ehigen Gerl tenſch und brauchvarer Bürger ſeyn, wobey ve Unglüfshi! ihm zugleich) um ſs» weniger etwas zu imputie ren iſt, wenn er aus Weichheit ſeines Charak- ters, und um nicht mit ſeinen Hausgenojien in öffentlichem Streit zu liegen, oder gar zu Eheſcheidungen zu greifen, dieſen etwas mehr eingeräumet hat, als wohl ſonſt harte jeyn ſol» ms gerathen ſn) zu werden, Jt rung und ſd ) vy EN ten. Dex ſo erhabene als erleuchte Geſet3-ber gewiſe Weil der Preuſſiſchen Staaten ſelbſt gebietet in der A neuen Proceßordnung ſ.Corp.Iur, Frid. Lib.1 riſche At it Part, 2. Lit. 25.9 3-) mitausdrüclichen Wor» d, u he ten: daß ſegar der Richter alle Mühe anwen- werden, weit den ſolle, durch Vorſeing e RE Diildiihin würdigen Umſtände des Schuldners, und dur NEE Vorhaltung der Gründe, welche Ülenſchenz liebe und Religion an die Hand geben, die lic zu Der Creditores zu Annehmung der Vorſchläge zu dep der uner) diſponiren, und dem Gemeinſchuldner die ge» 4 500 ſuchte Erleichterung ſeines widrigen Schi? Ee ſals zu verſchaffen. ; a hit Ein Schuldner aber, der auf dieſe Rechtswohl- |. that provocirt, hat hauptſächlich auf folgende geſesliche gr alles Mit m ohnbediny wollig ent „lichen Uu Erforderniſſe zu ſehen. ) Daß er freymüchig und nach der Wahre heit, die Urſachen ſeines Verfalls zeige, , und ſold)(3) daß er den Gläubigern eine glaubhafte have und 1 Specification ſowohl ſeines Veemsgens* 6 Dude BZausvagter 1, Band.; als NU 162-Erſies Kapitel. als Unvermögenszuſtandes vorlege, ſo wie ex es mit einem Eyde gewiſſenhaft zu beſtätigen ſich getrauet. 1 9) Daß er ſich durc< ſein vorgehendes und nach: folgendes Betragen des Schußes undder Wohl- thaten des Staats, ſo wie des Mitleidens ſei- ner Gläubiger, nicht unwürdig mache, als wenn er z. B. von ſeinem Activvermögen et- was verheimlicht, oder auf die Seite gebracht hätte, oder durch Aufſtellung erdichteter Gläu- biger, und durch Colluſionen mit denſelben, ſeinen würflihen Gläubigern, die ihnen dem Scheine nach cedirte Maſſe ganz, oder zum Theil, wieder zu entziehen ſuchen"wollte; oder aber er ſich durch eine ungebührliche betrügliche Flucht ſeinen Gläubigern, und der ihnen zu ertheilenden Rede und Antwort, entzogen hät- ' fe; oder aber endlich, wenn er in einem unbe- dachtſamen, unfleiſſigen Leben fortwandeln woll- te, da er in dem leßtern Fall, und weil er den Gläubigern doch immer für die Zukunft, bey Gelangung zu beſſerm Vermögen, verhaftet bleibet, risquiren würde, von neuen angegrif- fen, und auf eine weniger nachgebende und mildthätige Weiſe behandelt zu werden. Ein Hauptvortheil dieſer Rechtswohlthat iſt, daß dem Schuldner weit leichter als in andern Fallen ei- ne Kompetenz zu ſeinem nothdürftigen Unterhalt aus- gemacht und accordiretwird, immaaßen es der Gläu- biger eigenes Intereſſe iſt, daß der Schuldner am L2e- ben bleibe, und in ſolchen Umſtänden erhalten werdy, daß er deſto eher Gelegenheit finde, neues Vermögen, woraus er nachzahlen könne, zu erwerben. Schlagen aber die vorbeſchriebenen Beneficien der Behandlung und Vermögensabtretung um, der- geſtalt, Nit, fo why vf jabefy ende wd vag be undder 4 es Miſe Verte dig mah; Sete die Ceite gin) | erdichtet Ol, m mit Denfiy , die ihnen Janj, oder 3 jen"Wollte; dy liche betrügt Id der ihnen » Ontjogen 0 in einem unh: ewandelnwol ind weil er dy ) Zufunft, by gen, verhaft Newen angege achgebende un) u werden, opta iſs 03 dem Jahen t: Unterhalt aus m es der Ola huldner am& erhalten werd es Bermög en. en Bendt ung um gela Illſgemeine Regeln, 163 geſtalt, daß entweder die Gläubiger ſolefin dem neuen Klei- de, au) eben dergleichen, nebſt einigen ſogenann- ten Krünkeln, im Kopfaufſaße gekommen wären, Sie antwortete, das leßtere von ihrer Badine, ſo hieß ihr kleiner Schooßhund, dem ſie des Morgens auf dem Tiſche, wo ihr Aufſaß gele gen, Kaſſee gegeben, herrühreten, da das Hünd- chen daruf geſprungen, und die bemerkte Unord«= nungen angerichtet hätte. Geſchieht es öfters? frug die Mutter weiter. Warum nicht, war die Antwort, dieſes ſind Kleinigkeiten, und ſchönen Zeuten ſilt alles ſchön. Die Mutter erſchrak über dieſe zu ſreye Antwort nicht nur, ſondern gab auch der Tochter, wie billig, Verweiſe, und wieß ſie auf das Beyſpiel ihrer gegenwärtigen Schweſter, der ſie, der Mutter den Rücken zu« Fehrend, dafür eine ziemlich höhniſche Mine von fich) erblien ließ. Slorigne, die mit aller laind= lichen Unſchuld ein edles Herz verband, entrüſte- te ſich ſo wenig über dieſe ihr begegnete Verach- trg, daß ſie vielmehr ihre Schweſter, da hier- über die Mutter fortging, umarmete und küſſete, Beyde Schweſtern gingen des Abends in ihrem eigenen Nachtzimmer zu Bette, und wie ſehr bc= fremdete es die jüngere, als ſie ihrer ältern Schwe» ſter ſeidene weiße Strümpfe beym Ausziehen er blickte, in welchen die Fußſohlen ganz ausgeriſ- ſen, und hinten an den Haen der Schuhe von weißem Atlaß, mittelſt ein Paar Stiche von weißer Seide, angeheftet waren, daß ſig ſich nicht in die Höhe begeben, und die naende Hautnicht über den Saum der Schuhe hervorkommen laſſen möd)- E74 Zweytes Kapitel, „möchten. Nicht weniger fand ſie, daß Egeſippe ein ſo ſchwarzes Unterhemde anhatte, daß ſie es wohl an die 4 Wochen ſchon konnte getragen ha« ben. Sloriang, die ſich nicht noch mehr den Un- willen ihrer Schweſter zuziehen wollte, enthielt ſic) ihr Worwürfe zu machen, und es ihr mit deutſchen Worten zu ſagen, daß ſie anfange fanl zu werden, hinterbrachte des andern Morgens der Mutter die feine Wirthſchaft ihrer Schweſter, welche des Abends, da ſie merkte, daß ihre Töch«- ter ſich entkleidet hatten, und zu Bette gegangen waren, ins Schlafzimmer, ein Licht in der Hand Habend, hineintrat, und Hemde und Strümpfe beſahe. Man kann leicht denken, was ihr die Mutter müſſe für Verweiſe gegeben haben, die aber gar keine Beſſerung würkten. Das erſte, was Etzeſippe nach der Entfernung der Mutter fürnahm, war dieſes, daß ſie ihrer Schweſter, - Die ſie ſo fort als ihre Anklägerinn bey der Mutter hielt, die ſchlimmſten Worte ſagte, die Zorn und Rache nur eingeben konnte, und ſie von nun an, ' wenn ſie alleine waren, beſtändig ein dummes Dorfmädchen nannte. Sloriane ertrug dieſes mit Gedult die 4 Wochen hindurch, als ſie wäh- rend der Kur ihrer Augen am Orte bleiben muß- fe, Und da ſie von da an auch da bleiben, und in Penſion eintreten ſollte, ſo unterließ ſie nicht "ihre Aeltern unabläſſig zu bitten, daß ſie wieder abgehohlet und bey ihnen ſeyn möchte, Sie war nur 14 Jahr alt, und man muß eben nicht hie- bey denfen, daß ſie aus Verdruß, von ihrer Schweſter ſo ſehr verächtlich gehalten zu werden, nicht habe bey ihr bleiben wollen. Nein! ſo we- nig dieſes, als die Beſorgniß, wegen ihres min- Her ſchönen Geſichts unter die meiſten Koſtſchür jerin- ' M Epen ENE NI Oagen DW: 00 weht ay wellte, mihi Wd eb Ue ß ſie anfange fol dern Motzunch Ihrer Gn », daß ihm Uh Getto gegn (icht in dard) und Strüm) , was ihr ben haben, 1 n, Das erh ng der Nutt! rer Schweſte) beyder Nutt 3, die Zemu) ſie von hund) dig ein dumm ne ertrug M dh, als ſe mij rte Oleiben th ve bleiben, u erließ fe nid) "ſe wied! dw, Giem! eben nict! uß, von 1 (ten zu m Rein! egen ihr" Wi fun 0] 4 : tt Uebereinſtimmung des Hausvaters c, 175 lerinnen herabgewürdiget zu werden, war die Ur- ſam ihrer Sehnſucht nach Hauſe, Sie hatte ſchon einen zu richtigen Geſchmac an Hauslichs= Feit und Luſt zur Landwirthſchaft von ihrer" Mut- ter ſich beybringen laſſen, daß ſie bereits die 4 Wochen bedauerte, die ſie um ihres Auges willen vom Hauſe hatte zubringen müſſen. Ihre Ael- ter; mußten ihre Gründe gelten laſſen, da ſie ih- nen zu Gemüthe führete, daß der Aufenthalt von einigen Jahren in einer großen Stadt zu ihrer fünftigen LebenSart gar nichts beytragen könne, indem ſie ſichs vorgenommen habe, nach dem 'Beyſpiele und Lehren ihrer Mutter dereinſt eine gute Wirthin zu ſeyn. Das Franzöſiſchſprechen fönne ſie wohl, wenn's ja Nothwendigkeit ſeyn ſollte, wohl zu Hauſe lernen, wenn ihr daſelbſt eine Franzöſinn gehalten würde, als wofür ſie de- ſto mehr ihrer Mutter zur Hand ſeyn, und ihr den Aufwand auf ſolche möglichſt damit wieder einbringen wolle. So kam&8loriane wieder nach Hauſe, und bildet? ſich zu einer vollkommenen dandwirthinn ſo ſehr aus, daß ihre Wirthſchafts- funde ſie ohne alle Ausſtattung oder Mitgabe werth machte, an den beſten Mann dereinſten zu fommen. FEgeſippe würde, wenn's nach der Mutter gegangen wäre, das Stadtleben mit dem 2andleben von nun an auch haben verwechſeln müſſen. Aber die Aeltern mußten der Muhme ihrenthalben zu Willen leben. Dieſe beſtand darauf, daß die Tochter noch einige Jahre bey ihr in der Stadt zubringen ſollte. Und da ſieohne Kinder und reich war, ſo machte ſie Mine, dieſer Tochter dereinſt in ihrem Teſtamente unter allen Übrigen vielen nahen Werwandten das meiſte zu vermachen, Egeſippe war nun in ihrem En zehn- 178 Zweytes Kapitel, zehnten Jahre, und formte ihr Herz, neben dem Hochmuthe, Eigenſinne und Rachbegierde auch „noch völlig zur Falſchheit und Verſtellung um. Denn da ihr die Mutter zum ösftern die zärtlich- ſten Vermahnungen ſchriftlich ertheilte, alle die religieuſe Geſinnungen bey ſich wieder aufleben zu laſſen, wozu ſie in dem Hauſe der Aeltern er- zogen war, und mittelſt derſelben ſich von der an ihr bemerkten Neigung zur Unordnung, Stolz und Rachſucht um- nnd ablenken zu laſſen; ſo ant- wortete ſie der Mutter immer mit'Betheuerun- gen einer Perſon, die, um ſie nach ihren Wor* ten zu nehmen, als eine Heilige paſſiren konnte, Dieſes gieng ſo weit, daß ſie, wenn Freunde aus der Nachbarſchaft ihrer Aeltern ſie beſuchten, ſo wie dieſe ſie darum baten, Eggeſippe völlig die Mine einer Frommen heuchelte, als womit ſie Hauptſächlich ihre rechtſchaffene“ Mutter zu hin- tergehen oder zu beruhigen gedachte. Da immito- telſt ihre Aeltern ihrenthalber auſſer Sorge wa- ren, ſo kamen ſie auf einmal in große Unruhe, als ſie in ihver Nachbarſchaft auf dem Lande zur Hochzeit gebeten waren, und daſelbſt ein Paar - junge Herren aus der Stadt, wo ihre Tochter lebte, vorfanden. Dieſe hatten Etxeſippens Portrait inwendig im Deckel ihrer Sdhnupfta- bafsdoſen, und krieben damit die Cirtelfeit ſo weit, daß einer derſelben der auch zur Hochzeit anweſen- den Sloriane die Doſe hinreichte, und frug, ob dieſes nicht eine rechte Beaute ſey? Sie konnte „die Antwort nicht anders denn bejahen, und nach- dem ſie vom Tanzen mit dieſem Chapeau abge- treten war, ſo präſentirte ſich der andre, und zeige fe ihr gleichfalls ſeine Doſe, nicht nur mit-dem nämlichen Bildniſſe, fondern ſeßte auch hinzu» ſig Shytayg Uebereinſtimmung des Hausvafers 26. 177 "Winde ſie müſſe die Perſon fennen, Wie fann, erwiez vein| derte ſie, ſolches möglich ſeyn, da ich nur wenig wih ah Bekanntſchaften auf dem 2ande habe, und unter Willy ie derſelben das Original nicht finde, Verſtellen (in we ſie ſich nicht, fuhr der junge ſüſſe Herr fort, das "58, 1 Original muß keinem weniger unbefanntals ihnen Ie ver Wltin ſeyn, und hiemit führte er ſie nach der Wand, ni von dew nahm von einem Wandleuchter ein Licht herab, ordnung, Eh mit den Worten: Nun ſehen ſie dieſe Schönſte ju loſen; ſous recht helle an, ſie werden ſie nicht länger mißken- nit Vethetti nen können und wollen.&'oriane erröthete, blieb ch ihren Do aber dabey, ob ſie es ſchon gleich) vom Anfange oſſiren Font richtig erkannt hatte, daß ſie das Original nicht n Freunde au wiſſe oder kenne. Nun ſo wollen ſie, verſeßte » beſuchten,| der junge Herr, ihre€» dien. Eqeſippe ward gefragt, wo ſie zu ſo vie- len Büchern das Geld herbekommen, ſie müſſe zum Erkauf derſelben falſche Rechnungen nach Hauſe eingeſandt haben. Sie antwortete, die Bücher gehörten ihren Geſpielinnen. Dieſe wur- den herbey gerufen, und da ſie ſahen, daß Ege ſippens Sachen eingepackt wurden, und ſienicht mehr da bleiben ſolle, ſo hielt ſie keine Furcht mehr Uebereinſtimmung des Hausvakers 26, 179 ni mehr ab, die Wahrheit nicht zu ſagen, und zu NN geſtehen, daß alle die'Kücher ein Cigenthum der 6 ſh Eeſippe ſeyn. Nachdem ein Karrenſchieber 06: hr zum Fortbringen der eingepacften Sachen war her- m Hpi beygehohlet, und. der Rückſtand'der Penſion ab- 0 zu gehen; hats bezahlet worden, kam die Mutter mit der Toch- 1 aber bey(ny ter zu der Muhme, mit der ſie den Briefwechſel (0, De Nu dvurchmuſterte, welcher ſo ziemlich im Style, ver- 1 Degen zu liebter Ritter geſtimmet war, die, da ſich die er Dimiſy Schöne für keinen recht.erklären, ſondern ſie alle jr In Ihre Sim in der Abhängigkeit erhalten wollte, den Tod zur 8 aufſhliſs Endigung ihres Unmuths herbeyriefen. Die ' weiße Biſt Muhme war nicht wenig über dieſe Geſchichte alles unter dy betreten, und wurde mit der Mutter darüber eins, der andern,| daß es am beſten ſeyn würde, die entdeckte Fge- worden, Seh ſippe, in Betracht ſie ſich mit keinem Liebhaber 08 hatte die ge beſonders eingelaſſen,und bisher nurnoch ein gleiche ) dem Mätta ſam romantiſches Luſtſpiel verſucht hätte, mit keinen (uter Schlu Vorwürfen noch mehr auſſer ſich zu bringen, und dieſes ihre größte Strafe ſeyn zu laſſen, daß ſie nach Hauſe teiſen, und in der ländlichen Einſam- keit ihre Thorzzeiten vergeſſen ſolle. Unter der andern Kof! x Füßen, 1) Die Muth) HG Menge ihrer Liebhaber aber war Alfred geweſen, ; 1m der ſich zu ihren weitl.uftigen Verwandten zähle- auet bon gerön te, aber bisher bey ihr nicht mehr Glück, als junger Herren, alle ſeine Mebenbuhler, gehabt hatte, Schmer- DEE lp], zete es dieſen aufs höchſte, daß ſie ihre Schöne a|" forthin nicht'mehr in ihren Mauern ſehen ſoliten, vo jen 9 ſo ſchien dieſer aufzuleben, ſobald er Egeſip- vn M pens Entfernung erfuhr. Denn. von nun an nungen 0 glaubte er allein aufdem Kampfplaße feſten„Fuß nwo| befommen zu haben,.da ſein Guth) no von Vor- ! uE“ mündern in Pacht ausgethan, nur ein Paar Ta- ny daß| gereiſen von dem Guthe des Vaters ſeiner Schö- vy und jen? ne entlegen war. So ſehr er bisher die Stadt e feine ju M2 und 11:0 T80 Zweytes"Kapitel. und ſtädtiſchen Zeitvertreib dem Landleben vorge- zogen hatte, ſo ſehr mißfiel ihm nun jede Stadt, jede brillante Geſellſchaft, iwo feine"Egeſippe mehr wär. Er ward zur Verwunderung ſeiner Freunde auf einmal ſchlüſſig, auf ſein Guth zu gehen, fich majorain erfläten zu laſſen, und nach Abfindung des äuf ſeinen Anktrag aus ſeinen Pachtjahren heräusgehenden Pachters ſein Guth ſelbſt zu berwirthſchaften 3 alles in der Jdee, ſeine Egeſippe in der Nähe zu häben, fie ferner zu feben, und fich um die Gunſt ißrer Aelkern zu be- werben, mittelſt derſelben aber ſich des Herzens ſeiner Geliebten völlig zu bemeiftern. Er irre ke ſich in dieſem Plane gar nicht, indem Etges ſippens Aeltern bald viele Achtung vor ihm be- kamen, da ſie an ihm einen geſesten Mann und einen ſich ſehr gut änlaſſenden Landwirth, von deſ- ſen Jahren man kaum eine ſolche Application auf die WirthſHaft erwarten ſolien, bemerkten. Sie beſuchten ihn daher fleiſſig wieder, und wurden von ihm noch fleiſſiger wieder beſucht, unter dem Borwande, daß er von alten erfahrnen Wirthben nod recht lernen, und ſich bey ihnen vervollfom= mien wolle. Er fahe es nun ſo fort ein, daß er bey Egeſippen gewonnen Spiel habe, indem ſie einen heimlichen Gram wegen ihrer verlohrnen Freyheit ſich abmerken ließ, und daß ſie ſich dem erſten dem beſten Freyer, als einem Erlöſer aus ihrem nunmehrigen Gefängniſſe, in die Arme werſen würde. Er ward nach wenigen Beſuchen mit ihr eins, daß er um ſie bey den Aeltern an- werben möchte, aber er hatte es nicht erwogen, daß dieſe mit ihrer Tochter einen andern Weg hinaus wollen könnten, Denn er glaubte vom Himmel in den tiefſten Abgrund binabzufallen, als enehen boy “) W Etch ve uſo Nabe Kinn wf| fn hib." N(aſel, in) (tog 018 fp Dach fers 14 Inder Phy fü m, ſie fer"0)y v Weſternah ich des Het ..| I - Indem Ey 14 vor ihm) ten Mann u) wirch, von dy Mpplication al merkten, E! v, und wur! cht, unter hn ahmen Dirſa nen vervolfum fort ein, da߀ [ aby, indem| hw! verlohenn ) uf ſeh dem m it ou , im die Aen! nigen Deſud den Melton(7 | nicht erw" m anden Y NN glaubt?! 4:1 ) hinohpn yy Uebereinſtimmung des Hausvakers 2c, 183 als er bey Anbringung ſeines Gewerbes. von den Aeltern hören mußte, die Tochter ſolle noch in keinen 4 Jahren heyrathen, und auch dennnoch nicht, wenn ſie keine ächte Proben ihres geänder- ten Gemüths und gänzlichen Neigung zur Ord» nung und guter Wirchſchaft würde abgelegt ha» ben. Aßred beſtand auf ſeinem Anſuchen um die Tochter einmal nach dem-anden, mußte aber immer wieder hören, was er zum erſtenmal ge- höret hatte. Er trieb die Sache weit, und er- Flarte, er könne nicht eher weichen, bis er das Jawort von den„Aeltern hätte, und es müßte ihm Gewalt angethan werden, wenn er ohne ſeie ner Eqteſippe gewiß zu ſeyn, ſcheiden ſollte, Die diebe matht Narren. Alfred beſtätigte vollkom men dies alte Sprichwort, und die Aeltern. wußs ten nicht, wie ſie in einer ſo eigenen Sache ſich mit vem jungen, auf dem Rande ſondeebarerx Auss ſchweiſungen ſtehenden, zFreyer benehmen ſollten. Der Vater mußte ihm auf Ehre verſprechen, daß er binnen 8 Tagen ihn, beſuchen, und ſeine. Toch- ter mitbringen wollte. Unter der.Zeit ſchite er eine n Geiſtlichen an den Alfred ab, der bey ihm alles vermochte, weil er. ſein Educator geweſen, und. ein überall. beliebter Mann, war» Dieſer mußte mehr ſagen, als, dex. Vater hatte zu ſagen wagen wollen, Sein Auftrag war nämlich ihm vorzuſtellen, daß er mit Egeſippen nicht glüf- lich; ſeyn fönne, da ſie noch keine Wirthijay ſey, und-erſt wieder bey den Aeltern verlernen ſolle, was ſie in der Stadt ſich angenommen; dagegen aber erſt nod) Häuslichfeit und Application auf Wir hſchaft bey der Mutter lernen ſole. Sloriane aber, die in ihr. ſiebzehntes Jahre gehe, ſey eine vollkommene Wirthinn, und völlig im Stande, den Erwar- M3 tuns 182 Zweytes Kapitel. fungen des ſchärfſten Landwirthes zu genügen, Er ſolle daher um dieſe anhalten, die würde ihm nicht verſaget werden. Alfred konnte mit aller, für ſeinen Educator ihm beywohnenden, und gleich ſam ſchon zur Natur gewordenen, Achtung kaum das Ende dieſer Vorſtellung abwarten, und er- flärete, daß jeder andrer, der aus ſolchem Tone mit ihm zu reden ſich erfühnete, von ihm alles erwarten. müßte, was der Zorn einem beleidigten Fiebhaber-eingeben könne. Er begnüge ſich aber ihm zu erwiedern, daß Etzeſippe bey ihm eben das und noch mehr werden könnte, was ſie noc< bey ihren Aeltern werden ſolle. Ueberdem habe er bey ihrer Unerfahrenheit wenig oder nichts zu risquiren, da er nicht'nur an ſeine Geſchwiſter nichts.mehr herauszugeben, und überall keine Schulden habe, ſondern auch während ſeiner - Minderjährigkeit von den Vormündern bereits ein fleines Kapital zuſammengebracht und auf JIn- tereſſe ausgethan worden. Da der alte Educa- tor ſahe, daß Alfred gleich einem Felſen uner- - ſchürtert ſtehen bleibe, ſo verließ er ihn unter '* den beſten Wünſchen alles Wohlergehens, und eilte zu Etzeſippens Vater, ihm von ſeinen 'fruchtloſen Bemühungen Nachricht zu geben. Dieſer gieng nun mit ihm zu Rathe, was zu thun ſeyn könne.| Er enthielt ſich aber, ſich Hiebey einer Entſcheidung anzumaßen, äuſſerte aber viel Peinlichfeit bey der Ausficht in der Er- füllung ſowohl, als die Nichterfüllung des Wun- ſches ſeines ehemaligen Zöglings. Der Tag kam indeſſen heran, daß der Vater vermöge ſeines Ehrenworts mit Egeſippen und ihrer Mutter „zu dem Alfred hinreiſen mußte. Er war immer noh ſteifauf ſeinem iini Entſchluſſe, r die ey | | | | fon mx" enden und ew, Ühhng by oooh Iny baus Solen yy eie, von Ihm als ( [9 1 einein Wh ( Weberbem h4 9 oder nichts eine Oeſchwiſt nd überall feit | während ſein! ndern bereits ht und auf)! der alte Ex vom Felſen um dieß er Ihn unt! Alergehens, 1 Ihm von fein? Aide zu geht! Ruthe, as j1 ſh aber ſd maßen, auff! dt in der€ [ung des Dir | Jer Cay A] vermöge ſa (d ihrer Iv! Er war 117! ſhluſſ! W Uebereinftimmung des Hausvaters 26. 183 Heyrath ſeiner Tochter nicht zu willigen, und er- kläret ſich ſonder Umſchweif, als ein ſehr ernſt- hafter Mann, bald nach dem Eintritte in Al» freds Haus, daß ihn nichts von feinem Vorſa- ße abbringen könne. Er ſagte dieſes in Gegen- wart ſeiner Tochter dem Alfred, der, ohne ſich lange zu beſinnen, fragte; ob er Egeſippen als Freund geben oder als Feind laſſen wolle? Und dieſe trat ſofort gleichfalls hinzu mit den Wor» ten: wollen Sie mich als Water weggeben, oder als Tyranne quälen? Nun ſo gebe ich ſie weg, ſprach der beſtürmtke Vater, zwar nicht als Freund, aber auch nicht als Feind. Sie haben mir, ſagte er zu Alfreden, meine Tochter abge* zwungen, werden aber bey mir niemals flagen dürfen, nachdem ſie ihr Jugendfeuer werden verlohren haben, wenn ſie ſieh) mit der Frau viel- leicht, und das wolle Gott nicht, daß ich es je hören dürfe! nicht werden berathen, ſondern ver- rathen haben. Wie konnte ein Alfred den Nach- druck dieſer lesten Worte verſtehen, der nun in dem höchſten Affect der Freude zu ſchnell überge- gangen war, und nicht wußte, ob er bey dem Va- tor oder bey der Tochter mit ſeinen Freudenbezeu- gungen und Dankſagungen anfangen ſollte. Auch dieſes rauſchte vor ſeinem Herzen vorbey, da ihm ſeine Zufünftige ſofort nach ihres Vaters Ein- willigung zur Heyrath zum allererſten Compli- ment ſagte: Nun haben ſie mich. Aendern ſie aber nie ihre Geſinnungen gegen mich, und laſſen ihren mir gegebenen Verſprechungen gemäß mir die Qualitat einer Frau ſo wenig als das Landleben, zur Laſt werden.- Alfred durfte nun nicht mehr lange warten zum völligen Beſiß ſeiner Ecgeſippe zu gelangen. Er hielt M 4 ihr 184 Zweytes Kapitel. ihr auch treulich ſeine Zuſage, und ließ ſeine jun- ge Gemahlinn ganz nach ihrer Fantaſie leben, Dieſe beſtand aber hauptſöchlich darinn, daß ſie lieber in Geſellſchaft von Fremden zu Hauſe, und auſſerhalb deſſelben zu Gaſte ſeyn, als ſich mit«Haushaltungsſachen beſchäftigen wollte, Wenn es nac) ihrem Sinne gegangen wäre, ſo Hätte Alfred ſein Guth wieder verpachten, und Feinen Aufenthalt in ver Stadt haben müſſen, wo er'Eo/ſippen zum erſtenmal geſehen, und um ihr mit ſo vielen andern gebuhlet hatte. Dieſes aber hatte der kluge Vater noch vor der Hochzeit ſich von dem Eydam ſo wohl, als der Tochter theuer verſprechen, und beyden zur Bedingung ſeiner väterlichen Freundſchaft werden laſſen, daß ſie nicht in der Stadt, ſondern auf ihrem Guthe leben, und ſolches ſelbſt bewirthſchaften ſollten. Alfreden fehlte es an feiner einzigen Eigenſchaft dazu. Aber ſeine Gattinn blieb zu ſehr zurück, und war ihm zu wenig Gehülfinn. In den er- ſten zehen Jahren ihres Eheſtandes war ihr das Hausweſen ſehr gleichgültig z; ſie machte in dem hausmütterlichen Fache gar feine ordentliche Eins richtungen; keine Ueberſchläge zur Ermäſſigung dor in der Haushaltung zu verwendenden Naturae- lien; feine Veranſtaltungen, daß ihre Unterge- bene zur Arbeit und Ordnung wären zuſammen gehalten worden. Die Mutter kam dagegen Aleiſſig zu ihr, frug und ſahe nach, wie es mit ährem Hausweſen ſtehe. QLOhne dieſe mütterli- an prächtie- gen. Hausgeräthe oder Meublen; die von Jahren zu„tahren zunehmende Anzahl von Kindernz und M 5 bey 186 Ziweytes Kapitel. hey dem allen kein Beſtreben, allen ſolchen, den Einfünften gar nicht angemeſſenen, Aufwand durch Einſchränfung der bisherigen Lebensart, durch Sparſamkeit und Häuslichkeit zu mindern, Dieſes brachte den ſonſt in ſeiner Art unverbeſſer- ' lichen Wirth dahin, daß er ein Kapital nach dem andern aufnehmen mußte. Er beſtätigte alſo vollig den Saß, daß eine übel beſtellte innere Einrichtung der auch ein großes Guth herunter bringen könne. Nach Verlauf - vor zehen Jahren/ nachdem Etzeſippe Frau ge weſen war, kam es mit ihrer Mutter dahin, daß eine auszehrende Krankizeit ſie verm Tode näherte. Da ſie ihn nun gar nicht ferne zu ſeyn merken fonnte, ſandte ſie einen Expreſſen an ihre Toch- tor, der ihr von ihrem baldigen Abſcheiden Itach- richt überbringen, und zugleich melden mußte, ſie ſolle ungeſaumt fommen, eine ſterbende Mut- tor noch einmal vor ihrem Tode zu ſehen. Sie fam. Und nun ſagte die rechtſchaffene-Mutter ihr ſo das Valet. J< habe nur noc< wenige Stunden zu leben, und beſchlieſſe mein Leben vor der'Zeit.'Mein bisheriger Kummer über deine SebenSarft iſt' hauptſächlich an die Verkürzung meines Lebens Schuld. JIc< habe auf alle Wei- ſe geſucht, dich mir nachzubilden, und du hät- teſt meine Erziehungsſorgen eben ſs guf als dei- ne Schweſter 8lorizmne bey dir ſollen anſchlagen laſſen." Dein rechtſchaffener Mann ſchmeichelte ſich vergebens mit der Hoffnung, daß du an ſei- per Seite noh werden könnteſt, was du bey uns nod) nicht wareſt. Uns iſt es nicht unbekannt, wie ſehr er deinethaiben in Verfall gekommen, Dieſes war meine Kränkuug. Als Chriſtinn muß ich dir verzeihen, aber ſo leicht mir dieſes my?d, | | | | bn ehen dy enen, Viſor) 0 Waadt N“ JU miner. 8 Ut undabiſe, Wb wn ve] Deſtelte Inne duch ein tos Nach Yale efippe tt y itfer dahin, by 1 Tode nähert ju Jen mertt an ihre Toch: ſcheiden Nach melden mußte, ſterbende Nut: u ſehen, Gi haffene Nutt u nod Wen » mein eben 1 mmer über De! die Verfürzun Oe auf al! Di 1, und du Aal ſo quf als dei: on anſchlaget am ſOmeichelt daß dy an ft pas du bey 1) dt unbefan al gefomn Ys Chim ht mir Ds „" Uebereinſtimmung des Hausvaters 2c.- 187 wird, ſo ſollteſt du mich doch nicht als eine un getröſtete Mutter ſcheiden laſſen.== Ach, wo- mit theureſte Mutter! ſchrie'Exeſippe, könnte ich ſie noch tröſtan? Damit, ſagte ſie, daß du mir no< Aenderung zuſageſt, und hiemit ma- eheſt, daß ich deinethalben ohne Kummer ſterben könne. Wollteſt du mir, fuhr ſie fort, das Ster- ben auch noch ſchwer machen, nachdem. du mir das Leben ſehr verbittert haſt? O! könnte meine Reue ſie vom Sterben zurüFbringen, rief die in Thränen ſchwimmende Tochter, ſie ſollten an mir ihre Wünſche ſo gut, als an Slorianen, erfüllet ſehen. DO leben ſie, um von nun an an mir Freu- de zu erleben. I< ſterbe, ſchloß die Mutter, binnen wenig Minuten, ich ſegne dich in der Hoff- nung, daß du meine Erwartungen von dir, die ich in jene Welt hinüber nehme, nicht täuſcheſt. Nun ergrief die Sterbende die in Ohnmacht vorm Bette dahin ſinkende Tochter und ſtarb. Mußte es denn der Tod einer der beſten Mutter in der Welt ſeyn, der eine aus der Art geſchla- gene Tochter zur Ordnung und Rechtſchaffenheit zurückführete? Bey Eggeſippen waren alle andere Betrachtungen vergebens geweſen; von nun an aber ward ſie, was ſie. gleich zu Anfange ihres Eheſtandes hätte ſeyn ſollen und können. Was hat ſie aber unter der Zeit im Hausweſen für Unheil und Schaden geſtiftet? So viel, daß zehen andre Jahre verliefen, ehe ſte mit allen Anſtrengungen < „ihres Fleiſſes und Wachſamkeit ſo weit kommen Fonnte, die Schulden ihres Mannes tilgen zu hel- fen, ohngeachtet ihr eine anſehnliche Erbſchaſt vom Vater unter der Zeit darzu kam. Seit dem Tode der Mutter war Alfreds innere Haushal- lung 188 Ziveigztes Kapitel, tung ganz geändert, Lauter Ordnung, Häuslich» feit und Eingezogenheit abſeiten der Hausmutter. Dieſe findet nun ihre einzige Beruhigung darin, daß ſie ſich am Ende eines jeden Tages Rechen- ſchaft ableget, was ſie gethan, und wie weit ſie immer mehr gefommen iſt, den Erwartungen einer verewigten Mutter zu gnügen. Sie erzieht ihre Töchter zur Wirthſchaft aufs beſte, und es iſt jedem bey ihr einfohrenden Fremden ein Feſt- tag, alle aufs genaueſte zuſammenpaſſende Ein- richtungen der Egeſippe zu ſehen, und davon etwas, oder alles, ſich zum Modell zu nehmen. Bielmals dankt ſie Gott in Gegenwart ihres Gattens, daß er ihr Leben. und Munterkeit ver- leihet, ihrer Familie nun eben ſo ſehr näßlich zu ſeyn, als ſie ihr vorhin unnüße geweſen, Al- fred wird nun von Jahren zu Jahren wieder jünger, da ſeine Gehälfinn ihm ein tägliches Wohlleben verurfachet, und an ſeiner innern Zu- ſriedenheit mit ihr nicht das geringſte mangeln läßt. Doch niemals hat er ihre Reue damit re- ge gemacht, daß er ihr geſagt hätte: Wis weit - würden wir nun ſchon mit unſern Vermögensum- ſtänden ſeyn, wenn es mit unſerer Haushaltung gleich im Anfange ſo gut und vollkommen, wie jeßt,. gegangen wäre.| 2) Die Hausmutter muß mit dem ganzen Wirth- jchaftsſuße bekannt ſeyn, und ihren beſondern Etat demſelben unterordnen, damit in Ver- vindung jeken, und beſtändig erhalten, Hat der Hausvater das Glü, an der Gattinn eine wahre Gehülfinn zu haben, ſo iſt gar nicht abzu- ſehen, warum er ſich vor ihr verbergen, und ihr ſei- nen 10 7] Dir flugpeit mut ihres M berauf (in deſt dune) vater tinnzu rechte“ fünfte! ſchw! al6s ſpd ſyſde ſy)(ven nid Wee jener (1050 fön W| NE vlt tytonne mj Danbeln (in bon Veden no( Anders| erh me, meiſten 7 ſevar | ', Ng, Säuefy da Önanute riqg arl 0 Rags Pehys | Und We wN den Erwartung wen Cid ufs biſt, wd 4 vemden dn Dh "henpoſſende Gh ven, und bin odel! zu neg Degenwart in Munterkeit y) ehr näßlich 1 + geweſen, Ah | Jahten wied! m ein faglics eine innern ZU engſte mangt! e Reve damit) hätte: Wie m aq Vermögen per Dough volfommen, | geen Wil) NIE(el0ndoy mie Dis Jalten, an der(hath! & gar niht und „Jain Uebereinſtimmung des Hausvater8;c. 189 nen Wirthſchäftsfuß verſtecken ſollte, wie es etwa aus Klugheit geſchehen könnte, wenn man mit einer När- xinn zu thun har, die, wenn fie die ganzen Einkünfte ihres Mannes weiß, ſich darauf verläßt, deſto mehr darauf gehen läßt, und ihre hausmütterlichen Pflich- ten deſto weniger genau beobach et. Cs fann aber dennoch aud) wohl gethan ſeyn, daß, wenn der Haus- vater noh irgends Hoffnung haben kann, ſeine Gat- tinn zu beſſern, falls er bisher an ihr noch nicht die rechte Wirthſchaftsgehülfinn gehabt, er ihr ſeine Ein- künfte nach den genaueſten"Berechnungen ein- und über«= ſehen laſſe, damit ſie nicht ſo darauf los wirchſchafte, als ob's im Hauſe nicht alle werden, und eine uner- ſchöpfliche Queile vorhanden ſey. Cs muß eine ſo zu ſagen ſchon in Gedanken für verlohren geachtete Frau ſeyn, wenn ſie bey der Gegeneinanderſtellung der Cin- nahme neben der Ausgabe, das Uebergewicht dieſer über jener mit Gleichgültigkeit anſiehet, und den hiez mit ſo nahe vors Auge gelegten Untergang ihres Haue ſes nicht beherzigen will, Iſt aber dem Hausvater feine unkluge Frau zu Theile geworden, ſo weiß ich nicht, ob man ihm zu viel thue, wenn man ihm den Namen eines Haus- tyrannen beylegt, der ſeine Gattinn für keine Geohüls» finn, ſondern nur als eine Sklavinn anſiehet und be» handeln will; aber auch hiemit ſo gedienet wird, wie ein von Sklaven bedienter Herr bedienet zu werden verdienet. Cr kann wollen und ſagen, dieſes oder je- nes ſoll geſchehen, odernicht geſchehen dieſes ſoll io oder anders angegriffen oder behandelt werden; es wird aber hievon meiſtens nur Sfkiavenarbeit herausfom- men. Der Hausdespote ſchadet ſich, wenn er am meiſten ſich zu nüßen glaubet. Dagegen mache der ſich auf ſeine Vortheile beſ- ſer verſtehende Hausvater die Hausmutter mit ſeinem gans 190 Zweytes Kapitel, ganzen Wirthſchaftsfuße bekannt, und er wird finden,. daß er der Gattinn hiemit Selbſttriebe und Atifmun-* terungen verſchaffen wird, dem Hauptplane der ganzen, Wirthſchaft auch ihrer Seits ganz nachzugehen, und mit ihm gleichſam einen angenehmen Wettſtreit in die- ſer Abſicyt anzutreten, wer den andern in der Ver- mehrung oder Erhaltung des gemeinſchaftlichen Ver- mögens übertreffen könne, Jede Hausmutter ſoll ihren beſondern Ctat in Anſehung der, durch ihre Hände gehenden, Natura-' lien haben; oder es iſt etwas Gewiſſes am Gelde, was ihr zur Anſchaffung der im Hauſe benöthigten Speiſe- vorräthe für den herrſchaftlichen und Geſindetiſch feſt- geſeßet wird. So kann auch was Gerdiſſes zur Er- t;altung oder Anſchaffung der Kleider, Meublen u.ſ, w. jährlich beſtimmet werden, welches alles den beſondern hausmütterlichen Etat gusmacht.&S. 117. D. V. Th. FK. 4. Nui Ein ſolc =< a RE R SR 1<<< ; '"; f Win Ol ; eiten eſhehen Ctidtn, by w men Kh Umma den Hauf: edahee 3 Vaiih fte, Ober en Ky er darf mar fon 18, eder mh 6; Otandes und 1; weniger foll zu beſtimmt, 44 infen ausgetwu eil foll für Rit Veeqnüglichfeiten 1 der dandwirth er, wo nict ab ſaftlichen u) der Wirthſcho) und Walität Vt Wtelpreiſe gen vet, und ſo in 1! men fonnen, M fat(9800 e und Dauer pallige Zyranne), + uſpringen wil, a ovtungl peden, als dy nam Enden! yon das 10 0, und die m! ) Pfennig“ lege u 4 |] Uebcreinſtimmung des Hausvaters 2. 193 mit den augenſcheinlichen Beweiß führe, daß ihr Etat zu enge angelegt ſey- Hat der Hausvater an der Gattinn eine gute Wirthinn, ſo muß iör Etat ſo ins Mittel gehen, daß ſie, ſowohl! in ſtäd- tiſcher als ländlicher Haushaltung noch anſtaäns dige Erſparniſſe anbringen, und hiemit zur Ver»- mehrung eines jährigen Ueberſchuſſes das ihrige beytragen könne. d) Der hausmütterliche Etat ſeßet noch voraus ein, in der S- 07.25. 1. SS. 367. ff. vorgeſchrie- benes, Syſtem, welches in jedem Hauſe mit Cin- ſtimmung des Gatten ſo feſtgeſtellet wird, daſß ihm für beſtändig nachgegangen werden muß« Dieſes heißt ein Tiſchſyſtem, und beſieht darin, daß feſtgeſeßet ſey, wie viel Schüſſeln oder Ge- richte, alle, oder einige Tage ver Woche auf den Tiſch zu bringen ſind: ob einige, oder alle Tage der Woche, Braten, oder überdem noch Gevas Fenes aufzutragen? ob für gewiſſe, und ji) im- mer gleich bleibende, Couverts der Tiſch einzu- richten 3 oder, nach: Beſchaffenheit des Standes und des Vermögens, auch auf einige ungewiſſe Couverts, täglich zu rechnen ſey? im Fall ein Zuſpruch eines Freundes auf dem Lande beſon- ders, oder die Ehre des Hausvaters es erforder» te; dieſen oder jenen unvermutheten Gaſt, er komme, oder ſey wo oder wie er wolle, zu Tiſche zu bitten, und Gaſtfreyheit, wenigſtens bey Tie ſche, zu beweiſen.== Ohne ein ſolches Tiſchſyſtem nun iſt es nicht möglich, einen Ueberſchlag zu machen, was in ei? ner Woche, geſchweige in einem Jahre, darauf gehen ſoll, Wenn nun abet doch die Hausmutks- ter einen feſtgeſesten Etat vor ſich haben ſoll, ſo N uß Zausgygter 1, Hand.; m koa 7 Zweytes Kapitel, muß vorausgeſeket werden, ob eine oder mehrere Schüſſeln, ob alle Tage nur einige Braten oder Gebatkenes auf den Tiſch kommen, und in der einmal angenommenen Ordnung ſo fort gehen ſoll? Nur gedachtes Tiſchſyſtem betrifft allein die ge wöhnlichen Mahlzeiten.- Denn Gaſtmahle gehen ſehr über das Allrägliche hinaus, weßhalb ihrent- wegen was Beſonders ausgeworfen werden muß, Und da in unſern Tägen ſchon durchgängig, we- nigſtens in Niederdeutſchland, dia Mahlzeiten des Mittelſtandes nicht obne Obſt gehalten werden, fo findet man bey Anlegung eines Etats darüber- die leichteſte Auskunft in der SG, X13. 25. 111. R. 3, allwo eine Berechnung des Tafelobſies für den Nachtiſch zu finden iſt. €) Die von dem ältern Alfred verkannte Sloriane gehörte unter die zur Wirthſchaft ſo wohl erzoge- ne Töchter, daß ſienoch vor ihrer Verheyrathung in dem Hauſe ihrer Aeltern die Stelle eines Ver- waltors gleichſam vertreten, und in Abweſenheit ihres Vaters mit einer beſondern Leichtigkeit und Luſt den Gang der ganzen Feld- und Hauswirth- ſchaft ordnen, oder einrichten konnte. Der Va- ter pflegte ſie daher ſeinen rechten Arm zu nen- nein, und konnte ſich, daer einer beſondern Kränk- lichfeit halber öfters ſich im Bette halten, und fich ſeiner gewöhnlichen Geſchäfte entſchlagen mußte, völlig auf ſie verlaſſen,, Dieſes kam hauptſächlich mit daher, weil ſie das Schreiben und Rechnen ſehr wohl gelernet hatte, alle Wirth- ſchaftsregiſter aus den Kladden mundirete, und mit dem Wirthſchaftsfuße ihres Waters dieſer- wegen auſs beſte bekannt ſeyn mußte. Dieſer hatte aber überdem noch die Fähigkeit derſelben ;: auch Weben | mhd haften mit€ fam| ſe, d dens | hee fl nien ſec) m hej! nit! Ih! (ww) by“ (ftes) | Wemit mn | wY | ſan) |' verſe | Wat) 14/9 pft | Fah | in(| ſm, | nh | wd | Win | Enz | ſe, | fen, | ſhe "(, " au ir nh Enie Iten 0 Anm, vn nb fate Vetrifft alle Wh enn Geſine 018, Wh m worten werduugg m durchgäng 1 dia Mehleink 7 gegalten wal 108 Etats dany 17, 5,103, felobſies für b erfannte Slotigy ſt ſo wohl er er Verheyrathy) Etelle eines J nd in Vbeſerht een Zeichtigfeit m) d: und Hausoit) Fonnte, Dub: ten Jim zu erbefndern Fä Zett! halten, uu Oöfte entſchlagt! 1. Dieſes fu je das Schreit atw, alle Dith , u s Vaters vi mußte: DV! Gigbit vf! " Uebereinſtimmung des Hausvafe"8 3x. 395 auch damit vervollkommnet, daß er ihr in zwoifel- haften Fällen ihre Meynung ſagen, und Gründe mit Gegengründen vergleichen ließ. Dieſerhalb fam ihre Wirthſchaftsfunde zu einer ſolchen Rei- fe, daß ſie mit jedem-geübten Oekonomen um .den Vorrang ſtreiten kounte. Wey dieſer ihrer Ue- berlegenheit giengſie aber niemals über die Schran- ken der Beſcheidenheit heraus, und mengete ſich niemals unter die Geſpräche von Wirthſchayts- ſachen, wenn ſich anweſende Gaſte bey der Tafcl da- mit unterhielten. Wer ſie nicht fannte, der ſa- he ſie als ein Mädchen an, das höchſtens ſich auf nicht vielmehr, als auf Küche und weiblichen Puß, verſtehen könne,- Einim Hauſe unbefann- tevy Gaſt ward daher nicht wenig überraſcht, wenn er bey Tiſche ſahe, daß die Bedienten Sorianen . öfters Papiere brachten, auf welchen ſie entwe- der mit dem Bleyſtifte Antwort gab, oder ſtille und gelaſſen von der Zafel aufſtand, um draußen den Wirthſchaftsſchreibern auf ihre Anfragen Be« ſcheid zu ertheilen, damit der Vater in der Con- verſation mit ſeiner Geſellſchaft nicht geſtörer, oder ünterbrochen werden durfte. Man kann von ih- rer ökonomiſchen Klugheit und Gegenwart des Geiſtes aus folgender Selbführung urtheilen. In einem Frühjahre, kurz vor der Aerndte, brach im Lande die Viehſeuche aus; eine der grimmig» ſten, weil ſie unter 100 davon ergriffenen Stü- >en Hornvieh kaumeines am Leben ließ. Man war des Orts bisher noch ruhig, da die Seuche annoch an die 6 bis 7 Meilen entfernet war. Eines Tages hatte man viele Werwandten zu Gas ſte, die bis auf den andern Tag da bleiben woll- ' fen. Als man des Abends um 7 Uhr ſich zu Ti- ſche geſeßet hatte, und noch bey dex Suppe war/ N 23 fan Ziveytes Kapitel." kam ein Bedienter mit einer ſehr zerſtörten Mix ne, und ſagte Slorianen, es ſey ver Kuhhirte nebſt vielen Dorfunterthanen draußen. Dieſe brach« ten bey ihr an, daß der Hirte, der ſonſt erſt um g Uhr herein kommen ſollen, die Kühe eine Stun- De früher eingetrieben hätte, weil ihm die 3 Bul- len,(Stiere) nebſt 6 Kühen, krank geworden wären, und er ſolche hätte drauſſen müſſen lie: gen laſſen. Sie hätten des Morgens noch gut gefreſſen, allein gegen Mittag hätten ſie abgelaſ: ſen, und er hätte vermeinet,. da er an einem guten Orte gehütet, ſie wurden ſich zu ſatt gefreſſen ha- ben. Da ſie aber, wenn er ſieaus dem Lagermit dem Hunde auf- und Ffortgetrieben gehabt, im- mer wieder umgefallen, und ſehr geſtöhnet hat ten, ſo habe er ſie müſſen liegen laſſen, und ſey mit der Heerde hereingekommen, um es zu mel- den. Sloriane ſagte: es kann leider die Seuche ſeyn. Wo wollte, antworteten Hirte, Bauern und Viehmeyer, die bey uns herkommen, da al- le unſre Dorfnachbaren davon frey ſind. Sie autwortete: wenn die drey Bullen krank und lie- gen geblieben ſind, ſo iſt dieſes ſehr verdächtig. Geht, ſägte ſie zum Meyer, es ſollen zwey Knech- te, die ſie mit Namen nannte, ſich zu Pferde ſe- ßen, ins Feld jagen, und der eine dem Ochſen- Hirten ſagen, er ſolle mit ſeinen Ochſen die Nacht drauſſen bleiben, und Weg und Weide nicht be- rühren, wo die Kühe geweſen ſind 3; der andre Knecht aber ſoll dem Kälberhirten ſagen, ex ſolle eine halbe Meile zurü und auf ein Vorwerk trei- ben, daſelbſt das junge Vieh einſtallen, und ſo lange daſelbſt mit der Heerde bleiben und hüten, bis er andre Ordre bekommen wird. Nach die- ſen Verfügungen kam&loriane in den AED : zuräc Wehn purid Del (ela Uſe | wit | mf | Guy lequt 1,N fehr pefrhn 1 16) Ver Sihieten ue. Aff hes eie, Ver Paa dy , vie Rühren Eh » Wl Im de 30 pen, franf mad € drauſſen miſt) 8 Morgens Md 4 09 hätten fj hy; da er an Einen zu ſatt gefrefa) (eaus dem Cage eden gehabt,| ehr geſtöhnet) en leſſen, und Jen Um 8 ZU 1 n leider die Ga; en Hirte, Wi herkommen, dz: von ſten ind, 6 Bullen franf und: jeſes ſehr verdi es ſollen zwey Ah fe, fich zu DRed pe dine dem Dd! an Ofen die No m) Beide nicht: mfd; de ien Jagen, 8! „ſein Voryat* anſtalten, 1" hleiben und) wird. 7 amin 00 gi Uebereinſtimmung des“ Hausvaters?c- 195 zurü€, brachte feine Spuren der Furcht oder Verlegenheit in ihren Minen mit, fing in aller Gelaſſenheit das Geſpräche wieder mit ihrem Tiſchnachbar da an, wo es bey ihrem Herausge- hen war abgevrochen worden, und ließ ihre diel- tern und Freunde in ihren Tiſch- und Geſell- ſchaftsfreuden nicht nur ungeſtöret, ſondern ließ ſie auch ſämmtlich ruhig zu Berte gehen. Che ſte ſelbſt aber zu Bette gieng, befahl ſie dem in dem Kuhſtalle ſchlafenden Hirten, daß er früh um 2 Uhr an ihr Fenſter klopfen, ſie wecken, und Gras bereit halten möchte, um zu ſehen, ob ſämmts- liche Kühe anbeiſſen, und das Futter nicht vers ſagen würden. Als ſie nun beſagter Zeit ge- wet war, und dem Hirten ſolgte, hörete ſie ſchon von ferne, das Kühe im Stalle ein ängſtliches Stöhnen äuſſerten, Sie wurden alle aus dem kager in die Höhe getrieben, und ihnen Gras in die Raufen gelegt. Won 70 in dem Stalle ſte- henden Kühen fanden ſich 33 Stü, welche den Kopf und Ohren hängen lieſſen, kein Futter an- rühren wollten, und große Hiße und Angſt hat- ten. Die Sache iſt entſchieden, ſagte ſie, es ſollen heute Pferde im Pfluge gehen, die Ochſen gar nicht mehr auf unſer Feld kommen, und nach ein änders Vorwerk, das von dem, wo die Käl- ber hingetrieben waren, eine halbe Meile zurück lag, fortgetrieben werden.- Nachdem der Vater aufgeſtanden war, und ſeiner Gewohnheit gemäß mit der Tochter überlegte, was in der Wirth» ſchaft weiter zu thun ſey, ſo lenkte ſie das Ge- ſpräch. auf die Viehſeuche, und fragte ihn, ob man es ſchon gehöret hätte, daß die Seuche Sprünge mache, und wenn ſie noch viele Meilen entfernet ſey, die Zwiſchenörter Übergehen, 2 7 3 au 198"Ziveytes Kapitel, auf einmal da ſeyn könne, wenn bey der ſchärf- ſten Sperrung und einem großen Zwiſchenraume gar feine Anſtefung zu vermuthen ſey. Als dieſer ſage, ihm ſeyn dergleichen Fälle ſchon be- Fannt worden, ſo frug ſie weiter 3 was würde ſür uns wohl« zu thun ſeyn, wenn uns ſolches Un- glüf begegnen könnte? Nichts anders, antwor- tete der Vater, als zu dulden, was wir nicht än- dern fönnen. Jcen Vorſchub thaten. Seine älterer Bruder lag ihm beym Ausbruche ſeiner Schulden unabläſſig an, Z&lorianen zu heyrathen. Es ſchien im Anfange, daß er ſie mehr aus Noth, als. Zuneigung, geheyrathet hätte. Die Aeltern ſagten dieſes ihrem erſten Eydam unter die Augen, der aber für ſeiuen Bru- der gut ſagte, und verſicherte, daßSloriane bald von ihm von der rechten Seite angeſehen werden, und ſich ihm in ihrem ganzen Werthe zeigen,' folglich nicht verkannt werden würde. Er hatte auch hiemit gar nicht zu viel geſagt. Denn&8loriane Hatte es ſich als Braut glei) außbedungen, daß N 4 ihr 260 Zweytes Kapitel, ihr zukünftiger Eheherr ihr verſtatten möchte, die| ganz? Wirthſchaft nach ihres Vaters ſeiner einzut- richten, und hiemit auf einen beſſern Fuß zu ſeßen, Sovald ſie den jährlichen Ertrag vom Guthe er- ſehen hatte, vereinigte ſie ſich mit ihrem Gatten nicht nur über den beſondern hausmütterlichen Ceat, ſondern überredete ihn auch), daß nun der ganze kausväterliche Wirthſchaftsfuß ſo geſtim- met ward, daß, nebſt richtiger jährlicher Abtra- gung der Zinſen, eine Schuldenpoſt nach der an- dern, und zwar diejenigen am erſten, welche in den Intereſſen aufs höchſte ſtanden, abgetragen werden mußte. Sie war gleich Anfangs ſeine Rathgeberinn, andre Kapitalien um geringere Zinſen aufzunehmen, um damit die Schuiden zu bezahlen, auf welchen höhere Zinſen hafteten, Sie, ihrer Seits, ſuchte, wie hierin, alſo überall an- ſtändige Erſparniſſe anzubringen, und brachte ihren Gemahl zu einer, dem neuen Wirthſchafs- etat angemeſſener, Frugalität, ſo daß ſie aus ih-. ren Regiſtern von Monath zu Monath ihrem Gatten den augenſcheinlichen Beweis vorlegen konnte, was mit einer, in allen Theilen der Wirthſchaft angebrachten, Sparſamkeit für groſ: ſe Dinge nach und nach ausgerichtet werden können, 3) Der Hausvater muß von der Hausmutter es nicht allein wollen, daß ſie ſparſam ſey: er mußſeiner Seits esgleichfalls ſeyn, Man muß es als einen großen Jrrthum anſehen, wenn man vermeinet, daß die Sparſamkeit mehr der Hausmutter, als dem Hausvater, zuſtehe, wie es in unzählichen Haushaltungen wirklich gefunden wird. Es iſt ganz richtig, was der berühmte Hr, Verfaſſer der uh Ww Oul pon Ppatſan aß ie! at, u id) v0 YM den, M BN „dig ha) ſD; großen (11/01 ſh wo die fene hier eu ( Birh 0, eat m 4 fen' bſe uhu trag vom Oyfy, ) mit ihten Os em Hauth nail), Da ye) aftöfuß fb 38 er jährlidut Ih (denpoſt nad be; m erſten, wih, anden, abge) IcH Anfangs 1 ien um gering t die Gehuiden enhafteten, G , alfo überall| gen, und bio! euen Vith , ſo daß ſie aut! zu Nonat) ht (1 Beweis vu 1 llen iln! parfum für jhtetwerdenfon 1 der Aud fe para KAFalIS Nep uthum grfamfeit m)" zuſteht NI iO geſund ume 060 | 1] Uebereinſtimmung des Hausvafers 26, 201 der Berliner Beyträge zur Landwirthſchaft von der Sparſamkeit rühmet, wenn er davon alſo ſagt:»Die Sparſamfeit hat überhaupt das Weſondere an ſich, daß ſie-mehr in kleinen, als großen Dingen ſtatt fin- det, und ſic) vennoch durch das allenthalben unend= lich vorfindende“ Kleine, wenn ihre darin getha- ne einzeln? Wirkungen zuſammen genommen wetr- den, im Ganzen als eine fruchtbare Mutter erzeiget. ----"Darf man es aber wohl einem Manne unanſtän- dig halten, wenn er auch das viele Kleine zu einer groſ- ſen Maſſe zuſammen bringet? Iſt die Sparſamkeit in großen Dingen feine Untugend, ſo muß ſie es auch nicht in kleinen ſeyn. Nur muß die Klugheit dabey ſv die Rachgeberinn ſeyn, daß man da nicht ſpare, wo die unterbliebene kleine Ausgabe in der Folge ſehr große nothwendig machen kann, wie ſolches der Fehler vieler Leute iſt, die ſich doch eben deshalb für recht gu- fe Wirthe anſehen. a) Die Sparſamkeit muß als ein Mittel ſein Ver- mögen zu vermehren gehalten werden, und die Haus- und Wirthſchaftsvücher müſſen es jedem Hausvater und jeder Hausmutter nachweiſen, bey welchem Artikel eigentlich zu ſparen, und wie und wo? näher wozu zu kommen ſey. b) Die Sparſamkeit iſt im Grunde nichts anders, als die Mäſſigung des Aufwandes ſowohl in Na- furalien, oder Materialien, als in baarem Gels» de, und es iſt unmöglich, allen Wirthſchaften ein durchgängig einziges Maaß vorzuſchreiben, weß- Halb ſich jeder Wirth das Seinige ihm beſonders anpaſſende ausſuchen muß.„JImmittelſt kann zman doch hiebey ſich folgende allgemeine Drdnung hemerfen, N 5 Die 202| Zweytes Kapitel. Die Austtaben ſind entweder nothwendige, oder willführliche. LTrothwenditge ſind wiede. rum ordentliche oder auſſerordentliche. 2a) Unſre ordentlichen Ausgaben betreffen die ſo- genannte häußliche Eonſumtion, in der. Kü» dhe, Keller, Kleidung, Geſindelohn und alle fire Abgaben an herrſchaftlichen Gefällen u, ſ.f. bb) Auſſerordentliche Ausgaben können ſeyn bey Krankheiten, Sterbe- und Geburtsfällen, Ehrentagen, Glücs- und Unglücksfällen u. ſ. f. Willkühbrliche Ausgaben betreffen unſre Vergnüglichfeiten, als Gaſtereyen, Delikateſſen, prächtiges Hausgeräthe, koſtbare Gebäude u. ſ.f. Auch gehören dazu die Bequemlichfeiten des Le- bens, die wir uns zu Hauſe, auf Reiſen, in Be- dienung unſrer Perſon u. ſ. f. verſchaffen. Nun kömmt es darauf an, daß Hausvater und Hausmutter den Zwe> der Sparſamkeit, nämlich einen Ueberſchuß der Einnahme über die Ausgabe herauszubringen, vor Augen behalten, G. 6. 38. Sie müſſen daher, wenn ſie bey ih- rer Wirthſchaft nicht zurückfommen wollen, ſämmt- liche Ausgaben durchmuſtern, was und wie viel ſie an einer jeden abbrechen können. VWielmals . müſſen, beſonders bey jungen Anfängern, die willführlichen Ausgaben gänzlich ceſſiren, welches aber der ſeltenſte Fall iſt bey dergleichen Leuten, die gemeiniglich nicht eher hieran denken, als bis ſie zu weit herunter gekommen ſind. Aber auch bey den ordentlichen Ausgaben, de- ven keine ceſſiren kann, muß mehr oder weniger Einſchränfung gemacht, oder jede derſelben Flei- ner werden, wenn mannicht zum Zweck der Spar- ſamkeit gelangen kann, Und bey dieſen Ee en liebt den dung gewa dieb mein Kle win der fön dy ſel Da dy) 11007 fm (nen (eehte | hy; | WG NEN 9% (V hely Neu Inte (eite | Vberty ſnd, | deff 154 ſim Ey ſe Ye | et Wendig die ſud Wies entlich, en betr H, in df ndelohn und dh Oe Opfilln M aben Eönhen et nd Geburtsfiln EEN - betroffen ufd 1, Delifateſe Gebäude u ff hfelten des fes | Reiſen, in Be: ſhaffet, daß Hausvatt x Gparſamte nahme über! Augen behalt) wenn ſe bey 1) ven wollen fem) was und Wiehl men Dumas , Ü p coſe, wd ergleiden atw m denfen, 46 nd, en Jusgaben ohr ober wen ve derſelben 71 Zwe der y dieſen ord ; ) Uebereinſtimmung des Hausvaters 26, 203 X aller Wirthſchaft, den Ueberſchuß der Cinnahme über die Ausgabe, er ſey ſo gerin- ge als er immer wolle, zu erreichen, c) Wenn der ſo erfahrne als einſichtsvolle berühm« te Berfaſſer der Grundſäße der theoretiſchen Haus- haltungstunde die Urſachen, warum ſo wenig Menſchen die Erſparniß lieben, anzeiget, und unter ſolchen auch dieſe rechnet, daß die meiſten deute bereits der Wolluſt, der Weichlichfeit, der übertriebenen Pracht und Verſchwendung ergeben ſind, als welche Lebensart der Erſparniß zuwi« der iſt, ſo macht er CF. 39 folgende Anmerkung, Wenn die einreiſſende Pracht nebſt der Ver- ſchwendung aus. feiner andern Urſache einem Staate gefährlich würde, ſo wäre ſte es'aus die- ſer einzigen allein: weil ſie der Erwerbung des Vermögens gänzlich hinderlich iſt. Zwar wenn einer 26er:+ Zweytes Kapitel, einer und der andere, vornehmlich durch das auf den Luxus ſich gründende Handlungsweſen(hie- zu muß man auch die Künſtler und Gewerbsleute rechnen, die für den Luxus arbeiten) zu Vermö- gen kömmt, ſo werden tauſende gegentheils darü- ber armz und dies betrifft gemeiniglich den ge- ringern, wenigſtens fleiſſigen und arbeitenden Theil der Nation. Alle Regeln zur Crſparniß kommen, auſſer den oben vom Wirthſchaftsfuße und den Haushaltungsbüchern angeführten Grund- ſäßen, kürzlich auf foldende zwey allgemeine Pun- cte an: 1) Den Aufwand für die Vergnüglichkeiten und Bequemlichfeiten,blos nach dem vernünftigen, und aufs genaueſte eingeſchränften Wohlſtande einzurichten, darin alles unnöchige, zumal auf Pracht und Ueberſluß abzielende gänzlich, und zwar zuerſt abzuſchneiden; ſich über die gemeinen Vorurtheile der Welt und des Anſehens wegzuſe- ßen, und wenns nicht anders ſeyn kann, dieſe Dinge gar zu vermeiden,'(Dieſes kömmt nun mit der Anweiſung Litt. b. völlig überein, die willrührlichen Ausgaben gänzlich zu unterläſ- ſen, falls ſie Schuld daran ſind, daß fein Ue- berfluß der Einnahme über die Ausgabe über- haupt verbleibet.) 2) Hiernächſt auch von den nothwendigen Bedürfniſſen die Einſchränkung zu machen, daß die ganze Hanshaltung den Einkünf- ten durchaus gemäß geführet, und unausbleib- lich ein proportionirlicher Überſchuß, ſo gering er wolle, gelaſſen werde. Deuwn die Erſparniß giebt die Vorſchrift: nicht wie mai: will, ſon- dern wie man kann und ſoll.(Auch dieſes ſtimmt mit der vorhergehenden Anweiſung Litt. b. überein, da geſagt worden, daß bey deu noth- wendigen Ausgaben genauere Einſchränfungen* ſucht ", NI Du beg y NMung8na(hh und Qetaloy weten) zu Dams ve Qegente bek emen De 1 Und abi geln zur Crftun h Birth ſchafht mgeführten Ory) y allgemeine In Vergmiglichit dem vernünftig fen Wohlſtan) ige, zumal ay € Qünjlich, un Oer Die gemeinen nſehes wegzuſe- en fan, Ve ſes fömmt ht lig überäin, 1! naa zu unter nd, daß fön 1 die Ausgabe ih df aus vm ) (tung den Gut) und NU eſhup, 09 apm die Crſpum jeman wih 1,(Aud Yuweiſung 1 oß bey da? oſhricho! Uebereinſtimmung des Hausvaters 10€, 205 ſucht werden müſſen, wenn man nicht anders, als bieduren kann;z vielmehr pflegt es gemeiniglich übel zu gehen, wenn der Hausvater alles und jedes in der Wirth- ſchaft ſelbſt anordnen, und was in das Fach der Frauen gehöret, mit beſorgen, oder gar, wie je ner that, die zu kochende Backbirne, oder die an ein Cſſen zu gebende Roſinen nicht allein ſelber herausgiebt, ſondern ſogar der Köchinn nach Stückzahl zuzählet. Faſt allemal fehlt es einer ſolchen Wirthſchaft an dem Weſentlichen, und es herrſcht entweder ein ſchmußiger Geiz, oder eine unangenehme Unordnung; oder es geht im Grunde mehr auf, als nöthig iſt." Glücklich kann ſich dagegen ein Hausvater ſchäßen, der eine ſolche ſparſame und dabey rechtlich denkende Lu- cia zur Gehülfinn hat, welche für ſein weſentli- ces Beſtes in allen Stücken ſorget, Site iſt ihm; mehr werth, als ein Kapitel von 52009 Thaler.= Cs hatte dieſer Schriftſteller zuvor von der Sparſamkeit geſagt, daß, wenn man ſie recht verſteht, mit Wenigen weit gereichet werden könne, und es werde dazu erfordert, daß wir 1) genau wiſſen, wie viel, und was in jedem Falle, erfor- "dert werde 3 daß man 2) überlegen könne, wie and wozu dasjenige, was man hat, am beſten verwandt werde und daß man ſodann 3) darauf achte, daß in jedem Fall eben das dienlichſte, und nicht mehr als nöthig angewandt werde; wo- bey 4) der Hauswirth oder die Hauswirthinn ſel ber die Aufſicht führen, und ſich nicht blos auf ihre Bediente verlaſſen ſollen. Hierauf hatte dieſer berühmte Wirthſchaftslehrer eine Lucia geſchildert, welche in ihrem Hausweſen nach ſol- Hen angeführten Erforderniſſen der pb ich 1100 ſh“ inn am beit ten' den yn beſ ſen R de M ret u ſin Produ heer| 00,008 gewe had ud" wig inde dend wor) foſt ein| wb ien 6 Nh vi dun fön die | € den by O übel u a jedes in day 8 in das Teh) Oder gar, weh biene, ber vo „nicht allin fü der Rühim 1 mal fehlt& ip Veſentlihtn, 4 iger Oetz 1 oder es gelt Olli fü aßen, der(1 dh denfende 1% ir ſein weſent oget, Gie| jtel von 5000 er zuvor von 1! wa man fie het werden för aß wir 1) zw edem Fall, a legen fünnt, 1 n hat, am ſodann 3) dv m das dient) wandt werd Gaugwirthim) A nicht dls“ fw hrer ein! W wweſen 100" 2.„im)) der Span Wt Uebereinſtimmung des Hausvaters 2c, 21x ſich beträget, da ſie nämlich jede ihrer Bedien- tinnen aufs beſte kennnet, und weiß, wozu jede am geſchickteſten und was jede des Tages erar- beiten könne; bey der Wäſche die dazu benökhig- ten Perſonen und Materialien genau beſtimmetz den alljährigen Aufwand auf Licht und Del, weiß und einrichtet; die täglich zu beſorgenden ſieben beſondere Tiſche, woran über 69 Perſonen ſpei» ſen, ſo verſieher, daß ſie ſich nicht allein um den Küchenzettel der erſtern Tiſche bekümmert, ſon- dern auch darauf ac ſind, oder Waſſer rinnen laſſen, ſo lange voll Waſſer gehalten werden, bis das Holz wieder feſt zuſammen gezogen worden. Man muß ferner einige Wochen vorher alle übrige Haushaltungs- geſchäfte ſo ordnen und in Verbindung bringen, daß ſie dem Einmachen des Fohls uicht Hinder- niſſe, unnöthige Ausdehnung oder Verſchiebüng, verurſachen. Es muß alſo dieſem Geſchäfte in der Reihe der vorhergehenden und nachfolgenden bey Zeiten der erforderteRaum ausgefunden werden, Nach der Entſegenheit derKohlfelder oder Kohlgär- ten ſowohl, als nach der Menge des Kohls, werden ziehr' oder weniger Fuhren und Geſpann zum Cin- fahren des Kohls nöthig ſeyn. Die Hausmut- fer bedarf alſo der Uebereinfunft des Hausva-- ters. Jn dieſer Beziehung muß ſie alſo, voraus wiſſen, ob ihr das zum Kohleinfahren benöthigte Geſpann zu ſeiner Zeit nicht fehlen, und ſelbiges von nöthigen AFergeſchäften, Reiſen u. ſ. werde ente 8 die AN (vember jug n des Jeheny Aſem Huy Wenn ghd ip n epfollen; Cy Vewaheungen 0 In gutem Ci Reifen aby 901) noe Jiſe 7? Deſeruy er zu beobddit "erſten Ip den, ſo miſſt 8 Oetobers m , wenn ſie I ſo lange vel! Holz wieder fe ian muß fern ndung bringt) ls wicht Hind? der Verſchiebiut fem Geſchaftt! nd nachfolgen Sgefunden werd Aeroder Rohlgt 08 Kohls, wern! jeſpann zum Ci Die Haus! ſt des Haut 5 ie alſo vorn" hren benirhy! 1, un ſes NTTALY WIN jtebereinſtimmung des Hausvaters ic. 217 entbehret werden können. Dieſerhalb muß ſie ihren beſonderſten Plan mit dem des Hausva- ters vereinigen, wozu Vorausfichten und Anla- gen von beyden Theilen ſchlechterdings nothwen- dig ſind. So würde auch in Zeiten Bedacht zu nehmen ſeyn, daß man die erforderliche Menge von Menſchenhänden zuſammen haben und bey- behalten könne, um den Kohl auf feinem Stand- plaße abzuhauen, ſodann zu Hauſe die Köpfe vder Häupter zu pußen oder die überflüſſigen Blätter abzunehmen 3; ferner den Kohl zu hobeln, einzuſtampfen, und die Abgänge an Blättern nebſt den Strünfen zam Viehfutter einzumachen u. ſ- Ff. Auf ſolche Weiſe nun müſſen die mei- ſten Haushaltungsgeſchäfte auf Wochen, viele aber ſchon auf Monathe vorausgeſehen, geordnet, und in die Reihe der übrigen Geſchäfte ſo einge» ebnet werden, daß nichts Holperichtes in der ſo zu nennenden Abrundung häuslicher Operationen er- ſcheine, als welches unvermeidlich iſt, wenn man zu ſpät an ſeinen Artifel kommt, und ihn dann an einem unrechten Orte, ſo zu ſagen, über Hals und. Kopf hineindränget.==>: R R EO EEE INI DOLICHKICH Drittes Kapitel, Regierung des männlichen Geſindes. 8 werden wenig Wirthſchaften ſeyn, in welchen das weibliche Geſinde der Hausmutter, das männliche aber dem Hausvater zu regieren oblis- get, Die Regierung des weiblichen Geſindes iſt in 3 p S Der 218 Drittes Kapitel, der ZG. 17. D. V. S. 63. ff. vorgetragen worden. Die- Regeln dazu ſind die nämlichen, welI Ums '/ 244 Drittes Kapitel, immer mit gutem Glücke verſucht hatten, zu dem Päch- fer ins Haus, um ihm die Fuhren abzuſtreiten, Die- ſer gieng ihnen auf dem Flure aus der Stube entge- gen, um ihr Anbringen anzuhören. Er ſagte ihnen ſehr gelaſſen, daß er jede bisher verrichtete Kornfuhre angeſchrieben, und den Tag dabey bemerket hätte. Sie möchten nur in die Stube kommen, wo er ihnen ſein Buch zeigen, und es ihnen leſen laſſen wollte. Sie giengen recht freudig hinein, um ihm die Stube recht heiß zu machen. Der Herr Amtmann äber, der als ein ſehr großer anſehnlicher Mann ſich auf Feine Arme verlaſſen konnte, ſchloß, nachdem alle Knechte herein waren, die Stubenthür ab, griff zu ſeinem Sko>, und ſagte, daß er damit jedem die Fuhren auf dem Puckel zuzähle, die abgethan und noch rückſtändig ſeyn. Er verrichtete dieſes Werk mit ſo guter Art an dreyen Kerls, die er als Anfithrer anſahe, daß der ganze Haufen rief: Siehaben recht, Herr Amtmann, wir beſinnen uns nun.- Ein Herodis- mus, deſſen nicht alle Hausväter fähig ſeyn können, in manchen Ländern aber auch, in Anſehung der Fröhner oder Hofediener, um des Misbrauchs willen, nicht dürfen. Wie ſehr übertrifft dieſe alle Aurelius, ein FLand- wirth, der ſchon gegen die dreiſſig Jahre in ſeiner Wirthſchaft ſeyn kann. Er verbindet mit vieler Güte gegen ſeine Leute ziemlichen Ernſt, und leidet es nicht, daß ſie Raiſonneurs ſeyn, oder ſeinen Anord- nungen Widerſprüche entgegenſeßen. Da er ſo viel Erfahrung vor ſich hat, ſo darf er nicht beſorgen, daß er was wollen könne, was theils den Regeln guter Wirkhſchaft znwider,- theils über die Kräfte und Schuldigkeiten des Dienſtvolkes hinaus geht., Er lebet mit ſeiner Gattinn in der beſten Harmonie. Nie iſt ſie von ihm, er.nicht von ihr, berrübet 5 Sie | | | fevo'D) Oo wf) UE muh gien geh "vn (ui (10-041 1119 M) vw 0), 41.00970 NOE 7 (960 Yy 1] fa) vi 10 ind Ws va 3 A gp Ne den Ww: my y! be ſü WECH Na zy (, htten, 18.008 1 eben, 3 der Eiiipy n, Or ſyn eth Au abe bemaf by NEE 1 leſen oſſa woh vm ihm die hh er? Amtmann gy her Mam ſh 4 [oß, nacht) nthür“ab, af; te damit jedem) die abgethan 1 (chtete dies M die er als Inf! : Giehaben rel un, EinHet fahig ſeyn fön in Anſehung| Miebrauchs nin Kytelius, ein ſig Jahre in[m erbindet mit 1! Fuſt, und leidd oder ſänen I m dar hy nigt beſorgen den Regeln 9" + die Kräfte 1 (naus geht! g Farmonis Getrübet 17" en Regierung des männl, Geſindes, 245 Sie führet über das weibliche Geſindeein eben ſo gutes Regiment, als er über das mannliche. Sie dürfen ſelten auf neues eher denken ,- als bis es von ihnen wegheyrathet und eigene Wirthſchaft anſänget, wozu fie von ihrer Herrſchaft meiſtens verholfen, und zur Belohnung ihrer Treue mit manchen Wirthſchaft8pro- ducten-ſodann von ihnen beſchen>et werden.„tur einmal iſt es ihm in ſeinem Leben begegnet, einem muthwilligen Knechte auf der Stelle mit dem Spa- kierſtocke zu prügeln. Er hatte es nämlich unterſa- get, daß. die Knechte, wenn ſie den Miſt im Felde abgeladen hatten, beym Wiedernachhauſefahren in eben der Ordnung und Reihe hintereinander ſich hal- ten ſollten, als ſie heraus aus dem Dorfe gefahren waren. Einige derſelben hatten ihre Luſt daran, aus der Reihe äuszuweichen, und andern vorzujagen, woraus ein Wettlauf entſtand, und einſt ein Pferd, dem ein Rad eines zu nahe vorbey jagenden Wageus an den linfen Vorderfuß gekommen, davon lahm ge» worden war: Dieſes unnüße, und zugleich gefähr liche, Wettjagen hatte nun Äurelius ſehr verboten. Da die Knechte ihren Herrn einſt nicht vermutheten, famen ſie im vollen Gallop ins Dorf hineingejagt, ſo daß der Knecht, der einer der hinterſten, ſeiner ge- wöhnlichen Ordnung gemäß, ſeyn ſollte, ſich zum vorderſten gemacht, und den übrigen zuvor gekommen war. Kerl, rief ihm der, um eine Hause>e unver- hofft entgegenkommende, und vorhin nicht geſehene, Herr entgegen, wer heißt dir mit den Pferden ſo zu jagen? Was kann ich dafür, war ſeine Antwort, daß die Pferde ſo laufen. Aurelius folgte ihm gleich auf dem Hofe nach, und beſtrafte ſeine Frechheit mit der- bern Stockſchlägen auf der Stelle, worauf er's nicht wieder erlebte, daß unter ſeinen Knechten ein Wett- jagen wäre gehalten worden. Da er die Dpufehrig: SX'N teit 246- Drittes Kapitel. keit iſt, ſo hält er ſehr darauf, daß die Unterthanen ihre Kinder zur Schule halten müſſen. Man hat es ſeiner klugen Veranſtaltung zuzuſchreiben, daß im- mer im Dorfe muſterhafte Kire oder der Peitſche zu danken habe? Ich that es aber für meinen Geſellſchafter, damit ſeine Wißbegierde ohne Anſtand befriediger werden möchte. Gratian ante wortete, daß er das, was uns an ſeinen Leuten gefiee le, nicht ſich ſelbſt, oder den von ihm etwa zu gebrau- henden Zwangsmitteln, ſondern hauptſächlich ſeinen frommen Aeltern zuzuſchreiben habe. Dieſe hätten damit für ſein Wohl geſorget, daß ſie auf ihren Gü SE thern, 4. 5. Ls "4 250 Drittes Kapitel. thern, als öffentlich erflärte Freunde des thätigen Chriſtenthums, bey ihren Unterthanen auf die Liebe und Werthſchäßung deſſelbigen unermüdet gehalten, und ſelbiges aus allen Kräften unterſtüßet hätten. Er ſey in ihre Fußſtapfen getreten, und habe dieſe Ma- gime angenommen, kein anderes als dafür vorhin be- Fanntes züchtiges, ehrbares, und religieuſen Geſin- nungen zugethanes Geſinde, zu wählen. Dieſes ſey ihm nicht ſchwer zu finden, da ſeine Gürher mit recht vielen Häuſern beſeßet ſeyn, daß er alſo aus der Men» ge der guten Leute nur die beſſern ausſuchen dürfe, Es ſchlage ihm ſelten Fehl, ſeine Zahl ſo zuſammen zu bringen, daß er damit zufrieden ſeyn könne. Wa- re es ja einmal, dann und wann, gefommen, daß ein räudiges Schaaf unter die Heerde gerathen wäre, ſo hätte er aus Beſorgniß einer Anſteckung ſelbiges gleich wieder fortgeſchafft, indem er, da an ſeinem Orte das Chriſtenthum in öffentlicher Achtung ſtehe?, zu zweifeln Urſach gehabt, daß ein ſo lange Zeit ver- dorben geweſener Menſch, in ſeinem Hauſe, andre Geſinnungen werde annehmen können und wollen. - Diejenigen, die in dem Hauſe ihrer Aeltern, von de- nen ſie doch was beſſeres ſehen und hören, ſich auf die ſchlimme Seite legen, ſeyn ſelten oder gar nicht zu Geſſern; wenigſtens habe er niemals die Gefahr auf ſich nehmen wollen, ſolches zu verſuchen, aus zu groſ- ſer Beſorgniß, daß, da die Lüſte der Jugend ſo ſchwer zu bekämpfen ſeyn, nicht einer oder mehrere ſeines Ge- ſindes verführet würden, wo nicht offenbare, doch Heimliche Untreue an ver Rechtſchaffenheit zu bewei- ſen. Der Fremdling fragte hierauf den Gratian, was „ermit dem, auf ſeinem Hofe befindlichen, Halsei- fen mache, da es, nach dem, was er ſage, völlig über- flüſſig zu ſeyn ſcheine. Es iſt, antwortete er, eigent- lich nur ein Schreckbild, und ſteht, von meinen Vor- '; fahren gy ſj! "100 ww)| 11990 in qu A Y ved m ME fm I ät fn (mh Ih Inde des ihn hen Auf De em Wehen Hüßet Hatt, 6 10 habe bie Th 8 defür vorh ) vlg Oh len, Diſs h e ither mit) alſo aus der Ty ausfuchen din) hl fo zuſamm yn fönne, H gefommen, d/ e getathen wär ſieung felbiy! ', da an feln! x Achtung|!) 0 lange Zeit! m Hauſe, am nen und 0 or Velten, 001! hören, ſda! 1 oder gar nit) (s die Oefeht" ſuchen, 0181) er Jugend(ſet e meet ſeine ht ofenbatt, offenheit j() [den Oran endlichen, 9 | faßt, völ ewortete et| |(14 , vn a , jW [1] Regierung des männl. Geſindes. 25x fahren her, immer noch auf ſeiner alten Stelle. I< würde es auch, falls esvon weniger dauerhaftem Holze geweſen und nicht länger hätte ſtehen wollen, doch nicht haben eingehen, fondern ein neues einſeßen laſſen. Nicht eben, daß ich den öffentlichen Beweis meiner Zaun- und Halsgerichte-damit fortführen wolle, ſon- dern nur meinen teuten davon ein beſtändiges Denk- mal der Zufriedenheit vor Augen zu laſſen, wobey ſie ſich immer zu freuen Urſach haben, daß weder ſie, noch die Ihrigen, oder andre ihrer Bekannten, je- mals am Pranger haben ſtehen dürfen, 14) Den Kindern muß nicht verſtattet werden, das Geſinde mit Schimpfen und Schlagen übel zu behandeln. Es iſt allemal in ſolchen Häuſern eine ſehr ſchlech» te Kinderzucht, wenn es den Kindern frey ſtehet, mit den Domeſtiquen übel umzugehen, und ſie entweder nach akler böſer Luſt zu ſchimpfen und zu verfluchen; oder ſie gar zu ſchlagen, oder ſie mit Holz, Steinenz Hausgeraäthe u. ſ« f. zu werfen. Haben die Kinder dergleichen ihren Aeltern nicht ſelbſt abgeſehen oder abgelernet, ſo muß eine übers friebene Nachſicht und Verzärtelung derſelben daran Schuld ſeyn. Manche Aeltern denken, wenn ſie von ihren Kindern ſehen, wie ſie dem Geſinde mit ſpielen, ſie ſeyn noch klein, es könne eben den Leuten nicht ſon- derlich ſchmerzen 3 was ihnen von den Kleinen wiedet- fahre, müſſen die Dienſiboten zum Spaß gleichſam erdulden. Es ſey ſo, daß das, was Erwachſenen von Kleinen wiederfähret, Kleinigkeiten ſeyn, in Bers gleichung deſſen, was Größere hun können. Geht dieſes mit den Jahren bey den Kindern aber nicht im» mer 252 Drittes Kapitel, mer weiter, und wirds nicht wahr werden, was das Sprichwort ſaget: Jung gewohnt, alt gethan? Wird auch das Geſinde,. wenn es von den kleinen Kindern ſich hat narren laſſen, und ſolches nicht als Ernſt auf« nehmen wollen, von mehr erwachſenen Kindern im- mer noch ſich wollen plagen laſſen? Steht. es wohl der Bettler vor unſrer Thür gern. aus, wenn er geſchim- pfet, verſpottet, geſtoſſen oder geſchlagen wird? Läßt ſich der geringſte Menſch gern verachten? Sollte das Geſinde nicht mißmuüthig im Dienſte derjenigen Haus- Herrſchaft werden, worinne es dem Muthwillen. der Kinder Preis gegeben, und dawider von der Herrſchaft nicht in Schuß genommen wird? Kömmt maß in Oxretmars Haus, ſo kann man ſich über die Ungezogenheit der Kinder, welche über das Geſinde volle Macht haben, ſich nicht genug ver- wundern. Ein Töchterlein von 6 Jahren hat die Frey- Heit, in Gegenwart der Aeltern die Mägde aufzuzie- Hen, ihre Sprache, Gebehrden und Gang nachzuma- - hen, und die Aeltern ſehen dazu gar nicht ſauer aus, Vielmals lachen ſie dazu,„wenn es die Kleine mehr krollicht, als ſonſt, machen kann. Jüngſt ſtand an einem Feſttage das Kammermädchen hinter dem Kin- de bey Tiſche, es hatte einen Teller voll Kirſchſuppe vor ſich, und die Mama befahl dem Mädchen, dem Töchterlein die Serviette höher an den Hals hinauf zu ziehen, damit es ſeinen Anzug nicht beflecken möch= te. Es geſchahe zwar was befohlen ward, aber das verzogene Kind gerieth darüber in Unwillen, nahm ei- nen Löſſel vol Suppe, und machte Mine, ſolchen dem Mädchen an den Kopf zu werfen. Dieſe hielt der Kleinen die Hand, welche darüber ſich ſo ſehr erboße- te, daß ſie aufſchrie und an Händen und Füſſen zitter- te, auch mit leßtern gegen den Tiſch ſtampfete. Was hat das Menſch, rief die gnädige Frau, mit Friede- vi- dy fon 0) NW muſe vs M8) ſe nchn ji: ve by m M Ww Web ſeht WW fo gy ſpa?" FopY fuftn [10010 ſy WW 1) Wt Ea Nun Viſhy hs 3 4 Dip WOR MIG 4 dn WEN WW, ! werden 1 Wih 1 Atge Om? H " finan Ihn 6 Nicht als Ert;"" On von Fiche, ny? Eth ft wl py Wen M EIiagen irh verachten? Gly nſt deren dem Mutylk) we von der) Haus, ſ! mx Ande wih jc nict ay in die Mag)! u) ind Qang mhh 3 gar nicht ſat! 68 die Klei! 1% Jüngf fum hen hinter m! oller voll Sig! den Mad! an den Dal 1! nicht kifer len ward, aw Unwillen, 1 + Mine, folhn" n, Dieſe ' ſd) ſo ILG 4 und Pu ſol 4 ( ſamp fw“ 0 Frot) m nN vn " jW Regierung des männl. Geſindes. 253 Fen vor, will ſie ihr die Hand[vs laſſen! Sie will mir den Löffel gegen das Geſicht werfen, war die Antwort des Mädchens. Kaum hatte Friederike freye Hand, ſo nahm ſie ihren Löffel, und warf dem Mädchen Sup- pe gegen das Geſicht, daß ihre Feſtkleider, Camiſol und Müße, die von weißgeblümtem Zeuge waren, gar niedlich gezeichnet wurden. Das habe ich wohl ge- ſagt, rief das arme Mädchen mit Weinen, daß mir's ſo gehen würde. Wie ſich das dumme Thier hat, ſprac) die Mama. J< muß mich wohl ſo haben, Flagte das mißgehandelte arme Geſchöpfe weiter, ſie kaufen mir doch kein neues Zeug wieder, dieſes iſt nun verdorben, und doch ſoll man ſich) propre und reinlich bey ihnen halten. Will die Canaille'den Augenblick. fich herans ſcheren, rief der gnädige Herr, Das ar tige Töchterlein ſchnatterte im weinerlichen Tone dem fortgehenven Mädchen erſtlich alle Worte nach, und lachte ſodann hinten drein mit allerheiterſten Minen. Die gnadige Frau folgte dem. herausSgehenden Mäd. djen nach, und nun ward ihr Jammern und"Weh- klagen drauſſen noch lauter, Denn man konnte es im Saale herein hören, daß die gnädige Dame in das Kammermädchen mit Maulſchellen aus aller Macht hauſirete. Nach"geendigter Arbeit fam ſie ziemlich ruhig(ein Zeichen, daß ihr dergleichen Uebungen ſehr alltäglich ſeyn En in den Eßſaal zurück, und hinter ihr€ ein anderes Mädchen, welches ſich hinter Fräulein Friderife zur Auſwartung hinſtellen mußte. Dieſes Mädchen brachte ein ſehr verlegenes und ängſt« liches Geſicht mit, weil ſie ſonder Zweifel das Velti- gia meterrent im Sinne haben mußte.- Sie ward aber wenigſtens bey ihrer diesmaligen Aufwartung durch eine anweſende Dame, die als eine nahe An- verwandtinn des Hauſes mit zu Gaſte hieſelbſt war, gerettet. Allen Gäſten war ihr innerliches Mißver- gny- 254-Orittes Kapitel, gnügen über ein ſs armes gemißhandeltes Mädchen anzuſehen, und feiner hatte Luſt, das aus der bisheri- gen Tragödie entſtandene Stillſchweigen zu brechen, als vorerwehnte Dame Fräulein Friderifen ſo apoſtro- phirte. Nun Friderife hat ſie ein anderes Mädchen hinter ſich, der wird ſie es nicht beſſer, als der, erſten, machen wollen. Wenn meine Arimgard(ſo hieß die fleine Tochter dieſer Dame, die auch hier gegenwär- tig, und etwa 3 Jahr älter, als Friderife war,) ießt heimlich hinter der Serviette, die ſie vor dem Geſich- te hielt, Trähnen fallen läßt, ſo ſind es Trähnen des Mitleidens, die ſie einem armen Mädchen ſchuldig iſt. Sie halt ſie vor Gott und ihrem Gewiſſen, wie alle Menſchen, für ihre Nächſtinn, ob ſie ſchon nicht unfers äuſſerlichen Standes iſt. Sie ſicht daher das, was ihr unbillig wiederfahren, ſo gut an, als ob es ihr ſelbſt geſchehen wäre, Jſt's nicht andem, Arm- gard, nimmſt du nicht die Sache ſv? Ja,(iehe Ma ma! alle Menſchen ſind meines Gleichen, lauen ſie mir, daß ich herausgehen, und. Friderifens Mädchen fröſten dürfe, weil ſie mir ſo jammert, Thu es meine Tochter, und nimm Frideriken mit. Armgard trocfnete geſchwinde ihre Trähnen ab, kam, faßte Friderifen an die Hand, und bat ſie initzufom:- men. Dieſe ſtieß die Armgard aber mit den Worten von ſich, nein, ich will nicht mit. Man hätte denken jollen, der Vater wenigſtens würde die Complaiſance gehabt aben; Frideriken zu befehlen, daß ſie mitge- ven ſolle, Er war aber nicht Herr über Tochter und Mutter genug, und ſchwieg ſtille. Armgard ſäumte ſic) aber nicht, der erhaltenen Erlaubniß zu Folge das betrübte Kammermädchen aufzuſuchen. Da ſie ſoſche noch in Trähnen fand, vermiſchte ſie die ihri- gen damit, und da ſie ihr beſudeites Zeug vor ſich Hatte, Um zu EINO, ob Zu die Fle>en wieder qUSs“ mE ZZ ug)| ge De Zu un? vy» um 00; " ly.| NEE (6372000 hits| Cf 4 veilig) jedut| jd: ſp/4m| Fw 1 ys: (140 M, (handelte 1 N M" - Vas aus verb, Neigen jah Ven a, eh anderes Th Eee, As bey; (hh We auch hie we Ils Friebe my die ſie vor dm] 0 ſind es Try (Wh 1en Mäd y Ihrem Oeyiy, Inn, ob ſehn ie ſichtig , Jo gut an, de! [78 hide anden he fo? ja, Wh! 8 leichen 4 en, und Zeh | fie mir ſj> nimm Fridnin ihre Tchnen 0); „und bat fie it! d aber mit dm) it, Man hat ürde die Com)! fehlen/ daß Wt err über Zum (ie, Arma - Erlubniß j1! aufzuſuchen.! vermiſchte fie wbeltes Zu 1 ſe die(1208 W p| | Maiul | Regierung des männl, Geſindes, 255 auswaſchen könne, fragte ſie, was ihr das neue Zeug gefoſtet. Da ihr des Waters Kammerdiener auf dem Winke der Mutter auf dem Fuße nachgehen müſſen, und dieſer auf Reiſen immer. bey Caſſe ſeyn mußte, um die vorfallenden Ausgaben davon zu beſtreiten, und ſie zu ſeiner Zeit dem Herrn zu berechnen, ſo ſagte Armgard zu ihm: Johann! gebe er mir das Geld, ich werde es ihm zu Hauſe aus meiner Spaar- hüchſe wieder geben.„Johann, der ſich über die Edelmüthigkeit ſeines jungen Fräuleins freuete, über- reichte es ihr ungeſäumt im groben Silbergelde, und ſie gab-es dem Mädchen mit dieſen Worten: Nehme ſie dieſes Geld, es iſt das meinige, meine Aeltern ſchenken mir von Zeit zu Zeit was in meine Spaar- büchſe, daß ich's an Arme wieder verſchenken kann. Sage ſie es meiner Tante(der Dame des Hauſes) ja nicht wieder, ſie möchte ihr es ſonſt wieder weg- nehmen. Will ſie meine Tante nicht länger behalten, ſo komme ſie zu uns nac) N 3 ich werde meine lie- be Mama bitten, daß ſie bey uns dienen ſolle. Sie iſt mir ſo gut, daß ſie es wohl thun wird. Gebe ſie ſich nun nur zuſrieden, bey uns ſoll ſie es ſchon beſ- ſer haben. Frage ſie nur unſern Johann, der weiß es, daß unſre Leute gut gehalten werden. Jhre Na- ſe blutet noch, ſie hat ihr ganzes Schnupftuch voll Blut bekommen; hier. ſchenke ich ihr meines, das ganz neu iſt. Johann! gehe er geſchwinde oben auf unſer Schlafzimmer, da hab ich auf der Kommode unter dem Spiegel heute frühe eines hingelegt gehabt, das bringe er mir herunter. Auch hat Mama daſelbſt Arquebuſade ſtehen, die bringe er auch mit für die ar- me Chriſtine,(ſo hieß das Kammermädc, Cr 538 w8vgter 1. Agnd. av nf 258 Drittes Kapitel. me immer vom Herrn, wenn ich klage, ein ſauer Ge- ſicht, und die-==--- gehen frey aus. Nun muß ich meinen Muth kühlen, und alle beyde auf der Etelle todtſchlagen. So müßtet, ſagte ich, ihr ja wie- der ſterben. Wenn auch, erwiederte der'wüthende Menſch, laſſen Sie mich los.. Jhr ſollt mir aber, war meine Gegenrede, nicht eher los kommen, bis ' ihr mir verſprecht, mit mir zum Herrn zu gehen, wo» hey ich zugleich den Söhnen gebot, daß ſie vor mir vorbey ins Haus gehen ſollten. Site thaten es, worauf ich dem Kutſcher ſagte, daß er nun hinten drein ge- Hen, und klagen ſollte. Das werde ich, verſeßte er, bleiben laſſen, ich will meine Zeit ſchon abſehen, und mir ſelber Recht ſchaffen.--- Von Sroc>walls Hauſe wird geſagt, daß um der Töchter willen kein Geſinde gern hinziehen, oder bleiben wolle. Sie vergehen ſich eben nicht ſo weit, daß ſie ihr Dienſtvolk prügeln ſollten. Site ſind aber ſo brutal, daß ſie ihre Leute die meiſte Zeit nur Hund, Beſtie, Canaille u. ſ, w. nennen. Sieh mal Schwe- ſier, ſagte jüngſt die dritte Tochter zu der erſten, was die Beſtie von Magd. für einen feinen Haubenſtrich heute trägt; was bildeſt du Affengeſicht, ſagte ſie weiter zu der gegenwärtigen Magd, dir ein, daß du dich ſo heraspußen willſt. Wenn ich doch einmal hörete, antwortete die Magd, daß ſie mich bey mei- nem Namen nenneken, und mich nicht immer unver- dienter Weiſe Beſtie, Affengeſicht, u. ſ. f. ſchelten wollten! Kaum hatte ſie dieſes ausgeredet, als alle- drey Schweſtern einen Strom voller Schimpfwörter und Verwünſchungen über die Magd ausgoſſen. Und da ſie in der Reinigung der Wohnſtube ſo eben bes griffen war, ihr Werk ungeſtört vollendete, und mit einer gleichgültigen Mine und Stillſchweigen. das Bellen der Hunde zu verachten ſchien, ſo wurven die Iten W|, Age, din ops EEN 1 de beg tih, Ip derte Der in Pr ſeltnis et(08 Fommp| Derm zu ahn) ot, daß fe wn DIe atme, mu un hinten dp) de Ih, verſu ſhon abſehen, d geſagt, daß em Anjichen,| een nicht fh 1 ten. Gie fin! iſte Zeit nur Gichmal&) er zu der erſt) feinen Daun) Fengeſiht, fap ad, dir.ein, M enn ic do9(1) ß fie mid 04 h nicht imm 1! idt, wf 6 ausgewedt, vj oller Gimp! ag) auSgoſ/ ynube f(m) vollendete, M7 Geiliſchwign" hien, 10 m? am brauchbarſten ſeyn, wenn er ſelbſt das meiſte ode? R 2 0 Regierung des männl. Geſindes. 259 drey hölliſchen Furien immer wilder, je mehr ſie ſahen und merkten, daß die Magd Faſſung und Erhebung ihren Niederträchtigkeiten entgegen ſeßen könne, HZ. m 2. V. S. 142- ſf«. 15) Vorſicht bey Anſtellung der Wirthſchafts- aufjeher in größern Häuſern und Haushaltungen. Wer einen Wirthſchafts8aufſeher, unter welchem Namen es immer ſeyn könne, anſtellen will, der muß glauben, daß er nicht nur nichts gethan, ſondern ſeiner Wirthſchaft ſo gar einen tödtlichen Streich fön» ne verſeßet haben, wenn er den erſten den beſten, ſo wie er ihm in die Hände kommen kann, annimmt. Denn die Wirthſchaft wird weniger oder mehr gut beſtellet ſeyn, nachdem es die Eigenſchaften eines ſol- ereyen gemißhandelt werden, um ihnen und andern das Wis- verſtreben zu verleiden. Sollten nun Herrſchaften zu na(äſſig ſeyn, ihre Nachgeſekte zu beobachten, ſo können ſie vor Gott nicht ohne Schuld ſeyn, wenn die Seuſzer der unterdrückten oder gemordeten Tugend himmelwärts aufſteigen, und fodann ihnen und ihren Häus haltungen Unſegen zuziehen müſſen,= Aber das böſe Beyſpiel des Wivthſchaftsaufſe- hers kann gar leicht den ganzen Gefindeſtand des Orts verführen, und ihn gar bald zur Nachahmung LelzeN wie hievon ein merkwürdiges Erempel in der ZS. 717. B. V, S. 146,f, ae und hiemit. Oeſchloſſen R 3 wir 262 Drittes Kapitel. wird, daß Herrſchaften ihren Nachgeſeßten die böſen Beyipiele der Unfeuſchheit nicht zu gute halten, ſon- dern ſie als ungerechte Haushalter, mehr für Wirth- ſchaftsverderber, als Wirthſchaftsförderer, anſehen ollen. - Noch haben die Herrſchaften aus ein wachſames Auge darauf zu richten, daß ihre WirthſchaftsSaufſe- her von der niedrigern Art, als Meyer, ſogenannte Hohmeiſter u. dergl. nicht ihre etwanige Verwandte ' oder Bekannte, in deren Häuſern ſie ein- und aus- gehen pflegen, begünſtigen, in der Arbeit überſehen, oder ihnen zu Gefallen diejenigen bedrücken, welche mit ſolchen Häuſern in Uneinigkeit ben. Sie müſ- ſen müſſen dergleichen Aufſeher abſchaffen, weil das Verbieten ihres verdächtigen Umganges ſelten hilft, und es zuleßt wohl gar auf heimliche Entwendungen Herrſchaftlicher Naturalien hinaus läuft, da Stehler, Abnehmer von dieſen und Hehler, eine Art von Die- besbande ausmachen, und mancherley liſtige Ränke zu Schaden der Herrſchaft unter einander bereden und ausführen. Wenn Herrſchaften ihren Nachgeſeßten über ih- xe Lebensart oder Wirthſchaftsverwaltung was zu ſa- gen haben, ſo muß ſolches nicht öffentlich in Bey- ſeyn des ihnen untergebenen Geſindes geſchehen, in- dem hierin keine Beſſerung zu hoffen iſt, Will man dieſe, und glaubt, daß ein ſolcher Menſc< zu ändern fey, ſo wird man weit ſichrer zum Zweck gelangen, als wenn man ihm unter vier Augen alles ſagt, was zu ſagen iſt. Deffentliche Beſtrafungen ſind Beſchim- pſungen. Man ſchwächt das Anſehen ſolcher Leute, und macht ſie hiemit bey ihren Untergebenen weniger hrauchbar. Ueberhaupt müſſen die Herrſchaften ihre Wirth- ſchafßitsaufſeher dem gemeinen Geſinde nicht gleich hal- | ten, NE aſel b mh wt (ew NN auh V' (antun du deli(m dali" Ir ufy fi m; je Wohin I My Ie! nh4 084) by! fußt zs I uE: Hi |] 1! Mw be (ae! Vu 1, ww Oy+; mp| [1.38 1 ſe 10.940! jh De Oe| tho ſ 0908 UN ji Ve(1,0 im 9| Cin de) |, Defekte Nah 1 gute halty. 6 |, mehr für Dy Wöförbere va 09 Ein NN re Birth 8 Mett, ſm etwanige Vany en ſie uy er Arbeit inh 1 bedrücy, 1) it wben, Gin) abſchaffen, mt mganges fhvj nile Enth us läuft, da 6 6, eine Art 4) erley Wap einander bey! Rachgeſehten verwaltung 0) dt öffentli)(4 findes geſam! ofen iſh H| her Menſch u zum Zwd aw yen alles ſy! fungen ſind H (nſchet ſoldhu y Intergevenen afin iel wi Regierting des männl. Geſindes. 263 ten, ſondern ſie unterſcheiden, weiin ſie wollen, daß ſie als Vorſteher ihrer Wirthſchaft ſelbige aufs mög- lichſte fördern und beſſern ſollen. Sie muſſen daher nicht nur gleich vom Eintritte in ihren Dienſt an ſie mit ihrem ganzen Wirchyſchaftsplane bekannt machen, ſondern auch ſich öfters mit ihnen darüber unferreden, ihre Meinungen und Einwürfe ihnen frey hervorzubringen geſtatten, ihre etwanige Vorſchläge anhören und prüfen, und ſie hiemit in ſteter Aufmerk- ſamkeit auf das herrſchaftliche Intereſſe erhalten und dazu ermuntern., Viale vornehme Herrſchaften laſſen daher ihre Wirthſchaftsbeamten, wenn ſie auf den Güthern zugegen ſind oder dahin kommen, bey ſich mit eſſen, um ſie durch ſolchen Vorzug deſto mehy in Achtung zu ſeen, und darin zu erhalten. Die Herr- ſchaften haben ſodann die beſte Zeit und Gelegenheit nach alles zu fragen, ſich den bisherigen ganzen Wirth- ſchaftsgang beſchreiben und zergliedeyn zu laſſen, und ihren Wirchſchaftsvorſtehern ſodann ihre Zuſrie- denheit zu bezeugen, wenn ſie finden, daß ſie fich die Beförderung des herrſchaftlichen Nußens eifrig ange- legen ſeyn laſſen.| Diejenigen Herrſchaften werden immer ſchr gut von ihren Wirthſchaftsaufſehern bedienet werden, wel- an Pferd und Equipage ſo vollkommen getroffen war, Sirmian, der ſo leiht am Edelmuth nicht übetroffen ward, dankte für das ſchöne Pferd, ſagte aber dem Pachter, daß er ihm die Freundſchaft erzeigen, und ebenfalls von ihm ein Präſent annehmen würde. Und damit er das Gegenpräſent anzunehmen ſich nicht 270 weigern möchte, ſo ſollte er es gegenwärtignicht wiſſen; ſollte es aber, wenn er in ein Paar Tagen zu Hauſe ſeyn würde, bey ſich vorfinden. Firmian nämlich ertheilte einem ſeiner Schäfer den Befehl, daß er hundert tragende Shaafe nehmen, und ſie nach des Pachters Schäferey hintreiben ſollte, ieſem war es des Sommers vorher begegnet, daß ſein Schäfer die Schaafe verhüthet hatte, ſo, daß ihm davon nur vor dritte Theil am Leben geblieben war. Wer wird ; A! ru ' | | | nl | mN |. | me | Fm] | 1| Ky | vu) |(ati: || Zy | NE | Mw | nd | md |G | WG! | uch | Judy | ji; ("m [71] in 0 | Wo3h |(my | Mf || 6 fin || Wi Mw | N,(48) | fi || City | bn, 09 | fir Nidhy in)"an , den te ) abet, y Zerſiand au We Au EM igen Wiſe duk dept Ahr"' d von einem ſen, und Dith) er ſo jiemlih Kennern int geachtet wa). Janz neuen E geſeiekten HY bare Pachte| um damit H . ihm bewußt en Pferde vj ppelter Frut inem Undo) daß ſein nmen getrof! uh nicht ih rd, ſagte>= |(1146) | hw"wr | m| 104. „(nie (mwb!| 06 115: | Wh Helft) 0 | mvs| dy| uy| wur biefe ps den, Th ty mehr jeſhnn er bey du.dy hr ſchw,| ve Zee ves Hy fenen Many; |) auf ſend 1) zu haben, m ern auf dm) ihn in irh zum Vit, hinterlaſſe 11 ehalt wind»| n nicht bd) tte ſie Ind untergebragt | Erziehungiht Bettler zum daß ihm 5 ſeine Eohn! 1 Dorfe ſug! rd, Jer 1, Ergleng agen her, 1) okt noch un) beſſerung)? jl, u vd dem Abſt" um Sar gehen foam Jichbeit veg inem erſte! M gen zurüd gy! n Heren y Regierung des männl. Geſindes. 277 zur Vollendung des Ganzen übrig ſey. Nun ward er aber immer gerührter, je mehr ſein Wagen vor den Bauerhäuſern vorbey fuhr, nnd die Bauern, oder ihre Weiber, von ihm trähnend Abſchied theils nah- men, theils aber Lebensmittel für ihn auf den Wagen legten. Er kam ans Ende des Dorfs, wodie Hirten wohnen, und.wo Satarnin ſtand, und mit dem Schä- fer was verabredete. Da ihn Staturnin kommen ſahe, gieng er gleich mit ſtarken Schritten ins Feld, um den treuen ehrlichen Verwalter nicht no) einmal zu ſehen, hinter welchem ſeine Unterthanen mit Träh- nen noch eine Weile hergingen, um ihn aus ihrem Dorfe das Geleite zu geben, und welches alles Sa- turnin geſehen hatte. Nun griff der ſo ſchlecht bes lohnte Mann nach ſeinem Schnupftuch, um ſowohl ſei- ne hervorſchießende Trähnen abzuwiſchen, als auch die Augen vor dem Orte zu verbergen, an welchem ſein unmenſchlicher Herr ihn nicht des leßten Anſchauens hatte würdigen wollen. Hier aber umringten ihn noch zuleßt die ihn bisher nachgefolgten Dorfleute, ünter denen diejenigen, die reden konnten, ihren Herrn verwünſcheten, dem ſcheidenden Verwalter aber tauſendfaches Gutes anwünſcheten. Dieſer aber ſchied mit den Worten: Welche Gott anſehen und anlaufen, vorer Angeſicht wird'nicht zu Schänden. Pf. XXXIV, V. 5« Leſer, die keine Saturnine ſind, werden bey die- ſer Geſchichte nicht ohne Unruhe ſeyn, und zu wün- ſchen wiſſen, was aus dem armen Verwalter ferner geworden ſey. Er nahm mit dem Wagen ſeinen Weg nach der nächſten Stadt, wo er ſeine Kinder Hatte; nicht der Meynung, ſeinen Aufenthalt bey ih- ren Exziehern, ſeinen Änverwandten, zu nehmen, ſondern vorerſt ſich in dem Gaſthofe des Orts, we er ſonſt einzukehren gewohnt war,- aufzuhalten, Er SD 3 ſchite 278 Drittes Köpitel.. ſchickte daher ſeinen Wagen dahin voraus, und ſprach bey dem Thorſchreiber, ſeinem guten Bekannten, ein, dem er ſein Schiſal erzählete, und mit dieſer Erzäh- lung ihn in Trähnen verſeßte. Sogleich kam der Beichtvater dazu, welcher ſeine Franfe, aber nun in der Beſſerung begriffene, Frau beſuchen wollte. Die- ſer orfundigte ſich nach der Urſach ves Weinens, und ließ ſich die traurige Geſchichte des Verwalters erzäh- len. Kaum hatte er ſie angehöret, ſo that er, was einem rechtſchaffenen Geiülichen zukam. Er gieng ſofort in die Stadt zu den Angeſehenſten, erregte ihr Mitleiden, bar ſie um eine milde Beyſteuer., die ſehr reichlich ausfiel. Cinige ſandten mancherley Spei- ſebedürfniſſe in'den Gaſthof für den Verwalter, das Geld aber brachte der Geiſtliche ihm ſelbſt, mit dem Verſprechen, daß er hiemit ſeine Bemühungen für ihn noch nicht geendiget haben wollte... Er gieng zum Burgemeiſter, der zugleich Saturnins Gerichtshal- ker war, und bat ihn, daß er den Verwalter im Ho- ſpitale möchte eine Kauſſtelle, wozu er das Geld ſchon bey den Bürgern zuſammen bringen wolle, angedei- hen laſſen. Dieſer Gerichtshalter kannte die Verdien- ſte des Verwalters um ſeinen Herrn, da er öfters auf dem Guthe geweſen war, und ſagte, die Hoſpitalſtelle ſey für einen ſo waern Mann eine Hungerſtelle, daran er kein Geld wenden ſolle. Er wolle an Sa- Turnin ſchreiben, daß er, da er den Mann mit lees rer Hand von ſich gelaſſen, ihm etwas ſchien möch- te; denn viel»glaubte er nicht von ihm herauspreſſen zu können; er wolle ſehen, daß ſo viel Geld für ihn zuſammen könne gebracht werden, um ihn in das Ho- ſpital einer gewiſſen freyen Reichsſtadt einzukaufen, wo der Hoſpitalvorſteher ſein Oheim ſey, und wo die Hoſpitaliten ſich recht gut und ſo ſtehen, als es der ehrliche Mann werth iſt, Das "ew 9,/09 mie un0'ND4) jm dt 171] em (ndern [to Ger] meſ ves Ihn! bin ſpit, 1 welt 10 ue ON 1,08 MEN me Ona din UE (4 VI WO! fe On fe, NAN MENN 10.0 (liat ht[0] j 10 39 Suſan da Vor lunh gene | ' N | | | | ' ' | | | ) ) ( fu jup uy iF aus, Und fs M,k | Oflanintn a ed nit Weſer nh 0giei fim fe, aber min) en wolle N, es Zein" 3 Si Be Verwaltet ſo that et, x fam, Nn iy ſten, emp; eyſteuet, dy 16 nander€y Verwal,| 1 ſelbſt, mich mhungen fich Er qi nine Oed Zerwalter im) er das Olltſy nh wolle, a) annte die Ds 1, da er ofs die Hoſpital ine Hungen Fr wolle m 9 m Mann m vas ſchiden m) hm heraus je! Geld für! m ihn in das) tadt einzufu ſey, und m? N] GN Sen, Als 6 " Regierutig des mannl. Geſindes. 279 Das Vorſchreiben an Saturninen ward nichk nur unbeantwortet gelaſſen, ſondern es hatte auch noch die Wirkung, daß ein Paar Monathe darauf der Burgemeiſter ſeine Gerichtshalterey verlohr, da ihm der Gerichtsherr meldete, er ſolle ſeine, vonihm bey ſich habenden, Acten überſenden, indem er einen andern Gerichtshalter angenommen habe. Dieſer Burger- meiſter aber ſowohl, als der Geiſtliche nahmen ſich des Verwalters unermüdet an, und erſterer erreichte binnen Jahresfriſt feine Abſicht in Anſehung der Hd ſpitalſtelle, wo der Oheim den rekommandirten Ver» walter, nachdem er von ſeinem ganzen Schickſale war unterrichtet worden, aufs freundſchaftlichſte nicht-nur annahm, ſondern es auch veranſtaltete, daß, da der bisherige Rendant des Hoſpitals abgehangen war, der Verwalter, der ſich gut auf der Feder im Schreiben und Rechnen verſtand, ſeine Stelle mit einem ſo gus ten Gehalte bekam, daß er ſeine drey Töchter zu ſich nehmen, und ſehr gut erziehen kounte. Die älteſte Tochter war kaum drey Jahr bey dem Vater geweſen, als ſie den Unterricht in weiblichen Wiſſenſchaften, worzu in der großen Stadt ver Vater die erwünſchte- ſte Gelegenheit finden konnte, aufs beſte genußet hat- to, daß ſie dieſerhalb ſowohl, als wegen ihrer ausneh- mend ſchönen Geſtalt den beſten Mädchens in der ſo großen Stadt den Rang ſtreitig machen konne. Die- ſerhalb fanden ſich gar bald gar anſehnliche Inuglinge, die ſich um ſie bewarben. Sie gab, nach) vem Rathe ihres Vaters, aber die Hand einem der reichſten Kaufleute des Orts, Dieſer warein junger Wittwer, der von ſeiner verſtorbenen Fran ein einziges Töchter lein hatke. Die Hochzeit ward mit dem Beyfalle der ganzen Stadt vollzogen, und die junge Kaufmanns- frau nahm ihre zwey jüngern Schweſtern zu ſich ins Haus, wovon die ältere, die ihrer älteſten Schweſier S 4 nichts 280 Drittes Kapitel. nichts nachgab, dem Töchterlein des Kaufmanns er- ſter Ehe als Demoiſelle vorgeſeßet ward. Aber auch dieſe ward ſehr bald von Freyern geſucht. Unter die- ſen wahlete tie gleichfalls einen jungen, aus Erbſchaft von ſeinem Vater ſehr reichen, Kaufmann, der Tu- gend an einer Gattinn als das beſte Heyrathsguth an- ſahe, und ohnehin nicht nöthig batte, auf Geld beym Freyen zu ſchen. Dieſes„Familienglü& erlebte der alte Vater noch, da ihm die Gichtſchmerzen, welche ſeit ſeiner Erſtarrung in der unglüFiichen Nacht bey, * ihm eingefehret waren, in die Cingeweide kamen, und ſeinem Leben ein Ende machten, welches er in Hinſicht auf das Glück ſeiner Töchter ſehr-ruhig be- ſchlieſſen, und in Anſehung ſeiner jüngſien Tochter gleichfalls auſſer Sorge ſe:n, und ſie der Vorſorge ihrer<ern, Sie waren ſchon vor 4 Wochen mit der Korn- und Heuärndte fertig geweſen. Al- ban hatte noch bis gegen Martini Heu auf den Schwaden liegen. Sein Vorfahre ward zwar auch immer ſpäter, als ſeine Nachbaren, mit beyden Aerndten fertig, aber dieſes konnte hoöch- ſtens nur einen Unterſchied von 6--8 Tagen aus- ' machen. Allein er harte nach Proportion ſeines Feldes immer ein Viertheil Mandeln mehr, als jene, auf gleicher AFerfläche, welches er ſeiner tüchtigen Ackerbeſtellung zuzuſchreiben hatte. Er hatte auch dieſerweg»«n nicht genug an ſeinen Acergeſinde, er nahm, nach Zeit und Umſtäne den, auch noch Tagelöhner mit zu Hülfe, Sei- ne Pferde bekamen mehr Futterkorn als Al- bans. Dieſer giebt ihnen ein Drittheil weniger, ' weil er überall ſparen will. Aber ſie können we« niger Laſt ziehen, Bey Albans Vorgänger that ein Geſpann Pferde in 2 Tagen'ſo viel, als bey dieſem kaum in 3 Tagen geſchiehet. So ſtarben auch jenen mehr Pferde, als dieſem, weil R zu ye0ie ! 3 en Nachum y dn de hy SOGE Elp hen damit 1." ten Viſug m Winterun m Vor bete men, Verben verſchied) kaum halb(4) Zude Jt| draußen in 34) batten die Ib Binterſataſh on vor 4 Thy fertig genf.) reini De dy fahre wa)ju Nachbatt, 1 dieſes Font; | 6==8 Vis Proportion(m! andeln mts - welchegerhm hreiben jaw genug an(1! Zeit und Una zu Hülfe,& utterforn ab» Drittheil wn; ber ſie fönnw 3 Vorgang? y ſo viel,(By jet, Go fim ſem, ww hi vi Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 287 Zeiten übertrieben werden, wenn ſie eben ſo viel Laſt ziehen, oder in eben ſo vieler Zſt, als bey dem Vorfahren, Arbeiten vollenden ſollen. Man darf nicht denken, daß der ſich ſo klug duünkende Alban in der Folge mit Schaden klug geworden ſey. Er giebt vor, er habe keinen Schaden von der geänderten Wirthſchaft, ohnge- achter man unter der Hand hö*et, daß er Geld aufnehme und borge, da er doch nicht wen'!g Geld mit aufs Amt gebracht hat. Cs iſt aber doch ſehr wohl zu glauben, daß er ärmer werden müſſe. Wir wollen ſeine Fehler zergliedern, und ſchen, ob er, oder ſein Vorfahre, klüger bisher gewirthſchaftetr habe. a) Albar hat den 4ten Theil des AFergeſindes ab- geſchafft, und erſparet daran jährlich an Koſt und Lohn, 500 Thlr. bd) Er hält zwey Geſpann Stallpferde weniger, und erſparet hierin mit Cinrechnung der Schmiede» Wagner- und Riemerarbeit, jährlith an die 4502 Thaler. Die Summa der verringerten Ausgabe beträgt alſo 950 Thaler. Nun wollen wir ſeine verringerte Einnahme vom Acerbaue im dritten Jahre ſeiner Wirths ſchaft berechnen, 2a) Der Vorfahre hat jährlich 1 5 Dreiſſig Win- tergetreyde mehr erbauet. Wenn wir die Mandel zu 1 Thlr, anſchlagen, ſo beträgt ſol ches 450 Ihlr. bb) Cben berſelbe hat jährlich an die 12 Dreiſſig Gerſte mehr gewonnen. Hierin die Mandel gleichfalls zu x Thlr. angeſchlagen, beträgt der Ausfall 366 Thlr, 1-48 80) Biertes Kapitel. cc) Sämmtliches, in der Brache als Sömme- rung ausgeſäetes, Getreyde, an Erbſer, Wi- >en, Linſen und Hirſe.wird an die 10 Dreiſſig weniger erbauet; jedes Dreiſſig, und. alle Sor- ten in Pauſch. und Bogen zuſammengenom- men, zu 15 Thlr. gerechnet, macht in Sum- ma,:45.0/Thlr; dd) Das Winter- und Sommergetreyde giebt wegen der fehlerhaften AFerbeſtellung ſo wohl, als wegen des, von der verminderten Vieh- zucht ausbleibenden, Düngers im Ausdruſche weit weniger äls zur Zeit des Vorfahren. Das Korn erwächſet nicht mehr zu der ſonſtigen Sänge. Es beſtaudet oder beſtocket ſich weni- ger; es iſt der vierte Theil Windhalm, He- derich'und anders Unfraut in den Mandeln, dieſes alles verurſachet nun einen Ausfall jähr- lich von wenigſtens 14060 Thlr, ce). Es iſt der-Strohgewinnſt nun. ſo. ſehr. verrin- gert, daß weniger Kühe gehalten werden kön- nen. Das Heu. kann, wegen. des a zuſpäten Einärndtens, wenig oder gar feine Kraft zur Winterfütterung haben; da es ſo ſpäte gemacht wird, kömmt es ſelten recht trocken auf den Heuboden, und über furz oder lang wird ſich das Rindvieh faul davon gefreſſen haben. D!e abgehende Viehnußung hauptſächlich in Anſehung der Melkerey beträgt jährlich, . 021284 111 500 tf) Das Schaafvieh iſt von dem ſo ſpäte einge- brachten Heue ſehr anbrüchig geworden, 1weß- halb in einem Winter 700 Stück Schaafe, eben da ſie lammen ſollten, geſtorben ſind. dieſer Verluſt von 70 tragenden Schaafen be- trägt, das Stück zu 3XThl. gerechnet, 1050 Thl. un , ache als Einn an Cihſy. 1) an die 10 19, undaltes zuſammen b mat in Cy tmergetreh vd ebeſtellung[ny erminderten Dh ers im Judy 5 Vorfehm 1; rx zu der ſuoſhy beſtodet[11 Windhaln) in den Tak einen VWöfljy Tchlr, wun Jew halten wd) zen. des a ji ar feine Suh 68 ſo ſpate jim cht trodun 00! der lang m) n gefreſſen 9 hauptſe0)?' beträgt 14 dm ſo ſpäte 19 geworden N ) Stüd Co +, gefiorbe) den Gu! hn Bausvgter 1, and. Grundſäße zur Beſtellung des AFers. 2859 Nun die Recapitulation 22) 450 Ihlr, bb) 369 Thlr. cc)1:22:50 Thly. dd) 1400 TZhlr. ee):'(9500 Thlr. ff). 1050. Thlr. Summa Summarum, 3710 Thlr. Hiervon nach b) abgezogen, 950 Thlr. Verbleibt, 2760 Thir, Dieſes wäre nun der Verluſt des Albans in ſeinem dritten Pachtjahre geweſen. Wollte man nun ſchon denken, daß die Rubrique kk) künftig wohl nicht mehr alle Jahre zum Anſchlag kom- men, und Vorſicht gebraucht werden könnte, daß den Schaafen alle Jahre künftig das erſte, und immer troneres Heu auſgefahren werde, ſo müſ- ſen doch alle vorhergehende Rubriquen, wenn die Wirthſchaft ſs fortgeſeßet wird, ganz natürlich immer größere Specialſummen des Verluſtes hervorbringen, daß wohl die vorſtehende Sume ma Summarum die jährige immer bleiben wird. Nun urtheile man aus ſolcher"Berechnung, was es endlich mit dem Alban für ein Ende nehmen müſſe. Er muß verarmen,, Dieß betrift jedoch ihn und ſeine Familie nur allein. Seinen Nach- baren aber iſt er nüßlich, Denn er wird ihnen und ihren Kindern noch lange Zeit ein Beyſpiel ſeyn, woran ſie lernen werden, daß man nicht mit einmal ſo große Abänderungen in der Wirth- ſchaft unternehmen, und erſt mehrere Erfahrune- gen müſſe voran gehen laſſen, bevor man einen Plan durchſeßet, den andere und ältere Wirthe widerrathen oder nÄfoiigen, So wird er auch t an- 290 BWiertes Kapitel, andern Hausvatern noch lange ein Vorbild von der Schadlichkeit des Beſtehens auf ſeinem Sin- ne ſo wohl, als auch der Ehrſucht bleiben, wenn man einmal eine Ehrenſache daraus gemacht, der Welt glaubend zu machen, daß man nicht geirret habe, oder nicht irren könne. Ein Fehler nnzäh- licher Menſchen! Warumlenkte Albannichtnach Verlauf des erſten Jahres wieder ein, und fam auf die Klugkeitsregel, daß es beſſer ſey, zu ge» ſtehen oder offenbar werden zu laſſen, man habe geirret, als ſich zu ſeinem eigenen Schaden zu verſtellen? Wenn nun Alban nicht mehr ſeine Pacht wird abtragen können, und wohl gar der= einſt oben drein noch über die ruinirren oder ver: wilderten Aecker wird Rechenſchaft geben ſollen? Welche Schande iſt größer, dieſe, daß man in Zeiten von ſeinen Fehlern zurückkömmt, ſein Ver: mögen erhält und vermehret, oder dieſe, daß man ſich darum bringer und ſich arm macht, um das Vergnügen auf wenige Jahre gehabt zu haben, klüger denn andere zu ſcheinen? b) Der 2eſer muß es hier nicht erwarten, daß für die Zandwirthſchaften die eigentliche Zahl des Acfergeſindes angegeben werden fönne, Wenn man auch ſagen wollce, daß für eine Huſe, ſound ſo viel Morgen, oder wie das Maaß der Aecker irgendswo genennet werden kann, dieſe oder jene Zahl von Leuten angenommen werden müſſe, ſo - wäre do dieſes ſoviel als nichts geſagt. Denn die Dualität der Aecker iſt zu ſehr verſchieden, und fordert dahdr bald mehr bald weniger Bearbei- fung. So muß auch zugleich hiebey mit berrach- tet werden, daß gewiſſe AFerprodufte, wenn ſie an einem Orte mehr, als am andern, erbauet werden, auch mehr Hände erfordern, Man denke ' hig || y Dips | Gu Wiebe) j geteieden für Ix! 6) Ven bücher! gm hat el] fadent bis eh funde UNE 2177) 11001: ſh 33 ufs fim d 6; vil fuge (in Wg ny de ig mehl pi fe Ei nehme y ſeinen 35 me Du,ß erho; nag Ag w ge Y,| Weiten, In Maukii en Yul)" 18 auf einen 8, N uu BV) ehe bleiben+, '1% aus gemaß;| leder ein wbb 8 beſſer ſy, 4 u laſſen, mm Igenen Chly, Nn niht mhh und wohl(p) ruinirtn Ay ſcart(ebmih dieſe, daß mp1 “ft a« uEtommt, - 4 oder dieſs vw m mad, 10h . gehabt zv n? erwarien, hij gentliche 34 den fönne; UX r eine Hufe,(0 ; Maaß dit"w nn, dieſe 04) 1 werden mif ts geſagt 3 ph verſchieden? -wenſger Yu? hiebey mit m produkte, m 1 andern, „dern, M wir Grundſaße zur Beſtellung des AFers, 29x hiebey z. B. an Oerter, wo ein ſtarker Flachsbau getrieben wird, was dieſes einzige AFerprodukt für Arbeit erfordert,: €) Wenn auf großen Güthern Haus- oder Lager- bücher gehalten, und darin die Zahl des alljähri« gen Ackergeſindes genau verzeichiet worden, ſo Hat ein angehender Hausvater hieran einen Leik- faden, an weichem er ſich ſo lange halten muß, bis er einige Jahre ſelbſt gewirthſchaftet und ge= funden haben kann, daß er mehr oder weniger Geſinde, als die Vorfahren, gebrauche. Sind es. nur fleine Wirthſchaften, ſo nimmt man die mehrern. des Orts oder der nächſten Nachbar- ſchaft zum Richtſcheid, und laßt es gleichfalls auf eigene Erfahrung von ein Paar, Jahren an- fommen, ob man mit wenigerm Dienſtvolke fer- tig werden könne. In kleinen Wirthſchaften iſt freylich das ſchon ein großer Gewinnſt, wenn nur ein einziger. Dienſtbote, gemiſſet werden kann, Ein Gewinnſt, welcher vielmals der einzige iſt, der noch herausgefunden werden kann, um ſo mehr., da Lohn und Koſt: ſeit 20-=- 30 Jahren ſo. ſehr geſtiegen. So iſt auch dieſes keine gerins ge Cmpfehlung dieſes Punkts, daß bey der zu- nehmenden Unſittſamfeit. des Geſindes derjenige ſeinen Werdruß vermindert, wenn er einen, oder mehrere Dienſtboten weniger halten kann, d) Wenn man nicht auf alle Tage gleich vieles Dienſtvolk gebrauchet oder gebrauchen kann, ſo erſeßet man es in kleinen Wirthſchaften beſonders, nach Zeit und Umſtänden mit Taglöhnern«. Denn es kann ſeyn, daß man erwa nur auf eini- ge Wochen in der Aerndte, oder bey andern Ar« beiten, die theils ordentlich, theils auſſerordent« pr; “. 2 13 h, 292 BZiertes Kapitekb 7. lich, ſeyn können, einer mehrern Zahl von Arbei- tern bedürfte, ſo. muß um. eines ſo furzen Zeit- raums willen kein Geſinde, ſondern nur Taglöh- ner, gehalten werden, wenn man ſchon findet, daß das Taglohn ſo hoch, als das Jahrlohn ei- nes Dienſtboten, kommen kann. Denn man muß hiebey die Erſparniß der täglichen Koſt rechnen, Geſeßt nun man hätte auf ein ganzes Vierteljahr einen Taglöhner zu halten, und ſein Taglohn liefe ſo hoc wollte aber, daß Thorſander einem andern Gehör gab, der ſich bey ihm einſchmeichelte, und durch mandjerley Erdichtungen ihm die Wirthſchaft ſeines Vor- gängers als tadelhaft vorſtellete. Er ließ ſich ſo ſehr von ihm einnehmen, daß er auf ſein An- rathen lauter neue Dienſtboten annahm, und von den auf dem Pfarrhofe vorgefundenen alten keu- ten keinen Knecht noch Magd behielt. Der neu? Taglöhner heſorgte und miethete ihm andere, ward und blieb einige Jahre hindurch ſin Rathgeber XN 3 i mn E; 294 Viertes Kapitel, in allen ſeinen Oefonomieeinrichtungen, die ſämt- lich ihm zum Schaden waren. Er hätte können 3. B. die Pferde von den Erben ſeines Vorgän- gers bekommen, ſein Rathgeber war aber dawie- der, und er mußte ſich andre zuſammenbringen, Die nie zufammenpaſſeten, weil junge mit alten, und ſtarke mit ſchwachen, zuſammen geſpannet wurden. Da er mir zum erſtenmal ſeine benden Spannpferde zeigte, und meine Meynung darü- ber zu wiſſen verlangte, ſo fragte ic ihn, ob er, da er ein ſtarfer Humaniſt ſeyn wollte, den Co» lumella geleſen, und daraus als ein 2andwirch die Regel behalten hätte: Cultodiendum elt. ne in corporatione, vel ſtatura, vel viribus impar bos(equus) cum valentiori 1Ungatur, nam vtra- que inferiori celeriter affert exitium.-- Es währete nicht lange, daß Thorſander die Ent- gegenhandlung dieſer Columelliſchen Wirthſchafte- regel heuer büßen mußte. Sein Taglöhner war ein ungefreuer Kerl, welcher ſeinen Herrn bere- Dete, ſeinen Freunden Pferde abzukaufen, und ſie aufs höchſte zu bezahlen, weil er es nicht ver- ſtand. Dieſer falſche Rathgeber war mit den Knechten völlig eins. Sie-muſten ihm das Fuks ferforn des Nachts heimlich zubringen, welches er ihnen um das halbe Geld abnahm. Er rieth, ohngeachtet ehrliche andre Dorſwirthe davon ab- riethen, dem Herrn, daß er ſein Korn in einer Über 4 Meilen entlegenen großen, und nicht in der nächſten kleinen, Stadt, verkaufen. möchte, unter der Vorſpiegelung beſſerer Wirkhſchaft, weil der Scheffel Korn in der kleinen Stadt ein Paar Groſchen weniger galte. Dieſer falſche Rath zielte aber dahin, daß Thorſanders Knechte in der großen Stadt ihr mitgenommenes Pferdefut- ter | | || | Grun TE feine 6 (ohne gedeſ ne 0 [eßte! Ver! D1! Vy vo) daß Dh häh ns 095 118 ID (IN (19038 WRE: 14 m zu] ald 08)| Pielhy (hel dh wirf |, Grundſäße zur Beſtellung des Akers, 295 ter verfanfen könnten, wozu in der kleinen Stadt Tag- Ötungen dur, Cr hatt! fh) befin, keine Gelegenheit war. Hiernächſt wurden wig ſöhner und Knechte ferner ſo eins, daß ſie, wenn 3 gedroſchen ward, das reine Korn aus der Scheu- AE 10, oder von dem Kornboden, entwendeten, und NI] leßtere es dann in ihren Futterſacken mit zum Men FEEN Verkauf nach der großen Stadt hinnahmen. wine Da auch die Knechte in den kurzen Herbſi- und fh Wintertagen des morgens ſehr frühe im Finſtern Ml, 0] von Hauſe abfahren mußten, ſo veranſtaltete es Juen der Taglöhner, daß die Knechte auſſerhalb des Er Edu Dorfs, an vorabredeten Dertern, von andern 101000: böslichen Dorfleuten noc< einige Scheffel Korn 1» VDR mit aufladen muſten, um esin det großen Stadt, LUngatür, a des mehreren Preiſes halber, mit zu verfaufen. t exitiun= Bey dieſer Wirthſchaft konnten die an und vor horſande ſich ſelbſt übel zuſammengepaßten Pferde nicht (liſchen Bitſ lange beſtehen. Cins nad) dem andern ſiarb, Cein Uzlty oder ward krüppelhaft und untauglich Binnen t ſeinen Zen 7 Jahen hatte Chorſander) 9 Srück Pferde an- "de abzufaun gefauft, und ſich hiemit in Schulden geſte t und weil er 3 zum völligen Stümper gemacht, Bey der A>er- thgeber war 7 arbeit ward Thorſander gleichfalis hintergangen. Da der Taglöhner ſich eine Kuh und Schweine mutten 19m W ) zubringen!| hielt, und von dem Dünger dieſer Thiere ſich „abnahm, 1 theils bey ſeinem Herrn, theils bey andern Dorf- Yorfwirtly wirthen AFerland ausmiſtete, um ſich ſelbſt darts » ſein für| auf eigenes Korn einzuſäen, ſo mußten die Knech»- HE te, als Diebe und Diebesgeſellen, den beſten - verfauf Miſt vom Hofe ihres Heren auf das Land des vor Birth ſuf! Taglöhners vinfahren. Fuhr dieſer Kerl mit vom Stadt 10) den Knechten Zehend in der Aerndte ein, ſo nah- iG: FN men ſie was weniges von böſen Zehendleuten, un R und lieſſen ihnen ſelbigen, zum eignen Nachhau- andes m ſefahren, im Felde ſtehen, ſagten aber dem Herrn, ;(N;"y Ke. mene T4 Zt 296- BViierfes Kapitel, daß er von ihnen mit weggeladen und in die Pfarrſcheune eingefahren worden. Solche und dergleichen Schelmereyen trieb der Taglöhner ſo lange, bis er endlich vermeinte ſo viel zuſammen gebracht zu haben, daß er aus dem Dorfe wegs gehen, und ſich unter einer andern entfernten Ge- richtsobrigfeit einen Coſſäthenhof für einige hun- dert Thaler anfaufen konnte, Thorſander er- fuhr nun zu ſpät alle die übeln Streiche, die ihm ein Kerl geſpielet hatte, den er wider alle ſeine Ankläger ſo ſehr in COchuß genommen und ver- kheidiget hafte, daß es die beſſer geſinneten Leute des Orks für rathſam hielten, ihren Pfarrer mit eigenem Schaden klug werden zu laſſen.“ Er ward ſehr ſpät ein rechter Wirth, und konnte, nachdem er das Vermögen ſeiner Frau in der Wirthſchaſt zugeſeßet hatte, niemals recht zu Kräften kommen, ohngeachtet er in der Folge auſſerordentlich theure Jahre in dem ſiebenjähri- gen Preuſſiſch- Deſterreichiſchen Kriege erlebte, welche ſo manchen 2andwirth da, wo der Krieg ſelbſt nicht hinkam, ſo ſehr auf die Beine halfen. Als er ſtarb, ſo fand ſich's, daß ſein Vorfahrer, deſſen Wirthſchaft er doch bey ſeinem Anzuge auf der Pfarre ſo ſehr verachtet, viermal mehr ermögen, als er, hinterlaſſen hatte, Es gehöret unter'die Vollkommenheiten eines tandguthes, wenn es Hinlängliche Hofedienſte hat. Da die Berechtigung dazu aus den älteſten Zeiten herrühret, ſo ſind ſie, wenn ſie ja wo zu Gelde angeſchlagen ſind, im ſo zu nennenden Spottpreiſe gegen das Geſinde- und Tagelöhner- lohn zu achten, welches auch eine der Urſachen mit iſt, weßhalb die Arbeit von den Hofedienern oder ; laden yd; den, Grlh) y der 7 Wh [e ſo viel vim vy 5 dem Jh, ern enten] nhof für eine) or ſony: nn Vfreid) 0, 0) er wider ale| Zenommen ſſer WW" ſin(990 , ihren Yun: n zu loſe' Zirth, und hy ſeiner Fraun) , hiemalz M et er in We)| in dem ſehn) hen Krie! da, w0 10,8) wf die Deny daß ſein Du! bey ſeinem«) fet, viern en hatte, fommenheittt! ngliche Heft au aus den(iy wenn ſ| jam n ſoz! TL u Taps eine der ww n den Heft n WW" eu (11103 Grundſäße zur Beſtellung des Akers. 297 oder Fröhnern ſo unwillig, und wenn ſie damit durchfommen fönnen, ſo mangelhaft verrichtet wird, Hiezu kömmt, daß ſie in manchen Lan- dern oder Gegenden nicht nur täglich mit der Hand, ſondern auc in Reiſefuhren beſonders, ſo weit oder ſo lange dienen müſſen, als es der Herrſchaft beliebet. Hievon wird nicht nür der Unwille dieſer Leute aufs höchſte getrieben, ſondern auch ihre eigene Wirthſchaft immer herunter gehals ten, ſo daß ſie auf ihre Verbeſſerung weder denken können noch wollen, Danunüberdem die herrſchaft? lichen Arbeiten, die von Hofeleuten, verrichtet werden, ungleich ſchlechter ſind, als die, ſo von eigenem freywilligen AFergeſinde verrichtet wer» den, ſo iſt in unſern Tagen die Frage gar ſehr rege geworden, ob es nicht beſſer ſey, die Hofe- dienſte ganz abzuſchaffen, und ſtatt derſelben den Unterthanen ein gewiſſens Dienſigeld geben zu laſſen? Es finden ſich in der That hin und wieder ſchon manche Cdelleute, die blos deßhalb allein die Hofedienſte eingehen laſſen, weil ihre Pflug» arbeiten beſonders, da die Bauern ſo kraftloſes Pferde- oder Ochſengeſpann haben, langſam und untüchtig geſchehen, und das herrſchaftliche Ges ſpann, wenn es ſchon vorangehet, nur aufgehals ten oder deſſen Pflugarbeit unvollſtändig gemacht wird, wenn ſolches zwar gehörig angegriffen, aber feine Uebereinſtammung mit dem Geſpanne der Hofediener erhalten wird. Dergleichen Edel- leute wollen bey ihrer Weränderung gefunden ha» ben, daß ſie nach abgeſchafften Hofedienſten mit eigenen Geſpann und LTeuten, auſer der tüchti- gern Arbeit an und vor ſich ſelbſt, in der Sum- me wenigſtens ein Viertheil mehr Aerarbeit kön« T5 nen 2598 Biertes Kapitel. nen beendigen laſſen, welches denn ſchon einen ſehr anſehnlichen Gewinnſe ausmacht. Noch mehr fömmt aber heraus, wenn man nun die in Freyheit geſeßten Bauern berechnet, was ſie nun in ihrer eigenen Wirthſchaft vor ſich bringen kön- nen. Und daß dieſes nicht leere Einbildung ſey, darf man nur die benachbarten, gar nicht zu Ho- fe dienende, Dörfer mit denen, die zu Hofe die- nen, in Vergleichung ſtellen. Jene befinden ſich in ungleich beſſerm Wohlſtande, als dieſe. Er fällt offenbar in die Augen. Jene haben beſ- ſere Pferde und Ochſen; dieſe haben gleichſam nur Krüppel dagegen. Jener Aecer ſind beſſer beſtellet und gebeſſert, ſie haben daher mehr Ein- Fommens; ſie unterſcheiden ſich in der Art ſich zu kleiden und zu ſpeiſen u. ſ. f. und legen vamit zu Tage, daß ſie blos, wegen nicht zu leiſtender Hofedienſte, ſo voraus und in mehrerer Wohlha»- benheit ſind. Soll man aber alles zuſammen wohl überle- gen, ſo fann man doch die Aufhebung der Hofe= dienſte nicht ſo durchgängig-in allex Abſicht den Herrſchaften als vortheilhaſt anpreiſen, Es iſt wahr, die meiſten Handdienſte kommen kaum zur Hälfte in Anſehung des Fleiſſes und der Genauig» Feit gegen freyes AFergeſinde, ohngeachtet man Strenge und Aufſicht gebrauchet, und das Uebel doch nicht mindern kann. Man könnte ſich ſo ſe- Ben, daß man nur einen Thoil von Handarbei- fen und zwar ſolcher, ſich vorbehalte, wobey eine gewiſſe, gar keinem Streite unterworfene, Ab- meſſung ſtatt findet. Z. B. Ein Hofediener oder Tröhner ſoll an einem Tage in ſo und ſo viel Stunden eine Mandel Stroh, und wovon das. Bund ſo und ſo viel Gewicht halten muß, zu Hero! denn ſho dp uömacht, man nn hy „ nN was e, NEN Wi vO-« ot KO) Otingenfh „4 Naliat mals nm daher mhh m in Hop Nb ,)»>+. EO EH G aeh adp dg f unt Leden | NICHE zu(AN) mehrere Dy men wohl jhp fhebung did) 1 alles Aofigt! mpreiſen,€ fommien fun ; und der Om ohngeamttn et, und das?! n fönnte ſid)! ( pon! Hand? alte, wh! 4 nterworfent,* mn Hofedienn“ 1 ſoudh! und weh?! halten m) 7] Grundſäße der Beſtellung des Ackers. 299 Hexel oder HeFerling, der nur ſo oder ſo viel lang vder kurz ſeyn muß, zerſchneiden; eine Ho- fedienerinn ſoll an einem Tage ſo und ſo viel Strohſeile zum Aerndtegebrauch ſchürzen, oder ſo und ſo. viel Pfund Flachs ſpinnen und das Garn nach einem gewiſſen Gewichteabliefernu ſ.f. In Anſehung der Aerndtegeſchäfte würde es wohl dienlicher ſeyn, wenn, wie es ſonderlich in Schle« ſien ſehr gebräuchlich iſt, die Herrſchaft den Drö- ſchern, Coſſäthen, oder Hänuslern die ganze Aerndtearbeit gegen die ſo oder ſo vielſte Mandel überließe, als wobey man-am allerwenigſten Ge- fahr läuft, daß die Arbeiten wegen der daran haftenden Vortheile der Arbeiter aufs wirthſchaft- lichſte zum Beſten der Herrſchaft nicht verrichtet werden, welches auf der andern Seite gar ſehr zu befürchten wäre, wenn einem Hofediener eine gewiſſe Zahl von Aerſtücken zur Werrichtung der darauf gefallenden Aerndtearbeiten zugeeignet würde. Denn es könnten die Hofediener allzu- lange Stoppeln beym Mähen ſtehen laſſen; nicht rein harfen oder aufſammeln; die Garben ſchlecht binden; und bey der ganzen Abbringung des rei- fen Getraides damit ſo wenig ſchonend umgehen, Daß allzuviel Körner auf dem Felde ausfallen und verlohren gehen. Alles dieſes iſt nicht zu beſor- gen, wenn der Aerndteleute Nußen und Schäde an die Arbeit gebunden iſt. Bey den Spanndienſten wird es eben ſo ſeyn müſſen. Es iſt ſchon vorhin des untüchtigen Pflügens der Hofediener erwähnet worden,„h» nen aber ,eine gewiſſe Anzahl von Acerſtücken zum Bepflügen und Eggen zuzueignen, ließe laus fer untreue und untüchtige Arbeit, zum gewiſſe ſien Schaden der Herrſchaft, befürchten; es wäre denn, 300- Veertes Kapitel. denn, daß dieſe ſich an Sudel- oder Stümperar- Heit begnügen laſſen, und die möglichſt beſte AFerbeſtellung nicht verlangen wollte. „Mit den Miſtfuhren iſt es nicht anders, da die Hofediener dreymal weniger wenigſtens, als eigenes herrſchaftliches Geſpann laden und fah- ven. Denn wenn ſchon den Unterthanen nicht erlaubt wäre, die Wagen nac Belieben kurz und ſchmal einzurichten, daß deſto weniger Miſt "darauf kommen könne z ſo kann doh ein Miſtla- dender Knecht beym Laden ſelbſt ſchon ſo loſe und loFer den Miſt auflegen, daß deſtoweniger auf den Wagen gehen muß, Ihnen aber durch an- dre Leute laden, odev den Miſt eintreten zu laſſen, würde beſtandiges Streiten und Klagen veranlaſ- ſen, auch abſeiten der Herrſchaft gemißbraucht, und die Unterthanen dabey gar leicht Gewalt lei- den müſſen. Cs wäre alſo gerathener, daß Herr- ſchaften den Miſt mit eigenem Geſpanne ins Feld fahren lieſſen. Dagegen wären dieſes für Herrſchaften die- hHeſten Fuhren in der Aerndte, wenn es beſtimmt Uſt, daß die Hofediener ſo und ſo viel Mandeln jedesmal aufladen, und ſo und ſo oft des Tages fahren ſolfen, wobey aber die Entlegenheit des Feldes, von wannen die Mandeln abzufahren ſind, in Anſchlag käme. Auch wären dieſes die beſten Fuhren, wenn beſtimmt iſt, wie viel Schef- fel Korn geladen, und wie weit ſolches gefahren werden ſollen, um es in den Städten zu ver- kaufen.: Wären nun dergleichen Fuhren in Anſehung ihrer jedesmaligen Laſt, der Weite des Weges, und der jährlichen Anzahl Gi ſo daß die Unterthanen in ihrer Wirthſchaft weder willkühr- lich Mn] Kin Ve - NY 4 1] | gm] werf;| vile) te,) A M u", Grundſäße zur Beſtellung des A>ers. 303 don(A+ age lich von den Herrſchaften, nod) zu oft, unterbro= FNerbaues benöthiget ſind, müſſen wir auch Hinlängliches Vieh haben, „zu beſtellen, als auch ſo viel Dünger davon zu erhal- um damit ſowohl den Aer fen, eenemenmeneen"nmmmme" O3 fet)"ß S (ſüßer RO | überhau |(ſtore TY || Yale Ehle fowohh(el lo, uh tt, mw tender fl 1004 y, 0) Nn 646 | Zuſi | ſhes | be Kate | Vit diä | ohio! | vi 9) | JNelgy | ju wen 3 | Wt Iny |"Non git 1% | Antw nie | ſtig | fine vw Ds |& A, e Wine vin) einne" Und, WS Mn " Ww Sleuten jn| dawider(u qt reply) ) der Orfyg 0 Föten mp N One NN affen, u) 1 m Ort! jep Onnen, vp! gen Fön hy 0, Undo) noh dnteg ), deren Gmay ven foſtet, , welde bg lh (ten, ihrn Jt fheiten jd W und and ww ſolchen ſit bigher mods Patrioten, py Erfüllung 11 Zhen Menſchen 1 1b, müſen" 6(mahl Deh nit fewo er davon ſ iW) Grundſäße zur Beſtellung des Akers. 3057 ten, daß das Fruchkbringen unſrer Ae>er davon uns terſtüßer und vermehret werde. Man theilet das Vieh in den Landwirthſchaften überhaupt ein, in Zu vieh, und tMilchviebh. Das erſtere ſind Pferde und Ochſen, dieſes aber Kühe, zum Theil aber au), wiewohl mik ſchlechterem Nußen die Schaafe, als welchen man die Milch für die Lämmer ſowohl, als zur Erhaltung beſſerer undmehrerer Wole ls, und überhaupt einer beſſern Nachzucht laſſen ſoll- te. Das Milchvieh muß auſſer dem davon zu erhal- tenden Dünger anno& Mil<, Butter und Käſe, ſo' wie auch auſſer den Pferden, alle übrige Hausthie» re, Fleiſch zur Unterhaltung der Menſchen, hre Felle oder Häute aber zur Bekleidung derſelben hergeben. 1“ Das Zugvieh muß der Zahl und körperlichen Beſchaffenheit nach zur Beſtellung des AFers und al- ler“ ſich darauf be,iehenden Arbeiten hinlänglich ſeyn, damit ein ſtümperhafter AFerbau, der dem„* taate ſos wohl überhaupt, als auch beſonders den Akerbauen- den ſchäblich iſt, vermieden werde, Es iſt ſchädlich zu vieles zu halten; es iſt aber noch ſchädlicher, theils zu weniges, theils zu ſchlechtes, Zugvieh zu halten. nun Anſehung des wohlgehaltenen Milchviehes fann die Menge ſetten, nur die Wenigkeit nebſt der Gerin» gigkeit ihres Körpers, welche aus dem zu geringen Futter entſtehet, ſchaden, da es, wenn's nicht anders ſeyn kann, beſſer wäre, noch weniger, aber beſſer ge fätrertes, Vieh zu halten. Schon Columella gab die Wirthſchaftsregel; Exiguus ouium(beſtiarum) numerus, cum pabulo ſatiatur, plus domino reddit quam maximus grex,( ſenſerit penuriam,=== YU 2 2) Ideal 308+ Viertes Kapitel, 3) Ideal des proportionirten Zugviehes zu. dem Acker. Eckhart giebt in ſeiner Experimentalsfonomie,- nach der Suckowſchen Edition, S. 754 ff. das Jde- al eines Vorwerks von 64 Hufen Aer, in gutem und. mildem Boden, in 4 Arten getheilet. 300 Morgen gute Wieſen, über 100. Hufen gute Hutweide, 384 Stück Rindvieh, 2000 Stück Schaafe, 50 St, Matfivieh in der Stärkfenmacherey, 3 Schock Schwei- ne, 8 Knechte, 8 Enken,:8 Wagen, 16 Pfläge, eis nen guten Hoſmeiſter,(Meyer) einen guten Verwal: ter» Hiebey wirft er die Frage auf:"ob 8 Knechte und 8 Enken, Summa 16 Perſonen, welche das Adern und Pflügen recht gut verſtehen, jeder mit.ei- nem tüchtigen Pfluge und einem Paar guter eiſerner Eggen, 64 Hujen guten Aer dreymal pflügen, den Saamen eineggen, mit 8 Wagen den Miſt ausfahrenz. und die Früchte vom Acer in die Scheuern ſchaffen Fönnen? Auf dieſe Frage nun antwortet ers daß, weil von undenklichen Jahren, auf allen Aemtern und Vor- werkern, auch adlichen großen Güthern, allezeit auf acht Hufen Aer, x Spann Pferde mit einem Wa- gen, zwey Pflüge, ein Knecht, und ein Enke vertheia „let worden, und bekannt iſt, daß ein Knecht mitacht Ochſen(wenn früh von 5 bis 8 Uhr zwey friſche Stu: &e, von 8 bis x13 Uhr zwey friſche Stücke, von x- bis 3 Uhr zwey ſriſche Stücke, und abermalen von 3 bis 6 Uhr zwey friſche Stücke eingeſpannet werden, alſo zwey Ochſen täglich nur 3 Stunden ziehen) mit einem Pfluge täglich zwey Morgen Acker, von 180 Duadratruthen, ganz füglich herum pflügen kann z ſo können folglich in r80 Tagen, 8 Hufen, oder 240 „Norgen, mit 2 Knechten, und zween Pflügen, drey» 0? mal || |! | || | | | Gui) pul gehör Yig 65 jährlich 12 einzuführen ſhofen im Brache 1 180 Mer gen, mit des Tegel den; ald Fuhren 9! aw Du ge Aw ve Mugen! m Dif zul Sew ſehs) (fim wegen? |Gumma 34 19), Fe |M hal ſind acht und acht) ein Vezi] gen alles 4 | 900, uw | Giſtnich |U rehty | werden, nd] | ſſ, ſ vy; | Miſtwagy | QU ß Win | 9) RN finde , | Zuptig 4 enen 0, 754 fh 3er, in aum (iet, 300 Typ 1 qu Aan) id Chuſ, j" ; 3 Gif Cin, zen, 16 Nip inen gutm ity aufs 706 3 Inh ſonen, milf) tehen, jeh m! Paar guttiſm eymal pfa, h den Miſt us ) Chen 8 eee es MN n Aemter ther, at ede mit einem 0 dein Ente) hr zwey fei he Gtüde, 9 und abermaw! ngeſpanne! Ni funden zieh; n Afar, 1 1 pflügen fu" Gufen, ds een fügt) f [1 Grundſäße zut Beſtellung des Akers. 309 mal gehörig gepflüget werden; mithin bleiben nach Abzug 65 Sonn- und Feyertage, von 300 Tagen, jährlich 1209 Tage zum Miſt ausfahren und Früchte einzuführen, auch eggen, walzen, und Heu herbeyzu- ſchaffen übrig; ſintemal von acht Hufen, zwey Hufen Braache liegen, und die Früchte von 6 Hufen oder x 80 Morgen, die nahe um das Vorwerk herum lie- gen, mit einem vierſpännigen Wagen, in 21 Tagen, des Tages 6mal, ganz leichte können eingefahren wer- den; alſo bleiben noc<4 zu Miſt, Heu und andern Fuhren 99 Tage. Von 8 Hufen werden alle Jahre zwey Hufen Braache gemiſtet, das ſind ſechzig Mor- gen; davon dünget der Schäfer funfzehn weit entlege- ne Morgen mit dem Ferch, bleiben alſo 45 Morgen mit Miſt zu befahren. Auf einem jeden Morgen ge- hören ſechs Fuder, Summa 270 Fuder. Achtmal kann wegen der Nähe gauz füglich gefahren werden. Summa 34 Tage zu Miſtfuhren, bleiben alſo 65 Ta- ge.' Ferner werden von 309 Morgen Wieſen, 600 Tuder Heu, und Grummet, einzufahren ſeyn, hierzu ſind acht vierſpännige Wagen, mit acht Knechten, und acht Enken bereit. Wenn nun wegen der Nähe ein Wagen täglich nur ſechsmal fähret, ſo iſt in 2 5 Ta- gen alles gefahren, bleiben alſo noch 409 Tage zu eg- gen, zu walzen, und zu einigen nöthigen Holzfuhren. Es iſt nichts mehr zu erwähnen nöthig, als daß die Tage recht ökonomiſch eingetheilet, und angewendet werden, nämlich wenn es regnet und naſſes Wetter iſt, ſo daß im Felde nichts zu machen iſt, muß der Miſiwagen mit Macht gehen. Iſt das Wetter aber gut, ſo wird geacert. Beurtheilung dieſes Ideals. a) Nächſt der angegebenen Zahl der Acerknechte finder man zugleich hier die Zahl des zu 64 Hu- VU 3 fen 310 Viertes Kapitel. Aer enthält 30 Morgen. Ein Morgen 189 Rheinländiſche Quadratruthen, b) Der Autor ſeßet zwar nicht die Zahl der Pfer- de an, die aber, wenn man fich in Gedanken in die Provinz, von welcher er das Jdeal genom- men, verſeßet, 4 Stück von der größten Art in Deutſchland ſeyn müſſen, und daſelbſt ein Ge- ſpann heiſſen. Sie gehen im Wagen zwey und zwey neben einander, und es werden dabey zwey Knechte gehalten, wovon der zweyte gemeinige- lich Enbe(in andern deutſchen Provinzen kleiner ;| Knecht) genannt wird. Der erſte Knecht heißt || auch wohl daſelbſt Schirrmeiſter,. duch wohl ' 08) 4F) Hofmeiſter. Es ſind aber au) Länder, wo ſechs AFerpferde ein Geſpann ausmachen, da der Hof« oder Schirrmeiſter zwey Knechte, davon der eine Ober- oder Großenke, der andere aber Unter- oder Kleinenke heißt, unter ſich hat. In der Provinz aber, worauf der Autor ſiehet, gehen nur 2 Pferde in dem Pflug, daß alſo Knecht und Enfe jeder mit einem Pfluge aFern. Es giebt | aber auch Gegenden. wo 4--6 Pferde des feſten Ackers halber vor einem Pfluge ziehen, Es iſt daher das Jdeal doch noc Garbenfrüchte erzielet, und alſo auf das allerwe- nigſte zwey Scho> Bundſiroh, auf der Tenne davon gebunden werden. Da nun 48 Hufen, . gder 1449 Morgen, alle Jahre zu ärndten ſind; y 5 ſo 314 Biertes Kapitel. ſo fallen 2830 Schoc> Stroh. Daß ein Scho> ein Fuder, ja ich ſage ein recht großes vierſpän« niges Fuder Miſt giebt, ſolches wiſſen alle klei- ne Bauerjungen. Und weil 625 Fuder Heu, etliche 100 Fuder Kraut und Rüben, ingleichen aller Abgang von 2490 Scheffel Weizen jährlich „in der Stärfenmacherey,( welcher Abgang ſo gut iſt, als 2400 Scheffel Gerſtenſchrot) ver- füttert werden, und xooco Stu> Schaafe 384 Stü Rindvieh 50 Stü Maſtochſen in der Stär- fenmacherey xr8o Stü Schweine Summa 1614. Stü Vieh, Jahr aus Jahr ein, vollauf Futter bekommen, ſo muß der Miſt von 2880 Scho Stroh, und 600 Fuder Heu, gewiß gut werden, und alſo, wie gedacht, weit - mehr als 2889 Fuder ausmachen. Von 64 Hu- fen Aker ſind der vierte Theil, nämlich 16 Hu- fen oder 480 Morgen zu düngen; aufjeden Mor- gen müſſen 6 Fuder Miſt gefahren werden, wenn alles wohl gerathen ſoll; macht 2880 Fuder Miſt, welcher, wie vorgedacht, überflüſſig vorhanden ſeyn wird, ja es muß noch ſo viel übrig ſeyn, daß Gärten und Wieſen nach Bedürfen gedünget werden können,---: K) Um dieſen Düngeranſchlag allgemeiner zu ma- hen, müßte die Stärkenmacherey, die allzuſpe- Ciell, und nicht überall anzubringen iſt, weggelaſ- ſen, und dagegen mehr Wieſen angenommen werden. Hatte der Autor bey ſeinen 64 Hufen Aer 10 Hufen Wieſen, und über 190 Hufen guüfe Huthweide angenommen, ſo mußte, um den vor» Od perbert 15 Du Hufen (6 zie (hung vw! worde | ige | Din Nan auf| huge ſhift) Diner M! | () En in Vue IW | Kſt | Qens In Br fem mar Ie ut, Wiſſig M jnhma, v tw Dedy [und in ſh 1 Deß en Ey großes vie; » wiſſen dah 000 yude ben, inge e| Weizen ji eſche Wini erſten) 1 N v | e ieh ſen in de jereh ine Jahr us) ſo muß de 7 600 Ju vie gedag) 1! nn, Den 64) namlid 16 1; aufjeu ven werde 3890 Jud Auſſig vor! [übrig fey edicfen a/d) gemelner u ven, die aby jen if 0 on ngen Jn 58 einen 04[uy ber 1001 " mußt 10 Ww Grundſäße zur Beſtellung des AEers. 315 vorberechneten Dünger herauszubefommen, an 15 Hufen Wieſen wenigſtens ingleichen an 159 Hufen Huthweide zum Grunde geleget werden. Es giebt Güther, welche ſo viel Wieſen und Hü- thung haben, daß fie ſo vieles Vieh erhalten kön- nen, nun noch mehr Dänger, als oben berechnet worden, zu gewinnen. Dieſes ſind aber die we- nigſten. Dieſerhalb wird da, wo Vieh und Dünger fehlen, die Stallfütterung angerathen, Man kann aber auſſer der Stallfütterung noch auf andrer Weiſe den Dünger ſo vermehrea, daß er zur Fruchtbarmachung der Felder ſehr ge- ſchift ſeyn muß,, wie ſolches in dem Kapitel vom Dünger der AeFer mit mehrern gelehret werden ſoll. 4) Ein zwotes Jdeal von dem Verhältniß der Viehzucht zum Ackerbau, in Anſehung des Futters und Düngers hauptſächlich. Dieſes zwote Jdeal nehme i< aus Hr, Her- tens Anleitung zur Verbeſſerung der Viehzucht, S. 296 ff. wo man alſo lieſet, Wir wollen in jeder Hauptart des Bodens, in ſo fern man ihn in gut, mittel und ſchlecht einzutheis len pflegt, eine Wirthſchaft von einer Hufe, oder dreiſſig Morgen Magdedurgiſch, verſeßen, und an- nehmen, daß, zur Weide für ein Stü Vieh im gu« ten Boden ein Morgen, im mittel Boden zwey, und im fchlechten Boden drey Morgen 3 zur Winter- nahrung aber, auſſer was der Aer dazu hergiebt, im guten Boden vier und ein halber Morgen orfor- dertz daß zugleich im guten Boden um das neunte Jahr, im mittel Boden um das ſechste, und im ſchlech: 316 Viertes Käpitel. ſchlechten Boden um das dritte Jahr gebünget wer- den; folglich in Anſehung des guten zu dem mittel ' und ſchlechten Boden Weiden und Gräſerey wie 1 zu 2 und: 3, und die Düngung, den Jahren nach, wie 3 zu 2 und, x ſich verhalten; ferner daß ein Stück Vieh, weil es geweidet wird, acht gute vierſpännige Fuder Dünger geben, der Acfer in jedem Boden gleich ſtark gedünget, die Aerndte alſo auch im mittel und ſchlechten Boden gleich, und nur im guten etwas beſe ſer ſeyn 3; und endlich, daß nur derjenige Theil des Ackers, der gedünget wird, gebraachet, und was nicht gebauet wird, als Weiden und Wieſen benußet wer- den ſolle; ſo entſtehen aus dieſen Principien, woge- gen wohl niemand etwas einzuwenden haben wird, folgende Berechnungen. Die Wirthſchaft im guten Boden gebraucht für drey StüF Wieh zur Weide 3, und zur Heuge- winnung 4, zuſammen 7* Morgen. Davon werden jährlich 2x Morgen, als der neunte Theil, gedünget, und hiezu an Dünger 25 Fuder erfordert, ſo viel die drey Ochſen oder Kühe geben. Sie ärndtet folglich von 29 Morgen am Winter- und Sommergetreyde, jeden Morgen im Durchſchnitt zu 6 Mandeln gerechnet,=“ 120 Mandeln, Davon fommen auf ein Stü überhaupt 4% Man- deln, und täglich in. den 908 Wintermonaten 3x Gars ben, auf ein Fuder Dünger aber fünf Mandeln Stroh. Die Wirthſchft im QOüitrelboden bedarf fur drey Stück Vieh zur Weide 6, und zur Heugewin- nung 9, zuſammen 15 Morgen; zum Beacern blei- ben alſo x 5 Morgen, wovon jährlich 22. Morgen, als der ſechste Theil, gedünget, und hiezu 3%-erbau noch genauer ve anbot angegeben, und mehrere. Unterabtheilungen der etl Zeder 017 Güte des Bodens, die auch. wirklich ſtatt finden, Nferbau fet gemacht werden ſollen; indem ſich der E 5) Welche Art von Zugvieh ſoll man zum Ackex- bau wählen, Pferde oder Ochſen? Dieſes Problem iſt in unſern Tagen ſehr rege geworden, und die ökonomiſch- klaſſiſchen Schriftſtel« ler ſind darüber une:nig. Eckhart iſt ſehr geneigt, den Ochſen die Pfluge- arbeit ſowohl, als das Ziehen im Wagen vorzüglich zuzueignen. Er thut aber dieſes zuerſt in ſeinem be- ſondern Jdeal, worin er eine große Stärkfenmacherey annimmt, und in Anſehung derſelben ſogar verlan- get, lieber Ochſen als Kühe zu halten, um erſtere vom Abgange des Waizens beym Stärkenmachen zu mäſten, und ſie dann mit Profit zu verkaufen. Köns- nen aber.alle Güther Stärkefabriquen anlegen? Wenn ſie es könnten und wollten, wo ſollte der Abſaß hers kommen? Unter hundert Güthern müßte nur eines ſeyn, um bey dieſer Wirchſchaft zu profitiren. R 2 Abe Viertes Kapitel, 4 Aber auſſer dieſem Ideal und mehr des allgemei- nen Beyfalls werth, will er S. 178 ff. auf ſeinem neuangelegten Amte Friedrichsfelde, daß, mit Aus- nahme der Milchkühe, ordentlich 200 Stü Ochſen und Rinder, und zwar in Anſehung des Ackerbaues 324 gehalten.werden. Er ſchlägt 5 Chöre an, und rech- net zu jedem Chor 50 Stück, z. E. 50 Stü vierjäh- rige Ochſen. Dieſe beſtellen Paarweiſe, öfters ab- gewechſelt, den Aker, und ſind das erſte Chor. Fere ner“50 Stück dreyjährigez; dieſe ſollen zum Pflügen und Fahren angewöhnet werden, und heiſſen das andre Chor.: 50 Stück zweyjährige ſind das dritte Chor, und gehen beſtändig auf der Weide. Endlich werden noch 50 Stü einjährige, und auch auf die Weide gebrachte, als das vierte Chor, angeſchlagen. Die- ſe 4 Chöre werden gleich vom Anfange ſo gut bis aufs Frühjahr gewartet, da denn die vierjährigen, 5 Jah- re, die dreyjährigen, 4 Jahre, die zweyjährigen, 3 Jahre, und jährigen, 2 Jahre alt werden. Hier- auf müſſen noch 55 Stück einjährige dazu geſchafft, ſogleich in die Weide gebracht, auch ſonſt recht gut gefüttert werden, Nun ſind die 5 Chöre in Ordnung, Das erſte, andere, und dritte Chor wird wechſels- weiſe alle Tage zum Pflügen, Eggen und Fahren ges braucht.: Das vierte und fünfte Chor aber, nämlich die zwey- und einjährigen, werden nur gut gewartet. Wenn nun das Jahr zu Ende iſt, ſo wird das erſte Chor alle Jahr ausgehoben, und als ſechsjährige Häupter in die Brandtweinbrennerey geliefert, fett gemacht, und an deſſen ſtatt 50 Stück jährige für+ das 5te Chor wieder angefauft; ſo ſind die 5 Chöre in ihrer Ordnung, von ein- zwey- drey- vier- und fünfs jährigem Alter zu 50 Stücken.= Es müſſen aber dieſe 5 Chöre Ochſen, wennan? ders die Defonomie gut fortgehen ſoll, mit der erſinn« lid), Gundl ichfen 60? Und zvar 005 feu Hauſe't bis aufs Jr durch, 1m! nämlich da (oßte, tag Rleye, mi Dreſchtemiin auf etwas Mh Jrebern a) von um gebrije! WB Bintyflg dä und fa 100(dt gms eſ FM owe und aF; fe in Pflüge ſürſen Vas When en in der"peo ſind, wegen] Etärfe nung; kaufe aus m | Vedif | vs at iI | 4„I rm [vv R' |Henſto y ſondem Vipy gen Niſt"6 dieſe Chi!''9! it: Haf. mw | ( mehr Des dyn, 178 ff, AW Dy ey daß, ni W 200 Ctif M) ng des Wihu h NEE ENEN . 50 Gif yy) weiſe Wu 8 erſte Cho,) ſollen zum Nh nd heiſſen bis; 1d das ih e, Eutin) uch uw WO ngeſchlogn,| fange ſo ut)h erjährigyn 1) die Zw! alt werdn, rige dazu uch ſonſt 18) Chöre 00 Hor wird m gen und Jaht! Thor abet, 19" nur gut 0 ſowirdyw! d als ſed! erep gelie Std jäh" ) find die 37" rep: vie Ochſen m eb Hp? Wh Grundſäße zur Beſtellung des Akers. 325 lichſten Sorgfalt gepfleget und gefüttert werden. Und zwar von der Zeit an, wenn das Vleh im Serb» ſte zu Hauſe bleiber, und nicht mehr geweidet wird, bis aufs Frühjahr 3; und alſo den ganzen Winker hin- durch, müſſen die ein- und zweyjährigen Ochſen, nämlich das vierte und fünfte Chor, beſonders das leßte, täglich dreymal, mit der beſten und zarkeſten Kleye, mit gröbern Zeuge und Aſterfehrigt von der Dreſchtenne, mit Spreu von Hirſe und Hafer, wor- auf etwas geſtoſſenes Kraut, Rüben, Ertüffeln, auch. Trebern aus dem Brauhauſe, ingleichen Scrot von unreinem ſpißigem Getreyde, gefüttert, wohlan- gebrühet und getränfet werden.=- Nach ſolcher Winterpflege müſſen dieſe Chöre noch einmal ſo groß und ſtark werden, als andrer Leute ihre- Wenn nach- gehends dieſe ein- und zweyjährige Ochſen ins dritte, zweyte und erſte Chor kommen, ſo können ſelbige beſ- ſer in Pflügen und Fahren beſtehen, und alles den ſtärkſten Pferden gleich thun.=-- Lekztlich kann auch der Hausherr, wenn die Och- ſen in der Brandtweinbrennerey fett gemacht worden ſind, wegen ihrer vorzüglichen Größe, Schwere und Stärke noch einmal ſoviel daraus löſen, als andere beute aus ihrem dürren und ſchwindſüchtigen Vieh.= Die drey- vier- und fünfjährigen Ochſen, welche das erſte, zweyte und dritte Chor ausmächen, müſſen ſo ſorgfältig im Winter gepfleget und gefüttert wer- den, als wenn es Türkiſche oder Lreapolitaniſche HZentſte wären. Müſſig ſollen ſie nicht ſtehen, ſondern den ganzen Winter hindurch mit Wechſelwa- gen Miſt. aus. dem Hofe.in die Felder fahren. Für dieſe Chöre aber iſt das Winterfutter dieſes. Wai- zen- Hanf- Lein- Erbſen- Wicken- Linſen- und Heide- Fornſpyeu(Kaff) und Hülſen, auch recht furzer Hexel X 3 von Viertes Kapitel, 326 von ſehr groben Heu und Gerſtenſtroh, immer wech: ſelsweiſe mit einer Zuthat von Kraut,; Rüben, Er- tüſfeln, ODelfuchen, Schrot vom ſpißzigen“und reinen | Afterkorn angebrühet. Dieſes wird den Ochſen alle Morgen, Mittage und Abend in ihren Krippen ge- füttert, und auſſer dieſer Zeit, die Raufen bey Tage, wechſelsweiſe mit allerley weithem Strohe, Abends aber voll vom Heu geſteckt, au) zur rechten Zeit, alle Tage dreymal, getränfer, wöchentlich aber iyre Krippen dreymal ausgeſalzen.=- Bey ſol fein D<ß* ſen das Oie ſehen, deß ß| | WETTEN aut; Kihn| PUBIQeN u n rd den Dſr, N Uöten Kip, je Kaufen hy), aun m Cree, Ih WG) zur ton] veni - By ſhy! oſe die Buy "den, Herti| jahre inden ganz füglid Haupthum (tion gema jren, ds ganz leid) er Rum; m fein O3! und Nw Tuge gehen nter im Gi! fleget werdens - daß and? net, und jW ne Frage, 7 urteilen 0 mme on vſtellen, Wt! elen ander v ,(,,9 Qa jehens Grundſäße zur Beſtellung des A>ers, 327 beſſer ſey, daß ſie an breiten Balken mit dem Ko- pfe ſchieben, wie in der ganzen Schweiz, Frankene- lande und in unzählig vielen Ländern üblich iſt? Cs zeiget ſich von ſelbſten, daß kein Paar Ochſen mit einem hölzernen Kummet oder Joch, eine rechte Laſt ziehen kann; weil ihnen das Joch over Kummet auf dem ſo genannten Rüffel, welches man bey den Pfer- den das Forderroß nenner, ſolche Schmerzen macher, daß es nicht zu ertragen ſtehet, auch der Wagen in keinem Gleichgewichte gehalten werden kann. Cs iſt auch nicht rathſam, daß, wenn die Ochſen mit den Köpfen ſchieben ſollen, ein jeder Ochſe allein ein kurzes hölzernes Kopfgeſchirre hinter den Hörnern liegen habe, welches mit Riemen an die Hörner, die davurch Noth leiden, und ſich öfters gar abdrehen, gebnnden iſt, woran Stränge beſeſtiget ſind, welche hinten am Wa- gengeſchirre hangen. Denn dadurch behält die Wa- gendeiſtel ihre Freyheit, immer hin und her auf bey- de Seiten zu ſchlagen; die armen Ochſen werden irre, und den Rävern wird Gelegenheit gegeben, in der Wagenleiſe hie und dahin zu wanken und zu rändern, welches die Ochſen ſo matt machet, daß ſelbige nicht lange dauren können. Wenn aber, wie ich in der Schweiz, Alfeyer- Schwaben- und Frankenlande* angemerbet, die zwey Ochſen an einem einzigen J0- che, welches hinter ihre Hörner, und forne über die Stirne ein Zwikichküſßen, ſs mit Pferdehaaren ausge- ſtopfe iſt, geleget, und mit einem breiten ſtarken Rie- men über die Stirne hinüber und herüber, nicht aber an die Hörner gebunden wird, ſchieben muſſen, ſo kann erſtlich die Deiſtel nicht ein Haar breit weder zur Rechten noch zur Linken wanken; zweytens fann kein Ochſe den andern übervortheilen, ſondern ſie müſ- fen das Gleichgewichte halten.„I< habe vielmal ge- ſehen, daß in der Schweiz und Tyrol zwey Ochſen X 4 eine Viertes Kapitel. eine ganze Klaſter Holz ſechs Fuß hoch, ſechs Fuß» breit und drey viertel Fuß lang über die höchſten Ber- ge gehoben, welches bey uns vier Kap.talpferde nicht 328 [| vermögend ſind, Wenn wir aver an andern Oertern an ſtatt ſonſt. gehaltener fleiner Pferde unſre Chöre Ochſen einführen wollen, ſo iſt noch weit dienſamer, daß, wie um Jena.herum Mode iſt, ein jeder Ochſe vor der Stirne, gleich unter den Hörnern, ein handbrei-: tes Cllenlanges, zwey Zoll dies Holz, das an beyden Enden ein Loch har, bekömmt, welches auf einem mit Pferdehaaren ausgeſtopften Küſſen den Ochſen vor die Stirne geleget, und wo durch. jedes Loch der Strang gemacht wird. iſt unſtreitig die beſte Art für junge und alte Ochſen. GNU Ein zweyter ökonomiſch- klaſſiſcher Schriftſteller, der Herr vonMünchhauſen, hält weniger auf die Och- ſen, als die Pferde, und ziehet leßtere deßhalb vor, weil man mit ihnen zweymal geſchwinder, als mit je nen arbeiten kann. Einſt war er gereiſet, um ökono» miſche Entde>ungen zu machen, kam in Franken, und daſelbſt in eine Gegend des J6grundes, welche, wenn ſie nicht unter die ſchönſten in Deutſchland ge» höret, dennoch eine der fruchtbarſten iſt. Hier fand er den AFerbau und Fleiß der Einwohner aufs Höch- ſte getrieben, fein Winkelchen ungebauet, und jeder Acker muß im Jahre doppelte Aerndten geben. Das Beacern aber, ſchreibt er, B.1V. S.932 ff. geſchieht bios mit Ochſen. Zween Ochſen müſſen einen ſchwe- ren Pflug in ziemlich: ſteifen,- ſchweren, ſteinigten und bergigten Aer von des Morgens fräh um 4 Uhr bis Abends. 7,- ſo lange wie die Leute arbeiten,(es verſteht ſich aber von ſelbſt, daß die Ochſen, wäh- render Mittagsmahlzeit der Knechte, auch einige Stunden werden gefüttert und ſodann getränfet- wer- des) alfo 12 bis 14 Stunden lang ziehen. Sie wer- den, ' Gu des wer dd Jhrd rect! heiten des M! Pier 2! „(ige Sim" ſhe Hint! Gicht,! Berg untl Be wer(4 wöchentl alt ſn) A mög 06 wede Ofpbis 03 nhege ju10, 30,/€ | vem die De | m DathiE |(nge: 0 nahem 15 mat 60 chli | Johr dub | fe nit 10 Stee | te; Ne WE | Nia Sffeg | ds Whg | mn ſyl0 | und wwyg | bey 0 4 |, Newde | Mitvlly; | NE wd (0, N uß hoh, IN er die Höhn) e Kopitahen| tan andern De Pherde unſe( noh weit Nola iſt, ein er) Yornetn, Anke 5 Holz, dänn) Weldes auf dM ſen den Dhan! des Loh de 4 eitig die bi'eh ſiſcher Chi) (weniger! [eter Dj! ſchwindet, a Y gereiſet, un 1, fam it W Tügrunds, 1 nin Dans ten iſt, A jetwohner a! mgebauet, endten geb v,E,9f0 m müſſen im ſchweren, 1 rgens früh 17 Seute arbeit 6 die Def! nechte, am)! dann getan?" m Oy g ziehe M, Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 329 den, wenn das Feld ſehr troFen und bindend iſt, am Abend recht müde, aber nicht matt noch ſteif, und ar-, beiten des folgenden Tages doch wieder fort,. Vier Ochſen fahren in einem Tage über 24 dor- tige Simmer, das iſt ſoviel wie 89 Braunſchweig- ſche Himten, alſo 3840 Pfund ſchwer Nürnberger Gewicht, oder über 32 Hannöverſche Zentner, durch Berg und Thal drey Meilen weit und wieder zurück. Bey aller Arbeit kriegen ſie nichts, als im Somo- mer Klee und. Gras, und im Winter Heu, dabey wöchentlich Salz- Sie arbeiten bis ſie ſieben Jahr alt ſind, und werden zuleßt, etwa nur ſechs Wochen, mäſjig gebraucht, und ſodann noch 8 bis 12 Wochen ohne alle Arbeit aufgeſtallet; da denn ein recht guter Ochſe bis 14 Centner wiegt, die Höhe von fünf Ka» lenberger Fuß bis ſechs Schuh vier Zoll erhält, und- zu 70, 80, 90 bis 100 Rthlr. verkaufet wird, nache dem die Preiſe hoch ſind» Man hat aber den mehr- ſten Vortheil drey Ochſen mittlerer Größe, welche zu einige 72 bis 90 Rthlr. das Paar eingekauft, und nachdem ſie einige Monathe gebraucht, und ſett ge- macht worden, mit einem Gewinnſt von 30, 40 bis 65 Rthlr. gleich wieder verkauft, und ſo das ganze Jahr durch abgewechſelt werden. Man findet, wenn ſie nicht ſo gar ſchwer ſind, eher Käufer: ſie nehmen alsdenn eher und beſſer zu; erfordern nicht ſy viel Fut» ter; die Gefahr iſt nicht ſo.großz; man ſekt ſein Ca- pital öfterer um; der öftere Profit iſt am Schluſſe des Jahres beträchtlicher, nur auf dieſe Weiſe erhalt man ſeinen AFer umſonſt, ja mit einem Vortheil und einer baaren Geldeinnahme beſtellt, da auf die bey uns mit vieler Gefahr und Koſten zu haltende Pferde ein todtes, am Ende verlohren gehendes, und mit vielen Nebenunkoſten verknüpftes, Capital gerech- net werden muß. X* Wenn 326 Viertes Kapitel, Wenn ich nun dieſe und andere mehrere vortheil- hafte Einrichtungen mit einem blos bewundern- den und zu Neuigkeiten geneigten Auge betrachte, ſo würde mit der Vorſtellung zurücreiſen, daß die Niederſächſiſche Wirthſchaft gar nichts nuße.=- I< würde ſchon im voraus berechnen, wie vortheils bBaft es mir wäre, wenn ich drey Spann Pferde abſchaff- te; deren Unterhalt man ießt bey uns auf 12 bis tr 500 Rthlr. rechnet, und dagegen 25 Ochſen von meinem ohnedem zu haltenden Wiehſtrapel zum Ziehen e. zu d y z 9 branchte, wovon alle Vierteljahre wenigſtens 6 Stück mit 150 bis 200 Rthlr. Wortheil verkaufte, auch da- Ber jährlich mehrern und beſſern Miſt gewönne.=- So ſehr ich aber Urſa habe, die Fränkiſche Ein« richtung nach der Landegart zu loben, und ſo wenig Gelegenheit finde, Verbeſſerungen darin anzurathen, ſo wenig wird mir Gelegenheit übrig bleiben, etwas Davon bey mir in Niederſachſen nachzumachen.=-- „Dieſen füge ic) nur noch hinzu, was ein dritter vfonomiſch- klaſſiſcher Schriſtſteller in ſeinem Lehrbe- begriff ſammtlicher. und Kameralwiſſenſchaften, Thl.1- DB, 1. Hauptſt. Il.. Kap, 111, 6. 202.) ſchreibet, In einigen Ländern läßt man die Ochſen am Kopfe, in andern aim Halſe ziehen. Wir geben der leßtern Art den Vorzug, weil der Dehſe, nach der be- ſten Naturfundiger Meynung, ſeine größte Stärke in der Bruſt und Schultern hat, zu geſchweigen, daß ein mit dem Kopf an das och befeſtigtes Thier, ſich in einer beſchwerlichen Stellung befindet, weil es wäh» rendem Ziehen den Hals beſtändig ſteif halten muß, und ſich des Ungeziefers nicht erwehren kann. Wir können alſo dieſer Anſpannungsart nur in gebürgigten Gegenden Beyfall geben, weil ein, an dem Kopfe angeſpannter Ochſe, den Wagen am beſten aufzuhalten im SEE- Gyn) im Sund f geſpannter| hus ſeher 3 fm fieiner!0 niht aufe l Ratur a; (hun fön 61 feinen 1400) Heu, Of gar zu bh ſtrie Sn Goma 084 Py(08) miſe; Hu Juſos vs Ungetst buch wn ſtm Gs OUR 7) de Kh 7 Eohie! fin,(ah: hänfchy der im 16,4 (er ims nonfenäud in Et) ys emal monat bey Upps Qegen Sh vn Vetpy Ver hi j Eme dlos Wu Wi (ug(eth| Freiſen dy NIO mh. nen, WIE WH ann Worb an Dfebe ey Uns AUF H gen 20 Dh y "ſtapel ium Dv | Wyn zum vy wenigſtens GE NE verfauftt, auh) dep u S(E QUO,= ve Fran ven, und Jo + Navin AUtWpls t DREIN NUNN ) mr 44a bother(M ig Oletben, IN „-.;:M4( Chzumagn- 8 um+ U, vas EON oe Od NEN a „wur 0 en ſchaften Vs 02, hre m die Höf! n" iy) Wil ge Ochſe, nnn ve größte Git! | geſchweige! ſtates Zhi? nder, weitem ſteif Kaiten 14 hren fam.* aui ge , nv beſten t Grundſäte zur Beſtellung des Ackers, 331 im Stande iſt.. Denn ob ſchon ein auf dieſe Art an- geſpannter Ochſe mehr unter dem Gehorſam des Treis bers ſtehet, als ein anderer, ſo muß man doch die: fen kleinen Vortheil der ſtärfern Kraft dieſer Thiere nicht aufopfern, ſondern ſie ſo anſpannen, wie es ihrer 7atur am bequemſten, und wie ſie die meiſten Dienſte chun können. Ein Ochſe kann täglich ziehen, wenn man ihn feinen langſamen Schritt ziehen läßt, und ihn mit Heu, Stroh und Gras reichlich verſorget. Es iſt gar zuträglich, dieſe Thiere im Winter täglich zu ſtriegeln, und ihnen reichliche Streue zu geben; im Sommer aber öfters zu ſchwemmen, oder zu baden. Vor dem Anſpannen in den Sommermonathen ſoll man ſie mit Waſſer waſchen, worin Wallnußblätter gver Nußſchalen gekocht ſind, um ſie für den Stich des Ungeziefers zu bewahren; welche Abſicht man auch durch Lorbeeren und deren Blätter, wenn ſie in Del geſotten, nnd die Ochſen nur am Halſe, Bruſt und Kopfe damit beſtrichen werden, erhalten kann. Wenn die Ochſen aus der Arbeit kommen, iſt ihnen der Schweiß abzuwiſchen, ſelbige auch nicht eher zu fran ken, bis ſie ſich halb ſatt gefreſſen haben. Ihr Gey tränfe muß zwar nicht in warmen, jedoch noch weni ger in eißkaltem Waſſer beſtehen. Man kann ſite da- her im Sommer an Fiüſſen, Quellen und Bächen tränken, des Winters aber einen Vorrath vom Waſſer im Stalle haben, und die Kälte abſchlagen laſſen, ehe man die Ochſen ſaufen läßt. In den Sommer- monaten müſſen die Ochſen früh in den Pflug geſpannt, bey angehender Hiße in den Stall gebracht, und erſt gegen fünf Uhr Nachmittags wiederum angeſpannt werden. Sie können tägli) a MN laufe des Geblütes im Körper menſchliche Ychſen hw Gt 1 30 itd. 54 EU H DE SENEN 2 ſollte man auf die möglich DEE Ue c) Bey ſchwe lten, um ihrer deſto weniger im wem Sf Den weil, wie ſchon oben geſagt ß, undd n'; j A 0 As] NING oder neben einander, ſich weni» (IE worven,; 1 rde in gleicher Sie loſes ger enen m"45! REM die ſechs je f WIy n. Poplen,| Anzahl, hehandeln laſſe ien, da (Gemen mehr Pferde vor NP WIES 1 NE mit "WW M Ichlich ſchwer halten, ern bepm Ut wird es hauptſä AUA die KyeGe-oder kal Vani) verwechſeln? indem l= mittel Wund Ochſen zu if den Fdrderpferden zu „Wiel ewohnt ſind, auf den FJ EN guten 1 Siren Ee Eu ſich ungern als Fußgänger m haben, m geicen: laſſen, zumal in män- „ Zah neben her wollen gu, b| 0 Mätz be en Jas Ihger Deen - wn u H Hegenden, wo zur Fruühg, ſolten gens i d das Land noch ſo feuchte afl reits geaert wird, un 40 E07 8 Slefappen| ieh bis an die Knie einſinkt. zum Behuf iſt, daß das Zugvieh icht allzu feſtem Bo- a Wo aber in ſtarkem aber nici)| 0. her einen 2: üger wird, da "3.02 den nur mit zwey Pferden gepflüg; niet Woh Ee Ä en leichter eingefühet werben FE würden die Ochſen lei? nv] können, .“, 160600 NN 4 Bete zes“| vv v M d) Wenn 4 Zo y 336 Viertes Kapitel, d) Wenn man bey den Ochſen in der Zeit der Ar- beit nicht zurückbleiben, oder davon verlieren will, ſo müſſen ſie, wenn man ſie, zumal nach Kckharrs Vorſchrift, nicht unterſpannen kann, wie im J5grunde, gepfleget werden. Das Un- terſpannen der Ochſen iſt bey Bauern und klei- nen 2andwirthen nicht wohl anzubringen, indem dazu eigene Hirten oder Jungen, welche die neu unterzuſpannenden Ochſen den Pflügern im Felde zuführen, und die nach einer dreyſtündi- . gen Arbeit ausgeſpannten Ochſen zur Weide oder Fütterung in den Stall abnehmen und zurü- EP bringen, erfordert werden, welches eine ſo nöthie IN| ge, als nüßliche. Einrichtung auf großen Gür E00]' thern iſt. Werden die Ochſen, wie im Jtgrun- de, ſo gefüttert, daß ſie wenigſtens immer ſchon halb fett, lieber aber ſchon darüber ſind und be- ſtändig bleiben, ſo können ſie, Tag für Tag, an die 13== 14 Stunden täglich arbeiten,- e8 ſey im Pfluge oder Wagen. Man bedürfte denn de- ſto-weniger Zeit und Maſt zum völligen Fettwer- den, und könnte fie all-nfalls mit Vortheil un- ter dem Joche ſchon an die Schlächter verkaufen. Nach dem Eckhart ſollen die Zugochſen wie Türkiſche oder Neapolitaniſche Hengſte gepfleget werden.; e) Im mittel und leichten Boden ſind die Ochſen, worin man ſie ohnehin ſchon antrifft, anzura- „fhen; hier aber, beſonders im leßtern ſind ſie gemeiniglich armſelige Creaturen; klein, mager, träge und dieſerhalb in der Arbeit gar nicht för- dernd. Wenn bey ihrem Gebrauche Nußen her- aus kommen ſoll, ſo müſſen ſie ebenfalls groß und ſtark ſeyn, auch ſo gefüttert werden, daß ſie zuleßt unter dem Joche ſchon von den Schlächtern - weg: Gun) 0 nit! 7: age auf m verſe"| Fut ls beſen Fal Wet 2 ſo199% M NEM ly 118) lf) In wS uh 27 WE 11 ſhvts fu VellSy m We pu gelt Ihogk 1031 Werfen nen ſnd DP! n,| 1 ſen gen wur r; Clay dur inl In An k81 EU (, in der Zethy) 8 daven Wilo an fie, aud Unter ſpane by werden, Jh ) Dauern u) anjubringen, dy ungen, welhy) en den Pfügn) 1 einer boy hſen zut Yeh) nehmen ind jn; velches eine f 1 ng auf größ) en, wien 4 1gſtens imme; darüber ſi) 0) , Top firdy ) arbeit) an bedutfte(m) im völligen ft gs mit Becht Schlächter vw! die Zul! he Hengſt! 9) den ſind die 1 antrifft, im lehtern|! ren; fein, 17 reit gar 119 hrauche Nuhn! ſie ebenfals pt werd, Ww! n den Gu Ny Grundſäße zur Beſtellung des Ackers, 337 weggefaufet werden. Denn, wenn die Ochſen nicht mehr zögen, und bereits durc) andre wären abgelöfet worden, ſo wurden die Schlächter dar- auf mißbieten, und den armen Bauerin die Noth verſeßen, daß, wenn das zur Maſt veſtimmte Futter alle iſt, er ſein? Dchſen um das erſte das beſte Geboth hingeben müßte, wie dergleichen Fälle alle Tage bey armen Bauern vorkommen. Wenn aber die Ochſen noch immer fortarbeiten, ſo muß der Schlächter ſchon geben, was ſie werth ſind. Man hat gar nicht zu beſorgen, daß, in leichtem oden, die Phugochſen beſonders nicht bey. der ſo leichten Acbeit, die in ſolchem Boden vorfömmt, ſich gleich bleiben, und bey fortgeſeße ter gleicher Fütterung ihr;Fett verliehren ſollren. Auch im Wagen können ſie ſonder Abnahme ihrer Fettigkeit käglich gehen, und falls die Laſt zu ſchwer ſeyn ſolite, alienfalls drey Srück vorge» ſpanner werden. Zi habe Gelegenh.it gehabt, dieſes viele Jahre hindurch) auf dem Königl. Am- te Bornſtädr, oynweit Potsdam, zu beobachten, wo man jette Pohlniſche Ochſen im Miſiwagen gehen ließ, ohne daß jie bey guter zürterung an ihrer zettigteit was verlohren hätten. €) Man muß es nicht erwarten, paß auf mittlerm und ſchlechtem"oden, bey gemeiniglich knapper oder unfräſtiger ſchlechter"Weide,. die Ochſen nach der Vorſchrift Litt.e. ausfallen können. Hier ſind es äuſſerſt jammeritche und verhungerte Thie- xe, weil ſie auf der Weide ſich nicht recht ſatt freſ- ſen fönnen, und do) mic Arbeit nicht verſchonet werden..Tieſerhalb muß jür ſie Klee zur Sommerfütterung, Honiggras aber zum Heu zur Winterfütterung, angeſäet werden, Cin gut im Futter gehaltener Ochſe kann einen ſo weiten PRUSYRTer I Dogo 2 und 25358-- Viertes Kapitel. und hurtigen Schritt, als ein Pferd haben, und was daran feßlet, mit längerm Aushalten in der Arbeit erſezen. Doch wäre es nach des Hrn. von . Pfeifers Rath ſehr gur, die Ochſen bey dergröß- ten Tageshiße zu ſchonen, und ſie ein Paar Stun- den ſpäter des Nachmittags anzuſpannen, Wenn fie ſchon in leichter Arbeit ſodann gehen, ſo wer« den ſie doh von der Hiße' zu ſehr entkräftet. Zwoey ſehr heiſſe Srunden rhundemziehenden Ochſen mehr Wehe, als zwey Tatze der ſchwerſten Arbeit. ' g) Rindermiſt iſt für leichte und ſandichte A '| 0>e beſſer, als Schaaf- und Pferdemiſt. In | dieſer Abſicht iſt alſo dieſen Aeckern das Halten 8 M der Ochſen ſehr rathſam. h) Obſchon E>hart ſein Guth Friedrichsfelde ohne Pferde allein mit Ochſen beſtellen will, ſo würde es do) keinem Landwirthe ſo gerade zu an- zurathen ſeyn, auf einmal alle Pferde abzuſchaffen, und Ochſen einzuführen. Wey einer jeden vor- habenden Hauptveränderung in der Wirthſchaft ; muß man behutſam verfahren. Hier ware die | Mittelſtraſſe die beſte, ſo.daß man die Hälfte ſeines re Hälfte in Ochſen, oder nach Beſchaffenheit des Sofalen, den dritten oder vierten Theil in Ochſen be= ſtehen lieſſe, und dieſe vorerſt nur zum Pflügen ge- | brauchte, nach und nachaber immer weiter ginge, je 0 0 nachdem man mehr oder weniger Nußen von ſol- |ers. 343 ſehr unvollkommene Pflugarbeit damit verrichtet, indem die geführten Ochſen bald aus der Fahre nach der Seite zu weg- theils wohl gar vurc haben, einen ſchlecht gehörnten. Ochſen theils bald verkaufen, theils aber, wenn ſie Käufer ſind, ihn nicht nehmen, wenn ſie ihn ſchon wohlfeiter, als einen andern, haben können. p) Der Ochſe kann mit ſeinem Schwanze und Be- wegungen der Füſſe nicht ſo viel zur Abwehrung des ſtechenden Ungeziefers ausrichten, als ſolches von den Pferden geſchiehet. Dieſe können mit ihren, ſich mehr ausbreitenden und mehr beweg» ſamen, Schwänzen ſich eher und mehr den Rü- fen und Seiten vom Ungeziefer frey halten, auch durch ſtarkes und geſchwindes Stampfen mit den Füſſen ſich ſelbiges abhalten. Der Ochſe leidet noch einmal ſo viel davon, und kann ſodann leicht ſo wild werven, daß er im Wagen fürnehmlich durcer zum Aufbau zu beſtimmen, und, durch Anlegung einer neuen Colonie, ſich entweder mehr und wohlfeiler, zum lebhaftern Betriebe der Wirthſchaft, Arbeitsleute zu ver» ſchaffen, oder mittelſt eines proportionirlichen Erbzinſes, oder Miethe, ſeine Grundſtücken hö- her als bisher zu nußen, ſo wie davon oben ein Beyſpiel von'den Graf Podewilſiſchen Güthern beygebracht worden. ce) Vielmals ſind die entfernteſten Ae>er noch nicht die ſchlechteſten des Orts, und man beſtimmet nicht gern in der Mitte ſeines Aerfeldes einen Plaß zu einer Colonie, weil man ſein Feld ſo- dant 4) Ain hſ wv! Hoa ß 45 N;"? KU inv ſmje3G "is RG (n195 [6 92 wiily e) 04 hein jubh! (|, wen ah by (ge haben, 71 vy W| y) elt Deſſer[4 hy nd fragen bee. 1 einerlen Vuh) dern, indem ny; o(Oen Dahn"4 nahme und Ny terfeauten u) ver ſie zum 6) einer unn Cy Dere an M! ortheil ins Def Mecker hat, m q Entlegerttn! ſamer Wot chen nia nun dem Ou d Wieſent man an bfi? ufbay zu bi neuen Colon) iler, zum 1007 Arbeitleute 168 PNOPOCIONO. ine Orundſuä wre davon ow ewilſiſhen Oi) 7en Jedi www und man deſh os Adu „ RWM man ſud " Grundſäße zur Beſtellung des Akers. 349 dann unſichrer macht, und das Beſtehlen deſſel- ben weniger abhaltert kann, als wenn eine ſolche am äuſſerſten Ende des Ackerfeldes angeleget iſtz man fann aber eben nicht in der Nothwendigkeit fich befinden, auf mehr Weide- und Wieſenpläße zu denken, daes dennam gerathetenſten ſeyn wird, den zu miſſenden Theil des Feldes zum Holzauf- ſchlag liegen zu laſſen. d) Hat man Pläße auf dem Felde, die aus Sand beſtehen, ſo muß man ſolche um deſto lieber mit Holz beſaamen, je weniger dergleichen Sand, als Acker benußet, einträgt, und je mehr man es überſehen kann, daß das Holz von Jahr zu Jahren theurcr werden müſſe. Man richtet ſich in der Wahl des Ho!zes nach der innern Beſchaf- fenheit des Sandes. Iſt derſelbe kalter Art, ſo wird die Birke darauf am beſten fortkommen. Iſt er aber hißig, ſo haben die Kiefern darauf ein beſſers Gedeyhen. Hat aber der Sand unter fich gute Erde, ſo werden Eichen und allerley Laubholz darauf angebauet werden können. e) Daß Pläße von nur'beſchriebener Beſchaffen- heit mit mehrern Nußen zur Holzanzucht, als zum Aerbau an und vor ſich ſelbſt ängewendet werden können, hiervon wird im Zehrbegriff ſämmtl, Dekon. und Cameralwiſſenſchaften ein Beweis geführet, wider welchen, meiner Mey- nung nach, gar nichts eingewendet werden kann. Man lieſet ihn Th. 1. B. 1, 5. 609 alſo: Wenn wir annehmen, daß ein hißiger und trodener, nie- mals gedüngter Sand, alle 6 Jahre mit Rog- gen, Haber oder Buchweißen(dieſer leßtere darf eigentlich nur in einem kalten Sandboden geſäet werden, wenn etwas daraus werden ſoll) beſäet WEI- |] 350 Viertes Kapitels werde, ſv hat man in 120 Jahren,.20 Aerndten zu hoffen. Geſekt alſo, unſer anzubauendes Erd- reich beſtehe aus einem Morgen zu 400 Quadrat» ruthen, und fönne Roggen tragen, bringe gemei« niglid) das zweyte Korn, und erfordere 120 Pfund Roggen zur Saat.(Nach Preuſſiſchem Korn- maaße alſo 1x Schffl. wiewohl man auf eine dere gleichen angegebene Ackerfläche ſchlechten Sandes zur Ungebühr meiſtens wohl ein Drittheil mehr auszuſtreuen pflegt,) Laſſet uns ferner rechnen, daß das Stroh, Kaff oder Spreu, und die ge- ringe Hüthung, die Beſtellungsfoſten bezahlen, Und wir folglich ein Korn, oder 120 Pfund Rog- gen, bey jeder Aerndte, folglich nach Abzug der Aerndte- und Dröſcherkoſten, 2 Gulden erübrig- ten; ſo hätte der Staat, bey ausbleibenden: Mikſß- wachſe,(dieſem ſind aber dergleichen Aecker in trofenen Jahren allemal unausbleiblich unters worfen, des Froſtes und der Sturmwinde hiebey nicht zu gedenfen) in x 20 Jahren, 2400 Pfund, (5 Scheffel) mithin in jedem Jahre 20 Pfund (X Scheffel) Roggen; der Eigenthümer aber an baarem Gelde 40 Gulden gewonnen, alſo die Nußung ſeiner 400 Quadratruchen Aers jähr- lim. auf 20 Kreußer gebracht,( Wenn dieſes nach Preuſſiſchem Köornmaaße, und nach dem al- lerhöchſten, ſeit vielen Jahren gangbaren, Rog- „genpreiſe,» der Scheffel zu x Thl. genommen wird, ſo betrüge der jährliche Gewinnſt des Cis- genthümers 6 gr, x/ Wenn dagegen dieſer Morgen Landes mit Kiefernſaamen beſtreuet, und in x 20 Jahren zweymal abgeholzet würde, ſo kann man anneſ- men, daß bey dreymaliger Abholzung erfolgen? 1) än vit; En Jaht, 2 Ip, 4|"wn et anubung egen ZU 400 Ia | EI SONDE 1200 id Preuſiſcen dy Woh man Aufm ae ſchlechten(4) hl ein Zeit ot Uns(ether ahn e Eptey, ud); enungöfoftn babs | oder 120 P4y)) [gli nad Why en, 2 Ould) ey aushleibehn] * dergleigen aet Unnau er Sturm) Jahren, M" Wm em„Jahre er Eigenthint4 en gewon ] watuthen Ny) KUEHN DIN N. mm aße, und mD Ed hren gango» vs 9' A] 1 WU.[105 die Wewinnft Morgen vu und in 120,7 ſo fann man 1" Noholzung 1) ' T)8 Grundſäte zur Beſtellung des Ackers. 351 x) Am Klafterholz, 75 Klaſter, die naM Ab- zug der Unfoſten, und in Rückſicht auf die min- dere Güte des Holzes gegen vas Büchene, betra- gen können, für die Klaſter 3 Gulden, alſo für 7.5 Klafſſter,:: 225 fl. 2) Am ZaEenholz, Stangen- und Stamm» holz(Stubben) ohngefehr für 50|f. Summa 275... Waren alſo von dergleichen Morgen in zwey Hauungen, oder in 129 Jahren, zu hoffen 550fl. it uns für die Bereitung des Holzlandes und den Saamen abrechnen 59 fl. ſo bleibt der Gewinnſt, 580 fl Der Gewinnſt beym Getreydebau beſtand in eben ſo einer langen Reihe von Jahren aus 40|f. Folglich findet ſich beym Holzbau, ein Ueber» ſchuß, für den Cigenthümer, von 465 fl,=- Nähme man aber nur einen Ueberſchyß von der nur berechneten Hälfte an, da man doch nach der verſchiedenen Größe und Preiſe der Hslz- flafternin verſchiedenen Ländern wohl an die 500fi wird herauffommen, noh höher aber, wenn man den, nach jedem Decennium immer mehr zuneh» menden Holzpreis zum Grunde legt; ſo ſieht man "ſehr wohl ein, daß ein Staat es wollen und bes fehlen könne, daß wenigſtens die Bauern, von Jahren zu Jahren Holz anſäen, indem nicht nür ihre Nachkommen, ſondern ſie ſelbſt auch ſchon gegenwärtig gebeſſert werden, wenn ſie jährlich ein Paar Groſchen an ihren AFerhölzern, weil ſie nicht mehr beackert werden, verliehren, dage- gen aber eben ſo viel und mehr Thaler gewinnen, indem ſie ihre übrige min verminderte Aecer beſ- ſer beſtellen, und hiemit höher nußen können. 7) Nas 352 Viertes Kapitel, 7) Namen und Eintheilungen der Aekerfelder, Die zu beaernde Felder werden verſchiedentlich Genennet, und bekommen ihre Namen von den man- ker in drey Theile abgeſondert, ſo Hat man hieſelbſt, neben dem Winter- und Sommer- felde, die Braache, welche an den meiſten Oertern aber nicht ganz in Ruhe, oder ungebauet, gelaſſen, ſondern mit mancherley€ ommerfrüchten, als Hül- ſenfrüchten, Flachs, Toba, Ertüffeln, u. f. f. beſtel- let wird.* Man nennet dieſes auch Sömmern oder in die Sömmerung ſäen. Win Grund Winter! vyengen 300 | wund m anden Gon 1 | Bajn 9 | und Kühſen S | md, ſil | ſm, Hirſe, | werdn im | drauf folg / aufden hh | weſen |„Frühjahe A | Ty fd, da fintiS tiber zuvor 18 jtogen, WIe Ades bald 1ES ,- GWB von mand! pdie Einty fr | beſte ſe), Ov! | muß, diefyy | fallen andyg3e | Dünge 0% | fe, Yeid? n | Jn foglge n Wien WF | enn It Ey * Man dp Inferſn;d| NR0BN 1 iW; m vet Wfehy erden verſhiug; » Itgendew; m et werden Ene In Dreh, Netyy daß beſonder Hs Feldſrühtn, ih genannte Dus er folgen, nnn felfelder debe Ruhe eds dy; Sommerſridn ſind jed Dyn feldern nur dl ragen der Feh heliegen in Mi er folgen. At) A» jannfen he mit Bini jennet man 0! 8 Wintail) erſrüchten vt Geile abgfon) inter und Gu den meiſten 97 ungebauet, 9 opfrücten, a' Füffeln, M M uh Somm“ Grundſäße zur Beſtellung des Ac>ers. 353 Winterfrüchte, oder Wintertetreyde, ſind diejenigen Früchte, welche im Herbſte ausgeſäet wer? den, und, nach vergangenem Winter, im drauf fol» genden Sommer erſt reif werden... Dieſe ſind nun, Waizen, Dinkel, Roggen, Wintergerſte, Raps und Räbſen. Sommerfrüchte, oder Sommerte- rreyde, ſind, Gerſte, Haber, Erbſen, Wicken, Lins ſen, Hirſe, Flachs, Mohn, Bohnen u. ſ.f. Dieſe werden im Frühjahre geſaet, und kommen im gleich drauf folgenden Sommer zur Reife.- Kürzer 3 was auf den Aecern vor Winters geſäet wird, heißr VWin- Tergerreyde., was nach dem Winter, im nachſten Frühjahre geſäet wird, Sommergetreyde. Wo mehr als drey Arten im Akerbaue üblich find, da finder man auch auf den Aeckern, die unmit- telbar zuvor eine gewiſſe Art von Winterfrüchten ge- tragen, wieder andere Arten von Winkerfrüchten, wie ſolches bald gezeiget werden ſoll. Es läßt ſich nicht ſo gerade zu behaupten, wie von manchen klaſſiſchen Schriftſtellern geſchiehet, daß die Eintheilung der Felder in ſo und ſo viel Arten die beſte ſey, da man, wo man in der Gemeinheit leben muß, die eingeführte Ordnung heils nicht nach Ge- fallen ändern kann, theils aber die Hinlänglichkeit des Düngers und der, für das zu haltende Vieh benöthig« ten, Weide in Betracht ziehen muß, Im Hann06v. Zausvater Th, 1.S, 178. wird ſo gelehret: Die beſte Einrichtung für mageres kaltes Land, wie in dieſen Gegenden das meiſte iſt, ſcheint zu ſeyn, wenn man man die Aecker in drey Felder theilet,- ins dem man ſodann alle Jahr ein Drittel des A&ers mit Winterfrucht beſtellet,=== 2 Man HRusvater 1. Band, 3 2354 Viertes Kapitel. Man weiß jedennoch viele Gegenden, welche warmes, nicht eben mageres, Land haben, ſondern ſ» hes, deſſen Hälfte ſogar mit Waizen beſtellet wird, / undes iin drey Felder abgetheilt haben, auch das Witte: fe1d alle Jahr düngen, es ſey nun daß ſolches in, oder ohne eine Sömmerung, geſchehe. Eckhart lehret in ſeiner Erperimentalöfonomie; S: 6. fr alſo: An vielen Orten wird der A>erbau in viet/Arten, an einigen in drey, ja wohl an einigen gar in fünf bis ſechs Arten eingetheilet, das iſt, wo alle vier: oder drey Jahre gedünget wird,== Aus einer langwierigen Erfahrung, heißt es weiter, nachdem Sachſen„Brandenburg, Magdeburg, Halberſtadt und. Braunſchweig zum Muſter angeprieſen worden, hat es ſich' ergeben, daß pier Arten den Meiſten Nu- ßen bringen.=- So wenig aber die Eintheilung der Aecker in vier Arten durchgängigin nur belobten Ländern angetroffen wird, ſo. wenig muß man ſie ſo ſchlechthin als die be-., ſte anrühmen. Ueberhaupt davon zu urtheilen, müß- teiman nur gedachte Eintheilung allenfalls nur für ei- nen guten ſtarfen'Doden annehmen, der an und für ' ſich ſelbſt ſo viel Fruchtbarkeit enthält, daß er durch: ein öfteres Bemiſien übertrieben, und ein allzu geiler Wuchs der Feldfrüchte dadurch veranlaſſet werden könnte.. Dagegen geht Eckhart zu weit, und eignet aujſer dem Mittelboden ſogar no einem ſchlechten Boden die nämliche Cintheilung zu, wie in der Folge bemerket werden ſoll. Um aber angehenden Wirthen die Folge der Ar- ten vor. Augen zu ſtellen, werden ihnen. folgenve Ta» bellen vorgelegt. Drey- H, ee Orten„, , dand hahn,' € Waizen hefe]y. haben, auh nun daß olhy y ehe, t Erpetimathn n wird der Neb ey, ja whl m) ingethellet, dae dünget mird,=| „beißt ew nd Ragdeburg, Ai ſter angepeifug Arten dn miſs gilung der Veda ten Zünden unn ) ſchlechthin von zu uin 18 allenfols m? men, der 1 enthält, dat) m, Und ein di)! rh veranloſſt! rt zu wel, W , nod) einem 15 ung ju, M! hen die Fohyt! n 19700 folg z-.> Grundſäße zur Beſtellung des Akers, 355 Dreyartigges Ackerfeld. 178 3«+ 2. b. C. |Sömmerung.| Waizen.| Gertte.| | Braache.| Roggen.| Haber:| 1784 b.€: 9. ha Waizen.|. Gerſte.| FDraache-| 1 Roggen.| Haber.|Sömmerung.| 1,785» c. a. b. | Gerſie.| Hraacve.|"Waizen.| EIGE EEN EDEN Koggen.| Sommerung. 17806. | Draache.| Waizen.| Gerſte.| |Ssmmerung.| Roggen|"Haber.| 1787. ] Waizen.| Gerſte.|Sömmerung.| | Roggen.| Haver:| Sraache. 1788. | Gerſte.|Sömmerung.| Waizen,[ | Hader.| Draache.|„Korn.| Dieſe Tabellen weiſen nun die Folge dreyer Arten oder Feldereintheilungen. 2 3 Unbd 356 Viertes Kapitel, Und da bey dieſer dreyartigen Feldeintheilung Winterfeld, Sommmerfeld und Draache unter einander abwechſeln, ſo ſieht man, daß das Winter- feld! b. 3. C. des Jahres 1783,.im Jahre 1784 da ſeyn werde, wo daſelbſt im erſten Fache b. ſteht. Das Sommerfeld-c- von 1783 iſt im Jahre darauf, nam- lich 1784, da, wo c. über dem mittelſten Fäche ſtehet, Und ſo geht es immer weiter, daß man alſo die Fol- ge auf viele künftige Jahre überſehen, und. ſeine Maaß- regeln-darnach machen kann. Selten ſind die Felder eines Orts immer von gleicher Stärfe und Güte, da- her ſie theils mehr Auſſaat, Dünger und Arbeit, als ein anders nämlichen Orts erfordern, worauf man lange zuvor Speculation- machen kann und muß. Weiß ich 3.'B. daß das Feld c. wegen ſeiner mindern Güte, theils wenigern Ertrag giebt, theils eher dem Mißwachſe von Dürre oder Näſſe unterworfen iſt, ſo muß ich mich darauf gefaßt halten, und mit meinen Korn- und Futtervorräthen mich ſo einrichten, daß ich aus dem vorhergehenden Jahre her was in Reſerve behalte, und hiemit den etwanigen Ausfall erſeße. Es ſind nur die gewöhnlichſten Feldfrüchte ange- ſeßet worden, weßhalb der Leſer ſich die übrigen, die im Winter- und Sommerfelde, außer den in den Ta« bellen benannten, erbauet werden können, hinzuden« fen müß. 5 - Das Fach der Braache iſt bald an und für ſich ſelbſt Bräache, bald Sömmeruuet, das heißt; es wird ein Theil, oder die Hälfte, der Braache mir Sommerfrüchten, als Erbſen, Wicken, Flachs, Hir- ſe u. ſ.f. beſtellet. In dieſer Sömmerung muß nun auch eine Folge ordentlich ſtatt finden, dergeſtalt, - daß z. E. die Hälfte der Braache, die 1783 geſüöm mert war, nach 3 Jahren, alſo 1785 ſeyn wird, nur nimr Sömmerung abermals, ſondern Braache an : und WME: und fie 0 ma 1783B yrs Comma Q Qabellenen iW, gen Nelbtnfun und Dach m In, daß y daß man alk 4! ſehen, und fi], Gelten finddy) Gtärfe und(hh) nger und Jehy Fordern, Witaj; achen fann in) 2, Degen ſehn 10 giebt, HeilBten iſſe unterwof] Iten, und m id) ſo einig! re her wa" igen Ausfal 16 ſten Feldſrihtt y ſich die merh! , aufer den inv den. fönnen, js | bald an unt? erung, das j fte, der Beu Widen, Flat! > mmetung 08 +) t findet, vy Ye, die 1783) 1786 ſem m yndern 04 Y| Grundſäte zur Beſtellung des A>ers. 357 und für ſich ſey. So ſieht man dieſes aus dem Sche- ma 1783, und dem von 1786. Da nun zu ſolcher Abwechſelung ſechs Jahre gehören, ehe man mit der Sömmerung herumkömmt, ſo geben die vorſtehenden Tabellen davon die Ueberſicht. Vierartiges AcFerfeld. 178 3+ ]Sömerung.| Waizen.| Roggen.| Gerſte.| | Zraache.| Roggen.|, Gerſte.| Haber-| T78.4. | Waizen.| Roggen.| Gerſie,|Sömerung.| | Roggen/ Gerſte. Haber.|Zraache.| 1785. | Roggen.| Gerſte.|Sömerung.| Waizen.| | Gerſte.| Haber.| Zraache.| Roggen. 1] 1786. !- Gerſte.'Sömerung.| Waizen.| Roggen.| === üupreune Fw | | 27 8| € E = .- = GS . = | 1-7.8 7. Sömerung.| Waizen.' Roggen.|! Gerſte.! | "Brache. Roggen. 1 Stefi(5 Wabe| LZ 88. 1 Waizen,| Roggen.| Gerſte. JEEBEN| Roggen. Gerſte.|) Haber.|Ssmerung. 3 3 1789. 358 Viertes Kapitel. | 1789. Roggen.|! Gerſte.| Braache. 1 Waizen.! '| Gerſte.| Haber.(ETF Roggen. VT 00. 1 5 Gerſte.| Sraache,|! Waizen.| Roggen.! .„Haber.|Sömerung.| Roggen| Gerſte,| In dieſen Tabellen ſind die gewöhnlichſten Korn- :| arten gleichfalls nur aufgeführet worden, da man z. B. NH! unter dem Wintergetreyde auch no< Dinkel, Raps ; 19 und Rübeſaat, auch wohl Wintergerſte mit verſtehen muß, wo ſolche gabauet werden. Mit den Sommer» früchten iſt es eben ſo. „ Man verfähret aber in vierartigen Feldern mit Abwechſelung der Früchte unter einander vieler Orten nicht nach einem und eben demſelben Fußez nur ver- 1. 1000 meidet man gern, nicht unmittelbar auf einander 1, gleiche Winter- und Sommerfrüchte, als Noggen auf (14 Roggen, Gerſte auf Gerſte u. ſ. f. folgen zu laſſen, in- dem hiervon meiſtens ſchlechtere Aerndten zu erfolgen pflegen. Wenigſtens muß ſolches nur höchſt ſelten, oder im Nothfalle, geſchehen. IJ will daher Ta- bellen aus dem Eckhart herſeßen, welche vielen noch leßt zum Muſter dienen, wie die Früchte in den Ar«- fen auf einander folgen. State WD nwnhlön weh wirthe vb) artige Fm | get, Diel) | mad degy | Kin über beu Quedet, Brecht Ra dry John j ten beſtelyg Je 16 te, DIE EEE AE Qa| oe.| Dahn "erung Kay Tung Jop ?. mj Neon WETEN SESEEEN Ouen Oh > weekend, € gewöhnlicfu Eworden, dam) h noh Jin 4 tergerſte mit 1, Mit dm by artigen ji einander vid) elben Jußt 1 nittelbar auf(1! üchte, als Ip! +. folgen zul » Verndten zl des nur hod) Th wil ver n, welde via je Früchte in ," "4 Grundſäße zur Beſtellung des Ackers, 359 Starker Hoden. rte Art. 2te Art. zte Art.| 4te Ack. W.|Roggen. Gerſte, in Rübſagat.! Roggen Gerſte. Miſt. Raps.|Roggen. Gerſte, JErbſen. Waizen.| Gerſte, Erbſen.|Linſen. Roggen.|Gerſte. Haber.|Wien. Toback. 1|Sommerwaizen.|Wicken.| Kraut, RU Dinkel. tinſen.|Weisfohl. Bohnen. j; Rüben.] Hank. I)1118. Ertüffeln, [PRpn'c A j Um dioſe Tabelle deſto beſter zu verſtehen, muß man noch zuvor wiſſen, was das heiſſe, in die erſte, zweyte Art u. ſ.f. ſäen, welches die wenigſten Land- wirthe in ſolchen Gegenden verſtehen, wo keine vier- artige Felder ſind, und wo man gemeiniglich nur ſa- get, dieſe oder jene Frucht ſey im friſchen Miſte, oder nach der gebüngten Sömmetung, geſäet worden. BE ckharts Unterrichthiervon wird erſt S. 8. hier- über deutlich, da er vorhin zu weitſc. Linſen. Hanf. Rüben. au Gerſte. Toback.| Kraut. X Hirſe. Leinſaak, feng! Somerrübſaat.| Bohnen.| wee et un 3: Für 362 Wiertes Kapitel. Für einen Mitte!boden iſt die vierartige Einrich» kung der Felder nicht völlig die beſte, und die dreyars tige vorzuziehen, da man im Winterfelde gar feine Sommerfrüchte hat. Wo aber jene vorhanden, und davon nicht abzukommen iſt, da muß man obfſtehende Tabelle, wie bey der vorhergehenden ſchon erinnert worden, in der Maaße befolgen, daß keine Feldfrucht einer und eben derſelben Art zweymal hinter einander auf dem Aer geſäet werde. Da nun beſage dieſer Tabelle in der zweyten Art Winterroggen ſtehet, ſo müßte ſelbiger,nicht auf den Noggen. der-erſten Art folgen; auch nicht auf Sommerroggen und Sommer waizen, auſſer im Nothfalle, Er. würde alſo auf fol- gende Früchte der erſten Columne mit Vortheil folgen; Sein, Toba, Hirſe, Sommerrübſaat, Wo ES:ommerwaizen wachſen ſoll, da könnte beſ- ſex Winterwaizen ſtehen, wenn beſonders Toback vor- hergegangen, ingleichen Lein, wean ſelbiger in Miſt gefommen, und der Aer dazu gegraben worden. Auch Ertüffeln, falls ſie in der 4ten Art und in Miſt, alſo in der Sömmerung geweſen, können vortheilhaft mit Winterwaizen abgewechſelt werden. Ein gleiches hat-man vom Kraute, oder weiſſen Kohle, der in der vierten Art geſtanden, zu erwarten. In vielen Gegenden, die man im Mittelboden frautartig nennet, weil die Unfräuter allerley Art barin zu Hauſe gehören, und ſehr wuchern, ſaet man ungern Sommerwaizen und Sommerroggen, indem j;e, wie der gemeine Mann ſagt, das Land zu ſehr auszehren. Dieſes kömmt aber daher, daß ſie unter und tieben ſich die mancherley Arten vom Unfraut, als Wändhalm, Kamillen, Hederich u. dergl: nicht ver- bläſchen, welches.mehr von Hülſenfrüchten geſchiehet. Cs "MZ, (6(1 Wberſhwd ud daher 30 |als Vint?20 | früchte ws mds 8 | jgmmlal u! getreyde | mehren; der nich mh ſte geſu Tah] (er,(fo I Gatz) 3 | ffe 8 | ſtoppelt 39, | ſid Giur Yet wafeir QIN Gr ſow dy vier Nm | kind ay die viel! ges Felt | ig i4, 0 | tg) ||(We Dh; fet* Jt! ; | des hig |. darm] Bürfugg] Man veg 9e Einig die drag € gar Fen anden, u | obſteheuh Jon eting » Feldfuh fer einarhy veſage dieſe n ſieht,| verſien Vt ) Somm Iſo auf ſü eil folge di Toba vt“ er in Nf eden, Id Riſt, all eifhaft m! in ghids deri Mittelbd (erley A , ſac en,(nden nd zu fe! ß ſie unt! faut, nicht ve eſchieht! G Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 363 Es ſind auch Gegenden im Mittelboden, die den Ueberſchwemmungen des Winters ſehr ausgeſeßt ſind, und daher lieber Sommerroggen und Sommerwaizen als Winterfrucht ſäen. Da ſie aber entweder Hülfen- früchte in der Sömmerung oder Lein, bey deſſen Ja» ten das fand vom Unfraute ſehr befreyet wird, vorher- gehen laſſen, ſo iſt der Anbau vorgedachter Gemmer- getreydearten daſelbſt minder unvortheilhaft, Mit mehrerm Nußen wird der Sommerroggen im Sande, der nicht zum Unfraute geneigt iſt, im friſchen Mis ſte geſäet, welcher deſto beſſer geräth, je früher im Jahre die Auſſaat, im März, oder bey offenem Wet- ter, ſchon im Hornung, unternommen wird. Dieſe Saat gelinget ſogar daſelbſt, wenn Winterroggen vor. hergegangen, aber nur der Acker, der zuvor nicht geſtoppelt oder geſtürzet worden, friſch gemiſtet, und ſolcher Sommerroggen nur einfährig beſtellet wird. Die dFeinſgaat in der zweyten Art ſcheint für die wenigſten Länder zu paſſen, in denen die Flachsacker gegraben und folglich auch gedünget werden müſſen, ſo wie es bey mir in einem Umfange von mehr als vier Meilen geſchehen muß. Cs wird daher das keins land am beſten, zur Verbeſſerung obiger Tabelle, in die vierte Art zu bringen ſeyn. Bey mir ift dreyarti- ges Feld, welches, als Moorland, zugleich krautar- tig iſt.. Wenn der Waizenacker nicht mehr gut tragen will, ſo iſt eine Leinſaat für ihn das zuverläſ- ſigſte Verbeſſerungsmittel, weil 1) dazu ſtarf gedün- getz 2) das Leinland gegraben und gewietet oder ges zätet wird. Hierauf erwächſet der allerbeſte Waizen, und im folgenden Jahre die beſte große Gerſte, beys des ohne Miſt. Ja noch im vierten unv fünften Jah» ro darauf beweiſet"noh vorgedachte Seinſaat ihre gute Würkung bey der Waizen-.und Gerſtenſaat, ſo, daß man dergleichen Aerſtüke vor andern immer nod) vors 364| Viertes Kapitel. voraus kennen kann, indem ſie beſſern Waäizen und Gerſte erwachſen laſſen, als da, wo in längerer Zeit Feine Leinſaat hingekommen. Man hat hieſelbſt ſo gar'ven gerühmten Nuten auch dann zu hoffen, wenn ſchon der Lein im Sommerfelde geweſen, und darauf der Acker in der Braache zur Weide des Viehes in Ruhe gelegen. Mit der Hirſe hat es hieſelbſt gleiche Bewand- niß. Sie wird in der Braache, oder im Sommerfelde im beſten Roggenlande geſäet, dazu gemiſtet, und das Zand gegraben, worauf der beſte Roggen, und ſodann Haber, in eben ver Maaße, als zuvor vom Waizen und Gerſte geſagt worden, erfolgen. Daß aber in der Tabelle ſich Hirſe in der zweyten Art be» ſindet, iſt nicht bey vierartigen Feldern ohne höchſte Moth nachzuahmen, indem dieſe Feldfrucht, wenn ſchon dazu der A>er nicht gegraben, ſonder nur ge- pflüget wird, viel Mühe erfordere. Sie muß, wenn was rechtes daraus werden ſoll, doch zweymal gejätet werden, worzu an den meiſten Oertern die Zeit fehlen würde, da die Tabelle dahin zu zielen ſcheint, daß recht viel geſäet werden ſolle, weil ſie in zwey Ar- ten angeſeßet worben. Es wird daher, wie bey drey- artigen Feldern, am gerathenſten ſeyn, die Hirſe im Sommerfelde, oder in der Sommerung, alſo nach dieſer Tabelle, in der dritten und vierten Art, zu ſäen, um hierauf recht guten Roggen zu erbauen. Die Ertüffeln fehlen in der ganzen Tabelle, und gerathen doch im Mittelboden beſſer, als im ſtarken. Sie müßten alſo hier in der vierten Art eingeſchaltet werden, weil ſehr guter Roggen oder Waizen darauf erfolget, indem das Ertüffelland von wegen des Ha- ens ſehr durchgearbeitet, auch zugleich damit.vom Unkraut befreyet wird, | | | | | | Ge Bum Wohnen na ſondern zum gofhucht"" bin, jo werd hen;(8 wol den, und(8 Rien dm! mehr zurü4] | Tron 1) | die Bohn ger zum 98 | von die uE wh De (ns mh vL wn dieg0e vo auSlamd ä ſs 9 kn, wn: uid Aby gefügt en Go gehen recht viel | zulegen. de || ſſd | vn Did | 6 Ebit | das fand NN n Dahin | längere( at hiefelht u hoffen, 1 1, und yy des Viehs [eiche Bey 1 Sommaj) gemiſtet,| Noggen, 1 (8 zuvor'y ogen, 3 veyten Art) n ohne hid ruht, Ww ndern nu Sie m doch zw vertern die! ſhi ſie in zwey 4 wie bey bi die hit ng, ahem 1 Art, zu ſi! en, Tabelle, Ü 6 im ſul eingeſca algen dow! gen des I h damit Dent Grundſakße zur Beſtellung des Ackers, 3565 Wenn Bohnen,- und die man gemeiniglich Pfer- debohnen nennet, weil fie nicht zur Menſchenſpeiſe, ſondern zum Wiehfutter, beſonders für die Pferde geb“gucht werden, in frautartigen Ae>ern geſaet wer- den, ſo werden dieſe davon auf viele Jahre verdore- ben; es ware denn, daß man ſie ausjäten, coder beha- >en, und hiemit vom Unfraute befreyen wollte, Wenn Wicken darunter geſact werden, ſo wird das Unkraut mehr zurückgehalten oder unterdrückt; es iſt aber das Trocknen dieſer Mengefrucht ſehr mißlich, indem die Bohnen, wegen ihrer dien Stängel ungleich läne ger zum Trocknen auf dem Schwad liegen müſſen, wos von die untergemengten Wicken in naſſer Witterung entweder ihre Blätter, als den beſten Theil des Fut- kers nach den Körnern, verlieren,'oder verfaulen, oder die Körner aus den aufſpringenden Schoten kön- nen auslaufen laſſen. Der Hanf, der in der Tabelle in der dritten Art ſteher, würde beſſer. in die vierte Art geordnet, weil auf den Hanfacer, der gemeiniglich fünf-bis achtmal gepflüget wird," der beſte Waizen erwachſen kann. So gehöret auth der Hanf unter die Feldfrüchte, der recht vielen Miſt vertragen kann, oßne davon ſich ums zulegen. Er kann daher bey: ſolcher Einrichtung, wor- auf ſich die Tabelle beziehet, in der Sömmerung wohl da den Hülſenfrüchten vorzuziehen ſeyn, wo ſie nur ins Stroh, aber nicht in die Körner, wachſen, wenn das Land nur alle vier Jahr gemiſtet werden ſoll, und ſelbige, nach der Tabelle, im Miſtie doch ſtehen ſollten, Der Mohn hätte in dieſer Tabelle in der vierten Art einen Plaß verdienet, weil ex im Mittelboden ſehr gut zu gerathen pfäkgt, Leich- : 468 5 Wiertes Kapitel. Leichter Boden. PERE 6: Apt. 41,246 Art...) Zte Art.| ate Art. jRoggen, Hirſe. Haber.- Toba. Haber. 1|He-ydekorn. Hirſe. Heydekorn. | Somerrüvſaat. tein. Gerſte. Ertüffeln. Erbſen, Kraut.| Kann man die vierartige Acereintheilung im Mittelboden allenfalls noch gelten laſſen, ſo iſt doch die im leichten Boden auf keinerley Weiſe zu recht- fertigen, und ſie müßte, wo ſie obwaltet, ſchlechter dings auf eine dreyartige zurücgeführet: werden.. Wo aber lofaliſche Umſtände ſolches erſchweren, und dabey geblieben werden ſoll, ſo müßten doch die zu erbauen- de Fruchtarten anders und beſſer geordnet werden. Wenn, wie es die Tabelle mit ſich'bringet, der Acker nicht ſo ſchlecht iſt, daß er einer ſechs- bis neun- fährigen Ruhe bedarf, um darauf wieder Roggen er- bauen zu können, ſo könnte den, an dieſe vierartige Eintheilung gebundenen, DOertern, oder Gegenden, in Aoſicht der Braache ſo geholfen werden, daß ſie ſolche nicht in einem einzigen Feide, ſondern in zwey Feldern, anlegten, und hiemit eine Sömmerung er» hielten, ohne im Grunde von der Quantität der Huth- weide auf der Braache eine einzige Quadratruthe zu verlieren. Denn was ſie zur Sömmerung aus dem vierken Felde nach der Tabelle äbgeben, das befommen ſie aus dem dritten Felde, odör ver dritten Abtheilung wieder. Ja, da die Felder gemeiniglich ſelten einer- ley -- GuB jp GF pelde au/M? pete| nehmen, FF When vel Briſb alen IN wollen 101) artigen (ua! MENG py We ve 78 wg 17881 o( ver uh den a i ung"4 EREN ae We ad, || Enna en Intheilun| 1, ſoiſch puſe zus tet,(Ml! € werden, 3 jen, und je zu erb ret werdn | bringet, och8- bis eer Kogge (eſe vier) er Wegen) „rden, das) dern inn » immer zität der pu) zadratru) ang ays vin Jas befomn „m Abehei'un ) ſelten ai (' Grundſäße zur Beſtellung des AFers, 367 fey Güte ſind, ſo könnten ſie zur Braache, und Huth- weide auf derſelben, was aus der zweyten Ärt, oder zweyten Abtheilung, noch in der Maaße ſo viel dazu nehmen, daß ſie, wenn die Morgenzahl aus den drey Abtheilungen zuſammen genommen wird, immer ſo viel Braache zu behüthen haben, als ſie bisher nur allein in der vierten Abtheilung gehabt haben. Wir wollen aber nur bey der erſten Verbeſſerung dieſer vier- artigen Ackereintheilung beſtehen bleiben, und hiervon folgende Tabellen darſtellen, worin die Abwechſelung der Kornfrüchte aufs ſchilichſte geordnet iſt. DERS HIB g= LANB EE IEE| 1Sömerung«|€omerung.| Roggen.| Gerſte.| |Braache. Braache.| Roggen.| Haber.| 1758. 1790. 1791. 1792«. Zraache.| Zraache.! Roggen. u Gerſte.| (S ömerung.| Roggen.| Haber.| 'Sömerung. X 7936: 4 4794610 170504: 4613965 Seu Sömerung.] Roggen.| Gerſte.! 1Braache| Braache.| Roggen.| Haber.! Aus dieſer Tabelle ſieht man nun, wie die Söm- merungen in der Braache ſo folgen, daß die Theile, oder die Hälften der Braache, die in den„jahren 1783 und 84 geſömmert worden, in den Jahren: 1788 und 90, von den andern Theilen oder Hälften der Braache zur Sömmerung abgelöſet werden, in den Jahren 1793 und 94 aber ihre erſte Beſtim- mung wieder erlangen. Zur 368"1 Viertes: Kapitel. Zur... Eömmerung. würde nun aus bereits oben angefül rfen Gründen zu nehmen ſeyn, Lein, Hirſe, Ercüſfeln, Kraut, Erbſen, Wicken, Linſen, Sommerrüdbſen, Tobak, Hanf, Denn wo Zein wäch: ſet, da muß auch Hanf wachſen.„Jn einem Boden aber, auf welchem Toba&. wächſet, da kann auch Winterrübſen in der erſten Art erbauet werden, Hier- aus entſtünde nun folgende Tabelle, Leichter Boden, ite Art.| 2te Art.| 3te Art.| 4te Art, Winter-| Sommer-| Haber.|Lein. roggen.| roggen.|Heydek.[Hirſe, Winter-|Gerſte.|Sommer-|Tobac>. '" 1rübſen.|Sommer-| roggen.|Kraut. rübſen. Hülſenfrüchte. Hanf. Die Leſer müſſen ſich hier nicht wundern, daß än dieſen Tabellen dem Kiee, oder künſtlichen Gräſern, Fein Plaß angewieſen worden. Cs wird hiervon an ſeinem Orte ausführlich geredet werden, indem man bisher nur einzig und allein den Unterricht von. den unter uns gewöhnlichſten Feldeintheilungen, nebſt den davon entſtehenden Benennungen, geben wollen, Und wenn dabey die beſchriebenen Feldeintheilungen beurtheilet, und in Anſehung der abzuwechſelnden Früchte hauptſächlich verichter worden, ſo hat man' ſeine Abſicht auf angehende unerfahrne Landiirthe fürnehmlic gehabt, damit ſie theils ihre bisherige Behandlunggsarten des A>ers darnach prüfen oder ab- ändern, theils, wenn ſie Nachahmer dieſer oder jener "AFferart, wenn ſie davon hören, oder ſolche ſehen, feyn Gundſ ſun wolter, anpenden mos So hab! jafun oder? vamanhe€ ig? derſelbe | Daß zu NE germ Dedi ſerer Vintl aus ihrem| heil dw Binds weide ſert j ucjen€ 4 eine hf jeſattet, u hilfe fon | il Juke ves Arma dier | Ss bellen, ba Qeſommehy dern, Die Feld, 0, ebam | Du,' je Gimme | Wötrag vn iE | Chriſi "Ww | Ns | Vedfer Z Tue NEN 5: aus bie) ſeyn,(Wh den, Unſy, 00 Zein it: inem Ry a fark au den, Ar enfrüchtt, ; ndern, A hen Oraſtn, wird him eden, 110 Interridt [ungen 18 geben wil einteilung uwechſelne ſo hat mi) , Zad) ve biet) fen odr or oder jam old! ſm) AU Grundſäße zur Beſtellung des Akers. 3589 ſeyn wollen, das beſte herausnehmen, und bey ſich anwenden mögen. So habeich auch meine Meynung über die Beybe- haltung oder Abſchaffung der Braache noch nicht geſagt, da manche Schriftſteller vom Anſehen auf die Abſchaf- fung derſelben dringen. ' Daß die Braache, ohne auf ihre Nothwendigkeit zur Huthweide zu ſehen, nach der mehrern oder gerin- gern Bedütfniß des Bodens zur Hervorbringung beſ- ſerer Winterfrüchte geſchit ſey, ſolches erhellet theils aus ihrem durchgängigen Daſeyn von Alters her, theils daraus, daß man ihr nur die Erzeugung der Winterfrüchte bisher meiſtens allein anvertrauet, als welche beſſer in geruheten, als ungeruheten, Feldern zu gerathen pflegen, es ſey denn, daß man leßtern durch eine beſondere Cultur, wenn der Boden ſolche verſtattet, und wovon hernach die Rede ſeyn wird, zu Hülfe komme. Einer der älteſten Naturkundiger hat ſchon den Nutzen der Braachen beobachtet, und davon geſagt: Arva alternis annis ceſlare cypiunt. Plin. Wenn die Braachen, nach oben beygebrachten Ta- bellen, beſonders nach der allerlekßten, ſtarf und ſo geſömmert werden, daß. nur immer in vierartigen Fel- dern, die zwey leßtern,, oder das dritte und vierte Feld, jedes zur Hälfte, oder in ſolchen Theilen zur Braache ausgewählet, und die beſten Theile davon zur Sömmerung, die ſchlechtern aber zur Ruhe, oder Grastragen beſtimmet werden, ſo kann man mit einer ſolchen Einrichtung alles ausrichten, was berühmte Schriftſteller zur Verbeſſerung und Aufnahme des Ackerbaues gewünſchet.; Man kann überhaupt in Anſehung aller und jeder Aecker auch nach eingeführteu Culturen, nach dem Rathe derjenigen, die auf die gänzliche Abſchaffung Hauzvater 1, Band. Aa der 370 Wiertes Kapitel, der Braachen dringen,-nicht ſo gerade zu ſagen, daß die niemals braachliegenden Aecker mehr einbrächten, als die andern. Bey mir und“ in einem Umfange von 4 Meilen iſt die mehr, als hundertjährige Erfah- rung gänzlich dawider. Denn neben dem, was in meiner Nachbarſchaft auch ſo iſt; will ich nur von dem dreyartigen Felde meines.Wohnorts den Be- weis hernehmen.' Auſſer dem dreyartigen Felde ha- ben wir auf beyden Seiten des Dorf8, ganz nahe, zwey Ackerſchläge, die TZahrfelder, oder ſolche ſind, die Jahr für Jahr ohne Ruhe bearbeitet und beſäet werden. Jn dieſen Schlägen wird, wie in dem Art- felde, mit allerley Feldfrüchten, als Lein, Mohn, Ertüſſeln, Erbſen, Wien, Linſen u, ſ, f. abgewechſelt, - und jedesmal zu jeder Frucht, auſſer nur nicht, wenn Zein und Ertüffeln, wozu auch gedünget, neben dem auch das Land gegraben worden, vorangegangen, ges duünget. Wenn wir aber nach der ökonomiſchen Um- wechſelung der Früchte wieder an den Waizen, und Gerſte darauf, kommen, ſo haben wir, nach Propor- tion der Auſſaat doch weniger Mandeln, als auf dem unmittelbar daran ſtoſſenden Artfelde von gleicher in- nerer Güte, Den meiſten Ausfall aber haben wir in Anſehung des Scheffelns oder Schüttens der Körner von den Mandein der Jahrfelder, indem ſie wenige ſtens ein Wiertheil weniger ſcheffeln, oder Körner beym Ausdruſche geben, als die Mandeln gleicher Fruchtarken aus dem Artfelde. Mit dem Flachſe iſt es noch ſchlechter. Von einer gleichen Anzahl Bun-. de erhalt man ein Dritiheil weniger am Gewichte, als von dem aus dem Artfeide, Man wird aber an den geſagten noch nicht genug haben, ſondern die al- lernächſte Urſach hievon wiſſen wollen. Hier iſt ſie. Jn hieſigen Gegenden iſt die Ackerwinde mit pfeil- förmigen ſpißigen Blättern und einzelnen Blumen, oder ( | | | | | Gn? gherwie ſe de, Con'X Pefraut 9 vieſe ViP mitäihrem men, 69) vun& 47 Die StiVy de, weilt) ven, ſinDu | mogern aber die dw Ereig | fe jh uh | olawhl 1 | icfen,(ie || fyr, is | ImmS | Wm RIDE ve Weites din he! uöfalohen Unfrauiig) dein dipl: fet, fn y worden, 161 ſein KINN bet, EN mitt h 0: vw 13 gm Mz den„e nac) der G“ Ghming mindert 4 vt fagen, 4 re einbrähn, Nep Unfuy Jährige dem, 4' | I Nur orts dy 9 en zeh 3, gann) er folde(3 tet und ij e in dem) dein, Nh, „abgewed) x nict,"vn ht, neben egangen,| (omiſchen I gBaizen, 1) 4 nach Dey CG, als uf Gon glg) or haben mt 148 der Sint jem ie vin) r oder Si rndeln gli am Flohr „Unzahl Zu „m Oui) „wird abt(7 „ndern di!" „Hier je de mit pft“ en Dunn Av Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 371 oder wie ſie provinzialiſch bey uns heiße, Päthewin- de, Convolvulus arvenſis Linn. das gemeinſte Unkraut auf den Aeern, Die ausdaurende Wurzel dieſer Winde geht theils ſehr tief in die Erde, theils mit.ihrem Auslaufen zur Seite, vermehrt ſich unge- mein, und jedes abgeriſſene Stückchen wird zu einem neuen Sto>e, wenn es nur die Erde erreichen kann. Die Stängel kriechen auf der Erde hin in der Braa- he, weil ſie nichts finden, woran ſie ſich halten fön» nen, ſind:auch ſodann ganz ſchwach, ſehr kurz, mit magern, fleinen unanſehnlichen Blättern. Finden aber die Stängel ein Gewächs, fürnehmlich in loerm Erdreiche, woran fie ſich anhalten können, ſo winden ſie ſich daran in die Höhe und überweg, und werden al;o wohl zehn- bis funfzehnmal länger, als wenn ſie kriechen, ſo wie auch die Blätter beym Steigen theils häufiger, theils drey- bis viermal größer werden. Wann nun Waizen und Gerſte unter den hier gewöhn- lichen Feldfrüchten am längſten wachſen, ſo wuchert die Winde auch darunter am meiſten, macht aber eben hiemit, daß die Kornfrüchte weniger ergiebig ausfallen, weil ſie ihre Nahrung zu ſehr mit dieſem Unfraute theilen müſſen. Daß aber eben dieſe Win- de in den Artfeldern die Kornfrüchte weniger entkräf- tet, kömmt theils daher, daß ſie, wie eben geſagt worden, in der Braache ſelbſt ſchwach iſt, dagegen ſie in den Jahrfeldern immer bey vollen Kräften blei- bet, und durch das alljährige Bearbeiten beſtändig mittelſt der abgeriſſenen Stücken von der alten Wur- zel neue Stöcke anſeßet, folglich ſich bey jedesmali- gem Pflügen immer vervielfältiget 3 theils aber were den die Wurzeln ſowohl in den Artfeldern alle Jahre nach der Aerndte, als auch in der Braache, von den Schweinen, die ſodann darauf gehütet werden, ver- mindert, als welche nach den Wurzeln in der Erde Aa 2 wühs b72.."Viertes Kapitel. wühlen, ſie auffuchen und begierigſt faſſen. Beym Anfange meiner Wirchſchaft, da ich noch nicht Erfah- rung oder Kenntniß genug von dieſem Unkraute hatte, nahm ichs mir für, dieſe Winde durchaus auszurotten, und gab den Acker im Jahrfelde an Taglöhner um- ſonſt, daß ſie ihn recht tief graben, die Windewurzeln herausnehmen, und ſodann ſich Früchte nach Belie» ben darauf erbauen ſollten, als wozu ihnen auch den Dünger unentgeldlich dargab. Sie thaten alles mög» liche, und von einem Flecke, worauf ein Scheffel Auſſaat einfällt, bekam ich einen ganzen gehäuften Miſtwagen voll Wurzeln. Mit der Zeit ſahe aber wohl, daß die Arbeit vergeblich ſey, da jedes abge- riſſene Stückchen der Wurzel, welches bey der großen Menge und Tiefe nicht vermieden werden kann, auſs neue ausfrieb. Die alten Wurzeln des Jahrfeldes find eines fleinen Fingers dicke, und gehen ein bis zwey zFuß tief in gleicher Dicke herunter in die Erde, - worauf ſie dünner und feiner werden: Ihn den Art: feldern aber, die unmittelbar an den Jahrfeldern an- ſtoſſen, findet man die Wurzeln nur in der Dicke des Kiels von einer Taubenfeder.=“ So können es nun andre Unfräuter mehr ſeyn, welche durch die Braache zu geringern Kräften kommen, mithin den Feldfrüch» ten weniger, Abbruch thun können. Denn ich muß der Winde ſofort bey mir noc den Windhalm, + Aerſchniele, Aerſtraußgras, Gramen legetum pa- nicula arundinacea GC. B. P, Aira ceſpitoſa Linn. an die Seite ſegen. Dieſer Windhalm iſt in hieſigen Gegenden, weil ſie niedrig liegen, ſehr zu Hauſe, hat eine ausdauren- de Wurzel, die flatterhaft und ſehr fein iſt. Der ge» ringſte davon abgeriſſene Theil macht ſich im Aer ebenfalls zu einer beſondern"Wurzel, und ſtaudet in vielen Nebenſproſſen hervor. Hiezu kömmt noch, daß -; ber | (ut? zr Dinh D (nige wl geſu, IE hd M zu Zeiten 191 iM vie Ats] zwar am! 0% heile we nu) daſ mal M. Urſach 9, im ſchung va man du Es die FufIG | ſbaun vorz3 4 | Nahe nach 191 htinn den Q | mehr, Werft! vd VIE Einſt gn unter ugs] funden, ap mn Dee | baue„7 ww (7% Weſten | abi au) 01 | | Inemtheſenh "ve | ſand || AOE WENN(ES | / Dtarfenz ſſen, Yu H niht Gh Infraufe bay US QuSturit, Jeglöhne m Windung te nah Div übnen auf M aten ales mh fein Ch 1jen gebun Weit ſahe ha' jedes hy der gt an Fann,( Nes Jahrfih Lgehen ein 1) bp; in die(1) jh den H jahrfelden der Die 1 E Fonnen < die Mu aden Zelfi) denn id m ; Windhaln ah ſegetun? itola Linn. m egendn vw ne aus ift. Du ſich im WW md ſtau" nmt noh) det Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 373 der“ Windhalm hundert- bis tauſendfältigen Saamen eräget, welchen der Wind auf dem Ac>er weit umher zerſtreuet. In naſſen Jahren fanner leicht die Ober- hand gewinnen, und die Winterfrüchte vornämlich, zu Zeiten aber auc) nebſt andern Sommerfrüchten auch die Hülſenfrüchte, ſo unter ſich erſticken, daß ſie, zwar am Strohe lang genug, doh an die vier Fünf» theile weniger Körner ertragen. Hier findet es ſich nun, daß in naſſen Jahren die Jahrfelder noch ein- mal ſoviel Windhalm, als die Artfelder haben. Die Urſach hiervon iſt nun die nämliche, die zuvor in An- ſehung der Winde beygebracht worden. Woraus man denn erſehen kann, daß für ſehr viele Zander die Braache doch nüßlich, und. diejenigen AFerſyſteme ſodann vorzuziehen, welche eine Art von Braache oder Ruhe nach einer gewiſſen Ordnung enthalten, und ſich hierinn den vorhin beſchriebenen gemeinen Bauarten mehr, oder weniger, nähern. Damit aber die Leſer von den verſchiedenen Aerſyſtemen eine gründliche Einſicht erlangen mögen, ſo will ich diejenigen, die unter uns Deutſchen den meiſten Beyfall bisher ge- funden, herſeßen, und zwar ſo, wie ſie in des berühm- ten Herrn Sprentgers Anfangsgründen des Feld- baues geſunden werden, weil ſie alles Weſentliche in der beſten Ordnung und Kürze darſtellen. Jh werde aber auch einige Erklärungen und Beurtheilungen in Parentheſen einſchalten, damit theils den Leſern nichts unverſtändlich bleibe, theils aber auch) das, was mehr oder weniger anwendbar iſt, bemerkt werde. 8) Ackerſyſtem des Camillo Tarello. Man kann das Syſtem des Tarello, gleichſam als die Mutter, oder den Grund mancher folgenden Bauarten anſehen, weßhalb, da es zumal den mei- Aa-3 ſien 374 Viertes Kapitel, ſten folgenden im Alter noch vorgehet, ihm den erſten Plaß einräaume. M+ Camillo Tarel/o di Lonato;, ein Venetianer, ward wegen der Angabe ſeines Aker- ſyſtems von ſeinen Obern ſtattlich belohnet, und es hat zum fürnehmſten Grunde dieſes, daß es durch beſ- ſere Bearbeitung in einer zweyjährigen Braachzeit, durch niehr Rube, die man den Feldern durch Gras- liegen giebt, und durch ein dünneres Säen den Aer- bau verbeſſern will, ſo daß man 2 Saamen erſpare,- bey wenigerer Arbeit, Koſten und Mühe das Unkraut beſſer vertilgen, mehr Stroh, Heu und grün Futter habe, folglich mehr Vieh, mehrern Nuten und Dün- ger davon erhalte. x Es geht aber dieſe Bauart 1x) auf das bisher ge- weſene Ackerfeld; 2) auf die bisher beym Guthe ges weſene Wieſen. I. Tarello will, daß man entweder einen jeden einzelnen Acker, oder ſein ganzes AFerfeld in zwey gleiche Theile theile, r) die erſte Salfre wird als Getreydeland bey» behalten, und wieder in zwey gleiche Theile getheilet, wovon der eine mit Getreyde angeſäet, der andre aber gebraachet wird.(Hier heißt Braache nicht Ruhe, ſondern Pffügen,) a) Dieſe Braache pflüttt. man 8mal bis zur Saat, auſſer der Boden ſey ſehr leiers. 377 es dem Urheber dieſer Bauartwohl an der Erfahrung gemangelt, nach welcher der Gebrauch eines fremden, oder von andern Orten hergenommenen Saamens ſehr zuträglich ſeyn kann. Nach ſo häufigen Erfahrun* gen iſt fremder Saamen ſehr anzurathen. Dieſes will nicht nut ſagen, daß man, wie es jeder von ſelbſt ſchon einſehen wird, reinen Saamen von andern Orken hernehmen ſolle, wenn man ſeines Orts feinen reinen haben kann, da z. B. in manchen Gegenden beſtändig Trespe und Raden unter dem Wintergetreyde, ſo wie 2olch und Hederichſaamen unter dem Sommerge- treyde gefunden werden; ſondern daß man auch, wenn man den zwar reinſten Saamen hätte, doch ſelbigen mit fremden vertauſche. Cs iſt nicht zu ſagen, was dieſes für viele Acker für ein Vortheil ſey, und den Kornertrag vermehre. Aber man muß zuvor auch erſt in Kleinem Verſuche mit fremden Korne, am al- lermeiſten mit dem Roggen, gemacht haben, indem nicht jede Vertauſchung ohne Unterſchied gut einſchlägt. Jn hieſiger Gegend kennen wir ſchon die benachbar- ten Dörfer des Flämings, von welchen der Roggen bey uns gut und. beſſer, als der einheimiſche, ein- ſchlägt. In eben dem vorigen 1782ſten Jahre konn- ten wir hier herum den Beweis hiervon häufig vor Augen ſehen. A. 1781 hatten die Mayfröſte unſern Roggen ſo ſehr vervorben, daß wir neue Saat anfau- fen mußten. Hierdurch ward er in der Nachbarſchaft bald ſo rar, daß viele AFerwirthe höher auf den Fläming herauf gehen, und ſich von ſolchen Ae>ern Saamen hohlen mußten, die ungleich kalter ſind, als diejenigen, von welchen wir den Roggen ſeit langer Zeit erprobet hatten. Der Saamen von den fältern Aecern gieng auf unſerm ungleich warmen Boden faſt acht Tage ſpäter auf, als derjenige, der von wär- mern Flämingsdörfern war ausgeſäet worden- Er Aa 5 wud)s 378 Viertes Kapitel. * wuchs auch im Herbſte nicht recht fort, blieb furz, und beſtaudete ſich gar nicht, welches doch von der andern Saat geſchahe. So verhielt ſic) ſolcer im Mittelboden ſowohl, als im guten ſeyn, wo man das Dünneſäen ſchlechterdings wider- rathen muß. Denn wenn zu dünne geſäet wird, ſo läßt man dem Unfkraute des AFers zu viel Plaß, daß es ſich ausbreitet, und das Korn entkräftet. Wird aber hier die geſäet, ſo wird zwar das Unfraut auch ſeyn. Allein es findet bey der Menge der Getreyde- pflanzen zu wenig Nahrung, als daß es fred) werden, und das Korn unterdrücken oder aushungern ſoilte«, Das Gegentheil muß ihm vielmehr vom Getreyde wiederfahren. So kann auch eine mißliche naßfalte Witterung bey ſpäter Herbſtſaat es-wohl nothwendig machen, daß man dier, als bey der frühen, ſäen muß, da zu beſorgen iſt, es möchte von der Näſſe, oder bald zu beſorgendem Fröſte, viele Saat verderben, und ſelbige im Frühjahre zu dünne gefunden werden. So pflegt man auch wohl bey allzutrockner Witterung, wenn man befürchtet, es werde der Saamennicht alle aufgehen können, etwas dier, als ſonſt, zu ſäen. Cs wird überhaupt jedem Landwirthe angerathen, daß er ſich am liebſten nach ſeinen eigenen Verſuchen richte, die Mittelſtraſſe hatte, und im Säen weder zu viel noch zu wenig thue, in ſeinem Saatregiſter«aber alle Jahre das Maaß nebſt der jedesmaligen Witterung anzeichne, wie viel auf jedem Aerſtüke die Einſaat geweſen, und was darauf gewonnen worden, um den Samann darnach anzuweiſen, ob er beſtändig einerley Maaß. halten, oder nach Erforderniß des mehr- oda“ wenſs 380 Biertes Kapitel. wenigen Düngers, der im Aor befindlichen Beſſe- rung,(der Kraſt, die noch von einer vorhergegange-' nen Düngung im Acker ſeyn kann) ingleichen der Witterung bald dier bald dünner, ſaen ſolle. 2) Die 2te Hälfte wird mit Klee u. dergl. Fut- terfrautern beſäet, alſo Grasland. Won diejem Gras- lande reißt man wieder nach zwey Jahren die eine Hälfte gleich nach der Winterſaaat um, und macht ſie zur Braache, die man nach Nr. 1. behandelt. Als» ( dann trägt ſie noh ſo viel als ein Land, das. nicht 2„Jahre Kleeland war. 3) Dagegen aber macht man das,"was val Nr. 1. Wintergetreyde getragen, wieder zu einem Klees feld, indem man es gleich nach der Winterärndte, fpäteſtens im October, tief, gut, und ohne Furchen afert, im Marz wieder pflüget, und, wenn die Frö- ſie vorbey ſind, Klee ſäet, und ſo das Land wieder » Jahr ruhen läßt. 11. Die Wieſen ſolle man in 4 Theile itte eheilen. x) X davon wird Acerfeld. Man hebt den Wa-- ſen auf, verbrennt ihn, ſtreut die Aſche auf dem Pla? Ge herum, acert hierauf tief, bauet im erſten Jahre Hirſe oder Roggen darauf, und in 4 folgenden Jah- ren Wintkerwaizen ohne Braache. Nach 5 Jahren "wird dies Viertel wieder zur Wieſe, wie Nr. 1, an- weiſet, gemacht, da man Klee- und Heuſaamen ver» mengt ſäet.(Jn einem ſo warmen Klima, als die kombardey iſt, können die Waſen, oder Raſen bald zum Verbrennen tüchtig werden. Bey uns gehöret län» gere Zeit dazu, und wenn wir Wieſen in A>erland verwandeln wollen, ſo pflügen wir zum erſtenmal vor Michael, gleich nach der leßten Heuärndte den DRE flach Gu 4 jm s pf hes Pflügen L wirihn I deſs 1) eigt ven um'm MENNE ih bh und vo; nD def, the dar dH Enns jmohr 14 em, ul Ed elo EE willig wis News Ww Irn den, 1097) fahl wipiy nod ius | ſchn(y | wurd | mngeh Md | vbr) | ſilmäge NE: und vs Birth NER VS iſ, Wie+ f NO hen Vij NEUER leiden by ſolle, dergl Zu ejem Ons n die Ay und mg welt, Wh das nid was hn“ nem Kly teraend) € Fut! n die nd wih! heile(1 ht denD fdem I ten„Jahn den ath 5 Jah Nr. I, men „aan fen bel! ret (Eerla) mah hn Kaſt fad) Grundſäße zur Beſtellung des Ackers, 381 flach herum, und falls ſelbiger, nach Beſchaffenheit der früßhern und wärmern Zeit, nachdem das erſte Pflügen geſchehen,. dieſer Raſen verrottet, ſo wenden wir ihn wohi nech im ſpäten Herbſte um.„Jſt aber dieſes nicht geſchehen, ſo wenden wir im folgenden Frühjahre, und kommen mit der Egge hinterher, um den umg?ewandten Waſen vollends zu zerreiſſen und zu zerſtüken. Dünkt uns ſodann dieſe Arbeit noch nicht hinreichend, ſo pflügen wir zum drittenmal, und haben ſodann an dem veralteten Raſen einen gu- ten Dünger. Hierauf pflegen wir Lein, Hrſe, Heis dekorn, Haber, Ertüffeln u. f. f. noch im Maymona- the darein zu ſäen, und nach ſolchen eingeärndteten Sommerfrüchten dieſes neu aufgeriſſene Land zu ſiür- zen oder zu ſtioppeln, noch ein- oder mehrmal zu pflüs gen, u1d im Herbſte Winterkorn darin zu ſäen, daß es alſo des Verbrennens der Waſen, ſo uns zu lang- weilig und zu"mühſam wird, bey uns nicht bedarf. Nicht zu gedenken, daß“ die Pläße, worauf die Törfe oder Raſen in Haufen gebracht, und verbrennet wor« den, im erſten Jahre gewiß, wo nicht länger, gerne fahl und unfruchtbar bleiben, wie man dergleichen noch immer unter uns bey unachtſamen Wirthen zu ſehen Gelegenheit hat, welche die Quecken, oder Gras- wurzeln, dieaus dem Aer herausgeegget und zuſam» mengebracht worden, auf der Stelle verbrennen, oder verbrennen laſſen, da denn das Korn auf ſolchen Brand- ſtellen entweder ſehr zurückbleibt, oder wenn troc>ne Herbſte einfallen,'gar keine Saat darauf aufgehet, und fahle Flecken daran vorſcheinen, welches guten Wirthen einen ſehr unangenehmen Hinbli> ver« urſachet. In 4 folgenden Jahren Winterwaizen zu ſäe'y iſt, wie ſchon einmal erinnert worven, durcert, und die Furchen nur 6==7 Zoll breit macht.(Mit den ſchmalen Furchen kann man faſt durchgängig gut acern und es wird hje wie- der beſonders da gefehlet, wo etwa bey Hofe- oder Frohndienſten ein gewiſſes Maaß vom Aer zn beſtellen übli iſt, oder der Acker um Lohn, oder Verdung, beſtellet wird. Da man bey dem Pflügen die Abſicht hat, die Erde klar oder mürbe zu maden, ſo dienen hiezu nur allein die ſchmalen Fah- ren oder Furchen. Hier iſt ein durch einmaliges Pflü« gen in ſchmale Furchen gelegter Acker beſſer, als ein,. in breite Fahren dreymai gepflügter, Aer. In An- ſehung des nicht tiefen Pflägens aber werden unten - vorkommende Bauarten verſchiedentlich Ausnahme mächen. Wo-unter der Oberfläche des AFers„ z. E. oben Sand, 4 Zoll tief aber darunter guter Lehm iſt, va muß ſchlechterdings ſo tief. gepflüget werden, ei beſ? Ory jeſt mitdem (ute gela Vöjt j gegen die! vergröße ſo tiefer! aber ni gegen Epaßil damit! Jure die DAI 210 0 judo 8 Uſe vm 4 wider did | wird, ul winde ft | M mW fen WitD gehen ef Eyſtemß " | Vas ie | mperhh, | ſten 0: (Deſa] Deng neh ſy) d em Zug es entſth leiche) als das Zy mann fan t ſchidligy 3 Noth" erden, by weiſe, j " 1] y" Beſen nad) as man| ein ihr liegt, mw) | und Hif d ſo oſtmy ny da n etwa zy --74 urden fü! vird hien) y Doſe: m Aer um(Wh an bey d1 er mäht) malen Jh aliges er a ' ub erden u Ausneh! fers,„! ye Lehm) erben, 17 W | Grundſaße zur Beſtellung des Ackers. 385 beſſere Erde an die Oberfläche zu bringen, und ſolche mit dem Sande zu vermiſchen. So habe ich Amt- leute gekannt, die in verſchiedenen Gegenden in dieſer Abſicht ſo tief pflügen lieſſen, daß ſie ihre Aerndten, gegen die ihrer Vorſahren, beynahe um ein Drittheil vergrößerten: Einer derſelben, der ſehr eifrig auf ein ſo tiejes Pflügen obbemeldeter- Urſach halber hielt, aber nicht immer bey ſeinen Pflügern auf: dem Felde gegenwärtig ſeyn konnte, hatte unten an ſeinem Spaßierſtocke gewiſſe Kerben, oder Einſchnitte, um damit in die mit Erde beym Herumpflägen bede>te Furchen hineinzuſtoßen, und zu erforſchen, ob auch die Pfläger in ſeiner Abweſenheit die vorgeſchriebene Tiefe gehalten hätten. Bey mir iſt in manchen Wai- zenä>ern unter einer ſchwarzen Moorerde nach einer Tiefe von nur 6=-8 Zoll ganz weiſſer kodter Sand, welcher die ſchwarze Erde, wenn ſie, damit vermiſchet wird, auf viele Jahre lang ſo lange verdirber, und minder fruchtbar macher, bis der weiſſe, durch tiefe- res Pflügen zu Tage gebrachte, Sand dur< Cultur und Dünger auch ſchwarz geworden. Dieſerhalb hü- ten wir uns auf ſolchen Aeckern für tieferes Pflügen, gehen aber doch mit dem Pfluge tiefer als nach dieſem Syſtem, nämlich an die 4== 6 Zoll.) Pflügt man im Herbſt alſo eine Grasfurche, das iſt, eine ſoler mit Gerſte beſäen können.) Man kann im Frühling früher und gewiſſer, wenn man wieder eben ſo pflügt, ohne viele Mühe, aFern, die Furche und den Boden durch die Egge mürbe machen, und dem dritten Pflügen zur Saat einen günſtigen und leichten Weg eröffnen. Cben ſo iſts, wenn man auf dieſe Weiſe im Herbſte und Früh» ling das Stoppelfeld beackert. Man wird im Früh» linge weder durch Näſſe noch Trockenheit gehindert, man darf ſich nicht übereilen, oft zur Unzeit und zum Schaden, mit dem Frühlingspflügen, ſondern kann warten, und zu rechter Zeit fertig werden, weil das Pflügen leichter iſt.(Es muß wohl hier das NlcFers. 387 dennoch, des im Herbſte vorhergegangenen Stoppelns ungeachtet, wohl ſo ſehr ſchaden, daß entweder der Pflug nicht wohl eingreifen kann, oder das Erdreich in zu große Schollen auf- und losgeſprenget wird, die mühſam erſt flein gefioppet werden müſſen, wenn die gewöhnlichen Walzen es nicht ausrichten können,) Man braucht auch weniger Vieh, und mattet dieſes nicht ſehr ab. Man kann faſt bey jedem Wetter ſei- nen Acker gehörig beſäen, und zu rechter Zeitz man fann dem Saamen eine Lage in der Erde, wie man will, entweder bey feuchter Erde und Witterung ein- eggen, oder bey trocfener Crde und Wetter einakern, und auch nach dem Säen noch die dienliche Arbeiten geben.(Die Beſchaffenheit des Bodens muß hiebey ven Ausſchlag geben: Der in einen ſtrengen, tho» nichten und naſſen Boden eingebrachte Saamen wür» de nicht gut hervorgehen, beſonders derjenige, wel- ert, ſo wird ſelten was daraus« Der gemeine Landmann verſpricht ſich dagegen eine gute Gerſtenärndte, wenn der Saamenin einen ſolchen Ader eingebracht wird, der zwar noch nicht von Feuchtig- keiten ganz entblößet, aber doch mehr tro>en, als naß iſt. Eben daher iſt das gemeine Sprichwort entſtan- den; die Gerſtt muß man einbringen, wenn es auf Bb 2 vem 3889- Viertes Kapitel, dem Acker ſtäubet, den Haber aber einſchmieren. Das heiß; der Haber geräth eher, wenn er zur Regenzeir, oder ineinen, vom Regen ſchmiericht gewordenen, Bo-' den eingeacfert wird, wiewdhl auch dieſes ſeine Aus» nahmen leidet. Ferner ſagt der gemeine 2andmann in der Mark, daß die kleine Gerſte gut gerathe, wenn ſie drey Tage hindurch habe braten können. Dies will ſo viel ſagen; wenn der eingebrachte Gerſtenſaa- men ſo lange ohne Regen, bey recht heiſſem Sonnen- ſcheine, liegen muß. Hiervon iſt die Folge, daß be- ſonders der Hederich, der gemeiniglich die Gerſten- ärndte vermindert, wenn er früher, oder zugleich, mit der Gerſtenſaat hervorfömmt, zurübleibt, und der Gerſte nicht den Vorſprung läßt. Auch bey der Eir« ſaat der großen Gerſte, wozu wir ſchon den Acker vor Winters durch zweymaliges Pflügen und einmaliges Eggen mürbe gemacht haben, und den Acker im Früh- jahre unmittelbar vor der Einſaat abermals mit fri- ſchem Dünger belegen, haben wir lieber tro>enes, als naſſes Wetter, ob wir ſchon ſolche Gerſtt nicht unter- pflügen, ſondern oben auf ſäen, das heißt; auf den eben aufs neue gepflügten Acker ſäen, und den Saa» men mittelſt ves Eggen einbringen, und mit Erde be- deen. Denn bey naſſem Wetter iſt die Erde ſchmie- richt, hängt ſich zu ſehr an die Eggen, daß ſie ſchwer fortgehen, die an die eiſerue Eggenzähne angeſekte naſſe Erde verhindert ihr Eingreifen in's. Land, die Pferdefußſtapfen werden nicht wieder ausgefüllet von der nachfolgenden Egge, und der darin aufgehende Saamen bringt gleich eine gelbe kränklichte Saat zu Tage, welche von der beſten darauf folgenden Wiktte- rung nicht wieder hergeſtellet wird, indem alle Näſſe von folgenden Regen in dieſe Tiefen hineintritt, und die Saatpflanze nicht gedeihen läßt.„Je trockner überhaupt der Gerſtenaer im Februar oder März iſt, deſio Ort beſo m Oerfe.) Dy die Fraf Rußen“ tie Me Dfüge gegen| oder|! mand! te mitt] Juden ſſe] dm ein 3 man feauf(6 unde) 6 ways ww dos ud, ſur) j man jh ſten Ci ab veil ere |) 4 6m en« s Mitte din 35 und wing wenn, het,| ieren, Zy Regenz "denen, H ſeine Ty anda the, won en Di Gerſtenſau m Eonnty ge, daß h ie Werſten gleich, m , und dt y der Ein 1 Aer ve anmaligt er im Früh als mit fü ofenes, nicht unte at; auf dt ) den Gur nit Erde Fede ſen iſt, daß ſie gern zerfällt. Jm Fröhling pflügt man nie, beſonders zur Saat nicht anders, als Nachmittags, da man glei) On glaid am ver Dit fa9ß“ ode Man, ah ide Y jedem P kande, 1 figfelt,! ſuchen,! fomme! ten Ad! fam 100) fungen j fe Gand ſym fünt Gyſtums | wund) ank y | geforde) pflügen dann dy einverle] Man urt | vel untelf t Ebel I in Dieſe I(C den Ney naden, fw , und de) erfläche in" n ſie, fut € dur 14 N und h" de zu fefer,>) an muß hy 10 Somm vorher Boden, 1% erſten Im bey muß) Owohl, die u) gen wes ver die(6! oder ji ver geftin! ſchehen, wieder Wt Ai uni gel py Zt, aß ſie 917 beſon)? ) da mn qi) Grundſäße zur Beſtellung des Ac>ers. 391 gleich am Abend ſäet, nie beym ſcharfen Morgen- oder Mitternachtswind, wohl aber, wenn ein Mit- tags- oder Abendwind geht; nach jedem Pflügen egge man, aber nur, wenn der Boden tro>en iſt, und iſt der Boden nicht ſchwer, ſo walze man gleich nach jedem Pflügen. Denn im Frühlinge muß man dem Lande, vornehmlich dem leichten Boden, ſeine Feuch- tigfeit, vornehmlich die Winterfrüchte, zu erhalten ſuchen.(Da die Leſer zuvor leicht au? den Irrthum fommen fonnten, daß auch naſſe Witterung einer gu- ten Aerbeſtellung nicht nicht zuwider ſeyn fönne, ſo kam man ſolc- „netiſt undin tr; ner Zeiteilen, damit der Boden nicht „gar zu troen werde.“ Je leichter der Boden, und je höher er liegt, deſto geſchminder trocknet er ab, und zwar, nach Beſchaffenheit der Frühlingswitterung, in einem Frühling langſamer und ſpäter, als im an- dern. Man muß alſo die Zeit des Säens nicht nach: dem Kalender, ſondern nach dem verſtrichenen und gegenwärtigen Laufe der Witterung, bald früher, bald- ſpäter im Jahre, beſtimmen, ja ſogar in den Tatzen und in der Tatteszeit ſelber zuweilen einen Unterſchied beobachten.(Bringt der Witterungslauf eine trocke- ne Saatzeit, und es läßt ſich ſobald nicht'zum reg- nen an, ſo iſt dieſes die beſte Ausfunft, daß man in| - den Thau ſäez; das heißt: daß man des Abends auſ: ſäe, und des Morgens die bethauete Saat einaere, oder auf ſirengen Aeern einwalze. Man wird ſich verwundern, wie ſchön der bethauete Saamen aufge- hen wird. Wer dieſes noch nicht verſuchet hat, der darf nur ein Stück Aer vor ſich nehmen, und des- Abends im Thau ſäen. Der mit dem Thau einge- brachte Saame wird ſich bald hervorthun, dagegen der übrige Saame, dar nach abgetroc>netem Thaue erſt eingebracht wird, wenig oder gar nicht aufgehen, der aufgegangene Saame hievon aber gar ſehr zurück- bleiben wird. Dieſemnach muß der bethauete Saas me in den Frühſtunden, bevor die Sonne. den Thau wieder aufgetro>net, bereits untergebracht ſeyn. Auf großen Om goin 0! - tier ſi ſe nut 4 UEG ſo hald d- beit, für hierver' als die nach der zu habet fleinen ja noc<«' pu bid Qoffefan br einhoh | hilde, ed |[bd Ut vie Deyf | miwy | wf | heiße vo) | zu ſen,| | fonte, y | min): Heber nh | Typ, ny ww dJ uf wit) niht W Une Neqen| Reh im Eu; ſhon ij helfe, vioſſn, , ſ9 geht [agen Weft ' Chun ' gedüngt 'e Zeit füh "deabgehnf [Boden it! Tode, und Ner ab, 1) Iöwitterun Nals ims ), nicht m) Bienen 11) früher, be) den Capt 1 Unterſhi) EF eine th | zum J daß ma eW(bends at ) at eina) am wird) men aue et hat, W m, u Thau(iy) n, dapgn etem 0! € aufge ſehr urid: ete Git! „den Ys! ow u gopm Grundſäße zur Beſtellung des Ackers, 393 großen Güthern wird man aber auch mit den Hofe- dienern ſich in die Gelegenheit ſchicken müſſen, wenn ſie nur mit Sonnenaufgang erſt zur Arbeit kommen dürfen.. Man ſollte ſie zu ſolcher Zeit kommen laſſen, ſo bald der. Tag grauet, und ihnen drey Stunden Ar- beit, für ſünfe bis ſechſe, anreer herausfommen konnte, und von Geſchäften abgehalten ward, ſo war meine Abſicht nur halb erreichet worden. Ein Theil Haber war mit dem Thaue, der andere aber am hohen Tage, nach abgetrocknetem Thaue, eingea>ert wor- den. Dieſer gieng gar nicht auf. Jener aber, der auf weit leichterm Sande ausgeſaet worden, gieng nicht nur auf, ſondern wuchs auch ſürtreffiich fort, ohngeachtet drey Wochen. nach. der Auſſaat gar kein Regen einfiel. Ex bekam Stroh faſt wie dünnes Rohr, und ſcheffelte weit reichlicher ,. als der Haber im Sommerfelde, der zwar zur Zeit der Mayfroſfte ſchon über der Erde geweſen war, aber nichts getitten Hatte,| Bb5 Es 394= Viertes Kapitel, Es iſt nicht wohl zu rathen, den Saamen einzu- quellen, um ihn hiemit zum Aufgehen geſchickt ma- chen zu wollen. Denn wenn der Regen nicht bald dazu kömmt, und das Erdreich allzutrocken iſt, ſo zie- Het es alle Feuchtigkeit der Körner an ſich, daß fie nicht einmal, oder ſehr wenig, zum keimen kommen, und binnen wenig Wochen vermodern.) Die beſte Zeit zu ſäen, in Anſehung 1x) der Er? de iſt diejenige, wenn die Erde völlitz; abgetrocknet ift, und im währenden Pflügen ſchön glänzend aus= ſiehet, dabey im Auſwerfen die Furche entweder wil- lig zerfällt, oder doch mit leichter Mühe kann zerthei- let werden. Denn ein gutes, troc>nes und anſtändi- ges Lager, ohne Kleber und Bande, iſt einem jeden Saamen am heilſamſten. Die Beobachtung der Re- gel Nr. I. erleichtert und beſchleunigt die Abtro>nung des mürben Bodens, und dieſe Beſtimmung einer günſtigen Säezeit.(Diejenigen, die einen ſogenann- ten kleyichten' Boden haben, behaupten, daß, je tie- fer ſie geaert haben, deſto eher bey ihnen der Aer ahtro>ne, indem das Waſſer ſich in die Tiefe ziehen Xönne, welches ſonſt oben würde ſtehen bleiben, je un- tiefer ſie gea>ert haben könnten.) CEben aus dieſer Regel ſieht man auch, daß man Aecker, die verſchie denen Boden und Lage haben, alſo nicht zu einer Zeit abtro>nen, auch nicht zu einer Zeit beſäen könne. 2) Man ſehe ſo viel möglich dahin, daß das Pjlti- gen zur Saat, und das Beeten des beſäeten Bos dens in trockenen Stunden geſchehe, damit der Saq» me, inſonderheit von zärtlicher Art, in abgeſonderter und unklebriger Gemeinſchaft, mit der Erde möge ver« einiget werden, oder frey, ungebunden, und unbe- flet liege. Sonſt kommen von der Näſſe mit dem Saamen Dünſte in die innere Erde, die, wenn kalt und widriges Wetter folgt, nicht hervorſteigen, und Saure, Ory Gautt, 1 Sumer ſeh Sleber um hirtet da men nicht man pfl auf die? uder R dens dyr lich ſept, dünnen| ſds 6 eine Dop ſym„NV |„bey ener „Binde, 1) „er weſtl | Sühling| nt an vebwn) te udY; der Eau bey einer, | Woman) | mitheh | bs jar) | nähßt ch fimmt, Kilt vi frau dew fleiſſig de Alsdamn man ju in ieſig Withers PRA geſhiltn jen nict bj ien iſt ds ſich, dy' men fm) | ng 1)0h beet Afänzend ay Dntweder 1) [Fann zich nd anſta) einem je) tung der) Abtrodun mung dy en ſogen y daß, je! ien der Itt Zofe zeh elbe en aus(iN . die verl) zu dit beſaen kim ß des pv heſaetm mit dere bgeſanen de mo WW - und u) ſſe mit 0 ! wenn eigen, Gau Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 395 Säure, ungeſundes Weſen und Schaden anrichten. Ferner ſeßt ſich ſonſt beym Eineggen in der Näſſe ein Kleber um die Schale des Korns vom Saamen, er- Härtet davon bey folgender Trockenheit, daß der Saa- men nicht keimen kann, fault und verdirbt, 3) Wenn man pflügen und zugleich ſäen will, ſo ſehe man auch auf die Beſchaffenheit der Luft und des Windes zu der Zeit. Ihr Einfluß, der das Jnnere des Bo- dens durchbeizet, kann dem Boden heilſam oder ſchäd- lich ſeyn, ſeine Kraft z. E. ſchwächeu, die Frucht ver“ dünnen, Unkraut vermehren, das Aufgehen und Wach- ſen des Saamens verzögern oder beſchleunigen, und eine Haupturſac) des Gerathens oder Mißlingens ſeyn.„Man bringe alſo jeden Saamen in die Erde „bey einer ſtillen und milden Luft, und günſtigem „Winde, der am beſten iſt, wenn ex aus den ſüd» „oder weſtlichen Een kömmt.“ 4) Ehe man im Srübling ſäet, ſehe man auf den Wetterlauf, ob er nicht gar zu. trocken, oder zu naß ſey, oder nicht ei- ne kurze Abwechſlung von ſtechender Wärme, KRäl- te und Regen darin herrſchet. Jm erſten Falle bleibt der Saame über die Gebühr aus, und giebt, zumal bey einer falten Luftordnung ſchwerlich eine gute Frucht, wo man ihn nicht einackert, und hernach nach Nr. IV. mit der leichten Eggen lüftet. Iſt das Wetter und Erde gar zu naß, ſo liegt der Saame übel, und wächßt eher viel Unkraut, als daß die Frucht gut fort- Fömmt. Säaet man im Wechſel der ſchwüligen Hiße, Kalte und Regen, ſo überſchwemmt ein rvaſendes Un« Fraut den Boden und die Frucht, wenn man nicht fleiſſig den beſaeten Boden mit der Egge überfähret«, Alsdaun ſchiebe man lieber das Säen auf, als daß man zur Unzeit zu ſeinem Schaden ſaäet.(Da wir in hieſigen Gegenden den Waizen erſt in der Mitte des Octobers ſäen, weil bey früherer Saat der AFer ſich Zu 356 Viertes Kapitel. zu ſehr beraſet, oder Gras und Unfraut hervorbringt, und A. 1778 vie Waizenſaat eben bey mehr naſſer, als tro>ener Witterung vollendet hatten, ſo kam ein mäſſiger Froſt, welcher die Oberfläche des A>ers et- wa einen Zoll tief erhärtete, und hierauf Schnee. Der untergepflügte oder eingea>erte Waizen war in der Erde gut gefeimet, konnte aber, da der Froſt einige Wochen anhielt, und der Schnee darauf zerging, aber bald wieder Froſt und Thauwetter abwechſelten, nicht hervorfommen. Da man gegen Weyhnachten nach- ſahe, war kaum der ſechste Theil Waizen über der Erde, der andere aber hatte ſich mit ſeinen recht lang- ſamen Keimen in der Erde, da er die Oberfläche gc» ſucht und durchſtechen wollen, in lauter Krümmun- gen umhergeſchlängelt, und man getrauete ſich nicht, mit der leichten Egge den Acker zu überfahren, weit, wenn Thauwetter war, zu viel Näſſe darauf befindlich war. Es erfolgte eine der ſchlechteſten Waizenärnd- ten; mehy Unfraut als Frucht. Diejenigen aber, welche ihren Saamen auf Leinländer, die hier gegra- ben, und davon auſſerordentlich mürbe werden, ge- bracht hatten, kamen beſſer davon, da ihr Waizen doch im Winter bey dem Wechſel des Froſtes und des Thauwetters ans Licht kam, welches aber deßha!b auf den andern Aeckern beym Thauwetter nicht geſchehen konnte, da ihre Oberfläche zu zähe und bindend von der Näſſe geworden war.) 5) Man ſehe bey der Wahl der Säezeit nicht al» lein auf den Werth und Vielheit des Korns, ſondern auch auf ein reines gutes Land, tauglich Winterfut-« ter, und Dünger. Srühe Saat giebt gemeiniglich guten Kern: aber, wenn man bey widrigem Witte- rungslauf und unrechter Verfaſſung des. Bodens, frühe in der Jahreszeit ſäet, ſo geräth die Frucht dün- - Ke und ſchlecht, der Boden wird mager, hart, und nebſt Ort woſt vem unrein, da gn un) uyeltigen me machen hten B nge Del beſaet wi! telhoden 1 man zum mit der€ ift foine 3 gar fein 1 fidun nte hir.d Ga > ſh und.iſ |(winde geſch jwihren L (if, udije: | Guth | Gaat, vy) ||G, we | Gaat, u) | 94 | Eaame dy |(7(and,( | Mgget wat Ili.(41 | Oder von q hig, ihn, (€ Vedenan | treiben, Wiedey ein 00 Gegen terberhun y mehr"W n, ſo fon) des Nhe jerauf Ehn en a er Fieſta | zetging, N echfelton, 1) hnachten1y aizen übe) ten recht ly Oberflä! rt Krümu ete ſich 41 fahren, 1! auf befut | Bain Vejenigen ie hier 3 16 werden) da iht Dy Frofteg un) ber ehh nicht 999 ) binden 1 weit nid en, ) Winte gemengt „igem Di es I Fuß! W hart a 4" Ni Grundſägße zur Beſtellung des Akers, 397 nebſt dem Dünger von ausgefallenem Unkrautſaamen unrein, das Winterfutter wird ſchlecht, wenig Dün«- ger, und die ganze Landwirthſchaft leidet bey. ſolcher unzeitigen Uebereilung des Säens,(Cine Ausnah- me machen hohe ſandichte Felder, welche, aller reg- nichten Witterung ungeachtet, Jahr aus Jahr ein eis nige Wochen früher, ſchon zu Anfange Septembers, beſäet werden können und müſſen, als ſolches im Mit= telboden und im guten Lande zu geſchehen pfleget, wo man zum früheſten erſt in der Mitte des Septembers mit der Saatzeit anfängt. Denn im leichten Sande iſt keine Begruſung des Ackers, auch wenig, oder gar kein, in die Höhe kommendes. und die Frucht er- ſticken könnendes, Unkraut zu“ beforgen. Je früher hier die Saat vorhanden iſt, deſto eher beſtaudet ſie fich, und iſt ſodann wider die reiſſende Herbſiſturm- winde geſichert, welche die ſpäte Saat verwehen, und von ihren Wurzeln encblöſſen.. Je-friſcher der Sand iſt, und je mehr er vom Regen auch in währender Saatzeit feſte gemacht wird, deſto beſſer iſt es für die Saat, und man hat doch nicht zu beſorgen, daß ſie fich, wie eine, in beſſern Boden gebrachte, zu frühe Saat, überwachſen möchte,) 6): Man ſehe auch auf die Sagamenarten. Der Saame der Winterfrüchte muß in ein abgetrockne- tes 2and, an einem trocknen Tage, ausgeſäet und ein- geegget werden,: und zwar(in Schleßwig) vor Michae= lis.(Je beſſer der Boden ſeiner innern Natur nach, oder von guter Cultur iſt, deſto weniger hat man nöss thig, ihn ſchon vor Michael zu beſäen, indem ſolcher Boden genugſame Kräfte hat, die Saat in die Höhe zu treiben, ſo daß dieſe die auf geringern Aeckern doch wieder einhohlen kann. Es iſt zuvor ſchon von hieſi- gen Gegenden geſagt worden,- daß wir erſt in der Mitte des 398 Viertes Kapitel. des Octobers zur Waizenſaat ſchreiten. Demohngea« achtet wird der Waizen ſo früh bey uns reiſ, als ans derswo, wo er ſchon vor Michaelis in der Erde iſt, Er muß auch, nach Beſchaffenheit der Frühlings» witterung wohl eben ſo gut, als anderswo, geſchrö- pfet werden, wenn man im Düngen die Mittelſtraſſe überſchritten. Man kömmt üverhaupt wohl mit der hier zu Lande bekannten AFerregel in Deutſchland am weiteſten, welche beſaget, daß 14 Tage vor, und 14 Tage nach Michaelis, die beſte Saatzeit ſey Wenn auf großen Güthern die Aerſtücken, wie es meiſtens iſt, nicht von einerley Güte ſind, ſo muß man daſelbſt mit der Saatzeit ſich ſo einrichten, daß die ſchlechten oder ungedüngten magern Aecker zu allererſt, und die beſſern zuleßt, beſäet werden. Gemeiniglich fängt man aber mit den nächſten am Dorfe gelegenen Aes >ern an. Da dieſe aber meiſtentheils die beſten ſind, ſo kann eine ſolche Ordnung zu ſäen eben nicht für die beſte gehalten werden.) Iſt um die Zeit das Wetter ſchlecht, und der Boden naß, ſo warte man lieber, bis beydes beſſer wird. Iſt der ganze Herbſt naß, ſo ſäe man, ohne den beſäeten Boden zu beeggen. Es folgt alsdann faſt allezeit gute Winterfrucht, wenn man bey der Winterſaat immer ganz flach pflüget, Wenn man den Saamen in den ausgeſtreuten Dün- ger ſaäet,(in manchen Aeckern will der naß eingeakerte Miſt, wenn er nicht bereits kurz und veraltet iſt, nicht gut thun, indem er ſodann gern ſchimmelt, und ven Acher nicht beſſert,) und 143 Zoll tief, ja noch flacher unterpflügetz ſo wächßt die Frucht immer rein, dif und ſtark, weil der Taame gut liegt, in Gemeins ſchaft mit dem Dinger, der im Herbſt beſonders vor- theilhaft iſt, durch deſſen Kraft die zarte Frucht früh- zeitig feſt einwurzelt, im Frühling daher gleich ſtark treibt, den Boden bedet, dem ſchädlichen Einbruch der | ' Oy ver Dil Ih ab! hülſe eine So nne ſein mür aus, un trofnet ſmd,| muß v0 ungepft oder ju) geſagt 00 Oetptea Nenn ande dieſem Fal duc wohl: begeg DENN Ju | verträge dn, un | feht lip | ſt mit Jens Doh) Vind im Zu und fit Einen te von zärt A" man ſich der übri , Vriy S reif, dis | der Oy j Ne Frühly "rw, 6 ie Mittl I wohl mi y Deutſchla 4|e vor, in) nit fy Ih Joie es mh ß mandy) 3 die ſhit) reſt, uh Veiniglid kt ) gelegen) vdie beſte) n nidt"7 eit das ete matin je Hej u beeggm| verfugt, ſ flal) vy jeſtrout ab naß eingunm nd ver chimmitt (tief, a cht im! NAU t, in Ou beſonder to frug er lei Du en im Grundſäße zur Beſtellung des Akers. 399 der Hiße, Kälte und Winde widerſteht, Regen und Thau aber ordentlich aufnimmt, und durch deren Bey hülfe einen mürben Boden gewinnt. Sommerfrüchte, und zwar Haber ſäet man in eine entweder an ſich mürbe, oder durch die Egge fein mürbe gemachte, friſch gepflügte Erde zu der Zeit aus, und egget ihn ein, wenn der"Hoden völlig abge- trocknet, und die Pflüge- und Eggeſtunden trocken ſind. Ein flaches Herbſtpflügen des Stoppelackers muß vorhergehen; ſonſt wird der, den Winter über ungepflügt gelegene, EStoppelboden zu unrein, oder zu hart, oder" zu feucht.(Es iſt ſchon oben geſagt worden, daß der Haber eher als alle andre Getreydearten eine naſſe Einſaat vertrageu könne, wenn anders der Acker nur nicht zu bindend iſt. In dieſem Falle pflegt man ſich aber bey naſſer Witterung auch wohl damit zu helfen, daß der Saame nicht uns tergepflüget, ſondern oben auf geſäet und leicht einges egget wird,) Der zärtliche Gerſtenſaamen kann keine Naſſe vertragen. Man ſäe ihn in einen Boden, der tro= >en, und deſſen Oberfläche, wenn die Furche umge kehrt liegt, gar nicht klebrigt iſt, zur Zeit, wenn. die Zuſt mittlerer Art, der Tag des Pflügens und Beeg« gens von trocner mit der Art, und, wo möglich, der Wind im Süden oder Weſten, ſtehet. Zuchwaizenſaamen muß auch in ein trocfnes und ſtaubigtes Land, bey einer milden Luft, und an einem tronen Tage geſäet werden, weil er ein Saame von zärtlicher und trockner Art iſt, Anmerkung. Nach den Regeln Nr. 1x, 2. muß man ſich allemal richten. Findet ſich zur Befolgung der übrigen keine günſtige Gelegenheit, ſo muß man ; die 4.00 Viertes Kapitel. die alsdenn nicht zu vermeidende Fehler durch Lüftung des Bodens nach der Einſaat ,- beſage Nr. 1V. ver- beſſern. y' - I.„Man muß den Saamen, damit er gut fork- „fomme, recht legen.“ Die rechte Lage des Saa- mens in der Erde, in Anſehung der Höhe oder Tiefe iſt, wenn ihn die Lage vor ſchädlichen Zufallen bewah- ret; wenn er ſo liegt, daß, wenn gleich viel Regen folgt, der Saame nicht verderbe, ſondern dennoch. fortkommen könne, und im Fall eine Trockenheit, be ſonders eine kalte, einfallen ſollte, er dennoch keinen Mangel an Feuchtigkeit leide, nicht vertro&ne und aus- bleibe. Widrigenfalls, wenn viel Sgamen ausbleibt, wird die Frucht dünne, das Unkraut aber di> ſtehen. Um nun nach Beſchafſenheit der Witterung dem Saa- men bald eine hohe, bald eine tiefe Lage in der Erde geben zu können, iſt nöthig, daß man in allen Früh» lingszeiten vor dem Säen einen. mürben Boden vor- finde, alſoim Herbſte zuvor ſchmal und flach pflüge« x) Man giebt dem Saamen dadurch ,. daß man erſt pflügt, und hernach ſäet(obenauf ſäer) lieber eine hohe als tiefe Lage, wenn a) der Frühling, oder ein Theil deſſelben, von feuchter Art, nämlich ganz naß; oder eine kurze Abwechslung mit troenem Wetter hat, und vornehmlich, wenn man ſchlieſſen fann, es werde bis an den Zeitpunkt, in welchem der Saame hervorgehen und die Erde bedecken müſſe, ſchwerlich ein Mangel an Feuchtigkeiten ſich ereignen; b) des- gleichen, wenn das Weſen, Lage und Geſtalt des Bo- dens eine höhere Lage für den Saamen erlauben. Z. E. Je langſamer der Boden ſeine Feuchtigkeit verliert, noch ſeine Schwere oder Zähigkeit, oder, weil er niedrig liegt, oder weil zwar der Boden in der Söezeit.nien, als ein anderer, der niedrige, oder nur eine mittelmäſſige Lage hat.(Hier macht der thonichte. Boden dennoch, wie auf dem Fläminge bey uns, Ausnahmen, ohngeachtet er einer der hoch ßen hier zu Lande iſt.) Die Frühlingsluft wirkt im Abtrocknen des Bodens ſchärfer, als die Herbſtluftz jene iſt auch an ſich geneigter zur TroFenheit, als zur Feuchtigkeit. Man pflüge alſo a) den Saamen in allen Witte« rungsfällen, ſie mögen feucht oder troen ſeyn, auf ſeichterm und hochliegendem Boden flach unter. db) Nach Nr. I. leidet der niedrige Boden ſelten Mangel an Feuchtigkeit; es iſt alſo unnöthig in dieſem an ſich feuchten Lande den Saamen unterzupflügen.net, und zu beſorgen iſt, daß ſie noc) tro>ner werden könnte, da man dieſes beſonders bey der Gerſten= und Buchwaizenſaat, beſon- ders auf leichtem gar zu troFnem Boden, zu beobach- ten, und ſie entweder mäſſig unterpflügen, oder dur) die Abend- und Thauſaat ihnen helfen, und früh Morgens, wenn der Thau ſie durchbeizt hat, eineggei ſoll; wenn zur Zeit der Frühlingsfaaten der tronen de Oſtwind viel wehet, da ſonſt der Saame ſpäter, als gewöhnlich aufgehet. Weht der kalte Wind aus Nordweſt, ſo pflüge und ſäe man nicht. Hält er an, und man muß ſäen? gARuSvgter I 25R7d. Cc ſo 402- Viertes Kapitel. 11.00 ſo ſäe man; pflüge gleich den Saamen mäſſig unter,/ WW und beegge bald nac) dem Pflügen die Erde etwas.(uſe! Iſt zur Säezeit die Erde etwas trocken, wehet der| hm | Wind mehr, als gewöhnlich, aus den oſt- oder nord ergon lichen Theilen, und iſt die Luft dabey falt, fällt aber; menget] dabey ab, und zu etwas Regen, der weder recht füg durchdringt, noc dauerhaft aufeuchtet, ſo pflüge verän! man auch den Saamen flach unter. Ueberhaupt iſt y das Unterpflügen nüßlich, wenn zur Säezeit Anzei- Ns, gen in der Witterung da ſind, daß der Saame ſchwer- ung f lich zu ſeiner Zeit aufgehen dürfte, oder daß eine ein- wenn| brechendeTrockenheit dem hochliegenden Saamen Scha- min 5 MWH den thun könnte, wenn auch. ſchon an ſich die Witte-/ mus 1" rung feucht iſt. ÜVl.äſſiges Unterpflügen iſt im NE BN! Fröhling meiſtens das beſte- Auch bey der Wir-| fem! terſaat ſoll man es gemeiniglich thun, damit ſie aufs nid, 1 genaueſte mit dem Dünger vereiniget werde- Mur| dr Sau muß der Boden vorher durch flaches Herbſtpflügen 16h mürbe ſeyn, ſonſt kömmt der Saame durchs Unter- fuhr/ pflügen zu tief hinab, und verdirbt. Ferner muß|| wil man den Saamen ja flach) und ſchmal unterpflügen,|"9 y und gleich darauf einmal übereggen. Alsdenn ſcha- Ea) det es ihm nicht, wenn auch nach der Saat viel Regen|| ſides fiele.(Wenn die Vereinigung des Saamens mit dem|| df Dünger bey der Winterſaat gut von ſtatten gehen||(uf ſoll, ſo muß derſelbe bereits kurz und verrottet ſeyn.|| Jufgon Denn falls er noch roh und lang wäre, und würde|| finogge) erſt bey dem Säen mit untergepflüget, ſo würde der ſi eder mit untergepflügte Saame unter dem Miſt zu liegen|| bit kommen, und nicht gut aufgehen können. Ju ſolchem' ſid, Falle wird dem Saamen alſo beſſer geholfen, wenn|| Wik er nicht untergepflüget, ſondern oben aufgeſäet wird./ Bin So wird es in hieſigen Gegenden mit der großen Ger- verh ſäet wird. Man pflüget: den friſch aufgelegten und: zum | | | | ſte gehalten, die gleich nach vergangenem Winter ge-| Zif | | ' mäſſig NN » Erde(hy In, wehr) ſE: Oder 1m Dalt, fall ip "Weder ny Vet, ſo fi Ieberhaup!| I ezeit hy 50a ſy 0 daß eine vaamen Ed; 1) die Wit 1i0en iſt 1 ey ver W) amt ſiem werde, I Herb ſpi nur Uh + Ferner m | Unterpfi) Alsdent[0 at viel Au mens mi ſtatten 490 verrottet im , und u ſo wurde iſt zu 1691 Ju ſh Olfen, geſat„wi? großen! Winter gv legten 1 pu Grundſäße zur Beſtellung des Akers, 403. Theil ſehr langen Miſt unter, und ſäet ſodann die Gerſte oben auf. Wenn der Dünger zur Winterſaat beym erſten, andern oder dritten Pflügen bereits uns tergebracht, verrottet, und mit der Erde wohl ver- menget worden, ſo wird der Saame beym ſcßten Pflügen zur Saat mit dem Dünger recht wohl vereiniget.) Ueberhaupt ift alſo beym Säen folgendes nach N..11, und IIL zu beobachten. Bey trockner Witte» rung ſäet man am Abend, bey feuchter, zur Zeit, wenn es nicht regnet und die Erde trocken iſt. Steckt män einen Saamen, oder ſäet Hülſenfrüchte, ſo egget man vor dem Säen nicht ſo zart, und beym feuchten Wetter gar nimt. Iſt der Saame groß, ſo zerthei- let man nur die Erdſchollen, ſäet alsdenn, egget her- nach, weil ſie etwas tief liegen müſſen. Doch ſoll der Saame nie zu tief liegen. Iſt der Saame klein, z: E. Hirſe, ſo egget man vor dem Säen den Boden ſauber, und nach dem Säen wieder ganz fein. Sqet man im Frühling, beſonders auf leite und etwa no< dazu hochliegende Boden, ſo iſts faſt für alle Saamen gut, für die kleinen aber nörhig, daß man ſte des Abends'auf einen erſt kurz' vorher, alſo friſch gepflügten und geeggten Boden ausſtreue, den Nacht- ehau ſie duren, der Bo= den leicht, der Saame groß, ſo pflügt man den Saa- men, aber ganz flach hinein, oder zieht ihn mit Kär- ſten(Haen) unter 3; in feuchten Frühlingen und ſweren Böden egget man ihn hinein. IV.„Man warte des Saamens, der in der Erde „lieget, und der daraus hervor wachſenden Frucht ge- „vörig, wende ab oder verbeſſere die ihnen durch eine „Widrige Witterung zuſtoſſende Unfälle, und helfe ih- „nen zu rechter Zeit mit der Egge, die den Boden „Jugger x) Dieſe Lüftung iſt dienlich, wenn 2) die Ord- nung der Luft widrig iſt, und die Erde, in welche ſie Hineindringt, hindert, ordentlich zu wirken, da z. E,. eine widrige kalte Witterung Keimen und Wachſen hindert, daß Boden und Frucht nicht freudig, milde und rein vom Unfraut, ausſiehet; b) wenn zu der Zeit des Keimens, und bis die Frucht über einen Finger lang iſt, anhaltende troFene Winde die durchgeweich- te Erde beſtreichen, und die Kälte der Luft und ſtreie- ne- ten, Zähnen halten, um Eggen mit langen und für- zern Zähnen zu haben. Auch das Holz vom Mauls beerbaum giebt recht dauerhafte Zähne.) 3) Iſt der Saame noch nicht hervortzekom- men, und fein Mangel am Regenz; ſo egget man am beſten gegen das Aufgehen des Saamens, beſon- ders wenn er nicht zur ordentlichen Zeit aufgehet, im ſteifen Boden mit der ſchweren, im mittelmäſſig ſchwes ren Boden mit der ordentlichen Egge, ohne Unter- ſchied der. Tageszeit. Liegt der Saame noch in der Erde, und das Wetter iſt trofen, ſo darf-die Egge nicht tief gehen, ſondern nur die Oberfläche durchreiſ: fenz im ſchweren Lande die ſchwere, leichter gemachte Cc 3 Egge, 406 Viertes Kapitel. Egge, und im mittelmäſſig ſchweren Boden die leiche te Egge, oder den QueFenrechen. Manmuß ſodann aber in der Abendzeit eggen, daß Thau und fühle Nachtluft das geöffnete Erdreich erfriſchen. Iſt der Saame aufgegangen, ſo egget man zum Beſten der Srucht, um das Land zu erfriſchen, und das Unkraut. zu hemmen, daß die Frucht freudiger wächſet. Dieß iſt ſehr. gut, wenn im Srühlintt eine jede Saamenark anfängt bervorzuſtechen, es mag ſich Unfraut zei- gen oder niers. 4097 Die Wälze kann im feſten Boden das nämliche hun. In ſehr vielen Jahren entſteht der Mißwachs der kleinen Gerſte blos und allein daher, daß nach dem Auſſäen derſelben der Aer eine feſte Rinde be- kommen, und entweder ihr Aufgehen, oder gutes Ber ſtauden, verhindert. Man ſieht ganze Provinzen, welche ſodann den Gebrauch der leichten Cgge unter- laſſen, weßhalb die darinn. wohnende adliche Wirthe, Amtleute und Geiſtlichen dem Landvolfe das Beyſpiel geben, und ihm den großen Nugen der leichten Cgge, mittelſt des eigenen Gebrauchs, zeigew ſollten.) Dieſer Verfahrungsart kann man, nach einer langen Erfahrung des Herrn Probſts, ſich beſonders bedienen, wo man, wie im Schleswigiſchen, ſtatt der Zraache, das Feld dreiſch liegen läßt, und eini- ge Jahre zur Weide gebrauchet, hierauf es im Herb- ſte aufreiſſet, folgenden Frühling mit Buchwaizen oder Dreſchhaber,(ſo nennet man den Haber, der in dex- gleichen aufgeriſſenem Lande geſäet wird) im zweyten Jahre mit Roggen, im dritten mit Gerſte, im vier- ten mit Haber beſäet, und im fünften wieder zu Gräs liegen läßt. Wo man braachet, iſt die Anwendung dieſer Bauart, beſonders in einem ſchweren leim- und tbonartitten Lande folgende auf eine 4 jährige 2raache. A. Man ſtürzt oder braacht im Herbſte, ſo daß die Furchen höchſtens 1 Zoll dicke, 7 Zoll aber breit ſind, und man die Furchen neben einander platt leger, aber nicht egget. Im Frühling, wenn guter Regen gefallen, und die Erde beynahe abgetrocknet iſt, egget man 3; alsdann wächßt das Gras eher durc<, welches ſicher zeigt, daß innen die Wurzeln und Pflanzen ver- fault, und die Erde mürbe geworden,(Nicht alle Cc 4 Wur- 408" Viertes Kapitel. Wurzeln können verfaulen, z. E. Winde, Windhalm u. ſ. f. wie ſolches überhaupt von allen in der Kräuter- lehre ſogenannten ausdaurenden- Wurzeln zu verſte- hen iſt.); 7it Ausgang des Maymonaths iſt das Land grün; da führe man den Wintermiſt darauf, breite ihn ſogleich aus, und pflüge ihn ſchnell unter, ehe er vertrocknet. Dies iſt das Wenden, bey dem man eben ſo flach und ſchmal. wie beym Braachen pflügetz ſelten iſts nöthig, darauf zu eggen.(Bey fkrautarti- gen Aeckern, muß man ſehr darauf ſehen, daß die Quecken, Päthen, oder Graswurzeln mit der Egge aus dem Acker herausgeſchafft werden.'Dieſerhalb muß der Miſt nicht beym Wenden, ſondern vor oder nach demſeiben in die Erde gebracht werden, damit beym Wenden durch tüchtiges Eggen der Acker von den Graswurzeln möglichſt gereiniget werde. Dieſes Geſchäſſte aber würde vom Miſte verhindert, und die- ſer wieder herausgezogen werden.„Je mehr man aber die Graswurzeln herausziehen kann, deſto beſſer wird der AEer zum Fruchtbringen vorbereitet.) Man-rührer nach dem Heuen, oder zwiſchen ver Winter- und Sommerärndte. Nun geht der- Pflug 2 Zoll tief,- aber die Furchen ſind nicht breicer als 7 Zoll, und egget hernach bey trockenem Wetter gleich aufs Rühren 3 wenn es aber nicht an Feuchtig eiten fehlt, egget man er 14 Tage vor der Saat. Zur Saat kann man den nunmehr reinen, mür» ben und fetten Boden, vor oder nach dem Sqäuen, pflügen, aber in beyden Fällen eben ſo ſchmal z aber wenn das Wetter vor, oder um Michaelis, va man ſäet, mehr troFen, als feucht, 1 Zoll tief, hinge- gen nur 1 Zoll tief, wenn das Wetter mehr Feucht als tro&en iſt, i148 Um. || min Zj Im ve(wa hes De jo mach! genah| (and m! B] Johr! ſe verl te 30 7 2 - vy dure "Gr | mie M; NN 12 hi Dye qu dic ml | qm ly am Dir und 4 mern Tt nz vy pe 0 N: man ||(tt, | ſy ieh) (ody, ' , Vicht € 1 der Fein Lily| ww Z iſt das v M Unter," Ce) vin Ehen M 3ey Fraun 7, des y Whit der(y 14 Dieſe pF ern vor() Mden, diy de Ve Stde, IN “% u) ) mehr m S1, 0 deſh "Z101109 Poder jvſhy Nun aft) F nit Afenen I 7 4,20" Jeder€ Gut g reinen 10 4) dem Cin ſchmal; 1 ) N| is) W 1] ( tif, A9 mehr) jun hy Grundſäße zur Beſtellung des Akers, 409 Um Michaelis ſäet man, wenn Wetter und Er- de trocfen ſind; ſchiebt aber die Saat lieber auf, wenn das Wetter nicht ſo iſt. Halten häufige Regen an, ſo macht man's, wie man kann, läßt aber 6---8 Ta- ge nach dem Säen, doch in tronen Stunden, das Land mit der leichten Egge wieder überlaufen. B. Auf die Winterfrucht ſäet man im zweyten Jahre Gerſte. Man bepflüget früh im Herbſte, ſo daß noch vor dem Eintritt des Winters die geſtürz= te Furche durchwächſet, das Winterſtoppelfeld nur 7 Zoll breit, und 1X x Zoll tief, und legt die Furchen recht und platt, egget aber nicht. Im Srübling durchreißt man die abgetrocknete Furche mit der en. ren Egge, pflügt zum zweytenmal nur eben ſo breit und tief, wenn es tro>en Wetter und Luft erlauben; es[90 14 Tage vor der Auſſaat geſchehen ſeyn. Iſt das Wetter etwas feucht, ſo egget man nicht, bis ge: 'gen die rechte Säezeitz iſt ſie aber troFen, ſo egget man gleich nach vem Pflügen. Alsdenn fann man nach Nr. Il. und II. vor oder nach dem dritten Pflü- gen ſäen, und den Saamen höher oder tiefer legen. Im niedrigen Lande pflügt man nur bey der größten Dürre unter, im hochliegenden, im mittelmäſſigen und ebnen Lande aber allezeit, auſſer in trockner war- mer Zeit braucht man verzüglich die Thauſaat, die man Abends verrichtet, und Morgens früh einegget. In krocnes Land ſäet man nicht zu dicke, und lieber bey gemäſſigter, als kalter Luft, Iſt beym Säen das Wetter tro>en, ſo pflügt man beym Cinaern 1* Zoll tief und ſchmal, und egget gleich mit der leichten Egge 3; iſt jene etwas feucht, eben ſo ſchmal, aber nur x Zoll tief. Man ſchiebt jedens noch das leichte Beeggen auf, bis die Erde etwas abge- tvoFnet, oder in gar feuchter Zeit trockne Stunden einfal- Cc5z len, DIAL“.- -: 2 * "2 S k 410 Viertes Kapitel. len. JTſt es gar zu naß, ſo muß die Egge ſehr leicht und behutſam, auch nur einmal gebraucht werden. Wann 8=- 10 Tage nach der Saat kalt und trocken Wetter einfällt, und ſich etwa dünne Regen auch mit untermiſchen, ſo egget man einmal, und macht dem Saamen Luft. Eben ſo macht man's, wenn, ehe der. Saame aufgeht, Regen, Wind und Wärme eine Kruſte(Rinde oder Schorf) auf der Oberfläche machen. Man thut es ohne Unterſchied der Tageszeit, wenn der Regen nicht mangelt, oder deſſen gar zu viel iſt. Iſt, oder will es trocken werden, ſo iſt die Abend- zeit die beſte. Sticht die Gerſte hie und da hervor, ſo überläuft die leichte Egge den Aer gegen Abend wieder um des Unkrauts willen. Wird die Erde her- nach wieder innen hart, oder kriegt eine obere Kruſte, ſo egget man getroſt, des Abends wieder, C. Jm dritten Jahre bauet. man eine beliebige Sommerfrucht. Nun verändert und verbeſſert man die Oberfläche des AFers, und bringt die, der bisher benußten Oberfläche ziemlich nahe liegende untere, Cr- de herauf. Man ſtürzt den Gerſteſtoppelboden ſo früh im Zerbſte, als mögli<. Aber der Pflug muß ießt zwar nur 7 Zoll breit, jedoch 4 Zoll tief gehen, und man muß die Furchen recht und platt legen, aber nicht eagen. Gleich im Frühlinge, ſobald die Erde abgetro&net, oder im Abtrocknen begriffen iſt, durch- reißt man die Furche mit der ſchweren Egge. Hier- auf pflüttt man ſie das ate mal, 7 Zoll breit, aber nur 2 Zoll tief. Uebrigens wird alles beobachtet, was bey Litt. B. von der Gerſte geſagt worden, nur das einige ausgenommen, daß, wenn man Erbſen(auch andere Hülſenfrüchte) ſaet, man nicht eggen darf, wenn der Saame aufängt hervor zu ſtehen. | D. Auf Orun D,| l welcher md Nebeiten 6 E. y 0 Yomer! a) Es Grundſäße zur Beſtellung des AFers, 411 D. Auf das dritte Jahr folgt die Braache, nac) welcher man wieder mit den bey Litt, A. gemeldeten Saat fg Arbeiten anfängt. 8 dünne My E. Dieſem Plane fügt der Herr Probſt noch eini 33 ſeht 1 Tiht werdn, D einm, 4 ge Anmerkungen bey. 4 21 Bi 9) Es wird gut ſeyn, wenn man den Dünger, den. " Di y man ſonſt nur der Braache giebt, vertheilt,„und Es of) af) etwa auch davon ekwas auf die Sommerfrüchte 260 je Unte auſſparet.(Nach dieſer Regel wird in hieſigen"ie Mnangelt, Gegenden ſchon lange verfahren.). WEN* nicht braacht, der kann nach 3 Jahren EE 104 E LUDIN A Ee tief, nach andern 3 Jahren, 2 : I wenn die untere Erde gutiſt, 6 Zoll, hierauf 8 Zol! 55 - ven tiefacern,aber ſo, daß dieſes tiefe A>ern im Herbſte AN [aW Cre) geſchehe, und ſodann allemal in 3 Jahren darauf 5 Piber Wu nur 2 Zoll tief und ſchmal unverändert in der Se 9“, ganzen Zwiſchenzeit fortgepflüget werde.| ine bi c) Im ſteifen thonartigen Lande muß man neben Poetieſein dem ſchmalen und flachen Pflügen wegen der DY!) der dit Herbſtnäſſe ſorgen, 2a) daß der Rücken des Akers de unte erhabener, als ſeine Seiten, gemacht werden z Foppel bb) und Gräben und Waſſerfurchen gemacht Vion werden. ads A(t di e mittelmäſſig, ſo muß bey jedem Btl; JEN 1A8f 1 Zoll 20“ND breiter Graben, wo und in der Mitte zwiſchen dieſen beyden Aeckern Fn eine gute Waſſerfurche ſeyn. Iſt aber der Herbſt Fn allzunaß, ſo helfen ſie nichtganz; und in dieſem E breit jd Falle beſae man den Braachaer lieber im Frith- PE ling mit Gerſte, nachdem man im Frühlinge den u 1 abgetrockneten Boden vor der Auſſaat bepflüget, ps beegget, hierauf dünne gefäet, und flach unter- | Gagen 0 e ET 6 gepflüget, Dio DW zie / 4i2 7 Viertes Kapitek, Die Leſer werden nun aus dieſer Bauart des Herrn Probſts ſehr vieles vielleicht bey ſich anwend- bar finden, und beſonders ſo viele nüßliche Regeln in Anſehung des Pflügens, Eggens und Säens um ſo weniger aus der Acht laſſen, als ſie der Verfaſſer theils dur< lange eigene Erfahrung bewährt gefunden, theils aber auch von andern achtſamen Wirthen hie und da ſchon längſt mit großem Nußen ausgeübet worden. Man hat ſie ſämmtlich ſo ganz und unab» gefürzet hier überſchrieben, um in der Folge nicht nö- Hig zu haben, alles dasjenige zu ſagen, was bereits hier geſaget worden, 10) Koppelwirthſchaft, Ackerumſas. Tie ſogenannte Koppelwirthſchaft, welche in Meklenburg, Sollſſtein u. ſ. w. gebräuchlich iſt, verbindet den Gras» und AFerbau in der Maaße, daß die Hälfte der Einkünfte aus dem Viehſtande, die andre Hälfte aber aus dem AFerbaue genommen wird. Man ſucht den Boden durch Ruhe, da man ihn zur Viehweide macht, und welches man überlietten nen- net, durch Braachen und Dünger zugleich zu verbeſſern. Die Vortheile, die man hiebey ſucht, ſind fol- gende. 1) Die Verbeſſerung des Bodens; 2) Ver- mehrung der Viehzucht, oder doch beſſere Pflege des Viehes; 3) Vermehrung und Verbeſſerung des Dün- gers; 4) weniger Acferarbeit; 5) weniger Auſſaat und reichlicherer Ertrag des Aerlandes; 6) die Ein friedung der HeFen durch Gräben, Wälle und leben- dige Hecken auf dem Walle giebt Schuß und Wär- mez die Gräben führen die Feuchtigkeit ab, und ſind ein Mittel wider Kälte und Näſſe, yi “Man ungewend ) ) jyßdie“ indem(ie Jünger de verl! - Jt und Frucht wg; 8 die gutt! mit Ne | mdr? 89€ 341 09 fiterung 15,1. wun 2) N mana wd" von ſch; dingen, ſind, 1 NUNGEN, (ngeſhl mien miſteth Vieh 1 fe anbt | wittert wenn| gelehrt ſer Beuth (ey fich amy liche Renk, ) Gätts mn; & der Dir Pat gefie jen Viria) Ieh aur) Pan Un) Un | Folge niht; 1, was by) umfas. eſt, wel! obrauhlig je Macht) niehſtantt,| venommen a man berliehn ir jul| wht,(m dens; IM ere Df rung 0870 eniger Uw 3; 6) Gy [fe und 1 6 und 3 ab, un ju) Ww Gyundſaße zur Beſtellung. des A>ers, 413 Anmerkungen. Man hat wider die Koppelwirthſchaft manches eingewendet, wovon die Hauptſache dahinaus läuft, daß die Stallfütterung der Weide vorzuziehen ſey, indem hiedurch die Viehſeuchen vermieden, und mehr Dünger erhalten werden könne, der ſonſt auf der Wei- de verlohren gehe. Die vielen Hecken geben Schat- ten und eine Zuflucht der Vögel zum Schaden der Früchte. Die Gräben nehmen Zeit, Geld und Raum weg; die FHüthungsfoppeln ruhen zu lange, wodurch die guten Grasſorten verringert, und der Erdboden mit Moos bedec>et wird; das Braachen oder Aufreiſa ſen der Weidekoppeln ſeyn dem Zugviehe beſchwerlich u. ſ. w. S. Lehrbegriff ſämmtl, öfonom, u. Cameral. W. Th. 1. B. 1. S. 80.|ff- In Anſehung des erſten Punkts, daß die Stall- fütterung der Weide vorzuziehen ſey, giebt die H. NT. 3. IV. S. 615. ff. ſattſame Ausfunft, und lehre, wenn und wo erſtere oder leßtere den Vorzug verdienen. 2) Die Stallfütterung giebt zwar mehr Dünger, aber man kann in den Koppelhüthungen, wo das Vieh Tag und Nacht bleibet, doch den Dünger nicht als verloh- ren ſchäßen, indem Koth und Urin gleich zur Stelle düngen, und als eine Art des Pferchens anzuſehen ſind. Man gebe nur Acht, wo ſogenannte Nachthey- nungen, in welchen das Vieh bey uns des Nachts eingeſchloſſen wird, ſich befinden, wie frec<) das Gras an dem Orte hervorwachſe, wo ein Stü Vieh ge- miſter hat. Mun iſt es freylich an dem, daß das Vieh ungern,.und uur in höchſter Noth auf dem Fle- >e anbeiſſe, wo es den Dünger vom Viehe ſeiner Art wittert. Man kaun aber dieſes ſehr leien, die nahe bey der Wohnung ſind, heißt man Tofte. Wenn man einen bisher Weide geweſenen Schlag umreiſſet und braachet, ſo heißt er die alte Zraache, oder L7eubruch, oder auch bisweilen neue Braache, Wenn eben dieſe Braache ecliche „Jahr hinter einander Früchte getragen, und ſodann wieder einen Sommer gebraachet, gedünget, hernach) etlie 416 Viertes Kapitel. etliche Jahre, ehe ſie Weide wieder wird, mit Früch- ten beſäet wird, ſo heißt ſie die friſche, die gedung- te Zraache, das iſt, die erneuete, die erfriſchte Braache. Das ſchlechte Land des Guthes nennt man Auſſenſchläte. Das erſte iſt die Eintheilune der Felder des Guths in gewiſſe Reviere oder Schläge. 1L Man ſondert vor allen Dingen die Tofren ab, wozu man alle nahgelegene Stücke nimmt. Dieſe „ſind beſtimmt, 1) daß man Gänſe, Kälber und Schaa- fe darauf weide; 2) Ertüffeln, Flachs, Kraut u. dgl. darauf baue;. 3) nahe Kleeſtücken zur Stallfütterung habe, Die Toften können mit einander etwa die Größe einer Koppel haben, und an einem Stücke neben ein« ander wegliegen, oder abgeſondert von einander; je- doch ſollen jede beſonders eingeſchloſſen ſeyn. IL Die natürlichen Wieſen des Guths, des- gleichen die Waldungen kommen nicht in dieſe Aus- theilung- Die Wieſen bleiben vor ſich zum Winter- Futter, werden aber doch eingezäunet, oder eingeheget. Alles AFerfeld aber und alle Weidepläße werden zu den Schlägen genommen. Man läßt nichts zur be- ſtändigen Weide liegen. UI. Man ſiehet von ſelbſt, es werde zu dieſer Ab- theilung erfordert, daß das in Schlägen abzutheilen« de Land an einander liegen müſſe. IV. Bey- Abtheilung der Schläge hat man dar- auf zu ſehen, daß ſie ihre gehörige Eigenſchaften, 2) Anzahl, 3) Größe haben, A, Die Eigenſchaften ſind folgende. a) Wo möge lich und die Lage des Feldes es verſtattet, ſollen ſich alle Koppeln nach dem Dorfe oder Hofe zu ziehen, daß man in jedem Jahre den Miſt und Getreyde gleich weit zu führen und das Wieh deſto bequemer dahin treiben könne. Es iſt gut, wenn das Wohnhaus mit- . ten Oy) ima Aierfe jenem,| vos Ou har vom daß die | Gelig | Foppt | fj? | rühren | weg in | abtjöil | Frit, | NE | vs Vit) |(mßy! | bm, dt | Sup |(rf | mW | umde' | ſem.) | einea | Einjay | tm On | fn w | | Opth ||"m We | | ſtehen, | vor Kil de Key Rom, te verſt ich all Haus rd, mit| 0, die ve) ) die eiſe) (hes mam 1der Jehr| m, ) die Tofty, immt. 7 „ber und Ch N Kraut 1) H Stallfüttn ewa die Oy | fe neben, | nander; ſe d Guth,|] be In diefe Ny *) zum Yi Poder einge 3, aße werdn; ) nichts rh py zu dieſe) en aojuh : hat man [4 Zie ,, a) Domy tet, ſohn)! zu zlee) WW Getrende a oquemer vy Johnhaun di ue] Grundſäße zur. Beſtellung des Ackers, 417 ten auf dem Felde iſt, Man. theile das Vorder- und Hinterfeld alſo, daß zu jedem Schlag die Halfte in jenem, und die Hälfte in dieſem liege. Man muß das Guth ſo vermeſſen, daß man entweder unmittel» bar vom Hauſe an auf jede Koppel kommen kann, oder daß die über das Feld laufende Landwege auſſer den Schlägen gerade 3=-4 Ruthen breit zwiſchen den Koppeln durchläufen, daß man von ſolehen Wegen auf jede Koppel kommen kann, ohne die andern zu bes rühren. Man giebt auch jedem Schlage einen Feld- weg im Durchſchnitte, desgleichen 4 gleiche Haupte abtheilungen, und 2 Thorwege zur Durchfarth der Früchte, zur Communication der Schläge und zum Viehtrieb, die man verſchlieſſen kann. b) Weil man das Vieh in jeder Koppel nach und nach weiden ſoll z ſos muß jede einen Behälter von friſchem Waſſer ha- ben, oder dieſer Behälter muß in der Mitte zwiſchen 2 Koppeln liegen. Sonſt leidet das Vieh Durſt, öder es ſchadet andern Koppeln, wenn das Vieh aus der Weidekoppel in ſelbige zu trinken gehet. c) Eben um der Weide willen muß auch jede Koppel eingezäunt ſeyn, daß das Vieh, beſonders des Nachts, nicht in eine andere Koppel durchbrechen kann. Die übliche Einzäunung, da jede Koppel rings herum einen brei« ten Graben„Wall, und auf dieſem He>en von Ha- ſeln u. dgl. hat, koſten viel Geld und Land, zieht Vögel her u.| w. Beſſer iſt ein 5 Schuh hoher Zaun von" Weiden, zwiſchen welchen wilde Roſenſträucher ſtehen. Die Einzäunungen ſchüßen Land und Vieh vor Kälte, und dur ihren Schatten vor Hiße: dd) Je- de Koppel muß. in der- Folge jährlich verſchiedenes Korn, und alle Acerkoppeln zugleich in jedem„Jah- re verſchiedenes Korn tragen. Denn'man muß jähr- lich alle Körner bauen, Zgugogter 1. Band Dd Iny .-> 418 Viertes Kapitel, Anmerkungen. Eiae Einfriedung mittelſt einer He>e von Wels den und Noſenſträuchern wird eben ſo viele Vögel, als eine andre von Haſeln, herbeyziehen, und wenn Waldungen in der Gegend ſind, ſo wird das Feld, wenn es ſchon von allen lebendigen Hecken entblöſſet, die Körnerfreſſende Vögel der Gegend doch ernähren müſſen.| Ein Zaun von Weiden und Roſenſträuchern wird vom Hornviehe gar nicht geachtet, wenn es durchbre- Hen will, gar nicht einmal die Hefen von Weiß- und Schwarzdorn, wie ſolches öfters geſehen wird. Mehr ſchüßen die Hecken oder todte Zäune, wenn ſie auf einem Walle ſtehen, die durc< einen vorausſtehens den Graben geſchüßet werden, daß das Vieh nicht ge- vade zu anlaufen und Gewalt brauchen, auch den Gra- ben nicht leicht hinauf kommen Fann, Das Vieh wird ausreiſſen, oder durchbrechen wollen, wenn es entweder von den heiſſen Sonnen» ſtrahlen, over dem ſtechenden Ungeziefer geplaget, vder durc) die Witterung gereizet wird, neue Weide zu ſuchen, Um wider die ſtechende Sonne das Vieh zu ſichern, iſt nichts beſſer, als in jeder Koppel einen Fleck Bäu» me, ſiehen zu haben, worunter das Vieh Schatten fin- den kann. Chben dieſe Bäume müſſen dazu ange- pflanzet, oder wenn ſie vorhanden ſind, dazu geſchonet werden,- daß davon die Stangen zur Einfriedung, oder Unterhaltung eines Geheges genommen werden, wenn das Holz dazu nicht anders woher wohlfeiler er« langt werden fann. Auch iſt es gut, die Viehtränke mit hohen Bäu- men einzufaſſen, um das Vieh dahin zu loen, daß es in heiſſen Stunden fich ins Waſſer hineinbegebe. Did« 1077] Duſs feſn 2 fehr plag m den! Chwan! Je Bf Paſſer) Vieh,) oder ul! oder ſd baumyg4 reits 118 6: 4,4 dew 9,3 Veptanl] | Ih tig- ſhmimmeiß langs niht wp Kno | 0% It|: fn ſucht (ls ein h" von Dy 152100) " viele Vip! Nen, uo Did das" den enth. 2 dec) Ani Frauen) | nes Duri Cn von Yz; geſehen) he, went) PvorauSftch Pieh nich) [ auc deny 1 duch wiſe Ein) gefer gela M. y», nw Dh Vieh zuho nen JdD ) Cat) fen dazu(4) dazu geſu py Einfrehn) mme v wohlfeen t hohe hi u lod 9 Gyno SOE Grundſäße zur Beſtellung des Akers, 419 Dieſes hat einen zwiefachen Nußen. 1) Das in den heiſſen Tagesſtunden ſchwärmende, und das Vieh ſo ſehr plagende, Ungeziefer verläßt die Thiere, die bis an den Bauch im Waſſer ſtehen, und mit dem Schwanze die übrigen Theile des Leibes beſprengen- Die Bienen fliehen das Beregnen oder Beſprißen mit. Waſſer. Das ſtechende Ungeziefer eben ſo- 2) Das Vieh, welches täglich in tiefem Waſſer, das ihm an, oder über den Leib, gehet, ſtehen oder darin gehen oder ſcywimmen muß, hat davor ein ſicheres Vore bauungsmitel wider die Seuche. J< habe dieſes be reits in den Wirtenb. Wochenblättern 1726 St. 45. aus beygebrachten Erfahrungen von verſchie- denen Orten dargethan, und daher angerathen, die Viehtränken ſo rief und dergeſtalt anzulegen, daß das Wieh täglich hindurchgetrieben werde, und darin ſchwimmen müſſe, Endlich muß das Vieh auch.nicht allzu lange in einer Koppel gehalten werden, damit es: nicht aus Mangel der Graſung nach einer neuen Kop pel hinein breche. B. Die Anzahl und Größe der Koppeln beſtimmt man nach folgenden Abſichten und Regeln. Man ſie- bet 1) darauf, ob der Kornbau der Hauptzweck ſeyn ſolle, in welchem Falle nicht mehr Weidekoppeln, als Acerkoppeln ſeyn dürfen. 2) Man ſieht auf die La- ge, Art und Quantität der Felder, z. E. ob ſie als ein feuchter Boden am beſten zu Sommerkorn, oder als ein hochliegender zur Winterfrucht taugen, ob man von Wieſen, oder von ihnen viel Gras zu erwarten, und ob dieſes auf etliche Jahre zu einem guten Futter tauglich ſeye; wie lange das Feld durch Gras liegen Ruhe nörhig habe, um recht ergiebig zu werden, z. E. 2==6 Jahre; wie lange es ſich hinter einander mik gutem Ertrage beſäen laſſe, 3) Man ſieher ferner Dd 23 darauf, 420 Kapitel. €] p darauf, wie viel man jährlich gehörig düngen fann, und macht jeden Schlag ſo groß. Ueberhaupt ſollen ſo viele und ſo große Schläge oder Koppeln gemacht werden, daß 1) gleiche Arbeit, gleiche Alerndte, gleiche Weide jährlich von Koppel zu Koppel fortgehen kann 3; daß 2) vollfommen das halbe Feld mit Getreyde genußet, das übrige halbe Feld aber, theils alte und friſche Braache, und zulängliche Weide für den nöthigen Viehſtand werde; 3) daß bey ven AFerfoppeln Sdmmer- und Winterärndte in al- 4en Jahren immer einerley Proportion gegen einander Haben; 4) und deswegen alle Schläge, ſoviel möglich dleich groß-ſeyn; wenigſtens ſollen ſie, wo nicht der Quantität, doch der Qualität nach, gleiche Theile des Guths ſeyn. 5) Saaten und Ruhejahre müſſen aufs beſte angebracht ſeyn, Jährlich muß eine alte und friſche Braache ſeyn. Ueber 6 Jahre ſoll kein Schlag Weide ſeyn, ſonſt iſt der Graswuchs nichts mehr. 4 Jahr iſt für ein jedes Feld die beſte Zeit. Iſt es weniger, ſo iſt die Ruhe zu kurz. Wenn 6). ein Feld nicht über 4 Schläge hat, ſo iſt's eigentlich noch feine Koppelwirthſchaft 3 ſieiſt es aber, man mag ſo viele Schläge über 4 machen, als man will. Man macht 5, 6, 75 8,9, 10 u. ſ. w. Schläge. So viel es Schläge ſind, ſo viel Jahre währt es, bis manmit den Abwechslungen herum iſt, und der erſte Schlag wieder das iſt, was er im Anfang war. Bey 5 Schlä- gen kömmt es nicht in 5, ſondern in 15 Jahren her« üm. Anzahl und Größe beſtimmen hier einander wechſelsweiſe- Z. E. ich weiß, v< kann jährlich 29 Morgen gut düngen, oder ich muß jährlich 20 Mor- gen Winterfeld haben; ſo dividire ich die Anzahl der Morgen des ganzen zur Koppelwirthſchaft gehörigen Feldes, 3. E. 200 mit 209, giebt 13 Schläge, mit- hin macht man-'12 Schläge, So auch, wenn ich- weiß, Ott wiß, 0 „er Die jen; fp! (hm ſe! | pilelt | wh! Aal) Bra) mit ver M | der W | dweß aus 1N | well | One | Inſind) | '| mW dingen fn roße Chi leiche Vby on Koppl men das bah N halbe W A zulängi 3) deßh ärndte in; gen einant viel mög vo nicht) eiche Ih Jahre miß muß eine Dihre ſol it Ewuchs 11) Nie beſte 34 4 Venn()0 Jigentliq m € man mh) r wil, I NIEL, bis man 3 erſte Gal Bey 560 Jaht 0 hier einm n jahrliq ich 20 M0 ie Anjah oft gepr hlägt; 1 h, wen 00] Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 421 weiß, ich muß jährlich 80 Morgen Weide für.mei- nen Viehſtand haben, und das Feld muß 4 Jahr ru- henz ſo heile ich 80 mit 20, giebt 4 Weivekoppetn, Eben ſo groß müſſen auch die Acerfoppeln ſeyn, und, weil alle Jahr eine Weidekoppel umgebrochen und ge- braachet wird, ſo iſt, wenn man weiß, wie lang eine Ackerkoppel nach einander, oder mit einer friſchen Braache bis dahin, da ſie wieder Weide wird, ſolle mit Getreyde beſäet werden, hieraus leicht die Anzahl ver Acferfoppeln zu beſtimmen/ und zu jener Anzahl der Weidekoppeln zu addiren, damit man die Anzahl aller Schläge bekömmt. Hinwiederum iſt es leicht, aus der Anzahl der Koppeln, die man haben will, die Größe einer jeden Koppel zu betimmen. Z. E. das Guth hat 350 Morgen, die in 6 Schläge zu verthei- len ſind, ſo giebt 300 mit 6 divibiret 52 Morgen zur Größe eines jeden Schlages. Die Zearbetiuntt und Benutzung der Acker- und Weidekoppelu und der Tofter verhält ſich alſo. 1. Ueberhaupt 1) wechſelt man auf den Acker- koppeln mit den Früchten in dieſer Ordnung ab, a) Buchwaizen oder Haber, b) Roggen oder Waizen, c) Gerſte oder Erbſen, d) Haber oder Ebſen,€) Ha- ber, worunter man, wenn die Koppel ißt Weide wer»- den ſoll, etwa Klee ſäet. Man bauet jährlich alle Körner auf den Ackerkfoppeln. Die alte Zraache, oder. die Weidekoppel, die jekt Getreyde tragen ſoll, reißt man im Herbſte um, und bereitet ſie durch Pflügen und Eggen mit der ei- ſernen Egge, wie gewöhnlich, den Sommer über zur Winterſaat, oder ſäet im Frühling Buchwaizen dar» ein. Die alte Braache iſt Neubruch, und braucht feinen Dünger, wenn die Ruhe" des Schlags. durch die Weide, welche eine Art. von Pferch. iſt, wenig“ Dd 3 ſtens 422 Kopitel, ſtens 4 Jahre gewähret hat; ſonſt muß man fie dün- gen. Den Schlag, den man düntzer, dünge man ganz. Wenn man den Schlag während dem, daß er Getreyde träget, einmal dünget, ſo fann man ein- mal weiter Wintergetreyde darauf.bauen. Won einer Düngung kann man 3--4 Früchte EI oder den Aer 3-= 4mal beſäen, Dieß iſt der Nuten der friſchen oder gedüngten' Braache. Weil man Weidekoppeln nicht MENG und bey dieſer Wirthſchaft den Viehſtand, alſo Dünger ver- mehren und verbeſſern kann, ſo muß man auch dem A&&er durch mehrern Dünger zu Hülfe kommen. Auf den abgeärndteten Koppeln weidet das Vieh, das Zug- und fette Vieh geht auf Waizen- Erbſen« und Roggenſtoppeln, das Melkvieh auf Gerſte- und- Haberſtoppeln. Schaafe und Schweine, deren jene den. Acer von Quecken reinigen, dieſe aber ihn umwühlen und auflo>ern, treibt man auf alle Stoppeln. Doch follen beyde nie auf Koppeln kommen, die ſchon Weis de ſind, oder eben jekt werden ſollen, auſer auf die nun zu brechend? vder erſt nun 1, ger OMe Weidelop- pel im Herbſt yud Winter, Die Ackerfoppel, welche jeßt nach der lekten Aerndte eine Weidekfoppel werden ſoll, beſäet man mit Haber, worunter man Saamen von weiſſem und rothem Klee nebſt gutem Heuſaamen menget. Es iſt beſſer, als wenn man ſie ohne die- ſes dreiſch( zu Gras) liegen läßt. zn dieſer leßten Haberſaat reiße man in dieſer Koppel die Wege Nr. IV. 1. wieder um, beſtreut ſie auch mit Grasſaqa- men, und macht ſv die ien wieder gleich. Alle Jahr bleibt ſo Koppel zu Gras liegen, und wird von den Weidekoppeln aufgeriſſen und zur alten Braache gemacht. - 2) Von den'Weivekoppeln erwählt man etliche für Kühe und re mit Füllen, die IREN darau Om pu ſi Pimmel] mithin ir“ man zul zom 67 aſh] ne Fo det may Habſl der Feh en pa(CAC dw) 108 vibes fudm 8 ißt VieſalB | 04 iB '| Etalfiufey DN fu) WWE meh de,|) MW, hab( || wi], | Wefaun in JEN, "it Cry Düget Aiden hen dy ete die" 3 manal) N tiges FS""' man ſj| » Ving 0 nd den, y MN . Beih nießen, y ft de Ny et! und| | Dünger! dan auch) mmen, let das Y; ? zen: Erh Geſet [deren je Pa Umw) I ppeln, Jh pie ſh) wſſer auf! (10 Wadi ovp, ml efoppel man Gat! cm Heuſy! 1 ſie ohn! 1 dieſer 6 vwl die 3 mit Oui) ch, IN vid vm! ten ZW - man weiin m Grundſäße zur Beſtellung des A>ers. 423 darauf gehen 3 andere für das güſte Vieh, Kälber und Hämmel. Die Koppeln, die das beſte Gras haben, mithin im 3== 4ten Jahre eine Weide ſind, erwählt man zu Nachtkoppeln für das Melkvieh, worin dieſes vom Abend bis Morgen bleibet. Sie müſſen wohl verſchloſſen ſeyn, daß das Viehnicht durchbricht, Ei- ne Koppel, die erſt zur Weide gemacht worden, weis det man im erſten Jahre nicht ab, heuert ſie aber im Herbſte. Weidet man von 14 Tagen zu 14 Tagen 3 der Koppel ab, ſo kann man wieder von vorne anfan- gen. Man ſchonet einen jeden Plaß ſv lange, als man ſich anderwärts behelfen kann. Man theilt alſo durch neue Verhegung mit Stangen, oder, wenn das weidende Vieh klein iſt, mit beweglichen Zäunen und Horden, die Weidekoppeln in gewiſſe Theile ein, und läßt dieſe nach der Ordnung durchhüten; ſo grünet ein Theii nach dem andern wieder, und die Weide. iſt beſtändig. 3) Die Toften benußt man alſo: Man muß zur Stallfätterung, wobey kein Miſt verlohren geſt, und x Kuh, der man überſlüſug Futter und Streue gibt, mehr Milch giebt, und mehr Miſt mat, als 3 an- vere, viel Klee bauen, und nahe beym Stall die Stü- >e haben. Man ſorgt alſo, daß die 2 Toften wech- kelsweiſe, z. CE. alle 5 Jahre, befäet und begraſet, aber nie kaum ganz Grasboden, oder ganz Akerfeld werde. 2. E. Man läßt im erſten Jahre 35 Gänſe, und eis nige Schaafe auf der erſten Toft weiden, um Jacobi pflüget man+ der Toft um, düng't8, und ſäet im andern Jahre Flachs z im 3ten bringt man Erdbir- neu darauf, und in den 3 lekten Jahren Klee,+ Das angebaute Stück zäunt man mit Horden ein, damit die übrige 4 zur Weide dienen können. So bricht manalle Jahr 4 der Weide um, und läßt 1 dreyjäh- riges Kleeſtü> wieder zur Weide liegen, hat alſo all- Dd4 jahr- 424 Viertes Kapitel. jährlich x Flachs, F Erdbirnen, und> Klee, davon Xx ein-& zway- X dreyjähriges Kleeſtück iſt, und kann dabey auf den übrigen Theilen der 2 Toften weiden. Man macht aud) öfters einen Theil der Toften zur Kälberweide. 4) Auſſenſchläge benußt man ſo gut, man weiß, 4.€. durch Esperbau u. dgl. II. Folgende Vorſtellungen zeigen an, wie bey gewiſſer Anzavi vo!! Schlägen, die Koppeln ins beſondere benußt werden. Wir wollen Kürze halber bald allein anführen, wie alle Koppeln in einem Jah- re benußt werden, bald allein, wie eine jede Koppel in den folgenden Jahren, benußt werde.„Denn ſo, wie „ſich alle Schläge gegen einander in einem Jahre „verhalten, ſo verhält ſich jeder Schlag in folgen- „den Jahren, bis der Circul herum iſt, zu ſich „ſelbſten.“ r) Sünf Schläge, iſt die ſchlechteſte Art.- de Koppel liegt: 3 Jahr Weide, ſodann einmal alte Braache, tragt 3 Jahr, wird friſche. Braache 2mal, trägt 3 Jahr Weide. Siewirdallemal nach 3 Jahr Braache,. iſt nur 3 Jahr Weide, und 12 Jahr AFerkoppel, 2) Sechs Schlätze- 3 Jahr Weide, 2 Jahr gebaut, x Jahr alte Braache, fömmt in 6' Jahren verum. 3) Sieben ZBfe un Jährlich 3 Akerkoppeln, 3 zur Weide, 1 alte Braache. Kommt alle 7 Jahre herum. Hat jährlich 1 alte, x friſche Braache,-glei- de Arbeit, gleiche Weide, aber das Land liegt nur z Fahr Weibs. vA) Acht Schiätze, 4 Weidefoppeln, 4 Aer- foppeln, feine alte, lauter friſche Braache; das Land liegt auch nur 3 Jahr Weide, wird im folgenden Frühling pfgeriſſen jg mit Haber beſget, ſodann fiſche Om fei! 12 ww Dl KB. Beidt, i " 369 ſihe W ve H+7 ix437 auf 43 3) El y ver PV) „m Dult ws Deite, En Auſt,(mn Pinta NER "PD 1.08, 7 Beide dal ſten ev)nd) terrog) wird ray 97 pig 61.0 NT NN ' 1638 nämlig Erbſen,' 0)". peln, 9 "Rly, in iR, und fan Loft nin Ne Uſt y Ut Man ih )(In, WH S Oppeln ) Kury hy An einem) 1'de Kop; Denn ſo) nem Ie Za0 10 foi pf zu) ſie Et, En einn 4 (Brad an jl nad 3, 2 und 13.) elde, 2,9 tin 634 3 Nfeh Ww 1, m(pM t alle 1,00 y 0, AW Braga), ve and(19! 1 eln, a he; dos im folg ket,[9a ji Grundſäße zur Beſtellung des Ackers, 425 Friſche Bräache, trägt darauf 4 Aerndten, wird wie: der Weide.| 5) Lreun Schlätte. 4 Koppeln tragen, 4 ſind Weide, 1 iſt alte Braache. Erſte Bauart, wie bey 8 Schlägen, nämlich 4 Jähr Weide, Haber, friche Braache- Roggen, Gerſte oder Haber, Erbſen oder Haber. Zweyte Bauart, nämlich jede Koppel it 4 Jahr Weide, ſodann alte Braache, trägt dar» auf 4 Jahr 1) Winterroggen, 2) Gerſte, Haber, 3) Erbſen, Haber, 4) Stoppelroggen, und wird wie- der Weide, 6)- Zehn Schlätze. Das halbe Feld iſt beſaäet, 2 Braachen jährlich, nur 3 Weidefoppeln. Jede Koppel iſt nur 3 Jahr lang, alſo zu kurz, Weide, wird hierauf alte Braache, trägt Winter- frucht, Sommerfrucht, und friſche Braache, trägt Winterfrucht, Gerſte oder Haber, Erbſen oder Haber, wird wieder Weide.: 7) Kilf Schlätze, 5 Aer, 4 Weidekoppeln, x alte, 1 friſche Braache.. Jede Koppel iſt 4 Jahr Weide, wird alte Draache, trägt Winterfrucht, Get= ſten oder Haber, wird ſriſche Braache, trägt Win- terroggen, Gerſte oder Haber, Erbſen oder Haber, wird wieder Weide. 8) Zwölf Schläte. Die vollfommenſte Kop- pelwirthſchaft unter. den bisherigen, nach Nr. 1V. 1. 6 Acker- 4 Weidekoppeln, 1 alte, 1 friſche Braa- er- 5 Weidekopo- peln, x alte, x friſche Braache, die mau beyde ſtark Dd 5 dünz 425 Viertes Kapitel, Hvünget, beſonders die friſche Braache. Jede Koppel iſt 4 Jahr Weide, wird alte Braache, trägt 4 Jah- re, nämlich a) Winterroggen, b) Gerſts, Haber, c) Erbſen, Haber, d) Stoppelroggen, wird friſche Braas Ein Land, das: wechſelsweiſe: AFer und Wieſe werden fann., braucht in Anſehung der lesten Erfor- derniß eben'nicht-frautartig, d. i.- ſo beſchaffen zu ſeyn, daß, ſobald die leßte Beaerung vorbe) iſt, ſich der Boden von ſelbſt mit Gras belege oder beraſe. Man muß, welches überall in jeder Abſicht das beſte iſt, die Pläke mit künſtlichen Gräfern oder Futter- Fräutern-beſtellen. Dieſerhalb kann eine hohe Lage nicht ſchlechterdings ſchaden, wenn ſonſt der Boden nur nicht undankbar, oder zu ſchlecht. iſt.- Denn wenn er zu ſchlecht iſt, fann man die Koppeln nicht Herausvbringen, ob man ſchon anfangen fann zu kün- Jteln, als womit man doch nicht im Anfange gleich große Schritte thun kann. Wenn das Guth nicht an einander liegt, ſo muß man es ſuchen zu arrondiren, und hiezu durc Aufhe- bung der Feldgemeinheit den Grund legen. Wenn das Meklenburgiſche Land, als ein ſolches, angeſehon wird; welches das Mittel zwiſchen hohen und niedern, und zu allem Wachsthum am gedeihlich- ſten geſchäßet wird, ſo eben aber von einem hohen gu- ten Boden, dergleichen etwa ein friſcher Lehmboden VU. ſ+ f. iſt, das nämliche behauptet worden, ſo muß - man freylich eine zu niedrige Gegend, die zu naß iſt, als die allerunbequemſte zur Koppelwirthſchaft anſehen, weil 1 ju En] denn fes[ oder Co) . BN Zr. 9 ſhaft 146 0711-0 fuß vA ſe, ls ZJ un) 64) 9 | Omyvln | Rah, fle Vahrn Ma NC | ſhehm&n || Biiterhy | dee Eipy | mere nd | Mn 2' | vorhin pi | 96 3061 | 2 Preſs 1 Pran 1" Ctpge | Mim | m jet „Jeden j. dem Th zur Veh ddas Ouß W if daw das Rithy m Sehiy Nein, Witdy; | Fer und Y 't legten(lh 0 beſchaff! vorbey ift 208 Wer hit (oſt das) en oder Jup eine hof!| uſt de I '' iſi, Y Koppeln 0 Fahn jut 0) Anfang ju t liegt, O1 u durch 19) get als eim DOs zwiſchen am ged) nem hon ar(ehm den je zu 8 erung ves Bodens der Gänge auf einem großen Guthe, z. CE, pon etlichen 166 Morgen, nicht die nöthigen geſchick te Leute, Pferde und Geſchirr auftreiben kann; 3) und man bisher würflich aller Orten, wo Verſuche damit gemacht ſind, und man ſo eifrig darauf war, wieder davon abgehet. 12) Engliſches AFerſyſtem. Die Bauart der Engländer hat unter uns" ſeit 20-35 Jahren großen Beyfall und Nachahmung gefunden, und unterſcheidet ſich von der Koppelwirth« ſchaft darin, 1) daß ſie keine eigentlich ſogenannte Braache hat, 2) und das Feld mittelſt künſtlicher Fut« kergräſer zu Wieſen oder Weiden macht u. ſ, f. Sie beſteht in folgenden Stücken. 1. Die 432--- Viertes Kapitel. 1. Die FSeldgemeinſchaft muß aufgehoben ſeyn, däs Guth an einander Ren, und ſeine geſchloffüns Gränzen haben,- - Il. Man rheilt das Guth ſo ab, daß Loder 2 künſtliche Wieſen, und die andre Hälſte, oder X nur Acerfeld bleibet, und man 1) alle 3==6 Jahr mit Getreyde und Futterbau abwechſelt. mithin ein Ader 3=>6 Jahr Früchte träget, und dagegen 3== 6 Jahre eine künſtliche Wie- ſe iſt, Was nur 3 Jahr Wieſe bleibt, wird mit Spaniſchem(rothem) Klee, was 5=-6 Jahr Wieſe ſeyn ſoll, mit Esper(Espaxcette) Züzerne, ,oder Ray» gras, beſaet, 2) Das Ackerfeld trägt wechſelsweiſe Winter- und Sommergetreyde, Rüben, Hülſenfrüchte. Uebers haupt ſäet man ſelten über 3 Jahr hintereinander Ge- treyde, ſondern wechſelt nach Nr. II. während der Zeit, darin das Feld ein Acker iſt, mit-den Früch- ten, ſaef auch wohl den Klee darunter, düngt der- gleichen Felder, wo nicht alle Jahre, doch wenigſtens im dritten Jahre, ſtürzt ſie vor Winter, ackert ſie überhaupt tüchtig; und im leßten Jahre; da ſie Ges treyde tragen, ſäet 1 man Klee u,..dgl. zugleich unters ' Getreyde. Im erſten Jahre bauet man meiſtens Früchte, oder noch beſſer allerley Kraut- und Wurzelgewächſe. Man bauet vorzüglich die Gewächſe, die nach dem Er- frag des Bodens, dem Aufwand, Koſten und Markt- preiſe den größten Nußen vorſprechen. „33„Die. Schläge, ſo künſtliche Wieſen ſind, - düngt man alle 3. Jahre; denn man verwendet den meiſten Dünger auf. die Ae>er, Man maähet ſie ab zu grünem oder dürrem Futter, läßt ſie auch ſo, wie bey der Koppelwirthſchaft. gemeldet, behutſ, am abe weiden, Das' ||; lichen 11 Gut YD pau pit,[0! ve, und 1 fe ſtehen, vung zu)“ || wiſt| || derhern y | der dyn? || atw j4 nig aum NE vem OuchiF | Dingung 5 | Ganmr 2 füttert uv | Zeh 9 | kEwH | ſum" || Siſund In, tullo diy lung einf ſeifen, nN | und l6<2 5 niſhm,. Oe, Jeden. | gefind; jen ha j ge, die 3) mit(Zu haben ,J RW | || m ſo, loſt, zem er Su Juttehu : Jrüh iche Mh wird 1) hr Dh der Ny. Wir , Ue ander hrend on Zip Üngt Ww enge ada". d ſe hn <) un) Frücht ewe dem. „Mav ||] un ſah wet be| [] Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 433 4) Das ganze"Guth und alle Schläge werden amzäunet.. Wie man alle Jahr ein Grasſtück ume bricht, ſo haur man auch alle. Jahr einen Zaun nie- der, und ſchlägt etwa 1=-2 Bäume,. die in der Hes &>e ſtehen, mit um, um genug Holz zur Winterfeu- rung zu haben. Indeſſen bis der Zaun wieder heran- wächſet, macht man einen leichten dürren Zaun herum, der hernach auch zur Feurung gut iſt. 5) Man bedient ſich neben dem Miſte der künſt- lichen Dünger, und verbeſſert den Boden der Fel- der durch Vermiſchung mit den entgegengeſeßren Erd- arten, z- E. bringt auf leichte Felder Thon, auf tho» nichte aber Mergel, Kalk u.|. w. 6) Auch nähret man ſo viel Vieb, daß alles auf dem Guthe wachſende Futter auf dem Guthe ſelbſt zur Düngung der Felder verfüttert wird. Man zieht im' Sommer die Scallfötrerungg der Weide vor, und füttert auch Schaafe und Schweine mit Klee, Zum Zugvieh braucht man vorzüglich Ochſen und gute ſtar» fe Stuten,(Mutterpferde) deren man bey Kunſtwie- ſen mehrere halten, und auch ihre Füllen mit wenig Koſten erziehen kann. III. Zu mehrerer Erläuterung folgt hier aus Da- tullo die Einführung dieſer Bauart, und Behand- lung eines Guths von 300 Morgen, ſowohl wenn es ſteifen, feſten und guten, als wennes mittelmäſſigen und leichten Boden haf. x) Jſt der Boden feſt und gur, daß er zu ſpa» niſchem Klee taugt, ſo bekömmt das Guth 12 Schlä- ge, jeden von 25 Morgen. 150 Morgen oder 6 Schlä» ge ſind Aerfeld, von welcyen 2 Gerſte, und 4 Wai- zen haben, 6 Schläge aber ſind Kleefeld. 2 Schlä- ge, die am längſten Frucht tragen, werden jährlich mit Futterfräutern beſäet, ſo am längſten Fütterung haben, zur Gerſte umgeaert, und die 4 Bezirke, »Zaugvgter 1. Band, Ce wor« 434 Viertes Kapitel, worauf Gerſte war, zum Waizen gebraucht. Den 'Wiiſt, den man macht, verwendet man, die friſch an- gelegte Kleefelder in ihrem erſten Jahre damit zu dün- gen. So iſt das Feld auf immer fruchtbar, und ſei» ne Aerndten vermehren fich: jährlich. Will man auf ein ſolches Feld dieſe Bauart ein» führen, ſo iſt es entweder gebaut Feld oder nicht. Iſt es ungebaut, z. E. Weide oder Grasboden, ſo theilt man es in Schläge ab, nimmt 4 der beſten, ſticht den Raſen davon ab, verbrennt ihn, ſtreuet die Aſche davon umher, akert wohl, und beſäet 2 dieſer " Schläge im Heröſt mit Klee, 2 im folgenden Früh- linge mit Gerſte, damit man ſie auch im folgenden Herbſt mit Klee beſäen könne, Dies übrigen Schläge werden im Herbſt zur Waizenſaat zugerichtet. Iſt das Guth ganz gebaut, ſo theilt man es Schläge, nimmt die 2 beſten Schläge, düngt ſie auch, ſäet im Herbſte Klee, 2 andere beſäet man im Frühling mit Gerſte, und im Herbſte mit Klee. Die 8 übrigen Schläge tragen indeſſen Waizen. Iſt auf dem Guthe ſchon ein Theil beſäer, oder kann gleich beſaet werden, ſo nimmt man 2 Schläge vom jeßt einzuſaenden Sommerfelde, und beſaet ſie äm Herbſte mit Klee, desgleichen 2 vom EStoppelfel- de, und beſaet ſie im Frühlinge mit Gerſte, im Herb- ſte mit Klee, die übrige 8 mit Waizen. Das folgen- ve Jahr nach der dritten Getreydeärndte legt man ei- nen jeden Schlag der 8 übrigen mit Klee an, und nach 3 Jahren wieder zu Waizen, Endlich tragen jähr- lich 4 Schläge Waizen, 2, welche vorher 3 Jahr lang Klee hatten, oder die dritte Getreydeärndte tragen, und jeßt Kleefeld werden, tragen Gerſte, -. 2) Iſt der Boden leicht und mittelmäſſig gut; ſs macht man 18 Schläge, Nach 3 Jahren muß CHE man im! 0, uren (mme | Weft | mv) | fn, 1 | wa" vinzutf by dei) » wil We ſondern | KNinzte | dhin1h fim ſoved bräng Erfahr dt vy ie friſ W mit ju qt, un" Baut, er nid, Oraghiy 4 der bib , ſtreua) aet 2 vit nden ju n folge. en Eh) 6 eilt man) , dingt! aet man Kle. Y en eſer, 12 Cli) d beſart| Etopph , im| Das folg! gt man(1 , undm)| agen jüt Jahrlin| fe! ſſi gu Fron m| man| | | | man die Felder, die länger als 3 Jahr nach einander Frucht tragen, das 3te Jahr mit Miſt düngen, und hernach alle 2 Jahre, ſo lange ſie Fruchtfeld ſind, Man bringt auch ſchickliche Verbeſſerungserden an; nach und nach beſſert ſich das Feld ſo, daß es Klee tragen kann. Uebrigens iſt hier+ des Feldes Korn- feld,> haben Csper oder füzerne. Vom Kornfelde, das 100 Morgen hält, tragen 66 Waizen, 33 Gerſte. Trägt 1 Schlag 0 Jahr Futter; ſo trägter hernach 2 Waizenäerndten hintereinander. Iſt der Boden * allzuleicht, ſo ſaet man Rüben zwiſchen der Waizen« ärndte und Frühlingsſaak. Die Vortheile dieſer Bauart ſind durch eine lange Erfahrung der Engländer beſtätiget. Wir ha- ben etwa& des Guths natürliche Wieſen, und X iſt Aerfeld, wovon+ Winter=3 Sommerfrüchte trägt, und& deswegen Braoche ſeyn muß, weil ſonſt unſere Felder, die wir wegen wenigen utters und daher auch wegen wenigen Biehes 1. ſ. w. ſchlecht bearb.itenund düngen„ nicht beſtehen könnten. Hingegen hat man| bey der engliſchen Bauart eben ſo viel - 1) Aderfeld zu ärndten, als bey der unſrigen, weil keine Braache da iſt, und der nicht ruhende Acer, der eine Zeitlang Wieſe iſt, nicht erſchöpft, ſondern gebeſſert wird.; - 32) Manhat nun F mehr Grasland und Futter, alſo ſein Guth um 5 gleichſam vermehrt; ja 1 Mor» gen künſtlicher Wieſen gleicht 5-=- 6 Morgen der ge- wöhnlichen Wieſen, Man kann zur Arbeit und zum Dünger mehr Vieh halten, alſo 15 Fuder Dünger dahin bringen, wohin wir ſonft.nur x Fuder bringen können. Weil man alle Jahr den Aer düngenkann, ſo verdoppeln ſich die Getreydeärndten, und die Fut- terärndten werden wenigſtens verzehnfältiget, Die Erfahrung der Engländer zeigt! ? Ee 2 3) daß Grundſäße zur Beſtellung des Ackers, 435: 436 Viertes Kapitel. 3) daß nichts mehr die Felder beſſert, als die Fol- ge der abgewechſelten Aerndte am Getreye und Futter, Anmerkungen. Schon mehrere Landwirthe würden ganz die eng« liſche Bayart unter uns ausgeübet haben, wenn ſie ohne ihr Zuthun, Weirläuftigkeit, Proceſſe und Ko» ſten, aus der Feldgemeinſchaft ihres Orts heraus kommen könnten. Dieſerhalb hat man von dieſem Acerſyſtem den Anbau der Futterkräuter, in ſo fern man daran du:cer wie- der zu bekommen, hiemit aber in Schaden und Ver- fall dex Nahrung geſeßet zu werden, da zumal über- Haupt Felten ein Feld iſt, deſſen Schläge ſo herausge- ſucht und zuſammengebracht werden könnten, daß alle darin befindliche Akerſtücken von gleicher Güte ſeyn könntet. Der geſchickteſte Separationscommiſſa- rius kann hierin ſich verſehen. Wenn aber einer Dorf- gemeinde anſehnliche Prämien verſprochen würden, falls ſie ſich allein aus einander: feßen, oder„zuvor, weil ſie doch. ihre Felder am beſten kennen müſſen, die Theile ausſondern oder zuſammenbringen, und darauf entweder einen Separationscommiſſarius zuziehen, oder die gemachten Theile unter ſich ſelbſt verlooſeun wollten, ſo würde das Werk ſchon glülicher von ſiat- ten gehen, Die Prämien müßten aber anſehnlicher feyn, als ſie bisher in einigen Ländern angeſest gewe- ſen, und ſie dürften auch nur auf gewiſſe erfie Jahre ſehr hoch, hierauf niedriger, und zuleßt am niedrig- ſten für jede Provinz beſtimmet werdeu. Manchen Dörferu dürfte mit einer auf 20 oder mehr Jahre, verſprochenen Beſreyung vom Hofe- oder Frohndien- ſte, oder einer andern Beſchwerung, mehr als mit Gelde, gedienet ſeyn. Prämien denjenigen zu ſeßen, welche z. E. den meiſten Klee in einer Provinz an- Hauen, treffen nicht genug zum Ziel, weil diejenigen, welche den beſten Willen und Einſicht haben, es we- geit der Teldgemeinſchaft uicht vermögen, Wenn in der vorhergehenden Beſchreibung der engliſchen Bauart Nr.I1 5. gefagt wird, daß die Stall- fütterung der Schaafe im Sommer der Weide vorge- zogen werde, ſo klingt ſolches in den Ohren der mei- Nen deutſchen Schäfer ſehr wunderſam, oder es kömmt € 37 ihnen 438 Viertes Kapitel. ihnen unglaublich vor. Aber es iſt doch ſchon lange ſo in England geweſen, bis endlich ſogar die Schaaf- weide durch eine Parlaments8acte. aufgehoben worden. Zm Badenſchen und in der Pfalz hat man ſchon die- ſe Stall- und Pferchfütterung nachgeahmet,- und bey der Ernährung der Schaafe unter freyem Himmel in Horden mit Futterfräutern, auſſer der reinlichen Dün- gung des Landes, viele Vortheile von ſolcher Fütte- rung gefunden. Die Schaafe werden auf leeren Ae- >ern nahe am Kleefelde eingeſperrt, an den gemeinen Horden leichte Futterraufen befeſtiget, und in ſolche täglich 3mal Futter vorgelegt. In 24 Stunden wer- den die Horden zweymal vorgerückt, und die gepferch- fen Aecker werden aufs geſchwindeſte umgepflüget, da- mit der Pferch nicht verwittern möge, Hieraus iſt zu ſe- hen, daß der geringſte Landmann, der ſonſt keine Schaaf- hürhungsgerechtigfeit auf dem Felde ſeines Orts hat, doch Schaafe ſich auf dem Stakle halten, oder ſie auf ſei- nem Hofe des Sommers bey Tage unter freyom Himmel einhorden könne, wenn er nur künſtliche Gräſer ihnen vortragen kann, und es ſeinen beſondern Umſtänden angemeſſener findet, lieber Schaafe, als Kühe zu hal- ten. Es wird hiervon in dem Kapitel von der Schaaf- zucht mit mehrern geredet werden. Wenn aber Nr. Il. 6. geſagt wird, daß Ochſen vorzüglich zum Zugvieh in England gebraucht werden, ſo iſt dies ſo zu verſtehen, daß man die ſchwerſte Aerarbeit auf die Ochſen ankommen läßt, um der tragenden Mutterpferde, die man neben den Ochſen hält, zu ſchonen. Es giebt in Deutſchland hin und wieder auch Gegenden, wo man die nämliche Ein- richtung, z. E. in den Provinzen längſt der Nordſee, hat, und die Zuzucht und den Verkauf junger Pferde als einen beträchlichen Nahrungszweig behandelt. Daß Quat ſucht gen das zup9 ein vr? ſolchen“? mmi] egeni!| hoden 19 fen im Mi da wirde wovon 48 widoe ums NOE) Niven > “ t C10, nan Ch! 1921. Ducdiſt | meiſt wel) n | mhh | lide dy | TnhZ und | adming | bey do 95 | NSmiſy | des(jj | Vieh'v Etällo/ | | Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 439 n lu Daß endlich in der Beſchreibung der engliſchen" Chf Bauart nur allein des Waizens, als der Wiunter=" werdn frucht gedacht wird, iſt der Güte des engliſchen Bo- hon di dens zuzuſchreiben, und daher nicht zu glauben, daß und dy eine vorhergehende Beſtellung, des Ackers mit Klee mme ſolchen Acker ſofort in Waizenland verwandeln könne. enKv Immittelſt können wir doch bey uns auch in ſolchen wjit-, Gegenden, wo kein Waizenacker, ſondern nur Mittel- nb boden iſt, die engliſche Bauart nachahmen, und dür- Jenen fen im geringſten nicht an der Möglichkeit zweifeln, in ſelt! da wir hiervon ſchon Beyſpiele unter uns haben, und den M: wovon dasjenige eines der- beſten in Deutſchland iſt, gepfett welches der preuſſiſche Herr General, Graf von Borke ge zu Stargard in Hinterpommern ſeinen Landsleuten iſtzuh rühmlichſt gegeben hat, und daher auch hier einen Schaf- Pflaß verdienet.| rts hu) Hind 13) Borkiſches Ackerſyſtem. Him! ſer ihm Stargord in Hinterpommern, zwiſchen drey klei- m ſtand nen Städtchen gelegen, hat eine große Feldmark von je uh 1921 pommeriſchen Morgen, den Morgen zu 390 Schut Quadratruthen, dieſe zu 15 Fuß gerechnet, einen, meiſiens guten Mittelboden, mit hin und wieder ab=. Adj wechſelnden Strichen Sand, wenige und aus ſchlech- x ten Gragarten beftehonde Wieſen, dagegen beträcht= wm liche doch meiſtens abgelegene Holzungen.+. Der few Werth diefes Guthes war von jeher 14000 Rthlr. u| und es war bis 1764 verpachtet, oder auch ſchlecht Vom ih adminiſtriret worden. Die Pacht war 700 Rehlr. in m| bey der aber Bauern und Gebäude ruinirt, und oft he Cir Remiſſionen bewilligt werden mußten.> des Fel- Wor des lagen in Büſchen und Heydekraut, 36 Stück Pfa| Vieh, jung und alt, wurden kümmerlich erhalten. vi| Ställe und Scheunen waren weniger und meiſt leer. E e 4 Die 44.0 Viertes Kapitel. Die Schäferey von 700 Stück war nur allein gut, doch zog der Schäfer den Nußen davon. Der Herr Graf ſah dieſe zerrüttete Wirthſchaft und ihre Fehler, als er ſich 3764 daſelbſt in Ruhe niederließ, bald ein, lernte erſt einige Jahre, und fteng ſeine Verbeſſerungen mit Nachdruck und Glück an, Sy erſt wurde ein Vorwerk in einer weitläuftigen wüſten Feldmark angelegt, 3 Pachterhaus. nebſt 2 Familienwohnungen, 1 Viehſtall und 2 mittelmäſſie» ge Scheunen darauf erbauet. Der AFer wurde uhr- bar gemacht, in 4 kleine Felder getheilt, und vom Guthe aus bearb2itet. Alle Jahre wird auf dem da- bey liegenden Acer die Braache abgemiſtet, und die Auſſaat von 100*T. IL HE 1V. NN. Gemiſtet vder ge-| Roggen Klee Klee 1276. Imergelt.| oder| Gerſte.| zweyter| exſter Gerſte j Hader. Schnitt,|Schnitt, undKlee. Gemiſtet|: Klee loder ge-| Roggen| Klee 1777 erſter|mergelt.| oder| Gerſte,| zweyter - JSchnitt.| Gerſte| Haber. Schnitt.| SIE undKlee.| ENES I I 1Gemiſtet Klee] Klee loder ge-1 Roggen 1772.| zweyter| erſter|[mergelt. 4“ oder-| Gerſ:e. Schnitt,|Schnitt.| Gerſte| Haber. 2233 Gemiſtet Klee 1 Klee l oder ge-! Roggen "1773.| Gerſte,| zweyter 1 erſter| mergelt.| oder Schnitt.|Schnitt,| Gerſte| Haber. and Klee. Gemiſtet Roggen Klee| Klee[oder ge- 1774.|: oder| Gerſte.| zweyter| erſter jmergelt.| Haber. Schnitt.|Schnitt,| Gerſte und Klee. Dieſe 5 Koppeln halten 200 Scheffel Ausſaat Sandes-in fich und folglic) etwa den ſiebenden Theil aller Felder, und wird, wie die Tabelle zeiget, der Klee jährlich von zwey ſolchen Koppeln abgeärndtet,--- Drittens: mit Hülfe dieſer Kleekoppeln, welche - der Grund aller Verbeſſerungen geworden, iſt nach ungefähr 10 Jahren die Wirthſchaft auf eine ſo ers ſtaunliche Art umgeſchaffen, daß der Viehſtand von 36 Stück auf 70 Kühe, auſſer 30 Zugochſen und Stieren angewachſen iſt.=- Von den Kühen ſiehen re I 50auf 442 Viertes Kapitel. 50 auf dem Vorwerk, und 50 auf der Schäferey». Dieſe 100 Stück ſind jedes zu 5 Rthlr. Jahreszing verpachtet, die übrigen ſtehen auf dem Herrnhofe.. --- Die Schäferey von 800 Schaafen iſt für 300 Thlr. verpachtet.=- GSämmtliches Rindvieh wird, nach- dem das Rauchfutter auſſer dem wenigen Heu gänzlich abgeſchafft iſt, mit Klee, welcher ſämmtlich gegen Ha- ber- und Gerſtenſtroß zu Hexel geſchnitten wird, reich- lich-und vortrefflich unterhalten; und Schaafe und Pferde erhalten'durch deſſen Hülfe auch ein weit beſ- ſeres Futter, wie gewöhnlich. Viertens: der ſo ſehr vermehrte ſaſt 6mal. ſtär- kere Viehſtand liefert ſo vielen Dünger, daß jekt über 6090 zweyſpännige Fuder jährlich ausgeſühret, und dadurch natürlicher Weiſe die Aerndte verhältnigmäſ- ſig vervielfältigt worden.== Die größte Aevndte betrug ſonſt 1 500 Stiege;(eine Stiege enthält 20 Gar- ben) an Roggen wurde ausgeſäet über 200 Scheffel, an Gerſte 100, und am Haber über 100 Scheffel. Dagegen ſind, im Jahr 1778, 308 ſtarke zweyſpän- nige Fuder Klee gewonnen, uud am Getreyde iſt im Jahr 1777 eingeärndtet, Roggen von 496% Schffl. Ausl. 2900 Stiege. Gerſte== 584==== 492% Haber== 354==== 1158= Erbſen=. 5X 38 Fuder,; oder 76=+ Bucwie-u 0 EG 8.1058 Summa 946 Schffil. Summa 4665 Stiege. Da das Stroh ſehr lang war, geriethen die Gar- ben auſſerordentlich groß.= Zum Verkauf lagen, äm„Junius 1778, 1500 Scheffel Roggen, 2000 Scheffel Haber, und 500 Scheffel Malz bereit.=- Neber dieſen Ertrag des Guths gegen den ſonſtigen, da mn iM 0 | que M Jul und im 5 herumgeh umjuſiür Dünger! Die YA] arndt? a+ an I 25, y/1 Weſs f Gim) ud da ev | fc fin voOj De 8 NENE Yea 19 | Nendeln Dh von ſat) Bagen. H die G Ch) 7 4 Ders (407 Hef vz | und we; Über men mi Nn uin ve eſte Top yhig ſy ih ſh Shifh, ahren ern, 300, id, ße gän Gegend ed, Neid: haofe u weit hy mal fi ret, u) tnf 6 Ae) (t 20 Chf Cf | zwei| yde iſt welt,| mfg| da Grundſaße zur Beſtellung des Akers, 443 da jekt die Einkünfte ſtatt 700 Nthlr. gegen 3000 be- tragen, muß man ins angenehmſte Erſtaunen gerathen.; In langen Tagen wird der Aker mit 6 Pflügen, und im Herbſt die Sommerbraache. mit z 2 Pflügen berumgebracer im Herbſt gepffügt, zu ſeiner Zeit im Frühjahr gewendet und abgeeggt, wird Gerſte geſäet, untergepflügt und, übergeeggt, und auf jedem Scheffel 5 Pfund Kleeſaa- men mit feiner Erde vermiſcht, oben übergeſtreuet, und nur einmal mit der Egge leicht übergefahren. Das erſte Jahr läßt man die Gerſte reif werden, den Klee. „ruhig ſtehen und ſorgfältig ſchonen. Das zweyte: Jahr, ſo bald er überall blühet, wird er abgemähet und 444 Viertes Kapitel, und zu Heu gemacht, welches ebenfalls beym zwehten Ednitt, ſo im Auguſt einfällt, geſchieht. Selten Hat man dort die dritte Aerndte gehabt. Jn folgen- den Jahren wird, wie in der Tabelle angezeigt iſt, verfahren. Im 6ten Jahre wird gedünget, und. als- denn wie im erſten Jahre verfahren. . Der Klee wird aſo in volier-Blühte gehauen, die Schwade, ſie mögen auch noch ſo hoch feyn, blets hen liegen, wenn es gleich lange und ſtarf regnek. Bey troFnem Werter werden die Schwade etwas aus- einander gezogen, und'in Strecken geharfet; ſo bald fie trocknen, und noch feucht find, in kleine Haufen ge» ſeßet, und wenn es gleich regnet, ruhig, ſtehen gelaſ- ſen. So bald heiter Sonnenſchein eintrifft, werden Vormittags die Haufen herumgeſtsFen, und dex Klee Nachmittags eingefahren. Bey günſtigem Wetter hat man ſchon am vierten Tags, das Mähen mit gerech« net, den Klee in die Scheune gehabt; jedoch iſt auch, obgleich Regenwetter von 21 Tagen eingefallen, den- no) das Kleeheu guf geworden und nichts verdorben, welches beweiſet, daß Klee leichter, als Gras zu Heu zu machen iſt. Im dritten Jahre, nach Ausſaat des Klees, wird beym zweyten Schnitt ſo viel zur Saat fiehen gelaſſen, als man zu brauchen oder zu verkaufen gedenkt. Hat der Saatklee braune Köpfe, ſo wird er gemäht, in Haufen geſeßt, und wenn ex darin ge- ſchwißet und trocken geworden, eingefahren, und hoch auf Stangen über den Sceunflur getaſſet, und im ſtrengſten Winter abgedroſchen; daß die Hülſen abge» hen. Dieſe werden erſt in ein enges Sieb gethan, Damit der Unfrautsſaame herausfalle, nachher in Sä- Ee gefaßt, wenn es eine große Menge iſt, und in ei- nen Backofen, wenn er nicht mehr zu heiß ijt, geſeßt, und 24 Stunden darin ſtehen gelaſſen. Uebrigens wird Der: Gy der Gaal gemalt Mul be mit ließ der. 3 Doſe! hauſte ye und] der ids Die Fit | beſtell | Abbild/9t | wd || | | "UE mpfchlen Yu Yen, 6 | Jay Mein nm Daf | zur Ocp und gli Kaſi ſin; 4 ben vn 2 8 hes ſet. Zehe Wied, dn y angezälgt j Jef, und. ihto geh) Ch fen ſtark vp de ewas 8 ret 7 ſohh 10 Haufe) ſiehen git ft, wer und des Ah | m Dette- + mit qu doch if ub efallen, ts verden) Gras zu 7) ) Ausfoatw| jel zur Gw| „uverfaf! fe, ſo wi) fe dann(| 1" ude) t, und(1 ſen ab! feb gethal her in| undi| iſt, gf mgensni|| m Grundſäße zur Beſtellung des A>ers. 445 der Saame in kleinen Mulden geſchwungen und rein gemacht,== 1248 Da der ſämmtliche Klee geſchyitten wird, ſo!/ches aber mit Menſchenhänden nicht zu zwingen wäre, ſo ließ der Herr Graf eine Herxelmühle bauen, welche von 8 Ochſen getrieben wird, und alle Stunden x60 ge- häufte Scheffel Herel liefert. Ein Knecht, ein Jun- ge und eine Magd thun dabey ſo viel Arbeit, als 29 der tüchtigſten Knechte nicht würden verrichten können. Die Herelmühle nebſt der angehängten Kleeſcheune koſtete nicht über 302 Thlr. Die Beſchreibung und Abbildung derſelben kömmt in des Herrn Grafen eige ner Beſchreibung der Stargordtſchen Wirthſchaft u. ſ. w. vor, und verdient weiter den Landwirthen empfohlen zu werden. Der daſelbſt häufig vorhandene Mergel liegt in Bergen, iſt gelblich, und 6== 10 Fuß mächrig, Das Mergeln geſchieht im ſpäten Herbſt und erſten Froſt. Iſt er noch nicht ſtark gefroren, ſo wird er mit hölzer= nen Wurfſchaufeln vertheilet. Man hat bis jeßt nur zur Gerſte gemergelt, und vorher den Acker geſtürzt und glatt geegget. Auf jede Koppel kömmen 1030 „Kaſten Mergel von ungefähr 10x Cubicfuß der Ka- ſten; oder ſolcher Kaſten iſt 98 Zoll lang, 19 Zoll oben und 12 unten breit, 16 Zoll hoh, und wird von 2 Mittelpferden gezogen. Anmerkungen, “An dieſem Syſtem haben wir nun das Muſter ei- ner freyen Nachahmung der engliſchen Bauart,' wels c« Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 447 bung, geben, beybehalten. Und hieran iſt faſt nicht zu zweifeln, daß von dieſen daſelbſt in guten Jahren zn"gewinnenden 250 Fudern Wieſenheues für die Schäferey, Stallpferde und Rindvieh, und für erſte ve beſonders reichlich vertheilet werde. Werwendet man nun dieſes Heu hauptſächlich für die Schäferey, ſo ſoll dies anzeigen, daß man das Heu vom Graſe ſicherer und geſünder, als das Kleeheu halte, indem überall bekannt iſt, daß kein Vieh eher von nicht tro» >en genug aufgefahrnem Heue könne verdorben und zu Grunde gerichtet werden, als die Schaafe, Daß aber, auſſer mehrern Oekonomen, der Verfaſſer der Verſuche, die. Landwirthſchaft betreffend, m. 4.. über das Heumachen des Klees gleiche Erfahrungen habe, kann, wenn man dieſe Schrift nicht beſißet, im AU manach für d. L. aufs Jahr 1783 S«. 179 nache geleſen werden. Es iſt aber wohl. zu glauben, daß ein ſo einſicht8voller und höchſt muſterhafter Landwirth, als der Herr Graf von Borke iſt, an die Verbeſſe- rung ſeiner Wieſen gleichfalls noch Hand legen, und ſie mit den beſten Gragarten, wozu beſonders in dex H. DT. Anleitung gegeben wird, begatten werde. Wie endlich die Leſer auch dieſes beſonders be- merken werden, daß der hochberühmte Herr Graf die Braache beybehalten, und ſich hiemit als einen freyen Nachahmer der Engländer bewieſen, ſo werdenjie bey ihm eine Uebereinſtimmung mit dem berühmten Herrn Probſt Lüders in ſeinem Aerſyſtem finden“da er die Sommerbraache vor Winters bereits umſtürzen läßt, und hiemit auch deſto mehr Zeit gewinnt„den Dün- ger im Frühjahre aufs*Braachfeld. zu ſchaffen und die Wendfahre ſchon vollendet hat, ehe die Roggen- ärndte angehet.- Zuleßt finden alle Landwirthe auch an dem Herrn li<ſt 448 Viertes Kapitel, lichſt zu beobachtenden frühen Beſäung des Winter« feldes, da er in einer Zeit von-x4 Tagen mit einer ſo ſtarken Ausſaat ſchon vor der Mitte des Septembers fertig ſeyn, und hiemit den erſten Grund zu einer reis» dien Aerndte, nach vorhergegangener beſten Vorbe» reitung des N>ers, ſo richtig gelegt haben kann, Es iſt eine aite Ackerregel: frühe Saat triegt ſelten, ſpäte oft. Dieſe Regel gilt in Anſehung' des mittel und ſchlechten Bodens aber am meiſten, zumal wenn er falt iſt. Je früher man hier ſäen kann, deſto mehr Hat man zu hoffen. Nun folgen einige Bauarten, welche auf dem Grundſaße beruhen: Wer die Braache abſchaffen will, muß die Früchte nicht alle Jahre in der obern Furche der Erde bauen, ſondern zuweilen die untere Furche herauf bringen, mit dieſer die obere bedecken, und alsdenn die Früchte in der heraufgebrachten Fur» ge bauen, 14) Kretſchmariſches Ackerſyſtem.- Der Königl. Preuß. Kammerrath, Herr Kretſch- mar, bekam von dem König ein Landguch ohnweit Berlin, um ſeine der Welt angeprieſene Ackerart bes kannt'und beliebt zu machen. Nach dieſer ſette er voraus, daß x) die untere, wenigſtens doch die etwa 9 Zoll unter der Oberfläche befindliche, Erde gut, und bald mürbe und arthaft, folglich nüßlich zum herauf- bringen fey, Er. berief ſich auf a) das vortheilhafte Rajolen der Gärtner, b) auf die Güte der Uäaul- Wwurfserde, die ein Dünger ſey(dieſe wird aber ſo tief nicht herauf gebracht) c) auf die Bäume, deren tiefe Wurzeln aus der untern Erde die Nahrung für. jene hohlen;( die Zapfen- oder Hauptwurzein der Bäus Om? Baumer T (er u y|. de Zu Zaum/ frohen 96 mehr(ie 194 Baums) nen Oct Bayald) das Yen; [weite(M! ; Gui ve ut St ve Nies de| 4Ghuhis! | GitmdD: kende» 8) nde wit, Dy | das His! eiliheng 1 Vin einige aul das Wi) 2)|" gel u liege, Py NG dud| 156 wd 0 ds Ey vw c) mſg: AbfG: 84 3367 | es Yin n mit dy Septinky zu 0) jim Pu 1 Eann,(, ſelten, mitt 4) nal went deſen) de aufh 0 abſhh 1 der(iy n die ve bei) achten ju jen,| ere Au uh hm Acferanh 12.00 gut, yy zum jem orte der Mal ed abt) me, ds abus pu y Za / Grundſäße zur Beſtellung des Akers, 4449 Bäume gehen nur tief in die Erde, und dienen wenis ger zur Nahrung, als zur Feſthaltung des Baums. Die Zaſer- und Seitenwurzeln führen eigentlich dem Baume den meiſten Saſt und Leben zu, und dieſe kriechen in der Oberfläche der Erde nur umher. Je mehr ſie aber dieſes thun, deſto lebhafter wächßt der Baum,(S. des Hrn. Tledikus Beyträge zur ſchö= nen Gartenkunſt, S. 54.) 4) Und endlich auf die Bauart der oſtfrieſiſchen Viarſchländer durch das Wühlen, da man nämlich den Ackerin 20 Schuh Üveite Beete eintheilt, an jeder Seite des“Geetes 5 Schuh breit abzeichnet, von dieſen Stücken die obes re gute Erde wegnimmt, und auf die 19 Schuhe in der Mitte des. Beetes wirft, ſodann in der Mitte des abgedeckten 5 Schuh breiten Strichs einen Graben 4 Schuh breit gräbt, den zähen Thon hart an beyden Seiten des Grabens ſeßt, und die unter dem Thon liegende gute Erde über jenen am Rande des Grabens ſtehenden Thon auf das mittlere ro Schuh breite Beet wirft, den Graben wieder mit dem Thon füllet, und das Beet ebnet, welches man- einen Sommer durch etlichemal pflüget, und im Herbſt mit Rüoſen' oder Wintergerſte befäet. Man ärndtet reichlich davon einige Jahre nach einander, und wiederhohlt ſodann das Wühlen. 2) Er ſeßte ferner voraus, daß man, 2) wo nicht gleich unter der Krume Felſen, Kies, Thon u. dergl. liege, eine gufe Erde bekommen, und, wo gebaut Feld iſt, wenigſtens allemal 9= 10 Zoll tief, ſo viel er verlange, brauchbare Erde herauf hohlen fönnez; b) daß man alſo ſeine"Bauart überall anwenden kön- ne, wenn die Huthgerechtigkeit nicht im Wege ſtehe z c) und die abhängige Lage, wegen des zu beſorgeaden Abflöſſens der Erde, das tiefe Ackern nicht mißrathe« If 3) Er Bgausvater I. Band. 458... Viertes Kapitel. 3) Er ſekte drittens voraus, daß man ſein dem Rajolen nahekommendes tiefe Pflügen mit der vorhin gewöhnlichen Anzahl des Zugviehes, und mit dem gewöhnlichen Pfluge, mit einer kleinen Veränderung, verrichten fönne, worzu der Vorſchla« gleich folget. Il. Die Hauptſache dieſer Bauart beſteht darin, daß man; x) die bisher gehabte 3 Feldabtheilungen aufhe- be, und das ganze Feld nur in 2 Theile vertheile, ( davon einer Winterfrucht, und etwa zach de Winterärndte noch Sömmeruntg, der andre Th*. Sommerfrüchte träget,) vom ZBraachfelde aber, weil die Weide der Braache wegfällt, etwas nach tüchtigem Pflügen zu Gräsboden mache. 2) Was Ackerfeld bleibet, ſoll man das erſtes, mal, wenn man den Aer zur neuen Saat zubereitet, tief pflügen, nämlich 2 Surchen tief, welches, wie er ſagt, obngefähr 8-9 Zoll betragen wird, undzwar in gleicher Dicke und egaler Proportion die Furchen, ſo daß man die untere oder 2te Furche, die man her- aushebet, allemal accurat auf die obere leget, und dieſe mit jener ſo zudecket, daß man nicht das gering» fte Gras, Queen oder Unkraut kann zu ſehen bekfom- men, wodurch es erſtit, und zur Fäulniß und Dün- ger geſchicft gemacht wird. Anmerkung. Von ſolcher Art zu pflügen kann man nicht die Vertilgung jeder Art des Unkraurs erwarten, indern es einige giebt, die mit den Wurzeln noch über einen Fuß tiefer in die Erde, dergleichen Winde, Hauhße- hel, Gypsfraut, Seifenkraut, u. ſ. w. ſind, und wo- von zum Theil ſchon oben Erwähnung geſchehen, hin« eingehen, Doch können biejenigen Unfräuter, die feine weg Zſeloy wied! Dent; befa9 1 NM bepotD| [ſen Anch 38 |(1 10/ER | fun | Wſiw NERN WÖ40.59) Dia EN Hine han(zin Nun dle„zy met 0m mn, hy | Wit a6n ſen, 9! ſch IE] | j | Tan ink I Der vod; nd mit" eränden eic filz eſtuht dyz Ingen u Me verthi) a Rach.) andre Y/ felde> (was ny 1 das eib. t zubereh! elches, 1 ), unde! (e Furch) e mant leget, in das gery en befin und Div nicht di! 1, inden| ber eine|| , Huf 4 und vw| en, hi| iter, faint Grundſäße zur Beſtellung des Akers, 45x feine ausdaurende Wurzel haben, und ſich allein durch den Saamen fortpflanzen, wohl durch das Doppel- pflägen ſehr gemindert werden. So könnte z. CE der Hederich, welcher in den meiſten Sommerfeldern zum größten Schaden der Sommerfrüchte gefunden wird, ſehr vermindert werden, wenn der Saame in ſolcer das erſiemäl nach der Sommerärndte doppelſürc 3 Jahren verſeßen, ſo legt man ſte beym Doppelpflügen im Herbſt in die tiefe Furche. Die leeys Streifen des Feldes aert man von Zeit zu Zeitz ſo iſt der Holzwuchsin 4 Jah- ren merklicher als ſonſt in' 8. 2) Oder noch beſſer, man umzäunt ein Feld mit einer Hecke von Hagen- (Hahn-) butten, deren Körner man vor Winter in einen 2 Schuh breiten und eben ſd tiefe Graben, den man mit Miſt düngt, in beyden Een einzeln mit 1 quer Hand hoch Erde zudeckt, alle zwey Ruthen x Acacienbaum ſekt, und die Hecke endlich alle Jahr 2wmal beſchneidet. An beyden Enden des Felds ſons dort man 2 Rabatten ab, um den Pflug darauf um- zukehren, und beſeßt ſie mit Standbäumen. Das übrige Feld bereitet man durc Doppelpflügen zum Kornbau wohl zu, theilt es in Stücke ab, die 45 Schuh hreit ſind, nimmt von jedem 3 Schuh zu einer Ra- batte, und 2 Schuh zu Wegen auf beyden Seiten der. Rabatte, die als ein Bett erhöht iſt, Folglich 5 blei; Will man auf ein| "Y:- 456 Viertes Kapitel, bleiben noH 40 Schuh übrig, die man mit Getreyde nach dieſer Bauart beſtellet. Auf dem Rücen oder Rabatte ſaet oder pflanzt man wilde oder zahme Bäu- me, inſonderheit Maronen zu Overholz, Zellernüſſe zu Unterholz, Maulbeerbäume und dergleichen Hefen, deren erſtes Laub zur Seidenzucht, das 2te aber im Herbſte abgepflüer, und gedörrt ein treffliches Futter für Pferde, Schaafe, Rindvieh und ſonderlich Melk- Fübe iſt, und deren Beeren das Federvieh maſten. Man beſeßt jede Rabatte mit Standbäumen, 3 Ru- then von einander; hernach ſäet man auf der einen Rabatte Saamen zwiſchen die Bäume alle Jahr, und verſeßt alle Jahr im Frühling die junge Bäumlein auf die nächſte Rabatte zwiſchen die Bäume hinein, r Schuh weit, oder auch 3 in1 Schuhraum. Jm 6ten Jahre ſeßt man ſie anderwärts hin. Man ſäet im April, die Erde muß aber recht gut und flar ſeyn. . Auf der Rabatte pflanzt man neben den Baäumlein allerhand Kohl, um den Boden locker"und in Dün- gung zu erhalten. Will man das Feld zu Wald end- lich machen, fo ſenft man von den Bäumen 18--- 25 Schuh auseinander ab, pflanzt auch auf jedem Rür- Fen der Rabatten Buſchholz. Treibt man das Holz der Zelle'nüſſe alle 6=-- 8„Fahr ab, ſo werden ſte ver« Jüngt, wachſen ſchnell, und nußen mit Früchten. Von dieſer Bauart nun verſprach der Urheber, daß man, beſonders nach dem erſten Jahre, mit eben dem Aufwand von Zeit, Mühe und Koſten, tr) einen mürben, reinen, fFraftvollen Boden z 2) einen größern Ertrag an Korn und Stroh, ohne Braache, mehr Ju kter, beſſer gowartetes Vieh, mehr Dünger erhalte 3) Wieſen und Baumzucht verbeſſere. An? | | 6,1 ; NE ſhe 3 verheild ſien 2090 daß fell nur inh] [en 10 der vnd dem 10! unda/ At ly, 3) dur) 1/00 wirde 047 |(m l'3S | wel (hrs "De; Vieh M: ker ih it Get) Rüfen jehmedy. , Zellen, (ven ef af abi ies Jup erlih Tt ieh miſs. en, 3 f der(im e Jahr) Baum me hint um, Zj May ſy d flarſyg Baum d in Zir Wald ut:| n 183)| jedem I| 1 das Dh| den ebw) chien, Urhebt, mit em 1) ein 1 größen||, e, mt)| verhalt)|' | | Ww!| Grundſäße zur Beſtellung des AFers, 457 Anmerkungen. Ob ſchon an manchen Oertern die Kretſchmars- ſche Bauart verſucht, auch hin und wieder nicht un- vortheilhaft befunden ward, ſo machten doch die mei- ſien Landwirthe a priori ſchon dawider Einwürfe, ſo, daß ſie ſich gar nicht zu Werſuchen, derſelben einmal nur im Kleinen entſchlieſſen wollten. Bey ſehr vie len war das Vorurtheil gegen einen Mann zu ſtark, der von Herkommen gar kein Landwirth war, uad von dem man glaubte, daß er nur ein Stubenwirth ſey, und als ein ſolcher dergleichen Grillen ausgehe>t ha- be, die erſt durch viele und durchgängige Verſuche durch die Prüfung hätten gehen ſollen. Das Syſtem wurde endlich von den meiſten völlig verworfen, da dem Urheber ein Landguth war eingeräumet worden, wo er bey ſeiner vermeinten ſo einträchtlichen Aer- cultur mehr. rückwärts, als vorwärts, kam, und ſei- ner Welt gar nicht zeigen konnte, daß er bey ſeiner Wirthſchaft was vor ſich- bringe, wovon aber der Feh- ler eigentlic) an ſeiner innerlichen oder häußlichen ' Wirthſchaft mehr, als an der Feldwirthſchaft gelegen Haven foll. Es hielten aber auch klaſſiſche Schriftſceller ihr Urtheil nicht zurücf, unter welchen Hr. v. Pfeifer das Seinige ſo von ſich giebt, daß er im Lehrbegr. ſämmtl. öfon. und Cammeralwiſſ. Th. 1. S. 77.. ff. davon alſo ſagt: Dieſer ehrliche Mann, den die nur ſelten verſchwenderiſche Natur mit mehr Einbildungs- als Beurtheilungkraft geſegnet hatte, war durch das - Rajolen in den Gärten und deſſen bekannten Nutzen auf die Gedanken des doppelfurchigen Pflügens ge- rathen; vergaß aber ſehr übel zu bemerken, daß man Hie Gärten nicht alle Jahre rajolen müſſe, und daß, wenn man den Garten, nicht vor dem Winter vajole, vt 5 und 453 BWiertes Kapitel. und mit wohlgefaultem Miſt tüchtig dünge, die erſte Aerndte ſelten die beſte zu ſeyn pflege. Die untere Erde führe eine gewiſſe Rohigkeit, oder wenn man will, Unfruchtbarfeit bey ſich, dieſe Rohigkeit werde der Erde hinreichend benommen, wenn man das doppel- fürchige Pflügen im Herbſte vornehme, und den Acer erſt im Frühlinge mit Sommergetreyde oder Garten- früchten beſtelle. Froſt, Regen, Scnee und Luft ſeyn gar kräftige Mittel, ihm das Rohe zu benehmen, auch den Acker fruchtbar und mürbe zu machen. Wenn alſo das Getreyde im doppelfürchig zubereiteten Acer irgendswo nicht gerathe, ſo müſſe ſolches nicht dem , ſondern der ungeſchiften Beſtellungs» art zugeſchrieben werden. Cs bleibe daher das dop- pelfürchige Pflügen eine gar vorzügliche Sache, im Fall es nur alle 3 Jahre geſchehe, damit die herunter gebrachte Erde merklich ausruhen, die Unfrautswur- zeln und Saamen aber in Verweſung gehen können; und ſie ſey in alken AeF>ern, diejenigen ausgenommen, welche unter der obern Furche Streingrund führe, anzu- wenden. Die bisherige vielfältige Einwendung des mehreren Zeitaufwandes und mehreren Zugviehes ha- be nicht Grund. Wer nach der gewöhnlichen Art Gerſte, Lein, Hirſe, Kraut u. ſw. fäen wolle, müſſe den Aer 3=-4mal pflügen, und 2mal eggenz; wer doppelfür- t, und fo liege, daß ſie nach und nach könne befruchtet wer- den, wie man an der Gartenerde ſehe; 3) eben daher ſey die untere Furche, wenn man ſie das erſtemal her- auf bringe, bald zu feſte, bald zu ſauer, und tauge nicht für Gewächſe, ehe ſie vorher genugſam zuberei- tet worden. Er zieht daher die Reichhartſche Bauart der Kretſchmarſchen vor.; Da ih einer der erſten Landwirthe in hieſigen Landen geweſen, der dieſe Bauart im guten ſowohl, als im Mittel und ſchlechten Boden verſuchet, ſo muß dem U-theile des Hrn. v. Pfeifers beytreten, be» - fage deſſen geſagt wird, daß das doppelfürchige Pflü- gen vor Winters geſchehen, und nur alle drey Jahre wiederhohlt werven müſſe. I< habe aber auch be- funden, daß der zweyte-Pflug, welcher dem nb nq 463- Biertes Kapitel;.- nad) gemeiner Art vorgflügendem,-nachfolget, und die untere Erde heraufhohler, ſo gar in leichtem Bo= den noch einmal dem Zugviehe ſe ſchwer werde, als jener; daß alſo das ſrärkſte Geſpann hierzu, erwählet werden müſſe. ZJJcers. 46x Hügels oder Berges. Man bauer nicht das ganze Landguth alſo, ſondern widmet nur einen gewiſſen Theil deſſelben z. E. 16--20 Morgen darzu, legt et- wan im Anfang, bis man's lernt, x Morgen zur Probe an, erwartet aber 3--4 Jahre den Er olg, 0 9 endlich beſtellt man den ganzen Distrikt alſo, und daf man mit der Düngung auſkommen kann, ſo richtet matn- es ſo ein, daß man alle Jahr nur 1 Morgen friſch“ düngt, und ſo in 18=-25 Jahren herum kömmt, alle Krautländer und Sömmerung der Braa- fern. Dieſe Zubereitung geſchieht zwar leichter im Frühling, doch iſt die aller» beſte vor Winters. Kann es nicht vor Winter ge ſchehen, ſo muß es, ſo bald es möglich iſt, im Früh- ling vorſichtig geſchehen, daß der Boden weder zu ſchmierigt iſt, noch die Winterfeuchtigkeit vor dem Säen verliehrt. 3) So macht man den Anfang, wie aber im Fortgang bey Beſtellung einer jeden Frucht zu verfahren, und der Boden darzu. durch tige fes, bald mittelmäſſiges, bald flaches Pflägen zuzu- bereiten ſey, findet man im Feichhartiſchen Land- « uno 462 Viertes Kapitel. und Gartenſchare im 3ten Theile bemerkt. Weun man kann, pflügt man allemal vor Winter, und im Frühling, ſo bald der Aer nur oben grau oder tro» den wird, ſäet man ohne zu pflügen, zieht den Saa- men unter, und fährt mit der kleinen Gartenegge darüber. 4) Man wechſelt mit den Früchten ohne Braache und friſche Düngung, alſo ab, daß man zum Anfange a) Früchte nimmt, welche die ſiarke Dün- gung, ohne zu vergeilen, ertragen z. C. Kohl, bd) nie ſtark auszehrende z. E. Wurzelgewächſe, weder etliche Jahr hintereinander, noch fehr oft baut c) und einer- ley Frucht nie wieder auf den Acker bringt, als bis man aus der Erfahrung weiß, daß der Boden die für ſie gehörige Nahrungstheile durch Schnee, Regen, Thau, und nach und nach geſchehene Auflöſung und Zubereitung der noc< im Boden übriggebliebenen Düngung wieder geſammelt habe. I1. Zrempel der 18jährigen Abwechslung mit Früchten. 1) 2) Weißkraut, andere Kohle, Sallat, b)Zwie-. belſaamen oder wieder Kohl, Rettige, Cucumer, Sal«- lat; c) Paſtinat, Möhren, rothe Rüben, Cucumern,, 4) Safſlor, Mohne, allerhand Bohnen, wozu man das Land nicht afert, ſondern nur im Frühling mit, der Gartenegge gleich ziehet, und darauf ſäet, e) ro- the, weiſſe Rüben, Möhren, Paſtinat,*) Safflor, Mohne, Hirſen, g) nach der Aerndte pflügt man das Feld von einander, und ſäet Winterroggen, h) Stop- peln geſtürztz wenn das Feld wieder grün iſt, wieder gepflüget, und Winterroggen geſäet, Cs läßt ſich dies oſt noch einmal, namlich im gten Jahre thun. 1) Gerſte, Sommerroggen, Sommerwaizen; K) nun gräbt oder acert man wieder tief, 3. E. mit 4 Pfer- den, und ſäet Möhren, weiſſe, rothe, Rüben, auc Paſtinat; 1) Mohn, Saffler, foenum Graecum, Schwarz“. c ) | | | | vi] | eimandi! mertog | vs 30 | gugcun | ſä);. ſie, 92 he, in | ih E | uſm I'm [) 1.4 Neu El |(JW | 161, 185 Chman | Car; » Guſs Chie | ia datuß 5 | A |(md x | bjegn |"meer | mw | Chnas ffm Debi oder Cay ""(E Wat,"= | | ett, Pe nte eau Obe m eht dan Ey. n Ortung Früchten 4 daß man ! fach Kohl, by , weder(ll tc) undi ngt,(wh Zoden di nee, Ih vflöſung 1) eIggebliehun bwecheln allat, ueumer, W| 1, Qn| 1, WO Frühling m!| f ſatt, ew| DER, üg mant nN, h) Ew| 41108...38 56 lift| Tahrew) jen; kam nit 4 7/ üben, I Gam Grundſäße zur Beſtellung des Akers, 463 Schwarzkümmel„ Coriander, Anis; m) Feld von einänder pflügen, Winterroggen, a) Gerſte, Some merroggen, Gommerwaizen, wozu man im Herbſt das Feld von einander pflüg:t, 0) Hirſen, koenvun graecum, Ehwarzfümmel, Erbs- und andere Boh- nen, Klonkererbſen, auch Erbſen und Linſen, p) Ger- fte, q) Anis, Möhren, Wien; Coriander, 1x) Ha» ber, wenn im gten„Jahe Roggen geſäet worden; wo nicht, je8t Mohn, 8) Haber. 2) a) Kohl, b) Kohl, c) Zwiebelſaamen, wor- unter man ſäet Peterſilie, Rettig,. Mörſing, Salat, d) Paſtinat, Kohlrüben, Möhren, e) Safflor, Mohn, f) rothe Rüben, Möhren, Paſtinat, zp) Saff-or, Mohn, hb) Winterroggen, 1) Winterroggen, oder Hir- ſe,&) Gerſie, Sommerroggen, Erbſen, Futterboh- nen, 1) Möhren, m) Mohn, Safflor, Siebenzeit, Schwarzkümmel, a) Roggen oder Gerſte, 0) Anis, Coriander, Schwarzkümmel, p) Winterroggen, q) Gerſte, Haber, Eommerrogg n, Canarienſaat, r) Erbsbohnen, türkiſche Erbſen, 5) Gerſte odet Haber. 3) 2) Kohl, b) Zwiebelſaamen, etwas Peterling darunter, c) eben ſo, d) Paſtinat/ rothe Rüben, e) Mohn, Safflor, tf) Winterroggen, Waizen, g) Win« terroggen, 1) Sommerroggen, Gerſte, 1) Hirſe, Siw« benzeit, Schwarzkümmel, x) Gerſte. Iſt der Ac>ee vom. Unfraut rein; ſokömmr darauf in folgenden Jah« ren, weiſſe Rüben, Erbſen, allerhand Bohnen, Hirſen, Schwarzkümme!, Coriander, Anis, u. dgl. wo nicht; ſo kommt 1) Mohn, Safflor, wozu man vorher in Herbſte recht tief acfert, uin) Winterroggen, n) Gerſte, oder Sommerroggen, 0) Möhren, p) Erbſen, Boh- nen, Coriander, Siebenzeit, q) Haber, Canarien- ſaat, r) Anis, Coriander, 5) Gerjie, Haber, 464 Biertes Kapitel. 4) 2) Kraut, b) Cucumern, c) Zwiebeln, d) Cucumern, e) Paſtinat, kf) Mohn, Safflor, g) ro- the, weiſſe Rüben, Möhren, Paſtinat, h) Mohn, Saff- ſor, i) Winterroggen, K) Winterroggen, 1) Winterrog2- gen, m) Gerſte, Sommerroggen, Sommetwaizen, 1n) Möhren, o) Mohn, Safflor, p) Winterroggen, q) Anis, r) Gerſte, Haber.- 5) Soll es 22 Jahr dauren, bis der Circul wieder vornen anfängt, ſo ſäet man im 19ten Jahre Möhren, 20, Mohn, 21. Winterroggen, 22. Gerſte, oder Haber, 7. Anmerkungen. Dieſes Syſtem hat ſich den Ruhm der Beſtän- digkeit ſeines Orts erworben, da Hr. Reichhart und ſeine Vorältern ihmüber 100 Jahr mit vielem Nuten nachgegangen ſind, wie ſolches viel kauſend Augenzeu- gen beſagen könnten wenn man es auf des nun ſel. Reichharts Verſicherung nicht annehmen wollte, Dies ſerhalb hat er viele Nachfolger hin und wieder gefun« den, nicht nur in der Nähe großer Städte, wo man allerley Küchengewächſe gut abſeßen kann, ſondern auch in Entfernungen davon, wo man zwar die Handels- kräuter in den Plan nicht mit einflechten wollen, da= gegen aber Wurzel- umd Kohlgewächſe nacy der Ord- nung des Syſtems erbauet, die ſich bey der Nind2 viehzucht gut gebrauchen laſſen. Es iſt daher dieſes Syſtem in einer freyen Nach« ahmung ſolchen Oertern anzupreiſen, die einen Man- gel an Sommer- und Winterfütterung haven und im Winter, hauptſächlich bey der Stallfütterung, neben dem Heue, auch grüne und friſche Gewächſe den Milchkühen ſowohl, als auch dem Maſtvieh, mit Vortheil geben wollen, indem ſie ſich mit den in den Winterungen aufbewahrten Kohl.» und Wurzelge- waäch- | | | Ory! wih) vo NSN (ict(rg) mung nie Ochreijel! 0.0.4 gedieſes j N yy 3 Af 1,8 1) ahn 3 moge dn quem Ori 6ü 1) m 8 nimmt U8 hne nta 9) Gebä9 erſin 190 mit dogg! recht ſip) leide 3 einmal zj dieß 33 den Miſſy tif, Oj if dn Ig ure Früchte ben, Ihe Eo ie Erde(09 "8113 4 - withel)| Mot, On Rehn, Ef ) Winti Mme Eero 3 der Cy toten Tay 22, Ooh der Beſt eichhart 1) jelem Nah nd Auger des mun wollte, I wiedergfs: te, Om „ſondemag die Hands wollen, 1 a de I y der Aub fegen Ih einen Nur haben u Üfühen ewigen| ſivieh„ den in 0) Burg wid Grundſaße zur Beſtellung des Aers, 465 wächſen die Wintermonate ſo lange hindurch helfen kön« nen, bis ſie im Frühjahre wieder Klee oder andre künſt» liche Gräſer ſchneiden, und alſo mit der grünen Fütte- rung nie einhalten, ſondern ſie ununterbrochen in jeder Jahreszeit fortſeßen können,als wovon theils ſchon in der 5.0. 3.1Vv.Th. 11. Rap. 1. gelehret, und in der Fol- ge dieſes Werks noch mit mehrern gezeiget werden wird, 16) Das Darjeſiſche Ackerſyſtem. - Der Hr. Geh, Rath Darjes theile die Felder in 3 Klaſſen. L. In der erſten Klaſſe ſind die Felder, welche x) allein durch Bearbeitung und Düngung gut zu machen ſind, 2) und auf welche man den Dung be- quem bringen kann„Für dieſe giebt er den Rath, x) man ſolle ſie mit+ mehr Miſt, als man ſonſt - nimmt, düngen, z- E. mit 16 Fuder, ſtart der ge- wöhnlichen 12, und den Miſt vor Winter einfürchig unteraern, oder doch ſo bald möglich im Frühling. 2) Sobald es Zeit iſt, das zu beſtellen, was man im erſten Jahre darauf bauen will, acert man dies Feld mit doppelten Furchen, und überzieht es mit einer recht ſchweren Egge nach allen Gegenden: Mur leichte Felder darf man mit 3=-4 Stück Vieh auf einmal ſo tief: pflügen, als es mit 2 Furchen geſchieht. Dieſe Arbeiten machen den Boden lockerer, und legen den Miſt in die Mitte, vergraben ihn alſo nicht zu tief. Er giebt den obern Wurzeln Nahrung, und iſt ein Ferment zur Fäulniß für die Erde der untern Furche. 3) Nun beſtellt man das Feld alſo, 1 Jahr» Früchte, die man jäten, und behacen muß, Kohl; Riüj« ben, Möhren, Paſtinat, Kohlrüben, Erdbirnen. So wird Unkraut vertilgt, und die herauf gebrachte Erde loc>er, und von Säure frey. Wenn die Früchte Bgugvgter 1. Band,: Gg vom 466: 257 Viertes Kapitel. vom Felde weg ſind, acfert man wie gewöhnlich, und ſäet für 2 Jahr im Herbſt Winterroggen, oder Wai- zen, oder im Frühling Sommerroggen, Sommerwai- zen. Gleich nach der Aerndte ſtürzt man die Stop- peln, aber nur ſo tief, als die eine Furche geht; ſie verfaulen ſo beſſer im Winter. 3 Jahr im Frühling aFert man zur Saat, und ſäet Gerſte, ſtürzt nach der Aerndte die Gerſtenſtoppln wieder x Furche tief. 4„Fahr pflügt manim Frühling das Feld, ſobald mög» lich,in die Queer, akert hierauf zur Saat, und ſäetwie- -der Gerſte. Gleich nach der Gerſtenärndte pflügt man dieſes Feld doppelfürchig. 5 Jahr überzieht man es, ſo bald möglich, im Frühling mit der ſchweren Egge nach “allen Gegenden, aert ſodann zur Saat, und ſäet Sommerroggen oder Gerſte. Will man im Früh- ling folgenden Jahres wieder Gerſte darauf thun, ſo aert man gleich nach der Aerndte die Stoppel 1 Fur- he tief unter, pflügtim Frühling, ſobald möglich, in die Queere, ackert ferner zur Saat, und ſäet die Ger- ſte. Sollte aber im 6ten Jahre Haber darauf, ſte-- hen, ſo ackert man gleich nach) der Aerndte des 5ten „Fahrs die Stoppeln 1 Furche tief hinab ,. und pflügt im Frühling nur 1mal, nämlich gleich zur Saat, und ſäet Haber. 6 Jahr hat alſo das Feld Gerſte, oder Haber. Alsdann fängt man wieder von vornen an, fährt, wie bisher geſagt, fort, und nußt alſo 6 Jahre das Feld ohne alle Braache, und friſche Düngung. Fehlt es an Vieh und Leuten zur Arbeit; ſo benuße man das Feld einige Jahre, ohne es wieder zu bear- beiten, z. E. man ſäe im 5ten Jahre Schnittkobl aufs Feld, den man als ein gutes Futter in dieſem 'Sommer 3mal wenigſtens, ferner im Frühling des Eten Jahres noch einmal mähet, ſodann in Saamen ſchieſſen läßt, der gut Del giebt, und gewiſſer anzu- bauen iſt, als Rebs. U. Zur Ory man zwar imm, 2)] gum, vl dieſe 1)! dem, 5 nah we adun, 8 mit Ers ſtellen, 1 oha ſtreut Vi dieſen m 148 | 4-jmlg |(1m JN | deeim 108 . jm, wi€ | taleiHe ſh), auf zue dy jemedeſy tief, ay ing zutip Vembtong | ſöwnig | lervggent m Buy | a jur Clog ſo fet h Duette | fängt maß | | | Wnlhf vöhnli,[0] nan, Commag, an die Gy irk Vieh um, damit die Wurzeln im Winter faulen, und die Erde locker wird. Im Frühling überzieht mans mit der ſchweren Egge nach allen Geg.nden, afert hier- auf zur Saat, und ſäet im xten Jahre Sommerwai- zenoder Gerſte, Im Herbſt ſtürzt man die Stoppeln ſo tief, alseine Furche geht 3 2 Jahrac>ertman im Früh» ling zur Saat, und ſäet Gerſte, a>ert gleich nach der Aerndte doppelfürchig, überziehts mit einer recht ſchweren Egge nach allen Gegenden, und ſaet Win- terroggen, Waizen, Dinkel für das 3. Jahr. Nach der Winterärndte ſtürzt man die Ttoppeln ſobald mög- lich, eine Furche tief, 4- Jahr ackert man im Frühling zur Saat, und ſäet Haber. Will man Gerſte ſäen, ſo ackert man im Frühling ſobald möglich, in die Queere, ſodann noch einmal zur Saak. Im Herbſte fängt man wieder von vgrne an, bereitet nämlich nach Nr. I. das Feld zur Esper- oder Lüzernenſaat zu. Gg 2 III. Die 468 Viertes Kopitel, „+ II. Die dritte Klaſſe Hat ſolche Felder, deren Boden einen Fehler hat, den man verbeſſera muß, daß der Dünger anſchlagen kann. Man muß alſo den ſchweren Boden mit Mergel, den leichten mit ver- faulten Raſen, der aus ſumpfigten Orten gehohlt wor- deu, überfahren, und von ihm verbeſſert worden, nach Nr. 1. oder. IL behandeln. 7 IV: Hat män im Herbſte doppelfärchig geackert, ſo iſt der Boden meiſt im Frühling mürbe genug, daß man. mit Nußen, ohne weiteres Aern, gleich. ſäen, und ue Stugſam eggen fann,. Anmerkungen. Da nach dieſem Syſtem x Dünger mehr, als gewöhnlich, auf den Acer gebraacht wird, ſo iſt es beſage) Nr. UI. nothwendig, Feine SILIT in die erſte Art zu bringen, damit ſie nicht zu Lager gehen. Geſekt es ſey Waizenacker, und daß man dem Umfallen des Waizens durch das gewöhnliche Schröpfen zuvor- fommen fönne und wolle; ſo iſt es doch ſchon oben erinnert worden, den Waizen möglichſt ſo zu bauen, daß er nicht geſchröpfet werden dürfe, damit ſein Er- trag nicht vermindert worde. Hr. Bertrand läßt ſeinen Verwalter in den Elernens d'Agriculture hierür ber alſo ſprechen: J< habe niemals nothig gehabt, mein Getreyde zu beſchneiden oder zu ſchröpfen, als welches. die Getreydepflanzen ſchwächen, und ihren Ertrage ſchädlich ſeyn muß. J< würde die Saat lieber mit. der Hand, oder ſogar mit der Egge ver- dunnen. Wenn man die Pflanzen eines Theils ihrer Blätter beraubet, ſo verringert man ihnen die Mit- tel, wodurrh ſie aus der Lauft Nahrung an ſich ziehen; ſo wie man bemerket hat, daß die beſchnittenen Bäu« me weniger Wurzeln; als die unbeſchnittenen treiben. Cben 3 < MEEEIGERHEN GENE RENTE GRÜSS iin Wande M Gry Cimberh hum fie mn u Der! werden ſy (adleut! hande dy - wichſe 1 hadt das Un) dem oder we 1 vb | m" 3 Ofen mmi L uf Cons ſm Vin m füm, 8 |" M folgendige ſey, 1X nd dert: weden he dieſs 678 fan„Uf mit CJ den Ops „Welle| Buy h. 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Kammerrath Poöllner hat Folgende Bauart dem ökonomiſchen Publifo angeprie- ſen. 1 1) Statt zu braachen, ſtürze man, gleich) nach der Winterſaaf, die Sommerſtoppeln“, und füh- xe den Winter über den Miſt auf den beſten:-Theil dieſes Ackers, pflügeihn im Frühling, ſo bald es ſeyn gann, unter, und wende hiermit denAcker, den man theils mit Erbſen befäet, theils zu ſeiner Zeit mit taugli- ker in vielen Gegenden, Fürnehmlich haben ſich viele Landwirthe dieſes aus dem Wöllnerſchen Sy- ſtem beſonders heraus genommen, daß ſie nach der Anweiſung Nr. Ul. 3) im Frühling mit Gerſte und Kleeſaamen den Acker beſtellen, um ihrer Viehzucht durch ſolche Cultur mehr, aufzuhelfen.| Unter die Bohnen dieſes Syſtems ſind. eigentlich. die ſogenannte Pferdebohnen zu verſtehen, welche ſchon ſeit undenflichen Jahren in der Grafſchaft Rup- pin erbauet werden. Aec>ker, die zum Unkraut ge- neigt ſind, werden mit ſolchen Bohnen verſchonet, weil ſelbiges davon wenizer, als von Erbſen und Wi- ten erſticfet wird. Das Abweiden der Rüben durch die Schaafe wird manchen gemeinen Landwirthen fremd vorkom» men. Dieſen dienet nun zur Erläuterung folgendes. In England ſäet man auf dem Felde die großen weiſ- Gg 4 ſen 472 Biertes Kopitel ſen Rüben, die in mgnchew niedrigen Markbranden- burgiſchen Gegenden auch gebauet werden, und, nach der Güte des Ackers und der Cultur deſjelben, von ſol» Qzer Größe erwachſen, daß ſie einige Pfund ſchwer find. Eine Arr dieſer weiſſen, und bey uns ſogenannter Waſs ſerrüben wächſet von ſelbſt hier zu Lande zum dritten Theile über die Erde heraus: Gebraucht man aber die Hate, ſo werden ſie noch mehr von der Erde ent- blöſſet.. Diefe Rüben heiſſen in England Turnipſe, und werden daſelbſt hin und wieder von. den Schaafen abgeweidet. Was ſie in der Erde laſſen, ſolches iſt ein fürkefflicher Dünger für den Aer, worin die ange- freſſenen Rüben gar bald faulen und alſo auch düngen. Herr Bertzen ſchreibt von dieſer Erdfrucht-in ſeiner Anleitung für die Landwirthe zur Derb. der Viiehzurht: S. 141. fr alſo:«Die Engländer ſäen die Turnepſe, ader lange weiſſe Rüben an der erſten Hälfte des Julius, eggen den Acker, wenn die Rüben hervorgefommen, einigemal über; und behacken den nachgebliebenen Reſt 2mal mit der Hand in Reihen, die x== 14 Fuß, und noc< wohl . Weiter aus einander ſind, Dadurch werden die Rüben zu einer erſtaunenden Größe. Selten werden ſie ge- rupft oder gezogen verfüttert. Man überläßt dieſe „Mühe dem Vieh, beſonders den Schaafen, die auf den Rübenacker eingeſperrt werden, um den ganzen Winter hindurch) davon zu freſſen. Dſt fehlt - es dem Wirth an Vieh z und dann verkauft er die Feucht im Boden ſolchergeſtallt, daß der Käu- fer das Vieh ebenfalls darauf ſperren, und dem Ei- genfhümer des A>ers den Dünger überlaſſen muß. Ein magdeburgiſcher Morgen wird für 8--- 159 Thlr. ohngefähr verkauft. Nad) den Rüben ſäet man Ger- ſte. Zuweilen wird der Winter ſtrenger wie gewöhn * dich, dann gehen Rüben und Beaußung verlohren,- und d uy)(? [pid 4 Ay wb bm Ate wv. M hy) veg M0 mH uws if, E |:4 F hw ol gän en u qu jah| „>< | | Rerfbiany 1, und, ben, von 1d ſchwe) nannte Dy 8 zum dip| Ot made den Erde| md Tum)| den Shah 4 folds orin diem) 1. auch. dünn Frdfrucht! eur Vi ie Englött! eiſe Ni) 1 den WO 1 igemal(4 amal mi zd noh Yeh dien| verden fey] berlägt 0| ofen, die | De JUN Of im m velul oß de A hd demn G (aſſen m|; „104 ( man Ot "7 gewöhn verlopte vy) IEH mm v Grundſäße zur Beſtelung des Akers. 473 und eit ſolches Feld verbreitet im Frühjahrs den un- keidlichſten Geruch,==|' - Aber aus.;eben dieſem ſy ſtarken Geruche erhellet, was dieſe Ruben für einen hochſt kräftigen Dünger geben, und.es iſk fein Zweifel,«daß der umgepflügte Acker von den faulenden Rüben ungemein gebeſſert wer de.: Da eben dieſe-Rüben ſchon ſeit ſehr langer Zeit bey. mir gebauet, und im-ſpäten Herbſte aus der Cr- de genominen, hierauf verpußet, und in die Winte- rung gebracht werden, ſo führt man das abgeſchnitte: ne Kraut dieſer Rüben auf den Aer, welches bey uns eine Düngung. iſt, der, nebſt dem grünen Hede: ziche, auf unſern-Ae>ern keine andre beyfömmt. 18) Berträndſches Acferſyſtem. . Herr Bertrand, Paſtor zu Orbe, in ver Schweiz, Hat in ſeinen Elemens d'Agriculture, welche als eine Preisſchrift von der öfonomiſchen Geſellſchaft zu Bern -„gefrönet worden, folgende Bauart für ſeine Landsleu« te feſtgeſeßet, aus welcher ſich unſre Landwirthe man-; ches zur Nachahmung nach ihren beſondern Lokalum« ſtänden nehmen können, I. Feſter oder ſtarker Boden. x) Ein feſter Boden wird 4mal gepflüget, weil hier das Erdreich am ſchwerſten mürbe gemacht wer den kann. Das erſtemal wird noch vor dem Winter gepflüget.. 2) Um gleicher Urſach willen wird zu al- len Sommerſrüchten zweymal gepflüget. 3) Die Ae- er werden niemals bearbeitet, wenn fie von der Bes ſchaffenheit ſind, daß ſich das Erdreich binden fann. Dieſes muß ſogar auch dann nicht geſchehen, wean der Anſchein eines nahen Regens vorhanden iſt, Cin ſtarker Regen auf einem ſtarken feſten Boden macht - Gg5 das 474 Viertes Kapitel, das Pflügen faſt ganz unnüße, wenn der Regen auf einen friſch gepflügten Aer fällt.“ 4) Es muß nie= mals im Frühlinge zur Zaſtenzeit,(im März) ge- pflüget werden, wenn das Erdreich gefroren, oder mit Schnee bede>t iſt. Man hat wahrgenommen, daß das in ſolchem Zuſtande gepfiügte Land ſich zu ſpät wieder erwärmen kann, Aber man achret den Sroſt: nicht, wenn vor dem Winter gepflüget wird. 5) Bey den 3 leßten Pflugarten werden die Furchen ſo ſchmal und gerade gemacht, als nur möglich iſt. Wenn ſchon das erſte Pflügen vor Winters grob gewe- fen, ſo iſt ſolches deſto beſſer. Der Froſt kann- deſto mehr eingreifen; es iſt genug, daſt'der AFer zum er? ſtenmal völlig auſgebrod)en worden; ſo verſtattet auch die gute Cultur, worin der AFer"gehalten' wird, daß man gar leicht 6-=7. Zoll tief pflügen kann... 6) Wenn die Crdſchollen zu groß ſind, ſo werden ſie beym leß« ten Pflügen zerſer muß man niemals mit Weidevieh be- je beym lt l, treiben, beſonders wenn ſie von Näſſe weich ſind. Man aamenn hat-ein Feld geſehen, welches auf viele Jahre davon icht yreſp| verdorben war, daß eine Heerde Vieh darauf war ge- ) dienen halten worden, um den Klee abzuweiden, der daſelbſt ver Muy| war goſäet worden; Dieſes iſt eine Ubſach mehr, das net werdn Feld gleich nach der Aerndte umzupflügen. 5) Je- macht m der weiß, wie ſehr das Getrayde leidet, wenn es zu hrer Nat der Zeit vom Echnee oder Froſt überfallen wird, da ſel- wern mi biges im Frühjahre in den Saft tritt, und anfängt zu „Der Gu wachſen. Dieſer Zeitpunkt entſcheidet größtentheils vamit id den Ertrag der Aerndte. Denn treiben die Saate ef gem pflanzen ihre Stängel in die Höhe, und wenn der v mehr! Saft an- und zurü gehalten wird, ſo bringen ſie üſſen do weniger Nebenſtauden, und das Korn ſteht dünne, die Bi|| x Es würde daher vortheilhaft ſeyn, in dieſem Fall den Die Saatpflanzen neue Kraft zu geben, indem man mit n, dan! der Hand eine Schaafmiſimiſchung über die Saat | ausbreitet, wozu auch Aſche, Ofenrus, Gyps und an- | dere kraftige Düngerarten gurqſind, Her|| IT. Zeich: 476 Wiertes Kapitel. 8.4 Il. Leichter Boden. x) Man erwählet zur Bearbeitung des Ackers eine fvübe und kühle Luft. Große Hitze, wenn ſie zu- mal anhaltend iſt, benimmt leichten Aeckern alle Kraft. 2) Es muß auf AeFer dieſer Art ein fetter und küh« lender Dünger gelegt werden. Der Miſt, welcher zuvor mik ſtarker Erde, Teichſchlamm, Sumpfmoor U.. dergl; vermiſchet worden, ſchicft ſich am beſten da- zu. 3) Auf einigen Acern dieſer Art.iſe ein halber Fuß Erde abgefahren worden; um ſie: zu erniedrigen, und, die. Saatpflanzen hiermit friſcher zu halten. 4) Dieſe Ae>er müſſen vor Winters: einmal gepflüget werden, damit Schnee iind«Regen deſto leichter ein- Dringen mögen. 5)- Wenn man Teichſchlamm hat, ſo läßt.man ihn vor Winters äuf den Acer hinfahren. 7): 5H-laſſe den Theil-des Miſtes, welchen ich zur Saatzeit zurückgehalten habe, dahin führen und aus- breiten ,..wenn das Erdreich hartund- gefroren iſt: 8). Endlich laſſe ich die Furchen. hieſelbſt breiter, als auf den feſten ſtarfen Aecern machen, auch. den Saa- meit tiefer untöracern.| Die Steine, welche auf die- fon Aecern befindlich. ſind, werden ſorgfältig ab- geräumet, 1) 73 Der Zuſak des Guthsheern zu dieſer Bauart iſt dieſer: I< rathe euch, dieſe leichte Aec>er zu walzen, nachdem der Miſt im Frühjahre aufgeleget worden, um ihnen eine Feſtigkeit zu verſchaffen, und ihre zu große Ausdünſtung zu verhindern. Auch ſolltet ihr gleich nach der Aerndte Rüben in die Stoppeläcer ſäen, wenigſtens alsdenn, wenn ihr daſelbſt fein Win- kergetreyde bauen wollet, Es ware aber vortheilhaft, dieſe Feldet, wie alle andere, als Acerumſaß zu be- handeln, Uher * === ee m | on | jeh | ME /1 vag, föl EN ode nerd mii “ Ft 1. än WiWE m 6 as? wP;| 90 y Wii! 4 Zy h ſw 4 | | Neg)! fun UE Grundſäßte zur Beſtellung des Acfers. 477 Ueber den Ackerumſaß, oder die Verwandelung des Thy der Wieſen| in Ae>er, und des Aers in Wieſen raiſo- enn fie; niret Hr. Bertrand a ſp: SWBenn man ſeinen Ae&er- nalleFu, und Wirſenpl äßen wechſelsweiſe verſchiedene Früchte ee und) fragen läßt, ſo finden ie E ZUE welche ſich für fie iſt, 4 ht ſchicken, und welche von den vorhergehenden Pflanzen Cumpfmy oder Früchten ſind zurü&gelaiſen worden, weil ſie ih- n beſten);- nen entweder unſchicklich waren, oder iwen ſie ſolche: 3 ein halt mit ihren Wurzeln nicht erreichen konnten, Te ermedtigy-- Wem man ſiehet, daß auf, den Wieſen Mvs, 8 Patten, 4 Krauter mit-breiten Blättern, die groben und ſchlim- | gepflü men, ſich vervielfältigen; daß die gute, feine, enge Ihfer& und zarte Gräver allgemach abnehmen und ſich verlieh- lamm h! renz; daß Käfer, Reitwürmer, Maulwürfe und der- gleichen Ungeziefer ſich einmiſten; daß die Graswur- ve ic 1 zeln ſich untereinander verfilzen, und das Erdreich dem wund Regeit, der Luft und der Wärnte undurchdringlich ma= eſroven|erumſaße wird man auf ſlarkem Bo»- den am beſien mit Esparcette, auf leichtem aber mit rothem Kles abwechſeln, da übrigens Csparcette al» lenthalben gut fortkkfömmt. Dieſe Abwechſelung mit Korn- und Futterbau bat aller Orten, wo ſie einge» führetiſt, Korn und Futter vermehret. Um ſie aber einzuführen darf man nur aus ſeinen Feldern ſo viel Theile machen, als das Futter, welches man anbauen will, dauren ſoll. Die Einrichtung dieſer Wechſel- cultur hängt nur von der Natur der Ländereyen ab, welche die Erfahrung leicht an die Hand giebt, und man ſäet dieſe beyden Futterkräuter ſeit ſo langer Zeir, in unſerm Lande, daß Niemanden die Cultur derſelben unbekannt ſeyn fann.== Man muß nicht zweifeln, daß es nicht jedem Landguthe nüßlich ſeyn ſollte, von Zeit zu Zeit einen Theil der Wieſen aufzureiſſen, fürnehmlich in Jahren, da Korn und Stroh theuer ſind. Und wie die Kuh- pächter genöthiget ſind, alles Streuſtroh zu kauſen, ſo ſchonen ſie es in theuren Jahren ſo ſehr, daß ihr Miſt ſaſt nichts als lauter Koth iſt, welcher einen ſehr ſchlechten Dünger ausmacht. Sie würden das Stroh weniger ſparen, wenn es ihnen zuwüchſe, End- lich würden ſie auch ihre alte abgenußte und entkräſte- te Wieſen durch Cultur mehr wieder beleben, als ſie durch Auflegung ihres ſchlechten Düngers nicht zi thun vermögend ſind,=> N Al 489- Viertes Kapitel. Anmerkungen. Man lernet aus dieſem Syſtem, wie weit man in der Schweiz mit dem Landbau gekommen ſey, und daß man auch daſelbſt den AFerumſaß, oder die Ver» wandelung ver Aecer in Wieſen, und dieſer in Aecker als vortheilhaft erkenne. Man ſiehet zuerſt die Aer» regeln, die Hr, Bertrand auf geweiſſe Erfahrungen gründer, und vie zum Theil in der Haupiſache mit den Vorſchriften der meiſten vorhergehenden Bauaro ten übereinfommen, zum Theil aber in erwas davon abweichen. Unter die Abweichungen wird man 1. J+ Nr. 8. rechnen, daß der Saame nur TZoll tiefe Lage' in der Erde haben ſolle. In einem feſten Boden des dortigen Landes kann man aber dieſe Lage tief genug erachten, da für das leichte Land Il. Nr. 8, mehr Tie= 'fe angegeben wird. Auch hierin geht Herr Bertrand von dem Züders2 ſchen Syſtem ab, daß er im leichten Lande breitere Furchen, als im ſchweren vorſchreibek, Ich halte es doch lieber mit lesterm Syſtem, da auch in leichtem Boden die ſchmalen Furchen dazu dienen, daß die Nahrungstheile der Pflanzen über und über vertheis let werden, und die Wurzeln der Pflanzen vom An2 fange bis zu Ende ihres Wachsthunmis und Verbreia tens nirgends auf, eine leere Stelle ſtoſſen, wo ſie ſchmachten, und ſodann im Wachsthum aufgehalten werden könnten. Dieſes beſtätiget bey mir die Cv fahrung. Wenn wir im leichten Boden mit dem Spaten graben, ſv wächſer.jeve Fruchtſorte wenigſtens um ein Drittheil freudiger, als wenn wir 4-==8mal in ſchmalen und mit unter auch eben ſo tiefen Furchen * pflügen, als die Spaten eingreifen, Es wird hier z. E. viel Hirſe in leichtem Boden gebauet, aber im» mer dazu lieber gegraben, als aufs beſte gepfiüget, wenn ſie (run)3 TL ie) mun'E 8 OnabeE Wie DIME um Deſi nahen is 4! uechen ma n ſ meth| willen auf% je Wolde ft Hen abs SY * Grundſäge zur Beſtellung des A>ers, 483 Umpflügen der Braachac>er, erſt nach, oder wenig vbr der Mitte des Junius anfängt, und hiemit in der Nothwendigkeit iſt, erſt nach der Mitte des Auguſts, oder gar am Ende deſſelben, um die Aerndteardeit ab- zuwarten, zu wenden. Um dieſe leßte Zeit, da man noch ſo viele Aerndtegeſchäffte auf dem Halſe hat, kann man das Geſpann zum Miſtfahren nicht abmüſſigen, oder dazu Zeit gewinnen, weßhalb der Dünger bereits vor dem erſten Pflügen gefahren, und untergea&ert werden muß. Nun wird dieſer Dünger wieder in der Wendfahre, wenn es die tokalbeſchaffenheit des AFers ſo mit ſich bringet, an die Luft gebracht, und der größ- ten Sonnenhiße blos geſtellet, folglich entfräjtet. Es wird aber nun auch geegget, und deſis genauer und mehr, je mehr Gras- und Unkrautswurzeln her» aus zu bringen ſind. Je weniger aver nun ver Miſt nach Art des Aers und dey Witterung verrottet iſt, deſto mehr wird er auch mit der Egge wieder heraus- gezogen, und. unter die Queen vermenget, überhaupt aber ſehr entkräftet. Iſt nun nach dem Wenden nicht ſo viel Zeit mehr übrig, wenn man noch wenigſtens 8 Tage vor Michaelis ſäen will, daß Miſt gefahren fverden könne, ſo müßte freylich das Miſtfahren in Anſehung der Bequemlichfeit vor dem erſten Pflügen am ſchiälichſten ſeyn, nur nicht in Anſehung des Ackers und ſeiner Beſſerung, welcher verliehret, wenn der Dünger bereits beym erſten Pflügen aufgelegt werden muß. Der Rath des Herrn Bertrands, daß man die Hälfte des Düngers auf leichten-Aeckern. erſt im Winter auflegen ſolle, iſt gar nicht undienlich. Hin und wieder wird dergleichen auch bey uns von vandwirthen geſehen, wenn es ihnen im Sommer oder Herbſte am Dünger gefehlet hat. Sie bebreiten den ungedängt gelaſſenen Acer im Winter mit furzen Miſte, daß dis Saat hiervon eben ſo gut fortfemmt, Hh 2 Kis 484 Viertes Kapitel. als die, zu welcher vor der Einſaat gedünget worden. Leichten Sandfeldern, und denen befonders, die ent- weder ſpäte beſäet, oder auf denen die Saat im Herbſte vom Sturmwinde gelitten, oder noch in den Trühlingsmonathen leiden kann, würde man durch das Auflegen des Düngers im Winter ungemein zu ſiatten kommen, und das Beſto>en der Saat ſehr bes fördern. J< muß noch hinzuſeßen, daß dieſe Ver- fahrungsart mit dem Dünger auf leichten Sandfel- dern in heiſſen Sommern, da das Korn hieſelbſt leicht vertrocknet, oder, wie man ſagt, verſcheinet, noch ſehr nüken fann. Dieſes Verſcheineu finder ſich ſodann am erſten in gemiſteten hohen Sandfeldern, die ihre gewöhnliche Portion von Miſt erhalten haben. In der- gleichen Feldern hält ſich der Miſt am längſten, ehe er verweſet und kurz wird. Dieſerhalb hält er den Sand- acer locker, und macht, daß Sonne und Luftin troc>k- nen Jahren deſto eher eindringen, alle Feuchtigkeit zur Erhaltung des Korns herausziehen, und es zum Verſcheinen, oder zum Reiſwerden vor der Zeit, brin- gen fönnen, daß wenigſtens die Körner ohne Kern oder zu flach und klein werden müſſen. Hat man da- gegen die Hälfte des Düngers im Winter auf die Saat verbreitet(dieſes muß aber kein langer Strohmiſt ſeyn,) ſo har man theils die Saat zum Beſtauden, folglich auch zum Dickerſtehen eingeleitet, daß die heiſſe Soxn- ne weniger in den Grund fommen kann, auch die nächt« lichen Thaue nicht ſo geſchwinde von den Sonnen= ſtrahlen ausgezogen werden; theils aber hat man auch den Saatwurzeln eine Decke verſchafft, worunter ſie Schatten haben, und ſich friſcher, mithin beym Zeben erhalten können, wie ſolches mehrmals zu ſehen Gelegenheit gehabt habe. Jc< weiß wohl, was man hiewider einwenden wird: Dieſes, daß der Dünger in der freyen Luft ſeine. Kraft verliehre. Eines Theils iſt | | | Gus if eſ ä 1, 6 S (it, DB aber der IL der GacbH den Bili) hierin Ji Regen zuvor 190! muß am uft, 19,0 anppfu An PL] nd fes mige: bir gene Fes ſuſrichtyV! VS DOBTEN www einges vom Spun Com rig aud von 34) wenigen in Jpyp Üerſhjg: tagt a| Chls wede 4] hen 0) dieſes"e) "ehm welche 3) Indhy En | get wer ers, die 4 die Eatty ' noh inh, 'e man buy „Ungemein| Satt ſchch ß dieſe Y ten Sarth piefelbſt leh net, nod jh t ſich ſodut ern, dielh jen Juby oſten, ehe! erden Say ) wſtint Feuctiglt und(6 jim er Zeit, hi) r ohne Au Hat many auf die Gu| vohmiſtſ)| den, ſolgiy| e heiſſem| uch die nid! en Gon| vr hat m ft, worn thin pan|| (s zu ſm|| „ was m| er Dung ines Zh| W| Grundſäße zur Beſtellung des Afers. 485 iſt dieſes richtig, weßhalb auch gute Wirthe ſehr ei- len, daß ihr, auf dem Aer zur Beſtellzeit ausgebrei- ceter, Dünger bald untergepfläget werde. Hier ſoll aber der Dünger eigentlich mehr Schirm und Schuß, der Saatpflanze ſeyn. Allein er überliefert doch auch den Wurzeln der. Saat Nahrung, und es wird ſich hierin eben ſo viel Kraft mittelſt des Schnees und Regens in die.Erde hineinziehen, als wenn er ſchon zuvor in der Erde ſelbſt wäre gelegt worden. Man muß annehmen, daß der oben aufliegende Miſt aus der Luft, wenn er zumal von Regen, Schnee und Thau angefeuchtet worden, nährende Salztheilchen an ſich ziehe, und ſelbige der Wurzel zuführe. Wer hierüber noch keine Beobachtungen angeſtellet hat, der wird wenigſtens vielleicht Derter geſehen haben, welche bey der gemeinen Feldabtheilung die Braachen mit Hül- ſenfrüchten beſommern, und dieſe nur einfürchig ſäen, das heißt, im-Frühjahre ſtürzen oder nur einmal pflü- gen, und ſodann den Saamen gleich oben aufſäen und eineggen. Hierzu fahren die AFerleute den Miſt ſchon vom Januar an, und manche noch ſrüher, auf den Sösmmerungsſchlag., und breiten den Dünger geh0- rig aus. Hier ſollte man denken, daß der Dünger vom Froſte ſeineganze Kraft verliehren müſſe, Nichts- weniger. Der Acker, der zu Ende des Mäarzes, oder im April. aufgeriſſen wird, findet ſich ſo mürbe, als ob er ſchon ein Paarmal wäre gepflüget worden. Er trägt auch beſſer, als derjenige Ucker in. gleichem Schlage, deſſen Miſt erſt, wenn gepflügt und geſäet werden ſoll, aufgefahren worden. Eine der Orten ganz gemeine Erfahrung. Man muß in Anſehung dieſes Verfahrens bey der Sömmerung auch noch an- nehmen, daß es juſt die Oberfläche des AFers ſey, welche hier mit Düngerkräften geſchwängert wird. Und da der Saamen oben auf geſäet, und in die be- HhZ23 fruch- 486; Viertes Kapitel, fruchtfete Erde geleget wird, ſo kann er hievon ſowohl gedeihen. Dies Nämliche findet dann auch im Ber»- trandſchen Syſteme ſtatt, da die aus dem oberwärts aufliegendem Dünger ausgehende Kraft keinen weiten Weg zur Wurzel zurüFlegen darf. In den Anmerkungen zu 1. Nr. 5. gedenket Herr Bertrand einer Düngermiſchung. Dieſe wird bey ihm ſo gemacht, Cs wird Erde, Schicht auf Schicht unter dem Miſt gemenget, ſo wie er aus dem Stalle hHerausgebracht wird, Leichte Erde wird mit Pferde- miſt, und ſchwere Erde mit Kuhmiſt vermenget. Der ganze Umfang dieſer Miſchung wird mit eben dieſen Erden eingefaßt, ſo, daß keine Feuchtigkeit heraus- dringen, könne. Won dieſer Miſchung, die in den Scwiäizerſchen Weinbergen fürnehmlich gut anſchlägt,' behauptet er, daß ſie dem unvermiſchten Dünger weit' vorzuziehen ſey. Die Gährung muß der Erds voll- Fommen die Säfte des Miſtes einverleiben, und nimmt ſeine Eigenſchaften an. Ueberdem verbeſſert dieſe Miſchung die Fehler des Grundes, wo ſie hineinge- legt wird. Wenn dieſe Erden, fagt er ferner, aus Raſen beſtünden, oder aus Wäldern, beſonders der Nadelhölzer genommen werden, ſo verſchaffen ſie eine deſto beſſere Miſchung.=- Mit dem Schaafmiſtewird es eben ſv gehalten, ingleichen mit dem Hühner- und Taubenmiſte. Dieſe Düngerarten verzehren ſich ſelbſt und verſchwinden, wenn man ſie allein auf dem Hau- fen liegen läßt; läßt man aber den Schaafmiſt im Stalle ſich anhäufen, ſo hut man der Wolle Scha- den. Er wird daher ebenfalls mit Erde in gleichee Quantität vermiſchet.=- Bey der Wechſelcultur oder Aecker- und Wieſen- wanderung gedenket der Urheber dieſes Syſtems eines guszuſäcnden Mangkorns, das iſt, einer Saat, die : aus | | | Gm? aus fal) is fürn IS vil dani!S pal verm Is am den 10 wand ne Fru) und hie! glich de3O ver Fru allein[8 500 ſhon Dy ſtung„2? j Marjen'D) [4 fie iH uud(Ww| ſneſ Si nh(Sd Grfy be alſo vhs) Aero 1 Nehruſit Vieſe drfen. 1 Nach vil, vin Teh) Un (Ww, ji: WT ge, Jey baut| Ä und dargy ven Bil | | ievon py win m binn feinen wn jebenfet Fp ieſe wird y ht auf Gh) 8 dem Ehl ) mit Dfab nenget, J ' eben diek feit Hera) ; die inv jut anſchlät Dünger u y Erde 1 » und nim tbeſſert diy ſie hinein) ' ſener, beſonders öffen ſie a gaſmiſen Jühner| ren fih fis| f dem Zt| jaafmiſ 1 Bolle Gv|| in git| nd Wieſt ſtems(is| Saat,| [0 Grundſäße zur Beſtellung des A>er8. 487! aus halb Waizen und halb Roggen beſtehet. Man hält in der Schweiz viel auf das Mangkorn, und will damit mehr, als einen Endzweck erreichen. Ein- mal vermeinet man das Lagern des Waizens, der ſich an den Roggen, der weniger umfällt, anlehnet, ab- zuwenden. Ferner vermeinet man, daß, wenn die ei- ne Fruchtſorte mißrathe, doch die andre zutragen, und hiemit nicht der ganze Aer Muße häben könne, Endlich iſt dies die Hauptſache, daß man gemeint glich das Wohlgerathen bey den unter einander ſtehen= der Fruchtſorten mehr erwartet, als wenn jede vor ſich" allein ſtünde, oder unvermengt geſäet wäre. Es iſt“ ſchon in der Ueberſchreibung des Bertkandſchen Sy» ſtems geſagt worden, daß man dort glaube, jede Pflanzenſorte'habe ihre eigene Nahrungstheile,“ die ſich für: ſie allein ſchien, weßhalb ſie die übrigen“ zurüc laſſe, und worauf man auch die ſv vortheilhafte Abwechſelung der Fruchtſorten, die Jahr auf Jahr nach einander im Felde erbauet werden, begründet. So ſagt auch Hr. Bergen in ſeiner Anleitung S. 93 alſo von den Wicken: Sie erſchöpfen die Kräfte des Ackers für andere Früchte gar nicht: denn diejenigen Nahrüngstheile, die ſie daraus entlehnen, ſind nicht dieſelbigen, die Roggen, Gerſte, Haber u. f. w. be» dürfen. Nun iſt es freylich an dem, daß der gelehr- re Naturforſcher aus gewiſſen Vorſuchen annehmen will, daß-für'alle Pflanzen einer und even derſelbe Nahrutigsfafe' überall einerley ſey. Der praktiſche“ Sandwirth ſeßet aber immer ſeine Erfahrungen entge- gen. Soiſt z. B. bey mir ver Augenſchein völlig der Hypotheſe zuwider. Da bey mir Waizen und Rog- gen, jener in gutem, dieſer in leichtem 2ande, er- bauer wird, ſo trägt es ſich alle Jahre zu, daß ein und das andre Waizenkorn in der Scheune, oder auf dem Boden unter den Roggenſaanzen kömmt, und dar» H h 4 unter & 488'-“ Viertes Kapitel. unter mit.auf dem Roggenacer ausgeſäet wird. Die- ſes einzelne Waizenſaamenkorn geht im Sande mit in die Höhe,„beſtaudet ſich, und gewinnet fo voll- fkommne Aehren und Körner, als die auf dem Wai- zenace“ ſind. Säete man auf eben dieſem Roggenlan- de puren Waizen z ſo würde nichts daraus werden; es würde kaum aus den Kappen kommen können. Die- ſes ſehen wir nun Jahr für Jahr. Die Waizen- äcer hängen in vielen Schlägen unmittelbar mit den Roggenäern zuſammen. Ueberſchreitet ein Wirth mit ſeinem Saatwaizen die rechte Gränze, und kömmt nur einen Schrittweiter an das unmittelbar anſtoſſen- ve, Roggenland, welches doch noch hier auf der Gränze zwiſchen ihm und dem Waizena>er das beſte iſt, ſo wird der Waizen zur Noth Aehren treiben, die aber 6---3 mal kleiner, als die auf dem Waizena>er ſind: Die Körner werden gleichfalls klein, oder nur halb gebil- det 3 das Stroh bleibt ebenfalls äuſſerſt kurz und dün- ne. Jenes Waizenforn aber, das mitten unter dem Roggen ſich ſo hervor thut, will nun doch anzeigen, daß jede Pflanze ihre eigenthümliche Nahrungstheile unter den übrigen finde, welche ihr von dieſen zur allei nigen Nahrung überlaſſen werden. Ein gleiches ſieht man, wenn ein Gerſten- oder Erbſenkorn unter dem Haber mit aufgegangen iſt, da, wo weder Gerſte noch Erbſen, wenn ſie auf dem Haberlande wären ausge» ſäet worden, in die Höhe kommen würden» daß die einzelnen Körner zur Verwunderung wachſen, und Fruchtbriagend ſind. Jh habe mich zum öftern einer vermiſchten Saat, oder der Ausſäung eines Mang- forns mit Nuten bedienet, wie ſolches von mir indem Wittenb. Wochenbl. 1772. St. 5. befannt ge- macht worden. Jh merke hiebey nur noch an, daß man von derjenigen Fruchtſorte den geringſten Theil nehmen müfſe, welche, wenn ſie allein auf das"x ü | 64 fing E won Dan vn H den dies Haber 15 70 Aferh cn beſteldw1 und(i1) Felgeby (DP CinnSt (tte def Nlig 16€ inden Es ſir js TS! niht am) abrah mal Wr Unten doß et(ht ven 9 19a ics ws Wühund 4 ſeid mit Vs Özat ſch 156 dem pg y |) " v dem( af ſiche ß | wird. " Ea) EN DINE yp "wf den m Regents us Werdyy fönnen,) Die Dip lelbay mith (et ein Wh Ye, und fim bar anſtop f der On Heiſt, ſom 2 ber 6-| fer ſind: 1) ut halb zy Yun und pA unt po an ahrungöh jej ze| + gleiceöſt! 17108111, tx Oerfe m)| vären 19| en, v„| achſen, 1? h| Öfter nes Mis mie ind efannt yy an Grundſäaße zur Beſtellung des Akers. 489 ſtück geſäet würde, gar nicht fortfommen könnte, oder worzu ein ſolches AFerſtük zu ſchlecht zu achten iſt. . Wenn alſo auf ſchlechtes Haberland z. E Mangkorn |] von Haber und Erdjen geſäet werden ſollte, ſo wür- den die Erbſen den x4ten bis 16ten Theil gegen den! Haber in der Auſjaat vetragen. Wenn wir Wieſen umreiſſen, um ſie entweder in AFerland zu verwandeln, oder ſie mit Futterfräutern beſtellen wollen, ſo gehen wir doch einen etwas fürzeen und beſſern Weg als die Schweizer, wie wen in der Folge vorkommen wird. Unter den Futferfräutern räumkf man in der Schweiz dem rothen Klee und dem Esper oder Espar« cette den erſten Plaß ein, und die Lüzerne wird beyden völlig nachgeſeßet. So wird auch von der Esparcette in den Elemens d*Agriculture gerühmet, daß ſie ſich für jeden Boden ſchie, auch für niedrigen. Der Hannöv. Hausv. will die Esparcette gar nicht loben, und ſogar von allen Verſuchen derſelben abrathen und ſagt, daß ſie auf dem Cichsfelde ein» mal gerathen ſey, und daß man die Sache genauer- unterſuchen müſſe. Hierwider ſagt aber Hr. Bergen, daß er nach zehen Jahren anders geurtheilet, und ei- nen großen Theil des ſonſt öde und wüſte geweſener Eichsfeldes durch ven Anbau der Esparcette in die blühendſte Landſchaft würde verwandelt geſehen haben, ſd wie auch in ſeiner Nachbarſchaft über 100 Morgen mit der treſſlichſten Esparcette zum Theil ſchon 1768 begattet geweſen:== was aber nor mehr, ſd Wabe ſic) nach der Zeit die Bauern der Gegend ſchon mit dem Anbau dieſes Futterkrauts beſchäftiget,. Auf dem Guthe des gedachten Hausvaters haben die Ver» ſuche mit der Esparcette nicht gerathen können, da Hb 5 es 499 Viertes Kapitel, es Falten Lehmboden, und nicht einen ſolchen habe,* wie ihn dieſes Kraut erfordere.== Eben dieſer Hr. Bergen kann auch die Lüzerne aus eigenen wiederhohl- ten Verſuchen ſo wenig empfehlen, als wenig ſolches' von mehr belobtem Hrn, Bertrand'geſchiehet. 19) Bernhardſches Syſtem. “Hr. Bernhard hat ſich um ſeine Landsleute in DOherdeutſchland ſehr verdient gemacht, da er ihnen“ mit ſo manchen glüklichen Verſuchen den Weg gezei- get, wie ſie in der Oekonomie weitere Fortſchritte ehzun, und Viehzucht nebſt Acer- und Weinbau ſich einfräglicher machen ſollen. Sein eigenes Syſtem, wovon hier die Rede iſt, vereiniget nur erwähnte drey Zweige ver Landwirthſchaft, und hat dieſen Grund- ſatz, daß der Acker ſo benußet werde, damit nicht nur ſeine Oberfläche, ſondern auch zugleich der tie- fere Grund zu verſchiedenen Pflanzen angewendet werde, und man Gelegenheit habe, ihn zulänglich zu düngen und zu pflügen,; 1. Das Syſtem zur Vereinigung des Wieſen“ und AFerbaues enthält folgende Punkte. x) Man kheile den Acker nach der Tulliſce, ſo daß ſie in den Reihen 6-=x2 Zoll von ein- ander abſiehen, die Reihen aber 4-8 Schuh- von einander entfernet werden. Man kann auch 2 Reihen dergleichen Stöcke neben einandex ſeßen, und jedem 9 Zoll ins Gevierte Raum geben.„Jw Herbſt. zuvor wirft man dort, wo die Reihen ſtehen ſollen, die Er=" de 2 Schuh wenigſtens tief, und 5= 3 Schuh breit qus, daß der Froſt ſie mürbe mache, 3) Ei- Om "R Geme ſh 2 IJ anf, ſucht, 1 der Jertk zugleich O1 haet. 1% der RO behan aufdie rim, Mr 1 0 die man 18 .| eehuufertäen ( | Ken WE 7! We 16/7 den Vim) binde Py ſam e(,0 nte, u fufmeg| Neben a dudſg Cinis] „Ve ſenſi,|| EN gegen 4 4 6) jeden | w NU | ie neue 18] | (chen h< 1 dieſerg wieder) enig ſold andöleute 4 da er ihn "Weg ep) VFovtſchrit einbau. ſit 1; Syſtem ahnte dry (4 Grunt:- vamit nid ich der fh angewen plänglid j vs Biſ '| ſh D | „der Esptt| It vonein| Zehuh vo 2 Rohm| und jed| vbſt zum| y die(r huh) pt „(f: DM Grundſäße zur Beſtellung des AFers, 491 3) Einem jeden Stock laſſe man auf jeder Seite 6 oder mehrere Zolle Raum;. der übrige Raum zwis ſchen 2 Reihen iſt der Gang, ven man mit Getreyde anſäet. In den erſten 3 Jahren ſäet man: Sommer- frucht, daß man den Gang vor der Saat und nach, der Aerndte 4mal pflügen kann« Man dünget auch zugleich und wechſelt mit Früchten ab, die man bes, Hacfet. Gut iſt es, wechſeleweiſe auf der einen Seite der Reihe Getreyde, und'auf der andern Seite die zu belzäckenden Gewächſe zu pflanzen. Z. GC. man ſekt auf die Mitte des Ganges Burgunderrüben,(NRange- rüben, weiſſe Beete) von welchen man die Erde ab- Haen muß, und neben dieſen ſeßt man Gewächſe, an die man die von jenen Rüben weggenommene Erde anhäufen muß, 3. E. den großen Blaukohl, Ertüf- H u. dgl. Gehen die Lüzernenſtöe ab, ſo legt man ie neue Reihe derſelben auf der Mitte des Ganges an. Arbeitet man die Erde neben den Kleepflanzer, ſs iſt es deſio beſſer. II. Zur Vereinigung mit dem Weinbau, 1) Man mache ebenfalls Beete und Gänge. Auf den Beeteu pflanze man eine Reihe Weinſtö>e, und binde das Rebwerk an Gelender, daß es nur gleich». ſam eine Wand ausmacen; b) jederzeit in den Reihen einen Stock, der ſein 2aub gert 49%8 Viertes Kapitel. gern und bald fallen läßt, mit einem, der es lange behält, abwechſelt; c) und die Reihen auf der Ebene gegen die auffallende Sonnenſtrahlen, an Bergen aber, wider das Abflöſſen der Erd? nicht gerade herab, ſon- dern ſchief, öder gar in die Queere gezogen werden, 2) Darneben laſſe man einen breiten Gang, auf deſſen Mitte man a) feine tief wurzelnde, keine hoch- wachſende und beſchattende, auch keine den Winter über daurende; db) ſondern niedere Küchengewächſe, 3. CE. von Futtergewächſen, Burgunderrüben, gemei- ne Rüben, Kohlrüben(Unterkohlrabi) auch Ertüffeln pflanzet«„Allemal aber muß den Weinſtö>en 1-=- 2 Schuh leerer Raum übrig bleiben, den man in der ' Cbene mit dem leichten Pflug, an den Bergen mit der Hacke bearbeitet. Man. fann auch in die Küh. mauern, d..i. von Raſen aufgeführte Raine, Esper- faamen ſtec>en, der ſie befeſtiget, und Futter giebt. I. Zwiſchen die Nr. I. beſchriebene Lüzernenrei- Hen läßt ſich auch die Särberrörhe pflanzen. Anmerkungen. Db ſchön dieſes Syſtem in Anſehung des zu ver- einigenden Wieſen- und Ackerbaues in Niederdeutſch» land meines Wiſſens noch keine ſonderliche Liebhaber gefunden, ſo wäre doch in kleinen Wirthſchaften da- von Gebrauch zu machen. Beſonders ware es Kolo» Riſken oder neu Aufbauenden, welchen man nur ein Paar Morgen Acker- oder Gartenland anweiſen kann, und die eine Kuh darneben ſich halten können und ſol- len, anzurathen. Denn die alten Landeseinwohner haben bereits die beſten Pläße weg, und die Anfömms- linge nach ihnen müſſen freylich mit dem ſchlechteſten Boden fürlieb nehmen, den ſie aber, je weniger ſie zum Beſt überkommen, durch die beſte Cultur ie hs 4“ (us hahe pt leicht 72 aue GNM vr Aben Ehuh D' fin[09 9 macht 1199 D40! dieſem 1) ten, on finden, My die nur Muh| fen 11108 die Veil MENN- | ſhes aus /Fzx | in allen Sz) Ji, in (wm YD) Freſe 1199) Plaß wps| enn 0800| en 0ß 1) 1 Eines 49 7) Wein mß 44| GeathenE Ct Ss Fp' Unlequn ey| Jul ſ Kl Deſibungen einiger heb M[046 Nen vy Chata) der 8 hy auf der hy 1Vetgu ch de herb, hh zen werde, len Gary, yy " feine Ib 0 den Iiy (hengewah vüben, gin) tuch Ertiſh (öden 1-1 man(in | Bergen 1! [ jn die H aine, Ci utter ieh e Ue FINN 14.0683 Niederde weiſen fan)| men und egeinwohnt!| je Antin 30] weniger te| 31708 jib | ) | Grundſäße zur Beſtellung des Akers. 493 höchſte zu nußen ſuchen müſſen. Zſt ihnen. aber nur leichter Boden zugefallen, ſo dürften ſie nicht das ' ganze Syſtem befolgen. So fiele z. E. dieſcr Theil der Arbeit, da nach Nr. 1. 2) die Erde im Herbſte 2 Schuh rief ausgeworfen werden ſoll, weg, weil ſie feine ſo feſte Erde haben, die vom Froſte mürbe ge- macht werden ſoll. Die Vereinigung mit dem Weinbaue nach eben dieſem Syſtem könnte doch entweder in den Vorſtäd- ten, oder in der Nähe großer Städte, mehv Beyfall finden, wenn ſie nur dergleichen Leuten befannter wäre, die nur fleiue Grundſtücfe beſißen. In großen Städ- ten machen vom Auguſt bis um Weyhnachten hin, die Weintrauben, wenn ſie ſo ſpäte hinaus aufbewah- ret werden können, einen großen Theil des Nachti- ſches aus, und machen ſich daher wohl bezahlt. Nicht in allen Jahren geräth der Wein; und denn wäre ein Plaß, der nichts als ein bloßer Weingarten wäre, ſeinem Beſißer unnüße, wenn der Weinſtock vom Froſte gelitten; und keine Früchte bringet. Dieſer Plaß wird aber doch zur Hälfte und darüber genußet, wenn nach dem Bernhardſchen Syſtem niedrige Kü- djen- oder Futtergewächſe daneben erbauet werden, Eines von beyden wird zutragen. Wenn aber der Wein nebſt den Küchen- und Futtergewächſen zugleich gerathen, ſo iſt es deſto beſſer. Ich weiß es wohl, daß man hier zu Lande bey Anlegung der Weinberge oder Weingärten auf dieſen Fall geſehen, und dieſerhalb den Weinbau mit dem Obſtbaue vereiniget. Allein ſo vortheilhaft dieſes in einiger Abſicht den Weinbergsbeſißern ſeyn kann, ſo ſehr ſchadet die Vermiſchung der Bäume mit Wein- ſtöcken in unſerm kältern Himmelsſtriche. Die im Schatten der Bäume ſtehende Weinſts>e epn päter 4.04 Viertes Kapitel. ſpätor reif werdende Trauben, die weniger ſüß werden, und machen, daß unſre Weine wenigſtens um ein Drirtheil ſchlechter ausfallen müſſen. Im Bernhard» ſchen Syſtem aber iſt überall Sonne, und das Bear- beiten der jährlich anzubauenden Erdgewächſe iſt ZU- gleich dem Weinſto> vortheilhaft, weil der Boden davon gebeſſert wird. So ſparet man auch in dieſem Syſtem die Weinpfähle, folglich auch mehr Holz, So weit die Pfähle in der Erde ſte>en, ſo weit iſt ihre Dauer die kürzeſte. Eichene Pfähle, durch wel- ce dünne Stangen in geraden Reihen durchlaufen, dauern ein Menſchenalter, und wohl darüber, beſon Ders wenn ſie, ſo weit ſie in die Erde kommen, ge- brannt werden, welches auch bey Nadelholze geſches Hen müßte, wenn jenes nicht zu haben wäre. So dienen auch die Reihen der Weinſtö>e in dieſem Sy- ſtem, da ſie Wände vorſtellen, bey ihrer Richtung gegen die auffallende Sonne, gar ſehr dazu, die Son- nenwärme aufzufangen, damit die Trauben deſto frü- Her reif und ſüſſer werden. Endlich wäre nach den, nach dieſem Syſtem, Weinbauenden anzurachen, daß, wenn ſie zumal nur Beſiker von einen Paar Morgen, oder noch geringern „Inhalts, ſind, das Weinlaub von Zeit zu Zeit abzue- blatten, und es entweder grün, oder getrocfnet, zur Viehtütterung zu gebrauchen, im Fall die Weinſtöcke ohne Trauben wären. Man nüßte ſodann doch den Weinſto> zur Viehzucht, und er müßte unterdeſſen den Abgang der Trauben mit den Blättern erſeßen. Dieſes kann dem Weinſtock nicht ſchaden oder ihn ente - Fräften, indem er ja feine Kraft an die Trauben ab» geben darf. Es verſteht ſich aber von ſelbſt, daß man dem Weinſtocke nicht auf einmal ſeine Blätter nehmen und ihn kahl machen müſſe. Das Avnep- men der Blätter müßte in zwey oder drey auf einander 2 19! 94 und wb 9| fr u! K| 'D und Ert uber NI 21 NNZ Mus] wa! MI jubi RU Wt! | ' JungGd) abg Vö| 2 0130: dne| er Fn 7/ zin Try ewachh|, alm auch ns ch mehr)| ", ſom le, dyn) n durdly rüber, 4- Fommet| elholze 9! 1 Wa,| in dieſen) hrer Niqy- dazu, dieb uben det| | eſem Gſt| n ſie zum!| nod) gerin zu Zeit ch etrodmt,| die Weiſt! dann de)! te unf eten 1 oder Im Traub) 1 ſelbſt, y ſeine Dim) Das 0| auf en "| |] 5x; Grundſäße zur Beſtellung des Ackers, 2495 folgenden" Abtheilungen-ſo geſchehen, daß in der er- ſen Periode der: dritte oder zweyte. Theil der Blätter, und wenn ſtatt dieſer wieder die neuen erwachſen, der übrige Theil derſelben abgenommen würde. 20) Schönfeldſches Syſiem. Der vor einigen Jahren verſtorbene Herr von Schönfeld zu Trachenau, ohnweit Leipzig, beſchrieb 1773 die Landwirthſchaft nach eigenen Erfahrungen, und machte in ſeiner Schrift ſein eigenes Acferſyſiem, welches hin und wieder Beyfall fand, bekannt. Er forderte zur tüchtigen Bearbeitung und Beſiellungs- art des Acfers folgende Punkte. 1) Eine geündliche Austilgung des Unfrauts und beſonders der Duecen, Er bediente ſich zur Her- ausbringung derſelben eines von ihm erfundenen DQue- >entechens, wobey er vorausſeßte, daß der Acker nicht ſeicht bearbeitet werden müſſe, weil ſonſt die Duecken zu feſte ſäßen, und nicht von vem Rechen hervorgezogen werden könnten,-- zem 2) Eine viel tiefere Bearbeitung des Bodens, als die.gewöhnliche, um mehr tragbare Erde hervor- zubringen. Er bediente ſich theils des ordentlichen Pfluges, theils des Hakens, nachdem es die Reini- gung oder ſonſtige Zuſtand des Feldes erforderte, ſeß- te aber zum Gebrauch des Hakens einen tiefen guten Boden voraus. 3) Die vermehrte Düngung von mancherley Art, womit dieſer tiefere Boden gut, und niemals über- dünget werden könne.| 4) Rechte Beobachtung der Jahreszeiten zur Düngung und Bearbeitung, daß dergleichen Erde zu wahrer Fruchtbarkeit gelange, und dabey von einem Jahre zum andern erhalten werde, Es 7 5) Voll- Z 496- Viertes Kapitel, 5) Vollkommene, gute, und vom Unfrautſaa- men gereinigte Saamenkörner, die zum Aufgehen und Triebe guter Pflanzen geſchickt ſind. 6) Eine ſolche Lage dieſer Saamenkörner, daß ſie nicht in einander wachſen, ſich die Kräfte entziehen, und das gänze Jahr über in der Tiefe auf dem feſten feuchten Boden mir feſter Erde bede&et liegen müſ- ſen, ſondern die allermeiſten ihre Wurzeln gerade un- fer ſich, auch die Seitenwurzeln um ſich herum, in dem von Unfraute reinen und mit Kräften zum Trie- be des Wachsthums angefüllten Boden befeſtigen, 7) Daß ſodann von viel weniger Saamen das ganze Feld, nebſt den ſonſt dazwiſchen müſſig liegen- den Furchen, folglich noch einmal ſo viel Feld gegen die gewöhnliche mangelhafte Säart, wo die Körner in die Furche häufig zuſammen, und auf einander in die Tiefe zu liegen kommen, und mit zu vieler Erde bevecket werden, beſaamet wird; da denn nach dem - Aufſchoſſen dergleichen Getreyde viel dichter ſteht, als jemals von der gewöhnlichen Säart erzwungen werden, auch vor den vielen vollkommenen Hälmern von wenigern Saamen fein Unfraut aufkommen kann. Anmerkung, Der Urheber dieſes Syſtems drang auf die Ein- führung der Stallfütterung, um deſto mehr und beſz ſern Dünger zu erhalten. Auch verlangte er die Miſchung des Düngers auf dem Hofe z. E, des Schaaf- und Pferdemiſtes, die, wenn fie auf hißigen Boden allein aufgeleget werden, ſchaden, wenn ſie nicht zus vor zur Hälfte oder drittem Theile, mit weniger hibi» gem Dünger temperiret worden, Er 6 "ws de 0M wann der I ſi) Melt unver) zurauchen man ſon0/ Vir 300 Schön! (egenen Hil miſch nig, u» ſe ſuf ZU wan(AO nwht de Defi) vern abg182 Deb! Wenig fuhr a dw x fan IC! Haufen ſiodengh li8 10 map Wige ges Eat /D;- da, veni| R zy gehen 7 ell va In fe! ſonder um in diem! Wigy| nUnfrauk Aufgehen Öner, de) fte entzien "uf dem fi ' liegen Nn) In gerade 1 ) hetum,| *en zum Vh efeſtigen, aamen vy Nüſſig liege Feld gege die Körn! ) einander 9 vieler) n nach da vichter ſieh € erjwung vön Halm ; Quffommt ] uf die Eiv hr und bi| ngte er di! ves Schaf gen Bo| € nich Ju|| niger 6| |) | ( Grundſäße zur Beſtellung des Akers, 497 - Er wollte ferner, daß kein unreifer Dünger auf den Acker kommen ſollte, ließ es aber unentſchieden, -wenn der Miſt auf dem Hofe reif oder unreif zu halten ſey- Man müßte ihn aber wohl denn nicht mehr als unreif erkennen, wenn er inwendig auf dem Hofe zurauchen anfängt, da es denn die rechte Zeit iſt, wenn man ſonſt damit nicht länger warten will, ihn auf den Aer zu fahren, und unterzupflügen. Herr von Schönfeld hielt es auc) nicht rarchſam, zu lange ge- legenen Miſt zu gebrauchen. Es ſind aber die bfono- miſchen Schriftſteller über dieſen Punkt nicht ganz ei- nig, und es finden ſich viele 2andwirthe, die, wenn. ſie ſonſt Miſt genug haben, es eigends darauf anlegen,. wenn ſchon die Hälfte weniger daraus werden ſollte, ihn recht kurz und fein ſtoen zu laſſen, und durc) ſol- erbau iſt. Deshalb kann der Dünger daſelbſt vor den Thoren in großen Haufen zuſammen gefahren, und ihm Zeit zum Wetz ſtocken gelaſſen werden« Um die beyden leßten Säße 6) und 7) zu verſte- hen, muß man wiſſen, daß, um den Fehler der bis- herigen Säart zu verbeſſern, da bey dem Acern zur Saat die Furchen zu breit und ſeicht genommen wer- den, daß man öfters in dieſen Gaſſen zwiſchen jeden zwo Reihen des aufſchoſſenden Getreydes reiten oder gehen kann, ohne leicht einen Halm zu zerknicken, theils tiefer, theils ſcert, ſondern nur eingeegget wird, fällt der Saame meiſtens in die Rinnen zwiſchen den zuſammenſtoſſenden brei- BRUSVK„rer 1, DANO« Si ien 498 Viertes Kapitel. ten Furchen, weßhalb auſſerhalb ſolcher Rinnen oder Rei- hen wenig oder gar keine Saatpflanze geſehen wird. Hier- mit fömmt der Saame in ſeinen Reihen zu dichte ne- ben einander, daß ſich die Wurzeln verfilzen undeinan- der hinderlich werden, auch zwiſchen den Reihen Un- fraut erwächſet, woraus denn ſchlechtere Aerndten ent- ſtehen müſſen. Der Hr. v. Schönfeld hatte zu Er- reichung ſeiner Abſichten bey ſich ein tieferes Acker- werk, nebjr dem großen Qudckenrechen, und der Sta- <en genug iſt, um Wintergetreyde tragen zu können; oder ob er mit ſo genannten Hungerquellen, oder ſonſt von unten aufſteigenden Feuchtigfeiten beladen, weshalb er ſich nur für Sommergerreyde ſchickt. In jenem Fall ſind gleich nach der Aerndte die erforderlichen Maaßregeln zu treffen. Die Bohnen müſſen auch bey der beſten Witterung an drey Wochen. trocknen und drauſſen bleiben.- Regen ſchadet ihnen nicht viel, (wenn die Schoten bereits trocken, und vom Regen überfallen werden; ſo fpringen fie gern auf) und es würde nicht rathſam ſeyn, den Acker eben ſo lange liegen und begrafen zu laſſen. Man fahret fie alſo grün davon, und räumet ihnen einen andern zur fünf- tigen Braache beſtimmten Plaß in dem übrigen Felde ein; läßt die Stoppel, und das in derſelben befindli- auf reine Zeitlang nehmen, dann aber zerriſſen und abgenußt wieder geben will; ſo auch leidet der Boden, welchem man den mit den beſten Säften aus * Gras und Wurzeln, und mit dcm aus der Luft erhalte nen fruchtbaren angefüllten Raſen nimmt, und alle darin befindliche Säfte und frucht- bare Theile in der Miete verſtofen und verdunſten läßt. Das bekannte und nüßliche Rajolen der Gär- fen, w'dur| Athig, wl Noder Wie betracht |; Virt|z jetrendeh Fr oder he | ieder ju leſen m: aman ſe S1ddreiſctn rt; alle nd wohn voy Fleinen beſtimm: jednungs: „der Feſt m Stun| ng von pbeit biz| tundſ is u Ey vrüffeln ſat Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 5027 ſäet nach denſelben Roggen, und-nach“dieſem: Gerſte.; Man ſtoße ſich nicht an das Graben, als an ei- ne Zeit verſplitternde Arbeit. Eine ſcharfe Spade und ein Paar geſunde Aerme können viel ausrichten, und mit leichter Mühe in einem Tage neun zwölffüſſige Quadratruthen herumbringen. Bey den großen Wirthſchaften, die ich zu reſpiciren hatte, accordirte ich die Arbeit an Tagelöhner Ruthen- und Morgen- weiſe: daß ich alſo mein Augenmerk nur auf die Tüch- tigkeit der Arbeit, nicht auf den Fleiß der Arbeiter zu richten hatte. J< gab in einer Gegend, wo das Tagelohn theuer, und ein guter Tagelöhner für zehn- ſtündige Arbeit nicht unter ſechs Groſchen zu haben war, für den Morgen von 120 Quadratruthen Ca- lenbergiſc c) zu behäufen, das, erſtemal==>== 20.==> das zweytemal 4== 8=> d) die Ertüffeln auszugraben im; ordinairen Tagelohn 2-- 12=. Alſo koſtet? Beſtellung und Aerndte. 4 Gr. Dagegen erhielt ich von acht Himten Einſaat ein Hundert und ſechszig Himten, bald auch mehr, bald weniger; im Durchſchnitt aber immer das zwanzigſte Korn, Ich will die Koſten von einem magdeburgiſchen Morgen, ob wohl dieſer um ſechs zwölffüſſige Quadrat- ruthen kleiner iſt, eben ſo hoch, und die Einſaat zu 6 berliner Scheffel rechnen 3 ſo beträgt die Aerndte 120 Scheffel. Eine Mäße Ertüfſeln iſt in der Fütterung mit Hornvieh ſo gut als 5 Pfund. gutes Heuz und alſo ſind 508 Viertes Kapitel. ſind 125 Scheffel ſo gut als 87 Centner, oder 4 ſtar- ke vierſpännige Fuder Heu: Man rechne den Centner' nur zu 6 Groſchen, wofür in Graßarmen Gegenden der oft weiten Transportkoſten halber gewiß kein Heu! zu haben ſeyn wird; ſo nußet man einen Morgen Ertüffeln auf 2x Rthlr. 13 Gr. Hiervon die Beſtellungs- und Aerchdtekpſten Ui= 10“ as dunn abgezogen, bleibt reiner Gewinn 113 Rrhir. 14 Gr. Auſſerdem hat man nunmehr einen völlig cultivir- fen, reinen, und zur Beſtellung mit einer jeden Korn- frucht ſich ſchifenden Aer. Dies iſt eben ſo natür- lich als begreiflich.“ Der Raſen iſt durch das Graben in ſo viele kleine Theiie getrennet, als Spadenſtiche geſchehen ſind: er iſt Stich für Stich ordentlich und unterwärts geleget, wodurch ſein Werrotten geſchwin- der befördert worden. Das zweymalige Behacken hat Gras und Quecken allen Zutritt gehemmetz; das Aufgraben derſelben aber dasjenige vertilger, was ſich demnach gefunden haben möchte. Alles Dinge, zu deren Erhaltung mit Pflug und Egge zwey Jahre Zeit erfordert, und weil das Land ſo lange unarrbar bleibt, auch ſo lange feine ſonderliche Aerndts davon bezogen werden kann. Die Vergleichung dieſer mit den vorigen Behand- lungsarten, in Anſehung des erſten Jahres iſt folgende, Wer nach der vorhin erwähnten Verfahrungsart zweymal pflüget, und Erbſen oder andere Hülſenfrüch- te ſäct, braucht auf einen Morgen zur Einſaat IF Scheffel; und ärndfet, wenn es hoch kommt, das ſechste Korn, alſo 7x Scheffel, 3 Scheffel 20 Gr. im Markt« Wu "WL 11 GMs rah 6 a13 01 dave! al 1"| aufe AE by dale hw, uG| lmwir 4 iB: v197: 0:70 vie auf"aw le nils) ſet w any techn,) ſen, 61 Kindugs "a (10 6, 1 ſeln den ae gig, gen 8| » beth * den Copy en Org)- )iß fön H Thlr, 186 . i-- h> Sette, TH, 14 [lig cult) 1 jeden Ah [yn ſo nd das Orc) [Spadenſt edentlich| [en geſch 13 Beh| jemmet;| oget, was 3 Dinge) 1) Jahre) grtbar bi)| jon bezw| en Beha Jahres!| ahrunga ſenſu) x Einſt mmt, 200) 0 |. Grundſaße zur Beſtellung bes AFers. 509 Marktgängigen Preiſe--= 6Rethl, 6Gr, davon die Koſten für zweymaliges Pflügen und Beſtellen- Gi SI Beleiis Sin Bleiben 5 Rthlr. 6 Gr. Wer zweytens den Anger im Frühjahr umpflü- get, und ſo fort Haber ſäet, braucht zur Cinſaat xx Scheffel, und ärndiet, wenn der Haber gut ge- räth, das achte Korn, mithin 12 Scheffel, A 12,.0Ox..- 20 6 Rehir.=- Gr. davon für Pflügen und Beſtellen===> 32=> Bleiben 5 Rthlr. 12 Gr, Und wer drittens den Plaß ordentlich braachet, ärndtet im erſten Jahre gar nichts; obwohl er ſich bey den folgenden Aerndten beſſer, als die andern ſies hen, und den erſtjährigen Verluſt bald wieder einhoh= len wird, Durch den Ertüffelbau wird alſo „in Anſehung der erſten Methode 6 Rthlr. 8 Gr, in Anſehung der zwoten-- 6== 2=- in Anſehung der dritten»-- 1x== 14==> auf einem Morgen gewonnen; der wichtigen Vorthei- le nicht zu gedenken, die bey der Viehzucht veranlaſz ſet werden. Ueberdem iſt das Tagelohn ſehr.hoch bes rechnet. An den mehreſten Orten wird es wohlfeiler * ſeyn, und die kleinen Wirthe können es mit ihren - Kindern und Geſinde ſelbſt verdienen, Wenn jedoch dergleichen Pläße der Anforderung als gute Wieſen in der Folge entſprechen ſollen; ſo iſt es, wie ſchon oben erinnert worden, nicht gerathen, ſie allzulange unterm Pfluge zu behalten, und durch ven Getreydebau allzuſehr zu entkräften. Man be- gnüge ſich alſo mit drey Aerndten von Ertüffeln, Roge - gen und Gerſte, welche zuverläſſig ergiebig ſeyn wer- den; FAD. Viertes Kapitel. den; fahre auf die Roggenſtoppel, nachdem die Win- terſaat beſtellet, und das Gerſtland in dem übrigen Felde geſtrecket iſt, ſechs vierſpännige, oder doppelt ſo viel zweyſpännige Fuder guten Dünger auf den Morgen; pflüge ihn vor Winters unter; bearbeite das Zand im Frühjahr wie gewöhnliches Gerſtland, indem es noch einmal gewendet, ſcharf abgeegget, und hier- auf zur Saat geackert wird, und ſäe dann mit der Gerſte die Futterktäuter.* So hat man in dem Jahre noch eine vorzüglich gute Gerſtenärndte, wovon das Stroh der darunter befindlichen jungen Kräuter wegen beſſer, als das gewöhnliche Heu iſt;(unter der Gerſte werden zuleßt Futterkfräuter zur Begattung der künf= tigen Graspläße geſäet;) im folgenden Jahre aber die fürtrefflichſte Wieſe.- Wem jedoch der Dünger zu ſchwer oder zu koſtbar fallen ſollte, kann ihn ſparen, aber auch nicht verlangen, von ſeiner Wieſe eben den Nußen zu haben, den ein anderer von einer gedüng- ten hat. werden aber zur Begattung der Wieſen oder Graspläße folgende Futterfräuter angeprieſen, 1) Zolländiſcher weiſſer Wieſenklee, Er dauert, wenn der Boden nicht allzunaß oder allzutro» &>en iſt, 10, im Gegentheil aber 5=- 6 Jahre; wäch- ſet 1 Fuß hoch und noch höher; liefert 3= 3 gute Aerndten, iſt allen Wieharten ſehr angenehmes Futter, und läßt ſich weit beſſer und leichter zu Heu machen, als der roche Klee,' 2) Gelber Sopfenklee, welcher auf guten Ae- >ern im Roggen zu wachſen pflegt, und hier zwar klein und unanſehnlich bleibt, aber wenn er gebauet wird, zu einer anſehnlichen Pflanze erwächſet, und wie der vorhergehende zu loben iſt. Er dauert jedoch ſelten über 2„Jahre; in naſſem Boden nur 11 Jahr. Man kann indeſſen den Fehler durch das Nachſäen abhelfen, ' indem | | Gm? inden 10 if ſud (ede fon? auh die 17 das rit 3) 9 ſn, 8 nem un ten Wi! 2--34 Grandt une gemaet 16 maden, IE und gedeiis ben ſind 1118 | Angeln 177 BENE: fd€ größe Vibe Chip ſe gebragt: Un y do)| 0 | fr ſd) Dv |(nen mag | wiſſys | Nebezng, | Jr Infdf | ſeiler, vp MN; 4 | tf| | ſo iſt ſie;] | Grundſäße zur Beſtellung des Akers. 51x Diem die' indem man im Frühjahr den Saamen nur auf die | dem Üben! Wieſe ſtreuet: er iſt fein und ſchwer genug, an die Zeder dep Erde kommen und Wurzel faſſen zu können, wozu Siger auf y auch die öftern Regen- und Schneeſchlacer des Aprils Ehe das ihrige beytragen. t " Rinn«3 Haberturas, oder das Sormental der Fran- S On 0 zoſen;:: Es dauert6== IO Jahre; nimmt mit troce- Sinden Jh nem und naſſem Boden fürlieb; fömmt bey uns in gu- zm: j ten Wieſen von ſelbſt fort, und wird im Anbau an vp) 2--3 Fuß hoc); treibt aus einer Wurzel über 505 B.; 6 Stängel;. wächſet frühzeitig und mit den Kleearten Abg der" um die Wette, fann alſo auch, wie dieſe, 2=- 3mal 36; gemähet werden; läßt ſich leicht dörren oder zu Heu ihre machen, und. liefert grün, oder trocken ein ſehr ſüſſes (Digey und gedeihliches Futter- Ein Paar Abarten deſſel- Din ſun ben ſind in dem kleinen Wuchs genauer, aber in den = iſe wer Hacheln und Wurzelknoklen, unterſchieden. Man, ner ged muß alſo, wenn man es in Wieſen ſchon wildwach- m ſend har, und Saamen zum Anbau nehmen will, die SVieſen w größte Art wählen. Der Saamen kann, wieder vom S eſe, Schwadengraſe, abgehülſet, und als Grüße zur Spei- En fler,(| ſe gebraucht werden.= Yder allja Dh; wih Um eine gute Wieſe zu erhalten, bauet man je- 87-3(uft doch nicht jedes der benannten Kräuter, beſonders und Genes Futter| für ſich, ſondern in Vermiſchung mit einander. Auf u machn einen magdeburgiſchen Morgen nimmt man 4 Pfund | weiſſen Klee, 3 Pfund gelben Hopfenklee, 2 Pfund aut ke Habergras und 3=4 Pfund andere gute Grasſorten, " zwa flelt In Anſehung der leßtern wird die Beſaamung wohl- y„uet wit) feiler, theils geht man auch bey der Miſchung ſicherer. id wiedt Geräth das eine nicht, ſo geräth doch das andre; iſtdie doh faltet| Witterung für dieſe oder jene Pflanze nicht günſtig, pr, Mu| ſo iſt ſie es doch für die andern, 1 abpelju) Die “(nn 512 Viertes Kapitel. Die Saamen müſſen nicht ſämmtlich, ſendern die Kleeſorten für ſich, und die Grasſorten für ſich ge» miſchet, und jede dieſer Miſchungen eine nach der an= dern geſäet werden. Jene ſind nämlich ſchwerer, und würden ſich in dem Gefäſſe zu Boden ſenken; dieſe aber leichter, ſo daß ſie oben bleiben, und'bey noch ſo öfterm Umrühren während des Säens ſich ehender ver- greifen würden. Man würde alſo ſehr ungleich ſte- hende Kräuter, und auf dem einen Theil der Wieſe mehr Gras, auf dem andern aber mehr Klee erhal- ten. Einige miſchen unter dem Saamen ,- um ihn vermeintlich gleicher und egaler ausſäen zu können, Aſche, Sand, Sägeſpäne u. dgl. Cs iſt aber eben damit, wie mit dem Saamen ſelbſt. Sandund Aſchs ſind zu fein und ſchwer, und fallen zu Boden; die Scegeſpäne zu grob und leicht, und bleiben oben. Man ſäet alſo den Saamen in ſeinen Miſchungen allein; nimmt zwiſchen den drey Vorderfingern ſo viel, als man jedesmal dazwiſchen faſſen kann, und wählet des leichtern Grasſaamens halber kein ſtürmiſches Wetter. Es werden aber dieſe Saamen, ſobald die Gerſte geſäet und eingeegget iſt, über den AFer geſtreuetz worauf das gewöhnliche Bewalzen folget. Wer ihn in die offne Furche ſäen, oder gar unter die Gerſte mengen wollte, würden die kleinen Saamen in beyden Fällen zu tief in die Erde bringen, und gleichſam ver» grabenz in leßterm beſonders aber von demjenigen, was noch auffommen möchte, ſehr ungleich ſtehendes Futterkrauterhalten. Zum Ausſtreuen des Saamens ſind nur die drey Vorderfinger, aber eben ſo viel Gäns» ge über den Acker, als zum Getreyde erforderlich. Hierauf werden noch die Waſſerfurchen aufgepflüget, nachgeräumet und geebnet.„Jn trocknen und war- men Aceern iſt es doch nicht ſo ſehr, als in kalten, Regens | ſhund(f7 | indwen 1 Reogſuth Gun || Aeg- SE (epmädern Dau 3 NUNN ue edu y 90, fe wachen ens De ſhon aufſMto ten album| Vorgenonen fürdie, A dig fn 10:5 kin das 0.08: jeder Geis hufledbs An der au'E me Vi, Wn lichen Vus hen, M) Zwar geht vine gleichert futter dm Ave Geſa ſhe Nys [0=3 Sig ml hicht' Anmerkungen. Hier haben nun die Leſer ein Syſtem, welches eben ſo ſehr dem geringen 2andmann, als dem höhern in mehr denn einer Abſicht zu empfehlen iſt. Jener, der geringe Landmann, wenn er für ſich einen Gras- garten oder Anger hat, darf nur von Zeit zu Zeit mit den Seinigen Hand anlegen, und graben, ſo„hat er an dem umgegrabenen Fiecke ſo gleich den Plaß, den .er einige Jahre mit Wurzelgewächſen und Getreyde- "ſorten, ſodann wieder mit Futterkräutern. oder den beſten Gräſern, aufs vortheiihafteſte begatten kann. Aber auch der mehr als gemeine Landmann, der ſich .darauf verſteht oder Zin will, Hunderte mit Hun- € 2 Ders 516 Wierkes Kapitel, derten und darüber zu gewinnen, und dabey doch Da» friot zu ſeyn, wenn er, beſonders zur Zeit der Noth oder Theurung, da Taglöhner über Mangel am Ver- dienſt ſeufzen, dieſe in Thätigkeit ſeen, und durch ihr Anſtellen zum Graben zugleich ihnen und ſich hel. fen will, findet an dieſem Syſtem das Mittel, ſich als einen klugen und guten Hausvater zu beweiſen. Cs braucht aber nicht immer der Fall zu ſeyn, in der Geſchwindigkeit von hohen Kornpreiſen, wenn ſie ge genwärtig ſind, Nußen zu ziehen 3 die beygebrachte Anſchläge des Hrn. Bergens weiſen es aus, daß auch in gemeinen Jahren nach der beſchriebenen Verfahs rungsart der anſehnlichſte Gewinnſt zu erwarten ſey, - Das Mengſel von den beyden im Syſtem ange- rxühmten Kleeſorten und dem Habergraſe iſt in vielen Gegenden no unverſucht und unbefannt. Wir haben hier zu Lande auf unſern Wieſen zivo weifſe Kleearten, die wir als keine Abänderungen von einander anſehen müſſen, ob ſie ſchon viel Aehnlichkeit mit einander haben. Die eine dieſer Arten iſt der weißblümichte, aufrechtſtehende Baſtardklee, weiſſer hochwachſender Honigklee, Trifolium hybridum Lion, Dieſer wird in Frankreich als ein Futterfraut gebauet, Die zwote Art des weiſſen Klees iſt, der von unſern Kräuterlehrern ſogenannter weißblümichter geſtreckter Klee, Trifolium repens Liun. gDieſer wird nun von Hr. Bergen. gemeinet, wie aus dem am Ende ſeiner Schrift befindlichen Verzeichniß der Syſtemnamen zu erſehen iſt, Der gemeine Landmann würde ſich) daran ſtoſſen, wenn ich ihn kunſtmäſſig aus den Blü- then farafteriſiren wollte; um ihn aber doch mehr befannt zu machen, ſo. will ich nur davon gedenfen, daß das Blüthköpfchen Fugelfsrmig oder etwas ein» gedrückt ſey. Die Blumen ſtehen zuerſt auſwärts, nache Gm nacht( 5 blattet 1 uuf E Dupfflers ſitt ein rung 900% ter aberth ſch zuſim 01:5 ſech Ob rechtfu um 143) ju 139 um prodEs |("JußD mh aufty | | mit went | Weg 4 wonier ſgt Is (1890997 förmigp Blattzäl) Blumig gelben iy „1 Erft ſu Geyer daß dage um dbd Huy früh! 1 18 haber, 3; wit daß weden deb by, Zeit"4 angel".| en, dh en Undic,) 6] Mittl j y (er zu mi| Zu ſeyn, hy 1) Wenn u die bepgthrn ) aus, deft benen Ih "warten h /Eyſtem y oſe ift in nnt, zn Wieſt änderung viel Aehnli! vy Arten ſy. ardflee m| bybridunl erfoaut as| der von u| chter geſi! vwd m "m End!(iM Syſtem! nn wird? aus den D je do) 1 von gebaty er ews an erſt au aut A Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 517 nachher biegen ſich ſylche unterwärts. Die Blumen» blätter aber ſind anfangs ganz weiß, werden hernach purpurfärbig, und endlich bräunlich, wie bey den Hopfkleearten, Die Bauern bedienen ſich dieſes Klees ſtatt eines Wetterglaſes. Denn bey warmer Witte- rung hängen die Blättchen, bey herannahender feuch» ker aber richten ſich ſolche in die Höhe,- und ziehen fich zuſammen. Von dem gelben Hopfenklee haben wir in un- ſern Gegenden auch zwo. Arten. Die eine iſt der aufs rechtſtehende, gelbe Klee, gelber Kaßenklee,'Erifo« VFum 1vpulinum, Trifolium agrarium Linn. Die zwoke Art iſt, geſtreckter gelber Hopfenklee, Teifoli« um procumbens L. Seine Stängel ſind ohngefähr ein Fuß hoch, gemeiniglich geſtrecket, zuweilen auch mehr auſgerichtet, in wenige Zweige verbreitet, und »„mit. wenigern auch kleinern Blättern, als jene Art,. beſeßet und ſcharf ausgezahnet. Die erſte Art iſt auch nicht viel länger, treibt aber mehr Zweige, iſt aufgerichtet oder zuweilen ausgebreitet, oder mehr ausgeſtre>et. Die drey Blättchen find ey= oder herz- förmig, ausgeza>t, glatt, blaulichgrün, und die Blattanſäße groß, eyförmig zugeſpißet. Die dichten Blumenköpfe ſien auf langen Stielen, und die gelben Blumen ſelbſt hängen an beſondern Stielen. In England: zießet man dieſen Klee wegen ſeines ſüſ= ſen Geſchmac>s dem rothen Klee vor, und glaubt, daß der Boden dadurch gedünget werde, fotglich auch um deswilleit einträglicher ſey, wenn er ſchon weniger Heu, giebt. Man ſaztihn daſelbſt häufig unter'die Korn» früchte aus, und ee dieſen meine?auch Hv, Bergen. Das Habergras, ſonſt auch. riſpichter Wieſen- haber, franzöſiſches Roygras, auch Fromental, muß mit dem Raygras der Engländer nicht verwechſelt werden, und SEE 0 iſt beym Linnaus Avena elatwr, | Kf 3 Gra- 518 Viertes Kapitel. Gramen avenaceum, Die vielen Hälmer deſſelben erwachſen an 3== 4 Fnß lang, die Blätter aber ſind einen halben Fuß lang, oder länger, breit und meh- rentheils auf beyden Seiten glatt. Es liebet einen guten Boden, der mäſſig feuchte iſt, und kommt zwar in magerm Sande auch fort, aber nur nothdürftig. Es dienet nicht nur friſch zu füttern, ſondern giebt au- nen, da mir noch fein andres Heu bekannt worden; welches von Pferden, Schaafen und Rindern lieber gefreſe Gundj NN freſſe! pl Ww | pe aber del | wdr Or - huniggaſe (en verjiehes feben. zum Heu, 1 wird. Gi Vermiſchull es leicht ſa die Bic da man dm 8 hung des 61134 12) GHR | | ws hende, Dis den, ſo 90.9 ſiem, weng pur in ſont ſondern auff! ve; 2) aude baby verfugt NetauSen "der en ſreife julaſfen, 0 vorn, Ie Nachehm(38 lungsarth3 iv Were enden 390 “ | | wet Viſi. ter aby eit und liebt iy > fommtyy .? nothin | ſondern 6 dn Reni. H fommtit 3 welches Iches[ehh y, woran) Le fömnt zuebſien u Gn bay,| Enes der fei) Ey geſhi G: dieſes 4 vj D ſoll es ju ; rgenſche G 3. JO els von Mt ple und y allein m| jet ſet, Ö| NE, wi x Oefaht m| „x Kle nd| Geſinde| Bermiſch)| ju Heu M unt wd nder(dt Ni Grundſäße zur Beſtellung des'A>ers. 519» gefreſſen würde, als das vom Honiggraſe. I< ha- be aber in der H. VIT. gelehret, warum die Begat- fung der Graspläße oder Wieſen mit dem einzigen Honiggraſe der Vermiſchungmit Kräutern und Grä- ſern vorziehe. Nämlich um deſto kräftigeres Heu zu haben. Man gewinnet aber jedes Gras am beſten zum Heu, wenn es eben in ſeiner Blüthe gemähet wird. Sind mehrere Gräſer oder Futterkräuter in Vermiſchung unter einander auſ der Wieſe, ſo kann es leicht ſeyn, daß eine oder mehrere Arten ſchon über die Blüchzeit hinaus, andere aber noch darunter ſeyg, da man denn an einer oder der andern Art in Anſe- hung des künftigern Heues verlieret. 22) Schlußbetrachtungen über alle bisher be- ſchriebene Aerſyſteme, Sind nun dem Leſer ſo viele, von einander abge- hende, Beſtellungsarten des Aders vorgelegt wor- den, ſo geht der Zweck dahin, 1) daß-man jedes Sy- ſtem, wenn man davon lieſet, höret oder ſieht, nicht nur in ſeinem völligen Zuſammenhange überſehen, ſondern auch mit andern,in Vergleichung ſtellen kön- nez 2) auch ſich ſelbſt aus einem jeden Syſtem und den dabey vorkommenden Bemerkungen das Anwendbare herausnehme 3; entweder einem Syſteme ganz Folge, oder ein freyer Nachahmer ſey, d- i. davon was weg- zulaſſen, oder hinzuzuthun, wie ſchon zuvor bemerkt worden, daß manche Urheber eines Syſtems Freye Nachahmer eines andern geweſen. Denn jede Beſtel- lungsart hat entweder Draache, oder Leine Drag- che, oder ſie beſteht aus einer von beydem vorherge henden zuſammengejerzten 256vart,| Kt a a) Die Wiertes Kapitel. 2) Die Beſtellung des Akers mit der Braache iſt zur Zeit noch die gemeinſte in hieſigen Ländern, Es iſt ſchon oben gelehret worden, was Braache ſey nämlich wenn das Feld von der leßten Aernd-' te an bis zur andern, wo nicht mehrere Jahre, doch x Jahr, d. i. einen Winter und einen Som- mer hindurch unbeſäet bleibt, aber doch im Som- mer mit dem Pfluge bearbeitet wird, um im Nach» ſommer und Herbſte aufs neue beſäet zu werden. Es fann aber, wie gleichfalls ſchon gefagt wor- der, die Braache theils mit, theils ohne Söm:- merung ſeyn. 5) Bey eben dieſer Bauart iſt nun auch eine halb- jährige Braache des eben geweſenen Winterfel- des, da ſelbiges von der Einſammlung des Win- tergefreydes an bis in nächſten Frühling unbe- ſaet bleibt, im Herbſte aher, oder im Frühlinge beaert, und in leßterer Jahreszeit mit Som- mergetreyde beſtellet wird.; ce) Iſt gar keine Braache wo vorhanden, d. i. das Feld wird in jedem Jahre geackert, und iſt ammer darin mit Früchten beſtellet,' ſo muß eine Abwechslunt der P'flanzen angebracht werden. Ie mannichfaltiger dieſe iſt, deſto beſſer werden die ſogenannten Jahr- oder Gartenfelder genußet. Denn es iſt bey allen praktiſchen Landwirthen ein durch beſtändige Erfahrung ſattſam erprobter Grundſa6, daß der Boden baid erſchöpfet werde, wenn man die Pflanzen nicht ahwechſelt, wie ſol- hes vorhin durch eigene, und andrer Landwirthe, Erfahrungen bezeuget worden. Zum Ueberfluß aber will noch ein Zeugniß eines erfahrnen Land- wirths hinzuthun Herr CTayer ſagt in ſeiner: gekrönten Preisſchrift von Erkenntniß und An- wens | Y Neſtgen 1, was Ih) ver leßtm Ted (mehren 3 und einn Gy e doch imey; rd, Umin jeſget zu uh Hon gefyy (ils om G | auch ein)h enen Fi) jmluhg ds% | Früßlin p im Zun Sjeit mi oorhanden, 1 jgeadert, et, ſo mf gebracht mm to beſſer 1) nfelder gew! Zandwirthn ſam eum) eſhipfe echſelt, m) er and| Zum Hebt erfah un » ſagt j| 6 u 6“ nis"' | [5 der Zi. Grundſäße zur Beſtellung des AFers, 52x wendung der verſchiedenen Erdarten Der Flachs, alle Jahre, oder nar alle drey Jahre, aufyeinen und eben den AEer geſäet, gedeihet gewiß ſchlecht. Man fann die Probe beſſer an Erbſen ſehen, und im Fleinen kann man davon den klärſten Beweis haben. Man thue in einen Ölumentopf Erde, ſäe ſeine Erbſen darein, und gebe ihnen Waſſer und Wärme, ſo werden ſie aufs beſte hervorwach« fen. Man nehme dieſe, eine Hand lang gewach- ſene, heraus, und ſäe, ſo oft man will, wieder andere in eben die Erde, ſo wird kaum eine mehr keimen, noch viel weniger wachſen, da doch eit? anderer Saame, darin geſäet,“ gleich wieder, aufs wächſet: Der Beweis, daß jede Art der Gewäch- ſe ihre eigene beſondere Art, Dele und Salze hak, die es anzieht, und andere Salze andern Ge- » wächſen zurück läßt.=> 9) Bevor man von einem oder dem andern Syſtem was nachahmen will, muß man entweder, went man gleich ins Große gehen will, ſchon viel Er» fahrungen bey ſich) und andern voraus haben, oder die Verſuche nur erſt im Kleinen beſtehen laſ- ſen, damit man nicht zu viel wagen dürfe.) In dieſem Falle befand ſich der Verfaſſer des Hann6v. Zausv. Hr. v. Münchhauſen.„Er führte in ei- ner ſandigen Gegend die Braache ein, obſchon „ähm eingewendet ward; daß man durch Bragche eine ganze Aerndte verliere, Da er aber einen - Sandacker hier vor ſich. hatte, von dem ihm aus Erfahrung bekannt ſeyn mußte, daß-er durch Ruhe gebeſſert werde, ſo blieb. erlauf ſeinem Ents ſchluſſe, die'Braache einzuführen, Als ein un» gemein beleſenex Wirth wußte er vielleicht noch überdem die Erzählung des--Tulls„ daß. ein ar mer Mann in England aus Mangel des Saas Kks mens eV 522 Viertes Kapitel. mens ſein Braachfeld'nicht habe beſäen können, und es im folgenden Jahre wieder tüchtig ge- braacht habe, worauf die Aerndte- des folgenden Jahres mehr werth geweſen, als das Feld, dar- auf ſie geſtanden. So ſagt auch ein andrer Eng- länder von einem Pachter, daß er aus Noth, wie der vorhergehende, ſein Feld habe müſſen nach dem Beacern liegen laſſen, aber hernach ſo reichlich geärndtet habe, daß er viele Schulden habe bezahlen, und durch Fortſeßung der'Braa- achteten Stallfätterung einführen, in Anſehung dieſer aber | pfahrun: auch ſeine Rechnung dabey finden könne. Denn falls, diejenigen Landwirthe, welche keine Hof- oder jSim Jah: Zwangdienſte haben, ſind faſt durchgängig danie- haträglic der, wenn ſie mehr Geſinde halten ſollten, da fie M na de um der Roheit deſſelben ſowohl, als um des ſo S bend hohen Geſindelohns, auch beſſerer Beköſtigung Fir, de willen, denn ſonſt, ſich lieber noch weniger, als pfmer un mehr Geſinde zu halten wünſchten, und daher fe beſſer; vermeinen, daß ſiein dieſer Hinſicht bey der Stall- Hs als der fütterung mehr Schaden als Vortheil haben. 190 f) Beſage einiger vorbeſchriebener Syſteme wird 3 Aog der Mangel der jährigen oder eigentlichen Braa- ert gelaſſen werden, ſchr gebeſſert, und. bekommen ſodann, nachdem ſie mehr oder weniger Jahre wüſte oder„dreiſch gelegen, wieder neue Kräfte ,. weßhalb Hr. von Münchhauſen ſchon durc) die Einführung der einjährigen. Braache ſeinen Sandacker ſo ſehr ver- beſſer» 4 t der Yes| | dep[oßty| tern bey hn Wieſen, Cetin, Ww Ptaucht nit Bee, Ney Iva auf En die Au 8) und 14) et nidt a) Doſſe, u M zu O1! X der 1) E declich ilt By und E ethalb 11 8 Cer ge dum "NENNE nigen Jh faltig Ww D)01 Cin)| Nich ieh| 8.14 Felgewäch| ys bey di| Fiel,| jn ja werd!)| je, m| pde dre) h H pon hrung 41.04 15 Grundſäße zur Beſtellung des Ackers, 525 beſſerte. Im Hollſteiniſchen liegen deswegen die Saatfelder wechſelsweiſe unbeſäet, oder dreiſch, wie man es daſelbſt nennet, Auch mit vielen ſogenannten Au- und Marſchländern an der Cl-| be und Weſer pflegt man es ſo zu halten, Wenn ſie im Winter oder Frühjahr überſchwemmt wer- „den, ſo läßt das Waſſer Schlamm und Fettigkei» ten zurück, wovon das Land ſehr geil wird, und daher des Düngens nicht bedarf. Man läßt ſie daher hin und wieder gern ein„Jahr ruhen oder dreiſch liegen, weil ſie ſonſt das Getreyde zu ſehr „ins Stroh treiben, die Körner aber zu dihül- ſicht und zu wenig mehlreich oder förnicht wer- den laJen, Es wäre aber vielleicht dieſes Ver- fahren in den Marſchgegenden, wenn man's nicht um des ſo ſchönen Grasgewinnſtes thäte, eben ſo nöthig nicht, wenn man es alldort einträgli- ers umher- laufende, und hiemit den Boden bindende, Wurzeln haben; vor deren Einſäung das Feld nicht oft genug gepflüget, oder denen nicht mürbe Krume genug verſchafft werden; zwiſchen denen man nicht das. Erdreich bearbeiten oder es auf- lodern fann 3 die auch ſo ſpäte abgeärndret werden, daß man nach ihnen nicht zur folgenden Saat gehörig pflügen kann. cc) Endlich gehö- ren auch dieſe Pflanzen noh zur erſten Klaſſe, welche, wegen ihres Langeſtehens auf dem Acker das Unkraur neben ſich frey in die Höhe gehen und es reifen laſſen, indem ſie nicht ſchnell genuF aufſchieſſen, um das Unkraut unter ſich zu erſtifen.- Zur.zweyten Klaſſe gehören nun die Pflan- zen, welche das Wenigſte von den Eigenſchaften der erſten Klaſſe an ſich haben, alſo 1) den Bo» den nicht ſonderlich ausſaugen; 2) ihn nicht bin- denz 3) das Unkraut weniger neben ſich aufkom- men laſſen.: Nun wird es dem Leſer leicht fallen, nach diez ſer Klaſſification auf die mancherley Feldfrüchte die Anwendung zu machen. Er muß es nun leicht einſehen, daß, von der erſten Klaſſe anzu- fangen, die Getreydearten, wie alle eigentliche Gräſer, und wozu jene auch gehören, mit ihren zaſerichten Wurzeln. ſehr den AFer. auszehren, - und Wi; 2 Eon 404 ſeichte, jj ) nichts M O; erſte lj den Beh E| denen,) „fes uns 31 binde) N14 das 31) M nicht mit) ſchen dem Eider es(1 Jabgeärn) Nr folgert Kndlich a) Eſſen Kl, 5:f dem Ait G Höhe g.)t SF(hnell gin) ite ſhy n die Ruy genſchaft " 11/000 G»| EL nicht 6 . auff"| x, nad Ww! Eeeldfüht| Fuß es 1]| gaſſe am pe | wil" | Grundſäße zur Beſtellung des Ackers, 527 und je länger ſie ſtehen, ihn deſto mehr binden, auch den A>er mit Unfkräutern verunreinigen. Das Wintergotreyde zehret daher weniger, als das Sommergetreyde, und unter dieſem eine Art immer mehrals die andere, jenachdem ſie längere Zeitauf ihrem Standplaße zum Reiſwerdennöthig hat. Soweiß man es z. E. in hieſigen Gegenden, daß die kleine Gerſte weit weniger, als die große auszehre. Erſtere ſteht nur 3Monathe, jene aber faſt noch einmal ſo lange auf dem Felde. Man hat hier- von alle Jahre den Erweis, daß auf dem Acker, der fleine Gerſte getragen, nach vergangener Braachzeit der Waizen immer beſſer gerathe, als da, wo große Gerſte geſtanden. Man würde es auch um dieſer Urſach willen lieber mit der kleinen als groß: n Gerſte halten, wenn man theils nicht gut düngen, theils durch Bearbeiten mit der Spade zur Leinſaat den Acker wieder her» ſtellete. So rechnet man auch bey der großen Gerſte darauf, daß ſie von der Dürre weniger als die fleine leidet, auch weniger dem Honig» thaue unterworfen iſt; der in der ſpätern Jahres» zeit die Gewächſe befällt, und in ſolchen Feldern, wie das hieſige iſt, am meiſten, welches in Wale dungen eingeſchloſſen, und dem Durchſtriche der Weide weniger frey geſtellt iſt. Mann kann auch aus dem, was zuvor geſagt iſt, erſehen, warum man auf Wintergetreyde Eommergetreyde folgen läßt.. Man hat nicht ' Zeit genug, den Acker vor dem Herbſte noch ge«- nug zu pflügen und aufzulockern, nun abermals eine Fruchtart hinein zu ſäen, die in einem feſten Boden fein gutes Fortkommen hat. Wenn man aber hin. und wieder in leichten Sandfeldern Roge gen nach Roggen, den man Stoppelroggen nen- nef, 528 Viertes Köpitel, net; weil- die, von der unmittelbar vorhergehen- den Aerndte darſtehende, Stoppeln nur einmal und zwar zur Saat gleich umgepflüget werden, ſaet, und dieſer noch ſo nothdürftig gerathen ' Xann;: ſo hat man die Urſach zur Hand; nämlich der ſehr leichte Sandboden hat von der unmittel- var vorhergehenden Roggenſaat gar keine Feſtig- Feit annehmen können. Man würde freylich mit weit mehrerm Nußen Sommergetreyde hieſelbſt erbaues, wenn ein fo leichter Acker nur im Som- mer Saft genug hatte, dergleichen erwachſen zu laſſen- Die Winterfeuchtigfeit muß den Stop- pelroggen am meiſten auf die Beine helfen. Betrachtet man nun aber die Pflanzen der zweyten Klaſſe, ſo findet man darunter ſolche, die eine zapfenartige"Wurzel haben, und damit das Erdreich von einander trennen und locker . machen, den Boden alſo öFnen, und das Cin- dringen der Luft erleichtern. Unter dieſen ver- dienen den Vorzug diejenigen, welche zugleich mit ihren breiten Blättern den Boden bede>en. Dieſerhalb ſind die weiſſen Rüben, oder die Tur« nipſe den gelben Rüben ſehr vorzuziehen. Die- ſe decken zu wenig mit ihren Blättern, laſſen eben daher auch beſonders in frautartigen Ländern zu viel Unkraut auffommen,- ob ſie ſchon in An- ſehung der Fütterung beym Viehe mehr, als die weiſſen Rüben, anſchlagen, auch Im Winter beſſer ausdauern. Man hat gleichen Nußen in Anſehung des Ackers von ſolchen Feldfrücht en zu erwarten, die zwar keine breite Blätter haben, aber Dafur deſto vichy neben einander wachſen, daß fie den Boden unter ſich beſchatten, als Lein, Hanf, Klee u. ſw... Man hat ferner Pflanzen in dieſer Klaſſe, welche dex Erde auch mittelſt ihrer Gut NUR: paß? und I hiße 9 früd| Dus zem me ſe Urt wen riß fs fe uver ſam [ids Bla«1 den S4 "Zr wr vn difu! H! de dhe 616 NIN (eG ſds: Upg ve 8/ 0f(Jem EE Grundſäße zur Beſtellung des Akers, 529 hoher ape ihrer Wurzeln Feuchtigkeit zuführen, nebſt dem Dek daß ſie den Boden beſchatten, ſie feuchte erhalten, Ng 08a und ſie wider das Austronen von der Sonnen- Eid» nin hiße ſchüßen. Dieſes hat man von den Hülſen- Wen früchten ſowohl, als vom Klee, zu erwarten, Efeite 7. Durch ihre ſchwammichte Blätter und Stängel 4 finlig j ziehen ſie viel Nahrung aus den Dünſten der Luft Ren, an ſich, welche bis in die Erde hineingehen, daß y e hiefel' ſie davon fruchtbar und mehr mürbe werden Ffann« Kurim En Und nun wird man es einſehen, warum das Abs Arwahſen' wechſeln der Getreyde- und Kleeſaat ſo ſehr ſich Di den Etz hervorthut, und beſſere Kornärndten darnach ers Helfen, folgen, als wenn gemeine Gräſer, die keine brei- Ifianzen v te und weiche Blätter haben, auf dem Plaße ge» Gintet ſolch» ſtanden haben, Das Honiggras thut das Nams S und dan!. liche, wiederKlee, weil es ſehr breite und weiche FE und lei! Blätter hat,„und mit ſeinen ſehr dichten Blättern |) das fü ven Boden aufs beſte beſchattet und feuchte hält. [H dieſen, Einige Gewächſe beſſern gar ſehr den Boden, 8 de zugt? weil ihre Cultur das Behacken erfordert, wodurch, Zen bedein derſelbe ſehr mürbe, und dem günſtigen Cinſluſſe Feder die der Luft geöffnet wird, wie man an Ertüffeln, Bn 4 Kohl, Tobak, Färberröthe u. ſ. w. gewahr wird, v Loſen ebm? 4 I| Noch kann man der vorgedach“en Cintheilung Schon in der Pflanzen einige andre untero' dnen. Denn uhr, aby es ſind einige Pflanzen, die mehr Nahrung aus Ea,im Witt! der Erde, folglich einen guten oder durch Dün- 41 Nuke! ger wohl unterſtüßten Acker verlangen, als Wai- % dfrücht| zen, Rübſen, Flachs, Kraut oder weiſſer Kohl 5 haben, ah u. dgl. Dagegen ſind andre Früchte, die mit gaſe, W ſchlechterem Grunde und Boden fürlied nehmen, TEN als Roggen, Hirſen, Haber, Heidekorn. Wie- or Mart derum hat man einige Fruchtſorten, die in einem 3 wh m oft. gepflügten und mürbe gemachten Boden nur 80 3 Bausvgter I, 28nd» el allein „ 530 Biertes Kaptkel, allein ihre Wurzeln verbreiten, und darin gedei- hen können. Dagegen ſind andre Feldfrüchte, deren Wurzeln in einem harten Boden um ſich greifen können, wie man z. E. an dem Haber ſe- hen fann,. den man ſogar in manchen Gegenden auf eine ganz flach nur einmal gepflügte, oder umgeriſſene, Wieſe, oder wie man's daſelbſt nennet, in die Schwarte ſaet, und einegget, wo er doch mit feinen Wurzeln durchgreift, und gar herrlich geraäth, Aus jeßt angeführten Gründen muß man es nun gleichfalls verſtehen, warum man die Früch« te der erſten Klaſſe nicht hinter einander ohns Braache gern folgen läßt. Dagegen können die Pflanzen der andern Klaſſe auf einem und eben demſelben Plaße ohne Braache immer auf einan- der folgen, Man denke nur hiebey an das Reich- hartſche Syſtem Nr. 15. in welchem eine mehre- re Folge der Pflanzen zweyter Klaſſe gefunden. wird,'da hingegen die der erſten Klaſſe die min- „dere Folge ausmachen. Um die Lockerheit des Bodens zu befördern, muß der Acker deſto öfter zwiſchen der vorherge henden Aerndte und der neuen Saat gepflüget, und hiemit zur Gewinnung neuer Kräfte geſchickt gemacht werden, welches beſonders dem von Na- tur ſchweren Boden ſehr gedeihlich iſt, Das öf» tere Umpflügen des Ackers löſet die Verbindung des Erdreichs auf, macht eine gute Vermiſchung der darin befindlichen Nahrungstheile, ſo daß ſie überall in der Krume angetroffen werden, und die Pflanzenwurzeln nirgends 1wo auf einen von --Nahrungstheilen leeren Plaß ſtoſſen, weil ſie da- ſelbſt einen Wachsthunmsſtillſtand gleich nach der Saat N Ouyn)s „Gut Jod! daß Berau Nan| - el: aus 1 Riſ/ 6 ſelam| - jn Ws dem ZU fo MEM veldea ſym 233 Da97] meiſten ve abends Reſſer ungs ge 187 vor ſis Klaſip) ' Pfa! ſen 119 ve Nw | hiSdfhy fe aus 449 venehh3) erſteeuß| hide nen Peng (15 05) Vintty ſondaßy; werten Grundſäße zur Beſtellung des Ackers. 53 8 darin a | Ni Saat machen, und hiemit einen ſchlechtern „Jeden un 4 Aerndteertrag veranlaſſen wurden. Bim Olle), Das öftere Pflügen des Aers muß von den Eien Ce" Veränderungen der Luft ſehr begünſtiget werden, d fügt, 1- Man weiß es, daß Froſt und Thauwetrer die vs bG 1 Erde ſehr trennen, indem ſie ſogar die Pflanzen itgge aus derſelben yervorziehen. Kälte und Hiße, Lit N; Näſſe und Dürre ſeßen alſo die Erdtheilchen wech» Wp)... ſelsweiſe durch Zuſammenziehen und Ausdehnen - in Bewegung. Pflüge man alſo den Aer vor Su mut dem Froſte um, und laßt ihn ungeegget. liegen, Ü in die Jil ſo bietet man der gütigen Natur die Hände, als ander 4 welches beſonders zu den Principien des Lüders» 9 fönnen) ſchen Syſtems Nr. 9 gehöret. S m undi“. Das öftere Pflügen des A>ers muß dann am Dr auf einm- meiſten wiederhohiet werden, wenn nach Getrey- En das Ni."he abermals Getreyde, oder Pflanzen, der erſten Seine mv Klaſſe, kommen ſollen, zumal wenn zweymal hin-- Ae gefun ter einander ſolche Getreydearten auf einander jol- BD ſedew. gen, die lange auf dem Felde ſtehen müſſen, be vor ſie reif werden. Die Pflanzen der erſten IC: Klaſſe ſaugen am meiſten das Land aus; jede Bl before)» Pflanze bat, nach zuvor beygebrachten Zeugniſe 10.104) ſen und Erfahrungen ihre eigenthümliche privati- =! gepflügh| ve Nahrungsſäfte von Nöthen, weshalb durch Efie geſhi| das öftere Umbrechen des Acers ihr neue Kräf»- am vn- te aus der Luft herbeygezogen werden müſſen, ; Ds| vornehmlich aber die Abwechslung der Pflanzen' Werbindun erſter und zweyter Klaſſe als hiezu unentbehrlich ermiſc geachtet werden, wie ſolches auch bey der gemei- I+2e, ſo 0) nen Bauart von behutſamen Aerwirthen nicht werden, 1) aus der Acht gelaſſen wird, die nicht nur mit 3 einen 10| Winter- und Sommergetreyde ſtets abwechſeln, veil fet| ſondern auch zur Tömmerung allein Pflanzen der hm| zweyten Klaſſe erwählen. | 4:' 8[2 Daß En 532 Viertes Kapitel, Daß endlich Dünger und Verbeſſerungsexr»- den ven Acer in innerliche Bewegung ſeßen, trennen oder binden, ſolches wird bald mit meh« rern gelehret werden, g) An der Heraufbringung der untern Erde, die - bisher geruhet, hat man das dritte Mittel, den SNangel der Braache zu erſeßen. Die allimälige Abwechslung der untern Erde mit der obern aus- geſogenen iſt ſchon längſt hin und wieder bey der gemeinen Bauart üblich geweſen, gehöret aber auch beſonders zu den Principien der Lüdersſchen Bauart Nr. 9. durch ein abwechſelndes allmäli- ges tieferes und flächeres Pflügen. Auf eine andere Art, und dieſes iſt das HZauptprincipium des Kretſchmarſchen Ackerſy» ſtems Nr. 14. erſeßt man den Mangel der jähris- gen Braache, daß man mittelſt des doppelfür- er, wo man dem Kretſchmarſchen Siſtem nach dem Buchſtaben nachgehen, und ſofort in das unmittelbar zuvor geu ans Licht gebrachte Erdreich die Einſaat mit Nu“ F vieder by) D| gehö! LTEN Drndes dn 19| Eidieſes(11h Ei ſchen it Cengel der Ades dopwwjs gant Et Es mat). FS ihtgreent E annt undd) E)» yon Dit Fabis zum| Ber wohl| 3 weiter zu) qu eine un) griert nu|- bine, W| per zuvet n JEs find? y,vo ma( nittelva! put| " Einſam NW Grundſaße zur Beſtellung des A>ers. 533 Nußen unternehmen können» Erfennet man je- doch ſeine Ae>er im Grunde nicht ſo gutartig, ſo muß man ſich ſchlechterdings nach den ſo eben beygebrachten Vorficytsregeln achten. Dieſes läßt ſich aber bald erforſc)en, wenn män mit der Spade, ſo tief hin und wieder hinein- gräbt, als der Doppelpflug kommen kann, and die im Grunde befindliche Erde betrachtet; oder; um noch ſicherer zu gehen, die aus dem Grunde Hervorgegrabene Erde in einen Blumentopf brin- get, und Früchte darin ſäet, um zu ſchen, ob ſol» er. Porr ift vorzüglich ein bey den Bergleuten ges bräuchliches Wort, und iſt nichts anders, als ein gemiſchter Thon von vöthlichter, gelblichter und bläufichter Farbe, welcher ſich vorzüglich in ven Bergwerken befindet, und aus Thon, einge- miſchter Kalcherde, und einer metalliſchen, vor- - züglich eiſenſchüſſigen Erde beſteht, und alſo zu den gemeinen bunten Thonarten gehöret, als wel- er, und verhärten, wenn man Waſſer daran gießt. 3) Zu den Kalcherden gehöret auch die Ryroide; und WMondmilch, Lac Lunaez 4) zu den Gypserden aber das ſogenannte Himmel- mehl, Farina foſlilisz andre Erdarten, welche bis- weilen zu dieſer Klaſſe gezählet werden, ſind faſt als bloße Spielarten der Natur anzuſehen, und ſind' von dem Himmelmehle oder auch von der Mondmilc< wenig oder gar nicht unterſchieden. 4) Metalliſche Erden. Zu den reinen metal- liſchen Erden können vielleicht keine andern, als eine gewiſſe Art von Eiſenocher und Rupfergrön gezäh- let werden. . 5) Vermiſchte oder zuſammentteſerzte Erd- arten. Dieſe Klaſſe iſt die weitläuftigſte, und kön« nen in ſelbiger folgende Unterabtheilungen ſtatt finden. a) Vermiſchte Chonerden. Hieher gehören vie- le Erden von Töpferthon, welche in ſehr ſtarkem Feuer flieſſen, ingleichen alle Bolusarten, Wal» Fererden, Steinmark, tehm- und Ziegelerde, Bergletten, Trippel und einige VTlerttelarten, ' welche leßtere aus Thon und Kaich beſtehen, aber mehr Thon als Kalch enthalten. b). Vertniſchte Ralcherdev. Dergleichen ſind einige WIerttelarten, und zwar diejenigen, wele che mehr, Kalch als Thon enthalten, ingleichen einbe Zu 2.007 40022.48% Kenntniß des verſchiedenen Erdreichs- 539 Wi- einige von Wallerius Mineral. S. 20. u. f. an- »Eigenih geführte Rreidearten, als KRalchſtaub ,, wel- '
er ſey, daß er nicht noch eine Geneigtheit zum Binden an ſich habe. Dieſes findet ſich z. E. bey dem Boden, der ſo viel Thon, als Sand, enthält, weßhalb er zur Zeugung des Waizens und der großen Gerſte vorzüglich ges ſchickt iſt.| Noch muß der gehörige Grad der Dichtigkeit und Lockerheit nach der Natur der auf dem Boden zu bauens den Pflanze beurtheilet werden, beſonders wenn von der nöthigen Ausbreitung der Wurzeln im Boden dis Rede iſt, Einige Pflanzen haben"Wurzeln, welche im feſteſten Boden, ſogar dur< die Riken der Steine ſich erwed- Rum wis (ny SEE dur) 681 ſn ſeh10/ fe au/INN fe,(IMM) gen) 1407 dern 00! „Feld! dieb j" Et: den M1 ſe 1'DR den(198) Die p Fix| pamlh/e | Dal? vm 4 vw ! %(x ; l'' 2) im - ſpd) ehm) mis) vAu 3) ns) "Wehn 9 01a) .. miſ dug ' nicht jh, | nicht aut ef au as in hn L)/ln und€ Sicht wege) Z vorgehen BN ers enn; Hllende Gy "de Wien L ein befor) In oder hy 1, je höhe) Leet) heile verb Zi, werden) gn und D 5 ſE beſchabin| je ſt das Dh C er nicht 19 abe. ZW eſo viel giSeugung W rzügli| ghtigfeit wen zu Dall 1:8 wenn 11 Boden 10 in welt + Steitelh em " | | | | Kenntniß des verſchiedenen Erdreichs. 547 erweitern oder durcharbeiten. Z- E. die Wurzeln. einiger Bäume, des Weinſto>s, der wüzerne, C8o ' parcette u dgl. dringen durch harte Erdbänke, ja gar . durch Mauern nach und nach hindurch; andere wach= ſen ſehr langſam, und verderben endlich gar, wenn ſie auf eine gar harte Crde kommen. Waizen, Din- kel, Gerſte, Erbſen, Linſen können auf feſtern, Rog- gen, Haber, Wicken und Hirſen auf mehr io>ern eFel- dern gebaue! werden, alle zuſammen aber auf einent „Felde, das die mittlere Conſiſtenz hat, weder ſan- dicht noch hart, ſondern bröcklicht iſt, mithin weder in Stäublein zerfällt, noch großecrbeit hat, und b) dabey aus den Haupterdar- vi,| ten gehörig gemiſcht, auch c) durch eine taugliche iO| Bearbeitung gebauet wird. Da keine unvermiſchte Haupterdart allein eine| fruchtbare Erde iſt, ſo muß die fruchtbare Erde 5, eine vermiſchte ſeyn. E| Sie muß x) Thon haben, der ihr die Feſtig-| Wp Leit. giebt, Sand, oder Ralch, welche die Los|| &erheit zu wege bringen, Ralcherde und t170- 4 der | i | | Kennteniß des verſchiedenen Erdreichs. 55x kapi. IG der(Thier und Pflanzenerde durch Fäulniß ee 85 aej 4 zeugt, desgleichen die als ein Schleim mit dem. dies i"' Waſſer vermiſchte Erde) welche die ſubtile wäſſe- M dien 5 rige, ſalzige, fette Dünſte aus der uft und. Erde Ei ar| in ſich ſaugen,, die durch den Miſt hineingebrach« » ih te Dele und Saize in ſich nehmen, ſchicklich auf= wehe löſen,-mit Waſer vereinigen, ein ſeifenhaftes Mie I Gemenge, die Nahrung der Pflanzen und Quel- 4 h' y ke der Fruchtbarkeit machen. 50„). In. ihr müſſen alle dieſe Dinge. in. ihrer y H] rechten Proportion unter. einander ſtehen. Das 1471 Baſe findet man auch alſo bey allen guten Gewächs» . 18 Ce) erden, oder fruchtbaren, Erden. Sie haven Anch Nh- aber nicht ſo viel Thon und Sand, daß ſie im | Feuer hart und zu Glas brennen ſollten, ſondern Wi zubiwein werden mehr zu einer Schlacke; ihr größter Theil 17 in rid iſt eine ſalzige Fettigkeit und alfaliniſche oder Wiefleinu kalchichte Erde. Sie entſteht aus verfaulten IYStauhu Theilen der Pflanzen und Thiere, deren. Grund- FSren, ih ſtoff ſalzicht- blicht- ſcyleimichte Theile. ſind; is fü die ſich mit allen Haupterdarten,'vornämlich. aber Sut mit Kalch und Moder, vermiſchen laſſen, und Stthuns 0 fich durch Flamme und Geſtank beym Verbren T nett, beym Faulen der Knochen und Auskaugen De, 2) w der Aſche zeigen. we und Dieſe Miſchung der fruchtbaren Trde ahmt MEupfedn| die Kunſt bey dem Feldbaue nach, wo ſie nicht je taugiy von Natur iſt; und eben hierin.beſteht ein Haupt- theil des Feldbaues, nämlich. in geſchickter Werz gepalein miſchung der Haupterdarten und des eigeneli- ware||e. Siehet man aber, daß der Boden mehr ſandich« te als thonichte Theile enthält, ſo hat man davon-das Kennzeichen, daß er nur mittelmäſſig zum Roggen, ' und NE SSEN SIG Ge | nihoBo veſo0 mn R | | mid3 nd Yieb3st|: Jus| Cop! j ſvw y | feufon 0 06 3 (2) 10 eim Äny 8 imyß y m QOaß 1 m eien bapas 11.007 Wige( NR io| [1]| al) ht| (den H € Qt die ch DN ju fil I Mil" DS 1 Venjtp ZEE H her NN Bwl BiCn undi Wblcher M 34 Halt yy Mena 18: der(ep »Sder mit Sniſchun1 Salb dus G| De jene ett| entalt, S)) zu iu| Ei de Kip ve Zeile ge einandt| een Fon) u zur lint gbr ſud! pa davon zu Jgg Mi => „m GREIZ HTP€ & Kenntniß des verſchiedenen Erdreiets, mehr oder weniger Näſſe, höhere oder tiefere Lage, die Himmelsgegend u. ſ. f. ſind hier Zufälligfeiten, die, ob fie ſchon das Weſen des Erdreichs ſelbſt nicht än- dern, doch daſſelbe mehr oder weniger kaugſam zur beſſern Hervorbringung dieſer oder jener Getreydeart machen fönnen.- 4) Nähere Kenntniß eines fruchtbaren Bodens, Da kurz zuvor gedachte Zufälligkeiten des Erd- reichs doch die Fruchtbarkeit theils mehren, theils mindern können, ſo geben uns gelehrte und gemeine Beobachter noch gar verſchiedne Kennzeichen an die Hand, die überall anwendbar, und vom Hrn. Prof. Sprentzer in zuſammengedrängteſker Kürze aiſo be- ſchrieben ſind, Unter die genauere Kennzeichen einer fruchtbaren Erde werden gerechnet.; 1) Wohlgereiniget und deſtiliret giebt ſie ein-feks kes gelbliches Waſſer, viechend wie der Weinſteingeiſt 3 ein dunkles fettiges Waſſer, das bey vermehriem Feuer immer dunkler und ſchärfer wird, am Geſchmack und Geruch dem Weinſteingeiſte gleich, meiſtens noch dar- zu ein wie Hirſchhoraöl ſtinkendes Del. Der frucht- bare Staubſand giebt wenig dergleichen Geiſt und Del, 'bey der Auslaugung deſſelben findet man einige Säure, „und etwas alfaliſches. 2) Nach den äuſſerlichen Kennzeichen ſind. a) die an ſicelt fich zwar leicht, hält aber doh hinlänglich zuſammen, daß ſie nicht in Staub zerfällt, daß man wirken und kneten kann, ſchneidet ſich wie Butter, das Grabſcheid, dem ſie. nicht ſehr an- Flebt, dringt loicht in ſis ein, beſchmußt die Fin- ger nicht, hat nach, dem Pfluge einen Glanz; gan- ze Heerden von Krähen ſind hinter dem Acker- mann. Sie iſt iſt auch tief hinab, noch unter dem tief gehenden Pfluge lo>er, ſie ſaugt die Feuchtigkeit leicht ein, und läßt ſie leicht wieder auſſteigen nie wird ſie bey der Dürre hart, ſpal»- tet ſich nicht auf, trofnet nie ganz aus, ſondern zieht, wie ein Magnet das Eiſen, ſo aus derLuſft Feuchtigkeit Salze und Dele immer an. b) Sie hat gute Säfte, wenn fie einen dünnen Nebel und flüchtigen Dampf mit feinem widrigen Geruch ausduftet, ſondern lieblich riecht nach Re- gen auf eine Dürre, die Pflugſchaar, oder ein anders in ſie hineingeſte>tes polirtes Eiſen, nicht anfrißt noch roſtig macht, wenn man von dem Stücke des Bodens, das man für das ſchlechte- fe hält, die Erde in einem irdenen Geſchirre mit ſüſſem Waſſer vermiſcht, umrührt, und wenn ſich die gröbern Theile zu Boden geſeßt, das Waſſer abgießt, und dieſes weder bitter noch zu- ſammenziehend, ſondern ſüſſe und annehmlich ſchme&t; auch das über den Boden weglaufende oder durch ihn geſeigte Waſſer;- z. C. Duellen u, dergl, Gau u, 0ß Juch 5 if M7 ve DI nac 91 of 10] Yo geo da: qu q) uy (Juen mann nD) (es 1 HNE WE (eS| Ve 00:74 Ob: (m vill lehhn Bay yy! | die On Pinan vy S0 jefält) En den 3 Ji, ſi ſj DZ anurühn Dh auf, ks D hinlänzj) M erföll vj fdet ſich 1 BH dt ſeht 9 Qukt dieſs lan; jn endem I H noih u 5e ſug 8(ht wi Rhart, fü jW;, fo ZN verf| I". en Dit Sen idg DIENE bs der dn Se nid ven bo den 5 ſhleh» ep Geſc| geundwen! „ekt, W! gr nh PAT geglaufer! 01,3 F u, del Kenntniß des verſchiedenen Erdreihs. 555 u. dergl. zeigen die Natur ſeiner Säfte an. Die Farbe 0) iſt ſchwarz oder doch ſchwärzlich, nach dieſer die dunfelgraue, alsdann die dunkelbraune, her- nach die hellbraune. Die licht- und dunfkel- aſchenfarbichte, die am Gewichte leicht und der Aſche gleich), wird zu wenigem gut, und die gelblichrothe für die ſchlechteſte gehalten, wer- den aber doch durch Verbeſſerungen fruchtbar gemacht. 4) Auf fruchtbarer Erde wächſet häufig und großes Gras. mit dunkelgrünen Blättern, die Bäume wachſen munter mit glatter Rinde, ſchönen grü- nen Blättern, hoch, und zeigen ein tief hinab gu- tes Erdreich an 3; Erdrauch,(Fumaria oftic.) Hünerdarm,(alline) Brennneſſeln, die wild da wachſen, und dergleichen, zeigen eine gute Gar- tenerde an. Sonſt hält man dafür, daß Moos, Binſen, Riedgras einen naſſen, Taxus, Fich- ten, Tannen, Wachholder, andere immer grüne Gewächſe, als Genſt, Stechpalmen und derglei- en noch naß, ſondern feucht, nehmen das Waſſer leicht an, ſchwellen davon auf, wie ein Schwamm, fallen 3 däher 556 Kapitel, 1 daher zuſammen, ſobald ſie wieder tro>nen, da- her ſie auch aufſchwellen, ſobald ſie an die Luft 0 MAIEEN fommen, und ſich ausbreiten, ſo, daß wenn man 1 ſie nicht feſt zuſammen ſtampfet, ſie nicht mehr in '- Das 2och gehen, aus dem ſie gegraben worden. Sie haben einen ſeifenartigen und ſchleimichten Saft, der das Waſſer aufhält, nehmen auch die meiſte Wärme in ſich, beſonders da ſie wegen der dunfeln Farbe die meiſten Sonnenſtrahlen in ſich ſchluken, Die an ſich ſchon gute Er- Den ſind €) ſekten auf den Bergen, meiſtens in Thälern, wohin von den höhern benachtbarten Orten die beſten Theile herabgeſpült werden 3; in Cbenen, an den obenen Uſern der Flüſſe z unter dem Ra» ſen derjenigen Felder, wd lange Zeit Vieh auf der Weide gegangen; welche viel und gut und ſchon lange gedüngt worden; wo viele Pflanzen und Thiere vyermodert ſind 3 in den ſogenannten Brüchen, wo dickes Geſträuch, Weiden, Erlen, vm und anderes Buſchwerk ſtehet, und ſie öfters 9) 2 Schuh hoch ganz ſchwarz und weich wie Sammet „ml liegt; in Hügeln in den Wäldern, wo abgehaue- 4 ne und vermoderte Stämme der Bäume; und verweſete Mooſe und Laub ſind; in den hohlen Bäumen, in Moräſten, die braune weiche Erde unter dem Mooſe u. f w. Dergleichen Erden | Haben oft ſcharfe, den Pflanzen ſchädliche, Sal- AM|; ze in ſich und müſſen daher vor vem Gebrauch ei- iy ne Zeitlang an der Luft liegen, und öfters umge- | arbeitet werden. In einigen halten ſich Jnſeck- fen oder derſelben Eyer auf, welche vorher dävon zu bringen ſind, 3. E, durch Kalch, Ausfrieren im Winter u, dgl, Ordenk- 11085 7 wide 3) Zeh Jo ihr bidy ſchriehim lande digt! | fm Teh | ſhell pv! | Wenden feyn | worden, u Naht fe | theils(DJ N 3 bong| DC! an dij Saß ed niht Siaben eh DN Shleimit D Ihen aud) M da ſie vp EP imweſe Joh gur) Min din 188'n Oia) fis in Ein HE ex dem) vit Vieh Wind qui üele Pint 9Q ſogenannt EL den, fin nd fed ape Garn!| Saban MP jyime; u 1 F ben hohiv yupeide El Jephen Edt jeher webt Gps mp 1) Ww, yther daw j F Ausfriet [0 Kenntniß des verſchiedenen Erdreichs. 555 Ordentlicher Weiſe trifft man auf der Ober» fläche die gute Garten»-) Erde nicht höher als+ Schuh an, auſjer man habe ſie mit Fleis, wie z. E. in ven Gärten, angehäuft. An Orten, wo fein Vieh graſet, nimmt ſie in 200 Jahren um x Zoll in der Höhe zu, Sie iſt nicht alle Jahre von einerley Beſchaffenheit, und daher' der Ertrag und die Cigenſchaften der, auf ihr in verſchiedenen Jahren wachſenden, Gewächſe verſchieden. Sie hat das eine Jahr mehr Säue re, mehr Schärfe, oder mehr flüchtige alfaliſche Salze, oder mehr Feuchtigkeit, oder mehr Few tes als das andre. Die vornehmſte Urſache iſt in der Luft und ihren Veränderungen zu ſuchen, aus welcher die Erde ſo viele Theile in ſich ziehet,== 5) Behandlung jeder Erdart in ihren beſondern Eigenychaften und Würkurgen, Der Hannöv. Hausvater hat 19 Erdarten nach ihren beſondern Eigenſchaften und Würkungen be ſchrieben, welche theils in dem nördlichen Deutſch« lande dem Landmanne, unter den von ihm gebrauche ten Namen, bekannt ſind, theils nach der Zeit ſeiner“ Erſcheinung in mehrern Provinzen Deutſchlands von leſenden Landwirtchen mit gleichen Namen belegt worden. Man wird aber hier nur von jeder Art das Merkwürbigſte beybringen, damit jeder Landwirth theils ſeine Erdart ſowohl in der gewöhnlichen Cul- tur, als in der Verbeſſerung mittelſt zugemiſchter andrer Erdarten ſchilic) behandeln möge, A, Gartenerde, Humus dnaedalea L. Dieſe Erdart iſt die erſte bey dem Herrn von Münchhauſen, Ihren iſt bereits am Ende des un- mif. 558 Fünftes Kapitel. mittelbar vorhergehenden Abſchnittes gedacht worden, daher von ihr nichts mehr zu ſagen übrig iſt. B. Schwarze Felderde, Humus zuraßs L, Wenn dieſe Erde trocken iſt, ſo fällt die Farbe derſelben mehr ins Grüne, Nach dem Regen aber ſieht ſie mehr ſchwarz aus. Da ſie meiſtens von der Näſſe weder zu viel noch zu wenig in ſich hat, oder von ſelbiger bey vielem Regen nicht zu viel in ſich verſchlieſſet, ſondern davon tiefer in den Grund hin» ab ziehen läßt, dagegen aber auch noch ſo viel Feuch- tigfeit zurück behält, als ſie zu guter Ernährung der Pflanzen gebrauchet, ſo wird ſie als die beſte zum Waizenbau goachtet, wie ſie denn auch leichter zu bes arbeiten iſt, als andre Waizenländer- Die ſchwarze Farbe vermehret das innerliche Feuer dieſer Erde mit- telſt mehrerer“ Anziehung der Sonnenwärme, daher ihr Boden unter die warmen der beſten Art gehöret. Man muß nicht glauben, daß dieſer Boden ganz unerſchöpflich ſey. Er kann ſeine ſchwärzliche Farbe verliehren, als woran man die Abnahme ſeiner Kräfe te vermerken kann, und ſie daher. durch hinlängliches Düngen und ſehr öfteres Dearbeiten mit dem Pfluge wiederherſtellen muß, Jn hieſigen Gegenden haben wir hiervon immer den Beweis vor Augen. Wenn wir, da wir nur 1-=-2 Fuß tief ſchwarze Erde auf dem Aer haben, und aus Gräben daneben Sand zur Erhöhung derſelben empor. bringen, und auf den' Aer umher ausbreiten, ſo verwandelt ſich durch vie» les Düngen und Pflügen die weiſſe Farbe von Jahren zu Jahren mehr in die ſchwarze, pe C. Marſch: (5710 | Die iF qe von a In den 78 ſe Uh) harſten, Di übertreih) "0 ſpaten I) von zu Di ul hm,(A ju dire 14 ju gew 1 dee ju ſehen, Ul Ow me Ss (em Cy mit Able Vir und voſſüf aus dea] Zeit Wil) nido | gelolichtyan On mehggh In dende im gef! dfn Ei ſen deg) und din 6 M Der nn D(cht vy) Z; iſi, Arundel It die] > Rehen| M itens ve Mich han) D: viel y| Es rund) Do viel) Y:nähru) Ee beſit (Dichter j die ſhy Bj ſer rt Fem, rt gehn| | >43, Beduih| Kejlige ju WE ſeiner H| 3 ang - dem M Enden ha! On, V 510 Erde j eben& gund auf! jh dur) 0 pv EN Kenntniß des verſchiedenen Erdreichs, 555 C. Martſcherde, A.uterde./ Die Marſcherde iſt eine feine gelbliche Erde, wel- dhe von austretenden großen Flüſſen abgeſcßet wird. An den Mündungen des Meeres ſind die zurückgelaſ- ſene Theile ſolch:r Ströme an feinſten und jrucht- barſten. - Die Marſcherde braucht keinen Düngerzuſaß, unt übertreibt öfters die Gewächſe. Man muß ſie bearbeitet haben, ehe ſie in der ſpäten Jahreszeit zu viel Näſſe eingezogen, und da- von zu klebricht, oder zu zähe, geworden. Im Frühlinge muß man die Zeit zum Pflügen nehmen, bevor ſie von der zunehmenden Sonnenhiße zu dürre wird, weil ſie alsdann kaum mit dem Pfluge zu gewinnen iſt. Dieſer Marſcherde iſt die Auerde an die Seite zu ſeken. Aue nennt man aber ein Stück Land, wel- en Fann. Kömmt im währendem Schoſſen des Getrey« des ein wenig zu viel Näſſe, ſo geht alles zu Lager. Dieſer Zoden hat das Beſondere an ſich, daß, wenn er zuerſt die gehörige Winterfeuchtigkeit gehabt haf, und die Früchte ſchon zu ſolcher Höhe gekommen ſind, das ſie ſelbſt Schatten unter ſich machen, er nicht nur ſehr lange der Hike widerſtehet, ſondern auc) aus ſich ſelber die Frichre deſto mehr zum Wachschum befördert. Die Marſch- und Auerden verlieren bey unker- bleibenden Ueberſchwemmungen vonihrer Kraft ſo ſehr, daß, da ſie ſonſt nur Waizen und große Gerſte ge- tragen, nun mit Roggen und Haber beſtellet werden können. Sie ſind aber mit mäſſigem Dünger, auch kurze Ruhe oder Braache leicht wieder herzuſtellen. Die Braache bringt gar keinen Kornverluſt auf dieſen Erden; die nächſten Aerndten ſind deſto reicher, und erſeßen den Verluſt gedoppelt, wenn man den Aer Hat ruhen laſſen, nachdem er zwar langes Stroh, aber deſto ſchlechtere Körner getragen. Man har ſodann hieran das Merkmal, daß der Acker kraftlos geworden. Der Dünger hilft denn weniger, als die Braache, mittelſt welcher die Oberfläche aufgelockert, und zur Auflöſung fähiger gemacht wird.| Hr. von Münchhauſen ſagt, er habe mit einer Marſcherde einen ſandichten Garten verbeſſern wols jen. Die Würkung habe davon, wie von jeder fri- ſchen aufgebrachten Gartenerde nur einige Jahre ; gebaus fem! gedaure 1 eſu 0l vf Sofiug miſe mat pm mars ſt, De vy fee9' de fülle 191 davon ly gſeht Hh Man(füh aus da M! nyy ſm(034 fide. M Ouſeht, Ms vnd Diele| ſym O9 W Tie wm; Sm dieſern fen el); barfahal in gell ſindichh| Siſten Gy ede bn mit Uy Di nN' ſich(9 97) fet 4 den( iGfy Orabegy/ Diag Sm, ww » Un) EB Rio „STEN Mt Gew 7 Ceſaetehuy JS(ich beſah: DE des ts 47.0087) DW) deſ, 1 DS gehalt BS mmaſ) IDn,(ih Wpfeen andy FEB 88 bey int 4090) 391 Verſt) JE ellet wa) Wing,| eS heu| 18 ſuf weidet, 8 3 dn dt Y ges Gr) nt Man ofer ful) pee, ay Eufge (mn"A 1/88 * AR ULS 47:44 NM JEN| „nige Ds| NE Kenntniß des verſchiedenen Erdreiern nicht lan- ge, deſtomehr aber auf lehmichten Aeckern Dienſie thun. Sonſt habe noch bemerket, daß der auf Sand- äcern friſch und di> auſgelegte Teichſchlamm in der erſten Tracht den Haber doch ſehr gut gedeihen laſſe. Iſt er aber nur dünne auſgelegt geweſen, ſo, hat die« ſer friſche Teichſchlamm auf Sandäcern ſehr gute Ers tüſſelärndfen hervorgebracht.| E. Gelber Leimen, Argilla tume/cens L. Dieſer Leimen oder Lehm ſoll nach der Beſchrei- bung des Zannöv Hausvarers die Eigenſchaft ha- ben, daß er, wenn er lange geklopft und gerähct wird, die Bewegung: des Waſſers annimmt, aufſäywellet, und. zu einem“Brey wird, als wenn Waſſer zugeſchut» tet wäre. Der friſchgegrabene und weit verfahrne, alſo ohn Unterlaß gerüttelte, Lehm kann, ohne Waſ= ſer. zuzuſchütten,. verarbeitet und gefnatet werden« Er iſt gelb. von Farbe, und beſteht aus vermiſchten Theilen von Thon, Kalcherde und feinem Sande. Cs wäre aber von vorgedachtem TS: Ton, Fh den ſſen DÜ Ep „| mehr(rh „NN (18 Bi D ins Jiu EF) unſtuh Donthil 4 Z den geſch fen, umdiel! As aber)) D: der Drauz Oe, fden die) fider fette) Sicher, as) Eafmift,(1| Ayinit bett! igem,| boden,)| Op rect I y. Unte! Jauer, u! men fön ef gepfl| „ einandt| Öffer blow| (öſeten 2 ſam m| | Kenntniß des verſchiedenen“ Erdreichs. 565 Der gemeine Mann heißt dieſes das Landtodt pflü n. Es kann daher auch. eine unſchickliche Pflug- art ein ſolches Lehmföld ſo verderben, daß es kaum nach 6 Jahren wieder hergeſtellet werden kann. F. Sandfeld. Es iſt ein großer Unterſchied unter dem Sande, je nachdem er mehr oder weniger mik andern Erdarten vermiſchet iſt. In naſſen Jahren können es mittelmäſſige Sand- äfer den ſchweren und guten Aeckern in der Frucht- barkeit zuvorthun. In der Dürre aber können ſie ſehr zurück bleiben, es ware denn die Lage des Feldes nie- drig. Denn man hak dergleichen niedrig belegene Sandfelder,(wie in hieſiger Gegend) welche von der Dürre nicht ſonderlich leiden. Wenn der Hannösv. Hausvater ſagt, daß die Schneen nicht ſo viel Schaden den Sandfeldern, als andern thun, ſo hat er Recht, weil ſich Sandkör- ner in dem Schleime unter dem Bauche auſeken, daß die Schnecken theils nicht fortfriechen können, theils von den angeſeßten Sandförnernſterben müſſen. Hier- in aber nicht, daß die Mäuſe, wie er ſagt, darin nie mals ſo leicht Schaden thun, weil ihre Höhlen. in dem loſen Sande leicht zufallen. Man hat es in den leß- zen Jahren, die ſich wegen des Mäuſefraßes, und welches gemeiniglich naſſe Jahre ſind, auszeichneten, wohl geſehen, daß die Höhlen der Mäuſe nicht ein- fallen, wenn nur wenige Feuchtigkeit im Sande iſt. Denn können die Mäuſelöcher nicht einfallen, um ſo mehr, als die Mäuſe den Sand aus den Höhlen vor Ihren Ausgängen herausarbeiten ,, hiemit aber ihnen eine Feſtigkeit durch die Berührung und BedrüFung mit ihrem Körper geben, auch eine ſo geſchifte Wöl- 0.33, DUNG 566 Fünftes Kapiſyl, bung anbringen, daß ſolche wohl beſtehen kann, wie man dergleichen alle Jahre zur Herbſtzeit in den fan- dichten Saatfeidern zu bemerken Gelegenheit hat. Nur der Hamſter wird hieſelbſt feltener angetroffen, weil ſeine Kornkammern, die er-ſich jährlich anfüllet, von wegen dereindringenden Näſſe weniger Sicherheit, als im Lehmboden, haben. G. Kleyerde, Humus damaſcena L.' Rleyerde nennet man in einigen Gegenden einea bindenden, mit Sand vermiſchten, braunen Thon. Wenn das Regenwaſſer ſich darauf ſammket, wird ſol- net. Die braunrothe Farbe derſelben rühret von den darin ſtark befindlichen Eiſentheilchen her, ]. Ge? [60]: ze NS ye das wa Ü Garbe, 19 Durch? y 7: HP! wo glei, hw ſi! 4 Pfuge A für 18; Nw 3 by 2 (et Hhe; Wurgfaltichh 0 fn diy x 17 Cpt bebecß| nichts ih Zuſch u y| k.| 1 fan, 3 Neri 4 Eg |[ich aui 8: Gide ED| | Ny R.| DP enden unn et, wird Dt, 1! 3 Niſm ahren Duſſreh gWine Fir Ves ehr fünf| hy, Bi merfſanjt gi eines Alt| Salben Fe mitw Fier| Fndes I - 1,5 No L aum th| aud, s darinf| 7.1 Denuntniß des verſchiebenen Erdreichs, 567 -J. Gemeiner Thon, Argilla commun. Nach dem Hannöv. Hausvater iſt dieſer Tho die Erdart, die wir in hieſigen Gegenden Ziegelerde nennen.:- Weun er naß iſt, hat er eine bläulichte Farbe, iſt ev aber trocken, ſo fällt ſie ins Weißlichte. Durch Mitt und Mergel wird. er ſehr verbeſſert. Hr. v. Münchhauſen ſagt, er habe Lehmfelder, wo gleich unter der Krume ein ſolcher weiſſer todter Thon ſieht. Man hütet ſich ſehr, ſolchen mit dem Pfluge zu faſſen und unter die Krume zu bringen, und fürchtet ſich das Land alsdenn kodt zu pflügen. - Maniiſtaberdoch dazu zu Zeiten genöthiget, wenn? bey Regengüſſen die mürbe Krume abſchwemmet, und der Thon zum Vorſchein kömmt; alsdann muß er ſorgfältig ſo verarbeitet werden, daß er das zehe Wes ſen ablegt. K. Töpferthon, Argilla fgulina L. Selten. findet man ein ganzes, mit Töpferthon bedecktes, Feld, wobey man. auh für den Acferbau nichts verlieret, weil er wegen ſeiner Zähigkeit ohne Zuſaß einer andern Erdart ſehr unfruchtbar iſt. L. Mergelerde, Argilla marga L. - Allein und vor ſich ſelbſt macht der Mergel Un- fruchtbarfeit, und es muß viel anvre Erde dazu fom- men, bevor er fruchtbar wird.| Aber andre Ervarten damit zu verbeſſera, kann nicht genug angeprieſen werden, wie unten mit mehrern gelehret werden wird. Man uennt übrigens eine jede Erde mergelhaft, wenn ſie von einer aufgegoſſenen Säure, als Eſſig; beſonders aber Vitriolsl, leicht aufbrauſet..: Nn 4 M. Kalch 568 Fünftes Kapitel, M. Kalcherde, Calx /oubilis L. Kalcherde, nachdem ſie gebrannt worden, dienet, wie der Mergel-, andre Erden damit zu verbeſſern. Eigentliche Kalchfelder werden ſelten in Deutſchland gefunden, und der Kalch wird nur hie und da in ein- zeln Felſen und Stücken gejunden. N. Torferde, Humus Zurſa L. Dieſe Erde entſteht, nach dem Hrn. v. Münch- hauſen, aus vermodertem Torf, ſo wie dieſer aus größtentheils no< zuſammenhangenden Theilen von Pflanzen und Wurzeln beſteht, welche in einem mit Erdpech vermiſchten Waſſer gebaizt worden, und zu- gleich von dieſem Erdpeche und Erdtheile aus dem Waſſer Theilchen an ſich genommen haben und damit verbunden worden, Sie giebt nach der Auflöſung „eine leichte, lo>ere und todte Erde, die nicht anders, als durch Zuſaß andrer Erden, oder durch Länge der Zeit die zur Fruchtbarfeit erforderliche Conſiſtenz er- halten; ſich auch beſſer alsdenn zu Wieſen und Wei- den ſchicfet, als zum Saatacker, indem eine Torfer- de gar zu loer und ſtaubicht wird, wenn man ſie öfters rühret, Es ſcheinet obbelobter Schriftſteller hier undeut- lich zu ſeyn, und hätte hier wenigſtens ſyſtematiſcher ſprechen ſollen. Er verwechſelt ohne Zweifel den Sumpftorf mit vem Pechtorf; und da wir hier- nächſt, wie Mineralogen bekannt iſt, auch nocen wird, | u zerfällt ſie in Staub, der lo>er nnd nicht zuſammen- j pp Nn 5 häne 5 70 Fünftes Kapitel. hängend iſt, und daher alle innerliche Bewegung vers" lieret. Er zweifelt aber deßhalb daran, weil ſie zu viel Aehnlichkeit mit der folgenden ſchwarzen Moorerde hqs be, die gar leit vom Winde fortgetrieben wird, Meinen Erfahrungen zu Folge dienet ſie zur Ver-' beſſerung des Sandes ungemein, wenn dieſer etwas ehm oder Thon bey ſich hat, und man muß bie ſub tilen Theilchen dieſer Sumpferde als. ſolche anſehen, die ſehr geſchift ſind, in die Pflanzennahrung her ber zu gehen. P. Schwarze ſoore Moorerde, Humus pauperata L. Von dieſer Erde ſagt der Hannsv, Hausvater, daß ſie aus den abzetrockneten Theilen des Erdpechs ain ven Moorquellen entſtehe, ſehr leicht ſey, durch die Bewegung des Feuers gar leicht in die Höhe ge Hoben, und vom Winde ſfortgeführer werde. ;. Daſie der erſten fruchtbaren Gartenerde an Farbo gleich fömmt, ſo unterſcheidet man ſte durchs Gefühl, da ſich ihre feine Sandkörney zwiſchen den Fingern ſcharf anfühlen laſſen, faſt feine Auflöſung annehmen, und unter ſich nicht verbunden werden können. Auch ſagt mehr belobter Defonom, er erinnere fich nicht, ganze Gegenden von dieſer Erde geſehen zu Haben, es ſeyn nur feine, ſich von dem Moore leicht abſondernde, harzige oder metallartige Theilchen, die ſich von dem geringften Winde fortführen laſſen. Man könne daher bey dürrem Wetter und mäſſigem Winde im Sommer, wenn man über eine ſolche Morr- gegend fähret, in kurzer Zeit über und über ſchwarz bedegfet werden. MF cFhart 8) NL “=„* [uſs"E die und! ſe Zun yer, VN nichts'N dende 12 157: (4 09 Gaia eine) 1 mere fan 13 fr. 0] |(CM) | ef, | Mrs WIN fut) ] Ve des Dy fruhgy wach WO jün " H ilſiezuy f oorerde h, wird, ie zur Gs Etleſer ny 1 18bie fh De Onſehtn KT ung hie) „mus „AuSbalt S Erdyc I), dy) IO Döhe 1) fs an M; Of) S inet 2012010 iF, innere afchen zu Me leicht eiſchen, Y laſſit, gröffigen|| 3) Mott: ſom | zehn| Kenntniß des verſchiedenen Erdreichs 572 ME hart ſagt jedoch, man finde in der Nieder- lauſiß dergleichen Moorheide etliche Meilen lang, die unbrauchbar liegen, ſo daß nicht einmal die kleins fte Hungerheyde darauf wachſe. Dieſer, ſagt er fer: ner, würde auch mit der ſorgfältigſien Verbeſſerung nichts abgewonnen werden, und alle dabey aufzuwen- dende Koſien und Mühe würden dennoch vergeblich feyn,=- Doch trete ich der Anmerkung des Hrn. Suckows bey, welcher ſagt, daß es ſich doch der Mühe belohne, thonicht- leimichte Erde, falls ſie in der Nähe zu fin- den, mit dieſer ſchwarzen Moorerde zu vermiſchen, welches deſto eher geſchehen ſollte, wenn nur fleine Pläße davon irgendswo vorhanden find, und auf ſol» angefüllete Pläße, die in ſolchen Gegenden liegen, wo nahe herum, oft bis ei- ne ganze und mehr Stunden weit davon, nichts, als Furze hungerichte Heyde wächſet, alles wüſte und öde vom Anfang gelegen, und der Grund des Bodens weiß, mergelicht, ſteingrieſicht, ſchiefericht- feſte iſt, aud) obenher mit einem gelben zarten Mooſe, der im- mer näßlicht bleiber, überzogen iſt, und nur etwas magere Heyde trägt; mit dieſen iſt nichts anzufangen, beſonders wenn noch andre Hinderniſſe, nämlich ge- wiſſe große Anhöhen rings herum dazu kommen, als welche Gegenden in der Niederlauſis, beſonders im Churfürſtenthum Hannover, und vielen andern Län- dern häufig angetroffen werden.(Wenn äber die um- Her liegenden Berge gute Verbeſſerungserden enthiel- ten, ſollte denn nicht nach und nach zur Beſſerung Rath geſchaffet werden können?) Wann aber um einen Bruch, oder Moraſt, na- He herum am Rande, oder auch eine halbe oder gan- ze Meile davon, das Erdreich luer, grau oder etwas leimicht, auch grandicht oder ſandicht, doch etwas ſchwer fun genu lan,: abe) im 8 wihſt| Boſe] dafür) |! dev 3) FEL | jit, u Pamir | ſine, 69 hi zem4e | WO du Laſſe 13) || Wee hit WZ 4 4 "m 10507] liegedby und Pz; m Uj 1 WEIN ine, jn| | V, 0 ab | mu Ofne tt ve . mn " Dv jen Ab Dg; Dig Kenntniß des verſchiedenen Erdreichs. 773 F nar bil we EE inem Dy ſchwer und ſchwärzlicht iſt, und noh beſſer, wenn er VE T bis jekt Ellern, Eichen, Schwarz- und Weißdornen heget, 059 NE bjugögh anbey in der Tiefe fettes und hohes Schilf und Rohr SEE Nn, dieht wächſet, nächſtdem die Lage ſo beſchaffen, daß das F| Kn und gj Waſſer füglich kann abgeleitet“ werden; ſo iſt Gott 5 dafür zu danfen, undkann einer ſein Glück machen,= 3% R. Flügſand, Arena mobilis IL. en,'YL: Banden, Den Flügſand will der Hannsv. Hausvaäter als Wader jn den eigentlichen recht reinen Sand angeſehen wiſſen, 144. 45) der gar keine fremde, flüſſig zu machende"Theile enk- Vhr, Ed halt, und daher'unfruchtbar-zu nennen iſt. In der | 60, de! Vermiſchung imit“andern fruchtbaren Erden, ſagt er BU, oft his) ferner, wird er ſchwerlich ſo bald aufgelöſet oder ſrucht- & nichts, bar gemacht werden können, da weder durch das Feuer, iſte und) noch durc die Säure, noch weniger aber durch das es Bey Waſſer, ſeine Theile zertrennet werden. Er vergröſ- St: feſt ſert indeſſen die Maſſe, zu'der er gemiſcht worden, und Tſe, deb hat in der Vermiſchung ſeinen'Nußen. DENEN Weun er aber in der Folge ſagt, daß er ſich doch aufzulöſen ſcheine, wenn er lange an der Oberfläche Ionzufang) Ei liege, ſodann die Farbe verändere, ſchwärzlicht werde, men, d und eines Theils in einen feinen Staub zerfalle, und nber it alſo um ein weniges mehr zuſammenhänge, als der ndern At reine Sand, worauf ſchwerlicd) etwas mehr als Hey- ber ie 1 de, ſchlechte Fuhren, auch zur Noth Birken und Cs- gen enth pen zum Wachsthum zu bringen ſeyn, und in dieſer Beung Nu Geſtalt von dem Ritter, als eine beſondere Art, un- | ter dem Namen Arena glarea, aufgeführet werde; | ſo muß man wiſſen, daß der ſchwärzlichte Staub von wor) N| dem Abfalle der Blätter oder verfaulten Graswur- | Ode zeln herrühre, folglich eine feine Pflanzenerde die oder en| Oberfläche des Flugſandes bedecke. So bald aber die vod m Bäume abgetrieben, oder nur ein kleines Zoch in der "1.| Ober 574:- Fünftes Kapitel,. Oberfläche dieſes Sandes von der Abendwindſeite her entſtehet, ſo geht die ganze Sandfläche, wenn ſie von Bäumen entblöſet worden, von einander, dergeſtalt, daß der Wind aus ſolchem Sandplaße die noch brauchbar geweſene Oberfläche abdecket ,„ und aus der Arena glarea, Arena mobilis, ſauter Flugſand, wird, wovon die beſten benachbarten Aecker und Wieſen von „Jahr zu Jahr überzogen,.und in unfruchtbare Einö- den verwandelt werden. a 256 In hieſiger Nachbarſchaft befindet ſich eine Ge» gend, welche Flugſand in einem Umfange von mehr als einer, Viertelmeile- enthält.-Es-äſt. ein fleiner -Berg, welcher über die. zunächſt anſtoſſende Niedri- gungen an die 5==6 Rheinländiſche. Ruthen erhaben iſt. Vor etwa 100 Jahren war der Berg mit Kie» fern beſeßet, und zwo. benachbarte Gemeinden ſtritten. ſich über-das Holz, ſo. daß die ſtärkſte einſt einen un» verfehenen Ausfall wagte, das Holz Baum für Baum niederſchlug, und damit nach Hauſe fuhr. Nun gieng das Unglück der Nachbarſchaft. an. Der Wind fand, oder machte Löcher, und die zuvor ein Paar Zoll tief feſt geweſene Oberfläche ward um ſo mehr vom Winde aufgenommen und fortgeführet, als die Fleinere der obgedachten Gemeinen im unſkreitigen Bea ſiße des Hüthungsrechts auf dem abgeholztem Berge ſich befand, und daher mit den Schaafen den Sand- verg behüchete, wovon der Sand immer loſer getre- ten, und aller Wiederaufſchlag von Gräſern und Kie«- fern verhindert ward. Der Candberg gieng nun ims iner weiter. Benachbarte Aeer, die ehedem Waizen trugen, wurden in fümmerliches elendes Roggenland verwandelt; Wieſen in ein Nichts, Nun hören die Roggenäter auch auf zu tragen. Sollte die Sache ſo bleiben, wie ſie iſt, ſo muß ein Dorf binnen 30--50 „Zahren abgebauet werden, indem der Berg, der die Gez gef rfid (hem 3 Gat ds de Unt'D Wo ſchend|C 36 2010) Vetras benau9 fann M von elm ber pat Nh I vw EE G/E1 | 1983 ffS| ji gib W20l8| Dein ät | On ebgrd tn, My ſich inſpe * hen, 19h aufn Nefer Wey 0 P' „Ji | divine , wein hy Ay, dep) 960 di!] Fund a) y[ugſan) W "d Vieſy Tchthat by D) ſich ei) Ange von Eſt ein füt Pſende Jh ? then ech Berg mith Binden fie Binft einen L m für Di blub, 1; Der M! „or ein I H uſo 1 ert, dN - hreitigerh (ljtem I d den Ert) »[ofer gt Torn und ng mun em Weh! Kogge| 1 horen W" die Guy| | ien 30)!| 19, der VW «| | | | | Kenntniß des verſchiedenen Erdreich8s. 375 Gebäude an Höhe übertrifft, mittelſt des Windes Schon ganz nahe heran gerüt iſt,. Auf einer andern Seite drodet dieſer Berg einem ſchönen Cllernbuſche den Untergang. Wie ſoll man nun dergleichen Flugſand wieder ſtehend und fruchtbar machen? Einen Fleck von 10-- 20 Quadratruchen mit Lehm zu überfahren" ware, in Betracht des abzuwendenden Schadens, der dadurch von benachbarten Aec>ern.und Wieſen abgewendet werden kann, ſehr anzurathen. Wenn aber der Sandplat von einem ſo großen oder noch größern Umfange, als ver obbeſchriebene iſt, ſo iſt das Unternehmen über die Krafte einer Gemeinde, wenn zumal gar kein Lehm oder feſte Erde in der Nähe befindlich iſt. Es wurden in dem Leipz. Intell. Blatte Nr. 5, 1783 folgende Fragen aufgeworfen? Im Amte Bel- zig giebt es ganze Marken und große Breiten, welche vor 20 bis 30 Jahren das ſchönſte Getreyde, ſelbſt Waizen trugen, und jeßt ſo verſandet ſind, dafi kein Gras auf dieſen Flächen mehr zu finden iſt, geſchwei- ge daß ſelbige mehr mit Getraide gebauet werden könn- ten; Sollte kein Mittel zu erfinden ſeyn, 3) dieſen ſich immer noch vermehrenden Sandflächen zu begeg- nen, b) die bereits vorhandenen wieder in tragbaren Zuſtand zu verſeßen, oder c) dieſe ſteril gewordenen Aecker dorh in einigen nußbaren Zuſtand zu verſeßen? ch will nun dieſe ſo angelegentliche Fgaren, ei- ne nach der andern, beantworten. a) Wenn man den ſich immer noc< vermehrenden Sandflächen begegnen will, ſo muß man ja nicht am unrechten Orte anfangen. Denn alles Ent- gegenſtreben iſt da umſonſt, wo der Flug zur Zeit ſein gegenwärtiges Ende hat. Denn dieſes dehrn der Wind immer weiter hinaus, ſo wie in hieſi» gen Gegenden an dem obbeſchriebenen Berge A ſehen 5756*"Fünftes Kapitel. ſehen wird, an' deſſen einem Ende ihm ein ent- gegenſtehender Ellernbuſch ein vergebliches Boll -werf ausmacht, da die hohen Bäume vom San- de ſchon überwältiget, und nur noch die Spißen ſolcher Bäume zu ſehen ſind. b) Hat der Sandflug. bereits eine weite Ausdeh- nung, ſo daß man in derſelben nichts Grünes, ſondern lauter Weiſſes ſiehet, ſo iſt kein ander Rath übrig, als ohne Zeitverluſt am Urſprun- ge, d. i. da, wo der Sandflug angefangen, und welches bey uns die Abendſeite iſt, von welcher die meiſten und ſtärkſten, den Tand. aufnehmen- de und forttreibende, Winde herkommen, die Bes feſtigung des Sandes anzufangen. Die leichte- ſte und zuverläſſigſte Art der Befeſtigung. ge- ſchiehet ſo, daß man Reiſer, und worzu die vom -Nadelholze, wenn die reifen Saamenzapfen noch daran ſind, am beſten ſind, weil die Nadeln auch im trocknen Zuſtande nicht alsbalv abfallen, und daher deſto mehr ſchüßen, auch der Saamen aus den Zapfen ausfällt, und ſich auf dem Orte aus» ſäet, mithin bald eine lebendige Wand hervorbrin- gen, in Reihen, queerdurch über die Oberfläche der ganzen Sandlage, anlege, Dergleichen Rei- hen können nach Beſchaffenheit des mehr oder weniger loſen Sandes alle 20 bis 30 Schritt aus- einander geordnet werden. Wenn der Flugſand mehr als einer Commune ſchader und drohet, und ſolcher nach obbeſagter Art zu befeſtigen einer einzigen Commune zu ſchwer und zu weitläuftig wäre, oder über ihre Gränzen in Anſehung des Urſprungs oder Endes hinaus- ginge, ſo gehöret obrigkeirliche Werfügung dazu, benachbarte Oerter zu dieſer Anſtalt mit zuzuzie- ben, 91 dus) ſucfty wn Kenntniß des verſchiedenen Erdreic e) Hr. G. R. v. Pfeifer gedenkt in ſeinen ver- miſchten Verbeſſerungsvorſchlägen B 11. St. 11. S. 22 ebenfalls dieſer Sache/ da er ſagt? Ei- ne vernünjtig angelegte Quedenpflanzung fann Oo 2 eben 590 Fünftes Kapitel, eben ſo nüßlich, als eine Wieſe tverden, I< will die zuverläſſigſte Verfahrungsart mittheilen; dem Ungläubigen aber muthige Verſuche angele« genflichſt empfehlen.== Man fann Saändhüs gel, verſandete Necker, Wieſen und dergleichen auſſer Cultur ſeyende Grundſtücke ohnbedenfklich zu Queckenpflanzungen anwenden. Daß man aber dergleichen traurige und ohngenußre Gegen- ſtände in Deutſchland im Jeberfluß beſiße, daran wird derjenige nicht zweifeln, der die Mark Brana«- denburg, die Gegenden von Frankfarth, Nürno berg, Bamberg, die Lauſit u. ff. zu kennen die Ehre hat.== Wenn man die ausgeeggeten Quecken, geſeßt auch, daß ſie bereits welktrocken wären, mit dem Beile, oder einem andern ſchnei denden Inſtrument, in 4, 6, 8 zöllige Stücke zertheilte, dieſe Stücke einige Stunden im Waſ- ſer, beſſer in Miſtlae, aufquellte, ſie ſodann auf den Ort ihrer Beſtimmung ausſtreuete, den alſo befeuchteten Ort zwey bis drey Zoll hoch mit Crde bedeckte, ſelbiges endlich feſt treten oder - walzen möchte; ſo würde die ganze Beſchiung ihre Endſchaft erreicht, und ſo würden zwey Men ſchen in einem Tage wenigſtens 109 gevierte Rus then 2andes fruchtbar gemacht haben. Könnte und wollte man endlich zu Vermehrung der Aernd- fen die Pflanzung in den folgenden Jahren mit Gaſfenfoth., oder Modererde, dünne überfahren, ſo darf an reichlicher Verzinſung dieſer kleinen Mühe nicht gezweifelt werden,“=. Die Erfah rung hat mid) belehret, daß die Duecken nur bes ſchriebenermaaßen behandelt, ſv dichte, ſo ge- ſchwinde, als irgends eine andere Grasart wach- ſen, daß ſie ein vortreſfliches, ſüſſes und gedeih- liches Futter ſowohl grün, als getrocfnet, liefern; (wenn ZO Kenntniß des verſchiedenen Erdreims. 5831 -1, k" 7 Ee(weni das Vieh. dieſe Gragart gern freſſen foll, = Eine, ſo muß ſie geſchnitten werden,"bevor ipre Saa- Dm men reif werden, ſonſt laſten fie Stängel und : Ie Gras auf der Weide unberührt ſiezen„ indem ihm : Dif 4 die Grannen zwiſchen deu Zähnen ſtecken bleiben, Ee6t h j 8. und dem Viehe, ſogar den Pferden, das fernere 5 5% Freſſen erſchweren,) ja daß ſie mit ver Zeit ganz *% i; a auszuerten ſcheinen, indem ſie von Jahr zu„Jah- R. Yi re breitere Blätter und ſtärkere Halmen erhalten. 0, Ni Ich habe bereits vor 39. Jahren dem Beoyſpiele S"ment des Oberinſpektor Habermaaß zu Berlin gefol- DY eeggeth get, und mich gut dabey befunden, jedoch eine bes. Selftrodn- trächtliche Verſchiedenheit beym Abärndten der (ND nſchnb Pläße bemerkt, die ich mit Miodererde hefah- Hr Etich ren laſſen, gegen jene, ſo vergleichen Erfriſchung Sim Di“ Qicht erhalten hatten.=> BS 00ah Ich merke hiebey nur noch an, daß das Que» et, da Fengras meiſtens der den Ae>ern ſo gebäſſige JE yo ni Windhalm ſey, deſſen Saamea vom Winde weik u M. und hreit umher geführet wird, weßhalb die Ae- ZS ſchidung' eferin der Nähe eines damit begatteten Plakes in S1)e) Man großer Gefahr ſind, von dem Saamen verunrei- gerte Nu niget zu werden. Eine Urſach- alſo mehr, weß- 5 Könnt! halb diefes Gras abgemähet werden ſoll, bevor Lr dem es ſeinen Saamen zur Reife kommen läßt, da Oaren mit in einem einzigen Saamenſtrauße au 320-- 529 [4 fahren,: Körner, die vo dem leichtetien Winde weit fort- fs Fleinen| geführet werden, zu finden ſind, wie ſolches in Z Erfahr| einer beſondern Abhandlung im Wirtenbergiſchen nur bie| Wochenbl. St. 29+ 1775- Zezeiget habe. „AU€) Wenn eben belohter Hr. v. Pfeiſer Doefpolizeyen edoih-| i Rie zählet, ſo kann man ihren Mangel auch in An- 4 el ſehung unzähliger verſandeter Aecker ſehr bemer- » Oo 3 fen, | MER; WERTE Ee | in Deutſchland noch unter die frommen Wünſche | | 582 Fünftes Kapitel. fen. Wären ſie vorhanden, ſo würden keine von Verſandungen entſtandene und noch entſtehen- de öde Pläße geſehen. Denn der Polizeyaufſicht eigenes Werk müßte es ſeyn, darauf zu ſehen, daß nirgends das Holz ganz va abgetrieben wür- de, wo, wie in oben bemeldtem Falle, Flugſand daraus entſtehen kann z daß ein entſtandenes Loch eines Sandberges oder Hügels eilig)t wieder mit Reiſern oder kleinen Steinen gedeckt oder befeſti- get würde; daß auf die Schäfer geſehen würde, damit ſie nicht den jungen Auſſchlag eines beſäe« ken“andes verdürben; daß, wenn ja zum Bauen Sand von einem Berge genommen werden müße ke dieſer an der Abendſeite nicht dazu angegra- ben, ſondern die Mittagsſeite etwa erwählet, und nicht über oder gleich der Oberfläche, ſondern aus der Tiefe der Sand hervorgegraben würde. S. Ochererde, Ochra 1. Dieſe Erde ſtehet unter den unfruchtharen oben an, indem man metalliſche Theile von verwitterten Metallen darin en'deet, wovon ſie merklich gefärbet iſt, daher man[ſte auch wohl bunte Erde zu nen« nen pflegt. Die Unfruchtbarkeit dieſe Erde hat 3 Urſachen. x) Die darin enthaltenen metalliſchen Theile und eine daher in ven Erdrheilen entſtehende, die Auflöſung hindernde Verbidung. 3) Die daſelbſt auſſteigende wäßrichte Dünſte, welche theils annoch“ metalliſche Theile, theils auch eine Säure enthalten, und alles mal hindern, daß ſo wenig der Miſt, als die übrigen zur Beförderung der Fruchtbarkeit angewandten Mit2 fel die von ihnen erwartete Würkung leiſten, Ob Ou M: mi v wegebret Vnjeigel hen 10? fe, 19 oder 19! darur) Sh! auf Eſl ſtumy) (11 als verh: niſchvS weh uwe(D WE ENZ mig img| (0007) Pah (mh y edad recht em (nin ſv od| Weß N (0&r 30, te jh; Ne je mel veni Orden fih Sh entf > lipepaufy Tf zu ſeh Ü) rieben" I), Fluhſei Phndenes hy A wieder 11 D oder be''ß Shen wir y eines biſy [zum Bey füerden mi W|(4 angeg) Da enwäh A), ſenda anen wur) SIT baren abi Keveren Sich gefart Ee zu 8 Yu Urſa JT und ein! GAuflöſu Dp ffieigemt zunetalliſdt 4 und all hie übrige! q.dten Mit 1). H Kenntniß des verſchiedenen Erdreichs. 583 Ob eine Erde metalliſche Theile enthält, erfährt man, wenn ſie in ſtarkem Feuer zu einem harten Steis ne gebrannt wird. Die äuſſers Oberfläche kann auch Anzeige geben, wo ſaure oder metalliſche Cvden ſte- hen, wenn gar nichts, oder nur folche Kräuter wache ſen, welche eine Säure anzeigen. Auch die braune oder röthlichte Farbe der Kräuter iſt eine Anzeige des darunter: ſtehenden Metalles. Auch können die Schnitter es bald. an ihren Senſen fühlen, wenn ſie auf Gräſer kominen, die Metall unter ſich haben. Die Senſen ſchneiden weniger leicht, und. werden gleich ſtumpf. Unter. den, metalliſchen Erden iſt keine ſo gemein, als ver Eiſenocher, 5.& ein mit Eiſentheilchen ver- miſchter Sand, welcher davon die Farbe wie Ciſen- roſt hat. Dieſer findet ſich in ſandichten Gegenden unter der Oberfläche oft häufig, und nummt ganze Gegenden ein. Man bemerket auch deutlich, wit aus den aufſteigendeu metalliſchen Dünſten der Sant) nach und nach mehr die Natur einer metalliſchen Eride an- nimmt, und endlich gar, vornehmlich, wenn er an die freye Luft kömmt, ordentlich zu einem harten, zum Bauen dienlichen, Stein zuſammenpacket, va man ihn den Ortſtein nennt. Wo dieſer an der Oberflä- che ſteht, da kommen meder Pflanzen noch Bäume recht zum Wachsthum. Fällt eine Dürre ein, ſo ver- hrennet alles, was darüber ſteht 3 regnet es aber viel, ſo kann das Waſſer daſelbſt nicht einziehen, nimmt alſo von ven Dünſten und von der Säure Theile an ſich, und wird ſchädlich. Was Herr v. Münchhauſen in ſeinem Hausva- ter von einem über Ortſtein entſtandenen verderblichen Nebel erzählet, ſolches wird auch in hieſigen Gegenden mehrmals bemerkt. Cv fagt nämlich, daß auf et nem Felde von ohngefähr 30 Morgen, w? ſich ein Oo 4 vor 584 Fünftes Kapitel, vorhin daſelbſt nicht bemerkter Ortſtein zu bilden änfa gefangen, aus der Erde ein dicker Nebel aufgeſtiegen, und da es am Winde gefehler, um ihn zu zerſtreuen, Über einen großen Theil des Feldes weggezogen. Die- ſes ſey mit Roggen beſäet geweſen, der im ſchönſten Wachsthum geſtanden, und oben biüßen wollen. We- nig Tage nachher ſeyn alle Halme, fo weit die Ne- belwotte' das Feld berühret“ geabt, weis und trocken geworden; es ſey feine Stürße in den Aehren zum Borſchein gekommen, un> noch weniger ein Korn zur Reife; da doch der übrige, von dem Nebel nicht be- rührte, Roggen zur ſchönſten Vollfommenheit gefoms men.„I< habe in hieſigen Gegenden- Auſſer dem Gefreyde, ganze Striche von Wieſen und Bäumen auf gleiche Weiſe von dergleichen Nebeln verdorben geſehen, daß Gras und Laub, wie verſenget, anzu: ſehen waren. T. Sieinichte Erden, „Sn thon» oder lehmichten Feldern hat man die Steine nicht gerne, weil ſie dem Pfluge in der Erds leicht widerſtehen können, daß er entweder ausſprin« gen oder zerbrechen muß. Dieſerhalb müſſen dies Steine von ſolchen Feldern abgeräumet werden, „jn Sandfeldern aber werden die Steine nicht ungern geſehen, weil ſie theils das Erdreich im Som» mer fühl halten, theils das Aufſteigen des Sandes bey Sturmwinden verhindern, ob ſie ſonſt ſchon das Eggen beſchwerlich machen, auch verhindern, daß das Korn nicht tief genug an der Erde abgehauen werden kann. Hr. v,. Münchhauſen nenner das Dorf Meer» hofen im Paderborniſchen, wo man Steine auf ſan- dichte Saatfelder zur Beförderung der Fruchtbarkeit Hinfährer,»| V. Stein? and 18 jevey 1 Erde(1h Weſch: Fonne 44% Rar "rv Mfaby; 76 Nedo 11. deſſen x Rat hin Vergley ns mit Ie: NU bilden 4 weſen Ly jerſtm Dg,| DP in ſirh wenn D|f die)| [S und th| BS Nehren in EUDUNN WE el nihth FE heit fm. Sauſe 1 d Dumm QO: verum [Ätt,(ib 4 Dt mad 8, der ft As(USP PIſſen di 90677 ine niht hom Com| 8 Gantt Jeg: hon das 36 daß iu 11 werdet 4 ef Met j6 auf ſt 7 batt -5- |, Guy| Kenntniß des verſchiedenen Erdreics, 585 V.“Steinfelſen. Wenn Felſen mit einer Schicht guter Erde be- veckt ſind, fo kann ihre Oberfläche eher, als eine andve unfruchtbare Erde, genust werden. Nur wird Hiebey vorausgeſeßt, daß der Felß, welcher mit guter Erde bedeckt iſt, einigen Abhang habe, damit ſich das Waſſer nicht ſammeln, und Säure zuwege bringett : Xönne, R EE EE R 22.262 'Sechstes Kapitel, Miſchung verſchiedener Erdarten zur Be» förderung der Fruchtbarkeit. C-+- JIi-- fommen wir auf ein Kapitel, welches man als. eines der intereſſanteſten zur Aufnahme des Ackerbaues anſehen muß, Es ſind nur wenige Derter und Gegenden, deren Aecker von der Beſchaffenheit ſind, daß fie"einer Wer- beſſerung durch den Zuſaß andrer Erdarten bedürfttn. Kann man nun ſchon es von neringen Landwirthen, dergleichen die Bauern find, nicht erwarten, daß ſie mit einmal ſtarke Fortſchritte zu ſolchor Acerverbeſſe- rung machten; ſo können ſie doch jährlich etwas thun, und der Staat ſolltenichts unverſucht laſſen, um theils den geringen Landmann zu ſolchem Geſchäfte zu er- muntern, theils ihn hinlänglich) zu, unterſtüßen, da- mit es ihm an- Kräſten zur Ausführung der Sache nicht fehlen, und unfruchtbaren in fruchtbaren"Boden verwandeln möge. Dieſes iſt ja im Grunde wahrer 4554.05[Gl 586 Sechstes Kapitel. Gewoinnſt des Staates, wenn die Fruchtbarkeit des Bodens um einen oder mehr Theile vermehret wird, In Kupferzell, dem Wohnorte des durch ſeine Verdienſte um das bkonomiſche Publicum ſo berühmt gewordenen Paſtor Ulayers, ernähret der nämliche 2zoden ießt 9*auern ſehr reichlich, der ehedem, blos nad) dem Schlendrian gebauet, 4 Familien kaum auf ein halbes Jahr das Brodt brachte. Die heutigen Bauern verkaufen, nach Abzuge deſſen, was ſie ſelbſt verzehren, noch einmal ſo viel, als ſonſt die 4 Bauern auf den nämlichen Feldern gearndtet haben. Dieſe reiche Aerndten erwerben ſich gegenwärtige Be- ſißer blos dur Miſchung verſchiedener Erdarten. Schon ſeit 63 Jahren thun ſie dies, und befinden ſich dabey überaus wohl. s Schon längſt hat uns dieſes obbemeldeter Herr Meyer nicht nur befannt gemacht, ſondern auch die Grundſäße zu einer ſo vortrheilhaften Erdmiſchung gelehret, ohne daß hieryon ein mehr darchgängiger Gebrauch bisher wäre gemacht worden. Moch ſind die wenigſten Wirthe des Mittelſtandes ſogar nicht mit dieſen Grundſäßen bekannt, daß ich es immer zur Pflicht anrechne, ſelbigen in dieſem Werke be- fannter. zu machen, und hiemit mehrere Wirthe zu er» muntern, daß ſie nach richtig gefaßter Theorie der Erdmiſchung ungeſäumt Hand ans Werk legen, und ſich und ihren Nachkommen eben den vermehrten Korn- gewinnſt verſchaffen, den ihnen das belehrende Bey- ſpiel der Bauern zu Kupferzell zuſichert. Bevor ich die Grundſäße des Hrn. Mayers über- ſchreibe, merfe nur noch an, wie die mit VWerbeſſe- rungserden überfahrne AFerbeete eingerichtet werden können. Wenn man Thonland mit leichten Erdarten gemiſcht 0)€ mitehl (neg) we den 1972 ber lang M Ye,"wr die mit(1194 worden IM, Jas X 19| ben, 10390)- 4, 2/97 anat| (9 Jus erw h wm geri| iv KNEE bh Veuny hn jw, 76 F mit lag! 4 feſch| Zi! ſchung imp 0 de Frum Card 19 6 1) Mitte Ey 1 Zund mN) uh): (Giſe| umd| my Im DiE, WiBnes D vw: mf STEN | | M tbarfi h 1 Otetwit),| S duch y BO ſo beiy Sfr nine Shed, jz Fen fan Nie Jene SD, wh Sw uft, FS nd jh "OD wartuh SC: Orth Sind biin gegi(det jfüen au gerd EREN PEN iS ſogar m) 18) es Imm FB hv Sorte zu vene heg/2gen, u met hende Dy| H NETE vt Bebit| otet m| em Ee gui Miſchung verſchiedner Erdarten zur 2c. 587 gemiſcht hat, ſo muß man hohe und ſchmale Beete anlegen, ſo dringt das Waſſer durc< die Erhöhung oder den Damm des Beetes leicht dur 3 es ſeigt aber langſam dur< den untern Boden, der es, als - Thon, nicht leicht annimmt, Alle leichte Aecker aber, die mit ſchwerer Erde, als 2ehm oder Thon überfahren worden, können breite und niedrige Beete vertragen. Das Waſſer kann einziehen, und wird nicht ſtehen blei- ben, weil der untere Boden mehr leicht als ſchwer iſt. A. Die Beſtimmung der Erdarten, welche mit einander nüßlich können gemiſcht werden, nach Hrn. Mayers Grundſäßen. Aus dem, was zuvor geſagt worden, ſind die Erd- arten gar leicht zu beſtimmen„ die man mit Nuken in einander vermiſcht./ Die ſchweren Erdarten mit den leichten, dieſe mie jenen, und künſtlichen(d i. die gemiſchten) Erdarten mit allen beyden; jedoch geſchieht dies leßte mit uns terſchiedenem ſich auszeichnendem Vortheile. Die Natur lehvret uns dieſen Handgrif der Mi» ſchung beym Feldbaue. Man betrachte eine natürli- he fruchtbare Erde: ihr Gehalt iſt allemal Thon, Sand und andere Art leichterer Erde; ſie hält das Mittel zwiſchen ſchwerem und leichtem Felde, Zur ſchweren Erdart rechnen wir nichts, als Thon und Mergel. Zur leichten Erdart weiſſes, lockres, ſchwarzes, (Erdreich) Moorerde, Sand und Leimen, Zur künſtlichen Erde, gebrannten Leimen, Kalch und Aſche. - Thon und Mergel, auf ein leichtes Feld verfüh- ret, wird glücklich gemiſcht z die Urſachen davon ſind hieſe: x) Die 588 Sechstes Kapitel, 7) Die aus der Luft leicht eingeſogene Beſtandtheile der Pflanzen, Waſſer, Salz und Oel, werden durch des Thons und des Mergels bindende Kraft beſſer verſchloſſen und länger behalten. 2) Dieſe bindende und ſchwere Kraft legt das Erd» reich den Wurzeln der Pflanzen genauer an, und verſchafft, daß ſie die Beſtandtheile ſchiklicher ein» zuſaugen im Stande ſind. 3) Und eben durch dieſe mehr bindende Kraft, wo- durd) das Erdreich mehr ſchwer wird, und den Wur- zeln mehr anliegt, verliehren Froſt, Aufthauung, Regen und Winde ihre Gewalt, die Wurzeln zu entblöſſen, die Erde den Saamen, und den dem * Felde, in Frühlingszeiten zu entführen. Thon alſo mit Thon, Mergel mit Merget, oder ven mit jenem, und jenen mit dem gemiſcht, iſt alle- mai eine höchſt ſchädliche, wenigſtens eine ganz ver» gebliche Miſchung.|(Sand- oder auch Kalchmergel mit Thon vermiſcht, iſt weder vergeblich noch ſchäd- lim, Herr Mayer muß hier blos vom Thon oder Steinmergel verſianden werden,) Ein leichteres Erdreich, auf Thon und Mergel- voden verführet, giebt eine ſehr fruchtbare Miſchung; die Urſachen und Gründe davon ſind helle und klar. Denn| x) die Beſtandtheile der Pflanzen dringen aus der Luft leicht und rief ein. 2) Sie verfliegen alſo nichtmehr ſobald, als vormals, 3) Das Waſſer aus Regen und Schnee fällt durch die loFern und erhöheten Beete eher durch. 4) Die Wurzeln der Gewächſe breiten ſich mehr um, und faugen mehrere Säfte an. Leichtes mit leichtem Erdreich befahren, wird fruchtbar, es hält aber nicht an, und bezahlt Koſten und„Mühe nur halb, und das auf wenige, etwa 2 oder ober 3 Jup (ie Arbeit, |% fuß (Bundes zu 1) ofagt, daß 8 ahnen gepulv enen font ber Ehweri vn Erdartiht gar nicht gv! vrehend um! (em Erbur adG dem X | EG l3 vhywein 0038 vp und Jaberg 1000 1) fr hid 48; indem ve vS ſun de gj lern Kj duch 2) ds Vhs und Caliik ' 3) leidt dujige "IGM ( Im Grip PTigt dy 6 ISE WU 34 ifihen DS! Fiſt, u Wund Efe gm 1O) no4 1) en demn pw| JQ.) Ney IE, hy A! y(1) y iele und fü 18 1 aus dN els vorm a ſalt di) ud je) mehr Oh,„ Miſchung verſchiedner Erdarten, zur?c. 589 oder 3 Jahr: Leimen auf Leimen iſt eine ganz vergehs liche Arbeit. ZJ fomme dahin, daß ich von der Miſchung des Sandes zu reden die Pflicht habe; ich,habe aber ſchon geſagt, daß ich den Sand, als Sand, und ihn als einen gepulverten Stein betrachtet, zu feiner Erdart „rechnen könne; wollte ich es doch hun, ſo käme. er, der Schwere ſeiner einzelnen Theile nach, zu der ſchwe- ven Erdart; rollte ich ihn betrachten, in ſofern ex gar nicht gebunden oder bindend, noch zähe, vielmehr brechend und lo>er iſt, ſo müßte ich ihn zu der leich» ken Erdart allerdings zählen; doch darauf kömmt es nicht an. N Sand von allerley Art, Größe und Farbe wird ungemein vortheilhaft mit allen gebundenen ſchwes ren und zähen Erdarten gemiſcht; die Urſache davon iſt dieſe:| 8 x) Er bricht die Zähigkeit des Erdreichs gewaltig, indem die unzählbare, und faſt unſichtbare Kieſel ſteine die feſte Erde trennen, und unmerkſamen leeren Raum in großer Menge verurſachen, wo- durch; 2) das Waſer leichte eindringet, dem Erdreich Oel und Salz zuführet, ſodann 3) leicht durchſeigt und abflieſſet, und 4) den Wurzeln Raum machet, ſich ausbreiten, und die im Erdreich verborgen liegende Säfte anziehen zu können, Der Sand iſt auch in leichten Feldern nicht ganz ohne Nußen: wir ſchreiben dies ſeiner druckenden, Kraft zu; der Rußen aber reicht bey weitem zu dem Nußen nicht hin, den er dem gebundenen ſchweren,“ Erdreiche verſchaffet. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß Coandfelder, mit Thon und Mergel, Leimen und auch bjahlt Aft» Leichtem Erdreiche befahren, die nämliche Fruchtbar- ty eit 2 NN fert 590- Sechstes Kapitel.' keit verſchaffen, die der Sand, auf dieſe Felder ge- fahren, gebiehret. Ich habe noch beyzuſeßen, daß man, in' Anſehung der Farbe des Erdreichs, bey deren Miſchung eine Auswabl zu machen nicht unterlaſſe. - Der Grundſaß aller nüßlichen Miſchungen iſt die- ſer: Man menge nicht einerley, ſondern Erdreiche von - verſchiedenen Naturen zuſammen, daß das eine dem andern das gebe, was es vor ſich nicht beſißet. Erdreiche, ſie ſeyen ſchwer oder leicht, von ei- nerley Farbe, kommen in Anſehung ihrer Natur und (res Weſens einander allezeit nahe, und unterſchei- den ſich nicht anders, als dem Grade nach, von einander. Wir haben gelben oder röthlichten Thonz der gel- be Leimen hat 8„Beſtandtheilen, wie jener, die Ci- ſentheilchen. Die ſchwarze lo>ere und Moorerde iſt von dem ſchwarzen Thone durd) nichts, als die ſubti- len Faſerchen und Wurzeln, die in ihm ſind, un» ' terſchieden. Man miſche niemalen beyde zuſammen, keine gel= he mit gelber, und feine ſchwarze mit ſchwarzer Er- de, ſie ſeyen leichte oder ſchwer; weil ſie im Grunde von einerley Gehalt, und nur im Grade des Gehaltes verſchieden ſeyn müſfen. Ich komme nun auf die künſtlichen Frdarten; Künſtliche Erdreiche heiſſe ich diejenigen, an welche die Kunſt der Menſchen durch die oder jene Zuberei- tung das Jhre verwandt hat. Dahin rechne ich den Kalch, alle gebrannte Erd- arten, ſie ſeyen ſc| M enget, 4 5 de| Mn, und; S. allezeit] DE ſen ich 5 wer hy, > ung day wind ebek hne dieſt, Svey Ng Sirſe(hy M0, ihm] [Muen, Hin e alte Gh! MW ber, Ed) 8' Drehe, 154: Pottaſy 7 gbäſcherim Schen, j 97 Colm j=4 Verbal) MCs Din dis i8 der Di Ein anlegt) 10.00 NS brauß Evolfunm ſchung!) gt mm 17300 py Om| “+ erbt| o)W| || Miſchung verſchiedner Erdarten zur 7 593 2) Bedarf man eben dadurch nur die Hälfte des Maaßes, und ziehet mehr Vortzeil von wenigem Aufwand. N ' Hier haben nun die Leſer die vortreffliche Theorie des Hrn. Mayers, in welcher er dem geringen 2ands mann zu dienen gar keine weitläuftige Eintheilungen Ier Erdarten angenommen und. nichts, a!s ſchweren und leichten, guten und Mittelboden, ſaures und faltes Z2and berühret hat. Schwere Erdart iſt bey ihm Thon, leichte aber, was nicht Thon iſt. Den Mergel zählet er unter die Thonarten, und hält ſich nur an die Mergelart, die in ſeiner Gegend geſunden und gebraucht wird. Sein Mergel aber iſt Thonmere gel, weil er nur die Kraft haben ſoll, leichien'Boden u verbinden. Da er aber berichtet, daß der bey ihm auch befindliche Sreinmergel in der Luft zerfalle, ſo hätte ihm dieſe Beſchaffenheit an die Hand geben fön nen, daß er auc) in Jarkem Böden Dienſte thue, weil er durch ſeine Aufidſung oder vas Zerfallen thonich- ten Boden loer machen kann. Er hat alſo über den Mergel noch nicht alles geſagt, was zu wiſſen nöthig iſt, weßhalb noc) die Grundſägße des ſo berühmten Herrn - Andrea nebſt deſſen Auszügen aus Waller cer, mittelſt der Erpmiſchung, fehlen möge- B. Hrn. Andreä Grundſätze über die Vermie ſchung der verichiedenen Erdarten, Der Thon trägt zur Fruchtbarkeit bey, nicht wes fentlich, aber werkzeuglich-; a) Die unterirdiſchen Waſſer und Dünſte, auch die Luſtfettiglfeit nicht nur anziehend und ſamin- - Zau5vRter I, DAND« Pp ſend, 594 Sechstes Kapitel, lend, ſondern auch länger als irgend eine andere Erde, unfer der durch die Austrocknung entſtehen- den Rinde verwahrend, und nur durch die all- mählige Ausdünſtung von ſich laſſend. Dieſe Eigenſchaft verſichert inſonderheit die Pflanzen ihrer ſelbſt im trocknen Sommer vorzufindenden Nahrung: daher man dieſe Art 2and, ſtark, das ſtarke Land nennet, b) Die fettigen und andern Theile aus dem Miſte == und der Luft aufhaltend, damit ſie nicht von. dem Regen zu geſchwind hindurch geſpuhlt werden. .€) Durch die Rißen und Spalten, welche in ihm bey trocknem Wetter entſtehen, der Luft einen freyen Zugang zu den Wurzeln verſchaffend. d) Die zugemiſchte oder erzeugte Pflanzenerde, durch ſeine bindende Kraft, ſo viel möglich, Zitz ſammendrückend; dadurch es denn geſchiehet, daß die Pfianzenerde länger ihre Fettigkeit in ſich behält. e) Den Froſt abhaltend------, und endlich t) Durch ſeine Cigenſchaft bey überflüſſigem Regen ſo wenig, als bey der Dürre ſeine Natur und Wurkung zu verändern. Schaden kann der Thon anrichten: x) Durch ſeine Dichtigkeit und Zähigkeit, ver« möge welcher er gleich ungerne das Fettige und Waſſer wieder von“ ſich giebt; die Luft von den feimenden Saamen und den Wurzeln ab- halten kann, und mit ſeiner Feuchtigkeit der Sonnenwärme und deren Würfungen wider- ſtehet: daher auch ein tchonigter Boden vom tandmanne kalt, faltgründig genannte wird. 3) Durch felt bey Dain a) 12:08 As| EE vy 1 M u fä ni| big GU WEN 9) ſi jw it! gen eine w ' W| ) dip! dv, 4 Yv ey| ufindeg| ' fah wuſty affen),| lanzen alice, ehe, (t ini lich em Ny| Ratur m| | eit, M tigen ft Ww rele geit nn Mi en vn| y Miſchung verſchiedner Erdarten zur?e, 595 2) Durch. ſeine Erhärtung bey warmer Witte« rung.- Hiedurch wird der Zugang der Luft zu den Wurzeln gehemmet. die Wurzeln können ſich nicht ausdähnen, nicht wachſen, und ſie werden ihrer Nahrung, welche die Erde nicht von ſich geben will, beraubt, 3) Durch ſeine Riſſe und Spalten, wodurch zwar der Luſt der Zugang eröffnet, zugleich aber im Sommer die Austro>nung veranlaſſet wird, und die Wurzeln zerriſſen werden können; ſo wie durch ſie, wenn ſie im Winter entſtehen, und nicht vorher im Herbſt vom Waſſer ange» fülle worden, der Froſt deſto. freyer und unglei» cer Saäurez Pp a€) ſchlieſs SEE GE SEI Lay te ake, 596- Kapitel,/ €) ſchlieſſen die Fettigkeit des Akers auf, machen ſie dünner, und mit dem Waſſer ſich zu miſchen, geſchicter; Sg) die Cultur ſolcher Ländereyen gehet leichte von ſtatten, Schaden können der Kalch und die Kreide ſtif: Fen, indem ſie, x) gar zu ſehr'die Wärme einſchluen, und dis Saamen und Wurzeln des Getreydes verbren nen, daher aus.) die kalchichte Erde, von einie || gen die brennende genennet wird, Zu verwun- 00|| dern iſt es alſo nicht, wenn ein mageres Land „409 durch Zumiſchung von Kalch ſchlechter wird. 2) Indem ſie die Ausdünſtungen beſchleunigen und'geſchwind austrocnen, wodurch die Pflan» zen ihrer Nahrung beraubt werden, 3) Indem ſie denen Saamen anhangen, ſo ver- ſtopfen ſie oft' deren feine Löcher, verhärten ih« re äuſſere Haut, und verſchlieſſen alſo dem Nahrungsſafte alle Wege. 4) Sieſchlieſſen.die Fettigkeit im Aer geſchwind 409 auf, und verzehren ſie, Hieraus erhellet, daß die Kalcherde nicht für eis nen den Pflanzen angemeſſenen Boden zu halten ſey, daß ſie aber auf dem Ncker von größtem Nußen ſeyn könne, wenn ſie gehörig angewandt, vornehmlid), wenn ſie mit düngenden Materien vermiſcht wird. t1ertgel beſteht aus Thon und Kalch=====, zergehet im Waſſer ſrüher oder ſpäter, er ſey anfängs lich auch noch ſo hart geweſen, enthalt nichts Salzi- ges, nichts Fettiges, und trägt nicht we entlich als ein Werkzeug Fruchtbarkeit bey, indem er, 3) die NU 7: 8 ; iv €) vi XB (inn Cms vd jah er "4 6 zul niht gl et n ( 4 wie diedh 0, MH Io wih (eicht W"| Kriſe|; nN, uh Des Werbe|! 6,001| Zu ven agen I ter wd ſchleunigy| AdieM| m, fem rhärten) 471088 ußen ſys nehmli], ) anfange 5 Cal ic a) Miſchung verſchiedner Erdarten zur 26, 597 a) die Feuchtigkeit der-Luft, und was ſie an ſau- rem und fertigem Weſen in ſich hat, an ſich zie- het, wodurch der Acker fruchtbar gemacht wird, daher mit Recht die Engländer des gebrannten, als welcher obige Würkung noch ſtärker leiſtet, ſich für ihre Ae>er zuweilen bedienen.---- b) Indem er dem Acker die, von ſrillſtehendem Waſſer entſpringende, Saure nimmt.=- c) Das Fettige im Aer auflöſend, woraus denn eine ſeifenartige Miſchung entſtehe, die im Waſ- ſer ſehr auflößbar in die Poros der Pflanzen deſty leichter eindringet.: d) Indem er die Zähigkeit im Acer hebt== und e) dem zu loern und ſandigten Lande mehr Hal- tung und Feſtigkeit beybringet.= Schaden richtet der Mergel an, wenn er zu lange nd zu häufig gebraucht wird 3 denn x) er trocfnet von Seiten. ſeiner falhichten Na- tur zu ſehr aus,; 3) erſchöpfet er wegen eben derſelben, den Acker zu geſchwind, und kann 3) endlich ſelbſt einen Thonboden ſo. lo>er madchen, daß er die Feuchtigkeit nicht mehr halten fann. Aus welchen allen man erſiehet, daß der Mergel nicht gleichgültiger Weiſe zu gebrauchen ſey, ſondern wie die Natur ves AFers. ihn erfovert, da er bald mehr, bald wentaer Kalch und Thon enthalt, und o1ſo gar ſehr verſchieden iſt. (Der hier erwähnte dreyfache Schaden, des Met- gels, wenn er zu lange und zu häufig gebraucht wor-" den iſt, kann offenbar nur von ſolchen Mergelarten entſtehen, die ein ziemlich) ſtarkes Uebergewicht am Kalch haben. Da aber mancher Mergel einen un- Pp 3 gleich 598 Sechstes Kapitel. gleich ſtärfern Ausſchlag an Thon giebt, ſo ſiehet matz. leicht ein, daß deſſelben übermäſſiger Gebrauch noth- wendig einen Schaden hervorbringen müſſe, der dern Schaden. von jenem gerade entgegengeſeßt ſey, Wird denn aber nichr von, demjenigen Mergel, der aus gleichen Teilen Kalch und Thon beſteher, bey deſſelben noch ſo lange tortgeſeßtem== ich ſage nicht: zu häufigem=- Gevrauche gar kein, oder, doch kaum einiger“ | tejen oy|| größert. Auf-honichte Aecker hingegen pflanzen ſie M| wenige oder gar keine Bäume; denn dieſen könnte arfuk|| der Schatten nur bey auſſerordentlicher Dürre Nußken; mae ſchaffen, welcher ſich beynaſſer Witterung in den größ- A Boden ten Schaden verwandeln würde. Und dieſes alles 3 iht Oo gilt denn auch, obgleich in geringerm Maaße von den 4 8 Eich; Steinen.) and m| Schädlich können Grieß und Sand werden,] || wenn fie 5, vird dab) 1) das Land zu ſehr erhißen 3 denn je härter ſie ſind, N |.„je länger erhält ſich in ihnen die Wärme, und je; erleichtert langſamer werden ſte wieder abgekühlt. EI u 2) Wegen ihres Nichtzuſammenhanges, daher ſie das 5,0 tet, empfangene Waſſer und die düngende Fettigfeit bald verliehren, und zwiſchen fich hindurch) ſeigern, h, Ms 4 oder aber ausdünſten laſſen, folglich) die Wurzeln Im ichten Me der Pflanzen der Kälte blos ſtellen.= N wd 3) Wegen der Härte ihrer Theilchen, vermöge wel- BP groß mh her ſie wenig oder nichts von dem Waſſer und der 8 hattet| Fettigkeit aus der Luft an ſich) ziehen, und alſo we-| wird; m| der mittel- noch unmittelbar zu der Ernährung der OE 05 UN| Pflanzen ekwas beytragen können,=|S M MO pi| Pp4 Daß Goo Sechstes Kapitel. Daß in einem wäſſerichten und fa'ten Boden der Sand ſeinen Nußen habe, beweiſet das Geſagte, wie die Erfahrung. So iſt es gegentheils klar, daß auf TS andhügeln der Torf große Dienſte leiſten müſſe. (Ja! aber ich glaube, meyr durch ſeine düngende Kraft, als durch die Verdichtung des Sandes, wel» cerg wird Hoh erfordert, daß man auf die untere Erdſchicht mit Acht habe. Zuweilen iſt die obere Schicht ſchlechter, die untere beſſer.=“ Was wir nur fürz- lich von der Nußbarkeit und Schädlichkeit der Erden geſagt haben, das gilt allein von der obern ES hicht für ſich betrachtet; wohl wiſſend, daß die obern Schich fen von denen untern entweder fräftiger oder fraftloſer werden können, nachdem die Art derſelben verſchie- den iſt.=- Von der Vermiſchung der Erden, auf welche der glüFliche Erfolg bey dem Land- und Gartenbau allein „gnfömmt, iſt aus dem Wallerius noc< folgendes Auszugsweiſe zu bemerken. 1. Zum fröhlichen Wachsthum des Getreyde2 iſt nothig, das das Erdreich gehörig aufgelöſet, nicht zuviel, nicht zu ſehr locfer ſey: a) Damit die Wurzeln deſto leichter und ohne Wi- derſtand ſich ausſtrecken können; b) daß der Zugang der Luſt zu den Wurzeln genug oſfeit ſtehe; €) daß das nährende Weſen, welches in der Erde befindlich, von allen Seiten die Wurzel berühre, Ü, Diezu lockere Erde leidet leicht von der Rau- Higfeit der Luft, daher iſt ſie ſchwach, und dem Aers- mann weniger nüßlich, welcher die mehr RE wecht Ug] biſte Cd men ſu 139 WEN hig Or dy ne Dina ) nv ien| bere Gh!|| wi hur Ep|| eit dir hy|| bem Ge| mM obermCub|| | 8 der Froſt H (ben vod»|| uf we beenbay a| od folgen|| Verendes D (öſt, mt dohne W| vzeln ges|| n der Ew!| zel heruh on der dem Aus jndende ms Jac Miſchung verſchiedner-Erdarten zur it. 60x Recht vorziehet 3 da indeß der Gärtner jene liebet, ihr aber dur Begießen und andere Mittel zu Hülfe kom- enen fann. UL, Allein auch die bindende Erde iſt, eben wie die zu locere, ſo blos dem Acersmanne nicht nüße lich. Daher mache er 7) die bindende Erde lockerer, doch ſv, daß ſie ei- - ne Geneigtheit zu binden behalte. Je zäher und kälter ſie alſo iſt, mit deſto mehr Sand und Sumpferde vermenge er ſie; je ſaurer, je mehr Mer- gel(zu verſtehen: Kalchmergel) oder Kalch; oder Aſche u, ſ. f. miſche er hinzu 3 und je feuchter ſie „iſt, je mehr Kohlengeſtübe(ich ſeße noch: Sand,) wird ſie erfordern. 2) Die zu leichte lo>ere Erde muß dichter gemacht werden, dur) Thon, Leimen, oder auch Mergel, (Thonmergel;) 3) der zu feuchte Boden iſt auszutro>nen, mehr oder weniger, je nachdem die darauf zu bauenden Pflanzen es liebenz 3) nur'dem zu trocknen iſt Feuchtigkeit beyzubrine gen, durch Thon(und Thonmergel). Was Hr. Andrea nuy dieſen Walleriſchen Re- geln noch beyzufügen gut gefunden, kömmt kürzlich auf Folgendes an Es iſt allerdings gewiß, daß ein Sandland durch Thon, und ein thonichtes Land durch Sand ver- beſſert werden könne,, Allein, die Vereinigung dieſer Erdarten, wenn ſie blos zu einander kommen, iſt mei» ſtens ſehr ſchwer. Cin Sand aber, der Kalch bey ſich führer, wenn gleich etwas Thon darunter iſt, folg- lich ſandichter Kalchmergel, wird, da. der Kalch eine Art von Gährung in der Erde anhebt, und ſich aus- einander ſchiebt, viel leichter, als bloßer Sand, mit dem thonichten'Boden ads eingehen. Deroa p 5 Wes 602 Sechestes Kapitel. wegen iſt ein kalchichter Sand, oder ein ſandichter, oder auc bloßer Kalchmergel, zur Aufloerung eines thonichten Bodens dem Sande weit vorzuziehen. Ferner: bloßer Thön vertheilet ſich eben ſo unger- ne unter ſandichtes Land. Man nehme alſo, wenn man die Gelegonheit dazu hat, hiezu einen kaichich- ten Thon oder einen Thonmergelz; und der Erfolg wird nicht fehl ſchlagen. Er wird aber um ſo viel voll» ſtändiger und geſchwinder ſeyn, wenn man die Ueber- fahrung des kandes mit den vorgeſchlazenen Erdar- ten vor Winter bew-rkſtelliget. Denn, da noch vor Hem Froſt vieſe Erdarten ſich voll Waſſer geſogen ha- ben werden; ſo wird, wie jedem Waſſer eigen iſt, die- ſes durch das Gefrieren ſich aus einander dehnen, und die aufgefahrene Erdart, wäre ſie auch noch ſo Feinicht, davon auseinander getrieben, und zu der Wereinigung mit dem Lande geſchit werder,--| Hier wird der Ort für mich ſeyn, den von eini- gen angenommenen zweydeutigen Saß: daß der Mer- gel dünge, genauer zu beſtimmen. Der Miſt äuſ- fert eine zweyfache Würkung. Erſtlich erwärmet er das Land, und füllet es mit Theilchen an, die den Pflanzen zur Nahrung dienen. Zweytens lockert er das Land auf. Nun hat der Mergel keine nährende Theilct ſich faſt zu jedem Boden, es ware denn, daß er, wie an manchen Orten, bereits ein zu gutes und ſtarkes, oder ſogenanntes fettes Erdreich, hätte, oder in einem andern Falle allzu lehmicht und thonicht wäre. In jenem würde die Düngung mit Mergel vergebens, und wohl noch dazu ſchädlich bey lesterni aber nicht zureichend ſeyn, indent ein ſchwarzer fetter Boden kei- ne Verbeſſerung vom Mergel bedarf, und ein ſehr leh- michter:Boden durch Sandmergel, oder ſandichten Kalchmergel, zu verbeſſern iſt, indem ein ſolcher"Bo- den allzuhart iſt, und die Feuchtigkeit allzulange an ſich behält, und daher erſt aufgels>ert werden muß,- welches am beſten dur< eine ſandichte Mergelart er- Halten wird; ſo wie ein ſandichter Boden durch eigents lichen Mergel, oder Thonmergel eine mehrere Feſtig- feit, und folglich eine ſolche Verbeſſerung erhält, daß hernach die eigent!iche Düngung mix Miſt mit Nußen vorgenommen werdett kann. Daß op |' Vi eve (is Ww |(em 9072 | Mol nad) en| | wenn| ih" ENE fronten) wid| | nr 0a | aine(Kae 1 | m 36 WD ve NSC f' | Eb 1 Et: | Hm In u W nim 7 de denhhg en | Nik!€ Hhüh! dna/ Doliar fl feinen 18 if in wirlyy! ge ie de de ſ (des y" figs v I Un | | | Miſchung verſchiedner Erdarten zur:c 605 I jers m)| „ Wes]| Daß der Morel arme Rinder und reiche ſt Jniny| Värer, nach dom gemeinen Sprichworte, machen ſols tragen,=|| le, will Hr. Andreä nicht zugeſtehen, weil man ſol« gtm ds hes nicht an Orten finde, wo ſeit undenflichen„zah Viſtyfy|| ten gemergelt wird.= Rergels|| Wahr iſt es, daß die gute Würkung des Mergels weil en| nachläßt, wenn Regen und Pfingen macht, daß ers hald eh|| wie aller anderer aufgefahrner Boden, von den Theil» „ud| hen des natürlichen Bodens, die er umzogen und ge- er wichen| trennt hatte, ſich loSreißt, nnd zu tief hinab geſpühlt pürfet, 3| wird, nämlich dort unten ſich ſeßer, wohin der Pflug Dede,| nicht gedrungen, die Erde alſo feſt geblieben, und dort men| eine dünne Rinde macht, auch durch tieferes Pflügen vie in(it oder Doppeltpflügen wieder kann herauf gebracht wer= [ und Yp| den. Wenn ſich der Mergel nun ſo geſenket, ſo iſt erge ait| der Boden freylich nicht mehr ſo gut, als vor dem daß et, Senken, aber voch ſo gut, oder noch etwas beſſer, und ſus| als er vor dem erſten Bemergeln war. | ae Nur in dem Fall nußt der Mergel dem Boden | verge)| nichts, oder wenig, oder nicht dauerhaft, wenn man 70 nf| en Boden mit einer ſeiner Matur nicht dienlichen lf Mergelart beſſern will, z. E. für thonichtes 2and. den (6: Thon oder Thonmergel braucht, der zwar, indem er im 3 allmählich zwiſchen die Erde des e>ers einrüet, den ſundichten Boden erſtlich lo>er macht, aber dieſe 2oferheit durch olcher Bör: EIE 7 62 ſeine wenige Kalcherde nicht unterhalt, und, wenn er ulange öfters auf einen naſſen kalten thonichten 2*oden geführt „den muß| fart Wl| wird, zu ſehr den Acker erhöhet. Kalch, Kalchmer? elan ve | gel zu viel auf einmal, oder zu oft hintereinander auf reh eigen| den AFer geführt, machtauh den allerſchwerſten Thon» er Bſp acfer zu lo>er, und man muß wieder Thon oder dere pat p gleichen etwas auf ihn führen. Wenn ein Aer durch mit Ju NUeberſahren mit Mergel den mittlern zur Fruchtbars- f beit beſten Grad der Haltung o09x Feſtigkeit bekom 204 mern, 606 Sechstes Kapitel. men, ſo iſt alle fernere Zugabe unniß und ſchädlich, Dies geſchieht aber vielleicht.auf den meiſten Aeckerny erſt nac) Jahrhunderten. Man vermeide alſo. den Fehler, oder lerne ihn, und das Mittel, ihn zu he ben, fonnen, welcheSnicht ſchwer iſt. Man machtihn nämlich wieder gut, wenn eine Erdart auf den Acker geſahren.wird, welche der vorigen entgegen geſeßet iſt. Enrgienge daher z. C. einem ehemals mit Thon oder Mergel gebeſſerten leichten Felde die Fruchtbarkeit, ſo darf man es nur 1) mit leichter Erde, oder dere gleichen ausgeſtochenem Raſen befahren 3; findet man aber unter dem Pfluge noh leichtes Erdreich+ 10 pflüge man es um 1 Zoll tiefer hervor; 2) wenn es nun wieder 3, höchſtens 6 Jahre alſo gebauet worden, alsdenn fann es wieder mit Thon oder Mergel ge- mengt werden. Zuleßt iſt noh die Frage zu berühren, ob und wie weit man mit Sicherheit eine eiſenſchüſſige Erd» art gebrauchen könne? Hr. Andreä antwortet darauf, daß das blos me- talliſche, auf keine Weiſe noch veränderte, Eiſen dem Wachstrhum der Erde nicht ſchade, als wobey er ſich auf gewiſſe Werſuchebeziehet. Wenn Eiſen, ſagt er ferner, ſchaden ſoll, ſo muß eserſt dann ſeyn, wenn es im Roſt zerfreſſen wor- den, welches durch eine vorhandene Säure geſchehen Fann; alsdann wird es ſcharf und zuſammenziehend, verengert die Röhrchen der Pflanzenwurzeln, und ſekt ſie auſſer Stand,.den nöthigen Nahrungsſaft ein- zuſaugen. Nun ſtirbt die Pflanze vor Hunger Da aber der Ciſenroſt oft oyne Schärte iſt, wie denn unſre Erdarten nicht ganz frey davon ſindz ſo iſt dieſe ſchädliche Würkung nichr zu betürhten, ſo lange man ſie nur auf Anhöhen, oder in ſolchen Ge- genden, gebrauchet, die tro>en, oder doch ohne Säure ſind, Em: | m/M6 (10.78 fen Din ve(889)| jet!| | Ne fühns;| (6„iar 1 vo!| äs 1 M m| vos| => 4 5" | d ſchäty ſten Auth) ide alſo) , hn zu) an mat) f den W| m eſch| it Thon| rüchtbaly 2?, oder h findet 7y rdreich,| 2) Weh auet wor| Merge) en, oby! jüſſige G as blos 1% , Eiſen da Dobey er fü| m fol, freſſen wot- geſchehe! enziehend ein, un göſaſt ei ger Bw eim| 1 ſind; ſ| hten,| ichen P eGun| ſm)| Miſchung verſchiedener Erdarten zur 1c. 695 ſind, und älſo keine Auflöſung oder Anfreſſung des Ciſenroſtes in den Crden veranlaſſen können. Allein, geſeßr man ſähe ſich gensöthiget, derglei« en, und der-Eiſenroſt wird ſüß und unſchädlich bleiben. Dies iſt Theorie, werden vielleicht einige ſagen,' die von nichts als ſinnlichen Beweis ſen hören wollen. J< antworte: Ja! Aber es iſteis- ne auf verwandte Erfahrungen gebauete Theorie, die jeder, der ſie weiß, au) zu der gegenwärtigen Mate- rie für brauchvar muß gelten laſſen. Daneben kann ich Ihnen auch einen kleinen Werſuch vorlegen, det dieſe Theorie, wenn ſie noch ſo zweifelhaft wäre, be- feſtigen kann. Hier iſt er: 'Inet worden, muß man das Verhältniß dur die"Wage beſtimmen. Nun iſt noch übrig, des Brennens zu erwähnen, das man, zu mehrerer Beſtätizung der ſchon geſunde» nen Zeſtandtheile in den Erdarten, mit denſelben vor- zunehmen hat. Sind die Erdarten ganz oder größten» theils Kalch oder Gyps, ſo thue man ſie in kleine Tiegel; von den mehr oder gänzlich thonichfen aber mache man mit Waſjer Kugeln oder Kuchen, und laſſe ſie denn ſo, blos in einem Töpferofen brennen, Aus einigen wird, wenn anders die Gluth gehorig gewürft hat, nun lebendiger Kalch werden, der fich mehr oder weniger mit Waſſer erhißet, je nachdem ihm weniger oder mehr Thon 2c. beygemiſcht iſt. Cinige werden ſich nun bezeugen, wie ein gebrannter Gyps ſich zu be- zeugen pfleget; einige wiederum werden ganz hart ge- worden ſeyn, die denn offenvar thonigt ſind. Die mehr falchichten werden das Waſſer, worin man ſie abgelöſcht hat, mit etwas anſchwängern, daß das Queckſilber aus dem im Waſſer vorher aufgelößten be kannten corroſiviſchen Sublimat mik einer Pomeran- zenröthe niederwirft. Dieſe Kalchichten werden im Feuer mürbe geworden ſeyn im Gegenſaß mit den Thonichten; und auch vieſe werden minder hart erſcheinen, je mehr und mehr Sand ſie enthalten. Endlich wird die entſtandene höhere oder bläſſere Rö» the in vem Gebrannten den ſtärkern oder ſchwächern Gehalt am Eiſen noch verrathen. Ic< muthe nicht jedermann das Maaß von Ge- duld zu, das dazu erfordert wird, wenn man alle die ſe erwähnten Verſuche oyne Ausnahme mit Genauig- feit anſtellen will. Jeb habe ſie ſogemacht und we- nigere waren mir nicht genug. Für einen Landwirth Qq9 2 wird Sechstes Kapitel. 612 wird zu ſeinem Zwecke hinlänglich ſeyn, wenn er dur4 Salzſäure das Quantum des vorhandenen Kalches, durch Langenſalz die Menge des Gypſes, und durch das Abſchlämmen das Verhältniß des gegenwärtigen Thones und Sandes ausfindig zu machen ſich die Mühe giebt. Um das Eiſen, als welches in einigen wenigen Crdarten ſich gar nicht, in den meiſten aber nur in geringer und faſt allezeit unſchädlicher Menge findet, erlaube ich ihm„ falls er nur nicht die vorha- bende Erdart für ein naſſes ſaures Land beſtimmet, ſich ga? nicht einmal zu befümmern. Allein von je- nen Stüä>en muß er Gewißheit haben, ſonſt lauft er Gefahr, von ſeiner zur Verbeſſerung des Ackers be- ſtimmten Erdart einen verfehrten ſchädlichen Ge» brauch zu machen. Die Ungewißheit aber, oder viel- mehr Unwiſſepheit i in dieſer Materie, hat ſchon un- zähliche Frrungen DAI Sh daher denn eWigE klagen, daß durcerbaue vor ſich ha- be, und daß es ihm ſehr darum zu thun ſeyn müſſe, aus und in ſich ſelbſt, mittelſt Erdverbeſſerungen neue Quellen der Stärke und des Reichthums. hexvorzuſu- hen. Eine Provinz z. E. die bisher ihre Aerpro- duckte etwa ein Paar Millionen ſchäßen kann, könnte ſie über kurz oder lang auf drey Millionen und darüber bringen; ſollte dies nicht zum Hauptbojeck der länd- lichen Juduſtrie ausgeſtellet und hierzu alle Kräfte an- geſpannet werden?| iEigennus, iſt der: mächtige Hebel menſchlicher Juduſtrie. Dieſerhalb muß der geringe Laudmann, (denn auf dieſen ſehe jeßt vornehmlich, und ſeße vor- qus, daß jeder Grundherr, dem die vorausgeſeßte Theo- rie der Erdvermiſchung bekannt worden, ſein und ſei- net Nachkommen Wohl nicht mißfennen, und ſeinen Guthzsertrag zu erhöhen bereit ſeyn werde;)- nachdem er hinlänglich unterrichtet worden, Sicherheit haben, daß ſeine Erdverbeſſerungen niemals von ſeinen Overn zur Erhöhung herrſchaftlicher Abgaben gemißbraucht werden ſollen, als welche Beſorgniß das Grab des menſchlichen Fleiſſes iſt.: Qq 4 Hage 616 Sechstes Kapitel. Hattemann erzählt in ſeinem landwirthſchaftli- vy, daß ieh ihm zu ſeinem beſſern Unter- Halie noch ein Stü Land anweiſen ſollte, welches ihm abtlug. Cr. beitelte weiter, und ſchlug mir endlich vor, daß ich ihm das Stück Land vor Hieſigem Dorfe geben ſollte, welches weder ich, noch die Gemeinde mußen könnte, weil es in tod- tem Sande beſtünde, Er wollte ſich bemühen, Daraus einen guten tragbaren Aker zu machen. Ich ſuchte ihm von ſeiner Unternehmung abzu- bri' gen, und ſtellte ihm die Unmöglichfeit und Sdqpwierigkeit vor. Er blieb aber bey ſeiner Meynung; gab vor, daß er den in meinem El- lerbuſche verfallenen alten Graben wieder eröffnen, und mit Hülfe ſeines Schwiegervaters die auszu- werfende Erde nach und nach aufs Sandland fah- ren wollte, Sein anhaltendes Betteln verleitete mieh dahin, ihm das Stück Land ſowehl zu ſchen« Fen, als die Räumung des Grabens zu verſtat» ten, und habe ihm hierüber eineſchrifrliche Ver ſicherung ertheilen müſſen. Dieſer Coſſathe nun unternahm mit ſeinem Schwiegervater die Räumung des- Grabens, und überfuhr im andern Jahre von der ſchönſten ſchwa- zen Moorerde ſoviel, daß er hiernächſt einen S kand ſey dem Coſfäthen geſchenkt, und fein titulus onerofus beygeſeßet worden, als welcher des Un-= ternehimers Jaduſitie gleich vergraben gehabt ha- ven würde.) Er genieſſet nunmehr von dieſem Stück Landes faſt mehr, als von allen ſeinen an» vern Aecern,(recht ſv 3 man laſſe ihm ſeine Neider nacheifern!) daher auch meine übrige Coſſäthen darüber ſehr ſchwierig ſind, and be- reits allerhand Verdruß erreget. Ich bitte alſo ſehr, mir doch zu rathen, ob ich dem Coſtathen Schmidt das Land wieder abnehmen, oder voch mindeſtens von ihm Kornpacht, oder mehr Hofe- dienſte fordern kann. Unnüße Proceſſe wollte irh nicht gerne haben, doch deucht mir, daß der Aq 5„ſs 618 Sechstes Kapitel. Coſſäthe nicht alles umſonſt verlangen könnte, I< erwarte ihren guten Rath, und berichte, daß ich inich wegen meiner am N. N. gehabten Anfore derung verglichen habe, der ich verharre,== Mein auf ziemlich unächten Finanzprincipien fich gründender Guthsherr dürfte nur an einen gleich» geſtunten Conſulenten gerathen ſeyn, ſo würde dieſer ihm beygeſtimmer, und geſagt haben, daß es billig ſey, die herrſchaftlichen Abgaben oder.Präſtationen nach dem reinen Ceorrage der liegenden Gründe zu re- guliren. So. aber ſchreibt der beſſer denkende Herr Hojrath Hagemann alſo: Auf mein erfolgtes Anrathen hat der Coſſäthe Schmid ohne fernere Beſchwerung ſein von ihm zu- bereitetes Stü Land behalten, und beſiket es bis dies ſe Stunde, ſo, daß er nunmehr reichliche Früchte ſei- nes angewandten Fleiſſes genieſſen kann. Wenn doch mehrere Aersleute dieſem fleiſſigen Coſſäthen nachah- men, und ihre Aecker auf gleiche Art verbeſſern woll- ten! Finder man gleich nicht auf allen Feldmarken alte verfallene Waſſergräben, ſo iſt doch wohl ſelten eine Feldmark anzutreffen, wo nicht ein fetter Grund, oder ſonſt eine Gelegenheit zu guter Exde ſich finden ſollte,----| Wer wollts nicht diefen Wünſchen des Herrn Hagemanns beytreten! Aber es kömmt auf die Grund= Herren an, daß ſie ihre Unterthanen von der Furcht befreyen, welche Frankreichs Bauer in der Unrerthä- nigfoit erhält. Als einige derſelben einſt von einem Reiſenden befragte wurden, wie fie bey ihrem Elende und Armuth noh ſo frölich ſeyn könnten, ſo gaben ſie zur Antwort: Es könnte uns nichts helfen, wenn wir mehr erarbeiteten, Wir würden darum gar nicht in beſſern Umſtänden ſeyn, weil wie, je mehr wir zu wege .. bräch- präct, 3 (at)(O1 vod nit IS get hn(3 nieſen(a+7 Sic? Onduſtrik ſie, ipl) fhanen 00) Woizent m fei Ie wunde Erhohun) ſyn fell bean VV fallen hat'8) veödbrigh iD) nlcht Ss Wee 9957 tm, des) dum, 0 nigen, jh ſchu] gung ger Ioſt? daß der N Weiß Oie den Fel it) des Ah 74) dereh pt | | | jm fon,| wio be| ten ofen| H,S Jenn Wen Gli ide Die Bes biy| wraſtatiem Ende me| fende Am vr Gſt M0 3 es bis dt Ofrüee| „Benni ſen naht) ſſern 0 Feldmartt vob! felt er Orun) ſid) finden es Deren je Grund: „Furcht UIntertha' on einen n Elm!|| gaben|! wenn ww! : nicht it re zuw hrad)" | Miſchung, veiſchiedner Erdarten zur 2 619 brächten, deſto mehr auch würden abgeben müſſen. Ganz richtig.- Derjenige kennet den Menſchen gar noch nicht, der von ihm Fleis und Induſtrie verlau- get, ihn aber die Früchte ſeines Fleiſſes nicht will gez. nieſſen kaſſen., Sicherbeit iſt alſo das Fundament, welche die Induſtrie erhebet. Furen Jn dieſen Annalen, wovon auch ein kurzer Auszug den politiſchen Zeitung gen einverleibet werden könnte, müſſe beſonders derje- nigen mit voller Ruhmserhebung gedacht werden, wels He ſich durch vorzügliche AFerverbeſſerungen zum Or- Densbande qualificiret und ihn auch erhalten hätten. „Unter den CreiSeingeſeſſenen des---== Creiſes, ſo würden etwa die A*erannalen berichten, hat ſich im vorwichenen Jahre N. N. am meiſten hervorgethan. Er hat 1x) acht Morgen Flugſand durch Begattung mit Gras- und Holzſaamen wieder befeſtiget und nuß- bar gemacht; 3) einen Moraſt, oder Bruch, von 250 Morgen, worin bisher nichts als ſchilfichtes, jaures und kraftloſes Gras wuchs, abgezapf2t oder abgetro>- net, ſo, daß hieraus die ſchönſten, ſüſſes feines Gras fragenden, Wieſen werden müſſen, wodurch ſein und ſeiner Unterthanen Viehſtand gar ſehr verbeſſert wird, 3)'Auf den entfernteſten Aeckern des Guthes, die theils wegen der meiſten Entlegenheit vom Guthe, theils wegen des ſchlechten Bodens am wenigſten ein- brachten, hat er abgebauet, und x 2 Coloniften darauf ange | ä | 00 ai aw zum€! fetg und! of ein mi! erleget wir! ſonſten 63 wee ſe) ſhaft, zf fahren, uh Und dam! i Oſs Ml fange an[98 lymffen 21€ 4 vn um, 5 [huvn, auf 36 Venſies ener naht JN, ſohn,(ys WENN 8 fahten mi Ar eine lenny welche er 1aly geben, d,4y Veverbugg aben, allg Bie dam de * 6 Jiſtrdar We, fo belts; n mib DS Oy Gl u. 9 im) ie IC me Qualificht Ee Miſchung verſchiedner Erdarten zur2c, 62x punk| Fr; angeſeßet.„eder Anbauender hat 4 Morgen nicht u. Wing| nur zum Cigenthum ſonverit auch die N5ohngebäude tigen N fertig und umſonſt, aum O 0302 DE 3 190Ps ch dieD auf ein en E: vzinß 3 PHE WID Biedenn erleget wird, Jiernächſt hat eben derſelbe jedem Cos M loniſten einen Ochſen und ſogenannten Kippkarren, en ch weite ſie b;nnen 4 Fahren erſt bezahlen dürfen, ange Ur mhh|| ſchafft, damit ſie aus der Nähe ihrer Ae>er 2ehm an- uß, hib| fahren, und damit ihren Sandacfer verbeſſern mögen. | Und damit es nicht am Futter zu Unterhaltung eines Fnende Nh Ochſens und einer Kuh in der Stallfütterung'vom An- Ne rü fange an fehlen möge, ſo hat der Guthsherr jedem Co- ädie Nit loniſten. 3 Morgen Afer mit Klee beſtellen laſſen. On Anny| 4) Endlich hat eben dieſer Guthsherr dreyen ſeine? Ehen Zelt Bauern, welche unter allen den ſchlechteſten Äc>er vnders di haben, auf ſechs Jahr lang des gewöhnlichen Hofe- Qerden, nh dienſtes entlaſſen; damit ſie theils. aus dem urbar ges 3 zum machten Bruche die Moorerde auf ihre nächſte Accker m hätt, fahren, theils andre ihnen zugehörige Aecter, die t<0= || nichten mit Sand, die ſandichten aber mit Lehm bes == Greiſe fahren mögen. Er hat zugleich dieſen drey:Bauern 5 hat ſim|| eine ſolenne, und zu Recht beſtändige, Verſicherung, worgethan| welche er zugleich-ins 2Landbuch eintragen laſſen, ge- py Oegattu geben, daß ſie in Betreff ihrer zu unternehmenden 8 und nuß A&Xerverbeſſerung ſo wenig in Geld- oder Naturalab- z' von 200 gaben, als Dienſten niemals erhöhet werden follen, 55, jautes| Wie denn belobter Guthsherr zu gleicher Zeit ein glei- abgetrodeen, Siedelflee,(Medicago falcata) Esparcette, (Hedytarum Onobrychis) Kälberfropf,(Chaero- payllum ſylveſtre) Pappel,( Malva ſylveſtris) Storoſe,(Alcea roſea) Spergel,(Spergula ar- venſis) Honiggras,(Halius lanatus) u, ſ. f. an» zubauen? 5) Wenn nur gedachte Futrtergräſer nicht fortgekom- men ſind, was war hiervon die Urſach, etwa die- ſe, daß ſie nicht im Herbſte, bey naſſer Wiktte- rung, oder mit einer Vermiſchung von fettem Dün- ger, , WH id gw! ee! mit? 6) 1 ſe t] Sl Yul deni] hie)] der? u“ % yy al (Weſs ſell (ele 3 vi qx 97 ki (ons 8) m why deel Nehm 9) Un | | | dine 4 t Prodi)| nd.| 1, Wd ne e?|| Feſtigung| | getroffen| erblichen, 1 | egen die? m hab| Ball„(Os| aufe|| „orden; W|| Zarrierey|| feſtigten)| und die M| m und Ob)| heilung) ſer, als W 3) Esparett) opf,(Cluv va Sylvel, (Spergul y,| 8) y, ſſw| ht fortgefir ) ſie unterhalten oder vermehret, und. nicht er- ſchspfet werden, der Erde durch verſchiedene Düngungs2 mittel einverleibet werden. Die gewöhnlichen Düngungsarten beſtehen aus den Auswürfen der verſchiedenen Hausthiere, welche ſalzige, ölichte und. irdiſche Theile enthalten, die nebſt der wäſſerichten Feushtigkeit den Grund aller Fruchtbarkeit ausmachen. Die ungewöhnlichen Düngungsarten, die auch bey einigen Schriftſtellern fünſt!:he, im Gegenſaß der natürlichen oder gewöhnlichen, heiſſen, ſind zum Theil ſchon im vorigen Kapitel berühret worden, theils ſoll ihrer in der Folge gedacht werden. G. S. O- 126. 127. 1) Die zum Düngermachen dienlichſte Strohartk, Es ſind Oerter und Gegenden, die, nach der be- ſondern Beſchaffenheit ihrer Aecker, von einer Stroh- art bald mehr bald weniger gewinnen, Es iſt aber Rt5 nicht 634 Siebentes Kapitel. nicht einerley, das Streuſtroh von der am meiſten vorräkhigſten Sorte nehmen zu wollen. Es ſey der Fall z. B. daß man an dieſem oder jenem Orte mehr Waizen, als Roggen, bauete, und daher mehr Wai- zenſtroh zum Einſtreuen in den Ställen, als Roggen« ſtroh erübrigen könnte, erſteres auch in wohlfeilerm Preiſe als dieſes wäre z; ſo würde man dennoch dem Roggenſtrohe zum Miſtmachen den Worzug einräu- men, und dieſes lieber als Waizen- und Sommer- ſtroh, d. i. vom Sommergetreyde wählen müſſen. Der Grund hiervon beſteht darin, daß das Rog» genſtroß wegen ſeiner feſtern Beſchaffenheit die ſalzich- e und öliche Theile der Thierauswürfe enger einſchlieſ- fet, und ſolche nicht bald wieder fahren läßt. Zwar werden alle übrige Stroharten nur gedachte Salze und Oele leichter einziehen, weil ſie poröſer find. Allein ſie verfliegen auch dagegen deſto ges ſchwinder. Daher kömmt.es denn auch, daß Miſt aus Waizen- Gerſten- und Haberſtroh, wenn er auf dem Hofe auſſerhalb des Stalles zu liegen kömmt, ſich vermindert, und gleichſam ſchwindet. Dieſe Stroh- arten werden freylich weit geſchwinder die Säfte der thieriſchen Auswürfe, als das Roggenſtroh einſaugen, und im Acer in der erſten Tracht ziemliche Dienſte thun. Allein dieſes iſt gar nicht von Dauer, die ſal- zichte und oliche Theile verfliegen zu frühe. Dagegen beharren ſie länger in dem Roggenſtroh, vertheilen fich nach und nach im Aer, ſo, daß man die Wür- kungen dieſes Strohes im Miſte einige Jahre hinter- ' einander noch verſpüren kann, 2) Es M)? Yaam vu wun verl! zin in 19 gehalten 9y gehender Mfwad!G: john f a || in YM) Rim! | mermiendäl | Vergleiche Me 1* vm Täg die des up NENN Muſei Weil 1! Wid? am meiß! | Wehren 1,6 | manwon. | Emily Vichityp "uff di jus bm)9 nau ws damit H ehnng "am mei - Es ſep) 1 Dite m Gr mehrY |] als Rey 4 wohlfelln D dennoch y zug ein) =1d Gon €, müſſen „aß das 4 git die ſah ger eino läßt| be nut gebt nh ſie po) gen deſto M, daß Ph D wenn er 1 fommt,|) dieſe Ett) me Gäſte! ph einſauge) R Dienſt| Djer, die ſeb| . Dagegn „vertheilt 1 die Wu|| ore hint| „6| eemwune=ereenmae nnen Gewöhnliche u. ungewöhnl. Dünzungsart. 635 2) Es muß geſorget werden, daß es auch in Mißwachsjahren nicht am Streujtrohe mangeln möge, In der H. O7. B. 1V. S. 729. wird es zur Re- gel gemacht, daß auf ein Strohmagazin in Anſehung des Futters Bedacht genommen werden ſolle, Hier nun verlangt man, daß auch) ein ſolches Strohmaga- zin in Anſehung des Roggenſtrohes zum Einſtreuen gehalten werden ſolle, damit man, um der in vorher: Jehendem Abſchnitte beygebrachten Urſach willen, in Mißwachsjahren immer zugreifen, und nicht nöthig haben könne, eine andre Strohſorte zum Cinſtreuen in den Viehſtällen zu gebrauchen. Iſt daher der Roggenſtrohgewinnit irgendswo im- mer nur mäſſig, ſo mußman lieber in wohlfeilen Jahren dergleichen einkaufen, als jemals daran Mangel haben. Die Aufbewahrung dieſes Streuſtrohes, als in einem Magazine, bedarf weniger Genauigkeit, als die des Futterſtrohes, und es kann das Alter deſſel- ben ſo wenig, als dies nach heilig ſeyn, wenn es von Mäuſen zerſchrotet werden ſollte, wenn nur der meiſte Theil noch zuſammenhaitend iſt. Altes aufbewahrtes Roggenſtroh iſt aber deshalb am meiſten dem Mäuſefraße unterworfen, weilin den Aehren noch Körner zu finden ſind. Dieſerhalb thut man wohl, wenn die Aehren dieſes ufzubewahrenden Strohes in der Hexellade abgeſchnitten, und zum Viehfutter angewendet werden. Auch muß man dahin ſehen, daß kein Krumm- oder futterichtes Stroh, ſondern ſolches, welches beym Aufnehmen von den Dreſchern, von erſterm, ge nau abgeſondert worden, zum Aufbewahren erwähle, damit die Mäuſe deſto weniger darin Aufenthalt zu nehmen angelo>et werden. 3) Ueber- 636 Siebentes Kapitel, 3) Ueberflüſſiges Einſtreuen iſt zu widerrathen, Man will durchs Einſtreuen zweyerley Abſichten erreichen. Die eine iſt, daß das Vieh ein reinliches Zager haven möge, als wovon ein großer Theil ſeines Gedeihens abhänget 3 die andre aber beſteht darin, 'daß Miſt IREN werde, welcher die Auswürfe des Viehes und Stroh zu Beſtandtheilen hat. Die erſte 7 Weird Binlänglig) erreichef, wenn nur eben ſo viel Stroh eingeſtreuet wird., als nsthig iſt, daß die Thiere nicht naß, oder unreinlich, lie- gen mögen. Es wird. aber jedennoch das Einſtreuen zum Rein- lichhalten der Thiere nach Beſchaffenheit des Futters bald mehr, bald weniger Stroh, erfordern. Im Winter, wenn das Hornvieh allein mit Heu oder Stroh unterhalten wird, ſo bedarf es weniger Streuſtroh, als im Sommer, wenn. es von grünem Futter leben muß, Hievon wird der Auswurf feuch- ter und dünner, und erfsrdert daher, wenn zumal die Stallfütterung eingeführet iſt, leicht noh einmal ſo viel Stroh, als wenn es von kro enem Rauchfut- ter leben muß. Die zwote Abſicht des Einſtreuens iſt das Miſt- machen. Hier muß man nicht denken, daß je mehr Stroh eingeſtrere,.„vird; deſto mehr. wird auch Miſt gemacht, Nay dieſer Idee dürfte. nur das bioße Stroh auf den Hof hingeſireuet, und zu ſeiner Zeit zum Düngen'des Akers ſortgefahren werden.„jn Anſehung des Miſtmachens ſoll das Stroh dazu die- nen, wie eden zuvor geſagt worden, daß es das Ve- hicuſum des thieriſchen Auswurfs ſeyn ſolle. Wenn daher. ſoviel Stroh eingeſtreuer wird, daß es zu dieſer jest hemeldteter Abſicht hinreichendiſt, ſo entſteht dar- aus „5 FE wir) Hie men DF jivieles ev (ährung jt Gi) man vel pfeget. I und fre [en dicht 16) Gigel 1% ſmn,& ſtm| n ge D5 ſeſondern 9 jn|(10/8! que Zi ſuzede'» WEN 1 HeauSh mogen 0 fern im IIe Pi! mit Fucet den, fo.(4b! Vrin laſſch halb muß ef Niſan"4 4? Gehalten Vent„? daher"j nicht an | | 1] j | | | Gewöhnliche und ungew, Düngungsarten, 637 Widen aus die rechte Güte des Miſtes, welche vermindert wird, je mehr Stroß in dem Miſte iſt. erley Whih, REREN; M s / a Hiernächſt ſoll auch der Miſt in Gahrung kom- ) ein(6 E> I+ 24",% er Tha men, bevor er auf den Aer hingefahren wird. All / DEI WIN"ib->-' 2'79 e ps | beſt zuvieles Stroh im Miſte wurde machen, daß ſolche Auen] N| Gährung zu ſpat oder zu ſchwach erfolgen könnte. Nu|| Eine Ausnahme machen die Schaafe, welchen haf,| EE E SITEN; 15 EIER | iman reichlicher, als den übrigen Thieren, einzuſtreuen erreicht m pfleget. Da ſie im Stalle nicht angebunden ſind, 10, dien und frey umherlaufen, auch gemeiniglid) in den Stäl- Dureinlid len.dicht beyſammen ſind, ſo treten fie mit ihren ſpi- | kßigen Füſſen das Stroh und„ihre Auswürfe ſeſt zu» en zune ſammen, daß das Stroh in Vermiſchung mit den-= „58)€ ſelben geſchwinder in Gäahrung Fommen fann. ge des 0) En ZE; 5 6 4, Wo große Schöfereyen ſind, und die Hämmel in a ie;; 1005| beſondern Ställen ohne die Schaafe allein gehalten alein mi und gefüttert werden, da wirft man ihnen, weil ſie Df es gute Zähne haben, und nicht ſo gut als tragende und 4 von gum fäugende Schaafe gefüttert werden dürfen ,. Roggen- BERA|', e- 3=,; c; ewe ſtroh reichlich in die Raufen, damit ſie das Beſte ſich hn zum herausſuchen', beſonders aber die Aehren abbeiſſen 3 einma mögen. Was ſie übrig laſſen, wird von den Schä- vm Kau| fern im Stalle täglich umher geſtreuet. Wenn die Schaafe des Sommers geweidet, oder +? das Miſe mit Futterkräutfern in Horden zu Hauſe gefüttert wer- 108| mehr den, ſo macht das gräne Futter, daß jie theils mehr » uh Miſt| Urin laſſen, theils ihr Auswurf dunner iſt. Dieſer- das bloße| halb muß ihnen in ſolcher Jahreszeit mehr Stroh un- + feiner Zet| tergeſtreuet werden, als wovon man auc) mehr und | nden KN| beſſern Miſt, als im Winter erlanget, 6 dazu div| Da der Schaafmiſt gemeiniglic) für den beſten /; gehalten wird, ſo ſind viele Dekonomen auf deſſen : d(q8 vm m.0: ; Vermehrung auf alle Weiſe bedacht. Wenn es ihnen „ e, penn; F| v 4 dieſs daher am Streuſtrohe nicht mangelt, ſo laſſen ſie, wo utid! hit nicht täglich, doch um den andern Tag, Miſtjauche „m über 638 Siebentes Kapitel. über allen Miſt des Schaafſtalles ausſprengen, wor- auf ſo fort trocfenes Sceroh ziemlich di>e überherge- ſtreuet wird. Ein ſehr gutes Mittel den Dünger zu vermehren! Cs werden hölzerne kleine Tröge, oder Rinnen, dergleichen bey Brauhäuſern üblich ſind, um von auſſenher das Waſſer hinein zu leiten, von der Miſipfüße an, bis in den Schaafſtall, gelegt, am Ende derſelben aber ein großer Trog vom Stein vder Holz geſtellet, aus welchem das einflieſſende Miſt- waſſer geſchöpfet, und im Stalle ausgegoſſen wird, als welches das ganze Geſchäfte ſo erleichtert, daß al» lenfalls nur» eine einzige Perſon zur Vollendung deſ- ſelben erfordert wird. ed Von ſolcern ausmacht. Eil nid)! b) Kien- oder Riefernnadeln. Dieſe ſollten Rf) gut) in magern ſehr ſandichten Nadelhölzern nicht zuſam- Cam zu mengeharft und zur Streu nach Hauſe nicht wegge- M. dirt) fahren werden. Denn ſie ſind die einzige Düngung anleihen 8 SNAPE Beſſerung eines von Natur dürftigen , odens. X A Dieſe Nadeln werden nach Bedürfniß aus den Be Wäldern in allen Jahreszeiten, wenn kein Schnee den tal!:; 49 liegt, zuſammen gebracht, und dem Viehe entweder „id aN untergeſtreuet, oder auf dem Hofe mit dem übrigen 8 18:5, Miſte vermiſchet, und machen einen guten dauerhaf- ehr zu jag! ten Dünger aus 3; ſollten aber lieber in einem feſten Boden als Dünger gebraucht werden, indem ſie ihn ſehr auflockern. In einem leichten"Boden thun ſie 14, Einſitay| Schaden, beſonders wenn Dürre einfällt, | c) Zaumlaub, oder Blätter von Bäumen, 4 wf die im ſpäten Herbſte abfallen, geſammlet, unter Ob= py" dach verwahret, und zum Einſtreuen in den Ställen FN a gebraucht werden, Man begreift die verſchiedenen: 9 Ma v" Baum. 64.0- Sicbentes Kapitel, Baumblätter unter dem allgerweinen Namen: Srreuläub. Eichenblätter ſind in Eichenwälde« aufigſt zu finden und zuſammenzubringen. Wenn|. nüßlich ſeyn ſoklen, ſo müſſen ſie ſehr lange im Mwrzu ſeyn, bevor ſie, weil ſie ſehr hart ſind, Säfte einzie- hen. Aud liegen ſie lange Zeit, ehe ſie zur Gährung Fommen. in einem ſauren Boden taugen ſte nicht, weil ſie deſſen Säure vermehren. Will man daher mit dieſem Streulaube ſicher gehen, ſo muß es ein Jahr in der Luft gelegen und hiemit ſeine Säure.ab= gelegt haben, ehe es eingeſtreuet wird, Blätter von Lindenbäuinen, HSaſelnuß und Rüſrtert: ſind, zu ſehr porös, daher ſie einen Miſt von nicht allzulanger Würkung abgeben. Die Blätter vom welſchen LTußbaum ſind, wo ſie in Menge zu haben ſind, allen übrigen vorzu- ziehen, und enthalten viele Salzeheils. Man kann ſie daher mit andern mehr krattloſen Blättern ver- miſchen. Das Laub von Kaſtanienbäumen, hauptſäch« lich der ſogenannten Noßkaſtanien kömmt den vorher- gehenden am nächſten, Hierauf folgen die Blätter von Weiden, Biro pen und Obſtbäumen, die ſehr gut zum Einſtreuen ſind. Die von Ellern ſind im friſchen Zuſtande an und vor ſich ſelbſt ſchon ein guter Dünger, weil ſie Oel und Salz enthalten. Getrocknet, oder im Herb» ſte vom Froſte zum Adfallen gebracht, enthalten ſie weniger, und ſind in krocenem Zuſtande nicht zähe genug, um beym Cintitreuen die eine Abſicht des Streuſtroßes, das Reinlichyalten der Thiere damit zu erhalten. Sie ſind zu zerreiblich dazu. Jn eis nem Düngermagazine, wovon bald zeredet werden ſoll, ſind ſie beſſer zu gebrauchen.+ 07008 Wrecht, NEL 1100! in Me O! Gerbeſſert Wed, vl Etrou aut? (ug. 1! auh mi Steohe 1 dieſer W' der andel die Girl ling! Nals (rz u zum Jerfa b vn; wean gtm Zeitvff gabel geſch Ww ChD EINEN 7 Dele mann in wil werden MM Focdnet 168 fe niht 8 (nde dingt Wender we qa! ſe bm Of ſind fein) | | | fäſtigſe| Hip Gewöhnliche und ungew. Düngungsarten, 64x m Nw Nam WM008s von Wieſen und aus Nadelhölzern kann (dew bij in vielen Gegenden, ſehr häufig, und von erſtern zu Denn ka, Verbeſſerung der Wieſen nüßlich zuſammengebracht 3 nge im D; werden, macht auch in den kalten Wintertagen eine 3 Siſt nh Streu aus, welche ſehr zum Warmhalten der Thiere & ur Gin fauget. Es iſt ſehr gut, mit dem Mooſe, ſo wie agen ſenk| auch mit dem Streulaube und dem gewöhnlichen > il man Strohe abzuwechſeln, daß man z. B. heut: oder in 4) muß 8h dieſer Woche mit jenen Materialien, morgen oder in ve Glnk der andern Woche aber mit dem gewöhnlichen Stroh - die Streu dem Viehe mache, damit kurze und „Zafeli 1 lange Materialien-wohl untereinander vermiſchet, beſz 1m Thy ſer zur Fäulniß gebracht, und zuleßt av< bequemer zum Verfahren auf den Aer aufgeladen. werden kön- baun nenz„welches leßtere mit geringerer Mühe und weni AE gem Zeitverluſte geſchiehet, indem man mit der Miſt= : Nua gabel geſchwinder aufladen kann, als mit Schaufeln Ep ſätton vder Schüppen„ welche nothwendig ſind» Wenn der : Miſt zu kurz iſt, und kein Stroh enthalt. R,(uhh Die O.ueckenwurzln oder Pärhen, welche an 12 manchen ODertern von einzelnen Bauren Fuhderweiſe ME En| in troknen Jahren aus den Aeckern herausgebracht iden 3 werden, müſſen vieler Orten auch, nachdem ſie gez ae trocknet worden, ein Streumaterial abgeben Wenn N Einferun fie nicht auf dem Felde ſcharf gefrocknet, und zu dem O3: ſiunde an Ende dünne auseinander geworfen, auch einigemal gez Ce, wil ſt wendet werden, ſchlagen ſie gern wieder aus, ſo“ald rim Herb ſie beym Einſtreuen Feuchtigkeit gew'nnen, Sicherer ſeenthalten| ſind ſie in den Schaafſtällen zu gebrauchen, worin ſie TJ" nict joy von der Hiße des Scen, wenn ſie die Milc< damit verwechſeln, indem er eben ſo ſüßſchmecend als nährend iſt. SarnFraut,(Filix) wächſet bey uns überall und häufigſt in den Waldungen, und kann ſowohl friſch, als getrocfnet, dem Vieh untergeſtreuet. werden. Schon in grünem Zuſtande ſiatt des Miſtes auf den Aker ge- fahren, thut es ſehr gute Dienſte, und ich weiß nicht, woher es kömmt, daß in manchen armen Sandgegen- den, wo Stroh und Dünger ſehr knapp find, dieſes in ihren Waldungen allerhäufigſte Kraut, wovon ein einziger Menſch binen wenigerer Zeit, als in einer Viertelſtunde, ein großes Fuder abmähen und zuſam menbringen kann, ſo ſehr verkannt und nicht genußet wird. Da dieſes Kraut auf dem dürreſten. Sande wächſet, ſo könnte es auf dem Flugſande zu deſſen Be- feſtigung auch angeſaet werden, und in der Folge zu einem Streumaterial, ja in Mißwachsjahren. wohl gar dem geringen Laydmanne zur Fütterung des Vie- hes diener. Denn der Biſchoff Gunner meldet, daß die Bauern in Norwegen und Finnland von verſchiee deren Farnkräutern, ſonderlich auch von dem ſogenann» ten Männlein, zur Herbſtzeit die Wurzeln, welche ei nige Fuß tief gehen, einſammleten, und mit ſolchen, zumal. wenn das Hou mangelt, Kühe, Schaafe und Ziegen fütterten, auch der getrockneten Blätter ſtatt des Heues ſich bedieneten. Daß aber das Farnkraut ; eie Oe ans dt daraus doppelt! und da? Wo es) (er den] Ruhm) feriali 9 aufm! geld, C werden, X der Erden fen zy, MB den, 01810 Es dur vſl ys ENE nee magn Heidel| Dit pee 8 tum!eogt ds fand 39 gefunden 8 Weßhalb N mec, Eiche(3 Om voha; wird N. Cra j Gewöhnliche und ungew. Düngungsarten, 643 Seſchul) Wh eines der beſten Düngungsmittel ſey, kann man ſchon Ar ph daraus ſchlieſſen, daß es, wenn es verbrannt wird, ver getr doppelt ſo viel Salz, als viele andre Kräuter giebt, 4 van ben und daher vorzüglic) zum Glasmachen geſucher wird, | een| Wo es daher zu finden iſt, da ſollte es entweder. un- gen Rp| ter den Kühen zur Verbeſſerung und Vermehrung des MIRA Kuhmiſtes geſtreuet, oder einen großen Theil der Ma- Bo ve ferialien eines Düngermagazins ausmachen. CN, inh)| Heide, Heidekraut,(Erica vulgaris L.) welches auf magern Fluren ſehr häufig gefunden wird, kann 4 iel gleich, nachdem es abgehauen worden, eingeſtreuet wohl ji werden. Iſt es aber ſehr lang, ſo muß es nicht an den, Ch der Erde zum erſtenmal, ſondern, von oben nach un- zen Anh ten zu, in zwey bis drey Theilen abgeſchnitten wer» ; weißnh den, als worzu man ſich alter Grasſenſen bedienet, H Es dauret länger als ein Jahr, ehe es in der Erde gend, djs verſaulet, wenn es im erſten Jahre gleich als Miſt 4: wovon auf den Acker gebracht wird. Iſt dieſer daher leich- (8 in eit ter Art, ſo wird er davon zu locker gemacht, und kann Lund juſ in trocknen Jahren leicht ſchaden. In einem Dünger- ht genußt magazine, wo der Miſt Zeit zu faulen hat, iſt das ei Gan! Heidekvaut ſehr gut zu gebrauchen. NEG Beſenarriczes PfriemenkFraut, Rehkraur, Reh- 1 Fohe zu beide, G«aſenheide, Gemit,(Geniſta ſcoparia, Spar- feen wohl tium ſcoparium L.) wird bey uns ſowohl in den Heiden, xm des Vie- als ſandichten Feldern an unbebaueten Oertern häufig gieldet, da gefunden, und enthält viel ſalzichte und harzicht« Theile, ei verſhiv weßhalb es ſehr gut iſt zum Cinſtreuen und Dünger« 4 ogen machen. Es werden die Gipfel der Stängel mit einer 6 welche Sichel ſehr bequem abgeſchnitten und geſammlet, und git fol am vortheilhafteſten grün eingeſtreuet. Noch beſſer hacfe u) wird dieſer nach nur beſchriebener Art abgefkürzte 150| Strauch in einem Düngermagazine gebrauchet. 3 Fam Ss 23(5 Die | j / | 644 Sicbentes Kapitel; 5) Die Miſiſtäte auf dem Hofe. Die Ställe werden, nach Beſchaffenheit der Füt- kerungsart und der Anhäufung des Düngers, in kür» zern oder längern Friſten, ausgemiſtet.- Bey den Pferden geſchiehet es täglich; bey den Vieharten nicht, auſſer was in eigentlich ſo genannten Holländereyen in den Kuhſtällen, oder bey ſolchen Kühen und Oh- ſen zu geſchehen pflegt, welche vom Brandtweinstran- fe oder gebrühertem Futter viel uriniren. Wo man den Kühen oder Ochſen nur trockenes Futter giebt, oder wo es auf der Weide geht, und nur zur Nachtzeit eingeſtallet wird, da darf der Miſt nur wöchentlich, oder gar nur monathlich, einmal ausgetragen werden, und es iſt ſchon oben geſagt wor- den, daß ver Urin ſich in das Streuſtroh einziehen müſſe. Nur muß hiebey mit dem täglichen Einſtreuen ein Unterſchied nach) dem Geſchlechte der Thiere ges macht werden. Den Thieren weiblichen Geſchlechts wird höher hinterwärts, denen, die männlichen Ge- ſchlechts ſind, unter dem Bauche höher geſtreuet, weil dieſen der Urin hieſelbſt, undrecht auf die Streue, geht. Es ſind Landwirthe, die ihre Rindviehſtälle ſo eingerichtet haben, daß die Krippen an beyden Enden in Stielen eingepfalzet ſind, und mittelſt eingebohr- ter Löcher in dieſen, wodurch ſtarke Pflöcke geſte>t werden, wie man etwa dergleichen an den ſogenannten Holzwuchten, womit das Bauholz auf- und abgela- den wird, hat, nach Bedürfniß erhöhet und erniedri- get werden, um den Miſt möglichſt lange liegen zu laſſen. Die Raufen ſind ebenfalls von der Einrich tung, daß-ſie höher und niedriger geſtellet werden kön- nen. Wird der Stall ganz ausgemiſtet, ſo hat die Krippe nebſt der Raufe den niedrigſten Stand; je mehr aber der Miſt anwächſet, je mehr werden beyde von Zeit zu Zeit erhöbe,* Die- Gy dt: meinen! hefe hi! wend die beſt? Hierzu! Thor) Bag] Ztr hieb Gull und zundaD GeſtanE als ver Ofte8+2 qmgſe Feh u M x 0987 :(id, N7] ſel atübet offen 10) iO, zh! ſich va] Tz Niſt Oye (det 1 84 vetlieh3 zu Nhe == > « nt vr Fh "b, in füm z Yo arten „ Wänden| I und H ZONEN e(ofs Bet, 1) 198) Ih,(ml NENE I) ej € Einſt G Thie go echt „lichen 0 p vie) m a re L| epfalt p| Zen Endet ingebohte |( geſte de pyjenannen Hd abgels |, erniedt 1] liegen j" 1: Enie" gerden för 0 hat M g Stand; Y eden by Die Gewöhnliche und ungew. Düngungsarten. 645 Dieſe Einrichtung hat ihre Votheile vor der Ät- meinen Weiſe, da der ausgetragene Miſt auf dem Hofe hingetragen und ſo gelegt wird, daß Luft, Son- ne und von den Dächern abſchieſſendes Regenwaſſer die beſten Kräfte fortführen und ihn auslaugen muß. Hierzu kömmt no<, daß, wenn dergleicher Ställe Thorwege, ſtatt der Thüren, haben, und der Miſt mit Wagen auf der Stelle geladen und abgefahren wird, Zeit und Menſchen geſparet werden. Wollte man hierbey ſagen, daß die Anhäufung des'Miſtes im Stalle durc< Vermehrung übler Gerüche dem Biehe undienlich ſeyn müſſe, ſo iſt ſolches aller Crfahrung zuwider. Cin tägliches Ausmuiſten erreget weit mehr Geſtank, indem der an- und aufgerührte Miſt übler, als der ſtillliegende, riechet, und hiermit täglich, oder öfters, die Luft verünreiniget wird. Tägliches und genugſames Einſtreuen, da Morgens und Abends Koth und Urin verdeckt werden, laſſen den verdeckten Miſt, der immer feſter'wird, je länger erliegt, wenig oder gar nicht ſtinken. Zudem muß der Stalt täg» - lich, wenn es nicht frierer, geöffnet, und ein Zuftwech« ſel angebracht werden, wie ohnehin die Stollthüren ofſen bleiben, ſo lange das Wieh auf dem Hofe täg: lich, wie es ſeyn muß, eine Zeitlang herumgehen, und ſich verlüſten muß. Die Miſtſtäte ſollte ſo angelegt ſeyn, daß der Miſt darauf den Anfang zur Fäulniß zwar machen, aber nichts von ſeinen fruchtbar machenden Theilen verlieren könnte. Sie muß daher weder zu hoch, noch zu tief, zwar feucht, aber nicht naß ſeyn. Ware der Plaß zu hoch, ſo müßte er etwas abgetragen, und mit Dielenoder Mauren eingefaßt werden, damit die Miſt- kafe nicht abflieſſen könne. Um dieſer leßtern Urſach willen müßte auch der Boden, wenn unten loſer Sand iſt, mit ehm oder Letten ausgelegt werden, um das we 08:5 Cin« 646 Siebentes Kapitel, Einziehen der Lake zu verhindern, es wäre denn, daß immer im Grunde Raſen oder andre gute Erde gelegt würde, um ſelbige von der 2Lafe durchziehen, und ſo- dann auf den Aer ausfahren zu laſſen. So wäre es ferner dienlich, die Miſtſtäte wider die Sonne zu fichern, welches durch ein leichtes Obdach geſchehen Fönnte, falls nicht ein genugſam hohes Gebäude, oder mit Vorſaß dazu angeſeßte hohe Bäume, die Mits- kagshiße abhalten. Der geringe Landmann fann ſich ein ſehr leichtes und wenig koſtendes Schirmdach von 4 Haupt- öder Eckpfählen, deren die beyden, gegen die Mittagsſeite gerichteten, kürzer, als die hintern ſeyn müſſen, mit eigener Hand anfertigen, und die Satten oder Stangen darüber mit friſchen, nicht dik gelegten Queen, die, wenn ſie recht feſte zuſammen- Gepreſſet worden, ein grünes Dach darſtellen, belegen. Schöfen oder Ageln von Flachs, Schilf, zuſammenge- flochkene Reiſer von Weiden u. dergl. ſind auch gut. Iſt der Hof mit Gebäuden eingeſchloſſen, ſo wer- den ſie zur Regenzeit Ueberſct; welches Strohda) ein wenig auf beyden Seiten, auf der Wet« terſeite am längſten, herabgeht, und Regen und Schnee abhält. Tauben- und Hühnermiſt, unten an die Wande herumgelegt, macht, daß ſie dungreicher wer- den, Macht man dieſe Wände im Herbſte, ſo kann man ſie nach einem„Jahre ſchon brauchen. Miſcht man Miſt, beſonders Schaafmiſt, allerhand bittere, Acharfriechende und ſchmeckende Kräuter, die einen milchichten Saft haben, unter jene Erde, macht ſie mit Blut, Seifenwaſſer, Salz- oder PsF&elbrühen anz ſo iſt es ebenfalls gut. Sonnenſchein, Regen und Schnee können aber das Kräftige dieſer Wände ſehr ausziehen, Jſt es daher dem Landmanne um ei- ne recht kräftige Düngererde zu cen werden, mit Urin, Miſtlake u. dgl. wirft ſie auch öſters um, denn locker müſſen ſie immer erhalten werden. Man fann auch etwas weniges vom ungelöſchten Kalch und Gyps unter jene Erden thun, desgleichen fleingemach- tes Tannen- Kiefern oder Fichtenreiſicht Wenn al- (63 654 Siebentes Kapitel. les recht verfault, und weis beſchlagen iſt, ſo hat man davon einen recht fetten Dünger, den man überall, beſonders fär Weinberge, gebrauchen kann.--“= 7) Flüſſiger Dünger, Schweizergülle. Unter dieſem Namen verſteht man geſammelte Feuchtigfeiten, theils vom Urin, theils vom Wäſſer, welches mit Düngerkräften ſehr geſchwängert, und in der Schweiz ſchonlängji im Gebrauch geweſen iſt. Das Verfahren des Zürchiſchen klugen Bauer Kleinjoggens und anderer dorten beſchreibt uns Hr, Sprenger alſo: Sie graben an einem ſchattichten Ort ein Faß,(alte Bütte, Kufe) ein, in welche ſie den&b- lauf aus dem Stalle, oder-Kloak u. ſ f. nach Gefal- len richten fönnen. Jn dieſes Faß thun ſie gleichviel Menſchenkoth, oder kurzen Dung und Aſche, ſchüt- ten ſiedendes Waſſer daran, rührens um, füllen es vollends mit faltem Waſſer auf, decken es zu mit Brettern, und rühren es 14 bis 21 Tage täglich ein« mal um, bis alles recht verjohren hat. Mit dieſem Waſſer beſchütten ſie ihre Wieſen und Grasgärten im Frühling, und ſo oft ſie das Gras abgemäht haben, und ihre Fruchtäcker zu der Zeit, da der erſte Schnee- fallt; begieſſen auch die Gartengewächſe damit. Es treibt erſtaunlich;(man rühmt, daß die Wieſen, die nad jedesmaligem Abmähen damit begoſſen werden, drey- bis viermal mehr Heu, als ſonſt, davon geben;) die Ae>er um Zürch bekommen feinen andern Düns». ger, und tragen doch alle Jahre reichlich; denn den eigentlichen Miſt bringen ſie in die Weinberge, Sie bezahlen daher in Zürd einem CEigenchümer eines Hauſes gegen 20.fl. jährlich, daß ſte den Menſchen- korh aus deſſen Kloat nehmen dürfen,== Auf man 0 ndr?+! ſe, ne) AZO unten war fen? 3 nem m Voſor 4 ful, die Erbin (en uE dſs ſalt,(Mis wig (vunign| derſel| Nau ſp:| hinter upp| oder Camp| figtw ns Bam 1 Zl ſeht "deigerfen nal, iz nem ie (Olofge HP TDIENDENIEREE 1% EI ZAIAPS Dr Er 2.228 5 8008 SEHLEFSIUGIES | Gewöhnliche u. ungewöhnl. Düngungsart, 65 5 NE, fo haty Auf einer andern Art bereitet man ſo die Schwei- E man übe zergülle: Man macht Rinnen in den Ställen, und Ua, leitet den Urin in ein auſſenſtehendes Faß, das einen ' Deel wider den Regen hat. Den Detel erhebt brau, man ein wenig bey Sonnenſchein, daß warme Luſt eindringt, und die Fäulniß befördert wird. Zm Hos Ei Seſam) ſe, nahe bey der Miſtſtäte, macht man eine Grube 4vom Biſ 6 Schuh tief, und leitet alle Miſtlake hinein, legt M 1gert, u) unten in dieſe Grube x Schuh hoch Miſt, gießt dar- M auf alle Salzlaken, Brühen von Sauerkraut, Sei- fenwaſſer, Spuühlwaſſer, wirft auch Kochſalz dazu, EN Ww wenn es nicht zu theuer iſt; den Urin von Menſchen 1)-.: 2ers den Aus- ſchlag geben laſſen, Iſt es ein ſchwerer und zugleich kalter Aer»„ ſo iſt ihm mehr mit nichtflüſſigen Dünger geholfen. Denn dieſer trennet mehr die feſten Theile deſſelben ſowohl deshalb, daß er eine ſtärkere mehr anhalten- de, zu dieſem Zweck ſehr dienliche, Gährung hervor- bringet, ſo wie die noch nicht ganz vermoderte für ſich allein noch beſtehende Theile des Strohmiſtes 2 mehrt 919 die yt: de fart) ders Pm feine 1031 mehr Ye ſattſal mm „" dieſer(Bi Dirty) wennd] gbrauty„| einz 0 Gat, Ds (0106) mh| vu bit Aeli zu ſi Uy| Wem Zuſprchaup Wenn R 9| (Sw| die ſoap vn fal de,(M7| lich nu3( da NSE dis Obs weil,| bige Obs Zeit"| äc2d 20m 5x O1 ZIER ES il Gewöhnliche und ungew. Düngungsarten, 661 gy hm Mi mehrmaliges Pflügen mit der Krume des AFers ver- jn Anſehy miſchet werden, und alſo auch hiedurch zur Auflo>es vohl abn) rung deſſelben beytragen. » Kröſtey Iſt der Aer kalt, dergleichen nicht blos allein 1 entglenm die lehmichten uad thonichten ſind, fondern auch mans» "ſtiget, c von 6 Schuh ausmachen. Dieſes füllt man mit Reiſern, Genſter u. ſ.'f. und zündets an, an der Seite, wo der Wind her kömmt. Oben deckt man's mit Lehm 3 Zoll di> zu, und läßt die Enden von den Gängen offen, Iſt die Decke faſt ganz durch- ' gebrannt, NIE gebr ke“ und fap man aus Gingen!9! vf dg bringt ſar einen 0901! guter 1007 kann 19907 Vie| m ſAnfevBE| gm vp Hol, 91! he9, 1196 neten Zam de aan be a jueH m Yin Fi "%: auf veßait fahrung; aur en Salcl iy Es fandyt fenden Av man hn 8 ſhnl DJ iertin' durhy 19/ genden 9( hen, in WINE) if ung dj [Uiglie(ew ", Unfraut | mengeſeßh | wird, Ih. H| auf einen| C Pferch 1] >, alb Ln belich) Siegen, hi SD mand SB ein geh! Ffel(uf ED er it: Y 108 zu 81den, u Bann 5|(ndern PN 2 ye ge 44,11 al j61 Vet- M de von 6, des D es füllt Heis at) en deft z, Endet 49 dure / bran "4 AM ane Rina m 2ER EE EE SSS EEE SE SSIEN EILERT GENEN EIE IN SE AIDE eee Cen IRRE TIO TRTO NN GEIE Gewöhnliche und ungew., Dünguttgsarten. 667 gebrannt, ſo legt man eben ſo diE eine andere darauf, und fährt ſo weiter fort. Auf gleiche Weiſe brennt man auch Gyps und Kalch, nur. daß man an den Gängen allein ein Ende, nämlich gegen der Windſei- te offen läßt. Wenn der Haufen des 2ehms falt iſt, bringt man ſo fort etwa 10 ſtarke Karrenfuhren auf einen Morgen.« Dieſer ſo gedrannte Lehm iſt ein ſehr guter Dünger für Wieſen und Kornfeld. Dieſes kann dadurch auf 3 Jahre gebeſſert werden. Für Wieſen iſt die Beſſerung noch von längerex Dauer. In Jrrland, ſagt Hr. Scopoli in ſeiner Preiß- ſchrift vom Dünger, bereitet man den Thon zum Dün- gen vorher alſo:/ man bede>t ein Stück 2andes mit Holz, Reiſern, Wurzeln oder Riedgras 1 Schuh hoch, legt darauf eine Schicht von wohl ausgetro>- netem Thon, und ſo fährt man wechſelsweiſe fort, bis der ganze Haufen 5-6 Schuh hoch iſt, läßt es alles ganz zu Aſche brennen, vermiſcht ſie mit der gebrann- ten Thonerde, und düngt damit leichte und ſandichfe Felder. Mit dem Ralche zum Düngen verfährt man auf verſchiedene Art Hier iſt eine der leichteſten Ver- fahrungsarten. Man legt friſchen ungelöſchten Kalch auf einen Haufen, und nahe dabey, oder ringsum den Kalchhaufen herum einen großen Haufen guter Erde. Es kann auch die von der Oberfläche des zu bedün- genden Plaßes-abgeſchaufelte Erde ſeyn. Nun gießt man etwas Waſſer auf den Kalchhaufen, und wirft ſchnell die Erde darüber, damit der Kalch über und über völlig mit Erde bedeckt ſey, und ſie durc) und durch von den Dünſten, welche von dem unter ihr lie- genden ſich erhißenden und löſchenden Kalche fortge» hen, angefüllt und befeuchtet werde, Dieſe Erde wird hernach vom Kalche wieder-weggeräumet, und if ungemein treibend und fruchtbar ſowohl zu 50 6l8 668 Siebentes Kapitel,| als Gartenfrüchten wie auch zu Blumen, wie es die Erfahrung beſtätiget. Man kann dieſe Erde allein als einen Dünger gebrauchen, man kann ſie aber auch mit dem abgelöſchten und zerfallenen Kalche wohl vermiſchen, und alsdann gebrauchen, Hr. von Schönfeld vermiſchte den Ralch mit S-Haafpferch mit großem Nußen. Ex erwählte ei» nen Acker, der tief hinab guten Boden hatte. Die- ſen ließ er gleich nach der Abärndtung der Sommers frucht, vor dem Pferchen etwa 2---3 Zoll tief in die Queere, ſo weit als er auf einmal pferchen wollte, aFern, ſodann die Schaafe aufs gepflügte Stück in den Pferch ſtellen, aber noch einmal ſo viel Schaafe, als ſonſt auf einen ſolchen Plaß gewöhnlich geſtellet werden. Die Sc In naſſen Jahren und naſſen tiefen Feldern wollte er dieſen Dünger, beſonders wenn viel Kalch dabey war, nicht rathſam finden.|(Sein Feld hatte einen ſehr feſten Lehmboden, und ein Theil deſſelben lag auh niedrig,) Er fand dieſen Kalchpferch ſehr zuträglich, und ſagt beſonders von dem Rübſen, daß ſelbiger, wenn er ihn. auf einen mit Pferch und Kalch gedüng- Gem ebinplen 7 [" ſpon 4 mv ge pgleich| fen gliOD (et, und Düngen 11 ſen ſeyn Ei?! miſchy/ vorher auf dem Ap wil we ins Od" x an Juden Clamr9G Gif, 306 vſ5 m MATZ Wl hin 32,90 ne; jein es, iM fert obi den Dj a ſimmteg Modterly| dann Wi 9 WK) 3=>bim dmadiy legt md die: ES hernad[1] bis fig |, wie 4 | Erde cl T ſie aberoy Bald iy N Bal h p erwähny Nat, H |! Cms =[ tii €(hen) Pte Gift e( Chi Eich vi BE Cell, EON rie Ett) 5 aud ließ et! ) aufeln 1) zende Et Ea Chatf ve Nauf u Sad, den 51, und in ep vermiſch gi Naſſe bt) Elder um 4.1 Felder gvld Kall) jefeld hat! <, deſſeldt gpſerh ſet „übſet) up| s und eld edin Gewöhnliche und ungew. Düngungsarten, 669 gedüngten Acfer ganz dünne geſäet, vor Winter lan- ge ſchöne Blätter, im folgenden Frühling rechte Stau- den voll Zweige, und eine ſehr reiche Aerndte gegeben, zugleich auch ſolche Wurzeln gehabt, die großen Rüe- ben gleich geweſen, nach der Aerndte im AFer gefau- let, und ihn ſo gedünget haben, daß ohne weiteres Düngen darin zwey Jahre die beſten Früchte gewach- ſen ſeyn, Eine dritte Art guten Ralchdüntzer mit Ver- miſchung mehrerer Materialien, als in beyden vorhergehenden, zu machen iſt dieſe: Nahe am oder auf dem fünftigen Braachacker, den man düngen will, erwählt man einen Plaß ohngefahr 40 Schritt ins Gevierte,(Quadrat) und fährt vorher dahin eine an Fudern nicht ſo genau zu beſtimmende Quantität Schlammerde und Streue, 3- E. gehackte Reiſer, Schilf, Riedgras, Heidekraut, Heidelbeerkraut, Moos, u. ff. Der Schlamm iſt das Beſte, doch kann man auch dafür alte verwachſene Maulwurfshügel, und ab- geſtochenen Raſen nehmen. Man fährt ebenfalls da hin& Ruthe, Rheinl. Maaſſes, gebrannte Kalchſtei- nez je wärmer man ihn dahin bringer, deſto beſſer iſt es. In der Luft muß-er wenigſtens noch nicht verwit- tert oder zerfallen ſeyn. Nun macht man unverzüglich den Haufen. Man bringt nämlich auf den oben be- ſtimmten Plaß zuerſt unten Schlamm,(Teichſchlamm, Moorerde) alsdann x Schuh hoch Streue daüber, dann wieder x Schuh hoch Schlammerde, und endlich oben darauf die gebrannten Kalchſteine, wenn ſie auch 3== 6 Pfund ſchwer ſind, ganz, und zwar einen an denandern über die ganze Schlammerde hin 3 alsdenn legt man auf dieſe Steine wieder Schlammerde, auf dieſe Erde Streue; ſodann wieder Schlammerde, und hernach eben ſo die Kalchſteine- Somacht man fort, bis feine Kalchſteine mehr vorhanden ſind, und det 618» 670 Siebentes Kapitel, alsdenn den Haufen oben mit Schlammerde/ Streue, Schlammerde zu, eben ſo Schichtweiſe gelegt wie vor- hin. So bleibt der Haufen ruhig ein ganzes Jahr ſtehen. Zwölf Perſonen machen den Haufenin einem Tage. Dies geſchieht zwiſchen Pfingſten und der Heuärndte. Sind viele Nadeln von Kiefern u. ſ.w. unter der Streue; ſo kann ſich der Haufen in den er- ſten 24 Stunden von der Kalchhiße entzünden, Man hat darauf Acht, hat Erde bey der Hand, und erſtickt das Feuer, indem man mit einer Schaufel Erde, dea Ork, wo die Flamme hervorbricht, zude>t. Nach. dieſem läßt man bey trocknem Wetter den ganzen Hau- fen mit breiten Haen zerſchlagen, und mit Schau- feln zurückwerfen; damit ſich alles wohl untereinander vermenge.“ Wenn nun der Braachacker zur Saat zu- bereitet iſt, führt man dieſe Düngererde des Haufens bey trocknem Wetter auf den Acer, ſchlägt ſie, wie andern Dünger in mittelmäſſige Haufen, breitet ſie mit Schaufeln und Harken wohl aus einander, und arbeitet ſie zur Saat unter. Die Materie iſt ſehr fett, und flebt anz es muß diesalles alſo nothwendig bey tro>nem Wetter geſchehen. Mit dieſer Quanti-- tat kann man etwas über ein Paar Morgen Acker be- düngen, und erſtlich drey' Jahr Wintergetreyde und zweymal Sommergetreyde darein ſäen. Es thut aber dieſer Dünger auf hohen und niedrigen Aeckern, auch auf den ſchlechteſten ſehr gut, wenn ſi: nur etwas leh- micht ſind. Läßt man den Ater nach ſeinen drey Fruchtärndten braach liegen, und düngt ihn mit or- dinairen Rindsmiſt, ſozeigt ſich der Nußen jener Kalch- düngung erſt recht. Fährt man hiemit ſo fort, ſo wirkt ſie 12 bis 16 Jahre. Der Gyps, der zum Brennen nur ein Feuer erfordert, deſſen Hiße nicht größer als ſiedendes Waſ- ſer iſt, fann.auf leichten und ſchweren, hohen und nie- drigen Gunoh? dig le if rid ſudes iS Biel ſures EY zuerſt mif mit Gy/ſd! 61 . worden/Ät gebrann man zue muß a gebrannt He Ew 3“ (ee mit dug Troge zu 8 WCNN 5) vn R fs Hin uſar Qngeleg par dyn zu weni ah anweden] (the, f 1; 11.0 ud Opp id frau"3 Ann dx .« m Ri anfängt E und die), k EEN a de, Ehy Negt Wien Janes Ww fein dn Ten u M „fet vin 44 in Din 3. 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Erwählet man den ungebrannten Gyps, ſo wird er mit eiſernen Hämmern oder Schlägeln in einem Troge zu Stücken, in der Größe etwa eines Hühner- eyes, oder etwas kleiner zuerſt, zerſchlagen, und ſo- dann gänzlich zermalmet 3; doch ſchadet es nicht, wenn noch kleine Stücfen wie Erbſen oder Bohnen bleiben. Hin und wieder hat man auch eigene Gypsmühlen angelegt, um den Gyps zu mahlen. Das Ausſtreuen des Gypſes muß mäßig, lieber zu wenig als zu viel auf einmal geſehen, und er känn entweder allein, oder in Vermiſchung mit Aſche, guter Erde, kurzen oder verrotteten Dünger, Taubenmiſt u. ſw. geſtreuet werden, ſo daß z. E, Aſche die eine Hälfte und Gyps die andre Halfte ausmacht. Das Aug ſtreuen muß aber in allen Fällen geſchehen, x) vor einem Regen; 2) beym Kornbau, ſobald das Korn geſäet iſt; 3) auf Wieſen, ehe das Gras zu wachſen anfängt; alſo im Frühling, ſo bald es warm wird, und die Thaue ſich einfinden, im Sommer aber, ſobald das erſte Gras abgemahet iſt. So 672 Siebentes Kapitel. So gut es iſt, ein Jahr ums andre wechſelsweiſe mit Mergel und Miſt zu düngen, ſo gut iſt es eben- falls, mit Gyps und Miſt auf gleiche Weiſe abzuwech- ſeln. Statt deſſen aber kann man den Gyps mit gut- - verrottetem Miſte, oder guter Erde vermengen, und die Miſchung ausſtreuen. Hr. Pfarrer Clayer zu Kupferzell verfähret mit dem Gypſe alſo. Er bringt den zerſtoſſenen Gyps den Winter hindurch ins Trock- ne unters Dach, mengt etwas Aſche darunter, befeuch« tet die Miſchung öfters mit Miſtlafe, rühret alles durch einander, und ſtreuet es zu ſeiner Zeit aus. Der Klee wächſet darnach an magern und ſteinichten Oer- tern an die 3 Schuh hoch, und vertreibet auch in Sümpfen, wenn man 2 bis 3 Jahr hinter einander ſo dünget, alles ſaure Gras, wie ſolches unläugbare Proben an die Hand gegeben haben. Des Mergels und des Verfahrens damit zum Düngen iſt nicht weiter zu gedenken, da ſolches im vorhergehenden Kapitel zur Gnüge geſchehen. Der Torferde aber, die in manchen Gegenden häufig gefunden wird, iſt hier noch beſonders zu ges denken. Hr. Scopoli ſagt, daß die ſchwarze und ſumpfichte Torferde wegen ihrer bey ſich führenden all« zuvielen harzigen Materie mehr ſchade als nüße, wo» fern ſie nicht mit Thon und Sand gehörig verbeſſert wird. Ex ſagt weiter: Torf iſt an ſich ein guter Dünger und gehöret ins Pflanzenreich; nur brennt er wegen ſeines Harzes und riecht übel, Man ſiteche ihnin nicht gar großen viereckichten Stücken, wiees ges bräuchlich iſt, werfe ihn noch feucht auf einen Haufen und führe ihn nach Hauſe. Hier lege man auf einen gepflaſterten, und wo möglich mit einer Mauer umge» benen Plaß zuerſt den Miſt einen halben Schuh hoc, ſodann breite man hen Torf darüber, lege hernach wie- : der OM de Nit,? vi Nfg wr def 5 | webt niht fe 697 Ran bels man oho! 9) ve C1» ſſe man oft mit m nen fehr I burma) 6.0 0/88 wiſe in ES fuiſt aufge 29 Ent 6 aſche zu 189 AUpſhe iE? (TNG 17) man is ſtb| Jerſwaßy); da ſie oh? Oehohleihen 1040 Che Which Nen ume figs we iſt, Ves te Atty" B. m) Sr Sa; wechſel iſt es aß abzum; „Iyp8 mit| Inenqen,| ir Maytn 4, Erb Bd ins y Inter, befyy rühre Zeit aus] Inichten Mibet aut) ter eina) BE: vnläu pe) damit j1 ſolches Den, pan egen edes zu yt p Ichwarje un) EI renden al » niiß6 Ive Es verveſſert „ein gute „brennt tan ſtet H wieeS gy Zen Haufe! m auf ein 2 yer um! p1chuh hol) genag ws LD“"r Gewöhnliche und ungew, Düngungsarken, 673 der Miſt, und fahre ſo mit dieſen Schichten fort, bis die Miſtgrube voll iſt Je weiter die Schichten über der Erde ſind, deſto weniger dürfen ſie dicke ſeyn, weil der obere Miſt mehr ausdünſtet als der untere, und nicht ſo kräftig als der untere auf den Torf würket. Man beugt dieſer Ausdünſtung zum Theil vor, wenn man oben die Miſtgrube mit grünem Graſe, oder eis ner Schichte fruchtbarer Erde, zudecket, Dieſen Miſt läſſe man aber nie troFen werden, ſondern feuchte ihn oft mit warmer Lauge oder Urin an, ſo wird man ei» nen ſehr guten Dünger vom Miſt und Torf zur Fruchk- barmachung des Feldes bereiten. Sonſt lehret auch Hr. v. Pfeifer, daß man Torf und Sand Schichtene- weiſe in Haufen bringen ſolle; ſo werde er in Jahres- Feiſt aufgelöſet und zur Düngung tüchtig ſeyn. - Endlich iſt noch der Sreinkoblen- und Torf- aſche zu gedenken, welche Hr. 9 Pfeifer nicht nur der Holzaſche vorziehet, ſondern ſo gar von der Torfaſche behauptet, daß ſie unter allen die beſte ſey, als wovon man ſich in den Herzogtrhümern Jülich und Bergen ſichtbarlich überzeugen fönnen, allwo man ganze Torfwerke lediglich dem Aſchenbrennen widmet, von da ſie zehen, zwanzig ja mehrere Stunden Weges abe gehohlet, und recht theuer bezahiet wird. 1.0) Pflanzendünger, grüner Dünger. Es war ſchon bey den alten Römern nichts unge» xwöhnliches, ſich grüner Pflanzen, beſonders der Lupi» nen zum Düngen zu bedienen, ſo wie ſolches noch beu» tiges Tages bey den Piemonteſern ſehr im Gebrauch iſt. Dieſe Pflanzendüngung kann- wenn ſie in rech ter Art unternommen wird, ſehr vortheilhaft ſeyn. Erbſen, Widen, Lupinen,(Wolfsboh? nen) Sau- oder Pferdebohnen u, dgl, werden am Bausvgtes L DANO» Hu beſten, 674 Siebentes Kapitel,* beſten, wenn man damit einen Aer miſten will, zu ſolcher Zeit geſäet, daß ſie, nachdem ſie etwa die Hälf- te ihres Wachsthums erreichet, friſch untergepflüget, das Korn aber ſodann gleich auf der Stelle oben auf- geſäet und eingeegget werde,- Man muß alſo den Aker ſchon vor der Einſaat gedachter Schotengewächſe nach ſeiner Bedürfniß ein- oder mehrmal geackert haben, daß dieſe Gewächſe bey dem lesten Umackern etwa im Auguſt geſäet, und im September als Dünger unter- gepflüget werden. Alle grüne Pflanzen ohne Unterſchied, wenn ſie einen Dünger auf dem Aer abgeben ſollen, müſſen zum Unterpflügen im grünen und friſchen Zuſtande allein angewendet werden, wenn ihre Würkung die beſte ſeyn ſoll. Getrocknet thun ſie wenig oder gar nichts. Allzufrühe aber, und nicht unmittelbar vor der Einſaat des Getreydes untergepflüget, faum die Hälfte.| Auch der Unterſchied des Akers würket bey dieſer Art zu düngen. Im warmen und nicht feſten Boden ſchlägt der Pflanzendünger beſſer an, als in kalten und ſchweren Feldern. Am allerbeſten im Sande. Kann man nicht auf der Stelle die Pflanzen, wo ſie düngen ſollen, erbauen, ſo müß man ſie, wenn ſie “'ander8wo ſtehen, abgeſchnitten, und zum Dünger auf den Acfer gefahren werden, ungeſaumt unterpflügen, daß ſie ſo wenig als möglich von ihren Säften durchs Welfen oder Antrocknen hiebey verliehren. Jc<< habe bereits in dem Wittenb. Wochenbl. 1772. St. 25. ane gewieſen, wie mit dem Hederich, der unter den weiſs» ſen Rüben wächſet, verfahren werden müſſe, wenn er gleich nach dem Ausziehen als Düngerin den Sands» feldern aufgeleget, und friſch untergepflüget wird, auch zugleich dabey bemerket, daß eben dieſer Hederich, wenn er nur ein Paar Tage ununtergepflügt WE eine / 4 Om: fin! m qa!„iq gleich ff | füge( | atmall ſahtun? M ſen, Ny felder! fann M vie wenn(01 get wer] | mi Pfanp ſol, 4190 Aſian H (dende NN Win wenig, es nh Es in ererah vielmig Heun einen jf zu Way| 7 no mit"9 em derm gw "ten wil | wa die|, Emterge pf Stelle oben; % alſoden) Digewhſy breadert bey . HEN Z Dünge wn = A Hlen m Eh hen Zun Ei Dürhun) nig odi x mittelbar y Eet, Faun); net bey di! Ejeſten I din falt an, BE langen, Sufis went € Dinger au vernlupfügen feen durchs 'U NW hab! MFE 250 im den 1) möſe, v gp den Gan aK wird, a Gt Dede)| gg gelegt)| 2 caſi| Gewöhnliche und ungew. Düngungsarten, 675 ſeine meiſte*Kraft zum Düngen verliehre, ihm aber gar nichts in der Kraft zu düngen auf Sandfeldern, gleich fomme, wenn er im Herbſte recht friſch unterge- pflüget wird; da er ſodann alle mögliche Düngungs- arten auf ſolchen Feldern nach den alleröfterſten Er- fahrungen gar weit übertrifft. Die öltrazenden Pflanzen, als Hederich, Rüb- ſen, Mohn, Senf u. ſ- w. thun es überhaupt in Sand- feldern allen übrigen im Düngen zuvor, und man kann ſich in Anſehung ihrer gleicher Verfahrungsart, wie. eben beym Hederich geſagt worden, bedienen, wenn ſie nicht auf eben dem Aer, der damit bedün- get werden ſoll, haben können erbauet werden. Per- ennirende-Gragarten aber wird keiner gleich obigen Pflanzen auf dem Plaße, der grün gedünget werden ſoll, ausſäen, der da bedenket, daß er durcern, auf welchen ſie zu klein bleiben, ſo überſte: Hen ſie auch harte Winter ohne zu verfrieren, weil ſie, da ſie noch zu klein ſind, noch nicht wäſſericht genug ſind, um vom Froſte zerſprenget zu werden. Sie-wür- den in dieſem Falle ſehr tief müſſen untergepflügt wer- den, um ſie zur Fäulniß zu bringen, wovon aber die darauf geſäcte Kornpflanze, wenigſtens im Anfange, wenig oder gar keine Nahrung haben würde. Im vorgedachtein Stücke des Wittenb. Wochenbl. iſt zu- gleich von mir gelehret worden, daß das abgeſchnitte- ne friſche Kraut von den in die Winterung zu bringen- den Turnipſen auf Sandäcern ebenfalls eine ſehr gu- fe Düngung abgebe. Noch ſind dem grünen Dünger die im Herbſte abe geblatteten grünen Tabacksſtengel beyzufügen, die an ſehr vielen Orten verkannt, undi als unnüße weggewor= fen werden. Sie düngen vortrefflich, wenn ſie, ſo bald die Blätter abgenommen ſind, ausgezogen, in Bün- del gebunden, fortgefahren, und auf den zu düngen= den Saatacker in den Furchen ordentlich hingelegt wer- den. Man nimmt nämlich ein Bündel nach dem an= dern unter den Arm, legt ganz, gerade in jede offene Furche die Tabacksſtängel, daß ſie von der'darneben heraufzuziehenden Furche mit Erde bedeckt werden. Sollten ſie nach Gutdünken auf den umzupflügenden Acker hingeſtreuet werden, ſo würden ſie das Pflügen theils hindern, theils ſehr unordentlich oder gar nicht eingepflüget werden, In grünem Zuſtande, S9 - Ubdere % gungen worden y In Uf (5 7D red, wen Hee, Kh. Ny za ſu er jen L Ne(fl: Sven vel Nu gn „SINN | j", Weih Drit a BC Chit . KUNEN KO(in € Inf, Ire, a pieh, I Ze gäu bringt ) ee ſeht SS echſe dh üs 321, died Ea weggewöt: fe jobd 8 1 Dit gy: Düngen“ JQ leger es demn an: de offt a darnehen 36, werde zg genden jj Pfg“ gega ni! R de; un) NK M„ll Babe. aum a WEH MM 4 Aa ak il DE III SSI SUN nnen wee um mE dr me Gewöhnliche und ungew. Düngungsartein, 677 überall mit Erde bedet, gehen ſie bald in Fäulniß über, und düngen. Getroc>net untergepflägt baben fie ſchon die Hälfte ihrer Kräfte verlohren. 31) Anwendung des gewöhnlichen, Düngers auf den Acker, Bey den ungewöhnlichen oder künſtlichen Dün2 gungsarten iſt zugleich die Unterweiſung angefüget worden, wie ſie zu gebrauchen oder anzuwenden ſind. In Anſehung des gewöhnlichen Miſies ſoll nun noh das Nämliche geſchehen. a) Die Reife des Miſtes ift derjenige Zuſtand, darin er ſeine beſte Würkfamkeit beweiſen Fann. Man kann ihn aber nicht eher für reif erkennen, als wenn erbereits hinlänglich verfaulek, welches daran ofſenbar wird, wenn er beym Aufnehmen von der Miſtſtäte oder aus der Miſtgrube einen recht durchdringenden Geruch, und ſtarken Rauch“ von ſich giebt. Die Reife des Miſtes hat aber verſchiedene Grade. Der höchſte Grad iſt, wenn er gans kurz verrottet iſt, nnd nicht mit der Miſtgabel, ſondern mie der Schaufel aufgeladen werden muß. Die ökonomiſchen Schriftſteller ſind untereinan- der uneins, in welchem Grade der Reife der Miſt aufzulegen ſey, da ihn einige, ganz kurz und vers rortet, andre ihn noch lang und im erſten Anſaße zur Gährung verlangen. Sie laſſen ſich unters einander vereinigen, wenn man die Beſchaffen heit des düngenden Acers dabey in Betrachtung ziehet. Ein ſehr ausgemergelter oder entfräfteter Aer wird am geſchwindeſten wieder geſtärket,. wenn Pu 3 ganz 678 Siebentes Kapitel. ganz furzer verrotteter Dünger aufgeleget wird, Iſt er aber warm, und mehr feucht als trocken, ſo wird er die Beſſerung von ſolchem kurzen Dün- ger nicht lange behalten. Man muß daher in der zweyten, höchſtens dritten, Tracht mit kurzem Dünger ſolchen Aeckern immer zu Hülfe kommen können, wenn man ihre Fruchtbarkeit aufs höch: ſte treiben will, Langer, und noh im erſten Grade ſeiner Rei- fe befindlicher, Miſt hat eine mehr dauerhafte Würkung; und wenn man kalte Aecker hat, die vor andern der Erwärmung bedürfen, ſo muß man ihnen den Pferdemiſt nog lang und unver- rotfet geben, welches mit dem Schaafmiſte gleich falls geſchehen kann. Ueberhaupt muß man den längſten Miſt auf feuchten, ſchweren und feſten Feldern gebrauchen. Damit aber der lange Miſt wohl untergea>ert und nicht der freyen Luft zum BVerwittern ausgeſeßet werde, muß jemand hin-- ter dem Pflug mit einer Harke oder Rechen her- gehen, der den Miſt in die Furche lege, damit in der Folge die Egge das Stroh nicht heraus- ziehe, zu welchem Ende ſie ohnehin fleiſſig aufge- hoben werden muß, daß ſie feine Wellen von Stroh zuſammen ſchleppe. b) Seichten und wärmen Aeckern eignet man gern den Rindsmiſt zu, weil er fert und fühlend iſt, ſo wie Pferde- und Schaafmiſt kalten und naſſen Boden wohl bekömmt. Der Schweine- miſt iſt ſchr kühlend, weßhalb er einem warmen tronen Sandboden ſehr gut iſt. c) Hat man Aecker von einerley Boden» ſo thut man am beſten, wenn man entweder auf dem Ho« fe die verſchiedenen Arten des Miſtes gleich ver» miſchet, | fen Ve fer fr0 der€ ſelbig und( 9 R bedun Eint dem des wi [uſt als hilic beſten T | deſele | qirnih! „beh (udn e) Ne] einzuv bem| fahne gleich| daß er nod) zu geechal jen der) A, vat WR Dy Wieder hrect| font Dept with, M3 traden, M jn Dips Blot inder mit Eurem m) 2 je fon YD aufs hi, |O ſeiner Kj: D! dauccheſt YI hat, di 4,(0m H E10 unh wEniſie gle fm| man de SS und feſt Wange M 49 Luft zun Smand hiv Foechen hiv age, dat! 1 ht heraus | iſſtg aufg! Selle von pgp gen Gnhlend iſ(, Fillen und peedy Warmen IQ/ ſo ut ef dem Dt glei ve miſt) e) Die Art, Weiſ ESPE IEEE IEHSCHEGEGEGEENN ezeee<< <<< cee emen<<< en Gewöhnliche und ungeiw. Düngungsarten. 679 miſchet, oder mit dem Miſte abwechſelt, daß 3 E, einmal hißiger Dünger, und darauf kühlender Miſt aufgelegt werde. Hat man daher z- B. lau- ter trocfnes warmes Feld, ſo kann man Pferde- oder Schaafmiſt ohne Scheu darauf bringen, wenn ſelbiger mit den kühlenden Düngern, mit Rinds- und Schweinemiſt abgewechſelt wird. d) Jſt man nicht im Stande, alle ſeine Aecker zu bedüngen, ſo muß man ſich hüten, eine ſolche Einrichtung zu machen, daß allen und jeden Ae- Fern nur etwas weniges zugetheilet werde. Sol- ches würde im Grunde mehr Zeit- und Arbeitver- luſt als Vortheil ſeyn. Man treffe dagegen eine ſchiliche Wahl, und ſuche vie beſten einträglich- ſten Aecker heraus, um ſie mit dem meiſten und beſten Dünger zu unterſtüßen, und laſſe dagegen die ſchlechteſten Ae>er, die mit wenigem Miſte gar nicht gebeſſert werden können, ungemiſtet. In Anſehung dieſer iſt die Wechſelculiur ſchlech» terdings anzurathen. > und Zeit, den Miſt der Erde einzuverleiben, machen ein großes Hanptſtück beym Acerbaue aus: Der auf den Aker hinge- fahrne Miſt muß alsbald überall recht genau und gleich verbreitet und ſo untergepflüget werden, daß er weder zu ſehr in die Tiefe hinab komme, noch zu ſehr oben bleibe; vielmehr eine ſolche 2a- ge erhalte, die der Länge und Richtung der Wur- zeln gemäß iſt, die davon genähret werden ſollen, Hr. von Schönfeld gab die Regel, daß man den Miſt zu der Zeit durch Unterpflügen in den Boden bringe, daß er beym Adern zur Saat wieder an die Oberfläche des Bodens heraufge- bracht wird, und der geſäeten Frucht zu gut kommt, Wenn manz.€. ein Feld vor dem Säen Uu4 vier» m um meren nie eun S 688 Siebentes Kapitek. viermal pflüget, ſo muß der Miſt beym erften oder dritten Pflügen in den Boden hinabkommen, Solle der Miſt nicht nur der jeßt zu ſäenden ſono dern auch der nachfolgenden Frucht im zweyten „Jahre zu ſtatten kommen; ſo bringe man ihn bey dem dritten Pflügen im Braachſommer in die Erde. Iſt der Boden Fehr Falt und feucht, vder beforglichen Ueberſchwemmungen unterwor» fen, ſo iſt bey der Herbſtſaat wohl am rathſam«- ſien, den Dünger erſt beym Pflügen zur Saat in den Acker zu bringen. Die kalten Aecker werden deſto mehr im Winter davon warm gehalten, ſs wie die naſſen locker erhalten werden, daß das Waſſer beſſer einziehen kann. Mehr als einmal habe auf dieſe Weiſe ein Stück A>er, welches in dem einen der hieſigen Felder den Ueberſchwem= mungen vom zergehenden Schnee des nahen Flä- minggebürges ausgeſegßt iſt, gerettet. Das eine- mal jtand dieſes mit Waizen beſäete Stück an die vier Wochen nicht nur unter Waſſer, fondern- es ward den ganzen Winter hindurch von öfterem Thauwaſſer bedeckt, und ward daher nie recht tros den, Allein es brachte dennoch ven beſten Wai- zen im ganzen Felde, worunter kein Windhalm zu ſehen war, der ſich ſonſt hieſiger Orten gar bald in naſſen Wintern einfindet,„Tc< hatte aber ganz friſchen Pferdemiſt, und ein Drittheil mehr, als gewöhnlich, erſt beym Säen, auffah« xen, ihn unterpflügen, den Waizen oben aufſäen, und ſodann eineggen laſten, und es mit allem Fleiſ= fe darauf angelegt, dem Waſſer gleichſam zu tro» Ben, da dieſes AFerſtück in manchen Jahren bey früherer Beriſtung, in naſſen Jahren, oder bey Ueberſchwemmungen, öfters kaum die Saat wie» dergebracht hatte, gs) Cs | | | j | Gewfn pm warn, zu loſ oben ſelbſt hrau run (9), fl NE , balt Ein| pfign hie we ſeh ft hugs inmeiß Wm Cry (m! ſeh el auch! img den. Hep (m (ny [On Gewöhnliche und ungew» Düngungsarten, 68x 1668| g) Es iſi fein geringer Fehler, den Miſt in der "Wa| wärmern Jahreszeit auf dem Acer lange liegen k. ie| zu laſſen, ehe er untergepflüget wird.„Ich habe 4 Nh| oben von manchen Gegenden geſagt, wie man da- Gail ſelbſt nach vielfältigen Erfahrungen herausge- E| 1 bracht, daß der ausgebreitete, und zur Ssmme- Und[eu rung zu gebrauchende, Miſt in dem ſogenannten Dl Unbirnt Erbsſchlage(ein Fleck Land, der mit Hülſenfrüch« In tehſm ten beſät wird) ungleich mehr thue, wenn er eini- Du Cat ge Wochen hindurch nicht untergepflügt liegen ae bleibt, als derjenige, ſo erſt beym Saen ſolcher Erhal Sommerfrüchte aufgelegt, und ſofort unterge» ZS"), vj pflügt wird. Da erſteres im Februar-und Marz is als Am geſchiehet, ſo muß ſich in ſolcher Jahreszeit, da Bt, viltß ohnehin der Schnee ſodann mehr Salztheile bey aberſhuim ſich führer, der Dünger als ein ftärkeres Anzie- PCnohen 0 hungsmitel aus der Luft beweiſen, welches er ſonſt Is Das em immer, nur in geringerm Grade, iſt. Aber es 95 Cid ergeben auch richtige Erfahrungen, daß der in den JEN, ſont! Sommermonatbhen verbreitete Miſt in wenig Ta- ip 00 Öf gen ganz verfrockne, und hiemit den größten Theil ge mt ſeiner Kräfte verliehre. Wenn man daher, ſole a vf Di liegt, umkehret, ſo wird man Sort get ähn auf der untern Seite gleichfalls trocken fins „Ih hatt! den. Anders verhält es ſich aber mit dem im 3(drittheil Hornung und März auf dem Acker ausgebreite- S, eufah: ten Miſte. Hat es gleich in ſolchen Monathen 311 aufſet) einige Wochen hindurch nicht geregnet oder ges imllen Ze ſchneyet, ſo findet man doch die untere Seite des jem zu ft) Miſtes, die eben ſo lange, oder noch länger, reichten 0) ſchon ausgebreitet gelegen, feucht, und die davon 16, Wech)| bedeckte Erde eben ſo, und loFerer, als anders- 5 Gan| wo, wo kein Miſt lieget. Iſt der Miſt in ſol ehen Monathen angefroren, und durch den Froſt gG Hus ober« 682 Siebentes Kapitel. oberwärts getrocknet, ſo findet man gleich nach dem Aufthauen die untere Seite des Miſtes gleich falls noch feucht, als woraus ſich die Einwürkung des Miſtes auf den Aker in ſolcher Jahreszeit, da jener noch ſeine völlige Winterfeuchtigkeit bey ſich hat, veroffenbaret; dagegen es den AeFern im Sommer gänzlich an Feuchtigkeit mangelt, nnd dieſerhalb kein wechſelſeitiger Einfluß des AFers und des Miſtes in einander ſtatt finden kann. PENG „Iſt es nun ein Hauptvortheil, den Dünger nicht vor dem Unterpflügen des Sommers trocken und entfräftet werden zu laſſen, ſo findet man doch nach den genaueſten Beobachtungen, daß es wohlgethan ſey, den Miſt, ſo naß und friſch als er aus der Miſiſtate kommt, nicht gleich unterzu- pflügen, ſondern ihn ein klein wenig auf der Ober- fläche abdünſten zu laſſenL Die Schweizer hal- ten ſehr auf dieſen Umſtand, und nehmen gern die Mittelſtraſſe zwiſchen der Näſſe und Trocken- heit des Miſtes zum Unterpflügen deſſelben, wie ſie denn ſogar, wenn ihnen andre Wirkhſchafts- geſchäfte in den Weg kommen, die abgeſeßte Miſt- Haufen auf dem A>er mit Erde überwerfen, unr das Austrocfnen deſſelben zu verhindern. h) Man ſparet an der Zeit, wenn auf einmal fd viel Miſt aufgelegt wird, als dem Acker zur Beſ- ſerung auf mehrere Jahre gebühret. Allein es ſind dieſes meiſtens nur die ſchweren Aecker, wo Folches ſtatt finden kann. Den leichten ſowohl, als.naſſen und kaltgründigen Aeckern bekommt es beſſer, wenn die Portion des Miſtes vertheilet, und die eine Hälfte deſſelben, odey- drey Theile für die Winterfrucht, die andre Hälfte aber, oder ZE ver AAL hvI me Ged ! daß nN: Ro110 geld (019% Wm ſopthw 107011 the 08 he) witt Kis| 1) Ves ſich 183 ne,(X wß by Huf 00/42! larhe) dey 1! mig! » Wem Eun viejat her| fectjen miley ns difu (ee Vr (ot 9 meran ZE SISISDENN Abi Bähen aa REET ERNE EÜ ZUFIDER DÜR WUT 8 MI mn Gewöhnliche und ungew. Düngungsarten, 683 en der vierte Theil Für die darauf folgende Som- Einh merfrucht aufgelegt wird. Zuweiten iſt ſolche Naſe Vertheilung des Miſtes ſchon deshalb nöthig, tight daß man damit dem Umfallen oder Lagern des ve Auf) Korns auf Aecern zuvorfomme, welche dazu ge- | au neigt ſind. Denn ob man es zwar in manchen 2! Man Gegenden nicht ungern ſiehet, wenn man den "nfiuß N Waizen ein- bis zweymal ſchröpfen, und aus der patt fs ſogenannten Schröpfe ein gutes Viehfutter erhal- ten kann, ſo iſt doch dieſes nur ein Scheinvor- 1 Dith theil, da man aus den genaueſten Verſuchen ſoviel vers trod herausgebracht hat, daß ungeſchröpfter Waizen Findet my weit mehr, als der geſchröpſte, ſchütte, oder pm, daß 4 Körner gebe.' ) friſch al 1) Bey der gewöhnlichen Art zu pferchen muß man bh unter ſich ſo einrichten, daß der Pferch nicht von Son- ede Dhu ne, Luft und Winde verzehret werde. Dieſerhaib Seize hal muß er bald möglichſt untergepflüget werden. men qe Hat man zu wenig Schaafe, ſo muß man ſolche y Troy gar nicht in Horden ſchlagen, weil es damit zu 4(ben, 1) lange währen würde, bevor man ein Stück Aer Shaft damit bepferchen könnte. Zu gleicher Abſicht IN muß man bey genugſamer Menge von Schaafen| tſet, u- lieber mit ſchmalen und langen, als breiten und. / kurzen, Pferchſtällen düngen, weil man ſonſt zu N viel Zeit nöthig hat, ehe man mit in die Länge „inmal fb herab gehenden AFerſtücken zum Unterpflügen zur Def: fertig wird. Man würde aber noch einmal ſoviel Vlein& mit dem Hordenſchlage ausrichten, wenn die zu „der, m behordende Pläße zuvor mit Stroh beſtreuet wür» , ſowohl| den, indem dieſer Strohdünger ſodann im Acker ommt längere Dienſte thun würde. Der gewöhnliche erteile, Pferch muß nur ganz flach untergea&ert, und y Theil! beym folgenden Pflügen immer in ſolcher kage het, ad gehalten werden, damit die Saatwurzeln ihn er- hr reichen, 684. Siebentes Kapitel, reichen, und ihn um undneben ſich haben mögen. Wenn nach vorgeſchlagener Art fein Stroh dem Pferchſchaafen untergeſtreuet worden, ſo verſenken ihn die Regen ohnehin in leichtern und lockern Boden ſehr bald in die Tiefe hinab, daß er den Saatwurzeln theils nicht genug in der Nähe bleibt, theils zu wenig die Zuſtſalze anzuziehen vermag. 312) Das zu haltende Düngungsregiſter, In kleinen Landwirthſchaften, beſonders der Bau- ern, Fann man's wohl zur Noth aufs Gedächtniß an» kommen laſſen, welche Ackerſtücken und wie ſie in jes dem„Zahre bedünger worden. Bey großen Gürhern aber muß ordentlich ein eigenes Regiſter gehalten wer» den, welches am beſten auf Tabellenart eingerichtet wird. Hierzu werden aber hauptſächlich erfordert: 3) eitte nach der Reihe gehende Specification der das „Fahr über ſowohl zur Winter- als Sommerfrucht gedüngten Felder; 2) Der Inhalt fämmtlicher gedüngter Felder nach Morgenzahl oder nach der Auſſaat zu Scheffeln ge- rechnet; und bey jedem Schlage oder Feldabthei- lung die Anzahl der Acferſtücken oder Beete. 3) Bey jedem Schlage wird bemerket, wozu er ges dünget worden, ob zu Rübſen, Waizen, Roggen, Gerſte u. ſ. f. 4) Wie viel zwey- oder drey- oder vierſpännige Fus ver Miſt auf jedes Stück gekommen. 5) Was es für Miſt, ob Pferde- Schaaf- Rinds- Schweinemiſt,' oder was es ſonſt vor Dünger? ob es alte 2ehmwände, Mergel, Kalch, Aſche, und vergleichen geweſen,. 6) End«- NL 6)(n/ guy,€ zugeht J' MalH qungöre( 49 gen als 1Z4 Ee fu Zabellolsf dünger 96 Berch we elbes IS: füde, vf! Düngerugh mindere 46) Ubelle m Y Ehlzt,3c ver Rud! des aufgg! welches my ſcriebe fm ten Antal! 13) Diſt weden„I WEU "Ver Vij Senger 100 un) Jay nI DEHE FE EEIg Gewöhnliche und ungew. Düngüngsarten, 685 Nei 6) Endlich muß auch der Pferch- oder Pferchdün- 28 gung, und wie viel Nächte damit auf x Stü wu zugebracht worden, mit bemerkt werden, Eg | WI IE, e | daß ee Man kann leicht denken, daß ein ſolches Dün- gungsregiſier dem Guthsbeſißer ſowohl zum Vergnü- gen als Nußen gereichen müſſe,- Es muß ihm vergnügend ſeyn, wenn /er aus der Tabelle erſieht, was und wie viel Feld im Jahre ge- Nö dünget worden, und was er nach einer mittelmäſſigen Berechnung davon zu hofſen habe. in" de NN Te AnjjiH pos der Dy N dächtiß zs Wächſet die Saat heran, ſo bemerket der Herr des Bie fie np Feldes die mehr oder weniger ſich hervorthuenden Acker= Pen ihn ſtücke, und ſieht in der Tabelle nach, welche Art des H ehalten Düngers oder Proportion deſſelben das mehrere oder 5 eingeht mindere Gedeihen der Früchte veranlaſſet habe. Die Jefotdet Tabelle muß ihn nun gleich unterrichten, in welchem u! 7 Schlage, oder auf welchen Stücken eine Aenderung u ve der Düngerart, eine Wermehrung oder Minderung pe des aufzulegenden Miſtes u,|. f. vorzunehmen ſey, welches dann ſofort in dem Düngungsregiſter ange- Felder ſchrieben und zu eigner oder der Wirthſchaftsbedien- päeffe ten Ausführung im nächſten Jahre feſtgeſtellet wird, 3 Feldaotht m 73) Düngungstabellen, nach welchen berechnet vu ede 0.008 X. Ele werden joll, wie viel Land nach Roggenaujjaat | mit dem Dünger von x Stück Rindvieh, a unige Zu oder 100 Schaafen, wirthſchaftlich ; hbemiſiet werden kant, 2 f Kinds Ne Wenn bey allen Güthern nach ſo eben vorherge 1 Aſchy uy) gangener Vorſchrift Düngungeregiſter, und dieſe ge» nau und zuverläſſig gehalten würden, ſ9 wäre darnach die 6) it DE Coolältennenfeh ie eu 40 aus GEEIG mere ENNS EEN GET UNE 686 Siebeytes Kapitel. die Berechnung eines jeden Orts, wie viel Land mie dem Dünger von einem Stück Rindvieh bemiſtet were - den könne, leicht zu machen. Dieſe Berechnung iſt aber von äuſſerſter Wich tigfeit nicht nur für angehende junge Wirthe, Käufer und Pächter eines Guths, ſondern auch für alle uud jede Wirthe, weil ſie ihren Ueberſchlag darnach ma- chen können, wie viel ſie an Körnern in einem Mit- teljahre erbauen, und wie ſie ihren Viehſtand theils in Anſehung mehr reichlicher Fütterung verbeſſern, theils nach der Zahl der Häupter vermehren müſſen, wenn ſie ihren bisherigen Kornertrag erhöhen wollen, wie ſolches das Beſtreben eines jeden Oekononien bil- lig ſeyn muß. Es fehlt nicht bey manchen ökonomiſchen Schriſt- ſtellern an Ausrechnungen, wie viel Miſt dem Ge- wicht nach ſo wohl, als dem Maaſſe nach, ven einer Kuh, oder Stü Vieh, zu erhalten, und wie viel Morgen damit zu bemiſten, wovon auch ſchon man- ermaaſſe in jedem Lande ſo ſehr von einander abgehen, und zu wenig dem Landmann bekannt ſind; da gegentheils die Getreydemaaſſe theils überall ſchon mehr befannt, theils leichter gegen einander auszugleichen ſind. Eine [NE (inl Je 0m pien. zus Rauma? men wir wh auſl? den fan. dy denbeſo M! des Pis Vorpollu 30 Pil de ſraben, belle nur 151 die ſet NIFM ſer Zucht Bedeyfyn 1 5e NE qu; bis'o: p) iQ gann per jmd () 48 R; Wuſg x jun Jm 1) y zt Sze hen 14 Card m) miſt ny > ſt Ds It, Ruh Shir all) Hno Beinen Jh DZ ſtand i9j; En) verliſin PE ren mif S Ohe nh Dont Et Eh) S ſt dmbh 3D veni „1 Wi auſo m) |E iſs Et fürs(il PND NW)| Wehen vu vErlle Wege zmn Slaſet In er Veld Jur def vl Shefftt zy gl gäeferma 131) un y JE egen pa) befun) Fr(0, Ein Gewöhnliche und unge, Düngunggarten, 687 Eine ſehr muſterhafte Düngungstabelle dieſer Art iſt diejenige, welche in den General- Tax- Prin- cipien zur Abſchäßung der Gürher in der Chur- und Neumark Drandenburg zum Fundamente angenome men wird, die ich hier den Leſern mittheile, weil ſie auch auſſerhalb Landes als anwendbar angeſehen wer- den fann, Da dieſe Tabelle nächſt den übrigen bey einer je den beſondern Tabelle oben an ſtehenden Klaſſification des Viehtriebs und der Stallfütterung annoch fünf Abtheilungen in Anſehung des Streuſtrohes enthält, ſo will dieſe zuerſt ſo nach den Buchſtaben 4--E über- ſchreiben, daß hierauf bey einer jeden beſondern Tq- belle nur gedachte Buchſtaben allein hingeſeßet, und die Leſer hiemit zurüfgewieſen werden, was jeder die ſer Buchſtaben beſagen ſoll, Hier iſt alſo ihre Bedeutung. A) In Gegenden, wo gewöhnlich Stroh im Ue» berfluß gewonnen wird, dergeſtalt, daß von der ganzen Auſſaat im Durchſchnitt per Winſpel 100 bis 120 Mandeln und darüber gerechnet werden, B) In Gegenden, wo im Durchſchnitt von der ganzen Auſſaat 90 bis 100 Mandel Einſchnitt per Winſpel gerechnet werden, C) Jn Gegenden, wo im Durchſchnitt weniger als 99 Mandeln per Winſpel von der ganzen Auſſaat berechnet werden, und es alſo am Stroh zum Einſtreuen fehlet, D) In Gegenden, wo dieſer Strohmangel durch Kiennadeln, Segge, Lußgras und Streuling erſeßet werden kann,; E) Jn - Mn 48.227 PEN, M Mi. I SENI LV Vak SINE Kk ZIERER«Rde DOLLAR A WU Da hkrk 420 Wie DE HAET X |; M: X 688 Siebentes Kapitel, E) In Gegenden, wo der Strohmangel durch wohl« feilen Strohanfauf erſeßet werden kann, und nach Anweiſung der Rechnungen auch würklich erſeßer wird, als in welchem Fall das gefaufte Stroh bey Taxirung der Güther zur Ausgabe ge- ſtellet wird, Noch iſt zu bemerken, daß die unmittelbar über die Ziffern ſtehende Buchſtaben S. und M. Scheffel und Mäßen(Berliner Maaſſes) bedeuten. Wenn daher z. B. in der erſten Colonne der erſten Tabelle ſteht: in kaltgründigem Boden 1x S. 2 M. ſo heißt dieſes ſo viel; von einem Stü> Vieh erhält man ſo viel Miſt, daß man damit x Scheffel und 2 Maßen Auſſaatland, oder Land, auf welches x Scheffel und 2 Mäßen ausgeſäet werden, bedünget. Noch ſind auch in den Tabellen einige Fälle zu bemerken, die gar nicht wahrſcheinlich oder höchſt ſel ken ſind, aber, zum Ueberfluß gleichſam, doch bereche net worden. Dieſe ſind Tab. 11. A. und B. die bey den erſten Rubriquen, nämlich bey zureichendem Heu gewinnſte und Ueberfluß vom Heugewinnſt, Ferner Cab. 11. C. und D. die erſte und dritte Rubrique. Und endlich Tab. IV. C. und D. gleichfalls die erſte und dritte Rubrique,; An Mai Ms gefialet Erd wm mim Dey jb! . dem„Zw wins cm durch wohl tan, un du würflid E08 gefaſt Üliiging F ftelhar he 1M, Chf jen, Dey S:ſten eh) „M, ſofeh jalt m id 3 ihn Shfin) Bey zureichen dem Heuge- winnſt, derge-| Bey Ueberfluß Bey Mangel ſtalt, daß jede vom am Kuh wenigſtens Heugewinnſt.| Heugewinnſt. 8 Centner Heu befömint.„td in falt- in falt- in fkalkt- grün- jinwar grün- jin war-| grün» jin war- digem| mem digem| mem| digem| mem Boden.| Bode.|Boden.| Bode. Boden.| Bod2. S.| M.|S. S./M.=.[M.|S.|M.|S.|M. Dol 6 206.14 4/1| 5211 g!--/142 1|-- --|14F j1 Zh| DEES SI 5 132|==| 15 --j102"€ 121 122|--| 1 4|== 1190 ii== IL --|1155'/ LAHE F= LI I 14 ||--j14+(x|>18 1,2 31| 4-|13 ili Xr Tab. il Tn Tn SENSE HTE EITE OL KUNST ZT EEA IEPEET IO 696 1! Siebentes Kapitel, : Tab. Il. Von jedem Stü Pferd, Rindvieh, als Ochſen, Zuchtrindern(Bullen, Reitochſen ,) Kühen promiſcue, zwey Stück jung Vieh gegen ein altes, und das junge Vieh gegen das melkena de Vieh in der Proportion gerechner- wie Xtel zu Stel fann Dünger erhalten werden, „Ss Sr SEES / "Benn das Vieh gewöhnlich zu Ende Martiz zu Felde geht, und Medio Decembris eingeſtels let wird, Bey zureichen- vemHeugewinnſt,| dergeſtalt, daß je-|' Bey Ueberfluß Bey Mangel de Kuh wenigſtens vom jj am Heuge: 8 Centner Heu be- Heugewinnſt,| winnſt.. Fommt, weren BOOoOE> PSSST in kalte[in warsjin fkalt-|in war-lin kalt'in war« grün»| mem| grüns| mem gründi-| mem digem|Bode,| digem|Bode, gem| Bode. Boden. Boden. Bode, S.| M.|S.|M.|S.| M.|S.|M. S.|M.|S.|M, ==ij14Z|1 I--I1 1--|1 2|-=| 14j-=-1 15 --[104=-| 12 45=| 141==i( 92 1=1| 1 "“"|8==| 10|-- STALL Dh Ef LEE) Wg DSSS RO EIGEN DSR SOR SOY md 14 la43 je[teh Is| MIE Tab, IN. Gewöhnliche und ungeiv- Düngungsarten, 691 B. Tab. IN, mbbieh,(';| Von jedem Stüc Pferd, Rindvieh, als 3 Dich zy Ochſen, Zuchtrindern,(Bullen, Reitochſen,) E-, das 16: Kühen promilcue, zwey Stück jung Vieh ge- El, iwie Ih, gen ein altes, und das junge Vieh gegen das [DMK melkende Vieh in der Proportion gerechnet, wig I Itelzu Ztel kann Dünger.erhalten werden. --=z=z=z= E Ende A; 5: ft:>: Sris(iy Wo die Stallfütterung eingeführet iſt. Bey zureichen- dem. Seuge-|| | winnſt, derge-|Bey Überfluß Bey Mangel 3 Man ſtalt, daß jede] am Heuge- am Heuge- 1 Heu Kuh. wenigſtens winnſt, winnſt, win g Centner Heu "f: : befömmte| 4 ni | in kalt-|in war- in falt-lin war-jin falt-|in ware E falt grün»| mem| grün-| mem| grüne| mem a digem|Bode, digem|. Bode,|digem Bode. » 4 Wi Boden. Bode. Bode. Q FE NE R-<<< ode, 7 M. S.|M. 2 M; S M. 2: M. S. M. 15 A.|| 1 152| gl 1! 8| 11 1217 al rr] 6 EEN B, 1|3 1 5 Ll AE T 31 21 I 3 (141-1) C: 23]--|14| 114 910 35 MAHE Se (931-1 D|lza2l x|=| 11--| 12|=- .(1142| 1 x 114102 2|-- 14 4,77 El Aaa Saals 8| 12 i-=|i“ j13i-|! GI . KE TEINT TEIESEGIN + aas R Kink ut r.. -= EA. Kleie ATAG UE ERICH M - SIE AA TE EESTI 07 Bis TEA ESTR CH VONSTLT: FFG; FSE IFI Ker 692.1611Siebentes 3 Kapitel, Tab, 1V. Von hundert Schaafen, als wobey inclu- DONE> live des Schäfers'Ant Vieh gerechnet wird; heil und des Knechts Zed nan 7" 8 Wenn gar nicht gehordet wird, Bay zureichen- dem Heuge: winnſt, wenig: ſtens 3.30 Cent- ner Heu per 300 Schaafe, Bey Ueberfluß vom Heugewinnſt. in kalt-|in war- gruün-| mem digem| Bode. Boden. 5115 11:71: 26 4|172 1 61-- 3 S| 4 8 311341 41 14 4|12||=> | Bode. wem, Get eden in falt-|in war- grün-| mem digem|Bode. kn Bey Mangel am Heugewinnſt. in falt» in war- mem |'Bode. SIR| Thiers 5] I5 4|;2 4i 12 5115] ERNE Beyza ' Aufn weng Er m wig ey. Nay am / vgewint „ee menden Babi EB: mv Ben[90, Gewöhnliche u, ungewshnl. Düngungsart, 693 Tab. V: Von hundert Saafen, als wobey incluſive des Schäfers und Knechts Vieh gerechnet wird. Wenn mit dem Güſten- und Hammelhaufen gehordet wird. Verhältniß 26 im Stall 335 Horden. NEE-. al 8 Bey„ide Heuwerbung Bey Bey Mangel wenigſtens 3 309 überflüſſiger an Centner Heu per| Heywerbung: Heuwerbung. 100 Schaafe. in kalt- in kalt- in falt- grün» ſinwar-[grün-[in war- grün» jin war- digem| mem|digem| mem digem|mem Bo- Boden,|Bode.|Bode-| Boden. Bode,| den. “S7 M /S.M.|21M.|S./M.|S.|M.[S.] 9 KN 41 455 5,63 5| 416) 55 A. 41 83 Pls wd a[S2 Pia: 51 187 2 31:31 yz Gy 92. 314 NE BB A EIUS 5]: 2,414 D.|| 2112551 31851 31106 4/1221 21-8 21145 EN SL 68 I alsSl aF M 51 M 3 ZU BEI Xx. 3 Tab, VI. Rie ALU RER NE CEIEE, DI BITTE 753 m EIT HATE EITE WIN ra m X Sate M“ 3 Siebentes Kapitel, Tab. VI. ' Von hundert Schaafen, als wobey incluſive des Schäfers Antheil und Knechts Vieh gerech» net wird, 694 [ WOEE Dai] En dad Wenn mit der ganzen Schäferey gehordet wird: Verhältniß 3X oder 757 gegen 3 oder 54 Bey zureichen-' der Heuwerbung Bey Bey Mangel wenigſiens 3 30j überflüſſiger an Centner Heu per| Heuwerbung.| Heuwerbung.: 100 Schaafe. in kalt-]. in falt] in falt grün-|in war-|] grün- jin war-| grün jin war- digem| mem| digem| mem| digem ij mem Boden.| Soden,|Boden.|Boden,| Boden,| Boden. “N1S.[M.|S./M.[S.|M.|S.|M.|S.1M.|S.|M. Aly 31 731 41 6| 4135515 j33| 212231 3/1108 B.|| 2j123| 3; 8| 372514 j13| 2192| 211443 C.|j 2| 23] 2110| 2163|3 1x| LI2431 213 D.| 2|4a3l 21L32| 3112313(5752| 21 Si 2? TE 2| 2,223 31 8| 317x514(25| 219221 21144 Gm? zv 317 ſi an; 104 Düngur 9 neun I ner Dihy Düngu 11 ane N ve Ue! hun rung df den Falt/ zertheill| vielfalt) Hinder J ader wenah arbelinnagg Veiſe v mh 6 dee neh daß wd Vig! ENEN DS, Nu au verb I EEE TR UEK GEIER ae--<. Gewöhnliche und ungew. Düngungsarten, 695 Tab. VII. Zordenſchlatt für das 190, ſo würcklich in der Horde liegt, Man nimmt hieführ durch die Bank fünf Schef- Fel an; wobey anzumerken, daß bey ſechsjähbritzer Düngung der Hordenſchlag nur halb ſo hod), bey neunj&ähritzer Düngung nur 3, und bey zwölfjähri- zer Düngung zu X, unb nur allein bey dreyjähriger Düngung für voll zu rechnen ſey» ERROR OE 3-40 EE EN SISI SINN AÄchtes Kapitel, Das Graben und Pflügen. ur Gewinnung der Feldfrüchte muß der Boden ſo bearbeitet werden, daß die Pflanzen ihre Nah- rung darin finden mögen, welches nicht erhalten wer- den kann, wenn die Beſtandtheile des Bodens nicht zertheilet, und ihre inwendigen Zwiſchenräume ver- vielfältiget, zugleich auch Gras und Unkräuter, als Hinderniſſe der Fruchtbarkeit eines Akers, vertilget, oder wenigſtens gemindert werden, Zu ſolcher Be- arbeitung des Bodens bedienet man ſich gewöhnlicher Weiſe der Pflüge, Spaden,(Grabſcheide) und Haa en(Karſte) G+ 9. 225 A. Das Grabes, Die Bearbeitung des Bodens mit Spaden iſt nach durchgängiger Erfahrung die allervollfommenſie, und der Acker kann nicht höher zum. Ertrag gebracht It 4 wer» Cm SSI TITS METS ESTWUCGT WUNNEZS UR EFRTT ARE -“X NEN TINE IEE EIGITEIT>> IE 2720 696 Achtes Kapitel. werden, als wenn er gegraben wird. Viele leichte Sandfelder tragen ſo gar mehr und beſſers Korn nach dem Umgraben als Pflügen, ſo wie es.in hieſigen Gegenden alle Tage geſeyen wird. Man bauethierher, um auf dem Sande viel Hirſe, Der Bauer aber, wenn er an die 2-4 Mäßen und darüber ausſaet, grabet alles Hirſeland, ſo mühſam es auch iſt, dens noh herum. WBegegnet es einem oder dem andern, daß er in der Saatzeit Mangel am Geſinde oder Tag- löhnern hätte, und er muß ſein Hirſeland pflügen, ſo hat er, wenn er noch ſo genau und zweckmäſſig den Acer zur Hirſeſaat pflüget, gegen ſeine Nachbaren folgende, ſofort in die Augen fallende, Nachtheile. Die Hirſe beſtaudet ſich um die Hälſte weniger 3 be kommt fürzere Hälme; und um die Hälfte kleinere Raſpen; ſo kann auch der gepflügte Hirſea>er kaum vom Unfraute gerettet werden; da hingegen der gegras bene nicht halb ſo viel Unfraut hervorbringet, und alſo das Wieten oder Jäten ungleich weniger beſchwer» lic) macht. Beym Graben des Ackers wird Unfraut- und Grasſaamen und Wurzeln genauer und mehr in die Tiefe gebracht, daß es darin ſeinen Untergang fin- det. Das Erdreich wird durchgängig durch das Gra- ben mehr getrennet, ſo, daß ein gegrabener Acker, ohngeachtet er nach dem Umgraben ein Jahr ruher,- und zur Feldhürhung braache liegt, nach ein Paar ſehr gute Aerndten ohne Miſt bringet, und. es den friſch gedüngten Aecern ſehr zuvorthut. Vortheile genug, welche den Bauern hieſiger Gegend die ſo ſchwere Arbeit des Grabens bezahlt machen müſſen. Die T7aturforſchende Geſellſchaft in Zürch preiſet in einer 1773. den Landleuten mitgetheilten Schrift das Umgraben eines Akers alſo an: Ein Acfer, der gleich gut iſt, gleich gut gedünget wird, trägt „Litern edes deR EIR SEI"nt Dns dn demn fR mn d x (nl„ ve we audern 19: ee mit 7 mat 297 hafen mandÖ wöhn)i! vent 0 Unfrl) ſolget/M Umm als vn (eſ mitg! ihre 07 Der put3 5: me hB nd WEN Repo muß wird jim med den Fah nict pi! dem CyY) ihre FrpH (enb fun früh! C ew H me anden gehtdige n6-9 Ieh, il ae AAC HIE Kebriit SARER ZUE“ Nele ih) y% Kenny Tm Ah M uethire SBau dy ht wi| eh ſ/ W| Sem wy,| EO dert| Pn) füm! ! EIniſin' 13: Nic| SNechn Digit»| Bſt fim| C'adet fin| 8) der ins| Pnget, 1! pe5a beſamt| 8 1d Unft| Sd mh! UR ergang fü| GS| das Om| TT DNL.0| gyhe meh, open Daar| des den| 4 Vortheil! nd die N| gnüſſen| nin Zur p gethelln vp an; Ür ' gige it) (äh! SECTIO IDs I.„ 2 Gt STER DE- Ta nalin ZE Lane SIREC kam rind 4 3-AUAIEEE CIE rt De aninnn« 4 ELER SCH. MEIS Das Graben nnd Pflügen. 697 trägt 2, wenigſtens X mehr,(in hieſigen Gegenden, wie zuvor geſagt, bey der Hirſe 3 ſogar mehr, bey andern Getreydearten aber wenigſtens 3 mehr;) wenn er mit Schäufel(Spaden) und Karft oder Hake, da mari Berge, die man nicht bepflügen fann, herum zu hacken pflegt, wiewohl ſolches auch auf der Ebene in manchen Gegenden z. D+ auf dem Scwarzwalde ge- wöhnlich iſt,) gebauet wird, als wenn man ihn mit vem Pfluge bauet. Erwird mit kieinerer Mühe vom Unkraut rein gehalten und leichter geegget.(Bey uns folget. nicht die Egge ſondern die Harke(Rechen) dem Umgraben, weil das Land vom Graben weit loerer, als vom Pflügen wird. Die Pferde treten daher zu tief mit ihren Füſſen ein, daß die ihnen folgende Egge ihre Fußſtapfen uicht wieder ausfüllen und ebnen kann« Der von den Pferden in die Tiefe hinabgertretene Saa- me geht nicht wohl, oder, wenn das kand leimicht iſt, gar nicht auf; und der aufgegangene Saame muß er- ſaufen oder auf immer fränklich werden, wenn das Regenwaſſer in den Pferdeſußſtapſen ſtehen bleiben muß. Wenn dagegen das gegrabene Land geharket wird;(mit dem Rechen eben gemacht, oder der Saa- me. damit der. Erde einverleibet wird 3) ſo bleiben von den Harfkenden keine Fußſtapfen fichtbar, weil ſie theils nicht ſo tief als das Vieh eintreten, theils auch bey dem Einharfen des A>ers rückwärts gehen, folglich ihre Fußftapfen mit der Harke ſowohl auflockern, als gerade harfen.) Man hat nur nöthig zur Winter- frucht den Aker einmal umzugraben, und das thut auf einer Zürchiſchen Juchart ein geübter und fleiſſiger Mann in 10 Tagen. Zum übrigen Getreyde und andern wird das Land nur einmal mit dem Karſt umz gehackt, welches bey jener Juchart ein ſolcher Mann in 6== 8 Tagen verrichtet. Sollte das nicht diejeni- gen, die nur wenig Feld urd kein eigen Vieh haben, Er 5 ermun- AALENER BRUNN RU EIIIE Ref DCS ARE Lw 7 Saen kek dE ue DEI .: X 698 Ilchtes Kapitel. ermuntern, ihr weniges Land lieber mit der Schaufel. (Spade) und Karſt(Hacke) zu bearbeiten, als es um Lohn pflügen zu laſſen, welches gemeiniglich noch dazu ſchlecht und zur Unzeit geſchieht? Die, ſo es im Zürs ſind, 0 halten die Sohlen nicht nur den Auftritt aus, ſondern es können auch die Gräber barfuß auf ein ſolches Holz mit Treten aushalten. Ganz eiſer- ne Spaden können zwar ohne Auftritt des Fußes mit bloſſen Händen noch einmal ſo leicht, als die hölzernen, ins Land geſtoſſen werden; allein dies kann nur ein Paar Tage höchſtens ſo aus» gehalten werden, und ermattet Hände und Arme zu ſehr. Dagegen der Auftritt des Fußes ganz allein und ſehr leiht die Spade in den Grund hineintreibet, daß den Händen weiter nichts, als das Anſeken der Spade, das Aufheben und Um« kehren derſelben mit der aufgenommenen Crde, übrig bleibt. Wenn die Spade 8 Zoll breit, und 9 Zoll lang iſt, ſo iſt ſie dazu eingerichtet, daß vieles Z2and in einem Tage kann umgegraben werden.;Für Kü- hengärten, auch für Aecer, die nicht Thon oder Fehm ſind, und in welche die Fettigkeiten des Düngers ſich herabgeſenket, unh wieder aus dem Grun« iE nn an 7 MERE, SN<er- 3Fuod im baues anfömmt, ſo unbedeutend und ſchlecht es auch 433, vd Nichtkennern der Feldwirthſchaft bedünket. Cinfran- 19C01,) zöſiſcher Dichker hat nichts übertrieben, wenn er vont zee nigt Pfluge ſagt: zg nal voi Inſtrument vil ävoir, ſans lequel toute fois 190 Ve Les Sceptres tomberoient hors des mains de ) Sud ſein! 005 RoIS.- € Wehe“ Ein Werkzeug, das nur ſchlecht Unwiſſenden gefallt, Fs m Macht, daß der Fürſten Hand der. Scepter nicht An) des; entfällt, a Haugvater 1. 25and. Dy Es Lama gr SE Vw onkel Annett 8.2 mr I WESKZT Tull Bleis.„A Glied=-- BT en NEWA ba 127 DEST PETECGT ZE WEH . 7 MADLEN ZD: [] 706* Achtes Kapitel,- Es(ſt dem Landwirthe'des"Mittelſtandes unver- zeihlich, wenn er ſich um dieſes erſte und nüßlichſte Aker inſirument ſo wenig bekümmert, daß er ſo wenig die Theile deſſelben, als ihre wichtige Zuſammenfügung kennen lernet oder lernen will, um ſeine Pflüger ge- hörig zu meiſtern; weil ein ungeſchickter oder falſch ge- ſiellter Pflug den Aker, wenn er noch ſo gut ge- duünget werden, mehr verdirbt als beſſert. Nicht zu gedenfen., daß ungeſchickte oder nicht recht geſtellte Pflüge das Zugvieß ohne Noth angreifen und abmat- ten. Ein der beſondern Beſchaffenheit unſers Bo» dens recht anpaſſender und richtig geſtellter Pflug, wels eher leicht geht, macht, daß man das Ackern deſto ge- - ſchwinder verrichten oder vollenden kann, Ein Haupt«| umſtand beym Ackerbau! da es ſo ſehr“einträglich iſt, ſich mit dem Pflügen in die Zeit zu ſchicken, d. i. nach Beſchaffenheit der Witterung entweder pflügen, oder das Pflügen unterlaſſen. Man findet alte Wir- che des Mittelſtandes, welche kaum die Haupttheile eines Pfluges zu nennen, geſchweige ihre Richtung oder Zuſammenpaſſung zu ordnen oder anzugeben wiſs ſen. Mauchem Dorfedelmanne wäre doch wahrlich mehr gerathen, wenn er gar keine Paſſagen aus Ro- manen, und lieber das erſte Kapitel aus dem erſten Theile des Hannöverſchen Hausvaters auswendig ges lernet hätte. Und die Candidaten des Predigtamts, „welche zu Landpfarren, deren Einkünfte auf dem Aker- baue beruhen, befördert werden wollen, müßten zur Ehre und Beſten des Staats gar nicht von den Con» ſiſtorien angenommen werden, wenn ſie nicht zuvor ein examen rigoroſfum über nur gedachtes Kapitel haupt» ſächlich ausgeſtanden, und das Zeugniß des Beſtehens darin beygebracht hätten. Es iſt nicht genug zu lo- ben, daß ſchon in Deutſchland der Anfang gemacht wird, die Candidaten des kandpredigeramts eben ſo ſehr Gaftic My Whtung| iQ wil recht, R Haufe,"0 der DfndD ſiche,| y 8 E9( gen von(AA Haupt hauſen 1'Qy ſine Seip ve vw? flichly 1 veran! ) VP ſhy! fhfe wr Es " Kel gr Bete 1, EI Aft Ach, [3 wg 1 Pamafigg 8 Pflüger N Met falſh" IF! ſo Ou y FJ, Nit) Becht gef EP und diy Di uſes vL Pfug ES em deſuy „8 Einh AQuträglit) Ka hiden, 1, ÖUrder pfl Mu tale 16 Haupttft |] ve Richy + geben 1 ah woh) Ehen aus ds es dem » 3wendiy) Sedigtan) gfdem Wi gumüßten ju „1 den(u) 1 et zue pitel hau) &) Beſteht greg 4119 gem i| as db ſy| Das Graben nnd Pflügen. 207 ſehr aus ver Bibel, als aus der Lanwirthſchaftswiſs ſenſchaft zu befrogen, leßtere iſt dem Hauptzweck des Predigtamts mehr förderlich, als ſchädlich. Der Geiſtliche und zugleich) Nichtökonome iſt ganz auſſer Achtung bey ſeinen Zuhörern, welche gemeiniglich, und ich will nicht ſagen, mit wie vielem Rechte oder: Un- rechte, das Vorurtheil haben: Wer ſeinem eignen Hauſe, ſeiner eignen AFerwirthſchaft, und wovon der Pflug das Weſentliche mit.ausmac< will ſeiner Ordnung, doch mit einigen Zuſäßen, nachgehen. 1) Ein Pflug muß nicht ſehr zuſammengeſetzt ſeyn. Kein AFferinſtrument wird ſo viel als die- ſes gebraucht. Dieſerhalb kann es nicht einfach genug ſeyn, um deſto länger zu beſtehen.„Je mehr Zuſammenſeßung an einem Pfluge wäre, deſto wandelbarer würde er nothwendig ſeyn müſ- ſen. Hiemit wäre aber einem Bauer gar wenig geholfen, wenn er an ſeinem Pfluge ſo viel zu fliken und zu beſſern haben ſollte- Je künſtlicher der Pflug iſt, deſtoweniger verdienet er Beyfall. 2) Der Pflug muß wobhlfeil ſeyn. Dieſe Tigen- ſchaft folgt aus der vorhergehenden. Das Cin- fache koſtet weniger als das Künſtliche. Der ge- meine Mann muß für ſein allerunetbehrlichſtes Ackerinſtrument je weniger je lieber ausgeben«. Von dieſer Beſchaffenheit iſt der in den meiſten Kreyſen der Mittelmark gebräuchliche Pflug, mit Yy 2 wele in mäſſigen Enkfernun- Lamda Di"kle fe in IE EST SHER INTE Ed WINNT EEN

tilmah + das Di „lt leicht 3Pren Bogy gg) aben, 1 155 m Pfliy) 1(nad M, wei! men Sohl Mj Pfund ne SS KE I NTA Das Graben und“Pflügen. 709 Viele:«dieſer Stücfe 5" die wenig oder zar Feiner Abnußung unterworfen ſind,3- B. das Saalband,! die Pflugwelle u-ſ. f< dauren'Jahr- Hunderte bey den Bauern;: und können; ſo wie ſie im Anfange waren; immer bey neuen Pflügen bleiben, da einige andere 3«E. die Ringe'an dem Pflugbalken, die Buchſenbänder nur einer'gerin- gen Veränderung bedürfen, falls ſie: zu dem neuen Holze nicht:paſſen: ſollten, daß alſo. ein gemeiner Pflug nicht ſonderlich theuer-iſt.| 2) Der Pflug muß dauerbaftſeyn. DOhngeachket der Wohlfeilheit des Pfluges könnte doch der Bauer ſichnicht oft neue Pflüge.anſchaffen 3„wenn oft was an dem Pfluge ſchadhaft werden ſollte, ſo würde die Feldarbeit gar ſehe aufgehalten wer- den.„Es kömmt daher die Dauerhaftigkeit des Pfluges auf 1x) gutes Holz, 2). gutes Ciſen an. Das. ſchwediſche Cifen iſt allem übrigen. vor zuziehen; weil es. zähe, zund;-nicht brüchigt; wie das. Landeiſen iſt; 3.' anus. Das. Holz muß ſowohl. trocken als zahe ſeyn. Grünes Holz ſpringt und reiße auf, kömmt bald aus- ſeiner Verbindung,'und-wenn- es nicht'zahe iſt, ſo- iſt:es nicht von:Dauer- Zu Pflugbalken nimmt man gern junges Cichen- oder Eſchenholzz zum Haupte aber, Griesſäule,(Griesſcheide) und Stürzen:(Starzen.) Weigsbüchen» Birken- Rüſtern und» anderes dergleichen feſtes Holz» Kann man-Holz von Birn= und Apfelbäumen, „beſonders-wilden haben,-ſo hat man, weil es ſehr häuptern, Die Naturforſchende Gefellſchaft in Zürch“ ſchrieb den Landleuten 3'772 die Erhaltung des dauerhaſteſten Holzes ſo vor. Einen-guten Yy 3 Grin2 glatt und feſte iſt, davon das beſte Holz zu Pflug- Ed CER HMÜN KE Es na- nd 1 HTE RNIT A NNTZT URN UEREET, 710 Achtes Kapitel. Grindel(Pflugbalken) pflegt man aus Cichen- holz zu machen, das. weder. Mark no< weiſſes Holz bey ſich hat: folglich braucht man zu 4 Pfiugbalken eine Eiche von x00 Jahren, deren Stamm geräde und ſpaltig iſt. Der Pflugbaum - aber läßt ſich ſehr gut aus einem ganzen 25 jähri- gen Eichbaume machen, der noch Mark und weiſe ſes Holz hat; nur muß man ihn vor dem Uufs= reiſſen und Beſchädigung des Wurms auf folgen- de Weiſe ſicher ſtellen; die man auch bey allem andern Holze, das zum Pflug gehoret, nachah- men fann. Man wähie zuin Pflugbalken alſo ein gerades, geſundes, hierzu geſchicktes Eiche ſtämmlein aus; man arbeite es ganz friſch voll- fommer zu einem Pflugbalten( Grindel) aus, und mache das Sechloch(Kolterloch) und alle an- dere nöthige Löcher darein, die man alsdann mit Zehm ausſtopft. Nach dieſem kege man ihn auf 3 zwey Schuh hohe Steine, deren einer in die Mitte, die andern aber unter die heyden Enden zu liegen kommen. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß das Holz auf allen 3 Steinen gleich aufliegen muß, und daß die Steine(oder das Holz auf ih- nen): müſſen verrückt werden, damit das Holz auch da, ws es auf den Steinen auflag, gedörrt werde, Hierauf macht man ein mäſſiges Feuer von Spänen darunter, dreht den Balken immer herum; und dörrt ihn auf dieſe Art wohl aus. Hiervon entſtehen zwar viele kleine Riſſe, ſie ſchlieſſen ſich aber wieder zu, wenn man ihn her- nach in friſch Waſſer legt, und darin abwäſcht. Hat man den Grindel ſo zum Theil gedörrt, ſo hänge man ihn noch etliche. Monathe in Schorn- ſtein(Feuermauer) in den Rauch.' Die Erfah- vung' bezeugt es auch, wie dauerhaft aue olz M fel K nau vi bel ſe? hät!| Rohn wi rend! 00 won de/Sn Nuff: van 09) hw 8); ſh 461 Hof; daß ae Np/ WE hn NL unt! fm eb Ehn 0 m wen deln gi D(08 iht Mcd Weiſe vi My Aten, ey Edu Dj 5 Tar und yy Ie dem 55.3 auf fol) py bb dh et, nh Qobalke Su(dfes. 2, friſch 4 Windel) aw €) und alley (O0 /öbant vb ihn u gheiner in) feyden End FE) von ſel 5 ich auflit! Holz auf) Sit das H! OH 29, gedit x iges Fet DS(fon imm OD wohl au is Riſſe,| paran ihn H! 61 abwäſt gedörrt,| rin Sch! "Die Erſt) erauchen! p3 H Cidwen eam m aer, Das Graben und Pflügen, 71 Holz ſey, 3- E« Flegelkeulen, die:man'in den Rauch hängt. Ein verſtändiger Bauer im Zür- hiſehen hat nach dieſer Vorſchrift gemachte Pflug- balken ſchon 12 Jahr lang gebrauchet, ohne daß ſie ein Merkmal von Riſſen oder vom Holzwurm Hätten, und behauptet, daß das weiſſe Holz im Rauche eben ſo dauerhaft werde, als ſonſt das rothe iſt. Man erreicht den Endzwe> des Dör- rens no< leichter, wenn man die jungen, ZU Pflugbaiken taugliche, Cichen im Frühling, wenn ſie noch auf dem Stamme ſtehen, ſchälet, d. i. die Rinde abziehet,und ſienoch ein Jahrſtehen läßt« Nunmüſſenſie ſo ſtehen, daß ſie von der Sonne kön- nen gefroffen werden. Sie werden ſodann eben ſo hart als im Rauche z dafür ſind aber die Löcher ſchwerer darein, als ingrünem oder no friſchem Holze, auszumachen. Beyläufig gedenke noh, daß vorgedachte Geſellſchaft in Anſehung des Pflughauptes und daruf anzupaſſenden Pflug- ſcharrs verlanget, es. ſolle das Haupt mit einer eiſernen Sohle(Schiene) beſchlagen ſeyn."Das Haupt liege nur hinten bey der eiſernen Sohle, und vorne bey der Spitze der Pflugſchaar auf dem flachen Boden auf, in der Mitte aber ſeyes unten. etwas, z. E.ohngefähr x Zoll hohl. Man ſieht dieſe Einrichtung desHauptes vieler Orten'hier auch|ſo- 4) Der Pflug muß leicht zu regieren ſeyn. Hier- unter verſteht man, daß er die von ihm zu ziehen- de Finie ſelber mache, ohne daß er ſonderlich re- gieret wird. Er iſt fehlerhaft, wenn er ſobald der Führer die Hand abziehet, ausweicht, Der Führer hat faſt nur ällein den Pflug zu richten, und ihn zu Anfang des Stücks in die Erde zu leiten, auc) Achtung zu geben, wenn etwa ein Steinoder anderer Widerſtand den Pflug aus fei- Y9y4 ner SESEEEIRUIEEEE SITE IKT, Ib ELLAREAN An-dkrk lk 4 n AIR AAO NIN 212 1.21 Achtes: Kapitel; ner':Richtüng bringen ſollte. Eine Ausnahme aber kann ſtatt findenin-ſehr bindendem Thoneoder Zehm;-bey; der Dürre,„da der Führer. alle, Kräf- te anwenden muß; bey großen ausbrechenden Stücken Erde den Pflug.zu. regieren„..weßhalb «In ſolchem"Soden auch Pflüge-mit. 2. Stürzen ge: haltenaverden,.:-., TE b; 5) Eine; Haupteigenſchaft des Pfluges iſt auch. die- “+ ſe/daß ereicht zu ziebe1t ſey. Denn das Zug- vieh kann ſodann theils. mehr Land bearbeiten, fheils kann es auch. wohl der Zahl, Größe oder Stärfkenach geſparet oder erübriget werden. Es äſt daher viel Verdienſt um den AFerbau„wenn ſich hie und.da die: Mechanik bemühet, leichter- gehende,-Pflüge zu erfinden und einzuführen. So hat, ſich vor einigen Jahren. ein ſächſiſcher Ffanbmann,,“ Friedrich Wolf, ohnweit Delitſch, an; Anſehung dieſes Artikels ſehr verdient gemacht. Seitdem er ſich einer neuen; Pfugkarre,(Vorder- Seſtells,„Vorderpflugs)- mit hohen Rädern.und andern Verbeſſerungen bedienet, bauet er ſeinen Acker mit einem Pferde„da. er und feine Vor- fahren2ſonſt zween-nöthig, gehabt. Der Pflug öſt ſeiner hohen Räder, halber leicht, der- Zug geht in/gleichen Linien mit der Bruſt des Pferdes fort, die, Koſten ſind mäſſig: Mit 3 alten Pflü- gen, iſt bey. mehrerer. Anſtrengung der Pferde nicht leicht ſo viel auszurichten, was dergleichen 2: Pflüge thun. Schmiere mit Oeliſt bey. dieſen "Pflugrädern vorzüglicher,: als die Wagenſchmie- ' De /'worunfer man. meiſtens zu viel Theer miſcht. Das Kettlein vorneian,der Zunge muß- hangen bleiben, und darf weder zu kurz,. noch: zu. lang, ſeyn,-Beym Umwenden.darf man dieſen. Pflug nicht:herum reiſſen, ſondern den Pferden in die Guhrs "öh vin Dlaneohy| 23 Rez;/ ZU een EZ weßhi] 22 en Sub) 19510634 arbeit Ke oberh Stn, 6 | M) bin | 4 leiht | FS yfühn, | EE Öſi | liſt | upvzemah || za Bordt | Metn.u) | S1 ſeim [5 ne Py 22: Py SENEN 36 Yes 9 Pfl: 5 Pfad! 3. glei EN dieſet ae ſchmit 2: miſcht wg hangt u lan) 91 ew Ze; Ü die u GELEES ES PSE IRENE er GI ZE IIREISEHE ER alt HIE M RIES WEED 2ASSIEICKREK RERE.= AO ERDE SE ahm 4 x EEEEREE 7 Das Graben und Pflügen, 713 Fuhre nachſchieben, welches dem» Pflüger ſehr bequem iſt... Das Intelligenzcomtoir in Leipzig zeigt dieſen. PAug im Großen und. im Modell. Es wird aber beſſer ſeyn, dieſen Pflug ſich im Großen, der aus Delitſch von dem„Wagner Ans- dräe. nach Leipzig für yT Thaler, geliefert wird, kommen zu laſſen, weil in der.-AuSarbeitung nach einem Modell. leicht gefehlet werden kann.- Man hat ſchon hin und wieder dieſen.Pflug einge führet, und ihn ſehr bewahrt gefunden.+4-- 6) Ein guter Pflug-.muß die Erde- leicht durch- ſchneiden,-ohne.gleich in die: Höhe zu. ſpringen oder ſich. gar aufhalten zulaſſen,„wenn ihm Stei« ne oder Unfrautswurzeln entgegen. ſind, welche er. entweder aus dem. Wege räumen oder- durch. ſchneiden muß. 8) Eine der hauptſächlichſten Eigenſchaften des Pfluges iſt auch dieſe, daß er die Furche vollitz umfFebre, ſo daß die Oberfiäche nebjt allen-dar- “anf befindlichen Stoppeln ganz unten zu liegen komme. 9)..Der« Pflug muß eine reine Furche machen. Dieſe ſoll ſo rein jeyn, als wenn ſie mit einem Beſen ausgekehret wäre. Denn wenn der Pflug. Frümelt, ſo kömmt dies daher, daß er die Furs he nicht gehörig uimwirft, oder daß das Streich» brett zu kurz oder zu breit iſt, oder daß Kolter und Schaar nicht recht gerichtet ſind, oder der rechte Sterz(Sturz) zu weit MAE und ſchabet.: x 6Y-Endlich muß ſichder Pflug auß leicht wen- den laſſen laſſen. Denn an jedem Ende des .- Aferſtürs muß damit umgekehret:werden. Denn wenn die Wendnng ſchwer iſt, ſo iſt:es dem Pflü- ger und Zugvieh zu mühſam, oder der Pflug Yy5 wirft KM IEE RI EIE 11 714"1 Achtes Kapitel. wirft gar um. Dieferhalb muß des Wendens Halber-der Pflugbalfe oder Grindel nicht unbe- weglich am Vordergeſtelle, ſondern nur mit einer Kette verbunden ſeyn, damit man den Körper des Pfluges(den Hinterpflug) wenden, werfen, und zur Seite legen könne, wie man will. Jn manchen Gegenden hat man unter dem Kloben vor der Zucht ein Knie an den Pflügent, damit 'der Kloben nicht bey der Wendung ſenke, und in die Erde faſſe. An dem Wolfiſchen Pfluge Nr. 5. wird dieſes beſonders gerühmet, daß er beym Um- wenden nicht herumgeriſſen werden darf, ſondern zur Bequemlichfeit des Pflügers den Pferden in der Furche nachgeſchoben wird. Denn je ſtärker - oder ſchwerer der Pflug für ſchweren Boden ſeyn muß, deſtomehr macht ſeine Laſt dem Führer doch zu thun, wenn er den Pflug herumwerfen ſoll. 2) Einrichtung und Stellung der Theile eines Pfluges. Die gemeinen Pflüge haben zwey Haupttheile, Dieſe ſind der Vorderpflug(Vordergeſteile, Pflugkar- xe,) und der Hinterpflug. Jener iſt der Haupttheil, welcher dem Zugviehe am nächſten, und auf Rädern gehet 3 dieſer iſt dem Pflüger am nächſten. An die- ſem hat man, wieder folgende Haupttheile zu bemerken; .. X) Der Pflutzbalbe;(Grindel, Grengel, Pflug- haum;) iſt das allerlängſte und kenntlichſte Stück des ganzen Pfluges, wodur< er zuſammengehalten. und xegieret wird. 3) Das Rolter;(Seh, Sägez) iſt das lange Meſſer, welches auch wohl in manchen Provinzen das Vorvereiſen,oder Pflugeiſen genannt wird, Es gehet von : dem € vu pe Zu pen und(18; 3)"8 nahf ft, abſchnetiy| 9) Amy M (AR: Gw di(Mr ges(3) hv Dude; 8 ſeul 38 (0 7 ha R„y ſ! vue Fin der linfyS! untere hay fen) unh y Vruntergn 3) Dy lis| Miche& zufe Warn Vfulp| triebe, 4 let, de Sein Gy bv Bendy WCricht unh ZME M) Kit Sty, wih EF! wil, 4 Sem Ait Fuer, hr Sti, m S1) fluge 9; PCr beym) (Fnrf, ſel 18 We: Ew je feb 1: Bode! SCHühnt) ABerfen|! 8; eh Seh 1 pf 5 hun) eau Ni A“ Mh? [Eau bem! 3 ngel, M Fie Stie) ehalte eiſt das pobinj j Ei SET IRAENE R AI DES V 1 ETAT IEE DER AN TER FOLK RENE 7 ERTEL IR-. Das Graben und Pflügen. 315 vem Pflugbalken unterwärts herab, um das Land einer neuen Furche in gewiſſer Breite und Tiefe einzuſchnei» den uud abzutrennen. 3) Das Pflugſchaat, welches dem Kolter zu- nächſt ſtehet, muß die Erde vom Boden horizontal abſchneiden und aufheben. 2) An dem Pflugſchaar bemerket man noch die XWMolderſeite; diejenige Seite, die an der Kan- te der neu abgeſchnittenen Furche gehet 3; die Schneide; die gegenüberſtehende Seite; und die Griffſeite, welche an dem Haupte des Pflu«- ges befeſtiget wird, b) Das Pflutthäupr 3;(Höft, Höftbret, Heut, Pflugholz.) Dieſes iſt ein plattes ausgeſchnittenes Bret von recht feſtem Holze, in welches die Gries- ſäule(Griesſcheide) und der linke Sterz gezapfet wird, auch das Schaar feſthalten muß. 4) Das StreiHbrer(Muhl- oder Reſterbret, Ohr ,) muß die von dem Pflugſchaar aufgenommene neue Furche noch weiter in die Höhe heben, und von der linfen Seite zur rechten hin ganz umlegen. Die untere Seite am hintern Ende wird etwas ausgeſchnit- ten, und ſo über der Erde erhaben, daß die Krume darunter wegſpiele, ohnedaß das Streichbret ſchleppet. 5) Die Griesſäule;(Griesſcheide) iſt ein läng- lichtes viereckichtes.: Holz, welches unten in dem Pflughaupte, oben aber durch den Pflugbalfen 3e- zapfet worden. Site wird nur unten verfeilet, in den Pflugbalken aber ohne Verbohrung nur ſtark hineinge- trieben, weil man zn Zeiten dadurch den Pflug ſo ſtel- let, daß die Säule durch ein Paar Schläge zurüc- getrieben wird.; 6) Der „16 1803 Yſchtes Kapitel»%" 6) Der Strers;'(Sturz, Stürze) iſt einfrumm« gewachſenes oder gearbeitetes Holz, welches oben ſo hoch hinaus ſtehet, daß es der Pflüger in der Hand führen, und hiemit den Pflug«regieren fönne.+ In. gleichem Boden iſt nur ein Sterz, nämlich auf der linfen Seite nöthig z in ſchwerem Boden aber befindet ſich auch einer zur rechten Hand, welcher der rechte, ſo wie jener der linke-Sterz genannt“wird«, An dem Vorderpflutze, oder“ Vordergeſtelle will diejenigen Theile nur beſchreiben, welche zur riche figen Stellung des Pfluges biene. 3) Die Pflugräder; wovon. in. vielen Gegen- den das rechte ein Paar Zoll höher iſt, als das linfe;*.) 23055 Fe, ie 2) Die Laufſpille;' welche an beyden Seiten, ſo weit die Räder ſtecken, vierkantig iſt. Wo ſtar- ker Boden iſt, da iſt ſie vom Eiſen, in leichtem Sanz de aber nur vom Holz. 252: H 3). Der Rumpf; oder die eigentliche Are. Sie geht durch die ganze. Laufſpille hindurch, und läuft mit den daran befeſtigten Rädern zugleich um.„31 einigen Kreyſen des.benachbarten ſächſiſchen Churfreys ſes heißt dieſer Theil die Dfluglade;(das Pflug- fröcdichen) in ver Mittelmark aber die Züchſe, und iſt aus einem Stücke, worunter, die Laufſpille frey, liegt, welche durch einen eiſernen Laufband an je "der Seite gehalten wird. 3 - 4) Das Zuntgen- oder Deichſfelloch iſt etwas' röchter Seits im Rumpfe,“ Es wird'in Sachſen das Walterchen genannt.“ 5) Das Zuchtloch; wodurch die an der äuſſern Seite mit einer Krampe befeſtigte'Zucht- over Pflug balkonfette geht. 7Zucht: und Zünge zuſammen wird in manchen Gegenden das Gezüunge genennet«: . en: 6) Die „9 Zudie)€ 1-7) 03 aus eina 13 überherg/0n men der M 9) 14 des Breſpb die Gta gar werlon: au) Anat welchen 019! QurhelD | deniſc(0 0) | Mugbalit | durch zvelht | voni zy SD WET vad urden 3)| y x | v Dehy | lon,des Spal |als We nahn,?: get niht Hy ih ſim by Nu vie des nN [| vater Wf; v. Wufügung| ſOnaihen,| Cunfrunmn Q)):3 oben) Oder Hai Sn, N ZU Serbe «der ehh ST, Elen Opt ,(0 ie Git) Xi Wo ſit! IJ tem Gu 25 Art, Ö >] und(a! je> IM. y E51 Chu) as Dith S hſt, 1! DS(pille fi) 19/0 an 8 )(hſen do int auſſen per Pfuy Im wi ggunel:' 6)4 ASD mak lige R E9 oo kh EED | SEE wilt Ee 3 1 RID ek PASLMEIC IS kr POR m IEEE SiI Das Graben und/Pflügen. 717 6) Die Vorletgewatge 3-(Geſchirr) woran das Zugvieh zum Ziehen angeſpannet. wird.. . 7) Zwey in den Rumpf gezapfete, oben etwas aus einanderſtehende,. Ständer, welche durc);einen überhergehenden Queerbalken gehen, und beyde zuſam men der Pflutzgaltgen:genannt werden, 8) Die Lichte; iſt ein auf dem Rumpfe-liegens des Bret, deſſen beyde Einſchnitte an jeder Seite an die Ständer paſſen; ſie kann dazwiſchen erhöht, und gar weggenommen werden, Aus der Buchſe des ſächſiſchen Pfluges gegen auf.beyden. Seiten oberhalb zwey Arme herfür,. die man ungen nennet, zwiſchen welchen die Lichte ſich befindet, die man hieſelbſt, das Czuerbolz(Pfugſatiel) nennet. In einigen Gegen det iſt in dem Querholze eine Hoblfchle, worin. der Pflugbalken rühet. Das Ausſpringen deſſelben wird durch zwey eiſerne, ſogenannte Sattelnägel verhindert, womit zugleich Sattel:und Pfiuglade zuſammen gehals ten werden, Die Stelle der eiſernen Nagel wird auch nur durch zwey hölzerne vertreten, 3) Die Verbindung des. Vorder- und Hinterpfluges, Wer. noch gar nichts von vorbeſchriebenen Thei» ſon.des Pfluges..weiß, dem iſt nicht beſſer zu rathen, als daß er ſich) ſolche von einem Acermanne oder Stell. macher, der Pflüge macht, zeigen laſſe, um die übri- gen nicht beſchriebenen Theile ſowohl, als fürnehmlidh ihre ſämmtliche Verbindung untereinander anzuſehen. Nun will ich das Hauptſächlichſte-aus. der Theo» rie des Pfluges, ſo. wie ſie von dem Hannosv. Haus- vater aufs gründlichſte vorgetragen worden, mit Hine zufügung einiger Erläuterungen. und. Zuſäße bes ſchreiben, May EEE 206 HELEN- SEL ATE GENET 718 Achtes Kapitel, Man ſießet aber bey der Verbindung des Vor- der- und Hinterpfluges zuerſt, daß der: Pflugbalke vder Grindel mit ſeinem vordern Ende nicht gerade vder in der Mitte, ſondern.nach der rechten Seite herüber liege. Hiervon nun, und'daß der Hauptdruk des Hinterpfluges an der linken Seite iſt, erhält der Pflug ſeinen geraden Zug. '"tiegt der Pflugbalke ſchief, die ganze linke Mol« verſeite des Pflughaupts aber geht, gerade an der Kante der neuen Furche hin, und folgt in eben der Li- gie, die von dem Kolter oder Sec gezeichnet wordenz ſo ſieht man daraus, daß die Verbindung des Pflug- haupts an ſeinem Pflugbalken oder Grindel nach einem ſchiefen Winkel geſchehen müſſe, und folglich eine ſehr genaue Abmeſſung erfordert werde, wenn der Pflug ſeicht und accurat gehen ſoll. So darf auch nicht ein- mal die Schneide des Kolters oder Sechs nach der Linie des Grindels gerichtet werden. Site wird etwas zur Seite nach der Schärfe der Molderſeite hingerichs tet. Durch dieſe Einrichtung nun erlangt man, daß der Pflug gerade ausgehen, und immer in der nämli- "-= Er 724.* Achtes Kopitel, . anbey aber an beyden Seiten bewegliche Zunge nach der linken Seite gezogen 3; und ſo wieder rechts, wenn die Leyer verlängert wird, daß alſo dieſe Leyer eben das ausrichtet, was von dem Ge- zunge zuvörgeſagt worden. 5 e). Es kann der Pflug auf zweyerley Art zugleich geſtellet werden. Wenn man den Pflugbalken verlängert hat, und der Pflug faſſet zu weit ein, ſo ſtellet man die Zucht rechts, oder die Leyer - länger, um den Pflug auswärts zu leiten. Falls ein eingeſpannetes junges Pferd zu weit zur Seite dränget, und daß alſo der ſonſt recht giſiellete Pflug noch nachgerichtet werden muß, ſo yält man hiezu in der Wage noch wohl zwey Nebenlöcher. Wird ein junges Pferd linker Hand angeſpan- net, welches man ſchonen will; ſo wird der Na- gel durch das rechter Seits in. der Vorlegewage befindliche Loch/geſte>et. Auf gleiche Weiſe kann man auch das mittlere Pferd durch Veränderung des Nagels erleichtern, oder ſtärker angreifen, 9) Die Probe des Pflugs auf ebener Erde, Man kann auf der ebenen Erde eine Probe ma» hen, ob der Pflug recht geſtellet, oder noch geſtellet werden ſolle, wiewohl die Probe nicht immer ſo zuver- läſſig iſt, daß der Pflug, wenn er würklich in die Er» de fommt, nicht noch etwas nachgeſtellet werden müßte. Man mache nämlich einen geraden Strich auf der Erde, welcher eine ſchon gezogene Furche vorſtel- len ſoll; bierneben einen zweyten parallelen Strich, ſo breit man die Furche verlanget; ſeße ſodann den Pflug ſo, daß das rechte Rad auſſerhalb des erſten Gtriehs Gis ſi paw Zur halfen fd 1 die Scr penn das Ede und gb derſeite fortge den mi ginn 4 10) iM Ze der Rol]p ſda (runde M van TH Buh fs vem City bey m oder lip muß nn Anſchunß ziehen 4 niht ſeas Fülhtt: c WINNEN vndieh hn ſwf Hells Vg ena oder 4) lic Zu end fp wid "td, daß[| »J rt zucht 3 Pugh A zu wiit( wdr die ky IS eiten, SP ferd zum Oler ſonſt 1D'derden m EB) wohl nd angeſt NA ird der| 19 Vorlegen 388) Veſſel! Ha Berandey Jr angren Fon 6 ve Pb zend gf H aner jo ju fich in di? eee wn) '; Strich kirche vo) ple Ein| » ſoda elo ves Gi Das Graben und Pflügen. 725 Strichs ſtehet, erhöße das linke ſo, viel Zoll, als die neue Furche tief werden ſoll 3 ſchiebe ſodann den Pflug»| balfen ſo-weit rüwarts oder vorwärts, oder erhebe die Lichte, bis der Pflugbalken beynahe darauf lieget, wenn das Haupt nebſt dem Pflugſchaar platt auf. der Erde ruhet. Nun ziehe man den Pflug vorwärts,: und gebe Acht, ob das Kolter oder Sech und die Mol- derſeite des Schaars gerade auf dem zweiten Striche fortgehen, oder wie weit der Pflug noch gerichtet wer- den müſſe, oder ob er gar in feiner Zuſammenfüguug einen Fehter zeige? 10) Das Kolter, Seh, das tange Meſſer Der Hannsv. Hausvater beurtheilet die Geſtalt der Kolter alſo, daß er denen, die Vorne nicht frumm, ſondern eine gerade tinie haben, den Vorzug aus dem Grunde zuerfennet, daß ihre Linie kürzer iſt, und wes niger Widerſtand findet, als wenn man ihr einen Bauch giebet, oder wenn die Schneide gar gleich ei- nem Gartenmeſſer ausgehößlet wird, wie er an dem bey ihm gezeichneten ſächſiſchen Pfluge ſich befindet. In einem ſtarken dehmboden, welcher von Gras- oder Unfrautswurzeln nicht ſonderlich gefüllet iſt, muß man freylich wohl nur belobtem Hausvater in Anſehung der Form des Kolters Recht geben. Wir ziehen aber in unſern Gegenden, wo die Aecer eben nicht ſchwer, aber ſehr gragarktig ſind, diejenigen Kolter vor, welche gleich einem Gartenmeſrer etwas ausgehöhlet ſind. Denn die Graswurzeln werden von dieſem eher zerſchnitten, als von jenem, vor wels hen ſte ſich ſeßen, und etweder machen, daß der Pflug theils ſchwerer geht, theils gar ausſpringet,-oder ſ0- genannte Rennebalfen macht. Cia Sichelartiges oder etwas gefrümmtes Kolter thut vieſes alles weni- Zz 3 ger 726%. Achtes: Kapitel,“ ger im Lande dieſer Art. So wie ein Gartenmeſſer leichter ſeinen Gegenſtand durchſchneidet, ſv thut es auch das hieſige Kolter oder Sech. Schneidet es aber nicht durch, wenn der Wurzeln: viel ſind, und ſelbige ſich in einem niedrigen, mehr" feuchten als- naſſen Boden, in Klumpen ſammlen und zuſammen- ziehen laſſen, ſo macht es die Krümme des Kolters, daß ſich die Sammlung nach und nach in die Höhe ſchiebet und über das Erdreich zu Tage kömmt, da ſie denn von dem Pflüger mittelſt ſeines ſo genannten Stökers( Pflugreutels oder Reute) abgeſtoſſen, und bey Seite geſchafſt wird. Die Schmiede müſſen die Schneide des Kolters, weil ſte die meiſte Verrichtung zur Trennung der Er- de vor ſich hat, und daher leicht abgenußet wird, mit dem beſten Stahle verſtählen. Die Schneide ſowohl als den Griff(der obere Theil des Kolters) macht man länger, als ſie im Anfange nöthig ſind, damit die Schneide, ſo wie ſie ſich unten abſchleifet, weiter herunter gelaſſen werden könne, Damit aber der Griff des Kolters deſto feſter gefeilet werden könne, ſo wird er vierkantig gemacht, und die Een etwas eingeſchärfet. Daß man aber das Kolter mit Keilen' befeſtiget, hat dieſen Grund, daß man durch das Heräusnehmen und Veränderung der Keile das Kol-- ter, ſo oft es Noth iſt, richten, oder es weiter herun- ter laſſen fönne. Es muß daher das Kolter- oder- Sechloch im Pflugbalfen um einen ganzen oder hal- ben Zoll weiter, als der Griff des Kolters, ſeyn, um die-Keile zwiſchen einzutreiben, auch ſolche bald nach dieſer bald nach jener Seite hin zu bringen. Dieſer- balb muß bey jedem Pfluge ein hölzerner Hammer ſeyn, um hiemit die Keile los und feſte zu ſchlagen. Mit einem eiſernen Hammer oder Beile thut man dieſes nicht gern, weil das Eiſen den Keilen zu viel Ge» (amal! at het, 4 (lag N (Del ws ſehr! neue Seil ugs m ſiecfen ha) glei) zug je Rh va 0105" Saile mit-1 perfplictern" [be die Wl | nachſehen, E [von Seile Uf en Feyerſoh Am?. EN= an den Cfsr geſtählety Pfug n00 Vepzs en ober If [et wird, jg) fein eli!y Und wenig der Cſs win zung beſſe, ds gen Verd mit bfi jährlih 4 Chmih I enimeſſe 3% ut N D det" [Sind, vn) [Pihten al Uſa Z| Rel B die Hi "Dimmt, N A enannta | Si ſſen, u) | 1S Rel 1(O1) der(; I» Evird, mit 4 10 ſoweh! jW) mad | 9). damit [ 36, weitet ) jraber dit 12m Fn, | Dh etwas | 1 6 Reil |(urch ds | Wies Ko! | 17 hetun: „Fr od" ger hal: «En, un | 8,1 nad „nn Dieſet: gelan k/h lage ) aut mot JJ) zu vit! Das Graben und Pflügen. 727 Gewalt anthut, und ſie entweder in Spalten auftrei- bet, oder den Kopf der Keile breit und fuſſelicht ſchlägt, daß ſie bald unbrauchbar werden. Und da nach Beſchaffenheit des A>ers die Stellung des Kol- ters ſehr oft zu andern, ſo muß der Pflüger immer neue Keile in der Taſche bey ſich, oder am Border- pfluge, mittelſt eines angenagelten ledernen Riemens, ſieen haben, damit er nach Erfordeyn zur Stelle gleich zugreifen, und nicht im Felde umherlaufen müſ- ſe, ſich von andern Pflügen oder Pflügern welche zu hohlen. Auch das ESchnißeln'oder Zurichten der Keile mit dem Meſſer und Beile im Felde iſt Zeit»-- verſplitterung. Der Hausvater, oder der Pflugmayer, der die Aufſicht über die Pflüge hat, muß allemal nachſehen, daß dieſe immer einen Vorrath von hölzer- nen Keilen bey ſich haben, die fie ſich zu Hauſe in ih- ren Feyerſtunden müſſen angefertigt haben.| Man muß darauf ſehen, daß die Pflugeiſen, Kolter und Schaar, ſobald ſie weggeſchliffen., oder an den Schneiden zu kurz geworden, von neuen vor» geſtählet werden, damit. tüchtig gepflüget, und der Pflug nicht am Leichtgehen verhindert werde. Wenn den Schmieden das jedesmalige Verſtäh- len oder Auſſchärfen der Pflugeiſen mit Gelde bezah- let wird, ſo leidet der AFersmann, wenn der Schmied kein ehrlicher Mann iſt. Er wird ſchlechtes Ciſen und wenig oder gar keinen Stahl zu den Schneiden der Eiſen gebrauchen, um deſto mehr Arbeit und Ge winnſt zu haben. Mir gefällt daher jene Einrichtung beſſer, da die Schmiede um einen gewiſſen beſtändi- gen Verding die Pflugeiſen vorſtählen müſſen. Bey mir beksmmt der Schmid für zwey gangbare Pflüge jährlich einen Scheffel Roggen. Wo man aber die Schmiede nicht zu einem billigen Accord bewegen kann, 3z4 da „28 Achtes Kapitel. da müſſen ſie durch die Obrigkeiten angehalten wer» den, mit den Dorfgemeinden einen durch erfahrne Taxatores ermäſſigten Verding einzugehen. Die Schneide des Kolters8, oder Sechs, muß nicht zu dichte an das Pflugſchaar ſtehen, damit die Unfrautswurzeln ſich nicht dazwiſchen ſtopfen, und den Pflug ſchwergehend und ſchleppend machen. Dieſer-. halb muß zwiſchen Kolter und Schaar ein Raum von einigen Zollen gelaſſen werden, In Anſehung des mit dem Pflugſchaar zuſam- men zu richtenden Kolters iſt die Theorie des Hannöv. Hausvaters richtiger, als die.des Hrn. HSagedorns, welcher in ſeinem 2andwirthſchaftlichen Haushalter S. 415. ſo lehret. Man ſoll ſich befleiſſigen, da in manchem Dorfe nicht ein einziger AFersmann zu ſin- den, welcher einen Pflug recht ſtellen fann, zum wes nigſten einen guten Meyer zu bekommen, welcher voll- kommette Wiſſenſchaft hat, einen Pflug ordentlich zu ſtellen, ,und in ſeinen rechten Gang zu bringen. Die Kunſt beſteht inſonderheit darin, daß der ſtarke eiſer- ne Kolter und das Pflugeiſen(Pflugſchaar) wohl verz einiget, und ſie beyde unten mit ihren Spißen der- maſſen gerade geſtellt und eingerichtet werden, damit ſie beyde einen ſchnurgeraden Gang erhalten, und, ei= ner nicht zur Rechten, der andere aber zur Linken ſich wenden könne. Iſt dieſes geſchehen, ſo muß das Kolter mit hölzernen oder eiſernen kleinen Keilen nebſt dem. Pflugſchaar wohl befeſtiget, und der Pflugbalfem nebſt ſeinem Zubehör. darnach gerichtet, Hierauf in dem Lande mit dem Pfluge eine Probe an- geſtellet werden, ob er gerade oder ungerade, frumm oder ſchief gehe,= Nach dieſer Vorſchrift würde man lange probis- ren müſſen, ehe das Schaar in gerader Linie ohne Sri. Rot JZ EEE GOTTES 7 ou PAD jagte 8 niht v/D: dedes I); (nte 179) Theor bs ftändi' y ſo vorl ey get, Mw (uA | pau(1 3) den Vp; | ſonder fes | weit(1x |(m duss gt(For de, dg: egen al Gei ihn jj; ein(an le Wh as | Mat| yi 3; Hank 4) SS dedety| q Sauöhit W| Mr, iy € Em uh 1| M8 zum 1 9 m der 0| EE yn VD! | Wutfs ep | Srwhlw|| 4 M if| 6 Spen, dant q 27, und 4(Epen [EE muß 188! Sell | Sund 0 gegen| gen robe a dr fru NE peo gin op Zur ESN vx SEIN CE DER ZÄGS ESE CALE BORN 8 EITE EE Das Graben und Pflügen, 729 Friktion und Streuung der Erde in der Furche folgte. Soll dieſes geſchehen, und auch zugleich der Pflug Feichter gehen, ſo müſſen die Spißen beyder Eiſen nicht völlig gerade gogen einander ſtehen. Die Schnei- de des Kolters muß ein wenig. linker Hand in paralleler Sinie weiter inwärts ins Land gerichtet werden, Die Theorie des Hannsv. Hausvaters iſt daher weit voll- ſtändiger und zugleich richtiger, wenn ſie hierüber als ſo vorſchreibet:: Was die Stellung des Sechs(Kolters) anlan- get, fo darf deſſen Schneide nicht nach dem Grindel (Pflugbalken) gerichtet werden, ſondern fie muß ge- nau in der Linie ſtehen, welche die Molderſeite von dem Pflughaupte nebſt der Schaar beſchreibet. In- ſonderheit muß die Spitze von der Schneide des Kols- ters recht parallel in dieſer Linie ſtehen. ZIſt'ſie zu weit linker Hand ins Feld gerichtet, ſo faſſet das Kols ter oder Sech zu tief und breit ins Land, der Pflug geht ſchwer, fähret aus, und man iſt nicht im Stan» de, eine gleiche Furche damit zu ziehen. Stehet hin gegen die Spiße zu weit auswärts nach der rechten Seite, fo fähret der Pflug heraus, und man kann ihn mit aller Mühe nicht im Lande erhalten. Um ein tanz weniges muß die Schneide in paralle- ler Sinie weiter inwärts ins Land gerichtet ſeyn, als die Ulolderſeite des Schaars,; damit dieſes deſto beſſer in ſolcher Linie folge, ohne weitere Frif- tion zu veranlaſſen und zu ſtreuen. Daß aber das Kolter um ein weniges tiefer als das Pflugſchaar faſe fen müſſe, ſolches iſt bereits oben geſagt worden. 11) Das Pflugſchaar, Die äuſſere Seitedes Pflugſchaars, die Schnei- de, iſt 10 bis 13 Zoll lang, und ſtehet von der Mol: derſeite(iſt die gegenüberſtehende Seite, welche der 335 Län 7309“Achtes Kapitel. Länge nach in der neuen Furche herab geht) nach einem Winkel von 33 bis 45 Graden herab. Das Schaar- iſt wie das Kolter vorgeſtählet, und die Schneide muß vorne eine gerade Linie haben, damit ſie als ein Keil deſto beſſer eindringe. Hat ſie einen Bauch, ſo wird die Linie, worauf das Erdreich Widerſtand thut, um ſo viel länger, das Schaar dringet beſchwerlicher ein, und der Pflug geht ſchwerer. Zu ſcharf muß die Schneide nicht ſeyn, weil der Pflug nicht gewiß gehet, wenn ſie auf einmal allzuſtark einſchneidet. Das meiſte beruhet in dem Winkel, den die Schneide gegen die Molderſeite am Griffe,(iſt der, Hinterſte Theil des Schaars, wo es mit dem Pflug» haupte zuſammen gepaſſet wird) macht, wo das Schaar ſeine meiſte Diſtanz hat. Iſt der Winkel zu ſtark und über 45 Grad, ſo lieget die ganze Fläche von der Schneide auf einmal, und zu ſtark, und mit der' ganzen Macht von der Erde, kann nicht, gleich einem Keile allgemählig eindringen, und der Pflug geht ſchwer. Iſt der Winkel ſehr ſpiß auf 32 Grade oder dar- unter, ſo muß die Schneide zu lang und ſchwer ge- macht werden, oder die Breite hinten am Griffe blei- ber zu ſchmal. Der Pflug kann nichts als ſchmale Furchen losbrechen, und gehet doch ſchwerer, indem er zu ſehr linker Hand gegen das Land eindringet. Das beſte Verhältniß ohngefähr iſt alſo, wenn. die Schneide aus einem Winkel von 44 bis 45 Gra- den, 11 bis 12 Zoll lang gemachet wird, ſo, daß als- denn die Spike der Schneide von der Molderſeite 8 bis 9 Zoll abſtehet. Breiter wird ſelten eine Fur- , idm werden, damit ſie keine Friktion veranlaſſen. ent Hat man aber einen ſteinichten, oder ſonſt unar- 5), wet tigen Boden, daß das Schaar leicht ſcharticht, I 45 Oo ftumpf, und unbrauchbar wird, alſo öfters vom Pflu- uf dls ge abgenommen werden muß, da ſchiebt und befeſtiget |. ſderſitt man es nur an das Haupt, welches genau in die Höh- eite Zur lung paſſet.;;; (robi) Es ſey nun eine oder die andre Art der Befeſti» ;(uſe gung des Schaars am Pflughaupte üblich, welche es 0 vie ſeyn kann, ſo muß es ſo unbeweglich ſeyn, daß ſich je ih das S-haar im geringſten nicht verſchieben könne, da- is mit der Pflug keinen ungewiſſen Gang haben könne. vj dap . iM 12) Das GM GSE TEESE SERIEN 732 Achtes Kapitel. 12) Das Pflughaupt, Das Pflughaupt wird aus recht tro>nem undb fe ſtem Holze gemacht, damit es nicht ſo leicht wie das weichere Holz. entzwey gehen oder abgenußet werden könne. Vorne muß es breit ſeyn, damit das Schaar daran befeſtiget werden könne. Das Haupt muß zur Verhinderung der Friktion ſo leicht als möglich auch hinten dieſerhalb ausgerun-. Det ſeyn. Es muß aber auch ſeine völlige Stärfe ha- - ben, weil die ganze Laſt des.Pfluges darauf beruhe, * ſo wie in einigen Gegenden zu Zeiten gar Steine in den Pflugkaſten gelegt werden, um den Pflug recht in Hie Tiefe hinein zu treiben. Vorne, wo das Schaar angeſchoben wird, muß es nach dem nämlichen Win- Fel ſo zugerundet werden, daß es eben in die Höhlung des Schaars paſſet. 13) Das Streichbret. Ueber die Enrichtung und Stellung des Streich- brets, woran ſo viel gelegen, iſt die Theorie des Hrn. v. Münchhauſens ganz unverbeſſerlich alſo abgefaßt: Iſt es zu kurz, und nicht weit genug ausgebrei- fet, ſo wirft es die Erde nicht genug um. Iſt es zu lang, ſo ſchleifet es, und macht den Zug ſchwer. Iſt es zu ſehr nach einem ſtumpfen Winkel aus- gebreitet, ſo klemmet es ſich zwiſchen der Erde, und Halt den Pflug auf. Iſt es kurz und breit, fo wirft es die Erde zu ſchnell und unordentlich herum. Iſt es zu niedrig, ſo fällt die Erde oben über weg in die Furche und in den Pflugkaſten. Iſt es zu hoch, ſo beſchweret es den Pflug ohne Nusen,. Greife rüde np „porgend» 8 hem dV Brite? 32 08 16 11:00 is ſehen, 18 auffunge G 08) ew Veil vorne 166 | bfu: wnn ſnes füm y madellu ſcte linke Hand des hins tergehenden Pfluges paſſet, und ſeine Füſſe nahe am „Pflugkaſten haben, um ſie, wenn's nöthig, gleich auszuſeßen, auch den Stö>er(Reitel) gemächlich zu gebrauchen, " alſo der Sterz zu lang hinten heraus, ſo würde der Pflüger nicht bequem hinter dem Pfluge hergehen können; wäre er zu ſehr übergebogen, ſo wür- de ein geringer Dru darauf die Spiße des Pflug- ſchaars ſchon in die Höhe heben. Er muß zwar oben ein wenig zur linken Seite überhängen, damit er dem Führer deſto weniger im Wege ſey unten aber ſoll er nicht über die Linie vom Molder überhängen, weil -er ſonſt'an der inwendigen Seite ſchadet und die Ere de frümelt, Man muß nicht glauben, daß der Pflug mit zwey Sterzen beſſer, als mit einem, geführet werden könne. So gut der Pflug von dem rechten Sterz eine - Richtung bekommen kann, ſo leicht kann man ihm y ſolche. mit dem linken Sterz allein geben, Wo kein ſchwerer Boden iſt, da iſt der gedoppelte Sterz über- flüſſig nicht nur, ſondern auch ſchädlich, weil die Fähs rer ihre Gemächlichkeit mittelſt des Auflehnens dars auf ſuchen, den Pflug beſchweren, und dem Zugvieh, da ſie ſich mit fortſchleppen laſſen, die Laſt vermehren. Will man ja dem Pflug einmal einen ſtärkern Druck an der rechten Seite geben, ſo kann dies völlig mit dem Stöcker(Reitel) geſchehen, wenn man ihn in dem, zu ſolchem Ende am Streichbrete angebrach- ten, Einſchnitte ſeßet, oder aber zwiſchen dem Pflugs balfen und dem, in gleicher Abſicht in dem linken Sterz, eingebohrten hölzernen, Nagel klemmet. .: Wenn's' ud ſafen Ed yp tib ts, al no mehr' hahey vo! tritt ſoda! das an€! Pfuzzat ganzen&] fem Erde] ſcweien(M Gwf | pelten Ste | nach Dey - Koſter ſelf wohl al5y (m. Det Hurd ot, ſehen u bs Et, ſender zulh uren ſowird 19 gewahr 14 man in ſy derung uy Ken ji Ft nig 38 vn du fehr, I Heftig Vy q tt, Ning ger als Vie Biaon Das Graben und Pflügen. 527 | ſ vin 4 Wenn's die Noth erfordert, wegen des harten und ZE: Nn ſteifen Erdreichs, den Pflug mit Gewalt in die Er- D dds| de zu treiben; ſo hilft dazu ein Druck auf dem Sterz =;;" nichts, als welcher vielmehr die Spike des Schaars - Me nod) mehr in die Höhe hebet. Cin zweyter Sterz iſt 09 hu dabey von noch wenigerm Nnken; ſondern der Führer » nid tritt ſodann entweder auf die Sterzſproſſe, oder auf das an einigen Pflügen dieſerhalb hinten verlängerte »3 haz Pfiughaupt. Over aber er leget ſich gar mit dem Bem Ih ganzen Leibe über den Pflugkaſten her. In recht ſtei» SS, jm fem Erdreiche füllet man auch wohl den Kaſten mit 1 des yy ſchweren Steinen aus. Ds jive'it Es wird aber auch der Pflüger bey einem gedop- | amt pelten Sterze faul werden, den Stöfer, oder Reitel, Mir aher ſl! nach Bedürfniß zu gebrauchen, um die oben an dem [Mergen 1 Kolter ſich vorſeßende Sammlung von. Wurzeln ſo- Sn die; wohl, als die Erde vom Streichbrete damit lo8zuma- hen. Denn wenn er einmal den rechten Sterz in der 96 Vu! Hand hat, ſo läßt er ſeine Bequemlichkeit nicht gern Fat wet fahren; es wird ihm ſogar jener Sterz zum Gebrauch Es Cie) des Stöfkers eher im Wege ſeyn. Wenn man Rei- DS mu ſender zur Pflügenszeit iſt, und durch Gegenden, wo' 3 Vt nur ein Sterz, andre aber, wo zwey üblich ſind, reiſet, PSE ſo wird man an den Pflügern dieſen Unterſcheid gleich [id] gewahr werden. Die Pflüger mit einem Sterz findet ens man in ſteter Bewegung des rechten Arms zur Abän- [em Zug) derung und Erleichterung des Pflugs mit dem Sterze. enmeht Dagegen ſieht man die Pfjüger mit doppelten Ster- Dm für zen wenig oder gar nicht den rechten Arm rührenz ſie aS dies vil verſäumen den Gebrauch des Stöfers oder Reitels Z„man gar ſehr, Sie faulenzen gern, wenn ſie Knechte oder ep angebu? Hofedieyer ſind. eg; vm 8 Bey doppelſterzigen Pflügen iſt es ein großer Feh«, Er„" ler, wenn oben der rechte Sterz zu niedrig oder niedris | fund ger als der linfe iſt. Soll nun das Pflughaupt, wie 0 Haugvgter 1, Band, Aaa es SSS 738-..- Achtes Kapitel, es ſeyn muß, horizontal aufliegen, ſo muß ſich der Pflüger nach der rechten Seite herüber lehnen, wel= , der am Kopfe, wo die Schnur angebunden,'eingekärbet iſt, befeſti« ge, und dieſen ſo weit da, bis an den Kerb, in die Erde hineintreibe, wo die Spiße des Pflugſchaars nebſt dex Molderſeite eine Linie beſchreiben, Von hieran wird die Schnur auf gerader Erde bis zum Vordergeſtelle oder Vorderpäug hin, worüber der Pflugbalken in einer ſchrägen Lienie liegen muß, hin» geführet. Hier ſchlage er einen andern eben auch ein«- gekerbten Pflo> ein, worum die Schnur ein Paat- mal geſchlungen wird, und nun meſſe ermit dem übri- gen Theile der Schnur ſo lange, bis er den rechten Winkel ausgefunden hat, welches Maaß er ſich dann ein für allemal zu bemerken, um darnac) den Pflug ins Feld richten zu können, 18) Hafkett- juwi der 9) Gref 1 gw man vn gle der hat geſtell I€ wmf 3 heufetfs vet ſus und Gi) Get, il eder int Cham. berilih KO) beſondg“ ß er[7] Quderige wieder 45 das Weit dane Oer den get dn, ie Das Graben und Pflügen. 741 Sn die m) GS ilt nit 18) Hafenpflug, Pflughake, Rührhake, Hake. |,;; Ei Auſſer vorbeſchriebenem gemeinem PÄluge hat man noh in einigen Ländern Deutſchlands ein Acer- werkzeug, welches man den Hakenpflutt, Dflugha» C'n dil ven, Rührhalen, Haken zu nennen pfleger 3 ein HAnande 6: Werkzeug, welches in mehrern Gegenden eingeführet WE iheori ij zu werden verdienet. Es'iſt.dieſes Werkzeug auch in BSSichtun der Mittelmark Brandenburg, und zwar. in der Des Puh Grafſchaft Ruppin hauptſächlich gebräuchlich, und 8 gen Di zwar mit und ohne Vordergeſtell und Radern, da Q7 zu vi man dann beſonders dieſes-Ackerinftrument, wenn es TED gleich unſern gemeinen Pflügen Vordergeſtell und Räe [ins(a) der hat, den Hakenpflug, wenn es aber ohne Vorder- geſtell und Rädern iſt, den Haken ſchlechthin zu nen- nen pflegt, * 170 195 2:1. Dee Hauptunterſchied dieſes AFerinſtruments M... beruhet auf das an einem Haupte verriegelte, oder EN verfeilte breite zweyſchneidige, und vorne in einer 8 Ky) Kumpfen Spißezulaufende eiſerne Schaar, deſſen Forni F“, ej und Stellung ſo ziemlich einer eiſernen Spade glei- En Ner zu zerbrechen, denen Stei nen Troß zu bieten, folglich einen zähen, filzigen, graſichten, quecfichten und-ſteinichten Acker, beſſer, als der Pflug, und zwar mir wenigem Zutzviebe zu zerreiſſen, mürbe und zum Eggen geſchickt zu ma- er; in guten und milden, von Unkraut und Steinen, der Gebühr nach, geſäuberten Ae>ern kann man ihn füg- lich entbehren;== Ich wäre aber doch ſehr geneigt, ſogar in leichten ſandichten Feldern den Hafen anzurathen, wo man eben Urſa hat, keine untere Erde herauf zu hohlen, ob man ſchon in ſchweren Aeckern mit dem Haken auch ſehr in die Tiefe gehen kann. Eckhart iſt mit mir gleicher Meynung, wenn er in ſeiner Experimental- öfonomie.S. 2x. nach der Sukowſchen Edition ſo ſaget: Die Hafen habe ich in Schleſien, beſonders in der Niederlauſiß, auch in der Lüneburger Heyde, beſonders aber ſehr viel in Litthauen angetroffen. Dis- ſe haben keine Räder, und keine Balken, ſondern werden nur mit der Hand geführet, und vorne von Ochſen, oder Pferden, gezogen. Junleichten, lockern, mülbigen und ſandichten Feldern ſind dieſe Art Pflüge vors y - wf dmg) (ig drehe Grammel ſch viele) der Hafi nen, wer angeſehet ein deut angeſcho!d meines I meinen DI ander pop dratruthens! ſe gerade wenn fie € Ruhl zo ja 69% Pfluge ny- heumpfh in oden fy fommen ay würden, Sy (nen vorge enen ſandig fing mi[M] Vorhin nie 4 ENT Juto orn dee mit das wehe tde dend | Noer DE Fenſche Doeffenhen Hitwmbiw 83: Epen DD: ihn(6 ä(en Eid 19 filzig Mt, beſt Euw Ft zum | FU Diflih |O aus de zn, I | PPot.das Ie | 1 weiht | pder; in 4Sen, det | af hn füh: | eim leit | es wo mn | Yau hohl 4 zafen au) 13 mit mit pgOriment gdition ſ giveſonde zy Heydt pe Dis pF, ſonde Fmorne .Q, locfery Sit Pfl! von aT ME EEE SENEN LE NE GRESTG? DRES HEGE SES SEREN KER GE RIN RRRE„EURE ZI GIT R RIESE ER GENE FOP EL BOGEN= SERRE LES Das Graben und Pflügen, 743 vortrefflich; beſonders, wo neue Radungen(Ausro» dungen) gemacht worden, indem man ſich damit hur- tig drehen und wenden, und um alle Steine und Stämme herumaern kann. Dieſerwegen würden ſich viele kauſend Menſchen dieſer Art der Pflüge oder der Hafen in leichten und loFern Boden gerne bedie- nen, wenn ſie nur eine Beſtellzeit deſſen Gebrauch mit angeſehen hätten, indem für eben ſo vieles Geld, als ein deutſcher großer Pflug koſtet, ſechs ſolche Haken angeſchafft, oder ſelbſt gemacht werden können. I4%D meines Orts habe ſelbſt die Probe gemacht, und mit meinen Händen und. zweyen kleinen, Litehauer Pferden an der pohlniſchen Gränze in einem Tage 540/Quäs drafruthen herumgepflüget, dabey aber meinen Haken ſo gerade geführet, daß die Furchen erſchienen, als wenn ſie mit einer Schnur abgemeſſen worden.“ Da mir aber auch aus vieler Erfahrung bekannt iſt, daß ein Knecht in andern Provinzen mit zwey recht güten 50 ja 69 Thalerpferden und einem großen deutſchen Pfluge mehr nicht, als 360 Quadratruthen täglich herumpflügen können, ſs würde es den Haushaltern in lockern und mürben Boden vortrefflich zu ſtatten fommen, wenn ſelbige dieſe Pflugare einführen würden.== Gee I< habe ſeit 8 Jahren bey einer großen Stadk) einen vorſtädtiſchen Akerbürger beobachtet, welcher einen ſandichten Acker, der zugleich gruſicht war,'an-- fing mit einem Haken und 2 Ochſen zu bearbeiten, da- vorhin nie in der Gegend dergleichen Aerinſtrument war geſehen worden, Er bauete ſeit der Zeit. even ſo gutes Korn als jemals, und konntenicht nur geſchwin» der mit der Arbeit nun fertig werden, ſondern erleich» terte ſolche auch ungleich mehr ſeinen Ochſen, daß er fee bey dem Zuge nunmehr fett machen konnte, als Aaaqa zus mute mme-. SSS SSEN 744 Achtes Kapitel. zuvor, weil ſie ſich in dem Haken weit weniger, als im Pfluge angreifen durften. Er brauchte den Pflug bey ſeiner AFerarbeit gar nicht mehr, Jnzwiſchen iſt in ſtarkem Boden die Verbindung des Pfluges mit dem Hafen nach vorgedachter Verfahrungsart der Schleſier manchen Gegenden zur Nachahmung mehr zu empfehlen,) 19) Wiederhohlungen des Pflügens und Namen derſelben. Nach gewöhnlicher Art werden die Aecker in ges wiſſen Wiederhohlungen gepflüget, welche man ver» ſchiedentlich zu benennen pflege.: /;. S ZDraacben nennet man die erſte Pflugarbeit, da man den Aer, der den Winter hindurch ruhig gele» gen, zum erſtenmal pflüget, ſo, daß die bisher oben geweſene Erde herynter, und die unten geweſene her» auf gebracht wird. Dieſes erſte Pflügen nennet man quc< Draache pflügen, in der Mark, in Pommern und Mecklenburg aber, die Braachfahre.„Hier ſpricht man: ich habe meine Braachfahre angefangen, Herum d, i, vollendet. Wenden iſt das zweyte Pflügen des zuvor ge- braachten Akers ,' welches nach einiger Zeit unternom- men wird, da die im Winter oben gelegene Erde, die durch das Braachen umgekehret worden war, nun wie- Der zu Tage kommt. In vorgedachten Ländern heißt dieſes Pflügen die Wendfahre. Man ſagt hiervon ferner, in der Wendfahre miſten, d. i. den Miſt auf- fahren, der durch das Wenden untergeackert werden ſoll; die Wendfahre behüthen, d.- i. das Gras, wel- hes auf bem gewenbeten Aer erwachſen, vom NG ' als, als Es leſſen''1 (ande me 'i mit!? m pfüon M 0% ſer„tit N9230 [111021 07 des 135)! fur ,! weil jew Im aus) unt! dam 8s! und Es le Ii! ſaet Jap) und) 3 im firms; Gamay der Fo ds(3 8 (inn 3) in „ET Tive Wſm“ EE des Ze Ging Vig 44) 18 den Mul - KN BD Dis tungen) [2] Mn m (8 D'y8 u | | | Sede iy | 11 dh 06 | Qobath j vSauhig vs ) 19BeiSher | 9 weſent | agent |D Pom | FE it ) ME 8 zur | 6S unternr 8: Erde, v weg mun 4 dern he peigt Died Zz Miſa) LY werde! für 4 082411000 Fi 0m) h' WREN IDEE: GEE a Zh EDEN OL AL BEE Te 2 2 ERETREE> Das Graben und Pflügen. 245 als Schaafen, Schweinen, Gänſen u. ſ. f. abweiden laſſen; die Wendfahre eggen, d. i. das umgewendete Land beeggen, mit der Egge überfahren, flar machen, und die Gras- und Unfrautwurzeln herausziehen u. ſ, Rühren iſt die dritte Bearbeitung des Akers mit dem Pfluge, wenn nämlich der Acer viermal ge- pflüget werden ſoll. Jn einigen Gegenden wird dieſe Pflugarbeit auch das Aufreiſſen genennet, Bey die ſer Arbeit wird das Land ſchon mehr locker, die Erde wird unter einander mehr vermenget, und die Krumen fallen unter einander. Pflügen zur Saat iſt die vierte Bearbeitung des Ackers, welche man auch die Saatfahre, Saat- furche, Zupſlütggen nennet, und hat den Namen, weil unmittelbar vor oder nach derſelben geſäet wird. Im erſten Fall wird die Saat untergepflüget, oder untergeac>ert, wobey der Pflug nur flach gehen muß, damit der Saame nicht zu tief unter die Erde komme, und am Auſgehen verhindert werde, Jm andern Fal: le, wenn der Saame nach dem leßten Pflügen ge- fäet worden, wird. derſelbe mit der Egge überzogen und mit Erde bedecket. Man gebraucht ſich auch wohl im feſtern Boden nr der Walzen, welche nach dem Säen über den Aer läuft, und mittelſt Zerdrüung der Klößer den Saamen bede>et. Dieſe leßte Art des.Säens wird gemeiniglich des Obenaufſäen genenneft. *n Anſehung des Sommerſeldes hat man auch Wiederhohlungen des Pflügens, und für jede. einen beſondern Namen,: Stürzen oder Stoppeln iſt das erſte Pflügen des Feldes, auf welchem Winterkorn geweſen, deſſen Stoppeln, die noch aufwärts ſtehend. zu ſehen waren, Aaa5 ge: Ld ABET ng zr EE RIE 208 GEIS, 2 ( 5746- Achtes Kapitel, „dea und geſtärzet, d. i. unterpflüget werden, daß ſie nun nicht e je 0 mehr zu ſehen ſind. Man nennet aber auch dieſe ) hieral Pflugarbeit Stoppeln, weil ſelbige'herumgepflügt ve] werden, Man ſagt auch den Stürzacker, das Stop? ſer der pelfeld pflügen, und wenn der AXersmann damit fer-| tig iſt, ſo ſagt er; ich habe meinen Stürz-„Stoppel- el aer herum. fe Gri Rühren nennet man das zweyte Umpflügen des halte 148 Sommerfeldes, welches für die große Gerſte, wo»(and mods zu bereits einige Wochen vor Michaelis geſtürzt wor- zip fis den, ſchon por Anfang des Winters beendiget ſeyn gebn;"“" muß, für die kleine Gerſte und andere Sommer- nit u 08 früchte gemeiniglich erſt im Frühlinge geſchiehet.| int Adern, zur Sommerſaat pflügen, iſt das hirlg ums: dritte und lekte Pflügen, wobey das Sommergetrey- enpfinden; de entweder untergepflüget, oder oben aufgeſäet wird. das elde Krume nennet man das Erdreich, ſo weit es- Auch durch den Pflug getrennet, und locker gemacht iſt, vwſnSe . und worin die Saatpflanzen ſich einwurzeln und näh«(ne ren ſollen. Die Verſchiedenheit des Bodens macht mt; es, daß man nicht ein überall gleiches Maaß der und am] Tiefe ſolcher Krume annehmen oder beſtimmen kann, dem well Jeder Acersmann muß ſelbiges durch eigene Verſu-(am üb qhe ausfinden, und wenn er von der Gewohnheit ſei- ſm Ga N nes Orts abgehen will, zuerſt kleine Verſuche niachen, fe wl um nicht zu großem Verluft, im Fall eines Ee gens, erleiden zu dürfen.| Biezj We plan 20) Wenn muß das Braachen, Wenden, lefilepa Rühren und Pflügen zur Saat unter-- nommen werden? jm ds 7 Auf dieſe Frage wollte ich nicht ſo gerade zu ank- worten, indem den Maaßſtab meines Vaterlandes an- Hier dern Ländern anpreiſen könnte, den ſie doch als un-" Min zu 4 rich Das Graben und Pflügen. 3747 ium nid richtig und für ſich unpaſſend erklären würden. Ich I 116 die will hier zwey klaſſiſche Schriftſteller contraſtiren, Amzyfi und hierauf meine: Meynung ſagen. Dieſe find nun As Ei die Verfaſſer des Hannöv. Hausvaters, und der Ver« E damit ſü faſſer der Berliner Beyträge zur Landwirchſchaft. 3 Cf „Ctepyy Erſtere lehren alſo: Auf das Braachen, oder er- Ein ſie Stürzen des Feldes kommt alles an, Ein Haus- ſe m halter wendet alſo vaßey alle Vorſicht an. ft das D Int 2and noch zu naß und ſteif, ſo bleibt es in der Folge Dio zähe, ſteif und unartig,: und man fann es in den fol- 4% ih genden Arbeiten nie recht zwingen. Wartet: man das y mit.'zu lange, ſo bindet ein zäher feſter“ Boden bey nehet, 4 einfallender Dürre oft ſo ſtark, daß er gar nicht ge- Mie hörig umgebrochen werdeni kann. Jn beyden Fällen Perger empfindet man alle folgende Jahre den Schaden, bis Zet wird das Feld wieder ordentlich gebraachet wird»: Ein « Der Haushalter kennet die Natur ſeiner Felder; er weiß, D ait weſſen Boden am trockenſten und locker iſt, und wels- hand neh: hes er am erſten, da die andern Felder noch naß ſind, Es m a&ern darf; oder aber welches Feld am zäheſten iſt, daß der und.am eheſten bey zu befürer ſtürzet.== Fielen nun einem Lehrlinge in einer ähnlichen Ge- gend, wo der Hr. v. Münchhauſen gelebt hat, die Beyträge zur Landwirthſchaft in die Hand, und wolle te ſeine Wiederhohlungen des Pflügens nach ihm ein- richten, ſo könnte er große Fehltritte begehen, und umgekehrt eben ſo. Denn es ſind mir ſehr viele Ges genden befannt, wo man ohne Schaden von den Re« 1 4 GKEDUASPE geln des Hannsv. Hausvaters nicht abweichen könnte.- Bey mir, in meiner Gegend treffen die vom Verfaſ« ſex der Berliner Beyträge vorbeſchriebene Zeiten ziem- lich zu, leiden aber auch in geringen Entfernune gen von hier ſchon ſtarken Abfall, daß ich alſo je- dem Wirthe eben den Rath geben muß, den ich ant Ende des vorhergehenden Paragraphs in Anſehung der den Aeern zu verſchaffenden Krume gab; näm- lich Verſuche im Kleinen erſt zu machen, und damit auszufinden, ob man beym Gewöhnlichen ſeines Orts bleiben, oder davon abgehen könne; 21) Bey. 750"' Achtes Kapitel. 21) Bey welcher Art des Pflügens muß dem - Acker die erforderte Tiefe der Krume gegeben werden? Auch bey Beantwortung dieſer Frage enthalte ich mich, allen Ländern ein und eben daſſelbe Maaß anzu- weiſen, ſo wie nur belobte Schriftſteller es gerade zu gethan„und eben daher ſich im Widerſpruch unter= einander befinden,- Der Hannsv. Hausvater lehret Th. 1, S. 101. alſo: Es iſt nicht genug, die Braache viermal umzus pflügen, ſondern es iſt jedesmal eine Vorſicht nöthig, . daß es gehörig geſchehe. Die größte Vorſicht aber wird erfordert bey Aufreiſſen(dem erſten Pflügen) der- ſelben. Denn ſo wie die Braache zum erſtenmal um- gebrochen wird, kann fie allezeit umgearbeitet werden; nie aber kann man den Pflug in der Solge tiefer eintreiben, als dieerſte Surche gegangen iſt. Die Regel einiger faulen Haushalter 3; zum erſtenmale möchte es leicht genug ſeyn, wenn das Land nur herum komme, iſt ſehr gefährlich.-- Nun die Berliner Beyträge: Der AFer muß nicht zleich beym erſten Pflügen, ſondern nach uud nach ſeine gehörige Tiefe bekömmen, alſo der Pflug bey jedem Pflügen friſches Erdreich faſſen und Heraufbringen. Alsdenn kann Luft und Sonne die in zertheilten Portionen nach und nach friſch heraufge- brachte Erde beſſer durc enthal) in ſolchen Gegenden nämlich, wo kein ſtarker Aer iſt, Maaß m gern nach der Vorſchrift des leßtern Wirthſchaftsleh- IS? 78(a) rers richtet, und von der erſten Pflugarbeit an bis SOQtyuch un zu den folgenden immer tiefer mit dem Pfluge geht. So iſt es auch in meiner Gegend Erfahrungsmäſſig, 49:0 daß wir, wenn wir unſer ſehr gragartiges 2and zum Dimilin erſtenmalzu ſehr in die Tiefe berahbringen, beym zwey-= Sicht 1ih ten Pflügen oder Wenden mit dem Pfluge nicht fort- ? erſt Fommen können, indem die Graswurzeln in der Tiefe allzuſpät verrotten, und dieſerhalb ſich gleich einem . EROM | 1 Filze vor die Eiſen legen, daß ſienicht wohl fortkommen * 1 fönnen, und gern ausſpringen. Der Hannöv, Haus- IN vater hätte alſo ſeine Vorſchrift nicht ſo gemeinhin ab- ||. faſſen, ſie einſchränken, und ſchweren Boden, den er Wi bey ſich hatte, nicht auch zum Magaßſtabe eines leiche Wein teren annehmen ſollen. ]€ WI Eben dieſer ſchreibt ferner: Je tiefer man beym ' Aufreiſſen,( Braachen) den Pflug treiben fann, je vd m beſſer iſt es. Die Erde, welche alle Jahre gerühret Fen und umgearbeitet wird, umimmt eine andere Natur WW"(py und Farbe anz ſie iſt lo>er, und man nennet ſie Saſſen 1 fruchtbare Erde. Die darunter ſtehende, noch nie 9(nne dien gerührte, und noch nie am Tage geweſene, Erde, 3 heraup pfleget man todte Erde zu nennen, weil ſie ſteif, un» wede auf artig, mit ſauren Säften angefüllet, und etwas hers ger üb vorzubringen nicht fähig iſt.- Bringet man daher et- + ff was davon zu Tage, ohne daß es mit der übrigen 36 Brach! ſruchtbaren Erde recht durchgearbeitet und locker. ges god be macht wird, ſo bleibet dieſe todte Erde in harten Klums Ehen 0? pen liegen, und man kann damit den Acfer auf einige » fj, ſonder Jah- n "585.. Achtes Kapitel, ge Jahre verderben und ſeine Fruchtbarkeit hemmen, welches man, das Land tode pflügen, nennet, Die mehreſten Haushalter haben vor dieſem Todtpflügen eine unzeitige Furcht, und pflügen nur ſehr flac<ßz3 erhalten aber darüber von ihrem Acer nicht, was ſie haben könnten, Wo nicht Steine im Grunde liegen, welche den Pflug einzudringen hindern, lauft man nicht leicht Gefahr, den Pflug zu tief zu ſtellen, und es wird nicht leicht ſchaden, wenn beym erſten Braachen etwas von der todten Erde hervor kommt, wenn ſolche nur in den folgenden drey Beackerungen gehörig mit der übrigen guten Erde durchgearbeitet wird. Wo auch im Grun- de gar unartiger, bindender Thon lieget, muß man ſich in Acht nehmen, zur Zeit nur wenig todte Erde zum Vorſchein zu bringen. Wer todte Erde recht her- vorzuhohlen und gehörig zu traftiren weiß, wird davon einen ſolc ig it, M vails er fan Feni puff) 881 Df mit I EMU ] ghtbare CG aden, w ed ſof 3 den dara) . pit derbe S kann au 3 eſehr di) pf | AIRE ER Das Graben und“ Pflügen, 753 Pflügen für die Zukunft dieſes zu ſtatten kommen, daß das Waſſer beſſer einziehen, und der ATFer bey ;den folgenden-Wiederhohiungen des Pflügens nicht in Raſſen Jahren allzunaß wird; 22) Schmale und kleine Furchen. Der Hannsv. Hausvater macht es zur Regel beym Pflägen, daß man die Furchen: beym Aufreiſſen oder Braachen ſchmal machen ſolle, und giebt zum Grun» de an, daß die Erde dadurch ordentlicher herum kom» me; die Furchen bleiben ſonſt leicht unumgelegt über Kante ſtehen, und. dier alte Regel ſey nicht öhne Grund:.„So viel Furchen mehr, ſo viel Garben was .rxen mehr in der Aerndte zu hoſſen.“(So viel'Fah- ren, ſo„viel Abhren.)==' Hier hat dieſer Wirth- ſchaftslehrer abermals nur-ſein Auge auf ſchweren Bö- den. gerichtet»,: wo. manohnehin'mit breiten und'zu- gleich tiefen Furchen, die er beym Aujreiſſen oder“Braa- nem Wetter geſchehen, -- Wenn bey naſſem Wetter die Braache umgebrö- chm wird, ſo wird das Land, wenn es feſter Boden iſt, noh: feſter von der Sonne gemache; daß: es in der Folge? nicht wosl bearbeitet werden fänn. Iſt aber das Land gruüſicht oder frautartig, ſo wird es noh mehr bey naſſer Braache werden, was es vorhin gewe ſen iſt.“Die Graswurzeln vertroc>nen eher bey trock» nem Wetter, beſonders wenn der Wind dabey ſtark geht, oder aus Morgen kömmt, Wo man. nach. Beſchaffenheit ves Bödens ſehr früh. im„Jahre das Braachen unternimmt, und ſel» biger ſchwer und bindend iſt, da muß. man. mit dieſer Arbeit ſich nicht übereilen,- und ſo lange'warten, bis das Fand nicht mehr zu naß iſt. Man muß zwar in ſol« „Mem Boden ſich nicht verſpäten, da öfters ein halber Tag. einen großen Unterſchied machen kann„ indem Maa ſo ſort das Pflägen anfängt, wenn das Land e6 was abgewelfet iſt; allein das erſte Umpflügen dieſes Sandes, wenn es noch zu naß iſt, verurſacht, daß es in der Folge gar nicht klein und klar gearbeitet werden fann, macht jede folgende Beatbeitung beſchwerlicher, mithin qu< dem Zugviehe ohne Noth mehr läſtig. 24) Wie „)% / D Paar geh! ſotgen! gane| werde) Q 9 dieſsf lefenel den, del auc) vl gwen PAügd vorwa gen fanf mwb wid ſechal4 in einf das Y auf 0? deſio) jego] auch aj ſe daf und wi] V der WH, Cite y wenn|! 2 Diey BS Aut) Regel, 1] Ceti Ehm Birds, v 2] N es Nm Der Bin POiehen, She umz) Ye Beth M Beh I87 Did 68| EG borhin 9 » 90 bey t (84 dabey| wz: Bods| mt, un EE unmit zarten) jag zwar it iE einn grann,|) 59.das pe) fügen V aicht, dy Sybeitet m OD ſchwerlt hr läſt) 4" y 9) Das Graben und Pflügen, 755 24) Wie die Pflüge auf jedem Aerſtücke zu- jammen zu ordnen. Der Hannsv. Hausvater will die Pflüge nur Paar utid Paar auf jedem Beete aus dem Grundes gehen laſſen, weil, wenn viele Päüge in einer Reihe foigen, und an dem erſten etwas entzwey geht, die ganze Reihe ſtille halten, und die Arbeit verzögert werden muß, Dieſe Einrichtung triſft aber nicht zum Ziel, weil die ſo aus der Reihe und Aufſicht des Hofſmeyers ent« laſſene Pflüger ſehr langſam und träge arbeiten wer- den, da ſie ſich allein völlig überlaſſen ſind. Cs darf auch) nur eikem von den beyden Pflügen etwas entfzwey gehen, ſo werden beyde ſtill halten. Der forderſte Pflüger, zur Geſellſchaft gewöhnet, will nicht allein vorwärts treiben; er wartet bis ſein Hintermann fols gen kann; wenn dieſem was an ſeinem Pfluge fehlet, und wenn der erſte Pflug einer Aenderung bedarf, ſo wird der zwoyte noch viel mehr Halte machen. Dies ſerhalb iſt es.am beſten, alle Pflüge, je mehr je beſſer, in einer Reihe auf einander folgen zu laſſen, wenn das Beet anders breit genug dazu iſt. Sie müſſen auf dieſe Weiſe dem Vorpflüger oder erſtem Pfluge deſto gewiſſer folgen, und thunm's auch mehr mit Luſty ze größer ihre Anzahl iſt. Der Hofmeyer hat ſodann auch alle und jede untergeordnete Pflüge vor Augen, ſo daß er zur Stelle ordnen und weiſen kann, wis und wo das Pflügen geſchehen ſoli Dagegen muß ein für allemal. Geſes ſeyn, daß der Pflug, dem etwas entzwey geht, ſogleich) auf die Seite'aus ſeiner Fahre herausgebracht werden müſſ?, wenn die Wiederherſtellung des Pflugs Zeit erfordert. Es rücken die nächſten Pflüge eine Fahre weiter, und Zhb 2 Über- 756 Achtes Kapitel, . Überlaſſeu dem äuggetretenen Pfluge die leßte Fahre, , um ihnen in ſelbiger folgen zu können, wenn er wieder hergeſtellet iſt. Sollte ein Pflug wo ausſpringen, und hiedurch ſo genannte Rennebalken veranlaſſen, die, wenn ſie ſo verbleiben;. einen Theil vom Lande roh und unge- pflüägt laſſen; ſo muß entweder der Pflüger den Pflug zurück ziehen, und den entſtandnen Fehler ſo fort ver- beſſern; oder wenn mehr Pflüge hinter einander gehen, ſo muß; der gleich folgende nicht um den Rennebalken herum pflügen, ſondern ihn mit ſeinem Pfluge umreiſ- ſen, und hiemit das Land wieder in Ordnung bringen. - Auch muß man den Pflügern nicht verſtatten, daß ſie, wie hin und wieder geſehen wird, auf langen AdFerſtücken öftere Abſäße oder Umkehrungen unter dem Vorwande machen„ daß das Zugviel) weniger ermüdet werden. ſolle, Cs iſt gar nicht abzuſehen, wie von ſolchen Umfehrungen gine mehrere Ruhe dem Viehe verſchaffet werden ſolle. Eo viel iſt unläug« bar, daß der AFer auf den Stellen, wo die Umfkeh« rungen geſchehen, weniger gut durchgepflüget, aud) das Vieh mittelſd ſolcher Abſäße mehr mitgenommen und angegriffen wird, als wenn es in ſeiner auch aller- längſten geraden Linie gelaſſen wird, Wenn“der Hoſmeyer ein Tobacksſchmaucher iſt, ſo wird er das Pflügen öfters unterbrechen, und mit den ihm untergeordneten Pflügern zuſammentreten, die Pfeifen ausräumen, ſtopfen, Feuer anſchlagen, und. Geſpräche oder eine Art von Tobacksfkollegium halten. Man muß dieſe üble Gewohnheit ſeinen Meyern nicht verſtatten, und ein für allemal es ſich von ihnen ausbedingen, daß ſie beym Pflügen garnicht Toback rauchen. Manche Guthsherren nehmen über- haupt feinen Meyer in den Dienſt, der Toba rau» Het dw; un und hier Hoſmey gar fein! wollen,! ſeinem ſchraibt! hat, di! gebene| glüdlie mals d] nu wol ens[uch vit fi Fuerſt muß del dieſes zi Etrauch] ſich ders zuver Det ſem] möglics N| Pflügen nahe Ii übrig 3 die[ekt Qetbleibit Wela ge unſof meer eh Riſs| Pfg| laſen, Wenne Das Graben und Pflügen, 757 "i7>| Wieerſtücks ge- ſchiehet entweder zum erſtenmal, oder bey den gewöhn- lichen Abwechſelungen des Pflügens, Wenn man ein Aderbeet auftreiben, oder es mit einem hohen Mittelrüken anlegen will, ſo kann man ſo verfahren. Hat man die Breite eines Beetes, das allererſt angelegt werden ſoll, mittelſt kleiner Pfäah- le unten und oben am Ende abgeſtochen, ſo wird der Pflug in der Mitte dieſes Beets angeſeßet, die Fur- he bis ans andre Ende gezogen, der Pflug bieſelbſt . qusgehoben, die Pferde oder Ochſen umgelenkt, der Pflug nahe bey dieſer Furche eingeſeßet, und gerade darneben wieder heruntergepflüget; da man denn die erſte Erhöhung befömmt, gegen welche die Erde der folgenden eben ſo geführten Furche fällt, ſo, daß das Beet, wenn es nun ganz herumgepfläget iſt, in der Mitto, wo das Pflügen angefangen ward, eine Er« höhung zeiget. Wenn man nun eben dieſes Beet beym andern, dritten, vierten Pflügen u. f. w. eben ſv in der Mitte zu pflügen fortfähret, ſo wird es einen ho- hen Mittelrüen darſtellen, der durch mehrmaliges dem erſten gleich gerichtetes Pflügen ſo hoch aufgetrie- Hen werden kann, als es immer nöthig iſt, Hat gra beſſe de das 0 der M) get ant nen" geht, 1 Neb tp Fur] „füds 8 pflüge uchi der DAR hier if das Uf beydeß wiede] dieſem mengeg Gü j Kühren by vix (nandy dy H fingen) NEN 4 die In LD DS(den mf A, Fade nw| HQ 007 10 FENN 9 HK! gewi I, des , ſo fam S8 Det, Viner Pfah 1, wird! eS die Zur PC ieſe lent, dv ind ge pe dem dt y- Erde dt WW daß dy) 13 ſ(, in jg, eine E 35 ret bey? gaben ſo it FD einen hb hrmalig? ven Auſgetn (Z| Hit Das Graben und Pflügen, 759 Hat aber das Beet die erforderte Höhe,“ ſo muß es in der Zukunft bey den Wiederhohlungen des Pflü- gens in ſeiner Lage erhalten werden, welches geſchicehet; wenn es wechſelsweiſe immer von einander und wiez- der zuſammengepflüget wird. Wenn alſo ein ſolches.StüF zur Winterfrucht gebraachet werden ſoll, ſv. daß die ganze Beſiellung deſſelben ein viermaliges Bepflügen erforderte, ſo wür- de das Braachen oder erſte Umreiſſen deſſelben nicht in der Mitte, ſondern an den Seiten oder Scheidelune- gen angefangen werden, ſo daß der Pflug. ander eis nen Seite herauf, und an der.andern wieder herunter geht. Wird nun ſo fortgefohren, ſy bleibt in. der Mitte des Aerſtücks oben auf vem Rücken eine brei: te Furche, Dieſe Art der Bepfiugung eines Acter« ſincfs oder Beetsnennet mannun das Voneinander- pfiügen. Nach einiger Zeit wird aun, wie obea gelehret worden, dieſes Stück gervendet, da denn der Pflug in dev Mitte deſſelben angeſeßet, und. von hier an eine Furche nach. der andern gezogen wird, bis vas Umpflügen des Beets mit den leßten Furchen an beyden Seiten beſchleſſen wird, da es denn die Lage wieder hat, dis es vor dem Braachen hatte. Bey dieſem Wenden iſt alſo aun- das Stü> wieder-zuſam- mengepflüget worden. Nach einiger Zeit wird dieſes Stüc zum drittenmal gepflüget, welches man das Rühren auch Drittarten. einiger Orten nennet. Hie- bey wird das. Stüc, wie das erſtemal, wieder von einander gepſlüget. Endlich kömmt nach. einiger Zeit das Pflügen zur Saat, wobey in der Mitte ange- fangen, und alſo das Stuck wieder zuſammengepflüe get wird.| Noch iſt hiebey zu merken, daß bey dein Stüen die in der Mitte eins Anhöhe oder Rundung haben, | Bbb4 die: 760 Achtes Kapitel. diejenige Seite, welche ammeiſten von der Sonne be-' ſchienen wird, die Sonnenſeite, die gegenüberſtehen- de aber die L7ordſeite genannt wird. Auf jener iſt der Trieb gemeiniglich am ſtärkſten; ſie muß aber im Frühjahre bey ſpären Fröſten am meiſten-ausſteben, wenn die Sonne bey Tage aufthauet, was des Nachts gefroren war, und wovon die Wurzeln aus der Erde gezdgen werden, Cs kann aber die Nordſeite auch in manchen Jahren zu ſehr leiden, wenn der Schnee auf ſelbiger, beſonders im März, ſpäter vergeht, als auf der Sonnenſeite. Es iſt daher von manchen Ldand- wir'hen gar wohl gethan, wenn ſie auf ſehr hohen Beten den, mehr hißigen Dünger auf die Noröſeite und fürnehmlich an die Fahren oder Seiten bringen, Hat man aber ein AFerbeet vor ſich, welches auch nur in einer kleinen Untiefe todres Erdreich un ter ſich hat, ſo muß man ſolches nicht auf einmal ; nach vorbeſchriebene Art erhöhen, und nur von Jah- ren zu Jahren zur Herausbringung der größern An- höhe auf vorbeſagte Weiſe pflügen. Man pflüget - nämlich etwa nur zum erſten und zweytenmal zuſam» men; zum drittenmal nur allein von einander, und zuleßt wieder zuſammen. In einem oder mehrern der folgenden Jahre verfähret man abermals ſo, bis die verlangte Anhöhe erlanget iſt. Hak man keinen Acker, der eines viermaliges Pflügens bedarf, und alſo entweder zweymal zuſam- men, und nur einmal auseinander, oder aber zwey- mal auseinander, und nur einmal zuſammengepflüget werden muß; ſo ſiehet man darauf, wie das leßtemal gepflüget worden, und ob das Land mehr erhöhet,. eder ſchon gar zu hoch ſey. Im erſtern Falle muß das Land zum erſtenmal zuſammen, und zum zweyten- al auseinander gepflüget werden. Im lektern Falle ; aber aber fl der, zu ' MC Rücen) Beots 11 eine Fu) und Ab19 fon,€ unberüh? jen zuf nigt iſe bey] inde 98 vieſer ber muß, 06 verbeſſert Mid hewendug Pfuge 11 eines Es det wird] dv, weldy den vor| fief und h wohl quey Yeqe ſey fan, da| VWnſice, Dieſes Y Pfg un S Cihne hy Sbefchen| WA| Du ebiein Yi WuSſtehn WC des Nets| 198 dee ey| MO ite wh h| YC wu| x ZUE| DE en und| H ſeht vn| „MCC jSn brin,| F, pi| IW drei 1| Wf einm| ahn| | 30ßen du| Zn pflügt| 18310 uſe| Bänder, um IS mh| Bals ſo, W| | || 1 Bermeligs| a uſa| Be mp| gef & lektemal| ver evo" grille mv) n| er allt ab EA Lm ker R EE me ed Das Grabett und Pflüge 46x aber pflüget man es die beyden erſtenmale augeinan- der, zur Saat aber zuſammen. Man muß feinen rohen Boden laſſen, wenn ein Rücken angefahren wird, d. i. wenn auf der Mitte des Beets neben der erſten Furche auf der andern Seite eine Furche gezogen wird, damit der Pflug beym Aufs und Abziehen auf der rechten und linken Seite gehen könne. Es bleibt hier gemeiniglich ein kleiner roher unberührter Strich, wo nur beſagte beyde erſte Fur- net, und ſo viele Waſſ-rableitungen auf eigene Koſten veranſtal- tet, häufig zu ſehen. Bey mir erlebte ich ebenfalls im vorigen Sommer das längſt gewünſchte Glück hie ſiger Gegenden, daß unter mehrern Abzugsgräben auch einer an die Gränze eines hieſigen Aerfeldes vorbey geführet ward, nachdem das Dorf vorhin ſchon einen ſolchen, wiewohl nur halb ſo geräumigen, Gra- ben, als jenen, unterhalten hatte, Da vorgedachter Gra- (rahm 1 furte, ſo malle€ hiſt, en ohne alle gusgefüllet LILLES | „248 MN" If ' des; hac) Beſcha) Braachm ſh; das Em, hie Eröſcho! als auch diy Wf herau Wen aufgeſ Man|; nd eiſerne, ne von Holz| Eggen bedie) ſerven ober€ een, km den be Ya: ENEN Die ſ( aber Zihne| Das Graßen und Pflügen. 765 46 Graben nun mehr Waſſer einnehmen und abziehen Beil| konnte, ſo wurden in einem ganzen Schlage auf ein- INT Ri mal alle Seitengräben, womit jedes Ackerſtü umge- Senn ben iſt, entbehrlich, ſo, daß Hieſe A>erbeete künftig DI nander pflg ohne alle Seitengräben beſtehen, und dieſe wieder De Wdern ausgefüllet werder; können. BB nige Nek x A“ eV dE be fe be fret Forte Fefe Bof bb ffe rts fr 39 23 fs fn nen HI:;| Wm- Reyntes Kapitel. ( FS de ange| 5 mit wf| Das Eggen und Walzen. Sihwett.h Event ſieh L PL with ba) Ihen man das Braachen, oder erſtes Umreiſſen En hae! des Akers ausnimmt,(einige AeFer werden 3 Ffw, 1 nach Beſchaffenheit des Bodens auch gleich nach dem 30; wo ir Braachen ſchon geegget 3) ſo folget auf das Pflügen Fr Nacht! das E, en, um ſowohl die Erde klar zu machen, oder Flim| die Erdſchollen oder die Klöſſer ſowohl zu zerbrechen, nger| als auch die Duecken und allerley Unfraut aus dem F|, vw Acker herauszuziehen; wie nicht weniger zuleßt den 8) fort'oben aufgeſaeten Saamen mit Erde zu bedecen, 3), imd Man hat zweyerley Arten von Eggen; hölzerne 3 Untrtzu! und eiſerne. Jene haben die Zinken oder Cggezäh» iB En ne von Holz; dieſe aber von Eiſen. Der hölzernen NY Eggen bedienet man ſich auf leichtem Boden, der eis S4 huſt ſernen aber theils bey gruſichten, theils bey ſchweren x pelt| Aecern, um die Gruſe wohl zu zerreiſſen, die Que- ge bugfgrän>en oder Päthen herauszuziehen, und die feſten Crd- + Neufi ſchollen zu trennen. jeh Die ſogenannte Eggebalken, worin die Zinken wig oder Zähne befeſtiget ſind, müſſen, wenn leßtere ei gorgedogt 7 ZO ſer 766 Neuntes Kopitel, Fern ſind',' von recht feſtem und zähem Holze ſeyn, damit ſie nicht aufſpringen, die Zähne verlieren, und ſomit unnüße werden, Und da das Auffklöben dieſer Balken meiſtens an den Enden entſtehet, ſo pflegt man dieſe auch wohl mit eiſernen Ringen einzufaſſen, damit ihr Aufreiſſen verhindert werde,; Die eiſernen Zähne oder Zinken werden von dem "Schmiede eingeſchlagen, und er muß bey jedem Zahn oberwarts einen Theil hervorragen laſſen, damit fie, wenn ſie abgenußet ſind, nachgeſchlagen werden fFönnen.- Der gemeine Schlendrian der Knechte in Anſe- hung der Eggen beſteht darin, daß ſie die Eggen nach dem Gebrauche theils auf platter Erde liegen laſ- ſen, theils, wenn ſie von einem Ackerſtü>ke nach ei- nem entlegenen hinziehen, die Eggen über Stock" und „Blo>X nach das neuzubeeggende Stück, auf bloßer Erde, fortſchleppen laſſen, als wovon die Eggen vor der Zeit unbrauchbar und untüchtig werden. Denn wenn ſie auf platter Erde von einer Pflugzeit zu ane dern im Felde liegen bleiben, ſo muß das Holz ans Faulen oder ſtocken, und hievon die Zähne bald fahren laſſen. Andern Falls aber, wenn die Eggen durch das ganze Feld umhergeſchleppt werden, ſo werden theils die Zähne ohne Noth abgenußet, theils los und wacklicht gemacht, daß hie und da ein Zahn feh- - fet, und 2üFen entſtehen. Dieſerhalb muß der Knecht auf jedes AFerſtück den Schlitten zu den Eggen mit- nehmen, worauf ſie fortgeführet werden, um ſie nach jedesmaligem Gebrauch theils darauf ordentlich hinzu- legen und ruhen zu laſſen, theils aber nach fertig ges eggetem Acerſrücke, wenn narh einem andern fortge- - zogen. werden ſoll, auszuſpannen, und die Eggen auf dem Schlitten weiter zu bringen. Die Faulheit oder Gemachlichfeitsliebe macht es aber bey den Knechten, daß vy fie [4 da fen wol tan Def daß die „durchge! (Stelly „Wieder wovon „den Pet | von geho | der Zert, | aſſen fas erſhuner ben,€ | oder Zott Aen bringe vs Gis ſche mitt ſind, in- Vorder | riſſen, | ſodann d 9e8 Pfer | bens eine verliert, Pferd ſey ſogar ſc dany das muß ein aus der( renden 2 aber das Durchge) Pn Hely' DIC verliere| Wftliben) 3 Shit, ſy Sen ;G „erden wn Ey jean) |S y, din! | lagen 16 (2 echte inh! 1Hſſie die 1 [11S//de lieg! Dude m | wer Gir! iS“, uf y | vie Cage de. 7 |P alugpit y 181 des el |S me baldſ; 0! Gyn! eum, nee, m Wr ein Zu Wnuf ded PAU Egg! fa, um WW ] gutdeni y JF, nac fet) ay andern|) ts die Eqy' ye Fault!" X den Aus MEET“EEE ER MEER SIT TITR IN 71256 G6 zs.-. BIZER=er dieſer. Art damit, daß er ſie nach einem Regen abgewelket nennet, ſo etwa zwey oder drey Tage nach dem Regen ſeyn kann. Wenn bequemes Wetter zum Eggen iſt, ſo muß man ſo viel Eggen und Pferde zuſammenbringen, als nur immer möglich iſt, Man kann einem Knechte an die hieier jemand het, ut jeln 6d Veriid hintere teſſt ei het, 3 Die 0 „mand Man 1 es fan | De hen, ayf gew ' Haen| | mg, f0 | gaweiſe | get werd: Oradiwy die Kl) In bedarf, gen, zu ' mit der den As Diſtanz fe am( "808 vn welchen Zt Un Zeh „ndeber di Smit den EG vr auſſer Ert IE anden Ih 11) bey ſelchy WC ſte Eirich YD'a die Cp Wiel der A | Ad fey h | ence) | Mt mann| | 8 SZandboht ) faber für 1 Aänict leid (! anwalt | St hervor| q SIndets, 66| 071008 0 JS 11981) un E00 | JI9« ode li" | Stmit da ET) FENNEL | erb ert |"y ima zs) R! 8, m DPT gn vw Das Eggen und Walzen. 769 die vier bis fünf Pferde'untergeben; aber es muß ihm jemand folgen, der die Eggen von Zeit zu Zeit aufhe»- bet, und ſie wieder frey macht, wenn ſich“Graswur«- zeln öder Klöſſer vorgeſeßet haben. Dieſes fann die Verrichtung eines Pflugjungens ſeyn, der ſo wohl die hinteren Pferde gemachſam antreiber, als auch mit- telſt eines ſogenannten Pflughafens die Eggen aufhe- bet. Dieſer Hake iſt vom Holz und in der Länge und Dicke eines Peitſchenſtiels, der ſo gewachſen iſt, und am andern Ende eine Peitſche angebunden haben kann. Man nennet dieſe Verrichtung das Eggelaufen, und es kann auch von Mägden allenfalls verrichtet werden. Das Eggen an ſich ſelbſt kann verſchiedentlich ge- ſchehen. Wenn der Knecht ein Paarmal die Länge hin- auf geegget hat, ſo muß er eben ſo oft in die Queere eggen. Iſt aber das AFerſtück hierzu nicht breit ges nung, ſo muß man ſehen, ob das Stück nicht Schlan- genweiſe oder im Zickzack oder in der Rundung geeg- get werden könne. Man bringt auf ſolche Weiſe die Graswurzeln beſſer heraus, und trennet auch leichter 'die Klöſſer, daß der Aker mehr klar wird, In leichtem Boden, wo es des Cggens weniger bedarf, kann man bey der Saat wohl mit einem einzi- gen, zwey- oder dreymaligen Ueberziehen des Ackers mit der Egge davon kommen. Man ſpricht daher, den: Acker einzähnig, zweyzähnig, dreyzähnig u.[..f. eggen, wenn er ein- zwey oder dreymial u, ſ. w. mit der Egge überzogen wird, Wenn in Gragartigen Ländern geegget wird, ſo müſſen die Queen oder Päthen in gewiſſe Walzen oder Lagen mit der Egge, bey welchen ſie allemal aufgeho- ben und ihrer Fracht entlediget werden muß, von Diſtanz zu Diſtanz zuſammengebracht werden. Soll- te am erſten Tage des Eggens das Hervorziehen der HZausvgater 1, Band, ECcr Qus- 770„Neuntes Kopitel, Duecen noch nicht recht'vomwſtatten gehen wollen, ſo -muß man allenfalls des andern Tages, noc< einmal den AFer überziehen ,.und-hiezu die heiſſen Tagesſtun- "den erwählen,“ Wenn der'Thau-noch auf dem Aer -iſt, muß man das Eggen noch nicht anfangen. Wenn nach. einiger„Zeit die zuſammengebrachte Queen wohl troFen geworden ſind, ſo können ſie nach Hauſe "gefahren werden. Die wenigſten Landwirthe wiſſen zur Zeit noch, was ſie an den getro>neten Graswur»- ;zeln für ein kräftiges Wintkerfutter fürs Vieb haben, “wenn ſie theils auf dem Ac>er mit Heu- oder Miſtga- „'beln wohl ausggeſchättelt, theils auf der Tenne'oder dem Scheuneflure abgeklopfet, und von Erde und worden. Sie werden auf der Hexel- bant flein geſchnitten, und entweder mit Strohherel "vermengt ſo trocken verfüttert, oder angebrüher, und als Brühfutter den Kälbern und Kühen gegeben. Bleibt es eine Hauptregel, bey naſſem Wetter nicht zu eggen, ſo kann man doch bey der Saat im Herbſte in die Nothwendigkeit gerathen, bey einge- Fallenein anhaltendem Regenwetter eggen zu müſſen. Iſt der Roggen alsdenn untergepflüget worden, ſo Jann man noch wohl einige Tage nach-dem Saen das Eggen verſchieben, wenn es-nur noch vor dem Kei« men und Aufgehen des Saamens geſchiehet. Iſt der “ Aker aber ſc(m Vf hand gewinnet. Je. Din. Was vom Lüften der Saatfelder mit der leichten De Duy Eggen nach Bedürfniß des Erdreichs zu wiſſen iſt, ſol- Fah Huß wie gewöhnlich S dir Hel äusgeſäete Haber“wird, wenn er 2 bis 3 Zoll lang. ges er Cinhfel wörden, mit einer: Egge durchgeegget, und überzogen, vrt ſo daß die Wurzeln zerriſſen werden. Dieſe Verſah« Epeh xungsart bewürfet eine ungleich ergiebigere Aerndtez am Vitt als ſonſt die Landesart und. gewöhnliche Cultur ver: PRIN ſchaffet.=> Daiich dieſes Verfahren ſelbſt nicht ver= 15, ſuchet, ſo kann varüber nicht-hinlänglich urtheilen; v und es muß der Verſuch von jedem Ackermanne erſt E! 4 im Kleinen geſchehen, ſo.von mir gleichfallsnoch auszu= - Se finden iſt, welche Art von Boden hiezu am ſchicklich daat; ſten ſey. Ein vürfeiger und zu leichter Boden-wird p' vn 5 Hierzu ſchwerlic taugen. Ein niedriger und feuchtev 5 wie am beſten. Wenigſtens muß dieſes Pfropfen'des Has vel Ken bers nicht bey troFener Witterung geſchehen“;"Es peShlm ward vor einigen Jahren das Pfropfen des Waizens Dein Pa in den Hannö9, JIntell. Blättern auch angerathen, von 105 Cy einigen Wirthen nachgemacht, und'nicht von gewünſch» 71.64 rem Erfolge erfunden. Vielleicht ward die Beſchaf 4 een M fenheit des Bodens und der Witterung, welche ſchlech» NLG tervings nicht tro>en ſeyn muß, Hiebey nicht in'Be- 1 trachtung gezogen, daß alſo hiervon das Mißgetingen eeweinigl entjtehen müſſen; die' Cc 3 11.0 " 772 Neuntes Kapitel, 1. WE So ſchr bekannt und gebräuchlich die Egge über- all iſt, ſo wenig iſt es zur Zeit noch die Walze in mänchen Provinzen, wo ihr Gebrauch doch auch von großem Nußen ſeyn könnte, Sie beſteht aus einenx runden Block vom Eichenholz; iſt ohngefähr 6 Schuß lang und hat rx Schuh im Durchmeſſer, und wird von Pferden oder Ochſen auf dem Acker auf- und abs gezogen. Man hat zwo Gattungen, die Stachel- walze und die geineine Walze. Die Stachelwalze iſt mit ſtarken 4=- 5 Zoll latgen eiſernen Zinfen verſehen, und.wird in ſtarkem Boden, wo die Egge die Erdſchollen nicht trennen und Flein machen kann, gebraucht. Gleich nach der Sta- er ſich befinden, völlig unbekannt ſind. Da nun dergleichen Gegenden eben ſo ſehr, als die, wo leichter Sandacer iſt, armſeltg, und nichts weniger als kornreich ſindz jo müßte es eine Angele- genheit des Staats ſeyn, die Bewohner ſoldyer Ge- Ccc3 genden ARAI REH A AEN IHR Ml EIER EÜ ts Ed alt We] Maniak AD ang WILLE 156 XE CREE 774 Neuntes Kapitel. genden mit dieſem AFerinſtumente bekannt zu ma- chen; und va es ſo einfach und gar leicht nachzumachen iſt, hin und wieder eines unenkgeldlich auszutheilen; oder wohl gar auf den Gebrauch derſelben eine Prä- mie zu ſeßen, weil ſich der gemeine Landmann gar ſehr ſürchret, von ſeines Gleichen beym Gebrauch neuer Acerinſtrumente oder Einführung einer neuen Wirth- ſchaft8art ausgelacht zu werden. Was aber zuvor von dem Gebrauch der Walzs bey der Roggenſaat in leichten Feldern geſagt worden, das iſk auch eben hieſelbſt bey der Haberſaat anzura- then, So wird man auch hieſe!bſt den jungen mit dem Haber zugleich aufgehenden Hederich ſehr mit der Walze, wenn man ſie darüber gehen, und ihm die ganz zarten Blätterlein zerdrücken läßt, wo nicht ganz vertilgen, doch ſehr mindern können. 1 Adroſiv durch Yeinb Aeenor, Ordu ſerung Albanus geſinde ſeines| Gade Aljords,| wirche, Gehülfi Aldor,| he des Chulde | Mphil 1 Wiethis jeden rungen Jureliv und EC Geſin) ute| deerzig Deatnte der( Btentet ſuche! Buſſo wieſo Jama! (M Engi fine! ENE | auth pen ei HK Inman gar brauß 10% 4 neun Dir Fh de Dy Sy eſagt werbs WC faat any; In jungen 1! 3 ſehr mitt FE: und ihm) Jo nidtg) T! 0) MEIERS EINE 1 HEEREN. i 5.08 BOT ISZRNO CISG TL INTEN Beyſpiele und Geſchichte? Adraſt verſchlimmert ſein Guth durch Vergrößſerung ſeines Weinbergs 5 ſſ Agenor, ein Uebertreter der Ordnung bey Guthsverbeſ- ſerungen 76:0, Albanus hält zu wenig Ae>er- geſinde, 283 ff. Berechnung ſeines hiervon entſtandenen Schadens 287|ſſ- Alfords, Gebrüdere und Land- wirthe, hatten ſehr ungleiche Gehülfinnen zur Ehe 170 ff. Alidor, erhält ſich bey der Lie- be des Mittelmäſſigen ohne Sulden 37 ff Alphil unternimmt ſeinem NCirthſchaftsfuße zuwider zweydeutige Guthsverbeſſe- vungen 58.4. Aurelius iſt wegen ſeiner Güte und Exnſtes in Anſehen beym Geſinde, 244 ſſ. legt eine gute Baumſchuie zur Gefſin- deerziehung, an 246 ff. 5eamter, deſſen Ordnung bey der Sommerſtallfütterung 106 ff. ABrenkenbofs v. große Ver- ſuche beurtheilet 732 ſſ. Huſſo maulet oder ſchmollet mit ſeinem Geſind? 240 nN. Damaſus iſt als Flucher ſei- nemGeſinde lächerlich 2 41|. Engmar erhöhet den Ertrag feiner Kahmelkerey 93 ſ. uE Run 10517) ASCEMET fU Kieie WEZEEDEDEE M.25 Lraſt verſchlimmert ſein Gutb durch ſeinen Luſtgarten 8|f. Erichs Sobn meliotiret ohne Ordnung JB FSelſing, einer der gröblichſiew Uebertreter der Ordnungste* gel bey Guthsveebeſjerungen 73|- Firmian, ein edelmüthiger Herr, der die inſeinen Dien ften Abgelebte nicht unver- forat läßt, 264 F- warum er dem Bedienten ſeiner Ge» mahlin nicht zum Dorffüſter haben will 266 ff. Sloridor, ſeine Erziehung iſt Schuld an ſeinem Schulder» machen 38 ſſ- Storiane eine gute Wirthin x 70' ff. Sreltiddr, ſeine Sdhne' verü- ben Muthwillen an dem Kuk- ſcher; 257 f|- Sruchtlieb, ſeine gründliche Melioxationen 54 ſſ« Gratian, ein Dorfedelmaun, hat die Maxime, ehrbares und. teligieuſes Geſinde zu wählen 248 ſſ. Grönbed, ein Acferfleen, fönnte mehr Fruchtſorten anbauen 176. Grünfels verpachtet feine Drauerey mit Schaden 99 f. Hagemann evtheilt einem Guthshexev einen gutet Rath Gz Ccce 4 gels WEINT SOSE: SEEN SSTEN Sn EE CSS WU CHVWNSTLE ZSE PFFE% IEE IND „Beyſpiele..und- Geſchichte. Zel!mutb will keinen Wirth- ſchaftsaufjeher mehr haben HZincmar begeht viel Meliora- tionsfehler 68 ff. Klearbs, wird' yon einem Oheim ſehr gut zur Wirth- ſchaft erzogen 41 ff. Kleinjogge,ein Zürchiſcher we- gen ſeiner Wirthſchaft be- rühmt gewordner Bauer 654 Zangworth, ſeine Unterneh- mungen zur Unzeit 102 f. Lodimir, ein blinder Wirth- ſchaftsnachahmer 87 ſſ. KZodjar, deſſen eigenes übles Verſahren mit dem Geſinde 239 ſſ. Zuecig, eine rechtſchaffene Hausmutter, bringt durch Sparſamkeit. was Großes vor ſich 210 fſſ« Hrlengander, ein Kräfkler mit. ſeinen Leuten 238 ſſ. Wengmann, Unordnung auf feinem Hofe'und in den Wirthſchaftsgebäuden 104 ſf. Wunchbauſen, Hr. v. rühmt ſeine Gemahlinu als eine der beſten Wirthinnen 176 ff. Sriefort, iſt zu ſaumig in ſei- “ner Wirthſchaft 96 ff. &rielsfeld fönnte eine baare Geldausgabe erſparen 115f. Ottmar verfſtattet ſeinen Kin- dern allen Muthwillen' wi- dex das Hausgeſinde 257|. Philon handelt einem Wirth- ſchaſtsgrundſaße entgegen ; m: 0. Podewils, Gr. v. deſſen mu» ſterhaſte Guthsverbeſſerun- gen; 82; ſſ«* Remigius verſchlimmert ſein Guth durch den Verkauf ei» nes Grundſtücks an ſeinen Nachbar 5 ſſ. Rixoſus, ein Zänker mit ſei- nem Geſinde 247 ff. Sandwebhr, verſteht ſich gut auf die Erhbhung ſeiner Guthseinfünfte Saturnin iſt ohne Menſchlich- keit gegen ſeine Leute, 271|f. läßt einen bey ihm zum Krüp- pel gewordenen Jäger ohne Troſt von ſich, 271ſſ. it unbarmherzig gegen einen bey ihm taub gewordenen alten Verwalter 237|f. Spätmann, ein. unordenili- nech) lich ge*rieben werden, ebend. w ächſe die erſten Früchte ſeyn 10, proportionirliche Anzahl der laſſen 376. feſter 4 aaa di Du zum Acerbaue benörhigten ib geſchehen, wenn das [erbuch, Aerregiſter, wor- Orhautt) wie? 291 f. weniger, und über und wie es geführet C Bil, in guter Cultur gehaltener wird 26. das Hauptfäch- E. 6 Aer bringt mehr ein ,- als lichſte deſſelben kömmt ins vt fand| vieler, der weniger gut ber Mausbuch, und iſt mit dien DZ ai“ ſtellet werden fann 347. lichen Anmerkungen zu by PD" nübliche Verminderung der gleiten, ebend, f. worzu der M wil: Cres jahr: 7 AETHER 7 DIINEEE70000 Regiſter jährliche Extrakt aus ſelbi- em.nußen ſoll'% 27 A erfelder, ihre Namen und Eintheiluagen 3 5 2 ff. Theo- Lie des Hanndv. Haugv. hier-' über 353 f. Eckharts 355. Folge der Arten in Tabellen 355 f. Beurtheilung der- ſeiben 360 Aerſyſteme des Camillo Ta- vello 337 ff.* Hrn, Pr. Lü- ders 382 ſſ. betuühet auf 4 Grundregeln 383 ff. hat viele überall anwendbare Regeln 412. Tulliſches 430 f. vom Hannövriſchen Hausv. gekadelt 43 1. Eng- Liſches, worin es ſich von der Koppelwirthſchaft unter- ſcheidet 431. erfordert Auf- hebung der Gemeinheiten 432» Was das Acerfeld Wecſelstweiſe trägt, ebend. Fünſtliche Wieſen werden alle 3 Jahre gedünget 432 f. Behandlung eines Guths von 300 Morgen 433 f. Bortheile dieſer Bauart durch lange Erfahrungen der Engländer 435 f. Beut- theilung des Verf. 436. wie fie auch da nacßzuahrnen, wo fein Waizenacker iſt 439. Aortiſches 439 ff. wie ſehr der Urheber damit ſein Guth verbeſſert 439 f. Ta- belle über die Bebauung der Koppeln 441. Berechnung des Gewinnſtes davon 442 f. det Kleebau 444 ff. Beur- theilung des Verf. 445|f. der, Urheber des Syſtems värd wegen frayer Nachah2 mung der Engliſchen Bauare gerühmet 447 f. Kretſch- mäariſches 448 ff. das Weſentliche deſſelben, ebd. f. nicht jede Art des Unfrauts wird davon vertilget 450 f. wie mit den gewöhnlichen Pflügen nach dieſer. Bauart zu pflügen 451 f. Beſtel» lung des Winter- und Som- Mmerfeldes zur Saat 453 f. wie die Baumzucht damit zu vereinigen 455 f. An: merfungen des Verf. 457. Urtheile klaſſiſcher Schrift- ſteller 457 ff. der Verf. tritt "dem Urtheile des Hrn. v. Pfeiffers bey 459 f. Reich»- bartiſches 460. Exempel der 18jährigen Abwechſelung mit. Früchten nach dieſer Bauart 452 ff. Anmer- fungen des Verf, 464|f. wo eint freye Nachahmung anzurathen, ebend. Darje-; ſiſches, theilet die Felder in 3 Klaſſen 465 ſſ. erſte Klaſſe, ebend. zweyte 467 ff. dritte 4868. Anmerkungen des Verf. ebend, Waizen ſoll ſo gebauet werden, daß das Schröpfen nicht geſchehen darf 468. der Landmant kann ſic) nicht mit Erbau- ung vieler Küchengewächſe abgeben 469, PWollnert- ſches 4569 ff. Anmerfun«- gen des Verf. 470 ff. wird - als eine freye Nachahmung der engliſchen Feldwirthſchaft angeprieſen 471. das Abr weiden der Rüben durch Schaafe, ebend. f. Bert? ran0s nige! vder wag Andro 304, hoch eben mun ben zur beſu diet ſon ins SD Kreiſ, Fe io) [SD 7 whey Di Dus „8/7 FEMM &“ 9| Rib) 00, Gm) 1 ZUN ZA nac 80, As DME, 77 RO 111, Dy EO veg SS, Sh Me f, dit 1% 100.087 Veden ENEN 18| vſt 00 Yrndman Em Ch Gengewad) 3€ Woll) IW 77008 - 470 ſe win) va DU 8 u EU"SEM wl! ben dus f Dw 190! We ſuhhmun)| 0100 RIN De TF a 5 IEE ARE WIESO ER A ETI A IRRE TELES ESEEGAE RERE m EEE EEE ENSE Regiſter, randſches 473 ſſ. fär fe- ſtehen müſſen, ebend. was ſten und ſtarfen Boden 473 fF. für leichten 476 ff. An2 merlungen des Verf. 480|f. Hernbardſches 490. fſ- Vereinigung des Wieſen- und Ackerbaues 490. dieſelbe mit dem Weinbau 491 f. Anmerfüngen des Verf. 492. dieſe Bauart iſt Neuanbau» enden, denen nur wenige Morgen Land zugetheilet werden, anzurathen, ebend. auch den Vorſtädtern 493. Schönfeldſches 495|. Anmerfungen des Verf. 496 ff. Bergenſches 499 N..„iſt"keine Erfindung. eines Stubenwirths8 499|f. bezichet fich auf die Verwan- delung der Wieſen in Aecker 500 wird als ein ſotiches empfohlen,„welches der Verf. ſchon ſeit 20 Jahren als das einige anficehet 518. Schlußverrachtunge? des Verfaſſers über alle Syſte- zue 520 ſf. Rath ſit dieje- nigen, welche aus einem oder dem andern Syſteme "was nachahmen wotlen 521 f. Androgogie, was ſie ſeyn ſoll 304. Rom hat in ſeinem höchſten Flore Sitrenrichter, ebend. verdienet Nachah- mung«auf den. Dörfern, ebend. was für Leute dazu zu wählen, ebend. müſſen befugt ſeyn,kleine Strafen zu dictiren, die nicht im Geld, ſondern in Arbeiten zum ge* meinen Beſten des Orts be- aet ue. 2 27 ARARAT I. Betis. A Gli LER„I iE GERL IRREN KEC SG für Gutes zum Flor' der Staaten durch die Sitten- richtet zu erreichen 395 f. A. I5auer, von armeny» kann die Erde nur. unzulänglich'9e* bauet werden 624 Isoden gemeine Eintheiiung deſſelben in 3 Klaſſen 552« noch genauere deſſelben nach der Verſchiedenheit der Zu- ſammenſeßung der Erdarten ebend. nähere Kenntniß eines fruchtbaren"Bodens 553 ff. Zodenregiſter, wie es einzu- richten 29. ADrdnung und Genauigkeit dabey ebend. Braache, Abſchafſung oder Beybehaltung derſelben 369 ff. manchen Feldern iſt jene nicht vortheilhaft 370 ff. Anwendung der'Lüderſchen Bauart auf eine 4 jährige Braache 4097 ſſ. das Ume- pflügen der Braathe geſchie- het an vielen Otten zu ſpät 482. iſt zur Zeit noch die gemeinſte Beſtellung des Ackers 520. halbzährige, ebend. wo feine vorhanden, da iſt eine Abwechſelung der Pflanzen nöthig, ebend, f. wie die, Braache nach man- herley Syſtemen etſelzet wird 523 f. wie ſolches auf leichten Sandfeldern geſchie» het 524 f. ein zweytes Mittel die Braache zu erſe» ben 525 ff wennman da- : von LE 008) DE AME AR LE ek kak hen HTSEEEN Regiſter- von abgehen will, was zuvor zu bedenken 527 f. Hr. v. Münchhauſen verbeſſert ſei- nen Sandaceer durch die Einführung der einjährigen Braache 524'!f. warum ſie im Hollſteiniſchen auch in Au- und Marſchfeldern-bey- behalten wird 525. drittes Mittel ſie zu erſeßen 532 ff. D. Dokumente, Regiſtetaturen u. -Gränzreceſſe eines Guths werden am. bequemſten den-Lagerbüchern beygefüget 23. müſſen zuſammenge- heftet, und paginiret ſeyn, ebend. die Lagerbücher müſ- ſen ſich darauf beziehen, und die Blattſeite nachweiſen 23. Dorfpolizeyen, aus ihrem Mangel rühren die verſäan- deten Aecker her 531f. DProſcherregiſter, wozu es dienet 28. kann allein, oder in Verbindung mit dem Saat» und Acerregiſter ge halten werden. Dünger, Düngermagazin 648 F. wie die Gruben dazu anzulegen, ebend. Materia- „lien dazu, ebend. dergleichen oder Mieten auf dem Felde 650ff. Düngerwände 651 fſ. fluſſiger Dünger, Schwei- zerqulle 654 ff. Gebrauch 657. Verfahren auf Aecker und Wieſen, ebend. Urthei- le des Verf. datüber 559 ſſ. der Strohdünger wird aller: dings davon entkräftet, ebd. die Gülle oder Jauche kann durch. fleiſſiges Einſtreuen dem Strohe einverleibt wer- den, ebend. bey der Gülle kommts auf die Beſchaffen- heit des Ackers an ebend, ff. iſt zur Wieſendüngung vor- zuziehen 662. vierfache Düngungsarten des-Hrn. v. Schönfeld 655 ff. wie Lehm, Kalch und Gyps zum Dün- ger ſelbſt zu brennen und au- zuwenden 666|f. Schaaf- pferch mit Kalch zu miſchen 668 f. Kaich mit mehrern Materialien 669 wie mit Gyps zu düngen 671|ſſ. mit Torf 672 f. mit Stein- kohlen- und Torfaſche 673 grüner Dünger, Pflanzen- dünger 673 ff. hierzu grü- ne und friſche Pflanzen zu nehmen 674. bey welchem Acker dieſer Dünger am be- ſten anſchlägt 674. welche Pflanzen hiezu am beſten taugen 675. die grünen Tobacksſtängel werden zum Düngen an den meiſten Or- ten noch verfannt 676. Siehe auch H3iſt. Anwen- „ dung des gewöhnlichen auf den Acer 677 ff. die Reife des Miſtes, ebend. hat Gra- .de, ebend. mit welchem ein entfräfteter Acer am erſten geſiärfet wird, ebend. f. lan- ger, und im erſten Grade der Reife befindlicher wuür- ket länger, und wo ex zu ge? brauchen 678. die Verſchie- denheit der Aecker erfordert verſchiedenen Miſt 6783, wo die „NR ſt, eb niht 679. „den 7 leihen wärn lange 681, Ende ſiegen no gen Miſt fioett ebend, Sha (ungs! jichter tabell Web w dew 3 Rindy ſm h 683 Bere Miſt gend« Dundu und dienlt Di wie z| Mißt Etre überfl „kw bm Ausy Yer miſe Mat 638 Dinhe fam M Coſtreun D ttlhtwen M da Gul eS Vihfet EU(hend. Daun vor DK yefich IA det Ota.) 12 Wilh, Wt jim Zip 1% DUN -] Ghmi 165. zu miſe Wt mehtin ID we nt fn bt | WW nitStaw | 2(ſhe 611 | 98 Pflanzen | Dieu gelb || Safien 3 |] welchen | FC amb | 39), wild! | Sum beſt 1(ea |(Worth zum | gap Fun 670 | 5 diwi Zeri auf Prdi! Roſe ves ht Gta Shmi 1) eren * pf, lan: 3 p Otadt geh va PMEUUG ? Berſchi! 99 etforder! LD Regiſter, die Miſchung des Miſtes gut iſt, ebend. Rath, wenn man nicht alle Aecker miſten kann 679. Art, Weiſe: und Zeit, den Miſt der Erde einzuver- leiben., ebend, muß in der wärmern Jahreszeit nicht lange uneingepflüget liegen 681. warum er gegen das Ende des Winters länger ſo liegen kann ebend. foll nicht naß und friſch. untergepflü- get werden. 682. ob der Miſt aufeinmal oder in Por- tionen vertheilt aufzulegen, ebend. Behandlung des Schaafpferers “33 5. ſollen untergeſpannet werder 336."im mittel und keichten. Boden" ſind Ochſen anzurathen“ 336: f. wo "ſchlechte Weide-iſt, muß für fie Klee und andres'künſtli- < Worum +)„mchen IE: ed mit 8 BIND | EDerſelhen 4" Es Rük 4 MP haar, dt mn(wes ) eu, Ft 731 | fs: Ortes: Ie ZU | TI Rihm) De 10-7400: CEE ; weigelt gebrauen pam ih mh ſin Or Ks her iw pfl SINNEN IEE 2 NEE Ü LSSIIY ME GES IRT EEE REEG NE TEE IRISE III KNNEN SE SIIAIIE 778 WRE TREE GARRI ps 62588 Geh rs N Regiſter, Pflüge, wie ſie auf jedem Acerſtücke zu ordnen 755 ff.. warum ſie nicht Paar und Paar zuſammen gehen, ebd, ein entzwey gehender muß ſogleich auf die Seite aus ſeiner Fahre herausgebracht werden, ebend. es müſſen feine Rennebalken ſtehen blei- ben 756, auf langen Acker- ſtücken ſollen feine voftere Ab- ſaße- oder Umfehrungen ge- macht werden, ebeind. das Pflügen wird vernachläſſiget, wenn. der Hofmeyex ein To- backsſchmaucher iſt, ebend. Hagemanns Urtheil darüber 757. was zu thun, wenn bey vielen Pflügen das Stück meiſt herum iſt, ebend. Zu- ſammen- und Boneinander- pflügen 756 ſf. wie zu ver- fahren, wenn ein Acker- beet gewölbet, oder mit einer undung in der Mitte ange- legt werdein ſoll, ebend. wie zu pflügen, wenn oin ſolches Beetzur Winterfrucht zu be- ſtellen 759. Sonnen-und Nordſeite der runden Acker- heete 760. wv die Erhbhung eines-Bezets nach und nach geſchehen ſoll, ebend. wie Acker zu pflügen, der feines viermaligen Bepflügens'be- darf, ebend. was-bey An- fahrung des Rückens zu be- obachten 461. Pflützen der Vorgewende, ebend. Pflägen, flaches 383 f. ſct iſt 474+ ſchmale Furchen bey den leßs ten Pflugarten, ebend. Waſ: ſerfurhen gut- anzulegen, ebend. breite Furchen auf leichtem Boden 476. die ſchmalen können doch nüßs licher ſeyn 480- zu breite Fur- chen zur Saat machen Gaſs ſen zwiſchen jeden zwo Reiz hen- 497 f. Urſachen des hftern Pflügens zwiſchen der vorhergehenden Aexndte und neuen Saat 530. dax öfte- re Pflägzen wird von den Veränderungen der Luft be- günſtiget 531. wennes am meiſten zu wiederhohlen, ebend. Wiederhohlnngen deſ: ſelben und Benennungen, 744 ſſ. Braachen, ebendäſ. Wenden, ebend: Rühren 745« Pflügen zur Saat, ebend. Stürzen, oder Stop- peln, 745. f. Rühren des Sommerfeldes 7 47. Adern, zur Sommerſaat pflügen, ebend. Krume, was man darunter verſteht, ebendaſ. wenn die verſchiedenen Pflugatten geſchehen ſollen Ddd 4 746 9 HTE RNSTEN GEND A WRNTLTT EZ A- X Regiſter. 746 ſ. verſchiedene Theo- vie der-Wirthſchaftslehrer Berichtigung der- bey welcher PÄflagart dem Aer die er- E4.7008: ſelben 749. ſotderte Tieſe. oder Krume zu geben 750 ff. vetſchiede- ne Theorie der Wirthſchaſts- lehrer, ebend. wenn und . wo in ſchmalen. Furchen zu pflügen 753... Umpflügen der Braache ſoll bey crocke- nem Wetter geſchehen 7:5 4 -F. wo man ſich damit. we- der zu übereilen noch zu ver- äten, ebend. R. Raſen. oder Waſen, das Ver- brennen derſelben beym Um- reiſſen der Wieſen iſt bey.uns nicht rathſam 380 f. iſt - Bach dem Bergenſchen Sy- ſiem ſehr ſchädlich 593 f. Ab« plaggen derſelben 504. Expe- rimente darüber, ebend. Reiche, ſollen frugal leben 207. wie ſie Aufwand nach des«D.. Krünitz- Encyklopä- die machen ſollen 208-f. ſehr viel geizige Reiche in einem Lande ſind.mit eine Urſach ſchwerer Zeiten, ebend. Regiſter, über aflerley Pro» dufte der. Grundſtücke und Wirthſchaftzanſtalten wieſie zu halten 29. die Extracte davon kommen ins Haus- huch 29. über Ausgabe und Einnahme au Natura» lien und Geld 30. wie hie» bey zu verfahren, ebenda. “get wird Sagt, leidet, wenn'-ſie: beym „worauf es ſich beziehen muß, ebenda. Rübett,'Turnipſe, ihr Abwei- den durch die Schaafe in England 471 f.., werden al3 Dünger gebrauchet 473. "ds Saamctt, freinder iſt anzus tathem' 377. das Dütcke: und Düntneſäaen deſyelben, 3783 f."rechte: Lage 4005 ff. unterpflügen deſſelben: 401 f. fommit tief genug,'went er etro& X Zoll tief untergepfliü- 47 4. "Eintreten desSafts.im Früh- “linge vom Schnee vder'Froſt überfallen wird 475. hier- von werden die Nebenſtau- den zurückgehalten, und'das Korn kbmmuit dützne;:zu ſte- hen, ebend. Mittel dawi- der, ebend. ſind nichtüber- all anzubringen:431 Sggat- und Aerndteregiſter kön- nen'beyde beyſammen ſeyn 27. wie ſie einzurichten, ebend. der Extract aus ſel: bigen könimt ins Hausbich eie y| Säen, zu rechter Zeit 392 ſf. im Thau, ebend. des Ver- faſſers junhſte Erfahrungen hiervon 393 f."der Win- kerfrüchte 397 f. det Som- morfrüchte 399. auf falten Aeckexn ſoll er(t,und warum? geſäet werden 474. Schmatter-HSgand- oder Taz gebücher 50. was darin einzutragen, ebend. was am mE hend. tende€ Hagsb! Gommel | tung de ſ. Y Pieſen ume! andre H fe auf? maß,( Sparſant mug Hauomut 10.960| wd. Verg göfehent fie eigent | ſedieAu wich Ut ſunfeity ſcheidun; Reiche| 265 f, des Hat die Hau ſamfeit voter by Gtallfütt, fim ſie. hw 414 Enzlan! verfahre Verboſſer findyng dem ZB Vj Zei hen mu, DE, it Vhpet ) Cyf) in D+. wetden Yb 47), > Fee IF Ant R des Näh WE ſpelben, 15 Cat 400, x SUF 0 10, Wen Y unbrgepfly ? 474 = ederſeef St 475, hint (56 Nebenſtal a, undes PING „Nei daw! d iht IT! aß! EEN * MENN YE elnpttihte" „troſt I 08 Dub) 3 "5 KUEN ds Dir 7 FLDG Die"de Bit: - wm Gon -.(uf falt 1 vb warum? |(74 a(dD 2 was dans gend, 1? 4 am Regiſter, am Ende beyzuſchreiben, ebend die daraus zu formi- vende Extracte kommen ins Hausbuch, ebend. Sommergetreyde, die Drei- tung des Ackers dazu,'410 ſ. Begattung entraſeter SPRieſen damit 502 f- War- um. die eine Art mehr als"die andre zehret 527. warum ſie auf Wintergetteyde folgen muß, ebend... Sparſamkeit, der Hausvater muß ihr:eben ſo wohl als dte Hausmutter ergeben ſeyn 260 ſſ«: was fie einbringet, ebend. mußals Mittel ſein Vermögen zu vermehren an- gefehen werden, ebend, was ſie eigentlich iſt, ebend. wie ſie die Ausgaben ordnet 202, welche Lebengart der Spar- ſamfeit zuwider 203 fſ-. Ent- ſcheidung der Frage! ob Reiche immer ſparen ſollen 2 205 f. nach, dem: Urtheil des Hannvv, Hausv. ſoll es die Hausfrau in der Spar- ſamfeit weiter als der Haus- vater bringen können 209 f. Stallfütterung, ob und wie fern ſie der Weide vorzuzie- hen 413. der Scaafe in England 437 f. wie damit verfahren wird, ebend. V. Voerbeſſerungseroen Aus- findung der darin befindli- . inne ky oha det EE hade ſ9,011 FER 0 9.0 Fele deſh Sinn gr hade el vend wa ae; von dt 11 95 Me „gui, ſin)| hrer j! bem je Auſſer ms etlich 0 2 ». findes vo 4 Freſche M - 6 wN in| Wirthbſchaftsfuß, was er iſt, beſtehen 1|, was ſie ſind 31. worzu ex nothig i(t 32. 1: Eme Ein NA ZEE Ee 4 8 ——- —— 3 8. 3 1L-LLrL«LrLr„r, 1 LrLn! Ä V 1erh, 1,Ln WRnrnnmrnannmarnarnxndermnan rattbal Oem 1 2 3 4 5 7 8 9 — 1 Grey Giey dGrey« Buack