— .——-—Q⏑— 4— 4 8 d ti ds Der DUCCFET OT OU CT 0 ca oder DE FEMRnatLaes Co ft« Der verbefferten neuen AD iv it t.D fo ff nebft der$Sebre von den Anpflangungen unD von der Med ru na des Dichfarvers von %, WW, Did(on, M. D. berausgegeben von Je bac r ————— Pater ipse colendi Haud facilem esse viam voluit. Virg. Georg. L. I. ; Ë, x BIBLIOTHEK\ D.KONIGLICHEN ACADEMIE DES LANDBALES ZU MOEGLIN 2 Sn zwei Bénden. Biweiter Band. Don 2 Sup fert af e Lio Detlin 1807 SIN Mel a sur. Me a D Ÿ LÉO 6 à à 5s Lund S m9 DUT Er CEtrpte bitiD'elPTun gs Anbau des AÉerlandes Cfortgefest), Gsçeu 5 e Geite x, Hobnen e€_— Fe Rartoffeli Ê e 8— 10, Rüben e Ê— 32, Robl 9 4£— 62. Robirabi A s— 72, Gtefrübe: Ê— 74 Rapéfaat Ê Ê— 77 Mobren Ê A 2— 82 Vaftinafen Ê e— 89. Runfelrübe Ê e— 93. Hanf Ê e 9— 95. Lein£ e 0— 100, Yopfen 2 e— 108, HBaid Ê e£— 122, Gitbfraut e 2— 128, rapp Ê 8— 131 WBebervieftel Ê Ê— 133. Lafrisen 2, ve— 136, Methoden, die verfhied, Rornartencingucrndfen— 138 Aufaufeimen. Die Feimen su bededen, MRanier fie aussudrefchen. Mit bem Schlagel. Mit der Drefhmafchines Bortheil jeder INethode. Aufbewabrung des Rorns. Biederberftellung des Aderlandes su Grasland, Die dagu gefchiteften Landereien auseinanderge- fest N Ê 2— 154. Miederlegen des Landes su Grafe— 156. Rothige Borbereitungsarten 2— 159, Brauchbarfte Grafer in verfhiedenen Fallen— 161. Ratüurlide Gräfer. Bon den funftlihen Grafern#— 183» flee. Bilder lee CTrefoil}, Œfparcette, Lucerne, HBifen. Bildbe Biden, Eihorien, Dudiveisen. Berbaltnif, weldes gmifhen dem aderbaren und dem Graslande ftaté finden mu, Bwbôlfte Nbtheiluna, Anbanu deg Graslandes Geite 216, Grasland. Arten deffelben. Defondere Anwendung su Wiefen und anderem Heutande, Berfhiedene Bebandlung. Reinigung vom Yieh. Goiflihe Seit, in verfhiebenen Kallen, Entfernung aller Hinderniffe beim IRaben, Grôbe. Unterfudbung dariber, nod nicht ausgemabt. Meinungen find getheilf, daB fit die Quantitat des ut: ters barnach nidt beftimmt angeben laffe. Eine Ansabl Éleiner Lhiere versebrt mebr als grofe. Mr. nights ginftige Meinung, grobe Tbiere su maften, Bersebrung des Gutters, nicht im Berbältnif der Grofe. Bortheile der fleinen Thiere, er bejten. robe mu mit ber TBeide im YBerbaltnif aefest 5 Auf der fhlechtern die Fleinern,: du Tu ARubiges fanftes Lemperament, grofer Muben davon . bei fée ÿ parte Gonftitution, febr wünfhenswerthe Ei Seicen derfelben. À se nee Srube Reife, Bortheile davon für den Farmer, Günftigfte Umftande dasu. Gute Suütterung und Barme, weil fie jung find, Defhaffenbeit des Gleifhes bangt wabrfeintid von ber Race und nicht von der Grobe des Lhiers ab, Guter Gefbmad, mebrentheils oom Gutter. Cledte Farbe, deutet vielleiché auf Rranélideeit, MBie das gute Sleifdh ausfehen müffe. Einfluf des verfhiedenen Alter darauf, Anfas sum Fetfiverden, dabei febr su crwägen, Drinaip daruber, no nidt aufs Reine, Rad Vafewells Erfabrung bat die Form der ace bieL Einfluf darauf, Bortheil und Racdéheil des allsu feté merdens. Dar das eingige SRittel gutes mageres Gleifd su erz alten. Biel Aufmertfaméeit auf diefe nothivendiae Ei beim Sichaufsiehen, Hu 4 M %» 2 IV Sn faut. Bie fie muf anaufublen fepn. Mubbarfeit in falten Gegenden. Milhergiebigfeit, Maturell der Lhiere dasu. Mu eine eigene Race fenn.:’ Eir Gobn Ginclairs Meinung uber eine Race hicau, und eine gum Getfiveiden. Gerhidlidfeit sur Arbeit, nothige Eigenfchaft unter ge: wifflen Umftanden. Gas dabei su betrachten. Plut oder anflebende Gute der Race. Rugen und Bortheile derfelben beim Biehsudten. JArvten dies Gefchaft au vollfubren. Bovon der gqute Erfolg abhange. Babl des iches, Rancherlei dabei su ermägende Umftande. Grofer Vortheil bei der Berbefferung des Rindvichese Grobes Un£raut und Mflangen, Moos. Reiber. Gteine. Mifthügel. Ameifenbaufen. Maulwurféhaufen. Sang und Serftoruna der Maulwürfe. Düngung des Graslandes; Vafiidhe Seit dagu. Jrten des Dünygers. Buftand der vortheilbaften Anvendung. Geboriges Berbaltnis, nothwmendig. Biederbolung derfelben. Einige Arten des Ueberdungs Fonnen nidf$u off ge- braucht werden,, reide, Iergel, gerfebte Sumpen u. f. w, fonnéten büue figer in Eompofte gebraudt werden, Lot:‘eMail Gubftangen off als WMeberdung ebrauct. œtfatde, Gteinfoblenafhe und Ru. Am beften nach eingefallenem Regen au gebrauchen, Anfang des Düngens. Moôthige Aufmerfifamfeit dabei. Mr. Donald’ s Einribtung dasus Auéfpreiten des Düngers, Bufdeggen. Baizen. Goidlihe Seit dasu, Methoden bei der TicderberfteHung des Graslandes, Baferungsmiefen, HBejchaffenbeit derfelben, Lage und fhidlihe Bovenarten dagu. SRethoden fie einguridten. Mivellirmage, nüublid dabei, afferung. Gerfhiedene Arten fie au leiten. Auffangemerf sum YBaâfjern. Bo es angebracht ift. Umftande, die dabei in Betradt Fommen. Ruüslihes Verfahren beim IBâffern in dem Hauptgraben die JRodde su rubren, aud) Gebraud des Aalfs und anderer Gubitangen dabei. Urfachen der vortheilhaften Wirfungen des MBâfferns. Geite 223, aft, Ausaebreiter Nuben defelben. Bequemfte Gabrageit dau. IBie[ange e8 fortgefebt werden müffe, SRr. Brigbts Meinung darüber, Mr. Bosivells. Umftande, die Abweidung des gewaäfferien Landes be- treffend. Gebr nüblidqur HDervorbringung des früben Grafes, Nr. Lemplers Verbefferung durd Bâflerung,. Berbefferungen dudurcd in Porfihire, Cn Ebefbire, durd Sr. Fenna. Hefhlammung, ein Berfabren in Lincolnfhire. Mur in geringem Maabe auf Grasland nüblich. Maben?$, Geite 236, Geborige cit deffelben, SRethoden der Demwerfftelligung. Seumachen,$ Yefte Methoden bdeffelben. Auffeimen und Bededen des Heucs. Gefte Methoden dabei. Iie man das Erhisen der Seimen verbütet, Geimenplase, Heufchren. Nachgras,$ 4 Arten es su bebanbdeln. Defte Anvendung. des Ertragese Deveidung deffelben. Rugbarfeit in biefer Hinfidé, GBeidelandereten$ GBie fie bebandelt werden. Œntfernung der Hinderniffe bei der Abmwedunge Rethoden fie au verbeffern. Berfchiedene Arten der Anmvendbung. Arten, fie au befeben und abgumweiden. Umftande, die dabei au ermagen find, Biebtränten?; Nubbarfeit dverfelben furs Rindoieh. ethoden, fie au machen. SRr. Marfbails Berehnung der Ausgabe, Einridtung derfelben von Mr. Billingslen. Rubbaltung;; Qrten, fie au bebanbdeln. Rüube, die dau tauglid find, anier, fie su füuttern, Nil,;, Mellengeit. Methode, Mildh au verfaufen, Bortheil davon. Gaugen der Rälber y; Metboden, fie su bebandeln. Bortheile davon. Aufsteben der Râlber, Geite 263, Rothige Aufmerffamleit, um guftes ieb su haben. Dejte Methoden des Verfabrens in verfchied. Diftricten, Geite 237. Geite 242 Geite 244 Geite 250, Geite 252, Geite 252, Gite 260,| —————— Snbalt Y Entwôbnung der Ralber, Seite 265. MNothige Aufmerffamfeit, daB es frübe gefdebhe, Gefte Methoden dabei.‘ Qunges Bieh.mub immer gut gebalteir werden. Molfenmirthfhaft;; Gite 268. Lândereien, die au den verfhiedenen Mrfen fi paffen. Geborige Arten damit au verfabren, Dequeme Milhhaufer. DBefondere Art Rüube dazsu. uen immer gut gefütteré werden. Defte Arten des Gutters im IBinter und Sommet. Seiten des SNelfens.: Geborige Bebandlung der Milch. Vuttern. Hutter berciten, L Re IBas bei diefen Operationen nofhig iff, Quantitat des Ertrags dabei. fafe. Berfabren beim Rafemachen. JBas bei den verfhiedenen Operafionen dabei vonnothen. Bortheil der Milherei im Gangen. Gettweiden Ü/ 4 Çâandereien, die fid dbaau pafjen, JArten, fie au befesen, Arten des Biehes, in verfhiedenen Fallen, Rindvieh. Ghafe. Lamrmer. Gvfteme bei der Behandlung jeder Yrt, VPferde. Gdhmweine. Bortheile von jeber Art.» Grüne Sütterung und Stallfütferung cite 296, Grüne Gütterung. Gebr grober Bortheil bei ber Erfparung des utters, Yas dabei su beadhten. Methoden der Fütterung dabei, Gtallfutterung. Arten des Gufters dabei, SRethoden au füttern. Dortionen des vergebrfen Sufters. Bortheile der verfhiedenen Arten Kutter, Saugelammer in Hâufern; Dequeme Lämmerbäaufer, nothwendig, DGefondere Racen Mutterfhafe dasu. Art, die Safe su füttern. Gebandlung in den Saugehaufern. Bortheile diefes Verfahrens, Anpflansung? y, Galle, in welen fie nüslic. Hodenarten, die fid daau. paffen. Gidlihe Baumarten daau, Srudtbäume;;, Apfetbaume, Pirnbaume. Anpañliher Boden dasu, Geite 287, Geite 308. Geite 309, Gite 311, Günftigfte Ribtungen, fie 4u pflansen. Gefondere Art sum Apfel: und Birncpder, Methode, fie ansupflangen.; Geborige. Diftangen dabei. Rüffen nicht su fief gepflanst merden, VDefte Vabrsseit dau. Methoden des Ausbauens. Urfachen des Brandes u, f.#w, anier, die Früuchte sum Ender‘su bervabren. Berfabren bei der Berfertigung defelben, Ertrag der Aepfel und Birnen. Bortheile des Anbaues der Xepfel und Hirnen, Nubbol;baume; dAnpafñender Bobdben dagu. Goidlihe Art Baume dasu. Eide; Efde; Ulme; Gergefhe; Babes Aborn; F0Da re; Serhenbaum; Mappel; Beide; Rorbiweide u,{, w. Vefte Grobe sum Verpflansen. SRanier, fie in der Baumiduile ansusiehn. Entfernungen, in welden fie gepflangt werden. Dereitung des Landes daau, Manier, fie in verfhiebenen Gegenden su pflangen. Gn fhmalen Landftrefen u. f. m, Methode, die Pflangen su mifden. Bûrme, gum Ansiehn nothwendig. SRethode der Anpflansung. Rüflen nachber rein gebalten werden, Ausfüullung der Lien. g Nubbols in Secfenteiben, Grobere Baume in diefen Fallen, Geborige Aushauung derfelben. SRethode des Berdinnens in Anpflansungen. Beim Unterbo(s, Rorbmweiden. Shefthoden, fie ansupflangen und Eultur dabei, Bortheile bavon. Beide in einigen Gegenden vortheilhaft, Hôlsungen;;, Rothige Bewvirthfhaftung. Urfahen des Abganges derfelben, Jrten, fie aussufüullen. Seiten und Methoden, die Rorbrmweide su hauen, Beit, das Unterbolz wegzunebhmen, Jrt, wie Dies su bemerfftelligen. Dreisebnte Abtheilung, Biebsudt;# 335. Biebftapel, MBidtigfeit deffelben, Grofe Aufmerffamfeit babe, Sernere Serbefferung, nothig, Lhatfaden und Erfabruugen, die no su fammien, Umftande, die dabei in Betradbt fommen. Cus und IBarme nebft fehr fetter IBeide, nüslidhe Gofteme die in diefer Hinfiht obwalten, Rreusen der Racen, Vebauptete Borthbeile und Nadbtbeile diefer Methode. Go nüslid fie fen, mit Sorfidt vod anaumenden, Ghade, mwenn es unbedachtfam gefhieht, #4 D Geite 318. Geite 328. Geite 33r. vi Snph Berfhiedene Meérmveife bain. Das Buchten in derfelben Race(Breeding in and in.) Bortheile diefer IRethode, Gas dabei in Betracht au giehen, Yauptgcgenftand fr den Sarmer— der Vortheil. Geftaltung des Thiers, befonders efhift dau, Eigenfaten, auf welhe man au epen bat. Geitalt. Bas vabei erforderlich. SBollfommenfte Art. Bortheilbaftefte fur den Feffweidets Die vollfommenfte, die befte. Rindvich y$$ Sabtreihe Arten derfelben. idt vollfommen geordnef, Metboden, die dabei verfucf find. Rad den Hôrnern. Rad) den Mamen der Gegenden, in welchen fie am mebrften gefunden werden. Berjhiedene Arten befchrieben; Laughornige. Mittelhorniges Rursbornige. : Belih Brecd. Guftolt dun Breed. Yolled- oder Galloway Greeb, Rylve Bree. Œiefhire reed. Qudernen Drecd. WBito Breed. Serfhicdene Arten, au Serfhicdenen Sweden des Far: mers braud)bar. dimftande, Die dabei su errvägen, ubvieh,: dgie man fid mit quter Art verforge,: chi und Aufsichen des jungen Viches, wa5 dabei nothig. Garms, Die Dasu am gefchidteften. Befte IMethoden, unter verfiedenen Umftanden, Sortheilbaftefte Arten des Gufters, JBinterbebandlung derfelben, Qrten, fie su futtern. Db fie Lofe berumgehen oder cingebunden werden follen. Geboriges Aiter der Gtarfen, wenn fie begeben follen, Pete Seit sum Ralben. Œradtiges Vieb muf gut gefüttert werden, Gpaingocbfen, Dullen. Je Lange fie ausdauren. uflen beim Aufsiehen gut gefuttert werden, gr. Batewells Berfahren dabei. Den sur Arbeit.- Œigne Debandlung derfelben in Herefordfhire und Dez vonfhire.: Qeit, fie au die Yrbeit su gewobpnen, Sefte Jrcen fie ou befhlagen. Qrer des Rindviehes, wie man ç$ ausfindig mar. Rranftheiren und JRitfel Dagegen. Qurcfall. Geibfucht. Blutiger Arin. Rtauen Gefdioulfé Geite 344. aft. ŒEuterbeulen, Bunden, Gchafe;; f Geite 351. Bitigleit berfelben in manher Rüdfdf. Ratur derfelben, bei verfhiedenen Xrten. dinterfieden, in verfhiedene Glafien oder Rasen, Rad Vefhaffenbeit der HBolle, der Gegenden, wo fie angettoffen werden, ibren befondern Eigenfaften, Gtammform beim Do. Mothige Aufmerffamfeit bierauf und auf andre Œigen- AU bei der Berbeferung der Gchafe. cent, Berfhiebene NRacen befchrieben: New Leicefter und Difhlen Race. Lincolnfbire Races Leesivater Romnen Marfb Dartmoot Ermoor Dorfetfbire Herefordfbire Gouth Dow PIC cath ermit beviot Dunfaceÿ Shetland— Rerino oder fpanifhe ace.” ŒBelde JYrten unter verfhiebenen Umftandben bes Bo- Pre. des Œlimas und der Cage die angemeffenften 1NDe it Hinfidé auf den Mortheil von dem Gerippe.l Bon der IBolle. Sr. Marfballs Meinung von den verfhiedenen Macen "in Rüdfidt auf verfhiedene INRanufacturen. Amftande, die bei der Einfübrung in Betracht Fommen, Geine IBolle(aBt fi obne Madtheil des Gleifhes er: baltten. VDôde au den©chafen gelafjen. Auswabl der Ghafe dasu. Geborige Zeit. Des verftorbenen Hersogs von Bedford Berfabren dabei, Deftes Alter Dague ad Gnftem der©afsudt in verfdiedencn âllen. Gm Winter, Sefondere Pflege wabrend fie tradtig find. Grobe Aufmerflampeit aur Lammgeit vonnôfhen, Rothige Berforgung mit Gutter Daÿue Mubbarfeit der Ruben dabei. IBie fie aufs vortheilhaftefte vergehré tberden. Qandereien, wie fie dabei am beften verbefiert werden, ei guten Racen jft Slen und Delluchen nülidh. Œuütterung mit eu nothwendig. Goañfbütten, febr nüslic. Sum Durbwintern der Goafe qu. Jufgefpartes Gras, grober Bortheil davon im Grüubling. JBajlerungéwiefen, auf mweldhe man fih in biefer Hin- fidt verlafen fann. Qndere itrel der Unterpaltung. RüubenfhoBlinge. ATITIIAITTAI Snbpalt Mobi beffer im April Soblrüben. i Rota baga. Bauerfobl, MBitigleit deffelben, Mimpinelle, grofer Nuben derfelbet, Das Zreibén auf die TBeide. Mas dabei erforderlid. Defte Methoden dabei.: Mothige Aufmerffamfeit auf die Gliege, Entoobnung der Lammer. Defte Arten derfelben. Geboriges Sutter muB angefafft werden, Gohafe, meit davon. à Bortheile der Heerdenabtheilung. Debandlung alé Down und Bergfchafe. Galben, Sdmieren. Unnothiges Berfahren. Bortheile von den Gchafen, Rad Mr. Macros Angabe. Mad Mr. Ellmanns Angabe, Rad des Hersogs von Grafton's Andabe, Hütrten:;; s Gelte 366, hr. Poungé Einwürfe dagegen in gewiffen Fallen, Urfade des Berfabrens. Bortheil davon in Shafhofen, Auf aferbarem Lande, Gaffdur;;; Vefte Methode fie au wafhen. Art des Scheerens rund um, Uriprung derfelben, Œinfübrung derfelben, Debandlung derfelben, Soften dabei. Aufwideln der Bolle, HDaufiges Scheeren, WBirlungen davon. Deveden der Gohafe. Birfungen davon, nidf vollig dargeftellr, Seit die Lammer su fcheeren, Gie su verfneiden, Ertrag der WBolle, verfhieden, Rad den verfhiebenen Racen. Eigenfhaften, von den Bollftaplers beurtheilt. Rothige Eigenfhaften eines Chafers. Wie man das Alter der Cchafe ausfindig made Sranfheiten der Sohafe, Gliege. Subliute Geuern. Hlindheit, Saule. DrebfranFtheit, Rothe TWalfer. Prarr. Goiwarse Baffer, Durchlauf, Gemeines als, den Rranthciten der Safe suvorsus fommen.= OU und lee; Jr Voungs Meinung dariber, Seite 368, VII Yferde j j j Gelte 375, Bortheile und Nuben in verfhiedener Hinfiht, Macen, die in der Landwirthfhaft vorlommens Berfhiedene, befhrieben, Hlutpferde, au fein, GEleveland bang. Guffoif punhes. Cindefdale Mferde, Gmere Gdhiwarse. Ballifhe und Shuttifhe Pferde. Drbeitspferde müflen aus den 3 erften Arfen gemwäblt werden, Givere Arten, mweniger im Gebraud, megen Einfub- rung der SBlutart. à Pierdesudt fann unter gewvifjen 1mftanden vortheil baft fenn. Methode der Bebandlung. Beit, die Gtuten sum Hengft su laffen, Bidtig, fribe Guilen su haben.; Bie lange ein Pferd mit dem Füllen gebt. Gollen mübrend der Seit gut gebalten werden. Dei der Arbeit müffen fie in Act genommen rhérden. Methode, Füllen aufsusiebn, Defolgbares©nftem, menn man feine Yferdesuché bat, Beit und Methode des Verfhneidens, Berfabren in Yorffhire, Methode des Enfivohnens, Debandlung junger Pferde sum Berfauf. Unterfudung über die NRubbarfeit des Vferde: und DJs fengefpanns. Salle, in melchen jede Art nüblih, Befte Methode, Gefpanne qu füttern, Berjdhievene Angaben. Shittel, die Unterhaltungsloften au mindern. Nüslidhfeit des gequetfchten Hafers. Gerften, mit Bortheil sur ütterung angewanbt. Sütterung des Dhfengefpanns, QArbeit der Gefpanne. ane nüBlid. erfhiedener Vuben des Gtall: und Coppenfnftems, Sie de ee Gefpanne. ie tothiges Berbültnif des Gefpanns, nad der Grobe des Aers ee Sarms. P 194 Lu AE Efel: und Maulefelgefpann, wo e8 nüblich à Sranfheiten der Pferde,: ab TBunden. Quetfungen, Berrenfungen, Gefhioulfte. Erfaltungens Rolifen. Ghwindel, Gelbfucbt. GBürmere Raden. Gteindrufe, Raule. GStveine}), Porsüalihftes Gcebäude, Grobe Arten von ertfbire, Geite 39r, VIIT GSubalt Hampfhite. Chropihires Gloucefterfhire. Hereford{bire. Grobte Art perfelberts leine Arterte Gbinefifche. JBeifee Gwing tailed. Bas bei iprer Sut erforbertich. usbarfteit mobleingeridteter Sdtveinepaufer." Runde or berfelben, son% Young empfoblen. Bortheile derfelben. Roften. 3 É: guiter, um die Ghiweine beim Œber su bringene Mroduction derfelben. Yefte Jahrsscit aum Aufsiehett. ©ie verfchiedencit Arten abgefondert 4u halten, Gebhorige Gutterungémittel müien im Ueberfiuf ba fenn. œrüuchte, mwelche fid) dagu pafien. Rerfhicdene Sutferungsartene shit molfereiabfall. gnit anderem Spielicht: ErHhS(UPRE Getochte Burselny Robl. À N Bortheit der Stallfitterung mit grünen Gerwacdhfet. Qactufens vortheilhaft für faugende Gauen, gRethode y diefe su bauen. Shan fann auf Diefe IBeife mehr Gauen balten, als went man fid bios auf die Molferei verlaff. efter Zeitpunct, Île bei diefer Debandlung au verfaufen. Bortheile bei Der Sertenaufaucht. graften.. Gabrsacit daau. Snittel., Ghre befte Anmwendunge ortheilé verfiedener gütterungsmittel aur. Serbors bringung des Shweinfleifhes. Gtveine besablen ibt Œutte eben fo gut mie anderes Bieb. Methoden, Soinfen, Gchrweineflei dre r Gweinefleifd und@ped du: Rrantheiten der Ghmeine. Ranincen;,; Bo fie mit Bortheil gebalten werden. Bebandlungsart Rs ds Anfhlag des Gewinftes dabei, Shethode, fie au fangen. Geite 398: Sederviel;$$ Geite 407. Bo man es mit Bortheil batte. Hübner. Berfciedene Gattungen derfelben, Geborige Einridtungen daau. Gebandlung. often. Nr. Bons Behanblungsaré, firanfheiten. Guineahupnere Vuter. Enten. Ganfe. Taubéte Bienen,,, Bo fie vortheilhaff gebalten werden. Geborige Lage für felbige, Hebandlung: Sifbteice:;; Seite 409. Bortheilhaftiateit derfelben unter getviffen 11mftanden, YAnlage. often. Sefas. Geminft unter gewiffen Umftandert. Geite 407 Eilfte Abthcilung, Anbau des UÉerfandesé. (Sottfesung.) STITC ER Diofe Stuchtatt ifé fo ficher nicht, tie die mebrffen andért, und felbft, ivenn fie suträgt, nicht von dem Berthe; eingelne Sülle ausgenommen, two der grüne BerFauf in der Nébe der Gtédte gum Berfpeifen auf den Tafeln angebracdt if. Gie gebôrt jedod zu den Grüchten, deren Anbau den Doden verbeffert und ibn reiniget. Die Erbfen, twelhe jur Feldcultur ge- braucht werden; unterfcheiden fi in gmei Hauptarten: in die frübere und die fpâtere. Sur erfieu gebôrens bie frübe Charlton; bie golden Hotfpur und die gemeine weifes: gur leftern alle graue Arten, die Marfboroughgraue, die Sorngraue, bie Aborngranes die etfté biefer Arten wird als die befte in der Seldivirthfhaft angefehn. Die Erbfe wâchft auf alflen Bodenarten, gedeibet aber vorüglidh auf den troŒnen uns mittleën leichten und dabeï mürben, der einen FalFartigen Deftandtheil enthâlt, obne telchen ffe nicht gebeibt.: Man bauet fie mebrentheils nad MBeigen, Hafer oder andern Rornatten, Cie Fann gleichfalls auf Rec und Efparcette in manchen Fâllen mit Bortheil folgen, und ift auf neu aufgebrochnem£fande, to man den Burmfraf befürdhtet, eine oft febr iwobithätige Srucbt. Gie verlangt aber gute Düloerung des Vodens und to môglih etwas Dinger. Ein Compoft von Erde, Mift und Kalf, entfpriht diefem Endymede befonders da, 100 der Voden toenig oder gar feine Salfmaterie enthält, Die Crbfe wird dadurdh nicht nur cinträglider, fondern auch vôlliger und veift früber, Gaatjeit. Veim Sâendiefer Grucht Fômmt es gai febr auf die Abfiht des Gers an: tilf man die Crbfen grün gum Verfauf benuben, und dies ift am vortheilbafteftens fo fâce man in dem Elima von fondon) alle ro oder 14 Tage von der Mitte des Ganuars bis zu Ende des Märjes, fângt init dem trocénern-und leichten Sande an, und bôrt rit dem feuchten und fhive- Biveiter Teil, 2 2 Eilfte Abtheilung, ren auf. Csterben dau die früben meifen Arten genommen, Man fâet in cinigen Gegen- den in Herbfte nach Michaeliss Dies ift aber megen des Groftes unfiher und Fann nur in trocf- nem und warmen Doden getwagt werden.*) Die gewôbnlichen Gelderbfen(âet man fo früb als môglih im Maärz, und nimmt dau mebrentheils graue Erbfen. Set man fpâter, und gwar im April, fo muf man frübere orten wäâblen, wweil auf das frübe Meifen der Erbfen gar viel anfommt. Saamen, Bird auf fettem Boden mit der Abficht gum grünen Yerfauf gefäet, fo brauct man 3— 4 Dufbel auf dem Mere, denn in folhem Gall Fann man immer ettvas mehr nebmen, Die Crbfen müffen darin in Reiben, jedbe 3 Fuf von einander, gefäet werden, Da- mit man fie nachber gebôrig bearbeiten ann. Deim gewôbnlihen Süen reichen 3 bis 37 Bufhel au, Die frübere Saat erfordert aber eine grôfere Quantität. ft die Abficht des Sandiwirths aber, das Sand mit den Erbfen ju reinigen und zu verbeffern, um Korn, Müben u,{. rw. darauf qu giehen, oder auch um viel Gtroh ju befommen; fo ift eine grôfiere Quantität febr dientich, da auf folde Meife die Oberflädhe des Dodens vollfommen gedecft, und ein didterer und ffagnirender Suftand der£uft bervorgebracht wird; die Pflangen aber ju gleicher Seit einen bôbern und fiñrfern Bus befommen, wodurd der Doden mürber und fetter, das Unfraut gerfièrt und eine grôfere Menge Futter ergeugt wird. Gebt die Ab ficht mebr auf das Korn, fo mu die Quantitât geringer feyn, weii alsdann die Erbfen einen beffern Suftug,@onnenfchein und MBârme geniefen, twodurd MBachsthun und Meife ibrer Gruct befordert, und der Doden ju gleicher Zeit minder etfhôpft wird, Man fâet fie meh- rentheils breitürfig,: wenn gleid das Drill= oder Reibenfftem feine befondern Vorüge bat. Dei viefer lebten Methode find 2 bis 21 Bufbel binreihend, Man bat dazu verfhiedene Fn- ficumente eingerichtet, von melchen das bequemfte ein Éleiner leichter Mäderpflug ift, an deffen Rôrper ein Saamenfafien fih befindet, durd deffen Boden die Mchfe der leichten Nâder gebt,. vermôge melcher das@ûen betverffteligt wird, und vermittelfé einer Sdnur an dem Dandgriffe des Dfluges fi gum Sâen ôffnet oder verfcblieft, mwen man die MBendung damit mat, Es täft fid mit einem oder gmei Pferden febr bequem bandbaben, Man drillt die Erbfen gemôbnlih um Handbacen auf 12— 16 off, gum Pferdehacfen auf 2— 3 Qué Abfiand, und der Saame Fômmt 2—3 Sol tief zu liegen. Giet man bdiefe Grucht auf umgebrochenes Grasland, fo ift die befte Methode, deren man fich in einigen Gegenden bedient, die Œrbfen auf die umgelegte Suvche zu ftécfen.**) Benn gleidh die Crbfen gemôbnlih nicdt eingequellt werden, fo Fann es bei der fpâtern Grucht doc getvif nidt obne Nuben feyn, weil die Begetation dadurch fhneller, regelmäbiger und gleichfèrmiger befürdert wird. #)$ynopfis of Husbandry, p. 116.#*) Corrected Report ef Suffolck. Anbau des Aherlandes, 3 Die Bermifung der Erbfen mit BDobnen und Gafer, tie man in Herfordfhire ausfäet, Fann nie vortheilbaft fepn, da fidh die verfchiedenen Sruchtarten bei ibrem ungleihen Wuchs’ge- genfeitig nachtheilig werden.*) Madbherige BDearbeitung. Der Oebraud der Gace beim Rübren der Sivifheu- râume und Debäufung der in Keiben ftebenden jungen Pflangen, befôrdert ibren YWachsthum gar febr und fübt fie gegen vaube Mitterung. Bei der Handcultur bat man gewibnlih gweimals guerft wenn die Pflangen 2 oder 3 Bol boch find, und dann ivenn fie anfangen zu biüben, Qn der Mâbe grofer Srädte ift der Mnbau der Erbfen zum grünen Verfauf in mandher Rücéfiht nüblid: der fandtwirth erhâlt in der fnappften Beit baares Geld, der Mer wird qu Nüben gut bercitet, und das Gtrob gicbt, wenn es gcbôrig in Met genommen wird, ein fcho= nes Jutter, Jn der Madhbarfhaft von Sondon verdingt man bas Pflien der grünen Erbfen mit ge= tiffen£euten Mcremweife, Die Crbfen werden gweimal gepflüct, und die übrigen bleiben que Gaat. Die frübeften Erbfen werden guiweilen mit 5 Sh. der halbe Bufhel bejabit, tvciterbiit twerden fle in engen Sâen, jeden gu 4 Bufhel gu Marfte gebract, und der Sa Bringt an- fangs 12— 14 Sbillinge. Der Ertrag fowvobl der früben afs fpâten Crbfen ift nad der Sabreszeit und manchen an- dern Umftânden verfchieden, Sn Middlefer bringt die frübe Grucht im Durbfhnitt 25—30 Gad auf den Mere, iwelches, den Sacf zu 8— 18 Sch. gerechnet, etwa 18 Df: auf den Ycre ausmachts Der Berfaffer der Synoplis of Husbandry giebt den Œrtrag ju Dartford in Rent auf 40 Sa vom Mere an, mweun er gleid 50 zutveilen eingeerndtet,**)+) Sur die rcife Brut geben einige 31 bis 4 Quarter auf den Mere ans andre ivollen im Durchfhnitt nidt mehr als era 12 Dufbel jugeben, und betrachten diefe Grucht, in Sinficht auf Y{ 2 *) Die Erfabrung lebrt das Gegentheil. A. 0. P. **) Der Evtrag und die Ausgabe der Bearbcitung eines Geldes von 6 Aeves im Jun. 1796, das nicht befonders einträglich war, belief fich, na Herrn Midbdlieton: Ertrag:: 18 Pf. per Âcre Ausgabe, einfhlieflich der Landpacht 8——— Neiner Gewinn 10——— +) Der Evbfenban sum grinen Abpfüden auf dem freien Gelde und nad den Dfluge ift in Deutfchiand bei grofen Otäbten nod) twenig üblid, obwobl es febr vortheilbaft feyn Éônnte. Œs ift ein Borurtheil, daÿ die guter Arten von Selderbfen nicht fo fhmachaft wâren, wie die Gartenerbfens fie müffen nur jung gepflüdt mwerden. Man fann fie febr gut obne Drillmafchine in die dritte Pflugfurche mit der Band fireuen, und fie dann mit denfelben Snftrumenten, deren man fid) gum Rartoffelbau bedient, bear: beiten. Æs if alsbann Rivifhenraum genug gum Dflücden. Man muf die fribe nicdrige Sorte dayu tuéblen. 0. S: 4 … ŒEilfte” Abtheilung,: ibren abfoluten SBerth, iminder einträglih, als jebe andre, rt softs auf Berbefferung bes Dodens bleibt jedoch der Mceth der Erbfen eutfchieden, Die grôfte Gefabr für die frhben Crbfen ift dann zu befirtftens twenn esdes Tages febr arm if und des Machts febe Falt wird, tweil die Grucbt alsbann leicht vom Mebithau(gites und nicht gebôrig teift. Bâbrend des Bachsthums der Erbfen, und befonders mâbrend der Diñthezeit und dent Schotenanfeben, ift feuchte MBitterung âuberft guträglich, tweil fie befonders darnach gute Scho- ten anfeben, Die vorsüglidften Kenngeichen einer gefunden und fraftvollen Vegetation der Erbfen beftehen darin, menn fie einen Bläulichen Schein baben und die grèfèen Diumenblätter flat binterivärts suri£ gebeugt find.*) Dei der gewobnlichen Gelderbfe pflegt man nach dem Mbmäben Fleine Saufen zu machen, die aus eingelnen Grôfchen befteben, die man gegen einanbder flellt, um@aamen und Gtroh môglihft zu troŒnen, Von der frübern Greucht bringt man das Gtroh in offne lofe Haufen, um es, nachdem es getroŒnet if, eingufabren und zum Vichfutter ju benuben’, mwelches bei- nabe fo gut wie Heu fepn folf,**). Jill man es für die Pferde gebrauchen, fo wird es qu SHechfel gefhnitten und mit anderm Gutter vermifcht. Œüe den Sandtvirth iff der Mnbau der früben Erbfen âuberft wibtig, fobald er saqu paffent- deu Aer bat;-weil die Erbfen alsbann bei gebôriger Mufe vor der MBeijenerndte eingeerndtet twerden Fonnen, YBenn der Mer recht trocen und warm iff, fo fann man na der friben Erbfe.oft nod Rüben bauen, Dannift es aber am beften, die Grucht nad dem Meibenfuftem ju bebandeln und gebôrig durch Pferdehacfen vom Unfraut ju veinigen, woburd die Bereitung qu den Müber febr erleichtert wird, Go etivas Fann jedoch blof auf trofnem und mwarmen fruchtbaren Mübenboden verfucht werden, Mit den fpâtern Erbsarten pflegt man den Acer entueder gum Yeigen vorzubereiten, oder auch um Savonen und andere fpâte Koblarten darnadh qu bauen, tmwelches felbft auf dem fiveren Boden mit Erfolg gefchieht. Da die Erbfe den BDoden leihter, offer und locFerer macht, foift fie als Borfrucht vor dem MBeigen nidt fo gut wie die Dobne, auf den feifern Dodenarten macht dies aber nichts aus, und felbft auf den leidtern, Die nur eine Gaatfurche befommen, to enttueder unmittelbar vor oder nach der@aat der Acer verfepiedertlidh abgebür- det-und getvalit titd, Derjenige Tbeil Erbfen, welher nicht von Menfhen vergebrt wird, ift vorüglih um Mften der Shiweine und anderer gabmen biere dienfidh, und guweilen find die Crbfen als eirr #) Englifh Encyclopaedia, art, Husbandry. ##) Corrected Report of Middlelex, p. 265. Anbau des Aderlandes, 5 gutés Gutter für Arbeitspferde ju gebrauchen; man muf aber befonders dabin feben, af fie guf trocfen find, weil ffe, wenn fie grün verfüttert werden, Colié verurfachen, Dferdebobnen. Diefe Fruchtart laft fi mit mehr Vortheil auf den fhwerern naffen Bodeuarten bauen, die für mebrere andere Gruchtarten nicht anpaffend find, formobl in Mücficht ibres nübliden Crtrages, als der dadurch bewirften Berbefferung des Dodens, Man theilt die Vobnen am Bequemften in Seld- und Gartenbobnen ein. Sur erften Art gebôrt die gemeine Rofbobne, die man gemeiniglide auf flarfem Sande bauet, da fie bôber im Stamme mûchft, und daber die Oberflâche des Bodens vôlliger bedecft, Cinige Oartenbobnenarten find in mebreren Gegenden mit Vortheil auf dem Gelde ange- bauet worden: die Majagan- und. Mumford-, die langfhotige und IBindforbobne. Die erffe ift cine frübe Art, die felten über zwei Sub boh mât. hr Stamm ift fhlanfer, jedoch fho- tenreicher, und die Dobnen felbft etas flein, ibres nicht boben Bucdhfes und ibrer fhlanfen Stâmme Fann diefe Art auf minder ffrengen und fhrwoeren Boden mit Bottheil gebauet werden, wird überdem früber reif als jede andere Oartenbobne. Die Mumfordbobne pañt fi auf bemfelben Doden. Dic langfchotige ADF aber bôber und dider im Stamm; erfordert dafür auch eine grôfere Tiefe und ftârfern Doden. Vobne ift auf dem ibr ange- meffenen Boden âuferft einträglih. Die WBindforbobne ifé no eine grôfere Art, als die. langfchotige und bat eine mebr vierecige Sorm. ie mächft arf und groË tie die langfcho- tige, giebt aber felten fo guten Œrtrag. Dicfe grofe Bobnenart wird jedoch felten auf dem Selde gebauet, ausgenommen in der Mâbe grofer Stédte, wo man die grünen Schoten ab- feben Fann, Gede ftrengere naffe Bodenart ift diefer Grucht angemeffen. Die Rrume folher Bodenar- ten, auf tvelchen die Bobne gedciben folf, muf cine gute Tiefe haben, vermôge melcher die Burgeln zur beffern Crnâbrung tief eindringen fènnen, Dobnen wachfen nach Beigen und Hafer, fo mie auf frifchem aufgebrochenen Grastande, Auf lebterem ift ie Anbau befonders vortheilbaft, mwen man megen des Gnfectenfrafes bei der Rornfrucht beforgt if. Much da, mo bie Marbe febe zâbe if, baben fie die gute Cigenfchaft, den Doden lofer und locferer zu machen, die Vertwefung der fodigen oder grafigen Materie, fo tie die Berftôrung des Unfrauts, durch ibre Defchattung und erftifende Dichtheit ju befordern, Obgleidh diefe ruchtart nach den mebrfien vegetabilifhen Erzeugniffen gedeibet, fo fcheint fie doc vorzüglih, twegen ibrer Sapfentwurzel, momit fie tief in die Œrde dringt, da au toachfen, to vorher gafertourglihe Gemädfe gevefen find, 6 Œilfte Abtheilung, Man giebt der Bone gewbobnlidh jur aat nur eine Pflugart im Grüblinge. Man thut aber tobl beffer, den Acfer in Éleine Veete von 2 Guf 6 Golf, naddem gedüngt worden if, (welches allemal gefcheben muf, tenn die Bobne nach einer Kornfrucht twachfen fol) im Serbfte fo früh es feyn Fanu, aufjupflügen, Der Dünger bilft unter diefen Umftänden der Dobne febr nach. Diefe Methode legt den Acer troŒfen und erbâlt ibn in raft, fo wie der Dinger in der Mitte der Crhôbungen geborig aufbetwabrt tird, Daf er nicht im Winter zu febr aufgeloft oder iweggefpubit werde.*) dl Saatzeit. Sn den mildern und gefbübtern füdlihen Gegenden, Fann man fie fon twäbrend des gangen Yanuars; und in den freiern und der rauben Bitterung mebr ausgefeéten, fo frübe als es im ebruar oder Mârz angebradt ift, fâen. Sn den nôrdlichen Tbeilen des Rônigreihs ift die fpâtere Saat im April anpaffend. Berfpâtet man fidh mit dem Sâen ju fange, fo wurzeln fie vor der beifen und austroŒnenden Sabreszeit nidt gebôrig ein, fie dagegen zu früb gefâet, fo fônnen fie vom ffrengen roft feiden und bei plüblid barauf fol- gendem Ebauwetter, gânlid verderbt terden.**) Saamen. Bo man breitwürfig ausfâet und der Boden mittler Mrt iff, find 31 bis 4 Bufbel auf den Aere binreidend. Die breitwürfige Musfaat follte man jedob, fo lange eine andere no mèglidh if, nidt twäblen. Den den andern Methoden Fommt man mit einem Bufhel per ere tweniger ab. et man in Meiben von 27 Gub Abffand, fo find ettwa 2 Dufhel auf den Mere genug, madt man aber Reiben von 15 oil Hbffand, fo muf man 3% Daufbel und vielleicdht nod mebr haben.***) Qn einigen Gegenden fâet man immer nod) breitwürfig aus, biefe Methode bat aber den Machtheil, daf die Dobnen guweilen gar nicht oder fo fcicht mit Erde bedecft werden, daf fie in ibrem MBachsthum feiden. Fônnen die Dobnen bei diefer Methode nicht regulâr im Doden gu ffeben fomimen, und vom Unfraut rein gebalten werden. Qu den füdlidhern Gegenden pflegt man biefe Fruchtart in Reiben nad der Sinie qu ffecfen. Go foftbar diefe Methode auch feyn mag; fo erfpart fie dod Saamen und bâlt den Boden rein. Man merft zu dem Enbde die Meiben in einer Entfernung von einem Fube ab, und die Dobnen terden in cher 2 Golf von einanber gefteft, nachdem die Veste quer über die AcÉet- beete geogen worden, telche nad Umftänden verfciedentlid breit find, in manden Süllen über 6 Guf. Die Roften betragen gemôbnlid 9 Pence bis 1 Schilling das Pecf, die Dobnen geftecft find, werden fie mit einer Bufchegge, vermittelft Pferden, tele in den Gurchen geben, übergogen. Die Kentifthen Farmers baben jedoch noch eine gierlichere und leichtere Methode: es werden Gurchen geogen, auf r Mod Dreite etiva 1r, in diefe terden #) Corrected Report of Middlefex.*#*) Ibidem,#K#) Ibidem. Anbau des Mderlandes, 7 vermittelft cinee Gâebüchfe, tvelche eine dem Pfluge nachfolgende Perfon Hält, und ele die Dobnen bei einer leidten Bemwegung fallen lâft, folche gefäet und dann übergeeggt. Es faffen fi) nad biefer Methode mit 2 Pferden vor dem Pfluge, einer Perfon, die die Düchfe bar, einem Rnaben mit 2 Pferden zu eggen, 3 Mere in einem Tage bepflangen.*) Um die Dobnen regelmäfig eingudrillen, bat man einen eigenen Drilipflug. Gâet man diefe Frudtart auf mragere und fenchte Sebmbodenarten, mwelche aus dem Grafe aufgebrochen find; fo ift es oft vortheïlbafter, die Bobnen in Neiben auf 9 Soil oder in jede Surhe, als auf 18 Bol oder um die andre Gurde ju pflangen, obgleid auf fetten cultivirten Doden die lebtere Entfernung und juveilen no teit ffârÉere febr anpaffend find.**) Der Dau der Dobnentvuryeln erfordert, um ibnen gebôrige Mabrung zu verfchaffen, eine Tiefe von 5 oder 6 Zolf unterbalb der Oberflée.* Huf den trofnen und mürbern Bodenarten drillt man die Dobnen mit gutem Erfolge; auf dem naffen und ftarfen Dsden ift es jedoch eine mübfame und fhvicrige Mrbeits es ift daber am beften, fie in die@aatfurche ju ffreuen, Sn diefem Salle ftreuet man eine Neibe um die andre Surche, todurc fle 18 Solf Mbftand erbâlt, oder man ftecft gwei Gurchen und übergebt eine, fo daf doppelte Keiben von 9 Sol Entfernung mit Ztvifhenräumen von x8 Bol entfte- ben, iwelches auf eine Reibe 132 Bol macht,**+) Madbherige Bearbeitung. Dei der breittürfigen Musfaat laft fi dadurd nacd- her nicts ausrihten, und diefer Umftand macht diefe Methode fchon desbalb vermwerflih, da twenige Sruditarten fo viel bei der nacberigen Dearbeitung gerinnen, als gerade die Dobnen. Qn ecinigen Fällen bat man das grofe Unfraut aus und in andern bat man Schafe darauf ge- tieben, ba fle bei ibrer Mbneigung gegen die grünen Dobnen ibnen Feinen Schaden sufü- gen.+) Gâlle ausgenommen, ift dies Berfabren jedoch allemal febr miflih. Dei dem Drillen, Gtecfen oder andern Methoden, läft fi der Doden umrübren, bebacden und vom Unfraut reinigen und der vollfommne Bobnenbau fann erft dabei beftebn, Gebt aufmerffame fandtvirthe fagen aus, bdaf diefe Overationen wefentlid) nothiwendig find, und daf, twenn Beigen darauf gebauet werden fol, es defto beffer für den Farmer fei, je mehr Geld auf diefe Beife vermandt morden ift; Die KRenter tmenigftens find nicht zufrieden, twenn es nidt von 17 bis 20 Schilling auf den Are fih beläuft, tweil ibre Beigenfrucht ficher dabei leidet, twenn bei der Dobnencultur irgend etvas erfpart if, ba biefe mit der Sacfe gut bearbeitet, die fchônfte Preparation gum Meigen getväbren,++) *) Synopfis of Husbandry. p. 110.**) Youngs Annals of Agriculturs. Vol. VII. p. 204. ***) Youngs Corrected Report of Lincolnfhire. 1 Mufeum Rufticum. Vol, II; Synopfis of Husbandry; Modern Agriculture. #) Youngs Corrected Report of Lincolnfhire. 8-Œilfte Abtheilung, Die ieitern Siwifhenränme erfordern ben Gebrauch der Pferbehae, fo mie die engern für die Bandhacfe find. Middlefer bandhadt man, die Bivifhenrâume, twenn die Fencht 3 oder 6 Sol bodhift, und reinigt die Neiben burdh Jôten, fo wie man diefe Operationen unt die Zeit der Diüthe tiederholt, in welcher die Erde forgfältig an die Burgeln der Pflangen ge- Bracbt wird, tmelches das Mnfeben und Güllen der Schoten gar fer befdrdert. Qn Rent braucht man bâufig die Mage und Cgge bei den Bobnen, um die Mitte oder gegen das Œnbde des Môûress Die erffere perdricËt die Flofigen Theile und bie darauf folgende Egge macbt die gufammengedricte Rrume fein und puloerigt. Micbt lange nach dem Auflau- fen werden die Bobnen fharf gchact und angebäuft, Dies wird bann Bis sur Diüthe von 3 MBochen zu 3 Wochen wiederbolet, und das Anbäufen ftârfer gemacdt, fo wie fie mehr in die Pôbe geben. Qn andern Bobnenbdiftricteh, als in Berffhire, mo breifache Deiben zu 8 oder 9 oil eingefäet und Swifenräume von 2 Gurden IMBcite gelaffen werden, man in diefen 2 Gurchen von ben Dobnen ab und macht bei anpaffender Sabrsgeit eine Cxbôbng in der JMitte, vermittelfé eines leichten Pfluges, den ein Perd zieben Fann.: Machher werden diefe Erho- bungen mit einer dreiecfigen Œgge geeggt, und bie oberfläclihen Theile des Dodens werden Leicht und mütbe gemacht, fobann twieder angepflügt, damit die Geitentwurgeln freice und leich= ter twegfpriefen und Nabrungstheile für die Grucht einfaugen Fônnen, Das Düngen des Hcers bat man bei biefer Grucht âuferft vorthcilbaft gefunden, da felbft eine geringe Portion von 30 bis 40 Sadungen, jebe von 18 Bufhel, fotwobl die Frucht beférdert, als aud) das, mas man rothfôpfig werden nennt,*) verbindert haben.: Au bat man gefunden, daf mwenn die Decte auf die befchriebene Art gemacdt werden und der Dünger in deren Pitte cingefchloffen if, die Saat früber in den Doden gebracht werden Fônne, als menu fie flach und breit find; und daf vernittelft des Pferdebaens die Pflangen fidh mehr be- flauden, die Srucht fneller vormürts tôt und den Verbeerungen der Snfecten minder aus- gefegt if. 77) Das Bufammenfäen der Bobnen und Erbfen bat, da diefe beiden Grüdte ungleich wacb- fen und reifen, Écine gute Art, In trofnen Sommern Leiden die Dobnen gat leidht von der foiwarzen Dlattlaus, und fe drobt oft in Furger Zeit ein ganges Feld ju gerfidren. Man fucht dieferm Linbeil badurch vorgubeugen, daf man, fobald fie erfcheint, bie Dobnenfopfe mit einer Œichel oder einem andern fharfen Snfirument abbauet. Dies fann aber gleich im Ynfange nur belfen, um dadurch die Gortpflangung Derfelben zu bemmen, Der Noft mird gleichfalls im Junius oder Julius für die Bobnen, bei beifer und nebe- lichter MDitterung des Tags und Râlte des Machts, gerfidrend, Die Dlumen fallen ab und es M: fom- #) Annals of Agriculture. Vol. IX.#*) Corrected Report of Middlefex. Anbau de8 Aderlandes, 9 fommen Feine Schoten, oft dadurd Shaden gefchiebt, fo gérâth die Grucht 50 oft beffer, als man es ertvartete, und man muf fie daber nicht zu bald aufgcben, Die Meife der Dobnen peigt id, twenn die Shoten fhmärilih werden, tworauf fie fich an den Œnden bald ôffnens man mu fie aber eine Voche oder ro Tage früber als dies gefchiebt, abfhneiden oder ausreifen, teil fie fon reif und bart werden, fobald fie enfuurzelt in Gchôfen aufrecht geftellt 7 bis 8 Tage der£uft und Sonne ausgefcét find, fie früber abgemäbet oder aufgczogen, fo fclinfen ffe gufammen und werden fhrumpfichts und gefchieht dies, twenn fie zu reif find, fo fallen fie leicht aus; e8 if daber immer beffer, fie ein- auerndten, twenn fie nec nicht alfju veif find, als fié fo(ange ftehen au laffen, baf fie überreif werden. ffe überreif, fo foll man fie täbrend dev Seit, daf der Æhau no darauf liegt, abmäben oder aufjieben, und fie fo auch einfabren, Die nicht fo reifen Stellen fann man wib- rend der troŒnen Æageszeit vornehmen,*) Benn die MBitterung feucht und der MeFer gut ift, fo madhfen bic Dobnen fpât fort und die Schoten oben an den Stâmmen bleiben grûn, twenn die untern volffommen veif find. Sn folhen Sâllen muf man fpât erndtens die Bobnen Fônnen indeffen es tuob vertragen, fange im Selde liegen ju bleiben, und es ift ibnen febr gut, damit fie fi nicht zu febe ctbifen, Auch ift es gut, fie erft einige Seit nad dem Cinfabren zu drefchen, Die Art, wie man fie einerndtet, ift verfchieben, An einigen Orten fhneidet man fle mit einem fcharfen Safen dit am Doben ab, an andern fichelt man, und in wenigen Gegenden: werden fie mit der MBurgel aufgezogens man bindet fie dann in grofen Biünden uns feét 3 bis 4 gufammen. Benn Beijen oder Vinterfradte darnach gefñet meroen, fo muf man fie fo feen, bag fo twenig wie moglich von dem Boden davon bedec£t twerde, fveil Diefer unmittelbar Darauf vein gemacht und ur folgenden Grucht bereitet tverden muf, Der Értrag der Bobnen bäângt von vielen Umfänden ab, Sn Mivblefer giebt man in au 35 bis 4 Quarters per Mere an. VYn Yorffbire als Borbereitung zum YBeisen 4 bis 6 Ors., aber als Macbfrucht nur ju 2 bis 3 Or, In Kent foffen die Æicfbobnen 2 bis 6 Qre, nach den Umfiänden, die Majagan= und Fleinern Dobnenarten von derfelben Gorte 3 bis 3 Qrs, und guiveilen nod) mebrs und die Mindfor, langfhotige und andere gtofe Dobnenarten 4 bis ro rs. per Mere eintragen.**) man den Durhfchnitt ours gane Sônigreih nimmt, fo fivantt der Ertrag gtvifhen 16 bis 40 Dufhel per Here, und 20 Dufhel ift das Mirtlere. *) Das Auffpringen ber Dobnenfchoten Hat febr fenig ju bebeuten. e8 dauert oft su lange, bevor die obern Schoten reif werden, tvenn man fie auf dem©Stamme fteben lâft. ind die untern Scho: ten fhiwarz, fo muf man fie fhneiden und in DBündein aufffellen, ivenn gleicj die 3ôpfe oGen nod grûn find und fogar noch blüben. Die andern Schoten veifen bann nach, und eg wâbré denn doc) guiveilen noch ange, ebe fie sum einfheuern trocfen genug find. 2050 5. **) Corrected Reports of Middlelex, North Riding Yorkfhire, and Kent, Biweiter Theil. D] 10 Œilfter Abfdhnitt, Das Bobnenftrob ift au mebreren Sivecfen zu benuéen. VBenn es beim Drefchen gut zerfélagen if, fo giebt es cine gute Streu für Arbeitspferbe, fo tie für Shiveine und andre Thiere, Auch ift es ein Frâftiges und nabrbaftes Gutter für Rindvich im Binter, und fomobl Ocbfen als Pferde, iwenn fie nicht arbeiten, befinden fi wobl dabei, Man fann die Gtâmme febr vortheilbaft zu Hechfel fneiden, dann müffen fie aber frifd von der Dicble Fommen.*) Die fleinern DVobnenarten werden bauptfñhlidh gum Pferde- und Schtweinfuttern ge- Grauchtz und da fie dreimal fo viel Mebl enthalten als der Dafer, und zu gleiher Zeit dauer- bafte Nabrung geben, fo ift es febr mwirthlidh, die Arbeitspferde damit zu füttern, Aus eben dem Grunde find fie sum Gettmachen des Mindviehes febr braudbar u, ft. HBenn Gchweine mit diefer Art Gutter gemäftet werden; fo giebt es ein febr bartes Fleifch, obgleih der Specé febr gut wird, IBenn man die Bobnen zur Vorbereitung des Beigens pflanit, fo ift es burhaus noth- tendig, da die Stoppeln fo bald als moglidh aus dent Mer gebracht werden. Dies gefchiebt in einigen Gegenden, in dem man den Acer mit einer Art von Pflug durchfhneidet, an deffen Echaar freumeife, 4 bis 5 Sol von der Spibe, eine eiferne Plate befeftiget if. Die Spise des Pflugfhaars tird in ben Ziwifhenräumen fo cingefest, daf die Plate an beiden Seiten eine Neibe fat. wird der Mer gecggt und gemalit, und Das Gange mit menig Ro fien gereinigt und gur Saatfurhe bereitet, Den dünnern und feidten Doden würde dies aber zum Veigen zu lofer machen,**)+) Rartoineltn, Der Anbau diefee auberft nüblihen Grucht bat in den lebten 20 Sabren auferordentlich sugenommen, fo baf man fie in Pinficht auf menfclihe Mabrung dem MBeijen an die. Seite ficllen Fann. Obngeachtet vieler Abarten derfelben giebt es doc wobl nur mwei beftimmte Gattungen; die rothe mit purpurfarbener Blume und die weife mit der tweifen Dlume. *) Der obere Tbeil des Bobnenfirobes ift, qu Pechfel gefdnitten, ein febr gutes Sutter für die Pferde, welches von manchén dem Heu gleihgefhäst wird. Der untere Theil des Otengels ift aber su bart, befonders iwenn fie gedrillet find, und fann nur gum Œinffreuen gebraucht werden. Manche drefchen die Bobnen gat nidt ab, fondern gerfchneiden die Garben für die Pferde.(DS, *##) Synopfs of Husbandry. +)€s gefhiebt bauptfächlidh mit einem Snffrumente, tuelhes dem befannten Begebobelpfiug gleichet. IBenn man indeflen queer durd) die Gurchen pfligt und dann tücdtig egget, fo twird das Sand ganÿ eben,. NS Den Anbau des Aderlandes, II Cin einfihtsvoller practifher Schriftfteller bemerft, es fei no viel zut Verbefferung der Befchaffenbeit und Cinträglichéeit der Kartoffeln zu thun, tenn man fie aus dem Saamen giche, Die Garmers in Morffbire haben dabei folgende Methode: ,, Ym Herbfte, iwenn bie Uepfel von(elbft abfallen, fo fammlet man fie auf und berwabrt fie im Sande bis zum Grüb- linge, môfcht fie mit dem Sande oder frifher Erde ein, trennt die Saamen und vermifht fie tieber mit Œrde. Gobald man glaubt, daf es nicht mebr fricren merde, fâet man fie in feine Gartenerde, und fobald die Pflangen ein raubes Viatt haben und ffarf genug find, obne Gcha- den gebandhabt zu werden, fo verpflangt man fie auf Beete in Reiben und bâlt fie den Som- mer über rein, Sm Herbfte findet man Fleine Knollen an den MBurzeln, von der Grôfe einer Hafelnuf bis zu einem Holgapfel, Diefe pflangt man im folgenden Grüblinge, und fie bringerr Rartoffeln von mittler Grèbe; die vôllige Grèbe erbaiten fie jedoch erft im bdritten und vierter Sabre. Hat man Treibbaufer und Miftbeete, fo Fann man fid diefen Säeprocef damit febe abfürgen, und man bat im gmweiten Sabr fon vollfommne Kartoffeln.‘*) Ven der Aus- tabl zur Saat bat man auf gute und eintrâglihe Mrt zu feben, und diejenigen, tvo fih diefe beiden Cigenfchaften am beften vereinigen, vorzugsieife zu twûblen, Der Yrten, die man beut zu Tage pflanit, giebt es eine gablreihe Menge. In Sancafbire fennt man über 20 frübe und über 10 fpâte Rartoffelarten, Die alte Binterrothe ift cine vortrefflihe Art im Grüblinge zu fpeifen, tmwenn bdie meiften andern Arten ibren GefchmacŒ verloren baben und dur das Musfeimen nicht mehr geniefbar find; auch follen fie der Curlfranfheit nidt untertworfen fepn, Die fhwaryeu find gleichfalls eine fpâtere Mrt, die fi) bis in den Muguft binein balten, 18 BiebFartoffeln find die Or noble und die Clufter die bauptfächlih gebaue- ten Arten, fowobl in Orôfe als Cintrâglihfeit, Die weife und AMpfelforte find jedod die zur früben Sabtszeit pflanbarften. Die Pindenes und Copper- Plates find von barter Matur und twachfen bei minderer Pflege und Bartung, als die mebrften andern@orten. Bei den mannigfahen Verfuchen, die Verfchiedenbeiten in dem Ertrage der verfchiedenen Mrten ju beftimmen, iff man bis dabin noch nicht aufs Meine gefommen, Die RônigsFartoffel oder fribe CEumberland ift fer einträglidh und grof, bat einen guten GefhmacE und reift berdem frübe,**) De *) Donaldfons Modern Agriculture. Vol. IT. **) Sn Anmerfungen folgt Hier eine lange Lifte von englifhen Rartoffelarten oder vielmebr von ibren bei: gelegten englifen Mamen. Sd babe von lestern fon mebrere Sundert gefammiet. Denn compaz rative Berfuche, welhe über die Eintraglihfeit der verfhiedenen Sorten angeftelit find, mwürden in teveffanter fepn, twenn man die Mrten fennte.@o aber fônnen fie uns nidts nuéen und id) babe fie * eggelaffen. AU: 12 Œilffe Abtbelung, Det Bobden, in iwelhen die Rartoffel den grôften Ertrag gicbt, if der fette Sebm von det leichten fandigen Art, der einen mittleen Grad von Geucbtigfcit bat. Sie wäâdft jcdoch auch auf firengerm Doden, iwenn fie gebôrig getwartet wird, auf torfmoofigen Boden bat man fie âuferft eintrâglich gefunden, Aus Mr, Townlen’s Erperimenten gebt Dervor, da der Crtrag auf den ffrengern Dodenarten am grôfeften war; in jebem Salle iff es jedoch iwefentlicdh erforderlich, bag der Mer trocfen fei, tweil die Rartoffel durchaus Fein ftagnirendes YBaffer vertragen Fann, Die recht eigentlichen fandigen Vodenarten paffen fi für die Rartoffel nidt, fie baben felten den nôthigen Grad von Geuchtigfcit und vegetabilifher Crde, die gum Bachsthum der Rartoffel unentbebrlidh if. Mur diejenigen, welcdhe einen betrécbtlihen Grad von Seichtigheit und guter gefoblter erdiger Materie haben, geben den Kartoffein die nothige Nabrung und das freie Gortfvriefen ibrer Burzelfaden. Muse den Berfuchen des Mr. Sommerville feuchtet die Mabrheit, daf die Rartoffeln da aim beften gerathen, to am Frâftigffen gedüngt worden war, am Flarfien bervor,*) Damit für den Sufiand des Dodens beim Anbau der Kartoffel vorgiglid geforgt merde, fo pflangt man fie am beften auf fteifen und bindenden Boden, nad Dobnen, Robl oder andern Begetabilien detfelben Hrt, welche Dung und ffarfe Bearbeitung erforderns und auf dem leich= tern na Erbfen und folhen Rornarten, die eine feine Beacferung erbalten haben und auf fol- chem Ycfer der Brache liegen twürde. Man ziebt in einigen Gegenden Rartoffeln auf frifch aufgcbrocnem$Sandes felten aber Fann dies vecht vortheilbaft fepn, ausgenommen to fie auf die fogenannte[as bed Manier gepflangt oder in die Gurche gelegt werden, wo fie ein gro- fer Theil tofer Erde bedectt, Man râth auch an, Die Rartoffeln auf Orasland, das dünne umgepflügt ift, gu pflangen und die Sebfartoffein unter die Surde ju bringen,**) madt Mr, Sommerville den Vorfhlag, daf man fih eines Pfluges bedienen folle, der die Narbe bünne abfhält und fic flach in den Boden der Gurche legt, die MBurpelfeite zu oberfts alsbann folle man die Seblinge mit dem Pflanger auf die verfebrte Sode, unmittelbar nac) dem Dflügen, pflangen, und mit der obern feinen Œrde vermittelff eines gewobnlichen Pfue ges bebecfen, Gollen die Rartoffein gédeiben und ibre Rnollen fi gebôrig ausdebnens fo muf der QcÉer auf jede Art und IBeife dau recht locfer und müvbe bereitet werden. Sn den mebrften Gegenden, wo diefe Grucht gebauet wird, giebt man dem Acer im Herbfte ein oder 3mei Pflug- arten, 1âft ibn den ABintec über raub liegen und eggt im Srübling gur Gaatjeit die Flofigen Gtücée fein und mürbe, *) Report of the Board of Apriculture.##) Experienced Farmer, Vol. L. Anban de8 AFerlandes, 13 Da bie Rartoffeln ibre Brucht unterbalb des Dodens ergeugen und zwat febe mannigfaltig und ffatf, fo Éônnen fie nur in wenig Gällen ofne Devftand des Düngers gedeiben, und da ift dann der lange Stallmift am vortheilbaftefien, ba er den Doden mwârmt, auflocfert und von dauerbafter Art if. Auf den leichtern Bodenarten ift der Furge Mift dagegen brauchbarer, Man bat mancher- Lei Art Dung bei den Rartoffeln verfucht, die beiden ertwaäbnten Arten fdheinen aber immer noch die beften au fenn,*) Mr. Dillingslern fcheint den gutgerotteten Pferdedung befonders ju *) Yus einem febe gefcheiden Report an den Board of Agriculture find folgende Berfudhe in diefer Sinfiht entiebnt: Dôünger per Acre. Ertrag: Bufhels. Erfter Berfuch, 53 Suber Sofmift;: P 400 160 Bufbel Ruf Ô 2 360 160 Bufbel Solgafcdhe 2 3 3 240 32 Subder Iift 3 3; 280 42 dito 3 4 5 860 Rein Dünger Ô 3 180 Bivciter Berfuh, 32 Suber Mift und 40 Bufhel Getafe: 400 Rein Dünger 4; 280 160 Dufbel Ralf 3 4 380 13 Ton Gerftenftrof 3 3 300 340 Dufbel Potafche 3 3 380 32 Suder Mift 4 400 32 und 160 Ïb Say beim Anéffreuen di 400 32 dito und 160 Bufhel Ralf 430 32 dito und 480 Gallons Urin 2 520 Dei Mr. Doungs Serfuhen waren die Mefultate folgende: Erfte Sabr, Btveite Sabr, Mr. 1. Rein Dünger 3 gab 120 Dufbel per Acre 140 — 2. Nadtbung 10$uder— 600—— 640 — 3, 6—— 650—— 500 — À. dito 2—— 500=— 300 — 5.$nodhen 10—— 650—_— 640 — 6, dito OÙ— 640—— 560 — 7. dito Dh— 560—— 240 — 8.©chweinemif 60 einfpännige Rarren— 480—— 300 — 9. dito 30——— 480—— 160 — 10. Pards Compoff 60——— 300—— 240 — II. dito 120——— 480,—— 300 — 12. dito 30——— 140—— 140 Mr. Totwniey fand, bdaf bei den verfhiebenen Dungarten Nr. 1 Dlofe Steinfoblenafche: 3 8a6 217 Ïb etivag flein — 2. Gtalimift mit Roblenafche 3?— 344— fer fhôn. — 3. Gtallmift allein 3 3:— 315— diro — 4. Rein Diünger j;:— 134— febr flein, 14 6 Eilfter Abfhuitt, empfeblen, obgleidh ee ben fangen Mift ibn punäcft an bie Seite fielle,*) Die Defchaffett- beît des Doderis ift nicht angegeben, tabrfheintid war es fandiger Boden, ben mwelchem es feinen Stvoifel leidet, daf verrotterer Pferbemift fehr woblthätig witft, teil Daburd eine grô- fere Portion Fobligter erdiger Materie in den Doden gebracbt, und er vor dem alfjutrocen und feicht werden gefichert wird. Der Shweinemift ift dem Pferdemift siemlich gleid gefunden. Danet man diefe Gruchtart auf fteifen und fhwerern Doden, fo pflegt man, um ibn durch) das Verrotten des Düngers lit und offen ju balten, aufer den langen Mift nod manche andre Œubftangen ju gebranchen. IBeienfiroh, Genft, Drabm, Heidefraut und andere&bn- lie Materien Flein gebacft und in die Reiben gelegt, bat man oft als fer beiffam jur eintrâg- lihen Craielung diefer Grucht gefunden. Much grün untergepflügter Alee, IMBicfen und andre faftreiche vegetabilifhe Probucéte Hat man ebenfalls dau âuferft dingend befunden.**) Torfige oder erdige Materialien dienen auf verfchiedenen Dodenarten gleichfalls. Auf den leitern, dünnen und offnen balten fie die Geuchtigfeit und vermebjren die Srume, Den fhive- rern Doden balten fie locfer und verftatten der Geuchtigheit frenern Durchlauf, Grifche vege- tabilifhe Erde und verfaulte Biâtter find wabrfheintidh in eben der Riücficht antendbar, Die mit RalË gemachten Verfuche machen es wabrfheinlih, bdaf er in Bermifhung mit ettwas fetter Erde und Mit auf den fteifern Bodenarten vortrefflihe Dienfie leiftes in feinent Ê 9 35— jämmerlid. 23. Otallmift und Ralf über den Aer geffveuct 230— vortrefflich. 24. Gehadter Genft mit Ralf dariber 9 256— fepr fôn. Dei diefen Berfuchen tar der Dünger in Furden von fünffüpigen Acferbecten gebracht. *#) Billingf{ly's Report of Sommerfetfhise; und Wimpey, in Bath Papers. Vol. VI ##) Billing{ly in Bath Papers. Vol. VI. 22. Sobe alfein Nr. 5. Compoff, Ralfbung und Mift 4 3 gab 204 Ïb mittemäpig. — 6.©tallmift mit gelber Mafle bedecft;— 438— befonders(dhôn. — 7. Gcifenficder Abfall 2,— 383— febr fhôn. —. gg. Otallmift und RalË Ê 3— 268— ertrâglidh. — 9. Ralf allein 3 3— 187— dito. — 10. Roblafhe und Ral£ z: 3— 19— dito. — yr.©talimiff und Seifenficber A6fall 3— 298— febr gut. — 12. Ruf, Mif, Roblafhe 2 2— 9271— dito. — 13.@alj und iff 3 2— 200— dito. — 14.©âgeffaub und Roblafche 3— 190— etiwas Éleiner. — 15. Otalfmift und Sâgeftaub 3— 307— fehr fhôn. — 16. Sedervichmiff und Roblafche 4— 236— vortrefflich. — 17. Bederviehmift und Sand: 6— 156— etwas Éleiner. — 18. Sâgeftaub und Ralf 3 3— 197— — 19. Berrottete Binfen und RAIÉ 3— 208— febr gut. — 920. Lobgerbertinde und Ralf 9— 76— fehr fümmerlich. — 21. Robe und Stallmift 3— JAI— etiwas grôfer. JAnbau des Aferlandes, 15 unvermifdten Suftande folf er die Curlfranfheit bervorbringen, und im Garten iwveif man aus Grfabrung, daf er fomobl gelôfcht als ungeldfcht den Srebs gar leicht ergeuge. Afche allein, mie man bei dem Rafenbrennen erbält, düngt vortreflid zu Rartoffein, und man Éann daber fhlechtes MBeideland nicht beffer in Cultur bringen, als es zu brennen und dann mit Rartoffeln zu bepflangen, twweil diefe folhen Mer gugleidh zur Rornfruht vorüglih gefchicft machen, An den Seefüften braucht man in den nordlihen Theilen Englands aud das Seefraut mit vielem Muben zu den Kartoffein*) Bit man überbaupt dagu düngen, fo muf es reihlih gefcheben, um diefer Grucht wâb- rend ibres Bacbsthums einen reichlihen Sufbhuf von Diünger zu gemäbren, Mach der vollffändigen und ausgedebnten Erfabrung eines gefheiden Sandtvirths, bdarf man nicht weniger als 20 Rarrenfuder, jedes zu 30 Dufbel, nebmen, denn je fetter der Do- den, defto einträglicher ift die Grucht.**) Menn die Rartoffeln nad der Drillmethode gepflangt werden, fo ift es wo môglih am beften, fie unmittelbar auf den Mift in die Neiben zu feben oder fonft den Mift recht gleihfdr- mig untergubringen. DBeim Mnbau der frübern Rartoffelarten môchte es aber ob! beffer feyn, fchon bei der voraufgebenden Grucht ju Düngens bdenn im entgegengefeéten alle wachfen die DPflangen zu geil, und entyiehen den Murjeln ibre Nabrungs auch verlieren die Rartoffeln am Gefchimac£ und werden feicht wâfferig. Beit sum Pflangen, Das Pflanjen diefer Brut muf fo geitig im Grüblinge ge- fheben, als es na der Gefabr vor dem Berfrieren môglich if. Ge früber die Rartoffel in den Doden fommt, befto mebliger wird fle und defto beffer wird der Oefhmat, gemäbrt fie dann noch den Bortheil, früber aufgenommen werden ju Fônnen, obne der Gefabr der grofen Feuchtigfeit und des Erfricrens im fpâtern Serbfte ausgefebt zu fepn. fommt, daf der Acer nachber, wäbrend er trodfen if, gepflügt, er dadurd im YBinter minder feucht erhalten und das Unfraut gerffôrt twerden Fann, bat man gum Gebciben die- fer Srucbt trocfnes YBerter beim Pfangen nôthig.***) GSaat. Dei der WBabl que Saat bat man auf die Berfhiedenbeiten in den Abarten, in Dinficht auf die frübe Meife, auf ibre befondern Cigenfchaften als Mabrungsmittel für Men- fen oder Die, und auf ibre Cinträglidfeit ju feben, fo tie ibre Angemeffenbeit fix diefen *) Englifh Encyclopaedia, art Husbandry and Bath Papers. *#) Billingfly, in Bath Papers. Vol. IX. #2) Quf feuchten und etwas bindendem Doden if es getuif nie rathfam, fih mit bem Kartoffellegen su übereilen. Die fpâter, bis Anfangs Guny gelegten, Holen bier die frübern mebrentheils ein und ter den mit ibnen gugleich veif, verlieren auch in ibrer Qualitat und Quantitât nichts,?[e De D. 16 Œilfée Abtheilung, ober jenen Doben, für biefes oder jenes Clima und die befondern Mbfichten des Sandivirths bie- bei in Detracht fommen, Man folf bemnächft die Seffartoffeln von der fhônften und VOIL= fommenfien Art nebmen. Der Unterfhied im Ertrage der grofen und Fleinen Saatfartoffeln macht auf den Mere 30 Sacf gu Gunfien der erffern aus.*) Man thut baber am beften, Die Gaat von folchen Rartoffeln zu nebmeu, welche man noch nicht zu ange gebauet bat, teil fie fich im Ertrage und in der DBefchaffenbeit verfhledtern,**) Man bat au vorgefhlagen, die que Gaat beftimmten Rartoffein auf fructbaren ungedüngten Doden zu gieben, und bat man magern Doben dau, in etiwas tweniger ju Dingen*k#) und nachber die Rartoffein foviel als môgtich qu bebäufen, damit fie von Écinem Ungemach leiden. us eben dem Grunde folf man alle 2 Sabre die Saat verândern und die weit her find, gern bag nebmen.+) Qn Mücéfidt auf die Seblinge felbft berrfchen unter den Sandtvirthen mebrere Methoden: einige gieben die gangen Rartoffein und grofe Musfnitte vor, andere balten Fleine Musfdnitte, Geimen und felbft die Mugen am vortheilbafteften. Ille diefe verfchiedenen Yrten von Ses- fingen bat man von gutem Crtrage gefunden, jedoch gebt aus ben mannigfachen darüber ange- ftellten Berfuchen foviel bervor, Daf die gangen Rartoffeln von mittlerer Grôfe und die grofen Ausfchnitte von den grôbern im Algemeinen einträglicher find, als bie Éleinere Het ganger Rat- toffeln, fleiner Musfchnitte oder der Mugen und Sproffen ailein,++) Biebt man bei der Gaat die Musgabe in Erwäâgung, fo find die grofen Musfhnitte der mittlern Rartoffeln, wo r oder 2 Mugen erbalten werden, gu einer einträglidhen Grucbt am gefchictefien, tweil ba, 00 man gange Rartoffeln nimmt, burd die grofe Angabl der Mugen und Der daraus entftebenden gablreichen Gtangen, die Fruct nicht ibre gebôrige Bollfommenteit erlangen Fann, Se ftärfer bingegen die Gibern und IBurjeln fins, befto mehr Mabrungstheile gichen ffe an fib, theilen und pulvern ben Boden, und gemäbren ibm durch bas bide Dlûttermwert der Pfiange die befannten Bortheile, Alu viele Stangen find aber ber Stürfe der Gibern und der Delaubung binderlids man table daber am beften, Ausfdbnitte von etiva gwei Ungen Gewicdt und gange Sartoffeln eine Unge fier, Bon diefen wird die mittlere Portion Stangen, die am gedeiblichften ift, fic exgielen laffen. Jus #) Experienced Farmer. Vol. I.#*) Bath Papers. Vol. IX. *##) Corrected Report of Middlefex und Transactions of the Society of Arts. F) ch halte dics bis jet für ein bloGes, obgleich giemlid) verbreitetes Borurtheil. Benn ich eine gute, gefunde, veine Art babe, die meinem Boden angemeffen ift, fo iverde id fie ofne grofe Sorfidht und obue auf meinem Doden Berfuche im Rleinen angeftellt ju haben, nicht vettaufchen. Der Meinung, nur grofe Rartoffein ju Geklingen zu twäblen, bin id vormals fehr frart sugcthan gewvefen. Mac) neuern Œrfabrungen glaube ich aber nicht, daÿ es einen groen Unterfchied mache, und baÿ es fic) der Mübe verlobne, bdiefe Austwahl zu machen. DID ane +}) Campbell in Bath Papers. Anbau dc8 Aderlandes, 17 Mus biefem Grunbe ift es cinfeuchtend, da fomobl grofe Rartoffeln als grofe Ausfchnitte, da fie guviel@aat wegnebmen, entbebrt werden Fonnen, und die Kartoffein mittlerer Grôfe und nicht aljugrofe Ausfhnitte, die antendbarften find.*) Deim Ausfdneiden der Mugen bat man jedoch dabin qu feben, dab eine gebôrige Pottion von der Rartoffelmaffe daran bleibe, um die gum eimen nôthige Nabrung zu geben, Um in theuren Seiten die Saat ju fparen, bat man feine Suflucht qu ben blofen Mugen**) und Reimen***) genommens man fann aber, eingelne Sâlle ausgenommen, mandes bagegen eintoenden. Dan bat bei den Reimen gefunden, daf die Rartoffeln mweit fpâter reif twerden, man fann ffe auch bei ibrer Sartheit nidt frübe in den Boden Bringen, Der Gaupteinwurf Gefteht aber darin, baf fie fo fhtoach und weidlich in ibrem Wachsthum find, daf fie wenig oder gar Feinen Œrtrag geben. Debient man fich überdem beim Pflangen des Pfluges, fo iwer- den fie ga leicht von ben Pferden gertreten, twenn nicht die äuferfte Sorgfalt dabei ange- twandt wird. Bo man die Mugen jure Saat gebraucht, Da tverden fie mit einen eignen Snfriiente in dem Umfange einer balben Rrone ausgeftohen.@o einträglid biefes Berfabren oft gervefenr feun folf, fo bat es doc aud feine vielen UnbequemlichÉeiten, Mach mebreren Berfuchen geriethen jedodh die Ausfchnitte alfemal beffer, als Die mit dei Suftrument ausgeftochenen Augen,+) Œinyelne gelungene Berfuche nad bdett Farmers Magazine vol. IL. p. 103. und deitt Commercial and Agricultural Magazine entfcheiden nichts für die WBabl der jur Gaat aus- geffochenen Jugen.+F) Metboden des Pflangens, Dei dem Einlegen der Rartoffeln beobacbtet man nach verfhiedenen Umftänden des Bodens und der Sage verfchiedene Methoden, Die trofnen und fandigen Bodenarten müffen fo flad) tie mèglidh gebalten tmerdens mo Dingegen das Slima nebelicht und der Doden feucdht, fo wie es überhaupt auf allen dünnern Bodenarten febe gut if, den Mer in einreibige Crbôbungen(D. b. die aus gtei gufammengepflügten Surchen Beftehen) au legens benn die Tiefe der Mcerfrume wird auf diefe MBeife vermebrt, der Dinger gum *) Bath Papers. Vol. IX. **) Maunfell, in Transactions of Dublin Society. Vol. II. 1799.*##) Stewart in ibid. +) Farmers Magazine. Vol. III. p. 103. ++) Dicfe Frage ift in den Annalen der nicderfächfifhen Landwirthfhaft und den Annalen des Acerbaues, au in andern@xbriften vielfältig verbandelt morden. ch babe meine Meinung darüber im 3ten Bande meiner englifhen Landwicthfhaft S. 351 u. f. erflärt; und füge nur nod bingu, daf man bic ausgeftodenen Reime febr lange und am beften conferviven fônne, ivenn man fie mit trocencn Gand vermifdt und an einem frofffreien, doc nidt warmen Orte bis gur©aat aufhewvabrt. 2 0. Siveiter Theil.€ 8 Cilfte Abtheilung. Unterbalt der Grudt mebr concentritt, den Burgelfafern und Faden ein befferes Vette zur Cin- turgelung der Pflangen bereitet, Ddiefe.gegen die Seuchtigfeit gefihert und die nachherige De- atbeitung leichter wwirffamer und angemeffener gemacht, Da nun der gange Procef fi ver- mittelfé eines gemwôbnlichen Pfluges mit einem oder gtei Pferden verrichten Iifts fo iff bies tabrfheintidh das vortheilhaftefte, mo der fer eine Seitlang unter der Pearbeitung gemwefen if. Yenn die Rüen oder Erhôbungen nur Flein feyn follen, fo barf man nur eins der Sange nach pflügen, oder mit ciner Gurche Derauf geben und die andere beim Surücgehen barauf ftüt- gen, um in der Mitte cinen Rücen ju bilden. Diefe Methode ift eine der allgemeinften. On Sancafbire pflangt man, nachdem der Aer fein und eben gecggt tworden iff, indent man Millen lângs des Geldes in gleichen Entfernungen madt, und wenn bies gefcheben iff, dur Pflugfabren an beiben@eiten die Œrde anbâuft. Diefe Millen werden fo tief und mweit gemacht, daf fie den Mift faffen Éônnen, der in fie bineingelegt miro. Der Hbffand diefer illen ift von der Art, da, wenn die Pferde in einem ftehen, jedes Had des Miftfarrens in der Mitte der nâften Rille an beiden Seiten ffebt. DMun wird der Mift aufgefabren, und da DPferde und Räbder in die Millen ju fteben fommen, fo wird Dadurd nicts verrüc£t, Der Mift toicd vom Rarren in Fleine Haufen abgemworfen, die für die drei Rillen, über welche gerade die Gabrt gebt, binreihen, und deren Snbalt durd gmwei Perfonen mit Borden gebôrig in die Rillen geftreuet wird, Bo man langen Strobmift bat, toird diefer gebraucht. ind die Millen fo bereitet, fo twerden die Seflinge etwa 6 Solf von einander darauf gelegt. Der Pflug gebt Dann an beiden Geiten, um die Œrde über die Rartoffeln zu bâufen. Durd diefe Operation erbâlt jede gugez worfene Rille eine Abdadung, und die Gaat ift dann beftelit, Qn der Weft- Hiding von Vorffhire, two der Sartoffelbau in febr gutem Gangeiff, pflügen die beften Sanbivirthe, nachdem der Acer gebèrig bereitet iff, ibn in Deete, die der Oüte des Bobdens angemeffen find, von etwa 2 bis 3 Gub. MBenn Dünger erforderlidh ift, fo twird er gleichformig in die Neiben gebradt, bie Rartoffelnfchlinge in awefmäfige Entfernungen einge- legt und mit dem Pfluge bebäuft. MAndere Meeriwirthe empfeblen nach einer durchaus guten Dearbeitung des Vodens, ge- rade parallele Gurchen, vermittelft eines doppelten Gtreichbrettpfluges, der von einem Pferde gegogen wird, 21 Guf von einander gu machen. Diefe Operation wird aufs befte ins Merf gevichtet, twenn der Pflug gweimal denfelben Meg mat, melches, ivenn det Aer abfchüffig oder uneben ift, bas erftemal bergab, den Sügel berab, gefcheben muf. Der Mift wird dann von der obern Seite der Gelder, to fie bügelicht find, in Rarren aufgefabren, die Pferde geben in einer Surhe, und jedes der Mäder in andern auf beiden Geitens diefe Rarren werden mit frummen Gorfen von den binten gebenden Æreibern geleett, und Der Mift wie vorbin in Anbau des Aderlandes, 19 Saufen qu den drei Rilfen gemorfen, wird barauf von MBeibern und Rindern in die Rillen gefireuet, die Seblinge 12 Zolf von einander eingelegt, und das Oanje nadfer mit bem Dfluge bebäuft, vermittelft telcher die Mücden gmifchen den Meiben gefpalten werden, indem er gteimal denfelben Meg, fo wie bei der Oeffnung der Gurchen, gu den Rillen gebt.*) Man bat nocd eine andre Methode, deren man fih vornebmlich in den trofnern Gegen- den bedient, Der Mift wird nach gmeimaligen Dfügen und Eggen gleichfèrmig ausgeftreuet, die Geblinge in jede dritte Gurche eingelegt und der Diff mit der feinen Erde darüber gepflüat. Diefe Methode findet da befonders Beifall, wo die Geuchtigfeit fic leicht verliert, meil durch die Œrbaltung der ebenen Oberfläche fie fi dann in den Swifchenräumen des lofern Dodens beffer bätt. Da bier die gange Oberflédhe gedüngt wird, fo iff mehr Mift erforderlih, als twenn er blof in die Millen Fommt; wo es daber um diefen Hrtifel fhtwach ffebt, da fâbet man bei diefer Methode nicht gut. Qn der Graffhaft Chefter, vo man dies nüblihe Burelgemächs febr ftarf bauet, pflügt man das Sand in febr enge Beete von etwa 5 Fub breit, fpreitet den Miff, mwenn er nôthig iff, vorher über den Doden und pflügt ibn mit unter. Die Seblinge werden dann mit einem Gtecfholze 3 off tief in die Meiben gepflangt und gmwar abwechfelnd in einer Entfernung von 10 und 12 3off, fo daf die MBurgeltriebe der Pflangen, obne einander zu fhaden, fo voliftän- dig wie môglid den Dobden einnebmen. MBenn die Kartoffeln fih juerft auf der Oberfläche seigen, fo tird jede der Gurchen oder Mbtheilungen gtwvifchen den Deeten einen Stih tief aus- gegraben; Die aufgegrabene lofe Œrde wird dann fo eben.twie môglid über die Pflangen in den Decten getvorfen, wodurh forvobl fie als manches feimende Unfraut bedec£t wird, fo daf der MBachsthum der erftern befôrdert und das leftere gerfidrt wird,$Säft die Rrume des Vodens es au, fo tiro nac einer Boche oder ro agen der Frudt ein gtweiter Leberrwurf auf diefelbe Art gegeben, twonacb fie nod beffer wäcbff. JMuf diefe Beife erbalten die Pflangen von Beit ju Beit mebr frifhe Erde, ibre fraftvolle Vegetation ift nicht nur gefihert, fondern au ibre MBuryeln debnen fi volliger aus. Dei diefer Menge frifher Erde, melche jäbrlid gum Bacsthum und Unterbalt der Kartoffeln bereitet wird, foll man twiederbolte Grucht von dem- felben Sande nebmen fônnen, felbft tuenn es feinen Dünger befomnien bat, obne jedoch auf irgend eine IBeife erfhôpft ju werden,**)+) Yuf troénem Doden und bei Dingermangel ift diefe Methode befonders antwendbar, ere *) GBenn der Plug gut conftruirt if, fo madt er in einem Zuge die Furhen und die Müden ftarf und rein genug. Auch bediene id mic bdiefes Pfluges, um die Rien auf 2 bis 3 Guf Entfernung auf: gupflügen, wovon vorbin die Mede war, und erfpare dadurc die Pâlfte der Arbeit gegen einen einfachen Streichbrettspflug. Œ€s gebôren aber giwei Pferde davor. A8 D SP, **) Commercial and Agricultural Magazine. Vol. IL. p. 76. +) Mie der Verfafler dergleichen Abfurditâten nachfchreiben fann! M DS 104 20 Œilfte Abtheilung, Menn man diefe rucbtart auf Grasland pflant, fo empfieblt ein gefcheider Mcerivirth, die Geblinge, nachdem der Mcfer mit einem DPfluge bearbeitet worden ift, der genau die Ober- flñche abfchält und in die Gurche legt, auf die umgefebrte Sode ju legen und fie mit der[ofen Grde vermittelft eines gemeinen Pfluges 3u bedecfen,*)+) Sn bdiefem Balle werden die Rar- toffeln auch geftecft, to man diefe Methode vorzichts das erftere ift aber iwabrfcheinlid Beffer, ba bas fodige Material, auf mwelches die Seblinge Éommen, bald verrottet und fo die Gtelle des Düngers vertritt, Go viel von den bauptfächlichften Methoben des Rartoffelnpflangens; two jedoch die Yr- beit moblfeil ift, da werden die Rartoffeln aud) mit dem Spaten gepflant. Benn dies der Ballift, fo wird, nacddem der Acfer einmal gut aus dem Grafe aufge- graben ift, ein Graben queer über das Mcerbeet, 3 Guf mweit und ro bis 15 Bolltief, nach) der Rrume des Sandes gemacht. Mad bdiefem mwiederum ein andrer in gleichem Maafe, deffen oberer Theil von 6 oder 7 Golf Ticfe in den vorigen Graben benebft den gehôrigen Mift gewot- fen, und bie Rartoffelfeélinge 8 bis 10 Bolf von einander darin gelegt merden, worauf Die nèthige Menge Erde aus dem Doden diefes Grabens bervorgebracht wird, um die Geblinge in dem erften ju bedecfen und ibn gebôrig zu ebnen. Dies ift freilih eine mübfame Methode, und fäft fi) im Rleinen nur antvenden, fe lobnt aber auf manche vortheilhafte ABeife. Mob eine andere Methode mit dem Spaten zu pflangen ift diefe: der Doden wird in Deete von 6 oder 7 HUB Meite, je nacddem das Sand mebr oder minder feucht ift, gelegt, an jeber Geite lâft man 3 oder 4 Guf Graben auszuftechen. Die Oberfläche des Deetes wird dan umgegraben und cine gebôrige Menge Dünger zu gleiher Seit berbei gefchafft. Die Gek- linge merdeu dann wie oben gepflant und vermittelft ber Erde aus den Seitengraben in einer Tiefe von 3 oder 4 Bolf bebecft. Jn guten fruchtharen Dodenarten, wo die Pflansenturgeln binreichend Iofe Œrde Haben, gemwinnt man auf folche WBeife gute Erndtens aber auf dünnen und magern Dobden läft fidh dies nicht mit Crfolg vornchmen. Sn feudhten Bodenarten ift diefe Methode, mwelche gemeiniglich Tagn- bed genannt wird,#wobl am beften angumwenden,+) Benn man Rartoffelfproffen oder Ausfbüffe ju Seblingen gebraucht, fo muf man fie in balben Meiben oder folchen, an twelche die Erde von einer Seite nur angebäuft wird, pflangens dies gefchiebt mit dem@paten oder einen Daju eigens eingeridteten Dflug, nachbem man die Reime forgfältig von den Rartoffeln abgelôfer hat. Gieben oder acht Solf von einander werden #) Mr. Sommerville. p Auf bie YBeife if bies unmôglid: benn mie fann man der umgefehrten Sobe mit einem Dfluge die Lofe Œrde nebmen oder fie fpalten, obne fie mwieder mit berumyureifen? Dei diefer Methode ift ein Majolpflüger, wobdurd die Dode unten und locere Erde darüber fommt, nôthig. Am beften legt man fie aber in umgepfligten alten Drenfd mit dem Spaten oder Der Sache. 1.1 D; #*) Sn legterm Salle allein fann fie vortheilbaft feyn. 2 07 5 Anbau des Aderlandes, 21 diefe Sproffen, die Buryeln untermwärts gefebrt, eingefebt, Dies fônnen Kinder vetrichten, Gine Fleine Portion Dinger wird dann dünne darüber gebradt und die Erde von den Seiten leicht über die Neiben gemorfen, um fie gegen den Sroft zu fhüben, der etrwa einfallen Fônnte, Benn fie Diûtter getrieben haben und etrwa 4 Zoll über Die Oberfléche gewachfen find, fo er- falten fie eine gmeite Dedecfung mit Erde bis etwa 2 Sol, und fo wie fie fortwachfen, iverden fie wicder fo bedecft, bis die Œrde gwifen den Decten die Meiben zu 12 bis 14 Soû Hôbe bringt,. Œprofen, Die auf foie Art gepflanit werden, müffen ftarf und fraftvoll, etwa 6 Sol lang fenn, und twäbrend fie noch frifdh und wacbslid) find, gebraucht werden, Jan bebt die@proffen gum Pflangen auf, fo tie fie von den Rartoffeln abgenommen werden, legt fie freueife über cinander und bebecft ffe leidht mit Crde. So Fann man fie 4 bis 6 MBocheu Dalten bis fie gepflangt tuerden fünnen,*) Man till auch burh Erfabrung gefunden haben, bdaf, twenn man die Saat 3 Bochen vorber, ebe man fie in die Œrde bringt, in Éleine Mifthaufen febt, fie in ibrem MBacdbsthum vor den andern einen Borfprung von 6 Bochen gewinnen, und da die erfte Rraft, welche fie auf folche IBeife erbalten haben, aud nachher fortiirét;**) ba jedoch Rartoffein beim Ber- pflangen überbaupt nidt gut wachfen tollen, fo Fann diefe Methode im Gangen nicht vortheil- baft fepn, wo man nidt immer nacpflangen und burcaus eine recht frübe Grucht baben till, Ueber 4 bis 5 Soil Tiefe darf man die Rartoffeln nicht pflangen, weil ibre Murgeln immer nach der Oberfläche firebens auf feuchtem Boden darf man nicht einmal fo tief pflangen, Gar viel fommt ferner Darauf an, baf die Erde, die zum Anbâufen gebraucdt wird, müvbe und pulvericht fe, tweil im entgegengefeten alle die Grucht nicht fo gut gerathen Fann, Man râth endlih als fehr nothmendig an, ba, 100 Kartoffeln in Meiben ohne Dünger oder two biefer fon voter in den Mer gebradt mar, gepflangt werden, Die Gurchen oder Hillen lacher zu machen, als twenn Dünger binein gebracht wird, weil die Grudt dur zu grofe Tiefe bald leider,#**) Madhberige Dearbeitung.. Dei den Kartoffein Fonmtes, tie fon gefagt, be- fonders barauf an, baf die Œrde, in telcher die Snollen und MBurgelfaden fortfchlagen und soachfen follen, gebèrig mürbe und locfer fei, Dies gefhieht nun twäbrend ibres ABachsthjums durch die Egge, Hand- und Pferdehacfe; bie erftere pulverifirt und reinigt den Doden und die ‘fetern bringen die Œrde in den Meiben an die Pflangen, Dei diefen Operationen muf die Seit jun Eggen dann befonders wabrgenommen tmerden, tenn die Geblinge unter der Erde einen Solf lang ausgefeimt finos tweldhes man nidt anders als burd Unterfuchung derfelben *) Commercial and Agricultural Magazine. Vol. VI. **) Englifh Encyclopaedia, art Husbandry.#*#*) Bath Papers. 32 Œilfte Abtheilung, wabeneHmen Fann. Beit ift am befien gefthicft, bas auffhlagende Unfraut ju jerflèren und der Grucht babei Feinen@chaden zu thun.*) Dies gefchieht am Beften mit einer Éleinen Dovpelegge(folding harrow) von des Serfaifers Erfindung, twelche von einem Dferde inr den 3wifenräumen gegogen wird, tmwobei die Œrde an bie beiden. Reiben gur Geite gerworfen, das Unfraut gerftôrt und der Boden puloerifirt wird, obne die Unbequemlichfeit, daf die Erbo- bungen geebnet werden, twelches nidt nur manche Wutzel und manche Sproffe zerftôrt, fondern aucb die erforderliche Ærocfenbeit bindert. MBenn dann die Rartoffeln vôllig beraus find, fo wird die Œrde und das Unfraut mit einer bicht an den Pflangen gegogenen abnebmenden Gurche, (ebb furrow) weggenommen, und in die Mitte der Zivifhenrâume vermittelff eines Fleinen Gtreichbrettpflugs gelegt. Dies darf nur unter obigen Umftänden gefcheben: thâte man es früber, fo türèen manche Pflangen nidt vôllig zerfièrt, gefchiebt es ju fpât, fo ift bei der gangen Operation Fein Vortheil. Ginige Tage nad dem erften Debacfen folf man ferner daffelbe Gnfirument denfelben Gang in groberer Tiefe machen laffen. Dur dies Umrübren wird die Grde in den Siwifhenräumen, die etwa feft getreten ift, twieder[ofer, das ausgeriffene Un- fraut mit Œrde bedecft und gum Dünger, der mit einem dDoppelten Gtreihbrettspfluge tvieder an die Pflangen gebäuft wird. Gine Perfon, die dem Pfluge folgt, bringt da, to zu viel und to qu tenig Œrde über und an die Pflangen gefommen ift, alles in gebôrige Ordnung. Madden die Pflangen eine Hôbe von 6 Bolf erreicht haben, fo wird die Erde mit den d0p- pelten Streihbrettspfluge no) bôber angebäuft, der gweimal, aber beträchtlidh tiefer wie vor- her, in derfelben Richtung gebt. Alsbann bat das Bebacden ein Ende.**) Diefe Yrt der Dearbeitung erhôbt den Ertrag auferordentlich; und da bei jedem frifchen Debacden neue Burzelfhüffe und Knollen fih bilben, fo bat man auch beträcbtlid mindetu Ertrag gefunden, wo das gmweite oder Dritte Debaufen nicht mabrgenommen ift.***) Gn cinigen Gegenden, wo man die Rartoffeln auf dem flachen Felde one Erhôbungen plant, muf das Eggen bei dem erften Bachfen, das Unfraut foivobl zerffren, als auch das Anbäufen mit befchaffen, es(âft fi aber leicht einfeben, daf ein zur Beucbtigfeit geneigter Doden dabei nicht gchôrig trocfen gebalten werden, auch bas Mnbâufen nur fehr unbedeutend feon Fann. läft fich auch nur in der früben Periode des Machfens eggen. Da dies indeffen nicht viel Roften mat, fo gebt es alfenfalis auf dünnen und leichten Boden, der bald au troden wir, Ye grünblider jebod) die Erde gtifhen den Neiben geribrt werden Fann, defto fraftvoller und reicblicher wird die Srucht ausfallen. *) Dos wicffamfte Snffrument dayu ift, twenn anders die Rartoffein auf einer ebenen Slâcdhe und nidt in Rücen gelegt find, der Erftivpator; momit das Rartoffelfeld Éurz vor dem Muflaufen übersogen wird. Man cage die Gurchen, die ec macht, dann nicht gleidh twieder ju, fondern tarte damit, bis die Rarz toffein siemlidh beraus find.(0 #*) Gampbell in Bath Papers. Vol. IX.##*) Farmers Magazine. Vol. IIL p. 145. Anbau des AMerlandes, 23 Dem Anbâufen mit dem Pfluge bat man dies entgegengeftellt, daf er gat leicht die Énolli- gen MBurgelfaden bdiefer Pflange, die fidh feitmarts ausbreiten, befchädige oder gerffdre; dies fann aber felten der Gall fepn, twenn die gebôrigen Diffangen beobachtet und die Operation mit Gorgfalt vorgenommen wird; um aber diefer Gefabr einigermafen überboben zu fepn, fann man es mit einer Mit von Cultivator, brake genannt, verridhten, bdeffen fi die Kentifchen Sarmers zur Meinigung und Anbäufung verfhiedener Schotenfrichte bedienen,*) Mr, Dillingsien will aber feine Hacfe gebraucht twiffen, fobald die Rartoffeln ibre Murjelfaden ausgetrieben baben und Snollen anfefens Éômmt nadbher no Unfraut gum Yor- fhein, fo fol man es mit der Sand auszichen, Die fâmmtlihen Bearbeitungsfoften Fommen immer etroas boch ju ftebn, Man Éann den AMcre im Durchfhnitt ob 5— 9 Pfund rehnen, je nachdem der Mer und das Eagelobn verfchieden ift,**) Man muf daber Grüdbte diefer Mrt nicht aus dem Gefichtspunet des unmittelbaren Ge- twinns betrachten, fondern auf die Art und WBeife febn, wie fie ur Vorbereitung des Bodens gum guten Crtrag einer Rornfrucht dienen, Da fih nun die Burgelfrüchte an die Stelle einer foftbaren Sommerbrache feben laffen, fo verdienen fie daber fon alle Beachtung, und thun dabei oft mehr, als daf fie blof die Koften erfesen, C8 iff von einigen Sanbivirthen vorgefchlagen worden, biejenigen Æbeile der Pflangen, an twelchen die Blumen fommen, abzufhneiden, um dadurch den Ertrag der Rartoffeln zu vermeh- ten; man bat dies aber, fo nüblid es feyn mag, boch zu langteilig gefunden, Ber- fuche werden angegeben, in welchen die gebrillten Kartoffein vorghglih geriethen, denen die Blumen genommen waren,***) Andre widerfprechen jedod diefe Angaben, und mollen gar Feinen Unterfhied verfpürt ba- ben; bei Reiben, denen man die Blumen genommen, und andern, denen man fie gelaffen.+)++) *) Mit meinen Anbäufeinftrumenten twird feine Burgel erbeblich verlest, und ich babe, mit Berrn Di lingsley Œrlaubnif, nie beffere Rartoffein Fo als tenn id fie mitten in der Diüthe no ein: mal vecht ftaré anbäufen fonnte. A.$. #*) Gn der Weft-Riding von Yorkfhire find He oder Soften und Getvinn nach bem Agricultural Report folgende: Soffen. Pf. So, Ertrag. Pf. Sh. ANerpacht:: LS Sedjig Sacs, à 5 ba 6 pee 16 10 Dearbeitung und Grhôbung Tos often 2 CE Ses Sa Saatfartoffem, a7©. 2 2 RE Das Œinlegen und one 2— 2 Gerviri£ L 4 By. Das Düngen z Sue 2 Saden, Väten, MBA en 9 NAS& CHE ###) Farmers Magazine. Vol. IT. p. 412.+) Tbid. tt) Diefes bat man au in Deutfhland nadgemadt; und die Unbefangenen haben ein gleiches Mefultat 24 Eilfte Abtheilung. Lebrigens ift es ausgemacht, baf Das Mbfbneisen der Stangen und Blâtter ben Rartoffeln fade,*) tweil die Burzeln einen grofen Tbeil ibrer Mabrung dur fie einfauigen, und fobald Gtangen und Blâtter weggenominen find, aufhôren ju wachfen.**) Rräufelfranfheit(Curl). Dei diefer vegetabitifhen Rranfheit fhrumpfen die Biätter ein, und die Pflangen werden in ibrer Kraft und Gefundbeit febr qurücgefegt. die eigentliche Urfadhe biefes feblerhaften Suftandes ift man nod nicht gang aufs Meine, und man fchreibt den Curl mebreren Urfachen zu. Die mebrften friben Sriftfteller leiten ibn von einer fon fränfligen Saat Der. Qu einem intereffanten Auffabe in den Communications to the Board of Agriculture tird bebauptet, er rübre von unvolffommence Dearbeitung des Ucfers, oder von einem unpapliden Boben her, Eben fo erflätt man fid den Urfprung deffel- ben von der immermäbrenden Gortpflanjung our die Rnollen ffatt dur Saamen, odurch erblihe Gehler entftehens fo wie es in Gôrten mit bem Rrebfe an den Apfelbäumen der Fall iff, die cine fange Zeit our Pfropfen fortgepflangt find. fpricht aber die Berfiherung anberer, baf fie den Curl febr ftarf bei den Rartoffelpflangen, Die im giveiten Yabre aus dem Gaamen gejogen ivaren, gefunden batten. Mod andere geben an, daf gewviffe Snfecten, telche die Diûtter befallen, die Urfache davon find; aud) bebaupten einige, da die Rartoffel- turjein, deren Dlûtter om Œurf angegriffen werden, in Dem Doden baré und minder auflès- li bleiben,***) Meulidh bat man aber die Entfehungsurfacde in getviffen Snfecten gefunden, twelde die nâbrenden Œheile der Seblinge, nachdem fie in gen Boden gebracht worden find, gerfiren. Go fab manan einer Geffartoffel von 4 Stangen gwei derfelben vom Curl angegriffen, Dagegen Die beiden andetn gang unverfebrt maren. man nun bie MBurgel aufnabm, fo fand fichs, bag die Stelle, 100 fich die befchädigten Œtangen befanden, ausgebôbit und bie Gubftanz rein ausgefreffen war. Dei bâufiger Unterfuchung bat man auferdem gefunden, daf, two die Dlût- ter verlet iwaren,€5 ur Soneden, Sellerwirmer oder fleine Râfer gefheben tar, twelche die Buryeln angegriffen batten. fonnen aber auch die Dlâtter der Maub fleiner Thiercen werden, tvornacd fie einfchrumpfen. an findet daber auch, paf biefe Rranfheit bâufiger bei den Rartoffeln auf reichem Boden in der Mâbe der Stüdte angetroffen wird, fo tie in folhen gut gedüngten und andern Garten, too biere Snfecten fic) vorüglid aufhalten. Auch erhalten, ja einige glauben einen fhlechtern Œrtrag der gerftümmelten Dflangen tabrgenommen ju baz ben. Der berübmte Ebinburger Aryt Cullen, madte den Berfucd, einer Rartoffelpflange die Vlâtter qu benebmen, fo wie fie austrieben. Sie feñte ein ffatfes Buryclgemwebe, aber nicht eine Rnolle an. Ein Baveis mebr, daÿ die Begetation unter Del Œrbde mit der über der Erde im Li fehe. D"0. 4 #) Farmers Magazine. Vol. TITI. p.103.#*) Campb el, in Bath Papers. Vol. 1X. +##) Phytologia. p. 475: Anbau des Herlandes, 25 Auch ift es tobl gewif, bdaë einige Rartoffelarten den Mnfällen diefer Snfecten mehr aus- gefebt find als andere, fo wie man findet, baf fie die Damfartoffeln felten anfallen.- baupt feint e8 eine gewviffe Sübigfeit bei den Rartoffeln au fepn, bdenen die Snfecten nach- trachten, daber fie ficherlih die vom Groft füf gemordenen vor allen andern anfreffen.*) Qn Nüfiht auf diefe Rranfheit macht es übrigens nidts aus, ob die Kartoffein ganz oder gerfchnitten in grofen oder Fleinen@tücden oder blofe Mugen, gepflangt werden, vor;üg- li bat fich aber der Sandtwirth gu büten, daf er biefelbe Gaat nidt ins britte Sabr nebme, mag der Boden noch fo fett und in guter Cultur fit befinden, fo wird in demfelben Boden der Eurl nicht zu vermeiden fepn.**) Bon dem erften Berfucher wird nod bingugefüugt, daf der Ertrag folher Rartoffelpflan- gen, die einmal mit diefer RranÉheit befallen gemwefen, weunn fie auf demfelben Doden gepflanit werden, fortäbrend eine Évänflihe Grucht ergeugen.***) Man bat auch die WBitterung als veranfaffende Urfache biefer Rranfheit angegeben, Çs findet fih nebmlih, ba wenn die Früblingszeit milde und warm ift, fo daf die Pflangen fi gut einturzeln fonnen, tenig oder gar Fein Mnfall vom Curl bemerft wird. SE aber ju frih gefüet und die arme Mitterung zôgert, fo geigt fich diefe Rranfheit in einem febr boben Grade, Dabet find die in niedrigen und feuchten Gegenden, welche nicht fo frübe befñet werden Fôn- nen, als die bügelichten und târmern, und two die Grucbt felten vor Ende des Manes jum Vor- fhein fommt, vom Œurl mebrentheils frei, tmwesbalb man Rartoffeln aus folchen Gegenden gern zur@aat nimmt. Benn nun gleih manche diefer verfchiedenen Urfachen den Curl befôrdern oder ergeugerr môgen, fo geben fie doc über die wabre Cntffebung deffelben noch eine genüigende Musfunft, Die Sache muf durch fernere Unterfuchung nod aufgeflärt werden, iff es jedoch, daf alle Kraft und Macsthum der Kartoffeln unterdridende Umffände den Stûmmen fomobl als Blâttern eine getviffe Sübigheit geben, und folhe nicht minder als die Murgel den Angriffen diefer Infeften bios ftellen.+) Suverlâffige Mittel bat man gegen diefe vegetabilifhe Rranfheit bis dabin nicht aufge- funden, die bâufige Verânderung der Saat und gmar mit folcher, die seit Der und auf fpà- *) Farmers Magazine. Vol. III. p. 217.**) Billingsley in Bath Papers. Vol. VI. ***)[bidem. p. 218. +) Dei uns iff diefe Rranfheit felten. Sh Babe fie jedoch sinmal auf einer Stelle meines Belbes von etiva 3 Morgen, two die Rartoffelh, Die im üppigffen Suffande der Diñthe fi befanden, in einer Macht sufammenfhrumpften, gebabt. ch lief dicfe Rartoffein, um eine Berbreitung der Anffe£ung 4u ver: büten, fogleich ausreifen. Sd fonnte die Urfadh nicht entoecfen. Obtwobl fi bas Uebel nun nicht weiter fortpflanste, fébaffte ich mir dod) frifhe Sant von derfelben Sorte fürs nâchfte Gabr an. QT D, 29, Sueiter Theil, D 26 Eilfte Abtheilung, tern und frembartigen Doden gezogen if, fcheint jedoch eins der twirÉfamften ju feyn. Bo man Gufecten als Urfache des Euris anfiebt, muf die Verânderung der Saat gleichfalls zur Berbütung bdiefer Sranfheit febr bienlidh fepn, tveil man badurdh SKartoffein Derbeifchafft, welche fie nicht angufallen geneigt find. Lleberdem aber iff es febe rathfam, biefe Gruchtart nicht auf fette Felder oder Gartenboden zu bringen, der lange beatbeiter worden ift, und tv0 natürlicher Beife viele Snfecten angutreffen find. Dei der Meinung, daf Gufecten an diefem Uebel des Eurls fhuld haben, iff e8 nicht qu ververfen, daf man die Geblinge mit folchen flüffigen Subftangen einquelle, mwelche fie vet- treiben oder ibnen fhäblich find; jedoch muf man wobl dabei Act haben, daf die Begetation derfelben dadurch nicht feide, Mâchfidem ift es gewif von grofem Muben, auf die Bearbeitung des Dodens, auf die der Defchaffenbeit und dem Clima deffelben angemeffene Pflanggeit und auf die nachberige De- atbeitung, nèthige Sorgfalt zu vermenden, teil bei der Bernachläffigung diefer Umffände die Strucht dem Curl leicht ausgefebt if.*) Mach Mr, Ebapple’s Verfuchen fheint ein befonderer Vortheil darin zu befteben, que@aat die beften und vollfonmenften Rartoffeln auszumwäblen,**) Man bat vor Rurem auch noch bebauptet, daf, twenn man die dunfelbraunen Muswüdfe an den Gtangen, wwelche man an einigen Orten Rartoffelbobnen nennt, gebrauche, der Curl dadutch vermieden ierde, Leber die Begetationsfraft diefer Auswñdfe bat man gleibfalls Berfuche gemacht, und man findet, Daf fie eine arofe Menge Kartoffeln von gewôbnlicher Grôfe, aber von fchlechtem Gebalte, cryeugens Diefe aber auf das folgende Gabr wieder gefüet, follen einen reichlichen Ertrag und vortrefflihe Qualität geben. Man bat, durch diefe Verfuche gereixt, folhe Ses- linge bâufig zur Saat des folgenden Jabres angezogen.***) Es bleibt jedod) dies nur immer ein Mittel, das bei der befchränftern Gartencultur anrwendbar iff, Diefe Gruchtart bat ibre vôllige Grôfe evveicht und Éann bann aufgenoimimen tverden, twenn die Vlâtter vertelfen und abfallen, auch die Stangen vergehen; alsdann muf man aber auch mit dem Mufnehmen eilen, damit fie nicht von dem daun oft fon einfallenden Groft lci- ben, Die gemôbnlide Zeit der Rartoffelerndte ift das Ende des September oder der Mnfang des Octobere. Die Gartenfartoffeln und andere frübe Yrten Fann man aber fhon dann auf- nebmen, twenn die Srangen ibre vôllige Grôfe erreicht und geblübt haben. Die Mrt dies qu bemerfftelligen, rictet fi nach dem Umfange der Musfaat und der Mr wie gepflant worden if. Gin Garten und two die bepflangte Strecfe nur Élein ift, grâbt man *) Communications to the Board of Agriculture. Vol. II.**) Bath Papers, ###) Farmers Magazine. Vol. III. p. 13. Anban des Aferlandes, 27 die Rartoffeln am beffen mit einer breigacfigen Gorfe aus, tveil badurd gugleidh der Mer auf eine gleichformige MBeife burhgegraben wird; wo aber das Gruchtfeld einen grofen Uinfang bat und der Mer nicht fo leiht und mürbe, jeboch zum Pferdehacfen Meibenweife bepflanat ift, da ift das wirthlichfte, den DPflug zu gebrauchen. Su dem Ende ridhtet man einen leichten Pflug obne Kolter ein und Fchrt die Erde in den Meiben mit dem Pflugfchaar um, weil die Kartoffeln auf folhe Beife am menigften befchébdigt werden, Dei diefer Methode ftellt man den Pflugfhaar gegen die Meiben vollig tief, mn fie mit einem Male umgufebren, an andern Orten febrt man zu beiden citen eire Gurche und pflügt nachber die in der Dlitte liegenden SKartoffein auf; auch forft man fie juiveilen in der Mitte auf, nachdem qu beiden Geiten eine Furde gewendet worden if.*) Mie man übrigens die Rartoffeln immerbin aufnimmt, fo müffen die Stangen vorher dicht an der Oberfläche abgefchnitten oder ausgeriffen und vom Uder meggebracht merden, IBenn das Hufnebmen mit Sandarbeit befchafft wird, fo ift eine Perfon zum Muffammein bin- reihend, twird aber ausgepflügt, fo muf die Zabl der auffammelnden Perfonen fo grof fepn, daf das Spanntwerf in einem fortgeben und Feine Seit dabei verlobren werden fann, Œinige empfeblen, den Her nachber ein- oder ziveimal ju eggen, Damit die$artoffein, telche dem Huge der Auffammier entgangen find, gum Vorfchein fommen,**) Dei diefer Arbeit ift es febr vortheilbaft, die Fleinen und befhäbigten Rartoffein von det tiftlern und grôfern@orte zu trennen. Man muf ebenfalls auch trofne VBitterung zum Hufnebmen mâblen, und naddem die Rartoffeln aus der Erde find, fie dünne Hinfhütten und éinige Tage vorber abtroŒuen laffen, ebe man fie gum YBinter an Ort und Gtelle Bringt. Der Cvtrag diefer Frucbt if nad) Befchaffenheit des Bodens, der PBeaubeitung und Vabrs- geit unterfchieden. Mr. Donaldfon rechnet auf den englifhen Aer s bis ro Tone und den Durbfhnitt im gangen Sfande giebt er ju 6 ons an. Mr, Dillingslen bauete nie mebr als 160 SaŒ Speifefartoffeln auf den Here; er leugnet aber nicht, daf man von Viel- fartoffeln einen grôbern Crtrag baben Fônne, wenn fie gleid minder nabrhaft find. Vn Dorffhire bâlt man 3 bis 400 Bufbel Értrag vom Ucre für eine febr gute Erndtes VBichFar- toffeln geben per Mere 50 bis 100 Dufhel mehr.***) In Kent will man auf eine englifche De *) Modern Agriculture. Vol. IT.; and Lancafhire Report.*#) Experienced Farmer. Vol. I. XXX) Den Bert des gangen Ertrages der Rartoffein unter verfhicdenen Methoden der Dearbeitung wird in dem oten Volume der Bath Papers von Mr. Ca mpbell affo angegeben: Derfu die, 17094: 5 Kciben. Lerth des gangen Ertrags per Ycre. k Df. Sd. Dence. 1. Uugebüngte Kartoffein na gedñingten Rüben C D, 19 8 2. Ungedüngte Sartoffeln nad gedñingter Drache 7 27 10 27 24 Eilfte Abtheilung, Quabrattuthe 4 Bufhel gebattet haben, twelches 640 Bufhel auf den Mere austrâagt, Dies machen, den Dufbel nur gu 1 Schilling gerechnet, 32 Pfund,*) Man till in befondern Fâllen gai 700— 1000 Scheffel oder Bufhel vom Here gebauet haben, bdies find aber nur befondere Jusnabmen, wo ein fettec Boden von einer Auberft fhù- nen MBitterung begünftigt worden ift. Mancherlei verfchiedene Methoden, Rartoffeln gegen die Geuchtigfeit, gegen den Groft und das Musfeimen aufiubemabren, find verfucht worden, jedoch bis dabin Feine vollfommen betväbrte erfunden, Die Hauptfahe einer guten Aufbemabrung befteht darin, daf die Rar- toffeln nicht zu beig, oder au fait, oder ju feuchte liegen,. Man muf fie daber vollfommen troen und in einer Temperatur stvifhen 48 und 32 Grad Babrenbeitfhes Thermometer bal- ten, in dem erftern Grade feimen und im leftern erfrieren die Kartoffeln.**) lüft fih eine folhe Temperatur gwar nicht immer erbalten, jedoch bat man dies in Gruben unter der Erde, in Kellern und andern dau erbauten Häufern verfucht, Das Aufbewabhren in Gruben ift felten die befte Mrt, wo der Doden nicht febr trocfen und Locfer ift und die Rartoffeln mit Borficht bineingebracht find. Uno doch Fann alle oft angemwandte DBorficht dem Geuchtwerden und fchnellen Ausfeimen in den Srüblingsmonaten nicht entgegen wirfen, man fidh diefer Methode bedient, fo ift das befte Mittel, den Rartoffeln eine vôllig bide Vededung mit folchen Subftangen ju geben, die, da fie die MBirfungen der Râlte abbäit, die Bârme und Geuchtigfeit nicht ourchläpt. Zu diefem Endygrvefe laffen fih alle gro- ben, wolligen oder baarigen Materialien, Strob, feine Spâne und mande andere Dinge mit Bortheil antenden, und um faulige Ausdünftungen zu abforbiren, vâth man Solfoblenftaub darüber zu fireuen, und Dann die nôthigen fagen von andern Materialien, um fle gegen den Groft zu fhûgen, darüber gu bringen.***) manchen Gegenden febt man die Kartoffein in Haufen, und mat auf verfhiedene IBeife; an einigen Orten toird der Doden 2— 3 Guf und darüber ausgebôbit, die Rartoffeln in diefe Grube gelegt und darüber aufgethürmt, fo daf fie eine Art von Rüden bildens an andern Orten werden fie in diefelbe Form über die Oberfläche aufgchäuft: in beiden Sâllen bedccEt man fie 5 oder 6 Solf di£ mit trocÆnem Stroh, und bringt Reiben. ÎGerth des gangen Ertrags per Acve. D. Oh. DPence. 3. Ungebüngte ffatt einer Sommerbrache: 14 10. de 4. Diôtbliche Rartoffein in eine gedñnate Meibe geftecft 48 10 6% 5. MBeife Ridney auf dicfelbe WBeife gepflanst 2 27 2 5% 6,—— auf viclem Dünger in Neiben 3 29— 0 TON— auf wenigem Dünger in Reiben Ô 24 16 252 8. Beige flache Rartoffein auf iwenigem Dünger in Reiben 30 19_ #) Banifters Synopls of Husbandry.**) Darwins Phytologia. p. 243. #*#) Ibidem. p: 485: Anbau des Aderlandes, 29 Sarhber eine gute DedeFung bon Erde, fchlägt fie mit einem Spaden feft an, und giebt um ben Haufen einen fleinen WBaffergraben, Man pflegt auch gutveilen durch die BedeFung bindurc Sèche ju machen, um etta irgend eine fhâdlihe Glüffigfeit abuleiten ,. fie aber, nacddem bies géfcheben, gebôrig mieder zu verfihliefen.*) Diefe Hrt der Aufbewabrung ift jedodh nur in troenen, granbigen und fandigen Boden im Gange, auf den fhmwereref Dodenarten ift ffe fhon miflicher, und da auch auf dem trocfen- fien Doden fih gutweilen Genctigfeit einfindet, fo get man immer am ficherfien, die Gruben fo tenig tief als môglich zu machen; auch da bas Anbrechen und Oeffnen der Haufen nicht all, sugut if, fo macht man am beften nidt febr grofe, um fie mit einem male gum Verbrauc egnehmen zu fonnen, Bei aller guten Ausfübrung diefer Methode ift fie doch lange nicht fo bequem, als die Rar- toffein in tiefe Seller oder Gewblbe aufgufchütten, muf man fie aber in den MBinter fo- sobl als andern Monaten bedecfen. Das befte if, tvenn man Sâufer bat, die von einem anpaffenden Material cigens dazu erbauet find, und bei weldhen das lâffige Debecfen und Mufdefen nicht ftatt bat. MBenn man die Rartoffeln im OroGen bauet, und von dem Ertrag mâbrend des Binters und den Grüblingsmonaten Gebraud machen will; fo ift ein eignes dazu erbauetes Haus, nach den Grundfäben eines Molfenbaufes, worin die erforderlihe Temperatur gur Erbaltung der Rartoffein zu erbalten ift, äuferft brauchbar, Man mâblt zu einem folhen Gebände eine fo trocfne Sage mie môglid, und wo bas Haus der Sonne nicht febr ausgefest if. Auf febr trocnem Doden fann man es zur Aufbewvabrung und Anbaufung der Frucht etwas in die Erde bineingeben laffen. Die Mubenwände Fônnen von Œrde, gut getretenem lan und andern dichten Materialien verfertigt werden; auf jebem Fall werden fie aber doppelt gemacht, damit man gtifchen den Mânden Sägefpâne, fhlechte Haare, Farrenfraut, Strob und alle Froft twiderftebende leichte Materialien ftopfen Fônne, und das Da, nachdem es gut verlattet wot- den if, decft man mit febr gutem WBeizen- oder Moggenfiroh, Die Thür wird ebenfalls dop- velt, fo tie die Mubenwände, und fo angelegt, daf das Cindringen der Suft beim Oeffneu fo viel als môglich vermieden merde, auferdem mâblt man daju immer die füdlihe Seite. Yuf diefe WBeife erbält man für die Rartoffeln eine Art Haus, melche den ffrengen Groft im Binter fowobl als die zu grofe Mârme im Früblinge abtwendet. Defanntlich fhst Thon oder Erde am beften gegen Groft im Minter und erbâlt im Som- mer die Rüblung; man thut daber am befteu, folche Gebäude ganz von diefen Materialien zu ervichten,**) Man fiebt aber woblein, daf, to biefe Subftangen allein gebraucht werden, fie megen des Cinfaugens und Mnbaltens der Feuchtigfeit, und weil fie, um nicht zu berften, .#) Corrected Report of Lancafhire,#*) Farmers Magazine. Vol. III, p. 318. 30 Œilfter Abfdhnité, febre di gemacht merben müffen, manche Unbequemlichfeiten haben; bdiefen entgelt man mel- rentheifs, twenn das Gcbâude auf die vorgefchriebene Beife eingerichtet tird. Ran bat gur Mufbewabrung der Rartoffelt no andere Merboden. Dabin gebôrt die Aufbewabrung in concentrirter Œubffany,(reduced in lefs bulky forms). Die Kartoffeln terden getieben, gerfiofen oder in eigenen bagu eingerichteren SMRüblen gemablen, darauf in gvofe Rlumpen gefclagen und dann qu dünnen Ruchen ausgepreft. Diefe Ruchen werden auf Dretter gelegt, oft umgefebrt und fo getrocfnet. Sie iverden aber weifer und fchôner, twenn man die Rartoffein vorher abgefchälet bat. Benn nun gleih dadurd die Kartoffeln den Gtenr Theil ibrer gewébnlihen Maffe und 2 ibres Gewidts vetlierens fo geben fie doch immer die- felbe Proportion der Gütterung. wird aber nod, twenn man fo viel VBaffer wie- derum jugieft, als@aft aus den Sartoffeln verpreft if, ein Theil tweifes Mebl oder Stürfe qu feinern Yrten von Dacfiwert abgefebt. Es 1âft fi viclleicht vermittelft einer ffarfen Mafchine, durch mwelche die Rartoffein blog gepreft werden, nachdem fie vorber gereinigt find, bies auf eine Leidte Art berverfftelligen, und man fann gemôbniglihe Ender- oder Réfepreffen, deren Kraft vermittelft eines Pebels ver- fläcft wird, dazu gebrauchen,*) Diefe Methode der Aufbemabrung Fann in manchen Gâllen febr nüblidh fepn, to man viel und lange Beit bindurd Sartoffeln aufjubemabren bat, weil fie nur den Gten Theil des Raumes als fonft einnebmen und manches Sabr in diefer Geftalt fich gut erhalten. à Die Rattoffeln laffen fich auch lange Zeit ohne diefe Procedur gut und wobifhmedend er- balten, foenn man fie in Scheiben fhneidet, in einem Ofen vôllig austrocuet, und dann an einem trocfnen Orte in Rôrben und andern Gefäfen aufbemabrt. Gin Soriftfieller giebt an, daf diefes Murjelgemächs fange Zeit volffommen gut erbalten merde, twenn es im Grüblinge dünne auf einer trocfnen Dieble verbreitet twiro und die fi) gei- genden@proffen forgfältig abfeimt;***) ber Gefhmacf der Rartoffeln verliert fi aber febr, fobald die Beit des Reimens eintritt, die gange ubftanz wird mweic und füblicht, mithin min- der geniefbar. Die Bermifung der Rartoffein mit gefbnittenem Heu und tro, Ra oder andern äbnlien Materialien, bat man als Viebfutter in den fpâtern ABintermonaten fehr beilfam ge- funden; und man mäftet mit diefen Œubffangen, in Verbindung mit Dobnen- oder Gerften- fchroot und Rlene, Rindvieh, Sdaafe und Schiveine, da aber in der DBereitung derfelben viele Unfofien und Mübe vermwandt werden, tmweil man fie dem Vieh gefocht gefünder und nâljrender gefunden bat; fo bezablet fic) unter diefen Umftänden Ddiefe Gütterung nicht. Die Refultate *#) Commercial end Agricultural Magazine. Vol. IT. p. 256.**) Ibidem. ##*) Donaldfons Modern Agriculture: Vol. IE. Anbau des Adcrlandes, SL vieler Verfuche beweifen, daf man alsbann den Bufhel nur gu 4— 5 Pence bezabit erhalté,*) Benn man Pferde damit futtert, fo Fann man fi den Bufhel zu ro Pence anfblagen,**) Der allgemeinfte Oebrauch der Kartoffein ift der sur menfchlihen Mabrung, qu welchem Enbde fie entieder dur Hibe oder Dampf meblicht, nâbrend und leicht verdaulidh gemacht wer- den, Sr fharfer Saft tird ju einem Drei, und ein Theil deffelben ju einer feinen Mebl- oder Stârfeartigen Œubftanz. Die vermittelff des Dampfes gefochten tverden mebliger und nâbrender, als da, 0 man WBaffer gum Rochen angemandt bat, Das Meblihtmwerden bângt jedoch gréftentheils mebr von der Befchaffenbeit des Dodens als irgend einem andern Umftande abs auch will man bchaupten, daf die Meblichfcit einiger geFochten Rartoffeln von der Sâure des Mafers, tworin dies gefchieht, berrübre: man glaubt indeffen, daf der Grund davon in einem mebr gerinnbaren Schleim einiger Kartoffeln vor dem andern liege, ein Umfland, der bisber noch nicht gang genau aufs Meine gebracht if.***) Das Pafchen der Rartoffeln ift, vo es mit einer grofen Menge gefchieht, eine febr um- flndlihe Sache; es lâft fidh indeffen mit vieler Seichtigfeit und Dequemlichfeit verrichten, wenn man ein Gefaf mit ftarfen fhmalen Satten an den Geiten fo angenagelt bat, daf die Kartoffeln nicht durchfchlüpfen Édnnen und das WBaffer einen freien Durchjug dabei bat, In dies Cefas werden die Kartoffeln dur eine Seitenflappe Dinein und binaus gebrabt. Das Oefñf felbft bângt auf einem bôlyernen Geftell über einen grofen vierecften Baffertubben, fo daf es bis zur Dâlfte eingetaucht if; an einer Seite ift eine MBrange, durch welche die Rartoffeln in Gefñs umgerübrt werden, Damit man fie defto leichter twafchen fônne, Zur beffern und bequemerit Sandhabung des Gefüfes beim Musleeren und Füllen laffen fidh gleichfalls anpañlihe Cinrih- tungen machen, Cin Umftand, der bei den Rartoffeln mobi zu ermâgen ift, beftehet in den Mirfungen, twelche fe auf den Boden machen, Die gange Befchaffenbeit diefes Gemäcdhfes madt es febr twabrfcheinlich, daf, eingelne Gûlle ausgenommien, der Boden viele nâbrende Tbeile dau ber- geben müffe und beträchtlih dadurc ausgefogen iverde, twenn gleich diefe nadtheiligen Wirfun- gen durch die Menge der Srangen und dur das bdichte Diâttermerf u, f, t., tvie fchon bâufig bemerft worden, fo wie durch die Dülverung des Dodens bei guter Dearbeitung einigermafen vergütet werden, Die Crfabrungen der mebrffen Rartoffelbauer fheinen indeffen auf den eiu- *) Dicfe befonbers nad englifhen Berbältniffen fo geringe Mngabe des Merths der Rartoffein bei der Bichfutterung, fpriht der Berfaffer einigen twenigen nach, die auf Beranftaltung des Board of Agri- culture und der Megierung in der Seit dec grofen Theurung über Rartoffelvermendung frieben, um die môglichffe Sparfaméeit und die Berforgung der Märéte damit zu befordern. Vichma- fer in England fommen fonft darin icmlih überein, daf ein Bufbel guter Rartoffeln in der Majtung fo viel werth fey, wie 2 Pfund Gleifh, mweil fo viel in der Megel dadurch ergeugt twerde; ein Derliner Scheffel folglih fo viel wie 3 Pfund Fleifch. fr 0. 9. **) Annals of Agriculture. Vol. XXIX. p. 62.###) Darwins Phytolopia. 32 Gilfrer Abfhnitt, fimimigen Sluf ju fhbren, ab auf ben firengen und fhweren Dobenattet, fo auf die ange- fübrte WBeife manche woblthâtige Mirfungen entfteben, man febr reihe Erndten nacheinander von diefem Gewächfe baben Fônnez dagegen die lcidtern Dodenarten qu[ocfer und erfhôopft werden, um mit Erfolg wiederbolt Rartoffein und MBeigen darauf gu bauen. ee Mad Mr. Poungs Berfuchen litt der Boden beim Anbau der Rartoffein un fo mebt, als fie bâufig in dem Umlaufe der Frücdte votfamen,**)_ Die Erfabrungen und Demerfungeu de8 Berfaffers des Agricultural Report of the Nord Riding of Yorkfhire begünftigen jedoch die Debauptung, daf diefe Gruchtart die Gruchtharfeit des Dodens nidt verminderez weil et Rornfrichte fomobl als Grasfämercien mit eben dem guten Erfolge na Sartoffeln als nad) Rüben bauete.***) Die Defchaffenbeit des Dodens, auf twelhem Dies vorgenommen und be- metÉt torben ift, findet man indeffen nicht angefübrt. Gm Gangen Fann man jedoc wobl den Schluf machen, daf bei ailen guten MBirfungen, ele die Rartoffeln haben Éônnen, fie allemal viel Gruchtbarfeit megnebmen, und man fie daber nicht oft twiederholen oder Rorn qu Dâufig darnad bauen müffe, ofne den Doden gebdrig gedüngt oder eine Beit[ang zu Orafe niedergelegt ju baben.+) Eben fo deutlidh gebt aus biefen Umftänden bervor, af Rattoffeln nur auf ftarFen und fiveren Boden als Borbereitung gum Beigen gebraucht werden Fonne, und daf auf den leich- tern Bodenarten Rüben, Gerfte und andere Gruchtarten, tvelche einen focfern und offnen Do- den verlangen, mit mebrerem Œrfolge als ABeigen darnach fih bauen laffen. Gebr ritig iff endlid die Bemetfung, da vieler Berfhwendung beim früben Aufgraben der Rartoffein, ebe fie gur vôlligen Reife gelangt find, badurch vorgebeugt merde, ivenn man biejenigen Rartoffeln, bie fi an der Oberfläche gunächft ausfüblen laffen, forgfältig mit der Hand megnimmt, mweil die Dantt gurücÉbleibenden Rartoffeln, ftatt befchädigt gu iverden, twiré- Hi daburch in verbefferten Suffand gelangen. % DD€ 2 Die Cinfubrung diefes Murzelgemächfes beim Geldbau bat fotvobl in der Bebandlung des acferbaren Sandes als in der Mäbrung und Erbaltung der mancherlen Arten des Biebftandes, bebeutende Beränderungen und Berbefferungen bervorgebradbt. Die Nothiwendigfeit einer nacften Drace ift dadurdh vermindert und der bei foldhem Berfabren febr natürlihe Berluft vermie- *) Youngs Annals of Ariculture. Vols. XX, XXIIL.*#) Tbidem. x##5 Tuke’s Corrected Report ofthe Nord Riding of Yorkfhire. }) Marfhalls Rural Economy of Yorkfhire. Anbau dc8 Aderlandcs, 33 germieben tworben, fo tie zu gleider Seit cin reichliheres Sutter für allerlei Ricbarteu baÿurch gemonnen wird, Sn biefer doppelten Mücfficht Fann man den Mübenbau als die Grundfâge der verbefferren Sandtirthfchaft auf den locfern und leidhten febmbobenarten, to biefer Mnban nut auf eine beträchtliche Mrt getrieben werden Fann, anfeben, Die Defhaffenhcit diefes Ge- téchfes uno die Art feiner Dearbeitung macht den Doden vôlig rein, und bringt ibn in einen beundernsmüroigen ZBuffand der Borbereitung zu mancherlei Grüchten, Befonders folcher, twelche einen frinen qut gepülverten Doden, als die Gerfte, Orasfämercyen und manche andere Stuchtarten veriangen,| Die Rübe ift eine rundlihe fleifhige Murzel, die in Gatbe und Geftalt, nad den lim- fländen des Dodens, ber Sage und Eultur, abmecbfelts die mancherlei Arten, die man an ver- fchiedenen Orten auf dem Gelde bauct, find die runden und langwurglidhten, Die erftere Art ifé widerum, fotvobl in der Barbe der Murgel als des Rrauts, verfhieden, fie bat gemôbnlid eine runde breitlihe(flattifh) MBurgel. Die Mnbauer derfelben Fennen mebrere Mbarten, als: die runde vothe oder purpurfôpfige, bic grünfopfige, die meiffôpfige, die gelbe, die fhwarge oder rothwurglidte, bie fteinige und die nieberländifhe Rübe, Die gweite Art, ftatt eine runde und fit Breitlid aus- debnende Form tie die erftere ju haben, bat dagegen eine fânglichte cplinberartige Gcffalt, und ift den Merwirthen unter den Mamen Tanfard oder die pfabimwurgliche Mübe befannt, Da bdie erfteen Mrten mebr in der Erde als die lebtern, telche gum Theil über der Erde fieben, mwachfen, fo find fie da gum Geldbau beffer, two fie der Gefabhr des Erfricrens in freierr Gegenden leicht ausgefest find; aber in andern Fâllen, mo man fie gum Hbfüttern im Grüh- linge für die fâugenden@chafe oder gum Mäften der fon etivas berangemachfenen gebraucht, find bdie lebtern vortheilbafter und gmecmäpiger, wwesbalb fie in Derdfortfhire mit fo vielem Erfoige angebauet werden follen,*) Qn mebreren Gegenden giebt man den erffern Mrten den Botyug; aber mo eine freie Sage if, muf man die, tweldhe in den Boden tief binein gehen, befonders da twûblen, two fie, ohne vorber aufgezogen zu fen, in der ABintergeit verfuttert werden, tmweil man meif, baÿ fie vicl Groft vertragen Fônnen. Die grünfopfige und weiffopfige bâlt man insgemein für füfer und nabrhafter als die vothfopfige, tele eine Art von Ditterfeit an fi bat und ar leicht firenge iro. Die meistopfige if auf den beffern Bodenarten mwabrfcheintidh die beffe und vortheil- bafteftes tweil fie nicht nur bârtlih wird, fondern aud eine siemlihe Grôfe erreiht, Diefe und eine Éleine Art Steinrüben werden am Dâufigften gebauet, und in den beften Mübendifiricten des nôvdlichen Theils im Kônigreihe am mebrften gefhäbr, Die lebtere Art fol dein Grofte *) Bannifters Synopfs of Husbandry. Biweiter Theil, Œ 34 Eilfte Abtheilung, mebr als irgend eine andere tiberftehenz ber Œrtrag vom Mere aber befio geringer feyn.*) Mndere bebaupten, daf fie fneller anwacbhfe, fpecififh fhwerer fen, ein feineres Getvebe, eine bünnere@chale babe, bdabei in der obern Ründung glatter, mithin dec Mâffe und dem Grofie minder ausgefebt fep. fie dabei nidt vôllig fo gro wird, fo erfebt man den Mangel dadurd, daf man die Pflangen beim Musbacfen etrwas dicfer ffeben läfr.**). Die gemébnliche twcife Rübe wird jedoch in diefem fomobl als in den meiften füdlien Diftricten, so ber Rübenbau vorüglich ftarË getrieben wird, gebaut.***) Die grünfdpfige Rübe if da- gegen von andern febr empfoblen worden, fomobl der eben bemerften Gigenfchaften als ibres farfen Bucbfes wegens auch bâlt fie fich lange febr gut.+) Die gelbe oder firobfarbene XRübe ifé bart und von füfem Gefhmacf, man Éennt aber ibre Œigenfchaften fo genau nicht, tweil fie nicht fo febr wie die andern Arten angebauet wird. Die rothe Art war vordem bei den Fürmers febr beliebt, jebt-bat fie aber andern Arten Plaf gemadt; die fhwargmwurylichte wird febr svenig angebauet. Die frübe nieberländifhe wâcbft blof in Gräben. Mo man jedod eine frübe Grucht münfht, da wird man fie wabrfcheinlidh mit VBortheil gebrauchen Éünnen, Die Dobenarten, tmwelche zur Rübenwirthfchaft fi befonders paffen, find die von der {cichten Sebmart oder der tiefere mittlere Sandbodens fie mag fidh indeffen aud mobi auf dün- nen, grandigen oder Freideartigen und felbft auf febmigten Klanboden in folchen âllen treiben faffen, tenn der Boden nidt die Feuchtigheit zu febr anbâlt und der Mer geborig bereitet und gedüngt twird. Œs ift jedoch ausgemacdt, baf fi die Mübe in Rücéfiht auf den Boden, ielchen fie verträgt, tweit mebr anbauen läft, als manches andere Gemächs, wenn gleicdh die Garmers der Meinung find, da der leichte und[ocfere Boden nur mit Bortheil zum Rüben- bau gebraucht iwerden fôune, Dies bat abrfheintich einen bedeutenden Œinfluf darauf gebabr, daf der Mübenbau nidt fo alfgemein gemworden iff, als er ci feiner bedeutenden Mubbarfeit in dicfen Seiten wobl fepn follte.+) Go mannigfad die Dodenarten find, in twelden bie Rübe gedeibet, fo muf die Ober- flâche derfelben doch allemal gang vorgüglid fein und mürbe bearbeitet werden, twenn die Grucht qu einer gefunden Vegetation gelangen fol, weil von der Dulverung des Bodens eben fo vicl abbängt als von der Gettigfeit deffelben. FFF) Mie nüblid und wirffam dies auf manche *) Corrected Agricultural Report of Northumberland. p. 81. *#) Corrected Agricultural Report of the North- Riding of Yorkfhire. p. 146.: #XX) Donaldfon’s Modern Agriculture. Vol. II. h Martyns Edition of Millars Dictionary art Brafliva rapa. #5) Barum? der sébere Thonboden nur ur Moth und mit viclèr Mübe den Rübenbau verftattet, fo haben mir andere Gewächfe für ibn, twelche ficherer darauf geratben, einen wenigfiens eben fo boben Ertrag geben und womit wir denfelben Stvecé cureiden: den Robl, die&Roblrübe u. f. 1. A. d. D. +) Modern Agriculture. Vol, II. Anbau des Aderlandes, 35 IBcife fei, laft fi leicht einfeben. man daber diefen Saamen in die Drache et, fo tird fie 4 bis 5 mal gepflügt, und die flumpiden Erdtheile dur Eggen und Baljen in den Bivifchengeiten gertheilt. Die erfte Pflugaut giebt man gegen Ende des Dabrs auf eine lcichte Meife, fo daf die raube Oberflâche nur abgefchält wird, biefe bleibt dann bis gegen den Mâry liegen, to fie dur Œggen und Kreupflügen in der gebôrigen Tiefe gertheilt wird, ft der Dobden febr volfer Unfraut, fo wird-ettwa nad 14 agen noch einmal geeggt, ift er aber rein, fo ift es beffer, menn er raub licgen bleibt, Man läft ibn dann in diefem Buflande bis gegen die Mitte des Manes, two er eine andere Pflugart in der vôlligen Tiefe erhâlts und man ifn, tenn er trocner und von der fleifern Art ift, unmittelbar darauf eggt; ift er aber leidt, fo verfhiebt man es eine IBoche und(änger. Diefe micderholte Operationen bringen, wenn fe gebôrig vorgenommen werden, den Acer in einen volffommen reinen und gepulverten Zuftand; twenn dies aber der Gall nicht iff, fo muf no mebr gefchebn.*) Sandiwirthe rathen, gleid anfangs vôllig tief zu pflügen und mit dem nachberigen Pflügen und Eggen bis gegen die Mitte des Junius fortyufahren,**) Dies muf indeffen immer nad der Defchaffenbeit des Bodens, den Umftänden der Sabreseit und der Convenieng des fandwirths eingeridtet wet- den.@ûet man den@aamen aber na Korn, früben Erbfen, Micen oder dergleihen, fo bedarf die Dereitung diefes vielfahen Pflügens nicht, Jn cinigen Oegenden Dâlt man zmwei- maliges Pfligen und Eggen zur Saatfurde, mwobei die Stoppeln und das Unfraut jedesmal ansgebarft und verbrannt werden, für binreihend. Sn andern Gegenden, mo man die Rüben auf Rlee oder Grasfämereien folgen lâft, bütet man den Acer im Grüblinge mit den Schafen fo fpât ab, bdaf er nur-2 oder 3 mal gepflügt werden Fann. Yu das Einfâen diefer Grucht- art mit einer Pflugfabre in altes MBeideland, bat man nach mebrjäbriger Exfabrung als ein gutes Serfabren Éennen gelernts bei diefer Art, den Aer ju bebandeln, erbâlt er im Yinter eine vôllig tiefe Furche, das Gras, welches nachber an den Seiten der Mafen ausfhlägt, wird von den Schafen Fabl abgeweidet, und der Aer, ivenn man fâen will, tüchtig burhgeeggt.***) Dies find jedod Methoden, die nidt allgemein antwendbar find und nur in befondern Fâllen gebraucht werden Fonnen. Auf abgebranntem Sande reidjt man jedoch auch mit einer Pflugart auf die fhon oben(beim Rafenbrennen) befchricbene Meife, Dei den erftern Methoden der Dercitung ift die Düngung su den Ruben, fenn fie mit Rolf, Mergel oder andern Mrten gefthiebt, nach dem 2ten oder 3ten Pfiigen mit 1— 3 Ebal- drons vorzunebmen,+) und bei den letern find ro— 15 gemôbulihe Rarrenfuder, nad Be- fhaffenbeit des Sandes, ju gebrauchen; da auf folhe WBeife folhe Subftangen gebôrig mit der Dodenerde vermifcht werden, E 2 *) Kents Hints. p.110.*#) Corrected Agricultural Report of the County of Sufolk. ***) Corrected Agricultural Report of the Nord-Riding of Yorkfhire.+) 32 Bufhel. Œilfie Abtbeilung. Benn man Mift haben Fanns fo ift diefer den Müben am suträglihften, Sum leichtern Doden gebôrt denn der fhon dur Gäbrung verrottete Furge, und gum ffeifen und bindenden Dobdeu der lange. wolfen ibn mwebder ju Éurg nod zu lang haben, und balten ibn dann am brauchbarfien.*), mwelche aus Mift und verfchiedenen Materialien, als Jung- fernerde, Mergel, Môrtel, Shutt von alten Gemauern, zum sten Tbeil vermifcht beftebn, den Binter ibergefireuet und nachber durch Umacfern mit dem Doden gebôrig vermengt worden fino, bat man mit vielem Vortheil angemwanbdt.**) Der Malffaub ift gum Nübenbau gang befonders empfoblen worden. Man Éann auch den Saninchen-, Sauben- und Hübnermiff, aerfebte Sumpen, Oelfuchen, Glubfraut und andere äbnliche Materien febr gut antvenden, Dei der Antvendung des Düngers bat man auf die BDefchaffenbeit des Podens, und die Art, tie die NRüben gebauet werden, gu feben: gemobnlid bringt man ibn jedocd auf den Mer, iwenn er eben befäet werden folf,***) der Saame breitwrfig ausgefñet, fo muf er gleichformig über den Her geffreuet und mit der Gaatfurhe untergepflügt werden; wenn gleich einige wollen, man folle ibn vor der Gaatfurche leiht umterpflügen und durcheggen. Das erftere fheint jedodh, imenn der Mift Eurz ift, das befle zu fepn, tweil die Pflange dann am mebrffen Muben davon bat. Die Quautitât wird durch die Oüte des Dodens beftimmt: weniger als ro oder 12 gute dreifpânnige Guder Fann man, tvenn es belfen fol, aber nicht neb- men, Mimmtiman Compoff, fo muf die Portion noch grôBer fepn, Sn Morfolf nimmt man, nach Mr, Rent, ro Rarrenfuders in andern Difiricten bingegen 12, und noch in andern 6— 10; jedes ju etiva 30 Dufbel. F) Dei der Drilleultur, wo der Diff nicht überall Fommt, gebraucht man tweniger. Œparen mug man übrigens bei biefer Gruchtart den Dünger nicht, da der fdnelle und fraftvolle Muchs davon febr abbängt. St indeffen ur vorhergehenden Grucht gut gedingt worden, fo Fonnen die Rüben obne Dinger gebanet werden, Œn jedem Balle muf der Mift gleichformig verbreitet und fobald als mél untergebracht iverden, Gebrancht man Malflaub, fo nimmt man gewôbnlih 20 Sad, zu 3 gebâufte Dufbel, auf den Here, FT) Œrocfenen Gederviehmiff und andere Subfiangen, in pulverartiger Go gebraucht man auf den ere 20— 30 Dufhels, FFF) Diefe düngenden Subftangen erfordern mur eine geringe Ziefe in dem Doden und dürfen C3 Œ *) Corrected Agricultural Report of Suflolk.##) Kents Hints. p. 112.*X#) Ibidem. +) Corrected Agricultural Report of the Counties of Suffolk and Yorkfhire.+) Rents Hints. +tt) Synopfis of Husbandry. Anbau des Aderlandes, 37 ut eingeeggt werden, iwelches Furz vor dem@üen gefchiebt, nacbdem man fie môglidft gfeich- formig über die Oberfläche verbreitet bat. Oelfuchen. zu Debl gemablen tir zu Z Ton per Mere mit vielem Erfolg in Morfolf ge- braucht; man fâet dies Mebl mit Coofs Drillmafbine, vermittelft bloben Decher und Trich- ter über die Sant in den Neiben, Das Flubfraut wird naf auf den Boden gebracht, und, fo- bald es angebt, leicht untergepflügt. Diefe Subftanz Fann jedodh mwegen der leihten Begeta- tion ibrer Gaamen nur auf febr trocfenen Doden angemandt werden,*) Qu cinigen Diftricten düngt man auch diefe Grucht durch den Hürdenfhlag**) na bein evften Dflügen, bis die Saatfurche gegeben wird. Weil aber der Mcfer durd) das Treten des Viches gar leicht zu bart und gufammengebacfen wird, fo brandt man den Sürdenfhlag nur in trocénem Better, und pflügt fogleich, nachdem die Schafe vom Acfer eg find, ibn leicht um. Quantität des Saamens, un JMorfolf braucht man bei der breitwürfigen Musfaat 1 bis 11 Pfund auf den Mere, dagegen auf dem fandigen Mcer in Suffolf und auf dem leichtern DBoden in Porffhire ein Pfund oder ein Jtôbel fhon binreichend if. Auf dem Rübenboden in Midblefer gebraucht man aber beinabe 2 Pfund. ift es beim Rübenfäen febr gut, bei der Musfaat nicht zu fparen, da die überflüffigen Pflangen beim erften Ueberbacen der Srucht lebr leicht ausgedünnt werden Fônnen, Die Ralf- oder Rreidebodenarten erfordern in der Regel am mebrften Saamen. Drillfäen findet jedoch gang natürlih einige Erfparung ffatt. Da der gute Mübenertrag von der baldigen Vegetation des Saamens und Befonders davon abbängt, daf die Pflange fhnell ein breites Viatt fhieft, fo ift es in diefer Mücfiht befonders gut, den©aamen einige Stunden vorber im MBaffer einguquellen, Ben trofner WBitterung ift dies befonders nothig. Ben den Verfuchen in den Oârten lief die eingequollene Saat immet gut auf, iwäbrend bie trocfene nicht eingequollene bâufig febl fhlug. Beit und Methode zu fâenm Die Saatzeit diefer Gruchtart bängt von den Abfih- ten, tie der fandwirth fie benuben will, ab, Sur gemeiniglih frübern Serfutterung ift Die befte Seit zu Mnfange des Gunius; foll diefe Frucht aber erft in den Früblingsmonaten als Gut- ter Dienen, fo ift es beffer, fie in der Mitte oder ju Ende des Vulius zu fâen. Get man dic- fes Gemächs in febr grofer Menge, fo wâblt man mebrere verfthicdene Seiten dau, um gu dem Abfüttern und Bebacfen cine nüblihe Golge(Succellion) zu haben,***) Vn folhen Gegenden, 10 das Auffäugen der Sämmer febr im ange ift, wird eine frübe Brucht erfordert, ju dem Œnde fâet man fo früh als moglich im Mai, und wablt dagu einen be- fonders gut cultivirten und reinen Doden, *) Corrected Agriculture Reports of Suffolk. **) Corrected Agricultural Reports of Norfolk and Herfortfhire. #**) Modern Agriculture. Vol. IL.; and Correct. Agric. Report of the North Riding of Yorkfhire. 38 Eilfte Abtheilung. Ynsgemein ift aber die frube Nübenart nidt nur minder(hf und nabrhaft, fondern aud) dem Deblthau und andern verlebenden Unfällen mebr als die fpâtern ausgefehts jebod) barf man das Sâen-nicht fo fange verfchieben, daf die Pflange verbindert wird, fid) gut einguwurgeln, um nicht in ibrem MBabsthum durd die Kâlte der Herbft- und Bintergeit que gebalten ju toerDelle Man bat verfchicdene Methoden zu fâens in den füdlihen Gegenden gefcieht es breit- würfig auf die ebene Oberflidhes in den nôrdlihen wird gebrillfäet, entmweder auf Deeten von einer Pflugwendung, oder auf der ebenen Oberflâdhe; in Diffangen von 24— 30 ol auf Beeten und 10 bis 12 Solf auf der Ebene, Es laffen fid iwabrfheinlidh beide Methoden mit gleihem Erfolge unter verfchiedenen Um- fländen des Dodens anwenden, Auf dem lcidhten, tiefen, fandigen und Fiefigen Bodenarten fâet man auf der Bläche am beften breitmirfig, weil auf diefe Meife die erforderlihe Feuchtig- fcit am beften erhalten tird. ft der Boden aber fhiwererer Art, fo gemäbrt die Drilfmethode auf Deeten mehr Bor- theil, befonders desbalb, da auf den dünnern Dodenarten die Rübe, welche bei ibrer Sapfentur- gel mebrentheils eine Tiefevon 10bis 12 Soil guter Crdfrume erfordert, fonft felten gut gedeiben fann. Das Erhôben des Bodens giebt aber diefenôthige Tiefe. Ueberdemiwvird der Dinger in den Erhôbungen mebr concentrirt, ift dem Verivittern tweniger ausgefet und darf nicht in fo grofer Menge angewandt werden, man Éann mithin meiter damit reichen. Aud) in Rücfidt des früben Sâens und des Mbfutterns im MBinter ift diefe Methode vorgujiehen, da bei vielem Schnee auf den Boden die Schaafe leichter gum Abfreffen gelangen fônnen,*) andere YVortheile fcheinen dabei bedentend zu fepn: das Hacden und Neinigen der Reiben[ft fich leichter und beffer bemerfftelligen, da fi MBeiber und Rinder ju diefem Oefchäft gebrauchen faffen: auch Éann man das Unfraut mit dem Pluge in den Sivifdhenräumen ausrotten und Die Erde anbâäufen. Das Cinjige, mas man biegegen eintvenden Fann, ift: da bei der Drillmethode auf Bec- ten die MBurgeln nicht fo gut der ftrengen Minterfâlte widerftehen fônnen, und daf man mehr Raum, als ur Nébrung der Burgeln eigentlich nôthig if, gebraucdt, mitbin der Crtrag nie fo grof feyn fènne, Es fheint jedoch, daf die Nüben dabei febr an Kraft und Begetation ge- tinnen, und baber eber einen grôfern alé einen geringern Œrtrag geben.**) *) Jobfon in Communications to the Board of Apriculture. #*) Œin im Rübenbau febr erfabrner Landtwirth Gemerft im IIT. Vol. tes Farmers Magazine, bdaf bic Miben gedrillféet mit Greiten Siwifhenrâumen grôfer al8 auf irgend eine andere Methode werden. Mimmt man enge Swifhenräume von etwa 13 Solf, und die Diffanz der Pflangen in den Meiben ju etwa 12, fo enthalt ein Acte obngefäbr 40,200 Müben: nad der Drillmethode auf Decten mit Bi fhenväumen von 27 Boif, und die Diftang in den Reiben etwa rx Roll, enthält berfelbe Raum etwa 21,100. um erffern Salle wachfen die Niben im Durdmefer etva 6 3ol; im lebtern Éann man im JAnban des Aderlandes, 39 tan bat auch dies als Cinwurf tollen geltend machen, baf ein fo in Erbôbungen aufge- pflügter Acer nicht gut mieder zu ebnen fey, und da der Doden in den Zwvifhenrâumen un- fruchthar merde, mweil es ibm an Dünger gebriht: biefe Unbequemlichfeiten verfchtwinden, fo bald die Erhôbungen mit gebôriger Vorfiht und Rücfiht auf den Mcfer gemacht werden. Auf trodnem ebenem Doden foll man deshalb die Reiben in einer fhrâgen Michtung über bas Geld machenz; und mo die Deete hoc find, queer darüber, indem man durchs Pflügen das Maffer in die Furchen leitet.| Man aiebt auch dies als eine grofe Unbequemlichfeit an, baf, twenn ber Dobden naffer und fchtverer Prt if und twenig Abbang bat, er, twenn gleich die Müben deffo beffer gedeiben, beim Aufjiehen derfelben fo mafferfüchtig wird, Daf die darauf folgende Rornfrudht mebr leidet als der bôbere MBerth der Rüben erfeben ann, Jn folhen Fâllen empfieblt man den Acfer in Deete zu pflügen, twelche rund genug find, um das Baffer mit Seichtigfeit in die Gurchen zu leiten, dabei von folcher Dreite— etiva 15 Guf— daf ein Rarren berein gefahren werden fann, und mit feinen Rädern nur in die Furchen treffe. Der Gaame wird dann da, two der Doden geneigt ift, jabrlihe Unfrautsarten bervorubringen, gebrillfäet, meil das Debacfen dadurc erleichtert wird: 100 dies aber nicht der Gall ift, und man fpât fâet, oder der Acer voi den Negentwürmern leidet, ba ift die breitwürfige Saat vorgugieben, ba fie aus dem Grunde ficherer ift, tweil man bei dem erften Debacden die Pflangen fo dichte gufammen fteben(âft, daf die fhwachen uud Fümmerlihen bei den folgenden Operationen ausgedünnt und entfernt werden, Gie follen au beffer machfen, da fie fih einander mebr befchatten, und bei ibrem frübern MBachsthum die Erde um ibnen tweniger gerübrt wird, ebe ibre Sapfentvurzeln binlänglich feft gemachfen find, um bies qu ertragen.*) Man findet indeffen die Drillmethode sum Anbau diefer Grucdt insgemein febr vortheilhaft, iweil die nachberige Dearbeitung leicht und twoblfeil ift; es ift aber auch eben fo ausgemacht, daf man die Defhaffenbeit der Deete und die Diftang der Meiben nad der Befhaffenbeit und den Umftänden des Dodens abändern müffe. Dei der breitwürfigen Methode ift es febr bedeutend, die Oberflñche des Dodens fo fein und eben als môglid vor bem@üen zu machen, und dann den Gaamen in gleihfèrmigen Maafe ausuftreuen. Das Sebtere fann mit der Sand wobl fhwerlih von folhen Perfonen gefcheben, die nicht fhon mit Éleinen Sâmereien umyugeben wiffen. Man bedient fih desbalb dau einer eignen fleinen Sâebüchfe, die, twenn man nur gebôrig darauf achtet, Daf die Sücher derfelben fi nicht verftopfen, febr gute Dienfte leiftet. Durdfhnitt 83 redhnen. Picraus ergicbt fih, baf bas Berbältnif des Gewidté von 40,200 ju 21,100 fi) umändere,. tie von 86 ju 129, und wenn dcr YBerth der lestern 6 Pfund per Acre beträgt, fo find die erftern nur 4 Pfund 5 Sobillinge werth. Der Berfaffer if Miberzeugt, da Mefultate aufeg- bôrige Beife angefteliter Berjuche die Rictigfeit diefer Derchnung beftätigen werden. *#) Jobfon, in Communications to the Board of Agriculture. Vol. II. 40 Gilfte Abtheilung, Den fo ausgeftreuete. Saatten eggt man gembbnlid leidt ein, eine leihte Éuryinfige Cage ift vagu am Érauchbarften, denn da fid die Nübe grébtentheils oberhalb des Bodens bil- det, fo mu der Saame nicht ju tief binein gebracht werden, Um bies ju bemerfftelligen, muf man die Egge in derfelben Rihtung nur gmeimal über den Doden giebn, wo die Pferde bei den erften Leberziehn geben und bei dem lebtern etoas traben; die Veete erhalten, je nachdem der Mcfer feuchte oder trocfen ift, 4— 10 Pards Dreite.*) SBenn der Mefer gum Drillfäen gebèrig bereitet worden if; fo wird er entiueder in Deete gepflügt, oder die Meiben werden auf die fchon bemerfte YBeife in der ebenen Oberflñche gemacht. Das erftere gefchieht, inoem man das Geld berunter eine môglichft gerade Hurche zieht und beim Surücdgehen cine andere Gurche von der andern Seite iwieber darauf ftüvit, wabrend man das Dferd qur rechten Geite in die erfte Surche geben läft. Diefe beiden Furden geben eine gebèrige Erbôbung, etwa in diefer Form A. Muf diefe Beife wird Dann mit Dem gangen Gelde verfabren, fo, baf es dies Anfebn beFommt AANNAX, den fleinen Crhôbungen fômmt eine Diffany von 27— 30 Soû, damit der Pflug in der nachberigen Dearbeitung Det Grucht dargwiféhen geben fonne, mwesbalb der Mbftand der Rücen nidt geringer fepn barf.**) Mad bdiefem wird der Dünger in die Meiben gebradt: dies gefhiebt am bequemften mit fleinen Rarren, von melhen er in Éleine SHaufen abgeworfen und vou einer dem Karren folgen- den Derfon mit einer dreigadigen Gorfe in 3 oder 5 Gurchen verbreitet wird. Madhdem dies gefcheben if, werden die ffeinen Erbôbungen gefpalten, und die Œrde von jedet decft den Dün- ger in der Mitte fo, daf nun neue Erhôbungen entffanden find. Das Obere bderfelben wird alsbann auf irgend eine IBeife flach gemacbt, gemeiniglid mit eingr leichten MBalje, bdie man einmal überiebt. Der Nübenfaamen wird paraufin die Mitte der abgeflächten Erbôbungen, vermittelfé cinem bagu erfundenen Drilluerfieuges gefäet. Dies wird Däufig an die ebnende Bale mit einem Stricfe von 6oder 7 Qu Singe befeftiget und binten von einer Perfon geleuft. Per S sr Das Gange fiebt, tenn es vollendet iff, etrva fo aus: PARENT QUE 2)+ DT 3 S ftellt en D Gaarnen vor und D ben unmittelbar barunter liegenden Dünger. Die mebrften Drillfarren find Berfeuge, die fich auf gleiche IBeife an den Pflügen befeftigen faffen. Die MBaljen und Drillwerfzeuge werden mebrentheils von einem Pferde gegogen, Das ein Rnabe treibt, die Per- fon aber, twelche bas lebtere divigitt, fann auch das Pferd lenfen, twenn es mit Der Hrbeit DBefcheid *#) Kents Hints. p. 112. #*)@o grof bie Anbänglihéeit der Englander an den Rübenbau if, indem fie ibn im Alfgemeinen doc) no immer dem Anbau aller andern bebacten Guttergetwächfe vorgiehen und feins in gleichem Maafe mit diefem Gauen, fo wenig Deifall bat der MRübenbau in Deutfchland, befonders im nôvdliden, gefun- den, obneractet er in manchen Gegenbden feit langer Beit befannt if. Die Rartoffein haben die Rüben fat allenthalben verdränat. Die Saupturfache biervon féheint, meitier eigenen Œrfabrung nad, grofer Anbau des Aderlandes, 41 Defcheid meis,*) Statt der Malge nimmt man guwveilen eine Art hôlgerne oder eiferne Schleife; eine leichte MBalze ift aber immer beffer. Sum Sâen bedient man fi verfchiedener Merfieuge, unter twelchen diejenigen, twelche an einem Pfluge oder einer Malse befeftiget find, vorsüglih zu empfeblen find. Man bat aber bei dem Gebrauch derfelben mobl darauf zu achten, baf der Saame gleichfdrmig verftreuet und daf our Verffopfung der Sôcher in dem Evlindermwerf folcher Mafchinen derfelbe nicht irregulâr gefñet iverde. Drillfäet man auf der Ebene, befonders in engen Diffangen, fo laffen fi die grôfern Drillrafchinen, wodurdb gur Seit eine Menge von Meiben eingefäet wird, mit Vortheil an- wenden,**) Deim Sâen diefer Brut Fommt es vornebmlidh darauf an, baf der aame môglichft fnell Feime und twachfe. lim bies mit Gicherbeit ju betvirfen, baben einige bebauptet, müffe man ibn drei 3oif tief und drüber in die Erde bringen, auch folfen die Vorjüge der Drillmethode befonders darin befteben, daf der Saame tiefer in den Doden Fomme, bei mebrerer Feuchtigfeit alsdann fchnel- ler tachfe und defto eber der Gefabr der Erdfliege und anderer Infecten***) entgebe, find dagegen, tie fon bemerft, der Meinung, daf er nur leicht bedecft werden müffe,+) Da, wie wir fhon gefeben haben, Suft und Heuchtigfeit jur VBegetation des Saamens unentbebrlidh find, fo fann fie wabrfheinlih durch eine mittlere Tiefe, in tvelcher man den Saamen in die Erde bringt, am beften gefichert werden, Man bringt ibn daber in eine Tiefe von x bis 2 oil und darüber,+) nad der befondern Befchaffenbeit des Sandes und der Yabrs- grofen Menge von Debderihfaamen CRhaphanus raphanifirum) ju liegen, womit unfer Acer ange: füllet if. Man beymingt dicfe aat in einem Sommer nidt, tvenn man auch 5 bis 6 mal pflñigt und eine etffauntide Menge gerffèrt. Mun aber bat diefes Unfraut im jugendlihen Stande fo viel Aebn lidfeit mit dem jungen Rübenfraute, bdaf es fich nicht one genaue Aufmerffamfcit unterfheiden fapt. Deébalf mufÿ man fowobl bei der Burf: als Drillausfant das Bebaen ju(ange anffehen faffen, teit man fonff, ffatt Rüben, nur Sederichpflangen ffeben laffen Éônnte. Mun aber vegetirt der Bebderich, gumal bei ungünftigem etter, weit(cbhafter als die Rübe, tiberwächft folche und siebt ibr die Nabrung weg. Diefe bleibt fo Élein, daÿ men fie unter dem Wufte von Hederidh faum berausjufinden twcif, und man erfhvitt für die Arbeit. Laft man den Hederid ffehen, bis er abgcblübet bat, fo fommt die Rübe gwar endlidh bervor, aber fie bleibt nun fo toinig, daf fie ibren Anbau nicht besabit. Uno dabei if denn der Acer von Pederich ausgefogen und mit neuen Saamen verunreinigt. Desbalb Fann th sum Nibenbau duvchaus nicht eber rathen, als Dis man feinen Aer von diefem Saamenunfraute mebrentheils gereinigt bat. QT, *) Corrected Agricultural Report of Northumberland.#*) Abtbeilung von den Gerâthfchaften. ***) in Transactions of Society of Arts. Vol. XVI. p. 191. +) Corrected Report of the North Riding of Yorkfhire. Note. +D Gb würèe es burchaus nidt wagen, den Saamen der Riñben tiefer wie einen 3off unter die Erde gu Biveiter The, 3 e+ 42 Eilfter Abfnitt, geit, tie erfferes oder lebtere ur rocfenbeit und Beuchtigfeit fidh neigt, Auf diefe VPeife ent- gebt man den lnbequemlicdfeiten, daf der Gaame ju febr austrocfnet und leiet,_ entteber weil er der Oberfläche zu nabe ift oder weil er in alu grofer Tiefe der Suft entbebrt, Da aber biefe Grucht gemeiniglih in den beifern Monaten in die Erde gebracht wird, fo if befonders nothwendig, baf es ibm nicht an der gebèrigen Geuchtigheit mangele, und fie vorher Damit und alfo auch mit dem Orngen der Suft gefâttigt merde. Dann darf fie nicht erft aus der umgeben= den Œrde diefe Geuchtigfcit angiebn, fondern der Procef der Begetation Éann fogleich beginnett, Dei der Gartenfultur fhlug diefe Methode nie febls die rucht entwächft alsdann auch den Au- fâllen der Sliege,*) bvingen, twas auch in der folgendben Anmerfung ju Gunften des tiefen Unterbringens gefagt wird. IBenn Negen den Boden su fige, fo würde ein Born, was aud) nut 2 Bof Erde über fich bâtte, bôDft wabrfcheintid nicht laufen, oder doc nicht durdfommen Édunen. Gartner bringen Saamen die: fer Art nicht über 2 Solf unter und ex lauft febr gut. MED. SU *) Bon dem Perrn D. D. Stacey wird in einer guten Slugfhrift über das Seblfhlagen der Turnips bemerét: der erfte Gcbritt der Begetation iff das Auffdhtvellen des Saamenforns durch Œinfaugung einer gebôrigen Menge Feuchtigfeit, alsdann fann es feine Lebensfraft âuferns; wenn dann der Nabrungs: bedarf mit feinem Bucbs im Berbâltnif ffebt, fo treibt es feine fleine IButrselhen, wwelche fi bein Berlängen gtveigen, aus; diefe find mit feinen, Dflaumfedern âbnlichen Daaren bedect. GE das Bur: gelhen einen balben Sol lang, fo fchieft-es den Reim vormwärts, tvelcher aus dem@tiel und den Saamentappen Gefteht, mit einem&nôtchen der fünftigen Pflange im ŒEmbryo. Diefe Saamentappen enthalten gum erften Wadsthum der Pflange eine befondere MNabrung, da die Buryel noch ju Élein und fhwach if, um binreiend garte Nabrung qu verfchaffen. Gede DBefchadigung diefer Saamenlappen, tenn fie durch die SGnfecten entreder burchlôchert oder des nôthigen Sufchufles der Seuchtigfeit bevaubt werden, muf den Jadsthum der Dflangen gurücé balten. Demnacbft find Pise und Trocfenbeit die Daupturfahen, tmwarum es dem in folher Seit gefaeten Saamen an nôthiger Seuchtigfeit mangelt, und twenn gleich der@aame tief genug gebracht mird, um gegen die Œinmivfung der Sonne vertwabrt ju werden, fo werden die Rrafte der Begetation doch serftôrt.@elbff wenn ein grofer Theil wabrend der Nat bintänglihe Geuctigéeit vom Thau und Ausdünftuug der umgebenden Œrde einjôge, um jur Begetation qu gelangen, fo würde fie dod) durch die Pipe des folgenden âges gurücgchalten, und das abwechfelnde Feucht: und Trocentverden die Lebensräfte deffelben vermindern, two nicht gang gerffdren. Gogar dann noch, wenn der Saame binfänglidhe Geuchtigéeit gefunden bat, Burvgelchen und Seim ju ergeugen, und feine Saamenlappen oberbalb der Oberflâche ju Bringen, fo finden die nebmlichen gerffô- renden Iirfungen doch nod fat; bie Diée wirft nun auf die aubern Theile der Dflange, und verdin- fiet die Feuchtigfeit fhnetler als fie von der ÎBurgel erfest werden fann, twodurch fie entiweder vervelét oder doch auf immer verÉümmert mird. Œs leidet baber feinen Btvcifel, daÿ manche Acres Rüben Jâbilidh fo verdorben werden. Qum Deeife des Obigen find, obgleidh es ugegeben mird baÿ die Miben vorjiglid burd bdie Berbeerungen, der Gnfecten leiden, folgende Berfuche gemacht ivorden: Sim Gabr 1793 wurden in beifem trocnen MBetter einige Œurnips in flache Drilfreiben, die mit der Dacée geogen waren, auf leichtem magern Doden gefäct, und obgleid) in der Nadhbarfchaft die Erd- flicge manche Serfôvung angevichtet haben folite, fo lief der@aame doc auf und bracbte cine gute Srudt. Sm Jabr 1704 wuvde derfelbe Berfudh mit âbnliem Œrfolge gemacht, obgicid die Siege noch béufiger als im vorigen Sabre war. Um jeboc ju evforfchen, 06 einiger Bortheil bei der tiefern Ginfaat fei, und der Reim fomobl als die Buryel mehr$raft evbielten, der Sonnenbise ju wider feben, turden 32 Miben in verfchiedener Tiefe, in glaferne Gefäfe mit gemeiner Gartenerde gefüiit Anbau des Acderlandes, 43 Der allgemeine Erfolg, den die Sandiwirthe bei dem@ûen unmittelbar nach dem Pflirgen, wäbrend der Mer nod feucht if, erfabren haben, bemweift nidt nur die Hichtigfeit diefer Grundfäge, fondern eigt auch, mie Deilfam das Cinveichen des Gaamens bei beifer WBitterung und bei trocfnem borftigen Doden fei, Yn China fhreibt man diefem Berfahren bauptfächlid die Grbaltung der Grucht ju.*) Su fernerer Deftätigung deffelben dient nod bies, daf man bebauptet, twenn der@aame in der Megeneit gefäet oder diefer fchnell nad) dem Musfñen des Gaamens erfolgt ift, er febr bald allem Ungemach entwachfen fei. ad eben dem Princip bat man au bebjauptet, daf der bei der Drillmethode tiefer in die Crde gefommence Gaame als bei der breitmürfigen, eine tweit fichere Grucht gegeben babe, tweil die Pflangen mit gedBerer Shnelligteit fortwacdbfen,**) Da indeffen der Cinfluf der atmosphâärifhen Suft zur Defdrde- vung der fhnellern Vegetation vonnôthen ift, fo muf wobl barauf geachtet merden, daf nicht fo tief gefet merde, um diefen Cinfluf abjubalten,- Madbherige Dearbeitung. Daf diefer Theil der Hübenwirthfchaft gebèrig ver- titet merde, und gtwar gu den bequemften Seiten, wo der MBuchs der jungen Pflanzen befor- dert und das Unfraut mit feinen nactheiligen MBirfungen an die Seite gefchafft wird: darauf berubet der gange Erfolg. One befondere Aufmertfamheit auf diefe nadberige Dearbeitung tüvoen Roften und Arbeit bei der Dercitung des Dodens und dem Einfäen groftentheils ver- lobren feu und der Ertrag felten dem Sandwirthe verbältnifmäfig lobnen. Dearbeitung gefchicht vermittelfé der Hacfe.: Sâet man breitwürfig, fo lâft fidh die Sandbacde nur ge- brauchen, two man aber drillfäet und Dinfângliher Zwifhenraum bleibt, Fann man die Pferde- bac£e entiweder allein oder in Berbindung mit der Pandbade, mit melcher die Rüben vorher verdünnet find, gebraucden. Dies gefchiebt gemôbnlidh, twenn die Pflangen 4 oder 5 Biûtter baben, oder iwenn fe einen reis von 3 bis 4 Bol im Durdmefer decfen, mwelches in freund- liher Yabrszeit 4 bis 6 Mochen nach dem Gen zu fepn pflegt. Buerft werden alsdann die Rüben, welche zu di fteben, in gebôriger Entfernung verdünnet, tie es die Umfiände der Gabrsgeit, die Defhaffenbeit des Bodens, die DPeriode des Sûens und der Gebrauch, den man von biefer Srucht maden will, erfordern, die Sabrsgeit Deif und trocfen iff, Darf das Gi 2 und in die Œrde gefenfts am vierten Tage nach dem Sâen unterfucdite man fie und die Refultate taren let Este gefäet su 4 3oll Tiefe batte getrieben eine Burgel 3 Bof(ang, Reim U Bolf im Duvchfhnitt. 9 a 3 2 3 3 3 À ÉA 2£ 2 AE 5 3: 17= 2 C 2 2 *#) Sir George Stauntons Embañly to China. Vol. III. p. 310. 8vo edit.; and Gilley in Bath Papers. Vol. IT. *#) Eater, in Transactions of the Society of Arts. Vol. XVI.; and Stacey's Oblervations, p. 20. 3 Maploc 44 Eilfte Abtheilung, Musbünnen nide in qu grofer Diflanz gefhebns in fettem Boden aber, twenn fribe gefet ift und twenn fie vom Biebe frübe vergebrt werden follen, fo ift das ffârfere Ausdünnen gleich an- fangs vortheilbaft. Iâft man die Pfangen beim erften Sacfen 6 bis 8 Zoll von einander ftebens einige Rübenbauer zieben eine noch grôfere Entfernung vor,*) Dei dem ameiten Paden, welches na Erfordernif 14 Eage bis 3 Modhen nach dem erften gefchiebt lâft man die Pflangen, die als Grucht fteben bleiben follen, wenn breitmürfig gefäet if, ro bis 14 3olf aus einander und 9 bis 15 to das Drillfnftem befolgt wird. Dei dem gweiten Debacfen muf die Erde gwvifhen den Dflangen wobl gerübrt werden, um eine vollfommnere Süftung und Serftorung jedtwedes Unfrauts ju beirfen, Das folgende Debacen muf nad den gufälligen Umftänden fich richten; jebodh Darf man die Crde um die Buryeln der Pflangen nicht gufammengebacfen oder Unfrant gmifhen der Grucbt auffommen faffen. Qu der Sandfhaft Northumberland, wo der Mübenbau aufs vollfommenfte getrieben twird, lâft man bei der Drilfcultur die Rüben nicht über 8 sder 9 Zolf in den Meiben mit eben fo viel Geitenraum, auseinander. Dei diefer Operation geben die Arbeiter von der Seite und 3iehen Die überfiüffigen Pflangen und das Unfraut in die 3ivifhenrâume der fchmalen Beete, und die DPflangen werden in den Meiben regular ausgefegt, Dies Fônnen Beiber und Finder leiche und bequem verridten, Benn nad bdiefem die Mübenpflange fidh in dem Doben vollfommen ausgebreitet bat, welches mebrentheils 8 bis ro Tage nacbbher der Gall ift, fo wird die Erde von den Turnips- reiben vermittelft eines dagu eingerichteten leichten Dfuges weggenommen und auf die Pflangen und das Unfrant, das mit der Handhace in die Zwifhenräumme gebradt tvorden, getvorfen, MBenn fie fit dann von diefer Operation wieder erbolt Haben oder andere Umftände es erfordere li machen, fo wird biefe Erde, welche bei dem vorigen Procef von den Neiben weggenom- men twurde, getheilt und mit demfelben Berfjeuge wieder an die Dflangen gelegt, Man thut es auch mit einem Pfluge, der ein doppeltes Gtreichbrett bat. auf diefe Beife der Mer gereinigt und vom Unfraut frei if, fo ift das Gefchäft vollbracbt; ift dies aber nicht der Gall, fo mu nad Defchaffenbeit des Mers nod) mebr gebact und gepflügt werden.**) Ginige Rübenbauer haben die Gerwobnbeit, den Mer einmal mit einer leichten Cage ju berziehn, fobald die Dflangen binlänglidh ftarf geiworden find, um das erfte Debacen defto tivffamer ju machen, Sn einigen Fällen bat man dies, ven fie fhnell vorrwärts gefchlagen find, gum giweiten mal in der entgegengefeBten Michtung gethan.***) Man muf biebei aber *) Kents Hints.**) Gorrected Agricultural Report of the County of Northumberland. #*#) Corrected Agricultural Report of the County of Suffolk. Anbau des Aderlandes, 45 fer bebutfam'qu Berfe gen, befonders wenn die Pflangen dünne auf dem Doden ftebn; fonft iwürden ju viele ausgeriffen und gerfidrt. Man bat bemerft, daf, wenn man zu verfthiebenen Seiten füet, grofer Sortheil beinr Haden der Grucht dadurd erreicht iffs denn man Fann auf folche MBeife durd 6 Arbeiter r00 Acres und darüber gmeimal bebacfen laffens da im entgegengefehten Hall eine weit grôfere An- aabl erforderlich wird.*) So viel ift einfeuchtend, Da die Methode, die Turnips zu bandbacen, die eingige, die beider breitoürfigen Ausfaat antwendbar if, nidjt nur viele Mübe und Koften verurfacht, fon- detn auch in ibren MBirfungen weit eingefchränfter ift, als mwenn man pferdebacft oder pflügt. Gm erftern Balle ift die Musgabe bei jweimaligen Sandbaden per Ace 8 bis 9 Sbillinge, im lebtern beläuft fie fich felten über 4 oder 5. wird beim Pferdehacen oder Pflügen in den 3wifhenraumen, die Grucht nicht nur reiner gebalten, fondern eine beffândigere und beffere Nabrung gum VBuchs der Pflangen durd die mwiederbolte vôllige Süftung der Erde bervirft. Sur Dewirthfhaftung der Müben auf diefe Beife, find von verfhiedenen Sandwirtherr mancherlei Berfyeuge empfoblen worden; es fcheint indeffen, als ob die gange Operation mit einer binlänglihen Genauigfeit durch einen Fleinen leihten Pflug berverfftelliget werden Fdnnte, Sn manchen Gegenden bedient man fid des Hadenpflugs mit Erfolg. Die Sandwirthe in Northumberland bedienen fich vornemlid) eines Éleinen leichten Dfluges, der in der Soble binten etiwa 3 3oûf, oben 11 3oûf Mbfiand Dat, Dicfer wird von einem Pferde gezogen, um die Sivifhenräume der Meiben ju pfligen, togu er fi) vortrefflid pañt. Doctor Anderfon râth qu dem gemeinen leidten Schwingpflug, DBeim Anbäufen der Erde ift unffreitig der doppelte Streichbrettspflug am fchafflihften und bequemften, Verbefferte Doppelpiüge diefer Art bat man auch zur Reinigung der Rüben eingerichtet, und wie man fagt, mit gutem Erfoige angemandt, Da bdiefe leicht zu verfhiedenen Diffangen geftellt werden fônnen, um zu der ver- fiedenen Dreite der Neiben ju paffen, fo bermerfftelligen fie nicht nur ju gleiher Seit, daf die Œrbde von beiden Seiten der Reiben entfernt und abgefhält merde, fondern bâufen au, nach- dem ffe dichter gufammen gebracht find, die Œrde an die Pflangen an. man mit diefem Metfjeuge arbeitet, fo ift e8 nicht blof vortheilbaft, tweil doppelt fo viel Mrbeit befchafft ivird, fondern tweil auch die Operation mit mebr Cenauigfeit, fowobl beinr Umrübren der Crde in den Sntervallen der Drilfreiben, als bei dem Anbäufen der Erde an die jungen Pflangenfiimme, verrihtet wird.**) Mndere bebaupten dagegen, bdaf diefe Vortheile auf gleiche Beife erteicht werden, ivenn man diefe Arbeit auf eine befondere Mrt mit einem Schälpfluge, der ein einfaches Streidbrett *) Corrected Agricaltural Report of the County of Suffolk.*#*) Farmers Magazine. Vol. I. p. 415. 46 Eilfte Abtheilung. bat und bon einem Pferde gexogen wird, vetridtet, wobei die Gefabr und Unbequemlichfeit dur Steine oder andere Miaterialien aufgebalten ju werden, gemindert oder gämlidh geboben wird, Man fhâlt bann ur Seit nur cine Seite des Deetes ab und lâft die andere bis auf einige Tage nachber. Madden die Hübenpflangen gebèrig ausgefeét find, beginnt die Mrbeit und wird auf folgende YDeife unternommen: liegen die Veete des Geldes nach Oft und Weff, fo beginnt die Operation von der Offfeite derfelben und der Mordfeite des Feldess der Pfiiger añblt von feiner rechten Sand, an der Geite eine gerviffe Mnjabl Deete, gum Deifpiel 6, fängt von dem fiebenten an und indem er nach MBeften fortgeht, 3iebt er eine Gurche von der Mordfeite deffelben und ftürt fie auf die linfe Seite, beim Surücgeben thut er daffelbe nach der Güofeite deffelben. Deim Gortgebn auf diefe Weife nach Beften wird diefelbe Operation an ben Mordfeiten jeder der 6 Deeten, die gegen.Morden derjenigen liegen, von welchen er aus- fegt, verrihtets und beim MRücgeben nach Offen, an den Sübdfeiten derfelben Angabl Becte, twelche gegen Süden liegen. Maddem ein St Arbeit von 13 Deeten fo gefertiget ift, fo gebt es auf ein anderes auf gleiche MBeife, bis das gange Feld vorgenommen if.*) Madden das but biefe erfte Operation ausgepflügte Unfraut vollfommen verrottet zu fepn fdheint,- fo tmird diefelbe Mrbeit in entgegengefebter Michtung an den andern Geiten der Meiben, oder den- jenigen, die guerff liegen blieben, das gange Geld über vorgenommen, Methode des i- benbacéens und Meinigens, die auf leichtem fandigen Doden, der frei von Oteinen ift, mit Erfolg von Mr. Dougals fheint angemandt worden ju fenn, twird fo lange fortgefest, als die Gtâmme der Nübenpflangen den Durhgang des Pfluges geftatten. Dei diefer Methode toerden die Dflangen nie angebäuft, tweil man glaubt, baÿ ffe obnedem Geffer fortfommen. Auferdem Fônnen die Schafe beim Mbfüttern beffer anfommen und treten und licgen fomobl bequemer dabei, Dei Demerfftelligung bdiefer Operationen, wird bemerft, müffe man Befonders dabin feben, den Dflug fo nabe als môglich den Pflangen auf den Bceten zu bringen, da auf diefe Beife mebrere Vortheile erreicht werden; die grôfte Menge Unfrauts wird auf folhe MBeife an die Seite gefhaffts die Dreite der Furchenfchnitte, die fo aufgetvorfen werden, Ddecft bin- fänglidh alles in den Siwifchenraumen ftebende Unfraut fomobl ztwifchen den Drilfreihen der Ri- ben auf den abgefhälten Beeten als gmifchen denen, auf twelche die Gurchenfhnitte geftüryt find, Mâchfidem wird in toner Vabrszeit die Feuchtigfeit gum MBadsthum der Frucht beffer erbalten und der Boden bei dem dftern Mübren beffer gelüfter. Much ift es cinfeuchtend, da que Seit eine@eite des Dectes nur abgefchält wird und die andere feff und unberübrt bleibt, daf der Plug den Pflangen näber gebracht werden Fann obne Gefabr fie ju febr ju ldfen oder die Œrde, auf melcher fie ftebn, umpufebren, welches der Gall fenn Éônnte, wenn beide Geiten gugleid vorgenommen twiroen,**) *) Farmers Magazine. Vol. IL. p. 50.**) Ibid, p. 56. Anbau des Aderlandes,: 47 Meuberft vortheilbaft bleibt es immer, die Erde gunâchft den Pflangen, befonders auf fhiwererm Doden zu(ôfens und auf ben leidtern Dodenarten Éommt es vornehmlih darauf an, daf man ein Unfraut in der Mûbe der Pflangen laffe. Die Rüben find in dem früben Suftande ibres Buchfes mancherlei Gefabr ausgefeét; be- fonders durch die; Mnfälle der Gliege,*) des Erdflohs, dem Negenwurm und der fhwoarzen Nau- pe. Die erffere fallt vorüglich die garten guerfüben Saamenlappen der jungen Pflangen an, und man nimmt bas Dafein derfelben an Éleinen braunen Slecen und an dem tveggefreffenen fleifhihten Grün bis auf die Safern wabr, Gie folf fit an Grôfe und Anzabl mebren, bis die Pflangen versebrt find. Den Verheerungen der Negentwürmer fomimt man, tenn man die Diâtterfpigen nachfieht, auf die Spur, tweil fie Hier guerft anfangen ju freffen, und ftufenteife von einem Theil gum andern fortgebn, Bis jeder derfelben mebr oder minder verebrt und die Pflange auf manche Art erftért wird, Ein auf folhe WBeife angefallenes Rübenfeld zeigt, viertel, balbe, gang bis auf die Stümpfe vergebrte Dlûtter,**) und zutveilen werden erftere auch nod angegriffen. Die Berbeerungen der fhiwargen Raupe zeigen fih, twenn die Pflange fchon meiter gebdie- ben ift, und tie man fagt, im rauben Dlatte ftebts die grünen Œheile der Dlûtter werden gânglih verzebrt und natürliher Meife der Wachsthum der Pflange dadurd gebemmt, tan bat verfchiedentlid gegen diefe Serftôrung der Dflangen Mittel angegebens bisher aber twobl obne titffamen Etfolg. Das befte Mittel fheint immerbin gu fenn, dur einen fetten und gum fchnellen Keimeén mit gebôriger Geuchtigfeit verfebenen Voden, die Pflangen techt bald ins raube Blatt ju bringen. Dies gefchieht in beifer und troŒner Jabrszeit befannt- li burd) Cintveichen in eine wâfferige oder flüffige Subftanz. Sn diefer fowobl als andern Rüdfihten bat man angerathen, neue Saat und folhe, bdie ein Sabr alt ift, gufammen ju nebmen, tveil auf diefe WBeife die Grucht, mwelche zu verfhiede- nen Seiten auffommt, tweniger in Gefabr ift, gânglih gerftôrt u werden. Vielleicht ift noch beffer, die eine Hälfte des Gaamens, die fo vermifcht worden, 24 Stunden einjumeichen und dann die andere Hâlfte damit zu vermengen, und nun auf gewobnte Weife zu fâen. Dei die- fer Bebandlung det Pflangen, da fie nun zu berfhiedenen Seiten emporfommen, haben fie den Bortheil, den Snfecten in binfängliher Menge zu entgebn, um cine gute Erndte zu geben,***) Diefe Methode erbält die Deftätigung ibrer MBirffamfeit befonders durd die VDemmerfung, da die Snfecten ire Anfälle in grofer Anjabl machen, und die Pflangen, fo wie fie auffommen, #) Dies Dôdft fhädlihe Snfect gebôrt na dem Linne su dem Gefchlechte der Coleoptera und tird unter den NRamen Crylomela, oleracea und Crylomela nemorum befihrieben: bas evffere bat eine dunfelblaue Garbe mit grin gefârbt, und das lebtere ift fhwarg mit gel6 geftreift auf verfchiedene Gcdhuppen und suiveilen grôfer als bag andere. **) Corrected Agricultural Report of Middlefex, p. 210.#*#) Modern Agriculture. Vol. II. 48 Eilfte Abtheilung. nibéli gerftèren, aber auch eben fo fbnell verftbivinden, und biejenigen, telche einige Tage fpâter fommen, gänlih unberübrt laffen. Die gute Bitfung, seldhe man von dem Einwei- chen der Rübenfaat in verfhicdenen Pflangenfäften, und aud) in Ehran,$eindf und andern éligten Slüffigfeiten, verfpürt bat, berubt auf dem nebmliden Princip, und beftûtigt die auf diefem MBege zu erlangenden Vortheile,*) Mo man biefe dligen Subffangen gebraucht, pflegt man den aamen 24 Stunden und darüber barein zu laffen, und nachdem er tieder Derausge- nommen if, ibn vermittelft eines Giebes oder Saartuches ju trofnen; afsbann mit fein gefieb- ter Œrde oder Gand qu vermifhen und fo ummittelbar. barauf zu fâen, Daffelbe Del(ft fich auf diefe WBeife mebrere male gebrauchen, Bei der Vorausfesung, daf einige andere Arten Pflangen biefen Fnfecten noch licber find, und fie bann vorgiglid auf diefe fallen twürden; bat man das Verfabren, andere Sâmereien dagwifchen qu bringen und damit ausufäen, Éürslidh erneuert und empfoblen.**) Sn diefer Hinfiht bat man angerathen, Mettigfaamen mit der Rübenfaat, 2 Pfund etiwa auf den Mere, au vermifden, Man fiebt aber leidht ein, wie téüglich bies fen, da nur bann fich Crfolg ver- fprechen läft, mwenn die beiden Pflangenarten gerade ju gleicher 3eit auffommen, tuelches bei dem grofen Unterfciede der Begetationsfräfte beider DPffangen wobl felten der Hall fepn Fann. MBenn auf diefem Bege etwas au erreichen febt, fo mübte es alsbann fepn, twenn man eine Pflange wäblte, die fie den Rüben vorziehen und deffen Saame fneller Feimt und mât; if dies aber nidt, fo gebt es immer auf die Rüben los, ebe die andern Dflangen gum Berjebren grof genug find.*##) Man bat die fhwedifhe Rübe, rota baga, in diefer Dinfiht dem Rettig vorgezogens Den fvenn man Den Saamen davon einmeicht und die gemeine Rübe trocen damit ausfäet, fo macbfen fie beide gleidh frifd in bie Sôbe, und befanntlich if die Sliege auf die fhwebifhe Nübe fo erpicht, taf die Sandwirthe mit vielee Mübe binreichende Pfangen confer- viren fonnen, Dei diefer Methode ift gugleich die Musficht eines andern Vortheils, Denn menn beide Dflangen obne wefentlihe Berlebung gut fortfommen, fo bleibt dem Sanbwirthe die MBab{, melche von beiden er ausfeben wilf, je nadoem er es für fi bequem und vortheifhaft einfiehr.+) Da #) Annals of Agriculture. Vol. VI. p.90, 156, und Vol. IX. p. 389. Transaction of the Society of Arts. Vol. V. p. 38. #*) Transactions of the Society of Arts etc. und Commercial and Agricultural Magazine. Voi, VIT, XX*#) Commercial and Agricultural Magazine. Vol. VII. p. 90. d +) Es iftsmcifelhaft, ob die Rettigpflange immer von bicfem Snfecte vorgeogen tverde oder nidt; dentt im Garter twenigftens haben wir bemerft, dañ, two Müben und Mettig gnfammengebauet tvurden, die Diâtter der erfteun fo gut tie Die der leftern vergebrt wurden. Jr. Mavrfhall, der in dem Vol. IL. of the rural Economy of the Midlard Counties bemerft, bafÿ dies Œnfect feine Sliege, fondern ein Râfer der lebtern obigen befchricbenen Arten fey, giebt bavon eine gang genauce Defhreibung: Die gange Lânge des Rôrpers fammt dem Ropfe beträgt 27— 10 Sol, und die Breite betragt etiva die Dälfte der Lange. Die Güblbôrner beftehen aus 2 Spisen, und find etioa&von der Lange des Rôrpers lang. Die Giñgeldec£en find concav und burd 2 fharfe Rânder vereint, mit einer Dunfein Cbocolate-Sarbe und einem iVeiÿs Anbau des Aderlandes, 49 Da bie Mirfurigen ber Merfhnete([lug), cin Tbier von der teifen Shnecfenart, auf die Rüben, oft eben fo, wo nidt noch zerfidrender, als die der Gliege find, twcil fie in einer fpâtern Periode verheert, und nicht nur die Dlûtter, fondern auch die feftern Tbeile der DPflange anfallt, fo muf der Sandtwirth dagegen fo viel als môglidy auf feiner Sut feyn. Dian bat desbalb mebrere Mittel vorgefchlagen, vielleicht aber obne vôlligen Erfolg, Man bat in- deffen bemerft, daë diefe Schnecfen vorjüglich zur Machtzeit fic) aus der Erde Deraus begeben, ‘oder auch frübe des Morgens vor Sonnenaufgang, twenn die Oberfléche des Erdbodens vom ban feucht if, uud desbalb angerathen, man folle bas Geld jur Machtzeit mit einer beträchtlich fhweren Yale überzieben, um fle ju gerdrücen und gu erfidren, ehe das Kit ober die Bûr- me des Tages fie twieder in die Erde treibt,*) Die neuern Schriftfteller balten dies Berfahreu gegen die liege febr beilfam, two biefe Snfecten in grofer Unjabl vorhanden find, und dies Balen, wébrend die Oberflähe naf ift, gefchieht. Sie werden dann mit der feuhten Erde aufgelecét, und auf diefe MBeife gânlich entfernt, Es imag aud gegen folhe Vnfecten febr beilfam feyn, tvenn man die Geuchtigfeit wiréfamer in den Doden erbält, oder man es verhiu- weifaelben Streif in ber Mitte, fie nebmen ein Drittheil der Oberflâche ein, twelche gegrübt, geglâttet, eine Oeite tie die andere, eine glängende Textur tie Œierfchalen bat. Die Sligel find rüwarts unter den Decfen gefaltet, parthautig und beinabe gmeimal fo lang, mit 2 oder 3 ffarfen Jerven, die durch die balbe Länge geben. Die Barbe der Slügel if ht: und die der Merven dunfelbraun. Güfe, 6 und fiwarzs; twovon die beiden Dintern aufwärts gefrümmt find.$Ropf und Druft fhwars und gfatt. Der Dauch ebenfalls, viermal gegliedert. Da der Berfaffer diefes Gnfect sur Unterfuhung aufnabm, fo fand er, daf er cine Angabl iveidher Snfecten an den untern Seiten der jungen Dilûtter gequetfcht batte, tvelches ibn verantañte, fie genauer qu Vetradhten und$u finden, daÿ fie mit fleinen Thierchen von der Appisart Mberzogen iwaven, die ver fbiedene Farben, als gelb, grün, fdhjivarz, und 2 oder 3 Sliegen mit langen Schwingen batten. Vei: genauerer Unterfuchung fander, daf fowobl die Tbicrchen als die Flicgen, Sndividuen eines und deffel: ben Gnfects, nur in verfhicdenen Suffänden, twâven. Er giebt folgende Befchreibung von den Sliegen: Der Leib und Lopf find fhivars, Furs, bcinabe eiférmig und etua 5 Soil lang und etwas grôber als cin Senfforn. Slügel, 4, 2 febr lange, die über ben JDintertheil febu bo fteben und gtmweimal fo lang afs der Lib find; 2, febr furge, nicht fo lang als der Leib: beide Daare jeboch burhfihtig, und durch ettvas bunfle Merven gefpannt. Die Farbe fupferig und glângend. Die Süblhôvner lang, dinne und fpifig sulaufend; bdie Glicderungen unbez merfbar; die evffe etia$ vom Rôrper. Die Farbe fbtwars, Füfe, 6, aber von bellerer Sarbe als der Lib. Der Nüffel grof, lang, cylindrifd und mit Gelenfen, und endigt in cinem Otachel, wel chen das Snfect in jedem Suftande in das Dlatt ficht. VBenn das Thier nach dem Sreffeu rubt, fo fheint er aus dem DBauch ju fommen: fobald es aber auf den Deinen fteht, fo fôümmt er augenfchein: li aus dem Mile Deim Gehen wird ev unter den Leib gezogen, liegt am Tborayg dit an und nidt bis jur bâlften Länge des Leibes. Der Daud) ift fugelrund; gegen die Spise bin flad; mit einem Éleinen fchiwargen Säpfhen, das an jeder cite hervorragt, tvie bei der Sliege und Laus. Da man diefe Snfecten fo baufig auf den Sadmenblättern der Rübenpflangen wabrnimmt, und war nicht fueffend, fonbdern baÿ fie den©aft durch ibre langen Rüffel einfaugen, mit twelchen fie gleicdh als Gel fich an den Diâttern feft faugen, fo fblieft der gefcheite Verfaffer Dieraus, Ddaÿ fle der Grund find, tarum e8 oft fo lange mwäbrt, daf die Rüben ein raubes Diatt befommen, *) Ellis Agriculture improved. Vol. II. Reynolds transactions of the Society of Arts Mills Practicae Treahife on Husbandry; and Waygs Letter, Qwciter Theil. Û G 50 Eilfte Abtheilung, dort, baf die Reime der jungen Eurnipspflangen nicht eber gum Vorfchein Fommen, als fie fidh in dem Boden gut eingewurgelt haben, Das Ueberfireuen verfchiedener Subftangen, als Pflangenafhe, Ralf und RuG in pulver- artigem Suflande, läft fi) gleichfails, fowobl gegen die Gliege als Schnecfe, mit Bortheil antvenden, Man nimmt von der erftern etioa 10— 15 Bufhel und 20 von den anderns; Die etftere titft twegen ibrer Rrâfte diefe Tbiere ju gerftoren, und mweil fie durch das Cinfaugen der Seuchtigfeit den jungen Pflangen mehr Nabrung verfchafft; die lebtern machen ibnen die jungen Pflangen efelbaft und ungeniefbar, fo twie fie die Begetation derfelben fhnell befordern, Auch bat man das Befprengen mit Tobacslauge aus eben dem Érundfabe, wie den Muf, gegen die Ghnecen*) angerathen, oder was mwabefbeintid beffer ift, befonders wenn das Rübenfeld nicht grof ift, und was man beim Gartenbau febr anwendbar gefunden Hat, die Mifhung der Tobacslauge mit Geifenwaffer und Lrin. Der Gebraud diefer Jufammenfesung folf fie nicht nur aus ibren Sochern und ABoHnungen beraustreibeu, mobei ffe ploblich fterben, fondern auch die in dem Vobden gelegten Eier gerftôren.**) Man bat no andere Mittel und Methoden, die, um den Verheerungen diefes Thicrs Cinbalt ju thun, vorgeflagen find, von denen eins febr moblfeil, leicht und wirÉfam zu fenn fheint: es beffebt darin, baf man bei dem erften Erfcheinen der Schnecfe Gerftenfaff unmittel- bar über das gange Geld ffreuet, twodurch fie fogleidh verwitrt und jerjidrt werden, Als Pallia- tivmittel bat man eine Secrde Schaafe auf fo ein Rübenfeld getrieben, und durch einen Sund und Pirten***y beftändig in Bevegung erbalten. Dabdurdh find die Schnecfen von den jungen DPflangen abgefüttelt und durs Vertreten gerftdrt worden. Gegen die Verheerungen der fchtwargen Maupe iff der Gebrauch der Tobacslauge febr dien- lib, und felbft die Anwendung des Gerftenfaffs über die von den Raupen angefallene-Frucht fo- gleich, iwann fie fich geigen, wobei man fie ju gleicher Zeit mit einer leichten Bufchegge über- gicht, um die Tbiere von den Pflangen auf den Boden ju bringen, Man bat auch angeratben, daf man den Schmetterling, von meldhem diefe Art fchwarger NRaupen ergeugt werden, davon abbalten folle, fit) auf den Pflangen feft zu feben, indem man bei ibrer Anfunft, fobald man fie bemerft, und der Stand des Mindes zu gleicher Zeit günftig ift, einen diden auch über bas Geld verbreitet,+) Dei der grofen Unficherbeit des Cintreffens diefer Umftânde läft fih dies Verfabren wabrfheintih nur felten mit Erfolg in Anwendung Gringen. Grunde aber find wir, mwenn gleich ein febr einfichtsvoller riftfteller uns über diefe Raupe FF) einen febr *) Corrected Agricultural Report of Middlefex. p. 210. **#) Forlyth on Frait Trees. gvo Edit. p. 395. #*x*) Corrected Agricultural Report of Middlefex. p. 210.+) Ibidem. +) Marfballs Rural Economy of Norfolk. Vol. II. Anbau des JAderlandes, En fhäfbaren Lnterridt ertheilt bat, bo nod ju wenig mit der Gefhichte, Oeconomie und Sebensimeife derfelben befannt, um die leichteften und ticffamften Methoden, fie zu erfièren, aufjufinden. AMuber diefen Unfällen, die die Viûtrer der Pffangen vornehmlich treffeu, ift die Rübe noch einem Ungemach an der Burgel ausgefebt. Dies ift ein grofer Auswuchs, der fid unterhalb des Ropfes bildet, der beim Meifiverden in faute Gäbrung gerûth und einen übeln Geruch von fich giebt. Man bat ibm den Mamen vom Gefhwulfifhwanmm(anbury) gegeben, n ein- gelnen, von Mr. Marfhall unterfuchten, Fâllen, waren die Kôpfe der Rüben etiwa fo grof als eine MBallnu in der Schaale, wâbrend die Gefhwülfie, fo grof tie ein Ganfeei in bdcfe- vihter und unregelmägiger Sorm, mit untern Auswüchfen, Sngwerartig, Daran bingen. Macd- dem man folhe abgefchnitten, fo batten fie das gewbbnliche Mnfeben einer barten Jübes bei einer genauern Unferfuhung mit einem Sergrôferungsglafe fand fidh aber, baf die Adern oder fafernartige Gefâfe dur das Diarf verftreuet waren, Geruh und Gefhmaf gli einiger- mafen dem der gemeinen Nübe, jedod obne das Milde derfelben, vielmehr war er berbe und unangenebm, beinahe ie der von alten ftruntigen Rüben., Das obere folcher bebafteten Rü- ben war 9616 und von der Gonnenbibe ausgedèrrt, fo, daf fie bei Tage leicht von den gefunden DPflangen zu unterfcheiden iwaren, Man fchreibt diefe Lnfälle dem fande ju, das man ju oft mit Rüben bintereinander bebauet bats dagegen ift aber die Erfabrung des Verfaffers, der die Rüben auf folchem Sande damit bebaftet fand, welches nie juvor diefe Hit Grucht getragen batte. Die Urfache ift nod nicht vôllig ausgemadt; Mr, Marfball vermuthet jedod, bdaf diefe Gefchiwülfte von einer durch irgend eine Art Megentwurm in den Gefâfen der Zapfentwurgel be- tirften Verwundung oder Stich entfteben: der Gaft erbält dadurch eine andere Michtung, und flatt bie natürlihe Gorm ju bilben, entftcht diefer Auswucdhs, Dies beftâtigt fih ferner durch den Umftand, da diefes Ungemacd mir der Zrodenbeit der Sabrszeit in genauer Berbindung febt. Das einige nübliche Mittel in Sâllen diefer Art, if, die fo Fränfelnden Dflangen fo viel als môglih megzufhaffen, und die Crde um die ftebenbleibenden gut ju rübren, um fie befto reichlicher mit Mabrung zu verfebn. Um jedod) dicfem Ungemad gänglih vorubengen, follte man da, two fih folches gutragt, die Rüben nur auf vôllig gubereiteten Doden féen, den es an Dünger durchaus nicht mangelt. Muf leichten dünnen Bodenarten pflegt der Mebithau die Müben and ju Befallen und den Babsthum der jungen Pflangen fer grd ju balten, Das eimige FRiitel ift, afsdann die DPflangen qu verdünnen, und ibnen, vermittelft der Sade, vicle[ofe Erde um die Burseln ju geben, um fe dadurc reichficher mit Mabrung ju verfeben, Bo bdies auf farfem anbaltendem Sande fi autrâgt, if viclleicht dadurch ertwas vortheilbaftes ju bemitten, indem men ben Acer durch Berticfung der Deete Burchen trofner legt, oder auf irgend eitte andere Art dies bemvirft. G 2 52 Œilfter Abfhuité, Cs trifft fih guiweilen, baf die Mibenpflangen, ffatt did au werden und ibre gebèrige Sotm ju befommen, eine Menge Burjelfafern ausfchiefen, die man nach dem Provinjialaus- druŒ Ginger und Sebe nennt, welche bald vergehen und Feinen Œrtrag geben. Dies trâgt fit vorgüglich qu, tvenn man die Rüben auf frifhes Sand fâet und feine Borfehr desbalb getroffen if.*) Deacerung und der Gebrauch folher Dungarten, welche folchen Jcfer mürbe und focfer machen, mag vielleicht in folchem Salle wobithätig fen. tan pflegt bâufig da, to die Rübe von der Crdfliege veryebrt oder auf andere angegebene Beife verheert worden ift, Ddaffelbe Sand iwicder eingufäen und ohne gu pflügen, den Saamen lof eingueggen: bdiefe Methode follte man felten oder gar nidt in Mniwendung bringen, da man immer ir Gefabr ift, die Saat zum gmweitenmal auf âbnlihe WBeife zerftôrt zu febn, TSm- merbin twürde es beffer fepn, dem Sande eine leidte Pflugfabre ju geben, ebe man gum gmweiten mal fâete, oder überbaupt es gum YBeigen liegen zu laffen.**) Die für die Müben pañlidhfte Beit ift warmes Wetter mit bâufigen NRegenfhauern, jedoch nidt anbaltender Regen, Jun der Herbft- und Binterzeit, wo bâufiges Groft- Thau- und Ne- geuntwetter einfallt, leiden die Müben insgemein fchr, fie verrotten und berfaulen; und felbft die- jenigen, twelche einer folhen Mitterung Miderftand leiften, geben dem damit gefütterten Biche Éeine fonderlihe Nabrung, Die Rrâben thun den Rüben zur Bintereit beträchtlichen Schaden, indem fie Sôcher in das Gleif bacen, in mwelchen das MBaffer fteben bleibt und das Verfaulen der ut etats faft wird,***) Det Ertrag der Müben if nad der MBitterung, der Befhaffenbeit des ben und der angewandten Searbeitungemethode, febr verfchiedens eine mittlere Crndte auf gutem und paf- lihem Voden giebt auf den Here 15 Tone und noch mobi darüber; in einigen Gâllen jedoch Wweit tweniger, Der Berth diefer Grucht bângt gleihfalls von mancherlei Umftänden ab, als: von ibrer Befchaffenbeit und Menges von der Hrt, tie fie auf dem Sande felbft oder in Srâllen verfuttert wird; tas für Arten Vieh man damit mâftet und aufzieht; und wie manu folhes Bieh auf den Mértten abfeben fann, trâgt Île 3— 7 PF. auf den Mere aus. Man bat durch die Erfabrung ausfindig gemacdht, daf ein Mere guter Rüben ein Thier von 40 Gtein oder 8 Schaafe vôllig ausmaäftet,+) man die Rüben im Belde abfüttert, fo Lezablen fie fib von 2 Schilling 6 Pence bis 4 Sdilling 6 Pence à Ton, eine Grudt von 20 Tons bezabit fic in Rind- oder Sammelfleifh von 15 Sobilling bis 4 Pfund ro Schilling. Rift und Urin nicht mit gerechnet, welcher fih auf 15@chilling anfchlagen lâft. Düttert man fie im Stalle *) Corrected Agricultural Report of Lincolnfhire.**) Synopfs of Husbandry. p. 146. #*X*) Synoplis of Husbandry.+ Donaldfon Modern Agriculture. Vol. Il. p.318. Anbau des Aderlandes, 53° mit Minbvieb, fo follen fie jeboch à Ton einen Schilling mebr geben, als ven fie im Gelde ab- gefüttert werden,*) j Beim Rübenbau bat man auf die Saat einige Mufinerffambeit da nôthig, wo man folche von NRüben nimmt, die drei oder vier Jabr nach einander gefñet ivorden, die MBuryeln ju lang und qu gablreich werden, und bie Theile givifchen den Diättern und den Müben feibft grob und dDi£ ausfallen, Mimmt man dagegen Gaat von Mübeu, die afle Sabr umgepflant worden find, fo werden diefe Ebeile qu fein, und die Sauptourzeln werden ju febe verringert,**) Man gebt am fiherfen, iwenn man fih Saamen von Nüben zu verfchaffen iveif, die ein Gabe umgepflangt find, und fie das nâcbfte Vabr fâet,***) Die Art bicbei zu verfabren, be- flebt darin, baf man aus dem Xübenfelde die beften Stüce und die am beften ausgewachfenen, nachdem man fie abgeblattet bat, etiva im Movember oder December, in folchen Boden ver- pflangt, der our mwiederholtes Pflügen und Graben gebôrig bercitet und dem Saufe fo nabe als môglich gelegen if, um die Vôgel bdefto beffer davon abbalten ju Fonnen, Der Saame ift dann gemôbulih im folgenden Sulius oder Muguft zum Cinfammien reif,+) Einige empfeblen dagegen, den Saamen von iwenigen fo verpflangten Rüben aufyunebimen, ibn aufiubewabren und in Drilfreiben ju fâen, um Saamenpflangen ju erbalten; alsdann folle man die fhwachen und untauglihen auszichn und nur die flarfern und vorgüglichern ftehen laffen. MBenn diefe nun angefebt haben, abermal die nicht gang guten und volffommnen berausnehmen, Yuf diefe WDeife erhält man Rübenfaamen, der Fraftvoll ift, bei tweniger Feuchtigfeit gedeilet, und ffâcfere und bârtere Pflangen giebt, Das Verpflangen der gangen Müben zut Saat iff nicht nur Foffbar, fondern auch nadthei- fig, da die Stûrte der Dflangen dabei durch Serfiorung der Hauptturgeln leidet.++) je- der diefer Methoden laft fih indeffen guter Saame ergielen. MBenn der Saame vôilig reif gevorden if, fchneidet man die Stangen ab, macht Bünbel davon, tele, menn fie binfang- li trocen find, den Minter über aufbemwabrt, und in April oder Mai, menn man den Gaa- men braucht, ausdrifcht,+7) Da auf biefe MBeife aber mancher Saame ausfâlit und verlob- ten gebt, fo ift es vielleicht beffer, ibn auf ein Safen unmittelbar da, two er geimachfen ift oder fonft wo ausgudrefchen, muf ibn dann in anpaffende Oefife, fo daf er vôllig trocfen liegt, vertvabren, Da bdiefe Brut manchem Ungemach und Verluff ausgefest if, fo muf der Ertrag der Gaat febr ungleidh ausfallen; man Fann ijn auf den Mere do im Oangen nicht geringer als 20— 24 Dufbel annebmen, der vielen Machfrage gilt der Dufhel felten unter 7—$ *) Corrected Agricultural Report of Middlefex. p. 208.*X*) Kents Hints,#XX) Ibid. und Experienced Farmer, Vol. I. p. 56.+) Corrected Agricultural Report of Northumberland. +) Experienced Farmer. Vol. I. p.56.+tt) Corrected Agricult. Report of Norihumberland. 54 Œilfte Abfheilung, Gcbilling, und bdaber if der Anbau diefer Bruchtart bei der erffen Mnfiht bôchft vortheilbaft s bedenft man aber die erfhôpfende Matur bdiefer Grucht, den Yerluff an Rorn und die Menge des Düngers, die dabei vermandt werden mufs fo fieht man wobl ein, daf der Rü- benfaamen nur in befondern£agen und Climaten des Bodens mit Bortheil angebauet werden fônne, Deim Güttern und Gettmachen des Biebes mit Rüben bat man in verfchiedenen Diffricten imancherlei Mrten u verfabrens über die wirthlidfie und vortheilbaftefte Mrt ift man jedodh bis dabin nidt aufs Meine, Obgleich mwenige Berfucde in der Ricficht gemacbt find, um ausfindig ju machen, in tuel- chem Suftande diefe Murgeln für das Bieb am nâbrendften find; fo fheint es, als 06 fie tegen ibres nabrhaften gucferigten Gaftes twäâbrend ibres grünnen und frifhen Suftandes nâbrender find, als mwenn fie in Schuppen aufgepacft oder fie an andern Stellen aufbewabrt werden.*) Es ift daber wirthlicher und vortheilbafter, twenn der Dobden und die Jabrszeit es geffatten, wie das auf den trodfnen Bodenarten in den mebrften füdlihen Diftricten gefchiebt, fie unter den efteren als lebteren Uimnfiänden vergehren qu laffen.%n den freiern und Fâltern Gegenden aber, wo Nûfe, Groft und Râlte binderlidh werden, if es beffer, fie unter den leBtern Umfténden ju verfüttern, einigen Gegenden mird dies, mwegen Mangel des Grüblings- und Binterfut- ters für das Mindvich, nothwendig. Bo man aber diefe Grucht von dem Acer nimmt, um fie an andern Stellen vom Vieb verehren qu laffen, fo muf durdhaus dem AMcfer, mweil fie bei ibrem üppigen und ftarfen Buchfe ibn fo febr erfhopft,**) ein Crfab an Dünger gegeben wer- den, teil fonft der Machtheil den Bortheil der gebaucten Frucht überwiegen würde. Machfidem müffen die Pauptwurgeln der Rübe abgebroden und auf dem Mer gelaffen iwerden, fo daf weder Erdreid noch Dünger, der fich an ibnen bângt, dem Acer entjogen merde,***) Bo die Sandereien bintänglih tro£en und febr feuchthar find, auch gebôrig beivirthfchafter werden, da fann es vortheilbaft und wirthlich fepn, beider Methoden fidh zu bedienen. Man giebt dann einen Theil der Grudt auf, und lift ibn auf bequemern Gtellen nach den befondern Umftänden vergebren, den andern Theil auf dem lee, wo fie gemachfen if. Auf diefe Beife fann eine tweit grèfere Quantität Doden befruchtet und verbeffert werden, obue ivgend einen Machtheil für die darauf folgende Srudt.+) Diefe Methode, acferbaren Doden zum Nüben- ectrag gefchicét gu machen, féheint ju febr vernacbläffigt worden ju fepn, in Bergleid mit den x) Dies if augenfdeintidh, da fi ibre Geftigfcit auflôft, fic weich, frumpfliht, telf und[eichter werden. **) Corrected Agriculturel Report of the North-Riding of Yorkfhire. p. 148. #XE) Corrected Agricultural Report of Middlefex. +) Kents Hints. p. 116. Anbau des Aderlandes, 55 grofen Vortheilen, bie bei der Biebjucht fomobl als in der Berbeferung des Sandes davon zu erbalten find,*) 4 Die Matur der Thicre, von denen die Rüben verzehrt werden, muf in der Mvt ibrer An- wendung Berfhiebenbeiten bervorbringen. Debient man fi ibrer gum Mufjichen oder Ma- fien des Nindviehes, fo werden fie gemôbnlidh aufgezogen und nachdem fie auf trodnes Gras ober Gtoppelland, oder an irgend einem beim Yiebhaufe nabe gelegenen Orte gebracht find, verzebet, den lebtern ällen werden die Rüben dem Biche in Rrippen gegeben oder vor den dau eingerichteten@tallungen, in telchen das Sieh eingebunden wird, bingeworfen. Das lebtere if, menn es gleidh fo bâufig nicht gefchieht, das befte, tweil dabei am wenigften verloren gebt und gu gleicher Beit der Dünger und Urin der Thiere am wirffamften erhalten wird. Dei der erftern Methode lâft man das Fettoieh guerft dabei und dann muf das magere Bieb die Ueberbleibfel vergehren. Man ernäbrt das Vieb oft beffändig damit, ausgenomimen twenn die ffrenge Sabrszeit e8 nicht geftattet, in ivelchem Balle der Strobpferch gemeiniglidh gum Gutterplage genommen tmird. Die Sândereien, auf mwelhe die Rüben auf diefe YBeife gum Berfüttern gebrachr werden, find in einigen Diffvicten folhe, die gum folgenden Sabre ge- pflügt werden, um mit YBeigen oder andern Kornarten befñet zu werden, Auf diefe Meife bat jedes Geld, fobald bie Reibe an daffelbe fommt, den Vortheil, daf folhe Grucbt darauf vetchrt wird, twelche hier mebr Bortheil leiftet, als menn fie auf dem Aer, two fie wachft, abgefüttert mird,**) Die Müben müffen in diefem Fall nicht qu dicE auf den Bobden bingeftreuet werden, wmeil dabei burchs Bertreten und Serquetfchen mit den Güfen der Thiere viel verlobren gebt. lle diefe verfchiedenen Arten ju verfabren trifft man in der Sandfcaft Morfolf an, two jâbrlih mit Müben viel und mancherlei Bieh gemâftet wird. Qu den mebrften Rübendiftricten des nôvdlihen Theils der Infel werden fie, twenn fie fürs junge Vieb gebraucht werden, gemciniglid) auf den Strobpferchen vergebrt, mwenn die armers dagu bequeme Gelegenbeit babens in andern Fâllen auf oben angefübrte Art, L Qn der Mâbe grofer Stüdte, wo vorüglih auf Milh gefehen wird, laffen fich die Rü- ben als ein faftreiches Gutter für milchende Kübe gebrauchen, Diebei muf man fidh aber wobl in Act nebmen, alles Gaulige und Nottige gebôrig abgufondern, damit es der Milch feinen un- *) Kents Hints. p.116. Divfer Schriftfteller bemerft, daf, two die Grucht gerâtf: ,,20 Acres twenig- ftens 15 junge Ochfen fett machen, und dann nod vom übrigen Rindvieh ro SE auf 25 YBochen näbren; und Schaafe 8 gegen einen Ocbfen gerechnet.* Éommen die Bortheile der Dereitung des Landes sut nâcft folgenden Grucht, die ev noch bôber anfhlagt, ,,in Rücfiht auf den twefentlichen Getinn: Shm ift es febr einteuchtend, daÿ die mebrften Güter in Norfolf auf wenigftens 40 Pro: cent, blof burd Mergein und bdiefe Art von Rübenbau verbeffert find; da nun manche taufend Acres fhônes Rorn und Miben geben, und eine Menge Schaafe und andres Vie ernâbren, die vorbin mit fhlechten und unbrauchbaren Gemächfen bedecft mwaren. **#) Corrected Agricultural Report of Northumberland, 56 Eilfte Abtheilung, engenebmen Gefmad gebe.*) Der Mbfall läft fidh für bas jüfte Bich gebrauden und geht daber nicht verfobren, Much für die Mrbeitspferde bat man die Rüben als ein tauglihes Gutter befunden, Man etfoart babei die Sâlfte des Rorns und die biere beffern fi nicht nur darnach, fondern find ven Daucharimmen teniger ausgefeét als iwenn fie auf getwôbnlidhe Art gefüttert werden,**) Bo man fie in grofen Portionen gebraucht, da tnag es, weil fie fehr faftvoll find, vortheilhaft feon, fie durs Geuer oder im Dampfe gebôrig zu bereitens wo man fie aber nur in fleinen DPortionen anwendet, Éann man fie vob, nachdem fie vermittelft einer dagu eingerichteten Ma fine in Soeiben oder Stücfen gefcnitten find, mit einer geborigen Quantität trocfnen Gutters geben. Säft man die Rüben von Sdbaafen vergebren, fo pfercht man fe auf einen gewviffen lecË des Mübenfelbes, den man alle 8 oder ro Tage mit einem frifchen vertaufcht, ein. SE der Doben ftwer und anbaltend, fo iff es beffer und wirthlicher, die Müben auf erwäbnte Beife auf nabe licgendes Sand ju fabren, iveil dabei nicht fo viele vertreten werden, Die Schaafe re- gelmäfig frifches Gutter erbalten und die ânfere Schaale der Rübeu reinliher bleibt, um von dem JMaft- und bdarauf folgenden Zuctoich vergebrt ju werden, Man pflegt auch bei magern fande eine Meibe Rüben um die andere aufjuzichen und biefe an einer andetn telle ver- gebren zu laffen, mwâbrend die auf bem fande gebliebenen bafelbft vergebrt twerden, Benn man die Schaafe auf dem Mübenfelde cinpfercht, fo gefchicht es mebrentheils tval- rend fie noch im Gelde fiebn. Es if aber, mwenn nicht die ABureln ju febr oberbalb der Erde bervotragen, immer beffer, fie vorber ausiehen, ebe die Sürden eingefchlagen werden, teil diefe Thiere dann nicht nur meniger die Hüben gerreifen und befudeln, fondern fih auch Beffer davon nâbren.- Gn Morfolf pflegt man es hâufig fo zu machen. Bei jeder Methode, die Dürden eingufhlagen, muf immner dabin gefehen werden, ver- mittelfé der gegebenen Mictung, Soften und Arbeit fo viel als moglidh zu erfparen. Man bat beim Méften der Schaafe mit diefer MBurzel gefunden, da fie fich am mebrften aunehmen, gerade fur guvor, ebe fie in@aamen fihiefen. Dies rübrt wabrfcheintih theils pavon her, baf fic alsbann bie grôfte.Portion näbrender guceriger Materie enthalten, theils and, weil das MBetter trocfener und twâvmer wird. Man pflegt daber auch in einigen Gegen- ben, qu Œnde des Märges oder ju Hnfaug des Morils, nach Vefchaffenbeit der HBitterung, die ausgefchoffenen Strâmme niit der Gichel wegjunehmen, da auf biefe MDeife, bei den gabireichen Geiten- #) Corrected Agricultural Report of the County of Perth. p.184 Sn bemfelben IGerf wird an: gemerft, daf man folchen Gefchmacd durch eine fhwache Salpeterauflôfung in IBafler vertreiben fônne. XX) Farmers Magazine. Vol, II. p. 249. Anbau des Aderlandes, 57 Geitenfhôflingen bie fe ansforichen, nidt nue mebr grünes Butte gétvonnen wird, fondern au die Buryeln der Rüben lânger in braudhbarem Zuftande bleiben,*) Dei dem Püroenfhlagen auf Rüben trifft es fi baufig, daf nadh Groft und Schnee die * Hürden lofe werden und fomobl vom Vich als vom inde ausgeriffen werden Éônnens fie müf- fen daber gleich anfangs gut in dem Doben befeftiget und mit binlänglid langen Stafen mit gebôrigen wyths, um fie gufammen zu balten, geftüt terden, Die Hürden, deren man fi dazu bedient, find gemeiniglidh von gtweierlei Art, entiweder gefheidet(flotted) oder geflochten(rodded), Die erftere Art macht man von Éfei- “nen gefvaltenen Stâben aus Efhen, Meiden oder anderm jäben Hol;s Die lebtere von Safel- cuthen oder andern anpaffendem Solje, bie gmifchen Queerfiñen gleid Stangen geflochten werden. Die erffere Art wird der lebteru, Da fie bauerbafter if, vorgezogen, ift die erfte Musgabe betracbtlih grôfer,**) Man bedient fid) in einigen Gegenden dazu noch eines andern Materials, Dies ift eine Art von MebiverE aus Éleinen Strifen gemacht, das man toiling nennt.: Diefe Methode ift jeboch Foftbarer und minder bequem als die der Sürden; fie erfpatt indeffen da, 100 man die Pirben tweit fabren muf, die Anfubr einigermaafen, Da die Rüben von abmwechfelndem Grofte und Tbautvetter leicht feiden und in mancdhen Glen ganz verrotten und unbrauchbar werden, fo ift es nothig, fie auf irgend eine MBeife ge- bôrig wâbrend diefer Sabrscit aufgubewabren, Mebrere Methoden find ju dem Ende verfucht worden, jeboch tobl feine fo ganz mit volffommnen Œrfolg. Die einjige vollfommen fihere Methode, fie gegen den Groft zu fhüben, ift vielleicht die, bdaf man fie, naddem ffe auf- gezogen, abgeblattet und aufgebäuft find, in eigens dagu erbauten Sâufern in der Nébe der Viebfchoppen oder Butterftälle mit trofnem Strob Bebecft. Man Fann gegen diefe Methode indeffen eintwenden, daf fle mübfam und Foftbar befonders da fei, wo die Nüben in siemlich grofer Quantitât gebauet werden, Eine minder mübfame und Foftbare rt bat man jedoch febe twiréfan gefundens fie beftebt barin, Daf man die Rüben auf dem Gelde, wo fie wacbfen, mit Gtrobfhichten dagwifhen aufhäufr. Dies gefchieht in der Graffhaft Serford, iv0 man 30 bis 40 Tons Rüben mit einem Guder Strof aufpacft; man verfâhrt dabei auf folgende Breife: Dei trodnem Better zieht man die Rüben auf, blattet fie ab und nimmt ibnen die fangen IBuryeln, alsdann wird eine Sage Stroh auf trofnem DVoden gemadht und eine Sage Nüben von etrwa 18 of bis 2 Fu, mit diefen agen wird abgemechfelt bis der Saufen feine Hôbe erreicht bat, Die Rânder der verfchiedenen Sagen von Gtrob iverden darauf umgebogen, damit feine Nüben ausfallen Éônnen, diefe geben sugleich eine âufere Dedefung, die mit einer Ve- *) Synopfs of Husbandry. p. 148. XX) Die erffere Art wird in ber Nébe von London zu ctiwa 16 bis 18 Schilling bas Duéend verfanft: die leftere su 1o bis 12 Oilling das Duféend. Bon dem Meñtverf Éoffet die Mutbe 2 Sh. ro Pencr bis 3©ch. 6 Pence. Sweiter Theil, ÿ 58 Eilfter Abfdnitt, daung von langem Strob oben brüber noch vollfommner wird. Man bat fie auch obne Strob aufjubemabren verfucht und fie, nacbem man fie abgeblattet und die Mbfchnitte als grünes Gutter verbraucht bat, wie Rartojfeln aufgebäuft und ibnen eine Gufbere gute Dedadung gegeben.” Es ift gleihfalls bemetft morden, bdaf die Shivierigfeit fie aufyunebmen und die Gefab- ten, benen fie wabrend des Groftes ausgefebt find, fotvobl als die Unbequemlidhfeiten, die das Bieh bei der Râltung derfelben erleidet, febr leicht verhindert werden Fônnen, mwenn man fie in Fleinen Saufen gufammenbringt, das Obere ausmwärts, in der Mûbe der Stellen wo fie ver- gebrt werden follen. Man bringt zmwifchen den Sagen etwas Gtrob und bedecdt fie mit Slûfen oder Dürben, bie mit@trob ausgeflochten find. MBenn man mit Fleinen Quantitäten fo vet- fäbrt, fo if bei Grofttwetter für das Vieh grofer Vortheil dabei, aufer daf die Hüben noch erbalten und der Acer durch das lange Bleiben der Rüben in demfelben nicht erfchôpft wird. Derfelbe Bortheil liefe fi auch mobi dadurdh erbalten, daf man auf dem Gelde, wo die Rüben wachfen, 2 Guf tiefe Beete in betrâcbtlicher Dreite ausgrübe, in jedes 5 oder 6 Sagen Müben, mit etwas frifcher Œrde gwifchen jeder, legte und oben über mit Strob bedecfte.*) Me- thode fcheint jeboch nur da mit Gicherheit angetmandt werden gu fônnen, wo der Doden von leichter, locerer, fandiger Befchaffenbeit ift und Feine Geuchtigfeit anbâlt, Mod andere Methoden bat man que Aufbemabrung der Müben anempfoblen, Mit febt gutem Œrfolge bat man in cinigen Gegenden die Rüben aufgezogen, bdie langen MBurzeln abge- fnitten und fie auf Beideland neben dem Sofpferch gefabren, und fie aufreht, fo didt wie môglih, gufammengefegt. Der Machsthum der Rôpfe iff, wie man bemerft bat, nur wenig babei unterbredhen und giebt vôlligen Erfas für eine oder die andere Nübe, die dabei verderben follte. Man glaubte auch, da die Menge des nabrbaften Butters gar febr dadurd) vermebrt worden fei, Man nimmt diefe Arbeit am beften bei trocfnem und tindigem Better vor, wo die Rôpfe am mwenigften gerbrechlich und die Bureln am reinften find.**) Der gefheide Ber- faffer des Corrected Report of the Agriculture of the County of Middlefex, fübrt auch an, baf man Verfuche gemacht babe, die MBurzeln wâbrend des bârteften Groftes in Saufen qu fabren, fie auf Œis ju legen und mit Scbnce und Œis ju durhmengen, um fie im gefrornen Suftande fo fange als nôthig, etiwa bis ju Œnde des Aprils, gu erbalten. VBenn man dies till, fo follten fie lieber in bequemen Gebäuden, tie die Rartoffeln, mit Stroh und Erde bedecft werden, Methode mag jedoch in fo ferne nüblih fepn, als die gefrornen Saufen gegen das gerffèrende Thauwetter fihern. Deim Gebraud folcher aufgepacften Nüben folf man fie dem ich aber nicht eber geben, als man den Groft durch Cinlegen in Faites YBaffer veririeben bat. Da nun der Aer dadurh früber von diefer Brucht gereiniget wird, fo wird auf diefe #) Rents Hints. p. 121.**) Corracted Report of the County of Suffolk. Anbau des Acerlandes, 59 Meife fon für die mäâcbfifolgende Grucht grofer Bortheil gezogen. nun das Sebensprin- cip der vegetabilifhen Murgeln durs Grieren gar leicht gerffôrt wird und die Meigung zur Füul- nif fi dadurh vermebrt, fo ift es febr wabrfcheinlicd, daf die Rüben bald votten, iwenn fie nicht gleich nad Oeffnung der Haufen verzebrt werden, und daf dann natürlidher Aeife man- cher Berluft dabei fei. Man fônnte aber viclleiht, tvenigftens bei geringer Quantitât, die Hüben dadurd) gegen firengen Groft bemabren, daf man Strob, Garrenfraut oder âbnlihe Groft abbaltende Œub- flangen, lângs den Meiben wie fle im Gelde ben, antwendete, fo tvie man das bei mebreren Vegetabilien in der Gartencultur mat.: Dergleihen Materialien liefen fidh wobifeil, bequeunt und leicht von Beibern und Sindern anlegen, fo mie die Lmffinde es zum Sub der Pflangen erforderten, Die fo angemwandten Materialien Fünnten nadher entiweder iweggenommen oder untergebracht werden, fo wie es dem£andmann anpaffend mûre, IBenn man jedod die Mufbewabrung der Nüben in Haufen verfucht, fo muf mau fie nicht ju grof machen oder ju didte gufammen pacfen, tweil alsbann minder Gefabr entffeht, daf fie fih erbifen oder verderben. Diefem zufolge laffen fi die Miben fowobl zum MBinter- als Früblingsfutter für ver- fhiedene Auten Vieb, felbft in freien Gegenden und ffrenger Sabrseit, aufbemabren. Bo die Shafzucht im Grofen getrieben wird, da mag e8 bâufig vortheilbafter feun, in den Srüb- lingémonaten bdiefe MBurgel für die Mutterfchafe zu gebrauchen, als das Rindvieh im inter damit ju mâften; tweil jene die Sâmmer dabei beffer fâugen, twelches immer ein mictiger Gegen- fand bleibt. Sn milberer Jabrszeit, wo die Srbafe derfelben nicht bedürfen und wo fie nicht in grofer Anyabl gebalten werden, ift es am beften, das Mindvieh damit ju müften, iwelches dadurd in ben Stand gefeét wird, fih den folgenden@ommer im Grafe defto beffer guyu- nebmen.*) Dei jeder Abfutterung der Rüben, mit welher Art Vie es auch fepn mag, muf doch immer dabin gefeben twerden, bdaf daffelbe nicht zu lange beim erffen male auf dem Rübenfelde bleibe, da es leicht burd alfugrofe Ausdehnung beim allgugierigen Greffen Schaden neh- men fann. Rota Baga oder Shmebdifhe Mübe. Diefe Rübenart iff gwar fon[ange befannt, jedoch erft Füvalih mit Bortheil angebauct worden. Man bat fie als eine Mbart des gelben Turnips angefeben, fie unterfcheidet fid aber ouvd ibre Tertur und ibte Cigenfcaften febr son demfelben. Sn ibrem$traute bat fie mit bem Mapfaamen oder Robl viel Mebnlihfeit, der Theil ijrer Burgel, mwelcher über der Erde $ 2 *) Corrected Report of the County of Perth. 60 Œilfte Abtheilung, bervorragt, ift mit einer dicent, grünen Saut bebect, und der innere fleifhige Theil ift von dichter fefter Confifteng mit eince gelblichen Garbe. ŒCinige Sandwicthe nebmen gmweierlei Mvt, eine mit einer sweifen und eine mit ciner gelben MBurel, an, wovon die lebtere die befte if, Dics Fann jeboch daber rübren, wenn fie in der Mébe der Müben oder Nübfenpflansen gemach- fen find:*) Gie widft auf den mebrfien Dobenarten, die gur gemeinen Nübe au feucht und(hiver finos das Sand muf aber fein bearbeitet und vorber gut mit Dünger durddrungen fepn, ebe Saamen oder Pflangen darauf gebracht werden, WBabrfcheinlih rübrt das Heblfhlagen Diefer sottrefflihen Grucht, mwelches einige erfabren haben, davon her, teil der Mer nicht die gehd- rige Subereitung erbalten batte, und der Saame fchlecht und zu fpât gefñet tar, Saat, Der Saame muf immer von Pflangen genommen werden, die man verpflanzt bat und bie in ibrer Art môglihft vollfommen waren. VBenn man bdies verfâumt, fo Fann man nie ficher fepn, die mabre unausgeartete Dflange zu befommen, Die Quantitât des Gaa- mens, twenn man breiftbrfig fâet, betrâgt gemeiniglid 2 Dfund auf den Mere; wo man dril(- fâet, veicht noch meniger zu; da es jedoch mebrentheils fhwierig if, binlänglihe Pflangen zu erbalten, fo ift es vathfam, mit der@aat nicht gu febr zu fparen. eue Gaat bat allemal Borjügez und menn die Jabrsgeit trocfen if, fo thut man immer mobi, ibn singutveichen. Beit und Methode ju fâen. Da diefe Pflange langfamer wächft als die gemeine Rübe, fo muf fie früber in die Cvdes fie Éommt dadurdh nidt nur gum Debacen vorwärts und turgelt beffer ein, fondern ift aucd badurch gegen die Jnfülle der Snfecten und Hibe der folgenden Sommermonate mebr gefihert. Germôbnlidh fâet man diefe Srucht mit der gemeinen Rübe, gefhicbt es aber 3 Bochen cher, fo finbet man es vortheilbafter, ettva vom roten April bis gum roten Mai, in den ndrdlidern Éegenden wobl noch etiwas fpâter.**) DBeim Mnbau biefer Fruicht werden verfchiedene Methoden angemwandt: ffatt daf man den Saamen breirmürfig oder brilifäet, fo wird er auf Deete von guter Erde gefñet; ivenn dann die DPflangen gebôrige Grèbe haben, wie ettoa Éleine Sobipflangen, fo werden fie ins Seld verfebt, und gwar in den Meiben 8— 9 Bolf, die Nüben felbft 1 Fuf und darüber auseinander. Ho môglih muf man bei feuchtem YBetter pflangen, MBenn man in geringer Quantität diefe Murzel anbauet, fo ift dies wabrfcheintich bie befte Methode gefchieht dies aber im Grofen, fo iff die erftere vorgugieben, Da fie leichter und be- quemer ift, auch mit mehr Gicherbeit binfänglihe Dflangen giebt. Macdberige VBearbeitung. Dei ibrem langfamern VBachethum erfordert diefe Rübe mehr Aufinerffamfeit, um vom lnfraut, d@s dabei leichter auffhlägt, frei und rein ge- *) Corrected Apricultural Report of the Nord- Riding of Yorkfhire and Nottinghamfhire. #*) Coirected Reports ofthe nordern Counties of Scotland and Nottinghamfhire, Anbau de8 Afcrlandes, 6: falten zu werden, Das Dehacen gefchieht wie bei der gemeinen Rübe. Diefe Pfanzen find aufer den Unfällen, bie die gemeine Rübe erleidet, den Berhecrungen der Hafen, Kaninchen und mancher Mrten Vôgel ausgefest, die fi vom Rraut fotvobl als von den Bureln nébren, und fie guiveilen gânglidh verzebren. Ueber den Œrtrag derfelben find die Meinungen der Sandtwirthe getheilt, twenn fie übrigens gebôrig bebanbelt werden und gut bereiteten Doden haben; fo gleicht der Ertrag dem der gemei- nen Rübe, Sicbt man darauf, da die Burgeln fefter und nabrbafter find, fo ift die twefent- liche Quantitât des Gutters allerdings grôBer. Bei einem Verfuch nach der Berpflangungsmethode auf Beeten in denfelben Entfernungen, wie bei den gemeinen Rüben, fando man den Ertrag, nachdem fie den Groft ausgeftanden batten, im Monat Mârz, ofne fomobl Rraut als Echange mitgerechnet und vollfommen rein, auf 32 Ton per Acre,*) als Gewinn a Pferdefutter auf iwenig Acres bat man fie zu 30 Pfund St, per Ycre berechnet,**) Dei andern fand fit) beim Berfuch, daf der Crtrag diefer Grucht im Gangen ibrer dichten Tertur twegen fhmerer mar als die gemeine Rübe: obgleidh es dem Anfhein nad) diefer nicht gleich ju fhagen war,***)@o viel ift aber twobl eingufeben, bdaf die Quantität des Ertrages im Ganzen unter folchen Mngaben ausfallen, und daf der Berth diefer Brucht im Durchfchuitt niedriger angefchlagen iwerden muf, Es leidet aber feinen Swweifel, daf diefe MBurgel bei der Viebbaltung in den fpâtern Bin- ter- und erffen Grüblingsemonaten, tenn die gemeine Nübe verdirbt oder in Saamen fchieft, febr nüblid) und vortheilbaft fen, da fie fih überhaupt Geffer bâlt,****) und aufgepact und ab- geblattet, fobald fie ausfchiefen will, bis ju Ende des Maies und no wobl lânger wâbrt. F) Es ift daber jedem Sandwirth angurathen, eine verbältnifmäfige Menge davon zu bauen, um fih su Ende des Maries und im Mpril, viellciht noch fpâter, damit zu belfen. Mindviebh folf nach diefen Rüben fetter werden, als don den gemeinen, und tenn fie den milchenden Rüben gegeben werden, foll die Dutter darnach Feinen übeln Gefhmag, vielmebr eine feine gelbliche Farbe befommen.++) Much wird die Milch fetter darnah. werden fehr fett vavon, ibre Dârte macht fie nur befchiwerlicher ju verzebren. Den Shieinen follen fie fo gut wie Kartoffeln fenn. FFF) Deim Pferdebalten Fommen fe, mweil man dabei wenig Hafer gebraucht, febr ju ffatten, und baben nicht die abfübrende Œigenfchaft der mebrften an- dern MBurgeln, Sie werden zu dem Ende gemafhen, mit einer fharfen Hacfe in Stücfen gebauen und in einen Tubben gethan, jedoch nur fo viel, als qu einem Æage erforderlich find, iweil fie febr leicht trocfen werden. *) Clofe in Bath Papers. Vol. IX.*#*) Daïkin in Corrected Report of Nottinghamfhire. #X**) Tukes Corrected Report of the North Riding of Yorkfhire. ####) Anfiruther, in Youngs Annals. Vol. XVI. Ÿ Clofe in Bath Papers. Vol. IX. ++) Ibidem. ff) Corrected Report of the North Riding of Yorkfhiüre. 62 Œilfte Abtbeilung. So nüélid diefe Mübe ju fepn fceint, fo hat man gegen ibren Gebraudh doch manches eingumwenden. ie fol für die übne der Schafe nicht gut fepn, ba fie febr bartiff, und aus dem Boden, twegen ibrer vielen Burzeln, fier ausquheben fepn, auch wird ffe dadurch bin- derlih, weil fie fo fpât in den Boden bleibt, fie indeffen auf die oben angefübrte WBeife nur bebandelt wird, fo iff von dem erffern twenig zu beforgen, und beim Aufnehmen findet fi, tenn der Doden gebôrig zur Grucbt bercitet war, gar nicht die vorgeblihe Mrbeit und Schivierig- feit, und was die nadtheiligen Birfungen betrifft, die von dem langen Vieiben derfelben im HcÉer bergeleitet werden, fo darf man ja die Rüben nur aufjieben und aufffafen, oder fie fonft gegen die ffrenge Yabrszeit vermabren. Œs leidet daber gar feinen Zweifel, baf diefe Muryel megen ibrer manchen fhafbaren Eigenfchaften, und bei ire fortdauernden Geftigfeit, Saftigfeit und Drauchbarfeit als Viebfutter, befonders da, two man deffen im Grüblinge bebarf, als ein vor- theilbaftes Sülfémittel angefeben werden müffe.*) 8: subek Der Anbau diefes Gewächfes als Winter- und Früblingsfutter für mancherlei Viebarten, ift auf allen feuchten und ftrengen Mecfern, die gum Rübenbau ju feif und fer find, da, wo man ibn im Grofen getrieben bat, äuferft vortheilbaft befunden worden, Fomint nocb, daf er wenigen Gefabren ausgefeét if, ein veichlihes Œutter giebt, twelches in Rücffiht auf den Sle, den er einnimmt, bas der Müben übertwiegt. Deim Geldbau des Robis laffen fi mebrere verfchiedene@orten gebrauchen, biefe find, als Biebfutter betrachtet und in fo ferne fie im Winter ausbalten: der Sdottifhe, der Drumbhead, der Americanifhe, der Opengreen oder Springfale, Die erfte Art, twenn fie von dem âchten flachEopfigen Robl ift, Fann durchaus nidt ver- frieren, aufer uiveilen einige von den âufern Blôttern, Die zmweite Hrt oder der âchte Drumbead ift gleichfalls auferordentlid) Hart und weit dichter in feiner Tertur als manche andere Mbarten, mithin in Verbältnif feiner Grôfe febr fhmer. Er lâft fid dichter als der grofe Mmericanifhe pflangen, twelches in gemiffen Sagen ein Vortheil if, Art if in cinigen Gegenden unter den Mamen, tallotw loaf befannt; fie fcheint jeboch in einiger Rücficht davon verfhieden zu fepn. Da biefe Art nicht bart genug ift, den frengen Sroft aus;ubalten, fo wixd oft ein Dlendling gemacbt. Man pflangt diefen und den rothen Robl gufammen, und nachdem die Saamenfchoten angefegt haben, fchneidet man den lebtern ab, und[At den erftern *) Alle Aéerbaujournale in England find jest des Mubms diefer Nübe voll. Die bequemfte und beffe Dauart ift obne Rweifel die, fie in Neiben ju fâen. Aber es wird dagu nod) reineres Land tie ju dem gemôbniiden Turnips erfordert, weil fie früber gefäet werden muf; man fie aber auf unreinem Lande nod féhmwerer unter dem Sederich berausfinèen fann.(0, Anbau des Mferlandes, 63 gut Saar ftehen, Dicfe vermifchte Art, welche dunfelgrün mit vothen Mdernift, bebült die Grôfe oder Geftait des Drumbead, und befift die Hârte des rothen Robls. Die dritte oder Mmeri- canifche rt bat nicht nur eine grofe Form, fondern wäbrt au fpât in den Grübling binein.*) Die lebtere oder Rale Art ift vollfommen bart, und(ft fi ju Mind- und Schaaffutter bis Ende des Mprils oder Anfang des Maies gebrauchen, mwenn andre Arten grünes Futter febr behende und befhiwerlidh ju haben find,**) Muber bdicfen laffen fih in mildbern Gegenden nod verfchiedene andere Mrten, als: der flade Holländifhe, der Dorffhirer und der Savoner Robl bauen.***) Der Hauptoortheil des Mnpflangens des groffopfigen Robls im Gelde beftebt darin, daf er in folchen Meibenentfernungen ausgefeñt werden fann, to man ibn mit dem Plug rein und ordentlich balten fann, one daf er im mindeften an feinem Œrtrage verliere, Mo die ruine des Dodens nicht ffarf ift und die Sandarbeit billig, da faffen fih die Fleinern Roblarten mit Vortheil antvenden, Der Kobl muf allemal auf folhen Bodenarten gepflangt merden, bdie ffaré find und eine gute Tiefe von Dammerde haben, weil die MBurgelu der Dflange gro find und tief in die Erde geben, ft dies aber nicht, fo Fann er feine vôllige Grôfe nicht erreihen, Der feuchte gute Seb oder Flapartige febmboden, auf meldem die Rüben nidt vortheilbaft ju bauen find, if für den Robl der befle; man Fann ibn jedoch auf den mebrften fhiwerern Bodenarten angieben, Der Doden muf, mweil die Burgeln tief eindringen und viel Mabrung bedürfen, febr fein und in Beträchtlicher Tiefe geloert werden. Dies Fann am beffen durd wiederboltes tiefes Dflügen gefchebn, und indem man der Cinwirfung des Groftes im IBinter eine môglihft grofe Oberfläche durch febr bobe Deete darbietet. Dreimaliges Pflügen ift mebrentheils binreichend befunden; tie oft es jedoch gefcheben müffe, bângt von der Vefchaffenbeit und dem Suftande des Sandes ab. WBenn diefe Gruchtart auf Beigen, Gerffe, Hafer oder Vobnen folgt, fo giebt man dem Mer im Serbft eine febr tiefe Furche, und legt ibn in Deete von 3 Guf Vreites fo bleibt es bis gum Srüblinge liegen, to er dann in verfchiedenen Richtungen gut durchgcegget wird, tird er iwieder gepflügt, aber nicht vôllig fo tief. Mach diefem fo Fur tie Mmdg- Lich vor dem Pflangen, tird der Boden wiederum gut durchgcegget und eine gebôrige Menge guten Stalldünger, 15— 20 dreifpännige Guder gum Mere, aufgefabren; tvo man Eompoft gebraucht, nimmt man 20— 30 Guder. Diefer Diünger wird fogleih untergebradt oder in die Mitte der Deete eingefchloffen. Hat man dies gethan, fo ift der Aer gum Beflangen berei- tet. Jn einigen Oegenden bat man jedoch die Methode, den Dinger fberzufireuen und ibn beim erften Pflügen unterjubringen. Man will daburd die alljugrofe Aufloferung des Erd- *) Bath Papers and Youngs Annals.**) Modern Agriculture. Vol. EI. #X**) Martyn's Edition of Millers Dictionary, art Braflica. 64 Œilfte Abtheilung. ris von sem Dimger und die Gefabr, twelhe in trocfner abrspeit für die Pilansen daraus emwñchff, verbüten,:©s ift aber leicht eingufehen, baf bei der langen Vereinigung des Dün- gets mit dem Doden,. ebe die Pfangen binein fommen, er fi verliere und der grofe Vortheil, den et in feinem Éraftigen und concentricten Sufiande unmittelbar unter den MBurgeln der Pflange babe, dabei enthebrt terde,: ŒSaat, Dei der Mustwabl der Sant zu den jungen Robipflatigen muf man twobl dabin feben, baf man von den vollfommenften Dflangen der verfchiedenen Mrten Saamen erbalte, und folhen, in deffen Mübe Fein anderer geblübet bat, tweil man fo nur eine vecht âchte Art erbalten Fann..… Daber-iff es febr gut, iwenn man die Saatpflangen fo febt, da fie von einander entfernt ftehens und da fih Vôgel gerne bei dem Saamen einfinden, ibn fo viel als môglicdh dagegen gu fichern. Benn man fit folhen Saamen fauft, fo muf man den frifhen allemal vorziehen, toeil et nicht nur fneller in Vegetation gerûth, fondern auch mit Sicherheit mebr Pflangen giebt. Dei troŒner Jabrsgeit thut man wobl, ibn cingutveichen, Die Becte, worauf man ibn füet, müfen vorsüglich gut fepn, gut gegraben und gedüngt; benn iff der. Boden mager und fchlecdht gedingt, fo werden die Pflangeu fhwach und Fümmerlih, fo wie fie das Unfraut überwältigt. Oft fhadet man den Pflangen badurch, bdaf man fie gu dif fers man mu fie baber, twenn fie au dicé auffommen, forgfältig verbünnen. Cine bis 13 Unge guter aamen ift ju einem DBeete von 14 oder 15 Bu Sânge und 5 bis 6 Fu Breite oder ju 2 bis 3000 guten Pflangen binreihend. Mach diefem Verhältnif würde Z 1b mebr Pflangen geben als que Bepflamung eines Acres binreichend find.*) Saatzeit.. Diefe Beit bângt von den Mbfichten des Sandwvirths gar febr ab. Golf der Extrag in den Bintermonaten vergebrt werden, à, à, im December, Hanuar, Februar, fo muf der Gaame im Sulius des vorhergebenden Sabres gefñet, und die Pflangen im Diarz, Mpril und Man des folgenden Jabres ausgefet werden.@oll aber im Mary, April oder Man die Confumtion gefhebn, fo muf der Saame ju Ende des Gebruars oder Anfang des Mârjes im vorbergebenden Sabre in die Erde und die Pflangen werden in den erften MBochen des Gu- lius im felbigen Sabre ausgefest. Dei fortiwäbrendem Sen in den Monaten Sebruar, Man und Guip oder Auguft Éann eine fucceffive Hrucht von jungen gefunden Pflangen gefichert und der Curfus der Roblvirthfhaft gebôrig unterhalten werden, Diefe Perioden des Gens und Berpflangens müffen indeffen mit môglihfier Genauigfeit in Mdbt genommen terden, um eine gute und gewviffe rucht fich zu fihern, aud müffen die Saamenbeete vor den Bôgeln gut ver- wabrt werden, auch der Sandwirth in der Zabl der Pflangen nicht getäufcht merde, fo fann es febr nülih feyn, ju verfhiebenen Seiten ein twenig Saamen, in der Zwvifchengeit von -#wenig *) Youngs Annals. Vol. V. Anbau des Aderlandes, 65 tenig Tagen, ausju(aen, und jebesmal fo viel als môglich fentes Better gu tvablen, man fo die Zeiten des Verpflangens beeilen und verfchieben fônne, muf der MBadsthum der Dflangen fo geleitet werden, daf man frâter oder fcüber, nad Erfordernif der Umfiände, folhe bereit babe.@omobl beim Grüblings- als Detbfiverpflangen ift die befte Methode immer rect frübez im erften Fall baben die Pflangen die Bortheile der Regenfhauer und find der Dibe des Gommers teniger ausgefebt; und in dem leBtern twutjeln fie vor Cintritt des MBinters beffer ein, da bei der Geldcultur der Babsthum der Dflangen nach dem September febe miflich if. erfordert fdjon die Sânge der Beit, die der Sobl zu feiner vollfomm- nen Grôfe bebarf, das frübe Ausfegen der Dfiangen und ift daber vortheilbaft. Vier Mo- nate gehen vôllig auf das vollfommne Muswachfen bin, früben Gen und Vusfeéen in Srüblinge erbâlt man fowobl vollffändige als frübe Srudt. Ein allgemeiner Vorthcil der Derbfipflangen, ob fie gleidh im Minter durch Sdneden und andern Unfüllen leiden, ift der, daf fie im Srüblinge febr geitig verpflangt werden Fônnen, tabrend die im Grüblinge gefäeten felten ebe der Sommer fhon etivas vorgerict ift,*) ausgefeét werden fônnen, Dei diefen Pflangen bat man verfhiedene Metboden verfudt, die Dflangen nemlich ausjufesen, daf fie den Winter über im Gelde ffeben, und fie im Saatbeete au laffen, um im Grüblinge erft ju ver- febens das Erftere iff in gelinden IBintern und gefhüsten Gegenden rathfam, da die Srucht dabei vormétts fommt; in freien Gegenden ift jedoh das£ebtere wobl mit mehr Vortheif angutwenDden, BBenn man im Man oder Junius fâet, fo lâft fi für das folgende Gabr eine zeitige Strucht ertvarten oder fogenannte$obifproffen(Coleworts) zum Stüblinge; in biefer leBtern Rifiht müffen die Pflangen dichter an einander als getvôbnlih. Auf diefe Meife verliert man am Getvicht burdaus nidt, und die Roblfrudht leider in den Mfñtermonaten Écine Gefabr. Ueberhaupt je früber die Serbftpflangen, nachdem der Groff vorüber ift, ins Seld Fommen, defto beffer iftes, und die Grüblingspflangen müffen fobald als môglid barnad, und givat vor Œnde des Uprils, ausgefet werden. fivenge fandwvirthe gieben die Pflangen aus den Deeten auf und verfeben ffe auf andere Becte twäbrend fie jung find. Dics Berfabren ift un- fireitig vortheilbaft, ibr alfjujcitiger Bus wird nidt nur aufgebalten, fondern fie werden aud zum Serpflangen um defto brauchbarer und fhiefen nicht fo leidht in Saamen, iwenn fie ins Seld verpflangt werden,**) und Unfoften find jedoch ju grof, als baf ba, to bec Koblbau im Grofen getricben wird, die Sache allgemein antendbar iûre. men *) Millers Dictionary, art. Braflica.**) Ibid. und Youngs Annals XXX) Robipflangen auf dem Saamenbeete durdhyuwvintern, if nur febr felten gegiiét, febr gut aber, twenn Île in Serbft aufgenommen, in Reiben dicht an einander gefest und mit ettas Baumlaub boost tuerden. Man muf Diergu nur einen trocfenen, fie fivenge inde und gegen die Morgenfonne gefbügten Dias twablen. 4.728,79. Biveiter Theil.: be 66 Eilfte Abtheilung. Methode des Pflangens, Das Pflangen muf vor alfen Dingen dann gefchebhen, wenn der Erdboben vorher Megen befommen bat; denn alsbann wuryeln fic) die Pflangen beffer ein und es entfteben nicht fo viel feere Stellen gum Machpflangen. Man fann auch die Pflan- sen leichter und obne die Burgeln qu verteen aus bent Saatbeete ausjiehen, und das ift twich- tiger als man fihs wobl denft, Das Gefchâft wird in dem ebenen flachen Suftande des Dodens vorgenommen, und auch twann der Mefer in Decte aufgcpflüat ift; bie leftere Methode bat Vorsüge, wo der Doden fi gum Mnbalten der Geuchtigfeit neigt und ift daber allgemeiner. Auf dem leichtern und trodnern Doden mag die ebene Oberfläche jedoch vathfamer fen, Die Entfernung beim Pflangen bângt grôftentheils von der Gtârfe und Güte des Dodens ab, fo tie von der natürlihen Grèbe der Roblart, die man bauet; im Gangen follte fie von der Ut fepn, daf die Grucht mit dem Pfluge vôllig rein gchalten werden und der Boden doc aud) eine voile Œrnbte geben Fènne.. Steben fie dünne, fo werden ffe grèfer, dagegen beim dicten DPflangen die Bab die Grèbe wiederum erfest. Es ift febr leicht môglih, daf Nüben fowobl wie Robl ju dûnne ausgefeft werden Fônnen, ba die Sunahme der Grèfe nicht immer mit der Babl fi compenfirt, Qn cinigen Gegenden, wo man fehr gut mit dem Roblbau verfäbrt, fest man ffe regel- mâbig 3 uÿ von allen Seiten von einander aus, da auf diefe MBeife der Pflug zum Neinigen und Anbäufen gebôrig gebrauct iwverden Fann. Mo man die grofen Roblarten bauet und der Mcer ffarf genug if, mag dies auch mobl die befte Entfernung fenns bei den Éfeinern Kobl- arten und minber ffarfen und fetten Mcfer find fon 23 Su binveichend. Sandmirthe bringen ein ganz verféhiedencs Serfahren biebei in Anwendungs einige giehen 4 Sub mit 23 gor; bagegen andere rathen nur 2 Guf bei 20 oder 28 Sol. Dei biefen Entfernungen muf der Robf gtwifchen den Pfiangen buraus gebandbacft werden, die Siwifhenvâume reinigt man nur mit dem Pfluge.*) Die Dearbeitung Fann natürliher IBeife nicht fo gut bervertftelliget erden, bas Œrdreidh wird bei der erften Methode gûänslich weggenommen, ausgenommen Das tenige unmittelbar um die ABurgeln der Pflangen, tmwâbrend bei diefen vieles dDavon unberübrt und nicht nur für die folgende Grucbt in febr unreinem Suffande bleibt, fondern aud) dem Bachs- thum des Robls minder forderlidh wird.#1) *) Marfhalls Rural Econ. of the Midland Counties. Vol.I. p.211. Young Fafter Tour. Vol. IV. x#) Die Berfuche und Demerfungen des Dr. Bafcr, beim Gelbbau des Robls, veranlaffen ibn, fol: gende anpaffende Diftangen ju den verfchicdenen Roblarten ju empfeblen: Bevrfchiedene Arten. Der Zeit nach. Diftangen. Syigfobt(Long fided Cabbage) 2 Fuÿ mit 4 Sol oder 18 3oll mit 4 Fuf. Glacher Bollandifcher Ê 3 OS Et CR ere sl 1 Schottifcher Robl—— 2 Der ER UMIEIS rai s Nstl à ds Giacher Holländifcher— Srüblingspflangen—— Gil Schottifher Robl— 2 2—_— CRE PEL AT Soblrübe—_, 9—_ 1 Guf mit 4 Sub. Anbau des Aderlandes, 67 Mbgefeben von den Diffangen, die am vortheilbafteften fepn môgeu, fo bat man vor alfen auf die Hrt des Ausfehens, auf die Grôfe des Pflangen und der Hrt, fie aus dem Gaatbeete aufgunebmen, gu feben, da von der guten Ausfübrung diefer Operationen gar viel abhängt. Seft man die Pflangen auf Beeten, fo müffen fie fo regelmäfig als môglid nad der Shnur in der Mitte der Vecte gefebt merdeu, bdie nad den Diffangen gegogen wird, unmittelbar auf den©trich, in telchem der Dünger eingebracbt if. Pat man dies mit môglichfter Mccurateffe verrichtet, fo lâft fi dagwifchen nidt nur feichter und bequemer arbeiten, fondern auch von dem Dünger der môglichfie Bortheil, da man zu gleicher Seit weniger bedarf, weil er engev coucentritt iff. Die Stürfe der Pflangen ift ein micbtiger Gegenftand, ida die ffatfen nidt nur getviffer fortfommen, fondern auch den Shnecen und andern Unfällen meniger ausgefeñt find.*) Gie müffen fo viel als môglidh unverlebt aus den aatbeeten geboben worden fepn, und einen be- feuchteten Boden beim Berpflangen haben. Die Hnjabl ridtet fich nach den Diffangen, 5. bis 7000 find auf einen Acre getwoblidh binreichend, Deim Ausfeben der Pflangen muf man iwvob{ dabin feben, daf fie feft in den Doden Fom- men, indem man gute Crde darum anbâuft und fie andrüct, fo daf man fie, iwenn man an bie Dlâtterfpigen fat, nicht ausheben Éann, Die Pflangen merden in gebôrigen Diffanzen binge- legt, Dies Fonnen Beiber und Rinder verrichten, dann folgen die Pffanger mit einem Stâbchen, um die genaue Diftanz zu balten. diefe Beife Fann ein Mrbeiter den vierten Tbeil eines Mere und nod) mebr in einem Tage, ein gefhicter Gârtner beinahe nod mal fo viel bepflangen. Mad 14 agen oder 3 Bochen wivo nachgepflangt, mozu man feucdhte Mitterung wâbit. Die Foffen des Pflangens rihten fi nad mancherlei Umffänden, Sn Suffoif betragen fie 3 Schilling auf den Mere; an andern Orten etivas mehr, Das ange if, wie man unten feben ann, angegeben,**)# os 2 Die Defchaffenbeit des Vodens. wat nicht angegeben. Sür alle grèGern Sp lfan auf ffvengem fetten Boden find die beffen Diffangen 3 Fuf auf allen Geiten, auf den leihtern Bodenarten 27 Sub. Sür bdie fleinçrn SRoblarten 2 Guf alfenthalben auf ffrengem Doden, und 18— 20 3off auf leichtem. *) Corrected Report of Suffolk. Po) Roften des Robibaues auf cinen Acre. =D. St. Sh. Pence. Günfmal ju pflûgen 3 2 ï LE rs Biweimal ju eggen- 3— a 6 Bu düngen:: FT 15 LT ETr Saamen und Sromtéét 1.— us 6 . Tatus 345 2 ee e 68 Œilfte Abéheilung. Nadbherige Dearbeitung. Es giebt fhiverlih eine Gent, die von dem bâufigen Rübren und Anbäufen der Erde an ibre Murgeln mebr Vortheil jôge, als der Rob. Dur gebôrige Biederholung diefer Operationen erreicht er feine Bollfommenbeit und Grôfe. Man thut dics mit dem Pfluge, der Pferde- und HBandbace, Werden die Pflangen in gebèrige Di- flangen ausgefest, fo läft fic) diefe Mrbeit am leidteften und Bequemften mit der Pferdebacfe oder den gemeinen leichten Schwingpflug verrichtens find die Diftangen enge, fo Fann es nut gut mit der Handhade gefchebn, braucht man Pferdebace und Handbacfe, mo nebmlidh der Robl in den Reiben dicht und mit breiten Zwvifthenrâäumen gepflant if. oft das Pacen gefcheben müffe, beftimmen der Suftand des Sandes und die Befhaffenbeit der Bitterung, dreimal if es gemôbnlih erforderlih. Das erfte mal gefchieht e8 3— 4 Bochen nach dem Pflangen, je nachdem die Pflangen getmachfen find; und zum gtveiten male beinabe eben fo lange nachher. Das britte mal, iwann es nôthig ift, wobei man dod immer Act zu geben bat, daf Fein Unfraut auffhlage und das Erdreid um den Pflangen immer lofe und(ocfer bleibt. erften SacFen pflegt man die Erde von den Pflangen abzubringen, in der Golge aber wieder angubâufen, mwelches, two die Dflangen im Quadrat in einer Diftany von 3 Guk febn, in beiden Rihtungen des Vodens aufs vollfommenfte gefcheben fann. diefe Beife vermeidet der fandwirth nicht nur grôftentheils die fhiwere Ausgabe des Sandbaens, fondern befordert auch den MBachsthum der Grucht aufs twirffamfte. Deim DPeftellen der Arbeit mit Pferden bedienen fi einige der Dferdebacfe, andre des doppelten Streihbrettpflugs und des getwôbnlihen Sacfenpflugss aud till man bebaupten, daf die Arbeit eben fo genau und tirée fam mit einem gemôbnlichen leihten Scbivingpfluge gefcheben Fônne.*)_ Machdem diefes Hacfen verrichtet if, Fann dicht an den MBurgeln der Pflangen, wenn es nôthig fepn folite, die Sand- bacfe gebraucht werden, wo die Grucht in engen Diftangen, entiweder überbaupt oder blog in den Meiben gepflangt ift, fo muf man fid gânlich oder grôftentheils auf die nahberige Bear- beitung der Srucht verlaffen, diefen Fâllen iff gwei- bis dreimaliges Sacfen erfordertich,) Die Ausgabe des jedesmaligen Handhaen beträgt gemeiniglih 2— 3 ch. per Acte,***) Df. St. Sp. DPence. 2 Transport 3— DPflanten 3 Ô 2— 3— Nacdpflangen 2 0—— 6 Dfcrdehacten 2 z 3— 4— Pandbacen z Ê: 3— 4_— e Shneiden und MBegfubre+ Meile== 15= Landpacht, Sebnte, Armengeld— 12 9 Gumma 5 I 5 Dei diefer Angabe fâllt die gange Düngung der Roblfrucht jure Lait; der Bortheil muf daber gebôrig vettheilt werden, twoburch die Ausgabe geringer wird. *#) An derfon’s Recreations in Agriculture etc. Vol. IT. #*) Jan fehe vom Paden.#***) Corrected Report of Suftolk. Anbau de8 Acderlandes. 69 © Robl toird eben fomobl als die Müben zu verfthiedenen Sciten feines Bachsthums von Snfecten angefallen, die Dflangen jung und zart auf dem Saamenbeete find, fo richtet die Crdfliege oft groben Schaden und Serfidrung unter ibnen an. Œben fo leiden die Pflangen auf dem Saamenbeete von den Haupen, die von dem Duttervogel des Robls, papi- Lio braflicae, fommen, Dies gefchieht aber fo bäufig nicht, ba bies Snfect febr fpât sum Borfhein Fômmt, Die Schnecfen haben den Roblpflangen auch, da fie no jung find, und zu Mnfange des Berpflangens, nacdber find ffe den Mngriffen diefer Snfecten nur menig ausgefest. Die Ver. Deerungen der liege und Maupe laffen fidh durch das Streuen von Afhe, Nuf und abulichen Gubftangen über die jungen Pflanjen Éeim erften Erfcheinen derfelben abtvenden, Gegen die Schnecée find die bei der Muübe fhon bemerften Mittel angutvenden, Yuferden ift der RobI nod einer RranFheit an den Burgeln ausgefeét. Diefe fangen anzu fchwvillen oder Enolliht ju werden und die Dflangen befommen einen unvollfommnen VBachsthum. Man leitet diefe Rranfheit von Negentwärmern Der, die unter der Oberflâche die Burzeln an- gebn und vorjüglih da, mo man mebrere male binter einander auf einer Stelle Robl gebauet bat,*) MBenn man dabin fiebt, daf man barte Vieb- Roblarten auspflanit, fo bat man von der Strenge des Winterfroftes nidts gu beforgen, da er felten ieiter als an bie aufern Diâtter dringt. Die Quantität des Ertrages von einem Ycre 1Aft fi fhiverlih beftimmen, weil dabei fo viel auf die Defthaffenbeit des Dodens, auf die Menge des angemandten Düngers, auf die Methode der Cultur, auf die Güte der Pflangen und auf die günftige Bitterung zur Seit des Pflangens anfommt. Ym allgemeinen Fann man wobl 20— 30 Tons annebmen, man den Crtrag des Robls mit dem der Müben, nach den verfhiedenen Vrten au pflangen und den verfchiedenen Bodenarten, fo ergiebt fih, da ein Mcre des erftern, auf gutem$ande und gut bearbeitet, 25 ons und der lebtern 15 Tons giebt.**) Der Perth der Grucht wird gleichfalls durch manchertei Umftände beftimmt, als: tvas für Het Bieh damit gefüttert wird, mie dies gefhiebt, tie die Sage des Sandwirths in Rücficht der Mârfte ift; gemeiniglih flâgt man ibn gu 4— 10 Pfund auf den Ycre an. Der Oebraud des Robis, der an der Quantitét und am Gemidt, menn er den Binter bindurch ffebt, leicht verliert, ift am wirtblichften fpât im Herbft zu machen, da die Blûtter nod in voller$raft find, um Mindvieh oder gut im Sominer geweidete Schafe vollends damit auszumäften,***) Es ift dann meniger Verluft dabei, als wenn man ibn gum Srüblingsfutter #) Stokes in Witherings Botanicae Arrangements,*#) Youngs Annals. Vol, XIL. #*#) Youngs Eafern Tour. Vol. IV.. 70 Œilfte Abtheilung. fteben läft, fu zum Güttern der milhenden Rübe ift er afsdann febr nülih, da er binvei- cendes grünes Gutter giebt, man mag nun die gangen Rôpfe oder die Vlûtter gebrauchen, die man dem. Robl obne Machtheil nebmen Fann.*) Muf diefe YBeife, in gewiffer Portion mit Gtroh gegeben, bat man fie wirtfamer als Peu befunden; aud tar die Dutter gut, wenn die Diâtter im gefunden Buftande gereidt twurden.**). MBenn man fie ohne Bermengung mit Heu oder Strob gab, fo fand man einen Mere qu 4 oder 5 Rüben, und in Verbindung mit ein wenig eu und Stroh zu 7— 8 binreidhend.###) Dei biefer Mit, den Robl zu vergehren, mien die Rübe alfemal in den Hofpferch getrieben werden, und man foll ibn nicht auf dem Do- den abfrefen laffen, ba auf biefe leftere Beife der Sandiwirth manchen Schaden leidet, wweil das Sand ibm gertreten wird und ein beträchtlih fhâgbarer Ebeil des Diüngers verlobren get. Muferdem fommt man wabrfheintid mit der Gütterung auf dem Pferchiiweiter, als wenn man auf dem Sanbe felbft ibn vergebren(âft, twobei bod) viel Berluff unvermeidlich if.+) Beim Bettmachen des Rindviehes reicht ein Mere guter Robl zu 3 Thicren, jebes von 40 bis s0 Stein, bin, mwelche den Sommer über auf der Beide gemvefen find. Ein Ochfe, mitt- Lerer Grèfe, vergebrt von biefem Gutter insgemein 100 Pfund in 12 Stunden; biebei bangt aber immer viel von dem Zuffand des Magens ab, und auf welche Art das Bich gefüttert wird. Œs fheint jedod, daf der Robl nicht nur fneller als die Müben mûfte, fondern auch in gerin- gerer Portion. Ein Here des evftern mâftete um+ mebr als einer von der leftern Gruct.+F) Beim Berfüttern diefer Grucht mit Schafen bat man bemerft, daë folche, deren Viertheil 20 Pfund wiegt, 8— 10 Dfund in 12 Stunden vergebren, und daf ein balber Mere, ivenn die Grucht gutift, gu 100 Schafen binreicht, Der Robl wird auch im Grübling, fwenn er in Saat fbieft, mit Vegierde von bdicfen Thieren vergebrts das foif man aber nicht gefchehen laffen, tweil der Mer ju febr dabei leidet. Der Abfall des Robls läft fich im Grüblinge febr gut als Gutter für die lammendenr Schafe ge- brauchen, da die Milch oadurch vermebrt und die Sämmer beffer gefâugt werden.+1) Gafelfweine follen au mit Bortheil dur ob genâbrt werden und ibn den Riben vor- giehn, Dei den Berfuchen, die twir mit den beffern Sudtarten diefer biere gu machen im Gtane waren, haben wir das Bortheilbafte diefer Gütterungsart nicht gefunden, da fie Kobl und Rüben gegen die mebrfteu andern Arten Butter verfhmäbten, und felbft gefocht nicht alles rein tegfrafen,*: Obgleich mit den Perben, Sobl zu füttern, wenig Verfuche gemadt find, fo[âft es fid boch vermuthen, daf er flein gefchnitten, mit Serel oder trocfnem Gutter vermengt, fomobl *) Corrected Report of Suffolk.**) Farmers Magazine. Vol. II. ##*) Bath Papers.+) Corrected Report of Suffolk.+) Bath Papers, 45) Forby in Annals of Agriculture. Anbau des Aderlandes, 71 anberes Foftbares Gutter erfbare, als auch dem Yieb fehr twobl befomme, teil et toegen feiner guc£erigen Beffandtheile âuferft nâbrend feyn muf., Sn diefem Galle würde die füfere und gattere Roblart zu gebrauchen fepn, Mr, Marfhall macht desbalb in feinem Dericht von den Mittellandsgegenden die Demerfung: es fei ju bemundern, Daf man tweber in denen noch) in andern Gegenden einen Gall antreffe,- mo, man den Sobl als Pferdefutter gebraucht babe. YBo man den Robl zur inter- und Grüblingsfutterung gebraucht, Da wird er, mwenn er feine Voliffändigfeit erreicht bat, abgefnitten und unter Dad daju aufgepact oder in freier £uft aufgebäuft und mit Strob, Drabm, Vinfen oder irgend einem andern twobifeilen Mate- tial dichte bedecft.@o bat man ibn immer bereit und que Sand, mwenn man ibn nicht aus dem Gelde haben Fann.*) Man folf ibn in Deutfhland auf diefe YBeife den gangen Binter con- ferviren. Dan follte jedoch denfen, daf er fich twegen feiner füfen, faftigen Matur auf diefe Meife leicht erhige und anfaule. fhrumpft er in folchen Saufen, fo wie die Rüben, twobl ein und verliert dadurch an feiner Qualitär. Bie man nun aud immerbin den Robl verfüttérn mag, fo'ift es für die folgende Grucht bedeutend, ibn zu Anfange des Grüblings, ele er blübend wird und in Saamen fhieft, von dem Acer weggubringen. Ueberbaupt da der Robl nicht Éoffbar angubauen, minderer Gefabr ausgefeft und gegen den Groft- nicht fo empfindlich ift als die Mübe, Ddabei eben fo fpeisbat und für manche Tôiere nûbrend if, fo leidet es feinen Siweifel, Daf man ibn mit grofem Bortheil in folchen Dodenarten und Gegenden anbauen fônne, die zur Nübentwirthfhaft nicht tauglich find und befonders two man viel grünes Guiter für die milhenden Rübe im Herbft und im YBin- ter gebraucht, Bon einem Schriftftelfer wird fogar angerathen, in dem Galle, wo die Riben ganz oder gum Theil febifhlagen und die Dodenarten eine ordentlihe Tiefe haben, den Mer auf eine woblfeile Beife mit RoDI no ju bepflangen, mwobei man den Vortheil eines guten Crfolges baben mürde,**) Punct verdient daber die Mufmerffamfeit aller Rübenbauer auf den fitengern Rübenâñcern. Der Suffolker Report ftheint ju berveifen, Daf bdiefe Sruchtart dem Sande fomobl ourc ibren Badsthum fhade, als dadurdh, da fie vom Acer eggenommen wird; und daf daraus bauptfächlih Einwürfe gegen ibren Anbau fi machen liefen. Es iff jedoch febr wabrfchein- lih, daf der Kobl den Mer nicht mehr ausfauge, als die Miben, twenn man die Stimme, die nachber leicht ausfproffen, gebôrig und tie das bei der Art, ibn auf Erbôbungen zu pflan- en, leicht gefcheben fann, mwegnimmt und der Œrtrag des Kobls nicht ftâtfer als der der Nüben if. Die Berfuche mebrerer Sandwirthe beftütigen diefe Bermuthung.***) Man Fann daber *) Farmers Magazine. Vol. III.#*) Modern Agriculture. Vol. II. #X*) Forby, in Annals of Agriculture. Vol. XIX. etc. 72 Œilfte Abtheilung, den Robl als eine febr pablidhe und woblthâtige rucht auf alfen den Bodenarten anfeben, bie gum Rübenbau zu ffarf und anbaltend find, befonders da, wo die Molfentirthfchaft etras im Grofen getricben tirb, R 00 PRE COOP, Diefes Gevächs ift dem Gartenfreunde lingft befannt. Œhon manches Jabr bat man ben Berfuch gemacht, fie auf dem elde zu bauen, jedoch ohne fattfamen Erfolg, twenn gleid die Berfude damit gut ausgefallen find,*) Mbart des Robls bat in feiner eigentlihen Burjel eine runde flahe Form und wADf mebrentheils über der Erde; das Srautwert bat HebnlichÉeit mit dem Bracoli. Man bat es unter den Mamen von Eapefobl angebauet und oft mit den Turnips, raoted cabbage, tveil man nicht gebôrig auf feine Unterfcheidungsmerfmale geachtet bat, vertvechfelt,**) fheint, als babe man es in manchen Oegenden von Deutfh- fand unter den Mamen Roblrabi gebauet, der febr bârtlich fepn(oil.| Seichter,. trocfner, ettwas bocbliegender, fruchtbarer und vorber gut bearbeiteter Doben gebôrt diefer Grucht. Der Acfer wird wie zu Müben bearbeitet. Man macht dann Fleine gmwei- furchige Decte und düngt fie nach der Defchaffenbeit des Bodens gut, biefe mit einer leichten Balje geebnet find, werden die Pflangen ausgefebt. Saat und Saatzeit, 1m Éeinen vetfälfhten Saamen ju erhalten, fo verfabrt man damit wie mit dem Robifaamen. Um diefe Pflange qu bauen, wird fe guiveilen auf Deete in ben Geldern gefäet, von twober fie ausgefeft werden, gutveilen fâet man fie auch in Reiben oder Preitwürfig, two dann die Pflangen fteben bleiben, und nur in gebèrigen Œntfernungen mit der Hate verdünnet werden.. Die erfte Methode ift im Gangen voryugichn, tweun gleid einige Sandwirthe bebaupten; daf die Pflangen beffer gedeiben, wenn fie nidt von der Gtelle genom- men werden, two man fie bingefäet bat, Bo man es mit dem Verpflangen bâlt, muf man die- DPflangen frübe in gebôriger Grèbe, ettwa 6 bis 7 Bocben alt, baben. Die beften Beitpuncte dagu find Die Mitte des Mûrses oder Mnfang des Aprils. Der Saame muf alsdann dünne gefäet, und die féhwachen Pflangen nachher verdünnet werden, bis fie nicht unter 3 Soil von einander ftehen, oder 6 Unzen Œaamen geben binfängliche Pflangen zu einem Mere Sandes. Drillfñen ann man diefeibe Portion nebmen, die zu Anfange oder in der Mitte des Mprils in die Erde muf, MBird fpâter gefñet, als im Man oder im Gunius, fo gerâth die Grucht bäufig fehr gut. Bird breitwärfig gefäet, fo ift der Musgang des Maries dau die palicbfie Seit, ba die Pflangen nicht fhnell gum Bebacfen beran RARE: Die Portion der Ausfaat muf dann aber wobl etiwas ffarfer fenn. Methode #) Transactions of Society of Arts, etc.##) Bath Papers. Vol, IX. Anbau des Aderlandes, 73 Methode bes Pflangens, Man fann diefes Gemidhe fomobl auf ebener gepfligter Släche, als auf den oben befthriebenen Deeren pflangens das lebtere ift jedodh bas befte, 1vo der Acer nicht vollfommen trocfen if. Die pañlichfte Zeit ift, menn das Erdreih ein gutes Regenfhauer befommen bat. Deim Muspflangen nimmt man verfchicdene Entfernungen, eini- ge nebmen gerne 2 Gu$ von Meibe zu Neibe, und 18 Bolf auseinander in den Keiben, to der Doden gut if, in den fhledhtern Dodenarten aber nicht mehr als r2 30;*) wâbrend andere anrathen, fie 2 bis 3 Bu von cinander, auf Éleinen Deeten,**) die Pflangen fo viel môglih in die Mitte auf den Dünger, wie fhon beim Robl empfoblen wurde, zu fesen, Madberige Bearbeitung. De nachdem man gefäet oder gepflanget bat, mu£ auch diefe ausfallen.$at man mit der Hand in die Drcite gefäet, fo Fann die Grucht nur vermittelft der SandbacÉe rein gebalten werden, die man, fo oft es erforderlich if, gebrauchen mu£, Dei der Drillmethode, fowobl mit breiten Zivifhenräumen als engen Diftangen, Fan man Pflug oder Pferdehacfe mit der HBandbace in Berbindung gebrauchen, mit den erftern die Erde in den Swifbenräumen vübren und reinigen, und mit der lebtern pivifchen den Dflangen jâten, die Gruct auf Beete gepflanst if, fo empfiechlt man, daf man, fobald fih die Dflangen in den Doden eingewurzelt baben und das Unfraut zum Vorfchein Fommt, eine Furhe von jeber@eite derfelben mit einem Éleinen Dfluge, der binten enge ift, 3ichen, und die fo nicht gerübrten Stellen mit der Sandbacée rübren, und naddem bies fo ausgeriffene tinfraut vergangen ift, ebe die Pflangen ju grof werden, die Erde wieder in ibre vorige Sage bringen folle, iwobei man fit wobl in ct zu nebmen bat, die StrünÉe der Dflangen nicht mit Crde’ au bemerfen. Operationen werden fo oft wiederbolt, als der Suftand der Srucdt es cr- forderlidh macht, à Es ift bicbei nothtvendig ju bemerfen, daf bei der nadberigen Dearbeitung diefer Grucht, da fie ire Dolle oberbalb der Oberfläche bildet, die Erde nicht fo febr angebäuft werden müffe, als bei bem gemeinen Rob, da es die Crweiterung derfelben nidt nur bindert, fondern ibre Berftèrung befordert, Gu trodfnen Vabréjeiten[ift fidh diefe Srucht vortheilbafter anbauen, ba fie den Verhce- rungen und Mnfällen der Hliegen und andern Ebieren mweniger ausgefegt if. diefe Dflan- gen in der Mâbe dicht bei den Müben twaren, die von der Gliege gans vergehrt wurden, fo blie- ben fie ganx unberübrt, Ju gutem Doden gebeiben die Murgeln zu einer betrdtlihen Grèbe, die grôften tvicgen guteilen$ oder ro Pfund, und folfen bârtlicher als die gemeine Mübe, jedoch nicht fo febr als die Sterübe fepn, Die Menge des Crtrags Fômint im Oangen der der gemeinen Mibe nit ben.| *#) Millers Dictionary. art. Brafficae.##) Bath Papers. Vol. IX. Biveiter Theil,$ 74 Œilfte Abtheilung, Man verfüttert ffe mit Nindoieh und Schafen, im YBinter und Frübling, je nachdem fie früb oder foût gefñct worden, Die vortheilbaftefte Confumtion if in der Mitte des Maries, bis fie verzebrt if. Muf diefe YMeife Fommt fle der Mübe febr zu Dülfe, Bie befiét zu diefem Endytvede einen befondern Vortheil, da fie einen Sufhoben Stengel über der Erde bat, und bei Groft und Schnee leichter zu haben ift, als die gemeine Mübe, Gie hat viel und fette nàb= rende Materie, Kübe beffern fih, gebdrig bamit gefuttert, auberordentlih darnad. Meur Schafe damit gefüttert werden, fo gefchiebt es am beften mit dem Abbürden, wie bei den ge- meinen Rüben, Auf diefe WBeife iff wenig oder gar ein Heu erforderlih, felbft twenn diefe biere gemäftet werden follen, weil fie bei diefem Œutter beffer als von jedem andern, Safer auggenommen, gedeiben. Rübe fowobl als Schafe nébren Gb von den@proffen mit Pegierde, nachdem fie geblübt baben, bdann abgefchnitten und getrocŒnet find, Dies Verfabren follte nie oder do nur felten ftatt finden, da der Acer von folchen Pflangen, die man in Saamen fchiefen(aft, febr ausgefogen wird. die IBurgeln eingefchrumpft und gemvelft find, meil man fie abge- gefchnitten und aufgepacét bat, follen fie den Dferden ein febr nabrreiches Gutter geben. Gtatt die MBurzeln, da two die Volle(bulb) unten angefeét bat, abzufneiden, pfiü- gen einige£andwirthe fie mit einem gemeinen Pfluge obne Kolter, Blof mit einem runden Schaar mit einer fiumpfen Schneide zu dem Ende aus.*): Diefer Pflug gebt längs unter den Reiben und verrichtet die Arbeit bequem und leicht, Roblribe@redrtbe Diefe sum Rob gebôrige Pflange bat man mit gutem Erfolge im Gelde angebauet, Gie unterfcheidet fidh von der vorigen dadurch, daf fie ibre Volle unter der Erde in längliher Oeftait anfeét und in ibren Blâttern der gemeinen Mübe febr abnlidh iff. Die qu diefer Grucht anpaffenden DBobenarten find die, ivelche aus einen mürben Sebm, oder folche, bie aus dem nach und nach entffandenen erdigen Ybfag überfluthender Flüffe oder Geen befteben,@oil diefe Grucht aber barauf gedciben, fo mu der Doden gut gertheilt und môglichft vafferfrei fepn. Die Dercitung des Dodens muf daber durch micderboltes Pflügen und Eggen gebôrig ge- fhebns; der Dünger muf zu 8— 10 Guder per Acre aufgefabren werden, und man muf ibn mit dem lebten Mufpflügen in Fleine Vecte zur Aufnabme der Pflangen, unterbringen, Dies gefchieht gutweilen mit bem gemeinen Pfluge, beffer und genauet aber twobI mit einem doppelten Streichbrettspfluge. *#) Youngs Annals of Agriculture. Anbau des Aderlandes, 75 Saat,— muf immer von den beften Pflangen genommen, und dabei fo wie bei der Roblfaat verfabren werden, Man mub fie aber frifch ausfäen, da der Caame, iwetcher Jange gelegen bat, felten gut aufläuft. Muf man jedoch folchen nebmen, fo wcide man ibn vor dem Sâen einige Stunden in Baffer ein, Saatgeit,— Man twûblt fie früher oder fhâter, je nachdem der Sandwirth Gebrauch davon zu machen gebenËt. Um fie im@ommer zu verpflangen, muf man fie zu Cnde des Mér- ges oder im Mnfange des Mprils en, Su dem Ende bat man durd twiedcrholtes Umbringen twäbrend des Binters ein StiE Sandes ju berciten, damit es fein und frei vom Unfraut twerde, Dies bedecft man alsdann mit gut gerottetem Sofoñnger und febt etivas frifhen Dferdedung dau,© Diefer wird bann mit dem Grabfheid(cit untergegraben, eine gebôrige Quantität Gaamen eingefäet und mit einer ffarfen Sarfe oder leichten Cage untergebracht,*)@obaib die Pflarigen gum Borfchein Fommen, bat man wobl Mot auf die liege ju geben, uno fie, fobard fie fich geigt, mit Solgafche oder Hub zu vertreiben, ÆBenn die Pflangen vor der Beit des Musfesens ins Feld im OStengel ju bob wachfen und eine Dinderlihe Sorm befommen, fo muf man ffe rein aufsiehen und den Pas, wo fie flanben, ausgraben, und diefe Pflangen in einen Graben von 4— 5 oil tief alle Pard 40— 50 egen, die Murgeln mit der Crde aus dem nâcdffen Graben bedecen und leicht antreten, Go iverden alle erforderlichen Pfangen eingefchlagens wodurd fie in ibrem rafhen MBuchs aufgebalten und gum usfeben bercitet werden. Dei gutem Acer zum Saamenbeete, twenn er gebôrig bear- beitet und vom Unfraut rein gebalten mird, iff dies felten nôthig.**) Methode des Pflanzens, Man feñt bdiefe Pflange wie die Roblribe aus, Mo der Doden feucht if, thut man am beften, fie auf Decte zu fefen, Ve nachdem die Güte des Dodens if, werden die Diffangen genommen, das gewèbnlihfie Maaf derfelben ift 2— 3 Sub. Auf den Deeten feft man fie gemeiniglich auf der Mitte in einer Diftanz von.2 Gus in den Meiben. Gegen Ende des Dunius zieht man die Pflangen bebutfam aus dem Saamenbecte auf, un ais Sommergetwächs verpflanzt ju werden, wenn fie die Grêèfe guter$oblpflangen Ha- ben, und verfäbrt beim Pflangen(elbft auch fo. Dn trocner Vitterung dric£t man die Erde um die Pflangen recht dicht und feff an, wveil fie darnach ganz befonders gut gebciben, LU+) 2 #) Yo biefe Art der Subereitung nidt agefheben if, Fann man na Mr. Tugwel Demerfung, ein OticE altes Grasland, dur Rafenbrennen gertheilt, auf äbnliche Vcife zurichten, oder den Unter- Boden einer Schafhürde des YBinters, nachdenm Strob, Mif und dinnes Torfmaterial vorlaufig Gei Gite gefbafft if. #*) Tugwell in Bath Papers Vol. IX.*##) Bath Papers. Vol. 1X. D) Ein febr widtiges Sülfémittet bei aflen Berpflangungen dicfer Art beftcht darin, daÿ man bie aufgezogez l nen Pflangen, etiva 12 GtiE, gufammen nimmut und ibre MBurgeln in einen aus Lebm und Miftjauche 76 Œilfte ACéhcilung, tchr als an einem Tage gepflangt werden Fônnen, muf man nicht aufjiehn. Man muf auch einige Tage Act geben, da fie nicht von Rrüben oder Vôgeln ausgeriffen werden, Mabbherige Dearbeitung.— muf, fo tie bei allen diefen Fruchtarten, auch bier forgfältig gefhebn, Da 10 oder r4 Tagen muf gebacft werden, man reinigt die Deete und giebt den Pflangen einige Michtung, Die Ziifhenrâume tverden, fobald es angebt, mit dem gemeinen Dflugé oder einem andern paflihen Berfjeuge gereinigt, Man geht damit gei- mal(ângs in jebem, und ftürat die Surchen, fofern der Acfer rein und nicht ju dichte oder gu febr gufammengebacfen ift, an die Meiben, jeboch fo, daf die Pflangen nicht zu febe bebäuft terden; findet aber der entgegengefebte all flatt, fo wird die Gurche abtwârts geftürit, fo daf in der Mitte des Siwifhenraums eine Crbôbung entftebt, indem das Snffrument nur wenige Sole von den Dflangen gebt, um bdiefe Operation ju betirfen. Diefe Crhôbung wird in trocner Sabrszeit gefpalten und nach menig Tagen tvieder an die Dciben gebract; fobald es demnächff anpaffend if, tird noch einmal gebandbact, Dies Sebtere mag auf leichtem und reinem Doden oft nicht nôtbig feuns auf firengem und mebr gufammengebacfenen Dodenarten iff es fr die deryeitige fomobl als Éünftige Srucht vortheilbaft, und erfeft die Soften veichlich, Der Ertrag diefer Frucht belänft fih auf gutem Mer auf 23— 30 Tons per Here, Mad) einer Erfabrung von 20 Yabren fand man den Crtrag von einem Mere im Durdhfdnitt immer, dem nôthigen Gutter für 17 Schafe gli, und das in der Fnappften und bungrigften Jabrsgeit, auf einem Sande, twovon der Mcre nicht mebr als 13 Srbillinge twerth war, der jedoch gmifchen 7 bis 8000 Pflangen enthielt, mwelche im Durchfchnitt jedbe 4 Pfund wogen.#) Da diese Gewächs aus Faïtem nôrdlihen Clima berffammt, fo bebâlt es die Cigenfhaften feiner urfprünglihen Sage, und gerâth gum fpâtern Berfuttern für das Bieh im Srüblinge Leffer, als ivgend eine der Pflangen, die mit ibin Mebnlicdfeit Hat. Seiten ffeigt der Saft vor der Jitte des Yprile, twodurch dies Gemächs futterbar wird.. Um diefe Zeit fângt aber das Sraut- werË an qu fproffen, und nun wird es brauchbar. Gebrauct man es vor biefer Scit, fo ge- wôbrt ces ungleih tweniger Bortheil und ifé felbft dem Bieh, das damit gefüttert wird, niche gun) Man futtert es mit Schafen in Hürben fo wie Die gemeine Rübe ab. Die Burjeln foerden auégezogen und mit einer Art Hacfe gerbacft, Das Ynftrument bat an der einen Seite gemadten bünnen Drei tunft, fo bañ die PBurgeln bamit Übersogen tuerden. Die feinen YBurgein werden dadurc gegen die ibnen nachtheilige freie Berübrung der Atmosphare gefhist, und erbalten gleid einige Mabrung. Man Fann fih durch diefes leichte Mittel des ungleich fhtwerern, des Angie: fens, vôllig erfparen, und man tird mit Œrffaunen fehen, wie iwenig die Dflansen beim Serfeñen leiden, Solde gebôrig übergogene Dflangen Dalten fid) auch) mebvere Tage Me 7 et frifch. #) Bath Papers. Vol. IX.##) Ibidem. Anbau des Aderlandes, 77 ein 9 off langes Cifen, unten mit einer Shneide von 2 Boll breit und an der andern Seite eine Art von Dei. Mit diefem Dinge werden die Burgeln leidt ausgehobenz; mit einem oder gwei Schlâgen wird die Crde abgeflopft und die Murgel mit dem Deil gefpalten, Auf diefe Beife fangen die Schafe die Burgeln bei der Mitte an gu freffen, und geben zu den âufern Theilen fort, und vergebren fle fo einer und leichter, as auf jede andere Art. Shneidet oder bauet man die Buryeln nidt our, fo find fe wegen der barten Subftanz ibrer Ninde von den Scha- feu nicht gut qu freffen.*) Säâbrlinge, Doôe und alle jüfte Safe nâbren fich vorüglich von Diefer Murgels till man Mutterfhafe und Sämmer damit füttern, fo müffen die Hürden fo eingerichtet fepn, baf die Sämmer dadurch geben Fonnen, um fi im YBeiten zu nâbren, welches für fie und für die Murgeln Beffer ift. Zum Grüblingsfutter bleibt diefe Murgel immerbin bei ibrer Hôârte und anderen Gigen- fchaften ein näbrendes Butter, iwenn man ander Orünes nidt gut baben Fann, Der Anbau derfelben im Verbältnif gu den Schafen ift daber febr zu empfeblen**) Man will bebaupten, daf fih dies Gemäihs, twenn es von dem Voden genommen if, âuberft gut halte; man thut aber doch mobi, es in feinem frifchen Suftande ju verbrauchen, ivo es für die Schafe als ein Hülfsfutter bei den Müben vortrefflihe Dienfte feifter, : aps oder Nnbfen Dies ift cine Pflange von der Roblart,***) und unterfheidet fi darin, daf fie Feinen dich- ten Ropf mat, Da fie bârtliher Natur if und für Schafe und andres Vieh ein grûnes VBin- terfutter giebt, fo ift fie als ein Mrtifel der Geldcultur eingefübrt worden, Man bat fie au des@aamens iwegen lange Seit angebauet, aus ivelchem in cigens dagu eingerichteten Müblen das befannte Rübôl gefchlagen wird, Ziefere und fruchtbare Dodenarten paffen fidh zu diefem Gemahs, man es auf fol- chen Doden ziebt, der fchon lange in Beaderung getvefen iff, fo feiftet der locfere mürbe Sebm Die beften Dienfte. Man Fann es aber auch auf beidigen, marfchigen und fhlechten twüften Doden, der ange zu Orafe gelegen bat, nachdem er aufgebrochen und gut bercitet iff, bauen, Us erfte Grucht auf folchem Sande ift es vorsüalih zu gebrauchen, Set man es auf altes Acer- fand, fo ift die Vorbereitung fo tie bei den Nüben, Der Her wird durch mebrmaliges Pfiü- gen fo bearbeitet, daf er gegen Anfang oder Mitte des Julius befâet merden Fann, Rütylih aufaebrones Sand mu dayu febr gut gereinigt und gertheilt merden, Man be- dient fich in folchen Fâllen auch des Nafenbrennens, wie fhon oben bemerËt torden if, Dies *) Bath Papers. Vol. VII.##) Ibidem. y##*) Braflica rapus. 78 Eilfter Abfchnitf, (ebtere ift das leichtefte, woblfcilfte und vortheilbaftefte, wenn die Oberfliche vicle grobe Eryeng- niffe enthält, bie fonft nidt obne viele Mübe und Koften wegjufhaffen find.*) Man wablt diefe Dereitung gewôbnlih, mwenn Saame davon gezogen iverden(oil. Benu auf die erffere Mrt der Subereitung gefñet wird, fo(âft man am beften IBeijen oder Gerfte nachfolgen. SF das Erftere gefcheben, fo bringt man Gerfte oder Hafer mit Orasfame. reien nacber bineins iff aber das SeBtere, fo[âft man amvortheilbafteften WBeigen folgen, tweif dies nidt nur die befte Subereitung gu diefer Rornart if, fondern fie ganz vorsüglidh gerathen (at, und ba der fer frübe frei Fommt, fo Fann er jur Veigenfrudht binfänglidh bercitet ivet- den,#*) ft der Mcfer nicht unter Dung, fo mu er eben fo gebüngt werden wie die Nüben, Saat. Sur Ausfaat if der Saame vorymiebn, twelcher frifh, von fhèner fhwarger Garbe if, tweil er beffer und volffommner aufläuft, Man nimmt gewôbnlid) von einem Quart bis jum balben Decf, je nachdem die Met des Musfäens if. I die Frudt gum grünen Fute Geftimmt, nimmt man mebr, als wenn man bof Saamen davon haben will, Rethode des Sûens Man fâct den Saamen insgemein mit der Hand aus und Bringt ibn mit einer Dufch- oder lcichten Egge ein. Statt deffen wird er auf leichten und loern Doden oft untergepflügt, man nimmt alsbann mehr Saamen und madt enge und flache Gurchen, In folhen Fällen will man es der vorigen Methode vorgiehn,***) Man bat auch bei diefem Gemächs die Drillmethode gebraucht, den Saamen in Reiben von 1 Sol Tiefe und 12 3olf von einander, gebracht. Mach den Angaben ging man dabei febr ficher und Beffer als bei der breitwürfigen Saat, weil man den Mcfer auf diefe Meife Leich= ter und wobifeiler vein balten Fônnte,+) é Man bat auch die Methode febr gerübmt, ibn in Beete ju fâen und die Pflansen tie Roblpflangen ins Geld auszufesen. Ein balbes Mood Sandes(20 englifche Quabratruthen) giebt unter diefen Umfländen ju 5 oder 6 Ucres binlânglihe Pflangen. Diefe werden da, 10 fie qu dicé fehen, ausgenommen und die fecren@telfen damit mieder befegt,* Deides gefchiebt mit Spisbauen(dibbles),++)@elbft bas Verpflangen der gangen Grucht von einem Mcfer in den andern müvde bôcbft vortheilbaft fepn, ba bas Feld mit guten und gleidh grofen Pflangen befebt würde, ie Fonnten auch in regelmäfige Entfernungen gefebt werden, Die Sruchtiwürde gleichfèrimiger veifen, twäbrend man ju gleidher Zeit durs Sacfen einen freiern Suftyug giebt und die Swvifhenräaume durch fhmale Pferdebacfen reinigt.+++) Dies Cefchäft nimmt man qu Mnfange des Septembers oder des Octobers nad Befchaffenbeit der Umftânde vor, Man be- bient fi daju des Pfluges, die Pflangen werden von Beibern in gelebnter Richtung, in jede gmeite Surche einen Guf von einander, gelegt und die ABurgeln mit der nâchfien Surche bebecft; *) Modern Agriculture, Vol: II.**#) Kents Hints.*K##) Jbidem. +) Amos on Drill Husbandry.+) Marfball, in Rural Economy of Yorkfhire.,#D Ibid. Anbau des Hderfandes. 79 man nimmé dann wieder eine andere Burche vor und fübrt fo fort, bis die Mrbcit vollendet ift. Die Pflangen ftehen dann 18 bis 20 Golf von einander und 12 auseinander, WBenn gebrann- ter Mer fo bebandelt wird, fo muf die erfte oder die Saatfurche in die Queer gegeben tverden und die gum Serpflangen in die Sânge, um das Sand im Winter trocfen ju balten. Diefe Methoden fheinen aber alsdann befonders antvendbar, wo man auf den Saamen fiebts; teil bei der vollfommnern Œultur, die der Pflange dadurdh zu Theil wird, und der Dôün- gung, ben Unfüllen des Rapfaamens mebrentheils vorgebeugt tird. Dauet man fle aber gum grünen Futter an, fo mu früher gefäet werden, als tenn die Srucht jure Saat beftimmt ifé oder auf beide VBeife gebraucdht werden folf, jedoch fr genug, um vor dent MBinter fidh gebôrig zu beffauden, obne den erften Serbft in Stengel zu fchieben,*) Die Mitte des Junius bis jure leften Moche des Julius find dau die bequemften Bcitpuncte. Madhberige Dearbeitung, Dei der breitiwirfigen Methode wird feiten die nôthige Aufmerffamfeit beim Haden und Reinbalten vom Unfraut berviefen, obgleich es bier eben fo nôtbig ift als bei jeder andern Grucht, und um eine gute Œrndte ju erbalten, nie unterlaffen werden follte. Bo man es indeffen thut, da werden die Dflangen, wenn fie 2 oder 3 3oll bob gerwachfen find, 6 Blûtter haben, fi ausbreiten und den Boden überzichen, mit einer etiwas Éleinern Pace als die MibenbacEe in Entfernungen von 6 bis 8 oder 9 3olf von einandet gefebt, je nacdem der Doden fruchtbar if. Dies ift das cimige Hacfen, das zu gefcheben pfleat, obgleich eine Micderholung auf magern und unreinen Doden febr dienlidh fepn Fann, Diefe müfte Lann ettwa 4 bis 5 MBochen nad dem erften Gacen vorgenommen merden. ÇŒin- mal ju bacéen beträgt etwa 6 bis 7 Schilling auf den Ycre, Dei der Meibencultur aber, man mag den Saamen in Meiben fâen oder die Pflangen ausfeben, lâft fih das Sacen toblfeiler und leichter befchaffen, Man Éann daber mit twenig often die Geldfrucht fo rein als eine Cartenfrucht balten, MBenn der Crtrag als grûnes utter dienen foll, fo wird gegen Ende des Movembers die Srucht, twenn man deren bedürfte, fchon binlänglid berangemachfen feyns es ift jedoch, falis man fie nicht gum Saamen beftimmt bat, beffer, fie gum Gutter in den Grüblingsmonaten auf- gufparen, Œuttert oder fhneidet man fie im Serbft ab, fo geben die Pflangen mebrentheils im Mpril eine gmeite Erndte, Dei diefer Art der Mbfutterung muf aber mob darauf gefeben werden, Daf die Pflangen nicht ausgeriffen oder gerffôrt werden, mwenn das Yieh darauf ju lange gebalten tir, il man die Grudt, obne fie im Herbft abzufuttern, zur Saat ftehen laffen, wie dies Dâufig gefhieht, fo bat man, tmenn fie our Sacfen gebôrig gereinigt if, bis zu Ende des *) Millers Dictionary. 80 EŒilfter Abfnitf, Gunius oder Anfang des Julius, ten der Saatne reif mird, nibts gu thun, Man betnerft dies an dem Draunwerden der Schoten und twenn der reiffle Saanc etwas(hwärlih wir, Man bat genau darauf zu achten, Damit er nicht ju lange ftehe und viel Gaame verlobren gebe, Man erndtet ibn gewbbnlih mit der Sichel und legt ibn in dünne Schivaden, da, 10 der Saame gewachfen ift, bis man ibn drefchen Fann, Dies if dann Seit, mwenn das Gtroh teiflidht und der Saame vollfommen fhwarz wird, er su lange liegen, fo gebt viel Gaame verlobren, tird er gu grün gedrofen, fo bleibt viel in den@choten, auch ift bas Gedrofchene alsdann nicht gut aufjubeabren,*) Qn diefem alle wird der Saame im Felde auf DeFen, von etwa 20 Pards ins Gevierte, oder was noch beffer if, auf geflochtenen SHürden ausgebrofchen, Diefe werden in fchräger Ridtung bin und die Decfen darunter gelegt, um den Saamen aufjufangen, Der Saame wird auf Schleifeu, die mit einem Safen belegt find, an die telle Dingefabren, damit Fein ŒGaamen bei diefer Gelegenbeit verlobren gebe, Man reinigt ibn gleichfalfs auf der Stelle und fhüttet ibn in Sâcfen gum Verfauf.**) grofe Quantitâten, wenn fie fhnell jufammen- gebracht werden, leict fi erbiben und mubbig werden, fo ift es twobl Beffer, ben Saamen auf einen Rornboden oder in einer Scheure dünne auseinander 3u fhütten und fo oft es nôtbig iff, ibn umguftechen, Qn einigen Gegenden son PorÉfbire tar biefe Arbeit vormals eine Art von Geftlichfeit,***) die aber jebt abÉommt, man bindet vielmebr die Gruct jeft in fleine Bünde oder Schôfe. Die Scheure glaubt man auch vorgiehen gu müffen, Die often biefer verfhiedenen Operationen, des Mäbens, MBendens, Drefchens, Reinmachens u. f. w,, fhlâgt man ju 25 bis 30 Gcbilling auf den Acre an. IBenn biefe Art Pflange gut gerâth und die Jabrszeit der Saamenerndte günftig ift, fo if die Grucht für den Sandwirth) âuferft vortheilhaft, da fie 40 bis 50 Dufhel auf den Acte ein- tâgt. Mr. Marfhall ift der Meinung, daf im Gangen ,,diefe Grucht als die vortheil- baftefte in der Sandtoirthfchaft angefeben werden Fônne.“ Man bat Fülle, fagter, wo altes unfeuchthares Weideland fo viel Maps am Verthe eintrug, als der Raufpreis des gangen Mers fih belief,+) Der Saame tird in die Oelmüblen, Die Saft gu ro Quarters gerechnet, verfauft, bie Oelfuchen davon werden gum Biebfutter gebrauct, Der Preis ift fehr veränder- li, jedoch ie Saft felten unter 30 Pfund, Det Maps iff indeffen unfiher, fomobl beim früben Anbau als beim Crtrage. Cr wird oft von Snfecten wie die Rübe verheert; wenn er in der Blüthe oder grvifchen Der Diüthe und Dent *#) Marfhall Rural Economy of Yorkfhire.**) Rents Hints. #4X) Mr. Marfhall giebt in ber Rural Economy biefet Gegend cine voliffändige und febr intereffante Defchreibung diefer Arbeit.+) Rural Economy of Yorkfhire, Anbau des Aderlandes, gr bem Gotenanfeben fiebt, ettva ju Mnfange des Maics; fo ifé er auch dem Groft, bem Drande und Meblthau ausgefegts und wenn ur Beit der Saamenerndte vieler Megen einfälft, fo ift oft Gefabr, daf er verdirbt oder verlobren gebt. Der Anbau diefer Srucht if manchen guwider gewefen, teil man glaubt, baf er den McÉer febr erfchopfes menn fie aber auf einem pañlidem Doden mit gebôriger Bubereitung ge- bauet, aud bei der nachberigen Bearbeitung Sorgfalt angemandt wird, und bas Gtroh mit dem M6fall nicht tie gemôbnlidh verbrannt, fondern gum Viebfutter und zum Streuen*) ver- twandt tir, fo ift dies in mancher Récit für den Sandivirth die vortheilhaftefte Srucht, bie nur feyn Fann, Der allgemeinfte Gebraud diefer Gruchtart ift als grünes Gutter für die Shafe, iworin fie, tenn man auf néfrende und dem Sieh moblfhmecende Deftandtheile fiche, fhwerlid von irgend einem andern Gemwächs übertroffen wird; in der Menge des Ertrages ftebt fie aber den Rüben und dem Robl nach. Tn diefer Anwendung futtert man fie na Belieben vom Yn- fang des Movembers bis in die Mitte des prils, n der erftern Zeit mâftet fie die trocfnen und alle dite Schafes in der lebrern giebt fie den Mutterfhafen und Sämmern Mabrung. Die Gchafe werden darauf cingebürdet wie bei den Müben. Auf diefe Beife bezablen fie den Mere ju 50 bis 60 Gbillinge, denn auf fo viel Sand Fônnen ro Schafe fid ro bis 12 Wochen da- von nabren. Der Maps mûftet flârfer als die Müben, fo daf er die Schafe durch feine mâftende$traft tôdten fonnte. Man bemerft dabei, daf der auf frifhem Sanbe getvachfene ganz glafige Sten- gel babe und jebe andere Mrt des Gutters, biefe Thiere ju mäften, übertreffe, dagegen der auf altem McFerlande gebaucte, jâbe und brathartige Gtengel bervorbringe und fit febr fhwach dagegen zeige,**) Benn Rindvieh auf dies Gutter in grünem Suffande gefeét tvird, fo muf es ju Anfange nicht zu viel bavon haben, tweil es febr leit darnad auffchrilft. Gin neuer Schriftfteller râth hiebei an, daf die Mnbaucr diefer Stucht, un den môglichft gvèften Bortheil davon ju gieben, immer ibe MugenmerË auf die doppelte Anmwendung baben follten, indem beim Mbfuttern im Serbft die Srucdt nicht befhädigt wird, man mithin eine grèbere Menge Binterfutter erbalte und dennod die Menge des Saamens wenig oder gar nicht verringert merde, Dies mûre demnad die vortheilbaftefte Debandlung diefer Frucht, nr) *#) Mr. Marfball bemerft, baf der WBerth des Strobes im Minter für das Die betrâdtlic fep. Das Raff ift fo gut wie Peu, und die Fôpfe werden beffer als Meigenftrob gefreffen. Menn ce gut ge wotfen if, fo frift bas Bich alles rein iveg. Das Debré giebt für den Dofpferch eine gute Streu und ift gut unten in ben Seimen und Sobern su legen. ##) Corrected Report of Lincolnfhire.*##) Modern Agriculture, Vol. II. Bweiter Theil,£ 82 Eilfte Abtheilung. In ecinigen Cegenden und auf gerviffen Dodenarten mag dies der Gall feyns im Oanyer mindert das Mbfüttern alflemal die Menge der Oaat, da man immer grôfern Crtrag erbält, wenn dies nicht gefcheben if.*)- In jeder Rüfiht Fann man den Maps beim erften Aufbrehen fhlehten und mwüften San- des our Rafenbrennen mit Bortheil anmvenden, man darf ibn aber nicht Furge Seit mwieder darauf bauen, Benn man die Grucht zur Saat fteben(ft, fo bat man fie gegen die Bôgel zu vertoab- ren, Die eine gang beträchtlihe Menge davon verzebren Fônnen, Mug br tie, Obgleich man diefe fhäbbare MBuryel fhon lange Seit in diefer Gegend gebauet bat; fo ift fie doch evft feit ro— 15 Sabren sum Vichfutter im Gelde angebauet worden. Sie fcheint aus den niedrigen Gegenden, two man fie als Pferdefutter(ângft Fennt, in die füdlichern einge- fübrt worden ju fenn. Obgleih es unter den getwôbnlihen Murgeln manche Abart giebt, fo fcheint doc nur eine zum Viebfutter im Gelde angebauet zu werden, Dies iff die Sorte, wel- che man Orangemôbren nennt, deren Garbe ettvas dunfel und ibr Gleifch füfer und faftiger if, Diefe Art Burgel wird noch einmal fo grof als die blafgelbe Art,**) Die Dodenarten, auf welchen die Môbren am beften gedciben, find die, twelche eine bee trâchtlihe Tiefe von feiner Dammerde baben, und fowobl von der mürben, lebmigen, fandigen, als vegetabilifh erdigen Yrt find; man mag fie vielleicht auf den mebrften Bodenarten, nur nicht in dem fteifen Rian und dünnen Ries- oder Ralfboden, bauen Éônnen, Die fchtvargen tiefen vegetabilifhen, und bie fetten tiefen fandigen Belder fheinen am mebrften für diefe Grucht fo tie manche andere fi gu paffen. Mâchft diefen find es die mittlern Sand: und fandigen Sebmbodengattungen, morauf fie gut gedeiben,***) Um den Her qu dicfer Grucht zu bereiten, muf, mweil diefe rucht eine Sapfentwurgel bat, miederbolt tief gepflügt werden, damit fie in die Erde binein treiben und fi leidt in dem Bo- den ausdebnen Fonnen; denn mwenn biebei der Doden nicht in beträchtlicher Tiefe gertheilt tird, fo tverden die MBurgeln gacfig und nidt grof, iwodurd fie am Berthe und Ertrage verlieren, Dicfe tiefe Vearbeitung erreidht man, wenn dem gemeinen Pfluge entweder ein Ranolpflug folot, oder allein mit einem ftarf befpannten gemeinen DPfluge. Das erflere ift jedodh vorzüglicher, #) Modern Agriculture. Vol. II. #*) Man bat aud) blafgelée Arten, die febr grof tverben. Hs: de #**) Youngs Annals of Agriculture. Vol. XXV. to der Boben ffeif und fhwer if. Drei Pflugarten find getwobnlid binteidhend, two der Mer fonft- fchon beacert ift; in andern Fâllen mürde man bamit wob[ nicht ausreichen, Die erfte DPflugart muf ro, 12 bis 14 3oltief, und dann, menn der Mer erträglich trocfen ift, vorge- nommen wetden, ettoa ju Anfange des Octobers, Co bleibt er dann bis gegen die Mitte des Gebruars, wo er ins reux zum gtveiten mal in der nebmlihen Tiefe umgebracht wird. Mérz erbâlt er die dritte Fabre, uin ibn zu befñen, Diefe Éann etwas leichter als die vorigen feon. Durch die beiden Pflugarten, die ibm fo im Gerbft und in den Bintermonaten gegeben terden, wird der Doden lofer und offen, da er fo der Cinwirfung des Groftes und anderer Urfachen ausgefest wird, iwelches fonft der Gall nicht fenn würde.*) Dei der lebten Pflugart im Mr twiro eine gebôrige Menge gut gerotteten Sofimiftes in den Doden gebradt, und bdie Oberflñche darauf gut Flein gemadt, au burdh Eggen fo viel als môglich geebnet, Afsdann Fann der Mer befñet werden, Œs wachfen gwar die Môbren, nad mancherlei Erfabrungen, gutveilen obne Dung febr gut, jedoch bat man immer gefunden, daf man bei freigebiger An- wendung des Dungs immer den moôglichft grèften und verbältnifmäpigen Crtrag gebabt bat. Saat,— MBer Mobren bauen will, muf fih feinen eigenen Saamen dazu, durd JAustwabl der beften und fchierften Burzeln vom lebten Sabre verfchaffen, Ddiefe in der Mitte des Mârses auf einen focfern Def qu dem Ende feben. Dm Auguft wird der Gaame reif. Auf diefe MBeife erhâlt man immer frifhen Saamen, welhes beim Anfauf feften der Fall ifts Alter und unreifer Saaime wird bäufig mit neuem vermifht, mwober die Hrucht entmweder gânlich febl fchlâgt oder febr ungleidh auffèmmt. Muferdem erbalten die Sandivirthe leicht Gaamen von der blafgelben Art, die nicht fo grof werden als die dunfle orangefarbige. Da diefer Saame febr leicht if und gern aneinander bat, muf man anère Subffangen dainit vermifchen, damit der Saame auseinander gebt und gleihformig gefñet werden fônne. Man nimmt dagu Sâgefpâne, lan, Afche, trodne Erde, troŒnen Sand; das Erftere ift wabrfheinlidh das befte, da es dem Saamen an Seihtigfeit giemlich gleich Fômmt. ÇCinige fandivirthe bebaupten, er laffe fich obne- dem ebener fâen, tvenn man ibn nur gut abgerieben und durchgefiebt und nachber getrocnet bat,**+) nu Mücficht der Portion fâen die Sandwirthe verfhieden, Vier bis fünf Pfund bei der breitmürfigen Ausfaat ift, je nachdem der Ucfer fi von der fandigen Befchaffenbeit entferut, die pañlichfte Menge.***) Drillfäen reiht man mit 2 Pfund auf den Acre vôllig. F) Shi der Mitte des Méryes wird gewôbnlidh gefäet, jedoch darf man es auch nicht länger als bis $ 3 *) Auf einem vorber fon miürben und tiefen Doben fâet man fie in England jest bâufig auf die evfte 12— 14 Sol tief gegebene Gurche. 21.+02 D, #*) Annals of Agriculture.***) Corrected Report of Suffolk. f) Amos on Drill Husbandry. Anbau des Aderlandes, 83 PA £4 Eilfte Abtheilung, ju Anfang des Aprils verfhieben. Man Fann indeffen au no friber fâen, tent bee rar dau bereitet iff, obne von der Mitterung etiwas fürhten ju düvfen. Methode des Gâens, Man füet die Môbren insgemein mit der Hand oder breit- swbrfig, der Saame wird nebmlid, nachdem die Oberfläche ret Flein gemacht und geebnet worden ift, ausgeftreuet und mit einer leichten Œgge untergebracht. Da fih der Môbrenfaa- men nicht regelmäfig in die Reiben bringen(ôft und die jungen Pflangen febr gut mit der Hacfe ausgefeft werden Fonnen, fo ift dies auch mobi die fchicélichfte Mrt, den Saamen in die Crde zu Bringen.© beffûtigt fi auch daburch, daf man in allen Diftricten, wo der Mobrenbau flat im Gange iff, diefe Methode angenommen worden,*) Um die nachberige Bearbeitung Bbeffer ausufübren und die Yrbeit und Roften des Hand- bacens ju fparen, haben einige Sandivirthe die Drillmethode verfucht, aber mabrfheinlich ohne vôlligen Erfolg. Se nachdem diefe oder jene Mrt des Hacfens angemanbdt mird, gefhieht die Urbeit, indemt man gleid von cinander entfernte Neiben von 12— 18 Bof mat. Dabei werden Feine Drillwerfjeuge gebraucht, fondern die Sandtvirthe gieben enge Suvchen mit Hacfen oder andern Dagu etfundenen MBerfjeugens und dann ftreuen fie den Saamen mit der Hand über den Doden und bedecfen ibn entiveder durch leichtes Œggen oder durch SHacfen in den Miücen der Fleinen Crhôbungen,**) Dei diefer Methode râth ein febr gefcheider Sanbtvirth, den Saamen, io man eine Drill- mafchine gebraudt, einen Golf tief in die Meiben gu Éringen und die Râume 14 Bol breit da- amifchen qu laffen. Der Saame wird ju dem Ende 24 Gtunden vorber in WBaffer eingemeicht, damit ev Feime, alsbann tird er mit Gâgefpänen und trofner Œrde 52 Pecé ju jedem Pfunde Saamen gemifcht, Der Acer wird darau’ einmal leicht mit der Cgge übergogen. Stvei Dfund Gaamen find nad angefteliten Demerfungen bierüber ju einem Ycre Sandes Hinreihend,**+) Madbbherige Dearbeitung.— Da die Môbrenpflangen, tâbrend fie noch jung febre gart find, fo Fommt es febr barauf an, baË fle nicht ju febr auf cinander gebäuft und bei ibrem evfien Buchs fo iwenig wie môglih vom Unfraut befchattet werden. Dies gefchieht vermittelft fleiner fmaler Sandhacfen von etwa 3 3oll Breite, mit einem Stiel, der nicht über 2 Sup fang if, bei deffen Gebraud) die Arbeiter auf den nieen liegen, Da aber auf diefe WBeife manche Pfange zerffôrt wird, twenn die Mrbeiter damit nicht gebôrig umyugeben twiffen, fo thué man beffer, mit der Sand ju jâten, da die fhwächften Pflangen nun mit Gewvifheit fo tweit mes fommen, daÿ die ibrigen in gebôrigen Entfernungen fteben, auch das Unfraut gânglich mwegge- fdafft wird.+) Arbeit wird dadurch erleichtert, daf man auf Becte von folcher Sreite *) Amos on Drill Husbandry.##) Youngs Annals of Agriculture. Vol, XXV. ***) Amos on Drill Husbandry. +) Dies iff gerade gegen den Hath un bie Erfahrung der grôfern Môbrenbauer und die Lebre ber be: wertheften Sdjviftfteller, fo wie auch gegen meine eigene Œrfabrung. bie Môbren durch Gers Anbau des Aderlandes, 85 fâer, die von 2 bis 3 Perfonen leicht vorgenommen werden Fonnen. Œs gebt dies beinabe eben fo leicht, als mit der Sade, DFE freilih das Yâten eine befbtverliche Arbeit, fo bat man dage- gen bei bem Fünftigen Debacfen, ivenn diefe Operation querff gebôrig befchafft wurde, defto weni- ge Mübe, Na 3—4 Bochen, vom erften Hacen her gerehnet, wird, je nachdem die Grucht gervachfen ift, gum gmweitenmal gebacft, Dies gefchieht mit der gemôbnlihen Sandhace; die Urbeiter feben dabei die Pflangen in gebôrige Entfernungen ans. find bald von 9— ro Bol, insgemein aber 12 Sol.*) 15— 18 Sol von jeder Seite ift die Enfernung, welche man it ŒSuffolf, wo der Moôbrenbau febr ffarf getrieben wird, annimmt, Man findet, daf gerade in diefen Diffangen die Srudt fhôner und die Burzeln grôfer gerathen,**) Das RrauttwerË Fann fich afsdann mehr verbreiten, und die Oberfläche feucht und ocfer balten, Die Pflangen erbalten dadurd mebr Mabrung, und die Burgeln Fônnen fih ju ibrer vôlligen Grôfe ertweitern. Buweilen bebact man im Sunius gum dritten mal, wie es der WBachsthum der DPflangen oder das Unfraut nothwendig machen, wird das Unfraut vôllig ausgerottet, und die fhwächften Burgelpflangen werden da, to fie doppelt oder zu dit ftebn, in gebôrige Entfernungen gefest, O6 ein tweiteres Vebacfen nôthig fen, bat der Sandivirth zu beurtheilen, da bei diefem Unbau es febr twicbtig ift, den Mer trocéen und vollfommen rein zu balten. Dei der Drilleultur reinigt man die Zivifhenrâume mit einem fleinen leichten Pfluge oder mit der Pferdehae. bdies fogar vor dem Mnlanfen der Pflangen mit der Handhace ge- fchiebt, fo ift bei diefer Methode Vortheil. Die Koffen find verfhieden, je naddem die Arbeiter Gefchicélichfeit in der Sache baben und je nacdem man eine Merhode wâblt. Der würdige Verfaffer der Mnnalen giebt r PP. 16 Sd. per Mere an; in Suffoif, wo man mit diefer Mrbeit jedoch Beffer Defheid tweif, Foftet die Dearbeitung eines Mcres 16— 18 Sh, oder cime Guince, Cinige fandivirthe faffen die Murgeln den Binter über in der Erde, um fie nach Dedarf qu gebrauchen, Man Fann diefe Methode aber wobl nicht empfeblen, da die Rôpfe der Wur- aeln leidht anfaulen und die MBürmer der Süfigfeit der MBurgeln nactrachten. Fann man ja unter einer trocnen Dededung und au einem trocénen Orte die DBuryeln febr feicht und gui aufbewabren, Nächfidem ift es bei bartem Grofftvetter immer fhwierig, fie aus der Erde und giehen gejâtet twerden, fo erbâlt man feine ffarfe MBuryeln. Durd das Locern des DBodens, vermittelff des Aufgiebens, werden fie geveit, Ocitentwuryeln augjutreiben, ba fie dodh nue cine reine, gerade Pfablwurgel machen follen. Man muf fie bof mit einem fogenannten Rragmeffer rein balten und verdünnen, mwelches dann überdem cine febr grofe Arbcitserfparung if, A0 *#) Annals of Agriculture. XXV. #*) Modern Agriculture. Vol. II, 86 … Cilfte Abtheilung, dem tiefen Scbnee herausufriegen. Man mu daber das Mufnehmen der Murjeln alferdings are ratbens Min beften gefchieht dies im September oder October, mwenn das Rraut gelblicht und telé wird. Man muf barauf mobi Act geben, denn fhiebt man es ju lange auf, fo ift Ber- fuft babeis bie Maffe wird dur das Anfaulen der Rôpfe vermindert und gum Verfuttern mit Schtweinen oder Mindvieh unbraucdbar. man es zu frübe vor, fo balten fid die VDur- geln auf feine ABeife gut. Beim Mufnebmen felbff befolgt man zwei Methoden, man pfligt oder forft die MBurjeln auf. Das crftere gebt fchneller, es werden aber viele MBurzeln dabei gerbrochens 1ôft man da- gegen die Grde mit einer dreiginfigen Sorfe und bebt die Pflangen beim Schopfe, fo geben fre fit beraus, obne befchüdigt ju werden, Es if dies gtvar etwas Foftbar, aber doch alf- gemein zu empfeblen. Maddem die PBurgeln aus der Erde genommen find, muf man fie zwei oder brei Tage im Belde liegen laffen, damit fie volffommen trocfen tuerden, Man febt fie zu dem Œnde zuwcilen in Fleine Haufen.@obald fie vollig trocfen find, tmwerden ffe abgeblattet und die Burgeln in Haufen mit troŒfnem Stroh gepacft. Sat man Fleine Quantitâten, fo legt man fie in trocnen dichten Gebäuden in trodnen Sand und bedec£t fie gut. Dies ift die fiher- fe Methode. If die Quantitât von Debeutung, fo pacft man fie im Gelde oder andern be- quemen Stellen in Reiben oder Becte 2 Qu von einander, das Rraut auswärts gelegt, mit trocnem Strob auf. Diefe Erhdbungen werden ettva 4 Suf boch, die Zwifhenräume werden ausgeftopft, und das Gange mit einer Sage Silf oder âbnlihem Material als Bedachung be- legt. Muswärts legt man Strohbünde an, die mit Süroen befeftiget werden, Dei diefem Berfabren, das in trocfnen Gegenden nur ausfübrbar ift, entftebt dadurch ein grofer Bet- fuft, daf das Kraut nicht voter gum Gutter abgeblattet if. Man Fann ffe jedoch au in- Schoppen und andern bequenten Stellen verwabren. Qu jedem Fall darf man fie nidt in gro- fen Quantitâten oder ju dicht gufammen legen, da fle fich leicht erhisen. Die Roften des Einerndtens richten fi nach der Güte der Grucbt, der Defthaffenbeit des Sandes 1e. Gm Durhfbnitt verfchiedener Berfucdhe auf verfhiedenen Dodenarten und unter verfciedenen Verfabrungstveifen beim Anbau betragen fie auf den Here 17 Sc. 8 Pence.*) QGn manchen Gâllen Fommen fie mit balb fo Doch zu ftebn. Das Meinigen, Abblatten, An- fabren, betrug im Durchfchnitt 15 Seb. 7 Pence. Die gange Ausgabe der Befchaffung diefes MUnbaues war in folhen Gâlleu per Aere 7 Pfd. 4 Gb. 11 Dence, oder in Berbältnif der Quantität des Crtrages auf den Bufhel 2 Pence 3 Fartbings.**) Die Quantität des Crtrages war im Durhfdnitt 529 Bufhel per Mere. Die Koften des Mnbaues biefer MBurgel auf magern fandigem Doden, der nicht mehr als 5 Goilling per Mere am Berthe ift, findet fid unten von dem Berfaffer des Guffolfer Neport angegeben. Der *) Annals of Agricult. Vol. XXV.**#) Ibidem. Anbau des Aderlandes, 87 Œrtrag tar in biefem Gall etiwa 200 Bufhel per Ycre.*) Mach der erften Angabe betrâgt es mitbin etwa 3 Pence auf den Bufbel. Der Ertrag einer mittlern Erndte auf mittlerer Dodenart mag demnad twobl 300 bis 350 Dufhel auf den Mere feyn.**) Die often der Dearbeitung 3 bis 4 Pfund, MBenn man diefe Grucht mit der Rübenfrucht vergleiht, fo ift der Unterfhied etiwa r Pfund zu Gunften der lebtern,***) Mus den obigen Angaben gebt fo viel bervor, daf, obgleich die Musgaben beim Môbren- bau auf den meiffen Dodenarten febr betrcbtlih find, bdennod die Mubbarfeit derfelben gur Bicbfütterung und Berbeferung des Bodens die Cinfübrung derfelben fichern, wenn der fand- wirth im Defig folcher fandigen und ijnen angemeffenen befchriebenen Sändereien ift, Man bat diefe Grucht befonders als Gutter für die Pferde, für das Mindvieh, die Schafe und Schiveine im Oebraud. ibrer flcifhigen und Sucfertheile enthaltenden Natur mäftet fie in geringen Portionen und ift in biefer Rücfiht vorziglid antwendbar. Aus Erfab- rung teif man, daf Ochfen am beften davon fett werden,+) Die Erfabrungen anderer Sand- wirthe eigen aber, Ddaf fie auch gum Settmachen anderer Biebarten eben fo, wenn nidt noch vortheilbafter find.+) MBenn man fie daju antvendet, fo muf die Portion der Grèbe des Thieres angemeffen, jedoch immer mit einer Dortion gutes Heu oder Hechfel verbunden feyn. On der erften Zeit, da die MBurgel noch faftiger iff, muf mehr troden Gutter dabei gegeben werden als nadber. Diefe Burgel ift jeder Viebart angenebm; jüftes Mindvieh beffert fih darnach febr, und wenn fie den mildhenden Küben gegeben wird, fo foi die Menge der Butter und Milch gar febr darnach vermebrt werden, obne daf ibe GefhmaÆ darunter leidet; nur unter diefen Lmftän- den mag fi, wenn man Fein Sieh mâftet, biefe Grucht mit Vortheil antvenden laffen. Gm Mâften der Echafe bat man fie in einigen Gegenden vorüglih vortheilhaft gefunden, da 1 Acre fo viel leiftet als 21 Mere üben.++F) Schiveine werden, wenn man die MBurgel focht, febr fchnell darnad fetts rob gegeben entfprachen fie bei einigen Verfuchen der Erwvar: tung nicht, twenn gleid in andern auch das Bieh febr bald davon fett wurde.$) SS) U. St. Sh. Pence. A tief ju pfligen;? 2 2 pig 7 cas Roften des Saamen und Sâens z;; be 4 6 Pacfen z: z Ê I I_ Aufnebmen, abyublatten 5 Buder jedes ju 40 Bufhet— 5— Anfubr z£— 5— Landvaht, Sebnte, Armengeld_ 7— : 2 9 6 ##) Modern Agriculture. Vol. IT.###) Jbid,? Corrected Report of Suffolk. D} Youngs Eafiern Tour.+) Modern Agriculture. 6) Eaftern Tour. Vol. IV. p. 99. $$) Da fie vor alfen andern faftigen Gervädifen den Schiweinen, vob gegeben, vortrefflich befommen und fie ohne Rorn ju einem beträchtlichen Grad von Settigéeit bringen, weif in manchen Grgenden Deutfch- lands der Dauer und der Gârtner febr gut. Ad: 9: 88 Œilfte Abtheilung, Die grôfte Confumtion gefchieht von den Mrbeitspferden s tobei piel Rotit gefpatt wirb, obne daf die Thiere dabei leiden. Die tägliche Nation für ein Pferd beträgt 4o bis 50 Pfund. Benn gebôriges Heu und Hechfel dau gegeben tird,(o befinden fi die Pferde im Starder alle erforderliche Felbarbcit zu thun. Man fângt befonders gegen Sichtmeffen an, ibnen dies Gutter zu geben und fâbrt bamit bis zu Ende des Mprils fort. Cinige bebaupten au, es fer beffer Srüblings- als Minterfutters fie geben daber in der lebtern Sabrsjcit eine geringere Pot- tion, Dies Ffommt twabrfheinlih daber, weil die Buryel im inter noch frifcher und fafti- get ift und daber eine grôfere Mifhung des trofnen Gutters erfordert. Der Berth diefer Grucht ift febr verfchieben, je nachbem ibre Confumtion beftimmt mird.*) Jan bat die Verfchiedenbeit deffelben von 21 Pence bis zu 2 Scbillinge gefunden; im Mllgemeinen mag fie von 6, 8 bis ro Pence auf den Bufhel feun, ivelches auf 4 oder 500 DBufbel fhon etwas beträcbtliches ausmacht, Ym Ganyen môgen die Burzeln vor den Nüben den Vorzug wobl bebaupten, tvenn man bebenft, tie leicht fie ju bauen,**) wie tenig Gcefabren fie ausgefeft find, wie febr fie fih gum üttern und Gettmad)en des Viehes antvenden laffen, wie vielen Dünger fie geben, wie ut fie den Mer jure Rornfrucht vorbereiten, befonders da, w0 reiner and oder lebmiger Sand zu ibrem Anbau fih findet. Dies wird noch bdadurd einfeuchtender, da man bemerft, bdaf fie mit Vortheil mieder auf demfelben BDoden wachfen, indem der Sandtwirth, der nur wenig paflihen Boden zu diefer MBurgel bat, fi bennocd immer damit verforgen Fann. O6- gleich nun twegen Mangel der genauern Befanntfhaft mit ibren vortheilhaften Cigenfchañten, fie febr vernabläfigt find, fo follte man doc) iwegen Erfparung der grofen Safer- und Dobnen- confumtion für die Pferde, fo iwie iwegen der Gütterung und Mäftung fo mancherlei Art Biebes, alfgemeiner fie anbauen, wo fih der Doden für fie pañt, Es #) Bon den Berfuchen verfchiebener Agronomen taren die Refultate, fo iwie fie Mr. Young im Vol. XXV. of Annals of Agriculture angiebt, folgende: Hntvendung. Berth per node Df. St. Sh. Pence. DBeim Guttern alferlei Sichforten 3 3=—»2E SGm Durchfchnit auf berfdjiedene eife 2 3— Fr Beim Ochfenmaften 2 3== 6 Deim Srhtveinemäften, dt 5 5 4== D't Otatt Hafer für die Pferde 9 4£—= 6 Deim Buttern der Schweine, oh 0 4 3———. g Deim Bettmachen der Schafe C 4 3 3—— A ##) Qcit ju bauen find fie nun getif nidt; vielmebr unter alfen Vurselgetwachfen am fhiverften. Dies if auf leidhten ticfen Boden ibr eingiger Gebler. Ter noch febe unreines Land bat, bdarf fid) durchaus nicht damit abgeben. 2f br D Anbau des Aderlandes, 89 Es ift febt tabrfheintid, ba fie für manche Art des Febetviehes gefocht, befonders mâftend fepn twüvden.*) Die Paftinafen bat man auf diefe Beife febr iwiréfam befunden, Um auch das bobe Sraut der Mureln ju benuben, bat man es, jedoch obne die Platten dec MBureln ju verlefen, in fcinem grünen und faftigen Suftande abgemäbet und ju Heu ge- macht, diefe Weife bat r Here 2 Tons Gutter gegeben,**) Man fhadet aber, da die Æuryeln ibren Saft durd die Blâtter einiehen, biefen offenbar dadurch,***) abge- feben, ft es fon desbalb nicht mwirthlih, ba nun die Platten trocen merden und die Muryeln aufgenommen werden müffen. minder nacbtheilig und verfhwenderifh ift es, folche Studht nad und nad aufjuziehn und fie mit den Schweinen, Nindvieh, Pferden und Schafen, die fih alle febr tobl dabei befinden, ju verfuttern, Benn es nôthig befunden wird, die Murjeln vor dem Gebrauch ju mafhenz fo Fann es auf die nemliche MBeife gefchebn, wie es bei den Kartoffein bereits angerathen if. DOME RG TT" el Auch biefe Plane bat man, miewobl immer febr cingefränft, in der Birthfhaft be- nuBt und angebauet,+) Die Gartenpaftinafe ift die, deren man fich in der Geldcultur bedient. Gie bat, twenn fie gebôrig angebauet wird, eine lange fleifchige Burgel, betrahtlih grofer afs die der Carotte und eben fo füf, nabrhaft und faftig; und da fie der Gtrenge des VBinters widerftehen Fann, fo pañt fie fi) beffer für die nôrdlihen Gegenden der Ynfel. Da der Anbau derfelben leicht ift, und fie eine grofe Menge Gutter giebt, fo féheint fie mebr AufmerFfaméeit au verdienen, als man bisber darauf veriwandt bat. Die dau pablihen Bodenarten müffen fett, tief, mürbe, lebmigt und fandig feyn, da- mit die Burjeln tief Dinein geben und fich(eicdt ermeitern Fônnen, Auf dem gtandigen und rei- nen$layboden Fônnen fie nie mit grofem Vortheil angebauet werden, 11) Der Mer muf wie zu den Môbren bercitet werden, Man bedient fi in den Gegenden, wo man fie in der Geldtwivthfchaft anbauet, gmwei verfdicdener Methoden. Die erfte beftebt darin: Man pflügt den Doden mit einem[eihten Pfluge, der an dem Borgeftell mit 2 daran #) Sbre mâftende ŒEigenfhaft für die Gânfe, und vob gegeben, ift auch in manchen Gegenden Deutfhlands befannt. An meinem vormaligen Aufenthalte verfaufte ich eine groÿe Menge bof gu diefem Debuf. Den Ocheffel su 10 bis 12 Grofchen. Dee; ##) Baker in Transactions of Dublin Society. X**) Andre Haben bebauptet, bas Némében des Rrautes fade den Burgeln nidt. bin aber des Berfalers Meinung. DE NET +) Pastinaca fativa. tt) Hazard, in Bath Papers. Biweiter Theil. M 90 Œilfte Abthcilung, befeftigten Mäbern cingeridhtet ift, dicfer Diâder gebt in der Gurhe, das andere auf dem umgepflügten fande; das Œrftere ift r4 bis 15 Bol bôber als bas febtere und reift die Erde etwa 3 Bol tief aufs barauf mird die Gurdje mit dem Spaten ausgegraben, fo daf ein Graben von ettwa 16 Soll tiefentftebt, und fo fort bas Feld gang bereitet, Die andere Methode, wo man mit gmwei verfchiedenen Pflügen dies bemerffielliget, bie einander in bderfelben©pur fol gen, iff leichter und toirtblicher. Der eben befchriebene leichte Pflug entfpricht febr wobl dem erfien Theil der Operations bei dem gtmeiten muf man eine Art von Schneide- oder Rejolpflug gebrauchen, tvomit die Œrde unten aus der mit bem erften gemachten Gurche geloben und über den Gurchenfchnitt geftürgt wird. Dabdurd wird nidt nur der Doden in grofer Tiefe umge- bracht, fondern die Oberfläche erbâlt feine Erde. Mo man auf bdiefe Beife acfert, wird diefe Mrbeit auf den trocfnern Dodenarten etrwa in der Mitte des Gebruars und auf den feuch- tern zu Œnde des Môrzes, vorgenommen. Macdbem der Doden fo dem Cinfluffe der Mtmos- phâre oder 14 Tage ausgefeét worden, wird er leicht übergeeggt, um befñet werden gu fonnen. Buwveilen giebt man dem zu diefer Srucht beftimmten Boden im September eine Leichte Pflug- fabre, mit dem meitern Pflügen twartet man bis jum Sanuar des folgenden Sabres. Uebet- baupt fommt es bei diefer gangen Sache darauf an, den BDoden in môglicbft grôfter Tiefe mürbe und lofe ju machen, Der Dünger ift bei diefer Frucht nidt fo unentbebrlidh, tie bei mander andern; ift aber der Ucer nicht in erträglih guter Kraft, fo muf man ibn nad Gutoünfen antwenden,*) Det gut.gerottete Hofimift if zu diefer Grucbt, Fury vor dem Sûen leicht untergepflügt, am beften au gebrauchen. Saat,— Diefe muf von den beften und vollfommenften Pflangen, die man tie andere gum@aamen beftimmte verfegt, getwonnen werden; auch muf man immer frifhen Saamen que Husfaat nebmen. den Umftänden und nad) der Defchaffenbeit des Dodens ift die Quantität der Musfaat verfchiedens im Gangen find 4 eines Bufhel auf den Mere binreihends Saatyzeit und Methode des Sâcns— Gobald der Groft aus der Erde if, bringt man den@aamen zu Anfange des Grüblings ein, Man fâet ibn guiweilen fchon in Derbft vorber, fobalb als der Gaame reif und cingefammlet ift, ctra ju Anfang des Septem- bers, Man till fagen, bdaf die Pflangen im Grüblinge dann eber qu Oange Fommen und che ifnen das Unfraut fhädlidh werden fann, und da der bârtefte ABinter ibnen nichts thut, fo ift dies auch twobl die paflichfte Zeit. der Doden aber gebôrig rein und vom Unfraut nichts qu befürchten, fo mag die evft angegebene 3eit wobl die fiherfte und bequemfie feyn. *#) Œinen reigen Boden verlangt diefe Grubt allerdbings, twenn fie einen grofen Œrtrag geben fol. Auf magern Doden verlobne fie der MNübe nicht. A d.$. Anbau des Hrferlandes, 91 Muf man jur Methode des Verfesens fchreiten, wenn man den Mer zut obigerr Seit nicht bereiten Éann, twelches aber für Sapfenmurzelgemächfe nicht anpaffend ift, fo fâet man bie PDaftinafen zur ermäbntei Reit auf Éleine Deete von fettem Doden, die man fovobl im Oarten als im Gelde, wobin fie nacdber verpflangt werden, wiederboft grâbt, und fein barfet. Der Saame wird in folhem Balle dünn ausgefäer, und die Dflangen, twenn fie ju di auffommen, in gebôrige Cntfernungen verdünnt, damit fle jur Seit des Berpflangens, im Grüblinge, ftarf genug find,*) Man fâet die Paftinafen gemobnlich breitwürfig und bedecft den Saamen vermittelft ciner feichten Egge. Man Fann diefe Srucht auch in Reiben fâen, wobei fie mit wenigern Unfoften rein gu balten ift, Deim Berpflangen müffen die MBurgeln febr forgfälrig in Mot genommen werden, daf man fie nicht beim Mufjiehen aus dem Gaamenbeete verleée. Man legt fie dann in Furhen, die 5 oder 6 Soil tief aufgepflügt find, 8 oder ro Soil von einander, ju melhem Endymeæ die Pflangen längs den Meiben regelmabig vertheilt werden. Dei dicfer Mrbeit bat man gleichfalls dabin qu feben, daf die Burzeln der Pflangen nidt gefrimint werden, fie felbft aufrecht fteben, und ifre Blétter frei von Erde bleiben, Misdann wird von denen den Pflanzern folgenden Der- fonen die Erde angedrüt, Die nâchfte Reibe wird auf diefelbe Weife, in einer Cntfernung von 18 3olf von der vorigen gemacht und das gange Feld fo fort an, Methode, Paftina- fen ju pflangen, fübrt man aber beffer ju Mnfange des Mprils aus, fobald der Suftand der Mit- terung es geftatten till, Hn den Gegenden, wo man Paftinafen als Feldfrubt febr anbauct, pflegt man damit gugleih Dobnen ju pflangen. Dies gefthieht entmwedcr in cingelnen Meiben in einer Diffan; von 42 Guf und etwa 8 oder ro Soil von einander, oder in doppelten in einer Diffang von 12 Guf und 18 3olf in den Feiben, Go erbâlt man 2 Gructarten von demfelben Grundftüce; jeboch Leiden dabei allemal die Paftinafen, twenn man aud) bei guter Zeit die Bobnen wegnimmt, denn of fie gleid vorber Rrautwerf genug erbalten, fo feben die MBuryeln dod erft gegen den Muguft redt an und erbalten ibre Grèbe, und die Vobnen müffen daber nie ânger im Voben bleiben.**) Sn manchen Fâllen, befonders bei der Drillmethode, ift es daber wobl beffer, die Paftinafen allein gu bauen, meil, Da das Sand dann gleichférmig rein crbalten iverden fann, die urgeln eine beffere Orôbe erbalten. Na hbherige BDearbeitung.— Diefe Gruchtart will gerne vollfommen rein und frei vom Unfraut, fo lange fie im MBacbsthum ift, gebalten werden; bâufiges Sacfen und Gà- M 2 *) Som Berpflangen der Daftinafen, es fei denn ju Saamen, Babe id fonft nie etivas gebôrt. A. d, G. **) Communications to the Board of Agriculture. Vol. I. 92 Œilfter Nbfhnitf, ten ift daber erforderti. man fie in Meiben in gebôrigen Entfernungens fo veinigt man die Swifhenrâume mit dem Pflug oder der Pferdehacfe, Man pflegt diefe Grucht auch mob zu eggen, ebe man bact oder jâtet, Dies gefchiebt um die Seit, da der Saame anfängt ju feimens denn eggt man ju frübs fo if bas Unfraut nod) nicht aufgefommen, und gefchiebt es qu foûts fo ift man in Gefabr, den erften Muffhuf der Paftinafen zu gerfiôren, Man hâlt dies auf den fteifern Dobdenarten nôthiger, als fie fi dadurch leichter jâten laffen. Das erfte Yâten gefchiebt demnach zu Anfang oder in der Mitte des Maies, je nachdem die Pflangen vor- swûrts find, wobei fie, wenn ffe zu dichte auf einander ffehen, verdünnet werden, Daffelbe thut man zu Anfang des Julius, wo alsdann die Pflangen forgfältig zu 6 Zoll ausgefest werden müffen, Diefe Arbeit gefchicht entiveber vermittelff einer gmweiinfigen orfe, oder mit einem fleinen@paten, der einen febe uryen@tiel bats der AMrbeiter legt fidh dabei auf einem nie, grâbt und Febrt die Crde mit der rechten Hand um, und nimmt das Unfraut mit der linfen meg.*) Mach diefem gmweiten Sâten ift beim Paftinafenbau tmeiter nichts erforderlih.**) Da biefe Burgelart febr tief in die Erde binein gebt, und daber von unten auf viele Mab- cung iebt, fo Fann fie mit Bortheil nach den mebrften gafermurylidten Grücdhten in den Doben gebracht werden. Mnbau felbft ift menig Gefabr ju beforgen, wo nidt unmittelbar nad) dem Gûen ein ftarfer Megen einfällt, der ibm nactheilig wirds oder twenn das Better ju trocfen if und das Sufammenbacen des Sandes die Pflangen unfübig mat, ibre Burzeln binlänglich niederfchiefen gu laffen. Sie leiden felten vom Groft oder andern Birfungen der Binterwitte- rung, oder werden fonft auf irgend eine Mrt von Sufecten verheert, Der Ertrag diefer IBurgeln ift, wenn fie auf paflidem Voden gebôrig-angebauet merben, tobl no grèfer als der der Môbren. Ran gebraucht diefe ABurjeln beinabe eben fo, wie die Mobren. DBeim Biehmäften findet man fie eben fo gut, 10 nicht vorgüiglicher. Sie mâften febr fchnell und geben ein Gutter von vortrefflichem Gefhmacd und bof faftiger Defchaffenbeit. Die Thiere freffen fie begierig. 30 Muthen, wenn die Frucht gerâth, liefern fo viel, daf man einen wôllig magern, brei bis vierjäbrigen Ochfen, in Berlauf von 3 Monaten, ausmäften Éann, Man giebt fie in Portionen von 30 Pfund, Morgens, Mittags und gegen die Macdt; die grôfern iwerden in 3 oder 4 Gtücéen gerféhnitten, und gmifchen durd bem Biel etwas Peu gegeben. MBenn man fie den milhenden Rüben mit cin wenig Peu in der MBintersgeit giebt, fo er- fâlt die Dutter davon eine fo fchône Garbe und einen fo feinen Gefhma, als mûre das Bich. auf der beften WBeide gemefen,***) Uus Erfabrung weif man,. daf nicht nur Minbvieb, fondern *#) Communications tho the Board of Agriculture. ##) Das Rragen oder Bebacen der Paftinafen iff weit leidter, als bei ben Môbren und faft nur einmal nôthig, tweil fie mit iprem ftarfen Sraute fneller fi verbreiten und das Seld bedafen. FD. 9, #*+) Communication tho the Board of Agriculture, Anbau des Aderlandes, 93 auch Sbweine und Gebdervich davon eber fett und bicfleibig werden, als tvenn fe mit irgerid einer andern Burgel gefüttert find, ift das Fleifh(up und zart.*) Geftofen und mit trofnem Butter freffen die Dferde fie gern und befinden fi mobi dabei, Mâchftdem giebt aber das Sraut viel grünes Butter für Mindvich und Schiveine, fomobl nachdem fe aufgenommen als im Belde abgefüttert worden find.%in lebtern alle ift es dann Beit, das Vieh darauf zu freiben, wenn fie anfangen eingufchrumpfen und trocfen zu terden,**)- Um fie gum Grüblinge aufjubemabren, werden fie fo wie die Môbren aufgegraben, am Schluffe des Herbftes und auf diefelbe Beife aufgepac£t,**X) Da diefe Burgel mit Bortheil auf folhen Bodenarten gebauet terden Fann, tvelche für die Môbren qu fwer find, und gleihe, io nidt voryüglichere, Cigenfchaften zum Güûttern und Gettmachen mancherlei Biebarten befiét, fo fcheint fie mehr Yufmerffamfeit gu verdienen, als die fandwirthe bisher darauf veriwandt haben, RunÉelribe Mangoldomurgel+) Dies ift tuabrfcheinlih eine Mbart von den Beeten, Die Pflangen werden grof, formobl im Sraute als in den Burjeln, und die Mangoldtwurgel bat cine meif-rôthlihé Garbe. Die PBiatter find fer längliht, dif, fleifhigt und faftreih, haben ibrer Vefhaffenbeit na. Mebunlichfeit mit den Spinatblätten, und geben einen ffarfen Ertrag, da fie über 30 Soil lang und etwa 20 breit werden, Ziefer, fandiger, mürber, leicht lebmiger Boden ift für fie am anpaffendften. Das Erdreid muf ju dem Ende fo tief und Ffein als môglidh gearbeitet twerden, den fhmerern Dodenarten gefchiebt dies am beften mit dem Mejolpflug, fo tie bei den Paftinafen, und auf den leichtern durch tiefes Pflügen. Yn bciden Fâllen muf oft geeggt werden. Eine gute Portion Dünger mu gleichfalls untergebracht werden, damit der Boden zur Näbrung der Pflangen Dinfânglidh fett en. muf das Sand zur Gaatzeit in fhmale Deete aufge- pflügt werden, two das Obere 2 Guf breit und die Gurhen 1 Guf breit werden, Auf diefe Meife erhalten die Pflangen eine beträchtlihe Tiefe von Erde. Die feuchtern und anbaltenden Dodenarten werden dadurch trofner und zum Tragen der Pflangen gefchichter, *) Communication tho the Board of Agriculture.*#) Ibidem. #H+) SG wmeif nie, bañ fic im Doben erfroren oder verfault twaren, ja fie Halten fit mebrere Gare darin, indem man file, Blof um bas Rraut abmaden ju fünnen, bat ffehen laffen. Sd mwüvde fie alfo nie aufnebmen, wenn id fe im Srübjabr erft gebrauchen wollte, A, d. +) Beta major. 04 Œilfte Abtheilung, Saat und Saatyzeit.— Der Gaame muf von den vollfommenften Dflangen und folhen, die von andern entfernt geffanden haben, genommen werden; aud) muf er reif fern und frifch gebraucht twerden, Man fâet fo früh es fenn fann, zu Mnfange oder in der Mitte des Mprilss two man aber bie Verfchungsmethode bat, muf fie weit friber und dinne im Anfange des Mâres gefäet terden, damit die Pflangen frübe ausgefeét werden Fonnen, Methode des Sâens,— Die allgemeinfle ift, da, 0 man ebenes Sand bat, din: ne, fotvie MBureln, ausgufâen, und den Saamen febr leicht eingueggen. Auf folhe Yeife werden die Pflangen nachher mit der Sache ausgefest. Yo der Her aber in Deete aufgepflügt tird, bebient man fi noch einer andern Methode; der Saame wird in Sôher, die mit einem Gtäbchen gemacht find, etiwa einen balben Soil tief, längs der Mitte derfelben 8 oder o 3olf von einanber gefiet; fo baf die Pflangen von Meibe ju Neibe 3 Guf und 8 oder 9 Zolf aus- einander qu fichen fommen. Da es nun nicht nôthig ift, baf fie nâber als 16 oder r8 Sol fte- ben, fo fann jede andere Pflange meggenommen und zur Musfüllung der(eeren Piâbe, tvo fie vorfommen, angetmanbdt werden, DBedarf man ibrer in bdiefer Hinficht nicht, fo werden fie tmeggebacét. Auf diefe MBeife Éènnen die Zivifhenrâume mit dem Pfluge und der Pferdehacfe vollfommen rein gebalten twcrden, fo tie man in den Meiben bandbacft. Bo man die Pflangen verfebt, fo muf dies dann gefcheben, wenn fie nicht über 3 oder 4 Soff lang find. Man pflangt fie alsdann in Reiben auf die wie oben bereiteten Beete, 18 ol affenthalben augeinander. Die Sdcher müffen dabei tief gemacht werden, um die MBurjeln fo binein gu faffen, baf fie nicht gebogen tuerden. Die obere Spibe der Pflangen nimmt mon ibnen, ebe man fie einfets Die MBurgeln dürfen aber nidt befchnitten oder ju tief eingelegt werden. Man nimmt gern feuchte Mitterung gum Verpflangen, twenn es irgend méglidh iff. Obgleich die MBurzeln auf diefe MBeife fortiwachfen, fo erreichen fie doch nie die Grèbe, als wenn fie in ibrer urfprüngliden Sage geblieben tvûren. Madberige Dearbeitung.— Ailes, tas biebei nôthig iff, beftebt darin, die DPfangen in gebôrige Diffangen ausjufefen, tenn fie nad) den erfteren Methoden gepflangt find, und fie durch ein- oder mebrmaliges Sacen rein und vom Unfraute frei zu balten, je nachdem die Det au fâen errwäblt if. Man füttert mit diefem Pflangengemacdhs vornebmlidh Nindvieh und Schiveine; tvogu das Graut fomobt als die Burjeln gebraucht werden, jeboch nicht mit dem Erfolg, wie man ibn den Sandwirthen geribmt bat. Dm Gangen qualificirt fi diefes Gewädhs wobl nicht zum Viehfut- ter, giebt auch nicht den Œrtrag, ber davon bei deffen Cinfübrung bebauptet wurde, Da es indeffen von bârtlicher Matur und nicht fhwer angubauen ift; auch die Diûtter fid) zu wieder- boften malen abfdneiden faffen,*) fo bat man es als faftiges Butter für milhende Kübe oder *) Bo bies aber gefdieht, twerden die MBuryeln felten grof. Anbau des Acderlandes, 95 anderes Bich zu Ende des Jabres febr gerübmt, Dei einigen Serfuchen fheinen die Diûtter einen ffarfen Crtrag geliefert zu haben, tmenn man fie alle 2 oder 3 age, vom Sulius bis fpût in den September, einfammlete,*) haben dagegen den Ertrag an Burzeln und Diût- tern, bem grofen Robl, auf denfelben Dodenarten nicht gleich gefunden, twobei der nbau berrächtlih mübfamer und Foftbarer, auch die Gruct nicht zur WBinterconfumtion fo brauch- bar var,**) Mach- den VBerfuchen eines einfihtsvollen Sandwirths, frafen die Rübe, Râlber und Schweine das Rraut, wenn es grün abgefchnitten tar, mwäbrend des lebten Theils des Gom- mers und im Derbft febr begierigs die Burzeln wurden aber um diefe Zeit verfhmäbet, ob fie gleich im Winter, nachdemife aus der Erde waren, febr gerne von ibnen gefreffen turden.***) Die Burgeln erreihen oft ein Oenwicht von 8 bis ro 15, je nachdem das Sand befchaffen ift, und müffen mie die Môbren im Binter verwabrt werden, Die Hauvpteinvendungen, die man gegen den Geldbau bdiefer Grucht macbt, find, der foftbare Anbau, das leichte Musarten derfelben und die gaferichte Matur der MBurgeln, mwesbalb fe fhwer dem Vieh juzubereiten find,+) Danbdelsgemächfe(Plantation Crops.) Mufer den bercits befchriebenen Sructarten, twelche fovohl zur Speife für Menfhen als gum Butter für bas Vieh verwandt werden, gicbt es nod manche andere, die man bäufig anbaet, um fle in verfchiedenen Mrten von Manufacturen zu gebrauchen, fo wie fie beim Branen, Gâr- ben u.{.#0. ibre Anivendung finden. Da fie ibre eigene Art des Anbaues verlangen und auf denfelben Grunbftüfen bäâufig eine betrâchtlihe Zeit machfen, fo mag man fie mit Necht Plan- tation Crops nennen, TJ 001+ Dies ift ein Gemwädhs von der frâuterigen, zaferwurlidten Art, tmelches eine dicée ftarfe Stange von beträchtliher Sôbe und eine inde von fefter, ffarfer Tertur giebt,. mwelche fidh ju Gegeltuh, Stridiverf u. f, w., verarbeiten(âft, Die ju diefer Pflange pablichffen Dodenarteu find die tiefen fhwarzen vegetabilifh mode- rigen, twelche feucht und niebrig liegens fo wie bie tiefen, mürben lebmigen und fandigen. #) Annals of Agriculture. Vol. XI. und XIL.,##) Ibid. Vol. XI. p. 53. #X#) Wimpey, in Bath Papers. +) Diefe Eintwendungen find nun ungegrünbet. Snbeffen bat biefe Bursel, obmobl fie anfangé in Eng {and febr gerübmt wurde, wenig Deifall bafelbft gefunden, PAT) ORNE d6 Eilfte Abtheilung, Die erftern geben gemôbnlid einen ftârfern Crtrag als bie lebterns bdiefer folf jedoch feiner De: fhaffenbeit nad von mindern ABerthe fepn. Diefe Pflange wAchff bei gebôriger Sorgfait in ibrem Mnbau und ibrer Bubereitung, auch wobl fee gut auf minder fettem und fruchtbaren Doden,*) %eder Doden, der fie tragen fol, muf durch tiederboltes Pflügen, Élein und mürbe, fo sie bôllig rein vom Unfraut fepn.*) fon vorher Korn darauf gebauet ift, fo reiche man mit dreimaligem Pflügen und eben fo viel Eggen aus: das erfte mal gefchieht dies, wenn die Grucht vom Mer genommen ift; dann im Grüblinge und Die lebte Pflugart Fury vor dem Deften, Mit diefer lebten wird gut vermoderter Dünger zu 15 bis 20 oder guter Eompoft zu 25 bis 30 dreifpännige Fuder in den Aer gebracht, imeil man obnedem feine gute Grucht er: warten barf. Die Oberfläche des Dodens bleibt vollfommen flad) mit fo venigen Furhen als môglié; indem dadurch die euchtigfeit beffer angebalten und der ABadsthum der Pflançen befdrdert tird. Saat und Methode des OSûens.— Der Saame muf gut und frifh en. Man erfennt dies an feiner Schiwere in der Hand und an einer glängenden Farbe. Mad Defchaffenbeit des Sandes nimmt man 2 bis 3 Bufbel. Die Pflangen leiden aber 4] lit, tmenn fie gu dichte fteben, und daber find 2 bis 27 Bufhel die vortheitbaftere Quantität. (ll Die Hanfpflange ift in ibrem erftern Muse febr zart, und leidet bald vom Groft, man muf daber ju folcher Seit féen, da fie von diefem nicht mehr leiden fônne, aber auch die Gaat- geit nicht gu febr binausfefen, bamit für die Defchaffenbeit des Ertrages Fein Mactheil ent- febe. Auf den trocnern Bodenarten, in den füdlichern Diftricten, fâet man am beffen im April, wenn Fein Groft mebr einfallt. Ge früber es demnadh fenn Fann, bdefto beffer gebeibet die Pflange,***) Man fâcet gewbbnlich breitwrfigs till man aber Saamen ziebn, fo iff die Drillmethode, ba fie ben Dacsthum beffer fordert, vorymiehn, Sn jebem Gall muf der Gaame gegen die Vôgel gefichert werden. Man bauet diefe Gruchtart(ange Vabre bindurch auf ein und demfelben Glece ofne irgend einen Grucbtmwechfel;+) es muf aber ju jedein male, um alle Crfchôpfung qu verbüten, gedñngt er *) Auf Lebteren aber felten vortheilbaft.: À. d. ÿ. ##) Jenn ber Boben veidh und biefec Pflange angemeffen ift, fo giebt es feine, tuelde das Unfraut feichter unterbrücet, tie diefe; tuesbalb fie des Sâtens nicht bebdarf. A. 0. ###) Modern Agriculture. Vol. II. 4) hr. Doung Bemerft in bem Suffolker Report, bdafÿ der Sanf auf einer Otelle 70 Gabr Hinter cinander gebauet worden iff. Anbau des Aderlandes, 97 suerbent, Gie lâfit fih nach jeder Rornart bauen, befonders tueun der Mer feuchthar und in Çultur ift. Madhbherige Bearbeitung.— Dabder Hanf bei feinem boben Buchfe und diem Diôttermert gar bald die Oberflñche des Vodens bedecft, und das auffhlagende Unfraut unter- drücét, fobat man nad der breitwürfigen Ausfaat twenig Aufmerffamfeit vonnôthen, wenn man aber brillfäet, fo ift ein- bis gweimaliges Bebaden âuberft vortheilhaft. Dei der Cultur diefer Pflange bat man mobi darauf ju feben, daf auf demfclben Giece fowobf mânnlicher als meibliher oder was man Simmelbanf nennt, fich befinde, Der$egtere enthalt ben Saamen,| MBenn die Grucbt veif ff— Dies nimmt man an der meifgelblihen arbe und at den Abfallen einiger Dlûtter wabr, etwa 13 bis 14 Bochen na der Musfaat, fo ie das Metter naÿ oder troden ift; bie erffere Hrt wird cinige MBochen früber als die leGtere reif— fo gieht man fe mit der Hand auf und fhüttelt die Erde von den Murgeln gut ab, ebe man jede Hano- volf nieberlegt. Sn einigen Gegenden zieht man dit gange Grucht mit einem male auf, obne die verfchiedenen Arten des Panfs— des mânnlihen und tmeiblihen— ju unterfheiden: in andern Gegenden beobachtet man diefen Unterfchied und 3iebt, je nachbem jede reif if, fie ju verfchiebenen Seiten auf.*) Das lebtere ift offenbar beffer, benn twenn man einen grofen Æbeil der Grucht, ebe er zur vôlligen Meife gefommen ift, aufsiebt, fo verliert man nicht nur an dem Œrtrage, fondern aud an der Güte deffelben,**) In cinigen Gegenden Foftet dicfe Operation 18 bis 20 Srhillinge, in andern bat man fie für rx bis 12, Nachdem der Hanf aufgeogen iff, wird er in Fleine Dinde gemacht. Menn die Frucht zur Saat ftehen bleibe, fo(ft man fie vollfommen reif werden, Die Ctangen werden dann aufgezogen und die Dünde wie Korn aufgefeét, bis der Saame fo trofen wird, Ddaf er leicht ausfälit. Man Drifcht ibn dann entweder auf Safen aus oder fâbrt ibn ein, um nachber diefe Operation mit ibm vor- gunebmen, Die nachberige Bebanblung des Hanfs if den Ocgenden na verfhieden, und er mird bald-gethaurôdthet oder gemafferrôothet, Der erfien Methode jufolge wird der Danf, naddem er aufgezogen worden ift, auf den Dreefch(o eben und dünne wie mbôglid auseinander gefpreitet, diefer Stelle bieibt er 4 bis 6 Bochen liegen, tmäbrend melcher Beit er verfchiedentlih umgemandt wird. das Better febr regnicht, fo gefchieht es dreimal in der MBoche, if dies aber nicht, fo find zweimal Dinveichend. Benn die Minde oder banfige Subffan; fidh von dem boljigen Theil des Gram- mes[fet, fo wird er aufgenommen und eingebunden, Man ftaft ibn dann entiveder auf der- *) Corrected Report of Suffolk.##) Modern Agriculture. Vol, II. Biveiter Theil, R 98 Œilfte Abthcilung, felben Stelle auf oder fâbrt ibn na aufe, two er bann twciter verarbeitet tvird. Dei diefemn Berfabren bat man mobi darauf ju aten, daf die Tertur des Hanfs nicht leide, tmwenn er zu lange auf dem Grafe bleibt, Die lebtere Methode ift beffer und leichter, fo tie fie auch allgemeiner if, Dei diefer wird der Sanf in Dünde gemacht, die bâufig an beiden Enden ein Seil befommen, Diefe werden dann in ein ftehendes Taffer von 6 bis 8 Gub Liefe, wozu man gerne folhes nimmt, das einen Flapartigen Grund bat, gebettet. Die Éleinen Bünde werden dit auf einander gelegt, bdaf fie gut gufammen paffen, und das Ganze mit Dauboly oder anderm Material be- fhivert, um die Detten gerade unter der Oberflähe des MDaffers zu balten, Die Quantitût von einem Mere, oder 3 Éleine Fuder, tird in folhen Gällen in ein Dette anfgethürmt, und da die Cinwirfung der atmosphâärifchen Suft wefentlid nothwendig ift, den Grad von Gâulnis, der gur Serfiorung Der Éleinen 3afern und des Glutens, mwomit die banfige ubftany an dem Gtamme bängt, bervorgubringen, fo ift e8 twabrfeinlich vortheilbafter, Fleinere Vetten zu machen. Man wird eber mit der Arbeit fagtig und die Gefahr des Verfaulens wird verhindert. Jus eben dem GOrunde darf die Tiefe des Waffers das oben angegebene Maaf nicht berfchrei ten, Man pflegt nicht dfter als 4 oder 5 mal in derfelben Grube zu wafferrôthen, ebe und bevor fie mit frifhem MBaffer mwieder angefüllt if.*) MBenn die ffehenden MBaffer nicht grof genug find, um den gangen Œrtrag mit einem male zu faffen, fo pflegt man den Sanf nur fo aufjujieben, tie man ibn im YBaffer laffen Fann, denn man bâlt es burhaus für nachtheilig, den Sanf, nachbdem er aufgezogen ift, fo liegen ju faffen. Se nachdem es warme WBitterung ift, bleibt der Sanf 5 oder 6 Tage, au twobl noch lâänger, liegen, fo tie man fieht, daf der Panf fih von den Stangen ldfet. Misdann wird er auf den Dreefch gefabren, dünne gefbrei- tet, alle 2 oder 3 Tage umgefchrt, voriüglidh in feuchtem Metter, damit MBürmer oder andre Ynfecten ibm nicht nachtheilig werden. Pier lâft manibn, nach Umffânden, 3, 4 und mebrere Bochen liegen, und tvenn er vollfommen trocen ift, fo wird er in grofe Dünde gebunden und unter Obbdach gebracht, bis man ibn brafen ann, um den Sanf von den übrigen Pflangen- theilen zu trennen, Auf diefe YBeife Fommt man von dem GOrasfpreiten in Éürgerer 3eit ab, und die noch übrigen Foftbaren Operationen des Brafens, Vleihens des Garns u, f. t., mer- den dadurch febr erleichtert, Der fo bebandelte Sanf verfauft fi obnedem wweit theurer als der nach der erftern Methode bereitere, Mâcbfidem wird der Hanf gebraft und gefhtvwungen, Die davon abfallende Schâwe wird als Brennmaterial, zu 2 Pence der Ctein, verfauft,**) und damit ift der Hanf für den Manufacturiften brauchbar. Der Crtrag des Hanfs if duberft verfhieden und unfiher. Jn Suffolf ffeigt cr zutvei- len auf 45 und 50, ja twobl noch) auf mebrere Gteine per Mere; ju andern Seiten Fommt er *) Corrected Report of Suffolk._*#) Ibidem. Anbau de8 Aderlandeg,: 99 faum balb fo bob, Sm Durbfhnitt rehnet man auf den Yere 38 bis 40 Stein, jeden qu 1415. Der Preis betrâgt gewdbnlih 7 Sc. und 6 Pence— 8 oder 9 Sh. der Stein mit Ausfhluf der von der Negierung geftatteten Prâmie, modurdh der Mere 15 oder 20 Gb. mehr eintrâgt.*) er fo, wie er im Belde noch ffebt, verfauft wird, fo gilt das Mod ettva 1©, und der Acre 8 Pfund. Ju den Fâllen, wo der Hanf zur Saat ftebt, betrâgt die Erndte ctioa 17 bis 12 DBufhel auf den Mere, der Dufbel 4 bis 6 Sh, Die Roften beim Anbau des Ganfes find mwegen des guten Dodens, des Diüngers und der grofen Mübe und Aufmerffamfeit, die derfelbe evfordert, Beträchtlid. Mad) den Anga- ben des türdigen Berfaffers der Survey of the County of Suffolk, fdeinen fie für den Sandtwirth bôchft lobnend qu fenn. befinden fid bier unten, man twird aber fcicht einfebn, daf fie nach den Umftänden grofe Abänderung leiden,**) 2 *) Modern Agriculture. Vol. IfI. ##) Zu Borne twaten Ausgabe und Gewvinn folgenbe: Ausgabe, Pf. S$. Pence. Lanbpadt, Sebnte, Armengeld,?$ 10 Per Dünger, 25 Guder ju 1 Sh. 6 Pence$$ ï 17 6 Drei Pflugarten zu+ GS. mit FU des Essens$— 12— Saamen; 9_—_ 16 6 Sûen$$$$$——— 6 Aufiehn$$$$— 12 10 Hafferrôthen$$ s n= 12 pu Grasfpreiten$$$$£— 10 ira Grafen y,$’! 2 12 6 Anfubr und Ablieferung,$$ n= s EUR 9 8 10 Ertrag. Günf und viersig Stein zu 7 Sd. 6 Pence;$ 16 17 6 Ausgabe 3 Ü 0! D 9 8 10 Geminn 7 8 Fa Bu DBeccles, wo eine verfdiebence Mebnungsart fat finbet und die Dacht febr bo iff, twaren Ausgabe und Gewinn folgende: Ausgabe. DPf. St. SH. Pence, DPabt, Scbnte und Ep t?;$ 4—— Dünger; y;$ 3—— DBeaerung$ 8$; 1 4 ne Gaamen, 12 Pets! 8$ n 1 16 2 Aufiiebn,$ 4,$— 19— HBafferrôthen!;$;_ 12— Grasfpreiten!$;$— 10— Hrafen; 8;' 3 2 10_ 14_ 100; Eilfte Abtbeilung, Benn oleidh nach biefen Mngaben der Vortheil des Banfhaucs febr grof feint, fo iftrer doc nicht fhnelf genug fortgefchritten. Dies rübrt wmabrfheinlidh baber, mweil er mehr Dün- ger erfordert, als von den andern Grüchten erübrigt werden fann, und weil er eine grofe und beftändige Aufmerffamfeit bei der gangen Bebandlung, die mit den übrigen Mrbeiten des Sand- twirths oft gufammentrifft, verlangt, n den- Oegenden, wo er angebauet wird, fcheint er für die Mrmen fehr twobltbâtig zu feu, tweil er, ee der Manufacturift ibn gebrauchen Fann, viele Sandarbeit erfordertich macbt, Sâft man den Hanf zur Saat fteben, fo mu er, bis der Saame reif ift, im Voden blei- ben, gieht man ibn auf, ftellt ibn bünne gegen eine Mauer oder Geländer oder fonft an einen bequemen Ort, je nachdem die MBitterung einfällt, bis er volffommen trocfen ift; Das Oberfle, iwelches den Saamen enthält, wird abgefchnitten und biefer fogleich gebrofchen und rein gemacht; benn(ft man ibn in feinem feuchten, unreinen Suftande eine Seitlang liegen, fo verliert er an der Farbe und wird gum-Sâen untauglich, giebt auch, tvenn er ju Oel gefchla- gen wird, tenig und fclechtes Del,*) Die Stengel Fônnen nachber gewaffer- oder gethau- rôthet tverden,-erfteres iff am beften, teil der Hanf darnach eine beffere Farbe befommt,**) Ein neucr Sobriftfteller bâlt es für den Sandmirth am vortheilbafteften, den Sanf, fo tie er noch im Gelde ftebt, Furz vor der Seit des Aufziehens, gu verfaufen, um mit der tweitern Debandlung deffelben nicht in feinen übrigen Arbeiten geftèrt ju werden. Sn twobifeilen volf- reichen Gegenden, wo der Voden fi gum Hanfbau pañt, und viel MBeideland oder andere grüne Grücdhte, im YVerbältnif zu dem Acerlande,(id befinden, mag der aufmerffame Sande wirth ibn mit Vortheil vielleicht bauens fo fange aber die Machfrage nach andern Grüchten im mer no grof if, fo lâft es fich nicht ermwarten, daf der Mnbau deffelben fi mehr ver- Dreiten verbe, Der Hanf giebt zum YBeigen eine gute Vorbercitung, two der Boden darnach ifts und ift ec zu leicht bagu, fo gebeiben Gerfte oder Riüben febr gut darnach, Det einténdifhe Hanf wird dem eingebrachten vorgezogen, und daber zu feinern Tüchern und Gtrifiwerfen verbraucht. TAN EL Dies ift die gemôbnlihe Glachspflange,***) melhe 2 bis 3 Fuf bob wird, Die ju diefem Gemächs paflihften Dodenarten, find die tiefen, mürben und febmigen, nebft folchen, die eine grofe Portion vegetabilifhen Moder enthalten, Much auf gut beacferten Ertrag. Pf. St. Eh. Pence. Sunfiig Stein ju 8 Sh,;$; 20—— Ausgate Pt$$$$ 14 11_ Gewinn 5 9— #*) Corrected Report of Suffolk.##*) Linum uftatiffimum. #) Farmers Magazine. Vol. I. Anbau des Herlandes, Jo fitengen lebmigen Rlayboden gedcibet der Glachs gut, felten aber auf dem fandigen oder febr leichtem grandigen Sande, Der Voden mag jedodh feyn, twelcher er molle, fo muf er fo wenig au feucht als zu troden feyn und eine gut gepülverte feine Rrume haben,, die etwas niedrig, 3. D. auf Flufbanfen, liegen, follen fic zum Flachsbau vortrefflih paffen. Cinige swollen auch bebaupten, daf da, two der Doden in nicht grofer Tiefe WBaffer unter fih enthalte, er gum Glachsbau befonders gefchicft fei, fo wie in den Theilen von Holland und den Mieder- landen, mo der Glachs am fchèônften wâchft, der Grund tief if und in einiger Liefe unter der Oberfläche das Baffer anbalé,: Der Mer muf ferner, mwenn Flads darauf gerathen foif, nicht zu fett aber auch nicht zu mager fepn. Sim erfiern Balle erhâlt man(chlechten, im febtern wenig Flachs, Das Sand erfordert eine gute Bearbeitung durch iwicderholtes Dfligen und Eggen. BBenn der McFer aus dem Dreefch aufgebrochen wird, fo muf die erffe Dflugart im SHerbfte gegeben werden und bis gum folgenden Sabre fo liegen bleiben, Dann muf es mit einer fchmeren Egge Élein geeggt und nad 8 oder r4 agen zum gweiten mal gepfüat merden.%n diefer Sage bleibt er bis gur Saatjeit, wo er alsbann miebder geeggt und mit einer leihten urche sur Saat be- ftelft wird. MBird der Glachs nad andern Kornarten gefäet, die den Aer in reinem Suftande laffen, fo darf man nur zu Anfange des Sabre die erfte Pflugfabre geben, nach twelcher er jum Mustrodnen liegen bleibt und fchon frübe erträglid troden wird. wird er flein geeggt und gemalgt, und nachdem bies 8 oder 10 Tage bindurch fortoefet ift, fo Éann er befäet wer- den. Gollte er jebodh nicht vollfommen flein und mürbe gemorden feyn, fo muf ibm vor dem Gâen noch eine leichte Pflugart gegeben und er noch einmal geeggt werden, Dan bauet Flahs faft na allen Rornartens nad Moggen, Weisen, Hafer, fo wie nad Nüben, Rartoffeln u. f. w, Mach lebtern gerûth der Flachs am beften, GSaat.— Die frifche und vollfommen reife, imelche glânit, glatt und fhwer angufüb- ten ift, giebt man vor. fâet man Cinlândifhe, gemôbnliher aber Œingebrachte, aus Solland, der Ofifee und Mmerica. Man fist die Golländifhe Befonders, weil fie früber als andere veift, und von der Mrt Flachs, die in den Manufacturen gefordert wird, den reich= fien Crtrag giebt. Die aus der Offfee Cingebracbte gicbt war fchlechten Glachs, aber mebr Gaamen als irgend eine der andern Mrten. Die Americanifche giebt gemeiniglich einen giermlich feinen Sachs, aber weniger Saame, Sn Porffhire fâet man, um tweifen Slachs zu erbalten, einfândifhen Saamens fieht man aber auf den Saamerertrag, fo nimmt man Daltifhe, bic im erften folgenden und noch zwei Yabre nadber, fhônen meifen Slachs giebt, Sn den nôrd- lien Gegenden bedient man fih Befonders folhes Saamens, der ein Yabr über gelegen bat, vorzüglidh wenn er von eingebrachter Saat gegogen mar. Die lachsbauer bebaupten aufer- dem, bab der gute Crtrag diefer Dflange von der dftern Berinderung der Saat berrübre, befon- 202. Eilfter Abfdnitt. vers folder, die aus der Grembde eingebracht if. Œs ift aber febr tabrfcheinlid, ba, tenn man von der eignen@aat die befte und reiffte austäblte, fie fomobl in RücEfiht auf den Glachs, als auf die Saat gleichformig einträglid) fepn wütde, und gu gleicher Seit eben fo brauchbar für die Manufacturiften wâre. Gn Verland zicht man die americanifhe Saat auf den leichtern und mebe erbabenen Dobdenarten, und die Holländifhe oder Daltifhe auf den fhwerern vor.*) SAN EURE Saat.— Diefe ift nach der Defhaffenbeit des Bodens und je nacdem man Den Gebrauch bavon macht, auch vie man die Methode wüblt, verfchieden. Auf die breitwrfige rt vechnet man 2 bis 21 Dufbelauf den Mere, Man muf nie dicE faen, tofern man nicdt vorzüglich feinen Slachs baben tif, Benn aber zu dif gefäetift, fo foie feu die Pflangen fehe in die Hôbe, werden natürlidher Beife fhwach und legen fid) bei febr naffem Better, wodurch der Slachs an Garbe und übrigen guten Cigenfchaften verliert. MBenn man aber briliféet, fo braucht man bei meitem fo viel nicht. Jimmt man 18 bis 20 3oll Di- flang in den Reiben, fo ift Faum die SHälfte der angegebenen Quantität erforderlich. Giz, wenn um des Gaamens willen gefäet wird, fo braudt man weniger, afs wenn der Glad)s der SHauptgegenftand iff. Gaatzeit und Methode des Sâens.— Bon Anfang des Mäârjes bis que gMitte des Mprils Fann man die bequemfte Gaatyeit annebnten. Sn Vorffhire fâet man auf frifh auifgebrodnem fande wo môgli die gmeite Moche des Mprils.**) folhen Doden, der beveits in Œultur ift, verfciebt man die Gaatyeit felten über 8 oder 10 Tage, Grübe Gaat, to fie angelegt ift, gemäbrt den Bortheil, daf fie den Doden bald überzieht und gegen das Unfraut fomobl als gegen die Sommerbise fist, Die breitwürfige Ausfaat ift, befonders da, to man bof auf Glacbs fiebt, am mebrften im ange; wo man aber auf Seinfanmen vechnet, bat die Drilleultur den VBorjug und dies mit Recht, denn wenn breitmwürfig gefäet wird, fo wird die Pflange, da fie di£ zu fteben fommt, bod) und giebt eine flachfige, feine iweiche Gubftanz, twobei der Gaame Élein und geringe im Grtrage ift, twâbrend im Gegentheil da, wo dünne gefüet iff, die Stangen dicfer werden, mebr Gtengel nach oben bin ausfchiefen, welche nicht nur eine grôfere Menge, fondern beffer ge- füliten, volffornigen und fhiweren Saamen geben, Beim Sâen biefer Frucht bat der Séemann wobl darauf qu adten, daf er fo regulär und gfcipfèrmig wie môglidh augmerfe, tmeil fie dadurch viel Schaden leidet und gu-dicht und fticfig gufammen fommt. Darauf wird mit einer oder gtmei Leichten Eggen auf einer Stelle geeggt; ober ift die Oberfläche vorbin fbon febr fein und eben gemadbt, fo iff bas Môthige mit einer DBufhegge leicht zu bemerfftelligen. Der Saame muf in jedem Galle nicht zu tief untergebracht tmerden, teil die fdnellere Begetation diefer DPflange dadurch verfpâtet wird. *) Martyn’s Edit. of Millers Dict. art. Linum.**) Corrected Report of WeftRiding Yorkfhire, Anbau des Afcrlandes, 203 Yo die Drillmethode gebraucht wird, da werden die Diffangen na Umftinden des Bo- dens und nacd den Anfichten des fandwirths beftimmt.@oll die Frucht durch Handbacen rein gebalten terden, fo empfieblt man Fleine Swifhenräume als von 12 Golf; Bedient man fit aber der Pferdebaden oder Cultivators, fo find 18 bis 20 3olf Diftanz und nocd mobi darüber am paflichften, nur muf man tobi babin feben, bdaf die Mafchinen den Saamen nicht zu tief in die Erde bringen. Mach diefer Operation giebt man eine Bufchegge oder andere leichte Egge einmal über die Oberflâche, um ffe zu ebnen., SE der Doden trofner Art und die Bitterung es gleichfalls, fo ift bei jeder rt gu fûen immerbin angurathen, den Mer, naddem er befüet worden ift, leicht zu walgen, damit die Geuchtigeit beffer darin erhalten twerde. Madbbherige Bearbeitung.— MBenn gleih die Flachsbauer, befonders bei der breitioürfigen Ausfaat, felten den Hlachs jâten, fo ift es bei feinem frübern sarten Buchfe und der daraus entffehenden Gefabr des Ueberhandnehmens des Unfrauts nôthig, fobald fih die DPflangen geigen, fie su bandbacfen oder ju jâten, voriüglih da, two der Doden nicht vôllige reinigende Subereitung erbalten bat, Die Flachspflangen müffen dabei aber twobl in Mt ge- nommen tverden, Dur durdh forgfaltiges Meinbalten derfelben Fann man eine gute Flachs- erndte erbalten, Gobald die Dflangen demmach 4 Zoll Sôbe haben, foll man fie jâten, das Unfraut forg- fültig ausziehn und vom Sande megfchaffen.*) dies jedoch gut beveitet, fo erfpart man fich in Pinficht des Vâtens manche Koften. Dei der Drilleultur und engen Fwvifhenräumen bandbat mans; bei den tweitern gebraucht man Pferdebacfe oder den fogenannten Eultivator, Cine Art von bdreieŒiger Egge bat man qu diefem Debuf auch febr brauchbar gefunden, Da fie Sandbaben bat, fo Fann fie auch leicbt tief oder flach gefübrt werden, obne die Erde gegen die Pflangenreiben su bringen. Dies fâft fidh mit einem Pferde und wenig often, auch in Furger Seit in die Bege richten. DHn diefen - Fâllen müffen die Meiben mit der Hand gejätet merden, dies laft fi bei den geräumigen Di- flangen dann ebenfalls febr gut berwerfftelligen. Meben dem Flachs muf man, obgleih es wobl gefhieht, Feine andere Dflangen mit in den Acer fâen, iweil e8 immer dabei fcidet, Die jungen Flachspflangen werden in ibrem MBucds von den Ynfecten lcicht zerftôrt oder befchäbigt. Unter folche Umftänden bat man es febr beilfam gefunden, Nuf oder Holafche dünne über Die Brucht zu ffreuen, weil die Vegetation der Pflangen auf diefe Meife befordert toird, und fie gum Sutter für diefe Ebiere dadurch untauglidh werden, Da der Flachs bei feinem boben und fhlanfen Bus fih gerne fagert und dadurcdh an Güte und Farbe verliert, fo Hat man vorgefchlagen, es durch[ange dünne Ricfe oder Seile, in #) Modern Agriculture. Vol. II]. 104 Œilfte Abtheilung. verfchiebenen Michtungen hber ben DBoden geogen und mit Pfléen befeftiget, dagegen zu ftü- Ben. Diefe Merhoden find jeboch zu mübfam, und wo nur nicht gar ju dif gefäet if, da wird es felten oder nie vonnothen feyn, Die Glachsbauer find über den Grad der Meife, bei welchem der Fiachs am vortlheilbaftes flen aufgcogen terden fonne, bis babin noch nicht aufs eine, Œinige bebaupten, es müffe, ebe und bevor das Grüne der Stangen ganz verfhtvinde, gefcheben, damit die Fladsfafern feiner und iweicher werden, Mndere bebaupten daffelbe, indem fie wollen, manu folle den Flacs, ebe der Saame vôllig reif gemorden foi, aufjieben, twäbrend andere der Meinung find, man mûffe dies nicht eber vornebmen, als bis fidh cinige Saamencapfeln ôffnen, wmeil fie verfihern, daf die Flachsfafern nicht nur zart, fondern auch beedig(wergigt) werden, geigt aber die Erfabrung, daf überreifer Flachs immer ftorr und fteif wird und auberdem fchtwe- rer bricht und bleicht. ergiebt fi) bann, bdaf beibe Crtreme forgfaltig vermieden iver- den müMfen, und die bequemfte Seit gum Mufjiehen biefe fen: menn das Grün der Granger gelblicht wird, bie untern Viâtter abfallen und der Saame cine bräunfihe Garbe annimmt, Gieht man voryüglid auf Saamen, fo muf der Flachs que vôlligen Neife fteben bleiben. Jan erfennt dies an dem Bart- und Srharfiverden der Vollen, fo tie an dem Aufberften derfelben. Geivôbnlih gefhieht dies zu Ende des Sulius oder AMnfang des Muguft. Deim Aufjiehen wird der Glachs dünne bingelegt auf den Doben, damit er von Der Gonne gebôrig Befchienen mwerden ann. Œr tird darauf aufgebunben und fobald als môglich babit gebracht, to er gerôthet werden fol. Bird er im Érofen gebauet, fo findet fit natürlider Meife grofe Berfhiedenbeit in der Defhaffenbeit des Flachfes, einiger ift fein, anderer grob, einiger lang, anderer Éurzs man mu daber beim Mufjicbn diefe verfchiedenen Mrten fon von einander abfondern, um jede Art nach Erfordernif bebandeln zu Fônnen. Ein gefcheider Srbrifrfieller macht biebei die richtige Bemerfung, daf Mangel an Aufmerffaméeit in diefem Punet die Haupturfahe fei, mwarum der Glachs oft fo félecht ausfallt, indem die verfchiede- nen Berarbeiter, bei der Mifhung mancherlei Glachsarten untereinander, ibn fo gut nicht ge- brauchen fônnen und das ange geringer anfchlagen müffen, als wenn die verfchiedenen Mrten beim Mufjiebn gebôrig ausgefondert worden wûren.*) QBenn auf die Erbaltung des Saamens agcfeben wird, fo pflegt man beim Mufjiehen den Glachs gegen einander qu fiellen, mwodurd das Müffeln febr erleictert wird, indem die dre beiter nicht erft jede Handvolf aus dem grofen Dünden nebmen dürfen. Das Rüffeln gefchiebt fobald als mglich nach dem Hufziehn. Dies wird vermittelf eines eifernen Rammes, mit ffarfen dreiecfigen Sinfen von beträchtlicher Sänge, Bemertftelliget, wwel- *) Dongldfons Prefent State of Agriculture. Vol. IIL. Anbau des Acderlandes, 105. telcher auf einen ftarfen, flachen Srücfe Goly befeftiget ift, fo daf die Mrbeiter von jeder Seite anfommen Fünnen, Sndem nun der lache an dem Saamenende fhnelf bindurdh gezogen tird, fo werden die noten auf eine leichte Meife abgeriffen. Ein Tudh wird dann zum Muffangen des Gaamens von der Müffel untergedecft, die darauf gefallenen Knoten zum volligen Hus- trocnen düune ausgefpreitet und nachdem fie an der Gonne troden gemorden find, durch Dre- fchen oder Treten zerbrochen, der Saame alsdann übergetmorfen, gefihtet und an einen troc- nen Ort bingelegt. Hat man eine grofe Quantität, die man auf einen Paufen bringt, fo muf fie dfters umgeftochen merden, damit fie fic) nidt erbige. Der Gaame, den man von det- jenigen Grucht ziebt, twobei es eigentlid auf Glachs angefehen und der nidt vollfommen veif geworben if, tir in die Oelmüblen verfauft, tmeil er ur@aat nicht su gebrauchen if, Ginige Sandwirthe fesen den jur Gaat beftimmten Glachs wie Rorngarben auf, und wenn er trocen gemworden if, tird er bis gum nâchften Grübjabr aufgeftaft, legt man die Gaamenenden gegen einander und tvalqt den@aamen aus. Auf diefe MBeife gehôrt gu der nachberigen Debandlung mebr Beit.*) In einigen Diféricten rüffelt man, aud) wenn auf den Saamen eigentlih Éeine RücEficht genommen wird, den lacs vor dem Bafferrôthen. Man teif, daf, wenn die Dollen daran bleiben, das Baffer leicht fauliht und der Giachs ver- borben tir, Die Stengel werden in Fleine[ofe Bunde, von 2 oder 3 Handvolf, gebunden, um fôor- derfamft ins affer gelegt zu werden. Die Abfiht beim YBafferrôthen gebt dabin: einen geringen Grad von Fâuinif bervoryn- bvingen, mwodurch die ubftang, mwelche das flacfige Material mit dem Stengel verbindet, gerffrt und der Glachs davon leicht ju trennen wird, Man Bedient fit) dagu, wie beim SHanf, gveier Methodens die eine, daf man den lacs auf cinige eit in ftebendes Maffer(egt, und die andere, daë man ibn der Cinmwirfung der Mtmosphâre ausfebt, bis diefelben Limftände ein- treten, Das erftere gefchieht am Düufigfien, man bâlt es fiherer und für den Flahs beffer, a man im lebteru Halle den Punct der Süulnif nidht mit Gicherheit fo treffen Fann, jeder Methode ift das dau erforderlihe Seitmaaf immer von dem Buftande der Jeife, tworin fi die Grucht beim Aufichn befand, abbängig, twobei es gugleidh auf die Defchaffenbeit und em peratur des Vaffers, auf die Feuchtigfeit und Troenbeit oder Bârme der Bitterung, der es ausgefeét if, anfommt, Deinm WBafferroôthen baben die féehenden, Flaren, tveichen Waffer immer den YVor- aug. Ge wûrmer das YBaffer vor dem Môthen getvefen if, befio eber trennt die Bârme des Baffers den Daft oder flacbfigen Theil von dem Stengel, Das KRennzeihen, 06 der Glachs im IBaffer mürbe genug gevorden ift, beftebt barin, twenn fich das Séäutchen von der Grange *) Perth Corrected Report. Bweiter Teil,© 106 Œilfte Abibeilung, der gangen Sânge leicht abnebimen 1âft, iwenn die lebtere briht, als tûre fie dermobert, und eine dunfelgelbe Farbe befommen bat, Man legt den Glachs beinahe eben fo wie den Hanf zum Kôthen eins in einigen Gâllen jedoch feft man die Fleinen Bünde, ftatt fie Freuymeife über einander gu legen, aufrecbt und das oberfte jeder Gchicht, mit Musnabme der niebrigften, in die Hôbe, Gtatt das Gange unter der Oberfläche des Waffers mit Steinen, Poly oder andern fweren Matcrialien, au balten, nimmt nan Crde, einige Soil tief und ein Mann tritt gelegentlih, juerft ein- oder gmeimal des ages, das Gange nieder, bamit es fich nicht über die Oberflâche erbebez denn wenn bdies ge- fhiebt, fo wird der Glachs fhivarz und verfauft fic nicht fo gut,*) Das erftere fcheint jedoch leichter und bequemer zu fen, Beun der Glachs 5, 6 oder mebrere Tage, je nachdem die Umftände find, im YBaffer gelegen bat, fo wird ev aus den Gruben berausgenommen, man[ft ibn etwas abtrocfnen und fpreitet ibn auf MBeide oder Fürylih gemäbetes Grasland fo eben und gleichformig wie moglich aus, fo daf eine Reibe über die andere einige Solf überfaft, damit er vom inde nidt fo leicht in Unordnung gebracht merde, man ibn in Rlumpen uneben liegen, fo wird Der Blachs grün und erbâlt nachbher nie eine-gute Farbe mieder, Machdem er einige Tage fo gele- gen bat, muf er gefebrt werden, am beften gefchicht dies nach 1 oder 2 Negenfhauer. Go- bald bie Barbe vollfommen Dell und gleichfôrmig wird, auch die âufere anfängt abgufchelfern und fih vom Stengel zu trennen, fo ifts 3cit, daf ev aufgenommen terbe, Daju muf man, to môglih, einen recht trofnen Tag mâblen, und der Flachs wird nun, ju weiterer Dearbei- tung, in grofe Dinde gebunden, Bird der Glahs gethaurotbhet, wie Dies in den füdlihen Gegenden des Rônigreihs gefchieht, fo wird er in Jeiben dünne und eben auf den Dreefch ausgefpreitet und gelegentlich fo lange gefchrt, bis fi der Daft vollfommen If. ift aber mebr Gefabr, da der Glachs weit lngere Zeit den Cinwirfungen des Metters und anderer Umftânde ausgefeft iff. Qn jedem Fall muf der Daft fih vom Stengel(ôfen, mwobei aber mob darauf 3u achten if, daf der lache nicht gu[ange auf dem Grafe liege, da in manchen Gâllen, Befonders in reg- nidtem MBetter, die Orasfeite modert oder zu zart wird, ebe die obere Seite gebôrig bereitet if. Die Debauptung, daf das Ehaurôthen das Dieichen erleichtere, ift nicht gegründet; man findet vielmebr, daf die feinemand, von im MBaffer gerôthetem las, beffer und gleich- formiger fih bleichen laffe.**) Che manu mit dem Breden oder Brafen fortfhreiten Fann, muf er enttveder gegen die Sonne an Maucrn oder Gelnder geftellt, oder über Dürden durs Geuer gerdffet oder *) Corrected Report of the Weft Riding of Yorkfhire. #*) Corrected Agricultural Report of Perth. Anbau des Aderlandes, 107 in einen mit hâte gebeigten Ofen evwäârmt werden, Sn jebem Ball muf das Feuer fo ein» gerictet werden, daf die Dibe nicht übermäpig fei. Der Flads muf nur fo lange den Iir- fungen deffelben ausgefebt feon,“bis jede Seuchtigfeit verfchrwunden if, Die Geuchtigheit wird auf folhe MBeife beffer als auf jede andere Hrt, ausgenommen vermittelff der@onne, vertrie- ben, welche Methode, twenn fie antwendbar if, alfemal den Borjug verdient, Œn RücEficht auf den Ertrag gicbt e8 wmobl Feine Grucdt, bei mwelcher er fo ungleidh fei, als bei biefer, fowobl in Detracht der Menge als Güte. Man bat vom Here 20 bis 70 Gein, à 1416, erbalten, man fann baber ben mittlern Œrtrag wobl 40 bis 50 Gtein rechnen. Die bei dem Anbau und nachberigen Bearbeitung vorfallenden often betragen auf den Yere im Durdfhnitt 8 bis 12 Pfund, wenn vornebmlidh auf den Flachs dabei gefeben wird,*) Yenn diefe Srucht vor dem Mufgiebn verhandelt wird, wie das in den nôrdlihen Difiricten gar bâufig gefchiebt, fo ift der Preis 7 bis ro Pfund, oder im Durfhnitt etwas über 7 Pfund. MBenn der Sandiwirth vorsüglih auf den Saamen bedacht ift, fo giebt der Mere ettva 6 bis 12 Dufbhel. Der Preis if veranderlih, je nachdem frembe Saat eingebracht ift oder man deffen gum Oelpreffen und Gallertfochen für das ich bedarf, Cr gilt gewbdbnlih die Hülfte 9 2 *) Œinige haben fie auf folgende WBeife angegeben: Roften. Pf. St, Sh. Pence. Alfgemeine, bei der FR bes Afers, SE u. f. tv. 5 6__ Pat, Auflagen, 3ebnte u.[. w.$$ 2 13 4 ee Biersig Stein, su o Sh. der Stein].::“e DPrâmie, gu 4 Pence der Stein;‘ 13# Gerwinn 10_ AE Dad andern Berednungen Et der Bortheil aber nift fo gro. Jm Corrected Report of Apri- culture in the Weft Riding of Yorkfhire findbet man: Ausgaben per Acte. Df. St. Sp. Pence. Dearbeitung des pat;;;= 6 ie Gaamen 3,$$ L ï os Abfoden und jâten y;$,— 5— Aufichn ÿ,;; a 10_ Œinfenten jum Nôthen,;;;— 10_ Peraugnemen und Spreiten 3;$— 12_— Rebren und Aufnebmen$;;— s— Sandpadt, tenn er dem Gindiétauer verpachtet{ff,; 5 5— so@tein ju beatbciten;$: 3 15— 12 19— Ertrag. so Stein Slacbs ju 8 Sp, 6 Pense;$, 21 5— Gcwinn 8 GNT 108 Œilfte Abtbeilung, deffen, tas ber Sofânbifhe gift, Durchfbnitt Fann man den Dufhel ju 4 bis 6 Soilling vechnen, 2 Jus den Angaben ergiebt fih, baf der Slachs in manchen Gegenden mit grofen Gewinn und Bortheil angebauet twerden Fann, two man qu der dabei nôthigen Hanbdarbeit, gui Beit der Erndte Seute, und für den Acfer Dinlängligen Dünger bat. Unter andern Umftänden aber erfchôpft und faugt er den Doden aus und man bat desbalb fhon Grund, ibn felten zu bauen. tach Nüben und Kartoffein WA er gemeinbin am beften. Die Oelfuchen gebraucht man mit vielem Crfolg gum Mâffen und find daber febr im Dreife geftiegen, Eine féhleimige, gallertartige Œubftang wird and von bent Seinfaamen bereitet, indemnt man ibn Éocht oder über den gequetféhten WBaffer gieft, um damit Bich qu mâften, D DD IT EUR Der Hopfen ift eine Dflange von der fafermunliten, perennirenden rt, telche au Stangen in einer beträchtlihen Dôbe binaufranfet. Œs giebt davon nur eine Sauptart, die man bauet,*) jedod mebrere AMbarten, als: der rothranfige, grünranfige, mweif- ranfige u. f. t0.**) Man bauet ibn bauptfäcblid der Knospen und Blumen balber, die man gum Dierbrauen und anbern Malflüffigfeiten gebraucht, um ibnen einen angenebm bit- tern GefhmacE zu geben. Die erftere der genannten Hrten giebt nur einen febr fleinen Hovfen, der aber, feiner bärtlichen Matnr balber, ba gebauet werden fann, two die andern Mrten nicht gut fortfommen,***) Man fagt, er foll bem Brande beffer tviderffeben, als irgend eine det andern Mrten, und gefund und frifdh bann erfcheinen, ivenn andere von Sliegen und Sâufen Leiden+) er foif auch gur Seit des Cinfaumelns weniger von Sonne und Megen als die andern Mrten leiden, Obgleidh die gmeite Art oder der grünranfige minder bârtlih als die vorige iff, fo giebt fie doc veidblichern Ertrag und gerith auf den mittlern Dodenarten, twelche nicht zu frei liegen, febr gut, Die bdritte oder meibfrantigte Mrt if noch garter und delicaters man fhâbt fie aber am mebrften, da fie febr frñbe veift und theuer verfauft wird. SHopfen giebt es auch mûnns liche und iweibliche Dflangens nur die lebtern geben Crtrag, die euffern müffen als untauglich auggerottet iMerden, *) Humulus Lupulus. ##) Man unterfheidet den Boyfen in den Glämifchen, Renterburifhen, Golbingfhen, Sarnbam u, f. 1. ##*#) Modern Agriculture. Vol. III.+) Synopls of Husbandry. Anbau de8 Aderlandes, 109 Man fiebt leicht ein, baf diefe verfchichene@orten verfchiebene Bodenarten erfordern und ju verfhiedenen Beiten veif werden, Der Pflanger bat dennächft wobT dabin ju feben, da diefe verfchiedenen Mrten nicht in diefelbe Dflançung fommen, weil Dadurd die nachberige De- atbeitung um fo fhmicriger wird, als man nicht binlänglidh$£eute befomimen Fann, die damit fo umugeben twiffen, als es erforderlichifts benn mwenn man die befondera@orten in eigner Art pflanget, fo fihert man fi den beffern Crtrag, indem die Srüchte gu verfhiedeneu Seiten veifen, Die befte Sage folher Pflangungen ift cine leichte abhängige gegen Sübden, oder eine ebe- nerve mit füdmeftlicher age, und melche gegen den Nord- und Jordoftwind, ourd bobe Gegen- den, bobe Geländer oder Waldungen, die in einiger Entfernung davon fid befinden, gefchhgt if Da aber die Pflangen Dod twachfen, fo müffen fie nicht zu febr befchrän£t oder in den Dflangungen felbft zu dichte an einander fichen, damit fie des freien Sutritts der Suft, des£ich- tes und des Cinfluffes der Sonne genieben Fonnen, wird nicht nur der Fraftvolle und gefunde Buchs der Meben befordert, fondern auch durch das fhnelle Vertreiben und Mustroc- nen der Beuchtigfeit, Drand und Meblthau verbütet, Man fiebt bies deutlidh daran, da die mittlern oder dihtern Stellen grofer Pflangungen auf diefe Beife febr befchädigt werden, wâl- tend die aufern der Suft ausgefebten Stellen auf Éeine Art Davon[ciden, Cin Schriftfteller bemerft, daf die unmittelbar an der See grâängenden Oegenden oder in der Mâbe marfhiger und beidiger Ebenen der Hopfenbau nicht gedeibe, und voriüglidh in naffer Sabrszeit misrathe,*) Die tiefen, ftarfen, fotmobl lebimigen, Élayartigen als fanbigen Vodenarten paffen fi gum Hopfenbau am beften. Œ€s müffen folhe feyn, bie gern trocfen werden, und denen es doch an Geuchtigfeit nicht mangelt, dabei aber eine beträchtlihe Ticfe guten fetten vegetabili- fhen Moder haben. Die dünnen grandigen und Falfigen Vobdenarten paffen fi dazu nicht, Die erftern balten die euchtigfeit nicht genug an, die lebtern faugen fie ju febr ein und theiler den MBurgeln der Meben ju viel Feuchtigheit mit. Cs giebt noch einen dünnen fchieferartigen Doden, der mit gutem fettem Moder unter- tmifcht if und eine Unterlage von Stein bat, Diefer pañt fich zur Hopfenpflanze unvergleichlich, er bvingt den Hopfen que volffommenften Pôbe und lururiôfem Muchs, und gicbt einen eben fo guten Œrtrag als die mebrffen tiefen, ffarfen und frudtbaren Dodenarten, In der Nabe von Maidfione in Rent wird auf folhem Doden febr viel Sopfen gebauet,**) Man Éann den Sopfen auf bereits fhon cultivirten Doden zicben, er muf aber durhaus gut gedüngt werden, um der Sopfenpflange die nôthige Mabrung geben zu Fônnen, Beideland und folches, das natürlicher Meife viel vegetabilifche Materie in fi gefammlet bat, *) Synopfs of Husbandry.#*) Bannifier's Synoplis of Husbandry. 110 Œilfte Abtheilung, als alte Obffgarten, fette, trofne MBiefen oder fonftiges Grasland, if am beften gum Sopfen- bau zu gebrauchen, Œn jedem Gall muf der Boden reht mürbe gemacdht und gut zertheilt werden, woju man denfelben im Herbfte vorher aufbricht und im Binter gut ausfricren läft u, f. w, Sfter bin- fânglih trofen, fo 1âft man ibn ebens bâlt er aber gerne YBaffer, fo mu er in Deete gelegt swerden, um die hberflüffige Nûffe defto beffer abjuleiten. Unmittelbar vor dem Pflangen bringt man eine gute Quantität Compoft, der aus gut vermodertem Dünger und guter frifcher vege- tabilifcher Erde beftebt und eine Scitlang mit einander vermengt getvefen if, in Fleine SHaufen, au etwa ein Dufhel in jedes£och, Man pflangt die Geblinge oder Cinleger, nach Defhaffenheit derfelben, zu verfchiedenen Seiten, Mimmt man die Seblinge von alten Reben,-fo gefchieht e8 am beften ju Anfang des Mûrzes oder Aprils, tie die Bitterung anpaffend if, meil man fie bei dem Defchneiden der alten Neben um die Beit am leichteften haben Éann; wenn man aber Geblinge von den MBurgeln nimmt, wie bas bei dem Mufgraben alter Pflangungen gefchiebt, fo ift der Herbft dayu die be- quemfte Gabrszeit, etrwa ju Œnde des Octobers oder ju Anfang des Movembers, Dei der erffern Methode muf man die Schnittlinge von den Éraftoolleften und gefundeften Meben nehmen, etiwa 4— 5 Bol lang mit 2 oder 3 Mugen oder Schüffe, welches die Rnospen find, aus mwelchen die Murzeln und Stangen oder neuen Jteben bervorgeben, Sie werden, das Hunbdert zu 6 Stiege, von 6 Pence bis ju 1 Sbilling verfauft. Deim Pflangen ziebn die Dflanger gewiffe Formen und Diftangen verfchiedentlidh vor, fo wie man die nachberige De- atbeitung zu machen pflegt, Benn die Arbeit mit Pferden beftellt wird, fo febt man fe am bequemften in Meifjen von angemeffener Entfernung allenthalben in graden Sinien aus. jun den Sällen, two fie mit der Hand bemertffelliget wird, ift dies nicht fo widbtig, wenn die Pflangen gum Machfen nur gebôrigen Plaé haben, In diefer Müfiht pflangen einige in Heiben, andre im Rleeblatt. Es ift mobl feinem Siweifel unterworfen, daf man bei gleich entfernten Meiben beffer beim Sopfenbau fâbrt, als bei bem irregulâren Dflangen, wo die Sanbdarbeit Fofibarer iff. Die Entfernungen der Sopfenbügel von cinander ift verfchieden, Cinige rathen ju 6— 7 Guf, audere pflangen 5 oder 6 Guf auseinander. Die Hopfenpflange erfordert bei ibreu hoben und lururièfem MBuchfe alferdings beträchtlihen Naum, bdenn menn ffe gu Di£ ftebt, fo ift fie nicht nur manchen Unfällen ausgefegt, fondern ranft au mit andern Pflangen über den Stangen jufammen, wodurd nacbtheilige Befchattung für den Bus und Ertrag entfteht. Da- ber Fann diefe Pflange nicht in engern Zwifchenräumen als ju 6— 7 Fu gefeét werden. Die febtere Diflanz ift befonders auf gutem fetten Doden angurathen, teil die Pflangen dabei vôlli- ger austvachfen Fônnen. diefen Gall würde die Entfernung von dem Centro eines Dügels gum andern 8— 9 Guf betragen, Anbau des Aferlandes, 115 Die Socher werden auf verfibicdene MBeife ausgefebt, Cinige bedienen fich einer Sinie, in iwelcher Rnoten nad den beftimmten Entfernungen gemacht find und twelche die gange Sänge der Pflangung überreicht, Mach diefen Knoten werden fleine Stâbe in die Erde geftect, die das Maf der Cntfernungen bexeihnens andere merfen fogleich mit den Stangen, die fie in die Erde in beftimmten Entfernungen feben, bie Sôcher aus. Scichter als obiges ift alfemal:in den ver- fchiedenen Ridtungen der Pflanjungen Gurchen ju giehen und auf diefe Beife Quadrate zu bilden, in deren Minfeln die Sôcher oder Kublen ibre Stellen erbalten, Deim Ausgraben der Socher nimmt man rit dem Spaden die Crde in einer Tiefe von 12 3off, im Umfreis von 18 Sol, beraus, und rübrt den Vodeu dabeietwas um. werden dann jum Theil mit dem obertwäbnten Compoft ausgefüllt, und die ausgegrabene Erde wieder darüber gebracht, fo daf ein fleiner Sügel entftebt. Muf diefen Hügeln werden 7 Seblinge oder MBurjelfchnitte, einer in der Mitte, die andern umber in gleichen Entfernungen, ettva 4 oder 5 Soil von ben Geiten der Sôcher, eingeftecft. Die Seblinge Fommen gewôbnlich ettva 2 Bolf in den Compoff Dinein, und fo, daf ibre obere Enden mit Crde des Hügels gämlih bedecft werden. Cinige Pflanger iwollen jedoch, man folle fie mit der feinen Erde aus den Sochern leicht bedecen, nachdem fie 1— 2 Sol tief in den Compoft gepflangt worden find, Aisdann ift aufer dem Neinbalten som Lnfraute bis in die Mitte des Maies nichts teiter zu thun,@obald aber die jungen Dffangen fich erheben, fo wird aus den Swifhenrâumen etwas feine Erde angebäuft. Un den Badsthum der jungen Schôflinge erwas aufjubalten und die Burgeln zu flärfen, pflegen einige fe in einen Knoten zu fhlagen. Mnbere rathen, dagegen 2 fleine Stûbe, etwa ein paar Ellen lang, in jedem Sügel zu feben, um das Nanfen der jun- gen Schoblinge ju leiten, oder mebrere werden an einem GtocŒ gelenft und im Gommer gelegentlich mit Daft oder Binfen angebunden, Su Ende des Julius oder Anfang des Mugufts wird gum gtweiten male angebäuft, fo tie vorber, Auf fumpfigen und feuchtem Sande bat man noch eine andere Methode des Anpflangens.*) Man pflanit nebmlidh auf Becte von etwa 16 Guf Dreite, mit Graben von 3 Guf Beite und 2 bis 25 Guf TLicfes die ausgegrabene Erde wird eben auf die vorber bereiteten Deete gebracht. Auf diefen werden die Seblinge in Sdcher, ettwa einen Stich tief, 12 Solf im Durchfhnitt und 6 Gub auseinander, gelegt, fo daf jedes Deet 3 Neiben befommt, eben fo wie bei den andern Methoden, Die Pflanjen werden auf diefe Beife na etwa 3 Bochen mit alten Furzen Sta- fen beftecft, an deren jedem 2 oder 3 Meben gebunden werden, Den Aer bâlt man nachber durch Paden und Harfen in Oronung. Die Operation des Hügelmachens wird zu Ende des Gunius oder im Hnfange des Julius vorgenommen. Dies fcheint jedoch ein mübfames und läffiges Unternehmen qu feyn, das nur ettva dadurdh, ba es den Mer trocfem macht, einigen Vorng baben môgte. *) Corrected Agricultural Report of Suffolk. 112 Cilfte Abtheilung, Einige Pilanger bauett init dem Dopfen andere Gribte, als: gemeine Bobnen, Rob, fransèfifche Dobnen und Ztviebeln; Dies Verfabren verdient aber Feine Empfeblung, teil es die Dflangen des freien Butritts der fuft, des Sichts und der Sonne, befonders bei folchen, bdie boch wachfen, beraubt und daburd fchädlidh wird. Mit Zwiebeln geht es eber an, da fie nicht boch wachfen, und zur felben Seit, da die Geblinge cingelegt werden, ausgefüef werden fônnen, Ce ift felten vathfam, Crtrag vom erfien Sabre ju nebmen, tweil man dem Fünftigen Et- trage der Pflangungen dadurd) leichr féhadet. Da Suffolf erndtet man jeboc zutveilen im erften Gabre 3, 4— 500 Dfund Hopfen.*) Mo Fächfer oder Schnittlinge von den Wurjeln ge- braucht werden, ba Fann man wobl eine Éleine Œrndte im erften Sabre davon nebmen, da die DPflangen oder Meben eber ju Éange fonnnen, Hopfensflangungen, die auf diefe Weife foragfältig angelegt find, Éonnen, wenn bet Acer dayu eingerichtet ift, 20 Sabre und fänger wäbren, tenn den eingelnen Sügeln, two Pflangen ausgehen môgten, nur immer wieder gebolfen wird. Man bâlt indeffen doc) für rathfam, fie in Füvyern Deitraum, oder cingelne Theile, fo tie es nôthig wird, mwieder qu erneuen, Um fle übrigens recht eintrâglid ju machen, muf man fie, menn die Mitterung günflig ift, 2 oder 3, ja ob noch mebr male mit dem Pfluge, Spaten oder Hacfe bearbeiten. %m folgenden inter, nad dem Pflangen, bat man fid) na Stangen umgufeben und fie zu bereiten. die Hopfenranfen ftarf und Fraftvoll in ibrem IBuchfe find, fo reichen 2 Gtangen ju einem Dügel bin, oder 2600 auf den Acre. ind die Pflangen aber fac und minder fururids in ibrem Muchfe, fo werden 3 Stangen für jeben, oder twenigfiens für einett um den andern, Hügel notbwendig, und im lebten Falle mürden auf den Mere 3150 Fomimen, Da die Stangen alsbann aber nicht fo[ang und ffarf fepn dürfen, fo wir bies in der AHusgabe feinen grofen lnterfchied machen. die Stangen gebracht werden, fo muf man fie neberr der Hopfenpfanqung ablaben und nicht auf ben Doden fabren faffen, von wo Dann bie Arbeiter fie an die nôthigen@telfen bringen. Qn dem gweiten Vabre der Pflangung bat man noch nicht nothig, ivieder ju büngen, aber das Sand muf im BHerbfte, tie fon guvor, gerübrt werden, Sm Grüblinge, bei anpaffendem Better, ettwa in der Mitte des Mâres, dffiet man die Pügel und entblôbt die Dauptouryeln mit dem fogenannten Dider oder Spishaue, um den Stocf ausaupuben und ju befdueiden, Mlle Evagffangen som vorigen SJabr merden dann bis auf r oder 2 Scbüffe von den Buryeln und alle Nebenfhoffen, die man nicht gern mit aufranfen lâft, fo twie alle die an ben Geiteir der Pügel heraus geben werden, rein meggenommen, fo baf nichts bleibt, was bem Fraftvollen Buchs der neuen Meben binderlich fepn Fann. Dan muf daber die verfdiedenen Gtangen und #) Corrected Agricultural Report of Suffolk. Anbatt de8- Aderlandes, M5 und MBurjeln fo vôllig entblében und in folher Ticfe, damit auch nidt bas Gcringfte unentoecEt bleibe, tas fhüdlidh werden Fônne und tveggefchafft merde, Sum Defhneiden muf man er- fabtne Urbeiter nefjmen, weil febr viel barauf anfommt, daf dies ordentlid gefthehe, denn fomobl baburd, baf man die Meben ju ang(ABt oder die Stôcfe ju Fury tegfdhneidet, fann gtofer Schaden angerichtet werden. nm erftern Halle wird bas Gemäche dem Rrebsg ans- gefest, und im lebtern twerden die Sügel fo febr gefchwicht, baf fie nicht Dinreihend Schüfe bervorbringen,*) Die Mrbeit bedarf daber forgfältiger Aufficht. Machdem dies gefchebé iff, fo wird die Crde mieder angebâuft und die Sügel werden tie guvor gemacht, Alle Pflangen, die alsdann fhwad und ungefund fheinen, müffen mit andern Sertaufcht werden, damit die Pflangung in befimôglichften Stande blcibe, Golche Schnittlinge, die man von ben gefundeften und Fraftvollfien Pfangen genommen bat, laffen fic dau am Geften ge- brauchen, Ju diefem Sabre muf, fo wie in dem vorbergehenden, breimar gebacft und einmal gut angebäuft werden: guerft ettua im Mai, gum gweitenmal im Junius und zum Dritteu im Gu- lius; etwas Crde muf jedesmal auf die Sügel gebracht werden, damit fie Dintänglidh feucht bleiben, Das Anbâufen gefchiebt frth im Muguft, wo moglih Fury nach gefallnem Kegen. Mit dem Deftefen fângt man, fobald die Heben 2 oder 3 Soil über der Erde find, an. Die viel Stangen man nebmen folle, darüber find die Pflanger fidh nicht einig, vor allen Din- gen aber bürfen fe nicht ju dicht auf einander ffebn, Man nimmt gemobnlid 3. Die Gtan- gen müffen fo gefebt werden, Ddaf fie na©Sübden und Gübiveft den freieften Sutritt der Suft, mitbin des Sichts und der Mârme den Dflangen getväbren, bagegen im Norden den IBinsen ABiverffand leiffen und davor fhäben. ie werden mit einem eifernen Stôfer, womit mon IS bis 20 Sol tiefe Sücher ffôft, eingefeft, und die vorgefchärften Stammenden in den Doden ge- trieben, um twelche die Crde fefigerammt und angetreten tviro, Das Echwicrige diefer Arbeit befteht darin, die Sécher gchôrig tief zu machen und die Gtangen mit folcher Stûrfe bineingufeben, baf fie von felbft in dem Doden feft féebn, au da die MBipfel der Ctangen auswärts eine folche Ridtung haben, daf die Keben nicht zu der andern überranfen. Dierauf nicht gebôrig geachtet wird; fo geben dabei leicht Pflansen verlobren, die Stangen eingefeft find, fo fblingt man 2 oder 3 Neben um jede betuin, und bindet fie auf obermwäbnte Art, fo oft es vonnôthen if ind bie Gtangen bo und die Meben ftatt, fo find féehende Seitern gum Mnbinden an den IMBipfem febr nothwendig und nüblich, Man bemerft, daf diefe Mrbeit zu Anfange des Sommers befondere JufmerÉfamfeit ver: biene. at man Éurge und bünne Stangen auf folhe Sigel gebracht, to die eben ginen *) Synopls of Husbandry. Biwciter Theil, P C7 % nn CN Vas 114| Eilfter. Abfnitt, farfen und fraftbollen Muds verrathen, fo verlobnt es jumweilen der Mübe, dicfe megzuneh- men und andere lângere und ffârÉere an deren Srelle binjubringen,*) Bébrend des Sommers müffen beim erffen Seranwachfen der Pflangen die überfiifigen Reben jeder rt twieberbolentlidh mweggenommen werden, fo wie fle gum Borfchein Fommen, Man lâft eta 1 oder 2 auf jedem Hügel, im Mothfall, menu ein oder der andere an den Stan- gen ranfender Mebe befchädigt oder verdorben werden follte. Dies ift die gange Cultur, die bis zu der Beit, Da der Popfen reift und gepflücft twerden fann, erforderlich if Dan nimmt bies an dem lieblihen Geruch, den er afsoann von fid giebt, an dem Geft- oder Hartwerden und an der brâunlihen Farbe wabr. Gewbbnlidh ift dies im Mnfange oder gegen die Mitte des Septembers. Deim Einfammien muf alles mit Oronung und môglichfter Gefhwindigfeit vorgenommen werden, teil beim Sègern die Grucht dur) Mind oder Regen gar bald leider, Man bâlt daju Rôrbe und Raften, je nahdem die Pflangung und die Anal der Pflicer grof ift, in Vereit- fhaft. Die leftern werden von 3 oder 4 Drettern auf ftebenden Pfoften gufammen gefchiagen. Sie werden etwa 7— 8 GuË lang und 3 Guf breit und eben fo boch gemacht. ABenn diefer Mpvarat fertig ift, fo fhneidet man die Sopfenranfen dit über der Oberflâche des Bodens ab, togu eine Perfon, die mit der Sache Defcheid meif, genommen wird, ju gleicher 3eit werden die Gtangen mit einem Peber(palling-hook) ausgeboben. davon legt man gur Zeit mit den Ranfen auf bas Geftell, um abgepflicét zu werden. oder mehr Perfonen ftellen fi berum, tou man bâufig Kinder und Grauengimmer gebraucht, diefem Geftell bangt ein Tuch an Pafen, tworauf der gepflücfre Sopfen fallt. Sobald dies vol ift, fo macht man ben Hopfen in einen grofen Sa, um ibn ju Haufe im Ofen zu trofnen, Dies muf fogleich nach dem Dflücen gefcheben, damit der Sopfen in féinenr grünen 3uftande nicht ju fange gufame men bleibe, tweil er bei twarmen Better durch Erbibung in iwenig Stunden feine Garbe und feinen Gefchmac£ verlieren ann. Aus diefem Grunde iff es nothwendig, wäbrend des Pflücens, den Ofen immer im ange zu balten, Es müffen daher auch, nach Berbältnif des Popfens, der getrocfnet werden Fann, die Pflücfer angeftellt werden. Benn man dann, nadh Befchaffenheit der Mitterung und nach andern Umftânden, den noch nicdt getrocfneten Sopfen fi follte auf- bâufen laffen, fo muf man dod nicht viel und dicht gufammenbringen. Dei reichliher Erndte Fann ein Dflücher tâglih 8— 10 Bufhel abfammeln, welche ge- trocfnet etwa ro0 Pfund twiegen, Mn einigen Orten verdingt man Das Pflücfen Dufbeltveife, und der Preis richtet fich nach dem, wie die Arbeiter leidht oder fer gu haben find. Um einen Ofen zum TroŒnen, der etwma 18 Bufhel mit einem male faffen fann,**) im Gange zu erbal- ten, werden 16—20 erfabrne Pflücfer erfordert, tmwenn die Sabrsjeit günftig und der Ertrag teichlich if. *) Kents Hints.##) Synopls of Husbandry. ut Anbau de8 Afcrlandes, 115 Muberdem wird nod eine Perfon zum Yegnebmen der abgepflücéten Meben, und$en Er- trag nach den Ofen zu bringen, gebraucht. Man nimmt daju einen Rnaben, der nach der Ent-. fernung vom Ofen den Hopfen dabin Farrt, fâbrt oder tragt. Die Perfon, melhe das Trocnen beforgt, muf der Sache gewachfen, ordentlid und unverdroffen babei fepn, teil bierauf gar viel anfommt. Der Sopfenwirth bat daber bierauf feine befondere Mufmerffamfeit zu. verivenden. Das Arbeitslobn der verfhiedenen dabei angeftellten£eute vihtet fih nad Ort und Lm- ffânden. Sn Kent gab man den Stangenaushebern, vor der alfgemeinen Erbôbung des Yr- beitslobnes, 18 Pence bis 2 Schilling nebft Cofent auf den Tag, den Eronenden eine balbe Etrone und Dier und Branntetein, fo viel ibnen beliebte; die Pflüer erbielten 3 Halfpence bis 2 Pence à Bufhel und freien Branntewcein. Sobn ift gegenmärtig aber febr erhôbt. Die Cinrihtung des Hopfenofens ift nidt viel anders als die des Malidarrens, Der Ofen bâlt 12— 16 Guf im Quadrat. Jn Anfebung der Hôbe und Dreite und des Piabes, two das euer gemacht wird, muf die geborige Proportion beobachtet werden: 3, D, wenn der Ofen oder die Darre 12 Bu oben ins Gevierte if, fo mub fie S Gub bob vom Geuer fev und der Geuerplaé foll 61 Guf im Quadrat haben, Die Darre wird mit einem Paartuch be- decft, worauf der Sopfen gang dünne und eben voneinander gebreitet wird, etiva 6— 12 Boff tief, je nachdem die Mitterung feucht oder trocfen und der Sopfen mebr oder minder reif iff. Man mu die Darre vorher, ebe man den Hopfen darauf legt, ermwärmen, und Dernadh mu unter ibm ein gleiches ffetes euer erbalten werden; twelches anfangs nicht ju ffaré feon barf, damit es den Hopfen nicht verbrenne, er 8— 10 Stunden gelegen und cine ununter- brochene Sibe genoffen bats fo Fann man ibn abnebmen, Die Serbredlichfeit der Stiele und das feichte Mbfallen der Sopfenblättchen ift ein Anjeichen, daf er trocfen genug fen. Lim dies rouen auf das befte ju berverfftelligen, muf man viel Erfabrung haben, und in Rücfiche auf das Brennmaterial befonders wirthlid damit nmqugeben tiffen, Gobald das Ærofnen gefcheben ift, wird der Sopfen von der Darre in die angrengende dau eingerichtete Sorrathsfammer gefchaufelt,(âft man ibn 4— 5 und nad Vefinden imebrere Tage liegen, ebe man ibn in@ûce mat; denn fact man ibn ju eitig ein, fo tvird er qu Pulver, verliert fein Anfebn und wiegt nicht fo fhwer. Man lâft ibn daber fo lange liegen, bis er fi 3ûbe anfübit. Zum bequemen Einfacen des Sopfens ift in dem Doden der Borrathsfammer ein Soch zu- gerichtet, tvelches die Münoung des Sacfes fañt, mit einem Oeftell, an tvelchem die Nänder des Gacfs befeftiget werden. An beiden untern Enden des Sacfes wird eine Gandvoll Sopfen, gur beffern Sandbabung des Sas, cingebunden, Bierauf tritt derjenige, der daju beftelit iff, falls ec nicht mit einem fhtveren Gewicht, das er darin rund bervegt, einftampft, den Hopfen D 2 116 Œilfte Abtheilunge in den SaË auf alfen Seitch ein, indem eine andere Perfon unter bein Cintreten nachfüllet, bis der Ga vol if. Of ev dann recht angefüllt und eingetreten, fo trennen fie den Sacf von dem Mcif los, laffen ibn berunter, machen ibn ju und binden in jeder Œcfe eine Sanbvolf Hopfen, wie am untern Tbeil, der Hopfen fo eingepacft ift, fo erbält er fih, je fefter defto beffer, in feiner Garbe, feinem Gerudh und Gefhmacg,*) Dei diefen Operationen verliert er natürlicher WBeife am Gewidht. Sechszig Bufbel grü- ner, von der Sliege nicht verdorbener Sopfen, follen, nachdem er getro£net und eingefacét iff, x Centner iviegen, Die Güte des Hopfens beurtheilt man nach dem Élebrigen Gefñbl der gelben, mebligen, flaubartigen Subftanz, die darüber gefprenfelt iffs fo tie nach deffen Garbe, Der Raufmann fhâbt den Sopfen mebr oder minder am Berthe, je nacdem er mehr oder weniger Élebrigt im Gefüblift, und was die Garbe betrift, fo ift es für den Berfauf des Sopfens duferft wichtig, tenn fie fo glâängend als môglich ift, ob es gleid nicht immer die Golge ift, daf der glangendffe auch der fférffte im Gefchmacf fei, Diefe Cigenfchaft veranfaft jedoch die Dflanger, bei dem Cinfacfen diefes Artifels einen Unterfchied zu machen, Hopfen, welcher am mebrften glänt und die fhônfte Farbe bat, tird in ettwas beffere Sâcfe gethan, die man Pocfets nennt; die braunere Mrt Fommt in etwas grèbere und fterere, Die erftere wird gum Meble und alfen feinern mâligen Flüffig- feiten, bie leBtere gum Porter gebraucht, Bo man Popfen auf die Sânge bewabren will, da ift der grôber eingefacfte der befte, Die Snge eines Hopfenfacfes beträgt etoa 2 Ellen und r Quartier. Ein Pofet bât eben fo viel, beide find 1 Œlle breit. Der crffere wiegt, mwenn der Sopfen gut bebandelt und tüchtig eingetreten ift, 250 Î5 und der leftere, tenn er aus Eunterburn ift, 15015. SIBenn die Gâce fer viel mebr oder teniger wiegen, fo muf man auf den Mangel der Oùte und reten Debandlung foliefen., Der Danger wird übrigens über feine zu entrichtende Mbgabe durch eine Mbfcrift der darüber vorhandenen Accifegefese geleitet, Mach diefem bat man die Stangen von den NRanfen qu befreien und fie fobald als môglid in SHaufen ju fegen, obgleich bies fon bei dem Ybpflüc£en bâtte gefcheben follen, Man feét diefe Haufen, indem man die Stangen ins Gevierte zufammenfeét, 30 oder 40 an jeder Seite, - bic etiwa 12 Guf in jeder Michtung unten auseinander find, und oben fo dite wie môglid qufammen treffen. Auf diefe ABeife bleibt unten eine Oeffnung, twodurdh die Stangen trocf-. nen uno fich conferviren. Alle dicjenigen Stangen, twelche ju Eurz oder Fünftig nicht mebr brauchbar find, tmerden nun guric£ gelegt, um bei den neuen Pflançungen beffere bafür zu nebmen, Yu erfäbrt der #) Kents Hints. Anbau des Aderlandes, 117 Sandtvirth bei biefer Gelegenbeit, wie viel frifche Stangen er anjufhaffen babe, tele danu in den MBintermonaten gebôrig sugeridhtet werden Fônnen. Man fchârft zu gleicher Zeit die alten bann aufs neue vor, Die beften Stangen find die von Efhen, Raftanien, IBeiden, von 18 bis 24 Guf Sänges lânger als 6 bis-7 Sabre wâbren fie felten, nicht vollig fo lange täbren die von Ducden, Mispeln, Cicden u, f. Die Ninde wird von allen abgefchält, ausgenommen von den Œfhen, von welchen fie im gmeiten Sabre fih von felbft Iôfet. Man thut dies, um fie defto beffer vor den Bürmern zu bemwabren, die fid) unter der Minde gerne aufhalten, Machdem die Stangen abgeftreift und in Saufen gefebt find, müffen die Manfen twegge- fafft werden. Man bindet fie in Dunde und vertwabrt fie in@choppen als Drennmaterial in den Oefen. In andern Gegenden verbrennt man fie auf dem Acer, und in einigen verfiat- tet man den Mrbeitern, ffe mit na Saufe u nebmen, Dn jedem Galle müffen fie wegge(chafft werden, um beim fünftigen Graben nidt binderlidh 3u fepn. D) Dics gefchieht dann fo früb als môglidh im Herbft oder in den ABintermonaten, bdamit der Aer gut ausfriere. Man muf daju eine troŒne MBitterung und treue Arbeiter wäblen, und raf babei zu Berfe gebn. Man giebt für 100 Sügel gemébnlid einen beftimmten Preis von 2 Schillinge bis ju einer balben Erone. Die Hrbeiter baben dabei eine dréigacfige Gore, tovon jede infe etma 11 Bol breit if. Bon der guten Musfübrung Ddiefer Operation bângt febr viel ab.@olite fich alsann ein oder der andere untaugliche Rebe finden, fo iff es dann cit ibn mweggunehmen und andere an Die Stelle zu fefen. MBenn nun gleidh auf fetten Doden im gmeiten Sabre fein Dinger gebraucht wird, fo muf er doch vor diefem Graben in jedem folgenden Sabre darauf gebracht werden, und gwat etwa 12 gute Rarrenfuder auf den ce. Mit diefem Dünger muf man, 10 bis 12 Monate vorher, 15 Guder guter frifcher vegetabilifher Erde, durch bâufiges Umffechen, mob vermifcjt haben. Compoft bringt man, in einfpânnigen Rarren mit 3 Rädern, auf das Hopfen- fand, twivft ibn in Éleine Haufen ab, und vermifcht ibn beim Umforfen der Pflangung mit der Œrbe um den Hügeln, ettoa 1 Bu von demfelhen,**) Die alten Stôcfe müffen, twenn fie nach *) Synopfs of Husbandry. #*) Die vormalé in Rent Ablien Arbeitépreife beim Sépfenbau, giebt Mr. Banniffer alfo an: Ausgaben per Acre. Pf. St, Sh. Pence. Die Stangen abjuftreifen und gu vermwabren 3 À;_— 5 CE SGm HBinter umyuforfen;#7,;— 18= Qu befhneiden$; k$$— 6— hit Stangen ju beftefen;$;— 12—_ Alte Stangen aufjufhärfen, 2 Dence jebder Haufen 3 y— 1— Neue Stangen vorjufhärfen, 3 Pense das Punbdert; 3— 2— Sd E g & [9 ts | 118 Œilfte Abtheilung, 10 oder 12 Sabren abgängig twerden, aufgenommen und an beren Stelle frifdhe gepflant werden, Der Ertrag des Hopfens ift auberft ungleih, er ift von 200 bis 2000 15 auf den Acre vetfchieden, Muf mittleren Boden, in giemlid günftiger Vabrsgeit, läaft er fih von 6 bis 900 15 angeben, ro bis 1400 fann man als eine febr gute Œrndte anfeben. Œin Ertrag von 2000 15 begiebt fi wobl nur febr felten, und ift allemal ju bod gerehnet, um die Ertvar- tung des Sandwirths darauf ju fpannen, often und Ertrag des Sopfens find von Mr, Rent, wie unten ju erfeben, in feinen Binfen für Gentlemen Garmers angegeben.*) DPf. St. Sh. Pence. Transport 2 4_ Die Seslinge an os Re$$$= 9 4 AnsinNben y$!, ee 10= Gm Sommet to(two es gebräucblich)$ 8 EE 18 ëis SHaden und Sügelmaden$ 0[ ff= 8 es 4 9 4 Das Sommerforfen abgezogen£ 4 ñ sis. 18 ps É 3 II 4 Dayju das Aufloern;$,! 1—— 4 II 4 Qu pflüden, ben Dufhel 1 bis 2 Pence, Eingufaen, ben fhledten su 8 Pence, den guten ju 6 P. #) Ausgaben per Acre, Pf. St, Sh, Pence. Shittierer Preis eines Acre and e ME fi sun Sopfenbau pos$ L 10—_ Den Boden umsugraben$_— 13 us Ausgupusen und ausgufneiben$;;— g LE) Qu beftecen,$$ s— ns— Dreimal ju bchacen 4$$$_— 9— Œinmal ju bchäufen 4 s,;$== 3 6 Angubinden$$$,— 12== purs abyuffreifen; 3, 3_ 3 pe Stangen in Saufen su fesen?;$— 4 pui, Borufcärfen; 4/$$ ot 6 6 10 Su büngen,,! 2== Es Qu Pflüden, on Bof, à 1 Pfb. 10 Si, für 100 Ib, der Givi vom Acre gerechnet ju 12 Centner$;; 18= Œingufacen, Roften der Se ctiva== 16 ni Efchene Stangen 30,250 auf den Acre sn; tes à 100: Si. Auf 8 Saber Dauer gerednet—$$ 3 13— Anfubr derfelben qu$$/ y L s à 31 2 4 Ertrag. 12 Centnet auf den Acre gérednet. 4 Dfund[ 48_—— Davon die Ausgabe abgezogen, bleibt$; 16 17 8 “\ Anbau des Merlandes, 119 Qn der Graffhaft Rent, vo man den Anbau diefer Fruchtart gewiffen erfabrnen Mrbeits- feuten verdüngt, und dadurd nicht nur often, fondern manche lâftige Mrbeit erfpart, bâlt man dies für eine febr rathfame Methode,*) Yn den Gällen, wo das Umforfen im Sommer unterbleibt, und man fidh des Midget bebient, beträgt die Musgabe einige Schillinge weniger, tie in der erften Angabe zu feben ifts— der Unterfhied, wenn der fandwirth die Arbeiter beftellt und bezablt, macht auf den Acre etioa 1 Pfund,**) Das zum Hopfenbau günftige Better iff Bârme ohne Negen, bei Süd- und Südrveft- wind; denn der Hopfen gerâth nie in naffer Bitterung oder wenn Oft- und Mordivinde fange Beit mäbrend der Sommermonate anbalten. Seifer Sonnenfhein, nad Negen oder nad) neblichten Morgen, in den lebten Sommermonaten, if diefer rucht bôchft nacbtheilig. tarte MBinde Fur vor der Pflüezeit, thun manchen Schaden, indem fie den Sopfen quetfchen und fonft befchâdigen. Ungünftige MBitterung gur Diüthezeit, gewäbrt felten guten und reichlichen Ertrag, da manche von den Dollen zu febr leiden, als baf fie gebôrig anfeben Fônnten. Sn den mebrften Süllen leiden die Reben, twelche am tweiteften gebichen find, mehr von den ver- fchiedenen Unfâllen, denen der Sopfen ausgefeét if, als die fpâtern und minder fraftvoll wach- fenden, mag es unter getwiffen Umftänden febr gut fenn, biefe vorgerücften tweg- gunehmen, Diefe Grucht ift in jedem Miter ibres MBachsthums irgend einem Lnfalle ausgefegt. In dem frübern Suftanbe leidet fie, fobald fie fich über der Erde zeigt, von den VBerbeerungen det Gliege. Hn dem etwas meiter gerücften Zuftande ift fie den noch fhäbdlichern Anfällen der grü- nen oder flangflügelidhten Sliege, der rothen Spinne und Ottermotte, fo sie andern Rranfheiten,***) dem Ponigthau, dem Shimmel, dem Drande und Hofte ausgefest. Die Glicge, mwelhes eben biefelbe fepn folf, tmwelche den jungen Nüben fo nacdbtheilig wird, macht ibre grôften Serheerungen in der Sabrsjeit, two die Nâchte falt und froftig— die Tage beif und trocfen find, Benn fie den Hopfen befällt, fo vergebrt fie die garten Wipfel det jungen Pflangen, welche, ivenn fie fie gleich nicht ganz gerftôrt, doc febr Éümmerlich fort- *) Die Derehnung ift diefe: Df. St. SH. Pence. Unfoften des Entrepreneurs, Arbeiter su den pales Oypetationen zu beftels {en und ju beyablen Ü 3 3 10— Pflñ£en, Tronen, Acife:$ 3 13—— Landpacht’$;$ a 1—— Gtangen ere) Û 3$$ 6_—— Dünger 8$,$, 2 10— Bebnte$',; ÿ 502= Gacftuc ÿ;;;, 2— 10 28 #*) Synopfs of Husbandry.#*#) Witherings Botanical Arrangement. Vol. Il. 120 Œilfter Abfhnitt, fchieben und nun allen vegetabilifen Unfällen defto eber ausgefeét find. Man toill bemerft haben, ba die liege ibre Verbeerungen befonders auf den Boden, der daffelbe Sabre Dinger befommen bat, anrictet. Dei der Borausfebung, af der Mift in feinem roben Zuftande die Erxeugung die- fes Gnfects vorghglich befôrdere, bat man daber angeratbhen, den Dünger, den man zur Dededung der Dügel gebrauchen will, eine eitlang vorher mit gutem Mobdbder zu vermifchen, und ibn ent- teber über das gange Sand oder nur über die Sügel unmittelbar, naddem die Pflanjen abgefchnit- ten find, gu bringens evfieres ift da, two man Dünger leicht baben Fann, befonders angurathen. Dicfes Gnfect treibt feine VBerbecrungen ju Ende des Mprils und Mnfang des Maies, ver- fchtvindet aber, fobald die Mitterung mild und warm wird.*) Das Hauptimittel ift, den Acer in folher Fruchtbarfeit qu erbalten, daf die Pflangen dem Qnfect fnell entwacdfen, twobei das fleifige Umrübren der Œrde und Debaden febr gute Dienfte leiftet, Die grûne oder langflñgelidte Glicge crfcheint gemôbnlidh ju Ende des Maies und in den beiden fofgenden Monaten, Nordoftwinde tragen um diefe Seit zut Erxeugung bdiefer Sufecten, welche für die jungen Ditter der Pflangen febr verheerend find, viel bei, folhem Stand des WBindes follen fie mit Gemifheit die Biâtter allemal befal- lens und indem fie ibre Œier darauf abfeben, fo ergeugen fie eine Menge£üufe, wodurd die Srucht febr befchädigt wird, mweil, mwenn fie einmal Befié gefapt haben, die Plane nicht eber verlaffen, afs bis alles gerfièrt if. Die lururidfeften Hopfenreben Leiden ant erften dabei, und nur füdliher Mind und mildere Bitterung entfernen diefe Sufecten, Die Ottermotte, twelche ibre Puppen an den MBureln der Pflangen legt, wird biefen baourdÿ fhäbtih, und der Sopfen feidet alsdann in feinem MBuchfe. Sn diefem Fall ift es fer gut, die Evde um den Bureln der Dflangen ju rübren. Der Honigthau, der fih mebrentheils dann einfindet, nachdem die Grucht von diefen Qnfecten gelitten bat, und wenn das Meter trübe, feucht und nebelicht iff, beftebt in ciner fügen flebrigen Subftang, die auf den Pflangenblättern ergeugt wird und mie Honig féhmecét; anfangs alângt biefe Œubftang, nachber wird fie fwatg. Man ift über die Defhafeubeit diefes vegetabilifhen Ercigniffes noch nicht aufs Reine. Cinige Dalten es für die Ercremente eines Gnfectes von der Aphisart, mwelches folche auf den Pfangenblättern abfest, nachdem es diefe durchlôchert und den Saft herausgezogen. behauptem bagegen, baf es ein Frün- felndes Musfhwisen der Dflangen felbft fen. Dies ift mwabrfiheinfider und analogifcher, da der Gefhmac£ des Honigthaues dem Grüblingefafte der Pflangen äbnelt, und da er Dienen, Mmeifen und andere Gnfecten näbrt, von nabrhafter Befchaffenbeit fepn muf.**) Ber- muthung #) Synopfs of Husbandry.#*) Darwins Phytologia. Anbau des Acderlandes, 12, mutbung twiro noch baburch beffâtigt, baf fidh der Sonigthau fpâter als die Bnfecten seigt und oft eber verfchwindet als fie die Pflangen verlaffen,*) Œs ftheint jedod, als ob dicfes Yus- fhwiben dur das Durblôchern diefer Ynfecten einigermaben befdrdert merde, da es mebren- theils nach falten, feuchten und nebelihten Mächten Bei darauf fofgenden beifen und fonnigen agen ftatt zu finden pflegt. Die MNeixbarfeit der Pflangen, Die durch das erftere fo fehr ver- mebrt ift, macht die Mivfung der lebtern Évaftvoller, indem es die Circulation ibrer Gâfte be- fordert, mitbin das Dringen berfelben durch die von den Durbloherungen der Snfecten durch die feinen Oeffnungen aufs lebhaftefte verantaft. Diefe Rranfheit befälit auch mebrentheils die am tveiteften vorgerücfren Meben, Gin bef- tiger Gewitterfhaucr Fann gur Entfernung bdiefes Uebels dem Sandwirth allein bebütflih fepn, denn ift der Hopfen nur nicht gu febe gerfièrt, fo wird er dadurch micder bergeftellt, die Ynfecteur werden gerfiort, der WBachsthum der frifhen Schüffe befôrdert und eine gute Diume bervorge- Bracht,**) Det Sdimmel oder Meblthau ift cine Rranfbeit, welher der Hopfen in der leften Periode feines Machsthums ausgefebt if. Er greift vorgüglih die Stelle an, vo der Hopfen am Gtengel befeftiget if. Cr crjeugt fi grôftentheils durch feuchtes Better und eine nicbrige £age. Die Hopfenfrudt, mwelche auf nicdrigen, cingefchloffenen, fettem Doden wäcbft, ift diefen Unfâllen befonders ausgefeét. Cr verbreitet fih, fobald er eine Stelle ergriffen Hat, fo- gleich über die gange Srucht. Man fennt das Wefen diefes Ungemachs noch nicht genau, Man bat es jedoch neulid für eine Art Shwamm ausgeben mollen, die obne Sicht und Suftverände- tung twachfen Éann, fit) an die fon frâänfelnden Pflangen beftet, und vermôge feiner Muriel die Oefâfe derfelben burchoringt. Mach diefer Vermuthung bleibt das befte Mittel, die DPflan- gen gu verdfnnen, oder die ummittelbar um ibnen find, ivegjufchaffen, um einen freiern Unlauf der fuft und freiern Zutritt des Sichts inen zu verfchaffen, Die Hopfenpflangen geinnen da- Bei an nouer Sraft, werden geftärft und der Ghimmel verliert fi.***) dies gegrün- det feyn, fo mürbe diefem Unbeil dur dünne und weitläuftigere Mnpflangungen, da, to ee fich geigt, abgebolfen iverden fônnen, Brand findet fi beim Hopfen béufigs die Gründe und Beranlaffungen davon weif man nicht genau angugeben, tan findet ibn zu verfchiedenen Derioden des Badethums der DPflan- sen, am bâufigfien aber, iwenn fle von ben Sügeln, iwâbrend die Nâdte im Grüblinge Falt und die Tage beif und fonnicht find, emporfchiefen. Die Sebensfräfte der Pflangen werden bei Tage durch den Meiz der Bôûrme(cbr erfhôpft, leiden mithin dadurh, und terden in den Nâchten, da fie bem roft ausgefebt find, vwôllig gerfidrt, *#) Darwins Phytologia.#*) Synoplis of Husbandry.*K#) Darwins Phytologia. Bweiter Theil, Q (2 né£. e 3 LES»- …$__ …— D 2 ner 122 Cilfte Abtheilung, Der bibige Brand ift gleicbfalls ein Lngemah, bas den Hopfen, vorsñglidh in den fpâtern Perioden feines Buchfes, tifft. Der befondere Suftand der Suft und des MBetters foif ibn verantaffen. ift aber, daf er vom Dig berrübrt, tmeil er um die Gervitterseit und war plèblich fid anfindet. Ueberdem tveif man, daf der DBlig dergleichen Birfungen auf Pflangen bat, indem er ire Meizbarfeit erfhôpft und die fernere Cintvirfung ibrer nâbrenden Srâfte gerfiôrt,*) Dies beftâtigt fid no mebr dadurh, daf die bôchften und lururiôfeften Ranfen davon ergriffen merden, Un Otellen, die vorzhglih davon leiden, mu man den Bacbsthum der Dflangen gurüchalten, indem man die feiteften Œchüffe iweg- nimmé und beim Mnbau etwas mweniger Compoft gebraucht. Man Fann vielleicht fic auch da- durch belfen, twenn man die Pflangen weiter als gemôbnlih auseinander(est. Dei dem erftern diefer lebten Unfällen findet fi auch bâufig noch die Gliege an, die den Meben fon früber nachtheilig wird und melche der Güte des Hopfens, in Hinfiht auf Gewicht und Garbe, beim Verfauf fhadet,**) Su einigen Gegenden fâet man Rüben und pflangt man Robl u.(. w., gmifchen den Sopfen, wobei aber diefer allemal febr leiden muf, weil er feiner Nabrungstheile beraubt und nicht fo gut gemwartet werden Fann, bat das Mberndten der Müben febr viele Schwie- vigfeit, und es iff baber rathfam, jede Mebenfrucht wegzulaffen. Ueber den Bortheil, twelhen der Anbau des Sopfens gemäbrt, find die Sanbtvirthe ver- fhiedener Meinung. Einige balten ibn âuferft vortheilbaft, andere bebaupten, er twerfe nur einen febe geringen Getvinn ab, Go viel ift gewif: in manchen Gegenden ift der Yortheil des Mnbaues grof, in andern dagegen febr unterfhicdlih. Auf den für ibn paffenden Boden ift der Crtrag auferordentlich;***) und wo es an Dünger und AMrbeitern nicht febit, ba ift die baare Einnabme und die Berbefferung des Vodens gleicherteife gang vorsüglih, andern Umfiânden und da er unfiher und mit vieler Saft verbunden if, thut man am beften, fi gar nicht oder doch nur menig darauf eingulaffen. Bo der Mnbau indeffen mit dem Kornbau in Berbindung gefebt wird, Ddarf er do nur mit der Cinfchrâänfung betrieben mwerden, daf einer der hbrigen Theile der WBirthfchaft dabei an Deacferung und Dünger leide,+) aid, Ifatis tinctoria. Diefe Pflange bat eine etwas dicfe, ftarfe, fiberartige Muryel, tomit fie beträchtlich tief in den Boden eindringt, Man bauet fie bauptfäcblidh der Vlétterwegen, die sum Diaufârhen und auch zur Grundfarbe der fhiwargen und andern Garben dienen, *) Darwin?’s Phvtologia.#*) Synopfis of Husbandry. ***) Youngs Eafern Tour. F) Kents Hints. Anbaut des Aderlandes, 123 Die Defchaffenbeit ibrer Burzel erfordert einen febr tiefen und vollfommen frifhen Doben, Der fette, mürbe, lebmige und moderige ift dagu der anpaffendfte, Sn Sincoinfbire wäbit man dagu die Marfhbodenarten an den Ufern der Glüffe.*) Defonders gut gedeiht diefe DPflange auch auf folhem Boden, der dagu frifch aus dem Grafe aufgebrochen wird,- gen, welche fie anbauen, miethen folchen Mer ju Boben Preifen auf wenige Yabre;— die fettern Bodenarten auf 4, die minder fruchtbarern auf 3, und Die echabenern und freiern nur auf 2 Yabre.**) Es geben fidh getwobnlich£eute damit ab, bdie von einem GlecŒ zum andern giebn und eine Art von Colonie ausmachen. Um den Ucfer dagu zu bereiten, empfiehlt man, ibm vor Binter eine gute tiefe Pflugart qu geben und ibn in bobe fhmale Beete ju legen, bdamit er gut ausfriere. Im Grüblinge, gleich zu Anfange, wird er Éreujmeife und gleichfalls in bobe Beete aufgepflügt. Machdem er eine Zeitlang in diefem Zuflande fid) befunden bat und das Unfraut gum Vorfhein Fommt, fo muf er mit einer fhweren Egge béarbeitet und fo oft geeggt werden, Ddaf er gang rein und get theilt merde, Su Anfange des Junius erbâlt er dann die dritte Pflugart, mit vôlliger Tiefe und fhmalen Surhe, morauf, wie vorber, tüchtig geeggt wird,***) Su Ende des Gulius oder Anfang des folgenden Donats, wird gum lebten male gepflügt und die Oberfläche zur Einfaat fo eben tie moglidh gemacbt. Andere Sandwirthe machen fih die Sache fo läftig nidt. Menn der Doden binfânglih trocfen ift, fo brechen fie ibn früh im Gebruar auf, wo nicht, ettvas fpâter. Man pflügt dann forgfältig auf 5 Bolf Liefe; und damit die Furhenfchnitte gut geftürit, fladh und didt an einan- der bingelegt werden, fo wird baju eine Perfon, mit einem Spaten, bei den Furchen ange= fielir, Dies ift nothiwendig, baf das Gras aus der Marbe nicht auffhiefe. wird die Oberfliche nachber tüchtig burchgceggt; um eine gebôrige tiefe Crde gum Drilifäen gu erbaltens gor dem Sâûen wiro noch eine PBalje darüber gezogen,+) Diefe Methode ift unfireitig fhlechter als die erffere, bei welcher der Mcfer weit feiner uno Beffer zertheilt wird; war wäcbft die Baidpflange darauf, mu aber febr dabei leiven, Eine noch andere Methode ift das Nafenbrennen, die man auf folchen Boden antvendet, der mit Dinfen und Shilf bervachfen iff. Dei den Beiden lebtern Methoden twiro der Mer forgfältig enttoñffert, indent man mit dem Spaten Fleine Oraben in angemeffenen Midtungen mat; denn ftehendes WBaffer if den Baidpflangen durchaus fhädlih.++) 0"2 *) TL Curtwright, efq. of Brotherloft, near Bofton. **) Corrected Agricultural Report of Lincolnfhire. *#X) Martyn'’s Edition of Millers Dictionary. art. Ifatis. +) Corrected Report of Lincolnfhire,++) Ibidem. 4 | ñ pr æ— 124 Œilfte Abtheilung, Saatne, Der Saatie tird von den beften Pflangen des vorhergehenden Yabres genom- men, weil die Pflange im gmeiten Jabr erff in Saamen fhieft. Man pflegt insgemein die DPflangen, die man ju dem Ende fteben fâft, 2 oder 3 mal im erften Vabre ju bfatens bdies fhwächt aber die Pflange, Deffer ift es, gar nicht oder nur einmal ju thun, tweil man dann nur guten Saamen erbält, Die Stengel[âft man fo[ange fteben, bis der Saame in den Hütfen vôllig veif ift, twelches man an der brâunlichen Barbe des Saamens und dem dunfeln fhwärlien Anfebn der Schoten twabrnimmt, Der Saame, den man wie Korn bebandelt, muf fobald als môglich eingeerndet werden, Es ift am beften, neuen@aamen gu fâen, und twenn man alten nebmen muf, ifjn vor- Der 12 bis 15 Gtunden einguquellen, Die Quantitât der Musfaat richtet fit) nach dem Boden und nad der Art, wie man aus- fâer. Deim Drillfäen bedarf man weniger wie bei der breitmwürfigen Saat, Ein Rond Sandes, tenn die Grucht gevâth, giebt ju 8 bis ro Mcres Dinreihend Saamen, Un einigen Ovten, to breittwirfig gefñet wird, gebraucht man 6 Bufhel auf den Mere. Beit und Methode des Sâens,— Die Beit bângt von der Art ab, wie man den Mer bereiter, Dei der erffern Methode gefhicht es fpâter als in andern Füllen. Die frübe Saat bat ire Voryüge, tweil die Pfangen meniger Gefabr von den liegen und Negen- toûrmern auegefest find.*) Dei günftigem Metter und gebôriger Dercitung des DBodens, ann man ju Ende des Gebruars oder im Mûrg fâen, aud mit ben verfchiedenen Portionen der Musfaat bis im Mai fortfabren, um nachher ju verfchiedenen Seiten die Blâtter cinfammlen qu fônnem. Die foâte Musfaat gefhieht ju Ende des Sulius oder ju Mnfange des folgenden Monats. Qft der Mefer gut gubereitet, fo drillfäer man, und bies ift vortheilbafters if dies aber nidt, da fâet man breitwürfig. SGm erftern Gale beobachtet man diefelbe Methode, tie bei den MNüben, lebtern fâet man mit der Hand aus, eggt und twaljt nachbher den Doden fo viel als moôglid, um ibn au ebrien, Dei gutem Saamen und Better lauft die Pflange nad 14 agen auf. Man muf jedoh darauf acten, daf fie nicht von der Mübenfliege verheert merde und vom Gtoft leide, teil baun tvicber frifh eingefäet mwerden muf. Jn einigen Orten muf man 2 bis 3 mal twieder einfäen, Dei der fpâten Saat bilft man fid damit, daf man auf den leeren Stellen Socher mit der dreiecigen Hacfe macht und diefe mit der Dand cinfâet, Wogu nan Kinder und Grauen- immer gebrauchen fann, *) Laurence on Agriculture and Gardening, folio edition. Anbau des Aderlandes, 125 MNadberige Beartbeitung.— Da die Güte der Baidpflange von ibrem lururiô- fem WBachsthum und der DiÉe der Diûtter abhängt, fo mub die Bebandlung biefer Srucht febr beacbtet iwerben,@obald die Pffange fich eigt, und fomobl bei der Früblings- als Sommerfaat ju unterfcheiden if, fângt man an ju bebacdens dadurch wird das Unfraut gerftôrt und die Pffan- zen befonmen dur Berdinnung in grobere Entfernungen mebr Greibeit, erhalten gleich anfangs einen fraftvollen Mucbhs, welhes für ben Sortgang der Grucht febr bedeutend iff. Mach 4 oder 3 Wochen wird jum gmeitenmal gebadt, und die Pflangen werden nun vôllig in die Diftangen verdünnt, in twelchen fie féchen bleiben folfen, Dicfen giebt man, nach Berbältnif des Do- dens 6— 7 off, auch noch mwobl mehr, bamit die Dflangen nie ju dicht auf einander Fommen, Machdem gefchiebt nichts tweiter, bis man guerft die Vlätter einfammlet, mworauf die Pflanger tieder gut gejätet werden, welches nach jebenr Mbblaten und gwar vor Machts ju gefdhehen pflegt,*) Dei der fhâtern Mrt zu fâen wird nach dem gweiten Sâten im October bis in den Fommenden April nichts vorgenommen, to man guerfé bamit anfângt, die Crde um den Burgelu zu rübren, Dies reicht dann bin, die Pflangen bis gur erffen Œrndte rein ju balten, morauf man Dann je- desmal, wenn geblatet wird, mwieder jûtet, Die Unfoften diefer Mrbcit find verfhieder, Yo eine bintänglide Mnzabl Hrbeiter fic befindet, beftellt man das erfte Hacen mit 6 oder 7 Gb. für den Mere, und die folgendens Debadungen etwa für die Dülfte des Preifes, vorausgefebt, daf es ebe gefthieht, als das Un- fvaut überfand genommen bat. Un einigen Orten bemwerfftelliget das Dâten und DBlaten eine und diefelbe Perfon um einen beftimmten Preis für den Mere, Cinfammiung der Frucht,— Dei der Frablingsfaat find die Diâtter ju Ende des Gunius oder Mnfang des Julius, je nachdem der Doden, die WBitterung und das Clima iff, gum Œinfammeln gefchit. Yenn die Pflangen fpâter in Sommer gefüet worden find, fo fann man oft fon früber erndten, Dies muf alsdann gefheben, wwenn die Blûtter vôllig ausgetachfen find und fie nocb ibre volle grûne Farbe und Saft haben, denn fobald fie verblei- en, fo verliert man an Gjüte und Quantitat. Man fammlet die Viâtter in Rdrbe, die man mit der Hand abreift und gufammendrehr. Auf gutem Doden gedeiben die Pflangen bei guter Mitterung bis$ Solt Hôbe und darüber; in andern Gällen evreichen fie felten über 4— 5 Soil Hôbe, Auf gut bearbeiteten Sande Fann man 2— 3 mal einfammlen, Die beften Mnbauer nebmen aber nur gmwei Erndten, die gufammen gemorfen werden, Die nachherige Diatung tvird von den andern immer getrennt, teil fie dem Ganzen durch ibre DeimifŒung fhaden, und den Woerth deffelben verringern türde, Jan macht daraus am beften eine befondere Art fledteren WBaids. Der Ertrag éines Here gut #) Corrected Report of Lincolnfhire. 126 Eilfte Abthcilung. bearbeiteten Sanbes betrâgt bei günftiger MBitterung etwa 1 bis 11 Ton. Der Preis ift unter- fchiedlich; vom beften MBaid gift ein Ton 25— 30 Pfo., aber von dem fchlechtern nur 6—7. Diejenigen Stellen der Pflangen, Die ur Saat beftimmt find, werden von einigen im erften Saber 2— 3 mal geblatet, und dann[äft man im folgenden Sabre die Dflangen in Saa- men fiefen; es ift aber beffer, nur die Geitenblätter egjunebmen, tweil alsdann die Pflangen teniger gefchmwächt werden und der Ertrag des Saamens grôfer if, Man füttert gleichfalls die Pflangen im Vinter mit den Shafen ab, jedoch fhwächt fie dies und ift nicht vathfam, Dei der Bereitung des IBPaids bat man, nachdem er in Kobe gefammmlet worden, Yet- fiedenes zu beobachten, Man bringt ibn, nach der verbefferten Methode, in einem einfpän- nigen Rarren auf den Doden über der Müble, Diefer Karren ift fo cingerichtet, dab er von der Achfe geboben werden Fann, und vermittelft Rlappen in feinem Doden, feine Sadung auf den Slur über der Müble, naddem er beraufgewunbden ift, Fann fallen faffen; rund um diefen Do- den find Sôcher gemacht, min die Pflangen berunter ju fchaffen, fo Daf fie unter die germalmen- den Mäbder fallen. Die hiezu eingerichteten Müblen baben verfchiedene Räder gum Zermalmen der Pflangen, deren Mabe an der einen Seite einen Éleinern Durchneffer als an der andern bat, etiva 3 Gu$ breit und mit Cifen befchlagen find, um den MBaid zu quetfhen. werden von Pferden oder einer andern angemeffenen Rraft getrieben. Die Matertalien werden unter Den germalmenden Mädern durch befondere Cinrihtungen aufgefangen, vermège telcher fie, fobald fie Dinveichend gemablen find, auf den fteinernen Glur jur@eite getrieben werden, und obne die Räder zu bemmen, neuen Portionen gur Dearbeitung Plab machen, Der gequetfchte ABaid wird dann in die Rammern an der Seite der Müble gefhaufelt. Hier bleibt er fo lange liegen, bis der Gaft fo mweit abgetronet if, daf er gebôrig in Ballen gemadt werden Fann. Dies gefchiebt von Arbeitern mit dem baju nôthigen Apparat. Godann wird er in Mulden gelegt und auf bie gum SroŒnen cingerichteten Gerüfte Meibentveife aufgeftellt. Sier liegt er, bis das Gange biefelben Operationen erlitten bat, um für die Manufacturen aufhemwabrt zu werden, Um ibn zum Gârben ju bereiten, muf er in einen getviffen Suffand der Gäbrung Fomimen und biefe-tritt nach 7— 8 Mochen ein. Zu dem Enden werden die Dallen in derfelben Müble, soie guvor, twieber zu einem feinen Pulver gemablen und auf den Doden der$ammern, two die Dallen gemacht wurden, ettwa 3 Bu boch ausgefpreiter. Misdann wird er mit Maffer ange- feuchtet, um in eine alfmäblige Gâbrung ju gerathen, und fo bebandelt, daë das Oange auf gleiche Weife burhgäbre. Bu diefem Gefchäfte muf cine erfabrne Perfon genommen terden. Deim Umftechen Fommt es vorgüglih barauf an, baf bie Materialien vôllig gertheilt werden, nwelhes nur durd eine genaue Bearbeitung mit der Schaufel gefcheben Fann.*) *) Youngs Report of Lincolnfhire. Anbau des Aderlandes, 127 Der Mai Fann durch ein forgfältiges Erocnen und Auffhütten an Güte febr gervinnen. IBenn dies aber nicht der Gall if, fo wird er fih, twenn man ibn gmwifchen den ingern gerveibt, nicht in ein feines baariges Getmebe ausreiben faffen, da der Gebrauch biefer Subffang in dem DBlaufaf des Färbers nicht blof darin befteht, die Garbe der Pflange zu geben, fondern durch eine leichte Gâbrung den Gndigo in demfelben Gaf zu erregen, daf er feine fârbende Deftand- theile vollfommen mittheile, Dies ift, um feine eignen defto Beffer von fic ju geben, eben- falls nothwenbig. Diefe Subftang muf daber, jur Erreihung diefer Birfung, gebôrig bear- beitet terben. MBenn die Dige bei der Gübrung zu ftarf gemefen if, fo wird die Subfian;, wie man qu fagen pflegt, fudfigt(foxy), undift die Gâbrung nicht ffarf genug gewefen, fo wir fie, was man fhtwer(heavy) nennt, Off das Material gut; fo fàrbt es beim Rei- ben die Ginger nidt; das ftvere thut es aber, Suleft muf die AbFüblung fo affgemach ge- fhebn, daf feine Gäbrung wieder ffatt finden Fonne und der WBaid fi in Fäffern aufbeivabren {affe. Misdann if ev gum Oebrauch fertig,*) Diefe Fruchtart fheint fi für fettes fruchthares Sand, das, tvenn es guerft umgebrocher tird, fo mwenig Safer als anderes Korn zu tragen gefhic£t ift, am beften zu paffen. Su bdiefem Galle Fann man es r oder 2 abr dau gebrauchen, wo es alsbann gum Sorn rein genng ge- worden if, denn fie tirft als erfôpfende Grudt, twiemobl nicht fo fer als manche andre, und veinigt doc, vermôge ibrer Œultur, den Doden. Gin gefheider Sandiwirth bat biefe Pflange als eine regulâr abwechfelnde Gruct in einet Rotation von MBaio 2— 4 Yabr; dann Hafer r oder 2 Gabrs darauf Mapfaamen und iwie- derum Safer eingefübrts alsbann tird der Doden ju Grafe niedergelegt, mit tweifem See, Mibgras, ein twenig fucerne, den beften Seufâmereien, etwas Steinbrech und ein wenig Mai- gras. cer, der fo licgen bleibt, foll, mwenn er beftändig mit Shafen und etwas Rindvich abgefüttert wird, nach 7 oder 8 Sabren mwieder Baid tragen Fonnen. Da indeffen die Machfrage diefes Artifels befhränft if, fo darf diefee Mnbau nicht unge- meffen getrieben twerden. if bei bem Mnbau und bei der Bereitung manches Mifico, auch iff die Mafchinerie febr Éoftbar, fo daf man leicht eine andere fichere Grucht gum Debauen eines folchen Vodens mit mehr Gervinn wâblen Fann, Yo indeffen der Anbau diefer Pflange eingefübrt und man mit dem nôthiger Mpparat ver- feben if, Éann er auf cinen eigenthümlichen Plaë befchränft und in einen gebôrigen Grucbtiwvech- fel gebracht, leichter und vortheilhafter werden, *) Youngs Report of Lincolnfhire. 128 Œilfte Abtheilung. Gelbfraut, WBau Peleda luteola. Diefe Pflange wird ibrer Diüthenftengel megen, bie man in der Gürberen, um glâängende gelbe und citronengelbe arben bervorzubringen, gebraucht, angebauet, Die Dovenarten, iwelche fich gum Anbau diefer Dflange paffen, find die fruchtbaren, müt- ben, forvobl lebmigten, fandigen als Fiefigten, auch wäcft fie wobl auf magern Boden. Auf den erffern erveicht die Pflange jedoch eine grôfere Pôbe und giebt mebrere Diûtter,| Bei der Dercitung des Acers fommt es befonders auf gute Pülverung des Dodens an. Diefe wird dur mebrmaliges Pflügen und Eggen erreicht. IMBenn die Gaatfurche gegeben wird, mu der Mer fo fein und eben wie môglid fepn, bamit ber GSaame gleihformig und ordentlich ausgeftreuet werden fFônne, Gaamen muf von den beffen DPflangen genommen und befonders reif fepn, Die gum Saamen beftinmmte Pfangen müffen nicht qu lange im Gelde fteben bleiben, tveil der Gaame fich leicht verfchütter. Der Saame, den man gebraucht, muf frifch fepn, tweif er fonft nie gut auflâuft. Da der Saame febr flein ift, fo trâgt ein gut gertheiltes Erdreich febr viel dau bei, daf ec gleichformig verfireuet wird. Die aufeinen Here erforderlihe Quantität des Gaamens beträgt 2 Quarts bis ju einem Galfon, mwenn er alleine gefâet wird; tuenn er aber mit einer andern rucht vermift wird, fo mag es wobl noch etwas mebr betragen. Deint Gâen mifcht man gemébnlih Sand darunter. Beit und Methode bes Gens.— Der Saame wird bei diefer Grucht ecbenfal(s foivobl im Grüblinge als im Gommer gefäet; in der erftern Deriode fâct man ibn mebrentheils mit andern rüchten. Ben et aber fpâterbin alfein gefñct wird; fo ift der Crtrag immer grôpet. Man fâct diefe Pflange fomobl allein afs vermifcht breittwürfig, und fie erfordert, Da der Gaame febr Flein ift, einen gefchicten Sâemann. lim dies defto beffer ju berverfftelligen, mifcht man irgend eine der fon ermwäbnten Gubftangen juim bequemern Musfäen dabei. SBenn das Gelbéraut mit andern Grucbtarten wâcbft, als Gerfte, Dudweigen, Dobnen, Erbfen, Rice oder Grasfamen, fo fâet man es guwveilen unmittelbar darauf ein, einige laffen jedoch erft mebrete Seit verfireichen. Bird es mit der erften und gmeiten Srucht zu Mnfang des Maies cingefäet, fo gefchieht es fogleid nachher, und man eggt den Gaamen mit einer dite ginfigen Egge ein.*) fâen bie Gerfte in die Gurhe und den elbfrautfaamen unmittel- bar auf die Oberfläche, wo es dann leicht geeggt und gemwalqt wird.**) Miro die Gerfte aber febe frih im Dry oder zu Anfang des April gefüet, fo verfchiebt man diefe aat bis zum Mai un #) Synopfis of Husbandry.##) Annals of Agriculture. Vol. TI. * Anbau des Aderlandes, 129 und lâft fie blof cintegnen.*) Mie Dobnen oder Erbfen et man diefe Pflange, wenn bdiefe sum lebtenmale behacft werden follen, zu Œnde des Junius oder im Hnfange des folgenden Mo- nats,**) fie mit lee und COrasfaamen gugleidh gebauet wird, fo fâet man fie aud) zu- gleich ein; es ift aber vielleicht beffer, etwas damit zu warten, tenu diefe Srüchte in einer für diefe Dflange zu früben Seit gefaet iverden müffen, Benn bdiefer Saame allein eingefäet wird, fo pflegt man ibn eben über die Oberflâche ju fiveuen, mit einer leihten Dufhegge zu eggen, und gulebt den Doden mit einer leichten Walje au überziehn. Madberige Dearbeitung,— Mad dem gemébnlichen Verfabren if nachher twenig Aufmerffamfeit vonnôthen, Da bdiefe Dflange aber langfam wubft, fo ift das Yâten und Muflofern der Erde durhaus beilfam. 4 MBochen nadh tem Sen folfte man fie wie Müben mit Fleinen Sacfen bearbeiten, und in Diffangen von 7— 8 3olf ausfesen, IBenn dies gefcheben ift, fo bat nan bis gum Grüblinge, wo man noch einigemale bacfen und gutveilen mit der Hand jâten Fann, wmweiter nichts gu thun, Benn die Dlumen lângs den Gtengel alle aufgeblübet find und die Pflangen eine bellere gelblichte Garbe annehmen, fo ift es 3eit fie aufjuyiehn, Die Pflangen werden gemébnlich r bis 21 Guf bod. Cinige fandwirthe balten es für gut, fie eber aufiusichen, ofne auf das Meifverden des Saamens zu warten, mweil fie alsdann nicht nur mebr Barbe geben, fondern au der Ucfer noch mit Beigen oder Rüben befüet werden Fann,***) Su diefem Balle(âft man nur einen Éleinen Theil gur Gaat ftebn. Deim Mufjiehen nimmt man gur cit eine fleine Sandvolf, von melhen man immer 4 Hanbdvoll gegen einander gum Trodnen aufftelit, ifé dies auch nicht einmal nôthig. Machdem fie trofen gemworden, Bindet man 60 Sandvoll in cin grofes Dund, das 56 Pfund wiegt und von twelchen 60 auf ein Guder geben. F) Dunde werden mit ftarfen Stricfen eingebunden. Da biefe Pflange in ibrem Bachsthum Hodft verinderlich ift, und man die gange Grucht felten mit einemmale aufjiehen Fann, fo muf ein erfabrner Arbeiter das Gefchäft leiten, damit die reifen und diejenigen Pflangen aufgezogen werden, tvelhe brandig terden tollen, Man mu damit aber moglihft eilen, tweil der Defifer mit jedem Tage am Gcwidte des Crtrages leidet. Das Gelbfraut, deffen Meife man an der Rrausheit der Diûtter, an der gelben Garbe der Sten- gel, und wenn die Pflangen gan reif feyn follen, an dem Ausfallen des Gaamens mabrnimmt, wir, fobald es gebôrig trocfen if, in Scheuren aufgeftaft, fo daË es fi nicht erhife,+}) *) Annals of Agriculture. Vol. I.**) Corrected Agricultural Report'of Kent. *##*) Martyn’s Edit. of Millers Dict. art. Refedaluteola.+) Synopls of Husbandry.+f) Ibid. Bwveiter Theil, À 130 Eilfte Abtheilung, empfeblen dagegen, e8 tie den Meigen dit gufammen ju paen, bamit es im Schrweif fomime und je mebr defto beffer. Die Oüte des Gelbfrauts(of dadurch germebrt werden, tveni e8 nicht fhimmlidht wird.*) MBenn man die Pflange bis gur Meife des Saamens ftehen làft, fo muf diefer, ebe man fie in die Scheure bringt, ausgerieben oder 2 Sandvoll ein wenig gegen einander geflopft iver- dens tmeil beim Drefchen die Quantitât des Gelbfrauts, in Binfiht auf bas Cervicht, fich febr verliert, Der Preis diefes Saamens ift gewôbnlid ro oder 12 ch. der Bufhel. Der Ertrag ift Aubert unfiher, da fo viel auf die Bitterung dabei anfommt. bis 12 Soft trâgt es im AMllgemeinen wobl aus, und die£aft wird den Gârbern ju 5 bis 12 Pfund und gumweilen nod mweit hôber verfauft. 3u Beiten ift mit viel Nachfrage darnach, gu eiten aber defto mebr, tesbalb der Preis bann fo febr fteigt. Die often beim Anbau werden auf den Ycre noch unter 1 Pfund angegeben. Dies ift unfireitig gu niedtig, mwenn Der Acer vor- und nachber gut bebandelt werden fol. Obne alle andre Mebenausgaben müffen fie fhon bôber au fteben fommen.**) Diefe Gruchtart ift dem Brande febr ausgefeét, und dies ift auch mob der Grund, mwarun man fie mit andern Germächfen, befonders mit Grasatten, gufammen fâet, um im Gall, ba das Gelbfraut nicht geräth, doc twenigfiens Scbaffutter für den Binter und Grübling zu haben. Der Drand Fommt oft fo plôglih, bdaf eine Grudt, die bei dem fraftvolleften Bus einen guten Œrtrag verfpriht, im Mai von demfelben befallen, faft gang gerftôrt wird. Man merft ibn an den Pflangen, Befonders an den untern Theilen der Stengel, mwelche eine gelbe oder blafrôthlihe Sarbe Éefommen, twäbrend die obern Theile grün und gefund feinen. Seigt fich dies gu Anfang des Maies, fo ifé die Grucbt immer in Gefabr gerftèrt gu werden; fomimt es aber foâter oder daf die Pflangen bei troŒuner MBitterung in der Garbe verbleihen, fo ift das eingige Mittel, fe fobald als môglich aufyugiehn. *) Corter in Annals of Agriculture. Vol. I. ##) One Rücfidt auf die Bercitung des Landes oder der Grut, die damit gefäet worden, giebt man die Ausgaben alfo an: Ausgabe, DPf. St. SH. Pence. Saamen u. f. t. 3,,$_— 1 3 Sâûen$$$$;_—_— 3 Sroeimaliges Saden$$ n$_ 7 6 Die Frudt aufjuziehn und in Sanbvoll zu binden;’ TR sn Sn grofe Bünde ju bringen; 4! ÿ_ 1 6 Otrifiweré y$ 4 4$— 1— Anfubr und Aufbemabrung$; 4 1— 3— L 2 6 Anbau des HÉcrlandes, 131 Das Gien des Oelbfrautes mit andern Grücdten, ift durhaus nidt angurathen, fo wie bas Mbfüttern der damit gefäeten Grasarten, die grôfte Borfiht erfordert, meil die Schafe auch das Gelbfraut mit abfreffen. © leibet Feinen Zeifel, daf, two der Boden diefer Grucbtart angemeffen und zur Eryeu- gung des Drandes nicht disponirt ift, fie mit Vortheil angebauet werden fônne, Vm entge- gengefeéten Salle ift fie nicht angurathen, Da fie aber viel vegetabilifhe Mabrung erfordert und dem Acer nichts mieder giebt, fo Faun fie da nur eingefübrt werden, iw0 man reichlichen Dünger bat,*) Jn folhem Balle ift diefe Frucdt eine gute Bubereitung zum MBeigen oder au NMüben, Gann man das Gelbfraut nicht, fobald es aufgezogen ift, abfeben, fo läft es fih mebrere Yabre febr gut, entiweder in der Sheure oder in der freien fuft, aufflafen, menn man nur dafür forgt, baf cs nidht von den Raben und andern Ungeziefer angefalfen wird. Rrapp, Bârberrôthe Mubia tinctoria. Dics ift eine andre Dflange, perennivrender Art, die man im Grofen im Gelde anpflanst. Man gebraucht die lange, dicfe, fleifhigte IBurzel um Sârben, um eine Scharlahfarbe zu geben, turde fie in einigen Gegenden mebr angebauet, als jet. Die Cinfubr von Holland bat die Nacbfrage gemindert und den Preis fo erniedrigt, daf der Sandivirth fie mit Bortheil felten anbauen fann, Tiefer, frutharer, fandig lebmiger Boben, der nidt mwafferhaltend ift uns der viel vege- tabilifhe Veftandtheile bat, pañt fid fr dies Gemihs. Œs gedeibt jebodh auch auf leichtern DBobenarten, tweun fie nur binfânglihe Tiefe und gebdrige Fruchtbarfeit haben. Der Meter wird dau, vor dem MBinter, in bobe Beete aufgepflügt, damit er gut aus- frire, und im Grüblinge freugroeife gepflügt und fberbaupt fo bearbeitet, Da er vom Unfraut tein, gebôrig tief und die Oberflñche geebnet, befüet terden Fônne, Seflinge. Man faet die DPflangen entieder auf einem Miftbeete und erbält fie dadurch, oder macht fie von den Ablegern der alten DPflangen, Die Pflangen werden ju dem Ende durch Yâten vôllig gereinigt und mit Der Sade, in Entfernungen von 3 Sol, ausgefeht. Auf diefe IBeife Fonnen fie fchon im Herbft verfest merden, obgleich es beffer ift, dies Gefhäft bis um Grübling ju verfchieben. Die leftere Methode ift bier ju Sande antvendbarer, da der Œaame felten vollfommene Meife erbâlt. Ziveitaufend Pfangen find binreihend, um einen Mere ju befefen. w 2 *) Marfhall’s Rural Economy of Norfolk. 132 Œilffe Abtheilung, Seit und Metbote des Pflangens.— Die fhicélihe Zeit, Seblinge aufqu- nebmen, ift, tvenn die Dflangen ro bis 12 Bol Hôbe haben, und die Fachfer eben fo hoc aus den Vurzeln gefchoffen find. Dies ift gemôbnlich ju Ende des Maies oder qu Mnfang des Ju- nius der Fall, Durdhaus nothwendigiftes, Ddaf die Seblinge Burgelfafern haben, ebe man fie verfebt, tweil fie fonft nicht gut fortfommen. Sum Pflangen müffen bintänglih Arbeiter zur Hand fepn, damit es fo fhnell afs môglich von ffatten gebe. Veim Aufnehmen der Geflinge mu die äuberfte Sorgfalt angewandt mwer- den, daf man fie nicht befchädige. Cinige bewerfftelligen dies mit einem Pflanzbolz, das einen mit Œifen befclagenen breiten NRand bat. Dies Ynffrument trennt die Schôblinge, wennes in die Erde geffofen tird, von der Burgel, obne die feinern Gafern zu verleben.: So viel man mit einemmale zur Seit verfeben fann, müffen nur aufgenommen werden,@ie müffen auch dem britten Theil nach oben geftuét und die MBurgeln in einen dünnen Teig von Moder und QBaffer, Fury vor dem Pflangen, getuncft werden, twodurd man fi das nachberige Be- giefen erfpart, Dies verridhtet 1 Perfon, mâbrend 2 andere ffe fo vertheilen, wie fie in den Doden ju fteben Fommen follen.*) Man bat verfchiedene Methoden des Pflangens: einige legen die Seblinge in die mit dem DPfluge gemachten Furhen, andere feben fie auf Deete, mit dem Pflanyhol. Das erfiere ift beffer und leichter und die Dflangen Fommen 5 bis 6 Solf auseinander, Sim leftern alle wer- den Deete von 3 Buf Dreite gemacht und die Pflangen nach der Sinie ausgefest. Die erfte fommt 6 Soff vom Mande, die Reiben felbft 2 Guf auseinander und der Zwifhenraum der Deete betrugt 3 Hub bei einem jeden, Manche Dflansen geben nach dem Verfeen aus; man muf daber nad r4 Tagen oder 3 LBochen revidiren und frifhe Pflangen an deren telle einfesen. Macdhberige Bearbeitung.— vom Unfraut und ufloderung des Bo- dens, ift gum Gebeiben diefer Pflangen durchaus nothmendig, Erftere wird durch Sâten mit der Hand und durch Vebaden, lebtere mit der Handbace und einem leidhten Plug, erreicht, Auf diefe IBeife oder indem man die Ziwifchenräume der Meiben umgräbt, wird die Erde alle Gabre einmal an die Pflangen gebracht, nachdem die Gtengel zur Serbftzeit meggenommnien twor- den. Mo man auf Vecte pflangt, da terden die Pflangen gutveilen im Herbft bebäuft, nach. dem die tengel abgefthnitten find, indem man die Swifchenrâume, tie bei bem©pargel, abfôit. Methode iff jedoch da, wo die Pflangung ins Orofe gebt, zu Fofibar und zu mübfam, Die Brut wird fo, bis gum dritten Herbff nad dem Auspflangen, Bebandelt, to alsbann die Dflangen aufgenommen terden Fonnen. Man ficht dies daran, tvenn ibre Gten- gel telfen, gemeiniglid im October, Dies gefchieht entreder burd) Mufgraben oder Huf- *) Corrected Report of Kent. Anbau des Aderlandes, 133 pflñgen. Das erftere ift fiber, iwenn gleidh nicht fo feicht, Zu bem Ende gribt der Arbeits- mann lângs den Meiben, etwa 2 Sub tief und gertheilt jeden Gti, auf welchen 2 Perfonen Acht geben und die Rrappwurzeln forgfâltig auslefen. D die Frucht auf fhmale Decte ausge- feét worden, fo wirft man durs Ausforfen die Erde in die Awifhenranme, mo die MBurgeln dann vollfommen ausgelefen werden fônnen, obne daf man fie befädiget, Die fnellefte Methode ift immer mit dem DPfluge, der, nacdhdem Streibbrett und Kolter ausgenommen find, längs den Meiben gebt, um die Erde gang aufuloern und was dadurd nicht aufgelocert iff, tird von ben Samimiern mit ibren@paten no vorgenommen, MBenn die Burzeln aufgenommen find, fo legt man fie an die£uft, daf fie austroŒnen und von der Œrde rein werden, werden fie auf die Darre gebraht, bis fie fo trocfen werden, bdaf fie gerbrôcfeln, Dies gefchicht in der Beforgnig, Ddaf fie faulfeucht(mouldy) werden oder in Gäbrung gerathen môgten, Bei diefem Verfabren muf man jedoch fer vor- fichtig fenn. Darauf werden fie in Sâce gepacft, um an die Fârber abgefebt u werden, wel- ce fie vorher auf einer Müble ju Pulver mablen, ebe fie ein Garbeingredieng daraus machen. Det befte Rrapp ift der, twelher, twenn man ibn auseinander brit, ein glängendrothes oder purpurfarbenes Anfebu, obne gelblihe Streifen, bat. Bill man Saamen von der Rrappoflange giebn, fo muf man die Pflangen, bis fie vôllig teif find, twelches gemeiniglidh im September zu fenn pflegt, fteben laffen, Hisdann merden die Rôpfe von den Stengeln abgemacht und auf einem Tuche in die Sonne gelegt, bis man den Saamen leicht ausflopfen Fann, Man macht ibn dann rein und legt ibn an einen fonnigen Ovt, damit er vôllig trofen merde; denn fobald er die mindefte Geuchtigfeit an fih bebält, fo tiro er faulfeucht und feine Vegetationsfraft wird in bobem Grade gerftôrt oder ienigftens febr gemindert,. Mad geborigen Trodnen bângt man ibn in Fleinen Beuteln oben im Zimmer, tas beftändig gebeit wird, an. Der Ertrag vom More iff gemôbnlid von 15 bis 20000 8, der Preis von 100 1 nidt unter 3 Pfund if, fo bat der Sandivirth und der Berbraucher Vortheil dabei. 7) Bei dem boben Grade von Eultur, den der Hcfer dur den Anbau diefer Pflange evhalt und da er nicht, tie in manchen andern Fâllen, ju febr ausgefogen wird, muf Diefe DPflange eine berrlihe Borbereitung gum MBeigen und ju jeder andern Grucht fepn, welche cinen reinen und fein gephlverten Suftand des Dodens verlangt. Gartendiftel, Meberdifiel. Diefe Pflange wird jum Rardâtfhen der Eñcher in einigen Difiricten im Gelde angebanct, da der Ropf derfelben aus verfhiedenen gut gefrümmten vegetabilifchen Safen beftebt.**) *#) Boy’s Corrected Report of Kent.*#) Dies ift der Dipfacus Fallorum. 134 Œilfte Abtheilung, Sum Mnbau bdiefer Pflange gebdrt ein ettvas ftarfer und tiefer Doben, der aber nicht zu fett feon darf, als lebmiger Klar, mergelichter Ut, der gum MBeigen fi pañt. Bird der Acer aus altem Dreefh dau aufgcbrodhen, fo ift dies am beftens man nimmt jeboch auch MBeigenftoppel qutweilen Dagu. Die beften Gegenden daju find die etwas erhaben, freien und jüdligen. Die boben Fel- ber, befonders wenn die Gegend eingefchloffen ift, find die vorthcilbafteften, da die natütliche hberflüffige Geuchtigfeit in den Kôpfen der Pflangen bei naffer Bitterung beffer verdunftet und nidt, wie in niedrigen Gegenden, fo lange darin bâlt, daf fie verfaulen. Um den Doden, mwenn e8 Dreefchift, dagu ju bereiten, ift die befte Methode, ibn recht tief ju Anfang des Gebruars umyupflügens und mwenn er wafferbaltend ift, ibn in fmale Becte von etwa 3 WBendungen, jedes mit môglichft regulären und ebenen Surcenfcnitten zu legen, fo ba bic aufgepflügte feine Œrde die Oberflâche bedecfe. Dei anderm Acer, dertrocen iff, und aus der Stoppel aufgebrochen wird, Fann man fpâter pflügen und breitere und flachere Beete machen. Sn jedem Fall muf der Mer zur Cinfaat recht fein bereitet fenn, Saamen,— Mu von der vielfopfigen Pflange genommen werden und burdaus frifd feon. Man gebraucht auf den Mere gemeiniglid-x bis 2 Pe, einige nebmen nocb wobl mehr. Es ift aber nicht vortheilhaft fo dicé zu fâen. Beit und Methode des Sâens.— Man fâet gemébulich zu Anfang des Mprifs. Da der Saame am beften und fhnellfien auffommt, wâbrend noch Geuchtigfeit im Boden ift, fo darf man nidt gut fpâter fâen. Die Musfaat wird, mie bei den Müben, mebrentheils breitwürfig beftelit. muf aber gut geegt fepn und nachher der Gaame mit einer leichten Éurjinfigen Œgge untergebracht merde, à Man brillfäet diefe Dflange auch in einer Diftang von 8— 12 und mebreren Sollen, je- doch ift diefe Methode nicht febr im Cange. Madbherige Dearbeitung.— Da bei diefer Pflange viel darauf anfommt, da die Zivifhenräume rect rein gebalten werden und die Œrde um fie berum febr locfer fen; fo bat der Sandtwirth auf diefe vollfommenfte Berverfffelligung diefes Erforderniffes befonders ju achten, Man pflegt gmvifchen den Pflangen mit fhmalen Spaten, die etiva 4 3olf breit und 16— 18 3olf lang find, gu graben, Mit diefen wird der Mer gemeiniglid drei oder viermal des SGommers bdurchgearbeitet, und zu Anfang des Movembers, wenn fie ju dichte ftebn, giebt man fie aus, um die leeren Pläbe twiederum damit zu befeben, Dleiben dann nocb zu viel Pflangen übrig, fo pflegt man insgemein nod) ein ander tic Sand guubereiten, um fie dabin gu verfegen, Man findet aber, daf die Pflangen, tmelde nie von der Stelle gerücét find, bie beften Kôpfe geben.*) *) Corrected Report of Sommerfet. Anbau des Aerlandes, 135 Ym folgenden Binter, ettoa ju Ende des Gebruars, wird das Sand gtmifchen den Pflangen twieder durchgearbeitet, und gwar mit befonderer Borfiht, daf feine Erde in die Pflangen falle. Gegen die Mitte des Maies, twenn fie anfangen in Stengel zu fchiefen, fo wird nod) einmal gegraben und die Œrde an die Stengel gebäuft, damit fie nicht von dem Yinde gefnicét werden. Cinige fandwirthe graben noch dfter und die Pflangen wadbfen natürliher Beife darnach beffer.*) Man nennt dies Spateln(fpaddling) und£eute, die mit diefer Mrbeit befcheid wiffen, wer- den bald damit fertig: man bat ftatt deffen die ace gebraucht, aber obne Erfolg,**). Yls- dann iff bis jure Meife der Pflange und dem Mbfhneiden derfelben tweiter nichts ju thun, Dies folf, fobald die Rôpfe reif find, gefhehn. Man thut es mit einem dagu erfundenen Meffer mit einer Furgen linge und einem Bande am Schafte, womit es um die Hand geban: gen mird. Gin paar flarfe Sandfub find ebenfalls dabei vonndthen,@o bereitet gebt der Urbeiter(ângs den Meiben, fneidet die Rôpfe etoa 9 Zolf von den Stengeln ab und bindet fie mit einem bôllig reifen in Düfchel gufammen. Am Abend des Tages, da fie abgefchnitten find, werden ffe ins Ærocdne gebracht, und iff es Flares und belles Letter, fo werden fie täglidh an die onne geftellt, damit fe vollfommen trocfen merden. Gorgfältig muf man fie vor dem Regen in Hcht nebmen, Um bdies defto leichter thun gu Fônnen, bedienen fi einige langer Gtangen, an tmelchen die Büfchel gebangen werden, Machdem fie vollfommen ausgetrocnet find, werden fle ins Trodne und fo dicht auf einander gelegt, bis fie gäh und glângend merden, Sie find alsdann gum Gebraudh gefhidt und merden in 3 verfhiedene Mrten, indem jedet Dufchel auseinander genommen wird, getheilt. Man nennt fie Rings, Midolings und Gcrabs, nach ibren verfhiedenen Cigenfaften. Darnad werden fie in Ballen gemacht, von welchen bie erftere Sorte in jebem 9000 Rôpfe, die giweite 2000 enthält, Die dritte Sorte bat einen febr geringen MBerth.***) Der Crtrag diefer Pflange ift Febr unfichers man erndtet gu Seiten 15 oder 16 Ballen vom Ucre, in andern Fâllen Faum einige. Der Crtrag wird an die Tuhmanufacturiften in Som- merfetfbire, MBiltfbire und Porffhire, und im Durbfhnitt der Ballen ju etwa 40 Sbillinge verfauft. Dei der forgfältigen Bearbeitung des Dodens, die dabei erforderlich ift, find die often des Anbaues betrabtlih.+) *) Corrected Report of Sommerfet.#*) Ibidem. *X#X) Corrected Report of the County of Sommerfet. D Mr. Billingsley fâgt in feiner Agronomifhen Ueberfiht von Sommerfetfhire die Unfoften auf folgende YBeife: Ausgabe, fo. Sc. Stucijbrige Lanbpat$$ 8 8 L re DPfügen 0 4$$$,= 25 15 136 Œilfter Abfbnitt, Die Unfiherbeit der Gartendiftel, befonders da fie ur Biüthezeit bei naffem TBetter fault, bat die Sandvirthe veranlaft, andere Gemächfe im erften Gabr damit ausqufäen, als Bobnen u, ft, um fich einigermafen die Roften der Dearbeitung Beablt zu machen, bies follte mar aber nicht thun, da man an der Gruct fo viel twieber verliert. Mad bdiefer Dflange twürde fih, dem Suftande des Dodens nad, febr gut Bcigen bauen faffen, und mebrentheils nur nad einer Pflugarts da fie aber dem Acer einen beträchtlichen Œheil ibrer Gruchtbarfeit raubt, fo darf man nur auf fettem Doden Korn darauf folgen laffeu. Dagegen Fann man eine Art grüner Grucht vorber darzvifchen Bringen,. Süfholsz, Lacrigenbols. Diefe Pflange wird um ibrer MBurgel mwillen, die man ju verficdenen Endytvecen ge- braucht, im Gelde gebauet. ie ift von bâvtliher, perennirender, tief wurzelnder Art, Die am bâufigften gebauetc ift die gemeine Gotte, Glycyrrhiza glabra, bderen MBureln fhfer und faftiger als die andern find. Cine freie Sage will diefe Pflange vorsüglidh gerne haben. Die gum Wachsthum der Sübholjpflange pablichften Bodenarten find bie tiefen leichten, fanbig lebmigen, da die Güte der Grucht davon abbängt, daf die Murgeln beträchtlidh tief eindringen, Der Acer tmird dau mit dem@paten oder dem Mejolpflug bercitet; Das evftere ift die volifommenfte Art. Sn jedem Fall muf der Boden in einer Œiefe von drei und mebr Guf auf- gelocfert werden, und gmwar fchon den Derbft vorher, ebe man pflant. Su gleiher Zeit mu man recht gut vermobderten Dünger mit der Œrde vermifchen. nu diefem Suftande bleibt der Mer bis zur Pflanggeit, wo das Sand nod) einmal in derfelben Tiefe umgebracht und die Erde fo locfer wie moôglicdh gelaffen wird, ft das Sand fo teit geborig bereitet, fo muf man cine bintânglihe Menge Seflinge ber- beifchaffen, werden von den Geiten oder Rôpfen der alten Pflangen genommen, wobei nan Po. Sd. Transport 3 15 Arbeitélohn für Graben 16. 4;;/ 3 15 Ga Bünbdel ju macen, gufammen ju Dinden, und Dänber ju 2 Sd. der Halfen— 14 8 4 Gemwinn 5 16 Ertrag im Durbfhnitt! ar! f PIRE Ar 7 Dallen ju 40 Sb.!$$ Dei biefer Angabe find Sebnte und Auflage nidt mit angefdlagen. ñ$ 14— Anbau des Aderlandes, 137 man babin fiebt, daf jeber r oder 2 Mugen oder Rnospen bat und baf fie volffomien gefund find, ie müffen etiva ro Golf lang fenn. 3eit und Methode des Dflangens,—. Die befte Dabrseit, die Seblinge”in den Doden ju bringen, ift im Grübling, fobalo der Groft vorüber if, etra qu Ende des Ge- bruars oder Mnfang des Môrjes, Dan bat dabeiwerfchiedene Methoden. Œinige bringen die Seblinge auf eine ebene Slide, andere auf Fleiné Veete. Auf trofnem und loferm Voden mag Das erffere febr vath- fan feyn, to aber der Dobden anbaltend if, ba hat die lebrere Methode Vorüge, Bufolge der erffen feBt man die Pflanglinge mit einem Dflanyhofje nach der Sinie, in Œutfer- nung von 2 oder mehr Guf in den Meiben auseinander. Die Shôflinge müffet dabei fo iveit in die Crde binein fteben, daf fie mit r Sol Erde bedeft find. bdie Swifchenräume der Meiben binfänglich breit, fo ift es auf alle Gâlle vortheilhaft, die Erde mit dem Pfluge aufyu- ocfern, Dei der lebtern Methode macht man Deete von 3 Guf Breite.*) In beiden pflegt man Feine Sâmereien mit ausgufäen, als Siviebeln, Dei der Deetmethode werden die Zwiebeln in den@teigen gefäet, erreicht man dadurch nun freilich wobl einen Éleinen Vortheil, fo leiden die Gübholjwurgeln dod) aflemal in ibrem Macbthum, auch Fann der Acer unter fo berandten Umftänden nicht fo rein gebalten werden, als es vonnôthen ift, wobei, um diefe Pflange angue bauen, febr viel anfèmmt. Madbherige Bearbeitung.— Es ift Hôbff nôtbig, baf bie Pflangen durch iice derboltes Sacden und Vôten mâbrend der ommermonate vom Unfraut rein erbalten werden, Gegen den October, wenn der Mcfer von den Ziwiebeln gereinigt ift, muf man dies Sand mit gut gerottetem Dünger leicht bedecfen, Sn diefem Suftande müffen die Dflangen bis gum fof- genden Diäry bieiben, two alsdann der Doden gtvifthen den Neiben oder in den Gteigen umge- rübrt wird. rathen die WBipfel der Süfholzpflange jàbrlidh abjufchneiden,*+) Mach drei Habren folher Dearbeitung Fônnen die Vurzcin aufgenommen tmetden, jedoch nicht eber, als bis die Gtengel vôllig vergangen find, mweil fe, gu früb aufgenommen, ein: fhrumpfen und an Gewicht febr verlicren, Das Hufnebmen der MBureln gefchicht vermittelft eines tiefen Grabens, der bie vüllige Ziefe der Burjeln von 3 Stihen mebrentheils enthalt, Dei diefer Mrbeit folgen fih gemeiniglih 3 Arbeiter mit dem Grabfcheid und fangen mit bem Graben an der Mufenfeite der Neiben an, der leétere bat einen Rarft, um die MBurzein ausheben ju belfen, die Burgeln aufgenommen find, terden fleauf den Seiten der *) Corrected Agricultural Report of the Weft Riding of Yorkfhire,#*) Ibidem. Bwciter Theil,(Co 138 Cilfte Abtbeilung, Graben auf den Boden gelegt, bis alle Neiben fo vorgenommen find. Sn einigen Fallen wird das Sand in den Graben zum neuen Depflangen tvieder gefchict. Die fleinen Nebentwurzeln werden alsbann abgefdnitten und die grôfeften qu neuen Seé- lingen tmieder in gebôviger Sänge gugerichtet, Die Hauptourgeln werden sum Berfauf in Dünde gebunden, Diefes Gemächs Fann nur auf befondern Boden gebauet mwerden,MDda es cine grofe Tiefe deffelben und einen folchen, der grofe Sruchtbarfeit befist, erfordert. iff es in man- cher Rücfict unficher, da es in naffem Better Leict rottet, im Sriblinge vom Groft leider und in den folgenden Monaten die trocfne Bitterung nid vertragen Fann. Da der Berth diefer QBurjel fehe davon abbängt, o6 fie in ibrem faftvollen Buftande iff, indem fie beim Trocfnen am Gervicht febr verliert, fo ift es am rathfamften, fie gleich nach dem Yufnehmen qu verfau- fen. bdies aber nicht gefcheben, fo muf man fie bis gum Berfauf an einem feuchten Ort aufbewabhren. "D DES Machdem wir nun die Merhoden des Anbaues verfhiedener Arten Feldfrüchte erdrtert ba- ben, fo twollen wir no die Verfabrungsarten beim Mâben, Cinerndten und Aufbewabren des Getraides darlegen. Mäben oder Abfdneiden und Einerndten des Gefraides,*) Die Beiten und Methoden des Cinfhnitts der Cinerndtung und Aufbemabeung des Ge- traides, find nach den verfhiedenen Sagen und unter verfchiedenen Umfiänden febr veranderlich. #) Es fann twobl nidt leldt etwas unvollfommneres geben, tie die Befbreibung des Ernbtegefhäftes, swelche der Berfafler Hier mat. rc fibeint nur die Erndte auf irgend einem Éleinen Pofe von 20 oder 30 Aecern beobachtet zu haben, und das Ucbrige bloÿ von Pôrenfagen zu fennen. Œine befricdis gende Defbreibung und Deurtheilung der verfdiedenen Erndtemethoden Éenne id ymat von feinem englifen Scriftffeller, felbft nidt von bem in allem Detail fo genauen Marfbhall. Aber do vicle ungleit vollfiänbigere tie diefe. Da wir inbeffen in Deutfhland jebe verfhiedene Methode in vetfdiebenen Gegenden ungleid beffer, wie in England, auégefübrt finden— ausgenommen dag nes gen der Feimen— fo verlieren tir nicdté babei. Daf im Gangen die Ernbdte in England fo fchlecht und Éofifpielig betrieben wird, rübrt wobl grôftentheils daber, iweil e8 bei der Œrnbdte eine Menge aber febr ungefhicter Arbeiter giebt, indem fih zu diefer Zcit alle Manufacturarbeiter aus den Stäbs ten aufs Land begeben, und des boben Lobns, bdet guten Soft und froben Lebens ju geniefen fucen. Die Erndte fommt bdesbalb dem englifchen Landwirth erffaunlih bob qu ftehen. Da das feudte Glima der meifien Gegenden fie immer fer miflid madt, fo fudt ein jeder einen Ueberfluf von vs Anbau des Aderlandes, 139 Im Mittellande und in den füdlihen Gegenden nimmt die Erndte friber ibren Anfang, zu Ende des Julius und Anfang des Auguff. Das Korn wird mebrentbeils mit einer Furyen ftei- fen Genfe*) gemäbt, an welcheë parallele Dogen mit der Genfe felbft von bôlyernen Sträben find, um das Rorn defto regelmägiger niederzumäben, diefe Art pflegt das gemübete in fleine Bünde oder Garben gemacht ju werden dagegen das mit der naten Senfe gefchnittene felten aufgebunden, fambern nur fo gegen einander gum Trocnen aufgeftelft wird, bis es einge- fabren werden Fann, Jn den nôrblidhern Oegenden und in Schottland bedient man fi der Sichel, bindet an- fangs die Bufchel gufammen info bémgt darnad mebrere in ein grôferes Geil. Das auf diefe Beife gufammengebundene Rorn wird in Garben- Reiben Hoden, 6 bis 10 Œchôfe gegen einander gefebt, fo daf die Aebren fi aneinander lebnen, wird das Gange mit cinigen gethcilten Schôfen, deren Schneideenden in der Mitte gufammen treffen, bedecft, fo baf die Mebren über die ftebenden Garben fih verbreiten und fie gegen die Nâffe fhüben, Man nennt diefe BedeFung Hooders(KRappen, Süthe). Daft an den mebrfen Orten, fomobl in den nôrolihen ais füblichen Gegenden, wird jeboch der Meigen mit der Gichel gefnitten, weil dies ratblicher ift und das Stroh vegulärer in den Gchôfen gufanimen gebunden werden fann. bedient man fich eines bafenden Gnftru- ments mit einer fcharfen Schneide, jedoch obne 3ûbne, tvomit der Mrbeiter das Korn zu fich betan boit. Man nennt dies in einigen Diftricten Daging. Deim Cinfchnitt des Rorn geht man an verfchiedenen Orten verfhieden zu Berfe. Cinige fneiden bis dicht auf die Oberfläche ab; andre laffen Stoppel von 8— 13 Boll ffebn, Deides, fomobl das Gchneiden mit der Sichel als Mäben mit der Senfe bat feine Yor- theile, Das leBtere geht unffreitig leihter, und e8 Fann fo dicht als môglih an der Oberffâche weggefdhnitten werden; es lâft aber das gefthnittene nicht in einer fo tegulären frt fiegen, um gebôrig aufgebunden werden ju fonnens auch fâllt das Rorn, tenn es febr reif iff, leicht dabei aus, lâft man bas gemäbete Korn auch, obne in Schôfe ju binden, auf ben Schiva- den liegen, bis es aufgeftaft werden Fann, Bird es aufgebunden, fo mâbet man das Korn Ste beitern angunebmen, und tenn jedber nur tenige und leidte Mrbcit verridtet, fo twirb bief:é dur die Menge erfest. Dei bem allen geben aber mobl Bei dem langfamen Sneiden und Sammien tes niger Rôtnet vetfobren, als wo bei uns bdie Œrndte mit Hbft angefirengter Avbeit und Shnelligécit berrieben merden muf; und es frâgt fi vielleicht, twer fi Bcffer dabei ffehe; der englifhe oder der deutfhe Lanbdivirth? IBer Arbeiter genug haben fann, wird am beften thun, von der grofen Paftigs feit der meiften beutfhen INethoden etiwas nabgulaffen, obne das Slobbrige der Œngländer dabei nahyuafmen,(2 D,. *) Die Rornfenfen müffen nidt fo lang, auch nicht fo bünn in der Schneide feun, als die Gragfenfen, weil fie bei Steifheit des Otrobes gar leicht ausbrechen. 140 Cilfte Abtheilung, eintârts gcgen die Sricht, fo baf das gemäbete fid) an das ftehende Sorn febnt, dagegen es im leftern Galle auswärts und fo mie Gras in Gchiwvaden gemébhet wird, Bo die Sichel gebraucht wird, ba toird bas Korn beffer und regelmäfiger gelegt, mithin bequemer und leichter aufgebunden.€s gebt auch gewif bei biefer Operation weniger Korn verlobren, Die Hrbeit felbft bleibt imnrer etrwas läftiger und fhtvieriger, ft die Angabi der Mrbeiter Fnapp, fo Fann man die Genfe, ft flemabireich, bie Gichel am vortheilbafteften gebrauchen.“ Qn RücEficht auf die Sôbe, in weldber man das Korn, fneiden(of, ift es wegen vieler Umfiände, die die fange Stoppel macht, wobl am geratbenften, fo dit als mglich das our an der Œrbe wegunehmen. Der Sandwirth gevinnt dabei an Gtreu, Fomimnt leichter mit der AMrbeit zu Gange, büst weniger Korn ein und bat gugleid) die Mübe und often nicht, die Stoppel twegjufaffen. à,: Ein forgfältig bierüber angeftellter Berfudh beftâtiget diefe Bortheile.*+)"" Dei Diefem Berfuche wurden 4 Decte in demfelben Gelde, in der Defchaffenbeit wobl giemlidh einander gleich, gefchnitten, 2 davon dicht an ber Œrde meg, Die beiden andern in einiger Hôbe, jedoc nicht fo Doch wie gemôbnlih,. diefer Portionen maaf etivas mebr als den 4ten Theil eines Schottifhen Meres, der+ grèber ift, als ein Englifcher Statutenmäfiger, Der Ertrag wurde befonders in Socfen gefebt. Act Schnitter gebrauchten r Stunde und 24 Minuten, um niebrig abzumäbens eben fo viele, boch abjumäben, nur 48 Minuten, Die Arbeitsfoften mwaren für jeben 18 Pence täglid, und Unterbaïtungsfoften 6 Pence. Das Refultat diefes Verfuchs beim Drefhen, Deffen und Strobmägen, fiel fepr zu Gunften des Miedrigmäbens aus.***) *#) Donaldfon’s Modern Agriculture. Vol. IT. and Pertfhire Agricultural Report. *#) Corrected Agricultural Report of the Weft Riding of Yorkfhire. ###) Oiefer Berfuch iff in der Agricultural Survey of the Weft Riding of Yorkfhire alfo angegeben: Refultat. Pf. St. SH. Pence. At Snittee und 24 Minuten, ju 2 Sh. tâglid oder 27 Dence die Stunde 3;$;— 2 4 Dicfelée Angabl auf 48 Minuten! s!— I 4 Unterfbieb der Ausgabe ju Gunften des boben Mäabens;— 1— Ober per Acre;; n;— 4— Gin Dec und ein Quarter IBcigen mebr von bem nicbrig gemébeten, 3u 1©. 4 Pence dag Per;,$= I 8 Bierchn Stein(22 Avoir dupois 1h) mehr Strob, der Stein su z Pence— 4 Ober per Acre;,$,!_— 4— := 16== Abgezogen die vermebrte Ausgabe des Scbneidens, bleibt zu Gunften des nies duigen©chncidens 4 y;;— 12— Anbau des Aderlandes. 141 Uni bas Rothmäben ju erleihtern, bat man mebrere Mafchinen ju erfinden verfubt, uns, wie es febr tvabrfcheintich ift, obne Crfoig, Œin Snfirument der rt twürde jebod) âuferft tmichtig fenn, befonders da in biefer Gegend bdie nôthige Zabl der Mrbeiter immer fhtvieriger au baben if, Benn das Korn plump und vof wird, und das Strob feine grüne Farbe durch die bleichen- den MBirfungen des Oxngens der Atmosphäre verliert, fo ift e8 Seit gum Mäben, Man thut am beften, das Korn wict allju veif werden qu laffen, befonders twenn die Senfe gebraucht mird, Much muf man zu bdiefer Arbeit gutes troŒfues Better wâblen, Sn jedem Hall if es gut, das Korn aufiubinden. Es bat dies feine mannigfachen Vortheile, Œs gebt nicht fo viel Rorn verlobren, es lâft fich der Gefabr ungünftiger MWitterung eber entyiehbns die Mrbeit des Einfabrens, Muffiemens oder Stafens, twird febr verringerts das Gtrob bieibt bei troŒner IBit- terung zum Serfuttern beffer und das Korn bebült feine gute Farbe, Man Éann im Gangen #obl bebaupten, bdaf die Menge der Mrbeit cher vermindert als vermebrt wird; auferdem gebt das Drefchen cher und leichter von Statteu, befonders da, 100 man fi einer Drefchmafhine bedient.*) Die lofe Methode des Cinerndtens, wenn fie überbaupt noch im Gange iff, fann nur in den fübdlihern Oegenden ausgeñbt merden, two die Ernbdte geitig ibren Anfang nimmt, und wo das Clima milde und beffändig if,**) weil unter andern Umftânden das Korn der Oefabr der Bitterung viel zu febr ausgefest ift. Deim Dinden des Korns iff zu beobachten, daf die Vinde nicht zu grof terden, damit fie gebôrig austrocnen Fônnen. Beim Mnlegen des Geils bat man gleihfalls dabin zu feben, da es nicht gu nabe an die Mebren fomme, auch daf es tüchtig gemacht merde, damit es nidt bei dem fernern Sandbaben offen gleite und viel Mübe und Aufhalt betvirfe, Beizen und Roggen, wo mebrentheils nicht viel Unfraut dazmifchen if, darf nur Furge Seit dem Minde und der Sonne zum Trocfnen ausgefebt feyn, um das Korn fhtwer, glatt und anfebnlich zu machen, Moch beffer Fann man dies dadurch betvirfen, twenn man das Korn nach dem Mâben oder Shneiden liegen lâft, einige male umfebrt, damit Bind und Sonne es trocfnen fônnen und gegen Mbend, ele der Thau fâllt, es aufbindet, Ein wenig Negen Fann dies Korn zum Mustwachfen bringen und es dadurcdh verfhlechtern, Am beften iftes, das Ge- traide bei Æage aufjuftellen, bei Nacht aber in Saufen zu bringen, Bei der Ocrfte und dem Pafer fomobl als bei den Sülfenfrüchten, muf man fih fhon lâänger Seit laffen, ebe fie eingefabren und aufgeftaft werden fônnen, Mie lange fie im Felde liegen bleiben müffen, Hängt davon ab, wie viel oder twenig Unfraut oder Gras dagivifchen fich befindet, Sn jedem Gall müffen fie fo lange liegen bieiben, bdaf eine Gefahr des Erhigens, *) Marfhall?’s Rural Economy of Yoikfhire.#*) Modern Agriculture. Vol. II. 142 Eilfter Abfhuitt. tmenn fie dit aufeinander gepacét twerden, ftatt finden Fann. Das Rotn verdirbt fonff, indet es entündet wird(mow burnt), oder verliert gar febr an feinem guten Anfebn, Menn bas Korn mit der Sichel gefchnitten wird, fo legt man das gefthnittene in lofen Dinden des Tages bin, bindet die Büfchel gegen die Nacht auf und febt fie in SHocfen, Die- fen Hocfen nimt man, tenn das Better gutift, die Dededung oder die Rapfchôfe des Ta- ges ab-und feft fie gegen Mbend wieder auf. Dei fhlechtem Better Febrt man die Burgelenden der Gchèfe gleichfalls gegen die Sonne. Deim Mâben des Getraides, das gleich nachber aufgebunbden ird, bedient man fich einer âbntichen Methode, um die Schôfe gum AHuffafen zugurichten, in Mâber bat binter fich ein Grauengimmer und einen Ruaben, der leftere macht die Dänder, twäbrend die erffere mit einer langyinfigen bôlgernen Sarfe, das gemäbete Korn in Portionen ju Schôfen gufammen bringt, und auf eine gang leichte Art fie in die Bänder legt, obne fie mit der Hand gu berübren, Menu dann der Mäber ju Ende des Schwades gefommen iff, fo bindet er fie beim Mücgehen auf und febt fie entweder auf ibre MBurelenden oder in Garbenreiben. Su gleicher Zeit wird die Gtovvel fo rein übergebarft, daf Faum ein Halm liegen bleibt, Dies lâft fih um fo bequemer und leichter bemerfftelligen, wenn die Grucht bei der Cinfaat gut geeggt und übergewalit var. Qutveilen bebient man fic einer Œrnbtegabel, reaping fork. Gie ift mit 2 Zinfen, wie eine Heugabel, gemacht, mit dem 3ufaf, daf oberbalb aufrecht nod) ein paar Zinfen ange- bracht find, vermittelft mwelcher das Korn vom Gchwad genommen und in Srhôfe gefammlet wird, twäbrend die untern Zinfen bas Sorn atifheben und die obern verbindern, daf es nicht rücmwrts falle und babdurch die Quantitât zu jedem Schof beflimmen. Bermdge biefer einfa- chen Erfindung läft fidh das Rorn meit regelmäfiger und leichter in@chôfe bringen, wie bei ver blofen gemébnliden Handarbeit, Madden das Korn alsdann vollfommen trocfen gervor- den if, wird es aufgeftaft. Diefe Methode, das Korn abjufdneiden und einguerndten, fcheint beffer als die getwôbn- lie ju fepn, ba fie leichter ifé und die Zabl der Arbeiter, die fonft erforderlidh und oft fdhiver qu baben find, verringert. Die zierlihfte Erndtearbeit ift jeboch immer mit der Sichel, und unftreitig die befte Me- thode, wo es an Händen ur Mrbeit nicht fehlt. Die Sichel mit 3äbnen(oil man dem Gichel= bafen mit fneidendem late, deffen man fi an einigen Orten bedient, vorzichen, Da es ein {eichteres und bequemeres Ynfriment if und die Arbeit auf eine beffere Art damit fidh ver- riten laft, Die Methode, bas Rorn wie Heu in Fleine Haufen gufammen ju barfen und bann, fwenn cg ets getrocénet bat, aufjuftafen, verdient Feine Empfeblung. Anbau des Aderlandes, 143 Dei einem fpâten und ungünftigem Herbft nebmen einige gutveilen ibre Zuflucht zum Sôfen und Aufhütten des Rorns. Das erfte gefthieht befonders da, 0 das Korn fpât geerndtet wird und es naf if Die Schôfe werden alsdann etiwas lofer als gemôbnlih gebunden, und die Dânder mebr na dem Mebrenende zu angelegt. Darauf werden fie mit dem Stoppelende auf die Erde geffaucht, fo, af fie gut fteben bleiben. Mrbeiter, die darin Crfabrung haben, flecfen die Sand alsbann von oben in die Mitte der Schôfe hinein, machen damit inwendig eine Pôblung, befonders da, wo die Sübfeite ift, fo, daf die Suft und die Sonnenftrablen beffer einwirfen und das Korn in guten Stand gefebt wird, eingefabren werden ju Fônnen,*) Das Mufhütten des Korns gefchieht in fpâten und naffen Erndten, in den nôrdlichern Efimaten, und gelingt befonders gut, tvenn das Korn, nachdem es gefchnitten und aufgebun- den tworden,, fich in einem etträglid troŒnen Suftande befindet, Die Hütten werden aus Gchôfen in folcher Art gufammen gefebt, daf bas MBaffer fo viel als môglih ablaufen Fann, Gie werden fo boch gemacht, als die Mrbeiter veichen Fônnen, und oben mit 1 oder 2 ausge- fpreiteten Schèfen, fo daf das Maffer leicht abflieft, bedect, Œie enthalten gemeiniglid r2 bis 20 Manbel, je naddem das Strob mebr oder minder ffarf if. bdiefe gebèrig einge- ridtet find, fo ble fi das Korn in der fchlechteften und langwicrigffen Ernotezeit, Man bat Rorn, das in diefen Sütten dem beftigften Negen und der fhlecbteften Erndtezeit 4— 5 Wo- en ausgefeñt gemwefen if, in einen Berwundernsmürdigen Suffand der Erbaltung gefunden. Mur weniges batte gelitten, die Decffhôfe etwa ausgenommen, dagegen befand fich das auf dem benachbarten Gelde nicdt fo bebandelte, ob es gleich forgfältig in Socfen gefeét und bedect war, in vôllig ausgewadfenem und filjigten Zuftande, fo daf jede Docfe eine gufammenbän- gende vegetabilifhe Maffe war,**) Machdem das Korn nach diefen Methoden getrocfnet worden und gum Mufftafen geftbicét iff; fo darf man aud) feine Beit verlieren, die Srucht vom Gelde zu bringen. Dabei werden dann fo wenig Rarren als agen gebraucht, fondern das Korn wird mebrentheils von den im Selde angeftellten Arbeitern ju Haufe gefchleppt und von den Knechten aufgeftaft. Der MBeigen wird vornebmlid in die Scheuren gebracht,. In den mebrften Cegenden bat man Schoppen auf den Hôfen daju,**) fo vie que Gerfte, zum Hafer, zu den Vobnen u. f.t. lebtere Methode bat ibre mannigfachen Vortheile, da das Korn auf diefe Meife gegen Ungeziefer nicht nur mebr gefichert ift, nicht fo bumpf liegt und leichter und bequemer ju baben if, fud darf bas Korn nicht fo[ange im Belde fteben bieiben, und mancher Verluft des Sorns bei der grofern Erocenbeit, beim Saden und Begfabren wird verhütet,+) Yufbemabrung des Getraides. MBenn das Getraide in Schobern aufbemabrt werden folf, fo pflegt man es auf eine Unterlage von Daubols, in der Mitte mit Bufch- oder *) Modern Agriculture. Vol. IL.#*#) Ibid.#**) Ibid.+) Farmers Magazine. Vol. IIT. 144 Œilfte Abtheilung, andern Materialien gefhllt, th eine leichte Streu barüber, gu fegen. Diefe Methode ift jedodh gefäbrlidh und untüchtig,@icherer und beffer iff es allemal, die Gchober auf einer Lnterlage von Holy, Stein oder Biegeln zu errichten. fie von dem erften Material gemacbt, fo werden fie gemôbnlih auf ffeinerne Pfeiler von 2 bis 21 Guf Hôbe gebaut. Das Obere wird mit flachen runden Steinen von beträchtliher Grèfe bedecft und fo angelegt, daf Fein Ungegiefer binein Fann. Macdt man fie mit Steinen oder Fiegeln, fo erbalten fie diefelbe Poôbe tie uvor, etiwas fchrâge nach aufen und mit Gefimfen von eichenen Planfen oder flachen Steinen, twelche einige Doll fiber ben Hand vorfpringen, und auf diefe Weife die Berbeerungen der Maben und taufe fowobl afs bas Miften derfelben in den Shobern verbüten, Dn beiden Fûllen werden Queerbalfen in der Mitte angebracht, um das Korn ju tragen, Die erfte Art diefer Getraidefhober if im Cangen die beffe, da fie bequemer und mwoblfei- ler gebauet ift, und pugleich unterwarts der£uft mehr Greibeit ein= und durdudringen giebt. Die Form biefer Schober ift verfhieden. Die runde und fânglihtrunde ift die gebräuch- life; die lange fmale Form bat jedod) den Dorjug, da fie das Rorn beffer, trocner und vom Erbigen freier erbât.*) Ein Bortheil diefer Art Schober beftebt darin, daf das Getrai- de, befonders der MBeigen, eber eingefabren und aufgepacft werden Éann, afs unter andern Lm- fänden,**)_ Gie erbalten gleicfalls das Ron, wenn es bis gum folgenden Sommer und nod) fânger aufhetwabrt werden folf, in einem guten Zuffande. Benn aber die Menge des Korns beträchtlich iff, fo ift die ange fchinale viereige Form die vortheitbaftefte. Die Schober fichen fefler, baben ein Befferes Anfebn, find bequemer ge- baut und erbalten das Rorn beffer als die anders geformten. Muferdem erfordern fe iweniger Bedadung und Hrbeit dabei, IBeun der Rornvorrath nur Élein iff, fo find die runden und ova- fen Gormen die Bequemfien, da fie fhneller ins Dach zu bringen find. Die Civfelform mit einem Éegelformigen Dache und eplindrifchen Rôrper, iwelche gegen die Eraufe ju fidh ein tvenig ausbebnt, wird von einigen für die befte gebalten,***) Deim Anlegen der Shober folfen die Salme auswârts berausgehen, und gtwar alfmäblig bis gang an bic Traufe und nicht gerade in die Pôbe, wie es in einigen Gegenden gefchiebt, teil fie daun nicht nur gegen die eindringende Feuchtigfcit gefichert find, fondern auch tweniger Naum einnebmen,+ Und find fie gut angelegt, fo fteben fie eben fo feff und daucrbaft, Das Berbältnif beim Mnlegen derfelben iff fo, daf bas Da 1 des angen ausmacdht, doc bervirft die ornt auch in biefer MücFfiht cinige Mhänderung. Die Orôfe der Gchober if aus dem Grunde auch verfhiedens man muf fie jedoch nicht gu grof machen, tveil es um fo gefäbrlicher if, +) Corrected Iteport of Northumberland.#*#) Ibidem. #x*) Corrected Report of the County of Perth. Anbau des Aderlandes, 145 ifé, bas Sorn aufjubemabren und eingubanfen. Auch gerathen fie fo gut nicht, da fie su ver fhiedenen Seiten angelegt werden, und bâlt fif das Korn nicht fo gut darin, als in denen, die mit einem male fertig twerden. Auberdem find fie beim Drefhen, befonders da, wo der Slegel gebraucht wird, nicht fo gut. Der eingige Vortheil, den fie gemäbren, befteht vielleicht in der mindern Mrbeit beim Dache, 20 bis 30 gmweifpännige Guder find zu einem Schober Wwobl binreihend, Benn das Korn lofe aufgeffaft wird wie Heu, fo find verfhiedene Perfonen auf dem Gchober, die das aufgeforfte Getraide an den Seiten umber in gleiher Ordnung legen, mor: auf andere Meiben einwärts gelegt und fo gufammengepacét werden, daf fie nicht beraus gleiten. Go iwird fortgefabren, bis die Mitte ausgefülit if. Misdann fângt der Banfer eine neve Sage an und gebt auf biefelbe Beife gu Berfe bis ans Dad, bdies wird nun almäblig eben fo, bis gum Gipfel oder Rien, je fachdem die Gorm des Schobers ift, verfertiget. das Maffer aber defto leichter von den Dâchern abfliefe, fo wird gegen die Mitte ein leiter Galf angebradt, und bas Da nidbt fo flah, wie es béufig der Gall ift, gemacbt, Mo aber das Korn aufgebunden wird, Da ift gum Mnlegen des Schobers felten mebr als eine Perfon erforderlih, der Schober müfte dann febr grof feun, und dann wird ibt nocb ein Rnabe gegeben, der dem Mufforfer die Garben oder Gchôfe abnimmt. Dei diefem AUnlegen if es febr twichtig, daf das Centrum gegen die Seiten erbaben if, und auf diefe Meife die Gar- ben fchrâge zu liegen Fommen, mwodurcdh bas Cindringen der Seuchtigfeit am beften vermieden wird, Um bies auf die vollfommenfte Meife zu bewerfftelligen, thut der Mrbeiter am beften, damit angufangen,- daf er in der Mitte einige Schofe in der Nunde fhräg gufammen fest, und dic übrigen in verfchiedenen Reiben alle fo berum legt, bis er an die Mufenfeite if, to cr bann tund umber eine£age in mebr abbängiger Ritung, wie bei den vorigen Neiben, let, Menn auf biefe MBeife der Doden des Schobers gemacht if, fo mird nun darauf mit der Yufenfeite angefangen, und mit verfiebenen Sagen, die in einander faffen, bis in die Mitte fortgefafren, Mebrere Meiben werden etwa auf diefelbe Yrt gelegt, bis der gange Rôrper fertig if, tvo als- dann die fefte Mufenreihe der Garben etwas vorfpringt, um eine Projection für die Traufe a6- gugeben. jedoch der Kdrper auf die obenr ermäbute Art gemacht ift; fo Fann bdies obne Machtheil auch unterbleiben, da das Baffer ablâuft, one ibn zu berübren. Das Da ent- ftebt alsbann badurch, ba die Garben bei jeder Sage fo angelegt merden, daf Île am Ende eine@pife oder einen Mücen Bilben, je nachdem die Gorm des Schobers if. Bei diefent Æheile des Gchobers bat man vorüglidh dabin ju febn, daf die Mebrenenden der Garben eine Dintänglihe abbängige Ribrung aufiuûrts béfommen, um fie defto beffer gegen die Mäffe zu fihern, Yud muf die Mufenfeite gut abgerindet werden, tie fchon oben Dagu die Mnleitung gegeben iff. . A& Bivciter Theil, T 146 Œilfte Abtheilung, Benn folhe Rornfiemen mit der geborigen Mufmerffamfcit angelegt find, fo erhâlt jede Gatbe eine fo abbängige Ridtung nad auben bin, daf fie vôllig gegen Mâffe und Geuchtigheit gefichert ift.*) Deim Aufftafen des Beijens erfordern diefe Richtungen no eine gang befondre Mufmerf- famfeit, iweil das Gtrob febr fang und ftarf iff. Es ift febr bequem und vortheilbaft, twenn man beim Anlegen der Hiemen und dabei eiu- tretendem Megen oder fhlimmen Better ein grofes Segeltuch zur Hand bat, um fie, ebe ffe bedacht find, damit zu fhüben, An einigen Orten legt man bei naffem oder ungünftigem Better eine Shornfteinrobre darin an, bamit fi das Korn nicht zu febr erbige, Dies gefchieht vermittelft eines febr feft gebundenen@chofes, das in die Mitte geftellt und allmäblig immer Hôber gezogen wird, fo wie die Meiben angelegt werden. Deim Giemenfesen, in fchledtem Crndtemetter, merden an einigen Orten, befonders bei der Gerfte, 3 bis 4 ffarfe Stangen gufammen gebunden, indem Strobfeile rund berum getwunden werden, und biefe in die Mitte geftellt, um wwelche man Die Giemen anlegt. Gtebhen diefe Kornfiemen nicht etivas bo oder auf einer Unterlage, die untet- tûrts Oeffnungen bat, fo ift es gutveilen febr dienlidh, in den niedern Theilen der Fiemen-Oeff- nungen gum freien Cindringen und 3utritt der Suft gu haben.**) Musgenommen indeffen, wenn die Schober grof find und das Korn nidt gut binein gefommen ift, alsdann find foldhe Oeffnungen gang unnôthig. Deim Anlegen grofer Rornfiemen ift es befonders nüblid, eine Mrt Treppe zu haben, welche fo eingerichtet ift, daf fie didhte an die Seiten der Giemen gebt und dem Zulanger daben in den Stand feét, den einbanfenden Perfonen die Garben leicht und bequem darzureicdhen. Gine bequeme Ginrihtung der Hrt, twird bei der Mufberwmabrung des Deues nod nâber befchrie- ben werden, Dedadung der Rornfiemen, Dei dem Dedacdhen und Mbfcheeren der Rornfiemen ift viel Erfabrung, Sunft und Gefhidlichfeit erforderlidh, um es recht gut ju madhen, Das befte Material dau ift gutes Beigenftroh, das beim Drefchen nicht zu febr gerfchlagen if. Hat man dies nicht binreihend, fo(âft fic an deffen Stelle au Moggenftrob gebrauchen, welches jedoch bei feiner torrbeit fein fo gutes Anfebn giebt, nicht fo dauerbaft ift, auch nicht fo ficher decft,- und Haferftrob wird guiveilen auch dau gebraucdt, giebt aber durdaus feine dauerhafte Dedefung. Man bedient fih auch febr fhiflih und mit grofem Muben der MBeigenftoppel, die bod gemäbet worden ift, und die man gu dem Œnde dit an der Erde abmäbet und für den De- cer bereitet, #) Farmers Magazine. Vol. IfI.##) Ibid. Anbau des Aderlandes, 147 Bei der Bedadhung bat man, nach der Berfhicdenbeit des Materials, verfchiesene Me- thoden. langes Strob genommen, fo fängt der Decfer gewôbnlid unten bein Dab an und legt es gur Seit eine Sandvoll in regelmäfiger Dreite auf, bis an den Gipfel. Diese Düfchel werden fo gelegt, daf fie ein über das andere faffen, fo daË die obern Enden der untern, immer ein fwenig in die türenden der obern Schôfe geftofen werden. Auf diefe Meife fâbrt er affmäblig fort, eine Breite nach der andern, bis das ganje Dach gedect ift, welheg getwôbnlich 4 bis 5 Soil di gerâth. nun das Dach nicht von der telle rücfe, téerden fharfgefpibte Stifen aufwärts fhrâge eingeftofen. werden auch fleine Gtibe an den Œnden gugefpift, gebogen, und fängs den obern Tbeilen oder Geiten eingeftecft, Da das Baffer aber gerne den Stifen nachgebt, fo thut man beffer, Strobfeile dayu gu machen, Sn einigen Sällen werden fie nue unten rund um das Dad und an den Geiten gemabt; in andern Sûllen ift es jeboch beffer und fiherer, über den gangen Schober damit ein Nebiwerf ,; bas 9 oder 12 Sol in den Mafchen tweit ift, angufertigen. Die Enden werden an verfhicoenen Stellen im©trob des iemen befeftiget. Diefe Methode follte man da, mo die Siemenbôfe ftarfen MBinden ausgefest find, allemal in Anwendung bringen. Draucht man Stoppel zum Deen, fo wird eins der Enden, Go in das Da deg Gie- men, fo dit und regelmäbig als môglih, fo daf fie recht dicht und dic£ darauf ju ftchen Fonimt, bineingeftecft, das andere wird dann mit lofen Stroh, wie mans jur Sand bat, bedecft und tit einem fharfen Snftrument befchoren, um ein gierlihes und undurdbringlihes Dad ju bit- den, das einem neugedecftem Paufe gleicht.*) es fid nidt verrüce, find furze Dflôcée eingefchlagen. Belder Geffalt nun die Bedadung der Rornfiemen feyn mag, fo muf man nit eher da- mit anfangen, als bis fie vôllig dicht und ficher gufammengelegt find, tweil im entgegengefe ften Sal! fie nacber Unebenbeiten befommen, bei weldhen das TBaffer cindringt. Man bat diefe Muübe und often des Bedachens der Fiemen als Cintwurf gegen die Ante- gung derfelben geltend zu machen gefucht, indeffen find diefe auch bei weitem nicht immer erfor- derlih, um fie zieclid und fiher angulegen, fo daf biefer Einwurf nit gang gerechtfertiget wird. Da fie felten beftimmt find, lange zu ffebn, fo Ffommt es nur barauf an, daf fie fo ge- macht find, baf das Wajfer nidt eindringen und der Wind fie nicht auseinander reifen fann, Auch ift jede andere Art, fie angulegen, mit der Gile in der 3eit, unberträglih.: Œchmale, fänglihte, abgerundete Siemen gewäbren fomobl in Erfparung der Yrbeit und des Daches, vor audern Gormen, Die eben fo viel enthalten, manche Vortheile; fle laffen fich überoe einem Œnde fon decfen, ebe das andere fertig ift oder fo wie der Shober gunimmt, ee 2 m an dein #) Modern Agriculture. Vol. IL. LC RE).» De FLE- ré’ RS EE 148 Œilfte Abtbcilung. Gn einen Balle ift auch die Musgabe für die Vedadung von Écincr Dedeutung, da das Strob, tenn e8 abgenommen ift, eine berrliche Streu für die Sugpferde und das Nindvieh gfebt,*) bas Gerften: und Haferfiroh pañt fi daju gut, wenn es mit der geborigen Sorgfait ausgefhüttet und aufgebracht if,**) Menn man die Stoppel nicht sum Dedachen gebraucht, fo Fann fie genau mit der Pferde- fioppelbarÉe***) quf bem elde gufammen gebracht und gum Fünftigen Gebrauch als Gtreu in dem Shober aufbemabrt werden, Gn Nücéfiht auf das Vefcheeren der Rornfiemen verfäbrt man auf verfchiedene HBeife. Sn den füdlihern Gegenden, iv0o man noch die unfinnige Methode bat, das Korn los cingu- fabren, befchneidet man die Mufenfeiten mit einem fcharfen Seumeffer oder irgend einem andern fcharfen Snftrument, Auf diefe MBeife wird der Megen von dem lofen Strob nicht fo febr ein- gexogen, aber das Korn mit der Sichel gefchnitten und in Düfchel gebunden, dann if es vôllig unnôtbig, tmwenn nur der Arbeiter bei dem Anlegen der Giemen recht forgfältig qu QBerfe get. Dei diefer fowobl als bei der vorhergebenden Methode, muf das Dad um die Œraufe Derum und an andern Stellen, two es vorfpringt, gut eben abgeründet werden, Da der Megen bei fhlimmen YBetter alsdann tweniger gegen den Rôrper der Giemen fchlâgt und Dies gu gleicher Seit ein gierliches Mnfebn giebt.+) Drefden des Rorns— DBeim Drefhen verfäbrt man auf verfhiedene Yeife. Der Meizen wird in den Gegenden, wo man viel Dacbfiroh ju den Hofgebäuden braudt, über geflodhtene Hürden, Steine oder andere dbnliche Œinrihtung, ausgeflopft. Sn andern Gällen bedient man fih des Schlâgels oder der Drefhmafhinen. Die Methode mit dem Schlâgel gebt febr langfam, ift lâftig und Fofibar, erfordert aufer- dem viel Mrbeiter und fann nur auf fleinen Farms, wo viele Arbeiter zu Gebote und die Un- fofien der Drefhmafchine zum Ertrag des Rorns nicht im Berbältnif ffebn, mit Bortheil ange- wandt merden, felbft in diefem Salle follte man die Fleinen Sanddrefchmafchinen, die febr einfach eingerichtet find und nur menig Raum einnehmen, einfübren, um diefe Arbeit leicter, fhneller und wirffamer ju verridten, Dei den mancherlei Erfindungen biefer Art, tûrde es für den Garmer immerbin vortheil- baft feon, den Scblägel aufjugeben und Mafchinen ju gebrauchen, die ibm gar bald das, was fie foften, einbringen und gugleidh Vortheil gerwäbren twürden, #) Communications to the Board of Agriculture. Vol. I.**) Ibid. ##X) Oiche Abtheilung von den Gerathfchaften. +) Œine genauere Defcreibung der englifen Seimen findet man im 2ten Bande meines Bert über englifhe Landrwirthfchafe. ot D.: JAnbau des Aderlandes, 149 - Muferdem erfordert das Drefhen mit dem Solñgel grofe Sheutenfluren, fomobl feft- ftehender als berveglicher Art, Die lebtere läft fich jedoch noch zu andern Abfichten gebrauchen, Der Ertrag ift aber auch dabei den Deraubungen der Drefher, bdenen man nicht immer genug auf die Pânde feben fann, ausgefest, twodurdh für den Pâchter grofer Berluft erwmachfen Fann. Berden die Drefcher in Tagelobn angeftellt, fo thun fie nicht balb fo viel als gefheben Éônnte, und das Korn tird nicht vôllig reins drefchen fie um ein gewiffes Korn, fo wird bas, was am leichteften ausfallt, gedrofchen und bas Uebrige bleibt in den Mebren,*) Derfelbe Fall tritt mebrt oder minder allemal ba ein, to mit der Sand gedrofhen mir, Dur den Gebrauch der Drefhmafchine fann das Cigenthum und der Vortheil des Sandtvirths berbaupt nur ge- fichert und die Mrbeit mit der Birthlichfeit, mwelhe der ffeigende Preis derfelben erfordert, be- fchafft iverden, Der Boryug der Methode mit Mafhinerie, vor der mit dem Shlâgel, ift in manchen andern Dinfihten betrachtlih. Die Arbeit gebt fo éuferft fhnell von Statten, das Korn wird_| fo vollfommen rein und der Garmer Fann ofne viclen Seitverluft dabei gugegen fenn, Su jeder 1 Seit fann man dabei binreihend Korn und Strob zu jedem Endytmece haben, obne daf irgend eine andre Hrbeit des Sofes dadurd unterbroden mird. Es ifft auch tmeniger Verluft des Korns und Verlebung des Strobes dabei,**) Der gunebmende Mangel an Mrbeitsleuten, das Steigen des AMrbeitslobnes in allen gut angebaucten Gegenden, Die Unmôglichfeit, mit dem Shlägel das Rorn fo rein zu befommen, fcheint die Mafchinen als nothmwendig und nüblid eingufübren. Die Haupthinderniffe diefer Cinfübrung, find die Koften bei der Errichtung derfelben und die fhlechte Methode, in einigen Gegenden das Korn los einjufabren, Der erfte Einwurf liefe fih dur die Cinritung der Sanddrefhmafchinen beben, und der leftere durch die Er- finoungen und Berbefferungen, die bei diefer Art der Mafthinerie tâglid ftatt finden. Der Einvurf, daf die Arbeiter in der Mintersgeit dadurd aufer Drod gefest werden, verdient nicht einmal angefübrt qu werden, Da ein gefcheider fandtvirth auch alsdann feinen Seuten Arbeit genug verfhaffen Fann,***)+) Die Unbequemlichfeiten, Ddaf dadurch mit einem male ju viel #) Corrected Agricultural Report of Middlefex. #*) Der Berfaffer der Survey of Kent fand, daf, ba verfhiebene Farmers 36 tb YDeigenftrob mit bem Soblägel und eben fo vif mit der Mafhine gebrofhen batten, in jede 36 Ib Otrob, auf die gemôbn: lihe WBeife gedrofhen, ein Dalbes Dint Rorn mebr im Strob blicb als in denen 36 fb, Die mit der SNafchine bearbeitet maren. ##X) Dies If jebod der cingige gültige Œinmurf, ben man in Deutfhland gegen die Einfübrung der guten Sbottifhen Drefhmafhinen maden fann. Vo er iwegfällt, indem man die Arbeiter aud) im inter nüélid) ju befbäfiigen weif, ba läft fib burhaus nidré gegen diefe Drefchmafhinen cinmwens ben.©s verftebt fid aber, baf e8 bann sothwenbdig fep, unfere Arbeiter bei theuren Gabren ju entfhädigen, indem fie ofne den Drefhergewinn vom Tagelobn durhaus nicht iwürden(en Fônnen. +) Modern Agriculture. Vol. II. A, bd. SP. 150 Œilfte Abtbeilung. Strob fomine, laffen fi auch, falls es nur gebôtig trocfen eingefomtmen ift, befeitigen, tvenn das Gtroh in dite Schober aufgeftaft oder ein Æheil auf einen gut gelufteten Rornboden gebracht wird, iff bei der einfpânnigen oder Hanbdrefhmafhine dies der Gall nicht, und twenn gar der Garmer viel Streu in den Pferchen und Biehbôfen gebraucht, fo ann er nie mit Strob überhäuft werden, Die Roftenerfparnif bei diefer Mrt zu drefchen ift febr verfchieben, je naddem die Mafbi- ne und die dabei angumendende Kraft befchaffen, und fo mie der Buftand des Korns, auch Die Regelmäigfeit, wie es gur Hand ift, fid befindet. Dei einigen beträgt es die Häâlfte, bei andern no meniger,*) Mit den am beften eingerichteten Mafchinen(âft fich die Ausgabe des Drefchens mit dem dritten Theil deffen, was es mit Dem Schlâgel foften würde, und vielleicht mit no mweniger, verrichten, obne dabei den grofen Gervinn an orn**), oder die andern Ope- #) Snber Survey der Graffhaft Rent find bei verfhiebenen Rotnarten Ausgabe und Œrtrag, von bem was ân einem Tage gebrofdhen wurde, nad Angabe des Berfafferé: . GBeiyzen. Dfb. Sh. MDence. ANbht Mann, jeder su 1 Sh. 8 Pence 5$;— 13 4 Bier Rnaben, ju 1 db. jeder$$$$— 4—_ Bier Dferde, jedes ju 2 Scb. 6 Pence;$$ 5— 10— Reinmaden und Meffen von 24 Quacters, jeben ju 3 Pence$— 6_— ï 13 4 Dies beträgt etiwa 1©. 4 D. per Quarter, oder beinahe bie Pälfte deffen mit der Sihlagelmethode. Gerfte. Dfo. Oh. DPence. 32 Quarter rein gu maden und qu meffen, jedben ju 3 Dence$— 8— Andre Ausgaben, wie oben$; 3$ 1 7 4 1 15 4 fSafer. 40 Quarter vein gu maden und gu meffen, jeben ju 1 Pence?— 3 4 Anbdere Roften, wie oben$;;! L 7 4 I 10 8 Ober ein wenig mebr alé die Dâlfte des Preifes deffen mit bem Shlâgel; da diefe Art Rorn gemôbns lit etwa ju 1 Sh. 3 Pence per Quarter gebrofhen wird. Dies gefhah obne bdie neuerliben Berbefferungen in den Mafchinen biefer Art, mobei weniger PHände gebraucdt und bas Reinmachen des Rorns und verfchiedene andere Operationen, ju mindercr Deläffigung, als oben verribtet werden. Sn dem Report of Northumberland mirb inbeffen bemet£t, baf bei einem angeftellten Berfud eine Drefhmafhine 33 Dufbel in ber Stunde oder 264 an einem Tage von adt Stunbden drofh.€ durften dayu bloÿ 3. Srauengimmer gebalten werden. Œine zum Anlegen, bdie andere die Shôfe becs gureihen und bie britte das Rorn toegqunebmen, und nacdbem es gefdiwungen, ju fiten.. Dag Drefiben und Metnigen der obigen Anjabl Dufbels foftete daber nur 1 Sh. 6 Pence, twébrend uni diefelbe Quantitätmit dem Slägel gu drefhen nur der 25ffe Ebeil oder 10% Bufhel— 21 ch. ges férbert mâren,.bagu nod bie Arbeit eines Mannes und gwei Grauengimmer beim Bannen gerechnet, im Gangen 23©. Unfoften(id) ergaben. #*) Œinige rebnen ben Gervinn menigftens auf 5 Procent; andere fhégen ibn ber@aat und bem Drefherlobn gleid, melhes etmas mebr als ben balben Preis der Srblägelmethode berrägt. Der Dreis des Drefherlohns vom Dafer war etwa 1 Sd. 6 Pence das Quarter. Anbau des Hderlandes, 151 rationen, die gu gleicher Seit verrichtet werden, als: MBannen und Meinigen des Rorns, Gechfer- fneiden, Schroten deffelben fürs Bieh u.( w, mit in Anfhlag zu bringen. %Bo man Drefhmafhinen gebraucht, müffen, nad dem Mathe des Verfaffers der Agric. Survey of the Weft-Riding of Yorkfhire die@cheuren, in tvelchen fie errictet werden, fih mit in die Fiemenbôbe erffrecfen, damit das Korn beffer zur Hand fen. Diefe Drefchivert- geuge müffen nad) der Grèbe der Farms eingerichtet merden, meil auch durch bdiefe gebôrige VDe- achtung manche Koften erfpart werden Fônnen, Man bat an einigen Orten, wo mit dem Shlägel gebrofchen tird, die Methode, nur einen auf der Sceundiele drefchen zu laffen, da aber gmwei febr gut. fit rübren Fônnen und fchneller damit fertig werden, fo ifft dies febr unvortheilbaft, Mo aber mebr'als gvei drefchen, da giebt e8 mancherlei Unterbrehungen und Sceitoerluft,» Bie viel ein Drefcher in einer gegebenen Seit ausdrefchen Fônne, bângt von der Art des Rorns, wie leict es aus bem Strob get und mie fi der Drefcher anfirengt, ab. Ym Gan- gen mag es auf einen Tag beim MBeigen 1— 12 Quarter, bei der Gerfte 11— 2 und bei dem Dafer mebrentheils 2 Quarter betragen. An einigen Orten wird um gemiffe Bufhel und Quar- ter, an andern um 24 Garben und an einigen im Tagelobn gedrofhen. Sn Rent bezablte man fonft 2— 3 ch. für den Quarter Beigen, GOerfte 2 Sh., Pafer 1 Sh.*), Dobnen 1 Gb. und Erbfen 1— 2 Sh. den Quarter, Das Gtrob aller Rornarten und Gülfenfrüdte muf gleih nach dem Ausdrefchen verfuttert werden, da es das Bieh dann lieber frift und es im frifchen 3uftande beffer nâbret. Œben dies iff der Gall mit der Spreu und ibrigen Materialien, die vom Korn ausgefchieden werden.**) Gobald das Korn gedrofchen ift, muf es rein gemacht werden, meil es fonft viel von fei- nem nfebn verliert. Man bat daju die verbefferten Sicht- und MBorfelmafhinen, mit wel- chen diefe Arbeit febr leiht und fhnell von ffatten gebt. Defonders gut mub der Beigen und die Gerfte gefiebt werden, Man muf fie daber nach- dem durch ein Rornfieb laufen laffen, um jede Fleine Sämerei, bdie fie enthalten, fo tie die Cierchen mancher Snfecten, modurdh die Erzengung des Rornvurms, der Motte, des Kâfers u. f, w. verbindert wird, ju entfernen. Man bat dau mebrere Geräthfchaften, bequemer und feichter iff es jedod, twenn es mit der MBorfefmafchine mit einemmale gefhieht. Auffhütten des Rorns.— das Korn fo gereinigt ift, tird es entiwe- der gu Marfte gebracht oder aufgefhütter. Die Hauptregel dabei iff, daf dies in vollfommen troc£nen Suftande gefchehe und es darin erhalten merde. Man mu, umbdies ju erreihen, es, fobald es aus bem Gtrob ift, fo wenig mit Erde als mit Stein in Berübrung bringen, meil die davon gemachten Sluren gerne Seuchtigfeit anbalten und mittheilen, mwobei das Korn fchr leider. *) Synoplis of Husbandry.*#) Ibidem. { | 1 l ; b … M4 &È ne 152 Eilfte Abtheilung. Gin anderes Berfabren ift dics, baf man fhweres und naffes Ron vor dem Sutritt der atmos- phôrifchen£uft fo viel als mèglid) bemabrt, tueil die mit dem Rorn verbundene grofe Menge Geuchtigfeit das Malfirigwerden defelben fo febr beférdert und ibm einen fo unangenehmen Gerud giebt, der den IBerth deffelben forobl verbindert als auch) beivirft,, baf es fi nicht balten Fann, Das Hauptmittel im erften Gall if, daf man das Korn nicht ju fange auf der Scheunbdiele liegen lâft, ebe es von der@preu gercinigt wird, oder, nachbem es gereinigt ift, darauf liegen oder in Sâcfen ftehen lâft. Ein vollfommen trofner Raum muf ur Mufnahme deffelben ver forgt und die Mrbeit in môglichft trofnem MBetter vorgenommen werden, in zweiten all bilft man fich our Schicher, Suftyüge und andere Oeffnungen des Rornbodens, welce, fobald bie Mtmosphäre fencht ift, dicht verfloffen iwerden müffen.: Da ferner das Däufige Umfhaufeln und Rübren gur CErbaltung des$orns duferft beilfam befunden wird; fo muf folches bei fhônem MBetter, und wenn die Suft in einem trocfnen elafti=- fhen Suftande fi befindet, Befonders vorgenommen ierden. Aufer der Suft iff das Sicht gleihfalls jur Erbaltung des Rorns nüblid, teil fih obne daffelbe der Schimimel einfindet, der au den©dwammarten gebdrt, mwelche da, 100 mwenig fuftoeränderung und ivenig oder gar fein Sicht ift, bei einem gebôrigen Grade von Feuchtigfeit und ABârme wachfen.*) Aus eben dem Grunde mègte es febr beilfam fepn, in ben untern Theilen der SKornbôden Oefen anzu- bringen, melhe gelegentli die überflüffige Seuchtigfeit Durd einen temperirten Grad von MBérme vertreiben, Man bat daber aud) angerathen,**) ben MBeigen durch Trodnen in der Gonne oder auf einer Maljbarre von der ibm etiwa anffebenden euchtigfeit in folcher Tempera- tu, die man dur dau cingerichtete ABerfjeuge leicht abmeffen Fann, und wobei das Begeta- tiongprincip des Rorns nicht leiden Fonne, ju befreien. Mad diefen Grundfäben iff der Butritt der Suft auberft beilfam zur Bervahrung des$otns, wenn fie trocfen und elaftifh, dagegen fhädlih, fobald fie feucht und fcbrwer iff. Um diefem gemäf zu verfabren, muf das Korn in gutem Better auf jede paflihe Art ge- füftet werden. Auf dem Doden felbft darf es dabei nicht hôber als 2 big 21 Guf liegen, da es fih durd feine natürlihe Feuchtigfeit leiche erhift. Die Tbüven und enfer müffen gegen Gübden und wo méglidh fo angelegt werden, daf die onnenftrablen frei cindringen Fônnen. Ueberdem muf die Defleioung der Rornbôden aus folchen Materialien beffeben, die Feine£citer der Geuchtigfeit find, und diefe daber dem Korn nachtheilig werden,***) On jebem Salle muf gegen das Eindringen jeder Art von Nûffe Borfebr getroffen twerden. Das #) Darwin’s Phytologia.#*) Mr. Tull.###) Phytologia. Anbau des Aderlandes, 153 Das Umfchaufeln muf zu Anfange befonders bâufig gefhebens im erften Monate ein oder ateimal die MBoche: nachber ift e8 4— 5 Monate bindurd in 14 Eagen ettva nur einmal, und nach det 3eit alle Monate nur einmal, es fei dann befonders warme und feuchte Bitterung ausgenommen, vonnôthen.*) einigen Orten lâft man leere MRâume an den Geiten der Saufen, in twelche fie beim Umfchaufein gebracht werden, Sn cinigen Gegenden von Kent bat man Einrihtungen, das Korn von den obern in die untern Dôden zu bringen, wodurd es noch mebr bemegt und gelüftet wird. Da das bâufige Umftechen febr mübfam ift, fo bat man abhéngige mit Schiebern ver- fchloffene Sâufe erfunden, tmeldhe gegen die Mitte der Kornboden geneigt find..-Mimmt man Diefe iveg und ôffnet die darunter Befindlihen Suftyñge, fo wird das Korn auf eine febr fete Beife gefebrt und gelüftetr. Monfieur du Bamel fand diefe Cinrichtung, felbft wenn das $orn feucht aufgefchütter war, âuferft anpaffend, Es lâft fi das Korn aber auch, obne gelüftet zu werden, in tiefe tone Vrunnen oder Graben und Bebältniffe unter der Erde fo bemabren, daf e8 nicht erbift werden und von der Beranderung der Bitterung leiden fanns jedoch ift diefe Methode, obgleid man es, um bis qu den Seiten der Theurung aufqubewabren, lange fo erbalten bat, nicht fo ficher und gmwecf- mâfig als die vorhergebende, Œn jedem Gall darf man dod nicht feuchtes oder fpât geerndtetes Rorn mit dem vôllig troc£- nen und gefunden gufammen fchüttens da das Gange gar leicht dburd) einen bumpfigen mobdigen Geruch verdorben wird, Auberdem ift das Korn nod mancherlei Verhecrungen verfchiedener Tbierchen ausgefegt, ebe fie Snfecten werden, Dies rübrt von den Cierchen her, die von den Snfecten darin gelegt werden, Man Fann dabei nichts befferes thun, als das Korn oft fieben und[üften, teil dadurch die nefterattigen Umgebungen derfelben gertheilt und die Zhierchen mit dem übrigen Nus- fihtels iweggehen.’ Man bat aus dem Grunde die freie Cinivirfung der atmosphärifhen Suft verrworfen, teil bei diefer Gelegenbeit die Snfectencier unter das Getraide Fonimen folfen, Menn man aber mit der Naturgefchichte folcher Thiere befannt ift; fo meif man, daf fie entiveder fchon darunter fit befinden oder von frifch gugefchüttetem Korn binein Fommen, Man bat bdies leStere daber zu vermeiden und das Gieb fleifig su gebrauchen. Bi man Korn lange aufbewabren, fo mag es immerbin bei alfer MBartung auf den Rornbôden beffer en, es in den Yebren im Schober oder in der Miete au laffen, befonders swenn diefe auf gebôrige Unterfagen, tie oben befchrieben, angelegt find. Wird es zu Mebl bereitet, fo läft fich bies, in fefte dichte Raume gut eingetreten, manches Sabre febr gut auf- bervabhren, *) Communications to the Board of Agriculture. Vol. I. Aweiter Theil,[Al 154 Œilfte Abfheilung. Puf man aber Rorn, naddem es gedrofchen ift, auffdütten, fo bat man für gute Rorn- Bôden gu forgen, bie die Sälfte des gebauten Rorns eines Sofes faffen Fonnen. Die Roften der Ctridtung treffen, tvenn die Pachtung nidt vicle Sabre dauert, wie billig, den Guts- befiger, Uebrigens ift beim Muffhütten des Rorns immer Verluff an Gevicht,*) jedoch ift diefee Berluft zu Anfang beträchtlicher, als wenn das Rorn erft eine Seit lang gelegen bat.**) Vus diefen Gründen ift es einfeuchtend, daf, je fneller der Crtrag des Rorns abgefest werden fann, bdefto grofer der Vortheil des Cigenthümers ift, tvenn nicht befondere Umftände obwalten. TS) ak——— Mad diefer Darftellung der Cultur des aferbaren Sandes und des Verfabrens beim Cin- erndten und Mufbermabren der verfchiedenen Srüchte, Fommen wir gur Niederlegung deffelben zum Grastragen, Son den zur Beaderung und sum Orasfragen gefchidften Sündereien, Aus dem bcreits dargelegten ergiebt fih: baf einige Bodenarten mebr für den Crtrag des Rorns als des Orafes berechnet, andre bingegen ju lefterem gefchidter find, Mod andere *) Holt in Hunters Georgical Effays. Vol. IL. ##) Jach den gemadhten Berfuchen: Beigen. Nadbbdem er in der beifen Sonne ausgericben und den 31 Auguft 1789 bald pag 15 Un. Drab, dem DXâben gewogen, betrug$ Ë, it 2 TE Bicderum gewogen den 18 October, y 3— 2 7 Berluft des Gemidts per Bufhel à 7o Bb, beinabe$ 3 62050 3 oder 5 des Gangen in 40 Tagen. Von bdicfem IBeigen twogen 32 Rôrner einen Penny. €s wird indeffen bemerft, daf Dies aud ber môglibfft grôfte Verluff in bdiefer Art fey, da diefer feinen bec fonffigen Bortheile des Trofnens in der@onne, nahdem er gemäbt, oder des Shtivisens,’ naddem er gufammengelegen bat, genoffen batte. 5 Uny Drab, Eine andre Quantität den 22ffen October gemogen, gab 5 8— 6 3 24 Tage nachber micder gemogen 3$$— 6— Berluft in der Zeit per Bufhel;$$ Don MT Œine andere Quantitât getwvogen den Sten Ganuat 1790, gab$— 2 2 Berluft per Bufhel, naddem er um 32 Tage tvieber getvegen turbde$ 2— 15 Gerfte. Den 2ten September gemogen unter ébnlihen rec$$_— 2 GBieberum den 18ten October y s$—, 1x2 Berluft des Gewidts per Bufhel à 60 tb!;$g 4 a Ober 7 des Gangen in 43 Tagen, 24 Rôrner bdiefer Gerffe wWogen 1 Dennp 2 Gran. Anbau des Aderlandes, 155 laffen fidh Beffer nad der Becbfelvirthfchaft,*) als nach einer oder der anbern dicfer DMethoden anbauen, Sum Rornertrage paffen fit alle bintänglid troŒfne Sändbereien, fle môgen viel oder tiefe Srume Haben oder nicht, alle, mwelche in ibrem natürliden Suftande, foiwobl im Greien als in Cinbjgungen, nicht gutes Gras, vielmebr grobe und fete vegetabilifhe Prodricte geben, Cin neuer Sobriftiteller macht daber die fer richtige Demerfung, daf folhe Grundfticée, tenn fie beacfert werden, einen teit grôfern Werth haben, als wenn fie au Meideland lieget, da fe befonders jur SBermebrung des Rorns fomobl als des Biebfutters in der verbefferten Sand- tirthfchaft fih gebrauchen laffen,**) Manche andere leihte Dobenarten find in eben der Rüdficht vortheilbafter zu beacfern, alé qu berveiden, Œben fo find es die magern Yrten Sandland, mo Mergel, lan, Rreide oder andere äbnliche Gubftangen ju haben find.***) jeder Art if überhaupt gum Deaf- fern beffer, da er fein gutes Gras giebt, iweil er im Minter naf und im Sommer locer und mürbe ift.+) Enbdlidh fo giebt es nod eine Bodenart, die gerne Moo8 ergeugt und daber eine fchledte Graserndte giebt.(àGt fi mit mehr Bortheil gleichfalls in Deaerung bringen. Dagegen find gum Graslande voryüglidh gefchicft die mebrften flapartigen und fhweren fänbereien, befonders wenn fie in Thälern und niedrigen befchrânften Gegenden liegen. Geben fie freilid, unter dem Pfluge gebalten, gute Yeisen- und Dobnenerndten, fo find fie dod mwe- gen ibrer vielen Geuchtigfeit, twegen der bôbern DearbeitungsFoften, tvegen der Unfiherheit der %Bitterung ju ibrer Dearbeitung gum Grastragen um fo eintréglider, da man nurunfiher Rorn darauf bauet und fie als Grasland vorjüglihe Dienffe leiften, Hat man Seefand in der Maäbe, um fie reichlich bamit ju verfeben, fo laffen fie fi jeboch au ganz vortheilbaft alz Merland benufen. Much alle die Falten férengen Dodenarten, die fi gum Mübenbau u. f. 1. nicht be- nu$en laffen, bleiben am beften ju Grafe liegen, Œbenfalfs folche fndereien, die in der Mâbe der Gtabt fid befinden, two binreichender Dünger if und wo der Ertrag folther Sândereien mit Bortheil abgefebt werden Fann. ff) Much alle nicdrige Gegenden an grofen Slüjfen oder Strô- li 2 *) Unte Medbfelmirtbfhaft(alternate obet convertible husbandry) verftebt ber Engländer durdaus nicbt bas, was wir in den neueften Sciten mit diefem Namen ausfchlieflih belegt haben, fons dern eine Mechfelung des Acfers sur MBeide und que Gruhtbeftellung. Das, waë wir jebt Jecflens burgfde oder Solfteinfhe Wirthfhaft nennen müflen, weil der biefer Birthfhaft eigentlid und vors mals alflein gufommende Mame Rebfelmirth{daft derjenigen Mtrthfdaft gugceignet worden, tele es fi pur Negel mat, jébriid mit den Arten der Frücbte ju mwecbfeln. CD D. **) Davis in Communication to the Board of Agriculture. Vol. III. 22) IDide#) Ibid. +1) Biclleiht fdeint e8 manchen parabet, nahe an cine grofen Stabt belegenes Land ju Grafe nicder au legen. bec in England bit man bdies in der Megel für vortheilbaft, Wegen der gropen: Confums 156 Eilfte Abtheilung. men, bie fih dur Ueberfhwemmungen verbeffern laffen, feiften als Grasland mehr, als iwenn fie Geacert werden. Die Sândereien, Falfartiger Matur, Die fid bin und wieder in den Tha- lern bergichter Gegenden finden, two altes Grasland Fnapp und von Hobem Berthe ift, und to der mebrffe Acer nicht zu gutem Graslande pañt, Bleiben auch am vortheilhafteften in die- fem Grasftande. Die zur MBecbfelwirthfchaft anpaffenbften Mecfer find die Sebmbodenarten, die für die Rüben nicht zu firenge find. Diefe laffen fib, mit allen ibren Mbarten, gum grèf- ten Bortheil, nach den beftâtigenden Erfabrungen, in den weftlihen und mittelländifhen Di- firicten, twechfelsiweife qu Mer und ju Grasland benuben. 2) Die fettern Sandbodenarten gebôren bieber auch, befonders wenn man fie jur Seit, da fie zu Gras niedergelegt werden, mit Mergel düngen fann, Die torfartigen Sändereien laffen fich endlid noch zu eben Diefer Eulturart anmenden, denn da fie nichts als SBafferpflangen bervorbringen und diefe, ebe fie gutes Gras tragen fônnen, gerfièrt feon müffen, fo fann dies nicht beffer als durch vorbherige Deacerung gefcheben, Sie müffen aber, da fie febr müvbe und feucht find, balo qu Grafe mieder nicdergelegt werden,**) Niederlegen des Sandes gu Grafe. Es if daber leidt qu erfeben, da einige Bodenarten tweit fchiwerer gum Grasertrag ju bringen find, als andere, und baf einige mit mebr Vortheil zu Grafe gelegt werden Fônnen. Yn cinigen Gegenden ift es febr leiht, eine Grasnarbe zu erbaltens man barf den Do- den, der obnebin eine natürlihe Seigung bat, Gras und Rrâuter gu fragen, nur unge- pflügt liegen laffen, ohne meitere Mübe der Defaamung. In andern Gegenden bat der Sandiwirth fon alle Sunft angumwenden, tn ju feinen Swecf zu gelangen. Man bat die Demerfung gemacbt, ,,baf Sandbefifer nad 20 Sabren vergebliher often und Mübe, das Sand haben tmieder beacfern müffen.“XHX)+) Mächfidem giebt es aber dod) nod) andere Umftände, die bei diefem Lnternehmen ju beachten find; es muf nebmlid dabin gefeben tion und bem boben Dreife des Deucs in diefen Stäbten. Dies Grasland wirb bann gemwaltig aus der Otabt gebünget und bas Peu verfauft. Aber aud alé Rubrwoeibe benu£t man es bod, iweil die frifibe MBeidemild theurer beyabit wird als Dirjenige, tele man vom Sep oder Defen gewinnt, und grûne Stalfatterung noch wenig gebräuchlich if. A, bd.: *) Communications to the Board of Agriculture. Vol. JII.#*) Ibidem. #X#) Davis in Communications to the Board of Agriculture. Vol. III. +) Benn faft alle Meifende dur England von dem üppigen Graswubfe und der Shônheit des Rafens bafcloft fpreden, fo betrachten fie dies als etivas cigenthümlihes, vom DBoben und Clima Herrübrens des. Uber nur in den Niederungen und einigen Shélern Englandé bat man biefen Rafen- der Natur allein ju verdanfen, an twird aus bem folgenben feben, welde unfâglihe und besbalb faum nach: abmungswerthe Mübe und Sorgfalt der Engländer anwendet, um fid) einen fbônen Rafen oder Sas aveibe su verfhaffen, und wenn er ibn einmal bat, fic folden gu erbalten. A. d SP. Anbau des Aderlandes, 157 werden, baf das Sand tvedet zu mwenig noch zu viel Feuchtigfeit enthalte, und daf es gum Graswuchs eine binfängliche Rrume babe, ft der Doden zu naf, fo leidet er im inter bei ftarfem Groft und Negen febr, mo die gange Narbe verdorben und mit fchlechten ABaf- ferpflangen befeñt wird. SE er dagegen zu trocfen, fo gerffèrt die Sie in den Sommermo- naten das Gras und macht den fhlechtern Pflangen, als Moos, Garrenfraut und den Heide- frâutern, je nachdem der Doden befchaffenift, Piaf. Eine gute Tiefe der Erde ift gleichfalls erforderlich, damit die Graswurzelu tief eindringen und den Verbeerungen der Hibe und der Verdunffung Bibderftand leiften Fonnen, n bdiefer fomobl als in andern Muücfichten ift es da- ber beffer, iwenn Grasland ettwas mehr zur Feuchtigfeit fich neigt, jedoch fo, daf fein ftagni- rendes Waffer Häulnif und dergleichen, beivirfe, destvegen find die leichten, Ddünnen, tro£nen Dodenarten gum Rornertrag oder gur Mebfelwirthfchaft beffer, als gum beftändigen Graslande. Die Graspflangen müffen aber au nach ibren Cigenfchaften den Bodenarten angemeffen fepn. Fônnen mehr, andre meniger Mâffe vertragen: cinige der Hige und Dürre bef fer iwiverfteben und find daber für die dünnern und locfern Dodenarten, andere licben Mûffe und Geuchtigfeit, und mwachfen daber nicht gut auf trocfnem Doden, unterfcheiden fi ferner in Müdfidht ibrer Srûrfe, einige widerfteben den Mirfungen der Rûlte beffer und paffen fich daber für die boben freiern Gegenden,‘Auferdem mweichen fie in andern Rücffihten von einander ab, einige gebeiben auf Rlan, andere auf£ebmboden, andere wviederum auf fandigen, swenige auf Falfartigen und einige lieben Torfboden, Dieu Éommtnod, baf einige Grasarten bod im Salme wachfen und daber grofen, groben Ettrag geben, andere fricBen mebr an den Geiten fort und geben gtwar tweniger, aber feineres Gutter, Die erfteren Mrten laffen fih mit gewiffen Cinfränfungen am Beften gum eu gebrauchen, miemobl auch bdie feinere Art febr gut auf diefelbe MBeife anguivenden ift, wo man die Güte des Gntters der Monge vorziebt. Go giebt es einige Arten, welche mebr gucerartige Beftandtheile, fo wie mebr Viâtter und weniger Blüthenbalme, enthalten, und ba cinige Viebarten ffe gerne freffen und darnach zu- nebmen, die mebrften Mabrungstheile zu enthalten fcheinen, verdienen daber da ange- gogen ju tmerden, io ç$ barauf abgefeben if, Vieh im Grafe fett zu machen. Ein bedeutender Umfiand iff auch noch der frübe VBuchs des GOrafes, und bierauf bat man beim Miederlegen ju Grafe gang befonders zu febn, da es im Gangen im Grüblinge am Grafe zur Erbaltung des Biebes febr mangelt. Um ein gutes Grasland oder eine gute Biefe u evbalten, follen alle diefe verfchiedenen Umftände gebôrig combinirt werden, weil nur durch den reidlihen Œrtrag der fandtvirth fein Bieb erbalten und feine Pacht bezablen Fann, Er muf daber feine Arbeit noch Dünger fparen, um dies zu erreihen, folgt indeffen nicht, daf biof bierauf gefeben werden müffe und der Sandtvirth deshalb die grôbften Graspflangen angnsiehen babe, noch auch bies, Daf er nur auf folche Grasarten bedacht fen, die vom Vieb, ibrer Sübigfeit 158 Œilfter Abfhnitt. megen, nachgefucht werden, fobald fie nicht reidlid gutragen, den man Éann barin bem Lich nicht immer tilffabren. ift es nidt unmabrfheintih, bdaf ftartes Gras bôcft nàb- tend fen, und das Vieb eine Mifhung von grobem und feinen Seu febr gern frefe. Man teif brigens, baf das Vieh nach einem Gutter, daslles aus Mofth freffen lernen mufte, fich febe befferte, fo ungern e8 anfangs es geniefen twolite, Dei Anftelfung der Verfuche find manche gu voreilig, nach dem evften Anfebn eines gucrff gepflangten oder gefäeten Gemäcdhfes ju urtheilen, da die unbedeutendffe Pflange fid bervor- thut, twenn ibre Burjelfafern in frifhe Erde fhiebens die Berfuche muften aber gerade dann angefieilt merben, twenn der Gegenftand in einer Miefe oder Meideland melrere Fabre gemwefen, tenn feine Gafern bei dem fangen Bachsthum jufammengefil;t und mit Éraftvolfen nebenftelen- den Pflangen, um jeden Sol des Podens ju Fampfen baben; iwenn die Pflange afsdann no einträglich bleibt, fo bat fie Berdienft. LUeberläft man die Sucerne fidh felbft, fo wird fie be- Fanntlih bald überbalmet, und twenn breitblätteriger Rlee, mwelcher obne Swweifel perennirend ift, das erfte Yabr gefäet worden: fo bringt er einen grofen Crtrag; man überlaffe das Geld aber nur fich felbft, fo wird er, tie die Sucerne, jäbrlid abnebmen, nicht weil er nur 2 Sabre mébrt, fondern meil bârtere und dem Boden mebr angemeffene Pflanjen feinen Plaé einneb- mens bieraus folgt, daf, twenn man eine Pflange einfübreu will, man eine folhe mâble, die Rraft genug bat, fi im Defié ju erbalten und einträglidh ju bleiben. Qn Rücéfiht auf die Cigenfhaft des Gutters, nacdb welchem das Bieb fi beffert, fo bleibt” diefe immer von âuferfter Midtigfeit, und es iff gu bedauren, daf unfere Renntnif, von den au mebrften nâbrenden Rräutern, fo febr befchränft ift; von den bereits befonders angebaue- ten Gewäcdhfen làft fih darüber mit einiger Gemibheit ettvas Beftimmen, Bcfanntlid haben $lee, Sucerne, Œfparcette, Micen und verfhiedene andre DPflangen, eine befondere Eigen- fhaft, das Bieb zu môftens in wie ferne und in twelhem Grade aber natürlihe Gräfer und andre Pflangen, welche nicht befonders angebauet find, biefe Cigenfchaft befféen, ift durd) Berfuche noch nicht ausgemadht. Da das Vie bei Gemüfepflangen Überhaupt gut gedcibet, fo liefe fich mit Mecht(chliefen, da eine gewiffe Menge derfelben auf Beideland fer anpaffend und vortheilbaft fepn würbe. Befanntlid find einige Meidegegenden mebr daju geeignet, Bieh fett ju machens in tie ferne bies jedoch von ibrer Sage und ibrem befonderen Crtrage abbängt,{ft noch erft ausque machen. Befonders hâufig ÉFlagen die Sandtvirthe über den Mangel früber Grafung im Grüblinge. Œs verdienen daber alle die früb auffchiefenden Pflangen eine befondere AufmerÉfamfeit, In fo ferne Graspflangen bies leiften, fo mag es in jeder Rüchficht von den twenigen weiter bin ge- nannten fich ertarten laffen, Biel bângt jedoch immer von der Bitterung ab, ft der Winter Anbau des Hderlandes. 159 flrenge oder twebet der Mind im Grhbling bâufig aus N. O., fo fomint Sas Gras gutüc£, tro allem, was man babei thun Fann. Um den fdjlimmen Mirfungen folder MBitterungen indeffen fo viel als môglid entgegen zu twirfen, muf MBeide- und Grasland warm liegen, nicht zu febr von Geuchtigfeit gefhwängert, dur dite Hecen gefhüét und in fleine Abtheilungen eingebägt fepn. Yo aber frübe Beidung der Hauptgegenffand des£andwirths ift, da giebt e8 noch an- dere Pflangen, die unter ibnen einen Diaé verdienen und unten angegeben find, Much in Rüdfiht des Deumachens ift fribes Gras Guferff vortheilbaft, da eine folche Biefe fpâteftens in der Mitte des Maies fchon gemäbet, auch der gmeite Scnitt fhon um die gewôbnlihe Seuerndte genommen werden fanns fo daf der doppelte Vortheil eines grôfern Er- trages und der fihern Cintwerbung dabei ju erreichen ffebt, Mad) dicfen angegebenen Grundfägen lâft fit ein bencferteg Sand mit vielem Bortheil zu Grafe niederlegen, Man bat fon léngft e8 berundert, daf fandtvirthe von fo tvichtigen Pflangen Feinen Bortheil gezogen, die in den mebrften Gegenden das Sauptfutter des Biebes find, und gwar, weil fie nicht die ibrem Doden dienfichen und angemeffenen Pflangen gebôrig zu unterfcheiden und ausjutwéblen tiffen,*) haben gleihwobl Bebauptet, man Éônne die beften Gras: fâmereien nicht in dem Hoben Maafe erhalten, als fie jure Cinfâäung folher Sändereien, die gum Grastragen gecignet find, um fie beffer als die auf die gemébnlide WBeife niedergelegten zu be: nuben, erforderlid twâren,**) Daf die Sade ibre manchertei Schivierigfeiten babe, tveil manche Grâfer fhwer von einander zu unterfcheiden find, und man foie fonft nicht Haben Fann, leidet einen Siveifel, Mr. Curtis, der vorjüglidh alle Miederumgen, altes Gras: und Beideland, fo tie die Biefen, mit Jusnahme der mit Rangras und Rice cingefäeten, forgfältig unterfucht bat, fan, Daf fle aus einer mannigfachen Mifhung gut näbrender und unbedeutender, einträgliher und farglid lobnender Pflangen beftanden. 7) Es ift baber gang einleuchtend, daf bei einer forgfältigen Auswabl der Grasfämercien und gebôrigen Antvendung der oben angegebenen Grundfäée die Hnlegung der Beidepläse und an- derer Grasländercien voritiglid gut ausfallen muf, Sereitung des Landes zu Grasfämereien. Ein febr tichtiger Punct, wenn man gut Grasland baben will. Da der Grasfaamen febr flein und die MBurgeln zaferiger Yrt find, fo if leicht eingufeben, daf auf moôglichft grèfte Pül- *) Stilling's fleet Mifcellaneous Tracts.**) Kents Hints und Anderfon Effays. Vol. II. ***) Practical Obfervations on Britifh Gräler. 160 Eilfte Abtheilung, vernng und Scrtheilung des Erbreichs gar viel anfémmt. Bo bas nicht der Gall ift, ba Fénnen bei der Rluimpiafeit der Oberflädhe die Sémereien fo menig gleihfdrmig gefäet merden, als auf eine gleiche MBeife fortwachfen, ibre MBurjeln ausbreiten und fit im Doden feftfesen. ie faffen fi daber durch die darauf folgende beige Bitterting leicht erftèren. Muf diefe MBeife leidet manches neu niedergelegtes Grasland, befonders menn beife und troŒfne Iitterung cinfalit. Die nôthige Feinbeit der Erde muf man nad) Defchaffenbeit des Sandes auf verfhiebene Art zu erreichen fucherr. Aufer diefer Geinheit bei der Bercitung der Dodenarten muf das qu Grafe nicderzulegende Sand dur die vorbergebenden Aberndtungen und Düngungen in einen febr fetten und frucht- Baren Zuftand gebracht fen; benn es läft fic) fein gutes Grasland gebenfen, twenn der Mcfer durch die vorbergebenden Grücte ausgefogen und erfhôpft if. Mr. Marfball be- merft daber febr vidbtig, daf die Schuld des bftern Miblingens daran liege, daf der Acfer nicht in gebèrigen Suftand gum Grastragen gebracht worden, und man unpaffende und fdfechte Grasfñmereien gebraucht babe. Cinige twollen, man folle ju jeder Grucht, insbefondre gur[eb= ten, düngens ein Verfabren, das, fo viel als môglid, befolgt ju werden verbient, lim fo gutes Grasland tie môglid zu erbalten, mu es von alfen folchen Unfräutern frei und rein fepn, twelche fchneller als die gefüete Graspflange swachfen und fie überfchatten und get- fièren ober im MBachsthum wenigftens febr bindern. Ein febr erfabrner Sandwirth vâth desbalb, twenn man altes abgetragnes Sand ju Grafe nieberlegen will, baffelbe durch eine vollfommne MBinter- oder Sommerbrache von fhädlichen Unfräutern ju reinigen, oder ffatt der lebtern urd eine gut gedüngte und mobi bearbeitete Kar- toffelfeucht mit darauf gefäcten ABintertwicfen, bie im Grübling geitig abgefuttert werden.*) Auf alle leichtern Dodenarten ift es unffreitig am befien, das Sand gur Mufnahme der Grasfü- mereien durch einen gebôrigen Gruchtwecdfel, von Korn und gtünen Grüchten nach Defchaffen- beit des Dodens ju bringen, wie oarüber bas Musfübrlihere fon abgebandelt worden if. MBenn der Hdfer auf folhe VBeife in einen fruchtharen Buftand fi befindet und die Erde binreicend mürbe gemacbt ift, fo muf die Oberfläche infonderbeit[ofe, fein und fo eben als môglich gugerichtet werden. Meigt fich der Doden que Geuchtigfeit; fo mag man die Deete in beträchtlicher Drcite mit febr leichten Furchen beibehalten; bei dem leichtern und[ocfern Doden fallen fie aber gûnglidh tweg. Sn ben crffern Güllen machen fie in einigen Gegenden die Deete gerne 6— 8 Pards und darhber breit, teil fie fic) fo am beften mâben laffen, und tenu es Meideland ift, das Bieb nidt fo leicht in die Gurchen faut. Sin lebtern Galle erhâlt die Obet- flâche niche nur ein befferes Anfebn, fondern es if auch für die fernere Grasbemirthfchaftung vortheilbaftes,**) Drau- *) Billingsley Corr. Report of Sommerfetfhire.#*#) Corr, Agric. Report of Lancafhire. Anbau des Aderlandes, 161 Brauchbare Arten natürlider Gräfer, Die Oraspflangen natürliher Vrt, die von erfabrnen Sandtvirthen am nüélichften uno in vetfhiedenen Mücéfihten am woblthätigften find: Das twoblriedhende Früblingsgras, Antoxanthum adoratum. Diefe Art Ovas blübet febr früb: es ift daber als frübes Gras fhâfbar und nod mebr daburh, daf es faft auf jeden Doden und in jeder Sage wâdff. Man findet es in Sümpfen, in niedrigen Hol- gungen oder fo das Unterholz teggenommen ift, auf fetten MBicfen und trofnen Weideplägen, Cs iff jedoch nicht fo einträglich als einige, wenn gleid mebr tie andre. Mindvieh befindet fit fer gut dabei, und es foll das eingige Gras ju Sande feon, twelhes einen Geruc von fi giebt, Der angenebme Gerud von frifhem Heu rübrt mebrentheils davon ber, und die grü- nen Blûtter, wenn fie gerrieben twerden, theilen den Gingern gar bald diefen Geruc mit, wor- an man das Blâttermwert auch befféndig erfennt, Man Fann es an der Viñthe feicht evfennen, da es nur 2 ftamina in jeder Blume bat. Es iff aber minder einträglich als manche der andern Grasarten, Sn getiffen Sagen, befonders bei trocfner Mitterung, leiden die Biâtter von ciner Rranfheit, telche fie orangefarbig macbt, und mwelche diefen Dffangen, wenn fie in cultivirten Buffande fih befinden, Hôbft nachtheilig wird,*) Da es auf ftarf betveideten Piâben beffändig blübet, fo twolfen cinige bebauvten, das Bich imache fich nichts baraus. Yn einem geringen Antheil, etiva dem rgten nach, iff es jeodh febr anwendbar,**) Œs gedeibt auf magern fandigen Doben febr gut,“ti Biefen- Fuchsfhwanz, Alopecurus pratenfis. Diefe Grasart ift febr frü) und in einigen Gegenden vôllig fo früb, als die vorhergebende, und da fie ffatfer und fhneller wait, fo giebt ffe einen beffern Crtrag. Dies Gras fbieft gefhwinde tmieder aus und giebt gui gmeitenmale einen febr reichbaltigen Schnitt. Bo daber fetter Voden iff und er gweimali- ges Mâben vertragen ann, da ift es febr brauchbar und in folchen Gâllen das Sauptgras, Das Sutter iff etwas gtob, man muf aber bcdenfen, daf jedes einträgliche Gutter dies gewiffermafen *) Curtis Practical Obfervations.#*) Sole in Bath Papers. Vol. IX. %*) Das Lob biefcs Grafes bat einer dem anbern immer nagcfungen, und aud{d babe mit einges fimmt. Allein nach mebrerer Beobahtung balte id e8 nun für eing der flechteften und unbedeus tendften Grâfer, twelches menigftens die Mübe des Saamenaufnehmens und Auéfâens nie belobnt. Das Rinbvieh fomobl mie die Srhafe freffen auf der IBeide licber jedes andere mie biefes Gras, unb desbalb bleibt e8 auf nidt zu ffart befebten IBeiden unberbrt ftehen. Gm erften Stübjahre nebmen fie Wobl damit vorlich, aber dann find feine magern Blâtter Hôbft unbebeutend. Auf guten Yiefen uns terdriden e8 die bôbern Gräfer bald, und mwenn fie gemäbet werden, find fcine Stengel bürre. Ges wif wird das Bich basjenige trofen im eu nidt lieber freffen, was es auf der WBcide verfhmapete. Es Sat allerdings cinen angenebmen Gerud. Abcr e8 if cin Srthum, daG der angenebme Gerud des Deues allein von bdicfem Grafe berrübren folle. Gh Babe oft Vortrefflid vicdendes Deu ges funden, mworunter fit durchaus nidts vun bicfem Grafe fanb. TTC ENERNCSE Biveiter Teil, 62 162 Œilfte Abtbeilung, feon muf. Miro es nur, che es in Diüthe fhiebt, gemäbt, fo wird es doc nicht grob. Der gtofe Vortheil überbaupt, der bei biefen beiden früben Grasarten ift, fâllt in den Gegenden gânalich tweg, to man fpât Peu macht und der Sandiwirth auf Éeine befondre Grasart wartet, Es unterfcheidet fi einigermafen durch feine breite Blâtter und durch die mweihe pige auf einem langen Salm, etwa ju Anfange des Maies, Das fhlimmfte bei diefem Grafe if, daf man den Gaamen nicht reichlid davon erbalten Fann,*) denn to das Gras nur ettvas di flebt, da treibt es twenig Saamenbalme,**) Es wWibf nur auf naffem Voden, und pañt fidh daber gur Berbefferung naffer Gründe, die von ibrer überflüffigen Geuchtigfeit entiväffert werden oder um Biefeu auf feuchtem Erunde angulegen und gu verbeffern, bie in trocnen@ommern nicht ausborren.***) meinen, es gebe auch für feuchte Sehm- und Rlanbodenarten mobi fhmerlich ein beffercs Gras, da es duferft früb iff, und 9 oder ro Sabre auf folhen Bodenartenwäbrt, auf welchen der Miefen- fhiwingel andern Grasarten Plas macht,+) Einige haben es gleichfalils bürter gegen Groft und flarfe Sûlte gefunden. FF) rübmen es fomobf zur Meide als gum Heu, indem es febr einträglich und ein febr milchendes Gras ift.+1) Der Saame läft id nach den Verich- ten aufimertfamer Beobachter leicht einfammlen;$) ein grofer Theil deffelben wird aber in ge- wiffen Sabrszeiten von einer fleinen orangefarbenen Made gerfièrt, die ff von dem Embrno des Saamens nâbrt und mwabrfcheinlidh eine Feine Art Sliegen erzeugt. SS)$$$) Glattes Nispengras, Biefenviebgras, Poa pratenfis. Dies Gras grünt im Srüblinge febr zcitig aus, Œs blübet aber iwenigftens eine MBoche fpâters demobngeachtet ann man es den beiden vorhergehenden Grasarten an die Seite fellen. Œine gebôrige Combi- *) Young in Communications. Vol. TII.**) Ibid.*X#) Curtis Obfervations. + Young in Communications to the Board of Agriculture. Vol. II. it) Mr. Majendie. tt) Sole in Bath Papers. Vol. IX. i $) Martyn’s Flora rufiica. Vol. I. und Curtis Obfervations. 6$) Ibidem. 668) One Rivcifel ift der Afopecurus das vorsüglidfte aller cinbcimifiben Yiefengräfer, auf jedbem Vo: ben, der fi feiner Geuchtigfeit iwcgen überbaupt ju Miefen voft. Sd babe es aud auf feudhtem aug blofem Sante, aber freilih mit vieler Dammerde und Dünger, beftebenden Doden in der grôfs ten Sollfommenbeit gebabt und bdrei ffarfe Erndten davon genommen. Dern datin geidinet fih dicfrs Gras aus, daÿ cs fo frip und fo fnell mieberfommt, und felbft bann nicht suri£ Bleibt, twenn man 8 teif twerben lâft. SE feine Aebre au trocfen, fo find doc feine Muryclblôtter grûn und fafs tig. Audit der Saame nicht fhmierig aufjunebmen, nur muf man ibn mit ber Sand abfireifen und die Achren auswäblen, welche vôllig veif find unb bicfes burd bie braune Sarbe und da anfans gende Abfallen der Epibe angeigen. Denn der unreife Saamen lâuft nidt. Auch bdarf der Saame, bis cr gang trocfen grmorben, nidt eine Nacdt gufammengebäuft liegen, fonft brennet er fit und iff vetdorben. Shan muf ibn foateidh nach dem@ammien auébreiten, bis ev gang trocfen if. Sc wicderbole aber: cigentlichen SBiefenboten erfordert e8, auf bobem trocfnem Lanbe, wo allenfalls Sas feraras, Rammgrag u. f. 1. wacbfen, fommt eg nidt fort. Aber au nicht in fauren, torfigten, fondein zugleid) milden und warmen Doben. A. D. Ge: Anbau des Aerlandes, 163 nation diefer 3 Gragarten if daber dem Sandwirth, dem an geitiger Orastveide febe gelegen if, fepr wictig. dabei gugleidh NRücEficht auf Menge des Crtrages genomimen wird, fo muf der Viefenfuchsfhiwanz das Hauptgras unter biefen dreien fenn,*) Dies Gras verträgt mebr einen trofnen Boden und bâit fi bei anbaltender Dürre lân- ger tie irgend ein anderes. Œ€s wächft auf alfen trofnen, beffer jedoch auf fetten IBiefen. Mllein es bat eine fortranfende TBurgel, die fih nicht gut wieder ausrotten(ft: man mué es daber mit Borficht ausfäen, mwenn nicht das Sand auf immer zu Ovafe liegen blciben foif.**) Mau fhâbt es indeffen gar febr, da fidh alles Vieh gut dabei befindet, es gutes Heu und gute MBeide giebt, bat es fi immer in demfelben Doden, mwenn die mebrften an- dern Urten ausgebn.***) bat man es auf fettem Sehm als ein bôchft fhâsbares Gras gefunden,+) Nadh Mr. Curtis unterfheidet fih dies Gras von dem gemeinen oder taubhalmigen Biefengrafe durch den glatten Palm: auferdem bat das lebtere in der Dañis feines Blattes eine fange fpisige Membrane, dagegen das erftere eine Furge ffumpfe. Much biñbt es nur einmal im Sabre, daber es fidh ju Mafen- und Suftftücée, nach feiner Sârte und fhônen grünen Farbe, gut pañt. Juf trocfnem Boden verliert es fidh mit der Zeit, wenn die Burzeln fich zu febe in cinander filgen und der Bodenerfchôpft ift; in feuchten Biefen bat man dies nicht fo febr bemerft.++)++D Gemeines oder raubbhalmiges Rispen-WBiefengras, Poa trivialis. O6: gleidh dies Gras mit dent vorigen dem Ynfebn nad Aebnlichfeit bat, fo unterfheidet es fi doch davon in feinen übrigen Cigenfhaften, indem es nur auf feuchten Miefengründen und naf- fen Orten wächff, auch gern Schatten liebt. Es ift gûrtlich und verträgt Groft und Dôürre niche gut. fettem Doden wâchft es ffarf, auf magern aber eben fo fchivach, Cinige£andtwvirthe balten es auf gutem, feuchten Sehmboden febr gedciblich, Auf dem feften fande Hat man es fowobl in troŒfnem MBeidelande als naffen Miefen febr gern, da es fi durd Œaamen und Burjeln vervielfältigt. Man muf daber den Saamen ausfallen laffen, die Quantität deffelben unvermindert ju erbalten. Der Crtrag befommt allerlei Bieb febe gut.$) PU2 *#) Curtis Practical Obfervations.#%)} Ibid,#X*X) Major Curtwright. +) Sole in Bath Papers. tt) Ibidem. tft) Das glatte und raube Mispengras bildet auf Biefenboden ein febr dibtes feines Gras, Greitet fit fer aus und Bemurgelt fih ffarf. Æé mat mit bem Alopecurus eine febr gute Mifdung, und auf fectem Wiefenboden mifte id eine beffere, mic dicfe. Das glatte Nispengras Fann freilit au auf tronem und Hobem Voden wadfen. Aber es gicht ba fcinen erbeblihen Ertrag, und man Éann cé nur zum Unteragrafe unter andern,$. D. dem Safergrafe, melches boritig mâcft, gebrauden. Das traube Riépengras Will mâfige Feuchtigfeit baben und get auf düvren Anbôben gar nicht an. Jan wird biefe Giûfer war nie fâen, als wenn man cine WBiefe auf cine Neibe von Sabren anlegen will. Aber gerftôrbar tft das Mispengras leicht dur eine Brache oder Drabfrucht. NOT TE $) Young in Communications to the Board etc. Vol. III. 164 Eilfter Abfhnitt, Œinige balten es jeboch fchiechter als bie vorige Art, meil es, nachdem es abgemäbet worden ift, leicht ausgebt: die Murgel- und Halmblätter wachfen aber ffârfer,*) Da der Gaame leicht aneinander bact, fo ann man ibn nicht eben genug ausfireuen, Dies hat man beim Musféen wobf zu beachten, Biefenfhwingel, Fefiuca pratenfis.— Dies Gras fommt dem Mangras febr nabe, übertriffit es jedoch bei Mnlegung oder Berbefferung der MBiefen, da es grèfer und blätter- veicher if, gar fehr. Cs if perennirend und bart,#äâcft auf naffen und trocfnen Gründen, Dan findet e8 hâufig auf den beflen MBiefen und den beften Seubiftricten, fo da es den Man- gel des Mangrafes erfesen Fann. Mâchfidem giebt es vielen Saamen, der auch leicht eingu= erndten ift und fchnell reift. Cs ftebt jedoch den 3 erften obigen Gragarten darin nad, baf es erft gegen die Mitte des Yunius, mithin 14 Tage bis 3 Bochen fpâter blübt, tvenn man es gleich nicht als ein fpâtes Gras oder als eins von der Knaulart anfeben Fann,**) Shaffhwingel, Feftuca ovina.— Dies Gras wird von cinigen febr gerübmt, foobl zum Abmweiden als gum Abmäben. Muf trodnen, beidigen, freien Geldern giebt es nur einen geringen Œrtrag und Fann daber als Seugras wobl nidt betracbhtet werden.***) Es foll auf jedem Doden wacdbfen, am beften auf den leidten, da es bei minderer Geuchtigfeit, als die mebrften andern Grasarten, fortfommen Fann. Man rübimt dies befonders an dem Grafe, daf cs von felbft auf folchen Bodenarten wâDfF, wo faum irgend eine andere Pflange gedeibet. Œs ift daber febr gefthicft, blofe Stellen gu bedecfen, die fonft lange nicht benat- ben môgten,+) Andere bemerÉen indeffen, daf, twenn man es auf fettem feuchten Voben fâet, es bald von bem, bem Doden und der Gegend einbeimifchen Pflangen übernommen und in furzer Seit unfichthar merde, MBogegen die Shafe auf trocfnen Hügeln und Heideland nur fümmerliche Mabrung davon haben.++). Mo man einen dicen filgigen Mafen, ohne grofen Ertrag, haben ill, da mag es indeffen immer brauchbar fepn, FFF) Harter Ghwingel, Feftuca duriuscula.— Dies ift ein frübes, einträglihes Gras mit feinen Diâttern, welches auf Nicderungen und fetten Miefen mwâchff. Es lâft fich *) Sole in Bath Papers.##) Curtis Obfervations.#**) Anderfons Effay. Vol. IT. +) Curtis Obfervations,++) Ibidem. HT) US Meibegras if der Shaffhmingel bob ein febr qutes ras. Denn cr WI um defto fiäréer wieder, je ürger er gebalten wird. Das Bieh aber bâlt ibn Éurg, twcil es ibn febr liebt, fo daf ee auf einer Shafweide feiten jur Blûte Éommt. Daber fommt e8 denn aber au mwmobl, bdaf man ben ächten Sdaffhwingel auf ungefhonten Diâgen felten antrifft und mas man bafür bâlt, find andere féblechtere Schwingelarten, gu welben au bder folgende, vom Berfaffer faft vorgegogene, arte Exbrwingel, l'eftuca duriuscula, gebôrt. Sat man den âdten Schaffhwingel einmal, fo Éann man von einem gefchonten Plage eine groÿe Menge Saamen, mit geringer Mübe, erbalten, indem er fic, obne auggufallen, mâben und bann leicht ausbrefen lafr, À. 0€, Hnbau des Aferlandes, 165 febe gut mit anbern Grasarten, ju Anleguing von Shafiveiden,*) combiniten, und folf, nad Berfidjerung ciniger, das befte Seu geben, Sundefhwanggras, Rammgras, Cynofurus crifiatus.— Dies tird als ein Sieblingsfutter für die Schafe empfoblen. Man findet es auf den beften YBciden, mâhfft aber nicht gern in febr feuchten Biefen. Es blübet gugleid mit dem Wiefenfchwingel, ift aber nicht febr biâtterreich,**) Dem âufern Anfebn na, auf magern, feuchten Yeiden, folite man es für ein febr unbedeutendes Gras balten, Da es aber febr baufig auf den fetteften Graswei- den wäcbft, und fogar das Sauptgras if, fo muf man es für febr nüblih balten.***) Da die Dlüthenbalme felten vom Bieh vergebrt werden, fo if der Saame, wo man WBoideplâge anfeat, léicht eingufammilen. Gobald man nur den Gaamen vôllig reif werden läaft, fo ann man bei gebôriger Detverf- felligung ein Mcerfeid damit febr gut ju Grafe niederlegen.+) Auf dem feften Sande fhâst man es als MBeidegras FF) auferordentlih. Da es aber nicht tief in dem Doden twurgelt, fo vergebt es in trocfnen©ommern leicht, Beil es fih auf den Beften YBeiden in grofer Menge findet und als ein blâtterreidhes Gras, nad dem Mäben bald mieder ausfchieft, fo foll es den Schafen im Schnee und im férengen inter am mebrften Gutter geben. Môgen immerbin diejenigen, welche auf den Unterfied des GCrafes nicht febr acten, es als eine unbrauchbare und nublofe Grasart ver- achten, fo werden doch die Ochfen und Shafe als competentere Deurtheiler fie bald eines anderu hberzeugen. Dei feinem fhnellen Bus wird es freilih grob, twenn e8 nicht gut rechten 3eit gefdnitren wird. Der Gaame ift Élein und fein und man erbâlt ibn am Éeften, menn man den Palm durch die Band ftreift, Man bat das Quart ju 6 Pence gefauft.+++) S) Ray: oùr Myegras, Lolium perenne.— Grasart tvird bänfig angebauct, obgleich ibr cinigermaafen die erforderlihen Gigenfhaften für Miefen oder Ieideland feblen. Auf fetten Biefen ift es febr biâtterreich und das Vieb frift es gerne,$S$S) s gebôrt übrigens au den Grasarten, die na Sage und Umfiänden gedeiben, Süt lebmigen und fandigen Boden pañt es fidh am beftens es gebeibt aber auf jeden, felbff tobl auf dem fieifen Rlanboden. Yuf den fettern beiden erften Bodenarten giebt es, mit ane *) Sole in Bath Papers. Vol. IX.*#) Ibidem. #*#) Young in Communications etc. Vol. III. and Marfha]lls Rural Economy. f) Ibid. ft) Atti di Milaro var. loc. tft) Goring in Communications to the Board of Agric. Vol. INT. $) 8u ben vorsüialifften Grâfern gebôrt der Cynolurus criliatus allerbings nidt. Sndeffen fann man ibn mit in eine Mifhung mebrere Grâfer aufnehmen, da er tenig Dlaé twegnimmt und gerade auffhivft. À. de$. $$) Curtis Obfervations. 166 Gilfte Abtheilung. Dern Mrten vermifht, ein gutes Grüblings- und fortwäbrendes MBeidegras; bauptfachlih gut ift e8 für die Schafe,*) Es ift jedoch nicht fo frhh wie die vorigen Arten. Ginige Hbarten, die von Mr, Peacer angebauet worden find, follen fidh vor der ge- meinen Art auszeichnen, Ginige Sandmirthe bebaupten bagegen, es Éringe Feine di£ zufammengezogene Marbe, Ran nebme aber nur fetten und fruchtharen Dobden dau und verbinde das Rangras mit teifem lee, fo wird man eîne vorgüglich gute Grafung erbalten; aber auf magern und erfcopften Doben leiftet Rangras fo menig etwas, als jede andre Grasart. 7 Die folgenden Bemerfungen des Mr. Campbell verdienen von bem Sandwvirth erivo- gen ju werden:, BE man Mangras zu Peu machen, fo mub man es einerndten che und be- vor e8 vollfommen reif und gelblicht gemorbden if, bamit es feine näbrende@âfte nicht verliere. QBenn es zu Heu gemacbt ift, fo werden feute, die es nicht genau fennen, es für fchlecht bal- ten, weil es mebrentheils aus Dalmen Beftebt und nicht fo viel Blätrer als anderes Gras bat. Hier Fommt e8 aber auf die Grage an: geben bie Palme oder die Blûtter bei gleichem Oewicht am mebrften Nabrung? Man feint dies durch cigens desbalb angeftelite Verfuche noch nicht entfieben zu babens aber es ift febr mabrfcheinlih, ba bie Palme mebr guderartige Deftand- theile Haben, daf der Verfuch für das Mangras ausfallen iwerde, tweil es mebrentheils aus Halmen beftebt. geben bei regnigem Better die näbrenden Theile der Grasblûtter Leicht verlobren, svelches bei den Salmen nicht der Gall ift; auch liegt das Mangras daber in den Haufen locerer und für YBind und£uft sugûnglicher, fo daf es nicht fo leicht beif und mulfirig terden ann.‘ Sin Ganjen findet er, baf es gewif folgenbe Cigenfchaften befist: 1) ABenig Grasarten fommen im Grüblinge fo gcitig. 2) Reine ift dem Vich fo angenehm und nûbrt beffer als diefe. 3) Seine twiderftebt der naffen und ungewiffen Yitterung in der Peuerndte fo febr als diefe, Borurtheile dagegen rübren her: 1) teil man bdies Gras auf unvermôgenden Voden aus- gefäet hat; 2) mweil man es ju lange bat ffeben faffen, ba es na Sord Raimes Demerfung viel Aebnlifeit mit dem Korn bat und fobald fein Saame reif getvorden ift, firobig wird und feine Diâtter meiter ausfchiefts 3) tweif man es dem gemeinen Seugras gleih geachtet bar, welches aus mebreren Grâfern, in verfchiedener Periode des Bachsthums, beftebt, einem Mangrasfelde ift dies aber gang efivas anders, und man muf die Beit wobl in Act nebmen, ebe es zu blofem Strob wird. derfelbe Serfaffer Fann nicht genug tübmen, mit welcher Degierde feine Pferde dies Mangras frafeu, wie mobE und munter fie fih dabei befanden und *) Young in Communications to the Board of Agriculture. Vol. III. #*) Campbell in Communications to the Board. Vol. IT. Anbau des Aderlandes, 167 mel ein Contraft gu bemerfen war, als fie von diefem Grafe auf bas gewôbnlihe Geu gefest wurden,*) Soniggras, Holcus lunatus.— Œs findet fi auf den mebrffen Biefen und WBeide- plâGen, if ein flarfes und blütterreihes Gras, weid und wolliht und blübet fpâter als die érffern Arten.**) Es gebeibet am beften auf feuchten Doden, Man empfieblt es befonders au Schafiveiden, da es für anderes Vieh nicht fo gut fenn fol, Es giebt dem beften Crtrag, wenn es bicht abgemeidet wird,***) Dem Mindvieh foll es febr bdienlich fenn, den Pferden aber nicht vorgüglih nubeu, f) Œs mâdbfft fnell und gicht in der fpâten Sabrsgeit eine gute Schafiveide. Man weif, Ddaf 2 Helder an einander, eines mit diefer Grasart, das andere mit Mangras befñet twaren, und das Bich erfferes weit dichter abiweidete als das lebtere. FF) Rauber Sabnenfuf, Rnauelgras, Dactylis glomerata. Dies iff ein febr bar- tes und cintrâglihes Gras. Es findet fit gemeiniglih auf den Miefen und Fômmt frü. Cinige twollen Bebaupten, es fei ein fchlechtes Gras und das Vich freffe es nicht gern. FF) JAndere fhäben es als eine Érasart, die auf feuchtem Sebmbobden, der flan: und mergelartig if, febr gut gedeibt, und in folchen Gällen, 10 die feinern Grasarten von deu eigenthümlicher Pflangen des Bodens unterdrnt und gerfidrt werden, febr brauchbar if. Mird es immer Fahf abgetveidet, fo giebt es für@chafe eine gute Weide, wird dies aber verfâumt, fo wird es, gleich manchen andern Grasarten, grob. Mit rothem$lec eingefñet, 2 Bufhelt Grasfaamen mit 10 Pfund Kleefaamen, giebt es no eine beffere Marbes; Ddenn fo wie der lebtère abträgt oder ausgebt, fo nimmt es deffen telle mieber ein und bâlt ff beffer im Doden. Much int Binter bâlt es fih vorgüglich.$) Es bringt vielen Saamen, der fih leicht einerndten läft. Man bezablt den Bufbel eingufammlen mit 4 Schillinge,$S) Es fol ein frübes Butter für die Schafe geben.$$$) o) *#) So wie der Verfafler von dem Raygrafe der Englânder fpricbt, môcbte e8 fheinen, als twûren fie Über ben MNuben bdeffelben nodj ziveifelbaft. Uber das find fie im Gangen nidt, und cé twird eine erfauns lite Menge jâbrlich davon auggefäet. Menn nâmlivh ein Rlecfeld 2 oder 3 Gabre bdauern folf, fo wird faft allgemein Jiaygras datunter gefâet. AMber Diet iff befonbders die Mede von Micberlegung des Aers au Graslande auf febr lange Zeit. nd da find die beffern Lanbwirthe nun mit Recdt gmweifelbaft, ob uit andere Grâfer den Borjug verblenen, Die lite Gevinnung des Saamens iff es fonff, tas dicfes Gras empfiehit. HD D *#*) Curtis Pract. Obferv.*X*) Young in Communic. Vol. III. +) Marfhalls Rural Economy of the Midland Counties. +) Goring in Communications to the Board. Vol. I.+tt) Sole in Bath Papers. Vol. IX. $) Young in Communications to the Board etc. Vol. III.$$) Ibidem. $$$) Young’s Eaftern Tour. Vol. I. o) Dem Rnauelarafe bin id do cine Ebrenerflérung, twegen bdeffen, was id im Nachtrage;u Der: gers Dichgudt bavon gefagt babe, fhuldig. MBennes jung gemäbet wird, fo iff es allen Viehs atten augenchm und gedciblih, und tweil dies frûb gefbeben ann, wenn es gut ficht, fo if cs auf qe nn sn me … ne cms 0 Es 168 Œilfte Abtheilung, Hafergtas, Biefenbafer, Avena elatior.— Man finbet e8 febr bâufig auf den Biefen, Es Fommt früb, ift grob und einträglid, giebt aber auch eine gute Madmatt, Un Güûte fommt es beinabe dem Miefenfuhsfhwang gleidh.*)**) Man bauet es auf dem feften fande mit viclem Bortheil,***) Au diefe Grasart muf Fabl abgetveidet werden.+) giebt gutes Heu und fhwerern Ettrag als die meiffen andern Gragarten,++) dem feften Sande vechnet man den Ertrag, in Bergleich mit dem gemeinen Heu, wie 20 gu 2. FFF) Rasenfhmanz, Biefen-Siefd-Timothygras, Phleum pratenfe.— Auf den mebrften feuchten Dodenarten giebt dies Gras einen ftarfen Crtrag. Cs ift grob und fpât und fommt benr MBiefenfuhsfhwan an Güte nicht gleih.$) Œs pañt fi am beften auf lan, feuchten$ebm- und Torfboden. Auf feuchtem Sebm mit einer Unterlage von Fayarti- gem Mergel, bat man es febr nüblidh gefunden, befonders wenn es mit den Schafen Fab ab- gemeidet wird.$$) Mad den BDeridten Reifender in Mmerica, macbt es bort auf MBiefen- fanbe bas Hauptgras für bas Mind: und andere Bieh aus, Es giebt vielen Saamen, wovon 1 Bufhel binreiht, 4 oder 5 Meres Sand damit eingufäen, Man Fann von daber den Bufhel für den geringen Preis einer Ouinee erbalten,$$$) o) Seu- bodlicgenden lebmigen Boben, téenn man bafelbft Gras auf eine Reibe von Gabren Haben wi, nidt qu vermerfen.©s gicbt einen früben guten Snitt, oft fon im Mr, und fann benn nod) einige male gefdnitten werden, aber freilid nidt mit grofen Geivinn. Lift man e8 aber auswachfen und die Acbren bervortreten, fo ift es ein barteg und fhlechtes Gras. PJ) PAT UAE *) Das Pafergras if basjenige, meldes bei ung mwobl aim meiften angefñet wird. sg if aus Granfs veid befonbders angerübmt iworben und beift dcshalé frangôfifhes Ravgras. Auf Hobem Boben pañt c8 fi gut, ivo man ben Alopecurus nicht féen fann; two diefer wait, ftebt es ibm aber weit nach. Es wätbft nur borftig und besbalb if eine Mifhung mit andern den Doben bedetenden Grâfern, in RiEficht der fpâtern Shnitte, febr ratbfam, weil fonft nur der erffe Shnitt beträdtlih if, bic fois genben aber dürftig ausfallen. Das glatte Rispengras fbeint fit bagu befonders zu paffen. À. d. S. #*) Curtis Practical Obfervations.###) Annals of Agriculture. +) Young in Communications etc. Vol. ITF.++) Swagne’s Gramina Pafcua, Foi. edit, +) Obl. Soc. de Bretagne pour l'année 1759.$) Curtis pract. Obfervations. 65) Young in Communications.$$$) Ibidem. o) Das amcrifanifhe Timothygras fheint eine, ibrer Matur nad, verfhiebene Mbart des Diefigen Liefhgrafes qu feun,. und in biefe, Bei längerm Anbau, wieder einguarten. Denn nie Babe id) diefes Gras fo fhôn wiebder gefeben, als ich e8 von frifé aus England erbaltenen Saamen batte. Die Engs Länber aber laffen biefen aamen aus Amerita fommen. Diecfeé amerifanifhe Gras foil auf torfigten Doden gut geratben, aber das unfrige will, wie mir von mebreren verfihert ift, nidt darauf fort, fondern gerëêth nur auf guten burcbüngten Lebmboden siemlih. Auf allen Gall giebt es nur cinen quten©cnitt. Uno bdesbalb iwürbe id es auf Dobden, der für ben Alopecurus pañt, nie twäblen. À. d, CAR Anbau des. Awerlandes, 169 Heufaatmen, Man fainmliet ibn auf ben Heubôden odet unter den Schobett, obei er natürlicher MBeife febr gemifht ausfallen muf. Man ann ibn aber, iwie das bâufig ge- fieht, doc nicht in der UMrt beim Miederlegen eines Reldes zu Grafe, gebrauchen. Das ein- gige Mittel ift daber die beften Grasarten, nachdem fie abgemäbet find, aussufarmmien und fe nachber ju drefchen, twoburd man reinen und unvermifhten Saamen bcfômmt. Cine andere Methode wird nod von einem gefcbicten practifchen Sandtvirth angerathen: fie GeffeDt bain, daf man von altem YBeide- oder Darfihlande, das Sute Grasarten enthâtt, den Gaamen nebme, und ibn woblbedicbtlih auf âbnlihes Sand ausfireue, Man mâbet als- dann.gu der Zeit, da das(pâtefte Gras gelb wird, bdamit die übrigen Grasarten ibre votle Reife exbalten, und drift nachber im Winter den Saamen aus,*) Huf diefe twicd jedodh bei aller angemvaudten@orgfalt manche nublofe und unbrauchbare Plane mit zur Vegetation gebracht. Huberdem giebt es no) andre Pflangen, die beim Mieberlegen des Sandes ju Grafe, ive- gen der Menge des Rrautwerfs, das fie geben, febr vortheilhaft ff antvenden laffen, find: Shaafgarbe, Achiilaea millefolium.— Dflange ift febr Biâtterreih, bas Bieb, voryüglidh die Schafe, freffen fie gerne; da es indeffen die Gtempel oder Biüthenftengel nicht mit twegfrift, fo bat man fie ju twenig gefchäbt, Auf manchen fetten Meiden iff fie das Sauptfraut, man bemerft es aber menig, da fie Fabl abgeiveider tvirb,**) findet fi) auf feuchten£ebmboden fomobl, wie auf den tronen, Brennenden, fandigen, Éiefigen oder Freioi- gen Boden. ie ift vorgüglich beshalb fhäbbar, weil fie die Dôrre febr gut ertragen Fann, Den Gchafen foll fe befonders dienlidh fepn. Sie verdient daber mebr, als bis jeSt gefcheben iff, beachtet ju werden,**) Der Gaame lâft fih ofne viele Schivierigfcit im October ein- fammlen, etwa für 5©. der Bufhel.+)++) Beifer lee, Trifolium repens.— Die mebrften fandwvirtbe bebicnen fih deffel- ben, um das fand ju Orafe nicdergulegen. Es ift au titÉlidh für den fetten und trocénen, fandigen und lehmigen Boden, fo wie auf Rlay- und Torfboden, wenn er gut abgemväffert if, cine Guferfé nüblihe Dane. Auf den feuchten lan- und Sebmboden dauert fie aber nicht, fondern wird von Bafferpflanjen und andern âbnliher Art vertrieben, Cinige tvolfen bebau- pten, fie gebe Fein fo füfes Kraut, als der breite Rlee und manche andre Pflange: nach unfern Erfabren aber fraf das Mindvieh forwobl als bie Schafe ç$ immer gleih gerne; und tvo der weife lee nur gut abgemweidet wird, Da ifé er unfiveitig von grofem Muben., twel- *) Boys in Communications to the Board of Agric. Vol. III.**) Anderfons Lfays. ***) Young in Communications to the Board of Agric. Vol. III.+) Ibidem. 11) Die Shafgarbe ift allerdings ein gutes IBeidefraut, befonders fir die Odjafe, aber es môcdte wobl niet nôtbig feyn, fe ausjufäen, da fie fit alentbalben genug von felbft cinfindet, 2, b. ÿ, Sweiter Theil,? 170 Œilfte Abtheilung, cher fich felbft bei gutem Dünger anfindet, folf bâvter und dauerbafter als der ausgefäete fenn.*) Es geigt einen guten Doden an, wenn er fih von felbft fâer.**) Das Yusfäen deffelben mit andern@âmereien lobnt dem Sandtvirth febr.***) MBilder lee, rother Dergtice, Cotwgras, Marlgras, Trifolium me- dium; folf fich lânger als der gemeine rothe$lee balten. Auf Rlanboden und ffrengern Sehm- bodenarten gedcibet er am ficherften.+) Man bat ibn auch auf fandigem Doden verfucht, und er bat eine gute Grnote gegeben.++) Der Saame lâft fih leicht einfammlen, Auf allen fhmweren Bodenarten folf er jedoch vorzüglid) gebeiben und fih befonders gut mit andern Grasfâämereien ausfâen laffen, 0 das Sand ju Orafe liegen bleiben fol, ÇŒin ge- fheider Sandiwirth empfieblt ibn mit andern Rleearten in grofen Portionen auf magern fteinigen Doden zu fâen,+++)$) Gelber Rice, Medicago lupulina.— Pflange gedeibet auch auf verfhiede- nen Bodenarten. wâbrt gwar nur gmei Vabr, befaamet fih aber jäbrlich felbft und gebt felten auf dem Doden aus, to fie einmal ausgefäet ift. Gür den Sandwirth ift es immer wichtig, daf das Sand, ielches er zu Grafe niederlegt, im erften Sabre fchon einen veicblichen Crtrag gebe, er muf daber folche Grâfer oder Dflangen #) Goring in Communications.**) Young in Communications. X##) Der tucife Rlee ift als MBeidefraut ohne allen Smeifel das vorgüglidfte. Er gerâth auf jedbem Dos den, ber nur einige Kraft in fih bat; verliert fi felbff nicht ganz auf fanbdigen Doben bei dürrer Bitterung, fondern fommt um defto ftârfer miebder gum Borfhein, wenn Negen eintritt; ertrâgt das gegen aber auch Nâffe giemlit anbaltend, wenn der Boden nur nicht mafferfübtig und fauer if Die often freiner Ausfaat find geringe, da er©aamen febz reichlid gicht, und man deffen nicht balb fo viel als des rothen, dem Gemwichte nach, bedarf. it Schaffhwingel oder englifdem XNaygrafe und ettwas Dimpinelle vermifht, micd man jeben, sur Beibe nicdergulegenden Pôbeader am vorthcilhafs teffen, unter der lebten Getraidcfant, bcfâen fônnen, und fann aller anbdern Sumifhungen entbehren. de®: ) Young in Communications.++) Corrected Report of Lincolnfhire. +#h) Sir John Sinclair in Communications. 6) Gb babe mi verleiten laffen, den milden rothen Wiefentiee beim Bergen unter Trifolium alpefire ju feéen, Œr iff aber aud) von bdiefem verfhicden, minber hoc und langftengliht, und bat einen gewundenen Stengel, twestwegen ibn einige T. flexuofum genannt baben. IRan tann ibn wob{ als ein Mittelbing gwifhen bem alpeftre und dem pratenfe anfehen, und besbalb ifé der Fame, T.medium, tvomit ibn, tie id glaube, Curtis belegt und den Bildener angenom:s mei bat, paffend. Œr if feiner Natur nach von beiden merflidh verfhieden, ob e8 gleich fchmer bâlt, ein characterifies, in die Augen fallenbes, Unterfeidungsgcihen angugeben. Œr verdiente alfertings einer Befaamung ju(angdautenden Miefen bcigemifht su werden, indem er nidt twiebder ausgebt, wo er einmal Guÿ gefaft bat. AUber der Saamen if bisher mwenig aufgenommen und nod) gar nict in ben Sanbdel gefommen. Sn der Gegend, wo id jebt iwvobne, babe id ibn Mberall nidt gefunden. Un meinem vorigen Bobnorte war er febr bäufig und geigte fic inébefondere in grober Menge, twenn man Grasland mit RalË oder Afche bedüngte, A 0 SP. Anbau des Aderlandes, 171 täblen, die fhon im erften Sabr ibren vôlligen Buchs erreihen, diefe gehôrt befonders der gelbe lee als eine bôhft fchâbbare Pflange. Dies beweift der Vortheil, den fe gemäbrt, wenn fie mit andern Orafern ausgefäet wird. Œinige balten 4 tb@aamen auf den Mcre zu ge- ting, und tollen, man folle binfübro die Quantität verdoppeln oder eben fo viel rothen Rlee- faamen bingufügen, Misdann wird fie den mit ausgefäeten Grasfaamen nidt nachtbeilig, fon- dern@acbft febr eintrâglih, bis die andern Sâmereien zur Vollfommenbeit gediehen find, wo dann der rothe$lee fowobl als der gelbe auszugchen geneigt if.*) Der Saame ift leicht au fammlen, Mad Mr. Davies folf er auch auf magern ffeinigen Boden gerathen.**) Huf Kreideboden und allen andern troŒnen Dodenarten wird er jedoch als vorjüglih einträgli und gmedimäfig empfoblen,***) Sunberibbe, fpifiger Begerid, Ribgras, Plantago lanceolata. Minbvieh und Pferde freffen diefe Pflange gern; auf meichen, lofern, fetten und etas feuchten Boden giebt fie viel Gutter.+) Auf dem magern und tronen pat fie fih für die Shafe und wird ut MBeide für fie febr gefucht, da fie wegen ibrer luftreichen Befchaffenbeit zum Heu nicht taugt.+}) Cinem neueren Schriftfteller gufolge, fcheint es eine gute Pflange gum didten Beyichen des Dodens mit Orafe zu fepn. Es blbet früb, voryüglidh prangt es auf moofigen Doden,++H) der gut abgemäffert if, und giebt veichlihen aamen. Der grasblätterige Begerih, Plan- tago tenuifolia, wird ju WBeidepläben auch gebraucdht, und folf auf lan- und unfruchtbaren Doden gedeiben. Er Fann die Geeluft vertragens und mâcft febr gut auf folchen Dobden, der mit Galgwaffer überflieft. Seine Blâtter fehen bei ibrer Schmalheit wie dicfe und andere Grasblätter von der beffern Mrt aus., Schafe und Pferde môgen ibn gleih gern, befonders nagen die Gchafe ibn febr Fabl ab,$) Cr giebt reichlichen und leicht ju erndtenden Gaamen. Pimpinelle, Poterium fanguiforba.— vorjüglih zur Sbafiweide und ge- deibet auf den mebrften Bodenarten, Gie fol einen grofen Theil der natürlihen Grafung in den fruchtbarften Gegenden der füdlihen Diederungen ausmachen, fo tie fie fich in den freide- artigen bâufig findet, 65). Sie dient am beften zum frûben Gutter für Schafe oder andere Ar: ten des Viecbftapels, ie muf aber, wäbrend fie nocb jung ift, verfuttert werden, teil das Bieb ffe alsdann beffer frift. Auf fruchtbaren und gut cultivirten Doden(oil fie zu Ende des Sanuars und in den beiden folgenden Monaten eine gute Beide geben. Gie bält den ftrengften MBinter aus, und mabft, fobald es nur offen Better if. Man Faun fie auch, wenn man fie D 2 *) Gampbell in Communications to the Board etc.#%) Tbidem#5) Boys in ibidem. +) Anderfons Effays. Vol. IL.++) Marfhalls Rural Economy. of Yorkfhire.+}+) Ibid. 6) Anderf. Effays. Vol. II.$$) Young in Communic. to the Board of Agric. Vol LI. 172 Eilfte Abtheilung, nicht abiveibet, uin die Seit abmäben. Daf fie ebenfalfs die Dhüvrre im Somimer verträgt, ift auch iwichtig. beziebt fie den Doden mit der Zeit imimer dicer,*) Sum Heumachen iff fie, iwenn man nur früb genug mübet, febr eintrâglih. Der Saame und die Spreu follen zum Pferdefutter vorgüglidh vortheilbaft fepn,*+) Deim Anbau diefer Pflange Fommt es auf guten und chten Saamen an. tan erbâlt ibn, wenn man eine Gtelle, wo die Pflange gut ftebt, daju auswäbit, am veichlichffen. Sur Schafweide muf cr breittwbrfig ausgefñet werden, Sn andern Gâllen drilifäet man die Pimpi- nelle wie die Sucerne,***) Die verfhiedenen Geldgrâäfer und Krautpflangen, tveldhe oben befchrieben find, laffen fich, tie fie in Mücfficht der Dodenart brauchbar find, auf etwa folgende MBeife ordnen: Rlanboden. Wilder Rlee, rauber Sabnenfuf, Kammgras, Wiefenfchwingel, MBie- fenfuchsfhwans, Honiggras, raubbalmiges MBiefengras, Wiefenbafer, gelber Rlee, Honig- gras; Timothngras. Sebmboden. MBeifer lee, Mangras, Wicfenfhwingel, Suchsfhwangras, Ramm- gras, Poa oder gemeines WBiefengras, Doniggras, Timothngras, glaites Nispengras, Schaf- fhwingel, barter Shwingel, Schafgarbe und£ucerne, Sandiger Doden. MBeifer lee, Mangras, Honiggras, woblriedendes Grüblings- gras, Schaffhiwingel, Schafgarbe, Pimpinelle, gelber See, Sunbderibbe, Rreideboden, Gchafgarbe, Pimpinelle, gelber Rlee, meifer lee, Efparfette. Torfboden. MBeifer lee, Rammgras, rauber Sabnenfuÿ, Hunderibbe, SHonig- gras, Nangras, Wiefenfuchsfhtwans, Schaffhwingel, Timothngras. GSrüben Ertrag geben:+) das moblriechende Früblingsgras, der Viefenfuhsfhwang, bas glatte Nispengras, vaubhalmige Miefenbafer, rauber Sabnenfuf, barte Gcdhwingel, Pimpinelle, Hunderibbe, Mangras, der gelbe und breite$lee. MReidhlidhen Ertrag geben: Rangras, VMiefenbafer, breiter Silee, Dimpinelle, Œimothngras, VBiefenfuchsfhwanz. Qu tenige Berfuche find über die Nabrhaftigfeit der verfchiedenen Grasarten angeftellt, um fie in diefer Rüchficht qu orènens; je mebr Diâtter und gugleih füffaftige Salme indeffen it) Annals of Agriculture. Vol. XXI.**) Ibidem. 2#) Die PDimpinelle wird mit Recbt sur Befaamung der Shafmweibdefhläge von ben Engländern febr gefchäst, da fie den gangen MBinter bindurd grün bleibt, und mit bem erften Srübjabr beroorzuiwaihs fen anfângt. She Saamen ift leiht aufjunehmen und in Berwabrung ju bringen, wenn man ibn befonbers ju Dicfem Siwede ausfäet. DL De De +) Curtis Practical Obfervations. Anbau des Aerlandes, 173 eine Grasart enthalt, bdefto mehr Mabrung giebt fie. Der breite lee, die Micen und andre äbnlide Rrautpflangen beftâtigen dics. Vus eben dem Grunde ift der erfte Cinfnitt des Deues den Arbeitspferden tweit guträglicher als die Nachmatt, Grasfaamen. Da man die beften Orasfämereien foobl Faufen, als fonft leicht er- Dalten Fann, fo macht die Hnfchaffung derfelben jeft meit weniger Befchmerde, als es vormals der Fall var,*) Mie viel Saamen man nebmen müffe, bängt von der Defchaffenbeit des DBodens, der £age des Sandes, der Veftellung und den Mbfidhten des£fandwirths ab, Mites Hcerland erfor- dert jeboch immer etwas mebr, als frifch aufgebrochenes,**) Much faite freie Gegenden erfor- dern eine grèfere Quantität, und wo es vorjüglidh auf Beide aGgefeben iff, da fâet man ffûrfer als qur Peutverbung ein, Rlayboden. Solgende Portionen merden von einigen auf biefen Doden angerathen: Bilder lee, 5 153 gelber, 5 fb;$ammgras, 10 15; Biefenfhwingel, 1 Bufbel; VBiefen- fudbsfhioang, 1 Bufhel. Vo man die 3 lebten nicht baben Fann: Soniggras, 2 Bufhel; Zimothpgras, 4 3 oder dito 4 tb und Soniggras r Vufhel. FETE) Mndere empfeblen auf fhiwerem VBoden, der in einem oder gwei Yabren umgebrochen tvird, 10— 14 15 rothen Rlcefaamen; foll er abc immer liegen bleiben, tilden Riee 4— 6 15 und weifen Rlee 4 5,+) febmboben. Bufolge einiger erfabrnen Sandtvirthe fins bier erfordertih: YBeifer lee, 515; Rammgras, 10(Bb; Mangras, 1 Pecfs Miefenfhiwingel, 3 PeŒ; WBiefenfuchsfchwanz, 3 Pet; Gchafgarbe, 2 Def, Obder mo das gmeite nicht gu baben if, Mangras, 1 Def; Dunderibbe, 4535 aud Fann man ftatt der drei leSten Mrten, Soniggras,: Duel; Timo- thogras, 4153 twilden lee, 5 15 nelbjmen.++) Mod) râth man auf allen trocfnen Bodenarten: IBeifen Rlee, 4 3 toilben Klee, 4 bis 615; und Sopfen oder gelben Rlee, 2—4 15. Bu fortmäbrendem IBcivelande fâet ein ge- fheider Garmer in Devon(hire, meifen, wilden und gelben$lee, von jeder Hrt 6— 715, mit dem beften Xangras zu einen Bufhel ein, Auf diefe Weife erhält man 5—6 Monate bin- durch fuccefives Gutter; denn der gelbe lee und das Mangras blüben früb, der twilde See *) Dei uns ift der Anéauf der Grasfémereien no H5chff fbtvierig, foftéar und unfiher, und um fe im Grofen angubauen, muf man fie entiveder von den cingeln twwilbiwadfenden Dflangen einfammien laffen, oder fie auf befondern Piäben felbft ergichen. Deides if(cit, twenn man einmal bamit im Gange iff. Zu erfterem findet man bie volftändigfte Anweifung im iften Sabrg. tes SticE der Ans nalen der nieberfäcfifdhen Landwirthfdaft, oder in ben vermifdten von mir Derausgegebenen©cbrifs ten 2ter Dand.©. 224, 10/2: *#) Sir John Sinclair in Communications to the Board‘of Agriculture, Vol, IIL. #**) Young in Comm. Vol. II.+) Ibid. tt) Ibid. 174 Œilfter Abfdnitt, eta in bie Mitte des Sominers, twenn der erftere vergeht, und bet tweife Rlee bliïbet noch 6 IBochen fpâter die übrige Jabrszeit Dindurch."À Auf folhen Sebmboden, der unter fih ein mageres fteiniges Croreich bat, folf man auf Anrathen eines erfabrnen Sanbiwirths, Rangras, 1 Dufbel; wilden Rlee, ro Ib3 twcifen See, 3163; Popfenflee per Acre x 15 einfâen. ne) Dr. Biltinfon râth obne LUnterfchied des Dodens, 12 15 tweifen Rlee, 4 tb gelben und breiten Rlce und 4 tb SHunderibbe. Sandiger Boden. Auf diefen nimmt man getvôbnli: meifen Rlee, 7153 Ho: pfenflee, 5153 Pimpinelle, 6 5; Rangras, 1 Ped;. Schafgarbe, 1 Bufhel; oder ftatt des legten, Hunderibbe, 4153 Rangras, 7 Dec,***) Andere gebrauchen auf derfelben Bodenart, weifen und Sopfenflee, von jeder Jrt 5 fb, mit einem Dufhel Rangras und einer gleiden Quantitât gefamimelten Grasfämereien auf den fatutenmäfigen Ace.+) Da die Gräfer felbft auf dem fettern fandigen Doden im Sommet leidht vergeben, fo muf man fie in jedem all bic augfäen. den magern und dinnern Dodenarten Éann man die in den obigen Süllen empfolinen Quantitâten gleihfalls mit Bortheil verftârfen, befonders bei der Dimpinelle und dem Mangras. Rreideboden. Auf diefen gedciben folgende Quantitâten: Pimpinelle, ro fr;$o- pfenflee,-5 13 meifer Rlee, 5153 Schafgarbe, 1 Dufhel, oder an deren Stelle Rangras 1 Dufhel. FF)| Quf diefer Dodenart râth Mr. Boys, ein febr erfabrner Sandmwirth, Mibgras, 8 15; weifen und wilden Rlee, von jeder rt 4 Ib. Er rübmt in diefen Fällen die Efparfette auch gar febr. Da bdiefe Dodenart fowobl als die vorbergebende dur die Sommerbibe leidet, fo mu der Doden mit Graspflanen recht dicht bedecft werden, j Œorfboden. Auf diefen rüth man ju fâen: weifen Rlee, 10 1b3; Sunbdefchwanz oder Rammgras, 101b; Mangras, 1 De; Biefenfubhsfhwanz, 2 Pet; MBicfenfchwingel, Ray- senfchwanz oder Œimothngras, 1 Pe; auch ftatt des 2ten, 4ten und sten Soniggras, 6GPef; SHunderibbe oder Mibgras, 5 153 twilder oder Dergflee, 416. tt) Ueberbaupt folf man Bei: deland febr bic einfäen.$) SS)|; *) Sir John Sinclair in Comm.##) Davis in Comm.##*#) Young in Comm. +) Greenell in Comm. Vol. IT.+f) Young in Comm.tothe Board. ft) Ibid. Vol. III. 6) Wilkinfon in Communications to the Board. Vol. III. 66) Die Quantität der Auéfaat, welhe bier angegeben wird, if ju grof, unb man wird fie auf die Sâlfte berabfesen fônnen, unter der Borausfegung, daf man teinen, reifen Saanen, einen guten Sâemann und gebôrig beacfertes Land babe. at man bicfes nibt, fo wird man auch dur bie ffâréfte Ausfaat teine dichte Degrafung bervorbringen. A. d D, Anbau des Aferlandes, 175 Um gute MBiefen anjulegen, iverden die folgenden Portionen der verfchiedenen Grasfime- reien auf feutern Boden anempfoblen: MBiefenfuhsfhwanz und Biefenfhwingel, von jedem 24 Det; ,raubhalmiges WBiefengras 11 Pets Rammgras und woblriehendes Grüblingsgras, von jebem+ Ped; Meifer Llee und wilder rother- oder breiter See, von jedem 11 PDecf, 20 fidh der Doden ur Geucbtigheit febr neigt, Fann man das Rammgras und das glatte Mis- pengras wweglaffen. follen gar bald einen guten Kafen machen, und da fie bart und von perennirendem%Bucbfe find, nicht leiht von den, folhen Bodenarten eigenthümlichen groben Pflangen, übernommen werden,*) Huf folhem Doden, der unter Bebfeliwirthfchaft ftebt, ift es in den mebrften Füllen vathfam, die Fünftlihen Grasarten, als breiten lee, Œfparfette, tie fie der Doden verträgt, mit meifem$lee, Mangras und cinigen andern Arten, eingufäen, Sn den Sûllen, 100 Sände- reien gu fortwäbrender Gchafhütung liegen bleiben follen, Fann man, fo febr die feinen Grâfer angerathen werden, auch grobe Grasarten nebmen, die bei dfterm und Fablen Abweiden feiner werden, twenn man fie nur nidt in aamenftengel fchiefen lift.@o werden unter diefen Umfiänden, der Biefenbafer, der raube Sabnenfuf und das Soniggras binfänglich fein; fo wie Dies beim Mangras befanntlidh der all auch ift, twenn es Fabl abgetweidet tird, 3eit und Methode des Gâens.— Um diefe verfchiedenen Operationen zu be- werfftelligen, verfäbrt man nad Defhaffenbeit des Vodens und der ibm gegebenen 3ubereitung, Jun Müfiht auf die erftere, fâet man gemôbnlih im Srüblinge, twenn das Rorn gefüet wird; ift der cer aber dur grüne oder andere Drache gubercitet, fo gefhieht bdies ju Œnde des Gommers, etwa im Auguft, als die gebräuchlichfte Beit dau. TYm erftern Halle tverden die Gräfer mit irgend einer Rornfrucht ausgefäet, im leétern obne diefelbe, die 3eit fotvobl- als über das Cinfâen, mit oder obne andere Rôrner, find fid die fandivirthe no nicht einig. Man rednet als Bortheile der Herbffausfaat vor der Grüblingsfaat, die mindere Gefabr des Grafes, vom Ueberfchatten, dite Steben und Erftifen unter der Stucht; der Voden folf teniger mit fhäblichen Rräutern, deren@âmercien fi unter dem vom Peuboden gefammleten Saamen finden, überogen werden;**) der Gaame tird in ein beffer bereitetes mürbes und fruchtbares Sand gebracht; er gedeibet fârfer und beffer, meil er Feine erfchopfende Srucht neben fidh bat und giebt grôfern Seuertrag. Sum Deften der Grüblingsfaat bebauptet man indeffen, *) Curtis Practical Obfervations. #*) Clofe in Communications to the Board. Vol. III. Diefer Berfaffer bemerft:.,e8 made bei tweis tem nidjt fo viel aus, vermifte Saat im Auguft auszufäen, als im Srüblinge. Sn der erffern Gabré: seit fommen jar die Sâmercien jure Begetation und twvenn der Anfang des Binters gelinde ifr, pur Bite; aber der Saame fann nicht reifen und ber erfte Svoft gerffôrt ibn. Se man dagegen im Srüblinge, fo fommt ber Saame ur Meife und der Aer wird mit fibédliden Rrâutern überhéuft. Diemit fallen, nad feiner Meinung, alle Einiwvirfe dagegen mweg, und es fei gleid vie, was man auéfâct, mwenn man nur reiden Œrtrag erbält und der Aifer dabei rein und in Ordnung bleibr,‘ 176 Œilfte Abibeilung, des fe fichever fen, bab fie in der frübern 3eit des Wachsthums dem Grafe den nothigen Schat- ten gebe und gegen die MBirfungen der Sonnenbige fhübes Ddaf fie die Geuchtigfeit im Boden beffer exbalte; daf die fleinen jâbrigen Rrâuter, gum Mactheil des Grafes, nicht auffommen und da6 der Sandmann am Korn Éeinen Berluft leider. 5) Unftveitig bat jee Methode, unter befondern Umffänden, ibre cignen Bortheile. Vu ben füdlihern Gegenden, wo es fpâter gumwintert, fann man nad der Drachefrucht fehr vor- theilpaft des Gras ausfâen, befonders mwenn der Acer für den gedeiblichen Rorntwuchs zu fett mar, Qu den nôvdlihen und freiern Gegenden aber, two es geitig gufriert, ift es am rathfam- flen, im Grüblinge mit Rorn ausufäen. Ein gefheider Srbriftfteller bemerft jedocb, daf Grasfaamen, bei jeder Methode ausgefäet, gleich: gut gerathe. Er gieht bas Musfñen im Auguft, obne orn, vor, obgleich der Erfolg feiner Berfuche in den verfchiedenen Sabrszeiten au Feinem entfcheidenden Refultat fibre. XX) Qn moovigen und Bergigen Gegenden, two der Sdnee fih zeitig einftellt, if das Ausfâen im Herbfte oder fpâter als feüb im Auguft, nicdt vathfam; man gicht Das Einfâen mit Dafer und der jung gefchnitten wird, im Srüblinge vor. Mr, Dalton vâth nad mebreren angeftellten Berfuchen, das Ausfüen im Serbft obne Korn. Au Mr. Elofe fübrt folgendes Deifpiel an: ,, Œiner feiner Greunde wünfchte fidh in der Mäbe feines Haufes eine gute MBiefe oder IBeide qu verfchaffen und braachte den Acfer jur Gerfte; der Grübling tar aber naë, der Voden ein ftrenger Sebm, er Fonnte ibn daber nur zur Hâifte ur Gerfte berciten, welche ausgefäet und mit See und Ravgras niedergelegt wurde, Die andere âlfte lag ur Brache und wurde im AMuguft mit dem Kebricht vom Heuboden eingefäet. Die Gerfte gerieth gut, auch der lee und das Ravgras wurden im erften Sabre ju Peu ge- macht, Sin gweiten Yabr fchlugen die fünftlichen Grâfefehls im dritten, vierten und fünften noch mebr, im fechften Gabr, naddem der Boden jweimal überdüngt worden, überog der natürlihe Œrtrag die Oberfiäche als ein Blieg, Debn Yabre, nachdem dies Sand eingefüet worden mar, fab Mr. Clofe dies Geld, two bann der im Muguft eingefäete Theil zum tenig- fen 153@cbillinge per Acre mebr am IBerthe als derjenige Theil war, twelcher mit Fünfiliden Grâfern unter der Gerfte gefñet war. Er fchlieft daber aus diefen und noch andern Serfuchen, bag das Cinfâen der vom Heuboden gefammieten Sâmereien im Auguft, vor dem Ausfäen der fünftlichen Grâfer, mit irgend einer Rornart, im Grüblinge feine grofen Borgüige babe,.. An- genommen, fagt er, Der Berth des Rorns betrage 5 Pfund per Mere, fo wird der Unterfchicd im Grtrage des Seues oder Des Saamens im gmeiten, britten, vierten und fünften Sabr über- swiegend fepn, unD Der Defiger fein Sand auf 15 bis zo ch, per Here verbeffern,“ Dei *) Anderfons Effay. Vol. I. **+) Young in Communications to the Board. Vol. III. Anbau des Aderlandes, 177 Bei comparativen Berfudhen mit Rorn im Griblinge und ofne dett im Muguft, fand man lefteres am beften.*) Mad der Crfabrung eines febr genauen Sandmirths, deffen Mr, Poung ettväbnt,**) und der bei der Srüblingsausfaat mebrere Methoden antmandte, mobei 4 Ucres mit Gaamen allein eingefüet turden; nacdem im vorhergehenden Serbft Erbfen und DBucdwveizen unterge- pflügt werden; 5 Ucres mit Gerfte, und nod 5 mit@aamen allein, obne Korn und olne Dung: fand fih, baf der allein gefâete Saame vom Unfraut gâmlih übernommen und nur durch Mbbüten mit mildhenden Küben gercttet murde, Undere bebaupten aus vielfältiger Crfabrung, daf das Musfen mit Rorn eben fo vortheil- Gaft als obne Korn füf den fandwirth nachtheilig fer,***) Der grôfte chade in diefer lebten Ricficht beftebt unfireitig darin, teil der Sandtvitth one Sorn nidt den unmittelbaren Crfag für die Roffen der Deaerung und Bubcreitung ent- gegen nimmt, Die Oerfte paft fic) übrigens gum Einfâen mit den Orasfämereien am beften. Gie er- fordert cine und diefelbe Subereitung, fie locfert den Boden für die Graswurgein auf, und man begreift daber leicht, mwarum Grasfänereien auf ffrengen und nicht gebôrig bearbeiteten Doden mistathen, Dei der Babl der Cerfte fieht man befonders auf folhe, bie nicht ffarf im Gtrob wäâchft und am ebeften reif wird.+) Es entftebt aber bei der grasartigen Defthaffenbeit des Getften- balms und der grofen Mere diefer Rornart eine beträchtlihe Didung, fie darf daber, iwenn Grasfaamen darunter Fômmt, nicht fo dicf eingefäet werden, menden gegen die Cinfaat des Grafes mit Gerffe ein— daf fie die Nabrung aus der Oberflache der Erde jiebe, welches bei den Graspflangen aud) der Gallift, und daf daber das Gras in fcinem Bachsthum aus Mangel gebôriger Nabrung leide.+F) D der Mer in guter Culture und man fier das Gras mit Pafer ein, fo gerûth diefer gu ffarË und wird dem Grafe nadtheilig,+}) In cinigen Fallen gebt es indeffen aud)@obl mit Safer. den frengern Bodenarten geräth die Einfaat des Grafes auch mit dünn darunter gefñcten Dobnen, ir. Dalton fand: ,, bas die BDobnen nicht gebren, fondern fhüéen und nûbreu,“ und der Verfuh über alle Érivartung gut aus- fier. 6) *) Mr. Lyefter in Lincolnfhire, and M. Bourgogne, Efq. in Annals of Agric.- Vol. XIX. #*#) Mr. Dixon of Belford.**##) Anderfons Effays, Vol. I. + Cartwright in Communications to the Board. Vol III. +} Dalton in Communications etc. th) Clofer in ibid. $) Die befte Srudt, um Grasfämercien bdamit einguféen, menn man bauptfächlic auf das Gcrathen Dicfer Diñdfiôt nebmen mil, 4f, meiner Erfabrung nad, ber Dudiveigen, iwenn er fpât gefäct twird. magern Doden ann man ibn veif werden laffen, auf fetten aber, two er qu ffaré tw4bff, Biveiter Theil, 3 178 Cilfte Abtheilung, Mufer der gchôrigen Subeteitung des Crdreihs jure môglihft gleihen Vertheilung und Be- getation des Grafes Fôèmmt noch gar viel auf ben Semann an, der damit muf umgugeben twiffen, baf die Sûmereien von verfchiedener Schiwere fo wenig als môglid mit einander ver- mifcht werden, ift daber weit beffer, mebrere male: auszufâen, als um fchneller fertig ju werden, die Sâmereien unter einander zu mifhen, Sum Musfäen aller fleinen Saamenarten râth man mit dem Morfolfer Rübenfäefaften folches ju berverfftelligen, wie biefer Füralih gum $lee= und MRangrasfaamen eingerichtet worden ift,*) Operation muf fobald als môglich, nachdem der Mer gepflügt worden if, vorgenommen iverden, iweil alsdann der@aame am beften aufläufr. Dies muf aber nie bei einem fo naffen Suftande des Sandes vorgenommen werden, der irgend einen rad von Dindigfeit des Acers hervorbringt, tweil in folchen Fallen der@aame febr ungleich auffommen mwürde. Mug eben dem Grunde müffen die leihtern Arten des Grasfaamens nicht in windigem Better gefñet merden; tveil das gleichformige Ausfâen zur Erbaltung eines auten Graslandes âuferft wichtig if. Dei der Dedeæung des Saamens mu wobl darauf geachtet werden, daf feiner oben auf liegen bleibe, teil alsoann mancher verdirbt, von ben Vèôgeln gefreffen und die Marbe ungleih wird. Mm beften gefchieht dies mit einem DPaar leichter Furzginfiger Œggen, die mit einemmale gueggen. Der Gebrauc der Dufthegge ift nicht angebracht, tweil der Gaame dadurch jufammen gefhoben wird, Auf alfen leichtern und fhwammigen Bodenarten thut man febr mobi, nacdem der Mer geegt ift, ibn mit einer leichten MBalje ju überziehn, Madhbherige Dearbeitung des frifdhen Grasfandes,—. Dies iff eine fehr widhtige iaterie, von twelcher der gute Erfolg beim HMnlegen des Graslandes abbängt.| Sobald die Grucht, mit welher das Gras eingefäet worden, vom Mcfer if, fo rathen einige, das Sand mit einer mâfig fchweren Balje, wenn es dagu gebôrig trocfen if, zu twal- gen;**) benn dadurdh wird die Erde den Dflangen nâber an die Burgel gebracht und dem Ver- dorren vorgebeugt. Juf den tronen und leihten Bodenarten ift dies befonders nôthig. Andere empfeblen gleichfalls den Dünger um bdiefe Beit, um den MBachsthum und die Mabrung der jungen Graspflangen ju befordern;***) bies fheint jedoch gang unnôthig qu feyn, tvofern bei der Subereitung nur auf angegebene Beife verfahren ift. muf man ibn in ber Diüthe grün abmaben. SGch babe e8 mebrere male gefehen, bas Rice auf fdiechs tem Boden unter Bucbweigen febr dit fÉam, mwogegen fi der bdaneben unter Safer gefäete faft gar nicht jeigte. Aud unter Spargei fommen die Grâfer und Rlecarten febr gut, mwenn man ibn nicht gu Lange ffeben lâft, fonbdern in der Diüthe abmäbet, AD D: *) Young in Communications etc. ##) Cartwright and Maxwell in Communications to the Board etc. Vol. III. ##*) Wilkinfon in ibid. Anbau des Aderlandcs, 179 Da die Oberflâche folher Gelder, die Fhrylih ju Grafe niebetgelegt find, vermôge der vorauf gegangenen noth#wendigen Beacferung, febe gart if, und in der evften Beit, felbft auf den trocnern Bodenarten, leidht durdgetreten wird, fo if es alsdann febr nadtheilig, Jieb darauf ju treiben., Man thut am beften, es nicht vor den darauf folgenden Stübling gefchebn gu laffen;*) oder findet es der Sandmann burdaus nothwendig, fo müffen die[eichteften Vieh- atten allemal daju ausgemäblt werden, Mu bat man bemerft, daë das Abwciden fofcher Selder wâbrend des Serbes oder Minters, gar nidt gegen den Bortheil in Hnfchlag ju brin- gen iff, den fie, weun folches unterblieben ift, in Nücficht früber Echafiveide gemäbren.**) Ueber die vortheilhaftere fernere Detvirthfhaftung des Graslandes, find die fandwirthe entgegengefe&ter Meinung. Cinige find für das dichte Mbiveiden, andere für das Mbmaäben. Unfireitig iff das erftere dem leftern voryujiebns es ift nur aber fhwierig, die gebôrige Vieh- art gu beffimmen. Auf dem trocnen und feftern Doden Fann fbon eine vermifchte Seerde von Rindvieh und Schafen gebraucht werden, teil dadurch derfelbe an glcihférmigften abgetveidet wird; auf dem offnen, locern und minder feftem, thun die@chafe aber, wenn er frifhes Grasland if, befonders vielen Schaden, tweil fe die jungen Graspflangen, die noch nicht ge- Dôrig im Doben befeftiget find, entwurgeln. Auf dem feuchtern Boden fhadet das Mbweiden des Mindviches, twenn es nicht befonders trocfen Metter if; Dier muf man daber Schafe tei- den laffen. Sn alfen Güllen überbaupt, mo bas frifche Grasland aus ben grôbern Dflanzen beftebt, find Schafe die darauf aim beften ju nâbrende Biebart, mweil das Gras durch das dite Abweiden immer feiner und(über wird. Dies ift fhon ofrmals von Sandiwirthen bemerÉt wor- den, Die Sübigfeit des Grafes auf mancher Gchaftrift, foll demnach voritialih von dicfem dichter Mbmweiden abbängen, und wo man dies verfäumt, wird es grob und wird. nidt gefref- fen.***) fo richrig iff die Bemerfung, ,, daf die Œchafe nicht nur ben Voden durch Dünger verbeffern und das Srautiwerf verfeinern, fondern auch das Unfraut gerffôren,“+) Doctor Bilfinfou, der gewobnt mar, Bergleichungen in diefer Sinficht anguftellen, râth gum Abbüten mit Schafen und will, man folle vor dem Gten Yabre Feine Genfe oder EŒi- chef anfeen. Auch Mr. Poung bemerft febr richtig, daf man nicht blof im erften Yabre die Gchafe das Grasland abiwciden laffen folle, fondern auch das gmeite und 19 moglich das dritte Sabr. Es fann, iwenn man dabei bleiben will, auch nod Die 3 folgenden Sabre bin: durch gefhebn, und je mehr das Sand mit Schafen abgehütet wird, befto beffer ift es. Man muf aber die Dürden nicht anderwärts bin verlegen, Da manden Gegenden bütet man fhon frifhes Grasland 2 und mebrere Sabre nacdhber mit Gchafen ab,+) Bo Rangras und mcifer Bee im Voden bleiben follen, da fnden es 3 2 *) Maxwell in Communicat. EX) Véndets ibid.***) Agricult. Reports of Wiltfhire and Stirlingfhire,+) Young in Communicat. etc. Vol. II.++) Corrected Agric. Report. 180 Œilfre Abtheilung, cinige febr vortheilbaft, folches int erften Sabre abjuiweiden, um beides bidter und daurender su machen.*) Man muf aber fo ein frifdhes Grasland nicht fpût im Herbft und eitig im Srüb- ling, auch nicht que Seit recht ftarf abbüten laffen. das Gras su febr in Gtengel, fo thut-man fer mobl, fie, ebe fie Saamen fefen, abjubauen, weil die Pflangen dadurd an Gtârfe und Kraft gewinnen, im entgegengefebten Salle[âft man fie ffeben, um defto mebr Grafung zu geben. So gut bas Mémeiden in den erften Jabren zu fen feint, befonders twenn man auf IBeide fieht, fo giebt es doch Gâlle, wo man mit grofem Nuben das Gras abmäbet. Dies ift da befonders antendbar, mo der Doden einen beträdtlichen Grad von Geucbtigfeit befist, da unter folhen Umftnden das Abbüten mit jeder Vichgattung in den mebrften Jabresgeiten der Marbe bôcbff nacbtheilig if. Gebt überdem die Mbficht des Sandoirths auf Heu, fo werden die Graspflangen durch das Fable Mbmweiden vor dem Mäben, gum Heuertrag verdorben, tweil fie einen nicdrigen und nach den@citen fi vcrbreitenden Buchs befommen. Erfahrung bee fiâtigt dies bei verfchiedenen Berfuchen. MBenn das frifhe Grasland gum erften mal gemäbet ift, fo giebt man ibm mit vielem Bortheil im Herbfte eine leidte Dedefung von Dünger, weil die Éraspflangen dadurch geftärft terden, beffer eintourgeln und das Mbmäben defto eber vertragen; vorausgefest, daf dies ohne Befhädigung der Narbe, bei gebèriger Erocfenbeit, gefcheben Fann. ein Grasland beim Anlegen, fo bat man gunächft im Grüblinge, Bei nod) feuchtem YBetter, frifhen Saamen eingufâen, lâft ibn von den chafen eintreten oder legt aud) den Süroenfhlag darauf, bdenn mit der Balje fo mwenig wie mit der Egge lâft fid dabei etwas ohne Echaden ausrichten, Dr. Bilfinfon fand es vortheilbaft, den Saamen vor dem Dünger cingufäen, mwelcher auch guweilen fnell eingepflügt wurde, Dei jeder Diefer Methoden lâft fi neues Grasland verbeffern. Schlägt die Ausfaat des Grafes gänlich febl, fo ift es am rathfamften, die damit gugleid ausgefäete Rornfrucbht fobald als môglih megzunebmen, den Mer nod einmal zu pflügen und| frifchen Gaamen eingueggen. Dies mu dann fo früb als môglih, ju Anfang des Mugufis, gefchebn. der Aer dann gebdrig trocfen ift, fo wird er im October gewalit. der Husgang des Gommers bingegen die Saatzeit, fo muf der Acer im Grüblinge bei Beiten Drci- mal gepflügt und der Grasfaamen mit Buchiveigen im Mai wieder eingefäet werden, Et giebt gwar auf fweren naffen Doden einen Ertrag, gerâth aber doc gutweilen in trocfnen Sabren, und in naffen Fann man ibn, twenn er in der Diüte ffebt, als Rubfutter grün abmäben. Da er dem Her nicht viel Gruchtbarfeit raubt, fo ift er dem obigen Endytvecfe febr angemeffen, *) Corrected Report of Pertfhire. Anbau des Aderlandes, 1gr QBenn nun gleid bei einem Doden, der unter einem gebôrigen Grade von Gruchtbarfeit und Cultur zu GOrafe niedergelegt mird, der Dünger nicht unumgänglih erforderlich ift, fo lei- flet er doch zur Erbaltung einer guten Grasnarbe grofe Dienfte, tvenn er mit Cinficht ange- wandt wird, die bequemfte Zeit des Ueberdüngens ift in der Ybtheilung von den Dün- gungsmitteln das Mebrere bierüber fchon angefübrt, Bo man aber ju wiederboltem Ueberdüngen nicht Dünger enthebren ann, da tarteét man damit auf dem MBeidelahde, bis die Grasarten abnehmen*) und dünner werden, und wo der Mer gemäbet wird, da gebraucht man ibn, tmvenn das eu eingefahren if.**) Da der Dünger qu diefer Seit nicht belfen follte, leidet gmar feinen Sweifel, ob das Verfabren aber fo wirthlich if, als wenn man fpât im Serbft und zeitig im Grüblinge überdüngt, ift eine andre rage, Manift überdem der Meinung, bdaf die feinern und locern Mrten des Ueberdungs am vortheilbafteften im Grüblinge, ju Ende des Gebruars oder Anfang des Märges, ange- wandt werden. Der Unterfhied, der zu verfchiedenen Seiten vorgenommenen Ueberdingungen, ift bis dabin noch nicht aufs eine gebracht. Ein erfabrner Sandtwvirth,***) der für das Ueberdüngen im Serbff oder gleih nad ber Heuerndte ift, gebrauchte, um die natürlihen Grûfer fortyubelfen, iwenn die gefäcten gegen das dritte Sabr abnehmen, Gteinfoblenafche ju 3 Cbaldrons per Acre, mit vielem Nuben, Er brachte von diefem Dünger 50 Ebaldrons in einem Yabr auf Grastand, Jabhre vor- ber fâcte er 12 Meres bauptfächlidh mit breitem$lee ein, der nur 2 Gabre ffehen follte. YJm Sommer wurde er gweimal gemâbt, im nâchften Sabr abgebütets der Rlee war nur fhtvach. Er batte feine befondere Gründe, den Dreefh liegen ju laffen und verfuchte es, ibn mit den Echafen abzubüten. Tin vierten Sabr fab er jâmmerlich aus, der Rlee war ganz vergangen, fo da er geneigt war, ibn aufjupflügen. Cr entfhlof fi jedoch, ibn nomal abgrafen zu faffen und gab ibm einen Ueberdung von 3 Chaldrons Steinfoblenafhe per Here. nâd- fien Yabr fand er, daf meifer Rlee und natürlide Grâfer einen didten Nafen machten, und das Geld bat jebt one irgend eine Cinfaat die fhônfte Narbe, Solgende Œubffangen fand derfelbe gefcheide Mgronom ur Berbejferung und Erneuerung der Marbe äuferft woblthätig: ,, Das Vusgefchaufelte von den MBegen oder Trieberde geben eine befonders füfe Grafung. Cr befiét jebt ein eignes Geld, das er von dem grôbeften Grafe que üppigften, foftbarften Marbe in feinem Kirhfpiel gebracht bat. Diefe Verbefferung be- wirfte er durch die nabe Sage eines Daches, welcher aus der angrengenden Gemeinbeit eine Menge Blûtter und Erieberde berbei fhwemmte, wurden forgfältig gefammlet und alle Gabr auf die Miefe gelegt.“ *) Wilkinfon in Communications to the Board, Vol. III.#*) Young in ibidem. ##*) Dr. Wilkinfon von Enfield. Re Œilfre Abibeilug, Auch bebdiente er fi der Miftjauche mit Bortheil, ,, Cr legte unmittelbar an feinem Srbafpferch ein Geld su Orafe nieder, und leitete,. vermittelft Rôbren und Graben, die Yau- che über das Geld, Die er dorber in einem Baffin gefammiet batte: die MBirfungen in Zerftd- tung des groben Grafes und in Servorbringung einer beffern Marbe maren erftaunend.“ Die Birfungen des MBôäfferns bat man zur VBerbefferung der Narbe gleichfalls febr vor- theifbaft gefunden, ,,und wo man es in feiner Gervalt bat, Fann man folchen Mer jum Korn lit aufbrechen und ibn tieder liegen faffen. Dei gwei verfchiedenen Biefen, die im Yinter bâufig überftrèmten, fchâlte er einen Æheil des Mafens ab, und fand den Doden im erften Fabt fchon sieder grûn, im gmeiten war es fchon gat nicht mebr ju feben, wo die Marbe weggenom- men war, Das Sand wurde in 3 Jabren gum gveitenmale abgeplaggt, und bedecfte fi, nacd- dem es bâufig gemaffert war, Bald twieder mit einer guten Marbe.“ Die folgenden Düngungsmittel wirften befonders auf den üppigen Oraswuds, und waren in Hinfit auf den Ertrag befonders vortheilhaft, » Sihtziebergrewen, zu 1 Ton auf den Acre, die 100 tb ju E Srone, macdhten bas Gras fo geil, daf das Vieh es nicht anvübrte und das Heu gum Berfauf ju ftarf wurde. Aus dem Grunde bebdiente er fih einer Mifhung derfelben mit Moder oder Orabenerde, Die MBirfun- gen waren an dem bôbern Grün des Grafes febr auffallend wabrzunehmen.“ , Der Nadtoung, Menfchendünger, witft befanntlih, wie man bies in Flandern und in der Mûbe von Sondon bemerft, ganz auferordentlih. Man gebraucht 3 Fuder auf den Hcre. Er it ffârfer und wâbrt länger als Diff.“ Um den weifen lee dauerbafter und ergiebiger zu madhen, fand derfelbe Outsbefiger fol- gende Subftangen duferft wirffam. ,, Son dem Gebrauch des Mergels fübrt er Dies eine an, daf er den tweifen Alec, der fo gern auf Falten Mer ausgebt, in demfelben erbält. Gleiche Mirfung erfubr er von dem Hürdenfchlage,. erzeugt diefen Slee auf naffen Doden; wenn man aber auch den Doden entmäffert, fo wird er doc) bal fhwacdh und verliert fi. Muf dem trocfnen Rlanboden in Cornivall fand man, daf der Geefand den Her locfere und gum Grastragen gefchicfter mache. ,, Muf magern ffeinigen Doden leiftete der Mergel ju EŒnde des Gommers im erften Jabre auf Grasland vielen Nuben. Aenn der Mergel aber bel- fen folf, fo muf der Acfer fon vorher gut mit Gras bedecft fepn, bdenn ift die Oberflñche zu frei, fo Fleiftert und bacËt der Mergel gufammen, und die jungen Graspflangen leiden um fo mebr von der Dige des Sommers, Diefe Subftang fheint die beften natürlichen Orâfer zu ergeugen, Mit der Beit dringt er zu tief in die Erde, Ddaÿ er die Vegctation nicht mebr befdr- dern fann, Fuder find auf den Acer binreihend, Much Kreide thut auf tiefen lehmi- gen Rlanboden, ju 20 Guber auf den Aere, gute Dienfte.*) Auf der fandigen Dodenart #) Davis in Communications to the Board. Vol. III, Anbau des Aderlandes, 183 twirft der Thonmergel zur ffrfern Degrafung des Feldes, Auf torfigen oder moorigen Doden wirft der Mergel und andre Gbnliche Materialien, um ibn compacter und einträglicher zu ma- en, fo wie Sand und Begeffaub das Gras verfeinern. Die Bortheile der folgenden Subffanzen fheinen nicht fo bedeutend zu fenn. Muf ift bâufig als Ueberdung gebraucht, wäbrt aber, nadb Dr, Bilfinfons Demerfung, nicht fân- get als ein Sabr, Œr verfuchte ibn ju 6o Dufhel per Here, der Dufhel zu 8 Pence. Viel- leicht Dâtte er mebr nebmen follen, ift beinabe eben fo foftbar, und er nabm 160 Bufbel per ere auf acerbarem Sande, will daber af Éünftig eben fo viel Ruf nebmen.- fhaum, 2 Guder per Are, das Buder ju 1: Guinee, bermäbrte fih als ein ffarfer iwarmer Dung auf faltem Aer, und feine Birfungen waren von Dauer,‘ Der Ralf nt vornchnt- lih auf den lofern rothen febmboden, er mact ibn dichter und bâlt die Vegetation mebr an der Oberflâche, fo wie er den MBacbsthum der natürlichen Grâfer befordert und die Yurzeln gegen die Gonnenbibe fhüt, Die folgenden Materialien geigen fih befonders dadurh twirffam, daf fie die jungen Gras- pflangen fhüben und nâbren, twenn fie noch zart find, ibre mobithätigen YBirfungen find aber nur langfam.— ,, Bollene fumpen, die man fein zerfest, haben fih als Diünger auf jungen See vor dem Binter, gu etwa 10 Eentner per Acre, geftreut, febr mirffam bemiefen.“ Dr, Campbell machte, um die Marbe nad einem Heufchnitt wieder au ffârfen und zu verdiden, folgenden Berfud. ,, Ein Tbeil wurde mit gut gemoderten Miff, 8 ons per Acre, ein anderer mit twollenen gerfeften£umpen, etwa 100 Stein per Mere, und der bdritte mit fettem Mergel, zu 80 Tons per Acre, gedüngt. Mad angeftellter Bergleihung batte der Mift den üppigfien Bus bervorgebracht, Die mwollenen Sumpen gaben ein fchôneres tieferes Grün: da fie aber mit dem Doden nicht vereinigt waren und das Gras darüber weg wuds, fo lief fi ir bôcbfter Crtrag nidt vergewiffern, Œin Mere Sandes Fann auf dicfe Weife für 3 DPfd. febr iwirffam gedüngt werden, Gall ift mit dem Mergel, er bedecét den DBoden, fo ange er nicht bineingeregnet if, und wenn das Gras nicht bindurch machft, fo thut er mehr Schaden als Bortheil. Es twäâbrt aber lange, ebe der Mergel feine vôllige Mirfung zeigt, und man muf auf feinen vôlligen Crtrag mwenigftens 2— 3 Gabr iwarten, ConpLrore O0 er Die allgemeine Cinfübrung und die Mbwechfelung Fünfliher oder gefñeter Grâfer mit Rornarten, ift ein âuferft nüblidhes und wichtiges Verfabren, da der Aer dabei nicht fo er- *) Gest fommt der Berfafler auf die Gutterfräuterauéfaat, die die Englänbder fo uneigentiit fünftiihe Gräfer, oder fbiedthin Seeds(Sämereien), wie deutfche OSduriftfieller, Éünftiite WBicfen, 184 Cilfte Abtheilung, fhôpft wird, als fonft der Gall feyn iwürde, und er nicht nur gutt Ertrag befonderer Roënart obne Bracde gefchicft, fondern auch eine grôfere Menge grünes und anderes Gutter, als man fonft erbalten wüvde, gemwonnen wird. Dies bat daber den Grund ju den neuern Berbefferun- gen in dem Mferbau und in der Biebzucht gegeben, Da die mebrften der dau angermandten Dflangen beträchtlid grof und ftarf find, fo erfordern fie, fowobl als die natürlichen Grâfer, einen guten fruchtharen Boden und ein feines loferes Œrbreih, obne welches fie nidt gebôrig gebeiben und ibren vollfommenen Œrtrag geben. Gie perlangen, tie die natürlihen Grâfer, ibren eigenthümlidhen Doden, auf melchen fie gerathen; einige einen fhtwerern und mebe trocfnen, als fehm- lan und ffarfen Grandbodens; andere fiäcfern, magern und dünnen Kreideboden, nod andere tiefen, frudtbaren mit vieler vegetabi- lifen Materie. Mother Rlee, Trifolium pratenfe. Diefe Pflange ift febr BeFannt und erteidt eine feträchtlihe Sébe, bat einen ffarfen Stengel, giebt viel Blâtter und Dlüthe, mwodurch der Mer dichter bemachfen und befchattet wird, als mit den mebrften andern Fünftlihen Grasatten. Muse diefem Grunde bat fie befondern Einfluf in die Berbeffernng des Dodens und giebt zum MBeigen eine vorgüglihe Borbereitung,*) Rlee làbt fidh auf den mebrften fhmweren und troŒnen Dodenarten, die nur einigermafen fruchtbar find, bauen, und folf auch auf bem tiefern grandigen, freideartigen und fanbigen Doden gebeiben,**) Qn Hinfiht auf feine ubereitung ift er tweniger gârtlich als andere Rrautpflangen, je feiner indeffen der Doden bearbeitet ift, defto beffer und ficherer geräth er. Un da man gewôbnlid Beigen auf lee folgen lift, fo thut man febr wobl, ibn mit der Grudt, mwomit er wächff, sugleich gut zu düngen, tweil der Doden dadurd zum MBeigen die gebôrige Bereitung erbâit. Mau fâet ifn mit jeder reinen Rornfrucht ein, er gedeibet aber am beften mit Gerfte nach be- bacften Grüdten,***) wo die Defchaffenbeit des Dodens es gulâft, weil er Dadurch gebôrig vorbereitet twird. Saamen.“%Æs fômint febr viel darauf an, vollfommen guten, frifchen und rveifen zu fâens denn liegt cr lange, fo gebt er oft nicht auf. Der gute Fündigt fi durd fein glängendes Anfebn an, gleitet leihein der Band, rieht gut und bat mebr purpurfatbenes als gelbes in feinen Saamenfôrnern, Die erforderlihe Quantitât des Gaamens richtet fit) nad der Ve- fhaffenbeit des Sandes, nach dem Suftand der Bubereitung deffelben und nad der Sruchtharfeit, denn nennen. Grâfer maden ienigfiens nicht den Sauptthetl bicfer Sutterfräuter aus, tvenn man ffe glcih jutveilen beimifht. YBicfen find folde mwebfcinde Defaamungen des Acferlandes auch nidit. A0- A) *#) Marfhalls Rural Economy of the Sonthern Gounties. Vol. I. *#) Synopflis of Husbandry.#X#) KRents Hints. Anbau des Nderlandes, 185 bent auf fettet Boben gedeihet faft jedes Saamenforn, auf dem entgcgengefeéten bringt man- ches feine Pflange, Befonders gur troŒnen Seit, und eine Ansabl Dflangen vergeben mieder, nachdem fie aufgefommen find. Man entgeht mabrfheinlidh diefen Unfällen dadurch, daf man den Saamen Éurz vor dem@ôûen einquellt, tweil dadurch feine Begetation febr gefôrdert wird.*) Muf den fettern Bodenarten, die Fein Unfraut haben, find ro— 12 ib auf den Acre eine bin- lânglihe Quantitât, mäâbrend 16 oder 18 15 auf dem ffeifern und magern nicht ju viel Gnb, Golf das Sand auf zwei oder mebr Sabre zur MBeide licgen, fo ift es auch vortheilbafter, mebr cingufäen, als mwenn es im folgenden Sabre folf aufgebrochen werden; und mo man Peu davon machen till, ift es Seffer, lieber Dinne ju fâen, da die Pflangen dann ffârfer werden,**)*#+) Beit und Methode des Gûâcns,— Man fâer im Grüblinge mit dem Somtmerforn oder alsdann über die junge Teigenpflange. Mit Hafer fâet man im Mârs, mit Gerfte im Moril. den fettern Bodenarten wädft er oft fo ffarf, daf er fhon mit der Gerfte gemäbet wird, Dadurch leidet er in fchlechter MBitterung leicht, auch wird sumweilen die Gerfte fo ffar£ und fagerig, daf der See davon vergebt, Unter folhen Umfiänden if es beffer, ibn mit Hafer oder mit MBeigen eingufäen. Muf den dinnern Dodenarten findet die Gefabr nicht ffatt. Lm die fhnelle Segetation mit der Gerffe gugleich etwas zu bemmen, foff man den lee, mwenn die Gerfte 2 oder 3 Solf bo iff, darunter fâen, Dies mag eben fo vortheilhaft, als wenn früber gefüet wird, fenn, ba die Oerfte bei dem erforderlichen leichten- Cineggen eber gervinnt als Schaden leidet.+) FF) Das Gen zivifhen den Meigen if vorghglich in den füdlichern Ge- genden die befte Methode, iwenn man dies früb genug im Mârz, twenn der Mer zum Eggen Dinfânglih trofen if, bemwerfftelliget,++) Es lâft fih der Llee auch alfeine one eine Korn- art fäen, uf fettem Doden entgeht man daburcd der dabei môglichen Gefabr. mu man fo zeitig als môglich im Grübjabr ausfäen, #) Œin Bôcbft falfber Math! Mit dem Reimen des Saamens bat e8 gar fine Noth, bic erfolgt früf oder fpât; aber baf der junge Seim mwicder vertrocne, dies iff die Gefabr. Œrfolgt nun das Reimen bei naffer Bitterung, fo wird fi der Reim aud Bewurscin; ergibingt man bdiefes aber dur Einiweis en und folgt-bann trocfne SGittcrung, fo fann er e8 nidt und if veriobrens oder man mübte(bn aud begiepen. AID. **) Corrected Report of the Weft Riding of Yorkfhire. #7)€8 fommt auf gut bereiteten Acfer und auf einen guten Saamen an. Sft man vor beidben fier, fo veidhen, wie id jebt weif, 4 Dfund guten Saamen auf: Morgen su au, geht man freis lib immer fiherer, twenn man mer cinfûct. A D. +) Modern Agriculture. Vol. II. Ft) Dicfes Cineggen if Gberall nibt nôthig, tenn der Boben nidt gugebiclet if. ES Fann fogat nads theilig werden. Sn jenem Gall mürde id licber voreggen; tie id) auch thue, tvenn id den lee uns ter Winterung fée. PART #t) Report of Middlefex. Biveiter Theif, Ya PR UE 2 D. SE 2 Moses _n 186 Cilfte Abthcilung, Mird der Rice auf fettern und gut cultivirten Dobden gefäct, in der Abfiht, baf er zur Meide dienen folf, fo muf das Korn dünner als gerwdbnlich gefñet werden, damit es den lee nicht evffice.*) Mit Oerfte fol man nach dem Mathe einiger drilffäen, nachdem das Korn breitwürfig ausgefñet und leicht eingecgt worden, Das Drillfäen in diefelben Meiben nach Mr, Dadget Methode ift meniger gebräuchlih, auch auf Feine Beife fo gut,**) Deim Cinfäen mit der Rornfrucht, fâet man, fobald biefe in die Erde iff, meil frifche Erde die fleinen Rôrner am ebeften zur Vegetation bringt. Der Saame muf vorihglih gleichformig ausgefäet werden, Der Aer muf daber gum Eineggen die gebôrige Erocenheit haben, und nie muf es dann gefchehen, mwenn der Boben(o feucht ift, baf er flofigt tivd, meil der@aame nicht gleihformig bedecft und durchs Eggen zu- fammengebäuft wird, Zum Eineggen iff eine leichte Furjinfige Egge, mit mweldher man lofen und mürben Mer einmal, und ffeifen und fchweren gteimal überzieht, am anpaffendfien. Der Saame muf nie fo in die Erde Fommen, daf feine Vegetation dadurch aufgehalten werden fônne, Die ginfige Cgge bat daber vor der Bufchegge ibre Vorgüge, Das biofe MBalgen, wenn man es guweilen twobl thut, reicht nicht bin. Menu der Rlee unter den grünen MBeigen gefâet wird, fo if es in jedem Gall am Beften, ibn einmal mit leichten Œggen ju überziehn, ausgenommen der Beizen wâre fer dünne und der Doden um die MBurgeln zu locfer. Auf alfen leichten Dodenarten iff der Gebrauch der Balye, nachdent der Saame gut eingeeggt ift, febr nüblid, weil fie die Erde an die Saamenfdrner bringt, die Oberflâche ebnet und fie gegen die eindringende Düvre fhübt. Uno felbft auf ftren- gen Dodenarten, wo man den lee gwifchen den MBeijen fâet, empfeblen einige das Valgen nad dem Œggen gar febr,***) Der Rlecfaame muf nad dem Ausfäen gleich bedecft werden, daber es eine febr unfinnige Methode ift, mebr ausqufâen, als man fogleich eineggen Fann. Ginige fâen gur früben MBeide oder gum Deuertrage mit dem lee, May- Rib- und an- dere âbnliche Grasarten. Sur Erreihung der erftern Abficht mag das Rangras mobi dienen; F) in Sinfcht auf die lebtere follte man es felten benuben, da der$lee an und für fih fon einen bintänglihen Œrtrag gieét, und bei dem ungleichen Trocenmerden die Mifhung mit andern Grâfern dem Heu nachtheilig wird. Aus eben dem Grunde verfauft fi folh vermifchtes Rleebeu nicht fo gut. Cinige fandwirthe glauben der Kleefrucht durd) das Rangras in geringer #) Synopfs of Husbandry. ##) Unter gedrillete Sant fâe id den Rlee unmittelbar na ben lebten anbäufendben Pferdebaden, da er dann in Meiben ju ffeben fommt und immer vorgüglid gemworden ff. Sier bat der Saame frifhe $rume und fâufr fbnell und egal. we. 0 5) #*#) Corrected Report of Middlefex and Northumberland. +) Marfhalls Rural Economy of the Midland Counties. Anbau des Aderlandes, 187 Merge eine Stârfe und Haltbarfeit ju geben. Man bat au als Verbefferung angerathen, bas Nangras einige MBochen fpâter ju fâen, um die jungen Rleepflangen in ibrem MBuchfe nicht gu übernelhmen,*) Golf der lee grün mit dem Vieh verfuttert werden, fo thut man am beften, Éeine andere Grasart damit zu vermifchen, tweil dabei nichts gu gewinnen ffebt,**)*#*#) Madhbherig Bebandlung.— IF der Saame gebôrig in den Poden gefommen, fo ift nachber wenig Mufmerffamfeit vonnôthen, Da aber die jungen Kleepflangen, fo(ange ffe nod) das@aamenblatt haben, den©chnecfen und andern Snfecten ausgefeét find, fo mu ob darauf geachtet werden. Manche Ycres find in wenig Mächten oft ganz davon serftèrt torden,+) Man vermeidet dies durch die frübe Ausfaat, fo daf die Pflangen ffarf genug werden, ebe die trofene Bitterung einfllt, und durch die Antvendung der bei den Rüben an- gegebenen Mittel. Cinige Éedecen ben lee mit Dünger, nacdbem die Rornfrucht cingecrndtet iff, dies ife. aber nur bei unfrucdtbaten Boden vonnôthen, das Geld in der Gemeinmeide, fo bringt man fangen Œtallmift, der no nidt in Gâbrung if, barüber, damit er von den Safen nicht Fabl abgetweidet wird. FF) Golf der lee gtvei und mebrere Sabre wäâbren, fo ift eine Dedec£ung von Dinger im Setbft oder im Brüblinge febr wobithätig. Auf der trofnen Dodenart if dayu die bequemfte Beit das Ende des Gebruars, wo aber der Voden weicdh und wafferbaltend ift, der Anfang des Serbftes, wo der Doden binfâänglid Bart if, Gut gemoderter Dünger ift in diefen Gällen der befte. Dringt man ibn um diefe Zeit auf, fo ift weniger Oefabr, da die Dflangen im MBinter ausgeben, als fonft der Gall fepn würbe,+FP) MBenn man den Diünger aufbringt, fo muf et au jeder Yabrszeit gleichformig verftrenet und Flein gefchlagen werden. Un einigen Orten ffreuet man ju Œnde des Sanuars oder zu Anfang des Gebruars, wenn der$lee gemäbet werden folf, etwa 30 Dufhel Steinfoblenafche per Mere über die junge Pflange, wodurch fie ergiebiger wird, 6) Man gebraucht diefe Frucdht als Heu oder als grünes Butter für manche Viebart, oder jum Abweiden für Mindvich, Schafe und andre Thiere, Ym erften alle erbâlt man für die Mrbeitspferde eine grofe Quantitit Heu mit wenig Unfoften und Mübe, Zu dem Ende mabt man, wenn der Rlee in voller Blüthe fteht, Go- a’ *) Corrected Report of Pertfhire.**) Ibidem. ##*) Diefer Meinung Bin if au. Aber nad dem gemeinen Gebraud nimmt dcr Engléänder Haygras darunter, twenn er den Rlee gmei Sabre benuben will. 10.4 9 +) Corrected Report of Middlefex.+) Tbidem. tt) Ibidem. $) Herfordfhire Report and Annals of Agricultur. 188 Cilfter Abfnitt, bald auch unten die Blâtter vergehen, fo ift es gum Mäben bobe Beit, benn iwenn er lânger flebt, fo verliert er unten mebr als er oben getoinnen Fann,*) Die Grucht fommt in der Mitte des Gunius mebrentheils dabin, je nachoem der Doden befchaffen if. Das Maâben zur rechten Beit if auch desbalb erforderlih, damit die Pflanse Kräfte genug bebalte, von frifhem aus- guféhiefen und fi gut ju beftauden,**) der Rlee gemäbet ift, foll man, nach Mr, Mibdleton, die Schwaden nicht ausfpreiten, fondern fo liegen laffen, bis 2 getrocfnet find, welches bei günftiger Bitrerung in 3 Tagen der Gall fepn wird. Fann man ibn, wenn das Better gut ju bleiben fcheint, fobald der Thau davoniff, umfebren, Megnet es nicht, fo Fann der lee am nächften Morgen in Fleine Paufen gefebt und darauf, fobald es fenn fann, cingefabren werden, Gefchieht dies, fobald der Thau davon if, fo tmerden die Diätter zäbe genug fepn, um fi ju conferviren, Bird bdies aber am Morgen verfäumt und in der Die des Tages vorgenommen, fo wird er gu trocfen, gerffâubt und verliert fih beim Saufenfesen und Aufladen gar febr. Sat man ibn aber früb genug des Morgens in Paufen gefeét, fo ann das Aufladen und Mufftafen den ganzen Tag bindurd fortgefest werden. IBenn ein Theil des Crtrages gu trocfen gemworden if, fo Bringen ibn erfahrne Seumacher mit breiten orfen in Saufen, indem fie die Schwaden aufrolfen, obne fie auseinander ju reifen, Auf diefe Beife ift bein Klecheumachen nicht nur wmeniger Verluft, fondern das Heu bat auch eine weit beffere Farbe und feinern Gefhmag, melches beides gum Verfauf fomobl als sum Verfuttern wichtig if, Bird ein gweiter Cinfhnitt gum Heu verwandt, fo muf fein Vieh darauf fommen, da- mit er gegen Œnde des Muguft in voler Diüte ffehe und mâbbar fer. Veim. Seumachen wird gerade vie das erfte mal verfabren und muf nicht fpâter aufgefchoben werden, iwenn man nicht am Gewicht verlieren und fi der unfichern Vitterung ausfeben will, Man erbâlt nberdem bei einer fo früben Crndte noch beträchtfiche Schafiveide, ebe jum Yeigen gepflüat tir, Der 2 Ertrag des gmeiten Echnitts ift gemôbnlih nicht fo.ergichbig als der erfte und bei mweitem nicht fo gut; twenn man daber des Seues nicht febr bebarf, fo thut man beffer, den Rlee abyutweiden als ibn gum gteiten mal ju Seu zu macdhen,; Der Ertrag des erften Shnitts ift febr unterfchiedlidhs in regnidten Sommern ift er faft no mal fo grof als in trocfnen, thut die Defchaffenbeit des Bodens und der Grad der Cultur, in twelchem er fi befindet, gar viel, Sm Durcbfhnitt nad den Jabren und Bo- denarten von Middlefer gerechnet, gaben 2 Gnitte ettva 3 marftgângige Guder Heu, welche in den lebten 15 oder 20 Gabren 12 Guinee per Vcre einbracbten, In mancden Gâllen war der Gewinn nod) weit grôfer. rechnen die erfte Erndte im Durhfchnitt zu 2 Tons,***) 4 #) Corrected Report of Middlefex.. …**) Corrected Report of Pertfhire. ***) Rents Hints. Anbau des Aderlandes, 189 Man gebraucht das Rleebeu Dauptfädlid für Sugpferde, teil man es, mit Musnaÿme der Efparfette, für das nâbrendfte bâlt. Man verfauft daber das Ton um 15 ch. beffer as das Biefenbeu, Es ift au zum Ochfenmäften und gum Gutter für milhende Rübe âuberft brauchbars für Meitpferde wird es iweniger gefchäbt, weil man es wabrfcheinlich noch nicht fo febr gebraucht bat als es fich ju diefem Endymecfe gebrauchen läft. Butveilen(âft man den lee auch febr vortheilhaft zur Saat ftebn. diefem Galle wird er zeitig im Grüblinge, bis ju Ende des Maies, von Schafen und Simmern abgeiveidet, auch von anderm Vie, oder man nimmt den erften hnitt ju Deu und(âft den gteiten zur Saat fiebn. Den erften Dâlt man indeffen für den beften, da der Mcfer alsdann tveniger erfhopft if und die Grucht beffer gedeiben fanns und ju gleiher Seit bat der Sandtirth den grofen Vor- theil des grünen Gutters im rüblinge für fein Vie, Cs fheint auch, bdaf der auf folche Beife erbaltene Saame beffer und reichlicher ausfällt, als twenn die Dflangen durhs Mäben vorber gefhwächt worden find; denn das Ubweiden fhmächt bei tweitem fo nicht und vermebrt das Auffhiefen der Gaatftengel. Mo man die lebtere Methode befolgt, muf das erfte fobald wie môglid) gefchebn. ift in jedem Galle nothwendig, den erften MBuchs auf eine diefer Mrten mwegzunebmen, da die Rleepflange ibren Saamen frübe im Sommet nicht zur gebôrigen Reife bringt.| Die que Gaat beftimmte Brucht muf dann fo fange ffebn, bis die Silfen oder Diüten volffommen braun werden und der Saame den gebèrigen Grad von Hârte erlangt bat. Dan bringt dann den See ins Erofne, um im Winter nad Dequemlichfeit ausgedrofchen zu werden, Da es in der feuchten und naffen Jabrszeit; in melher der Saame reif wird, fohivicrig if, den$lee gut einguwerben, fo bat man vorgefchlagen, fleine Veutel an dem Handgriff der Geufen zu befeftigen, in twelche die abgemäbeten Kôpfe des Slees fielen, mweil daburdh das Gtroh des Saamenflees in jedem Balle der Denubung dreimal fo viel Berth bleibt und der Œaame felbft beffer getroŒnet und gebandbabt werden Fann,*)@o münfhensiwerth eine folche Crfindung mûre, fo ift bas Cinfammien der Kôpfe auf dicfe MBeife, docd nicht obne grofen Berluft der gwifchen das Krautiwerf fallenden Saamenfôpfe moglich. Das Ausdrefhen des Rlecfaamens bat feine grofen Shmicrigfeiten und Befchiwerden, und der Dufbel fann felten unter 5 bis 7 Sc, gebrofchen werden. Vermittelff Müblen und anderer Cintichtungen lâft er fih vielleicht beffer und wobifeiler aus den Sülfen bringen, Der Crtrag des Saamens, fo wie des Deues, if unter serfchiedenen Umftänden unter- fhiedlihs insgemein beträgt er 3 bis 5 Duihel, twenn er vôllig gereinigt iff, die etwa 2 bis 300 15 twiegen. Die Saupteintürfe gegen das Cinwerben des Klcefaamens liegen in der Un- ficherbeit der Bitterung qur Beit der Saamenreife, in der Mübe und den often des Ausdre- *) Modern Agriculture, Vol. II. 00 Œilfte Abtheilung, fens und in dem Madtheil, den bie Grucbtbarfeit des Dodens dabei erleibet, Der bobe Preis des aamens ift indeffen ein Meigmittel, den See zur Sant ftehen zu laffen. So grof übrigens der Vortheil des Deues und des Saamens feyn mag, fo wird er doch von der grünen YVerfuttérung des Slees bermogen, Er nâbrt afsdann no einmal fo viel Vieb und giebt bei gehôriger Streu einen Dünger, der teichlidh lobnt,*) Das Refultat eines Berfuchs, den ein genauer Beobachter angeftellt bat, eigt,**) Ddaf vies Verfabren felbft im Grofen auferordentlidh fobne. Dei diefem VBerfuch fand man 7 Ycres grûnen Rlee bintänglich für 20 Pferde, 7 Rübe, 5 Râlber und 5 Gerfel, in Beit von 17 WBochen, von der Mitte des Maies an, Bie twurden im Stalle und auf dem Hofe gefüttert, zmeimal zu Baffer gebracht und die Dferde erhielten meder Heu nod Korn,**) Der grofe Nuben leuchtet um fo mebr ein, als eben fo viel Bich im Belde, mübrend der Seit, 30 Acres gebrauchte und die Pferde fich fchlechter dabei ffanden, Yuberdem ift der vermebrte Diünger auferft wicbtig, befonders iwenn er gebôrig in Act genommen wird, Der grofe Unterfchied gtvifchen Dem grünen Mbfüttern und dem Abiweiden, giebt ein febr gefchicŒter Schrifrfteller alfo an: F) ,,der fhnelle Buchs des Grafes, nach dem Abmäben, befchattet den Doden und verhindert, bdaf die Sonne die Heuchtigfeit ausziehen Fann; mithin fohieft es fraftvoller fort, und in dem Mugenbli£, ba die eine Frucht weg ift, fâangt die andere fchon toieder an ju forieBen.‘ MBenn nun das Bieh weidet, fo zerftèrt es eben fo viel als es versebrts und überdem quetfcht bas Vieh die Kleeffämme durs Treten, daf fie nicht fo gut auéfchiefen fünnen, als iwenn der See abgemäbet worden if. Vn beifem IBetter, mo eigent- li bas Rlecfüttern einfâllt, werden die Fliegen dem Vie fo lâftig, da es von Hecfe ju Pece unaufhôrlich fâuft, um fidh bavon gu befreiens wie die Brucht dabei leiden müffe, lâft fi #) Kents Hints.#*#) Youngs Eaftern Tour. Vol. II. p. 147. XXE) Dei der Derehnung des Berthes der Grucht iff ju bemerfen, daf die Dferde nicht gut unter 8 Pence den Tag über erhalten werden fonnten; ba jedboch der gemôbnlihe Preis in der Gegend die ABoche 2©. und 6 Pençe war, fo mag bdiefer Preis der Derchnung sum Grunde liegen. Gb. DPence. Df. St. SH. Vence. 20 Dferde 17 WBodhen à Mode 2 6;, 42 10— 7 Sûbe———— 2 6 Û! 14 17 6 s Rob== L 6$’ 6 7 6 5 Betfel———— 3 6$; 6 7 6 70 2 6 Obet per Acre 10— 22 Die Quantitât bes Diüngers mar 4 bis 500 Guber, bas Guder su 2 Sd. 6 Pence gerchnet. Die Roften des Schneidens, Anfabrens u. f. w., find nidt berebnet, bdaber ift der Berfud etwag unvollfommen, Der Bortheil des Berfabrens ift jedodh Dinlänglih daburd berviefen. 5 Mr. Kent. Anbau des Aderlandes, 191 feicht denfen,« ft das Biel aber in Stâllen und Gôfen, fo if es mebr in Schatten, gedei- bet beffer und vergebrt alles obne Serfhiwendung.“ Ein grofer Theil des guten Erfolges diefes Verfabrens bângt von diefen Umftänden ab; überdem werden die obern Theile der MBuryelin meniger von Geuchtigfeit durhdrungen, mitbin teniger Dflangen gerfidrt, Bei gehôriger Mufmerffambeit auf diefe Grucht, Fann man durch fie fon frübe mit Guiter verfehen werden, Befonders iwenn der Minter nicht febr ffrenge iff. Muf den magern Bodenarten rathen daber einige fomobl die erfte als gmeite Erndte zu mâben und grün mit Gchafen und Ochfen auf dem Sande felbft zu verfuttern,*) Muf diefe Meife gedeibet das Rindvieh beffer, es fülit fih eber und bat mebr Rubes und es gebt nichts dabei verlobren. Um aber den méglicft grôften Vortheil von diefer grünen Füt- terung ju haben, fo find bequeme DedeŒungen, Schoppen oder andere Ställe nothwendig, Das Ubiweiden des$lees mit dem Vie, fo vortheilbaft es befonders in den Glen if, to die Schafzucht ein Sauptgegenftand ift, erfordert doc allemal orgfait und Yufmerffam- feit, fomobl in Rücffiht auf die Pflangen als auf die davon genäbrten biere, Dei der zarten Defchaffenbeit der Rleepflange mu fie doc felten von fhweren Viebgat- tungen auf dent fande verzebrt merden, ba bei der begierigen Yrt des Viches ju weiden, manche Pflangen ausgeriffen und andere ju nichte getreten werden. werden in diefer Ncéficht von manchen vertworfen,*) Die anpaffendfie Viebart bleiben immer die Shafes ift der Doden trofen, fo Fonnen Kâlber, Füllen und ander junges Vieh darauf getricben werden. Da fidh die Bertel auch beim Klee gut befinden, fo fônnen bdiefe gleihfalls gugelaffen werden. Sur die Gchafe, mwelche fâugen, if cs cine fhône Sache, fie auf den Ktee qu treiben, ei er befonders die Mildh vermebrt. Much laffen fi Safe im April und Mai/darauf fett ma- hen, fo wie die frs Rübenfeld beftimmten, eine Art Vich muf aber auf den lee Fommien, twenn das£and weich, naf oder flautfchig ift. Cinige beljaupten, daf das Treten des Viches bei tronem Better, dem lee febr wobl- thâtig twerde, indem die Crde an die Vurjeln fefter angetreten wird, und fie dadurch im YWin- ter mehr gegen den Sroft gefhübt find. Cben fo will man bemerfen, daf dur das Mbfreffen der fmwachen Nebenfhüffe, die, fo lange der Rlee von der mit ibm wacbfenden Srucht befchat- tet wird, ausfpriefen, die Dflangen ffarfer verden und fotvobl dem Groft MBiverftand leiften als im Srüblinge Érâftiger treiben.***)+) Deim Mbiweiden des Rlees Fonnen aber nicht nur die Pflanzen, fondern auch die Thiere leiden. vorfihtige Debandlung Éann das Rind und anderes Bieb oft febr Franf tmwerden, *) Middlefex Report.**) Experienced Farmer. ***X) Marfha}l]l Rural Economy of Southern Counties. +) Die ŒErfabrung lchrt bas Gegentbeil. Sn bôfen Bintern ift der im Derbff fai abgriweidete Rlec auss gegangen, togegen fid der gefdonte gebalten bat. 2 6 5) 192 Cilfter Abfdhnitt, und durch die dabei torfallenbe Ausdebnung des Magens umfoinien, Die Englander nennen e8 blown oder hoven, aufgebläbet, Die Defchaffenbeit diefer Rranfheit ift noch nicht gebôrig ansgemacht; fie fcheint von einer grofen Menge grüner faftreicher Rrâuter, die obne fattfames Biederfâuen zu fhnell verfhiun- gen find, bergurübren. Œs entftebt dadurch ein ungewôbnliher Grad von Gâbrung in dem Magen; und bei der ploblihen 3erfesung tvird eine ungetwébulihe Menge gasartiger Glüffigfeit enthunden, welche guet die gufammengiehende Kraft des Serdauungsorgans überfteigt und das Tbier tôdtet. Diefe Vermuthung beftätigt fidh durch den Umftand, daf diefe Kranfheit weniger fich sutrâgt, menu der lee oder andre abnlihe Rrâuter in troŒnem Suftande abgefüttert wer- den, tweil bas Bieh folchen afsbann nicht in fo.grofer Maffe und fo fhnell ju fih nebmen Fan, Aus diefen Gründen rehtfertigt fih das Verfabren, das Vich vom Fee, mwenn er naf und flarf getmachfen ift, ju entfernen, vollfommen, Die MBarnung, das Vie nicht ebe als der Tbau und die GeuchtigÉeit von der Sonne vertrieben ift, auf den Rice zu treiben, ift gleich- fails febr vernünftig, und verdient eben fo beachtet zu terdeu, als der gute Math, daf man anfangs das Vieb darauf in môglidfter Detvegung halte, Dei der Nachmatt des Slees ift das Bieb nod) mebr in Gefahr, wenn man nicht das Erwäbnte beobacbtet. Sur Peilung diefer Rranfbeit bat man mandherlei Mittel vorgefhlagen, als: fartes Sal und Baffer, frifhe Milh und eine balbe Eierfchale voll Theer. Dies lebtere thut unverzüg- lie MBirfung, fobald es den Magen erreicht.*) Much bat man mit gutem Erfolg dit an dem Dôfthein dem Vieh mit einem fcharfen Gedermeffer in die Seite geffohen, obne die Cin- gemeide ju verleben, und einen Geberfiel in das Soc geftecft, um die eingefchloffene£uft zu befrciens das fann aber nur von gefchicften Seuten gefhebn. Der Gebrauch langer, biegfa- mer Hobren bat auch grofe Sülfe geleiftet. tan bringt diefe durd den Schlund in den Ma- gen und entfernt fo bas ausdebnende Gas, Diefe Methode iff unflreitig die ficherfte und wirt- famfte, nur ettas fchwierig in der Antvendung.**) Mob ein anderes Mittel, gleich zu Yn- fange der Kranfheit, if eine ffarfe Muflôfung von Ammonium in IMBaffer. Auf diefe ABcife wird der Magen von dem ausdebnenden Gas einigermaafen befreiet und unmittelbare Hülfe gefchafft.***) Gedes angutwendende Mittel muf gleich gebraucht werden, teil eine Zeit dabei ju ver- lieren if und die Ausdebnung febr fhnell gunimmt. Ge *#) Modern Agriculture. Vol. II.#*) Man fauft diefe Nôbren in Lonbon. #4#) Gn Deutfhlanb tweif man biefen Zufall auf mebrere Beife gefchicter ju bebandeln als ber Berfofer bier angicét. Den Gebraud des Ralfivafferg, ben ih nad jebeémaliger Œrfabrung immer iwirffam gefunden und ben ich mebrere male in ben Annalen der niedetfédfifipen Landwicthfchaft empfoblen babe, bringe id mwieder in Œvinnerung.. D$. ? “ Anbau des Aferlandes, 193 Es ift oemnachft cinfeudtend, daf der Rlee da, mo viel Lich gebalten tird, âuferft vor- theilbaft fen, da er alle Grâfer an Mabrhaftigfeit übertrifft,*) Das fhlimmfte bei diefer fo fhäbbaren Pflange ift, ba fie nut fo Furze Seit, befonders in leichtem und freiem Boden, mâbrt. Gie fol, ausgenommen auf gany frifhes Sand, nicht lânger als 2 Sabre ausdauern, und in oft mit lee befñetem Sande nur 1 Sabre.**) eini- gen füdlihen Diftricten findet man fie jeboch auf Rréideboden, befonders menn er nicht oft mit See befüet worden ift, dauerbafter, twweil ffe auf diefem gegen das Unfraut beffer fi balten fann,***) Dies beweift, bdaf es febr nothwenbdig ift, ben See Lmlaufsweife, fo felten ç3 feon ann, befonders auf tronen Doden, zu bauen, und daf die Vorthcile deffelben auf Rreide- boden einleuchtend find. Bielleidht vertängert man die Dauer, ivenn man ibn nidt in Saamenffangen fhiefen lat, enttweder durch Hbmäben oder mâfiges Mbweiden, Die MBurjeln werden dadurch nicht fo febr erfhôpft, als fonft der all ift. F) Méchte, in denen es friert, und Deife troc£ne Tage, befon- ders im Mnfange des Griblings, fo wie brennende onnenbibe in Sommer, gerftéren bic Rleepflange gar febr.++) Gebraucht man den Klee länger als 1 Vabr, fo ift der Beigen nicht gut darnad ju fâen; denn nur die bis gum Œrftiden die Srucht, giebt ju diefer Kornart die angemefenfte Dercitung. Muber dent gemeinen vothen oder breiten lee find no der tweife bolländifhe und der iwilde lee im Gebrauch. find fchon oben befchrieben. giebt ein feines, aattes Rraut, welches den mebrften Biebarten angenebm if. Dei Sebterem ift es grôber und reich- Liber, jedoch geringer als bei dem gemeinen rothen lee; aud) bat diefe Pflange das DVoryüg- fiche, daf fie beffer wadhft und auf magern Klanboden fidh länger bâlt, Hopfenfiee, gelber Rlee, Medicago lupulina.— Die Gigenfihaften bicfes fünftlihen Grafes, bdeffen bereits erwäbnt worden, verdienen hier nocb cine Erdrterung, Es wéchft nidt fo ffarf als der vothe Slee und bat fhwächere Stengel, demobngcactet mird es guteilen mit Rorn, ju 3 Dinten reinen@aamen, ausgefäet; ivenn dies aber der Sal nicht iff, fo werden mebrentheils, je nachdem das Saud befchaffen if, 2 Dufhel gebraucht. Cinige bal- ten es vortheilhaft, tmwenn viel Mindvich darauf gebalten terden fol, es mit Safer oder im Srübling unter den IBeigen eingufäen, twenn im folgenden Gommer Korn darauf folgen foif. Juf diefe Meife echâlt man für den Musgang des Sommers und für den Herbft eine gute Gtop- *) Modern Agric. Vol. II.**) Kents Hints#**) Rural Economy of Southern Counties, +) Corrected Report of Pertfhire; and l.ural Economy of Southern Counties, Vol. I. +) Synoplis of Husbandry. Biveiter Theil, D 6 194 Œilfte Abtheilung, pel und der Mfer Fann im Grüblinge ungebindert beacert werden, Der Saame if wobifeil su Daben,*) 77) Der gelbe Rice if vornebmlich für Schafe, entiweder alfein oder mit vothen Klee, zu be- nuben, iweil bei dem Genuf deffelben das Vieh dem Aufbläben meniger ausgefest if, Er ift auch bestvegen für die Schafe fo befonders anpaffend, da er fogleih nach den Nüben und Moggen zu beveiden if,***) Us Peu ift der Ertrag nidt grof, aber als Schaffutter im MBinter febr gut und futtert fih ratblih. Es foif auch leicdht feon, ibn ju Seu ju machen, obgleid) andere dagegen behau- pten, er filze ju febr in einander und tverde durch die Mâffe leicht fchimmlicht, Der Caame wird, tie beim rothen Rlee, vom gmweiten Schnitt genommen, und der Er- trag ift oft 7 bis 8 Dufhel reiner Gaame vom Mere. Jr Oangen ftebet er, als Fünftlihes Gras, dem rothen Klee alfemal nach. Œfparfette, Hedyfarum onobrychis.— biefe Pflange nicht fo allgemein tie der lee cultivirt wird, fo ift fie fie ben Sandmann nicht minder micdhtig und nüblich. if auf dem leichtern und dünnern Rreideboden, was jener auf dem ftarfen, fchweren und tiefern ifts und bat babei den Vorgug, bdaf fie länger ausdauert, ie ift gum Seumachen eben fo brauchbar als jur MBeide, und das Vieh fhwillt nicht fo wie nad dem Klee auf. “fhâbhar wird fie baburch, daf fie auf magern, fablen Boden, in bügelidten Gegenden, wo anderes grasartiges Rraut fnapp ift, ein gutes Vichfutter giebt. f) Der qur Efparfette paflihe Doden muf entweder aus Freideartigen Sebm, leichtem Gande oder Ries oder aus einer Mifhung diefer Art beffebn, vorausgefeét, daf er nicht naf fe und einen.felfigten oder barten Éreideartigen Unterboden babe, ber die ABurgeln in einer Tiefe von 1 Guf oder 13 Soil unter der Oberflñche aufhälts denn fonff erfhôpfen fie fih durch das tiefe Eindringen in die Erde.++) Es iff daber nicht gut, fie da ju fâen, two eine grofe Tiefe von Erde if. Sie fol felbft auf magern Doden einen febr guten Ertrag geben und auf fettern und locfern oft einen febr reichlichen, Fommt diefe Pflange doc) eigentlih nur auf Falf- attigem Boden am beften fort und iff da ausdautend, FFF) Der Voden Fann dagu nicht rein und fein genng bereitet werden, ebe der@aame ausge- fâet wird; mithin gebeibet fie am beften nad Müben oder einer äbnlidhen Grucht, die wäbrend ibres Macdhsthums eine feine Dearbeitung erfordert,| *#) Dei uns iff er noch nicht in den Hanbel gefommen. A: 0 re *#*) Synoplis of Husbandry.*X#) Jbidem.+) KRents Hints. ++) Œin fonberbarer Grund! Auf Granit oder Thonfhiefer wird Œfparfette nicht twacbfen, ob diefe glett) chenfalls bag Œindringen ibrer MBurgel bindern. Aber in die Rien des Ralfffeins dringt fie gerade rect fief, nad Marfbalié Demrréung über 50 Fu, ein. 20. 10, D. ft} Marfhalls Rural Economy of Southern Counties. Vol. IL. Anbau des Mderlandes, 195 GSaame. Mu von den beften Pflangen und folhen, die auf sem Voben des Mnbatrere am beften gedeiben und mwäbren, genommen werden.*) Man muf allemal frifhen Saamen baben, weil der alte nie ju Gange Fommt. DBreitwürfig gefüet, find 4 Vufhel die gebôrige Quantitât, wmeil diefe Pflange Di£ gefñet werden mn; einige balten jedoch die Sâlfte binrei- end. Drillfäen gebraudht mau gewébnlih 3 Bufhel. Man fauft den Dufbel ju 3 bis. 6 Sd,**) Beit und Methode des Sâens.— Ge früber man fâen fann, befto beffer ift es, benn der@aame Fommt bei der grofern Geuchtigfeit des Dodens in fhnellere Segetation und Die jungen Pflangen find der Gliege dann nicht fo febr ausgefebt,***) Der Musgang des Bebruars und Mnfang des Märjes find daber die bequemften 3eitpuncte. Jan bat fie jeboch auch fon im Setbft mit dem MBeijen gefäet; man till das Verfabren aber nicht foben,+) Gie wird entiweder allein oder mit Sommerforn, am beften mit Gerfte, nac Rüben, ausgefüct, tan folf bazu die Sâlfte Gerfte nebmen, die man fonft ju einer gemôbnlichen Gerffeausfaat gebraucht. reicht bin, um den nôthigen Schatten u geben und die etfor- derlihe Geuchtigfeit ju balten, und wird ju gleicher Seit nicht nactheilig.: Mo bie Gerfte ge- drilft wird, Éommt die Cfparfette nachber auf eben die Art, nur in entgegengefebter Ridtung, Dinein,@ûet man fie über den Meigen, fo wird fie eingeeggt und nachher gealit, Der Gaame muf allemal etwas tiefer und Beffer wie Grasfaamen bedecft werden. rathen daber, ibn feicht unterupflügen.+7) Muf den mebrften leihten Vodenarten mus vie Malje nachber gebraucht werden. NMadbherige Dearbeitung.— Von diefer bângt der gute Crfolg des Anbaues diefer Pflange gar febr ab. Die mebrften erfabrnen MBirthe rathen zum Heumachen, fait fie abgutveiden, twollen, fie folle im erften Serbft fo tenig gefhnitten als abgetweidet ter- den. uf den dünnern, magern Bodenarten mag dies febr gut feyn, auf den beffern fann man ofne Dedenfen mâben, da fie im erften Jabr da fchon einen guten Gchnitt giebt. Gie beffaudet fi auf erfteren alsdann beffer und die folgende Grucbt wird durch den verfhütteten Gaamen nod) vermebrt, Uuf alle Gälle nimmt man in den folgenden Somimerr einen Heufhnitt, und die Nach- matt wird blos mit Gchafen bis gum December abgemeidet, mwobei man darauf zu achten bat, Db 2 *) Marfhalls Rural Economy of Southern Counties. Vol. II. **) Go moblfeil&ft er in Deutfhland an twenigen Orten ju Baben, Die Saat\ft dabet febr foftbar, und man muf fit wenigftens übergeugen, daÿ der Bobden ibr gufagt, ebe man fi qu einer betrachts lien Ausfaat entfhlicft. Gin oder smwct Sabre fommt die Efparfctte fait auf jebem Sobden fort, aber in diefen erften Sabren gicôt fie geringen Grtragi bann gebt fie aus. Ian muÿ aber bei dem nbau twenigfiens auf 10 Sabre rechnen fônnen. 21, D:: ##*) Synopflis of Husbandry.+) Ibidem. t) Kents Hints. > 2 r a 196 Œilfte Abtheilung, daf fie fe nicht allyudichte abiweiden, Damit bas erz der Pflangen dabei nicht leide.%n den folgenden Serbften ift dabei fo viel Gefabr nicht, und das Vieh Fann darauf getrieben werden, bis es zur Genüge bat. Su Anfange des folgenden Sabrs bâlt man es aber davon fo früh als môglich gurücé, Der Ertrag ribtet fih nach Befhaffenbeit des Dodens und fleifiger Vearbeitung, Vm Durchfhnitt rechnet man 2 Tons. Der magere und dünnfrumige Doden, der nicht viel über 5 Sc, werth if, bringt felten iweniger als x bis 134 Ton, Auf den dünnern Dodenarten Fann nur einmal, auf den tiefern aber, tie beim Rlee, gweimal gemäbet werden, Sn grünen Suffande befommt fie allem Vieb, bei milhenden Küben folf fie den Gc- fhimac£ der Milch verfchlechtern. Nis eu ift fie fix die Sugpferde, fo wie für andres Mindvieh, âuberft nâbrend. Die MNachmatt ift befonders den Sämmern dienlich. Die Antwendung des Düngers auf Efparfettefelder ift von grofem Mufen, mwenn folche zu Musgang des smeiten Herbftes, nachdem ffe ju Grafe gelegt find, gefchiebt. Su dem Endeift Torfafche das befte Materials auch andere Mrten Afche, fo wie man fie haben Fann, muf dünne übergeftreuet werden, tan bat auch zu Mnfang des Vanuars Nuf, ju 25 Dufbel per Here, und Maliftaub auf eben die Beife mit grofem Nuben angewandt.*) MBenn man alle 3 oder 4 Yabr folchen Leberdung der Œfparfette geben ann, fo bält fie fih, twenn fie im Doden gut cingemurgelt ift, 10 bis 12 Gabr und der Mer wird durch die Buryeln be- trachtlih verbefert, Sin dritten Sabr erbült fie gemeiniglich ibren vollfommenen Buchss und nimint gegen das acte oder gebnte ab, wwenn fie nicht mit Dünger auf die angefübrte Meife unterffübt tviro, Man gebraucht fie guiveilen auch febr vortheilbaft, ebe fie blübt, mit dem Gorn- und anbern Arten Vieh, grün gu verfüttern.| Der gemôbnlicdfte Gebrauch gefchiebt aber, iwenn fie zu eu gemacbt if, Es wird damit Beinahe fo wie beim Rlee gemacht, Man mäbt fie, fobald fie in voller Biüte fteht und darf nicht fâumen, fie fobald als môglidh zu mâben und zu eu ju machen. Von allen Crasarten erfordert biefe die twenigften Umftände, IBenn das Better gut if, fo folgen die Peuer der Genfe und nadhdem fie die Schwaden gefebrt haben, bringen fie folche am folgenden Tage in ABindreiben, 10 fie dann in Paufen gefebt wird und gleich eingefabren werden Fann, MBenn fie auch grün fcheint, fo erbift fie fich doch nicht und man bat mebr davon zu beforgen, daf fie au trocfen einfommt, Man mu dies daber môglichft gu verbüten fuchen,**) *) Synopfs of Husbandry.#*) Ibidem. Anbau des Aderlandes, 197 Saft man bicfe Grucht ur Saat fiebn, fo muf fie fo lange auf dem Mer blcibeu, bis bie Sülfen braun und die Saamenfdrner volf und bart werden, der Gaame wird dadurch nicht nur beffer, fondern erbibt fih, ba man ibn nicht lange auf dem Selde Fann troŒuen laffeu, nicht fo leicht, Sat er diefen geborigen Grad von Meife erreicht, fo wird balomôglihft gemä- het und er bleibt auf dem Schrvad liegen, bis die obere Seite getrocÆnet ift, ivorauf er bebende gefebrt wird, dainit er nicht ausfalle. Menn auch diefe Seite trocfen ift, fo drifcht man ibn auf Süchern im Gelde aus oder vertwabrt ibn, um dies andermwärts qu betverfftelligen, Das Drefchen ift bei tweitem nicht fo befhiwerlidh wie beim lee, Bo man Drefchmafhinen bat, Fann man fih deren jur feidtern Geminnung des Saamens bebienen, die Witterung günftig if, fo ift die erffere Methode vorgügliher und das Stroh ann als Gutter verimabrt ferden, Œn einigen Diftricten beläuft fih der Ertrag des Saamens auf 4 bis 5 Coombs; in aun- dern, befonders auf dünnern Efparfetteboden, iff er iveit geringer, Aus diefen angegebenen Thatfadhen wird es einfeuchtend, Ddaf biefe Pflange dem Sand- twirth Guferft iwichtig fepn muf. ie giebt nicht nur binlangliches Gutter für das Vieh, fon- dern auch vorzüglich grûnes Gutter im fpâten Herbff, ivenn der Boden dau pañt, fie gewübrt aber auch auf dünnen, magern Doden einen reichlihen Crtrag, der unter andern Limftänden folchen fo ivenig an Kraut als Heu geben würde. Auf dem beffern und fruchtbaren Boden ift diefer Ertrag überdem ânferft ergiebig, Der Anbau derfelben verdient daber in verfchiedenen Gegenden des Kônigreichs ausgebreitet zu werden, bdie in der Art ivenig licfern und zum Klee- bau nicht gefchicét find.— Dies ift um fo mebr zu wünfhen, da bdiefe Fünfilihe Grasart obne Drilifäen und Debacfen gedeibet. Mus vielen VBerfuchen damit, ift es au wabrfchein- lih, bdaf fie faft mit jedem Voden vorlieb nimmt, ob fie gleidh obne Siveifel auf dem Falfarti- gen, trocnen und lebmigten fidh am beften pañt. Auf folchen, der gelegentlich gefalft if, foll fie aber am beften gebeihen. Œinen betrâchtlihen Grad von Srocenheit erfordert jeboch die Cfparfette, un gut fortzu- fommen, und gedeibet daber auf Feinem naffen und mafferhaltenden Doden,*)**) Das flimmfte bei diefer Pflange if, daf fie gerne grobe Grâfer und Unfraut auffommen lûfi, woburd ibre Dauer befhräntt wird, Der qur Efparfette beftimmte Boden muf dem- nûchft vom Linfraut febr gereinigt toerden, demobngeachtet folhe Grâfer fi anfinden, fo eggt man die Efparfette und macht eine Met von Brache,**)+) *) Güc die dünne flade Rrume faltigter Gebürge, gicbt e8 Écine vortheilbaftere vie tie diefe, Abo auch nur auf diefe befhränés fi ibre vortheibafte Anwendbung. À.#. **#) Youngs Esftern Tout. Vol. IV.*X**) Ibidem. D Das beift: man pflüat einen@treifen um ben anbern bagmifchen dur und egat af8bann fharf, giebt ibn erwas Diünger, wonacdh die Dflange auf neue micder bervorfommt und fit ffar£ beftaudet. À, d. 2. Fa”: 2 Le mr sh> Es. era à 19$ Œilfte Abtheilung, £ucerne, Medicago fativa.— Bon bdiefer Fünftlihen Grasart gewinnt man fotobl grünes Gutter als Peu, Sie liebt die tiefern, fetten und trofnernu, D, i, mürben lebmigen, Éiefigen und fandigen Dobenartens Fann aber burdaus fein ftebendes ADaffer an den MBuryeln vertragen, Sie muf au einen Linterboden haben, der das Cindringen der Burjeîn in gewiffer Tiefe aufhält, damit fie fidh nicht erfhôpfens bagu wird aber eine grôbere Liefe als bei der vorhergehenden Grasart, némlich von 1 bis 2 Guf, erfordert.*) Diefe Diane verlangt eine befonders gute Bertheilung des Bodens und feines Erdreidh. Man mu daber oft pffgen und eggen und vorber folhe grüne Grüchte bauen, die den Acer befonders veinigen und locern, Œs rathen desbalb einige, 2 auf einander folgende oder ab- teéchfelnde Mübon: Moôbren- oder KRoblerndten ju nebmens Die Müben folf man im gweiten Herbft vom ich abfreffen laffen, ebe der Mer umgepfligt wird,**) empfeblen eine Drache und nur dur bdicfe Éann fhwerer und unreiner Doden dagu bercitet werden, if felten vonnèthens wo dies jedodh der Gall fepn folfte, muf er fchon mit der voraufgehenden grünen Grucht in den Acer gebracht werden. Auf Neinbeit und Socerbeit des Bodens bat man vor aflen Dingen bei diefer Pflange zu fehen. SGaamen. Der Sucernefaamen ift grôfer und bleicher als der Rleefaamen, man Éauft den, der aus Solfand Fommt, bas 15 ju 2 cd. Man bat aber wobl dabin qu feben, daf man immer vollfommen frifchen erbalte. Die ju fâende Quantitât richtet fi nad der Be- fchaffenheit des Bodens und der Art wie fie gebauet wird. Dei der breitwürfigen Ausfaar, die man febr einträglih gefunden bat, find 18 bis 20 1b binreihend, Deim Drillfäen wird aber teit iweniger gebraucht, je uachdem die Diffangen genommen werden. 2 Guf 6 Ib, 711 Qué 516, 1 Bus 1216, 9 Sol r2 bis 16 16.: Beit und Methode des Sâens. Die befte Zeit if, fobald man in den Früblings- monaten dau fommen Éann, damit die Pflangen fi, ebe es ju beif wird, im Doden fefifesen fônnen, Qu den fübdlidhern Éegenden fâet man ju Ende des Gebruars, und zu Anfang des Märies in den nôrdlihen. Œûet man fpât, fo muf man die Verbeerung der Gliege befürchten, Berpflangt man aber nach der Gartenmethode, fo bercitet man die Saamenbeete, fobald der Groft es gulâft, damit fie fact und gefchift zum Serpflangen im‘Auguft find. QGn Nücéficht auf die Art der Cinfaat, muf man fidh nach Umftänden des Vodens und der DVequemlichfeit richten, ann man auf Hacden und Sâten nicht viel Beit vertwenden, fo fäct man breitmürfig, wenn gleid eine folche Husfaat nicht von der Dauer if man die Grucht aber drilffäen und bacfen, fo if diefe Ausfaat, in engen Diffangen, vorjüglid amu- ratben, balten fie in jebem Galle für die befte,***) *) Kents Hinte.**) Annals of Agriculture. Vol. XXV.*#**) Kents Hints. Anbau des Aderlandes. 199 Das Berpflangen Éann mob nur in befondern Gâllen vortheifhaft fepn oder. to man fleine Gtrecfen von tiefem Bobden mit guter Rrume bat, und die Pflangen dinne und regelmäbig aus- gefeét, gtof'und flat machfen. feuchtem Doden, der in einiger Tiefe unter der Ober- fiche MBaffer bat, Fann bdies Verfabren nüblid werden, indem man dabeï es beffer verbüten fann, daf die Burgeln qu tief eindringen als bei dem blofen Ausfäen,*) Der Saame wird wie Rlee, entiweder alleine oder mit Rorn, ausgefñet. Deide Metho- den fônnen ibre Vorzüge haben, Muf tiefern und frnchtharen Bodenarten bat die erftere,«und auf den leichtern und minder tiefern, bie lebtere ibr Gutess denn auf erfteren bat man eber grünes Gutter und die Sucerne Fommt ficherer fort. den lebtern find die Pflangen in ibrem frübern Bus mehr gefhüét und die Feuchtigfeit bâlt fih befer. Cinige mollen behaupten, da fie auf diefe MBeife auch beffer gegen die Crdflicge gefhüét merde,**) Bo man indeffen diefer Methode fi bedient, muf das Korn dünner als fonft zu gefcheben pflegt, gefäct werden. Hafer ift dau beffer gefcbicét als Gerfte, weil fie dinne gefäet, fih nicht fo leicht lagert. Günf bis fechs De, ju 3 Dufbel, geben die befte Proportion, je fetter der Voden defto weniger. Machdem das Korn gefñet und cingeegat ift, fâet man den£ucernefaamen in einem ebenen MBurf über die feine Crde und eggt ibn mit einer leihten Saamenegge; 2 3oll Erde find zut Dedetung Dinreichend,***) Dei der Drilleultur wird daffelbe Snftem befolgt, der Sucerne- faame wird in gebôrige Diftangen gedrillt, entweder in der Sânge oder in der Vreite, fobald das Kotn in die Erde ift.+) Die Diftang der Meiben bei der Drilleultur, ridtet fih na dem Suffande und der Ve- fhaffenbeit des Bodens. Cinige balten 2 Fu als die befte Diffang in jedem Gall.++) Andere 1 Guf auf fettem Boden, der 30 bis 40 Sh. werth ift und 9 Zoll auf den minder fruchtha- reu.+tt) Yuf fhlehtern Boden Fann diefe Eultur dem Sandwirth nichts einbringen. Die lefte Diftanz nâbert fidh der breitwürfigen Methode und if in den mebrften Gällen die anpaf- fende. 5) Sie verdient daber den Borjug, da man in diefer, ffatt des Eggens, mit einem dau fhidlihen Pfluge pflüigen Fann. MBenn der Saame gutift, fo lâuft er in Seit von einer Moche auf und besieht gar bald die Oberflâche, Ve eber er das raube Blatt erreicht, bdefto beffer ift es, befonders in troŒner Mitterung, wegen der Verbeerungen des Snfects, welches den MRüben fo nacdbtheilig wird. Benn der grôfte Theil der Frucht verheert ift, fo thut man am beften, das Sand mieder aufqu- pflügen und frifhen bineingufäen. Bortheil bat das Mleineausfäen vor der andern Methode voraus, *) Annals of Agriculture.#*) Jbidem. XX#) Sd beymweifle, daf Lucernefaamen laufen mwerde, tvenn er 2 Solf mit Erde bebecft if. A. bd. JS. +) Annals of Agric. Vol. XXV.+) Kents Hints. tft) Annals of Apgric. Vol. XXV. 6) Ibid. 200 Eilfte Abtheilung, Madhbhetige Debandiung.— Siebei Fommt es boryiglid barauf an, baf bas Lnfraut unterdrict merde, Dies lâft fih, je nacddem man ausgefäet bat, auf mancherlei IBetfe bemertftelligen, DFE es breitiwirfig gefhebn, fo bat man, nachdem das Korn wegge- nommen ift, nur das fwere Vieh davon gurûc£ ju balten. Dei trocéner Ditterung Fann man über und anderes leichtes Vieh darauf jagen, jedoch nicht zu(ange Seit, YBenn im fofgen- den Yabr der gmeite Sbnitt genommen ifé und es zeigt fid) etwas Gras, fo muf das Sucerne- felù mit einer nicht allqu fchiweren, furyinfigen Cgge 2 oder mebrere male, je nachdem es noth= tmendig ift, in verfchiedenen Michtungen bergogen werden; Das grafige Material mird alsbann sufammengebartt und vom Acfer meggefchafft. Dies muf man, fobald es im Grüblinge thun- lich if, vornebmen und to mbglidh troc£ne Bitterung zu diefer Arbeit wablen, Sm folgendent Gabr wird ein folches gweimaliges Eggeu oft nothwendig, einmai im Früblinge und einmal ju EŒnbde des ommers. Vn diefen Fâllen muf man, wenn fih viel Gras zeigt, fchon eine etwas fhiwerere Egge nebmen, rathen eine folche an, an deren Gerwicht 4 Dferde qu siehen baben und die nur 4 bis 5 Guf überreiht, Mo man aber dicfe Arbeit bäufig vornimnt, da faun man leichtere gebrauchen, tweil die fhiwerern den Rronen der Dflangen nachtheilig werden fonnen, dagegen diefe die Erde um die MBurgeln gut auflocfern, Mach diefem Eggen wird das Unfrant gleichfalls vom Mer weggefchafft. Dinne und fümmernde tellen werden vor dem Gogen init friféhen Saamen überftreut, Sn jedem alle muf unmittelbar nach diefer Operation gemaljt werden, um nicht nur die Erde den Murgeln feffer angubringen, fondern um die Ober- fâche gum Debuf des Mäâbens mebr qu ebnen, Dei der breittwürfigen Musfaat ift es, twenn man feine ausgebebnte lâche bat, wabrfdheinlich am Beften, mit leihtem Jindvieh fie im Gerbft abyutweiden.: Dei der gedrilffécten Sucerne empfcblen cinige den Éebraudh des Shims(im erften Bande erflärt), twenn im Serbft, nad) der YBegnabme des Korns, die Meiben vollfommen fihtbar find. Han burchiebt damit die Meiben, um fomobl bas Unfrant und die Quecfen ausqurot- ten, als auch die Erde, um die Pflangen aufjulocern; und damit fie vbllig rein twerden, fo band- Dacft man die Pflangen in den Xeiben. Gym folgenden Sabr muf der Shin und die Sade nod forgfältiger gebraucht merden, Diefe Avbeit muf, fobald der Doden es leider, vorgenommen und gelegentlich in dem Maafe fortgefeñt iwerden, daf die Grucht vom Unfraut vollfonmen rein wird. Su dem Ende muf man, fobald bie Sucerne gemäbet ift, auf die Musrottung der natürlihen Grûfer und anderer Mrten des Unfrauts, die fi alsdann am beften entbecen und tuegfchaffen laffen, Dedacht nehmen. Die verpflante Grucbt bedarf im Herbft nur twenig Mufmertfambfeits ein- oder gmweimali- ges Bebacfen ift fébon Dinreicdend. Dn den folgenden Sabren muf aber die nehmlicdhe Deat- beitung, tie die vorbher befchriebene, ffatt finden. Cinige Anbatt des Uerlandes, 201 Cinige tathen in biefen Gällen, nad jebem Schnitt tüchtig ju baden, fotbobl mit der Pferde- als Sandbade, fobald fi Unfraut zeigt. die Pflangen vollfommen gerade in Meiben, wie es feyn mu, fo leiffet ein©him, bdichte neben den Dflangen geogen, foviel, daf die Roften des Handhacens erfpart werden, da es dann nur noch darauf anfommt, das Unfraut und die Queen, die fi gtvifchen den Pflangen in den Reiben anfinden, zu vertilgen, Dies fann vermittelff einer gacfigen Handhacfe gefchehen, Da, two man des Handbacens bedarf, Fann man mit Veibern und Rindern, sur Erfpa- rung der often, bies berverfftelligen, Yuf folhen Bodenarten, twelche nicht ganz befonders frudtbar find, thut der Dünger que BerdiŒung und Bermebrung der Brucht, grofe Dienfte. Out gerotteter Stalldinger ift dagu der befte, tweil die erdigen Mengedünger, Mfche und Ruf, den Bachsthum der gemeiner Grâfer ju febr befôrdern. Sebtere werden indeffen gur YBinterszeit fbergeftreuet. Man nimmt alle 5 bis 6 Sabr*) etwa 20 Tons auf den Here. Mndere Dalten es jeboch für beffer, jäbrlid im Srüblinge eine leihte Bedefung von Dinger zu geben.**) Die ECultur diefer Grucbt ift daber mit grofen Soften verbunden und der unerfabrne Sandwirth thut febr wobl, fih nicht voreilig bamit febe zu befaffen, obne geborige Mücfiht auf feine Umftände genommen zu baben, Die Ueberficht diefer Unfoften findet fit bier unten,***) Da bdies eine von den frübeften Grasarten if, fo lAbt fie fih gemôbnlih fhon zu Ende des Mprils oder ju Mnfang des Maies mében, und auf anpaffendem Boden Éann man um 6 Bochen *) Annals of Agriculture,**#) Kents Hints. *) Untfoften. Pf. St. SH. Pence. Biveimaliges ares Pflügen im Frhflinges FES p— 18— Eggen$ n— 2 6 Act tb Su;$$$!_— 8— Bu Drillen$$/ n$$— 2 6 DPferdebacen im Serbft$$$$$— 2 6 SHandhaden im Berbft 8$ nl 4$— 5— Sm erffen Sabr I 18 6 Sâbriihe Roften. Gewinn Bei der grûnen Berfutterung Pf. SH. D. mit Dferden. Landpaht, Sebnte, Armengeld 1 10— Sé. D. Biermal Pferdehacten$— 10— SGünf DPferde, von der Mitte des Drcimal Bandbacden 4— 12— Raies bis in die Mitte des Octos Sünfmal Maben$$ 12 6 bers, ju 2©. 6 D. das Pferd Bufammen Sarfen'+, 7 su balten,$ 14 7 6 Laden und Meafahren/ tv 7e 00 Sm Gerbffe ju dûngen, jäbrlidh RL an ee &, Ji einer Geminn 9 18 6 À 14,7 6 Ai 7°-6 Bweiter Theil, 202 … Œilfte Abéheilung. fhon micder nâben, und ut eben fo viel Beit den gangen Sommet bindurdh. Gun folchem DBoden méchft fie r bis 11 Guf in 30 bis 40 Tagen und giebt den Sommer bindurch 5 volfe Ginfthnitte, twenn fie gebôvig unter der Drilleultur gebalten wird, Dei der breitwüvfigen Aus- faat waâcbft fie aber nicht fo fnell und giebt nur 3 bis 4 Einfhnitte, Die Erfabrung andere tidcrfpriht dem jedoch, tie mir teiter bin feben twerden. man nun immer neue&of- gen von grünem Gutter babe, fo theilt man die breitmürfig gefäcten Gelder in folhe Stücée ab, von denen eins täglich gemäbet wird, und macht von der breitwivfigen Musfaat etwa 6o, von der gedrillten und verpflangten etwa 30 bis 40 Abtheilungen, je nacddem das Sand befchaffen if.+) Die Sonitte find ungleih, fo wie die Srucbt mAbfé und vergebrt wird, Mit der Senfe u mâben iff unfireitig das twirthlichfie. das Sutter gefchnitten iff, muf es fogleich den Tbieren vorgemorfen werden. mäben nur cimmal des Eages, man thut bei twarmen Better aber twobl beffer, gmwcimal ju mâben, denn je frifdher das grüne Gutter if, defio beffer frift es das Vieh. Cin Here nübrt auf 6 Gommermonate 3 bis 6 Pferde, ein Getvinn von etwa 7 bis 12 Pfund, Saft man die£ucerne zu Heu ftehen, weldes minder vortheilbaft ift, fo giebt ein Mere in 3@éhnitten, twenn die Grucht gut gewachfen ift, felten meniger afs 3 bis 5 Tons trocnes Heu. Mad Mr. Arbutbhnots Berfuchen mar der Ertrag 4 Guder, nach andern, auf fet- tem Doden, 5 Heumachen verfäbrt man tie beim lee. Ve weniger das Heu ge= tübrt tverden fann, vorausgefebt daf es binlänglich trocnet, defto beffer ift es, weil die Blât- ter alsbann beffer an ben Stengeln bleiben und das Heu mebreren WBerth befommt, Dei ibrer grofen Gaftfülle bedarf die&ucerne lângere Zeit gum Trocnen als lee und Efparfette. Da man dies Peu nidt febr fhâst, fo thut man am befien, es ju Paufe ju confumiren ind bie andern Arten ju verfaufen, Der vorthcilhaftefte Gebraud diefer Grucht, ft das grüne Yerfüttern mit Pferden, Mindvieh und Schiweinen. Du manchen Gällen Fann fie auch als trodnes Gutter mit ju Pülfe fommen. ls frübes Gutter für Schafe und Sämmer, iff fie in eingelnen Güllen gar viel merth, Da bdiefe Dflange das mwicderholte Mäben gut verträgt, leicht und fnell wieder ausfchieft und dabei ein nabrhaftes Gutter giebt, fo ift fie als grünes Gutter da, wo viele Pferde und Mind- vieh gebalten werden, von âuferfter Wichtigfeit, Gür DPferde ift fie unfireitig das befte grüne Gutter und giebt als folches den gréften Crtrag. Man bat dabei die Burfausfaat vorüglicher als das Drillen und Vérpflangen befunden,**) fettem Boden eiffet die gedrilite Sucerne, wenn die Dflangen rein und die Œrde locfer gebalten wird, unfreitig mebr, Micht minder mibtig ift fie gun grünen Verfüttern mit$üben und andern Arte Rind- vieb in den Sofen und beim Fettmachen der Ocbfen, Eine Rub vergebrt davon in 24 Stunden *) Annals of Agriculture.#x) Youngs Lafiern Tour. Vol. IV. Anbau des Aerlandeg, 203 60, 7o bis roo 18, tenn fie von mittlerce Grôfe if, und ein Mere népet 4 Rübe auf 20 MBochen, Mach andern Verfuchen batte man no mebr Vieb darauf gebalten, Güt- teen muf man nicht qu viel auf einmal davon geben, tweil das Vich, fo wie nad bem Slee, leicht barrach aufgebläbet wird. Det Berfuhe, Ochfen oder ander Mindvieh damit ju mâften, find nit viele, bie iveni- gen aber betveifen den Muben diefer Pflange dabei, Mad Mr. Youngs Verfuchen nalm das Mindvieh am Bleifche febr ju, fo da fi biefe Pflange auf jedes Paupt môchentt ich mit 4 Sc. 6 Pence bezablte, wobei fie die Wien Mbertrifft,*) wurden bei en gtü- nen Gutter ohne Safer oder Peu fett,**) Mad Mr. Daldwins Berfucdhen mâftete man auch Schafe damit TeDE gnr,#7) Audh Schweine bat man in den Pôfen mit febr gutem Erfolg bei dicfem Futter gebalten, und man folf fie, ba fie nicht fo dichte abfreffen als die cafe, febr gut auf das Sucernefe{d treiben Fônnen, Œin Plaf, bdicbt an dem Schiveinehof damit befñet, mwürde daber fehr vot- theilbaft feyn.+) Ueber die Ausgaben, den Cctrag und reinen Getvinn diefer Pflange Fan. man bie Tabelle unten nachfeben.++) Das Refultat des comparativen Verfuchs, von Mr, Anberdon, mit£ucerne, Dit- pinelle und Œfparfette, geigt die Borgüglihfeit der erftern,+++) Ce 2 *) Annals of Agriculture. Vol. XIV.**) Ibidem, Vol. XXV. XXX) Tbidem.+) Ibid. +) Dobenarten. Denubung.| Unfoften.| Ertrag.| Gewinn. PF. Gb. D. a sr Le PF. Sb. [Reichter fanbiger Lehm. Grün verfüttert.| 1 14 6 TH 05& Duths IGetter, fhmwarger Lebm. Peu. s— 8 Se 5—| 6 4 à fbnitt von: Guter Lebm. Grün verfüttert.| 3 15— 14 7 6 lro 12 6 5 Œcnbdten. ERA Lebm. Grün verfüttert,| 3 3 6| 9——| 5 16#6 [Setter, ticfer, fanbdiger Lebm.| Grün verfüttert,| 3 5 où| 7— 117) 3 NES S Durbhfhnitt. ga 14% se dla oi Jade BTE 107+ +1?) Lucerne, 4 grûne Sdniste geben;$$; 159 ÏB. Dimyinelle,——=?, 0$ y FA Œfparfette,——— se$ D— Berluft nie ets £ucerne,: als Gras 5; 572 D 3 0 als Seu;: 22 ÏE. Pimpinelle——$ 4 255— 1 n——; 4 7 Efvatfette,—— 4 295—$$——/, cie Bon jeder Art ein Sri Dies beweift den Berluft Éeim Geumaden foler faftcciden Degctabilien, die gefbnitten und grün verfüttert toerden fônnen, 204 Eilfte Abtheilung, Obgleih man diefe Pflange eigentlich nicht mit Safen abmweiden folf, fo Fann fie dot als frübes Gutter für Sämmer und Gchafe, auf fetten und iwarmen Doden, den verlohrnen erften Schnitt für die Pferde, vôllig wieder einbringens jedodh müffen die Schafe nicht lânger darauf bleiben als bis die erften Schüffe abgefreffen find. Benn man im Gangen die Unfoften bei der Cultur diefer Pflange in Crmägung zieht und den geringen Œrtrag in den erften Sabren berechnet, fo füllt das Vortheilbafte der Pflange an und für fidh iweg und es Fommt gar viel darauf an, tie man fie benu$en Fann, Der eingige veelle Boryug, den fie bat, ift ibre longe Dauer, twenn fie einmal fid) im Doden befindet, da fie fih} na Befchaffenheit deffelben, 15 bis 20 Sabr darin balten fann, und man fie mit nôthiger Sorgfalt bearbeitet. Dunct ift-allemal febr michtig, mwenn dem£andivirth darum gu thun if, grünes Œutter für fein Vie qu haben und er die Mübe und often des Rornbaues fheuet. Man empfichlt die£ucerne befonders aud für Molfereivirthfhaften, da fie die Milh febr vermebren foll. Bei anpaffendem Doden geben twenige Heres, um das aus berum, um grünen Œutter immer ein früh ju benubendes eld. Deim Aufbrechen eines Sucernefeldes bat man, tweil die Murgeln febr ffarf und(hiver zu vertilgen find, gefunden, daf die Grucht dadurch fo tuieder bergeftellt wurde, Daf der Sandwirth fih bermogen fand, es wieberum gu Grafe liegen ju laffen.*)%n folchen Gegenden, wo diefe Gelder vom YBaffer überftrômt werden Fônnen, ann man fie, nad) der Empfeblung eines franséfifhen Schriftfiellers, febe vortbeilbaft als MBiefen liegen laffen.**) MBenn fie wirÉlih umgebrochen iverden, fo geben fie einen bewundernswürdigen Ertrag an Korn, Hafer, der am beffen einen üppigen Buchs vertragen fann, wird am vortheilbafte- fen als erfte Frucht gebauet,***) Mäcbft den Fünfilihen Grâfern Fommen nod andere Frautartige Pflangen in Betradht, die als veichlihes grûnes Gutter für den Vichffand bedeutend find, Biden, Vicia fativa.— Pflange lâft fih, Bei ibrem fhlanfen, dichten und bärtlihen Buds, fo wie bei ibrer Saftfülle, gleid den Fünfilihen Gräfern, mit Korn ab- wechfelnd im Umlauf bringen, um die Gruchtbarfeit des Bodens ju benuben und grünes Gutter für den Biebftapel fi) qu verfhaffen, Ein gefheider Mderwirth bebauptet,+) baf fie den Merwirth die Mittel an die Hand gebe, eben fo viel Bieh als der Beidewirth ju baltens denn tvâbrend bdiefe Sruchtart auf dem Doben if, giebt fie per Mcre mebr grünes Gutter als das befte und fruchtbarfte Grasland geben fanns; nâchffèem tird fie auf mürben Sebmboden fo *) Youngs Annals. Vol. XXV.*#) De Serres en Theatre d'Agriculture. p. 440. #44) Gb babe Mber die Qucerne fo oft und an fo manchen Orten meine Mècinung gefagt, daÿ if mif bier aller fernern Anmerfungen enthalten fann. Sm Gangen halte id) das Maifonnement des Berfaffers füc febr ribtig. A 1050 +) Mr. Middleton. Anbau des Aderlandes, 205 geitig abgeerndtet, ba baffelbe£and in demfelben Sabre no eine voliftändige Mübenerndte giebt, und auf fhiwerern Doden wird MBeizen eingefäet, Da fie ferner auf den mebrften Dodenarten und in den mebrften Gegenden gerûth, fo mâftet und nâbrt man damit Mindvieh und Schafe verfchiedener Art und Gattung febr leicht, Muferdem giebt ffe eine gute Vorbereitung zu an- dern grünen Srücdhten und bemerfftelliget die Golge von Gruchtarten, um die überzäbligen Bich- bâupter ju mâften, wird in den Gegenden, mo der Dünger bebende ift, Dicfer ver- mebrt. Surz, er if der Mieinung, daf durd eine einfichtsvolle Eombination diefer Pflanse mit MRüben, Rlee und Efparfette, die Belder, Schaftriften und ander wüftes Sand ro bis 30 mal mebr iwerth werden als fie gegentwärtig find. So enthufiaftif nun freilih biefe Demerfungen fenn môgen, fo leidet es bod) einen Btveifel, daf die Bien, bei der Berbefferung des Sandes, ein febr nüliher Eegenftand find, fo wie die dadurch môglihe Crbaltung eines grôfern Bichffapels und das leihte Bachfen diefer Dane in den mebrften Gegenden, alle Rücfiht verdient, Die landwirthfhaftlihen Schriftfteller machen einen Unterfchied swifhen Sommer- und Binterwidens bie leftere ift wabrfcheinlih eine Abart der obigen Oattung. Sie ift indefieu bôrtlicher als die Sommertvicfe und die Pflangen, twenn fie alle von diefer Art find, widerfte- ben dem beftigften Grofte in diefem Clima, Um den Unterfchied ibrer Sârte mwabryunebmen, bat, na Mr. Poungs Angabe, Mr. Saurents von Burn folgende Verfuche gemacht:— Am 3often September 1783 fete er Vinterwien und Sommerwien neben einander, in demfelben Doden und in diefelbe freie Sage, beide mit einer 3olf tiefen DedeŒung locerer Erde. Das MBetter war gelinde, Die Gommerwicfen Famen bald zum Yorfcheins und 2 Tage nadhber zeigten fit die Binterwiden auch. Diefer Vorfprung blieb aber nur bis gegen die Mitte des Decembers, wo jene 6 und diefe 4 3olf boch waren, Deide ffanden febr gut als der Groft cinfiel und einige Bochen au- bielt. Mie es Ebautvetter ward, lagen die Sommeriwicden auf dem Doden, fchleimidht und bis an die Burgel verfauit, Die Binterwicen batten gar nicht gelitten, Sie twuchfen darnad) fort und waren in der Mitte des Hugufts reif. Diefe unterfchiedene Mirfung des Groftes veranlabte ibn, den Suffand der Micfen in freiern Gegenden zu beobachten, Cr fand an einigen Orten Faum einige Pflangen gerftôrt, Dda- gegen an einigen andern Stellen verfaulte Dflangen, fo wie die erfforbenen in feinem Garteu. Am ten Mûr; 1784 twurden beide Arten miederum auf eben diefelbe Art ausgefäet und bei ibrem Auffommen und Bus tard ein abnlihes ortfchreiten, wie im Herbft, bemerft. Deinabe eine Boche fpâter als die Minterwiden der Herbflausfaat, turden die Gommer- wicfen veif, twelche im Grübling ausgefäet iwaren, Die Binterwicfen wurden dagege befat- feu und nicht eine Schote Fam zur Meife, 206 Œilfte Abthcilung. Aus biefen beiden Linffanden crgiebt fich eine twefentlihe Verfhiedenbeit beider ertwäbu- tenu Mrten, den Unterfhied derfelben ermwäbnt er nichts mebr als den unbedeutenden in der Garbe und Grèbe des Saamens, und gebt gleidh zu den eingig fichtbaren Unterfcheidungs- seihen, bie er bei den beiden Verfuchen ausfündig madhen Fonnte, Dies ift eine Ungleichheit in den erften Diûttern des obern Theils des Stengels der Pflangen, iwenn fie gegen Ende des Movembers abgenommen turden, tväbrend die übrigen Dlâtter an den Siweigen bei beiden Miden, fid einander gleid) feben, Sm 2ten Bande der Hnnalen des Ucerbaues giebt eine Rupfertafel davon eine dentlihe Anficht. Much der Berfaffer der Synoplis of Husbandry bemerft, daf Sommer- und Minter- wicen im Œaamen fer gu unterfcheiden find; und daf men nur bei der Crfcheinung des Diattes einigen Unterfhied ivabrnehmen Fann. Die Mintermwicen haben ein Saamenblatt von frifcher grüner Farbe, die Gommerwicen baben ein grasartiges dunfelbraunes Bfatt. Es giebt noch eine andere Mbart unter dem Mamen der mweifen Mie, fie ift aber zarter als die Gommeriwice und wird daber im Felde wenig angebauet. Die Bicée gedeibt faft auf jedem Doden, vorgüglih auf bem grobfandigen Sebmboden, der nicht zu feucht iff,*) Dei der Dereitung des Dodens iff foviel Sorgfalt gerade nicht vonnôthen, da ffe auch auf einen nicht gut gertheilten, jedoch aflemal Geffer auf fein bereitetem Doden, mächft. Giveima- liges Pflûgen und Eggen ift mebrentheils genug. Man fâet auch die Binterwide nur auf eine Déugart; das Verfabren iff jedoch nicht ju loben, befonders menn es ftrenger Doden if. Auf magern Doden thut man febr wobl, Bei biefer Srucht zu düngen.**) Gaame. Man muf Sommer- und Wintermwicfenfaat ja nicht mit einander vermifchen, und um fih bavor in Mcht zu nebmen, feine eigne Gaat aufbetvahren, Damit man in jedem Galle ficher gebe. Das Cinquellen des Œaamens in toner Sabrszeit wird fer ange- rathen,***) Siwei bis gtwei und ein balb Dufhel nimmt man bei der Murffaat. Cinige rathen ju 3 Bufbel. Auf mittlern Doden in mittierer Fabrspeit, ift erfteres aber immer binveichend. Auf fettem Boden, 10 frühe gefüet wird, mag man tweniger nebmen, auf magern, 10 man fpût fûet und das Elima nèrdlicher if, gebraucht man die feftere Quautität volifommen. Wei der Drillausfaat, auf 6 3oll, reihen 2 Dufbel bin. Bi man die Frucht grün abfüttern oder abtweiden laffen, fo muf mebr eingefäet werden, tweil dadurd nicht nur grôferer Ertrag ge- wonnen, fondern auch der Muchs der Frucht ungemein befordert iwird.: Beit und Methode des Sûens.— Michtet fi nach den Mbfichten des Sand- mirths. Die Yinterfaat wird gemeiniglih grifhen bem Muguft und October, in freien und *) Modern igriculture.**) Suffolk Report.###)_ Corrected Report of Middlelex. Anbau des Aderlandes, 207 magern Boden ettwas früher als auf bem entgegengefesten, befchañt.€s ift auf erfterem im Anfange des Augufts niche qu früb.*) andern Fâllen ift der Ausgang des Augufts und An- fang des folgenden Monats beffer. Die Seit muf überbaupt fo gewäblt werden, Ddaf die Pflangen, ebe es Falt wird, im Doden gebôrig eingemurgelt find. Sur Grüblingsfaat pañit fich die Seit vom Anfang des Mûrges bis ju Ende des Aprils, Ve cher gefñet merden fann, defto beffer iftes, um die Pflangen gegen die beife Mitterung ffarË genug zu haben. Um eine ge- bürige Golge von grünem Butter im Grüblinge gu befommen, fâet man zu verfhiedenen Seiten im Perbfft, Man bedient fi bazu gewobnlidh der breitwürfigen Methode, mobei fo eben als môglich gefäet und der Saame gut untergeeggt werden muf, Damit er nicht von den Bôgeln wegge- freffen merde und gur gebôrigen Vegetation Fomime. reinem, fetten Voden gedeibt indef- fen die Mie bei der Neibencultur, auf 6 bis S Zoff Entfernung, fo wie das in den fübdlichen Diftricten der Fall ift, febr gut.**) geftheide fandwmirthe haben die Methode, mit deu Binterwiden etwas Moggen und mit den Sommermiden etwas Gerfte ju fâen. Es fann aber ol Éein grofer Vortheil daraus entfteben, befonders da die IBicfe des Schubes beim früben MBuchs nicht bedarf und durch zuviel Schatten bald leidet, Mebreutheils bauet man diefe Grucbtart nach MBeisen oder Oerfte, fie mAchft aber wabr- fheinlich nad) jeder Rornart, mwenn der Doden gut if, Madhherige Bebandilung.— diefe Grucht den Voden vollfommen über- giebt, fo erforbert fie mäbreud ibres Madsthums meniger Sorgfait als manche andre, Einige genaue fandwirthe bacen fie durch und zichen die fchlechten und ffarf in die Hôbe fhiefenden Unufrautsarten beraus, Ddamit die Miden nicht davon übermvältigt werden. Dies muf aber fon bei Seiten im Grüblinge gefhebn. Lnd um den Acer gum Abimäben defto gefchicter ju machen, wird er bei troner Witterung im Grüblinge übergemalt,***) BBenn zur Saat oder zum Minterfutter ein Theil der Vicfen fteben bleibt, fo werden fe fo wie Crbfen eingeerndtet.; Deim Heumachen erfordern die Wien mebr AufmerffaméÉeit als die mebrften Fünftlihen Grâfer, da die Mûffe ibnen nachtheiliger wird und fie mebr£uft und Sonne erforderns in an- derer Rücficht bedürfen fie gleichfalls einer vorfichtigen Bebandlung, um ibr Dlâttermert ju erbalten, fie abgeblübet haben,+) fo ift es Seit, fie qu diefem Endymece zu mäben. Der Crtrag der Winterwicfen if, wenn fie gut gerathen, betrâchtlih. Mad dem Report von Middlefex, twvogen die grünen Bien per Acre bâufig 12 Eons, und zu Heu gemacht, etiwa 3 Tons— in der dortigen Gegend am YBerth als Peu— 12 bis 15 Ouinee der Here, und *) Report of Middlefex.*##) Synopls of Husbandry.###) Report. +) Synoplis of Husbandry. 208 Œilfte Abtheilung, an ben Otten, wo man andere Mrten Deu ju so Gb, oder 3 Pfd. beyablt, 7 bis ro Pfo, Die Gommertwicfen find im Gangen leihter und leiden in troner Jabrspeit che als die Bin- terivicéen, Der Ertrag des Œaamens if glcichfalls beträchtlihs einige geben ibn zu 3 bis 6 Sa an;*) in andern Gâllen bat man 40 und mebr Dufbel vom Ace erhalten. Die Tauben fref- fen die Bien, fo tie alles Gedervieh, febr gerne. Dei der obigen Angabe ift der Crtrag in grünem Gutter ohne Siweifel grof, bei der faftreichen Defchaffenbeit und dem üppigen MBuchs der Grucht Fann er aber nicht ju bod) fen, Der grôfite Ertrag ift ohne Biweifel der, bei der grünen Berfütterung; nur muf man nicht qu frhh die Bien mâben, tmeil dies grofen Berluft nach fi ziebt.**) Gin gefcheider Sandivirth râth daber, das fâmmtlihe Vieh mit Mien von der Zeit an, baf fie blüben, bis fie Schoten anfeben, zu erbalten, toâbrend mwelcher Seit dies Grasland ge- mébet und wenn die grünen Yicen vergebrt find, bdie IBeide wiederum begangen werden Tone 7) Meuferft oerfhiwenderifdh würbe es bagegen fepn, bas Bieh auf das IBicfenfeld zu treiben, febr rathfam aber, die Wien von dem erften balben Mere abjumäben, und den Ertrag in die Gtâlle, Rubbâäufer und Gôfe zu bringen, oder auf magern Doden vergebren gu laffen, alsbann das Bieh auf dem abgemäbeten Boden eingubürden und die YBicen alle in Rrippen dem Biel) vorqugebens die Sürden und Rrippen werden dann täglidh, fo tweit die MBicfen wadhfen, fortges rücét, wodurch das Sand gleihfôrmig gedüngt, und der fämmtliche Urin vom Doden eingezogen wird, Ÿ) Gun dem Glouceflier Report wird noch eine andere gute Methode empfoblen. ie befteht barin: das Vieb dur die Gitterhüroen ju füttern, ie merden gerade fo wie die, mit 5 Quecrffangen gemacht; die mittlere Stange wird berausgenommen und fenfrecht werden Éreug- tweife Éleine Stücen Holy von der gmeiten gur dritten Queerffange, in folher Entfernung gena- gelt, daf die Schafe die Rôpfe durchfteen Éônnen, Ein Schrwad Wicfen, in der Michtung, sie das Sand gepflügt werden foll, wird abgemäbet, und eine binreihende Menge Hürden, ettva 3 Œchafe ju jeder, werden dicht vorgefet. Um neun Uhr mâbet der Schâfer ein anderes Shroad und ziebt es durch die Hürden, und eben fo des Mbends. An nâchften Morgen wird querft ein Shiwad gemäbet und die Pürden davor gefeft.@o werden fie in 24 Stunden ein- mabl vorgerit. Dei diefer unbedeutenden Mübe werden die Bien rein vergebrt und der Mcfer gedüngt,+) Sn *#) Suffolk Report.##) Ibidem.###) Middlefex Report.+) Ibidem. 1) Diefe Methode bat viclen Anfhein für fi. YA. 0 SP. Sn Gloucefterfhire und Borcefterfhire fâet man Bien als Beide für die Pferde, twelche früf genug abgefreffen terden, um in derfelben Sabreszeit nod) Rüben davon zu erndten.*) Ju naffen Sabren, wo die MDicfen ftatf madfen, twerden die Stengel auf dem Voden leiht faulend, Unter diefen Lmftänden ift folhes Gutter den Pferden nadtheilig, und es würde un- vorfihtig fenn, in folchen Güllen fie iveiter zu verfuttern,**): Vn Guffer find die Bien fo auferordentlih gefhäst, daf Faum der zebnte Ebeil Vieb- übrig bleibt, der nicht bamit gefüttert mürde: Dferde, Rübe, Schafe, Schweine, alles frift Bien, Sebtere erhalten gar Fein ander Gutter. Muf einen Mere Fann Mr. Davies 4 Dfer- de beffer nâbren, als auf 5 Heres Grasland. Auf 8 Meres bâlt er 12 Pferde und 5 Rübe dre Monate lang, obne irgend anderes Gutter: Fein Fünftliches Gutter Éam diefer Pflange gleich. Rübe gaben dabei mehr Butter, als nat irgend einer andern Dflange, und überbaupt jede Yet von Bieh wurde vortrefflich damit genäbrt, Durd eine auf einander folgende Bicenfrucht, verfchañfte fih Mr. Balftead, in der- felben Gegend den gangen ommer bindurh, das befte Gutter fürs Rindvieh, Datauf fâete er Müben, dann MBeigens***) Dei einer groben Schâferen find Bien von auferordentlihem Nuben; denn fie Fommen gerade dann, tenn Mocen und MRüben verzebrt find, und ebe der lee und andere Orâfer fo- iweit gebeiben, daf fie abgemeidet werden, und für Schafe und Sämmer ein dienlihes Gutter geben fônnen. Man folf zu dem Ende marten, bis die WBicenftengel binlänglich ffarf gewvorden find, und fie dann auf die oben angegebene WBeife abhärten.+) Durdh die grofe Dicbtigfeit und Shattenfülle diefer Hruht, wird der Doden febr ver- beffert, einer und müvber, und man folite folche Pflangen befonders da anbauen, two viel Vie gebalten werden muf. Sn Éalten frenen Gegenden, mo die Vegetation fih verfpâtet, find fie nicht fo anpaffend: da mag es beffer fenn See angugieben, der durch das Spâterfommen nicht minder fhägbar wird, und ju gleider 3eit gewiffer if.++) Bien geben auf farfen und fhtveren Boden zum Beige eine fhône Vorbereitung, und auf den leihtern fomobl gum Korn als ju Rüben, ba fie aber das Sand, motauf fie tachfen, leidh= ter, offner und locferer machen, fo bringen fie es im febtérn Salle in einem zu locern 3uftand, da das Korn eine ettwas bichtere Tertur des Dodens verlangt. Œs giebt no andre Gattungen biefer Pflange, die in mancher Rüfidt bnlihe Dienfte {eiffen, über deren Mubbarfeit und Berth man aber no nicht entfheidende Unterfuhungen augeftellt bat, *) Witherings Botanical. Arrangement, Vol. III. p. 622. *#*) Annals of Agricultur,. Vol. XXIL. +) Synopfis of Husbandry.++) Modern Agriculture. Vol. II. Biwciter Theil. Dùd #*) Synopfis of Husbandry. Anbau deg Aderlandes, 209* NES ces RP De nas RS sa ve__ pm 210 Œilfte Abthcilung, Die Bufchtvie(Vicia fepium) ift eine Art Bien, bdie als Meidépflange grofeñ Vot- theilverfprit. Burgeln verbreiten fib feitwärts unter der Oberfläche und fhiefen zabl- reihe Stengel im Grüblinge dit ancinander. in die Dôbe, melhe, da fie bufchichte MBipfel mit manchen Dlâttern enthalten, einen didhten Daufenobneirgend cine andere Pflangebilden, Sietwird nicht febr bo, ba fie aber febr fnell mieder ausfhieft, nachdem fie gemäbet tvorden ift, fo fcheint fie fi für Beideland befonders gu paffen. Auf fruchtbaren Doden wicbft fie-indef boch genug, um zu Peu gemacht werden ju Fônnen, Da die Stengel fo dicht an einander wachfen, fo leidet fie Gefabr, ben uaffer Bitterung zu faulen. O6 gleidh.fie vielen Saamen giebt, fo wird bdiefer doch auch leicht von Ynfecten in Burmguffande gerffdrt. Sie fheint auf Klar- boden am beften zu gedeiben, ift febr blâtterreihs ibr@aame bat Aebnlichfeit mit dem gemei- nen MBidenfaamen.*)-bemerft, daf fie febr früb im Sabre gum Vorfhein Fommt, fpût in den Herbft binein wâchft und den gangen Winter bindurd grûnt, Ein Éleiner Plag im Gare ten tward damit in Neiben befâets im gwenten Sabre fünf mal gefnitten, und gab verhältnif- mäfig 24 Tons per Mere grünes utter, welches getrocfnet beinahe 47 Tons ausmachte,**) Der Cinfübrung diefer Dflange ftehen mebrere Sinderniffe entgegen. Mr. Siwanne bemerft, der Mnbau derfelben im Grofen, dur die Sarven einer Art von Yttelabus, twelche den Saamen bâufig verzebren, gebindert merde.***) Aud die vielblumige Mie(Vicia cracca) lâft fih, da fie bo wadbft, als grñ- nes Sutter benuben, fie giebt reichliden Œrtrag und wächft lit, giebt auch ziemlich viel Peu, Es fol fi das magere jüfte Bieh vorgüglih darnad beffern. Die immermäbrende Erbfe(Lathyrus latifolius) if ebenfalls eine Pflange, die bei ibrem ftarfen Ducs und Reidthum an Blâttern viel grünes Gutter fowobl, als Heu giebt. Gin Gutsbefiger, der viele Erfabrung bat, verfidherte mi, bas das Bieb fie begierig free, und Dr. Anderfon bat fie fon lângft zu dem Endymec angebauet. Môgten bieburd die Sanbwvirthe auf diefe Pflangen befonders aufmertfam getvorden fen, ba fie nicht nur in Mücéfiht auf die Quantität des Futters febr einträglih, fondern bei den an- gefteliten Berfuchen febr nâbrend und mâffend befunden worden find. haben fie auch noch die Gigenfchaften an fih, daf fie mit Degierde vom mebrften Bieb gefreffen werden, Man barf auch bei der Mnficht ibrer groben Confiften fih nicht verleiten laffen, qu glauben, als pañ- ten fie nicht ur Beide, da befanntlidh ein dites und mit gebôriger Cinfiht befchañftes Y6- meiden bie grôbeften Rrautpflangen verfeinert und graficht macht. Cichotie,(Cichorium intybus) eine Érautartige Pflange perennirender Jrt; twelche zur grünen Sommerfütterung Fürylich eingefübrt ift. Sie fdeint erft durch die Doungfhen Annalen *) Anderfons Eflay’s. Vol. IL.*##) Bath Papers. Vol, III. *#*) Withering Botanical Arangement. Vol. II. Anbau des Aerlandes, 211 recht befannt getmorben ju fenn, und ift nach Profeffor Martyn, in feiner Ausgabe des Millere fchen Sericon, eine febr verbefferte Mrt des gemeinen Begtvarts, da diefe Pflange in ibrem tilden Buffande trocfen, art und nicht febr faftreidh if. Sie machft auf den mebrften Sehmboden- atten, und felbft auf magerem, fteinigen Sande und-anderm Gbnlichen Doden, vorzüglih gedeibet fie aber in WBafferhaltendem. CS erfordert diefe Pflange grwar Éeine Befondere Bubereitung, fie Serlangt indef einen ganz unfruchtbaren Doden, und der die gebôrige Socerheit und Feinbeit befist. Mid fie mit andern Rorn gefüet, fo muf die Zubereitung diefelbe feyn, fâet man fie allein aus; fo ift ein gré- und mebrmabliges Pflügen und wiederhobltes Cggen, je naddem der Doden befthaffen ift, von- nôthen. Saamen.— Um ibn unvermifcht ju erbalten, muf man feinen eignen fi bauen, der, wenn er frifch ift, am beften aufläuft. Man nimmt auf den Mere ro bis 12 Pf. Deim Drillfäen mit r Guf Diftany, Fomimt man mit 8 bis 12 Pf. gu. Da die Pflange nicht nadfcbieft, oder fi ausbreitet, fo muf man teichlih einfñen, damit fie den Doden überziehe, Beit und Methode des Sâens— Midtet fih nad den Mbfihten und der dabei angetmandten Methode des fandwitths. One Rorn Fann man jede Beit von der Mitte des Mâres bis qu Ende des Gormmers dagu wâblens Mit Rorn muf es aber mit diefem zu- glei gefcheben. Man füet fie fotvobl mit Hafer als mit Gerfte, mit erfterem natürliher Beife etwas früher. Da die Plange Dart if, fo muf man fie fo zeitig als mèglid in den Doden bringen.. Mr, Poung fand, daf fie mit Rorn vorzüglich gut gediebh. Man fâet mebrentheils Breitwürfigs ivegen ibres üppigen Buchfes aber, gedeibet fie bei der Drilleultur vorsüglih.*) Madhberige Bebandlung.— Benn die Grucht auf obige Beife in die Erde ge- fommen ift, fo bat man bei der Burfausfaat wenig mehr dabei zu thun, bat man aber in Reiben gefñet, fo muf gebadt werden, um die Swifhenräume forwobl, als die Pflangen in den Meiben rein, und den Boden[oder ju balten, Diefe Pflange Fann ibres fnellen und hppigen Budfes balber, mebrere male im Somimer gefchnitten werden, um Dferde und anderes Vieh grün damit gu füttern, Sim erften Jabr muf man nur gwei Shnitte nebmen, in den folgenden Sommern fann man 3 bis 4 mal, nad den Umffänden mében. Mr, Poung râth ein vier- maliges Mäben, damit fie nicht zu febr in Stengel fbiefen, trofen, boljigt und minder nabr- Do 2 *) Annals of Agriculture. … À 4 1$ 2 ns 2 tn— ss‘—— FERME"2 r Lg ra; Cilfte Abtheilung, faft werden,*) Man fangt damit im April oder Mai au, und fâabrt fo bis sum October fort,#*) Berden fie grün gefcnitten, fo ift der Ertrag grôber, als bei einer der beiden vorhergeben- den Pflangen, denn fie geben, nad Mr, Doungs SVerfuchen, im Durbfhnitt von 4 Jabrer 30 ons per ere. Dies ift aber im Oangen wWobT ein wenig zu bo) angefchlagen. Mur in febr günftiger Yabrsgeit(it ich diefe faftreiche Pflange mit Erfolg zu Heu machen, fie fbicét fich auch eigentlidh dau nidt, und giebt grün verfuttert, einen tweit bôbern Ertrag. An Heu, das jedoch febr nabrhaft fepn folf, gicbt fie 3 bis 4 Tons per Acre,***) Sâft man die Cihorie zur Saat fteben, fo giebt fie im dritten Sabr mebr als 400 PF. per Acre, Der nüblihfte Gebraudh diefer Plane iff unfireitig der, daf man Rübe und auch anderes Rindvieh, auch Pferde grün damit füttert, tweil fie fhneller als Pimpinelle und Efparfette aus- fhieft. Sie Fann auch jur Schafiveide gut gebraucht werden, iweil fie das dichte Mbfreffen febt gut verträgt,+) Dei einem comparativen Verfuche, auf eine Fleine Strecfe naffen, müvben, fanbdiger Sebmbodens, mit Mergelgrunde, abgetäffert und durd Rob vorbereitet, tourde Hafer mit Cichorien und andern Sâmercien gefäet,— Der Hafer wurde im Herbfte gemäbt, twar aber nur als Hülfsforn den Mofer zu Grafe zu legen gebraucht: wie man im Mai darauf die Grâfer mâbte, und grün mog, fo batte die Cichorie den Borgug, Dis gum riten und r2ten Julius fiel fein Regen, aber dann aud febr beftig, Um r4ten des Monats Fonnte die Cidorie ge- fhnitten werden; an den übrigen Orasarten wat nichts zu mâben, Sm Muguft fonnten alle gemäbet werden, die Cichorie war aber am ergiebigften. Derfelbe Fall war bies in der Nad- matt, Aus dem gangen Yerfuche gebt die Borghglichfeit der Cichorie hervor, ein Umftand der twobl zu ertmägen if, FF) Defonders daf diefe Pflange zu einer Seit, to fonft Fein grünes Gutter nicht leicht zu haben ift, biefes liefert, macht fie auferft fchäfbar. Dei einem comparativen Berfuch der Stallfütterung wurden 8 Sauptvieh auf Bien und Cichorien gefebt.“Auf Wien allein vom 25ten Mai bis gum 21ten Juni, gemvannen fie 49:@tein; am Gten Suli mieder gemwogen und 17 Stein gewonnen, Dei diefem Oetvicht turden fie auf Cichorien in Berbindung mit Miden gefeét, am raten Julius nur eine Poche #) Anvals of Agriculture. Vol. XX. #*) Dei meinen Berfuhen gab fie beim erften Schnitt fer vicle und dem Vic Hôhft angenehme Diâts ter, aber bei den folgenden au nidts wie Saamenftengel, bdie immer tmwicder auffhoffen, unb bie das an Slce gemwôbnte Vich nidt freffen twollte. de 0 5. ##*) Annals of Agriculture. Vol. XVII.+) Ibidem.++) Ibidem. Vol. XX. Anbau des Aderlandes,. 213 nachher tieber getvogen, batten fie 271 Stein gugenommen, oder auf jebes Haubpt toochentlich 8 Sp. 7 Pence.*) bte MNubbarfeit qur MDeide beftätigt fi andertweitig gleichfalfs vollfommen, Cs twurden ro Pf. auf 5 Acres, auf guten, ftarfen, najfen Sebmboden mit Gerfte, unter See, Sopfenflee, Ribgras, Pimpinelle u. f. tw, eingefäet, um zu erfabren, ob Schafe und Mindvieh darauf eben fo gerne, als auf andern Grasarten weiden türden, ffe bielt fi) dren Sabe, und im erften Herbft, nachdem die Gerfte gemäbet worden, tar das Geld mit feinenr Rrautiwerf überyogen: in den beiden folgenden Sabren, wurde vom Pachter abgemäbet, und im lebten abgetweidet, C8 fand fih, baf die Cichorie burchgebends von den Schafen, SRüben, Maftobfen, eben fo dicht als jede andere Pflange abgemeidet ward, Dferde auf dent Selde twaren, fo Fonnte man nidt bemerfen, daf fie davon frafen, Ym Stalle gefhab dies mit defto mehr Degicrde, Mr. Martin fand fle als eine fhône Sommermeidung für Geltefchafe mit oder ohne -$lee, befonders auf trocfnen Boden und im trofnen Sommer, Auf Gettweiden, wo das Bieb einen ffeten Ueberfluf an Gutter haben mu, leiftet fie die Dienfte aber nicht, denn fie fieft dann quviel aamenftengel, und diefe werden nicht gefreffens auch mürden bei dem fppi-_ gen Buchs die feinen Gräfer nicht auffommen Éônnen,**) Der Herzog von Debford fâete fie auf magern, ffcinigen Boden, wo feiner Meinung nad, Fein anderes Fünftliches Gras fo einen Crtrag mürde gegeben haben.***) Dudweigen,(Polygonum Fagopyrum) cine Pflange, deren Nubbarfeit von einigens febr erboben, von andern aber febr herabgefeét ift. Sandivirthe fhâgen fie. Gie mäcbft auf den mebrften Dodenarten, die nur binfänglidh trocfen und erträglich frucht- bar find; pañt fi aber vornehmlich auf den dinnen fandigen. Grofe Zubereitung erfordert fie nicht, fie wäâchft gutveilen auf eine Fabre febr gut, und fann vom Mai bis in den Gulius ju verfhiedenen Beiten gefñet werden, Su früh darf dies mwegen ire Empfindlichfeit für den Froft nicht gefcheben, Man bedient fi gemôbnlih der DBurffaat dabei, und eggt fie gut unter, Madberige Bebandlung, Dutveizen hberzicht den Doden febr gut und bedarf felten tveiter einiger Dearbeitung. Bon der Grucht macht man verfhiedentlihen Gebrauch, Man nimmt das Rorn davon, oder verfüttert fie grün, oder pflügt fie gum Düngen unter, Ym erften Gall ift der Ertrag 5 bis 8.Gac,+) twomit Pferde, Schiveine und Süner gefüttert werden, giebt fie ein *) Annals of Agriculture. Vol. XX,##) Ibidem. Vol. XXVIII.#+#) Ibidem. +) Suffoik Report. 214 Œilfte Abtheilung, teifes Mebl. Berfüttert man fie grün, fo wird fie gwei mal im Sommer gemäabt. Dei den mildenden Rüben foif fie die Mildh auferordentlih vermebren. IBenn fie grün von den Schweis nen vergebrt wird, fo werden biefe bavon beraufcht.*) Mie viel grünes utter ift nicht genau beobachtet, Ueber das Unterpflügen ift bereits das Môthige angefübrt. Grasfaame läft fih febr gut damit ausfäen, Rad Bien gebauet, gab fie zufolge der von Mr. Mofeln angeftellten Verfuche eine vortheilbafte Vorbereitung gum MBeijen, und fhübte, nachdem diefe weggenommen, das Sand gegen die WBirfungen der Gonne, bis es Seit gur MBeigenfaat war. Mad Mr. Poungs Meinung wird durch die Dargwifhenfunft diefer Frucht viel bewitt: eine Düngerbedecung ift obne grofe Unfoffen in dem laufenden Sabr von Michaelis ju Michaelis gemonnen, und drei Grücte find na drei Pflugarten gefäet, nemlih: Micfen, Duchrweizen und Beizen.“* Gin vollfommneres Snftem lâft fih, feinem Œrmeffen na, nicht gedenfen,**) Qu befondern Fällen, 100 Gerfte oder ander ommerforn nidt früb genug in die Erde fommen fann, ift der Anbau diefer Pflange âuferft vortheilbaft. Sie reift im October, erfordert beim Œrnbten aber Debutfamfeit, damit der Gaame nicht ausfalle, Œinige neuere Verfuche ftellen uns die Bintergerfte als eine folche Pflange bar, die noch beffer ais Buchweigen gum grünen verfüttern und gur Erhaïltung des Biches dienen Fann, tweil fie febr art und ergiebig ift.***) Nun nod Ciniges über das Berbältnif des acÉerbaren Sandes gum Grasland+) auf einen und demfelben Farm. Socalumftände und andere Urfachen, die ibre befonderen Beziebungen haben, Fommen Diebei ins Sviel: die Defchaffenheit des Dodens, bdie angenommenen Mirthfchaftsmerthoden, die Grèbe des Vichffapels, bemirfen manche Abänderung in diefer Sinficht. Rlarboden muf mebr Grasland, als auf den mebrffen andern fepn, befonders twenn es jàbe und nicht gut ab- quævâffern ift, da grûnes Yinterfutter ice überalf nicht obne viele Mübe, Defbwerden und Soften zu haben ift: das Bugvieh und anderes gum Strobfreffen und Dungmachen eftimmtes, muf bier mebr auf Biefenbeu gebalten werden, als auf folhen Bodenarten gefhiebt, mwelde Rüben= und Roblbau geftatten, gedeibet mar auf Klaybodenz aber er ift nicht ganÿ fiher: man Fann mithin ohne gute Penwerbung nicht fertig werden. *) Synopfis of Husbandry.**) Suffolk Report. XX#) Oie Wintergerfte twirbe do nur im erffen Grübjabre sur Grünfütterung ju benuben fepn, ber Ducweizen bingegen im Sommer. Mie ffellt fie denn der Berfafler in Bergleidung? AD. 10 +) Unter Grasland werden Gler nur eigentlihe YBiefen und beffändige Beiden verffanden. Es ann wobl nibté unbeftimmter und unvolfffänbdiger feun, alé was ber Berf. hier vom Berbältni beffelben, gum Acferlande fagt. PS UR. Aubau des Aderlandes, 215 Mach der Erfabrung des Mr. Doung ift die Hâlfte Crasland immer vortheilbafter als tweniger, unter dem dritten Æbeil[âft fi) aber Écine vortheilbafte IBirthfchaft gedenfen.*) Auf lebmigen Doden if+ oder+ Orasland die anpaffendfte Proportion, und je naffer der Doden if, defto grôfer muf die Proportion fepn. Gras ift indeffen nicht fo nothiwendig, da $lee und andre Fünftlihe Grâfer der Vrt, auf diefen Vodenarten iweniger misrathen, und die Bechfeliwirthfhaft von Gras und Korn leichter und vortheilbafter darauf getrieben werden Fann. Juf den fandigen Bodenarten muf am wenigften ju Grafe liegen, da beinahe das Gange beffer unter dem Pfluge ju bervirthfchaften ift, und vermittelft des Eünftlichen Orasbaues der gange Siebffapel erbalten, und das Sand gum fortäbrenden Kornertrag benubt werden fann, Gegen diefe Negel liegen manche folhe Sändereien, bdie eines reicblichen Rornertrags fâbig find, und doc eben foviel und mehr Schafe nâbren fônnten, als jegt,**) Die verfhiedenen Kreidebodenarten paffen fi als Merland tweit beffer, als au Graslanà unddat@uon lebterem nur ein geringer Theil zu Grafe liegen. Muf torfigen Boden, wovon der grôbere Theil aus Mangel gebôriger Abwäfferung nicht acferbar ift, muf das Serbältnif des Merlandes gum Grasland geringer, als fonft feyu: ieshber entfcheiden aber blof Socalumftânde, Muberdem richtet fih das Berbältnif des AcÉerlandes zum Graslande, nach der rt mie es betvirthfchaftet wird, 06 das Mäften, oder die Molferei, oder das Heumachen, Hauptabficht beim£andtwirth if, Dn den beiden erften Fâllen wird ein Farm vortheilhafter bemirthfchaftet, wenn nur ein fleiner Theil beacfert wird, vom 4ten, sten bis gum roten Theil, je nachdem das Sand, und der darauf gebaltene Biebftapel ift; denn auf diefem Bege wird nicht nur mebr Stroh gum Streuen na Bedürfnif gemwonnen, fondern aud grüne Begetabilien zum erforderlihen Sutter für das Vieh, welches man fonft oft mit vieler Mübe und vielen Koften anfchaffen mu. Mas die Heufarms betrifft, die in der Mäâbe grofer Srâdte fi mebrentheils befinden, da mag es in den mebrften Füllen beffer fepn, das Strob zu faufen, als es our AMcFerbau fic qu verfhaffen, da fo febr viel für die geringe Mnfpannung nidbt erforderlich if, *) Communications to the Board of Agricult.#*+) Ibidem. Biwôlfte Abtheilung, Anbau des Ébrasflandes. + Ossstans(âft fi auf verfchiedene Weife benuben, je naddem die Befchaffenbeit, Sage und | andere Umftände es geffatten. Das feucte und naffe, das entiweder, vermbge des Dobens, oder feiner befondern Sage, fange Gras getragen bat, wird mebrentheils unter der Genfe gebal- ten; ba bingegen das trocfne und bo gelegene, mithin feftere, fi mebr zum Beidelande eignet, menn es gleich in Gegenden, two das Gras bebende if, gleidbfalls gelegentlich zu Seu gemacht wir, Das naffe ift, tmeil es eine minder fefte und baltbare Tertur bat, au grobes Gras bervorbringt, gum Mäben um fo gefchicter, als das trocfne mit minderm Machtheil vom Biebh abgetweidet werden ann, und mebrentheils fheres und feineres Gras bervorbringt Das gemeine Biefenland ifE wegen feiner Sage, vieler Érume und tiefem Doden, der aud durch das Verfaulen vieler Begetabilien fetter geworden iff, fo tie durd mancherlei Materialien, die von den bôbern Gründen berabgefloffen find, gum fortwäbrenden Grastragen gefchicfter, als biejenigen Gelder, von mwelhen es feine Fruchtbarfeit erbalten bat. giebt bies Sand unter allen andern am mebrften Heu und Gras, womit Sommer und Wintervieh qu erhal- ten ift, und wird eine Quelle des Düngers für die angrengenden Hébeñcer. Sn jedem sal verbient die Berbefferung des natürlichen IBiefen- und Beidelandes bei ausgedebnten Cinpäguns gen, die erfte Mufmerffambeit.*) Bei der grôfern Mâle, mwelche diefes Sand enthält, muf es gur Eryeugung feinern und beffern Grafes abgemäffert werden, Œs tird unftreitig dadurch oft ergiebiger und beffer. Auch fann bas Vieb im Herbft und im Grüblinge lânger darauf getrieben werden. Die bequemfte Zeit dau if im Herbft. Die Grippen oder offnen Éleinen Seitungen, müffen in ben môglift abbängigen Hichtungen angelegt werden, um bas ftebende ABaffer von Der #) Staffordfhire Report. Bmolffe Abtheiluna, Mnban DS Graslandes, 217 der Oberfliche abjuleiten und das Ausgegrabene muf rein meggefhaft werden, Solde Seitun- gen laffen fi gum Theil fer tvoblfeil anlegen, und die woblthétigen Wirfungen find be- deutend,*) Das Biefenfand erfordert eine forgfaltigere Bebandlung, afs das gemébnlihe Beidelane, #enn es an guren Orâfern ergiebig werden foll. Su dem Œnde muf das Vieh, menn es der Rarbe Écinen@chaden zufüigen Fann, barauf getrichen, und gebôrig gedüngt tverden, Dei dem bôbern und trofnern Oraslande lâft fidh dies betverfftelligen, da man zu alfen Beiten dar- auf fabren, und bas Sich im fpâtern Herbft ohne Nachtheil barauf weiden faffen ann, Vie viel Schaden es aber thut, das Bieh zu aller Vabrsgeit, und unter allen Umftinden in den Biefen tweiden ju laffen, bas Fann man da feben, wo Gemeinbeiten ftatt finden. Da das Durdtreten der Grasnarbe in jedem Galle nadtheilig ifts fo muf alles Vie, ins befondere das fdwerere, wenn Seu darauf gebeiben folf, davon mwegbleiben, Flapartige Biefe wurde durch das Settreten der Narbe im Binter, aller angetwandten Mittel obnerachtet, als durch Balzen, Düngen, frifchem Cinfâen u.(. mw., gânslih verdoorben. Die beftinmte Periode, das Vieh auf die Biefen zu treiben, ft fih durch Negeïn nicht fefifeben, da dies von der Bitterung gar febr abhängt; nie darf es aber bis dabin ausgefese fenn, daf-bie MBiefeu weid und fhwappigt werden. Herbfte darf man das fhivere Vieh felten fänger, als bis ju Mnfang des Movembers, auf den tweichern MBiefen faffen, auf den tro£- ner Fann es ben November bindurd nod) gefheben.@chafe fônnen auf lefterem bis gum Bebruar, und fpâter, weiden, nm Brüblinge bürfen fle, iwenn fie Hberhaupt dann abgeweidet werden, nicht eber Darauf getrieben tverden, Bis fie binlänglid trofen und feft find. Dies bângt von manchen Umftänden der voraufgebenden MBitterung ab, Auf dem nicdrigen und feuchtern WBiefentande Fann dies felten vor der Mitte des Mûrges gefhebn, Unftreitig beffer iftes, twenn man vorgglidh auf eu fieht, mwenig oder gar nibt im Stüb» linge mit dem Miel) in den MBiefen zu Dütens weil der fandtwirth) offenbar dadurch nicht nur mebr, fondern auch frübern Extrag erbâlt, mithin beim Seumachen und Hâgen der Biefe mehr Vor- theif bat, Da, 10 das Miefenfand fruchtbar ift, unb das Gras ffarf ausfhieft, Fant man einen aweiten Shnitt nehmen, tweil das Machgras dadurd friber bervorfommt, und ur Viebiveide für den Sandwirth Guferft vortheilhaft ift. Die fhidlichfte eit, Grasland, auf welhem Seu gervorben terden fol, zu bâgen, fo wie Diejenige, da man das Vieh im Perbft auf daffelbe treibt, richtet fic nad Umftänden, Sn Œangen muf man diefe Seit nicht zu febr binausfesen, Menn es im Grübjabr berhaupt nicht mit Rindvieh betveidet wird; fo muf, nachdem die Schafe etwa gegen die Mitte des *) Giche die Abthcilung von der Abwüäferung des Landes. Siweiter Theil. E€ 218 Bivolfte Abtheilunge Gebruars berunter find, ein Vich mebr in die TBiefen Fommen) alsdann Éann das Gras ge- deiben, und reicdbtichen Grtrag geben, auch frübe ju Heu gemacht werden,*) Bird e8 aber im Grüblinge bemeidet, fo barf es doc nicht lânger, als bis ju Mnfang des Aprils gefchebn, denn fonft bebält bas Gras nicht Zeit genug, gegen die Peuerndte einen reichlihen Ertrag ju geben, und der Dâchter verliert mebr dabei, als die lângere Beide im Grübling einbringt. Da, two man das Heu für milhende Rübe gebraucht, ift es befonders nothwendig, daf man frûbe, und ju verfhiedenen malen mâben Édnne, um ein feines, wmeiches, grasreiches Deu au befommen, Sn bdiefen Gâllen mübet man 2, 3, und mebrere WBochen früber, als fonff, da man es beffer findet, das Gras nicht in@aamenftengel fciefen zu laffen. Machdem das Vieh von den Biefen und vom Oraslaud weggenommen if, fo muf alles weggefchaffr werden, sas beim Mäben binderlih fepn Éann, und war gu einer Scit, da das Gras noch nicht ju weit gedieben ift, weil es dann fchon Schivicrigfeiten bat, Bertilgung grober Pflangen,— Es ift cine fhône Sade, wenn man forgfaltig alfe groben IBaffer- und Unfrautspflangen, als Dinfen, Garrenfraut, Rletten, Diefteln und andre der Art, forwobl an den Sâunen und Secfen, als auf dem Graslande felbft, grünblidh augrodet, damit fie fi nicht mweiter befanamen, dem Grafe nachtheilig werden, und das Heu verfchlechtern, Die Unfoften, iwelche dies verurfacht, find nicht grof, und der Gewinn wefent- li und daurend, Man bedient fich dau eines Grabfcheids, wie gu den engen Seitungen, denn das blofe Abfhneiden und Abbrechen iff nicht wirffam genug. Sat man diefe unnüéen Pflangen an den Secfen weggenommen, mwodurcdh auch diefe geiwinnen, fo fâet man dic beften Grasfame- reien mit lee u. f, iw, ein, und verbeffert auf folche MBeife das Sand. Alle binfenartige Pflan- sen, Die bei ftehendem MBaffer gedeiben, find durch Mbwaäfferung und durdh den Gebraucdh der Abe, des Ralfs, des Megfandes, und anderer Gbnlichen Materien, am beften gu vertilgen. Man wûblt dagu eine trofne Vabrszeit, entiweder im Serbft oder im Hrüblinge. Ym letern gefhiebt es tobl am beften, ba diefe einfaugenden Materialien gerade dann gebraucht werden, twenn diefe Pflangen ausfchiefen, und ibre Birfungen durch alu grofe Geuchtigfeit nicht ge- bindert werden. Man bat auch bemerft, daf natürlid) fchlechte MBiefen, durch eine dünne DBededung von Sand, zu etwa 20 bis 30 gemôbnlidhe Gubder, febr verbeffert werden,**) Die MNarbe wird auf diefe Meife feiner, und es werden beffere Rrâuter, vorziüglih mweifer Klee, getvonnen, Cine andere Methode ift die, daf man über folhe Stellen Baffer leidet, das aber im geringfien nicht ffagniren muf. Die MBirfungen find uberft fbnell und berundernsmürdig gemefen, *) Middlefex Agricultural Report. *#) Kents Hints. Anbau des Graslandes, 219 Moos— Diefe Art Pflange, die féch auf die Oberfléche legt, und auf altem Grag- lande, befonders Élanartigen, in freien Gegenden, fo wie in TBiefen bâufig findet, unterdrict die natürlihen Grâfer und bâle fie gurü£. Sur Vertilgung derfelben find manchertei Vorfhläge gemacht., Much hier find die einfaugenden, und Düffe vertreibenden Mittel febr dientih, da Das Moos nur bei einem beträchtlichen rad von Geuchtigfeit auf der Oberfléche gedeibet. Ju diefer Rücfiht bat man oft den alt mit vielem Nuben gebrauht. aber haben wir Falfartige Materie mit and, der aus den Megen gefhaufeit worden, und mit x gut gevotteten Mift termengt, befunden; dadurch iff nicht nur ffâreres und gefunderes Gras, foudern aud) eine neue und Fraftvollere rt ergeugt, weldhe die Moospflangen überwältigt, und fie gevfiort bat, Su eben dem Endytvec bat man den Surdenfhlag angemandt,*) gewäbrt einmal den Bortheil, daf bie dichte Tertur des Moofes durch das Treten der Schafe gelocert wird, und dann, Daf der Diff und Urin den ffârfern Bachsthum'der Graspflangen befordert. Mann Fann dies Mittel gu Ende des Gommers oder zeitig im Früblinge gebrauchen. Das lebte iff in fofern das befte, als das Moos durd die unmittelbare Vegetation des Grafes in feinem Buchs wirffamer geftort, und das fortfommen deffelben gebemmt wird, Cggen mit Furgen fcharfzinfigen leihten Cggen, ift gutweilen auch febr antmendbar, befon- ders ee man ben ermäbnten Eompoft darauf bringt. Der Fils des Moofes wird gerriffen, fo daf der Dünget beffer an die Murgeln dringen, feine Mirfungen vôlliger betveifen Éann, und die weitere Ausbreitung des Moofes gebindert wird. Mach bdiefem Eggen empfeblen einige Befonders Grasfaamen und vorjüglih weifen lee eingufñen,**) Neisbolz— des Minters mebet der Mind oft faules und bürres Neisholz von den Decfen und Däumen über die IBiefen und das Grasland, dies muf, um beimSI âben nicht Dinderlich ju feyn, gufammen gebarft, und fobalù man die Miefen, oder das Grastand bâgt, tveggefchafft werden. Steine,— Eben fo nôthig iff es, bie Gteire an die Seite ju Bringen, denn es bleibt immer eine grofe Machläfiigleit, dergleihen unter dem Dünger gu laffen. Man thut daber beffer, es im SBoraus ju vermeiden, baf fo ettwas nicht dbarunter fomme, nm nachber die Mübe und Koften des Muffammelns nicht davon zu baben, Aud müffen fie nicht etva blof in Saufen gefest, fondern gâmlidh an die Seite gefchafft iverden, Miftfladen vom MRindvief,— Diefe müffen immer auscinander gefbreitet tver- den, teil, tenn fie auf der Stelle liegen bleiben, die Narbe verderben, das natürlihe Gras unterdrücÆen, und fable Pflangen ergeugen. Deim Musbreiter muf man febr forgfältig ju ABerfe gehen, damit nidt Stücen, welche bart trocfnerr, beim Mébhen bindern, Ee 2 *) Kents Hints,**) Ibidem. 220 Bivolfte Abtheilung, Ameifenbaufen,— finden fi bei einer vregulâret MBirthfchaft nicht; fondern nur da, wo das Grasland offenbar ift vernadläfigt worden. Man trifit fie auf MBeideland in alter und moofiger Marbe vorüglih. Dn diefem Gall thut man wobl beffer, das fand gang ungubrechen, als die Sügel wegzuräumen, und die Snfecten ju gerftèren, Butveilen bat man ffe ohne viele Mübe mweggeräumt, und der Mer bat eine gute Marbe tie- der befommen, Man bat gwei Methoden, folches Sand wieder in Ordnung ju bringen: ent- weder, man burdfchneidet die Daufen Éreuymeife, nimmt den innern Theil der Œrde iweg, und legt die Mafen an der Stelle des Hügels twieder nieder. Die ausgenommenc Erde wird nachber aber über die Oberfläche verfireuets oder man nimmt den gangen Saufen dit an der Oberfâche mweg, und bâuft das Material derfelben zufammen, daf es verwefen, und zum dritten oder vierten Theil mit Rai vermifcht, nachber zum Dünger, den man dünne überffreut, dienen fônne, Deide Methoden fonnen unter verfchiedenen Umftänden mit Muben gebraucht werden, Dei jeder Methode muf tüchtig und bâufig gemwalit werden, denn dadurd, daf man nicht walit, fônnen folche Sügel nur entffeben. Das blofe Miedertwalgen der Higel bat man fhon wirf- fam befunden, Cine grofe Strefe Beidelandes wurde mit fhweren Male einig und allein iwieder bergeftelit,*) Sn diefem Salle muf dies fowobl im Serbft, als im Grübling gefchebn, wenn der Doden durch das Ereten des Spannviches nicht verleBt werden fann, Gefhiebt es bei grofer Dürre, fo find die Vortheile verhältnifmäbig nur geringe. Die guten Wirfungen bângen von der eftigfeit ab, Die durd) diefe Operation beivirft wird, tweil diefe die Ynfecten nur in ibren Mrbeiten ffèren fann; ein gewviffer Buftand von Seihtheit und Geinbeit der Erde ift aber erforderlid, menu diefe Mrbeit mit Bortheil ausgefübrt werden fol. Moch andere Methoden jur Zerfiôrung diefer Ynfecten und Verhütung folher Sügel, bat man angemandt. Da die£ebensiveife der Ameife einen trocénen und mürben Boden verlangt, un ibr MBerf qu errichten, fo fheint, daf, tvenn der Doden es geffattet, es eine leichte und bequeme Methode fen, Baffer darüber ju leiten, und fo bei der Serftèrung der Mmeifencolonie jugleich den Doden zu wäffern, mithin von Ameifenbügeln zu befreien und zu verbeffern, Sur Serfforung diefer Snfecten bat man die Vermifhung des Menfhendingers mit erdi- gen Materialien empfoblens das fann aber mobi nur da, wo fie noch nicht febr überband ge- nommen haben, der Fall fenn. Maulwurfsbügel.— fettem und fruchtharen Boden, werden diefe bäufig auf- gemorfen, wweil diefer Befonders feine Nabrung enthäâlt, Biefen werden gleihfalls in grofen Strecfen und Hart bavonimitgenommen. Dei ibrem feuchten, eichen Boden balten fi die Maul- tobrfe gern barin auf, gerftôren und verderben das Gras nidt blof auf den Gtellen, to die Sügel aufgemorfen werden, fondern aud) um ipnen berum, fo wie fie dem freien Gebrauch der *) Annals of Agriculture. Vol. XVI. Anbau des Graélandes, 221 Senfe binderlich terden, us diefen Gründen wird die Zerflorung der Maulwirfe ein Gegen- fland von IBichtigfeit in der Oraswirrhfchaft, Œn den Früblingsmonaten, wo bdiefe Bügel trofen, und die Erde puloeridt if, mu eine Seit verfäumt werden, fie qu ebnen, und die Œrde auf die anliegende Oberfläche zu verbreiten dies thut man am beften mit einer gewôbnlichen eifernen Gartenharfe, Unfreitig ift es aber beffer, diefe Ehiere im Doden nicht zu leiden, fondern fid) nach einen gefhidten Maulwurfsfänger umyufebn, und auf diefe Beife gang das Vufiverfen zu verhüten, Der Maulwurf ift ein unterirrdifher Cinwobner, der die freie Suft nicht lange vertragen fann, und fomint daber felten an die Oberflihe, moferne er feine Bobnung nicht verandern will: er näbrt fi von Mürmern, unterirroifhen Ynfecten, oder von Pflangentourzein, und folf nie trinfen: fein Aufenthalt ift mebrentheils in fruchtbarem, tveichen Doden, in flan oder groben fandigen, meilt er nicht gerne; Beim Cindringen des YBaffers meicht er sur, und flichet an die Oberfläches man till ibn jedoch über das Baffer haben fhtoimmen fehn.*) Dei naffer Sabrszeit begiebt er fidh auf bôberes und minder feuchtes Sand, Éebrt aber im Grüblinge in die meiche Biefenerde gurn, die er leicht ourchwüblen, und fein Gutter darin finden fann. Et uchtet vom Gebruar bis jum Mai, und bringt 4 bis 5 Yunge zur Welt, eine ftete Ar- beit ift boble Gänge;u maden, die mit der Oberfliche parallel laufen ettwa 4 bis 5 Sol tief. Bird er erfhret, fo gebt er gut Sicherheit einen Guf tief, Veim Aniegen diefer Günge entffeben die Sügel. Benn er feine Bobnung verändert, fo tirft er 4 bis 9 Hügel auf, und die Oânge ftehen mit jedem in Serbindung. Diefe wenigen Umftânde Édnnen gum Fangen oder Serftôren diefes Thiers die ndthigen Gingereige geben. Sur Berfiorung diefer Thiere bat man Shivefelbampf und Tobacsfhmaud empfoblen; man fann ibn aber nidt immer nabe genug bringen, tenn gleich die Oeffnung,#0 man ibn binein legt, in der Mâbe des Meftes diefer Thiere mûre. Man foll au Yaffer in die Sdcher giefen, welches aber nidt immer Dienfte thut, Man bat auch Socffallen verfubt, aber mit eben fo wenigem Œrfolge. Gin erfabrner Maulwutfsfanger in Mottinghamfbire beobachtete folgende von Mr, Dar- win befriebene Metbeden, Die erfte befteht darin, daf man auf ibre Gänge wobl Mot bat, bies gefchieht am beften im Grüblinge in der Degattungszeit, wo fie die Erde in manchen Richtungen durhwüblen, um fidh gu begegnen, Gie arbeiten gemôbnlidh, fo bal es Tag wird, und ee die Sonne ifjnen befctverlich fâllt. Um diefe Seit, vor Sonnenaufgang, ftelit fi der Maulwurfsfänger bin, wo er dann bâufig bemerfen ann, mie der Maulourf aufivirft, er ftidt baber den Spaten fdnell binter ibm ein, damit er nidt gurûcé Fann, und gräbt ibn dann aus. Um ibn ausfinbig ju machen, ann man aucd das Obr auf die Erde legen, und *#) Darwins Phytologia. 222 Bmwolfte Abtheilung, ban hôren, mo er arbeitet. it einem Dadsbunde, der dagit abgerichtet ift, Fan tan if auch fangen. Von den Meftern bat man bemerft, baf fie etvas tiefer, als die getvobuliden Gânge liegen, und da die Pügel in deren Nâbe grôfer find; die Erde auf dem Gipfel diefer Hügel ift gewdbn- {ich von verfchiedener Garbe, und ctivas bôber aufgemorfen. Nefter laffen fih aufaraben, fobalb man die Paffage gwifchen diefem und den Pügeln in der Mâbe gefperrt bat. Der gunchft wichtige Umffand if, daf man entèect, to bie Daufigft paffitten Gânge fi Befinden und welches bie Mebengänge find, um die unterirrdifdhe Salle angubringen: man merft fic ju dem Œnde jeden neuen Hügel, durch einen leichten Buftritt darauf, und giebt am nücbften Morgen act, ob ein Maulwurf den Meg iwieder paffirt ift, und den Buftritt ausgemorfen bat. Dies gefchieht gwei Morgen bintereinander, Die Fubtritte müffen aber nicht zu tief dringen, das Thier wivd fonft in Surcht gefeñt,. und macht fich lieber einen neuen Gang, als Daÿ es den alten verftopften fi wieder ôffnen follte, Die Falle wird dann in die Hauptgänge gelegt, fo ba fie genau darin pat, ie befteht aus einem boblen Halbeylindee von Sol, mit boblen Ringeu an jedem Ende, in melchem zwei Slingen von Pferdehaaren fih befinden, Die gang lofe an einem@râbchen im Centro befeftiget find, und an einer gebogenen Nutbe über die Ober- flâche binaus gebens twenn der Maulwurf alé dur diefe Schlingen iff, und beim fortgebn das Gtäbchen in der Mitte wegftôft, fo fliegt die Huthe in die Hôbe, und ffrangulirt das Thier. Das Stâbchen in der Mitte darf fo gang lofe nicht geftellt merden, weil der Maulwurf bei feuchtem oder gäbem Doden quweilen etwas Erde vor fic bec fôft, und dadurd) leicdht das Stäbchen ju früb lôfer. Diefe Methode hat man mit grofem Crfolge angewandt. Düngung des Graslandes— Lim YBiefen- und Heuland im fruchtbarften Stan- de ju erbalten, und die Befchaffenheit des Grafes zu Andern und ju verbeffern, wird gu 3eitcn das Düngen nothwendig. Die Rrume und Tiefe der vegetabilifchen Erde wird dadurdh niche nur vermebrt, fondern auch der Boden fo fruchtbar gemacbt, daf cr nachber mit mweniger Mibe und Roften in Oronung zu balten if.: Den Graswirthen ift es cine febr beFannte Sache, daf ein aus der Oronung gefommenes Orasfeld, weit fhiwerer berguftellen, als ein frucbtbares int feinem Gtande qu erbaltem if Dei der beftändigen Serfesung und dem Bergehen mancher vegetabilifhen Materien, auf der Oberfläche des Graslandes, wird immer neuer vegetabilifcher Roder gebildet, der die Defchaffenbeit des Dodens verbeffert. Grasland übertrifft daher immer neues und bierin liegt der Grund, toarum erdiger Mengedünger mit Mift im lebtern Salle beffer, als im erften ift, Man ift über die gehôrige cit der Déngung verfhiedener Meinung. Die Sache richtet fih aber offenbar na Umftänden, melchen Grad der Ærocfenbeit das Sand bat, tie es liegt, 06 die Gabrspeit beif if, und wie fruchtbar der Doden ift. die gatte Marbe das Huffab- Anbau de8 Oraslandes, 223 ten des Düngers im Grüblinge nibt, fo muf es im Gerbft gefhebn, ebe vieler Regen cinfalit, und nacdenr die Machmatt abgebütet if. empfeblen gleih, naddem gemäbet worden if, und man das Peu eingeerndet bat, und diefe Methode iff in foferne vortheilbaft, als die Machmatt darnach beffer mâcbft. Sn andern Rücfidten ift es nicht nur unbequem, fondern auch untvivthlih, da gu biefer Seit manche andre Arbeit zu befchaffen if, und diefe Düngung felten gebôtig vorgenommen werden Fann, ft e8 um biefe Zeit beig, fo dôrret die Hibe dje feine Crde, womit man dünget, aus, und beraubt fie tbrer wobithätigen MBirfungen. Der Berluft, den die befruchtenden Erdtheile auf diefem MBege erleiden, ift gemif grôfer, als man denft. ben fo leicht Fann im Serbff, befonders mo das Grasland eine abbängige Sage bat, Die raft des Düngers durch beftigen Regen weggefpüblt werden. Man Fann fich leicht davon überjeugen, twenn man afsdann nur auf das, in die Gräben abgelanfene WBaffer merft, welches davon febr gefärbt und mit befruchtenden, düngenden, Foblenartigen Ebeilen erfüllt ift. Thauet es nach dem Grofte plôblih, fo tritt der nebmliche Fall ein,*) Do fid dagegen im Brüblinge düngen(ft, da ift meniger Gefabr des Verluftes, und ffrferer Crtrag; das Gras macht den Dinger bald unfihtbar, und der gebôrig gemoderte Dung, Fann feine vollen Bitfungen berveifen. man auf die Menge des Ertrags, fo if das Düngen um diefe Zeit unféreitig das befte, und je früber, defto tobithâtiger,**) Die grôBten Birfungen follen nach der Erfabrung eines gefcheiden Sandwirths, durch das frübe Düngen im Herbft, fobald das Seu eingerndtet ift, bervorgebracht ierden. F7) more finmen ibm gleichfalls bei,+)+5) Vede Dungart, auf Orasland gebradt, nûbet, insgemein aber auf altem Graslande febr fetter Dung, auf neuem eine Bermifhung deffelben mit frifhen erdigen Gubftangen, tveil dadurch für die Burjeln der Oraspflangen ein feines, vegetabilifhes Erdreih beveitet, und eine beffere Marbe gebildet mird, Mie bdiefe durch Düngung am Écften erteicht merde, iff bereits fchon abgebandelt, Ju diefer Gegend balten es die Sandtvirthe mit dem fetteffen Dung, der au baben iff, und mifchen felten erdiges Material darunter, tweil fie dadurch den grôften Ertrag erbalten, und ibr Peu auf den Mârften in Sondon verfaufen, Mgn dingt vorjiglih auf diefe IBeife folches tand, das bon lange ju Grafe gelegen bat, befonders den zäbern Sebm und Rlanboden, Uebriz *) Giche die Abtheilung von den Dingungémittein.**) Tbidem. ***) Dr. Wilkinfon in Communications to the Board of Agriculture. Vol. III. +) Rev. Mr. Youns in ibid. FD) Uud nad meiner Erfabrung Bat fid) das Aufbringen des Mengebingers am twirtfamften acyeigt, twenn es nad ber crffen Œrnbdte, mitten im GSommer, gefheben if. Sm HBerbft bat man der Erfahrung nad, die geringfte Birfung davon, und im Grübjahr ift das Auffabren allen naffen ASiefen nabtbeilig. 0 0 224 Biolfte Abibeilung, gens feibet es Feineh Siveifel, baf erdige Deimifungen jum 3ften ober 4ten&heil mit grofenr MNuben angemandt werden Fônnen, wie darüber fon ausfibrlider geredet worden ift. Düngt man im Grübling, fo ift es ausgemacht, daf der Dünger mehr gemodert fepn muf, als es im Derbft nôthig ift, Die erforderlihe Menge des Düngers ridtet Mid theils nad der Befchaffenbeit des Bo- dens, theils nac der Art, tie er leicht u haben iff. in ganzen muf die Oberflihe geborig bebecét fepn. Dei gutem Dünger fômmt man auf den ere mit 6 bis 7 dreifpannigen Subder, welche die Heutbagen aus der Stadt gurüc£ bringen, aus, Bo der Dünger aber fchlecbe if, muf man betrcbtlidh mebr uebmen. Mie oft man düngen folle, bângt von manrherlei andern Umffänben, fo mie von ber De: quemlichfeit und dem Borrath des fandivirths ab, On Nücfiht auf ben Doden müffen Die 3iifdenräume der wiederbolten Diüngungen(o gefest werden, daf bie Gruchtharfeit des Do- dens nie abnebme, fondern gleich ftarf und wirffam bleibe. Se dfter daber gemäbet und abgc- freffen wird, in defto Füvyern Bwifhenräumen und defto fférfern Portionen muf gedingt werden, Auf Biefen und Orasland, das in gebèriger Cultur ift, Darf man nur alle 3 Sabr dün- gen; tas dber fchlechter iff, verlangt alle givei Sabre Dung, und wird badurd nad und nadÿ verbefferts dagegen es in anderm Salle abnehmen, und mit der Beit immer magerer und ausge- fogener tvird, Dan pflegt in ben Grasbifiricten gemeiniglid nur bent Acer, der unter dem Pfuge if, den Dünger gugumvenden, bdies iff aber immer eine febr unvortheilbafte und fchlehte Methode füe den Sanbrieth, denn nur bei eu und vielem grünen Gutter,(àft fich viel Vieh balten, und Diünger gewinnen, Mo giebt es einige Subffangen gum Ueberdüngen, die man nidt bânfig tieberbolt auf den Mcfer bringen darf. Sreide, Mergel, gerfeste wollene£umpen, und âbnliche Materia- lien, gebèren bierber. Die erftere Mt, menn fie fettiger Matur ift, fich leiht auflopt, und an die MBurgeln dtingt, madt das Sand febr ergiebig, und verbeffert bas Gras, In ibren einfadhen Suftande ift fie jeboc nicht mit Bortheil zu twiederbolen, vielmebhr als Eompoft in Fürjern Swifenraumen, Der Mergel ift gleihfalls eine Gubflanz, die vorüglidh bei ibrer feifigen Natur mit Vortheil als Leberdung ju benuben ift; da fie jedoch fangfam wirft, fo Fann fie in Furgen Swifchenrâumen nidt anders, als in Dem Gall wieberholt werden, als fie im Eompoft mit Mift angewandt wird. Mu die twollenen£umpen Fonnen, da fe lange 3eit gur geborigen Bermifung mit dem Crdreih bedürfen, nicht oft wicderbolt werden, Es giebt no verfiedene andere Materialien, die man als Ueberoung Gebraucht bat, als RalË mit fetter, vegetabilifer Evde, und Torf, Torfafhe, Gteinfohlenafche und Nuf, Alle Anbau des Graslandes, 225 Ulle diefe bat man bünne übergeftreues âuferft wirffam befunden, die drei lebten votzüglidh auf Éünftlihes Grasland, Deim Ueberfireuen muf man den Dung nidt zu(ange vorber in Fleinen Saufen licgen faffeu, teil dadurd viele Ungleichheiten der Grasnarbe entiteben, und fie auch wWitÉlid dabei feis der. Sur Crleidterung diefer Arbeit trageu gut eingerichtete arren gar viel bei. Sum AMusfireuen diefer Materialien muf man, vo môglih, trocfne Bitterung täblen, damit es gleichformig und eben gefcheben fônne, auch ju dem Œnde die Schollen und Rte gut gerfchfagen und gertheilen. 2m Beften ftreuet man den Dünger fogieih von den Rarren aus, um alle dabei môglichen nachtheiligen Umftânde ju vermeiden,*) Dufheggen.— das gange ausgeftreuet, und na r4 Tagen oder 3 Bochen trocen und pulvericht getmorden ift; fo überzieht man es ein oder gmeimal, um ben Dünger deflo feiner ju machen, und ibn den Graswurgeln näber qu bringen. Operation mus Bei trocfnem Better vorgenommen, und alles ettoa Musgceggte forgfältig meggenommen toerden, damit der Doden fi gut walzen faffe. Balzjen des Grasfandes.— Das Waljen ift befonders dem fande, das gemäbet wird, febr vortheilhaft, CS macht nidt nur die Oberfâche feiner und ebener, fondern teibt auch die Graspflangen mebr feitruürts fih ausjubreiten, und dadurd eine beffere und dictere Marbe zu bilden, frifhem Graslande ift das WBaljen in fo mancher Rücfiht âuferft wichtig. Man muf, tie fhon oben bemerft ift, bicjenige Beit des Herbftes, oder zu Mnfang des Sabtes mäblen, wenn der Boden den wobtbâtigften Cindruc£ der Balje annebmen Fann, auf trocfnem£ande, etroa nach fanftem Negens auf feuchtem, nacddem die überflüffige Feuchtigfeir aus dem Doden abgeleitet ift, fo, daf das Spannvich der Mafihine Feinen Schaden auf der Obetfläche machen fann, ann man mit 2 Pferden vor einer MBalge ausfommen, fo muf man nie mebr dau neb- men, und wobl Mcht haben, daf das Verfjeug auf jeder Stelle gebôrig wirfe. MBerben 3 Pfer. de gebraucht, fo fpannt man bas britte vor den beiden andern, nebencinander gefpannten, als £eitpferd. Man darf, mwenn es ordentlid gemacht wird, jeden Glecé nur einmal tvalen, Das Baljen gemwäfferter Micfen, muf gegen das Ende des Gebruars, oder zu Anfang des Märges gefhebn, nacddem das Sand 8 oder ro Tage Bafferfrei gewefen if. Man talgt alsoann die Démine der Sänge nad, gebt an einer Seite der Méfferungsgraben in die Sôbe, an der andern Seite berunter,**) Walt man das gemôbnlihe Heuland, fo ift es eine gute Methode, auf der einen Seite des Geldes in die Dôbe, und auf der andern etroa in gleichec Mannier berunter zu geben, *) Marfhall’s Midland Counties. Vol. IL,*#) Bofwell on Water Meadows. Bieiter Theil. Sf 226 Swolfte Abtheilung, Da Grasfelder, befonders tenu fie erft Furge Seit zu Grafe gelegen haben, feict in der Marbe dünne werden, und blofe Stellen befommen; fo muf man diefe bei feuchtem IBetter mit frifhem Grasfaamen tieder einfâen, den man entiveder fi felbft überlâft, oder burd) einen dünnen Hürdenfhlag eintreten läft. Das. Balzen Fann hier auch von Muben fepn, jebod ift es nidt fo wirffam als das Ein treten der chafe. Das Srarificiren oder Durchfhneiden der Oberfläche mit Eggen oder andern mit Meffer verfebenen Snftrumenten, Hat man vor einiger Zeit verfucdt, man ift aber über deffen Mubbarfeit ju feiner Gewvifheit gefommen. Œs gebt dies auf Grundfäbe binaus, Die denen des MBalzens im Derbfte ganz entgegen gefebt find.*) Gemäfferte Biefen,— Es giebt bäufig grofe Strecfen Graslandes, die vermbge ibrer Sage, febr gut mit YBaffer befloffen, und dadurd mit wenig Mübe und Foften befruchtet werden fonnen. Da, 100 der Gall des ffrômenden IBaffers ftarf ift, find die Berbefferungen diefer Hrt am grôften, und die Roften die geringften. Zur Berväfferung eignen fi die fandigen oder mürben, Fiefigen MBiefen gang voraügliche Much fivenges, bindendes, faures und naffes Sand, läft fi gmar our ABäfferung verbeffern, jeboch nicht mit dem guten Œrfolg, als die angefübrte Dodenart, meil bies durd die nothige vorbergehende Xbtwäfferung fon foftbarer wird, und die woblthätigen Birfungen fih nicht fo unmittelbar âufern. Gernerbin lâft fi auf diefem MBege jeder Doden verbeffern, der grobe vegetabilifhe Erzcugniffe, als Heidbe, BDrabm oder Dinfen giebt. MNoch ein anderer Umftand, in Rücficht auf die verfchiedenen Bodenarten die dur Beväfferung gewinnen, if der, daf, je jâber der Bobden if, befto ftârfer muf die Ueberftrômung des ABaffers feyn. Ein Strom der 13 bis 20 Mcres leichten, trocfnen Sandes iwäffern ann, türde nur iwenig auf der bâlften Strecfe Falten Rlanlandes, das mit Dinfen bervachfen ift, twirfen, lebtere Bodenarten verlangen eine beträchtlie Maffe YBaffers jur Ueberfitômung, twenn fie vori Birf- famfeit feyn fol. Rann man diefer nicht habbaft werden, fo muf man fid auf diefe dfrt der Berbefferung ga nicht einfaffen, meil felten dabei etwas ju gewinnen if. MBiefengründe, bie eigentlihen Nuben dbavon ziehen Fônnen, find folcde, telche an den Ufern der Gtrème oder Däâche niedrig, oder an den Geiten von Anbôben in einer abbängigen Ricdtung liegen, fo daf das IBaffer darüber geleitet werden fann. Ebe man eine folche Arbeitunternimimnt, muf mantwoblermwägen, ob der ju gebrauchende Strom eine Stauung zum erforderlihen Diveau geftatte, ohne die anliegende Gründe ju überfiromen und ibnen nadtbeilig zu merdens oder ob das MBaffer in feinem natürlichen Stande obne +) Œé bat aber na meiner Grfabrung einen Bweifel, baÿ das Eggen der MBicfen, und das Rifen ders felben vortheilbafter, wie das Halgen fey. ALTD EE Anbau des Graslandes, 227 Stauung oder Damm bo genug fens oder ob der Strom näber bei feiner Quelle bôber aufge- fangen, und vermôge einer£eitung bis jure Biefe in dem erforderlihen Niveau erbalten werden fônne, Gerner, ob das Waffer von der Biefe oder irgend einem Aer eben fo fhnell micder abgulaffen fen.*) fommen biebei nod manche vorber wobl ju ermägende Sinderniffe und Gchtvierigfeiten in Betradt: twenn das fand verpadtet iff, durch iwelches der Sauptleitunge- graben geogen werden muf: tvenn es Müblen treiben fol; mwenn die Flüffe oder Bâche nicht gang in der Gervalt des Bâfferers ffebn, wenn Éleine fandengen dagtvifchen liegen und die vortheil- bafte Ausfübrung der Arbeit bindern, Diefe beginnt nun vermittelft einer Bafferwage, mit welher man von der bôchften Stelle des fandes, bie der@trom befliefen Faun, wo der Orund an beiden Geiten Cigenthum derfele ben Perfon ift, und Stauungen gur Hbleitung des gangen Stromes oder verfhiedener Theile deffelben angelegt werden Fônnen, nivellirt. Sat man afsdann das Baffer boch genug gebracht, fo nivellire man die Oberflädhe des MBaffers, oder nimmt den natürliden Bafferpaf auf, den man in gemiffen Diftangen vermittelft grweier Reiben gut eingeftofener Stâbe bexcihnet. Yon biefen beiden Meiben enthält die eine die borigontale Hôbe oder den fogenannten todten YBaffer- pañ, die andre baneben ftebende den gum Salle des MBaffers nôthigen: wenige Zolle find auf eine Meile fon binreidend, um ibm Gall zu geben, den erforderlihen erhâlt es aber in Diefer fänge mit r bis 2 Gus und da, wo Unterbrechungen des faufes vorfallen, muf der Gall not fâcfer feyn, damit er allmäblig gebe und nicht ftürge, Auf diefe Weife verfäbre man mit der gangen Strecfe des ju berväffernden fandes, ft es nôtbig, fo verfäbrt man auf der anderit Geite des Stroms auf gleiche Meife. Nacdem dies gefheben ift, fo bemerft man mobi, ob das unter der Mivellirlinie fi be findliche Sand gebdriges Baffer befommen bat. Die Grèbe der Strecfe, tmwelche fic bevéffern tâft, bângt febr von dem all des Maffers beim Ein- und Mustritt, fo tie von der DNeigung der erbabenern Gtellen des Bodens ab. Mebrentheils fann man eine weit grèfere Gtrecfe berväffern, als man anfangs glaubte. Fommt es dann darauf an, ju entfcheiden, to fo etwas unternommen terden Fonne. Dies bängt von mandjen Puncten ab, die der Cinfiht und der Deurtheilung des Béfferers überlaffen bleiben. ft binreidendes Iaffer vorbanden, fo tûffert man das ange ohne Dedenfens ift dies aber nicht der Fall, fo müffen die Anlegungs- foften der Sauptleitungsgraben nach foldhen Miveaus wobl ermogen, und if eine Seite des Stroms beffer dau gefchicft als die andere, fo muf folche geméblt merden, Daft fih das Sand que Bâerung in grofer Entfernung von der Gtelle, wo das MBaffer juerft aufgefangen wird, un das ABaffer ift nicdt flarf genug auf eine der citen im gebèrigen Miveau zu fteben, fo Sf2 #) Wright on Floating Land. 228 Bivolfte Abibalurg, mûffen die Roften des Sauptlcitungsgrabens mit dem Oetinn der Veroâfferung anpaffender Grundftü£e gegen die Dewäfferung anderer, nâberer und nicht fo anpaffender Gelder geborig verglihen werden, Mebrentheils übertviegen die woblthätigen MBirfungen der willfübrlihen Detvifferung die often der Anlegung des Hauptleitungsgrabens, Obgleih nun in febr trocfnec Sabrszeit das Waffer fo menig gureihen mag, als es im Binter überflüfig vorbanden ift, fo twürde doc fchon die blofe Betväfferung des Sandes um die Seit die Koften reichlich erfesen, Diefer Umftand macht die Berlängerung des Hauptleitungsgrabens wobithätiger, als wenn man ibn fürzer macht um ibn auf die Berwäfferung folches Sandes zu befthränfen, das fi dau weniger fit. On einigen Fällen wird fih die Vinterwäfferung auch über die gange nivellirte dläche verbreiten, Trifit es fih nun, daf unter det Sinie des Miveans mancherlei Bodenarten fich befinden, als: nicdrige, flache Miefen lângfft dem Llfer des Fluffes, nebft trocfnen, grandigen Beidepläben oder fandigem, bôber liegendem Acer und moorige und beidige Gründe, ivobei der ABâferer es in feiner Gemvait bat, nach Millfübr die verfhiedenen Dodenarten vorzunebmens fo ift e8 nur gu oft der Gall, daf man mit den niedern Gründen anfângt, die fi) auf andre WBeife durch Hbtväfferung und foffilifchen Dünger verbeffern laffen. Micht felten ift aber die Musfübrung nicht nur âuferft fhivierig und Foftbar, fondern oft der Ertrag nachber am tvenigften vortheilhaft, ausgenommen, to die Arbeit mit einer auferordentlihen Genauigfeit befchafft worden if, Bei der Unterfuchung der unterbalb des Hauptleitungscanals liegenden Grundftücfe mu fit der Bâfferer demnach auf folches Sand befchränfen, das bei der Defhaffenbeit feines Erdreichs und bei feinem geringen Berthe die fchnelfte Verbefferung und den grôBten Vortheil gemäbrt. Vn den mebrften Gâllen wird man die trofnern, abbängigen Gelder gum JAcFerbau und die abgetra- genen zu trocfnen Beiden brauchbar finden. Much in einigen Füllen iff das heidige und moorige Sand ju diefem Endymecfe mit grofem Vortheil zu benuben. Bo c8 au machen ift, da fângt man gerne mit folhen Strecen an, die dem Hauptulei- tungscanal am nâchften liegen und bemerft, tvenn das MBaffer darüber gegangen iff, forgfältig die niedrigften Stellen, 100 e8 am vortheilbafteften abgeleitet werden Éann, Son diefen fiebt man fic nach folhen Stellen um, to es fi am leidteften und vortheilbafteften binleiten(âft. If der Voden von Matur abbângig, fo bat man tweniger Sorgfalt vonnôthens ift dies aber nicht, fo muf man bas MBaffer fhon einen Umtveg nebmen laffen, bis es auf zum Deflicfen binfânglih niedriges Sand triffts denn es ift bei diefem Unternebmen durchaus nothwendig, um alle Berfhvwendung des LBaffers zu verbüten, das uerft gebrauchte bis ju feiner enblichen Aus- feitung in den Gluf, fo oft wie môglich twieder gu gebrauchen, ebe die Berfe anderer Abthei- fungen beginnen, Dei grofen abhängigen Sandffrecen twird es daber mebrentheils nothtwendig, das MBaffer in einer abfhüffigen Richtung queer durch gu leiten, Man geiwinnt dadurdh die BequemlichÉeit, das Anbau des Graslandes, 229 Baffer über das gtvifhen dent Fluf und dem Haupruleitungscanal befindlihe Sand nach JBitf- Fübr in Motheilungen bringen ju Éônnen. Der Yâfferer Fann daber einen und den andern Theil trocéen laffen, um in der Golge ibn nach feinem Plan zu wâffern, SPinreidendes Baffer und binlängliher Gall find Hiebei wefentlihe Puncte, veil das fang- fame Sliefen oder Stilleftehen deffelben manchen Machtheil mit fi fübrt. Dei diefer obliquen oder fhiefen MBâfferungsrihtung ifé der Bortheil, daf man wewiger Baffer als in andern Gâllen gebraucht; mo man darauf ju feben bat, leite man es auf folche Gtellen, die fi dagu paffens bat man aber reichlid Baffer, fo laffe man das Gange mit einer male überfliefen, Gebr baufig iff es auch der Fall, daf die Mäfferungsgraben und£eitungen fo untecmapig angelegt find, daf fie bas MBaffer wegnebmen, one da es zum gteiten mal gebraucht ierder fann; ju andern Zeiten wird es, gleichviel wobin, abfbüffig teggeleitet, twodurdh es in der Solge mande ungleihe BirÉung bervorbringt, Man muf bierauf twobl acten, um es foviel als moglih zu vermeiden, Benn ein ju beméfferndes Grundfticé fo febr im Niveau des MBaffers liegt, das der Gall mit dem blofen Muge nicht beftimmt werden fanns fo muf man eine genaue PBafferwage zur Sütfe nebmen, und die hôchfte Stelle mit dem zu gebrauchenden Strome vergleichen, toburd der Grad des Galles von der Oberflñche des Baffers bis zum bôchiten Punct des Sandes ausgez mittelt wiro, Um nun das MBaffer dabin ju bringen, im Gall daË es iveit vont Gtromr toûre, müffen die Geiten des Canals binlänglich boch gemacht werden, nicht um das Vaffer in feinern natürlihen Niveau(dend level) zu erbalten; fondern in einem folhen Grade des Galles, als die beiden Puncte gulaffen. Deim Ausftechen biefes Sauptjufeitungscanals ifé es leiht, den gebôrigen Grad des Galls ju beftimmen, fobald man feine Sânge ieif, man gum Dei- fhiel 50 Pards mit einem Gall von 5 Sol aueftiht, fo meif man, daf afe ro Yard x 3of Sal fepn muf,weldhes, unr das Baffer in einer febbaften Bewegung ju erbalten, fhon binreicht, Sn einigen Féllen wird es nôthig, gwei Sauptjuleitungscanâle(main feedars) ju baben, um eine gleihformigere Vertheilung des MBaffers zu erhaltens bie Tiefe und YBeite derfelben richtet fid) nad) der Quantitât, welche die Éleinen Grabenrinnen bedñrfen. Un der Mündung diefes Canals muf ein Schleufeniverf fepn, um das WBaffer ab Gefallen gugulaffen oder suc au balten. 1m die Mäfferungsrinnen ju machen, iff es vielleiht am beften, fie in techten Bin£eln auf ben Sulcitungscanal angubringen; ift jedoch die Fiche ettwas uneben, fo muf man, 1m einen regelmäfigen Gall gu befommen, andere Richtungen geben, Man legt fie etwa 10 Pards aus- einander ans auch tuerden biefe Rinnen, je weiter fie fich vom Canal entfernen, immer enger. Dei der Abfiht, das Baffer dadurch fo eben als môglich über die Oberfläche zu bringen, müffen diefe Rinnen fo eingerichtet ferden, daf das Dinein geleitete WBaffer fneller die Fleinew fer 230 Smolfte Abtheilung. überfliese, afs es die Rinne lang fâuft. zutveilen Aufhalt bur niebere Stellen oder tiefe Graben, fo muÿ eine Rôbre ibergelegt werden, damit das YBaffer feinen ungeftôrten Sang bebalte, SBerden Deete, Mege, und fleine Crhabenbeiten binderlih, fo bat man verdecte Graben oder andere Crfindungen, um das Baffer durcjuleiten. Sat man dann die nôthige Bot- titung gemacht, das IBaffer einjuleiten und zu verbreiten, fo müffen Abyüge gegraben werden, um das Baffer in âbnlider Proportion wieder abjuleiten. Dies gefchicht nun vermittelft Ab- qugsgraben, die mit den Æâfferungsrinnen parallel faufen, oder fo, tie die irreguläre Gigur der MBiefe es erforderli macbt. Diefe find an der bôcbften Stelle am engften und werden immer geiter, je näber fie der niedrigften fommen, bis fie an den Saupteanal gelangen, Der das ge- fammelte IBaffer abfängt. MBenn alles fo eingerichtet ift, fo till das WBaffer juiveilen Mnfangs fd nicht gebôrig ver- Greiten, dies regiert man aber mit den@tauungen in dem Hauptjuleitungscanal an verfchiedenen Gtellen, to es der Berfmeifter für dienfich bôlt. Man macht fie mit 2 Pfâblen, vor twelchen ein Brett gefebt wird, mwoburd man dem MBaffer bie erforderlihe Hôbe giebt. Ginige rathen an, tmwenn das Sand gang oder Éeinabe eben ift, mit dem Pfluge Beete von 11 Pards ABeite und 3 Su6 Hôbe zu maden; man muf dabei die MBafferwage gebrauchens fo tie bei den obern Bâfferungsgraben(trench) um das affer aus dem Hauptzuleitungscanal auf- gunehmen, un um die Mbgüge auf den Seiten zu den Graben paffend angulegen. Die PBûffe- rungsgraben müffen alle beinabe nad einen Durcet die Midtung haben, um der Sänge nach ein gleichformiges Ueberfluthen des WBaffers qu bervirfen; ift das Sand aber abbängig, fo find die MBâgferungsgraben fon binreiend, um in jeder Michtung ein Ueberfluthen zu bewirfen. lim IBiefen oder anderes Sand dur die Anmwendung des IBaffers zu verbeffern, muf man übergeugt fepn, ba der Doden und der Untergrund von Matur troden, oder burd verdecte Mbyüge trocfen gelegt find.@onft Fann feine Mâfferung etwas nuben. ann man daber ein GticE Sandes mit wabrfheintid gutem Erfolge überfluthen, fo muf es, tenn es feuchter Mrt if, durdaus vorber abgemäffert werden. Die Vollfommenbeit der Baâfferungswiefen beftebt darin, da der WBéfferer es in feiner Getvalt bat, das WBaffer na Gefallen ab= und aufulaffen. Mie lange IBiefen gewäffert werden müffen, und wie oft dies zu mieberbolen fen, bângt von manderlei Lmftänden ab, da aber nad jeber Bäfferung bas IBaffer von jeder Stelle des £andes forafältig abgeleitet werden muf, fo wire es fehe Srvelos fenn, ebe damit angufangen, man feiner Sache gewif mûre, es mwieder ableiten gu Éonnen. Man bat bei Anlegung der MBie- fen aber eben fo forgfältig auf die Œinridtung der Abzüge que Begleitung des Baffers ju feben, als auf die Grâben, mwelche es auf die QBiefe binleiten. ur man bat dabin zu feben, bag die ABäfferung mit môglihften Nuben für das niedrig liegende Sand gefchehe, fobald folches unmittelbar von einem naben Sluffe oder Strome überfloffen werden Fann. SA die gehorige Anbau des Graslandes, 231 Borribtung vermittelft eines Seitungscanals dagu gemacht, fo leitet man bas MDaffer auf den nâchften Theil der Biefe, wo es durch viele Fleinere Graben, die zu dem Ende gemacbt find, fi weiter verbreitet. Diefe werden mit PBaffer angefüllt und durch den fhnellen Fluf des Maffers aus dem Sauptyuleitungscanal gum Ueberfliefen ibrer Ufer gebracht, twodurc die gange Biefe mit Baffer befloffen tird. Benn die Bâfferungswiefen in Deete gelegt find, fo werden die Mbjüge in jeder Furhe angebracht, um das überfliefende Baffer der fleinen Graben oben auf den Becten aufsufangen, das in den Sauptabfangegraben füllt, um ein angrengendes Geld zu berväffern oder in den Strom gurüc£ qu febren, fo daf bei gebôriger Cinrichtung der Mbyüge das Geld unmittelbar trocfen ge- legt wird, fobalù der Zuleitungscanal geffauet wird. Dies gefchiebt um fo fhneller, wenn von dem obern Æbeil der Deete Querjüge in die Abjüge der Gurhen aus dem Suleitungscanal angebracht find, fo daf bas Maffer, fobald der Zuleitungscanal gefchloffen ift, alsbald in die Surchen geleitet wird. Biefen, die eine itregulâre Oberflûche haben, wo nicht reichliches HBaffer zu erbalten ift, müffen die nothwendigen Graben nach der Cinfiht des Bâfferers ange- fegt iverden. Es giebt noch eine andere Art von MBäfferung, Catch Borf, Auffangemerf genannt, die bei folchen Biefen, Gras: und Beideland anmendbar ift, bas an den Geiten der Hügel liegt, und dadurcd gemväffert werden fann, daf man irgend einen Strom um den Rand der Hügel feiter. Diefe Methode unterfcheidet fih von der andern badurh, daf mweniger Seitungen von- nôthen find, und diefe beinabe parallel mit einander, fo wie es das Ufer geftatten will, fenn müffen, Das Baffer aus der Hauptleitung überflieft nun die gange Flâche, bis es wieder in den nâchften Graben fâllt, und fo wie diefer voll ift, aus ibm überflieft, und fo fort an, bis es auf den niedrigften Grund Fômmt, to ein Mbjug befindlich ift, es twegzulciten. Sn jedem alle ift es, wenn es nur nicht zur Gluthzeit gefchiebt, febr gut, den Moder und Untath in dem Sauptyuleitungscanal umyurübren, Man bat auch mobl RalË bineingemorfen und ibn mit einer fhtveren Cgge oder einem andern Snftrument im Doden umgebarft, wodurd die düngende Cigenfchaft des Baffers gar febr vermebrt wird. laft lb manche andere Œubftanz auf diefem YBege antvenden, und über die Oberflâche des Graslandes, febr fein gertheilt, ju grofem Vortheil der Vegetation verbreiten, Cine andere vortheilhafte Methode bei diefem Unternehmen, befonders tmenn das rase fand nicht gut beftacft if, beftebt darin, ebe das Mäffern beginnt, guten Grasfaamen einju- fâens afsbann muf das Baffer zur Zeit nicht lange überfliefen, weil die Vegetationsfraft des Saamens dadurdh gerftèrt merden môchte, Eine gute Marbe wird auf diefe Beife gar bald gebildet. Die Anlage der Biefenmäfferung erfordert in manchen Gâllen betrâchtliche Ausgaben, und Betragen folche unterfiedentlidh, je nachdem die Lmffände und die Art der Mäfferung if, 6 bis 232 Bwblfte Abtheilung, 2015 per Mere, MBiefen tit Vuffangemerf 3 Bis 7 mit Ausfbiuf der jabrlihen Ausgaben. für Geräthfhaft und Arbeit. Die Bortheile müffen fon grof und bleibend feyn, um einen fof- en Roftenaufoand ju übertwiegen. Oft iff Dies jebod) der Gall nicht, befonders wenn der Doden und das MBaffer den Endywed nicht encfprehen. Da aber folche Gâlle felten eintreten, fo Bleibt das MBäffern immerbin, fomobl zum Heumachen als zur Beide beabfihtigt, allemal eine wichtige Verbefferung. Das bôbere Grün und der ppige Bus, der auf dem geräfferten Sande mebrentheils tabrjunefmen if, fprechen febr deutlidh für die$raft, tele es zur Deférderung der Yege- tation befigt. Man bat vor cite in tûârmern Climaten dies Mittel zur Bermebrung des vegetabilifhen Grtrags mit vielem Erfolge fhon gebraucht. Obgleidh es nun in andern Gegen- den lange fchon im Gebraud gemwefen iff, und man in den neuern Seiten befonders darauf geachtet bat, fo fcheint man doc das Princip, nach meldhem es feine Birfungen bervorbringt, noch nidt genau zu fennen. Dei dem Hrtifel vom Dünger, haben wir bereits bemerft, auf ele IBeife die Geuchtigfeit der vegetabilifhen Oeconomie nüblih merde, mwenn fie von den DPflangentourzeln eingefogen wird; auferdem aber geäbrt fie noch andere befondere Vortheile. Qn beigen Climaten muf die Beréfferung fer nüblidh fepn, wmeil die feinen Burgelfafern der Gras- oder andern Pflangen nicht nur in einem feuchten aufgetriebenem Suftande, der gum Ginfaugen am gefchicteften ift, fondern in folher Temperatur oder folchem IBârmeftand(weil bie beffändige Ausdünftung an der Oberflâche der Erde Füblende Birfungen bat) erhalten were den, twelher dem gefunden und Éraftvollen MBucdhs angemefen if. Aus dem Grunde ift das Baffer unfern Gartenpflangen in den beifen Sommertagen fo vorghalidh dienlih, menn es ibnen anbaltend gereicht wird, iwogegen man eber Nachtheil als Bortheil davon verfpürt, twenn cs unterbrochen gefchiehet. Mäcbfibem mird die Gruchtharfeit des Sandes durs Mäffern dadurh beforbert, baf das aus den Glüffen und Bâcdhen überfirômende WBaffer befruchtende Materialien enthâlt, tvelche 8 beim langfamen Ueberfliefen allmälig und eben abfest. Dies iff menigffens alfemal alsdann der Gall, too bas fliefende Waffer durd, oder über Rreibe, Mergel, oder andere falfartige Gchichten geht und bei feinem Durchgang mit den feinen Theilen diefer Subftangen gefchmwäns gert wird. Much werden die Flüffe durdh die Éleinen Zuflüffe, welche ibr MBaffer aus den bôbern Gegenden befommen, Befonders nad) beftigen Kegen mit einer grofen Menge animalifcher, vegetabilifher und anderer Materien angefülit; twelche fie auf eine gleichformige ABeife auf der Oberflâche der Felder abfeben. Gang befonders moblthätig find die Birungen folches gefhmängerten Baffers, twenn es nicht au fhnell flieft, auf bas den Quellen gunächff liegende Sand; denn bat es(don eine Strecfe gefloffen, fo find fon viele von den düngenden Subftangen abgefeft und das ABaffec ift u rein getvorden, um Anbau des Graslandes, 233 uur auf biefem@Bege einigen Bortheil zu gemäbren. Mur tenn es far flieft, fâft fic in einiger Entfernung davon Nuben ertvarten, Go fand ein fhäbbarer, geiftreiher Srhriftfteller, daf bas Baffer von Darivent, obgleit es mebrere Meilen durch Falfartige Schichten flieft, Éeine Ralftheile enthält, mwann es Derby ecreidt, 06 mobi die Quellen in der MNachbarfhaft febr reichhaltig daran find. 7) Derfelbe Autor fübrt nod eine andere Meife an, auf welhe das überfliefende MBaffer nüblid wird und mar badurd, daf es das Gras und andere Pflangen gegen die Râlte im Min ter oder im Srüblinge fhübe, diefer Hinficht wird bemerft, da das MBaffer ftarfer Quellen, twelches bier. ju Sande immer die Temperatur von 40 Orad abrenbeit bâlt, dem WBaffer der Slüffe vorguziehen fen, twenn man eë nur in binlângliher Menge baben Fann, da in diefen der Grad der Râlte in demfelben Verbâltnif ju dem der Mimosphäre ftebt, bis er fi gum Gefrier- punct, D. i, ju 32 Or. neigt. geben beide der Oberffäche eine dünne Cisdecfe, welche das Gras gegen alljuffarfen Sroft ft und in einem beffern Zuftand erbâlts überdem vegetiren einige Grasarten felbft unter dem Œife, tie e8 mit dem Rennthiermoos in Sibirien unter den Gchnee der Gall ift, in einem Mârmegrade von etma 4o. Dies ift das mittlere Verhältnig gtvifchen der untern Oberfläche des aufldfenden Shnees— 32° und der getwobnlichen MBârme der innern Theile der Erde— 48°. Yuf diefe WBeife wird der Grasertrag in diefer Falten Gegend beträctlih vermebrt, fo daf er jäbrlih doppelt fo viel ausmacht, als unter andern Um fänden.**) But Crläuterung diefer Grundfäbe verbient noch bemerft au werden, daf bas PBaffer, ivel- es aus Quelfen Fômmt, die vicle Falfigte Riestheile enthalten, oder aus einem fchiefer= erdarti- gen Selfen, der viel Kalferde enthält, befanntlich befer ift, als Dagjenige, tas folche Materia- lien nicht enthâlt, Die Berfhiedenbeit in den Virfungeu cübrt oft von dem MBege, den das Baffer über andere Crdarten mat, her. Musgemacht ift es nemlich, daf das Flufivafer, welches durd ebene und fruchtbare Gegen- den flieft, nicht nur beffer als dasjenige, was feinen Sauf durch bergige und unfruchthare Gegen- den nimmt, fondern überhaupt beffer als alles andere fen, ba jeder verfiedene Sufluf einen neuen Sufhuf von befruchtenden Materialien giebt, mwelche, über die Oberflâche der MBiefe ver- Breitet, fie im boben Grade verbeffern, Binter und Grübling find die beiden Vabrszeiten, da man gemôbnlich tûffert, nemlid vom Monat November bis ju Anfang des Maärges: die Crfabrung Fann den Bâfferer allein bicbei feiten, tie lange die Miefen unter Baffer ftehen follen. In einigen Oegenden lâft man bas Baffer mebrere MBochen nadeinander fliefen, blof mit einem Boifhenraum von r oder 2 Ea-: gen; in andern bingegen überfluthet man eine WBoche um die andere, *) Darwins Phytologia.#*) Ibidem. Brveciter Theil, G 9 | MR £_ eZ LAS 234 Biwolfte Abtleilung, MBenn der Grofteinfalit, fo bôrt das Bâffern gemôbnlih auf; man bemerÉt aber, daf barnac febr viel Gras mabft. So wie fih der Frübling näbert, werden immer weniger Bâferungerr erforderlih. On alfen Füflen jedod, wenn man mit Bortheil wâffern will, müffen die MBiefen gtifchen jeder vollfommen trocfen gelegt werden, Auf dem fandigen, fiefigen und trofnern Bodenarten ddrf das VBaffer nicht fo fange bei- ben, als auf den fhmerern, Drei Bochen bâlt Mr, Bright auf dem lebtern binreichend. Mr. Doswell râth dagegen zur erften Wäfferung im Movember 4bis 6 MBochen an; für erftere Dodenart aber eine etwas Éürgere eit. Vin December und Hebrnar folf man nad) Mr. Bright der Suft balber die Miefen einige Tage trocfen laffen, und im Februar befonders darauf achten, baf das MBaffer nicht viele Tage bintereinander, obne abgelaffen zu fenn, überfliefe, damit fein weifer Schaum entftebe, und wenn das Sand im naffen Suftande dem Groft ausgefeét wird, dadurch leide. Unfalle laffen fih febr qut dadurd vermeiden, daf man bei Eage das MBaffer ab- und des Machts es auflift,*) Mr. Dosmwell fcheint jedodh Feine Oefahr dabei für môglid au balten, Sm Mary Fann man fhon das Bieh, mwenn die MBiefe na r4 Eagenr trocfen und feft genug ift, barauf iweiden laffen. WBübrend des folgenden Monats, aber nicht foâter, fann man das Gras fabl abmweiden laffen, aber einige Tage im Mai fpâter würde fon grofen Verluft in Güte und Crtrag des Seues nach fih zieben. Dm Mai lift man dann das Baffer noch mieder einige Tage auf die Biefe, twornach ffe febe ergiebig wird.**) Mabr- fcheintich Fann man givei Gdnitte erhalten, wenn nicht ju Fabl abgemweidet wird. Mit dem erften Schnitt auf gemäfferten MBiefen, Ddarf man jedoch nicht ju lange tarten, weil das Butter grob und untauglich tird, twenn es gu lange geffanden bat,***) Ein febr fharflinniger Deobachter bemerft in diefer Hinfift, baf, iwenn das Sand eine Beitlang gemäffert wird, das Yaffer von den bôbern Stellen berüberriefein und nicht frille ftebn muf. Die Graswurzeln werden fonft dadurch gerffèrt, und tmwenn unterbalb des Baffers irgend etwas fault, fo erbebt fh ein mweifer Schaum. fi diefer zeigt, muf das Daffer ab= oder frifches aufgelaffen werden, ift insgemein das Befte,+) Die Bicderholung der Bâfferung zur cit grofer Hibe ift bereits empfoblen ivorden.+4) Da das Gras der gemäfferten Miefen im Mary und im April febr ausfbieft, fo meidet man es gemôbnlich im Grüblinge mit den Schafen ab, und den Farmers, wceldye fie zur Sucht oder gum Bettmachen balten, ift dies unfbigbar, mweil das grüne Gutter um Ddiefe Seit febr be- bende if: nachdem man fie dann zu Œnde des Aprils mieder germäffert bat, werden fie mâbrend des Gominers zur Heutverbung gehâgt. Das Machgras wird im Perbfte vom Nindvieh ver- sebrt, da man es für Schafe jur WDeide auf gemäferten Miefen für febr fhädlih bâlts wie der *) Wright on Floating Meadows.**) Jbidem.*#*)[bidem. +) Darwins Phytolosia.+} Ibidem. Anbau ÿbes Graslandes, 235 Gufferer Meport bavon ein merfvürbdiges Beifpiel erxblt, da 20 Mutterfhafe, die bei Nacht- geit in eine folche MBiefe gebrochen fvaren, vor Maitag fimmtlih an der Füule farben: Es laft fi gwar nidt einfehen, tie das Gras gemâfferter MBiefen im Stübling den Gchafen fo beilfam und im Serbft fo nachtheilig fers Tbatfahen fesen dies Jedoch aufer aflen Biweifel. Mr. Boswell warnt daber, die Sbafe auch nicht eine Stunde zu irgend einer an- dern Sabrseit als im Grübling in gemäfferten Miefen ju laffen, da fie unfeblbar von der Fäule ergriffen werden, befonders auf niedrigem und fumpfigen Grunde: nicht fo febr, menn die MBiefeu aus trofnem gefundem Sande gemacht find, Uuf Garms, w0 man 3 oder 4 MBiefen bat, die gemäffert werden Fonnen, findet man es fer vortheilbaft, baf, mäbrend bie eine abgetveidet wird auf der andern das Gutter wachff, die Dritte trocfen gelegt tird und die vierte unter MBaffer ftebt.*) Sn Biltfhire find die Béfferungstwiefen der Farmers Auberft vortheilbaft, tvegen des grünen Sutters für die Schafe im Grübling. bundert paar Schafe Fônnen fich taglich von einen Acte nâbren. Man bürter fie tiglidh auf einen folhen Plaé ein, und Iâft den Sâmmern Éleine fôcher, nn bas frifhe Gras auferbalb beffer nachufuchen. Man Jâft fie etwa von ro Uhr des Morgens bis 5 Ubr des Machmittags darauf, mo fie dann gewôbnlich auf der anftofen- den Gerftenbrache gebürtet werden. Dies Berfabren bâlt man aus dem Grunde für vortheilhaft, weil ein Æbeil des arms dadurdh gedüngt wird, obne daf man gum Mifthaufen feine Suflucht nebmen darf, babei bas grüne Gutter in einer Fnappen Scit vermebrt und am Œnde auch für anderes Bieh dadurdh mehr Gutter, mithin au Dünger wieder gemonnen wird. Es verftehe fih, baf diefe Verbefferung nur da angelegt ift, wo Erdreih, YBaffer und Sage günftig find. Merfwürdige Deifpiele von Verbefferungen der Micfen auf diefem IBege, findet man in Middletons Report of Middlefex, in den Agricultural Survey of Devonfhire, und Agricultural Report of the Nord-Riding of Yorkfhire. Im Oanjen leidet es auch wobl Feinen Zwcifel, Ddaf das Büffern der Micfen, fenn fe dau bequem gelegen find, und der Unternebmer der Wâfferung mit dem Fall der Slüfe, Bâche, Gtrômlein und Canûle in getviffen Sabrsjeiten Vefheid weif, von fehr grofem Vortheil fen, indem grofe Strecfen Sandes badurch befruchtet werden Fônnen. in dem Galle, daf MBie- fen nicht die bequeme Sage Dâûtten, làft fich das Baffer durch Cindämmungen und vertmittelft bôlyere ner Môbren auf erhabenes Sand bringen und die Grudtbarfeit deffelben badurch febr erhôben, Juf beidigen, moovigen und bergigen Gegenden liebe fih dies Softem au#obl mit Musfidht grofer Vortheile antwenden, Der aufmerffame Deobachter findet, ivenn er diefe ber- gigen Gegenden durhwandert, eine Menge Éleiner Bâche und Bafferläufe, die, tweil fie Feinen Gg 2 *) Boswell of Water Meadows. 236 Zvolfte Abtheilung, tegelmäpigen Sauf biloen founen, ibr MBaffer verbreiten und ein fhônes Grin geben. SHierin liegt der ficherfte Detveis, Ddaf die Fluge Anwendung diefer GlüBigfeit zu VerbeFerungen gerei- chen müffe. Cs lift fih au das Baffer durch Hülfe von Mafhinerie in fo hohem Niveau vetbreiten, als man nicht denfen folte, Van manchen Gegenden Fônnte man au die fette Vaurhe in den Teihen und Daffins um die Pôfe und Gebâude, melche bâufig verdunftet, auf folche YBeife über die angrengenden Gelder bringen, wie Mr, Fenna in Chefbire es verfucht und im 2ten Bande der Communications to the Board of Agriculture befchrieben bat, Der Haupteintvand gegen die Verbefferung der Miefen auf diefe Art, berubt auf der Roftbarfeit diefer Unternehmung. man aber feine Sachen nur gefcheut an, fo falit dies Dindernif bald meg, tmeil der unmittelbare Vortheil dem Unternebmer bald reichlich lobnt, Much der Cintwurf, daf das Sand dadurch ju febr mit Graben angefüllt merde, bebt fich bafdo dur die vermebrte Menge des Gutters und durch die Verbefferung des Dodens. Da auf diefe Beife das Baffer in einer fteten Bemegung erbalten wird, fo laffen ffd) auch feine nachtheiligen Folgen für die Gefundbeit der Demvobner folcher Gegenden, wenn die Bäfferungen auch febr ins Grofe getrieben mwürden, befürchten.*) Ueberfhiammen.— Die Methode, auf biefem IBege das Sand zu verbeffern, beftebt darin, daf der Ghlamm des Baffers oder der Flüffe in der Mäbe der See mit feinen düngenden Materialien auf den Boden abgefeht und dadurch ein neues Erdreidh gebildet wird. Man be- treibt bies in einigen Orten von Sincolnfbire fowobl als Porffbire und ift vom Mr. Poung in feinem Deridt von dem erften Diftrict vollffänbdig befchrieben worden, Das Meitere fiber die Mntvendung diefer Art zu düngen ift bereits auseinander gefebt. Mâben des Seulandes.— MBenn man mâben will; fo muf das Ovas in dem- jenigen Suftand der Reife und des MBachsthums fi befinden, daf es das befte und nabrhaftefte Gutter giebt. Man muf in der Nücffiht meder zu früb noch ju fpât mâben, weil es im erften Sal ju febr eintroŒnet und es im lebtern von feinen nâbrenden Cigenfchaften guviel verliert, Die Periode, in welcher es am nabrhafteften wird, ift unfireitig die Zeit, ehe es in voller Blüthe ftebr, und der Zucerfaft noch in dem Blñthenbalme fih befindets ft diefer aber durch das Abblüben und Mnfeben des Saamens bereits aus dem Dalme beraus und der Saame verfireuet oder von *) Dicfe Abbanbdlung Über die Benäferung if febr unvollfommen und baber auch nidt beutlid genug. Si babe mit der Anmerfungen dabei enthalten, wmeil th in Anmerfungen bo nidt verffändiih genug bâtte merden fônnen. Da bdie Materie von der grôften IBichtigheit iff, fo twerde id fie vor anSern ausarbeiten und viclleiht früber, als es in meinen Grundfâgen des rationellen Aferbaues ges fheben fann, in den Annalen abbrucfen(affen. Œinen beutlihern Degriff von verfhiebenen Anlanen, geben Die beigeflgten Tafein, mit ibrer Giflarung. Der Sert dicfes IBerfé nimmt aber bei dicfen fo twenig, als bei den übrigen Giguren, Rüdfibt darauf. A1 107 02. | Anbau des Graslandes, 237 den Vôgeln gefreffen, fo find die Dlâtter und Orasftengel nicht beffer als das Gtroh vom rei- fen Korn, Es Fommen biebei no andre Umftände in Betraht: gutveilen twird das Gras, fvenn es dicé ftebt, unten gelb, noch ebe es blübt, alsbann ift es am gerathenften zu mâben, fobald die Bitterung es geftattets wird es bann verfäumt, fo wird es leicht vottig oder befommt einen unangenebmen GefchmaŒ, fo daf es febr am MBerthe verliert, DE das Gras febr(chiant, * wie dies in feuchten Biefen oft der Hall zu feon pflegt, fo lagert es fi leicht und bringt gerade diefelben Birfungen bervor, Sn folhen Güllen muf das Mäben befchleunigt werden. Treten aber diefe Fülle nicht ein, fo iff die befte Seit gum Mâben unféreitig dann, wenn das Gras angefangen bat zu blübhen, ebe die Salme bart werden, man das Gras aber lân- ger fteben, fo wird das Machgras nicht nur geringer, fondern es vergrafet viel beim Seumas chen,*) Die gewdbnliche Beit des erffen Shnittes iff von der Mitte des Gunius bis zu Anfang des folgenden Monats, je nachdem das Sand befchaffen iff und die Grucht frùb oder fpât gedeihet, Deim Mâben Fômmt es Dauptfächlih darauf an, daf es fo eben und dichte vie môglid an der Oberfläche weg gefchieht und gwifchen den Schwaden feine Erhôbungen fteben bleiben, DBeim Mäben der Macdmatt ift in diefer Pinficht fhon mehr Sorgfalt zu beobachten, da die Grucht leichter und mithin fchiwerer zu mâben ift, die Senfe faft nicht fo gut an, gleitet ab und das Gras wird, wenn der Mrbeiter feine Sache nicht gut verfteht, leicht uneben gemäbet. Solche Nachmatt muf immer, iväbrend der Thau nod daraufift, und fobald fie nur erträglich getwachfen ift, gemäbet merden, denn twartet man lânger, fo gebt die befte Deuxeit vorüber und es twiro fhlecht eingemorben, Mie viel gur Beit gemäbet iverden Fônne, bângt gta oft von der StärÉe des Gutters und den Gäbigfeiten des Mrbeiters ab, insgemein betrachtet man aber doc einen Mere als vôlliges Œagetverf für einen guten Mäber. Gobald bas Gras mäbbar ift, fiebt man fid nad einer gebôrigen Menge Mäber um, Mn einigen Orten bezablt man Tagelobn, beffer iff es aber, die Mrbeit um einen getviffen Preis Mcreweife zu verdingen, Denmachft müffen binfänglih Menfchen sum Heutverben angeftellt werden, auf jeden Maber etiva 2 oder 3. Yn diefer Gegend nimmt man mit denen, die es eints bolen und Yufftafen 5, die im Eagelobn arbeiten. Dei beifer oder windiger Bitterung muf man mebr$eute, als bei molfiger und Fübler anftellen, Sur Sälfte Fônnen es Grauenzimmer feon. Mimmt man nicht eine gebôrige Anzabl£eute dazu, fo entffeht mancher Verluft und Unbequemlichfeit, wenn man zuviel Gras gemäbet bat, um es gebôrig bandbaben ju Éônnen, Seumachen.— Die grofe Runft des Seumverbens beffeht darin, es fo trocen ju machen, daf es fid) im Scober oder in der Miethe nicht erhigt und doc zugleich cine grofe *) Corrected Report of Pertfhire. ae Bnolfte Abibeïlung Menge des natürlihen Pflangenfaftes erbalten wird,@obalo biefe Mittelffrafe gehalten tive, fo erbält man das befte und nabrhaftefte eu. Diefer Punct bleibt abér immer fchmierig und erfordert manche Sorgfalt und Mufmerfambeit. Deim Heumadhen empfichlt ein genauer Beobabéer, auf die Defchaffenheit des Dodens und der darauf madhfenden Rrâuter mobi zu achten. Das barte binfenartige Peu eines magern DPobens erbiBt fih nicht fo leihts man muf es daber früb gufammenbringen, damit es recht in Scbiveig fomme, tmeil bies das eingige Mittel ift, ibm einen OefchmaL zu verfhaffen, mwelcher e8 ben Pferden und dem magern Vieh angenebm macht, ba es fonft für jede andere Art Bicb nicht zu gebrauchen if. Das faftreidhe Gras des fetten Bodens oder des febr fett geding- ten Sandes erbift fi) bagegen leicht, es muf baber mebr Scit gum Heutverden haben, Dei mäfig warmer Mitterung lâft fi der Grad der Troenbeit leicht ausmittein, SE fie aber beif und dürre, fo Éann man fidh leicht babei verfebn, denn das Gras wird fraus, vaffelt und füblt fih wie Peu an, ebe der Saft geborig vertroŒnet ift, um mit Sicherheit aufgeftaft iverden zu Fdn- nen.: Gefchiebt dies aber, ebe der Saft geborig vertrocnet ift, fo erbift es fi leicht,*)“ Much bies ift twobf qu beachten, ,,daf man alles Peu, fo wie es gut ift, fogleich einfabre. Um das mbglihft grèfefte Gerwicht und die Oüte deffelbeñ ju erhalten, if dies durchaus notb- mendig; bdenn jede Minute nach Diefer beftimmten Zeit verliert es fowobl an Gemicht als an nâbrenden Cigenfchaften, burch die Berdunftung, wie der Oeruch dies bemeifet. Gogar der Unterfhied von einer Stunde bewirft an einem beifen trofnen Tage einen Yerluff von 15 bis 20 Procent am Peu, svenn foviel fpâter, nachdem es gut war, eingefabren if. Oft get noch mebr dabei verlohren,**)“ Da man in dicfer Gegend ganx vorsüalih qut fih auf bas Seumachen verffeht, fo mag das Berfabren que verdienten Machabhmung von bem Mugenblic£ an, ba er Mäber die Genfe anfegt, bis zu bem, ba bas Peu in Verwabrung gebracht wird, ausfübrlich befchrieben ffchn. Der bauptfächlidfte Theil diefer Hrbeit wird vermittelft Fleiner ju dem Ende eingerichteter Gorfen bervertftelligt. Jim crffen Tage wird alles vor 9 Uhr des Morgens gemäbete Gras, fo eben als mbglich obne irgend einige Sappen auf der Oberfläche verbreitet. Mit gleicher orgfalt wird es bald darauf gefebrt und find der Sände binreichend da, fo mird das ange nod) einmal gegen 12 oder 1 Ubr gefebrt. Misdann tivd es in einfache fogenannte IBindreiben gufammengebarft, oder fo, daf jede Perfon eine Meibe auf 3 Guf Diffanz macht, und julekt wird es in Orashaufen gefeft. Um folgenden Tage fângt man um biefeibe Stunde damit an, alles am vorigen Tage gemäbete Gras twieder ausqufpreiten, Die Grashaufen werden auf 5 bis 6 Mards baltende Dreiten auseinander gefireuet, die Sivifhenraume tobl abgebarfet, und bdies Mbgcharfte mit *) Middlefex Report.**) Ibidem. Anbau des Graslandes, 239 dem andern Seu sermifht, bamit alles von gleiher Garbe fer. Diefe Breiten tverder dannr gemendet, und nun auch) bas aus den Gchivaden geftreuete Seu, tie das am vorigen Tage be- bandelt, Dies muf alles vor Mittag beverfftelligt werden, damit das Gange trocfnen ann, täbrend die feute effen. Machmittags merden die Vreiten in doppelte Reiben geharft, was dur givei Perfonen gefchieht, die in entgegengefeBter Richtung gufammenbarÉen, und auf folhe Beife eingelne Reiben zu doppelten, 6 bis 8 Fu auseinander maheam barfen fie das an bem Æage gemäbete Gras in einfahe Neibens fegen die doppelten Reiben in grofe Seubau= fen und guleét nod) die eingelnen Neiben in YBindbanfen, Die Arbeit des dritten Tages beginnt mit dem Soreiten des am vorigen Tage gemäbetet, und noch nicht geffreueten, fo mie des in der Srübe des Morgens gemäbeten; dDann werden die TBindbaufen in gemôbnlihe, und die grôfeïn Heubanfen in Fleinere Vreiten gefiteuet, Diefe Éeinern Breiten, ob fie gleich gulebt ausgeftreuet find, werden zuerft gefebrt, afsdann die, welche in ABindbaufen waren, und gulest wird das Gras 1 oder 2 mal vor Mittag gefebrt, fE das Better hell und Flar, fo Fann das Seu, welches in der leGten Nacht in grofern Seubaufen geftan: den bat, Machmittags fchon meggefahren werden, mwelches bei guter MBitterung mebrentheils am briften Tage gefthiehts ift das Vetter aber Fübl und der Dimmel bedecft, fo wird noch Éeinr Æbeil eingufabren fepn. Sn bdiefem Galle ift nach Tifche das erfte Gefchäft, das, was in der leBten Nacht in Bindhaufen geftanden bat, in doppelte Reiben zu bringen, und denn das am Morgen aus den Schwaden geftreucte Gras in einfache, wird das in grôBern Sau- fen die Madjt guvor geffandene in Sadebaufen gefest, das Seu umber forgfältig aufgebarft, und auf jebem Saufen obenauf gelegt. SuleBt fommen die doppelten Reiben in grôfere Seubafer und die einfachen in Bindbaufen, fo tie an den vorigen Æagen. Um vierten Tage werden die grofen Sadebaufen mebrentheils vor Mittag mweggefabren, und fo gebt es alle Tage, bis die Seuerndte vollendet ift. MBübrend biefer gangen Beit muf man bas Gras fomobl bei Tage als bei Nacht gegen Regen und Thau durch das Haufenfeéen ju vertwabren fuchen,*) Ju folhen Gegenden, wo die Heucrndte fpâter und das Better veränderliher ift, ift es oft gefâbrlid, das Seu auf die oben angegebene IDeife ausgufpreiten, und man mu£ vorfichtiger gt MBerfe gebn. Man bsarbeitet daber das Gras, fobald es gemäbt und nur ein twenig gebandbabt if, in fleine Saufen, die man, wenn fein feftes IBetter ift, ôfter umÉebrt aber nicht auseinan- der breitet,**) Methode ift langfamer als die vorige, man gebt aber ficher dabei, und wenn es fehr beif if, fo Fômme man mit meniger Mibe und Roften, und ohne vielen Verluft der nabrhaften Sâûfte aus. *) Corrected Report ef Middlefex.#*) Modern Agriculture, Vol. II. 240 Bolfte Abtheilung. Mod anders verfabrt man in einigen Gegenden: Das gemäbete Gras wird an dem etften fhônen Tage geftreuet, gemandt, und in Meiben, aud in Fleine Haufen gebracht, tenn der Dobden trocen if; an dem nâchften guten Tage werden einige Haufen zu gleicher Seit geftreuet, und fo lange gebandbabt, bis fie vôllig trocfen find. oder vier werden dann in einen Sau- fen gefeét, und man fâbit mit bem übrigen eben fo fort, Bis alles fertig ift,+ ft das Better fchlecht, fo werden diefe Saufen nicht wieder auseinander gebracht, fondern blof etwas gelüftet, damit die Suft einen freiern Durchzug erbält. Die Bortheile der erften Methode follen darin beftebn, daf das Heu bei der regelmäbigen Musftreuung von Güte beffer wird, im Shober oder Giemen gleihformiger(hist und fi beffer 3ufammenpacen lift, Defonders muf man fih büten, nicht mehr Beu zur Beit auspuftreuen, als an demfelben Tage in Haufen oder vor dem Regen fhnell mwieder gufammen gebracht werden Éann, Bei un- beftândigem IBetter ann das Gras guwveilen mebrere Tage ungerübrt in Schwaden liegen blei- ben, Bevor es aber unten gelb tird, müffen die chwaden umgetwandt werden. diefe MBeife einige Tage bebandelt, lâft es fih nacdber bald zu gutem Heu machen,*) Dem Heu eine grûne Farbe zu erbalten, ift fhon eine wicdtige Sache. Man léft ju dem Œnde die grôfern Heubaufen(haftard Cock) ebe fie tmweggebracht werden, einen Tag in Dige gerathen und bis gum folgenden Morgen darin bleiben, alsbann Febrt und dffnet man fie, um fie ettvas verdampfen ju laffen, bamit die Sibe nicht ju ftarf und die Garbe verdorben wer- de,**) das Peu im Shober etivas belbraun merde, thut ibm nidts, nur darf es nicht von alu grofer Dibe dunfelbraur gemorden fepn, meil es bann die Pferde fhwächen und ab- fübren fol. Es verliert daber afsdann am WBerthe. Die Machmatt oder der gmeite Schnitt, erfordert, meil fie tweniger faftreihe Stengel enthält, mweniger Seit um eu ju werden, als der erfte. Yndeffen muf bdies Heu gut geworben werden, tweil es febr leicht im Gchober fhimmliht wird und durd ju ftarfe Erbifung feine Garbe verliert, denn je weniger das Seu im Shober in Bike gefommen ift, defto griner bleibr die Garbe. Hufflafen und Bebadhen des Heues.— Man macdt ju biefem Enbjmece Unterlagen, tie fie fchon beim Korn angegeben find, obgleicd auch) manche Seufeimen ohnedem gemacht werden,@ie dürfen jeboch nicht febr boch und abfchüffig, fondern nur gang plump und obne Gefims fepn, Die Unteclage macbt ein etvas erhabener Dlaé oder ein Fleines Gerüft von Queerbôljern mit Meisivert ausgefüllr, Yuf *) Midclefex Report,##) Ibidem, Anbau des Graslandes, 241 Muf die Gotin Fomimt ienig an, nur mu fie von der Art feyn, da fie den Butritt ser Suft geftattet. find ffe fo, twenn man Heu zum Verfauf aufpaËt, am bequemften, Die Lreisform 1ft wegen der Strobbedacbung die vortheilbaftefte und getmôbnlichfte, Die Grôfe der Unterlage muf der Quantitât des Deues angemeffen fepn. 24 Fuf mit 14 oder 15 ift eine fchiclihe Grôfe. Dei bellem Sonnenfchein[âft fi) das Heu am beften cinbanfen, Man muf dabei einen Menfchen baben, der das Geimenfeben verftebt, und eine bedeutende Angabl Seute zur Sülfe, um das Peu ausqufpreiten und niederqutreten, Beim Mnlegen muf die Mitte immer etivas ho- Der als die@citen fepn. Da, two man in diefer Gegend dergleihen Giemen gut feét, twird tûbrend der Arbeit nad gelegener Beit an den Geiten und Enden gepubt, um ibnen eine fchicE- lie Sorm zu geben. Man bat gewôbnlid ein an Stangen befeftigtes Gegeltuch zur Han, um, twâbrend die Seime unter der Arbeit ift, folhe gegen ettanigen Megen zu fhüéen, Man Gringt auch cher, Hôbren, Schornfteine und dergleichen in der Mitte grofer Geimen an, um die übermäfige Sibe abjuleiten. Man thut aber immer beffer, fie ganz weggulaffen, da das Peu um fie berum die Geuchtigfeit der Deime angicht und dadurch verdirbt, Um die obern Æheile der Geimen geborig zu bauen, bat man ein Feimengerüfte von nôtben, Mr. Poung befthreibt ein folhes, das befonders gut cingevichtet if, in feinem Report of the Agriculture of the County of Suflolk. läft fi auch gum Mnnagein der Bindbretter, Mnmablen der Mufenfeite von Gebâuden u, f. w. gebrauchen, Machdem das Cinbanfen vollendet und die Beime abgezogen und abgerunbet ift, fo lâft man fie fiebn, bis ffe gefchwift und fidh gufammengelegen bat. Dies pflegt nad 8 oder ro Œagen mebrentheils der Fall ju fepn: dann tird ffe mit einem guten Strohdache verfehn, tvo- bei der gu bedachende Teil der Geime vecht trocfen feyn muf, damit das Heu nicht fhimmlicht tete, Sanbtvirthe find fi darüber noch nicht einigs 06 das Beimenbeu in der freien£uft oder bas Scheurenbeu das befte fen. Ym füdlihen Ebeile Englands ift man alfgemein der Meinung, da das erffere von befferer Güte fen. Yn den nôrôlihen Gegenden bemabrt man das eu in der Scheure auf, und bei alfen angeftellten Serfuchen if es vollig fo gut und angenebm als das in freier£uft aufbemabrte, Die Echeuren gemäbren überdem nod manche Bortheile bei unbeftändigem nafen uns windigenr Better, Man fann Scheurenbeu immer einen Tag früber als Feimenbeu gufammen bringen, man gebt in den@cheuren wirthliher mit dem Peu ju MBerfe, und gebraucht fveniger Strob, twelches in der Mübe grofer Stâdte bedeutend iff. Daf fi übrigens die Roften grofer Sheuren nidt mwieder bezablen foliten, Geytveifein die erfabrenften Sandwirthe nicht, Sn der trodenften Sabrégeit erfparen fie 4 bis s Sch, per Biveiter Theil. ÿ b 242 amvôlfte Abtheilung, Mere und in naffer Mitterung trâgt die früber môglie Berivabrung des Heues bei tvenigen Suderu per Buder cinen Unterfchieo von 20 ch, aus. Bill man indeffen Éeine grofen@heuren bauen, fo bat man andere Mittel, fih manche diefer Dequemlihfeiten und Vortheile durch Errihtung bedecfter Schoppen, die an den Seiten offen find, ju verfchaffen. Man erfpart dabei vorstiglih Yrbeit und Deerlohn. Sie werden febr woblfeil auf Pfeilern oder Pfdften errichtet und das Dach von cingefugten Brettern, die mit Theer beftriden oder bemablt find, gemacht, Ge find leicr, woblfeil und balten fidh fange, twenn fie gut angeftrichen find.*) Dei einigen Heufarme ficht man befonders auf den Berfauf des Heues, telhes in Bünde von 56 15 gebracht wird, von denen 36 ein Guder ju etwa 1800 tb ausmachen; verfauft man folche vom Gelde, fo beträgt ein Guder 2000 15.**) erndtet man im Durhfhnitt 2 Gubder vom Ace, Um das eu bei regniger Vitterung leicht gufammen zu Bringen, bat man Seutebren und Seufhleifen. find eine gute Erfindoung vom Mr. Midodleto ns febtere- werden in Porffbire bâufig gebraucht, Ueber die vortheilbaftefte Berfutterung des Heucs meiter unten bei der Debandlung des Biebes ein mebreres, Nacdhgras ober Macdmatt.— In einigen Gegenden wird diefe bâufig als Heu eingemworben, an andern Orten mit dem Bieh abgeweidet, Deide Mrten des Verfabrens Éon- ñen uuter verfchiedenen Umftänden dienlich fepn, Sat man vielen Dünger, fo Fann man gum Berfauf immerbin einen gmeiten@chnitt nebmens wo aber biefer feblt, ift das Mbiweiden beffer, um die YBiefen nicht ju erfchôpfen. MNachfidem bat man darauf zu febn, 06 bas Mie: fenland trocfen oder naf ift, wveil im leBtern Salle vom Bieh viel Schade durs Treten veran- loft wird, und es alsdann immer rathfamer ift, gum tweitenmal gu mâben, #) ODie Rofften des Mébens und Peumadens nad ber etffen Methode, fo mie des Begbringens, Ein: banfen, Debachen und anderer erforderlichen Operationen giebt der Berfafler des Report von Mibddlefer alfo an: Ausgabe per Acre, Sd. Dence. Mäben 3 Shiling, Bier 6 Vence;;: 3 6 WBerben und Einbanfen 4$ 0$ 8 9 6 Die Geime abyuyichen und bas abgeogene Seu 06en aufufegen$— 6 Pferte, Gefbirr, Rarren!;; n 2 ER Gtrob gum Da 3 Sbilling, Decfer und Supfleger 6 Pence; 3. 6 Säâmmtlite Ausgabe per Acre im Fiemenhofe;; 19 oder 20 Swbilling. #*) Synoplis of Husbandry. Anbau des Graslandes, 243 Uebrigens iff es im Gangen beffer, das Macharas abiutvciden und mur einen Snitt zu nebmen, weil der jäbrlihe Crtrag dadurd vermebrt wird und das Sand am wenigften leidet,*) Mat man das Machgras ju Heu, fo lâBt es fih da mit befonderm Muben antvenden, two man auf Milhertrag fiecht, fomobl bei Mindvieh als Shafen, wesbhalb die Rubfarmers gern oft das Gras müben. Much gui Nabrung der jungen Râlber und alles Süfiviches, tie auch für die Schafe im Winter, ift es febr antendbar, Su twelcher cit man das Bieh auf Sie Nachmatt treiben folle, darüber ift man fi nicht eins. balten dafür, daf es frübe gefcheben müffe, ebe das Gras au bod).aufgefchoffeu if, andere find der entgegengefeften Meinung. Die Wabrheit liegt, wie gewôbnlih, aud” bier twobl in der Mitte. Œreibt man ju frübe das Vie) darauf, fo bat es nicht binfinglihe Mabrung, und die Rübe nebmen an Milh und die Ochfen an Flcifh ab, im andern Salle wird au viel Gras vertreten und verdorben, meil das Bieb fih das fübefte ausmäbit, fobald es volf- Fommnen Graf bat. Sndeffen if es auch môglih, ba die abfübrende Cigenfchaft des jungen faftreichen Grafes das Magerwerden des Viebes einigermafen veranfaffe, Da von dem Nachgras viel verlobren gebe, tenn das Bieh darauf geiveidet twird, leidet feinen Zweifel, Man darf nur folhe Felder feben, um fih davon gu überzeugen. Mur wenn das Nacgras im mittlern Ducs if, Fan es vortheilhaft abgeweidet werden,**) Das Mbtweiden gefhieht nun auf verfchiedene IBcife na den verfihiedenen Gegenden. Jn Middlefer wird um Michaclis das fhwere Vieh von den Machgras abgetrieben, die Shafe bleiben aber Bis jum Gebruar darauf; auch pflegt man unmittelbar nach dem Mében das Vieh fon auf dem Machgras ju veiden, Sn den nôrdlihen Gegenden fhont man das Machgras bis gum Moveuber fr das ausjumäfiende Vieh und jure WBeide für die milchenden Rübe, von tel- cher man um die eit fer wobifhmecenden Rûfe geiwinnt, es gebjt aber doc immer viel Gras dabei verlobren. Deim Mbweiden des Nachgrafes muf die MBeide nicht überjagt merde, Ce fhadet dies auf manche MBeife. Mr, Marfhall fand, daf bic Dichüchter einen AMcre auf die Rub rehneten. Grasland thut aber nod mob mehr. Gpât in den MBinter binein muf man fih dabei bio auf Schafe befchränfen, die VPitte- tung müfte dann febr günftig und der Voden ungewôbnlih troen fepn,#5) DE man im Grüblinge des Gutters febr bendthigt, fo pflegt man das Machgras im Herbfte sum Srüblinge fit aufjufparen. Erfabrne Seute balten bies für das ficherfte und befte Grüp- lingsfutter, Dei dem boch gefchoffenen Machgrafe mürde dies jedoch ein febr verfhwenderifches $ b 2 *) Corrected Agricultural Report of Middlefex, **) Marfhalls Rural Economy of the Midlend Counties. *#*) Wilkinfon in Commercial and Agricultural Magazine. Vol. IV. 244 Bmolfte Abtheiluig, Berfabren feyn, Das langfte mübte menigftens vor MBinter fhon versebrt worden fenn, benn es fagert fih leicht uud vottets auf fettem Doden müfte es ienigftens mebr oder minder vor Michaelis abgefüttert fepn. Ultes Nachgras foll, nach der Erfabrung eines grofen Sandwirths, milhende Schafe beffer als Eurnips näbren, welche fich beffer zum Viebmäften fhicfens auch foif dies Gras ju einer Beit vorbalten, wo die mebrften andern Sülfsquellen verfagen, nebmlich in der lebten Saälfte des Mprifs und in der erften des Maies, twenn nicht Moggen gum grünen utter gefüet if,*) Mr, Marfball rübmt es gleihfalfs als ein Grüblingsfutter für Mutterfchafe und Sämmer, tmorauf man fi mebr als auf Rüben, Kobl u,(. w. verlaffen fônne. Eben dies beftâtigt Dr. WBilfinfon, der befonders die Milh der Schafe darnadh fehr verbeffert fand, Go nüblih nun freilih das Machgras unter diefen Umftänden terden Fann, fo geht doc in ffrengen Mintern dabei viel Gutter verlohren, und man thut daber im Gangen am beften, das Machgras gut abguiveiden und fi im Grüblinge auf frifhes Gras zu verlaffen. Das vorgefchlagene Abmäben des Macdgrafes im MBinter gum Verfüttern in den Viehho- fen macbt ju viel Koften und Umftände, und ift nur in befondern Fâllen, wo es leicht berbeizu- fchaffen und viel Bieb zu füttern iff, anivendbar, Beideländereien.— Alle BDodenarten, twelhe eine betrachtlihe Tiefe guter Erde haben, und bei guter Grafung, bie fie geben, von fo trofner Defchaffenbeit find, daf das Bieb ohne Schaden zu aller Jabrszeit fie betreten Fann, paffen fidh zur Beide, Schlechtes mit Binfen betvachfenes Sand 1âft fich jedboch in manchen Füllen ju gutem MBeidelande machen, toenn man es bei 3eiten im Grüblinge abmwäffert und die Dinfen abmäbet, wodurch das WBaffer in die Stempel dringt und die Pflange vergebr, Die jungen Schôblinge dagegen werden von dem jungen Sieh abgefreffen, fo daf die guten Oraspflangen zur Diüthe Fommen Fônnen, Yu das moovige Sand lâft fich our Abwäfferung und Ueberfabren mit foffilifhen Materialien febr verbefern. MBeideländereien müffen Hberbaupt darnad bebandelt merden, tie es die befondern Cigen- fhaften ibrer Grasarten erfordern, On diefer Rücfficht paffen fich einige mebr Mildh odet But- ter, andere Râfe zu geben, no andere Sieh zu nabren und zu mâften. Die£age des IBeidelandes hat gleichfalls vielen Einfluf auf die vortheilbaftefte Benusung. Die bôbern Gegenden find daber für Schafe, die niedern für Rind- und anderes ju mâftendes Bieb vorüglich gefchicft, Das Miter des Dreefthes Fômmt auch zutveilen in Betradt, Da das frifhe Orasland mebr für das junge Suchtvieh und das alte für das Maftvieh ift. Die Art der Cinbägung thut auch oft viel dabei, tmeil das Biel bei einer Cinbägung von mittlerer Grèbe fi beffer nâbrt als tenn der entgegengefete Fall ffatt findet.**) *) Young in Annals. of Agriculture.*#) Corrected Report of Pertfhire. Anbau de8 Graslandes, 245 Auf dem Beide- fo wie auf dem Heulande müffen die Maulivurfs- und Mmeifenbügel(o- balo als môglih auseinander geftreuet und die fthlechten Pflangen beftmoglichft vertilgt werden, Sum Cbnen der Mmeifenbügel auf marfhigen Grasland bat man in Rent ein Snftrument von 8 oder 9 Guf DBreite, telches mit einem ftarfen fneidenden Blade verfeben if. Es wird von einem Pférde gezogen, das ein Rnabe feitet und ein Mann regiert.(vergl,. Tbaers Mcferiverfzeuge, 2tes Deft, Taf. 7.) Man Fann damit in Furzer Seit eine grobe Mnzabl Mcres ebnen, und bedient fich zu diefer Arbeit auch manderlei Pflüge, Ueber die Musrottung der Drombeerenftaude, des wilden Genftes und anderes, ift fon oben das Beitere angefübrt. Der Éleine neben den Hecen auffhlagende Dorn mu gleihfalls ausgerottet werden, befonders wo Schafiveide if, Die Stellen, wo man gevottet bat, thut man febr vol mit Compoft zu beftreuen und die Mifhung mit der fofen Erde folher Stellen teiter u verbreiten und mit Orasfaamen eingufäen, Trâgt das Meideland bültiges Gras, melches unter dem Mamen von Segge befannt iff, oder fonft andere Bafferpflangen, fo ift dies ein fiheres Merfmal, daf es au viel euchtigfeit alt, und nicht nur gut abgemäffert, fondern auch von verfhiedbenen Vieharten gut abgemweidef werden muf, Das Düngen des Beidelandes ift wenig Hblih,. Man glaubt, der Mift des Meidcviches veiche vollfommen ju. Snbdeffen fcheinen do MBeiden mit der Beit immer fchlechter zu werden, iwenn man feine befondere Borficht verwendet, ffe in Kraft zu erbalten, Die Schafweide er- bâlt bas Sand beffer im Stande als Mindviehmweide, vorausgefest, daf man jene Tbiere nicht des Machts davon nebime und fe in Hürten auf anderes Sand lege. Denn thut man dies, fo verfchlechtert fo das Sand, tie man an den gemeinen Schaftrifiten offenbar fiebet. Da das ffrenge Abweiden(feddown), menn es mit Einficht betrieben wird, das Gras feiner und überbaupt nabrbafter mache, leidet wobl Feinen Sweifel, aber daf die Gruchtbarfeit des Sandes dadurch getwif befordert terde, folgt baraus noch nidt. ind die Beideplñge fo gut, daf fie ftarfes Gutter geben, von telchen ein Tbeil als Dünger wicder beim Vergeben in den Doden gurücfebrt, fo ift eine allmäblige Verbefferung da, 10 befonders auf Shafsucht gebalten twird, denfbar, Die Verfeinerung des Orafes ift allerdings dabei vortheilbaft und auch eine Berbefferung zu nennen, tvesbalb man die Verbefferung des Sandes durch Mbweiden der©chafe in jedem Gall als bedeutend angefebn bat, Die Berbefferung des WBeidelandes[âft fih auf verfhiedenen MBegen erreichen. Sunachft twendet man unmittelbar Dünger in feinem natürlihen Suftande an, als: verfaulten Mift, Kalf, Mergel, erdigen Compoft, der gelegentlid dünne auf der Oberffâche verbreitet wird, oder man düngt mittelbar durch Sürten der Schafe auf diefem Sande, twäbrend fie anderes grünes Gutter, als Müben uw, f. tm, davauf vergehren, Die febtere Methode iff unffreitig die vortheilbaftefte 246 Ztvolfte Abtheilung, und bequemfie, ba bic cvftere nut in febr tenigen Gcgenden angemwanbdt werden Fann, obne dem Acer oder Deulande ju nabe zu treten. WBeiden find auf diefem MBege leicht und ohne viele Koffen in guten Stand ju bringen. die Seit, twann man das ich im Srübling auf die Beide jagen fol, ift man fif mod nicht cinig. Einige bebaupten, es müffe früh gefhebn, ebe bas junge Gras einen ju grofen Dif giebt, andere find der entgegenge- febten Meinung. Ertreme baben ide Madtheiliges, SF nicht binlängliher Graf auf der MBeide, fo leidet bas Bieh; fé qu viel vorhanden, fo fann es vom Vieh nicht un- tergebalten werden, es tir nicht nur viel vertreten, fondern manches fhieft in Saamen, bdie ABeide wird ungleich und verdorben. Much mwüblt fih das Vieb alsdann die beffern Grasarten aus und gebt bie fchlechtern über, die dagegen in Saamen fchiefen, mwodurdh das Grasland nit lof gur Zeit, fondern auch auf die Sufunft verdorben wird. Deim früben Austreiben des Biehes twerden aber die fchlechten Pflangen, twenn fie noch zart find, und ebe beffere Gräfer sum Sorfhein Fommen, fo wie das Gange, gleichformig abgeweidet.*) Der angefübrte Scbriftfteller ift auch der Meinung, daf das Vieh fih in diefem Falle nach und nach an die Abwechfelung des trocnen mit dem grünen Gutter gemôbne, wenn es von lefterm nicht gleich au viel geniefen Fann, Das Mafivieh verlangt aber einen vollen Dif, wenn es auf die WBeide gejagt wird.**) Um den Cintourf qu begegnen, Daf das frübe Mustreiben auf die MBeide ffe in den Früb- lingsmonaten der Dürre ausfebe, bebauptet man, daf er ungegrünbdet fen, da das Rindvich in folchem Salle gut milcht und fidh beffert. Mticht die Sânge des Orafes iftes, fagt Mr. Mar- fhalf, fondern die Quantitôt der Mabrungstheile, die es enthâlt, vodurch jedes Hauptvieh feinen Beideplaé bejablt macht. Mächfidem lift fid viclmebhr glauben, daf die Nabrhaftig-, feit des Orafes cinigermafen von der Sonne oder Mârme der Vabrsgeit abbänge.***) Der mittlere rad des Graswudfes if unflreitig zur Mâbrung des Viches der günftigfte. Die Defhaffenheit des Dodens, Die Sage und die Mitterung beftimmen die Seit deffelben, In den fdlichen Difiricten bejagt manu die Meide fon zu Ende des Maries bis ju Ende des Aprils, in den nôrdlichen einige MBochen fpâter. DBeim-Mbiweiden muf gleichfalls die Mittelftrafe beobachtet werden, ivenn man gleich auch bier verfchiedener Meinung ift. Ein einfichtsvoller Beobadter twarnt daber, die Meide nicht ju Hberjagen, tweil dies gro- feu Berluft nach fich ziebt, denn alfqufabl abgetveidetes Sand dôrrt im Sommier aus und erfriert im Winter, Mâcdhfibem fprieft das fo dicht abgebiffene Gras nicht fo gut twieder aus. Dage- gen darf man auch aus oben angefübrten Gründen nict ju viel ftehen faffen.+) *) Marfhalls Rural Economy of Yorkfhire.#*) Ibidem.***) Ibidem. +) Rents Hints. Anbau deg Graslandes, 247 Dies gefhieht, twenn die Beide ju fhrwoacd befebt ift, wobei freilih das Vie nicht lei- det, aber nur ju viel Gras in aamen fihieft, das man jedoch abmäben Fann, Die nacthei- ligen Solgen des Ueberjagens aber, tobei das Bieh und das Gras leidet, laffen fih fobald nicht mieder gut machen,*)**) Um die gebôrige Menge Biebes sur Defesung der Meide ausgumitteln, thut man am beften, mit einer geringern Mnjabl den Mnfang zu machen,***) Ein febr erfabrner Srbriftfteller ift der Meinung: ,,je mannichfacher die Mrten des u gleicher Seit mweidenden Viebes ift, defto beffer fen es.‘ Mach welhem Grundfabe biebei je- doch qu verfabren fe, if nicht gezeigt worden, IBenn man aber auf die verfhiedenen Vrten des Biebes beim MBeiden Mot bat, fo wéblen fie allemal das füfefte und gartefte Gras, und die darüber dngeftellten Deobachtungen geigen, daf diefe Süfigfeit und Sartheit nicht von einer befondern Yrt des Grafes allemal berrübre, fondern von der Her, mie e8 querft dicht abgemei- det, und in der Solge dadurch füfer, feiner und zarter gemvorden iff. Sucbt fih biefem gufolge jedes Vieb, das aus bdiefen Gründen ibm annebmlidhe Gras, fo bleibt es gang unausfübrbar, jede Art des ju tweidenden Viebes darnach zu beftimmen, um die nappheit der einen Grasart, fo tie den Ueberfluf anderer, ju vermeiden, À) Diefe Demerfungen leiten uns ju gleiher Zeit darauf, uns den Vortheil und die Bih- tigfeit ju geigen, wenn man MBeideland regelmäbig und eben abmeidet, Dies lâft fich vielleicht dadurd bemwirfen, tvenn eine Viebatt der andern folgt, fo dbaf der Mangel der feinern Gras- atten fie gwingt, Die grôbern ju verzehren, Su dem Œnde muf das Maftoieh zuerft auf das £and getrieben und darauf fo lange gebalten werden, als man bemerft, daf es gunimmt, Dann fônnen die âltern Mrten Rindvieh, die fh beffern follen, und enblidh das junge Suchtvieh zum Bergebren des noch übrigen Grafes folgen, fo wie es dem Sandmann pañt. Dab dies Abivech- feln mit dem Rindvieh âuferft vortheilhaft fen, leidet Écinen Siwcifel. Die wenigen@chrift- fteller, twelche diefen Dunft berübren, empfeblen dies Verfabren, fomobl in Rücfficht des Vie- bes als der Beide, Der fandwirth bat daber Urfahe, aufmerffam darauf qu fepn, daf bies auf eine vernünftige und einfichtsvolle rt gefchehe, und Rindbieh auf der WBeide qu= fammen qu bringen, bat, fo twie die Bermifhung mebrerer Viebarten, Fein gutes Gedciben. Gchafe und Pferde faffen fich alfenfalls jufammen bringen, wmweil beide Theile Fabl und fchnelf abweiden, und die Pferde das üppig mwachfende Gras rein megfreffen, die Srhafe dagegen das Fleinere, minder Frâftige, jedoc) mebr reine Gras vorziehen.++) Suwveilen bat man es jedoch febr gut gefunden, Schafe mit dem Rindvieh auf die YBeide ju treiben, Die Meinung, als *#) Marfhalls Rural Economy of Yorkfhire. DhEvenITts Eliats *#*#) Marfhalls ibidem.) Clofe in Communications to the Board of Agriculture. ++) Corrected Report of Pertfhire, 248. Bnôlfte Abtheilung, berube einiger Bortheil diefer Bermifhung darauf, daf jedes Bic gegen bas in der Mae oder auf feinem Dünger gewacdbfene Gras mehr Mbueigung als gegen das auf fremden Dünget ge- wachfene babe, bat Feinen fonderlidhen Grund. gründet fich diefe Mbneigung über- faupt nur auf das an folcdhen Gtellen geiler und ffärfer gemachfene Gras, das ibn nidt fo febr bebagt und das es nur aus Mangel an anderm Graf verzebhrt, Da es que Erbaltung eines guten Oraslandes duraus nothmendig ift, daf das elù fo eben als môglidh gebalten merde, fo muf ein daju gebôriger Biebftapel voranden feyn, Se fetter und ergiebiger der Doben if, um defto mehr muf man balten. DBeifpiele geigen uns,*) daf auf den fetten YBeiden viel Bich gebalten werden müffe, um das Gras gebèrig abzuweidenr. Das raube bültige Gras bat man dann nicht nôthig abzufiuben, ausgenommen bei fer naffer. Gabrszeit.**) Goviel ift und bleibt ausgemacdt, baf, ten man ju viel Gras fteben(âft, tweil die MBei- de nicht gebèrig befegt und die Grasfarmers ju Grunde geben müffens aud das taugt fon nicht, das Gras fo fange ftehen zu laffen, bag man es mit der Genfe abfhweifen muf. Œben fo gemif if es, daf die WBeide gar febr dadurd verdorben wird, iwvenn man Das Gras in Saamen fchiefen lâft, der Doden wird nidht nur ausgefogen, fondern auch alle Se- getationsfraft auf die Dilbung des Saamens bingeleitet, mwobei mwenig oder gar Éeine Dlâiter ausfchiefen. ei den fchlechten Graspflangeu nimmt man es recht veutlich wabr, und dies geigt ung vollfommen den Muben, fie Fabl abjumweiden, tweil dadurd offenbar mehr Grafung für das Bieh gemonnen wird. Jus diefem Grunde empfieblt man mit Recht die Beide fo ffarf ju be- fesen, daf man das Gras immer in einem jungen faftreihen Suftande erbâlt. Lim. die grôfern Arten des Rindviches ju weiden, muf man das Gras vorher fo tachfen {affen, daf es einen guten Dis giebt. Manche Gaamenbalme werden fich bann freilidh darun- ter finden, Sn folchem Gall thut das voraufgebende Mobüten mit den Schafen Vortheil, 1v0- durch diefes vermieden tird. Bor alfen Dingen bat man babin ju feben, daf dic MBeide na Verhältnis des GOras- wuchfes befebt merde, um vom Mai bis gum Auguft Hinreichendes Gutter und für die Winters- geit eine befondere Referve zu haben.***) Enblih frâgts fid: fol man die gange Beide mit einem male oder nur theiliweife bejagen? Diefe Grage fcheint noch nicht geborig unterfucht zu fepn, oder wenigftens nicht mit der Juf- merffamfeit, vermège tmwelcher man über die Sache vôllig entfeiden Éônnte, und manche Um- fände erfhtweren die Entfheidung. an müfte dabei den Umftand der Cinbägung, fo tic Det *) Mr. Young in Lincolnfhire Report.**x) Boys in Annals of Agriculture. Vol. XIX. #X#) Price in Annals of Agriculture, Vol. XXI. Anbau des Graslandes, 249 der Hbwäfeing uno des Shuées, um qur Getvifheit darüber ju gelangen, abrehnen, uno es Fommé nur barauf an, gu evwâgen, tas in Rücfihe der Grasconfumtion, auf dem einen oder dem andern MBege, am vortheithafteften ift, und ob fich auf eine Art das Dieh beffer nâbre oder fett machen laffe, als auf die andere. Da das Vich in beiden Güllen fich nidjt auf einem dlecfe bôlt; fo if der Macbtheil des Vertretens und Berderbens des Grafes wobl gleich, Su folge der erffen Methode ift es(chivieriger, die Menge des Viebes ur geborigen Confumtion ausgumitteîn, welches fon von DBedeutung if. Sn Mücficht auf die grôbere Srifchheit des Grafes bat die abgetbetlte Beide immer einigen Voryug, der da, to das Biel überall gebet, nicht ftatt findet. Doc andere Umftände fcheinen das WBeiden in Hbtheilungen zu begünftigen, indem Das Bieh in Éeinern Seerden mweit rubiger tweidet, in groben dagen durch irgend eine Gtôrung mebr alfarmirt wird, findet man, da das Bic in Éleinen Seerden beffee gunimmt als in grofen, Ein in ber Oraswirthfaft febe erfabrner Sbriféfteler fheint auch einigermafen denfelben Gchluf ju begünftigen, indem er den Bortheil geigt, iwenn eine Biebart auf die andere folgt, and wo der Doden, Die Sage und das YBaffer es sulâft, daf jeder Gchlag Grasland 3 Hbthei- lungen babe: eine ju dem Sauptvieh, als Rübe und Maftvieh, die andere zu dem übrigen Bucht- und Oüfivieh, und eine britte gum Grifhiverden für das Sauptoieh.*) ,, Much ift ec ganÿ befftimmt der Meinung, daf, wo der Doden ein, gwei und mebrere Mbtheilungen bat, fein Unfraut in Saamen fhiefen oder Grasbüiten fteben bleiben müffens fondern einmal fvenige fiens im@ommer die WBeide mit der Senfe gecbnet werden müffe, um auf folhe Yeife das Unfraut nabrbaft und abgemeidetes Sand gum Machgras gefchic£t zu machen,‘ Das Fable Mbiveiden macht jeboch dies in manchen Gâllen unnôthig, und ift bein Farmer tweit vortheilhafter, Das beffimnte Berbälinif verfhiedener Vicharten, die auf einem gegebenen Yeideplase ire Mabrung finden, richtet fi febr na der natürlihen Güte des Bodens, den Cigenfchaf- ten des Grafes und der verficdenen Grèfe der Thiere, Much Fômmt die Sänge der Zeit, in twelcher ein£and bereits ju Grafe gelegen bat, dabei febr in Betracht, da die frifhen Grasfel- der bei tweitem nicht fo viel Vieh nâbren, als ältere, Golche Gelder müûffen überbaupt mit Gchafen befest merden, eine Mngabe bierüber tiürde den jungen armer nur in SGrr- thum fübren; wie ffarf man in einigen Gegenden die Beide bejagt, tvird überdem unten noch ausfübrlicher gezeigt, Man Dâlt in einigen Gegenden au im Binter das Vieb auf den IBeisen, Shiveres Bich follte aber immer auf den Stall und auf den Pôfen gebalten werden, meil der Berlufft des Miftes fonft zu gro ift. *) Marfhalls Rural Economy of Yorkfhire, Vol. IT. Biveiter Theil, Si 250 Bivolfte Abthcilung, Einige bâgen ibre WBeidepläse fpât im Herbft, nachdem fie Fabf und eben abgewveidet find, und bringen erft im Grüblinge, fwenn Das Gras von neuem ausfchieft, die Mutterfchafe und {ämmer, auch fpâter Mindvieh darauf. Die erften Scbüffe des Früblingsgrafes follen mit de- nen des Herbftes vermifcht nabrbafter fepn, als iwenn jeder Theil befonders vergebrt wird.*) Mlle Rrâuter und Gemädbfe, die dem Vic auf irgend eine MBoeife nachtheilig werden Fôn- nen, müûffen ausgerottet werden, Dabin find gu vechnen: Sobierling, Toff- oder Bilfenfraut, Machtfchatten und Bachhofderarten, tan bat bemerft, baf, iwenn das Gras bic ftebt, das Muffhiagen folcher Dflangen nicht ju beforgen if; mwenn es aber dünne wird und eingehägt ift: fo finden fidh im Grüblinge folche Unfrautspflangen gerne an, ne) Bichtränfen, Ein midtiger Umftand bei den WBeidepläben if diefer, Da ffe mit MBaffer gehbrig verfebn feyn. dies Fann das Vieh auf Feine Beife gedeiben und gebôrige Dienfte leiffen. Sat man Feine Bâche und Glüffe, fo muf man Feiche und ABafferpfuble daju im Belde machen, Dies if nun da, wo die natürliche Rlanfhicht beträchtlich di ift, gerade nicht febr fhwierigs in lofem und locferm Boden erfordert es aber fon mebr Umftände.@elbft im Rlanboden werden jeboch die Teiche lecf, Dies folf von dem DBerften des Slanes bei der Daürre und von Mürmern berrübren, mwodurd die Debältniffe(ochericht werden,***) Man entgeht diefen Unfällen, venn man beim nlegen derfelben, fo wie die Mrbeit fortfchreitet, den lan gebèrig gufammenarbeitet und ibm unten einen Ralfüberyug giebt. Man bringt auch Grand, Erde und dergleichen auf den lan, um dem nachtheiligen Treten des Viebes und den MBirfungen der Dôvre entgegen zu ftreben. Die Seiten der Viebtränfen, wo das Bieh binan gebt, imüffen einen fanften M6hang baben, damit es bequem und obne Machtheil für den Boden der Zränfe binangeben Fanu, Man pflegt ijnen gemébnlid eine folche Sage ju geben, da das Yaffer von Anbôben nad beftigem Negen bincintreiben Fann; manche füllen fich dur den auf ibre Oberfläche fallenden Regen von felbft, und bedürfen folcher Hülfe wenig oder gar nicht, twenn fie einmal gefüilt find:+) in manchen üllen ift es jedoch vortheilbaft, fie da angulegen, 10 gwei und mebrere Gelder aneinander ftofen, tweil dabei Raum und Koften gefpart werden,@ebr nüblich oil es fepn, oberbalb des Sauptbaffins einen Sammelplaf für das ABaffer zu baben, damit die eigent: fiche Viebtrânfe nicht gufhlamme und das moddige und fothige MBaffer fih guvor darin ab- fese.++) Es liefe fic auf diefe IBeife auch manche Modde gewinnen und in manchen Sâllen {eicht beraus bringen, *#) Marfhalls Rural Economy of Midland Counties. Vol. I. *#*) Perth Corrected Report. ##x) Marfhalls Rural Econowy of Yorkfhire. + Corrected Report of the Nord Riding of Yorkfhire.+} Ibidem, Mnbau des Graslandes, 251 Die bete Sabrseit, Teide oder Vicbtränfen angulegen, foll der Herbft fepn. ie füt- {en fi ann am erffen und werten vor dem Füllen nicht riffigy Gollte, nachdem fie fertig getworben find, troŒnes Better cintreten, fo muf man die Oberflâche mit Strob oder anderet Streu bedecfen, damit fie Feine Riffe befomme. Da man fie ferner gern fobald als moglidh ge- fille bat, fo Fann man den folgenden Binter Schnce darin fo bo anbäufen, daf dadutch bin- teichend Vaffer Fommt.*) Die Gorm, welche man diefen Debâltniffen giebt, if ein flaches Daffin, deffen Geiten in einem fanften bang gegen das Centrum ffebn. Mad Umffänden wird dicfe Form verän- dert. Benn die Ausbôblung 60 Fub im Durchmeffer Hat; fo muf bic grôfte Liefe 7 Gup fepn, auf 40 Sub 5, ee der Lebergug gemacbt if.**) Es fibeint jeboch, als mûre eine grobere Tiefe und ein geringerer Durchmeffer wegen des leichten MustrocÆnens des flachen Daffin beilfam, Deim Musftechen folher Trânfen muf man fid der Bafferwage gebôrig bedienen, um bamit die guleitenden Ranûle und die Stellen, wo das Waffer fich fammlet, gebôrig eingurich- ten. Die ausgegrabenen Materialien werden enteder nach Umftänden gebraucht oder vegge- fhaffts bedient man fit dabei locferer Materialien, fo müffen ffe tüchtig gufammen getrichen werden, um ibnen geborige Haltharfeit zu verfchaffen. Die Koften der Anlegung folcher Viebtrâänfen find unterfhicdlih. Man verdingt fe ge- wôbnlid an£eute, die damit ein Gemerbe und eine Art von Mäcelei treiben, Eine Trânfe vou etwa 6o Fuf im Durhmeffer und 6 Fu tief, wird für 13 Po. angelegt, 45 Guf Dia- meter, 5 Su$ Tiefe, ju 10 oder 12 Pfund. Der Ralfpreis und die Anfubr der Materialien madht Diebei manche Mbânderung. Eine Trânfe erfferer Art hâlt 700 Orboft WBaffer, eine dergleidhen gu 45 Sub Diameter und 5 Fu Tiefe beinahe 400 Orboft,— Biel Baffer füe wenig Gel! Mr. Marfhal berehnet die Arbeit jeder Quadratelle, die Oberflñche ju übetyiehn, 6 bis 8 Pence; jet wüvde fie 9 bis ro Pence betragen.***) sn 2 ©*) Corrected Report of the: Nord Riding of Yorkfhire.**#) Ibidem. X#X) Mr. Marfhalls Methode, Bichtrânfen angulegen, ift folgende: » Man zeihnet cinen Umfreis von 60 Guf im Durdhmeffer aug— man Fann au tveniger ober mebtr$uG nebmen, je nacbdem die Grôfe der IMeide viel oder wenig Waffer erfordert— und Wenn man dicfen Durdmeffer beibehâit, fo wird dicfe abgefiochene Ründung ausgebobit, fo daf bas Cens trum 7 Suf Ticfe enthätt. Die auégebôblte Oberfläche wird alsbann glatt gcharfet und gut gefhlas gen, um fie nat Defbaffenbeit des Dobens fo chen und gleidfürmig feft als môglid ju ethalten. ANigs dann fiebet man gut gérfallenen Rat 2 oder 3 Bol die darüber; je(ocferer der DBobden iff, deffo mehr Salt muf genommen merben: bdicfer Ralf mird(argfam beneBt, damit ct an(einer Gtelle fefthalte, und man muf befonders auf bas gleihfôrmige Berfireuen fovobl als auf die vôllige BebeŒung der Slâche febn, mweil von Dicfer Aibeit der gange gute Erfolg des Yerfs abbängt. biefen Ralf legt man cin Ditte von Thon, in der Dicfe von ctiva 6 30, welihes angefeuctet und mit Sdlägein fo 252 Bwolfte Abthcilung, Œn dem Sotutnerfetfbire Report ermâbnt Mr, Villingslen eine Art gemauerter Vieh- trânfen, find mit. folcher Gefhicfliheit cingerichter, da fie das Waffer felten durch- faffen oder ec” werden, Dei den Nindviebtranfen Fommt es vornebmlih bdarauf an, baf das Baffer rein und von allen Mifchungen frei fens bdies läft fih, wenn das Baffer nicht in fteter Bewegung if, nicht gut erreichen, Œinigermafen liefe es fi durch die fhon oben ermäbnten Sammelpliée des Baffers, in twelchen es dur eine Menge groben Sandes durchgefeibet wird, bewvirfen. Rübe balten. Siegt ein Gut in der Mäbe grober Stübdte und if dabei an guter Gra- fung ergiebig, fo ift beim Kübebalten mancher Gervinn und Bortheil, gumal tvenn es dem De- figer auch an andern und grünem Gutter fonft nicht feblt, entgegengefebten Umftänden türde nur Verluff und Schaden dabei fepn, Mächffoem bat der Milhhändler(milk dealer) bei feinem Unternehmen noch auf andere Umffânde wobl ju achten. allen Dingen muf er fi folhe Kübe anfchaffen, iwelche in Berbältnif des Gutters, wwelches fie vergebren, die grèfte Quantität Mild geben, Dicfer gufammengetrieben twird, baÿ man obne Œinbruc£ der Sufltapfen barauf geben fônne. Aud bei bicfer £age von Tbon muf man febr forgfältig zu MBerfe gebn, juc Beit nicht mebr als vom Ralf Übers fireuen und nach und nad) angefeudtet, fie fo sufamimenfchlagen, da fle nicdt viffig twerde.‘* » Reiner Siegelthon ift gerade nicht erforderlich; die Œrde muf aber zûbe feun, um burd bas 3us fammenfhlagen bem ŒndymecE entfprehend zu werden. Mad bdiefem wird die gange Oberflähe mit geffofener Rreidbe, feinem Ries, Ralffiein u. f. w. einen Suf dit Bebecft, um jedes Treten des Bic Des unfhäblih ju maden. Jan bdarf aus biefem Grunbde feine groben barten Oteine daju gebraus en, beren Zertur bas bite Sufammentreiben nidt geffattet, Œinige bcbecfen die Riaylage mit Soben, die Grasfeite nicberwärts, andere baben es mit blofer Œrde verfucht, ivelhes in beiden Sûls en gumweilen gelungen iff. » Nachbem der Rlay gefchlagen if, twäffern einige die Oberfläche und Hücten Safe oder Shieis ne cine Scitlang barauf. Dur bas Treten bdiefer Thiere wird die Oberfläche compacter.“ » Otatt des gelôfibten RalËs bedicnen fid cinige eines guten Môrtels von RalË und Gand jus fammen, twomit der Boden etwa einen Bolf di bedet wird. Man bat Ecihe mit einem folchen Dôrtelüberguge unter und über den Rlay gemabht.— Mo aber der RalË theuer if, werden die Ros fien zu grof. Die allgemeine Anmwendbarfeit und Haltbarfcit folher Tcide oder Biebtranten empfiehlt fie befonbders in boben Gegenden, wo Mangel an YBaffer, oder da, two fchlechtes ABaffer ift, gar fehr.“ Dei einer Lânge von 40 FuB, Dreite 16 Su und Tiefe 6 BuB betragen bie Roften: Pfdo. OS, Den Grund auszugrabeu$; 2 2 Maurerarbeit y 5 4 10 10 300 Dufhel Ralf$$ 3+ 10 Guder Thon mit der Anfube$ ï— 8 Gubder Roblenafde und Anfube$ I 8 18— Œine foie Trânfe verfieht cine Strecfe von 80 bis 100 Acres Bichweide, und iff für 6 Pence jébrlid in Oronung ju Dalten. Mnbau des Graslandes, 253 Dunt if nocb nicht burd Erfabrung gebôrig ausgemittelt, fo febr auch des Farmers Vortbeil darauf berubt, meil Rübe, die diefem Endyvel nicht entfprehen, tâglih Schaden bringen, Sat man bintänglihen Graf für die Rübe, fo iff die grofe Art immer die gmedmäpigfte. ft dagegen das Gutter an Güte geringer und an Menge bebender, fo ift fchon die fleinere Art vor- gugieben, in fo ferne fie der Defthaffenbeit und Stûrfe des Unterbalts angemeffener if. Man muf aber tobl darauf merfen: ob das Bieb eine Neigung babe fett zu werden, um folche Kübe abgufchaffen, tveil fie felten viel Milch geben, Das Eemperament der Rübe bat felbft auf das Milchgeben Cinfluf, und die fanften und gabmen Rübe milchen im Oangen beffer, als die, twel- he wild und fiorrig find, DBelche Art der Garmer überbaupt zu tvablen babe, das richtet fi nach feiner Sage und deu ibm ju Gebote ftehenden Mitteln, fie guù ernâbren. Unter den erften Umftänden ift die grofe, Eurbôrnige oder HolderneGart die vortheilbafte- fles im leftern alle die langhôrnige, die fuffolfer, Sornlofe und Aidernenart, Man bat auch noch andere ffeinere Arten, die in diefen Fâllen febr vortheitbaft find,*) Man bemerft indef- fen, baf, mwenn gleich die grofe JMrt bei reichlihem Butter febr zu empfeblen ift, Die fleinere regelmäfiger und anbaltender milcht,**) Dei der Austwabt feiner Rübe bat der Farmer allemal darauf zu feben, bdaf fie tweit im Porn, dünne um Ropf und Macfen find, die Bamme oder das Kebifleifch nicht zu febr berab- bünge, der MRumpf tief und breitlih, die Süften weit(etiwas fpibig) auseinander, die Din- tertheile rund und fleifchig, die Beine dünne mit Furyen Gelenfen, das Enter viel in fich faffend, nicht fleifchig, binterwärts fidh ausdebnend, Die Milchadern grof und bervorragend, und die Biben lang und grof find. Daf das Vieh zabm und gelaffen fer, if, tie fhon bemerft mwor- den, febr wichtig. Auf âufere Schônbeit darf der Milhhändler Feine Ricficht nebmen, Auf die Quantitât der Milh Fommts bauptfäblih an, Rübe, die nicht viel Mildh geben, mu man gleich abfchaffen, Die Rübe werden mebrentheils im britten Sabre milhend und find vom fünften bis zum sebnten Saber am beften in der Milh. Da, 10 man die Milchwirthfhaft im Grofen treibt, muf man die Rübe oft umfeben. Mie lange ein Milhbändler mit dem grôBten Vortheil fie balten fonne, lâft fich nicht beftimmt angeben, bôchfte wobI nur 4 Vabre, obgleih von der Conftitution des Viebes gar viel abbängt, darf man fie nicht balten, da bie Mbfonderungsfraft bei alten Ebieren geringer als bei jungen ifts auferdem find fie den Rranfhei- ten des Cuters und andern Unfällen mebr ausgefest,***) *) Man fehe na über die Molfenmirthfhaft. **) Anderfons Recreations in Agriculture. *#*) Annals of Agriculture. Vol. XVI. 54 Brvolfte Abtheilung. Das Miter der Rübe(ft fi an den Hornringen erfennen, nachdem fie im dritten Sabre die Rülberfnoten megfreffen, und der erfte Jing mit dem vierten Sabre anfängt.*)**) Die Rubbalter in der Graffchaft Mibelefer bedienen fidh der Soldernefart, die aus einem Difiricte Dorffhire diefes Mamens fommt, fo wie anderer Kübe in derfelben Nacdhbarfchaft, to man die beften Arten der Rübe antrifft.***) Die Milhhändler faufen fie von den Bichsüchtern, ivenn fie 3 bis 4 Sabre alt find und falben twollen. war der Preis ro bis 15 Ouinee, in den febten 2 Sabren ift er auf 16— 18 geftiegen und ffeigt fon jebt bis auf 20. Die Rubbalter ziebn wenig Vieh auf, und par nur von Rüben, welche vecht viel Milch geben, obne auf den Springocdhfen dabei grofe Ricéficht qu nebmen,+) Der Anfauf gefchieht am vortheilbafteften im Derbft oder zu Anfang des MBinters. FF) Eine Rub geht neun Monate mit dem Ralbe. Einige balten über das Mindern eine Hech- nung, und dies ift bei vielen&üben fo übel nicht, um mit Veftimmtheit auf den Jilchvorrath vechnen und um gegen die Seit des Ralbens feine JMufmerffaméeit auf das Vieh verrwenden zu fônnen, welches feinen grofen Muben bat. Man ift fi nicht gang einig barhber, tie[ange man vor dem$aïlben die Rübe folf trocen feben laffen, Cinige behaupten, man mügfe fo fange melfen, bis fich das Kalb fenft; andere find der Meinung, man mûffe fie 1— 2 Monate ftehen laffen, fowobl zu ibrem als des Ralbes Deften. Miel Fômmt mwabrfheintih auf bie Mrt an, mie die KRübe gebalten werden, denn werden fie gut gefüttert, fo fann man fie ohne Dedenfen bis 8 oder 14 Tage vor dem Kalben melfen, Ye lânger man mit dem Melfen fortfäbrt, befto meniger fheint auch von Verbätrtun- gen und andern Debaftungen des Œuters zu befüvchten ju fen, ein Umftanb, der beachtet ju werden verbient. Bo nur 1 oder 2 Rübe für eine Familie gebalten werden, da melft man obne Nachtheil bis zum Salben, ir baben dies mebrere male verfucht und Feinen Nacdtheil gefpürt. Qn der Agricultural Survey of the Weft Riding of Yorkfhire tird angegeben, bag man Éeinen Bortheil dabei gefunden babe, die Rübe ,, 2 oder 3 Monate vor dem Kalben trocéen fteben ju laffeu.‘+1){ *) Annals of Agriculture. Vol. XXXIT. #) GRenn die Rübe im bdritten Gabre Éalben, fepet fi) bann ber etffe Ring, fonff aber, tie bei ben Oibfen, evft im fünften Gubre. af. D: ***) Corrected Report of Middlefex. +) Belches nad) genaueren Erfabrungen Hô feblerhaft ift, inbem eg bei biefer Œigenfibaft ber Milhs ergicbiafeit faft mehr auf den tamm des©pringocdfens als der Mutterfuh anfommt, obmobl man feinen 3wef am fiherffen errelcht, wenn man von beiben Geiten die ju einer grofen Milbabfonderung gencigten Organifation fortpflangt. A. ù SP. +) Corrected Report of Middlefex. HD) Die Defhaffenbeit der Iild giebt die fiderfte Angeige, 06 man fortmelten fann ober aufhôren LS) Mnbau des Graslandes, 255 Mo viel Rübe gebalten twerden, iff es immer vortheilbaft, Springochfen darunter zu ba- ben, damit fie frübe und gu jeder erforderlichen Scit bedient merden, Auf 25 bis 30 bâlt man einen, Die Neigung gum Mindern geigen die Rübe dadurch an, da fie auf einander reiten. Mach 3 oder 4 Monaten(At fi) das Kalb an der rechten Seite füblen, toenn man mit det Hand daran drift, two dann das Ralb dagegen fidft. Durh Bufall und andere Urfachen werfen die Rübe die Râlber zu zeitig eg oder verfesen, Bo fich dies findet, muf man diefe Rübe cinige Tage befonders einiehen, Gind Kübe diefem dfter unterworfen, fo muf man fie fobald als moglidh fuchen los ju werden, tweil man felten von ibnen Gewvinn baben wird. Sivci bis vier Tage nach dem Kalben werden in Sondon die Rôlber von den Rubbaltern verfauft, teil fie cher nicht verfauflich find,*) Bo man das Viebh nicht im Vichbhaufe mâbrend des VBinters cinbindet, twelches do im- mer die befte Methode if, da müffen warme und gut gefchübte Hôfe mit offnen Schoppen für das Biel eingerichtet werden, damit es dem fchlechten Better nicht ausgefest if, Sie gebenr dann mebr Mildh als wenn fie in Éalten, freien, uaffen und Fothigen Sôfen find. Der Boden diefer Pôfe muf mit harten Materialien ausgelegt feyn, damit man den Dinger gut abfchaufeln und das Vieh moglibft trocfen und rein balten Eônne. Gie müffen auch binfänglieh reines MBaffer in der Mûbe haben, um nach Belieben faufen gu Fdnnen, Mur bei folher Aufmerf- fambeit(ft fi) vom Sübebalten Vortheil ertvarten, Deim Güttern bdiefes Viches Édmmt es immer darauf an, baf es in gutem Stande gebal- ten iwerde, denn[aft man es,°gumal im MBinter, mager werden, fo Fann es nicht die geborige Quantität Mildh geben und zu den Sommermonaten in guten Stand fenn. ind die Rübe beim Ralben mager, fo bilft die befte Bebandlung nachber nicht fie ju dem Milchertrag zu brin- gen, als twenn fie in Sinter gut ausgefüttert wâren,**) Sn den falten unfreundlihen Mona- ten muf ibnen befonders nabrhaftes und faftiges Dutter gereicht werden, auch mu das Vieb, tie fchon ertwäbnt worden, tvarm gebalten und mit reinem MBaffer gut verfeben fenn.***) Cinige vathen es durch Striegeln oder fonft auf andere MBeife rein zu balten,+) Dies wûre bei einem grofen Haufen aber twobl nicht anmendbar, fo mobithôtig es ju férferm Milchen auch fenn mogte, müffe. Gcrinnt fie fhnelf auf bem Geuer, fo melft man nidt tweiter. YMenn lei die Milh, tels che die Rübe im(eBten Quartale geben, der Quantitât nad nicht gar viel betrâgt, fo if diefe Milb dod) voriüglib fett und verbeffert die dünnere Mildh der frifhen Rübe febr. Desbalb find docb foie Rübe, bie Mid frâthin melfen lafien, fhâfghar. Dicfe Eigenfhaft pflangt fih theile in der Nace fort, theils fann fie burd) die erfte Gewôbnung vermebrt oder vermindert werden. 20 *) Bielmebr, tmeil die Rubbalter die Mild nidt eber brauden fônnen. 1m D D. **) Anderfons Recreations in Agriculture. Vol. IIL.#*#)[bidem, +) Corrected Report of the Weft Riding of Yorkfhire. 256 Bmolfte Abtheilung Defondern Vortheil finden bie Rubbalter babei, ben Rüben mancdherlei Art faftiges Fut- ter au geben, als Gen oder Drauereiabfall in frifhem ungegobrnem Zuftande, Nüben, Sobl, grüne WBicfen, frifch gefchnittenes Gras, auch weiches grünes Macdgras, oder Peu, Das ie nig oder gar nicht in Schober gefchwist bat,— Auf diefe Ieife Fommt viel faftige Materie que Gütterung, und bei dem fortmäbrend verindertem Meiz wird cin grèberer Bufuf der Mild bervirft. Gin anberer dem Milchfarmer tichtiger Umffand ift der, daf das trofne Gutter zu den grünen in gebôrigem SBerbältniffe fiebe, denn werden die Cingemeide durch lefteres gu febr er- fhlafft, fo geben manche Mabrungsetheile meg, obne Mild zu geben, Die Erfabrung lebrt, paf babei viel Vertuft fen. Deim Güttern der Sübe mu fernerbin darauf gefehen werden, bag das Gutter ibnen auf folhe ABeife gegeben merde, twobei eine beffändige und gleichmäpige Milhabfonderung ffatt finden Fann, Sn diefer Mücficht muf gur Beit nicht viel, fondern dfter, 3, 4 und mebrere male auf den Tag gegeben twerden. Dei biefent Berfabren ift auch der Bortheil, daf das Butter rein teggefreffen wird. Yn der Näbe der Hauptftadt, wo man viele Rübe bâlt, verfabrt man mit der Gütterung alfo: ,, Bäbrend der Nacht find die Rübe in Gtällen, Um 3 Ubr des Morgens erbâlt jede einen balben Dufhel Sen;*) ift das Melfen vorbei, fo wird jeder Sub ein Bufhel Eurnips gegeben, und bald barauf eine Dortion bes mweichften und grasreichften Miefenbeu, weiches am erfien gemäbet und deffen grüne Garbe am beften erhalten if. verfchiedenen Gütterungen werden vor 8 Ur des Morgens gegeben, um mwelche Beit bas Vieb in die Hôfe getrieben wird. Etiwa um 12 Ubr werden die&übe wieder in die Gtälle gebracht und auf diefelbe MBeife wie am Morgen bedient, ABenn des Madmittags un 3 Ube gemolfen if, fo erbalten fie iwieber sRhben und Heu Art qu füttern bleibt wâbrend der Rübengeit, d, i, vom September bis qum Mai, DBäbrend der andern Monate befommen fie Gen, Robl, Bien und die vorerwäbnte Portion Machmatt, und fo wird fortgefabren, bis fie ins Gras geben, two fie des Nachts blei- ben,@elbft tvâbrend biefer Vabrseit werden fie Dâufig mit Gen gefüttert, den man lange Acit auf folgende Meife füf und efbar evbält. Man bringt ibn in Gruben, tritt ibn tüchtig gufammen und bedecft ijn mit einer SGhicht Erde, um den Zutritt der£uft und jede Gübrung qu verbüten, uf diefe WBcife bôfe er fidh vom Märy bis gum Somimer gut. Er fâft fih auch in grofe Tubben, bie im Doden£dcher haben, um die fberflümige Heuchtigfeit abzulaffen, feft eintreten und fo aufbemabren, Mur muf man diefe auf fleine Unterlagen ftellen, Dei *) Trcber, Sülfen vom Malyfhrot. Anbau des Graslandes, 257 Bei Seebs in Porffbire füttern die Milhhändler ibre Rübe im Sommet mit gefhnittenent Grafe und im Binter mit Sen und Haferftrob. In der Nâbe von Sheffield geben die erfab- renften Rubbalter 6 Rüben 500 15 Seinmebl mit 300 1b Laff vermifht, auf die Modes andere geben jeder Rub tâglid+ Be Bobnen mit r BeŒ Sen ju einer Futterung, und bdiefe dreimal des Tages.*) Unffreitig find dies gu Éoftbare Metboden, die nicht allgemein antvenbbar find; da fe jedoch gut näbren, fo werden fle in einigen befondern$agen mit Bortheil gegeben, Cinige vermifchen den Sen mit Sal, damit er fi beffer balte, obne auf die Gefundbeit des Viches und auf Milhertrag zu feben. Das Bieh frift ibn dann vorzüglih gern, aber die Eigenth- mer finden ire Rednung daben nicht. Man will indeffen bebaupten, daf die Vermifhung des Sutters mit Galz dem Bic nidt nur febr gutrâglidh en, fondern au den Milertrag febr vermebre, Die Deobachtungen des Freiberrn von Aiton zeigen in febe seutlichen Berehnungen, af man, ivenn man die Rübe auf dem Stalle Dâlt, mehr Vortheil davon haben fôünne, als wenn fie auf der Beide gebn. fo bemerft der Berfaffer der Agricultural Survey of the Welt Riding of Yorkfhire, baf, wenn man die Rübe mit rothem Rice und Maigras auf dent Gtalle bâlt und fie gegen Abend, nach dem Melfen, an die Suft und ur Tränfe fübrt, ein Acte auf diefe MBeife abgefüttert, fo viel ausmacdt, als gmei die abgeiveidet werden; und dabei geben fie mebe Mildh. Der reiblihe Dünger erfebt fhon jede Mübe und Unfoften, die beim Sneiden und Herbeifchaffen des Futters vorfallen. Dei diefer Methode fomobl als bei jeder andern grünen Sütterung, ift es immer nothmwendig, trocnes Gutter, als Heu, Strob und bergleihen, mit dem grünen zu verbinden. Muf folhem Boden, wo bie Sucerne WAhfr, ifé diefe noch beffer zu gebräuchen und verbindet man mit ibr andere Mrten grünes Œutter, fo lâft fich wobl Fein groBerer Bortheil gebenfen, die Rübe dabei vorjüglihen Ertrag geben, lei- det gar feinen 3iweifel,**) Deim Melfen der Rübe felbft ift wabrfheintih mehr MufmerÉfamfeit vonnôthen, als bis= be darauf vertwendet worden if. Mad dem phofiologifhen Princip der thierifchen Abfondez tungen, vermebren fi) diefe, je nachdem das abgefonderte Sluidum iveggenommen tird; man empfieblt aber éfteres Melfen, um die Quantität der mithigen Fliffigfeit u vermebren. Obne Biweifel muf die Quantitét Milch in einer beftimmten Seit fi vermebren, fobald die abfon- dernden Organe an bäufige Abfonderung gewôbnt werden. Um bdiefe ju bervirfen, müffen die Rübe gut genäbrt, gu beftimmter Zeit mit Pünftlihfeit und jebesmal rein bis auf den lebten Tropfen ausgemolfen werden. Man findet dies in der Crfabrung beftâtiget, daë fi die Mitch, wenn des Tages drei= oder viermal gemolfen wird, im@ommer bei faftreihen Gutter, ver- *) Corrected Agricultural Report of the Wef Riding of Yorkfhire. #*) Andre Engländer fpreden jebt fhon grindlider ñber die Stallfutterung wie unfer Berfaffer, A0 D:1D, Swciter Dhcif.& 1 à: vs;_—.- ELLE___… hell_— ne l æ. 258 Bnolfte Abtheilung, mebrt. Perbfte ift dies der Gall nidt, fondern vielmebr eine Mbnabme unter gleiden Uin- ffânden zu fpüren.*) Man bâtte folche Verfuche, twelche irgend eine befriedigende Musfunft geben, lângere Seit fortfesen follen, indem man bie Milchzeiten mebrmalen verâändert und genau mit der Befchaf- fenbeit und Quantitât des vermwandten Gutters verglichen bâtte; bdenn nur dadurch Éann die Sache entfchieden werden, daf man nicht nur tweif, wie viel von der einfachen Operation der MBegnabme der Milh, fondern aud was von der Oüte und Menge des verjebrten utters ab- bängt. Œs läft fidh nicht benfen, daf blog das dftere Melfen auf den Suftand der Abfonde- rung der Milch bei diefen Thieren in wenigen agen fchon Einfluf haben folite, lim defto mebr Milch zu erhalten, rathen einige an: Dreimal des Sages im Sommer in gleihen Zivifhenrâumen ju melfen, etrwa früh Morgens, gegen Mittag und nicht ju fpât am Mbend, Mie viel mebr Milch bei dem dreimaligen Melfen gegen das fonft gweimalige gewou- nen tverbe, ift unfers MBiffens noc nicht ausgemacht, vielleicht betrâgt der Gewvinn die Pâlfte des Gangen. Andre wollen das aber nicht Mort haben,**) Die often und Mübe des Mel- fens zum britten male, werden menigftens veidlid) erfest. Die mebrften Rubfarmer melfen in 24 Stunden nur gmeimal. Um 7 Uhr des Morgens und gegen 5 br des Mbends. In der Nâbe von Sondon melft man des Morgens balb fünfe und Machmittags balb bren,***) Bei grofen Holländereien âBt fih, mwenn die Sache gut und ovdentlich betricben werden folf, nicht dfrer als gweimal melfen.+) Gefchiebt bies aber *) Um bie auf biefem Mege ju ertcihenden Bortheile ausgumittein, turben von Mr. Macro folgende Grperimente gemadt: CAnnals of Agriculture. Vol. XII.) 1789. Nobel. 1789. MNôfel. Mai 21. Erffe mal,$ 9% October 22. Grffe mal n! 11 Biweite mal y His ne Biveite mal$! 6 22% 17 — 22, Erffe mal$$ 13— 23, Œrfte mal! s 11 Btweite mal$ 4 8 Bweite mal$$ 3 Dtitte mal$$ s Quitte mal,$ 3 26 17 — 23. Œrffe mal$$ 12— 24. Œrfte mal$ n 10 Stweite mal$$ 7 Siweite mal 8:$ 17 Dritte mal 5 5 6 Dritte mal 35$ 1 Bierte mal$, 1 Bierte mal$ 5 26 16 **) Anderfons Recreations. Vol. III.#Xx*) Corrected Agricultural Report of Middlefex. +). Ueber das ameis oder mebrmalige Melfen find weit mebrere und genaucre Berfuche angeftellt, als der Betfaffer Hier anfübrt. Das Nefuitat if, bdaÿ es guwellen etwmas mebr Jiich in 24 Stunden geges ben babe, wenn ôfter gemolfen worden, baf aber bicie Mildh um fo viel dünner und magerer geivefen fey und nidt mehr Dutter gegeben babe. ARuiveilen wird inbdeffen bdreimaliges Miclfen rôthig, twenn der Œuter bei frifmilchenden und ffaré gefutterten Riüben fo firobet, daf die Mild abtrôpfelte. 2. d. P, Anbau des Graslandes, 259 nicht auf die gebôrige Mrt, fo verliert man nicht nur unmittelbar am Milchertrage, fondern bie übe ffebeu früber trofen und find manchen Bebaftungen des Cuters unterworfen, Defon- ders muf dies Gefcâft in môglichfter Schnelle durch binlânglihe Sânde und mit der môglihften ReinlihFeit gefhebn. Ein gefchiter Melfer melft 7 bis 8 Rübe in einer Stunde. Der Getvinn einer folhen Milhwirthfhaft ift febr ungleih, je nachdem die Sage, der N6fab der Mildh und die Weide oder Gütterung if,*) Man vermiethet die Rübe an einen Milhhändler oder verfauft ibm vielmebhr die Milh im alfgemeinen. Dies ift eine Methode, twelche weniger Seute in Berbâltnif ju dem grofen Ge- fhâft erfordert, Gelten find mebr als 4 oder 5 Mann zur Mbwartung von 300 Rüben ntbig, Die Roften des Melfens fallen auf die Milhhändler, mwelche den Ertrag von einer gewifen An- aabl Rübe pachten, Môâre bdies nicht der Fall, fo Éâme das, Melfen dem Rubbalter-Hodh zu febn, da ein Frauengimmer nidt mebr als 8 bis o Rübe auf den Tag zmeimal melfen Fann.**) Ju Gegenden, die mweiter ins Sand binein find, mag dies der all wobl nicht immer fepn. Die Rubbäufer in Midôlefer find immer mit Milhfammern verfehen, two die Milh gemeffen und vermabrt wird,**) man die Milh verfaufen, fo ift dies da, io es in grofer Menge Sefheben Fann, unfireitig das Bortheilbaftefie, Veim DVutter- und Râfemachen ift allemal Rérz *) Mad ber Agricult. Survey of Middlefex giebt jebe Rub im Durbfhnitt etiba 9 Quart auf ben Tags d. ti. jûbrlid 3285 Quart. Das Ralb erbâlt die erften 3 Tage die Milh und vor bem Ralben fallen mebrere Tage aus, fo baf etwa 85 Quart sum Abgug fommen und auf jede Rub etiva 3200 Quart gum Berfauf bleiben, 8 Quart sum Iittelpreife von 17 Dence angcfhlagen, geben dann folgende Hednung: Dubet. DPf. Sp, D. Credit, DPf. S, D. often von ciner Rub, wôrbent: 3200 Quart;; 24 6 2% lit 7 Soilling. Sür das Ralb$, 9 tache jasrlich$$ 18 14— 29 10— ŒS bleibt bemnad ein Ueberfhuf von 11 Pfund 6 GS. su Gntereffe des Rayitals, Bertuff am Bieb, Micthe oder Unterbalt von Pferde, Yagen, Dausins, Auffibt und reinen Gewinn. Dei Liverpool fand Mr. Sarper den Ertrag der Rübe, fo daf jede Rub 9 Ouart täglif bas gange Sabr bindurdh gab, das Quart ju 2 Pence angefhlagen. Roften des Unterhalts. ŒErtrag. Pf. Sg. D. Pf. Sé. D. Bür Sen ic. wôvbenttih 4 Gb. 6 D. 17 14— 160 Stein eu, 8 Pence der Stein 5 6 8 Gras auf 16 HBoden, die Bocbe 3 Sh. 6 D.; 3 2 16— Ueberfhug$ 4 7 1310.10 DA TN G 27 7 6 #*) Os beift von ben grofen milhreihen Rûben. Magb gum melfen gegeben. ER ##X) Middlefex Report. : Sn unfern Bitthfdaften werden fonft 20 Ribe cinee $. 260 Btolfte Abtheilung, vie Mibe und Ausgabe. Vft die Melferen groB, fo müffen mebrere befondere Dienftboten angeftellt werden, auch mu viel Brennmaterial vorbanden fepn, damit man immer bei Yaf- fer baben fônne, um die Geräthfchaften gebôrig rein gu balten, Veim Saugenlaffen der KA- ber iff auch mebr Serluft als wmenn die Mildh aus dem Eimer verfauft wird; bdenn nach den ŒGaugern(suckers)— Râlber die 8 bis ro Tage alt auf den INärften verfauft terden— ift immer grofe Machfrage und fteben gutveilen in bobem Preis, find oft mobf gar nicht einmal au baben, Mun müffen die Mafifälber linger gebalten werden, als es nôthig iff(wobei der Garmer feine Rednung nicht findet) oder werden die Kâlber verfauft, ebe andere iwieder an ibre Stelle treten, fo bat man überflüffige Milch, von der durchs Duttermachen nicht fogleid der Bortheil gebôrig zu gieben ift. Der Milchmann entgebt allen diefen Unbequemlichfeiten, er verfauft bas Ralb, das jener fchon oft anfaufen muf und bat ungeftèrte Einnabme von feiner Milh, fo daf der Milhbändler, bei angeftellter Vergleichung, aflemal am ficherften gebt.*) Saugefälber. Durch diefe wird der Crtrag der Rübe in einigen Gegenden febr vor- theilbaft benubt, Dies Fann jedoch nur immer in der Mâbe grofer Srübdte oder in einer geviffeu Entfernung von 20 bis 30 englifchen Meilen der Gall en, andern Umffâänden würde man bei dem@augenlaffen der Râlber feinen Vortheil fehen, Sind die Beidefluren fétt und die Gauge- Râlberftälle nabe dabei, fo gemäbrt dies in andern Gâllen einen befondern Bor- theil.**) Man muf fich bicbei, fo wie überbaupr bei dem SKübebalten, nacd der Befchaffen- beit und nach der Menge des Futters richten, das man zu jeder Beit haben Fann. Uno da beim Settmachen der Rälber vieles, fomobl von der Befchaffenbeit als Menge der Milh, abhängt, fo‘ muf man dagu folche Rübe auswäâblen, die fette und binreichende Mildh geben. Sn diefer Hinfiht find die Holderneffübe wegen der geringern Menge Milh, wenn fie gleich febr fett if, nidt ju empfeblen. Yo man indeffen gute MBeide und zu jeder Gabrszeit binfângliches Gutter bat, laffen fi die grofern Rubarten mit grofem Vortheil benuben, Um zu dem@âugen eine gute Art Rübe su erbalten, fo râth man, jâbrlich eine gebôrige Anzabl Kâlber von den beften SRüben aufsugiehen, ivobei man beffer fâbrt, als fie aus entfernten Gegenden angufaufen.***) Belche Art Rübe man aber immerbin dau twäblt, fo muf folhe entiveder febr gut gemeidet oder auf dem Stalle gefüttert werden,%m Serbfte, inter und Grüblinge, to fie eingebun- den terden, fhtrert man fie mit en, Rüben, Robl, VBurgeln und manche Art der grünen Sütterungs biexu Fommt eine gebôrige Portion gutes Biefenbeu und reichlidh reines Baffer, wenigftens gweimal des Tages. Sebr mwefentlih ift zu diefem Verfabren nothmendig, daf die Saugeftälle geraumig und fuftig find, two fi an der einen Seite die Rübe einbinden laffen, an der andern für die Rülber die nôthigen Mbfheerungen fi befinden., müffen fo eingeridhtet fepn, bdab, wâbrend *) Synopfs of Husbandry.#*) Ibidem.#**) Ibidem. Anbau des Graslandes, 26r die Ralber frofen und reinlich liegen, fie vom Sichte gânslih ausgefchloffen find, Cinige rathen in erfferee Dinficht erhabene Sagerpläge auf$atten, die über Querbôler, etwa einen 3off von einander genagelt find, an, Geuchtigfeit und Unreinigfeit werden dadurd unmittelbar abge- leitet und ein beträchtliher Grad von Süftung bemirft,*) Methode ift aber beim Auf- aiebn der Râlber nothmendiger, als wenn man fie für den Schlâchter fett macht, Sn bdiefen Gâllen bedarf man nur gemeiner Dielen, Die Abfheerungen müffen nicht zu grof fenn; bdenn je rubiger die Râlber fi verhalten und je teniger fie fich beim Fettmachen bemegen, defto fetter werden fie. Boryüglih rein muf man fie und frei von allem Dunfte erbaltens Man miftet fic daber bâufig ab und giebt ibnen täglich frifhe Streu von Beigenfirob. Es ifft auch gut, ibnen lederne Salsbânder ju machen, um. daran die$einen ju befeftigen, die an der Decfe des Stal- les angebracht find, um fie ju den Sôben bin und mieder megjulaffen, Diefe Cinrichtung er- fpatt viele Mübe und Confufion, Auf folhe Beife Fann eine Perfon 15 bis 20 Rien vor- fteben.**) balten es beffer, ffe in den Mbfheerungen gar nicht angubinden,***) Deim Bettmachen der Râlber Hat man zwei Methodens entweder man lâft fie faugen oder giebt ibnen die Mildh twenn fie gemolfen if. Das erffere Verfabren ift unftreitig das beffere und allgemeinere. Dei diefer Methode lift man die Râlber gweimal des Tages zum Saugen, beffer wûre es wobl, wenn és in abgemeffenen Seitrâumen dreimal gefhäbe, die Râlber wûr- den fich den Magen nidt überladen, dem Durchfall meniger ausgefebt feyn und beffer fett wet- den. Dei der lebtern Methode wird die Milch fo warm, tie ffe von der Rub Fômmt, Mot- gens und Mbends gegeben und die Quantitât alfmäblig, wie die Râlber gunebmen, vermebrt. Dies ift mübfamer und bat den eingigen Bortheil, daf die Rübe dabei rubiger bleiben, Um ein Ralb vôllig auszumäften, Braucht man verfhiedentlih, na Umftänden, 6, 7 bis o Bochen, Mo man nicht feine Beftimmte Zeit darin bâlt, Fann es auch fchneller gefchebn, Man bült es auch für nôthig, daf die Râlber immer eubig liégen, um dann, wenn ffe nicht faugen, gu fhlafen, Die Saugeftälle müffen daber am entlegenften MBinfel des Hofes angebracht und dunfel fepn. Dei alledbem bürfen die Rälber im Sommer durhaus nicht ju beif liegen und es muf, vermittelft eines Genfters, für gebèrige Süftung geforgt werden.@o- bald die Rälber gur MBelt find, werden fie in die Mbfcheerungen gebracht und von ibren eignen Müttern gefäugt. Anfangs geben diefe eine grôfere Menge Milch, als das Ralb verzebren fann, und es fann nod ein Ralb darneben gebalten werden; oder man milct auch die Rub, bebt den Rabm zur Butte auf oder vertwendet ibn fonft na Willfübr, So mie das Ralb grôfer wird, wird aud mebr Mild erforderlihs fo lange die Râlber aber noch jung find, Fann eine Sub immerbin 2 Râlber näbren, ein Ralb die Milh der Rub alleine, fo fieht man *) Giche Abthcilung von ben Meperhofegebäubden,**) Annals of Agriculture. Vol. XXXII. +) Synopfs of Husbandry. 262 Brblfte Abthelung. fi) nach einer grmeiten Rub um, und diefe beiden Rübe nûbren 3 Râlber, bis das âftefte Schlachtrecht ifts darauf(âGt fich ein frifhes Sâugefalb anfesen und es wird das Gaugen fo fort weiter getrieben, indenr man immer Râlber auf dem Saugeftall bâlt, fo daf alle Milh verfaugt wirb.*) Man halte fit aber nur Gaugetälber, fo lange man fie los werden Fann, senn bei der Sache Vortheil fepn folf. Qn den mebrften Gegenden, die in der ermäbnten Entfernung von£ondon liegen, wet- sen bie Râälber, mwelche man fett machen will, in£onbon auf den Märften angefauft, man trift fie da am leichtefien an, teil die Milchbändler ibre Râlber dort abfefen und man erbûlt grofe Rälber von ffarfen Knochen, tmwelche die grôfere Menge der Milch, Deren fle bedürfen, burc die Sunabime am Gewicht, veicdlid) erfeñen, Da die jungen Rälber, mwelche man die Fülle faugen(âGt, leicht am Durchfall feiden, fo mu$ man, um biefes ju verbüten, ibnen darin die erften 2 bis 3 Bochen bindurch einige Einfrânfung madens man bat babei aber mobi darauf qu feben, daf fie aus Mangel an Mitch nicht mager werden. Mad diefer Seit Éann man fie faugen faffen, fo viel man wilf und alle Mittel antvenden, ibren Mppetit zu reiben und nad) dem Gutter begierig zu macdhen, Sreide ift in biefem Galle befonders antwendbar, fie vermindert die Meigung zum Durchfall und ver- beffert die überflüffige Sâure des Magens. Daf das Fieifh darnacdh befonders mweif werden fol, if swobi nicdt gegrünbet.@alg in die Sutterfrippen gefireuet, veit auch die Cfluft; näcfioem haben einige die Methode, ibren Râlbern Rügelhen von Mebl, Kreide, Milch, Bacholderbranntwein und guwveilen etas Opiumtinctut ju geben, Von biefen Rügelchen geben fie jedem Kalbe 2 von Der Grôfe einer Ballnuf, einmal des Tages und auch wobl ôfter. olche Dallen erfeben die Stelle der Mildh, da fie febr nabrbaft find, erregen bei den jungen&hieren vie fluft, bisponiren fie gum Scblafe und vermebren badurd bas Gettiwerden, we man aber binreichend Mild bat, ift es nichts twerth, folcher Dülfémittel fidh ju bedienen. indef- fen mehr Macfrage nad âlbern iff, als die Sübe fett macheu fônnen, fo Fomimen folche Rügelchen febr qu ffatten. Dei dem Œfel gegen das Gutter und den von VBollblütigheit entfte- benden Rranfheiten, bat man gelegentlihes Aberlaffen empfoblen. Um die SKälber ftets mit gebèriger Milch qu verfebn, mu die IDeide, fobald fie fchlecht wird, verändert und die Kübe müffen im Yinter auf die oben angefübrte IBeife gut gefüttert werden. Dei diefer Art IBirthfchaft muf man Râlber von 8 bis ro Tagen anfaufen oder fo tie man fie haben fann, Die Güte der Râlber und die Sabrsjeit, um twelche man fie fauft, ver- ndern den Preis, find im Sommer, vo fid) das Ralbfleifch am beften verfauft, am thenerfien. Çin guter Sauger Fanu felten unter 20 ch. gefauft werden und foftet oft 25 bis 30. Man hôlt diefe Sauger fo ange, bis fie 5 bis 8 Pfè. gelten,**) Man berechnct *) Synoplis of Husbandry.*#*) Ibidem. Anbau des Graslandes, 263 das Nuffaugen der Ralber als vortheilhaft, iwenn jedes Ralb dem Farmer môbentlih 3 Schilling einbringt. Sebt if dev Vortheil weit bedeutender, Die Rülber, mwelhe von den eignen Maüttern aufgefäugt werden, mâften fih fchneller als die, twelche an deren Stelle andermärts bergebracht werden. Der Ovrund liegt in der Verän- derung der Mabrung fomobl, tie barin, baf die natürlihe Muttermildh nabrhafter und den Râlbern angenebmer als jede andere fen, ift die erfte Milch von Rüben, die Éürylich … gefalbt baben, allemal fetter, als venn fie altmilchend werden(ftale milched), Auch bes merft man, daf Stârferfälber beffer als Stierfälber fett werden, das leifh der lebtern ift 3n- gleich grobjaferiger und das Fleifch im GefhmacE nicht fo zart.*) einigen Gegenden giebt man den Râlbern Gerffenmebhl und$Seinmebl zu einer Art von Gallert gefocht, fo tie andere Gubftangen der Mrt, um fle fett zu machen, bie obigen Methoden bebalten aber immer ibre Borjüge, mwenn fie gleich Foftbarer find. Man iweif aus der Crfabrung, daf das Ralbfleifh von Râlbern, die na 6 oder s Bor- chen gefchlachtet werden, bei weitem nicht fo gut an Garbe und Gefchmac£ ift, als wenn fie et- tas fpâter gefchlachtet werden. ,, Um beides ju erreichen, müffen die Râlber immer mit der Sülle von Milch erbalten, und gang fo, tie oben angegeben ift, bis zu S bis ro WBochen be- bandelt werden, je nachdem die Machfrage, die abrszeit und die Râlber befchaffen find. Im Sommer feét man fie lieber fo früh als môglih ab, iweil fie fhneller machfen und das minder frarfe Ralbfleifch fih am beften verfauft. Sn den leften 3 oder 4 Wochen fâft man ibnen et- was Dlut ab, twenn das Fleifh fehr meif werden foll, morauf die Shlächter vorzüglih bei den Rülbern gerne feben,“**) bângt aber die Garbe des Ralbfleifches von der Art ab und[äft fich twobl nicht auf dem angegebenen MBege verändern. Mr. Marfhall ift der entfhiedenen Meinung: ,, daf Saugefälber lânger als 10 Yo- en ju balten, feine vortheilhafte MBirthfchaft fen, da aus dem Gangen feiner Derechnungen fi) ergiebt, dañ Rülber von 9 oder ro Mocben fih beffer als folhe von 12 oder 13 WBochen Bezabit haben, und twenn gleich ein Ralb von 6 YBochen eben fo viel Milch vergebrt als eins von 12 Bochen, fo ift die Quantitât der Mildh, welhe es in den erften 3 MBochen vergebrt, doc beträachtlich geringer, und biefer Vortheil ibres jüngern AMlters ift in 9 MBochen doppelt fo grof als in 12 Bodhen.‘ Menn diefe Birthfhaft im Grofen getrieben wird, fo ift der Vortheil febr bedeutend, Sn der Mäbe der Hauptftadt war der Ertrag einer Rub durch deffen Denubrng, che die Schlächtertare erbôbt wurde, bei mittlern Arten im Durcbfhnitt 7 bis 8 Pfund, Dei vorüglidh guten Rüben 9 Pfo, Het weit bôber, Uufiiehen der Râlber, Mer gute Art Rübe haben toill, muf beim Mufsiehen be- fondeis Mufimerffamfeit verwenden, Man bat in diefer Hinfidt manche Methoden; die ein- *) Synopfis of Husbandry.**) Ibidem. 264 Bwblfte Abtheilung, fachfte und befte ift, die Rälber fo lange faugen qu laffen, Bis man fie in fo guten@tanbe hat, daf fie auf ander Gutter gefebt werden Fonnen, diefe Beife serbden fie ffärfer gebeiben, beffer als wenn fie gebôrnt werden, und man bat nict fo viel Mübedabei, Man lâft zu dem Œnde die Râlber, ebe fie entivôbnt werden, gmeimal oder dfter noch anf den Tag faugen. Dies Berfabren ift bei twcitem nicht allgemein, und faft jeder Diftrict bat feine Methode, die er für die befte alt. Qn Dortfhire giebt man den Rülbern in den erften 3 Sodien die Milh fo warm, tie fie von der Rub fômmt; in den folgenden 3 Mochen giebt man die Gälfte abgerabmte Milch, nach diefem blof abgerabmte oder mit ABaffer vermifhte, bis fie Gras oder anderes Gutter fref- fen Fônnen.[ft man fie faugen. Sn Ebefbire faugen dagegen die Râlber in den evfen 3 WBochen. befommen fie mwarme MBadige mit Duttermilh, in twelhe dftermalen Safe: und Dobnenmebl gemift wird. Mit einem Quart Mebl Fann man 40 bis 50 Quart Gtüfligfeit vermifhen. und Duttermilh mit etwas abgerabmter Mild tird ebenfalls in der Art gebraudt. Bon diefer Fütterung erbalten fie Morgens und Mbends einige IBochen, fobald fie auf diefe Nabrungsweife gefebt find, nachher blof einmal des Æages, bis fie 3 Monate alt find. nu Oloucefterfhire lift man die Râlber nur 2 oder 3 Tage faugen und giebt ibnen bann etrwas ertärmte abgerabmte Milh. ind fle fotveit, bdaf fie ettvas freffen fônnen, fo giebt man ibnen zerhacfte Dobnen, oder Hafer und gefchnitten Heu, dabei Baffer und Dilh. Die Sufferer Methode ift von diefen noch wefentliher verfchieden. fäpt bier die Rälber entweder ro bis 12 WBochen faugen, oder entwôbnt fie nad) 3 oder 4 Mocben, und giebt ibnen 6 MBochen und lânger fo viel abgerahmte Mild, als fie faufen môgen. In Suffolé faugen die Râlber 6 bis 7 Bocden, dann gicbt man ibnen fdlechten Mfterweien und Hafer mit abgerabmter Milh, wobei man ijnen immer fein grünes Heu aufftecft bis fie ins Gras getrieben werden Éônnen. Gtatt des Hafers fann man aud Môbren febr gut gebrauchen. Qn Dorfolf lâft man r4 Tage bindurd die KAlber gweimal des Æages faugen, eben fo fange bôrnt man gweimal des Tages nachber, alsdann 4 bis 6 MBochen nur einmal des Tages; Heu- bechfel, Müben und dergleihen merden ibnen darneben in den Rrippen und Naufen gegeben, Das lebtere ift ein voryüglidh gutes Gutter, mwenn fie fic dabei wobl befinden, fie bedürfen da- bei nur wenig MBaffer. Dei bdiefer Mifhung der Milh und Hüben findet man, daf die KAI- ber auferordentlich gedeiben, On Sohottland bat man 2 Methoden Râlber aufuyiebn: die evfte befteht barin, daf man ibnen Morgens und Abends ein Gallon Mild warm von der Rub 8 bis 10 Bochen bindurch giebt; und bie yveite, baÿ man bas Ralb feine Mutter faugen läft. Bill man die Râlber mit abgerabmter Milch aufsichn, fo muf fie gefocht werden und dann bis gur Temperatur der natürlihen Milhwäârme, wie fie von der Rub Fômmt, abfüblen. Gie Anbau dc8 Graglandes, 265 Gie Fann aud ettuds täriner fepn und dem Ralbe fo gegeben terden, Matt ertvârmt ztar oft nur die Mildh, bies bat aber bei eitem die Art nicht, als twenn ffe gefocht wird. Giebt man die Mildh ju Fait, fo entfteht Durhfall. Sfr dies der Gall, fo mat man etwas Lab in die Mildh; mwenn das Ralb im Gegentheil aber erfchôpft ift, fo leiften She oder Sammelfleifch- brübe febr gute Dienfte. Dei r bis 13 Gallon Mild tâglich ift ein Ralb im evften Vierteljaÿr gu etbalten, Misbann Fann es fi fon ohne Mild, mit etoas Seu, IMeien, aff und ein Pint Gafer, bebelfen. Der Hafer leiftet, fobald ein Ralb ibn geniefen Fann, voriüglihe Dienfte. und Hafer giebt man um Mittag aus, die Milch, in gleichen Portionen, S-Ubr des Morgens und 4 Uhr des Nachmittags, Man mag immer bin andere Stunden wäblen, wenn man nur beftimmte regelmäfige Seit beobachtet, Müffen Râlber nur r oder 2 Stunden über die gemèbnliche Beit warten, fo ift ibnen nicht wobl un fie febnen fi nad der Gütterung. Cs verfteht fidh biebei allemal, daf Râlber auf diefe YBeife aufgezogen, gum Seufreffen fo zei- tig als môglid gemôbunt werden und dies gefhieht am leichteften, menn man ibnen das füfefte Peu und que Zeit wenig giebt. Miüben oder Rartoffeln find, fobald fe folche verzehren Éonnen, mit Peu, Raff, Dafer und dergleichen gemifht, für fie ein vorhglidh gutes Gutter, Dan bat noch eine Methode, die man antenden Fann, menn man die Milch gânslih für das al aufopfern will, biefe nebmlidh: daf man ein oder mebrere Rälber mit den Rüben lau- fen 16t, mwenn fie volle Mildh geben, bis die Rälber fih felbft ibre MNabrung fuchen fonnen;s affein man twendet dagegen ein, Ddaf die Rübe alsbann nicht rindern wüvden, welches wabr- fheinlid) ein Grrthum if Der fhnellere Muchs der Râiber und die gtofe Dequemlichfeit bie- fer Methode, fprechen zu febr für die Sache. MBenn man das Ralb bei der Mutter faugen lâft, fo muf es die ctffe Milh baben, bie andere wird bann nachber ausgemolfen,@o erbält es den dünneften Æbeil, melcher am tenig- fen Durdfall erregen Fann, Da Külber oft mit einer Art von UnverdaulihÉeit befallen ierden, die bei lângerem Mnbalten der Sfit genannt wird, fo muf man fie febr in At nebmen, be- fonders wenn fie altmilende Sübe fâugen oder wenn fie vom Saugen auf ander Sutter gefeñt werden, Dies gefchicht, iwenn man dabin forgt, ba fie nicht mit einem male, fondern nach und nad an die Berânderung getwôbnt werden, YBerden fie jedoch Éranf, fo iff in biefem Salle bas befte, baÿ man geftofene Sreide— zu einem balben Pfunde 4 Quart Baffer— Focht und 2 Unjen gerafpelt Sirfhhorn mit einer viertel Unge geffofener Caffia auf wenig Minute Dinguthut und dann die Flüffigfeit ourhfeibet, swelche mit Mildh oder anderm Sutter mafig tam ju> bis 1 Pint ein oder gmeimal des Tages nach Erfordernig gegeben tir,%n biefen Sällen müffen die Râlber alfemal trofen, warm und gegen bie Nâffe unter Obdah gebaltenr werden. Bill man fonft noch etivas in die Milh thun, fo if MBeigenmebl dau das befte, Entwôbnen der Râlber,— Es ift allemal beffer, früb als fpât ju entiôbne, da bie fpât entroblnten Râlber felten ju irgend ciniger Grôfe gebeiben, Ym Vanuar, Gebruar Sweiter Theil, Gi 266 Bmolfte Abtheilung, bis Anfang des Marges entwôbnt fihs am beften, fpâterbin barf man es, ausgenommen tuenn man auf grofen MBuchs nicht fiebt, nicht thun, Tn folhem Gall ift e8 bis zu Mnfang des Maies immerbin Beit. Das befte Verfabren biebei iff: anfangs giebt man den Râlbern frifche Milh, alsbann eine Mifhung von frifher und abgerabmter Milh, darauf blos abgerahmte Mildh und enbdlich eine Mifhung von Waffer, abgerabmter MNildh mit etwas Hafer- oder Oer- féenmebl fein darin gerübrt. Mau ffecft ibnen dabei etivas fübes Heu auf, das fie abreichen fônnen, um dies Gutter fobald ofs môglidh Fennen ju lernen, Die Klber lernen das Dornen lit, twenn man den Finger in die Milh taucht und ibnen folchen gum Munde fübrt. ABenn fie dies einmal gelernt baben, fo bat man tweiter feine Umftände davon, Durchaus nothtwendig ift es nicht, den Râlbern, mwenn fie 6 Bochen alt find, no Milch au geben, beffer ift es aber allemal, tenn es gefcheben fann. Dei der gunebmenden Mbnabme der Mildh bat man auf Mittel gebacht, fie Durd andere Gütterung zu erfegen, um auf folhe WBeife mebr Rälber aufjugiehn, welches für den Garmer fer twichtig ift. Berfuche find angeftellt worden, aber ohne fonderlien Erfolg. Mach dem Mathe des Mr. Barlo folf man fich eines Aufguffes von Heu bedienen, Man gieft nebmlih IBaffer auf gutes frifhes Heu und bedecft das Gefäf wâbrend des Kochens und tft es dann ffeben bis die Rrâfte vôllig ausgezogen find, dann wird ein Nobel oder Pint Ha- fermebl, eben fo viel Seinfaamen und ein Quart abgerabmter Milh binein gethans der£ein- faamen wird gequetfcht und gleich unter das Peu gemacht und Mebl und Mild nadber zum flaren Aufguf gegoffen.*) Auf diefe Beife(oil man mit einem Dufbel£einfaamen, der 3 Sc, am Berthift, 2 Rälber aufzichn Édnnen. Eine äbnlihe Methode, Kâlber aufjugiehn, bat man in Sincofnfbire, bier aber Focht man den Seinfaamen ju einem Gallert von leichter Eon- fifiens, tweldher nachber mit IBaffer verdünnt und mit eingerübrtem Gerftenmebl zur Rabm- bide gebracht tird. eine grofe Anjahl Râlber aufgezogen werden folf und der Zufhuf der Jhilch ift nicht gulânglih, fo Fann man, vermittelft biefes Zufabes, nod einmal(0 viel Râlber aufjiebn.**) Der Vortheil, der dabei feun mag, ift jedoch nidt gerau beftimmt, Die Methode des Dergogs von Northumberland fiel bei feinen und anderer Berfuchen damit febr gut aus. Gie befteht darin, baf die abgerabmte Milh, vermittelft anderer Sngredienzien, fo prâpariet wird, baf fie für z der Musgabe der frifchen Mildh gleid Fommt, Die dagu et- forderlihen Gubftangen find Theria£ und Seinfuchen, die gemablen und in folder Portion dazu gemifcht terden, daf 32 Gallon, mit Ausfhluf der Mild, nicht über 6 Pence qu fieben Fom- men. Die Prt der Subereitung ift folgende: Mimm 1 Gallon abgerabmte Mildh und zu etta einem Nôbel davon thue eine balbe Lnge gemeinen Tberiacé,***) der durd Rübren mobi damit *) New Syfiem of Husbandry. Vol. II.**) Annals of Agriculture. Vol. XXHIT. *##) Gm Original ftebt common treacle, bas beift fonft Rnoblaud. SG wcif nidt melhen Grund der Jerr Ueberfeber haben mag, cé dur Theriac zu verbeutfhen. Der Gebraud beider fdeint mir au diefem Debuf febr auffallend. DD UD Anbau des Graslandes, 267 vermift wird; alsbantn nimim 1 Unge Seinfuchen, ber febr fein pulverifité iff, ffreue fie alt- mäblig in die Mildh und rübre ffe u gleicher Zeit mit einem Span bis zur gânlihen Vereini- gung; barauf giefe die Mifhung gu dem andern Theil der Mild und errvârme das Gange, fo tie die Mild von der Sub Fommt. Msdann ift es jum Gebraud fertig. In der Folge fann die Quantitât des Seinmebis vermebrt werden. Dies Fann gelegentlih gefchebn und fo tie fih die Râlber an den Gefhmac£ folches Gutters gemwôbnen, Mr. CrooŒ verftand die Rälber obne alle Milh zu enttvôbnen, Er mate einen Gat- fert von Seinfaamen, von dem er x Quart in 6 Quart Baffer ro Minuten Fodte, JMit diefem Gallert wurde nadber eine Quantitât des beften Seuthees vermifcht. Dei den angeftellten Berfuchen findet man das Rartoffelnmebl mit Milh, Vaffer oder fhwadher Brübe vortheilbaft und es nâbrt feÿr. Man fpart auf diefe Yeife die Ausgabe für Safer, Mebl und dergleihen. Mod mande andre Œubftangen giebt es, bie diefem 3wece entfprehen, tvenn gebôrige Serfudhe damit gemacht mürden, Bas die Zeit der Berfhneidung oder Caffration betrifft, fo ift es immer gut, die Rälber fo jung als moglidh ju verfhneideu, man bat weniger Gefahr der Verblutung oder Snflamma- tion als nachber, da fle ftârfer und blutreicher werden. Çinige balten das Ylter von 3 oder 4 MBochen anpaffend, andere 8 bis r4 Tage. Bon dem verfhnittenen Rindvieh find die farfen Râlber auf der MBeide die rubigften und werden nachber am fchnellften fett. Dei den früb entwôbnten Râlbern muf man vornebmlid daranf feben, daf fie vollfommen trocfen und warm gebalten werden, tveil ibr Gedeiben davon grôftentheils abhängt. Mit den fie nâbrenden Subftangen Fann man, fo wie fie fi an Heu oder Gras gervôbnen, alfmäblig abnebmen. richtig if folgende Anweifung eines gefheiden practifhen Srhriftftelfers: Gobald man die Râlber, Befonders die fpâtern, enttvôbnt bat, fo müffen fie des Tages in einen eingebägten Plaf neben dem Sofe gejagt werden, wo fie volles Gras haben und wo fie, da ibrer mebrere dabin getrieben werden, fih einander Gefelifhaft leiften und bald an einander gemôbnt merden. Meideplâbe müffen etiwas von dem Orte entfernt fepn, 0 man die Mutter Dingetrieben bat, auch müffen Feine Graben oder Teiche dabei fepn, in melhe die mu- thigen jungen biere ir£eben in Gefabr fegen; und um fie defto rubiger auf ibre Veide ju gemobnen, fo muf ibnen ibre Gütterung gur beftimmten Stunde gereidht werden, On den erften 6 Bochen muf man fie des Nachts in die Stûlle bringen, nachher Fônnen fie des Nachts draufen Bleiben, man macht die Erânfung alfmäblig fhmwäâcher, bis man ibjnen blof Baffer reicht, Man muf indeffen forgfältig die IBeide verândern, damit fie gut bei Seibe bleiben und defio fneller gunehmen, Um Jichaelis oder bald nacher nimmt man fie auf den Hof oder beffer noch) in eine Fleine Œinbägung. SDier giebt man ibnen des befle angenchmfte Heu und fâpt fe bei gutem Better auf einen trofnen MBeideplas, um fih qu beluftigens febr vortheil- 2142 268 Bolfte Abtheilung, Daft ift e8 dann beim Serannaben des Binters, fie unter einem Schoppen des Nacts oder zum Su bei ungeftñmen Tagen ruben zu laffen. Mârme und Pflege find jungen Tbieren über= baupt fo twefentlid nothwendig, daf die darauf vermwandte@orgfait fid in der Golge reichlich fobnt. bezablt Fein Bieb die in der Jugend darauf vermandte Mübe beffer als bie Rübes twerden fie aber Fümmerlih crnâbrt, fo erreichen fie nicht die Grèbe, ju welcher fie ge- deiben Fônnten und es if für den Garmer allemal Berluft, menn er im erften Jabre fein Sucht- vieh ju nadläffig bebandelt bat,*) Derfelbe Autor fügt nod binyu: Râlber ein Gabr alt getvorben find und immer- Din tobl unter die Secrde gebracht werden fônntens fo ift e8 allemal gut, fie nod befonders gu Dalten, bamit fie nicht ju geitig begeben. Gie werden dadurch in ibrem MBachsthum aufge- balten und ibr grôferer Muchs bezablt das Minterfutter reichlih, überdem fann man fie im gwciten MBinter mit geringerm Gutter erbalten und gutes Crbfenftroh Fann die Stelle des Heues vertreten,, welche niedrige mit Gchilf berachfene Yiefen haben, in welchen fih das alte Gras im Winter gut bâlt, Fônnen im gmeiten Gabr die Kâlber dabin treiben, mwenn fie ibnen bei gutem Metter vôllig nabrhaftes Gutter geben ollen, Mach zwei Sabren Fann man fie begehen faffen und dies bâlt man für die befte cit, ob- 9leich andere bebaupten, man befomme beffere Rübe, iwenn man no ein Gabr damit wartet. Sn jedem Galle muf das junge Nindvieb in den erften beiden Vabren, befonders im Bin- ter, gut gefuttert werden, Man bedient fich ju dem Ende der Rüben, des Heues mit Bur- gelfutter, SMôbren, Rartoffeln, befonders im gmeiten Winter mit gutem Erfolg und bâlt das Bich dur gute Streu febr rein. das raube Gutter grôftentheils aus Strob, fo muf man defto mehr WBurzeln binguthun. Das gmeijäbrige Nindvieh beiderlei Geflechts, muf mit Peu oder mit gutem Stroh genâbrt werden, twoneben man Rüben, Robl und dergleichen füttert,. Dm GOanjen ift es febr gut, Mindoieh von gleihem Miter, foviel es die Umftände geffatten, beifammen ju balten, es bat dies mancherlei Vortheile bei der Pflege und Y6- Wwartung, Molfenmirthfhaft.— Es paffen fih dau einige Sändereien beffer als andere, Micbt ganz entfchieden, iwvenn gleih oft durch die Erfabrung beftâtigt, iftes, daf rechte frucbt- bare Beiden fih gum BGettmachen des Biches beffer als zur Milbwirthfhaft pafens dagegen find die Beiden, welche die grôbern Vicharten nicht vollfommen fett machen Fônnen und die zu 20 bis 25@, per Acre verpachtet werden, gum Milhertrage die vortheilhafteften. Œben Dies ift mit dem niedrigen und feuchten MBiefenlande der Fall. find die boben offnen und freien elder jure Milhwirthfchaft nicht fo brauchbar, als die nicdrigern eingebägten und tvarmen, *) Synoplis of Husbandry. Anbau des Graslandes, 269 Die Befhaffenbeit der MBeide und der Vorrath des Abrigen Futters müffen in dicfer Hin- ficht den fandmann beftimmen, Mo das Orasland Faltgründig und ertrâglidh fruchtbar ift, bat man voriüglih auf But: ter au feben, 10 aber ein Grasland erft frifd niedergelegt iff und von einer Faltgrünbdigen und dabei minder fruchtharen Defchaffeubeit if, da müffeu mehr Rûfe gemacht werden,- Mur unter befondern Umftänden laffen fich beide Methoden mit Vortheil und BequemlichÉeit vereinigen. Grasland, was bereits lange gelegen bat, giebt fettere Milch, im entgegengefesten Salle enthâlt fie mebr Kûfetheile.*) Su Vorffbire laffen die Milhfarmers ibre alte Beide gere liegen; fie finden, bdaf die Milh leichter buttert und fit beffer als von den fetten verbefferten Voden bâlt, Jn den wars men Gommermonaten Fonnte man oft mit vieler Mübe nur buttern, tmwenn die WBeide frifch auf- gebrochen und Befonders mit SalË tar gedüingt worden, da fonft derfelbe Doden bald und gute PButter gab,**) Von alter Beide wird die Butter überdem fefter und wmachfiger, Mebnlihe Erfabrungen macht man in Schottland und in Chefhire,***)+) Dies mag immerbin der Fall feyn, fo findet man auch, daf es von frifhen Meiden febr gut buttere und daf der Râfe von darauf gebaltenen Küben ganz vortrefflih if. fo fette Dutter, als ob das Bieh auf alter Beide mûre, erbâlt man bei der Stallfütterung mit Heu und gefchnittenem lee,++) Der Farmer muf es daber, foie fchon gefagt, am beften wiffen, 06 er befonders auf But- ter oder auf Râfe ju feben bat, Dei welchem von beiden Stüden der grôfte Vortheil fer, iff noch nicht ausgemacht, Sn beiden Gâllen wird die MNilch vortheilhaft vermanbt. Gun der Nâbe grofer Stûdte ift beim Buttermachen mehr Vortheil, Golf diefe Birthfhaft ibren guten Gortgang haben, fo muf der Farmer feine gange Auf- metÉfamfeit darauf ridhten, wmeil es febr miflich ift, den Dienftboten folche zu überlaffen, wenn fie irgend im Grofen getrieben tird, Bunâhft muf man fi ein gerâumiges und bequemes Milhhaus auserfehen, man mag nun Dutter oder Râfe machen twollen. Dies muf der Anyabl Rübe, die man bâlt, fo ange- meffen fenn, baf alle nôthigen Operationen ungebindert darin vorgenommen iverden Fônnen, Ganz vorzüglihe Reinlihfeit in alfen Stücden muf dur tâglihes Scheuren der Bôrte, Mei- nigen der Gefâfe, damit feine Mrt von Süure entftehe, beobachtet werden, Man weif aus Erfabrung, daë ein unreinliher Milhfarmer, bei der beften Wcide und der fhônften Art Rübe, *#) Marfhalls Midland Counties,#*) Corrected Report of the Weft Riding of Yorkfhire. #*#) Anderfon in Bath Papers. Vol. V.+) Youngs Six Months Tour. Vol. IIL++) Ibidem. 270 Biwblfte Abélheilung, allemal am IBerthe feiner Dutter und feines Râfes verliert. MAD det Grôfe und Sage des Gebâudes muf man aber die Molfenwirthfhaft grinblid verftebn und fie mit Cifer betreiben, enn dabei Vortheil ftatt finden fol, Die nothwendige Geräthfhaft an Butterfäffern, Milheimern, Bütten, Reffeln u.{ foftet auf 20 Rübe etwa 50 Pfund. Sum Drennmaterial Fann man Steinfoblen und Soly gebrauchen, trocfene, ein Sabr im Schober aufbemwabrte, Meisbündel find das befte.*) Dem gunûhfft muf man fid na Rüben umfeben, die zu der Molfentoirthfchaft, die man intendirt, gebôrig paffen. GŒinige Rübe geben befanntlid dicere und fettere Mild als andere, und die Rettigfeit fegt nicht allemal geringere Quantität voraus; der Cigenthümer einer Sol- fänderei oder Molfentwirthfchaft bat bierauf alfo befonders ju acdten. Débit man Rübe zum Dauttermachen aus, fo bat man mebr auf Quantität und Befchaffenheit des Mabms, als auf die Menge der Mild an und für fid qu feben. Deim Kâfemachen Fommt die Quantitât und Güûte der Milh fon mebr in Betradht. Da man in cinigen Gegenden Rübe findet, die be- fonders dite Milch geben, fo bat man diefe forgfältig ausgutoéblen und davon aufquiehen. QBill man die Mildh gmeier Rübe vergleichen, um fie zu beurtheilen, fo muf man dabei auf die Beit, ba fie gefalbet haben, wobl Rücfiht nebmen, denn die Milch von derfelben Rub ift Bold nad dem Ralben immer dünner als fie nachber ift; fie flebt aber fetter aus als nachber, in den beiden erften Bochen ift dies fedboch ein trügerifches Anfebn, worauf nicht ju achten iff. Auf den fetten und fruchtharen IBeiben ift die grofe und die Mittelgattung von Rüben am vortbcilbafteften, befonders da, wo Dutter und Kûfe zugleidh gemacht wird, auf den minder fructbaren iff die Mittel- und Ffeinere Gattung vortheilbafter. Cinige wollen die langhôrnige Gattung nicht für gut in den Holländereien balten, man teif aber aus Erfabrung, baf diefelbe Quantität Milh von den langhôrnigen mehr Dutter und Râfe gab, als von den Furyhôrnigen.**) Auber dem Milhertrag bat man noch darauf zu feben, tie fie fidh für die£age paffen. Die langbôrnige Gattung ift bârter als die Éurybôrnige, und bie fchottifche übertrifft beide, da- her nimmt man gerne diefe und die langhôrnige in den Falten und freien Gegenden. Bermifhte Gattungen geben gute Dilhéübe, und da bei den unvermifchten Gattungen doc unter den eingelnen. Séuptern ein Unterfchied ift, fo fchafft man fic) am beften einen guten Springodfen an, nad weldhem die Rübe mebrentheils arten, Um viele und gute Milh zu erbalten, miüffen die Rübe zu jederzeit vôlliges Gutter baben. Das befte Gutter ift Gras, und diejenige Art Gras, welche auf trocfenen fetten Doden wacbff, die alferbefte,***+) *) Annals of Agriculture.#*) Young’s Six Months Tour. Vol. II. *X*) Anderfon in Bath Papers. Anbau des Graslandes, 271 Ym Winter tverden die Rübe auf manche WBeife gebalten. Vn den Midlihern Gegenden befinden fie fih in twarmen gefchübten Sôfen mit offnen Shoppen, befonders bei reichlicher Gtreu, febr wobl; in den nôrolihen Gegenden werden fie in wobleingerichteten Stâllen einge- bunden, Die Stülle müffen aber immer rein gebalten und oft ausgefebrt werden, Dei der Debandlung der Rübe bat man noch erinnert, daf, ,, tvenn die Temperatur des Clima von der Mrt if, daf die Kübe den gangen Tag bindurd grafen fônnen, man ibnen vôllige Sreibeit auf folchen Weiden laffen fônne: werden die Rübe aber von der Hibe gequâlt, fo daf fie nicht den gangen Eag freffen fonnen, fo muf man fie in Füble Schoppen bringen, und, nach dem man ibnen Seit gum MBiederfauen gelaffen bat, fie mit gefchnittenem grünen Gutter in Élei- nen Quantitâten nach Appetit pflegen. dann die Hibe vorüber und fie Ednnen mit Gemäh- lichÉeit draufen geben, fo treibt man fie wieder auf die MBeide, two fie die gange Nacht bindurch bei mildem Better geben Fônnen,‘“ Man melft in der Megel die Rübe nur zrweimal des Tagess iverden fie befonders gut gefüt- tert, fo Fann es im Sommer wobl dreimal gefchebn. Ge geben unftreitig bei faftigem reichli- chen utter bei dreimaligen Melfen mehr, als wenn fie gmeimal nur gemolfen werden. Yuf die melfenden Perfonen muf man fehr aufmerffam fepn, weil ein grofer Tbeil des Bortheils dabin gebt, twenn dies nicht ordentlich gefcieht. Mur erfabrnen fanftmüthigen$eu- ten muf man das Melfen anvertrauen, C8 mat einen febr grofen Unterfhied im Milhertrage, twenn die Rübe nicht zu früh falben. Gie nebmen fonft im Serbft fo geitig ab, mweil die Mbnabme der Milh bei ibrer Fet- tigfeit alsbann um deffo nachtheiliger ift. Die befte Seit gum Ralben in den nordlihen Gegen- den ift vom Musgang des Môârzes bis ju Ende des Aprils, tweil fie fih bei dem früben Girafe bald beffern und in der Folge mehr Milh geben, als die, welche früber oder fpâter falben, Sn den füdlihern Gegenden if das frübere Ralben vortheilbafter, Im Sommer werden die Rübe faft in jedem Diftrict auf gleihe Beife gebalten, Man tweidet fie auf dem âlteften Graslande, und ift dies vom Gofe etwas entfernt, fo melft man fie auf den Beiden; fonfé treibt man fie auch deshalb Morgens und Mbends zu Haufe. Sm Binter erhâlt das jüfte oder Geltevieh, oder die trofenen Rübe, Strobs dagegen die, twelche Mild geben oder dem Kalben nabe find, in eingebägten Yeiden oder in dagu ein» getichteten Schoppen mit Seu gefüttert werden, DBauet man Fünftlihe Grâfer, Rüben, Robl oder&artoffeln, fo erbalten die milhenden Rübe abmecbfeind davon eine Gütterung. Kartof- feln find ganz vorsüglih gut für die Rühe qu fütterns fie find dabei gut bei Seibe und geben viele und gute Mild,.*); *) Modern Agriculture. Vol. II. gs Bwolfte Abthcilung, Die verfhicbenen Mrten des Butters im Sommer und im Minter werden auf diefe YBeife am beften vertheilt. Sommer, rother Rlee, Efparcette, Sucerne, Dimpinelle und Micen. Deim lee mub man das Bieb wobl in At nebmen, und aud die Dutter fo wie der Kâfe verlieren leicht dabei an Gefhmag und Güte, Auf magern Kreideboden ift die Efparcette dem Milbfarmer voriñglih michtig. Sucern und Bien müffen immer als grünes Futter gebraucht werden. Dei binlänglihem Schatten und gutem Baffer, beffen die Kübe genieben, leiffen beide beim Verfüttern auferordentlich viel, Ginige balten die Ausfübrung Diefer Methode für zu fhmierig,) Mab Mr, Ba- fers Verfuchen vergebrte eine Sub von mittlerer Grèbe 90 bis r00 1b grüne Sucerne in Verlauf von 24 Stunden, m Winter: Heu, Gtrob, Robf, Nüben, Moôbren, Rartoffein, Nüben, Sep u. f. t. Das blofe Erbalten der Rübe mit Heu ift gu Foftbar, darum muf man andere Artifel von grû- nem und MBurgelfutter zu Dülfe nebmen, bis gegen die Periode vor dem Ralben, to fie trocen fteben und w0 man ibnen frifh gedrofhnes Sirob in die Krippen, erft fchlechterer bann befferer Met, gicbt. Diejenigen, welche am Beften bei Seibe find, erbalten das fchlechtefte, auch mobi awifhendurcdh etwas Rob. die Zeit des Ralbens reicht man ibnen des Nacts etwas Peu, und an dem Tage, da fie falben, müffen fie eingezogen und mit wmarmen Maffer getränft werden, Tage bindurch nach dem Kalben futtert man fie gut mit Heu und grünem Gutter. Der Kobl ift wegen feiner Crgiebigfeit an Mildh für die Rübe äuferft wobithâtig, man muf nur die verfaulten Diûâtter gehôrig abfondern; die das junge Bieh befommen Fann,**) Mad Mr. Dobdsworths Berfuchen vergebrte eine Rub von 50 Stein 12 Stein folches Gut- ter qur Zeit. Cinen gebdrigen Borrath bdiefer Grucht muf man daber immer bei der Sand ba- ben,***) Man macht ben Rüben den einjigen Vorwurf, Dab fie den Oefhmak der Butter verderben: fie geben aber viele Milh, und eine grofe Holländerei Éann obne fie und das vor- bergebende grüne Butter nidt vortheilhaft beffeben, Von bdiefem Gutter wird dem Oewicht nach que Seit-noch mebr wergebrt. F) Môbren und Kartoffeln find, wenn man fie in Menge siebt, febr vortheilbafte Mrten Butte; aber nur in dem Gall, da die Rübe ein oder zmeimal mit anderm Gutter abiwechfelnd bamit genâbrt werden, Mübfen, in fo ferne diefer im Felde abge- füttert wixd, Fann nur auf trofnen feften Doden gebraucht werden, Sn folhen Füllen if es âuferft fhabbar, iwenn er im Grüblinge auf die Müben folgr.+) Sen giebt, two man ibn ba- ben fann, viele dünne Milch und baber beffer für den Milhhändler als für den Sollénder, Befon- *) Annals of Apricultere. Vol. XXXII.**) Ibidem, ***) Young’s Six Months Tour. Vol. II.+) Ibidem, 4+) Ibidem, Anbau des Graslandes, 273 Defonders mobltbätig Hat man die Abwedfelung*) bei dett grinen und faftigen Gutter, welches man den milhenden Rüben reicht, gefunden, wabrfheintih nach dem phoftologifchen Grundfabe, def die Meubeit des Meises befonders auf die Mbfonderungsorgane wire, Der Gebraucd der Madt- und der Tagweidungen berubt auf dem nebmlidhen Grunofas, Dauptfäch- li auf den beffern Schatten und das Baffer,**) Dei der Defebung der Beiden mit Rüben Fémmt es allemal auf deren Güte an. Lande veien, tele 27 bis 28 Gcbilling Pat geben, nébren auf 12 Acre eine Sub von 50 Stein nebft einigen©chafen. Auf einer IBeide, bie nidt mebr als 20©. cintrâgt, muf ein Sauptvieh fon 2 Acres zu feiner Ernâbrung haben, Die Paupregel biebei ift immer, die Beide nicht zu iberjagem, Mie viel Seute bei diefem Gefchäft angeftellet merden müffen, bângt fehe von der beque- men$age und den Umftänden ab; ein gemôbnliches Milhmädhen Fann indeffen felten mebr ais 12 Dis. 14 be auf vollfommne Mrt abiwarten, befonders wenn fowobl Butter als Râfe ge- macht iverden, .. Da die Rübe nur eine Stunde auf der Milchftelle bleiben müffen, fo Éann ein Mäâbchen nié mebr als 5 oder 6 ausmifhens in einer Solländerei von 18 Rüben werden daber 2$eute au folcher Seit erfordert, Es ift febr gut, die Rübe, naddem fie gemolfen find, nacdufebn, befonders ivenn tan fih auf die Seute nicht gang ficher verlaffen fann, iveil man fonft an Milch verliert und die Rübe Leicht Éränfeln,***) *) Wedge”s Agricultural Report of Chefhire.%**) Ibidem, 4to. P. 59. *) Solgendes Refultat der vom Dr. Anbderfon angefteliten genauen Berfude über die Natut der Milh, das Berbältnif und die Abfonberung des Habms verdient die befondere Aufmertfamécit des Mildfarmers. Man fand guerft, daf von der zu einer Seit von ber Ru genommenen Mild, die erftere dünner und fdjlehter alé die leBtere wars und daf bie Settigfcit bis auf ben lebten Troypfen sunabm. Daÿ die leffsre allemal fetter als bie erfte ift, wwiffen die mebrffen, baf aber bag Mifvers Sältnif stwifhen der erften und der leBten fo äuGerft grof feu, if nut wenigen einleuctend. Dr. Ans derfon fiellte ju dem Œnbde folaende Berfuche und Deobadtungen an. Er füllte verfbiebene Thces fôpfe von gleicher Geffalt und Grôfe zu beftimmten Zeiten mit Milh, die(ebten mit der lesten Milch aus dem Œuter. Um in allen eine gleide Quantität zu baben, wurde die Ii abgetwogen. Nad manden Berfuden fand fi nun, bdaf im Durbfbnité das Berbältnif des Rabms von der(esten Mildh ju dem von der erften tvie 10 zu 1 war.+) . Der Unterfied in ber Defhaffenbeit des Rabms tar nod grôber. Sm erffen Rôpfgen tvar ber Mabm eine dünne sâbe Haut, in dem lesten aber cine dicfe butterartige Subffans und von glân: gender fetter Sarbe, wie fie fein anderer Mabm batte. F) Diefer Unterfhich if Beinabe unglaublih. ES verbdient die Sache cine Sehaue unb ficberbolte ns terfuung, und fie ift befonders meréwürbdig für Dicjenigen Lanbwirthe, iWelche sugleih Milé und Dutter ju verfaufen Gclegenbeit haben: aber, toie der Berfafler bemerft, aud) in der Dinfübt, dañ die WicbtigÉeit des reinen Ausmelfeng daburch nod augenfälliger wird, À. d. SP. Sweiter Theil, Nm 274 3ivolfte Abtheilung, Debanblung der Mild,— Die gebôrige Beforgung der Milh Fommt Semnacbft al8 ein wictiger Gegenftand der Molfenwirthfbhaft in Betracht. fie gemolfen if, fo mu fie durd) cin Paar- oder Gilberdrathfieb, das in einem bôfzernen Gefaf befeftigt ift, ge- feybet werden. ie man alsbann die Milch zum ffarfen und fchnellen Rabmen bringe, dar- über ift man noch nicht reid genug an angeftellten Verfuchen, Die dligen und butterartigen Æbeile find mit den ferôfen und Fâfigen vermifht, und werden nur burd die fpecififhe Schmwere der leBtern getrennt, 1m das Rabmen der Milch aufs befte und fuellfte ju befordern, gieft man die Milch in flache Gefäfe, damit fie nicht tiefer als 2 bis 3 Sol ffebt. Es wird dadurch mebr Mabm gemwonnen und bei der leichtern AbFüblung der Mitch das fhnelle Saucriverden et- was gurücfgebalten, oder irdene Gefâfe find die beften, weil fie von der Sâure der Milch nicht, wie metallene, angegriffen werden. Das Dedürfnif mebrerer Verfuche eigt ffh befonders in dem Pun£t die Grade der Hige ausjumitteln, tobei die verfchiedenen SBeränderungen in verfchiedenen Sabrsgeiten mit der grd6- ten Gemifheit und dem beften Crfolg ffatt finden. Mad den menigen bereits angefteliten Berfuhen findet man, daf die Abfonderung des Mabms bei 50 bis 55 Gr. Fabrenbeit am beften von flatten gebe.*) Dei 6o Gr. wird bie Operation fhon fhiwierig und gefäbrlih, bei 40 Or. und darunter lâft fie fidh auf Feine WBeife dFonomifch und vortheilbaft férdern. Dis auf weitere Berfuche thut man wobl 30 bis 55 Or. als Der Untetfhied in der Befhaffenbeit der abgerabinten IMild tar fovobl in Nüdfiht der Quan: titât als Qualitât des Rabmé nach grôfer. Sm erften Rôpfgen war cine. dünne blâulibe FlüMafeir als 06 mit ber ovbinairen Milh MBafler vermifiht mûre; dagegen war die Milh in bem lebten Rôpfs gen von bier Confifteng und gelber Sarbe, und gli dem Anfebn, fo vie dem GefhmaŒ nach, mebe dem MRabm als der Milh. Aus diefem Berfuh gebt bervor: 1) bdaÿ die Derfon, mwelche durch fleche tes Auémilhen der Rûbe nur ein balb Noel ibrec Ml verliert, im Gangen fo viel Rabm verliert alé 6 oder 8 Nôfel, Die ju Anfang gemildt find, geben; nädifidem if no bderjenige Theil des Rabms, der der Dautter die eigentlihe Fettigfeit und den fhônen Gefhma® giebt, verlobren. 2) Daÿ, wenn die Mild in eine Sale gegoffen wird und nun gum MNabmfesen ffebt, ble pus erft fid) anjeBende Quantität an Güte beffer und überbaupt grôfer ift und jebe in glehben Seiträumen nachher fih anfebendbe mit jebem male fchlechter und geringer wird. 3) Daf die Mild allemal meniger Ram anfeñt, als twenn die Mil binner ift, der Habm ift aber fetter, und baÿ, wenn man Yaffer sur diéen Mild gieft, fie mehr Rabny gicbt, als tvenn fie rein geblichben mûre; an Güte ift er aber fo gut nict. 4) Daf Mild, die in einen Eimer oder anderes Gefäf gethan und burd[anges Tragen febr in Bewegung gefebt worden if, niemalen fo fetten Rabm fest, als ivenn diefelbe Mild unmittelbar na dem Milchen in die Bütte gethan wird. Die Anwendung diefer Bemerfungen[âft fih von bem cinfihtévollen Farmer leiht maden. Goviel gebt gugleich bieraus bervor, bdaÿ bie befte Dutter da verfertigt wird, two vicle Râfe ges madt werden, weil nun der Ram von den erften 4 Stunden zur Dutter fômmt. #) Anbere haben 65 Gra Gabrenbeit oder 15 rad Meaumür angegeben; aber id glaube allerbings, baf diefe Temperatur fon ju bod) und die des Berfaffers die ridtigere ift. As ID LP =— Anbau des Graslandes, 275 die fiherfte Negel anjunebmen, und im Milhbaufe einen Thermomeres ju dem Ende fi ju balten., Bie large die Mildh bis gum Mbrabmen fteben müffe, um die grôfte Quantität Ham zu erbalten,-überläft man bis jeft dem Gutachten des Sollânders und dem gegentmärtigen Grade der MBârme. Dei mabig warmer Temperatur der£uft muf man, um fhône Butter zu haben, den Rabm nicht fânger als 6 oder 8 Gtunden auf der Milch ffehen laffen. Su gemdbnlicher Butter Fann er 10 bis 12 tunden ftebn. SE aber die Milhwwivthfchaft fo grof, daf fie immer binreichen- den Mabm giebt, und man auf die befte Butter fiebt(die fübe Milh wird alsdann gn andern Biweden verbraucht) fo Fann man ben Rabm nach 3— 4 Stunden abnehmen.*)- fic vabmt man nur einmal ab; in Cffer jedodh und in andern Gegenden gefhieht es 2 bis 3 mal oder bis Fein Mabm fi mebr zeigt. Man rabmt entiveder mit einer Habmfelle von Zinn oder Poly ab, oder es find auch vie Gefäfe fo eingerichtet, daf die Mild unten abgezapft tir, fo baf der Mabm auf den Doden finft.**) Die erfte diefer Methoden erfordert befondere Sandgriffe, damit Feine Buttertheile verlobren gen***) und Milbtheile Bingufommen, twelche die Dutter verfhlehtern. Madden nun abgerahmt ift, muf der Mabm fogleih in ein Gefaf gethan tverden, in twelchen er bis gum Duttermachen aufbemabrt wird, Sein Gefäf ift dau anpaffender als ein dichtes gut gearbeitetes bôlgernes, deffen Grèbe nach dem Umfang der Milchivirthfchaft einge= tichtet if. Man macjt es mit einem Decfel, der oben genau pañt, und unten mit einem Säbnchen, die wäfferichten Ehcile abjuzapfen, die, wenn fie ju lange darauf fteben bleiben, die Settigheit der Dutter vermindern. muf vor der Oeffnung etwas Haar- der Gilbetz drathtudh gemacht werden, damit Fein Rabm durchlaufe, auch muf das Rabmgeff eine fhrâge Stellung gum Hblaufen der Made haben,+) Es fâft fih twobl fhiverlih eine beftimmte Seit angeben, tie lange der Habit vor dem Duttern in den Gefäfen feon muf. Dei Epping in Effer, einem Orte, der wegen feiner fhônen Butter in befondern Mufe if, wird den bdritten oder bôchftens vierten Tag gebuttert;+) immer aber nur dann, twenn der Main einen gewiffen Grad von Fünftliher oder natürlidher GSûâure Hat, obne mwelde Fein gutes Duttern féatt finden Fann,+FF) nebmen dau et- Mm 2 *) Anderfon in Bath Papers.*#) Ibidem,*X*) Modern Agriculture. Vol. ILI. +) Modern Agriculture.+t) Ibidem. FD Sn tuiefern diefes Sâuern des abgenommenen Rabms die Quantität und. Qualitét ber Dutter verbeffere oder verfledtere, verdient ebenfallé no eine genauere Unterfudung, indem die Meinuns gen barüber verfhieden find. A où JS. 276 3iwolfte Abtheilung, twas alten NKabnt, anbere ein ivenig£ab oder auch Bitronenfaft.*) Suffolf buttert man der gteiten oder dritten Tag, wenn die Dutter gu Marft gebracht wird, Coll fie aber eingefchlas gen werden, fo mwartet man bamit einige age lânger oder bis der Nabm den gehôrigen Grad von Sâure befommen bat. Die Meierin, twelche viele Erfabrung bat, weif, daf die Butter von frifhen Mabm angenebmer und fhmacdhafter ift, daf fie fid) aber fo ange nicht bâlt, als die, welche von älterm Mabm gemacht if. Seute, die menig Erfabrung in biefer Sache haben, twollen bebaupten, daf e8 Feine fchène Dutter geben Fônne, die nicht von Nabm, der nicht über einen Tag alt if, gebuttert torden. $ierin irren fie aber gar febr, Diefe DBebauptung bat fo iwenig Crund, daf man nicht ein- mal ertrâglihe Bautter von Mabm erbâlt, der nur einen Tag altiff, Fângt man eber an zu buttern, als die@aure eingetreten if; fo erbält man Feine Dutter, und man muf fo lange but- tern, bis die Sâure fommt, nach twelcher fi dann gleih die Dautter fcheidet, Ym Sommet erbâlt man auf biefe Beife bei warmer Temperatur wobl Butter, aber langfam und mübfam, und dabei if fie weich, 3âb und pappicht angufüblen, man dies im MBinter bei Faltem Better, fo ift fhwerlih auf irgend eine Beife Bautter zu erhalten, mwoferne man nicht eine fiarfe Criwärmung zu Hülfe nimmt, welche guiveilen eine fchlechtere Butter gumege bringt, wel- che tweig, art, brôflih, von wenigem Gebrandh und beim Rochen gar nicht ju nuben if,**) Bie ange der Rabm bis gur geborigen Sâure gur beffen Butter und nad diefer Zeit fih balten fônne, ebe er merflid an Oüte verliert, darüber find Feine entfcheidende Berfuche ge- macht worden.! Dr. Anbderfon ift geneigt zu glauben, daf, tvenn der NMabm forgfältig aufberwabrt und vor der mäfferigen Geuchtigfeit in Act genommen wird, er fidh in diefer Sinficht(ange balten fônne,@oviel ift gemif, daf er im Sommer nach 3 oder 4 Tagen zur Dutter vortrefflich iff, und er bâlt darnach 4 bis 7 Tage für die befte Beit, in welcher der Mabm zum Dauttern ge- fhicft if. Pat der Polländer oder Farmer vielen Mabm, daf er alle Tage buttern Fann, fo mag er dies immerbin thun, Mur mu er fi befondere Gefafe balten, in twelche der Rabm von jedem Tage gegojfen wird. Duttert er nach 3 Tagen, fo bâlt er fi 3, nach 4 Engen 4 Gefäfe. Er fann tâglih aus einem Gefäfe buttern, oder auch den von 2, 3, 4 Tagen ge- fammleten Rabm zufammen giefen und eben fo gut davon buttern, wie es ibm gut dünft, Juf diefe Beife wird eine Dilchwirthfchaft ordentlich und leicht betrieben.***) In Chefbire buttert man bâufig die gange Maffe der Milh, obne den Rabm davon zu trennen. Mach den Milchen wird fie, nach der Mârme oder dem Better im Sommet in be- fondern Gefäfen abgefübit, und ein gemiffer Grad von Gâure darin erregts im Minter fegt *#) Abdy in Annals of Agriculture. Vol. XI. *#) Anderfon in Bath Papers.*##)_ JIbidem. JAnban des Graslandes, Sy man fie ans Feuer und ectwvarmt fie, Auf diefe MBeife erbalten fie eine grdBere Menge, twenn gleich flechtere, Dutter, Man türde indeffen, menn man die erftgemolfene von der letern trennte, beffere Dutter erbalten, Sn mancher Rücfficht ift aber dies Verfabren überbaupt nicht au empfeblen, VSm Sommer oder fo lange die Rübe zu Grafe geben, bat man nicht nothig, die Butter zu farbens in den MBinter- und Früblingsmonaten thut man es, um die Runden durd das tal- gige Anfebn der Butter in diefer Sabrszeit nicht abzufchreen, Man nimmt dau etwas pul- verifirte Mrnetta, Die vor dem Duttern unter den MRabm gemacht wird, Duttern,— Um die dligen und butterartigen beïle der Milh, die den Nabm aus- machen, mebr ju einer gleichformigen@ubftanz zu concentriren, fo muf man fie burd eine beftige fortgefehte Bervegung ausfcheiden, Man thut zu dem Ende den Nabm in das Dutter- faf, iwelches im@ommer mit Faltem Maffer ausgefübit und im Minter mit twarmen gebôrig ertärmt twitd,. Der Nabm verlangt nebmlidh eine eigne Temperatur, mwenn gute Butter wer- den fol. 5 find daber einige Dutterfäffer beffer als andre, indem fie die mittlere Temperatur und den erforderlihen Sutritt der atmosphärifen£uft begünftigen.*) Aus diefem Grunde werden die aufrechten Dutterfäffer vorgezogen. Diefe Mrbeit erfordert mebr Genauigfeit als manche glauben. tan tweif, Daf ein etwas fchnelles unregelmäfiges Stofen die Dautter, welche febr fon getvorden twûre, faft gang verdorben bat. Der Eigenthümer einer grofen Solländerei bat Dierauf mit vielem Sleif gu achten und fit nach einer gefchicften Derfon in die- fem Gache umyufehen, Dereitung der Dutter,— VMenn die butterartigen Tbeile von der Milch geborig getrennt torden find, fo nimmt man bie Maffe beraus und legt fie in eine Molde mit ettwas- vollfommen veinen Quelliwaffer. Yisdann wird fie mit den Händen oder beffer mit einem bôl- gernen£Soffel gefnetet, durchgefneitelt und durch AMndrücfen und Sufammenballen von jedem darin noch enthaltenen Milhtheilchen befreiet, bângt die Güte der DVutter gar febr ab, Benn dies gefchebeniff, fo wird das milhige Maffer ab- und frifhes wieder gugegoffen, bis es nicht mebr von Milhtheilen gefirbt wird, » Bu diefer Pandbabung gebôrt ein geiffer Grad von Srûrfe und Gefchicflichfeit, Die Hauptfache, tworauf es dabei anfommt, ift diefe, daf man die Mild gânlih aus der Dutter beraus bringe, denn bleibt davon brin, fo verdivht die Dutter in Éuryer Beits und wird fie viel bearbeitet, fo wird fie 34 und fhmierig, twodurch fie an Güte febr verliert,‘**) *) Anderfon in Bath Papers. *) Na Mr. Cartw if die Methode, in Holland zu buttern, folgende: MNadbem die Rübe gemolfen find, wird die Mild nicht eber in Bütten gcbradt, Lis fie gang Fait F. Uisbann wird fie gwei: oder dreimal des Tages mit einem bôlyernen Span umgerübrt, bamit fit bder Rabm von der Dilt nicht fdeide, und man Dält es befto beffer, mwenn fo lange gerñbrt wird, bis der Span in der Mi RER a)» à au FR mu,: pa> a Le ES tomes ES LE— æ- NE re 278 Rwvlfte Abtheilung. Qn ben mebrften Fâllen wird die Dutter zum unmittelbaren Gebraud mit ein wenig Saly vermift, und menn die Dutter jum unmittelbaren Berfauf gefalyen wird, fo gefchiebt bdies fogleich, nadhbem die Mid ausgefnetet if. CS wird qu dem Ende eine Sage von Vutter mit Gal befireuet, dann tmieber eine@cicht barüber gebracht und wiederum Gal dagwifchen, bis das Gange auf diefe Beife gubereitet if. Misbann wird es mieder durchgefuetet, fo daf fih bas Say recht innig init der Dautter vermifcht und obald dies gefheben ift, wird das Gange mit Faltem Baffer übergoffen und nod) einmal gut duvhgearbeitet u.{. r0, Die Gorm, tvelhe man der Butter gum Berfauf giebt, ift tillfibrlih. Macddem die Dutter geformt ift, wird fie in Falt Maffer gelegt, bis fie zu Marfte gebracht wird, Die von einer getviffen Quantirät Milch fid ergebende Quantität Butter ift na Umftän- den febr verfchieben, Sm Durchfhnitt geben 4 Gallon Mildh r tb Dautter und eine irgend etwas grofe Sub giebt wéchentlih an 6 ib Butter, im ABinter 4 bis 5, je naddem fie ge- füttert wirD. Mr, Abdn fand ben Exrtrag der Butte von einer Rub im Durhfhnitt ju 4 F5 und in 9 Monaten 156 15,*) aufer den Bortheil von 6 ch. à Sté auf 3 Ferfel. Man mat aud da eine fhlechtere Art Dutter von der Molfe, 10 befonders viel Râfe verfertiget merde,**) Räfemachen.— Deim Râfemachen, fo wie bei ben mebrften anbern Operationen ser Molfentirthfhaft, Fommt es auf Genauigfeit an. Mur twenig Berfuche find bis dabin - barüber gemacht und diefe noch dazu mit twenigen chemifchen$enntniffen. Sur 3eit wird bics febt. SA fie Binreidend di, fo wird fie ins Dutterfas gethan und eine Stunbde geffofen. Sobalh fie anfângt Dutter ju werden, fo wird ein MôGel oder mehr falt HBaffer sugegoffen, um die Sdecidung ju befôrdern. Mad)dem die Dutter aus dem Gafle genommen ift, tirb fie gelnctet, gewafchen u. f. 0. Wei dicfer Methode foll man mehr Dutter als fonff von gleicher Quantität befommen. Die Dutter foil fefter und füber feyn und fi länger balten als die, mwelde in England nacd der getôbnligen Mes thode gemadt wird. Aud die Tuttermild ift Beffer.? *) Pfb. Sp. 156 1b, ju 10 Pence; 6 10 Daé Ralb${— 18 a Gerfel$,— 18 8 6 Dei dem jebigen Preife! 12 10 *#) Die babei gebräudlide Methobe giebt Donaldfon febr auéfübrlid an, wie die aus dem Râfes tubben fommende Molte, nachdem fie 24 Stunden geftanden bat, abgerabmt wird. +) Diefe Methode mag in einigen Gegenden von Solland üblibh feyn, alfgemein if fie bafeléft nidt. DC MENTER Anbau des Graslandes, 279 Gefhäft nur noch Handmerfemipig betricben, Dicjenigen Umftände, welche biebei befondere YufmerÉfamÉeit verdienen, find:*) Die Vabrszeit,— Die befte Beit ift dau in den Monaten, twenn das Yieh auf die MBeide gebt, D, i, von Anfang des Maies bis ju Ende des Septembers oder auch in guten Sommern bis in die Mitte des Octobers, Vn manchen grofen Holländeteien wird Jabt aus und Yabr ein KRafe gemacht und zwar langer und mebr gum Verfauf als innerbalb der angege- benen Periode.**) In Gloucefterfhire macht man den dinnen Râfe dom Hpril bis gum Jo: vember, die vornebmfte Seit aber, den dicen zu machen, ift wäbrend der Mionate, Mai, Ju- nius und nfang des Sulius, MBird er im Sommer fpâter gemacdht, fo wird er nicht feft genug, um im folgenden Grüblinge verfauft zu werden,***) Mo aber die Kübe im Winter gut gefüttert werden, da macht man um die Zeit obne Siweifel auch guten Rûfe, MelFen,— Die Melfjeit ift in den verfchiedenen Râfedifricten ungleih,. ift e8 aber gut, die Sübe fo früb zu melfen, daf fie von der folgenden Dibe des Tages nicht unftetig und unrubig dabei find. Die Mufficht des Harmers ift biebei auch durhaus unentbebr- lich und die Milch wird in grofen Cimern nad dem Milchhaufe getragen, um in den Râfe- tubben eingefeibet zu tverden, Die fhnelle Abfüblung der Mildh in bleiernen oder andern Gefäfen ift, um den Procef der Sâuerung im Sommer etwas aufjubalten, febr wobithätig, Jm IBinter ift dies freilidh unnothig, Man will bebaupten, daf ivenn das Yetter beif if, die Vefhaffenbeit der Râfe beffer ausfalle und et leichter ju machen fen, tvenn die Mildh fobald als moglih dur twiederholtes aus= und eingieBen in das Rüblfaf, abgefübit wird, Defhaffenbeit der Mildh.— Die Güte des Rûfes bângt davon vorzüglih ab, Die Quantität des dabei gum Gebrauch Fommenden Nabms ift verfhieden, je nachdem einfache oder doppelte Rabmfäfe gemacht werden, *) Œs iff bicfe Defhreibung des englifhen Râfemadens, bie grôftentheils aus Marfhalls Defhreis bungen der IBirthfhaft in Gloucefterfhire und den mittelländifhen Graffhaften genommen iff, die bete, die tir baben, indem Marfbhall faft ein ganges Gabr darauf gewanbdt bat, die Râfeverfertis gung dafelbft zu beobachten und das Mefentlihe bei derfelben aussuforfhen. Er ift indeffen tueit aug: fübrliher darüber und Bier if nur das Nefultat ausgegogen. Man mird leibt einfeben, dafÿ alle Ber- fude im Rleinen, die englifhen Räfe nasumachen, misglüden müffen. Der Berfudh im Grofen und die Anfhaffung des gangen Apparats ift ettwas gewagt, und man bürfte nidt ermarten, fogleid) damit ju Stande ju fommen, Oonft ift es allerdings mabrfheintidh, daf eine Molferei burd Robms tâfebereitung febr gut ventiren mürde, ba diefer fe cine fo febr angencbme, nabrhafte und gefunde ©peife it und das Ïb ju 8% cinen fnellen Abfas finden würde. A. d. S. **) Modern Agriculture,*#*#) Ibidem. 280 Bwôlfte Abtheilung n den beften Hollänbereien in Cbefbire nimmt man etrva ein Nobel Mabm von ber Mbendmil von 20 Rüben, twenn doppelter Rûfe gemacht wird, lim guten und vielen Rûfe zu machen, muf eigentlih der Nabm in der Mildh bleiben, man weif aber aus der Crfabrung, dag der Nabm mit Mildh gufammen erwärmt, gum Râfemachen fo gut wie frifhe Mild wird.*) Mimmt man bas, was mit einem male gemolfen ift, gum ûfe, fo nennt man diefen ein= fahens 10 die Mildh von zwei malen gufammen gegoffen und doppelter Rûfe gemacht wird, da unterfcheidet fi) die Oüte der gebrauchten Milh beträchtlihs guiweilen wird der Rahm von dem evften mal ganz abgenomimen, in jebem Gall aber eine gewiffe Dortion, Ju einigen Mil- cereien wird die Mildh vom erften mal in die gewébnlichen Gefñfe gegoffen und fo wie die Mbenomildh jur folgenden Morgenmilch gegoffen wird, fo beginnt die Operation des Rûâfema- chens unmittelbar darnadh, twenn die Morgenmilch bagu gefommen iff, etwa um 5 oder 6 Uhr, Der Rabm der Abendmilch wird abgenommen, die Mild in den Käfetubben gebracht und die Dôlfte, gutveilen auch der dritte Theil, dfter aber nut 3 bis 4 Gallons, gurüc£ bebal- ten, um wie unten gebraucht ju werden, Diefe gurücfbebaltene Milch, in irgend einer diefer Dortionen, nacdem fie in einen Reffet oder Eupfernen Gefñf gebracht und brübbeif auf einenr Ofen oder in einem Gefäg mit beifem YBaffer gemacbtift, wird gur Halfte in den Râfetubberr que falten il gegoffen und die andere in bas Gefäf, worin der Rabmift Der Rabm und die beige Mildh vereinigen fi) auf bas genauefte, das Gange wird in den Kéfetubben gegoffen, dec von der Morgenmildh, fo warm wie fie von der Sub fommt, einen grofen 3ufbuf, to nidt bas Gange, erbalten bat. Auf diefe MBeife macht die Mildh von verfchiebenen malen ein Giuidum von gleicher Quantität und Temperatur, gu twelcher nun auf die gemwôbnlihe MBeife der ab binein gethan wird. Diefe Wiedervereinigung oder nach der Milchereifprache, diefes Shmetzen des Rabms, if unfiveitig die befte Metbodes fo tirffam ift fle jedoch wobl nicht, als wenn die Ÿ tilch durhaus frifdh iff. Gollen abgerabmte Milchfâfe gemacht werden, fo wird Die Mildh in die gemwobnlichen Gefñge gegoffen, worin fie, na Defhaffenbeit des IBetters, lângere oder Éüriere Seit Bleibt und ebe fie fâuertih wird, nimmt man forgfältig den Mabm ab, Salt man es für nothig, ibe eine mwarmere Temperature ju geben, fo wird in den Räfetubben das erforderliche beige MBaffer gegoffen. Dei diefer Met Mitch muf man etwas mebr Sab gebrauchen. Dereitung des Labs,— Dur irgend eine Sâure bringt man die Milh zum Ge- rinnen, Die daqu gebräuchlicfte Subftanz ift der ju dem Ende bereitere Magen der jungen RAI ber, twelcher insgemein Râlberrôthe oder ab(rennet) genannt wird. Die Magen, welche gemôbnlic eine geronnene Subftang enthalten und die man voit den Gchlächtern fauft, werden geôffuet #) Agricultural Report. 4to. Anbaut des Graslandes, 281 geôffnet und bie ÿerohnene Subftanz wird ausgenommens nacdhbem biefe fotoobl als bee Dalg, welcher fie enthâlt, in Faltem MBaffer gewafchen ift, wird fie mit etwas viel Salz wieder bineix gelegt und in ein irdenes Gefâf, tworinnen eine gute Saljlafe fi befindet, gethan. Mau läft diefe Magen wobl ein Yabr darin liegen, ebe fie gebraucht iwerdens andere nebmen fie cinige Seif, nachdem ffe in der Safe gelegen baben, tieder beraus; ffe werden dann gut einge= falgen und in der Milcherei gum Trodnen und eventuellen Gebrauch aufgebängt. Mad der Zeit ifrer Preparation iff bre Stârfe und MBirfung febe verfdicden, man mag fe eintveichen oder in Stücen gebrauchen. Um gleiche Güte und Gtûrfe gu erbalten, fo macht man von biefer Œubftanz mit einem male einen Œrtract, wie dies in Chefbire bâufig gefchiebt, Um diefe Œubftangen ju bereiten, thut man aber unffreitig tobl beffer, ivenn man sie fâmmtlihen Magens in ein offnes Gefâf thut und nach der Anjabl auf jeden 2 oder 3 Nôfel Quellwaffer gieft. So(âft man fie etwa 24 Stunden ffebn. Dann nimmt man fle beraus und Dringt fie in andere Gefäfe mit der Hälfte des MBaffers und(âft fie eben fo fange ftebn, wotauf fie weggervorfen und die beiden Mufgüffe vermifht, in ein irdenes oder anderes Gefaf gefeihes und gut gefalgen werden. Diefe Flüigfeit iff danxr gum Gebrauch fertig und darf nur gelegentlidh) abgefhäumt, und tvenn das Galz darin beinahe gerfloffen if, etivas frifhes bingu- gethan werden. Su einer Quantität Milh, melde 6o ib Râfe bring, braucht man davon etwa ein balbes Nobel, Beinmaaf. Hat man eine Portion abgenommen, fo muf die Giüfe figfeit wieder umgerübrt werden, Man bat noch andere Hrten der Dercitung des abs, tvelche diefe eben nicht übertreffen, Sârben,— Da man bereits am Gûrben des Lûfes fo febr gemôbnt ift, fo türbe fi der Rûfe nicht verfaufen, twenn er nicht die gebôrige Farbe bâtte. Die Satbe richtet fich vor- nebmlid nach der Benennung, unter weldhen der Rûfe verfauft werden fol, Die Beraunlaf- fung des Fârbens liegt unfireitig in dem Anfebn von Gettigfeit, welhes man ibm dadurdh bat gebeu twollen; tesbalb der magerfte Râfe immer der mebrften Garbe bedarf, Man nimmt dazu gewôbnlid den fpanifchen Orlean, Su einem Kâfe von 6o 15 braucht man das Gevicht von anderthalb Guinee; und in Oloucefferfhire wird zu 100 5 eine Linge verwandt,— Die Be- reitung und Mniwendung diefes Farbematerials iff verfhicden. man den folgenden Mor- gen in Cbefbire fârben, fo bindet man die erforderlihe Menge erftofenen Orlean in einen fei- nenen Sappen und thut fie am Abend vorher in ein balb NôGel warmes Baffer. Am Morgen, Eur vorber che der$ab gugegoffen wird, gieft man die Snfuffon der Orlean in die Milch und rübrt die Difhung gut dur, fo da fih die Milh mit der Garbe gut vereinigt. In andern Gegenden reibt man ein Stüc£ in Milh getauchten Orlean auf einem Stein tie Mablerfarbe. Die Barbe, die gans fein gerieben fepn muf, wird wie vorber in den Räfetubben sur Drilch gethan. Nu Biweiter Theil, 282 3mblfte Abtheilung. Dereitung des Geronnenen obet der Räfemaffe(Curd). Melchen Grad der Temperatur die Milh baben muf, um gebôrig gelabt ju werden, bies ift ein bis dabin noch) unentfchiedener Punct Go viel giebt man gu, daf die Quantitât und Qualitât oder die Eertur der Sâfemaffe febr von der Sänge der 3eit abhänge, in twelcher fie gebildet if, fo wievon der Quan- ritét und Stârée des Coaguli, dem Zuffand der Atmosphâre und der MDârme der Mitch ur Zeit ibrer Mifhung.*) In diefem Punct teichen die Arten des Verfabrens faft in jeder Difhung von einander a6, Sn Ebefhire muf die Mild den mindeften Grad befigen, twenn der£a bin- qugethan wird, D, i, balb fo warm fepn als die Milch von der Rub Fommt und der bôchfte ift bort die doppelte natürlihe YBârme. Unter biefen Umftänden macht das Milhmädchen einen wefentlichen Gebler, tmwenn es, nachdem die gange Süberei gemolfen ift, uumittelbar die Milch fabt, ,, Diefe Regel ift aber febr ungewif und leidet ibre Musnabme bei der Mbiwechfelung der Gabrsjeit und Beränderung des ABetters. Die erforderlihe Mârme gum Saben ju treffen bleibt daber alfemal ein Runftgriff der Erfabrung. So erfordert die Milh von magern Klayboden fhon mehr MBârme als die von fettenr. Die fhâumige Materie, mweldhe aus der Berbindung +) hr. Marfhall bemerft: ,, cé if aus ber täglichen Erfabrung befannt, daÿ, je ivârmer bie Mit ift, tenn der Lab dayu fommt, beffo eber gerinnt fie mit einer gegebenen Quantität des Labs von bes fimmter@tärÉe. Œben(o befannt iffes, baÿ, je fübler die Mitch if und je mehr Beit beim Gerins nen verflieft, befto garter und feiner gerdth die Râfemaffe,{ft die Milhbh im Gegentheil Deif und das Gerinnen tritt ju fnell ein, fo wird fie 34h und braif. Syâter verfäauflih wird allerdingé der Râfe von(angfam geronnener hilh. Die cigeutiihe Runft bei diefer Arbeit Licat daber in dem Grab der Méärme, wenn die Mild gelabt wird, oder in der Länge der 3eit, von bem Authun des Labs bis jum vôlligen Gerinnen. Die Lânge biefer Seit bângt nun enttweber von bem dergeitigen Marmegrad der Milh, oder von dem Suftande der arme wäâbrend des Gerinnens, oder von Der vercinten Quantis tût und Stärte des Labes, ab. Um fih über biefen Gegenftand gebôrig su unterriten, mate er folgende Berfudhe:— ,, Er ertvârmte im Gabr 1781 den sten Suni 23 Gallon Mildh ju 96 Grad Fabrenbeit mit 2 Thectüpfhen fohtwachen Labes. Das Gerinnen erfolate in einer@tunde, das Geronnene ward gart und gut. Am ten. Dicfelbe Quantität Mild) auf gleide IBcife ectwârmt mit 1 Thectdpfhen, gerann ut felben Scit, das Geronnenc tar ettwag gûbe. Am 7ten 27 Gallon Mild) 94 Grab Môârme, 1 Æbectüpfhen 2 Gtunden. Er 18ten 26%— 102—— I— 27— gut. — HG or— 100—— 13— 15— gut, immer aber etivas 3äbe. À Dicfe Berfuihe wurben mit mebreren Beränberungen noc lânger fortgefet, bald bebecft balb uns bebet, balb mit Bermifhung falten JBaffers, welhes von üblen Œrfolg war, indem der Räfe bob und ftwammigt wurde u. f. 0. Aus allen Berfuchen gieng bervor: dañ man burd Ermérmung der Milh von 87 bis 103 rad Gabrenbeit, wenn der Lab fo eingeridtet war, baf in$ bis 23 Stunden bas Gerinnen erfolgt und die Mild mâbrend der Zeit bedecét ift, cine gute Räfemafle gewonnen merde. Aus den inébefondere im Sommet angefteliten erbellet, baf 80 bis go Grab die gebôrigen Bârmes grade, 1 bis 2@tunden Die erforberlide Gerinngcit, und baf die Mild fo bedectt feyn muf, vaf fie 5 Grad ibrer natürliten IBârme verliert. Uber Élima, Jabrépeit, Better, IBeide, ândern und machen die Berfuche ungleic. Aubau des Graslandes, 283 der Suft mit der frifhen Mildh beim CingieBen in den Kfetubben erjeugt wird, muf. ir jedem Salle abgenommen und ins Rabmfaf gegoffen werden. Man mu ffh wundern, daf in grofen Milchereien das Therimometer nicht eben fo be- fannt if, als die Gchaumfelle, um die nôthige Vârme zum Râfemachen ausqumitteln und fich dagegen ju fihern, daf er nicht vifig, blâtterig oder blafigt merde, iwelches bei einer verfehrten Debandlung fo leicht der Fall if.*) Man bat in diefer Hinfiht, zum Nuben für grofe Milchereien, ein fogenanntes£actome- ter erfunden,**) Mr, Donaldfon glaubt, daf mit diefem Suffrument, in Verbindung mit dem Æbermometer und einer genauen Renntnif der Stûrfe des Sabes und feiner angumwendenden Quantität, Ddiefe Art der Molfenwirthfchaft gar febr verbeffert twerde. Draris if bas einzige Mittel, twodurch der Unternebmer biefes Gefchäfts die nôthige Renntnif erhâlt; die Folgen des vechten oder unrechten Verfabrens Éennt man in jeder Râfemilherei. Wird das Gerinnen be- fchleunigt oder über die Zeit verfpâtet, twelches auf 6o i5 Râfe 11 Stunde betragen fann, oder tird qu ffarf oder ju fhwach gelabt, oder ju beif oder zu Eübt, fo wird nicht nur die Ouantität der Râfemaffe vermindert, fondern auch die Defchaffenbeit[eidet in jedem Balle. Dm erftern Salle wird fie von gâber Flebriger Tertur, im lebtern gu art. der$ab bingugethan ift, wird der Milchtubben mit einem Vette bedecft, tworüber ein leinen Tuch gelegt wird; und nachdem es feine Beit geftanden bat und das Gerinnen volfendet if, fo wird die Wabddefe von der Râfemaffe gefchieden. Bertheilung und Sufammenarbeitung des Geronnenen.— So einfah diefe Arbeit qu fepn fheint, fo giebt es doch iwenig eingelne Umffände bei der RâfemacherFunff, bei tvelchen in der Draris fo grofe Verfchiedenbeit ju bemerfen if. Du cinigen Milhereien sird die Râfemaffe in verfchiedenen Midhtungen mit einem Kâfemeffer durhfchnitten, ein Jn- fécument, iwelhes ju gleicher Zeit fo eingerichtet if, daf man die Madbdefe leidht von dem Ge- tonnenen trennen und auch bamit irgend eine Gettigfeit von der SKâfemaffe abnebmen Fann, Na diefen erften Cinfihnitten(âft man das Gange etwas fiebn. Mun wird nodmal das Meffer und gwar etwas bâufiger gebraucdt, und mibrend der Mrbeiter das ungertheilte Geronnene von Grund aus init der Schauméelle umrübrt, werden mit dem Meffer in der andern Hand die grô- fern Stücden ertheilt. Mach diefer gründlihen Bertheilung wird die MBaddefe mit der Shaum- felle abgenommen, Yn andern nicht minder berübmten Rüfemolfereien wird beim Zertheilen Lio die Shaum- felle gebraucht, und um die Madbefe befto leichter ausjufcheiden, fo tird ein Ebeil davon, swelcher guerft oben auffèmmt, abgefhèpft, und ermwärmt oder gefühlt, fo wie das Wetter if, Nan 2 4) Donaldfons Prefent State of Husbandry. Vol. III.*#*) By Mr. Dicas of Liverpool. 284 Bivblfée Abtbcilung. wieber in ben Râfetubben gegoffen, und nacdbdem es nun eine IBeile geffanden bat, tird alle Mabdefe abgefchopft. Machbdem nun alle MBabdefe, die obne Preffen bat erbalten werden fon- nen, davon if, und der Râfetubben etwas fhräge geftellt ift; fo wird das Geronnene in eine Maffe gebracht und juerft mit der verfehrten Seite der Schauméelle gepreft. IMBenn auf diefe Weife nichts mehr ausqupreffen ift, fo werden andere ftärfere Preffungen angemwandt.- len wird das Geronnene twicder durchfhnitten, um der Mabdefe freiern Ablauf zu geben und dann mit der Band oder durch freres Gemicht gepreft, Machdem die WBaddefe ganz ausge- fieden iff, gertheilen die Râfemacher die Maffe fo viel als môglih, und durfalsen fie gebèrig.*) Sn COloucefterfbire wird die SRâfemaffe, nachbdem fie erforderlidh fein zertheilt torden iff, tieder in den Râfetubben gebracht, two fe, indem man eine Scale voll beifen IBaffers oder Babdefe mit WBaffer darüber gieft, gebrübet wird, Darauf wird fie tüchtig umgerübrt. Man Lâft fie ein Beilchen ffebn, damit fih das Geronnene zu Doden febe, die Drübung wird ab- gegoffen und die MBabdefe gebôrig wie oben ausgepreft. fie dann gebôrig gertheilt, durchgerieben und gefalzen ift, fo wird ein Tuch über das Rûfefas gebect, die Râfemaffe darin gepacft, mit dem Œuche mieder bedecft und ein nach Berbältnif fhwerer Stein darauf gelegt, wodurch die etwa noch übrige MBabdefe ausgepreft wird,**) Mr, Marfhall macdbt biebei noch die Demerfung, es fheine, als ob verfhiedene Vo denarten, verfchiedene brübende Flüffigfeit in diefer Sinfiht erfordern, Die Quantitât rich- tet fid) nach der Rüfemaffe, die ffarf genug fepn muf, um bamit diefe darin fchwimmen, und man die Mifchung leicht mit der Relle umrübren Éônne, Ein Theil davon wird beinabe fiedend beif, und bdiefer mit falter Glüffigteit fo iweit lauer gemacbt, als es die dem Suffande der Rûfe- maffe angemeffene MBârme erfordert, meiche Maffe wird beif gebrübet, Darte mit Füblerer Slüffigfeit bearbeitet, Dein Drüben weif die Meicrin jeden Geblgriff beim$Saben mwieder qut au machen:{ft Die Maffe zu weich oder ju bart gemorden, fo tweif fie fi mit dem DBrüben zu belfen. Sierauf berubt bauptfächlich die Gefchiclihfeit einer Râfemacherin in Groucefterfhire. Grofe Milchereien follten immer mit Fâffern von verfhiedener Grèbe verfeben fepn, denn wenn 3 oder 4 ûfe zur Beit gemacht werden, fo fommen zur 3eit fhon mebrere Fâffer im Gebrauch, und wenn nidt mebrere leer find, fo wird Der Mrbeiter in feiner IBabl be- frânft, und Fann die Fâffer nicht in dem Verbältnif der vorhandenen Râfemaffen nebmen und ein wenig, tas von einem male gum andern übrig bleibt, Éann oft einen gangen Râfe, der verlobren gebt, ausmachen, Machdem man die jur Râfemaffe erforderlihen Râfendpfe oder Fâffer ausgefehen bat, fo daf der Kâfe, mwenn er gepreft ift, fie gebèrig ausfüllt; fo breitet der Räfemacher eine Râfetuh gang lofe über das af, in iwelches er die Maffe twieder gertheilt und jeden Theil forafältig mit *) Donaldfons Prefent State of Husbandry.##) Ibidem. Vol. III. Anbau des Graslandes, 285 der Hand gerdrüct, SE das Ga gefüllt, gebäuft, oben abgerundet und das Tuch wicder be. gedecft, fo wird der Râfe in die Preffe gebradt. In Chefhire ffôGt der Râfemaher mebrere Gti Cifen dur£ôcher, melche in den Seiten des Râfenapfes find, in verfhiedenen Nich- tungen dur die Râfemaffe, um jeden Tropfen son WDaddefe noch damit abjulciten,*) Debandlung in der Preffe— Macddem der Râfenapf gebôrig in die Preffe ge- Bracbt ift, fo wird er mebr oder minder gepreft, je nachdem feine Grèbe es erfordert, On allen grofen Milhereien bat man der Preffen unterfhiedlihe, von Kraft oder Schmere, Deim Preffen werden Stücen durch die Socher in den Seiten der Nâpfe geftecft. Dies gefhicht des erften Tages verfcicdentlié wäbrend des Dreffens. 2 oder 3 Stunden darf der Rûfe nicht in der Preffe fepn. MBenn er aus der Preffe fômmt, fo bringt man ibn in ein Gefñf bei- Bet oder twarmer Maddefe, um die Rrufte zu bârten, bierin ftebt er etva 1 oder 2 Gtunden; dann fird er beraus genommen, abgetroŒnet, uud nachdem er eine YBeile abgefüblt iff, twird et mit einem reinen troŒnen Œud bedecét; der Mapf wird ausgetroÆnet, der Rûfe wieder bin- eingelegt und gepreft. Mn Mbend, vorausgefest, daf der Râfe des Morgens gemacbt iff, tird er twieber aus bem Mapf genommen, in ein anderes reines Tuch gelegt und die obere Seite nun que unterften gemacht, indem man ibn miederum in den Mapf bringt. So mird er tieder auésgenommen, in reine Tücher gervicfelt und 2 Tage bindurh, jeben Tag giweimal im Faffe un und endlidh gang beraus gelegt.**) ei dem verfchiedentlichen Umlegen nimmt man feinere Æücher, damit diefe um fo weniger fih eindricen, Galzen,— wird der Râfe in die SalsFammer gebracht und in einen Tubben mit Galjlafe gelegt. n diefem bleibt er cinige Tage und wird alle Tage iwenigftens einmal darin umgefebrt. Der Mapf wird dann aus der Safe genommen und der Räfe auf die Salz- banË 8 oder 10 Tage gelegt. bdiefer Beit wird er alle Tage mit Sax cingerieben, Gobald man ibn für binfänglid gefalsen bâlt, fo mird ev in tarmen Baffer oder IBaddefe ges twafchen, abgetroŒnet und auf die fogenannte Trocenban£ gefeét, to er eben fo lange bleibt und dann in die Râfefammer fommt. Su einigen Milchereien wird der frifhe Rûfe nicht in die Safe gebracht:; fondern in den Mäpfen auf der Salybant gelaffen, und nachdem er oft mit Salz eingetichen und in den Mäpfen umgelegt ift, Derausgenommen und tie oben bebandelt, Sn andern Milhereien werden die Râfe beim Preffen gefalgen. Sie werden dann jedesmal aus der Preffe genommen, um umgelegt ju werden und dann mit Gal; eingerieben, wwelches für die fleinen dünnen fûfe, bie in MBiltfhire und Gloucefterfhire gemacht werden, fon binreichend befunden iff. fie dann gum lebten male aus der Dreffe genommen terden, fommen fie gleich auf die Erofenbant, Das Cintaugen der frifhen Räfe in die Salylafe ift Hberhaupt nur bei grofen Kûfeu gebräuchlich, *) Chefhire, 4to Report.#*) Donaldfon Prefent State of Husbandry. Vol. III. 286 2tvolfte Abtheilung, Debandiung im Räfetaum,— Hier werden fie, nacdem fie mit frifher Dutter eingefmiert find, auf den Boden ober auf Bretter gelegt. Jn den erften ro bis 14 Tagen gerben fie täglich thchtig gerieben und das Cinfhmieren mit Dutter wird miederbolts nad bdie- fer Zeit darf dies nur 2 oder 3 mal die MBoche gefchebn: fie müffen aber alle Tage umgefebrt werden, fo lange fie der Räfemacher bat, Um die Meife und das Sartwerden der Srufte ju befhleunigen, muf die Temperatut Des Raumes gleihfèrmig und etwas warm fepn. Tn eini gen Fâllen wird Der Boden mit grüûnen vegetabilifchen Subftangen, g D, mit Dobnenfopfen 1, hbergerieben, in andern mit trocfnen Gubftangen Bedecft; bies ift aber twobl eben nicht nothig. Der Ertrag ciner Rüberei, two die Milch qu Râfe verbraucht wird, wird von den Garmern verfiedentlich angegeben. Gm Durhfhnitt rechnet man 355 15 Sûfe von einer Rub, welche 22 bis 35 Yeres gur BDeide bebarf. Von jedem Mere würde daher der Ertrag 118 tb fenn.*) S%ede Derechnung bieriber mu indeffen immer febr fhwanfend und unficher ausfallen, Die Michtigfeit biefer tvird burd die Mngabe des Sir Billiam Detty in feiner politifhen OQeconomie von Drrland beftütigt. y *) Donal dfons Prefent State of Husbandry. ##) Der Berfafler des Agriculture Report von Sommerfetfbire giebt an, ba ber fâmmtlihe Ertrag ciner Räfewirthfhaft im Durchfbnitt auf die Rub 12, und in befondern Sâllen 14 Pfd. etrage; bies, fagt er, fann aber der Gall nur feun, twenn baë 15 jâbrigen Râfe 6 Pence und fettes Sdiweinefteifdh) au bas 15 6 D. gelte. Doeide Artifel find, feitbem bdies gefhrieben worden, beträchtlih geftiegen, fo da der Bortheil jebt no bôber ju Gerechnen iff. Golgende Angabe jener Rcit ftellt Ausgabe und Œinnabme einer Mifcherei bat, two Butte und Rübe von erfter Güte twaren: Ausgabe. DPfb. Sh. ŒEinnabue. Pfb. Sih. Sür 2 Milber, 40 Boden, 3 Sc. bie 90 Œentner Räfct) ju 45©xb. 202 10 Yoche y 4 6— Gür Ralber, 4 or— Gür einen Menfhen, das Bich im ins GSüûr Butter!; ro ter qu füttern, auf die ABcide ju treis Sür Shtweine;; 25— ben, Râfe ju verfaufen 26. 4— TR D EST Gür die Mildmäbdgen; 11“T4 25%; 020 Geräthfbaften, Saly u. andere Attifel 4 6 Güûr Orlean$ 3 IL— Gür 30 Acres Sommertweide 60— 6 Tons Peu ju macden; 3—+) Sm San. 1797 ait ber Râfe vom vorigen Pacht von 15 Acres diegemäbet wurben 30— SGabr 100 15 3 Pfd. 30 ons Heuqumaden, 12 Sd.p. Are 9— Bebnte, Auflagen u.{. 0.; 10— à 159 Fr Gavinn, Binfen, Abnabme der Rübe NB. Œine grofe Milherei foftet 25 Sdilling mit cingerechnet$$ 113 10 per Rub. Anbau de8 Graslandes, 297 Es ift leicht einzufebeu, daf foivobl beim Dutter= als Râfemachen ein grofer Theil des Bortheils vom Schtweinehalten und Gettmachen abfänge. In diefer Dinficht werden die abge- rabmte Mildh, die Buttermildh und KRäfemaddefe am beften benubt, wenn man Sâue mit er- fel bat und junge Schweine aufjiebt.*) Man bemerft, daf der Farmer ein woblfeileres Butter als diefes fr Shweine abei fônne und bei gebbriger Cintheifung von feinen Küben und Schweinen auf diefe Meife am mebrften Vortheil ziche. Dei diefer Mirchfchaft Fommt es vornebmlid barauf an, daf die Schweinftâlle na der Milcherei eingerichtet find und vertiefte Cifternen haben, in mwelche die Baddefe und der Abfall aus der Mündung der Preffe in Robren geleitet und obne Berluft und UnbequemlichÉeit zur Stelle gefchaîft werden Fann. Mr, Abdn bemerft bei den Duttermil- chereien in Epping, daf die Garmers Schiweine von 4 bis 5 Monaten anfaufen,(zu demmale, 178$, mitis Sc. das Sri), und wenn fie fie einen Monat gefüttert haben, mit einem Vor- theil von 6 Sch. verfaufen, Sie balten auf 3 Rübe 1 Schwein; welhes, da ibre fanghôrni- ge Devoufhire Art Sübe mebrentheils 9 Monate lang Milch giebt, auf jede Rub 3 Schweine, mithin 18©. austrägt, jebt ift der Preis aber bôber und über 30 Sch, Settmeiden und Maffung Grazing.”) Es giebt Gegenden und Mrten Grasland, two diefe Art Mirthfhaft zu grofem Vortheil und beffern Erfolg als die Milcherei getrieben wird, Dies ift mebrentheils der Fall da, wo der Umfang des acerbaren Sandes gegen das Grasfand oder die Beide unbedeutend, und der Berth des Grasertrags im Verbältnif zu dem Maftvieh geringe if. Sn allen Orasbiffricten, wo der Doben fett und einträglih genug iff, Ochfen oder anderes grobes Mindvieh fett ju machen, ift dies unftreitig die vortheilbaftefte Denubung, die man von folchen Sändereien machen Fann, wie man dies in den Marfchgegenden febr einleuchtend wabrnimmt, Der gute Erfolg diefes Verfabrens berubt auf verfchiedene Umftände: auf Sage und Be- fhaffenbeit des Sandes, auf genaue Dewirthfchaftung in Pinfiht der Defesung und Abwei- dung des Graslandes: auf die genaue Deurtheilung des Farmers, in Hinficht auf das der ABei- de anpaffende Yieb, nach feiner Natur, Grèbe und Defchaffenbeit; und überhaupt in der gefchic£ten Muswabt folhes Vicbes, das vollfommen gefund und gum Fettiwerden Disponirt if. *) Annals of Agriculture. Vol. XXXII. #*) Sd babe mid über den INaffungébetrieb des Engländers und in twicfern et bei uns Anivenbung finde, in meinem Yerfe: fiber Englifhe Landwirthfhaft, D. III.©. 703 u. f., ausfübrlich erflart, und vertweife, ffatt mebrern Anmeréungen, darauf. Sd Bin fertdem aber dur Erfabrung noch mebr übergeuagt, daf unter bâufig eintretenden Umftanden Maftung auf bem Stalle tweit vortheilhafter fey, wie Rubbaltung. A be 2838 Bwôlfte Abtheilung, Mébfibem muf der Garmer es qu billigem Preife angufaufen und mit moglidfiem Bortheil, wenn es fett ift, mwieder abqufeben verftehen. Die Defegung der Fettweiden mit der gebôrigen Art Bic iff einer von den tvichtigften und ftvicrigften Punften in der Sandwirthfhaft.. Von Matur merden in den magern Gegen- den fleine Hrtenund in den fettern grèfere Arten ergeugt. Es Fommen daber 2 Sauptgegenffände gur Grage: twelche Yrt Bieh pañt fih vornehmlidh auf die Beide, und welche wird am leichte- fien fett. Sn den mebrften Fällen wird man dann finden, daf auf den fettern WBeiden grofes Rindvieh und grofe Schafe am beften, auf den minder trofnen und fetten bagegen fleinere Rindvieh- und Schafarten fi am beften bezahlt machen. Maächft diefen Lmftänden bat man vornebmlidh auf die Œigenfchaften der verfchiedenen Mr- ten qu febn.@olche Hrten Mind und Gchafvieh, bie fih gut Bei Seibe balten oder dod) nur erträglich gut bei dem geringften Sutter find, müffen obne RücÉficht auf Grôbe oder Yet immer vorgeogen werden.-Diefe Cigenfchaft ift Dem Bichmäfter, für fi betrachtet, allemal mebr als die Grèbe mwerth.*) Gebr richtig if die Demerfung, daf, wo ber Biebmäfter fette und fdône MBeide bat, er fi bas Bieh fo grof als mdglid ausfuchen müffe, vorausgefebt, daf es bie rechte Race und Geftalt if. Cben fo müffen die, melche mittelmäpiges Gras baben, die Grôfe ibrer zu tei- denben Häupter im Berbältnif gu ibren Beiden wäblen; es muf eber Flein als grof fepn. Es giebt grofe Strecfen Sandes, die gur Gettiweide febr gut find, welche aber grofe Biebrace nicht nâbren.**) Gür Schafe iff folhe Beide befonders gut. ft das Vich auf demfelben Graslande aufgeogen, fo ift bies auf die Bettiveide dafelbft auch das anpaffenbfte; da aber der Farmer bâufig fein Bich auf den Maärften oder fonft two Fau- fen mu; fo bat er Sorgfalt und Aufmertfamfeit angutwenden, und muf ÇCinficht befifen, es auf die vortheilbaftefte Art thun qu Fonnen. Es fommt febr darauf an, gefundes un fich gu- nebmendes Vieb zu faufen, Fann aber tof eingig und allein nur die Erfabrung feiten, denn biebei Fommts auf einen Blic£ an, der fich nicht nad) Regeln oder fcientiffhen Grundfäsen faffen lernt. Der erfabrne Biebfäufer feht auf dem erften AnbliŒ, 06 ein Hauptvieh gut ge- weidet ift oder nicht, ob es gunebmen Fônne oder fidh nicht bezablt mache, und darnad) twäblt er mit Bortheil, Gute Renngeihen find jedoh: Furge Deine, in Berbältnif zur Orôbe des Viches; der Rücen, twenn er gerade, Dreit und flah ifts Die Seulen breits Der MRumpf tief, rund oder mehr #) Annals of Agriculture. Vol. XXXII.##) Tbidem, *#*) Marfhalls Rural Economy, of Midland Counties. Anbau dc8 Graslandes, 289 mebr Gabférmig, die Vorbertheile rund, doll und auscinander, die Rocen Flein; das Sleifch elaftiféh angufüblens die Saut dünne und eine Meigung sum Mnfaé an den beften Theilen. Eben fo bemerft man, daf, mwenn die Saare der Haut beim Mäften fich getne fräufeln, Dies beim Gettviel) ein febr gutes Seidhen fen.*) Much bei dem magern Vieh ift dies der sal. Sn allen âllen aber if Bilobeit und unrubiges Befen am Vieb cin unübetfteiglihes Sindet- nif bei diefer Art MBirthfhaft, weil e8 bei diefen Cigenfchaften nicht gut fert wird; denn Hube, Dinteidendes Gutter und vieles Siegen twirÉt gum fchnellen Gettwerden am mebrften, us einem Derfuche mit 4 verfhiedenen Hôâuptern Nindvieh, die fi dem Unfebn na einander vôllig gleich twaren, bat man gefehen, bdaf in der MBabl der Mace, zum Gettiweiden, nicht genug Aufmertfambeit beriefen werden fônne, denn fo gleich diefe 4 dem âufern Jnfebn nad twaren, fo fand fi) do, baf 2, bei ibrer grôfern Mnlage zum Gettwerden, die Woche über einen Ge: finn von 15 Sh., bagegen bie beiden andern nicht über 5 Sc, 10 Pence gaben,**) Die Biehmfter baben daber in den verfchiedenen Diftricten ijre befondern Hindviebracen, Die fie gum Settweiden vorgiehen, fo wie man auf den Sondner Marften*#*) die MorfolÉer und Guffolfer befonders vorgieht. Qn Cumberland und andern nôrdlihen Gegenden bedienen fi die Bichmäfter befonders folches Rindviehes, das fie felbft aufgczogen haben, nebft der GSchote tifhen, Kiloe: und Gallowanrace,+) Uuch die Serefordfbire- Glamorganfhire: und Suffolfer bornlofe Nace werden in man- en Gegenden jum Gettweiden befonders fhâsbar gefunden, Ft) Sn Hinfidt auf das fettzu- weidende Vieb, find Ochfen und verfhnittene Starfen unfireitig die beften, letere terden leichter und eber fetts+5) nur find fie fo leicht nicht ju baben. Ochfen, iwelche gezogen haben, terden auch beffer fett und geben befferes Sleifch.$) Man findet fe in bobem Alter, nacd- dem ffe gezogen haben, noch febr gut.$$) Sutveilen tverden auch Rübe, tmelche trocfen ftebn und alte, die fonfé nicht mebr gebraucht werden fônnen, von den Bichméftern zum Settmachen aufgefauft; der gute Crfolg if aber nicht fo ficher. Rübe werden ftverlih fo fett als anderes junges Bieh, und müffen,; wenn fie gedeiben follen, guvor beim@pringochfen gelaffen werden und gum Berfauf wenigfiens drei Monate vor dem Ralben eingerichtet fepn. Man mu daber lieber junges und Bieb von mittlern Yabren zum Gettiweiden nebmeir, Sn SPinfidt auf das Shafvieh, find die verbefferten fangtvolligen Racen auf den fettenr und eintrâglihen Triften, befonders vortheilbaft, fo wie der Viehmäfter auf magerer Bride Bei der Furyolligen fchon eber feine Rechnung findet. Die ueue feicefter ace bat in den leg- *) Annals of Agriculture Weights Husbandry in Scotland.**) Annals of Agricult. Vol. XIV. *#*) Billingsley in Sommerfetfhire Report.+) Corrected Report of Cumberland and North- humberland, 1} Ibidem.+tt) Lifles Husbandry. Vol. II.$) Ibidem. 6$) Annals of Agriculture, Qeiter Theil, 9 0 290 Bivolfte Abéheilung. ten Vabren, in Rücdfiht ibrer fammilihen Cigenfhaften, den meiften Veifaif gefunden, tenu gfeich, in Rücéficht auf die Molle, tweit beffere Arten ju finden wûren. von der nenen Seicefter Race, fallen für den Vichmäfter befonders gut aus, Die South Dorwns Nace ift eine gang vorgüglihe und fo gicbt es noch manche andere Arten, bie ebenfalls mit grofem Bortheile Benuft tverden fônnen, Deim Gettiveiden der Schafe findet man barin einen Bortheil, baf man fie aus Ge- genden anfauft, two fie magere Beide haben, tveil fie fih dann gefchiwinder gunehmen, und da fie die Sürten beffer vertragen fonnen, in Fürerer Seit fett werden,*) Dei diefer Art fett au machen bat man forwobl beim Minbvieh als bei den Schafen ver- fchiedene Methoden, CEinige Vichmaäfter Faufen ibr Vieh im Herbft auf den Mârften und er- balten es den Winter bindurdh vorhglih mit Stroh oder guiweilen etwas eu darunter, bis Anfang des Mârzes, Vn den folgenden Monaten erbalten fie Müben, Rartoffein oder anderes faftiges utter, bis das Gras im Mai zu bemveiden ift, auf twelchem fie bis gum Juguft gebal- ten werden und dann ausgemäftet find. Eine andere Methode if diefe: fie Faufen bas magere Vieh, fobald es ins Gras gejagt terden Éann, to fie dann bis gum Serbft zum Gettiverden geben. Dei diefem Verfabren find die fleinern Sorten Rübe im Gangen am vortheilbafteften, befonders mwenn der Doden nicht gang vorüglich üppig ift. Einige Viebmäfter Éaufen das magere Vieh auch ju einer folhen Zeit an, daf es gum April oder Mai abgefet werden fann, eine eit, zu iwelcher es febr theuer abgefeft wird. Dei biefer MBirthfhaft bâlt man grofe Ochfen oder anderes grofes Bich 2 Binter bindurd und giebt ibnen nur eine ommermweidung; im erften SBinter werden fie nicht vorzüglid gefüttert, im Sommer giebt man ibnen aber gutes Gras und im gweiten Minter tverden fie ordentlid ge- mâftet, Den fleinern Rindbieharten giebt man aber nur eine Sommerweidung und eine Stall- fütterung im Yinter, Sobald ein guter Vif vorbanden if, wird das Vich binaus auf die MBeide getrieben. On einigen Gegenden fauft man vorjüglid verfhnittene Starcfen im Mârz oder April, und nachdem man fie den Sommer über gebalten bat, merden fie im October und November verfauft. Alle diefe Methoden Fônnen ibre Bortheile baben, die erffere Fann man aber dann nur wâblen, wenn man grûnes Gutter in binfânglihem Vorrath und eben fo auch Streu jun Dünger bat. Unter andern Lmftänden ift die gmeite Methode vortheilbafter, Die beiden leb- ten Methoden find die unbequemften und im Ganzen die minder vortheilbafteften, befonders Die erftere, ba fie u(ange gebalten und gefüttert werden, um fich vortheilbaft bezablt gu machen, welches von gemwôbnlihen Dienfiboten felten geborig bemertftelliget wird, fauft *) Kents Hints. Anbat des Graslandes, 291 man auch gutveilen Fleines Rindvieh, das erträglih gut bei Seibe ift, im Serbfte, fobald bas Machgras gut ift, auf, um es damit fett ju machen und gegen Œnde des Octobers oder zu An- fang des folgenden Monats abjufeben, Dn Middlefer auf den ergiebigen Heufarms iff dies mebrentheils der Fall. Deim Gettmachen der Schafe gebt man verfiedentlidh zu MBerfe. Bo die Sândereiert eingebägt find, da ift es febr vortheilbaft, gang ju Œnde des©ommers oder im Mnfang des Herbftes trâchtige Schafe zu Faufen und fie auf dem fhlechtern Graslande, auf der Stoppel oder Drache bis Anfang des Sanuars zu balten und mit Müben oder Kobl wmäbrend der Samm- aeit und fonft auch nachber gut ju füttern, damit die Sämmer für den Shlächter fo frübe gut werden, daf die Schafe nachber noch fett geben und gu AMnfang des Herbftes verfauft tver- den Fonnen, Eine no andere Methode, gum Gettmachen der© Bafe, ift diefe: Man Fauft zu An- fang des Maies zwei oder dreijäbrige Bammel, bâlt fie bis gur Seit des Nachgrafes gang Enapp, darauf iwcidet man fie auf dem Machgrafe und maâftet fie mit Rüben und Rob, bis Anfang des Maâres aus, ju welcher Seit fie am mebrften gelten. Diefe Art Gettwcioung bringt den Gar- mers das mebrfte ein, bdie darauf achten, Much Fauft man juiveilen mit grofem Vortheil ver- fnittene oder andere Sämmer gu Anfang des Septembers. Dicfe werden verfhiedentlih be- bandelt,. Ginige balten fie aufs befte, um fie fobald als mèglid abjufesen, Andre Halten fe bis gum April den Binter bindurch febr mittelmäpig und fangen dann erft an fie recht zu maâften, um fie int Muguft verfaufen ju Fônnen. Sie bebalten fie auch wobl noch im folgenden Monat und fegen dann die gange Heerde ab, Dei diefent Berfabren if oft grofer Bortheil.*) Der Berfauf der Gettlämmer auf den Mérften, fo früb als môglich im Grübjabr, bezabit fi in der Mâbe grofer tâdte Auberft gut. n diefer Hinfidt fhafft man fib Safe an, twelche frübe fammen, befonders die Dorfetart, die fon im Sanuar ibr Samm bringt, to nicht eber. Um binteihende Mildh für die Sämmer au haben, werden die Schafe mit Rüben und feiner Nachmatt febr gut gebalten und die Sämmer dadurch im Marx oder Mpril fhon ver- füufli. Die Schafe felbft Fônnen, da fie fo früfe trocfen ftchn, gegen Michaelis vôllig fett fwerden, two man fie dann gerne Fauft. Da in Zeit von einem Vabr der Farmer auf diefe Meife feinen gangen Stapel umfeñt, fo Fann er genau berechnen, ob er Bortheil oder Scha- den davon babe,**) Oo 2 *) Corrected Report of Middlefex.**) Mr. Mibdleton giebt in feiner Ueberfiht des Nerbauce der Graffhaft Mibblefer folgende Derchnung: Do. Sc. Das Lamim verfauft;$, I 10 Das Shaf verfauft 8 4 5 1 10 Hole, 2 Sch. 6 Pence oder$$$—— 2 Sufammen;$; 3 2 Œrfte Roften abgezogen/$$ rh Dleibt der Geivinn von einem Shaf;, A 0 | | 292 aivblfte Abtheilung, Dei biefer WDirthfhaft Évuint es vornebmlih darauf an, die Schafe volffommen fett und in trocénen warmen cingebägten Weidepläben ju balten, weil die Schafe fonft zu mager tete ben, um fie nachber bald fett machen zu Founen, Mr. Marfhall erwäbnt einer febr vathfamen Methode, Gettlämmer zu mâften. So- Gald die Milch der Schafe abnimmt, ebe fie fett find, fo werden fie mit lee oder andern Mrtetr der erften Gütterung ausgemäftet. ie follen dann eber fchlachtrecht werden, meil einige be- baupten, daf, nachdem der erfte Dilhjufluf vorüber if, fie bei Blofem Grafe meit fetter werden, man diefe Methode, die bei grofem Mangel an Mil nur vortheilbaft fenre Fann, befolat, fo muf man frübe und reichliche ütterung haben, Mangras und weifer Riee au Anfange und rother in der Golge iff die befte. Man muf dabei die Schafe gebôrig untet- fuchen, und fobalù die Milch anfângt zu feblen, müffen die Sämmer fogleich auf die IBeide, Bie viel Mindvieh und Schafe sum Gettgeben auf das Grasland gelaffen tverden müffen, Dângt von der Güte des Sandes, der Grôfe des Biebes und andern bereits bemerften Umftän- den ab, Sn Sommerfetfhire rechnet man 1 bis 15 Mere auf den Ocbfen, einige geben auf den Ochfen nod ein Schaf zu, Die Hauptregel bleibt allemal, das Grasland nie fo febr zu befeben, daf das Vich den mindeften Mangel leide; deun nur bei vôlligem Ausleiben und Siegen werden Rindvieh, Schafe oder jebe andre ju Grafe gebende Art Bieb am fchnellften fett. Das fhwächere Grasland darf bei weitem nicht fo febr befebt merden, als das fette, Oft Fonnen auf 2 und 22 Mcres nicht mebr als ein Schaf und ein Os iwciden, Um das Bieb recht fett zu machen, müffen die VBeidepläbe dftet verandert und in Éleinere Einbägungen, von ro bis2s Mcres, nach Befchaffenbeit des Bodens, gebracht werden, Ge- nan làft fidh bies durch Verfuche nicht ausmitteln, da man nicht 2 in allen Umffänden gleiche Stücen Grasland findet, Dei dem Abfak des Maftviches an den Schlächter Fommt es nun barauf an, daf diefes fo vortheilbaft als moglich gefchehe, Man bat bemerft, daf, fo mwenig fthivierig der Cinfauf des Biehmäfters fer, defto mehr Deurtheilung und Erfabrung in der vortheilhafteften Debandlung des Biebes erforberlih merde,@ebr viel bângt von der Aufmerffamfeit auf das Bieb ab, fo lange es noch zu Grafe gebt, und in Deobachtung der Beit, wie lange folches be- veits gefchebn. fm meiften gerinnt man aber in der ritigen Beurtheilung durd das Bâgen des lebendigen iebes. Die Feinern Bicharten, Râlber, Schafe und Shivcine, lafferr fih bein$eben febr gut auf einer©chnellmage, die an einem bequemen Ort angebracht iff und an beiden Gciten fogenannte Käfige mit Thüren bat, mâgen, Das dftere Wâgen bat Anbau des Graslandes, 293 feinen mannigfahen, über ben MBerth jedes Futters, der Beit des Mbfebens und det Berände- rung der Beide, Belebrenden Nuben. Mebrentheils verläft fid der Viebmäfter in bdiefer Gace auf fein Muge und auf das Gefübl, Das ift aber febr trügerifh, felbft bei den Er- fabrenften,+ ,* Der Vortheil beim Gettieisen bângt unftreitig von mancherlei Umffänden ab und fait unter verfchiedenen Umftänden verfchieden aus; in jedem Gall bângt es jedoch von der Güte des Birthfhaftsfoftems und von der vorgüglidh guten Detvirthfhaftung ab, Gs if, wie in den Annalen des Mcerbaues Vol. XXI. bei der Romnen Marfh bemerft wird, nicht môglih, daf eine Beftimmte Methode bei bdiefer WBirthfchaftsart angemandt merde, und daf der Gervinn gweier Biebmafter, von gleicher Quantitât Sandes, Dderfelbe fen, da Yabre, Preife, Gefchic- lihfeiten bei jedem Sndiviouo unterfhieden find. Œs if aber unmbglih, eine alfgemein an- wendbare Derechnung zu geben,*) Sn andern Gegenden ift der Getinn meit betrâchtlicher,*+) *#) Mr. Dillingsles giebt ben Getinn der Gettweibuna in Sommerfetfhire,+ nachbein et bemerft, daf ein Biebmäfter, der 200 Acres Land batte, jäbrlid 100 Hauptodfen, nebft 270 Schafe und 10 Süllen mweidete, alfo an. Sie gaben jufammen einen anfebnlichen, aber bei tveiten nicht unerhôrten Gewinn. Settiweibung. Ausgabe. DPfd. Sp. Cinnabme. Pfs. Padbt für 200 Acres, im Durbf$, 40 Octobr. so Odfen, à 18 Pfb. 900 Swb. per Acre,| 400— Mai 50 Dbfen, à 13 Pfb.; 650 Sebnte, Auflage,, 50— Gewinn von 7o Schafen, im Sommer Sebr. so Ocbfen, 11 Dfbd.; 550— gebalten$$$ 40 Gul. 50 Ocbfen, 7 Pfv. y 350— Germinn an ro Güllen, 40 Bu mâben und 50 Acres ju Deusumacdhen 25— Getwinn auf 200 Safe im Binter ges so Acres abyufdiwepen, à 3 Gb. 7 10 mâfiet und in April verfauft 100 An Lobn das gange Gabr, aufer des Satmers Arbeit; 59— Bufällige Ausgaben Ê 20) pa et 1452 10 1730 Getwvinn(mit Cinfhiuf des Capitals und gufälligen Ausgaben; 277 10 2739, #*) Sn Lincoinfhire iff bee Gewinn von den Fettiweiben des tciden Bobens na einer Angabe des Me. Doung gufolge dem T. Sudel, Es. folgender Derehnung der Gettiweide von 20 Acres im Gabre 1796, 294 Btvolfte Abtheilung. Sn den Nomnen Marfh-MBeidben, wo man bauptfädlih Schafe bâlt, ift der Vortheil davon von Gen, Price auf folgende Beife angegebens*) man muf aber jebt fhon bôber rech- . Ausgabe. Did, Sb.|. Cinnabme. Pb. Sd. Gür 18 Paupt, jedber 12 Pb. 216— 18@tüi£, à 19 Pfb. s Sd. 346 10 Gür 80 Schafe, 46 Sh.! 184— 80 Oafe, à 55 Sd.! 220— Tgoo— Sür 52 Tob Wolle C28 Ib) 17 Oh. 44— Untoften babei, Pfo. Sh. PTE Rebute$ 1 TO Deidhvoigt$ 3°— Auflage$ 10— Püten der Safe 3— Nebenunfoften GAP 22(10 Angenommen, daf ein Shaf verlobren get$$ 2 424 16 Sntereffe von r Sabre 6 21 4 Sâbrige Padt$$ 60— 506— Binterbägung für 35 Sbafe 17 10 523 10 Geivinn;; 3 87 4 610 14 Det lnterfdieb des Œinfaufs s und des Berfaufspreifes nad Abyug des Verlornen— 208 Pfb. 8 Sb., ift der Ertrag des Landes oder 10 Pfd. 8 Sd. per Here, Dicfer iff in der That grof und bemeiff, baÿ der Mcre zu s Dfd. 4 Bb, verpadtet werden fann, iwenn man bdics Sabr sum Durs fhnitt annimmt. Siebt man von dem Gerwinn 87 Pfd. die Differeng der Dacht 44 DFD. ab, und es bieiben 43 Dfd., twelde init der Sntereffe 21 Pfd., 64 PFd. ausmaden und den cinjébrigen Gelds ausf@uf mit 11% Drocent verginfen. j *) Œine Berchnung über 50 beteidete Acres IBeis Bicbverfauf von so Acres Weibdeland in bem deland im Sabre 1778. Sabre 1788— 89. Anfauf. Dfb. Sh. Berfauf. Dfb. Sh. D. 310 gûffte Safe, jebes ju 1 Dfd. rh. 325 10 310 qgüfte Ecafe?$ 490 to— 90 South Down Sammel 94 310 90 South Down Sammel 139 10— 10 auggefboffene Stiere; 98 15 10 auégefchoffene Gtiere 130 ee 10@uffer: Ochfen 3# 115— 10 Guffer: Ocbfen;; LS 8 ausgefoffene Sticre$ 49 10 10 S.9., 18 Boden, à B,2Sh. 18—— Landpacht, 30©. per Acte 7— 8 auggefhoffene Sticre z 72 ut Unéoften, s ch, per Mcre 12 Jo 2: dito, 12 MWochen, 1 Si, 6 D. en tree die Gode; s 1 16— HE) 8 Pa, 3 Drougths lange Bolle zu 8 Pfb. 10 Sh, 17 74 7 13 Da fcine Wolle ju 12 Pfb. 18 GSumma 1084 3 Abyug 770 15— Deiner Gevinn 313 8 6 a Anbau des Graglandes, 295 nen, tin febt twenigfiens both} tie man in den fetten Marfchgegenden berfabrt. Sn einigen Sûllen lâft man auch junge DPferde auf den grôbern Arten des Beidelandes fih mit Vortheil nâbren, im Allgemeinen aber, iwofern man nicht Dferdezucht bâlt, if es immer vortheilhafter, fle auf grünem gefhnittenem Butter, fo iwie es erforderlich if, tmwâbrend des Sommers zu bal- ten, Der Vortheil des Düngers ift auf diefem Bege febr grof. rathen, man folle die jungen Pferde auf der nemlichen Gettiweide, morauf man Odfen und Schafe bat, balten, da- mit das Gras gut abgeweidet iwerde. Dies iff aber febr ivrig, bdeffn da die Pferde das Rind- vieh treiben und beunrubigens; fo ifft es allemal beffer, bdaf fié auf das Gettvieh folgen oder fe- parat gemeidet werden, ie viel mebe Voryüge die Mbtweidung der Schafe vor der der Dferde babe, bat Mr. Doung in Sincoinfhire âuberft merfwürdig gefunden, In Sommerfetfbire, wo man Dferde auf die Bettweide bringt, gefchieht es febr fparfam, ettwa auf 20 Acres cin DPferd. Gewvinn von Getttweiden, 10 Shilling auf jebes von der Suhttveibe*»(breeding Land.) Sohaf gerechnet. Œin A{cre. DPfd, Sh. D. Ein Acre. Dfb. Sh. Winter, 23 Safe 3 Lâmmet Gm inter 2 güfte Srhafe, im Mai à 14 Sd.,$ 2 es abgefegt! 1 1— YBolle von 27 Sibafen$— 13— Sm Sommer 5 HSammel, um Mt Wolle von 3 Lâämmern$—. ah, acl iweg$, 2 10 Bolle von einem alten Shaf ne UC Rolle von s Shafen à 12 Sd. per PaŒ 3 2 Bunabme beffeiben im Sommer CR— Œinen Dullochfen fett ju machen 3— Miethe für einen Bullohfen zu Bal A a Un Lo me DPacbt$ DT 3 18‘0 S$often 1— DPfb. Sp. Auflage und Taxe— 5 2— Dadbt$ 1— A Unfoften:— oo ue En Gin bis gtbei durch ben 3 Pammel, um Micaclis x 10 où verlobren vs AU DAS 2 Pammel, im Mai; IL— Reiner Gerwinn z 6 6 Holle fe; I 10 Œinen DBullohfen fett ju machen 3— Pat und wie zuvor! 2— Neiner Getvinn s— Bei der erften biefec Derchnungen war ein frubtbares Sabre. Sn allen ficben SGabren Binters cinander fann affo nicht barauf gerechnet merden, Weil auf biefem Lande feine Steuern rubn, fo wird eg einträglicher. Sn Rifiht auf den Geivinn von ben Gettiweiben giebt e8 gtvei Metboben; erfferer bedienen fi dic beften Bichmäfter, die andere ift die allgemeinfte. Œinige nehmen Dullothfen auf die TBeide für Miethe, andere faufen Otiere an; im Gangen if der Oeminn 3 Pfd. im Durbfbnitt und 10 Sh. auf jebes Sbaf. Sabre, Witterung, Lage des Landes maden au hier einen Unterfdhied #) Ochilebteres Sutland erbâlt 23 Schafe auf den Acre den Winter Hindburh, gutes Zudtiand alles mal 3. 296 Bivôlfte Abtheilung, Auf Grastand, in der Mabe des Pacdbthofes, bat man fon lange Shtveine getrieben; es ift bies aber obne Rücéfiht auf Befchaffenbeit und Alter gefhebn, Mach der-verbefferten Met trennt man aber die etwas ertachfenern gur Dâlfte oder noch) mebr von den Sâuen und jun- gen@chiweinen und treibt oder bâgt fie gegen Ende des Maies auf Rlee, Cichorien oder andere abnlihe Srucbt, obne daf man fie ju Saufe Fommen làft und ibnen ettwas anderes als MBaffer im Gelbe veiht. Man fâft fie auf diefen MBeiden bis ju Mnfang des Herbftes, wo fie dann vortrefflich find, um ausg@näftet gu werden. Dergleichen grünes Butte môgen fie nicht nur gern, fondern es befürdert ibren MBuchs auch auf eine vorghiglihe Beife. So febr man indef diefe rt qu twicrhfhaften empfoblen bat, fo bebält fie doch allemal den Febler, daf der Dung pabei verlobren gebt, twelcher dem Farmer fo twicbtig if. Man môcbte diefen allenfalls dadurch vetten, ba man fie des Machts auf die Bofe triebe und ffe gut ffreuete, wobei fie den Bortheil des Gbuées und der Mûrme gum beffern Gedeiben geniefen Fonnten, Die Maftung durd grûne Sütterung und Stalfütterung. Mufer den obigen giebt es nod) andere Fütterungs- und Mäffungsarten, bdie hier erdrtert qu werden verdienen, nebmlid) die grüne Sütterung im@ommer, mit mancherlei Mrt üppig wachfenden Pflangen und Gtallfütterung in den YBintermonaten, mit Burzein, SKobl, Rüben und andern faftreichen Gutter in Berbindung mit trofnem. Die erftere Futterungsart fcheint tweniger beachtet worden ju fepn, als ibr grofer Nuben es erforderlih macht. Disher bat man, obne Rücéficht auf Erfparung und Vortheil in diefer Sache, das Mindvieh mweiden faffen. Geit Furgem bat man aber diefe Gutterung in einigen Hâllen im Stalle verfucht, jeboch nicht auf den gangen Rindviebftapel angerwandt. Bas vorsüglidh fie empfieblt, if die minder verfmenberifhe Mniwendung des Gutters, wobei man viel weiter fommt, die Bermebrung des guten Düngers und swabrfheinti die rubigere und minder unterbrochene und bequeme Nab- rung des Viches, das unter foldhen Umftänden gegen die Gonnenbife beffer gefchüt und vor den Sliegen gefihert if, Man wendet dagegen aber ein, baf die Roften der Bewverfftelligung diefer Gütterungsart zu hoc fih belaufen. Mr, More und Mr. Poung beveifen dage- “gen burch ibre ausfübrliden Verfude, daf alle Gorgfalt und often einer folchen Bebandlung des Viches, nie gegen bies Verfahren einen gegründeten Einwand geben.*) fo bat man bebaupten twollen, das Bieb gebe im Stall nicbt fo viel Mitch als auf der ABeide. Dies ift ein durhaus ungegründeter Einwurf. Die MDirfung des grünen Butters ift allerdings ver- fhiedens von allen Arten des grün gefchnittenen findet nan aber, ba fie die Mbfonderungs- organe mebr reigen als die gemeine YBeide; auch bleibt es gugeftanden, bdaf die Mbfonderung des #) Annals of Agriculture. Vol. XIV. Anbau des Graslandes, 297 { des Urins gar febr vermebrt merde, tmovin einer der Vortheile der Stallfütterung mit beftehe. Mun mirfé die eine Art mebr auf die Drhfenorgane als die andere, und fo giebts auch Arten, von denen die eine teniger Milch als die andere ergeugt.*) Das Bieb foll ferner dabei nicht fo gut gedeiben als auf der MDeide, Menn man nun bebentt, daf das Vieh durch Gtallfütterung gerade am rubigften gebalten wird und am erften gunebmen Éônne, wweil es alle die dau erforderlihen Bortheile genieft, fo fâllt auch diefer Cin- turf tweg. Machfidem fand man in den oberwäbnten Berfuchen, das das Biel fi mebr gunabm als auf der VBeide. Der Vortheil der grünen Sütterung, in Hinfiht auf Erfparung, ift gar nicht abzuläugnen. Dei Gras, Sucerne, Miden u. f. w., ann 3 bis 5 mal fo viel Vieh und nod darüber gebal- ten werden, als wenn man fie auf dem Doben abiweiden läft. Œs ann ztvar bei der Sucerne und bei den Wien mande Berfhiwendung vorfallen, Die aber burd gebôrige Vorfiht fit vermeiden lâft. Dem fe nun tie ibm twolle, fo zeigen die in den Mnnalen des AFerbaues aufgefteliten Berfuche deutlih, daf bei der grünen Gütterung ungleih mehr Däupter Rindvieh als auf der getvobnlichen Beide gebalten werden Fonnen, Der wichtigfte Punct diefes Verfabrens beibe allemal die Erbaltung des Düngers, der fonft auf dem Gelde bin und ber vergettelt und von der Sibe und von den Bliegen vergebrt wird. Much wird biefer Dünger eber nahtheilig als vot- theilbaft, denn wo er füllt, gebt die Pflangetveg und es dauert lange, ebe brauchbares Gras tie- der gum Borfchein Fommt. Die grûne Sutterung ift gang gum Diüngermachen gefchict. Dur das bâufige Uriniren des Viches wird die Streu leichter zu Dung und man darf nur einen gro- fen Borrath davon haben, um folhe recht nubbar ju machen. Auf folhe Weife Fann der Sommer mebr Dung als der Binter geben und es(ft fi annebmen, daf diefer Dünger den Dünger des Minters, wenn diefer nicht vom Maftvieh iff, übertrift. Vie viel folher Dün- ger twerth fen, Éünnen nur die wiffen, die fi) mit der Sache befañt haben, Su dem Ende ifé es gut, twenn man für den Urin Bebältniffe bat, um ibn gelegentlih über die Streu ju brin- gen und ibre Sermoderung dadurch defto fneller zu befordern. Lm den môglichften Vorthei und Gervinn von diefem Berfabren ju haben, fo find mebrere Umftände wobl in Mt ju neb- men. 8 müffen gebôrige Schoppen und Sôfe dau vorbanden feyn; man muf nad Verhâit- nif des Viches eine gebôrige Golge von grünem Butter Daben, das Vieh gut bebandeln und Borrath an Etreu fih zu verfchaffen tiffen. Sôfe und Shoppen müffen mit moglibftem Bortheile angelegt feyn. ratben zur Etfparung der Mrbeit des Reinigens und Fütterns, daB man das Bieh in den Hôfen los folle #) Œine Sammlung gut geleiteter Berfuche tmirde in bicfer Sinfiht febe twinfhenstverth und Gelchs . tend fryn. Biweiter Theil, LE 298 Bmolfte Abtheilung, berumgeben laffen, um bas in den Raufen und Rrippen aufgeftedte Gutter na Delieben ju verzebren, Der Boden diefer Hôfe wird dann mit undurchlaffenden Materialien auSgelegt und mit Streu bedectt, nn den Urin gum Dünger mit ju benuben, Eine beffere Methode ift die, daf man es unter@choppen einbindet; gewinnt man gtar bei der erffen Methode einigermafen an der erfparten AHrbeit des Meinigens, fo bat die lebtere doch den Vorzug, in Sinficht auf den Dünger und darin, bdaf das Vieh rubiger und den Fliegen minder ausgefest if.*) Dei der erften Methode muf das Rindvieh allemal fortirt und das von gleihem Miter oder Grèpe zu- fammen gebracht werden, ÇŒin febr erfabrner Sanbiwirth bâlt feine Pferde unter einem leicht bedecften Schoppen auf grüne Sütterung, fo daf fie vollfommen Raum darin baben zu geben und fich zu taljen, Seine Ochfen und Rübe bat er in Stûllen von 7 Guf Meite, jeder Stall fann 2 Haupt fafen, welche fo angebunden find, daf fée einander nicht fchaden,**) Damit der Sandtvirth bei diefer Wirthfhaft gut zu Lege fomme, mu er fi auf den Anbau mancherlei Mrt grünes Gutters legen und fich davon einen guten Vorrath balten, Zum früben Gebrauch ift daber die Sucerne auf den tieffen und fruchtbarften Doden anjuzieben und auf den beffern Bodenarten fann man Rlee und MBicfen in die Drache füen, müffen fo gefäet werden, da fie gu verfchiedenen Seiten zum Gebraucdh Fommens die erfte Grucht der MBintertwicen folat auf die früh gefbnittene Sucerne; darauf die fpâtern Minterwiden, alsdann wird der Rlee mäbbar fepn, darauf der dritte Schnitt Bien und der gweite Schnitt Sucerne. Spâterbin Fônnen die Sommeriwicen und darauf der dritte Schnitt der Sucerne gebraucht wet- den, andre Pflangen laffen fidh dau vermenden, namentlid die Cichorie, wenn det Dobden von der Mrt if, daf fie mebrere Schnitte vertragen fann,. Dei diefen verfchiedenen Grüchten wird man des gefchnittenen Grafes wobl nicht bedürfen, ob es gleich gelegentlid ge- braucht wird, Bon der Art, wie bas Vich gefüttert wird, bângt biebei viel ab. DBefonders muf dabin gefehen werden, baf das Vieb mit einem male nicht gu viel befomme, teil fich das Gutter bei der twarmen Sabrezeit leicht erbigt und dann vom Vieh nicht gefreffen wird.***) ift es gum Gedeiben des Viebes beffer, twenn es dfter und frifches Gutter befommt. CS muf daber nie lange in den Karren fteben bleiben, Man thut am beften, den Sarren fo eingurid= ten, Daf er gerabe fo viel fañt als in die Naufen und Rrippen geftecft wird und der MugenbliŒ ift ju benugen, ebe das grüne Sutter fich exbift. Man muf dabei den AMrbeitsfeuten fer auf die Pände feben, tweil fie das Vieh gern überfüttern. Auch darauf muf man 1wobl acbten, daf das grüne Gutter nicht zu bocbh fhiefe, weil es fonft nicht rein genug mweggefreffen wird. Die Streu wird hiebei ein wichtiger Punct, mweil die grofe Menge des Urins von der üppigften Pflangen einen grofen Theil derfelben in Éurger Beit gu Dünger madt. Der Farmer #) Añnals of Agriculture. Vol. XIV.**) Clofe in Communications to the Board. Vol. II. ###) Annals of Agriculture, Vol. XIV. Anbau des Graslandes, 299 bat fich baher mit folhen Materialien gut zu verfehen, und mwenn er Éein troÿ bat, fo müf- fen Sroppel, Garrenfraut, Dinfen auch Dlûtter angefhafft werden, Maächfidiefen lâft fih auch Torf- oder Œumpferde, frifher Moder, Sand und das aus den Begen gefthaufelte ge- brauchen, mwovon fon das Nusfübrlichere angegeben worden. Dei alle diefem muf die grôfte Meinlihfeit beobachtet tverden, und das Vieh ju jeder Zeit binreichendes veines Baffer finden. Die Fütterungen müffen oft und in beftimmtem Maafe gefcheben und das Vieh, wenn es FübI wird, einige Stunden an die freie Suft gebracht terden, Ueberdem ift es febr vortheilbaft, mit dem Gutter gelegentlich abgnivechfeln, tmeil bas Bieh dabei beffer gebeibet. Dei der Binterfütterung bedient man fih na den verfhiedenen Diffricten unter- fhieoliher Methoden. Einige laffen das Gutter auf einem troŒnen Sté Sande vergebren, wobin es gu dem Œnbde gebracht wird, Man fiebt aber ob ein, bdaf mit fhwerem Vieh es da nur gefcheben Fônne, mo der Doden feft und trocen genug if, um vom Treten des Viches nict zu leièen, und das ift im inter bei wenigen Dodenarten nur der Gall. Butveilen werden Rüben auf den Doben verzgebrt, wo fie gemachfen find, und das Vieh wird dabin getrieben. Diefe Methode bat den Febler, daf die Menge des guten Düngers über das gange Feld auf eine unvortheilbafte Beife verfpreitet wird; auch Fann das Vieh nicht fo gut gedeiben, da es dem MBetter dabei zu febr ausgefeét iff und minder warm und rubig als fonft gebalten iwirn, tit Schafen gebt es eber an, imenn bdiefen die Müben auf eine trofne Strecfe Sandes gum Beryebren gegeben werden, tweil der Mer, obne durhs Treten ju leiden, wirflih verbef- fert tvird. Eine no andere Methode, das Vieh im MBinter fett zu machen, iff diefe: man pfercht es auf dem Sofe ein und giebt ibm fein Gutter in Erdgen oder Krippen unter offuen Schoppen. Benn diefe Methode gleich beffer ift als die oben ertwäbnte, fo bat bas Vieh zum Gettiwerden dabei doch zu viel Greibeit und es Fann bei der fogenannten Stalifütterung vôlliger und regel- mabiger fett werden, Der Subftangen, iwelcher man fi zur Binterfütterung bedtent, find gar viele, Su den voryüglichften grünen gebôren Rartoffeln, Mébren, Paftinafen, Kobl, Jiüben u. f. w, Zu den tronern: Oelfuchen, Safer, Gerftenmebl, Roggenmebl, Dobnenmebl und andere âbn-, lie Materialien auf Hechfel, Dei der Mnivendung diefer Fütterungen muf man fi der voif- flindigften Birfung ju verfihern wiffen. Da nun beim Gettmachen jedes Viches ç8 darauf anfommt, durch angemeffenes fettes Gutter die Meigbarfeit des Thiers gemiffermafen zu betiu- ben, fo daf es fich immier nach Nube und Schlaf febut, weil befanntlid unter diefen Umftäu- den das Get fi) ffûrfer anfet; fo Fann man leicht einfehen, da der Procef des Getimachens febr befchieuniget oder jurücgebalten terden Fonne, je nachdem man das Sieh bebandelt. Zur Pv 2 EG LS Rues pit ARE 800 Btvolfte Abtheilung, Deforderung diefes Endymeds mub das Bieh febr warm und reinfid gebalten, und das Eire Élatten der Saare(ein fiheres Merfmal, daf das Vieb nicht gedeibet) fo tie jeder Œfel gegen liegen gebliebenes Gutter vermeiden, und das Sich aufs fhnelffe und ununterbrochenfte ge= füttert werden, man trocfnes und naffes Gutter ugleih, fo muf es auf folhe Art combinitt twerden, baf, nach der Conffitution des Yiebes, die abfübrende Kraft des leftern durch die fopfende des erftern gemildert und auf diefe WBeife ein gum Gettmachen forderlihes Gleihgewicht erbalten merde, Die Berbindung des trofnen Futters mit dem naffen bat auch nod den Vortheil, daf der Magen einen gebôrigen Grad von Ausdebnung befommt, iwelches eine gum fchnellen ettmachen des Biches nothmwendige Dedingung if. Fann der Grad der Bettheit des Viehes, bei welchem es die Etube fiebt, nicht fo vollfominen erreicht werden, Œs ift gerade wie beim Menfhen, der fein Fleifhgeriht allein ohne Brod oder fonft etwas vergebrt, Mug diefem Grunde muf das Heu oder trofne utter mit folhen fetten Murgeln und Dflangen, die für fid) nicht die geborige Güllung geben, verbunden merden, Um auf die befte MBeife mit der Crallfütterung zu fabren, muf der Farmer voriiglich bar- auf feben, baf das Vieh regelmäfig und die Portionen mit Rücéfibt auf die Rraft feiner Ver- dauungsorgane gereicht werden. Man gebt immer fiherer, lieber jur Zeit ettwas zu ienig als zu viel zu geben, tveil bei irgend einen entftehenden Œfel das Vieb niemals nachber fo gut frift. Cben fo nôthig und nüblich ift es, die Arten des Gutters ju verändern, damit die wobithâtigen Birfungen deffelben um fo ficherer find. Man muf dagu eine Perfon haben, die damit Defcheid weif, weil diefer Dunct beim Gettmachen âuferft wicbtig if. Die oben fhon empfobine Rein- lihfeit darf vor allen Dingen nicht vernachläffiget werden, Bu dem Ende muf man auf jedes Haupt 2 bis 3 Tons Streu rehnen. Die Unfoften be- sablen fic) durch die Berbefferung des Vodens reichlih. Auf diefe MBeife wird auch aller un- angenebme Gerucdh gânli entfernt. Gin mittlerer Grad von SBûrme thut beim Gettmachen auch febt ob, Su ftarfe Sibe if unvortheilbaft. YBenn man gefchuittenes trofnes Gutter gebraucht, fo ift es am beften, folches in die Srippen su geben, damit das Vieh nad Delicben davon geniefen Fann,| Das Mûften im Stalle oder auf dem Hofe gebt gemôbnlich dann an, wenn die Beide ab- ninmt und bas Machgras vergebt, vom Œnde des Octobers bis Anfang des Maies. IBenn faftiges Gutter mit dem gefhnittenen trocfnen gebraucht wird, welches alfemal vortheilhafter als Sorn und Seinfuchen ift, fo fcheinen Môbren, Paftinafen und Rartoffeln die bedeutendften Artifels Robl und Rüben fteben in der Maftungsfäbigfeit diefem nach, die beiden erften find fidh darin vüllig gleich, daf fie grofes Vieb ausmäften fônnen. Germvbbalih braucht man diefe Burgeln und Pflangen ohne einige Zubereitung, ausgenommen, daf fie gutveilen gefchnitten, ge- Anbau de8 Oraslandes, 301 quetfcht oder geffofen twerben. Man giebt davon jur Zeit nut Éfeine Portionen, brei oder vicr- mal des Tages, in dau befonders eingerichteten Rrippen. Siwifhendurdh werden nod Gütte- tungen von Dedfel und Peu gegeben. Dei diefer Methode darf nicht fo oft gebôrnt werden, als batirocnem Gutter, Diefe Art der Sütterung muf aber mit môglihfter Stetigfeit und Me- gelméfigfeit beforgt und die naffe Sutterung mbglihft verändert werden, Ein grofer Theil des guten Crfolgs hângt bievon ab. Cinige baben grofen Nuben von der Antwendung des euers bei der Subereitung bebaupten mollen. Mad den Berfuchen eines einfichtsvollen Sandwirths*) waren im Dampf gefohte NRüben mit Hechfel eine vortrefflihe Rubfütterung, und eben fo bebandelte Sartoffein beviefen fid nach den Annals of Agriculture für Pferde und anderes Vieh vor- aüglid mâftend.**) Diefe Art der Dereitung iff bei den Kartoffeln nod mebr nôtbig als bei den Rüben, weil das Vieb fie fo mweit lieber frift und ffe in diefem Zuftande beffer mâften. Maächfidem iftiweit tweniger Verluft dabei, die artoffèln zu dampfen als die Müben. Kann man indeffen diefe Sruchtarten vob füttern, fo ift man der Mibe und Koften gerne überboben, Die Portionen, mwelche ein Ebier von diefen verfchiedenen Mrten des Hutters zu fid) nimmt, faffen fich nicht genau angeben, da biebei gar vieles auf Umftände anfommt, nemlid auf die Arten der Gütterung, die Grèbe des Tbicres, die Defchaffenbeit der Jabrezeit und auf manche andre Urfachen, Mach einigen Verfuchen bat ein Ochfe von 60 Stein tiglich ettva ro Steine Môbren nebff Pechfel oder Heu zu fih genommen. würden wobl eben fo viel vergebrt werden, ob man gleich ben genauen Unterfchied der Mabrbaftigfeit beider Murgeln nicht fennt. Die lebtere gedeibet indeffen nur auf tiefem fetten Boden; follte aber in folchem Galle nie vernachläfigt werden. Gin Mere von einer diefer Burgelarten mâftet 2 Ochfen, die von der YBeide balb fett fommen, aus, Diefe beiden Burjeln und die Rartoffeln Fommen deu Oelfuchen in der Maftung am nâchften, fteben diefer Œubftanz ficher aber nach, Die Berfudhe mit Kartoffeln find gablreidh genug gemefen, um ibre vorthcilbafte Yn- twendbarfeit zu bemveifen, Mad Mr, Abby betrug die Confumtion von fleinen Rartoffein tñglid einen Bufbel rob mit einem Biertelbündel Heu, IBenn man fie rob gab, muften Heu oder andres trodnes Sutter ibre abfübrende Cigenfhaft ftets mildern, gefocht vermifchte man fie mit Sechfel, Mo man Robl füttert, gebraucht man etivas tweniger als den sten Theil des Gemichts des Œbieres. Ein Thier von 6o Stein vergebrt demnach tüglich 12 Stein, In den Verfuchen des Mr, Turner vergehrte ein Ochs von so Gtein 15 Stein Robl und einen balben Stein #) Rev. Mr. H. Clofe. XX) Gin vortreffliher Apparat bayu, von Mr. Stares ift befcbrichen und dargeftellt in den Annalen des Aerbaues. Vol. XVIIT. | 4) ‘ 302 Zrôlfte Abtheilurg Heu. Micfiht auf die mâftende Kraft fand man, daf ein im November in fhlechten Su flande befindliher Ocfe zum folgenden Mary fett wurde und$8o Stein og, nadhdem er in Berlauf von 4 Monaten 5 Pfo. ro ch. an Berth gemwonnen batte.*) würde ein Mere von 30 Tons 3 Thiere von obiger Grèbe fett machen, Sûu, Diertrâbern, Fann nur in eingelnen Fâllen, 100, man ibn aus der Stadt um billigen Preis baben fann, angemandt werden, Der, welhen man aus den Brantweinsbrennereien befommt, ift der beffe. Man gebraucht davon für Thiere mittlerer Grôfe x bis 11 Bufhel täglih, wobei Seu und trocnes gefdnittenes Gutter gmifhendurch gereicht wird, Gâu fdeint von alfen Subftangen zum Gettmachen die mindefte Kraft zu haben. Rüben, fo bâufig fie auch gebraucht werden, fteben dem Robl febr nad; bdenn, aufet bag fie leicht verderben, fo müften fie meniger als eine der angefübrten Œubftangen. Die Portion, in welcher fie für das Bich angemandt werden, beträgt etwas mebr als den dritterr Theit, nad andern ettoa Blof den britten Theil des Bichgewichts tâglich,**) Ein Obs von 70 bis go Stein foif nad anbern Verfuchen tâglih, aufer Heu und Hechfel, ettvas tweniger als 300 15 vergehren, und fleine Rübe von 30 Stein nebmen nur 5 bunder 15 in derfelben Seit zu fi. Dm tail oder Schoppen macht ein Mere guter Müben einen Ochfen von 50 Sriegen (à 20 tb) vollfommen winterfett, und giebt auferdem reichlihen Dünger zu 1£ Mere, Met den die Müben aber auf dem Doden abgefüttert, fo machen 2 Meres nicht einen fo fett, und der Dünger fommt nur Stellenteife und bat wenig Berth.***) Um das Vieh fhnell auszyumä- fien mu man viel troncs Gutter gur Hand haben. Man bedient fich der Müben auch bâufig, Schafe damit fett zu machens es ift auch vor- theifbaft, twenn man mit Cinficht vabei verfäbrt, um aber den moglichft groften Bortheil bie- von qu gieben, fo ift es am befien, folche Schafe zu nebmen, die fon etwas vorwärts find, weil fi febr magere dabei nicht bezablt machen, SE der Doden trofen, fo lâft man fie ver- mittelff Dürtung auf dem fande, 100 fie gevachfen find, vergebren; im entgegengefebten Fall nimmt man dau ein trofnes Grüc£ Dreefh. Gute Farmers nebimen mandhmal noch$einfu- en, Safer, Gerftenmebl, Raff, Mafffaub und andere äbnlihe Sachen, um fie damit zu mâften, tvenn fie auf Rüben gebalten werden, tird die wäfferige Befchaffenbeit des Gutters verbeffert und das Müften des Viebes gar febr befordert. Mur die befte Art Schafe fann biefe foftbare Maffung wieder einbringen. iff dies Berfabren aud nicht noth- enbdig, denn es werden mit blofen YBurgelgemächfen viele Safe fett gemacht, Man nimmt quweilen auch mit Bortheil trofnes Butter, als Heu, Hechfel und andere âbnlihe Œubftangen, *) Turner in Youngs Six Months Tour. #*) Bakers Experiments and Kiames Gentlemann Farmer. ###) Clofe in Communications to the Board. Vol. II]. Anbau des Graslandes, 303 um neben den Müben Damit zu füttern, man muf aber, damit lebteres nicht vom MBinde ver- webt wird, an den Sürten fchidlihes Drettermwerf anbringen. Ein Punft, der befondere Mufmerffamfeir beim Mäften mit Hüben verdient, ift der, daf man die liegen bleibenden Nü- Ben von magern nachfolgenden©chafen rein vergebren faffe, Unfer den troŒfnen gum Mâften angemandten Gütterungen Fommt in der Maftung wobl feine dem£einfuchen bei. Die feit Furgen entffandene Crhôbung des Preifes dicfes Gutters bat es, ausgenommen in den Fâllen, to man den Dünger bob anflägt, in diefer Hinfiht un: Brauchbar gemacht. diefem Butte gicbt man noch Heu, Hechfef und âbnlihe Subftan- sen. Deim Gettmachen auf diefe Weife giebt man anfangs einem Dauptoieh von ro0o Stein tüglid 2 Kuchen, jeden ju 6 Pfd., 6 oder 8 Bocen bindurd, und ffeigt bis zu 3, bis die Tbiere fett find.*) Zu den Ruchen giebt man tâglih z bis 1 Stein Heu: die gange Eonfum- tion an Oelfuchen betrâgt etwa 21 Centner und an Heu 26 Centner, dies bringt die Vinter- maflung, bei den erhôbeten Dreifen diefer Artifel, auf 7 Guince, Mageres Nindvieh, von der Éleineen Urt, bat man, nad) ben Verfuchen des Mr. Mondy, in 8 bis ro WBochen bie- mit fett gemacht. Der Ruchen wird alsdann gebrôcÉelt und unter den Hechfel vder andre Œub- flangen gemifcht. dem feften Sande giebt man dem Vieh Seinfuchentranf und Heu nebft den andern Œubftangen ju gleiher Seit.%n dem Sincolnfhirer Report wird angefüubrt, daf man dem Bieh, twäbrend es auf der Meide iff, Seinfuchen in Éleinen Portionen mit vielem Erfolg gebe. Dies mag immerbin gefhebn, mwenn die mit£einfuchen gemäfteten biere nicht zum Ver- fauf im Grüblinge vollig fett gemworden find. Ein befonderer Bortheil diefer Maftungsart befteht darin, daf das Bieh auch in dem bôchften Alter fetter als bei jeder andern wird, Man bat den Berfudh mit Seindl und Rleie gemacht, aber wabrfcheintid mit minder gu- tem Œrfolg. Die Confumtion Éleinerer Sâupter ift etwas mebrals 1 Def Rleie dreimal des ages, mit einem DrittelndBel Seindl darin gerübrts nebft diefem tird Peu oder Hechfel gege- ben. Diefe Methode ift umftändliher und dod nicht von grèferm Muben, und fann nur, wenn das Oel twobifeil if, ibre Mntwendung finden. Benn man die Schafe mit Seinfuchen mâften will, fo müffen die Ruchen feiner zertheilt werden und bann Édnnen Sleie oder Gbnlihe@ubftangen damit vermifcht und in die Trège ge- geben terden, Safer if jure Méfiung im Stalle gang vortrefflih, feit Furem ift der Preis aber fo boch, daf er auf diefe Veife nicht febr gebraucht werden Fann, Rleie mit Crbfen- oder anderm Mebl vermifcht bat man in der Gtallfütterung, fo mie Gerfte und andre Meblarten in Verbindung mit manchen Gubftangen febr nüblid gefunden; #) Annals of Agriculture. Vol. XXXII.**) Young’s Eafiern Tour. Vol. I. 304 Bnôlfte Abtheilung, ibre Antvendung rihtet fi) aber imtmer nad dem Marfgängigen Preis, man fi Ma- terialien der rt bebient, fo muf man Heu oder Hechfel die ülle dabei geben. Gebr lange bat man fon bebauptet, daf Butter, iwelches im Suffande der Sâure fi befindet, gum Mâbren und ettmadhen der Schiveine âuberft vortheilbaft ift, dagegen andre frenge das Gegentheil bebaupten. Man bat diefen Punct, unfers Biffens, noch nicht gebôrig aufs Reine gebracht. Daf etwas baran fey, wird aus dent Umffande mabrfceinlid, der fon ôfter bemerft und von Mr. Doung in Franfreich dort angemwanbt gefunden ift, wo man quiet fauern Moggenteig mit MBaffer verdinnt und nadber mit irgend einem andern Gutter wieder verdicét, Das Princip, nach twelchem diefe Maftung erfolgt, ift fhwierig zu entwif- felns als man allgemein der Meinung if, daf Sâuren gerade die entgegengefefte Tendenz baben, Es ift aber nicht untwabrfcheinlich, baf die Gâuren eine Kraft befifen, die Berdauungs- organe ju ftâtfens und daber eine grofere Portion der Confumtion gulaffen, wornach die biere fetter werden, Sum Mâften bebient man fih in einigen Gegenden nod anderer Methoden. Auch den Spüliht aus den Malybrauereien, den man lange gum@chweinemäften gebraucdht bat, bat man que Stallfütterung für Rindvieh antvendbar gefunden. Nan verbindet damit einige meb- lige Subftangen, beren fon ermäbnt worden, Diefe Mifhung wird 3 oder mebrere male des Tages in fleinen Portionen gegeben, auch gicbt man barneben Seu oder Stroh, um iwieder- fâuen zu Éènnen. Mach den oben auscinander gefebten Grundfäben ift es jedod twabrfdeintidh, bag man foie troŒfne Sutterarten noch teit vorthcilhafter iverde antvenden Fônnen, ir, Mitlington fand, daf Sudertreber in Beftindien eine leicht mäftende Cigenfchaft befäfen, wenn fie mit anbern AHrtifeln des gemeinen Mindviebfutters vermifcht wurden, Man bediente fich nad féinen Verfudhen x bis r Pint Sirobs mit verfchicdenen mebligen Subftangen; und to man beren nicht aebraucht, Sucderrobrivipfel und Guineagras, das man gut an der Gonne getroŒnet bat, nebft Oelfuchen. Diefe wurden mit derfelben Quantität von Sucfertreber arts gefeuchtet, twoju nod etwas Baffcr und Gal; binjugefñgt wurde.*) Meben diefen Artifeln murbe etwas Peu und ein nicht gu faftiges grünes Futter gebraucht. Die Birfungen davon bei magern abgetriebenen Ochfen waren erftaunend. Dei ibrer grofen Roftbarfeit Fonnten je- doch diefe Subftangen nicht allgemein angetwandt werden, Benn man das Mafien im Gioben treibt, fo ift der Gebrauch der Mage auferft nüblih, um über die Bortfchritte des Getttwerdens der Thiere gebôrig urtheilen ju Fônnen,**) Eine #) Middlefex Corrected Report. #*#) Die folgende Tabelle pcigt die Nefultate der Berfude mit dem Mäften; angeftelt von Dir. Mure. (Annals of Agricult. Vol, XIX.) Nummer Anbau 068 Graslandes, 305 Cine no andete Mrt des Gettmachens verdient hier eine Stelle, biese ift das Gettmachen der Sämimer gum früben Berfauf, Dies Fanu aber nur mit Vortheil in Gegenden, die in der Nabe grofer Gtâdte find und wo die Machfrage flart iff, mit Vortheil unternommen werden, Um Ddiefes Unternehmen mit moglibftem Vortheil ju leiten, muf man ein Sâmmerhaus mit Hummer und Art] Yann fie| Ge:[8eit der Süts| Sur| Sunabme der Obfen. gewogen!wicht, Art des Gutters, terung.| nab:|per Saupt, | tvorden.|||| me.| Stein Borh.| Tage| Stein| Stein] 15 19 Strlânbdifhe|Suni 24|1650 Guit 12| 1729| Wien 2 4 79 2 102 —_29|1748|Gemäbt Gras 2 3 19 1 Auguff 291 1781 dito. 4 à 33 x lio 1 dito. Auguft 30| 96] 10 dito. Sanuar 5|1024#R0bLund Dei 17 153 6 6 8 dito.— 9| 774) 1894 12 SGtrlänbifhe|Auguff 22] 829 1 Otier ir mt 192 90. 12 Srrlândifhe[San 30) 983| Gras und Kobl 24 154| 12 Îrr 1 Gtier— 3o| 93 dito. 24 8 8 30 Srrlänbifhe| Suli 3| 2146? —_31| 2243|YBicfen 4 97 3M3 Sept. 27| 2329| Gras und Rob 7 6 86 20 12 Movbr. 22| 2466| Seu und Rob 8 1921 4 7 Sebr. 2721| Rartoffeln, gemülite Bobnenu, Beu| xx 255 8 7 7 Soblänbifhe! Sdottifhe,[Suit| 470» 1 —| 468|WBiden 12 3 Gelbffgegogenel— s| 174 Sept: 271 175|| dito. 12 1 D 3120 40 Schott. augge: fhoffene Stiere[Novbe. 7) 3537[Frei gu Girafe 6 217 4| 7 Scbt. 20| 3801| Rartoffeln, Dobnen, Raff und Heu| 16 264 6| 8 10 Gelbffgegogenel Suli 11] 333[Frei im Rice II 68 6|rr2 Sept. 28, 4or dito. 24 Rurÿbôrnige|— 19/2522 Octbr. 24/2695|Srei qu Grafe 5 168 7 Môry 16] 3057|Rartoffein, Dobnen und Kaff 20 36 Ans| 2 3©tier Sept. 4l 140 dito. 2 48| 48 2@ticre En 2) 166 dito. 21 60| 30 3@tiere TO 1653 dito. 20 28 14 4@tiere— DO) En dito. 20| 60 15 Bei biefen Betfuden twurben manche andre Arten des Gutters angetwanbt, deren Refultate die vergebrte Quantität, ibre verfciedene Borsüge und die verfhicocntlide Sunaÿme des Dlsifhes bei den Thieren, im Berbültnif su ibrem erth, peigen. Swciter Theil, O q 306 Smolfte Abtheilung, gebèrigen Gintheilungen haben. Œ8 darf nur 60 bis 70 Gu$ lang und 13 oder 18 Guf breit fepn, um 160 bis 180@cbafe zu faffen. fn den Enden werden mebrere Mbfcheerungen ge- Babiberl Ge:| Menge des Cin 63 Tagen) vergebrten Gutters Beth des Gutters| Aus Dcfen| wicht| naÿme Stein Po. Sh. Pence.| Steine 1 59|4% Coombs eingeteicht Dofnenmebl 2 4 42 8 2 59|3 Coombs 3 Dufhel gemülyte Bobnen"17 6 II 3 59!5 Coombs 1 Dufhel gemülyte Gerfte 2,< 1— 14 4 61|s/Cvombs 14 Dufpel gemüljte Dobnen und Gerfte 2 2- 10 1e 5 62|4 Coombs 32 Bufbel eingemweidt Gerftenmebl 2 8 9 13 6 6s|4 Eoombs 3 Dufhel trofen Gerftenmebl 2 7 6 12 7 66|4 Coombs trofen Dobnenmebl 2 I 3 14 8 2|itüben am Werthe: 1— 11H 9 76|Rartoffein, fo vicl als am Yerth x 11 6 114 10 88 Îl4 Ccombs Z Dufbel gemüljte Bobnen urd Raff 2 6 6 15 11 88 l4Z Coombs gemüljte Gerfte und SRaff 2 11 I ue 12 89 l4 Evcombs gemüljte Bobnen und Raff E 19 4 14 33 02 14 Coombs gemüljte Dobnen und Rartoffefn LI— 3 12 14 Van Evombs gemülste Bobnen und Rartoffein x. 1 ï 19% SGm Durbfbnitt atte jeder Ocbfe in 63 Tagen gugenommen— 13 Stein. NB. Dofnen und Gerfte galt der Scheffel 2 Sd, 6 Pence.; Rartoffein, 6 Pence der Bufhel. Sn der folgenden Tabelle erficht man bdie Quantität ber verfbiedenen Arten grüner Grüdte und bas Berbältnif des Biches, das fie näbren. Hunfelrüben von 1 Acre 19 Eons 8 Centner 3 Quarter 20 Ïb Der Dufbel wog 2 Quarter 1 5 Rüben=— 16— LA Su 18———— 1— 20— Rartoffn——— 10— 3— 3— gi— y.— 2:— 4— Quantitât Dobnen, 8 Coombs 3$, 1— 16— Po. Sd. Pence. Ausgabe für ein Acre Robl$;$ 1—— ———— Sartoffein,$! ï 7 6 ———— Müben und Runfelrüben st ÿ;_ 6 6 ———— Dobnen 5;$— 8 6 1 Mcre Nunfeln einen mittelmäpigen Oibfen 254 Tage, mit 3 Bufhel täglich 1— üben En LR à—— 1792—— 4—— 2— Ractofein,———— 190—— 2——— 1— SRobl———== 180 PTE= 1———_—== 10$—— 24— ee Meben biefem Sutter wôchentlidh für 1 Sc. Hecbfel. NB. Gé fbeint, als 06 ein Acre Bobnen grün gefdnitten und mit allen Stémpeln und Rraute gegeben, die trocnen Bobnen um 28 Tage übertreffe. Œin Acre grûn gefdnitten Gras nâbrt cinen Ocfen mittlerer Grôfe 112 Tage, vorauggefcht, bag der Ucre 1 Ton 6 Centner Peu trâgt.—‘3 Odfen vergebren 35 Rods grüne Bobnen in 12 Tas gen. Der Deft der Grucht war per Aere 12 Coombs 2 Dufhelé; ein Acre grûne Bobnen nâbre Daber einen Dibjen 164 Tage. Anbau des Graslandes, 307 macht, un die Samimer nad ibrem ter ju fondern. Damit die Samimer ibre Müttet leicht wieder finden, tvenn fie von ibnen getrennt find, fo terden fie in der Mitte des Daufes ein- gebürtet,*) Oa 2 Mit Runfelrüben gegen Rartoffein tuaren die Nefultate tie folget: Runfeln; Futter.; Rartoffein: Futter. geit. Bal, Art und Gewicht der Thicre. Brit. 8abl, Art und Gewicht der Thiete, Stein 15 Stein fb Sanuar 1718 futibôrnige wogen 4 063—|[Sanuar 1718 furbôrnige togen: 955— im Durdfdnitt 120 5 Duribfhnitt z19 os Sebruar 28|tvicderum genogen; 1014—|Sebruar 28|ticber getvogen; 1010— Durdfdnitt 126 10 Durbfibnitt 1260 5 Gervinn in 6 Mochen GS Getvinn in 6 Bochen 6 tuz Sebes Thier batte mwôdentiid verschrt Gebdcs Thier batte môcdentl. erhalten: 1 Def 3 Quarter Bobnen 1 De£ 3 Quarter Dobnen, ‘@ PBufbel Secbfel ju 1 Sd. 8 D. 4 Bufbel Sedfel ju 1 Sh. 8 D. und 14 Dufbel Runfein. 8 Bufhel Rartoffein. Das Berbaltnif gwifhen dem lebendigen und dem Shlahtergemidt Bat für den Bichmäfter Sntereffe, Gewit. Stein 5 Stein Gefhladhteter irländifhe Ocbfe Lebendig$ 92— Gefchladtet s 48 1 21 Mai 1789, Saut$ 6 10 Talg ss. à 7 Sobländifher fibottiffe Lebendig? Sr— Gefhladtet# 44— 23 November 1790. Saut$ s 4 Talg: VA 8 Gelbftgesogene ffarfe$ Lebenbdig$ 67— Gefhladtet 9 35 13 26 Mûrg 1791. Saut$ 4 4 Talg: DAUE 7 Ein Jchs gefhlachtet Lebendig 2: 103— Gefhlachtet s 64 10 April 1790. Saut$ 6" ro Talg 5: ff: Gta Safe. Morfolter Shaf gefchlahtet Lebendig 104574 Gefhladtet 5 s 8 April 1790. South Dotun Shaf gefcbladtet. Lebendig s 14 5 Gefdladhtet s 7 3X Talg s#7 7% dito. dito. Lebendig# 14 2 Gefclachtet#1 7 2 s Suni 1791. Talg: 5— 7 *) Middlefex Corrected Agricult. Report. 308 Sivolfte Abtheïluna, Macbhbem biefe Cinridtungen gemadt find, fchafft man cine anpaffende Yace Mutterfchafe au, Die früben Dorfetfbire Mutterfhafe paffen fi bieyu ganz vorjügtih, Ein befonderer Umfland, ber biebei voriüglihe Mufmerffamfeit verdient,-ift dæ, bdaf man auf folche Mautterfchafe fieht, twelche folche Sämmer iwerfen, deren Sleifch fein und teif ausfällt,-| Die Mutterfhafe müffen wâbrend diefer Seit des Tnges auf cine warme Ieide getricben und des Machts unter Obdacdh genommen werden, es an Gras, fo muf man fie mit Sûu und grüner Macbmatt gut futtern, Sie befommen gemôbnlidh etwas vor Michael ibre Sämmer, und wenn 20 oder 30 fâämmer gemworfen find, fo bringt man fie ins aus. Dies muf dann vorüglich gut mit Meigenfirob geftreuet und alle Mâffe und Unreinlihfeit forgfältig entfernt twer- den, teil obne dem die Sämmier nicht gedciben. Much muË man einen Vorrath Freide zut Hand haben, damit fie durch Secfen daran die überflüfige Sâure des Magens verbeffern und gegen Durdhfall gefichert find. Und ba fie gewôbnt find, an alles, was ibnen vorfommt, ju faugen, fo legt man ibnen Beizenäbren bin, damit fe davon nibbeln, Ce muf alle Borficht gegen Sufbfäule und Nâubde getroffen werden, Vm Sâmmer- oder Saughaufe felbft verfabrt man alfo: ,, Die Mitter der Sämmer ter- deu alle Mbend um 8 Ur zu ibren Sâmmern gelaffen. lm 6 Ubr Morgens trennt man fie tie- der und treibt fie auf die Beide. Um 8 Ur werden alsbann die Schafe, deren Sämmer ent- tweder verfauft oder verlobren gegangen find, bceim Sopfe feft gebalten, bis die Sämmer fie iwechfelsiweife rein ausfaugen, Darauf treibt man fie auf die Beide, Lm 12 Ubr werden die Mütter der fâmmer auf cine Stunde mieder ins fammbaus gelaffen, wäbrend welcher Seit jedes Samm feine Mutter faugt. Um 4 Uhr werden twieder alle chafe, bie eine eigenen Sämmer baben, ins fammbaus getrieben, um auf die obige Mrt ausgefogen zu terden, 1m sg Ube fommen endlich die eignen Diütter der Sâmmer tieder,“ » Benn ein Schaf mehr Milh giebt, als das Samm verzebren Éann, fo wird der Leberflug den Siwillingen oder ivgend einem andern Samm gegeben, beffen Mutter nicht reichlih fâaugt, Der Shäfer muf in diefem Falle das Schaf balten, fonft lift es fi vom frembden Samm nicht faugen. Dei ibrer furchtfamen Matur ift es febr mefentlih, daf fie von jeder Mrt unndthiger Unrube befreit bleiben,“*) Damit die Schafe diefe augreifende Bebandlung ertragen Fônnen, werden fie mit verfchie- denen rten grünes Futters, als Rüben,.KRobl, Koggen, Mien, lee und andern âbnli- chen Begetabilien recht gut gefüttert, und ann man mit diefen nicht augreichen, fo tird ibnen| an deren Gtelle Sâu in die Srippen und friféhe grûne Machmatt in die Naufen gegeben, Dies *) Middlefex Corrected Agricult. Report. Anbau de8 Oraslandes, 309 ift fotmobl für die Schafe als für die Sämmer, twenn fie gut sr follen, durdaus notf- tendig.*) Me Mminer Hâlt man hier demnach fo ange, bis fie der Schlächter PTE fann; ui Diefe it find fle ettwa 8 MBochen alt und vollig fetts fo daf man im Oanzen, je nadhdem fie recht früb find, bas GtüE mit 4 oder 5 Ouinee bezabit, December und in den beiden folgenden SRonaten find fie am theuerften, ju andern Seiten gelten fie Faum die Hâlfte, an bemerft, daf die Auffäufer und Schiñchter in Sondon vorzüglich fofche Sémmer austwäblen, dererr Darten an der einmendigen Seite der Sippen von Natur nicht fharf find, weil diefe ein fehe fhônes Gleifch Haben, dagegen diejenigen, deren Barten fharf find, dunfelfarbig ausfallen.**) Dei diefer Maftung fomnmt es überhaupt auf regelmäfige Abtwartung der Mutterfchafe, auf gebôrige Berinderung des Butters und Meinbaltung des Haufes an,***) AXnpflanzsung Auf dies Unternebmen bat man feit Furgem mebr geachtet, als in frübernu Seiten, Man bat den Bortheil, verfchiedene Arten Gruht, Daubolz und andere Bâume angupflangen, bef- fer Fenten gelernt, und er bat dadurdh für diejenigen Cigenthümer, mwelche dies aufs Cr in Husfübrung bringen Fônnen, grôferes Sntereffe getvonnen, Es iff leicht eingufeben, daB in eingelnen Gegenden, wo es trofne, tiefe, mürbe, ftarfe, febmige und andere Dodenarten giebt, manche Obftbâäume, voryüiglih Mepfel- und Dirnenbäu- me, fomobl auf Her- als MBeideland angepflanit werden Fônnen.@o laffen fih auf den mins der tiefen SGeldern derfelben Art mit troŒfnem felfigen Unterboden andre Obfibaumarten mit Bortheil angiehen: twäbrend auf dem ffeifen unfruchtbaren wûften: Doden, mwelcher fonft feiner Deacerung oder Beveidung fabig ift, DBaubolz oder andre Dâume mit beträchtlihem Nuben angepflangt werden und 2 bis& mal fo viel eintragen Fônnen, als fonft der Crtrag des Dodens Bei jeder andern Detvirthfchaftung gemefen fenn würde, Es ift fon febr richtig bemerft, Daf toûffes und ôdes Sand dur Mnpflangung von Bau- men febr verbeffert werden fann. Œs giebt menige Flee Sandes, die unter befondern Umftân- den nicht auf diefe Mrt in Cultur gebracht werden Fonnten; dagegen aber unjñblige Strecfen von grofem Umfange, die für den Cigenthümer nicht vortheilbafter als gerade dau benuft iverden fônnen, Magerer Boden, der nicht in der Mûbe grober Srüdte if, ann nicht beffer als ju Anpflangungen benubt merden, weil, manche andere Vortheile davon abgerehnet, er bei dem *) Middlefex Corrected Agricult. Report.**) Ibidem. *##) Oiefe frübe Limmermaftung fann nur da ibre Antwendung finden, 100 ein befonbever Luyus ein fo bobes Wobigefallen an einen fetten YBcibnadtés oder eujaptéfe min erseugt, daf man e6 mit 4 1nù 5 Louisb’or begablet, wie das denn tir£lih aud) in beutfben Stébdten gefcheben if. 21, D 0 310 Bnwbifte Abtheilung, sunebmenben Bus der Bâuttte mebrentheils allmäblig verbeffert wird, telhes in feinett un- bepflangten Suftande der Fall nicht miürde gemwefen feyn.*) rathen, jedes nicht acfer- bare Sand, befonders Falte und freie Gegenden, an den Mbbängen der Berge und an den Gec- ufern mit Dâumen ju bepflangen.**) Ein aufmertfamer Beobachter erinnert bagegen, daf man zu grofen Anpflangungen Éein gutes Sand nebme, das an Korn oder Gras mehr Crtrag ge- ben fann, fondern daf man daju feuchtes£and von geringem Berthe auf Klan- oder Mergel- boden tûble, auf welchem das Baubolz vortrefflich wächft, oder noch lieber folches, das mwegen feiner Abgründe oder bügeligen Seiten nicht gepflügt werden Fann,*##) Go giebt es ferner noch WBinfel und eingefchloffene Flecfe, die, fo mie die Hecfenreiben, dau vermwandt werden fonnen, Gind die Dâume dem Voden nur angemeffeu, fo(ft fi mobi Écin Sand fo mager, dde, feifigt oder unfruchtbar denfen, das nicht auf diefe MBeife ju verbeffern mûre. Die Grânen bdiefes Berfs find indeffen gu befhrânft, um fidh weitläuftig in diefe Materie binein ju laffen, tele an und für fidh fon einen Band ausfüllen würde, Es Fonnen daber bier nur einige practifhe WBinfe für diejenigen Cigenthümer gegeben werden, twelche ibre Güter sierlicher und ourd bie Mnpflangung fcblechter Dodenftellen einträgliher machen wollen.+) Um diefe Wirthfhaftsart mehr aufsubellen, fo ziehen wir deu Anbau der Obfibäume, des Zim- merbholses und des Sung- oder Unterbolges in Crwägung. *) Anderfon's Effays. Vol. IUT,#*) Nicols Practical Planter. *#*) Pit in Staffordfhire Report. +) Sum Demeife deffen, wie grof cine auf biefem Mege ju erreichende Berbefferung fe, beinerft Sr. Dontey in feinem nüblihen Tractat über Anpflangung, baf ein Gut von 1000 Acres bergiges Land, das ju 12 Sd. per Acre verpadtet wurbe, in Berlauf von 30 SGabren den Berth von 18000 Pfb. er bült. SBenn nun der Râufer 1000 Dfd. mebr vermendet, um Anpflangungen$u madjen und 100 Ucres cingubâgen, fo fômmt das Gut, twenn man bie Binfen und Padt, welche es in 14 Sabren Dâtte tragen fônnen, barju venet, auf 21,200 Pfbd. zu fichen. Dic Berednung nach 14 Sabren ftebt alfo: Pfb. Beyablt für das Gut; y ÿ!, 18,000 900 Acres dur hub verbeffert, 3 cb. per Acte, um 30 Gabr sum Berfauf 8 4,050 IBerth von 200,000 Dâumen(vorsüglid Lerchenbâume) à 6 D.$$ 5,000 MBerth des Gutes na 14 Sabren;; 4$ 27,050 Roftete wie oben erwäbnt$!,$! 21,000 Berbefferung dur Anpflansung!,$$ 5,850 Berbefferung durch Dâume, in 14 Gabr mehr à 1 Sd. jeben$ 4 10,000 15,850 Abgcogen die Pacht von 100 Acre8, qu Go Pb. jäbrlid mit ber laufenden Zinfe ettva STARS Berbefferung des Gutes dur Anpflançung in 28 Jabren$$ 14,675 NB. an bat bei diefer Derchnung den geringern Buds in freien Gegenden alferdings mit in Anfblag gebraibt. Anbau des Graslandes, 8r1 Obfiéiume*) Das Anpflangen der Obfibâume, um mebrere Obftfoiten zu erpiclen, ift in manchen Gegenden für den Farmer âuferft vortheilhaft. Dies ift in Herfordfhire, Des vonfhire und andern Gggenden, wo man im Grofen den Ender bereitet, fo mie in der Graf fhaft Rent der Fall. Œn folen Gegenden, wo man vornebmlidh auf Obffmein fiebt, ift die Anpflansung der Apfelbäume von grofer Bidtigheit und erfordert befondere Sorgfalt, um eine beftindige Golge und nôthigen Sruchtvorrath zu balten, Mur auf den trofnern Bodenarten Fônnen diefe Bâume mit Vortheil angezogen twerder, Die Herfordfhireñpfel follen ibre vorgialid gute Cigenfhaft durch den Doden, auf welchen fie twachfen, erbaltens jebod) haben die Dflanger verfchiedener Seitalter den entgegengefeften Do: denatten den Borzug gegeben, Diejenigen aus dem lebten Sabrhundert erflären fi cinmüthig au Gunften des leichten fandigen Sebms, der den beften Cnder geben fol, jebt wird fteifer, ro: ther Thon(Klay), ein durhaus entgegengefefter Voden, alfgemein vorgezogen. fogenannte Rlanboden iff eigentlich mergelartiger Thon, und einiger davon enthalt viel Ralferde und braufet mit Sâuren farf auf. Œs bildet diefer Doden das Subftratum einiger zum Evyder- machen gang vorzüglichen Obffgärten, ES fcheint, als befige er die Rraft, das Unangenebme der herben Grüchte zu mildern und daf, Da die Dâume darauf febr üppig machfen, er vielleicht von affen Bobdenarten der dem Pflanger ermünfchtefte ifts der ffarfe und fehr mobifchmedende Cyder, den man bisber vom Mpfel erhalten bat, toird aber auf einem Doden ergeugt, der von jedem biefer erwväbnten abmweicdbt, nebmlich auf flachen Sem mit Raïlfftein- Dafis.**) Es leidet feinen Zweifel, daf der Apfelbaum nicht auf Dodenarten von gang verfchiedenen Cigenfchaften, wenn er nur vom ffilleftehendem Waffer vollfommen frei ift, twachfen fônne; denn aus manchen Berfuchen, die man mit féeifem anbaltenden Boden gemadt bat, tweif man, daf, wo der Boden na ift, die Dâume moofigt werden und in der Golge bald abnehmen, Grüchte erbalten ibre grôfte Sollfommendeit auf fandigem Voden und die fpâtern gerathen auf ffrengen Seb oder Slan am beften, tre, bagloe Erab und golden DPippin, lieben befonders einen feichten fandigen Voden. auf den nâmlihen Stâimmen, auf verfchiedenen Bodenarten, gepfropft, geben verfchiedenen Saft, Go viel meif man au, bdaf die ftürfffen und fid) am lâängften baltende Obftfüfte von Bâumen Fommen, welche auf Rlayboden ftebn,***) Dirnen verändern fi nach dem DBoden, mworauf fie twacbfen, nicht fo febr, da Dirnen- bâume faft allenthalben fortfommen.+) *) Bas ber Berfaffer Hier über Obffbaumyudt fagt, if star ettvas febr Unvollffändiges, enthâlt indeffen einige Bemerfungen, die id der Prüfung unferer deutfhen Obffgättner, in Dinfibt auf den Obffbau im Grofen und die Cyberbereitung daraus, gern untermwerfen môgte. Weber die englifhen Denennungen der Obfiforten vermag id nicht Erflärung zu geben. co Cid **) Knigths Treatile on the Culture of the Apple and Pear, *#*) Herefordfhire Report. 4to.+) Ibidem. 312 Bivôlfte Abtheilung, Die Sage und Midéung, in melder die Mpfelbäume am beften febn, ift noch nicht ganz beftimmt.: Cinige balten bobe, andere niedere Gegenden und eben fo verfhiedene Michtun- gen für die beften. Der eben crwäbnte Scbriftfteller bemerft, daf der Mpfelbaum am beften in den Gegenden gedeibet, die tueder au boch noch merflich niebrig find. Sn den erftern mwer- gen die Diüthen von den Falten ABinben bâufig befchâdigt und bei den leftern burch die Grüb- lingsfrèfte, befonders venin die Dâume in dem niedrigffen Theil eines eingefchloffenen bals gepflangt find. Gine füdlihe oder fhdôfilihe Michtung wird allgemein vorgezogen, weil die Befwinde febr füemifh und die Nordminde falt find; Obfigûrten(elbft gedeiben in jedcr Richtungs; auch da, two die Heftigfeit des Befivindes durd einen dagtwifchen liegenden bobet Grund gebrochen wird, ift eine fübiweftlihe Richtung eben fo gut als jede andre. 2) Man bat behauptet, daf die frübern Mepfelarten in füdliher, die fhâtern in nôrolicher Richtung gepflanit werden follten, um die evffern gu fordern und die lebtern vor dem zu fchnel= ten Neifen ju fiern, Aud da, two es der Doben eines Farms geffattet, foll es vortheilhaft fepn, Dâume diefer Met in verfhiedenen Richtungen ju pflangen, Da man auf diefem MBege fiherer gebt, unD fvenn einige nicht gerathen, andere Dagegen gedeiben,**) Gieht man auf befondere Mustwabl der Grüchte für jede verfchiedene Sage, fo bemerft ein exfabrner Soriftfteller, das grofe Mufmerffameit darauf vermandt werden müffe, folche gu täblen, die früb genug in berfelben reifimerden, Gin Enderapfel veift alfemal in der Sage, tworirt ec ift, qu foût, mwenn er nidt vor Œnde des Octobers gelb wird. Man ift auch febr der Mei- nung, daf der von früben Grüchten ergielte Ender cine Stârfe oder Kôrper(body) babe und daf der ffârffie von bem fogenannten Stireapfel gemacht werde.. Sn Éalten und ungünfti- gen Gegenden{obnen biejenigen Grüchte dem Dflanger am beften, twelche den tilden 2fpfel au nâcften fommen.) ibe GefhmaÆ herbe und für den Gaumen febr unangenebhm iff, fo falit der Davon gemachte CEnder, iwenn der Apfel nur ganÿ teif gemorben if, milde und edcl aug. Man folf aber die Meifer von einem verbefferten MBilbling und nicht von einem ausge- arteten Apfeiffamm nebmen, denn der crftere befigt SHârte und Kraft, dem lebtern Feben aber die Gwachbeit und Gebler des Stammbaumes an.*#*) Sum Pflangen bat man verfcieene Methoden in verfohiebenen Diftrictens nach Me. night pflant man in Herfordfbire in Quincunx Form oder in geraden einander durdfreu- genen finien, Die erftere Methode wird im Hopfengarten und auf Meidcland, die lebtere auf acferbarem Sanbe, in fo ferne fie dem Dfüger minder unbequem if, vorgezogen. Shi fcheint diefe Art, eine gegebene Anjabl Bâume nabe bei einander in Neiben gu pflangen, mit swenigerm Machtheil als jebe Der vorhergebenden Methoden verbunden au fenm. Die Dâume *) Knigth on the Culture of the Apple and Pear.#*) Herefordfhire 4to Report. ne 64) Knights Treatife on the Culture of the Apple and Pear, Anbau des Graslandes, 313 in jeder Neibe follen in diefem Falle von derfelben Obftart feyn, bamit nidt ungleicher MBuchs und Defchattung entffeben; fondern bas Oange einem fortlaufenden Baume âbnle. Die Zwi- fhenvâume müffen breit genug fepn, um dem Pflug und dem weidenden Biel gebôrigen Naurn au laffens es gebeilet aid) jeder Baum bei gebôrigem Maume feine Ziveige ausubreiten bef- fer und wird grober als fonft der Fall fepn würde. Der Cndermacher Fann felbft auch Bequemer jebe Art fammlen und fie nad feiner Millfübe nadber mifden. So grof aud ein Obffgarteh fepn mag, fo müffen doc nicht mebr als 5 oder 6 Mrten Dâume darin gepflanst werden und wenn der Pflanjer fid) dabei einige Srüb- und andre Spâtarten Délt, fo bat ec jäbrlih mebe Ertrag als wenn er noch viel mehr Mrten Bâume bâtte, Die Entfernung, tweldhe man den Reiben giebt, bângt von der Sage und dem Voden gar febr ab. SM die erftere boc und frei, fo pflangt man die Vâume diht, damit fie fih einander fhüben, und ift lebterer dünne und mager, fo tachfen fie nicht ftarf und Fônnen dichter fteben, aber in gefhübten und fettern Gegenden müffen die Ziwifhenrâume mweiter fepn. Yn den etffern Düûllen veicht eine Entfernung von 12 Yards gmifchen jeder Neibe und die Palfte vou einem Daum gum andern bin; im lebtern nimmt man 24 Pards grvifchen jeder Reibe und 8 gtvifhen jeden Daum findet man nicht zu viel, befonders twenn man den Boden, nachdem die Vâume ettvas beran getvacbfen find, twieder beacfern will, MBenn man cingeln Bâume pflanst, bâtt man jebt 20 bis 25 Pards Diffang von einander, auf aerbaren Doden, gut, und es faffen fi dafür eingelne Gründe angeben; die Murgeln fotwobl als die Sweige Fônnen in jeder Rid- tung fi vollfommen ausbreiten; lebtere Bleiben aber immer den Derbfiftürmen und Falten Grüb= lingswinden ausgefebt; Befanntlih twachfen au Dâume, die nod von bârterer Natur afe Uepfelbäume find, enn fie dicht neben einander ffeben und fit fhüben, meit befer, als menu fie gang ifolirt find, Die in entfernten Neiben ftebenden Bâume nebmen war die gange Obet- fliche des Bodens nicht regelmäbig ein, aber fie debnen ibre Zimwcige defto teiter aus, fo daf fie in weiten Ziwifchenräumen fid berübren, eingeln ftebender Daum mADfE nicbrig und gmeigigt, mithin Éann Gras und Sorn darunter nicht fo gedeiben. Mo es übrigens die Mrt des Anbaues erlaubt, müffen die Reiben von Morden nach Süden fid erftreen, teil in diefer Michtung jeder Baum die gleihformigften Portionen von Sidt und MBârme erbält,*) Man pflangt aber die Bâume im Felde bâufig 22 bis 24 Bu, und cinige Dalten gar eine Entfernung von 6o Gup, von allen Geiten, für die fchiclichfte und vortheilbatefte,**) Es ift jedoch twabrfcheintih, baf grofe Diffangen dem Crtrag nahtheilig find, da die Dâume den fcharfen Binden und den Grôften ju febr ausgefest find. Man findet, daf Mepfelbäume die in der MNabe des Pferchs liegen und deren Dosen vom Bich viel betreten und im MBinter gut gedingt wird, auberordentlidh fruchtbar find, Der *) Knight on the Apple and Pear.**) Herefortfhire and Sommerfetfhire Reports. Bweiter heil, XK+ 314 Bwolfte Abtheilung, Doden, auf iwelcdhen afte Apfelbäume fteben, ift für die jungen nicht affemal gedeiblih. wegen der Mäâbe des Haufes ein Obftgarten auf diefe Bodenart angelegt wird, fo müffen Div: nen und Mepfel fich gebôrig einanbder folgen, wie Mr. Marfball febr richtig bemerft.*) Am wobifeilfen und minder Foftbarften pflangt man, ie man aus Erfahrung weif, Diefe Art Bâume in alten Hopfenplantagen an, weil der Boden dau fhon vorher die nôthige De- arbeitung, Düngung und Cinfriedigung erbalten bat. Man gewinnt berrächtlih babei, wenn man doppelt fo viel Dâume von gtveierlei Mrt in jede Meibe pflangt und fe eins ums andre febt. Dicjenige Art, twelche am beften geräth, lâft man fteben, die andre Meibe wird gum Deacfern weggefchafft. Man Éann febr grofe Dâume obne die mindefte Gefabr verpflangen, twenn ibnen im vorbergebenden MBinter die MBurzeln abgeftubt find. Der Untergrund, twelcher dem Sopfen oft febr gut pañt, ift für den Apfelbaum ju feucht, ein Febler, dem felten dur Abwäfferung abgebolfen wird. Bo aber der Sopfenboden gebrachet wird, da pflangt man in den Mer oder auf die Meide, obgleich die Cinfriedigung Foftbarer wird, und Dâume, wenn ffe aud gut ein- gefriebigt find, auf der Weide nur febr fangfam fortfchreiten, Acferlande bleibt die min- deft foftbarfte Methode, beim Angichn der Bâume alles Mindvieh davon auszufchliefen und die Däume blof um die Stâmme berum ju berifen. Diefe Defriedigung fângt unten dichte som Doden an und gebt fo meit an die Stâämme binauf, daf Schafe und Schimeine, fo wie die Ketten der pflügenden Pferde fie nicht erreichen Fonnen und um die Stâmme unten gegen alle Defchädigung vom Pfluge zu fihern, fo wird an jeder Seite des Baumes ein eichener Pfoft eingefchlagen. Das fleine Rifiwerf, um die Stimme ju fhüben, muf jabrlidh wieder neu gemacht werden; bies Foftet aber nicht viel.**) Bei Meideland darf man gerade nicht auf regelmäfige Neiben febns; die Dâume gedeiben aber beffer, ivenn ibrer mebrere in groferr Sivifhenrâumen dichte an einander, als tenn fie gänglidh alleine fteben,***) Qn Binfidt auf Berfesung und Pflangung der MBilolinge oder Apfelffämme, fo bedient man fi der leftern im Gelde, twenn fie anfangen ju tragen, im evftern Salle werden die Stimme gepfropft. T) *) Knight on the Culture of the Apple and Pear.**) Ibidem. 2) Mr, Rnigth bemerft, baÿ man bei ben Anypflangungen auf Meibeland Bôlyerne Geftelle von Déôfte und Bretter um die Bäume haben müffe, um fie gegen das Bieb qu fhüéen. IBenn die Déume aber mebr Ziwcige befommen und vom YBinbe ffaré beregt werden, fo müflen fie fid burchaus an dics fen Geftclien fheuren. IBerden fie aber fo eingeridtet, dafÿ man unten am@tamme 3 Pfôfte ein: rammt, Die nach oben bin augeinanber ffebn, fo mird bies vermieben.©ë fbeint dies ettwas fofibar qu fcpn, man fann aber fhlechteres Soly als gu ben bôlyernen Œinfaffungen der Stâmme nefmen. } Mr. Dillingéley giebt zum Dflangen und Pfropfen bicfer Frubtart folgende Anleitung: So: bald der Doden des Obffgatens bercitet ift, fo pflangt eure Dâume oder Stâmme, aber nivbt ju tief Mat 4 Habren fhneivet den Poil tweg und pfropft ibn mit der beften Brut, doc fo, baf der Mucds des Neifes Dem IBuchs des@tammes angemeffen feu; denn ein üppig fhnell wachfendes Meis gedeiht nicht auf cinem langfam vacfenden Stamm und fo umgefebrt. Anbau de8 Graslandes, 315 Man actet baufig nicht genug darauf, die Buryeln fo lang als môglid ju laffen und fie fo tmenig als môglidh ju befchadigen, auch nicht tiefer als fie vorbin getachfen maren, zu pflan- gen. Der Doden um jeden Daum muf 18 Bol tief und 4 bis 5 Gué im Durbfchnitt gegra- ben merden. Sft der Doden Beideland, fo empfieblt Mr, Marfhall, unten in den Soôchern eine Gode zti legen. man die Sôcer ein balb Gabr vorher und vermifht mit der Erde des Dodens, twelche unmittelbar an die MBurgeln Fommt, fetten vegetabilifchen Moder, fo Le- fhleunigt bies den Fünftigen Bacdhsthum der Dâume gar febr, bei feinem Of ift diefe Me thode jedoch nicht angebrahts Die Ziveige der angupflangenden Dâume müffen febr abgeftuét und Die Crde an die Stûmme einige Zolf boch gebäuft werden, damit fie svom-MBinde nicht ge- vüttelt werden, Cine Stange bei jedem Daum ift febe nübli, man muf aber wobl dabin feben,. daf die Minde bei der Gelegenbeit nicht befchädigt merde,*) Huf naffem Boden muf man fie nidt zu tief pflangen, je nâber der Oberflñhe, fo teit es gum Seftefteben môglich ift, defto beffer.**) Der Mpfelbaum tird gar leicht von ftebendem Baffer an den Buryelu vernichtet, Der Herbff ift gum Pflangen die befte Sabrszcit, auch im Grüblinge gedeibet es, tvenn die folgende Sabrsgeit nur nicht ju trocfen if. die Dâume in einem alten Hopfengarten oder auf Merland Murzel gefaft, fo bedürfen fie nur Sub; auf Beideland muf der Boden aber jäbrlih 3 bis 4 Guf um jeden Baum berum gegraben und damit 4 bis 5 Gabr nach dem Pflangen fortgefabren werden. Apfelbäume müffen, da fie febr viel Siveige bilden, ôfter ausgebanen terdens und menn Dies auf die geborige Art gefchieht, fo ift dabei grofer Vortheil, Gevôbnlidh fângt man in der Mitte an ausjuhauen und fâft die aubern Zweige blof ffeben, die dann fchnell gunebmen und teil fe nicht die gange Sabung von Früchten oder von Schnee tragen fônnen, der$aft erliegen und ruinirt werden, Man ift daber überzeugt, daf das gange Suftem des Aushauens auf die MBegnabme der âufern febr gmeigigten Theile der Dâume gurigefübrt werden müffe. GOrofe Btoeige müffen felten oder nie abgenommen terden.***) Die Haupturfahen, twarum diefe Dâume nidt fo regelmäfig als andre Feldfrüchte zutra- gen, liegen im Grofte der Früblingsmonate, namentlich des Aprils und in dem Drande in den folgenden Monaten, Um gefäbrlichften ift der erffere, iwenn er ploblih Fommt, mwûbrend der ind feucht if. Der Yerfafer der Philofophy of Agriculture and Gardering. bemerft, daf die früben Dlüthen des Apfelbaumes und mandher anderer Bâume bâufig durch die Rülte Rt2 Die Bilblinge oder Stâmme fâet man in Mciben auf guten Doben an und bâlt fie rein, Die Reifer müffen von gefunden Bâumen, die nidt gu alt und nicht ju jung find, genommen merden. *) Knight on the Apple and Pear.**) Herefordfhire 4to Report. **#) Knight on the Apple and Pear. nu Bnblfte Abtheilung, serftèrt werden s und Mr, Rnight verfihert, baf der dife Nebel, ivelher gemôbnlich bei swarmen Tagen und frierenden Mâchten mit Nord- Ofwind im Grüblinge eintritt, jeder Daum- biüthe und insbefondere der Mpfelblüthe nachtheilig merde: denn die Mârme des Tages brütet die Œier der Qnfecten darin aus, wäbrend die Râlte der Nacht den Fortgang des Gaftes hemmt und die Plume in ibrem balb ausgedebnten Zuftand erbâlt, der für die Mürmer gum Mefte wird. Dies Vnfect, twelches im Julius Flügel befommt, ift ein Éleiner brauner Râfer, telcher dan gum fünftigen Nachtheil der Brucht diefe Eier legt.*) Die Blûtter und Diüthen des Mpfel- baumes werden ferner noch von einer gablreichen Oattung Raupen, die ju verfhiedenen 3eiter freffend werden, fo wie von einer Gattung Evchenil: Bürmer verbeert. ,, Derfelbe Schriftftel- ler febt binju, die Diüthen der Apfelbäume. fallen bâufig, aus Mangel gebôriger Feuchtigfeit bei ungerwôbnlih beifem und troŒnem Better oder bei Falten Vinden ab; fo wie er oft be- merfte, daf der Diumenftaub(favina) vertitterte und in den Staubbeuteln um folhe Jabrs- jeit erffarb,%n jedem diefer Fülle fand er diefe Baume am einträglichften, twelhe, da fie das GiûcE gebabt batten, der verheerenden Hand des Ausbauers ju entgeben, binlänglich belaubtes Sol batten, um ibre Diüthen gegen Hroft und Falte Binde, fo wie gegen alljuftarfe Dibe zu fhüben,“ Machdem die Mepfel ibre gebôrige Neife erlangt haben, tverden fie forgfältig abgenott- men und gebôrig fortirt, mweil die Güte des Obftfaftes davon abbängt. Dicjenigen, mweldhe grüne und rothe Streifen in- und augswendig haben, folf man von denen, iwelche gelb und voth geftreift find, twobl abfondern. Die lebtere rt Fann, wenn man fie bis jum leichten AMbfallen reif werden ldft, allein nur einen guten Ender geben,**) ,, GBenn fie fo fortict find, lâft man *) Knight on the Apple and Pear. ##) GBenn gleié bas Berfabren febr meitläuftig ift unb eigentlid in dies McerÉ nicht gebôrt; fo tird doch manchem biefe im Sommerfetfhire Report befindlihe Anmweifung zum Cydermachen nidt gang uns willfommen feyn. Gobald bie Grüchte reif find, mub jebes sum Cuybermachen nothmwendige Gefñf gereinigt und vor: ber Dinlänglid getroŒnet iverden. Die. Nepfel werden bann gequetfbt, bie gequetfchte Maffe in die Dreffle gebradt und ein viers ediger Ruchen fo gemacht, baf von bdiefer Apfelmaffe mebrere Schidten und swifhen bdiefes febr veines Strob oder wenigftens Daartud gelegt wird. Ales muf dbabei rein und Sâurefrei feyn. Ruchen giebt man, mwenn er eine YBeile geffanden bat, eine leichte Dreffe, die man allmäblig verftärft, um den Gaft, ber nacber burgefeibet wird, gebôrig berausgubringen. Mun beginnt die eigentlihe Runft des Epdermachens. ,, Defanntlid bat der Obfifaft mebrere Zuffände der Gäbrung, von denen jeber bie mirélihe MNatur und Defhaffenbeit des Gluidi verânbdert. Dicfes find bauptfählid drei; nebmlid ber tweinattige, der faure und der Buftand der Gäulnis. Der erfte verändert den Ioft aus feinem trüben unreinen Suftand in einen bellen geiftigen Liquor. SE bec Saft aus fauren Aepfein gepreft, fo ift biefe Gäbrung in 2 oder 3 Tagen vollendet. Hat man aber füife Aepfel genommen, fo dauert e8 8 bis ro Tage.‘* Der nädftfolgende Suffand giebt der meintgten FlüfMigfeit eine Sâure und madt fie ju IBeinelTig. Diefe Gäbrung trirt alsbald ein Châufig na mwenig Otunden), fobalb die meinigte ibe Œnbde cvs Ra ARE— Anbau des Graslandes,: 317 fie vôllig mürbe werden, indem man fie unter Obdad dünne gegen Suft und Sonne ausbreitet, weil auf diefe Beife der Saft ffârfer und nicht fo leicht übelfhmecend wird. beftimmte Kegeln der vortheilbaften Meife find noch nicht ausgemittelt, je gelber aber die Mepfel werden, obne angufaulen, defto beffer geräth der Cvder, und die Mepfel find alsdann in dem beften 3u- flande, den Cnder daraus zu machen, Deim Anpflangen der Dirnbaume ift in der Methode, deren man fich bei Apfelbäumen be- dient, twenig Unterfhied: fie erfordern aber bei ibrem fhlanfern Bubfe, fowobl. im Obftgarten als auf dem Gelde, grôfere Diffangens im erfteren 18 Pards in den Neiben und 8 oder 9 von Daum zu Daum im lebtern nicht unter 25 bis 30 gwifchen den Keiben, Man muf dabei auf die Geftalt und Mbart febn, und nur eine@orte in einer Meibe pflangen, Da beieinigen Dâu- telht bat, unb wird bie Gâbrung burh Mârme befhleunigt, nod cher. Die bdritte entbindet ein AlÉali aus bem Liquor und gicbr ibm eine Neigung sur Fâulnif. Das Dauptacfhäft des Cydermachens beftebt demnächff darin, den erffen Suffanb su fiviren unb die übrigen gurû£$u balten. Die Gâbrung muf dann mweder ju fhnell noch ju langfam bewi:ft mers den, und bieyu ijt ein gemwiffer Gradb von Yärme erforderlih, etwa stvifhen 38 und 46 Gr. Gabrens beit. DBefindet fih bdbann die Baäarme des KRellers, in welber der neugemachte Crder gebradt wird, gtoifchen bdiefen Graden, fo wird Civenn fonft feine unterbrechende Urfache darymifhen fômmt) die Beingäbrung beginnen und ibren regelmäfigen Sortgang haben. Die Gäbrung if eine innerlihe Bevegung eines gâbrharen Rôrperss biefe Betvegung, im ge gentwärtigen Salle, ift allemal mit einem gifchenden Gerdufd und fichtharem Aufbraufen verbunbden, die Dlafen erbeben fit an der Oberfläche und bilden über die gange SlüfMigfeit einen Shaum oder eine tweiche Œrufte. Diefe wird von der£uft, fo wie fie fib entbindet und einen YBeg durih die Flüfs figteit babnt, bäufig geboben und gefprengt. Diefe Mirfungen fabren fort, wäbrend die Gâbrung feurig if und bôren allmäblig auf, Die FlüMigfeit fheint nun dem Auge fiar und bat auf der 3unge eine pifante YWeinfhärfe. Dies ift der critifhe AugenbliŒ, den der Evdermacher nicht unbeachtet laffen darfs denn till er cinen ffarfen und eblen Cyder baben, fo muBnun alle weitere Gabrung ges bemmt terden, Um bcffen gefchicht dies dadurd, baf man ben einen Theil in ein offnes Gefap füttet und x oder 2 Tage an cinem füblen Ort fieben lâft, worauf man ibn einfaft und an einen füblen Diag gum Winter binffellt. ES if jeboh leiht môglih, bafÿ manerlei Gefhäfte die Auf: merffamfeit des Sarmers gerffveuen und der Cyber faucr mitd, ehe cv fih beffen verfiebt. » Das befte Mittel in folhem Gale if: IRan giefit eine Bouteille Franpbranntiwein, ein balb Gallon aus den Defen des Enders gegogenen Geiff oder eine Shale voll alten Evbder in das af, fos bald die faure Gâbrung cingetreten if. Das Fab felbft muf aber an einen fübien Ort und swar bes trâätlih lange Sceit gebracht werden. Auf bdicfe Wcife lâft fih die giveite Gâbrung fehr gurûc baiten und wird bas Gañ Evbder nicht befonders gut, fo wird es do erträglich.‘ Das Sotvefein(ffumming) des Cpders gefhieht auf folgende Teife: Mimm cinen Streifen Leinentud 12 Sol[ang und 2 3oll breit, und tauche ibn in gefmolzenen Schiwefel. IBenn bdiefer Gtrelfen troden ift, fo günde ibn an und bänge ibn in bas Gaf, Cin twelhem fi einige Gallons Cys der befinden) bis es ausgebrannt if: bas Gefaf wird eine Stunde und darüber verdec£t und dann bin und ber gerollt, um den Dampf des Shwefels mit dem Cyder ju vereinigen, und dann füllt man es an. Gefbieht dics Shivefeln nur, um die nadtheilige Gäbrung ju verbüten, fo iff ein Schmwefels lappen sureichend, foll der Cyber aber no einen befonders guten GefhmaË erhalten, fo werden Sngs ter, Mägelein oder Canneel auf ben Streifen geftreuet. Das Berbrennen bdiefer SGngrediengien theilt dem gangen GefâB ctwas von ibrem Angenchmen mit; dies gefchieht aber am beften, ebe die IBeins gâbrung vôllig vollendet ift u. f. 0, 318 Btvolfte Abtheiluina, men die Grüchte nur an den Mufbenfeiten, die der£uft und Sonne ausgefeét find, gebciben, dagegen bei andern allenthalben, fo mu die erftere@orte in teit grôfern Diffangen als die feftere gepflangt werden. Dei dem ungleihen Meifen der Srucht muf man eine grofe Anyabl Däâume von gleicher Art haben, um gum Quetfchen zur Beit binlänglihe Birnen ju erbalten.*) Derfelbe Schriftffeller fand, daf der Crtrag eines Mcres, mit Mpfelbäumen bepflanit, beinahe um den dritten Theil weniger war, als biefelbe Gläche mit Dirnbâumen bepflansts daf aber die Mepfelbäume eber tragen und der Apfelender dem Birncyder vorgugiehen ift, Sn NücEficht auf den Verluft an Beide, beträgt diefer da, vo die Dâume diht gepflanst find, fo beträchtlidh er auch fepn mag, felten mebr als den gebnten Tbeil des Berths der Frucht. Machfidem ift das in folchen Sagen wachfende um fo fchâbbarer als es frübe Fommt, da man es nothwendig gebraucht; und wird es bichte abgemeidet und vermieden, daf es fchlecht merde, fo fann viel Vieh damit genbhrt werden.**); Kurt, Mr, Knight macht die Demerfung, daf Sândereien, tvelhe nur fhiwachen Gras- evtrag geben, oft gum bevrlichften Obftgartenboden umgewandelt werden Fônnen, und es liefen fich auf diefe Beife manche bundert taufend Acres durch eine eben nicht Foftbare Anpflangung***) von Mepfel= und Dirnbâäumen in England verbeffern, Go Fônnte man auch auf Yiefen und Beidelande obne Nachtheil des Grafes mehr Hepfel= und Birnbñume anpflangen, und durd die Bermebrung eines fhmacdhaften Getränfs auf diefem MBege Gerften: und Hopfenpflançungen erfparen, À) Nug-: oder Baubols,(Timber Trees.) ff) Dei der Anpflançunt} folcher Dâume bat man auf die eigenthümlihe Defhaffenheit des Dovens, des Suftandes feiner zur Aufnabme der Bâume(chilien Bereitung, auf die befte eit und die gebôvigen Diftangen vornebmlidh ju feben, Fommt es noch darauf an, die Dâume vollfommen rein und frei von allen Arten Geffrauh, Schatten und Umfchlägen anderer Dflangen, befonders bei ibrem früben YBachsthum, ju balten und fie gu gleicher Zeit gegen den Anlauf allerlei Arten Biebes ju fihern und zu fchüben. *) Knight on the Culture of the Apple and Pear.**) Ibidem.***) Ibidem+) Ibidem. 44) Die Anpflangung tilber Dâume wird von ben Engländern mit deffo grôferer Aufmertfamécit betries ben, ba e8 in England nur einen cingigen IBalb oder Forft von irgend betrâdtligem Umfange giebr, und war in der Graffhaft Gants. Aud fibeinen fte von forfimäbigen Defaamungen nidts ju tif fen, fonbern erpielen ibre Dâume in Saamenfhulen und verpflangen fie dann. Sn wiefern das, was bec Berfaffer in der Tabelle über die jedbem Bobden, nad feiner Oberflahe und Untergrunde Betrachs tet, angemeffenfte Soljart fagt, aud nad unfern Œrfabrungen begründet fey, überlaffe id unfern grofen Gorfiverftändigen gur Deurtheilung. Auffallend if es mir, daÿ er die Efche faft auf jebem, nur nidt garqu bücrem und fandigen, Doden ibren Plak anteifet, da man bei uns einen feucdhten und reicher Boden für fie fordert, Da fie das Beffe Nuébolz ju allen Acrgeräthen giebt, fo wäre ir Anbau, w0 der Doden ibr irgend sufagt, vor allem ju empfeblen. A. d. S. Anbau de Graslandes, 319 Riefigter oder leiht fandiger Boden mit freiem durchlaffenden Unferboden, gtandiger oder fandiger Sebm auf locferm Untergrunde, lebmige, fandige oder granbige Dodénarten auf anbal: tendem Unterboden; grandiger Rreide oder Freidigem$ebm auf locern Unterboden;{ebimiger Slar oder Fapartiger£ebm auf{océern Lnterboden und ffrengér Élanartiger oder lebmiger Déden auf anbaltendem Unterboden.— Dies find die ju dem verfhiedenen Nu: und Vaubol fhiclihfien Sodenarten. fo dünner mooriger Heideboden auf Fiefigem oder loefern Untet- Éoden, auch auf San oder anbaltendem Unterboden, Doden von der Cifenart oder von geringer Tiefe, ift sum Muchs des Nubbolges âuferft unpaffend, befonders wo der Unterbodenr anbaltend iff, da die verheerende Seuchtigfeit in folchen Sâllen nabe an der Oberflñche ffeben Bleibt und die Burgeln folcher gefunden Materialien beraubt, die ju ibrer Nabrung und zu ib- rem Unterbalte dienen, £egt man folche Pflangungen an, fo müffen fie gut eingefricdigt und gebôrig abgetväffert werden und nach der fage und gebôrigen Ausvabhl und Dereitung des Vodens müffen die Pflan- gen getmäblt werden. wüftes Sand verdienen vorüglich angepflangt zu iverden, die Ciche, Efche, Ume, Büche, Birfe, Mborn, Tanne nnd mancherlei Hrt Gite. Die Ciche Fommt auf manchem Boden, jedod) vorüglidh auf trofnem, tiefem, feften und ettwas gefhäéten Bo- den fort. Die Cfche gedeibet auf jedem trocfnen und freien Doden, in etrwas feuchtem und mürbem Boden wâcbft die Ulme; bat man in boben Gegenden viel Rreide, Grand oder leichten £ebmboden, fo Fann man die Bücdhe mit Bortheil anpflangen. allen Gegenden, mo die Gchottifhe Eanne nicht gezogen werden Fann, gedeibet der Serhenbaum und jene folf auf dem ârmften und bochften Doden gedciben, Sn der unten befindlihen Tabelle befindet fih eine Ueberfiht, tie und mo das MNubbolz am beften gebeilet und mwozu es am beffen verandt merde,*) *) Oberflébliher|. Natütliher An:| Gepflangter Antvuhs. Berbrauch, DBoden. twuché. Soweret u. gran: Schiwerer Lebm[Birfe, Spindels Eicbe, Efhe, Rafta:| Baubols, Poyfenffangen, diger Lebm mit Rreide baum, Œfhe, Œislnie, Beide, SLinde,| Sürten, Decerbols, Lins he, Pafel, Büde.| Ballnuf. den. Ganbiger Lebm.| Schtwerer Lehm, dito. Ulme, Büde, Bey dito. mouthstiefer, gemeine Tanne. Riefelidter firens| Sbtverer Lehm. dito. MBeide, Raftanie, Baubols, DBefriebigung, ger Sehm. Gtangen und tvie guvor. Granbdiger u. fan: Granbiger Lebm.| Efihe, Biche, Œis| Raffanie, Efche. Popfenftangen, Nice und diger Sehm. he, Safel. tie zuvor. Granbdiger, fanbis| Shiverer, gran: Efbe, Buhe,|Efbe, Büde, Lerhen: Daubols, Mie, Hopfens ger und fiefiger|biger, fiefiger Sypindelbaum und|baum. ffangen, Rlafrerhols, ju Solgs £ebm.£ebm. Cie. foble, Reisbünbdel. 320 Oberflñhlicher Voben. Unterboden. Bnolfte Abtheilung, Bei Pflangen in erbabenen und bergigen Gegenden Hat matt auf Sbué und WBârme bot- süolich au febn. Jin fhiierigften ift es in folhen Gegenden Daubol; angugiebn. Der Pflan- E Natürither An: wucdhs. peu Antvuchs, get Berbraucd. Riefiger, trocner, magerer, granbi: ger eh. Kiefiger und gran: biger Lebm, dito. Leidter, fhtvars ser Lehm. Riefiger, grandi ger Lehm. Rreibiger, Liefis ger, granbiger Lehm. Granbiger Lehm. Rtefiger und frei: biger Lehm. Granbiger-Lehm. dito. Sanbiger Grand. Steingras und granbdiger£ehm. Steingras und granbiger Lehm. Ganbiger Lehm. Sanbiger Lebm. 2 Guf ticf Rreide mit granbdigem Lebm. Rreide, digem Lehm. mit einigen Ries fein, bcinabe mie oben. Troner, fanbi: ger Ries. Strenger-Lehm mit Riefein. Rreide mit ettvas granbigem£ebm. Srhtverer, Élefiger und mageret Lebm, 4$uf, mit ticfem, gran: Düde, Œlihe. Œfhe, Œide, Pafel, de und Efche. Dirée, Ulme, Efche. Œibe, Œfe, Duüche. dito. fel und Bübe. Œiche, Safel, Bi: Œihe, Efche, Sa: Düche, Lerchenbaum. Efhe, Lerhenbaum. Raftanie, Efhe und MBeibe. Efde, Uime. Efche 26e dito. ŒEfhe, Œiche. Granbiger Lehm|Gihe, Efhe Œfche und Raftanie. mit Rreide. u, f.#0. dito. Efhe, Cie,|Eide, Lerchenbaum, Düche. Granbiger Lebm dito. Shottifihe Sichte. u. ftwerer Lebm. Granbiger u. fams|dito, féottifhelLerdenbaum, Saftas biger Sebm. Sidte. nie. Gtranbiger Lebm mit etivas@tein. Schwerer Lebm mit Pruchftein. Granbiger£Lehm mit cinigen@teis nen. Granbiger Lehm. ŒEfhe, SHafel, Dirfe. Giche. Ditfe, Efhe, Spindelbaum, Œide, Dirée, Ce: pe, afel u. Œfche. Efhe, IVeide. Bitte, Cie. Raffanie und Raftanie. dito. Rlafterhols, Neisbünbdel, Sopfenftangen. Rlafterbols, Hopfenffangen, Retsbündel, Pfüble, Vobs nenffangen. Sopfenftangen, Rice, Pfâbs {e, Rlafterhols. Bu manhetlei Gebraud it der Sanbtvirthfchaft. Stangen, Reisbinbdel, Rlafs terholz. dito. Getvibnliher ŒErtrag, cints ge@tangen, Slafterholg, Reisbündel, Anpflançgungss Œrtrag, cinige Stangen und tvie oben. GStangen, Rlafterholg. dito. dito. Stangen, Dfäble, Bobnens ffangen. Rice, Sopfenftangen, Riafs terbolg. Œichene Deivdfel, DPfôfte. Sopfenftangen, Rite. Éleine Rice, HDopfenftangen. Gans Mnbau des Graslandes, get ser tué zu dem Ende oies Nubbolz wäâblen, das in der Folgé ait tmebrften Merth erbâlt, indem er auf eine berradtlihe Quadratflñche viele nidt alfjugrofe Pflangen dichte aneinañ- der febt,*) In diefén unfreundlihen Gegenden müffen Feine Pflangen germäblt und dicE gefeft mwerben, Bi man einen Berg von unten auf anpflangen, fo pflant man eff cinen King unten berunt und ffeigt fo allmäblig bôber. Cs entftebt fo durch die guerft gepflañgten Dâume ein fünftlicher Scug. Die erfte Anlage mu aber beträchtlidh fepn, befonders da, two es auf Su abge- feben iff. Bas für Dôume man pflanzen muf, beftimmt der Boden, Die Gite gedciht vielleicht am beften, indeffen bat der Serchenbaum feine Sorüge in der BDanmfdule. Die Dergefche, die Büche, die Efhe, der Mborn, die Dirfe, die Gôbre, laffen fih mit Soffnung des guten Erfolgs anpflangen, aud wo der Doden febr tief und fettift, die Ciche, Sn nicdrigen gefchübtern Gegenden Fann man das Nubbolz mit mebr Gicherbeit anpflan- gen. Man mu die Daumgattungen nur gebôrig beftimmen und fie nad ibren Sorten und ibrer Grèbe anpflangen, Da diefe Gegenden die mebrften Arten an den am mebrften gefhübten Stel- Jen vertrageng fo Fônnen Gichen, Serchenbâäume, Ulmen, Büchen, Pferdefaftanien, Ballnuf: bôume, Sinden, ÆTannen und Silberfobren dafelbft febr gut machfen, und in den minder ge= Oberflñbliher Unterboden. Matürliber Ans| Gepflangter Antwuchs. Berbrauch, Doben. wuchs. Ganbiger ebmu,|Grandiger SebmlEide, Die,[Raftanie. Rice, Steingrus. mit Drudffein.|Dirfe, SHafel, obfenftangen. EŒfche. Gtranbiger Lehm|Tief. Lebm, five dito. dito. dita: und Gteingrus. rer Rlay u.Granb. Gtanbiger Lehm|Grandiger Lehm.|Eide, Vüde, dito.’ dito. und Steingrus. Gtrandiger u. fan: diger Lehm. Grandiger, fief: ger Sebm. Naoffer, fbtvams miger Boden. TroŒner, dito. Leichter fandiger Lebm. Leichter grandiger Lebm. Mit ffrengem Rlay und Lehm. Grand mit Riay unb etivas Riefel. Seuchte und fum: pfige Erde. dito nac trocéner. Ærocne, granbdige Œrde. Mit troŒnem Grand. #) Nicol on Planting. Gweiter Theil Dire, Hafel. Efe und dito. Strauheide, Sas fel. Œller, Weibe, Dappel, Dergehe, Efhe. | Efrhe. Efhe, Lerhenbaum. ide, Efche. Œller, Rorbtveibe, Meide. Beife Pappel, Beibe. Schottifhe Fichte, Gilberfôbre, Aborn. Ge Gtangen, Seuerbots u, f.#6, rie oben. | Saubor und dito. Püûtiten, Sopfenftangen. Sopfenftangen u, f. tv. Sopfenftangen. Dredélerols. 322 Bnwolfte Abtheilung. fhübten Stellen, die Efhe, Dirfe, der Mhorn, der Spindelbaum, bdie Dergefhe und Fôbre mit untermifchten£erhenbâumen. Die Ufer der Flüffe und Eanûle find den Anpflangern zu dem Œnde befonders gûünffig, und bie mebrften Mub- und andere Holsarten fonnen in folchen Gegenden angezogen tverdens die Ciche, Ulme, Pappel, Beide, Rorbweide, je nachdem ffe trocfen oder naf find, Belche von diefen Holjarten voriugichen fen, beftimmen die Socalum: ffânde in verfchiedenen Fâällen. Geegegenden find dem Vabsthum des Nubboles allemal nactheiligs ift man jedoch ge- neigt, folche dafelbft angupflangen, fo fonnen die Büche und der Mhorn die Seeluft am beften er- tragen, und terden daber Pflegebäume für die andern. Sn diefen Oegenden ift es da, wo das fer febr boch if, gut, beträchtlidh innerbalb des Miveaus des Gipfels ju pflangen, um den Déumen, bis fe binfânglihe Hôbe erreicht haben, einen Shué ju gewaäbren: ift das Ufer aber flach, fo pflangt man in breite Streifen(belts) und fângt fo dicht als moglih am IBaffer an, tan pflangt dabei die erfte Neibe febr dic£ auf etwa 30 Sol Diffang, und gebraucht nur farf bervurgelte Dflangen von 12 oder 18 off Hoôbe.*) Sur Anfhaffung der Dâume bedienen fi die Pflanger 2 verfchiebener Methoden: Ein- mal jiehen fie die Pflangen auf einem befondern Slede, als in einer Daumfchule, aus dem Gaamen an; und dann faufen fie die Dâume aus den Daumfhulen in der Machbarfchaft,(o- baib fie pflangrecht fin. Die erffere Methode ift Beffer und dconomifher, oft Fann man gut gehôrigen 3eit die benôthigten Bâume nicht ju Rauf erbalten, und auferdem gedeiljen die Pfan- jen beffer, twenn fie nicht verfebt werden. Sir Fleine Dexirfe Fauft man fie beffer aus den Daum- fŒulen an. Bo man biefe anlegt, muf der Boden ziemlicdh gut feyn. Eroner und müvber, | babei nicht gu leichter Doden, erzeugt die gefundeften Bâume. Ein neuerer Schriftfteller em- | pfebit au dem Œnde einen£ebm von mittlerer Tertur, der fi mebr jum Sanbde neigt, weder| | fett noch mager, 19 bis 24 Bol tiefs in freier Sage und mit einem locfern Unterboden verbunden| | I if. Auch Dier lat fih Éeine Univerfalregel geben. Die Sage mu nicht qu boch und nicht zu (||| niebrig, nicht au febr gefchüét noch ju frei fepn. Su einer Daumfchule diefer Art pabt fidh Il | aber ein Slec£ Sandes beffer als ein gemwefener Rüchengarten, der durch feine vorhergehende Be- axbeitung dau befonders gefchicft if,**) *) Nicol on Planting. #*+) Qu den grofen Plantagen des Gerjogs von Portland in Mottinghamfbire, wo der Boben von lei: tem@ande ift, bat man ein gut gelegenes bal fo viel als môglid in der Mitte der Plantage zur Daumfule gemäblt. SE ein folhes Thal mit Hügeln, ausgenommen an ber Sübfcite, umgeben, fo if e8 befto beffer. Œin OticE Landes von fo manchen Acres, alé qu dem Œndywecde genügen wird,| fo eingefricbigt, baÿ alle fhädlihen Thiere bavon abgebalten merden. An jebem Ende der Baums fbule find bretterne Thore angebracht, und ein Breiter Meg gebt bindurb, um bie ju verfesenden Bäume aus der Pliantage-twegfabren ju fônnen. Nadbdem die Defriebigung fertig ff, wird der Vos den an jeber@eite des MBeges 20 off tief gegraben, twelhes auf den Acre etta 3 bis 4 Pfd. aus 2 madt. Dies gefhiebt am Geften im Grübling, iwenn man sugepflangt bat. man nad dem Anban des Graslandes, 323 Der Boden muf immer gut umgebrochen und in feiner vôlligen Tiefe gegraben terben, und iff es nôthig, fo giebt man ibnr einen guten Ueberdung mit Compoft von Kalf, Mergel, Mift und andern âbnlihen Subftangen. Arten Dünger müffen bei der voraufgehenden Guucht angewandt werden. Die Methode der Mberndtung bângt von dem Doden und den Um- ffinden ab.: Machdem die Pflangen ettoa 2 abr in der Saatfchule geffanden haben, fo pflangt man die mebrften Mrten in die Baumfdhule in Meiben von 12 und mebrern Zolfen auseinander und 3 bis 5 in den Neiben, wo fie dann no 2 Sabre bleiben und dann verpflangt werden. l Auf die Bereitung des Vodens Fômmt gar viel an. Diefe gefchicht entweder mit dem Plug oder mit dem@paten. Schlechte Pfangen müffen gänlih ausgerottet werden.- brennt man fie, fo ift die Afche für die Pflangen febr gedeiblich. Die Dereitung vermittelff des Pfluges ift die mobifeilfte und twivffamfte, VE das Sand beac£ert worden, fo find nur 2 Gurchen vonnôthen, und darf nur eben fo vielinal geegt iverden, um die Vâume au pflangen, Hat das Sand aber ju Grafe gelegen, fo muf zuvor eine Hafer- erndte davon genommen, oder ift es battnäcfig, noch eine giweite Erndte von Dobnen, Nüben oder Rartoffeln genommen werden. Man bedient fi gerne dabei des Mejolpflugs(treack Plough}), um die gebôrige Tiefe beim Pfligen zu erreichen. Debdient man fih des Spatens an den Orten, wobin der Pflug nicht Fommen Fann, fo müffen die Sôcher die gange Tiefe des Dodens und im Berbältnif ju den Vâumen, ibre gehô- tige Grèbe baben. Su denen von 18 bis 2o Soll Sôbe, beren MBurzeln fidh etiva 9 Soil aus- Greiten, find Socher von 15 Soil im Durchmeffer binreihend, muf der einfibtsvolle DPflanger indeffen felbft entfcheiden. Da es den Dâumen febr vortheilbaft ift, daf vor dem Ss 2 Graben 2 oder 3 Chalbron Ralf auf ben Mere, fo Éann das Land eine berrlide Rob: oder Riüben- evnbte, iwele im Serbfte von den Srbafen vergebrt wird, geben, und ber Aer Éann nun mit alles lei Dolyfämercien befäct werden, Die Œiche ift gewôbnlih der am mebrften angepfiangte Baum. Die dabei zu befolgende Methode iff diefe: Macdbem Robl oder Niben vergebrt find, bebarf das Land nur cinmal gegraben ju werden.@obalb die Œicheln fallen und cine gebôrige Quantitât eingefanmles if, fo jicbt man mit der Barfe Nillen, als menn man Erbfen legen will, und fâct die Cideln fo dif, daf fie einanbder berübren. Bon Neibe ju Fieibe lâft man 1 Gub Diffang und alle s Reiben 2 Suÿ gu ben Gängen.@o lange die Œicbeln in der Œrde find, muf man fie vor dem Gewiem febr in At nebmen, das grofe Berheerungen anridtet, Aud bei andern Solyfämereien adte man barauf. IBann bie Ciceln aufgelaufen find, muf man die Becte rein balten, bis fie verdünnet werden müffen, dies if Scit, twenn ff bie Gipfel cinanbder berñbren. Man nimmt bdann an jeder Ocite der mittelften Reiben eine Reibe weg, fo daÿ nun alle Meiben 2 Fu von einanbder find. Dis muf mit Sorgfait gefheben, um feine Pflangen qu verleben. Cichen léft man nun iwicder fo Lange fteben, bis fih ire IBipfel berübren. Dann nimmt man cine um bie andere Reibe beraus, fo daÿ die Reiben 4 Su auseinanber fommen,{ft fie bis sur Dôbe von etiwa 5 Sub ftchen, two fie gum Berpflangen ges fhict ie Bon dem gebôrigen Ausbeben, obne die IBurjeln ju verlesen, Hângt gum Sortfommen gat vicl ab. 324 Bnôlfte Abtheilung, Pflangen die fodige Maffe gut gertheilt und fein gemacbt ift, fo tmiro es febr beilfam feun, oie fècher eine Bcitlang vor dem Pflangen gu machen, damit diefer Sweë voryüglich auf trocfnen und leihtern Boden erreicht werde, Um früb der Pflangung ein Unfebn ju geben, pflangt man Baldbäume von ju grofem Buchs, Es ift aber ausgemadt, da es nicht nur often fparender, fodern auch gedciblicher ift, twenn man jüngere Dâume feét. Su Unterbolz find allemal die, welche 2 Bis 4 Vabr in der DBaumfchule getefen find, die vortheilbafteften, Mr. Micol bemerft, daf alle Mrten Bâu- me, mit Jusnabme des Serhenbaums, weun fie 4 bis 5 Su Hôbe baben und mit guten Bur- gein gezogen find, febr gut fortfommen. Œr fabe aber, daf ein jäbrlicher@aatling vom$er- henbaum, welcher x bis 2 abr in der Baumfchule gewefen war, alle übrigen in jedbem Boden und in jeder£age übertraf, und râth daber nur Dâume von diefem Mter ju pflangen, Gôbren jeder Art gedeiben beffer, twenn fie unter 30 Golf find, felbft in dem günftigften und beften Do- den, Gemôbnlid ziebt man die von 15 bis 18 Soil Pôbe vor, môgte es manchen am rathfamften und moblfeilfien fcheinen, blofe@aatlinge ju pflangen. wûre es in jedem Salle, 06 aber vathfam, ausgenommen bei den annen, wird febr beftritten. Da bie vorzüglidffe Cigenfchaft eines qu verpflangenden Daumes in einer VielfältigÉeit gefunder Murzeljafern beftebts fo ergiebt fich bieraus die Mothtwendigfeit einer Baumfchule in miloem Doden für alle gapfentvurgelige Pflangen, um dies gu erreichen, Daf fie auf mebreren DBoberiarten gedeiben., follte es in dem erften Gabre 1wWob{ anfommen, Muryeln oder Biveige ju fhiefen? auf das lebtere, und bieraus ergiebt fih, tarum Pflangen diefer Art die groGern übertreffen. werden mit unbefchädigten, bufchigten und zaferigten Bur- seins jene mit dünnen, geläbmten, gaferlofen ausgeboben, bie bei aller Gefchiclichfeit und Mufmerffaméfeit in Fein Verbältnif mit dem obern Ebeil des Baumes Fommen Fonnen, Rann man freilih dur Mbffuben etwas ju Hülfe Fomimen, fo leidet der Daum do allemal dabei, Yn jedem Balle ift es beffer, junge gefunde, ftarf etvurgelte Pflanjen zu feéen, Pienâchft Fommt es dann auf die geborige Diftangen an, Mr, Micol bâlt 50 bis 40 Sol in freien Falten und tüften Gegenden für das mittlere Mans. Dei einer grofen Otrece findet es fi aber, daf der Doden oft febr verfthieden if. Gegenden find tiefer und febmiger, andere grandiger und felfiger, Sn der erftern ift die grofere Diffang, in der leftern die geringere angurathen, Dei minder freien Gegenden und two der Boden 6 Golf Tiefe bat, find 4 bis 5 Sub ein gutes Maaf. Schmale Striche Sandes, deren Dreite nicht über ro0 Fuf gebt und die in alter Gegend auf dünnen Doden liegen, müffen an ibrem Rande auf alfen Seiten nicht meiter als 2 Guf die DPflangen auseinander befebt werden nad intendig gu nimmt man 3 Guf. Diejenigen, welche Hnbau bes Graslandes, 505 mebr gefhübt liegen und einen tiefern Doden haben, werden nad) Umftänben gepflanit. Scale Gtreifen, felbfé tenn man den Doden gut nennen fanu, müffen dider als eine grofere Slûche bepflangt werden, damit die Pflangen fich einander fchüben. Gür die am mebrften gefchübten$agen, to der Doben tief ift und die Pflauzen wabte fheintih gut twachfen, find 6 Sub eine gute mittlere Diftang. Meiter iff in einem Gall zu billigens, da die Pflangen in diefer Diftanz vôlligen Maum zu twachfen haben, bis fie mit Vot- theil verdünnt werden fônnen, teit mebr gu beachtender Gegenfand ift der, da die Pflan- geu in der Sugend nicht ju niedrig und unterfeét wachfen, und da das Deil nicht qu fehr ge- Braucht werden darf, um gerades Jub- oder Daubolz zu erbalten. übrigens durch dün- nes Dflangen fih die Mübe des Verdünnens erfparen will, ivrt fi eben fo febr, als der, wel- cher gar nicht verdünnt, und man gebt baber beim Dicpflangen allemal am ficherften.*) Gegen bas gewèbnlihe Berfabren wird no bebauptet, bag das die Dflangen bann am nôthigften ift, menn die Pflangen febr grof find, weil in diefem Gall die mebrften ausgebn, Qn den Plantagen des Hergogs von Portland, wo Bäume von verfhiedener robe ge- pflangt werden, fteben auf einen Mere etwa 2000, Ein anderer ju beachtender Punct ift der, daf die Déume aufs vortheilhaftefte titeinander vermifcht werden. vathen gruppentveife ju pflangen, damit fidh die verfchiedenen Arten einander nicht binderlid werden: andere zieben dagegen Die vermifchte Methode vor, nicht nur um ausfindig gu machen, twelhe Mrten von Daubol; am beften gedeibens fondernr auch um fie defto beffer zu fhüéen. Man mag übrigens pflangen wie man will, fo bleibt die eigentlich ge= deibende Art Déume am Ende dod nur, Gefeht aber, daf die mebrffen Mrten für den Doden und die Sage fih paffen, wenn did gepflangt wird, fo bleiben alfemal, nachdem die übrigen aus- gedünnet find, binveichend fo viel ba, um eine voliffindige und gmedmäpige Sôlqung qu erhal- ten, Sum Beifpiel: Benn der Doden vorziglid Gichen trâgt, und es allemal Beffer iff, Däume von tabrem Berthe als blof zur Bierde anjupflangen, und aufer dem Serchenbaum als Pilegebaum und einige Fôbren den Mand eingufaffen, die Mifhung aus 6 Arten befteben folls fo pflange giwei Cichen gegeu eine Ulme, gmwei Ulmen gegen eine Düche, gmei Düchen gegen eine Efbe, pvei Efcben gegen eine Dirfe und gmei Dirfen gegen einen Abornbaum. Eine fo mit einem male eingerichtete Anpflangung entfpricht den môglicdhften Sivecfen und rechtfertigt Die pa- triotifhe Mbfiht des Dflangers, twenn aucd die erften und fchibbarfien Arten febifhlagen foliten,**) Gs ift, mie tir bereits gefeben baben, bei der Anpflanjung von Nubboly, befonders in falten und freien Gegenden, âuferft wicbtig, daf Mârme und Sbué vermittelft folcher Dâu- me, welche einen geraden fnellen Wachsthum haben, betirtt merde, ift dau Der *) Nicol on Planting.#*) Ibidem. 326 Bwolfte Abtheilung, Serhenbauin faft auf jeber Bodenart, die feuchte ausgenommen, 6er befte Pflegebaum. Auf den unten feuchten oder lebmigen Doden vertritt die Sombardifihe Pappel und bie Santingdon MBeide deffen telle, Fann auch febr gut mit dem Serchenbaum verbunben werden, wo man Mannigfaltigfeit des Gegenftandes liebt. Die Bergefhe wird auch in Doben und magern Ge- genden nur von dem Serchenbaum in den erften ro bis 15 Sabren übertroffen, Sn allen Ge- genden twâchft die Bergefchepflange(mountain afh}), wenn fie nod jungift,(nel, Yn Seegegenden leiftet der Mborn gu diefem Endyrwed auch gute Dienfte. YBenige Väume, aus- genommen die vorigen, tachfen fchneller in der Sugend und Fônnen die Gecluft beffer ertragen, Benn demnach die Sage febr frei ift, fo pflange man diefen Baum obne Vedenfen in Berbin- dung mit dem Serchenbaum, um die Ciche und Düche u,(. 10. zu pflegen, fobald man Schiffs- baubolz augieben will.*) Die gemeine Bichte Fann in diefer Sinficht auch benubt werden, In swelhem Verbältnif dies gefcheben müffe, das richtet fidh nach der Sage und den eigenthümlidhen Umftâänden. rathen auf dinnen Voden und in Falten Gegenden Baum gegen Daum, in mebr gefchübten mit befferm Doden einen Pflegebaum gegen gwei Saupthâume, und in nod beffer gefchüb£ten Gegenden auf gutem Voden einen Schubbaum auf 2 bis 5 Gaupthâume zu fefen. Sn freien und Falten Gegenden nehme man lieber ju viel als ju wenig Pflegebäume.**) Die befte Seit, die Anpflangung vorgunebmen, bângt von dem Voden, von den Pflangen fo wie von dem Suftande der MBitterung ab, Auf den lofern trofnen Vodenarten, two die bâctern Solzarten wachfen, ift der Serbft von der Mitte des Octobers bis ju Ende des Novem- bers Die bequemfte Seit. uf dem fhiwerern und feuchten Boden, wo die minder barten Holz- arten tachfen, pflangt man gern im Grüblinge von Ende des Gebruars bis Anfang des Mprils, Der Doden muf jedergeit nicht zu naf oder ju trocfen fepn, damit die Crde nicht zu feft oder zu Locer an die MBuryeljafern Fomme, Man darf daber auf anbaltendem Doden ur Seit des Ke- gens, oder einige Tage nachber, auch nicht tenn es gefchneiet bat und ebe der Scbnee mweg if, pflangen. pflanze man anf einfaugenden troŒnen Doden bei gelindem Negen, oder nach fhiweren Segengüffen und wann der Schnee iveggeben will.***) Die Seit des Pflangens vichtet fih auch cinigermafen darnach, wie teit die Vegetation der verfchiedenen Soljarten vorgerüct iff, toenn man nur eine Art anpflangt. bdiefer Hinfiht müffen der Serchenbaum, die Uime, der Ahorn, Sinde, Dferdefaftanie, Dergefhe, Dirke, Pappel, Beide u. f. w., gu Mnfang des Maârges: die Cihe, Dirfe, Efhe, Kaftanie, Spindelbaum u, f, w., fpûüteftens zu Anfang des Mprils gepflangt werden, Die immergrünen Mrten, als: die Benmouthsfiefer, DPechtanne, Schotrifhe, Œilber- und andre Gôdbren ge- deiben nach der Bebauptung Ciniger am beffen, menn fie in Sulius und im folgenden Monate bei feuchtem oder mwolfigen Better gefebt werden. #) Nicol on Planting.*##) Ibidem.#X*), Jbidem. Anbau des Graslandes, 327 Machdem die Bautmpflangen forgfältig aufgenommen und die gedrefchten Murzelenden ctivas abgeftust find, fo bringt man fie an Ort und Stelle und vertheilt fe bei den Sochern, in telchen fe liegen follen, Damit die Burgeln nicht zu trofen twerden, nimmt man nicht mebr auf, als in furger Seit gepflangt werden Fonnen,£ Sum DPflangen nimmt man am Beften 2 Derfonen: ein Mann thut die Mrbeit und ein Rnabe bâlt die Pflangen, Der Arbeiter rübrt die Erde in den vorher prâparirten£ochern gut um, ebnet fie und macht neue Sôcher, je nachdem die Pflangen ffehen follen. Der Knabe flellt dann die Pflange aufrecht ins Soch, fo daf fich alle MBurgeljafern ungebindert ausbreiten fônnen, etwa einen Soil tiefer als fie in der Daumfhule geffanden bat; wéäbrend der Arbeiter die lofe Erde um die Murgeln wirft, bemegt der Rnabe den Daum mit den Buryeln etwas auf “und nieder, damit fih die Crde an die Burzeln fhmiege und die fbrige Erde wird dann binein geworfen. Der AMrbeiter bereitet dann das nâchfte Soch und lâft den Anaben, mwäbrend er bie Pflange aufrecht Dâlt, die Crde dicht andrücden oder antreten, Dei fteifem Doden darf Dies nur twenig, bei trocfnem und fandigen aber muf es fo ftar£ als môglih gefhebn. Der gute Et- folg des Pflangens bângt von der guten Ausrihtung des Pflangers ab; befonders muf dabin gefeben merden, baf man auf feuchtem Boden nicht zu tief pflange. man auf Abhängen pflangt, fo müffen die Bâume gegen den Abbang geridhtet und in die niedrigfte telle der Oeff- nung gefeBt und diefe nach dem Cinfesen zur bôchften gemacht werden, um die euchtigfeit defto beffer zu erhalten. Es liefe fich vielleicht die Anpflançung Fleiner Musbolybäume vermittelft des Pfluges, der dagu eingerichtet if, fo wie man es bei Bâumen in den Hecfenreiben fchon gethan hat, leichter und bequemet berverfftelligen. Pflangt man Bâume von ciniger Grôfe, fo muf man fie gegen die Detvegungen des Bin- des ourch Pfüble fhüben, da fie aber an diefen fich leicht fheuven, fo bat man vorgefchlagen, die Erde dicht an die Burgeln zu rammen, Das würde fi aber nur bei Ffeinen Anpflangungen antwenden laffenr. Cinige fâen, nachdem gepflangt worden, nod Œicheln darunter, tmeil gefñete Eichen immet beffer als gepflangte gedeiben follen. Man fhâlt die Erde entiweder mit einer Druftfhaufel ab und febt die Cicheln mit einem Pflanftocf ein, vder man macht auch mit der Hacfe Furge Nei- ben in einer Diftanz von 6 3olfl, Die befte Beit dagu iff der Mpril und man Fann dies im erften, gweiten und dritten Sabre nach der Anpflangung thun. Dn den beiden erffen Jabren iff es am beften,*) Man muf die eingefammelten Cicheln aber wobl in Act nebmen und fie vorher oft umfchaufeln, damit fie nicht ausfeimen.**) *) Nicol on Planting, and Nottingham Report. ce) Quantität auf den Acte. Cicheln 4 bis 6 Otrifes. 028 7. Bnôlfte Abtheilung Pachbem die Baume gepflangé find, muf man fie nicht vernacbläfigen, fondern fie Wenig- fens 3 bis 4 Sabre vom Unfraute vecht rein balten. Man bat dabei nicht nur Rücficht darauf su nebmen, baf folecbte Pflangen den Vâumen nicht nur niet fhâdlidh werden, fondern daf auch der Doden dadurdh nicht ausgefogen tir, Schlechte Pflangen, als Brabm, Genft u, f. w., müffen burhaus vertilgt werden, int freien Gegenden vottet man fie jeboch nur unmittelbar um die Dâume aus und làft die übrigen au Sué und Aârme ftebn. Gin nothmendiger Punct ift das Defeben der Sicfen von ausgegangenen Pflangen. Man fann dies, twvenn der Doden rein ift, gu jeder bequemen Gabrsgeit vornehmen, Man thut aber febr wobl, um mit Gicherheit die twirtlichen Sücen zu entoecfen, baf man bamit bis ins. dritte oder vierte Sabt tvartet. Dian befebt auch Hecfenreiben mit Nubbholybiumen. Es lâft fi manches dagegen fageu, twoburd es fovobl ben Secen felbft als den Grüchten in dem eingebâgten Sande nachtheilig wird;*: es gefchiebt jeboch bäufig und Jr. Miboleton Bebauptet, daf 2 Millionen Acres auf diefe IBeife nubbarer gemacbt tverden Fènnten, CS muf bdies aber mit ffeter Mücffiht auf die De- fhaffenbeit des Dodens, auf dem Hauptymeig der IBivthfhaft und die Sage gefcheben. Auf sen tro£nen BDodenarten laffen fih die mebrften Mubholjgattungen pflangen, auf den fteifenr und fweren find die Ciche und Ulme die antendbarften, Die Efhe muf man aber, fo[ange ber Mer bearbcitet wird, nicht dagu nebmen. Sn nacten und freien Gegenden bat die Düche in biefer NücFficht Vorjige und in der Nabe der See der Ahorn. Bo der Boden mebren- theils in acferbaren Suftande if, muf man grôfere Diffangen als int entgegengefeéten Gall an- toenden und folhe Stûmme, die einen Anfaé gun fhlanfen MBuchs haben, vorziehen. Die jungen Dâume müffen in diefer Hinficht grèber als in anbern Sâllen genommen tvet- den und 2 Sabre lânger zu dem Ende in der Daumfchule bleiben, vorüglidh fo bearbeitet tver- den, daf viele ABurgelgafern fchiefen, Sünf bis fes Gus Hôbe ift in bdiefem Halle die gedciblichfte. Die befte Beit dagu ift gerade dann, tenu Das Sand frifh aufgebroden wird. man aber auf Grasland, fo müffen die nthigen Defricdigungen, um vas Bieb abyubalten, angebracht werden. Das Pflangen gefchieht auf die fon angegebene MBeife, nur muf man die Daume gegen den Mind mit Pfäblen verfeben,: Die Efhtäshen 4 Strifes. Spanifde Raffanie r— Mispeln L— Man muÿ die Efbtéghen und Mispelbecren ein Gabr in Deeten oder Sanbdtôpfen auféemabren, ebe man fie in die Piantagen füen fann. Anbau des Oraslandes, 329 Die barbarifhe Methode, die in den Decfen befindlihen Nubbolibäume ju Fépfen, muf gang vermieden werden, SfE viel Bwweigbol; vorhanden, fo muf es in r2 bis 15 Sabren ertba einmal gefôpft werden und der Gerwinn dem Snbaber anbeim fallen, Die befte Zeit dau ift am Œnde des Februars. Dei den Nubbolyplantagen und andern Holjarten muf auf das Musbauen und Berdün- nen gebôrig geachtet werden, damit die Dâume gut wachfen und cinander nicht im IBege frebn, Suerft bat man im dvitten ommer nad dem Pfangen nachjufebn, und gur Seitung des volf- fommnern und geradern Pucbfes die erforderfihen Defchneidungen vorzunebmen, Benn dies gefheben ifi, fo reigt man den Hauptffamm, indem man verbéltnifmäfig die Nebengmweige ab- fürt, um ibm dadurd gugleid Gtürfe gu verfchaffen, darf nan nur die fiiréften Gipfelieige und die an den Geiten befchneiden. Dei den Sobren und immergrüen Soljarten bat man teiter nichts gu thun, als den Sauptftamm ju reguliren und ibn ju vereinfachen, twenn et doppelt if. Se meniger die Geitengmeige berübrt werden, defto beffer ift es. Das Berdünnen ift zur Defdrderung des Holjwuchfes eine âuferft wicbtige Sache, weil das Holz, tuenn es zu Dic£ ftebt, leicht zu fchtoach wird. Sn vermifchten Anpflangungen müf- fen die Dflegebäume gunâhft meggefchafft und davon bie fchlechtern Mrten aus dem MBege ge- râumt werden, einige(âft man 10 bis 15 Sabr ffehen. Die Hauptregel dabei iff, daf fi die Stweige der Bâume fo wenig als môglih berübren und die Bipfel die gebôrige Diftanz ba- ben müffen, tmweil man nach den MBurgeln fidh nicht allemal richten Éann,*) Œn den Plantagen in Mottinghamfhire waren nach 4 oder 5 Yabren die Fleine Dirfe und Gaateihe zum Berpflangen grof genug. DBeim Berdünnen derfelben nabm man Dedacdht parauf, nicht alle u gleicher Seit auszufegen, um wwenigftens auf ein balb Dubend Sabre noch mit Dflangen verfehen zu fepn. Um biefelbe Zeit, als die Éleine Birfe veroünnt tverden mufte, fonnten der grèbern fon die untern Siveige genommen twerden, um der Ciche nicht nachtheilig qu fepns und bies war der erffe Vortheil der Anpflanjung, Defenreifer ju serfaufen, Dies Ausfdneiteln wurde fo lange nach Erfordernif fortgefeét, bis die Birfen ju Koppelriten brauch- bar mwaren, bann turden fie niedergehauen, um den beffern Bâumen Piaf gu machen, Um diefe Seit waren die Cichen 12 bis 16 Guf bod und nun fchoffen fie auferordentlid) fhnell in die Hôbe. Machdem die Bivfen tweggehauen twaren, batte man tueiter nichts ju thun, als die Gichen von Beit zu Beit ju verdünnen und ifnen die abgeborrten weige, fo wie es nôthig be- funden, su nebmen. Dei diefem Unternehmen muf man febr vorfidtig ju ABerfe gehen, denn tenn die Sänge des Daubolzes leicht zu erveichen ift, fo gebôrt um Didiverden dod Zeit, man mu fie gu dem Ende in den erften 15 Yabren febr dié fteben laffen. Ueber den WBuchs der Giche in 2 Plantagen, twobon die eine 28 und die andere 50 Sabr alt mar, lief fi bemerfen, #) Nicol Treatife on Planting. Qweiter Theil. Tt 330 Bmblfte Abtheilung, daf in ber erffern bie Vâume 25 bis 26 Fuf Hôbe und r8 Doll im Umfangs bie leftern über 60 Guf Hôbe und im Lhmfange ettwa 3 Bub Datten. Der cigentlihe Stamm betrug im Gan- gen 50 ŒGuf. Anpflangungen von Gobren düvfen tweniger als andre ausgehauen tverden, Das Aushauen des Unterholges muf febr nach dem üppigen Buchs regulirt werden und fo tie man Gebraud davon machen ann, Se mebr Muben man davon haben Fann, bdefto mehr bauet man aus als fonft wobl gefchäbe, Gn manchen Gegenden ift die Aupflangung der Band: und der KRorbmweide zum Gebrauch der Rorbmacher febr vortheilhaft. Die Art, wie man folche an den Ufern der Theme anpflanat, findet man in den Verbandlungen der Society for the Encouragement of Arts etc. Der Voden wird im inter einen Stih tief gegraben und raub gelaffen, Ddamit der Schlamm es nicht twieber gudiebit, ebe gepflangt mird, Die Arbeit wird im Märg begonnen. Der Pflanser fchafft fib Schnittlinge zum Cinfegen, von etiwa 18 Solf an; fie müffen aber nicht von der©pibe der Beidenruthen genommen fepn, weil diefe Feine gute Seblinge geben, Man flecft fie dann mit einem Pflangftocf in die Erde, fo daf fie 18 Sol von einander und 7 3oll über der Crde zu fteben fommen., bâlt man fie vom Unfraut gebôrig rein. Der Do- den muf aber gut abgemäffert fepn, bamit der Schlamm nicht gu lange darauf bleibe, imeil die Seftigfeit und Güte der Ruthen davon febr abbängt. Die Beiden werden im erften Yabr mit einem Frummen Deil abgebauen, die Schèflinge dicht am Stamm tweggenommen und in Biündel gebunden, Das Vâten gefhieht alle Sommer. Bei der nâchften Befchneidung(âft man einen Ebeil gum andern Sabre fteben, wo man fiûrfere Ruthen ju den Gerippen grôferer Rôrbe gebraucht. Das Anpflangen der MBeiden im erften Jabr ift Foftbar, aber der Gevinnift, bei gebôri- get Debandlung, grof, da fie jäbrlidh an Quantitât des Crtrages junebmen,*) Dei der grofen Machfrage darf man, fobalb man anpaffenden Boden dau bat, biefen Mnbau nicht vernachläffigen, Auf dem feuchten Sumpfboden bat man die Anpflangung der Hantingoonfbire: Beide âuberft vortheilbaft ju Sopfenftangen gefunden.**) *) Die Namen und der Gebrauh, der in ber Näâbe von Drentford angepflangten Meiben, iff biefer: 1, Die Salix vitellina, bie gelbe 3abme WBcide mit einem geferbten Diatt, wird in den Baumfhus len bâufia gebauct und twird tvegen ibrer säben Nature sum Dinbden grofer Pacfete und Efpaliers bâume gebraucht, 2. Salix amyddalina, bie manbelblätterige Meibe, twird au gum Dinden gebraudt. Œine andere Art bavon gebrauhen die Roth; und Sicbmarber. 3. Salix viminalis, die Rotbtweide, man bat eine gelbe und cine btaune Art, bderen fih die Rorbs maiher bedienen.: k Aufeidem bat man noch eine Art unter den Mamen Spaniard. Sn folhen Gegenden, to man das Gceffräut und Unterbolg bindet, leiftet fie vielen Nuben. #*) Corrected Report of Nottinpghamfhire. (eu Anbau des Graslandes, 231 Hol;wirthfhaft. Es ift allemal eine fhône Sache, tvenn bei einem Farm fid) Sol gum Verbrauch und gum Berfauf findet. Eine folhe Hôlqung muf aber gebdrig eingefriedigt und mit folchen Dolzarten verfeben fepn, die dem DBoden und der Sage befonders angemeffen find. Demnäcdft muf für die Erbaltung einer folchen Beibhôlqung aufs beffe geforgt, und toenn die alten Stâmme ausgeben, müffen neue angefchafft werden. ufber dem natürlien Hb- gange des Holges durch Miter, giebt es aber nod) manche Unfâlle, denen es ausgefeft if und wodurd es früber und fneller abgângig wird. Dabin gebôrt das verderblihe Süten des Hindviebes in den Hôljungen, das nur in wenig Fällen unfchädlidh fepn ann; ferner der Man- gel nôthiger Abwäfferungs bdrittens das Abbauen, wenn es gu lange fchon geftanden bat; auch ann man dabin mobi bies vehnen, daf man den Râufern die Breibeit giebt, fidh felbft das Holy wegzubauen und endlid die Éemobnbeit, es gur unredten Seit wegzufabren, two das Bieh und Fubriwverf in den Holgungen Schaden madbt.*) Dei der Anpflansung folches Holes bat man befonders auf den Debarf der Machbarfchaft au feben und in wie ferne bei anpaffendem Doden die môglichft grôfte Maffe ju getinnen ftebt. Gang voryüglich ift dau die Efhe. Der Berth der efchenen Stangen ifé um den dritten Theil bôber als anderer; nach dem Holge felbft ift Macbfrage, und es wird beinabe fo theuer als Cichen- bolz verfauft. mâchft dies Holy auferft fhnell und faft auf jeder Bodenart, wo die Efche nicht wachfen will, da nebme man die fpanifche Raftanie, die ein vortrefflihes Nus- und Unterbolz giebt und nur beffer gefannt ju werden verdient, um bôber gefhäbt ju werden, Sie bat viel âbnliches mit der Ciche und übertrifft fie in den beiden Puncten, daf fie fhneller tAbft und der Splint des Doljes fefter und minder vergänglicher iff.**) fes vortheilbaft, neues Hol angupflangen, fo iff es nocd) mebr, das Gepflangte zu fhüben, es wieder angupflangen, wenn es dünn getmorden ift und miederhetzuftellen, twenn es abgängig wird. Die Unfoften werden auf diefe Beife nicht nur durd Erfparung neuer De- friedigung gemindert, fondern der Gewvinn febr vermebrt, indem das Solz fdnell wäcdft, wenn es in Gegenden angepflangt wird, die durch andere Dâume und Pflangen bereits gefchüt find. Sn Hôljungen, wo junge Daumpflangen von felbft auffhlagen, mu ir MBadbsthum auf alle môglihe Art befordert werden. WBenn dann ur Zeit des Paues folhe aufgefhoffene Bâume 14 oder 15 Yabr alt find, fo ift es am beften folhe, tweldhe gerade und fidlid gewachfen find, fichen ju laffen und die übrigen als Unterholÿ mwegzubauen. man indeffen Mugen von diefen leBtern baben, fo faffe man fie bis gum gtweiten au fteben, 100 fie alsdann 30 Gabr ait find und neue Scôflinge gufciefen, um mit dem übrigen Solge friedlid fortzumachfen. Siefen aber feine junge Stimme(faplings) veidlid auf, fo müffen junge Büume ge- T2 #) Davis in Bath Papers,##) Ibidem. 332 Bwolfte Abtbeilung, pflangt werden, tvovon man einen Theil ju Nubboly und den andern ju Unterbols beftimmt, das au feiner Seit gebauen wird,*) k Um folches Solz, was ju dünn gemwadfen oder verfäumt ift, tieder aufubelfen, muf man die Seit im erften oder gweiten abr nad) dem Pau twabrnehmen, Die jungen Pflangen müffen 8 bis ro Guf hoc und unten 12 Soil dié fepn und ungeftügt gepflant werden, St der Doden troen, fo bat man blof die Sdcher für die Pflangen auszugraben, ft er naf, fo müffen tiefe Mbjüge gemacht werden, Die aus diefen berausgegrabene Erde twitd an Die nie- drige Seite gebracht und auf diefe neue Erde müffen die Pflangen gefeft werden. If der Vo- den lebterer Art Falt und torfig, fo pañt fit die Efche daju und gedeibet auf bdiefer aus den YMbyügen gegrabenen Erde bemundernswürdig, ft es ein fteifer gelber Alan, fo gedeibet die Ciche am beften, Sn folhe Bodenart gebôrt die Ciche als Nubbholz mit der Meide, Dirfe, Œller und fpanifhen Kaffanie zum Unterbolz, Von allen diefen Mrten pflangt man eine un das junge Gefträuch, und menn es noch fhwach ift, gvei, ebe man die zu Dufhbolz beftimm- ten wegbauet. Die Dire macht biebei aber eine Ausnabme. Diefe muf guerft um das junge Gefträuch meggebauen werden, denn find die Stâmme grof, fo geben fie, tenu man fie ab- bauet, leicht aus, Dei den Mifhungen von folhem Holy bat man immer auf folches ju feben, tas gut gufammen wâchft, und folche Bâume muf man ju Nubbolz fteben laffen, die dem line terbolz am mindeften fhâbdlid werden, Die Pflangen, Deren man fi gur Musfüllung der Sücfen bedient, müffen die ffârfffen und beften in ibrer Art fenn und bdiejenigen, welche anfangs fhiwach find, tmerden bei gunebmender Sôbe noch fhmwächer; Cichen, Efhen und fpanifche Raftanien bält man ju dem Ende in den Daumfhulen. Ellern und Dirfen machfen in folchen Gegenden von felbft und Éônnen na Erfordernif gefucht werden, Œllern Fann man durch alte MBurgeln, die man in mebrere Sheile gcrfchneidet, guiveilen fortpflangen, auch Safe läft fi auf diefelbe IBeife angiebn. IBeiden werden gemôbnlid in Schnittlingen gepflangt, wo aber aîte Beidenftämme fih befinden, da beugt man die Schôflinge fo iweit nieder, um rund um die alten@tâmme die leeren Piâbe twieder ausgufüllen.**) Cine bis dabin no nicht gang ausgemachte Sache ift es, in melhem Berbültnif der MBachsthum junimmt. gebôrige Deobahtung mürde man auf diefe Beife die beften Beiten zum Dauen ausfindig machen, Jn Rücdficht diefes Verfabrens gebt man in verfchiede- nen Diftricten verfchieden zu Berfe, Man bauet alle 7 oder 8 bis 25 oder 30 Jabr; gerwobn- fich alle 12, 14 oder r8 Sabr, Man(âft auch in einigen Holggegenden auf jeden Bufh x oder 2 Gtâmme sum doppelten Buchs ftebn, mwodurd man fi in jedem Gall grofes Holy verfhafft und bedeutenden Gervinn bat, Gangen ift es immer vortheïlbafter, fo fpât als mdglich ju bauen. Dei der Efche und Ciche, movon man Hopfenftangen und dergleichen nimmt, ift der Bortheil einleuchtend, #) Davis in Bath Papers.##) Ibidem Anbau des Graslandes, 333 Qn den groben Sôlyungen von Budinghamfbire, two votiüglih Düchen wachfen, wird alfe 25 bis 30, wobl gar 35 Yabr gebauen, iwobei bas junge Solz regelmäfig nadhwächft, Deim Musbauen werden die Däâume, iwelche das gebôrige Alter haben, ausgewäblt und ge- bauen, obne an ein reguläres Gâllen fidh wie fonft zu binden. Die Grèbe eines Sauces wird fo eingeriter, Ddaf fi der Ucre, in Berbältnif der Oüte des Buchfes mit 15 bis 20 SHil- linge bezabit. Der befte Doden giebt bei diefer Dirthfchaft einen reinen Bortheil von 20 Sch.*) QGn MBorcefterfhire, two man das Holy vorüglih der Rinde wegen hauet, tird alle 40 CGabre gefället, und eine gebôrige Quantität Magazinhol; von 14 und 28 Sabren bleibt zum nächften Gällen ftebn. Sn der MNachbarfchaft von Herford fallt man alle r8 oder 20, auch alfe 12, 14, 15 Jar. Jim erfiern Galle Cichen, im lebtern Œfhen, Saaliweiden und Ellern. Das Gange wird meggebauen, und was zu Sopfenftangen brauchbar ift, mit dem grèften Bot- theil: Die 2ojährigen Sällungen terden aufgeftapelt und gewbbnlicdher Gebrauch davon ge- madt. Deim Holghau bleibt alle 49 Quabratelle(lugg) ein Nubbaum ftehen,. Meisholg gon einer folchen Släche giebt Ertrag von 2 Sc. 6 P. bis 4 Gch. 6 D, d.i, 12 bis 22 Pfd. per Mere, von 12 bis r4jäbrigen MBuchs.,— Ein grôferes Cinfommen, als auf irgend einem andern WBege von folhem Boden und folher Gegend fu ertvarten ftebt,| Das Dillorngehôly in Staffordfbire bildet eine Rette von 3 oder 4 Meilen in der Sânge, und beftebt aus geraden flanfen Œicen und Éfchen, die fo viel Unterholz haben, das alle 7 Sabre gefälit, und, wenn es gut befriedigt if, ein Œrtrag von 6 Pfd: per Here erreicht merden fann u, f. 10. Mr. Davis giebt die Antweifung, man folle die Haujeiten des Bufhholjes nach det Ueppigfeit des MBucbfes, dem Bedarf der Gegend und dem Gebrauch des gehauenen Solges be- fimmen, Daufhbolz Éômmt nicht allein der baare Œrtrag, fondern der Berluft an dem folgenden Bus im Vergleid zum Berth des ftehenden Holzes, tvenn es bauredt if, in De- tract, unD 68 if bem Defiger doppelt vortheilbaft, das Bufbbholz, fobald es verfäuflich iff, au bauen, Gobald daber Holy gu gebrauchen ift, fo baue man es, twenn es fich gleich beint Sängerftehen binreichend ju verginfen feint, fo muf man doch bedenfen, daf das früber ge- bauene dann, twenn Das fpâtere gebauen tird, dem nâcften Grtrag auch iwieder um fo viel nâs= berif. PBlofes Drennbolz Fann fchiwerlidh qu jung gebauen werden, Safelbolz iff nad ro pis! 12 Gabren zu Pürten und Zâunen brauchbar. Efchenholz, eben fo alt, zu Schaffrippens und Œfhen- und ander Holg zu Hopfenftangen, mwenn es 11 bis 14 Sabre alt ift: wäbrend Efhenholz zum Zimmern und andern grôfern Gebrauh, Ellern, Dirfen und Beiden, zù Queerbôlern, gur Drecbslerarbeit, Dolyfuben und in den Fobigruben nach 16 bis 20 Fah- ven qu diefen wecfen erft Braucdbar toird. #) Buckinghamfhire 4to Report. 334 3mblfte Abtheilung, Anbau des Graslandes, Das Holyhauen beginnt im November und Éann bis zum Gebrnar oder Mrz fortaefest, muf aber vor Anfang des Mprils geendigt tverben, ausgenommen, ivenn man die Minde der Dâume benuben will, in welhem all der Anfang des Maies, to fie fidh am beften lofet, da- qu die bequemfte Seit if. Deim Dufchholyhauen bemerft Mr, Davis nod als cine Hauptregel: je Alter das Holy ift, defto fpâter muf im Grüblinge gebauen werden. altes Holy frübe im Yinter ge- fauen tiro und ein barter MBinter darauf folgt, fo ift der Schade, welchen die Stâmme leiden, febr grofs junges(ebbaftes(flourilhing) Soly Fann das Hauen faft ju jeder Sabrspeit ver- tragen, Sür den Râufer bat das Polz immer am mebrften Berth, was in dem faftigften 3u- ffande gebauen if, und da, ivo man Sol; ju Pürten, Sâune u.(, w, gebraucht, Fann es nicht 3eitig genug im Binter gebauen werden, mweiles, tvenn der Gaft eintritt, fprôde und unbrauchbar wird, Cichenbufhbolz, um der Minde willen gefauft, Fann fo lange fteben, bis fich die Minde Idft, iweil den Stâmmen dies wenig fhadet. Das Holyhauen wird nach beftimmten Raveln(tale) betverfftelligt. Mn einigen Orten tiro das Holy in Reiben niedergebauen und Muthenweife verfauft, Dn andern Füllen wird es qu verfhiedenem Gebraud fortirt,. Der Garmer bat bei diefer Gelegenbeit die Hrbeiter wobl qu beobachten, die ibren Bortheil dabei wabrzunebmen tiffen. Dreisebnte Abtheilung: Die DAUtUE ein Sieig der Sandivirthfchaft if dem Harmer bedbeutender und bat in den neuern Seiten mebtere Berbefferungen erfabren, als der des Viebffandes, Ve mebr man die Mittel gur Er- baltung deffelben Fennen und anbauen lernt, defto grofere Serbefferungen finden in der De- fhaffenbeit, Nace und Güte des Biebes, das man balten Fann, ftatt, und der Farmer bat fo- tobl den Gewinn der Berbefferung des Sandes als des Viches, Gar febr wird diefe durch das vermebtte Debdürfnif des Biebes jur Arbeit fovobl als zur menflichen Nabrung befdrdert, Unftreitig fann aber die Viebgucht nod einen meit bôbern Grad der Vollfommenheit et= balten, Œs ift vieles in diefem Sache gefheben, aber es bleibt noch iweit mebr zu thun übrig. Es febit noch an genaueren Berfuchen, bevor man beftimmte Negeln und mehr als MBinfe dar- über geben fann. Um die Biebzucht auf einen Farm zu verbeffern, werden, tie febr vichtig bemerÉt torden it, Shué, Srhatten, MBârme und Frubtharfeit des Bodens mit gebôriger Abwäfferung et- fordert, denn nur dur Gülle und Oüte des Butters lâft fi auf diefem Mege etwas vervoll- fommnen,*) Dei der Verbefferung der Viebzucht bat man gmei Svfieme vorüglih befolgt. Das etfte, twelches lange den Vorgug bebauptet bat, beftebt in dem Sreuzen der Macen, um die Gebler der einen durch die Vorgüge der andern zu compenfiren, Das lebtere oder das neuere if, daf man bei einer Race bleibt und fie in derfelben Sinie, Familie und in demfelben Geblüt fort- aupflangen fucht. Sange, und von einigen noch jebt, bat man bie erftere Methode vorüglidh gebalten,#meil fie es verhüten fol, daf das Bieh wegen zu naber Berrwandtfhaft nicht Hein, gârtlid und leicht *) Middletons Report of Middlefex. 336 Dreigebnte Abtheilung, fränfelno terte, Diefe Vdec ift aber nichts tveniger als gegründet, man bat fi our ben beften Œrfolg vom Gegentheil überzeugt,*)**) Den ficherften Detveis geben folche Rindvieh- gattungen, twelche Sabrhunderte in ifolirten Gegenden unvermifht ergeugt find, und fi in ibrer Grège, Gorm, Garbe oder befondern andern Cigenfchaften unverändert erhalten baben.- Dem- obngeachtet till man das Gegentheil bebaupten, und es laffen fi) mebrere Debauptungen für und vider angeben. Unter folchen Umffänden Fann man gu Éeiner fihern Schiuffolge gelangen. Das ficherfte ift, man bebient fi beider Methoden, nach Befhaffenbeit der erforderlihen Serbefferung, und da man bisber noch nicht fo weit gefommen if, im Tbierreich und im Pflangenreidh jufällige Barictâten bleibend gu machen, fo fuche man fih gur Sucht immer die beften und vollfommen- ften Zhiere aus, Dei der Methode des Rreugens bat man, fo âuferft nüblid fle in manchen Fâllen fepn fann, doc bie grôfite@orgfalt und Ueberlegung angutvenden, daf, die biere in der{rt gu- fammengebract, eine Verbefferung môglich if, weil fonft au) Schaden daraus entftehen Fann. Man bôrt bâufig Rlagen über fchlechte Rreugungen, todurch febr nüblihe Macen verfhlechtert find. Gin neuerer Gobriftfteller bemerft, mwenn er von den Schafen fpricht, febr richtig: ,,baf wir uns burch das Rreuxen ungleiher Racen, welche die unendliche Meisbeit von einander ge- fondert bat, mandher Berwirrung und unrechten Bebandlung des Liches fhuldig machen.“ Bugeben muf man indeffen, baf durch das Rreujen, mwenn eë mit Ginficht gefchiebt, iwefentli- lihe Berbefferungen, in Hinfibt auf Rnochenbau, Grèbe, Haut u. f. w., fatt finden fôn- nen: in andern Dinfichten find aber die wobithätigen MBirfungen nicht in dem Maafe ju errei- en, daf die Biebgüchter dadurch beftimmt tverden Fônnten, Mach einem phofiologifhen Principe beftätiget es fi, daf bie Tbiere die Fäbigfeit befisen, A6Eommlinge su geugen, die nict nur in ibren Borgügen und Anlagen ibnen äbnlid find, fon- dern auch gleihe Dispofition zu Seblern an fi haben. Sieraus ftheint fidh zu ergeben, daf, twenn gleid bin und wieber Mbweichungen ffatt finden, es immer die fidherfie Methode fer, in derfelben Sinie, vielleicht in derfelben Gamilie aufjugiehen, meil der Bicbyüchter dabei am tve- nigften viftivt. Bon dem guten Erfolge diefes Verfabrens überzeugt fih der Biebyhcdter nicht minder als der Sâger. und Rampfhäbne find auf diefe IBeife gang vorjüglih gut gezogen worden, Much bat man die fhâbbaren Eigenfchaften einer Pferderace auf diefem MBege fortge- pflangt und erhalten, findet im Pflangenreiche ftatt, in twelchem man die fbônften und vollfommenfien Œreugniffe ourd den Saamen von den beften und edelffen Pflangen erbâlt, und tvenn #) Mr. Bakewell.##) Culley on live Stock. Biehsucdhf. 337 sen ttatt Jugett und Yeifer bon guten Bäéumen nimtt, aud Vautte Loir Setfelben Vrt ergielt, Ein anderer Umffanb, bet diefe Methode empfieblt, ifE noch der, bañ, obgleih Clima, MBeide nnd andere Urfaen mebrere Serânderungen beim Bieh, der Garbe und andern unbes beutenden Rleinigfeiten, veranlaffen, der fpecififhe Character deffelben bei diefer Methode der: felée bleibt, Anwendung des Rreugens in den oben angegebenen AEfihten und forgfättige Musrwabl der vollfommenften Thiere derfelben Art, nebft gebôriger AufinerFfamfeit, da fie gui gebalten werden, muf die Viebjucht auf den bôchfien Grad ibrer Bervolifommnung Éringen. Da es für den Sandmwirth, mwelher ich aufjicht, febr wichtig ift, folches ju baben, das ibm den grôften Gewvinn verfhaffes fo mub er die in diefer Mücficht vortheilbafte Matur und Gorm des Thieres Fennen, oder melches fein Sutter am beften bezabit, Auf diefe Acife be- merÉt er die an einer Mace oder Abart wünfhenswertheften Cigenfhaften, und was dabei zu be- obacbten, um die Devorgeigung diefer oder jener von ifm eingefübrten Mace zu rechtfertigen. Die gang voryüglich au beachtenden Œigenfchaften bei den verfchiedenen Rücffichten und Piânen, zur Berbefferung des Biebftandes, laffen fid) unter die verfchiedenen Sauptpuncte der Geftait, Grèfe, Ynlage zum Bettwerden, barte Statur, fhnelle Reife, Defchafenbeit des Sleifhes, Bettigheit deffelben, Milh, Haut, Gefhitheit gur Arbeit und was man Geblüe (blood) nenut, bringen, Qn Nücéfiht der erftern find die Meinungen der Biebjüchter febe berfchieden, es muf je- och eine volffommne Geftait geben, welche dem gebôrigen Verbâltnif aller Theile zu einander am nâchften Fommt. fi biefe, fo ift dies die âchte Geftait, die der Viebyüchter vor Mugen baben muf, es-fen bei twelcher Art oder Gattung Biches es wolle, Qn bdiefer Dinfiht muf ein regelmäfiges Cbenmaaÿ in allen Æbeilen fatt finden, der Ropf mu zierlidh und gedrungen, nicht zu grof oder zu lang, die Mugen müffen glängend und Bervorragend, der Hals muf nicht ju lang, fondern etwas dünne fen, alfmälig von der Druft bis gum Ropf enger werden und an demfelben zierlich fich anfcbliefen; das Druftwert muf rund, seit, voll und tief berabgeben, die fâänge der Deine der Grèbe gut angemeffen fenns die Vor- derbeine gerade und fchier, die Sinterbeine an dem Dug einen IBinfel bilben, fo daf fie gut unter den Düften ftebn; die Entfernung zwifchen den Güfen in den verfchiedenen Crtremitâten gleich, die Gübe rund und eben, die Dufe gerabes der Mücden und die Hüften breit und gerade, der Dauch feft und rumpfigs die Biertel vôllig und unterwârts febr fleifchig. Es ift fhtver mit MBorten eine richtige Darftellung der Geftalt zu geben, bicjenige, telche aber biefem Schema gleicht, beftimmt für den jesigen Biebaüchter die nüblihfte Form. Es ift diefe Form, für das an den beften, Theilen gewänfchte Settiwerden wabrfcheintidh am beften Bweiter Theit, Uu 3338 Dreixchnte Abtheïlung, berechnet, denn febit bas gcbôtige Ebenmaaf, fo findet fih mancher Mactheil in diefer Hit- fiht, Gin febr eMfichtsvoller Biebjüchter*) râth, fih folches Vieh amgufchaffen, twelches in den Reulen das mebrite Getvicht babe, tveil e8 einen grofen Unterfchied bei einem Ochfen vont so Gtein made, 06 er 30 gute Bratenftücfen und 20 fthlechte Rochftücfen oder breibig gute Rochftüen und 20 Bratenftücen gebe.**) Es Fommt daber vornebmlich darauf an, daf diejenigen Tbeile, welche von geringerm Berth find, auch(fo fleines Gervicht als moglih haben. Sn eingelnen Fâllen Fann auch dies vortheilhaft feun, daf man bei der Geftaltung auf dicjenigen Theile befonders Mücfiht nimmt, Die am mebrften gefordert werden und daber beffer im Preife ftebn, Michtiges Ebenmaaf der eingelnen Theile bei den Tbieren ift es demnad, tworauf die Ver- befferung des Viches in diefem fomobl als in andern tichtigen Puncten Geruht. Es fcheint da- Der die wefentlihe Güte der verfhiedenen Yieharten mit der Oüte der Gorm in Verbältnif zu ffebn, Es unterfheiden die Viehyñchter Schônbeit der Gorm und Nubfamfeit der Form,***) Sebtere bleibt dem Viebzüchter aber immer der Hauptgegenftand. ŒGn Hinfiht auf die Grèbe der biere, fo giebt es dabei eine Mannigfaltigfeit, die dem verfchiedenen Dodenarten, Clima, Sage und Butter, fo wie den verfchiedenen Jbfihten und Siwecfen des Garmers entfpricht, Die fchon lange aufgemorfene Frage, 06 grof oder flein geftaltetes Vieh am vortheilbafte- ffen fen, ift noch nicht vôllig entfchiedens; eben fo mwenig, was für eine Verfchiedenheit des Muchfes, oder der. Sunabme an Gemidht, oder Rrâften bei groBen und Fleinen Thieren, in Berbaltnif zu dem Gutter, deffen fie zu ibrer Erbaltung bedürfen, ffatt finde, und endlich, was für ein Unterfhied in der Sunabme und der fnellen Mäftung bei Vieh von verfchiedener Grôfe in Verbâltnif zu dem von demfelben verzebrten utter zu bemerfen fer. Auch die ge- nauefte Gammiung von Erfabrungen würde bierñber feine beftimmte Ausfunft geben, wenn fie uns gleich zu manchen richtigen Schlüffen leiten fônnte. So münfhensiverth die vorgügliche Grôfe mwegen des grôfern Gemichts, das man badurch fett macbt, ift, fo wird doch au in diefem Gall mebr Gutter erfordert, und etwa die Fâlle ausgenommen, two man reichliches Gut- ter bat, fo find die Tbiere von Éleinerer Geftait allemal vortheilbafter, weil hier die Quantität des leifches im Yerbältnif gur Quantitât des Gutters in Ermwâgung fômmt. Mr, Bafewell fand, baf, je fleiner die Rnochen, defto vortheilbafter die Geftalt des Thieres und defto fhnel- fer die Maftung fe,+) Dies fpriht für die Fleinere Gattung. Eben fo bemerft man von *) Mr. Bakewell.*) Youngs Eaftern Tour. Vol. I. fou)(TO unbegrünbdeter Unferfbieb. der Theile gum ZwecŒ des Gangen ift wabre Shônbeit. Ein anderer Degriff der Sdônbeit exiffict nur in der Fantafie, Laune und Mode. +) Youngs Eafiern Tour. Vol. I. A. d S. Bichaudt,| 339 der Sincofnfhire= und Solberneprace, beren Grèbe in ben Rnocden liegt, da diefe mit vielem Grhaden für den Viebmäfter fett gemadt merde, und ibre Grafung bei weitem nicht fo gu£ als bie feinfnochigte fanghôrnige Art bezable.*): bite Man mag dagegen vielleicht fagen, der Unterfchied in der Quantitât des Butters, dle vo der grôfern und Fleinern Mrt vergebrt merde, fer fo bedeutend nicht; allein die Erfabrung zeiat, af der Unterfhied nad) dem Suftande der Berdauungstverfeuge und anderer Urfachen bedeu- tenS fen, und in einigen Gâllen mobi 2 Hauptvieh gegen eins gerechnet werden Fonnen, Dei Unterfubung der Grage, über die Verfciedenbeit des Getvichts vom Butter, Ddaf das grôfite und fleinfte Hauptoieb in einer gegebenen Seit verzehrt, fand Mr. Knight die verfchiedenen Diebyuchten aus mebreren Difiricten der übereinftimmenden Meinung, da alles auf die Anlage eines Thicres gum Gettiverden anfomme und die Grèbe wenig entfcheide. ei feinem eignert Bieh fand er grade daffelbe,**) bleibt daber ausgemacht, daf eine getviffe Quantität gro- fes Bich immer mebr vergebrt, als eine Quantitât fleines, jedoch auf feine Beife im Verbaâlt- nif ju feinem Gewicdt. Gicht man auf Bartheit des Fleifhes, fo findet biefe fih bei der fleinern Art Vieh, und die Secfermäuter mwiffen diefe wobl vorzuziehen. Ym Gegenfaé der Meinung, da Fleine Thiere, mwenn fie fett gemacht find, in Sinfiht eines beftimmten Gemvichtes Gleifch, mebr twerth als grofe find, bebauptet man, daf, tent das Tbier fo genommen wird, wie es im@tall oder auf der MBeide fich findet, das Oegentheil flatt babe; daf aber, mwenn der Schlachter blof die Tbeile von mwirflichem Berthe Fauft und er den Abfall obencin befômmt, er aus einfeuchtenden Oründen für 2 Rübe, wovon jedes Biertel 12 Stein tiegt, mebr giebt, als für eine, bas Biertel ju 24 Stein. Der Abfall ift hier mebr twerth und in den Päâuten flecft ein grèferer Vortheil. Surz,: der Unterfchied des Ge- wichts des Thiers, twenn es lebt, und des Gemichts der 4 gefchlachteten Siertheile ftebt immer in verfebrter Proportion zut Grôfe, twenn Geftalt und Güte diefelbe ift; die Rnochen fteben bann aber in Berbältnig gu dem lebendern Gemidt und für den Berjebrer find fleine Thiere in diefem Falle am unvortheilbafteften. Us Vortheil bei den grofen Thieren fibrt man bies an, daf das Sleifch zum Aufbeivah- ten nicht nur beffer fey, tweil es faftiger ifts fondern mweniget fich verliere, da die Musdehnung der Oberflñche verbältnifmäbig geringer iff. Bon dem fleinen Lich will man ferner bebaupten, baf es insgemein bârter fen, fo tie bab es dem Doden durhs Treten nicht fo nachtheilig merde, Deides bat nur relative Babrheit. Sn folhen Füllen, wo bas Gewicht nicht in Detracht fommt, ift der Vortheil auf Seiten der Uu 2 #*) Youngs Eaftern Tour. Vol, I.#*) Communications to the Board of Agricult. Vol. II. 340 Dreisebnte Abtheilung, fleinen Art, Sie giebt beinabhe fo viel Mildh als die grofe, und fubfiftirt bei Énapperem Grafe, Die fleinere Art lâft fih mit Gras vôllig fett machen und auf fhlebterer MBeides man Fann fie leichter baben, fie if den befondern Sagen und Umffânden der Farmers mebr angemeffen und bei Unglücsfällen ift der Verluft geringer.*) Cs ift obne 3ieifel febr nüblich und wicbtig, folche Mace von zabmen Thieren zu haben, die ein rubiges und fanftes Naturell(disposition) befigen, Biel bängt dabei von der Art ab, tie die Tbiere aufgezogen find. Mr. Bafemell bat alle fein Vieh, felbft die Spring- ochfen, fic fo 3abm und fanftmüthig gegogen, baf es fi âuferft leicht regieren lâpt. arte Conflitution iff nâchfidem aucd eine Gigenfchaft, welcdhe die Mufmerffameit des Vichsüchters verdient. Sn freien Oegenden muf durhaus beim Vich darauf gefehen twerden, und in jedem Gall ift es vortheilbaft, ivenn das Vieb nicht meichlich ift; es nimmt fic auch bar- tes Bieb mweit beffer zu. Farbe und raubes Haar giebt man als Rennjeihen diefer Ci- genfcaft ans die Garbe macbt indeffen mobl menig, viel aber die Art des Aufjiehens aus.**) Grübe Drauchbarfeit ift gleichfalls dem Biehjüchter eine duberft wichtige Cigenfchaft. Die Gülle des Gutters ftebt biemit genau in Berbindung, und es ift ausgemacht, Daf bei einem Garmer das Biech friber arbeitet und Ertrag giebt, als bei andern,***) Unftreitig bat die Art, tie das Vieh gebalten wird, auf die frübe Cintrâglichfeit deffel- ben Œinfluf, und bei ftets reichlihem Gutter gelangt es früber gur Meife. Dies if bei jeder Art Bieh der Gall, Man fommt dabei in 3 Jabren weiter als in 5 bei Fârgliher Methode des Mufsiehens. man durd nihts das Vieb in feinent erften MBachsthum unterbrechen und aufhalten müffe, ift ein Puncet, der die forgfältigfte Uebergeugung jedes Viebyñchters verdient, Leber die Matur und Defchaffenbeit des Sleifches lâft fi twenig fagen, als daf es im Gangen mwobl von der Mace abhängt. Die Berfchiebenbeit im Gefhmacé des Gleifches aber hängt gar febr som Gutterab; wâb- tend die Garbe eine anflebende MBirfung der Naceift. Es feblt bicrüber auch an Berfuchen, um dié Sache dadurd vôllig aufgubellen, die Garbe der Haut ettoas Cinfluf darauf babe, ift fhwerlidh gegründet, #) Man muf, wenn die Engländer. von GrôGe und Rleinbeit des Vicbes fprehen, aber toi bemerfen; dbaf fo fleines verfümmertes Bieh, tie man in Deutfthland auf dem Porblande antrifft, bei ibnen gar nidt(aufer etwa in einigen gang armen und uncultivirten Graffhaften) antreffe, und baf ein Stüc, was fie flein nennen, bei uns fon ju der grôften Art gegäblt werde. Œin Obfe von 600 Ïb gebôrt in England nod zu ben flcinen, und auf ben Namen eines grofen fann er nur Anfprud machen, wenn er 1200 Ïb twicgt. 2 p: #*) Dicfe Cigenfhaft if bei dcr gewôbnlichen Art, bas Vieh in England su behandeln, von grofer Bictigfcit, von geringerm aber beim Stallvieh oder folhem, welches nur im@ommer meidct. Pacs tes Bieh bebilft fi star au mit ait Gutter, aber wer auf gute Bichucht bâlt, wird für gutes Sutter forgen, 2. *X*) Sir John Sinclair in Farmers Mina“Vol. IIL Biehaucht, 341 Eine tefentlihe Mbimeéhung der Garbe des Sleifches tlaft auf einen Érânflihen Suftand fchliefen, lebenden 3uftande find bie Seichen des guten Fleifches, mwenn es mürbe, ela- ftifch und etivas fett, one irgenb eine Harfhbeit, angufüblen ift; und gefchlachtet, tvenn es auf âbnlihe Art angufüblen, ein feinforniges und marmorirtes Anfebn bat. Aiter und, Ge- fleche bervirft biebei auch einige Veranderungen. So if das Gleifh von alten Thieren fefter und minder gart und faftreich, das eifdh von wciblihen Thieren gûtter als von männlichen. Œine biemit gufammenbängende Cigenfcaft ift die Mnlage zum Settwerden des Viehes, dietveil es jung if, nnd war féhnelf, mwenn es veiclich gefüttert wird, YBorauf diefe Anlage berube, mweig man eigentlid) nicht, fo viel weif man aber, daf einiges Vie bei menigem Sutter fett, anderes bei vielem Sutter mager bleibt. fcheint diefe Cigenfchaft mit der Geinbeit der nochen gufammen zu bângen. Diefe folf eine gang befondere innere Structur des Rôrpers angeigen, und in diefer Dinficht bat man feine Knochen als etwas wefentliches gu betrachten. Sie iwiegen aber oft febr fier und erfordern daber eben fo viel utter als grofes feine Snochen find gleid wie bei den âchten Nacepferden, gedrungen und fhwer; grofe Da- gegen febr porôs, mithin der Maffe nach leicht. Man muf daber folhes MRindvieh haben, das fih in Hinficht auf Quantitât nicht nur[eicht erbalten lâft, fondern auch in entlegenen und unfcuchtharen Gegenden in Detreff des utters leicht ju nâbren ifts denn fo viel if gewif, daf einige Thiere fit bei fhlehtem Gutter fo gut befinden, als andere bei dem üppigften.*) Die Erfabrung des Mr. Bafemell und anderer Viehjüchter geigt uns, da es grôftentheils von der Geftalt und Nace der Thiere abbänge.**) Œinige haben diefe Anlage zum Bettwerden desbalb berabfefen wolfen, wweil das alfqufette Gleifch eine mirthlihe Speife giebt. fidh aber wirflich alfjugrofe Gettigfeit, fo if Dies die Shuld des Viebjüdters und nicht der Defchaffenbeit oder Anlage des Vieles, Gin Streit, den man über den Bortheil und Mactheil des fetten Sleifhes gefübrt bat, berubt nur auf Unfunde der Sade, Settes Fleifh, tmwenn es zum germôbnlihen Gebrauch fich gleiwobl nicht befonders fit, fo nâbrt es immer beffer als mageres, fobald der Magen Sraft bat, es qu verdauen, SE nun freilidh bei der gerwbbnlidhen Mrt qu fochen, Serluft daber, fo fann biefer durch gebôrige Gorgfalt vermieden werden, Die Arbeiter bei den Roblengruben in Merveaftle faufen fich fettes leifch in Menge, Sie fochen es, effen das Gleifh falt und von der Drübe näbrt fi die Familie zu Haufe. Du einigen Gegenden Fochen die Manufaf- #) Sir John Sinclair in Farmers Magazin. Vol. III. ++) Diefe Hôdft micdtige Eigenfhaft der Thiere iff bei uns no grôftentheils Überfeben worden. Die Œngländer nebmen es als ausgemadbt an, ba die Nubbaifeit des Nindviehes ju Maffs und Wild: vieh mit der Seinbeit der Rnochen im Berbältniffe ffebe, und e8 bebarf nur einer unbefangenen Aufs merffaméeit, um in Deutfhland baffelbe beftâtigt ju finden. AUber das Vorurtheil für grobe Ruoden ifé bei manchen fo eingemwurgelt, daf fie mit offenen Augen nicht feben. di, DAMIUAE | ù| 4 [Le 4 342 Dreigebute Abtheilung. turiften das Gleifch mit Rartoffeln, die badurc einen beffern Gefhmas befotimen und nâbren- der merden, Auf diefe WBeife gebt ivenig oder gar nichts vom Gleifch verlobren,*)**) Liebrigens bat man noch feine Entoedung gut Berbejferung des Fleifches.gemacht, als die Denubung der Anfage zum Fettiwerden, Schon lange haben die Viebiñchter die Demerfung vgemadt: ,Gutes Gett giebt gutes Sleifdh. Die WBidtigteit diefer Bemerfung verdient daber ertwogen ju werden, Der Buftand der Haut und des Gelles, tvie fich folches anfblen lâft, giebt einigermafen fiber die Mnlage gum Gettwerden einige AMngeige. Man bat bemerft, daf iwenn fih die Haut teich und feibig anfüblen[âft, ein folches Vieh Anlage babe, Sleifch ju febens und es ift jiemlid einfeuchtend, baf eine mweiche bebnbare Saut mehr zum Anfai des Fleifches fi paffe, als eine bide und sâbe. Hâute werden aber in den Manufacturen geliebt und find dem Vieb in falten Gegenden, two es der rauben Bitterung febr ausgefeét ift, Guferft nothwendig. Es iff Dies bei den beften Macen im Hochlande der Gall, obne daf ibre die Saut fo xäh feyn folite, ibrer äbigfeit fett zu werden, nachtheilig zu fenn. O6 man zum Mildhen und gum Gettmachen verfchiedene Yicharten fih balten folle, if eine bis babin nod nicht entfchiedene Sache, lan findet, daf Yieh, twelches Anlage zum Gettwerden bat, felten auch viel Mitch gebe und man twüvrde daber gum Milchen fi eine be- fonders dau tüchtige Art ju wäblen baben. Man bat es aber durch forgfäitige Aufmertfamfeit ausfindig gemacht, baf man am beften ju Berfe gebt, wenn man bas mânnlihe Bieh zur Schlachthant beftimmt und das weibliche, nachdem es in den jüngern Sabren reichlih Mild gegeben bat, im gten oder gen Gabe fett macdbt. Solhe Biehjucht giebt unftreitig den beften Ertrag,***) À) Die Gefhictheit der Thiere zur Mrbeit ift auch eine Œigenfchaft, die bei der Rindviehzucht befonders in Betract Fommt; denn da fich Ocbfen leichter als Pferde balten und aufziebn Laf- fen, fo wird es nôthig, fie mit zut AMrbeit zu gebrauchen und eine auf diefen Swecl berechnete Race bleibt immer etwas wünfchensmerthes. Eine noch übrige Cigenfhaft, bie bei der Berbefferung des Viebffandes wichtig wird, if gas Geblüt, nach der Analogie des bei den Macepferden eingefübrten Svftems. Man be- gcichnet daburdh die natürliden und bleibenden Cigenfchaften einer ace, die in idrem âufern *) Sir John Sinclair in Farmers Magazine. Vol. III. **) Ueber qu fettes Sleifé wird man fi bei uns felten beflagen. Sn London aber bat man wirélih bie übermäGige Gettigéeit der Dreiéobfen Grenjen feben ju müffen geglaubt, indem in den£ondoner Sûs en diefes Gett gum Teil verlohren ging. AD, D. #**) Corrected Agricultural Report of Staffordfhire. +) Das Milbvich muf nur feine Anlage gum Settwerden Gaben, fo lange man e8 melft. Madbher fegt biefes Vie oft gerade um fo fhneller auf. Dicfe Eigenfhaft Liegt gewif in ter NMace. A. d. D. Bichyuchf, 343 Anfebn fih Fennbar machen, den Liehjhchter bat dies den Nuben, daf er bei der beab- fichtigten Berbefferung fines Biches in feiner Muswabl richtiger und beftimmter verfabren Fann. Go viel von den Hauftgcgenftänden, die bei der Berbefferung der Bichjucht in Betracht fommen, und mobei der weitere gute Erfolg von der forgfültigen Deachtung mebrerer darüber fchon gegebener Winfe und Nachweifungen abbangt. Yedes Snftem der verbefferten Bichucht will mit Sorgfalt behandelt fenn. Gute Race und gutes Gutter find 2 Sauptffüde, die einander begleiten müffen. Verbefferungen die= fer Art Fonnen aber nur nad und nach vorgenommen werden, ba die Cafe der Harmer eine Totalumänderung felten erlaubt. Deim Kuboieh gefhieht dadurd fchon grobe Verbefferitng, wenn man junge Starfen von gutem GefchiŒ und befonders einen guten Springochfen Ie 0 7 Ein micbtiger Umftand biebei darf nicht aufer Act gelaffen werden. Gede Art Beideland ergielt Vie von eigner Grèbe. Dringt man grofes Vich, es môgen DPferde, Rübe, Schafe u.(ww. fepn, aufeine MBeide, auf melher es die für fi gebôrige Quantität Gutter nicht fin- det, fo wird es nach gerade ausatten und nie fid) fo einträglich gcigen, als twenn Grèfe und Qualitât des Gutters in gebôrigem Verbältnif ffehn. Dringt man dagegen eine Éleinere Art tie gembbnlich darauf, fo nimmt fie an Maffe fortwäbrend ju, bis fie auf den Slecf Fommt, der die angemeffene Mabrung gemäbrt. Gin merfmürdiger Unterfchied findet gwifchen diefen Drogreffionen in Dinficht auf den Bortheil ftatt, ÉFommt das Vieh von fetter oder guter Beide auf die entgegengefehte, fo wird es in jedem Gall fhlechter als die einbeimifche, SKommt es dagegen von einer fclechten auf eine beffere, fo verbeffert es fich zu dem Grad der Vollfommen- beit, den der IBechfel feiner Sage mèglich macht. Benn diefe Urfachen auch unmittelbar nicht irfen, fo geigt fis doch getvif und augenfcheinlich in mwenig Yabren. Dies gilt bei Pflangen fomobl als wie bei Thieren. Hocbländifthes Mindvieh gedeibt nidht nur ju mebrerer Grôfe in Gübbrittannien, fondern auf fetten Weiden au ju Haufe. Vergebens wird man es verfu- en, eine Nace von Bieh verbeffern ju wollen, wenn die Umftânde der Gegend, des Clima und der MBeide dagegen find. Dabei ift es gugleidh eine leichte Sache, ju entfcheiden, in wie ferne diefe Umftände cine Berbefferung geflatten, twenn man die gebôrigen Serfuche nicht ange- ffellt bat.***) Sur Deftätigung diefer und anderer obiger Demerfungen bat man beobachtet, daf das fettefte Grasland und das nabrhaftefte Fünftlihe Gutter fich ficher durchs Gettiweiden grofer Ofen, Schafe und Schtveine beable, als es bei Fleineren Avten deffelben Yiches der Fall fepn würdes und eben fo ausgemacht ift es, baf fid) das fleinere Bieb auf magern MBeiden *) Corrected Agricultural Report of Staffordfhire. *+) Gin guter Springocbfe iff aber der, ber die guten Œigenfaften feiner Face fortpflangt und bec des balb von einer fetten Race fein Dienbdling feyn muf, 11 D© #**) Corrected Agricultural Report of Pertfhire. 344 Dreischnte Abtheilung. beffer befinde, als das grofe.*) bat der Farmer, ter ct meute Mace einfuptett twilf, nocd auf befondere Gigenfchaften, die ibm wicdtig find, Müchficht ju nebmem tüfen vollig erwogen und die diefen entfprechende rt gerwäblt werden. Gn fo ferne als die Farmers bie sabmen biere als die Bebifel zu betradten baben, vet- mittelft welcher fie be Gras und andres Gutter verfauflich macen, muf ibnen die Verbefferung des Biebes febr angelegen fepn und das Publicum febr dabei geminnen, Denn in der Boraus- fegung, daf jedes Fndividuunt in England und Schottland etma ein Schaf des Sabrs vergehrt und ro Millionen Menfhen im£ande find, fo läft fich berenen, daf, wenn die Berbefferung der Race des Thieres nur éinen Schilling betrige— und das if leicht môglid— jâbrlidh ein Bortheil von 500000 Pfb. entffnde,**) Dies nun auf das Gange jeder Mrt berechnet, gûâbe eine ungebeure Gumme,***) Nunmebro môgen die Mature und Defchaffenheit der verfhicenen Arten des Bichffandes uno die beften Methoden fie su bebandeln, an die Reibe Fommen, RiTon Diet#00 Die Racen und Mrten des Mindviches, wmelhe über das gange San verbreitet find, laffen fit bei ibrer grofen Anyabt nicht alle genau nennen, Œinige von den befonders ausgezeichnetent und fhâbbaren Arten find von verfiedenen Scbriftftellern ausfübrlih befchrieben.+) jede Gegend bat ire eigne Art, telche in manchen Gâllen unfteitig die hr angemeffenfte ift, in an- dern Gâllen feidet es jeboch Feinen Stveifel, daf der Garmer durch eine gefcheide Veranderung mit einigen andern Jrten fidh für feine£age und limftände noch paffenderes Sieb anfchaffen fonne, Die langbôvrnige Art unterfheidet fi, tie fchon der Mame andeutet, dur ibre fangen SHôrner, durch oicfe und fefte Tertur ibrer Säute, langes und dichtes Daar, Grôfe der Qufe und grobe lederartige Dicée des Halles. Sie if gemôbnlich ftarf(düpig im Plattdeut- fhen) in den Bordertheilen und in Vergleid mit andern Arten in den intertheilen fchtva- cher, *) Report of Middlefex. x#) Modern Agriculture. Vol. IV.#X*) Jbidem.’ +) Man orbnet fehr gut bie Minboiehracen nach ibren Sôrnern und anbert Umftänden etiva auf fols gende Yeife: Die langhôrnige Race. Die mittelhôrnige Race. Die turybôrnige Race. Die welfhe Nace. Die Suffolfer bunfle Race. Die Galloway folbigte Jtace. Die Hochland: oder Ryfoes Niace. Die Lowland s oder Tifefhire: Race Hebft Alberney 1 und ilbrace. San benennt die Racen aud) na den befondern Gegenden, vo man fie vorsüglid finbet. Dbige Angabe ift von dem Berfaffer der Modern Agriculture. Bichgucbt, 345 er,*) Sn Grôfe ibertifft fie bie Suffolfer dunfelfarbige, ffebt Sarin aber der Fury: und mittelbôdigen Art nach.**) Sie ift nicht fo ausgedebnt und gewôlbt als die Furzbôrnige und wiegt in Berbältnif ibrer Grèbe foiwerer. ie giebt meniger aber fettere Milh, Yn der Garbe iwecbfelt diefe Art mehr als irgend eine andre, gewbbnlid bat fie, die Sarbe fei mweldhe fie molle, einen meifen Streif lângs dem Mücen und mebrentheils einen weifen le unter der Rniefeble. Man glaubt, das fie urfprünglidh aus Srrland flamme***) und mit der alten Sancafbireart gefoppelt fer.+) Die mittelbôrnige Art enthält mebrere Mbarten als die vorige Die Devon(hireart gcichnet fich, twenn fie âcbt if, durch eine bodrothe Farbe ohne cinige weife Glecfe aus, Gin- den fi diefe und faufen fie gat in einander, fo bâlt man die Race nicht für veins fie bat einen bunfeln Ring um das Mugez das Maul ift von gleiher Farbez fie bat feine Rnochen und einen fchieren Halss die Pôrner find von mittlerer Sânge und aufivärts gebogen; von fmalem Vot- fopfs feinem Maule und weit in den Hüftens der Rumpf if giemlidh grof, ettvas fladh an den Geiten, der Shiwvanz flein und bob aufgefeét, die Saut dünne und mweicdh ju füblen, fe lâGe fich frübe fett machen oder gelangt eber gur Meife als andre Urten, ift dis Sugvieh, fowobl swegen der Gtärfe irer Conftitution als rafen Beregung und gutenr chi in den Border- theilen befonders brauchbar,+) Dei den Suffer- und Herefordfhirearten ift die Garbe dunfelroth, mit feinem Haar und bünner Haut; SHals und Ropf fiers Hèrner nicht zu lang nod) zu furz, an der Spife etwas gefrümint, gut gebauet in den Hintertheilen, wmeit gmifen den Süftens fhmal in dem RüE- grat, giemlich gerade in bem Rücen, die Geiten oder Ribben etiwas zu flach anliegends dann in den Schenfel- Rnochen nicht grof. FFF) Man bemerft, daf wenn alle zu einer nüblichen ace gebôrigen Eigenfaften gufammen genommen werden, die mittelhôrnige Met der Vollfom- menbeit am nâcbften fep. Das mittelhôrnige Bieb iff grob, tobl gebaut und bat Mnlage zum Gettwerden, twabrfheinlidh in cleichem Maafe wie das langhôrnige, weit mebr aber als das Guffolfer. Als milhendes Vich iff diefe Art befonders fhâbbar,$) Die Herefordfhire= fo wie die Nord- Devonfche Yet ift que Arbeit fo wie jum Fettiveiden febr gefchict, Mr. Marfhall bâlt die erftere Art nebft der Gloucefterfchen zum Milchvieh vorsüglih gut. Die weiblihen Thiere der Herefordfbireart Iaffen fic beffer fett machen als fonft andre von 3 Gabren, ausgenommen die gefdnittenen Starfen von Norfolf,$$) Das Bleifch der Devonfhen Art if in Smithfield befonders gefhâst. ie foll twegen ibrer Tbätigfeit gur Mrbeit viel Borgige und wie man es nenné Diut haben, Dies Fommé *) Culley on live Stock.**) Tbidem.###) Modern Agricult.+) Ibidem. ++) Culley on live Stock. th Culley on live Stock.$) Modern Agricult. Vol. IL. $$) Rural Economy of Gloucefterfhire. Biveiter Theil. Ær | RS| Ds Hu jM ( |} FFE 4 346 Dreisebnte Abfheilung, tobl daber, tweil fie von gtéeijäbrigen Springochfen und Starfen gezogen wirs, Gin Éefon- deres Renneichen diefer Vrt liegt in der GrôGe der Nippen, in der Hündung des Rippengewvôl= bes und der MBeihbeit der Haut, Die am meiften gefchâfte Garbe bei diefer Art, ift die tabagonifarbe, Befonders twenn die Haut dabei feidenartig und glängend und das Haar frâu- felnd if.*) Der Ochfe ift im sten Yabre fhon ausgewacbfen, Die Furybôrnige Art unterfcheidet fi) von der andern dur bdie Rire der Hôrner, ffe if von breiterm und diferm Schlage und giebt fett gemacht das grèfte Gewicht;! fie bringt auch das mebrfte Talg, bat dünne Sâute und meniger Haare als irgend eine andere, ausgenommen die Mlderuen; fie giebt mehr Mildh als irgend eine andre Mrt,. ie ift vorxiglih zârtlih, Dan darf fih aber nicht wundern, twenn fie am mebrften frift, da fie am mebrften Fleifch, Æalg und Milch giebt, Die Garbe ift unterfhiedlih, gemôbnlid roth und weif vermifcht und falle febr ins Auge.**) Man nennt fie auch Dufch: oder Holdernefart, Sie pañt fid vor dem Pfluge und Rarren nidt fo gut als die mittelhôrnige. Die Balhrace des NMindviehes, befonders biejenige, melhe man in Cardeganfhire findet, ift mebrentheils fhivarz, bat dicée aufivärts gebogene Sôrners ift Flein, fchier von Rno- en; gutem Œchlage, befonders iwenn die âchte Nace durch Rreuzen nicht vermift if. Diefe ?frt ift von ffarfer Conftitution und thâtig und wird in den füdlihen Gegenden des Rônigreichs febr gefucht, tweil fie fhnell fett wird. giebt fie nicht viel, fie pañt fih aber vorüglich für die Oegend, in melcher fie gefunden wird, Sie ift noch febr dur Sndividuen von der âchten Race zu verbeern,**#) Die Suffolfer Vrt zeichnet fih dadurh aus, daf fie Folbigt, Flein und von bunfler Garde if. Mn der Geftalt ift nichts auffallendes. Die Rübe find mager und bângebäuchig, In den Milchereien find fie wegen ibrer grofen Cvgiebigfeit febr gefhäbt,+) Die Gallowanart ift auch febr fhâsbar. In Gemwicht und Grèbe ftebt fie der langbôrni- gen fo nach als diefe der Furbôrnigen, in Saupt von diefer Race wiegt gemwbnlid 40 bis 60 Gtein, eingelne wobl 7o und darübers fie bat gar eine Hôrner und geichnet fi dadurc von andern Mrten gang vorgüglich aus; einige haben jedoch 2 fleine Rnäufte oder Gragmente von Pôrnern, 2 bis 4 Zoil lang, bdie an einem Stüce Saut oder Gleifh, an der Stelle, wo fonff die Sôrner fféen, befeftigt am Kopfe berabbängen, In den mebrften andern Rücfichten gleicht dies Bieh dem langhôrnigen in Garbe und Geftait, nur ift es Éürger und gedrungener in feiner Sorm, twobdurdh es wabrfcheinlid) weniger miegt. Die Hâute find nidt fo dic£ als die des lang- bôrnigen und nicht fo dinn als die des Furybôrnigen Viehes. Gie feft das Gett an den beften Gtellen an und ibe Fleifch ift marmorirt und mit Gett dvurhwachfen,+4) *) Annals of Agricult. Vol. XXX.#*) Culley on live Stock,*#*) Modern Agricult, +) Suffolk Report. t) Culley on live Stock. Bichat. 347 Das folbigte Rubvoieh diefer Mace foll gute und fette Milh, aud von einer Beftimmten Quantitât mebr Vutter als die Furybôrnige geben. Die Ocbfen und verfhnittenen Starfen follen gutes Sugvieh abgeben. Sin Ganjen find ffe aber doc mob ju Élein day. Obgleich das Mindoieh der obigen Diftricte mebrentheils one Hôrner ift, fo giebt es both cinige mit Pôrnern. Dies ift eine Daftartart, mwelche dur bas Kreugen mit langhôrnigen Gpringochfen aus andern Gegenden entftanden if. Die erftern werden! diefer leBtern Yb- act doch vorgezogen. Die Sichjüchter in Gallotwar Flagen indeffen gar febr darüber, daf ibre alte Mace ausgeartet if, Die Bodland- oder Ryloe- Race fteht mit dem Folbigten YViel meniger in Ver- bâltnif, als dies mit dem langhôrnigen. Diefe Mace ift mit einem langen dichten Haar bedecft, das Bleifch ift feinfaferiht, tmwobifhmecfend und marmorirt, aber von aufen nicht fo niedlich, nicht von fo glängender Sarbe und oft dunfel geflecft felbft an den beften Theilen, ausgenommen, wenn es febr fett ift. Ym Orafe wird fie fchnell fett. ie iwiegt gemobnlidh 20 bis 35 Otein, einige Pâupter tw0b1 40. Die bâufigite Farbe ift fhwarz, gutweilen gefprenfelt oder dunfel. Die Viehyüchter zieben die Schivargen vor.*) Diefe Hace pañt fi ungemein für falte bergige und freie Gegenden. Den Namen Kyloe fübrt fie von einem Orte Rloe in Avrfhire, Die Sotwiard- oder Tifefhire Mindvichrace trifft man felten âcht und unvermifcht. Das Cigenthümliche ibrer Race fheinen die aufrechten mweifen Hôrner, ibr leihter Dau und die dünnen Schenfel zu feyn. Die Albernern= Mace ift febr zärtlih, fo daf Harmers nicht febr daranf geben, Gie fann die Klte nicht gut ertragen, bat gemwbbnlid feine Knochen, bellrothe oder gelbe arbe, das Sleifch if gemeiniglidh gelb oder febr ftarf gefürbt, obgleidh feinfafericht und wobifhmecend. Gie wird von felbft febr fett und das Fleifh bat Feine duntle Garbe. Eine Adernenfuÿ und ein Furybôrniger Bulle geben eine vortrefflihe Race. Weil fie febr fette Mitch giebt, fo wird fie auf den Güterfigen reicher und vornebmer Herren angetroffen,**) Yufer diefen verfchiedenen Arten giebt es nod eine milde Race, tvelhe, fo ivie mat fie ju Billinghameaftle in Northumberfand findet, unverändert eine Rabmfarbe mit fhwarzen Blecfen bat, die inwendige Seite der Obren und etrwa ein Drittheil der Mubenfeite if roths die Pôrner weif mit fhwarzen Enden, febr fein und aufwärts gebogens einige von den Vullen baben eine dinne aufrechte Mäâbne, etwa 15 bis 2 Zoll lang. Ein Ocbfe diefer ace wiegt 30 bis 45 Gtein und die Rübe 25 bis 35 Stein, 141 auf den Stein geredhnet,— Das Sleifch ift fein marmorirt und von vortrefflihem Gefhmaf, Man bâlt fie mehr sur Selten- ER2 #) Culley on live Stock.#*) Ibidem. 348 Oreigebnte Abtheilung, beit, benn bem Garmer Fann fie bei ibrer unbeäbmbaren Matut nidt nüblich fepn, téeil fie febr flarfe Cinfricdigung erfordert, Man fiebt leicht ein, daf diefe verfchiedenen Mrten für den Viebyüchter, Aufsicher, Milch- bândler, Bichmäfter, Gchlächter und Berebrer nicht gleihe Vortheile gemäbren, O6 fih nun in einem Saupt Bieh dicjenigen Cigenfchaften, die jedem erwünfcht find, vereinen faffen, ift noch nicht entfchieden, Haupteigenfchaften find nicht vereinbar: die Mnlage gum Gett- werden und Crgiebigfeit an Dilh, Die Horm des Thicres mit Anfab gum Gette ift gang an- ders als die des reichliche Milch gebenden, und es ift daber nicht wabrfcheinlih, daf zwei fo ent- gegengefebte Cigenfchaften in einem Tbiere fi vereinen faffen.*) Die Zugucht und das Aufjichn des Mindviehes fâft fih auf den mebrften Farms unter- nebmen, mit befonderm Vortheil aber da, two viel fchlechte WBeide ift und zugleich die Mittel vorbanden find, viel grünes VBinterfutter zu ziebn, teil auf folhe Yeife das junge Vie auf die befte und wobifeilfte Art erbalten werden fann, Muf Éleinen Garms Fann das Mufjiehn des jungen Viebes felten vortheilbaft fenn, iweil man die dagu erforderlihen Œubftangen auf manche andre Beife beffer benuben Fann, Bill man aber einmal junges Vieh aufsiehben, fo muf man es auch fo gut balten, als mau Fann, Sim erften Sabr bat man vorgiglihe Sorgfalt auf gutes SGutter und Meinlichfeit zu vermenden, Peu mit MBureln und gutes Stroh, GOtieren und gtweijäbrigen Starfen giebt man Heu, twenn es woblfeil ift, oder Strob mit geftofenen Nüben, Robl u, f, 10.**) Mr. Donaldfon bemerft, es gûbe für junges Vieh in den beiden erften YBintern Éein befferes Gutter, als tâglich eine Portion grünes Binterfutter, man dem jungen Yieh obne die obigen Jrten Gutter, Strob und es ift nicht vorgüglih gut, fo mu etiwas grâfiges dar- unter gefchüttet werden, Œ€s muf babei auf regulâre Gütterung befonders gefehen werden, denn das gute Vieh gebeibet nicht fo gut, tvenn es zur Seit viel befommt, Ganz befonders micbtig ift es, wenn das junge Yieb gedeiben folf, daË man es tvarm und frei von Dâffe bâlt. Man bedarf felbff weniger Gutter als im entgegengefesten Fall. tan bat mebrere Gründe, das junge Yieh von verfchiedenem Alter, fowobl im Some mer als im MBinter von einander zu fondern, tie dies fhon oben bemerft iff. Ob das Biech beffer gedeibe, twenn man es einbindet oder im Hofe frei und los laufen léft, ift noch die Grage. Mad mebreren Erfabrungen if es um mancher DequemlichÉeit und Gutter- erfparungen wobl beffer, es eingubinden, #) Den Pauptunterfhied in der Form des gum Fettmadhen und des sum Milheri nubbaren Rinboiebes, feben die Œnglâänder bauptfâdlih und faff cinftimmig in dem au des SLeibes und des Gerippes. Das juin Môften gecignete Bieh bat einen breiten Micden und bocbftehende Rippen, eine tonnenfôrs mige Geftalt des gangen Leibes. Das Milhvoieh dagegen eine nach unten fid verengernde Bruff und bângenbden tiefen Leib, feine ausgezcihnete Dreite swifen den Hifténoden, af D #*) Young’s Farmers Calendar.} SBichaucht, 349 Das cidentlihe Yter, in telchem das Mindvieh braucdhbar wird,“iff noch nicht ganz aus- gemachr, Œs bângt dabei gar viel vom Clima, von der Sage und von der Art ab, mie es ge- balten wird. Dei fetter und guter Mabrung gelangt es allerdings früber jure Reife. Ueber bag Nindern des jungen Viehes find die Meinungen gleichfails getheilt.$übe, die enn fie 2 Gabr alt Falben, bezablen fic alferdings eber. Sâft man fie aber 3 Sabr alt gerden, ebe fie rindern, fo werden fie im Bachsthum nicht gebindert, es fallen von ibnen bef= fere und fhônere Rübe afs von denen, telche fo früh gefalbt haben. Auf melcher Geite hier der Vortheil fer, läft fih nicht genau beftimmen, das frübe Ralben auf den Bachsthum und die Suct nacbtheiligen Cinfluf babe, ift nicht zu eugnen, Mm beften gebt man wobt bei der Mittelftrafe zu MBerfe und lâft bei reicblihem Futter und guter MBeide die Starfen nad 2 Sabren, bei folechtérer Nabrung nad 3 Yabren Falben,® Gollen Gtarfen aber zeitig Falben, fo müffen fie vorsüglit gut gebalten merden. Sm Gangen ift bas Gidherfte, die Starfen, tenn fie z Gabr alt find, rindern zu faffen.*) Eine Rub Faun qu jeder Gabrszeit Falbens für den Garmer ift es aber vortheilbaft, twenn die Rübe früb im Gabr Falben, weil die Râlber dann am befien abjufefen find und wenn fe aufgezogen tmwerden, bann befonders gut fortfommen, Ginige baltenes am beften, bdaf die Rübe bei volem Grafe Falben, weil die Mbfonderung der Mild badurd) vorgüglidh beforbert twerden foi.**) Qu jedem Gall müffen Rub und RAlber in den Bintermonaten gut gepflegt twerden,***) Gin Svpringodfe bleibt mebrere Sabre in Kraft, mwenn man ibn nicht zu geitig fpringen läft. Vom ziveiten bis gum fünften oder fechften Sabre ift feine befte Zeit. Man muf diefe Thiere in gut eingebägten Plâben balten und ibnen die Rübe gubringen, Da man fie atbeiter fâft, bat Feine gute Art, fie werden dadurch qu tof und ju fier gum Springen. Man mu fie aber in diefer inficht befonders gut Dalten und ibnen von früber Sugend auf immer reichlich Gutter geben. Bieht man Ocbfen gum Berfauf oder zur Mrbeit auf, fo müffen fie in ertraglihem Suftande fo gehalten merden, daf fie ungebindert fortwachfen. Gind fie gum Verfauf auf dem Marfte beftimmt, fo feét man fie im gmweiten, Dritten auch vierten Sabre ab, twenn fie nod) nicht geat- beitet haben, Sollen fie arbciten, fo muf man fie fo früh als môglich im gtweiten oder tvenig- *) Die fiherfte Regel iff two, bie Serfen gugulaffen, twenn ff der Trieb far Gufert. Gonff magern fie entreber febr ftarf ab ober fie verlieren den Trieb oft auf lange cit. Sommt aber cin purôfeg Thier bei dem Ralben und Melfen berunter, fo muf man mit lefterem früh aufhôren und mit dem abermaligen Begeben mwarten, bis fih ver Trico wieder febr lebbaft geigt. Oo wird das frübe Deges ben den WBadsthum nicht gurüchalten. 2 D **) Sir John Sinclair in Farmers Magazine. Vol. IIT. #*#) Man fehe Ribhaltung in der Section vom Anbau des Graslandes. 350 Dreigchnte Abtheilung, fens im britten Sabr anbänbigen. Man till gefunden haben, daf twenn ein Ochfe feine môg- lichfte Grèbe erreichen folf, er gearbeitet Haben müffe, und er, imwenn er 6 Gabe ait gemorben ift, obne gu arbeiten, die Grôbe nicht erreiht bat, als menn er nach und nad zur Arbeit ge- #wôbnt wûre.*) folchen Lmfténden müffen fie mit troŒnem Sutter gut genâbrt werden, als Safergarben, Bobnenmebl, gutem Heu oder Gechfel und nebenbei mit ettvas$obl, Rü- ben,&artoffeln. Œin Farmer Fann nie dabei beftebn, wenn cr fein Bugvieh fchlecht iverden läft, ba die Erfparung dabei immer, gegen den@chaden den er bavon bat, febr geringe iff. Der Obs erreicht feine Grèbe im fechften Jabr, die grofen twachfen am längften,$ân- ger als 7 bis 8 Sabr einen Ochfen zu balten, iff nicht vortheilbaft. In bdiefer Gegend âlt man 4 Ochfen in einem Oefpann, 2 beim Rreuxpfligen und 6 vot den Doppelpflug. Biere pfligen tâglih r Acre und 6 tâglih 2 vôllige Acres, 6 Bochen bin- dur. Muf einen Mcerfarm von 200 Acres find 8 bis 12 Ochfen Dinreihend und 3 Pferde und 10 Ochfen oder 4 Pferde und 8 Ocbfen befchaffen die Arbeit von 150 Dfd. Pacbt des Dabts, wenn beinabe Z des Sandes nach dem Softem der Bechfelwirthfchaft bebandelt wird, Che man die Ochfen zur Yrbeit gebraucht, muf man fie befchlagen, tweil fie fonft bald fabm und unbraudbar werden. es oft febr fhivierig und mübfamift, fie ju diefer Ope- ration nieder gu twerfen, fo iff es beffer, twenn man eine Mafchine bat, die fo eingerichtet iff, daf man fie ftebend befchiagen Fann, Gebr nüblide Erfindungen der Art findet man in dem XXXVI Bande der Annals of Agriculture befchrieben, Die fortwäbrend fteigenden Koften, twenn man Pferde bâlt, maden es zum grofen De- dürfnif, die Ochfen auf alle môglihe Mrt und Beife in alfen Fällen, mo man fie gebrauchen fann, ju benuben, Deim Bettmachen der Ochfen und anderer Vrten Nindvieh, werden mancherlei Birth- fhaftsfnfteme, nach den bereits erläuterten Abfichten der Garmers, in Aushbung gebracht.**) Das Alter des Nindviches bemerft man an dem Maule und an den Hôrnern. Venn es 2 Sabr alt iff, fo werden die Gtellen der Rélberzäbne durch gtwei neue erfebt und in jebem Sabre gmei mebr bis gum fünften, alsdann beift das Maul vol, ie werden aber mobi 6 Jabr alt, da die beiden Ccjäbne um die Zeit no nicht vèllig bervor find. Un dem Horn geigt fidh erff im dritten Jabr ein Ring, worauf alle abr ein frifer bin- gufommt, fo lange das Horn fortwichft. Kunft der Viebhändler werden fie aber oft iweggefchafft, um die Räufer qu betrügen,***) *) Annals of Agriculture. Vol. XXX.| **) Man febe Über Gettweiden und Stalfütterung in der Abtbeilung von bem Anbau bee Graglan: des nach, #7) Det den Odfen Éilbet fi der evfte Ring mebrentheils evft im fünften Sabre; Dei den Rüben, tvenn fie jum crften male gefalbet babsn. AL D À. Vichsucht, 35r Das Nindvieh iff mancherlei Rranfheiten unterworfen, Die in einem Ier diefer Mrt nicht umftândlih abgebandelt werden Éônnens einige Mittel zu denen bereits angegebenen merden bier aber nicht am unrechten Orte ftehn. Gm Gall eines beftigen Durblaufs nimmt man eine ffarfe AbFochung von gemeiner Sreide, Hitfhbornfpânen und Caffia(3immtblumen);% fb von der erffern ju 4 Unjen@pâne und x Unge Caffias man Focht dies in 2 Quart Baffer ju 3 Pint ein, die beiden lebten Artifel merde gulebt ugefchüttet: Man Fann bieu, wenn es fait geworden ift, nod r Pint Kalfwaffer und 2 Drachmen OpiumtinÉtur thun, Das Oange wird in einer Douteille gemifcht und 3 Hôrner doll terden 2 oder 3 mal des Tages dbavon gegeben.‘ Gn der Gelbfucdt, einer Rranfheit, welher die Rübe fer unterworfen find, giebt man r Une Geife ein- oder gtweimal des ages. Diefe wird in einem Quart ffûrfenden Eranf aufgelôff und ctvas ermârmt, Das Vieh hâlt man dabei im Stalle und giebt angefeuchtetes Sutter und warm IBaffer,; Benne fih das rothe Maffer oder blutiger Urin zeigt, fo ift ein ftarfer Decoct von Chinatinde mit etwas Mlaun, 2 oder mebr Sôrner voll gwei- bis dreimal des Tages, ein vortreff- lihes Mittel, Die Rlauengefhwulft(Foul) Fommt vom ju farfen Treiben des Viches. Mach- dem man die gefchwollenen Tbeile gereinigt und den gwifchen den Rlauen gefammleten Unrath tweggefchafft bat, fo gebraucht man ein mildes Digeftiv,(Tbeer oder Terpentin mit Honig) und bâlt die Rlauen recht rein, Die Euterbeulen(Garget) entftehben, twenn das Vieh nicht rein ausgemolfen wir, Man bat diefe cinigemale des Tages mit Camphor und blauer Salbe zu fhmieren. If das Uebel febr beftig, fo giebt man des Morgens: Drame und drber Calomel in warm Dier 1 bis 3 Pôrner vol, Dei frifhen Bunden darf man nur die Theile rein und mobL bedecÉt gegen die Suft balten und vorläufig die Daut fo mweit als môglidh dariber giebn, GS a fe Der grofe Berth biefes Thiers, den es feines leifhes, Velles und anderer Eryeugniffe wegen bat, ift befannt, Çs giebt auch menig Farms, auf melchen nicht in einer oder der an- dern Mücffiht Schafe mit Vortheil gebalten und dem Farmer wicbtig fepn Fonnten. Jn manchen Gegenden bângt der grôfite Theil des landtvirthfcaftlihen Gervinns, in andern das Ganje von demfelben ab. 352 Oreigehnte Abtheilung, Bon Matur ift dies Bieh sam, eubig und duldend, Es Gefiét bie wenigften Mittel zut Bertheidigung, und ift gu gleiher Zeit furchtfan, twesbalb es fi zur Deerde gerne bâlt. Die Œhal- oder WBeidefchafe find in der Megel fanfter und rubiger, als die Derg- und Heidefchafe, Gie wachfen bis ins britte Gabr, alsbann find ffe gum Gettmachen am beften und fonft zur Zucht uno andern Gebrauch bis zum fünften oder fehsten Sabr ju balten. Dem Gettweider Fommt es aber auf den fénellen Umfaé an, und baber werden fie fo früb als môglich auf die Meide gebracht. Die Racen und Mbarten der Schafe find auf dem Cilande ungäblich; man bringt fie aber unter verfhieoene Œlaffen oder Dacen nach ibren Pôrnern, nad der Wolle und andern Unftün= den,*) Sie haben indeffen characteriftifhe Cigenfchaften, wodurd) man 8 Macen von einan- der febr twobl unterfcheidet, So tie es beim Rinboieb eine gewiffe Form und Sufammenbang der Theile giebt, modurd) die Bollfommenbeit einer Race bezeidhnet wird: fo ift dies bei den Schafen auch der Fall. Von Srhafboc giebt Dr. Cullen folgende Defchreibung: Der Ropf Élein und zierlihs die Nafen- focher mweit und ausgedebnts; die Mugen bervorragend, etivas fübn und unternebmend; Obren dûnnes; Pals von der Bruft und den Sultern voll; alfmäblig fi engend, da wo als und Sopf fich vereinigens fhôn und reigend ohne niederhängende Haut; Schultern breit und voll, feicht pormärts mit bem Salfe und rücwärts mit bem Mücgrat, obne einige Yertiefung, vet- Gunden, auf den Borderfhenfel bis gang gum Rnie mit Fleifch befeñts Güfe aufrecht mit(chie- ven feinen Rnochen, obne alle überflüffige Haut und baarige Bolle vom nie bis zum Puf; Druft breit und bervorftebend, fo baf die Beine in gebôriger MBeite von einander ftebn; gtifchen Bruft und Rippen(girth}) volf und ftarf, und ftatt einer Hôéblung binter ben Schultern oder in der Vorderflanfe, ausgefülits Nücen und Hüften breit, flacd) und gerade, von tweldhem die Mippe *) Lorb Sommervifle bemerft in feinem Syfiem of the Board of Agriculture, baf alle acen in England fih auf 2 Claffen gurücdfübren Laffen: auf bie mit furger und bicbter Molle, und auf die mit langer oder gottiger Iolle, Der practifbe Verfaffer des Prefent State of Husbandry in Great Britain, bringt die Schafs gacen unter folgende Abtheilungen: 1. Die Bergrace. 2, Die furswollige ace. 3. Die langwollige Race. Die evfte begteift die Abarten in.den verfdiedenen Berg: und boben Gegenden in Wales, IBeffs moreland, Eumberland, Dortfhire, Sd: IBefts und Nord; Schottland nebft den fhetlandifen Sns fins die Cheviots Pügel in Süds©ottland und Nord: England, und bic AGaid s oder gemeinen Gcbafe der(chten Gegend. Gn der gmeiten find entbalten die Macen von Bereford, Dorfet, Sufler, Morfolé und cinigen Œheilen von Eumbetland. Die Lebte Abtheilung umfafñt alle über bte fetten unb reichen Gegenden Œnglanbé verbreiteten Œheile, die dur die Namen: Durham oder Ticéwater, Lincolnfbire, alt und neu Semwcefterfhire 26. fih unterfelden. Sr. La Bichsucht, 353 Xivpen bin fhônent Bogén tvôlbens Dauch eben,[ang und voll; Bleifch bis sum Suf berunter, der meder ju febr aus- nod eintârts ftebt; Spalte der Schenfel, weit und voll, welche mit der breiten Bruft die Vorderbeine offen und aufreht baltens dünnes Felf mit feiner glängender, meicdher WBolle, Dies if das Model, welches, als Form betrachtet, der Breeder zur Berbefferung feiner Schafe vor Mugen haben muf, indenr er jugleid auf die fon bemerften Cigenfaften RücEfiht nimmt, Die neue Sewcefterfhire- oder Difhlen-Nace unterfheidet fih von den andertt fanatvolligen Macen dur die fchônen lebbaften Mugen, gierlien Ropfe obne Hôrner, ebene breite flache Nifen, runde oder tonnenfürmige Rümpfe; Éleine feine Rnochen; dünne Felle und Anlage früb fett zu werdens bagu noc eine feine Faferheit und feinen Gefmar des Fleifdhes Mr. Culley unterfheibet die verfhiedenen Hacen no tweit genauer auf fofgende Art: Genidt[Preis berl Gemicht| Alter, der Bolle}HBolle à ibleincs Biers| tenn fie im 1794. tels im’[gefiblaiptet Durbfh. Ourhfh.| werden. Pfo.|[Sh. PI Pfo. 1. Difbley Reine| Beife Gefihs| Lange 9— 10 25 2 Pôrner.|ter und Deine.| Tolle. 2. Sincoin dito. dito. dito. 11— 10 25 3 3. Teestwatet dito. dito. dito. 9 2 140 30 2 4 Dartmoot dito. dito. dito. 9— 8 30 23 5. Ermoot Sôrner, dito. dito. 6= 8 16 25 6. Dorfetfhire dito. dito. Seine furge 37 I 2 18 27 TBolle. 7. Pereford Reine dito. Geine dito.! 2 au ol 14 4} Sôrner. 8.@outhboton dito. IGraue Gefihs] dito. 2e 20| 18 2 ter und Deine. 9. Notfolf Sôrner.|Shiwarge Ges|. 2 1 s 18 3 fihter u. Beine. 10, Peath dito. dito. Giobetnmet tan= 6) rs ra ge Holle. 11. Dendwid Reine Igefprenteltedit.| Rurge 2— 6 10 4x Pôrner. Yolle. 12. Cheviot dito.| cife dito. dito. 3= 16 4: 13. Dunfaced dito.| Braune dito. dito. 12 3— 7 42 14.@betland dito.| YBerfbiedene Seine 14 3— 3 4: Gatben. baumivols fenartige. 15. Nomney Matfh 1 Reine| WBeife dito.| Lange 8— 10) 25 2} Sôtrner. Golle. 16.@panifh:[Sôrner. dito. leurge s. 37 4—== es gueiter heil. D 9 354 Oreigchnte Abtheilung, vor andern langtwolligen Macen. Das Biertel folder 3 oder 4jñbrigen Gchafe iegt 18 bis 26153 von 2jâbrigen Sammeln.20 bis 30 15, die Sänge der MDolle 6 bis r4 Zoûl.?) Der Bortheil diefer Race für den Farmer befteht in Dem gevingern Maafe des Futters ge- gen andre cafe; in der beffern Geftaltung und dem fuellern Gettiwerden, in der grôfern Mae Gleifh bei gleihem Gervicht der Rnochen, in dem Gedeiben auf folhen MBeiden, welche andre von derfelben Grèbe nicht näbren, in der grèbern Menge, bie, nad Yeres, davon bei gleiher Grèbe des Gerippes, fett gemacht werden Fônnen; in der beffern, mwenn gleidh in Quan- titât geringern, Bolle, gegen die andern grofen Draftfchafe; in der frübern Bercitfchaft für ben Gchlacter im Brübling ffatt im Herbft, wodurd beträdtlich Sommergras erfpart tvitos und in dem Bleifch, das bei feiner didten Tertur fic lânger als das von gleich grofen Macen bâlt, Die Eintwendungen, mwelche man gegen diefe Mace gemacht bat, find biefe: baÿ fe zu fett werde, und das Sleifch an gutem Gefhma, in Bergleid mit andern Racen, twelche nicht fo bald fett werden, biefen nacbftehes daf fie weniger MBolle gebe und fie gum Sürtenfchlag nicht antwenbdlih fen. bleibt dies eine fhâgbare Mace auf der ibr angemeffenen Beide, wie fhon daraus erbellet, daf fie in den verfchiedenften Diftricten fi bochft fhnell ver- breitet bat.**) Nan twivft ibr auch vor, daf fie qu Flein und dünnbâutig fen, um die Rûlte su ertragen; dies wird aber dur Crfabrung nicht beftätigt. Die Mutterfchafe werden fo gum Do gebracht, bdaf fie Sâmimer befommen, tvenn fie 2 Gabr alt find, und der dritte Theil davon pflegt 3willingslämmer gu bringen, toenn fie gut gebalten werden, Die Pamimel find im gmeiten Sabre gum Sclachten am beften, weil fie fonft überflüffig fett werden, Die Lincolnfhire- Race Fennt man daran, daf fie feine Hôrner, weife Oefihter, {ange dünne fade Gerippe, bdicfe raube weife Deines ftarfe Rnocen, die Pelge bat, {angfam fett wird und grobfaferichtes Fleifch giebt; bas Biertel wiegt 14bi8 20153 von dreijäh= rigen Hammeln 20 bis 30 153 die Wolle ift ro bis 18 Sol lang. 55°) Sie fann indeffen nur auf den fetteften WBeiden mit Vortheil gebalten und fett gemacdht werden, Œn biefem Gall aber mit mehr Bortheil als die yweijäbrigen@chafe der vorigen Hace. Das Fleifh wiegt viel, ift aber fchlecht mit féarfen Knochen. Der grèfte Gewinn beftebt in der Wolle, Dei de Tecsmaterfhen Mace find die Beine lânger, die Rnochen feiner, das Ge- rippe dicfer, fefter und fhwerer als bei der vorigen Het. Ein Biertel von gweijäbrigen Sammeln *) Culley on live ftock. #*) Annals of Agriculture var. loc. Lincolnfhire Agriculture Report. ###) Culley on live ftock. Viehaucht, 955 tiegt 25 bis 35 15, in eingelnen Gûllen 55 15 und darhber. Die WBolfe iff Éürer und(citer als bei der vorigen Art,*) Dies if die grôBte Race und an den Ufern der Eces in den fhônen Einbägungen die vot- piglihfte. Die Safe derfelben bringen 2 auch twobl 3 Sämmer, Diefe Race ift durs Rreu- gen febr verbeffert worden. Man verfauft davon gmeijäbrige Hammel ungefchoren ju 45 bis 55©, bas Gti, fie twiegen, das Biertel 24 bis 30 15,**) Die Romney Marfh Mace Hat Feine Sôrner, mweife Oefidter und Beine, ctroas fang in den Beinen, giemlich grof, langen Rumpf, gut gemôlbt, ettwas ffarfe Rnochen, CŒe- wict der fetten gmeijäbrigen Hammel— 22 bis 28 16. Bolle, fein, lang und von fhôner weifer arbe, Diefe Race wird früb fett, giebt feine[ange MBolle und iff desbalb fer fhabbars Fann aber nur auf fetten MBeiden gebalten merden. Die Dartmore oder Devonfhe Matt Mace bat feine Sôrner, tweife Gefichter und Beine, die Hälfe, fhmale Rücen, bHoben MRücgrad, Geiten gut, Deine Furz, Rno- chen ffarf— iiegt per Quarter 20 fb, 2:jàbrige Hammel 30 15, Sänge der MBolle wie bei der vorigen Race, Gie wird dur Rreugen mit Setveefter Dôen febr verbeffert, Die Ermoor Mace geihnet fi dur Hôrner aus und bat weife Gefihter und Beines ifé von gartem Snochenbau, feinem als und Ropfe;s die Form des Oerippes ift nicht ausge- geihnet, fmal und flachfeitig. Bon gmeijäbrigen Pammeln wiegt das Biertel 15— 18 1D3 das Getvicht der Bolle ift geringer als bei der vorigen, Diefe Éleine Mace von langivolligen Schafen wird ergeugt in der Machbarfchaft des Moores, twovon fie ibren Samen bat und in dem nôrôlihen Tbeil obiger Gegend ficdh befindet. Man bält diefe Schafe béufig nur 2 oder 3 Sabre um der Bolle tvillen. Vedes Schaf giebt gmwar nur eta 41, aber fie find deshalb vortheilbaft, tweil man fie auf den Fablen und flechten IBeiden balten Fann.***) Die Dorfetfhire Race ift mebrentheils mit Hôrneru verfehn und bat weife Oefihter, fange Éleine teife Deine, das Gerippe ift längliht und etwas din: das Fleifdh feinfafericdht und tmobifhmecend, PHammel und darüber tmiegen per Quarter 16 bis 20 f, Die Bolle ift fein und fur.+) Po 2 #) Culley on live fiock.#**) Ibidem. ##+) Billingsley Survey of Sommerfetfhire.+) Ibidem. 356 Dreischnte Abtheilung, Diefe Nace hat das Cigene, daf fie ju jeder Vabrszeit Sâmmer tvirft. Œine Mbart diefer Mace foll na Mr, Cullen das Miltfhire Schaf feun, telhes tveit fchiverer twiegt. Diefe Race pañt fih befonders für die Oegenden des Mittellandes und Fann durs Rreu- gen noch zu bôberer Sollfommenbeit gebracht merden,*) Die Herefordfbire Mace bat eine Pôrner, und bat meife Gefihter und Beines if von fleinem Schlage, die Bolle wadft dicht um die Augen, das Gerippe ift gut gebaut, das Sleifh vortrefflih. per Quarter ro— 18 5: WBolle fein und Eur,**) das magere Schaf giebt die feinfte. Die âchte Race wird die Mopländifhe genannt. Diefe Race Fann befonders viel Sunger ertragen;***) fie müffen aber im Winter in Hüût- ten(cots) gebracht und mit Seu oder Crbfenfirob gut gefuttert werden, Sim vierten Yabre fol fie am fetteften merden,+) Die Archenfield oder âchte Herefordfhire Mace giebt die feinfte Bolle. Die feine und dichte Bolle fol na Mr. Knight manche Vortheile mit fi fübrens fe erfordert weniger Mabrungsmittel für das Gchaf als im entgegengefeéten Galle nôthig ift. Die lange grobe WBolle[âft den Regen, da fie fit auf dem Mücen faltet, leihter sur Haut dringen, ziebt auch mebr SBaffer an und wird dem obnebin fon befchiwertem Tbier no fhtwerer. Die feine dichte Bolle diefer Race nimmt aber das WBaffer nidt an,(elbft wenn fie darin getaucht wird, und vom Megen wird fie niemals naf. Dei der Didtheit ibrer Tertue bleibt der Regen bloÿ auf der Mufenfeite, und wird vom Scbaf leicht abgefhüttelt, Yuferdem iff ein Gell iefer Art febr warm und leicht. Aus diefen Grimden, bebauptet man, Fann feine Schafrace in England mit fo wenigem Futter erbalten werden als diefe. Durhs Rreugen mit der Difbley Race hat man cine febr brauchbare Yrt bervorgebracht, welche an Gewicht der MBolle und des Rumpfes fer, aber an Geinbeit iweit geringer if, Die Southdown Mace bat eine Pôrner, graue Gefichter und Deine, feine Rnochen, fange dünne Sâlfe, vornber etwas niedrig, an den Sultern bo, in den Vordertheilen fhwah, Geiten gut, Süften giemlidh breit, Nücgrad bob, Schenfel voll, GSchiwvanz gut, Sleifch feinfaferiht und twobifchmeend, YBolle Fur, febr dicht und fein, der Faden der Bolle if 2— 3 ol lang. Gevicht von gmeijäbrigen Sammelu per Qu, 18 15, FF). Muf den frei- digen Sügeln in Suffer findet man diefe Mace vorzüglich bâufig. Man bat fie neulid an Sleifh fo wie an Gerippe febr verbeffert. Die Schafe find art und twerderdchnell fett, die Schafe gut gebalten werden, fo giebt der dritte Theil Ztvil- lingslämmer, die, twenn fie aur Welt Fommen, ffarË bewvollt find. Man Fann die Sammel fuib abfeben, denn man hâlt fie nicht über 2 Sabre und macbt fie oft nach 18 Monaten fett. *) Pitts Survey of Staffordfhire.**) Culley on live Stock. *#*) Knight in Communicat. to the Board. Vol. II.+) Culley on live Stock,+}) Ibidem. Bichsudé,* 857 Die Mutterfhüfe bâlt man Yifhen 4 und 5 Habre. Die Fettweider in der Nadbbate fchaft und die Garmers in Norfolf wie in andern Gegenden, Dalten fie als einbeimifche Schafe, ba fie leichtes fete werden und im Hürtenfhiag brauchbar find. 7} Diefe Race ift im Berbältnif zu ibrem Gerippe fhmerer als die Dorfet- und Norfolf- race. Man fhâst ibre barte Conftitution nad der Dunfelbeit der Farbe im Gefihe und an Sen DBeinen. Da aber die Molle, weil fie befonders am Ropfe und Halfe gefprenfelt iff, von dem Räufer ausfortirt wird und nur den balben Berth bat, fo ift ein mittlerer Grad von dunf- Lex Garbe am beften. Die Nace ift cubig und leidht zu regieren. Gie ann gut wandern und Räüite ectragen. Die Bolle gicbt fhiwerlih, wo es überbaupt der Fall fepn mag, auf irgend eine Mt der Herefordfbirerace etwas na, da man fie, wie e8 in den Downs nicht gefchicht, unter Dach bringt(Forting). Die Vorjüge bdiefer Nace haben ibre Cinfübrung febr befot- dert.**) fol, im Yerbältnif ibres Gewidts, mweniger Futter als die Norfolfer bedürfen und doc beffer im Stande fepn. Junge Srhafe geben die beften Sämmer, Ddie alten werden im vierten oder fünften Jabre verfaufts und Fann es eber gefhebn, fo if no mebr Bot- theil dabei, Su Eanto® Heath in Staffordfhire giebt es nod eine Art Schafe, mweldhe mit die fer viel Mebnlichfeit bat und mwelche von derfelben Mace berffammen foff, Œie ift feit furzem, in Hinfiht der Gorm, der Die und des Gemichts des Oerippes, fo mie der Geinheit der Bolle, durs Rreugen mit der Herefordfbirerace febr verbeffert morden,***) Dei der Morfolf- Race der Schafe ift das Geficht fhwarz, die Sôrner grof und ge- wundens Gerippe fang, Élein, fhwach und dünne; Mücdgrad fhmal; SKnochen fact; Peine fer lang, fchwarz oder grau, Sleifc feinfaferiht und mobifhmecfend, bâlt fih aber bei hei- fem Better nicht gut. Gewicht p. Q. 16 bis 205, WBolle, Eurg und fein, F) Sn Morfoif und Suffoif trifft man fie vorsüglih, to man viel bürtet, Diefe Art Shafe bat. fonft wenig nüblihe Cigenfhaften, als daf fie den Hürtenfchlag gut ertrâgt. Dei der Minterhaltung gebôvt für r Dubend r Here Œurnips, nebft Sen, Man bat daber feit einiger Zeit die vorhergehende Mace gemäblt, twelche bâtter, in Gutter iweniger délicat, sum Hürtenfhlag zu gebrauchen und iweit rubiger fepn fol.+4) Die günftigften Lmftânde bei diefer Schafrace find diefe: Ddaf fie im Diftricte urfprünglich ift, daf fie den Hürtenfchlag in diefer Falten Gegend gut vertrâgt, gut zu den entfernten MûrÉ- ten wandern Éann, ein gutes und gu@mithficld befonders gefchâbtes Sleifh bat, Der Ertrag der MBolle ift gtwar geringe aber doch gut, { | À 7 ét *) Agricultural Survey of Suflex 4to edition.*#) Culley on live Stocke ###) Corrected Report of Staffordfhire,+) Culley on live Stock. +}) Annals of Agricult, Vol. XIX. 358 Oreigchnte Abtheilung, Die Heath> Race ift befannt durd ibre gemundenen Hôrner, fhwarzen Gefidter und Deine, durd ibr fübnes Muge, Eurzes feftes Gerippe, vortrefflihes Fleifd von Gafern und Gefhma£, Gemicht p. Q. r2 bis 16 15, Die Bolle ift lofe, grob und pottig, Dies ift eine âuferft barte und lebhafte Mace, twesbalb fie in boben bergigen freien Gegenden febr tortheilbaft if. ie wird ant beften im britten oder vierten abr gemaftet. Es ift febr wabrfheintih, bas ur Berbefferung ibrer BedcEung dur Rreugen no viel gefcheben fônne. Die Hendwid- Macé bat feine Hôrner, Gefiht und Deine find gefledt, je mehr teifes und je meniger fhiwarge Slecfen die Mace bjaf, bdeflo reiner ift fie; Deine find pierlich, flein und fhier. der Mutterfhafe p. Q. 6 bis 8 15, bei 4x jäbrigen Pammeln 9 bis 1218. Die Bolle ift fur, di und gefilgt im elle.*) Diefe fleine Nace ift von âuferft harter Conftitution und ecbält fi auf den nacten ber- gigen Gelfen mit einer Éleinen Zugabe von eu im Binter, Die Schafe merfen, imwegen des Clima, die Sâmmer fpât, die gu der Beit aber febr twol- ligt find. Man bâlt die Safe, fo[ange fie Simmer tragen. Die Hammel werden 4 oder s Gabr alt fo verfauft, obne auf die Gettweide gebracht zu werden, Das Bell diefer Nace iff feiner als bei der vorbergebenden, aber fchlechter als von ivgend einer Furymolligen Hrt. ie mu daber mit feintolligen Macen gefreugt werden, Die Cheviot- Nace bat ebenfalls feine Sôrners mebrentheils meife Gefihter und Deine, liebliche hervorragende Mugen; langen Kôrper, tenig Tiefe oder Stürfe der Vruft; fmal an Bruff und Rücdarad, fchier, gierlich, feinfnochigt an Beinen und dünnes Fell. Das Gemicht ift, wenn die Mace fett if, per Q. 12 bis r8 153 bdie Yolle zum Theil grob, gum Theil fein.**) Es foff diefe Nace eine vortreffliche Art Bergfhafe fenn, wo die MBeide Hauptfächlid aus natüvlihen Grasarten beftebt. Jn Niücdfidt der Jorm und Cigenfhaften bat fie viele Ber- befferungen erlitten. Die Dunfacet- Hrt bat Éeine Sôrners das Geficht ift, wie der Mame fagt, gemei- niglih von bunfler Sobfarbe, Schmanz Éurz, Sleifd fhôn. Gewidt per OQ. 6 oder 7 tb. Die Bolle ift verfchiedentlih geffreift und bunt.***) Mr, Cullen bâlt fie für eine balbfpani- fhe Race.— Sie iff nicht von fo barter Conftitution als die vorbergehende. Die Shetland- Race ift Flein, mebrentheils ohne Pôrners tas fie aber von andern Urten gang vorstiglid auszeidnet, ift die Rleinbeit und Rire des Shiwanges, ie wiegt per Q. 7 bis rots. Die Wolle ift fein und bat mancherlei Farben, *) Culley on live Stock.#*) Ibidem.**##) Ibidem. Bichaudits 359 Es ift dies eine febr barte Mace, aber zu wild um in Cinbâgungen gebalten ju ierden, Bei der Merino- oder fpanifdhen Nace haben die Mânnchen Hôvner, die Weib- chen aber gueilen Feine, mweife Gefichter und Deinc; Feine fonderliche Form des Rôrpers; etivas lang an Deinen, fein von Fnoden, eine Art Hangefinn unter dem Half; fhôn und reines Gel. Gemicdt, bei giemlicher Geiftheit bei den Bôcfen, per O, 17 und bei den cha fen sr tb, febr fein,*) Diefe ace ift art und wird bald fett. Mug biefer Berfhiedenbeit der Safe, in mancher Rücffiht, gebt beutlid bervor, Daf fie den Berfhiedenbeiten der Sage, MBeide u. f, w., gemäf gebalten werden müffen. fangwollige Racen auf fetten eingebägten Beiden, Sangbeinige, fnellfüfige und feichte, auf Mnbôben und moorigen und beidigen Gegenden und die Fleinen feichtribbigen bôrtlihen Racen auf den freien bergigen Gegenden, 10 das Gutter Enapp und bebende ift. Der Farmer bat daber auf feine MBeide und auf die Sage derfelben, bei der Shafqucht tobl Rücéfiht zu nebmen, tweil die Berbefferung und das Oedeihen derfelben fo febr davon abbängt. Da, wo es bauptfäblidh auf Serbefferung der ADolle anfommt, muf diefe durch ein mit Ginfiht angeftelltes Rreujen bervirft merden, foie dagu die Grundfâge bereits angege- ben find, Die Bermifhung der fpanifhen Schafe mit unfern eignen feintolligen, if zur Bet- befferung der WBolle ein âuferft wichtiger Gegenffand, da two es die Sage uläpt. M) EnDe tegungsgrund mebr dagu ift der, baf biebei die Production des fhäbbarften Sleifches Éeines- teges leie, denn man findet, baf bas Furytollige Schaf dites Forniges leifd gebe, das fotvobl fier als woblfhmecfend ift; bie bôrnerlofe, langwollige Race ift in diefer Dinficht Lofer, grèfer und das grobe Sleifch verfauft fidh nicht fo gut. A) Go verfchieden die Bebandlungsart der Schafe in den verfchiedenen Farms na den ein- gefübrten wirthfchaftlihen SNethoden auch fepn mag, fo gedeibet die@chafzucht am beften, wenn die Schafe fo gut als môglich zu jeber Sabrsgeit gebalten werden. Su dem Ende ift.es vorsüglih vathfam, fie in gebôrigen Abtheifungen nady ibrem Alter, ibrer Beftimmung und Art qu balten, Man getwinnt dabei in Erfparung des Gutters, in der beffern Zunabme des Biehes und in der bequemern Mbmeidung des Graslandes. Vn den nôrdlichen Gegenden ift man durch Erfabrung des Vortheils gemobnt, die Schafe, als Sâmmer, Sébrlinge, Sammel und Zucht- fchafe von einander getrennt zu balten. Man Éann aud auf diefe Beife mehr Schafe meiden und fie beffer abivarten. *) Lord Sommerville Syftem of the Board of Agriculture. **) Lord Sommerville in Communications to the Board. Vol. I. ##*) Ibidem. 360 Dreischiite Abtheilung, Det der Austabl der Suchtfhafe muf man mit mehr Sorgfait und MicÉficht auf die erfor- derlichen Cigenfchaften vetfabren, als bis dabin gefcheben ift, wweil der gute Œrfolg der Susucbt gar fer darauf berubt, Dies muf voryüglih bann gefhehen, iwenn die Schafe gum Do gelaffen werden, wenn e8 nicht fon vorher gefcheben ift. Dit minder forgfältig müffen die Dôche ausgemäbit twet- ven. Mr. Doung erzäblt in feinem Farmers Calendar, baf der Herjog von Bedford bie gon jebem Bocée im abgewidenen Sabre gefallenen Sämmer in Befondern Mbfdeerungen gehal- ten babe, um genau ju mwiffen, mas für Sâmmer von jedem fielen. Diefe Methode ift(ebr zu empfeblen und nur dur folhe Aufmerffambeit, verbunden mit genauer Beurtheilungsfraft, fharfem Auge und fibern Gefübl, if cine titflihe Berbefferung môglidh. Das-beftimmte Alter, in welhem die Scbafe gum Docf gelaffen werden Fonnen, if noch nicht ausgemacht; ein bis anderthalé Sabre alt müffen die Schafe, je nachbem fie gewachfen und gut gebalten find, gugelaffen werden. Die gemôbnlide Seit ift zu Anfang des Octobers, ausgenommen bei den Dorfetfbire- fafen, mwobei man die Abfidt bat, Säugelämmer davon ju gichen, in mwelchem Galle die Goafe früber gum Doc gelaffen werden müffen, damit fie füh genug grof werden. Gind vie DôcÉe noch jung, fo darf man einem Bocfe béchftens 60 Schafe subringen; âltere Fônnen einer grèfern Anjabl obne Schaden vorfteben. zieht allemal Berluft der Sämmer nach fich. Die Safe geben ettva 5 Monate mit dem famm, daber ift die getmôbnliche Sammeit im Méry oder frübe im April. Man(âbt die Schafe 6 MBocden bindurdh bei den Dôen, um qu begeben und um darhber in Gewvifheit zu fenn, beftreicht man den Dôden die Borderfüfe mit Motbftein, Ocfer oder fonft einer abfärbenden und geihnenden Subftang.*) MMäbrend der Beit, daf die Safe trâchtig find, müffen fie auf den Beiden in môglidh- fer Mube und mit vieler Aufimerffamfeit, daf fie nicht auf irgend eine IBcife zu Shaden Fom- men, gebalten werden, Gin Gall daf ein Shaf verfegt oder das Samm qu geitig witft, muf man es fogleich von der Seerde entfernen,#k) Die Safe erfordern, tie jedes andre Bieb, um biefe eit eine befonders gute Pflege. Da, wo man fein Beide- oder Grasland für fie be= veit bat, müfen Müben oder anderes grünes Gutter zur Hand feyn und ibnen in geborigem JMaafe gegeben werden, man dies aber nidt, fo lift man diefe Art Gutter unberübrt bis qur Sammyeit, to man nad) Erfordernif davon füttert,. Die Mutterfhafe wollen alsbann forgfältig auf trocfnen IBeiden gebalten fepn und fo, bdaf fie oder die Sämmer von der ftrengen Gabrsgeit nicht leiden.@obald bies der Fall fepn fônnte, muf man fie in geborige Bârme und *) Youngs l'armers Calendar.#*) Ibidem. Bichancht, 361 uno Sué bringen, bis fie tmieder betgeftellt find.@ebr ndthig und nüflidh ift cs, toenn man fie mit deu Sämmeen von dem Haufen trennt und auf ein Rübenfeld oder frifche troŒne MBeide, die im Shué liegt, bringt. Bôlliger Borrath von Nüben um bdiefe Zeit ift âuferft vortheilbaft, tweil dadurd die Milh febe vermebrté und der Bacdsthum der fämmer febr befôrdert wird; denn fwerden fie um diefe Set darin gurücgebalten, fo fommen fie nie recht gut fort. Sft der Doden des Nübenfeldes nicht vôllig trocfen, fo Bringt man die Rüben auf guten trocfnen Dreefh, und fiebt dabin, daf fie rein verzebhrt twerden, Siernach bat fi der Farmer mit feiner tâglichen Portion gu rihten. ABenn das£and volffommen trocfen if, fo tout man beffer, das Mübenfeld vermittelft der Hürtung abufuttern. nu jedem Fall wird Beide und HMeFerland, je nachdoem man fich der einen oder der andern Methode dabei bebient, gedüngt und verbeffert. Das Guttern der Schafe mit Raff und Hafer und Oelfuhen, mäâbrend fe Müben freffen, fanu eine gute Race nur twieder einbringen. Dei naffem oder ftürmifchen MBetter oder wenn der Erdboden mit Shnee bedecét ift, muf den Schafen unter gebôrigem Obdad Heu gegeben wet- ben. Gs ifft auch febr gut, ivenn gerade eben nicht durchaus nothwendig, den Gchafen, wab= rend fie Müben freffen, tâglich eine fleine Portion Heu darneben ju geben. werden Schafe und Sämmer in guten Stand gefebt, das aus dem Herbfte nachgebliebene Dachgras mit dem neu ausfpriefenden zu vergebren. uf trofnen Miefen und eiden ift dies unfchäbbar, Die Schafe môgen es gern, indem fie eu und Gras in einem DBif baben. Man Fann aud) Gchafe im April nicht woblfeiler als auf diefe Art balten. Ein Ycre folhes Nachgrafes Fann 10@chafe einen Monat lang näbren. Dm Herbfie ift ein Acre der Art ro oder 12 Sbilling terth; im Grüblinge 30 bis 40 Sh., und in noch früberer Sabrsjeit verfauft es ein Farmer um feinen Preis.*) at er binveihende Mäfferungswiefen, fo Faun er fi in Sinficht auf den Unterbalt feiner@chafe vôllig darauf verlaffen, obne ivgend cines andern Gutters um biefe Beit zu bedürfen. Qn den Fâllen aber, wo man fih bierauf nicht verfaffen Éann, bedient man fih ffatt der Rüben des jungen WBeigens und frif ausgefchoffenen Grafes und des Rlees mit MRangras, man füttert daber fo fange Rüben, bis man von bdiefen Schôblingen Schaffutter haben fann. Dies. bat jedod) auch nocb fein Machtheiliges und bedarf noch einer Verbefferung, Müben fange in ben Rrübling binein aufgubemabren, if feine gute SBirthfchaft. Das Sand wird zu febr aus- gefogen und die Gerfte Éommt nicht u gebdriger Beit binein; das Gutter iff auch fpüthin nicht vonüglih, es werden viele Acres nad) Berbültnif des Tiches erforbert, denn die Müben wer- den, fobald die Kôpfe ausfhiefen, flodig. AMaygras mit Rlee ift um biefe Yabrsgeit felten *) Youngs Farmers Calendar, Biweiter Theil, 33 362 Dreigchnte Abtheilung, über à Bol bo gcivachfen, und es gebôrt fchon eine grofe Slâche baju, den gangen April bin- ourch eime Deerde davon zu erbalten. Sum April Monat, denn Müben müffen nicht langer als im Mr; auf dem Gelde zu feben fepn, mu der Farmer ein Geld Robifaat bercit haben, wel- ces auf einer fleinen Fläche viel austrâgt und das Uebel einer fpâten Grüblingsfaat vermindert ober gänlih bebt. Die Stecfrübe und die fhwebdifhe Rübe,(Rota baga) wébren fo fange als man fie gebraucht, und twenn fie gleidh in Saamen fchieben, fo wird die Muvgeffnolfe doch nicht ftocig. Der grûne ShnittÉobl Fann mebrere male abgemeidet werden, Der Groft(cha- det ibm nicht und er fprieft im MBinter fort. Gine andere Mt Gutter von befonderm Berthe, if die Pimpinelle, Ein Mere derfelben, der gebôrig bebandelt if, giebt um diefe Seit mehr Gutter als ein Mere Silee und Raygras. Sie mu im November 4 bis 5 Soil bo fieben und fo den Winter bindurd ftehn bleiben. Gie bebâit ibre grünen Diâtter im IBinter, fo daf fie unter dem Schnee cine gerviffe Leppig- feit und lebbafte Begetation geigt. VBom Movember bis gum Februar mâchft fie an jungen Diâttern 2 oder 3 Sol und Éann bann von den@chafen abgemweidet werden. if es, wenn es im Mary oder April gefchiebt, nicht bios von Schafen, fondern auch Pferden, üben u. f. w,* Auf diefe Beife werden die Sâmmer in gutem Stande gehalten, bis jur Scit, wo man ijnen eine befondere IBeide giebt. Cinige râumen ibnen bie befte MBeide, andere die fchlech- tere ein, Methode Fann gut fepn, twenn bas Bich nur nicht barunter leidet.: ABenn man die Gchafe in Cinbâgungen bâlt, fo bat man vorgüglid) gegen den Madtheil der liege fich in Act zu nebmen, weil ibre Birfungen, bei einiger Sernachläffigung, in beifer Jabrs- seit unbeilbar find, Das Entwôbnen der Sämimer iff ein Gefchaft, das mebrentheils im Gulins vorgenomimen wird, in cinigen Diftricten gefchieht es jedoch früber als in andern. dies auf die befte Art gefchebe, fo bâlt man fidh befonders dagu aufgefpartes frifches MBeideland, mo die Sämmer einen guten Dif finden. Cinige fchlagen daju Blibenden lee, als ein vorzüglich treibendes Gutter, vor. Auch das Nachgras der Œfparcette ift dau gefchit. Die Mutterfhafe müffen babei fo tweit von den Sämmern entfernt fepn, daf fie nicht gebôrt und auf feine Art beim Yei- den geftèrt merden fônnen, die Schafe vom Leberfluf der Milh, fo muf ibnen folhe ein- oder weimal abgemolfen werden, damit fie einen@chaden leiden.#+) *#) Youngs Farmers Calendar. ##) Miro bics, tie gemôbnihh, 8 oder ro MBocben fortgefegt, fo wird es fehr nadtheilig, die Safe werden mager und fominen fclecht in den inter. Diefe Gewobnbeit ift von einfidtévollen Sârmers in den nicbern Gegenden(ângft abgefhafft. Der Botthiil, mwenn Sbafe 8 IBocben gemolfen werden, wird auf jebes Graf ju 8 D. gerechner, und jebes Sibaf verliert am Berthe wmenigftens 1 ch. 6 Pence, mithin Ift der Berluft per Haupt 1©. Deim Melten der langiwolligen@ibafe wenigftens 3 Sih. Biehsuchf, 363 Dei der Gchafjucht Éommt ferner viel Darauf an, die jâbulih ausrangirten alten Schafe our die beften Sämmer mieder zu erfegen. Sn den mebrften füdlihen Diféricten gefchicht dies im Augufé, wenn die Sämmermärfte infallen. Bei diefer Gelegenbeit, da die Sämmer alle ausfortivt werden, ann man bdiejenigen febe gut ausmâblen, die gum Cinfchiefen gegen die abgegangenen tauglich find. Man bat bei diefer Auswabl vorüglidh barauf zu feben, ein gut- geftaltetes Samm ju twûblen oder vielmelr ein folches, welches alle MabrfheintichÉeit für fid bat, ein gutes Mutterfchaf ju werden. In wie fern man auf die feine ABolle Rücficht ju neh- men babe, bängt von dem Preife ab, in iwelhem diefe ftebt. Da bies nun nidt nur die bequemfte Beit if, die Sücfen unter dem Shafvieh auszufüllen, fondern aud) die Quantitât des Stapels zu vermebren oder ju vermindern, fo erfordert biefe Sache eine befondere Mufmerffamfeit. nübliche Mntveifungen findet man in dent Ealender der Sandtvirthfchaft von PDoung: ,, Auf einem Farm, der feine beftimmte Schaf- trift bat, vichtet man fid nach ben Umftänden, Die fidh felten ändern; auf den eingebägten Garms aber, wo die Schafe ein Feld haben, das unter Becbfeliwirthfchaft ftebt, treten U6- ânderungen febr leicht ein und die Sabl der ju baltenden Schafe wird darnad) beftimmt, ob man flarË oder fchrwach feine IBeide gu befeben für gut findet. man auf den Ertrag eines eingelnen Schafes, fo ift es alferdings am vortheilbafteften, die ABeide fhwach ju befeben; fiebt man aber auf Rornertrag von den aufgebrodhenen Schafiveiden, fo ift das Fable Mbmeiden ein twefentlicher Duncet, und die Zabl der Schafe muf darnadh beftimmt werden. Bei allen Grâfern, die nicht durch das Alter abnebmen, trifft das ein, je mebr Shafe man bâlt, defto mebr fann man balten und defto mebr Rorn wird geernbdtet, fobald bag Sand beacert wird— ein Umffand, ber nicht aufer Act gelaffen werden darf, Der junge Garmer bedenfe aber dabei, bdaf er Feine Seerde gum Anfebn(a[how lock) balten oder von der Citelfeit fich in diefer Sinficht binreifen laffen müffe. Bi er von feinen Scha- fen auch forechen Fünnen, fo halte er fich ein oder gwei Steige gut gepflegte Sieblingsfchafe, je tweniger defto beffer, denn fie foften mebr als fie werth find.“ Machdem diefe Auswabl getroffen ift, fo werden die übrigen Shaf- und Samimellämmer auf den benachbarten Sämmermarft juin Verfauf gefandt. Ballen die Marfte aber fpâter ein, fo mu man fie, nach dem Nathe des Mr. Poung, mit treibendem Gutter(forcing fond), als Minterwicen, frübem Raps, guter fetter Grafung, erbalten, um ibren WDacbsthum and SBerth ju beférderns im Auguft fie au verfaufen ift jedocb allemat vortheilbafter, Dei der DBebandlung der Doron- und Dergfhafe get man gang anders als mit denen in Ginbägungen ju ABerfe, wenn gleich aufgeflärte Schaffarmers bei der Mustwabl der Mace und der Dôcée in folchen Gegenden eben fo forgfältig verfahren. 335 2 364 Oreisehnte Abtheilung, Qu ben vorbergehenden Gegenden if man vollfomment bavon überzeugt mworben, daf aufer der Betbeferung der Sândereien, das Schafvieh felbft bôbern IBerth erfangen Fônne, und bies bat für diefen Siweig der Sandwirthfhaft die mwoblthätigften Golgen gebabt,. Der Hauptunterfcied bei diefer Schafbaltung if, daf man fie fo zeitig als môglidh, etwa in der Mitte des Aprils, auf die Dorwns, Peiden und Oemeintweiden, bis in den October binein treibt, Das Furge nabrhafte füfe Gras giebt ibnen in diefen Gegenden binlänglihes Gutter sum evtrâglichen Unterbalt. WBenn bdiefe Fütterung abnimmt, fo bürtet man die Schafe gemei- niglid) auf Rüben oder Maps, mworauf fie im. Winter fo lange bleiben als fie ibre Mabrung darauf finden und man fie dann mit aufgefeimten eu füttert, bis fie wieder ins Gras geben fônnen, diefen Umftänden gebt der Dürtenfhiag mebrentheils Sabre aus und Jabr ein, Gm Sommer und Herbft bürtet man das gum MBeigen bereitete Sand, im ABinter auf der Gtoy- pel oder vielmebr auf den Downs und der Weide, im Frübjabr auf den Mecfern, twelche gum Gerftenbau beftimmt find,*) Gine etroas fclechtere Mirthfhaft in diefen Gegenden iff die, daf man die Schafe Pir- tenlos wäâbrend des Sommers in den Gebirgen und Downs berum ffreifen(äft. Ju Ende des Sommers werden fie gufammen getrieben und nad Saufe gebraht, um gefdhmiert oder gefalbt gu werden,**) melches in diefen Oegenden gebräuchlich if. Machdem diefe Opera- *) Donaldfons Prefent State of Husbandry in Great Britain. #*) Oics iff eine Operation, melche man vormals ur Gefunbheit und Erbaltung der Shafe für unents bebrlich bielt. Jm füblihen Theil des Rônigreichs ift fie nicht im Gebraud und in den minder freien nôrtlihen Gegenden ift fie gânalih abgefhafft; felbft einige Bergfhaf: Farmers baben fie bis dabin obne Nacbtheil unterlaffen. Die in biefem Difirict basu gebrauchte Subftanz befteft aus einer Mifhung von 12 Ï5 Butte mit 4 Quart Theer, welche, wéâbrenbd fie warm ift, gut vermengt wird, Diefe Quantität if für 24 Safe binreichend. Sn Pertfbire, im Norden von Schottiand, bebdient man fi gletchfalls des Thecrs und der Dutter, Œinige nebmen 10 fcottifhe MNôbel Theer zu 1 Stein Dutter; andere nut 5 ju demfelben Gemwidt, und nod andere balten die Muttelftrafe gmwifden: diefen beiden Œxtremen. Dicfe Quantität rett bin, um 55 bis 60 Sxchafe, jedes für 3 oder 4 Pence, je nadbdem mebr oder mirsder Theer unter der Mifung if, eingufhmieren. Bormals Bedienten fit Schâfer der Tobaslauge und Gcife, gutvellen auch farfe Lauge. Man brauct diefe Subftangen, als minder witffam, jebt aber nicht mebr. Fe Die Oprration tird an einigen Orten im November vorgenommen. Sn Pertfhire fhmieren die Shäfer ibre Lâmmer etwa ju Anfang des Octobers; und iff das Better günfftia, fo fabren fe ununters brochen fort, bis alle Safe gefhmiert find. An cinigen Orten fémieren fie blog die fhwächern, an anbern Orten alle Srbafe. Œin Menfh fhmiert 20 oder 24 in einem Tage und läft etiva x Soil gwis fhen ieber Bollfaite(Shed of the Wool), Den Pauptnuben, twelhen man fih bievon verfpribt, if, baf e8 die Schafe bârter und târmer madt, fie von Ungeiefer und Sautauéfchiägen rein bâlt und bag Losiwerden der IBolle verhutet, Man bebauptet ferner, dañ die Bolle fhon die Unfoften erfeht, diefelbe Angabi Selle gefhmierter und tweifer IBolle, geben ju Martte gebradt, biefelbe Œumme, denn was die Shmiermolle an Gite vers liert, bat fie am Gemidt. Au dies wird bemertt: daÿ, je mebr Dautter in der ÆEompofition éffr Dichsncht. 365 tion vorgenommen ift, tuerdett fie wicber ausgetrieben und gutveilen Schtveine und andre junge Schafe mit ibnem Sn andern Füllen,, wo dau auf den arms die Gelegenbeit ift, werden diefe letern Arten den Winter bindurd in Cinhâgungen bei Haufe gebalten: an andern Orten fjai man die fogenannten home-Grounds(AMecder bei HSaufe), welche im Sommer gefchont werden, damit die gange Seerde im Binter barauf tweiden fènne. diefe nicht au, fo nimmt man entlegenere diefer Art. Dei frenger Gahrsgeit wird ibnen tâglih etwas Peu oder Gtrob gegeben.*) Mod forglofer bebandelt man in den mebrften norblihen Diftricten des Rônigreihs die Shafheerden, indem man fie auch im MBinter ihr Gutter unter den Schnee berausfraben lüft. ft der Sbnee febr tief gefallen oder beim Sturm fehe gufammen getwebet, fo treiben die Scbü- fer dennod ibre©chafe auf die Anbôben.: Es werden auch wobl Sürten rund um die Oipfel der SHügel gelegt, und tenn alles Seidefraut mit Schnee bedecft if, fo wird folcher mit lang ginfigen Œggen aufgeeggt. Cinige werfen den Schafen auf den Sdnee Heu und Hafergarben in Éleinen Dündeln bin.**). Da bdies aber immer ein mangelbafter Debelf bleibt, fo würde ein für diefe Gegend berechnetes Minterfutter, wie Mr. Marfball in den Anbau beidiger und mit Brabm und IBachbholder bemachfener Stellen folches ju verfchaffen anrâth, von grofem Nuben fepn. Der Ertrag und Geminn von Shafen muf natirliher MBeife fehr ungleidh ausfallen, je nachdem die Race und die gute Erbaltung derfelben if. Es giebt fo manche Fülle, die auf den Bortheil bei diefer Birthfchaft Cinfluf Haben, daf nict grvei Srhâfer gleiche Cinnabme haben, Qn den Mnnalen des Mcferbaues findet man verfchiedene umftändlihe Hngaben von dem Bortheil einer Sohafjucht im Grofen, Mad Mr. Macros Beridt mar der Borrheil von 494 Schafen 16 Pfo. oder 8 Pence per Haupt in Suffolf. in Efer, nach Mr, Ellmannse Angabe, von 560 Schafen 147 Pfd. oder von jedem Scbaf 5 Eh. Mad des Herjogs von Grafton Angabe von 40 Steige beträgt er 134 Pfd. oder 3 Eh. 49. auf jedes Schaf. Mach den gemachten Berbefferungen in der Shafqucht mu der Gervinn que Scit mweit hôber ffebn. Des Ertrags vom Méffen der Safe ift bereits im Hbfdnite von den Gettweiden Erwäbnung gefhebn.*#*) defto tweidher und feibenartiger ift der Saben der Bolle; und die jungen Safe iverden na bem Sdmies ten fârfer von Rnochen, ivegbalb fie ju einem bôbern Preife verfauft verden. Obneradtet aller biefer Argumente veriwerfen andere bas dmieren gänlih. Sn falten Gegens ben giebt bdics allerdings den@chafen cine wârmere DedeŒung und Fann daber in gefübten Gegens den fee gut wegfallen. *) Donaldfons Prefent State of Husbandry in Great Britain.**) Perth. Corr. Report. +k*)€s ifé bier von einem Geminn die Miede, nadem Meide und Gutterung berehnet und abgeogen terden. A. DS. / Fu a 366 Dreigchnte Abtheilung, Quin Hürtenfhlag paffen fich die leichteren und lebhaftern Furmolligen Macen, als: bie Morfolfer, WBiltfbire, Southdown und einige andere Avten. Man bat bisber diefe Mirth- faftsart für manche Gegenftände durhaus unentbebrlid gefunden. Mr. Doung geigt uns aber in feinem Œalender, daf auf den eingebägten Sarms, befonders in Morfolf, in Hinfiht biefes Berfabrens, grofe Veränderungen vorgenommen find. Man ift dort nunmebr vôilig überzeugt, daf der Sürtenfchlag ein gany unvortheilbaftes Verfabren en, ausgenommen, to freie Anbôben(downs) und Gemeinbeiten das Einbürten nothwendig machen. Man Fann obne Sürtenfhlag bei weitem mehr Gchafe balten als damit, Dies ift ein wichtiger Punct. Der Barmer verliert von einem Gewinn, bei Sämmern forwobl als Schafen, durch den Nad- theil des Sürtenfchlags, nach der Dercchnung erfabrner Mânner, aufrrdes Shaf 2 bis4 Sch.; fo daf der Garmer es mwobl ju bedenfen bat, ebe er fic daju entfchlieft, da fo viele Deobach- tungen vom Machtheil ibm vor Mugen find. Mr. Dafemell pflegt zu fagen, man raube es Detern um e8 Pauln ju geben, Die Argumente, die gur Vertheidigung des Hürtenfhlages gebraucht twerden, find Feinestueges befricdigend; man bebauptet, tvenn@chafe nicht eingebüt- tet werden, fo friechen fie unter die Decfen u.{ w., um im fchlechten WBetter gefchhbgt gu fenns ft dem fo, fo mu ibnen das geffattet werden, es gebt aber allemal mebr verlobren, tenn man dur den Hürtenfhlag die Schafe vom Schube abbâlt, als erfteres twerth if. YBenn der Hüntenfhlag gebraucht wird, da laffen gute Schäfer, im Gall daf es regnet, die Schafe aus ben Hücten, tweil fie den Machtheil Fennen, bic Schafe in fchlechtemi Better auf dem naffen AUcfer liegen ju laffen. Der Hnftinct diefer biere leitet fie beffer als unfre Sernunft, nicht nur wo fie zum Sdué Dinfliehen folfen, fondern auch die eigne Seit zur Rube fid zu waäblen und deg Morgens gu fweiden, Diefe Beitpuncte rihten fih nach Dabrszcit und Metter; der Hürtenfclag bindert dies aber und beftimmt eine Negelmäbigfeit, bdie mit dem ABetter nie in Berbältnif freht. dr, Doung bemerft, als er guerft einige Siveifel über den Nuben des Hürtenfhlags auf jebem arm ju begen anfing, two bie Schafe des Nacbts auf gewiffen Geldern gebalten gerden Éénnen, babe er febnlidh gemänfcbt, über diefen Gegenfand cinige Verfuche anguftelfen, welche die Sache in ein belleres Sicht febten; er babe dies aber um fo fchmieriger gefunden, als et einen folchen Berfudh wünfhte, der jur übergeugendften Gervifheit fübrte.. Cr wûre daber sac nicht que vèlligen Gewifheit darüber gelangt, babe aber doch manches$icht darüber erbal- ten,@o überzeugte er fi, daf er beim Sürtenfchlage nicht fo viel Schafe twürde balten Fon- nen, und daf die Gelder auf diefe WBeife nicht+ des gewbbnlichen Ertrages gâben. Dei vier- maligen Æreiben des Tages toird viel Gutter vertreten, Die Schafe fommen in Unrube und die Bab der Beide und Mubezeit der Schafe bângt vom Shäfer und feinen Jungen ab. ind oie Sammer jung, fo Leiden fie babei, und die Schafe tverden feicht überjagt und evbigtz lauter Gegenfiände, die au Beacbten find, WBerden ferner die Schafe in ffarfen Abtheilungen gebal- Bichsucht. 367 ten, fo leiven fie nicht nur beim Jus und Cintreiben in die Hürtenr, fondern Da fie den gangen Tag wie auf dem Marfch find, fo baben bie ftärfften einen zu grofen Vortheil und die Dintern imüffen das freffen, mas die vordern gectreten haben, Alle diefe Puncte find das Gegentheil von dem, twenn fie än Éleinen A{btheilungen vollfomnien in Rube bleiben, Bird dagegen nun der Gervinn der Pürten in Detracht gezogen, fo lâft fidh dies Berfabren nur dann rechtfertigen, twenn es für den Berluft unter den erwäâbnten Umffânden reidlidhen Erfañ giebt. Mr. Doung vermuthet, ba die Farmer nur deshalb fo febr für den Hürtenfchlag find, teil fie dadurch die Greibeit erbalten, Grasland aufjubrechen und mit ju Acer ju benufen. Sie feben vorüglih auf Korn, meil fie dadurch ibre Berbefferungen am beften bezabit erbalten, Grasland zu verbeffern, ift Getvinn des Cigenthümers für die Sufunft, und der Pâchter glaubt nur zu leicht, ba er Gchaden davon babe. Sn Éümmert das fhlechte Grasland menig, wenn es fein Meerland nur verbefferts man fiebt daber die chaftrifften fo ausgefogen, oder twenig= ffens nach 500 Sabren als folihe um nichts beffer, als fie vordem taren; dagegen die mebrften Gelder, wo Schafe meiden, obne gebürtet ju werden, fih fortivñbrend verbeffern. Dies lei- tete ibn, die MBirfungen auf feinen Geldern zu bemerfen, Die Schafe batten den Diümger faft gleichfürmig verbreitet und altes Grasland war auffallend dadurdh verbeffert, fo daf fih ABurm- fôcher in Menge fanden, als mûre es gemiftet. Er waljte es flarf im November, es ward aber balo twieber von den Bürmern uneben gemacht und erforderte im Grüblinge noch mebreres ABal- en.©s geidnete fi) bernach aud) dur fein fhônes Grün und den veichlidhen Ertrag befon- ders aus. Er maf daber biefe bemirfte Berbefferung des Oraslandes der gebôrigen Mbtheilung er Deerde und dem abgefchaffren Sürtenfclag bei, und macht den Shluf: Der Bürtenfchlag ift fhaébar, aber nicht minder die Berbeñerung des Graslandes und mag derfelben beinabe gleich fommen. ABenn nun aber obne ibn mebr Schafe gebalten werden Fonnen, fo Bleibe ibm qu Gunfien des Nichthürtens durchaus Fein Ziweifel mehr brig. Dies find die Mrgumente und Erfabrungen, welche der Nüblichfeit diefes lange fon ein- gefübrten Berfabrens entgegenfteben und fie febr problematifch iwenigftens auf den Garms ma- chen, 100 Schafe obnedem in Koppeln gebalten werden Fonnen, Gun tiefern in andern Hâllen der Gchade, der den Schafen beim Ereiben gugefügt wird, und die Unbequemlichfeit und Mübe babei, mit bem Vortheil des Snfiems fi fowobl Dung zu verfchaffen, als auch auf andere MBeife das Mcferland zu verbeffern, indem man die@chafe andertweitig einpfercht, im Berbält- nif fiche, muf no gegcigt werden. Die Entfbeidung diefer Frage enthâlt mancherlei wichtige Detrachtungen, fomobl für den Lieb- als Hcerfarmer, Man fübrt dabei an, es gâbe noch eine andere Methode, den Vortheil des Hürtenfhlages ben gangen Winter bindurcd und auf allen Dodenarten ju evhalten, ie befteht darin, daf 368 Dreischnte Abtheilung, man die Schafe des Macts auf einen Schafhof treibt, der mit Stroh, Stoppel und Garren- fraut u. f. w. gut gefireuet ift; das Bieh wird auf diefe Beife warm und bei félechter Sabrs- geit gefund gebalten, fo wie ju gleicher Zeit fo viel Dung bei reichlicher Streu gewonnen wird, als Éein Hürtenfchlag geben Fann. Eine grofe Berbefferung biebei ift diefe, daf man den chafen alles Gutter,(die IBeide ausgenommen), nemlih Peu, Müben rc, dafelbft giebt, rwesbalb man fie fpâter aus- und früber eintreibt, Diefe Methode ift febr zu empfeblen, und es wird in den 3 Monaten, vom December bis gum Mpril, eine erffaunte Menge Dünger dadurcd ge- tvonnen, Mob beffer mwürde fie ausgefübrt werden, wenn man gu dem Enbde auf den Hôfen offene Schoppen ervichtete, um fie darunter ju füttern. Sn Suffer bat man foldhe Hôfe mit und obne .Schoppen,*) Bo man jedoch fih des Hürtenfhlages bedient, da muf er auf die môglihft vollfommne Art gebraucht werden. Cs ift qu dem Œnde binreichend, mwenn jedes Schaf 2 Quadrat- Dards Raum bat und die Srhafe gwei Nâchte auf einem Slecte bleiben, Yuf Aerland muf die Ober- fiche febr diŒ bedecft fen, bei Grasland arf der Dünger nidt fo farf überliegen. Man fângt am beften mit bem Mcfer an, der unter der DBrache zu Rüben oder Robl if. Von diefem gebt es que MBeigenbrache, mit befonderer Rücfiht allemal da angufangen, two guerff Korn ober Gras gefäet wir. YDenn es gegen den IBinter auf dem Acerlande ju naf wird, fo ver- fegt man den Hürtenfhlag auf die ABeide oder anderes Grasland, ft das Sand febr moofig, fo wirù das Moos dadurdh vertilgt. ss) Die Zeit ber Schaffhur richtet fic na dem Better und dem Elima in den befondern Diftricten, Man mus dabei vorgüglich darauf Rücficht nebmen, daf man die biere nicht zu früb ibrer Dedefung beraubt, fie aber ibnen auch nicht ju lange ft. Ein anderer tobl ju be achtender Umftand iff die Meife der Volles denn wird die Schur vor diefer Seit vorgenommen, fo ift die Wolle fo fhwah, bdaf fie Faum gefpounen werden Éann, und iitd die Seit zu[ange ausgefest, fo wird fie gelb, faltig und fchlecht.*#+) den mwârmern gefüéten Gegenden ift die befte Zeit gu Anfang des Junius bei gutem Better; in den Fâltern Gegenden mebrere WBo- cen fpâter. Die Sobafe auf den Gettweiden müffen aber in jedem Gall eber gefchoren merden, weil die alljugrofe Dibe, wenn fie ibre Wolle lange tragen, im Gettwerden nachtheilig ift, MBeil um diefe Zeit die Schafe viel Staub und Unvath in der MBolle haben, fo müffen fie got der ur gemafchen werden. Dei der gewbôbnlichen alten Methode, bei twelcher die ABa- fhenden bis an die Druft im Waffer ftehn und viel Drantemein haben müffen, um der Râlte und *) Annals of Agriculture. Vol. XI. x) Man febe die Aétheilung über den Sürtenfhias. #**) Annals of Agriculture. Biehsuche, 369 unS deren nacbtheiligen Mirfungen auf den Rôrper zu tiberffeben, ff viel Unbequemlidhfeit, Es if daber vorgefchlagen, in einem fliefenden YBaffer eine folche Borribtung ju machen, daf die Grhafe tief genug im IBaffer fkben, um von dem fliefenden MBaffer überfirôomt ju werden, und die IBafcher in einem Gefäf darneben um trocfnen Gubes ibre Arbeit verrichten zu Fônnen.*) Cbe man zu diefem Gefchäft fhreitet, müffen die Sämmer von den Müttern und andern Schafen getrennt und jedes in eine befondere Mbfcheerung gebracht werden. die erffern gemafchen werden follen, fo if es mebrentheils binreichend,: fie blog zu fhioemmen, Mach diefem muf man den Schafen auf einige Tage trodne reine MBeide geben, bis fie zum©checren vollfommen abgetrocfnet find. Bordem pflegte man die Scbafe der Sänge nach zu feeren, gutveilen fief man aud nad- lâffiger Beife IMolle féehen und fhadete dadurch dem folgenden Bachsthum derfelben, den es ift mit der Molle wie mit dem Grafe, twelches am beften gedeibet, je dichter es gemäbet if. Dies rübrte aber mebrentheils von der Methode her, die Schafe der Sänge nad zu fchecren. Mach der verbefferten, fcheert man rund berum, tmwodurd ebener und dichter meggefhoren wird. Aufer den Soheerern muf man auf 3 bis 4 derfelben noch eine Perfon baben, welche die Gchafe bringt und Febrt. Die Yrbeit gefchieht mebrentheils in einer Scheure. Scheerer fommen felten auf ivgend eine Mrt den Schafen ju nabe, find Seute aber an dies Oe- fhâft nicht gemôbnt, fo fônnen Schafe leicht dabei verlegt werden und man bat daber nur fach£undige Seute dagu gu nebmen., Jan rehnet, daf ein Schecrer, twelcher Uebung bat, wobl 40 Schafe des Tages fcheert. Die Gettiweider, welche viel Schafe baben, pflegen das Schecren Eteigemeife ju verdin- gen. Das Gteige zu fcheeren Foftet gemôbnlidh 2 bis 3 Sch., mobei der Scheerer die Schafe fetbft boit.**) Dei den Schaffarmers erbalten die Scheerer bei guter Soft, ftarfem Dier und Branntivein u. f. m., tâglih 2 Sc, 6 D,***) Mr, Poung beredhnet die Koften des ge- wôbnlichen Scbectens 2 bis 3 Seb. das Gteige. Debt muf man wobl etiwas mebr renen. Man muf zum Aufwiceln der YBolle eine befondere Perfon baben, die dies gut verfteht, tveil beim Verfauf davon fo viel abbängt, nichts mit eingeflieft merde, was nidt ur MBolle gebôtt, meil ein Farmer in der Golge manche Schrvierigfeit beim Mbfas feiner ABolfe findet. Mr. Elimann, ein grofer Southdown Schaffarmer, fheert die grôbfte Toile, an den Schenfeln und Shwanzenden, 4 WBoden vor dem Bafhen und Œcheeren, und ver- fauft fie in£ocfs ju 31 D, das ib3 es beträgt etiva 4 Ungen auf jedes Shaf. Er findet diefe Methode auferft guträglid, indem es die Schafe reinlidh und bei Deifem Better Fubl bal. #) Youngs Farmers Calendar. ##) Synopfs of Husbandry.###) Ibidem. Qweiter Theil, YAaa 370 Dreigebnte Abtheilung, Man thut bies in tnandheu andern Gegenden und fol bei den Mutterfchafen das DBundterden des Gitters verbüten,*) Cinige haben das gwei- oder mebrmalige Scheeren angerathen und bebaupten, die giweite Sur falle feiner aus und es fade den Schafen, mwenn fie nur gut gehalten werden, gar nicht,**) Gin Verfudh des Jobn AsFem Efq von DBillingsburn in Northumberland be- fiñtigt vies, Die Cchafe mwurden nad der erften Schur amoten Gebruar warm gebalten und mit etwas Safe einige Zeit gefüttert,. Die erffe Sur gab 7£ ID, die giweite 31— 4 DB, die cinmalige Sur gab nur 9 15. Un Qualität Hatte die Molle gum gmweiten mal gewonnen, fo baf der Stein 8 Sc, mebr werth mar. Man will fogar bebaupten, bdaf, da ein viermonat- licher Muchs sur gebôrigen Sänge der feinen Wolle binreihe, das langwollige Schaf ffatt 2 mal, 3 mal im Sabr-gefchoren werden Fônne.***)+) Man bat auch das Vedecen der Shafe verfucht, um beffere Molle zu ergielen. Mad) Mr. Drodies Verfuch follte die Verbefferung der Wolle febr groB fepn. Die often betru- - gen etwa 7 Pence auf das Schaf 2 und 3 Jabr bindurh. On Berbindung diefes Verfabrens mit dem obigen, till man die Rammwolle zur Dedefung verwandt tviffen und wäbrend die Quantitat und Güte des elles fidh verbeffert, foll auch das Oerippe des Gchafes gunebmen.++) Der Erfabrungen über diefe fo wichtige Puncte giebt es fo iwenige und die often folcher Debandlung find fo menig aufs Neine gebracht, daf mwabrfbeinlidh Fein befriedigender Schluf bicraus gezogen werden fann, Œs darf biebei aber nicht vergeffen werden, daf die Bolle ibren gewiffen Grad Reife zu ibrer Bervollfommnung bedarf und baÿ in der ODeconomie des Schafs ein alfjufarfer Grad der Bârme eben fo nacdtheilig ift, als ein alGugrofer Mangel derfelben. Die Sämmer werden gemôbnlih 4 bis 6 Bochen fpâter als die alten Schafe gefchoren. YBenn dies gefchehen if, fo geihnet man alle, fomobhl Schafe als Sämmer, mit Ocfer oder einer andern Œubftanz. Œinige geben ibnen ein Merfjeichen am Obr oder fonft wo. Man bat den Cinturf gemact, da die Bolle verdorben merde, mwenn man die GSchafe mit Theer gcichne. Mr. Macro bat die Unfhädlihfeit bavon in den Hnnalen des Acerbaues deut- lidh gezeigt. Qn einigen Diftricten bauet man den Shafen die Shmwänge ab. Man bat dabei anfäng- tit mobi bie Gdee gebabt, die Tbiere auf diefe Meife reiner ju balten und den Sliegen weniger ausgufesen, balten es dagegen für gang gmedwidrig, weil nun bic Schafe dadurd ver- bindert werden, in beifer Sabrsjeit fidh die Fliegen abgutvedeln. FFF) *) Corrected Report of the Nord Riding of Yorkfhire. …**#) Annals of Agriculture. Vol. XV.***) Ibidem. +) Deim langwolligen Schafe mag bisfe Methode dx HD feun, Bei bem fraustolligen ifE fie alé nadjtheilig faft allgemein abgefafft worden. Ÿ. 4) Annals of Agriculture. Vol. XVL. tt) Hd. Vol. IX. Bibyudt- 371 Das Ealtriren oder Berfhneiden der Boclämmer gefchiebt u verfchiedenen 3ei- ten. Bei den ftârfern Sâmmern thut man es gern in Den erften r4 Eagen, bei den fchwächern bis 2 MBochen fpâter. Ye früber es gefchieht, defto weniger Gefabr iff bei der Snflammation, in fo ferne die Sämmer nur gefund find. Gunge und arte Sämmer geben gutweilen Dabei auf den sauf, tweil der Faite Brand dagu fchlâgt. Der Ertrag der Yolle ift na Berfhiedenbeit der Macen auch verfhieden, Dei den fangwolligen Œchafen ift er der Menge nach giof, aber gegen die MBolle mancher Furmolliger Œxhafe in der Oüte geringer. Die feinffe MBolle giebt Shetland, Herefordfhire und die Gud- Dotvn von jedem einbeimifhen Sdaf. Die grôfte Ouantität geben die Schafe vor Sinconfhire, Mr. Donalbfon mact die vidtige Bemerfung, daf die Sammel mébe IBolle als die Gchafe haben. In NRücficht der Gelle giebt es von beiden Zheilen verfchiedene Gigenfchaften, einige rechnen 8 oder o verfchiedene Gorten, Diefe werden in England von einer Art Seute, die man oliffaplers nennt, von einander gefondert, Die Dagu angenomimen und beeidigt find, um die beim Verfauf vorfallenden Streitigfeiten qu fclichten. Das Gefhäft des Echäfers wird von demfelben Schriftfteller als éuberft ticbtig betrach- tet, da von feiner treuen Gorgfalit und unermüdeten Aufmerffamfeit das Boblfeun des Viebes, mithin der Bortheil des Defisers, gar febr abbängt. Œr bat zu jeder Seit auf die Heerde, befonders zur Sammyeit, ju feben, muf fhlechte Verfuppelung verhüten, die Seit gum Schee- ren beftimmen, folche Schafe, welche für Gettiveiden oder für den Schlächter fidh paffen, aus- mergen, fo wie foie, die ibres Alters balber nicht länger bei der Seerde gebalten werden Fôn- nen, muf gleichfalis eine genaue Renntnif von den Rranfheiten der Œchafe befifen, die Mittel dagegen und ibre Anwendung fennen,&urz, er mu fleifig und aufmerffam fepn, die guten Cigenfchaften derjenigen Racen, die er erbalten foll, t#wobl Éennens und im Fall da ser Druder auch Gettweider ift, mit Deftimmtheit fagen Fonnen, tweldher Tbeil der Deerde Schlachtrecht ift oder nicht. Die gemôbnlihe Methode, das Alter der Echafe ausfindig zu madhen, ift die Deurthei- fung nad den Zâbnen, manu nennt fie auch, einmal, gmweimal gefchorne u. f, t0., je nachdem man die Molle von ijnen genommen bat. Gin einjäbriges Œchaf bat vorne 2 breite Sâbne, ein gmeijabriges 4, ein breijäbriges 6 und ein vierjäbriges 8. fagt man, iff das Maul volt,: Nacb-4 Yabren werden die Jübne brôcélich, fürier und fallen aus, Die Echafe find manden innerlihen und âuferlichen. Rranfbeiten untertvorfen und fie verbienen eine grünèlihe Unterfuung. Diefe wide aber für Dies Bert viel ju sveitlâuf- tig fenn, YAaa 2 372 Oreigebnte Abtheilung, Die Gliege ift eine Unbequemlidhfeit, mit melher die Schafe in beifer Gabréeit, be fonders in eingebägten bufchigten Gegenden, zu Fämpfen baben, Man bat manchertei Mittel, um die MBirfungen diefes gefñbrlihen Snfects ju verhüten. Vorüglih wiréfam Hat man Schive- felfalbe dünne mit der Sand über die WBolle gefirihen gefunden, fih Maden an, fo theilt man die Bolle, flat fie meggufhneiden, von einander, und nimmt die Maden mweg, ohne die Saut zu ôffuen, und ffreuet Bleiveis fein gepüluert auf die Bolle, twelches in die Munde bineinfalit, entfârbt die Molles ein mwenig vertreibt die Maden und beilt die MBunbde, Dei gut gemarteten Heerden, twelche regelmäbig gmeimal des Tages nachgefeben twerden, findet man feine Mabdenftellen,*) Die Fuffäutie ift eine andere Rrantheit, welhe die Schafe bâufig befällt, und die fih durch Sabmbeit und triefende übelriehende Geucbtigfeit gwifchen den Klauen angeigt. Diefe gebt unter den Suf binunter und madt das Gleifh faulend. Nan bâlt fie für anftecfend, tweil fie fich fchnell verbreitet, tenu fie nicht gründlih geboben mird, Die Stelle muf abge- fhôlt und gereinigt werden, obne dem lebendigen Sleifche zu nabe zu Fommen, aud muf man das Bieh von der Geerde entfernen, Solgende Muflèfung trôpfelt man binein und bâlt die Dübe trocfen und rein,( Dlauen Vitriol, 2 lingen, Meinen Hlaun, 2 Unzen, Grünfpan, r Unge. Muriatifhes Quecfilber(oerfüftes oder corrofives 2) 4 Unge in einem Quart gut deftillirtem Beineffig aufgelôft.**) Die Rrâbe ift eine Hautfranfheit, fie gelinde und wird bei Zeiten ettwas gebraucht, fo lüft fie fich mit Tabacsiwaffer leicht beben, Srhiwefelfalbe iff noch tiréfamer., FF das Uebel aber eingeriffen, fo gebraucht man oft die gemeine blaue Salbe, die man in den£aden fauft, welche aus 2 Ungen Quecfilber und 16 Ungen©pecF beftebt, 15 diefer Galbe reicht zu 4 Schafen bin, Man bat bei diefer Salbe aber viel Borfiht zu gebrauchen, befonders bei den Schafen, mwelche Sämmer haben, damit lebtere nicht som Speibelfluf getod- tet werden, Man mu fie alle 4 oder 5 Solf in die Falten gang fpärlich fchmieren, Das Sheuren(Rubbers), eine Mrt von Guen, mobei id die Thiere au Tode fheuren, Man bat nod) Fein ficheres Mittel dagegen entoecft,***) Das obige Fann ettva dabei verfucht werden, Die Schafe find der Dlindbeit durch Erfältung und auf diefe VBeife manchen Gefab- ren, in Teidhe und von Anbôben berabzuftürzen, ausgefegt. Man ôffnet qur Heilung derfel- *) Rural Oeconomy of Midlands Counties. j #*) Corrected Report of the Nord Riding of Yorkfhire,###) Lincolnfhire Report. SBichuche, 373 ben gutweilen die Mder über deu Éanthus oder innern Mugentinfel, die fogénannte Angularader, und bâlt bas Thier fo mit dem Ropfe, daf einige Eropfen Blut ins Auge fallen, Dies tirft auf gwcierlei Mrt, als Mittel in der Opthalmies einmal wird der vermebrte Reis in den Gefäfen der Otelle als die nächfte Urfache der Snflammation gehoben; und fürs gmeite fo mirft bas ine Muge gelaffene Dlut, vermôge feiner Milde und MBârme, als ein Crweihungsmittel und trâgt fo gur Deilung bei. Mac) diefer Operation merden die meifen Flecfe aus dem Muge megges nommen und das Gefiht vollfommen mieder Dergeftelit. ffofen auch ein wenig Glas und blafen es vermittelft einer Gederfpuble ins Muge, telches dburd feine Neibung died lecferr twegbringt.*) Cine fhwache Auflôfung von Grünfpan in deftillirtem Beineffig mit einer mweichen Feder eingetvifcht, thut gutveilen gute Dienfte. fo beilfam mwürde auch der mweife Bitriol fenn, Die Fâule ift eine Rranfheit, welche die Schafe auf feuchtent und naffem Sande befälft. ES if eine Art MBafferfucht, wobei Sunge und Seber angegriffen find und fi bis dabin nicht Deilen Làft, Das bauptdlidfie, vas man dabei thun fann, ift, die Schafe auf trocfne Beide gu bringen, fie warm und unter Obdach zu balten, und trocénes Gutter im Hofe ju ge- ben.**) Sn bdiefer Hinfiht find zwei merfiwvürdige Thatfachen in der Survey of Lincoln- fhire angegeben. Man bat in den Fabren, wo die Schafe der Gâule ausgefest find, bemerft, daf die auf den Salgmarfhen gezogenen Schafe, die im Grüblinge befchiammet werden, als befonders gefunde gefauft merden, ,, Mächft biefem mir angefübrt, daf ei Schâfer, mwelcher in feiner Yugend Sâmmerjunge bei einem alten Manne in Metlam bei Sincolrr ar, einem Ort wegen der Fâule berüchtigt, dem Mr, Meve eräblte, er fen überzeugt, die Schafe wâren von einem Morgen faul gemorden, bda fie, ebe der Thau gefallen mûre, wäbrend fie die Sürten umgelegt batten, auf dem Gelde getvefen twûren, ein Schafmeifter halte feine Gcbafe allemal fo lange in den Hürten, bis der Thau abgetrocnet fen, und durch diefe eingige Mufmerffamfeit rette er feine Schafe, wenn die Madhbarn die ibrigen verlobren,“***)+) Die Drebfrantheit oder der Rrâufel, eine Verrüctheit, von tvelcher die Schafe oft ergriffen werden, Œs if dies eine rt oon WBafferfopf oder eine eingefchloffene Gammlung Baffer svifchen der dura und pia mater, telche einen beffändigen Schiwindel oder Serumbdre- ben beirft, … Sn Sincolnfbire bei Iorth- Sommerorts lebt ein Mann, der die Schafe trepanirt und Die Sälfte davon rettet, Der Berfaffer des Experienced Farmer giebt an, man müffe die cafe beftig bei den Obreu gupfen und fie dann abfhneiden, ein Mittel, womit er curirt bat, *) Pertfhire Report.#*) Report of Yorkfhire. *#+) Biel Lit Über die Gâule findet man in Dr. Harrifon: Inquiry into the Rot in Sheep and other Animals. Ÿ) Das gefchieht bei uns in der ARegel. A, bd SL. 37 Oreischnte Abtheïlung, Das vothe HBaffer if ein anderer feblerbafter Buffand. Er foll our alfyu faftiges Gutter, als Rüben, Napfaamen, lee, Oebmd und andern fetten KRräautern verantaft werden. Man findet ibn aber nicht blof bei den mit Rüben und Maps gefütterten Schafen, Gemeines Galy und viel Bewegung wivd als febr twobithâtig dabei angegebens auch fol man es dadurc verhüten Fonnen, ivenn man Des Machts trocfnes Gutter giebt, fobald die Schafe faftiges bei Tage erbaiten. Die Drary, tie man fie in Sebottland Fennt, ift tabrfcheintid diefelbe Rranfheit, fre folf nicht nur die fhlimmfte von allen feyn, fondern bisber aller menfchlihen Gefhilidéeit und Runft getrobt baben., Cinige arms find diefem Uebel mebr untertvorfen als andere, und es tar bis qu der eit im Hochlande ganz unbefannt, als man eine neue Race einfübrte und bdie Schafe qu jeder Beit im Gelde lief. Cine Veränderung des Grafes, befonders veines Grafes oder Rieefutters, zu Œnde des Herbftes, bat man oft von gutem Erfolge gefunden, Das ein=| jige Mittel if dem Uebel guvorgufommen, if es einmal ba, fo ift es bis dabin unbeilbar ge- funden. Man findet es in den Gegenden, two es flarË veift, am nachtheiligften, und füblt es we- niger in den boben echabenen, von den Glüffen, Marfhen und grofen frifden ABaffern ent- fernten Gegenden. Sum Gegengift diefes Unbeils terden um die Beif, in welher Gefabr ift, die Schafe in fteter Demegung erhalten, und ju dem Œnde mit Hunden gejagts denn fobald ein Schaf, nacd- dem es geängftet iff, ftill ftebt, läft es fein Baffer: und da die Dlafe gemôdbnlidh bei den Thie- ven, telche an der Drar ferben, gefprungen ift, fo mag tenigftens ein Æheil diefer Plage von der Berftopfung in den Urinwegen berrübren,*) Das fhmarze Baffer(Blakwater) ift eine Rranfhcit, telcher Die beften Sämmer im Herbe oft untertworfen find. Gerdbnlich fterben fie Daran febr fhnell. Das befte Mittel dagegen ift, fe auf trocfner Stoppel oder two das Gras febr trocen iff, zu Dalten, Der weife fowoblals grüne Mift(Skits) bei den Sämmern giebt fid am beften ñad dem Gcbrauch eines Decocts von Rreide und Birfhhorn mit etoas Opiumtinctur, Die Gchafe find nocd manchen andern lnfâllen ausgefest, fie find aber fo mweitläuftig befchrieben und die vorgefchlagenen Mittel find fo ungewif, daf fie feiner Erwäpnung bier verdienen, Es ift febr glaublih, da der Gicbraud des Galjes, Defonders in naffer Vabrszeit und auf ben nâffern Dodenarten, 10 die Sihafqucht getrieben wird, que Gefundbeit der Schafe äuferft fèrderlich fen, befonders wenn etwas trocfnes utter ju gleicher Seit gegeben wird. Man (gt es ju dem Ende in engen Trôgen von den Scbafen auflecfen, #) Dr. Robertfons Survey of Pertfhire. Bichzuché, 975 Distue 620.6 Unenthebrlich find diefe Thiere gum Meiten, gum Fabren und zum Aerbau, Die Renn- seichen eines guten Dferdes find, obne Mücficht auf Race oder Mbart: ein Éleiner Ropf, im Verbâltnif gum gangen Tbier, teite Mafentôher, fhône Schnauge, glângende bervorragende Mugens die Obren dite an, Élein und aufrechts der Hals in fanfter Diegung von den Schul- tern anmuthsvoll fi dem Ropfe anfchliefend, die Schultern gut eingeogen, die Borderfchen< fel musfulôs, alfmäblig nervicht, eben und beinicht im fchônen Guf fih verdünnend, der Suf und und untertwûrts weits Die Druft ffarf und volf an der Oürtung, die£ende breit und eben, der Seib-rund, die Düften nidt meit, die Dinterbeine lang, der Schwang in grader Sinie mit dem Nücfen aufgefeét, die Schenfel flarf und musfulds, die Deine rein und fhôn von Kno- chen, Die Knochen der Beine mebr flad als rund,*) Zum wirthfchaftlihen Gebraucd for- dert man:@târfe, Sebbaftigfeit, barte Conftitution und Dravheit im 3Zichen. Der Hauptracen jâblt man nur gmeis die Blut- oder Nacépferde und die fhiwarze Rar- renrace. Diefe Cintheilung mag nun ibren Grund baben oder nicht, fo find die Abarten doc eben fo leicht nach dem Meufern zu unterfcheiden, Das âcdhte Blutpferd ift gum landiwirthfhaftlihen Oebrauch ju fein, twird es aber mit Cinficht mit den ffârfern Zugpferden gefreujt, fo erhält man dadurh, fomobl gum Meiten als Gabren, febr verbefferte Pferde, Yuf diefe Meife wird die Sebbaftigfeit, der Geift und das Mnmutbhige der Pferde febr verbeffert. Die braunrothe Clevelandsart DPferde ift dicjenige, von tvelcher man in biefer Ruücficht manchen Vortheil gezogen bat. Sie unterfcheidet fih bauptfächlih durch ibre braun- vothe Garbe, ibtre gute Form, ibre fhône Grôfe, Sebbañtigfeit, tarte und gang befondete barte Conftitution,**)***) Mit âchten Diuthengften belegt, giebt fie vortrefflihe Jagd- und Reitpferde; und mit balben Bluthengften vortreffliche agen- und Dflugpferde. ie bervegen fich fchnell und Fônnen Gtrapage ausbalten, fhâbbare Art Pferde wird in Porffhire, Durham und Northumberland gezogen. Die Suffolf punches find eine nod andere brauchbare Art für den Garmer, Gie find mebrentheils gelblih, mit einem tweifen Dies, grofem Ropfe, meiten Obren, fhlechter Scnauge; am Bordertheil niedrig, Rüden fang und eben,@citen flah, Schultern zu febr *) Culley on live Stock.**) Jbidem. F5) Dies find dicjenigen Dferbe, melhe bei uns unter den Mamen der englifhen Pferbe befannt find. Oie find feiner] und fneller, jemebr fe arabifhes oder barbifches Dlut haben; oft aber find fie aud gerade daburc verfdlecbtert und baben nur die flehten Qualitâten, niche die guten der äcten Race angenommen. PS LOUER 376 Oreaigchnte Abtheilung. vortdrtss Dintertheile von mittlerer Grôfe, ettvas ho um die Hüften, Beine rund in den Geffein Fury; ffarfbäuchig, volf in den Geiten, nicht febr grof.*) Diefe Art Pferde, iwelche gum Sichen vor dem Pflug und YBagen febr brauchbar ft, und mebr Arbeit leiftet als andere Pferdearten, wird in Highfuffolé am bäufigften gefunden. Die Clndefdale Dferde find auch gum AMcerbau, befonders in bügelihten Gegenden, febr braucdbar. Sie unterfdheiden fic) durch ibre graue und braune Farbe, lângerm als als bei der Suffoif Art; beffer geftalteten Kopf, geiffvolfere und lebhafte Jugen, leichter und beffer geformten Rôrper, reinen und febnichten Beinen, fhnellen aber flchtigen Gang**) ibrer ffûr- fern Hôbe, 15 bis 161 Sand boch, Das ift eine ftarfe, barte, thâtige Mrt Pferde, meldhe durch das Rreugen fhottifher Stu- ten mit flanderfchen Sengften ergeugt fenu fol, Gie giebt voryüglidh gut und wird in Clpdefdale in Sohottland gefunden, Die fhweren fhwarzen Pferde find eine Art, die als Bugpferde, jedoch eigentlid) nicht zu jedem Sivecfe Des Farmers, febr brauchbar find, Sie unterfheiden fih durch ibre be- ftändig gang fhwarge Garbe; find von plumper Gorm und felten gut propottionirts langfam in ibrer Demwegung mit rauben fleifigen Beinen und febr grof. Pan findet diefe Pferde in den Midlands Gegenden, in Seicefterfhire, Derbofhire, Sin cofnfbire u. f. w., two vorjüglih die Stuten gum Acerbau gebraucht werden, Mach der Grôfe paffen fih die grôfiten vor der@cbleife, bie näcbft ibnen als Bug= und Bagenpferde, und die fleinften als Ærainpferde, Die twallifchen und fchottifdhen Pferde find gum Acerbau ju Élein, Sum Gebraucd in der Sandwirthfchaft find die Clevelands, Guffolfs und Clndefdale Arten die tauglichften. Die beiden fetern find in ôconomifcher Rücfidt befonders nüblih, wmeil fie von bârterer Conftitution und toblfeil im Preife find. Da die Pferdeudt eine grofe IBeideflñche und grofes Capital wegen der vielen Stuten und Seute, die barauf gebalten werden müffen, erfordert, fo Éann fie nur da mit Bortheil be- tricben terden, wo vieles fhlebtes MBeideland ift, das gum Gettweiden nidt antendlich iff, Bo man jedoch fi damit abgiebt, da muf eben die Auswabl der Sengfte und Gtuten getroffen werden, tmelche bereits bei anderm Sieb angerathen ift. Die gembbnlihe Art von jeder Gtute aufugiehen, die der Garmer gerade bat, ift nicht ju empfeblen, Mur durch gut geftaltete und erprobte Stuten laffen fi gute Dferde zichen. Die #) Culley on live Stock. ##) Anderfon Recreations in Agriculture. Biehsncht, 377 Die Zeit, um iwelche die Stuten ju den Hengften gelaffen tuerden, iff der Brübling, den beim Aufsieben der Güllen ift es febr wichtig, daf fie frübe, oft fhon im Februar und Yanuar fallen,*) gebt, mit einigen Musnabhmen, eine Stute 11 Monate. Bâbrend fie tacdbtig ift, muf fie gut gebalten werden, bamit das Güllen gut und gefund merde, Manche Farmers beftellen ibre Mrbeit mit trâchtigen Pferden, bies ift aber immer ge- fäbrlih, tenu gleich einige Arbeit ibnen febr guträglich ift, jeboch dürfen fie mäâbrend der Zeit, fo wie dann, twann fie faugen, nicht febr angeftrengt tverden, Die Büllen lift man bis gum October oder Movembet faugen und bâlt die Stuten im guten Gtande, um die Güllen gut beraus zu fâugen. MBenn man fie von den Müttern abnimmt, fo thut man febr wobl, ibnen einen geräumigen Stall mit Raufe und Krippe gu geben, und Fann man diefen in der Mâbe eines Feldes oder freien Plages baben, um fie ju Seiten berumlaufen gu laffen, fo ift dies febr vortheilbaft. Durch die grôfere Frcibeit werden fie ftâréer, gefunder un erbalten ein lebhafteres emperament, Das trone Butter, twelches man ibnen giebt, muf anfangs das befte und füfefte Heu fenn,@üfe grüne Macmatt if gum Aufjiehn der Güllen vorÿüglich gut; auch MNôbren bat man als febr dienlih befunden, und man Fann fhwerlid) ohne diefe fie mit Bortheil aufsiehn.**) Gelbff die abfübrende Cigenfchaft derfelben ift den Güllen Auberft wobithätig.***) füttert man mit Safer oder Fôrnigen Abfal. Sim Grübling bringt man fie auf trocfne gute Beide mit bintänglihem frifchen WBaffer. Tm gmeiten Winter ift weniger Gorgfalt vonnôthen als im erften, nur die môglichfie Greibeit muf man ibnen geben, Dei diefer Yet Süllen ju giehn, fonnen fie fchon nach gmei Sabren auf dem Farm gebraucht werden und laffen fich auch dann, tenn fie gut gebalten find, qu einem guten PDreife verfaufen. Œin anderer Lmftand bie= bei ift obl ju beachten, und war, daf von dem Safer beim Mufsiehen der Unterfchied des gu- ten und des fhlehten Pferdes abbänge, und daf man, twenn es fih verlobnt, welhes bei an und für fi flechten Pferden der Fall nicht ift, auch tüchtig(really) Hafer futtere, Die Farmers in Yorffhire, welhe mebrentheils ibre Füllen von den Urbeitspferden auf- giebn, laffen woblbedächtlidh die Süllen nicht eber faugen, bis die Œuter der Stuten, wenn fle von der Mrbeit Fommen, gut mit Faltem DBaffer gebadet und ein guter Theil Mhifh vorabge- nommen ift, Das Berfhneiben der Pferde Haben einige beftritten, als tvâre e8 nachtheilig, teil es ben Pferden den Muth raubt. Das gange Verfabren berubt eigentlih auf dem Grundfas, daf man einen Tbeil der Stärfe des Thieres der Dequemliheit fie zu Pehandeln aufopfert, Sn mandhen Süllen ift Dies unfireitig fomobl nothwendig als bequein; es Fann aber auf der andern Geite nidt fiierig feyn, mit Sengften die Mrbeit zu beverfftelligen, tvenn man dau die #) Annals of Agricult. Vol. XXXIV.##) Ibidem.##*) Experienced Farmer. Biveiter Theil DÉ6 378 Dreigebnte Abtheilung, gebôrie Cinrichtung trifft, ba fie nach aller Erfabrung bei ibrer grôfern Stürfe iveit mebr als MWBallache arbeiten fônnen,*) Gollen Pferde verfhnitten werden; fo if die befte Seit dau, twenn fie 3 Monate alt find, obgleich fie andre 6 bis 12 Monate und Glter werden faffen. Dei allen Ebieren iftes überbaupt am beften, je früber es gefcheben fann, tweil von der Snflammation denn am wwenigften gu be- fücohten if, ift auferden auch beffer, die Güllen eber zu verfhneiden, als fie der Natur- trieb ju den Mäbren treibt und fie fchiechte Gemobnbeiten annebmen.**) die Gülen frübe gefallen find und das Better ift nicht zu beif, fo ift der Ausgang des Maies oder der An- fang des Sulius eine febr bequeme Seit daju. Das Anbândigen der Pferde macbt felten viel Schtvierigfeit, mwenn es gut und gehorig früb angefangen wird, Dei den Mrbeitspferden ift es wabrfcheintih am beften, die Süllen, fo twie fie von der Stute fommen, zu balftern und fo lange von einem Ort gum andern ju fübren, bis fie vollfommen rubig und lenfbar werden; dann werden ffe bei den andern Pferden aufge- flallt und daran gewobnt, den Guf aufjubeben, und wenn es nôthig ift, gereinigt zu werden, Diefe Methoden werden fo lange fortgefegt, bis fie vôllig brauchbar find. Misdann werden fie in die Mitte eines Gefpanns auf eigne Art fo angefchivrt gebracht, daf fie von den andern Pfer- den fortgefübrt werden, obne felbft auf irgend eine YBeife zu ziehen. IBenn fie in bdiefer Sage gang rubig getvorden find, fo werden fie geritten, tenn bies vorher nod nicht gefcheben ff. Um ibnen Maul zu geben, tvird ein Fleines Gebif gang lofe ins Maui gebangen, bis fie fic daran gemébnen und man fie nach Gefallen lenfen ann, morauf man fie den Scbritt, das Tra- ben und Galoppiren lebrt. Dei einer folchen Debandlung werden fie bald zum fandwirthfchaft- lichen Gebraud zugerichtet. Um yweijäbrige junge Süllen qut zu verfaufen, pflegen die Morffbirer Drecders fie in gu- tes Gras zu jagen, fie eine Boche vorber aufguftallen, um fie gebôrig zu puben und leitbar zu machen, Man läft ibnen geébnlich die vollen Schwänge, Mndere pflegen fie einige Monate vorher mit Safermebl und gefochtem Korn, um fie defto beffer u verfaufen.***) Man bat oft die Grage aufgemorfen, ob DPferde oder Ochfen zum landwitthfchaftlihen Gebrauch am beften find, Gie ift aber bis dabin nicht vôllig entfchieden, Man bat die Ochfen um deswvillen vortheilbafter gebalten, tweil fie leichter zu ernäbren find und am Berthe nicht verlieren, Dei gebôriger Unterfuchungift ibe Voryug aber nicht fo grof. Deftellt man die Mr- beit mit jungen Pferden, fo ift der Verluft am Berthe nicht und die Arbeit gebt fhneller und beffer von ffatten, nd was die often des Unterbalts betrifft, fo Éann der Ocbfe, twenn et unausgefebt arbeiten foll, auch obne Safer nicht erbalten werden, und tird aber faft eben fo *) Annals of Agriculture. Vol. XXXVI.#*#) Experienced Farmer. ##*) Report of the Nord Riding of Yorkfhire, Bichsuché, 379 foftbar als bas Pferd. Das cinjige Vortheilbafte môgte ettva dies fepn, baf der Ohfe, wenn et nidt gebraucht wird, leicter ju erbalten if Pferdegefpann mird aber ju jeder cit gebraucht. Die gemeine Meinung, daf Ochfen ben der Dearbeitung fhweren Mers vorzuyiehen find, fheint, befonders twenn fie in Sochen ziebn, nicht gegründet ju(en, ba der Acfer durch Ochfen, die länger arbeiten, tweit mebr als durdh Pferde gertreten wird. Gin fie aber ange- fhivrt, fo môgen fie, mwegen ibrer grôfern@tütigfeit(fteadinefs) vorzüglicher fenn, Dei verfchiedener Debandiung Fônnen fie daber auf beiderlei Beife gebraucht werden. Pferde find jedoch allemal vorguziehen, to es auf fhnelle Bevegung mebr als auf fihe- res 3ieben fchiwerer Saften anfommt, mithin beim Fabren, io es fnell geben foll; aucd vo die Bege uneben, raub, fcharf und fteinig find, weil die Obfen nicht fo gut befhlagen tver- den Fônnen als die Dferde, Deim Eggen mit leichten Merfjeugen daju und wo eine büpfende Detvegung erforderlich ift, werden Pferde gleihfalls braudhbarer fenn,*) Mr. Poung bemerft jedod in feinem fhäbbaren Ealender der Sandivirthfhaft febr rich- tig: es gâbe 2 Fâlle in welchen Ochfen unftreitig den Pferden vorgujichen twâren,, tenn ein Garmer in einer Gegend lebt, vo eine Rindviebrace, die sur Mrbeit befonders ge- fhicét ift, fich findets und gmweitens, tenn der Farm fo grof ift, bdaf jébrlidh ein Musfcus, der jur Arbeit nicht tauglich befundenen Ochfen, fett gemacht und dafür das nôthige Sugvieh mit wenig Unfoften per Saupt wieder angefchafft werden Fann.: Yo aber dies alles nicht ftatt findet, da wird der Vortheil fon febr ungemif. In folhen Fällen foll man Bullen den Ocb- fen voriehen, da bdiefe obne viele Schtvierigfeit angebändigt werden, gut arbeiten und fih fneller als ivgend ein Ochs erbolen. Dies ift das Mefultat feiner Crfabrung und Erfundigung. Es giebt indeffen Arbeiten beim Sandbau, bei welchen DPferde allemal beffer als Ochfen oder Dulfen find, und daber bleibt es wobl immer vortheilbaft, wenigfiens einige Pferde ju halten,**) Die Gütterung des Spannwerfes, es môgen Pferde oder Ochfen fepn, ift immerbin ein wictiger Punct, tweil ein dÉonomifcher Gebler in diefer Sinfiht den Ermerb des Farmers gar febr mindert, welches aus der grofen Confumtion des Foftbaren Œutters leicht abjunebmen ift. Man findet, daf Arbeitspferde, obne ju gut gefüttert zu werden, auf den Tag 20 1b Heu und DbE6 2 *) Annals of Agriculture. Vol. XXXVI. *#) Dei der Berglcitung verfhicdener Gefpannarten wird in ber Survey of the Nord Riding of York- fhire bemerft, daÿ, wenn man junge Dferde, fo Lange fie noch wachfen, auf bem Farm gebraudt und dann toieder verfauft, bas Pferoegefpann am vottheilbafteften fcp. Da aber diefes Berfahren nur da Einfränfung leibet, wo man aite feblerhafte und abgenubte Pferde gebraucht, fo fann nur in dem Gall das Obfengefpann für den Farmer und das Dublicum vortbeilhafter feyn. Die folgenden Angaben seigen die Bortheile der verfdicdencn Methoden: 380 Dreigchnte Abtheilung, twôdentlih jebes 2 Dufhel Bafer und SHechfel vergebren, Bei geringem Butter Fônnen die Pferde bei der Avbeit nidht befteben, obne abgujebren, telches am Œnde immer Berluft Roften und Geminn des Pferdegefrpanns aufs Sabre. often. DPfd. Sh. D Ein breijabrig Pferd 14— Ein vierjäbriges Dferd Un Peu oder Gras für 2 Pferde, 4 Sh. die Bocdhe, auf 52 Wochen 20 Rorn für 2 Pferde, 200 Tage, à Tag 13 Def— 9 Quarter 16— 3 Dufhel, 18 Swÿ. per Quarte 8 8 9 Ginjäbrige Sinfen der obigen Aués fage für Pferde$$ L 12— Defhlag;$$ 1— Bortheil$$ 48-1873 82 LORS Säâbrlidhe Roften bes 9 dfengefpanns. Pfd. Sp. Ein DPaar vierjäbrige Odhfen 22— Jeu oder Gras für dicfelben, 52 Bo: en, à Mode 3 Sc A TS 12 Zinfen der Auslage$ 4 2 Gervinn/ 9 y ÿ 16 6 ID) ut Roften cines Pferdegefpanns per annum. Pfr. Sh. ga Mbnugung und Abgehrung zmweier Dferde;u 30 Pfd., angenommen daf fie ro Sabre aushalten 3—— Snterefle der erften Auslage 1 Lo— Jeu und Gras$$ 20 16— Sorn y$$ 8.18: 20 Defhiag und aan 4 k 1 5— Gewinn; 3 7203 AT 2— Roften cines Ohfengefpanns. Pfv. Sh. Snterefe der erffen AMuslage für ein Daar vierjäbrige Ochfen$ Li Peu und Gras für dicfelben ÿ 1$ 12 Gefabr und Sufälle$$— 10 Gewinn$! Û fi 19 JG Gewinn.. Pfb. Sh. 200 Atbeltétage ju pfligen, 4 Sd: 3 Pence à Tag; 42 10 Bermebrter Berth des sefrigen Dferdes$$ 18— Des fünfjébrigen«4+ 5 22— Ertwerb mit bicfem Gefpann, DPfb. Die Arbeit von 200 Tagen— 3 S.à Tag 30 Angenommen da die Ochfen 2 Gabr gears beitet haben, fo find fie im 6ten Sabre werth 28 Pfd., bies gicbt verbeflerten Berth auf 1 Gabe£ 0 25 55 Berdienft. Ph. She Jin Arbeit DR! 41 10 HBerth ibrer Saut 22 Sé. 9 sé 72 4200132 Erterb mit dem Ohfengefpann. Po. Die befchañfte Arbeit bainit beträgt 30 Angenommen baf fie 6 Gabr arbeiten, fo find fie 28 Dfd. merth und geben aufé Saber Gewinn$$ 1 po Dichsucht, 381 für sen Garmer if. Die obige Portion muf etwa zo MBoden den Minter Dindurd gereicht iverden,*) lim die fiweren Musgaben beim Pferdebalten zu mindern, bat man nur 2 Methoden vor- gefclagen: die eine beftebt darin, ba man fie im Sommer auf dem Stall bâlt und beftändig mit Sucerne, MBicfen und lee futtert, da auf diefem Mege, bei binreihender Streu, der Dünger die Roften erfebt und manchen Unbequemlidfeiten entgebt, die man, iwenn die Pferde auf den Geldern weiden, bat, Die andere Methode beftebt darin, baf man Môbren ftatt Ha- fer im Winter futtert, wie dies in Cuffolf mit vielem Erfolg gefchiebt.**) Man rechnet, der Scheffel Môbren fofte dem Garmer der Bufhel 3 Pence und Hafer der Quarter 10 Sc.***) Mimmt man nun gegen 2 Scheffel Hafer die Bode, tâglih r Dufÿel Môbren, fo vergehren die Dferde an Môbren r Sch. 9 Pences Dagegen an Hafer 2 ch, 6 Pence. Ueberdem ift das Verhältnis der Moôbren zum Hafer noch ju ffarf, und man würde mit 5 Bufbel Moôbren die Boche wobl ausfommen,+) Muferdem bedient man ffh auch nod gefochter Rartoffeln mit Hechfel und einigen Vut- geln und nad den Serfuchen des Mr, Oatbrie in Shottland, befinden fi die Pferde ohne allen SHafer dabei febe gut, in England bat man die Kartoffeln mit gleihem Erfolg angemwanDt. Pfb, SH. Pence. Der Getvinn von 2 Jdfen, die z Sape atbciten, reast$ 3 23 6 Bon 2 Pferden ÿ;] 7 12 3 6 3 9 Da man nun den vierten Ebeil mehr Oibfen balten muf, um. die Arbeit von 2 Pfers den zu befaffen, fo beträgt der Gewinn, wenn man den Garm mit Oibfen beftellt 3;$; 3 3 6 3 9 Benn baber die Arbeit, mweldie mit 2 Dferden befchafft wird, Lu Odfen beftellt wird, fo if der Vortheil mit Ochfen grôfer um$ 0 12 9 Bier Dferde, die auf cinem Farm arbeiten, fchcinen, is diefer leten Methode su bearbeiten, nicht fo viel Bortheil ju geben als 5 Ocbfen, um die Summe von 19 Pfd. s Sp. 6 Pence; dagegen Die erftere Methode der Bearbeitung zu Gunften der Pferde, einen Bortheil von 4 Guinee gicbt. Die Balance ift im gangen auf Seite der Obfen, um die Summe von 15 Pfd, 1 Sd. 6 Pence. #) Mad-den jesigen Preifen foftet ein Gefpann von 4 Pferden ju ire Ph. Sh. GBinterfutter— 7 Tons Peu, su 4 Pfd. per Ton; 28— 26 Quatters Hafer, ju 28 Sch. per Quarter$ 36 8 Sommerfutter. Su Grafe 26 Boden, à Woche 20 Sd, 4# 200— 13 Quarters Pafer 4$$; 18— Ober à Pferd— oÿne Hebfel— 27 Pfd. 2 Sh. ##) Annals of Agriculture. Vol. XXXVI. #X*) Diefe Dreife find nad jekiger Zeit ju niebdrig, fie scigen jedoch den Unterfhied in der Ausgabe, ÿ) Aunals of Agriculture. Vol. XXXVI. 382 Dreischnte Abtheilung, Gin anberer Sfonomifher Vortheil beim Pferdefüttern befteht bain, baf man den Pfer- den das trocfne Gutter, als Deu und Stroh, vorber zu Hechfel fhneide. Auch) fommt man mit gequetfdhtem Safer etwas teiter,*) Sedo will man bebaupten, daf die Dferde nicht fo gut bei gemabinen Safer gedeihen. MBenn man Gerfte ffatt Hafer gebraudt, fo mag aud babei eine Feine Erfparnif ftatt finden, indem fie beffer als Hafer treibt. Man twivft ibr vor, daf fie febr Dibig fen, und man foite gerade das Gegentheil gfauben, ba fie eine mebr erdffnende und abfübrende Gigenfhaft bat, Sum Berveife Fann dies dienen, daf man fie in den mebrften beifen Gegenden füttert.**) MBabrfheintih wird fie diefer Cigenfcaft iwegen beim DPferdefüttern mehr als wegen jener ju vermeiden fenn. Die Erfabrung zeigt jeboch, bdaf fie als ein febr fôrniges und nabrhaftes Gutter auf diefe IBeife angemwandt fen,#1) Qn Gegenden, wo der wide Genft(Ulex Europaeus) leicht wäcft, Fann man bamit Heu und Korn einigermaafen erfparen, tenn er jung gefchnitten und in eigens dagu eingerich- teten Drüblen gequetfcht wird. Gin Mere giebt 15 Tons diefer Art Futter und nach fndern(0 viel als 6 Pferde in 6 Monaten vergebren. 7) Beim Güttern der Spannodfen bat man mit gleiher Sorgfalt babin zu fehen, Ddaf man, wäbrend fie in gutem Stande gebalten mwerden, fein Gutter verfchwende.@obald fe gur ffren- gen Arbeit im Srübling oder Herbft gebraucht werden, muf man ibnen reichlid Seu, Gtrof und Hechfel nebft einer Portion Rüben, Môbren oder obl, 40 bis 50 tb, iwenn die Ochfen grof find, tâglid geben. Bäbrend des Sommers füttert man fie grün wie die Pferde, und giebt ibnen veicblihe@treu und ABaffer, fo viel fie trinfen môgen,@obalù das Dflügen im Herbfte angebt, muf ibnen Hafer und Hechfel in erforderlihen Portionen gereicht werden, guei um biefe Zeit das Gras feine Mabrhaftigfeit etivas verliert, Sür die Arbeitspferde oder Ochfen muf man die gebôrige Arbeit haben, bamit fie ibr Gutter verdienen und ju dem Ende, genn die Mcferbeftellung befchafft ift, nüblihe Arbeit, als Moderfabren, Kreide, Mergel und Thon u, f. tw,, vornehmen, Das Spannvieh mwäâbrend des Minters, iwenn es nid arbeiten fol, fchlecht ju balten, if Feine gute ABivthfchaft, weil die Mrbeit in der übrigen Seit dem Garmer fonft zu boch Fommt. Qn der Saatzeit muf der Farmer dabin feben, das das Bieh eine beftimmte Arbeit be- fhafe. Mr. Poung bemerft: man müffe um diefe Zeit das Vieb nicht tweniger als 9 oder ro Stunden arbeiten laffens Dies if er aber nicht im@tande ju thun, tenn Det DPflüger die Dferde mit abwarten muf. Es if aber am beften, Ddaf der DPüger mit dem Zugvieh nichts *) Lord Dundonald on the Connéction of Chemiliry with Agriculture. #*) Annals of Agriculture. Vol. XXXVI. ###) Lord Dundonald.+) Annals of Agriculture. Vol. XXXVI. Dichzucht, 383 su thun babe, fondern baf eigne£eute daju gebalten terden, Un 11 Uhr muf es ju Haufe fommen, um 12@tunde gu freffen, Dalb zwei muf es iwicder ausgetrieben merden und bis Galb fechs arbeiten, Auf diefe WBeife pflügen 2 Dferde, mit einem gut eingerihteten Pflug, obne einen Sreiber, 12 Mere und darüber mit Seichtigfeits und auf nihts fommt es im Grüb- ling mebr an, als af das Sugvieh ein gutes Tagewerf befchaffe. Der Vortheil davon, be- fonders bei troŒfnem WBetter im Mr, ift febr bedeutend, gepflügter und im Mar befâc- ter Mere ift beinabe fo viel als zwei mwerth, telche zu Anfang Dans beftellt werden, SF das Geld entfernt vom Haufe, fo thut man am beften, befonders in den Éurzen Ta- gen, es auf bem elde freffen zu faffen. Benn die obige Methode gerväabit wird, fo Fann unfireitig des Tages mebr befchafft iver- den, als tvenn der net die Pferde aufgutvarten bat, tweil er, um fih mebr Seit zu(affen, alle môglihe AbFürzung des Tagewerfs mat. Ein alter Mann, der auf die Mbmartung der Pferde gebalten wird und auferdem andere Mebengefchäfte fid machen ann, ift dagu febr ge- fit; der Harmer bat nur darauf zu feben, bdaf die Pferde auch an den verborgenern Thei- len, fo wie überbaupt rein gebalten werden.*) Mr. Bannifter bemerft, daf die Debandlung des Zugviches in verfhiedenen Gegen- ben tefentlich von einander abmweicht und felbft in den verfchiedenen Orten derfelben Gegend, fotvobl in Mücficht des von demfelben Vieh zu befhaffenden Eagemwerfs, der Güte und Quan- titât des Gutters, als der gum reffen und Mbtwartung beftimmten Stunden, dem dflichen Tbeit der Oraffhaft Rent martet der Rnecht die Pferde und füttert ffe mit Hechfel und Korn von 4 Ubr des Morgens an bis 6 oder 7 Libr, twenn mit der Arbeit angefangen wird, und des Machmittags, mwâbrend der Gebülfe futtert, fchneidet erfterer Sechfel von dem abgebarften furyen Gtrob und Nebren(caving) oder wenn dies nicht binreichend vorräthig ift, Heu und Gtrob untereinander und zutwveilen Safergarben, Um 8 br des Abends get er ju Dette und übertaft dem Gebülfen die Mowartung des Biehes,‘der bis ro br dabei aufbleibt, fo daf die Dferde nur menige Beit fih felbft überlaffen bleiben, fleifige Abivartung ift in diefer Gegend dürhaus nôthig, feitbem man den Pferden bier Féin Maubfutter, fondern blof Korn giebt. Dagegen findet man mieder Orte in diefer Gegend, wo die Stallthür felten vor 5 oder 6 im MBinter gedffnet und um 9 Ubr des Mbends das gebôrige Machtfutter aufgeftecft wird, Da nun bei diefer Met zu füttern, um fo weniger Hechfel erfordert wird, fo liefern die Drefcher immer die gebôrige Menges ift dies aber nicht, fo füllt die Mrbeit des Hechfelfhneidens dem DPflüger zu oder der Garmer bâlt dagu einen befonders geübten Menfchen, Dei dem erftern Verfabren wird eine beträchtlihe Menge Butter gefhont, welches den DPferden ungemeffen gegeben, am Œnde des Jabrs eine grofe Summe austrâgt, befonders in #) Annals of Agriculture, Vol. XXXV. 384 Oreisehnte Abtheilung, der Mäbe von Sondon oder irgend einem andern grofen Orte, fo bas Peu febr theuer verfauft tird, Dieyu fômmt noch der Bortheil, den die Pferde von der beffändigen VBartung haben, der bei diefer Gütterungsart ibnen ju Theil wird: nâchfidem baben die Dienftleute ibre beftan- dige Arbeit und werden Davon abgebalten, ba fie in den Srug oder die Schmiede geben, twel- ces bei denen oft der Fall ift, welche Mufe babens endlidh fo wird auch die anderiveitige Mus- gabe fürs Secbfelfchneiden erfpart. Bo im Gegentheil die vaube Fütterung der Pferde int Gange ift, laffen fich folgende Vortheile berechnen. Die wôchbentliche Portion Korn Fann fnap- per eingerichtet werden, auch iff es gerade nicht nôthig, daf ibnen immer Heu auf die Raufen geftec£t merde, fondern twenn leichte Mrbeit vorfallt, Bobnen- und Erbfenfirob, und wenn man gieich zur Gaatzeit, wo bie Arbeit fhwerer if, etwas Efparcette, lee u, f. 0. aufftecft, fo barf dies doc nicht in fo grofen Portionen gefheben, bdie viel wegnebmen, und Die Seute müf- fen Nachmittags fie mit Sechfel Hinbalten. diefen Cinfchrânfungen mag die Confumtion des Gutters vielleicht im Werthe das Garbenforn bei der vorhergebender Gütterung nicht übet- treffen, Eiri anderer vortheilbafter Umffand bei diefem Berfabren iff, daf der Pflüger in der Sivi- fhengeit zu andern Arbeiten angebalten werden fann, da fonft die$eute fic jeder andern Hrbcit entzieben, weil fie die Pferde abzuwarten haben. Gin britter nidt untwichtiger Umftand ift der: baf der Garmer die AnnebimlidhÉeit bat, feine Stalthür Abends verfchloffen und Morgens mwieder gedffnet zu febn, twelches nicht fo gut angebt, wenn der Pflüger fpât auffigen und am nächften Morgen um 3 oder 4 Uhr iwieder auf fepn muf. ift die Geucrsgefabr und Sibtoerfhwendung bei folchen Seuten, auf swelche man fich felten recht verlaffen fann, eine febr ernfthafte Gache, Die Pferdegefpanne folf man in Stâllen mit Furen GStallungen für jedes Pferd balten, fo da fie ibr Gutter jedes für fih haben und feichter angefchirrt werden fônnen, Die Abfcheerunse gen werden in diefem Fall nur fo boch gemacht, als es nôthig iff, um ben freien Sutritt der Suft dabei zu erbaltens andere ffimmen bagegen für offne Schoppen mit Maufen und Rrippen darun- ter ncbft einer Pumpe und Ciftern, und einen fleinen Sof, um na Gefallen darin berum ju geben, weil fie auf diefe ABeife fic) beffer befinden, obne gepubt qu werden, als in den Stâtten bei gebôriger Abrwartung.*) Der Earl von Darlington fand dies Verfabren febr antwendbar, Qn Guffoif treiben manche die Pferde des Macbhts auf die Hôfe, Die Methode mit den offnen Schoppen paft fi zur Heu: und Môbrenfütterung ganz befonders auch que grünen Gütterung im Sommer, nur muf immer veichlich Streu vorhanden fenn. Qn den nôtdlihern Gegenden bat indeffen wegen der Kälte das Stallfoftem feine VBorjüge, fo tie die choppen im füdlihen Theif der Gnfel, wo der MBinter milber und günftiger iff, *) Annals of Agriculture. Vol. XXXVI. ed Bichsuchf, 385 Rotnfiften und Sebfelfumime müffen ferner angefchafft und gebôrig zut Dand geftellt twet- den. Œrffere müffen die Grèbe haben, um die wôchentlite Dortion Rorn faffen zu Fènnen, nebft einem Maaf und Guttermolde, das Futter mit dem Hechfel ju mifhen, Rnecht muf eine haben, die verfchloffen werden Fann. Der Hechfelfumm wird in die Mitte des Stal- les gefeBt, wenn er Élein ift, und in grofen find gmwei vonndthen: von biefen muf jeder 5— 7 Guf im Quadrat balten,*) Die Roften, mwelche das SpanniverÉ verurfaht, find, nach der Mrt Pferde, nad bem tie fie gefüttert werden und nach andern imftänden, verfchieden, Œs ift daber fhiver, fie genau an- sugeben; die unten befindlihe Mngabe Fômmtder Babrheit wobl am nâchften, da fi die Quan- titât Safer für wobigendhrte Pferde auf 10 Quarter und vom Peu an x Eon und 3 Quarters, Der Defchlag Foftet etwa 10 Sh. Die übrigen Ausgaben leiden manche Mbänderung.**) Ein fhwieriger Punct ift bei der Anfpannung nod ausgumitteln, ob er gleich für den Far- mer febe wichtig if. Cr beftebt in dem Berbâältnif der Pferde und anderer Sbiere, die ju einer beftimmten Glâche£andes erforderlich find, Œs verftebt fit von felbft, daf die Sage und Defchaffenbeit des Garmers, und die Mrt der Birthfhaft, iwelche darauf getrieben wird, gro- fen Cinfluf auf die Beftimmung der ju baltenden Mnzabl Ochfen und Pferde babe, Man fin- det, daf ein Gefpann auf leichten grandigen Doden mebr Vrbeit befchaffen Fann, als givei auf $layboden, Deffen Rübigfeit und Dindigfeit die verfchiedenen Operationen der Veacerung gar febr bindert.@o wird auf bügelichen und unebnen Doden ffârferes und mebreres Gefpann als im entgegengefebten Sal zur Beaderung erfordert. Mo bei der Befhaffenbeit und Sage des Barms viel Subrwert erforderlih ift, da mu es ffârher und voliffändiger als in andern Gällen fepn. Das Berbältnif des Graslandes zum Hcferlande ift gleichfalls auch in Anfchlag zu Grin- gen, um die Anjabl des ju arbeitenden Viebes zu beftimmen, SF der Flâcheninbalt des evftern grôber, fo fâllt weniger Mrbeit vor, mithin veidht ein Gefpann bin, wo fonft gtei erfordertich gemwefen fepn mwürden.***) Auf Peu und Milhereifarms find der Oefpanne insgemein fenige, Da fie twenig mebr als die Berfabrung ibrer Producte gur Stadt und die nôthigen Dimgungsfubren ju beftellen Haben, *) Annals of Agriculture. Vol. XXXV. ; Pfb. Sc. #*) Güt 10 Ouarters Bafer, à 28 Sh. der Quarter$$; a— — 35 Centner Geu, 4 Pfd. 10 Ton$; Û 7.— — ju befhlagen$,!$ 4$— 16 — Pedbfel$! 1 0:,— 15 — Arynei,; 4!;;_ 5 — Abnabme am IBertf$,$;; 2— — 26 Boden Sommergras, 5 Sh. die Bode;! 8 6 10 31 6 #K#) Synopfs of Husbandry. Qiveiter Theil, Cce 386 Oreischnte Abtheilung, Da aber die Cultur der berfhicdenen Arten grüner Grücdte zur môglicbft vollfommnen Benubung der lebtern vonnôthen ift, fo wird bei diefem ettas mebe Gefpann etfordert, Su einem folchen Sarm, der ein- bis gmeifundert Aeres und darüber enthâlt, find 3 bis 4 Pferde binreichend. Mber auf den wirflihen Aerfarms, befonders iwenn noch die alte Methode zu brachen im Gange ift, oder wo die MBechfelwirthfhaft getrieben wird, Da wird viel Spanniwerf erfordert, Om lebtern Galle indeffen und auch im erften, to die verbefferte Methode, vermdge melcher man grüne Grüchte in der Drache bauet, ftatt findet, lift fi die Mnzabl des Bugviehes febr befchränfen, Sn den éflihen Diftricten ift es etrwas febr allgemeines, 4 Pferde auf Garms qu balten, swelche hur 40 Mcves acferbaren Sandes enthalten und eine daju gebdrige Slûche Gras- landes. Un bei 7o bis So Acres, die unter dem Pfluge fteben, nebft 30 Ycres Grasland und barüber, werden oft 6 Pferde gebiaucht. Un in diefen Gâllen werden felten mehr als 2 Pfet- de gufammen gefpannt, Sn Gegenden, 10 wenigftens 3 oder 4 gufammen gefpannt werden, beläuft fi) die Angabl noch bôber, Dei guter Mivthfchaft, nach verbefferter Methode, tit auch hier weitiveniger Gefpann vonnôthen fepn. Mit 2 Pferden laffen fid) 40 Acres Aerland, 30 Aeres Gras undeinige Meres Holyland febr gut beftellen, Ziwei Ocbfen und r Pferd thun gleich= falls daffelbe bei einer folhen Slûde, Mit 2 Pferden und 4 Ochfen lâft fich die Mrbeit eines acerbaren Garmsg von 200 Mcres und darüber bequem befchaffen. empfeblen Efel und Maulefel in Fleinen BezirÉen als febr conomifch: die erftern find bart und leicht genäbrt, die leten Fônnen ju einem boben Alter noch arbeiten. Die Éleinen Maulthiere find die bârteften und nüblichften,*) Die Rranfheiten der Pferde find fo zdblreih, ba fe in einem IBerfe diefer Art nicdt alle Diag finden. den Farmer iff es jedoch) febr nüblich, einige der bemäbrteften Mittel zu Fen- nen, die in den am häufigften vorfallenden Rranfheiten bei dem Zugviel) antwendbat find,**)| Diefe find: Bunbden, Quetfhungen, Berrenfungen, Gefhwuif, Cr- faltung, Rolifen, Shmwindel, Strengel, Gelbfuht, Bürmer, Maden der Gingeweide, Drüfengefhwulft, Maufe, dite VBeine, Rrâbe u, f. tw. Dei gemôbnlichen frifhen Bunden thut man am beften, die Seiten der getbeilten Stellen môglihft in unmittelbarer Berübrung durd Gtreifen von Seftpflafter gu bringen, weil auf diefe Beife die Heilung fnell erfolgt. ind die Theile gu febr erriffen, fo beftet man, nach- den man die Theile, twelhe môglidft wieder vereint werden Fonnen, mit einent toeichen Shivamm rein ausgemafchen bat, auf obige. MBeife gufammens wwenn bei der erften Mbnabme #) Annals of Agricult. Vol. XXXVI. #+) s ift cine fhändlige Quacfalberei, alles, tvas bec Berfaffer bicr angiebt. Die Mittel find stvat twivéfam genug, wiréfamer mie bie meiften in deutféen Thicrarÿneibüchern empfobinen. Aber die Gälle, wo fie paffend, find qu unbeftimmt angegeben, und man wird burcb viele eben fo feidit Nahtheil als Bortheil erreihen, wenn man fid derfelben fo empirifd Bebient, A bd. Biebaucht,- 387 des Berbandes, der nur einige Tage liegen darf, no eine Stelle ungebeilt bleibt, fo legt man angefeuchtete Seintwand mit Morrhentinftur darauf und ein Seftpflafter darüber, IBenn bei der Deilung wildes Gleifh in die Munde Fômmt, fo wird dies mit blauen Bitriol ein- oder grei- mal des ages und mit geborigen Compreffen gedâmpft und der übrige Berband ganz abge- nomme, ft die Serftorung der Theile beträchtlih, fo daf eine Citerung entftebt, fo ift der Gebrauch von tvarmen Däbungen mit Ooufardfhem Baffer(faturnine fomentations) febr nüblih. Much wird die Gnflammation dur Blutablaffen und den Gebraucdh falpetriger Mifhungen 1. geboben, Bo Bandagen angubringen find, leiften diefe aud guten Muben, MBunden, welche von Nâgeln, Dornen u. f. w. entfteben, verbindet man mit Charpei in Morrhentinctur getaucht und mit Heftpflafter bedecft, mwmobei die Saare umber tveggefhnitten werdens die Umgebungen der@telle werden mit Eampherfpiritus gervafchen. Oeligte Schmierereien müffen in diefen Fällen durchaus vermieden merden, Dei Quetfhungen, mobei die Daut nicht gerriffen ift, gebraucht man insgemein verthei- fendes Bafchwaffer aus Dleiertract und Eamphor, Berrenfungen finden an verfchiedenen Otellen ftatts in der Sdulter tverden fie durch Eamphorbereitungen von ettwa folgender Sufammenfesung geboben: 1 Môbel Camphorliniment. z— Opobildoc, 4 Ungen Darbadès Theer. Miles mobi gemifht, gmei- oder dreimal des ages gebraucht, naddem aus der brciten Mder DBiut abgelaffen worden, Gindet ffe im Rnie oder Geffel ftatt, fo hilft ein Falter Goulardfher Umfbhlag, au eine flanellne Dinde um das Dein und mit folgendem Baffer ffets angefeuchter, 2 Ungen roben Salmiac, aufaeloft in 1 Nôfel Beineig nebft 2 Unyen Dleieffig und 2 Quart reines Baffer. Gatteldciden, Gefchwülfte(warble Fumours}), auf dem Hücden oder Seiten der Pfer- be, laffen fich leicht beben mit Salz und MBaffer, Brantewein, warmen MBeineffig oder einem Bafchiwaffer von Opoditdoc und Terpentinfpiritus ju gleichen Theilen,. Bo die Haut abge- fheuert ift, leiftet die Morrbentinctur gute Dienfte. Da Oefchwülfte und Quetfchungen der Art-von fhlecht liegenden Sattelu berrübren, moburd von aufen Subfanzen eingefcheuert find, fo bat man in diefer Hinfiht Urfache febr forgfältig au Perte zu gebn, Croce 2 388 Dreigehnte Abtheilung, Erfaltungen, Nheumatismen, wenn fie gelinde find, laffen fi Sur Mube und Brüfung von Rlepen, gmwei- oder dreimal des ages gegeben, beilens find fie aber heftig, fo gebraucht man einen Mberlaf und folgende Rügelhen: Ealomel, r Drame, Spiefiglangpulver, eben fo viel, DPulverifirten Salpeter, x Une, Theriaf, foviel um Rügelchen aus der Mifhung zu madens diefe werden in 2 oder 3 Môfel twarmer Hafergrübe gegeben und die Cingemeide mit Cinffieren geleert. Um diefe bei- gubringen, muf man ein grofes Mundftücf(pipe) haben, weil darauf febr viel anfomimt. Man gebe noch dabei: Eamphor,: Drame, Spiefglanzpulver, 1 Scrupel, Galpeter, x linge. Anis, eben foviel— als Pulver, Gn Colifen, iwenn fie Frampfartig find, giebt man mit Muben folgende Rügelden: von Benetianifchen Eerpentin, 12 Unge. Gereinigten Opium, 1 Drame. Gepülverten Sngwer, 2 Dradmen. Gelegentlid werden babei Grüclnftiere gegeben von 3— 4 Quart. MBarme Orüge mit ge- quetften Geldfümmel darin gefocht, thut auch gute Dienfte. Der Srindel bebt fi mebrentheils na einem Moerlaf, twobei folgende Pilfen dienen; Calomel, 2 Drachmen, Mloe, x Une. Gepülverten Yngwer, 2 Drahmen, Mit HSonig in Confiffenz gebract, Starfe Clvftiere, Drübungen(Mafhes) von Rey, Gafermebl oder Malz, werden au bâu- fig gebraucht. Benn man beim Strengel, na Berbâltnif der Snflammation, etias Biut abgelaffen bat, fo ift folgendes Pulver febr dienlich: Gepülverter Salpeter, 1 Unge, Camphor, 1 Drame, Mnispulver, Z Unge. Dtweimal des Tages in einem Quart Orübe gegeben. Das Pferd muf dabei um den Ropf warm gugedet und mit angebrübeter le und Sa- fermebl gefüttert werden, Däbungen, vermittelft angefeuchtetem Glanelf, Bringt \ man an bie gefchivollenen Drüfens ein Rlenumichlag thut aud gute Birfung.— viel Erleihterung fhafft bein Suften und den Smerzen der Reble, wenn man das Pferd durch einen Butterbeutel, vof angebrübeter Sley, eine furge 3eit fhnaufen lâft.*) Die Gelbfudt ift eine bei jungen Pferden febe gemwèbnlihe Rranfheit, one ein dabei merflihes Gieber. Erleichterung in diefem Salle giebt ein Dofus von: Gepülverter Hioe, x Unge, Œalomel, 1 Drame, Benetianifhe Seife,: Unze. Um die gmeite oder dritte Nacht gegeben. Oder man giebt auch in den Morgen dagivifen eine Rugel von: Galpeter, Z linge. Gepulverten Harges und gemeiner Geife eben fo viel, Dares Gutter und warm YBaffer mub reidlih gegeben, die Pferde müffen dabei gut be- decËt und in gute Bervegung gebradht werden,**) Bei den MBürmern der Pferde, von mwelder Yrt fie aud fen môgen, féhafft folgenbes Pulver Dülfe: Œalomel, 1 Drachne. Anispulver,£ Unge, in Eheria gegebens und am folgenden Morgen ein Dofus vou: Move in Pulver, 1 Unge, Gepulverten Yngwer, 2 Dracdhmen und ettoas Theriace oder: Mineralifher Mobr,: Unge, Rober Spiesglans, Une, Mnispulver, Z Unge. Dei diefen Mitteln if mvenig Gefabr, twenn das Perd fid erfältet oder bas Butter vetän= dert tit, Dei den Bürmern der Cingemeide, die von den Gliegenciern, twelche folhe bei beifer Gabrézeit den Pferden ins Hell legen, entfiehen und von den Tbieren aufgelet und fo in den Magen gebradt merden,***) ift diefelbe Bebandlung, als in dem vorigen Balle, angutvendent, MBenn man an den Pferden Drüfengefhwülfte bemerft, fo müffen fie fogleidh von den übrigen getrennt, und jee Communication mit ibnen, tegen der Mnftetung, aufgehoben terdens Dier belfen diefelben Mittel mie bei der Erfältung und dem Gtrengel. Dei der Maufe(Farcy}, tvenn fit lompbatifher Gefchroulft an den Deinen geigt, twirD eine blafengiehende Salbe an den Theilen, die damit bebaftet find, eingerieben und oft ift Dies *) Dennys Treatife on the Difeales of Horfes.*+) Zbidem.*###) Ibidem. 390 Dreisehnte Abtheilung. Uebel febe tivéfant baburch geboben worden, Cine Blutabjapfung von 3 bis 4 Môbel thut qu Anfange des Lebels auch febwgute Dienfte. Dei eingewureltem Suftande des Uebels die- nen Rügelchen von Muriatifhem Quecffilber, 1 Scrupel, Campbor,: Drame, Gercinigten Opium, z Drame, Spiefglanz in Pulver, z Drame. Gepulverten Yngwer, 2 Drachmen. Mit Honig zu Rügelhen gemaht. Eine no andere Formel ift oft febr wirÉfam befunden: Calcinirter Mercurius, 10 Oran, Camphor, Z Dradme, Opium, z Drame. Mnispulver, 2 Unge mit Theriac£ jure Rugel gemacht. Œine von biefen Rugeln wird um den andern Abend, nebft vermifchtem Gutter, 2 oder 4 mal des Tages, mit einer Pandvolf Mals gelegentlidh dayu gegeben. Das Maffer muf in diefem Galle twarm fepn, Man Fann aud Haarfeile an dem Baud und an den Schenfeln nôthigenfalls legen. Seryftäcfungen, gute Pflege und warme Bedeung, nebft mâfiger De- wegung, befdrdern die Genefung. MBenn die Rranfheit geboben if, fo ift folgendes Mittel que Derftellung des Thieres febr dienfid. Cine Kugel von: Mobem Spiefglang,: Unge. Shmwefel, z Unge. Eremor Sartari, Z Une. Mnisôl, L Drame. Dide, gefhwollene Beine find eine Rranfbeit, weldhe büufig vorfommt und: die our frübe Mufimerffamfeit befonders geboben wird. Dei gut genäbrten Pferden iff ein Mder- {ag von 2 oder 3 Quart Blut, entiveder am Halfe oder mwenn die Socalverblutung vorguyiehen if, an bem Schenfel febr dientich, Das Haar tvird didt an der angegriffenen Stelle wegge- fhoren und mit einer ftarfen Muflèfung von Seife und YBaffer, worauf ein Goulardfcher Um fchlag meimal warm des Eages gebraucht wird.@obald dann die Gnflammation verfhwinder, fo wivd au jebem Umfchlag noch ettvas gepüloerter Miaun bingugethan und dies 6 oder s Tage fortgefest. gemifchtes Butte mit x Une aufgeldfien Salpeter unter jede Fütterung mub des Morgens und Mbends gereicht werdens auch einmal die Moche eine Rugel von: Galpeter, gepülvert, Z Unge, Gelbes Gary und Seife, eben fo viel, Gemeiner Terpentin, um Confifteng ju geben, Biehsucht. 391 Man muf den Pferden in biefer Sage mâbige Detvegung, gute Pflege, geraumigen Stall und reine Streu geben. Sobald die Gefbrwulft fic legt, ifisine Preffung von wollener Dan- page febr nüglib. Mr. Cartwright in fincofnfhire fanb, daf gemeine Rreugivurz(ground- fel), den Pferden im Stall gegeben, gefhtwollene fufe beile, Bei der Rrâge gebraucht man folgende Salbe, nachdem die Theile mit aufgelofter Geife und WBaffer gewafchen find: Schtwefel, 4 Ungen. Mercurialfalbe, 2 Lngen, Schiveinsfbe, 3 Ungen, um den andern Tags auch eine Rugel von: Metbiopifchem Mineral, r Une. Roben Spiefglang und Eremor Tartari, eben fo viel, Alle Abend lange Zeit bindurd gegeben. Die Pferde müffen dabei gut gepflegt werden, Detvegung erbalten und gut gepubt tvet- ben, Bermifchtes Gutter mit aufgelèftem Salpeter ift bei diefem Unbeil febr nüblih.@o- bald es weg ift, müffen die Pferde zu Grafe getrichen werden, wenn die Gabrégeit es verftattet, GS:© D€ tn* Eine Art des Viebftandes, die dem Garmer âuferft nubbar wird, mwenn beim Suchten, Mufsiehen und der übrigen Debandlung, gebôtig verfabren wird. Das gutgeftaltete Gchiwein muf nicht gu lang, fondern volf am Kopf und Bacfen fepn, dif und etwas furz im Salle, fein von Rnodens ftarf, plump und voll im Gerippe, voll in den Biertelns fein und dünne von Haut feon und im Berbältnif ju feiner Art vôliige Grôfe, mit einer Mnlage frübe fett zu twet- den, baben. Die Mrten diefer biere find febr gablreid, da faft jeder Difirict feine eigne Jrt bat. Unter den grôfern Arten find die fhâbbarften: Die Dertfbire Art, twelche fih dur ibre rôthlihe Garbe auszeihnet, Die Hampfhire Vrt, tmelche febr grof if, febr fett und Bei gebôriger Bebandlung fchwer twird. Die Shropfhire Art, die bei reichlichem Gutter febr fhabbar iff. Die Gloucefterfhire Art, ebenfalls gro, aber nicht fo grof mie die vorhergehenden, ebe- dem bie vorgüglichfte, Die Herefordfbire Yet, die fid nicht befonders auszeichnet. Die grôfite Yrt foll man, nach dem Verfaffer der Survey of Middlefex, bei Nadgetvicé, an den Grengen von Suffer und Surrp, finden. robe Arten bejablen fid) in manchen Sällen am beften und verdienen daber gefucht ju werden, 392 Oreisehnte Abtheilung, Uniter ben Feinern Mrten giebt es wiederum manche Verfchicdenbeiten, Die Chinefifche Art wird fer fhnell fett und ift daber im Kônigreich faft alfenthalben ane gutreffen. Sie giebt aber mebr gutes Sleifch als Specf. Dan findet noch eine Furge gedrungene Art, mit ettwas nieberhangenden Obren, Die viel Gett anfebt und von barter Conftitution ift. Die Swing-taileo Art gebèrt auch zu denen, tele von barter Conflitution find und im Berbältnif zu ibrer Grèbe febr fier wiegt. Ginige Farmers zieben die vermifchten Mrten vor und Éveugen in diefem Salle die Berf{hire- mit der Chinefifhen Art. Sie finden diefe Bermifung febr vortbeilbaft, da diefe Art, bei verbältnifmäfig wenigem Gutter, fehr fobrwer wird. Um die vollfommenfte Art Schiveine gu erbalten, muf bei der Suzucdt diefelbe Aufmerf- famfeit, twie bei andern Æhieren, angermandt werden. Man mub die zur Sucht beftimmten Seine, fowobl Eber als Sauen, gebôrig ausmwäblen und fie von JAnfang an gut balten, seit fie fonft nicht giwecdmäpig gebeilen. Die Arten müffén darnach ausgemäblt merben, tie man die Gtveine balten Fann. Sat man überflüfig Gutter oder wird es blof für die Schweine gebauet, fo find die grofen AMrten am vortheilbaftefien, tweil der Unterfchied, in dem Berbältnig des lebendigen Gewichts gum Schlachtergewicht, bei den grofen Shiveinen immer geringer feyn foll. Dei dem Schtveinchalten, fomobf in Rücffibt der dFonomifchen Mbtwartung derfelben als der Gerinnung des Düngers und des Vortheils der Schweine, if es febr ticdtig, gute Shmeinefoben gu haben. Aie diefe mit dem grôften Yortheile angulegen find, üft in DBetreff diefer verfchiedenen Rücfihten bereits befchrieben worden. Mr. Doung bemerft: eine Schiveineftallung(piggery) müffe, tenu fie bequem fepn fol, im Sreife angelegt twet- den, Mittelpunet das Rodh- oder Dampfhaus, mit Dodenraum ju Korn, Mebl le u. f. m., eine Meibe Debältuiffe in Mbtheilungen rund berum, um unmittelbar aus dem Roch= oder Dampfaefhire und auch vermittelft Rôbren von dem Sotnboden das Môthige aufjunehmen; um diefe berum ein Gang, dann eine Defriedigung, Dauer oder DPfablwerf, in twelchem die Trège mit bângenden Rlappen fid befinden, um auf der einen Seite das Gutter aus den De- Hältniffen gu nebmen, auf der andern die Sciveine gu fütterns inter diefem ein SHofplag und gunhft dem, Schoppen, unter welchen die Schtweine liegen, und hinter den Schoppen der Mifiplas. Die artoffelfammern müffen an einem Œnde didt bei dem Œingang fepn, und das Baffer wird in die Reffel und Bebältniffe gugleid mit einer Pumpe gefchaffts ferner ein Zrog oder andere Seitung aus der Milcherei in die Debältnie zur Milhrwadbdece 1c. Eine folche Eintihtung ift febr bequem, und die Roften find fo beträcbtlidh nicht, ABenn das Socale es extaubt, fo ift ein Grasplab in der Mäbe, um die Sbrweine nach) Gefallen darin geben gu faffen, Bichsudé,| 393 laffen, aubérft vottheifhaft. Dicjenigen, weldhe Feinen folhen Schiveincappatat Haben, Fün- nen fi von der Menge des badurd gemwonnenen Düngers Feine Vorftellung machen. Der da- ur ju erreiende Vortheil muf den Sarmer zu einer folhen Ausgabe beftimmen, und man fiebt mit Bebauern, daf; der Sarmereien im Rônigreih dur mangelbafte Cinrichtung in diefer Hinfiht weniger Dequemlicdhfeit, mebr Arbeit haben und tweniger Dung machen,*) Yuf folhe IBeife Fénnen alle Erbfen, Dobnen, Gerfe, Bucdiweizen, Rartoffein, Pafti- nafen, Môbren u, f. w., die auf einem Garm gebauct terden fonnen, gum Aufziehn, Güttern und Gettmadhen der Schiweine verwandt werden; und der Garmer bat die grôfte Dequemlichfeit, feinen Mcfer febr und gra auf woblfeile Art zu verbeffern. Eine Sau fann, wenn fie 7 oder 8 Monate alt iff, trädtig werden; man thut aber bef- fer, man läft fie erft im ro. oder 12 Monat begebhen, da fie dann fârÉer wird und beffere Ger- fen giebt.@ie geht mit den Gerfen 4 Monat und wivft bei der grofen Art 8 bis 12, Die fleinere Mrt wirft noch mobi mebr und mebrentheils früber. Der Cber muf ein Jabe alt feyn, ebe man ibn gebraucht, teil et Dann beffer austachft und Fraftvoller wird, Da es fhwierig und Foftbar if, bei falter Gabrszeit Shivcine aufiujiehn, fo muf det Farmer feine Cinrihtung môglihff(fo treffen, um im Grüblinge und Herbfte Gerfen zu haben, ettwa zu Anfang des Aprifs und mit Ausgangs Augufts oder Geptembers, denn um biefe Seit *) Œn einer vom Serfafler, im Sabr:765 bcinabe na biefer Sbdee eingeridteten Shiveineftallung Choggery) beliefen fic die Roften tvie folget: DPfr. Sp. Das Robhaus!$ 18 18 RefTel oder Rupferg:fhire? 1. 13— Tetch$$ d 2 Puamype$ y, Y 10 Vebältniffe$$ 14— Gihoypen£!! 6 1 Pfabtiweré#$ 7 07 Dflafter$,$ 10— Trôge s$! 3— Aufer dem Sols 78: 10 Bermittelff biefer Cinrihtung macdte er im Grüblinge 1766. 88 Seine fett, tuelche ein Menf abtartete, da obnebem 3 IRenfhen baju würden ecforderlich gewefen feyn. Dtefe wurden gefireust mit 9 Fuder Stroh, und dies gab go Guber fetten Dünger, von mebreren Garmers das Gudec à, So. gefdäst. Pr. Sh. ; YBerth des Duüngers pro rata, 23 10 Gtrof 16;; y 6 18 Getvinn an Dünger 16 12 Dabei batten fie no nidt bie Haälfte der gebôrigen Otreu. Man nebme nun, fagter, aucdb an: das Poly daju fofte s10 Dfb., unb bie Sntereffe bavo feu s Did. Bas If bann Die jébrlidhe Musgabe von s Dfd. gegen den grofen Nuben mit weniger Mübe es in feiner Gervalt ju baben, mie viel Swcine man fett macdhen will, Qweiter Theil. Do) 394 Dreischnte Abtheïlung, ferben téniger Ferfen und fie Foften teniger ju füttern. Die Ferfen, ivelhe im Yunius 06et frübe im Sulius geworfen werden, Fommen am Beften ju Mege, Selten ift es daber rathfam, die fpât im Derbfte gemworfenen Ferfen mit in den Binter zu nebmen, da die Râlte manche da- von aufreibt, Gin guter Eber ift bei der Scbiveineucht febr mictig, die Sauen nebmen einen folchen auch eber an, als fonft der Fall wobl iff, Die verfhiedenen Arten Sbiweine, als Sauen, Gerfen, Fafelfhweine, müffen jede be- fonders gebalten werden,: Die merfende Sau muf ibren eigenen Stall baben, um durch nicts geftôrt zu werden, Auch muf man um diefe Beit febr aufmerffaim fepn, ibr nur dinne Streu geben, um das Æobtorücen der Éleinen Gerfen ju verbüten, Da die Chiweinequcht dem Farmer auf manche Beife betrédhtlihen Vortheil gemäbrt, fo muf er dagu auch den nôthigen Vorrath von Korn und grünen Gutter allerlei Art, Rartoffeln, Rüben, Kobl, Cichorien u,{.#. anfhaffen. Mie viel man davon anbauen müffe, richtet fidy nach verfchieden Lmftänden, nach) der Grôfe der Schiweineart, deren Mnzabl und tie man fie tieder abfeen ann. In jedem Gall wird eine gleiche Portion Burzelgemädbfe und Grasarten mit balb fo viel Rornfutter gebraucht; demnächft an üppig wadbfenden Vegetabilien nach der Anyabl der Shweine reichlih gegeben, Beim Guttern gebt man nach Verfhiedenbeit der ju fütternden Schiveine, um die mg» lichfte Mirfung des Gutters ju erreichen, verjhieden ju MBerfe, Die grobträcbtigen Sauen und die, twelche fchon Gerfen haben, müffen beffer gefüttert werden, als die Gafelfchiveine, Die etffern müffen gmwei- oder dreimal des ages guten Tranf(walh) oder Spülidt und reihlichen Robl, Rartoffein, Môbren und andere âbnliche Vegetabilien baben, um fie in gutem Stande zu balten, twelches man an bem Glange ibrer Saut wabrnimmt, Die Sauen mit Ferfen müffen in befondern Stâllen gebalten und beffer als die trâchtigen gefüttert werden, Yo eine Milche- teiift, da wird ibnen der Mbfall davon gegeben nebft Kartoffeln, Robl rc., foviel fie verzebren môgen. Yo das aber der Ball nicht ift, muf man ibnen mit Mebltranf zu Hülfe Fommen, Ym Sommet ift diefer bio binreihend, im MBinter aber müffen gefodhte Burgelgemächfe bin- gugefügt twerben, oder mwenn er für die Éleinen Gerfen fepn folf, mit Safer und Erbfenfuppe vermengt werden,*) hit diefer Suppe und dem Mbfall aus den Milchereien Fann man Gerfen auch im Binter febr gut aufgiehen, Die Crbfenfuppe ift in diefer Hinfidt ein vorgüglihes Fut- ter. Jr, Poung râth Pafer daneben zu füttern, welchen er beffer als Gerfte Bât. Mir haben gleihfalls Saferfhrot, im Spülicht foobl als in difer Confiftenz gegeben, für die jun- gen chiveine âuferft vortheilbaft befunden, *) Yonngs Farmers Calendar. Bichgucbt. 395 ann man obne Gerfte, Erbfen, ler und Mecters mit dem Mbfall aus der Milcherei fertig merden, fo ift dabei eine beträchtliche Erfparung. Auf gute Streu Fômmt es beim Gedciben der Shiwveine voryüglid an, fle werden Dadurd befonders gefund erhalten und machen auf diefe Beife auch vielen Dung. MBaäbrend des Winters werden die Sauen und Fafelfbweine mit Burzelgemaäcdfen, Kobl im frifhen Zuftande mit MBaddefe u. f. 1. erbalten, Zu Ende des Maies werden fie überfeben und ausfortirt., welche ibren balben MBacbsthum erreicht haben, tverden auf den Rlee, die Sucerne oder Cichorien getrieben, wo fie bis ju Œnde des Geptembers bleiben, Die Defriedigungen terden in guten Stand gebalten und für MBaffer gum Saufen gebôrig geforgt. Dei diefer Bebandlung tacbfen fie fhnell und Fomimen in guten Stand um fett gemacht zu terden. Die Sauen und entrwôbnten Gerfen werden in der 3eit mit dem Abfal aus der Mil- cherei oder Rüche mit dem gebôrigen grünen Gutter, afs Sactufe, Kobl, Bien 1. erhalten, Die MBicden und der Robl find befonders gut für die Sauen mit Grüblingsferfen, und der Sa- lat für die, mwelche Perbfiferfen haben, Der Salat wird nach der Drilleultur bearbeitet und der Doben recht fein gemacht, au tüchtig gejâtet, venu er gedeiben folf. Es gicbt ein vortrefflihes Gutter gur Sermebrung der Mild) für Sûue, und man fann bebeutend Rorn damit erfparen, Die Schmeine freffen ibn gern und er iff nâbrend, Man ann die Œchiweine damit fo[ange erhalten, bis die Stoppel zu büten ift. Go vortheilbaft diefe Art, die Schiweine zu erbalten, ift, fo ift die grüne Gütterung der- felben in den Sôfen, twenn fie gleich etrwas Foftbar fepn mag, bod megen der Menge des dabei zu gevinnenden Dingers vorugiehen, Sie ann aber nicht unternommen werden, twoferne der Garmer nicht binfânglihe Streu oder andere die Gtreu vertretenden Materialien, als Totf und andere Œrde, bat, um die Gchiweinebèfe damit zu bededen und die flüffigen Dungtheile aufyu- fangen. lee, Cicorien, Bien und Sucerne find die Futterfräuter in diefem Galles es Éon- nen ibnen aber, befonders auf den ffrengern Dodenarten, andere an die Seite gefest werden, als Bobnen, mit den tangen grün vergebrt, und$ofl, fomobl zum@ommer- als WBinter- futter. Mr. Poung empfieblt dabei die bore zu den Shiveinehôfen fo geräumig zu machen, daf man zum Ginbringen der tre und des utters, fo tie gum MBegfabren des Mifles, bin- länglihen Plag babe. Auf diefe Beife Fônnen, ffatt daf fonff einige Sanen ben den Mildereien gebalten werden, eine grofe Angabl ibre Nabrung finden und viele junge Schiweine aufgezogen werden. Um den grèften Vortheil von dem Schiveinebalten ju ziebn, balt Mr. Poung dafür, muf man es fo einvihten, baf die Sauen nur gmeimal, im Grüblinge und im Serbft, werfen. Mach diefer Art Shmeine zu balten, werden die Fafelfbhweine im October abgefest und die Gerfen vom Mpril gur But. Die Herfen vom Muguft werden bis iwieder in den October Dodo 2 396 Dreigehnte Abtheilung, bin gebalten und zu Specffhiveinen verfauft, ienn fie nicht auf dem Sarm felbft fett gemache werden, Die Koften find dabei febr verfhieden, Eine au, melhe fâugt, Foffet ettva 18 Vence bis 3 Sh, die Boche, und wenn fie trâdtig ift, 1 Sb. bis 18 D.; entwôbnte erfen Foften anfangs 1 bis 2 Gb, 6 Pence das Gti, und nachber, bis fie vôlig ausgewachfen find, jedes 1 bis 2 Gb. die Boche. Golhe Verchnungen treffen aber in vielen Fällen nicht gite Das Gelbffaufiehn der Shweine verdient gang die Mufmerffambeit des Harmers, marr bat fie alsbann nicht nur mobifeiler als iwenn man fie auf den Märften Fauft, fondern man ift auch deffen gewif, daf man gefunde und gut genäbrte bat, die beffer iwachfen und fett merde. Die Cchiweine werden gerôbnlidh zu gmei verfchicdenen Zeiten, im October oder Februar und Mar, fett gemacht, die erftere Zeit ift die vorüglichfte. Man empfieblt dagu mancherlei Gubffangen, gemébnlid bedient man fih aber meblartiger Materialien mit abgerahmter Milch, oder Abfall aus der Milcherei oder Küche u. f. w. Zu den fleinern Shiweinen ift Haferfchrot mit diefen Flüffigfeiten gegeben, vortrefflih. Auch Gerffenmebl und Kaff wird mit vielen Etfolg gebraucht.- und Dobnenmebhl erbist fie zu febr und macht fie fchwer ath- mends; für die grofen und ausgemwachfenen Sciveine Fann aber nichts beffer als Crbfenmebl oder gange Erbfen fepn, Mit Bobnen ift dies auch der Fall. Diefe beiden Kornarten find befonders desbalb fo nâbrend, tweil fie eine grôfere Portion Oel enthalten, als andere Rornatz- ten, tvesbalb fie auch langfamer verdauet werden.*) Gemälite Gerfte wird gleichfalls beim Schiveinemäften febr gerübmt, twabrfcheinlidh mweil die gucferartige Materie dDadurch febr vets mebrt wird.**) mâften auch, aber man fann fit) auf diefe Rütterung nicht verlaffen, Man bat zu diefem Endymvel auch Kartoffeln und Môbren gelegentlih verfucht, da fie aber nur gefocht und doc) auch in Berbindung mit Schroot Dienfte leiften, fo thut man beffer, fie gur Gütterung der Gafelfhweine angutwenden, Mr, Bons von Rent zeigt das unvortheilhafte diefer Methode im 2often Bande der Annalen des AcFerbaues binlänglich. Man bat noch eine andere Methode, die in eingelnen Sâllen zu empfeblen ift, daf man mit Branntweinsfchlamm und Rorn die Sciweine fett macht. giebt man Korn und Schlamm und dann gulebt das Mebl,**#) Bie vil Schtveinefleifh eine beftimmte Portion Erbfen, Bobnen, Mebl oder andere Materialien ergeugen, mweif man nicht beftimmt, tweil gar viel von der Mace, Grôfe und dent natürlihen Gettanfabe des Schiveines abbängt. Ir, Rnight rehnet, bDaf ein winchefter Dufbel von oben angefübrtem Maftungsforne einem guten Shweine von 20 Steige 9 bis 10 15 *) Darwins Phytologia.#*) Synopfs of Husbandry. *#*) Annals of Apgric. Vol, XXIII. Bichauché, 397 an Gemidte vermebre, Dei Fleinern ift es aber mweit mweniger.*) Ein Schtvein, das in gu- tem Grande, und darin muf es fepn, gum Mâffen aufgemorfen wird, vergebrt 6 bis 7 Bufhel Erbfen.**) Ueber die Art, tie man das Gutter gum Maften reichen folle, iff man verfhiedener Mei- nung. bebaupten in troŒner folider Gorm und das Getrânfe darneben, fen das befte, andere find der entgegengefebten Meinung, und biefe lebtern baben wobl recht, weil die Thiere geit fchneller freffen und mebr ruben Éônnen, fo wie diefe Mt ju füttern überhaupt die tvitth= lidfte if. Mr. Poung bemerft febrridtig, baf Mebl und YBaffer, die bis jur Güurung eine Beitlang geftanden haben, gum Mâften Auberft fordertich find, und da, mwer einmal diefe Art qu füttern verfucht babe, eine andere ibr voriehen ierde, Erbfenfuppe mit warnier dl mwürèe unftreitig fer mâften, aber fobald irgend etwas dabei gefocht merden muf, fo gebt durch die Roften des Brennbolges fon immer ein Theil des Geminns mwieder dabim Dei jedem Gutter, das man den Schweinen indeffen gum Bettwerden veicht, mu dabin gefehen tuet= den, bdaf fie vèllige Portionen in Furgen Swifhenräumen befommen, um immer vollauf und dadurch Rube zu erbalten, IBie lange ein Schrwein gemäftet werden muf, das bângt ebenfalls febr von Der Grèfe und dem Gettanfañe ab; gemôbnlid find 6 bis 12 Mochen binreichend, IBâbrend des Mäftens muf man die Shwoeine voryüglih rein und warm balten, fle twver- den nicht nur fchneller fett, fondern machen auch defto mehr Dung, Die befte Zeit, Schweine ju verfhneiden, if, twenn ffe jung find. Die männlihen Fet- fon werden, wenn fie 3 Wochen alt find, obne Gefabr gefcnitten, und die Sauen lift man 4 Bochen und âlter werden. BL man die Sauen nicht weiter ur Sucht haben, fo(At man fie auch fdnciden, es muf dies aber von febr geïbten Perfonen in diefem Fach gefchebn. Es ift puraus nèthig, den Sdweinen einen Ring in dem Nüffel zu machen, damit fie rubiget liegen und fich beffer gunebmen, Ein grofer Yrrthum tvaltet bei manchen Farmers ob, Sbiveine Fônnten nicht anders mit Bortheil gebalten werden, als wenn fie von dem erbalten würden, was man Mbfalf nennt. Es feidet aber ga feinen Ziweifel, daf Seine, mwenn fie gebdrig bebandelt werden, ihr Gutter fo gut bezablen, als jebe andre Art Vieh. Man bat dies aus den verfchiedenen Angaben, die über diefen Gegenftand gemacht find, gur Genüge erfeben, Das Siveinefleifch wird auf verfhiedene Vrt que Aufbemabrung beveitet, Soil es ais SpeŒ dienen, fo fengt man in Rent die Haare dur ein Strobfeuer ab, melches man dort Stvälen nennt, die Specfftücen ausgefhnitten find, merden fie mit Salg und Gal- *) Communications to the Board of Apricult. Vol. I.**) Ibidem. 398 Dreisebnte Abtheilung, peter cingerieben und nadber in einen Ærog gelegt, two fie 3 Bis 4 Mocen bleibe und bäufio umgefehrt werden. nimmt man fie aus bem Troge beraus und läft fie. an gelindem Seuer eben fo lange troŒnen, bängt man fie auf bis fie gebraucht tverden, Auf dem feften fande râuchert man den Specf in daju eingeridteten Mauchfammern, À Man pôfelt auch das Shweinefleifch ein, welches faft no vortheilhafter ift als Sperf. Machdem das Echwein von den Paaren gereinigt und Deine und Vorderfüfe, Hals und alle magern Knochen ausgefchnitten find, twelches beinabe 2 des gangen Siveins beträgt, fo wird der übrige Theil, oder das eigentlihe Schmeinefleifh, in Stüen, bdie in den Gañtubben paffen, gefcnitten, an beiden Geiten mit Gal eingerieben und@alpeter daywifchen geftreuet. Der Doden des Oefäfes wird audh mit Sal beftreuet und wenn die lcifhftücen binlänglid Befalgt find, mit der Ghivarte aufwûrts binein und fo dite gufammen gelegt und an einander gepreft, Daf Fein Ribchen dagwifchen bleibt. diefe Sage tird eine Dedecfung von Galz, ait Galpeter vermifcht, gebract, um es bart ju machen, Mach etiwa 5 Bochen fângt es an zu lafen und in Éurger Seit ift die gange Oberfläche des Tubbens bedecft; folite es aus Maugel des Œalzes nicht in diefer Beit anfangen ju lafen, fo muf man eine gerviffe Quantität Safe machen und über das Sleifch giefen. Boferne aber das Gange nicht durclaft, fo bâlt es fich nicht, Deim Zugiefen der Safe darf man das Gleifch nicht aus feiner Sage bringen. Die Cchiweine find mancherlei Rranfheiten ausgefebt, man ift aber über die Mrt, fie zu beilen, noch nidt aufs Meine. IBenn fie der Kâlte febr ausgefest find, fo greift dies die funge febr an, fie nebmen dabei ab und befommen einen beifern trocnen Suften. Yärme und gute Phlege mit weniger trodnem und erhifendem Butter, ift das befte, was man dabei thun Fann. Benn die Shiveine die Rrâbe befommen, fo muf man ffe von den übrigen, welche fie nicht haben, trennen, und nachdem ffe mit Geife und YBaffer gut gerafchen find, fo falbt man fie mit der bei ben Gchafen empfobinen Salbe, Etrwas gemeinen Shivefel Éann man ibnen unter das Gutter mifchen, Dei den grofen Flappobrigen@civeinen mwerden die Pintertheile bei beifer Mitterung guweilen fprôde und œund; in folhem Salle fhmiert man fie mit Dlertveiffalbe. Menn die Cuter der Sauen bart fhwellen, fo gebraucht man Goufardfhes Baffet mit Sampfer vermifcht, twifcht es aber, ebe die Gerfen faugen, forgfältig mieder ab. Œine balbe Drame Ealomel, um die gmeite oder dritte Macdt, auf 2 oder 3 Mächte gegeben, ift dabei auch febr beilfam. Sid Don dun Diefe Art Bieh Fann nur da mit Bortheil gebalten werden, two viel leihter Sand und Dügel find, die nidt unter Pflug gebaiten, auch nicht jure Sohafiveide GenuBt werden Fôonnen. *) Bradley on Husbandry and Gardening. Bichsucht, 399 Cs giebt berfelben manche Arten, von mwelchen die gembbnlide graue oder die filbergraue gebalten werden; die erftere ift twegen ibrer Datten Conftitution und ibres Fleifches balber fhàs- bar, die leBtere des Gelles wegen. Das Mauchwerf der erftern, tmwelches das befte iff, wird vouyüglih in den Butmanufacturen verbrauct, wâbrend die Gelle der lebtern als Mauchivert sum Cbinamarft bercitet werden und nod) mal fo viel als die andern gelten, Gobal man biefe Thiere in das für fie beftimmte Gebege bringt, fo forgen fie baïd für ibre Wobnung, indem fie fih Sôcher in den leichtern, trocénern und erhabenen Stellen machen, torin fie ficher wobnen und Gunge ziehn, in einigen Gebegen von Sincolnfhire befeét man den Mere mit 3 Paar, an andern Orten fiñrfer, Ein Vocf ift für 100 binreichend. Das Gebege, in twelchen man fie bâlt, muf febr dichte fepn. Man macht fie auf vet- fiedene Art, mit Mauern und Pfablwerf, oder twegen der grofen often des erffern, mit Goven, Torfbälten oder mit Genft, Dorn und anderm Dufhmetf, das man daju anpfangt. Diefe Bemäbrung mit den Meben und Schlingen macht das Raninchenbalten febr Éoftbar, mwen man überdem noch dabin rechnet, die Steinfoblen gum Ærocnen der Hâute, die Raninchen- mârter und viele andere Jusgaben, Mäcbfivem, menn gleih die Raninchen im Gangen nur wenig Mufficht bebürfen, fo muf man fie doch noch im MBinter mit Gutter verfebn, als MRüben, Klce, Heu, Œfparcette u, f, 1, das man ibnen in ibr Gebege umberfireuet. find im Schnee das befte Gutter, mweil die Ganinchen fie dur den Geruch finden, Bivei bis drei Karren voll Fônnen tâglid an 1000 Paar nâbren. Ein Guder Heu iff in ffürmifchen IBetter binreihend. In einigen Gegenden switft man ibnen auch Fleine@tücen frifdh gebauener Efhengmweige, ftachelichten Genft u. f. 1w., bin, omit man viel Seu erfpart, Œs[fallen auch no fonft Unfoften beim Begräumen des Schnees von den Cinbâgungen, bei der Serftôrung des Ungeiefers und beim Machtwachen, vor, Die Raninchen fangen an zu Suhten, wenn fie 8 bis r2 Monate alt find, und geben etiva 30 Œage mit den Jungen, welhe vor 3 MBochen fih nicht aus den Nefthôblen begeben. Die Mutter faugt fie gmeimal des Eages. Sie Éônnen, twenn fie gut gefüttert werden, des ab res 3 bis 4 mal Junge ziebn, In den Gebegen twerfen fie aber felten mebr als gmweimal des; Gabrs. Der jâbrlihe Berfauf beträgt per Ycre 3 bis 8 Paar. Dies giebt einen Ertrag vor 8 oder ro Sc. und twenn fie gut bebandelt terden, noch mebr,*) Der grèfte Ertrag if von frifhem Sande.**) viel bängt aber von der Sage ab, denn ift man in der Nâbe von grofen Stübten, to fie als Nabrungsmittel gefauft werden, fo ift der Ertrag meit bober. Die Beit dau ift vom November bis Meujabr, mâbrend diefer Seit geben fie das befte Gell, da- ber twerden die mebrffen in diefem Swifenraum getddter, Cs ift bei den Fellen grofer Vet- *) Youngs Agricult. Survey of Lincolnfhire.#*) Ibidem. 409 Oreigehnte Abtheilung, tuft, a fie als balbe und viertel und flechte Selle, von mwelhen nut 16 als ein ganges Gell betrachtet werden, gelten,&aninchen werden bundertweife verfauft, 120 Paar machen ein Hundert,*)”; * twerden mit Meben oder Fallen gefangen. Mach der erftern Methode werden diefe Mebe als Hürte aufgeftelit, gwifchen den Sôblen und den Stellen, wo fie freffen bei Nachtzeit oder frübe des Morgenss wenn die Kaninchen dann vom Brejfen Fommen, fo werden fie binein gejagt. Die Fallen werden vermittelft grofer Gruben gemacht, die auf dem MBege, to fie haufig geben, fo angelegt und mit einer Fallthür verfehen werden, daf fie unverfehens binein fallen, Yenn fie dann gefangen find, fo werden fie nach den Umftänden ausfortirt. Gin grofer Gebler an diefen Æbieren if, da fie das Korn, frifch befñetes Graslanb, DRüben und felbft die febendigen Hecen, welche in ibrer Mâbe find, zerftoren, Benn man fih zabme Kaninchen balten will, fo muf man folche anfhaffen, die vollfom- ien gefund find und fe dabei trofen, rein und warm balten, befonders bei firenger Sälte, Man giebt ibnen gu beftimmten Seiten und que Beit nicht viel, mit gebdriger Mbtwechfelung des trocé- +) Oie folgenbe Angabe des Raninhentwerders, auf bem Gute Thorefivay, gicôt Mr. Young, naÿ Mr. Hoibgate, dem Jnnbaber, der die often von 1700 Acres mit der filbergrauen Ranindenatt fefest, alfo an: Dfd. Sr. Pence. Arbeit, drei ordentlidhe dr, mit ares gum Schladten 8s—— Defrtedigung$;, 42 10— Minterfutter$$ n+$; 42 10— Mebe, Fallen u. f. 1.$$;$ 14 3 4 Dercitung bis sur Ablicferung, tune Lai de DURE,$ 21 5— Dabt, namentiid 7 S. p. Acre! ÿ SOS ire 800 8 4 Das barauf vertwandte Capital ift bie Ur bie für 3 Gps per si Beyablit if, das Daar 2 Sid. 4 Pence SHÉas et 1395 8 4 Sntereffe der Summe auf r Gabr, 5 p. C. ë 4 69 s 1464 13 4 Säbrithe Berehnung, obige sas, ÿ 800 8 4 Sinfen;! y$ 69 51 TU Œrtrag von 10000 Paar, à 2 4 ras‘ 9 1166 13 4 Roften$$ 5 6 869 13 4 Getvinn 297— 0 oder 24 p. C. ft aber der Ertrag, tie neulid ber Fall getvefen iff, 1500, fo ftebt die Renan fo Œrtrag 1500 Pfb. Soften$S69— Gewvinn 631— oder 47 p. C. Bichaucht, 401 ttoŒnen unb grünen begetabilifhen Butters. Ms Gutter gebôren bicher, ber Rice, Peterfiie, Enbdivien, Pfaffenblatt, Kobiblätter, MBuryelplatten u. f. w., mit Rlecheu, CErbfenftrob, Pafer, ler u. fm. Sie brimgen 4 mal des Jabres Sunge, befonders twenn fie im inter arm gebalten merden, man darf um diefe Seit nur ein mwenig Seu in eine Molde legen. Mach 6 oùer 8 Bochen fann man die Jungen entwôbnen und den Mammler wieder gulaffen, Die jungen Raninchen müffen, twenn ffe einige Grèbe erreicht haben, forgfältig von einander getrennt terden und nie auf dem Saufen(crowded together) gebalten werden, tweil fie in folchen Galle bald frânfein, She: prob€ Dh. Die Mübe und Unfiherbeit bei dem Mufziebn deffelben, mat den Vortheil bavon febr gweifelbaft, eingelne Sagen und Umftânde ausgenommen, Man begreift unter dem Mamen Sedervieh verfchiedene Arten von gefiecderten Æbieren, die man als folche in der Sandwvirth- fhaft fhäbt. Gemeinñe Sébner. Man bat bavon verfhiedene Mrten: die Rampfart, bie englifhe oder weife Art, die Poland- oder fhmarge Art, die Darfingart, die Sdhadbanart und die Malagifhe Art. Die Polandart legt am beften Œier, Bum Gefen und Brüten find die Darfing und andere grofe Arten unfireitig am beften gefchicht. Dei der Hübnerqucht fommt gar viel auf bequeme Stallung dazu an. ift bereits oben fon befchrieben, befonderer Yortheil beffeht darin, tvenn man im inter den Pübnern Bôârme verfhaffen ann und der Rauch den Hübnerwiem durbzicht, Mächffdem iff ein Pof, wo ffe Sand und Ries aufpiten und ein Grasplas, auf den fie frafen und geben fônnen, fo wie reines MBaffer, bei der Sübnerjucbt febr vortheilbaft. Das Suuere der Sübnerfiälle muf recht rein gebalten und bâufig gefebrt und auch gemeift werden, Benn man forwobl Pennen als Kubnen feft, fo muf man die Nefter mo moglih von einander abfondern, benn obne diefe Sorficht befifen es mebrere, woraus nur Unbeil entftebt. Uuf 6 oder 7 Hennen Fann man einen Habn balten, Sübner find am beften, wo man aufs Cierlegen fichts two man aber auf Küchlein rechnet, da find die alten befer, tecil fe treuer und unermüdeter figen. Sunge Sübner fangen mebrentheils im Sanuar an ju fegen, oder frübe im folgenden Monat, Man Fann bies fer befordern, twenn man ibnen. reigendes Butter giebt, als Duchmeisen, Gerfte, Hanffaamen, Fônumgräcum 1c., aller thierifcher A6- fall ift auch in diefer Sinfidht fehr wirfend befunden worden, Dei jeder Mrt der Gutterung muf man aber, tenn die Sübner Cier legen follen, fich in Act nebmen, fie nié ju ftarf ju füt- tern, ob man gleich fie auch nicht zu Éarg balten darf. Bweiter Theil. ŒCee 402 Oreischnte Abtheilung, Man febt die Hennen gemôbnlih ju Ende des Februars oder zu Mnfang des Mâries, tveil das MBetter gegen die Zeit, daf die Kiüchlein anfommen, anfâängt farm gu werden, Ein und zmangig Tage ift die gemwobnliche Zeit des Cibens, Sum Seken werden immer neugelegte oder frifhe Cier und dabei nidt mebr als 12 genominen, des Gibens muf der $Senne ibr Butter dicht neben ibr gegeben werden, um nicht ju lange das Meft ju vetlaffen. Cinige rathen, zur Beit da fie anfangen gu bien, Die Rüchlein, twelche uerft ausfommen, unter der Senne wegzunebhmens es ift aber wobl beffer, fie der MBûrme der Penne, bis die gange Brut aus ift, zu berlaffen, Man folf fie afsdann unter den Sübnerforb(coop) feéen, bei einem gut gefchloffenen Gederviehbofe ift dies aber nicht vonnôthen, Die jungen Kücdhlein fut- tert man am beften juerft mit didfen Meif oder Orübe, mit gemauften Brübfartoffein, Macb- Der Fann man den Abfall von Beizen und Gerfte in Baffer cingemweicht geben, Mach 10 oder 12 Mochen find die Rüchlein grof. Man bat aber wobl dabin zu feben, da fie feine Regentwürmer, Shnecfen und dergleihen Gemwürm in fih fhluen, auch muf man fie vor der Mûffe febr in Acht nebmen, tweil ffe fonft leicht Fran tverden, Sum Gettmachen des Federviehes giebt es viele Antweifungen. Am beften thut man wobl, wenn man die Hübner einige Tage an trofnen, tvoblgelüfteren Ovten, welche etvas dunfel find, bâlt, und nadbem fie fhon auf dem Sofe fich geborig zugenommen haben, fie drei- oder viermal des Tages mit gut gedämpften Rartoffeln futtert. Œs if bies das mwobifeilfte und die Pübner gedeiben ungemein dabei. Duchiweigen, ganx oder gemablen, fo wie Gerftenmebi, gemabines Mal, aud grobes Meigenmebl mit Milh, oder beffer MBaffer, meil Mildh leicht fauer wird, empfieblt man in diefer Hinficht gar febr,. Crbfenmebi bat fi nach mebreren an- geftellten Serfuchen befonders mâftend berviefen, Man darf ein Pubn zum Môften nur 8 bis 9 Tage einfeben, Mäftet man es fânger, fo wird e8 leicht Éranf. Greie Suft und Neinlichfeit bei der Gutterung, daf nichts einfaure, ift vorüglich zu empfeblen, tmvenn die Sübner nicht fran£ werden follen, Man rechnet, da ein Rüchlein etoa 4 Pence und Halfpennn werth fey und dafüir aufge- 3ogen werden Fann, tenn es nuu in der Mäbe grofer Stâdte zu 9 Pence, wobl gar 1 Sh., verfauft wird, fo bezablt fi das Gebdervieh für den Garmer febr gut,. Mite Hübner machen fich durch ibre Cier dreimal bezabit one den Dünger mit zu rechnen, Ciner febr intereffanten Art der Gederviehwirthfhaft erwabnt Mr. Poung in feinem Calender, beren fit) Mr. Boys in Rent bedient. Die Arbeitsfeauen und Familien, telche auf feinem Farm leben, Beftellen das Ganges er giebt ibnen den nôthigen Abfall Korn und fie geben dafür wieder aufgemachfene Sübner, die gu Marfte gefchicft werden Fônner, jedes ju 3 Pence; für Gänfe und Puter 6 Pence, Enten 3 Pence, geredhnet, Machdem alle Lnfo- ften davon bezabit find und die Gamilie gut verforgt ift, giebt dies einen YBortheil von 20 Pfo. des Sabrs. Gie baben die Cier auch alle umfonft. Biehsucht, Das Gedervieh ift manden Rranfheiten untermworfen, von ivelchen die gewôbnlichften fol- gende find: Der Dip, ein dünner meifer Streifen, welcher auf der pige der Sunge fit; folf von UnreinlichÉeit oder fchlechten unreinem Baffer berrübren, Das befte Mittel if: man ziebt den Streifen ab und wâfcht den Theil in einer Huflôfung von gemeinem Sal in Baffer. Die Roup, eine Rranfbeit, die man an dem gefchwollenen Kumpfe erfennt, Die Fe- dern fteben ftruppicht und die Riele find volf Dlut.: Man nimmt in diefem Fall die Hedern tweg und twâfcht, twenn das Uebel gelinde ift, mit Ooulardfchem Baffer, St die Oefchwulft aber febr ffarf, fo wird der gefchiwollene Theil gedffnet und von dem darin enthaltenen geleert. Der Flu zeigt fi) durch das Dinne- und Mageriverden der Hübner, auch freffen fie dabei nicht wie gemobnlih. DMebrentheils rübrt er von vielem feuchten und in faute Gâbrung gerathenem Gutter her, Man giebt unter diefen Umftänden trofnen Meis und ungemablnen Beigens und bâlt die Hübner luftig und rein, Verftopfungen entfteben oftmals von dem Genuf unauflôsliher@ubftangens als alten Sebm, Mbôrtel u. f. w,. fih diefer im Kropf, fo macht man âuferlih eine Oeff- nung und nimmt ibn beraus. Diindbheit bei den Sübnern wird am beften durch Berânderung des Gutters und meb- terer frifcher Suft gebeilt. Galena- oder Guinea: Hübner, ift eine Mrt, mwelhe eine grofe Anyabl Eier legt, aber-nicht gut 3abm gemacht werden Fann, Dei der mindeften Deunrubigung verläft fie das Meft, welches mebrentheils in entfernten unbefuchten Gegenden gemacht if. Das Fleifch die- fer Sübner ift etivas trocfen. Türfifhe Bübner, PDuter.— Sn KRorngegenden ift dies Oefieder für den Gar- mer vortheilbafts es iff jedoch febr zûrtlid) und erfordert in der Sugend viel Gorgfalt und Auf- fiht. Man bat davon befonders 2 Hauptarten, die fhwarge und die mweife oder gefprenfelte; Die erftere ift die grôfite und von der bârteften Conftitution, Diefes Gefieder unterfcheidet fih von dem übrigen badurd, ba die Héâbne mâbrend der Segezeit nicht bei den Beibchen erforderlich find. Man fhicft daber in Morfolf die Penne zum Sabn in der Machbarfhaft und ein eingiger Actus reicht bin, um die Brut ju beleben,*) Die Rubnen legen gemôbnlih 8 bis 12 Cier und brüten fie in 28 bis 30 Tagen aus. Die junge Drut ift duferft sart und erfordert in den erften 6 Bochen febr viele Sorgfalt. Mâbrend diefer Beit bâlt man fie in tarmen luftigen eingefchloffenen Kammern, bewabrt fie forgfältig vor Nûffe und giebt ibnen meif Brodt in füfer Milh; oder was einige vorgiehen, MfaunquarÉ mit Fee 2 *#) Marfhalls Rural Economy.+ 404 Oreischute Abtheilung, gebacften Siviebeln, fie 4 Bochen fo gefüttert find, fo terden fie an Hafermebl und füfe Mildh oder Korn, von welhem Buchweigen das befle ift, gemôbnt. Da bdie Roften des $orns und die viele Mibe dabei febr beträchtlih find, fo machen fie fih feiten beim Garmer bezabit, Sunge Rubnen faffen fih mit geFochten Kartoffein und Gerffenmebl leicht fett machen, twenn es regelmäfig gefchieht. Die Methode des Stopfens oder Nudelns ift etwas Unfinniges, da überdem diefe Tbiere fo viel freffen als fie fonnen, Der Unterfhied des lebendigen und des Schlachtergemichts ift beim Duter 7, Gewicht 21 tb, gefhlachtet 14 ib, Baffergefieder. Mandie Mrten deffelben Fônnen, tvenn der Farmer dayu Gelegen- beit und Dequemlidfeit bat, mit Vortheil gebalten werden, Vn andern Füllen verdienen fie gar nicht bemerft ju werden, ba fie Soften und MNübe felten wicder einbringen. Cnten. Man bat davon die meife oder englifhe und die bDunfelbraune ge- fleŒte wilde Urt, welche man am mebrften fhist. Das Fleifch der febtern ift wobifchmet Fender als das der erftern, Auf grofen Eeichen und Bafferpfublen, 10 fie nicht viel Bartung bedürfen, fann man fie mit Vortheil balten. Die Enten legen fhon frübe im Fabr, wenn fie gut gefuttert tmwerden, Man muf dann fehr Acht darauf geben, weil fie viel Cier legen und gerne ins YBaffer fallen laffen. Ein Enterich ift für 4 bis 5 Enten binreihend, Sum Sefen find 12 bis 13 Cier Dinreichend. figen 30 Æage. MBenn die jungen Enten aus dem Ci find, fo(âft man fie mit der alten an einem fonnigen iwarmen Plab, und giebt ibnen Brodfru- men, Grûge, gefochte Rartoffeln, Gerftenmebl, Sand und reines Baffer in flahen Gefa- fen dabei, Die Entenaufzieher baben gembnlid) auch eine Menge Regenwürmer, Schnecten und dergleichen in Vereitfhaft, wenn fie ettas berangewachfen find, fo wie Korn, fowobl ge- mablen als in Rôrnern, Sie wollen befonders rein gebalten und gut geftreut fenn. Die Oe- wobnbeit, Œnten von Sennen aufziehen gu laffen, bat felten rechte Aer. Man muf fie nicht eber ins Greie laffen, als bis fie voflfommen ftarf oder 6 WBochen alt find. Enten find flarfe Greffer, nebmen aber auch vorlieb. Sum Vettmaden ift Rorn unftreitig das befle,%iel fommt dabei auf regelmäfige Abwartung und ftetem reichlichen YBaffer und Gand an; fie müffen alsoann môglihft rubig im Dunfeln und luftig gebalten werden, Mäbrt man fie mit animalifchen Œubftangen, fo erbâlt ibr Sleifch die Farbe und den Gefchmack wie twildes Entenfleifh. Sie Fônnen auch mit Cicheln fett gemacbt werden und erbalten davon ein wobifhmecfendes Gleifch, Man bat vorgefchiagen, die Enten zum Verebren der Negentoürmer und Schnecfen auf den Mer gu balten, mweil oftmals eine gange Geldfcucht davon ruinirt wird, und der Sarmer in Bichaucdf, 405 einem Sabr mehr©chaden leidet, als tenn er 20 Vabr eine dau erforderlihe Menge Enten biclte, Gânfe. Bei der Mabl der Suchtgänfe bat man immer auf Grôfe und vorberige gute Gutterung ju febn. Die Oaänfe legen im Frübling und gwar 8 bis 12 Cier. Man merft es daran, daf fie allenthalben Stroh aufnebmen und fih damit berumtragen, Gie figen 30 Ta- ge. Benn die Oânfe fiéen twollen, fo zeigen ffe es dadurch an, daf fie, nachdem fie lange Zeit gelegt haben, immertwäbrend auf dem Mefte figen,. Mian giebt ibnen dann 8 bis 12 Cier ins Meft und[aft ibnen die Ganten zur DBefhübung. Dei warmen Better brüten fie die Éfeinen Gânfe eher aus, Man bebandelt fie fo ie die Enten, bis fie mit der alten ins Gras geben fonnen, Die fhwädlihen müffen mit meihen Speifen gepflegt und wobl in Act genommen iwerden, daf fie nicht zu früb ins Baffer Fommen, Um bei diefer Sucbt gliclidh zu fepn, muf man fit nach febr quten Gänferichen umfeben, und wenn die Cier gelegt find, gelegentlich fie Febren und an einem trocénen nicht ganx füblen Ort aufbemabhren, Mebt als 3 bis 4 Gânfe muf man nicht zu einem Gânferih gefellen. Sn Sincofnfhire bauet man ibnen gebôrige Mefter mit einem fo boben Mande, Ddaf die Gans, tvenn fie fich Febrt, folche nicht ausftofen fann, YBenn es Fury vor dem Hicden ift,(0 macht man Éleine£ücher in die Schaale, um den Éleinen Tbieren darin sur Dülfe gu Fommen und durch die âufere Suft fie zu ffârfen, Ym April pflegt man die Oünfe zu rupfen, to man dann die edern von Bruft und RÜÉ- fen fanft und forgfältig abrupft. Gederfiele nimmt man 4 bis 5 aus den Flügeln, Sn 13 bis 14 Mochen Fônnen fie zmei- mal gerupft werden, Dei den jungen Gânfen Fann es nur einmal gefchebn, und die Riele darf man ibnen nicht aus den Flügeln nebmen., MBenn fie mit GOerfte und Hafer gefüttert werden, fo nebmen fie fi beffer zu und die Bedern ivachfen fhneller und beffer, Gie müffen dabei Baffer und Oras vollauf baben. Um die Grasgänfe fett ju machen, thut man febr wobl, ibnen neben der Gerfte und dem Safer no eine Beitlang grünes Gutter zu geben und dabei Baffer und Sand, 14 Tage bis 3 Bochen find zum Mäften binlänglihe Zeit, Dies muf an einem dunfeln rubigen und von den Buchtgänfen entlegenen Ort gefchebn, Anber den fonftigen Vortheilen, die die Gânfe gemäbren, môgte ibr Dünger nicht unbe- deutend fenn, Tauben. Go bâufig Tauben auf manchen Garms gebalten twerden, fo Fann doc nur swenig Vortheil dabei fepn, Sn grofer Menge find fie als Ungeziefer für das frifhgefäete Rorne feld zu betrachten. gefrafig find fie nach den früben Erbfen, und der Vortheil, den man von ibnen als Mabrungsmittel zieht, tird durch ibre Verheerungen überwogen, 406 Dreigebnte Abtheilung. QBift man fie indeffen halte, fo verlangen fie warme und gefhübte Stallung, bie gegen Mittag der Sonne zu fteht. Der Voden des Eaubenfhlags muf mit den Eingange oder den Sôchern zu demfelben bei- nabe glei(upon on level) fepn, Die Sôcher, in mwelchem fie ibre Mefter machen, müffen nicht zu febr eingefchloffen fenn, weil die Æauben gern die môglichfte Greiheit lieben, Galz und ftrenge Gerüche, als Affafoetida, find ibnen febr angenebm und feffein fie an ibren Huf- enthaltsort. Die Taube legt sur Beit felten mebr als 2 Eier, und Männchen und Beibchen figen mech- felsiveife 20 Tage. Sie fônnen oft Sunge zieben, jedocb nur gemôbnlih 2 bis 3 mal. Man bat mebrere orten, von denen die gemeine blaue die einträglichfte if. Die Tummlers find febr flein aber 3abm. Der Experienced Farmer giebt der Serbfibrut zur Sucht den Vorzug und giebt folgende Anweifungen zur Eaubensudt, ,, Zwifchen der Saat- und Erndtezeit bat man blof nôthig fie qu füttern, und war geitig des Morgens, um 3 oder 4 Ubr, da fie frübe munter find. Ge- fhieht das viel fpâter, fo flattern fie um das Saus berum und werden in ibrer gerobnlichen Ausflucht gefidrt. man fie das gange Jabr dur, fo guchten fie nicht fo gut, als wenn fie genôthigt find, ibr eignes Gutter u fuchen, denn fie fuchen fidh im Gelde das, was ibnen fhmec£t und gefund if. Gie Fonnen mit Micden, Korn und allerhand Sâmereien gefüttert twerden,‘ Beim Musfliegenfaffen muf man fie eingeln der gangen Slucht zugefellen, damit fie mit diefer ur Hungerzeit zu Haufe fommen, Dies ift grifchen der Gaateit und Erndte, manche junge Eaube toüvde fonft in diefer Beit verlobren gebn. Bu Ende jeder Brut müffen alle Cier, die nicht que rechten Beit gelegt find, zerffort wer- den. Die befte 3eit sur Grüblingsflucht iff der April und Mai. Mach der Serbfifludt pflegt fait SBetter eingutreten, welches die alten Tauben, menn fie fpût figen, febr drift; und den jungen tûre es gut, tenn fie nicht ausgebrütet würden, Auf Neinlihfeit muf beim Taubenfhlage febr gefebn werden. Vor der Drütezeit bat man qu dem Œnde die Sôcher forgfältig zu unterfuchen und ju reinigen, denn menn ein Sunges im Sommer darin geftorben if, fo werden balb Maden darin brüten u. f.. balten flandbaft auf ibr Neft, fo mie die Holitaube Jabrelang auf demfelben Baum niftet und das IBeibchen verläft das Neft ungern, aber den Geffanf und Unrath von einem todten Drütlinge fann fie nicht ertragen, fie verläft die Cier der giveiten Brut und die befte Zeit iff dann verloh- ven,. Mach der evften Glucht müffen die Jefter im Sommer daber nachgefeben werden, jedoch woblbedächtlid des Morgens frib. RE Bichaucht, 407 Mie muf man fpâter als Mittag auf den Taubenfhlag, fondern fo frif wie môglid ge- ben, Ulle nôthigen Reparaturen am Éebâude oder an den Meftern müffen vor Mittag gefchebn: denn fièrt man die Sauben nad Mittag, fo vuben fie die gange Nacht nicht; und der grôfefte Tbeil Fômmt vor den andern Tag nicht mieder in den Schlag, Vn der Drñtezeit thut diefe Stè- tung mancherlei Schaden, Die Eauben follen durhs Freugen fruchtharer werden, Gie haben eine grofe Antipathie gegen die Eulen, die gutveilen den YBeg zu den Eauben- fhlägen finden, Man Fann bdiefe Gâfte nicht anders los merden, als daf man fie tobtet. Maben, Raben, WBiefel, Marder find gleichfalls ire Beinde, und man muf desbalb den Tau- Benfchlag oft revidiren, um folche Cinfleicher guric£ zu Dalten, Die Æauben machen einen vortrefflihen Dung, der noch beffer fepn mürde, twenn man ibn im Compoft twirfen liefe, Di te: em Diefe fleifigen Ynfecten erfordern mwenig Mübwaltung, ffe finden allenthalben hr Gut- ter, und der Sarmer Fann bei einem Berfuch damit nidt viel verlieren, Gobald man DBienengucht treiben will, fo muf man den Vienenftocen vor allen Dingen eine folche Sage geben, two fie den môglichfien Einfluf der Sonne haben und dem IBinde am fenigften ausgefebt find. Columella mact fhon die Bemerfung, der Bienenpla müffe gegen@üden gerichtet feyn und in einem mwarmen Tbal neben einem Strom liegen, Ein reichliches Sortiment von Dienenblumen muf vorhanden fepn, wenn man vielen Ho- nig haben will. Ye nâber die MBeide dem Dienenfchauer ift und je Fürzer die Flüge der Vienen find, defto cher werden fie die Srôcfe mit Sonig füllen. YBenn das der Gall if, fo Fann man Bortheil davon haben, im entgegengefehten Halle febr wenig. Brittannien ift nur fparfam mit Bienen befet. WBenig Farmers balten die Dienenzucht der Mübe merth. Go viel ift gemwif, ein Deyiré ann leicht gu ftarf mit Dienen befebt iverden, fo, bdaf ibnen gegenfeitig die Mabrung abgefnitten wird. Man fann auch den Crtrag einer Gegend für die Dienenguht erft nad mebreren und nicht nach zwei Jabren beurtheilen, da fich die Sabre in der Ergiebigfeit in diefer Sinficht fo ungleich find. Menn indefen Far- mer und Dâusler jeder an feinem Æbeile einige Stdcfe bielten, fo würde der Honig und das Bachs einer Gegend dadurd mebrentheils gefammiet und fürs Gange tirfliher Nuben ge- twonnen werden,*) Grofe Heiden und Gemeinmeiden find befanntlid baran febr ergiebig; auf den erffern wachft der wilde Thymian und andere Vlumen, die die Senfe nicht berübrt, und die Sôlqun- gen umber geben Dlüthenfiaub und Honigthau, SHeidefraut und Brabm find vorüglih febr *) Keys über die Dienenguibt. 408 Dreixchnte Abtheilung, nüblih, ba fie lange Gliben, Man bemerft, daf die Sausbienen in ibret Austvabl febr eigenr find und nicht aus jeder Plume faugen, Sie befthränten fid) auf wenig Arten, die glängendften und twobiriecendften werden von ibnen übergangen, und Die fleinern unbedeutenden find es, aus denen fie ibren füfen Mectar nebmen,: Die Saalweide giebt eine grofe Menge Diüthen- flaub und war fo früb, als die Dienen deffen bedürfen, Mosmarin iff'oie vornehmfte aroma- tifhe Pflange, Die Da blübet: fie wûchft in einigen Gegenden Granfreihs wild und macht den Narbonne Honig fo fhäsbar. Minionette giebt guten Honig und blübet felbft bis im Moveitts ber. davon in der Nébe des Dienenfchauers find febr vortheilbaft, fo wie Cinfaffungen von friehenden Citronenquendel. Mauerblumen find febr bebülflih. Sindenbäume folten ja nidt vernacbläigt werden, ba fie durch ibre Blüthen und Diâtter nubbar werden, die bäufig mit Honigthau bedecft find.*) Zwei DPflangen find gang vorgüglih ju empfeblen, teil fie volle Stôcfe geben,**) Boragen und Ochfengunge. Man feét die Grèce von einander, jeden auf 4 etiwa fo:: eingefchlagene Pfâble, worauf der Doden des Stods rubet: 16 Zoll über der Grde, die obern&beile in gleicher Hôbe, 3 oder 4 Guf von einander, Bill man Vienenfiôe Faufen, fo ift die bete Beit dayu im Auguft, wo man die Mus- tabl bats fpâterbin muf man fie fon theurer bezablen, tenn man gute haben will, Gie müfen von facfundigen Perfonen in der Rüble des Mbends oder des Norgens früh ausge- fucht merden, Aufheben des Grocts fann man es leicht füblen, ob er voll Bienen und voll Scheiben fen. Gerwviffer fann man es aber erfabren, twenn man den Hand fo weit in die Hôbe bebt, um qu feben, ob die Bivifhenräume der@cheiben vol Bienen und die Scheiben gang durchgearbeitet find. Gino fie meif oder gelbliht, foiff es eine Anyeige, daf der GtocË vom nemlichen Sabre ift und daber brauchbar, JE die Garbe aber fehr dunfelgelb oder braun, fo ift er vom vorigen Gabr und nicht fo gut; bdie fhmärylihen und geflecften find alte und zur Dienenquebt nicht mebr brauchbar. Es fann aber ein Bienenftof, mwenn er auch gelblihe Schei- ben zu haben fcheint, dennod) alt fepn, und nur die Mänder der Scheiben haben diefe Farbe, a das Gange in dem vorhergebenden Sabre nicht fertig geworden ift. Man blice dabet fo tveit binein, als die Dienen es nur geffatten, und nach den innern Theilen beurtheile man den toc, Man toûge demnächft den So mit den Händen, und fenn er wobl 25 tb und darüber tviegt, fo zeigt dies von einem guten Gtocfe, 1) SBenn man einen tof megnebmen will, fo gefhebe es fr Diorgens oder Mbends, und bebe ju dem Ende den Stof, falls er nicht einen bemweglichen Boden bat, vermittelft 3 oder 4 parunter geftecfter Keile, denn fonft würèe manche Biene auf dem Doden bleiben und in Unrube gerathen. *) Keys on the Menagement of the Bees.&%#ky Tbidem.###) Ibidem. Biechaucht, i 409 gerathem. Debt man ben StoË fanft auf und febt ibn auf ein ausgebreitetss Tu, deffen vier Sipfel man gufammen nimmt und über den$orb gubindet, um den Nutapf fetbft félingt man einen Strict, damit Feine Diene dagtifihen Ériechen Fônne,*) eine fanfte Art transportiré man ibn dann,: Sum Material der Dienenfôrbe ift Roggenfiroh bas beffe. Die Roôrbe müffen intbendig glatt und eben amsgearbeitet fepn. Die Jorm ift gleihgültig und wird auf verfchiedene Art einr- gerichtet.**) DBefonderer Aufinerffamfeit bedürfen die Dienen, tvenn fie fhwärmen, Qn RücFficht des Crtrages ift zu bemerfen, da Honig und Bacs beinale vélner Getvinn find, weil die Martung jur Shwärmeeit nicht viel Müibe mat, und ein einjiger Mae 300 Dienenfto£e mit wenig Beibülfe in Muffiht nebmen fônnte, Gin Umftand verdient bier nod) bemerft ju terden, und gtar die Muswabl der Mabrung, #odurch ein Dienenmeifter im Stande ift, feinem Sonig GefhmaL und Garbe vom glänsenden Dernftein bis gum blaffen Gelb ju geben. So fand Mr, Paterfon in Shottiand den Ho- nig von Minionette und Mosmarin febr woblfhmedend, Dobnenbonig ift blaf und Heidebonig Braun, bdabei der Gefchma febr verfchieden, tite id e, Gino bequent und angenebm, und mo die Matur fie nidt angelegt bat, Fann man fie atvifhen Hügeln oder in andern Bertiefungen, to Baffer flieft, einrihten, Mo die Sage und das MBaffer es gulaffen, Fann man mebrere anlegen und gmwar auf derfelben finie, fo daf einer in den andern flieft. Die einjige Ausgabe ift grvifhen den Thâlern oder Bertiefungen Banfen angulegen, um Baffer mit gebôrigen Schleufen ju der erforderlichen Sôbe einguddmmen, welches, tenn man Thon oder Klay gur Hand bat, mit wenig Koften ausgerichtet if. Diefe Banfen müffen auf Sundamente von gebôriger Tiefe, 2 bis 3 und mebrere Suf bo, gemacht werden, und in der DBreite nad Verbâltnif des Drucfs, den die Maffe des Waffers mat. Der Wall in der Mitte, twelcher nicht unter 3 bis 4 GuB breit fepn darf, Éann blof mit gufammengearbciteten Rlar, der oft beim Ausboblen des Teiches gegraben wird, verfertigt werden. Rann man den lan andertwärts Der leicht befommen, fo(âft man den Orund fo wie er iff, teil fih die Gifche da beffer nâbren.@o wie die Anbäufung des Balls junimmt, fo wird von beiden Geiten die Erde feft angerammt und das ane wieder gut bedecft, damit Feine Miffe twieder entftehen. Gr _folchen Füllen, wo der Orund an den Seiten fih fanft bebt, Fônnen Banfen von 8 bis 9 Fuf *) Keys on Bees:#*) Pitts Agricult. Report of Staffordfhire. Biveiter Theil. Sff 410 Drcigebute Abtheilung. Hoch mebrere Mere Sand mit Baffer bedefen, Dm entgegengefesten Falle müffen fie aber Be tâchtlich bôber, breiter und fiârfer fenn. Dies miro vermittelf Mivellivung leicht cingerichtet, — Gefest: ro Guf find im Centro eine bintänglihe Hôbe das YBaffer zu ffanen, fo mu der Gu£ der Banf nidt unter 33 fepn und allmäblidh fhmäler und an den Seiten abfchüffig werden, da es oben 8 oder 10 Guf hoc bringt. Œs if beffer, iwenn die Seite nach dem Waffer bin mebr Abbang bat, als die andere. Gtauungen, Schleufen und ableitende Eanûle zur Deit der Sluth find gleichfalls nôthig, leftere merden lângs den Seiten der Teiche angebracht, 10 deren mebrere find, und die Gchleufen an den niedrigfteu Stellen, Diefe müffen von gut gevadelten Cichenbotze flarf gemacht, in den Banfen befeftigt und mit lan gut berammt fenn, Die Roften, folhe Banfen angulegen, mit allem, tas dagu gebôrt, vechnet man in den mebrften Gegenden zu 1—2 ch, die Eubicelle, Deim Karpenzichen bat man oft 3 Teiche, den einen zum Saichen, tmorin fie den übrigen Sommer und folgenden IBinter bleiben, da fie mebrentheils vom Mai bis ju Ende des Julius laihen, den andern, um bie junge Rarpenbrut nach Dequemlichfeit darin gu nâbren, welhe man an einem ftillen trüben Tage gu Œnde des Maärges oder zu Anfang des Mprils bineinfebt, twobei man dabin fiebt, baf fie nicht an die Seiten Fommen und todt bleiben, Sn diefem ei- che môgen fie 2 Sabre bleiben, bis fie 4 bis 6 Soil lang und brauchbar werden, Der dritte oder Pauptteich ift für die grofen, die mit Ropf und Echwang übet einen Guf lang find, Die Proportion, in melcher diefe Teiche befebt werden, ift folgende:— Auf jedem Mere von der erften Mrt 3 oder 4 männliche und 6 oder 8 tweibliche, Die dayu gefhictefte Gorte find die von 5, 6 oder 7 Yabrin guter Gefundbeit, mit voller Schuppe, fhônem vol- len Juge und einen(angen$eib obne Febl und Munden, Die Teiche reinige man aber guvor von allen Maubfifhen und andern Ebieren, als Dars, Hecht, Val und Gorelle, dem Yaffer- Fâfer und auch den Cidechfen,*), mwelche warm find, eine freie Sage und mweiches Waf- fer haben, find zu diefem Endyme® gefchicft. Alle Maffervogel müffen entfernt tverden, Gi die Dflegeteiche find 1000 bis 1200 per Acre nicht zu viels und in den Hauptteichen feft man eine Rarpe auf 15 Quadratfuf, da ibr Bachsthum von dem Maume und der Menge der MNab- tung abhängt,**) Serbft und im Grübling ift zu diefem Gefchäft die bequemfte Seit. Einige rathen in diefen Gâllen 3 Karpen oder Schlene auf jede Quabdratruthe zu feben.***) Benn man guerft grofe Teihe, die 3 oder 4 Mcres Flâchenraum enthalten, befebt, fo werden 300 auf den Mere gerathen, WBenn man nach 2 oder 3 Yabren wieder befebt, fo foll man 400 auf den ere nehmen,+) Benn die Tciche zu Shlenen beftimmt find, fo nimmt man das erfte mal beträchtlih mebr und gum gtweitenmale 7— 800 per Acre, *#) North in Annals of Agric. Vol. XXXVIIL.**) Ibid.***) Annalsof Agric. Vol. XXXIX.+) Ibid. Bichyucbt, gi Da bie Barfe gut juyudten, fo find Goo auf den Mere anfangs Binreichens, Sechte darf man nidht in alfjugroÿer Mngabl einfeben, denn twenn diefe Art nicht reichliches Sutter findet, fo gedeibet fie nicht. Bird fie aus ffarf befebten Teichen genommen, fo Fann bei Defehung au- derer eiche damit auch eine grôfere Angabl angemandt tverden, Das Baffer ciniger Teiche ift mebr gum Fifcheerzielen als ein anbereg tüchtig,- gen, deren ABaffer fett und eif if, find mebr für Karpen, bdagegen das die und muddige Baffer fi beffer ju den Scblenen pañt. gedciben fait in jedem Teihe, Male gedeihen da am beften, two die Œeiche nidt grof find, aber aus einer Quélle entftehen und fetten GShlamm haben. Sechte darf man nie mit Rarpen oder chien in einem Teiche aufanmmentrin- gen, aber mobl in den Brütteichen, to es an Brut nicht febit. Rarpen, Scblene und Darfe find die Gifhe, die man nebft einigen Malen mit Bortheif augiehen fann, Darfe und Male barf man nidt in fhtwach befeste Teiche bringen, denn fie verfhlingern gern die jungen Gifche. Rarpen und Schlene paffen fidh Befonders in grofen Teihen, ba bdie etftern foft als fraft- volle Sifche leftern ibrer Mabrung berauben und abbeifen, Karpen bringen aber felten ag ein, twenn der Teich nicht über einen balben Acre grof ifts Schiene gedeiben aber in Éleineren, twenn fie auch nur wenige Ougdratruthen gtof find. SKarpen, Schlene und Yale gedeiben, fo wie Gchlene und Male, febr gut gufammen.*) Rarpen fhaden fich beim Drüten felbft, cher als Schlene, twenn es lebtern gleichwobl auch begegnet, Dei fieinen Teichen ift e8 wabrfhein- li) am beften, Karpen und Œchlene jede fr fich ju Dalten. Ueber den Cxtrag oder Getvinn der Gifchteiche if man nod nicht zu binreidenden Muf- flüffen gefommen, fo wie man noch nicht meif, tie die Sunabme am Geivicht bei den ver- fchiedenen Sifcharten befchaffen fen, je nachdem das WBaffer, der Doden und der Bachsthunt der Sifche if, Mr. Sotedber giebtan: baf in Berffhire ein Lei von 31 Vcres, nadbem er 3 Sabr mit einjäbriger Drut befeñt war, als er abgelaffen wurde, produciret batte: Un Rarpen 195 5 An Shlene 230 tb | 425 1, welche verfauft für 20 Pfd, ro Gt. beinahe 2 Pfs, 6 Sc. per Acte jàbrlih ausmachten. Derfelbe Teich bio mit Schlenen befeét, 9ab na 3 Sabren etwa 26 Po,**+) Sff 2 *) Annals of Agricult. 7)€ ifé Diebei ju bemerten, daÿ der Preis in biefer Gegend, twenn fie Dfundmeife gefauft tverben, für gra Dreischnte Abfbeilung,, Unter der Borausfesung, daf in einem Teih, welher 2400 Gifhe näbrt, jäbrlih eir alb 15 am Gifche gufommt, fo giebt dies r200 15, tele, bas ib zu 6 Pence, 30 15, und auf 15 Actes 40 Gb. per Are, und das tb zu 9 Pence 3 Pfd. per Acre betragen. Dies find Vortheile, die, twenn fie gleidh nicht gar grof find, bob allemal die Mufmeré- famfeit des Garmers verdienen, wenn er Oelegenbeit daju bat, indem die Mübe dabei febr geringe if, Es lift fi überdem gedenfen, daf auch dur mebrere Gorgfalt bei der Defesung und in andern Æheilen der Debandlung folhe Teiche no ergiebiger werden Fônnen. Benn die Teiche durch Strôme Zufhüffe erbalten, fo wird das üttern felten vonnôthen fen, in andern Bâllen ift es febr gu empfeblen. nimmt man daju Brod von grobem Mebl und se toffein, Dei firengem Groft muf bas Eis tâglih aufgehauen und frifche£uft gefchafft werden, teil vbne diefe Vorfiht bâufig Gifche umfommen, Sleye 1 Sh. und für Rarpen das Ïb 10 Pence if. Da fie aber nad der AngaBl nad Augenmaaf gefbâst und verfauft wurden, fo Éofteten Pfr.© Shlene unter 12 3of 3— + $$ 12 9 5 10 DCE 14 7— Ratpen#9 12 5$— s 73 MEANTA CS 6 310 PR TRE ESS CO SU ie 2 Erflirung der Siquren aur Qebre von der Micfenbewiferung, (ES fann fih babei nibt na der Stellung und Nummer der Siguren gerihtet werden, fondern id ertiâre fie in einer andern Ordnung.) Fig. 5. Bcigt cite Baäfferungsantage, to eine IBiefe aus dem mitten burhgebenden Gluffe À durch gtvei im rechten OGintel von ibm ausgchende Canäle B B auf beiden Oeiten getvaffert wird. Benn die Bafferung vor h gehen folfl, wird die Sibleufe D im Gluffe gefhioffen, bas Waffer obers wôrts geboben und die©chleufen L L in den Candlen werden entiveder beide gugleich, mwenn beide Ociten auf einmal getwäffert iwerden follen, oder nur eine, twenn tuechfelgtveife nur eine Seite gemäflert, bdie andre trocfen gelegt werden foll, geôffnet. Das HBaffer sicht fic fodann in die Suleitungsgraben E E E E über die IBieferflähen M M M M M M M M; fallt in die Ableitungsgraben F F, aug bdiefen in den Saupts ableitungscanal G G und fo 6ei H in ben Gluf surf. Die Yiefe if Überdem auch auf den andern 3 Oeis ten mit einem Graben umyogen, Die lâche 1 I wird aus dem Sauptiuleitungécanale bemäffert, und bies fes TBaffer sicht durch den Defricbigungsgraben C C(der aber mit dem Gluffe feine Communication haben darf, wie es feblerbaft nad) dem Rupfer ju feyn fheint) in ben Graben H H dur G G na LR binab. H H nimmt glsihfalls bag IBaffer von der ibm gunähft licgenden WBiefenflâche auf. Der Hauptwäfferungss| canal fann allenfalls bei N NN burch Schleufen von dem bdarin ffauenden YBaffer entleert werden, twenn man bies zur fnellen rocentegung der Micfe, als worauf febr vicl bei folben Dericfelungstvicfen anfommt, für nôchig halt. Fig. 6. A ift ein$luf der nad© berab flieft. Dei B ift die Sauptfdieufe angelegt, um ibn ju fperren und das Baffer in den Sauptulcitungécanal C ju drângen, fobals deffen Shleufe S gedffnet worden, bdie dages gen, mwmenn bie Iiefe trocfen gelegt tuerden fol, gefloffen wird. Aus biefem find die Hauptwäfferungss grâben D und F gezogen. Dei KR ift in D eine fleine Scbleufe angelegt, um das YBaffer dur T nad ginem Theil, der bôber tie der übrige Theil der untern MBiefe liegt, zu gmângen. Bei E E E E wird der Sauptgraben nur dur fleine Däâmme oder Stauc geffopft, um bas IBaffer in die oberbalb ausgehenden Nebengraben zu gwängen, indem der Fall der WBiefe nad M fo ffarf iff, daf fonjt alles Baffer gerade berabfliefen würde. H H H H find Abgugsgräben, fo mie I mit feiner Sortfesung, wodurd das IBaffer in ben Sauptabjugécanal M und von biefem zum niedrigften Dunct O in den Fluf abgefübrt wird. T und L deuten übrigens die Deriefelungségräben an, die unten in fleine Gruppen N IN auglaufen und aus denen man denn na Definden der Umffâände mebrere folher Auslaffe mit dem Spaten oder der Schaufel mat, um bas WBaffer allenthalben gleihmaäpig su vertheilen. IR iff ein Befriebigungégraben der IBiefe, in wels then bei P bas YBaffer aus F und C abgelaffen merden fann, mwenn man bie HBicfe trocfen legen will. JRan Bemerte Wobl die Sorgfait, welhe immer darauf veriwandt wird, ben Zrwcf der Troenlegung fhnell und vollfommen zu erveiben, indem obne volffänbige Œrreichung deffelben der WBerth einer folhen Deriefelungés wiefe fi febr vermindert, Fig. 7. î À if der Sauptyuleitungscanal aus bem Slufle in einem YBinfel von obngefäbr 60 Grad gegogen. Das Niveau der MBiefe erlaubt, fie von B an zu bewäffern. Der Sauptgraben B B wird alfo.bier gegogen, in einem vechten Yinfcl mit dem Gluffe. C D find 2 Sauptfhleufen, um bas MBaffer na ciner oder der andern Seite bingubringen. E iff eine andre@chleufe, um die Bewäflerung in mebrere Shlâge su vers theilen. F GHIK L A D find fleine Schleufen, um das YBaffer in jedem Maäfferungsgraben zu leiten 414. Crflärung bee Giguren oder feinen Œintritt ju verbinbern, je naëdem man e8 nôthig findet, M und NN find 2 A6wäfferungéfbleus fen. OPQRST find Staue, um das Baffer aufsubaiten, wo 68 ju ftarfes Gefâlle bar. X Y Z a b cdefghik find auslaufende Ninnen, um bas MBaffer an bdie âuferften Theile der Micfenflähen und verfiedene nicht vôllig ebene Srcllen gu bringen. GC C if der unterfte Tbeil der IMBiefe, wo da Ya fer wieder abgefübrt wird. Bon dem Pauptgraben B B bis gum Ableiter À B fann die IBiefe vegulâr bemaffert werden; aber tvifhen À B und bem%äfferungsgraben À C if eine ffarte Mirderung. Sie ausjufütlen, fo da bie Grippen aus B B gegogen, das Maffer gang die Miefe berunter fübren und fie regulär betväffern fünnten, würbe qu foffbar fepn. Desbalb iff der Hauptgraben B B fortgefübrt auf der obern Seite der GBiefe, bis über jene Niederung weg, und ift an der Miederung betvallet worden, 1vozu man bie Œrbe aug den Graben genommen bat.©s find nur Grippen aus ibn berausgeyogen, um ben niebrigern Zheil der IBuefe ju wûffern und diefer miebcrum mit Abyñgen verfehen, bdie das Waffec in den untern Befricvigungss und Ableitungégraben fübren. Dei E ifteine Scbleufe, um dem YBaffer den Eingang zu verfhliefen und es in die bôbet liegenden Gräben qu bringen. Dei F if wieber cine Shleufe, um das IBaffer in ben Pauvptgraben À CG ju bringen. find auch fleine Shleufen bei À D und K an den Münoungen der Gräben gelegt, um daë Waffer tiefer berunter na der Wiefe gu bringen. Die Ableitungégraben À E und AE fübren bas affer von ber obern Gläche der IBafferleitung AC, fo mie von einen der Quergraben A H ab. A und À B chjun baffelbe in Anfebung der Flâche von A G, Um bicfe Biefe ju bemäflern, find 2, oder twenn bas Maffec nicht überfiüffig, 3 Umlâufe erforderlih. Der erfte wird veranftaltet, mwenn die Schleufe C geôffnet und D gefchioffen wird. Snbem nun gugleib die Shleufen G und H geôffnet werden, fo flieft das MWaffer Über die untere Seite am Sauptgraben B B von D bis M in alle die Grâben herab, die daraus gegogen find und mirb von ben Ubleitern in den Sauptabsugsgraben nad C C bingefübrt. Der gweite Umlauf wird bewirft, wenn die Scleufe C und E gefcbloffen und D geôffnet wird. Madden au H gefloffen, I AD und K geôffnet find, fo wicd ber Theil der Wiefe von D bis E gewäffert, gugleich mit ven$lâchen an beiden Seiten des Hauptgrabens B B; indem das IBaffer ber feine fer tritt, mwelches dann auf der einen@cite vom$luf, auf der anbdern vom Sauptableitunggaraben miedber aufqenomment wird. dritter Umlauf wird gemacht, menn die Shleufen I AD und KR gefchloffen und E gcôffnet mirb, und die©dleufen EF und L nur fo mweit, baÿ fie genugfames WBaffer in die unter tbnen liegenden Graben laffen, bei F aber fo viel gurñchalten als nôthig if, um es in AC ju bringen; und eben fo bei L:, um bag SBaffer genugfam ju beben, damit es aus AC überfliefen und in die Graben 1 2 3 4 gelange. Der Grund, in AC bei L eine@cleufe angulegen, war der, tmweil von L bis ju C C eine Micderung if, bdaf folgtih das IBaffer, twenn es nidt aufgebalten mürde, gu fdnell nach den Erbyungen der Graben s 6 berabfiiegen müfte, und fo bec bôbern lâche oberbalb L alles entyogen ivürde. Yo das YBaffer bei C C oiefe Iicfens anlage verläft, ba wird eë gleid wieber jur Derwäflerung einer darunter liegenden gebraucht, und fo gebt eë noch über mebrere, bevor es gum Slufle guricÉehrt. Die fofgenden Siguren find im Original mit gar feiner Erflârung verfehen. Eig. 1. Stellt cine Biefe vor, die von einem durdflicfenden Bache auf beiden Sciten bemäffert wird. Es ift nâmlich oben cine Sauptfdieufe angelegt, die das WBaffer suribält, Debt und nad den ju beiden Sciten geogenen Zuleitungsgräben brânget. us bdicfen gchen nun auf der untern Seite z Wafferungégräben mit ibren Grippen ab, und ein Ableiter nimmt das WBaffer wieder auf. Obermarts get nut ein Mafferungés graben, bder fein YBaffer nad) der einen Seite bin ergieft. Sd weif aber nibt, twarum der Suleitungss graben tweiter und bis ju dem âuferen Graben(ber offenbar nur gun Ablcitungégraben dienen foll und der folglih fcine Berbindung mit jencm baben barf) fortgefest ff. Fig. 2. Dicfe WBiefe twird in 4 Abthcilungen Beiväflert und trocfen aelegt, je nachbdem ble Sbleufen in dem Mittelgraben gedffnet und gefdloffen werden. Es erfläct fih die Sigur übrigené von felbft. aut Lebre von der Miefenbermäfferung, 41s Fig,,3. Nahbem der Sluf burd cine Dauptfhleufe gefperret worden, gebt das MBaffer in 3 verfhichenen Suleis tunagsaräben, tele jeber an feiner Mündung mit Schleufen verfeben find, dbamit man das Yaffer in jedem anlaffen oder gurñchalten fann. Der Grund biervon Éann entiweder der feyn, baf bas YMaffer qur Beit nur sur Demafferung eines Tbeils binreidte, oder wabrfhcinliher, mweil der mittlere Theil der Micfe, dem der tmittlere Graben das YWaffer sufübrt, Hôber tie die neben liegenden ift, das Waffer folglich in diefem, an der Mündung viclleicht mic einer. Berwallung verfebenen Graben, bôber gehalten werden muf, um es na der Doitte der IBiefe bingubringen. Seder Theil bat feine Ableiter, die sum Tbheil um den Suleitungsgras ben, wenn ein Theil trocfen geiegt werden full, vôllig ausulceren, bis ju felbigen bindurch geben, twäbrend der Daflerung aber gugcfeét twerden müffen, Fig. 4: Beiat eine cinfache Detwäfferung, vermittelff eines aus dem SGluffe genommenen Sulcitungégrabens. Es ift feine Schleufe im Fluf angcdeutet und fie if in dem alle nicht nôtbig, wo der WBafferfpiegel des Sluffes, da wo der Suleitungsgraben abgebet, fo Doc iff, baf er die zu Bemäffernde Släche binlänglich be: berrfdt. Denn das Baffer(tcht dann im Buleitungsgraben in gleicher Sôbe mit dem Flufle, und die aus jenem abgebenden WBéfezungsgraben fübren es nach anderen Gegenden bin. Damit aber die IBicfe, ohne den Zuleitungégraben zu verfchliefen, trocen gelegt werden fann, fübrt ein Canal das Yaffer aus jenem in den Ableitungsgraben Directe ab, twenn die in leftern angedeutcte Schleufe nicht gefchloffen mird, Die gange Anlage fcheint jebod mebr ju einer Beffauung als ju ciner Dericfelung gemacdt au fen, tworûbec fi) im Original feine Erlauterung findet. LE Fig. 8. Beigt, tie id ein in meinem Grund und Boden berabfliependes IBaffer aufs môglih vortheithaftefte que Dewäfferung aller und jeder dagu gecigneter Otellen, die unter dem bôcffen YBafferftande liegen, bes nuben fünne. Œ£ wird nâmlid an dem bôcften Puncte, two das MBaffer in ein Gut cintritt, cine Schleufe bier bei 6 darin angelegt und oberbalb bderfeiben ein Çanal, faft wagerecht mit bem Slufle gegogen, in twels er Ridtung und Länge das Terrain es erlaubt und meine Abfiht es erfordert. SE dies gefheben, fo bes Bercféhe ich mit dem Yaffer einen jeden Slecf, der gmifhen bdiefem Canal und dem berabfliefenden Dache liegt, Dügel ettva ausgenommen, Die bôber alé der MBafferfpiegel find. SGh ann nun jedem Glefe bas Baffer nad Felicben, der Zeit und Quantitét na, geben und nebmen und ç8 unter alle na IMilléübe vertheilen. Œs bat natürlid) die gange Gegend cinen Abbang nach bem SGluffe berunter und bdiefer flieft in der tieffien Miedcrung ab. Sd bringe das MBaffer dur Suleitungsgräben, bdie aug bem Pauptcanal abs geben, an jede bôbere oder niebere telle, und id fann biefen Graben jede Rihtung geben, welhe die Umftände erlauben und erfordern. Sh fann mir Saffer, nibt blos sur Betvafferung, fondern aud) zum Triche der Müblen und Mafhinen, ur Trenfe und ju andern Btvecfen, binfchaffen, mobin it will. Sn diefer Sigur wird nun als ein Deifpiel gegcigt, wie das Baffer nach jeder Stelle bingebradt, von einer jur audern gefübrt und mebrere male benubt worden if. Œine Abtbeilung machen die Felder 3, 4, 5, 6, tele das Waffec na und nad, eins von bem anbdern, erbalten. Gine gwcite Abtheilung maden die Gelder 13, 14, 15, 16, 17 aus, Œine dritte—— 19,19, 20, — vierte—— 23, 22. — fünft—— 23, 24e — fehffte—— 25, 26, 27. — fichente—— 29,29, 30, dit. 327 33 und 28 fônnen für fi gemäffert werden. Œs ift aber aud nidt nôthig, jebes in der Mbtheilung liegende eld ju wéffern; fol es nidt gefeben, fo[Âft man bas WBaffer vorbeifliepen ohne e8 angubalten. Daÿ die gebôrigen Schleufen und Staue im Hauptcanal und in den Gräben angelegt werden, verffebt fid) von felbft, fo wie, daf manche Gräben, die durch einen niedern Ort das YBaffer ju einen Hôbern binfübren follen, Betvallet werden müffen. Au brauche id wWoBI Faum bingugufesen, bas jebes Gelb, dem ABafle 416 Grfigrung der Giguren zur Lebre von der Miefenbemiferung. gegeben twirb, feinen Mbleitungsgraben aben mûffe, ber einem anbern mebrentheils tieber ais Suleitungs: graben bient. Œine folie Anlage, bie in mandem Lofal ftatt fand, ift vielleidit baë non plus ultra der Hcerbautunft, gumal auf tro£nem Doben. Fig. 9. Diefe Figure mat das Bus und Ableiten des Maflers, von einem Micfenftücé ober Felbe sum anbern, no beutlier. Der Dad oder ein Paupteanal flieft von À na B in einem gebôrigen Abbange berunter. Gin anberer Œanal ift von 42 bis 40 und teiter in bas Lanb bercingezogen. Benn das Baffer in biefem eingelaffen und der@tau bei 33 gefbioffen twirb, fo überflieft bas Maffer das Selb 1. Der Graben 34 mirét nun als Suleitung und fübrt in ben Graben 35, und twenn der Stau 36 gugefeht wird, flieft bas| IBaffer über das Freld 2. Auf gleide Beife nach einanbder auf die Felder 3, 4 und 5. IBenn-bder Stau 33| aufgeogen und 37 gugefeit wird, fo werden die Selder 6, 7, 8 und 9 auf biefelbe WBeife bemäflert. Wenn| mit dem Stauen 38 und 39 eben fo verfabren wird, fo befommen die Gelder 10, 11, 12 und auf gleihe Belfe 13 und 14 das WBaffer. MBird ber Stau 40 gugefeñt und 4r geôffnet, fo mwirb bas Feld 30 gewäffert.| Jenn wir bann gur andern Seite der Anlage geben und die taue 42 und 43 gufepen, fo flieft bas WBaffer A in den Graben 34, und verfdliefen wir bann aud 44, fo tird bas Geld 15 gemaflert, bder Graben 45| fübrt bann bas TBaffer mweiter und es twitd nad und nach ju ben Gelbern 16, 17, 18 und 19 gebract. JRenn der Graben 46 das IBaffer befommt und der Graben 34 und 45 leer find, fo liegen bie Selder 1 und 35 vôlligtroden. Dicé ift gureiend, um bas gange@yftem zu ertiéren und ju geigen, wie jeber Graben balb um Suleiter bald gum Ableiter diene, nad der Millübr des Demäferers. A. hacer, . oee 0100/ eh ee Moſſex eO onld OLR 1eAdAA 801euInuee b — 2i 21 21 91 u 6 21 2 9 8 7- 2 2 1 —— En Lſe-8. f 1 ſy 1 81 A ſ öES 1 4