—— 6 ee— Laiv-Bibl.] Siessen — ——— ————x——ö—————;ÿõ L:—y———O———-— ‘ak Der D'ÉTÉ ME à€ 6-0 1 cr. D 0 Ia 1 a ec$, Co(EM "DRE verbefferten neuen END mix ET f 1 nebft der$Sebre von ben HMnpflangungen und von der C0 An D LM a D'e 8 Di eh Le e 18 voit -: LÉ ère pansretes LAINE von ZU'OEGL IN, HE DA CT. no a Pater ipse colendi‘ Haud facilem esse viam voluit. Vire. Georg. L. I. Sn zwei Bânden. Ærfter Band. NT Rupert a fe Lo, RPRETER TT TRE TER Detiturso7 SUB OMIS 9e: à cr R e al( hu[I 6 un À b an bd lu n 9. Der gite Band Ddiefes Merts wird qu Jobannis nacgcliciert, und fobann beide Dénde nicht getrenné werden, Borrede Des deutfhen Herausgebers, Six übergebe id dem gebilbeten beutfhen fandtoirthfhaftlihen Publifutn ein neues englifhes IBerf, welches in England alfgemeine Genfation gemacbt bat, und mit fo grofem Deifail auf- genommen ift, Daf in febr furzer Beit eine gweite Muflage erforderlich mar, Es if bas erfte foffematifche und tiffenfcaftliche Bert, was die Engländer in diefem Fache Haben. fo viel Gntes dafelbft auch über die Sandwirthfcaft gefchrieben ift, fo war doch alles nur einfeitig, lofal und Gtüciwerf, felbfft A. Poungs Scriften nicht ausgenommen. Dieferhalb will id nidt fagen, daf der grofe in Œngland erbaltene Deifall für den Berth und die Vollendung biefes ABerfs etwas beweife. Bielmebr balte ich es als wiffen- fbaftlihes Sfiem für etwas febr Unvollendetes. Die Englâänder begnügen fih in Ddiefer Hin- ficht zu leicht. Auch bat das Berf menig cigenthümlicdhes. Der Verfaffer if war nicht alfeit Gelchrter; er ift auch practifcher Sandwirth, und bat einen gewiffen Ginn für Trug und Vabr- boit in diefem Sache, den man fic) obne Praris nie evtvirbt. Mber eigene Berfuche und befon- dere Deobachtungen fcheint er twenig gemacht ju haben, ein YBerf ift nur Compilation, aber doc eine ausgemäblte und vaifonnirte. eder denfende und nad Bolffommenheit firebende Sandwirth wird Das Duc immet mit Nuben und Bergnügen fefen, und von manchen Methoden und Vorrihtungen der Eng- länder einen deutlihern Degriff daraus etbalten, wie aus Davtrups und meinem Buche; obwobl ibm obne diefe mieber manches in Dem votliegenden SBerfe dunfel fepn twürde. Obner- achtet ich alfo die Unvollfommentjeiten diefes MBerfs anerfenne, bin ich dennod überjeugt, Daf die Wiffenfhaft und die Praris des Aerbaues durch Uecbertragung bdiefes Merfs ins Deutfche gewonnen; und obne diefe Lebergeugung würde id mich nicht damit befaft haben. Bas in England viel beitrug, dem MBerfe Anfebn ju geben, tar eine grofe Menge von Ruvferplatten, wodurdh es fich das Recht auf einen Plañ in der Dibliothef eines jeden Sand- ebelmanne ertwarb. Sn Deutfhiand würde ein Macbftih aller Rupfer das Berf ju Éoftfpie- lig gemacht und den Kreis feiner Sefer nur verringert haben, fie indeffen von mwabren Puben und gum Berfändnis des ABerfs nôthig gewefen, fo würben der Serleger und id folches nidt our Beglaffung eines Theils verftümmelt haben. Mber, tie ich fhon in der MnFündi- gung des MBerfs in meinen Annalen des Aferbaues gefagt babe, fie waren grofentheils nichts, wie— Ralender-SRupfers berbeigezogen, um der Sache ein Anfebn zu gebeu, Der Ver- faffer felbft fcheint auf iwenige upfer gedacht zu haben, fie find fammtlidh aus andern Düchern nachgeftochen, und man fucht im Terte mebrentheils vergeblidh einen Dejug auf felbige. Gelbft die befonders beigefügten Erffärungen waren fo unvoliftändig und fo unvichtig, daf es fcheint, als babe man fie dem Sefer ju verfertigen berlaffen. a 2 Dem Borrebe des beutfhen Derausgebers, Det erften Mbfhnitte von den Merfseugen t#aren befonders viele Mbbildungen beige- fügts aber gerade nicht von benjenigen, wovon der Berfaffer vornebmlich redet. Sie gaben eine blof perfpectivifhe Anficht, aber Feinen Degriff von ibrer Structure und ibrer MBirfung Die tichtigeren, in England als befonders nubbar anerfannten, findet man in meiner B e- fhreibung der nubbarften neuen MŒergeräthe, in alfen ibren eingelnen wefentli- chen heilen, Serbültniffen und Sufammenfüigungen abgebildet; und ich durfte annehmen daf die£efer diefes ABerts folche Fennen würden. aber ift diefer Abfchnitt einer 244 den oberflächlichften, und die Manipulation der Berfyeuge fcheint der Berfaffer wenig beobach- tet ju haben, Much vermeifeln die Engländer überhaupt das Mechanifhe mit Borten befchrei- bengu fônnen, Eine Reibe von illuminirten Rupfertafeln enthiclt die Gutterfrâuter und Gräfer, Die Sllumination war fo grell, daf fie dadurd faft unÉenntlid wurden, Mir tvaren gweifelbaft 0 tir fratt derfelben beffere deutfche Ybbildungen follten nachftechen laffen.‘Allein tir faften lieber den Cntfhluf, dereinft eine Meibe von Abbildungen und genaueren Defchreibungen der für den Sandwirth merfwürdigften Grâfer, Suttergemächfe und Gruchtarten berausjugeben, die nicht einem jeden Sandwirthe fo Befannt find, tie der, unter andern, bier abgebildete rothe und tweife lee, Die Hbbilbungen eines Theils der englifhen Sausthier-Naffen fhienen mir ebenfalls füe den beutfhen Sandwirtl) gang überflüffig. Mir haben Feine Hoffnung, vielleicht auch Éeinen Grund, fie bei uns einbeimifd zu machen, Mer Snterefe daran findet, fie Fennen au lernen und ein richtiges Bild davon ju baben, muf fit Carrards febr genaue und grofe Abbiloun- gen fommen laffen, Uud die Zufâbe über englifhe Nechtsverbältnife und ftatiftifhe Gegenftände, in Des aug auf Sfandwirthfchaft, babe ich mweggelaffen. Bas davon zum Verftändnif der englifchen landwirthfchaftlihen Schrififteller nôthig ift, babe ich in meinem IBerfe fiber englifche Sand- wirthfchaft gefagt. Sene Dâtten einen neuen Commentar erfordert, und ivürden für âuberft Benige und wo für Fcinen deutfchen£andtvirth Sntereffe gebabt haben, Rit der UeberfeBung felbft fonnte id mic nicht befaffen, Gie ifltreu, bâtte durdh andere MBendungen maches deutliher, durch andere, dem Sinn mebr entfprechende deutfhe Wôrter und Umfihreibungen manches beffimmter, und durd Umwverfung und Abfür- gung der Perioden der Stol angenehmer werden Fônnen. obne die genauefte Sachfennt- nif duvfte der entfernte Ueberfeber dies nicht agen. Mo er biefe befañ, ift der Vortrag beffer als tvo er fid) mèrtlidh nad) dem Original richten mufte. Sier findet man nod xu viele Une glicismen, 3 nes englifhe es folfte, fiatt des deutfhen man muf, teine bingugefügten Mnmerfungen find theils Crlâuterungen, theils Mis des Verfaffers, ch babe fie nur da angebracht, 10 fie mir Mn ei a Mifrerfländniffe ju vermeiden, oder bei Gegenftänden von befonderer practifhen Dichtigfeit Gie find jun Unterfchiede von den Mnmerfungen des Verfaffers mit A. d, H, bexeichnet, boch iff diefes guveilen vergeffen worden: es wird aber in ben meiften Fâllen nicht steifelbaft feon von tem fie Derrübren, Sc bitte die Drucffebler zu verbeffern, die fi) befonders bei biefen Anmerfungen eingefclichen haben, Borrebde — ES Borrede des Berfaffers, (© Se mehr und beffer man mit der Befchaffenbeit der Bodenarten und mit der Be bandlung adermirthfaftliher Gegenffande befannt gerorden ift, und je nachdem mebrere Berfude und genduere Anmendungen anderer miffenfthaftlicher Grundfage gemacht find, deffo mehr Berâänderungen und Berbefferungen bat man in den ver: fhiedenen Ziweigen der Sandtvirthfchaft vorgenommen. Menge neuer That: faden, Meinungen und Slüffe find der AufmerÉfaméeit des Sandmirths nâber ge: bradf, Bis dabin bat man aber nod wenig Nusen.von diefen Berbefferungen ge- * gogens dicdagu gemachten Borfhläge finben fic in unzäbligen Schriften eingeln und acfirent, und es fehlé ibnen an einer deutlidhen und verffändlichen Zufammenftelung, Die Abfidt des Berfaffers bei dem vorliegenden VBerfe gebt daber babin, diefe eingelnen Thatfacen nidt nur in eine beffere Ordnung su bringens fondern auch gu gleicher Zeit die practifhen Details und Scblüffe in genane Berbindung mit den Grunbfâgen, morauf fie beruben, gu ffellen..€ gebèrt demnachft au feinem Rmwede, einen gufammenbängenden und fofematifhen Did über manche eingelne Gegenfiände, die dem Éandiwirth mwichtig finb, gu geben, namentlidh über die Ein richtung der Adergeräthe, über mirthlihe und bequeme Œinrichtung der Gebäude und Strafen, über den Bau Herfhicdener Arten Selofrchte, über Abmäben und Abtweiden der Wicfen und des Meidelandes, fo wie über die Bebandlung verfchie- dener Gattungen des Bichffandes, Auf folhe VBeife bofft er sur Berbreitung land- mwivthfchaftlicher Renntniffe zu mirfen, und den Mugen und die Pichtigheit manches Berfabrens und mancher Entoedungen in ein belleres Licht su ftellen, Go Elle msi 25 Botrede des Berfaffers Go fhmierig cin folches Unfernebimen bei der Ungulänglideit And Unvolftän digfeit Der Berfuche und dent vertvidelten Zuffande mancher Thatfachen ift, fo febr barf der Berfaffer bei unvollfommner Ausfübrung auf Nacbfidhé Anfprud) machen; indeffen bat er fid) immer babin bemübt, die gelegentlid von ibnt empfoblnen Bet fabrungémeifer aûf folche practifche Grinde ju fügen, die nach feiner Einficht die richtigften und suverläffigfien ivarei, n wie ferne e8 ibm nun gelungen fe, bies SBerf aufs braudbarfte cinguridh ten, überläft er Dent aufrichtigen Œrmeffen dercr, melche mif den Schmicrigéeiten eines folchen Unternehmens befannt find. Er bat felbff viele eigne Erfabrung, da er Sandmirthfdhaft in einent grofen Umfange getricben, und fie in feiner eignen fo- twobl als andern Gegenden 3u beobachten und au unéerfuchen Gelegenbeit gehabt baf, und bierauf gründen fidh feine Befugniffe Diequ. Bei der Sufammenfiellung Der meitlauftig gerfireueten Materialien bat er des: balb die beften und beliebteften practifchen IBerfe su Rathe gegogen, und einige un: ter ibnen gang befonders genust. Go befennt es der Berfaffer freimüthig: Daf er sur Aufhellung Det Grundfâse und des Berfabrens bei Abwäfferung des Éandes, die von Mr. Elfington erfundenen und empfoblnen Dethoden nad) Der genauer und rihtigen Befhreibung des Mr, S obnftone, fo wie die erÉlärenden Beichnun: gen benusf babe, Œben fo verdanËt er Mr, Beatfon und Mr. Eroder mande nüpliche Beobahtung über AGirthfchaftsgebäude, Häuslermobnungen und Gfra- fGenbau. Die fhasbaren Scbriften des Mr. Young und Mr. Marfball, fo tuie mancher Anbderen, baben ihnt gleifalls ba, mo féine cigene Erfabrung nicht genügend ivar, mit Thatfachen und practifchen Sâllen verfehen. Gn Rüdficht der Anordnung if der Berfaffer der Befchaffenbeit des Oegen- fandes, ohne andern 4u folgen, nachgegangens fetne Dauptabficht ging nur dabin, dem Aéermvirth in einem moglichié befchränften Umfange ein voliffandiges und zu fammenpängendes Shftem der Sandrirthfchaft qu fiefern, October, den 13fen, 1804 Snbalt. AR dot rt Bienre Candniripféaftiite Geräthe Gite r. Uinftande die ben der Einridtung derfelben su erwägen find. Pflüge; Geite 2, Berfhiedene Arten au verfhiedenen Boden wnd before dern£agen erforderlic. Ghming:oder raderlofe Pflüige. MRanderlen Arten derfelben. Gebr allgemein anmwendbar. Gans bejondere Einrichtung derfelberr, Bortheile derfelbetr. Der Rotheram- Pflug. Gmalls Rettene Plug. Pflüge au leidtem mürben Vobetre often derfelben. Miederlandifher Plug. Guffolder eiferner Shmingpflug. Bortheile deffelben auf ftarfen bindenden Sodens Raderpfluge Berfhiedene Einribtung, aufolge des Bodens ic, Der Pflüger bedarf dabei uit fo viel Gefhidlih£Eeif. HBarum die Pflüge Rader haben, Gebraucd derfelben. Reibung bderfelben mirft TBiderftand. Mr. Midoletons Meinung daruber, Œinmurfe dagegen.: Ein guter Pflüuger(oil fid berfelben nur felten bedienei, Bodenarten die dasu anpaffend find. DHertforofbire Räderpflug. Sentifer, Rorfolfer Raderpflug. Berbefferter gemeiner Raderpfluge Sweiraderiger Plug. Rüderpflug in den Heide-: Gegenden, Doppelter oder Sweifurhenflug. Shalmeferpflug. Soneidepflug. Gebraud) und Bortheile deffelben. Der Minirer, fiche p+ ro. Einridtung und Gebraucd defjelben, Galpflug. Doppelter Gtreihbrettspflug. Gemeiner Abwäferungspflug, Maulwurfspflug. Abwaferungsfurhenpilug, Descibnungspflug. Œingelner Sadenpflug. Drilimafhinen,; Berfhiedene Einrihtung derfelben, * cite 12, bi Me TL un nd Grundfabe nach weldhem fie verfertiat werden follen, Umftande die bei der Bab derfelben in Betracht fommen, Mr. Amos Drillmafhine, Mr. Eoofs: 2 Mr. Dudets einfachere Methode, Jr. Bellard8 Drillmafchine. Bortheile und Gebrauch derfelben, Roften derfelben. Mr. Vavrlens Ruben: Drillmafhine. Gebraud) derfelben auf cinreibigen Deefett. Einridtung derfelben, Defien Drilliverfseug su allen Rornarfen, ŒEinribtung deffelben, Sr. Barlens Vobnendriller su weiten Swifhenraument. Sorm und Einridtung derfelben, Orill« Rarre. HBie fie gebraucht wird. Haden; ir ds Unterfhied derfelben. Gvofs verbefjerte Pferdehaæe. Amos’s ftellbare weit vortheilbaftere Vferdebade. Auf welchen Bodenarten fie am brauhbarften. hr. Dougals Hace, Bu welhem Enbsmede fie anvendbar ife, Serbefferung in dem Made derfelben. Sr. Dudets Yade. Das Haden labt fid aud wol mit dem gemeinen Pfluge berverfftelligen. Deinung des Erperienced Farmer über den Gebraud des Vfluges auf diefe Weife. Auffraber und SHaufler Geite 19, Geit einigen Sabren allgemeiner in Gebraud acfommen. Methode fle au gebrauchen. ds. Bu welden Abfidten fie am anpañfendften find. Einridtung derfelben. Jr. Evofs 1. Demerfungen des Erperienced Karmer darüber, Das von ibm gebrauchte IBerfgeug befhrichen. Dinberniffe beym Gebrauch diefer Berfseuge, Aie biefen in einigen Gegenden abubelfen, Der Erftirpator. Gebraud und ŒEinrihtung deffelben. Nuben deffeiben, dur Eünffige Berfuche su erforfchen. Diefe Merfseuge find insgemein nidt fo wirffam als der Pflug. Gelte 18, Mr. Coofs Eultivator, ŒEinridtung deffelben, Gebraud der Auffraer und Shauffler im Aflgemeinen, Ghlei: VIII 2 ARTE Gélelfen, Sdmere Eggen Afgemeine Einridtung derfelben, Ghr Gebrauc. Gemeine Schleife. Scbleife in einigen ällen noch brauchbarer.; Art und Ieife mie die Sûbue cingefest werden müfene Eggen! 4; Gelte 22, Rteine Berbefferuna derfelben. Shüjien su befondern Gebraud und na Selhafenbeié der VBodenarten eingerichfet werden, Die befte Art von Zinfen. 1 AlnbequemliPeiten der Eggen im Allgemeinen. IBie ibnen abaubelfen. Eggen mit ŒEinribtung der Eggen.‘ Bree Egge, doppelte Egge und gemeine perbefferte Egge. hr Graburns Egge, Gebraud) derfelben. Shr. Knights Eagge, Vortheile derfelben. Œggen au Grasfamereien, Bufd= Egge. Die Art und IBeife wie man eggen fol. Gelte 22, Balsen$,, Eintidtung und befondere Geftalt derfelben, Gemeine ABalse. Gtahelmalse Oriliwalse Drefgmafdinen$, Geftandtheile derfelben. Serbeferungen berfelben. Eomieareen dabern. Mie ibnen qu begegrieu. TImftande von welcen bas gufe Drefhen derfelben ab- angf.; fande bie benm Gebrauch derfelben in Betradht Fomz men, Qufage die fid) babes machen faffen. Sr. Mivoleton's Meinung von dem Gebrauche derfclben, Gbre Borsige vor Dem Orefhflegel. Geite 24 Geite 26, Stäubes und Sicbmafdinen Seite 30. Berfchiebene Arten derfelben. Eor's und Rodger’s nach guten Entwirfen, HDedfelfdneider/; Geite 30, Berfhiebene Einrihtungen derfelben. Gm Gangen au£foftbar. Coof se und Hailors.‘ Gerbeñerung im eingeln von bem Nachfolger Binlorvs. Redhen$ 4; Geife 30, Rornrechen. Quetenrecdhen, COLA DS 2 Art und WBeife ibrer Einribtung. Vferde und GtoppelharPe. Rabderfubrmerte 4! Geite 31, Umftande die in ibrer Einridtung su errbagen find. Seblerbafte Einridtung der Berlfbirer. Borgeidliagene Berbefjerung derfelben. Birthihaftéwagen. TRE CroEeen des Sarmers im Gangen nidé 5or: theithaft. Grrlandifher Rarren, ŒEinribtung Gebraucd und Bortheil. Ratten;? 0 Geite 32, Ginfpannige Vferbelarren am braudbarften. fuminfarren, Befchreibung derfelben. JAtlgemeine Einrihtung derfjelben.; Demerfungen uber die Bortheile der einfpannigen Rarren, Rornzund Heularren, Ballifhe Larren, GteinFarren. Gobleiflarren. Demerfungen über Rarten im Allgemeinen, Sweiîte Abtheilunge Birtbhfdaftss Gebaude: Menerbofs: Gebaude. IBerden nicht mit gebôriger Atfamfeit eingerichtef. Leihte und bequeme Bemwerfftelligung bangt von ber Sorm und Einrihtung derfelben ab. Gequemere Bertheilung derfelben nothmwendig. on dies nicht der Gall ifts fo gebt viele Scit ber- {obren., Grobe derfelben im Berbältnif sum Garm. ft es grobtentheils Beidewirth{haft,[o find wenig Gce bâude erforderlich. Die woblfeilern Shoppenarten reiden dann su. Geftandige Bedachungen find mebrentheils am vortheils bafteften. often: Erfbarung durd manbdelnde Bebadungen, Diefe werden in eingelnen Gallen nur empfoblen. Berfhicdene Arten von Shoppen. Qu serfdiedenen Arten des Biches erforberlidh. füuble fur mageres Bich. HBarme für Maftvieh, Berfhiedene Einrihtungen ben SNolfenwirth{haften, Rubftalle, grobe.. Dequemlidéeiten su ben verfiedenen Berridfungen der Melferei. Qu Rorn: Sarms müffen die Gebaubde sablreicher[ein Bu verfhiedenen Endsmeden berecner, Hintanglih grofe Gtülle. Biebbaufer nad) der Angabl und Art des Nindboiehes ein gerichteé. Geure und Rornboden binfanglih grof. Bo man Drefhmafchinen cerridret bat, vdiürfen fie fo gtoB nicht fenn, Gelte 37. De: ns CR PTE N:: à L mmane them Sin 2) Beauemlidreiten für bas junge Bieh verfhiedener Art: Mferde, Rindoich, Sciveine, Gedervieh. Bobnungen der Landmirthe Grobe derfelsen im Berbaltnis gum Meierhofe. Gollen tuftig und bequem fein. Das unterfie Gtodiverl. à Grrabsimme, Rue, Pleine Ride, Rammern$u mañs erley Dingen, Mildiammer, Gpeifetammer, Reller, Das obere Gtodivert au Logiesimmern und, Glaf: fammern. Diefe müffen der freien Sufé megen grof feytr. ete mebr ausmwärté der Mauren angebradt, find Lors theilhaft.: Gubboden einen uB und brüber erpobt, Srapelbader befier als Gicbeldächer. À Die der Mauern nad Berbaltnif der Materialien. Ginv fie oùnne, fo werden fie von Der Gontie und Rate leidt ourdrungen. Gollen eine ue Dide haben, Boraiglihe Rüudfidt auf Bequemlihfeit und Boblfeilheit. Gheuren y 9, Geite 39. Grôfe und ŒEinridtung berfelben verfhicden. Bo Drefhmafhinen und Fiemen gebraudt ruerden, find grofe Geuren unnôthig. Gie müffen grofer(en, wenn der Drefhficgel gcbraucht und vas Porn eingefahren wird. Goicber find nothwendig, um den Suéritt ber Suft au geftatten, Einribtung der Tennen oder Dichlen. Die beften von einen Boblen. SeHmbdieblen berftenn und reiBen auf. Benn man fie mit Boblen machf, fo müffen fie mit Seber und Roth sufammen gefügt werden und ein Sundament von Sicgelfteinen erhalten. Gicerer und frener von Mae, als wenn fie auf inter agen genagelt find. Dicblen von Siegelftein bennahe cben fo gut. Drefhtenne.: 12 und 18 Su, cine gufte Grèbe. Luftshge nothmendig.;: Rubhäufer und andere Birthfhaftsgebäude Fénnen bäaufig unter der Gcheure augebracht werden. Diefe Methode Hat mancherlen Bortheile. rs foftbar,.Raum erfparrend, das Getraide liegt fiherer. Daclufen in jeber Gorm nüblih. Das Abladen in den Sheuren wird daburd erleichteré, Rovnbäufer f Geite 40, Rüfien fider gebauet fenn. Groben Bovenraum haben. î Sur Erjparung der Mrbeit eingeridéet. Dies durd bejoudere Einridrung der Dôbden emirif, Grever Quftaug durd Gitterfenfter. ben mit Bentilators berfebn. Bieredige Form dic befte. hügen auf Eurgsen Dfoften oder ffeinernen Vfcilern ge: bauet werden.; uen mit dit aufammen gefügten Brettern beleider werden. Die Auffenfeite muB mit Gturmbretfern verfchen iwcr- den. Erfter Theil, LS PAC EUR EE 7 1x Ben gewobnliden Rornbéden ift Xufmerfamfeif auf aile diele Puncte nicht fo fehr vonrothen. Ouürfen nié fo ftar£ oder foftbar gebauef merden. Dequemfte Anlage in der Sheure, wo das forn nié cingefabren wird. Rafinerie das Rorn in die Dobe su bringen nofthe wendig. Stalle, y/ Elegans ift babes nidt erforderlidh. Mur müffen fie anpañlend und sutraglid fepn. Müfien moglichft fo eingeridtet werden, daf eine Gleiche beit der Lemperatur in den verfdiebenen Gabhrsgeiteu erbalten merde. Müffen sur Ableitung der Male mit Absügen verfeben Geite 41, fenn. Beweglihe Ccieber ftatt Fenfter, erfparen die inFoftert, Raufen und Rrippes. BirthlidPeit und Bequemlidfeit in Einrihtung derfelben. Grobe find uit vortheilhaff. Mugen fenfrehter mie gewobnlid gemadf werden, fônnen febr bequem in den Niefden der JRauern ange- bradt werden. Bequeme Einridtung um unterbalb die Heufamereien aufsufangen, find febr nüblich. Rleine Raften daau bequem. rippen dürfen uit die gange Yreite des Galles eine nehjmeñ. Leichte Jhethoben, Srippen und Raufen gu made. Ainten sum Auffangen der Heufämereien eingerichtet. faften darunter su diefem Endswed nofthwendige ŒEinfahe Etalle beffer als doppelte. othige Aufmerffamfeit benm Pflaftern der Gtülle. Mu in moglichft ebener Flache gefchehn. Geuchtigfeit mub durch fleine Absuge abgelcitet werden. Ylle Leitungen in eine grofe sufammen fliepen. Hosiige in den Gtüllen werden mit ourhlocherten Soblen eve. Hauptieitungen werden binter den fammélihen Gtällen angebrachf. Glace offne Leitungen minder Foftbar. Das Pflafter der Graile mub einen leichéen Abbang gegen die Seitungen baben. Gervinn bey folder Einridtung der Gtülle. Groôfe der tulle oder Raume. 5 Qué eine fhidlihe Breite. Abtheitungen mien bod fepn. ESA Vic und junge Pferde bis oben bin in Ver: ptag. bi he hüven an den Hinterpfoften der Stülle abs getheilt. Sebtere SRethode ift für Stuten und Güllen befonders anmendbar. Das Pferdegefhire muf in der Mäabe des Gtalles fepit. Lage sum Rornbehälter. SBenn er daruber if, fo wird bas Porn vermiftelff einer Rôbre am beften in den Stall gefchafft. Dics Berfabren bat Vortheile, Aub: und Maftfalle Einander febr abulid. 2 Fatberitalle guweilen darin, telches nicht gamedmafig, Deffer in einer Ficinen Entfernung. gRüffen su jedem Endgwede paffend cingeridéet werden. D n à Rs 1 | x%. L D An der Form eines cinfahen ober doppelten Schoppens, Muüfen freien Quftsug haben. Benig Arbeit sum Reinigen erfordern. Abgüge baben um das Bieh troden su balten. Sreie Circulation der Luft darin if nothwenbdig. Dbnedies ift das Vieh manchen Sranfheiten ausgefebt. Lou die binten offen find, baben au Seiten ibren Rusen, Luftioder in den Däcdern find sumweilen nothwendig. Senfter an den Gicbelenden baufig fehr nüblich. Bortheile folher Mitrel. t Nôäbrung des Biehes auf folhe IBeife febr befordert, Methode der Einridtung. Amftande die daben su ermägen find, Die gawobnlihe IRethode fhiecht. Suüttern aus Lohern von aufen. Einmürfe dagegen. dm bequemften, in eingelnen©hoppen. Doppelte, wirthlider und nüslicher. Geringerer 1mfang des Gebaudes erforberlid, Beniger Berfhwendung des Gutters. Doden darüuber in allen Ghoppen nüblid. Doppelte Ghoppen follen nidt fo vortheilhaft fenn, Reinung eines gefheuten Viebsüchters hierüber. Soden daruber Rachtheilig Ein von ibm empfoblner Sorfdhlag. Dlas in der Mitte derfelben nothmendig. Rein und trofen balten des Biehes, wie nüblid es fer. Erfindungen sur Erlcidterung der Arbeit, Mittel dayu. à Rothiwendige Aufmertfaméeit auf das Pflaftern der Srälle. Gefhiebt baufig nibt, Doppelte Gtalle nüblicd. often, betratlicher. Qu manchen Fallen unnothig. Rôthige Bequemlidfeiten sum Gutter und Baffer. Leitungen und Genfgraben müflen immer angelegt mer: del. Räalberftalle. Sage bderfelben. Qn der Rabe des Viehhaufes. Art den Glur derfelben su(egen. Ynangerichme Dunft auf foihe IBeife vermicben, Beiveglihe Abtheilungen darin von grofem user. Lrôge und Raufen suiveilen nothmendig. Das Sutter gleibformiger dadurd vertheilf, Gm Gangen nidt erforderlich, Molferepbaufer y, Bortbeile derfelben, wenn fie gut find, Gind verfhiedener Art, Einrihtung, jeber. Bequeme Sage derfelben. Bortheilbaftefte Bedcung derfelben, Ctrobdad) febr nüuglich. Gteinmauern am vorsiglihften. Biwedmafige Hobe der innern Dee, Hobe Geniter nothwendig. Huüufen Rabmen mit gejpanntem Haartud haben, Ruben derfelben, Sluren derjelben. Defte Materialien dasu. Geborige Art fie au legen, Greite 47, à. À Gebr dite, nothiwenbige. Art aufsufeiben. Gefafe dau. Berfhiedene Iaterialien. VDler. armor. Goieferne von Mr. Hind, su Siithland ben Leicefter. Erjtere müfien rein gebalten werden. Gtopfel und Habne su den Rüublgefaben, Ein grober Dabn sum YBaffer. Rôbren um qu Beiten die arme binein su[eiten. ee die bei Der Dee und den TBäanden gu ermägen ind. Plas sum Buttern in der Nabe des Milhbhaufes, Seuerftelle, wo Rüchengerathe gebraucdt werden. Gteinerne Platte auf ein fhmales Gtud Hols an der Juffenfeite nothrwenbdig. Rauchen der Eamine, nadtheilig. Rafe-Molferenr. ilbbaus dasu, mit bem anbern beinahe gleid. Hier ift es gurweilen aud nüslid Mildborte su haben. Das Prebsimmer nad Ddémfelben Mian als das Yuttere gimmer. us allemal eine gute Yrefle haben. Mub mit Slicben ausgelegr fenn. Gtarter Tifd und Gan£ nothmwendig, Raferaum. Am beften über die Molferei. Gemeintidh über das Biehhaus oder die Rue. Grüunde davon. Ghoppen$$$ Hôécbft bequem. rt fie au erridten, Rüuslid su mancherlei Endswegen, Aufbewabrungsart fur Ctrob. Haufig von Nuben. Gparen Gtroh und Seit. Berbindern das VBerftreuen, Aufbcwabrungéart für Murgeln, Rothwendig sur Erbaltung des Binterfutters bon Mur: éeln oder andere Begetabilien. Geite 49, Sederviebbaufer; Geite 50, Umftande ben der Einrihtung derfelben, Shmeinefoben 4 Geite 5x, dirt ibrer Etridtung, Gpartroge. Rochfeffel, bas Gufter darin 4u Seite aubereiten, Roblen:und Holshaufer. d Draudbarfte Errihtung derfelben. Arbeitsfhauer$$ Gite 52, Rubbarfeit derfelben, Gerathefammer. À Umftnde, die dabei su ertbagen find, Borrathsboden oder Rammerh, Sage verfelben. Sannigfaher Gebraud. Dlienfiboten: Gemâder Geite 52, Auf groben Padthofen nothwendig. YBor- RS à ES 7x …— S'inthn tt ci* Mortheile derfelben, Vefte Lage daqu.‘ Gubboden von Stein obet 3iegein, Dbereivon Eftrid oder Siegeln. drt fie su legen. Einridtung der Betten. Greie Circulation der Quft in den Gemächern. Taubenbaufer,; Müfen gre6 und geraumig fepn. Hefte Lage derfelben. Gorm derfelben, nidts Mefentliches. Art der nothwendigen Bebahung. Müfien gegen Ungesiefer gefichété fente Einridtung, wenn fie für fid befonders gebauet werden, Konnen Ghoppen darunfer haben. Einvendungen gegen Hotsfoblen, Eingang foll gegen Güden fépn. Grobe Locer ungvelmahig. Gturmbretter daruber nothmendig. Defte Methode die Mefter au macherte BGortheile derfelben, Dequeme Einridtungen sur Bercifung des Rindviebfutfers. Bortheile davon benm Gütterte Dampffeffel!,, Auf manche IBeife nüblich. Hefchreibung derfelben. Anbdere vorgefhiagene Erfinbungen, Su andern Sweden braucbar. Rorntiften. MNotbig und mirthlich. Reine Eubben suweilen binreihend. Vefte Einridhtung derfelben, Rornfeimen;;, Einridbtung derfelben, mannigfac. Defte Arf derfelben, Gorm der des Hersogs von Sebfords auf der Boburn bte. Gigenthumlide lmftande in der Anlegung derfelben. Raterialien, die dagu am gefchidteften. Gchiefer oder Gliefenfteine sumweilen sum Boden bderfels ben gebrauchf. Unnôthig wenn das Gundament gut gelegt ijt. Diefe Art von Shauer von Mr, Badmwell benust, Bienenfhauer. Sage und Berbindung der Padters Bobnungen und WBirthfdhaftss Gers bâäubde y;; Geite 57, Birthlidfte in Erfparung der Arbeit, Bequeme Lage derfelben. Mabe am Mittelpunct des Farms, Ein Biered die bequemfte Form. MBirthfhaftégebäude auf den freien Geiten errihtet. Diefe müffenin einiger Entfernung von den Birthfhafts- gebaubden errictet werden, fe daf man die vorgchen- Den Dperationen überfeben Fann. Muüfjen sum Birthfhaftssamee eingerichtet fepn. Defchafienbeit des Bodens beftimmt baufig die Lage, Seite 54, GCelte 55, Geite 56, Allgemeine Beobachétungen über die Roften ber Farm- gebaude. Angaben derfelben? Geite 59, Dritte Abtheilung. HDâusglermobnungen; Geite 63, Erbauung berfelben, fur den Aferbau febr widtig. Defordern das Gntereffe des Machters und Gutsbefisers, ee derfelben, ourd mebrere Gcbriftjteller er: uterf, Der Veiffand des Hauslers dem Pachter nothivenbdig, . Muben der Berbindung folher Gebñude mit ben arms. Rüblid in andern Süudfihten. Die erfabrenften Hrbciter erhalé man dabur in der Land: wirthfhaft. Dbne fie wird viel Seit verfdiwendef, Die Garmers werden beeintrachtiget. Oie Lage der Arbeiter auf diefe IBeife serbeffert. bre Gefhiflichfeiten erbalten mebr Geftigfeit. Gie erbalten mehr Snterefle fur die Birthfhafr. Die Hindernifie ibrer Erbauung müfien alle befeitigef werden. Gie befordern die Sevolferung. Rüblidh fur ben Farmer, mit den Häuslern in genaue Berbindung qu ftehn. css Regulationen müffen unter beidcn Theilen ftatt inden. Yortheile derfelben. Die Häusler müflen efwas Gartenland Haben, TBie dies su machen(en. Berfhiedene Lage der Arbeiter erivogen. Earl von Binchelfea's Bemerfungen darüber, Unterfhied der Dauslery welhe ervas Land und welde mrothioendigtei fre 9Bot Mothiwendigleit ihre Bobnungen su berbeffern i Gewvifje Anordnungen EL MDI wo A aber Er: Miüfien im Defis des Eigenthümers gebalten werden. Hatt fie der Pachter, fo ift es für den Daâusler nie gut. HE D re und Ybfihten. ür den Landarbeiter, Œinfachbeit, und Se i i a caen. à! DequemlidhPeit ie elenden Sütfen, welche fie bervobnen, fin i bocbft abfhredend, Pret, M umeiten Sage derfelben, darauf fommt wenig an. Goll etwas crhaben, dod) nicdt au bo fepn, Mabe beim arm fenn- Umftande, die bei dem untern Grofiwerte in Derrade fommen. n andern Lheilen deffelben. Grobe derfelben, verfhieden. Eintheilung der Gemacher in verfhiebenen Fallen, Birthlidhe Arten, die Ereppen angubringen. Mr. Rents Meinung über deren bequeme Einrihtung Hefte Form derfelben. Sreisformiger Plan bat feine Shiwierigfeiten. Biwei oder mehr ÆBobnungen beifammen erfpart Roften. EN ur Erbaltung der Gefundbeit noths wendig. Rüdfidt auf Bärnre 1c,, nofhmendig bei der Einrihs tung derfelben p 2 Ve: x15 Sin: Fou Eintihtungen aur freien Circulation der Quft nubs(id.: Mittel, die allsugrofe Dise im Sommer su verhüten, Bierte Nbtheilung. Cinbägung des Landes Berfoppelungen. Bortheile derfelben, mancherlei. 4: Æragen sur Berbefferung des AFerbaues gat biel bei, Ertrag deffelben, bedeutend vermebrt. Ter derfelben, indem fie Wârme und Sdus geben. Defordérn das Gettrwerden des Viches, Berth des Landes dadurd erbobt. ŒEinige AUrten mebr als andre. Turnipsboden vielleihé am mebrften, Wo fie nothig oder nicht. Gind no nicht gchorig beachtet worden. Urfahen diefer Sernadlaffigung. Œnutftebn sumweiten von falfher Bebandlung in der An legung der Einbagungen. Mancherlei Umftande die bichei in Betracht fommen, Rusen gewiffer Claufuln in den Einbagungsbills, Erbauung der Häuslermobnungen nothwendig. Lage derjelben dadurd verbeffert. Shethoden, DPerfonen angujtellen, bdie die Einbagung bewerfftelligerr. Almftande, die dabeï in Setracht fommen, Kuben einer Geueralacte dariber, Befriedigungen Geite 78, Umftande, die bei der Verfertigung derfelben gu era gen find, à Suflen nad der Art des Karms und der Befhaffenbeit des Dodens eingeridtet werden, À; Birfungen der Einbagungen von verfhicdener Grobe, Mittiere Grobe am sutraglichften. Mnterfhied bei Gras- und Aderland, Amftande, die bei jedivedem ju ermwügen find, Bortheile der verfhiedenen Yrten, Mauern Geite 8x, Berfhicdene derfelben, befhriebene Vorfheile jeder Arte Befhaffenbeit ibrer Grundlage. Arten fie au machen, Randmauern. Srofne Mauern, Midoletons Meinung über Mauern üuberbaupf, Erd: und Gteinmauern. Methode, nad Dr. Anderfon, fie su machen, SMittel, fie au fhüuben. fonnen wobifeil gemacht werden. Berden dauerbafter durch Ausawiden, Abfhlemmen und Aurverfen mit Ralr, n einigen Lagen auf gewiffe Seit am vorthcilhafteften. Pfablmerf, Geite 85, Sonn nicht allgemein au wirthfhaftlihen Einbñgungen angemandé merden, Berfdicvene Arten davon befhriebens Sonn off twobifeil gemacht werden, Geite 76, 8 1 Nuben deffelben in eingelnen Kalfen. Düroen oder beveglihe Bemabrungen. SRüffen von leihtem Hola gemacdt werden, Umitände, die bei dem Erridten der Bewabrungen von Pfabliverf in Betracht fommen. Mittel, fie gegen das Verfallen gu fibern. Lebendige Hecden Geite 87. Deim Ansiehen derfelben ift befondere Rüæfiht auf Lage und Soben vonnothen, 9rt des Bodens und Lage in welher verfhiebene Hrten Geftrauche am vortheilbafreften angumenden find. iebe Bortheile des IDeif: und des Ohvarss orng. Die TBeide, Birle, der Genft und die Büude. AUmftande, bie man qu erwägen baf, mwenn man cine Mifhung mebrerer Gevadsarten gebrauchr. MNothiwendige Borbercitung des Landes und die damit verbunbdenen Sortheile. Bequeme Vabrsseit sum Serpflangen. Bas man durhaus bei der Wabl der Pflangen su bes achten babe, Beim Angiehn in der Pflansfhule. Bortheïlhafrefte Grôbe. Diejenigen von gleibem MBudfe müfjen sufammen ges bracht werden. Das erforderiihe Abftusen derfel(ben. Methoden, Yeden su fesen. Gebr verfhieden in verfhiedenen Gegenben, Auf Crabenbanfen. Auf umgetebrte Rafen. Auf der ebenen Dberfläbe, Berfdhiedene Arten fie su maden, Bortheile und Madthcile jedes Berfabrens, SRethoden, von IRr. JRiddleton empfoblen, Rubbarfeit derfelben, Was beim Pflangen auf Bänfen erforderlich ift, Rachtheil grofer Banfen und Graben. Bo fie am braudbarften, Das Pflansen auf der Dberflahe sbne Banfen, Bo es angebrachf. MRittel, junge Hecen su fhüben. ls welche das Gortfommen der lebendigen Heæen bindern. Radtbeice der Baume in Helenreiben, Jrten, junge lebendige Heden su behandeln, Bergleihung derfelben mit Mauern. Debandlung alter Heden, Gun verfchiedenen Lagen. Sidtungen, in welhen HDeden auf folhem Lande, das der Gecluff ausgefet ift, gesogen werden müffen, Graben$ Geite 104, Bas bei dem Berfertigen derfelben vonnothen ift Thote«u Geite 105, Berfhiedene YAvrten der Cinribtung, Hoôléerne Arten am brauchbarften, Bas dabei su beachten, Ueberftcge Gelte 107, Berfhiebene Arf file su made. Bemerfungen über Berväbrungen im Yllgemeinen, Meber die Shjitiel fle su machen, au bebandeln und au erhalten, Günfte x TA es SE| Sinrhonnt À Sünfte Abtheilung. Gtrafens oder Begebau Gtraben Bortheile derfelben, manche. k Amftande, die bei der Ridtungslinie derfelben su erwû2 gen find. j à' Berfhiedene Formen betrater: die gewolbte, die boble, die Berfhiedenbeiten der flahen Formen. Reine befondere Form ift für alle Sagen anpaffend. Manderlei Umftande, in RüiFfidt auf die Gormen bemerft,:| Einige Gdivierigfeiten bei der gewolbten Form. HBabrideintid nicht gegrüunber. L Hoble Gorm in Leïcerterfbire vertheilhaft befunden, Eigenheiten der flahen Sormen befcrieben. Gegenfrande, die man Uberbaupt biebei vor Mugen bas ben muf. Deatfons Theorie von den Ctrafen. nu Sorm der Hafis oder Unterlage, febr midtig. Anvendutig verfhicdener Grundfase in Anlegung dere clben. ete Umfiande die dabei au ermägen find. Manchertei Bortheile folder Einridtung geseigt. Art, die Abaüge darin au macen.; Benn fie nach Diefem Entwurf gemacht werden, fo dits fen die Ctrafen die Breite nicht haben. Biel Land wird natürliher TBeife Dadurd erfparf. Die Quantitat deffelben angegeben. É| Berfhiedene Bodenarten erforderin eine Verfhiedenpeif ân der Anlegung der Gtraben. Methoden, fie auf fandigen su machen, Auf Rlenboden. Auf fumpfigen cu; An den Geiten der HDügel,! Müffen fo eingerictet fepn, vañ bas Bañfer jedbergeit ablaufen Éonne. Qrten, eiferne oder gerillte IBege au maden. Bortheile derfelben, Mo fie am nubbarften. Ausbefferung der Bege Bemerfung über Rirdfpielwege. Mangel derfelben, Mittel, fie su verbeffern.; Rader von befondrer Form, die den WBegen nadbtheilig werden.: LoHhi Berfhiedene WBirfungen der conifhen und cylindrifchen Kader. Lebtere die tortheilhafteften.; Gormen der Gtraben, Die im Gangen von den Radern am wenigften Leiden. Dewäbrungen an den@eiten der Gtrafen, MNadtheile derfelben.-= Mothwendige Umftande die dabei in Betracht Fommen, Sedfte Abtheilung. Dodenarten/ Die Art wie fle aebilbef merben. Grund ibrer verfhiedenen Yefhaffenbeit. à Urfache der verfhiedenen Grade ibrer Grudbtbarteif, Gie werden dur cinige Gubftangen perderbt, Geife 109, Selte 119, Ceite 128; XIII Diejenigen Xrfen, wele dies berbirten, Gründe, warum die Bodenarten, die fi gleid su fepn feinen, wenn file umgebroen find, gans anders ausfallen,;: Gründe, der wiberfprehenden Shatfaden, in Rüdfihe auf den Aerbau, Gründe, mwarum einige Bodenarten gewiffe Srüchte vor andern vorgugéiweife ergeugen. Tiefe und Befhaffenbeit der Unterboden, Der Grund der Berfhicdenbeit derfelben. Barum fie fhwer au erforfhen find, Methode, die man dabei verfudt, Chemifhe Analnfe. Maturlihe Anfiht, Defhaffenbeit der auf ibnen ergeugten Pflansen. Bortheile einer jeden. Man mub sur Erfabrung feine Suflucht nebmen. Gind unter einer Menge nublofer Localausdride be- fhrieben worden. Laffen fid unter mentg Hauptarten eintheilen. Rlerpboden(Zbonboden) Geite 137, Urfade ibrer Berfhiedenbeiten Umftnde, bie bei der Berbefferung beffelben su errvûs gen find. Nubbarfte Anvendungen. SRetboden, ibn angulegen. Bortheile befunderer BeaFerungsweifen. Mu au allèn Gabréseiten fo trofen mie moglid gebals ten werden. Bortbeile diefes Berfabrens in verfhiedenen Tâllen. Umftände, die bei der Seaderung in Betradt Fommen, Mittel, die Natur deffelben genau fennen su fernen, Sebmbodenarten 4 Gelte 134, Gind mannigfadb. Heftandtheile Dderfelben, Die Art in melder fie vom Rlep abweïden. HORDE von mwelen ibre Leihtigteit und Mürbheit abbangt. Bovon ibre Farbe abhangt. Gind fneller su verbefern als Rlenbodenarten, Sefondere Unternehmungen in bdiefer Rüfidt, Gründe, warum fie(citer su beadern find, Gind nicht fo geneigt Ynfraut su tragen, Geite 136, Rreideboden 4 Umffande, modurc fie verfhieden find. Der Buftand der mit ibnen verbunbenen falfartigen Ra: ferie, muf wobl beachtet merden, Die Berbindung anderer Gubftangen mit den Falfarti- gen, verandert ibre TBirfungen. In Berbindung mit der Magnefia ift die l'alfartige Maz terie der Segetation nacbtheilig. Urfaden, welche ceinigen Unterfhied macen. Bwefmäbige Unternebmungen sur Berbeffernng derfelben, Gründe, warum ftarfes Œpanniwerf dabei erforderlic ift. Grofe AufmerffamPeit auf die Bearbeitung ft noths wendig. Gandige Bodenatten Art, wie fie gebildet finb. Bovon ibre Mannigfadheit berrübre. Barum fie iweniger Borfheile von Bârme und Feuch- tigfeit sien, Um: Geite 139. xiv GS innbéant tmféande, die beï der Berbeñerung in Betradt Fommen. Qwedmabige Berfuhe in verfhiedenen Fallen. Grund, warm verfiedene SBerfuhe in verfhiedenen Gegenden nüslid) find. à ittet, fie mit vegerabilifher JRaterie au verfepn.. SRethoden, nad mwelen die Dingungémittel bei ipnen anguivenden find./ Dünne Dovenarten find Leicht bearbeites. Gründe, wesbalb fie nidt vortheilbaft find. Grandige Bodenarten Deftandtheile derfelben, verfhieden. Berfhiedene Dronung derfelben. SBarum fie fid fo leidt erbisen. À gRängeliderfelben, mie ipnen absubelfen. Swedmäsige VBerfude in verfdiedenen Sallen, Torfige oder moofige Bodens atten; Geite 142, Sinden fid in einigen Gegenden in grobem 11mfange. Grünbde ibrer Verfhiedenbeiten. Gictartige Dronung derfelben. Urfae ibrer grofen Berfdhiedenbeif. Gebr wafferhaltend, Leiden ourd) Berdunftung deffelben. Shittel der Berbefferung dabei. Rothige Unternehmungen desbalb, Begetabilifde Erde oder Boden©, 145. Befhaffenbeit deffelben in verfchiedbenen Fällen. Biloung deffelben, wie fie vorgegangen. Drogenation foil die Serfforung defjciben versôgern, ghittel, die Bermebrung deffelben su befordern. Yrfachen, welde ibn sum Sorntragen ou(cit machen, Giebente Abtheilung. Gite 147, Düngungsmittel, Geite 149, Beranderungen, Die in der Diloung der Gubffangen vorgehen. glufige, efaftifhe und fludtige Materien die im Boden bauptfadlid bereitet merden, Ginden fi nad Umftanden in verfchiedenen Proportionen, Nothige Beranbderungen in bdicfen, um fie sur Unter baltung der Begetation gefidt su mad)en. Die grobern Materien, die man, auf den Aer bringf, erbalten vornebmlid die Benennung von Düngungss mitfeln, Grofer lUnferfchied berfelben, je nadbdem fie mit gewifz jen Gubftansen oder Principien gefdmwangert find, Dies ift wabrideintidh die Urfache, iwarum einige Ma- terien bei gleichem Gebrauc, einen bedeutenden Borz aug vor andern haben. JAndere IBeifen, auf welchen fie sum WBachsthum der Grudt beitragen. Gdivicrigfeit, fle su orènen. Safien fid) vielleicht am beften eintheilen: in wegetabi- lifde, mineralife, falyige und vermifdte Düns gunggsmittel. Düngungsmittel burd die 3erfesung animalifher Gubftangen Geite 150, Bie fe sum Unferbalt der Gemadie beitragen, Berfhiedenbeiten In den Hauptheffandtfeilen, machen Berfhiedenbeiten in ibren Birfungen, bre Reigung sur Berfaulung. Bie fie befordert wird. Umftande, die dabei in Betracht Fommen. Harte animalife Gubftangen, Verfhiedene Befhaffenbeiten derfelhen. Rnocen, Yotn,. Dufe und: andere. Umftande, Die in der Vereitung, Rifbung, Verbin: bung und Anwendung derfelben su ermâger finde Beide animalilde Gubftansen, Berfhiedene Arten derfelben, Grewen Suderfhaum. Hbfall aus den JRanufacturen, Sifhe, Dlut rc. k Amftande, die bei der Vereifung derfelben in Betradt fommen. Qn ibrer Yerbindung und Mifhung mit andern JMa- terialien. î Gn ibrer Ynwendung und Gebraud, SBollene Qumpen, Haar, Sebern und andre mabrfchein- id minder vortheilhafte. Animalifhe Subjansen von dauerbafterer TBir£ung als manche andere. Thierifdher Mift Natur und Güte deffelben. MBovon die lebtere abhangt. Arten der Anvendunge. YBirfungen deffelben,:wie fie entftehne Menfhendunger, Bon Bogeln und andbern Shieren. Umftande, beim Gammlen deffelben, Bon Cchiweinen. Bon Pferden und Rüben, Aufmertfamfeit in Mifhung deffelben mit andern Gub. ftanaen. Yon Shafen. Fe Aufmerffamleit, wenn es auf den Aer gebradt wird, Düngungsmittel durd Die Zerfesung der begetabil. Gubftangen SG, 153, Metboden, nad welchen fie aur Dflansennabrung bes veitet werden. Berfhiedene dagu anpañlende SRaterien, bdie fid wûb: rend der 3erfesung defjelben bilden. Gründe, mwarum fie in ihren Birfungen auf den Aer verfchieden find. SRancherlei Gubftansen bie fi gebrauchen laffen. Begetabilifhe Subfransen. Art, wie fie nubbar su machen find. Grüne Grüchte. Geefrauf. Gerberlohe. Soth von verfhiedenen Stellerr. ralaftaub. 9bfail von DJelluchen:c. Düngunggmittel burd die Birffams feit und Serfesung mineralifher Gubftansen; Seite 164, RalFartige Materie im Allqgemeinen. Grund der verfhiedenen WBirfung derfelben in verfie- denen Sallen, PBarum Sd) MBarum fie verfhieben finb, tbenn fié aus verfhiedenen Gubftangen bereitet ift. $alf oder gebrannte Ralferde. Birfungen derfelben im ungelofdten Zuftande. Gm gelofhten Sufrande. Durd die Berbifdung mit verfhiedenen Gubftansen, Durd den Vhosphor der im Ralf enthalten ift. Allgemeine Bemerfungen über den Nuben und die Ans wendung des SRalts, Ralfftein. fann aud obne CEalcination afs Düngungsmittel ge: brauct merden. YBie man ibn in diefem Suftande subereiten foll. Berfhiebene Mirlungen deffelben, wern er(o gebraucht wird. Dovenarten, für melche er fid am beften pañt, Ralffteinfies: Mie man in allgemein nubbarer machen fonne, freide. Gejhaffenbeit derfelben, Qxt, fie aufs vouteilhaftefte su gebrauden. Birfungen auf veérfhiedenen Bodenarten. Droportionen, in mwelhen fie auf jeder ré angemanbdt werden mu. Mergel. Berfhiedene Arten, bemerff. Jrt, fie genau fennen gu lernen, befchrieben, rt, wie er angemandt werden muf, Proportivnen der Anvwendung, Biro gebraudt auf Aer: und auf Grastand, Umjtande bei der Antwendung defjelben in jedem Galle, Defondere Umftande, die bei der miederbolten Anwer: dung deffeiben su beachten find, Sr. Holts Angabe der often des Mergelns, Gecland. Ruben als Düingungsmittel, Auf welhen Bodenarten. Ansuwendende Quantitaf, Art der Anwendung, Gemeiner Gand. Defhañrenbeit deffelben. Bie er dem Aer nuslih merde, Düngungsmittel durd die MBirffams feit unD Serfesung der falsigen Gubfianzen y Geite 170, Berfhicdene Yrien derfelben, Fônnen gebrauct werden. Hrten, auf welde fie ibre beilfamen WBirfungen seigen, Defhaffenbeit einiger befondern Subftansen erlautert, Dicichers AHbfall. Geifenfieders Abfall, Vegerabilifhe Afde. ŒZorfafhe. Vie fie angsurmenden, Roblenafhe.: Ruf. Mie dicfer als Dung nüblidh werden Fonne, Art, ibn auf den Aer su bringen. Gründe, warum Gubftangen, mwelde falaige Œheile ent: balten, unter Gchoppen aufsubeivabren find, Galfaure Gode, oder Geefals. Rubbarfeit als Dünger nidt ausgemadt, ie diefe die Fauln:k befordern fonte. Zndere Weifeu, auf mwelhe fie mit Ruben angemandt werden fann, a Ï fe XV Düngungémittel dur die Combinaz tion verfdicdener Gubftangsen©. 186, Compoftvon dem Hofdimger, Defchaffenbeitd. Gubftangen, aus welchen er gebilbet wird, Jattél, feine Bildung su befordern. Düngungémittel.fonnen bäufig vortheilhafter gebraué ierden, wwenn fie Combiniré werden, als in ibrent cinfachen Suftandes Mmftande, Die bei der Shifhung verfelben nothmwendig ermogen merden miüfiei, Diüngungsmitte(, auf diefem Bege febr vermebrt. ni sel bei dem Gebraud verfhiedener©ub: tangen, Salf in feinen verfhiedenen Suftanden, alfalife, fal- gige Shaterien. à À Mothige Quantitäten in verfhicdenen Fallen auf den Aer ansumenden.;| Amftande, die bein Gebraud oderfelben berüdfihrigt werden müfien. Mittel sur Bermebrung und Erbal: tung der Düngungsmaterien S, 190, Berjhmwendung aller Arten von Gubftangen müffen ver buütet werden, Düffen bald au Dünger gemadt merdben. JHufmertiamfeit auf die Gorm und Einrihtung des Mif- bofes ift nothwendig. Torm deflelben, befcrieben,_. j Berfabrungsart mit verfhieo. vegetabilifhen JRaferien, Dei der Bermifdung mit Ralf. Sur Serbütung der Serdunftung. s Sein Gammien verfchiedener Arten bon JNaterialien. Heim Huüurdenfhlag. Dei der Debandlung verfhiedener grüner Fridte. Durd Serbüutung, da der Menfhendinger nicht vere lobrei gebe, Durd ZAufmerffaméfeit auf Erfparung mebrerer thieris fber Gubjtangen. Durd Gammlung vegctabilifher Erde. Durdh svedmabige Debandlung der Iifthaufen. Allgemeine Anmendung der Dün:z gungsmittel$ Geite 197, Buftande derfelben, in welchen fie am vortheilhafteiten anguwenden find, rten der Anwendung in verfiedenen Sällen, duf aderbare Landereien, Auf Graslandereien. Jabréseiten, in mwelhen die Anmwendung berfelben in den verfhiedenen Gallen am beften su berverfftelligen fé. Yinfiande, in MRüdfiht auf das Auffabren derfelben, befhrieben. ÆBenn fie auf die Oberflahe angewandt werden, was dabei su beobacdten. Mittel, fie auf die fparfamfte Art angutvenden, Dungarten, die in verficoenen Sallen mit dem mebr- fien Nuben angemwandt werden fonnen, Achte Ybtheilung, Ab tv afferung des Landes Geite 203, Biel Baffer ift sum gefunden WBachsthum der Gervachfe erforderliche 4 Sodft- XVI Dodfifbablid, wenn es in oder auf bem Doden im Uebermaf surüd gebalten wird. Daber die Nothmendigfeit es absuleiten, bebor man su andern Berbefferungen fdreitet. Li te von mwelcen das Gelingen bdiefes Gefhañtes abhängt. Die verfiedene fhidrartige Natur des Dodens fommé dabei in Derracht, unterfheidung der Ghidten in verfhiebenen Sâllen. Dei Erbabenbeiten oder HDügeln, Dei niedern Gründen. Urfade ibrer Grregularität in verfhiebenen Gûllen, drt, wie das IBafler auf erbabenen Gegenden gefamins let und in die niedern geleitet wird. Berfhiedene müfferige Erfheinungen daburd erseugf, als:©ümpfe, Mornfte, viefelnde Quellen, triefende Gelfen, grobe Quellen, Vache rc. Breden an verfchiedenen Gtellen aus, nad der Mafur und Regularitat der Sidt, über mweldhe das IBafier fortfliept, Bovon in verfhiebenen Fallen bie wverfchiedene fraft abbänge. atur der undurdlaffenden Gbidten, woriber bas Baffer geleiter wird. Rlepartige und sufammengebadene mergelartige Ghid- ten, bauptfadlid dicjenigen Yrten, über weldhe das JBañier gelcitet mirD. Ge dchnen fich au verfhiedener Dicfen in perfhiedenen Gâllen aus, Die flepartigen find inggemein bdie oberfladlidften. Matur der daswifhen fommenden{odern Materialien in gewifien füllen. Serfiedene Lagen des Grundes in Rüdfiht auf Naûffe. Rethoden, fie in verfhiedenen Sôllen und Sageu Des Landes su entfernen. 6 Amftande, die im Diefer Rüuæfiht wobl beadtet werden ollen. joe mober vie Maffe, in fo ferne fie auf den JAerbau fid begieht, am baufigften entftebt. Atfgemeine ghethoden fie su entfernen, purd JAuffañgen der Quellen. ï erghieoene alle dabeï., Beim Ausftecen der Abauge. Our Dobren, vermittelft des Absapfungsbobrers. Salle, two die gewobnlide Methode, verfhiedene tiefe Qeitungen au graben, mit Erfolg angerwanDt werden fann. ao bas Durbobren der bdiünnen undurfaffenben Goidten bis su den offnen[odern ftatt finden Pann, Aimftande, welhe auf Gegenmwart der Quellen deufen. Galle, in welchen das aller aufgefangen werden Fans indem man an Den Geiten der Erbabenbeiten. grabt und es bur fhidlihe Mittel su einem boben Mi- veau bringf. dbwaferung folder Sanbereien, Die unterbalb des Mis veaus der Gee liegen, Éani nur dur Poftbare az fhinerie bemirft werden, Das Umgeben derfelben mit grofen Gräben Fann nübz Lich fent. Dberfladlide Naffe, wegen unburlaffender Matur der Dodenarten und ibrer eigenthümlichen Lagen, durch boble Absige in dér Dberflade abgelciter, Dei Grasland. Sci aderbarem Lande. de 6€ E À Metboden, fumpfige Lâänderelen ab gumäffern/ n Seite 210, Umftände, don denen dies in den mebrften aller abhangt. Yrt su nivelliren babei. Berjiedene Ridtungen ber Schicdten geben bier eine Berfchiedenbeit, itéel, die Dauptquellen beim Graben der Abgüge auëz fündig su machen. Birfungen, wenn fie ungefhidt angelegt find. Das Graben bderfelben in dem Salle, da die Danfeit irregular find. Abwalerungsmweife in engen beranften Sümpfen, wo die Lodere Sdicht, bdie das IBafier enthalt, in gerinis ger Tiefe unterwäréis die anbaltenbe Shicbt erreicbt. Qn denen von grôferem Umfang.. &n marfhigem Lande(ângs den lüffen. rten, die Absuge in diefen Gallen au made. Müslidfte Arten der Abauge. Gattung der SRaterialien sum Ausfüllen. Defchafrenbeit per Ziegel, Dderen mai fi sur Anlegung derfelben bebdient. Borauf man befonders nadber au acten bat, ivenn man fie in die Œrde bringf. Anscigen, woran man Berftopfung deffelben erfennef. gRündoungen der Ybsüuge müfen forgfaltig in At gee nommen twWerden. Amftände, mwelche geigen, da bie Abaüge wirffam find SRethode der Abwafferung, wo die unéere Siht(ofer ift, werfieden von der eben befchriebenen. Jbaige müflen in ben abfchüfigften Gtellen durd bie obrre lache des Bodens auf der anbaltenden Ghidt gemacht werden. Das Bobren, um das IBaffer su verfenfen, Derfelbe 3we® dur tiefe Graben oder Bruntiten erreichf. Qie Abaüge müffen in biefen Gallen eng und mit Gtei nen auggcfullt fenn, Rothige Aufmcrtfamfeit auf die Aderbecte, mwenn das Land beadert wird, Die Befhaffenbeit der Lodern Shidt muf auerft unters fucht fenn. Metboben, bügeligte£ândereien abs sumaffern?/ Geite 227. Abwaferung der Hügel oder erbabenen MBeideplaBes was dabei au beadten. Abaige nad) der Lage der Cchidten 4u maden. Die Graben müfien febr bod auf den naffen Doden berauf geben, um die Quellen aufsufangen. JAndere Graben, Die niedriger find, werden gurweilen erfordert. Deide Seiten der Dügel Ponnen abgemäfert werden dadurd, bdab man die frodnere abgrabt. Hâufer fénnen auf dicfe JBeife baufig mit Baffer vers febn mwerden, denn das Fann aumweilen qu betrachtli- her Hôbe binauf getrichen werden.: Qie Graben oder Vobriéer müffen in diefen Sallen nicht su fief gemacht werden, Metboden, pvermifdte Sodenarten absumaffern 0 Geite 223 Barum es im Gangen Éoftbarer. Art, die Absüge darin qugulegen., Mittel, à h ittel, bie befte Sage ausfundig su macen. Berfhicdene Yrten davon befdricben. MBarum die Abauge in borigontaler Nidtung angelegf werden müffen.; MBeniger Absüge in diefen Bobenarten bonnotlen. Grund davon, bargeftellf. Methodens anbaltende Bodenarten absumäffern, Geite 225, Mie die Abauge in verfhiebenem Fallen gemadé werden. it dem Pfluge-oder dem©paten. Hnbdere Gülle, Gnftrumente gum Anlegen derfelben, Der Minirpflug. Vefte Gabrsseit fie au macden,! Grôbe derfelben in verfhiedbenen Galles, aterialien fie aussufüllen. often und Dauer derfelben in verfhiedenen Füallen, Metboden, Dergmerfe, Gteinbrüder Mergelaruben absumaffern©. 234, Amftande, bdie in verfhiedenen Fallen su. erwagen find. Beim Abgraben der Quellen. Geim Leiten des Baffers in die untere[udere Shift. IBie man bas Baffer in folhen Fällen benuten fonne, Demerfungen über Abwäferung im Allgemeinen. Meunte Abtheilung, Rafenbrennen;; Geite 238, Ein fon in frübern Seiten ublides Verfabren. Bobei manche Beranderungen in den Bodenarten Vorz ehen. ya einigen wird die Sructharfeit verminberf, Dei andern baburd befordert. UE Bersehrung der vegetabilifhen und animalifden Ya: terie nacdtheilig._ Die Berwandlung der frifden vegetabilifen Producte in falsige Materien, bodft mobithatig. D Berbindung des Drngen mit dem Boden, febr nüblid. Die falsigen Materien fheinen die Urfadhe der grofen Uepvigfeit der folgenden Srucdt au fepn. Goll bag Lanb erfhopfen. Grofe reisende Sraft beffelben, Begctation nüblidh. à k pau IBie der Ral£, wenn er mit Afdhe vermifdt if, nübe, Œingiger Nadtheil, dur den Berluit der vegetabili fhen oder animalifen Materien.; Die erbigen Deftandtheile werden daburd nicht ver: minderé, Gerathen baufig daburd in einen gerreiblichen Suftand. Bertuft der vegctabilifhen JMaterien, bei meitem#wobl nidt fo grob als er von einigen Gcriftftellern ange: geben wird.; Die dadurd erseugfe Afhe als fehr beilfam befunden. Befhañfenbeit der falsigen Gubfiansen,: Gires Alcali und vitriolifiréer TBeinftein, gur Begetation beide dientid). Mie das Rafenbrenten fonft no in der Beforderung des Babsthums der Grucht nüuslih fenn Pann. Durd) die Serftorung aller Arten von groben vegefabi lifchen Materien. Gudem es die Iechfelwirtung der Maferien auf einaus der befordert, Œrfter Theil. in Seforderung der brio 4 À XV11 ndem es verbütef, daf der Mer auf biefe YBeife qu offen und Leidt sum Rornfragen merde, SGndem die Erde in mandhen Œallen feiner und mütber, mitbin für die Burseln der mwafenden Dflansen ems pfânalider iwirb, Judem das Unfraut in éinigen Gallen vollig acrftort wird, und der Aer mebr Greiheif, die darauf wach- fende Sruché su nâbren, erbült. c Dies Berfabren leider auf einigen Bobdenarten mehr Yne wendung als auf andern. 2m wenigfen nübt es auf dünnen(eidten Yoben oder folhen, der lange beadert gervorben ift. Am vortheilbafteften ift es auf bem fteifen, fhiveren, BRL pu fAyten are oder auf folhem ungez im Lande, bas mit fhlehten Ergeuqnit qi LA ne ift. Ro ‘lgemeine Erfabrung der Sanbiwirfhe beftätiger dies. Der Grund davon, Etes ae Das lrtheil cines gefhidten Mutors bieriber. Quf moofigem ober torfigen Voden muf es mif vieler Borfidt gefhehne Er faugt in cinigen Sâllen gar nicht su diefer Operation. Dr. Anderfons SReinung gegen dies Berfabren. Eine merfivirdige Ebatfade, auf andern Bodenarten. Ungefhidie Gebandtung, wabrfheintid der Grund bavon. Laft fib jebod) guiveilen darauf antvenden. Mebr Borfidt afs bei andern Bodenarten vonnoôthen. Das allgemeine Berfabren auf fhéichten, unbefannten, PE MR Enr iuBen uit orfheile babei, von den mebrften rifée ftellern über den Aerbau y anerfannf. RASE a SE eUR Meinung daruber bein Aufbrechen des andes. heinungen anderer, angegeben. Barum man gégen das Rafenbrennen Einibürfe mat. An pit bi ein anderer Serluft im, Sobden$ bi ili und elaftifhen MRaferien. in CURE Put g He LE a behauptet. epatfiger Boden(oil am(eidbteften 5e: banbdlung feiden, die Ne Andere bebaupten, e8 made den Doden mürbe. Mr. Voungs JReinungen über die Einrwürfe, die man ha fé dagegen madt. batfaden geigen, Da eg wenig aefabrli es ent Re ptDe iWirD. LA Ne Berfhicdenbeit der Jcthode bdiefer Opetation. Ben verfhiedenen Vobden wabrfheintih uothwendig. Bortheilbaftes Serfahren in verfhiebenen Fallen. Abfraben des Nafens. Snftrumente deren man fid daben bedient, verfhicbene. Bortheile cines jedcn. Vilüge, die leichteften, wenn fie gebraudtiwerdben Fônnen, Gabréseit su diefem Verfabren, voden Better unentbebrlicdh. Fed en die befte Scit. ictet fid nach der 4u bauenden Frudf, Qu Rapfaamen und Zuruips, Su Gerfte und Yafer, u Beigen, é Qide des Abfdalens muf von der Natur des Bodens abhangen. Shr, Bars Meinung darüber, ç Gewvobite ST ré ns DE Me" XVIIE 3 à Ÿ Gewobnlihe Reife deffelben, limfrande die benm Gtreuen der Afhe su erwagen find. Vefondere Art des Ctreuens an einigen Orten. Einwiürfe dagegen. Roftén davon, auf den leichfern Bodenarten. n den Heide- Gegenden. Dünger der dadurc ergeugt twird. Bortheilbaftefte Methoden des Aberndtens nad) biefem Verfabren in verfhiedenen Fallen. Angaben der Roften und des Oerwinns. Muben des Verfahrens. ie es minder nothwendig gemacht merde. Allgemeine Semerfungen darüuber. Sebnte Ybtheilung. Prade,, Geite 253, Den der Bereitung des Aders vermittelft derfelben, gebn mande Seränderningen in den Gubftangen vor, melhe die Bodenarten bilden. Ein bober Grad von Mürbbeit und Seinbeit wird daburd bervirft, Huf foldhe MBeife werden die verfhiedenen Beftandtheile inniger uno gleihformiger mit einander permengé. Vortheile derfelben sum Frudtertrage. Tbhau und Geudtigfeit erbalten mebr Sutrité. Die Serfiorung des Unfrauts ifi gleidfallé sur Berbeez rung der Bodenarten nüuslic. Bie nocd fonft die Pulberung beilfam terde, Die atmospharifhe Luft fann reidlidher in die Swifhen- râtime der Bodenarten dringen. Roblenfaure und andere Gauren werden dadurc gebildet. Ammonium oder flchtiger AlFali, Galpeterfaure. Slüubige Roblenfaure. Die Drade ift daber nübliher als man bisher geglaubt. Bird# einigen Bobdenarten mebr wie bei andern ge’ braucht. ft suweilen unnéthig und nachfheilig. Huf ven leichtern und trofnern Dobenarfer, Auf folden die an Düunger reid find. Mie fie in jeder Bodenart nacbtheilig werden Ponne. SHeilfam auf naffen, fteifen, saben, flepartigen Soden, auf manche IBrife. Die atmospharifhe Quft Fann in ben Déblungen des Bodensg volliger eindringen, Die sur Beforderung der Begetation erforderlihen JRaterien werden racdlider ergeugf, Die ne eté der Pflanasen fonnen freier fortfpriefen ben der auf foule IBeife ftatt findenden Bermebrung der Dberflache. Dic Serftorung des Unfrauts ift aufbdiefe Beife wiréfamer. Dielce Alles fann auf nafjem Soden nur durd Gommer- brad)e bewir£t werden. Das ofrere Pflugen im inter mat ibn nur fteiffer und bindendet. &rofne, grandige Boden Fonnen ofbne Grade, naffe und Flepartige nidt obne fie bearbeitet werden. Reine Urten der DBeftellung find ben lcbteren vollig fo wirffam. Dod fann die Biederbolung der Brache dadurd minder nofthmendig gemacht werden, Dbne Drache fonnen mande nüblihe Œrseugniffe aur h 6 Defterung der Begefation im Boben nicht hervor ge: bracht werden. Grüne Gridte müfjen jebod) foviel als mogtid sum Bich: futter angebauet merden. Rüslichfte Gemadfe der Art, Bei der groBen Berfhiedenbeit in folhen Yodenarten, werden verfhiedbene Arten des Gebrauchs und der IDiez derboblung der Brahe nothwendig. Der Landwitth bat mobi darauf su achten. Die Methoden müffen fid nad der Bodenart und den Umftanden richten. Berfabrungsiweifen in verfhiedenen Fallen befdrieben. Le ph Beit Das verfhiedenthihe Mfligen vorsus nebmen. Bie die vollige Pülverung des Bobdens am beften erreicht wird, Berfhiedene IRethoden, nad welchen das Pflirgen am beften bemeréftelliget wird, um die Bodenarten gu[üféen, ŒEinige balten das Pflügen allein für binreihend, Gn cinigen Sallen fhiwierig, fteifen Boden auf bdiefe IBeife su bereiten. Die Rlumpioleit verbindert die Serftorung der Unfrautsz wurgeln. Diefe werden bloB dur ofteres Eggen und Balsen wirle fam gernicdtet. Das JHusftehen des Unfrauts wird gumweilen nadber vore genommen. QDiefe Methode ift wirthlider, wcil fie meniger Pfligen erfurderlid mact. Der Groft bat die mebrfte Birfung nad der Brade. Benig Gefabr, daB folhe Bodenarten su fein werden. Durd Erfabrung berviefen. Andere empfoblne Methoden der Brade. find qu vers widelt, als daB fie die Aufmerffaméeir der Landwirthe verdienen folitens Bas darauf beim Dünger, in verfhiedenen Fällen su beachten 1ft. Dies ift auiweilen unnôthig. pauñg au der apeiden Grue am autraglidften. ründe, warum der Anbau einer dichten ari frucht oft febr nuBlid ift. soul douche Hangt von verfhiedenen lrfachen ab, er Aer bleibt nach einer didten grünen Srudt immer feiner und murber, HBarum diefe dem Ader vortheilbafter gu fein fheint als eine leihte magere Srucht. Gie ift daber dem Landiwirthe au nübliher als die nafte Brache. Gollte baufiger fowobl auf(eihten als fhmweren Goden- .arten eingefhbre werden. Laft fih auf dem leichtern baufiger anwenden ala e8 Die Landwirthe glauben, Bie fie am belten bebanbdelt wird. dlgemeine Bemerfungen über grüne Bradfrucbr, Œilfte Abtheiluug, Anbau des aferbaren Landes,©, 262, Hetracbtet in Rüudfidt auf folhes, das nod nidt unter dem Pfluge gewwefen iff, und folhes das bereits beadert worden 1ff. Bey der eritern Yrt find manche vorbereitende Operatioz nen nothig. Ent: 7 ŒEntfernung mandetley Hinderniffe beim Pflü gen, Geite 263, Gteine. Berfchiedene Ar derfelben, IBie c8 am beften gefhiebt. Ratbwenbig in verfiebenen Sallen bargcftellé. Sonnen baufig au nüslihen Sweden vermandt werden, Landeigenthumetr follen mitsur Soblenbeftreifung gesvger werden. Reinigung vom ol. j Berfhieden nad den AUmftanbe. Mie es mit ven Baumen, melhe Baubols geben, au Ma: chen ift. Dur Graben mit em Cpafen, Ourd Pflügen. k Gobalb die Burseln Heraus find, Eanit man eine Grudt barauf bringen, Machber vollffanbdiger gereinigf. Veffer wenn es gleidh gefhieht. IBarum, erläutert, Berfabren ben ftruppihen Gemachfer. Yerfhiedene Geffrauche lieben befonbere Bodenarfen. Drombeeren, Brabm, Dorn, Éleine TBeide. YVodenarten, wo fie uppig wachfen, befchrieben. à Beranderung durch Auffabren pañliher Gubftangen, wie vortheilhaft es ben der Berfiorung derfelben fer, Gubftangen die dasu gebraudt werden. SRethoden, biefe Geftrauche ausauroden, wenn fie ffar® gewachfen find. ra Den der Genftart mu man fowenig als moglid brennen. Diefe Bobdenarten muüfien fo Lange beadert werden ,° bis fie vollig aerftort find. YBenn file su Grafe niedergelegt werden, fo find fie am beften mit©Gchafen abaumeiden. Seidefraut.; Defdhaffenbeit des Landes, mworauf fie ergeugt-wird. Gicbt weniger vegetabilifhe Materien sur Berbeferung als andere Pflangen. 1a.à; ft daber sum Bachsthum einer nüBlichen Srudé minder wirffam. Û Mie man das Heidefraut entfernen und den Aer bereiz ten folle. Durd Abmaben. Ourd Plaggen und Brennen, Dur blofes Brenner, as ben jedem su beobachten iff. RüBlihfte Snftrumente sum Abmaben, RalË mu im Aasenden Suftande barauf gebrachf werden, Gun grofen Portionen, SRr. Youngg JReinung darubær, Art wie es gefcheben foll. j Gn feinem pulverigen Suftand gléibformig ubergeftreuf, seigt bald moblthatige TBirfunge Methoden,. Glace SBeaherung nadbher nofhwendig. Sälle, in welhen es obneumgebrocen su iverden, gerftoré werden Fann. Arten der Deftellung in manchen Füllen. Dauptregel daber: daf es su Grafe niedergelegt tird, Grüne Srucht mu nothmwendig abgeweidet werden. Daë Umpflügen derfelben wird suiveilen angemandé, Salle, in welen es gefheben fann, Suf fobald als moglid su Grafé nicoeraelcat werden. Andere Arten Land Die diefem nabe Ffommen, Golche die Vinfen und andere fhledte Mflansen leidié ergeugen. Jimeifen, Maufwurf und andere Hügel. Bey der erften Art ift das Abivafjern befonbders don Ruben. Ruben des Vlaggen und Brennen. JAnbdere vortheilbafte vorgefhiagene Methoden. Bermifdung der torfigen Jberflache mit lebendigen alt foil die wirthlidfte Methode fenn. Barum dies in einigen Fällen befonders mit Muben az gemandé wird. Ameifenbügel fonnen auf gleihe MBeife vermifht werden. Qie Portion des Ralfs mub niche su groB fenn. Die SRethode mit dem Shalpfluge ift aurweilen febr brauchbar. Gteife, naffe, thonigte SBobdenarfen, ie fie beadert werden müfien, Œiefes rubren ift oft nothig. Rann mit dem Minirer gelhebn. Or. Anderfons JReinung über deffen Nuben. Wie es das Land abiwäflert. Anbdere Arten dies au verridhten, befchrieben, Bie mar folhe Bodenarten dur Ralf mürbe UNd fein mat. Das Plaggen und Brennen wird auf diefem Bege min- der nôthwendig. Mu nur auf alrer sûber Rarbe mit fhlehten Vflansen bedegt, gefchebn. AN Pilügen auf wüftem Lande baufig notb: wmendig. Berfhiedene Abfidten daber. Defhaffenbeit des Vodens, des Glima’s der Grudtart und Sacmetbode, die daben in Betracht Foémmt, Art das Land au ebenen, MBerfseuge dasu. Rüblicite Art, Bie man fumpfiges Land am beften beaern Ponne, Dequemfte Frudé dau. Gicfe moofige Vodenarten. Mie fie au beadern find. Durd Abfluthen des Moofcs. Durdh Ralfen ohne Sluthen, Methoden in Shottland. Den Ralf aufsubringen, Die Quantitaf. Bie man die Srudt einfaen müffe. Are Didte, bide, grüne, die befte Rarfoffeln, Surnips Binterrofen, Rapfaamen. R DR Rornfrudt, swedmabige Arf, Grasfämereien, die beiten, Methoden des Cinaderns befrichen. Aerbeete 4,$ Bas bei Anlegung derfelben su beobachten, Auf Rlene und Lebmboden, Auf marfhigen Lande, Auf fandigen und Fiefigen Bodenarten, Auf Lorf- oder Moosboden. Deete auf dem Lebtern werden gewobnlid mit bem Gpaten gemadt. ie vies bemvertftelliget wird, (2 Ceite 278. Ron» PR Se à XX Ronnhen auf tiefen Bodenarten breiter gemadt tverden, Allgemeine Ridtung auf allen Bodenarten. Rordliche und füdhe, die beften. ie fie auf bagelihten Boden au machen find. Beranderung der Decte, auf altem beaderten Landes Mas daben au beadten. 6 Mie fie in verfhiedenen Fallen gemadt werden müfiete Mebanifhe Erfindungen daben nadtheilig, Berbefferte Methode, empfoblen. Roften auf verfhiedene Art, Andere Yrten die Deeten au ebnen, Der Plug mub vornebmlih daben in Anwvendun Pomimen, Pflügen$ 4$ Geite 285, Bas daber su beachten, Auf fhmerem Soden. Auf leihtem Soden, TLiefe in verfhiedener Fallen. OHaufiges Plügen nad) Befhaffenbeit des Bodens. Biederhoites Rüubren auf fteifen und fhweren Yoben nôthiger als auf leichtern. Quf lange beaderten Boden insgemein nidt fo oft noths wendig. Der Aer melher gedrillfaet iwird, mub befonders fein und mürbe gemact fenn. Die Befhañenbeit der Srucht beftimmt über das Pfüugen, Einige Arten erfordern mebr Pflugarten, als andere. Ein feiner Suftand der Beaderung, ift im Gangen vorz theilhaft. Œullé Meinung über Gearerung. Srüdte die vom Uufraute leidét leider, erfordern quite Borbereitung. Diete giebt man durd den Anbau folher Gerväacdfe, bie mwaäbrenbd des mwachfens viel Vearbeitung erfordern. Durd folhe befonders, welche grobe DEL. oder Pnols lige Burgeln Haben, TBarum ein Aer in mürbem féinem Suftande, für die Begctation fo beilfam iff. Berfseuge in verfchiebenen Fallen, Guffolter ciferner Sdminapfug. Motherampflug, Shmallpflug. Bicbtigfeit und Bortheile guf eingerihtete Pflige, Eggen?? Geite 289, Berfdiedener Yuben deffelben. Art von Eggen in verfhiedenen Källen ansumenden, Lie man ÉE A ibrer bedienen folf. Echicifen, Ghaufler, Auftraser, und Cultivatora, Seftgemachte Eggen bei Dereitung des Aders aurweilen von Yuben. Metboden des Eggens aur Bededung der Sant in vers fhiebenen Fallen. Bequeme Beit dies in verfhiedenen Vodenarten bots aunehmen. D fondere Manier, auf naffen, Fautfhigem Soden, Yachtheile diefer FRethode. Bic man ben Grobfamereien verfabrt, WBalsen! y cite 297, Ruben in verfhieèener Dinfiht, 0 - Abtfamleit darauf, unenthebrlich, Sonate eus Berdriæer der Fumpiden Sollen, auf fhiwerem open. ie es Unfraut gerfiort und den Aer ebnet, Düngung des aderbaren Landes, Erforderlihe Mufmerlfamfeit. Dnpafende Dungarten, auf fhiwerem, auf mittlern, auf AR auf leihten, quf moofigen und forfigen poen. Hefhaffenbeit der Gruché morauf man qu achten, Grunde meshalb. Befonders bequeme Art su gewiffen Krüchten au dihgen. Bie e6 ben d. verfhiedenen Urt der Eultur gejhehen müffe. Be der Dünger bauptfahlid ansumenden. Œiefe in welche e8 gcbracht merden muf, Quantitat, Gabraseit, Jllgemeine Beobachtungen. ARallartige Gubftansen. often, Gabregeit der Anmendung. Unterpfiügen grüner Srüdte Seite 300, Sdhafbüurbden. IBie damit perfabren mirbd. Aro fie am nüsliditen ind. Grüne Frubt. 2chtiaméeit der Ausfubrung, Befdlammung? Geite 302, Wie e8 gefhebn müile. Mober der Muben derfelben, Ridtungen um fie su berverfftelligen. Dodenarten die fi bagu pajjen, Roften. Borsuglihe Srudht barnach, Sûen, Geite 304, Theorte der Begetation Deachtungen ben der IBabl der Caat, Beihen ibrer Gurte. Wieman fieausfindig mabt, vb fie im Shober erbist if, Beranderung der Gaat, Grinbe, Ruben und Bortheal in manen Rüwfibten, Dreitiwurnige oder alte JNRethode. Wo fie mit Bortheil anguivenden ift. Anvere Methoden find in einigen Fallen nisliber, Drillfaen oder Die neue Icthode. Bielleidt alter, als die andre, Bo e6 am nüblibften if. Bas babey erforderlid., Dequemfte Snfirumente, Bortheile jeder Methode gegeigte Eomparative Angaben, unter verficdenen Umftanden. Rothige Cultur ben jeder Methode rwabrend des Macs thums der Kruchf, Haden, 4 Gite 336, Dequemfte Merfscuge in verlhiedenen Fallen. Gaten, Berticuge dagti, Umlauf der Früdte y Seite 344, Ruen und Michtigfeir. Die in den verfchiedenen Bodenarten anpaffendflen. Sruchtrocchfel. Befondere SRefboden mancherlen Gruchtarten au bauer, Beisen, Roggen, Oerfte, Dafer, Bobnens Ein Einleitung Déteic der Mferbau in Diefem S£ande grôfere Bortfbritte als in ben mebrften anbern gemadt bat; fo bat er doc bei Meitem die Stufe der Bollfommenbeit nicht erreicht, die u tünfchen und bderen er fâbig iff— in jebem Siweige deffelben bleibt noch vief zu thun übrig. man den twiffenfhaftlichen Zuftand deffelben, fo findet fihs, daf, ob- gleid die Grundfâge und Operationen deffelben gehôrig verffanden worden, und die fände- reien in einem verbefferten Suffand der Dearbeitung gebracht find: im Gangen dod nur ein fleiner Æbeil von dem cultivirten Boden der Hnfel unter ein gefcheides und twoblgelei- tetes Birthfhaftsfnfem gebracht if, Man trifft no ungebeure triche des fetteften und feuchtbarften Dodens in verfhiedenen Gegenden an, welde fer unvollfommen und uu- vortheilbaft bemirthfchaftet werden, ,, Œin cinfichtsvolfer Scbriftfteller*) giebt an, bas Grof- brittannien 67 Millionen Acres enthaltes 7 Millionen, welhe Hâufer, Strafen, le, een u. f. w, enthalten, Fônnen natütliher MBeife nidht beacert merden, und es bleiben daber no 60 Millionen, von bdiefem werden nur 5 Millionen gum Rornbau gebraucht, 25 Millionen liegen ur Meide, twäbrend 30 Millionen entreder vôllig mwüfte und unbe- bauet find, oder nad einem febr feblerbaften MBirthfchaftsfofiem bearbeitet werden,“ Mifein nicht nur in der Deaderung des Dodens bat die Sandtwirthfhaft fo fangfame und befchränfte Gortfchritte gemadts fondern auch in andern Gächern und Siweigen derfel- ben,%n der Debandlung der Uiefen und des Meidelandes, fo wie in der Berbejferung der Biebarten fcheint man, eingelne Sûlle ausgenommen, nod nacbläffiger und unaufinerf- famer gervefen zu fenn, mwenn gleid biefe Gegenftände eben fo viel Mifiht erfordern, als der *) Sir John Sinclair, XXII Et TEUR der Anban. des acerbaren Sandes, Die atvifchen biefen beftehende Yerbindung iff fo ge- nau, baË, wenn ein Sandmwirth das Mfern auch febr gut verffände, und es ibm an gebôri- ger Reuntnif feblte, fein Grasland in Ovonung zu balten, und bas Bich gebôrig aufju- gichen und gu füttern, er immer zu feinem grofen Schaden wirthfchaften mürde, Gn Hinfiht auf Aergeräthe, obgleid in biefem inffrumentalen Gache der Sand- tirthfaft in den neuern Seiten viel geleifiet ift, làft fit Dod) nod) vief vervollfommnen, um ben Grad von WBirthlichfeit, Vequemlichfeit und Mubbarfeit, der fid denfen[äft, und den die Defhaffenbeit der Sunft erfordert, qu erreichen, Man Fann es jedoc) nicht leug- nen, baf tâglih fhâsbare Meuerungen in diefer Art eingeführt iwerden, Die Lrfahen, tele ein fo langfames Gortfreiten in einer Runff, die fo viel Deacbtung und Eifer verdient, veranlaffen Fonnten, find nicht nur febr gablreih, fondern au ibrer Matur nad febr verfchieden, Bei genauer Unterfuchung des Gegenftandes fin- bet es fih, baf bas Surücbleiben im Mcferbau nicht fo febr von der Unfübigfeit und n- aufmerffamfeit dererjenigen berrübre, twelche bei dem practifchen Theil diefes GOetverbes an- geftellt find, als von den verfhicdenen nordnungen und Œinfehranfungen, von felchem der Aerbau gefeffelt wird, und die man nod fortwäbrend beibebâlt, nachdem die Umftände, twelche fe veranfaften, fich gûänlich oder febr mwefentlidh verändert haben, Man darf jedoch bieraus nicht den Schluf zichen, als 06 das Gortfchreiten der Sandiwirthfchaft als Wiffen- fhaft nicht durch andre Urfachen verbindert fens es ift von jeber und insbefondere in den früben Seiten des Acerbaues, bdurd den Mangel flarer und bdeutlicher Renntniffe feiner Grundfñge und durd eine mangelbafte und untichtige Sprache bei der CExtlärung derfelben, offenbar febr gurücgebalten. in cinfihtsvoller Schrififieller bemerft, daf, fo lange es an Precifion und Deftimmtheit in den Defchreibungen und Darftellungen derjenigen Subftan- sen, tele die Grundlage der fandiwirthfhaftlihen Renutnif ausmachen, feblt, es durch aus unmôglich fen, af die Sandmirthfhaft ju irgend einem Grade von Unvollfommenheit als MBiffenfhaft gelange. Yon der Ziwcideutigfeit und Unrictigfeit ber Sprache in Diefer Gunft vübrt es unffreitig her, daf Sandmirthe einer Gegend bänfig nidt im Gtande waren, ivgend einen bedeutenden Muben von den Berichten qu giehen, telhe von den Bemübun- gen und Yerfuchen in andern Gegenden gegeben tmwurden. Dics bat man zur Genüge in dem gefehen, was über die Defchaffenbeit der Bodenarten verhandelt worden ift; fandivirth- fhaftlihe Scbriftffeller haben gemeiniglid folhe Sefchreibungen und Erflârungen derfelben gegeben, telche mit den Degriffen, Die fie in ibren cignen Diféricteu über ibre Bodenbe- fhaffenbeit fih erwarben, mebr gufammentreffen,*) als daf fie die befonderen Œigenfchaften unù *) Anderfons Récreations in Agriculture. Vol. I. Einleitung. XX111 und Sufammenfegungen detfelben bejeihnet Dâtten. der rt, fo genau und rich- tig fie in Betracht desjenigen Dodens folder Orte, von welchen Ddiefe Defchreibungen ent- lebnt find, feon mag, muf in Sinficht auf andre febe unvollfommen und obne allgemeinen Nuben und Antwendbarfeit fepn, Denn fo viel muf einem jeden, der nur etwas mit dem AMŒerbau befannt ift, einleuchten, daf die Dodenarten nidt nur febr mwefentlih in der Na- tur ibrer Sauptheftandtheile verfhieden find, fondern auch in den Proportionen und Quan- titâten, nach welchen fie in den befannten Bobdenarten gufammengefeét find, Go gicbt die blofe Mnjeige, daf ein Boden, von der£ebm, Sen, Grandart 2e. fe, uns iwenig Aus- funft, da fie uns nidt das Mindefte über die Cigenfhaften und DProportionen der Œub- flangen, von melchem er fo Gefannt ift, fagt, Muferdem wmeif jeder Sanbivirth, baf ein febr grofer. Unterfchied in der Defchaffenheit der le und anderer@ubftangen, mwelche bie Dafis der Dodenarten im erdigen Suffande ausmachen, ftatt findes der flenartige Doden einer Gegend Fann febr fruchtbar und einträglih, bagegen in einer andern Dôft unfrucht- bar und fümmerlid feyn, Œben fo giebt es bedeutende Verfhiedenbeiten in den lebmarti- gen und grardigen Dodenarten verfchiedener Gegenden, tvelche dur folde unbeftimmte Denennungen nidt unterfhieden werden Édnnen,*) Sieraus erflärt es fih wabrfcheinlich, daf agronomifche Crfabrung inr Mlfgemeinen tweniger sur Verbefferung der Mcerbautviffen- faft beigetragen bat, als man bâtte vermuthen folfen; biefelbe Urfache liegt aud dabei wobl zum Grunde, daf die Sauptverbefferungen in bdiefem Gemverbe auf befondere S$agen und Gegenden fi befhränfen, von welchen fie fih nur langfam und alfmäblig verbreitet baben, Das Stvierige, den Sufammenbang der Mirfungen und ibrer Urfachen zu beftim- men, und die lange Seit, twelche daju erforderlich ift, irgend eine eingelne Tbatfahe oder einen fandwirthfchaftlihen Umftand aufs Neine zu bringen, bat gemif au den tiffenfchaft- lien Gortgang des Merbaues febr gebindert, C8 widerfäbrt denjenigen, tmelche mit vie- ler Mnfirenqung, mit Seit- und Oeldaufvande, Verfuche zur Aufflärung und richtigen Ve- flimmung eingelner“Zhatfachen Diefer rt, anftellen, nicht felten, daf, nachdem bics alles gefchehen if, fie ibren 3iweŒ nidt erreihen und ju rihtigen Scluffolgen gelangen, tweil die Umftânde, welche auf die Refultate der Verfuhe Cinfluf haben, oft fo mannigfach und vermicelt find. Juf diefe Deife fhleihen fih unvollfommne Erfabrungen ein; auf die man fich zu bdreift begiebts die aber, wwenn man fi ibrer bedient, oft unvermeidlich in Gurtbum und Täufhunag fübrt. ift biefe Biffenfhaft, fo mie manche andre, dur umffändlihe Darftelfungen von vermeintlichen Verfuchen und Cntdefungen, die fchlecht Unterrichteten wichtig fcheinen, febr vertvirrt und gurücgefet worden, Auch *) Anderfon Recreations. Vol. I. XX1V ŒEinleitung Much Sies bat in der Sanbimirtbfbaft vice Bermirtung bherborgebrabt, baf es ba, go biele Lmffände und combinirte Urfachen fid finden, ben beflen@ciedsridtern fer tivo, qu entftheiden, welche Urfachen ju Gefonderen Operationen und Verfabrungstweifen twe- fentlidh und nothwendig, und welche blof zufallig und unbebeutend find. der Mangel an genauer Deftimmung in Rüctficht auf die nothwendige Musgabe bei verfchiedenen Ove- rationen in Detreff cingelner befonderer landwirthfchaftlihen Gegenffände, und die Sdjivies rigfeit, in manchen Sällen die Producte verfchiedener Serfuche beftimmt ivabryunehmen, verbindern bas Gortfchreiten bdiefer$unft gar febr; denn unter folchen Umftänden Fann der Sanbtvirth Feine vichtige Demerfung machen. Diefer Mangel an GOenauigfeit und Ve- fimmtheit in diefen Gegenffänden bat zu einem âuferft nactheiligen often muthmaflicher Soblüffe gefübrt. Midts fann aber trüglicher fenn, als biefe Methode, nidts mehr Bor- nrtheile begünftigen und dadurch unfer Urtheil mifleiten.*), auf diefe MBeife gefammlet und ausgemittelt, müfen, da es ibnen mebrentheils an baltharem Grunde febit, bie Gortfchritte des Acerbaucs daber natütliher WBeife Hemmen, und gurücdhalten, Die Sohlüffe, iwelche man von einen Berfuhe mat, find auch oft Cintwürfen ausgefeñt und die Berbeferung Diefes Getverbes muf daber au auf bdiefe Yeife langfamer fortfchreiten als mande es twobl glauben.‘Dei dem Anftellen folcher Verfuche, telhe Tbatfadhen in bicfer ABiffenfhaft aufflären follen, die bis babin gteifelbaft oder nidt ricdhtig verftanden maren, ift von Gciten desjenigen, der den Berfuch anftellt, viel Reuntuif, Sorgfalt und Uimfiht vonnôthen, um fid) gegen alles ju vermabren, tas im mindeften Cinfluf auf das Refultat haben Éônnte: wird bicrauf aber nicht forafältig geacbtet, fo laffen fidh aus einem und bemfelben Berfuhe gang verfhiedene Scblüffe gieben. Der Sandiwirth, au eine gu fol- chen Unterfuchungen etforderlihe Genauigfeit und Deftimmtheit nicht gewôbnt, ift oft nur fepr gleichgültig vorbereitet. Srrthümer ju vermeiden, die burd eine Menge unvermuthe- ter Urfachen erzeugt terden, twelche auf feine Verfude einen beträchtlihen Cinfluf Haben, Daber fônnen die von folchen Berfuchen bergeleiteten Shiubfolgen eines fonft aufridhtigen Sanbwirths oft nidt fo vollig gegründet fepn, als es bei der erften Unfiht fdeinen môgte; wo jedoch biebei die nôthige Gorgfait und Aufmerffamfeit angemandt wird, bleibt bics immer das befte und ficherfie Mittel unfere$Renntnif ju vermebren und den Umfang der Gunft zu ertweitett, 11 | | ne gene Der Mangel einer beffern and volffändigern Renntnif der verfiedenen wiffenfcaft- lien Siweige, tuelche mit Dem AMcferbau in genauer Berbindung ffeben, if den Sandwir- then que Verbefferung ibrer WBivthfchaft nidt minder nacbtheilig, als es getviffe Vorurtheile un AE IE are dal, 5 Rs> Vs LES RE #) Anderfons Mecreations. Vol. I. ne.—— a A me Ciunléitung XXV tind die damnit becbunbene Anbänglibfeit an gewiffe Gerobnbeiten und Mirthfhaftsmetho- den fin. Die brauchbarften Rôpfe find dadurd oft befhränft und von neuen und befon- dern Anfiten in der Mirthfhaft guric£ gebalten worden, Dies ift vielleiht aud eine von den Urfachen, twarunr die Sanbwirthe in dem alter Geleife immer fortgehen. Daf nun der Aerbau durch eine ridtige und alfgemeinere Mniwendung folher Drin- cipien, die aus den mit ibm verrmwandten MBiffenfhaften entlebnt find, febr verbeffert wer- den fônne, iff um fo twabrfheinliher, als fih der Erfolg und gute Fortgang in dem We: nigen, tas bereits in der@adhe gefcheben ift, geigt. Mad diefem flüchtigen Ueberblic£ ber verfhiedenen Urfachen, ielthe bas Gortfbrei- ten des Merbaues als Bifenfchaft gebindert su Haben fcheinen, Fommen wir auf die be- fondern Sinderniffe, wmelche der Musbreitung und Berbefferung des Acferbaues als practi- fhen Runft entgegen ffehen. Diefe find fo gablreih und vermicelt, daf es hier blof die Abfiht des VBerfaffers fepn Fann, den Sandtwvirth darauf aufmerffam gu machen, Cs ift leit eingufeben, daf bei den alfmäbligen und unvermerlihen Veränderun- gen, bie in der Sage und den Umftänden eines£andes ftatt finden, und moburh Gefege, Anordnungen und Einfchränfungen, die ehemals febr gmedmäpig und beilfam taren, mit der Seit febr ungmedmäpig und fhädlih merden, mancherlei Sinderniffe in der Verbefferung des Ucerbaues entfteben. paffen fih die früben Mnordnungen Hier zu Sande in DBetreff der Detirthfhaftung der Sänbereien für jebige Beiten gar nibt mob. Gin einfeuchtendes Deifpiel geben bievon die Gemeinbeiten. Der Boden licgt unter folhen Umffänden nicht nur tmüffe und von jeder Bearbeitung, bderen er oft febr fbig if, gânlih ausgefchloffen, fondern aud bie angrângenden Sändereien Fônnen nidt fo vèllig und tirffam verbefert terne, Mit allein aber aus dicfem Gefihtspunet betradtet, find die Gemeinbeiten nach- theilig und nublos; fie find aud cine Mrt von Cigenthum, ivodurd Die Greibeit der âr- , mern Claffe von Cintwobnern, die darauf ibre Mnfprüche geltend mat, gar leiht beein- trâchtiget wird, und manche Streitigfeiten erregt werden, fo tie fie durd die trügerifcher Mittel der Subfifienz alle Snduftrie, alle MBirthlihfeit und Emfigfeit erfchlaffen, Es giebt daber ein Gemeinbeitseigenthum, weldes in einigen Gegenden, nad den neulid) gemachten vortrefflihen Leberfidten, beinabe die Sälfte des aderbaren Gebiets be- tâgts Dier fennt jedes Sndiviouum bie Orengen Der Sändereien, die es befiét, muf ffe Erfier Thil, nl] jedoch) De mnt mes ER RE— DS en se=:* He ee 7" XXVI Einleitung. jebod getiffen Berordnungen und Cinfhränfungen, die die Obfervanz eingefubrt bat,(o gmediwidrig und nachtheilig fle der Deacerung und DBervirthfhaftung derfelben auch fepn môgen, untermwerfen. Diefer Umftand unterdrücft die Snduftrie und minoert jee nfiren- gung, irgend etwas gur Serbefferung des Mcferbaues vorzunebmen, Säindercien, welche fo fleche Bermirtbfhaftet werden, Fônnen nidt die Sâlfte des Rornertrags und anderer Strüchte geben, der bei befferer Cultur von ibnen gu erhalten toûre, Die Sebnspflibtigfeiten bes Sandes, tenures, ftehen and in manchen Gällen den Sortfchritten des Merbaues im MBege. Ein grofer Theil diefes Sandes tird von Grund- berrn, Lords of Manors, vermôge einer Art Copyhold oder bergebrachtem Sebn befef- fen, weldhes den Snbabern Beim Tode des Grundberren oder bei der Veräuferung des Ci- genthums getviffe Geldgefälle und jâbrlihe Mnlagen, an einigen Orten aud manche läftige Dienfte auferlegt. Œs Fônnen daber unter fo befchränften Dedingungen die Pächter folcher fändereien, Befonders da, mo der Grundberr bei dem erbébeten Merth feines Eigenthums gu Dôberer verbältnifmäpiger Pachtforderung berechtiget ift, gu feinem Geldaufivande oder grofer Unfirengung, folhe fändereien in beffere Œultur zu bringen, vermogt werden, Man bemerft auch febr richtig, daf ein grofes Sindernif der Berbefferung, von einer 1ôblichen‘ Hengfilihfeit bei den Sebnsinbabern berrübre, ibr Fleines Grbgut auf ibre Rinder zu verer- ben. Feinen Befifungen, die mit Geldgefällen, Sieferungen u. f.#0. belaftet find, twobei noch eine zablreihe Æamilie ergogen und andere nôthige Musgaben beftritten merden follen, Fônnen nur bei der âuferfen@parfamfeit, ffrengen Arbeit und Fümmertidhen Sebens- art vom Bater auf den Sobn Fommen, Da nun berdem jede fleine Erfparung zur De- aablung der einftigen Sebnsgebübr(eventful fine) gefammlet wird; fo bleibt nichts zu Neife- foften übrig, um Serbefferungsmethoden des Merbaues Fennen zu lernen, Renntuiffe von der Debandlung und dem GOcewinn verfhiedener Suchtvieh- Gattungen fié zu ertverben, und durch den Mugenfchein fid zu überzeugen, baf die eignen£agen gleiche Bortheile ge- wâbren Fonnen: und felbft dann, twenn man balb und balb geneigt mûre, ein neues Yer- fabren in Untwendung ju bringen, fo râth die Rlugheit ab, da in dem Gall, da bdies febl fhlüge, es die Crfparung mancher Sabre erfordern mwürde, um ben Schaden tvieder au erfeéen,*) fändercien, tmeldhe von Civil: oder geifiliten Commünen befeffen tverden, ffellen dem Bortgange diefes Getverbes ebenfalls Ginderniffe entgegen, tveil fie den Snbabern nidt basjenige Sntereffe und die Gicherheit gemwäbren, telde Anfirengung und Berbefe- tung *) Modern Agriculture. Vol. IV. Cinleitung. XX VIT eung erveden fonner. Bei folhen Sändereien fallen gegenfeitige Gefälligfeiten und Vor- theile gânlid meg, und es laffen fih obne Dagmifhenfunft der Oefesgebung feine Rer- befferungen, vermittelft Mnlegung von Orâben vder MBege mit Sicherheit mahen, Mob binberliher find aber die Furzen Pachttermine, um bderen tillen folche Sändereien immer fhleht bervirthfchaftet bieiben, Man ann dabin auch den Defié von Givecommif-Oütern,(lands under deeds of entail) rednen; da bei diefen aller Dermegungsgrund ju Geldverwendungen und dat- aus folgenden Serbefferungen tegfällt, Mod allgemeiner und ftérfer find aber die Hinderniffe, meldhe in ben mancherlei unbeftinmmten Sorderungen liegen, die an folhe Sândereien gemacht werden, Die Mbgabe des Sebnten if eine bon den Maafregeln, ele die Bervollfommnung der Sandtvirthfhaft in einem febr boben Grade bindert, meil fie nicht nur als Tare vom Detricbscapital und dem Crmwerbe des DPâchters und Sandeigenthümers tmirft, fondern aud dur Die Mrt der Cinfammliung lâffig wiro, Uno biefe MBirfungen werden befonders da drücend, mo der Mnbau des Sandes gum nôthigen Ertrag den fFoftbaren Mnfauf des Dhüngers erfordert und in andern Rücdfidten viel Mrbeit und Anfirengung zur Erlangung einer guten Erndte Foftet, Die Demübungen eines Sandtvirthes find in diefem Galle mit denen eines Arbeiters zu vet= gleichen, ber fih twâbrend der CErbolungsftunden vom gangen Tage anftrengt, um einen Diffen oder ein mwenig twarme Suppe gu befommens und tvenn er fi nun gerade niedet- feben will, feinen mübfam errungenen fârglihen Diffen ju vergebren, fein Machbar, der den gangen Tag mübig ftebt, nun Fommt, vermôge einer legalen Mutborität, ibn als Be- lobnung für die Arbeiten feiner Vorgänger, weggunehmen, IE nun gleichwobl der Arme gejwungen, in bdiefem alle fein Stücdlein Brod binjugebenz fo gefhicht es dod nidt obne Biderwillen und mit feinem freundlihen Gefihte. Es reixt vielmehr gu einer indi- viduellen Parallel ztifchen beiden, welche fie immer mebe von einander entfernt, Die Goi- ge bavon ift, baf, obgleidh in diefem befondern Galle der Œine fo viel geminnt, als der AMndere verlierts Ddies im Ganjen dem Empfânger wenig gum Vortheil gereidts tweil der verlierende Theil bei fi denft: Fann id einmal das Meinige nicht f(elbft genicfen, fo(oil wenigftens mein Machbar nicht dabei geminnen, denn mer Fann mic gwingen, mebr ju er- werben, als es mid) gut dünft, Go bleibt er bei feiner Yndolenz und Fann nie den Se- gen des Sleifes geniefen,*) d 2 Der *) Anderfons Effays. Vol. III. Î | Î F VU 4| 14 { } 4 RO GR PT ET TRE mme XXVIII ŒEinleituna, Der eifrige Sandmirth ift freilih auch da zu Berbefferungen aufgelegt, io der zu etlangende Gewinn nidt ganx vorgüglih fepn Fanns unter den Umfiänben einer fo unweifen Mnordnung aber wird er von jedem Unternebmen der Mrt abgebaltens bdenn mo der 3ebnte oder noch twobl mebr von dem Crtrage des mübfamen Berbefferes abgebt, darf biefer fhon nicht geringe feu, befonders bei einem Gemerbe, wo das Mifico der YBitterung und ande= rer Urfachen mit in Mnfblag fommt, Auf diefe TBeife ift die Commüne natürliher WBeife der mancherlei Sortheile beraubt, die dur Snduftrie und vermebrten Ertrag entfpringen. Biel gutes fand muf daber, aufer den Gemeiniveiden und Büfteneien, auf eine febr un- vortheilbafte Meife zu Grafe licgen bleiben, welches fonft mit mwenig often und Anftren- gung aderbar und einträglidh werden fônnte,© Œben fo Hôbft nachtheilig ift es den Päâchter in eine tvidrige Mbbhängigfeit des Sebnt-Derren zu feben, Es ift offenbar, daf die MBivfungen diefer Cinribtung fomobl dem Sntereffe des Gigenthümers, als des dergeitigen Pâchters febr entgegen find: denn was den leif und die Anftrengung des Sebtern mindert, fhwäcdht bas Cinfommen des Crffern, und gwar vielmebe als man es mobi glaubt, Der Cigenthümer leidet aber noch auferdem; bdenn da der Bebnte vom Ertrage des Sandes abgebt, fo entfteht aud) ein verhältnifmäpiger JNangel an Dünger, deffeu Machtheil man nad) gerade mobi einfieht. Cinen auffallenden Deweis vom Gegentheil geben die in@chottland aufgebobenen 3Sebntabgaben, feit mwelcher Seit Der Mcferbau fih febr geboben bat, und man fann es feinem andern Puncte, als gerade die fem, beimeffen, Hufer diefen nacdtheiligen MBirfungen Hat die Mbgabe des Bebnten no mebrere, deren Crèrterung nicht bieber gebort, Œs ifft baber eine Sache von der âuferften WBichtig- feit, dur. irgend eine Mbänderung oder Modification Die recbtlihen Gorderungen der Ei- genthümer fo gu fiern, bdaf bie verderbliden Golgen der gegenwärtigen Form nicht eine treten,*) Au die beutige eingefhbrte Memenverforgung, fo tveife und einfihtsvoll babei vers fabren tworden if, bat unfireitig auf die Gortfchritte des Mcferbaues einen nactheiligen Cin- fluf, fo wie fie die Greibeit und Snduftrie dadurd befthränft, daf fie die Claffe des Sand- manns unverbâltnifmäfig befchiwert, indem fie À der gangen ungebeuren Œumme aufbrin- gen muf, Die Cigenthümer wiffen jebocdh biefe Saft von fit abjurvälen, tenn fie mit ibren *) Ueber Abfhaffung des Sebnten verbient nacdgelefen su tverden: the Rev. H, J. Clofe in Com- munic. to the Board of Agriculture. Vol. III. Einleitung. XXIX ibren Pâcbterr. über alle Parochialtaren fi vereinbaren, fo daf biefe die eigentliden Saft- trâger, befonders in ben Süllen tmerden, two eine Sermebrung der Muflagen na focal oder allgemeinen Umftänden erforderlih wird,*) diefe WBeife erhâlt das Capital des DPächters eine andere Deftimmung, als die gur Cultur und Berbefferung Des Sandes; die Gortfcritte der Sandroirthfhaft werden gebemmt, und der Verluft der Eommüne ift gar nit zu berechnen, Mob manche andere Dinderniffe, aufer den fhon erväbnten, bemmen die Verbeffe- rung diefer Runfts fie find jedoch im Algemeinen minder nacdtheilig und in ibren Mirfun- gen befränft, Dieber gebôren die Sagd- Korn- und Saljgefebe, die in manchen Oegen- den feblenden und Bequemen Märfte gum Ybfas und leihtern Transport der verfchiede- nen Producte, fo wie mande Socalgebräuche und Mnordnungen, die nicht minder nach- theilig twirfen, Dies find die bauptfächlidhften Schvicrigfeiten und Ginderniffe, melhe bis babin die Gortfchritte des Aerbaues gurücfgebalten haben, und welche der Berbefferung deffelben int met Dinderlid fepn werden, bis man fie megrâäumt. Aube: bdiefen Hinderniffen liegt nod ein grofes Uebel in dem Mangel gmedmäpiger und gut eingerichteter Pacht: Eontracte, und man darf fit in bdiefer Mücffiht nicht mure dern, fenn an Berbefferungen desbalb fo menig gedact mird, ba es an der nôthigen Gi- cherbeit febit, die Bortheile deffelben ju genicfen, Gebr ridbtig bemerft Me, Donaldfon: ,, man türde gemis mit Necht den Vor- turf eines rafchen und unbedadtfamen Serfabrens verdienen, Geld und Yrbeit an die Ver- befferung eines Pabtftücés au ienden, von tmeldhen man des fortoautenden Defises nicht gemig mûre, um mit Suverficht auf den fobn feiner Demübungen renen gu Fonnen. De- fanntlidh verfüft der Gedanfe an den Vottheil die Mrbeit, und fâlle diefer meg, fo bôrt der Œrieb dau auf. Mur die Soffuung des Gewinns allein iwect zur Gnduftrie und if die ŒTriebfeder aller Anftrengungen. Bas Fônnte fonff den Pâchter bemegen, fein Capital zu wagen, und ben fraftvollefen und thâtigfien Æheil feines Sebens der SBerbefferung eines Pacbtfiücfs zu widmen, das er unter Feiner fihern Bedingung bat, als der Mille oder die faune feines Gutsberrn es if? Sn jeder folhen Sage muf der Pâchter von irgend einer Svpeculation gurügebalten werden, fo feft er aud übergeugt feyn fonnte, daf die dadurc betvirfte *) Modern Agriculture. Vol. IV. XXX ŒEinleitunug. beirfte Verbefferung unter andern Umfténden, dem Gtaate, dem Outsherrn und ibm felbft vortheilbaft fepn mwürde. Giebt es nicht Gülle, wo gu tiederholten malen der Pâchter fi Exhèbungen der Pacbt gefallen laffen mufte, damit er die Padtung nur bebälts wäbrend er bei der Ungemwifbeit feines Pachtcontracts nichts unternebmen Fann, woraus diefe erbôbete DPacht fih erfebt, telches bingegen da, two auf getiffe Æermine gepachtet if, faft immer gefchiebt, Benn man die unter der Seitung des Board gemachten Ueberfihten des landtvirth= fhaftlihen Suftandes im Kônigreidh nadfieht; fo ergiebt fih, baf bei teitem Der grôfite Œbeil des Sandes in manchen Gegenden blof na der MBilfübhr des Outsherrn verpachtet if, der dem Pâchter beim erften Minfe, wie es ibm beliebt, die Pachtung Eündigt; und fetbft in den Büllen, wo Beftimmte Contracte fatt finden, erfirefen fie fi dod nicht über s bis 9 Sabr, eingelne tenige Fâlle ausgenommen, two fie bis auf 19 oder 21 Sabre bin- ausgeben. Dei allebem find jedod auch folhe Pachtungen mit einfhränfenden Claufein und Debingungen belaftet, fo daf fie die Verbefferung hemmen und den Sandiwirth in man- en vortheilhaften Unternehbmungen ftôren,*) Gn dem erffern Galle befindet fi der Pacbter nicht nur in einer Hôchft erniedrigenden Abbängigfeit, fondern auch jede Detriebfamfeit und Sndufirie wird unterorüŒt, viel beffer find biejenigen daran, telde auf furze Termine gepachtet haben, da fie nicht mit Sicher- beit bedeutend twobithätige Dethoden einfchlagen Fônnen, bamit nicht ein anderer die Grücte pavon einerndte.@elbft Pachtungen auf 21 Sabre find in manchen Sagen und unter ver» foiebenen Umftänden noch nidt lange genug, den Pädhter zu einer bebeutenden Verbeffe- rung qu vermôgen, als er fie fo wenig twirthlid) vollenden nod) die vôllige Grucht davon ernd- ten fann, Benn überdem zu Anfange der Pachtiabre Bbeträcbtlihe baare Ausgaben gemacht worden find; fo muf fih der Paâchter bei der Ausfiht, daf er nicht in der Pachtung bleibt, fon zu entfchäbigen fuchen, und gegen das Ende der Pachtjahre den Aer ausfaugen und erfchôpfen, mobei der Cigenthümer, der Gtaat und alle die beim Mcerbau intereffiten, vie- en@chaden leiden, Die Pâchter müffen daber burchaus bdiejenige Siderbeit des Defiges haben, bei mel- cher fie die beffern MBirthfchaftémethoden einfübren und ju jeber Art der Berbefferung aufge- legt fenn fünnen, Die gmedmäbigfte Dauer der Pachtung ift nidt leicht ju beftimmen, denn fie mu na befondern Umftänden und nad der Defchaffenbeit der antvendbaren Ver- beffe- *) Modern Agriculture. Vol. IV. Einlertung. XXXT befferungen febr verfdiebcn ausfallen,*) Dei folchen Pachtungen find alferdings manche De- dingungen ju machen: fie müffen aber einfad) und deutlid und fo befchaffen fenn, daf fie die Greibeit des Péchters, feinen Berbefferungsplärien ju folgen, nicht gu febt einfchränfen; twäbrend fie den Cigenthümer gugleidh fihern, daf feine fhädlide und unpaffende Birth- fhaftsmethoden eingefhbrt twerden, Ws Mod mande andere Urfacden tirfen der Berbreitung eines verbefferten Acferbaues entgegen, bie aber, teil fie fid) auf befondere Umftâände befchrânfen oder blof einen Socalein- flug haben, bier nidt in Crmigung Fommen, Aus dem bereits Demerften ergiebt fih aber, bdaf verfchicdene Umftände twobf ju ermâgen find, um dem Acferbau den feinem grofen Muben entfprechenden Grad von Yoll- fommenbeit zu verfchaffen. Die Grundfäbe der Acferbaufunft müffen daber nidt nur Élarer und dem Sandtvirthe einleuchtender gemadt, fondern auch die mancherlei Jrten des practi- fhen Berfahrens in eine paffendere und innige Berbindung bamit gefeñt werden. Nicht minder nothmwendig ift es, daf volffändigere Crlâuterungen über die Defchaffenbeit und Ve- flanbtheile der verfciebenen Œubffangen oder Rôrper, die bei diefem Gemwerbe gum Grunde liegen, gegeben merden, fo tie die verfcbiedenen Sinderniffe, die fih zu verfhiedenen Sei- ten geigen, durch gebèrige Anordnungen ju entfernen und zu befeitigen find. Der Verfaf- fer bat es fi daber angelegen feyn laffen, dem Sandmwirthe eine môglichff rihtige Renntnif von den Cigenfcaften und MBirfungsart derjenigen Materialien, Die er gu feinen Abfihten gebraucht, ut geben, fo wie er ibm bie Berânderungen bemerflidh gemacht, bie ffe durd) innige Bermifhung miteinander erleiden und die nôthige Antweifung gum vortheilbafteften Gebraud ertheilet bat. Das Erfiere ift in dem vorliegenden YBerfe ein Hauptgegenftand der Erdrterung ge- tefens der Berfaffer bat aber auch zugleid über den Anbau der verfhiedenen Gemächfe, formobl que menfchlihen Mabrung als zum Suttern des NMindviehes und andrer gabmen Thiere môglichft ausfübrlid feyn tollen, Zu dem Œnde find die im AMcfermwefen bervirften Berbefe- rungen und die Mbwecdhfelungen verfiedener Mrten grüner Grüchte mit Getraidearten fomobl als die Gerâthe und twirthlichften Mafcbinerien môglibff beutlid und beftimmt dargeftellt, Da *) Mr. Donaldfon, naddem er viele brauchbare DemerEungen über den Bortheil der Berpachtung und tiber die Dauer derfelben, twelcdhe zu Berbefferungen fôrderlid fepn fann, angeftellt bat, fchlieñt, N daÿ bicjenige Dachteit, twelde den Snbaber Berehtigt, feine Serbefferung mit Sypeculation ju bez ginnen, und die nidt von folder Dauer ift, wo fein Œifer dur sufällige Umftande, als ein Stci: gen des Mominalwerths des Ertrages, oder ein Gallen des Gelbiwerthes erfalten fann, die beffe fey; und man für den brittifhen AcFerbau 20 Gabre als einen fhidlihen Pachttermin anfeben fônne.“ XXXIL CEinlettung. Da ferner bie mandherlei Eryeugniffe des Crdbodens nue Dani bent Sanbtirth be- beutenden Dortheil geroäbren Fènnen, twenn er fie gum Biebfutter am gmecdmäbigften anjutven- den tweif, fo find die beften Methoden des Exxielens, Süttern und Maäften des Viches, boffentlih volfändiger dargeftellt und in eine deutlichere Anfiht gebracht worden, Qn üfidt auf die Megräumung der Dinderniffe, die bem Merbau in der An orbnung feiner Operationen entgegen fteben, ift nur von der Gefebgebung und den Sandeigens thümern etwas ju erwarten, Erfte Abtheilunsg. Landwirthfhaftiihe Gerâthe. CE: giebt fhiverlidh irgenb einen Siveig der eben fo ausgebreiteten als midtigen AFerbautviffen- fhaft, der in den febt verfloffenen Sabren fo grofe Berbefferungen erfabren bâtte, als derjenige, welcher die Conftruction der beim Aerbau nothwendigen Gerâthfhaften betrifft. Geitdem fid glüclicher MBeife OefhmaL für diefe Wifenfhaft verbreitet bat, und Môänner von grofen S$enntniffen und Vermôgen eine Sicblingsbefchaftigung baraus gemacht haben, fo bat man$eute von Scharffinn und mechanifhen ŒZalenten bervorgegogen, und fie binlänglid aufgemuntert, fi entiveber au die Berbefferung der vorstgliheren alten Aeriwertieuge, oder an die Erfindung neuer qu twagen. Juf diefe Meife bat man für faft alle verfhiedene Berridhtungen und Pro- see, Die immermwäbrend beim Sandbau und bei den damit nothwendig gufammenbängenden Ge- fchäften vorfommen, bequemere und nüblidere Gerâthfchaften und Mafhinen zu Stande gebracht. Unter der grofen Mannigfaltigfeit fo verfhiedenartiger Gerâthfhaften, bdie fih auf diefe Art der MufmerÉfambfei des Agronomen barftellten, taren natürlid) mande offenbar ju Fofifpielig und in ibrer Confttuction zu verwicdelt, um dem beabfihtigten Endyrvecfe gebôrig zu entfprehen. Andere mwaren, wabrfcheintich aus Mangel an praftifher Cinficht der Erfinder, den Oebrauche, au dem fie beftimmt taren, nicht gebôrig angemeffen. Gleihwobl baben alle diefe im Alge- meinen gum gegentvärtig fo febr verbefferten Suftand der Runft bedeutend beigetragen. Man beflagt fit in eingelnen Gegenden febr, daf man in Müdficht der Acerfultue nod fo mweit guri£ fem. Dies rübrt wabrfcheinlidh eines Theils von der Unbänglidhfeit an folhe Gerâthfchaften her, denen man, fo unvollfommen fie auch immer fepn môgen, aus alter Ge- wobnbeit an fie, boch immer den Voryug vor ben neuerlid erfundenen und verbefferten giebt. Andern Theils entfpringt es wabrfcheintih auch aus dem Mangel an Fébigfeit bei dem£and- manne, von den neuen WBerfseugen leichten und vortheilhaften Gebraud zu machen, find auch die Pächter felbft zu tvenig mit ben Berbefferungen in ibrem Gache befannt, oder nicht Dinfânglih von den Vortheilen, die daraus für fie entforingen founen, überzengt, ŒErfier Their. YA Das CR ee 1 2 Erfte Abthcilung. Das HauptaugenmerÉ bei der Confruction irgend eines Werfjeugs su aderivirthfchaftti- em Debuf mub allerdings feyn, das Gefhaft des Geldbaucs zu vollfommenen, zu erleichtern und zu befchleunigen, und daben gugleidh ein Snftem der Oefonomie in Bexiebung auf die noth- wendig damit verfnüpfte Mrbeit eingufübren. Man muf daber vorsügli orge tragen, daf jedes WBerfjeug dem beabfihtigten Biwecfe vollfommen angemeffen und nicht unnôthig féhwer iff, wenn es nur die nôthige Gtärfe und Geftigfeit für den verfdjiedenen Gebrauch, mou es ange- wandt werden foll, befigt. Man bat in einem fcharffinnigen und intereffanten periodifchen Merfe febr wobl bemerft, daf es feine Are von Gerâthfhaften giebt, die grôferer Verbeffe- rungen fâbig mâren, als die feldwirthfchaftlihen, und gmar nach dem Grundfaie, das Gewicht au verringern, obne dabei auf irgend eine Art die Stûrfe oder eftigfeit zu beeinträchtigen, Die Hniwendung diefes Érundfabes wird durd einige Kenntniffe der Mechanif febr leihts dem- obngeachtet giebt es faft Feinen cingigen Gall bei Aceriwverfjeugen, twobei man davon vortheil- baften Gebraudh gemact bâtte. Der praftifhe Sandmann überfieht gewobnlid folche an fih äuferft flare und in die Mugen fpringende Umffände, und£eute, von Kenntniffen, die man zur Berfertigung von Fnffrumenten diefer Art antvendet, fdheinen ebenfalls bisher ju twenig darauf Rüchficht genommen ju haben. So feben tir faft in jedem Diftrifte des Rônigreihse, obngeach- tet ber mannigfaltigen und nüblihen Crfindungen und Serbefferungen, Die man neuerli ge- macht bat, verfchiedene Mrten von Gerâthfchaften, die nicht allein ibrer Plumpheit wegen aufferordentlich unbequem find, fondern die auch nur mit dem grèften Machtheile, ibres unge- beueren Getvichtes mwegen, gebraucht werden, und andere Umftände merden indeffen gumeilen in Rücficht auf Geftigheit und Stûrfe einen Unterfchied eryeugen müffen, Der An- fertiger muf natürliherweife bei der Conftruction feldmirthfchaftlicher Merfyeuge immer auf folhe Verbältuiffe RücEficht nehmen. Da die meiften Gerâthfchaften diefer Art von Seuten gebraucht werden, die nur geringe Renntnif von der Defhaffenbeit, Kraft oder MBirfung der Mafdinen befigen, und da fle in Mllgemeinen fid in den Häânden von Pâditern befinden fol ten, fo müffen fie ftets nad) den einfachften und Flarffen Grundfäben confiruirt werden, und wat von folchen Materialien und auf eine folche rt, daB man fie ju einem woblfeilen Preife liefern fanm Michts bat ungünftigeren Einfluf auf die Cinfübrung neuerer Gerâthfchaften unter diefer Claffe von Seuten gebabt, als die mit der Jnfchaffung derfelben verfnüpften grofen YMusgaben, Dfliunace, Da Pfügen, fo tie manche andere feldtwirthfhaftlite Mrbeiten, oft auf eine gang ver-’ fhiedene Jrt verrichtet werden muf, fo ift es Flar, daf feine befondeté Gattung von Pfügen für jede Sabresjeit und für jede Berfchiedenbeit des Dodens vor allen übrigen den Vorug verdie- nen Landiwirthfhaftlihe Gerâthe, 33 nen Éônne. des Bodens, ber Sage und der Gebräuche febt natürlid) verfchie- dene Mrten von Dflügen voraus, obgleidh es gewif einige giebt, die einer bei tveitem allgemei- neren Yntwendung fâbig find, als andere. Der Verfaffer eines neuerlid) erfienenen ABerts über Geldbau macdt die Demerfung: ,,daf der Pflug, welcher am wenigften Geld foftet, fic am leichteften pieben fâft, und twomit man die befte Arbeit vervichtet, vom grôften Berthe pif*) Bi balten diefe Beobachtung im Hllgemeinen für richtig. Bei der Confiruction aller Gattungen von Geräthfchaften diefer rt giebt es einige te- nige alfgemeine Grundfäge, die unabänderlih befolgt werden müffen. Die Sdneide des Pflugs, oder der Ebeil, melcher in den Doden bineingebt, ibn ôffnet und aufbricht, muf die- jenige glatte, Fegelfürmig gulaufende und gefchärfte Geftalt haben, die Bei dem Durcdhgange durch den Boden den geringften Miderffand ergeugt. Das Streichbrett mub eine fo ausgehôblte und gewundene Geftait baben, afs nidt nur zur Berringerung der Meibung erforderlicdh if, fondern wodurch auch das vollfomimene Leberflappen der aufgebrochenen Œrbdrinde beverfftelligt wire. Der Daum und das Vordertheil folite ebenfalls fo eingeridhtet feyn, daf die beivegende Kraft oder das Gefpann in der vortheilhafteften uglinie daran efeftigt werden Fann, Umffand iff vorgiglih wictig, twenn mebrere tüce Bugvieh angemwandt merden, damit alle gugleich und mit gleiher Srârfe angiehen Édnnen, Shmingpfiige Da bdiefe Art von Pfligen râderlos ift, fo muf fie desvegen die gevingfte Meibung und aus bdiefem Grunde auch den geringften Miderftand erzeugens folglid) fônnen im Allgemeinen diefe Dflüge die leichteften, in Hinficht auf den Bug, genannt werden. Dei der Confiruction diefer Pflige giebt es indeffen eine bedeutende Berfchiebenbeit in den ver- féhiedenen Gegenden. fie von gebôrigen Materialien und auf die befte Mrt gemacht find, fo muf man geftehen, da fie Berfjeuge von ausgebreiteter Antwendbarfeit und grofem Muben find. Œs lâêt fi auferdem wirffam bamit atbeiten, und fie gerathen bei tweitem nidt fo Leicht in Unoronung als andere Mrten von Pflügens und aus diefem eben angefübhrten Umftande erfor- dern fie faft in jeder Art von Boden meniger ugfraft als auf äbnlihe MBeife conftruirte mit Rädern. Gie ermübden daber auch die Pferde, oder jede Art von Gefpann, das gum Giebhen derfelben angetwandt wird, bedeutend tweniger,. Die Gtreichbretter der meiften verbefferten DPfüge diefer Art baben biejenige sigenthümlidh gefrimmte Form, welche ben Miderfand bei HMufbrehung des Bodens vertingert, und dau beiträgt, die Erde aus der Burche auf eine gleibfèrmige und gute Art umutvenden, Der Notheram-DPflug, der Smellfhe Retten- Pflug und ein vom Board of agricul- ture empfoblener Pflug, eben fo als verfchiedene andere, die man faft in jeder acferbaren Graf- fchaft des Kônigreihs antrifft, find auf diefe Meife geftaltet, 2 Seichter, *) The Experienced Farmer. RTE Re} 4 Erfe Abtheilung, Seiter, locferer Doben, deffen Oberflâhe nur tenig Sabigfeit befigt, fo twie ju Deifpiel Boden, den man gemôbnlih zum Eurnips-Dau benubt, Fann febr tvobl faft von jedem Pfluge, der im allgemeinen Gebrauche ift, beatbeitet werden, Da aber der Sauptoorjug eines Pfluges für diefe Gattung von Doden darin zu befteben fheint, daf er an fih leicht, nicht fhiver su giehen und babei fébig ift, der Oberfläche irgend eine gemünfchte Geftait in Rüficht der Surchenvertiefungen und Erhôbungen zu geben, fo würoen die Sivingpflüige von der leich= teren rt unfireitig den Borzug verdienen müffen, DPflüge diefee Hrt find, eine Seitlang, in den mebveften ndrdlihen Graffhaften febr gebräuclich getvefen, jet findet man fie bäufiger in den füblichen Provingen. Mn manchen Orten foften fie nicht mebr als 40 bis 50 Schilling, Derjenige Pflug, der gewôbnlidh unter dem Namen des bolländifchen vorfommt, ifé ein leichter Schvingpflug, welcher, teil er Feine grofe Bugfraft erfordert, febr oft mit Vortheil auf einige von den leichteren Dobenarten angetandt werden Fann, twenn diefe nemlidh frei von Steinen und anderen bindernden Oegenftänden biefer Met find. WMber mo der Voden von firenger, fhiwerer und Bindenber Defhaffenbeit ift, und two die YBurgeln von Dflangen oder andere Dinge Bedeutenden MBiderffand und Hinderniffe ergeugen, muf man au einem viel ftâréeren Pfluge greifen. Hier wird twabefheinfih der Guffolffche eiferne Schiwingpflug, als ein eben fo nothtwendiges und nüblihes MBerfjeug, den Vorzug verbienen, votzüglih, iwenn er von einem einfichtévollen Dflüger gefübrt wird. Der Vortheil diefes Berfjeuges bat fih vorahalich gezeigt bei Jufbrehung einiger febr fhweren Bodenarten in dem Fôniglihen DPachtungen im grofen ParË bei MBindfor, Es lâft fi nicht nur gut und fauber damit atbeiten, fondern aud) mit grôberer feichtigfeit als mit andern Mrten von Pflügen, die gewôbnlich auf diefe Art Boden an- gemandt werden. Der Theil, oran das Gefpann bei diefer Gattung von Pflügen befeftigt wird, bat éine vortrefflipe Cinridtung für den beabfitigten Endgtoecr,*) 1) Réderpflige Die Confiructionsarten diefer Dflige teichen, gleidh dem der vori- gen, bebeutend in verfchiedenen Gegenden von einander ab, und gtvar na Befhaffenbeit der Matur des Dodens und anderer Umftände. Mber in jeder Form und in allen Sallen erfordern fie wabrfeinlidh meniger Gefhilidfeit von Seiten des Pflügers. Es fcheint in der That, daf man den Pflügen nur aus Mangel an Erfabrung, den man fo bâufig unter diefer Men- fhenflaffe findet, Mäder jugefügt babe, und in allen Vodengattungen, aber ganz vorsüglich in fleinigten und Hôcfrigten, germäbren fie dem Pflüger eine grofe Dülfe, indem fie ibn in den Gtand feben, feine Yrbeit in RücFficht der Tiefe mit mebrerer Regelmäfigfeit, und in Nücficht #) Youngs View of the Agriculture of Suffolk, vil F) Sc Babe biefen mafiv-eifernen Pfug aus demi View of the agriculture in Berkfhire auf Eaf. I. abbifden faffen, da er merfiwirdiger als viele andere Pflüge if, von dem das Original Anfichten mitgetheit batte, DEN pe Landmirthfaftlihe Gerätie, 5 af Gieichférmigfeie bee Oberflädhe mit melrerer Miebliheit au verrihten, diefe Pflüge indeffen mebr Meibung erzeugen, fo erfordern fie natürlich ein flâtéeres Gefpann, Gie find auferdem Foftfpieliger, gerathen Leichter in Unordnung, und werden burd) Œrdflèfe, Gteine und andere Unebenbeiten, bie fit in der Oberfläche des Bodens finden fônnen, leichter aufge- balten, ais die ermébnten Gbwingpflüge. Ein neulid verftorbener fharffinniger Scriftfteller, der fich befonders mit Crfindung uno Berbefferung acerwirthfchaftlicher Geräthe befchäftigt au baben fcheint, bat bemerft, daÿ Mrbeiter mit Räderpfligen febe leidt ibe Pflugfhaar zu niedrig ffellen, fo ba fie durd bie fhrage Ribtung deffelben einen fdweren Druc£ auf das Mad, was in borigontaler Midtung fortgehen muf, bervorbringen. einer Meinung nad, ift die Birfung diefes Drucfs die, bag der 3ug des Pflugs adurd über allen Begriff erfchiwert wird.*) Cr bâlt daber das Mad von feiner MBichtigfeir in Mücfiht der leihteren Demwegung des Pfluges. HBeun es indeffen feicht über die Oberflähe bingebt, Fann es von wefentlichen Muben fenn, twenn man aite Bieh- weiden oder folhen Boden, mo Steine oder Daumtvurgeln vorfommen, aufsubrechen bat. Œs ift auch im Stande, das durd irgend ein pléélides Hindernif niedertwärts gedrücte, oder Das nach der Oberfläde Dinausgetriebene@chaar fonell tuieder in die gebôrige Midtung ju bringen,**) Ein gefheuter Scbrifriteller, indem er vom Mcferbau von Mivblefer foricht, und ob er gleih auf feine Beife Vertheidiger der Räbderpflüge ift, bemerft indef, daf im Jllgemeinen genommen Mäderpflüge, feinen Deobachtungen gufolge, in MücFfiht auf Nettigfeit der Mrbeit den Vorug verdienen. DBeil fie gugleid) den Mrbeiter bei guter Saune erbalten, fo glaubt er, daf man bie fleine Unbequemlichfeit in Mücfihe des erfchwverten Suges überfehen müffe.***) Die *) Dies ift allerbings ein tidtiger Wmffanb, ber mebrentbeilé bey Räderpfiigen iberfeben wird. Baule Jterénechte iwiffen febr gut, dañ, wenn fie die Spige des Schaars dur Berfeilung der Griesfaule oder dur Diegung des Œifens binunter bringen, der Pflug cine ffarfe Tendeng in der Ticfe befomme, und nicht leicht eraugfpringe. Œr twirde in den Boden binein geben, wenn der auf dem Borgeftelf liegende Baum es nicht verbinderte. Mun drit aber der Baum mit grofem Genicht auf das Borgeficl, fo daf die an fich leihten Räbder oft eine tiefe Surche im Doden machen, und das Zugvieh cine grefe An: flrengung ausüben muf. Suweilen bridt der Baum ywifden der Bugfette und der Spige von dicfer grofen Gewalt. iff es denn unertlârbar, tie es fomme, daÿ der Plug fo fhwer gehe. Die widerftrebende Tendenz der an den Boden geridhteten Dflugfoble und der auffteigenden Buglinie ift fuld daran. Œine fo feblerhafte Stellung fann bei dem râderlofen Dfluge nicht vorfallen.. Desbalb batte auch einer meiner gefchicteften Acferfnechte nur das gegen den raderlofen Dflug su evinnern, daf man feine Gefchiclihfeit bey der Otellung des DPflugs nidt fo geigen und machen fann, daÿ er fier oder leicht gcbe. À... d. D. ##) Man fche Communications to the Board of Agriculture. Vol. IL pag. 419. ##*) Dan fee Middleton’s View of the Agriculture of Middlefex. 6 Œrfte Abtheilung. Die oben ermébnten Eintvürfe, nemlid das Oemidt der Geftelle für die Mâber und die Unbe- quemlichÉeit, fe gebôrig ju befeftigen und ju bervegen, find Unbequemlichfeiten, die in allen Gäl- fen, aber vorzüglidh wenn alles Sand unter dem Pfluge ftebt, febr gegen den Nnben der Räâbder- pflüge fprechen, einfihtsvoller Pâchter verfichert uns indeffen, daf der Rotheram- Pfiug mit einem oder gutveilen giwei Râdern, die nabe am Ende des Daums, obne irgend ein Borge- fill, befeftigt find, febr leicht gebe und febr nüblidh fen, ba die nôthigen Veränderungen febr wenig Beit oder Muübe erfordern, Mo gmwei Räder angevandt werden, braucht man den Pflug auf einem leichten Doden, ausgenommen, wmenn man ibn aus= und einbringt, gar nicht qu balten, Man follte aber doc zu Räâderpfligen nur felten feine Suflucht nebmen, Der erfahrne DPflüger bedarf diefes Hülfsmittels nicht.*) Ym Allgemeinen wird biefe Art von Pflügen für fteifen und bindenden Poden am paf- fendften feon, aud für folchen, mo Steine aller Mrt oder Gbnlihe Hinderniffe Haufig vorfom- men,. Die vortheilbafteften und zu twünfchendften Cigenfchaften unter folhen Umftänden be- ffeben in Stürfe, und in dem Umftande, ba der Pflug nicht leicht aus ben Boden getrieben wird, Sn folhem BDoden mag im allgemeinen der Mâderpflug aus Hertfordfhire, der ein ju- gefchârftes Schaar bat, die tauglichfie Geräthfchaft fenn. Mo aber der Doden febr bindend ift, und wo tiefes Pflügen erfordert wird, verdient derjenige Pflug, der unter dem Mamen Kentifh twinwriliplough vorfommt, und ein meifelfèrmig gugefbistes@chaar bat, den Boryug. Auf leihtem und loderem Doden 1ff der Morfolffhe Mäderpflug ein bequemes und nüblihes Berfjeug. Er ift feft, und leicht geformt, Es läft fih tauglihe Arbeit dvamit ver- tihten, obne baf er viel Sugfraft erforderte. Der Motheram- Dflug mit einem Kade, wie oben angefübrt, fann tmabrefheintich in manchen Fâllen mit gleichem, ivenn nidt grôferem Bortheil benubt werden, da er febr leicht ift, und wenig Gefpann erfordert. Der verbefferte gemeine Räderpflug, fo tie der gioenradrige Pflug, find Gerathfhaf- ten, Die in manchen Gattungen von Doden, 100 mar die gufammengefebteren nicht gebrauchen fann, grofen Nuben gemwäbren, fo 3. D. bei Aufbreung von frifhem Dobden u, f fm: Der erftere ift neuerlich durch ein eifernes Crdbrett, vas feft an das Meffer gefchraubt wird, ver- Beffert worden, Man macht Gebraud davon beim DPflügen von Mafengrund, indem biefes Bor- *) Der râberlofe Dflug erfordert alferdings ettvas mebrere Aufmeréfamfcit bei der Bübrung, tie der Räbderpflug, jedodh nicht mebr, als nôthig if, dem Sübrer die Langemweile gu vertreiben. Desbalé nebmen denn auch Leute, die an jenen einmal gewvobnt find, einen Räderpflug ungern tvieder gur Sanb, 06 fie ich gli Anfangs febr gegeu die Abänderung féraubten. d. D. Landnirthfdhaftlihe Gerâthe, 7 Borcifen den Mafen gany flach abfhäblet, und biefer denn durd den eigentlihen Pflug mit .Œrde bedecft wird, Man hat beobachtet, da bei diefer Debandlung das Grasland nach einmaligem Pfü- gen das Mnfeben einer Drache erbâlt und Gb auch faft eben fo gut eggen lâft, Es iff indeffen etiwas mehr Gefpannftärfe nôthig,#)+) Es giebt ebenfalls in einigen moraftigen Gegenden eine Mrt von Näderpflug, twelcher viel Mebnlichfeit mit dem in Cambridgefbire gebräuchlihen bolfändifhen Plaggenpflug bat, Dies ift ein gutes Merfjeug zum Pflügen, wo es viel Stoppeln giebt, oder wo der Mangel an gebôriger WBirthfhaftsfenntnig zu vicle Quecfen bat auffommen laffen, Das Streichbrett an diefem Pfluge ift gmefmabig gefchweift und das Schaar bat eine eigenthümliche Form, die beffandig ourd) Geilen fharf erbalten und immer gut geftäblt fepn follte. Das Meffer an Ddiefer Gattung von Pflügen if ein Stablrad, was dem eben angefübrten 3wecfe fehr angemeffen iff. Herr PDoung bemerft, daf Herr Cartwright anfeinem Pflug einen âuferft einfachen Dobnen- briller befeftigt, twelcher die Operation des Drillens im Mittelpunft der vorlesten Gurche ver- vihtet, twäbrend eine neue berum getvorfen mir. Mit diefem Mpparat muf es eine ju man- cherlei 3iwecfen febr bequeme und nübliche Mcfergeräthfchaft feyn. Der Doppelfurhenpflug ift ein MBerfjeug, weldhes bis jebt vielleicht no nidt gebôrig in verfchiebenen Bodenarten verfucht worden ift, aber mwelches gemif für manche GOat: tung von Doden mit grofem Yortheil angetvandt werden Fann, vorausgefeñt, bdaf es giwec£- mâfig gearbeitet if. Es ziebt 2 Gurchen zu gleicher Seit, und in manchen Gattungen von leidh= tem Doden bat man es febr antwenbdbar gefunden. Œs erforbert jedoch grofe Sugfraft, vorsüg- lih auf féeinigtem und dabei bindendem$fande,€s mag im Allgemeinen eine febr tauglihe Gerâthfchaft fepn, um ebenes fanbiges Sand in ieit auseinanderftehenden Gurchen zu bepflügen, twenn gleich offenbar fit nicht fo leicht bamit arbeiten lâft, als mit dem einfachen Pfluge. Die Pauptvortheile, welche es gewäbrt, Beftehen dbarin, Daf man eine Perfon erfpart und beinabe doppelt fo viel Mrbeit in derfelben Beit verrichten Fann, tenn man nur das Oefpann etivas ver- fact, Dflüge diefer Art werden mit oder obne Mäder verfertigt. Der Erfinder oder Ver- befferer diefer Pflüge bebauptet, Ddaf die glatt gefchärfte Conftruction der Shneide deffelben es tauglih macht, fleifen Doden mit febr alfcflihem Erfolge aufsubrechen, In bdiefem alle, fagt *) Pitt’s View of the Agriculture of Staffordfhire. +) Dicefer Rafenfhäbler, den der Berfafler nicht abgebilbet bat, findet fi im 2ten Heft meiner Abbildun: gen von Aéerwerfseugen. Taf. VIIL. Gig. 3. 4. 5. 6. Er iff von grofer Brauchbarfeit, befonders beim einfabrigen Umbrud der Rleeftoppel, melher. dadurh vôllig far, locfer und gur Defäung tüdtig wir. 4: DD, 8 Erfte Abtheilung, fagt et, mhften mur die Meffer mit der Schneide des Pflugs beinah in gleidfaufender Sinie ge- feBt werden, fo daf fie beim Kreuypflügen+ Golf nach der Sanbfeite au befeftigt iverden müffen. Diedurd tire in der Saatzeit an Shnelligfeit gewonnen werden Fonnen. Cr bemerft aud, baf im Bail fie eine gu tiefe Surche gieben môdten, Die Correction des Ghaars fer leicht fers tenn ffe aber gu ffarf nad) der Sandfeite drängen oder unftâtt geben, fo bânge dies davon ab, af man fie nicht in das rechte Serbältnif ju einander gefebt babe, und von einer falfchen Xe- gulierung der fhneidenden Geiten, tmworauf man febr gu achten babe. Da tiefes Pfligen, ausgenommen bort, wo der Anbau von Pflangen mit DPfablvurzeln beabfichtiget wird, eberr nicht febr nothwendig ifts fo glaubt er, baf Doppelfurhenpflüge auferordentlih in Gebraud fommen müften, weil fie den boppelten Bortheil der beffern Denubung der Gaatgeit und der Grfparung der balben Roften gewäbren. Mo man vorüglih ffarfe Fornfreffende Sugpferde ju balten gemwobnt iff, mürde, tie er glaubt, eine gang vorsüglich vortheilbafte Mntwendung davon gemacht werden Fônnen, da diefe Pferde den volleingeridhteten Doppelfurhenpflug nicht viel fehiverer findben iwüvèen, als den einfachen. Man bat in einigen der mittleren Graffhaften unter folchen Umftänden grofen Muben davon verfpürt, obgleid man in der Confiruction man- es vernacläffigt batte, Mubcrdem bat fih neuertich diefer Dflug in England bei Mufbrebung von alten Vich- weiden febr brauchbar berviefen. Man hatte ijm desmwegen eine Prâmie bervilligt. Och- fen brachen in 3 Stunden und 55 Minuten anderthalb 2er von folhem Doben auf. Dies Experiment wurde vorüglidh angeftellt, um die MBirfung berweglicher DPliatten an den eifernen Œnden des Streihbretts gu betveifen, um dadurdh die Gurchen mebr oder weniger ju ebenen, Er bemerft ferner, ba in dem angefüfrten Boben in einer Tiefe von 6 Zolf nicht mebt Sugfraft nôthig war, als obngefäbr noch 12 Pfund, mwenn man fidh diefer bemeglichen Platten bediente. Die Griftion, die das Ebenen der Furhen ergeugte, war Über alfen Olauben gering, tabrfheinlid in beiden Surchen nicht mebr ais 6 bis 12 Pfund,*) Derfelbe Berfafer fibrt in einem andern WBerfe an, daf, um folhe Pflige zu Hrbeiten aller Wrt tauglih zu maden, felbft gum Aufbrecdhen alter Bichweiden Diefe Platten unumgäng- li nothmendig find; bies ift bei einfachen Pflügen beinahe derfelbe Gall. Das Pringip diefer bereglihen Platte, fagt er, oboleid es auf dem erften AnbliE nicht eines jeden Mufmerffam- feit auf fich gieben mag, bat unter den Pflügern rüftige Bertheidiger gefunden, indem es ibrem rechten Mrm die Mübe des Reilens und Hammerns, und ibrem recten Schenfel die Mrbeit des Miedertretens derjenigen Erde erfpart, die der Pflug losgeriffen batte, ofjne fie umjuiwenden. Unge- *#) Communications to the Board of Agriculture. Vol. 2. Landmirthfdhaftlihe Geräthe,‘: 9 lingeachtet biefer farffinnigen und intereffanten Deobadtungen müffen diefe Pflige do offenbar von befhränfterer Anwendung, als einfache, und unter getviffen mftänden, x D. bei fleinigtem und unebenen Doden, vielleidt durhaus nicht anmendbar fepn. Bo in- deffen die Verhältniffe des Vodens von der Art find, daf fie mit einiger Mabrfcheinlihfeit vot- theilbaft angemwandt werden fônnen, müffen ffe nié überfehen werden, da fie die Arbeit febe befchleunigen uud desbalb in der Geldvirthfchaft ein Gegenftand der gréften WMicbtigfeit find.*) Rejoi-Dfiüge find cine Gattung von Pflügen, die oft mit grofem Vortheil auf DPachtungen, mo Doden vorfommt, der fie erfordert, angetwandt tuerden Fônnen, anche diefer Dflige find für gans eigenthümlihe Fâlle und Verbâltniffe berechnet, fo 3. D. derjenige grofe Xejol- Pflug, welcher fo eingerichtet ift, baf er den Doden bis zu einer grofen Tiefe aufjubrechen im Stanbe if, und war Doden von verfchiedener Befchaffenbeit, wo aber bin- länglihe Erde vorhanden if. Cs ift ein ganx voriüglih braudhbares Merfyeug in mancherlei Gâllen, fo x D. Fann man den Doden damit in einer beliebigen Tiefe in horizontale Streifen trennen, todurch das Unfraut gerftort wird. Dutch eine gweite Abnlihe Operation bebt man einen andern Œrofireifen obet eine Portion frifcher Dammerde unter derjenigen Crofhiht in die Pôbe, welche die vorbergehende aat gum MBachsthum brachte, Streifen wird nun auf die guvor umgetvanbdte lodere Erde gebracht, wodurch für die nâchfte Gaat reichlichere Nabrungsfraft ergeugt wir, Œs erfordern folhe Vorrihtungen indeffen ein ftarfes Gefpann, aber #) Diefer Doppelpflug, tovon der Berfaffer Hier furicht, ift ber von Lord Sommermille angeblid erfuts dene, fo wie er auf Taf. I. abgebildet ift. Sd) babe diefen Plug aber— nut mit einem Sorgeftelle— 20 Gabr früber gefchen und probirt, ebe ibn der Lord erfand. Œr war unter den Aerwerfseugen, twelche Sr. Maj. der Rônig von England in ben fiebyiger Gabren an die Zellefihe Landiwirthfchaftsgefetf fchaft fhenfte, in alfen wefentlihen Stücen eben fo tie diefer. Œr erfordert gerade fo viel Zugfraft, wie gtvei einfache Dflüge. Und wenn ev irgendiwo reellen Depfal gefunden baben fann, fo ift es da, to man bisher mebr Anfpannung vor bem einfachen Pfluge gebrauchte, als nôthig war, welches in einigen Theilen Englandé, wo man fidh mit teniger alé 4 Dferden su pflügen fhamt, der Gal iff. Denfelben Sebler, welchen id) damals an ibn bemerfte und wesmegen id ibn befonders für unbrauchbar evflärte, muf der neue Œrfinder dann aud) bemerft baben. Die Laft von Erde nâmlih, wwelche gegen und unter beide binten abftebende Streichbretter driüdËte, tricb den Dflug nach der linfen Seite bins über. Sn minderem Grade iff dies auch) bey dem einfachen Pfluge, mit fo confiruirten Streichbrette dev Gall; ainan fann dem aber durch ein mâfiges Niederdricen der vechten Sterge leicht entgegen wirz Éen. man wird leicht einfeben, daf hier fcine Fraft dies mittelft der Cterse vermôge, tuenn der Diruf auf den bintern Theil des erften Streidhbretts wivft. fich aber der Pfiug linfs, fo fireiht er die Dorfen auf ettwas gäben Doden nicht berum, fondern fie bleiben auf der Rante fteben. Dicfen nun bat der Berbefferer durch das Charnier an der bintern Spife des Otreihbretté abbelfen wollen, ch beforge aber, bdaf auf 3äben Bobden die Sache nur nod fdhlimmer daburch wird. Lord Sommet: wille ift in England ein febr gechrter Mann, der auch mirflid andre Berdienfte um die Landwirthfchaft bat. Desbalé pofaunte man in allen englifhen Blatteun diefe grofe Erfindung aus, und deutfhe Your: naliften und@chriftiteller meinten nun au, es müfle was Recbtes feyn. Deshalb babe ich mich hier darüber ecflñren wollen, und auch die Anficht diefes Pflugs ffehen laffen, A. d. P, Œrfter Theil, D Re] 10 Eifte Abtheilung, aber aud ein einmaliges Pflügen biefer Mrt ift fix die meiften Saaten bintsichenb. Dadurh, daf bie dur Ddiefen Pflug gebobenen Eroftreifen einer über den andern gelegt werden, tird der Doden im Xllgemeinen leicht gu eggen fepn. Dem Auffommen des Unfrauts wird eben- falls auferordentlidh dadurch vorgebeugt. Çs ift daber augenfheinlich, daf, tuenn man das mebrmalige Pflügen in Crwâgung zieht, modurd auf dem gemôbnlihen MBege das Sand für eine Gerften- oder Eurnips= Gant, nachber für Baizen vorbereitet wird, und die Mrbeit und $often in Mnfchlag bringt, welche die Gortfhaffung des Unfrauts ergeugt, daf die Bortheile diefes Pfluges grôber fepn müffen, als man vielleicht alfgemein gfaubt. Œs fommt bei diefer Urt der Bemirthfhaftung folgender wichtiger Umftand in Detracbt, da nebmlidh die gange fructbare AcFerfrume cine bebeutendere Tiefe erbâlt, und ibre Theile fo zertrennt und gelocfert werden, Daf die Éleinen Burgelfafern der Saat fi) mebr nach allen Seiten ausdebnen und natürlid deffo angemeffeneren Nabrungsftoff einfaugen Fènnen. Ein Pflug diefer Vrt mit einem doppelten Shaar, eins gerade über dem andern, ift in den füdlihen Æheilen des Kônigreidhs von manden guten Sandmirthen bäufig angewandt worden. diefe Mrt fann man eine flache enge Gurche an der Oberflâche zieben, und eine andere unter derfelben in einer erforderlihen mäfigen Tiefe. Man wütde in ro Sol Tiefe diefe Berrichtung eben fo bequem vornehmen fônnen, als in einer von 5 oder 6 3oû, Dies Berfjeug ift von ganz befonderem Muben, tvenn man eine Sant unmittelbar nach der anbdern unter die Œrde bringen will. Diefe rt von Aerbau lâft fih Faum obne baffelbe in{us- übung bringen. Man Fann damit grün abgemäbeten Moggen oder andere bochftämmige grüne Gaaten auf eine folhe Beife unterpflügen, daf durchaus jeder Ebeil derfelben mit Erde hedecFt wird. Dies reinigt natürlid) ben Boden ju gleiher Beit von Unfraut, und erhält ibn vein für die nâchfte folgende Saat,*) Der Minirer ift ein andrer Pflug, bdeffen man fit zum Oeffnen des Dobens fn einer grofen Tiefe bedients er ift febr ffarf, bat aber nur ein Schaar und fein Gtreichbrett; et locfert daber die Crde mebt auf, als er fie umwendet, Sn tiefem bindenden Doden, two die Acferfrume oben auf von guter Vefhaffenbeit ift, Fann er in der nebmlihen Gurche binter ei- nem gemeinen Pfluge mit Vortheil angewandt tverden, um den Doben bis ju einer grôfern Tiefe umjuwüblen, Cr ift in einigen der nôrdlihen Graffaften gebräudlich, und Doftor Unbderfon fübrt ibn als eine Geräthfchaft an, die alle Pâchter fich anfchaffen müften, welche Diden von-der angegebenen Defchaffenbeit befigen. Er ift âuferft nüblid, 10 es auf eine tiefere Dearbeitung des Dodens anfommt, mo aber dennoch Hufbringung einer unfruchtba- ven Œxdfihidht vermieden werden muf, Cr locfert in dem Gall den Grund für Mobrrüben oder an- *) Annals of Agriculture. Vol. X. p. 190. andivirthfdaftlihe Geräthe, 11 andere Pflangen mit Pfablwurzel gebôrig auf, gerftèrt die Burgeln der Diffeln und andern Un- frauts, telche in die Tiefe fchiefen. Der Diaggen- Pflug iff ein nothtwendiges nftrument, to es gebräucblicdh ift zu plaggen und Brennen, um badurch Saide, Moor oder anderes twüftes fand in Cultur gu bringen. Er iff auf cine folhe Art conftruirt, daf die Oberfläche des Dodens damit in einer beliebigen Tiefe abgefchält werden Fann.. Gin Vortheif, der fhiwerlid auf anderem ABege ju ecreichen ift, Der Dflug mit dem doppelten Streidhbrett laft fi oft mit Vortheil zut Gurhengieben, jum Ginfegen von Rartoffeln, ob und Gbnlihen Früchten antwenden, aud faffen fich diefe und andere in Neiben gepflangte Grüchte leidht damit anbäufen. bedarf es jebuch zur Grfüllung biefer Endymecfe Feines fo Foftbaren und gufammengefeften Pfluges. Dei der Entiväfferung bes Bodens find verfhiedene Arten von Pfigen nach der Ber- fhiebenheit des Dodens und der Zivece des Sandmanns im Oebrauche. Der gemeine Entwäfferungspflug, den man in einigen der mittleren Graffchaften des Kônigreichs für die alfgemeineren Œnbymecfe gebraucht, ift ein gutes und nicht Foftfpieliges MBerfjeugs fo if ebenfalls der von Adam Scott erfundene fogenannte Maulwurfs- Pflug ein MBerfzeug diefer Gattung, welches in pablihen Doden, 3. D. in Euftgärten, und two viel auf die âufere An- fiht der Oberfläche anfommt, gur Mnlegung temporärer Mbjugs- Canûle von bedeutendenr Bortheil fepn Fann. Man fann damit Abjüge macdhen, obne die Oberfläche mebr zu dffnen, als für den Durchgang eines dünnen Meffers, bdeffen Spur bald tieder verfdwindet, nôthig if, Man bebient fich diefes MBerfzeugs vorzüglih auf folhem Graslande, was eine geneigte Oberfläche bat, und to fih mwenig Dinderniffe im Doden finden. Es Fann aber aud) auf anderem Doden,& D. auf Eurnipsland, das qu naf ift, um es von den Schaafen abiveiden gu laffen, oder auch bort, to man mwegen Mâffe die Saat nicht in die Erde Bringen fann, ange- tenbdet werden. Mit diefem Pfluge foliten die Abgüge in einer Entfernung von ro bis r5 Fu it geraden Sinien gemacht, und alle fo eingerichtet mwerden, bdaf fie fi) fämmtlid in eine offene Gurche oder in einen Éleinen Graben an der nicbrigften Stelle bes Geldes entladen. Es erfor- dert biefes MBerfjeug ein gutes Gefpann. Ein febr einfihtsvoller praftifher Sandmann fübre an, bdaf es in tiefem Rlanboden von febr grofem Muben feyn Éann, jebod) nicht dort, to Shichten von Kiefel oder Sand dagwifchen vorfommen, Der Bafferfurhenpfiug ift ein anberer Pflug diefer Gattung, dev zur Ziebung grofer offener Surchen gebraucht tmerben Fann, um das YBaffer von der Oberflähe des Sandes abguleiten. ift es auch cin febr nothtwendiges Yerfjeug in folchem lebmigten Doden, A) À fo 12 Erfte Abtheilung, to bas MBaffer burdaus feinen Gall bat, und auch nicht burd bie affgemeineren Methoden mittelft Mbjüge teggefchafft werden Fann.*) Die einfahe Pferdebade, der Anbäufungspfiug, iftebenfalls eine Geräth- fhaft, melche ibrer einfachen Conftructioniwegen jure Umiwüblung der McferÉrume stvifchen den Rorn- oder Grüchtereiben von grofem Nuben fepn fann; die aufgelocerte Crde tir daburc gugleich an die MBurgeln der Pflangen gebracht, und fo bas Unfraut erftèrt und feinem ferneren Muffom- men vorgebeugt, das Gtreichbrett an diefem Pfluge ift fo eingeridhtet, daf es nad der De- fhaffenbeit der Gruct und dem beabfitigten Œndymet meiter oder enger gefpannt werden ann,**) OtIEMAaTO INTER. Den der Conftruction aller Oerâthfhaften diefer Art follte man fein Hauptaugenmerf darauf richten, den Mechanismus derfelben fo einfach als môglich zu machen, damit dicjenigen, die nur febr mwenig Kenntnif von der Mature folcher Mafchinerie haben, dod obne Schivierig- feit Gebrauch davon machen Fônnen, Man folite fie ebenfalls fo einrichten, daf fih genaue und vollfommene Arbeit damit verrichten(âft, Daf nâmlidh die Gaat, von iwelcher Mrt fie auch fen, auf eine gleichfürmige und regelmäfige Art, damit ausgeftreuet und unter die Erde ge- bracht werden fann, und gwar fo, ba fie dabei auf Éeine MBeife gequetfcht oder fonft wäabrend der Berrihtung befchädigt wird, Der Mangel an binfängliher Aufmerffamfeit auf diefe Um- ffânde fcheint bisher den Fortgang der Drilliwirthfchaft bedeutend aufgehalten ju baben. Die Berfchiedenbeit des Bodens erfordert eine verfchiedene Conftruction der Drillwerfieuge, und es ift die Sache des geftheuten Sandmanns Die für feinen Voden und für feine Berbältniffe ant beften paffenden auszuwäblen. Die Dafhine, welche von dem fharffinnigen Verbefferer der Drillwirthfhaft(Due t) in Borfhlag gebracht und verfertigt wurde, fchien leider darin noch mangelbaft zu feyn, bdaf fie den Gaamen weder in befftimmter Ouantitât, nod mit binlânglicher Genauigfeit ausftreute, wenn gleidh bas Prinjip, tmwornach fie Fonftruirt war, Dinlänglih Élar und einfach getvefen zu feon fheint, ba man es nachber bei mebreren nacdfolgenden Gerâthfchaften diefer Yet gum Grunbde legte.) bat ein fharffinniger Schriftfteller(Darwin) mancheintereffante und nüblihe Serbefferung biefer MNaftbine angegeben, twoburd die Quantitât des ausgeftreuten Gaamens geborig regulirt und Fein Korn gequetfcht oder befchäbigt werden Fann, Die grofe Gin- *) Berg. Thacrs Abbildungen von Hertwerfseugen. 3tes Deft Taf. 2. #*) Bergl. Thaers Nbbildungen von Merverfyeugen. tes Deft. Taf. x und 2. und Taf. C. Candiwirthfchaftlihe Gerâthe, 13 Einfachbheit diefér Mafchine befteht nach des Berfaffers Angabe erftlidh barin, daf fie nut einen Gaamenfaften bat, und nidht auferdem nod) einen Erichter, wie die Cooffche, Bmweitens, daf die Rinnen, tmwelche ben Saamen aus bem Kaffen in die Drillfurchen gleiten faffen, nicht in der Mitte getrennt find. Dei diefer Mafchine vertritt ein lniverfal= Gervinde den Dienf diefer Ginrihtung an der Cooffhen Mafchine, um den untern Theil der Minne rechts oder linfs ju betegen, twenn das Pferd von der finie, tworin die Meier geben, abiweicht, Drittens Darin, daë die binteren Stangen, grmifhen meldhen die Derfon, mwelche die Meffer regulirt, gebt, eben fo mobl an den Mefferbaum als an der Achfe befeftigt find, wäbrend bei andern Nafcbi- nen fie alle bemeglide Gervinde find, twie ein Parallelllineal, um der Mbweiung des Pferdes entgegen u wirfen, tuelches bier durch) ein einfadhes Univerfal- Gemwinde gefciebt. darin, daf die Dimenfionen der Sôcher in der Mchfe des Saamenfaftens our das blofe Dreben der Ghraube verändert werden, fo bag man fie gu alfen Jrten von Saamen, Den man ge= tôbnlidh anf dem Gelde ausfüet, einrihten Fann, Günftens, in ffarfen Diüvften, twelche die Ausbôbtungen der Cvlinder unter dem@aamenfaften abfebren und fie mit einer folhen Ge- nauigfeit abffreihen, daf ein überflüffiger Gaame berausfallen und fein Korn auf irgend eine Art befhädigt werden fann, was bei andern Mafchinen der Gall ift, wie 3. D. der Tullfhen; und guleét barin, daf die grèbere Cinfachbeit in ibrer Conftruction fie weniger Foftfpielig macbt, fie adurch ebenfalls nicht fo leicht aufer Stand Fommt und ibre Aniwendung fidh fhneller und leichter begreifen âft.*) QGn demfelben Berfe befthreibt der Berfaffer ebenfalfs cinen SGaamenfaften von Der Erfindung des Herrn Smanmid aus Dent, toburch der aame mit noch viel grôferer Ges nauigfeit ausgeftreuet twerden Fann. Der Kafien iff 48 off lang, und biefer Maum ift in 6 Sellen eingetheilt, um 6 Gaamenteiben zu gleicher Seit fâen zu Fônnen, Jm Doden einer jeden befindet ff cine Oeffnung, um den Gaamen in bie Rinnen geben zu laffen. Gtatt der fi umtwvälgenden Mchfe dient eine bôlgerne Gtange obngefäbr 4 Guf 8 Zoll lang und À Bol dif, wodurd 6 Oeffnungen find, von beren jede genau einen Soil[ang, 1 Golf weit und 5 Zoûf tief find. Die Mittelpunfte diefer Sècher find genau 8 3olf aus einander, und treffen mit den Oeffnungen in dem Doden des Saamenfaftens gufammen, über welche fie tücwärts und VOts tûrts gefhoben merden, Sn diefer hin- und Dergebenden Bewegung geben fie unter ffeifen Pürften fort, mwelche an jebem Œnde der Oeffnungen im BDoden des Saamenfaftens über den- felben befeftigt find. Diefe ffrcicjen das Rorn ab, fo mie bie Oeffnungen der fih bemegenden Stange unter ibnen wegfchieben, twodurd Die Quantitât des Saamens mit einen grofen Grade von Genauigfeit abgemeffen wird, Um die Quantität des ausgefirenten Gaamens qi Vet- #) Phytologia, p. 608. RL 14 Erfte Abthailung. vermebren ober ju bértmindern, ift der@chieber mit einer Rapfet von Sinn bebe, iveler 6 Oeffnungen bat, bie genau mit ben£üchern in dem Gricher jufammentreffens aber ffatt, daf ein Fleines Gtüc£ inn der gangen Sänge des Soches na aufgefchnitten fepn fofte, fo if ein Theil davon an einem Œnbe von der Die des Schiebers ftehen geblicben und niedergebo: gen, nachdem fich der©chieber fchon in feiner Kapfel befand, auf diefelbe Yrt, wie der 3inni cplinder in der oben ertväbnten Mafbine. Diefe Rapfel ift durd das Dreben einer Shraube obngefäbr 1 off rücwärts und vortwärts zu bervegen, und auf biefe Mrt werden die Oeffnun- gen grèber oder Fleiner gemacht, nad Maafgabe der Millfübre. Der Shicber wird durch einen eifernen Magel, bder an ibm befeftigt if, und in einer fhiangenfèrmigen Yushoblung an der Mabe des Modes gebt, vorwärts, und durd eine Stabifeber am andern Ende des Gaamenfaftens rücŒiwärts bemegt. Man bebauptet, Daf die Cinfadheit des Scie- bers bei diefem Merfjeuge in gewiffer Mücéfiche grèber ift, als bei dem vorbin ermwäbnten, da bier nur 6 Oeffnungen, und bei bem andern 24 jure Abmeffung des Saamens find, ba es aber in anderer Nücéficht vielleicht tveniger einfach ift, tweil bier 12 Dürften an jeder Gite der 6 Oeffnungen, bei dem erfen aber nur 6 Bürften angemandt merden, Cs if ebenfails mabr- feintih, baf, da die twechfelfeitige Demegung des Gchiebers fnell gefheben muf, und gwar einmal Gtatt finden muf, wenn der Umfreis des Mades 9 Sol vorwérts gegangen iff, es nicht fo leidht feine Dienfte verridhtet, als bas geäbnte Mad und die ununterbrochene Detve- gung der Mcbfe und des Cvlinders aller vorbergehenden Drillmafchinen,*)+) Cine Mafhine diefer Art, die von Serrn Amos erfunden, und in feinee Abbandfung über die Drilliwirthfchaft befchrieben ift, folf ein febr gutes, twobifeiles und bequemes MBerfyeug fepn,, Saamen und Sülfenfrücbte aller Mrt laffen fih, tie man bebauptet, damit auf jebes Sand, in jeder beliebigen Quantität, und in der erforderlihen Tiefe und Entfernung aus- fâen, *) Phytologia. p. 6og. D Benn die Lefer das, tas Dier Über Drillmafdinen gefagt wird, nidt verftehen, obtoob fie e8 gern verftehen môgten, fo mu id fie badurd trôften, baf id) ibnen verfichere, es fey durchaus für jeden unverffändlid, der e8 nidt burd eigene genaue Renntnif der Mafchinen beridtigen fann. Unfer Berfaffer feint diefe Mafchinen felbft nicht gu Éennen, bat er von der Cooffchen und neuen Davlepfchen gegeben; folhe Anfihten nuken aber gerabe fo viel als die Anficht eines Müblengebäudes, um den Mechanismus des Merts fennen ju lernen, Sn Begtrups Defhreibung der englifchen Landwirthfchaft(tebt jene. Diefe bat mit der meinigen(Abbilbungen 3tes Deft) viel dbnlihes, nur if nod) eine Borridtung angebradt, um die Fâcher der Walyen tweiter und enger maden, folglid met oder meniger und verfciedene Getraidearten mit derfelben YBalge augfen ju fônnen. dicfer tehanismus feint die Mafchine fo wanbdelbar gu machen und fest die Arbeit fo vielen Snconvenienger aus, baÿ id) ibn unmôglidh empfeblen fann, Die Earwinfhe, wovon er bier Gefonders(pribt, if nidt abgebilbet. Da wir aber von der Phytologie cine Ueberfesung baben, fo vermuthe id), daf die Abbilbung bdiefer Mafchine dabei fey, wie im Originale. Gonfft verlieren wir dabei nidté, indem fie gar nichté taugt. QD. UD: Sandrwirthfchaftlihe Gcrâthe, 15 fâen,: Œs erfordert febr wenig Sugfraft, und derjenige Æheil der Mafchine, tweldher das Drillen verridtet, Fann an den Daum eines gemeinen Dflugs befeftigt werden,*) errn CooËs verbefferte Drillmafchine ift ein vortrefflich eingeritetes Berfyeug, und pat febr gut für leiten Doden, auf andern Doden fol es das Born febr ungleihformig aus- fireuen, Ein einfihtévoller Sandbmann bemerft, daf man bamit eine beliebige Quantität Korn in einer beliebigen Tiefe in Swifhenräumen von 8, 9, 1x oder 18 Sol, undvon 2, 3 oder 4 Guf MBeite mit giemlicher Genauigfeit ausfäen Fann, und daf Mangel an glixélihem Erfolg nur der Nachläbigfeit der Perfon beigufchreiben fen, bdie fih berfelben bedient, Mad) feiner Erfabrung ift es febr antwendbar auf allem Boden, ausgenommen, two derfelbe fteinigt oder fettigt if. Diefe Drillmafhine ift einigermafen nach demfelben Pringip Fonftruirt, als die eben erwäbnte. Cine vom Serrn Du et erfundene bat fih bei ibrem Gebrauche einfach gegeigt, und Éann felbft vom gemeinen Arbeiter mit grofer Seichtigfeit benubt werden, Cine Mafchine diefer Art, die die Sandleute in Kent febr bequem gum Drillen von YBaizen, Gerfte, Hafer, Erbfen, Bien und verfchiedenen andern Grüchten finden, ift vom Herrn MDellard aus Deal verfertigt.@ie wird von 2 Pferden, die neben einander in einer doppelten Kluftdeichfel ge- ben, gezogen, und drillet 7 Meiben gur Beit und war 7 Bol auseinander, eigenthüme lihe Conftruction erlaubt eine beliebige Quantität von Korn auf den Mer ausufñen, und tve- gen ibrer grofen Ginfachheit fommt fie nicdt leiht auber Stande, Gie Foftet obngefäbr 14 Guineen,**) Œurnips- Drillmafdinen Ein febr nüblihes Merfjeug biefer Art if vom Herrn Davnlen erfunden, um Eurnips auf den Spiben ausqufâen. Man ift biermit nicht in Gefabr, gu viel oder ju wenig@aamen ausgufäen, Œs beftebt in einem foliden Enlinder aus Gifen oder Meffing, obngefäbr 2 Soll im Durdmeffer und 1 Bolf breit, auf deffen Oberfliche 15 oder 16 Sôblungen, in der Geftalt eines halben Œies, nad feinem£ängendurhfcnitt befindlih und fo tief find, um 4 oder 5@aamenfôrner faffen ju Fonnen. der andern Gite des Evlinders, in einiger Entfernung vom obern Theile deffelben, ift der bintere Theil des Tricters angebracht, an dem ein@tü£ Œifen oder Meffing 1 Solf lang und: Golf Lreit befeftigt, und an der innern Seite tie ein Gotbifher Dogen ausgebôbit ift, bdeffen Seiten, indem fie die Seiten der Sôblungen in einem fchiefen IBinfel treffen, den Saamen vor dem 3er- quetfchen bervabren. Un dem untern Ende diefes Stücfs Eifen befindet fic sine Spalte À Zoll lang #) Amos on Drill Husbandry. X*) Der Vetfaffer giebt von biefen Drilfmafhinen Écine ae Gb Éônnte fie aus andern Beréen fup- pliren.@ie verdienen es aber nicht. A.#. 16 Œrffe Abtheilung, lang und Z tueits auf berfelben bervegt fich eine dünne eiferne Piatte auf nb nieber, vermit- telft einer oben an dem ŒTrichter angebrachten Schraube, modurd die Mündung der Oeffnunge erteitert oder perengt, und fo die Quantitât des ausqufireusten Gaamens regulirt werden Fann, Diefer Megulator gebt in einer Ausbôblung an einem Drette, twelches den bintern Tbeil des Œrichters formirt, auf und nieder. Der Cnlinder wird, bevor die Ausbôblungen gemacht rwet- den, auf einer eifernen chfe von einem Quabdratoll befeftigt, muf febr genau gedrechfelt fenn, eben fo als alle Tbeile der Mchfe, welche fid in den an den Sanbdgriffen befeftigten Ningen berumbreben. Mn den Enden der Mcbfe find 2 Mâder von 26 Golf im Durhmeffer Befeftigt, wetche die Achfe und den Enlinder herumbrehen, und beim Durchgeben durd) den Ærichter, der ben@aamen enthâlt, in jede Musbôblung eine nzabl von Gaamenfèrnern bringen, fie dant durch die Oeffnung fallen faffen, und auf diefe Art nach dem Meffer herunter leiten, twelches auf der©pige der aufgcpflügten einreibigten Deete eine Minne bildet, um den Saamen auf- zunehmen, Benn die Ausbôblungen in diefer Drilfmafhine fo eingerichtet werden, baf fic, iwenn der Regulator ganz niedergefchroben if, 5 Saamenfôrner enthalten und ibrer 16 find, fo wer- den bei jeder Umwälqjung 80 Saamenfdrner ausgeftreuet werden, und da der Durchmeffer des Maves 26 Doll und der Umfreis 814 Golf beträgt, fo werden auf 815 Soff so Saamenfdener oder obngefähr 12 auf einen Sub ausgefäet werden. Da bdies das Minimum iff, fo Fann our das in die Sôbe fchrauben des Negulators die Mnzabl nad und nach bis ju 50 oder 60 auf 1 Guf vermebrt werden, twelches, ausgenommen in befonderen ungünftigen Sällen, mere als nôthig if.*) Eine andere von demfelben Erfinder angegebene Drilfmafchine, zum Ausfñen von allerlei Mrten von Rorn in jeder Quantität und in jeder Entfernung von einander, fcheint ebenfalls gro- fes Verdienft zu haben, Der innere beil derfelben, wodurd die Quantitât des Gaamens regulirt wird, ift eine eiferne Achfe r oder 5 3oûf ins Gevierte, worauf in einer Entfernung von 9 oder ro Bof 5 oder 6 oder aud) mebrere metallene ausgebôbite Evlinder befeftigt find. Die Aushôblungen find etwas mehr als Salbgirfel von£ Soil im Durchmeffer, oder 5 Zoll weit und S Sol tief. Sn diefe find boble ceplindrifhe Platten von gebämmerten Cifen ein- gepañit, von denen Gegmente in recten Binfeln umgebogen find, um genau in die Sôblun- gen der metallenen Œvlinder ju paffen. Dur biefe Œegmente der eifernen cplindrifchen rü- wûrte und vormwärts fi) bermegenden Platten werden die Oeffnungen vergrôbert oder verfleinert, Dies wird in allen Evlindern ju gleiher Seit our eine rectwinflihte in den Metallenlindern gemachte +) Gm Gangen jar dicfe un betjenigen gfei, tuelche in meinen Abbilbungen 2te5 Deft. Taf, g ftebt.. D.= Landmirthfhaftlihe Geräthe, 17 gemacbte Deffnung bemerfftelligt, twodurd ein gerades Gti Cifen gebt, tvelches fit auf Grif- tiongrâdern bemegt, und an ben Platten, tie auch an den clinbrifhen Mändern befeftigt if, Ein dur eine Shraube bermegger Hebel gebt. durch den Mabmen, twovon ein Ende gabelfôr- mig und fo gemacht if, daf es an ben Geiten des Minges oder der eifernen Platten genau an- liegt. Umbrebung der Shraube bemegt der Hebel alle Ränder jugleid, und die Hôb- fungen werden nach Delieben verleinert oder vergrèfert, und gtar beinahe augenblidlich, felbft tâbrend die Mafcbine im Gange iff, fo ba man alfo jede Art von Korn und nach Geliebigens Berbättniffe fâen Éann. Turnips gedrillt werden folf, fo nimmé man den grofen Trid- ter ab, und fet mebrere Fleine auf die balbeifürmigen Hôblungen am Œnde der Evnlinder. Die Quantität von Saamen wird, fo wie in der eben befchricbenen Turnipsdrilfmafhine regulire, Um Dobnen und Erbfen in mweiten Zwifhenräumen, 3, D. von 27 bis 30 Goff, ju fâen, bedient fi Gerr Davnlen einer Drillmafhine, die nur ein Rad und einen Erlinder bat, und von einem Menfchen in der Furche fortgefchoben wird. Trad einer beffern Methode Befeftigt er fie an das Oeftell eines Éleinen Pfluges, der von einem Pferde gezogen wird, ver- müittelff einer Stange, bie das Mad mit dem Saamenfafien verbindet. Mu diefe Art bemegt fih das Mad auf einer ebenen Oberfläche gmwifchen der Sfarbdfeite und dem Streihbrett, und der Gaame wird in einer regelmäfigen Tiefe ausgeftreuet, Gür Dobnen findet er die Tiefe von 2 Solf angemeffen. Mit Hülfe diefes Pfluges bat er Baigen und GOerfte in verfhiedenen 3rwvi- fhenräumen von 6 bis 12 Golf und 15 bis 2 3olf tief, mit gutem CErfolge ausgefäet, und is fleinen VBirthfhaften bâlt er diefer woblfeilen und einfachen Mpparat für febr brauchbar und vortheilhaft, Die Drillmafchine iff vernittelfé gweier StiE Cifen an dem Pfluge befeftigt, das eine bängt mit dem Daume und das andere mit der Sterge gufammen. ie bevegen fit um Volzen, die dem Made erlauber, bei jeder sufälligen Bertiefung oder Crbôbung, auf und nieder ju geben. Der innere Theil des Meffers ift Énieformig gebogen, um es mit der Sandfeite des Pfluges in eine gleihe Fläche zu bringen, Der Drill-: Shichefarren ift cine Geräthfhaft, die febr einfadh und zum Ausz fâen mancher Kornarten und fleiner Saamenfôrner febr tauglich ift, tweil fle in Mücfficht der Quantität des Saamens febr fhnell regulirt werden Fann. Man Fann Damit indef nur eine Reibe sur Seit ausfâen, wwelches in manchen Gällen unbequem if. Man fhabt diefe Mafchine an einigen Orten febe, um Bobnen zu pflangen, mwelche fie in die Surcbe fireuet,*) Saden. #) Bon einer folen Drillbanbfarre babe id die Befhreibung im ten Sefte meiner Abbildungen gegeben. Die vorbefhriebene Einrihtung beftebt in einer Defeftigung derfelben an den bintern Theil des Pilugs, die man fic feicht auf mebrere ABcifen denfen fann. MP D 1 Œrfler Theil,€ Erfte Abtheilung, De à Qu st UE Es giebt eine grofe Menge verfchiedenartiger Werfieuge diefer Gattung, die entroeder von Pferden gezogen oder mit der Sand regiert werden, Serrn Coofs verbefferte Pferde- bacfe ift ohne Ziweifel ein gutes VBerfjeug um Gaaten, die in einer gemwiffen Entfernung von einander fteben, ju bebacfen, aber für enge unregelmäfige Entfernungen ift die von Herrn Amos erfundene ausdebnbare Pferdehace mabrfcheintich eine vorsglihere Gerâthfhaft, da ibreæbetveglihen Schneidceifen es môglidh maden, fie nad Verfchiedenbeit des Raumes, je nachdem Saaten in grôbferen oder geringeren 3ivifhenräumen gedrilft find, gu reguliren. ie ift befonders brauchbar auf leihtem, locferem und mürben Boden. Man bedient fich derfelben in Sincolnfbire auf einigen Pachtungen beftandig, um Bobnen, Robl, Rartoffein und âbnlihe Srüchte ju bebacen,*)+) Serrn Daugals’s verbefferte ace ift nacb einem einfachen Prinzip Fonftruirt, und erfüllt die verfhiedenen Endywecfe einer Sandhae mit grofer Seichtigfeit und Bequemlichfeit, befonders two das Rorn oder die Sülfenfrucht in gleih iwciten Sivifhenräumen gefäet find. Das Had viefes Berfjeugs follte jedoch fcheibenformig fepn, ba ein offenes Mad, mwenn der Doden tweich und naf ift, leicht zu febr mit fih anbâängender Crde überladen wird. Yn mürbem Doden, wo Handhaden gebrâauchlich find, verdienen die vom Herrn Du et etfundenen Geräthfchaften biefer Art viel Empfeblung. Beil der eiferne Theil oder die Eifen- atbeit an denfelben fchtverer if, und fie Fürgere Sanbdgriffe baben, fo fcheinen fie mehr Birfung thun ju müffen. von obngefäbr âbnliher Conftruction waren fon lange in den MBein- gâtten von Portugall um Bebacen von feftem Dôden im Gebrauch.**)_ Obngeachtet diefer Berfyeuge Fann jedoch das Gefhäft des Sacfens oft auf bindendem Doden und wo die Entfer- aung der Gaatreiben ziemlidh tweit if, mit einem getmôbnlihen Fleinen Dfluge, der ein brei- tes fcharfes Schaar bat, verrichtet werden, Mit diefen Gerâthfhaften Fann der Mrbeiter bis au einer beliebigen Tiefe, und fo nabe an die Meiben geben, als es ibm gefält. Œs bat neu- lid) ein Schriftfteller bemerft, und twabrfdheinlidh febr richtig, daf nihts einem Pfluge gleich fommt, um den Doden ju reinigen und die Grüchte zu bebäufen, Œr fagt, er bat Pflüge mit doppeltem Gtreichbrett und doppelter Schneide verfucht, um damit die Neiben gu bebäufen. Diefe *#) Youngs Survey of Lincolnfhire. D Sm Grunde daffelbe Snfrument, tie der oben ertwäbnte Anbäufepflug oder Dferdebace,: À, ds r D: **) Communications to the Board of Agriculture vol. IL. and Somerville’s Syftem of the Board of Agriculture. Canbmirthfiaftliche Gerâthe, 19 Diefe würden jebodh nidt für die Drillwirthfhaft paffen, da man fie nicht nad) der Meite der Neiben, die guweilen etwas tueiter oder nâber auseinander ftehen, reguliren Fann, unb, wenn fie nur r oder 2 Bof abiweichen, fo gerfièrt bies den beabfitigten Éndymef, ba die Erde nicht regelmäfig aufgebäuft werden Fann, und das Korn an einigen Stellen bod) und an einigen niedrig fepn wird. Gin gemeiner Pflug verridter diefe Arbeit vollfommen gut, die Soften belaufen fich für den Aer bio auf einen Sobilling, und der dem Korn geleiftete Dienft ift gum toenigften 1 Pfund tmerth, obne ben Bortheil mit in Anfdlag ju bringen, da dag Sand badurch beffer als auf eine andere Met gereinigt wird. fagt er: ,,tuenn man jugeub ein Unfvaut twabrnimmt, fo Fann man mit dem gemeinen Plluge gebôrig tief geben, oder ibm eine beliebige Michtung geben, Er macht ferner die Demerfung, daË, da folches Unfraut, twelches eine Pfabirwuryel treibt, nicht leicht vermittelft eines AMuffrabers, mwenn biefer gufälligeriweife ffumpf if, abge- fnitten wird, fondern oft nur niedergedrücft und fo fortfäbrt qu wachfen, er ein bem Pfluge oder dem Vuffrager voryugiehendes MBerfjeug ju diefem Debuf erfunden babe, Es if drei- ecigt, bat einen Daum und 2 fleine Mübder, die unter Dem Daume auf diefelbe Art, wie an dem Morfolffhen Dfluge, an demfelben befeftigt find. find 3 Meffer an demfelben befind- lib, wovon jedes ein Shaar unter fi) bat, bas an der Spibe langettenformig gefchärft, und obngefähr 14 Bol bveit if. Die Meffer dringen unter die locfere Crde fo tief als der Pflug, und fchneiden, obne die Œrde ffarf aufjumüblen, Diféein und andere âbnlide Mrten von Un- fraut beffer ab, als irgend ein bisber befanntes ABerfjeug. Bo foldhes Unfraut fid in grofer Menge findet, bedient er fich eines Baums mit einem Made, in telchen er eins von diefen Meffern ftecft, um grwifchen den gebrillten Meiben das Unfraut zu gerfdneiden, Damit gelangt er qu jeder erforderlihen Tiefe. Die Mafchine mit 3 Schaaren verridhtet mit einem PDaar Dferden in einem Tage fo viel Arbeit als 3 Pfige. Man bat jedod) beobachtet, daf biefe Mafine nur auf leihtem Doden, und wo die Dracde gebôrig gelocert und beinahe rein von Quefen ift, Bortheil gemäbrt. Mo anderes Unfraut mit Pfablwureln wAdft, wird fie, mie et glaubt, ebenfalls febe nüblid fepn, gumal da ibre Conftruction fo einfach ift, baf jebermann fie machen fanun.*) Auf£raser und SHhaufler Dies find Berfjeuge, die den eben befchriebenen in vieler inficht gleihen, und bie täglid mer in Gebraud ju fommen fcheinen, um acferbares fand ju teinigen, und es gur Auf- G:2 nabme *) Experienced Farmer. vol. IL. pag. 86. 20 Erfie Abtbeilung, nabme von Saamen empfängli® zu machen, eben fotmobl als es aufiufraben, und bie Crde gmifchen den Meiben der gedrillten Grüchte aufjutwüblen. Man bebient fidh ibrer ebenfalls zu- meilen, um die Stoppel ju reinigen, naddem die Grucht abgeerndtet ift, aber ju diefem Ve- bufe find fie wabrfcheintidh nicht febr tauglih. Man verfertigt fie von verfchiedenen Geftalten fie baben gewbbnlich eine grofe Mnjabl von eifernen Güben oder Sinfen, deren Svigen wobl geftäblt und fharf gebalten werden. Diefe find mebrentheils an den Enden an einer-gleicherr Hngabl eiferner Stangen befeftigt, die eine Mrt von Schenfel biloen. Œinige baben Nâder, andere nicht, Die lebtere Net erfülit in manchen Féllen den bcabfichtigten 3wec eben fo gut, und iff dabei nicht fo Éoftfpielig, find gemôbnlidh ein paar Handbaben befeftigt, twomit man die Werfjcuge regiert, und durd deren verfchicdenartigen Drug die Tiefe, in der fie geben follen, nad der WBilEbr des Arbeiters regulirt wird. Der Fu folite eine Art von dreiecigter Geftalt haben, mwovon jede Geite 6 Boll Sänge haben Fann. Sie foliten fo eingerichtet fen, damit man die Bureln des Unfrauts in einer giemlihen Tiefe damit abfneiden fanns auc müffen ffe fif nicht leidjt ourd folche Ginderniffe, als gerébnlidh vorfommen, aus dem Voden treiben laffen. Man Fann fie mit einer unbeftimmten Anal von Zäbnen und Schaaren verfehen, nad; Verfhiedenbeit des Endymecs, wogu fle beftimmt find, und je nachdem das Sand rein oder vol Unfraut, von(ocerer oder bindender Defchaffenbeit if. Die Gerathfchaften diefer Art, die von Serrn Coof verfertigt werden, find febr gut, und von anbern âuferft einfachen findet man Befreibungen in den mancherlei Berichten, die der Board of the Agriculture be- fannt gemacht bat, Der Hauptyme bdiefer WBerfjeuge if, den Oebrauch des Pfluges ent- bebrlicher ju maden, und in gewviffén Sâllen fônnen fie ohne Ziveifel mit mehr Vortheil ange- twandt werden, um die Crde vollfommen aufiulocern und das Sand von Unfraut ju reinigen. Cinmal gepflügtes fand jum Debuf einer Gerften- oder Turnipsfaat Fann leicht dadurdh gercinigt und das gewôbnlid barauf folgende Cggen und Pflügen unnôthig gemacdht werden, Da das oben befchriebene MBerfjeug diefer Mrt, na der Verfiherung des Crfinders, nur auf leichten Doden, und, two die Drache twobl gelocert und faft gang rein von Quefen ift, angetanbdt werden Fann, fo lâft fi aus biefem Grunde viel dagegen einmenden, Œs giebt auferdem aber nod einen andern Cintwurf gegen diefe Art von Werfjeugen, tmwelcher darin befteht, daf fie, tenn bas Sand naf if, leicht gu ffarË mit anbängender Crde befchivert werden, eine Unbequem- lifeit, die ibrer alfgemeineren Mnwendung fer im Wege ftebt. Vei der Conftruction des ver- befferten Schauflers, deffen man fih in einigen der mittelländifchen Diftricte bedient, bat man jebodh auf diefe Unbequemlichfeit Mücfiht genommen und ibr giemlich abgebolfen. Die Râder an diefem Berfjenge haben anderthalb Guf im Durdmeffer, und die leicht gefrimmten Hafen 2 Guf Sânge. Es ift fo cingerichtet, daf es von 2 Pferden, bdie neben oder bintereinander ge‘ ben, geogen werden Fann, je nachdem man es nôthig oder bequem findet, Det Lanbmirthfdaftlihe Geräthe, 21 Der Erftivpator if eine Mafcbine biefer Art, twelhe in einigen Gegenden von Guffoif, fo tie in anbern Graffchaften, que Serfèrung des Unfrauts und jur Reinigung von folhem Sande mit Bortheif angemwenbet wird, was, um es auf cine Gaat vorgubereiten, einmal aepflügt worden. Œr Fann von 2 oder mebreren DPferden, nach Vefchaffenbeit des Dodens und der grôferen oder geringeren iefe, gezogen werden. Es lâft fidh fchnell damit arbeiten, und man Fann ibn an das Borgeftell eines gemeinen Räderpfluges befeftigen, und in Rücficht auf die iefe, tie einen folchen reguliren. IBenn man bas Sand einmal fbergepflügt, und zur©ommerbrache bat liegen laffen, fo iff die gemôbnlihe Methode, es gweimal mit dicfem Berfjeuge zu bearbeiteu, und zmar Das erffemal 2 3ofl tief, und das gmweite obngefäbr in der doppelten Tiefe Éreutveis. Dies mat es, twenn man es nachber mit einem getmôbnliden Rechen überfäbrt, tauglidh gum Drillen oder Sen. Man Fann auch im Derbft gepflügtes und für Sommerfaaten beftimmtes Sand mit die- fem WBerfyeuge ur Gaat vorbereiten, Die Schaare an diefem Werfeuge find getôbnlidh von o Soil Sânge, und obngefäbr von berfelben Dreite. find an einen Stiel ro Bof lang, in einer Entfernung von 12 Bol befeftigt. Das Berfjeug befteht aus zwei Dalfen, mwovon der vordere eftva 53 Guf, der bin- tere 6 Guf lang if. DBeide haben 4 Sol ins Geviertes ibre Entfernung von einander ift ge- môbnlid obngefäbe 12 Sol; der Daum ift 7 Gub lang, und crbebt fih obngefähr 3 Sub, er bat ebenfalls binten 2 Stetyen,: Der Erffirpator foll auf jeden Boden antvendbar und leicht von beinabe jedem Dflüger zu fübren fepn.€s muf jebodh erft durd) allgemeinere und mebr ins robe gchende Berfuhe, die wabrfcheinlidh noch nicht gemadt find, ausgemittelt werden, in tiefern diefe fnelle Mrt, den Mer vorgubereiten, von tirffamen Muben fen. Det Cultivator if eine andere für denfelben Sivecf berechnete Oerathfchaft, und eine Erfinoung des Derrn Coof, bdeffen Scharffinn der Sandmann vielen Danf fhuldig if, Er befteht aus einem quer faufenden Baum, woran eine Menge fhmaler Schaare befeftigt find. IBenn man fi deffelben auf diefe Beife bedient, nennt man ibn an einigen Orten Auffraber für gepflügtes Sand; braucht man ijn aber mit breiten breiecigten Schaaren, fo fhbrt er die Benennung Schaufler; das gange gufammen bildet den Cultivator, Alle biefe Mrten von Ge- râthfcaften fônnen gewiffermafen als Hnbang zu den Drilliwerfjeugen betrachtet, und bâuftg an dem Räbergeftell derfelben angebangen tuerden, Sm Vergleid mit dem Pfluge fheinen fie indeffen Verfjeuge von eingefchränftem Gebrauch, manchen Gâllen Fônnen fie indeffen nothtwendig und bequem in der AŒerwoirthfchaft feyn,*) S hwere *) Œinen Binlânolien Degriff von biefen MBerfyeugen tverden die Nbbilbungen des Erftirpators und der Dferde: Shaufel in meincm Berfe, dber dAderwerfieuge, geben, A. d. P, Erfte Abthcilung. Shmere Eggen, Potheggen, Drags. Dies find Berfjeuge von einigermafen äbnlider rt. Man bedient fih berfelben fo- tobi das Sand zu reinigen, als aud) um es für eine Fünftige@aat voryubereiten. Yhre Con- fruction ift febr verfchieden. Man bebient fi in der Megel der gemelnen Sohleifes es ver- dient aber bie entenfüfige mit 4 Neiben von Säbnen in manchen Gâllen den Vorug, Es hat neutich jemand eine Geräthfchaft diefer Art empfoblen, worin die 3äbne anftatt mit Schrauben mit Reilen befeftigt find, fo daf fie fhnell ausgenommen und eingefebt und für jede beliebige Tiefe geftellt werden fônnen, Diefe Gerathfchaften find gembbnlih von breicigter Geftait, baben binten obngefabr 7 Gué MBeite und 13 oder 14 Bâbne an jeder Seite. Diefe durchfreugen fit) einander in ibren Richtungen und find oben entiweder vermittelff Gchrauben, oder auf eine andere bequeme rt befeftigt. Bo man fih folher Gerâthfhafren guiweilen ftatt Auffraber bedient, follten die Sûbne ettwas nach Art der Meffer eingefeilt fepn, und man müfte fid zu biefem Endymvecf ei- genthümlid verfertigte balten,*) Eggen Diefe Geräthfhaften find nidt nur nüblih, fondern febr nothiwendig in der Acer- wirthfhaft, fomobl um die Gaat mit Erde zu bededen, als auch um das Sand für die Juf- nabme derfelben vorzubereiten, obgleich fie bis jeét noch iwenig Serbefferungen erfabren haben, Die Hauptrücfiht, in der fie bequemer gemacht find, ift die Stellung der 3infen, und die Art fie zu befeftigen, bie Michtung der Balfen und die HMrt, mie die Pferde daran gefpannt werden, Œs muf einem jeben, der nur geringe Renntniffe vom Eggen befibt, in die Augen fpringen, baf feine Cage für jede Gattung von Boden vollfommen paffe,**) Auf leichteren Doden fann eine leichte Egge mit Éurzen 3infen binreihen, aber auf fhtiwerem bindendem Bo- den, oder auf fürlid) aufgebrochenen alten Graslande, oder anderem nie beacerten Doden verdient eine Œgge von grôberem Gewidt und léngeren 3infen den Vorjug, und felbft gtvey gufammengebundene Cggen fônnen ôfter nôthig fepn, um auf fhiwerer Rlanbrache die Erdfldbe gebôtig gu gerreifen, und den Dobden ju ebenen. Bu bdiefem Endymed, gumal da, mo das Sand von bindender Defhaffenhei und mit MBuryeln von Unfraut angefüllet ift, ift e8 beffer, daf #) Sn der abgebilbeten IRafhine biefer Art ftehen meines Eradtens die Sâbne unridtig, und follten die vise gegen den Sug gerichtet haben. YBenn man folhe Cifen in das Exftirpatorgeftell anfest, fe fcheint mir diefes cben fo smeEmabig. A. d. S #*) Gentleman Farmer pag. 19. Landmirthfchaftlihe Gerathe, 23 daf die Cage nicht zu dié mit Zinfen befebt if, weil die Erde fit fonft ballet, und die Sinfen nicht tief genug eindringen. Dei der Verrihtung des Eggens wird oft viel Seit verloren dur das Umivenden ain EŒnde der Mcferbeete, YBenn men oder mebrere Eggen zufammengefettet angemandt werden, fo gerathen fie leicht eine auf die andere, und erfordern Seit, um fie twieder in Ovdnung zu brin- gen. Lim biefér Unbequemlichfeit abzubelfen, bat man Œggen mit betveglihen Sugringen er- funden, die gang ibren SiwecË erfüllen follen, Man Fann jedocdh diefen Uinftand auf eine leichte und nicht fo foftfpielige Mrt abbelfen, indem man bie MBerfjeuge auf eine gebôtige Art an ein- ander baft. Die Stellung der Sinfen, fo daf fie fich nicht in derfelben Nichtungslinie berve- gen, ift gleifalls ein Gegenftand, den man auf mebrere Mrten zu Stande zu bringen gefucht bat, aber die einfachfte und fhnellffe Methode befteht mabrfcheintidh darin, daf man die Egge vorn einige 3olf fhmaäler als binten macht, und ibr gugleich die Cinrichtung giebt, die Entfer- nung gtwifhen den Sûbnen na MBillfübr reguliren zu Éônnen, Dei gemeinen Eggen ann man gleichfalls die Bemegung ibrer Zâbne in denfelben Nichtungen dadurdh verbüten, daf man die DPferde auf eine folche Mrt daran fpannt, daf fie das Sand in einer diagonalen Sinie überzieben,*) Bei der Confiruction aller grôBern Gattungen von Eggen, ift es von der âuferften Bichtigfeit, daf die Sinfen etwas wenig vorwärts geneigt find, und bei allen Gerâthfchaften Diefer Art ohne Ausnabme, dürfen nie gmwei fi genau in derfelben Richtungslinie bervegen, Sie find dadurch vorgüglid) im Stande, alles Unfraut ju gerreiffen, und vom Acer wegzufchieppen. Es ifft febr gut, wenn die 3übne, wenigftens bei grofen Eggen, an die Dâume ge- fhraubt find, fo daf man fie im Gall der Noth leitht berausnehmen fann; oder eine noch bef- fere Methode ift vielleicht die, die Kôpfe der Zinfen viereigt zu machen, fie aufivärts durch die Dâume geben ju laffen, und in den über denfelben bervorragenden Ebeilen£écher anzubrin- gen. Sn diefe£ôcher Fann man alsdann vierecige Reile treiben, um fie feft ju erhalten und ibr Verlobrengehen ju verbüten, Man conftruirt gumweilen auch Eggen mit Sinfen von ungleichen Sängen, und gwar fo, daf fie nach Dinten zu immer lénger werden, Man fagt, man fônne mehr Mrbeit damit ver- rihten, un fie lieBen fid) auch fneller von Unfraut und andern Dingen reinigen, moburd fie fonft fo leicht aufgebalten werden. Art von Eggen ift fhon in mebreren Gegenden einge- fübrt, man madt fie auf verfhiedene Art, und mit einer verfchiedenen Mnabl von Balfen. Gemôbnlich haben fie deren 3 bis 53 die Mnabl der 3ûbne wercht auf glciche WPeife ab. Die unter dem Namen Brafe Sarrow befannte Egge, die Doppelegge, und die verbefferte gemeine Œgge, fo wie auch eine som Herrn Graburn erfundene Cgge, iwovon man *) Robertfon’s General View of the Agriculture of the County of Perth. 24 Erfte Abtheilung, man eine Defhreibung in bett Report of the Agriculture of Lincolnfhire fieft, find alles febe tauglihe und fhäbensmerthe Merfieuge, Her Knight bat eine Egge angegeben, ivelche gum Umtvenben befonders tauglich iff, und zut Œrlcichterung der Pferde dur die bingugefügten Môäber beitragt, Gie môcdte jedod gum aligemeinen Gebrauche nicht einfad) genug und zu Éoftfpielig fepn, Auf naffem Boben tiroen auch die Mâder leicht zu fer mit anbängender Erde Befchwert werden, und die Arbeit becinträchtigen. Um Grasfaamen unterjueggen, dient eine Éfeine leihte Cgge mit Furgen 3in- ten aim beften.*) Die Dufdegge oder bicjenige Yrt von Egge, die burd das Cinflechten einer Nre von Bufchbholz in einem eigens daju beffimmten Rabmen verfertigt und vorne our 2 Éfeine Na der in die Hôbe geboben wird, Fann oft in derfelben Abfidyt gebraucht werden, fo ie aud) unt Diünger ober andere erdigte Stoffe auf Oraslande untergueggen, Das Cggen ivird im Mlgemeinen am beften verrichtet, mwenn die Perfon, Die das DPferd oder bie Pferde treibt, fie mit binlâänglid fangen Sügeln regiert, um binter der Œgac bergeberr qu fônnen. Auf diefe Art Fann fie die Eggen, fo wie es nôthig ift, teinigen, und ibr Gefchäft febr fnell betreiben. Œs wird von den einfichtévollen Sanoleuten ziemlich alfgemein angenom- men, baf man mit Œggen, die nur ein Pferd erfordern, vielmehe ausridhtet, als mit folcheu, die gwei verlangen, Ba l'EE 1 Man macbt fie gemôbnlih aus Holy oder Stein, je nadhdem man ein oder das andere Material am bequemften und leicteften baben ann. find von verfchiedener Grèbe und Germicdt, nad Berfchiedenbeit des Endmets. Dei der Confiruction von fchtveren IBaljen mu man barauf feben, daf der Durchmeffer nicht qu grof gerâth, von twelchem Material man Ge auch fonft verfertigen mag.€s wird nebmlich der Druc£ verringert, twenn das MBerfjeug febr grof ift, da es in biefent Gale anf einer gu grofen Oberflâche mit einemmale rubt, ausge- nommen, *) Auf gwen Tafein find im Original Abbiloungen von Œggen gegeben tuorben, tuelche aber benen, tovott der Berfaffer hier fpricht, burchaus nicht entfprechen. Sc babe eine abftechen{affen, tmelche mir, auf fhmalen runden Decten, two man nidt quer und tund eggen, fondern nur lang gieben fann, die gtoecz mäfigfte zu feyn fdheint, indem aud die©teHung ibver Binfen gegen die Buglinie fo iff, bdaf nicht guet Zinfen in einen 3ug fommen, welcies bei allem geraden Œggen ein twichtiges Œrfordernif if. Und eine andre, twelche ebenfalls auf Decten von beftimmter Breite, befonders beim@aateggen, paffend ifr, bei weldher aber die Râder von feinem Mufen zu feyn fdheinen. Die Pferde gehen bier in der Surche auf beiden@eiten des Aerbectes. A, D.1- 0. Landiwirthfchaftlihe Gerâthe, 25 notmimen, twenn man ein verbâltnifmäfiges Gewvicdht bingufügt. Sat die Balje einen Fleincen Durchmeffer als eine grôfere, und ift fie nur eben fo fhwer, fo bringt fic eine viel grèfere MBirfung bervor, Mlle grôBeren Mrten von Baljen follten fo eingeridtet fen, ba ffe von 2 neben einander gebenden Pferben gezogen werden Fonnen, und Diejenigen, Deren man fid) auf Merfand bedient, foliten noch) mit einem Schabeifen verfeben feyn, tmwodurch vor;üglich in naf- fer Gabresjeit dem Fubrmann die Mübe des beftändigen Meinigens der Mafchine erfpart wird, Es find ebenfalls ftarfe Rabme für folhe Maljen nôthig, damit man binlänglihes Germicht darauf legen fônne, gutveilen môgen offene Raften oder Karen mit Bortheil darauf gefebt wer- den Fonnen, um ein jedes beliebiges Gewvicht bingufügen gu Fônnen. Gtüen Solz oder Gteine, fo fchtver als ein Mann fie heben Fann, werden, wenu man feine Kaften angebradht bat, bdie bequenften Gemicdhte gur Delaftung diefer Geräthfchaften fenn, Die gemeinen PDalgen, fo wie ffe gum MBaljen des Maijens im Grüblinge, fo mie des Grasfaamens, am meiften gebraucht werden, find gewobnlidh 5 bis 6 Guf lang, und von einem Durchmeffer von 15 bis 30 3olf.‘Hber biejenigen, bderen man fit zur Ebenung der einfurchigen Beete bedient, um fie gum Æurnips= Drillen vorgubereiten, find gemeinbin Fürger und von geringerem Durchmeffer, Die Stacdhelmalzge Sie ift obngefähr von bderfelben Geftalt, als die übrigen Baljen, ausgenommen, daf fie nod) mit einer bebeutenden Menge von Stacheln befest iff. bre Deftimmung if, die Crdflumpen zu germalmen und das Sand dadurh ju loern, twelches ben gebôriger Conftruction derfelben febr gut verricdtet wird. Drill- Balzen, Den Péchtern aus Morfolf, twenn tir nidt irren, gebübrt das Berbdienft diefer Erfindung. Sie beftebt aus Mingen von gegoffenem Cifen, und demjenigen Theil, der die Balje bildet, bdie in fleinen Entfernungen von einander abfteben. Diefe Art werden in dem Voden Verticfungen bervorgebracht, Die dagivifchen liegenden Theïle bilden Erbôbungen, das Korn fâllt natürlidh grèftentheils in die Bertiefungen und wird beffer unter die Erde gebracht, als es beim gewôbnlihen Sâûen würde der Fall gervefen fepn. Die Haupt- abficht bierbei if, bdie Roften des Pflangens zu erfparen, obgleidh dies bei weitem feine fo gute Methode if. Auf leibtem Boden, wo fein grofer Drud nôthig iff, mag es indeffen mit grofem Vortheil angetwandt werden Fônnen. Sn trodfenen Sabreszeiten Fann die Drillvalge auch que Socermadung von fteifem Rlanboden, twmelcher brad liegt, angeandt werden, 3u diefem Debufe if fie vielleicht nod taugliher als die Stacheliwalze. Mo man fid diefer Male bedient, wird der Œaamen breitivürfig ausgefäet, und durch eine Bufchegge unter die Erde ge- bracht. Die bôlgernen Malgen, bderen man fi oft, und mit grofem Nechte jur Ebenung von Gras- und Meide: Sand bedient, find an manchen Orten viel gu groB, um den beabfichtigten Erfter Theil, D wit£- 26 Erfte Abtbeilung, wiréfamen Œrfolg zu haben, tvenn man nidt aus eben angefübrten Grünbden ein verhâltnié- mäfig vermebrtes Oewicht binjufügt, Man follte fie daber Fleiner machen, aber defto ftàr- fer beladen, Da MBalgen beim Umivenden, tweil fie fi nicht auf ibrer Mchfe bervegen, fondern fângs der Oberflädhe des Vodens bingefchleppt werden, leicht die Erde vor fit aufhäufen, und tiefe Sôcher machen, bevor fie wieder in die gerade Suglinie fommen, und nicht obne grofe An- frengung des Gefpanns herumgcriffen werden Fônnen, fo bat man, um diefen Unbequemlid- feiten abjubelfen, verfucht,%Baljen aus 2 Gtiücfen zu verfertigen, und durch die Mbtheilung in der Mitte den verfhiedenen Stücen die Cinrihtung zu geben, bdaf fie fih um ibre eigene Mchfe dreben fonnen, Das eine vorwarts, und das anbere in rüdgebender Michtung. In die- fem Salle madht man die Evnlinder am beften von Gufeifen, Benn man Sand walit, vorsiglih, twenn man fih folcher Malsen bedient, die nur aus einem@tücfe befteben, iff es bei iweitem die befte Methode, um das gange Geld fo viel als môglidh in einer fpiralformigen Michtung berumugeben, und fo beftändig fortzufabren, obne je in die Mothwenbdigfeit gu Éommen, Fury umivenden zu müffen, Diefe Methode verdient im Milgemeinen den Vorgug, tvenn man Orasfaamen mit eingemengten Korn nicderwalt, Gras- fand Fann in jedber Richtung gemalgt merden, obgleich die Art, Meiben abgefondert zu tvalgen, offenbar mübfamer ift, als toenn man fie Freugmweife alt, Drefmafdinen. Das Drefchen des Rorns, vermittelft Mafchinen, ift in den nôrolihen Gegenden des Rônigreidhs febr lange gebräuchlidh gemefen, und Drefchmüblen werden jebt faft in allen Thei- fen des£andes allgemein. ie haben auch in Mcerivirthfhaften von bedeutendem Umfang auferordentlihen Nuben, da fie viel often und Arbeit erfparen, Dei der Verfertigung fol- er Mafchinen follte man ffets darauf feben, file nach der Orôfe der PDachtungen oder vielmebr nad der Menge des darauf twachfenden Korns eingurichten,: Gemeiniglidh find fie na dem Grundfas der Slachsmüble Fonftruirt, und werden entweder durch) WBaffer oder Pferde in De- tegung gefebt. Das Korn wird durch diefe Mafhinen mittelff Schlâgel, mwelhe an einem fih febr fhnell beregenden Evlinder befeftigt find, aus den Mebren gefchlagen, Geit Cinfüh- vung diefer Mafcbinen bat man manche Verbefferung an denfelben angebracht.: Man bat einen Schirm Dinjugefügt, um das Korn vermittelft veffelben in eine Mindfege zu leiten, und eben- falls einen Éreisformigen Nechen, um das Strob von der Mafdine weggunebmen, YVor diefer Berbefferung wurde das Gtroh von dem Scblegel auf den oberen Stheuernboden fortgefchoben, und erforderte biel Zeit und Hrbeit, es gebèrig in Ordnung ju bringen, Dei diefen Müblen find getwobn- Sanbivirthfchaftliche Gerâthe, 27 getvôbnlidi 4 Perfonen nothwendig, eine nimmt die Garbe aus bem Scheurenfahe, eine an- dere legt fie für die dritte, twelche die Müble unterbâlt, gebôrig gurecht, und eine vierte nimmt das Gtrob tweg, um deffen zu grofe Mnbäufung zu verbindern, Man bat gegen diefe Mafbi- nen eingevandt, baf gewiffe Rornarten, vorgüglih Gerfte, dadurd getôbnlid nicht rein aus- gedrofchen werden. Der Umftand aber, von twelchem das gebôrige Ausdrefhen diefes Rorns abbängt, ift der eiferne Decfel, unter twelhem das Mad mit 6 Shlegeln fih bemegt. Dei einigen Mafchinen ift berfelbe befeftigt, twûlrend das Mad mit den Sohlegeln auf und nieder ge- {affen twerden fann. Mad einer neuen Verbefferung macht man aber den eifernen Decfel be- teglich und befeftigt bas Mad. Das Cifen ift fo nabe an die Schlegel gerift, daf das Korn gerieben und aus der Mebre geftrihen wird.*) Su einigen Mafbinen diefer Art find die Soblegel etwas abgerundet, e8 ift indeffen die gerwobnliche flache Form wobl beffer. Dei einigen grofen Müblen diefce Art jieben die geferbten Balzen obngefäbe 300 3oll tro) in einer Minute in die Mafthine, die mittlere Sânge des Strobes wird obngefäbr auf 30 3olf gefchabt; twenn nun ein balbes Bund jur Beit der Mafchine dargeboten wird, fo tmird das gange Bund 60 ol betragen, und die Mafchine, twenn fie nur eine mittelmäfige Quantität Baffer bat, wird in der Minute 5 Dund ausdrefhen. In Rüfiht der Mirfung diefer Ma- fhinen bängt aber febr viel von der Mufmerffamfeit ab, iwvomit man ibr die Garbe vorlegt, da eine geringe SBernachläffiqung in biefer Rücfiht eine febr bedeutende Verfhiedenbeit in der Menge der verrichteten Arbeit bervorbringt. Eine vortrefflihe Befchreibung einer Müble diefer Art findet fi in einem neulih er- fchienenen MBerfe, in twelchem bemerft wird, daf folhe Müblen gemôbnlih 5 Perfonen erfor- dern, um fie immer volffommen im Gange zu erhalten. Œs bângt dies indeffen febr von der Eonftruction der Mafchine ab, da die Cinrichtung mancher viel meniger Sände erfordert. Die Art, wie diefe befchäftigt werden, ift folgende: der erffe Mann findet binlänglihe Mrbeit im Singutragen. der Garben für den gmweiten, und im Muflôfen derfelben. Der ziveite füttert die tafchine, ein dritter nimmt das Gtroh mweg, ein vierter giebt auf das Gichten Act und fegt das gereinigte Rorn bei Geite, und ein fünfter, mwenn man Dferde antwendet, fieht darauf, daf biefe regelmaüfig.iehen. SBermittelft 5 Mann und 4 Pferde laffen fi ftünbdlih nach einem Durdfdnitt 5 Quarter(26 Scheffel 4 Meben) ausbdrefhen, und menn die Garben reid find, bedeutend mebr. Golglih, iwenn eine Drefhmüble einen gangen Tag über, oder 9 Stunden im Gange ift, fo drifcht fie 45 Quarter(136 Soheffel 4 Meben) aus. In diefem Halle jedoch, müfte man mit den Pferden abiwechfeln, Die Ausgaben werden folgendermafen berechnet: D 2 Miethe *) Youngs View of the Agriculture of the County of Lincoln. 28 Erfte Abtheilung, PE Ed. D. NE% S Miethe für 8 Pferde zu 2 Shilling 6 P. tâglih I— 6 16— Der Sobn für 5 Perfonen jede zu 1 Sch. 6 P. hi ve: 06 PR Gumma 1 7 6 GEL— Dei diefem Anfhlage ift der Sobn für die Mrbeiter und die Pferde- Miethe aufs bôchfte angefebt.%edes Quarter türde demnadh obngefäbr 7 Pence(4 3e 8 S) foften,(1 Iifpel 21% 49). Mimmt man nun einen Preis im Durhfhnitt von 1 Sh. 6 P, per Quarter an, wenn man das Korn auf die alte Methode mit dem Blegel ausdrifht, fo ift der Unterfchied für jedes Quarter an 11 P. Man bemerft ferner, daf feit der Cinfübrung bdiefer Mafchinen das Korn durch die Rnechte und Môâgde, melche doc in der MBirthfchaft gebalten werden müf- fen, ausgedrofchen wird, obne im mwefentlihen bdie übrigen Beldarbeiten ju becintrachtigen. Man fchreitet nebmlich getmdbnlih nur zu diefer Arbeit bei fchlechtem Better, wenn andere Berrichtungen unmôglidh find, Die fâmmtlihen often einer Drefhmüble, felbft mit Cinfhluf des Schoppen für das grofe Mad, betragen faft nie mebr als 100 Pf. Die gemvôbnlichen Reparaturfoften môgen ein Jabr ins andere gerechnet, 5 Df. betragen, twelche mit den Sntereffen des Capitals jàbr- li eine Musgabe von 10 PF. erfordern, eine Summe, für weldhe eine jede Quantitat von Rorn, fo grof man fie auch immer in einer Virthfchaft annehmen mag, ausgedrofhen, und gwar bei tweitem beffer ausgedrofchen werden fann, als es burd Sanbarbeit môglidh if. Die Ausgabe der Erbauung einer folhen Mafchine oder ibre Mufrechthaltung muf von einem ein- fichtsvollen Sandtirth als Fein Hindernif betrachtet werden, iwenn man bie daraus entfpringen- den Vortheile überlegt. Die Operation[ft id nicht nur für die Haälfte des gembôbnlichen Preifes verrichten, fondern fihert den Pâchter auch vor dem Verlorengehen von Korn. Au- Éerdem ift das rein ausgebrofchene Korn ein Vortheil, der nicht nur die jäbrlihen Reparatur- foften aufiviegt, fondern auch auf einer bedeutenden Pachtung in wenig Jabren die fämmtlich gemachten Muslagen wieder eingubringen in Stande if Diefe Vortheile find zu offenbar, um nicht die Drefhmafchinen aufs dringendfte anempfeblen 3u müffen. Yn den füdlihen Provingen findet indeffen eine©chmierigfeit bei Cinfübrung der Drefhmafhinen Statt, und diefe rübrt von der Art Der, tie man dort alle Rornarten, VBai- gen ausgenommen, einerridtet. Man bindet dort ncbmlicdh das Korn nicht in regelmäfige Gar- ben, fondern in unregelmäfige Dündel, mie Peu, wird es unmbglich gemacht, das Rorn der Mafchine gerade und regelmäfig vorgulegen, twelches eine nothwendige Bedin- gung ift, um baffelbe rein ausqudrefchen,*) Obgleich *) Donaldfon’s Modern Agriculture. Landomirthfchaftlihe Gerâthe, 29 Obgleid, tenn die Grèbe der Mafhine bedeutend ift, die Errihtung derfelben 80 bis roo Pf. betragen, fo Fônnen doch Fleinere bei mweitem mwoblfeiler, 3, D. für 30 bis 50 Pf, etrichtet tverden, Ginige diefer Mafhinen haben IBaljen oder Éleine Mübifteine, um nebenbei$orn zu féhroten und zu mablen, für Pferde, Schiveine und andere Thiere, Mud pflegt man ob Geräthfhaften gum Derelfhneiden bingugufügen. Ueber die Mothmwendigfeit, Mafchinen diefer Mrt angutbenden, Bbemerft ein gefcheuter Soriftffeller, daf man auf biefe Art allein das Korn rein und gut ausgebrofchen befommen fann. Die Arbcit gebt fo fhnell, ba alles unter den Mugen des Herrn verrichtet und das Sorn ohne die geringfte Entwendung auf den Vorrathsboden gebracht werden Fann, Der Ne- bengewinn, ber auf diefe Art aus der grèfern Quantitât von Rorn erteidt wird, und die Gi- cherbeit gegen das MBegfteblen des Rorns in der Spreu, fügt er binju, beträgt obngefäbr ro pro Cent der gangen Rornerndte.*) Diefe Mafchine bat obne Ztwcifel manche Boryüge vor dem legel, nicht alfein in der fon angefübrten Erfparung von Seit und Arbeit, fondern au beim Drefchen von feuchtem Rorn, was auf andere Meife in naffen Yabrespeiten nicht vollfommen ausgedrofchen mwerder fann: eben fo beim Drefchen von brandigem YBaizen, wo der Brand dem gefunden Kotn dutd- aus feinen Schaden thut, teil ec nidt blof gerquetft, fondern gang mit der Spreu iwegge- blafen twird. Die vorshglihffen Cintwendungen, die man gegen biefe Mafchinen gemadht bat, find die grofen Unfoften, die ibre Crrichtung und Antwendung erfordern. Dur fie wird ebeufalfs die Mrbeit der Mrmen becinträchtiget, auch liefern fie mit einemmale gu viel Gtrob. Diefe Gintwürfe find jebodh von twenig Exbeblihfeit, mwenn die allgemeine Nüblidhfeit folher Mafcbi- nen gebôrig ermwogen wird. Uebrigens find die Cintvürfe von der Yrt, daf man fie leicht befeitigen Fann,**) Bind- #) Middleton’s Report of the Agriculturé of Middiefex. #€) Es ift war eine Hbbilbung des Mechanismus diefer Drefmible auf einer Rupfertafel dem Originale beigefügt; aber fie if fo unvollfommen und famt ibrer Erflérung fo undeutlih, das id) bas YBerf, dur den Machftid derfelben, nicht unnôthig vertheucen mwolte; fo gerne ich den Lefern einen flaren Begriff von diefer unter manchen Berbältniffen in einer grofen MBivthfhaft boit nüslichen HRafchine bâtte geben môgen. Sc feléft babe ibn mir erft aus der Bergleihung mannigfaltiger Defchreibungen und Abbilbungen verfchaffen fonnen. M br D é Erfte Abtheilung. WBinbfeger Stâäubemüblen Pafchinen diefer Art find ziemlich allgemein gebräublih, mo es feirre Drefhmiblen giebt, mit denen man fie fonft verbinben fann. Herrn Cort-aus Seicefter nad WB in- [otw’s Plan verfertigten, find gute Oerâthfhaften,- womit-fit Getraide aller Art febr fhuelf reinigen(ft. Sn den noôrdlidhen Provingen bedient man fi anderer, bdie von Rodgers nach einem guten und angemeffenen Grundfae verfertigt werden.@o bat man an anderen Orten iwiederum andere, die ebenfalls febe vollfominen ibren 3meë erfüllem: Man bat fie qu verfhiedenen Preifen, von 3 bis 3u°6 PA ie dauren vicle Yabre, wenn fie aus guten Matcrialien verfertigt werden, Sel felibneiber Diefe febr nüblihen Geräthfchaften verfertigt man von verfhiedener Geftalt und nach ver- fiebenen Grundfäben. allgemeinen fcheint es jedoch, daf man no zu wenig Hufimerf- famfeit auf ire Conftruction gemandt bat, denn es. giebt Faum eine cimgige Mafchine diefer Art, die woblfeil genug wâre, um alfgemein eingefübrt terden ju Éônnen. Die nach Herrn Coof’s und Mailor’s Plan verfertigten, fhâgt man an manchen Orten febr, indeffen cine neulid von den Nachfolgern des Serrn Binlow’s und.andern Manufafturiften verfertigte, fheint den Borgug zu verdienen. Dei diefer wird das Gtroh vermittelft eines cifernen, 3u diefem Debuf angebradten, Evlinders mwäbrend des lmborebens vormärts gefchoben, und ver- mittelft 3 am Made befeftigter Meffer durchgefhhitten, Man Fann faft mit einer jeden Ma- fine biefer Art Strof gut und fhnelf fneidens: Gn mandhen Diféricten bedient man fich gleihwobl noch immer, der grofen Unfoften wegen, der gemeinen Secffellade, Da die beabfihtigten Vortheile diefer Art von Mafchine Verringerung und Befchleuni- gung der Arbeit find: fo if es augenfcheinlih, daf manche der verbefferten Geräthfchaften die- fer Art, vorziglih die, mweldhe dburdh Pferde: oder Mafferfraft getrieben merden, ibren End- gruecf bei iweitem tirffamer erfüllen müffen, als die fonft gebräuchlien. Reed er Man bedient fid Geräthfhaften diefer Mrt ju verfhiebenen Zibecfen bein practifhen fandbau. Der gemeine Seurechen bedarf Feiner Defhreibung, nut eine neulihe Verbefe- rung deffelben verdient Demerfung. befteht nebmlid barin, man die Zâbne derfel- ben einfchraubt, Mit diefem Meden, fagt man, läft fi. bedeutend mebe Arheit verrichten, als Landiirthfdaftlide Gerâthe, 81 als mit bett getmôbnlidhen bélgernen. Man bedient fi derfelben fowobl für Seu als für Rorn mit grofer Dequemliheit. Man findet fie ben Herrn Cort in Seicefter gum Berfauf, Der Rornreden ift ein grofer Rechen, deffen man fic in manchen Diftricten bedient, um das Rorn, tmenn es niedergemäbet if, gufammengufehren, Man verfertigt ibn gutveilen mit bôlgernen Sâbnen 7 oder 8 Soll lang, da biefe aber febr leicht breden, fo macdt man fie beffer von Cifen, in welhem Galle fie indeffen etwas vortwärts gebogen feyn folten. Da der Gebrauch diefer Nechen grofe Anftrengung erfordert, fo folite man fie fo leicht als môglid zu verfertigen fuchen. Der Queen= Rechen ift eine Gattung von Redhen, bie büufig zu Meinigung des Sandes von biefer fo wie von anderer Art von Unfraut nôthig find, Die Beften find wobl bie mit einer doppelten Neibe von Säbnen, und grwar fo, daf die Zâbne der giweiten Meibe den 3wifchenräumen der erftern gegenüber fteben, Der Pferde Stoppel- Rechen ift cine fhwerere Art von Mechen mit ffarfen eifernen Sûbnen 14 bis 15 Zoll lang, 5 bis 6 Soll auseinander, mit einem Bayme von 4 golf in Quabrat, und 8 oder ro Guf lang. Er wird gewébnlid von 2 Pferden gezogen und thut vortrefflihe Birfung beim Reinigen der Stoppeln. RäderfubrmwerEt zu aderwirthfhaftlidem Gebraucd, Die agen, deren man fi beim Sandbau bebient, find nad Berfhiedenbeit der Di- fivifte von verfchiedener Geftalt und Grèfe, im Allgemeinen aber nie gebôrig der Datur der Sandfirafen oder der ju transportivenden Materialien angemeffen. find in der That gemei= niglich viel ju foiver und plump. Der Derffbire- MBagen fcheint indeffen nad) einem ange- meffeneren Dringip gebaut qu fepn, als die in den meiften füdliheren Graffhaften gebraudli- en. Er if meer gu fchiver nod zu bo, Befist dennoch gebèrige Gtérfe, und gebet febr leicht, Œine febr nüblihe Verbefferung an biefem Magen, die in einem neulidh erfhienenen MBerfe angegeben ift, befteht darin, bdaf man in dem Saften des Magens einen binfänglid tiefen Maum lâft, damit die Vorderräder in der Éüryeften Curve fi umbdreben fonnen, da bei der gegenwärtigen Dauart viel Seit verlobren wird, twenn man beim Seufabren und bei andern Gelegenbeiten am Ende der Schivaden umwendet, Auf diefe Weife Fann man der Unbequem- lidfeit abbelfen ohne die©ometrie oder Stûrfe des Wagens im Geringfien zu beeinträchti- gen.*) Die in Gloucefterfhire gebrâucliden werden alfen übrigen im Kônigreicdhe bon einen einfichtsvollen Schriftfteller vorgezogen, An bdiefen MBagen werden mittelft eines gefrhmmten Sei- #) Agricultural Sourvey of Berkfhire. sà Œrfte Abthelung, Geitenbügels, der bogenartig über bem Sinterrabe ffebt, bie Seitern derfelben niebergebalten, one daf der Durhmeffer der Mäâbder dadurd viel verringert wird, Die Faften find ebenfalls nach Berbältnif ibrer Niedrigfeit gebôrig weit, und die pur der Hader iff 6 Zoll iweiter, als die der meiften andern Wagen, mwodurch offenbar bei boben Sabungen Vortheile entftehen.*) Yn mandhen Gegenden find Sfaftmagen das votyüglihfte Subriverf gum Heu- und Rorn- Œinfabren. Man fâbrt es damit ebenfalls zu Marfte, und wendet fie auch gum Dinger- und $oblenfabren u, f, iv. an. erfordern eine ftarfe Anfpannung von 4 und 6 Pferden. Diefe Art von Gubriwverf fheint inde durchaus dem Dntereffe des Sanbmanns nidt an- gemeffen, weil es nicht alfein gu fhiwer und Éoftbar if, fondern auch die Sanbfirafen verdirbt und eine ungebeute Sugfraft erfordert. es vortheilbaft ift, wenn man die ABagen alfeit volf belaben Fann, vorgüglich auf ebenen und feften Sanbftrafen, fo ift es boch beim Cin- ernbten von Heu und Korn fehr übel berechnet,**) diefer fhiweren und unbehülflichen Are von Gubriverf haben einfihtsvolle Sandleute in befonderen Fâllen, vorzüglid gum Dünger- fabren, qu einem feidhteren Subriwerfe ibre Zuflucht genommen. DBorsüglih brauchbar ju die- fem Bebufe bat man den Srrländifdhen Karren gefunden, auf mwelchem ein gutes. Pferd mit Dequemlichfeit mebr als eine Tonne Gewvicht(193 Bentner) zieben fann, Er ift von bei- nabe vierecfigter Geftait, nur einige Zolle[ânger als breit. Die der find niedrig und breit, um nicht eingufchneiden, und unter bem Sôrper des MBagens angebradt. Diefe Umftände machen ibn befonders brauchbar, er Fann fchnell gefülft werden, leicht dur enge Bege geben, und auf weichem MBiefengrunde oder auf gepflügtem Mer ofne Macbtheil und Unbequemlichfeit gegogen tuerden.: Der colindrifchen Geftalt der Felgenräder wegen, ereugt es weniger Mider- fand,***) Sn Srrland wird das Gefhäft des Sandbaues bauptfächlid mit diefer Hrt von Éleinen Rarren verrichtet; twenn Heu oder Korn im Strob gefabren werden fol, fo fügt man Scitern bingu, Man hâlt diefen Karren indeffen doch nidt fo gut, als den einfpannigen Karren,+) RU PIN 60 Nil Die beim Aerbau gebraudlidhen Rarren find von febr verfhiedener Dauart, aber inr Mllgemeinen eben fo wie die MBagen qu fhwer, um mit dem grôften Bortheil angewandt mer- den gu fônnen, Un einigen Orten find fie fo cingeridtet, daf fie feer fon binlänglihe Saft für *) Marfhall’s Rural Economy of Gloucefterfhire, #*) Donaldfon’s Modern agriculture. ###) Cummings’s Paper in Communications to the Board of Agriculture. Vol. IL. +) Annals of Agriculture. Vol. XVIIL. Landtirthfchaftlihe Gerathe, 33 für ein Pferb barbieten, gumal, wenn fie breite Mäâder Haben. Midts Fan in der That un- hberlegter fepn, als bie ungebeucr grofen und plumpen Subrtwerfe diefer Met, die man in man- en Gegenden im Gebraucde bat. Uebrigens müffen wegen der: grofen Sôbe der Mâbder der Maben, die Speihen und Gelgen von fo fhiweren Materialien verfertigt werden, Damit fie Doc) eine mâfige Starfe und Geftigfeit erbalten. Dies vermebrt aber nidht nur unnôthiger Beife die Saft für die Pferde, fondern vergrôfert auch die Unfoften Bedeutend. us demfelben Grunde twiro ebenfalls bas Saden eines Sarren doppelt fo Foffbar, als es fonff der Gall fepn mürde, Diefe Unbequemlidfeiten, twogu fi nod manche andere gefellen, geigen deutlih, baf bie feichteren Rarren ben Borgug verdienen. eines Gubriwerfs, was gum Gabren auf dem AHcer beftimmt if, iff eine Cigenfchaft von der erffen Bicdtigfeit. Mit demfelben Oe- fpanne, und in derfelben Seit lâft fi mebr als viermal fo viel Mrbeit bamit verridhten. niebrige NRäâbder werden folhe Rarren gefhifter, cine fhwercre Saft zu tragen.*) Fon- ficuitte Rarren, und gwar gum Bebuf für manche frere Sachen, Brauchen ohne Räder und Achfe nicht über roo tb qu iwiegen, und gum Bebuf fhwererer Dinge brauchen fie faft nie über 2 Gentner gui twiegen. Grofe Safwagen, fo mie fhwere Fonfiruirte Karen follten desbalb, ausgenommen in befondern Fâllen, mir feichteren vertaufcht werden, Œinfpännige Rarren. Man bat die fchtveren vierfpannigen Bagen, die noch in manchen füdlihen Graffchaften gebräucblich find, in den nôrdliden fhen mit r und 2 fpânnigen Rarren vermechfelt. Ein Pferd gicht mit diefem Karren 12 bis 24 Bentner, auf gutem Mege auweilen 30 mit grofer Seichtigfeit. Dei den meiften verbefferten Rarren bdiefer Mrt, berübrt der aften derfelben auf der Achfe beinahe die Speichen der Räder; bdurdh biefe vermebrte Dreite wird die Capacitât der Farre febr vergrôBert, twâbrend die@citenftreben, badurd, Ddaf fie der perpendiculären Ridtung nâber gebracdt, bedeutend mebr Gervidht zu balten im Stande find. unter dem Mamen der Clofe- oder Coup- Cart befannte Subriwerf ift obngefäbr 5 Guf 3 Zolf(ang, unten 4 ub breit, und oben 4 Fuf 3 Bol; die Tiefe beträgt 1 Gu£ 3 3olf, und das Gange enthält ofngefäbr ein Eubif Pard(27 Cubif-Fub). Die Nôäder find gemei- nigti® obngefäbr 50 3oll bod, und die Acfe ift am been von Cifen, Ein *) MBarum, aufer dem Bortheile der leihtern Auflabung bey nicbrigen Rarten, die Saber in ibrem bal ben Durchmeffer nicbriger als der Sugpun£t des Dferdes, folglih die Suglinie ettuas aufffeigend feyn folle, evflärt der Berfaffer in der Golge. Die Sache iff im 2ten Bande der Communications to the Board of agriculture tveitlâuftiger auseinander gefeét, allein die Gründe leuchten mir nicht ein.- ner Uebergeugung nach muf die Nabe von gleicher Pôbe mit dem Bugpunfte des Dferdes, nicht wenn es aufrecht feht, fondern tvenn es fit) sum Suge vormärts beugt, feun. Die Mäder der neueften englis fhen Rarren find aber niedriger, fo daf das Dferd auch bei diefer vortwärts gebogenen Stellung auf: wârts gichen muf, und bei einem, übrigens febr gut fonfivuirten, aus England evbaltenen Rarren, fhien mir bdies feblerbaft, und geiwif mwürde es nod) feblerbafter feyn, twenn bei diefem Rarren nicdpt der grôfte Theil der Laft vor der Ace rubete, und folglih von dem Dferde getragen würde, 220.5. Erfter Theil, Œ 34 Erfte Abthcailung. Ein febr einfichtsvoller Sandmann fand bei Erbauung einfpânniger Rarren, daf die Ca- pacität von Saffivagen Feinestveges einen gebôrigen Maafftab für diefe abgûñbe, Gin vierfpänni- ger Bagen bält obngefäbr 96 Eubif-Guf. Man follte denfen, daf nun, um einem Pferde den vierten Theil der£aft des Oangen ju geben, es nur nôthig fepn würbe, ibm einen Rarrerr von 24 Cubif-Guf qu geben, aber man beobachtete bald, baf die Dfetdefraft viel grôfer iff, twenn fie eingeln als im Gefpann atbeiten, Man ann den Naum der Rarre bis ju 35 Cubif- Gué Gebalt vermebren, man giebt im bann eine Sânge von 5 uf r Sol, 3 Gu6 7 Sol Breite und 2 ŒuB Tiefe. Die groben Vortheile fo Fleiner Rarren, vor grôferen, fpringen in die Augen.*) Die jebt gebräuchlihen Karren diefer Art find nach der Demerfung eines praftifhen Schriftftellers gum Transport aller môgliden Sachen, bios nicht gum Transportiren von eingel- nen Düumen, Steinbloen und andern auferordentlid fhtweren, nicht zu gertrennenden$aften, antvendbar. Cr fübrt an, daf er fefbft 4 folcher einfpânnigen Rarren im Gebrauche bat, und daf er bei Sadungen von Sand, fie allemal bis auf 25 Cubif-Gu$ anfüllt, und mit Dünger bis ju 30 oder gar 40.**) Die Voryüglihfeit diefer Rarren wird nod auffallender durch die Demerfung, daf 2 Pferde mit 2 einfpännigen Karren eben fo viel ziehen, als 3 Dferde in einen Rarren gefpannt; daf ein gemeiner Rârner zu Carlisle, der manche Sabre fih eines Ia- gens bebiente, ibn abfhaffte, und fi jet blof einfpâänniger Raten bedient, tmeil er findet, daf er auf diefe Art viel mebr Saft fortbringen Fann.***) Man fhreibt in demfelben Berfe ebenfalls die vorüglih guten fandfirafen in Eumber- land, dem alfgemeinen Gebrauche der einfpânnigen Rarren zu, Allermärts, wo man Saftva- gen gebrauct, twerden die Bege verdorben, voriüglid in büglichten Gegenden, wo man ge- goungen if, die Mâbder gu bemmen, modurd bdie gebabnte Sanbdftrafe aerviffermafen aufge- pflügt wird. Diefe Defhuldigungen treffen ebenfalls die groBen und fhiweren Rarren, Rurz, die allgemeine Bebauptung ift, daf Saffiwagen für den Sandmann nidt vortheilhaft fenn Fônnen, da diefelbe Mnzabl von Pferden mit einfpännigen Rarren fo viel mebr ausribtet, als viele zu- fammen mit einem grofen agen. find einfpännige Rarren no destvegen vorzuzie- ben, teil fie fi leichter beladen und abladen faffens fie find faft zu jedem Debufe bequem, und 6 bis 8 derfelben Fônnen von einem Menfchen und einem Rnaben mit febr wenig Unfoften tegtert werden. Dei diefen Rarren Fann man auch die Grôfe der Nâder mit der grôften Genauigfeit der Hobe der Pferde anpaffen, und ibnen, in Rücficht auf den Schiverpunft der Sadung, eine angemeffenere Stelle geben, modurc das 3ieben bedeutend erleicdhtert wird, Die #) Annals of Agriculture, Vol. XVIII. #*) Apricultural Report of Middlefex. *#*) Agricultural Survey of the County of Cumberland. Landiwirihfchaftlihe Geräfhe, 35 Die DPachter in Cumberland und aud) aus andern Graffhaften, find von den grofen Vortheilen diefer Art Rarren aus Erfabrung vollfommen überzeugt., Œin genaucr Deobachter bat fie ebenfalls unter febr verfchiedenen Gefichtspunften einer ftrengen Prüfung unteriworfen, und ibre grofen Vorzüge vor Safiwagen gum DBebufe faft aller verfciedenen Berrichtungen in der Mcertvirthfchaft anerfannt.*) Bo man fi fleiner Ravren bedient, bat man gemôbnlih, nach ber Verfhiedenheit bes Stvecfs, verfhiedene Arten. Diejenigen mit dicht gufammengefñgten@rettern werden vor- gli gum Œabren von Dünger, Compoft und anderer âbnlihen fhweren Materialien ange: wandt. aus Flehtwerf verfertigte, und die man gelegentlidh) auf diefelben Mäbder febt, dienen gum Transport aller grofen Maum einnehmenden Sadungen, als Korn im Stroh, Seu und âbnlihe Dinge. Man nennt fie desiwegen auch Korn: und Heufatren, Det Éleine unter dem Mamen Pâchterfarren befannte, fo wie faft alle Ffeinere und grôfere Ratren, fônnen dur Hinjufigung von Seitern an den Enden und Geiten febr bequem zu alfen Birthfchaftsgefhäften angetwandt werden, obne daf man nothig bâtte, fidh die often zu Anfhaffung von verfchiede- nen Arten von Rarren zu machen, Rarren, sum Debuf febr fhiverer Transporte, als breiter flacher Steine und âäbnlidher Dinge, müffen niedrig und obne bervorragende£eiften fepn, um fie leiht beladen und abladen qu fônnen, und dabei binlänglich fatf, um nicht von der£aft befchädigt ju merden. Man bat neulid einige finnreihe Verbeferungen an Karren vorgenomnten, um beim Dergabfabren ibre zu fnelle Dervegung zu verhindern, und dem Schiverpunft der Sadung die: jenige Midtung zu geben, twelche dem Pferde oder anderweitigem Sugvieh das Mufhalten der Saft nicht zu fhmwer mat, Das erfte wird vermittelft Anbringung einer fogenannten Griftions- fhleife, ftatt des gewôbnlien, unbequemen und gefäbrlichen Semmens der Mâder,. und das lebtere durch eine Art von gejäbnter£eifte, die an der Seite des Karres mittelft einer Schraube befeftigt iff, bemerfitelligt; in Die Sûbne biefer£eifte greift ein Mad, welhes mittelft einer SHandhabe, die an der Deichfel befeftigt if,(wenn der Karrn nebmlich auf diefe Met gezogen wird), in Pewegung gefebt werden fann. Muf diefe Mrt Fann der vordere Theil des Rarrené, na Verbältnif der Cteilheit des Abbanges, in die Hôbe gewunden werden, twodurd das Ge- twicht der Sabung mebr auf die Mcbfe verlegt, und mithin der als des Sugviches nidt fo be- fhwert wird. Cine andere einfachere Art, bdaffelbe gu erreihen, beftebt darin, ein ftarfes Gtü£ Eifen, twelches fo gefrümmt ift, daf es einen Tbeil des Dogens von cinem Rreife bildet, deffen Radius beinabe feiner Entfernung von der Achfe des Karrens gleich ift, auf der Deidfel au befeftigen; man durchidchert e8 mebrfad, um einen ffarfen eifernen Mtagel bineinftecfen ju fônnen, twodurd der Raften des Karrens in einer beliebigen Meigung gur Deidfel erbalten erden fann, Œ 2 Die *#) Young’s Annals of Agriculture. Vol. XVII. 36 Erfte Abtheilung. Sandiwirthfchaftlihe Geräthe. Die Griftionsfchleife, ivenn fie mit dem Sintertheil des Rartens mittelft ciner Fleinen Kette und mit dem Vordertheil durch eine geferbte oder gezäbnte Seifte befeftigt ift, Fann fo ein- gerichtet terden, baf fie an den Seiten des Mades nach der Defchaffenbeit des Hügels verfchie- dene Grade von Druc bervorbringt,*) Durch diefe finnreihe und einfache Cinridhtung tverden mande Yortheile erreihts die Gefabr, welcher Pferde und Bubrleute oft ausgefet find, wird dadurch entfernt, und viel Scit gefbart, auch iverden die Sandftrafen dadurch bebeutend gefchont, Da man gexeigt bat, daf diejenigen Ebeile des Nacens und die Shulterblatter, wor- auf die Rummte der Bugpferde ruben, mit dem Horigont einen WBinfel von obngefäbr 14 bis 15 Grade macden, fo ift es Flar, daf die Sinie, in welcher fie giehen, bdenfelben SBinfel bilden folfte, benn in diefem alle werden ffe in derjenigen Richtungslinie gieben, twelche am meiften mit der Geftalt ibrer Schultern gufammentrifft, und folglich werden alle verfchiedene Theile ibrec Ghultern von den Rummten gedric£t werden.: Daber zichen Pferde in einer geneigten Rich tungslinie ibrem mechanifhen Daue gemâf mebr, als in einer borigontalen, und die Kraft oder der Bortheil, mwelche fie ben Uebervâitigung des MBiderftandes von Hinderniffen in diefer Nid- tung befigen, ift ebenfalls medhanifdh grof, wie fich leicht beweifen läft. Mach diefen Grund: fägen müffen einfpännige Rarren vortheilbafter fepn als mebrfpânnige, denn in dem leéteren Galle müffén manche von den Pferden in einer borigontalen Midtung ziehen, folglih auf eine MBeife, die mit ibrem Rôrperbau nicht übereinftimmt,**) Dies febt gleibfalls die Nothwen- bigfeit in ein belles Sidt, bei allen Mrten von Rarren die MRäder gebdrig der Orôbe der Dferde oder anderer dagu gebrauchten Tbicre angupaffen, Ungeachtet des augenfheinliden Vortheils, den die einfpânnigen Rarten in manchen Diftriften gemäbren, leuchtet e8 dod) ein, daf man nicht in alfen Fâllen feine Suflucht zu ibnen nebmen Fann, Defchaffenbeit der Bege und des Bodens und andere Umftände machen fie oft unbrauchbar, Man mu indef geftehen, daf in den meiften Gegenden, t00 man mebrfpännige Rarren im Gebrauche bat, bedeutende Bortheile erbalten werden Fonnen, tent man ibr Ge- sicht verringert, fie weniger plump fonftruitt, und den Mândern der Mâder ftatt der gewôbnli- lihen fonifhen Sorm eine cplindrifhe gicbt,*#*) *) Lord Somerville’s Paper in Communications to the Board of Agriculture. Vol. II. #*#) Walker’s Syfiem of Famihar Philofophy. p. 167. ###) Cummings’s Paper in Communications to the Board of the Agriculture. Vol, IT. Bteite Sweite Abthecilung: Candwmirthfhaftiihe Gebñudce.* CG: fheint, baf man bisber auf ben Dau landmis)fhaftlider Gebäude tweniger MufmerÉfam- feit germanbt bat, als die grofe MBichtigheit des Gegenftandes es verdient. Es fâllt inde in die Mugen, daf die Berrihtung fo mandher Mrbéiten nur mit Seichtigfeit und Bequemlihfeit gefche- ben fann, tvenn foie Gebäubde cine angemeffene Ginrihtung haben. Dei der bequemen Hi oronung derfelben ift bas Gefinde im Stande mebr Hvbeit und mit leichterer Mübe zu verrichten. Bo Gtâlle und Scheuren nicht an dem gebôrigen Plage feben, muf durch den Transport voir verfhiebenen Artifeln, als utter, Stroh u, f. t0., von einem Otte zum andern viel Zeit vet- lobren werden, Die Grèbe der(anbwirthfhaftliten Gebäude follte im Mfgemeinen der Grôge und Sage des Sanbdmwefens angemeffen fenn. Eine blofe MBeidemirthfhaft erfordert tweniger Gebäude, und diefe befteben bauptfäblidh aus Obbad für Bieh, welches fi) auf eine wobifeile rt von folhen Materialien, die man am nébeften oder am leichteften haben fann, erbauen täft. n folhen Fällen foliten indeffen Die Déâcher dauerhaft gearbeitet fepn, ausgenomimen, tenn fie blos einen Sommer lang im Selde ausubalten baben, Sn Sfandwirthfchaften, wo das Bieh blog wäbrend des Winters in Stâllen gebalten wird, oder 100 eine grèfere Anjabl von Gebäuden im YBinter als im Sommer nôthig ift, Fann man fit bei Errichtung derfelben viel often der Bedachung erfparen, indem man bloge WBände auffübrt, und über denfelben nur eine tempordre Debahung für das Bieh anbringt, oder dadurch, daf man Stânder gufam- menfügt, und auf eine folche rt placirt, daf fie Deu- oder anderen Geimen, Die twébrend des Binters fteben bliben, gur Unterftüfung dienen. Dies gemäbrt gemwbbnlih eine fehr warme Bevadung, Da bdiefe Methode indeffen nur fehe armfelig und fhmubig if, fo follte man nur unter *) Gtatt aller Anmerfungen muf id) Dier auf die Abbandlung über die landtbirthfhaftlihe Bauart der Œngländer im 2ten D. fte Abtheil, meiner englifdhen Landtvirthfhaft vertweifen.) wird fish der Anftof vermindern, den deutfche Lefer bei diefen Abtheilungen fonft bäufig finden Su Ge: 38 Bweite Abfheilung, unter folhen Umftänben dau feine Sufludt nebmen, 00 man nidt gut eine andere Debachung für Bieb errichten fann. Sn Beidewirthfchaften follte jede Mrt von Vieb eine verfhiedene Art von Obdad) haben; das für Güftes Bieh beftimmte follte an einer Seite offen fepn, da es nôthig ift, bas Vieh Fübl zu erbalten, wweil es fonft beim Mustreiben, mas bei irgend erträglihem Better alle Tage gefheben mub, fid) leicht erfâltet. Maftvieh mu wmârmer gebalten werden, weil es leider anfeBt, und ba man nidt nôthig bat, es ausjutreiben, fo wird die Gefabr der Sältung verbütet,, mo voryüglit Molferei getrieben wird, baben andere Dequemlichfeiten nôthig, da ffe groftentheils MBeide- und Aerwirthfchaften pugleih find. Pier fofften die Rubftälle fo eingerichtet fepn, bdaf fie für die Angabl don Kiüben, die zu irgend einer Seit gebalten tverden Fann, vollfommen bequem eingeridtet find. Man muf alcichfal(s für andere Cinrichtungen forgen, die das Molfercigefchäft nôthig macdht. Dabin gebôren An- faiten gur Verfertigung von Rûâfe und Butte, que Aufbewabrung der Milh, und zum Auf- gichen von jungem ieb. Shg Sür die eigentlihe Aertvirthfhaft, die im Mllgemeinen mit den vorhererwäbnten vie les gemein bat, follten alle Mrten von Gebäuden nicht nur viel gablreiher, fondern auch jedes feinem verfciedenen Endymvecfe gebôrig angemeffen fepn. Die Stâlle müffen binfânglih grof und bequem für eine folche Anzabl von Dferden fepn, als man nur ju irgend einer 3eit nôthig baben fann; fo auch die@tûlle für Rübe und Mafivieh; die Scheuren und der Rornboden müffen bem Umfange der Mderwirthfchafr angemeffen fen. Drefhmafhinen errichtet find, rauchen die©cheuren nicht fo grof ju fepn als in andern Fâllen, da iweder die für den Drefh- flegel nôthige Sôbe, noch Plab für eine grofe Quantität von Korn im Strob erforderlidh iff. Ueberdies, da diefe Mafchinen nicht viel Sôbe in den Gebâuden, two fie angebracht find, er- fordern, fo Fann üfters febr bequem ein Korn oder Vorrathsboden über denfelben angelegt terden, twelches nicht gefcheben Fann, two die heure nothmwendig bod fepn muf, Hier müffen ebenfalls angemeffene Gebäude zum Mufsiehen jungen Biehes aller rt vorhanden fer Vanier: atTer Die Grèbe diefer Gebâude muf fit nad der Grôfe der Wirthfhaft rihten. Es muf dabei nett,[uftig und binlânglihe bequem für die Gamilie des Pâchters und das darin ju ver- cidtende Gefhäft feyn. Das untere tof follte mwenigftens ein Defuchzimmer nebft einer Rüche enthalten; auferdem nod ein mit der Rüche jufammentängendes BaË- und Draubaus, ferner Fleine Zimmerden und andere bequeme Piûbe zum Mufbervabren verfhiedener Mr tifel, eine Milhfammer, eine Speifefammer und einen angemeffenen Plaé ju einem Keller, Das obere Gefchof Fann in Sogiezimmern oder Scblaffammern eingetheilt tmerden, die jeboch nicht Landwirthfhaftliche Gebâude, 39 nicht Élein fepn müffen, um der Suft freie Circulation zu verfhaffen. Die Fenfter macht man etiwas grôber als die gemôbnlichen, und bringt fie nâher an die Mufenfeiten der IBânde, denn es ift offenbar ein Srrthum, daf fle vor dem Cinfluf des Metters beffer gefhübt find, mwenn fie, wie gewôbnlih, fo febr nach innen angebracht find. Die Maffe Fann in diefem Halle nicht fo fnell abtronen, auch befommt das Anfeben won Säufern bdiefer Art etwas finfteres und unangenebmes. tiro auch für die Gefundheit und Meinlichfeit febr erfprieflich fepn, das untere Gefhof 16 bis 18 3oll über die Oberflache des Dodens zu erheben, Die Art der Ve- vachung muf fi nach den Koften der Materialien und andern Umftindeg vihten. Dûâcher aber, mit Schornfteinen im Snnern des Haufes, find ibrer WBobifeilbeit wegen im A1I- gemeinen ob vorgugiehen; ffe erfordern nicht mebr Materialien als die Dâcher mit Giebelu, find iweniger Foftbar und vermeiden eine unnôthige Delaffung der Geitenvmânde. Schornfteine im Haufe find nicht fo febr bem Mauchen ausgefeft, als die in den Aufentvänden angebrachten, fie balten auch) das Saus mârmer.*). Die Die der Mauern, fo tie viele andere Umftände, find von der geringern oder grôfern Seichtigfeit, fich die Materialien zu verfchaffen, abhängigs Bo man die Mauern mit Geldfteinen auffübrt, Fônnen fie obngefäbr 18 3olf bis 2 Guf di feon, aber wo die Steine gut und zum Debuf des Dauens gebôrig geformt find, oder wo man fich der Siegel bebdient, fônnen fie viel dünner feyn, Man muf jedodh ermägen, daf eine zu grofe Diünne im Sommer die Dibe und im MBinter die Rûlte zu fhnell durchläpt. Dei der Erbauung von Hâufern zu landwirthfchaftlihen Sivecfen Fommt es auf archi- tectonifche Bergierungen twenig an. Die Hauptfahe iff Crreihung binfängliher Bequemlich- feit ofne grofe often. ©) d PE»€ À Hus dem obigen ergicbt fih fhon, daf Grèbe und Form dicefer Gebâude nach YVerfchie- dénbeit der Gebräuche und Sage des Orts, in etivas verfchieden fepn muf. Vo man viel auf Drefhmafchinen und auf den Gebraud Korn in Feimen zu fefen, bâlt, find gerâumige Scheu- ren ganz überflüffig, Sn Éleinen Sandwirthfchaften bingegen, 100 man den Glegeln den Vorjug giebt, und das Korn ftatt in Geimen in Scheuren aufberwabrt, müffen fie natürlidh grofer fenn. %Gn folchen Gâllen mübten fie vielleiht nicht unter 18 oder 20 Guf iweit fepn, und eine der Menge der aufsubewabrenden Materialien angemeffene Sôbe und Sänge haben, Gür den freien Butritt der Suft muf durch Schieber oder auf andere Meife geforgt merden, Die Tenne mu mit befonderer Mufmerffamfeit gemacht twerden, Tennen von guten eichenen Planfen bleiben gebi- #) Beatfon’s Paper in Communications to the Board of Agriculture. Vol. I. 40 Zweite Abtheiluig, gebôrig feft und trofen, bie bo Sem gemadten bürften febr feidt unb find anbetiveitigen De- fhädigungen mebr ausgefegt. WBenn man die Tenne von Planfen mat, fo thut man mobi, unter berfelben ein Gundament von Siegeln zu legen, und fie gebdrig untereinander gufammeu- gufügen. Die gum Drefchen beftimmte Eenne iff nad den Umfländen von verfchiedencr Orôfe, 12 Guf Dreite und 18 Bub Singe wird inbeffen im Mllgemeinen ein gutes Verbältnif fenn. SBobgebrannte Siegelfteine von gutem£ebm, 4 Golf dif und mit gut gubercitetem Mbôrtel auf der boben Kante gufammengefügt, follen eine vortrefflihe Drefhtenne abgeben. Yo die De- fhaffenbeit des Bodens und andere Umffânde es erlauben, Fann man Kübftâlle und andere(qu aderwirthfhaftlihem Gebraucdhe dienende) Birthfchaftsgebäude im unteren Gefchof anbringen. Die Bortheile diefer Bauart beftchen darin, daf man Koften und Raum fparer. Das Korn tird ebenfalls nicht fo leicht durch Roth oder andere fhädlihe Dinge, die vom Birthfhafts- bofe bineingerathen fônnen, verborben, und iff ficherer vor den Schiveinen, Gederviel u, f. tv. Golche©cheuren fônnen jebod nur in Feinen MBirthfchaften obne grofe Unbequemlichfeit ftatt finden. © Bon iwelher Bartart übrigens die Scheuren fepn môgen, fo follten fie mit gebôrig be- quemen Oeffnungen verfehen fepn, um bas Sorn auf eine folche Yrt abladen zu Fônnen, daf man nie nôthig bat, mit fiweren MBagen auf die Tennen gu fabren, Dn diefem alle braucht man auch Éeine grofen und foftbaren Cinfabrten. Man Fann den Machtheil, den fhwere$a- bungen von orn der Tenne gufügen, badurd giemlid entfernen, baf man fie gebdrig mit Gtrob beftreuer. Das Abladen gebt dann freilidh doppelt fo fhnell, als twenn es auf die vorbin ertwäbnte Art gefchiebt. RS md pie vd Da der Hauptyvef biefer Oebäude die Aufbemabrung grofer Quantität von Rorn in engerm Deyiré ift, fo follten fie nicht allein febe ftarf gebauet, fondern aud noch die grdBtmôg- lie Glâche gum Husbreiten des Rorns haben; und da bäufiges Umfchaufeln ur Erbaltung des SRorns nôthig ifts fo ift es widtig, fie fo cinguridten, baf bei folhen Mrbeiten viel Sände er- foart werden fonnen, On cinigen Fällen gefchicht es badurh, Daf man die verfchiedenen Bô- den nach der Ditte qu abfhüffig einridtes man léft bas Korn vermittelff Schieber herunter finfen. Sn andern Fällen erreidt man denfelben Vortheil burd eine Menge von Trihtern, die fo angebracht find, baf our blofes Aufjiehen eines Gchiebers unten im Sornboden, bic gange Maffe des Korns in Dervegung gefebt wird. Hinreihender Durdyug der Suft wird zu- weilen durch Éleine ftarf vergitterte und mit Drath bedecfte Genfter Hervorgebradt, eben fo afs burcb ftarfe nabe an dem Effrih angebracten Sdieber, oder aud dur eine Menge biofee : Suft- Candmirthfcaftlihe Gebäube, 41 Suftlôder, die in ben Geitenmänden des Gebâubes angebracht find. Men tan eitteir Sufats von unten nady oben für nôthig finden(olite, fo mwürbe bies leicht durch einen Bentilator auf dem Gipfet des Rornbodens ju berverfftelligen fenn Die befte Gorm diefer Gebäude iff bas Quabdrat, beffen Seiten ettwa 14 Gub betragen Fônnen. ie follten, ivenn man fie eingeln erridtet, auf einer binlänglihen Mnzabl von Dfäblen oder Steinpfeiler ruben, die fi etwa 6 Guf über der Oberflñhe der Erde erheben. Das Gahiwerf muf von Holy, gebèrig ftarf und mit Biegeln ausgemauert fepn. Die verfchie- denen Dôden müffen für die grofe Saft des Rorns binfânglid flatf gebauet fenn. Die innere Seite erhâlt die grôfeffe Bollfommenbeit durd Defleidung der Geitenwände mit trocdenen eienen oder andern Drettern, und bie Mufenfeite durch eine âbuliche Defleioung, die aber mit Thecr oder Girniÿ wobl überfirihen mwerden muf. Da felten eine grobe Quantitât von ausgebrofhenem Sorn in Sandmirthfhaften aufbemabret wird, find alle diefe Bortibtungen oft gang unnôthig. Am Beften errichtet man die Rornbôben fogleidh in der heure, vorzüglicdh ba, to fich eine Drefhmafchine in berfelben befinder, Sir dalle tte für Mirthfhafts- Pferde bedürfen nidt biefe Cleganz, die man in den Stéllen für Dferde anderer Yrt gemébnlidh antrifft. Man muf hier nur für Bequemlidhfeit und Ge- fundbeit des Viches forgen, und da find Trocenbeit, Meinlidfeit und gebôriger Suftyug bie bauptfädlidften Bebingungen. Sie foliten desbalb mit gebôrigen Mbjigen verfehen feyn, ut jebe Yet von Mâle und Geuchtigfeit abjufübren, gugleid aber im Stande fepn, die ftrenge MBinterfâlte, fo wie-bie Sonnenbise, abgubalten. Die Zabl und Grôfe der Fenfter folite fich nach der Grôfe des Stalles rihten, und nad Delieben gedffnet und verfchloffen werden Fôn- nen, Sur Crfparung von Unfoften Fann man blofe£aden anbringeu, die fid) um eine eiferne Stange, tworan fie befeftigt find, bdreben laffen, Dei der Cinrihtung der Naufen und Frippen follte man vorjüglidh auf Sparfamfeit und Dequemlihfeit fehen. Die gemeine Art, fie langs tes obern Enbdes des Gtalles Dinfaufen qu faffen, iff nicht nur eine fohlechte, fondern au Foftbare Hrt der Conféruction derfelben, Das Gefinde ffopft gemwobnlid die Raufen, fo grof fie imamer fepn môgen, gang voll Heu, Blof aus Dequemlichfeit; man fiebt aber leidht, wie viel Heu dabei verlobren geben muf. Der nad- theilige Crfolg, den der Gebraudh bat, daf man den Dferden erlaubt, fi fortwäbhrend mit Peu angufüllen, ift âhten MBirthfchaftsfennern fer wobl befannt. leiden nicht, baf Dferde auf einem male vief Heu in der Naufe haben. Ein anderer Madtheil iff der, daf bie- bei aller Seufaamen gûnlid verlobren gebt, den man fonft febe nüBlid anmwenden Fann, Da Œrfter Zheil, 3 Die 42 … Btucite Abthcilung, die Jaufen, fo febe.nach ausivarts gencigt find, fällt der Saninen den Pferden auch ôfter in die Obren und. Mngeu, und verurfacht unangenehmen Erfoig.. Aus diefen Otründen folften die Naufen eine mebr perpendifuläre Richtung haben, als man ibnen gemeinbin giebt.- Gin Raum' von 14 oder 16 Sol gwifchen denfelben und der Mauer würde binreihend fepns dabei folite man den Doden derfelben fo einvichten, um den Saamen gebôrig fammlen‘zu Fonnem. Man fann die Raufen durch Mifhen in den MBânden, die vorne gefperret find, etfeben, Menn die Mifchen und Maufen in der Mitte der Stlle angebracht find, fo reicht in ben meiffen Sûllen cin WBeite von 3 oder 37 up bin. Man Fann die Maufen and fo eintidhten, daf fie sugleich für 2 Gtûlle dienen, Cine balbfreisférmige Geftalt ift febr vortheilbafts auf jebem Gall muf aber jede Daufe von der andern getrennt fepns daburch alfein Éann der Sandmann mit Genauig- feit wiffen, wie viel ein jedes Pferd frift. Es ift ebenfalls unndthig, Die Rrippe von derfelben MBeite zu machen, als den Stand des Pferdes, Ein Kaften von 16 bis 18 Bolf Sänge und 13 bis 14 ol Dreite ift vollfommen Dintänglih. Man müfbte fie fo cinrichten, daf fie leicht aufgenommen und gereinigt ferdeir fann, twenn fie fhmubig oder Fothig getvorden if. Dei feffgemachten Krippen lâft fih dies niethun, und der aus bem Paule des Pferdes mâbrend des Greffens fliefende Citer oder Un- teinigfeiten, die wäbrend Sropf oder of aus der Mafe rinnen, müffen alfo darin bleiben. Cine andere Methode, die Pferdeffände einguridhten, ift bei iveitem mobifeiler, dec Gtalf bat weder Maufen no Krippen, Bo das Pferd mit dem Kopfe ftebt, ift der Dferdez ffand obngefäbr 3 Sub vom Doben und etwa 2 von der Mauer mit Brettern abgetheilt, worin das eu gefireuet wird, twelches bas Pferd von unten, ftatt fonft von oben, gu fih giebt, Dies iff nicht nur natürliher, fondern verbütet auch die gerôbnliche Seuverfhivendung bei den Maufen, aber auch bei diefer Cinrihtung tivd es nôthig fepn, eine Borrichtung sum Muffangen des Deufaamens angubringen, Das Pflaftern der Stûlle iff ein Gegenftand von einiger Mictigfeit. Man bat viel- leicht bis jebt noch nicht gebôrig ausgemittelt, ob der Dferdeftand etwas abfchiffig oder vollfom- men twaagerecht eingerichtet werden müfte. Das erftere fcheint natürliher und bequemer für diefe Æbiere, befonders in Jiüficht des Musrubens. Die Sauptfhivierigfeit bei einem waagerech= ten Pferdeftande ift nur die Begfhaffung der Naffe. tan Fann jeboch dadurch diefem Limftan- de abbelfen, baf man den Dferdeftand gang waagerecht pflaffert, und nur einen Fleinen Abzug in der Mitte veranftaitet, der fih bis auf 2 oder 3 Fu nad der Krippe gu erfirefts er braucht nicht mebr als 7 oder 8 Sol MBeite an feinem oberften Ende qu baben, und Fann unten einen SBinfel bildens die Tiefe des oberften Endes folite nicht mebr als 3 oder 4 Soil betragen, und der Mbjug bann fo viel Gall baben, afs man ibm nur geben fann, damit er die Geuchtigfeir fchnelf Canbwitthfaftlidte Gcbäude, 43 fhnelf in sen Hauptabgug, worin fich alle Mbjüge der Pferdeffände ausleeren imüften, abfübren fann, Die Éleineen Mbytige follte man mit einer ffarfen eihenen mebrfach durdhbobrten Plante bedecfeti,‘die fich aber leicht abnebmen(ft, um die Mbjüge geborig qu veinigen. Die Hauptabyüge fônnen vor den Pferdeftänden unter der Rrippe, oder an einem ande- ten bequemen Diae angelegt werden. Definden fie fich binter den Pferdeflindenr, fo follten fie twenigftens 2 Guf von denfelben entfernt fepn, damit der Urin der Gtuten gebôrig fhnelf von ifnen aufgenommen wird, twelches nicht der Gall fenn würde, twenn fle nüber wûren, es fei denn, daf das Dflafter gebôrig abfüffig mûre. Diefe Abjüge brauchen nicht mehr als 7 oder g 3olf Beite am obern Ende zu haben; fie foliten übrigens, tie Die Fleineren, bedecft fen. Um bie Unfoften der Sauptabiüge zu erfparen, fann man einen flachen offenen Mbjug auf die gewôbnlihe Art machen, mwomit die Mbjüge der Pferdeftânde, vermittelft febr Fleiner Gitter, in Verbindung ftehen Fonnen, Das Dflafter der Pferdeffinde muf eine geringe Mbfhüfigfeit gegen die Mbyzüge baben, ein oder anderthalé Sol find aber vollfommen binreihend. Die Bortheile folcher Pferdeftände beftehen barin, da die Pferde, wenn fie auf einem twaagerechten Doden fiehen, fveniger Rranfheiten in den Hüben und Mbfäben ausgefeét find. Daf eine gute Cinrihtung der Abjüge den Lrin fnell abfübrt und alfo vief Streu erfpart, twelches, to ein Gtrobmangel iff, ein Gegenftand von bedeutender Bichtigheit ift, erbellet von felbft. Die Grôfe der Pferdeftände if: mad den Umffänden verfchieden, ifre geringfte Sânge fotite wenigftens 4: Guf fenn, 5 Guf ift viel befer. Die MBtheilungen gwifchen denfelben foif- ten fo boch fenn, baf fremde Dferde fi nicht einander fehen, und wo Defdhäler gebalten wer- den, oder to man junge Pferde in ibren Stânden unangebunden faffen muf, follten Diefe fo eingefchloffen werden, daf fie burchaus Éeinen Gchaden verurfachen fônnen, Dies Fann mittelft Thüven febr gut gefheben, und man fann auf folhe WBeife Stuten mit’ihren Füllen von andern Pferden abgefondert balten, Œntieder in ben Stüllen oder febr nabe bei denfelben folfte man einen Plaë für das DPferdegefire und bnlihe Sachen einvichten, Das Rornmagazin gum BDebuf der Dütterung ift am beften über dem Stalle angebract, und follte fo eingerichtet fepn, daf man unten im Gtalle das Korn aus einer beruntergebenden Môbre na Delieben auslaffen Fann, Methode fpart febr viel Zeit und oft vie Korn.*) Dr2 Gtalle *) Communications to the Board of Agriculture, 44 Atocite Abtheilung, Gtalle für Rübe und Maffvieh, Beide Arten von Srüllen gleichen fih febr. Manche Rubftälle haben indeffen nod befondere Cinrichtungen für Râlber; es ift dies aber ein Machtheil, weil die Rübe bei weitens nicht fo viel Bequemlihfeit genieben und aud nicht fo viel Milh geben als fonft. Es ift viel Beffer, daf die Rülber fo untergebract merden, daf ir Gefhrei fie nicht beunrubigen fann. Dabdurd vergeffen fie nicht nur leichter ire Râlber, fondern füttern fic au beffer, und geben eine grobere Quantitit Milh, Gtâlle für Rübe oder Maftvieh Fônnen bei gebôriger Mufmerffamfeit bei ibrem Bau fo eingerichtet merden, bdaf fie beide Œndymece erfüllen, Man fann fie entweder init einer ein= fachen oder doppelten Reibe von Vichftânden erbauens beim leBtern erfpart man aber bedeutend, Die Hauptfache, iwotauf man zu feben bat, if, baf fie gebbrig freien Durchjug der Suft ba- ben; daf die Gütterung und Meinigung ohne Defchiwerde gefcheben Fann, daf das Vieb in feinem Stande vollfommen trofen, luftig und Füb{ gebalten werden fann, und daf man ange- meffene Mbjñge und Mefervoirs jur Mufnabme des Urins und der übrigen Ercremente anlegt. Um die Kübe gebôrig gefund gu erbalten, ift der freie Durchyug der Suft, nach der Erfabrung der vorüglichften Birthfchaftsfenner, von der grèften Mothwendigfeit. Dei Maftvieh bat man die Beobachtung gemacht, daf es viel fdneller fett wird, iwenn man burd VBerbinderung des Suftourchyuges die Mârme befdrdert, Bo ein freierer Suftourhjug nothwendig ift, melches fit dur die Nâffe der oberen Balfen abnebmen läft, ift wabrfcheinlich der befte Meg, denfelben zu befdrdern, daf man nod in ben Dâchern oder andern bequemen Stellen der Gebäude Suftiôcher anbringt, Yo man Giebel bat, Fann man boch in denfelben Genfteréffnungen mit betveglichen Drettern fo eintich= ten, daf man fie nach Delicben dffnen oder fliefen ann, Man getvinnt dadurch nicht allein in Rüdfiht der Gefundbeit und des Gettiverdens des Viches, fondern aud in Rücficht auf Dauer der Oebäude felbft, denn Holz, was oft naf und wieber trocfen wird, vergebt erftaunt fchnell, Da ein jeder, der no fo wenig mit thicrifcher Oefonomie befannt ift, miffen muf, daf Vieh, was beffândig in einem Zuftande übermäfiger Sranfpiration erbalten wird, unmèg- li gebôrig freffen und fhnell fett werden fann, Da bdies Umftände find, wovon des fand- Mmanns Gewinn abhängt, fo follte man in der That mebr Mufmerffamfeit darauf vertbenden, Ein Biechjüchter verfichert uns jedoch, Ddaf er aus langer Erfabrung immer gefunden, daf das- jenige Bieb, wvelches in einem Buftande mâfiger Tranfpiration erbalten wird, fen es im Stalle oder im Breien, am fchnellften fett wir, Um Landtvirthfdhaftlihe Gebäude, 45 Um Mrbeit 3u erfpaten, und um den Roth und die Geuchtigfeit leidht und fhnell megyu- fhaffen, muf man voryiglihe Sorgfalt auf den Stall und die Cinridtung der inrrern Theile wenden, iff eine febr gembbnlihe Methode, lângs den Geitentwänden in einer Entfernung von 3 Su Gôrfte anjubringen, tworan man das Vieb befeftigt. Man lft nabe an der Mauer einer Pia von 3 bis 4 Qu für bas Gutter, Dies iff jedod eine fee nadthcilige Methode, da der Gütterer beftändig gegoungen if, gtwifchen das Bieb zu geben, um ibm fein Futter ju teichen, ausgenommen freilidh ba, mo man von der Mufenfeite des Gebäubes fittert, twelches ebenfalfs eine unbequeme und langtweilige Berfabrungsart if, Giebt mari bem Bieh von aufen durd dau beftimmte Oeffnungen fein Gutter, fo wird es bei regnigtem Better, oder menn viel Schnee fâllt, beinabe unmôglih fepn, fie auf die gebôrige Met ju füttern. Die leichtefte Methode, diefen lnbequemlidÉeiten in Ställen mit einer Reibe von Bieb- fânden abgubelfen, ift die, vor dem Biche einen binfänglihen Rauim gu faffen, wo der Gütterer mit angemeffenen Sutterbebältniffen fich gebôrig bemegen Fann, um das Sutter mit Seitigfeit qu vertheilen. Yn Ställen mit einer doppelten Meibe von Biebffänden, die one Fiweifel die angemeffenften und éfonomifcften find, erreicdt man denfelben Vortheil badurch, daf man das Bieh mit den Rôpfen einander gegenñber ftellt, aber gmifhen denfelben einen Raum von ohnge= fäbr 4 Guf als Durhgang für die Perfon, bdie es füttert, lâft, Auf diefe WBeife bat man feine fo grofen Gebâude nôthig, aud erfpart man viel Gutter, jumal tenn man in bem Dache einen Vorrathsboden für das Gutter anbringt. Dies Fann aud) in ben einfahen Ställen mit DequemfichÉeit eingerichtet werden,@tâlle mit doppelten Reiben find jedod nacd der Berfiche= tung eines febr einfichtsvollen Biebyñdters nidt nur die unbequemften, aud) in jeder Rüctficht bei teitem die Foftbarfien, einer Meinung nad foliten Viebftälle nie Heubôden über fi) haben, tweil daburch das Bieh ju warm gebalten wüvde, Much würde das Gutter über dem Bieb oft durch) deffen Athem gâmlidh verdorben, Meinung nad, find einfadhe und binten offene Srûlle, obngefäbr 12 Guf breit, die beften, fie müffen gum Debuf des Güt- terns einen offenen Meg vor dem Biebe etwa 2 GuB breit haben. Drei Sub oder 3 Gu$ 2 3oûl Beite bat er immer für jedes Stüé, ausgenommen in feltenen Fâllen, binlänglidh ge- fundens er fagt, es fen auch febr bequem, obngefäbr in ber Mitte vor dem Stalle ein De- bâltnif zu haben, tas mittelft einer Thüre mit der Paffage von dem Bieh in Berbindung ftebt, um bas Deu von den Schobern, bdie fo nabe als môglid daneben angelegt werden foliten, darin aufjunelmen, a Die Erhaltung des Viches in einem reinlichen troŒnen Suftande, ift nicht alfein ein Ge- fodft, welches viel Mufmerffamheit erfordert, infofern als es gur Crbaltung feiner Gefundbeit beitrâgt, fondern welches dem Sandmann in einem hoben Grade des grofen Beitverlufies megen, wichtig feon muf, Es Fommt desnegen auerordentli viel darauf an, daf man biefe Gebâue fo 46 Biveite Abtheilung. fo cintidtet, baf fie die ôgfihft gevinge Arbeit bei Begfhaffung de8 Diüngers uw.(#. erfor- den. Yo die Sage und andere Umftände es erlauben, ift die Anlegung eines bequemen Piases qut Aufbewabrung des Düngers Dinter dem Bieh, die befte Methode, meil dadurd viel Ar- beit und often erfpart, und vom Dünger durhaus nidts verlobren gebt, Cine gebôrige Conffruction und das Bepflaftern der Vichffände tragen ivefentlidh que feichten und fchnellen Reinigung des Viehes bei, In einigen Otten bat man indeffen durch- aus feine Viebftände. Das Vieb if entweder nicht angebunden, oder dod) nur fo, daf feine Abtheilungen gwifhen denfelben gemacht werden. Mn andern Orten ftellt man es eingeln in enge durch Seiften von einander getrennte Viebffände, oder man macht die Biebftände nur mit gany furzen Abtheilungen. Doppelte Viebffände gehôrig abgetheilt und bo genug mit Dret- tern befchlagen, um das Sieh vom Uebergucen abzubalten, verdienen im Allgemeinen den Borjug. Jndefen Viebffände Ddiefer Art, find gerif su Foftbar und febr oft unnôthig, Sn Gtâllen für Mafivieh folfte ein jeder Viebffand einen Erog gum Gutter, und in der Mitte eine Borrichtung gum rinfen, die man mittelff einer Rôbre aus einer Enfterne oder Brunnen füllen fann, befindlid fepn. Man Fann diefe Erôge von Holg oder Stein machen, und fie mit eine anbder verbindeu oder eingeln laffen, tie man es fürs befte bâlt. Ueber bdiefen Trôgen folite eine perpendiculâre Maufe für Heu, Gtroh und dergleichen angebracht fenn. Sn Rücffiht des DPflafterns der Viebffände und der Mnlegung von Mbjügen und Debâältniffen für den Urin find diefelben Borfcriften zu beobachten, die bei den Pferdeftällen gegeben find. Susde biere dde Rlberftälle twerden am Beften in einer angemeffenen Œntfernung von den Rübftällen und nicht in denfelben angebracht, Da bei Aufjichung von Râlbern es von grofer Bichtigfeit if, fie trofen und marm ju balten, fo muf man auf die Befchaffenheit des Hufbodens befon- dere Aufmerffambeit veriwenden. SKalber, bdie ur Sucdt beftimmt find, müffen trofen und fuftig, und lieber etwas fühl, tmenigftens nicht zu arm gebalten iverden, Man erreicht die- fen we badurdh am beften, Daf man ben Gufboden über Querbalfen feat, die 2 bis 3 Gu über der Erde erbaben find. Alle Art von Geuchtigfeit und alle fhädlihe unangenchme Ge- ruche, die man Häufig in Râlberftällen findet, tverden dadurdh entfernt, fo wie man baburd gugleich einen Durchyug von frifcher Suft befordert. MBenn man die Râlber in befondern Vieh- fänden von einander getrennt balten mollte, fo würde man fie leichter mâften und mancher Ge- fabr entzielen Fônnen. Man Fann Mbtheilungen von ettva 3 Guf Hôbe und von leichtem dün- nen Sole fo einrichten, ba fie fih nach Delichen twegnebmen und aud nad den Umftänden grôfer und Fleiner machen laffen. Man Fann in diefen Stâllen fleine runde Trège für die Mitch Lanbivirthfchaftlihe Gcbäude, 47 Lich anbringen, und ettwas bôber leidte Raufen für etmas Heu, Auf diefe Art Fann man das Gutter auf eine gleihmäfige und fichere Art austheilen,*) Yo eine gro$e Angabl von Râlbern ju gleiher Beit aufgezogen werden, Fann man au Sorrihtungen treffen, um alle verfciedenen Gefäfe mit einem Male und mit beftimmten Ouantitäten von Butter anzufüllen, Jber Dies ift getwobnlidh nicht nothiwendig, D bo QD dt Lee r Die Bortheile einer guten Molferei find gewbobnlih[o grof, ba jede Mirthfhaft mit gwecmafigen Anffalten verfeben fepn folfte, un fie nach ibrem’lmfange und anderen Umftän- den verbältnifmäfig ju betreiben, Die Milhwirthfhaft gerfällt in 3 Theile, in die Gervin- nung von Milh, Dutter und Râfe. Die erftere Gervinnung iff vorüglich bei grofen Stédten gebräuchlich, wo die Milh fo fhnell als môglidh zum Verfauf ausgetragen wird. Ein Haus gum Duttermachen follte 3 Abtheilungen haben, ein Milhhaus, ein Zimmer gum Vuttern, tworin fich auch ein grofer Giebefeffel und andere gum Scheuern und Wafchen der Gefäfe nd= thige Dequemlichfeiten finden folliten, und driftens ein Debâltnif gum Aufbervabren und Trok- nen biefer Gefâfe, Cin Saus zum Rüfemachen folfte dicfelbe Mnzabl von Simmern enthalten, eine Milch- fammer, ein Zimmer gum©cheuten und Prefen, und ein anderes gum Salzen. Ein Milh- baus bebarf aufer einer BorrathsÉommer für die Mildh nur einen bequemen Diaé zum Scheu- ten, Dieinigen und Mufberwmabhren der nôthigen Gefäpe. Da eine angemeffene Temperature der Suft von febr grofer Michtigfeit ift, fo follte die Sage der Molferei fo gemäbit feyn, baf fie weder der Dibe des ommers noch der Rûlte der Binterluft ju febr ausgefebt if, Der lebteren Unbequemlichfeit[aft fi eber vorbeugen, als der erfteren, Man folite einer Sage nad Morden, bie fo viel als môglih burd Hâufer oder Dâume gefhübt ift, den Borzug geben. Mo Feine Simmer über dem Milhhaufe befindlich find, Fann das Da von Robr feon, unter meldhem Biegel liegen. Menn, wie es beffer iff, fih Zimmer über demfelben befinden, fo if ein Mobroad ficher das beffe, und man bat da nicht ndtbig, 3iegel barunter ju legen, Ynivendig follte man bdies Dah mit einer Decfe von Ralf Befleiden, um das Serunterfallen von Staub auf die Milh ju verbüten,- Mauern verdienen den Vorzug.+ Man ift verfhiedener Meinung in Rüctfiht auf die Gôbe der Milhhäufer, 8 oder 8x Bu$ innere Bôbe fcheint vollfomimen bintânglih zu fenn. jedem Gall aber folften die Gen- ffer *) Beatfon in Communications to the Board of Agriculture. Vol, I. 48 Btveite Abtheilung, fler imimer bis an die Dee reihen, um die StoŒung der Suft gu berbinberts fie müffen eben- falls mit leiten Mabmen verfehen fepn, über tele man bünne Seuge ausfpannen Fann, twelche freie Cirfulation der Suft eclauben, und gugleid) Sliegen und andere Snfeften abbalten. Sum Debuf des Gufbodens dienen am Beften Flieben, 100 fie aber zu Foftbar find, thun qua- bratifhe Siegelfteine, gebôrig gelegt und gufammengefügt, ebenfalls gute Dienfte. Das Pfa- fler follte immer etwas abfdüffig gegen die Mitte oder nad) einer andern bequemen Nichtung qu feon, um bas Baffer, womit man es in beifen Yabreszeiten abfpüblet, abfñbren gu Fônneu. Su diefem und anderweitigem Debufe folfte fo nabe als môglid ein Drunnen mit einer Pumpe Gefindlich fenn. Benn das Milhbhaus Flein if, fo ift es binreihend, es mit nieblichen Dorden zu ver- fehen, um die Milhgefäbe darauf ju feben; io e8 aber von bebeutender Grèbe if, Fann man es mit folchen cifternartigen Debältniffen verfeben, Die nicht tiefer als 3 Solf feyn müffen, aber den fâmmtlihen Crtrag eines einmaligen Molfens aufqunehmen im Gtande find. Man fann fie mit Dici beffeiden; oder von Marmor oder chiefer verfertigen. Herr Gind zu Swith- land bei Seicefter verfertigt fie ganz vortrefflid aus Schiefer. Bleierne Gefäfe find menig ge- fabrlih, tmwenn fie nur gebôrig rein gebalten werden. Man follte fie unten mit einem Zapfen verfeben, um die Mild, oder wenn fie gemafchen werden, das Baffer abgulaffen, Man fann auch Hâbne anbringen, twomit man das Taffer in diefelben Dineinläft, wenn man fie reinigen will. Das Abfpüblen des Gubbodens im Sommer Éann ebenfalls vermittelft eines Sabns be- twerfftelligt werden, Um im MBinter den nôthigen Grad von Mârme bervoryubringen, Fann man von ben Geuerpläben Môbren, die leicht gu Deiben und ju reguliren find, in die verfchiedenen Theïle des Gebäudes ausgeben laffen. Goivobi die MBänbde als die Dee müffen fo berappt werden, baf meder Brühe to) Mie, 0 Infeften oder Staub fih aufhalten Fonnten, bemerflid find. ift ein Theil oder die gange Decfe über den Oefäfen mit Feinen glafirten bolféndifhen Siegeln befleibet, die dem Milchbaufe ein reinlides und nieblihes Mnfeben geben. Das 3immer zum Duttern follte fo nabe als môglid bei ber Milhfamimer und mit einem Geuerheerde und einem Ofen verfeben fenn. C8 muf gleihfalls einen gebôrigen Keffel gum Gieden bes WBaffers enthalten, tweldhes gum Meinigen der verfchiedenen Gefäfe und zu anderem Vebufe nôthig ift. Eine Pumpe mit angemeffeneu Botrihtungen den Reffel zu füllen uno gu leeren, ift ebenfalls cine grofe Dequemlihfeit. Der Pia que Aufbemabrung der Geräthfhaften follte ebenfalls einen Seuerplag haben, damit man bei fdhlechtem MBetter diefelben qut austroŒnen Fènne, Dies gefchieht in- deffen Candtmirthfchaftlihe Gebaube, 49 deffen imiter ain beften in der offnen Suft, und gmwar auf feinernen. Vorten, die an der Mufen- feite zu diefem Vebufe angebracht find, aber bôlgerne in diefer Michtnng angebrachte Dretterchen würben wabrfheintid meniger Fofifpielig und gum Trocnen der Oefâfe taugliher fepn. Die Sabne fann man bei Faltem IBetter in das Zimmer feben, oder Fury vorher, twenn gebuttert terben folf, und bies ift oft febe nübli. Sn allen Schornfteinen folle man das Mauchen zu verhindern fuchen, tmweil dies der Mild und Sabne Dôcbff nadtheilig if, auch bie Geräthfchaf- ten verdirbt. Die MilhÉammer in einem Gebâude gum Râfemachen follte obngefähe diefelbe Cinridh- tung, als die eben Befchriebene, haben. Da man felten alle Milh in Râfe vervandelt, fo find die eben ermäbnten flahen Gefäfe nothwendigs vo das Oegentheil flatt findet, mag es bequemer fepn, für die Milhgefäfe Dorten ju haben, dadurd wird man die Mild leidt nad Dedütfnif in die Räfebottihe, und, twenn fie erwérmt werden follen, leict in das dau be- fimmte Gefif bringen Fônnen. Das Zimmer gum Preffen oder Scheuern Fann wie das Simmer gui Buttern eingetid- tet werden, muf aber eine gute Räfepreffe enthalten. Bielleicht mürde es bequemer feyn, ein binfänglih grofes Simmer ju haben, bas ju den verféiebenen Œndymecen des Preffens, Srbeuerns und Salens dient. Das Simmer gum Saïzen follte mit Fliefen ausgelegt und fo eingerichtet fepn, baf man bas Yaffer beim Meinigen deffelben fchnell megfchaffen Fann. Man folfte es auch mit einem ftarfen Tifdhe oder einer Dotte verfeben, um den Râfe darauf ju legen und umputwvenden, bis er feine gebèrige eftigfeit erlangt. Zum Debuf des Gcheurens ift es gut, einen Dia que Jufbemabrung von feinem Sande in der Mâbe zu haben, Die Rüfevorrathsfammer Fann man über den befchriebenen Zimmern anfegen, gemei- niglich befinden fie fit oben über Kubffällen oder Rüchen. Man glaubt, die Bârme folder Diâbe befôrdere die Güte der Rôfe auf eine fhnellere Art,*) (Ce et CI Diefe Gebäude find oft febr bequem und den verfhicoenen Endytbecfen einer NBivthfchaft febr angemeffen. Gie find tvobifeil und einfach in ibrer Conffruction und erfordern menig Jr- beit, Man giebt ibnen gemôbnlih eine folche Einrihtung, daë fie fit gegen eine Mauer[eb- nen. br niedrigerer Ebeil wird durch eine leichte Band, durd Golypfäble oder Steinpfeiler, unterftüét; febr oft rubt ibr ganges Dachwerf blof auf den lebteren. Schober dienen votyügli ue Mufberwabrung aller grôferen Mcergeräthfchaften, eben fo wie zum Schube füc junges *) Beatfon in Communications to the Board of Agriculture. Vol. I. aix: Œrfter Their. G 50 Biweite Abtheilung,| junges Vieb allerlei Art, iwenn bies frei auf dem Virthfchaftshofe gebalten wird, Man fann fie ebenfalls fo einrichten, daf fie bedeutende Quantitâten von Heu aufjunebmen im Stande find, wodurcdh das Guttern des Biches febr erleichtert werden mürde, Man muf das Heu aber nicht frifh gemorben baben, fondern erft von den Seufeimen bineinbringen, Man Fann fie ébeufalls noch ju mancherlei andern Cndymecfen benuben, Strobmagaitine Bo man Strob in Geimen zu feben pflegt, find folhe Magaine nicht wefentlih noth- tenbdig. Œs ift jédoch gut, einen oder den andern Diaé zu haben, two man für den tâglichen Berbrauch des verfdhjiedenen Viches einen Fleinen Borrath niederlegen Fann. Man fpart da- durch viel Zeit und Strob. Magazine für Burgeln, Robl u, f 1. Bo eine Anzabf von Rüben oder anderes Vieh mit Mobrrüben, Turnips, Kartoffein, Robl oder äbnlihen Rrâutern gefüttert wird, ift es bôhft nothmwendig, Magazine diefer Art zu baben, tvo man fie in fchlechter Sabreszeit für den tâglihen Verbrauch diefes Viehes aufbewah- ren und in der Mâbe haben Fann. Cinige Früchte, 3. D, Robl, leiden jedodh nicht, daf man ffe in etiwas bedeutenden Quantitâten oder eine bedeutende Seit bindurh aufhäuft, weil fie bald in Gâbrung gerathen und faulen. S nhnerbiufer Bo man eine beträcbtlihe Menge von Federvich bâlt, folfte man ein gebôriges OEdab für fle einric)ten, worin man fie eingefchloffen balten ann. Dies ift vorzüglih nothwendig für den Sandmann, da et fonft nicht nur bedeutenden@chaden an feinen Grüchten erleiden, fondern auch oft ibre Œier und fie felbft verliert. Da eine freie ununterbrodhene Cirfulation der Suft Dôcbft nothwendig für die Erhaltung der Gefundbeit des Gederviehes ift: fo follte man fie nicht in finfiern Stûllen, fondern in geräumigen und eigen für fie etrichteten Gebäuden balten, Çs iff viclleicht noch nicht gebôrig aufs Reine gebraht, ob die verfhiedenen Gattungen von Geder- vieh beffer getrennt gebalten werden oder nicht, Bo daber binfänglicher Haum erfpart werden fann, wird die angemeffenfte Methode fepn, den Aufenthaltsort einer jeben Gattung von den Bbrigen gebôrig abgetheilt, jedoch unter demfelben Dache ju haben. man Maum genug Baben fann, fo follte man ebenfalls cinen der Anjabl des Geflügels angemeffenen Hof aniegen, der auf eine folche Mit eingebegt if, daf das Federvieh mweder überfliegen noch durchfriedhen Fann, Cr müfte mit dem Gtalle in Berbindung ffeben, und gebôrig mit Waffer verfeben werden; daburch Landmirthfcaftlihe Gebaude, 51 baourc erbâlt itan Hebervieh aller Art gefund, und Fann es mit Seihtigfeit gum Drüten brin- gen und aufjiehen. Shmeinefälle. Die Hauptfache bei biefen Stéllen ift, daf Île gebôrig trocfen unb warm find, und baf fie fleine Diûbe für die Erôge enthalten, Die befte und woblfeilfée Methode it, fie mit leidten Déchern tweber bo) nod iweit qu bauen. Sechs oder Sieben Fub Beite ift volffommen Hinläng- lich für eine Abtheilung. Diefer Abtheifungen follten mebrere da feyn, und zmwar zu verfchiede- nen Œnbytvecen nad den verfchiedenen Mrten der Schmeines einige follten für Sue und Eber gufammen, andere für Sudtfweine wébrend des MBerfens, Géugens u.{. w. feyn. Da die Gweine oft mit ibren Güfen in die Erôge gerathen und dadurh einen Ebeil ibres Gutters verderben, fo follte ein dünnes Stücé Brett an die Trôge genagelt werden, das fo weit bervorféeÿt, baf es ijnen bios erlaubt, bie Rôpfe durdhyuftefen. Man Fann ebenfal(s leicht der Berfchiwendung des Gutters durch eine anderce Conftruction von Trôgen vorbeugen; ein grober Bortheil würden IBafferleitungen fepn, mwenn man fie durch die tälle leiten Fônnte, modur biefe nicht nur leicht gereinigt, fondern aud die Schwweine qu jeder Beit getränft werden fônnten, Dei der Conftruction diefer Gebäude folfte man ebenfalls orge dafür tragen, daf man diefe Tbiere, obne gwifhen fie gu gehen, gebôrig futtern ann. Mo man los gum Familien- gebrauche einige Schmweine hâlt,.Fann man fie mit grofer Dequemlichfeit füttern, indem man die MBânde der bintern Rüche des Mirthfhaftsgebäudes ourhbricht und Trôge in denfelben an- bringt. Man fpart auf diefe YBeife mancherlei rab für fle, der fonft wabrfeinlid verloren gienge. man eine grofe Mngabl von Sdjmweinen beftändig bält, fann es vortheilbaft fenn, in der Madbarfchaft der Stélle que Dereitung des Gutters einen Ofen mit einem Siedcfeffel ju haben, Roblen-unb Holgmagagine DBebaufungen oder Plâbe zu biefem Bebufe werden gemdbnlih obne Dad angetroffen: Da Roblen indeffen, twenn fie der freien Suft ausgefet find, grofen Schaden leiden, fo follte man fie immer bedecét baltens‘@ie brennen inbef länger,. wenn man fie Fury vor dem Ge- brauche anfeuchtet. Bo grofe Quantitäten verbraudt werden, follte man die groben und flcinen Robien von einanbder trennen, Œür verfobite Steinfoble oder verfobites Sol folfte man éigene Diäge haben. man Bios Torf oder Holy braucht, müffen die Dâcher der Gebäude beffer eingetidtet terden; man legt fie fo nabe als môglid bei der Riche an, G 2 DB erf- Bivcite Abtheilung, AS i6a de ut. MDN re Dei einer ausgebreiteten MBirthfchaft ift eine Berfftätte que Verfertigung oder Kepara- tv berfchiedener Gerâthfchaften febr nüblidh und bequem. ift e8 ebenfalls, mwenn man Materialien, die gum Debuf der Confteuction oder Musbeferung von Pfligen, Rarren und andern twitthfchaftlichen Geräthfchaften gebôrig ausgewäblt und vorbereitet bat, aufbervabren will, Sn bdiefer Merfffâtte follten fidh immer bdie gemôbnlihen Simmermannsgeräthfchaften, ein Mrbeitstifh, eine DrebbanË und ein guter Schleifftein befinden.. Cine Schmiede Fann oft in grofen Birthfhaften febr nothwendig fepn. So würde cbenfalls ein Pas für Daubol; und eine Sâûgegrube vortheilbaft fenn. Magazin fur die adermirthfhaftiihen Geräthfhaften, Die Heinen Arten von AFergeräthfhaften an Spaden, Gorfen, Sicheln u. f. t., ge- ben fo febr leicht verlobrens man follte fle destvegen, iwenn man fie nicht braucht, an einem gebôrigen Plabe verwabren. Gâde, Strife, Mägel, altes Cifen u. f. 0, Fônnen gugleich mit ibnen aufbewabrt werden. Œin folder Piaf barf nidt grof aber er follte vollfommen trocfen fepn, und der Derr der Birthfchaft follte immer den Schiüffel davon bei fidh fübren, DotrathsS Fam Mer Der Sandmann findet es oft nothiwendig, einen Tbeil der Probufte feines Rorns, 3. D. Mebl, aufgufhütten um einen beffern Preis dafür zu befommen, Cr muf daber mit einer Borrathsfamer verfeben fepn.: Diefe folite fo trocfen als méglih und vollfommen ficher vor Bürmern fepn, Zimmer in oberen Gefchoffen find allerdings die bequemftens vorausgefegt, daf die Mrtifel bequem und leicht dabin gefchaft werden Fônnen, Sie müffen mit ffarfen gut verfertigten Raften zum Debuf. des Mebls oder-anderer Yrtifel, die.man bineinlegen fann, ver- feben feon, Das Mebl muf immer niedergerammet oder gepreft metben, damit#8 nidt verdirhf, Gefinde-3immer. Sn gtofen Birthfchaften, wo viel Gefinde gebalten wird, torjhglih unverbeiratbetes, find angemeffene und bequeme Gelegenbeiten sum Schlafen, und wo das Gefinde für feinen eigenen Unterbalt forgt, zum Bereiten und Rochen deffelben nicht nur nothwendig, fondern auch Dôcbft vortheilbaft für die Pâchter als für fine Seute, Es wird daburch viel Seit erfpart, die fonft Candiwirthfdaftlihe Gcbäude, 53 fonft verlohren gebt, tenn die feute ju jeder Mableit nach Haufe geben müffen. Muberdem befinden fi die Seute auf diefe Art viel bebaglicher, leben bedeutend toblfeiler, als mwenn, wie das bâufig in füdliheren Provingen der Gall ift, fie ire Mableiten in MBirthsbäufern ein- nebmen, todurd ibre Gitten gemeinbin verdorben und ibre Gefundbeit durd den übermäpigen Genuf von Drandtwein beträchtlid) leidet, Bo die Dienfiboten vom Tifche ibrer Derren gefpeift werden, fallen biefe Unbequem- lifeiten weg. In diefem Balle foliten die Ébjimmer fo angelegt fevn, daf fie fih mit£eich= tigfeit überfhauen laffen, da aus Macläfigfeit des Gefindes in Niücfiht des Geuers und Sichts leiht Schaden gefcheben Fann. Der Gubboden im Gefinde- Zimmer follte in den untern Stociverfen immer von ge- bauenen oder Siegelfteinen fepn, und in den obern von Gyps oder Sicgelfteinen. YBenn man biefe Gubbôben legt, fo tmerden die Queerhôljer auf die gewôbnliche Art geftrecft, dann wird eine Art von ftarfem Schilf barauf befeftigt, und auf diefen der Gips gelegt. ABenn man den Doden mit Siegeln legt, fo find die Queerbôlger 12 Bolf auseinander, und die Siegel von der Grèbe, daf fie von Queerbol zu Queerholz teihen. Die Hugen werden mit tauglihem Môr- tel ausgeftrichen,©s môcbte ebenfalls rathfam fepn, bic Trepypen mit denfelben Materialien aufqufübren. Um Gips zu fparen, legt man gutveilen erft eine dünne Schicht von gemeinen GalË auf den Shilf, fo daf fie gerade bie Unebenbeiten ausfüllt, Der Oips wird nadher obngefähr 2 of dicé darüber ausgebreitet, wa8 aber febr fonell-gefcheben muf. Mo man feinen Scilf befommen fann, fann man Fleine dünne$atten an deffen Gtatt anivendens fe find indeffen-viel Fofibarer, Qn den Gegenden, mo diefe Art, die Sufbôden zu legen, ge- bräuclid ift, verfauft man den Gips auf den Gipsérennereien für obngefäbr 6 Pence den DPufel, Die Arbeitsfoften des Quabdrat- Pards betragen auferdem obngefäbr noch 5 Pence. Die Soblafftellen des Gefindes Fônnen fo eingerichtet tmerdben, baf mebrere Perfonen in einem engen Raume gebèrige Dequemlichfeit haben. Man betverfftelligt dies dadurh, daf die Detten in doppelten Reiben über einander angebradt find. Muf diefe Beife nehmen 4 Fet- ten nur den Naum von 2 ein, Das Dineinfteigen in die oberen Detten Fann binlänglid eidht und bequem dur gebôvige Stufen oder Ereppen gemacht werden. Hiecbei ift aber Hôhft noth- tmendig, daf die Genfter gebèrig gtof und fo eingerichtet find, ba fie eine freie Cirfulation der £uft sufaffen. Demobngeacbtet bleiben diefe Scblafimmer inner bei teitem ungefunder als die getdbnliden. Muber den bereits befchriebenen Gebäuden und DBequemlichfeiten giebt es verfciedene anbete, die ibrer Mnnebimlichfeit und ibres Mubens wegen noch eine eigene Defchreibung ver- dienen, Tauben- Bweife Abtheilung. Emou br Cats bride Yo man Tauben bâlt, um Muben von ibnen gu gieben, follte bas Taubenbaus nidt nur gerdumig, fondern aud) fo angelegt fepn, baf die Tauben mit Bequemlichfeit und ohne Gtéprung in den übrigen MBirthfhaftsgefhäften qu veranlaffen, gefüttert werden Fônnen. Die Geftalt des Taubenfhlages ift gleichgbltig, nur muf man fie nidt intendig ju tief machen, a die Tauben ire Mefter gern boch haben, Der Fubbeden muf didht gelegt, und die Geiten gut mit Gips angeworfen und gemeift fepn. Das Dach mird am Peflen mit Ziegeln oder Gchiefer gedecft, auch Robrdâcher find nicht übel, Man wenbdet ein, baf die Eauben das MNobr leicht abfraen; man fann diefer Unbequemlichfeit jeboch-abhelfen, mwenn man die Sorfte mit Hoblyiegeln fihert, und auf jede Seite des Dacdes leichte geflohtene Gitter legt, Das Gange muf vollfommen ficher vor Raben und anderem Ungeiefer fenn. Mo Gebâude biefer Art gang frei feben, ift es vielleicht am wobifeifften und bequemfien, fie auf Pfeilern von Aie- geln oder Druchfieinen oder ftatfen bôlernen Dfoften, obngefäbr 6 oder 7 Hub von der Erde au errichten. lefteren Salle fônneu die obern Tbeile derfefben gleichfalls bauptfächlidh aus Hols befteben, und der untere Theil wird als Obdach ju mandem nüblihen Bebufe angerandt werden Fônnens am beften zu Dferde- oder Rubftäflen, da daburd) die Eauben im MBinter wâr- mer gebalten terben, wwelches eine tefentliche Bedingung des früben Brütens ift, twodurc fle dem Gigenthümer gemôbnlich viel einbringen. Der Haupteinturf gegen bôljerne Taubenfhlage ift ibre grofe Râlte im IBinter und ifre hbermäpige Pibe im Sommer. Die Oeffnungen gum Cingange der Tauben folften alfgeit nach Sthben liegen, da fie eine fonnige Sage lieben. Die Oeffnungen brauchen nicht fo grof zu fenn, als es gewobnlidh de Gal if Die Anyabl der Sücher mu fi nach der Anyall der Tauben rihten, Die man gu bal- ten denft. Es ift inbeffen beffer qu wenig.als zu viel qu haben, da eine grofe Anjabl den Tau- benfchlag fait madt, und auf jeben Fall die Lauben nur immer von twenigen. Gebraud machen, Ucber diefen Sôchern follte eine Bededung angebradt feyn,, die die Mâffe davon abzubalten ira Stande if. YmAlfgemeinen ift dies lebtere nicht der Gall. Mad bem gemeinen Gebraude madt man vierecfigte bretterne Mbtheilungen für die Tauben darin ju brüten. Cine beffere Methode aber ift, fleine von Beiden geflodtene Rôrbdhen dazu anguivenden. Sole Nefter uehmentwenig Raunein, und Fénnen febr leicht Herausgenommen und gereinigt werden. Borrihtungen au Bercitung des VBich- Jutfers, On Mirthfdaften, fo ein bebeutender Bichftand entmeber beffändig gebalten, oder nur gelegentlidh mit verfhiedenen Yrten von dau vorbereiteten Srüchten fett gemacht tir, ift Landwirthfchaftlidhe Gebäude, 55 ifé es ein Gegenftand von grofer Bichtigfeit, angenreffene und vortheilbafte Borrichtunget ju dicfem Bebufe zu haben, DC am pt EC UE So Die Methode, dasjenige, tas man fünfilihes Vichfutter nennen Éann, mit Dampf qu fochen, if obngeacbtet ibrer auferordentlihen Bortheile nicht allein in NRücEficht auf Seit= nd Roftenerfparung, fondern auch in Beforderung der Oüte des Gutters, bisher vielleicht zu twenig beachtet worden. find die Hrt von Hutter, die man auf bdiefe Art am allgemeinften Bercitet; Die Artder Borrihtung iff auberft cinfad und leicht, Sie befteht darin, daf man einen niedrigen eifernen$effel von etwa 20 Solf im Durdmeffer, und 7 oder 8 3olf Ticfe, über einen Ofen fegt, und fo in dem Mauertverfe befeftigt, daf er an allen Seiten vollfom- men damit gufammengefügt if Oben auf diefem Reffel wird ein Bottih, deffen Doden mit einer Menge Fleinen Bobrlèchern verfehen ift, angebracht, iwenn der Reffel vorher balb mit HBaffer gefülft worden ifts man fhütret denfelben afsdann voll Kartoffein, und die Fugen ztis fchen demfelben und der eifernen Reffel werden mit einem$itte von Thon gebdrig verfhmiert; man fchlieBt ibn mit einem genau paffenden Decfel, der mit einem Suftloche vetfeben if, bringt alsbann das MBaffer in dem Seffel zum Rochen, fo daf der Dampf in die Rattoffeln dringt. MBenn diefe gabr find, was man our Begnebmung des Decfels wabrnebmen ann, nimmt man fie auf die bequemfte Art heraus, und wieberbolt die Operation, tvenn es nôtbig iff. Die Confttuction diéfes Giedefefels ift aufcrordentlidh. einfach und leihts man fann indeffen auch andere Mpparate zu Demfelben Debufe ju Veftreitung des Bedarfs in den grèftenr MBirthfhaften mit Seichtigheit angeben,, Sie laffen fih fo einrihten, daB der Dampf von einem Reel mebrere Gefäfe mit Rartoffeln zu gleidher Seit gabr macht, und ftatt folcher Gefäfe, als die vorbin ermwäbnten, ann man fi grober fefigemachter Reffel mit berveglichen Dôben bedie- nen, fo daf man die Rartoffeln aus denfelben in angemeffene.darunter geftellte Debâltniffe brin gen fann, Un Rranichen aufgebängte und im Doden mit Schiebern verfehene Fäffer, würden vielleidt eine noch bequemeré Borrichtung feyn. Herr CooË verfertigt einen febr nüélichen Mpparat diefer Met. folhe Keffel in der MNachbarfhaft der Riche angebracdt find, fo fonnen fie ju manchem bâuslihen Debufe febr nüglih werden,: Rod D 6:e 1 Es iff gleichfalls bequem und 6fonomifdh mit Bequemlihfeiten biefer Met verfehen 3u fenn, felbff bei einer Fleinen MBirthfchafts man erfpart dadurch biel Seit und Korn, auberdem Fann man auf diefe Weife andere Stoffe mit Korn vermifht; vorräthig balten, 3. D. Pâcfel, ; gefchnit- 56 Ancite Abthealung, gefcnittene Bobner und andere Dinge, die man vortheilhaft um Bichfuttee benuben Fann, Qn mancden Fâllen mag eine gemeine Rornlade zu diefem Debufe binreichen, indef in grofen Birthfhaften fegt man fie bequemer na dem Grundfaée der oben befhriebenen Rornbôden an. biefem alle follte man fie von cubifher Form machen, den Doden etwas trihterfor- mig mit einen Gcieber, und bas gange fo eingeridtet, Daf es etwa 18 Solf über der Erde febt, wodurd man binlânglihen Raum gewinnt, das Sutter ausgunehmen, R D tnt e 106.1 Mo bie vortheilbafte Metbobe, SRorn in Geimen gu feben, gebräuchlidh if, tird es nôthig feon, um nicht alfein bas Rorn gegen Dumpfigfeit und Heuchtigfeit, fondern auch gegen Raben und Mäufe qu fihern, daffelbe mit einer angemeffenen Unterlage ju verfehen. Golche Unterlagen werden auf verfchiedene Art zu Stanbe gebracht. Vn einigen Ge- genden errichtet man ffe, indem man 2 oder 3 Stücen Baubolz der Sänge nach legt, und dann freureis fleinere über denfelben. Dies ift aber feinestvegs eine zu empfeblende Methode, da fie den Doden der Geime nicht fichert. Gn andern Gâllen errihtet man auf bôlgernen oder ffei- nernen Pfeilern von 2 Guf Sôbe ein ftarfes Gitter von gutem Baubolz. Die ficherfte Methode indeffen if, daf man biefe Unterlagen aufmauert, und ffe geborig durch ein Gefimfe fhübt. Golche Lnterlagen find neulich auf des Hergogs von Bedford Sandgute MBoburn= Abbey ev- ridtet worden. das Sundament derfelben gebôrig tief gelegt, und der Poden geborig ausgemauert iff, fo Éann fein Ungeiefer zu der Seime gelangen, indem es fi unten durch- avbeitetz der obere Theil twird our das bervotfpringende Gefims von Stein oder Holy gefichert. Man folite es nicht lciden, baf irgend ettwas an die Feimen gelebnt twird, oder baf lofes Korn über bem Gefimfe berunterHängt. Auf diefe Mrt Fann man Feimen in der Geftalt eines Pa- vallelogramme bis qu irgend einer Grôfe ervidten. Die Form eines Mohtes ift der Sreisform bei Éleineren Feimen vorgujiehen, da man bas Oefimfe derfelben woblfeiler haben Fann,*) Der verftorbene Doerwell bediente fic derfelben mit grofem Vortheil. Dienenfdhauer, Dienen find ein Gegenftand, den man, tie das gemobnlid gefiebt, in der Sand- tirthfchaft nicht überfehen(off; es find aber angemeffene Cintichtungen nôthig, twenn man Bortheil von ibnen gieben will. Die bequemften und woblfeilfen Dienenfchauer errichtet man von gut gemäbltem Sotje, twelches fo verbunden wird, af der Bo ertheil des Schauers obn- gefébe #) Communications to the Board of Agriculture. Vol. L Candwirthfhaftlihe Gchände, 57 gefäbe 6 ober 7 Su Bob, und der Bintertheil 5 oder 6 Guf bo if. Das Dah, bic Hin- tere Geite und Enden müffen mit ftarfen Brettern verwabrt fenn, Das innere mub mit ffar- fen Borten verfeben fepn, um die Dienenforbe bequem darauf ftellen ju Fônnen. Un dem vor- deren Theil follten bèfgerne leicht gearbeitete Schieber fo befeftigt und eingerichtet fenn, baf fie fich nach Delieben auf und nieber bemegen laffen, um die Bienen fowobl vor ju grofer Sonnen- bibe als vor ju beftigen Megengüfen gu fhüben. Da bie Dienen den Mind nidt aut ertra- gen, fo follten die Schauer fo angelegt feyn, daf fie der Dirfung deffelben fo menig als môg- lih ausgefest fino. Nachbarfhaft von Maffer und eine Menge früÿ Blübende Genmidfe find glcichfalls twünfhensiwerthe Gegenftande. Lage und Cinridtung der wirthfhaftiihen Wobnbaäufer und andermeifigen Gebäubde, Mir haben bisher die Bobnbäufer und andere Arten von Gebâuden, die gur Vequem- fichÉeit der verfchiedenen Wirthfhafts= Mrten nothmwendig find, eingeln befchriebens wir wol- len jegt zur Defchreibung der Sage und Cinrihtung übergehen, welche den meiften Yor- theil in Mhcfiht auf Erfparung von Handarbeit, von Daufoften und allen dabin gebôrigen Artifein verfprechen, Mo man die Sage der Mirthfchaftsgebäude twablen Éann, mu man biefelben fo nabe als môglich im Mittelpun£t der MBirthfhaft angulegen fuchen, und fo viel môglidh auf einem etiwas erhabenen Terrain, wodurd der Transport des Düngers, des Gaatforns u. f, w. nach ibren Deftimmungéorten mit der grôften Seictigfeit und Schnelligéeit betvertftelligt werden fann, follten gleichfalls trocfen liegen, gut mit MBaffer verfeben feyn und leihten Sugang haben, Die 3 am meiften ausgefeéten Seiten eines Bieres follten, vo es môglich ift, immer für die Sage der verfhiedenen acertvirthfhaftlihen Mebengebâude gemäbit werden, Die Sid: feite mu frei und offen für den Zutritt der Conne und Euft en. Auf diefe Umffände bat man indeffen, fo wichtig fie find, im Mllgemeinen fer mwenig Ricfiht genommen, Yo Geftait des Dodens und andere Umftände günftig find, und die Musfübrung ivgend eines Plans feit gulaffen, twürde die angenebmfte, obgleidh nicht befte£age, für das YWobnbaus in der Mitte einer regelmäfigen Fronte fepn, Œs ift immer beffer, es etiva 15 bis 20 Guf von den Neben. gebäuben entfernt zu errihten, Bo man befonders auf Gleichfürmigfeit fieht, Fann man diefe Räume durd nadte Mauern ausfüllen; bdiefe Fônnen auch zur Sebne für Schober dienen. Es ift oft aud) nothmendig, ben der Mnlage des Mobnbaufes und anderer Gebäude dabin ju fehen, ŒErfer Thil, ÿ das 58 Bweite Abtheilung, baf die tâglichen Berrihtungen bes Gefindes und der Mrbeiter von demfelben aus, gebôrig über fhauet werden Fônnen, Gedes eingelne Gebäude erfordert gleihfalls Ben feiner Mulage viel Aufmerffamfeit, um feinen befondern EnbdyweË gebdrig ju erfüllen, Die Matur der Sage und Vefhaffenbeit des Dodens, werden im Mllgemeinen die Sage der Grülle, Borrathshäufer und was dabin gebôrt, vorfhreiben. Die Scheure folite in einer grofen Entfernung von den Stûllen fi befinden, ân ben Geiten derfelben follte der Scheurenbof und der Strobfchober, und an den beiben Enden ein Pof für Stroh und Feimen angelegt fenn. Vn jedem Galle mien die Stûlle fo viel als môglidh von den übrigen Gebâuden der Feuersgefabr wegen entfernt liegen. Yo ein Rornbo- den nôtbig if, mu er immer nabe bei der@cheune, oder gar in derfelben befindlih feyn; man fann ibn aud) über der Drefhmafchine anbringen. Die Milhhäufer follten nicht weit vom Bobnbaufe und den Kübftällen entfernt, und webder zu febr der Hibe no Rülte ausge- fegt fepn. Go nabe als môglih Bei diefen follten fit die Schiveineftälle und die Federviehbe- fâltniffe fid) befinden. Die Bertheilung der weniger tictigen Gebäude mub durh befondere Mobificationen der Sage regulirt werden, Die vorjüglichfte Rüfiht Dierbei muf aber allerdings auch hier der Bivecf fenn, für ben fie beftimmt find, fo tie Crfparung von Seit, Mrbeit und Unbequemlih- feit,*) Bi fügen jebt einige Deobachtungen über die Daufoften Dingu, die freilich nach den verfchiedenen Gegenden und Befonderen Serbältniffen eines jeden Orts febr verfchieden fepn müffen,‘As einjige alfgemeine Regel fann man obngefäbr annehmen, daf die Mente von x oder aufs bochfte 2 Sabren, für die Crbauung aller acferwirthfchaftlihen Mebengebäude volf- fommen binreiht, twenn die Cinnabme nebmlid) nidt unter 60 oder 70 DPfund jäbrlidh iff, und in allen Birthfhaften von 3 bis 400 Pfund jäbrlihen Menten, wird eine Yabresrente oder oft iweniger vollfommen zur Crbauung der Bobnhäufer binreihens und in Wirthfchaften von bebeutendem Umfange tverden 500 Pfund für die Bobnhäufer und 1000 oder 1200 für die Mebengebäude iwabrfheinlich nicht zu twenig angenommen fenn, Serr Crodet bat in einem uffabe im 1ten Bande der Communications to the Board of Agriculture verfcie- dene nübliche und bequeme Plâne und Angaben von Bobnbäufern und wirthfchaftlihen Neben- gebäuden vorgefhlagen, eine Anfhläge für die Gebäude einer Feldivirthfchaft find folgende: Bieb- *) Beatfon in Communications to the Board of Agriculture, Vol. L Lanbdwirthfchaftlihe Gcebäude, 59 Dre) mtitED{iodatften. Gür eine Geldivivthfhaft von Go bis 100 Pfund jabrliher Pat. x Bobunbaus.° PF. Ch. Maurerarbeit£ z LR« 58 10 FR Tifchler- und 3immermannsarbeit= e 2 17— Gür Gipsarbeit Ê 2 3- 16 3 ia Rleinfhmidts- und Grobfhmidtsarbeit 2= 3 5= Giafer=== 2 10 6 me Decfer=:== 8 13 vs Maler=== ë Li 12 js 190 6— Nebengebäube. Maurerarbeit°== z 28 3 6 Gürs Pflaftern der GuBboôden:=< 8 5 at BZimmermanns- und Tifhierarbeit== 15 16 6 do. für Rrippen, Raufen, Dielen des Peubodens Li{, tv. 12 IS 6 Decfer<-=== 7 10 Schmidt=====— 16 6 Gür Dequemlihfeit<« A=‘he 15_ |; 5 5 IT Total: Summe 265 I us Bür eine Biebtwitthfchaft von 100 bis 200 PF. jébrliher Pat, Bobubaus, : Maurerarbeit== À) Ë 02 4 6 Tifhler- und Simmermannsarbeit== 114 10 6 Gùr Oipsarbeit, Beifen und Decfen Ê 53 Ii ne” Schmidtarbeit===. 3 10 Led Glafer=(ha Ê== 15 13 cé Maler=- Ê< ad hé 18 se: 280 7_ # 2 Nebeu- Bweite Abtheilung, Nebengebrure PF Eh out Mauterarbeit===# 31 15 Gürs Pfaftèrn der GuBboden= 5 È 8 5 ts Bimmermanns= 1nd Liflerarbeit== 17 12 6 do. für frippen, Maufen, Dielen des Heubodens u,{. tv. 10 18 6 Decfer==== 6 13 pes Schmidt=: 4. pis. pit DequemlihÉeit im Garten anjulegen“. I 13 El| 77 10 6| Tatal- Summe 357 17 6| Die Anfhlâge für die Gebâude einer Rorntvirthfhaft find beträchtlid büber, Aermirthfhaft, Sür eine Merwirthfchaft von ro0 bis 200 Pfund jâbrlihen Ertrags. Bobnhaus. Maurerarbeit 2/ e e= 04 1I— Zifhler: und 3immermannsarbeit- z 225 2 3 Gür Gipfen, Veifen u,{ tv.» Ê Ê 25 TE 8 Decfcrarbeit= Ê Ê= 35 10—— Schmicdearbeit"-== 2 NVAR— Glaferarbeit== Ê= 14 14—| Malerarbeit=== e= 18—_ 299 6 7 Nebengebäude. Maurerarbeit===- 80 7— Tifchler- und Zimmermannsarbeit e« 66 12 3 do. für Gufbôden, Rrippen, Raufen u,{. to,= 79 16— Gür Strob- und Robroächer=«- 2— 6 Sür 3iegeldächer==>< 11 5— Defleidung des Rornbodens«= Ê I 13 4 Schmiedearbeit z=== 3 3 Ra BequemlichÉeit=> e= 2 10— 270 7 Total: Sumime Landibirthfhaftlihe Gebäude, 6 Gür eine Aferwirthfhaft von 200 bis 300 PF. jâbrliden Ertrags. Bobunbaus, S Pf. Sd.. Mauterarbeit 2 e Hit 139 5 4 Lifchler- und Zimmermannsarbeit== 154 4 8 Shmiedearbeit=< s= 4 12— Güûr Gips, Ralf und Dacdyiegel e= 84 7 2 Glaferarbeit::: L 19 9 nu Malerarbeit=: e:;: 14 LE 493 13 2 MRebengebäude, Maurerarbeit 5= Me 107 15— Tifchler- und Simmermannéarbeit-= 87 7— do. für Dielen des Rornmagains, Heubobens, der cheuren, für Rrippen u.(. w.=> 83 2 6 Siûr Strob- und Robroäcdher Ê=: 40 14—— Biegeldach für den Rornboden== 6 T2 6 Schmiedearbeit= Ê= s 3 7— DequemlichÉeit== ce F 2 12 6 33 NT 6 Total-Summe 737 4 8 Gemifte Birthfchaften haben mehr Gebäude ndthig, und werden alfo bedeutend Foft- barer, als die vorbergehenden. Anfhläge für gemifdhte Wirthfhaften. Gür eine gemifte Bivthfchaft von 200 bis 300 PF, jébrlichen Ertrags, Bobnhbaus,. Maurerarbeit z= e e 147 7— Tifcbler- und. Zimmermannsarbeit à u 142 19 6 Gips- und Ralfarbeit==» 44 6 He Schmiedcarbeit à== 5 10— Gür Strob- und Mobrdadher z=. 16 10— Glaferarbeit=<== 21 6— Malerarbeit= L= a 2—— , sy? 18 6 MN eben- 62 3iveite Abtbeilung. Neben.g e 6 à u d€. D. Sc, étre. Maurerarbeit= 2= tte 71 12— Tifchler- und Fimmermanngarbeit=« 102 17 DE Gtrob- Hobr- und Ziegelbädher==“ 33 42 6 Shmicdearbeit===: 3 8 me Vequemliheit: e=. 3 13£ 215 3= Total-Summe 595 I 6 Sur eine Mer- und Gelbivirthfdhaft von 300 bis 400 PF. jäbrlihen Ertrags. Bobnbaus Maurerarbeit-<<. 143 IL— Tifhler- und Zimmermannsarbeit<: 172 5— Gips- und Kalfarbeit us: ie 69 4 cr| Schmiedearbeit= cr E Ë 6 s Le| Glaferarbeit==«- 26 re ou| Gùr Zicgeloah 5= 7.; 63 née he Gür Malerei£=«5= 2 10= 482 II— Me béngebauvde Maurerarbeit&=; 123 9 Tifchler- und 3immermannsarbeit«= 122 jai 6 Sùr Strob- und Robroächer- Ê= 24 4+8 Sür 3iegeldicher 5= È à 6 6 ce Schmiedearbeit ë=: È 3 8 LE Dequemlichfeit= 2 L à ne 4 283 17 sa Total: Gumme 766 8 DE Dei Errihtung neuer Birthfhaftsgebäude Fann man immer viel erfparen, tuenn man Gelegenbeit bat, die Materialien vormaliger Gebäude zu benuben,*). Da *) Beatfon’s Communications to the Board ef Agriculture. Vol. I. Landmirthfchaftlihe Gebäubde, 63 Da bei biefen Gebauden Dauerbaftigheit und Geftigfeit eine Haupthedingung ift, fo follte man die Materialien immer von der môglichft beften Art mâblen, Ein febr gefcheuter prafti- fher Sobriftfteller bat die Demerfung gemacbt, daf Siegel oder Schiefer zum Decfen der Hâu- fer am tauglichften fino, daf aber Gcheuren und Srûlle immer mit Strobh oder Nobr gedecft werden follten, tmweil die Arbeiter gemeinbin, twenn fie Korn oder Peu darin abladen, die 3ie- + gel mit ibren Gabeln losftofen, fângt fih, wenn biefe Gebâude leer find, der ind dfters in denfelben und wirft bie Siegel berunter, tvenn fie nicht noch) inmendig befonders befeftigt find, twelches aber die Unfoften erbèbet und nie lange bâlt, ŒGoilf ift gum Decen von Sheuren, Ställen u. f.#., am tauglidften, Çin gutes Mobrdadh Fann ein balbes Sabr- bundert bindurd ausbalten, und macdt mvenig Reparaturfoften, auch ift es eine ausgemacdhte Thatfache, daf Bauboly, mit Robr bedecft, 30 Yabre lânger aushält, als mit Siegeln. Decft man mit Strob, fo ift es nothwendig, daffelbe vorher nicht mit dem Glegel zu bearbeiten, fon- dern, nachdem man es gebôrig von Unfraut gereinigt bat, fneidet man die Rornäbren ab, und legt es im ungerquetfhten Suftande auf das Da. On bdiefem Halle grünt es, wie das fonft oft zu gefheben pflegt, nie auf dem Dacdhe aus, auch bâlt es die Mâffe nicht ange in fic, die fonft das Gtrob in menig Yabren verfaulen mat. Strob, was zum Decen gebraudt werden(oil, muf etivas früber gemâbet werden, als gemwôbnlidh gefchiebt,*) Bo man fih der Dachiegel bedient,(ollten diefe nicht alfein von guter Befchaffenbeit fenn, fondern auch gebôrig aus- und inmendig mit RalË verfhmiert werden, fo oft es nôthig feyn fann. One biefe Borficht faffen fie leicht Negen oder Schnee durch. Dei allem Pfabliverf und Gebegen bâlt er junge abgeftufte Dâume für das tauglichfte Raterial. Man folite fich derfelben immer bedienen, und da fie gemôbnlidh auf eigenem Do- den ereugt werden, von geringem Berthe find, und viel Baubolz erfparens gumweilen find fie au Chobern und fleinen Gebâuden fürs Rindvieh nüblih angutvenden,- Siegelfteine find von febr grofer VBidtigfeit, und man folite darauf feben, ffe von guter Defhaffenbeit zu erhalten, Auf den meiften Sandgütern, von einiger Bedeutung, findet fi gewôbnlidh Bicgelerde oder Thon, und to dies der Hall ift, Fann man 3iegel ftreihen und in Haufen für ein Drittel weni- ger brennen, als das in Oefen der Fall fepn mürdes fie verlieren dadurd nichts an Güte. Herr Kant bat eine grofe Menge auf diefe Art gebrannt; das Taufend foffete ibm, nach Yerfthie- denbeit der Graffhaften, von 11 bis 14 Schilling. Der Mittelpreis ift 12 Sohilling für das Taufend, wo Drennmaterialien nicht übermäbig theuer find, Su der Verfchiedenbeit des Preifes gefelit fih gewôbnlidh auch noch der grobe Vortheil der Erfparung von Gubrlobn, dort, to man die Siegel felbft brennt, Rein Baumaterial erfordert grôfere Mufmerffamfeit, als der Mortel, *) Fents Hints. p. 149. 64 Aiveite Abtheilung. Sandrirthfchaftlide Gebäude, Martel. Man bat vor alfen Dingen auf die Defchaffenheit der verfhicdenen Stoffe, und auf die Art, fie au mifheu, gu feben, Gin anderer praftifher Schriftficller bat die ribtige Bemerfung gemacht, baf, obaleid im Mlgemeinen die Grèbe der Birthfchaft, und bas angenommence MBirthfhaftsfyftem die Grège fomobl als die Art der qu etrichtenden Gebâude beftimmen muf, dennod) zur Cinfübrung und Detreibung des Acerbaues mit Geift binfânglihes nnd gwedmapig eingerihtetes Gelaf in ven Airthfhaftsgebäuden nothwendig if. Geiner Deobachtung gufolge, bleibt der Acerbau immerqurié, wo man vernachläfigt die MBirthfhaftsgebände jmemapig eingurichten. Er bat aber immer gefunden, dañ, to die ABirthfchaftsgebäude gebôrig bequem und gerâumig einge- ichtet find, entmweder auf Koften des Gigenthümers oder Dâchters, acferwirthfchaftlihe Ber< befferungen immer mit glüclihem Erfoige begleitet gemefen find.*)+) *) Donaldfon’s Modern Agriculture. Vol. I. p. 42. +) Obne von biefen englifchen Baueinridtungen irgend ettwas fpeciel empfeblen su twollen, glaube id) bennoch im Allgemeinen fagen su Éünnen, daf man unter befonberen lmftandben, und vorüglich bei einem ganÿ ueuen Dau eines Mirthfchaftéhofes, nûélihe Binfe daber nebmen Fann. Der Grundfag der Œngländer if, nicht nur môglichft leidhte und wobifeile Gebäude su evvichten, fondern auch fo wenig ale môalih. Sebr folide Gebäude ju Daben, if etivas fberaus Angenebmes. die Binfen belaufen fic fo bo, af man bafür vielleidt afle 12 Sabre neue bauen Éünnte. find folche maffive Gebäude doch mweit vortheilbafter, als die mittlere Bauart, die viel foffet und woran dennod) jàbrlid) gepflict werèen muÿ. entrweder vecht far, oder gang leicht, und ftatt der@cheuven Schober, if mein Grundfas. Da die viclen Rupfer von englifhen Farmerbäufern durdhaus unnûñg find, und für unfere Berbältnifle nicht pañfen, fo find fie tveagelaffen. M, D: Dritte Dritte Abtheilung MWobnungen für die sur WBirthfhaft qgehôriqen Arbeiter. GE: if offenbar ein Gegenftand von bebeutendem Sutereffe für jeden Sandmann, für eine be- queme und angemeffene Mobnung feiner Mrbeiter Gorge zu tragen. ohne Sände zu ibrer Dearbeitung find von feinem MBerthe; der acervirthfhaftlihe Arbeiter ift daber eins der twichtigften Mitglicder der menfhlihen Gefelifchaft. Seine Sage folite deshalb, mûre es auch nur aus guter Polisen, fo angenebm als môglih gemacht werden; fônnte auch Fein ande- rer Detveggrund bies betverfftelligen, fo mübte es fon das Yntereffe des DPâdters und Sand- eigenthümers fie dau betvegen,*) Die Bortheile, welche daraus entfpringen, Perfonen diefer Claffe bequeme Bobnun- gen mit Gärten und Fleinen Sleden Orasland zuzugeftehen, infofern als dies diefe Derfonen . felbft betrifft, find neulid burd bdie einfichtsvollen Unterfuchungen verfhiedener edeldenfender Mäuner gebôrig ans Sicht geftelit.**) Daf bierdurd der Pâchter oder Cigenthümer nicht tve- nigftens eben fo viel gervinnen follte, Darf nicht beziveifelt werden, Denn es fâllt in die Mugen, daf twenn man gleid eine grofe Mnzabl Arbeitsleute ui fih bat, bdiefe do nicht bei jeder Ge- legenbeit und an jedem Orte im Stande fenn merden, alle in der Mirthfchaft vorfommende Yrbeit zu verridhten. Er muf baber mit grofen Unfoften entiveder mebr Gefinde balten, als duraus nothtwendig if, oder er mu feine Suflucht ju ben Hâuslern nebmen, Dies beweift Far die Bichtigfeit, aufer den gewobnlihen Gebâuden, auch MBobnungen für diefe zu errichten. Dies ift aber bei tweitem nicht die einjige Mücéfiht, in der es michtig, gemôbnlid finden fi unter Diefer Claffe von Menfchen die gefchicéteften Arbeiter für landwirthfchaftlihe Verridhtun- gen. *) Kent’s Hints. *X*) Earl of Winchelfea, Lord Brownlow etc. in Communications to the Board of Agri- culture. Vol. I. Œrfter Theil, Er 66 Oritte Abtheilung, gen. find getmôbnlid von Sugend auf daran gewèbnt, telhes bei teitem feltener dee Gall mit dem Gefinde if. find folhe WBobnungen für Hâusler auf folhen Sandgü- tern burchaus nothwendig, die weit von Gtäbdten oder Dôrfern entlegen find. Es wird nehm- lidh qu viel Seit verlobren, mwenn die Mrbeiter gum Effen und ju ibren Mobnpläben geben; es ift auch cine unvermeidlihe Crmüdung biemit verfnüpft, modurd die Mrbeiter natürfih unluftig ju ibrem Gefchäfte iverden, Man erfiebt bieraus den beiderfeitigen Vortheil, der aus der Er- ribtung von Sâuslermohnungen auf Sandgätern entfpringt. Unter manchen Umftänden, 3. D, im Sal einer langen Pachtung, ann es fogar vortheilbaft für den Pâchter fenn, fie felbft zu bauen, oder mwenigftens ben Cigenthümer beim Dan derfelben zu unterftügen, Pierdurd würde die Sage des Mrbeiters auferordentlich verbeffert iverden, aber um einen Gegenftand von fo grofer MBichtigfeit fr den Aerbau, auf eine twirÉfamere Art zu befôrdern, follte man ein jedes noch fo Fleines Hindernif, was die Errichtung folher Gebâude vergdgerrt fann, aus dem YBege râumen, entfpringe es nun von alten Parlaments- Aften, die unter gang verfchiedenen Umfiänden, als die gegenivärtigen, gegeben worden, oder von Parochial: und andern mebr lofalen Regulirungen. ST es eine febr alte Bemerfung, daf der Meichthum einer Nation immer im Verbâlt- niffe der Devôlferung ftebt, fo ift es eine neuere eines gefcheiden Schriftftellers, daf Sandgüter, je gablreicher ibre Cintvobner find, bdefto beffer angebauet und verbeffert merden fônnen, Die Ctrrihtung von Sâuslermobnungen ift daber ein Gegenftand von grofer MBichtigfeit, für den DPächter fomobl, als für den Cigenthümer. Es ift aber nothmendig,.daf gtvifchen dem Guts- berrn und feinen Sâuslern ein freundfchaftlihes Verbältnif ftatt findes jener follte fie als einen Tbeil feiner eigenen Gamilie, und fie ibn als ibren Geften Freund und Defhüber betrachten,*) Es würde jure Mnnebmlichfeit und zum Vortheile beider Theile gereihen, twenn in mandhen Gâllen gwifchen ibnen angemeffene Dedingungen flipulirt mwerden, modurd der Gnba- ber des Outs in MRücfiht der nothwendigen Mrbeit von Seiten des Daâuslers gefihert twûre, und wiederum bdiefer in RüEfiht der Gerwvifheit feiner Wobngeit. Hn Riücéfiht der in gewiffen Bâllen gu gablenden Renten, würde es ebenfalls âuferft angemeffen fepn, daf man die Abtra- gung berfelben fo tenig bedrücend als môglich eingurichten fuchte, Da mit Hâuslermohnungen befténdig, wo es nur môglih gemacht werden Fann, et< tas Sand verbunden tverden follte, fcheint allgemein angenommen zu fenn. Die Art aber, wie Dies denfelben zugetheilt werden, und die Jusdebnung, die es in verfchiedenen Hâllen ba- ben müffe, find Gegenftände von bedeutender Shivicrigfeitr, Œs Fommt bierbei viel auf ver- fchiedene *#) Beatfon in Communications to the Board of Agriculture, Vol. XL ABobngebäude für die sur Wiréhfhaft geborigen Arbeiter, 67 ficbene Sofal- Umftände an, als auf Leberfluf oder Dangel an Sand, auf die Mrt, tie es Euttivirt ift, und auf die Gefinnungen des Snbabers. Zum Debuf eines Oartens für die Ga- milie des Haâuslers merden nidt mehr als etiwa 20 oder 30 Quadratruthen erforderlid feyn, Rann der Häâusler auBerdem nocb fo viel Beideland, als gur Paltung von einer oder mebreren Rüben nothigift, befommen, fo wird er dadurd auberordentlid gewinnen. Sn diefem Galle fann fein Meib alle Gefchafte, ausgenommen das Seutverben, verrihten, und er wird nicht von der Mrbeit genommen, Dies Fann freilidh nur in Fâllen fatt baben, ivo man Ueberfluf an Beideland befigt. Um-den Minterbedarf für das Vieh zu getvinnen, Fônnte man dem Sâusler nur etivas Nerland gutheilen, tvenn die Dearbeitung bdeffelben nicht fo viel von feiner Seit twegnäbme, Do ein Theil feines Sandes mit Fünftlihen Grâfern befñet wird, wird die Getvinnung des Bin- terfutters nicht fo geitraubend. Muf den Gütern des Grafen von Bindelfea befolgt man diefen Plan mit Bortheil; man Fann aber nur dort feine Sufluche dazu nebmen, 10 man Aer- und Grasiwirthfhaft gufammen treibt. Cine teniger vortheilbafte Cinrihtung ift die, daf man dem Gâusler an der Gemeine- teibe einen Antheil für Evhaltung einer Rub gicbt, und aufberdem cine MBiefe oder etwas. Acerland oder auch einen Mntheil an einer Gemeinviefe jur Gewinnung des Minterfutters. Der ermäbnte Sord ift der Meinung, daf der Sâusler fid bierbei eben fo gut ftehen müvde, als bei bem vorbin angegebenen, iwenn nidt die Gemeintweiden in der Kegel fo über- fidlt swûren. Dies ift natürlih ein grofer Berluft in Rüctfiht des Sommerfutters, JE nun auch die MBiefe eine Gemeinbeit, fo iff die Sache nod fhlimmer, Er bemerft ferner, bdaf, wenn Œigenthümer die Gemeinbciten einbegen und fo an die PHäuéler vertheilen, diefe leBteren auf jeden Gall auferordentlid.babei gewinnen. Man Fann ibnen auf diefe Art au Garten- land gutheilen. Sd bin überzeugt, fâbrt er fort, daf in folchen Gällen wenig Einvendungen gegen das Cinhegen von@citen der Arbeiter ftatt finden würden, und da die Sandbefiger das voppelte Vergnügen geniefen mwürden, der Armen ju belfen und ju gleicher Seit den WBerth ibres Cigenthums zu erhôben, Man feét voraus, bdaf die Gârten immer nabe beim Haufe fenn Fônnen, 10 aber das Gemeinfand etwas entfernt davon liegt, oder too man mebrere Gârten bat, Fônnen die Vor- theile Fcinesiweges fo grof fenn. Ein vierter Gall iff der, mo der Hâusler cin Mecht an der Gemeinweide und einen Oar- ten bat, Dies iff nach des Suds Meinung âuBerft vortheilbaft, da der Fâusler Gânfe und Ferfel auf die Gemeinweide jagen fann, Die lebteren laffen fi auch mit Gartengemachfen und etwas wenigem anberen Sutter unterhalten, tas fi der Saâusler leicht zu verfchaffen im Stande if. 2 Der 68 Oritte Abthcilung, Der fünfte Fall if der, two der Haâusler ein Mecht an der Gemeinmeide, aber einen Garten bat. Dies denft er, ift offenbar von wenig Nuben für ibn, aufer in Güllen, 10 er fih zugleih Drernmaterial von der Oemeinbeit bolen fann, Der fechfte Fall iff, daf der Sâusler etwas AMerland, aber Feine Sommertweide für feine Rub Hat, Dies ift von febr geringem Muben. Um durd forgfältige Veacerung bdiefes Stüc£ Sandes eine Kub MBinter und Sommet auf den Stall erbalten zu fônnen, würde zu viel Beit und Mrbeit erforderlich feyn, tvenn felbft dies Sand eingebegt iff, und unmittelbar an dem SPaufe liegt. Ein uneingebegtes oder entfernteres mwürde no bei teitent iweniger vortheil- baft fenn. Es Fann der Saâusler fiebentens blos einen Garten neben feiner Bobnung haben, Der Sord betracbtet bies als das befte, was für Sâusler in acerbaren Gegenden gethan werden Fann, tweil Sand durch diefe rt Fultivirt, eine grôfere Quantitt von Nabrungsmitteln für den Men- fchen zu liefern im Stande ift, als bei irgend einer andern DBebandlung, wird der grôfte Theil der Arbeit gu einer Beit verrichtet, twelche der Säusler und feine Familie zu Feinem andern twichtigen Gefchäfte nôthig bat, Der lebte und bei weitem fchlimmfte Fall ift der, wo der Haâusler gar Fein Sand bat, Unter diefen Umffänden Fann er mweder bequem und annebmlid leben, noch feine Kinder mit derjenigen Hrbeit und Renntnif vertraut machen, die unumgénglih nôthig für fie ift, Piernach darf es mobi nicht bexmeifelt werden, daf es âuferft vortheilbaft ift, wenn man den Saâuslern ÉFleine Stücen$and, oder menigftens Gârten einraumt, Dies Sofiem ift nicht blos für die Süusler, fondern auch für die Sandeigenthümer und fürs alfgemeine Befte âuferft erfprieflih. Œs lûft fih freilid) aus manchen Sofalgründen nicht allgemein einfübren, aber man fann es immer vielmebr befolgen, als es bis jebt der Gall if, gumal feitoem man das irvige und ungegrünbdete jener ungrofmüthigen Mnficht der Dinge dargethan bat, die fo lange der Musfübrung derfelben fich entgegenftellte. Der eble oft ermäbnte Sord beobachtet febr rich- tig, daf in Gegenden, wo Sâusler nie gemobnt waren, Kübe zu balten, die Cinfübrung die- fes nfiems©chivierigfeiten haben würde, aber to man bisher feine Gârten batte, ift es binlänglih, Das Sand dazu bergugeben, Der Sâusler tird fchon toiffen, tas er damit angu- fangen bat, und einen unmittelbaren Getvinn davon erndten, Die Vortheile der Gârten find in Müchficht auf die Häâusler felbff, ebenfalls bedeutenb, da die Hufmerffamfeit, welche fie erfordern, biefelben vom Defuchen der Dierbäufer abhält: Perr Townfenb bat irgend wo bie ribtige Demerfung gemadt, bdaf eine anffallende Ver- fhicbenbeit gwifchen den Sâuslern flatt finder, welche neben ibren Bobnungen einen Garten, unD LBobnungen für die aur ABirthfhaft gebôrigen Arbciter, 69 unb tuelche einen haben, Die erferen, fagt er, find gemobnlid fleifig, nüchtern und gefunb, da bingegen die lebteren oft faut, beteunfen, unmoralifch und Éorperlid Franf find, Benn man Säâuslern Sand verpadhtet, fo follte man ibnen daffelbe nie ju einerh bôberen Dreife anrechnen, als mofür der Pâchter es bat, Es foliten die WBobnungen felbft ebenfalis nut von dem Eigenthümer vermiethet werden, und nie in die Daânde der Péchter gerathen, wie das gemeinbin und fee oft sum Machtheil des Héuslers der Hall iff, Hâuslerwmobhnungen Fônnen nad) den verfhiedenen Sivecfen, toju fie beftimint find und nach der MBillfübr des Dauberrn auf verfhiedene Mrt Fonfrruirt werden, twenn fie aber blos für den AMrbeiter beftimmt find, fo befteht alles, tas erforderlidh if, vielleicht blos darin, daf ffe micdlih, bequem und ungefünftelt find. Œin genauer Deobachter macht die Demerfung, daf die jâmmerlichen Pütten, mwelche die Pâlfte der Mrmen im gangen Kônigreihe verpflihtet find, felbft für fi) gu erridten, die Oefüble der Menfhlihfeit empôren, tweder Gefundbeit noch Anfiändigfeit Fann in denfelben erhalten werden, Mind und Negen dringen allerwärts dur, und veranlaffen verfchiedene Rranfheiten, vorüglidh Falte Gieber. Diefe leétern find eine votre aüglihe Plage der Kinder, und fhmächen deren Oefundbeit fhon in fo früber Jugend. Es iff empôrend, daf ein Mann mit feinem Weibe und einem balben Dubend Rindern in einem Bimmer gufammenguliegen verbunden ift, und noch mebr, daf bas MDeib nicht einmal ein eige- nes Rämmerchen twâbrend des GOebäbrens haben Fann, Diefe Befhreibung, fagt derfelbe Berfafer, ift, fo anftobig fie fcheinen mag, durbaus nicht übertrieben, Mir tragen alle für unfere Pferde, ga für unfere Sunde, grofe Gorge, wir vermenden grofe Mufmerffamfeit auf unfere Pferde- und Hunbdeftälle; wir find aber geneigt, Säuslermohnungen als lâftige Decin- trâchtigungen unfers Cigenthums gu betrachten, tvenn gleidh die Detvohner derfelben den Hauvt- nerven des Mcerbaues ausmachen,: Geiner Fübnen Debauptung zufolge gemäâbren Saäusler- wobnungen mebr wirflihe Bortheile, als irgend eine andere Dülfsquelle, denn aufer ibrem grofen Nuben auf Sandgütern gemäbren fie noch dem Staate den unbereihbaren Vortheil, daf fie die Devôlferung auf die fdnellfte Art vermebren. Die Sauslermobnungen haben übrigens, feiner Meinung nad, nicht nôthig, fhôn oder Fofifielig gu fepn, tmwenn fie nur gebérig dicht und bequem find.*) Man bat auf die Sage biefer Art von Wobnungen Bisher im Mllgemeinen zu iwenig Müficht genommen, Dan follre fie indeffen auf einer trocfnen, offnen und etwas boben Stelle anlegen, nur muf man eine£age auf einem tirflihen Derge vermeiden, teil damit febr viele Machtheile verbunden find. eine etwas niebdrige Sage nur gebôrig trocéen und Feinen fhädlihen Musdinffungen ausgefeét ift, verdient fie vielleiht immer den Voryug, Muf jedem all *) Kent's Hints, 7o| Dritte Abtheilung, Gall foliten die obnungen fo nabe als môglid an ber telle errichtet terben, vo Man ibre Detvobner befchäftigen will. Die verfhiedenen Punfte einer Rreislinie von Süd-Often nad Mord- Beften herum, feinen die befte£age für die fémmtlihen Gebäude einer WBirthfchaft abzugeben. fofdhen Umftänden Grauchen Sâuslerwobnungen alfgemein nicht mebr als etmwa 2 fleine Stuffen über der Oberflädhe des Bodens erhoben ju fepn. Die unteren Gefhoffe folher WBobnungen follten aber auf feinen Galf je niedriger liegen als die Oberflähe des Do- dens, worauf fie errichtet find. Die Gefundbeit der Bervohner gerâth fonft in grofe Gefabr, und der Doden um diefelben folite gleihfalls wo môglidh fo gemwéäblt iwerben, daf er fich gur (Gartencultur eignet, Die Grôbe und die innere Cinrihtung biefer Oebâude muf natürlid nach den Umftäns den verfieden fenn. Jim Allgemeinen find aber 4 Bimmer binreichend, 2 derfelben müffen im untern und die anderen beiden im oberen, Gefchoffe angelegt werden. Die untern Mbtheilungen Eônnen etwa ro oder 12 Su imOuabrat haben. Dicjenige, in welcher fih der Cingang befin- det, fann am bequemften afs Sorrathsfammer benubt mwerben. Man erbält auf folche rt vas MBobnimmer viel iwârmer, als menu die Thüre deffelben unmittelbar nad aufen gu ange- {egt twûre.*) Ben die amilie grof if, Éann man bas obere Gefhof ebenfalls in mebrere Bobn- gimmer vertheilen, mobei man jugleid, auf DequemlichÉeit und Ynftand Mücdfidht zu nehmen bat, Sn mancdhen Fâllen läft fi burd) cine befoudere Einridtung der Detten diefer Oegen- fand beffer erveihens man fann nebmlid, wie oben ermäbnt, die Betten übereinander an- bringen mit verfciedenen Sugângen ju denfelben. diefem Falle muf man nur für gebôrige Suftung der Simmer: forgen. Da eine foihe Hâuslermobnung nothwenbig von Fleinem Umfange fepn muf,(o iff es von grofer MBictigfeit, die Ereppen und andere Theile des Jnneren fo eingucidhten, Daf fie nur twenig Plaé mwegnebmen. Man bat zu diefem Debuf verfchiedene Mrten von Ereppen an- gegeben. Suweilen Fann man eine Mt von Seiter febr bequem brauchen, und 100 gtei Bob- nungen gufammengebauer terden, Fann man Plaf geminnen, indem man die Treppeu von bei- den Gciten gugânglit mat. Mad der Meinung eines fon oft ermäbnten Schriftftelleré fômmt e8 bei folhen Gebäuden nur darauf an, daf fie ein twarmes, bequemes einfaches 3im- met baben, morin die Bermobner ibe tif Vrod effen Éônnen, einen Ofen, um bdarin ibe Drod zu bacfen, ein fleines BDebältnif für ie Vier und andere Borrâthe, und 2 gefunde SMBobnyimmer, eins für den Mann und fein IBeib und das: andere für feine Rinder. Es mûre vielleicht beffer, toenn die Knaben und Mädden getrennt werden Fonnten, aber Dies toirde, *) Young’s View of the Agriculture af the County of Lincoln. br à YBobtmimgen fur die aur ABirthfhaft gehorigen Arbeiter, 71 mie et meinte, bie Gebäude zu Foftbar machen, und auferdem it 68 nidt fo ivefentlid) nôthig, da die Knaben gewobnlih in febr frübem Mlter in den Pâchtermobnungen untergebracht terben,*) Man bat viel Über die Form der Gebäude diefer Mrt gefchrieben, die viereige Form in- deffen fcheint, menn man feine befonderen Mblidten bat, die bequemfte zu fenn, Die Freisformige Geftalt ift indeffen neulih, ibrer Wobifeilbeit wegen, und meil fih ein Gebâude diefer Art fhnelf auffübren laft, vorjiglich aus Siegelfteinen, febr empfoblen worden,**) bat man aber offenbar nicht fo viel Bequemlihfeit in den Zimmern, noch Fônnen Schober fo feicht an der Mufenfeite der Wobnung angebracht werden.: Da fie auferdem nothtwendig allein fteben müffen, fo iffes gmeifelbaft, ob fie fi fo tvobifeil etbauen laffen, und da das Dach eine Fegel- formige Geftait bat, fo müffen die dort angubringenden Zimmer niebriger und enger merden, und Édnnen natürlich nicht fo viel Vorrâthe faffen, als die in viereigten Gebäuden, Vo Un- foften verhütet werden müffen, ift immer beffer gmwei oder mebrere MBobnungen gufammen ju bauen, und ibnen 2 Gefchoffe zu geben, Die Oefundbeit der Dervobner geminnt unfireitig dadurd, Man folite ebenfalls befondere Mufmerffamfeit darauf richten, diefe Gebäude im Bin- ter warm und im@onimer falt ju erhalten. Su diefem Debufe müffen die Bande und Dâcher nicht ju dünne fepn, Mo das Dad mit Fiegeln oder Sohiefer gedecft ift, welches bei weitem die nieblichfte und dauerbaftefte Methode ift, iwenn gleicdh fie mebder der MBinterfälte noch der Som- merbibe fo wiberftebt als Robrdad, follten die Decfen der Zimmer auf eine dauerbafte Art be- rappet fepn, und@chieber haben, die fo eingerichtet find, bdaf fie Suftlôdher bilden, und tvo- durch fowobl die Zimmer als das Dacdh im Sommer abgefübit werden Fônnen,. FRônnte man die Dâcher weif mablen, oder mit ivgend einer tweifen Subftanz decfen, die fi nicht leiht ab- wafcht, fo mirde dies gur Mbwebrung der Hibe im Sommer febr dienlich fepn, Bon den ver- fhiedenen Materialien, die man gum Decfen folher Bobnungen anmendet, ift Robr unffreitig das twobifeilffe. Die befte Art von Robe ift vielleicht diejenige,: die man ineinigen der mittel- lândifhen Diférifte findet, Mud Waigenftrob fol ein febe dauerbaftes Dach abgeben; man bat mich verfidert, daf ein Dach diefer Art 30 Sabre obne irgend eine Neparatur aushält, %Bo man Baigenftroh gebraucht, folite dies fo menig als môglih gequetfcht werden, man muf das Korn, wie es in den meiften nôrdlihen Graffchaften gebräucblich if, ausbâcdeln, Herr Deatfon***) fpriht von einer wobl überpichten braunen Pappe, tas ein vortrefflihes leidhtes Da bildet, und bemerft, daË in der Stadt Dunfermlin, in der Graffhaft Gife, eine Rirche mit *) Kent’s Hints.##) Sir John Sinclair on Cottages, ##*) Communications to the Board of Agriculture, + 72 Oritte Abtheilung, mit einem folhe Dache befinblich if, und da daffelbe fhon beinahe 50 Sabr bei géringer Ne- paratur auggebalten bat.: Man bat ibm nur alfe 6 oder 7 Sabre einen neuen Lleberqug von Œhcer gegeben. Diefe Rirche if 7o Bu lang und 50 Fub meit. Das Dach bat Feine innere Unterftügung, und die fâmmtlidhen Unfoften für Pappe und Theer beliefen fi nur auf 14 PF. Gieht man auf die Materialien zu den MBobnungen, fo find unftreitig die minder Éoft- fpieligften biejenigen, twelche fi gunächft an den Bauftellen befinden. Oteine find ein febr gutes und feftes Material und febr oft mwobifeiler als Biegelfieine, aber es laffen fi aud gute Bobnungen von, mandher andern twobifeilern Safe bauen, ÿ. D. von verfiiedenen 3ufam- menfeungen vermifter Crden, ffeben, twenn fe gebôrig gubereitet find, eine geraume Beit. Die mebreften ftrengen Sebmarten bat man dagu tauglich befunden, mo aber viel Gand darunter if, muf der Sem mit der Erde bis qu einem gebôrigen Grade von Bâbigfeit und Con- fiftenx vermifcht werden.£ebm affein ift jedoch nicht gu gebrauchen, tweil er nicht feft genug ge- fhlagen werden Fann, und beim Ærodnen, feiner Matur nad, iffe beton. Erdige Mi- fungen fônnen ju diefem Sivecfe, vermittelft einer fchmweren Seule von gegoffenem Œifen, inni- ger mit einander verbunden werden, Da fie fonft nicht genug Haltbarfeit befommen, Giner moblfeilen Methobe bebient man fih bäufig, und fie beftebt darin: Man macht Mauern von fhmieriger Erde(mire) und tro gut in einander getreten, und in Gchichten bis qur erforderlichen Sôbe gelegt. Butveilen macht man ein Fundament von Steinmauern jet Gu6 bod, umber. Uuf diefem Sundament rubt ein Gefims von einem ftarfen Dalfen mit aufrechten Pfoften, gmwei Fub von einander, Srifhen diefen befeftigt man Querfiicen voir fblechtem Holy, fünf bis fes Golf von einanber, Bis zu gebôriger Hôbe. Die Zwifhenräume toerben bann mit einer Mifhung von fhmieriger Erde und Strob ausgefülit, das ange mit gutem Môrtel überzogen und batnach raub übergoffen. YBerden fie dann, wie man es in MDalis bâufig thut, gut angewcift, fo erhalten fie dadurd cin niebliches Anfebn, und bdies ift mit wenig Roften verfnüpft. An einigen Ovten mauert man aud) mit roben Steinen, entiveber allein oder mit einem Stucfartigen Meberyug. Dies ift aber febr Fofibar. Gine no andere Methode ift diefe: Aus guter Biegelerde werden Inde von gebôri- ger Hôbe und Dicfe gemadt. Man(ft fie trofnen, legt an beiden Geiten brennbare Mate- tialien berum, gündet fie an und brennt die ABände ganz zu Ziegelftein. Thüren und Genfterdff- nungen twerben nachber in die ABäânde gebauen, und die Kamine wie gemôbnlich gemacht. Die beften WBôânbe erdiger Art, forwobl qu Bobmungen als Aubenmauern, follen nach der Beobab- tung eines aufmerffamen Mannes, von dem erbigen Material erbauet werden, Das man an den Sanbfirafen und@chlagbäumen abfhrubbet, und burd das Meiben der Fabrieuge und Räbder febr pulberartig gemorden if. Das Maserial ju den IBobnungen muf übrigens ffart aufam- Lobnungen für die sur WBirthfchafé geborigen Arbeiter, 73 gufammengearbeitet fepn. fes Stein, fo müffen die Bânde wenigftens 16 Goff Die Ha- ben, Gino es Siegel, nidt mweniger als anberthalb Ziegel. Der Môrtel mu gut temperirt und nicht obne nachtheilige RalËfparung gemifcht fepn. Das Daubol; muÿ gleichfalls gut aus- getroc£net fenn, tweil bas grüne Solg eber vergeht, und burd) fein BufammentroŒnen leict Miffe in bem übrigen Material entffehn. Der Fubboden in den untern Zimmern muf wenig- ftens von befonderer gubereiteter Œrde fepn, oder aud mit liefen und Siegelfteinen belegt twer- den, Die obern Gufboden laffen fich am Beften mit ffarfen und dauerhaften Brettern machen, au mwobl von Gips. Dies if Boblfeil, minder Geuergefäbrlih, und ein folcher Fubboden bält die IBârme beffer. Dauverftändige twolfen jebodh den 3iegelfteinen ju den obern und untern Sufbôbden wie auch qu den Treppen den Vorgug geben, Dei der Crbauung der WBobnungen muf vor alfen Dingen Habin geforgt tverden, das DBrennmaterial zu fparen, da es für den Arbeiter eine bebeutende Musgabe iff, mebrere Feuer unterhalten ju müffen. Man muf daber die Dibe des gewdbnlihen Geuers nidt verfliegen laffen, obne einen nüblihen ôconomifhen Gebraucd, wogu fit immer Gelegenheit ausfindig machen lâft, davon gemacht zu haben,@o laffen fich vielleicht die obern Zimmer damit ertwr: men, twenn man Rôbreñ in ben Suglôdhern(vents) anbringt, um die Dibe durchuleiten, oder twenn man die Eamine an folchen Stellen fo dünn als môglih oder von folhem Material macht, welches die Dibe leicht durchläbt, als Cifenplatten 2e. Yn diefer Hücfiht bemerft Herr Deatfon*) febr finnreih: ,, Sn allen Simmern, die durch ein Feuer erwärmt werden, tir man finden, baf bie£uft an der Decfe beträchtlih mwûrmer if, als unten. dem- nach die warme£uft in einer WBobnung in die hôbern Zimmer dringen Fann, fo folgt baraus na- tüvlih, daf bas obere Simmer beträchtlid wärmer merde. Dies Fann, feiner Meinung nach, am beften forvobl burd Rlappen als Schieber an den mindeft frequentirten Theilen des Dodens gefchehen, fo baf man fie nach Debürfnif verfchlieben und ôffnen Fann. MBerdben Oefen erfor- derts fo müffen fie fo angelegt werden, baf die Sike, telche fie verbreiten, fo viel als môglid in die Simmer und Gemächer der Bobnung geleitet merde,£iegt das euer nicht auf dem Seerdez fo tird die Dibe die Zimmer und Gemächer wirffamer ertârmen, twenn der Moft fo eingerichtet iff, daf er gerade die Mitte bâlt, etrwa nad dem Plan des einfibtévollen Serrn Rumford. Goein Roft fann nicht viel Foften und dem Deivobner ju jedem beliebigen Ztved nüblich fepn, Allein die Methode, die obern Zimmer auf eine mwoblfeile und leicte Art, nach der jedesmaligen Yabreszeit, warm oder falt zu macden, find bei aller ibrer Crbeblichfeit bis dabin nidt genug beachtet; auch liefen fih, our phiefesbifée und chemifde Grundfäge, ff 10e manche beilfame Bequemlichfeiten der Mobnungen anbringen, d Defon- *#) Communications to the Board of Apsiculture. Erfier Theil.& Al|| 74 Oritte Abtheilung.| || Befonders iwichtig für den Sâusling if gutes MBaffers daber ift es für die Wobnungent mi fer bortheilbaft, ivenn fie fi) an einem fliefenden MBaffer oder in der Nâbe einer Quelle befin- A den, man reines Baffer in Bafferbebältniffen oder Ciftcrnen fammien und aufberabren; nn fo muf das MBaffer mit einem EÉimer daraus dconomifdh gefhôpft werden,*) Herr Holland ii bemerft, daf ein MBafferbebältnif(tanck) zebn Fnf im Durhmeffer und zebn Fu tief, oben Î il gemwôlbt, mit geringen often, gwansig Bobnungen jâbrlid verfehen fann, | 1 Um die Mobnungen reinlih und gierlidh zu balten, fo müffen fie mit feinen Leber- ||(| dâcheru verfeben féon, two man MBerfyuge, Roblen, Holz und andere Dinge in Vorrath auf- tdi bevabrt; vor allen Dingen müffen gebeime Bequemlichfeiten angebract fepn, die jur Nein- lichfcit und Oefundbeit dienen, Die Daufoften find verfhieden und vichten fih nach der Sage, nach der Grôfe und |$oftbarfeit der Mrbeit, nad der Art und Ieife, wie die Materialien befchaffen und berbei ju | A bringen find, fo wie nad) manchen andern Umftänden, gemébnliche gute Siegelivobnung faft fich für met Jamilien ju 80 bis 90 Pf. anfhlagens eine Fleinere, nur für eine Gamilie, nicht unter 50 Pf. Sft es eine Bobnung von Sebm und Pfoften(ftud and mud) fo ift fie freilih etiwas mwoblfeiler— etwa 20 bis 30 Pf. Dei der Berrwaltung und Cinridtung diefere Bobnungen fommen mebrere Lmftände, als man gemeiniglih in Crwâgung giebt, in Detraht, Die Cigenthümer det Pacbtungen| | follten den arbeitenden Sâusler, fo viel als môglih, gegen fhlechte Bebandlung von dem ge- || wôbnlichen Pâchter fihern, mwodurch qu gleiher Zeit feine Mrbeit für den Garm beffer befhafft il wird; und aud, baf fein fleiner Miethzins von ibm auf den leichteften und Bequemften Yege Il entridhtet merde, Das erfie gefcbieht am beffen dadurd: Ddaf die Gutsbefiger diefe SHâusler- ||l tobnungen und ibre unmittelbare Serwaltung nebmen, und ettwas Gewiffes na Net und Dilligfeir Hber ju leiftende Mrbeit, gtvifchen den Sâuslern und deren Snhabern feftfesen. Das| lebtere lüft fih auf verfchiedenem Bege erreichens und mas man in den Gegenden des Mittel- (lt| landes ju thun pflegt, daf man am@chluffe jeder Mode dem Häâusler von feinem Sobne, in Ni Berbältnif gum MBerth feiner Hrbeit, und der jâbrlihen für die Mobnung zu entridtenden ill Œumme, einen Éleinen Theil abjieht, um feinen Miethins abutragen, Dürfte am tenigften {ill Biverfprud finden, Ein anderer von einem erfabrnen und wobl unterrichteten Schriftfteller, \ A im alfgemeinen febr anpaffender Plan ift der: ,, Die Bobnungen fleifigen Arbeitern auf die 1 Il l|» Seit von drei lebenden Perfonen zu vermiethens es twird dabei eine mâfige Poen fefigefest, }|» die nicht bber 10 oder 12 Pfund fteigt, für eine Mobnung, bie jabrlih 40 Scbillinge twerth FLE *) Communications to the Board of Agriculture. YBobnungen für die que Wirthfhaft geborigen Arbeiter. 5 mift; ein Éleiner Erbyins wird jabrlid nicht über eine balbe Krone(21 Silling) vefervirt, , und bei jeben Mbleben für die Erneuerung der Pacht ein Saudemium, der jébrlihen Dar Fr OleTes<< Diefe Cinridtung ift für den Gutsbefféer fomobl als für den Saâusler vortheilhaft; bringt freilid der erftere feine MBobnung nict fo bodh aus, mie bei einem gefteigerten Mieth- jinss fo bat er dafür baares Oeld gum einen Gewinns; und e@ ift ibm im Uebrigen vortheil. baft, eine gebôrige Anzabf von Cinivobnern ju haben. Der lebtere findet fine Hehnuna bichei ebenfalls, weil.es feiner Gamilie dadurch ein gewiffes Etabliffement wbrfhafft, er fann fidh in den Geierffunden feine Bobnung na Gefallen aus- und verbeffern; und ift er ein fleifi- ger Mann, fo findet er alfenthalben einen Freund, welcher ibn die erfte Auslage Gorgt, tvenx er fie felbft nicht aufbringen fann.*)+) Man bat diefen Plan in verfchiebenen Oegenden febr gfüélid befolgts. er ift aber viel- feidht mebr für den grofien als Fleinen Cigenthümer berechnet, Aus dem Obigen ergiebt fih, daf die Erbauung bequemer MBobnungen für die Arbei- ter auf dem£ande nicht nur dem Gutsbefifer febr widtig fepn müffe, in fo fern fie der fo nügli- chen arbeitenden Rlaffe mehr Unterftäfung gewäbrt; fondern auch, tweil fe die vôllige und ge- bôrige Dearbeitung des Erdbodens febr befordert, *) Kents Hints. p. 217. +) Au von bdiefen Rathenbäufern babe id die im Original befindlihen und gum Tert gar nidt gebôri- gen, fondern aus andern Yerfen nadgeftohenen Rupfer meggelaffen; fo tie vile Dauanfhläge, ba fie für unfere Berbältniffe durchaus nict braudhbar find.(D, 9. & 2 VBierte BDierte Abtheilung, Einbñgung des Landes Voicifacs und bedeutend find die beilfamen Rolgen der Cinbägung des Sanbes. Gie gemäbrt die ficherften Mittel der Verbeffetung, und Bringt jede Mrt des AMcfers in eine môglichft volf- fomimne nnd eintrâglihe Cultur, Denn fo lange ein Feld frei und offen liegt, ift es nicht nur mancherlei Verbeerungen ausgefefts fondern auch das Getraide, MBurgeln und Gras Fônnen nie ju den vottheilbafteften Ertrag gebracht werden, und der Unterfdhied, den ein freies Geld und ein eingebägtes Sand dem Ertrage nach geben, entfcheidet gang für das leBtere. Ein einfichtsvoller practifher Scbriftfteller bemerft daber febe vidtig: daf, je nahdem eine Gegend frei und blof den dürren MBinden und Binterftürmen ausgefeht if, fie in cben dem Mafe minder fruchthar, in Bergleihung anderer beffer gelegenen Gelder, if Cinbägung ift ein Mittel, auf fünftlihe Art einen gewiffen Grad natürliher MBôârme zu erbalten, der gur Erzeugung einer guten Srucht fo wefentlid nothwendig iff, den aber die Matur nicht immer zu gemäbren pfleat. ŒÆüglihe Erfabrung, fäbrt er fort, bewveift, daf, mo der Boden gegen beftige Minde gefhügt ift, 3 D. burdh Gartenmauern oder bobe Daumpflangungen, er tweit einträglicher und die Begetation tveit früber als auf jedbem andern nicht eingebägten fep. tvie viel andere Gûlle betveifen dies nicht! Der aufmerffame Sandiwirth unterfuche nur dicjenige Stelle feines Geldes, 10 vermôge fhadbaft gervordener Befricdigung der Mind freien Durdhyug bat; fo wird et fi) gar bald von dem Nuben der Einbâgung überzeugen, wenn er die Grucht an jeder anderen telle vorüglicher als an biefer gufällig nicht gefhübten findet, Muf der andern@eite Fann fi der Befiger eines freien Acferfeldes bievon überzeugen, twenn er das vorgüglihere Grünen da twabrnimmt, to cin beträchtliher hub ift, und er den natärlihen Ghluf macht, da das Gange auf gleiche Meife gefhübt, weit einträgliher fenn merde.*) Mob *) Donaldfon’s Modern Agriculture, Vol. TL. p. 502. Bierte Abtheilung. Einbâgung des Landes. 77 : Mod ein anderer Schriftfteller bemerft, daf, fo wie die mârmfie Euft junächft auf der Oberflâche der Erde liegt, und berjenige Sbeil der Atmosphäre ift, den die Matur gleidh einer marmen Decfe nber den Erdboden und deffen Eryeugniffe ausbreitet, Defriedigungen jeder Art, mebr oder minder es verbüten, daf diefe Deilfame Dedcungen nidt von den Minden vernich- tet werden.*) Muberdem giebts nod andere Bortheile, die bei einer gut eingerichteten Bewäbrung bes Sandes, aus der MBârme und dem Schube, den fie mancherlei rt des gabmen Biches gewäbrt, entfpringen. Unter diefen Umftänden nebmen die Thiere nidt nur féneller am Sleifche au; fondern find auch den Unpäflichfeiten nidt fo ausgefeét, als wenn man fie in freien Ge- genden bâlt, die ihnen Feine MBârme und Feinen Sub geben Fônnen. ,, ABenn, fagt der qu- , erft erwäbnte Berfaffer, jemand noch Biweifel begen Éônnte, da eingebägte MBeiden gum Muf- und Mäften des Biebes beffer gefchicét find, als freie Felder, der mag fi am leichteften » ut Gewifbeit bringen, twenn et den Bichftand eines eingebägten BexirÉs mit dem einer offe- men und freien Geldmarf vergleicht. Cr würbe fi febe ivren, twenn er lebteren nicht der An- 5 abl nach fleiner, fondern auch jedes Gtüf Bieh im Durdfhnitt dreifig bis vierzig Procent » aevinger am Berthe fânde. SRury, CEinbägung Fann der erffe Scritt zu tirfliher Ber- befferung im Mufjieben der verfiebenen Arten des Bicbftandes genannt werden.“* Diefe Debauptungen gründen fit überdem auf Æbatfadhen, die Élar zu age liegen und die einfeuch= tendfte Gemifheit von dem Vorzuge eingebägter Delder, für den Mcerbau fomobl, als für die Biebyucht geben. Uebrigens feét das bôbere Pacdtgeld von eingebägten Sândercien bdiefe Ma terie aufer allen môglichen 3iveifel.| Dur Cinhâgung if der Merth des Acfers in den mebrften Gegenden beträchtlid ere bôbet. Das Maaf bes gunehmenden MBerthes auf diefe MBeife, das Sand mag nun verpachtet oder in den Péänden des Cigenthümers fepn, bângt jeboch grôftentheils von der Defchaf- fenbeit des Bodens und von dem wirthfchaftlihen Snfteme ab, Das man befolgt. Man bat die Crfabrung gemacht, baf ein Mer von mittier Güte, guter Œurnipsboden etiwa, our Cinbâgung mweit mehr gewonnen babe, als ein anderer von befferer oder geringerer Oüte. Gin Mcfer biefer Art, einer freien Geldmatf, verzinfet fih im Gangen, wie man meif, ju funfiebn Scilling der Mere; dagegen fi wenige Fülle angeben laffen, two eingehägtes$and unter gwanig Scillinge vermiethet mûres ein Crtrag, der dem Gigenthümer, nad Mbjug der Qinfen des angelegten Geldes, immer nod einen fhônen Gewinn giebt, Go vermebrt die Ein- bägung nicht nur die Menge und Defchaffenbeit des Crtrages, fondern fest auch den Pâchter in den Stand, feinem Gutsherrn einen hôbern Miethzins gu bezablen, und einen grôbern Deitrag zu *) Robertfon”’s Prefent State of Agriculture in Med Lothian, fecond edition, p.77. Note, 78 Bierte Abtheilung. qu ben Gtaatseinfünften gu licferns aud wird bie Cinbägung für fo manchen geringen Manx, der que Verfertigung und VBicderberftefflung der Umyäunungen gebraucht wird, auf diefem MBege febr wobithätig. Mun giebt es aber auch in einigen Gegenden ausgedebnte, unfructbare unb bergichte Stridhe Sandes, die nie mitder geringften Yusfiht von Vortheil eingebägt werden, und bier bleibt que Berbefferung wobl Éein ander Dittel Hbrig, als im Gall fie durch Geuchtig: feit Leiden, tie Trodenlegung durd Oräben, und eine dem Sande.angemeffene Biehyucht. aber Bebfeñwirthfchaft in Berbindung mit der Vichyucht feon folf, Bleibt die Cinbâgung immer nothwendig und vortheilhaft, Aus telchen Gefihtépunfte man bemnädft die Cinbâgung des Sanbes qur Weide fo- wobt als gum Mcferbau betrachten mag, fo verfpricht fie die bedeutenbften Sortheile. Der ge- tinge Mann, der reide Cigenthümer und endlid die gange Nation, werden durch den Cinfluf derfelben, da wo fie angenommen un eingefübrt ift, beglücft. Befriebigungen(Fenies.) Dei Cinbägungen oder Abtheilungen der Sändereien dur Bemäbrungen, bat man auf mancherlei Umftânde Rücficht zu nebmen, und grwar auf die Orôfe der Grundfiüfe, auf ibre Defchaffenbeit fowobl als auf die Benubung, die man davon macht; auf das Rlima, die Sôbe, Sage und Defchaffenbeit des Dodenss auf die befondern Gegenftände die man berücfihtigt; und enblid auf die Materialien, aus twelchen die Berväbrungen verfertigt werden folfen. Dabey feuchtet es fattfam ein, daf folche Koppeln, Bei mwelhen man vorzüglih auf Erzeugung des Grafes fiebt, Feiner fepn müffen, als wo man befonders Korn bauet. Dei den leichtern Arten des fandigen oder Fiefigten Dodens, müffen die Abtheilungen gleihfalls Flein, in dem Verbâlt- niffe ibrer Trocenbeit und der eigenthümliden Mrt von Grüchten feyn, die auf demfelben er: sielt, und bauptfächlid mit bem grôften Bortheil gebauet tverden fônnen, Die Stârfe und SPôbe der Hecfen muf in Berbältnif mit der Hoben£age des Dodens und der Orôfe der Rop- veln fteben. Bit iwiffen von einem gefchicften Sandwitth, wie er nad vierzigjäbriger Erfab- cung fand, bdaf das Gras in einem trocfnen Sommer, in Éleinen Cinbägungen und voryüglid nabe an den Secen, anfieng ju verfengen und das Korn Moth littt Mo die Mbtheilungen grof find und der Doden feucht ift,- muB befonders dabin geforgt werden, burd angelegte SBafferleitungen(drains) den Mangel an Oräben zu erfesen, twelhe, mwenn fe gut einge- tichtet find, eben daffelbe leiffen. Die bäufigen, vollfommen gugewadfenen Secfen, boben Grabentmvälle und Dâume, baben bei der erftern Art des Dodens, durch den fruhtharen Buchs der verfchiedenen Feldfrücbte, Die bedeutende Birfung, das Trocfentverden des Mers zu ver- bindetn. Einbäguig des Landes, 79 bindern. einen fharffinnigen Schriftfteller ift es entfchieden*), daf man eben fo forg- fâltig fepn muf, vor der alfjugrofen Diofftellung fih in Mcht zu nebmen, als vor der Dervir- fung einer dien feuchten Mtmosphâre, da die Gefundbeit, Feiftheit und Shônbeit der Thiere durch gebôrigen Shué und nôthigen Circulation der Suft am mebrften befordert wird,@o zum DBeifbiel, febt er Dingu, iff eine niedrige, flache und@on Matur feudhte Gegend, durch bobe Hecen und breites Gebüfch in Fleine Cinbâgungen abgetheilt, vorzhglid twenn viete Bâume darunter find, jure Crzeugung der Rornfrücbte gânlih ungefchift, befoñibers iwenn fie nur ge- gen Norden blosgeftelft und mit Sol; eingefchloffen if, In Diefem Halle ift die Sonne zu febr ausgefchloffen, und die Seucdtigfeit Fann nidt binlänglidh getrofnet und verlüftet werden, um dem Uebermaaf von Mûffe entgegen ju mitfen, daf die beffern Pflangen unterdrüt, und dem Sandmann BrantiwerE übrig(ft, das für ibn feinen Berth bat, SHingegen, twenn bies Sand dem Solze nicht fo nabe liegt, trocfen gelegt ift und die Grâben reinlid gebalten werden, fo wird e8 immerbin eine gute Biefe oder MBeide abgeben, MBenn hbrigens die Hecfen dicht**) befchnitten gebalten werden, die Gelder grof, die Bâume***) in der Hôbe von 12 bis 15 Gus geftubt find und die free Deftrablung der Sonne auf jede Beife môglih gemacbtift, dau für Bafferleitung und Berdunftung gebôrig geforgt worden; fo Édnnen dadurch manche 3wecfe des Acerbaues erreicht toerden, O6 nun gleih der Stilleffand(fagnation) der£uft in eingefchloffenen Sagen, fo- twobl für Begetabilien als febendige Befen eine nadtheilige Birfung haben mag, den gebèri- gen Grad von usdänftung ju verbindern, fo iff es nicht minder nadtheilig für die Mäftung des Vieches und den MBachsthum der Pflangen, twenn die Bemegung(Circulation) der£uft über eine Gegend ju ffarf oder ju gefchivinde ift, vornehmlid bei betrâchtliher Hôbe, als in bergichten und bügelihten Oegendens denn in folhen Fâllen wird die YMârme der Thiere ju plôblidh durch den bâufig erneueten Zugang der Falten Suft meggefübrt, und der Bachsthum der Pflangen dadurch febr gurücgebalten und verfpâter, Dei fo bervandten Umftänden muf man woblbedächtlich die Secfen fo pflangen, daf fie die inde vorsüglih ba unterbrechen, 100 das fand ifjnen am mebrfien ausgefeét if. ,, Daber finden,“ fo ermäbnt der vorbin angefübrte Schriftfteller, ,, die Viebmafter von Seicefterfbire, fomobl in Mücéficht des Shubes, des Schat- tens und der gleihfèrmigen Märme, als der dadurd frifhen Ergâänung des Orafes, daf funfaig Acres in fünf Cinhägungen gleidh find fehjig in einer,‘ Hierans ergiebt fih, daf man bei *) Middleton in his View of Agriculture of Middlefew. **) Bo Peden bcfchnitten werden, muf man fie unten breit faffen und an den Gipfel Binauf gufvisen; denn(Aft man fie oben breit, ie das ôfters der Sall if, fo unterdricen fie unten die jungen Shôf- linge und die Pecfe wird unten dûnne, ##X) Ce müflen immes febr wenig Dâume in Hefenreiben feyn, 80 Abthalung. bei Cinbägung des Beide= und Yerlandes am vortheilbafteften ju Mere gebt, toenn man alfjugrofe und alfqjufleine Roppeln vermeider, fle jedoch im lebtern alle freier mat, als im ecften. Mach der Grôfe des WBirthfhaftsfeldes, wo man vorjüglid auf Grafung fiebt, ift die Cinbägung von fieben oder acht bis funfjebn, auch wobl gmangig Mcres die befte, und eben fo von acht oder gebn bis breifig Mcres, für den ju beacfernden Boden. Die beftimmtere AE- meffung diefer Cinbägungen bängt demnähft bei forgfältiger Müfiht auf das Baffer, von ber Sage des Dodens, dem Siwece der Troenfegung, und wieman£and von gleicher Befchaf- fenbeit und BDearbeitbarfeit— Gigur und Grèbe mag ausfallen wie fie twolle*)— zufam- men bringen fènne, ab. ind feine wirflihen Umftände vorbanden, bie in der Defchaffen- beit der Sage, Die ibre regelmäfige Sorm bindern fônnte, liegen, fo beftimmen die Grèbe der. Geldflur und die Met der am vortheilbafteften ju etgielenden Srucht hier vorjüglih, und verfäbrt man der Defcdhafenbeit und Ausdebnung des Grunofiücfs fo gemäf, fo gemwinnt man forvobl Bei der Mnbauung als Cinerndtung Dequemlidfciten, tmwelche eine andere Art von Cinthei- fung uns verfhaffen Fann.**) Defriedigungen giebt es mancherlei Art und aus verfchiebenem Material, nad der Sage und ben befondern Umftânden, unter twelchen fie gemacht werden.%m allgemeinen, in fofern fie die Sandwirthfchaft betreffen, Fommen Mauern, Dfalwert, Seden und Graben in DBetradt. Dei viefer Verfhicbenbeit der Derväbrungen wird es einfeuhtenb, baf je nachdem sine Art von diefem oder jenem todten Material verfertigt ift, fie von dem Mugenbli£ an, da Ge fertig if, au tmvieder fhledhter wird und in einen verfallenden Sufland gerûth, togegen cine andre, bie von verfchiedenen Mrten aus dem lebendigen Pflangenreidh gemacht ift, fofern fie rue gebôtig gewartet und gepflegt wird, in einen gunebmenden Suftand grôferer Berbeffe- tung und Mubbarteit gelangt, Diefer Unterfhied geigt den grofen Vortheil, two man eine rt der andern vorgichen fann, aber leider bleibt es in einigen und gum Theil blosgeftellten Gegenden immer eine ftvie- rige unb Foftfpielige Sache, folde Materialien, als dem beften Zivecfe entfprehend, angu- fhaffen, und in folchen Gällen muf man dann gebrauchen, was gur Sand ift und fid am beften pañt. Die fodte Art von Bermäbrung, entiweder von Stein, Holy oder Erde, ann ibrer Rofbarfeit balber von dem Sandwirth nicht von der Sôbe gemacht merden, bdaf fie den groften Muben durch ibren Sub bringts fie wird baber ba am paffendften fepn, wo ibre Form nicht mit in die befondere Mbficht des Pâchters oder Cigenthfimers gebôrt, der die Cinbägung macbt. Bo #) Anderfons Effays. Vol. EL p. 158. *#) Robertfons View of the Apriculture of the County of Perth. Einbägung des Landes, 81 Bo diefe Art von Material zur Berväbrung, in erhabenen, bügelidten und blosgefteliten Gegen- den gebraucht wird, ba muf fie auf eine feftere und bobere Jrt gebaut werden, als vent man fi derfelben in niedrigern und mebr gefchübter Gegenden bedient, Mia'e r''# Mo Steine im Ueberfluf find, und andre Urten von Material felten, wmacht man bie Hufenfeite und auch andre Berväbrungen febr bäufig davon. DBeim Erbauen der Mauern be- folgt man in verfchiedenen Gegenden verfchiedene Methoden; bald macht man fie einfacd) von Stein, bald mit Stein und Ralf oder Mortel, am bâufigften jebod vielleicht fo, daf man awifhen den Steinen irgend eine erdige Gubftanz bringt, als Sebm, Modder, Nafen oder cine äâbnlihe Materie, und fie nachher mir RalË verfireicht oder nicht, je nachdem die Umftände es erfordern, Die erftere Art nennt man trodne Steinmauerns die gtveite Stein= und Kalf£- mauern; Die dritte Crd- und Oteinmauern— an einigen Orten DyÉe, Man fieht ein, daf, wo irgend eine Art von erdigen Material bei Verfertigung diefer Mauern gebraucht wir, fie nie fo gut und fo dauerbaft werden Fônnen, als von Gtein allein oder von Stein mit Ralf, ba bei der beftändigen MBirffamfeit der Suft und der ausdebnenden Kraft des Groftes, folche Gubftangen gânylich verfallen und wegmodern, fo daf die Steine entblôft und ohne Haltung bleiben, die Demäbrungen daber gar bald in verfallenen und wenig nubbaren Suftand gerathen. Bu folhen Mauern darf man daber nur dbann feine Bufludt nebmen,“two es an Materialien zu daucrbaftern Arten mangelt. teine, twenn fie ju Mauern auf die trofne Vrt gefhicét gemacht werden, geben eine febr gute und dauerhafte Bemväbrung; eine jedoch beffere und feftere Mrt Mauern gu bauen, ift, twenn gleid in manchen Gegenden febr Foftbar, iwenn man fih des Ralfs bebient, um die Mauern genau mit einander ju verbinden und ju Fitten, damit fie fo twenig auseinander gebn als niederfallen, Dei der Dereitung des Orundes gum Gundament der Mauern muf diefer immer fo tief gegraben werden, daf der Groft nicht darauf twirfen Éann; to aber die Oberffâche der Erde bin- fânglidh geebnet if, findet man es gevathener, das Gundament der Mauern auf ben Nafen zu legen, afs in einen fleinen Graben, da es dann dem Berfinfen und Ausweichen nicht fo leicht ausgefest if. Das Fundament diefer Mrt Mauern muf gwei und einen halben Guf meit fepn, und der obere Theil von ebn ju funfsehn oder gwangig Solf in Berbältnif zu ibrer Hôbe, die fi) nacb ibrer Befchaffenbeit, Sage und andern Umftänden vichtet; fünf bis fechs Gus ift jebod) eine febr gemôbnlihe und gute Sôbe. müffen fie immer nad oben zu bedecét terden, entweder mit gegeneinander gelegten Steinen oder mit Mafen, von etiva fechs Soil in der Dicfe, in Form eines Gervôlbes gelegt; das erftere ift jedoch die rathfamfte Methode, da fie die dauer- baftefte und dem Vieb bei feinen Verfuchen binüber zu geben am binberlichften iff. Œrfter Theil.$ An 82 Bierte Abtheilung, Mn einigen Orten werden die Mauern gum Theil mit Ritt(Cement), zum Theif trof- fen gemacht, und man nennt fie Randmauern(Lift Walls); wo man aber eine flache Schicht von Steinen haben fann, werden fie gemwèbnlich obne irgend einen Sitt gebauet, und balten, twenn ffe gut gemacht werden, eine ange 3eit. Deim Dauen der trofnen Steinmauern werden immier gtei Mauerfeber einander gegenüber erfordert, fo daf die Oberfläche ibrer Arbeit volf- fommen eben wird,$ange Steine müffen gleichfalls ausgemäblt werden, in der Abfiht, gele- gentlich queer über die Mauer gelegt zu werden, um fie defto beffer ju verbinden. Diefe nennt man durchgehende Steine(through fiones), und werden bei der Mrbeit gewbbnlid) in die Mitte gelegt, fo daf etiva neun oder zebn auf jeben rood von fieben Vards(21 Fub) fommen, Die Roften, folche verfhiedene Mrten von Mauern in Sommerfetfhire zu erbauen, be- ftimmt Serr Dillingfles, per Schnur(per rope)— gvanig HUB— auf folgende MBeife. Randbmauern, Mt Sabungen Steine auszubrechen oder auszugraben(25 Et. Getvicht) Li: 6, 1 a 3 Pence= 5:= LS GRAINS Sie zu bolen, angenommen eine balbe Meile, zu 6 d.=— A— Bu bauen, die 20 Guf Ê<: AMAR Gür ficben Düfchel Ralf à 3 d.: Ê::— 1 9 Mit Nafen au bedecen(gut gemacht)=== Re jé ns à ange à Trodne Steinmauern, 3u graben, wie vorbin== 5= et ie Su bolen==:=- a Bu bauen£ e= e= UD ie Mit Nafen zu belegen= cal:- ME na Re MON Rann man die Steine gany nabe oder in einer Entfernung von 60 oder 70 Pards haben, fo bat man die Demerfung gemacbt, daf bie often bis auf etiva 2 Scbillinge, die 20 FuB(rope) berabgeben fônnen, und da, tenn alles mit Cement gemacht wird, es die Loften auf 2 Sbil- linge und 6 Pence den Rope erbobt, On Northumberland Foftet ber rood(21 Guf) bis an 6 Svwbillinge und 6 Pence. Gteine, *) Dep dem erbôbten Preis des Lobns und der eurung muf man 4u bdiefen Derednungen nod 15 oder 20 DProcent binguthun. Einbägung des Landes, g3 Gteine, die man gu jeber Art von Mauern gebraudt, müffen in einer, fo viel als môgtih, flahen Gorm, entweder beim Yusbrechen oder fonff auf andre MBeife vor dem Ge- brauch cingerichtet werden; denn man bauet bei einem folchen Berfabren nidt nur leichter und fchneller, fondern auch feft und dbauerbaft. Qur Erbauung der Mauern mit Stein und Kalf find der Anfang des Grüblings und der Anfang des Herbftes die gwecfmäfigften Zeitpunfte, da in diefen Sabrsjeiten fo wenig der ger- florende Groft, als die gu febr austrocnende grofe Sibe, ibre nacdtheiligen Birfungen âufern fonnen, Deim Errihten der Diauern, die man in cinigen Gegenden Deiche oder Damme nennt, und die aus erdigem Material oder einer Sufammenfesung von Stein und dergleichen Subftan- zen beftebn, befolgt man, den Umftänden nad, mebrere und verfiedene Metboden. Un einigen Orten bauet man 2 oder 3 Fuf am Gundament mit trofnen runden oder ffachen Gteinen, in einer abbängigen Ridtung, bierauf legt man eine Decfe von breiten flachen Steinen, fo daf fie an den@citen bervorfteben, worauf dbann mieder robe Steine, in Form eines Mücfen, gelegt tverben; in andern Gâllen wird gubereiteter febm(clay) mie Mbôrtel gwifhen jede Yrt von Steinen gebraht; nod) in andern Gegenden tmerden Rafen mit Feldftcinen vermifcht, Schicht auf Schicht gelegt, Diefe lebtere Art von Berväbrung Fann an jedem Orte mit gerin- gen often gemacht werden, und leiftet in manchen âllen eine Seit lang eine febr gute Defrie- digung.£äft man indeffen die@teine mweg, und die gange Mauer wird in abfhüffiger Nich- tung, mit Rafen inwendig gut gefüllt, errichtet, fo giebt bies eine noch ffârfere und dauerhaf- tere Demäbrung. Bon ben Steinmauern bemerft Herr Middleton*) mit MRedt, bas, fobald der blofe 3tvecf derfelben Bewäbrung ift, fie die beften find, indem fie am mwenigffen Grund und Dobden wegnebmen, dem Getraide nicht binderlih tverden, das Ungegiefer nicht berbergen, und vom Gutt und Unfraut, das fi bei den febendigen Secen findet, frei find. Micht ju vergeffen, febter bingu, daf fie das grèfte von allem Ungeziefer für eine angebaute Gegend, die Gagdbunde(hunters) ablbalten, Gin genauer practifher Beobachter bemerft, daf der grôfte Tbeil der eben befchriebenen Dämme oder Mauern, die er gefebn bat, von beträchtliher Die mit einem Graben an jeder Geite gemacht iwaren, das Gnnere des Deiches war mit der Erde aus dem Oraben gemacbt und nur eine bünne Decfe an jeder Seite war von unten bis oben von feften Soden errichtets die Golge davon, fagt er, ift: bie lofe Grde, melche in die Mitte gebracht ift, fällt mehr Si sufammen, 74 *#) View of the Apriculture of Middlefex. 4 4 | | | 1 | * 84 Bierte AGtheilung, jufamimen, als bie@oben an jeber cite, das Obere des Dammes fenft fih, natürlider IBeife werden die Seitentwände zu fehr von innen gedrängt, fo daf fie in der Mitte auseinan- der gebn und am Œnde gang ju Staub verbrôceln. Um bdiefen Unfall ju vermeiden, fchlagt er vor, die Dâmme dünner als gewôbnlich ju machen, unten nur eriwa 31 oder 4 Œuf dif, oben 15 bis r8 Zolf und 5 Fu bo, mit der befondern Vorficht, baf die Soden von oben bis un- ten in einem eben fo genauen Sugenverbande gelegt werden, wie bei einer gut gebauten Siegel- mauer, Die oberfte Art von Mafen wird ein twenig fânger ausgeftochen, als die unmittelbar darunter befindliche, und mit der Grasfeite gu oberft gelegt, fo baf fie an jeder Geite ctiuas bervorfteht, bies bat nicht nur den Nuben, das YDaffer von dem Damme einigermafen abju- balten, fondern verbindert aud die daafe und anderes gabmes Bieb fo lcicht, als fie ob ju thun pflegen, binüber gu büpfen. Mebrere Erfabrung lebrte ibn jedodh, daf in mancden Gällen die Bedachung fiherer fen, wenn fie aus einer Reibe Rafen in die Sante gegen einander gelchnt befteht; denn iwenn bie flad) gelegten Mafen von der Gonne im Gommer ausgemittert find, fo werden fie fo leidt, daf der blofe Mind fie eingeln mwegweben Fann, Ddagegen fie, twenn fie fih gegen einander lebnen, nicht eingeln Fônnen meggetve)t twerden. Cr fand gleichfalls, baë cine Mauer, deren Gundament von Stein war, das nidt über einen oder anderthalb Gué reichte, bis oben mit Rafen vollendet mar, ober auch mit abwechfelnden Gcbidten von Stein und Nafen, und daf, twenn fie in eben dem Maafe, als wûren fie gang von Goden erbauet, getvif viel bauerbafter al8 irgend eine Demäbrung tar, die gânglid von einer diefer Mafjen erbauet worden, Un bem Gube der Mauer oder des Dammes mird ein Fleiner Graben von anderthalb Guÿ oder gmei Bu tief gezogen, mit einem Rande einige Zolf breit an jeder Seite, damit der Damm vôn dem Miederbrôcéeln der lofen Erde in den Graben nicht untergrabenwerde, Graben, faat er, geben dem Damme nidt nur eine vermebrte Sôbe und balten das Gundament trocfen, fondern gemäbren auch baburdh Nuben, daf fie das Vieh abbalten, nabe beran zu Fom- men, um daran ju fraben und mit ibren Sôvnern nicderzutwüblen, welches fie bei biefer unter- laffenen Vorfiht. gern thun, Qu Mücficht der trofnen Steinmauern bemerft er, daf, iwvenn man in einer Gegend wobnt, wo Steine Leicht und der Ralf ju billigem Preife qu babenift, ein Damm von folchen Matetialien erbaut, tobl eben fo bauerbaft als eine ecfeift, obgleid er im Gangen nidt fo twobifeil und fo angenebm if. Daf aber trofne Steinmauern, iwenn gleidh von dem beften Stein erbaucet, von fo vergänglicher Defhaffenbeit find, daf fie Faum die Koffen der YAuffüb- eung verlobnen, twenn auch gleid bas eingubägende eld Steine in Menge bat, obne deren Gortfhaffung von der Oberflâche an Feine Verbefferung zu gebenfen iff, Sn folchen Fallen bicibt ein Mann immer qu entfhuldigen, wenn er die Steine in Démme ju feben verleiter wird; da Einbägung des Landes, 85 ba bie Aufubr der Materialien ibm fo gu fagen nidfs Foftet, und er vielleicht verlegen feyn Fann, wo er fonft damit bin fol. Du jeder andern Mücfiht fieht er jeboch ein, daf es Feine fonder- lie Oefonomie ift, bergleichen Derväbrungen gwervihren, ba Œrd- oder Rafendimme immer für den Viertelpreis, den biefe often, erbauet werden Éônnen, baffelbe leiften, und twenn fie forgfältig aufgefübrt worden, mit wenig Koften eine MReiïbe von Sabren in Meparatur gu balten find.*) Qur Erhaltung diefer Detvabrnngen Fann es vortheilbaft fenn, fie mit Epheu, Brom- beer und Ginfter zu bepflangen, fo wie ibnen, nach Umftänden, einen Ueberzug von Ralf zu geben, Prépa Domste mé DBerväbrungen von gefälltem. Sols Édnneu nur in fehr menigen Gegenden sur Einbägung des Sandes mit Yortheil angemwandt werden, ausgenommen. bei Æbiergârten und£uftftücfen, oder man mag fie von fhlechten Solgarten machen, und an den Ufern und@citen der Grâben fegen, um jungen Dorn oder andere Secfen ju fhüben oder auch Gelder abzutheilen, weil fie wenig NKaum einnebmen, oder fonft su Abnlichen Zrwecfen benuben, Die twobifeilfte und gemôbnlihfte Art landwirthfchaftliher Cinbagung it Pfabliver iff, toenn man givei, brel auch wo vier[ange Stüden etvas bebauenen Goes, in lângliter Ridhtung an fenfrechten Pfoften von verfhiedener Dicfe nagelt, die nad Befinden feft in den Boden gefebt oder gerammt werden, werden diefe Berväbrungen dadurch fefter, balt- barer und dauerbafter, tenn dreiecigte Stücfe gefägtes Holz in der Sänge oben auf den Pfoften mit einen von den Mücen oberwârts dur eiferne oder bôlgerne Magel fo befeftigt ift, daf es das Baffer ablaufen und unfchadlidh twerden[apt. Dies ift allemal beffer und woblfeiler, als wenn man in biefen Oberfiücen Sapflôher macht, um die Rôpfe der Pfofte durhgnlaffen, oder fe durd Œinfdnitte in die Pfoften fenft, Benn man junges Strauchbolz bat, von Gôbren, Efhen oder anderer Art, fo Fann man Bemäbrungen mit leidhten Unfoften bavon machen, vorausgefest, daf ein gewmébnlicher Arbeitemann damit gut umqugeben tweif, Bu tweit auseinander darf aber nicht mit den Hori- gontalftücfen gegangen werden, damit die Unannebmlichfeit des Durchfriehens des Biebes nicht ftatt finde. Deffer bermäbrt man obnftreitig mit Pfäblen, twenn die Pfoften bebauen und von fo Ée- trâchtliher Dicée find, daf in denfelben Sdcher gemacht werden fônnen, um bie langen Queer- fücfen #) Anderfons Effays. Vol. I. p. 7. | | h. | 7 86 Bierte Abfheilurg. flen burhufteten. Mimmt fid bies nun freilidh beffer aus, und giebt in ben mebrften Gülfen cine febr dauerbafte Bemäbrung, fo ift es bafür auch befto Foftbarer, Da jedoch das Cinftem- men der Sôcher die Pfoften fhwäcdt, auch fonft burd) aufgebaltenes Maffer fhadet, fo bat man vorgefclagen, die Rice(longitudinal pieces) vermittelft eiferner in den Pfoften befeftigter Ringe angubringen.*) ift indeffen gleidhfalls den Zerftèrungen der Suft und der Feuchtig- fcit ausgefebt, wofern es nicht dauerbaft angeftrihen wird, und das iff nicht nur fäfftig, fon: been auch foftbar. Es giebt nod andere Arten von Pfablbemäbrungen, die in eingeln Füllen leidht ange- tvandt iwerben fonnen, Bo das Vaubolz zu Ouecrffangen bebende iff, fo faft fih auch fhon badurch eine gute Derväbrung machen, tvenn man nur eine oben und die andere unten an den fenfrechten Pfoften befeftigts oder gar nur eine oben, die Mitte wird dann mit lauter Fleinen fenfrechten Pfâblen, fes oder acht Zoll von einander, oben angenagelt und unten im Doden cingerammt, ausgefüllt. Golche furge Œnden nimmt man von gang fchlechten Holy, und die man fonft nirgend ju gebrauchen mweif, etiwa von dent Abfalf der ju Baubolz gefällten Dâume, oder son bem, tas man bei Pflangungen ausbauct; jeboch muf das Holy guvor mobi getroc£- net fepn, ba bas grüne Solz nicht nur Bald vergeht, fondern von der Gonne auch gânglid aufreift. Gbrer Dichtigheit nach find folhe Berväbrungen für WBeideland berechnet, und to man gang junge Secfen vor dem abEnospen des Biches fichern til. Œine dichte Art diefer Demäâbrung mat man, indem man an dem obertmäbnten Sols: werf, entmebder in der Sänge oder fenfrecht, von Æannen- oder Cichenbolz raub aufgcfägte$at- ten oder Dretter einen Zolf dif, und fo breit fie das of; geben will, annagelt, und wie fie paffen twollen, in die hobe$ante dabei febt, Gefchieht dies in der fénge, fo erbalten die fenf- rechten Pfoften ibre Entfernung nad) Maafgabe der Singe biefer fchlechten Satten oder Bretter. tan bat ferner eine Mrt beiveglicher Pfabibetmäbrung, die baufig bei Abtheilung von Einbâgungen oder bei Cinfperrung von Gchaafen und andern Ebierarten mit Nuben gebraucht wird, to biefe von verfchiedenen Pflangenergeugniffen genäbrt werden, Die gu febr vertreten und nicht fo vortheilbaft benubt iwürden, wenn fie nicht auf gewiffe Slecfe sur Seit befräntt wâren. Dies ift die Dürdenbemaäbrung; man madt fie von einer fhwachen rt Holz, und wäbit im Verbältnif ibrer Grèbe dau die leichtefte. Trofen Meiden- Pappeln- und Eller- bolz if qu den PHürden, bie man aneinander feft(framed) vorgüglich brauchbar, und getwin- nen an Drauchbarfeit, tvenn man die Pfloée, mit ivelchen ffe in die Crde gefet werden, mit Gifen *) Sommerville in Communications to the Board of Agriculture. Vol. IX. Œinbagung des Landes, 87 Eifen befthlägt; denn nun Fénnen fie in wenig 3eit gufammengefeét iwerben, môchte bagu fôrberlich feyn, oben einen eifernen Safen und Ming angubringen, fo baf die gage De- wébeung von einem Œnde gum andern dadurch in Verbindung gefekt würde. Dei Erribtung folher Dfablberwabrung Fèmmts vorgiglih barauf an, bdaf die Pfüble eine gebôrige Sänge erhalten, um gut tief eingerammt gu werden, Die Tiefe richtet fi nach der Defchaffenheit des Dodens, der rt des Pfablwerts, two es dicht und febr bocb iff, nimmt man im AMllgemeinen 2 bis 3 Guf. Zum Cinrammen mâble man vorgüglih eine trofene Sab- reszeit. Gjegen Faulnif in der Crde, muf man die Pfâble dur Verfoblung ibrer Oberflûche an dem gugefbiften Œnde, fo teit fie unter die Erde Fommen, fihern, Man bat fie auch wobl mit Theer und dlidten Sachen beftrichen, bdies fann aber der gerfièrenden Geuchtigfeit nur fure Beit Mivderftand leiffen. Lebrigens verdienen folhe Œubftangen, telche das Sol; am mebrften durchbringen, dabei den Vorug, die man nur dann, twann bas Poly recht trocfen und faftlos iff, eine 3eitlang vor dem Œinfeben, mit Vortheil anivenden Fann. S$Kann man den Pfoften die natürliche Rinde erbalten, und find fie befonders gur rechten 3eit gebauen, fo hbertrifft diefe Debdecfung jedes Fünftlihe Verfabren, fie vor dem Vergebhen au fichern. iebei feiftet infonderbeit dies Vortheil, mwenn das IBaffer dur aufgemorfene Erde an den Pfoften einen Gall erhäâlt,. Ein Umftand, der felten gebôrig in Mcht genommen tird. Sum Anfirih folher Pfablwerte ift Theer, mwenn er gut gebrannt if, als mobifeile Subftanz am brauchbarften, befonders tenn man ibn mit Ocre verdict und ibm badurd mehr Kôrper giebt, Das Holy; muf dabei fo trocfen wie môglidh feyn und der Theer in grôfter Dibe aufge- tragen werden,@teinfoblentheer mwürde biexu gewif mit dem groften Vortheil angemandt werden fônnen, tvenn man ibm eine dicere Confiftenz geben Fonntes wird er aber mie Garbe verfirichen, fo wird er flocigt und fchelfert ab, A T0€ 0 DBeim Dflangen lebendiger Hecfen Fommt es immer auf Pefchaffenheit des Crdreicdhs und auf die Sage des Vodens an, um darnach die gu pflangenden UMrten ju beftimmen. Sn den mebrften Fâllen darf man fich nur nach dem WBachsthum folcher umfeben, die bereits in dem- felben Sande befindlich find, und man fann zu dem Ende enteder eine Gattung oder eine Ber- mifhung verfchiedener Mrten gebrauchen, wiemobl dies lebtere Berfabren nicht befonders em- pfoblen werden Fann. Auf trocfnen und erträglich guten Boden, vorsüglidh zur Mufenberväh- tung, muf der MBeif- oder Schwargdorn genommen werden. Der lebtere wäâchft indeffen nicht fo ficher, es fei denn auf fetter und in bobent Grade trocfner und lofer Dammerde; jedoch ift er dauethafter und wird vom Bieb nicht fo leicht abgefnofpet, Œinige | | 1 | | | 88 Bierte Abtheiluna, Cinige erfaÿrne Panzer meinen bennod, baf man Givaryborn nue in faites unb feuchtes Sand bringen müffe, 10 der Weifdorn nidt wachfen will, und daf wilde Mpfel- Ge- finge(crab-fets) in biefen Sâllen noch immer Beffer find; ba jener langfam wäcft, eine fete und fhiwache Dewäbrung macdt und getvif ju febr in die Cinbägungen binein Breitet. Yn niedrigen Gegenden, bei febe lofen und tvafferhaltendem Doden, ift die Beide für ben Sandmann ju Decden befonders brauchbar, Da fie unter diefen Umffänden ffarf und fchnelf emportwächft, auch zu mancdherlei Dingen fid vermenben 1âft. giebt indeffen feine gang vorüglihe Dewäbrung, und fhadet guweilen dem ich, twelches die jungen Schdflinge ju febe abfnofpet und guviel davon frift. Man bat Fülle, daf das junge Vieh bavon geftorben if. Vo man Vie) weidet, bleibt daber der Beifdorn immer der befte, iwenn man ibn auf foi- chen Doden gut angieht, indem man den Doden, 0 man ibn pflanget, mit gmwei oder drei Schichten Mafen erbôbt, Auf folhen trofnen und fandigeu Ufern, mo für den Dorn Feine gebôrige Tiefe iff, giebt der ftachlihte Genft eine ertrâgliche Bemäbrung, vorausgefest, baf man ibn nicht ju boch vadhfen lâft und gebôrig unter der cheere bâlt. An fofhen Ufern, die dem MBegfpñblen des fliefenden MBaffers ausgefest find, fann die Œller und MBeide mit beträchtlihem Vortheil angepflant werden, da fie viel Ziweige unmit- telbar aus der Burgel treiben und dadurdh den Lfern viel Saltung geben, Yn febr blosgefteliten und erhabenen Gegenden findet man die Büde und Birfe zum SHecenpflangen vorzüalih gut, da fie an folhen Orten in Furger Seit immet cine gute Dermvah- rung macdhten. Bo man aber eine Mifhung verfhiebenee Pflangarten gebraucht, müffen folche gemäbit werden, die bei gleichem Boden und bei gleicher Sage, aleihen MBachsthum geigens fonft giebt es feine gute Decens denn eine Art bâlt die andere unter, wie das beim Geifblatt und Brom- beerftrauch der Gall if, twelche durdh das Einranfen und Uimfthlingen der nabe ftehenden Ge- firäuche, ibren Bachsthum bindern und wobl gänlid unterdricen, Che man irgend eine Art lebendiger Pecfe pflangt, muf die Sinie des Dodens, worin fie zu ffeben Fommt, gut aufge- pflügt oder gegraben, und dergeftalt gubereitet werden, baf das Erdreih, von mwelcher Yrt es auch fepn mag, vollfommen tweich und mürbe twerde, daf fein Unfraut darin auffhlagen Fonne; denn badurdh werden die garten Murgelfafern der Pflangen in den Stand gefeét, auszufproffen, und in den Doden bineinzugeben, und die Pflangen felbft leiden vom Unfraut nicht; um diefer beiden Gründe willen leiven die Beden oft febr, iwenn fie nad der gemobnlihen WBeife gefest werden und der Doben zu ibrer Mufnahme fhlecht vorbercitet worden. In folhen Fâllen, wo der Einbägtng des Landes. 89 der Dobett feif und she ift, tuürden folhe Arten von Dung, tele bein Voden auflobern, von cinigem Nuben fepn; deren man fonft eben dazu nicht bedarf, Mach gehôriger Bearbeitung des Bodens für junge Seblinge, freitet man gun Cin- feben. Dies follte immer früh im Herbft gefchehen, damit die lofe Erde fi, ebe der Groff eintritt, gebôrig an die Burzelfafer legen fônnte. Pat man gcitig im Grübling gepflangt, wie dies baufig gefchiebet, fo treiben fie bei weitem nicht fo gut, und leiden mebr von der Frübe lings- und Gommerbige, tweil fie felten fon in den Doden eingeturgelt find, wenn biefe eine treten. Dies ereignet fi befonders bâufig in den nèrblihern Gegenden, wo der Groft fo ange anbâlt und die Pflangung über die Beit bin vergôgert wird, da man ibr Gortfommen ermwar- ten darf. MBenn dann beim Musraden oder Aufnehmen die Murgeln nicht befhäbigt find, fo Éom- men fie mit grofer Gemifheit, nad der erffen Art, fort, befommen einen fhnellen MBucds and terden ein oder gtei Yabre früber Dee, als nad der gemwôbnlihen Berfahrungstweife, Man Hat dabei bâufig angerathen, die Seblinge von dem fchlecbteften Boden zu neb- Men, bamit fie in dem fettern defto fraftvoller gedeiben. bat man aber die Erfabrung gemacht, daf folche Seélinge, die im MBacdbsthum verfrüppelt oder fhiwach und meichlid gebie- ben find, nicht nur lângere Beit brauchen, um fidh ju erbolen, fondern auch felten fo gut fort- wachfen, als folche von einem veidhen Doben, und man nach dem Sorfdhlage eines erfahrnen Schrififiellers*) junge und fraftvolle Seblinge von dem beffmôglidften Erbreich mit dem ffcher- fien Erfolge nebmen Eônne, Da man durch verfhiedene practifhe Berfuche beim Mnlegen der MBeifoornbeen ge- funden bat, daf folche Geblinge am cheften fortfommen, tmwelche gunâchft an ibren Gtämmen die grôfite Angabl MBurjelfafern baben, fo ift es eine Sache von Bichtigfeit, beim Eryielen der- felben bierauf befonders dt ju haben. Dies wird am eften betverfftelligt, tmenn man fie früber als nach dem erften und gmeiten Sabre verpflanit, alle folhe MBurzeln abbauet, welde qu febr niedermwärts geben oder gu febr feitwärts fi) ausdebnen, fle in guter Beite von einander in vecht fetten Dobden plant, fo daf fie nidt nur gut twachfen, fondern daf der Doden givifchen ibnen vecht veinlich gebalten terdes Der eben errwäbnte fharffinnige Shriftfteller bemerft, ,, daf in dem folgenden Binter, da der Dorn verpflangt worden, die Crde groifchen den Reiben gut müffe durchgegraben und mit einem fcharfen Snffrument dite an den Keiben bearbeitet mwerden, fo daf der Mrbeiter den grèfiten Theil der Seitentourgeln fo nabe als môglih an den Pflangenfiämmen abftofe, mwornad) fie *#) Anderfons Effay. Vol. I. Erfter Theil. Dit 90 Bierte Abtheilung, fe dann fih Beffer smeigen, dann jeden Minter Sarnad der Doben aufgegraben tvird, und man mit dem Graben na und nach von den Pflangen fid entfernt, fo iverden zu jeder Seit’ die MBurgeln fo Eurz gebalten, und ibre Muszweigung nabe an dem Stamme fo befrbert, daf, wenn fie ausgenommen und in Decen gefeft werden follen, es ibnen nicht an Oeffnungen man- gelt, Mabrungstheïle eingufaugen, und fie bei diefer Operation nicht in Gefabr find zu leiden. » Beun, fübrt er fort, ,, der Doden der Dflansfhule fett genug if, und der Dorn in der Gu- gend und vor bem Binter verpflangt iff, fo wird er vorgüglih in die Hôbe fchiefen und wenige Geitengmeige machen, twelches für die Pflangfchule immerbin gut ifts demnachft muf man fi in Mt nebmen, Bei der erften Berpflangung den Stamm nicht ju verleéen no auf irgend einen Ball ibn ju Befchneiden, twwûre er auch Frânflid und angedorrt, Cben fo menig dürfen die auf- vechten Schdflinge in der Pflangfhule abgefürzt werden, Um die Mrbeit gmifchen den Reiben gu erleichtern, mag man allenfalfs einen ju febr fi) verbreitenden Geitengmeig mit dem Meffer oder der Scheere ju Anfang des MBinters abfhneiden,‘ In jedem Gall bâlt er es für gut, daf die Œrde gtifchen den eiben im erften Minter mit dem Spaden umgebracht mwerdes ift aber die Pflangfchule febr grof, fo Fann dies febr leicht mit dem Dflug Berverfftelligt werden. Biifhen ben Reiben der jungen Seblinge, vo dau Maum genug gelaffen worden, fonnen mancherlei Gartengewächfe von der nicdern Mrt, als Erbfen, Turnips, Spinat und Siwiebeln febr vortheilbaft gebaut werden, Benn man Seblinge zu Dornbeden fammiet, fo pflegt man gemeiniglich die jungen und Fleinen vorzujiehens es ift aber gewif teit beffer und leichter, twenn man âltere und grô- fere haben Fann; denn, fobald die Seblinge einigermafen grof find, fo ift die Hecfe nicht nur leichter gemacht, fondern auch die ftrenge Binter- und beife Sommertvitterung fann nidt fo febr darauf twitfen, und alte Geblinge bedürfen meit mweniger Dflege und Schué als junge. Deim Gebraucd grofer Seblinge mub aber immer dabin geforgt merden, die MBuryeln fo viel als moglih qu erbalten, Beldhe Yrt von Seblingen man übrigens nebmes fo muf do immer darauf gefehn werden, daf alle, die ju einer und derfelben Demvébrung gebraucht merden, môglichft von glei- her Kraft des Bachsthums und der Orôfe find, damit die Hecfen Feine Sücfen oder dünne Gtellen befommen, wie dies fonft leicht der Gal if. Ueberdem fann eine forgfältige Answabl der Geblinge für die Gegend und den Boden dem Sandtvirthe auf mannigfahe Meife nüélicd fenn, Die Burjeln müffen jedodh, obne Nücfiht auf Grôfe und Vite, vom Meffer fo viel als môglidh verfhont bleiben, da es dem Bachsthum immer forderlich ift, je mebr Iur- gelfafern vorhanden find, von der©pibe der Seblinge mu oben allemal abgefchnitten werden, ŒEinbägung des Landes, 91 werden, ba bei ben Verlebungen des Umpflangens die Burjeln nidt binfâänglihe Mabrung ge- ben Fônnen, um das Mndorren oben zu vcrbinderns bei Gteren Mrten darf man aber beim Y6- fchneiden freier zu McrÉe gebn, als bei jungen. Die Art, wie man pflanit, vichtet fi) in den verfchiedenen Gegenden na Gervobnbeit und nad) den Seflingen, deren man fi bedient. Go fegt man in einigen Fâllen die Seg- linge in borigontaler Ridtung auf Erdfhollen, deren lodere Seite aufiwärts gelegt ift, und Bebecft fie bis auf einige Zolf, daf nidjt mebr als gmei Frâfrige Shôflinge aus jeden bervorge- en Fonnen. Benn man fo pflangt, muf man ein gutes Deet trocfence Erde fomobi zur Auf- nabme als Dedecfung der Burgelu diefer Seblinge machen, und man wird finden, daf fe beffer fortfchlagen.| Die Crfabrung lebrt, daf man biebei auf folgende YBeife am beften ju MBerfe gebt: Un der Stelle, two der Graben gemacdt werden folf, grâbt man etwas Erde um, und legt fie umgefehrt(reverfed) jum Aufrourf als Deet von etiwa zwei Zoll hoc über den Erdboden für die Geblinge. Auf diefem werden fie nabe aneinander in borigontaler Kichtung gelegt, jedod gegen die©pibe ein wenig aufioärts und die Enden der Stâmme mit der Gronte des Aufivurfs gleich oder etiwas jenfeit, jebod) nicht über einen balben 306, vorfpringend.: Auf folhe Beife fchiefen die@eblinge nur einen oder jmei Schoflinge, die um fo Éraftvoller emporgeben, als iprer iwenige find. Bo fidh an einem Geblinge viel Shüffe befinden, da ift es fehr dienlich, in dem evften Minter nad der Pflangung die überflüffigen wegzunehmen und mit einem Meffer dit an dem Gtamme megzufdhneiden.: Die Breite der Crunbdlage der Hecfen beftimmt nach: beribre Gtûrfe, nidt die Menge der Ziweige, wie man fihs wobl einbildet. Ein noch leichterer Beg ift, die überflüffigen Knospen, fobald fie im Frübjabhr anfangen zu fpriefen, abzufhaben. Sat man die Seblinge nach der Neihe eingelegt, fo müffen die Buryeln mit folher Erde, die von der Oberflâche genommen ift, unmittelbar bedec£t werden, und der Arbeitémann muf vor- aüglidh gute lofe Crde über die Durgeln binten auf die Danf werfen, dagegen die Brüftung der DanË mit der minder fruchtharen verfertigen, befommen die Murzeln gute Erde, in swelcher fie ungebinbert fortfprieben Fônnen und aus der fie binfänglihe Nabrung erbalten; aud Bringt die flechtere Crde auf der Brüftung nicht fo viel Unfraut bervor, als die fruchthare türde gethan haben, die man nabe von der Oberflñdhe genommen batte,*) Da der Hagedorn beFanntlid feine bleibende Mâffe an der Burgel verträgt, fo darf et nicht an den Seiten oder Vordten folher Oraben, welche ftehend IBaffer enthalten, gepflant werden, Die Methode, dies überhaupt ju thun, ift nicht fonderlih, da die Burjeln leicht blof werden und ibjnen dann nidt mebe gebolfen terden fann. M 2 Die *) Anderfons Effay. Vol. I. 92 Bierte Abtheilung. Die Panfen, auf welche die Seblinge gepflangt werden, macht man unten fehs Guf iweit, oben drei und einen balben, und gmei Sub in der Pôbe, Cinige Pflanger balten es mit einem Graben an jeber Seite, von drei Sub MBeite und zwei Guf Tiefe, wobei die Geiten in abfchüiger Rihtung gemacht werden, fo daf der Boden nur fehs ol Beite bats wâbrend andere nut einen Graben machen, deffen Œrde auf der entgegengefebten Seite abfhüffig aufge- forfen wird. Beim Anpflanzen der jungen Seblinge empfieblt man ferner, da die Danf binfanglih tweit fei, 3: D. nicht unter vier Gu$ oben, daf zu gwei Meiben fich Plas finde, Die auf der fla- chen Oberflñche swei Gué und drüber auseinander fommen, mit der Borfiht, da die PBurgeln in die befte Dammerde gelegt werden, und daf die Geiten, um das Mieberbrôceln ju verbindern, vôllig abfchüffig gemacht werden, mit einem Graben an jeder Seite,. Und um die Berheerun- gen des Viecbes abyutwenden, lege man Dorn gang loos in die Grâben, Dies erfpart die fchtve- ten Unfoften der Pfoften und Miegel, fo wie der Zâune(dead hedges), indem das Sieh nur bis auf fechs Bu den Stâmmen fih naben Fann, eine YBeite, die fie vollfommen von aller DBefchädigung abhält.*) findet Her Dillingeslen in Sommerfetfhire feine erfolgreihe Anwendung bievon, Herr Midoleton glaubt bei der Verfertigung grüner lebendiger Hecfen die gewôbn- lide Methode dadurch ju verbeffern, twenn man gwei Meiben Seblinge von 1 bis 2 Gus von einander macbt, und mwenn fie angetachfen find, alle fünf oder fes Sabre bebauet, Das gebauene Dolg ift dann gebn oder mwblf Sabre alt, und das gur Derwébrung übrige fünf oder fechss dics ift auf einer Seite zur Dervébrung binreihend, fo wie auf der andern Geite der Dorn- Graben gegen das Mbfnospen des Viebes fhügr, Much für dem Sandwirth bält er folche Hecen âuferft vortheilbaft. Von allen Methoden, wenn fie gelingt, ift immer die befe, enn man in feuchtem Doden und feuchtem Elima Dorn bis zu fehs Hu Hôbe ausradet, bdie MBuryeln auspubt und mit einem Grabfcheid befter Crde auf dem Mafen legt. wird da geftochen, 0 man den Graben machen will, und in Stücen gebact, Dann legt man an den MBurgeln um die Stâmme eine Banf von twenigftens drei GuB Hôbe an, und fcheidet die ober- flen Enden gtei Guf über die Banf gleich, Von dem Vortheil biefer Mrt lebendiger Hecen haben tir uns dur eigne Verfuche einigermafen übergeugt. Su einem voliffändigen Erfolge gebôrt indeffen, daf die@eblinge forgfältig aufgenommen und zur rechten Seit gepflangt werden, auch eine beträchtliche Tiefe in feiner Grde befommen, damit die MBurelfafern bdarin forttreiben Éônnen. Cine Mifhung von gleichen Theilen Strafenfebricht und fetter Erde haben wir sum Bachstbum fee fordertich gefun- *) Middleton’s View of the Agriculture of Middlefex, Einbägung des Landes, 93 gefunden; and) muf bei einfalfender trocfner Yabreszeit nach dem Pflangen bisweiler die Erde an dén Burycin mit Baffer erquicét werden, Bo man die Seblinge auf Banfen bringt, da muf man fie binfänglich gurüc£(back) fehen, um bei dem Miederbrôeln nicht mit fortgeriffen qu werden, und bamit fie vom Unfraut nicht fo febr leiden, auch beffer mit Œrde umgeben ter- den fônnen ffatt der gerwôbnlichen fünf oder fes 3olf, follte man zebn bis gwôlfe nebmen, Grofe und breite Banfen mit doppelten Graben gebraucht man vielleiche nur in febr naffen Gegenden, da fie ju viel Sand megnebmen, ofne mebr Bortheil als ein Graben ju ge wäbren, Œin Graben und eine Meibe Geblinge ift ju einer guten Decfe fon immer binreichend. Hobe Danfen jeder Het find nur in Falten und_naffen Doden, und to zu getviffen Gabreszeiten IBaffer ffebt, erforderlich. Sonft pflanjt man aud Seflinge auf der ebenen Oberfläche, obne daf eine DBanf auf- gemorfen wird; man mact mit einem gemeinen DPfluge eine Gurche oder gräbt ein Spat Erde aus, torin die Geblinge in einer mebr fchiefen Michtung der Sänge einer Pecte nach gegen die aufrechte Seite vier oder fünf Solf von einander gelegt, mit der aufgemworfenen Œrde bedecft werben, die man an die Burgeln dicht an tritt. Die brige Lofe Erde wird nacdhher mit einen Spaden binter die Seblinge gebracht. Die Methode, die Seblinge in Sôder, mit einem eifernen Ynftrument(dibble) ge- macht, gu bringen, ift in fteifem Doden des QBaffers mwegen, tmwelches fidh leiht darin aufhült und bie MBurgeln gerftèrt, nicht qu empfeblen, fo wie vieler Dung oder Compoft leidht SSnfeften, die den MBurgeln ebenfalls fhäblidh werden, erzeugt. Die oben angegebenen IBeiten beim DPflangen gelten befonders da, to die Geblinge flein find, und die Sage frei ifts jedoch ift fes oder ficben Soil WBeite befer, wo die Seblinge von giemlicher Grèfe find und die Sage nicht fo frei if. Einige rathen dennocd fie nod weiter als neun 3olf auseinander zu fegen und bei gutem Sande tvobl einen Fuf weit, Die Pflangungen ziebt man im Allgemeinen in freien und offenen Gegenden vor, tweil Hecfen auf diefe Art, einige Yabre twenigftens, febr gut ireibens und nachber fann man durch) gefcicftes Musbauen dem Erfticfen und Berderben zuvorfommen, Qn freien Gegenden ift es durchaus nôtbig, die jungen Geflinge mit einer Hrt rodten Bermäbrung qu fhüben, als mit Zäunen, boben Banfen, niedrigen Dâämmen oder Micfen, Debient man fi der erftern, fo merden fie vier Bol von dem Mande der Ban gemadt, Die Zâune macht man gwei und einen balben Guf davon mit binfänglichen Pfäblen. Dies ift die tobifeilfie, fhügendfte und märmfte Bewäbrung für junge Seblinge, Qn falten und freien Gegenden bâlt Serr Dillingsler gwei Meiben Sâune zum oûmlihen Gottfommen der Seélinge erforderlihs und berechnet die Unfoften auf folgende Veife: Die 94 Bierte Abéheilunge | L.. Sinod, Die Danf zu macdhen:-=. a Grine Seblinge ahtzig a Shnur Ê e; ë A EE ui Su Pflangen und Düngen e<€ à pe: 3 Bivei Fûuue=== 5 F 5 hs Le Diefe Zune su machen<.;: fa M Die Seblinge drei Sabre ju jâten a ë= ë 4 detre Mod gwei Zune= a= 5 é diinn se Hé end due:: Ein Suder DBufd madt 15 rope(315 Guf) sur einfachen Bee und foftet 17 Schil- linge 6 Pence(5 RE 20 3e Pr, Cour,). Mit Sol; zu Musbefferung bat einen zufälligen Preis, Yn niedrigen naffen Gegenden Fommt man am toblfeilffen mit Éurgen Beivenpfablen dau. Man feBt fie in fhrâger Michtung auswartts auf dem Rande der Danf und verbindet fie dur geflohtene Strâuche oben mit einander.@o befchüét man die eblinge durch eine leben- dige Bemäbrung. Jn Devonfhire, wo mari auf boben Banfen plant, pflegt man es oft- mals fo zu machen, Man macht folhe hobe Danfen mit Soben und Erde, in frepen Gegenden, um die jungen eblinge ju fhüben. Mo es viel Steine gicbt und Sobden auf der Oberfläde, macht man givei Gu$ hobe Damme ju eben dem Enbywed. Mo man blos gegen das Bich(hüben will, find Ride binreihend. Su den Geblingen nebme man, tie fon gefagt, von gutem Boden, dicht im Mucdhfe mit ffarfen fchieren Stâmmen, die ettwa gweimal umgepflangt worden und fünf Sabre alt find. Die grofe Meunge von Burgeln, iwelhe folhe Seblinge haben, madit fie gum Gortfommen gefchic£ter. Man büte fi) dabei vor milben Seblingen von Beideland, die man grwoar etwas mobifeiler einfauft, aber verfrüppelt und frebsartig. find, nimmer gut fortfommen und eine fcblechte Decfe machen,**) Dem Gortfommen folher Bemébrungen wird baburh, vorüglidh wenn die Seblinge juug find, gefhadet, da man fie unten vernacläffigt und nicht gebôrig rein bält. Gie müffen nehm- *) Der Preis des Safeffrauhholges, fo tie der Arbeit, if jet Gôber, und man mu auf der rope einen Schiding mebr vechnen. **) Gereral View of the Apriculture of Middlefex. Einhägung des Landes. 95 mebmlid gut gejatet und bebadt merden, fo oft es erforderich ift, auch tuf jede Mrt von Un- rath von den MBurjeln und Stâmmen entfernt mverden, Mu die leichtefte und nüblichfte Vrt gefchicht dies, twenn man vermittelft einem alten Meffer oder einer dreigaæigen Miftforfe die Crde un die eblinge auflocfert, fo daf man den Murgeln nicht ju nabe fommt, wäbrend das Unfraut leihter weggebracht wird. Dei jungen Gefen muf man bdies fo frih als môglih im Stübjahr thun, bamit das Unfraut nidht in Saat fhiefe und zu fehr berband nebme. IBenn die Secfen auf Grabenbanten féehen, fo fit man gembdbnlih die Obetfläche mit einem Sva- den dünne ab; twenn nun gleid bies auf einige Beit vom Unfraut befreiet, fo fhadet es auf der andern Seite defto mebr. Die Banfen leiben von der Suft und dem Grofte, die Burzeln werden leich£ entblôft und die abbrôcfelnde Crde fällt in die Graben, deren WBafferlauf dadurch gebemmt wird. Bo man das Ausgefhaufelte der Graben an den Geiten der Sandfirafe oder andern Orten an bie Burzeln der Seblinge bringt, wie man dies bei hoben Banfen wobl thut, mu man forgfaltig su MBerfe geben, es auf die MBurgeln zu legen, und damit es nit tvieder berunter falle, durch jäbe Soden gu fihern, die man zulet dagegen feat. Gegen das Mbfnospen der Schaafe und fonftigen Viches, muf man wo) auf der Put fepns ifis aber einmal gefheben, fo muf man die abgenagten Schôflinge ein oder gtvei Solf bis auf den Stamm abfchneiden. Uebér die ficflihe Mnpflangung der grofen Dâume in Secenreiben, ift man verfchie- bener Meinung. Hm Migemeinen darf man folche nicht zu febr ausdebnen, jeboch nicht gânz- lidh vernadhläffigen. Dei Pflançungen bdiefer Mrt, gerffôet der Tropfenfall von den grofen Dâumen, die jungen Dornfeblinge, und betirft badurd Sücfen und Soôcher in den Hecfen, und fhadet insbefondere der Getraidefrucht und den Grasarten, Mo man jedod gâmlih das Daumpflangen in den Hecenreihen verachtet, da hat man einen nacften und wüften Mnblic, der dem Neifenden febr miffällt. Ueberbem, da man auf folhe Art, Däume zu Baubol mit gecingen Lnfoften und tweniger Saft angiebt, fo verliert der Defiger fotvobl als der Düâchter alfemal daben, tvenn er auf das Mnyiehen des nüblihen und nôthigen AITARES Feine Muf- metffaméeit vermwendet, Defolgt man diefe Methode, fo find als barte MBolarten, um fie in den MBinfeln, Een und andern unbebauten Flecden ju pflangen, die Sohottifhe Gôbre, die VDüche, der Serchen- baum, der Mhorn und die Birfe die tauglichften, Die Efche laft Mh gleichfalls in einiger Sâllen Brauchen, tollen jedodj bebaupten, das Baubolz merde auf diefe Mrt theurer, fobald man den Madtheil folher Anpflangung mit in Anfchlag bringt, Die Gervobnbeit, jungen Dorn und andere lebendige Hecden, jäbrlidh zu befdneiden oder abjuftuben, fo vortheilhaft fie für das Mnfebn einer Hecfe fepn mag, bleibt jedoch für - den 96 Bierte Abébeilung. den Bacetbuin berfelben feht nactheilig. Sie bâlt die Sramime Élein und fhtoach und Macht die Hecfen iwenn fie alt werden, unten offeu; dabingegen biejenigen, die man fi gang felbft überläft, ffarf in den Gtâmmen werden, breite Gcitengmeige machen, tmeldhe dur VBerve- bung eines in den andetn, eine dicée und undurchoringlihe See bilden.@olche, die in ge- wiffen 3iwifhenraumen, von etiva fieben oder act Sabren, gefhnitten werden, Haben gemei- niglich einen febr grofen Vorzug vor denen, twelche von der Beit an, da fie gepflangt worden, immer unter der Scheere gebalten find. Leberdem ift jenes offenbar eine Crfparung der Hrbeit, und die DHecfen werden badur nubbarer, Die Seit, in welcher Decen gemôbnlid befdnitten werden, ift der Gommer, in Nü- fit auf die Begetation, unfreitig Die unbequemfte, wwelche man tâblen Fann, in foferne als die Geslinge durchs Befchneiden, wäbrend fie vol Gaft find, durchaus leiben müffen. Die bequemfte Beit ju diefem Gefchäft bleibt tobl immer der fete Teil des Herbftes, twenn der Machsthum der Seflinge in Abnabme und ant mindeften Évaftooll ft. Den der Art zu befhneiden, geht man verfciedentlidh zu MBerfe; am vortheifbafteften fheint es jedoc qu fenn, bie Hecfen von beiden eiten nach dem Gipfel zu in fhrâger Nid- tung ju fneiden, fo daf der dicffte Theil der Hecfe unten if, wo man deffen voryüglidh bedarf. Dei den gefhnittenen und geftuten Secfen ift der Gall oft umgefebrt. Qu oft darf man daber, wie gefagt, nicht befcneiben, jedoch na mebreren Sabren, in teldhen eine Decfe geftandeu, es nidt gang unterlaffen: Ein fepr geficfter und erfabrner Scriftfteller*) mat bierüber vortrefflihe Semer- fungen. ,, Aicdts Fann einer jungen Secfe nactheitiger fe, als ein unvorfihtiger Gebrauch der Gcheere; und obgleid es febr gembbnlich ift, nad cinigen Sabren erft den Gipfel einet Hecfe abyuftuéen, fo(ft fi, twenn es aud) nachber nicht twieder gefchiebt, Fein nachtheiligerer Gebrauch denfen,“ Die vorzüglihen Cigenfhaften einer guten Hecte, find Srûrfe und Dicdh- tiafeit. Mun, fagter, faun eine Hecfe durch nichts fârfer werden, afs dburd) die Kraft und Grèfe ibrer Hauptfiämme, Es ift aber einleuchtend, daf wenn man den Gipfein ibre SHaupt- fe befchneidet, jeder von ibnen febr viele Fleinere bervorbringt, als bei einem gefrôpptem Baume gefchiebt, und jeder diefer Éleinen Stimme wwiederbolt befchnitten, in eine nod) immer fleinere und zablreichere Vermeigung(ramification) getheilt tird, bis bie Anyabl derfelben fo angemadhfen, und ire Grôfe daber fo vermindert ift, man fagen fann: die Pecfe be- fiche gang aus einer unendlichen Anal Fleiner in einander geflungener Biweige, denen es an bintângliher Stärfe mangelt, einem twüthendem Stiere oder.andern ftarfen Æbiere ju twidet-: fichen, daf es nicht leicht durch einen Tbeil der Decfe breche, swelchen es angugreifen tagt, fheine *) Andeérfons Effay. Vol. L Einbäagung des Landes, 97 ftheine er aud no fo site. MBenn aber ffatt des Defhnittenmerdens der Dorim ununterbro- chen in die Hôbe geben fann, fo wird fein Stamm gleich dem eines Daumes an Grèbe und Gtârfe junebmen und in Eurzer Zeit fi der gangen Stûrfe irgend eines gu fürchtenden Tbicres twiderfesen fonnen. Mit der Seit wird er fogar fo if, daf er beinahe den Maum einninmt, den man anfänglich gwifhen den Seblingen gelaffen batte, fo daf er, tvenn man fi fo aus- drücen parf, eine vegetabilifche JNauer bildet, die durd Écine Kraft fidh überwaltigen(ft. Demnächft fpringt es feiner Meinung nad in die Mugen, daf cs die Stûrfe einer Hecfe gar febr vermindert, fobalù man den Gipfel einer jungen Secfe abftubt, Daf es auch der Dicfe einer Gecfe fade, glaubt er Flärlich darthun ju Fônnen: Benn, faat er, der Sauptftanmcines Daumes abgeftut ift, fo wird der Gaft, der gum Badsthum des Gipfels in die Sôbe flieg, in feinem Sauf gebennnt, und er treibt nun eine Menge Shôf- linge rund um den Gtamm, unmittelbar darunter, mo er abgefhnitten mar. ift dies nun mit einer See der Gall, fo gicht die fo gufammengedrängte Menge Shdblinge den Gaft fo mächtig nach der Stelle und macht unter derfelben einen fo dunfeln Schatten, daf alle botizon- tale Ziweige des Stammes, gunächfft an der Murgel, ibrer Mabrung und des Einfluffes der éuft beraubt, in ijrem MBachsthum unterdricft werden, in Furger Seit gânlidh verdorren, und den Stamm nat und blof bis an die MBurgel faffen. nd da um diefe Zeit unmittelbar aus dem untern Æheil des Stammes feine Zwweige fproffen, um den Gaft in feinem Saufe aufqubal- ten, und diefen Theil ffärfer gu machen, fo bleibt diefer Élein und fhwadh, twäbrend der Gipfel üppig fortivachfend, fo breit und fhwer getvorden ift, daf er mit Befhwerde von den Fleinen entblôften@tämmcden die mit jedem Sabre Fabler werden, getragen werden Fann, Yeder- Mann tweif, fabrt er fort, daf iwenn einmal die Secfe unten offen ift, e8 nicht darauf anfomme, ob fie oben dichte fen oder nicht, und er überlaffe es der Erfabrung ju entfcheiden, 06 dies nicht geieiniglid der Fall bei Secfen fen, deren Oipfel man, da er noch jung war, ffufte, befon- ders in folchen Süllen, mo die Secfe in dem erften Vabr frâftige Schüffe getrieben batte. Lino tenn fic dies befiâtigt, fo müffen wir fchliefen, ba die hier getadelte Gemwobnbeit die Secfen fotwobt dünner als fhwäder made. eine Hecfe dagegen unbefhnitten in die HôDe gcben, fo bleiben die Fleinen 3meige gunächft der Murgel grûn, tveil fie durch auferordentlihe Yug- faugung nidt erfterben oder durd den Schatten üppiger Zmweige oberbalb etfticft werden, und balten einen Theil des Gaftes zur, daf die râmme dicfer und ffârfer werden und ibre erbal- tenen Gipfel tragen Eônnen. Benn dann von Beit ju Geit die üppigften Seitengweige oben ausgepubt werden, damit fie Die untern nicht überfchatten, fo ivachfen diefe lebtern fo fange die Decfe ftebt. Da nun unter folchen Umftänden Fcine grofen Gcitengtveige entftchen, fo terden die Sauptftämme die geborige Kraft und Stârfe bcfommen, und von der Vurgel aufwärts al(- maäblig dünner werden. Der fandivirth Éann daber nicht umffändlid genug erinnert werden, fein Mugenmer£ vorgüglidh auf die geborige Dildung der aufrebten Stémme der Decfe zu twen- Erfier Theif, af. den, 98 Bite Abtheilung, deu, teil bavon, vie er bebauptet, die gange Fünftige Stärfe einjig und allein abbängt, und baben biefe die erforderlihe Diloung, fo lâft fih der Decée leicht jede ermünfchte Cigenfchaft mittheifen,@ollten jeboch bdiefe ftarfen Stâmme gang obne fleine Siweige fepn, fo laffen fie fi im nôthig erachteten alle ergielen, twenn man in dem Fabien Stamme, da, mo man 3rwecige baben will, eine leichte Bunde macht, denn unter jeder folhen Munde fommen in der Golge mebrere Éleine Zweige gum Vorfcheins befchneidet man dann ire Spisen, fo geben noch:mebr fleine Sweige bervor, bie bâufig befcnitten, in Furger Seit eine fo dite Dedecung machen, als man nur verlangt, Die Babrheit diefer Bebauptung beftütigt er durch eigne Erfabrung— er ertbielt auf biefem Bege cine unvergleichbare flarfe und fhône See. Manche Stümme turden fechs bis act Soil im Durchmeffer, und twuchfen fo dite an einander, da nur ein Feiner Vogel dagwifchen durfommen fonnte. Sat man bdies Ailes twobl in Mcht genommen, fo darf man nur die HecÉen vot dem Bieh bemabren, vom Unfraut rein balten, und jäbrlich einmal an den Geiten befchneidens dabei gebe man forgfältig oberwärts fo dit an dem leBten als fih thun(âfts; nach untermärts môgen die Schôflinge alfmäblig ein ivenig lânger gelaffen merden, fo daf die Seite der Hece nach oben eintvârts fchrag gulaufe, Dies giebt den Untergmeigen eine Sebbaftigfeit, die fie fonft nicht haben iwirden, muf man fo nabe mie mdglih an den aufrechten Stâm- men befchneidens fo wie fih die Seitengiweige ausbreiten, aber etivas ieiter geben, fo oft man fchneidet, Mdhtet man bicrauf nicht, fo werden die Geitenfchoôflinge bald entblôft, und unangenebme leere Stellen in der Oberflâche der Secfe entftehen. Beobachtet man diefe Regeln einige Sabre, fo verfichert er, twerde die Hecfe fo boch und dicht an ben Gciten, tie mans twünfhen mag, und daf, wenn man darauf auch anfhôrt die Geiten qu fluben, fie doch nicht in grofe Unordnung fommen merde; indem die SebhaftigÉcit der Gcitenfhüffe im MBuchs durch bâufige Theilung vermindert und Éeiner von ibnen gum Mad)- theil der Secfe leicht ausfchtveifend merde, fo daf man, 100 nicht in Fâllen, da eine befondere Bierlidhfeit erfordert wird, gar twobl mit dem Defhneiden aufhôren Fônne, Dei der Bergleichung lebendiger grüner, mit gemauerten Vemäbrungen, bemerft Herr Billingslen:*) ,, Sie fallen angenebm ins Muge und wenn das Elima, die Defchaffenbeit und Tiefe des Dodens, lebbaften Buchs befdrdern und die darauf gemmandte Sorgfalt, wenn fe jung find, lobnen; fo find fie minder foftbar, und geben nach viergebn Sabren, wenn fie abgebauen oder gurecht gefchnitten werden, einen binfânglichen Ertrag, um alle vorberigen Roften zu erfefens auch Éann man alle eilf oder gmôlf Sabre dies Defchneiden fortfeben, ohne den Stâmmen zu fchaden,‘ Bobl- *) Agricultural Report of the Country of Sommerfet. Einbägung des Landes, 99 MBoblivcislih erinnett er biebei ben Sandmann, daf die befte Seit, feine Secfen zu be- atbeiten, dann fer, tmwenn bas Sand umgepflügt worden, ind if es MBeide, wenn.es Fury vor der Heunerndte if. Der Bortheil, die Sage des Dodens dDann ju benuben, wird ibn die Mübe nicht verdriefen faffen, vor dem Nachtheil, den das Bieh Bbewirfen Fônnte, auf féiner Sut ju fenn. Dei der Bebandlung alter Pecfen, verfäbrt man auf verfhiedene Beife. fie durch flechte Defchaffenbeit des Crdreichs oder andere äbnliche Urfadhen abgängig werden, fo ift die lcichtefte und wirffamfte Art, ibnen aufjubelfen, daf man die Geftrâuche, aus melchen fie befteben, zu Œnde des Herbftes oder im Anfang des Früblings, Bis didt auf die Oberflähe niederbauet; fie nachber vom Unfraut vein bâlt, und auf befannte IBeife tweiter verfäbrt, Un in Srübling, wenn fié junge Rnofpen zeigen, fo râth ein erfabrner Sobriftfteller, febr forgfältig auf der Hut zu fepn, am alle Rnofpen, mit Musnalme einer oder gmeier der ffärÉften, swelche au Schôblingen Die befte telle haben, abzufchrubben, denn twollte man fie alle fortwad- fen laffen, fo würde Gchwäche und Berfrüppelung, tie in den angefübrten Fûllen entftehen. Aus Mangel nôthiger AufmerÉfamfeit find folche Hecfen oft gang verdorben. ABenn die Felder an den fo bebjandelten Hecfen in der Dearbcitung find, fo treiben fie gemobnlid) beffer, als tenn dies nicht der Ball ift, vorsüglid wenn fie auf der Oberflähe oder nur auf einer Fleinen Danf ftehen.*) Qn andern Gâllen bauet man Hecfen, bdie ettwa act oder 3ebn Sabr getvachfen find, bis gur Dôbe von gmwei oder brei Guf nieder. Diefer Gebrauch taugt im Orunde nidt, weil burch die Shôflinge, welche in den folgenden Sabren von den Oipfeln der Stûmme ausfchlagen, der niedre Theil der Decfe in mwenig Jabren nidt nur dünne entbloft und voller Oeffnungen wird, weil manche Stâmme abfterben; fondetn ibre Gipfef fo bufchigt werden, daf alles darun- ter vergehen muf. Madden die Hecfe gum gmweitenmal grof gemachfen, find die Gchôblinge aus ben aten Stämmen auch mwiederum baurecht, und nur iwenige[äft man übrig, um gebo- gen mit der Spike auf die Peche gelegt ju werden. Go eine Dewäbrung nimmt fid nie gut aus, ift auch nidt einmal binreihend, obne tobtem Holy, das man unten dagwifhen bringt, die Gchaafe vom Durchbrechen abgubalten, wobei die jungen Gcôflinge gefnift und ger- nichtet werden, Eine andere Methode, die ungleid beffer ift, und von mandem Sandtwitth in Mus- übung gebracht mird, ift das Segen der Hecfen. Diefer bebient man fid jebod nur, mo die Hecfen nod nicht alt und doc dünne, voller Sen oder Ziwifhenräume find. Man fhneidet die tûmme der Seklinge bis auf den Doden ab und(äft in einer MDcite von vier Hub, immer n:2 nur *ÿ Anderfons Effay. Vol. I. 100 Bierte Abtheilung, nut einen, ber oben ain Gipfel geffuét, gebogen niebergelegt und in cine borigontale Sage verflochten ift, entiveber vermittelft febendiger Dfâble, die man ftchen lieB, oder todter, Die manu in einer YBeite von ein und einem balben Guf gefebt bat.. Das obcre der Secde ivird mit dichten Safelgweigen oder andern biegfamen Sol; mit jedem Pfable verflochten, ber die Seger (lagers) in ibrer£age bâlt und ffügt, Yon den abgehauenen Stimmen fotvobl als von den gebogeneu gehen in einigen Sabren eine Menge junger Schôblinge bervor, bie cine vortreffliche die See machen, Dei diefer Arbeit müffen die vorbin leeren Stellen Befonders vorgenoim- men, Die feger dichte nicdergebogen und mit Pfäblen gut verfeben werden, An pañlihen Orten nimmtman Beiden- oder Ellernpfäble, weil fie baufig Burger fchla- gen und fortwadifen, Dies iff unter folchen Lmffänden eine vortrefflihe Art, die Decfen gu et= neuen. Der baupifädhlidfte Einmwurf, den Diefe Methode trifft, daf die Leger nach einigen Sabren, befonders went cinige bide und ftarfe darunter find, abfterben, und bas barunter fi befindlihe grüne Soly in feinem Macbsthum dur den Æropfenfall und dem vergehenden Berbande geftdrt wird. Die befte und getwif vortheilbaftefte Methode, bie alten Hecfen zu erneuen, bleibt ge- tif für den Sandmann, befonders iweun er fie gegen das Vie fchüben ann, diefe, daf fie bis auf einige Bolf über den Doden oder die Dan£ abgebauen terden, Auf folhe MBeife wird in wenig Sabren eine erftaunte Menge junges Holz bervorgebracht, fo daf es eine Mecfe fo dichte Bilbet, baf man faum durchfehen Fann. Bo Graben dabei find, thut man wobl, den Rebricht detfelben an die Burgeln zu bringen, twodurch ibe Bachsthum befdrdert wird, Demobngeach- tet werden bei diefer Methode, iwenn die Secfe alt ift, manche von den diden Dornen bäufig ausgebn. Much muf man die Burjeln bein Belegen mit Erde nicht fberladen, man bat Vei- fpiele, da gange Secfen davon ausgiengen,@onft befommen die Schôflinge durch das Bele- gen mit Crde cigne Burjeln, wodurcd das Untere der Decfen febr di und dichte wird, Gin feidhter Schrâgelzaun mu, um gegen das Vieh ju fhiéen, umber gemacht merde, Man Fann dagu cinen Theil des ausgebauenen Solzes nebmensz das übrige Fann ju andern Dervih- eungen, aud) in Meifbündel für den Vecfer, mit unmittelbaren Bortheil gebraucht merden. (Man bezablt fürs bundere folher Meifbündel in Sondon eine Guinee), Dei diefer Methode müffen denn auch da, 100 Graben find, die Geiten von den Danfen gegen Defhäbdigung des Biebes gefihert werden, da die Seblinge oben und an der Seite Shôflinge treiben. Dies fcheint no immer beffer ju feyn, als der Banf cine fefte Gronte mit Stein oder Goden zu geben, ba das junge Holz an den Seiten nunungebinderter wachfen, auch bas Bief die Danfen nicht fo leicht nieberreien Fann. ift fon der Solgettrag einer folchen Pece in mancher Gegend von grofer Debeutung. Bo Œinhägung des Landes, 101 Yo bie Hecfen unter dünne Hurden, da bediente fih Herr Sarper, ein Pâcdhter aus Sancafbire, folgendes Mittels: Er befchnitt das Holz febr tief, und lief die jungen fraftvoilen Schôblinge ftebn; naddem er das alte Holy weggchamen, nabm er eine Handfäge und fâgte: den Stumpf, fo teit das Deil ibn getroffen batte, ében, fo daf das WBaffer nicht daranf ver- weilen fonnte. Daburd, fagt er, twachfen die Schôflinge ftârfer und gabireicher in einem Gabre als in bdrei andern, in tvelchen man auf gemobnte Mrt verfübrt. die Schoblinge anberthalb ober gmei Sub lang gemorden, band er die jungen Schôflinge nicder, und machte, wo es der Maum verftattete, mit einer Schaufel ein Soch in die Banf, in mwelcher die Schôf- linge vermittelff Hafenftäbchen dite niedergebeftet und twieder mit Œrde bedecft mwurden, io diefe jungen Ziweige, mit wenig DPflege, frifhe MBurgel fhiugen und eine neue Secfe Liloeten.*} IBegen der vielen Saft und der bedeutenden Musgabe diefer Methode, leidet fie nur in befonderen Gâällen ibre Anwendung. Demnächft Fann es Éeinem Siweifel untertvorfen feun, daf, je weni- ger die eblinge beim Defchneiden vcrleft werden, bdefto beffere Schüffe fie thun, und dann um fo tweniger durch die um ibnen fi befindende Mäffe leiden, Œinige Pflanger baben angetäthen, febendige Hecfen durch Mârme und Sub niedri- get Steinmauern gum fchnelfern Gortfommen zu bringen, und deshalb vorgefchlagen, gugleic eine Mauer und eine Hecfe zu machens; iwogegen fih nichts, als die grôfere Musgabe, eintwen- den lâft. Yo es aberan Steinen nicht mangelt und die Sage bob, frei und Falt if, mag diefer Borfhlag doch nicht zu vertverfen feyn, Die Mauern müffen in dem Fall vier und einen balben GuB body uud gut belegt feyn; die Seblinge plant man auf einer niedern DanË darunter mit einer todten Detvabrung, des Schubes balber, intvendig.**) die Seblinge grof gevorden, mag man den Damm niederreifen, und die Materialien anderiweitig gebrauchen, Do No *#) Agricultural Survey of the County of Lancafter. *#) Die Unfoften berfelben fhlâgt Serr Dillingsley in dem Agricultural Report der Sanbfdaft Sommerfet alfo an: Eine vier md einen or Gu$ Dobe ie qu ROIS“ne und Anfubr pf. Sd. D. eingerechnet z— Gé:— Bu belcgen e z_—— 2 HBané zu mader und Sesinge ju paue 3: z eo— 4 Die Geflinge:; 3—— 8 ŒEinc Versaunung intendig 2 c 3 z— x 2 3u jâten 3: 3> 2—— 2 = 3 6 Den Berth der Steine, Rarren: Fuder à 3 D. bavon abgesogers ET z 6 cn 102 Dierte Abtbalung. Mod eine andere Art Dermébeung bat man guveilen in freien Sage, wo ber Boben volifommen gut if, indem man ausgetvachfenen Scblee oder Shwarydorn giemlidh dicé und dar: unter Dafel, MBeide, grofe Drombeerfirauche u,{#., bis auf drei Sub Hôbe oben abbauet, auf eine DanË von giwei bis drei Juf febt, und einen binlanglich tiefen Graben darneben macbt. Mur in falten Gegenden empfiebit fidh diefe Methode. Der Shwardorn pflegt allenthalben bäufig qu fepn, und ift daber leicht zu baben, Das Abgebauene Fann mit Éleinen Gtangen an ber@eite der Danf feft geftectt werden, und für das Vieh eine Deväbrung abgeben, Dei bem niedrigen Preife der Seblinge ift diefe Dervabrung twoblfeif gemacdts und da fie fi mit Deibülfe des Drombeerffrauhs meit ausdebnen, fo machen fe in folhen Gegenden eine dice und undurdbringliche HDecfe, Bwar mâcbft der Dorn zu diefem Bebuf nicht febe bob, jebodh mit der Danf immer boch genug, das Bic eingubâgen und ju fhüben, ind die Gelder im Auftande der Bearbei- tung, fo verbindern die Graben, menn fie gebôrige Tiefe baben, daf die Aurzeln weiter laufen,*)**) Man findet, baf lebendige Seden in ber Mébe der Secluft nicht fortfommen. VBabr- fcheinlich rübrt dies von der alfjugrofen Menge Saljfâure(muriatic acid) ber, twelche ffe mit fi fübrt, und melde vermbge ibrer geringen AMnbängungsfraft fid leiht von derfelben trennt, und für den YBeifdorn und andere gun lebendigen Hecfen antvendbare Holjarten febr gerffôrend wird. Die befte Methode für folche Oegenden if, wenn man die Buche pflangt, die, wie es fcheint, gegen die nachtheilige MBirfung diefer Art Suft fid febr bermäbrt, Man pflanit fie auf einer Dan£ von fechs oder fieben Guf bob und oben vier oder fünf Fu weit, bierauf werden die Seblinge in giwei oder drei Meiben einen Fuf von einander und binläng- (ich dif gepflangt, Yu den mebrften Füllen macht man Écinen Oraben, aber in einigen fidhert man die Danfen vor dem Micderbrôeln durch niedere Steinmauern oder auf irgend eine an- dere bequeme Yrt. Der Macdethum diefer Seblinge ifft fhnell, fie machen daber nidt nur eine vortreffliche und fhône Demäbrung, fondern auch eine febr vortheilhafte, fowobl in Rüc- fiht auf ben Shus, twelchen fie gemäbren, als auf die fange Dauer und den jäbrlihen Oe- winn, telchen fie geben; ip eine von den Meiben abiwechfelnd gebauen und zu mancherlei Nuben *) Agricultural Report of the County of Sommerfet, #*) Gin gutes Guder diefer Seblinge veidt gu 12 rope. Die Mnfoften find folgenber ABeije gefchait: Pr Ed. D. Die Danf ju macdhen, der rope 2 2— I— Aufsugraben und ju pflangen 2: c— I 6 Seflinge angufabren Clâft fich nicht genau étant) 3 pie 9 TA 3 3 Œinhädtina des Landes, 103 MNuben venvandt werden Fann, und die anbern ben gefcnitten und geftuft, Seuerbolz oder anderes nübliches Holymerf liefern. Diefe Art von Hecfen bat jedoch die grofe Unbeduemlich« feit, daf fie su Verfertigung der Dan fe viel Erde erfordert. Qu Gegenden, wie die obige, Wäft fi der ffachlichte Oenft zur Bervébrung gebrauchen, ba berfelbe jung, fchnell und obne Schivicrigfeit, mwenn er burd didfes Cinfäen auf ziemlich bobjen und breiten Danfen mit Graben gur Seite dau angetmwandt wird, fortmibff. Da der Genft, wenn er alt wird, leicht vergebt, fo thut man gegen die badurd entftebende Dünnbeit am beften, die Geftrâuche erft an der éinen, dann an der andern Geite alle gwei oder drei Sabr abyubauen, leiftet eine breite Danf vorzüglid thre Dienfte; und fo iff enttveder an der einen oder der andern eite die Demvabrung jebergeit im Stande. Man fann fogar das abge- fauene an Orten, two bas Gutter bebende if, mwenn es gut gereinigt ift, gue Mabrung fürs Bich gebrauchen, Diefer Art, Genfthecfen anguzieben, ftebt aber dies entgegen, daf fie nicht nur cinen grofen Theil Grund und Doden erfordern, fondern daf auch der Saame über das eingehägte Sand vom Binde verffreuet und daffelbe mit diefer vor allen auszurottenden Pflange erfüllt wird. Menn man Becfen von MBeiden oder andern Mafferliebenden Straucharten pflangen till, fo mu der Doden fo mürbe und[ocer wie môglidh fepn, und Schôflinge von gmwei oder drei Yabren zur Beit, da man fie brauchen till, frifdh gebauen, genommen tverden, Man feét fe bann auf einen fmalen dagu bereiteten Œrbrücfen act oder ebn Sol von einander, bdie obern Enbden werden auf verfhiedene MBeife in Berbindung gefebt und feft in einander geflochten, um eine Decfe zu machen,*) Die Druchiweide ift zu diefem Debuf wobI die befte Art, Tn eini- gen Gällen fann der füfe Brombeerfirauch vortheilhaft mit der MBeide verbunden werden. Mas man übrigens in folhen Gegenden für eine Dermaâbrung madt, fo bleibt es imimer- bin gut, eine giemlich Hobe Danf mit einem Graben an jeder Seite aufjnterfen, aud juivei- (en wobl anf jeder Seite der Banf eine Hecfe zu pflangen, fo daf fie beim Aufgeben Su baben, und nachber eine die andere fhübe und ibren fhnellern Bachsthum befdrdere, Das Ausfüllen der fhadbaft gemordenen Hecfen, von tvelcher Art fie auch feyn môgen, mit todtem Material, fo üblich dies ift, follte fo felten als môglid gefchehen, indem die Hecfen qu ibrer eignen Musfüllung nicht nur verbindert werden, Shôflinge ju treiben, fondern auch die dürren Materialien, wenn fie abgängig werden, no grôfere Oeffnungen gurüclaffen, als da waren. Yo die Hecfen Mnlage haben, moofigt ju werden, bient eine Mifung von Half, Afche und andern âbnlihen Subftangen, mit der Erde der Danfen diefem Uebel abjubelfen. SA *#) Anderfon’s Effay. Vol. I. 104 Bicrte Abthelung, In einigen Cegenben Bedient man ff zu Hecfen bios tobter Materialien, um einge- bâgtes Sand abgutheilen, Dies ift indeffen eine Gemobnbeit, die man,‘wegen der Unfoften, der Vergänglihfeit und baber nôthigen jébrlichen Musbefferungen(die fidh gumeilen auf fechs bis gebn Theile des Crtrags belaufen) fo lange man lebendige Seden baben fann, nicht mit- machen folfte, es fen ben jur Derébrung junger. Secfen, und dbann muf man fie immer in gebôriger Entfernung von denfelben anbringen, um dem Wadsthum auf fcine Beife binder- (ich zu fenn, G rt a be n. Diefe macht man ju verfchiedenen Ziveden, bad als Demabrung, bald als Eroente- gung, Bal in beider Abficht gugleich. Sn jedem Fall muf man ibre Sciten abfhüfig machen, weil bei fenfrechten@citen, die Oberfläche des Dodens oder die Ociten, ibre Erde in den Graben fallen faffen. Grabengiehen muf man auf die éigenthümiihe Befchaffenheit des Dodens und die rt der Erocfentegung fehen, um darnadh die gebôrige Tiefe und Richtung, que Ableitung des Baffers, ju beflimmens mweil, twenn man darauf nicht Mücéficht nimmt, vie Machtheil von bem ftillftebenden MBaffer bewirft wird, Gollen Graben aïs Dewäbrung dienen, fo müffen fie binlänglidh meit fepn, bamit bas Bieb nicht überfeke, auch die Ufer abfhüffiger wie gewobnlidh, Damit das Vieh nicht fo leicht binein wade. Mcbt bis jebn Sub find jur MBeïte und dei bis fünf Guf que Ticfe, um eine ge- bôrige Bermäbrung zu leiften, binreichend. Golche Graben müffen oft gereinigt und die Gei- ten gut abgeffochen werden, tie das unter ben Pâchtern gemeiniglih der Gall nicht ifts denn dadurch wird der Doben an jeder Seite und in der Mâbe troŒner gelegt, und das Maffer zum Bobi der Cinwobner, in Gegenden wo viel MBaffer in den Grâben ift, minder ftofend und verderblich. Die erdigen Materialien, die man auf diefe Weife erbâlt, geben mit faulem Dün- ger verbältnifmäfig vermifht, einen febr nüblihen Compoft als Dung für mebrere Yrt Grasland, Gorgfältig muf man fie aber mit Ableitungen, als mit Brüchen und Blüffen in Ber- bindung feben, um jeden Macbtheil der aus diefer Vernachläffigung bâufig entftebt, vorzubeugen, Su naffen fumpfigten Gegenden fâft man bâufig grofe 3ivifhenräume zmifdhen den Graben, die man gur Trocenfegung braucht. Am vorthcilbafteften türde man biefe vob mit der Sor6- und Bitterweide bepflangen,(o daf der Dâcter auf andre Art fowohl Vortheil giebt, als eine Berwäbrung bai, Gat- Einbägung. des Landes, 105 Mriittibara da be s). Auch bier giebt e8 grofe Mannichfaltigfeit in Mücéfiht des Materials und der Met, tie biefe Thore gufammengefest find, fo wie der Art, wie fle bängen. beftchen aus zwei Flügel(leaves), einige aus einem, einige dreben fidh im Centro und feben tie gtwei Thore aus; andere breben fi am Œnde; einige éffnen fi nach einer andern nad beiden Geiten ver- mittelft Hafen und Oebr. Yo man fi des Cichen, Efhen oder anderer fhiwerer Soljarten daqu bebient, müffen bie PHängepfoften tiefer und fefter in den Grund gefeft werden, da die Thore von fo fhtwerem Holz die Päângepfoften leicht vorwärts xicbn, find biefe daucrhafter, als folhe, die man von leicbterm Holze macbt. Die nicderdeutfhe Beide und verfhiedene andere feihtere Holzarten laffen fi zur Vet- fertiqung folcher Thore für den Pâcdhter am vortheilbafteften benuben, da file oft an twüften Glecen von feuchter Art gebaut Merden und fo fhnellwachfen, daf man fie nach fechs oder fieben Yabren gebrauchen fann; auch find folhe Ebore im Verbältnif ibrer Seichtigfeit immer nocd) dauerbafter als man denft. Das Holy dau muf jedod vorzüglidh trofen und gur rechten Zeit gebauen fenn, sweil die Tbore fonft febr feicht aufreifen und fidh twerfen, wenn fie befonders im Sommer der MBitterung ausgefeht find, Dei der Cinrichtung der Schwingthore find die Micgel oft fo lang, daf auf den Hângen ju biel£aft vubet, woburch fie bâufig verbogen oder gerbrochen werden; und menn gleid die Gugen von dem Berfertiger mit der grèten Genauigfeit gemacbt find, fo geben fie bod) nach. So foftbar biefe Art Tbore feyn mag, fo iff fie do nicht fonderlidh. findet man bas boppelte oder Galthor, da die Riegel nur balb fo lang und den obigen Lnfällen nicht unterworfen find; fie erfordern indeB nod ein Paar Pânge. Das Schiebriegelthor ift eine Art, deren man fit, mwegen ibrer Boblfeilheit und Cinfachheit, bäufig bedient, und dabei dauerbaft und anpaffend if. Œs beftebt blof aus aufgerichteten Pfoften mit Sochern, um die Riegel bineingufchieben. If es freilih befchtwerlidh zu ôffnen, und ann nidt verfhioffen oder fonft aefichert terden, fo ift es für die innern Cinbägungen eines Farm doc febr bequem., Der Drebling oder das MBirbelthor if nur da nthig, two eine grofe Paffage if, Eine febr brauchbare Form eines Thores giebt Derr Robertfon in feiner Survey of the County of Perth: Der bintere Thil des Thores felbfé— den Hängepfoft nicht mitge- rechnêt— fpringt mit dem Holje nacd der vordern Geite in einer Sôbe von neun 3off, von unten auf dtei oil vor. Auf diefem Vorfprung rubt das Dintere Ende des Diagonalriegels, telches gegen die vorbere Seite des Ehors aufivärts gerichtet if, und vier und ein balb Suf in biefer Midtung fortfäuft. Diagonalriegel if von folher Die, bdaf alle übrigen Œrfer Tbeil. O Queet- :06 Bierte Abtheilung, Ouecrfiangen, mit Musnabme des oberfien und unterften Queerboles genau im bie Socher der- felben gepañt, durchgehen. Gechs bis jebn Solf von der telle, wo der Diagonalriegel fit) endet, gebt ein fenfrechtes Soly von der Dide und fo verloht, da ebenfalls die vorigen Queer- flangen durchlaufen, melches an dem obern und untern Solge befeftiget if. Uebrigens wird bas Thor wie gemôbnlih und in beliebiger Sânge gemacbt. werden doppelt gemacdt und ba- Gen mebrere fenfrechte Riegel, fie fheinen aber ju viel Sufammenfegung und zu viel Cinfigungen au haben, Das vorjüglihe diefer Art Thore beftebt darin, daf, alle Sorigontalriegel ausge- nommen, der oberfte und unterfte nicht auf den Pfoften allein, fondern ebenmäfig auf den fent- rechten und Diagonalriegeln rubens und daf die Diagonalftange unmittelbar auf dem Borfprung des feften Dolyes, beim Guf des Hinterpfoften rubt: fo baf die Gugen unmôglidh auseinander und das Thor entymwei geben Fônne, ebe das Poly verfault; oder das Æhor felbft vorwärts falle, two niche der Dfoft, an dem es fic) bemegt, oder der Pfeiler, in mwelchem es bângt, fchabbaft ge- worden, Cs übertrifft jedes andere Ebor, bdeffen Diagonalriegel nur mit Mâgel an einen der borigontalen befeftiget ift. Sum Gebrand des£andtwirths find bie mit fünf Miegel gut gezimmerten die beften. Œie befommen acht bis neun Guf WBeite und vier bis fünf Guf Dôbe. Die Miegel müffen ffar£ und brei und ein balb Sol tief feon. Sn manchen Fâllen ift es febr vortheilbaft, gwifchen den beiden unterften noch eine eiferne oder fleine bôlgerne Queerftange angubringen, Damit das Fleine Bich unten nicht durchgeben Fonne. Se leichter man die vordern Theile der Thore machen Fann, defto beffer paffen fie, vorausgefeét, ba fie binlängliche Stärfe haben, der gegen fie twirfcnden Kraft zu widerftehn. Bo man Pferde einbâgt, müffen die obern Miegel immer Beträchtlich flärÉer als die untern gemacht werden, da fie leicht von den Sâlfen, bie fie barauf fcheuern, jet- brochen werden, Thorpfoften von Stein, 10 man fie haben Fann, find bie beftens wo man aber ju dem Endywe£ Hoi gchraucht, muf es binlänglich farf und tief eingefeét, aud) an der telle mit Theer oder Oelfarbe gut verivabrt werden, Das Einhängen der Ehore ift ein Punct, auf twelchen man tobl Act haben mub, da fie lcicht fhadbaft werden, wenn fie fo eingebangen find, baf fie entweder auf den Doden fchlep- pen oder ju fchnelf gufallen, Die bequemfte Art im Zufallen Fann durd Mabrnehmung folgen- der Umftände leicht erreicht werden, Man febt die Bângepfoften fenfrecht in den Doden, nun wird eine Sinie mit dem Dicilothe an demfelben berabgelaffen, nad twelcher in geboriger YAbmef- fung von oben ein Hafen fo eingefchlagen wird, baf er drei und einen balben Zolf von der Seite der Dfoften vorftehts und in gebôriger Entfernung wird unten ein Dafen ei und einen balben 3olf von der fenfrechten Sinie eingelaffen, fo baf biefer nun nur gmwei Golf son dem DPfoften Einbägung des Candes, 107 Pfoften vorfteht; bie obere Sespe fteht Dann von dent Holge givei und die tntere drei und einett balben Soil vor, und man tivb finden, baf folhe Thore in jeder Sage leicht und bequem zu- geben. T'OPTRAT Lt de Leberftege mat man verfciebentlid, nad Defhaffenbeit des Materials, der Sagen und des baburch ju erreichenden Stvecfs. Bo man fih der Steine bedient, febt man unten auweilen einen flacen in die bobe Sante, bamit das fleine Bieh nicht durchgehe, und einen länglichten oben queer über, damit es nicht überfebes Bo man fidh des Holjes bebient, fat man fie nach der Erfindungsgabe jedes Berfertigers in verfchiedenen Formen. Qn Nücfidt auf Cinbâgung, madt ein einfihtsvoller Srhriftffeller die febr ribtigc Bemerfung: daf jeder Gutsbefier, deffen Sand nod nicht eingebägt if, febr twobl thun mwürde, den Anfang dagu mit einer gebôvigen Ueberfidt und getviffen Plan zu machen, indem cv die ver- fchiedenen Mrten des Bodens mobl unterfcheidet, das beacferbare und das blofe Grasfand iwobl auszeihnet, unb von beiden bas ju npflangungen tauglihe trenne..@o wird er alles mit einem male umfaffen, und mit Mube feinen Plan unterfuchen, durhdenfen, und fomobl nach feinem eignen Urtheil, als nach den gebôrten und ertwogenen Demerfungen ausgezeichneter und fenntnifreiher Sandmirthe feiner Machbarfchaft verbeffern Eônnen. Es if afsbann noch Beit, den gangen Plan zu verbeffern, ebe man etrwas fhon Begonnenes tieder einffellen, und fid) aus Rangel an Cinfidt und aus Lebercilung unuôthige Roften machen darf. Das Oange theile man demnadh aufs genauefte, fchônfte und jedem der Tbeile nach, am gmwedmäfbigfien ein. Miro auf dem Gute cin ordentliches Haus gemacht; fo fen bas Ganje die ierde des Sauptfiées, durd) eine gefbicfte Anordnung der Pflangungen, Heden und Sfandwobnungen.@elbft bie arms müfen fo eingetheilt fepn, daf die Bobnungen des Pacdhters, um fo vieler DequemlihÉeiten willen, in der Mitte des Geldes feyn. Die eigentlihe Sage der verfchiedenen Farms erfordert, feiner Meinung nad, gan befondere Aufmerffamfcit, und die Erbauung und verbältnifmäpige Sage derfelben muf mit vieler Umficht eingeleitet werden,*) IBeiter betft es in demfelben Berf: Man bat fic) verfhiedbener Methoden bedient, die Unfoften der erften Cinbägung gu befreiten und fie im gebôrigen@tande zu balten, Gtatt irgend eines Details bievon, fen es, fagt der Verfaffer, genug, deffen zu ertwälnen, as das billigfte und tirffamfte ift. Bird ein Farm ju AMnfang der Pahtung eingebâgt und abgetheilt, fo muf der Gutsberr die Auslage der Defriedigung machen, da er efn forivülrendes Sntereffe an dem Boden bat; hingegen muf in die gange Padtfumme der Erfaé für die Sinfen des zur 9 2 Cin- *) Robertfon’s View of the State of Agriculture, in the County of Perth. 108 Bierte Abtheilung. Einbâgung des Landes, Cinbägung verivandten baaten Gefdes gebradbt werden, Bird Dingegen mâbrend der Pachteit die Cinbägung vorgenoimmen, fo muf der Cigenthümer gleihfalls die Muslage machen, und der Dacbtins wird nad gütliher Bereinbarung gtvifchen beiden Theilen bis gum Sinfenertrag der Muslage erbôbt. ur Reparatur der Dewväbrungen tragen beide Theile, aus febr einteuch- tenden Gründen, bei, und müffen biefe Reparaturen, auf Berlangen eines von beiden Ebeilen, von fahEundigen Mrbeitern und zur vôlligen Sufriebenbeit des Gutsherrn gemacht werden. Un- erachtet der feblerhaften Contracte fallen über Defricdigungen dod menig Streitigfeiten vor; der grôfte treitpunet ift die Defricdigungen in gebôrigem tande ju baltens werden gebèrige Maafregeln desbalb vorher getroffen, fo wird damit viel Gtreit und Foftbarer Procef am Ende der Pachtungen vermieden. Cs leidet baber menig Biweifel, ba bei gebôriger Beabtung folher Umffande die Sand- begüterten nicht nur feblerbafte Cinridtungen bei den Cinbägungen vermeiden, fondern aud die einmal gemachten Befriedigungen nicht werden verfallen laffen, tvelhes Fünftig gefciebt, tenn stifhen Gutsbefiger und Pâchter darüber Feine Bereinbarungen ffatt finden. Das ganje Gefhäft der Cinbägung wird felbft dadurch erleichtert, und die viclleiht eingige Art das Erd- reich aufs vortheilhaftefte zu beacfern, und es gum môglihft boben Ertrag ju bringen, febhaft befordert, Sünfter Sünfte Abtheilung, Ron D 0. D Ouce und bequete Sanbfirafen find obne Smeifel, fotmobl in Mücfficht des Hanbels als des Acferbaues, von grofem Nuben und Vortheils jedoch bat man erft feit Éuryem die befte Art, fie angulegen und zu erbalten, gum Gegenftande forgfältiger Unterfucung gemacbt. Œs fâllt dabei jedem, der fih damit befchäftiget, leicht ins Muge, daf die Sandftrafen bâufig febr unbequeme und twiderfinnige Richtungslinien haben; auch in Müfiht des Materials und ibrer Deftim- mung febr unvortheilhaft angelegt find. Dei der Dexcihnung und Michtung einer Sinie ju den Gtrafen, foll der Huffeher oder die Perfon, bem dies Gefchäft übertragen if, nach môglichft cinfahen Grundfäben zu MBerfe geben, um Ebene, Rürge und Moblfeitheit, wo es fenn Fann, gebôrig mit einander zu verbinden, Bo dies aber unmôglich iff, da nebme man die ebenfte finie, denn es ift offenbar beffer, einen Éleinen Umtveg zu machen, um einen ebenen Meg ju erbalten, als geradezu über Sügel und Unebenen zu geben., Reine Erbabenbeiten und Anbô- ben düvfen jedod nidt in Betracht fommen, meil ffe für die niedrigen und lôcherichten Stellen oftmals das Material bergeben, foldhe nicht nur bequemer, fondern aud) ebener gu machen. Daber wird es oft nothwendig, die Midtung über Fleine Sügel ju wâblen, um einen guten und feften Voden ju haben und die Strafe ohne Shwicrigfeit angulegen, bdagegen Sümpfe, Morafte und tiefe Stellen, worin das Baffer ftebt, gu vermeiden, tweil MBege Dadurch fchivie- riger und foftbarer find. Ueberdem gemwäbren folhe Midtungen, wie fich leicht erachten lâft, noch andere Bortheile, indem man ibnen einen Mbbang geben ann, mwodurd) fie fidh am fâng- fien und reinlichften erhalten, und am twoblfeilften ausgubeffern find. Sn alen flachen und ebe- nen Gegenden muf man den Strafen, bei der erften Mnlage, einen leichten Mbbang geben, twelches fidh von Sachfundigen leicht einvichten lâft,*) Bo *) See Beatfon in Communications to the Board of Agriculture, p. 126, 110 Sünfte Abtheilung, Bo auf biefe WBeife Communicationen mit entlegenen Difiricten getacht twerben, folf man tobl darauf achten, daf die MBege folhe Orte und Stellen berübren, bie, obne RüE- fit auf ein unangebrachteë individuelles Sutereffe, ben grôften und dauerhafteften Mortheil gewäbren. Die geficfte Ausfibrung eines folhen Gefhäfts, Hängt baber von der Gefhidlich- feit und Ginficht des Muffebers ab. liegt es daber ob, bei Geftfebung der Sinie ju einer Strafe, fi unabläig mit der Befchaffenbeit, ben Umflinden und det Sage der umliegenden Gegend vôllig befannt zu machen, und nad tiederbolten Unterfuchungen, tvobf zu überfegen, welhes im Gangen die befte und vortheilhaftefte feftufefende£inie fe. VF er damit vôllig aufs Reine, fo fommt es auf die bequemfte orm ibrer Cinridtung an. Sierüber unterbâit man verfiedene Meinungen. Cinige bebaupten, das fie gemôlbt(convex}); andere, bdaf fie in der Mitte vertieft(concav); nod andere, baf fie vollfommen flad von einer Geite jut an- dern, und in Gorm fchiefer lânglichter Slädhen; und einige, da fie vollfommen flach in jeder Richtung fepn müffen. Umffände und Sage der Oegenden, beftimmen natüvlicher- sweife die jedergeit dienfiche Horn. Gin damit febr befannter Mann bat fi durch lange Erfab- rung überzeugt, bdaf Sanbfirafen, Die man in der Mitte Mach und beide Geiten mit einer fleinen Crhôbung, um das IBaffer an der Stelle ju fammeln und mit einem bequemen Mbbhange eg in der Sänge fortlaufen ju faffen, gemacht batte, aim ebenften ausgefabren, und gebôrig in Oronung, mit geringen Roften unterbalten ürben. Qn der Gegend, wo er fi aufbält, fagter, fer cine Cbauffee vor etiva vierzig Yahe ten guvot nach diefem Grundfaf angelegt, und obgleidh fie in der Madbarfhaft einer Roblen- grube, und daber ju jeder Jahrsgeit von fhiveren Gubriverfen befabren fey, fo glaubt et, nicht fibertrieben ju bebaupten, daf es die befte Chauffe der Gegend fen, und mit weniger Roften unterhalten merde, als irgend eine, auf welche eine gleihe Anjabl fhiverer agen fabre, Die gembôlbte oder geründete Gorm der Strafen if bemobngeacbtet im Mlgemeinen vielleicht die bete, gemif aber die gebräuclidfte, Die Grade biefer Môléung, Da fie von der QBilube der fie beflimmenden Perfon groftentheils abbängen, find febr ungewif und unbe- fimint, find die Strafen qu febr abgembôlbt, fo, daf fie guiveilen dem Meifenden badurd nit nur unbequem, fondern fogat auch gefäbrlid twerden. Man bat dies Verfabren beim Strafenbau gemäblt, um bas Yaffer defte féhneller in die Oraben und fcitungen an den Geiten zu bringen. Dies gefbieht damit aber gerade noch nidt, bent eine Menge Aaffer qirb auf der Oberfläche folcher Strafen durch die Guffpuren und Unebenbeiten vom Magen- geleife ober andern äbnlicdhen Beranlaffungen, gutücfgebalten, tmwelches fo ftilleftehend oder dur das Gabren der Sarren und anderer fchiwerer Subriwerfe in Detvegung gefebt und verfbrift, die Strafen uneben, voller Betfenfungen und beinahe unfabrbar mat, Die rund gemolbte [rt Sfraferbau, 111 Art des Strafenbaues, befreiet die Strafen daber nidt nur nidt vom Baffer, das auf ibrer Oberfläche bleibt, fondern bewirft noch manchen andern Macbtheil; der unebene Cindruc£ der IBagenräder in diefen Fâllen, bricdht die Strafe auf, gerfidrt ffe und macht ju gleicher Zeit das Meifen unbequem und mindet angenebm, befonders ba, mo Die ABôlbung der Strafen febr rund if. Dies Verfabren bei Mnlegung folcher£andftrafen, findet ein berïbmter neuerer Scriftfteller fo feblerbaft, daf er es für Hôbft verderblich und abgefhmacft bält, Die Unge- reimtheiten, die man bei den Methoden tabdelt, die Strafen zur Mufnabme des barten und feftern Materials zu berciten, find in dem Durchfchnitt einer Strafe diefer Form, fie man in anliegender Mbbildung feben Fann, dargeftellt MBenn diefe Vorfehr und Dercitung getroffen ift, fo fvird man dennoch bei genauer Unterfuchung finden, baf, da man glauben folfte, bas MBaffer iwerde durch die Graben und Seitungen an den Geiten ganilidh mweggefübrt, es dem- obngeachtet in einer naffen Sabrszeit, aus den oben angefübrten Gründen, fteben bleibt, be- fonders wenn die Strafen fon lange befabren worden, die fteinigen Materialien ausgefahren und gernichtet find, auch die feuchte erdige@ubffanz in die Sôbe getrieben if, Eben fo wird man bemerfen, daf wenn eine Strafe Éüralich gemacht und ausgebeffert worden, und die Ma- terialien fo locferer Defchaffenheit find, daf fie das Baffer durchlaffen, das WBaffer fic in den Pôblungen der converen wafferhaltenden Schicht(Stratum) unter dem barten Material, be- fonders an den@eiten durdh die Suffteige geffauet, aufhâlt, wodurd die Schicht oder LUnter- lage der Strafe fortiwñbrend naf erbalten wird, und dadurdh gänglidh aufer Ordnung fommt, Durch biefen fortmäbrenden Stilleffand des MBaffers, verfinfen die barten Materialien in die untere wciché erdige@chicht, welche fih dagvifchen in die Sôbe giebt, und alle den Roth auf der Oberfläche in fchlechtem YBetter bervorbringt, obgleich fie anfangs mit battem Material scbn oder gmôlf Zoûl dit, bedecft war, Gelbft wo man verdecfte Mafferleitungen, unt das MBaffer unter den Fuffleigen wegzufübren, gemacht bat, ift bei Furzen Œntfernungen diefem Uebel nicht abgebolfen, bdenn die Swifhenräume werden fo gang undurbringlih, baf bie Mâffe nicht zu folchen Seitungen durhbringen, fondern die mafferreihe Œrde darunter ju einer Art von fogenannten Pubbdle dem Gbnlidh wird, bdeffen man fi bedient, das Cindringen des Baffers in verfhiedenen Grundmerfen zu verbindern, mwodurch es in die Sôbe gedrangt wir, und in ben Berfenfungen der Oberflñche fteben bleibt, Œs gicbt aber noc eine andere Methode, folche Strafen angulegen, bdie neulich befchrieben und empfoblen iorden,*) tobei man Sot- flägt, eine Hôblung oder Bacuum, wie man es nennt, in der Mitte zu laffen, fworin man die feften Materialien bringt, tvie man in der anliegenden Mbbiloung feben Fann, Der eingige Unterfhied, giwvifhen biefer und der oben ertäbnten, frheint biefer ju fenns daf ffatt der Doden der Hoblung conver gemacht war, biefer flacher und tiefer if, Man *) Agricultural Sarvey of the County of Bedford, 112 Sünfte Abthelung, Man foflte benfen, baf die Œinwürfe, bie jener Methode gcmadt ivurden, biefe toc in bôberem Grade treffen, Da fie überoem nod eine grèfere Dicfe des barten Fofibaren Matc- vials erfordert, melches in der Mitte oder demjenigen Ebeil, der dem mindeften Dru£ und Gtof der WBagenräider leidet oder fonft verlebt wird, die grèbte Tiefe haben muf. Die Cintwrfe, mweldhe man bei der erften Gorm insbefondere madt, find fo ffarf nicht, wie der Berfaffer wobl glaubt. YBenn die Unterlage von der Artift, Da fie, wie 3. D. der ten, das Baffer bâlt, fo môgen fe einiges Getvicht haben, aber auch) bier fann der Sharf- finn eines Strafenbauers Mustwege finden, und dabin Vorfebrungen treffen, daf die Unterlage pas Baffer burchlaffe.£ofer Gand, der Rebricht alter Strafen und manche andere Gubftan- gen, fonnen Daju feicht und in Menge berbeigefchafft und mit Erfolg angemwandt werden, Hobt gembibte(concave) Gtrafen werden in entgegengefefter Ut gemacht, baben ijve grôfte Vertiefung und Flâche in der Mitte, wo jene am bèchffen und tunbeften find. Die Gciten diefer Strafen twerden gemôbnlich mit-einem geringen Abfange gemacht, twaäbrend det mittlere Theil enteder ganÿ flach, oder ein flein enig concave mit einem leichten Fall vortwärts bin gemacht ift, uit Das DBaffer in die daqu gegrabenen Minnen qu feiten. Art Gall lâft fic mit wenig Unfoften, inbem man einige Gtellen erhôbt und andere niedriger mact, bemerf- frclligen. Man bedient-fidh zu diefem Gefchäft im Nothfall einer Mivelliee- Aaage, und two der Gall febr fanft ift, darf die neigende Glâche nicht zu[ang fenn.*) tm auch in ben mebrften Gegenden diefe Strafen recht feft au machen, gebôrt an jede Gite ein Graben, einen Guf tiefer als die Mitte berfelben, und es dient qu mebreter Œrbal- tung, wenn Die Graben an der Geldfeite der Strafen gemadt, oder fie binfänglid weit, mit fefien erbigen@eiten und lângs den Graben drei Gub bod gelaffen werden, Eine widtige Deobachtung bei der Anlage der Strafen biefer Mrt ift, daf wo TDBaffer über eine Gtrafe flieft, derjenige Theil, fobald der Boden nur gutift, immer am fefteften und am tenigften gerfidrt gefunden wird. Gedod müffen Strafen auf diefe Art gemadt, guerft gut angelegt und einge- vidtet, aud) Die Materialien voryüglih in einander gefugt twerden. Ebenfalls werden alle Quelfen und bornige Bafferftellen verhindert, darñber gu rinnen, tweil one forgfältige Beobach- tung diefer Umftände, fie felten gut gerathen. Die Bortheile biefer Form von Gtrafen feft man barin, daf fie drei Mbtheilungen ge- saprt, auf deren jebe ein Gubrwerf, ohne nacdtheilige Schiefe oder Neibung feiner Râder geben fann, woburdh zugleid) en Pferden Das Bieben erleichtert wird, da die Räder gleichfèr- miger getragen unQ um fo tmeniger vetlebt werden. Ueber- *) See Communications to the Board of Agriculture, Vol. L Strafenbau, 113 Ueberbettt fetben.fie von beftigem Megen nidt fo febe und Fonnen eidter unterfalten werden, On einigen Fâllen Éann aud) das Ausgefpüblte folher Sandftraben mit Bortheil für das Grasland benubt werden. IBie febr fich diefe Art Sanbftrafen von den getobnlihen unterfheiden, ift von einigeit febr einfihtevollen Sadhfundigen, sum Beifpiel von dem verftorbenen Serrn Dademell und Herrn WBilfes bervliefens und man verfihert, af verfhiedene Sandffrafen in Seicefterfhive mit grofem Bortheil nad diefem Plane gemacht find, fowobl in Mücfiht der Strafen felbft, als der Boblfeilbeit ibrer Unterbaltung.*) Diejenigen, mwelche es mit den flachen und in der fânge abfhüffigen Strafeu balten, fo daf die Glächen fih(ebr neigen, bebaupten, daf, da fie von einer Geite jur andern flad find, die MBirfung des Drucfs der Bagenräder gleichfdrmiger verbreitet und die Reibung geringer ift; da jeber Theil der Strafe mit gleicher Seichtigfeit und Dequemlihfeit gebraucht werden fann, fo baf natürliher MBeife die Aénusung auf allen Stellen aleichfèrmiger iff, die@trafe leichter und mit menigerm Material in Oronung gebalten wird, Ein fhwieriget Dunct môgte jedoch noch manchem der feinen, folhe Strafen volffommen trocfen ju erbalten, da, tie oben fchont bemerft, die Magengeleife auf den converen Sandffrafen das WBaffer nicht fortlaffens aus diefer Cinrihtung aber môgte doc mobl fo viel folgen, dañ, ba die Strafen diefer Mri an den ebenen Gtellen einen fanften Mbbang haben, tie der all von einem Guf in funfjig if, das SBaffer iweggufübren, biefe Geleife und Nadfpuren als£eiter Dienen, und den Sauf des Waffers in die niedern Stellen der Mbbânge, von twober es an den@eiten burd die£eitungen teggebracht wird, befordern. Aus diefem Grunde[âft fi behaupten, da biefe Art Sandftrafen fidh leich- ter rein und trocfen erhalten laffen, als jene von der gerünbdeten oder converen Art. Die lebte Form der Sandftrafen, Die bemerft ju werden verdient, ift die, in je- der Ridtung gang flade. Gie wird mit eben den Gründen, wie die obige, unter- fügt, nur tird dabei erachtet, baf, da es iwenige Gegenden giebt, bie fo eben und von der Sänge find, daf bas IBaffer nicht auf die eine oder andere IBeife laufe, es gang unnoôthig und unnûüé fen, fih um Abbänge oder fhiefe Slächen ju bemüben, fonder man vielmebr bei jeder foblen Stelle Hbleitungen que Hortfhaffung des WBaffers beforgen folle; man auch da, wo die Gtrafe *) Die Einridtung des Jerrn Miles, fo tie fie in einem farfiinnigen Auffase, im evffen Banbe der Communications to the Board of Agriculture enthalten ift, ift folgende: SA der Fall auf 150 oder 200 Guf vortwärts cin Sup; fe muf der Gall von ben Œciten nach ber Sitte bin 15 Bol auf 20 Fuÿ betragen. ff der Gall cinen Fu auf 100 bis 150, fo müflen es 12 Rolf feyn, auf 4o bis roo, 10 3off, auf 30 oder tweniger, fo muf die gange Dreite eben feun.— St die Weite einer Strafe 60 Fuÿ, fo muf r Fuf Gall auf jede 40 Guf in der Lange der Otrafe feun.— Fuÿ von den Oeiten nad der Mitte bin, mub haben 9 3off Sal.— St die Beite innerhalé 20 Fuÿ, fo mu fie flach feyn. Œrfter Theil, P 114 Süufte Abthcilung, Girafe volffommen eben ift, Éleine Queerleitungen, twelhe dem Sabren nicht binderlich fin, alle 50 oder 60 Pards(150 oder 180 Guf) oder noch näber, erforderlihen Falls, anbringen müffe, wodurd die Strafe binlénglih trofen und ordentlich gebalten iverden mag. Um biefer und Der cingelnen Umftânbe tillen, bei den verfiebenen Arten, Sandfirafen angulegen, vorfommen, bat man zwei Sauptpuncte bei diefem Gefchäft wobl zu Geachten,, daf fie bei ibrer Anlage ju aller Vabreszeit fo viel als môglich twafferfret gemacht werden; und dann die Art der Mnlage gemäblt merde, melche gum leichteffen Gabren mit den twenigften Unfoften berechnet if. Diefe Puncte befaffen alle Erforderniffe zur vollfomm- nen Einridtung der Sandftrafen; und es bleibt nur fchivierig, tie man biefe auf die befte Art ertéiche, befaffen die verfchiedenen bercits angegebenen Yrten es ju thun, und dann muf man auf die befondern Umftände in den verfhieden Fâllen wobl RücFficht nehmen, Det Berfaffer einer febr fhâgharen*) Mittheilung über das Strafenbautvefen, bat eine neue Theorie in Mnfehung derfelben vorgefthlagen, die nach feiner Berfiherung fidh auf die Matur gründet, Es ifft befannt, daf einige Schichten in dem Ynnern der Erde von einem fo dichten und feften Gemebe find, daf fie fcine Feuchtigéeit durchdringen laffen, andere bingegen fo lofe und locfer, Daf fie das WBaffer in jeder Richtung burchlaffen, bis es auf eine Gtodung oder einen Canal trifft, in iwelchent es weggefübrt wird. Unter diefen Schichten if nun ein grofer Unterftbied in Rücfiht auf ibre Dibtheit und Socferheits und je nachdem fie mebr oder minder diefer Cigenfchaften theilhaftig find, laffen fie die Heuchtigfeit mit mebr oder minderer feichtigfeit dur. Zu mebrerer Erläuterung feiner been und zur Mnivendung derfelben beim Gtrafenbau bemerft man, daf, tvenn man fit einen Sügel oder eine Mnbôbe aus mebrern Scbiditen beftebend in einem Mbfchnitt(fection) denft, es einleuchtend wird, daf, ivenn die obere Gchicht oder die Oberfläche eines Dodens locferer Befchaffenbeit ift, jebes auf fie fallende Baffer ur nâchften Shicht unterwärts dringt, wo es aber nicht dburchdringen Fann, lângs der Oberfläche fo(ange rinnet, bis es eine Mbleitung oder eine ODeffrung im Grunde findet. Mact dann die gweite Gchicht in einiger Entfernung einen feeren Naum, fo bâlt fih das Baffer in der Soblung, und bildet eine Art von DPfubl oder Gumpf, fie man bies oftmals auf den Gipfeln der Hügel antriffts ift aber in diefem boblen Raume eine Berbindung mit der dritten Scbicht, welche locfer if, fo bâlt fih bier das MDaffer nicht, gebt durch und lâuft[ängs der vierten Soicht, mwelche dite ift, bis es an der Seite oder am Fube des SPügels einen Ausgang finder, Cs lâft fic ferner cinfeben, daf, wenn bie erfte oder oberfte Schicht von dichtem Su- fammenbange if, als ler, alles darauf fommende Baffer nicht nur in den grofen Sôblungen, fondern in jeder Fleinen fille ftebt, fo tie in jeder andern Uinchenbeit und Bertiefung der Obet- flache, *) See Beatfon in Communications to the Board of Agriculture, Vol. I. Sfrafenbau, 115 flûdhe, DB man baber eine Strafc auf einer Otelle des befhriebenen Dodens trocfen Haben, fo fiegt twenig dran, melde Geftait und Diloung die Oberflûdhe babe, ob fie conver oder flach fe, tvenn fie mur mit einer binlänglid lofern Unterfhicht, um das MBaffer iwegyulafen, in Berbindung fteht: demobngeachtet Éommt es aber febr darauf an, baf die Form der Oberfläche derjenigen Schidt, auf welcher bas YDaffer fortrinnen folf, glatt und cben fey, damit es um fo weniger MBiderftand finde. Die Antwendung diefer Ebeoric auf die Cinrihtung der Strafen ift folgenbe: il man, fagt der Serfaffer, eine neue Strafe anlegen, fo mag bies fürs erffe in der gemobnten Ranier, mit folhem Material, als fid) zur Stelle findet, gefhebn, je mebr fich diefes den Gigenfchaften des Slenes nâbert, defto beffer iftes. Gtatt aber die Strafe, wie gemwobnlich, conver gu machen, folf ffe an jeder Seite gerade fenn und beide Geiten in der Mitte, in einen Minfel oder Rücfen gufammenftofen, fo daf fie von derfelben an einen M6bang von einem 3oll auf einen Suf haben, mit Éleinen MBafferleitungen an diefen Stellen, das ettva fih fammlende MBaffer megzufübren. Machdem die Strafe fo weit eingerihtet,(â6t man fie cinige Zeit fich feft liegen und bart imwerden, ebe man irgend ein ander Material darauf bringt; forgfaltig muf fie nun vor agen und Vieh in Adht genommen werden, und dann wird ffe mit einer bôlgernen Bale, die wenigfiens eine gange Seite mit einem male überreiht, gemalt. Diefe Bale wird mit einem Raften voll Steine beladen, um fie binlänglich fhiwer zu macdhen, auch fo ein- geridtet, daf der Kaften, zur leichtern Gortfhaffung, davon getrennt werden fônne, und die DPferde umtwenden Fonnen, one die Bale die Umiwendung mit machen ju faffen,@o germalyt, werden die Materialien des Ridens feft in einander getrieben und zur Aufnabme der nachfolgen- den vorbereitets allemaf iff es aber ein Sebler, nad der gembbulihen Art die barten Materia- lien auf die Unterlage cher ju legen, als bdiefe feft genug geworden find, jene ju tragen, Sicr- auf fchreitet man zunâchft tweiter, die Matur auf trofnem Boden fo viel afs môglih nadyuab- men, indem man eine vom TBaffer durchbdringlihe Shicht entweder von Sand oder fandigem $ies oder einer andern leicht gu babenden Œubffanz, gum Durclaffen des WBaffers gefchicft, macht. Siht wird ganz eben gelegt, in der gangen Musdebnung von einer Seite zur andern der Strafe, mithin die Fleinen£eitungen an den Gciten ganz übergefülit,(wie man deutliher aus der Bergleihung der anliegenden Zeihnung erfehen Fann), Leber dicfe legt man nun die beften Materialien, die man sut Bollendung der Strafe erbalten fann, entiweder von febr Éein gebrodhenen Steinen oder von dem beften Riefe, Diefe Decfe von barten Materialien darf nicht über feds oder fieben Soll dic£ fenn, selches, da es tweniger als gewdbnlidh beträgt, fon eine beträchtlihe Erfparnif ift: und unter getviffen Lim- fänden, Bei forgfältiger Mufmertfaméeit auf die Michtungen, nod wobl geringer fepn Fann. Deftebt diefe Dee aus gebrochenen Steinen, fo wird Sand oder feiner Ries, wo er zu haben if, D 2 darüber 116 Sünfte Abthetlung, darüber gefchüttet, un jede Ribe oder Hôblung daymifdhen ausufüflen, Der Sand oder Hb- fall aus den Quaderfteinbrüchen if dagu vortrefflidh, vorgefebn, ba er nicht mit Erde vermifcht fen, twovor man fich febr in Act zu nebmen bat, naddem die erfte erdige Anlage gemacht rwor- den. Diefe lebten Materialien werden mit einer Harfe eben gemadt, und das Cane, ehe darauf geritten oder gefabren wird, twalgt man mit einer Dreitheiligen eifernen Malje, von wel- cher der mittlere Theil um den Raum, welchen die beiden andern einnebmen, vorfpringt. Der Berfafer fübrt dabei nod an, daf der Gebraucd folcher Balgen viele, befonders neue, often erfparen würde, twenn man fi deren bâufiger bediente, tweil obnedem die Stra- Gen die unmittelbare Saft der Râder nicht ectragen und erbalten werden fônnen, twenn fie gang von lofem Material zufammengefest find, fo viel Mübe man fih auch beim Sufammenbringen gegeben babe. Das WBaljen wird daber immer den vortheilhafteften und nüblidhfien Cffeft ber- vorbringen, bie Strafen immer eben und frei von tiefen Gelcifen und Sôblungen erhalten, auch eine vorjüglihe Dauerbaftigfeit bewitfen, ohne mwelche es burhaus feine gute Gtrafen geben fann. Die Bortheile einer fo angelegten Strafe find die fhon oben angefübrten, die von jeder ebenen und trocfnen Strafe gelten, gu twelcheu nod dies binjufôommt, daf biefe Strafenr vor allen anbern befonders reiulidh find, ba fie den Ablauf des Baffers fo gang vorsüglidh befôr- Sern, aber der Verfaffer glaubt, daf das WBaffer durch die mit lofem Sande oder Kies ausgefäliten Risen und Hôblungen leicht burchgebe, fo irrt er fi) barin, indem bei genauer Unterfuhung der in trocfner Sabrsgeit durd) das Sabren gepülverte Sand oder Ries bei naffem Better in die Zwifhenräume der Steine oder des harten Materials gefphblt wird, diefe gânz- fih verflieft und die Oberfläche vôllig verflemmt, Die daber gleid) dem$len das WBaffer bâlt, Butveilen werden Queerleitungen unter die Befriedigungen von den Éleinen obertwäbnten Seitungen gefübrt, in der Entfernung von jeden jebn oder funfiehn Pards, wo die Œbene des Dodens es verftattet, Diefe macht man von einent angemeffenen Materials ift dies Holy, fo ift ein Sol Hôb- fung binreihend, So eine enge Paffage muf jedoch leicht verftopft werden, und man thut tobl beffer, jiwei bis drei Soil gu nebmen, oder überbaupt fo viel, als für die ju getvifen Zei- ten vorbandene Menge Baffer erfordett iwird, Dei allen fhrägen und abbängenden Strafen, to bei beftigem Megen das WBaffer ber- abrinnt, ift jedodi mobi ju beachten, daf dies in derfelben Michtung nicht über en oder funf- gebn Mards gefchebe, vielmebhr alsbann in die grofen£eitungen an der Geite gefübrt twerde, Auf diefe Meife gerftèrt es fo leicht nicht, da es nur ju einem fhwachen Strom anwachfen ann; in einer MBeite von 200 Yards twürde der Schade fchon beträchtlidh fepn,*) Da *) Beatfon in Communications to the Board of Agriculture, Vol, L Strafenbau, 117 Da man bei folhen Strafen die gange Meite bon einer Seite zur andern gebrauchen fann, fo meint der gelebrte Berfaffer, dürften fie nicht vôllig fo weit wie gewobnlidh feyn. Yo es nicht in der Mäbe einer grofen volfreichen Stadt ift odet fi grofe Merfe befinden, twobei viel Sabriwerf in Demwegung gefeht wird, und wobl funfiig Fu MBeite erforberlich find, môgten ob gwangig bis vice und gwanig Guf MDeite binreidhen, Man findet aud die Straben von achtyebn bis gmangig Guf Meite in befferm Buftande als die bei teitem breitern in der Mäbe von dreifig bis funfjig us. Diefe weiten Strafen haben gemôbnlid nur ace oder 3ebn up in der Mitte gehôrig angelegt, den übrigen Raum an jeder Seite nebinen Steinbaufen, aufge- bâufelte Erde-und anderer Abfall ein. Dedarf man folher Materialien gum Ausbeffern freilicl twobl, fo foliten fie doch da nicht liegen bleiben, um Pferden und Magen in der Dunfelbeit ge- fäbrlidh qu werden,. Ueberdem gebt für die Commune ein febr fhägbarer Teil Sandes verloren — denn im gangen Rônigreihe machen vier Pards unnôthige MBeite einen Berluft von 6,300 Mcres— und der Sandwirth leidet burd den Saamen fhäbdliher Unfrâuter, der auf biefen weiten Strafen ur Reife gelangt und von dort auf die Felder verfüet wird, Der Unterfchied des Dodens verândert die Mrt der Anlage. SG der Boden fandig, fo faffen fidh die Strafen auf angefübrte Art leiht machen, DBefteht der Doben aus tiefem lofen Gande, fo thut man am beften, fe in der beabfichtigten MBeite mit hartem Material gum lân- gern Husdauern an den Geiten anjulegen, neben ivelchen Eanûle von gwanjig Golf Tiefe und MBeite gegraben tmwerdens diefe miffen mit feftem Rafen oder ler u, f. t. angefertiget und alle gebn oder funfzebn Yards Oeffrungen gelaffen werden, un Das von Der Mitte der Strafe ber- abflicfende MBaffer defto leichter aufiunebmeu, Auf Rienboden find die trafen gréftentheils auferft fhlecht und unangenehm, und bauptfächlidh aus dem Grunde, mweil man gegen das auf ibten Oberflächen ftillftehende Baffer nidt gebèrige Borfebrungen trifft. Oft mag es freilih an ben nôthigen Materialien, Sand und Riefe, feblen, aber das ift mobi nidt immer der Gall. Gn der obertwabnten fhabbaren Scbrift wird daljer bemerft, af fid) and in allen Séllen als ein beväbrtes Mittel zur MEbel- fung aller gerügten Unvolifommenbeiten berwiefen babe, und es twenig Gegenden gûâbe, wo diefes Material, bei geboriger Macbfubhung, twenn gleidh balb mit mebr balù mit minbern Soften, nicht ju haben twâre. Bo nun aber arte Materialien burchaus nicht zu haben find, barf man die Strafen nur auf eine oben befchriebene âbnlie Jrt machen, um den gu befor- genden Deftwerden abjubelfen. Macht man Strafen dur Sümpfe und Morafte, fo muf vor allen Dingen das fte- bende IBaffer ausgetronet und moglibft abgeleitet werden. Man erreicht feinen 3wecf dabei am befien, tenn man Graben oder Bafferleitungen in binfângliher Tiefe an der DBinnenfeite der Demäbrung, two fie an den Geiten eingebägt find oder eingebägt werden folfen, Zu den Ende 118 Sünfte Abtheilung. Ende müffen bie MBafferleitungen eine beträdtlihe SBeit, Bevor man eigentfih ans YBerf geht, gemacht werden. Mad Befhaffenbeit der Umfiände wird ffd) nach ztwblf bis fehszehn Mona- ten, da das Maffer abgelaufen, der Dodeu, tuûre er au no fo fumpfigt, binlänglidh feft gelegen haben, und iff der Doden iweniger moofigt und mafferfübtig, in nod fürerer Seit, Man fann bei folchem Zôgern die Süimpfe beffer Fennen lernen, um fie darnach ausgufüllen und au cbenen, twelches am leichteften mit den Materialien gefchieht, die man gur Hand bat und von deu erbabenen Stelfen egnehmen fann, Mie man dies nun auch bemerfftellige, fo müffen die Goden febr bebutfam abgeplaggt, und bis man alle ertiefungen geebnet bat, an die Geite gelegt werden; dann eff fann man fie wicder binlegen, um die Oberfläche nicht nur eben, fou- dern auch feft an einander bângend ju machen, twelches febr wichtig if. Mach biefen Vorbereitungen wird die Dreite desjenigen Theils, wobin die barten Ma- terialien gebracht werden follen, abgezeichnet und mit Gand ober andern locern@ubftangen, twenigftens 3wôlf Soil dif, bedect, und enbdlih gut gewalt. Dei treuer Defolgung diefer Anweifung, erhâlt man in fumpfigten Gegenden juverläffig gute Strafen.*) Man macht auch oftmals die Unterlagen von Gefträuchen, Beiden, Heidefraut u. f. t., und legt die barten Materialien bann darauf. Gand bebâlt jedoch aus viclen Orünbden den Vorzug; insbefondere da bolsige Subftangen leicht vergehen, Unebenbeiten bervitfen und Hus- befferungen bâufiger macden. Dei Anlegung der Strafen, über Hügel und deren Mbbange, find tvenig andere Me- geln zu beobadten, als bie nicht bereits gegeben wâren, Uuch geben die erhabenen©tellen für die niedern binveihend Materials twenn man aber einen niedern Tbeil our MBeggraben des bobetn, mit der dadurd gemonnenet@ubffanz erbôbet, fo muf diefe Erbôbung die beab- fichtigte Cbene anfangs überfteigen, damit das Material fich feft liegen Édnne, iwelches durd das Baljen befchieunigt wird, Benn die Anbôbe hber der Strafe febr bob ift, fo pflegt der Gall des MBaffers be- trachtlih-qu fepn. Jm Oangen thut man dann. am beften, auf eine Furge Strecfe von der Gtrafenfeite das WBaffer zu ffauen, bdamit es nicht an der Uferfeite berabrinne; Denn darf dies gefcheben, fo zerfièrt es bas Lfer vermittelft des Groftes und anderer Urfachen, und hemmt fo- ob die offnen als vecdecften Seitungenz find fie bedecft, fo wird die Crde vom Miederbrôcfeln und Trôpfein zugebieblt, baf fie das MBaffer nicht durchlâft; find fie offen, fo find fie mit vieler Mübe rein ju balten. Gollte die Oberflâche des Ufers einige Unebenbeiten baben, fo läfr man, um das Yaffer meggubringen, die Seitung von folhen Stellen gurücFgehen, und in einer bequemen Œbene fortgehens auch erreicht man vielleicht denfelben 3wed, mwenn man das ABaffer in *) Giebe Beatfon in Communications to the Board of Apriculture. Vol. KL Gtrafenbau, 119 in den Héblungen auffangt, vermittelft Feiner mit Oteinen ausgefeter Sôchee oder dur bôl- gerne Môbren an bdiefen boblen Stellen aufrecht in dem fer, und Diefe mit dem bedecften Queerleitangen unter der Strafe in Berbindung febt,*) Enbdlidh bat man no eine ganx befondere Cinrichtung von Strafen,‘zur Bortbringung fhiverer IBagen mit wenig Gefpann, oder durch blofe Mafchinen, deren man fidh in der Mûbe der Roblengruben Éebient, Diefe befteht aus bôlgernen Valfen oder eifernen Stangen, von verfhicbener Grèbe, nach der Sage und der aff, iwelche barauf fortgebracht wird, Sn diefen Dalfen oder Stangen befinden fih Vertiefungen, in melchen die Müder laufen. Gie werden volffommen eben, und mo es erfordert wird, auf fhrägen Slächen gelegt, nachdem der Doden dau gebôrig bereitet und trocfen gemacht ivorden. Ran findet fie in beträchtliher Musdebnung bei Cofnbroof- dale in Sbhropfire, gu Ovrel bei Bigan u, f. w, Ausbefferung der Sandfirafen, Go gemôbnlih es ift, daf die Muffeber der Strafen nicht che auf Musbefferung Be- bacht nebmen, als bis fie febr in Verfall gerathen find, fo unüberlegt ift es, und fo Fofibar tird ess beun man mweif es aus Erfabrung, daf es iweit wirthfchaftlicher fen, fie fo tvenig als môglid in beträctlihen Ausbeferungszuftand Fommen ju laffen, Bo es die Umftinde geftat- ten, iftunfireitig die Anftellung folcher Seute, die beffändig darüber iwachen, ba jeder Fleine Gebler ausgebeffert merde, das Bortheilbaftefte. Deint Ausbefern muf jedbe Unebenbeit und Bertiefung vorlaufig vom MBaffer befreiet und die lofe Erde oder Modele bei Seite gefchafft werden, dürfen die Râderfpuren nur geebnet, obne ausgefülit gu twerben; oft iff aber die ausgefahrne ubftanz ju weidh oder au erdig, um gur Musbefferung in das alte Oeleife mieder gebradht ju twerden, bleibt da- her immer eine febr mangelbafte Musbefferung, und man thut beffer, qum barten Material au greifen. Es ift demnad bei Anlegung und Ausbefferung der trafen, ein Gegenftand von gro- fierer Michtigfeit, als man twobl glaubt, baf die Befhaffenbeit des barten Materials fo aleich tie môglidh fen, und baf, mo Steine find und ausgebrochen merden, fie foviel moglid) von gleicher Grôfe find, iweil befanntlidh die Ungleichbeit der Steine, Soblungen und Uneben- beiten nach) fich ziebt. Bo man Lies oder Dallaft gebraucht, mub er ebenfalls gleihartig und frei von aller môglien erdigen Theilen fepn, Man Fann bdiefe Trennung von erdigen Tbeilen dadurd febr befdt- *) Giebe Beatfon in Communications to the Board of Agriculture. Vol. I. 120 Sünfte Abtheilung, beférdern, baf tan ben Ries im Derbfie ausgräbt, ein ober pteimtal twabrenb des MBinters umÉebtt, nachdem er burdaus angefeuchtet, Den Birfungen des Groftes ausfebt, und ibn in den Suftand bringt, af er auseinander brôcfelt und von ber Erde gefchieden werden Fann. Sn Nifbt auf die Grèbe des Dallaftes, womit man ausbeffert, bat, fo febr man die grobenr Gtücen liebt, bie mittlere Grôfe den Vorug, da er fi beffer und fnelfer mit alten Strafen verbindet, Gin SBinter mu man nur im âuberfien Mothbfall ausbeffern. und ftehendes Baffer muf jeboch jederzeit weggebracht werden, und brauchbare Materialien Fann man befon- ders bei harten Groft gum@ommer anfabren, wenn es Geit ift, angulegen und ausqubeffern. Gegen Ende des Märy oder Anfang des Septembers, twenn es ju diefer Arbeit trofen genug if, bringt man am beften frifhe Materialien auf die Strafe, tweil fie dann tweber burd) gu grofe Dürre no Ne gebinbert werden, fid su vereinen und feft ju werden. Anfangs macht man nur einé mittelmäfige Dee, wo fie erforberlich ift, und guleft eine recht volfftin- dige. man irgend ein Material.anmwendet, muf die Strafe gut gereinigt fepn, die P6b- fungen und weichen Stellen aber, nachdem fie ausgefchaufelt und der DBoden[ofe gemacht wot- den, müûffen mit gutem bartem Material eben ausgefülit, und mit einer fchtveren Ramme ge- rammt werden, Auf diefe MDeife erbalten folche Stellen gleiche Geftigfeit mit dem übrigen Œheil der Strafe. Néchfidem muf beim Aufbringen des barten Materials auf die Oberfläche, sobl dabin gefebeu werden, daf es fo gleibformig wie môglidh über das Gange verbreitet verde. Dei der Musbefferung thut eine fbiwere Bale voryiglid gute Mivfung, befonders swenn die ausgefabrnen Stellen damit vorlaufig verbeffert werden. Gefchieht dies bei Zeiten, ebe viel Ries oder anderes Material abgegangen iff, Bedarf man in manchen âllen feiner au- berteitigen Musbefferung. Man bat in Mücfiht auf Mieberherffellung des nacthceiligen Drucés der verfhiedenen Arten Gubrwerfe, auf die Sanbfirafen, verfhiedene Berfjeuge vorge- fhlagens Harfe und Spaden bleiben in den Händen des erfabrnen Arbeiters immer die beften. Die von Herrn Harriot erfundene Strafenegge fcheint da anmwenblid ju fepn, two man mit fleinen Steinen oder Sies ausheffert. Der Erfinder verfihert davon: ,,ein Mann, ein Knabe und gmei Pferde Fônnen an einem Tage, ren Meilen in der Sänge, die Sôcher vollfommen gueggeu, und die Gteine vermbge des Gtreichbrefts, sufammenbringen, telches fie genauer in die WBagenfpuren bineingwängt, als ein Mann es ju thun im Stande if.“ Vo cine folche Rafchine gebraucht werden Fann, mag die Koftenerfparnif beträchtlich fepns eine Mbbiloung davon enthâlt bie anliegende Kupfertafel. Mad) bem Gebraudh diefer Egge muf aber das Maljen auf die fhon befhriebene Art angemwandt iverden, uit eine gute und fete Strafe au ethalten, Die Strafenbau, 121 Die MBabf der Materialien Hângt von der leidhten Art, fie aufiufinben, und der Ve- quemlichfeit, fie qu transportiten, ab. Mach dem zum Grunde aelegten Drincipen, bleibt zur Unterlage einer guten Strafe, immer eine Shicht von loferer Art, als Gand, fandiger Kies und fogar der bail aus den Quaderfteinbrächen, die befte, Die Dârtern Materialien legt man dann auf, bie beften find febr Élein und eben gebrochene Steine oder Riess je bârter und gerbrechlicher die Steine find, defto beffer iftes. Cine Sabung folcher gubereiteten Steine, fagt man, ift beim Ausbeffern der Strafen mebe wetth, afs drei Guber folchen Riefes, ben man von den Ufern der Giüffe oder von den IBeiden genommen bat, tmeil jene einen feftern Grund macbt, und die Oberflädhe dadurdh ebener und dauerbafter wire. Bo man andre Gteine haben fann, foll man boch nie teine Falfigter Art gebraudhen, teil fie wegfrümeln, einer Art von Berfeéung untermworfen find, tmwelche eine Art Rlen ergeugt, die in naffen Sabrszeiten die Straben duberft fotbigt macht, und das in fo bohem Grade nachtheilige tilleftehben des WBaffers auf der Oberfläche verantaft. Mo man fi Éleiner Seine zur lebten Decfe bedient, muf man fie immer febe dûnne und in Berbindung mit Gand oder$ies überfireuen, damit die palten oder Rigen gut ausgefüllt, und die Strafe daucrhaft terde, DBeffert man die Strafen mit Dallaft aus, fo muf, nachdem alle Vertiefungen gebôrig ausgefülit und das ABaffer abgeleitet, auch die Unterlage aufgelocÉert ivorden, eine leihte Decfe gur rechten Seit und auf gebôrige Hrt, vdarüber gemadt werden. Bird aber die Strafe mit diefer Œubftanz zu früb bebecft, fo Fann fie fdhon vor dem Binter febr fhadbaft gemorden fen, gu welcher Beit fie befonders in gutem Stande feyn follte. Dei der Anicoung und Ausbefferung der Ccmmunicationswege, Fommen eben die Grundfâge und Umffande, fo tie bei den ôffentlihen Sandftrafen, in Betraht, Mad) dem gegentwärtigen Gnfiem der Bertvaltung, lâft fidh bei der Unulänglichfeit der Mittel und Er- fabrung derjenigen, welche die temporelle Direction haben, nicht viel Bortheilbaftes ertvarten, Bird der unpaffende und untoirffame Plan der Grobnarbeit nicht abgefthafft, und ein Erfag in baarer Münge veranftaltet, um dadurdh gefchicfte und beftimmt befoldete Pérfonen unter der jebesmaligen Mufficht der Obrigfeit qu befommen, fo werden foldhe ABege auf Feine Weife in gutem Stande echalten. Derr Donaldfon bat in feiner ,, beurigen AMdfertwirthfchaft# Dierüber einige Ainfe gegeben, twelche alle Mufmerffamfeit verdienen. er die Abfhaffung diefer alten Berordnungen der Grobnarbeit empfoblen bat, fo vâth er, daf den Griedensrich- tern die Vollmacht gegeben merde, den Cinwobnern des Difirifts eine billige Tare aufuerlegen, vermôge twelcher fie, im Berbältnif des erlangten Yortheils, bezablen, ,, Gefhäbe dies alige- mein, tie in einigen Theilen Schottlands; tvürden die fandfchaften in fo grofe Diftrifte ge- , baf die Cigenthümer bei erfordertihen Gelegenbeiten bequem zufammen Éommen Fünn- ten; toürbe bas durch diefen Commutations- Jct auffommende Geld durch eine Perfon ge- Erfer Theil. Q» fammilet, 122 Sünfte Abthcilung, » fammlet, teldher bei fortifrendem gutem Detragen, getwiffe Procente bon der gefammleten » Summe jugeffanden terden Fônnten, und iwelche jugleid) dem Gentlemen des Difrifts vet- » Anttvortlidh wâre; tirbe biefe gefammlete Gumme nadber unter der Seitung biefer Gentlemen »bertandt, und das Cane der Mevifion auf den vierteljäbrigen Gifungen unterworfens; fo \tœwürèen die Rirchfpiel- Strafen, wie er glaubt, im gangen Rônigreihe gar bald wefentlich » verbeffert werden.‘ Benn diefe Anordnungen fo gefichert âren, bdaf die aus diefem Com- mutations= Act auffommende Summe von einer Neibe von Jabren, Hnpothecirt merden Fônnte, und gwar fo tweit ais es erforderlich twûre, um die Koften einer gründlichen Meparatur zu beftrei- ten, fo mègte in wenigen Sabren die Sache im umgefebrten Verbältniffe zur Cegenivart ftebn, Diefe lebte Maafregel bâlt er für die wirÉfamfte, iwelhe man annebmen Fônnte, und ift tvaljt- fcheiulidh die einjige, durch tvelche eine unmittelbare und aflgemeine Verbefferung betvirft met- den Éaun, Mbgefeben übrigens von allen Methoden, die Sindernife der Verbeferung mMegurau- men, fo mwürde auf alle Fälle der Buftand des Merbaues, dur Verminderung der Menge und Koften der Arbeit, eben fomwobi gemwinnen, als burd den erieichterten Transport, obne mwelchen die Berfuche des Sandwirths fehr befhränft und untviréfam werden, Gervôbnlich find die Drivat- oder Rirhfpielivege fo eng, da Faum ein Bagen den an- dern, eingelne@tellen ausgenommen, vorbei fommen Fann, find auch oft fo gefrümmt und gefhlängt, twodurd beim Rarren der Materialien febr viel Zeitverluft if. Die Seiten- abjüge find felten offen und rein, twodurch die Bege beträcbtlih leiden, fo tie von der grofen Renge des darin ftil ftebenden Baffers, tiefe Sôcher und MBagenfpuren entftebn, Die Sandfirafen follen ferner noch dur die befondere Gorm der Nâbder verdorben und getnichtet mwerdens fo bat man einige breite, obgleich fie febr fchiwere Saften fortbringen, vot den engern Mrten, welche verhältnifmäfig nut eine leichte Sadung fabren, ganz befonders em pfoblen. Ffommt aber nicht blof auf die Breite der Mâber ans fondern auch auf die Form und den Bau derfelben, fo wie auf die Schiwere der Sadung, die auf ibnen fortgebracht wird; da aus den bervorgebrachten MBirfungen fo viel einleuchtet, daf die Materialien der Strafen nicht eben niedergemaljt oder in einen vollfotnmen feffen Suftand bleiben fônnen, tvenn die Mâder in engen Michtungen laufen, ausgenommen, wenn der Rand eine enlindrifhe-Form bat und die Sadungen nicht fhwer find. Die Bagen- und anderer leichter Fubrwerfe-Näder, ob fie gleichtwobl eine gewiffe Mandbreite haben und dadurd eine glatte Spur auf der Strafe machen follten, haben gewôbnlich nicht die vortheilbaftefte Sorm. Sbre Nänder, ffatt enlindrifch au fepn, Daben mebrentheils die Gorm eines Regelabfchnitts, und diefe Form jeichnet fih dur folgende fchlechte Cigenfhaften aus: ffe bat eine befondere Meigung, beim Umgebn fidh freis- formig Strafenbau, 123 foemig um-ibre conifhe Mittelpunete ju drebens fie erforbert daber eine beftänbige Rraft und Racht in.einer geraben finie oder Sauf erbalten gù werden; durd) die Anmendung diefer entfteht eine forttäbrende Reibung und Cchleifung am Mande; die Neibung an der Are wird vermebrt; die Geiten der tiefen©puren werden ausgetrieben; der Shmus wird auf den bintern Thcil des Mabdes in die Hôbe gebracbts die beften Arten des Materials in trofner Jabrsgeit zu Dulver gerrieben und grôftentheils gerftôrt, twober viel@chlamm in der Mûfe und viel Seaub in der Dürre Fommt; fie verändert und bricht die Eertur der Oberflûche, menn fie nicht recht Bart if, auf, und giebt, indem fie folche aufgebrochen lâft, der Mûffe freien Raum, welche von fo ver- derblihem Cinfluffe bei feuchter MBitterung und beftigem Grofte ift; fie béfordert die Zerftèrung der gepflafterten Strafen, indem fie die Gugen auftreibt und das MBaffer givifchen den Steinen läft, wodurch gulet der Sies meggefhivemmt mird, die Steine lofe zu liegen fommen, und - bas Pflafter Sôcher befommt; fie vermebrt die Mrbeit des Sugviehes, und nugt den Defchlag der Rûder durd Die beftändige Meigung, auf der Etrafe gu fchleppen und Schleifen, gar balo ab,*) Die colindrifhe Gorm der Râder bat diefe Unbequemlichfeiten und nacdtheiligen WBir- Eungen nicht, ffe(äuft gern in gerader Richtung fort, obne am Mande oder gegen die Geiten des Geleifes, ju fchleifen, fie befchmuit den bintern Theil des Mades nicht; fie vermebrt fo twenig die Reibung an der Ye als das Drângen gegen die Singes das einige Hindernif in gerader Sinie fortgugebn, vübtt von dent Miederdricfen und EŒbenen der Materialien, tworüber fie gebt, Der; ffe bridht die Tertuc nicht auf,. und bindert auf Feine IBeife das Geftliegen der- jenigen Theile der Sandfirafe, worüber fie rolit, und geigt überbaupt den angefübrten Eigen- fchaften der conifchen Gorm, entgegengefehte gute Birfung gur Crhaltung der Sanbftrafen, des Räderwerfs und zur Erleihterung der Anfpannung,**) 9 2 Die *#) Cumming in Communications to the Board of Agriculture. Vol. II. #*) Dei diefen verfhicdenen Rirfungen der conifdhen und cylindrifhen Gorm der Méderrande auf bie Lanb: frafen, Läft fid) der Boryug der lebtern gar leidt einfeben,‘und der erlangte Gemwinn von ibrem Ge: Brauche, ftebt im Berbältnif sur Ausdebnung der Flache, über twelche fie vollen. MNechnet man den Un: terfchied in den Birfungen, nur auf einen Soilling per Acre, der durch den Gebraud der lestern Born vor der erftern gewvonnen wird; fo berechnet Derr Eumming den für die Nation jabrlich da- dur von den-auf ben getmwôbnlichen Landftrafen fabrenden agen erveihten Bortheil, auf folgende Heife: Die Anyabl MBagen in England beftimmt er auf mebr al8 96,600: und angenommen, bafÿ nur bet sebnte Theil auf den Shlagbaumfirafen gebraucht merde, und der vierte Theil diefes Sebntbeils oder ein Biergigtheil des Gangen, Nader von 12 Bol Breite babes und daf von dem noch dbrigen$ die je HA Näder von 6 Sof und die andere Dalfte Râder von nur 4 Sol Breite babe, fo feht diefe Ingabe alfo: Rabl 124 Sünfte Abtheilung. Die verfhiedenen Thatfahen, Bemerfungen und Crfabrungen, torauf biefe niélidhen und ticdtigen Scbiüffe fi gründen, werden nur dann vecht cinleuchtend, tvenn man die ange- fübrte werthvolle Schrift nachfiehts die Nefultate der verfchiedenen Verfuche find in einem Ue- berbli£ gebracht, und in der folgenden Tabelle fo geordnet, daf man diefe unter äbnlichen Lm- ffänden, fowobl mit conifchen als chlindrifhen Mädern, angeftellt, gar leicht vergleichen Fann, So zeigt die erfte Cofumne À die 3abl jedes Verfuches na der Ordnung, mie fie angeftellt worden, um fich nôthigen Galls darauf ju beziehen, Cine Befchreibung der befondern Llm- ffände, unter twelchen jedes Œrxperiment vorgenommen wurde, folgt alsoann, Die Columne B begcinet die Bab der Gervichte, welche, um das Gubriverf ju giehen, unter folhen Umfiän- den erforderlidh twaren, und gwarin dem Maafe, als die Berwegung deffelben ohne weitere Deibülfe beginnen Fonnte. die lefte Evlumne, C, geigt, auf der cale der befchleunig- ten Bemegung, die Bab der Mâume, welhe das Gubriverf vorrwärts gebt, nadbem die Oe- wichte aufgebôrt batten, darauf ju tirfens— bdies if, indem jede Cintheilung der Scale im Berthe gleih gefchäbt if, einem Sebntheil des Gewichts, iwelches das Gubriverf ziebt, be- merft, um ju tiffen, mie viel geringer der Miderftand des fortgebenden Gubrtwerfs, als die Rraft, wodurd es fortgezogen wird, in Bebntheilen der Kraft iff, Tabelle Babt der auf den Landffrafen gebraudten Hagen Ê#:; 9,660 agen mit r2ôligen NRäbdern 3 3; 3 2415 agen mit 64ôlligen Rädern 3 s 4 4 36227 agen mit 4pôlligen Nâbdern/ 3,"4 36225— 9,660 Ein 12 3619 breites Mad deËt, tuenn e8 30 Meilen lâuft, einen Raum von 158,400 Guf, und die A Rübder cines Bagens laufen eine doppelte Oberflâche, in einer Tagereife von 633,600 Fuf, welhes der gangen Oberflähe von 4 Meilen einer Landfirafe von 30 Fuf Breite gleich ift, und guweilen wobl mebe als 143 Acre gleich if; obne Drüche aber, und 147 Acves sum Maafftab der Menge angenome men, fo{ff das efultat nach Acres, wie folget. 2415 TBagen mit rasôlligen Râdern faufen in einer Tagereife von 30 Decilen 35,012 3622 Hagen mit Ggdlligen Rat:* 3 3 3 4 26,259 3622 Hagen mit 4jôlligen Radern 4; 4 8 17,506 Sämmtlihe AHcres 7STCT Gerner angenommen, baf alle agen im Durdfhnitt nur 90 Tage im Jar, im Babren find, fo laus fen fie über eine Oberflâdhe von 7,089,930 Ares, telche zu einen Schilling den Are, über 350,00 Pfund jäbrlid ausmacht. » Uebrigens bebente man, fagt er, daf die qu gleicher Seit befabrne Oberfläche, von allen in England jébrlidh fabrenden YBagen, einer Flâche von 1,948,880 Mecilen, einer Landfirafe von 30 Suf Weite gleich if, und bann mag man tvobl fragen, in wie fern die Mâder sur Berbefferung oder Berfdhlechterung der Strafen beitragen? Man vergeffe dabei nicht, da biebei fo twenig die zum Acerbau gebrauchten agen, noch die unenbdliche Menge Rarren, SRutfchen u. f. w., die die groBen Landfiraÿen befabren, in Detracht gezogen find,‘ A. Bat der Ver: fuche, nacd der Ordnung Strafenbau, Œabelle der Berfude. B. Babt der er: forderlichen Goivichte das 129 C. Bab ber Râume, we: che das Subr: in der fie ge-:; 4 Subriveré i(4 5 mat murl Die Umftände, unter suelchen bie Verfuche mit den al M Le den. verfhiedenen Jrten Mâder gemacdhs twurden, qu bringen. Inadbem die Gervichte aufgebôrt baz ben ju tits \ fen. sfte Die conifchen Rader, welche auf der gangen Dreite tragen, taren gezogen durch= 9 o£ 4te[Die culindrifen Mâder unter gleihen Umfiinden 6 34 ote[Die conifhen Mäâder, die auf den vierten Æheil der Dreite mitten auf dem Rande tragen= 6 1 ste Die eplindrifhen Räder unter gleihen Umftänden 6 2 ate Die conifhen Mäder, mweldhe auf zwei Streifen an den âu- ferften Œnden ibrer Rânder tragen> 11 o 6te Die entindrifhen Râder unter gleidhen Umftänden 6 22 te Die conifhen Näder, twelhe die Reibung an dem Rande verbindern, gezogen von z= 6 oL gate Die enlindrifhen Râder unter gleichen Umftänden 6 I ote Die conifchen Räder an den Reibungs, welche auf der gan- gen Dreite tragen-= 9 o tote Die eplindrifhen Réder unter gleichen Umftänden 6 02 Die folgenden tichtigen Debuctionen find aus einer Bergleidung der MDirfungen jeder Met von Rédern unter äbnlihen Berfuchen, tie fie in der Tabelle aufgefübrt und vierten Verfuch bervorgebt, daf biefelbe fabung,“elche von coni- durch eine Sraft von das Gubriwerf mit der Dewvegung fort fo daf aus fhen Mädern durch eine Rraft von neun, von den cplindrifhen ARadern fes, gezogen if, und daf, nachdem bie Sraft zu twirfen aufgehôrt bat, vorigen Art Mâder nue einen balben Raum auf der Sale der befchleunigten dem erften find, genommen, gebt; 126 Sünfte Abthcilung. gebts twâbrenb bas mit ber lebtern Art, mwenn es gleich durch eine um den britten Theil Éleinere Rraft gesogen ift, binfänglihe Betvegung bat, bdrei und ein balb Spatium vorwärts ju treiben, Durd ben gmweiten und fünften Berfuch fiebt man, daf, mwenn das conifhe Mad nut auf den vierten Theil feiner Breite in der Mitte des Randes trâgt; es von einer Kraft von fechs fortgezogen wird, und nur ein Spatium voriwärts get, nachdem die bemegende Kraft aufaehôrt bat; das aber colindrifhe Mâber, die auf derfelben Breite tragen und von derfelben Kraft ge- gogen, auf der Scale jmwei und eine balbe Abtheïifung fortgebens Dies bemeift, daf das fchmale cplindrifhe Rad leidhter, als das fchmale conifche gezogen wird, und daf der Unterfchied gum Yot- theil des erften À gleich if, der Kraft, iwodurch bas Fubriwerf gegogen if. Das britte Erpe- timent betveiff, daf, twenn das conifche Mad auf beiden Ertremitâten des NMandes gleidh be- wegt, eilf Gewichte, um es ju giebn, erforderlidh find; mit diefer vermebrten Kraft bemimt fit die Dervegung in dem MngenbliŒ, da die Mirfung des antreibenden Getvichts aufhôrt: bdenn der gleichformige MBiverftand bebt fi auf, Aus dem fechsten Experiment ergiebt fih, daf mit eplindrifchen Mädern, die auf gleiche MBeife auf den Ertremitäten ibrer Rânder tragen, biefelbe Sabung nur durch fechs Gewvichte gegogen tird; und die Detvegung wird fo befchleunigt, daf das Œubhrwerf gwei und ein balb Spatium vormärts gebt, naddem die Gemichte darauf zu wivfen aufgebôrt haben, Ale diefe Crperimente fübren jedoch zu dem Mefultate, daf der grôbere Miberffand, der mit den breitern conifchen MRäbdern ffatt findet, nicht von der Dreite des Mandes allein, fon- dern von der Dreite und der conifchen Oeftalt gufammen abhänge, Dei den conifhen Mâdern bângt demnach der vermebrte Biderftand von dem Unterfchiede der ShnelligÉcit des grèBten und des fleinften Theils ibres Umfangs ab, und fo muf die Mnftrengung des Zugviches in gleichem Berbältnif vermebrt werden, Much wird der Miderffand derfelben conifhen Käder vermebrt, twenn der Druc der Sadung auf diejenigen Tbeile des Randes fit befhränft, twelche den grôf- ten Unterfchied in der Schnelligfeit haben, Go wird nach eben den Grundfägen diefer Mider- ffand auf bartem Doden vermindert, wenn fie fhmaler tragen; bei nachgebenden Gub- ffangen ift es aber gerade umgefebrt, nun bdiefe Meibung und Schleifung des conifhen Randes fi zu den verfchiedenen Scnelligfeiten der unterfhicdlichen Theile des Umfangs ver- balten, fo folgt, baf jedes Mad, twelches nicht eine gleihe Schnelligéeit in jedem Tbeil feiner Peripherie bat, einen fchleifenden und unnôthigen Miderffand, das beift, einen folhen baben müffe, dem abgebolfen werden fônne, fobald man jedem Œheile der Peripherie gleichen Grad von Scnelligfeit giebt, fann nur bei einem cofindrifhen, to alle Theile gleichen Durhmeffer haben, ftatt finden, Pieraus Gtrafenbatt, 127 ieraus ergicbt fi der unläugbare Vorug-derchlindrifhen Môbder, und je breiter die eplinbrifhen Râbder tragen, bdefto leichter geben fie vortwärts, je breiter die conifchen aber tragen, defto grôfier iff der Biberftand ibres Gortgebens.*) Aus diefem Grunde till man bebaupten, daf der Gebraudh niebriger breiter cplindri- fer Rûder gum landwirthfchaftlihen Gebrauch fidh voriüglid paffe, fo wie colindrifhe Räder überhaupt für den Bagen-Cigenthümer, als für das Zugvieh und die Sandftrafen beffer find. ŒGn Mücffiht auf die Form und die Geftalt der Sandffrafen, in fo ferne fie von den MBirfungen der Néder leiden, ift es am beften, ibnen Fcine alfjurunde oder bobl erhabener Ge- ftait zu geben, iweil fie an den Geiten am tvenigfien ausbalten Éonnen, twobin die aus ber Mitte getriebenen Materialien durch die Fubriwerfe gedrängt werden, Convere Sandftrafen werden auf diefe MBeife ziemlidh gecbnet, Die Rüder, mwelche in der Mitte des Manbdes die grôfite Erhabenbeit haben, find des- balb die nachtheiligften.**) Oft bângt die Oüte der Strafen und die Loften ibrer Erhaltung von den an den@eiten derfelben gemachten Derväbrungen ab, twelches allerdings ju erwägen if. %n folhen Fällen, wo gezogene Graben die BDemâbrung machen, fo find diefe unftrei- tig die beffen, vorausgefeñt, da fie ibre grôBte Tiefe an der Geldfeite haben, Gind die Demväbrungen von Stein oder Soden, oder lebendigen HSecden, fo müffen fie nicht über gtwei oder drei Su bôber fenn, als die Oberfläche der Strafes ifts aber Pfabliwerf, fo mag es immerbin etwas hôber fenn, Bemäbrungen verftatten Bind und Gonne die MustroÆnung der Strabens bobe Secfen und Bâume balten fie naf und fhmubig. Ii man jedodh in der Nâbe der Sandfirafen Dâume pflangen, fo dürfen fie nicht unter gebn bis funfiehn Guf von der Derväbrung entfernt fepn, und müffen iwenigftens vierig Guf auseinane der gepflangt twerdens in tvelchen Gällen man fie durch Éleine Cingäunung oder Cinpfablung gegen das Sie gebôrig zu fhüben bat, *#) Cumming in Communications to the Board of Agriculture. Vol. IL. p. 408. ##) Cumming in Communications to the Board of Agriculture. Vol. II. Sedste Sebsgte Abtbecilunsa, Dir D Et: 000 Die Beftanbtheile verfhicdener feften und aud minber gufammenbängenden Rôrper, tele tir in der Matur antreffen, und iwelche durch bie alfmäbligen Mirfungen der Mtmosphäre und den Cinfluf anderer Urfachen aufgelèft, und auf verfhiedene Met und in verfiedenem Verhaält- nif vermifcht werden, machen die erdige Maffe aus, mwelche durch ibre Fäbigfeit die Feuchtigheis an fich zu gieben und geviffem Maafe an fidh ju balten, als auch Confiftenz gu geben, die Er- baltung verfchiedener Crgeugniffe vegetabilifcher Art bewirft, und die Grundlagen(bales) des Dobdens im Mfgemeinen bildets wäâbrend die aus der Serfebung und dem Sergeben vieler orga- nifirten lebenden und vegetabilifhen Œubftanzen bervorgehenden Æbeile, fid mit folcher Maffe vercinigen und die oberen Sagen fetter Crde ausmachen, aus telcher die Pflangengemächfe haupt- fächlich ibre Nabrung zieben. Dieraus ergiebt fih, ba der Voden fovobl in Befchaffenbeit als im Verhâltnif feinee DBeftandtheile febr verfchieden feon muf. Du einer Oegend ift eine Hrt der Deftandtheile in Ueberfluf, und erfüllt den Doden febr reichlihs in einer andern feblt diefe gerade, teil andere Theile in Menge fih befinden, und die vorgüglichften Beftlandtheile eines Bodens dadurd be- fimmen. Oegenden find vorjüglich veichbaltig an animalifchen und vegetabilifchen Ma- terien, und bdies ergeugt ebenfalls eine grobe verfchiedenbeit des Dodens. Die bârtern und fefter sufammenbängenden@ubftangen werden vermôge ibrer Cinrichtung nicht fo leicht zu Erde, und veteinigen fich aber bet tveitem tweniger mit den Deftandtheilen des Dodens, als die von weicherer und biegfamer Defhaffenbeit, welche der Defhaffenbeit der Erde am nâchften Fômmt, So bebaupten fih thonartige, lebmigte und vegetabilifhe Materien in febr vielen Hrten Erd- veich in ibrem Urbeftande(primitive fiato) und bewvirfen, nach ibren befondern Cigenfchaf= ten und Verbältniffen, auch in diefen bedeutende Unterfchiede. Ralf- und Kiefelerdige Theile findet man an einigen Orten in grofem Ueberfluffe, tväbrend fie andertärts nur im geringen Berbältnif mit dem Boden vermifht find, und deffen Veriwvebung und Defchaffenheit dadurch febr unterfdhieden macden, Der Gechste Ubtheilung. Bobden, 129 Der Erdboben muf auferdem fi noch viele andere Berânderungen und Serfesungen von andern verfchiedenen Materien und dem Berbâltnif ibrer Mifhung, fowobl auf natürlide als Éünftiiche Beife, gefallen faffen. Menig Subftangen, viclleiht gar feine, mogten aber für fid alfein irgend einer oder der anbdern Pflange Nabrung geben fônnen, aber unter andern verfchiedenen Œrdarten vermifcht, iftes ein grofer Unterfied. Çinige find dann im Gtande, eine grofe Menge verfchiedener DPflangen in einem Fraftoollen Bacsthum oft unmittelbar nach ibeec Bermifdung mit dem Do- den qu bringen, tväbrend andere erft lange nachher irgend einer Pflange zur Erhaltung dienen, und au dann wobl nur einigen befondern Mrten und dabei Farglih. Bo nie erftern Mrten fi béufig findens iff der Doden im Alfgemeinen febr fruchtbar; to die leBtern vorzüglid ange- troffen werden, ift der Pflangentvachs(had und unanfebnlih,*) Mufer den gebôrigen Beftandtheilen hângt die Fruchtharfeit des Dobdens nod von an- bern Urfachen ab. Cr muf mit andern Grundftoffen, als nebmlidh dem Bafferftoff und Kob- fenftoff, durorungen fepn, und nidjt nur eine folche Confifteng haben, die der Erbaltung der Dflangen angenebm ift, fondern auch folche Verbâltniffe verfchiedener Deffandtheile jene aufju- nebmen und in der gebôrigen Menge gum Pflangenmachs nach den Berfhiedenbeiten der Geuch- tigfeit des Clima, und der verfchiedenen Sage des fandes, gur frucbtbarften Production wiréfam werden zu fonnein, Dicjenigen Subftangen, welhe, fo tveit man fie jebt Fennt, den Doden unfrudtbar machen, find die Oride oder befondere Metallfalfe, einige Fobligte und fdivefelartige Materien, Sâuren und gewiffe heideartige vegetabilifhe Subftangen, Sedoch fônnen fie in Vermifhung mit andern Beftandtheilen des Erdbodens gur Grutbarfeit febr viel beitragen, Man trifft folhe Mifhungen und Berfesungen in dem Doden an; die, fo twenig man fie genau Fennt, doch bedeutende MBirfung und Berânderung in demfelben bervorbringen. Aus diefem Grunde exflärt es fi, daf Arten von Erdreih, bdie in jeder Rücficht demfelben äbnlid fheinen, bei ibrer Dearbeitung gang verfthieden ausfallen. entftehen in der Aferbautviffenfchaft Gacta und Sublüffe, die fo einander twiderfprechend einen. Go Ednnen gewiffe Dodenarten verfhiedene Gemächfe in grofer Vollfommenbeit durch diefe Grundftoffe ergeugen, andere bin- gegen durdaus nicht. Sum Beifpiel, in einem Doden, two die FalFartige Materie das Ueber- gewicht hat, mwäcft die Efparcete(Saint foin), wenn nidts mebr auf den Doden wadfen till, auf bas üppigfte. Œben fo trâgt ein Falfartiger Boden, ange Bearbeitet und Dâufig gedüngt, bie fchônfte Gerfte, wmäbrend der Hafer auf folhem Doden fhmäcbtig und verhältnif- mafbig âuferft Élein gerath, Golcher #) Man fee Anderfons Recreations in Agriculture etc. Vol. I. Erfler Theil. R 130 Gechste Abtheilung, Solher Ebatfachen giebt es mebrere, biefe reichen jedoch bin, gu geigen, tie grof der Einfluf fer, mwelchen gang geringe Verfefungen verfchiedener Materien haben, die Cigenfchaften des Dodens zu verandern und ibn gur Crzeugung einer Brut vorgüglidh gefchidter als zut an- dern zu machen, twâbrend es gânylich an âuferlihen Merfzeichen feblt, mwodurdh der gefchicftefte fandiwirth geleitet werden fônnte, die Cigenfchaften deffelben mit Sicherheit zu berücéfichtigen. Su bdiefen Urfachen der Verfchiedenbeit des Bodens Éommen nod andere von den A6- weichungen in der Tiefe und der Cigenfchaft der Dodenfhichten, auf melhen er rubet,- fhe Sandmirthe twiffen es febr gut und erfabren es tâglid, daf berjenige Doden, der aus den aut Begetation paflichfien Ebeilen beftehet, wenn er nur iwenige Soll Tiefe bat, und auf einer Unterlage von Éaltem naffem$len, Gels oder Rreide eubt, er bei tweitem nicht fo fruchtbar iff, als mûre er dicéer, mwenn gleid von minderer Gûte, in fo ferne fein Grund nur trocfener und fiefigt if. Der Unterfhied der Shwere und Zäbigfeit in den Unterfchicdhten des Dodens betvirft ebenfalls eine grofe Serfchiedenbeit feiner Rraft und Gäbigfeit pflangenartiger Crieug- niffe ju treiben, Dei einer fo grofen-Verfhiedenheit des Gegenftandes und feiner Verânderungen dur fleine und oft unbemerfbare lmftände, laffen fi fciwerlidh beftimmte Megeln geben. Ver- fhiebene Methoden dau find von gefchicdten landtvirthfaftlihen Schriftftellern vorgefchiagen order, Die chemifche Unterfuchung ift unftreitig die ficherfte und gründlichfte, erfordert aber mebrentheils grôfere Renntniffe und Gefhicflihfeit, as von einem gerôbnlichen£andwirthe geforbert werden Fann, ift auch in manchen Gâllen fchtierig und Foftbar, Fann daber nur mit Erfolg von denen angeftellt werden, die mit der Cbemic binfänglid befannt find, und denen die Roften nicts ausmachen. Die natürlihe Anficht eines Vodens giebt in gewiffen Hällen Renngeichen feiner vichtigen Deurtheilung; da aber wenig Seute mit den ungebeuer vielen Ver- fhiebenbeiten des Dodens in der gangen Matur binreihend ÉeFannt find, fo bleibt dies immer eine unfichere und febr befhränfte Methode, gegen welche fi im mancher Rücfiht gar vieles fagen lüfit. Œine andere Mrt, den Voden ju beuttheilen, ift bei gebôriger Einfhränfung und Ue- bung für eine Perfon von Geifi und Erfabrung, die Beftimmung der Defchaffenbeit des Do- dens nach den Pflangen, die darauf wachfen, und nad der Art, wie fie twacdhfen. ie gebbrt bei allem Mangelbaften getvif zu den nicht fhlechten, man daber Pflangen, die nur in guten und vorgüglihen Bodenivachfen, in ibrem natürliden und blübenden Zuffande an andern Orten, fo fchlieft man mit Mecht, da unter den Umftänden, darin man bdiefen Boden findet, et gleichfalls gut fer. Go bezeichnen die gemeine Ieffel und die Dinfen verfchiedene Mrten des Dodens; die erfere findet man am üppigften auf trocnen lebmigten Boden, twäbrend die les: teen einen Éalten naffen flenartigen lieben, Der Muchs verfchiedener Mrren bochftämmiger Bâiume Bobder, 131 Baume und Heden Fann in manden Gällen unfer Urtheil feiten, fo tie bie Musfidit oder Farbe der Erbe in eingelnen Gällen daqu dieneu fann, Go bezeidhnet Safelbraun eine gute Art£ehm- boden, und rôthlihe fandige rde, einen beffern, leicbter Art. Man bat bis dabin gu wenig Deobachtungen. diefer Art gemacdt, und mu fid, bis fernere Berfuche ju einer grôfern Gamm- fung von Thatfachen fübren, an der Dafis der Crfabrung balten, Die den Sandtvirth in den mebrften Sâllen am fiherften fubrt. Den Boden diefes Sandes hat man feiner Befhaffenheit nad unter viele Mubrifen und verfhiedene Denennungen gebracbt, twelche jum Theil unnüé und unbeftimmt find. Er lâft fich jedoch gebôrig unterfcheiden und bexcihnen, und tird daber, in practifcher Rücfiht, ein- getheilt in Rlen-, RalË-, torfihten und moofigen,$ebm-, Sand-, ies- und vegetabilifh erdigen Doden. ede diefer Métheilungen begreift natürliher MBeife mandherlei Mrten nad) der Defhaf- fenbeit und dem Sauptheffandtheil der verfchiedenen Materien, aus iwelchen er beftebt, Rlevbobden, Der Doden biefer Art unterfcheidet fi wefentlih nad der Befhaffenbeit und Menge des Thons(Clay), der in der Mifbung deffelben gefunden wird, fo wie nach der Berfesung mit den verfiebenen erdigen, mineralifhen, vegetabilifhen und animalifhen@ubftangen. Gigentlidh finet fidh der lan nicht im unvermifchten Suftande in der Erde. In manden Gällen ift ibm fiefelartige oder fandige Materie veichlich bengemifht. ift der Rlenboden in eini- gen Gegenden fo überaus fruchtbar, Dagegen in andern fo âuferft unfruchtbar, und andere mit der Sandmirthfchaft befchäftigte Seute, die fi, fo gu fagen, nur mit dem Gros der Œrbe abgeben, find oft nicht auf die erffaunte Berfhiedenheit des Klen, als Grundbeffandtheil eines Dodens, aufmerffam gemorden; fondern da fie fanden, daf er überalf die Cigenfchaft beñige, die eucbtigfeit angugieben und angubalten, und dadurch tweidh und gefchmeidig gu iwer- ben, fo machten fie den gu fnellen Sdluf, ba ev fidh in feinen übrigen Cigenfchaften auch fo äbntidh fen. Dies bat fo manchen irrigen BDegriff in diefer Mücffiht verantaft.‘Aus dem Ge- brauche des Rlen im reinern Buftande wird es aber gewif, Ddaf die Cigenfchaften deffelben tve- fentlihe Berfhiedenbeiten eigen. ES giebt einige Mrten davon, die mar ABalfererde nennt, und verfhiedene von den tweichen Bolusarten, iwelhe die bindende Cigenfaft nur in febr ge- ringem Grade befigenz dagegen andere, 3. D. folhe, tvelche man tills nennt, fo âuferft xàb und ufammenbängend find, daf man Drath daraus giehen môgte. Moch einige find bei ibree SBeichbeit und fhnellen Cinfaugungsfraft des HBaffers, mit einem fcarfen IBerfjeuge febr fit qu gerfneiben, andre bintwieder fo art und feft, da fie Faum vont MBaffer errvcicht NZ tetden. 132 Geste: Abthcilung. werden, Die Klenarten, Dderen man fih gum feinften Porcellan und sur Berfertigung des fchlechtern Guts bedient, findet man nur in gewiffen Gegenden,*) Mlle dicfe Berfhiedenbeiten erfordern genauere Unterfuchungen und Beftimmungen, als man bisber bierüber angeftellt bat, da man obne fie ju Éeiner Gewifheit und zum ritigen Verftändnif gelangen fann. Diefe Subftangen find aber noch in ibren Garben und nad der Dictheit ibrer Deftand- theilchen verfchieden. Man findet fie von rother, blauer und gelber Farbe, und von verfchie- denen Graden der Dichtheit, fo daf fie fi in cinigen Gällen gar gut mit andern Materien ver- mifchen laffen, um ibre Befchaffenbeit zu verbeffern; dagegen zutveilen fo aneinander bangend, daf fie, mit allen angevandten Srâften des Sandtvirthes, der Bermifhung twiderffeben, Dei dem Doden erfterer Art ift eine grôfere Menge Fiefigter oder fandiger Materie in febr grofer Proportion zur thonigten oder Élepattigen borhanden, als ben dem lebtern, und gutweilen ift die Deimifhung anderer Subftangen verbältnifmäpig grôfer. Die Befchaffenheit der Flenigten Siht, in Rücfiht auf Diünne oder Die, fowobl als auf ibrem Zufammenbange oder Ent- fernung von untern Bafferquellen, twird bei Betrachtung bdiefes Vodens nur zu oft überfebn; und do fordern biefe Umftände befondre Mufmerffamfeit, und müffen beim Mnbau und bei der Verbefferung des Klenbodens wobl beachtet iverden, Ungeachtet aller diefer Verfhiedenbeiten dient boch zur Dexeichnung bdiefes Bobens feine fctvere bindende ffeife Cigenfchafts je nachdem bdiefe mebr oder minder übertviegend iff und die bereits angefübrten Umftände gebôrig erivogen merden, muf der Anbau und die Verbefferung verfchiedentlidh betverfftelliget werden. Sm Yllgemeinen erfordert es mebr Anftrengung und Mübe, ibn in den pulverifirten und gerriebenen Suffand, der den mannichfaltigen Mbfichten des Sandmanns entfpriht, su bringen, als bei jeder andern Yrt von Boden. Ueberdem da es ibm bâufig an den zur Defdrderung des Dflangenwuchfes gebôrigen Deftandtheilen feblt und über- baupt feine gange Mifhung feblerbaft ift, fo muf die Anivendung verbeffernder Gubftangen immer mit Rücficht auf diefes fowobl als jenes gefchebn, Chemie und Erfabrung fagt uns nun, daf falfartige Subftangen zur Berbefferung des Rlenbodens die vortheilbafteften find. DBeftcht der Hebler in der Vermifhung und dem Mangel einer Falfartigen Sngtediens, fo leiften Ralfftein, $ies und Falfartiger Mergel den grôften Muben, GSind diefe Subftangen nicht zu haben, fo bediene man fi einer Mifhung fchlechterer Art von Sand mit gelôfchrem Ralfs und fogar Rreide, Gand oder Ralfftein groblidh geftofen, Steinfoblenafche, zu Pulver gebrannter Thon, und fleiner Riefelgries find auch zutveilen brauchbar, allein tird oft mit grofem und blei- bendent *) Man fee Anderfon Recreations in Agriculture, Vol. L. Dobeit, 133 Gender Vortheïl angetanbt, obgleid einige ibn tegén feinee bindenden Rraft dayu am tvenig- fien gefhicét gebalten haben und er fi) mit bem Doden nidht binfânglidh vereinigen fol,*) Be fi aber noch dau ein Mangel an vegetabilifhen Materien findet, Da mag man Mifhungen von falfartigen Mergel oder Ralf, gemdbnlihen Mift und Eompoft, mwelcher aus der Berbindung von Ralf und Rreide mit leichten fandigen und Fiefigten Crden beftebt, gebrau- en, oder auch Ralf und Areide mit Seefraut und Geefand vermengt, mit vielem Nuben antmenden, thut auch an einigen Otten gute Dienfte, und Gips, twenn er in gerin- gem Verbältnif mit irgend einem vegetabilifhen Product vermifcht wird, thut auf iefer Art gon Rlepboden, two er nur ertrâglih trocfen if, vortrefflihe MBirfung. Dicfe Subftanz**) fowobl als Salf und Rreide Fann man befonders auf folchen DBoden mit Erfolg anmenden, der einen Ueberfluf an Sâure bat, um ibn qu neutralifiren und die nactheiligen Cigenfchaften folcher Grundftoffe zu verbeffern. Mebrere diefer Berfabrungstveifen find bin und wicder im Rônigreid mit Exfolg ange- and. Sn Srhottland, wo man fi) des Ralfs auf Rlenboden vielleicht bâufiger bedient als in England, bebient man fi des Miftes gur felben Beit, da der Doden gefalft wird, jeboch nicht in Berbindung mit dem Ralf; bei diefem Berfabren glaubt man, wirfe der Kalf fraftvolfer und fneller, als tenn man ibn als Eompoft gebraucht. Aus der Chemie lernen tir deutlich, daf der Ralf in diefem thâtigen Buffande die Auflofung der vegetabilifdhen Subftangen febr be- forèere und badurd die Maffe foldher Materien febr vermebre. Muf diefe Beife ift feine fhnelle Birfung in den ermäbnten Gâllen, mo er mit einer grofen Menge vegetabilifher Materien un- mittelbar in Derübrung fommt, febr in Anfchlag zu bringen, Yedoch fcheint es, daf auf diefe MBeife die davon ertwarteten woblthätigen WBirfungen nicht fo ausbautend find, Diefe Mittel, die Befchaffenheit des Rlepbodens qu verbeffern, laffen fih burd ein vernünftiges und woblgeleitetes MBirthfhaftsfnfiem nod febr vermebren, Das Pflügen und Eggen eines folchen Dodens, befonders da, two er gûbe und bartnäcig ift, muf recht oft mieder- boit werden, und zu folcher Yabrszeit, wo der Mcfer nicht ju trocfen und floofigt, oder qu naf und flautfhig ift, damit ev defto beffer serfrümelt merde, der Cinwirfung der Mtmosphäre mehr ausgefest fen, und fo einen beträdtlichen Grad von Geinbeit erlange, daf der MBachsthum der DPflangen befôrdert merde,@obald der Saame in die Erde ift, mu er vollfommen gut durs Cagen bedecft merden, Die Tiefe des Pfiigens richtet fidh nach befondern Umftinden und nac) der *) Kirwans Effay on Manures.— Belhes doc nur bei einem feblerbaften Berfabren Der Gal feyn fann. 21 SUR ##) Gips fann que Tilgung der Säure nidts beitragei. Hit n, 134 Gchste Abftheilung. der Sage bes Vobens, Mo er bünne ift und cine Fiefigte Unterlage bat, und dem Nabtheif naber MBafferquellen ausgefegt ift, foll es nicht fo tief gefchebn, als weun er beffer gefchichtet ift und wveniger von bem untern IBaffer gu beforgen bat. Ge WBafferhaltender diefer Doden nach feinen Sauptheftandtheilen fepn muf, fo ift vor alfen Dingen, befonders gur MBintergeit, vonnôthen, da jedes Mittel ergriffen werde, ibn fo viel als moglich trocfen zu balten, Dies iff ber all forvobl beim Mcfer- als YBeidelande. Vo überdem der Doden in der Dearbeitung ift, wird er durch folhe Vorfebrungen im Frübjabe pflügbarer und jure Aufnabme des Saamens fübiger, dem fonft die Mäffe fo nactheilig wird,*) Dei der Beacerung eines folhen Dobdens iff feiner Steifheit megen vonnôthen, daf man dau nicht nur wiréfamere Merfjeuge babe, fondern auch das Vieh fo daran gefpanntifer, baf es burchs Sreten fo iwenig als môglidh fade.: In diefem Detracht thut man beym Pflü- gen eines folchen Dodens mobi am beften, twenn man fi folher Pflüge bedient, an tvelchen die Dferde eingeln ziebn und einander in den Furchen folgen.**) Dei der Drache des Rlenbodens ift ju bemerfen, daf der Sandiwirth mobi auf das Bet- ter achte, und ibn nicht uribreche ober rübre, tenn er zu trocfen ober gu naf iff, two es in je- dem Salle bôchft fhäblidh fepn mwürde, fondern denjenigen Seitpunct mwäble, Der der Dearbei- tung des Mers und dem Bortfommen der Grucht am günfiigften fer, Um die Defchaffenheit und Oüte des Klenbodens zu beftimmen, bemerft man die Aus: ficht verfchiedener Mrten Dâume und Gruchtgemäcdhfe. Bindet man Eiden, Uimen und man- cherlei Secfengefträuche in üppigen und blübenden Muchs, fo wie Das Korn und andere 9eges tabilifhe Grudhtarten, imgleihen das Gras, fo fhlieft man anf einen guten Doden, und fo umgefebet 1e,***) So teDente Dr SIRET Da bdiefer Poden mit febr vielen Stoffen vermifcht if, fo finbet fit in deimfelben eine mannigfahe Berfchiedenbeit, Die Subftangen, mwelche zu feiner Bildung gebôren, find Thon, Sand, S$ies und Rreide. findet fih ein Orid oder Cifenfalf in geringem Maafe daber. *#) Donaldfons Modern Agriculture. Vol. I. p. 161. **) Daju würbe fit der Shiwingpflug gebranchen laffen. Die voreinanbder in einer Mcibe gefpannten Dferde, find in einigen Gegenden Englands gebrauchlih, und man fübrt bdiefen Grurd dafñr an, daf fie den Boden nicht feft treten. Allein das auf dem ungepfligten Lande gebende Dferd fann ja ivenig fhaden. Œchiwingpflüge aber paffen fich gu jener Anfpannungsart am LE da Die Suglinie des vordern und bintern Pferdes nie eine aleiche Richtung haben fann, QUAD D: ###) Bannisters Synopsis of Husbandry, p. 2. Doben, 135 baben. Ye imebr bér thon= obet Fleyattige Grundftoff abnimint, befto mebr teict er von dem leboden ab, je mebr aber nun die Menge diefer Subftanz jener andern fic näbert, befto firenger und fchroerer ift der Sebmboden. Die Verfhiedenbeiten der Scidhtheit und vorüglichen Socferbeit, Hängen von den Berbâltniffen der hbrigen Sngredienjien ab. IBenn der falfartige Deftandtheil den fandigten oder fiefigten übertrifft, fo ift er iweder fo leicht no fo getreiblich, als twenn beide Theile gleich find,*) oder iwenn der fandige und Fiefigte Theil die Oberband bat. Ym lebtern Halle nennt der Sandwvirth einen folchen Doden leidt und bungrig, befonders goenn die erdige Schicht menig Tiefe bat und auf einer Fieffgten Unterfchicht rubet, Die verfiedene Garbe des Sebmbodens fheint von der Bereinigung mit metallifchen Subftangen und von deren mindern oder mebreren Deimifchung in didterm oder focferm Maafe: fo tie von durcoringenden Süâuren, berzurübren, Sn dem erftern Falle if die Garbe grôfitent- theilés braunrôthlihs im lebtern gemèbnlid bläulidt, tele durd) fige bellrothlidh wird, Doch find bdies nidt die eingigen Urfahen der Garbes biefer Doden verändert fih in feiner Uusfidt fowobl als in andern Cigenfchaften, burd den verfchiedenen Antheilvon vegetabilifchent und animalifhem Stoff, und durch den verfciebenen Suftand von Serfesung und Vergebhen durch Sânge der 3eit, Deacerung und andere Beife. Qn folhen Gegenden, two diefe Art Boden durch Fünflihe Zufäe nod nicht verändert if, findet man ibn gemwôbnlid) bellbraun, two er aber lange beacfert und bâufig gedüngt worden, wird er durch diefe Muflôfungen und Bermengungen fwärylih. Mit der Garbe Haben fich dann die Œigenfchaften des Bodens gleichfalls bedeutend geändert. IBeil diefer Boden nicht fo dichte und bindend als der Rlepboden if, fo läft er fi leiter verbeffern. Dei der fteifen und fhwerern Art, wo der Thon- und Raléftoff vorsüglid reichlidh vorbanden find, und#0 der Roblenftoff oft feblt, bedient man fid) qur Verbefferung des Aalfs als Compoft oder Berbindung mit verfchiedbenen vegetabilifchen und thierifhen Mate- tien, als Mift, Biut u..w., fo wie mit folchen erdigen Subftangen, twelde viel Sand und Res in verfchiedenen Graden von Geinbeit enthalten, Die Menge ibrer Mnwendung richtet fic nad) befondern Lmftänden und nad) der Sage und dem Zuftande des Dodens. Ym allgemei- nen bebarf diefe Art Doden nicht fo viel Düngung, als der Rlepboden. Zutveilen Fann man RalË allein gebrauchen, to nebmlich das Sand reichlich vegetabilifche Materialien, twenig EalË- artigen Stoff und viel Sâure bat, tie man es in dem Doden findet, der dem Rlepboden feiner Befchaffenheit na, nabe fommt. Mber in Falfreichen fandigem und Fiefigtem Boden, leiftet der #) Dies verblt fit feineavegs fo. Lebmboden obne alfen Ralf und mit vielem Sanbde ift oft febr bart und ertveicht fidh fhwer, tuogegen mit Ralftheilen vermifchter Boden, ivenn cv gans trocfen iff, var febr sufammenbangt, aber bey der geringffen Seucbtigfeit leidht gevfallt und fidh feucht … ballet. PT; 136 Geste Abtheilung. der von verfautten Pflangen in ftebendem YBaffer fi ergeugende Dung, den beften Erfolg. Yo jeboch der Doden auf folehe Acife gu leicht fi befindet, tird ein Sufas von Fenartigen Seb mit grofem Sortheil angerwandt. Der Sebmboden, weldhen man an den Seeufern, oder an benen mit berfelben in Yet: bindung ftebenden Slüffen findet, ift gerwobnlich fo fruchtbar, daf er wenig Verbefferung dur Düngung verlangt. Die Hauptheftandtheile deffelben find, eine feine Art Sand, ein in bo- bem Grade durdh Mufcheln und andre Secerzeugniffe, entftandener feiner Falfartiger Stoff und eine fette Auflofung verfchiedener üppiger Seepflangen, fo wie eine ungäblige Menge thicrifher Auswürfe(exuviae).*) angefchtvemmten Materialien, allmäblig auf dem$Sebmboden abgefeBt un bamit serbunden, machen folche Gegenden ju den fruchtbarften und einträglichften. Da der Sebmboden mürber, troŒner und loŒerer ift, als die mebrften Arten Rlenbodeu, fo Lâft er fich leichter, mit iweniger Anfpannung und faft zu jeder Vabrszeit bearbeitens auch wird er, feiner Matur nach, nicht leicht zu trofen und gu naf. ift er für die Ein- twitéung der Mtmosphäre und anderer âuferlichen Urfachen empfängliher und feichter in gute Vegetation gebracdht. Und fo wie man ibn jur Erzeugung des Unfrauts, Befonders des fhéd- lien, teniger geneigt findet, fo Fann er daber mit weniger Arbeit rein gebalten werden, und ift bei weitem nicht fo fchiwer zu Betvirthfchaften, als mancher anderer Doden,**) Mr 1 0 E DD 0 en Die grofe Berfchiedenheit diefes Falfartigen Dodens ergiebt fih aus den Cigenfhaften und dem Berbältniffe der Falfartigen Materie, mwelche fi) in demfelben befindet; aus den Œub- ffangen, die mit demfelben vereinigt find, aus der Tiefe und Defhaffenbeit der erdigen Schicht, welche fi darunter befindets und aus der Matur des Unterbodens, auf iwelchen jene abgefegt und gebildet ift. Ralf- #) Diefer, befonbers burd die innige Mifhung ber erdigen und vegetabilifch: animalifchen Yeftandtheile, fo frucdtbare Marfhboden, muf von dem, was tir Lehmbobden nennen, und worunter tir uns nur eine Mengung von Thon mit übertvicgenden Sand denfen, vôllig getrennt werden. Sn cinigen Gegen: den Deutfhlands und ebenfalls Englands, nennt man diefen Boden Rleyboden. SHn diefem Berfe wird unter Rleyboden der bindende Thonboden verffanden. aber find die Begriffe unfers Ber- faflers von Dodenarten bcinabe ffumpfer, als id fie in andern englifhen Schriftftcllern nl babe. A D, à ##) Detjenige Doden, mwelden der Berfaffer hier im Sinne bat, und der die angegebnen Qualitäten bez fist, if befonders der fandige Mergelboden. der nidht 10 p. C. reine Thonerde bat, ift oft Feb bindend und undurchlaffenb, PR ATX Dobdett, 137 Ralfartige Materie finoet fi, auber in der Rreide, in be Marttior, Ralfftein, Co- taflen und verfchiedenen Hrten Mufcheln, in manchen ffeinigten Subffangens im Zuffande der Bereinigung aber mit no andern Materien, als Sand, verfhiedenen einfachen erdigen Ror- pern, in unterfchiedlichem Maafe, gutveilen auch mit Œifen und Dittererde, ie jieht das MBaffer in fich und Dâlt es febe, jebocdh nicht fo febr wie der Ben. einem gebôrigen Grade von Dibe brennt fie zu Ralf, und verfhluct das Foblenfaure Gas oder die fire Suft in verfchie- denem Maafe aus der Mtmosphâre, und wird tieder ju Rreide oder geldfchter Ralfmaterie, Man findet fie von unterfhiebliher Hârte und Geinbeit in diefen Dobenatten. Vhre WBirfun- gen auf die Vegetation, bängen von ibrer gufälligen Berbindung mit mancherlei Stoffen in ib- ter erffen Suffande ab, Œs ift unter Sandiwirthen eine febe befannte Sache, baf einige Mrten RalË in grofer Menge gebraucht werden Fonnen, bdagegen andere nur in geringem Maafe ge- braucht werden müffen, toenn ffe dem damit vereinigten Acer nicht nachtheilig werden follen, Die lange unerforfhte Urfache diefer Verfhiedenbeit fheint neuerlidh dur die Verfuche eines farffinnigen Philofophen*) auf einen Flaren Geffchtspunft gebradht ju fepn,**) Cr fand durch wiederholte Verfuhe, daf der der Begetation günftigfte Ralf, gânlih aus falfartiger Materie beftehe und eine grofe Menge Foblenfaures Gas aus der Mimosphäre verfhluces wmab- rend der dem Bachsthum der Pflangen nicht günftige, nur drei Theile reiner Ralferde enthalte, die beiden andern aus Magnefia befténden, mwelhe verbéltnifmafig nur einen febr geringen Theil des Foblenfauren Gas aus der NMtmosphâre einfauge. Von diefer Mifhung der Kalferde weif man daber mit Oewifheit, daf fie die Begetation febr langfam befordert; felbft dant, wenn fie gu RalË gemorden und lange Zeit als Môrtel gedient hat. Der Ralfffein, in melhem fi eine Mifhung von Magnefia befindet, ift viel bârter und Loft fi langfamer in Sâuren auf, als wenn er rein Falfartig if. Derfelbe Schriftfteller bebauptet, daf der in dem magnefifhen Ralfftein gewôbnlid bemerfte Ériftallifhe Dau, eine nicht gufällige Bereinigung tveier Erden, fondeën eine chemifhe Serbindung angeige. Die Schivierigfeit bei der langfamen Auflofung dur Sâuren, glaubter, bânge einigermaafen von der gegenfeitigen Anyichung einer ver- fhiedenen Deftandtheile ab. Herr Marfhall bemerft, baf biefe Met RalË, iwelhe man fehe bâufig findet, und HE Drebon in Derbyfbire gewonnen wird, dem Pflangentouchs fhâdlidh fe, fobald er in reichen Maafe angemwandt wird und unfer angefübrter Deobachter bat gefunden, daf er Magnefia in Dem #) Die Œnglânder nennen einen jeben Maturforfcher, téenn er nur einigermafen logifh vidtig verfäbrt, einen Dhilofophen; twogegen fi) bei uns die trangcendentalen Sorfher diefen Titel ausfchlieflih sugecigs net baben. Dit twelchem Rechte, bleibt unentfchicden. DRE XX) Tennants on the different Sorts of lime used in agriculture, in Transactions of the Royal Society 1799. Part. Il. Œrftee Thil, S 133 Gechste Abtholung. dem oben angegebenen Serbältnif enthielts jedoch daf der Stein baufig rautenformig criftalli- fitt war, und verfteinerte Mufcheln, die nicht Falartig, fondern der Sufammenfesung des Steines felbft gleich waren, gelegentlih, twenn gleich felten, darin gefunden twürden, Die ver- fhiedenen Combinationen Falfartiger Materie fanden fih guweilen Hart aneinander, Zu Mat- Loc£ in Derbyfbire weif man, daf die elfen auf der einen Seite des Fluffes, mo die Häâufer find, magnefifh und auf der andern@eite falfartig find, und daf der magnefifhe Gels auf einer falfartigen Schicht ju ruben fheint, da man beim Serabfteigen an einer in den Gels ge- machten Sôblung-ganz deutlich eine Mder gemeinen Kalfftein wabrnebmen fann, iwelher eine Magnefia enthâlt, Die Falfartige Schicht ift voller Mufcheln, und menn gleidh deren auch in dem maguefifchen els find, fo finden fie fid dod barin nur felten, Die praftifchen Unter- fcheidungen von beifen und milden$alf unter den verbeffernden Sandmirthen, und die ein verftorbener Schriftfteller*) insbefondere in Crwäâgung gezogèn bat, betveifen, daf bdie magnefifch Falfartige Materie in den nôrdlichern Gegenden angetroffen merde: und daf dent- nach die von ibm beif gefundene Mrt fih fhiver durch Sâure auflofen lae,**) Vede Ralfmaterie, fowobl im gelofthten als lebendigen Suffande, befordert die Auflo- fung und Serfidrung pflangenartiger und thierifher Subftangens im leBtern Suffande wirft fie jedoch init groBerer Seftigfeit auf diefelben, indem fie ibre Organifation gerftèrt, ibre Grund- ftoffe verfireuet und ibjnen das fo twefentlihe Foblenfaure Gas raubt; im erftern Galle tirft fie dagegen fanfter, und lofet die Œubftangen durch den allmäbligen Procef der Fâulnis auf, Rlen, Sebm und Ries find mit diefer falfartigen Materie nach den verfhiedenen Gegen- den auf verfchiedene WBeife verbundens fchtiver nennt man diefen Rreide- oder RalÉboden, twenn thonigte und lebmigte Theile verhältnifmapig, in Menge vorhanden finds leicht, mwenn fandige und fiefige darin das Uebergewicht haben, C8 entffehen demnach wefentlihe Verfchiedenbei- ten durch die erdige Materie, mit iwvelcher die Falfartige in dem Doden vermifht if, Yo Die obere Crdfchicht, bie in den tirflihen Suftand von Mererde verfet if, nur dünn if, da fann Det *) Fenwick's Effay on Calcareous Manures. #*) Dis jebt grünbet fi diefe Sache nur auf eine eingige Deobachtung, und ich weif nicht, baf fie cine experimentalifhe Beftâtigung erbalten babe. Dergmann und Andere baben in den fruchtbarften Bo: denarten Magnefia oder Dittererde in ffarfem Berbâältniffe angetroffen, und id tweif, daÿ febr bittererd: baltiger Mergel mit grofen Nuben gebraucht worden if. JHôchftens fann die nachtheilige IBirÉung nur der gebrannten, foblenfäurefreien SNRagnefia bcigemeffen werden. Da diefe nicht fauffifch iff, folalich die im Dobden befindlihen organifhen Otoffe nicht angreift, sur erdigen Sermoderung bringt und mit ibnen befondre Berbindungen eingebet; fo Éann fie in der Sinfiht nicht bas leiffen, was der faufti: fe RalË tbut. ba fie febr wafferbaltend und bindend ift, fo Éann fie viclleiht, ibrer phyfifchen Œigenfchaft nach, einen an jenen Seblern fchon leidenden Doden noch verfchlimmert haben. Auf feine Meife aber fann man bittererdigen Ralt bisig nennen, als worunter in der landwirthfchaftlihen Sprache nur ein febr fauftifcher, ffaré gerfesender Salé verftanden wird, HD D DBoden, 139 der Doet nur avt und bünne fepns 100 aber die Tiefe der obern Shicht beträcbtlidh ift,‘und die animalifhen ,: vegetabilifhen und andern Gubftangen wivÉlidh zerfebt und veriveft find, ba ift der Doden fetrer und ftârfer. Cinige Berfchiedenbeit rübrt auch von bem Untergrunde her. f biefer feft und mit Fiefigter Materie ffarf wermengt, oder bat er eine môrtelartige Hârte, fo ifé er meniger der Grudtbarfeit günftig, als twenn er[ocerer, mürber und ffaubiger Matur ift. Die Art, wie man Ralfboden verbeffern folle, gebt bieraus deutlid bervor, Gobald der Ralfftoff reidlidh vorbanden if, darf man nur vegetabiliféhe Materien bingufeben und die rume(lexture}) in ibrer Sufammenfebung verändern. Dei der fhiverern Dodenatt ge- fhicht es nad befondern Umftânden mit Élepattigen und fandigen Sebm, bei der leichtern, mit Rlen, Tbonmergel und fetter nod) nicht ganz vertmefter vegetabilifcher Materie, bdie entftebt, menn vegetabilifhe Œubftangen in sniedrigen fcattigten und naffen Stellen angebäuft iwaren. Mift und alle Arten Compoft mit guter Erde, find hier von Mubens aud bat man up und Matftaub verfchicdentlidh mit gutem Erfolge angemanbdt. Spürt man von dem Ueberfluffe des magnefifen Ralfs Macbtheil, fo môgte das befte Mittel dagegen die Afche von verbrannten frifdhen vegetabilifchen Œubftangen zu feyn fcheinenr,*) So leicht diefe Dodenart fheint, fo erfordert fe doc flarfe Mnfpannung, 100 der Do- den es leidet, ettwas tief umgebrocheu ju werden; bei der dbünnern Srume iff fie nicht fo nôthig. Gm lebtern alle ift jeboch der Boden fauniter und unfiherer, auch minder cinträglider als im evftern, Die Deacferung diefes Dodens wird durch die Cintvirtung des MWaffers iweniger gebinderts trocne Sabtsgeit macht ibn aber oft fo bart, dafer, ungeachtet eines ffarfen Regens, nicht zu beabeiten if. Dei der fo leichten Mbnubung der AFergeräthe, muf auf das Shneide- seug befondere Aufmerffambeit in der Bearbeitung eines folchen Dodens verivandt werden, Sandboden, Der Sand fheint our Zetreibung und Serfrümelung derfhiedener fefter Gubftanzen entffanden qu fenn, die bald Fiefel= bal falfartiger MNatut find. Man findet ibn in verfchicde- ner Geinbeit Bis um Grand. Man trifft ibn von verfhiebener Garbe, mweif, dunfelbraun, gel6 und voth. eine Betfhiedenbeiten, dem Gemicht der Confiftenz und andern Cigenfchaften nach, entfteben, fo mie andere Materien fid mit ibm verbinden. Scbtver nennt man den Sandboden, twenn die Flepartigen, lebimigten oder andern et- digen Beftandtheile fi dem Sande ndbernz leidt, wo diefe nur in geringem Maabe fid fin- bens und two man buraus bârtlihe Beffandtheile antrifft, da befteht der Boden aus lofem S 2 Slug- *) Œin unverbaueter Œinfall! M. dx. 140 Gechste Abtheilung, Glugfande, gewébnlid von eifen oder braunen Anfebn. Mu bei diefem Doden finden fid) Deimifhungen von vegetabilifhen Materien, und bies betvirft bedeutende Berfchiedenbeiten, Diefe Verfhiedenbeit feiner Sufammenfesung erjeugt andere in der Annabme der YBârme und Geuchtigfeir. Die Socferbeit und. der Mangel des feften Bufammenbangs geftattet mar der MMérme und dem MBaffer einen leichten Sugang, laft fie aber auch eben fo leicht fabren, fo af der woblthâtige Cinfluf derfelben bier nicht von der Musdauer als in manchen dichtern und fhtve- rern Doden iff. Dei den Deftandtheilen des Sandbodens fiecht man leicht, da es ibm an Falfartigen, tho- nigten, lebmigten und vegetabilifchen Sbeilen mangele. Der Agronom muf daber vorzüglid darauf febn, ibn Bindender zu machen und mit Falfartigen und animalifdh vegetabilifchen vet- weften Materien qu verfesen. Mücfiht auf das erftere, belfen thonigte und lebmigte Ma- terialiens und ein gefchicfter Schriftfteller bemerfr,*) da man tweniger Rlen gur Berbeferung des leichten fandigen Dodens als Sand zum Rlepboden gebraucht. Mag nun immerbin diefe Regel ire Anivendung finden fonnen, fo verlangt ein lcichter und armer Sandboden fdhon eine febr beträcbtlihe Menge thonigter Sngredienien. fich FalFartiger Beftandtheil bintänglid findet, ift Thonmergel und flepartiger£ebm am guträglichften; wo er hingegen feblt, wirù man Ral£mergel und Sebim vortheilhafter antvenden, Dem Mangel an vegetabilifhen Materien in diefen Dodenarten ann man dur JMife und andern Compoft aus verfaulten animalifch vegetabilifchen Œubftangen abbelfen. Gute Erde oder Moder und balbverfaulte Subftangen aus Sümpfen, ann man, to fie gu baben find, sur Crfegung diefes Mangels ebenfalls febr vortheilhaft gebrauchen. Der Hürdenfchlag auf folhen Doben verbeffert ibn gar febr, nidt nur durch den Urin und Dung, fondern indem er die Srume durd das Treten der Schaafe confiftenter macht. Mlle diefe Mrten Material bringe man entiveder allein oder in Gorm von Compoft auf den Doben, Mergel und Ken für fihs aber Diff und torfihte Materialien in erdiger Mifhung; torfihte Erde auf WBeideland Fann man alfein gebrauchen, Die loere Defchaffenbeit des Dodens gewäbrt eine leichte Bearbeitung, befonders bei grofen Pacbtftücfen; und wenn er gut bearbeitet wird, tüchft manche Grucht, 3 D. 3wiebelar- tiger und aus ftarfen einfachen ABurzeln beftebender Geivädfe, ganz vorsüglidh darauf. Diefer Doden treibt auch die Gemächfe fhneller, und feine grôfte Unbequemlichfeit if der lofe Sufammenbang feiner Deftandtheile, Cr vereitelt daber leicht die befte Dervirthfhaf- tung. Die MBuryeln der Gemächfe werden entblèfts das Korn fallt beim Sturme nieder und vertroc£net fo früb, baf es twenig zu gebrauchen if, Gran b- #) Fordyce's Elements of Agriculture. p. 89. Boden, gi Grandboben, Det Grand, welher eine eigne Bodenart bildet, findet fi in Stücden von fehr ver- fchiebener Grèbe, von der einer fleinen Œrbfe bis gur grôften Mufhel(cockle), Bo et noch grôfer wird, nennt man ibn Stein ober Gels, in Berbältnif feiner Stücfen oder grofen Maffen; auch den Doden nennt man alsdann fteinidheoder felfiht, mie es die Umftande mit fic) fringen, Det Untergrund des Grands iff mebrentheils von Fiefelartiger Defhaffenbeit, oder auch falf= oder Éreideartigs die©teine und Helfen find jebodh von verfchiebener Art, Mit diefen ungleihen Subftangen find einige andere in verfchiedenen ffaubartigen Zuflande in mannigfachem Maafe vermengt und vereinigt,. fo daf fie einen in feiner Sufammenfefung und andern Cigen- faften verfchiedenen Fiefigten oder Grandboden biloen, Die bauptfächlichften davon find£ebnr und Mober, Die iefigte Mifchung findet fidh guiveilen nabe an der Oberfläche, wäbrend fie gu andret Seit betrâctlidh bavon entfernt if,*) Sn einigen Süllen entfpringen unmittelbar darunter Quellens in andern haben fie eine grofe Tiefe, Der Untergrund ift gleichfalls mannigfach; qutveilen ift er féeinicht und felfiht, gutveilen Élenartig, aber von felfichtem Sies aud wobl vor Gand u. f ww, Diefer Doden nimmt leicht Heuchtigheit an und lâft fie eben fo leicht auch fabrens durd das leBtere brennt et, wie man es neunt, bei trofner Yabrsgeit gerne, twelches in fhwerern und twafferbaltenden Dodenarten der Fall nicht iff, Det feblerbaften Mifbung des Crandbodens Fômmt man mit einer oder der andern Mrt Mergel zu Hüife. Vo der Grand Falfartig if, tmwenbdet man Slen oder flenartigen Sebm mit Muben an, Eine Mifhung von gelofchtem RaIË und Flan darf man bier im Allgemeinen mit Gicherbeit empfeblen, fann, da ffe von gleicher Defchaffenbeit iff, audh auf gleiche Beife angemandt werden, Gür die Mrt Grand, twelche durch die Näbe von Quellen im inter na licgt, ift fein Dung beffer als reides iwelche, ob fie gleich nicht mit vegetabilifhen Mate- tien febr gefchwängert if, für ibn, fo wie der Hofimift und einige andere Suridtungen, eine vottrefflihe Vorbereitung ift, und gemiffermafen die Stelle diefer Subffangen vertritt. Dei ibrer einfaugenden Matur wird dadurdh nidt nur der überflüffigen Feuchtigfeit folcher Bodenar- ‘ten entgegengetirft, fondern auch die Dibe verminbderts todurcd die Mnlage im Sommer zu brennen, bdie dem Wuchs fo mancher Gruchtart nachtheilig if, und twelcher alle Grandbodenarten untet= #) Es iff von Berrn Mibbdleton in feinem vortrefflien Report of the Agriculture of the County of Middlelex bemerft, baf, bec Grand nabe an der Oberfläche ift, der Doden mit gelbbliz benden Genft bebect fe, twenn er su Grafe liegt, ift cv aber beaert, mit Saucrampfer in gleidhem Maafe,‘ Er bemerfte dics in alten Roppeln und an verfhiedenen Dliâgen von Enfielddhafe, 142 Gechste Abtheilung, unterivorfen find, unterbrict twiro, und in diefer febten Rücficht Fann Sreide bei allen Grans- Godenarten, fie môgen Mamen laben tie fe wollen, mit Erfolg angemandt werden, da man fi) derfelben fonft nur insbefondere bei der naffen und borfigen YHrt bebdient: y) Der Mange an vegetabilifher und animalifher erdigen MMaterie, mag da, fvo man ibn tabrnimmt, durch) vecht Furgen febr verfaulten Sofmift und verfchiedenem thierifchen Unrath erfebt twerden, Diefen tvendet man auf grandigen Doden in Gorm eines Compofts mit gutem lebmigten Moder, Hfhe, fhlammigen und Flenartigen Austwurf von Fiüffen und Teichen und andern Gubfangen äbnlider Art febr mirffam und vortheilhoft an, diefer Ma- tevialien und einige aus der Claffe der thierifhen werden jedoch auch unvermifht auf der Ober- flache diefer Dodenart febr baufig gebraucht.; Diefe Dodenart léft id aud durch eine gefheute Abwechslung von grünen V'egetabi- lien und Srüdten, Die man darauf bauet, verbeffern, Sn Nüdfiht auf Bearbeitung ift diefe bei grandigen Boden, wo es nidt grofe Steine und Belfen giebt, gerade nicht fhtvierig oder foftbar. Die dabei vorfallenden Gefchäfte geben Leicht und fnelf von ffatten, und bas Sand(ét fid) im Ganjen bald gum Ertrage bringen. Torfidter und moofidhter Boben, tan trifft diefe Bodenart in febr grofen Strefen an. An einigen Orten in England nennt man fie moofidbte, forfichte und beidige Bodenarten; in Schottland find fie unter dem Mamen moofichter befannt, und in Srrland beifen fie fumpfidte DBodenarten. Gie find eben- falls. nach ibren Sauptheftandtheilen und deren Verbältnif verfhieden, die vegetabilifhen oder torfihten Tbeile nur ein wenig die übrigen Subftangen übermwiegen, da bat man die leich= tere; two bingegen die übrigen Subffangen in geringerm Maaf fih finden, Die ticfe und fhivere torfichte oder moofichte Bodenart. In verfdhiedenen Gegenden-bat die Totfmaffe eine ungleiche Œiefe und verfchiedene Grade von Dicbtheit in ibrer Confiftenz, die wabrfbeintih von den ur- fpcügliden Abweidungen ii der vegetabilifhen Subftang oder dem grofen Gortfhritt derfelben in der vôlligen Serivefung berrübren, Der *) Bannifters Synoplis of Husbandry. p. 13. +) Bas eigentlihe Rreide auf troŒenen Grandboden für Nuben baben folle, Fann id mir nidit tobl evfläven. Allein die empirifhen englifhen Landtvirthe, tie der angefübrte Bannifter, verfteben un: ter Chalk manderlei Œrdarten, die im trocfnen Suftande faubigt find.: Bermuthlih Bat alfo Ban: nifter, der immer aus cigener Œrfabrung fprit, Bier einen mergelidten Setten angewandt., d. P. Dobden, 143 Der Untergrund in den imebrfien tiefen moofihen Gegenden if Flepartig, mehr oder minder ffeif und fchwer, über welchen bas moofiche oder torfihte Material gemeiniglid) in ge- fhichteter Ordnung fic befindet; die erfte Scbicht ift gemobnlih nicht über jebn oder gwblf 3olf dit, bat bas Mnfebn einer fetten braunen Erde, twabrfcheinlich von der Berbindung Élepartiger und lebmigter Materie mit vegetabilifher Erde, die unmittelbar auf fie liegt und urfprünglich dielleicht die Oberfläche des Bodens bildete. Die folgende Sage ift mebrentheils von dunfler Gatbe, beträcbtlih dit, allem Anfchein nad aus mannigfaltigem vegetabilifchen oder anderm Material in vollfommnern Suftande der Auflofung entffanden, durd Seit und andre Uimftände mebr oder minder feft mit einander verbunden. Die oberfie Schicht, oder das, was über biefe dichte torfichte Materie liegt, ift gewôbnlidh von febr leichter Farbe und einer leichten fhwamm- artigen Confifienz, und rübrt von dem Grafe, von Blâttern und andern vegetabilifhen Œub- ffangen, aus denen fie beftebt, her, tmvelche noch nicht den Suftand der Veriwefung erreicht ba- ben, der die dunflern Torfarten macbt. YGn den mebr oberflablidh torfichten Boben trifft man wenig oder gar nichts von diefent fhichtartigen MBefen. Eine Decfe torfihter Erde, mwelhe nach der befondern Sage und den Umfiänden in der Die abweicht, iff burd grobe Sânge der Beit, bdurd die Zerftdrung und Bertwefung vegetabilifher Subftangen beidiger Mrt, gebildet, abgefekt und mit verfchiedenen barten Materialien des Dodens unter demfelben vereinigt worden. gebt eine grofe Mannigfaltigheit diefer Dobdenart bervor, Mo die Unterfchicht erdiger Materieerträglih gut, und die Grucht der Vegetabilien gro und üppig iff, da fheint die beffere Art des feichten tot- fichten Doden fidh gu geigens 10 aber die Defchaffenbeit der Unterfhiche gar nicht verfchieden ift, die vegetabilifhen Produfte fparfam und fhwacdh im Buchs, und voriüglid beidiger Gat- tung find, da bat man den armen torfihten, beidigen und moorigen Doden. Det torfihte Boden fheint aus nacheinander vertveften vegetabilifhen Subftanzen ent- flanden zu feyn, die entweder in den tiefen naffen Gegenden felbft, oder an den bôbern angren- senden Stellen erzeugt, von dort bineingefallen, bdarauf gerfièrt, aufgelèft und allmäblig in StoŒung gerathen find, Die gange Befchaffenbeit diefes Bodens zeigt uns, af er das Maffer anbalte, befon- ders two er tiefift; baber wird er felten von der übermaäfigen Maffe frei, mit welcher er in den regnigten Sabrsgeiten angefüllt wird, Ein gefcheuter Schriftfteller macht die febr richtige Demerfung, daf durd die Sonnen- firablen und durch trocÆnenden Mind, mwâbrend des Sommers die berflüfige Feuchtigfeit ver- mittelft der Musdünftung weggefübrt merde; da nun befanntlidh den Rôrpern die Mârme dadurdh geraubt und fie erfültet merden, fo mu dies nadtheilige Mivfungen auf Klima und Begeta- tion, 144 Geste Abtheilung, tion, tind insbefondere auf folhe Pflangen bervorbringen, tele einen Dôbern Grad Bûrme und mebr Nabrung verlangen, als ein folcher Doden leiften Fann, Er glaubt ebenfalls, diefe nacbtheiligen SBirFungen fid auf das trocfnere angren- genbe Sand evftrecfen.*) Da die oberflählihe Shidt dem Cinfluf der reinen atmosphärifhen Suft mehr ausge- festif, fo findet man fie iweit tweniger auflosbar als die Unterfchidten, mithin in ihrem ein- fachen und unvermifhten Suffande weniger gum Deadern gefhidt, Jus eben dem Grunde näbrt e8 auch bie Flamme nicht und iff gum Brennmaterial untauglich, Golf diefe Dodenart zum Feldbau landivirthfchaftlih benubt werden, fo find bagu nach) den verfhiedenen Cigenfchaften diefes Bodens verfhiedene Methoden angutvenden, Dei den tiefen moofihten muf die überflüumige Heucbtigfeit dur Anlegung gebôriger Mafferleitungen entfernt twerden, Yn Stellen, 0 man YBaffer über folchen moofihten Boden geben laffen Fann, und der Unterboden gut ift, lâft fi viel ausridhten, indem man den grèf- ten Ebeil des Moofes wegfhwemmts wo aber die moofihten Oerter nicht tief find, oder der DBobden darunter gut ift, iftimobl am gerathenften, naddem die Mafferleitungen geborig erdffnet find, den Doden in folhen Michtungen aufjufurchen, daf das ftebende MBaffer weggefchafft gerbe, bas er enthâlt. laffen fih verfchiedene Materialien mit der Mbfiht anvenden, die Oberfläche zu verbeffern, und die Muflôfung der noch nicht vermeften Ebeile der vegetabili- fhen Materien zu befordern. Das Erftere gefchieht, ivenn man fiefigte, fandige und leichte Crde darauf bringt, ba Seftere, twenn man, befonders mo Deidefraut und dergleichen ftarf wachfft, den lebendigen Ralf antvendet: bingegen two folhe Gemächfe nicht in Menge find, thut man am vortheilbafteften, twenn man alfalifhe Œubftangen, Sreide, Salfmergel, mu- fhelartigen Seefand und gelofchten alË gebraucht, Mufchelmergel, Éreidige Œubftangen, fetter ler, Ralffteingrand, findet fi baufig unter tiefen Torfmoos, und man bat bies burch Mnbobren an verfchiedenen Stellen wobl ju un- terfuchens denn fobald man diefe Materialien in einer bequemen Tiefe findet, läft fi folder DBobden leichter und mwoblifeiler gum Ertrag bringen, feil man diefe Materialien fhneller auf die fhtwammigte Oberfläche folches Dodens bringen Fann, als menn man fie evft in weiter Ent- fernung berbeifchaffen foi. Das Mafenbrennen ift ebenfalls in beiden MücFfichten febr nüblich, to eine Menge vegetabilifcher Subftangen auf der Oberflñche und gwar von der fclechten Art ifts jeboch bebält das Aufbringen guter Crde feine Voryüge, da, two man es obne viele Mübe und au grofe Soften bererfftelligen Fan, Suivei- *) Dundonald’s Connection of Agriculture with Chemistry, p. 33. Doden, 145 Sutveilen ann mat die Prudtbarfeit diefes Dodens burdh Mbermbdtung Befonderer He- ten Vegetabilien erbôben. tuender man febr vortheilbaft diejenigen Pflangengemächfe an, melche grofe gmeigige Stâmme babeu und die Oberfläche des Dodens gut defen, und badurh die WBirfung der Suft auf denfelben in grofem Mafe bindern, Begetabilifdes Erdrei cb. Diefe Mrt von erdigem Material mat in jeber Bodenart die oberflählihe Sage, in swelcher die Dflangen grobtentheils fé nâbren. ie bat ibre Verfhiedenheiten nach den A6- weihungén ibrer Tiefe und dem mebr oder mindern Grade von Zerfebung und Vertwefung ibrer verfchiedenen ŒGubftangen. Ciniger Unterfhied rübet auch mobi von andern Rôrpern des Vobdens her, mit twelchen fie dichter oder lofer vermifcht if. Much fheint eine Art vermoderter vegetabilifher Œubftan- gen vor der andern einen Sorzug zu haben. Da die Begetabilien eine beträchtlihe Portion Flebriger Materie(Pflangenfhleim) in Bermifung mit ibren andern Deftandtheilen baben, fo erhalten fie dadurch eine getviffe Auf Tôsbarfeit im ABaffer, obgleidh die aufere Oberfläche der grünen Pflangen megen ibres batigen und thierifhen Materials gegen Diefe Birfung gefhübt if. Aus dem erffern Umftande und daf in denfelben erdige Materie enthalten ift, twelhe mäbrend des Wachsthums mit ibrem fri- fhen aft in Huflôfung gebracht ift, wird es einfeuchtend, baf grofe Quantitten vegetabili- fhen Moders ununterbrohen gebildet und burc die natürlihe Vertvefung fier Gubftangen auf den Doden abgefebt werden, Die vegetabilifhe Erde bildet fih ferner durch Fâulnif und Yuflôfung folher Vegetabi- lien, die abgefnitten oder fonft auf der Oberfläche des Bodens verderbt find, wie auch dur manchetlei Mrten Dung oder Compoft. Mo diefe reichlidh und lange gelegen haben, findet man eine môglichft tiefe fette Oberfläche diefer Erde; wo aber iwenig vegetabilifche Etieugniffe und diefe von dec minder üppigen rt dem obigen Procef untertworfen und mit Dung febr geringe untetftüét gesmefen find, Da if die Rrume der obern Erde im Ulfgemeinen dûnne und arm. Die Muflofung der vegetabilifhen Materien wird durch einen gebôrigen rad von Mârme und Mae und anpaffendem Suftande der Suft vorzüglih befrdert. Dei bem Procef der Faulnif finden fit manche chemifhe Verânderungen bei diefen Gubftangens— das Baffer, twelches fie enthalten, twird gerfebts die reine Suft aus der Utmosphäre von der Erde abforbirts die Müârme entbunden; und neue Combinationen von Gas- und Galjarten entftehen, diefer Verânderungen werden daber manche Subftangen gum Muben und jure Crhaltung des vegetabilifihen£ebens vettwandt, die ibm auf Feine andere MBeife bâtten gugefübrt werden fonnen, Erjier Theil. T Die 146 Gcchôste Abtheilung, Die Cinfaugung der reinen Suft aus der umgebenden Mrmosphâäre, oder der Procef der Orvgenation, wird von einem verftorbenen chriftfteller als die Saupturfahe angefebn, daf die vegetabilifhe Materie auf der Oberfläche der Crde, in tiefen torfichten Doben und vielen andern, vorüglih folchen, der lange beacfert worden, fid) erbalte. Die vegetabilifhe Materie wird auf diefe MBeife minder erftôrbar, felten wird etivas davon im aufgelôften Suftande durch Regen oder MBaffer andrer Afrt reggefübrt, mithin muf eine Anbäufung entftehn, die fih fonff nicht ereignen twürde,*) Da bie vegetabilifdhen Materien verfhiedene Grade diefes Pro- ceffes gulaffen, und dadurd mebr oder minder unauflèslidh merden, fo baben fie auch verfchiez dene Rrüfte in Befdrderung des WBacdsthums und der Mabrung der Dflangen. Ge länger fie auch der Cintwirfung des Orngen oder der reinen£uft der Atmosphâre ausgefet find, defto urr- aufloslicher find fie. Um die Diloung der vegetabilifhen Etde oder des Moders zu befdrdern, muf man nicht nur ju folhen Mitteln greifen, iwelche die Gäulnié befhleunigen, fondern welhe auch an und für fi geneigt find, die Auflôsbarfeit des vegetabilifchen Bobdens zu vermebten, Der er- flere Zivecf wird dur folhe Materialien erreiht, die man bei Berânderung der vegetabilifchen Eubfianjen in Sobleim wirffam gefunden bat, als gelèfchten Ralf, Mergel, Krcide und über- baupt Falfartigen Materialien, fo wie auch durch einige erdige falsige Subftangen, als den Mb: fall aus den Galgfiedereien. Den lebtern erreiht man dur Mniwendung verfhiedener alfalifhen Gub- #) Der Graf von Dunbonald bemerft in feinem Tractat von dem Sufammenbange des Aferbaues mit der Chemie, ,,daf dem Drocef der Oxvgenation, die Gortdauer der vegetabilifhen Materie auf der Oberfläche der Erde dorsüglih bepgumeffen feys formobl bei moofiten und fumpfidten, als den mebtften Bodeñarten, die fhon[ange cultivirt waren. Der ungerftôrbare Suftand vegetabilifher Mas terie unter diefen Umftänden und ibr beffänbdiger Zuivachs rübrt, tie er glaubt, von der unauflôslichen Mifhung her, melche durch die Einwirfung der Luft auf diefe entyindbaren Gubffangen etzeugt wird. Œr fagt ferner: Dies— bis ju einem gemwiffen Grade— von der Matur angenommene lnauf: Islidhteité- Sbftem verdient obne Siveifel den Borgug vor einem vollfommen auflôsbaren; benn es if ein luchtend, daf, tenn Gäuinif und Orygenation die Rraft befäfen, alle vegetabilifhe Materien burch einen gefbiwinden Drocef in WBaffer aufjulôfen, swei verderblihe Golgerungen bieraus bervorgehen wirben: Der Negen mürde die auflôsbare Materie in die Flüffe und Vache twegfpüblen, das Baffer verunteinigen, es für die Œrifteng der Sifhe und für den Gebraud der Lanbdthiere untauglih machen. Dn der Bolge der Beit mirde die See alle vegetabilifhe und animalifhe Producte des trocfnen Landes érhalten, die Œrde am Œnde unfructbar werden, da fie nur aus einfadher Œrde ohne Deimifung vege- tabilifdher Subffang beftände; mithin fônnte feine folche Anbäufung diefer Subffanz auf der Erde ffatt finben, wie es jet in fo unermeflichem Grade der Gall if. Œs leidet daber, feiner. Weinung nach, teinen Siveifef, daf der gégentwärtige unvollfommne Suftand der Gäulniÿ, Orpgenation oder Anflôfung otganifher Rôrper von dem teifen Schôpfer aller Dinge mit tweifer und twoblthätiger Abfiht einge: ritet fey, Befonders menn man einfiebt, daf den anfceinenden Unvollfommenbeiten dicfes— bis qu einem gewiffen Grade— unauflôstien@yftems, in fo ferne fie AFerbau und. Begetation betveffen, erforderlihen Falls durch den Scharffinn und Fleif des Menfhen abgebolfen werden folle.“ Doder, 147 Gubfiangen, alé Mfhe von verbrannten grünen Begetabilien, Urin ber Thicre, Miftjaudhe, Cloafbünger und andere anintalifitte Materien. Begetabilifer Dober läft fi fonft nod auf manche Beife vermebren,; als durd den Badsthum folher Germäcbfe, twelcÿe den Boden febr bebeen, und daber einen Gtilleffanb der Suft(a fiagnated fiate of the air) bewvitfens dur Mbtwendung und Unterpflügung fetter, gtofer und faftreiher Arten grüner Gemächfe auf dem Boden, wodurd eine grofe Menge vegetabilifher Materien gänylih que Vermefung gebracdt wird; endlid burd Berfidrung folcher nfecten, die gu bâufig in dem DBoben find, indem man Subftangen verfhiedener Art antwender. Der vorbin-ermäbnte gefheide Schriftfteller bemerft, daf ein allyugrofer Ueberfluf ve- getabilifher Materien in irgend einer Dodenart, two fie der Einwitfung des Orngen oder der Sebensluft der Mtmosphâre zu febr ausgefest if, den Boden ju lofe und in feiner Rinde zu locfer füe den Madethum der mebrften Rornarten made; Minterforn insbefondre durd die plôblichen Berânderungen des Groft= und Ebautvetters aus den Boden geriffen und gerftort wer- de. Bo bdies der Gall if, da Fann man von manchen faljigen Materien und gelfhtem Salf grofen Bortheil ziebn, da curd die Antvendung diefer Materialien die vegetabilifchen Theile des Dobens in den gebôrigen und einträglichften Zuffand gefest werden.*)+) *) Dundonald on the Connection of Agriculture with Chemifiry. p. 175. +) Die Dunbonalbfhe Pypothefe, weldhe der Berfaffer in bdiefem Abfchnitte vorträgt, if aus der Luft aufgegriffen, und eë findet, beftimmten Œrfabrungen und Berfuchen na, gerade das Gegentheil ftatt. Die Dammerde, der PBumus oder der Nücftand der vegetabilifhen dur Sâulnif serftôrter Oubftan: gen, gicht ben Gaucrftoff der atmosphärifhen£uft mit grober Macht an fi, 1vird aber feinestveges dadurch unauflôsbar, fondern wird im Gcegentheil daburch gerfest und gum Uebergang in neue DPflan genfôvper gefchicét gemadt. Denn es bildet fid) daraus Roblenfâure, eine, an die Burgeln der Pflan: gen gebracdt, fo bôcbft fruchtbare und vorgüglith nabrbafte Materie. Der Sauerftoff fheint aber auch gur Dildung der aus Dammerde auszulaugenden braunen Materie odes Extractivftoffes, der an der Rabrung der Dflangen Hôcbft mabrfcheintich grofen Antheil bat, beigutragen. Denn wenn Gauffute Cchemifche Unterfucungen über die Begetation,©. 157.) bei iwiederbolten Abéodungen nur nod febr tenig von biefem Œrtractivftoffe herausbrachte, und diefes fit) bei der gebnten, eilften und swôlften Abfochung gleidh blieb, fo daf fie den Dôfft môglihen Grad ibrer Erfhôpfung erreidht batte, er dann aber diefe ausgefochte Dammerde der Einwirfung der freien Luft, aber vor Otaub gefhüst, brei Mes nate lang ausfeñte; fo gab fie iwieder eine beträchtlih grôfere Quantitât bdiefes Extracts. Die ausge: fochte Dammerde aber fand er bei tucitem minder fruchtbar als die unauggefochte. Moraus folgt, da der Gauerftoff, und gerade nur der Sauerffoff, die Dammerde bis auf einen geringen Rücdffand auf: gulôfen und fie zum Uebergang in die Gemächfe gefhi£t zu machen vermôge, Der Fâulnif ift die Darmmerde duvhaus nicht mebr unterworfen, vielmebr ift fie cins der fräftigiten fâuinifiwiderftehenden Mittel. Die Erfabrungen beim AŒerbau ffimmen Biermit vôllig Mberein. Dur eine febr fleifige Beacfe- rung und Luftausfesung Éann ein an Dammerde reider Boden eine fange Neibe von Yabren bindurc, wie Tull”8 und Chateauvieur 8 Berfudhe mit der entfernten Rechen: Cultur, two smwifhen in Sommer immer gepflügt wutbe, gexcigt haben, erfhôpfende Œrndten tragen und obne Dünger fruct: 2 bar Sechste Abtheilung, Voben, Bat bleiben, bis er endlich gang erfchôpfet if. Aus der Tiefe und unter dem IBaffer berausgebrachte Mobererde iff oft su Anfange gang unfruchtbar, wird: aber immer fruchtéarer, je lânger fie der At mosphâre ausgefest if, d. D. je mehr Sauerftoff fie angiehet. Aber der Graf Dunbdbonald vermecbfelt Bier und an mebrein Otellen der angefübrten Schrift offenbar Sauerftoff und Sâure. Die Sâure ift es, mwelhe die Dammerde unauflüsbar und unfrucht: Bar madt. Sâure erzeugt fit, wenn die abgeftorbenen Begetabilien bei überflüliger Naffe nicht faulen, fondern in fauve Gäbrung fommen, denn fie iff grôftentheils ŒMigfäure. Œin Theil der Begetabilien erbält fi) dann ungerfest, twäbrend ein anberer gmar(fârÉer veriefet, aber an feiner vôl: ligeu Juflôfung dur diefe Sâure verhindert wird, und Hüchffens nut einigen Pflangenarten, tvelche vermôge ibrer Matur dicfe Sâure beymingen, Nabrung giebt. Dies ift die Entffehung des Torfs und der fauven Moorerde, twovon fi dann oft auch batyige Materien erseugen, und die dur manchets lei die Oâure gerftôrende Mittel frudtéar gemacht merden Éônnen, nacddem fie suvor trocfen gelegt Worben, und find folglid alferdings ein has, twelen die Natur, wie Dunbdonald fagt, dem Slcife des flnftigen Scitalters aufbewabrt. Diefe fauven Moorerden gieben nach unfern Berfuchen Wenig Sauerftoff an. Snbeflen féeint mit aud in troŒenern Lagen ein Theil er Dammerde, mit be NÉerfrume vermifibt, eine Bindung annebmen ju fônnen, die nur durch gerviffe Meageñtien gelôft werden fanr. Dies muf aber erft der Gegenftand genauerer Unterfuhungen werden, F AD. D: Sicbente Siebente Abtheilundg: DATE tt© 1 Ce grofe Menge Materien zur Näbrung und Erbaltung des vegetabilifhen Sebens, tird ur ben beftânoigen IBechfel der Rôrper in der Matur und ibre neuen Berbindungen ent» ticelt und bereitet, Œinige diefer tirffamen Subftangen befifen eine beträchtlihe FliMigteit und Giüchtig= feit, als 3 D. YBaffer und manche gasartige Stoffe, namentlid: Sauerftoff(oxygen), WBaffetftoff(hydrogen), Gticdftoff(azote) und Roblenfäure, in verfhiedener Combina- tions*) fie wirfen und werden vornehmlidh ii dem Doden, in telchen Pflangen mwachfen, er- seugt, und gwar in mehr oder minderem Maabe, nach der Vabreszeit, der Befhaffenbeit des beifen oder falten Rlimas, und nad) dem Suftande und der Vefchaffenheit des Bodenss andre find dagegen odicfer und fhtwerer, und müffen auf den Doden gebracht und mit ijm vereinigt ober auf feine Oberfläcdhe verbreitet werden, um die Begetation qu befordern, werden in ibrer Antwendung, Mittel zur Érhaltung und Mébrung der vegetabilifhen Erjeugniffe und Grüchte, und man nennt fie Düngungsmittel, iwenn lei manche Berinderung und ANufofung in ipre Grundftoffe gefehen mu, bevor fie gur Erbébung und Vermebrung der Vegetation gebraucht werden fônnen. ur Runft und Fleif bereiteten Materialien, find von gro- fer Berfchiedenbeit, wirfen fchneller und reichlicher als andere, 3. D. thierifche, pflan- senartige und alle folche Œubftangen, telche reich an Rieber, Zucerftoff und falfartiger Ma- terie find, und Koble, Phosphorus und Die obermäbnten flübtigen Suftarten fdhnell erzetigen; andre bingegen_baben an allen oder cinigen biefer Grundftofe einen Mangel, oder laffen fie nicht leicht fabren, biefe findet man als Düngungsmittel mweniger brauchbar. Dies ift auch der Grund, mwesbalb fi cinige Gubffangen als Dingungsmittel fo ganx vorzüglidh auszeichnen. Muberdem wirfen biefe Subftarigen noch auf mandhe andere HBeife gur Defruchtung des Erbreihs und zur Erhôbung der Vegetation. Einige *) Lit, Bârme und Electricität find aud gum HBachetbum der Pflangen erforderlich. 150 Gichente Abtheilung, Œinige vermehren befanntlid, aufer daf fie fon gum Pflangenmadsthum Beforber- lide Materien liefern, aud nod die Menge vegetabilifher Stoffe, und andere, Die in bem Doden, mworauf man fie gebracbt, enthaiten find, berciten den Pflangenturgeln ein befferes Dettes andre wirfen bauptfädlid auf folhe Materialien, als darin enthalten find, indem fie ibre Organifation gerftèren, und fo verfiedene fichtige und andere Sngrediengien frei ma- en, twodurd neue und fruchtbar machende Mifchungen entftebns; andere macdhen den Boden offner und loderer, 6ber ftéifer und mebt anfammengebaden, unbbringen ibn dadurd zu bo- bem Œrtrag; und fo giebt es nod) andre, die auf mebrere Art zu gleiher 3eit fi) wirffam ermweifen, Bei diefer grofen Berfhiebenbeit, weldhe man in den Grundftoffen und ibrer MDirFfam- feit finbet, twivd es fchmwer, die Materien, beren man fid) als Düngungsmittel bedient, zum praftifhen Gebraucdh bequem ju ordnen. Die Befhaffenbeit der Materialien, Von welcdhen fe berffammen, mag uns in diefer Rücficht Jeiten; demnächft môgen fie eingetheilt werden in animalifche, vegetabilifhe, mineralifhe, falzartige und gufammengefebte Dungarten, Düngungsmittel von der Berfesung animalifder Gubffangem JAnimalifhe Subftangen, wenn fie durd Gâulnif weid und fleimigt gemorden finb, geben nach der Erfabrung den Gemädhfen mehr und fcnellere Nabrung als irgend andere Kôr- ver. Dur demifhe Unterfuchung weif man, daf die Beffandtheile diefer Gubftanzen vor- süglih Baffer, Gallert oder Gchleim und zucerartige dlichte Materien mit einem Fleinen Jn- theil von Galz und falfartigen Œrden find.. Animalifhe Materien, twenn fie gleich in einigen Gtücen mit den vegetabilifhen übereinftimmen, da fle MBaffer, gucerartige und Falfigte Ma- terien mit einander gemein haben, find doc) bei weitem nicht als eine MMaffe angufebn; denn in den animalifchen find einige diefer Stoffe weit reiclicher, als in den vegetabilifthen.vorban- dens auch der thierifche Seim, twelcher einigermaafen dem Gumini und Pflangenfchleim 4bnlid qu fein fcheint, ift gleichfalls doc von ibm dur feine mindere Meigung gum TroŒnen fowobl, als ba er bie Geuchtigfeit aus der Atmosphâre amjieht und fdneller in Verivefung übergebt, ver(chieden. Ulle diefe Grundftoffe animalifcher Subftangen werden bei der lebten Serfeung in an- vere Gtoffe aufgelôft, als in verfiedene Gasarten, Die bereits oben erwäbnt find, in Roble, DPhosphorus, Sal 1, Bei den ungleihen Verbältniffen der verfhiedenen Grundftoffe ju eéinander, in den animalifhen Subftangen, entfteben Berfhiedenbeiten, bie bei ibrer Mnivendung nidt aufer Act gelaffen merden dürfen. SSede Dungatten, 151 ebe Art animafifher Œubftangen at, fobald fie ibver Sebensfraft beraubt tft, ete farfe Meigung in Gâulnif iberzugehen, twobei die Umfiânde,. unter tvelchen erfteres gefchab, bedeutenden Œinfluf baben. Dei der Hornichten und feften animalifhen Materie gebt die Faul: rig unter gleiden Umftänden nicht fo leidt von ffatten, als in den minder feftern, Der Procef der Güulnig wird jedod) durch binfänglihe Geuchtigfeit, frepem Sutritt der atmosphärifchen £uft und einen gerviffen Grad von WBârme befdbleuniget. Gebt man der Anfeuchtung diefer Subfiangen faljiges WBaffee oder andere Subftangen der Mrt qu, als Salifäure, Magnefia und Goba oder Meerfaly, fo wird die Gäulnif ebenfalls dadurdh befbrdert, tie der Graf von Dundonald febr rihtig vorfhlägt.*) Die Serfegung bârterer animalifher Subftangen, deren man fi alé Dung bedient, als Hôrner, Rnoden, Hufe, wird dur Serffüelung und ffârfere Mârme befordert, als fich in der Mtmosphäre befindet. Befanntlih Fann die Aufléfung der animalifhen fotwobl als vegetabilifhen Subffangen, burh Musfcluf der Suft, dur ffarfe austrofnende Sibe, durd Bermifhung mit folchen erdi- gen Subftangen, die megen ibrer Socferbeit oder andern Cigenfaften, fie ibrer flüigen Ma- terien berauben, verbindert werden. Man bat daber mobi darauf zu acten, wie fie unter ge- foiffen Umftânden ibrer Mifhumg und Hnrwendung minder wirffam, als in anderit Süllen, fi Berveifen. Moch andre Umftände aufer diefen, befcieunigen die Serfegung aller fofcher Gubftan- zen, tveun man fie nebmlich lofe und in nidtju grofen Saufen auf einander legt, auch nicht mit fo viel Œrde vermiftht, ba der Sutritt der Suft verbindert merde, Au Fann man befon- ders batte und feftere Œubftangen in beifer und trocner Galtszeit burd dfteres Defprengen mit gemeinem Yaffer, ur fnelfern Sâulnif bringen, wodurd die Mabrung der Germachfe fhnel- ler und reichlicher befordert wird. arte animalifhe Subftangen. Unter biefen Materien, deren man fic als Dung bedient, giebt es, in Rücficht ibrer Confiftens, beträchtlihe Verfchiedenbeiten. Cinige find gang feft und bat, als Rnochen, Hôrner, Gufe, Hornfpäne und andere äbnlide Gub- fanens andere bingegen tweid und biegfam. Die Rnochen aller Thiere geben den Pfangen die befte Mabrung, die Rnochen von fetten gefhlachtetem Vie geväbren aber den beften Dung. Die gefochten Rnochen find bei weitem nicht fo gut, tweil fie ibre ôlichten und leimicten Theile verlobren baben, und daber den Germächfen, Gras oder Rorn, mweniger Mabrung geben. Che man folche Subffangen auf der Erdboden bringet oder gum Compoft vermendet, müffen fie in dau erbaueten Müblen gemablen oder fonft in Éleine Ste germalmt werden, Man zerftopt fie *) Man fehe Connections of Agriculture with Chemifiry. p. 74 und 87. 152 Gicbente Abtherlung, fie getvébnlid in tien von der Grèbe einer Sambermuf, fic sbrben aber getvif cher verfau- Len und fneller und wirffamer düngen, twenn bie Stücden no fleiner wâren. Yenn fie bann fo gubercitet find, fo barf man fie nicht ju febr mit Crde vermifhen und bedecen, tweil mon in folchen alle ibre Serfesung binderts eben fo mwenig darf man fie tief unterpflügen, swenn man von diefer Düngung Muben gieben till. Es beftehen biefe Œubftangen aus einem beträchtlihen Theil Schleim oder gallertartiger Materie, einer geringen Portion Gett und einem erdigen Salz, aus phosphorfauter und Falfig- ter Crde, fie far erbigt, fo geben fie eine grofe Menge MBafferftoffgnas, Foblenfau- rem Gas und eine flüchtige alfalinifhe lüffigfeit. Aus der Matur diefer verfchiedenen Grunb- ftoffe 14ft fidh erachten, daf jur Verftärfung ibrer Birfungen als Dung einige andre Gubftan- sen mit den aufgelôften Æbeilen febr gut gu vermifchen find, als mit Ralf, Sreide, Torferde und gutem vegetabilifchen Moder in gebôrigem Verbältniffe, und daf biefe neue Combinationen der Vegetation in einem febr boben Grade bienlich feyn werden, Das Verbrennen Fnochenartiger und bornichter@ubftangen, tobci bie twiréfamften Theile verlobren gebn und etwa nur ein Phosphorfalé gurbisé bleibt, ift ein verfhivenderifches und wenig nübendes Unternehmen. MBeide animalifhe Subftangen. Berfchiedene Materien bdiefer Art, die fidh ats Dung febr gut gebrauchen laffen, werden von den£andtvirthen dod) mwenig beacbtet, Da- bin gebôven die Grewen oder Der MRücfftand vom Sichtyiehen, und der Schaum aus den Sucer- fiedereien. Berfuche mit dem erftern im Rleinen haben uns übergeugt, daf fie als Dung von grofer MBirfung find. nun diefe Subffanz nur für einen hoben Preis ju faben ift, fo wirù man fih ibrer vielleicht in der Sufunft mebr bedienen, als bis jebt gefcheben if, da man mit biefer Düngung tweit reicht und fie von Dauer if Man.erbalt fie gewobnlid in vieredigten bart gufammengeprefiten Ruchen, guweilen jedoch in tweicher Maffe, ungepreft. YGm erftern Galle werden die Ruchen fo Flein tie môglich gerftofen, telches, twenn man feine Müble oder andere gefchicfte Mafchine dagu bat, immer eine lâffige und Foftfpielige Sache iff. ft es nun fo fein wie môglid, fo ift es dennoch nicht fhon ju gebrauchen, bis daf es mit einer fehr grofen Menge fetter erdiger Subftanzen, mit der es fidh verbinden muf, vermifcht worden if Dei den Berfuchen, weldhe wir mit Diefer animalifhen Materie ju machen Gelegenbeit batten, turben Drei ober vier Theiïle guten vegetabilifhen Moder, nach DBefchaffenbeit des Dobens, qu einem beil Gremven gemifcht, und dann als Topdreffing über das Grasland geftreuet, to bies unfeblbar eine veichlihe Seuerndte, und gmwar beträchtlich grôber als bei den gervobn- lien Surihtungen des Düngers, wie auch eine fette und vorgüglich nâbrende Macherndte gab. Sert Dr. Bilfinfon zu Enfield bâlt ben animalifhen Dünger nidt nur überhaupt füc den fiâcfften, fonbern bie Grewen darunter als den twivéfamfien und ausbauernften, Cr rechnet Dungartet, 153 cednet nad Befchaffenbeit 6es Sandes ein bis anderthalé Ton(1 To= 192 Zentner) auf ein Mere. Sum Rornertrag war diefer Dünger zu firenge, bie Gerfte wuchs ju febr ins Strob, Daber bat er ibn gum Graswuds, Nüben- und Gartengemwädhfe befonders nur antvendbar, Er bemerft ferner: AMdt Ycres Fiefigten£ebms tourden mit Miff— 10 Fuder Mido- lefepfher Rarren auf ein Mere— mit Husnahme des fiefigten und magetfien, bec mit andert- balb Ton Green iberftreuet wurde, gedüngt. Die Eurnips und die darauf folgende Gerfte, tele man mit Gremen überdüngt batte, war bicfer und teit flârfer, als two der germôbnliche Dung gelegen Hate. Er fand aber, Daf das Mindvieh dies geile Gras, erft naddem es Bin- terfroft befommen batte, frafs im folgenden Sabre Fonnte man an dem Hôbern Grhn des Gra- fes noch die Stelle mabrnebmen, two diefer Dung bingeftreuet war. Er bediente fih auch mit Erfoly verborbener gefalzener Gifche, insbefobere der Heringe, und fand diefen Dung den Gre- wen vôllig gleih. Œben fo auch der verdorbenen mit Salz eingemadten Gemüfe, Germébnlid vermifchte er biefes mit ausgepflügter Œrde des Dodens, twobin ec ibn fireute. Venn er ibn dann eine Beit lang barauf liegen lief, fo og die Erdbe den firengen Duft und die Krûfte des thierifhen Düngers in fih. Mit Bortheil goB er dann noch eine Sauche von den Grerven und den@püliht aus ben Gäffern der verdorbenen Gemüfe darüber,. Grübjabr leiftete diefe Gauche, über das Gras gefprift, vorzüglih gute Dienfte, lebten Fabr 1800 fagt er, babe er eine Mifhung von$alË und Green mit der obermwäbnten Crde, und gwar funfig Düfhel Ralf auf eine Eonne Grewen, mit Erfolg angemandt. Diefe Jufammenfesung Fommt, tic er bemmerft, bem Sucerfhaum, melcher aus RalË£ und Ocbfenblut beftebt, 3iemlich gleich; und ba er burch viele Erfabrung fi von den woblthätigen Birfungen des Zuderfhaums ñber- geugt bats fo bâlt er die nâbere Unterfuung der RalËmifung mit animalifhen Stoffen für febr wichtig. Daf diefe Mifhung auf einen für fie anpaffenden Doden febr twirÉfam dingend fer, ife swobl menigem 3meifel unterworfens vielleicht find diefe Materialien unvermifcht nod wirffa- mers es feblen uns aber bierüber fowobl, als her die befte rt, fie fo angutwenden, beftâtigende Erfabrungen. Man fônnte daber ob Ralf mit Rnochen und tollenen Sumpen, oder als Compoff mit Erde und Nachtoung, vermifchens bdies würde fle nicht nur feichter gum Dung macdhen, fondern auch ibre Gruchterwecenden Mirfungen fer erbüben, Hu würden fie als Dingungsmittel dauvender merben, da täbrend ibrer Serfegung der Ralf einige Cigeufchaften in fich iebt, und nachber allgemach dem Boden mittheilt, Bon den Mrabern ergablt diefer erfabrne Mgronom, daf ffe mit vieler Sorgfalt ibr Sand verbeffern und grofe Dunggruben machens fie legen dann animalifhe Œubftangen binein und bedecfen fle mit RalË oder Rlenerdes und diefe an und für fit unfruchthare Erde wird dadurch Erfer Tbeile U auin 154 Gichente Abtheilung. sum fettefien Diünger.: Er mate felbft ben Berfuch mit einer geftorbenen jungen Rub, fand aber die MBirfung immerbin guts aber nidt gang vorylglich, Herr Bigth erwäbnt in feiner Ueberficht der fchottifchen Sandvirthfchaft eines Com- pofts von gmwei Theilen Ralf und einem Theil Taubenmiff, der fo fange vermifcht wird, bis eine beträchtliche Gâbrung entfieht, die man an dem Ueberfliefen wabrnimmt,@echs Doll von diefem Compoft find für einen Mere binreidend, und er fübit.es manches Vabr. Difhungen diefer Art giebt es getif nod viel mebrere, die beim Acerbau von grofem Vortheil fepn Fônnen, die bis dabin aber nod nicht beacbtet und in ibren ABirfungen beftimimt etfannt worden find, Go gicbt es auch nod mebrete animalifhe Œubftangen, die, tenu man fie in binläng- lier Menge erbalten Fônnte, gute Dienfie leiften würden, als: der Mbfall der feimfieder, Das Mbfbnisel der Gilsmacher, Rüvfhner und Gufter. Materialien befordern den Pflan- semouchs, vermège ibres vielen Oels und Schleims, und meil fie fowobl bie euchtigfeit anyie- ben, als im Maffer fid leicht auflèfens nur find fie nicht fo ausbauernd als manche andre, Man darf fie daber wobl nur in Müchfiht auf die erffe Grucht anwenden, wenn man fie in Menge haben fann. Auch laffen fit in der Mâbe grofer Secftädte und Secbiftricte mancherlei thierifche Gubffangen, als Abfall von Seefifchen, vom Po bis gu den Fleinffen Schalthieren, zum Düngen febr wobf gebrauchen. Diefe Subftangen werden dur Deimifhung von gelôfchtem Ralf und darauf, nach Umftänden, mit gmei oder dreimal fo viel fhwarger, vegetabilifcher Erde, als das Gange be- trâgt, qu einem wiréfamen Dung. chellfifhe werden ohne Vermifhung mit erdigen Gub- féangen gebraucht, Dies Éleibt jebod) immer ein verfchiwenderifhes Berfabren, da von ibren wiréfamen Deftandtheilen fo viel dabei verlobren gebt, welches man aus dem firengen Geruch sabenimmt, der fich in der Dtachbarfchaft des Sandes, wo man fie gebraudt bat, verbreitet. Durd Vermifhung mit Modererde tmürde Diefer Dung gemif an Quantität und Qualität getinnen, Der Mbfall aus ben Shlachthäufern und Gleifhfharren laft fih auf abnlihe MBeife be- teiten, Da aber biefer Dung bei feiner Serfebung febr viel elaftifhes Volatile entticeln Fann, fo erfordert er eine forgfältige Mi(hung mit folchen erdigen Subftangen, als fi bamit verbin- den laffen, ibn auflosbar, und ein n getviffes Maaf zur Defdrderung der Vegetation, ibn tvit£- fam ju machen, SBollene Sumpen, Haare, Gebern und dergleichen Subftangen geben einen fhwâchern Dung, da fie meniger Del und Schleim enthalten. Die erftern müffen in febr Fleine Stiche gerfebt werden, ebe man fie mit Bortheil auf den Doden anwenden ann, Me Dungarten, 155 Alle 6er ben animalifhen Dung der ertäbnten Mr angeftelleten Verfuche berveifen, daf die Mirfungen deffelben länger als von andern Subftangen dauven. Dr, Hunter fand bei der Anivendung gerfebter Anochen— fedjig Dufchel auf einen Mere— auf einen magern Galfboden mit Getraibe, daf das Rorn weit beffer als auf den nidt fo gebüngten Boden ffand, und auch bas Gras nad) fanger Zeit an derfelben Stelle fich auszeichnete und früher bervorfam, Eben dies fand er auf Rübenfeldern, die man eben fo gedüngt batte. Mr. Doung fand Die Mirfung des Rnochendungs febr grof; jebod) entfprachen fie nicht der Menge, deun die mit 23 Guder gedüngte Gemächfe waren beffer, als die mit 50.*)__ Diefer fonderbare all ertlärt fid) durch die Demerfung, twelche er macbte, daf der Doden âuferft mager war, und da in einem folhen Gall nur eine geringe Portion erdige Matcrie, twegen des bei der 3erfeung der Rnochen entmidelten Galmiafs und anberer Gubffangen auf den Boden wirfen, und ibn in den der Be- getation angemeffenen(ocfern Suftand verfehen ann. bângt die unmittelbare wobl- thâtige IBirfung des Dungs von den bdlidten und fhleimichten Deffandtheilen eingig und allein ab. QBo die Rnocen nicht in febr Éleine Stücen 3erffofen werden, ba wird man bie Bir- fung im gweiten Gabre eben fo febr, w0 nicht frärfer als im erffen, davon fpüren, forwoll auf MBeibe- als Merland, Die Verfuche des Derrn Dr. unter mit gemabinen und ungemabt- nen Rnochen beftätigen diefe Bebauptung, den et fand, bdaf bei dem erften Crtrage des Dodens die ungemabinen mwenig Dienfte feifteten, befto beffer wirften aber Die gemahinen, Von der MBirfung der ungemabinen im giweiten Vabr ift nibts beftimmt erwäbnts es laft fih aber flicfen, af fie im gmeiten Sabr mebr als im etften geleiftet haben. Mnimalifher Dung. Die animalifirten Subffangen, deren man fi gemeiniglich as Düngungsmittel bedient, find die Ercremente verfchiedener Art Thiere. Diefe findet man in verfiedener Yrt und Sraft, je nachbem das Tbier gefüttert worden, und je nachdem die Deftandtheile, twomit fie verbunden worden, und die Sertur diefer Subftanz felbft befchaffen if. Gin geftheider practifer Beobachter bebauptet, daf der Dung von fetten Thieren ohne Biveifel der veichhaltigfte fey, und bei ieitem mebr befruchte, als der von magern; und daf die Güûte des Dungs fr gur Güte des Gutters allemal verhalte. Benn demnad ein Thier mit blichten Saamen, als Sein, Mapfaamen und dergleichen. Sachen gefüttert worden; fo ift der Dung am fettefien, mit Oelfuchen oder des Oels beraubten Œaamen der nâchfte nach diefem, sann fommt der Dung von Müben, Môbren und dergleichen Burzeln, dann der vom beften Heu, vom ordinâren Seu und endlid) von Stroh. Der Dung von magern Zugvieh, das Strob befômmt, if gemif der magerfte. F7) U 2 HMuch #) Annals of Agriculture. Vol. III. p. 69. **x) Man fehe Middletons View of the Agriculture of Middlefex, p. 3a. 156 Gicbente Abtheilurg, Much Sen Unflath aus den gebeimen Gemächern, tenn et nicht zu febr mit Urinflüffig- fciten vermifcht ift, bat man gumweilen in gebôriger Subereitung auf den Doden gebraucht. _ Er mu daber, ebe man ibn antwenden Fann, mit fefien Subftangen vermengt werden, Dar bat dabei noch nicht immer die befte WBabl folcher Subftangen getroffen, welches alfemal diejeni- gen fepn müffen, iwelche in gebôrigem Maafe fid antwenden laffen und fnell die Vegetation befordern, ft demnadh-ein folcher Dung im Gangen qu flüfig, fo mub ibm eine Vtenge tot- fihter oder fchwarzer vegetabilifher Œrde beigemifht werden, iwelche burd ibre Deftandtheile das flüchtige HiFali, das fih bei folcher Berfegung in Menge findet, entwicelt und in den für die Begetation fo beilfamen auflèsbaren Suftand verfest, Dei genauer Mchtfamfeit auf dies Verfabren, welches von dem Graf von Dunbdonald fo wiffentihaftlih verhandelt twot- den, lâft fih nicht nur in Rüdfiht auf Menges fondern aud auf Defchaffenbeit diefes Dungs, grofer Getvinn erlangen, Die MNefultate der in diefer Hinfiht gemachten Erfabrungen betveifen febr deutlich, daf man fomobl burdh AustroŒnen des menfchlihen Düngers, als durch das Hblaufentaffen der flüigen Theile des Dunghaufens nachläffig verfäbrt und dadurd erffaunten Verluft leidet. Auch belebren uns die angeftellten Verfudhe, daf es febr verfchwenderifch iff, unvermifcht die- fen Dünger auf den DBoden zu bringen. Denn da auch in der anpaffendfien Sabreszeit dennoch dur unmerflihe Ausdunftung viel verloren gebt, fo fann man ibn felbft auf folhen Boden nicht gebôrig nuben, twelcher eine beträchtlihe Menge folher erdigen Subftangen enthâlt, mit mwelchen et nelle Combination eingeben und fo feine wobithâtigfien MBirfungen vôllig âufern fann, Mebrere neuere practifhe agronomifhe Schriftfteller find der entfchiedenen Meinung, daf der Dung aus den beimlichen Gemächern von der fetteften Art fers aber nicht von der Dauer als manche andere Dungarten, Mach den neulich von einem erfabrnen Acerwirth*) gemach- ten Berfuchen übertrifft er für das erfte Vabr jede andere Dungart. Vm zmeiten leiftet er ve- nig und im dritten tobl gar nichts, Dies rübrt von den flüchtigen Stoffen ber, welche nur tenig gebunden find, und von der geringen Quantitât erdiger@ubfiangen, die er in dem lek- tern Suffande feiner Serfe&ung bebâlt, Dies fpricht für die Mifhung mit erdigen Subftangen, die ju einer Yereinigung mit demfelben fi paffen. us den eben angefübrten Gründen werden feine fruchtbarften Cigenfchaften fogleidh ur freien Yirffamfeit gebracht, und die Begetation entweder unmittelbar dbadurch oder burd neu eingegangene Serbindungen befirdert, tvogegen nur tvenig erdiges Material sur fernern 3erfe&ung und nadbaltigen Birfung übrig bleibt, Der ertwabnte Schriftfteller bemerft, daf Diefe gebôrige Subereitung nicht nur die Begetation ver- ffârfe; *) Middleton in Tranfaction for the Encouragement of Arls etc. Vol. XVII. p. 236. Oungarten, 157 fâtfes fondern baf au saburch bervorgebrachte Grafung bas grôfte Mindvieh in tweniger Bit, als andere, mâfie. ln mit tiffen gleichfalls aus éfterer Crfabrung, baf die feinfien Gartengemächfe bei gebôriger Zubereitung dadurd) erzielt find, und nidt nur nidt am Oe- fhmacfe verlobrens fondern fogar geivonnen haben, 3. D, Diumenfobl, tweifer Drocoli 1e. Gtatt den Gefhmacf des fo gedingten Grafes zu verberben, findet man ibn verbeffert, inde das Bieh folche gedüngte Stellen weit rer und dichter abgrafet, an andern GStellen das Gras dagegen länger lâft.*) ue diefen Grinben folfte man den in ben Stäbten bis anf zwei Drittel verfchivendetett Menfhendinger warlih Beffer benuéen, und die Mufmerffambeit des Sandwirths vorgüglih auf diefen Gegenftand zur Bermebrung und Berbefferung feines Dungs ienfen. Der Dung von Thieren, die fit von âbnlichen Subftangen als der Menfch nâbren, geichnet fih daber, nach der Erfabrung der Sandwirthe, in Defdrderung der Vegetation auch aus; Dicraus folgt, baf der Dung von fleifhfrefenden Bôgeln, Hunden, Schiweinen, foft- bar gefütterten Pferden, vom Gebervieh, Tauben, u.{. w., mweit wirÉfamer fenn müffe, als vor den mit getwôbnlihem Seu oder Gras genâbrten Pferden, vom Rindvieh und von den Srhafen, die nebft andern Tbieren eben fo erbalten werden. Jus eben dem Grunde wird es fehr wabte feintidh, daf die Ercremente von den Snfecten weniger twirffam find, als der Dung von ibren ôrvern, durch deren Serftérung und Berfegung befanntlicdh in befondern ällen die Gruchtbar- feit des Sandes bedeutend vermebrt wird. Es ift ferner mèglih, baf der Dünger folher Thiere, fomobl durch die Befchaffenbeit ibres Magens und anbderer Lrfachen, als des Buiters, vollfommner zerfegt und beim Durd- gange dur ibre Rôrper animalifirt merde, twenigfiens iff dies der Gall bei den Fornfreffenden Vôgeln, in welhen das Gutter einer Deftigen Reibung bei der Berdauung ausgefeft iff, und es leibet wobl mwenig Sivcifel, Daf der Dung dadurch gu neuen Combinationen fäbiger und be- fruchtender iwerde, Dur diefe Demerfungen über die Vefchaffenbeit des von verfchiedenen Thieren eryeug- ten Dungs, foll der practifhe Sandwirth auf diefen Gegenftand aufinertfamer gemacht werden, um ibn ju vermebren und unter den pafiichffen Lmftänden angumwenden, Dies Fann aber nicht aefcheben, wenn alles fo wie bis jeét obne Unterfhied auf einen Düngerbaufen gebracht tird, Daf man damit nicht fo verfahren folle, darüber find wir Durch wiberfprechende Derichte neue- rer Srififteller und Deobacbter bintânglih belebrt, die wabrfeintidh daber rübren, tueil ffe ibn in VBermifung mit andern Subftangen anmanbten.@o bebaupten einige, daf ein Gu- der Schiveinemift gvei andern von irgend einer Art gleich Fomme, und daf Dies Der fettefte Dung *) Shan.febe Annals of Agriculture. Vol. I: p. 655. — 0 Mt nt 6 mat tn tr a+2"Tdi+ ie= 4 à : ee Es Re—— 158 Gicbente Abthcilung, Dung fens Hierin ivren fie jedoch ficherlih, ba die Verfudhe von andern es geigen, baf bem Menfhendünger auf alle Gälle der Voryug gebübre. Vus einigen Verfuchen.des Mr. Poung ergiebt fih, daf der Dung von Raninchen und Gebervieh beffer und dauerbafter als der Tau- benmift fen.*) findet man in den Bergleidungsverfudien des Serrn Arbutbhart, baf der Dung vom Febervieh tirffamer wat, als der von Raninchen, und das lebterer Solz- afde übertraf. ift indeffen durch viele Crfabrung als ein Frâftiger Dung bermäbré, wabrfheintich mwegen feiner vielen flüctigen alfalinifhen Stoffe, die ibn qu einem beifen und reigenden Düngungsmittel machen. Den mebrften Dung geinnt der Sandivirth inbeffen von ben grofen Ehieren. Dei dem Mindvieh wird der Dung mehr animalifirt, dur die bäufigere Vermifung ihres Gutters mit dem©peichel oder andern Saft, iwäbrend des Mieberfâuens, Der Dung von Pferden befürdert die Gâulnif mehr und mat mehr Hibe, als der vom Rindvieh, und bierin unterfchei- den fit beide Dungarten bauptfählih, Der Dung vom Mindvich mag daber, bei feinec mindern Meigung jure Defdrderung der Fâulnif, mebr auf die erdigen Theile des Dodens twir- fen. ift er and) auf magern. und dünnern Boden nübliher. Der Dung muf jedod) alfemal eine Neigung gur Gäâuinif in gewiffem Grade ju feiner Huflofung**) haben, tworüber bereits fon die nôthigen Defôrderungsmittel angegeben find. Aus den wenigen Erfabrungen, die man über den Shafftalldinger gefammlet bat,***) gebt fo viel bervor, baf er dem Dünger der biere, die ein gleiches Gutter erhalten, gleic fomme, Dis dabin haben aber die Sandwirthe auf deffen ammlung und Hufbewabrung noch nicht befonders geachtet, fonbern man ift nod) an den Pürdenfchlag gewébnt, tmwobei man auf den Bortheil der MBirfung des im Uvin enthaltenen Galmiaf, auf die vegetabilifchen Materien und auf das Zufammentreten des Dodens durd die Schafe, grobtentheils rechnet. Dungmittel burd die Berfegung vegetabilifder Gubfangen. Begetabilifhe fomobi als animalifhe Subftangen find, fobald fie ihres Sebensprincips bcraubt torden, our Muflèfung ibrer Deftandtheile que Nâbtung und Erbaltung neuer Ge- wächfe gefchicét. Mie diefe Auflôfung durch Butritt der fuft und einen gebôrigen Grad von Mrne und euchtigfeit befordert, wie neue Combinationen bervirÉt werden, und wie von diefen Dingen die WBirffamfeit bes Dunges voryüglih abhänge, iff bereits mit Mebrerem auseinander- gefebt, #) Jan fehe Annals of Agriculture. Vol. IL. p. 26. *#) Jan fée Dundonald on the Connection of Agriculture with Chemiftry. p. 100. #X#) Bel nebmlid in England die Schafe felten in den Stall fommen. Dennoch twiffen andere Engländer febr wobl, daÿ ev fich von anderen Dungarten mevtlich) unterfdheide. M0 18: Dungarten, 159 gefest. Die Suflände bdiefer Zerfeéung folgen regelmäfig aufeinander, von dem Güfiverden sur Dein- und Effiggäbrung, und von biefer gut Gâulnif, Ein neuerer philofophifcher Scbrift- fteller*) bemerft febr farffinnig, daf es febr tabrfcheinlich fen, baf verfchiedene Jrten und Theile organifirter Matetien, im leblofen Suftande, verfchicdene chemifhe Verânderungen et- leiben, und baf biefe nach dem Grade der Die, der Menge des Baffers und der Suft, wel- cher fie ausgefest find, fic unterfdeiden, Cr fdheint auf Ddiefe Bermuthung dur den Procef des Güfiverdens, der in dem Magen gewiffer Thiere der Beingäbrung voraufgebt, geleitet zu fen, fo wie burch die Verânderung der mebligten Eheile in Bucer beim Keimen oder Musfprie- fen des Rorns. Da ferner einige Arten berber Früchte ours Bacfen fhg werden, fo fdlieft er, baf der ucfererzeugende Procef ibrer Säfte dur einen Grad von Bife, wie der Des fic benden IBaffers obngefäbr erregt, und baf dadurd das Cintreten der Oâbrung vethindert merde, Dei der Zerftdrung oder Berlesung des Sebens der Grüchte, wird demnächff, wie man es dfters findet, ber sucferergeugende Procef ibrer Sâfte befdrdert. Wan weif, daf Grüchte fchneller reifen, menu fie gepflücft oder von einem Snfeft verlebt, oder theiliweife abgefchnitten find, oder auch der Aft, auf den ffe wachfen, befchäbdiget tworden iff, und diefer fogenannte faccharinifhe Procef findet muthmablih fomobl unten auf der Erde als darüber, bei dem be ginnenden Serfegungsuftand vor der Beingäbrung flatt, und entwicelt[o eine befruchtende Materie, Dei der WBeingébrung verbindet fit Roblenftoff mit Sauerftoff in reichlihem Maafes es lâft fih baber annebmen, bdaf fie in dem Mugenblic ibrer Combination, twâbtend fie nod) im flüffigen und noch nicht gasartigen Buftande fid befinden, von den Buryeln der OGevächfe aufgenommen werden, Und ba bei dem Drocef der Gâulnif die Roble nidt bio in Roblenfâure, fondern auch das MBaffer zerfeit wird, tie dies der Geruch des MBafferftoffs bemeifet, fo wird es twabrfchein- lih, ba fich die inflammable Subftanz mit der Roble verbinde, tie bei dem gefoblten WBaffer- foffgas, und ffe auf folhe MBeife beide im Maffer aufldsbar und dadurc fâbig made, als Mabrung von den Murgeln der Gemädfe, obne in den gasfèrmigen Zuftand überzugehen, aufgenommen ju werden, Die Vereinigung des Sticftoffes mit der reinen£uft, gegen das Œnde des Gaulungsproceffes, wobei fit Salpeterfäure entwicelt, Éann ebenfalls wobl zur Deforderung der Vegetation dienen. wird auch dadurch erbôbet, baf die reine Suft oder das Orngen in der Diloung diefer Sâure minder als bei der Dildung einer andern, ibrer Dafts dem Sticéftoffe adbâriret, und daber fhneller den einfaugenden MBurgeln der Begetabilien zu= gefhbet wird, diefen Mitteln, die Ernâbrung der Gemächfe ju befordern, werden die Hauptheftandtheile des WBaffers einigermafen entbunden, und das Podrogen bildet— ten feic #) Man febe Darwin’s Phytologia. p. 220. sé 160 Gicbente Abtheilung. gleic nicht in fo groferm Maafe als bei den animalifhen Œubfiangen— in feiner Berbindung, mit dem durch die Auflôfung der vegetabilifdhen Materien entividelten Sticfioff, das Ammo- nium, welches bei feiner leichten Sercinigung mit fetten und ôlihten Materien, tvodurch es von ben Bureln Fann eingefogen werden, ur Crhôbung der Vegetation bciträgt. Auch in folchen Gâllen, two in einem fo gedingten Doden fid unauflüsbare erdige falgartige Materien oder metallifhe Galge befinden, Éann das barin erzeugte Ammonium fie gerlegen und auf folhe MBeife ur Diloung anderer neucr und minder nacdtheiliger Mifungen, oder folder, Die Dem Bachsthum der Pflongen forderlicher find, beitragen, fr Es giebt noch eine andere Œubftanz, imelche in den Vegetabilien gemeiniglid Hbertvic- gen ift, und melches eine Materie if, die in grobem Leberfluf von dem Ueberbleibfein nicht nur faufender vegetabilifher, fondern auch animalifher Œubftangn, in Berbindung mit Falfig= ter Œrde, erbalten tird, telche leftere der oben angefübrte Autor, in den frübern Perioden der Welt, thierifhen Urfprungs bâlt. Diefe Materie wird, wie man glaubt, fobald fie int aufgelôften Suftand fit befindet, von den Murjeln der Dflangen gânylid verfchlucft und von ifnen nad) Umftänden verarbeiter, Und fo wird es mabrfheintih, bag verfhiedene ur Ernäbrung und Erbaltung der Gemädhfe bereitete Materien, twâbrend der verfchiedenen Proceffe der Berfesung, fowobl veger tabilifcher als animalifcher Œubftangen, gebildet und entricfelt werden, die tit durch chemifche Proceffe im Saboratorium nicht darzuffellen vermôgen, Dei den vegetabilifhen Erjeugniffen, geben die Berânderungen jedodh minder fnell, als bei den animalifchen vor fih, find twabt- fheintih auch nach den verfiedenen Buffänden und Tertuven der cingelnen@ubftangen febr mannichfach; foviel ift aber ausgemacht, daf die üppigften und faftreidhften Vegetabilien fchnel- fer gerlegt werden, als trofne und bolgartige. Œben daber laffen fid) frifche vegetabilifhe Materien twcit eher sur düngenden Berwefung bringen, als Stroh, Peu, Holy und andre trocéne Materialien diefer Art. Es feint gleicbfalls febr tvabrfheintih, Dbaf einige vegetabilife Materien durch einige Œubftangen mebr gebilbet werden, telche die Pflangen durch ibre einfaugenden Buryelir veibliher aufnebmen als andre; fo wie man gefunden bat, ba verfchiedene Arten Korn in dem Verbältnif des Pflangenfhleims und der fogenannten vegeto=animalifhen Materie, tele fie enthaïten, febr untereinander abmeiden; und daf Rorn, Sartoffeln, Carrotten und manche andre Burjeln der Art, wenn fie in freier Suft vergehrt werden, eine grôfere Menge alfalini- fer Salje geben,‘als Peu, Strob oder Holy: eben fo unbegmeifelt if es aus diefeu und àbn- lien Gründen, daf einige gur Fâulnif gebrachte vegetabilifche Materien unter gleichen lm- frinden und auf gleihem Boden als Diüngungsmittel tweit wiréfamer als andere gefunden find. Gin Dungarten, 161 Ein andere Umffand, der nâbere Evwâgung verdient, ift diefer, baf die veriveften vegetabilifhen Materien, eine grôfere Menge erbigen Materials als animalifche Œubftangen liefern und daber die Rrume des Dodens vermebren, da die vegetabilifhe Œrde mit den andern Materialien des Bodens fi immer ausgedebnter und inniger verbindet, und auf jebe Art die Vegetation befordert, fo läft fich leidt einfeben, tie vegetabilifhe Düngungsmittel in ibren MBirfungen dauerbafter als animalifche fenn Fônnen, Diefe Subftangen find zu gablreidh, um alfe nabmbaft gemacht werden ju Fonnen. lle Arte grüner vegetabilifcher Crzeugniffe faffen fidh auf diefe Meife gebrauchen, als die üppigen Unfräuter der Glüfe, Sachen, Teiche und Oräbens Barrenfraut, und der Mbfall von Garten- gemächfen. Bo man fidh der grünen Materialien diefer Mrt bedient, müffen fie in ihrem fafti- gen Suftande abgefnitten werden, ebe fie zu blüben anfangen, damit fle defto beffer verfaulen und jeder Nachtheil von ibren Sâmereien vermieden twerde, Man famimle fle daber in Haufen von mittierer Grôfe und befordere die Fâulnif dadurdh, daf man fie fofe aufeinanbder[ege und bei trocfner und heifer Vabrszeit mit Baffer befprenge: und da der Salt bei grünen Vegetabi- lien angemandt, MBafferftoff und Sticftoff entbindet, und durch diefe Combination flichtiges Rali bervorbringt,*) fo ift es vortheilhaft, die Saufen guerft mit RalË ju vermifdhen, und nachber eine gebôrige Menge Torferde oder guten vegetabilifhen Moder, damit das Kali dar- auf wirfen fônne, binzuzufügen. Dabdurd gewinnt der Diünger an Menge und WBerth. Hat man aber trocfne Materialien, als Heu, Strob, Garrenfraut und Binfen, fo Fann man Éeinen âbnlichen 3ufag mit Erfolg machen, tw0 man nidt animalifhen Mift oder Urin damit vereinigé bat; ibre Muflôfung wird aber febr befordert, twenn man fie feucht Halt, obne daf bas Baffer gerade darauf fteht und fie auf dem Sofe nicht zu febr vom Biel oder fonft durchtreten laft, Ein anderes wirffames vegetabilifhes Düngungsmittef, das bei iweitem nicht bâufig genug angerandt tirb, if, twenn man ein veihes Gelb mit grünen faftreihen Pflangen, als lee, Duchweisen, Bien, Erbfen, Dobnen, Müben und dergleihen nicderpflügt, damit fie im Doben verfaulen und dadurd den Gemädhfen einen fetten Dung geben, Dei diefem Berfabten thut man nach obigen Grundfägen febr wobl, über folhe grüne Gemädfe Kalf und Torf oder fette Dammerde zu ffreuen, und damit fie vom Pfluge gânlih untergraben werden, fie dann mit biefer Deftreuung nicderzutwalzen, l Das Pfligen muf fobald als moglih darauf gefhehen, und io es antvenbdlid ift, im Somimer oder früb im Herbft, da bie Sonne no Rraft genug bat, die Vertvefung ju befdr- dern, wird die Fâufnif nicht nur fhneller bemwirft, fondern es werden auch die Grund- ftoffe ju freierer Wiréfamfeit entbunden, als wo man blos die Pflangen gebraucht und der fand- wirth fidh mweiter feine Unfoften macht, ann #) Man febe Dundonald on the Connection of Agriculture with Chemifiry. p. 42. Erfter Theil. Æ 162 Gicbente Abtbeilung. ann dics Unterpflngen bel beifer Sabrsscit gefhebn, uin die Fâuinis zu befchleunigen; fo ift dies ohne Sveifel beffer und vortheilbafter, befonders da, to der Dung bebende ift, als wenn man ibn erft our Berfuttern und Düngung des Biebes erhâlt, Geefraut(Quircus Marina) ift auch eine Pflange, die mit febr vielem Vortbeil alse Dung gebraucht werden Fann, und folite nie vernachläffigt werden, mo ein Sandiwirth fie bab- baft werden Fann. Un einigen Orten féreut man es auf den Boden, fobald man es von den Gelfenfeiten an den eefüften abgefchnitten bat, oder man fammlet es, nacddem e8 von den Slüffen ausgemworfen, um es untergupflügens to man fih biefer Methode bedient, darf man mit dem Untetpfligen nicht fâumen, denn bâlt man fit ju ange damit auf, fo gebt, befonders bei beifem Better, ein wirffamer Theil diefes Dungs durch Husdünftung verlobren, tie man aus dem pignanten und unangenebmen Gerud, iwenn es beim Verfaulen untergepflügt wir, wabrnebmen Fann, und auferdem, ivenn es vor dem Unterpflügen troen und bart gevorden ift, fiegen die Theile deffelben beträchtlidh fânger, ebe ffe gerfebt und in den büngenden Suftand gebracht merden. Œben fo mwenig erdige Æheile bringt diefes rat in Verbältnif zu feinee Maffe, und man findet die MBirfungen deffelben daber von minderer Dauer, als von andern vegetabilifchen Materien. bângen fie fomobhf von der Gite und dem üppigen Buchs des trautes als von dem 3uflande, in tvelchen es an den Llfern gefammiet oder von den Gelfen ge- fhnitten tird, ab. Dies muf daber in feinem Fraft- und faftvollffen Zuftande abgefcnitten und gefammlet werden, tenn es auf die befte Mrt Dung werden foll,*) Yn einigen Cegenden fammlet man dies Lraut in grofe Haufen, lâft es durch den Ein- - fluf des Metters vertvefen, um es dann auf den Boden zu bringen; da aber diefe Pflange in ibrer Sufammenfesung eine beträctliche Menge falgartiger Materien wâbrend ibrer Serfesung in Thâtigfeit fegt, fo ift leicht gu erachten, bdaf bei einem folchen erfahren viel Berluft fer, nicht nur tmeil die flüchtigen und liquiden beile durch Mind und Sonne verftreuet; fondern auch die faligten Materien durch den Megen aufgeloft und meggefpüblt werden, man daber diefen Dung nicht unmittelbar antwendet, fo vermifcht man am beften das frifhe Kraut mit ettwas lebendigen Salf in den Haufen, und fhichtet fette Erde oder Modde dagwifhen, um nicht nur die our Muflèfung entffandenen Theile damit in Verbindung zu bringen, fondern auch gegen das YBegfpüblen des Negens darin feft zu balten, So gewinnt man an Quantitit des Dungs und an Dauer feiner MBirfungen, Auf den Gnfeln Verfen und Ouernfey, 100 man fih diefes Rrauts bâufig bedient, wird es gleid) anfangs im Grüblinge und dann etwa im Sulius abgefchnittens der erfte Schnitt wird als *) Nan febe Sir John Sinclairs View of the ftate of Agriculture in the Northern Counties of Scotland. Dungarften, 163 als Dung zum Gerfte- und zum Yeibeland, der lebtere gum Brennmaterial bauptfädlid an- gervandt und die Afche als Dung benubt, Dei dem Yerbrennen, fo ndthig es den Snfulanern bei dem grofen Mangel an Brennmaterial if, ifé der Berluft des Düngers jedod febr grof, ba es auferft wenig Afce bringt. Das Kraut, melcdhes man als Ausrwurf an den Ufern findet, if, wie man denfen ann, tweniger büngend als bas in feinem faftvolleftem Suftande ge- fammlete,*) Gebrauchte Gerberlobe tâft fit ebenfalls als Dung benuben, Man fammlet fie zu dem Œnbe in mittelmäfige Haufen, ebe fie von der onne oder vom MBinde zu fehr ausgetro- net if, mifcht fie mit ettwas Salf und feuchtet fie ein menig an, um die Sâulnif zu befchieuni- gen. Bird fie auf Grasland gebract, fo erfordert fie mebr einen dem vegetabilifhen Moder âbnlihen Buffand, als wenn man fie auf beacfertes Sand antvendet, QBâbrend der Serfeung diefer Subftanz, entwicfelt fidh eine grofe Pise, und manche elaftifhe Materie wird entbundens daber paft fid) diefer Dung mebr für den Falten, fleifen und fhweren Doden als für den leihtern; mie dies die Exfabrung vieler Sandmirthe beffâtiger,**) Der Mober aus der Tiefe der Glüe, Teihe und anderer Stellen, über welhe das MBaffer eine Seitlang geftanden bat, ungebrauchte Œrde, Das ausgefchaufelte aus alten Graben, find Subftangen, die fih mit vielem Vortheil als Dung anivenden laffen, Man iwende fie be- fonders auf Grasfand nicht eber an, als bis fe recht fein getvorden find. Dies gefhiebt, twenn man fie oft umfticht, mit etwas RalË oder verfaultem Dünger bermifcht, um die Vervefung der feftern Theile volffommen ju befordern, man diefen Dung zum Ueberfireuen auf Grasland gcbraucht, fo muf er nicht qu dicf oder qu ffarf mit einem male darauf gefireuet werden, weil man der barauf folgenden Grucht dadurdh nachtheilig werden, auch bas Gras felbft nicht ungebindert genug bervorfpriefen Fann, Der Malzabfall lâft fib in den Gegenden, two viel gemäljt wird, gum Düngen vet- wenden. Derr Faren bemerft in den Annalen des Aderbaues, daf der durch die Darre ge- fallene fhtvarze Maliflaub dem meifen febr vorqugiehen fe, tweil der Sederihfaamen, den es veichlich zu enthalten pflegt, durch Die Jibe zerftbrt ifts auch die darauf tirfende Gige ibn ver- wesbarer und sur Dflangennäbrung fâbiger gemacht bat. Diefer Staub fomobl, als Gâge- fpâne, geben, too fie twoblfeil ju haben find, einen febr guten Dung, wenn man fie in bin- £ 2 länglic *) as der Berfaffer hier von diefem befondern Seefraute fagt, läft fih auf alle Bafferpflangen, twelche füfe und falsige Oeen Liefern und twelhe aud) in manden Gegenden Deutfhlands zu Dünger benuft werden, antvenden.#0. 9. #*) Qofer Doden madt die Gerberlobe vôllig unfruchtbar, tuenn fie barauf gebracht mird, bevor fie vôllig gergangen if. Und biefes Sergeben erfolgt febr fpat, mean fie nidjt mit lebendigen Ralf vermifcht tir. Qi 105 0 Pn 164 Siebente Abtheilung, länglih grofer Quantität mit animalifhen Mift und Urin vereinigt, fe in die Sübnerftälle und Taubenbäufer auf den Doden wirft oder auch Dunghaufen, gebeime Gemâcdher damit durch- fiveuet und unten in den Bebâältniffen des Urins vom Bieh und der genubten WBafchlauge fie bineinthut: durd die Cinwirfung diefer Materien werden fie ju einem guten Dung. Mit der Srubt, qu deren Düngung man ibn antendet, ausgefäet, bat man da Malffaub, zu vice Quarter auf einen Acre, febr wirtfam befunden.*) Die Hülfen oder Kuchen von gepreften Oelfaamen bat man ebenfalls als Düingungs- mittel bemäbrt gefunden, Diefe Gubftangen macht man in der Müble oder fonft wo zu Pulver, fûet fle mit der Hand und eggt fie mit dem Korn unter, Cinige fandwirthe empfeblen eine Mifhung von magern Dunghaufen, man diefe Haufen dazu umftiht, fo mifht man febr gleichformig ein Ton Oelfuchen mit gmamig, bdreifig Eonns Dunghaufens Compoft. Die Mirffamfeit diefer für fi allein angewandten Subftangen bängt von Nâffe und Erocenbeit bei der Anwendung ab. der Boden bart und troden, fo werden fie nicht gebôrig zerfeét, bis ein Megen fommt, der die Füulnif und düngende Lraft befôrdert, gebraucht man vier oder füinf Quarter auf einen Acre nach Befhaffenbeit des Bodens, Der Hbfalf oder der fleifhigte Theil von Dirn und Hepfein, der beim Endermachen entftebt, ift gleichfalls als Dung gu benuben, man ibn fo anmenden will; fo bedarf er ob einer Mifhung mit fhtwerern Subfiangen, als guter Erbe mit ein twenig Diff, um ibn dadurch brauchbarer ju machen, Erdige Diüngungs- und Berbefferungsmittel, Salfartige Subftangen, bie bierunter verffanden tverdben, tirfen mebr oder minder ffarf auf die Vegetation, nach dem Suflande und nad der Menge, in melcher ffe angewandt werden, nach der Befchaffenbeit des Dodens, worauf man fie bringt, und nach den Cigenfchafs ten betjenigen Materien, twvomit man fie verbindet.@o lange man aud) fchon auf verfhiedene MBeife mit Falfartiger Materie gedüngt bat, fo bleiben in manchen Gällen no immer Schwie- rigfeiten bei der Anwendung, Diefe fcheinen Daber au rübren, daf man nicht immer gebbôrig den Buftand verfchiedener Falfartiger Subftanzen zut Seit ibrer Anmwendung unterfcheidet, und fle auf verfchicdene Dobdenarten antwendet, obne die Beftandtheile, aus melchen fie zufammen- gefeit find, gebôrig geprüft zu baben. Œin anderer merfivürdiger Umffanb iff der, daf man twobf darauf achten müffe, mit twelchem Deftanbtheil das Falfartige Material vermifcht if; ein neuerer@chriftfteller**) findet, daf, io Œalferde mit der Falfigten verbunden ift, fie bei ivei- tem #) an fehe Letters and Papers of the Bath Agriculture Society. Vol. III. *##) Tennant in der Philofophical Tranfactions. Dungarten, 165 tem nidt fo dingend und befruchtend fer, als obne biefe Beimifhung, Mu von der Ver- mifdung mit Sand, einer Subjtany, die fpecififd fchiverer als reiner cauftifcher Salf ift, ent- fiehen verfchiedene WBirfungen diefes Düngungsmittels,*) Jus aflen diefen Gründen wird der Ralf— fer er aus Kreide, Marmor, verfchiedenem Ralfftein, Evvallen und Mufcheln dur Calcination bis gur Berflüdtigung der Roblenfâure oder firen Suft, gemwonnen— in feinen MBirfungen in agronomifcher Sinficht verfchieden aus- fallen, Det frifh gebrannte RalË, oder ebe und bevor er mit enchtigfeit und Koblenfäure oder fixen in der Mtmosphâre enthaltenen$£uft, die fi mit ibm fo gerne verbindet, gefättiget iff, befindet fich in feinem witffamften Suffande, und von feiner Kraft alle mit ibm in Derubrung fommenden animalifchen und vegetabilifhen Œubftangen zu gerfreffen, und in ibrer Tertur und Organifation zu gerftôren, nennt man ibn cauftifhen oder lebendigen Salf, Bird er unter die- fen Umftänden auf Stellen des Erdreihs gebrabt, die entiveder einen Ueberfluf an frifhen vegetabilifhen Materien baben, oder die fchon durch lmgraben des Bodens bereits einige Ber- änderuug erlitten haben, als auf moofichen, Deidigen Sande, torficher oder fumpficher Erde, und allen foichen Dodenarten, twelche lange in ijrem unbebauten Urffande mit einer Menge verfchie- dener fchleten DPflangen bedecft getvefen find; fo find feine MBirfungen âuferft woblthätig, Ym erftern Galle find fie es durch die fhnelle Birfung auf die verfchiedenen Materien der gri- nen Dflangen, iwodurdh Podrogen und Hjote aus ibnen entbunden, und in der nâcftfoigenden Combination Ammonium oder flüchtiges ali bervorgebracht wird, eine Subffanz, iwelche die Vegetation gar febr befdrdert, wie man aus Fâllen tweif, tw0 man Subfiangen mit diefer Ma- terie erfüllt: als Dung gebraudt bat, Dm gweiten Fall gefchieht dies durch die Verbindung mit der Éoblenartigen Materie folcher Bodenarten, oder mit den verfchiedenen animalifhen und vegetabilifchen Materien, welche darin enthalten find, in einigen Suftänden ibrer Fauinif oder Berwefung, und durd die daraus entftehende Aufldsbarfeit derfelben in Baffer, und Fébigfeit als Nabrung von den einfaugenden MBurgeln**) aufgenommen ju terdens; und twenn gleich der Ralf, in feinem veinen oder cauftifhen Suftande, den Procef der Füulnif verdgert, fo bringt feine gerfreffende und auflôfende Kraft die überflüffigen vegetabilifthen und andern Materialien folcher Dodenarten fchnell in biejenige erdige Befchaffenheit zur Defdrderung der Vegetation, qu telcher fie durch den Proce der Säulnif nur alfmäblig würden gelangt fen, Keiner Ralf bat befanntlih auch die Cigenfchaft, verfchiedene Mrten Sufecten, als Mürmer, Schnecfen, u, f tw., bie fidh in frifhem Doden aufhalten, ju todten und dadurch der #) Man febe Anderfons Effay. Vol. I, p. 511. *#*) Darwins Phytologia. p. 203. 166 Gicbente Abtheilung. der Begetation Mabrung ju gebens und da er fidh lieber mit fhleimigen dlidten Materien als mit fixen alfalifhen verbindets*) fo entftebt eine rt Falfigter Seife, die in ibrem liquiden Zuftande der Crnäbrung der Gewvächfe Deilfam if. MBenn reiner RalË mit nidt alfqufeuchten Élenigen Doden vermifht wird: fo wird er minder fteif und zäbe, mithin für bie feinen MBurgelaferchen gugänglicher, nicht nur durd die Entwidelung der Mârme und anbderer elaftifcher Materien, toâbrend(einer Sâttigung mit der fiven£uft, fondern auch durch genauere Vermifchung mit ibm, twegen des feinen pulverartigen Buffandes, in den er dadurch Fommen muf, Yo in folhen Bodenarten Schivefelfäure fit ceichlich findet, wird er ebenfalls gute Mirfungen dadurch bervorbringens daf er Damit eine gipsartige Mifhung bildet, und twenn fonft etiwa der Vegetation Dinderlihe Süuren fih im Doden befindet, fie neutralifirt. ft der RalË von talferdigen Ralfffein gebrannt, fo mag er auf Kleyboden oder auf an- dern, telcher Schiwefelfäure enthält, und von den Sanbivirthen gewobniglidh faurer Doden genannt wird, angetwandt werden, indem er Ditterfalz in dem Doden bildet, eine Gubftanz, telche nach den Verfuchen des Dr, Home fhon fange der Begetation febr forderlich erfannt ifts twenn man fie in fleinen Quantitäten antwendet, Gobald der Ralf der AMtmosphâre eine Seitlang ausgefebt ift, veränbert er fich beträcht- fi und verliert feine Schârfe durch Cinfaugung der Suftfäure. Vn diefem Suffande nennen ibn unfere beutigen Chemifer geldfhten SKalf.. Sedo befdrdert er auch dann nod den natürlihen Procef der Gäulnif und erhôbt die Vegetations auch bat man neulich bemerft, daf, wenn er mit folchem Dung oder Compoft vermengt wird, bder fich in bem Suftande befindet, in welchem er Salpeterfäure erzeugt, er diefe Sâure fefthält und fie bilbet, twodurd) ein Falfarti- get Galpeter ergeugt wird, und fo die Berdunftung und das fdnelle Verfliegen einer nabrenden Materie verbindert wird,**) Die Berbindung des Kalfs mit der Roblenfäure, indem fie in ibrem flüffigen Zuffande im WBaffer auflèsbar gemacht wird, obne fich in ein Gas oder einen Dampf auszudehnen, Fann ebenfalls für die Mabrung der Yegetation vielen Koblenftoff liefern, wie dies von eben dem Berfaffer febr fharffinnig bemerft wird, Die dem Kalfe beivobnende Cigenfthaft, fidb mit Geuchtigfeit zu fâttigen oder ju überladen, indem er folche aus der£uft, twelche mit der Ober- flñche des Dodens und der untern Erde in Derübrnng ftebt, an fih ziebt, und ffe ann, nach- dem er fie derfelben und der darin enthaltenen Roblenfâure beraubt bat, folche wiederum fabren (âft, wie man an neuen übertünchten Münden bemerft, Fann auch von befonderm Ituben fenn, wenn *#) Nicholfons Philofophical Journal. Vol, I. p. 170. ##) San febe Darwins Phytologia. p. 218. Dingarten, 167 twenn man ibn auf trodnem und fandigem Boden antenbet, indem er Senchtigfeit und folche fuftartige Materien den MBurjeln der vegetabilifhen Srucht gufübrt; und bies gefchicht vorzüg- ich, twenn es durch die Feuchtigfeit der£uft oder feinen Negen in den allerfeinften Pulverftand verfebt ift. Muber diefer Beife, den Pflangentvachsthum qu befordern, bâlt man die Ralferde auch oesbatb no für febr brauchbar, da fie fich mit Dhosphor verbindet, durch welche Sereinigung eine Mrt von Shefelleber erzeugt und der Phosphor dadurdh im YBaffer auflèslidh wird, ohne our feine Berbindung mit dem Orngen oder der Sebensiuft eine Sâure zu werden.*) Dat- win erfennt nebmlich den Phosphor für ein nothwendiges Sngredienz in vegetabilifhen forvoll als in animalifhen Rôrpern, und bieoon überzeugt er fidh durch das phosphorifche feuchten, das man am verfaulten Holge in einem geriffen Buffande der Gâulnif bemerfts bei diefem twird, feiner Meinung nad, der Phosphor von der Ralferde, oder dem firen Rali, oder der$oble des erfebten Solzes entbunden, und befômmt Orngen aus der Atmosphâre, mit Entiwidelung der Bârme und des Sicbts wébrend ibrer Bercinigung. fo mag er vielleicht bâufiger als Dhosphorfäure in den Begetabilien fi befinden und mit ibrer Kalferde fid) fchnell verbinden, auch durch die vegetabilifche Rolle twäbrend der Calcination, und auch in dem Procef der Füul- nig von diefer Süure getrennt werden, Diefer Di£ auf die Matur und die Cigenfchaften des Ralfs jeugt uns, daf er fi in einer oder der andern Sorm mannichfaltiger auf das Erdreih antvenden laffe, als es die£and- wirthe bis dabin baben glauben tollen, Dies folle jedoch nie obne fattfame Prüfung der Matut und Defchaffenbeit des Vodens gefcheben, weil der glücliche Erfolg fo febr davon abbängt; auch) tägt fi barnach das Berbältnif, der Suftand und die Art feiner Anwendung erft vortheilhaft beftimmen,@o viel ift our mandherlei Verfuche beftätigt, daf, je feiner und inniger der Ralf mit dem Boden vermengt worden, defto vollfommner baben fid die Birfungen auf den MBadsthum verfhiedener Gruchtarten gezeigt.©o bemerft ein febr gefcheider Sobriftfteller: tenn ein beträchtliher Ralfhaufen lange auf einer Gtelle gelegen bat und darnad rein twegge- nommen tir, fo ba nicdts von ben Ralftheilen mit dem Erdboden vermifht bleibt, fo wird biefe Stelle nicht fetter feyn oder üppigern Buchs treiben als das hbrige Sand umber; swelches, tie jeder tmeif, nict der Ball ift, twenn ein iirfliher Miftbaufen da gelegen bâtte, Serner, fagt er, daf, menn Ralf auf die Oberflâche der Erde gefireuet wird und ungepflügt cine Seit {ang darauf liegen bleibt, feine Mirfungen Faum einige Sabre verfpürt werden, bis er Beit ge- babt bat, durch die Marbe ju dringen und mit dem Doden fé ju vermifchens dann foürt man feine SBirfungen jedoch bei weitem fchmâcher, als mwenn biefelbe Quantitât dur Pflügen und Eggen innigff mit dem Doden vereint worden mére. Er iweif wobl, baf man in Derbyfbire *) Man fcbe Darwins Phytolopia p, 215. fe 168 Gichente Abébeilung, fich des Ralfs, obne ibn unterzupflügen, bedient babes bies macht no) feine Musnabme, wie er meint. Die IBirfungen twaren doc immer nur geringe. Man bat gtwar den acferbauenden Gegenden gerathen, Den Ral£ auf Grasland ju ffreuen, und man verfichert, daf foldhes fogleic oaburch verbeffert worden fer, faft eben fo merflih, als tenn es wirflich gedünget mûre. Dies bat biefer Scrififtellee aud) verfucht und von andern verfucht gefehenz er fand aber imimer, bag bas Gras im erften Sabre mehr Schaden davon litt als badurd gemann; aud war es nicht in ben folgenden Yabren fo febr verbeffert, als bâtte man diefelbe Quantität Ralf angewanbdt und fie innigft mit dem Doden verbunden. man ibn fo antvendet, fo wäbrt es lange, bis er es tvieder cinbringt, und für einen armeu Mann ift dies, menn er nidt Daju geoungen ift, feine Sache,*) Aus biefen Gründen lâft fi leidt cinfebu, baf gebrannter Ralf fit vortheilhafter antvenben lâft, tweil man nur fleine Portionen gebraucht, als folche falfartige Gubftangen, swelche obne Ealcination in einen pulverartigen Zuffand gebracht worden find, fommt im- mer auf die Mrt, wie man damit verfabrt, an. MBenn, fagter, der Ralf, fobald er geldfcht und pulberartig if, geffreuet wird, fo bedecft eine fleine Menge fhon die gange Oberflâche des Dodens und beribrt eine äuferft grofe Menge Erdtheildhens Hift man ibn aber einige 3eit nach bem Séfchen liegen oder fo feucht werden, baf er Flumpicht wird, fo lâft er fid nie wieder in fo feine Theile bringen, und man bedarf zu derfelben Birfung einer grèbern Menge, als wenn man ibn im meblichten Buftanbe angewandt bâtte,. Bio der Doden nachher lange beacert (und biefe Klumpen mit jedem Sabre our Pflüigen und Eggen Fleiner gemacbt) fo wird der Raif aufs neue feine IBirfungen eine gange Reibe von Habren beweifen. Er wird dann eben das leifen, als twenn alle Sabre cine Fleine Quantität frifher Meblfalf übergeftreuet mûre: da aber in dem erften Halle die Ausgabe für den alé mit einem male fallt, Die in dem andern nur fuccefive qu befreiten if, fo muf wobl Nücffiht bierauf genommen merden, wo der alt theuer und das Geld bebende if. ET rm ar pret Borsüglih fommt es auf die Quantitât an, in telcher der RalË gebraucht ferden folf, Die Meinungen find bierüber febr getheilt, einige bebaupten: man Fônne mit Penigem gurei- chen, andre bagegen, Die Quantitât Fônne nimmer zu grof merden, Œs eraiebt fi jebocb, daf fich eine beftimmte Portion für jeden Gall nicht angeben laffe, fondern daf es auf die Ver- fhicoenbeit des Dodens und mebrere fchon ermwäbnte Umftânde anfomme, darf man tegen feiner für die grünen Gemaächfe nachtheiligen Schârfe nicht beforgt fepn, ba fie fi urd feine Cigenfchaft, Seuchtigfeit eingugiehen und Koblenfäure aus der Mrmosphôre ju ver- fhlucen, gar bal verliert, : Es *) Anderfon's Effaÿ. Vol. I. p. 525. Dungarten, 169 Es ivird jeboch von cinett neuern practifchen Schriftfteller bemetfr, Daf an ben Ralé- ffein mit fparfamer Sand und forgfültig ausfireuen müffe, ba feine âgende Cigenfchaft Bei ipnr oft ffârfer ift, als bei dem aus Sreide gebrannten Ralf. Cr verfihert, durch den alljuftarfen Gebrauch vôtfige Unfruchtharfeit evtebt zu babens gewôbnlid da, 10 man mit bem Rarren gun Husfireuen gebaltens an dem Doden eines jeen Saufen und einmal überalf,*) Man bat ibn von ein bis zu fes oder fiebenbundert Bufbels auf ben Mere, auf ver- fhiedene Mrten Doden, durd genaue Sanotoirthe, unter âbnlihen Umftânden, fee woblthätig angetwandt gefunden, und gufällige Erfahrungen baben gexeigt, daf man no in ffârferer Por- tion mit Crfolg 3n Merfe gegangen ift.**) Sury, auf Bodenarten, twelche fonft nicht fchon binreidend Ralf haben, ift es minder gefäbrlih, gu viel als gu mwenig gu gebrauchen, bie Fûlle ausgenommen, two man leberfruchtung(over luxuriarce) befürchtet bat. Man bat bebaupten mwollen, daf der Ralf nimmer ben Doden verbeffere, vielmebe ur Erfhépfung verfhlimmere.***) Dies lâft fid, wenn man auf feine Cigenfchaften fiebt, toobl fchiverlid beveifens und es ift wabrfcheintig, af eine folhe Mirfung mehr die Golge eines tviberfinnigen Sructwechfels und einer ungefchicten Dearbeitung, als der Düngung ge- wefeu fey, da man in viclen gut cultivirten Diftricten und eine febr geraume 3eit, ohne irgend einen Machtheil, den Bortheil davon erfabren bat.+) Die Dauer diefer Birfungen fâlénah Befchaffenbeit der Umfiände ebenfalls verfcie- en aus, ift es von practifchen Gcbriftftellern, daf der Sal den Doden zum Bachs- thum gewiffer Sruchtarten ganz vorqüglih bereite, baf burd) ibn jeder andere Dung und jede andere Dearbeitung tirÉfamer wird, als tent man ibn nie gebraucht bâtte, und daf er daber die bauerbafteften, beilfamften Berânderungen in dem Doden bervorbringt,+F) Fommt der woblbefannte Umftand, af bas Sorn von gefalËten und badurch verbeffertem Boden, dünn- fhaaliger und meblreider ift. Dies rübrt na der Meinung eines gefchiften Schriftftellers baber, daf es mehr Gtârfe(ftarch) als Solein enthâlt, und der Ralf, indem er das Meif- erden des Rorns befleunigt,: die Beriwandlung Det febtern Gubftang in die erftere be- fordert. TT) Dies bemeift auch die Mictigfeit diefes Diüngungsmittels in folhem Doden, twelcher fein Korn fpât que MNeife bringt, mag es nun an dem Doden felbff oder an feiner Sage liegen. Man *) Middletons View of the Agriculture of Middlefex. p. 308. #*) Jan fehe Ander fons Eflay. Vol. I. p. 529. x#*) Middletons View of the Agriculture of Middlefex. p. 309. PH Anderfons Efllay. Vol. I, p. 532. xp Anderfons Effay. Vol. I. p. 534- #p) D'arwin’s Phytologia. p. 220. Erfter Theil. D) 170 Gichente Abtheïlung, Man bat gutveilen der Ralf als Dungmittel gum Merfande barin getadelt, daf er tie- fer als man pflügt, in ben Doden dringe, und dadurc feine Mubbarfeit verliere, Dies Fann der Gall mit fchlechtgebranntem Kalfe gewefen fepn, oder meil man ibn nicht fein und gleih- formig genug ausgeftreuet bat; wo aber diefe Punfte mob{ beachtet werden, Fann dies bei feiner beträchtlidh geringen fpecififchen Schrwere, als die mebrften Dodenarten haben, nicht fatt finden; die feinen Ralftheildhen, die mit der Erde genau vermengt find, haben auch feine Meigung durch die Oberfläche der Dammerde nieberzufinfens wenn er aber nicht gebèrig verfeinert und mit den Ebeilen des Dodens innigfé vermifcht worden if, fo mag er auf. der Oberfläache fidh gefammlet und beim Yiederunterpflügen auf dem lnterboden gufällig liegen geblicben, und nicht wieder mit durchgepflügt fenn, Man mu daber bei der Antwendung des Kalfs febr aufmerffam fenn, ibn fo fein als môglich und eben fo gleichforinig, ivenn er troen und nicht Flumpidt if, ausfireuen, Ben man ibn auf die Oberfläche des Bodens, vorgüglid auf Grasland, bringt, mag es daber febr vortheilhaft fepn, ibn anfangs mit einer leichten Gurche untergupflügens dann fâllt er wenigftens nicht qu tief und wird aud bei dem nâchften Pfligen genauer dem DBoden einverleibt. 1) Das verfchiedene Verfabtren bei Mnivendung diefer Subflangen auf fhtveren bindenden Doden mag mwobl die grofe Verfchiedenbeit feiner Birfungen, Die man fo büufig bemerft bat, bervirft haben. Aus der fon ervâbnten Verfhiedenbeit, in Nücficht auf die Meinbeit und Cûte des Ralffteins oder anderer Falfartiger Materie ergiebt ffh, daf der daraus gemonnene RalË ver- fchieden ausfallen müffe. DE er von der reinern Arts fo wird er, tvenn er geldfcht if, vollfom- men weidh, milbe und gergebt gtvifchen den ingerns in andern Gâllen füblt er fid) fornig und fandig an, je nachdem er unrein if. Dm Mlfgemeinen, fo mweit er gum McFerbau antvenbdlichift, findet man ben leichteffen, auch als ben tweichften angufüblen, und der mweifefte iff der wivf- famfte,**) #) Man fehe Anderfons Effay. Vol. I. p. 537. #*) Golgende Rennycihen und Unterfuhungen, um hber die Gite des Ralfs su uttheilen, giebt uns Dr. Anderfon in feinen Eflays. Vol. F. p.514. ,, Benn,“* fagter,, der Ralfftein viel von fei- nem Gewicht mwäbrend der Calcination verliert, und die Ralfffü£en(lime-[hells) febr(eicht find: entr die Stücéen eine grofe Dortion Baffer erfordern, um vôllig zu(dfhens mwenn es lange dauert, daf fie auseinander fallen; wenn der Ralfffein wäâbrend des Brennens nicht verglafet wird; toenn er, nacs dem er gebôrig calcinirt worden, gänglich gerfailt, fobald er eine binveichende Quantitat Maffer befom- men; tenn er bein Lôfchen febr fhwillt und iwenn der Ralf leiht, fein ansufüblen und von einer reinen wweifen Sarbe ift, fo fann der Landtvirth mit feiner Gite sufvieden feyn, und ibn vor allem andern in jeder Micficht gebrauchen. Diefe Megelin find für den gewôbnlihen Gebraud des Landmirths, und iwenh es darauf anfommt, über den Merth siweier Arten von Ralf 4u urtheilen, Hinreichend. man aber fiber einen neuen Ralfbruch, ebe man ettwas daran wendet, tiber die Güté des SRalés aufe Neine feun, fo mag man in folchem Salle die genauere Unterfucung, wie folgend, anficllen,. Da fich alle é fa(f Hein Dungartèn, 171 Bei Transport des Ralfs ju landivirthfhaftlihen Gebraud, at man suweilen sobl Urfache, bei berrächtliher Œntfernung auf die Befhaffenbeit und ben Zuftand deffelben D 2 au fatfartige Materien in Sâuven auflôfen, und Éeine andere erdige Materie(id darin auffôfet, fo folgt, daf, wenn eine binteihende Menge Sâure auf einen folchen Rôrper, der Ralfmaterie enthalt, gegoffen worden, biefe fi auflôff und die andern Tbeile surücbleiben, fo daf man das Berbältnif genau ent- ect. lim ben Geftimmten Gebalt einer Art Ralfffein oder andern falfigten Matevie gu erforfchen, nimm cine Quantitât Shridemaffer oder Salpeterfaure, Salsgeiff oder Salyfaure. Grau fen alle minevalifhen Sâuven mit Ralferden. auf und verbinden fid) mit ibnen.: Da aber die Shive fet: oder Bitriolfauve(Bitriolgeiff oder Bitriolôl) die Ralfmatetie nicht auflèff, fondern eine neue JRaffe bilbet, die in ibrem fuliden Suffande bleibt, fo tauat fie 4u diefem Œrperiment nicht. Und da fo tmwobl mit der Salpeter: als Oalifâute leicht etwas Bitriolfäure verbunden if, fo muf man, ebe man diefe sum Betfuch antwenbdet, getwif feun, daf es der Fall nicht fey. Die leichtefte Art su anterfuchen, vb Vitviolfaure darin feu, if, tvenn man ein tenig Rreide binein thut, ebe man fie gebraucht. SE die Gaure vein, fo Lôft fich die Rreide bald auf, if fie e8 nicht, fo fâllt ein Theil Rreide als weifer Boden: fag nieder. SE dies der Sal, fo thue nach und nach fo fange fleine Rreideffücchen bingu, bis fein weifer Dodenfas mebt fommt, und die Sâure sum Gcbraud binfänglich rein if. SE die Galpeters fauve fo ffaré, daf fie eine leichte braune oder rôthliche Garbe bat, fo muÿ fie mit Vaffer verdinnt werden, bis fie grünlic ausfeben wird.@o wie. man fie in den Laben sum Fârben fauft, if fie ge tôbnlich fhwach genug. S die Saliféure fo ffarf, daÿ fie eine Hellgelbe Gatbe bat, oder Démyfe beim Oeffnen des Glafes von fi giebt, fo muf man fie mit YWafler verdlinnen, bis fie fait farbenlos, bof in einer fhtvachen gelben Tinctur erfcheint. ind diefe Saäuren fo bereitet— denn man fann fie bei gleichen Œigenfchaften obne Unterfchied gebrauchen— fo giefe fie in ein irden oder glâfernes Gefàp, thue alfmäblig eine befannte Quantität der su unterfuchenden Materie, die vorber gut pulverifirt or: den, bingu, und laÿ nad) jedem Singufchütten das beftige Aufbraufen niebergefchlagen feyn, ebe teiter etivas bingufommt. ff alles Dineingefchitter und das Aufbraufen gânslidh vorbei, fo rübre es su ver: fhiedenen Malen mit einem Dfeifenftiel um, und.[af es einige Beit ftebn,. damit die Sâure auf jeden Theil wivéen und ibn auflôfen fônne; und um gang gemif zu fepn, bdaf es nicht ju twenig Sâure geiwe- fen if, fo giefe einige Tropfen frifcher Sâuve ën die Auflôfung, twelhe, fobald das Gange nicht aufge: (tif, ein frifches Aufbraufen evregen werden. Berandert fit) biernach aber nidts, fo iffé ein ficherer Doetbeis, baf die falfigte Materie gänslih aufgeldft if. Mimm dann ein gany trofnes SE Loft: papier, deffen Gemwicht gleichfalls befannt if, lege es gebôrig sufammmen in einen glâfernen Sricdter, gieBe die gange Auflôfung mit der su Doden gefallenen Materie in den Tricdhter, und[af c8 fangfam durch bag Dapiet feiben. IBenn die flüMigen Theile fo abgezogen find, fülle den Trichter twieder mit veinem MBaffer, um alle falgigen Theile des Refibuums tvegsufpüblen. Giefe fo lange Bafler Dinsu, bis fi der falgige Gefhmact gänglidh verliert—[af es-dann gänylih abtrôpfein, trofne es vôllig— und wâge das Papier mit bem, was es enthalt. Der Unterfchied stoifchen dem, und was das Dulver und Papier vorher twogen, ff bas gange Gevicht der Saffmatcrie, fo da das Berbältnif derfelben zur gargen Meaffe ausgemacht if. Auf dicfe Weife bat er fehr viele verfchiedene Ralfftcinarten unterfucht, und fie in alfen môglihen Graden der Mcinbeit von foliben, tele in Sâuven fi) auflôffen, wie Sucer und Saiy im MBafler, Dis ju andern, tveldhe nur-% ibres Gowicdhts auflôsbare Materie und 25 Sand enthielten. Die gemébnlichen Arten Ralfftein enthalten, ein bis gmei Drittheil ibres Gewichts, Sand. Parte Rreide ift gewôbnlidh eine veine, in Sâuven auflôsbare Ralferde; auch einige Arten Raltffcin fin: det man gleichfalls vein, aber fie find felten. Mâûren alle Steine in demfelben Ausbruch gleich vein, fo wâre die obige Methode, die Meinbeit jedes Ralffteins su puifen, uuverbefferlih, oft aber trifft es fih, daf in einem febr fchlechten Ralfbruch, fidh einige tien reine Darvterde(Spar), die gang obne eine Mifhung von Sand find, findens und in andern beffern Kalfbrüchen find oft Éleine Adern von unveinem Saléffein in dem Gels gemifht, fo daÿ, twenn man eine von biefen träfe und Probeftücen davon 172 Giebente Abtheilung, su merfer, téeil an fonff febr amecflos fic viele Roften machen Fann. St der Ralf reins fo transportivt man ibn am beften in Stücen, weil man dann nur das Draudhbare fâbrt; wire man ibn vorber lèfchen, fo bâtte man noch eine Menge WBaffers und anderer Materien mit gu fchleppen. If der Sal aber unrein und mit andern Subftangen vermifcht oder auch nicht tüch- tig bercitet, fo thut man am Beften, ibn in pulverartigem Suffande qu verfabren; tite man manche Subftangen mitnebmen, die nimmer[ofchen und gu Ralf werden,*) RalË lâft fi auf verfhiedene Vodenarten mit Vortheif antvendens ganz vorziglich aber auf moorigen, torfigen, beidigen und andern Dodenarten, tele einen grofen Theif fchlechter vegetabilifcher Materien enthalten, Muber den uns fhon befannten IBirfungen des Ralfs auf den Boden weif man aus Er- fabrung, daf er eben fo febe, 10 nicht noch mobithâtiger, auf armen als veichen Doden tirfe, und er bedarf bann nur einer geringen Mifhung mit Erde oder Moder, um febr fruchterwet- fend fih gn geigen, Œs Fann auch Kalfftein, ungebrannt, fer gut zur Berbefferung des$an- des angemwandt metben, tmie man aus den Berfuchen des Herrn Du Hamel und anderer weif.€s fommt dann nur darauf an,**) ibn fo fein ju machen, daf er fidh mit den Flepigen nnd evdigen Tbeile gleihformig vermifche, Da nun Kalfftein durdy Feine Mafchinerie je fo fein werden Fann, als toenn er gebrannt ift; fo wird er immer tweniger wirffam als wirtfichee Salt fepn, eben dem Grunde findet man das Musgefchaufelte von Sanbfirafen, die mit Falfar- tiger Savon ausbauen wôllte, tan niché que tabren Webergeugung Éommen mürôe.‘in defto vidtiger ju treffen, nebme man acht bis gmôlf Stüen von verfchiedenèn Theilen des Ralfbruhs, und nacdent man von jebemt ein@ticchen genommen, iwerfe man es gufammen ju einem Gegenftande der Unter: fucung. Denfelben Berfuch féelle mar mit dem Ralf ans bdie Berbälfniffe in demfelben Ralfftein wevs den nad ber Glibung im Geuer, ba der Ralf feiner fixen Luft beraubt worden if 1c., anders als guvot feyn. Da jedoch der RalË durch sufällige Umftände mebvern Seränderungen unterworfen if, fo iff der Berfuch mit dem Ralfffein der befte, #) Man febe Anderfons Eflays. Vol. I. p. 509. #X) Gerr Dr. Anberfon bemevft in feinen Berfuchen, Vol. TL. p. 503., ét babe eine ju diefem Stwecfe erbaucte INüble gefeben, die wie eine gemôbnlihe Dulverméble eingerichtet mar. Sie batte verfchiez dene fdjtuere Stampfen von grofen Diôcen gegoffenen Œifens, die vermittelff einer Balge gehoben wutz den, und bann tmieberum nieberfielen, Diefe Stampfen serftiefen die Ralffteine in einem ffarfen Troge. Duvch diefen Trog ffrômte das Bafler, welhes die Ralffteine, fo wie fie zu Dulver getorden, ivegz fhiwemmte. WBafferftrom turde in einem grofen Debältnif aufgefangen, worin das MBafer ftille fland und den germalmten Ralfftein, den es mit fié gefübrt, als Bodenfas abfeñte; das reine IBafTer fluf fanft an einem Tbeil des Randes, iwelcher desbalb nicdriger gemacht war, ab. Bar das Debhalt: nif bcinahe voll: fo bielt man mit dem IBerf an; das WBaffer wurde vermittelff ciniger, in verfchiedes ner Dôbe, ausgezogenen Sapfen alsdann, fo lange es fÉlar war, abgelaffen; barauf wurde der gepul: verte Stein berausgenommen und binfänglih gum Gebraudh getrocnet. war biefe Müble in Pobh-:Schottland erbauet, wo man nidt viel auf den Dung zur Berbeferung des Landes bâlt, und blicb daber ungenut, Dungartert, 173 tigen und anbetn Gubftanjen gemat find, in verfiebenen Sällen, feines getriebenen Suffar- des twegen, fo auferft iwirffam, Die Berfuhe des Herrn Tennant geigen uns, af auch talferdiger Ralfftein auf diefe MBeife angemandt, der Begetatioh nicht fo forberlich fen, als ivenn er vüôllig falÉartig iff.*) IBendet man thonartigen Ralfftein in gepulvertem Buffande an, fo ift er auf dünnen leichten Doden fehrnüblihs der Sandrvict) bebarf aber auch bier der oben fon empfobinen Mufmertfam- feit auf den Buftand diefes Materials, des Bodens, u, f, tv. Hub Ralffteinfies ift eine Subftanz, deren man fih in Ytrland mit Vortheil bedient. Es ift dies cigentlich ein ffeinichter Mergel, der fic in mweit geringern Quantitâten eben fo twirt- fanr, to nicht noch mivffamer, bemeift, mwenn die feinichten Rlumpen, twelche er enthâlt, gu= vor vôllig zerftofen find; denn fo viel fat man bemerft» Daf, toenn bis Stüden grof find, eine gtôfere Menge, als wenn fie Élein find, erforderlich if, Rreibe, ein anderes Falfartiges Material, bringt aud gute MBirfungen auf das Erd- veich bervor, twenn man ffe gebôriger MBeife in ibrem ungebrannten Suftande antwendet, Ba fie in cinigen Gâllen thon- oder Flepartige Materie mit fih fübrt, fo bat fie mit dem Mergel gleiche Defhaffenbeit. Bedient man fit derfelben auf fweren, fteifen Sebmboden, fo muf fie febr fein gepulvert feun, um fi genau mit dem Dobden ju vereinigen, und Die MBurgelfafern que Mufnabme der nâbrenden Theile durch) bervitfte Socferheit gefchic£ter qu machen. Daf dies Ber- fabren febe vortheilhaft und nüblid fe, fâft fih fou daraus abnebmen, daf die Sandwirthe folder Gegenberi, mo man fih der Rreide als Dung bedient, es vortheilhafter finden, ivenn mart fie im Geñbling evft gebraucht, nacden fie im Herbie ausgegraben, und den MBinter dar- auf dem Groft und der Dtâffe ausgefeét, und fo beffer gerbrècéelt und gerfallen if, als wenn man die grofen tien forgfältig erffopt und gu Dulver macht, môgte es immerbin beffer fepn, fogleih, nachdem man fie ausgegraben, ju gerftofen und fobald als môglid gu gebrauchens denn läft man fie der Atmosphâre lange ausgefebt liegen, fo tird fie nidt nur bart, fondern gleichfalls minder auflésbar und jum Düngen ungefhicét, Daber fin- den bie Sandwirthe die Düngung mit Rreide wirffamer, mwenn fie aus einer bettächtlihen Tiefe gemonnen ift, als wenn fie nabe an der Oberfläcdhe des Bodens lag. Dei tronem und leicdhtent Boben if fie im pulverartigen Buftande mweit dienliher, ba fe fo mebr Geuchtigfeit enthält, teil eine ausgedebntere Oberflâche der Suft und den Theilen des Dodens ausgefeft iff, von svelchen fie folche in fi iebt, und ann den einfaugenden ABurjeln der twachfenden vegetabifi= fchen *) Mad Tennant mar der talfbaltige alfffein ber Begetation im frifhgebrannten Buffande wirélid nachtheilig. Sc geftehe aber, daf ich no einigen Stveifel an der Rictigfeit diefer Œrfabrung babe, Oic if bäufig nacgefprocden, aber von feinem meines ABifens twisberholt worden. 2f, De. SR LA {A | Ai } 174 Gichente Abthèilung, fhen Grudbt in regulärer unb sleihformiger MBeife gufübrt, Die Beobadtungen practifder Sandwirthe ffimmen dabin überein, ba fie auf folhem Doben als Compoft, mit reiher vegeta- bilifher Crde und Mober oder mit guten Dung, febr vief ausrites; meil bieburd einem gro- fen Gebler in folchen Dodenarten, dem Mangel an verivefter vegetabilifher Materie abgebolfen werde, und eine grèbere Menge nâbrender Theile gur Defdrderung der Begetation erzeugt wird. ABendet man bdiefen Dung auf naffen und fumpfidten Bodenarten an, fo darf er nidt fo fein bereitet werden, bdenn er türde unter foldjen Umfténden ju febr aufgclèft, und ours Maffer zu febr verdünnt, zu ffarf eindringen, dagegen im grôbern Suftande nâber an der Ober- flûche Gebalten werden, und fo die überflüffige Heuchtigfeit von der Oberfléhe tvirÉfamer iveg- nebmen, folchen Dodenarten aber, two es auf die Berftôrung des Moofes, der Dinfen und anberer fchlechten Pflangen, twelche gern auf der naffen Oberfläche tachfen, anfommt, bedient man fi biefes Dungs in môglihft feiner Maffe, um defto leichter an die LBuvzeln zu dringen und die fle nâbrende Feuchtighcit wegzunehmen.) werden fo die ettva in folchem Doden fich Befindlihen Sâuvren leichter neutralifirt, mwenn die Rreide gepulvert iff, Das Maaf, in welhem man diefe Subftanz antvendet, Dängt vorziglih von bem 3u- flande des Dobens, der Defchaffenbeit der Grucht und dem beabfichtigten Zwecé der Anivendung ab. Sn mandhen füdlihen Gegenden Bringt man ffe auf fteifen Rienboden in grofen Quanti- tâten, 12 bis 15 Suder, das Guder von 15 bis 20 Centner, auf den Ncres und in einigen Orten Rents nimmt man bundert und fechs;ig Bufhel auf den Here. tiefen und ftrengen Doden bringt man fie entiweber auf Rleefeld, bas abgetweidet wird, oder auf die Sommerbrache, Au af Compoff bedient man fid berfelben, fomobl auf der Bracdhe sum Meigen als auf Grasland. Da die Sreide nie fo fein wie der Kalf werden Fann, fo ift, um gleihe VBirfung ber- vorqubringen, eine drei bis viermal fo grofe Quantität erforderlich. Golf man Kreide in ifrem naffen und fhiverem Zuftande erft tveit fabren, fo thut man begfer, fie vorher ju RalË ju Brennen, Mergel, eine Falfartige Œubftanz, die man in verfhiedener Oeffalt und an verfchiede- nen Orten finbet, wird als vorügliher Dung fomobl auf dünnen und leihten, als fhiweren und bindenden Boden gebraucht, Er unterfcheidet fi) nach feinen befondern Geftaltungen, in Mufchel= Thon- und Steinmergel. Die erfte rt ift unftreitig animalifhen Urfprungs, denn fie beftebt aus mufchelartigen Materien, mehr oder minder dünne, nad der in der Folge der Beit allmäblig erfolgten Serfefung, mit einem Theil erdiger Subftangen vermifht, Man fin- det biefe Art in Oegenden, die chedem mit Maffer bedect maren; da nun der Bodenfas oder der Abfaé des Moders und anderer erdigen Materialien aus mancherlei Urfachen verfchieden fenn muf, Dungarten 175 mué, fo mué folher Mergel mebr oder minder rein fepns oder nach den Lnffänden mebe oder minder falfartige Materie enthalten; im Mllgemeinen enthâle er jedoch eine grofere Portion als die gewobnlichen Mergelarten, Dei der gweiten Vrt ift gemobnlid mebr Thon mit der Falfartigen Materie verbunden, tesbalb er die Geuchtigfeit beffer einfaugt und bebält, als die meiften andern Mrten, Die thonigten Mergelarten meichen in der Garbe febr von einander ab, man trifft fie von Brauner, blauer, rother und gelber Garbe, und der Steinmergel enthâlt verfchicdene Æbeile Sand mit der falfartigen SNaterie und dem Thon, wmober die Verfchicdenbeiten der Sârte bervorbringt, Pat biefe Mergelart eine dünne plattenartige Structur und ein fchichtartiges Mnfebn, fo nennt man fie hâufig Siefermergel, WBegen des thonigten Antheils diefes Mergels wird ev alfmih- li our Baffer ermeicht, und gerfallt gulet in einen pulverartigen Suffand. Alle Mergelar- ten enthalten ettvas Rien in Verbindung mit der Ralfmaterie,*) fo wie mit dem ARAalË baupt- fachlich immer Sand vereinigt if,**) Eine Haupteigenfchaft aller Mergelarten ift die, daf er durch die Sange der Seit, in welcher er bem Cinfluf der Mtmosphûre blofgeftellt if, in einen ffaubartigen Suftand geräth. Ye mebr oder minder er in Staub gerfâllt, defto grôfer oder geringer iff feine düngende Sraft. Un- *) Ainflie in Phyfcal and Literary Effays, Edinburg. Vol. III. ##) Gebr wicbtig if die Bemerfung des Derrn Doctor Bilfinfon, auf das Beugnif des fest verftor: benen gefchic£ten Drofeffors der Chemie in Edinburg, im 2xffen Bande der Annalen des Aerbaues, daf, da alle Mergelarten aufbraufen, oder Schaumblafen twerfen, twenn Sâuten bingugegoffen tucrden, und da bas WBaffer allein diefelben MMirfungen bervorbringt, wenn e8 auf trocfnen$ley gegoffen wird, fo follte man wobl, um bei den Berfuchen über Mergel nicht ivre geleitet su werden, ibn ein Seitlang vorber im YBaffer ffeben laffen, ebe man die Berfuche mit Sâuren macht. F) Der befte Mergel if im: mer dev, iwelcher am mebrffen Ralferde enthâlt, daber ift es für den Landiwirth wichtig, bdiefe Quan- titât genau ju twiffen, ba man oft Mergel gefunden bat, der nur den 2often oder 3often Theil Aalé dem Getvicht nach enthalten bat, um ibn mit dem SRalf oder der Sreide ju vergleichen. Von eben diefem Drefeffor iff! su dem Enbde eine einfache und leichte Methode vorgefchlagen, die fi darauf grûn- det, baf man tucip, baf biefe Erde gemôbnlich 40 Drocent ibres Gewichts fixe Luft oder Roblenfaure enthalte. Man fâttigt den Mergel bio mit@alg: oder anderer Sâure, und bemerft genau den Bet luft, den er beim Aussiebn der fixen Luft erlitten bat. enn man nun 200 Gran Mergel in ein Gez fa mit ein twenig YBafler thut, und Oaljfäuve fo(ange darauf gieft, bis die Biafen aufhôren ju ffeis gen, und man findet ben Vetrag des Berluftes auf 4o Gran; fo enthält der Mergel 100 Gran Kalf: evde, tt) Das Verbaltnif der Ralferde in verfchicdenen INergelarten Éann auch gefunden terden, tenn man den Mergel durch verdünnte Saljfâure auflèft, filtrivé und bdann die Ralferde aus dem flaren flüMigen mit einem flchtigen alfalifhen Salge niederfchiagt. 4) Dur bie aufffeigenden feinen Luftbläéhen, tenn Thon im WBaffer zerfallt, wird fidh nun tobl nie: mand tâufchen laffen. AMber es giebt Thonarten, twelche mit Saâuren wivélidh aufbraufen, ohne SalË qu enthalten, nebmlidh folche, twelche Éoblenfaures Œifen mit fidh fübren. YA. d. D ++) mé ifé dodh die oben 4 Ral£ angegebene Unterfuungémethode des Dr, Anberfon vor: gugiehen. A. d. SL. EEE“ « ke or RE eh A er M, LT: it 0 D TD 5 A Vo= ue 176 Gicbente Abtheilung, Mumittelbar tirft dev leicht erbrôcfliche am Beften, folf er aber noch Fnftigen Gemädfet belfen und ausbaurender wirfen, fo leiftet der barte, der nicht fo leidjt gerfallt, gute Dienfte, Dies berubt auf der dconomifhen Etfabrung, da der Mergel dann erff recht witft, twenn er fich vect innig mit den Doden bat vermifchen Édunen, twesbalb man iÿn eine Zeitlang auf der Ober- face des Dodens liegen Hift, ebe er untergearbeitet wird, ivodurd er ann ju Staub gerfällts in Rücfiht auf den lebtern Gall bâlt er fi in Fleinen Srüfen, wenn er bârter ift, eine Seit- fang im Doden, ebe biefe ganz gergeben, Diefer Dung twitft auf die mebrften Bobenarten Auberft wobithätig. Juf firengen, ficifen, flenartigen Doben ift der Mufchel, Gtein- und folhe Mrten Mergel, tvelche viel Ralferde und Sand enthalten, der antmendbarfte, teil burd diefe Materien der Boden nicht nur leicdt und locfer, fondern auch son einem grofen Theile feiner nacdtheiligen euchtigfeit befreiet wird. if ber mit vielem Sen vermifchte Mergel, auf leichtem, trocnen, fandigen, fiefigten und lebmigten Boden vortheilbafter, wmeil die Gebler des leichten Dodens durch foihe Subftangen iwieber gut gemacht werden, auch die nôthige Feuchtigfeit einigermafen erbalten tir, Auf deu frengen£ebmbodenarten thut der Ehonmergel Éeine fonderlihe Mir- fung, tweil er folchen Bobden naf und binbend madt, iwodurch er febr leider.@elbft auch auf temperirten Sebm bat man an einigen Orten Guffer diefe MBirfungen verfpürt. JMuferdem er- geugt er guteilen Suflattig, eim Unfraut, das fdhiwer ausgurotten it,*) Ga Rifidht der angutwendenden Quantitât giebts gat viele Mbiweidungen in verfchiebertet Giegenden nach der Defchaffenheit des DBodenss; der fhmwere oder lebmigte Boden erfordert je- pod im Allgemeinen eine grôfere Portion, als der{eichte fandige und fiefige,**) Die allge- meinere anguwendende Quantitât ft fi ettva auf 2 bis 4 oder 5 CEubicruthen auf den gefes- mâgigen Mere, nach der Befchaffenbeit des Mergels und der befondern Matur des Dodens, an- geben. Sn mancen Sûllen thut man jebodh gewif febr wobl, twenn man nicht gu dif mit einem Male büngt, fondern oftmals leidht überftreuet, teif auf folhe Beife die Fruchtbarteit pes Sandes beffer gefordert wird und die Grüchte lobnenber iwerden,#**) Mat *) Sian fehe Middletons Survey of the Agriculture of Middlefex, p. 312. XX) Diefe Deftimmung if âuferft fhtanfend. Der Berfaler bat febr ridtig vorbet bemerft, baÿ auf thonigten Boden nur folder Mergel paffe, der wenig Thon, und einen grôfern Antheil von Ralf-: und Ricfelerde enthält. Bon bdicfem Mergel bedarf e8 aber imeit meniger, mie vom Thon: oder Lefmmers gel, den man auf lofen fandigen Boden bringt. Lebterer mu fo aufgefabren werden, daf er gleic: mabig ausgebreitet den Boden twenigffens 2 Soil bed bedctt, folglid 1 Eubitfuf auf 24 Quadratfuÿ Oberflâde, oder 6 Cubiffuÿ auf eine Rbheinländifche Quabratruthe. Bon falfreichen Mergel auf Thon: boden reicht bei iweitem wweniger gu. Aber die Berbefferung, welche der fandige Doden durch Thon: mevgel erbâtt; if auch nad) Berbültnif weit grôGer und nachbaltiger, **#) Holts Survey ofthe Agriculture of the County of Lancafter. Dungarten, 177 Man bebient fih biefes Dunges auf beacerten fanbe-und auf folhen, twelches mit ver- fhieoenen Grâfereifaamen niedergelegt iff. Auf dem erffern wird er als Vorbereitung zur Gerfte, Nüben und andern âbnlichen Gerwädfen, oder auf Rlee und ander neues Sand, ebe es sum SBeijen umgepflügt wird, gebracht; mwenn man ibn auf biefe Beife braucht, fo làft man ibn gembbnlic eine Zeitlang auf der Oberflache geftreuet liegen, damit er recht ju Putver fverde; je mebr der Mergel serbrôcéelt und ausgebreitet if, bdeflo beffer wirtt er. Dei der Anwendung im lebtern Balle bringt man ibn bâufig in qu grofen Quantitâten auf den Boden, oder(ft ibn qu Lange im Flumpichten Zuftands beides ift Dem Gtraswuchs nadtheilig, man mag es ju Heu machen oder mit denr Vieb abweidens denn im erfiern Galle febt fi, wenn der Mergel vice Thon enthâlt, eine Art von Reufte, twelche das Fortfbricfen bindert, fo wie imenn man fteife Leichmodde und dergleichen Dungarten ju dif auf das Sand bringt; und in dem lebtern feidet das Gras nicht nur durch die Éleinen Receffe, iwie man dies Da wabenimmt, to ffüfihte Thon- erde angewandt ift, fondern auch die MBirfungen.des Dungs Fônnen fid nicht recht erwveifen, sweil er nicht fein genug if, um den einfaugenden MBurjelu nabe zu fommen, wenn es datauf büufig regnet. So aufmerÉfan man auf den Gebrauch biefes Dungmittels fepn muf, eben fo viel Mhtfambfeit iff auf die Art der Grüchte, die man damit etgielf, zu wenden, Sat man es in reichlient Maafe angewandt, fo muf fon eine geraume Beit verfliefen, ebe man dies mit Bortheil wieder thun Fanns Hat man bierauf nicht Mit, oder ju Däufig mweife Getraidearten nacheinander gebaut, fo entftebt ein febr grofer rad von Erfhôpfung, tie man dies in den Mergelgegenden Englands und zu Forfarfbire in Schottland erfabren bat, nadtheili- gen Rolgen beugt man aber durd die Mechfelwirthfhaft von Korn und Gras oder andern gri- nen Grücten vor,@obald man dann mit Rorn und Gras abwecbfelt, oder eine oder gtwei Rornerndten von dem Her nimmt, und ibn dann gwei oder drei Dabr mit Gras eingefüet licgen lâft, fo Fann der Gebrauch des Mergels in Éleinen Quantitâten erneuert, dem Sandtvirthe fo- twobl als dem Acer febr vortheilbaft feÿn. In einigen Orten, vo man fo verfabren bat, 3. D. in Sancafbite, verfpürte man davon vielen Muben,: Und mifdht man den Mergel mit Miff und andern Subftangen als Compoft,. fo ann man diefe Düngung in Eurgen Swifhenräumen mit vielem Bortheil wiederholen, Dieraus wird es twabrfcheinlidh,, das folhe nadtheilige Folgen mebr der Mt, wie man den Mer aberndtet, als der Matur des Mergels Beigumeffen find. Au laffen fih die ungleihen ABirfungen deffelben aus der Art, wie man fid deffen bebiens, ebenfalls febr leicht erflâren, Det Umftand, daf mai diefe Subftanz in Éleinen Portionen, als act oder ein Duf- Gel auf den Mere, nachèem fie in befondern Oefen oder andern Piäben gebrannt, und in einen ŒErfier Thil, 3 fo a Ein PE nn A D TR 3“"ne 178 Giebente Abtbeilung, fo faubigen Suffand gebract tordben, af man fie als Toporeffing mit et Gand iber die Grucht bat fireuen Fônnen, febr vottheilbaft angewandt bat, fübrt zu eben diefem Shluffe,*) ben dies berveift das gewobnlihe Berfabren, ibn in ben Sommermonaten auszugra- ben, und über ben Doden in Flumpichten Suffande zu fiveuen, damit die Gommerbiée uni der Binterfroft ibn mürbe und puloerartig machen, Um diefen Dung leicht ju erhalten,; ft man grofe Maffen oder untergräbt fie, und(At fie, indem man von oben Dfâble binein rammt, gufammenfiürens man muf dabei aber fehe vorfichtig fepn, da es febr gefäbrlidh ift, twenn fi ploélid grofe Stücfen ablôfen. Zur Un- legung folcher Gruber erfieht man folhe Plâge, die fo menig wie môglih Sand verderben, zum Æransport befonders gelegen find und von iwelchen das ftebende YBaffer ain beften abguleiten ift, Cigentlidh darf man folhe Gruben da nur anfegen, wo fie vôllig trocfen gelegt werden Fonnen.**) Die Unfoften einer folchen Düngung fallen febr vetfchieden aus, je nahbem man viel odet fenig gebraucbt, je nachdem der Mergel leicht zu graben und weit oder nabe zu transporti- ren if, Ju diefe Beife find die Koften zur Dedüngung eines Acre von fechs und ficben, und aumweilen von golf bis funfiebn Pfund verfchieden, Sn den Oegenden, wo fotobl Mergel als Ralf ju haben find, muf fih die Lab von beiden nad) der£eichtigfeit und MBoblfeilbeit, in welcher eins vor dem andern gu haben iff, nac dem Buffande der Meinbeit, in twelchem fie fih finden, und na der Vefhaffenbeit des Do- dens rihten, auf tvelchen man fie antvendet, Der Mufchelfand, der fidh in den Glubbetten, in den Sôblungen und ebenen Gegenden an den Gecfüften abfebt,‘at fidh als Dung vortrefflih gebrauchen, nicht nur ieil er febr feine Ralferde enthalt, fondern auch) twegen feiner Mifhung mit verfchiedenen animalifchen und ve- getabilifchen Muswürfen und einem Fleinen Theile falfaurer Soda oder Secfalz. Das Sebtere mu twegen feiner befannten Cigenfchaft die Süulnif und Bertwefung der animalifchen und vege- tabilifhen Materie in bintänglicher Quantitât und die verfhiedenen Mrten lebendiger Ynfecten todten und dadurcdh febr gute MBirfungen bervorbringen. Dies wird um fo tabrfcheinlicher, als bas, tas man unter bem Baffer bervorbringt, oder von folhen Stellen nimmt, die tâg- lidh burdh die luth befpület werden, fich auberft wirÉfam zeigt. Sum Rlen- und£ebmboden ift er, geboôrig über denfelben verbreitet, von vorüglihem Muben und bâlt fih lange Zeit. Auch *)_ Man febe Holts Reports of the Agriculture of Lancafhire. #*) Man febe Holts Report of the Agriculture of Lancafhire. Dungarten, 179 Auch bei diefem Sande Fomimt es theils auf das Berbältnif der barin enthaltenen Ralf- erbe, theils auf ben Zuffand von Geinbeit, torin fie fic befindet, an, wenn man die erfor- derlihe Quantität beftimmen till. rehnet man gmwanzig Lons auf den Here, Man brauct ibn, Meigen, Gerfte, lee u. f w., damit, wie mit Mergel, gu düngen. Auf Grasland, in nicht zu ffarfer Portion geffreuet, bringt er fhnellen üppigen Muse bervor, auch geigt fich folches Sand, tmenn es aufgebrochen tird, befonders in Kornfrüchten, febr ergiebig. An den MBefffüften des nôrdlihen Theils von der Gnfel, befonders auf beidigen moo- fihten Dobden,. find die Bicfungen diefes Dungs gang auferordentlid) gewefens vielleicht haben die Oftfüften mebr folhen Sand, als man allgemein vermuthet,*) Gin mufdelartiger Sand, der beim Ausgraben fih mit blauen Môern zeigte, ift ffatt Mergel in einigen Gegenden von Sancafbire âuferft vortheilhaft angewandt,**) Es tûft fi bicraus abnebmen, daf Mufter- fomobl als andere Mufchelfhaalen, gehd- tig germalmt, für leichten Doden als Dünger antwendlidh find. Trifft man fie in grofen Maffen an, fo Éonnte man fie calciniren und als Kalf in einfachem oder mit erdigen Æbeilen vermifchten Buftande gebraud)en. Gemeiner Sand ann gmar an und für fidh nicht als Dünger betrachtet verden, aber in fteifem Élenartigen und Sebmboden findet man ibn bâufig febr dienfam, da er die Sûbigfeit deffelben mindert, ibn locerer und müvber macbt.. fuf rauber Beide und Viefentand gefab- ten, bat er in grofer Quantität vortrefflihe Dienfte geleiftet, indem er die Oberfläche ebener macbt, und einen vien didhten Graswucdhs mit meifen$lee bervorbringt. Die anzuvendende Menge richtet fich nach der Steifheit des Dodens, es ift jedoch wobl am beften, nicht mit einem male guviel darüber 3u bringen. Galzartige Düngungsmittel. Alle Subftangen, mwelche in Berbindung mit ibren erdigen und andern Sngrediengien viel faljige Materie enthalten, werden in manchen Güllen, da man fie als Dung anwendet, für die Begetation febr forderlidh befunden, Die dau benubten Materialien fommen gewôbnlid von dem Mbfall aus den Manufacturen, als von Vieihen, Seifenfiedereien, to0 man ibn in der Mâbe grofer Stidte und im Groben betriebener Habrifen, erhalten Fann, gebôren alfer Mücftand von verbrannten vegetabilifhen Materien: als Holz, Eteinfoblen, Torf und andern Œubftanzen, als Ruf und Seefalz, 3 2 Diefe #) Anderfons Effay. Vol. I. p. 563.*#) Holts Survey. p. 126. 180 Giebente Abtheilung. Diefe Subfiangen tirfen febr feicht und flarÉ auflèfend auf animalifche und vegetabifi- fe Materien, befonders auf folhe, tvelche durch das gu ftarfe Cinfaugen vom Oyngen un- auflèslih gemorden find, und felbft auf Steinfoblen unter âbnlihen Umffänden. Durd die alfalifhen Deftandtheile, twelche fie enthalten, bilden fie neue falsige auflôsbare Mifchungen, denen man ibre vorjüglih moblthätigen Mirfungen gufchreiben Fann, Der Graf Dundonald bemerft,*} da unanflôsliche torfige Materien, wenn fle tt einen Suftand der Muflosbarfeit durch alfalinifhe Subftangen gerfebt find, eine braunrôthliche Satbe annebmen und gefhmacdios werdens die Mfalien treten nebmlich in Berbinonng mit der in jenen enthaltenen Sâuren, Hauptfächlih der Phosphor: und Saucrampffäure, und neutra= lifiven folche, tmworaus, nach der Vefchaffenbeit des in der.gebrauchten Œubftanz enthaltener Mifalis, phosphorfaure und fauerampffaure Potafche, Soda oder Ammonium fih bilèet, wel- he fâmmtlid die Vegetation belebende Materien find,| Muber daf diefe Subftangen in dem Erbdreih, mwomit man le verbindet, den Pflangen: us febr beforderns fo nüben fie, in gebôriger Quantitât angemwandt, durd Bertilgung der Sâure, durch veränverten Suftand des Sandes, indem fie die nactheilige Geuchtigfeit toegneh= men und die Tertur des pfligharen Dodens zum beffern Erfolg auflofern, Der Abfall der Dieicher enthâlt Pflangen- und Mineralalfali in folcher Menge, daf es ohne vorberige Vermifhung mit andern Materialien nicht gebraucht werden fann; man muf daber frifche Moder- oder Torferde dagu nebmen, und nacdem man act oder gebn Theile Erde qu einem Ebeil Mbfall mot gemifht bat, einen Theil verfaulten Dünger binjuthun, fo wird man einen guten Dung erbalten, Der Abfall der Seifenfieder ift eine andere Œubftanz, die auf gleihe MBcife ju gebrau- chen ifts jeboch ift hier eine beträchtlihe Menge Ralf mit alfalifher Materie**) verbunden, Der Dodenfaé oder die Jauche, welche nach dem Seifeficoen gurüc£ bleibt, Fann, in fo ferne fie viel falsige alfalifche Materien enthâlt, mit gebôriger Vorfidt als Dung gebraucht werden. Alle diefe Subftangen bat man.in Verbindung mit vegetabilifhen Moder oder torfigen Materien auf feifem Rlen- und Sebmboden vortheilhaft und nüblih gefunden, indem fie nicht nur den éinfaugenden MBurjeln auflésliche Beftandtheile zu fabrens fondern den Doden felbf auch foderer machen, Die *) Dundonald on the Connection of Agriculture with Chemiltrÿ. ##) Sn der ausgelaugten Seifenfieberafche if ein Rali mehr enthalten, eë feu ben ettua im verglafeten Buffande. ie gebôrt folglih nidht unter bie falsigen, fondern unter die erdigen Düngungémittel, wenn man, tie der Berfafler, diefe beiden Arten trennen will. Gein ganges chemifches Raifonnement bat er überbaupt aus Dundonald und Darwin entlebnt, welche ibrer Phantafie ein eben fo freics Opiel, obgleich auf cine andre WBeife, liefen, alé cine neue bdeéutfche©chule. PROC Dungarten, 181 Die angutendende Quantität ifE verfchieden und tichtet fit nach den befondern Us finden des Dodens und Den Abfichten des Sandiwirths, Man fâbrt diefen Dung fomobl auf acferbares als auf Grasland; im etftern Salle ge- fhiebt dics- mebrentheils als Eompoit, sebn uder auf den Here, Eur vor der Œaatfurche, oder man fâet ibn oben auf und egget ibn mit dem Korn unter, Mie man es aber auch machf, fo muf er febr gleichfürimig auf den Doden geftreuet werden, um feine MBirfungen in volligftent Maabe thun qu fonnens und im leftern Galle mag man in unvermifcht antvendens beffer bleibt eg aber immer, ibn mit etbigen Œubftangen u vermengen, ebe man ibn aufbringt, tweil er dann beffer und ausdaucrnber mit, Auf Grasland bringt man ibn baufig bis gu roo oder 150 Dufhels, Das mebrfte Orasland tvird baburch betrâchtlich verbeffert, vorüglidh naffes und folches, tas folechte Begetabilien, Dinfen, wilden Sauerampf u, f, w. bervorbringt. Die Ufhe und falige erdige Materialien, melche von dem Berbrennen frifher veges tabilifhen Producte gurü£ bleiben, geben, mit Einficht angetwandt, auch einen Düngers jedoch iffs immer eine verfhwenderifhe und unwirthlihe Methode, fo gu verfabreu, ausgenommen ba, wo Soly und vegetabilifhe Producte in gtofem Leberfluffe find, und gembbnlid als Brennmaterial gebrarcht werden, oder wo mat biefe nicht auf andere IBeife an die Seite brin- gen fann, da jebn oder funfjejn Theile, und in einigen Gâllen beträchtlidh mebr verlobren gebt, und diefer Dung felfen gum blofen Leberfireuen gebraucht werden fann. ft ee aber daju in binreichendet Quantirät zu erbalten, fo twendet man ibn am beften in Bermifdhung mit einer guten Portion reichen vegetabilifchen Moder oder Torferde oder gut gegobrnen IMift an, teil ee vann erft vecht Muben leiften Fann, Auf fhiverem Doden mu in dem Eompoft die Menge der Mfbe betrâchtlicher als auf feictern Boden fer; vorügliche Dienfte leiftet er dann als Top- dreffing auf faurem und moofidem Graslande, Œorferde finder man in manchen Gegenden, die man geftohen und im Sommer getroc- net als Brennmaterial gebraucht, Dei dem Verbraud der Torferde auf diefeim MBege, ift fer viel Berluft, tweil wäbrend des Berbrentiens von gwanzig Theilen, neunebn davon gebr, Da- gegen die unwirffame begetabilifthe oder Torferde, durch Vermifhung Mit RAIË und fahigen Materien vorsüglih wirffant und ju einem fee brauchbaren Dünger tir.+): Sn-Dertfbire ficht man jedoch den Torf blof, um ibn zu Mfche gui brennen, und biefe als Dünger gu gebrauchen. Da nur frifhe oder grüne segetabilifhe Cryeugriiffe beim Berbrennen alfalifche falzige Subftangen geben, fo enthält die Torfafhe mobi nicht viel faljige Materien, wolfen ginige *) Dundenald on the Connection of Agriculture with Chemifiry. p. 108. 182 Giecbente Abtheilung, éinige Sobriftfteller bebaupten, baf alle verbrannte Torferde alfalifdh fahige Materiatien gebe, und gwar bis grei und gwangig und gtwei und dreifig Ebeile ibres Gewvichts,*)+) Die bei Meading in Bertfbice gebrannte Torfafhe, von der man aus langer Er- fabrung weif,. daf fie febr befruchtend fe, folf fo menig alfalifhe Sale, als irgend cine fal- gige Materie enthalten, ausgenommen ein twenig Epfomfalz.**) Dei forgfältiger Unterfuhung und frif gebrannter fe, svürde man aber wobl gefunden haben, daë fie ctwas Ralfteber enthalte, eine faljige Subftan, bie fich im MBaffer auflôft, twâbrend Gnps, in weldhen fie der £uft ausgefeft, fid verindert, unauflôslidh if Die befruchtenden Mirfungen Diefer Yfche môgen daber ob iefentlidh von biefer Kalfleber berrübren, Dies wird noch mwabrfcheinticher ourch die Demerfung, daf die Pügel an jeder Seite der Wiefen, welche die Memburgfhe Torfafche geben, aus Kreide befteben, bie bei fhiweren Megen febr leicht aufgelôft wird, wel- cher fie von deu Crbôbungen, der Furhen, Graben und Flufieitungen in die niedern Gründe fpübir, to fie fi mit ben Siuten vermifcht, die Biefen überfiromt und in dem Torf abfest, Sieraus folgt, dab der Torf diefer Gegend fih befonders durch bdiefe ffarfe Deimifhung der Rreide unterfcheidet, und wenn er geftochen, getrofnef und gebrannt if, das Geuer ibn zu Ralf und Afche macht. Diefe Afche if daber wirflich eine Mifchung von RalË und Pflangen- afche, und jede andere Pflangenafche, wenn fie in gebèrigem Maafe mit Ralf vermifcht if, tivd biefer bemerften Afche in ibrer Sruchthringung gleich fepn,***) Ein anderer Umftand, der in den falgigen und anbern in den verfchiedenen torferbigen Afchen enthaltenen Beffandtheilen, einen Unterfchied bervorbringt, if das Vorhandenfepn mineralifher Quellen, auf biefe Beife eine übergrofe Portion fhiwefelfaures Cifen oder Bitriol fidh in dem Æorfe befindet, fo muf die bavon gebrannte Afche nachtheilig oder we- nigftens für den MBachsthum der Pflangen minder woblthätig werden, Die nachtheiligen Birfungen diefer Gubftanz faffen fi, nach den Vemerfungeu des ford Dunbonald, entweder burch Kalf, Magnefia, alfalifhe Salje oder Mift verbeffern; der Magnefia und den alfalifchen falsigen Subftangen wird jedocdh der Vorgug gegeben, da fie nicht nur das Bitriolfals gerfesen, fondern aud) eine Art Epfom- und Glauberfal oder vitrioli- ficten Weinftein bilden, Subffangen, tvelche die Vegetation fämmtlih befordern, Mimmt man Miff dau, fo wird das vitriolifirte Cifen in feinen metallifhen 3uftand verfebt, und die fo in Greibeit gefcéte Schivefelfäure, verbindet fich mit dem Mmmonium des Miftes, *) Millars Dictionary art Manure. +) Aud wir Haben in der Torfafhe fein A gefunden. Vergleihe Dermbffñdts Aviv der Agricul: tur: Chemie. rftes Ste. A. d. D. **) Dundonald on the Connection of Agriculture with Chemifiry. p. 106. ***) Middletons View of the Agriculture of Middlefex. p. 298. Dungarten, 183 Miftes, und bilbet fo éin fohtefelfaures Ammoninms oder verbindet man fie mit Ralfmaterie, fo iird fie durch die Beibülfe der inflammabeln oder faulenden Dungmaterie que£eber, Die der Begetation febr dienlich if. Torfafde gebraucht man zum Düngen, entiweber fo, baf man fie mit bem Born eine egget, oder nachdem bie Grucht bervorgefommen iff, darüber ffreuet; in dem erffern Salle muf man etwas mebr als im leftern nebmen. Sn diefem muf man aber, ebe die Srucht gu bodh getmachfen if, fie überfireuens naffe Bitterung ift alsdann befonders günftig. Man braucht in diefen Güllen gemébnlih funfsebn bis gmanjig Dufbel auf den Mere, je nachdem das Sand befchaffen if. Yuf Grasland jeder Mrt, witft diefe Afhe que Verbefferung gang vorgüglih, indem fie bas Gras bicfer und feiner macht, Torf in ffaubartigem Suftande wird gutveilen febr vortheilbaft angemandts am vortheil- bafteften laft er fi aber wobl mit folchen Œubftangen, tmelche alfalifhe Salze enthalten, oder mit alfalifhen Sebern vermengen, auch wird er durch eine Mifchung von fhmwefelfaurer Sode oder Glauberfalz mit ungelofhtem Ralf, febr brauchbar,*) Auf âbnlihe YBeife laft fidh Steinfoblenftaub bebandeln, Derfelbe einfihtsvolle Schriftfteller verfihert aus Erfabrung, baf Torferde mit alfa- fifch falzigen Subftangen vermifht, dem Dünger gleih Fam, iv0 nicht gar übertraf, wenn von beiden nach gleichem Getvicht gebraucht worden,**) fi dies fo verbält, fo ifts unfirei- tig beffer, die Torferde fo su gebrauchen, als fie erft in Jfche ju vertmandeln, Die Steinfoblenafche, two man fie in Menge haben Fann,(ft fi aud in manchen Glen gebrauchen; von der wenigen falgigen Materie die fe enthâlt, läft fich jedoch wenig VBir- Eung ervarten, vielmebr von der ibr beigemifchten Kalfmaterie und den gufällig mit ibr ver- Érannten animalifhen Œubfangen, Muf fteifem Doden mag fie febr gut mwirfen, ba fie ibn ôffnet und locerer macht, Man Fann dies aus ijrem grofen Nuben fliefen, Den man auf fogenannten faurem Sande von ibr verfpürt bat. Den zäben Sebmboden mat fie mürber und etfebt einigermafen den feblenden Falfigten Deftandtheil, daber ibre vorzüiglihe Nubbarfeit auf armen Doden, Durch Anwendung diefer Mfche toird in der Nâbe von Sondon auf fteifem Voden, von welchen man 3iegelerde nimmt, der Boden binfâänglih mürbe, um eine gute Erndte von Dob- nen qu geben, ein Getmâchs, das gtwar auf fchtwerem Doden gedeibt, jedoch nicht auf folchen, von dem man Siegel brennt, Mach folhen Erndten Éann man mit der folgenden Grucht Gras einfaerts *) Dundonald on the Connection of Agriculture with Chemifiry. p.108. **) Dundonald on the Connection of Agriculture with Chemiltry. p. 183. 184 Giebente Abtheilung. einfâen,: Smtmerbin bleibt diefer Dünger zum Graslande als Soporeffing am aefchicteften, und inder Quantität vihtet man fi nach den Lmffänèen, Ru ift cine andere Gubfianz, Die, fo man fie in Menge babeu ann, gfeihfalls büugt. Die wobithätigen QBirfungen defelben bängen vorüalid von der Menge alfalifchet fahiger Materien, die er enthält, ab, teil Die Mabrung der Pflangen badurd befordert wird, und bie MBir£ung deffelben auf die mit ibm vermifohte Erde Die die dliche Materie des Rues in MBaffer erfliefbar und auflèslid machen, und fie fo an die einfaugenden MBuryeln der Pflangen fommen ann. Die erdigen Materien diefer Subfianz fomobl als der verfchiedenen Irten von Ufche werden badurch vielleicht iberhaupt tirÉfamer, daf fie der Mirfung des Feucrs ausgefeht waren, tie dies befanntlid mit bem Sley der Fall if. Die Geinbeit des Nufes, in welcher man ibn trifft, macht ibn fo beilfam, fo wie Dies mit alfen Œubftangen der all iff, Deren matt fih als Eopdreffing bebdient, Die Bermifhung bes Hubes mit Mober- und Torferde if que Vermebrung des Dün- gers, bei feiner Meichbaltigfeit an alfalifhen Salgen, âuferft vortheilbaft, Gebt die Mbfidt des Sandioivths aber babin, die Sufecten dadurch zu tôdten, fo darf fie nicht gefchebn. Man bedient fih viefes Dungs als Toporeffing auf Korn und Grasland. dem etftern leiftet er daburd) vielen Muben, bdaf er den Megentwurm und andere Ynfecten todtets Dies thut er mwabrfcheintidh burd) die bittere dlihe Glüffigfeit, die aus der Verbindung des Afali und des Nubôls fi bilbet, und bdicjenigen Æbeile der DPflangen, von welchen fie fih nâbren, burbringt, fo baf fie nun von biefen SSnfecten nicht mebr gefreffen tmerden. Auch befteht der Vortheil, Den er gemäbrt, vielleicht barin, baf durch die fhnelle Befdrderung der Vegetation vie Tertur der Pflangen ju ff wird, um vou ben Snfecten nachgeftellt zu werden.*) Huf ein âuferft witéfames Mittel sur Defdrderung der Vegetation fer, erbellt daraus, daf er über die gelbliche Frânfetnde IBeigenpflange geftreuct, in Furjer Geit derfelben ein grünes gefur- des Anfeben verfhafft. Huf IBiefen und MBeideland bat man ibn gleihfalls febr beilfam ge- funden, wo er nicht nur das feinere Gras febr forthilft, fondern auch Moos und andere fchlechte Dflangenerzeugniffe gerfiort, an nimmt bavon gemôbnlidh vierzig bis funfsig Bufbel auf den Acte.#7) Vo #) Dundonald Connection of Agriculture with Chemifiry. p. 138. ##) Der Nuf if aflerdings ein überaus wirtfames Düngungemittel; aber e8 gebôrt bagu, baf baib, nachbem man ibn aufgeffreuet bat, feuchte Bitterung erfolge. Dei einfallender Dôürre babe ic ibn nidt nur untwiréfam, fondern auch fhädlidh und für die jungen Dflangen todtlid gefunden. Auch ver: tuieb ec dann den Œrdfloh nidt. Da er aber bei ffarfem Megen, tie der Berfaffer im folgenden fagt, untvivéfam werden follte, Habe id, twenn er anders nicht tweggefpüblit wird, nicht bemertt. Sc babe jeboch nur fleine Serfuche, des Berfuchs twegen, damit gemacht. LU} Dungarten, 185 Mo than Afhe, Nuf und andre Materialien, tmwelche fahige Materie enthalten, jum Düngen gebrancht, muf man fie durd Debdecfungen gegen den Negen, ivelcher die falige Materie auflôft und megfhbrt, vermabren,@olhe Gubftangen, twelche eine Zcitlang unbe- decft gelegen baben, find daber in ifren Mirfungen weit geringer als die frifden.‘Hud wenn man fie gu frih im Sabr auf den Acfer bringt, wo fie eine Zeitlang der Mûfe ausgefest fin, geben ibre fhäbbaren Eigenfchaften durd) den einfallenden Megen verlobren. Saljfaure Gode oder Seefalz ift eine Subflanz, über deren Mirfung aïs Dinger man noch ungetvif gu fepn fheint. Cinige tolfen ibr viel Krâfte zur Defdrderung der Vegetation gufcreiben, andere Feinen Nuben von ibrer Anivendung verfpürt babens nad Pringle und M'achride foll fe, in Quantitât angemandt, eine der Füulnif entgegentvirfende Kraft be- figen, în Éleinen Portionen fie aber befrdern, mègte mob rathfam feyn, ffe mit Sof- dung und andern animalifchen und vegetabilifhen Materien in fleinen Portionen ju vermifchen. Ein gefcheider Schriftfteller macht es wabefheintidh, daf ba calcinirter Thon, twié man ibn in loerern und mweichern Siegeln findet, eine Kraft befie, das Seefalz zu zerfebén— vie fidh ibm bies durd den Umftand gu verrathen fhien, da ein, lange eit in einem Keller befindlicher Eubben mit eingefalzenem Gleifche, an der cinen Geite der Mauer befeftiget tar, an der andern@eite fid) ein Musfhlag befand, den er far Matron oder mineralifches AiFali bielt— er eben diefe Cigenfchaft befige, wenn er langfamer mit dem Sauerftoffe, durch den Sugang der Suft, vermittelff der verfchiebenen Proceffe der Beaferung, verbunden merde, und baf oie grofe Verfchiedenbeit und der in den Mirfungen des Seefalzes bemerfte Miderfprudh von diefem Umftande abhängen môge, indem es auf Slenboden von febr grofen, obgleid auf anbdern von geringem oder gar einem Jruben fepn mag.*) Bon demfelben Berfaffer wird ferner bebauptet, daf, da gemeines Galz ein Meismit- telift, twelches in Nücficht auf Mabrung, wenig oder gat nicht belfe, es jeboch die einfaugen- den Gefñbe der Vegetabilien zu mebrerer Thâtigfeit reige, und dadurdh gemiffermaafen ibren Bachsthum befordere, indem es die Mufnabme mebrerer nâbrender Materien in beftimmter Beit vermebre und ire Circulation und Musfcheidung Frâftiger erreges Daf aber aud) feine rei- genbe Rraft in einer grofen Quantitt fo far fen, Daf es bic Gefäfe durch Erfhôpfung ibrer Meigbarfeit gerffôre, wie ere van Uslar bei twäfrigen Pflangen mit orngenifitter Gal- fâure fand. Dies zeigt ur Oenüge, twesbalb Seefalz in grofer Menge dem Doden nacdtheilig, in fleinen Portionen aber febr dienlidh fer, Diefe *) Darwins Phytologia. p, 226. Œrfter Theil, Na ER ne 1 114 | “oi fit, ll 186 Giebente Abthalung, Diefe Gubftany Fann ebenfalls auf andre Weife nüben, indem fie befanntlid verfchie- dene Sufeften, als MBürmer, Maden, Schnecfen u,{. w. gerfiôrt, indem fle alfjugrofe Meube- rungen ibrer Rèrper bemirft, und Dadurd) den Pflangen Nabrung verfhafft.*) Da man in der Mäbe der See allenthalben diefes faljige Material in ungemeffenee Menge erbalten fann, fo verdient dies gang vorzüglidh die Mufmerffamfeit des AMgronomen, und noch mebt, ba manche andere Gubftangen, die es befanntlich enthalten oder davon durch- drungen find, als das ausgemorfene Sraut oder der befpüblte Sand, leicht ju haben find. Der Abfallf aus den Salinen, twelcher gemôbnlih viel falyfaure Bittererde enthält,(oil die Gäutni£! febr beforoein, und mag daber mit Dung oder erdige Materien vermifcht, febt brauchbar fepn, fo tie bie bamit gemachten Verfuche die guten Cinrwirfungen auf die Bege- tation beftâtigen. Die nun aber immerbin die Subftangen falsiger Mrt ibre MBirffamfeit Gufern môgen, fo bleibe doc allemal gemif,: dafifie tenig oder gar Écine nâbrende Æbeile in fidh enthalten, und daber mit fetten erdigen Materialien und noch nicht veriveften Dung verbunden werden müfen, Unvollfommen gebrannter Sle in pulverartigem Suftande, läft fi) aber gum grôften Bortheil mit Geefalz vereinigen, und nach den damit angeftellten Berfuchen, ift ec als Topdreffing über Gras und Getraidepflangen im Grübling geftreut, befonders wiréfam, Düngungsmittel burd die Berbindung verfchiedener Subffangen, Jus vem über die Matur der verfhiedenen Düngungéfubftangen bercits Bemerften er- giebt fih, daf ibre Bermifchung in Rücéficht auf Quantitât und MBirffaméeit Vortheil gewabre;s daf aber gugleih die Bermifhung einiger vor andern den Borgug babe; demobngeachtet bat man erft vor Rurzem auf diefe Bermifhung, fo febr fie dur die Crfabrung fidh bemäbrt, ge- acbtet, und tre Hauptheftandtheile und die verfchiedenen Zuftände derfelben durch Serfesung, Hodurch die Begetation befdrdert wird, näber unterfucht, Den Hofoung, der am bâufigften gebraucht wird, bat man als eine folche vermifchte Gubftanz zu betrachten, tmeil er aus manchen in Serwefung übergegangenen vegetabilifchen Materien, als Heu, Strob, Garrenfraut und dergleichen, womit fich der thierifhe Urin” und Rift verbunden bat, beftebt, Und bei der reichlihen Maffe, in welcher folce Erzeugniffe in diefe Zufammenfegung treten und bei den veichlichen erdigen Materialien, die bei einer gefchei- den MBirthfhaft zur Unterlage gemacht werden, bedarf diefer Dünger Feiner anderiweitigen Vet- mifung. Da man fich aber folcher vegetabilifhen Materien biequ bedient, Die in einem bar- n #) Dundonald on the Connection of Agriculture with Chemifiry. p. 138. 5 Oungarten, 187 ten uno teoŒnen Suftano fih befinden, fo geben fie nicht fo leicht in Bettvefung über, obnge- acbtet der beigemifchten Dortion animalifher Materiens man thut daber febr mob, fie oft nm- guftehen, um dadurch ibre Sâulnif und innigere Berbindung der verfiedenen Materien ju be- foroern. Sn jedem Balle muf dabin geforgt twerden, da folche Paufen nicht zu trofen und auch nicht zu naf licgen, tweil beides nacbtheilig ift. Goll jedbod no irgend ein erdiges Ma- terial mit diefem Dünger verbunden tmerdens fo muf der Sandmann befonders auf die Oüte und Gettigfeit deffelben feben, um darnach die Portion einjurichten, Miemals darf diefe Sumifhung aber fo grof fepn, als bei folhen Dungatten, tvelche faft gânslidh aus animalifchen Mate- tien befteben, Mo man animalifhen Diünger in irgend einer Quantität gufammen bringt, ba leidet es feinen Siveifel, daf die Vermifhung deffelben mit fetter Dammerde, Torferde oder Kebricht aus alten Graben und Sandftrafen ein febr gutes Düngungsmittel abgebe, indem durch ein fol- ces Verfahren, das wübrend der Zerfebung entftandene Ammonium, feft gebalten wird, da es fich fonft leicht verflüchtiger, und bie erdigen Materialien durch die Verbindung mit demfel- ben zum Dünger vecht gefchicét werden. Da die animalifhen Materialien febr leicdht in Fâul- nig übergeben, fo iff ibre Berbindung mit folchen Vegetabilien, twelche nidt fo leicht verive- fen, um einen guten Compoft au bilden, burcdhaus forerlih.: Deim Gebraud folder erwäbn- ten erbigen Œubftangen ift es befonders gut, fie vorber fo trocen wie môglid) werden zu laffen, tweil fie dadurch in einen ftaubartigen Zuftand gerathen und vermifhbarer werden, auch teit beffer und gleichformiger über das Sand gebracht werden Fônnen, WBenn bei diefem Verfabren die erdigen Materien in eine Art Erbôbung von fünf oder fehs Gub Hôbe und unten beinahe eben fo breit gebracht werden, fo haben fe die befte Sage mit Dung oder andern Materialien vermifcht zu merden, Aus ben Berfuchen eines verfforbenen practifhen Scbriftftellers ergiebt fih, daf folche erdige Materialien als bereits erwäbnt mworder, febr meit reihen, vorügli swenn die Deimifchnng animalifher Art war,*) Ralf ift eine Subfianz, tmwelhe man Dâufig ju twenig beim Compofimachen beachtet bat, die man aber bei gebôriger Mufmerffamfeit auf folgende Umftinde mit ausgebreiteten und wobl- thâtigen Birfungen antwenden fann, Mo es auf erjtèrung und Verwefung grüner oder fri- fer vegetabilifher Ergeugniffe anfommt, Befonders folcher von grober und barter Art, fo muf man ibn in feinem ungelèfchten Suftande in Éleinen Portionen nebmen; Ddenn bei folher foârli- chen Antwendung bringt er die bolzigen und bârtern Theile diefer Pflangen in erdigen Suftand; und da twûbrend der Cinwitfung deffelben auf diefe Subftangen folche elaftifche Materien ent- bunden werden, bie in der folgenden Serbindung Ammonium oder flüchtiges Micali geben, fo ift es mobl ju vathen, erdige Materialien damit ju verbinden, damit diefe elaffifchen Materien {a 2 nicht *) Experienced Farmer. Vol. II. p.65. 188 Gicbeute Abtheilung. nidt verlobren geben, Bird nachber noch ein Theil fetter Hofoung damit verbunden, fo er- bâlt man dadurch einen Guferft guten Compoft, Sebendiger Ra ift gleichfalls darin nüblich befunden, daf er barte Theile erftorbener vegeta- bilifher Materien, als Gerberlobe, Farrenfraut, Strob, Robiftrünfe, Blûtter, gänslich ju Erde oder Moder mat, iwenn man ibn aber in der Abfiht gebrauct, fo muf dies in febr geringen Portionen ju den Materien, twomit er vermifchtiwiro, gefcheben, denn nimmt man grofe Portio- nen, fo Fann die fi entwicelnde Sike deffeiben dur die Feuchtigfeit diefer Subftangen(o febr beim Sofchen vermebrt merden, bDaf diefe Materialien verfoblen und unaufloslid werden, auch iverden ju gleicher 3eit in gasformiger Oeftalt ibre elaftifchen Deftandtheile vertrieben, eine Menge Robenfäaure ausgenommen, twelche fit) wäibrend diefes Proccffes mit dem Kalf verbindet, Bei dem gewobnlihen Verfabren lebendigen Kalf mit Hofoung zu vermifhen, ift bâu- fig grofer Verluft; da bei der beftigen MBirfung auf folche Subftangen nicht nur elaftifhe Mas terien entbunden und verffüchtiget werden, fondern teil unaufloslihe faljige Vermifhungen gut£ bleiben, welche der Vegetation nicht bebüiflich fepn Fünnen.*) Die vollfommne Faulung fofcher Dungarten, w0 es nôthig if, wird am beften dur den Gebrauch des Salfs in feinem milben Suftande bewirft, tvovon die verfchiedenen Yrten bereits angegeben find. Bermifht man Ralf mit Lorf oder Erde, fo thut man am beften, ein Ebeil frifhge- brannten zu fechs Theilen Torf oder Mobder zu nebmen, der, ebe mai ibn braucht, nicht zu trofen und ausgebdrrt feyn muf. folhe Meife thut die erregte Dibe feinen Shaden. Auch das flüchtige Hifali fann nun mit der vom RaË nicht angegriffenen Erde fich verbinden, da nur twenig RalË vorbanden ift, und er in feinem gelofchten Suftande eine auflôsliche falzige Subftanz bildet, melche die Vegetation befdrdert,**) Es laffen fi auch andre Œubftangen no vortheilbafter zum Compoft-mit Torferde, wenn man fie mobifeil und in Menge baben Fann, anwmenden. Dies find alfalifh-falzige, tweil fie, mit torfigen Materialien vermifht, fie vollig aufloslid machen, dagegen beim Gebrauch des Ralfs immerbin nur ein Theil auflôsbar wird, auf welchen das mâbrend feiner Vermifhung entfiandene Mmmonium tirfen Fan, Yn manchen Gegenden ift es gebräuchlih, CEompoft mit RalËf und Moder auf dem Benbdelande oder auf andern Stellen. des Geldes, 100 man ibn antvendet, zu madhen, Dies fann eigentlich nicht befonders vortheilbaft feyn, ausgenommen two die Œrde der Oberfläche an vegetabilifchen Materien reich ifts two man aber dergleichen Compoft macht, muf der Boden beträchts *) Dundonald on the Connection of Agriculture with Chemifiry. p. 102, ##) Ibid, p. 111, Dungatten, 189 Betrébitih tief gepffigt oder gegraben und fo mürbe tie môglihgemacht ierden; bann bringe man frifen RalË'in einen Saufen lângs der Thitte der CErhôbung des Bendelandes und ftofe die auf demfelben aufgetvorfene feine Erde, vier Æheile ju einem Theil Ralf, vecht genau mit dem©vaden dur: burd bie allmäblige Sôfbung des Salfs, vermôge der Geuchtigfeit der Erde in diefer Sage, werden eläftifche Materien entbunden, twelche fi mit der Erde vereinigen und fie noch fciner machen, woraus, twenn nod fauler Dünger in fleiner Quantitât bingu fômmt, ein febr guter Compoft wird, der befonders auf ffeifem Doden feine Aniwendung findet. Die animalifirten und andern Materien, bdie in Dem Hofoung enthalten find, leiden felten mit Bortheil bei ibrer einmaligen Vermifung eine mweitere Deimifungen. Bo aber aus folshen Compofthaufen viele Gauche flieft und an dem Grunde ftehen bleibt, da thut man febe wirthlih, rund um biefe Haufen erdige Materialien ju legen, damit fie dabinein giebe, Dies bat man befonders da zu beachten, 0 man Eompoft auf folhen Stellen macdbt, die nicht befonders zu Dungftellen eingerichtet find, und in folchen Gällen muf man eine dicfe erdige Untete {age machen, ebe der Sofmift ausgefarrt und barauf gefabren wird, tweil baburd) nicht nur die aufen grôfer werden- fondern auch das in der Jauche flüchtige Afali eine Gubftan erhält, auf welche es tirfen Fann, Der Bortheil und die Nubbarfeit diefes Verfabrens iff Lingft aner- fannt, Mancherlei Lmftände, der Suffand, die Güte des Dodens, der erforderlihe Transport und anderer Softenaufivand, machen die angutwendende Quantitât verfchieden, fo wie man fic) bei der Mnwend:ing felbft auf fchiwerem oder leichtem Doden mit der Art des Bufabes ridytet. Gm Allgemeinen find fechszebn bis gmangig Guder, jedes von fiebengebn bis achtjehn Centnern, auf einem gemwbbnlichen Mere erforderlidh. nimmt man nod wobl viel mehr und in einigen Hällen iweniger. Die Mifchung von Dinger, Streu und andern Materialien, welhe nad und nad in Haufen gefammlet wird, bringt man unvermifcht in gubereitetes MBeigen-, Müben- oder Get- fentand, Much beingt man fie auf Erbfenfand, auf relches im folgenden Yabre MBeigen gefüet werden folf,*) Det Gtrabendung aus grofen Srâdten befteht gemeiniglidh aus fer verfchiedenen Sub- flangen, aus Abfall von verweften Vegetabilien, fauligen animalifhen Materien und Afche; da gewôbnlidh die leftere febr reichlich fi) dbarunter findet, fo leidet er febr gut eine Vermifchung mit Dammerde oder Torferdez es tmerden dadurch gugleidh die gasartigen Slüfigfeiten qu grèfe- ter Wirffambeit in dem Dünget erbalten, Deimifhungen find jebod) nur vortheilhaft, wo die animalifhen Materien befonders teichlidh vorhanden find. Diefe *) Modern Agriculture. Vol. I. p. 249. 190 Giebente Abtheilung, Diefe Art Dünger iâft fi auf den mebrften Dodenartet mit Bortheil antenden, funfebn bis gmanig Tons auf einen Mere gemäbren eine vorgüglihe Sructbarfeit, dabei mu man die bei alle andern Dünger nôthige Borfiht gebrauchen. Die Berfuche aller Sandivirthe beftétigen den Voryug der Compoftarten aus erdigen und animalifhen Materialien. bat man zermalmte Knochen und MBalfifhbarten auferft fruhtbringend befundens die Birfungen der ercftern geigten fich in feuchten Dodenarten gang vorsüglih.*); «Aus allem erbellet, baf, twenn die Mifhung folher Subfflangen, tele auf einan- der witfen, gebôrig tvabrgenommen, und bem Suftande des Dobens angemeffen ift, Det Dünger dadurdh vermebrt und die Gruchtbarfeit des Dodens mebr wie bisher befordert wird, Mittel sur Bermebrung und Erbaltung des Dungs Die grofe Gruchtharfeit und die befondere Gûte der Früchte eines Garms, bângt insbe- fondere von der rt ab, wie man den Diünger vermebrt, erbâlt und antwendet, Dem Sand- mann muf daber daran befonbders gelegen feun, daf nidts umfomme, mas als Dung nüben fônnte. Daf man manche Gubftangen, die bisber nicht genubt, dazu brauchen fônne, leidet feinen Ztweifel, twenn man auf die tâglihe Vergeudung animalifher, vegetabilifher und ande- ter Jhaterien flebt, die durch die Flüffe weggefübrt und durdhs euer verzebrt werden, Ein anderer Berluft beim Dungmachen ift der, daf man die verfchiedenen Subftangen, die auf die leichtefte und fchnellefte Beife Diünger geben, nicht geborig zu bebandeln weif; denn oft fann in furger Seit ein Diünger durch gefhidte Bebandlung gemacht werden, der un- ter andern Umftänden iweit lângere Seit erfordern iwürde, moburd offenbar mebr Dung und mancher andere Vortheil für den Sandwirth germonnen iwerden Fann, diefe Defchleuni- guug des Düngertwerdens und deffen gebôrige Bermifchung, if bereits das Mothige ausfübriich fon angegeben, A8 Hauptauelle des Dungmadhens bat man die Miftfielle des Mirthfchaftshofes an- aufeben, beren Cinrichtung biefer Abfibt entfprechen muf. Vm COangen if eine Dungftelle binreihends if der Farm grof; fo find gmwei und mebr erforderlih, da die Fäulnif in folchen Haufen ordentliher und fhneller von ftatten gebt, wmweil der Sutritt der Suft und Beuctigfeit freier ift, tvenn fie nicht fo grof find; fie überdem auch feichter umgeftochen werden Fônnen, Der Theil des Bichbofes, 10 fie befindlich fepn follen, mu iwvebder ju bo, damit der Dung nicht ausborre, noch ju febe im Grunbde liegen, damit das Waffer ibn nicht su febr der befruch- tenden *#) Experienced Farmer. Vol. II. p. 47. Dungarten, 191 tenden Theile beraube,: Bor jeder Dungftelle mu fi cin Bebéltnif oder Fais, worin fi nicht nur die Wafferleitungen aus deu Schoppen und Gtüllen vereinigen, fonder auch der Urin aus den Privets und Spüblicht aus bem MBafhhaufe und aus der Küche aufgefangen wird, befinden. Obne bdiefe vortheilhafte Cinridhtung der Mififtelle geben befonders viel Dingende Giñffigfeiten verlobren, Bo biefe bereits ermabnten DequemlichÉeiten fatt finden, bat der Sandwirth nur für gmecfbientihe Materialien zu forgen, um fie gum fdnellen Düngertverden gebôrig angulegen und die Quantitât feiner Dunghaufen dadurdh zu vermebren, Zu dem Œnde müffen allerlei vegetabilifche Materien, als Heu, Strob, Garrenfraut, Diûtter, Dinfen, grober Sicht, Schilf und andere Bafferpflangen, in moglidft grober Men- ge aufherwabrt und gefammlet, und nidhts von der Mrt barf aus dem Garm verfauft oder verâu- fert werden, ausgenommen in folcen eingelnen Gällen, ba fie der Gtadt nabe gelegen find, wo fi folhe Artifel gut verfaufen, und ju gleiher cit eben fo viel Dünger guri£ gebracht wer- den fann, diefe Pflangen werden in ibrem faftvolleften grünen 3Zuftande abgefchnitten und gebôrig getrocnet, auf den$Gof gefabren und an bequemen Stellen jun Streuen aufgeftecft. Muberdem muf bei jeder Sandiwirthfchaft die Beit wabrgenommen werden, vor der Auf- flellungsgeit auf den of fo viel Torf oder Moorerde, fette Dammerde, Miergel, trofnen Mo- der aus eichen und Grâben, Otrafenfebricht,£ebm und andere Œubffangen der Art, als man fann, ju fabren. tit diefen Gubftangen bedecÉt man den gangen Sof, to das Rich geht und ftebt, und fogar die Schiveineftälle in fagen von act, zebn und noch mebr Solf dif, nach der Ansabl des Biehes und anderer Umfiändes und eben fo bringt man in die Gruben vor den Dungftellen gee bôrige Quantitäten diefer Subftangen, damit die flüffigen Materien darauf irfen. diefe erdigen Unterlagen bringt man, wäbrend bas Bieb darauf befchränt ift, recht dite Gtreu von den aufbemabrten Materialien, und Rub-, Ocbfen- und Schiweineftälle werden darauf aus- gefebet, Bo man gewobnt if, das Bieh des Machts ciugupferchen und eingubinden, da Fann man das ertretene Streuftroh auf den of twerfen, damit es defto eber vergehe. Gtreut man mit Dflangen von bolgiger und barter Æertur, fo darf man, um fie ju fhneller Berivefung zu Gringen, nur eine Éleine Quantitât RalË her die erdige Unterlage ffreuen, tie dies mit der Gerberlobe zu gefcheben pflegt. Bei alfutrofnem Better ift es zur Befdorderung der Fäulnif febr gut, die zum Dünger beftimmten Materien gelegentlih mit WBaffer zu befprengen; dies gefchieht am gmecmäpigften und leichteften mit einer dagu eingetichteten Pumpes und wenn diefe nicht vorbanden if, nimmé man aus dem Teiche des Hofes, Um : à 1 L ee ES RÉ Méca dll, SP a -— TS SAS Sie< bn 0 ES APT ;=— a——— 192 Giebente Abtheilung, Um bdiefe Cinridtung recht twirffam ju machen, fo muf man bas Vie mabrend des VBinters unausgefeBt eingepfercht balten, und nidt wifhenburd auf. die Beiden gebn laffen; es gebt babei viel Dünger verlobren, das Grasland wird bamit verdorben, und das Bich, wel- ches der Râlte und andern Unfällen ausgefeft if, leidet dabei gewôbnli eber, als es Bortheil davon bat. Dei diefer Cinrihtung aber werden durch bdie ffarfe Confumtion viel animalifitte aterie ausgeleert, fo daf durch ibre Mifhung mit der Unterlage des Dferches der Dünger nicht nur vermebrts fondern aud von befonderer Güte wird. Menn aber mit den andern Ma- terien nicht eine bintängliche Menge thicrifhen Dünger und Urin vereinigt wird, wie bas felten gefcheben Éann, wenn man das Biel nicht regelmüäfig einpferhts fo geigt fi der Diünger in feinen Birfungen fhwach, twenn er auch in grofer Quantitât vorbanden mûre, Benn die Bab des einaepferchten Viecbes beträdbtlidh ift, fo muf die Unterlage mit dem@treu, fobald folhe mit Mift und Urin binfänglih gefüttiget iff, mit anderer ver- taufcht werden, Much die erdigen Subftangen in ben Debältniffen müffen ausgeleert und frifhe binein gebracht mwerben, enteber von Derfelben rt oder auch Stümpfe von verfhiedenen dicfen Gartenpflangen, Benn die Seit des Cinpferchens vorbei ift, fo müffen die gefammleten Mifthaufen um- geftohen werden, Daniit die animalifitten Materien fi mit den erdigen gut vermifhen, und damit mebr reine atmosphârifche Suft gwifchen den Rlumpen erhalten ierde, wodurch fie Éleiner und vottender ferden. batf man aber auch nicht fâumen, den Dünger auf den Poden qu Éringen, ba die durch Berbindung des Gauerftoffes mit dem Roblenftoff des Miftes und des Gtictftoffes mit bem WBafferftoff entffebenden, âuferft mobithâtigem Fluida, fi gar bald ver- fieten, wenn der Dünger ungenubt liegen bleibt, Daber dürfen die Mifthaufen nidt zu groG feons aud) fann man mit mebrern bequemer und vortheilhafter verfabren, Durh Vermifhung des Ralfes mit den aus Erde zufammengefesten Dungarten, wird die Quantität gleichfalls vermebrt, und die dabei fid entiwielnde Galpeterfäure gum Vortheil der Vegetation erbalten, .… Cinen grofen Mbgang erfeiben die Miftbhaufen durd bie Berdunffung ibrer flüffigen Tbeile. Vn mancher Mit ift ibre Sage unter fhattigen Bâumen oder unter einem leichten bemeglihen Obdache, febr gu-empfeblen. Œin Dünger, der fo gegen Mind und@oune, Megen und Schnee gefhübt war, twirft allemal Frâftiger als jeder andere, den man nicht fo vertwabtte.*) Ueber *) Annals of Agriculture. Vol. XXXIIL. p, 593. Dungarfert, 193 Ueber ie Met und Deife, von dem auf dem Fait gevorbenet Gutter und andern Materialien, Dünger gu etgielen, Dent man in verfchiedenen Gegenden verfchieden, bebaupten, das Yieh müffe das Gutter alles vergebren, und nicts dapon gefireuet tmerden, und haben gebôrige Anftalten, das Vieh obne Gtreu reinlih zu balten. Mndere bebaupten dagegen aus eigner Œrfabrung, daf es beffer fen, eu ju futtern, und bas Gtroh und übrige Materialien gum Streuen zu gebrauchen, aucd baf der Dung am Beffen dadurd vermebrt terde, Deide Methoben môgen mit mebr oder minder Vortheil, nach der Befchaffenbeit jedes arms befolgt werden; two aber viel Gras und menig Mcerland ift, bat die erftere den Boryug, in umgcfchrten Salle bie lebtere. Œine gefcheide Berbindung Beider Methoden mag wo) das befte feyn, befonders twenn aufer den gewôbnlihen Artifeln, noch grober vegetabilifher und fetter Moder bingufommt, durch welde Verbindung fih erft vollige Bitfungen geigen, Dei der erftern Methode ift der Verluft durch die Verdauung und Hnimalifation viel grôber als es von denen geglaubt vivo, Die fo febr für fie find. Der Dferdemift und der von verfhicbenem anbern Vieh, twelhes mit fettent grünen Sutter, als lee, Sommerwicfen und andern fünftlichen Grâfern, im Sommer gefuttert mwivb, ift von grofer Vedeutung, twenn er anfavobl gefireueten und mit Œrde belegten Gutterhôfen gefammlet wir, Der Graf von Dundonald bemerft, nur die Crfabrung Éônne es febren und bavon übergeugen, tie menig Ycres Sand unter der Cultur von Eünftlihen Grasarten, twenn fie grün abgemäbt und tâglidh den AMrbeitspferden und andern Bieh gegeben werden, ju deren Unterbaltung binreihen, Die beften Eünfflihen Grasarten oder Pflangen daju find: vother lee, MBiden und Efparcette. Reine von diefen faftreihen Pflangen mit grofen Sten- geln und Diättern, Iäft fi fo gut abiveiden als abmäben, nidt nur tmegen des Machtheils, durch bas Treten des Viches gequetfcht zu werden, fondern tweil fie beim Mbtveiden immer fur; und abgenagt gebalten, und daber der Mabrung beraubt werden, Die fie durch ibre Gtengel und Diûtter eingieben, Œfparcette pañt fi am beften auf troŒnen Falfigten Boden und in den füdlichen Gegenden Britanniens. Berfuche bat man damit im nordlihen England und Sobottland gemacht, Auch MBinterwicen bat man gefüet, aber nicht von Muben gefunden. Rlee und Sommertwicfen find feiner Meinung nach daber die eingigen Dflangen, deren Anbau im Grofen zu empfeblen ift; jeder Fluge fandwirth mu fi daber reichlidh damit verforgen, da man im Gall des Ueberfluffes fer gut Peu davon machen Fann. Bien müffen aber immer den Ricebau begleiten, um gwvifhen dem erffen und gmeiten Rleefchnitt grünes Futter ju haben, Die Menge des badurch gemonnenen Düngers ift grober, als man glauben mag, tent man nidt felbft die Erfabrung gemacht bats einige framôfifhe Schriftfteller bebaupten, daf man von drei- oder vierhundert@chafen, telche damit gefuttert werden, tâglid beinahe fo Œrfter Theil, Bb vie Tags hante qi 8"A ji És 194 Gicbente Abtbeilung, viel Dünger erhalten fann, tie man gu einem Mer gebraudht,*) und man giebt ibm noch einen befondern Borjug vor dem gemôbnlichen..**} Muferdem, daf die gtobe Berfchtoendung bei Mbfutterung folher Gemachfe verbindert, und bas Gange unmittelbar genubt wird, fo erhält biefer Diünger noch eine bôbere Cigenfchaft, dur die ungebeure Menge MBürmer und Infeften, die fih wäâbrend der Deifen Sommet- monate ergeugen, Bermittelft bedetter Shafhürden twird biefe Art Diünger jàbrlih auch febr vermebrt, Debdtent man fich diefer fo moblthätigen Bedeung dur eigene bdazu erbauete Schoppen von leichten Materialien, und an bequemen Gtellen des Garms fo errihtet, daf fle rund umber offen find, und doc gegen Wind, Megen und Shnee fhübens fo if aufer dem Gewvinn an dem Dünger, auch noch grofer Vortheil für die Bolle dabei, Mit dem Unterlegen und Streuen verfäbrt man, tie oben fon angegeben worden. On fhlechtem Better bält man diefe Schafe in diefen bedecften Hürden, und lâft fie Seu von ftchenden Maufen freffen, bei guter MBitte- vung(âft man fie aber auf die MBeide gebn, und bâlt fie nur Machts in den Sürden, Gn Flandern thut man dies megen des Dingers und beftreuet den Hürdenffall mit troË= nem@ande, Mo das Snftem, Hauslämmer früb im MBinter zu eriehen, im Orofen auf irgend eine YBeife in Mnwendung gebracdht wird, vervoilfommnet Die in den Schoppen und DPferchen bercitete Streu, auf iwelche die Mutterfchafe gebradt und die Sâmmer gebalten und gefäugt twerden, den Dünger gar febr, ba biefe Thiere unter diefen Umftanden beftändig mehr Urin und Mift ausleeren, als in gewôbnlihem Falle bei anderm Gutter, Das Linterpflügen fetter grûner Grüchte in ibrem faftreihen Suftande, ift bereits als Mittel, den Dünger zu vermebren, angegeben und wird verfchiedentlich in Anivendung gebracht. Beim Abtweiden verfchiedener grüner Gemächfe dur Safe, Rinder und andere biere, twird dem Doden gleihfalls viel Gruchtbarfeit verfhafft, und war auf eine mobifeile Art, in fo ferne der Eransport des Düngers dabei nidts Éoftet und auch beträchtlih mebr Dün- ger dabei erbalten wird, Herr Mibdleton glaubt, es werde der grofe Serluft des Urins und Düngers, der bei andern Methoden unvermeidlih vorfallt, badurdh verbinderts denn, fat er, in allen Stüllen, Schoppen, Dferchen u, À. rw., gebt felbft bei der beften Birthfchaft die Hâlfte, und bei gemwôbnliher MBirthfchaft gebn drei Ebeile diefes Düngers verlobrens Beim Hbiweiden der Wien, Rüben, Rob und Rlee auf den Feldern felbff, ift ein Berluft des Düngers, das Game wird unmittelbar genuft, obne ŒTransportfoften den Doden fete au machen, Dem- #) Laillevault Recherches fur la Honille d'Engrais. Tom IL. p. 69.: ##) Tellier Obferv. fur plufeurs Maladies des Beftiaux. p. 90. Dungarten, 195 Demobngeachtet lft fih febr gut einfebn, daf auf diefe Meife mehr Dünget verloh- ten gebt als man glaubt; denn durch die Verdünftung, welche Mind und Sonne auf einer fo ausgedchnten Glâce bemirfen, merden Die wirÉfamften Sheile des Düngers in folhen Gegen- den tâglidh mweggefübrt; und die faferidhten und bolyigen. Eheile der Pflangen, welche das Vich nicht mitfuift, werden, da fie bünn auf der Oberflâche verfireut liegen, Dart und trodeu, müf- fen baber längere Seit haben, ebe fie vergeben und gum Dünger werden, als twenn fie enger und dier gufammeungehäuft find. Ein widtiges Mirrel zur Bermebrung des Düngers ift das Puffangen des Unflaths in ben beimlichen Gemädern und anderer vegetabiliféher und animalifchet Matcrien, twelche in den Gtébten gemébnlich in tiefe Gruben ohne Nuben gebracht, oder burd Mbjüge und Grabeu in Slüffe und Teie gefpült werden. Mat bat es ausgemacht, daf aus Mangel gehôriger Mufbewmabrung bdiefes Diüngers, in diefem£ande fünf Millionen uder, die febe nüblid gum Acerbau verwandt toerden Éônnten, jàbrlih serlobren geben, und da biefe den MBirthfchaftern gtwei und eine balbe Million, und der Commune fünf Millionen Pfund Sterling werth find!*) Leberdem engt die âuferfte Sorgfalt, mwelche man, diefen Dünger ju benuben und zu vermebren, in den Diederlanden, China und Yapan, nad den Derichten mebrerer Meifenden, antendet, von der grofen Mubbarfeit deffelben und von einer febr grofen Quelle der Grucht- barfeit, die man bis dabin vernachläffiget bat. Die leichtefte und bequemfte Methode, diefe Art Dünger aufjuberwabren, twirde Sarin beftebn, baf man einige Gruben, fo nabe wie môglicdh in den Pôfen anlegte, und den Voden mit Thon oder andern Materien, die das TBaffer nidt durchlaffen, gubereitetes Diefe ffânden dann dur gehôtige bedecfte Seitungen mit den gebeimen Gemächern in Berbindung, fo da eine Menge Moder, Sorferde, Sâgefpne, Ralf, Pflangenfirünfe bineingethan, und mit den barin befindlihen Materien gefättigt und verfault twieder berausgenommen und unter den ge- wôbnliden Mift gemifht werden fônnte. grofen Srâdten würden dagu febr grofe Debalt- niffe erforberlih fen, die, vermittelft feitungen, mit mebrern Gemâchern in Verbindung ffäu- den, Die Debältniffe felbff müffen, fo oft es nôthig ift, leicht und bequem von getviffen Per: fonen bei Machtycit geleert werden Fünnen, Bo man die Bequemlidfcit der Strème, ivie in £onbon und in manchet andern grofen Stadt, bat, liefen fich in verdecften Dôten, folchen Dünger in Menge zu transportiven, Mnftalten macden, twie man fie mit vielem Muben in Séhiveden bat,**) D6 2 Da *) Middleton in Tranfactions of the Society of Arts. Vol. XVII. *#*) Communication to the Board of Agriculture. Vol. I. p. 347. 196 Giebente Abtheilung, Da fih diefer Dinger an und für fi nicht gut verfahren lâft, fo mürbe man dazu aud leicht Mifhungen in den Srâbten, als treu aus den Miethsffällen,-Kalffbutt von niederge- brochenen und alten Säufern, Erde, die bei Erbauung neuer Sâufer ausgegraben toird, fin- den, um ibm dadurd mebr Confiftenz ju geben, den übeln Geftanf ju vermindern und an und für fi qu vermebren. Dei einem folchen Verfabren twirde man in den benachbarten Diftricten folher Gegen- den, unter der Seitung dagu angeftellter Perfonen, eine reiche Quelle der Gruchtbarfeit erôffnen, die ourh Borurtheil und Vernachlafigung bis dabin verfchloffen if. Qn der Nûbe der See, vo man Mufheln und andere Fleine Hifche in grofer Menge haben fann,(ft fih der Dünger, durd Vermifhung derfelben mit fetter Mobde, Torferde und âbnlihen Materien febr ftarf vermebren,) in folhen Gegenden, wo man Rraut von den Gelfen oder aus dem Shlamme erbalten ann, vermebrt die Sammlung deffelben, in Sau- fen mit fleinen Portionen RalËf durdfireut, und nad Berbältnif mit Erde oder Modde ver- mifht, den Compoft auf den Farms gar fer. Ein gefheiver Schriftfteller macht die Demerfung, daf die frifhen Mufcheln aus den Gifhftédten, als thierifher Dung mebr als vermôge der Falfartigen bei der erffen Anwendung tirfens und bag man vielleicht mit der Seit auf eine Crfindung gerathen môgte, diefen Falfar- tigen animalifhen Dünger in grôferer Menge, tie bisber, gu erbalten, ,, Œs giebt, fagt er, eine Art von Süfroafferfhneden, ivelche fich fo fer vermebren, daf fie in furer Seit einen beträchtlihen Raum mit lauter Schnecfen erfüllen, wenn diefe in ein befonderes Debältnif ge- febt und gebôrig mit Maffer verfeben tworden find, MBenn man Tcihe dau einvichtete, mit diefen Tbieren befebte, und man folche fid) bis ju einem Safe von gebôriger Die vermebren liege, würde man fie alsdann nidt in Menge als Dünger gebrauchen Fônnen 2? dicfe unter einem Stein wie Gerberlobe germalmt würdens fo erbielte man dadurd einen febr wirffa- men Dünger, und mhn türde ohne viele Schivierigfeit die Teiche fo cinrihten, daË fie fi jäbrlich wicder erfeften,“*) Der vegetabilifhe Modet aus den Orâben, Simpfen und tiefen Sôchern, tworin das MBaffer féille febt, lübt fi gleichfalls mit Vortheil auf folhe BDodenarten, welche es vertragen, entweder alfein, oder als Compoft, mit RalË und abnlihen Materien anvenden, - Auf fandigen Doden thut, tie fhon gefagt, getrofneter Sen vortreffliche Mirfung, Ueberbaupt muf der Sandivirth dabin feben, daf feine animalifche oder vegetabilifhe Gubftany, die fic su Dünger machen lâft, verbrannt oder verivorfen, fondern auf die Mififfellen gebracbt oder *#) Anderfons Eflay. Vol. Ï. p. 569. Dungartett, 197 ober aufgehäuft erbe. Ueber Dicfe Saufen decft man erbige Matcrialien, die fhon ausfübt lier bemerft tworden find. Dei den verfhiebenen Suftnden der Berfebung, twotin folhe Materien fefter oder flüf- figer Mrt gcrathen, iftes befonbers nôthig, jeden Berluft nâbrender und befruchtender Theile our Dedeung zu verhüten, fomobl in den erften Sciten, to fich die Hibe entwicfelt, als in den leStern, to fich das Mmmonium oder flüchtige Nifali bildets denn dur ein folhes Verfah- ren tir der Procef der Serfegung, twenn er zu gefchtvinde eintritt, gurücf gebalten, und die elaftifhen Materien, die fich aflmäblidh enttoicfeln, werden durch diefe Dedeungen abforbirt, mäbrend die flüffigen auf den erdigen Doden bebalten und der Dünger in feinen fhâsharen Çigenfchaften erbalten wird, Allgemeine Anmenbdung der Dungarten, Dei der Antmendung des Düngers auf das Merland Fommen mebrere Umftände in Der tract, und gmat der Suffand und die Defchaffenheit der Œubftangen, Dderen man fi gum Dünger bedient, die Defchaffenheit des Dodens, auf tvelchen man fie bringt, die Mrt der ju etgielenden Grüchte, und die Sabrszeit, in welcher fie aufgefabren oder cingebracht werden, Da, wie tir wiffen, von bem MugenbliE an, als die Materialien in Dunghaufen aufammengebracht find, bis u der Zeit, Da fie in féhivarze Foblenartige erdige Materien vet- tmandelt find, fortwäbrende Beränderungen ffatt findens und da in den mebrften Suftänden ibrer Serfegung erbaltende und nâbrende Œubftangen gebildet twerdens fo Iäft fic leicht einfe- ben, daf in den Gällen, to der Dünger in den Doden Dineingebracdt wird und folhe Grüdte gebauet werden, twelche auf längere Seit näbrender Mittel bedivfen, man ibn im langen oder nicht verweften Suftande antenden müffes indem. durch die Sibe, die et anfangs bei feiner Auf- {ôfung enticelt, die frübere Vegetation febr befdrdert wird, und die allmäblige Serfegung und die darauf folgende Vertwefung einen dauerbaftern Sufhuf([upply) näbrender Matetialierr gewäbren, und baburch den Madbsthum der Srüchte febe wivéfan befordern, Bo man ibn aber in und auf die Oberfläche des Dodens bringt, um Grüchte von Eutzer Dauer zu ergielen, oder die an und für fi fchnell gedeiben, fo thut man beffer, ibn'in einem mebr vertveftert 3u- flande zu gebrauchen, da er in diefem, zum Deifpiel auf Grasland, nicht nur ebener und gleich= formiger ausgebreitet merden Fann, fondern dem Seimen und Sproffen der Graspflanjen mweni- ger bindertich if, und zu gleicher Seit entweder unter oder auf dem Dobden fich fhneller twirtfam geigen fann. Auber den obigen Vortheilen des langen Miftes bat et no andere, tele von Dent DBoden, in twelchen man ibn bringt, und von der Defchaffenbeit der damit gediingten, gefüeten oder 198 Gichente Abtheilung, oder gepflangten Grudtart, abhängen, Mo man bdiefen auf foldhen fteifén, Élepartigen oder lebmigten Doden, der leicht bart und trocfen wird, Bringt, ba nübt er, indem er die Crde um den DPflangentureln offner und focerer mat, und die elaftifhen Materien fich bei der fort- twäbrenden alfmäbligen Serfebung enticeln und mit dem Doden verbindenrs: Benn man dabet Gerfte oder folches Getraide, das einen leichten und lodern Doden erfordert, und fnollige Muryelgemädfe, 3 D. Kartoffeln, melhe zum Gortfprieben vielen Raum gebrauchen, auf folhem bindenden Doden bauen will; fo iff der Ettrag dann allemal am reichlihften gemefen, wenn man bei der Bubereitung des Sandes unvermoderten Dünger oder langen Mift gebraucht bat, Uno da Bei der langfamen und alfmäbligen 3erfebung der gum Dünger benubten Mate- tialien, tvenn fie fofe unter den Doden gebracht find, weit weriger Berluft an Müûrme und folchen elaftifhen Materien, Die der Begetation fo duferft forberlih find, flatt findet, ale wenn fie in grofen Miftibaufen die verfchiedenern Proceffe der Muflofung erleiden, fo wendet man fie in diefer Mücéficht am vortheilbafteften in biefem Zuftande an, Mach bdiefem Grundfas if das Unterpflügen der frifhen vegetabilifchen Gruct in ibrem faftreichften Zujtande, guiveilen foivobht febr oconomifch als vortheilbafts befonders bei folchen leichten und trocfnen Bobenarten, die eine allmäblige Bermoderung derfelben beffer gulaffen, als tvenn man fie abgemäbet auf andre MBeife gum Dinger mat. Qn Rücéfiht auf die Beit, twann man den Dünger in oder auf den Doden bringt,_ift eg am vortheilbafteften, unmittelbar vor dem Gâen odet Pflangen dies gu thun, und im lestern Galle das Grasland dann ju überfireuen, mwenn das Gras im Begriff ift auszufptiefen. Bei einem folhen Berfabren geben die befrucbtenden Cigenfchaften folder Gubftangen am wenigften verlobren. gefheider Scbriftffeller macht baber die febr ridtige Demerfung: daf die atmosphärifche Suft, twelche mit bem Dünget in die Zwifhenrume der Crde gebradt wird, und welche auf manche MBochen, fogar Monate, den Erdboben lofe und beim Treten nadgebend madt, alfmäblig burd ifre Bereinigung mit dem Koblenftoff, eine belebende Bârme ur le6- baften Begetation in diefem Clima nidht nut entwicele, fondern auch bie unmittelbare Eryeu- gung vieler flüfigen Roblenfäure dadurdh befordere, woraus wabrfbeinlid) eine flüffige Mifhung des Galpeterftoffes mit dem MBafferftoff, die den Pflangen viel Mabrung giebt, entftebet.*) Dei dem Gebrauch des Düngers als Topdreffing ju Anfange des Früblings,: find die Vortheile cinfeuchtendz denn dies iff die bequemfte Zeit, feine nâbrenden Deftandtheile mityu- theilen und von ben Pflangentvureln einfaugen qu laffen, auch findet der im Minter durd Re- gen, Sluthen und Groft bemirfte Berluft nüblicher Deffandtheile eben fo wenig ftatt, als durd) die Sommerbiée daun die flüchtigern elaftifchen Materien nicht verdunftet terden Fonnen, Dei *) Darwin’s Phytologia. p. 251. Dungatten, 199 Bei meitem nicht fo bottheilhaft ift es, nach bem etfteñ Schnitt bas Grasland ju Mn- fange des Perbftes oder qu Ende des Commers ju bûngen, als twenn es im Anfange des Grübe linge gefhap. Sn dem lebtern Galle Fommt die gunefmende MBârme in den Sommermonaten qu Dülfe, twébrend im erftern der Machsthum des Grafes durch die eintretende Râlte des Herb- fes und der Bintergeit gurügebalten und verfpâtet iwirù,.verdirht der Dann ausges fireuete Dünger die Machmatt, da fie dem iweidenden Vieb nicht ju Muben Fommt, Miro bas Gras indeffer gum gmeitenmale: gemäbet, fo fann man bei nicht zu beifem Better, und wenn ber Dünger febr fein ift, qu folcher Beit auch immer überffreuen, Cine febr fhlehte Methode, den Dinger auf den Acer qu bringen, tadelt der Doctor Senmid:, IBenn férenger Groft den Mfer undurbdringlidh gemacbt bat, fabren einige fand- wirthe ibren MNift ab, mob gar, twenn der Mer mit Schnee bedecft ift. Go lange der Groft in dem Doden if, Fann von Dem Dünger Fein Vortheil gezogen twerden, und wenn Thaurvet- ter darauf einfällt, fo beraubt der fhmelgende Sdnee oder der Regen den Dünger feiner auf- (ôsbaren Theile. Der Doden bâlt noch lange den Groft, und Fann daber die Mûffe von der Oberffäche nicht eingiehen, und felbft wenn er durch die mildere£uft aufgethauet if, fo fann er, ba er an und für fit gembbnlid voll MBaffer bängt, nur twenig einfaugen, in Bergleich der grofen Menge, die auf feiner Oberfläche fic befindet.*) Da man bdiefes gerffôrende und nachtheilige Verfabren gleibwobl ju vertheidigen ge- fut bat, als fen es für den Garmerbequem, und erbalte den Mafen oder die Narbe, fo glaubt derfelbe Autor, daf fic doch ein Grund dafür anfübren laffe, nebmlidh der Dünger, wenn er früb im inter auf den Acer gebracht worden, fhüée die Graswurgeln gegen die Gtrenge des Groftes. ivrt fi der Berfaffer aber offenbar, denn befanntlich leiden die geobnlihen Grastwurzeln von dem férengfien Groft nicht; und andre Orâfer mürden das Düngen um diefe Sjabrsgeit eben fo twenig als den ftrengfien Groff vertragen fônnen, Vus diefen Gründen müffen die Sandwirthe dabin bemübt fepn, fo frnb als es feyn fann, im Grübjabr den gum Ueberfireuen beftimmten Dünger auf das Sand qu bringen, Dies ifba, 10 es trocfen if, leidht bemerfffelligt, 10 es aber naf und Flautfchig ift, bebient man fich eigner dayu gebauter Rarren mit breiten Evlindern ais Raädern, Mir fonnen aus Erfah- eung verfihern, daf die Mübe des Düngens um diefe Feit fi durd eine reichliche Vor= und Macmatt lobne, und überdem in beiden Gâllen eine fribgeitigere Œrndte gemäbre, als wenn man im Derbfte ober im Winter gedüngt bat, welches oft von bedeutender MBicbtigheit iff, 5) Bei *) Fenwicks Reflections on Manures. p. 23. New Cafilo. jp: à Die Auffabrung des Düngers im Frübjahr bat nur für den practifhen Landtwirth gu viel Defchtvers lies, und der JBinter ift dagegen fo febr paffend su biefer Arbeit. Desbalb if die Erfabrung, daf im SRinter ausgefabrner und gefiveucter Diünger, feIbfE twenn es auf dem Sdnee gefchichet,(nur nicht an bügez 200 Œicbente Abtheilung, Dei Se Mnivenoung des Diünger auf aferbares fomobt als auf Graslans, giebt es no einige andere Umftände, die der Acfertvirtl) gu bemerfen bat, als die Ticfe, in welcher er in den Doden gebracht werden muf, die Art und Æocife, mie Dies gefchieht, und die dabei môg- fihen Crfparungen. Da die VBermoderung der animalifhen und vegetabilifhen Materien durch den freier Qutritt der Suft und einen angemeffenen Grad von Geuchtigfeit befanntlidh Befordert wird, fo barf man ben Dünger nidt fo tief in den Boden bringen, daf diefe Vefdrderungemittel der Berfegung gebindert werden, und da der Procef burdh das Trodenmerden der Gubftangen auf- gebalten wird, fo muf man ibn der Oberfläche nicht fo nabe bringen, oder fo dünn bedecfen, baf Gonne und Mind darauf wirfen Fônnen, ebe die Grucht ju einer Pôbe, die dies verbin- dert, gedieben ift, tweil die näbrenden Theile Dadurch verftreuet und weggefübrt würben. bis vier Bolf geben die mittlere Tiefe, mwelche der SBegetation der in den Boden gebrachten Ge wäcbfe am vortheilhafteften ifts auf feihtem und mürbem Doden ftebt jebodh ju rathen, ibn tiefer als auf bindenden und säben untergupflügen. Sn jedem Galle jedoch, der Diff mag lang oder furz feon, muf er vollig bedbecft und gut untergepflügt werden, baben das tiefe Unterbringen des Miftes vertheidigen twollen, aus dem Grunde, daf elaftifhe Materien im- merbin eine Eendenz nad der Oberfläche bâtten; twenn man ibn aber in beträchtliher Tiefe un- terbringt; fo wird der Procef der Zerfebung gebemmt, oder Fann nur febr fac) und langfam von ffatten geben, fo baf für die Begetation wenig oder gar nichts ergmecft wird, MBenn man x D, bei der Drilleultur den Dünger in eine ju tiefe Meibe gebract und dif mit Erde bedecft bat, und nad einigen Monaten den Mift wieder ausgräbts; fo wird man ibn faft eben fo finden, als tûre er erft eben binein gebract. Eben daffelbe haben Gârtner bäufig bei dem Dünger, der in gu tiefe Socher getegt und mit Modde dif bedecft mar, bemerft, Golf der Dünger feine Birfung thun, fo muf er gleibfdrmig über die Oberflade ge- flveuet werden, man mag ibn unterpflügen oder als Topdreffing gebrauchen, Um fid dies zu etleihtern, bringt man den Dünger ecft in Éleine Säufhen, tweil man ibn dann gleibformiger ausbreiten ann, Juf acferbareit Sande muf der Dinger, fobald er ausgefireuet worden, fogleich unter- gepflügt oder bedecft werden; Denn verféumt man dies, fo gebt, befonders in beifer Sabrs- seit, durch die fchnelle Berdünftung viel verlobren. Man thut daber am beften, nicht mehr Dün- ger aufufabren, als man bald darauf unterbringen Fann, Dei dem Musfireuen des Topdreffingé auf bügelichten und bergicten Stellen, to ibn bas SBafler abfpülen Éann) fic) bennod) eben fo tirffam beweife, ungemein berubigend. Bas die Seuchtigfeit auspiebt, theilt fi) dem Doden mit, und Die geringe Semperatut der£uft erlaubt feine Berflichtigungs; für welhe man fi jebodh, auch bei warmez ver Sabrsgeit, der Œrfabrung nad, nicdt ju fürdten braucht, A. d. S. Dungattei, 201 auf Grasland ift es befondets vortbeilbaft, die RIdGe obet Éleinen Stüucfeit vecht zu serfhlagen, geil, je feiner der Dünger ift, er defto vollfommner angemandt und von dem Jegen an die Graswurgeln gefpült werden fann. Das Gortfpriefen des jungen Grafes findet aud um fo teniger IBiderffand, went der auggeftreuete Dung recht fein und nicht Fumpicht if. Dei der Anwendung des Düngers laft fi unfireitig dadurch ettwas erfparen, wenn man ibn mit der Gaat zugleid in den Doden, oder auf Grasland, tenn das Gras im Keimen begriffen iff, bringt, tweil dann im Gangen eine mindere Quantität ur Crreidung des Zwefs binfänglih il ie weit man diefe Erfparung ausbebnen Fonne, muf man aus Erfabrung fernen. Gin anderer 6conomifher Vortheil beftebt biebei darin, baf man den Mift in die Meileir ober Sécher bringt, wotin die Grüchte, als Erbfen, Dobnen, Robl, Rartoffeln u. f.#, wad- fem. Dei diefer Methode wird nur der tragende Piab gebüngt, tveil man den Mift bio in die Meiben legt und damit natürlid viel gefpart. Desbalb rednet ein verftorbener Schriftfteller dies. mit qu den Sauptvortheilen der Drilleultur. Er renet fo: ,,twenn man die Xeilen gtvei Guf von einander macht, und jebe Keibe fechs Bolf weits fo wird gerade der vierte Theil des Dodens mit Diünger bedec£t.“*)__ Da überdem Det Diünger bei diefem Berfahren dicht zufan- mengebalten tmwird und die Gaat oder Pflange unmittelbar darauf Fommt, fo vermuthet er, Daf feine Birfung befonders voliffändig(en. Yuch badurch lâft fich etwas erfparen, ten man ben Dünger in einen fo tenig als imôalich fon gerfeften Buftand auf folhen Boden bringt, der auf lângere Seit in einem offnen und Locfern Suftande zu erbalten if, oder qu folchen Grüchten anvendet, die eine gleihformige pautende, twenn gleich nicht gtofe, Mabrung erfordern. Bei der Anmendung biefer Methode bebâlt man die vollfommner vermoderten Dung- atten des arms gu lururidfen Begetabilien,” die einen fhnellern und veichlichern Sufhuf von näbrenden Materien bedirfe. Giebt man auf ben Bortheil, wie man eine Dungart bot der andetr gebrauct, fo bat man barauf su adten, daf, da animalifche MRaterien leichter vermodern und gerfebt werden als vegetabilifhe, und ba fie mebrentheils foldhe fhleimige und elaftifche Deftandtheile geben, twel- che dem vegetabilifchen seben im grèfern Berbältnif Nabrung verfhaffen, fole Dungarten, die entiweder gang, ober dem grèBten Æheile nach, aus ibnen Befteben, am vortheilhafteften da angemendet werden, 100 fhneler und reicbhlih nâbrender Zufhuf erfordert wird, Da auch folche vegetabilifche Subftangen, twelche guderartige, meblichte, ëlicdhte, falsihte oder fchlei- mige Deftandtheile in Menge enthalten, fi) beffer auflèfen und vermwefen, mitbin bie reich- lichfte *) Experienced Farmer. Vol. II. Erfter Teil. Ce 4 202: Gicbente Abtheilung, Dungarten, lichfte und fdnellfte Mabeung geben, tvenn man fie gum Dünger antvendet, fo verbienen biefe den bâctern und bolidhten vegetabilifhen Gubffangen, bie ibnen in bdiefer Œigenfchaft meit nachftehen, befonders in Gâllen, wo es auf fhnelle ABirfung anfommt, vorgezogen gu werden, Ueber die jivecdmaäpige und vortheilbafte Antoendung eingelner befonderer Dungarten, ift beveits fo ausfübrlid gebandelt, daf es feincs mweitern Sufabes bebarf, Acbte Abtheilung, Etodfenlegunga des Landes. DDéoteic man bei ben serfdiebenen Unterfuungen und Beobabtungen iber die Vefhaffen- beit der Segctation fi binlänglich überzeugt bat, daf das MBaffer jure Nabrung und gum ge- deiblihem MBuchfe der Pflangen mefentlih nothwendig fe, und wir diefes bei der Anwendung deffelben auf Grasland nod ausfübrliher dartbun werdens fo fieht man doch auch leicht ein, daf es in fo grofen Quantitâten vorhanden fepn, oder in und auf dem Boden fo febr jurüc£ gchalten werden fônne, ba es nidt nur für die Gemädbfe, fondern felbft für die Dervobner der Gegenden, 10 es ffille febt, Düdft nachtheilig wird, folhen Dallen liegt es dem Sand- wirth 06, ebe und bevor er einige andere Operationen zur Berbefferung des Sandes beginnt, die nadtheiligen ABirfungen der überhandnebmenden Näffe zu befcitigen, tweil obnedem alle feine übrigen Demübungen tvenig Nuben fchaffen Fônnen, Dies Fann dur Mbwäfferung oder Trofenfegung des Sandes gefcheben, ein Verfabren, deffen glüclide Beverfftelligung von einer gebôrigen Befanntfhaft mit der Gtructur der Erde, mit den verfdiedenen Scichten, aus iwelchen fie befteht, mit den relativen Graden ibrer Socer- boit oder Sübigheit den Durhlauf des MBaffers zu geftatten oder au bemmen, tie auch mit den verfchiedenen Mrten der Entftehung und Seitung des Yaffers von der Sôbe in die Ebene, grô6- tentheils abhängt. was Art und Meife die Hügel oder Crbabenbeiten, bie fi auf der Crdfugel zeigen, urfprünglidy gebifdet fins, febt man, wenn man tief in die Erde grâbt, in- dem fie aus Materialien befteht, iwelche in einer gefchichteten Ordnung liegen, und in fchiefen Nidtungen fid) neigen. dieer Shichten laffen ibrer Matur und DBefhaffenbeit na, das Baffer durchfeigerrr, täbrend andere ibm Éeinen Durgang verftatten und es auf ibrer Oberflâche erbalten, to es fi in die Miederungen drânget, bis es twieder auf undurchbdringliche Unboben fdBt und gebemmt wird, die obern Schichten, twelche offen und locer find, werden Daun von den Darunter angebäuften MDaffer zu naë gum Beadern. ind diefe felbft feifer, 3à- bec undurchbringliher Art, fo tverden fe Durd) das unter ifnen ffagnirende Iaffer ertveicht, Cez und 204 Acte Abtheilung. und die Oberffähe tir, tent gleich langfamer als im erften Galle, bod) imiterhin feucht und fumpfig. Much dies verdient bemerft ju werden, daf einige von den Schichten, aus twelchen bügelichte und bergichte Sanbffriche befteben, mit mebr Regelmäfigfeit fortgeben als andere; diejenigen, telche gunächft der Oberfläde an dem untern Tbeile folcher Sügel licgen, find meb= rentheils unterbrochen, ebe fie die bôbern Stellen evreichen, twäbrend dicjenigen, tmelche tiefer oder unteë ibnen im Doden liegen, fich in diefen erhabenen Sagen von felbff geigen.@o if die Shicht, iwelche zu Mnfange des Thals die dritte und vierte oder noch tiefer ift, auf den Gipfeln der Hügel und bergichten Erhabenheiten bie oberfie Sage. Ordnung oder Bertheilung der verfbiedenen Schichten rübrt theils von ben Lmftânden der urfprünglihen Servorragung folcher bergichten Gegenden, theils von den urfprünglidh âufern Schichten, die in Die Tbôler durch auf- fôfende Megengüfe gefpült find, und von andern Urfachen Der, twoburch die gunâchft liegende Schidt micder bio und gur Oberfläche in diefen erhabenen Gegenden tird.*) Offenbar tragen aber die bôbern Gegenden dau bei, baf die Ebenen unter ibnen naf und fumpfig werden: der nâcbtlihe Thau und überbaupt die Geuchtigfeit der Atmosphäre, bauft fic in den bôbern Gegenden in grèferer Menge an, fomobl megen der grôfern Râlte als anderer Urfachen balber, die in den Miederungen nicht ffatt finden.**) Das auf diefe Meife ergeugte after und der Regen bdringen dur die oberften lofern Materialien der Oberfläche von einer Gchicht jur andern, bis fie auf eine undurchoringliche, als der bon if, flofens nun werden fie gebemmt, und müffen längs demfelben binfliefen oder in die Sôbe fteigen, und bilden dann verfchiebene WBafferphänomene des nicdern Grundes, als fprudelnde Quellen, Borne und Quôbben, thrânende Felfen oder einen wirÉlidhen Springbrunnen, aus der Bereinigung Éleiner unter dem Poden laufender Déchlein, Daber ertlârt fih das plèblihe Berfchiwinden der Feuch- tigfeit an einigen Stellen, two das Baffer, bises verdunften fonnte, fteben blieb; fo wie die Gtârfe der Quellen im naffen Better fih mebr wie im trocnen geigt, welche, tvenn das Sand von Geuchtigfeit auf bôbern Gegenden durddrungen if, ausbrechen, und fobald die Sabrszeit trocfner iird, bis auf die niebrigften Ausflüffe aufhôren ju fliepen, Die Stûrfe der Quellen bângt gleihfalls grôftentheils von der Musdehnung der Erha- benbeit, aus iwelcher fie ibre eucbtigfeit erbalten, todurch grofe Bafferanbäufungen entftehen, Daber #) Nan fee Darwins Phytologia. p. 258. ##) Gerr Dr. Darwin bemerft im erften Theil feines botanifhen Gartens, S. 485, in der beigefügs ten Note 26, daÿ die nicdvigften Schichten der Erde auf den Hôchften Bügeln fich peigen; daÿ die Quels len von dem durch fie fliefenden nâchtlihen Tbau entffändens; bdafÿ die Derge fälter als die Ebenen twû: ten; 1) fie find in der Luft ifolirt; 2) fie baben eine ausgedebnte Slâdhe; 3) die Luft auf ben Bergen wird beim Auffteigen mechanifh verdünnt; 4) die verdünnte Luft ift ein befferer Leiter der Mârme; 5) die Gravitation der Wârme: Materie tirét dabet fo, wie 6) das Stofen der Wolfen gegen die Digel, des Nebels gegen die Dâume; die Quellen find in beifen Tagen mit falten Nâcdten fiârfer; Otrème fommen aus unterirrdiféhen Sôblen, unter dem Schnee auf dem Alpen Dervor, Grodenlegung des Landes, 205 Daber pflegen Gumpfauellen immerbin ergiebiger, als folche ju feptt, tuelche in ben erbabenern Gegenden oder an den Geiten der Anbôben ausbredhen,*) Das oben befchriebene, fit nieberfdhlagende Gemäffer auf den Gipfein der Anbôben, imacht oft durch die verfchiedenen Schichten einen beträchtlichen ABeg, ebe es unten zum Vot- féein Fommt; bâufiger fommt es in Den Mieberungen, twelche die Hôoben umgebeu, als aus den bôbet gelegenen Gegenden bervor, Die Defchaffenbeit und Sage der Schicbt, der Materialien, burd mwelche bas Baffer von den Gipfeln durchfeigert oder fic) wegiehet, bat auf den Sauf deffelben fowobl als auch auf die MBirfungen, die es in dem Doden bervorbringt, Cinflufs if diefer thonartig, von fteifen Mergel oder fonft felfiger Art, fo sieht es fi über cine grôfere@trecfe eg, als ivenn die Gidt bâufig mit lofem, locferm Material unterbrocen ift, in selchem e8 fih anbâuft und paraufwieber ur Oberfläche beraufftauet, Auf folhen thonartigen und fteifen, bichten, mergelichten, untnterbrochenen fteinig= ten Shichten, wir mebrentheils bas ABaffer von den Anbôben in die Miederungen gefübrt. Diefe Art von Soicbten erfireen fih in verfchiedence Tiefe in mebreren Gegenden febr mweit, Die thonattigen Schichten findet man vor alfen anbern. find mebr oder min der di, oft nur einige Zolle, Die datvifehen befinblihen(ocern Materialien oder Schichten, twelche reichlicher als der Rien vorbanden find, befteben gréfitentheils aus Fiefigten und felfigtenn Sande. Eteife mergelihte Schichten, Die fih der Befchaffenheit des Rlenes nâbern, wenn fie aleic guteilent aunâchft der Oberfläcdhe fi jeigeu, liegen doc gewdbulid) in beträchtlicher Tiefe unter Dem wabren Rlen und andern erdigen Schihtens man bat fie von verfiedener Didfe von act oder gebn Guf bis ju bundert angetroffen,**) Die dagwifchen liegenden Materialien water mebren- theils fandiger Jrt in verfchiedenen Graden von Pärte, fo daé fie gutveilen vollfommen art und felfenartig wurden, jeboch büufig Riffe und Brüche befamen. Die loofen, mürben, met gelichten Scichten faugen auch bas ABaffer ein und{affen es durfeigern, Mad diefem Blié auf die Befchaffenbeit und Ginrihtung der verfchieden gefchichteten Materialien, aus twelchen die Erde beftebt, und die Hrt, wie auf den bôbern Gegenden das MBaffer ergeugt wird, ergiebt fi, baf die niedern Gründe der Ueberladung mit Geuchtigfeit untertworfen find, und daf fle nach Befchaffenbeit des Dodens, der Sage und der Materialien, wodurch das Baffer aufgebal- ten tiro, fumpfig und moraftig werden. ft das Sand Boch genug, um eine Menge iberflüffi- gen Baffers fnell ablaufen ju laffen, oder befteht Der Doden aus einer gleichformigen fandi- gen, #) Man fehe Johnftons Account of Elkingtons Mode of Draining Land. p. 15: #X) Man fee Darwins Fhytologia. p. 259, i06| Adte Abtbcilung,| gen, fiefigten, nhunterbrodnén Tertue, um das MBaffer(ejiht ourhynlaffen, fo fanit bas auf denfelben fommende Maffer Feinen Sdhaden thun, da es gânylih abgeleitet werden Éann. Mo aber der Doden mebrentheils flach if und Feine Crhabeubeit über ben Mafferffande bat, tvo- dur Ueberladung von Geuchtigfeit im unfhädlidh wird; und wo der Untergrund aus folden pue Materialien beftebt, die die überflüfige Feuchtigfeit an fi balten, da ift er zu fehr dem Mad hi(4. theil des ffagnirenden MBaffers ausgefeft, und eë werden natürlidher YDeife fünftlihe Mittel er- 21 fordert, ibn abzuwäffern, um fovobl gute Korn- als Graserndte ju geben. Enbdlid fo leider h die Tbalgründe und andere niedere Oerter, fo tie Die ebenen Sandffrihe an den Seiten und Hal Ufern grofer Slüffe und der Oee, vermôge ibrer Sage und da ffe groftentheils aus locern, in fhwammichten Materialien beftebu, bdie fi dut die Vermoderung mebrerer grober Vegetabi- et lien ergeugen, oder in geraumer 3eit von ben Sügeln und bervorragenden Stellen in die Ebe- nen niebergefpüblt und verfiedentlidh aufgehäuft find, burcdh das Cinfaugen und Surüchalten des in oder über fie fliefenden Maffers, gar febr, fie dadurd) fumpfigt und mora- flig tverden, a CR Less-5 ner Me ho> SC ox Dicfem zu Folge muf mai, aufer einer gebôrigen Befauntfchaft mit den mancherlet Erofhidhten und ibren Richtungen, gum gmeæmäbigen Verfabren bei der Abiwväfferung ein be- fonderes Mugenmerf nidt nur-auf die befondere Sage des Dodens oder was man gemôbnlidh das Miveau nennt, fondern auch auf die Befchaffenbeit, Vertheilung und Tiefe derjenigen Mate tialien haben, tweldhe den Doben oder die oberflächlichften Theile deffelben ausmachen, da von jeder diefer Berfchiedenbeiten,. die aus dem darin befindlihen YBaffer entfpringenden MBirfuns gen abbüngen. So verfhieben diefe Bivfungen immerbin fenn mogen, in fo ferne fie fich auf den Acfer- j batr und die Abwäfferung bezieben, fo bängen fie doc) im Mflgemeinen von folgenden gtwei Ur- Mi fachen ab; einmal von bem MBaffer, bas auf die fhon angegebene Mrt und MBeife von den Hd« ben durch die focfern Schichten in die Ebenen dringt, und gmeitens von bem Regen oder andern j QBaffer, das auf der Oberflñche, bei der mafferbaltenden Befchaffenbeit des Bodens und feiner di cigenthämlichen Sage, ftagnirt. Die eigenthümlihe Näffe verfchiedener Oegenden rübrt grôb- in tentheils von der erftern Urfache, Die Lou Oberfläche des bindenden, säben, Flenactigen Do- || À dens, von der lebtern Der, | 1] Mach ben bereits erlangten Cinfihten über die Befchaffenbeit und Bifoung der verfchic- || denen Grdfichten und der Mrt, wie das Baffer durd und givifhen denfelben fi berabziebt, pal Quelfen, Morûfte und Sümpfe bildet, und badurdh den Mer gur Dearbeitung zu naf macbt, || if die fierfte, befte und fnellffe Methode der Abwäfferung diefe, daf man den Bug des M IBaffers oder der Quelle abfängt, und fo die Urfache der Mûe gûnlid aufhebt, Dies lâft | (ait fi, twenn bie Tiefe der oberfldhlihen Sbidt, melhe man burd einen IBafferbobrer febr [IE A feicht Œrodenlegung des Landes, 207 {eicht ausfindig mat, mithin die Quelle, nicht grof if, wobl machen, indem man borigon- tale Mbgüge queer durch die Abbänge der Hügel anlegt, da wo die niebern Gründe des Thals beginnen, und fie mitandern Mbjugsgraben oder feitungen in der Mäbe verbindet, Und da die Shichten, gmifchen twelhen das WBaffer berzieht, um Quellen zu bilden, eine Gbnlicdhe Meigung mit der Oberfläche des erhabenen Grundes haben, fo müffen die Dobrldcher der Hb- aüge nicht gerade nieder, fondern perpendiculär mit der Oberfläche der Crhabenbeit gemacht werden, ba auf diefe SBeife die Schidht, auf wcelcher das Baffer beryicht, fchneller aufgegra- ben und das WPraffer abgezogen wird,*) oder tenn fih die Quelle felbft einen Ausfluf gemacht bat, Darf man diefen nur weiter und tiefer machen, um dem MBaffer einen freiern Sauf zu vet- fhaffen und ibm dann einen folchen AMbjug geben, paÿ es tiefer als die lâche des Dodens falle, um nicht darauf oder darüber zu fliefen, Bo aber die Quellen bei der groben Die der Oberfchicht fo tief unter der Oberflache fiegen, daf fie derfelben alljugro$e Geuchtigfeit durch) unmerflihes Durchfchtvigen geben, aber feinen freien Abfluf haben, und wo ein Mbjug nidt fo tief angelegt werden fann, fer es der often odet des tiefen Miveaus balber, fo müffen nad) der eben augewiefenen Art Graben ge- macht werden.@odann durbobrt man den DBoden darunter vermittelft eines bobrenden Gu- flruments betradtlidh tiefer, um die Quelle zu erreichen und durch diefes offene, fidh von felbft ertveiternde Mobrlodh, dem unten gefammleten Maffer einen freien Sauf zu verfchaffens; ein Berfabren, twelches fon lange von Dr. Anderfon angerathen, und feitèem von Herr Elfington in vôllige und genauere Anwendung gebracht worden if, Mo fich dies vollfommen betverfftelligen laft, Da macht man fo viel Sôcher, daf das eingefchloffene MBaffer bequem in die Abjüge und fo in die damit verbundenen Graben fommen fann, um fid mit den Glüffen der Machbarfchaft zu vereinigens in bdiefen Hâllen fommt das Baffer ungebindert in die Mbjñge, einige Fu unterhalb des Bodens, und fann nun der(0 viel bôber liegenden Glâche nidt nachtheilig terden,**) Unter folchen Umftänden pflegt nach dem Dobren das Mafer mit Heftigfeit bervor;u- fprudeln, und eine Menge Sand oder andre Subftangen bervorzutreiben und die Soôcher ju ver- flopfen, daber muf man zur Verbütung diefes, den Dobrer ôfter gebrauchen, Ein auffallen- des Beifpiel wird in den Philofophical Tranfactions erxäblt, two bei dem Graben eines Drunnen von vier Gus Beite und 256 Gub Liefe, als man einige Guf tiefer mit einem fünf- sblligen Bobrer bobrte, von der Seftigfeit des Baffers fo viel Sand hervorgedrängt wurde, daë er den gangen Brunnen füllte, und nachdem man mit Cimern den naffen Sand weggefchafft batte, das YWaffer über die Oberflñche 46 Galfonen(184 Quart) in einer Minute abflof. oc #) Wan febe Darwins Phytologia. p. 26e. ##) Man febe Johnftons Account of Elkingtons Mode of Draining Land. p. 17. 208 Achte Abtheilung. Mod giebt es getviffe Sanbflee, wo bie oberfte Shicdht fo auferorbentlid bi iff, bag man fie nicht leicht burdhbringen fann, oder two die Quellen grwifdhen der Dritten und vierten Schicht der Materialien, mwelche die Mbhänge der Sügel bilden, liegen, und two desbal Feine ie Hbfangung des WBaffers moglich ift. mie Qn folhen Fâllen muf man fid) der gemôbnliden Yrt, eine grofe Menge son Hbygen, | fünf, fes und mebrere uf tief, queer durch die fumpfigen und motaftigen Gründe zu machen, bedienen, und diefe mieder mit anderen Graben durchfhneiden, Auf diefe Beife wird ein gro- fer Tbeil der nacdtheiligen hbermäpigen Geuchtigfeit gefammlet und teggefübrt, toenn gleid nicht fo vollfommen als wenn man bie Quelle ganz abgegraben hâte.*) | Da man suweilen findet, baf das ABaffer von den Hôben in die Ebenen nicht febr tief auf dünne Tbonfchichten unter der Oberffâche geleitet twird, unter weldjen fi Sand, fieinige oder andere locere und brüchige Schichten in betrâchtliher Œiefe befindens fo Éann man das fângs diefer Dünnen Schichten fliefende MBaffer, dadurch, Da man fie an mebreren Gtellen durbobrt, in Die offnen unter denfelben liegenden locern Materialien feiten, und die Obetz nt LM ee ve es rm SR— LS fil fiche des Dodens wird auf foldhe Beife vollfommen trocfen gelegt,**)| 27[a; ni| LL| {il*) Darwins Phytologia. p. 263.| 4 xx) Der Berfaffer der Phptologie bemerft, nadbem er gepeigt, tie sufolge der MNannichfaltigéeit der 1 | A|| Hidtung, welhe die Evdfchicten baben, Quellen in irgend einem ettwas ethobenen Grunde nur auf | Fll einer@eite des Berges angetroffen werden, twébrend fie an andern Otellen auf alfen Geiten fidh finden, al bag man bei Auffuung berfelben wobl Act auf die Meigung geben müûffe, tvelche die Œrdfchichten in 6| i| der Gegend des Landes baben, twelches fidh in den Mergel: und Riesgruben, fo mie in den Sobliwegen | bemerfen tâft. Gemôbnlih, glaubt er, finden fie fi oberbalb ciner feuchten, moraftigen Œbene oder | Thal, devei Geuchtigfeit auf Quellen in den Schichten an der Seite des Derges Dindeutet, und eine LUN gweite Bemerfung Laffe fi in biefer Abficht an neblidhten Abenden machen, indem die Otellen des Dos dens, tuo ber Mebet anfängt, feuchter alé bic anbern in der Näbe und in gleider lâche find, folslich, if went es Éeine boble Bains find, Quellen nabe an der Oberflñche baben: denn da diefe feuchtern Theile | deg Dodens wäbrend des Tages fâvéer ausgedünftet haben, fo find fle an ibrer Oberfläche fâlter als | die trocenen@tellen barneben; an den nebelichten Abenden, tele ju gleicher Beit ffilf find, ift die fiber biefe feuchte Stellen ftilleftebende Quft mit mebrerer verdunffeter Seuchtigéeit gefchiängert; und aus biefen beiden Gründen geigen die feuchten Gegenden tweit eber eine BerdiŒung der Luftoünfte als die ans sern Stellen in glciher Slûche. Da nun die Berge in Berhältni ibrer Hôbe immer Éülter twerden, fo fangen die Abendnebel auf ifnen eber an, als in den Thälern, aber auch hier fieht man fie guerft auf den feuchtern Stellen, fo wie in den Shâlern und den Ebenen. Dicfe peigen daber das Dafepn der Ouellen an, fais nicht boble Bafferbehältniffe fi finden, die den Beobachter, twenn et nidt barauf acbtet, inallen Gegenden täufchen fünnen. Œine noch andere Beobadtung jur Entdeung der Quellen, foif die an den Morgen jeun, ba es geveift bat: denn da bie feuchte Œrbe ein befferer Warmeleiter als | die troŒne ift, fo fhmilgt der Meif weit eber an den buvd Quellen feucht erbaltenen@tellen des Bo: | eng, ba die gemôbnlihe Bâvme der Œrde, welche in biefer Gegend 48 Grad Sabrenbeit ift, an ben | feucten Orten eher in die Dôbe dringt, um den Reif auf der Oberflache aufsulôfen. Daber fiebt man den Reif an falten JNorgen, iwenn die SBävme der Luft nidt über 32 Grad betrâgt, eine Stunbde[ans | get auf den frocénen Mififladen, Brücden, Dolyplanfen, alé auf dem gewôbnlih feuchten Grunde lies gen, da der feptere Die gewôbnlihe Arme der Erde Dem auf ibr liegenden eif beflec sufbrt. Da nur Trodenlegung des Landes, 209 Yn Lolhen Sanbfiriden, two fi Morûfte und dergleihen in folhen nicdrigen und Hob- len- Stellen, welche beträchtlih unterbalb dem Dette der benachbarten lüfe find, befinden fônnew, Ddiefe in manchen Fâllen trocen gelegt werden, indem man das MBaffer auf den bôbern Gründen, von welchen es in fie berabflieft, vermittelft tiefer Abyüge an den Seiten folher Si- ael und bervorragenden Stellen, auffâängt, und nachdem man es in denfelben gefammlet bat, our MRôbren oder andre Erfinoungen in erforderlih bober lâche über das naffe Sand megleitets oder two das ABaffer, mwelches Schaden thut, vermittelft in den Boden felbft angelegter Abzüge gefammlet und dur Mafchinerie in die Pôbe getrieben und fo von dem£ande entfernt twivd, Die Abiwäerung folder ausgedehnten Sandfirihe, bdie in manden Gegenden fo febe tunter der Meercsflâche liegen, gebôrt nur für den Staat und gefchieht vermittelft dagu errichte- ter Schleufen, um das Cindringen des©chlamms qu verbüten, durd YBinomüblen und an- dere foftbare Mafchinerie das ftehende Baffer in die Pôbe ju treiben, Ein philofopbifher Schriftfteller macht die febr ritige Demerfung, bdaf e8 ein febr verbienfiliches und der Mufmerffamfeit der Negierung würdiges Bert zur Vermebrung der Nab- rung, mithin der Devôlferung und Vobifarth des Sandes fepn würde, gewiffe Mafchinenmei- ffer mit Arbeitern in folcher Anzabl anguffellen, wwelche jeden moraftigen Difirict mit Graben umgäben, die unter der Glûche des Schlammes liegen, wie die Demäbrungen von Sincofnfhire und Cambridgefbire.@olche Graben mübten an dem Gufe anliegender Erbabenbeiten gleid Gufeln in einem See liegen, um die Geitenquellen und Sandfluthen aufjunebmen, und das fo gefammlete Maffer über die lâche des Moraftes in den Ocean zu fübren, Die Nâffe in der Oberflâche des Sandes, ele von der bindenden twafferbaltenden De- faffenbeit der Matcrialien und den befondern Umftânden ibrer age Derrübrt, lâft fit mebren- theils nun bie Märme der gemôbnlihen Quellen in bicfem Lande 48 Grad betrâgt, fo ift ba, two fie find, der Neif fhneller aufgelôft, als von der ftagnirenden Geuchtigfeit der Sümpfe und Moräfte. lnd da die Quellen um Duyton und Matlof zu Bath und Driffol no wäârmer, tie die gewôbnlichen Quellen find, fo Dült er cs für febr twabrfcheintih, bdaf, two bicfe Gemäfler der Oberflähe des Bodens fih näébern, fe tweit eber den Reif an den falten Morgen auflôfen; iwelches wabrfcheinlih au in den Ge: genden ju bemerfen ift, die bôber liegen als tvo fie entfpringen; indem fie gtwifchen den innern chics ten diefer Dügel, unter dem Gipfcl, wo fie fih fammilen, von dem Dampfe des in grofen Tiefen der Œrde fivdbenden YBaffers, nicderriefeln, meer aus den Selfenflüften, die fi bei ibrer urfprünglichen Erbebung bildeten, empor ffeigt. Er Demerft ferner, daf man ben Urfprung ber Quellen, in den Bintermonaten burdh bas Das feun von MBafferpflangen in feuchten Graben, als Baflerfref, Wafermert, Bachbungen, leicht ent decfen ann, da in den Gräben, iwelche im Sommet austroŒnen, diefe Dflangen fi nicht finden, und avenn diefe Graben mit den in ibnen befindlichen Quellen, beinabe trocfen find, fo[âft fi bald ent: decfen, twober fie sunäcbft gefloffen find, tmenn man auf die Richtung der Viâtterfpigen diefer Mallet: bflangen mertt, tvelche fo suverläffig als eine WBafferwage find; eine Deobahtung, iwelche er von Derrn Drindley, den grofen Canalfübrer von Staffordfbire, gelernt bat. Erfter Theil, Do PR RE 5 210 Achte Abtheilung. theils burd boble Seitungen in der Oberflähe, die mit Einfiht, vermittelff eines Spabens oder DPfluges, gemacht, und two das Sand unter dem Orasfofiem liegt, darauf mit gmeÆmäbigen Materialien ausgefülit find, entfernen. Dei bem fande, twelches in der Deacferung if, et- reiht man bies auf biefelbe Weife und durd gebdrige Cintihtung der Erbôbungen und Surchen, Qun qu den practifhen Verfabren in jedem eingelnen Halle, Methoden, fumpfiges Land troden 4u legen.” $iebei fommen mancherlei Umftände in Betradt, und da bruchiges und fumpfiges Sand in Diefem Suftande Éeinen vortheilbaften Œrtrag auf irgend eine Weife gemäbrt, fo ift die Trof- Fenfegung deffelben dem Mgronomen âuferft michtig, Ein practifher Schriftfteller befafñt diefe naffen Gründe und die Mrten ibrer Abwaäfferung in drei Claffen: die erfte enthält folhe, deren Quelfen aus den anfiegenden Anbôben in einer regulären Sinie fângs der bôbern Seite der naf= fen Oberflñdhe entfpringens die gweite, two gablreiche Ouellen in Feiner regulärer Nidtungs- linie alfenthalben atrs der gangen Oberfläche bervorbrechen und bebende Oudbben in jeder Nid- tung mit einem elaftifhen Gefübl unter dent Sub, bilden, fo daf das leichtefte Thier nicht obne Gefahe *) SG beforge, baÿ biefe gange Abbanbdlung dem grôfiten Theile der Lefer unverftanblich feyn terde, wenn fie nidt zuvor meine Abbandlung über bdicfe Materie im smweiten Theile meiner englifchen Land: wirthfchaft, verbunden mit der Sobnftonfhen Abbhandlung über das AustroŒnen der Simpfe, vom Grafen von Dodetwils Mberfest,(Berlin 1790.), gelefen oder vielmebr ftubdirt haben. Sâtten fie Dies aber gethan, fo twürde bas, mas Dier darüber gefagt wird, ibnen siemlih nberflüffig fepn. Jus deffen fann eine andere Anficht die Sache bin und mwicder deutliher machen, und desbalb babe ich-diefe Abbandlung nicht ausfireidhen twollen. Da die Sache Dier fo undeutlih féheint, licgt fcinestveges an dem Ueberfeser, der nidt anders als wôrtlid Überfesen fonnte, und bdies redlih-gethan bat; fonbdern theils in der Schivierigéeit der Sache felbft, theils darin, daÿ der Berfaffer Écinen Élaren Begriff von dem batte, was Sobnftone und Anbderfon, als aug weldhem er alles bernimmt, darüber gefagt baben, und wicberum Sobnftone den blof practifhen und empivifhen ŒlFington nicht vôllig vetffand. Det Ueberfeger bat hier twie an mebreven Otellen des Ducs, matters burd Materias lien überfest, unter tweldyen Ausdru£ die Erd-: und Btcinarten, welche die durchlaffenden und un: durdlaffenden Schichten in der Erde bilden, Dier oft im Algemeinen verftanben werden. Die Mebrs ften denfen fidh unter Materialien etivas durch Sleif su einem geiviffen SweË Derbeigefchafftes: ivestwegen ich diefes Dier nur bemerfe. llebrigens find in dem Originale diefes Werfs faft die fämmtlichen Rupfer, aus bem Sobnftone nachgeftodhen, beigefügt tworden, obne baf doc im Tert auf die befonderen Abbildungen irgend Nüficht genommen worden, vielmebhe nur die SGobnffonfchen citiret find. Diefen SRupfern war bann nur cine Hôdft mangelbafte ErÉlärung befonders beigefügt. Da wir nun die Gobn: ftonfdhen Rupfer weit beffer bey der Dodewvilfchen Ueberfesung, von Serrn Sû€ geffohen, befisen; fo babe id) vatben müffen, einen abermaligen Machftidh mwegzulaffen, wobdburd das Bud gli um etlihe Rtblr. theuver geworden mwâre. Seber, den die Materie von der Abwäflerung interefirt, bes fist das Sobnfionfhe MBerf oder muÿ es fic anfdhaffen, 2 D,| Œrodentequng des Landes, 211 Gefabe darauf treten Fan, und Die fih dur einen üppigen Oraswuds um ibnen Der aus- geidnen: die dvitte begreift diejenige Art des naffen Sandes von bervorfprudelnden Quellen, twel- ces tweder von fehe grofen Umfang ift, nocb aud von fo torfiger Matur als die andern beiden, und dem die Denennung Sumpf nur in fo ferne gufommt, als die Mrt der Erocfenlegung die- felbe if.*) IBer die Mbwafferung folches Sandes vornebmen till, muf mit den Scbichten, aus wel- chen die bôbern Gründe beftehen, und ibrem Sufammenhang mit dem trocfen ju legenden£ande genau befannt fepn, Daju gelangt er ours Mivelliren und forgfältige Beadtung des bereite darüber Gefagten, fo mie durch Unterfuchung der Flubbetten, der Danfrüen, welche durcb- broden torden, und folcher Grubenfteinbrüche, die in der Mäbe des Sandes gegraben worden, Dinfen, Ctlernbüfhe und andere grobe Mafferpflangen dienen in einigen Fâllén als Angetger in diefem Gefhäft, jedod nicht alljugetif, ba fie ohne eine sorhandene Quelle durch ffagnirendes Megentvaffer auf der Oberfläche fih auch anfinden,**) Do 2 Da, *) an fefe Johnfiones Account of Elkingtons Mode of Draining Land. p. 19. ##) Mr. Jobnfton bemerft in feiner intereffanten practifhen Œrgâblung, von des Mr. Elfing: tons Abwäflerungemethode, daf, nacdem man die Hauptquelle und die brigen aus ibr entffehenden auéfindig gemacht, das vornebmfte bei diefem Gefhäft dann fey, an einer oder an beiden Ociten der- felben eine Linie von demfelben Niveau su erbalten. Dies gefhieht durs Nivelliren oder durd die fogenannte Baflerivage, damit man mweif, tweldh ein Fall des Baffers von dem Abyuge bis sum néch- ffen Ausfluffe ju erbalten if, wobei die Éleinfte Œntfernung, vorausgefest, da fie binfänglichen Sail bat, die befte bleibt. Oft muf man eine teit grôfere Strefe nivelliren, als die Lânge des erforderlihen Abyuges; denn twann bas Niveau oder der YWafferffand der gangen Linie befannt, und die Defcaffenhett des Grundes gebôrig unterfuct ift, fo Éônnen furze Abgüge in der Linie, mit nicht ausgegrabenen©tellen, dagtvifchen gemacdt werden, und es ift dies eben fo gut, als bâtte der Mbyug die gange Länge, au find bie Roften beträchtlid geringer. Œine andere Art von WBaffertwage befchreibt Dr. Edwards unter den Namen der America: nifhen.»@ie beftebet, fagt er, aus gmei Stüden bdinnen Solges von gleicher Lânge, oben ju: fammengefugt und unten mit einem Queerbolge verbunden. Aus dem Minfel des obern Tbeils Hângt ein bleiernes Loth an einem dünnen Faden, mwelches, wenn bas Suffrument auf feinen beiden Schenfeln twagerecht fteht, in der Mitte des Quecrholzes in die das Centrum begcidhnende Rinne falle. Dic einfache Anwendung diefes Snffruments iff diefe:@tofe, an der Otelle, von io aus das Niveau genommen werden foll, einen bôlgernen Dflof gang bincin, tworauf einer von den Schenfein des Geftells ju vuben fômmt; bann drebe den andern@chenfel berum, bis ev den Grund berübrt, ftofe einen gtweiten Dflof ein und nivellire den Maum siwifchen beiden. Deim Sortfchreiten bringe den Sohente! des Geltells auf den smeiten Blot, drebe ibn vund, und wo er den Doden berübrt fchlage einen Dritten ein, und fofort an, bis die gange Linie nivellirt if.», So findet man mit meniger MRuübe, und mit mehr Genauigfeit, als mit der beften Baflermage, ben Lauf des Abjuges. Da bdicfer aber fo viel Abfhüigteit haben muf, daf das YBaffer ungebindert fortlaufe, fo ift erforderlidh, beim Ni: vefliven die Nichtungslinie barnach einguridten: ein balber Zolf in der Lânge des Geftells wird fon Binveichend feyn.“ einer Angabl Bôlgerner PAôce ift es qut, twenn man einen eifernen Doljen bat, der auf den@eiten von oben berab in Solle und balbe Solle abgetheilt iff. MNachdem man den evften 212 Adte Abtbeilung, Da, to die undurchlaffende Shiht, twelche unmittelbar unter der durchlaffenden lieat, cine queere Michtung durch einen Sügel oder Erdbanf bat, wird die Oberfläche des Sandes un- ter dem Diveau gemwobnlidh fhwammigt, naf und an jeder Seite mit Vinfen bervachfen fenn; täbrend die bôbere Gcite von dem Miveau irgend eines Theils umber febr geringe abweicbt. In diefem oft vorfommenden Falle Fann eine an der einen Gite des Hügels oder des bervot- ragenben Grundes angebrachte$eitung die Mâffe von beiden Seiten entfernen, wie man in der Mbbiloung feben Fann,*) Benn aber die undurdhlaffende Sage fi an der einen Seite mebr als an der andern fenft, fo muf das MBaffer na der mehr abbängenden Seite der Schicht geleitet merdens die Birfung wird fepn, baf bie eine Seite des hervorragenden Grundes naf und fhroammigt iff, wabrend die andere vôllig trocen if,**) Dei der Abmwäfferung des Sandes Fômmt es bann barauf an, zu tviffen, an iwelchen Gtellen das Baffer qur Oberflâche dringts 06 mebr als eine Sauptquelle vorbanden, welche ben andern Musflüffen Mabrung giebt. MBenn nebmlid an einem Mbbange mebrere Quellen unter verfdiedenem Niveau nach Verbältnif der Fabrszeit entfpringen, und wäâbrend die ober- fien ausgetrocnet find die untern noch fliefen, fo ift dies ein allgemeines Renngcihen, daf fe untereinander in Serbindung ftehen und von einer Sauptauelle entfpringen. Die Bafferleitung mu$ daber in dem Miveau einer der niedrigften angebracht werden, fo trocfnen die übrigen von felbft aus, man aber, wie das wobl béufig gefheben ift, in der Sinie der oberften die feitung anlegen, fo nâbme man blof das obere Baffer meg, und die Hauptquelle würde unter dem Niveau der Seitung das Sand um fo naffer balten und fi dur Musflüffe unterwärts noch mebr entladen, Dei diefer verfebrten Methode bebarrte man, bis Mr. Clfington fie als folche barfiellte, und man nun gendthigt war, an dem cigentlihen Gufe des Mbbanges in ver- fchiedbenen Entfernungen Seitungen ju machen, die grôftentheils mit lofen Steinen ausgefülit wurden, und blof das MBaffer von der Oberflâche ableiteten, obne die Quelle wirélih zu erreichen, Go lange diefe ungebindert das Baffer laufen faffen Fônnen, legen fie das Sand trocf- ner, fo balb fe fic) aber dur Sand und andere Daterialien verffopfen, fo machen fie das Sand noch tobl nüffer als e8 tar, Schtverer erffen bôlyernen Dfloc da eingeftofen bat, von to an man bie Bafferleitung machen till, und der eine Gchentel des Geftells darauf rubt, fo drebt man den gmeiten, um damit den evften qu nivelliren; bdann fôBt man den cifernen Bolgen ein, da diefer Schentel des Geffellé darauf tuben fünne, twäbrend man nivellirt, darauf ffôft man einen bôlgernen Dflocf einen balben 3olf tiefer als den cifernen, und fäbrt fo die gange Linie fout. *) Man fche Johnfton on Draining Land, p. 83.#*) Idem. p. 23. Œvrodenlegung des Landes, 213 Giverer wird es immerbin ein Sand gum gmweiten mal troen ju legen, toegen der al- ten Seitungen und der grofern Schivierigfeit, die Sauptauclle ausfindig ju machen, Quiveilen trifft es fih aber auch, daf bie bôchften Quelfen die flâréften Ausflüffe, und Hauptauellen und die niedern Quellen bio Musflüfe des überfluthenden Baffers in einer tiefern Sage find. Diefer Umftand mu vorher mwobf aufs Reine gébracht fepn, ebe man bie Rich tungen der Seitungen abmerft, QG den Géllen, vo die Banf oder der Dervorragende Grund eine irregulére Gorm bat und bei der aufrecten Sage oder Stärfe des WBaffer niebergetrieben ift, muf man die Mbrväffe- rungsfeitungen an den Seiten des Mbbanges in einen bôbern Niveau, als da, wo die Nâffe fich zeigt, auf feftem unveränderten Sande anlegens fo wird das TBaffer der Quelle abgegraben und der Doden vollfommen trocen gelegts dies würde aber der Gall nicht feyn, wenn die£eitung auf der Sinie der fofen Materialien nicdriger, als wo das IBaffer abflieft, angelegt mûre, welches den Merfmeifter bei den Seitungsrinnen, tele das MBaffer aus dem Queergraben auf dent Miveau der Quelle zu den Abyügen fübren, gar leicht verfübren ann. Kômmt aber die Haupt- quelle aus einer fenfrechten oder fteilen Danf, in grofer Sôbe über das Miveau des Mbfluffes, two fie fih vermittelft Abyüge entlabet, fo ift e8 nicht nôthig, einen tiefen Oraben oder eine vet= decte Seitung zu machen, da bei bem fteilen Gall des Baffers die feitungen entiweder untergra- ben, durdbrochen oder verftopft werden: in folchen£agen, bemerft Sert Sobnftone, iftes immer am beften, gerade fo iweit unten am Mbbange mit dem Graben angufangen, bdaf die Sei- tung fechs ober fieben Su unter dem Niveau der Quelle oder in folher Tiefe angelegt merde, die das YBaffer zu einem folhen Miveau niederleite, daB das MBaffer nicht zur Oberfläche dringen oder dem nâchftliegenden Sande fchäblich tverden Fônne, Der übrige Theil der£eitung darf dann nicht tief feon und Fann in manchen Gâllen unbedecft gelaffen werden: jedod) muf fie gegen das Treten des Viebes und gegen den Pflug gefihert werden, und dann ift, tenn man fie verdecft, eine Ziefe von ettoa gmei Qu hinreichend. Bei folchen Éeitungen bedarf man des Bobrers an feiner Stelle, Säft fih die Sinie der Quelle nicht gut auffinden, mithin aud die der Queerlei- tung(crofs drain} nidt, fo trifft man fie gewôbnlih, tvenn man den Mbjugsgraben zur SBegleitung des Baffers auffübrt. Cobald der MBerFmeifter fie entdecft, Ddarf er nicht weiter gehen, fondern muf fogleid) die Queerleitung auf dem fo entdecften Niveau, in folher Entfer- nung von jeder eite des Schidht-Endes(tail), welche das Maffer enthâlt, anlegen, als die Defchaffenbeit des Sandes, in Ricficht auf age und andere Umffnde, es erfordert. Bo nun bei der Anlegung der Queerleitung die Durdh die Bafferwage angezeigte Sinie an einigen Stellen unterhalb der Quelle fâllt, und two beim Bobren in biefer Kichtung das Waffer nicht erfolgt, fo muf man Eurze Seitungen in gleicher Tiefe mit der Queerleitung dichte bis auf den Urfprung der Quelle machen 3 ift die Seitung unterbalb der Sinie der Quelle gemacbt, fo ift die Moôgliheit, fle EC > ——— 214 Acte Abtheilung. fie mit dem Bobrer ju erreichen, verlobren, und man Fann, ba die Unterfage Rey ift, nidts mit dem Vobrer ausridtens ift fe oberbalb ber Sinie, fo muf man tiefer graben und bobren, um fie zu erreichen, weil der Grund gemwobnlid an der Gtelle bôber ift; überdem Fann die un- terbalé der Seitung befindlidhe locfere Gchicht eine Menge Baffer enthalten, die das Sand naf mat, und mwelche man febr leicht gmifhen den Dobrldhern unter dem Graben niederleiten und tiefer ausbrechen faffen Fann, Yn folhen Sagen, 100 der Umfang eines Gumpfes in einem Tbal, gmifchen stwei VBan- fen oder Erbabenbeiten, fo eng und befchränft if, daf die Gels- oder Sanblage oder andere Materialien, twelche das Maffer enthalten, unter dem les in einer von dem Dobrer gu erret- chenden Tiefe fic vereinigen, fo Graucht man felten mebr als einen Graben in der Mitte mit bâufig durbobrten£üchern, Denn obgleidh die Quellen, welche in diefen Fâllen eine nad= theilige Nâffe bervorbringen, auf den erbabenen Stellen jeder Seite ausbrechen und mebren- theils in der Mâbe deffelbigen Miveaus, fo findet fih dod bas Bebältnif, aus welhem fie Der- vorgehen, in der Diitte des Ebals, went man mit dem Bobrer dur die Ehonfchicht dringt, iwelhe das Baffer in die Hôbe drângt und an der Crhôbung umber ausfliefen tâft, wo fie fi mit dem Dôbern locfern Grunde vereinigt. Durd) eine Seitung in der tieffen Stelle des Do- Sens und our die focfere iwafferhaltende Schiht, in welde man bineingebohrt Hat, bemerft man, daf mwenn der Graben oder die feitung fo viel tiefer als der gemôbnliche Ausfluf der Quelle if, Der Druc des Maffers über bas Miveau, welches der Doden der Seitung iff, bas untet- balb deffelben befindlihe ABaffer durch die Dobrlôder in die Hôbe drângt, und es oft, twenn gleich fon eine Menge ABaffer ausgelcert if, über das Miveau feines natürlichen Ausfluffes fieigt. Die Mirfung Davon if diefe, daf, da das Maffer auf diefe MBeife einen freiern Mus- fauf erbalten bat, es feine vorigen Oeffnungen nun gânjlidh verléft, und durd) das Ueberfliefen aus biefen, dem Doben nicht mehr nadtheilig tir, ber niedriger gelegt worden.*) Qn Morûften und Simpfen von grôfern Umfange und die febr naf find, müffen andere Mbyüge als folhe, Die von den Quellen wegleiteu, gemacht mwerdens denn mwenn man gleich die bobern Quellen, 1velche vornebmlich die Naffe bewvirfen, auffânat, fo giebt e8 noch tiefere been von Sand, Ries oder andern lofern Materiaiien, von twelchen das Waffer gleihfal(s mu abgezogen twerben. diefer Art Füllen müffen die Craben fo gemacht werden, daf fie, svenn es eingebâägtes Sand iff, baburd geben, und das barin gefammicte Baffer fomobl als das in den Vertiefungen und Sochern der Oberflâche des£andes fi befindlihe, mwegnebmen,**) Qn dem eben erwäbnten practifchen Berfe wird ferner angemerfr, daf e8 an manchen Stellen febr #) Johnfione’s Account of Elkingtons Mode of Draining Land. p. 26. #*) Ibid. p. 29: Œrodenlequng des Landes, 215 febr orofe Sanbftriche gâbe, bie auf folche Meife naë und mit Dinfen und fhledhten Pfangen bedecft werden, af ibnen iveber mit offnen noch verdecdten Mbjügen gebolfen werden Fônne, fo sabiteich fie auch fenn môgen.: olche Sanbftrihe nennt nian bâufig Solmen, fie liegen mebrentheils an den Seiten folcher Slüffe und Bâche, twelche and, Sies und andere locfere Materialien abfeen, mwodurd ein Sand gebildet wird, melches das YBaffer bis gum Niveau der niebrigften Ranâle durhlâft, und es in-einem fo naffen und feuchten Suftande erbült, da es nur Dinfen und andre fhlecdhte Baferpflangen bervor bringt; und tvird unter diefen Umftänden eine Grube oder Graben gemacht, fo füllen fih diefe gar bald in demfelben Niveau mit Baffer, als'ber gewôbnliche WBafferlauf, Diefe MBirfung geigt fich jedoch da, wo das YBaffer einen febr trâgen Mblanf bat, und in folchen Gällen Lâft fih nichts machen, Das eingige oder das Paupt- mittel, die Urfachen folcher Nûffe au bemmen, beftehet darin, das Dette des Stroms zu ertvei- tern und gu vertiefen, wo bies mit billigen often gefcheben fanns 100 fi nur ein Strom be- findet, Der fich in feinem Saufe flängelt, fo Fann man die Ccfen des Sandes abgraben und ibm eine geradere Michtung geben, um den Sauf des Maffers fo wenig als môglih zu bindern. Vo aber deren mebrere find, fo macht man den niebrigften, freieffen und geradeften zum Abwäffe- rungscanal des angrengenden Sandes,. fann es auch vortheilbaft feun, bie übrigen Gervaffer in fo einen Haupteanal bineinguftauen, um ibn tiefer und freier gu machen.*) Die aus demfelben weggeräumten Materialien fonnen pur Detvallung und Erhôbung an den Seiten aufgcbäuft werden, um das Surücfliefen des Baffers auf das Sand zu verbindern, Gn Nücdfiht auf den Machtheil, den in geiviffen Sagen bie Strôme und Quellen, die aus erbabenen tellen hervorbrechen, und durch die Materialien des Dodens, unterbalb ibres Miveaus abforbirt werden, anvichten, fo[ft fi biefe Maffe vermittelft eines Mbjuges febr leicht auffangen, Much fagt. man, giebtes Gülle, two die Maffe blof von den Quellen bertübrt, da io der Doden des flachen Sandes, gwifchen ibnen und dem Strome, nicht aus lofem ande oder Ries, fondern aus Sebm und einer rt von Sebm und Rlen beftebt, Sn folhen Fallen wird das aus ben Quellen fommende Maffer aufgefangen, und verhindert durch die Materialien des Dodens gum Strome ju gelangen, und wird fo gur Oberfläche getriehben, daf es überflieft. lin ein Sand biefer Art abjumwäffern, empfieblt man an der niedern Seite deffelben einen Gra- ben von dem Sluffe an bis gu dem Œufe der Dan£, mo die Quelle ausbrichr, zu machen. Diefes muf gleichfalls unterHalb der Sinie der Ouellen gefcheben, to fih dies leichter berverfftelligen fâft, auch muf er offen gebalten werden, um das Slufiwaffer zur Seit der Hluih aufnehmen qu fonunen, telches, toenn er bedecËt mûre, ausbrechen miürde, fo mie auch das Negentvaffer aus den Hôbern Gegenden dadurd freiern Hbfluf erbalt, Auch. müffen Fute verdecte Mbjñge von diefem Graben eine Éleine Strecfe in die Danf Dinein, deren VDoden bôber als das Niveau *) an febe Annals of Agriculture. Vol. XXXVI, p. 88.“re 216 Acte Abtheilung. eines det offenen fepn muf, un gu verhindern, Daf bas in denfelben enthaltene MBaffer nié guric£ laufe. die Tiefe diefes Miveaus die twafferhaltende Sage nicht, fo Fann man alsbann den Dobrer gebrauchen, um das ABaffer abjujapfen, gwifchen den offnen Graben und dem Gluffe, find nicht oon Môthen, da alles bas aufgefangene IBaffer längs der Dant wegläuft, und in einem niebrigern Niveau in den Fluf abflieft, ausgenommen, went das Sand von fo einem Umfange ift, daf es durch Quergraben in beftimmte Cinbägungen abge- theitt ift. Sn folhem Galle Fann der offene Abjug auf der obern Seite jur Abtheilung ztvifcher der ABiefe und dem erbôbeten Grunde dienen,*) Macdem man dies Sand trocfen gelegt hat, erbâlt es eine befondere gute Sage zur De: wâfferung, twodurd ber Doden febr verbeffert werden Fann, tmenn man gebôrig babei verfäbrt. Defondere Aufmerffamfeit erfordert bei der Trocenlegung Diefes Sandes, die Mnlegung der Mbjüge und die Deurtheilung ob fie offen oder bedec£t fenn müfen. das Sand bei ber Trocenfegung jugleich eingebägt wird, fo Fann die Sinie des Orabens als Abtheilung dienen, uno dann ift ein offener Abjug am gmecmäbigfien, wo man aber auf Cinhägung nicht befondere Rücfiht nimmt, if ein verdecter allemal vorgugieben, Dies muf zuvor ausgemacht fepn, und die Tiefe, IBcite und andere Umftände darnad) angeordnet werben. Benn der Yusfluf, dur twelchen das in bem Abjuge gefammlete ABaffer meggefihrt wird, auf die gmecfmäpigfte Aeife in der MNäbe beftimmt if, fo wird lângs der Sinie der Quelle ein Graben que Querleitung gegogenz Diefem giebt man auf act oder gebn ards einige 3off Gall ur Begleitung des IBaffere. Menu beim Graben des Mbjuges der Quelle, naddem man burd den ler if, eine Sage von feften Ries pvifden jenem und dem lodern ande oder fonftigem wafferhaltendem Material fich befindet, fo legt man die Seitung als auf dem feftern Material, darauf an; aud) gräbt man mit einen Spaden fleine Sôcher in den Ries, damit das Yaffer in die Hôbe dringe und beffer afs in dem Gande darunter fortlaufes benn tiürbe man fie bicrauf anfegen, fo wür- den fi nidt nur viele Schvierigfeiten finden, fondern es gar gutweilen unmôglidh werden, Da fih das Aiveau der Mündung nicht fo tief anlegen liefe. Segt man an dem Œnde einer els- fit, two folche Mrten von Sagen fich befinden, einen Mbjug an, fo barf das Miveau Der Münoung nicht fo tief gemacht werden, daf es den els erreiche, der Sen oder die undurc= {affende Schicht, welche unmittelbar barauf liegt, muf durchbobrt werden, Ddamit das ABaffer our die Riffe und Spalten der Steine, gleich als durch Dobrièdher in die£eitung fliefes wo eg aber bas Niveau erfaubt, if es immer rathfamer, bie Seitung auf den Slen bindurcdh ju fegen und fo meit unten in Den Gels binein, als die Menge von Steinen ut£eitung es erfordert, Da *) SNan fee Job nfione's Account of Elkingtons Mode of Draining Land. p. 30. Trodentequng des Landes, n17 ba vermittelft fo gebroener Steine das Maffer einen freierrt And leichtern Ausgang erbäft, Die Roften einer folhen Seitung fteigen auf diefe MBeifes; da fie aber bas Husbrechen der Steine an andern Orten und die Musfubr erfparen, fo bebt fich dadurd in ben mebrften Güllen die Aus- gabe teichlich.*) Obgleih in dent abzumäffernden Sande ff ein alter Graben oder MBafferlauf finden mag, torin man vermittelft des Vobrens das Maffer bineingapfen Fônnte, fo ift in ben mebr- ften Süllen bob nach Erfabrung beffer einen neuen zu machen, und if man gendthigt einen alten Graben oder MBafferleitung zu burchfreugen, fo muf bdiefer mit Rien wobl verfhiammt terden, ur Éein Baffer von der Oberfléhe zuzulaffen, tveiches bei feiner plôblihen Sermebrung, im Salle einer Bafferfluth, die Môbre oder Seitung gâmlid gerftèren Édnnte,**) Das dur Angapfen der Quellen fo erlangte Bafer(At ffh au verfthiedenen nüblihen ABweden verwenden, als zut Detväfferung des Sandes, gum Treiben Fleiner Müblen, gur Ver- forgung der Hâufer, ur Güllung der Canäle und Teiche in WBeidepläben fürs Lich, u, f. 1,5 man follte daber febr forgfältig damit verfahren und Éein brauchbares MBaffer verlobren geben laffen, Bird der Mbaug our einen weiden fumpfichten Boden gemadt, und mo no andere Baffer fi anfinden, als was von unten fomimt, Da macht man ibn offen, iveil die in folchem Galle gebrauchten Steine bei dem iweichen GOrunde nicderfinfen und die Seitung verdorben wird. Bird die Seitung verdecft, fo folf man ffe oben drei bis vier Guf und unten einen bis gtvei Guf weit machen, fo daf an jeder Geite fes bis neun Soil ju ben Oteinen, eben fo viel in der Hôbe und fehs Soil zum Durhgang des IBaffers oder gum Canal bleiben,***)_ Das Niveau der Gegend, two fi der bug entladet, und die Defchaffenheit des Sandes, beftimmen die Tiefe. Der Kafen wird dann bünne abgeffohen und an eine Geite gelegt, um unachber gebraudt zu werden und alle übrige ausgegrabene Œrde an der andern Seite. fhivierigften ift das Oe- fâft, tmwenn der Bafferlauf im Flugfande angelegt werden muf, es ift dann oft erforderlich, die Geiten des Grabens auszufeben und den lofen Sand abzubalten, baf er nicht tvifhen die sum Mbguge gebrauchten Steine falle, mou man flade Bretter und Stüben, die man bein Fortfhreiten der Mrbeit mieder vortwärts bringt, gebraucht,. MBird der Kanal mit Biegeln aus- gelegt, fo muf man gmifchen jeden Ffeine Oeffnungen laffeu, damit das MBaffer an den Geiten des Mbzuges fortlaufen ann; unmittelbar über die Steine legt man dünne Mafen, fo daf Écine lofen Steine daiwifchen Fommen, die Grasfeite niederwärts, damit eine Œrbe burd die Oeff- nungen dringe. Dies ift desbalb nôthig, weil das MBaffer bauptfählih von unten auf, febe wenig von den@eiten und von oben gar im geringften nichts, fommt,+) Auch *) Man fehe Johnfiones Account of Elkingtons Mode of Draining Land. p. 32. ##) Ibid. WW)" p. 35. T) p. 35. Œrfter Theil, Ce 213 Acte Abtheilung, Auch legt man die Rafen afs Unterlage der Mbjhge im Flugfande unter der Seirungsrh- te, damit er nicht in die Pôbe treibe, und damit die Siegel defto fefter licgen. Yn diefen Sanbarten ift es gut, die Seiten des Grabens von der Seitungslinie an, wo der Bobrer ge- braucht ift, auszuftechen, und twenn dies gefcheben ift, die Gtellen eben fo wie die Rôbre zu bedecfens denn dadurch wird der burd die Quelle herbeigetriebene Sand entfernt, bis zur Beit, da die târfe der Quelle nadlâft, und er von bem Hauptlauf frei if, der dann in der Mitte des Mbyuges iff. Detjenige Theif der Nôbre oberbalb den Sôhern, die gebobrt torden find, foif offen gelaffeniverden, bis der Gand meggefhafft ift und die Musflüffe vôllig frei find; und twenn aud) dies lebtere ift, fo muf der Gand doc immer weggenommen werden, ann die RôD- re obne Debenfen verdect werden, Œine Oeffnung oder eine Mrt von Trichter oberbalb der Dobrlôcher ift febr ratbfam in der Oberfläche zu machen, um gelegentlich binein zu feben, ob der Mbjug rein und unverftopft iff; und ob die Maffe des Yaffers ab- oder gunebme. Benn die Dobrlècher nicht binreihen, um die volle Menge Maffer, mwelche die Quelle giebt, zu ent- laden, und menn die twafferbaltende Sage nabe an dem Doben des Orabens ift und eine Shidt von bartem Riefe fi dagmifchen befindet, die mit dem Dobrer nicht gut ju durchbdringen if, fo muf man Sècher oder Oeffnungen gur Quelle niedergraben und fie nacdhbher mit fleinen[ofen Steinen ausfüllen; man ftecét bann vorbher ein rundes@tüc Holz in die Mitte derfelben, und giebt diefes, nachdem fie ausgefüllt morden, tieber heraus, bamit das ABaffer durch eine gute Oeffnung in die Hôbe flicfen Fônne.*) nur Fein ander TBaffer in den Mbqug, fo bat es feine Noth, daf die gebobrten Sôcher fit) verfüllen, ffe môgen offen oder bedecft fenn, da das berausbringende MBaffer mebrentheils fo viel Kraft bat, fo viel Erde oder Moder, als binein gefpült worden, vormärts gu bringens bie Mbjüge Fônnen daber nur dann leiden, twenn ein fluthendes Waffer plôblich einbricht,**) Sur Mnlegung folcher Bafferleitungen find die Steine unfireitig das befte Material, swenn man ffe mit billigen Roften binreihend baben Fann, Siegel mag man aucd) gebrauchen, to fe zu baben find; man bat dagu verfchiedene Mrten erfunden, die fi in der Hbbiloung finden, Bo man jum bâuslihen Gebrauch Fleiner Bafferlcitungen bedarf, thut ein in Form eines Ge- môlbes ausgehôbiter Siegel die beften Dienfte.. Mo aber grôbere Seitungen erfordert werden, macht man eine dauerbaftere Art, ju deren Bebuf man Biegel in verfchiedenen Geftalten, un- ter denen die von MBarwicfhire febr bäufig su folchen MBafferleitungen gebraucht werden. IBenn man diefe Siegel gebraucht, fo tverden fie eingeln bingelegt, obne daf einer umgefebrt darunter fômmt; aufer inden Gällen, daf, wie fich bies findet, das an einem der untern@teine laufende Baffer *) Johnfione. p. 35.##) Ibid. ms Œrodenfegung des Landes, 219 Baffer eine Art von erbiger inde bervorbringt, die in wenig Yabren fo junimint, baf fie den Durdlauf bemmt and die MBafferleitung verdirbt, SE der Untergrund von thonigter Art, fo legt man fie unbebenËlich einfad bin, ofne ba irgend etwas barunter Éommt, ift er aber von tcider fandiger Art, fo wird ein getvôbnliher Siegel an jebcr Geite untergelegt, um das Ber- finfen gu verbüten, und gmwar fo, daf cine regelmäpige WBôlbung entffehbe, um bem Drug von oben gebôvigen MBiberffand qu ieiften.@ie laffen fi auf diefe Meife im Verbältnif der Sei tung und der aufgunebmenden Denge Maffer in jeder Grôfe anlegen.*) Obgleid die ausgegrabene Œrde der Mafferleitung, menu fe wieder eingefchüttet iff, anfauge betrâchtli bôber, als die andere Oberfläche erfheint, fo muf man diefe Erhôbuug boch fo laffen, weil fie bald ju der gebôrigen Œbene berabfinft; tûrde man Dingegen fie mit dem Erdboden anfangs gleid maden, fo müroen bei dem alfmäbligen Cinfinfen der Erde Sôcher zu Bafferverbaltungen entfteben und der éeitung dadurh Schaden gugefügt werden, Qn febr torfigem Doden muf mwäébrend der Zeit, baf Mbjüge angelegt werden, dns Baffer deffauet, und mwenn es in die Môbre abgeleitet wird, fo muf ein Mafen fo bingelegt werden, baf Éeine teiche erdige Materie beim Durcblauf binein Fomme. Bâume mit ausfbreitenden MBurgeln in die Sinie des Hbjuges fallen, fo müffen fie vollfommen abgeftubt .werdens geficht dies nicht, fo wachfen die MBurgelfafern dur die Fugen und Spalten, ÉFom- men in ben Mbyug und bemmen den Tafferlauf. IBenn bas aus bem Mbquge Fommende MDaffer mit rôthliher Oerfarbe geférbt ift, fo ift bies ein Beihen, baf das HBaffer irgend wo gebemimt wird, Um in allen Fâllen Vorficht zu bemeifen, muf die Oeffnung des Mbjuges twobl in dt genommen werden, etioa mit einem Œrallwerf, da fie beim Dônnen des Viches nidt durdgetreten wird, und twenn irgend fo ein Schade gefcheben if, muf er fnell wieber verbeffert werden, Die Wirfung folcher Mbjüge geigt fid) daun auffallend dadurd, daf Gruben und fécher in der Nadbarfchaft plôblich austroct- nen und in biefem ausgetrofneten Suftande bleiben.**) Gn verfhiebenen Diftricten Englands giebt es grofe Strecen fumpfiges unbebautes Sand, tmelche nicht in beacerbaren 3nffand gebracht werden Fünnen, meil ibre Mâffe nidjt von Ouellen unter ibrer Oberfläcdhe oder von überfloffenem Hôbern Sande, fondern von gefammleten Regentwaffer, das auf einen iwafferhaltenden Boden ftagnirt, to bas Taffer nicht burhfeifen fann, berrübrts und two daffelbe bei gleid undurclaffender Befchaffenbeit des umgebenden bo- bern Grundes fetbft Feinen natärlihen A6fluf finden fann; wenn fo ein Sand tmweich und fdrwap- pigt wird, fo entffehen Sümpfe von ber befchriebenen Yrt. da folhe Morûfte oft febr tief unter dem umgebenden Grunde liegen, fo mürde die Crôffnung einer Sauptleitung mit Fleinern Ee 2 Mbyü- *) Johnftone. p. 37. M) p.138) 220 Acte Abthcilung. Mbjgen, tenn man fie verfuchen tvollte, Foftbarer feyn, als bas trocfen gelegte Sand je tvieder cinbringen fônnte. Die Die der undurchiaffenden Erdfthicht ift oft fo grof, da, wenn gleich die darunter befinblihe chidht Tocfer und durdlaffend ift, das YBaffer Feinen Durhgang finden fann,‘und folglidh bei bem fortwäbrenden Stilleftand des Baffers, alle fchlechten vegetabilifchen Bafferergeugniffe, die auf der Oberflâdhe lange Beit fhon gerwachfen find, und der obere Theil des Dobdens felbff, zu einer torfartigen Maffe, gleid bem wirélichen urfprünglihen Morafte, gemorden if, auf twelchem das Biel nur in frofner Dabrszeit geben Fann, fit aber doch niche pflügen laft, Da die Beranlaffungsurfachen diefer Sümpfe-twefentlih von den fhon bemerften vet- fhieden find, fo muf die Mbiwäfferung derfelben auf verfchiedene Beife berverfftelliget werden, Die folgende Methode foll die mindeft Foftbarfte fepn. Sn der Mitte oder der tieffen Stelle des Dobens tird die erfle Scitung gegraben, in telche alle andern geleitet werdens die Anyabl und Midtung wird nad dem Umfange des Gumpfes beftimmt. müffen durch den Torf oder fwammigen Boden bis zur Oberfläche des Rlenes oder der fonftigen undurchlaffenden Crofcbict gegraben werden, und diefe Schicdt wird dann durhbobrt, um das Yaffer in eine locfere darunter gu laffen. Birfung würbe man durd eine Orube in dem tiefern Theil des Œumpfes erhbalten, wenn man bis jure burchlaffenden Schicdt berunter grübe, und mit diefer Grube die andern Seitungen in Berbindung febte; die Mübe und Unfoften lângs der Seitung zu bobren, türden badurch erfpart, Menn man dergleichen feitungen mat, fo müffen fie fo enge als mèglih eingerichtet, und nachdem die£ôcher darin gebobrt find, anderthalb Guf von der Oberflâhe mit lofen Stei- nen ausgefülit werden, ben übrigen Maum Fann man mit der ausgegrabenen Œrde ausfüllen, nadbdem vorher MRafen mit der grünen Seite auf die Steine gelegt worden, Auf diefe MBeife verliert fi) die Mäffe von der Oberflche, Mo man fid der Gruben bedient, müffen fie bioË mit Éleinen Gteinen in dem Mivean des Bodens der£eitung gefülit und diefe Güllung gleidh nacb dem Musgraben vorgenommen werden,*) eine Rreidefchicht darunter, fo Fann man, nach= dem man fie berausgenommen, die darin befindlihen Siefelfteine febr vortheilhaft dau gebrau- en, und Fann man irgend two die Mbjñge in Gteinbrüche leiten, wo die Steine mehr Spalten haben, fo muf dies ja gefchebn,**) folches Sand nacdher gepflügt wird, fo muf man twobl barauf acdten, to man die ErHôbungen macht, und ibnen einen regelmäfigen Mbbang zu der Sauptleitung geben, bies ift bei einfallenden fchiweren Regengüffen befonders nülich, Cbe man biefe Abwäfferungsart anmwendet, foll man vorher mob unterfuchen, 06 die durchlaffende Crdfhidt unter dem Rien trocfen und im Stande iff das WBaffer abjuleiten, oder bereits *) Man fee Anderfons Treatife on Draining. p. gg. #*) Man febe Herfordfhire Agricultural Report. Œrodenlequng des Landes, 221 bereite fo Hberladen, baf fie nur nod) defto mebr MBaffer qur Oberflahe bringen twürde, Dies fann guiveilen der Gall fepns und die mafferhaltende Schicht toird dann nur durchs Bobren ge- reist, ibe Waffer an die Oberfläche abzufeben und fie naffer tie guvor machen, der er- hôte Doden umber nur ettwas tiefer gebt als der Sumpf, fo lâft fih darüber zur Geavifheit gelangens und falls biefe bereits ABaffer entbâlt, fo darf man nur den Mbyug in bdiefen und war von der tafferbaltenden cbict, die oben liegt, binein leiten, wie die Mbbiloung zeigt, Metboden, bügelidtes Sand troden su legen, Die Hbroäfferung der Dügel und erbabenen MBeidepläée ift bisher twenig beachtet, ob- gleidh bie burc folhe Nâffe bervorgebrachte Grafung dem Bieb eh nadthcilig ift, Die Abiväfferung in folhen Gegenden if im Gangen nicht febr Foftbar, da bie feiture gen felten bebecft oder ausgefüllt werden dürfen, blof etiva ba, two bas Bich bâufig darüber gebt. Uno tvenn gleid ba, two bie Tiefe des Grabens nidt bas unten eingefchloffene Baffer erreiht, man tiefer durgraben muB, fo barf man doc nicht Befürten, Daf fidh die Sôcher verfüllen werden, twenn auch die Seitung offen gelaffen tre, ba die ungeftüme raft des Waf- fers alfen Sand und Erde weggefhafft, falls fein SGluthmwaffer nicht eindringt. Oeff- nungen müffen jeboc lângs der obern Seite des Orabens gemacht werden, um jede môglidhe Berftopfung au verhindern; und in diefen giebt man den dutchgegrabenen Sôchern eine Mündung von fes oil bôber als der Doben der Seitung, twelche von den Regengüffen nicht Hberfoffen mire, Dies lâft fih durch die Mbbildung indeffen beffer verftehn, Die Abhänge manches Hügels enthalten bei der Unregelmäfigfeit ibrer Erdfchichten oft abmwecfelnbe Stellen naffen und trocfnen Grunbes. Das Anfebn ibrer Oberfläche und die dar- auf befindlihen vegetabilifhen Producte, laffen mit fo vieler Gewvifheit und Michtung ibrer in- nern Œrdfcichten fcliefen, daf man die Sinie der MBafferleitung darnadh febr gut beftimmen fann, obne unterbalb der Oberfläche eine Unterfuchung anftellen zu bürfen, ba die Seichtigfeit oder Shwierigfeit folhen Doden abjumäffern lediglidh von ben verfiedenen Schichten, aus tmelchen der Hügel beftebt, abhängt, und nach der aufrecdten oder neigenden Micdhtung des el- fen oder des andern mafferbaltenden Rôrpers fi vidtets denn wo der Gels eine fidh neigende oder borigontale fage bat, ba entfpringt alles Getväffer der Quellen und Ausflüffe oder Hângt auch mit derfelbigen Baffermaffe gufammen, und lâft fich durch Mbleitung der Hauptmaffe des Maffers, aus twelchen fie ijre Nabrung bernebmen, an dem untern Theil des Bebültniffes, oder two das YBaffer gemeinfhaftlih abflieft, trocfen legen, mwenn es nicht gmifhen giwei un- durclaffende Rleidecfen oder andern Material eingefchloffen tir, Sn dem alle aber, two der Gels eine aufrechte Sorm bat und nur eingelne MBafferfammlungen, in cinigen offnern Miffen unÙ DT: à#- Re D Em oc 7e a CN SR RER TR LU Dbeeag Aie— dre 2-00 CRE. 27 6 222 Acte Abtheilung. und Spaltungen des Gefteins, die fi in verfhiebenen Musflüffen(elbft entlaben und nidt die mindefte Verbindung mit einander haben, da wûre e8 ein fruchtlofes Unternebmen, das A6- graben derfelben vermittelft eines Mbjuges ju verfuchen, oder in jede eingeln binein ju bobren, ofne in jeder einen Mbjug ju machen, wie e8 die Rupfertafel peigt. Su diefem Galle ift es rathfamer, die Sauptleitung gânglih in bem Sen mit Éleinen Graben an jebem Ybfluffe zu machen, als fângs der Stelle, to die Quelfen ausbrechens denn in der Rihtung in den Gels su graben twürde der Defchaffenheit des Gefteins balber zu fhivierig fen. YBenn das von der finie der Quellen abiveichende Baffer durch. den Vobrer in der Hauptleitung auf den Dunct, to es fi mit berfelben verbindet, aufgefunben iverben fann, fo tird es vollfommen abgegra- ben; to bies aber nicht zu machen ift, da muf bie Tiefe der fleinen Graben zu folhent Niveau gefübrt werden, mwoburdh das Ueberfliefen und die Defhäbdigung des darunter liegenden$£andes werbindert twerde,*) Auf folhen Sügeln, die aus abmebfeinden Shichten von Gels, Sand und Êley befte- ben, ift die Oberfläche grôftenthcils naf und fumpfig, mébrend die erftere trocfen und im Stande if, gutes Gras ju geben; in alfen biefen Gâllen find fo viel Graben gur Mbwäfferung erforberlih, als fih Mbtheilungen von naffem und troŒuem£ande finden. Um bdiefe Sügel vofffommen troen qu legen, fo fângt man am gmecmäfigften damit an, daf man einen Graben lângs der obern Geite, auf den oberften mit Dinfen bemachfenen Doden madt, modurdh bie bôcdbfte Quelle abgegraben wird; ba aber der Negen und anderes Baffer, das aus dem nâchften Tbeil des locfern Bodens fommt, gur nicdrigffen Stelle bdringt und eine andere Quelle bervorbringt, fo muf ein gmeiter Oraben gemacdt merden, bamit das MBaffer nicht die nâchftfolgenve Ebonlage berübre. Mebnlihe Graben müffen an dem Ybbange berunter fo teit gemact werden, als diefelben Quellen auf diefelbe Met dem Sande nactheilig werden. erhält man juiveilen eine binlänglihe Menge Waffer zur Demäferung des untern Sandes und ju anbern nüblihen Sivecfen. Es trifft fih guiveilen, daf die Erdfhichten der Sügel febr regelmäfig auf einander fie- gen, af das in ibnen enthaltene Baffer an jeder Seite unter demfelben Niveau abgeleitet iver- den ann, ein Umftand, ber fi mit Sortheil benuben laft, die cine@cite ju ent- und bie andere ju betvâffern, ba bâufig an der einen Seite naffer fumpfiger Doden, an der andern ein au trocfner für eine gefunde Yegetation. Dies cübrt oft von den mafferbaltenden Thonfôrper ber, der das Baffer bei feiner nicht borigontalen ober neigenden Richtung aufnimmt, jedoch auf der einen Geite mehr Yertiefung als auf der andern bat, und von der trofnen Seite durch eine Soit oder Thondece umbalmet wird, twesbalb das Maffer au der offnen Seite fortfliefen muf; *) Johnftone. p. 45. Zrodentegung des Landes, 223 * mufs tird aber ein Durhgang nad der trocfnen Seite gemadt, fo toird der Bafferlanf gar leicht umgeändert,*) Da die entgegengefete Seite lofer und fandig ift, fo wird fie ein De- bältnif für das Megentwaffer, welches fi) durch eine Oeffnung in dem Sen von felbft entladet; ein Umftand, der zur MBafferverforgung im bâuslihen Gebraucdh febr nüblid mwerden Fann, to die Sage auf einem Sügel die Herbeifchaffung des MBaffers Foftbar macbt, Moethoden, vermifhte Bodenarten froden zu legen, Bo der DBoden von vermifchter oder abiweichender Befhaffenbeit ift, die Rienarten je- doc bas Uebergervicht haben, ift die Abwäfferung ein unangenehmes und fhwieriges Gefchäft, Gn folchen Arten Sand, two die verfhiedenen MBafferfammlungen gänlih durch Rlenlagen von einander verfchieden find, und jedbe Sammlung fi zur Beit des ftarfen Megens fo febr anbäuft, baf die Oberflâche gânglich befloffen, naf und fauer wird, verliert der Boden mit jedem Sabre an Crtrage und Gruchtbarfeit, Da die Sanbdbeecten in folhem Halle Feine Verbindung unter einander haben, fo erfordern fie eben fo viele eingelne Abüge zur Abwäfferung. Man bat da- ber vorgefchlagen, einen Graben von der nâchften und niedrigften Stelle des abjutvaffernden Geldes bis zur bôcbften entfernteften Sandbanf, in einer folchen Michtung zu machen, um vo môglid burd alle. bagtwifchen liegende Sandbecte zu geben und die Roften und die Arbeit[änge- rer Graben an den Geiten zu erfparen, weldhe fonft erforderlich fepn twürdens two aber mande ungefidte Rrümmungen in den Sauptleitungsgraben davon die Bolge feu, ibn verlängern und da, to er quer über die Deete an bôbern Stellen als die umgebende Rlenfläche iff, laufen müfte, feine Tiefe vermebren, und befonders tenn es Gels- oder Glugfand ift, feine Verfer- tigung erfdhweren mwürden, müffen: fi die Seitungen in der Gigur eines Y nach den verfchiedenen Decten ausbreiten, um das darin enthaltene Maffer iweg, und in eine der Saupticitungen zu fübren, twie es in der Mbbildung gezeigt iff.**) O6 nun gleih die Sandbecte ibr Baffer an jeder Geite ablaffen und dadurch der rund umher liegenden Rlenflâche fhaden, fo iweif man dod aus Crfabrung, daf eine an einer Geite gemachte Seitung, fobald fie nur an der niebrigften@relle angelegt iff, bas Gange abrwüffere, Benn dem ungeachtet die Seitung fo angelegt if, fo Fann fie ibre MBirfung doch verfeblen, da das Maffer einen Durhlauf an der entgegengefeften Seite der Dan treffen Fann, der niedriger als der Dobden der Seitung if, Umftand muf vorher twobl unterfucht werden, um die qur Seitung gefchidtefie Seite und Sage ausfinbig zu machen, VBenn das rund um der Danf ausbrehende WBaffer in troenen Sabrszeiten an einer und nicht an den andern Stellen bervor- fômmt, fo iff dies ein Seidhen, Da dies die niebrigfte Stelle iff, und daf eine Seitung auf der inie #) Johnftone. p. 48.##) Ibid. 65. reel Titans Dre ss Re LT ne. LAS: do D DR ; ce. ess sm under conte de DRE tue ere A 224 Acte Abtheilung, finie diefes Miveaus angelegt, bas WBaffer in den naffeften Sabrépeitet aus den oberften Yué- flüffen oder oberhalb des Miveaus des Bodens der Seitung twegnebme,*) AHufer den fo befchaffenen Bodenarten giebt es noch viele anbere die biemit MebnlihÉeit baben, ibre verfchiedenen Beete find von-minderem Umfange, liegen vegulärer gufammen und faffen fich leichter und tvoblfeiler trocfen legen, Diefen and- und Rlenbeeten, melche abivechfelnd und pararelf an einanber liegen, Befindet fi) gemeiniglih eine Maffe von undurch= faffenen Rien, ielche bas in dem Sande enthaltene Baffer aufnimmt, und ba fie imimer damit angefülft if, den gunächff liegenden Rlen feucht macht und in naffen Yabrseiten barüber weg tinnet, Da in diefen Füllen die Bauptunterlage des Llenes felten vier und fünf GuB unter der Oberfläche if, fo rath man an, eine$eitung von diefer Tiefe Durch die Mitte bes Feldes zu ma- en, menn bies von beiden Geiten einen Ball bat; bat es ibn aber nur von einer Seite, fo mu die Seitung dabin gemacht werden; felbft menn bas Geld grof ift und mebr als eine Vertie- fung bat, ift ein Mbjug vôllig binfanglih, ba er alle die oerfchiedenen Deete berübrt, bderen Baffer er wegnehmen fol,**) Eine Sauptfhivierigfeit in ber Mbiwvaferung folches Grundes und mo diefelbe nicht burch einen Abjug betverfftelligt werden Fann, entftebt, tmwenn die abiwedfelnden Schichten von Rey und Sand quer über den Hbbang des Sandes liegen, fo ba ein Mbyug Feinen andern Dienft feiften fann, als bas Baffer, nadhdem es über die verfchiedenen Schihten gelaufen iff, seggufübren, und es natürlihermeife an ber niebrigften Stelle des Felbes fille fieht, twenn fein anderer Ablauf flat finbet. Yo das Sand cine foldhe Sage bat, da müffen aufer der Saupt- leitung noch andere Graben an der niebrigften Stelle in einer abbängenden Midtung quer über ben Abbang gemacht werden, twelche, da fie alle verfchiebene Modern durcfreuxen, aus jeder oa8 Baffer abyiehen, tie in der Abbildung zu feben if,***) Dei der Abwäferung folher vermifchten Bodenarten bat man daber forgfältig auf bie Meigung der abiwechfelnden Schidten, die man nacd angegebenen Rennzeihen leicht findet, zu feben. Unter folhen Uimftänden ift bas Bobren in ber Unterlage nidt nôthig und die Tiefe des Grabens gureichend.+) Die Seitungen müffen alsdann unten tie eine Môbre oder in Form eines Dreiecés ange- fegt, mit fleinen Steinen etwas ausgefülit und ebe die Œrde barüber fommt, mit Soden bie grüne@eite untertärts belegt merden. ind Steine nicht leicht gu haben, fo nimmt man an eren@telle Neisbündel; man legt den untern Theil der Seitung mit Steinen aus, um einen Œanal oder Durbgang für das Baffer zu maden, tweldhes durd die-Meisbündel Herabflieft, un #) Johnftone. p. 66.##) p. 67.###) p. 68. t) p. 69. Zrodentequng des Landes, 225 und zugleidh der Seitung mebe Dauerbaftigfeit ju gebens denn twenn bas YBaffer Fcinen freien Sauf bat, welches gewébnlid der Fall ift, twenn der offne Durlauf nicht von einer feften Ma- terie gemacht ift, fo muf es durch feinen Gtilleftand die Meisbündel bald serftôren und die$ei- tung verderben.*) Sur volfffänbigen Abwäfferung folher Bobdenarten gebôrt endlid aud dies, daf, 100 das Sand viel Gall bat, den Seitenabügen eine vollfommen tagerehte Rihtung ju geben, fo daf der Gall nicht zu jûbnlidh fen, twoburd der Boden der Seitung uneben wird und fonft leiche Gchade gefiehts der all muf jedod) fo flarf fepn, baf das MDaffer(einen IBeg vollig rein balte, Metboden, wafferbaltenden Boden froden zu legen. Die Art, folhen Boden troen ju legen, der oben aus locfern Materialien und unten aus fvafferhaltenden oder entgegengefeften beftebt, tcicht von der eben befhriebenen twefentlid) ab. Mande Strecfen ebenen fandes Leiden burd den Stilleftand einer überflüffigen Menge Baffers in den oberflächlihen Materialien, telche nicht von untern Bafferbebältnifen oder Quellen berrübrt. Die Entfernung der Mûffe in diefem alle lâft fi obne viele often bervit- fen. Das Baffer(left, mie gefagt, Bei diefem BDoden in den loŒern Materialien der Ober- flide, Die ettva vier bis fünf Bu tief find, und bildet den fogenannten naffen Doden, Hier darf man nut Graben in folcher Tiefe anlegen, Ddaf man einige Solf in die darunter befindliche Slenlage gebt, two fid die grôfte Anbäufung des YBaffers befinder. Es dürfen nur mwenige YMbyüge fenn und des Dobrens bedarf man gar nicht, Benn das abzutväffernde Sand nut einen leidten Abbang oder Gall von den Sciten nach der Mitte bin bat, fo ift eine Seitung im niedrigften Grunde binreihend, um das in dem locfern Doben enthaltene Baffer abjuleiten, Dicfelbe Birfung(âft id dur Mnlegung der Erhôe bungen in der Richtung des Sandes bervorbringen, twenn man demnächft mit dem DPfluge oder Gpaden die Berftopfungen bemmt und die Furchen tiefer macht, tie man durch die Abbildung beffer verfteben fann.**) Œine folde Cintidtung thut eben fo viel als eine Menge Éleiner Rinnen, wie man in Effer und andern Orten madt, die eine unnübe und Foftbare Mrbeit find, und überdem das Feld zu febr verderben. Die Seitung in der Bertiefung Fann auch als ANbthei- fung dienen, und wird dann offen, fonft aber lieber bedecft gemacht.***) Sat das Geld mebr als eine Vertiefig, fo braucht man mebrere Sauptleitungens_ift es aber beinabe eben oder neigt es fi) nur nach einèr@cite, fo tivo der Graben an den nie- drigfterr #) Johnftone p. 70. MF) p. 71.###) p. 72. Erfier The, ES f RS le re Lx Se 226 Acte Abtheilung. drigften gemacht, und die Crhôbungen und Surchen twerben darnadh angelegt. Œs Fann aber der Gall feyn, daf ein Geld febr grof und flach ifé, alsbann find von der Sauptleitung mebreré Graben erforderlih, tmwelcdie in den Sen binein, fo enge als môglid angelegt, und auf vorzu- freibende Art mit Steinen u, dergl. ausgefüllt werden. Gür die Fâlle, to der Doben eine entgegengefeéte Conftitution bat, in der Oberfläche ler und unter demfelben fofere Materialien, und wo man durch Bobren fit fonfé zu belferi pflegt, ift bier der Ort über die Mbiväfferung deffelben ju reden, tvenn nebmlid) die Tiefe der £eitung binteiche, um damit an bie locfere Œrdfthicht zu gelangen. Ym Gangen liegt das fo befchaffene Sand febr flach, obne den minbeften Abbang, fo daf die Oberflâche deffelben ohne gebèrige Abüge nidt trofen gelegt werden Fann, Die Ab- tâfferung-wird alsdann fhtvieriger und erfordert viele Graben, bie alle fo angelegt feyn müffen, um das MBaffer allenthalben von der Oberflâche wegyubringen, Man macdt alsdann an der nicdrigften Stelle einen Sauptoraben, und leitet das IBaffer ur fo mwenig als môglihe Sei- tengrabei Dinein, Uni die Mündungen und Hbflüffe der Seitenabznge gebôrig unterfuchen und rein baltert gu fônnen, wito diefer Pauptgraben nicht verdecFt,*) Sn folhem Boden, mwenn er unter der Beacferung if, müffen die Erhôbungen fo an- gelegt werden, bdaf das Waffer gut in die Furdhen falle, und diefe es in die Mbyüge leiten, Diefen Erhôbungen giebt man Fleine Abjüge in der Quelle, um fie und die Gurhen untereinan- der in Berbindungu feéen, und ifo Fann das YBaffer, bis eine Crhabenbeit bindert, fort- acben, dann gebt es bur die Querleitungen in andere, und gelangt gulebt in den Graben oder MBafferlauf am Gufe der Einbägung. Die Crhôbungen werden jur Minterfaat etwas fiärfer als qur ommerfaat gemacht, tmeil die erffere mebr von der Pûffe als die lebtere leidet, Dies labt fi ai Beit des Pfligens am leiditeften bemerfftelligen. Die Zabl der fonft erfordertihen Graben wird dadurd febr vermindert. Mbyüge erforberlih, fo macht man fie fo enge wie môglidh auf die befannte TBeife mit Steinen, und find fie verdecét, mit einem Canal an dem DBoden zum leihtern Durchlauf des MBaffers, Die befte Methode, folche Éleine. Ahjüge gu machen, iff bas, was man Coupling nennts da man die Steine auf dem Voden fhrâg gegen einander febt, um untermwärts eine vier bis fechs olf meite dreieige Oeffnung zu machen, Da das Baffer blof von oben in diefe Mbyüge dringt, {o werden fie fo meit bis an die Oberfladhe mit lofen Steinen ausgefülit, als der Pflugfhaar oder die Egge reicht, obne fie gu vervücfen, und der übrige Raum mit lofem ies bedect. Yo man folder Ries haben fann, verdient er alleral vo der âben Rlenerde, die aus dem Graben tam, den Borjng, tweil er das Baffer beer ourdläft, Eine dünne Dee von, Stroh oder à Din- #) Johnftone. p. 74. Œrodenlegung des Sandes, 227 DBinfen gebôrt dan, oder was noch beffer ift, twenn das Sand qur MBeibe liegt, diner Rafen, fiber die Steine, bamit der Ries nicht burdhfalle, oder befonders Moder, to man fid diefen que obern Ausfülfung bedient,*) Diefe Methode der Entwäfferung lift fid bei jebem jâben Rleyboben, et mag nun uu- ten locer fepn oder nicht, antvendens oft bilft indeffen die Vertiefung der Surchen mit einigen Mbzügen dem Uebel gänalid ab, two der obere mafferhaltende Doden nur ein bis zwei Sup Tiefe bat, und unter ibm ein focferes Material befindet das MBaffer abgufeben. Die Mbjüge und vertieften Gurhen müffen daber ganz durch den Rien gebn, Sebr viel gur Berminderung des Grabens hângt von dem gefchicten Pfligen ab. Biel lâft fih ebenfalls bei jeder Art des Rlenbodens dadurd oft ausrihten, daf man ibn in folcher Tiefe aufbridht und ôffnet, da das YBaffer fidh fo iveit niederfenfe, um der ju et- gielenden Sruct nicht zu fhadens daf man ibn aber alsbann recbt veichlich dünge, wie Man in der Gârtnetei die guten Wirfungen folher tiefen Graben fpürt. Dies muf aber mit folhen Snfteumenten gefchehen, die tief arbeiten, obne die mürbe Erde der Oberfläche unten zu Gringen,**) Solde boble Abjñüge müffen von Seuten, bdie es verftehen, mit Sleif und Mecurateffe gemacht tmerden, aud) muf man béfonders dabin feben, daf die ausgegrabene Erde an die Gei- gen fo bingelegt mwerde, af fie nicht tûbrend des Musfüllens wieder bineinfalle, und daf die oberfläctihe Œrbe an einer Seite von der Erbde der Unterlage frei bleibe,***) Diejenigen, twelche gewobnt find, ibr Sand trocfen ju legen, feben nad gerabe die gro- fen Bortheile ein, ibre Mbjhge da, wo fid irgend eine Mbfchüffigfeit zeigt, in fhräger Nich- tung quer durch diefe gu machen, ftatt baf man nach der alten Methode fid nad der abhängi- gen Befchaffenbeit damit richtete. Die erfiere Methode nimmt das Baffer nicht nur wirffamer tweg, fondern giebt ibm einen freien ungebinderten Sauf, Mo der Boden bingegen faft gang eben ift, und wo die Mäffe bio von dem MBaffer der Oberflñdhe berrübrt, da muf es nidt aufer Act gelaffen werden, die Abyüge quer dur das Geld von den Oraben, in Entfernungen von 16, 24 bis 30 Fuf, nach den Umfländen, von einander gu machens oder#0 man die Abjüge an einem Ende nur gum Ueberfliefen machen ann, fie an der einen@eite nicht meiter umpulegen, to nebmlich der Graben die Mae fhon aufnebmen Fann. Der YBafferleiter(drainer) bat auf die verfchie- denen Meigungen des Abbanges mobi zu merfen und den Sinien eine folche Richtung ju geben, da fie in fhrager Ridtung quer über die Hôberm Sciten des Abhanges gebn. 7 2 Die #) Johnfione. p. 74. *#*) Anderfoms Practical Treatile on Draining. p. 99.###) Ibid. p. 149 228 Uchte Abtheiluing, Die Liefe folder Abyhge ridtet fi nad der Befbaffenbeit uns Sage des Vobens, fo wie nad manchen bedeutenden Umftänden. Vordem macte man fie 3 oder 4 Fu tiefs jebt gemôbnlich nur 24 bis 26 Bol. Die Hauptabiüige werden ctioas tiefer, befonders da, wo die Materialien des Bodens locfer finds trifft der Werfmeiftee aber cine undurchlaffende Schict, fo Fann die vermebrte iefe nichts belfen. Sftes Riley, fo mag man einige 3olf bineingeben, um der Seuchtigheit einen freiern bug zu geben. Ueberbaupt muf man die Tiefe darnach ein- rihten, baf das Bich beim Treten darauf nichts verderben Éônne. Meun oder gebn Sol De- decfung von Crde, find, menn das Sand mit Dferden gepflügt wird, gu menig. Drittebalb BUË in ffeifem Rlen if nicht zu tiefs und in durchlaffendem Material iff eine grôfere Tiefe febr nüblih, und wird gemôbnlid fo eingerichtet. 7) Die enge Mnlage der Mbjüge crfpart da, to man Poly und Gtrob gebraucht, viel Süllungsmaterials wo man aber Bicgel nimmt, da läft fie fi nicht antendens demobngeachtet dlvfen fe felten, wenn die Gteine fchrâge gegen einanber gefebt werden, über einen Guf tweit fepn, und werden fie in Form eines Canals gelegt, nicht über 16 Bof. Die Vededung von Erde darf nicht weniger als einen Guf, und in acferbarem£ande muf fie noch darüber feyn. Das in der Mbbildung dargeftellte Maaf iff das für fol Sand gebôrige, twelches vom YBaffer der Oberfläche naf ift, und dur das Gtilleftehen deffelben in dem obern Boben leibet. Sur Musfüllung der Mbjüge ift auf Beideland, befonders bei fleifem Slenboden, Sies, wo man ibn haben Fann, vorguiehen, und die ausgegrabene Œrde Fann man aur Jusfüllung der Bertiefungen in dem Gelde gebrauchen, Butveilen if es febr vortheilhaft, tenn folches Sand abgetväffert terden foll, beim Œr- êffnen des obern Theils der Mbjüge, von dem DPfluge Gebrauch au machen, in berübmter Drainer befchreibt dies Verfabren alfo: die Mbgüge in dem Selde bexeihnet find, tvel- ches gewébnlidh ein Mod von einander gefhiebt, fo gieht man givei Surchen mit einem fhmalen DPfluge(foot plough}, givifchen diefen lâft man einen Balfen Cungepflügten Streifen Mers) von ettva 15 Sol Dreite, diefer Dalfen wird dann mit einem ftarfen dau gemachten doppelten Gchälpfluge(breaft plough) aufgefpalten und eine reine Burche von 14 bis 15 Solf tief ge- macht, brandt man nodmals den Pflug, um an die Oberfläche des Lien zu Fommen und die Surde wird an 18 bis 20 Boll tiefs dann Fann fie mit einem Grabfcheide zu einer Sei- tung von 15 Sol tiefer fo eng tie môglidh gemadt werden,**) Benn die bagu erforderlihen Dfüge nidt bei ber Hand find, fo lt fih dies auch mit dem gemeinen Pfluge machen, twenn er gut befpannt if, dann ziebt man eine doppelte Surche von 5 Soil und[âft einen Dalfen in der Mitte, auf äbnlihe Beife wird Diefer dann gum gtvei- ten *) Johnfione. p. 147:#*) Man fehe Annals of Agriculture. Vol. VIII, p. 164. ŒTrodentequng des Landes, 229 ten male ausgcpffigt, und barauf fucht man der offnen Surche mit einem gemôbnlihen Schül- pfluge, der gmeimal in derfelben gefchoben wird, die môglichfte Tiefe gu geben. Die lofe Erde und Unebenbeiten werden in der Breite von einem Guf ausgefhaufelt, fo daf eine reine offne Gurche nach Erfordernif des Sandes in verfchiedener Tiefe entftebt, getwôbnlid) von 8 oder 9 Soi, Mit dem Abmäfferungsfpaden wird enblid die Gurde ju einer Tiefe von 2 Fuf und dariber gebracbt, und ivenn fie nicht binveichend fepn folte, fo terden noch) ein oder givei Grabfcheid voll Œrde berausgenommen, fo da fie noch über 3 Gub tief toivd, Da, to eine grofe Menge Baffer in eine Seitung binein trâgt, ift es eine nothwenbige Regel, nicht viel Abjüge in einen Jusfluf gufammen qu leiten, fondern fe, befonders bei abfchüf- figem Doben, môglichft von einander getrennt angubringen. Die zu WBafferlcitungen eingerichteten Spaden find von verfchicdener auf einander fof- gender Grèfe, nachdem der Doden regelmäbig enger wird, fo wie die Schaufeln zur Ebnung der Seitungen befonders dienfihe Snftrumente find, die man fic in der Art balten muf, wie die Unlage und Grèbe der Seitungen es erfordert,*) Man Fann darüber die Abbildung nadfeben, Man #) Die Roften ber Abiwäerung find na der befondern Lage der Dinge unterfdhiedlidh. Sn Suffolf beträgt das Musgraben und Ausfüllen von 2 Grabfcheid 3 Schillinge und 3 bis 6 Pence auf 20 Rods Ça fcore) obne iweiteres Trinfgeld. Sn Effer begablt man fûrs Graben r Sh. 8 Den. IRit Stoppel ausjufüllen 4 Dence das Oteige Rods ohne Dier, und ein geñbter Arbeiter grâbt, twenn das Land nicht fteinigt ff, 23 bis 24 Rods. Mr. Games Young berechnet die Ausgabe des Garmers, um einen Acre Land abyutväffern, alfo: Einen Mere Meigenftoppel abgumäben und foviel als ju clnem Here in die Df. Sp. Pence. £eitung zu legen binveicdet, sufammen 3u barfen 2— 2— Hdt Score(20 Rods) Leitung ju graben 3 3— 1,13 4 Mit Otoppel auszufüllen 2 3:= 2 8 Mebenarbeit mit dem gemeinen Spaden, im Durchfdhnitt eines Tages Arbeit für einen Mann 2 3£—_ ï 4 == 19 4. Lord Dette bemertt, baf der Preis der Hrbeit nach der Methode, die man befolgt, fich richte. Er pflügt gewôbnlidh mit einem gemeinen Dfluge und gmwei Pferden gmwei eingelne Gurchen, in deren Mitte ein Balfen bleibt, bden er nachber mit einem breiten Dfluge und drei Pferden neben einanbder, welche 2 Soil tiefer als gewôbnlich pflügen, auépfligr. Die reine Ausgabe madt x Sh. 6 Pence per Acve, obne die Leitungen zu 1 Hod. Dies if das Berfabren beim DBradacder. Die Arbeit des Grabens betrâgt 2 Pence, und ein Garthing oder gwei Pence einen balben Pfennig per Rod, und die Ausgabe für die gange Avbeit eines Mere, wo gwei Grabfheid Ticfe ausgegraben wird 4 PF. 3 Sh. 6 Pence per Here; mit dem Pfluge und ein Grabfdheid tief ctioa 3 Df.; mit dem Dfluge bloÿ x Pf. 15 Sh.; ohne Pflug und den Grab: fheid tief in die Rleplage Dinein 2 Pf. 7 Sd. per Acre, Pad a 230 Achte Abtheilung. Man bat verfhiebener Geräthfhaften in Gorm eines Pflugs, um mit einem male eine Seitung zu machen, eingurichten verfucht, jebod) nicht mit fattfamen Erfolge. Der von Adam Scot erfundene und von Derrn Watt verbefferte fogenannte Maulwurfspflug Éann zu getvif- fen Gabrsjeiten in einigen befondern Dodenatten bdiefem Sivecde entfprechens; erfordert aber eine febr ffarfe Befpannung. So wiünfhenstwerth eine folhe Mafchine jur Erleidterung die- fer Arbeit und zu mebrerer Mobifeilbeit derfelben auch iff, fo befigt der Sandmann bis dabin doc) feins, bas dau vôllig tauglidh are, ï Man Mad Herrn Majenbdie’s Beridt tar feine Ausgabe:' Die Leitungen mit dem Éleinen oder feiten Grabfcheid ausjuftechen auf 20 Dards 2 2 Ô 1Sh. 8 D. bis 2 Sd.— MP. Awvei Grabfeid Tiefe in den Sauptleitungen 2 3©. Lh bis 3 SA, 6 À: Go belaufen fidh die untetn Abyüge Cobne die von 1 Rod) mit Einfhluf des Holges, Otrobes und anderer Gülungen in der Musgabe auf 2 Pf. bis 2 PF. 5 Oh. der Ace. Mr. Rent bemerft, baf die Dreife eh verfchieben find, und giebt, iwenn die Leitungen r Dole von einandet find, folgende Derednung, als die môglichft genaue auf einen 2cre an: Df. Sd. DPence. Cr 2 Den Graben nad dem Gefälle ausguarbeiten£ 6 Die Gurchen ju giehen z::: pr 7: 160 Péles ju graben und auggufülfen à 2 Pence::: 6: Holy, ein Dündel von 12 Guf Länge ju z Dole,-mit der Anfubr, 4 Dence das RTE. 3;; à ue à Gin balb Guder tro mit der Anfubr 3# Ka; dr Magraben an den Enden wo der Pig nidt binveidit: EN of 6 4 18 6%: Par Miboleton giebt in feincm Beriht über den Aferbau in SRibblefez die Husgabe für éwäfferung von Enfieldchafe alfo an: di Gewébnlide Leitungen, 20 Doles, jedbe x8 Soll ticf 3 3 ch.— D. | Pauptleitung, 2 SUP tief in gleicher Lünge Ê; 5 Sp.— D. Grinfgeld auf jeder Steige(lcore) Ô 2:— Sd. 2P. Dem Atbeiter die Gnfrumenten ju vertvabren und in Ordnung gu balten. | Die gewôbnliche Entfernung: eine Furge Dole von einander. Sn dem Deridt von der Landfchaft Rent wird die Ausgabe biefer Abwäerungetmeife su 15 bis 30 Schillinge den Acre angefclagen, je nachdem viel oder enig Abjüge erfordert twerden. Und in der Mgronomifdhen Ueberfidit der Lanbfhaft Sommerfet wird als beftimmt angegeben, daf Haupticitungen gtei und einen balben$uÿ tief und gtwei up meit, in einem fdhtveren frengen Sley: boden für einen Schilling und feds Pfennige der Nope von 20 FuG gegraben terden, nebmlid: Die Leitung auspugraben und Oteine binein ju legen, per Hope, 3 9 Pence. Œin uder Gteine ausgubredhen Ê 3 a z nue Das Suder angufahren 5 2 3 3 Ù He Geder Rope erfordert aber cin und ein balb Suder Strine. ||| Rlcine Leitungen, die gum Dauptabjuge fübren, laffen fid für sebn Dence auf smanig sup, 5) anlegen. 3 Srodenfegung des Landes, 231 Man bat nec eine andere dau erfundene Gerätbfchaft: ein fhmweres Rad mit einem fharfen fhneidenden Mande. Yn der Ucberfidt ber Sandfhaft Effer wird angefhbrt, daf ein folhes Mad aus gegofenem Cifen beftehe, etroa vicrbunbdert Centner wiege und bier Su$ im Durhmeffer babe, daf der fhneidende Mand einen balben Boûl dif und gegen ben Mittelpunct gunebmend dicfer fen. C8 fneidet vaber funfebn Soil tief, unten einen balben und oben vier 3olf breit, um eine Seitung ju machen, ein, Dies Mad befindet fi in einem Gcftell, vermôge deffen es nach den Umftänden fiwerer gemacht werden und nad dem MBiderftande des fandes tiefer oder flacher einfneiden fann, man den Doden im Binter fo ausgeferbt bat, fülft man die fo entftandenen Seitungen mit Strobfeilen und bedect fie gang leicht mit Crdes oder man läft fie auch durch die Riffe der Sommerfonne teiter und tiefer werden, und füllt fie dann mit Neisbols und geflochtenem Strob aus, telches mit fo viel als môglidh loferer Erde bedecét twiro, Auf diefe Meife legt man verdedte Abyñge mit febr geringen Koften an, tie die Erfabrung auf Gras oder niedergelegten Sande befttiget. Man Fann 3tvôlf Mere in einem Tage mit diefem Made abmäfferns befonders gut gebt es von ffatten, tvenn der Erdboden von der Mûffe iweich if, Mm beften pañt fidh diefe Abwaüf- ferungsart für folhes MBeideland und Sufiftüfe, deren Oberfläche weidh ift und nicht von fchtvc- tem Biche betreten wird, Œine Art Plug, die man Miner nennt, und verfhicdene Mrten gemeiner Seitungs- pflüge, Hat man zu dem Bebufe eingerihtet, das acferbare Sand in beträchtliher Tiefe damit qu ôffuen, ufib bas Maffer von der undurchlaffenden lenlage im Unterboden abjuleiten, Œie find in der angebängten Kupfertafel abgebildet. Ueber die befte Sabrszeit jure Mbwäâfierung mit verdecften Mbgügen ift man fidh nicht gang einigs einige gichen die Minterseit vor, iweil man im Sommer viel andere Gefchäfte bat, Jus den verfchiedenem Suftande des Mers in diefer Vabrszeit ergiebt fi aber, daf fie daju nicht die günffigfte fens daf vielmebr die erften Grüblingsmonate, io man Arbciter haben Fann und feine andere Mrbeiten des Sandtvirths dagvifchen fommen, die befte Seit dagu if, iveil dann alle Umftände fie mehr begünftigen, als felbft in den Sommermonaten, fi indeffen die Hrbeit diefer Mrt durd die Ausdebnung des Heldes hâuft, da mâffert man die Stoppel im Binter, die Drache im Sommer ab, Einfihtsvolle erfabrne Drainer balten jedoch bdiefe Mrbeit am beften dann ausfübrbar, tenn das Sand zur Grafung niedergelegt oder frifch bag eingefüet if. man bat bemerfen tollen, daf der Pflug fih sur Deffnung der Gurchen dann am beften anmwenden laffe,*). a *) Serr Sobnftone bemerfthiebei: Lord Detre sicht ein cben gelegtes Grasland vor; et bat dayu einen nad einfacen Grundfäben eingerichteten Dflug, iwelcer mit fes Pferden 1o bis 12 ie tief pflûgt, Are PP 7 TR 232 Adte Abtheilung, Da die Sheiden stifhen den naffen und trocfenen Stellen des Sandes fi in der Soin- tmerbradhe am leichteften bemerfen laffen, und bie fleinen Unebenbeiten am beften tweggefchafft soerden Éônnen, fo ift biefe Sabrsgeit unftreitig die bequemfte, folche Seitungen angulegen, die blog que Mbleitung des Waffers von der Oberflädhe dienen. Sur Musfüllung diefer Seitungen bedient man fidh verfhiedener Materialien, fo rie man fie leicht und bequem haben Éann. Die gemôbnliften find: Gteine, Holy, Gtroh, Heide- Évaut und eigens dagu gemachte Siegel, Debient man fih der Bruchfteine, und die Seitung wird unten tie ein Canal gemacht, fo muf der Graben binlänglich mweit fepn, um an beiden Seiten Steine feen zu Fonnen, ettwa fehs of von einander und in gleicher Hôbe mit einem flahen Steine, als Decfe darüber; alsbann bat man eine fichere Seitung. Man nimmt auch, und das ift twobifeiler, brei fladhe Gteine, febt fie unten fchrâge an einander und decft den britten oben drüber und macht fo einer dreiecFigen Bafferlauf. Auf diefe Art follen fie fich nie verfüllen, auch ibrer Cinrichtung nad) fih nicht verfenfen, erfordern fie meniger Steine, menn gleih beide Mrten immer fofibarer find, als fwenn man mit Éleinen fofen Steinen ausfülit. Yu einigen Gegenden bedient man fi der Fleinen Riefelfteine aus dem Rreideboden, oder anderer Éleinen@teine aus den Riesgruben zur Güllung. Diefe find jedoch nur für Fleine £eitungen bvauchbar, überbaupt ift die Musfüllung mit Steinen, ba fie eine grôfere Boite im Doben erfordern, Éoffbarer, als mit Holy oder Strob, jedem Halle müffen die Steine vecht veine, obne daf ibnen Rien und dergleichen anflebe, zur Musfüllung gebracht werden, um den LBafferlauf auf eine MBeife zu bindern, Man giebt den mit Holy ausgefüliten und mit Strob bedecten Seitungen, vor dener mit Stein oder andern lofem Material, den Borgug, Gie verftopfen fih mweniger und felbft das verfaulende Sol bleibt durchiaffend,*) Der Schiwaridorn ift gum Musfüllen befonders brauchbar befunden, er bâlt fich lânger im MBaffer, und giebt bei feiner bufchichten Natur dem Baffer einen freiern Durchlauf, Man pflüagt, und bie Surchen fo regelmafig ausfhâlt, af8 tuâren fe mit bem Sypaden gemacht; fo baf,: nachz dem die eitung ausgegraben und gefülft if, bie Surche twieder in ibren Plas fommen und mit einer fhiweren IBalge eben gemacht werden fann. Œr gräbt mit dem gemôbnlihen Grabfheid nur viersehn Bof tief aus. Mods foffen 2 Sh. 8 P., der Graber bringt dafür aud das Ausgefurbte wieder an feinen Plas. Er braucht biefen Dflug auch in der Drache, jeboh nidt mit dem Œrfolge, weil viel{ofe Œrde in die urche fâlt. Die often d% Ausgrabens betragen alédann auf jeden Rod 1©. 2 P. e #) Œin Suder DBafferholz von 120 Bündel, reidht auf 160 Robs ju— 350 englifhe Rutben.— Ein Suder Otrob von 120 Bunden thut baffelbe. Dols foftet 14, Otrob 18 Schillige. Wenn die Züge eine Muthe auseinander licgen, fo macht die Ansggabe auf einen Acre 12 Sbillinge. Œrodenlequng des Landes, 233 Man füllt die Sige au nod fonff mit Sol; auf eigene Art, inbett man Fafdinen oder A6fatf vom WBafenbol;, auf fleines bobigelegtes Meisiverf, in dem Boden der Bafferlei- tung legt. Man bedient fih freilih in den nôrolihen Gegenden biefer Methode mit Erfolg, und fie mag bei folhem Sande, das nidt in der BeacFerung if, ibre Mniwendung finden, denn es gefchieht guwveilen, daf bas Bieh folhe Süge beim Pfligen febr leiht burchtritt, und den Durdjjug des IBaffers bemmt, tmwenn die Süge nidt in beträdtliher Dicfe mit Erde belegt find. Sn der Graffhaft Cârmarthen in Ballis, fdhneidet man die ftatfften Gtüce von Bei- den oder andern Bafergemächfen, in einer Sänge von etrwoa gwangig Solf beraus, und febt fe Freuptoeife in den Graben, fo daf bdie eine Seite auf dem Doden ftebt, bdie andere fid an bie entgegengefeéte Seite lebnt, Benn dies gefcheben ift, wird der Maum in den obern Tbeile mit den feinern Neifern ausgefüllt, und über das Oange Rafen, Strob, Dinfen u. dergl. gelegt. Man bat Weiden- Ellern- und Efpenbufh, au Fmweige von Diüchen iuferft dauer- baft befunden, tvenn fie frifd gebauen in ibrem voler Saft bineingelegt wurben, gefhah es aber, nacdem das Dufhbolz fhon trofen gemworden, fo vergiengen die Züge bald, Der De- richterftatter über die Graffhaft Cärmarthen, bat MBeiden gefebn, Die in einem Moorgrunde dreifig Jabre gelegen, und deren Minde nod fo frifh und faftig war, als mûren fie Fürylich gebauen worden, und Bücden, frifch ins Baffer gelegt, Dalten fih Befanntlidh febr lange. Herr Majenbie glaubt actzebnjäbriges Bolz beffer als zebn- oder pwblfidbriges be- funden zu haben, Dei der Husfüllung der Seitungen mit Strob, vo der Boden aus bindendem Thon be- febt, trâth man, fie nabe an einander, nicht febr tief zu maden, und blof bamit ausufülfen, da es gâmlid unnôtbig ift, ol oder irgend ein anderes daucrbafteres Material anguivenden, weil die Seiten der Süge nicht niederÉrümeln, Sn folhen Fâllen darf die Entfernung der Züge von einandet nicht unter drei oder vier Pards fepn, und ettwa gwanzig oil die Tiefe Man sirde diefe Abyñge leicht evft mit dem Pfluge machen, dann den Doden der niedrigften Gurde ausfaufeln und no einen Stih mit dem fpisen Spaden berausnehmen Éônnen. Sole Süge Éoften mit den Materialien auf gwanjig Rods, etwa 2 Sc, 6 P. Man bâlt es jet für vôllig überflüfig, in einem Doden bdiefer Art, ein dauerhafteres Ausfüllungematerial, wie Stroh, gu nebmen, da die thonigte Œrde über demfelben, eine fo fefte, faft gemôlbte Decfe bilbet, daB folche das Betreten und Defabren vôllig aushalten Fann; und da das Strob in wôlf, bôchftens achtzebn Monaten vôllig vergangen ift, und in jebem Zuge eine veine Moôbre bleibt, die dem Baffer einen freien und leidten Durdyug gewäbrt, tenn man fie mit porèfen und locfern Thcilen der Oberfläche forgfam ausfüifr, Die befte Methode, boble Züge mit Strob ausgufüllen, beftebt unftreitig barin, daf man bas Strob in Seile mindet, Oembbnlih tritt man das lofe Stroh in die Züge binein, Erfter Theit, G 9 beffer 234 Acte Abtheilung, beffer und tirffamér ift e8, tuent man bas Gtrob in barte Seile mindet, Es gebt diefe Mrbeit aud) féneller von ffatten und erfordert nicht mehr Stroh. Das vom Bieh durchfreffene foi na der Erfabrung des Serrn Dedwell zum Minden am gefthicteften fer. Man bat unterfhiedlih au Fiegel dau gebraucht, find’ aber im Gangen ju foftbar, und qur Mbwäfferung der Oberfläche nicht befonders gecignet, vielmehr Quellen aufsu- fangen, todurd eine grofe Strecfe Sand trocfen gelegt terden Fann, obne daf man eine grofe Menge folcher Materialien gebraucbt. Diefe Ziegel haben mebrentheils eine Ausbôbliung gum Durchyug des Baffers, und werden auf thonigtem Doden obne Unterlage gefebt, auf finfigem aber feft man fie fo auf einander, baf ein eolinderformiger Durdug des VBaffers gebilbet wird; oder man legt fie auf getwobnlihe Mauerfteines Die Mbbildung der Siegel findet fih auf der Rupfertafel. Gun Effer und andern Diffricten bat man auch gebrannte Ebonrobren, von etoa act- gebn Soil lang und brei bis vier im Durchmeffer. Da fie aber febr enge find, fo ift ibr Oe- brauch nur febr befchränft. Da die Abwäfferung eine Sache von Bibtigfeit if, und auf die gefthicFte Ausfübrung der Nrbeit febr viel anfommt, fo muf man nicht die Ausfüllung, fondern blof das Graben und Reinmachen verdingen, lâft man im Tagelobn und unter genauer Muffiht machen. Mr. James Young von Clarc, geffattet nie, daf der Mrbeiter, welcher den Oraben aus- füicht, ibn auch fülle und bedecfe. Cr muf offen bleiben, bis er oder fein Snfpector ibn untet- fucht haben, wird er ausgefüllt, und gtwar wo müglidh noch an demfelben Sage, damit er von Nûffe und Groft nicht befchüdiget merde, Die Mindung wird gleih mit etlihen eingez fchlagenen Dfñblen verfeben, um fie gegen âubere Defchädigungen zu fihern, Metboden, Bergmerfe, Gteinbrücdhe und Gruben zu entmäffern, Die bereits entwicelten Grundfäbe der Mhiwäfferung finden bei den Vergrverfen, Stein- brüchen und Gruben, um Mergel oder andere Œubftangen der Art au getvinnen, ibre gang eigene Anivendung. Dem in folhen Gruben, tvelche an einem Mbbange angelegt find, entfpringendem bin- derlihen MBaffer, giebt man dadurch eine Hbleitung, bdaf man in dem niedrigften Rien der porôfen@chicht grâbt oder bobrt, wo bas Diveau ibrer Sage niedriger als das ift, torin die Grube oder Mine liegt. Um bdies ju bemerfftelligen, muf man vorber genau miffen, ob fi bôber auf der Er- babenbeit, als two die Mine oder Orube angelegt if, irgend eine pordfe Schicht geige, twelche it Œrodenltegung des Landes,| 235 ife Baffer in deu. baruntét befindlihen porôfen Rôrper leiten Éonnes trifft tuan bdiefe an, fe lägt fih bas IBaffer leidt ableiten, daf es nicht in die Grube niederläufr, würde ein Theil YBaffer an den Geiten durchfenben und den Arbeitern binderlich werden, MBenn dies der Gall if, fo lift es fich an folchen Stellen leicht bei Seite fhaffen. Man gebt der po- rôfen Schidt mo môglid big babin, to fie endet, nad, und findet man Dier ivgend ein Bei- chen eines natürlichen Mbfluffess fo legt man da einen grofen SeitungBgraben an, uin dem YBaf- (et einen freicrn Abqug gu geben. fid) aber fhatt beffen ein dides Bette irgend einer une burlaffenden Œubftanz, fo darf der Grabeu nur eine Fleine Gtrecfe Dincin gezogen und das Uebrige durhgebobrt werden, um dem Baffer einen freien Sauf zu verfchaffen. Jn diefer MücE- fiche ift die Abtväfferung folder Gründe, telche oberbalb den Minen und Graben liegen, âu- ferft vorthcilbaft.*) Um das WDaffer im Boden der Gruben wegjufchaffen, empfiehlt man ein anderes Ver- fabren; da bas Niveau des Grundes mabrfcheinlid nirgend niebriger, als das der Ocffnung der Grubeift. Mur in den Gâllen, 10 die Rihtung der Shidht und die lofern Materialien eine Meigung mit der Oberflhe bat oder wagerecht liegt, Täft fi die vorbin befchriebene Me- thode mit Bortheil antenden, IBo aber die Michtung entgegengefebt ift,. bleibt nur der einjige Berfuh, das Baffer guentfernen, indem man das Mufhôren derfelben an der andern Seite der Cxbabenbeit ausfindig macd)t. So twirft man beim Graben der Gruben und Minen dem Maffer entgegens auf eine bavon verfchiedenere Art verfâbrt man da, 10 fi das Baffer im Boden derfelben anbâuft oder aus der felfihten Schicht an den Geiten durchfenhet, Hier muf man entweder zur Pum- penmafcinerie feine Suflucbt nefjmen, oder man bobrt and) in bem DBoden bis auf eine durd- faffendbe Sage dur, um auf diefe MBeife dem MBaffer einen Mbjug ju verfhaffen. Man bat fich biefer Merhoden Din und twieder in verfchiedenen Sagen febr vortheilhaft bedient,**) Bei dem Ausbrechen der Steine in den Steinbrüchen trifft es fi nicht felten, daf bas SBaffer, twenn die Hrbeitsleute auf eine getviffe Tiefe gefonmmen find, aus der felfidten Side, in mwelcher es eingefcloffen war, Dervorbricht. Man bilft fid in folhen Fâllen gemobnli ur Foftbare Mafdinerie oder durch tiefe und befwerlihe Graben, Da fidb aber dann aud bäufig trifft, af das MBaffer fomobl unten als an den Geiten des Gelfen durch ein nudurdh- faffendes Material, als Rien, eingezmängt ift; fo Fommt man leicdter und twobifeiler ab, iwenn man eine Seitung durch bas undurclaffende Material, tvelhes das MBaffer einfchlieft, an der am mebrften abbängigen Seite mat. wird jugleid ber nabe gelegene Grand troen, Gn andern Fâllen, wo das IBaffer durch die pordfe oder gefpaltene Steinfchicht finft, und burd Go 2 eine *) Johnfione p. 78:#*) Agricultural Report of the County of Hertford. 236 Acte Abthcilung, eine dichtere unten angefamtmlet wird, unter tvelche fich eine von Sand, Lies und andern locern Materialien beftebende befindet, darf man nur durd die compacte Shicht graben oder bobren und fo das Baffer nntermwärts ableiten, Diefe Methode bat befonders da ibre Boryige, wo das Œnde der felfihten Schidht, bas gewôbnlih aus lofen tien, deffelben Oefteins mit treibartigem@ande, in ciniger Tiefe beftebt, burchftochen wird,*) Hud in Mergelgruben, bdie ibrer Sage na mebrentheils der Entmâfferung bedürfen, iff ein folche Mbleitung unterwärts in die loere Schicht febr au empfeblen, Man macht zu dem Enbde in der anbaltenden Schicht die erforderlichen Gruben, und tenn man fie fo fief gemacht bat, daf fie einfallen môchten, fo füllt man fie mit lofen Gteinen, zum Durclaffen des af fers, aus, und febt die Geitenleitungen mit ibnen in Berbindung. Sn einigen Sagen folher Gruben, wo die Daunf an der entgegengefeBten Seite fich tie fer als bas Diveau des Maffers neigt, Fann man nod auf eine leichtere YBeife zu MBerfe gebn; indem man nebmlidh eine Seitung da binein macht, und mit einem tiagerechten Dobrer in das Ende der mafferhaltenden Schicht durhbobrt, und auf biefe WBeife es entfernt und unter dem Miveau des Mergel balr. Mübrt abrigens das MBaffer von Quellen ber, fo müffen diefe gebô- rig aufgefangen werden, ebe ffe Die Mergelgruben erreicherr Fann, Bon diefen bereits über die Erofhihten dargelegten Drincipien, léft fi auf das Brune nengraben gum grofen Bortheil des Unternebmers eine febr gute Antvendung machen.**) Œxifft man nebmlih beim Brunnengraben guerft auf eine lofe Schicht von Sand, Ries u, a im, fo findet fi) bas Maffer felten eber, als bis man den$Klen oder eine andere undurch- faffende Schicht erveicht bats oder, wo anfangs$len und undurclaffendes Material war, da befômmt man nicht eber Baffer, als bis der Oräber bis auf irgend eine porèfe Gubftans, als Gels, Gand und Kies gefommen if,***) Die Hbtwäferung bleibt demnächft für den Sanbtvirth, der einige Verbefferungen machen will, immer bas erfte und mictigfte, und die gemadten Erfabrungen von den mobithâtigen Birfungen der Mbwäfferung fheinen faft unglaublih, fo daf der MBerth des Sandes auf das fünf bis ficbenfache erbôbet worden, nd mwenn zu Hnfange einer Pabtung diefe Abmäfferung vorgenommen iff, fo fann der Cigenthümer einen angemeffenen 3ins der dadurc vorgefchoffenen Summe verlangen, und bei ernenerter Pachtung diefe um fo viel bôber ffcigen faffen. Che und bevor man aber zur Mbtwäfferung freitet, fo muf man fi davon überzeugt haben, daf man von Quellen in irgend einem Material eben fo wenig etivas ju befürchten babe, wenn eine grofe Tiefe der lofen und locern Schicht obne thonigte Zivifchenlagen ftatt findet, oùer *#) Johnfione p,. 4.*#*) Ibid. p. 70.##*#) Darwins Phytologia.| Trodentequng des Landes, 237 ober tuenn im Gegentheil der undurcblaffende Doden fic in grofer Ticfe erftrecft, und daf, tvo der Gchade von der oberflñclichen Mäffe, die eine Golge der fteifen anbaltenden Matur des Do- dens ift, berrübrt, man befondere Mufmerffamfeit auf die Defchaffenbeit und fage des Sandes, die Ritung, Ausftehung und Güllungsart der in folchen Gâllen anmendbaren verdecften A6: süges und gu gleicher Seit auf die Erbôbung und Gurhenabwäfferung fowobl, als auch auf die AufloÆerung des Dodens in einer guten Tiefe, twenn er beacfert wird, ju vertvenden babe; da von einer treuen Yusfübrung jenes Gefhäfts und der Berbindung des lebtern damit, Der gute Exfolg der Erocentegung grôftentheils abhängt. Dei der grofen Berfhiedenbeit des abgutväffernden Sandes Fômimt es nâchfidem vorzñg= ich barauf an, genau zu tiffen, aus twelcher Quelle oder Urfache irgend eine Mâffe im Doden berrübrez da man obne gebôrige Borfidht in diefem Stüce manche unnôthbige$eitung anfegen und viel Geld verfhiwenden fanns und eine febr verfchiedene Bebandlung Da, 1v0 das Baffer blog in der Oberfläcdhe fid) befindet, Da es von fiferndem Boden oder andern Quellen her- vübrt, anguwenden iff, Reunte RTE RES SR Reunte Mbtheilung, Mn LETDLEN LES* Doc Berfabren, vermittelft des Geuers, das CErdreih in einem fruchtharen Suftand ju brin- gen, oder die Operationen des Mbftehens und Brennens der Marbe oder Oberfléche, ift eine fon in frübern Seiten angemandte Methode. Es imerden dadurch verfhiedene Berânderungen in den Materialien des Erdbodens hervorgebrachts einige, von denen man glauben follte, daf fie der GruchtbatÉeit mebr binderlidh als forderlid) wâren, andere bingegen, welche augenfhein= lich die Kraft befiben, ffe in einem boben Grade zu vermebren, Die Einmirfung des Geuers, swâbrend des Serbrennens, befonders wenn es zu einer grofen Die getricben wird, muf ge- twiffermafen werderbende MBirfungen bervorbringen, indem fie die euchtigfeit und elaftifhen Deftandtheile, welche der Doden enthält, vertreibt und gerffreuet, und Die damit verbundene animalifche und vegetabilifhe Materie zerfiort; dagegen wird durch fie in manchen Gällen gro- fer Vortheil und Berbefferung bervorgekradt, indem fie die frifhen vegetabilifhen Erzeugniffe in eine alfalifche faljartige Afhe verrmandelt— iwelhe, tie wir Bereits gefeben haben, Die Gigenfhaft befigt, den ettva gurübleibenden Tbeil vegetabilifher Materie zur Pflangennab- tung gefhicft su machen— und indem fie den Sauerftoff mit den thonartigen, erdigen und anderen Deftandtheilen dergeftalt verbindet, daf fie fidh der Begetation in ibrem erften Degin- nen mittheilen. Jus dem erfteren Grunde làft fidh die grofe Gruchtharfeit eines fo bebandelten Sandes erflärens da bie in der Afche enthaltenen falzigen Subftangen, die vorbin unfruhtbaren Tbeile des Erdbodens zur Pflangennabrung gefhi£t machen, und den einfaugenden MBurgeln der Pflangen nabe bringen, Go viel Fruchtbarfeit bicdurch bervorgebracht wird, fo muf ber Doden doch gar bald erfhôpft werden, wo nicht Gras oder einige andere grüne rüdte in ge- bôriger Mbivechfelung darauf gebauet merden, tie dies bie Erfabrung der gefchicdteften Sand- tirthe beftütigt. Die falzige Materie wirft nod) auf einem anderen Mege auf die Vegetation, und gtwar Durd den grofen Meik, welchen fie beFanntlid) in den MBurgeln der wachfenden Pflan- gen bervorbringt, toburch fie biefe gur Mufnabme mebrerer nâbrenden Materialien aus dem Boden 1} Neunte Abtheïlung. Nafenbrennen, 239 Bodert dencigter mat. Lnb auf einem fo gubereiteten Sande, befonders twenn es Flepartig if, verbindet fi wabrfcheinlid in einigen Süällen um fo mehr Sauerftoff mit den Rlentheilen durch das Geuer, als in befondern Lmffänden es dadurch gefchict wird, eine falpeterartige Sâure zu bifdens— wie dies der Gall mit unvolffommen gebrannten Siegelfleinen iff,*) tweldhe, two RalË gugleidh mit Afhe gebrauchr wird, eine rt von Falfigem Salpeter enthaltens—.eine Gubftanz, tvelche der Vegetation auferft forderlicdh ifé Dei dem Rafenbrennen leidet der Doden unftreitig dadurh, bdaf eine Menge vegetabi- fifher oder animalifher Materie vergebrt, oder in Foblenfauren Suftande und andern[uftartigen Geftaiten erftreuet werden; denn befanntlidh fann Éeine twefentlich erdige Materie durch bdiefen Proces gerfiôrt und tweggefübrt werden; dagegen Fommt er in den mebrften Gâllen, bei gebôri get Detverfftelligung diefes Gefchäfts, in einen lodern und mürbern Suftand, als vor biefer Operation, und wird dadurch gefchicter gur Cinfaugung der efaftifhen Deftandtheile aus der Atmosphâre, Ein einfihtsvoller Srbriftfteller berechnet den Verluft der vegetabilifhen Materie aumeungehn Theilen von gwangig.**) Da er uns aber nicht fagt, was für ein Grad des Ver- luftes folher Materie durch diefen Procef da ftatt finde, ivo fie dem Boden felbff genau einver- feibet ift, er auch die Art des Verfuches nidt angiebt, fo find wir gencigt ju glauben, daf er auf diefe MBeife bei iweitent nicht fo gro fen, als wenn die vegetabilifhen Materien allein für fi verbrannt wâren. Mad) den Berfuchen, welche wir gemacht baben, folhe Dodenarten, welche eine grofe Menge vegetabilifher Materie, tweit mebrere als gemébnlihe Dodenarten, enthielten, ift der Berluft bei tweitent nicht in diefen Maafe gewefen, obnerachtet eine eit flärfere Gluth, wie gewôbnlih gefchiehet, angewandt wurde, bebauptet derfeibe Schriftfieller, da nur die Mfche von frifden Begetabilien fire alfalinifhe Salje giebt, und die von trocfnen und verfauften Feinestweges fie bervorbringt, fo fen die durch diefen Procef enthaltene Menge von AlFalien und andern falzigen Materien fo geringe, daB, ivenn davon alfein die Nib- fihfeit und der Bortheil des Berfabrens abbinge, es wirthfchaftliher fepn mürde, fie zu Fau- fen,***) bat inde gelebrt, daf die Mfde an und für fich den grôften Muéen leiftes alle Sandwirthe, die fi mit dem Mafenbrennen abgegeben haben, fanden, daf da, to bie Mfche bingeftreuet war, fobald der Procef geendigt, die Aberndtung febr teichlich ausfiel, da- gegen da, wo man fie megnebhmen mufte, die Gruchtbarfeit folcher Stellen nur den achten oder gebnten Theil gegen die andern ausmachte, Die faligen Gubftangen, twelhe mäâbrend des Mafenbrennens fid Bilden, find fires Pflangenalfali und vitriolifirter Meinftein: im lebtern Galle verbindet fi das Mifali der ver- gebrten vegetabilifchen Taterie mit Schmwefel und Bitriolfäure, welche bâufig in einer oder andern #) Darwins Phytologia. p. 205. #*) Dundonald, on the Connection of Agriculture with Chemifiry. p. 147. FAN) /p 148. 240 Neuute Abtheilunge anern Combination im Bobent befinblid) iff. Diefe Subftangen beféroeen den Pflangentunchs ganÿ auberoroentlid. Qu den beiffamen Birfungen des Mafenbrennes Fominen noch biefe: vetfchiedene Hrtet fofechter Pfangen, als Seide, twilber Genft, Binfen, zûâbe Grasarten werden gânglid) get= ftôct und in Foblidten, ftaubartigen Buffande gebradt, fo baf diefe vorher fhâdlihen Pflan- gen nun gur fnellen Servorbringung anderer nüblien dienen müffens twogegen fle bei ibrer grofen Œlfafticität und Ungerfièrbarfeit, ofne Œrleibung biefes Drogeffes, den Doden ju leicht und locfer maden mürden. Der Buffant des Dodens wird in NhcEficbt feiner Teptur, gleidfals oft febr verbeffert, indem er müvber und flaubartiger wird, und der Dünger fid fowobl darin mehr verbreiten, alé aud die Murgelgafern der tachfenden Pflangen leichter fortfpriefen fonnen. Bei biefer Rabicalgerfférung, ivenn Îfe burc bas Brennen gut betverfftelligt iff, bete gebt das Unfraut gämgli, der Boden tmird rein und Fann nun feine nâbrenben Srûfte auf die darin gepflangten Gemädhfe vertvenden, Jus diefer Ueberfidt der Art und Deife, wie Das Rafenbrennen zur Berbefferung des £andes tvirfen Fann, gebt fo viel bervor, bag bies eine Art der Bearbeitung fen, Die fic für einige Arten des Bodens mebr als für andere paffes ift et 3. D. Leicht und dünne, und viel vege- tabilife Materie in dem Doden angebäuft, entweber von vertweften DPflangen oder twiederholt binein gebradten Dünger, obne eine flarfe Marbe, fo fann bas Drennen bei allugrofer Hibe und ungmedmäpigent Gruhtmechfel nactheilig werden, indem bie in dem Boben enthaltene nüglie vegetabilifdhe Materie vermindert und Éein Erfaé dafür gegeben wird. St aber der Boben mebr fteif und fdmer, mit einer bien moofichten Marbe und andern fauren Pflangen bedectt, fo muf es, ivenn man vorfihtig zu Berfe gebt, febr wobithâtig und in getiffen Fûl- {en vielleicdht ganz unentbebrich fepn, nicdt nur tweil der Dobden dadurch offner und locerer tird, und die fchlechte vegetabilifche Maffe fi fneller mit deu erdigen Materialien verbindet, fon- pern au eine Portion faliiger Materie, ur teitern Deférderung(einer Gruchtbarfeit, ge wonnen fwirDe fac piefen MBirfungen muf bas Mafenbrennen entioedet angetbandt oder vertvorfen merben.* Œin einfidtsvoller Forfcher*) bôlt ben leichten und müvrben Doden durhaus ju Dies fer DBehandlung ungefchicét. Unb ein febr erfabrner Scbriftfteller**) verfihert uns, daf er manche 3weifel bege, Dies Berfabren auf folhe Bobenarten auszudebnen, bie bereits burd) Düngen und Deacferung feuchthar gemacht find. lle Œrbarten, fagt er, ob fie gleich in iÿ- rem #) Donal dfons prefent State of Husbandry in Great Britain, Vol. II. p. 388. xx) Anderfons Effay. Vol. IL. p. 255. Rafenbrennen, 241 vettt urfprinigfigen Suftande aus ciner gtofen Tiefe gegrabenr, unfeuchthat find, iverden immer feuchtbarer, fe fânger fie der£uft auf der Oberfliche ausgefest find, und wenn fie bei gebôriger Düngung und dem almäbligen Bertvefen der in ibnen tvachfenden Pflangentwureln, nod) mit den Ueberbleibfein der in ibnen fferbenden Thiere vermifcht find, ie werden fo mit der Seit in diejenige Subftanz verwandelt, twelde tir vegetabilifhen Moder nennen, vegetabi- fhe Mobder ift weder eine einfache Erde nod) eine Mifhung von mebreren Erdeu gufammen, fondern eine folche Mifchung, bie mit Den lieberbleibfeln der mit einander vereinten animali- fhen und vegetabilifhen Materien gefhtwängert if. Diefe Ueberbleibfel der organifirten Rèr- per theilen, feiner Meinung nad, ihre dlidte oder fhleimihte Matur mit. Jn Rifiht auf die oaburd entftebende Grudtbarfeit, fo geben fie dem Boden eine mütbere Eertur und eine ibm nidt natürlie grôfere Gäbigfeit, das TBaffer gebôrig eingufaugen und bis auf einen ge- wifen Grad ansubalten, MNun, fagt er, leidet es mobl Feinen Bweifel, baf bas Geuer diefe dite Befhaffenbeit, tmwelhe der Moder aus der Bermwefung der otganifhen Rôrper zicht, verändere, gerftère ober auflèfe, fo baf ein, auf folhe ABeife, nach und nad befruchteter Do- den, von dem Wbbrennen feiner Marbe mehr Scaben als Bortheil bat. und dbnlide Raifonnements, benen man Gründliheit nicht abfprechen Éann, baben den Muben diefer Ope- ration gmeifelhaft gemadt. Œs giebt nod) eine andere Bodenart, auf tele das Nafenbrennen mit gleicher Borfiht anguwenden, oder vielleicht in einigen Sâllen gänlih ju veriverfen if. Dies ift die torfige oder moofige Dodenart. Qn diefem Gale, fagt der oben angefübrte Autor, find es nicht die darauf twachfenden Pflangen, fondern die tirtlihe Œubftanz felbft, bie den Boden ausmadt, twelche dur Cinäfhern gânilidh gerffôrt wird. Gubftanz wird but das Berbrennen auf eine erftaunlihe MBreife in ibrer Quantitât vermindert, und das IBe- nige, tas ftatt des Bobens nad) diefem verheerenden Procef guric£ bleibt, ift eine todte Œrde, welde zur Begetation gänlid ungefcict if. Er bâlt daber das Drennen auf folhem Boden buraus nachtheilig, jebod noch mebr da, 10 es feine Moglidhfeit giebt, die Verbrennung zu bemmen, naddem eine bünne Abfhälung der Oberfläche oder Marbe vergebrt worden ift, und getade in diefem AMugenblicfe den Fortgang des Seuers au bennen, Dâlt er für durhaus unthun- li. AMndere machen auch die Bemerfung, daf bies bei andern Dodenarten der Gall geivefen fen, und daf dem Mafenbrennen dies wefentli entgegen ftehe, daf das euer in febr troc£nen abrsgeiten den Doden unterwärts ergreift und ausgru bet, indem es unbemerfbare Sôder in dem Moor madt, die mit vieler Shierigfeit fi nur auslôfchen faffen. Sn der Infel Ely brannte ju Chatteris vor ettwa dreigebn Sabren eine grofe Strefe Gemeintweide 16 bis 18 oil tief bis auf den groben Sand ab.*) Golhe MBirfungen müffen bei der Aniwéndung diefer Methode mit Mecht bedentlih machen, Dage- *) Agricultural Report of Lancafhire. Œrfter Teil, Sp À ms 2 ent = z gs ex} Fe LS D PR Mona Sie+ de mem rs 242 Neunte Abtheilung. Dagegen(Abt fih toiederttin nicht feugnen, daf bei vorfihtiger Bebanblung einige moo- fhte Bodenarten daburch merflid verbeffert werden, und man bat tmirflidh in mancdijen Gegen- den von der Serftèrung des Dodenmaterials feinen Machtheil verfpürt,*) Man muf jedod bei diefer Bodenart das Feuer mehr mâfigen, als da, to der Doden mehr erbige und tveniger brennbare Theile bat, SA der Doden aber fauer, fier, fteif und fumpfiger Art, mit fchlechten Dflangen bedet, fo darf man gar Fein Bedenfen tragen, ibn auf diefe Yeife tragbar zu machen, und fo verfchiedener Meinung die Schriftfteller megen des Nafenbrennens find, fo Fommen fie in Dinficht biefes Bodens doch miteinander überein, Dm Rirhfpiel Dotvs in Porffhire gelang das Mafenbrennenin ciner febr grofen Strecfe, . und Diejenigen, tele obne bdies Serfabren ibr Sand umgepfligt batten, beteueten es mit Met,*F) Sn der Machbarfchaft von Bechbill fiebt man den Schaden des verféumten Nafenbren- nens, 1v0 bas Sand, nach gmanigiäbriger Cinbâgung und DBeacferung, fchlechter als vorbem if. Out mûre es für die Befiber folcher Mcerfiücfe, twenn fie noch abplaggen und brennen fonntens nachdem das Sand aber nun gepflügt und erfchôpft if, trâgt es nichtmebr als der MBurm frift, und bat fid nun fo Éümmertih benarbt, daf das Brennen nicht. fatt haben Fann, Die Fleinen Dinfen und GOeftâude baben nun überhand genommen. ben fo fâbrt man auf den Hcerftüen von Sounflowbeath bei dem Mafenbrennen febr wobl und übel, ienn die Sobe obne Drennung umgepflügt wird. Sn dem erftern Falle war das Sand unmittelbar zu Rüben, Micfen, Gerfte und Slee gefchict, in dem leBtern gab es nichts als jâbe Éfeine Dinfen,. Deide und Drabm, und das fand war qu jeder Grucht ju leicht und fhrwammigt, Es fonnte felbft dur Waljen nidht beywungen werden, und dabei fo unvergänglih, baf es noch manches Jabr die Plage des fandtvicths fepn muf, Der Unterfchied gmifhen den beiden Methoden des me Brechen des roben£anbes beträgt, zu Gunften des Mafenbrennens, mebr als den gangen WBerth des Geldes, tweil es unmittelbar die Quelle eines grofen VBortheils erdffnets dabingegen alle andere Proceduren nur Foffbar find und febifchiagen. till. man bemerft haben, daf das Mafenbrennen die fchlechten Pflangen ganz vorsüglih zum Dünger made, und den Doden in giwei Sabren fo febr.pulverifire als bei fonftiger Bebandlung nur in gwamig Jabren gefche- fen toürde,*F#) Jndere *) Agricultural Report of Lancafhire. p. 109. And of the Wefi Riding of Yorkfhire. p. 149. ##) Annals of Agricult. Vol. XIL. p. 253. ***) Middletons Agricultural Survey of Middlefex, p. 290. Rafenbrennen, 243 Mndcre bebaupten, baf auf jeber Bodenart, die no nié urbat gemacht iorden if, und wo Drabm, Dinfen, Drombeeren, Gatrenfraut u.{. tw. tvachfen, Die geborig befolgte Methode des Nafenbrennens ibre ungeztweifelt wobithâtigen Solgen babe: und da vielleicht fie bie eingige Methode fep, twûftes und mit folhen Productionen bedecftes Sand tragbar zu machen, und daf das Mafenbrennen von Birgil und andern alten Srhriftftellern mit Recht als Ver- befferungemittel des Sandes betrachtet worden ift, fo tie bas Beugnif derer, welche Urbarma- Œung tûften oder alten Graslandes betrieben baben, Diermit übereinftimmet. Qn Suffolé Fann man, nad Mr. Voungs Beridt, ohne diefe bedeutende Beibülfe gar nidt fertig merden, und das Mafenbrennen des fumpfigen, moorigen und torfigen Dodens fblägt hier niemals fehl, tmenn nidt etwa der Plaggenbauer ju flach gearbeitet bat, Aue den oben angefübrten Gâllen, mo das Mafenbrennen verderblid twirfte, féeint man die Meinung gefaft gu baben, als ob der Doden felbft daben verzebrt merde, da dod nur bei dem Drennen die Berzebrung der in dem Voden befindlichen vegetabilifhen grünen oder ver- tweften Gewächfe, und die Vertreibung der Geucbtigfeit und der elaftifdhen Materien ffatt finden fann, und der dabei gefciloerte Berluft bei weitem fo grof nicht if, als man fi vorftells. Man bat gefagt, Daf der Rlenboben vor alfen andern Beim Ybbrennen leiden Édnne. Benn die Flamme aus den Paufen mit grober Heftigfeit Darauf mirft, fo bringt fie ibn in einen giegelartigen Buftand, twobei er fo tenig gebôrig MBaffer einfaugen als den Pflangenwuchs be- fovdern fanns ein folder Boden wird bei einer fo fblechten Bebandlung auf immer verdorben, Gnbdeffen wollen einige bebaupten, Daf eine grofe Menge pulverartiger Sicgelerde, die auf die- fem MBege erzeugt if, dur Bermifhung mit dem ftcifen aubaltenden bon, biefen mürber und feiner mache und fo die Gruchtbarfeit mebre.*) Dei dem Berfabren felbft gicbt es einige Éleine Berfchiedenbeiten nacd den verfdhiedenen Gegenden: auch muf man bier fowobl als in andern landwirthfhaftlichen Mugelegenbeiten, die Befaffenheit des Bodens in Erwäâgung ziebn, Dei den fhweren und ficifen Bodenarten ift es befonders mobithätig, twenn bas Geuer fo viel als môglid die gange Oberflâche berübrt, ohne qu beftig au werden, da fie dadurd) nad einem leidhten DPflügen que Hufnahme der vegetabilifchen Burgeln gefbicEter twird und ibnen mebr Nabrung gufübren fann, Dei andern von Der dinnen und leichtern Art wird es febr vortheilbaft fen, blof die dünne abgeplaggete Marbe in Élcinen SHaufen zu verbrennen, obne daf das Geuer unmittelbar auf den abgeplaggeten Doden tire, inbem die Rrume alsbann nicht der Gefabr ausgefest ift, baf die barin enthaltenen vegetabli- fchen Materien gerffdrt werden, #Sb 2 Dei *#) Modern Agriculture. Vol. IIT. 244 Reunte Abtheilung, Bei der erffen Methode, die Marbe zu verbrennen, fiebt man leict ein, daf die Sc den oder Piaggen in fo Éleine Haufen wie môglid gefeft, und eine bequeme Sabrsgeit daju ge= tébit werden müffe, um bas Geuer amgulegen, 100 fie nach dem Mbfhälen zuerft Dingefest, Bald barauf gufammengeftel{t werden, Man ftellt fie auf die Sante, und gwar in fhlängelnden Rictungen, damit fie nidt übereinander fallen, Qn dem lebtern Galle müffen fie aber in Éleine runde Saufen gefebt werden, etiva in Gorm der fleinen Deubaufen auf den IBiefen., Die Crasfeite der Goden Fômint an die Suft, unten nnd oben mact man Oeffnungen, die, fobald die Saufen invendig mit brennbaren Ma- terialien ausgefülit und im Drand geftecft find, verfchloffen und mit Soben bedecét merden, fo daf die Berbrennung auf eine fmauchende Hrt, tie in einem Miler, vor fih gebe. YBenn die Grde in ben Haufen gebôrig vom Geuer ergriffen if, fo lâft man fie von felbft nach und nady verlüfchen, Gn Devonfhire und Cornwall bat man, wenn bas Grasfand zur DPrahfrucht bearbeitet wird, eine Methode, die man Mispen, Salbpflügen(fpirting) nennt; es tiro gu dem Œnde ein Streifen der Narbe um den andern ungepflügt gelaffen, auf twelchen der nâchfte Pflugfchnitt immer fo aufgemorfen wird, daf die Marben mit einander in Derübrung fommen, wodurch Die faulende Gäbrung ain fchnellften erregt und der grèfte Theil der grâfigen vegetabilifchen Materie um Dünger wird; was dann nod) ungerftôrt gurücét bleibt, nachdem ins Rreuz gepflligt und gcegt if, wird, mwann die evdige Materie vorher von den Buryeln durchs Eggen gebôrig abgefchüttelt if, in Fleine Saufen gefammiet, gebrannt und die Mfche recht eben über das Sand geftreuet,*) Man nennt diefe Operation beat-Lurning, und fdeint befonders da antwendbar ju feon, 10 die Gode nicht recht 34h oder in einander verfhlungen ift, und two nicht viele fciechte Pflamgen auf der Oberflñcdhe wachfen. Man bat zur diefem Gefchäfte verfchiedene Snftrumente: Bas urâltefte, deffen man fi bebiente, tar eine frumme Sacfe oder ein Sobleifen, 7 bis 8 3olf lang und 5 bis 7 breit. Mach feiner Geftait follte man es eber für ein Snfirument balten, die MBurgeln des Dufhholges, Gin fter, Drabm und anderer groben Geffaude ausujâten, als ein Gel, bas diefe Dervadfungen nicht bat, abnplaggen ift es in den füdweftliden Diftricten allgemein im Gebraucb, und die baran gerébnten Yrbeiter plaggen damit fchnell und gefchict. 1) Qn andern Gegenden, wo man aud mit der Gand plagget, ift die gewôbnlihe Bruft- fhaufel, und in@chottland der fogenannte faughter fpade am bâufigften in Gebrauch, Das Cifen oder der fneidende Ebeil diefer Geräthfchaft ift 8 oder 9 Soil lang und 10 bis r2 go #) Agricultural Report of Devonfhire.#*) Modern Agriculture. Vol. III. Kafenbrennen, 245 Qoll breit, und bat oft an der rechten Seite des Mafens nach der nod) feflen Marbe zu eine auf flebende Schneide von einigen ollen, Dies Inftrument, twelches cine fharfe Schneide bat, tmiro burdh die Stérfe der Mrme der e8 bandbabenden Perfon vortwärts getrieben, indem fie fich mit der Druft gegen den Schaft deffelben ftemmt, Der damit Arbeitende fhneidet die Soden gerébnlid einen oder anderthalb Soil di und ro bis 12 Soil breit: und twenn die Schaufel 3 Guf teit unter die Sobe fortgeftofen if, fo reifit er fie, inbeim er Das Ynfirument nacd einer Seite bindrebt, ab, und fâbrt der Sânge nacd immer fo fort. Auf diefe Weife folgen fidh die Ur beiter einander, und das Gange wird fnelf und leicht vollendet, Gin anderes Snfirument ift der Schälpflug(horfe-paning-plough}), eine Geräth- fchaft von verfchiebener Cinrihtung, nad) dem Doden den man abplaggen till, Sn den fum- pfigen Diftricten Der Ofifüfte bat man daqu cigene Dflüge, die fih von dem gemôbnlihen mur in der Breite und Shärfe des Pflugfchaars unterfcheiden. ebene Gründe find fie vortreff- li Berechuets two fic aber Hindernife, Stein, Gebüfh, Hmeifenbaufen u.{.#, finden, da giebt man die Drufifhaufel und den gewôbnlidhen Pferdepflug, mit einer fleinen Abânderung des Gchaars, tweil in folchen Gällen die Hrbeit beffec fafft und beffer bemertftelliget fitd, Sous 256) DPflüge bebalten obnebin, 100 fe anStvendlid find, vor ben Geräthfhaften, teldhe Handarbeit erfordern, den Borug, tweil fie fhneller und regelmäfiger die Arbeit beenden, Qn einigen wefilihen Gegenden wird blog der gemeine Pflug gebraudt, Die alten Grasfelder, deren Marbe abgebrannt werden foif, terden zu Mnfang des MDinters anfaepflügt, im folgenben Grübling erhalten fie eine Rreusfabre, die Soben werden gefammlet und auf oben befchriebene Devonfhirfhe Jrt bebandelt. Qn folhen Sällen Hat der Pflug einen Slügel (wing}), der an der Gurcenfeite des Pflugfhaars angebrebet wird, um der Gurche jebe erfot- derlihe Breite zu geben. Man thut baffelbe auch vermittelft der Dacfe und Drufifhaufel. Die Yabrszeit, twelche man dau wäblet, find gemôbnlicdh die Monate April, Man und Gunius, die beftimmtere Beit bângt immer febe von dem Better, der Fruchtart, die man darauf bauen tilf, und des Sanèmanus DBequemlichfeit ab. Eine trocfene Bitterung befordert Ddiefe Arbeit, macbt fie leicht und moblfeil. Der fluge Birth muf diefe Hrbeit daber nidt eber un- ternehmen, bis er mit MBabrfheintidhéeit eine trocene und günftige MBitterung dau erfiebt, Der *) Modern Agriculture. Vol. IIf. P) Gin Shätpflug auf ebenen Graslande ift in meinen Befhreibungen der Aertvertienge Taf. IV. und V. abgebildet. Œinen für vaubes Land von Doung empfobinen enthält hier die Tafel von zwei Sorten abgebilbet. Das Séhaar ift 6 Zolf breit, an einem Brette x) befeftiget. Œs wird flader oder tiefer in ben Boden geftellet, vermittelff eines Dolyen 2) der in bie Lôcher 3) eingefroben twird, Das SJnfirument fol auf den raubeften Lande anwendbar feyn, und war fhon feit 30 Sabren gebraucht, A: 246 Reunte Abtheilung, Der Ausgang des Mabes oder Mnfang des Gunius mag in den nôroliden Gegenden, went die bilbe Saatzeit vorüber if, die befte und bequemfie Zeit, in tweldher man auch Hrbeiter haben fann, fepns; überdem find die grünen Pflangenerzeugniffe bann in ibrem faftreichften Zuftande und geben mithin am mebrften faljige Materie. Jn den füdlihern Gegenden muf dayu fon eine frübere Seit gemäblt werden, oder auch die Seit gmifdhen dem Seumonde und der Herbft- geits die febtere iff, tvenn ber abgubrennende Grund nicht ju grof ift, unfireitig die befte. 3u anbern Gabrsgeiten würde man zu diefem Gefhäfte nicht feute und Mufe haben, Goll wüftes Sand urbar gemacht werden, fo if der Derbft dagu eine febr bequeme Seit, Da man verfhiedene Brüchte nach dem Abbrennen fâet, und fih die Zeit diefes Unter- nefmens nach der zu fâenden Brut ridten muf, fo dient gur Demerfung, daf, da man bâu- fig Mapfaamen oder Rüben in das fo bebanbdelte Sand fâst, bas Ende des Manes und der An- fang des Sunius als die bequemfte Seit angufeben find; wird aber Gerfte oder Sudbweigen binein gefüet, fo muf das Abbrennen fo früb als es bie Yabrseit verffatten will, gefchebn, und wenn es als Botbereitung sum MBeigen abgebrannt wird, fo find der Julius und Auguft anpaffenbe Seitens immer beffer iftes, ben Doden fon früber bereit zu haben. Auch bie Liefe, in welcher der Doben abgeplagget werden folf, erfordert befondere Gorgfalt, Die verfhiedenen Eigenfchaften des Erdbobens, in Müdficht auf feine Rrume und Gchwere, Fommen dabei burdaus in Betradht. Mr. Boys, der getwobnt ift, dinnen Rrei- deboden auftibrechen, und mar folhen, der fon unter Beaderung gemvefen ifé, bemerft je- bo, baf in Rent, too man mit der Brufffhaufel abplagget, man die Soden fo bic£ abfchält, as vie Befchaffeubeit des Bodens es gulaffen will, von einen balben bis ju gtvei Golf, je dicfer defto boffer, vorausgefest, ba der Doden eine binlänglihe Menge vegetabilifcher Materien enthalte, bie damit gut gebrannt werden Fônnen.*) Die gemôbnlichfte Tiefe bes Hbplaggens ift von einen bis qu drei und mebreren 3ôllen, ft die Gabregeit nicht vorhglidh naf, fo trofnet ber Mafen gemôbnlid in viergebn Œagen, drei MBochen, felbft wenn er nicht umgefebt wird; Bei regnihtem Better aber, erfor- dert er eine lângere 3eit, und mu dann tof mebr als einmal umgefebt werden, um das Aus- fhlagen der MBurgeln zu verbindern, welches feine Brennbarfeit fiôrt, Sobald bie Soden gebrannt und zu Afhe und feiner Frümeligen erdigen Materie getvot- ben find, fo muf das Oange fo eben wie môglidh über das Sand gefireuet werden, denn ohne diefe Mufmerffamfeit würde eine grofie Ungleichheit in dem MBachsthum der Grucht ftatt finden; üiberdem wird der Doben fon an einigen Stellen leicdhter als an andern, 1va8 auch fon eini- germafen nachtheilig if. Dies Ausftreuen muf gefchebn, ebe ein Negen einfällt, bamit die *) Agricultural Report of the County of Kent: di Rafenbrennen, 247 faligen Materien nidt aufgeloft und ibre wobithätigen Mirfurigen der Frucht entyogen iwverden, Um die gange MBitÉung der Afche zu erhalten, toird bas Sand unmittelbar, naddem die Mfcbe dtauf geffreuet worden, leicht umgepflügt, Die Roften des Nafenbrennens rihten fid nad mandherlei limfiänden, Ein erfabrner Sandmann giebt die Roften eines Here zu plaggen, auf dünnen Ralfboden, zu 20 ch, an; da- bei wird mittelmäfig dif abgeplagget und bas Sand iff nicht febr Fiefigts in Saufen zu feben und ju brennen ro Sd, die Afche ausguftreuen 3 Sd. Eine fo bewvirfte dingende Deche, von ettva 160 Guder auf den Mere, erbält év für die geringe Ausgabe von 33 Sd, Sunbdert Suder Dünger aus den nâchfien Dôrfern und drei Meilen weit gebolt, fagt er, twürden im Gangen efn mal mebr als das Mbplaggen Foffen, und bo nidit mebr den Mcfer verbeffern. ft der Doden gut berafet, fo pflugt man ibn zum Mbbrennen zwei 3olf tief, ganz früb im Vot- jabr, und fobald der Mind die@oden ausgetroŒnet bat, werden fie in Saufen gebradht für 1 Pf. 1 Sh., dies bringt beinabe 200 Gubder,*) Sn einigen Moorgegenden, wo die Oberfläche rauh und uneben und mit Binfenbüfcheln, fogenannten Saffocts überzogen ift, plaggen einige Mrbeiter den Acre zu 5— ro Sch, mit der Hand, andere mit dem Dfluge,. In folchem alle bereitet man Steige für die Dferde, und der daju eingerichtete Saffocfpflug fhneidet bauptfächlidh an der Seite der Suglinie wmeg, Man bâit die Dandarbeit jedoch für mwoblfeiler, in jedem Galle wird mit dem Mbgefchälten auf obige MBeife verfabten. Dann übergiehen fie das Sand mit einem febr witffamen Snftrument, eiriem fogenannten Moor- Si: Pflug(fen-paning-plough}), deffen Furhe gebrannt wird.**) Dei der Debanbdlung eines folhen Sandes, muf man immer auf eine folche Art der Mbernètung feben, die den Doden verbeffert, das Verfabten mag fenn, welches es molle, Obne genaue Aufmerffamheit bierauf, wird viel verdorben und das nüflicfte Unternehmen fheitert,. die leichtern Bodenarten bringt man das erfte Yabr, twenn es darnach befchaffen if, gern Nüben oder Rapfaamen gum Mbfuttein auf dem eldes alsbann Hafer oder Meigen; darauf twieder Turnips, oder in einigen Bâllen Erbfen, Vobnen oder fonft eine grûne Stucbt,. die too môglich von deh Schafen abgefreffen mird; und endli eine Kornfrucht mit Crasfaa- men, Jfuf den fhiwetern Doben, wo-der Mübenbau nicht fo antwendbar iff, werden Kobl, Rlee und Dobnen oft zwifhen Kornarten mit Bortheil gebraht, Dei der erftern Dodenart pflegt man grüne Srucht bâufiger dajwifchen zu bringen, als auf der leBtern, ba fie im Ganzen inner eine geringere Doition vegetabilifcher Materie enthâlt, Dei der gfveiten Nübenfaat bat man oft mit RalË febr vortheilbaft gedüngt. | Säufig *) Agricultural Report of the County of Kent. **) Agricultural Survey on the County of Suffolk. ‘ 248 Neunte Abtheilung. Hufig bat tan aud guerft Beigen mit einer Pflugfabre eingefaet und alsbann Niben parauf gebracht, Auch IBcigenffoppeln von febr gräfiger Art, find wegen der giemlidh beträcht- lihen Abe, mwelche fie liefern, abgeplagat und mit gutem Etfolge fo bebandelt, SRurz, wenn dies Berfabren mit dem Mübenbau und der Rleewirthfchaft gebôrig verbunden wird, fo laffen die guten MWirfungen fi ofne allen Ziweifel fpüren.*) Anbere elder twerden nach einem flachen Pfügen mit Rapfaat befüet, und nicht gecggf, um bie Surde nicht ju gerftèrens fondern gemwaljt oder leicht gebufchegget. Man nimmt ent- weder ben Saamen oder futtert die aat mit den chafen ab. dem lebtern Balle wird der ere für eine Guinee, im evftern für 2 oder 3 Ouince verfauft, Dann fâet man Hafer, bDie- fer trâgt reibli, und menn das Sand nun zu Gras nicdergelegt wird, fo giebt e8 eine gute QBiefe. Die Mirthfchaft aber, blof Rlee und Mangras ju fâen, und nad fes oder fieben Sabren svieber qu brennen und abguplaggen, ift nicht viel werths indem bei gebôrigem Srucpt- techfel das Sand auf immer verbeffert fepn wird, F Bo es arme bungrige, naf und faite IBeivepläbe und vernadléffigte Miefen giebt, die ju febr mit fchlechten Pflangen bermachfen find, Daf ohne Aufbrechen an Feine Berbefferung au denfen ift, da folf man plaggen und brennens nidt um es unter dem Pflug ju balten, da- mit es erfpft und unfeblbar ruinirt tuerbe, fondern es unmittelbar zu Grafe niederzulegen, fobald es bie DBirthfchaft erlaubt, Zur unabänderlihen Iegel bleibt alsbann: 1) Plagge und Brenne ju über, um fe mit den Gchafen abjufuttern: in naffem Dobetr geräth der Mapfaamen indef oft beffer, und bie Schafe werden auf folhem Sande beffer damit genäbrt, 2) Hafers und mit biefem afer muf der Orasfaamen mit cingefäet werden. und ben geben für alle Unfoften, aud twenn das Sand vorber mit verdecften Ybyügen abge- tâffert werden muf, vollfommen Erfag, und die Beränderung einer fhlechten in eine gute Yeide, bleibt dabei reiner Germvinn, fotvobl als Gutsbefifer geminnen beide dabei.**) Man verfihert ferner, ba diefe Methode auf dem Montlande in Sincolnf bire init gro fem Erfolge angewandt merde, man bebient fidh dabei des Pflugs und fâet darnacdh Hapfaat. Buiweilen miethet man Pflug und Pferde, und die Arbeit tird verbungeu, mit Snbegriff des Einpfñgens der Afhe, zu 7 Scbilling der Acte. Der Maps wird mit den Schafen abgefuttert und ift auf einem Mere 3 Pfund werths der Berfaufpreis ift 40 bis 50 Sobillinge. Mun bat man g und 10 Quarters von einem Mere eingeerndtets Dann Safer und wieberum Maps und Hafer. #) Agricultural Survey of Gloucefterfhire, **) Agricultural Report of Suftolk. Rafenbrennen, 249 Hafer.: Enblidh wird es mit r4 Pfund tweifen lee und r PeŒ Rangras nicbergeiegt, und zu 20 dillinge ais Grasland vermiethet. Man bat dies als cine grofe und daucrhafte Bevbef- ferung des Sandes befunden, Dies ift noch immer niebrig angefchlagen., folfte denn nun das Nabtheilige diefes Berfabrens beftebn?*) Man bat noch andere Bodenarten, als trofne rauhe Scbaftrifften, mit Peibe, Gin- fier und Drombecrfträucher bermachfen, bdie auf biefelbe Art bebandelt werden foliten, jedoc immer tieder mit angemeffenen Grasarten ur Srbafiveide cingefüet. Auf weicher dünner Reume find gmwei Crndten nad dem Mafenbrennen oftmals fhädlid. Bielleicht mûre es am beften, fie gleid obne andere Aberndtung ju Grasland wieder nieder 311 fegen, Much wird von einigen gefcicften Agronomen bebauptet,. man müffe giwei oder breimal bintereinander Rüben davon erndten, um die Sémereien des Heibefrauts, Ginfiers und Drom- beeren, ebe der Mcfer ju Gras niedergelegt wird, vôllig qu gerfibren, tueil diefe Pflançen fonfé mit evneueter Rraft bervormachfen. Diefe Demerfungen rectfertigen biefe Art der Verbeffe- sung, und ffellen die gûnlihe Berwerfung derfelben als abgefhmacft bar, Da der Daraus ettva entftebende Nachtheil mebrentheils Folge eines fhlechten und einfichtslofen Verfahrens dabei if, Ueberdem bemerft ein febr erfabrnet Sandwirth, baf diefe Art der Verbefferung in fei- nem Diftrict oben an fiehes einiges Sand von der fchlechteften Befchaffenbeit babe eine febe einträglihe Œrndte darnad gegeben, arme Freideartige Ebenen, von febr geringem Werthe in if- rem unbearbeiteten Suftande, bâtten gute Müben und Fee getragen, aud Korn in einem folhen Grtrage, daf die einfache Sandtare dadurdh verdoppelt fen. Ct bebauptet, das Sand terde da- burch verbeffert. hat fih getroffen, fagt er, daf ein Sand nach biefer Operation 4 oder 5 Sabre bintereinander mit Rorn Befñet worden ifé, obne tveder die Sorden noch irgend einen Dung erbalten zu haben. Man bat fogar Heberid und anberes Unfraut barauf ffeben laffen, und gebnjäbrlidh eine doppelte Œrndte davon gezogens es ift Daburd) nicht ausgefogen, und das Drennen ift mit Unredt vermorfen und getadelt. Meinige Das Sand, tenn es abgebrannt if, dur dftere Mübenfaaten und deren Bebacfen.vom Hederih-und.anderm Unfraut u.(. tm. Laf die Rüben von den Schafen abgefreffen werden und fe Tag und Macdt darauf lie= gen, dann fâe Gerfte mit Rlee; den febtern, um mit den Gdafen abgefuttert und gum Beige abgeborbet qu werden. Œnblid, fo bringe bas auf bem Sande gemachfene Strof in Dünger, mit Rien oder Seb oder einer anderen frifhen Œrde, die gu haben ift, babin gutilÆ, ju einer gmeiten Morfolfer Motations oder das Sand merde auch mit Sucerne eingefüet,‘bis es tvicder einen Mafen sum Abbrennen bat. Dei einem folhen Berfabren fhlägt das Mafenbrennen ge- tif nicht febl, môgen immerbin fagen: der Doden merde erfchôopft und gerfidrts *#) Young's Agricultural Survey of Lincolnfhire. ue Œrfter Theil.% i mat 0 no get ame hais ay an- PE PE RE= DS EEE 250 Reunte Abtheilung, das alles thut nidts que Sade, tenn gutes Form, das fonft nicht darauf Hubs, nun darauf gedeibt und das Sand gugleich verbeffert if.*) Dei der Cryñblung einer tiderfinnigen Beife, twieberbolt na dem Nafenbrennen tveife oder grüne Srucht ju erndten, bemerft ein practifher Gcbriftfteller febe nachbrüdlid, bof, menn man einem féledten Sandtwirth einen Dunghügel gebe und er Damit nad Abnlihen Grund- fâben verfübre, der Boden auf gleihe MBeife mebrentheils erfhôpft werden mürdesz twer bat aber das Diüngen des Sandes je für eine fdhlechte Mirthfhaft gebalten. Das Mafenbrennen, fagt er, giebt auch einen Dungbhügels nur die fchledhte Mirthfchaft ift es, die diefen zu einem Uebel macbt. damit die Zubereitung zum Oraslande, fo bat alles feine gute Rihtig- feit,**) X#+) Dieje- *) Boys Agricultural Survey of Kent.#*) Youngs Agricultural Survey of Suffolk. ##*) Man bat in cinigen Gâllen das Mafenbrennen fo vortbeilbaft gefunden, daÿ Land, deffen Ertrag nidt 2©cbillinge und 6 Pences werth twar, nad 4 Sabren eine gute Rornerdte geben und ju 20 Sbilling per Acre vermiethet werden Éonnte. Die Husgabe und Œinnabme von frifd aufacbrochenem Lande fteifer lemigter Mrt und mit Sas fer und Œrbien abgeerndtet, wird auf folgende MBeife von Serrn Dr. Bilfinfon, im funfiebnten Bande der Annalen des Acerbaues, angegeben. Die Sommergeit war mit der Dearbeitung des Lans des;um ABcisen aufgegangen, von der Srucht muften 2 Sabre Sinfen und Taxen beablt werden. Safer. D. Ed. Pence. Binfen auf 2 Gaby, per Acre 3 3 4 STE P FE Armengeld C 3 3 9 3 ps 3 Le Chauffeegetd 3 3 3 3_— TZ 452 Neisholy angufchaffen 5 2 3 3= 6 de Nbplaggen und Drennen 5 3 ë À z 9 Lt Die Higelchen zu ebenen 3 3© 3_ 4 6 Afche ausyuffreuen 2 3 3 9 HER z 6 Einmal 3u pflñgen 6 3 3 3 Jo ji 3u Cggen 9 9 Ù:— 0= Bier DBufhels Santhafer zu 2 Schilling 9 Pence 6 1 HT 4 8= Berfauft find 7 Quarter Bafer, der Quarter su x PF. z SH,; 7 7 si Saamen und Unfoften 9 3 F:” 8 37 Getvinn per Are 2 nl Das Strob erfeñte die Unfoften des Ernbtens und Drefchens. Erbfen. Die Ausgaben von obiger Berechnung mwaren dicfelben, und Éommen nur noch binju 12 ch. auf 4 Bufhel Gaatforn, zu 3 So, 3 3 4 9.0 Berfauft 4 Quarter Erbfen, zu 32 Sb,:, 6 8 LI Rafenbrennen, 251 Dicjeniger Arten Grasfaamen, welhe nad) dem Mafenbrennen die angemeffenften find, mtuf die Natur und Defchaffenbeit des Sandes beftimmen,: Sn den leihtern Vodenarten find dicjenigen Grasarten, mwelche den Doden am beften bedeen, die paflihftens Auf Kreidebo- den ift die Efparcette am vortheilbafteften. dem moorartigen Boden ift Marlegras, 6er tilde rothe MBiefenflce, mit ein twenig Biefenfuchefhwanz, ant beften, Mu eine fleine Difhung von dem feinffen Ray oder Süfdh ift dabei angebradt... Obgleid das Marlegras eini- ge Mebnlichfeit mit dem vothen lee bat, fo ift es doc) in feinen MirFungen wefentlid verfchie- dens das erftere verträgt fih mit Feinem natürlichen Grafe, mâbrend das lebtere im umgefebrten Galle ftebt. Dies bat fi ourh vieljäbrige Crfabrung beftâtiget. Ein anderer mefentlicher Vortheil des Anbaues des Marlegrafes oil der fepn, baf das Mindvieh, twenn es im naffen Better davon frift, nicht fo leicht auffhwillt, als vom rothen lee, auch iff das Heu den DPferden minder gefäbrlih, als das des rothen$lee. Dreiläufig verdient no angemerÉt zu werden, daf die fhweren Bobenarten eine grôfete DPortion Grasfaamen erfordern, wenn fie nach der Borbéreitung ju Grafe nicdergelegt werden, Dei den febr erwünfchten Folgen, ivelche das Mafenbrennen auf alle fhledte Boden- atten, déren ermäbnt worden, in Servorbringung guter Rornerdtén, Müben, Mapfamen und Rartoffeim, gebabt bat, leider es Feinen Ziveifel, baf eine gebôrige Bendtung diefes Berfab- tens febr woblthätig und gang vorüglich fer. ni 2 No Erbfen find twegen des vortrefflihen Suftandes, in tweldjem fie den Voden gum Meigen survie(af: fen, und wegen ibrer verbeffernden Defchaffenbeit immer vortcilbafter als Safer. Die Ausggabe und der Gewinn eines Éalfigen, moofigen alten Wiefenlandes in Vortfbire, in norb- gfflidier age, auf biefe IBeife mit Hiben beacert, if, nad) dem stwôlften Bande deffelben Berfs, von Perrn Middleton folgende: Pf.. Sh.. Pence. Abyuplaggert 3 3 9 a. 9 ee Bu tronen und su btennet 2 2 2 ea 5 à Die Afche su fireuen Ô 3 2= z La Œinmal ju pflügen 2 3 3: sich 6 4.3 Bu Œggen 2 4 Ê 3 mir 2 4 3% 15 Saamen und ju fâen 2 2: 6 Sâten Cin abgeplagaten und gebrannten Lande tvenig vounôthen):_—— 6 ï 4 ee Qinfen, Sebnte, Taxen und Oteuce 3 3;= ,, 1% LE, 4 À 2 2 2e Rüben, eine gut ausgetadhfene Erndte, als Vichfutter gefhäst, aufeinen Are 5—= Gewvinn vom Acre 2 8 ee Sn ber bortigen Nadhbarfhaft ift bas gemébnlihe Weidegeld die Mode, sum Fettgehen für Sie Bammel 6 Pence, und 3 Dence für die jäbrigen Lâmmer die Weberbleibfel der Müben abyufreffen. 252 Reunte Abthelung. Rafenbrennen, Moch neulih bat man die Bemerfung gemacbt, daf, ,, wenn die Birthfthaft, iwelche das Mafenbrennen befolgt, mit Cinfiht getrieben wird, feine Verbefferungsmethode mit diefer ju vergleichen fer, dbenn es ift ausgemacht, da ffe eine grofe Rorn- und Mübenerndte giebtz und dies find gang fihere Mittel einer Fünfrigen Gruchtharfeit in den Héânden eines ein- fichtsvollen Sandwirths,“*) Nâchfidem bemerft man ebenfalls, daf folhe Mrten Sandes, ienn fie wieder in den 3u- fiand des Grastragens, nachdem fie geplaggt und gebrannt find, fommen, gewèbnlich eine nicht nur minder fchlechte, fondern eine fafere und ffârfere Gräfung geben.**) So gro nun immerbin die Vortheile des Rafenbrennens auf den ertäbnten Dodenats ten find, fo tvird folchen Sândereien, die unter der VBeaerung gemwefen find, bdies Verfahren um fo weniger nothwendig, als eine einfichtsvolle Bebfelwirthfhaft eingefübrt if. febr einfichtsvoller Schriftfteller fagt daber, daf, two reine Drade und angemeffene Gruchtbrache eingefübrt und gebôrig grwifchen den Rornarten angebracbt ift, wie es in der heutigen verbeffer- ten WBirthfchaft gefchieht,:oas fogenannte burning-beat gewvif nicht ferner erforderlich fepn wird.*#X) Die Nothivendigfeit sur Mntwendung biefer Methode befchränft fid vornebmlich auf dagjenige Sand, twelches lange unter dem Grasfnftem gebalten worden ift; Da alsbann in man en Gegenden die Grasarten fich febr verfchlechtern, und die: Marbe fo 3äh und filsigt wir, daf fie nicht aufgebrochen und auf irgend eine andere Dearbeitungsart gerftdrt twerden Fann, Dei anderm MsÉer, der in gebôrigem Gruchtmwechfel gebalten iff, lâft fih biefe Methode nicht ein- mal antmwenden, teil die Marbe zu gart bleibt und zu diefem Procef nicht sufammenbängend genug bleibt,+) Mus dem bereits Gefagten gebt endlih hervor: daf man beim Rafenbrennen mit Sorg- fait zu MBerfe gehen müffe, um in den leichtern Doden nicht alle vegetabilifhe Materien zu ver- nichten, oder in dem SRlenboden die erdige Materie gu bart tverden ju laffen, indem man bie Goden vorher zu febr getrocnet bat, Deobachtet man übrigens die fon gegebenen Megeln; fo wird das Sand nicht nut nicht durs Mafenbrennen erfchôpfts fondern in vielen Hällen twirflich techt febr verbeffert, *#) Agricultural Survey of the Nord Riding of Yorkfhire..p. 22. *#*) Experienced Farmer. Vol. IL. p. 8. ##*) Marfhalls Rural Economy of the Weft of England. Vol, I. p.149. 7) Modern Agriculture, Vol. IL. p. 397: 3chnte Sebnte Abtbeilung Dr ON D à Pa ber Deveitung des Sandes zur Aufnabme des Rorns oder anderer Gruchtarten, vermittelfé eines ôftern DPflügens, und durch die bâufige Diosftelflung neuer und frifher Oberflachen, gegenr die Cintvirfung der Atmosphäre, merden mannichfache Beränderungen, fomobl in den erdigert alg andern Materialien bervorgebracht, aus iwelchen bie Bodenarten beftehen. Die fchwerern oder mebr erbigen Theile des Sandes, merden burd die verfchiedenen YBirfungen der£uft und der Gabresgeiten und bei dem dftern Rübren und Lmfebren, fo von einander getrennt und jet- frümelt, daf fomobl in den fleifern als leichtern Bodenarten, ein folher Grad von Pülverung und Mürbbeit ftatt findet, der mwobl fiwerlidh auf eine andre MBeife erreidht werden fônnte, dem u folge werden diejenigen Theile der vorhandenen vegetabilifhen Materie und der bercits au Roble gemordenen, mit Den falfartigen, thonichten und andern erdigen Sngrediengien, auch folchen metallifhen Œubftangen, die in Dem Suftande der Säuren oder Kalfe fich befinden, fo aleihférmig und volfféndig vermifcht und vereinigt, und der barauf bineingebrachte Dünget[o innig damit verbunden, daf die IBurgelfafern der twadhfenden rucht beffer fotiefen, mithin volffommner ibre Nabrung an fich gieben Fonnen, Auber der auferfien Erennung und Serbrôcelung und der hervorgebrachten Kaubeit der Oberfläche, twirfen der Thau und die erfrifhenden Grüblingsregen auf den Beginnenden Buftand der Begetation um fo mebr, als fie nun” beffer eindringen und in den Bertiefungen und Biwie fchenräumen fich verbreiten Fônnen, Dur das ôftere Limfebren und Serftéren der verfchiedenen Unfrautspflangen, fFommt fomobl viele fhleimartige und gucerige Materie binyu, als aud der cer durd) bic faulende Gäbrung, die desbalb unaufhôrlid ftatt finden muf, verbeffert wird, Doc auf andre MBeife ift bei dem Umfebren und Zerbrôceln der Theile des Crdbodens Gewvinn, da nebmlich die ate mosphärifhe£uft bei folher Bearbeitung mit den feinen Theilen des Dobdens fih verbindet, und in den ungäbligen Sôoblungen, die durch einen folchen Grad der Berpülverung gebildet tete den, 254 Bebnte Abtheilung, den, feft gebalten tirds fo ereugt fidh eine grôfere Portion Orngen, welche, in Berbindung mit Roble und anderm brennbaren Material, nad Maafgabe der Umftände, Roblenfäure und andre Sâuren bervorbringt, und auf diefe Beife den WBachsthum der Vegetabilien in febr bo- bem Grade befordert, da das MBaffer oder Diejenige Feuchtigfeit, melche in grofer Menge fich in ben Poren bdiefer gerphlverten Œrde befindet, twabrfheinlih mehr erfeBt imird, tmeil fle mit den bedecften und eingefchloffenen Theilen der atmosphärifhen Suft in näbere Derübrung fommt, fo giebt fie fomobl ein flüchtiges Mlcali, Das durdh die Verbindung(eines Mafferftoffs mit dem Gticftoff um fo regelmäbiger und bäufiger entftebt, als auch einen 3ufaé von Salpe- ter, vermôge der innigen Sereinigung des überflüfigen Sauerftoffs mit einer andern Portion des reichlichen Galpeter- oder Gticfftoffs einer folchen Suft.*)+) tan bebauptet au, baf, da die Deftandtheile der atmosphärifchen Suft,@auerftoff, Sticftoff und MBärmeftoff find, und diefe Môârme, iwelche die ungerbundene Eriftenz derfelben in gasformiger Geftalt betvirft, von éinigen andern Materialien, die in den Hôblungen des Dobens fich befinden, angeogen wird; fo Fônnen fie fi einander fo nâbern, daf fie Salpeter- fâure eryéugens oder der Gauerftoff fann fidh in feinem flüigen, nicht Inftigen Suftande fchnell mit Roble vercinigen, und fo ein Fluidum, nicht aber eine luftige Roblenfäure, bilden, twel- ches bein Pflangenivachsthum von febr grobem Nuben feyn foi. Und férner, baf, wenn irgend ein faulender Procef da ffatt findet, two atmosphärifhe£uft auf diefem IBege in den Zwifchen- väumen des Dodens eingefchloffen if, und durch die Deraubung feiner Dibe aus einem Gas qu einer Plüffigfeit gemorden ift, der Gricéftoff fic mit dem MBafferftoff des gerfebenden ABhffers berbinden, oder ur Berfegung Ddeffelben beitragen, und auf diefe YBeife ein flüchtiges Mlcali Bilden mag, mwelches gleidh der Salpeterfäure, fomobl iwibrend des Proceffes feiner Dildurg, als nach der Vollendung deffelben, twefentlichen MNuben füt die Vegetation bringet, twabrend qu gleicher Zeit der durdh die Berfebung des ABaffers bervorgebrachte Sauetftoff, gleicdh dem det Atmosphâre, zur Hervorbringung der Roblen- Salpeter- und Phosphorfäuren beitrâgts und auf diefe Meife Roble, Phosphor und die Dafis des Galpeters für die Burgeln. der wachfen- den Dflangen einfaugbar mat. Dei der grofen Berminderung der Maffe, die dann vorgebt, tenu die atmosphârifhe Suft mit dem MBaffer in Deribrung fommt, fieht man wobl ein, das eine Berfegung von beiden, fomobl des Daffers als der Suft, und eine Ereugung, fowobl des YMmnioniums als der Salpeterfâure, vorgebt, todurch befanntlich die Vegetation befôrdert wird, Sn x) Darwin Phytologia p. 283. +) Diefe und andre Bupothefen des geiftreichen Dartwins, tele ber Berfafer bier gebrängt vorträgt, Laffen fi nun gevade nidt als ausgemachte Babrheit annebmen. ift es gewib, das thonigt falfiger Erdboden mandherlei Serfesungen und Berbindungen atmosphärifher Stoffe bewivée, von dencn sit noch feinen gang flaren Degriff haben. geben deren no mebrere burd die Lebené- thâtigfeit der Dflangentuurseln darin vor. AD Srache, 255 Qn biefen verfchieoenen Mücfidten ift bie Bradhe, obngeachtet der Œintvürfe vieler agronomifcher Scriftffeller, febr wobithätig, jeboch muf manigngeben, bdaf fe bei einigen Bobdenarten vortheilhafter als bei andern ifé. leichterm Dobenysiwo veichliche Crndten ver- fhiedencr Gemächfe, als Rüben, Rartoffeln u. f. mw., gebauet twèrden fonnen, durch deren didites und dites Biâtteriwert viel Roblenfäure ergeugt wird, bei ibrer fpecififhen Schivere fich in folen ffagnirenden Sageu niederfenft und mit bem Crdboden vermifcht, und fo in Berbin- dung mit der bäufigern und beffändigern Geuchtigfeit, die Muflèfung und Berwefung vieler vege= tabilifher Materien befordert, und auf diefe MBeife verfoblte und andere Materien, gu grofer Berbefferung des Bodens, Ddemfelben gufebt, Da iff Brache felten vonnôthen. ift fie in den Dodenarten, twelde unter der Drilleultur ffeben, nur fhäblichs fo Fann fie da nachtheilig werden, wo der Doden vom bâufigen Dung fett ift, tweil bier bie in einem Fluido fih befindende Roblenfäure gasformig werden und fidh fnetfer verftreuen mürde, gleich tuie Det DPhosphorus und die andern Materialien in ibren verfchiedenen Buftänden, ebe fie Salpeter- fäure oder Ammonium bilden,, fo Fann die Drache auch folchen Bodenarten nachthei- lig werden, tmeldhe viele Roble und andre brennbare Materialien enthalten, fi) mit dem Gauerftoffe der umgebenden Mtmosphâre verbinden, und nachber bei ibrer fernern Bereinigung mit andern Œubftangen, unauflôslihe Mifhungen bifden, als Ralfphosphor und Falfartigen Galpeter, fo mie bei andern Bodenarten die Berfireuung und der Berluft der Roblen- oder Salpeterfäure, oder des flücbtigen Micali in gasartigem Buffande, nicht minder in Detradt fommt,*) Qu allen nafgründigen, ffeifen, bindenden und Flepartigen Bobdengattungen, wo bei per Dictheit ibrer Terturen und der grofen Säbigfeit ibrer Beftandtheile, niiibein geringer und vielleicht ga Fein Grad von Pulverifitung entftebt, ift die Sommerbracdhe oftfebr nüblic und beilfam, nicht nur megen der grofen mechaniféhen Beranderungen, die beim wieberholten Pflügen ffatt finden, vermôge iwelcher bie Tbeile des Bodens, dem Ginfluf der Mtmosphâre ausgefet find, fonbern auch tweil fie die darauf folgende Dingung tirÉfamer madht, und bei der Bermifung der erdigen Theile mit dem Dünger, andere frucdhtermwecende Subftangen au gtofen Bortheil der wadhfenden Grucht ergeugt werden. Der Grad von Mürbheit und ZerÉrümelung der auf diefem Bege bervirft wird, etleiche teut den IBureln der twvachfenden Pflangen das Gortfpriefen und Eindringen in Den Doben, fo wie ev ibnen eine grèfere Oberfläche gum Œinfaugen der Nabrung darbietet. Da in folhen Bodenarten gern alles môglihe Fraut und Burgelwerf tuchert, fo fann es nicht beffer als durch das Pfigen und Eggen in der Sommerbradhe gerfidrt werden, Darum tit) #) Darwins Phytologia. p. 268, 256 Bebnte Abtheilung. wird au bie frübe Dearbeitung derfelben fo nothivendig, iveil bann, tvenn gefäet tverben(off, dagu Feine gelegene eit mebriiftor Mud) dies ift Dicbei ju bemerfen, baÿ naffes Sand bei der Dearbcitung im Minter nuxibefbo fteifer und bindender wird, modurd die Burgeln beim Ein- faugen iprer Rabrung fo febr befhräntt werden, Gs ift no neulid gang richtig bemerft worden, baf, twenn Mer von trofener Befchaf- fenbeit unrein wird, er obne eine vüllige Gommerbrache gereinigt tmerden Fônne; indem man nebmlid Rüben u.{. 1. an deren Stelle bauet; Ddagegen naffer Acer, der von Matur unfäbig if, foie Grücbte ju bringen, bdurd bäufiges Pflgen und Eggen in den Sommermonaten rein gebalten iwerde,*) Derfelbe Soriftfteller bebauptet, daf auch der gefeidefte Grudttbechfel auf Rlepbo- ben, die Brache nicht entbebrlid mache, tvenn er gleid gugiebt, daf ec bie bâufige ABieder- bolung minder nothwenbig mache,**) Ein anberer, noch erfabener, der den Berth der Bracde bei fhlehtent Fruchtiwechfel gar nicht beyweifelt, bebauptet jugieich, Daf der unreinfte Aer dur folhe Gemächfe gereinigt sverden fônne, twelche die Brachbearbeitung vorher erfordern,, fagt er, wird nicht vor dent Sunius odet Qulius gepflants MBintermicen geflatten eine dreimonatlihe Bearbeitung, und in einigen Gâllen reinigen grvei bebac£te Gruchtarten nacheinander den Boden gang gewib,(0 wie Bobnen das Sand vollfommen vein machen, Das juvor Durch Roblbau gereinigt if. Dies ift nit Theorie, fonbern practifche Erfabrungs und es ift bobe Seit, baf manche fit) überzeuge, bag die erforderlihe Menge Rindvieh und Schafe nicht gebalten werden Éônne, twenn die Brachen nad) dem alten Softem qu ibrer Erbaltung nicht beitragen.***) Cs:.giebt aber auch mande Gegenden von fo fteifem und naffen Rlepboden, bdaf, tent gfei Rüben, Robl oder Bobnen darauf wobl twachfen môgten, fie doch ju grofe Mrbeit und Shtvicrigfeit in der Subereitung machen, und der Schade bei der Mbfutterung den Bortheil nicht aufiviegt. Sn folhen Gâllen Fann auch der gefcheidefte Srudbtwchfel fih nicht twirffam bewveifens erfabrne Sanbwirthe tviffen, baf fogar die Gommerbrade nidt einmal da fid vôllig guitffam eige. folher Boden muf daber, wenn er naf if, fo oft gepflügt mwerben, da sas Dindende und die Sâure deffelben nidt ohne die Sommerbibe vertrieben werden, und e obne tiederholtes Pflüigen und Œggen nicht gerfrümeln Fann, Reine Brucdtart Fann in diefem Galle die Drache vertreten, da Rüben ourchaus verderblidh find, und gebrillte Dobnen bei allen jbren, der Drache entfprehenden, Gigenfhaften nie zur ftellvertretenden grünblihen Serbeffe- eung der Sommerbracdhe gebraucht werden Fonnen, tmeil fie fcüb gefñet werden müffen.+) *) Browns Agricultural Report, of the Weft Riding of Yorkfhire. p. 81. pi *##) Youngs Agricultural Survey of the County of Suffolk. *X*) Youngs Agricultural Survey of the County of Suffolk. D Browns Agricultural Survey of the Weñ Riding of Yorkfhire. Hrache, 257 Go volifommen veir aud immerbin der gefdeibe MBechfelbau von Dobnen, Robt ü. f. 0, biefe Mrt Acer made, fo Fann dabei doc nicht der Grad von Dulverung und Durch- lüftung ftatt finden, bec bei der Sonimerbrache fo febe gum Bachsthum der Früdte beiträgt; auch germäbrt er den einfaugenden MButzeln der Pflangen nidt fo vief Spielraum, O6 nun gfeidh diefe Umflände die Motbwendigfeit und ben Muben der Brache auf fof- em naffem, fteifem Rlenboden beveifen, fo follte man die ôftere Bicderholung derfelben do fo viel als moglih vermeiden, indem nie der Biebftand geborig grof gebalten tverden fann, to fie flatf im Gange if. Dies gefiebt durd den Dau einer grünen Grudt, fo oft der Mer dau gefchicft if. befondere Borgüge bat biebei die fhwedifhe Rübe(Rota Baga). Gie wird in den fpâtern Grüblingsmonaten abgefütterr, two der Doden fon trofen genug if, um ofne Machtheil Mindvieh oder Schafe zu tragen, und dann noch eine Schotenfrucht geftat- tet; nach biefer fommt der Mer in einen für den MBeigen angemeffenen Suftands; oder man nimmt aud eine Rlecerndte und dann MBeigen, Vn allen biefen Fallen bângt aber viel von dem Grade der Meinbeit, Pulberung und Durblüftung ab, die bei dem gelegentlihen Ge- brauch der Gommerbrache ftatt gefunden bat,*) Biele Berfhiedenbeiten giebt es ferner in bem Buftande der Dodenarten, twelche gelez gentlidh die Deibülfe der Brache erfordern, um reinen Kornertrag zu geben, Cinige balten, vermège ibrer Sage, bie nactheïlige Mâffe mebr an, und find Fait und zur Crzeugung des Un- frauts geneigts andere find bei bem grofen Mntheil Flenartiger, sâber,(ebmigtee Materialien, fchtwerer mürbe zu maden, und das Gortfprieben der Burjeln if nidt fo leiht zu befôrdern. Aufer diefen Berfhiebenheiten des Suftandes, giebt es vielleicht nod andere, die man bisher nicht genau fennen gelernt bat, twegen der Berfiedenheit und den befondern Cigenfhaften des Rlens oder Sebms, der fi in ibrer Sufammenfebung findet, Dei jeder bdiefer Dodenarten ift *) Bas der Berfafer hier Über die Entbebrlihéeit und UnenthebrlihÉcit der Drace ettvas confus fagt— indem man fid) batñber in England nidt minbder wie in Deutfhland geffritten bat, mebrentheils ofne fi) qu verffehen— reducirt fih auf folgendes: Auf mürbem Boden, der für Turnips paffend if, Éaun die naŒte Drache feicht entbebret werden, indem biefe evff fo fpât gefâct twerden, bdaf eine vier: und fünffache Bearbeitung vorbergeben fann; denn durch das Bebacen derfelben wird der Boben no fers ner mûvée und rein gebalten, überdem aber diefer Voden von felbft:serfâllt, und einer fo ffarfen mechas nifhen Dulverung nicht bedarf.. Auf gâben und naffen Rleyboden ift(te obne einen fehr gut gewäblten, dem Dobden recht angemeflenen Sruchtiwechfel, burchaus nothwendig. Aber felbft twenn diefer beobaihtet wird, fann fie gutveilen nôtbig feun, tuenn das Land mébrend des Daues der bebaten Fiñichte, des Robls, der Bobnen, bie fidh für folhen. Boden fhien, mwegen ungünftiger Witterung oder aus andern Urfachen, durch den leichten Dflug vecht mütbe und rein genug gemacht werden Édnnte. Sutveilen wird jedodh ein gmwcijäbriger Bau folher Srücdhte, 3. D. Robl nach gedrilleten Bobnen, den ZweË erreichen, one daf der Acer frudhélosgepfiügt wird. Auch pañt fi die Nota Baga, mweil diefe erfé fpât gevflanst wird, und der Doben alfo nod) in der twérmften Sommergeit bearbeitet werden Éann, und diefe Mübe auch auf sâben Boden wachft. One biefe Vorfihtémaafregel fe eine beftimmte und alfgemeine Abfchafs fung der Drade gefäbrlich. d1..,:0, D, &€ 258 Bebnte. Abthalung, if es ungleid, ob überbaupt, und wie oft und auf twelche. JBeife gebrachet tverden müffe. Der gute Sandtvirth bat diefe Berfchiedenbeiten ftets gu beachten, Auf die Befchaffenbeit des DBodens fommt immer febr viel biebei an, da natürlicher MBeife mehr Bearbeitung vonnôthen ift, wenn der Mer fic) dem vollfommnen Riley nâbert, oder twenn ec mebr lebmichter Art ift, und mehr auf Serfièrung. des: Unfrauts gefeben tverden mu$, to. der Mcfer naf, als. wo er trocfen if. On den mebrfien Güllen, wobdie nacËte oder Sommerbrade erforderlich if, twird das Sand guerft nad) der Œrndte gepflügt, denn twenn int Grübling die Gerfte gefäet ift,. und gwei oder dreimal, auch.wobl noch) ôfter nachber, fo wie es die Umffände nothmwenbig. machens: mäbrend des verfchiedenen Dflügens wird der. Mcfer gut durcgeegget..@elten erbâlt.ein Jcfer mehr: als brei DPflugfurhen zut Sommerbracdhe, und dann die Saatfurhe, Diefe Zubereitung, fagt man, if febr mangelbaft, da in der getwôbn- lichen Gabrszeit bei fo wenigem Pflügen, bie Unfrautswurgeln fo tvenig wie der Saame voll- fommen gerftèrt werden Fonnens und ift der Sommet naf und regnicht, fo fommt der Mcfer bei einer folchen Dewirthfhaftung gur Gaat, in einen fhlechten Zuftand.*) Man bat daber gleichfalls febr richtig empfoblen, foivobl iu der Subereitung des McÉers our WBinterbrache gur Gerfte, als burd Sommerbrahe zum Yeizen, daf, wenn der cer nach der Œrnbdte zum erften Male umgepflügt wird(welches fo tief wie môglidh gefheben. foll), tan Éeine Zeit verlieren müffe,. Den frifh umgebracheten 2cfer fo fein als mèglidh zu eggen, da mieberbolte Berfuche und genaue Aufmerffamfeit gexeigt baben, daf folcher Mcfer, twelcher vor em MBinterregen und. fharfen Groft fein gemacht mworden, einen teit grèBern 2fntheil der wobithôtigen IBirfungen deffelben erbalte, als irgend ein andrer, aber der Mcfer rauh liegen bleibt, fo Fann der Regen oder der Groft blof die Aufenfeite der SKIdGe oder Schollen burcoringen. Das Meufere mag wobl getfrümelns aber die Mitte der Schollen, wenn. fie etivas gtoB find, bleibt in einem eben fo barten und ffeifem Suftande, als tvûren fie eben erf£ umgesflügt. ft aber die ABinterbrache im Serbft fo fein twie môglidh bearbeitet, fo ift dadurch sem SBinterregen und. Grofte, fo wie Der gaugen Atmosphâre, die môglibff grèfite Oberflñche der Œrde dargeboten und die gange Maffe fann am beffen dadurch befruchtet werden, Auf bdiefe YDeife wird aud ein grôberer Tbeil der atmosphârifhen Suft mit der Erbe nerbunden,: Man findet beftändig, bag der Groft einen grofen Rlumpen Œrde nut theilweife burchbringe, und daf derfelbe Crdflof, der in vier Theile gebrochen ift, auch viermal mehr durhorungen wird, Go findet man aud) immer, daf die fleinen RIdfe na einem beftigen Goff Leicht in Pulver gerfallen, mwâbrend die grôbern nur an ben âufern Slâchen abfrümeln,**)+) Es *#) Donaldfons modern Agriculture. *#) Letters and Papers of the Bath Agricultural Society. Vol. IT. +) 96-es8 vathfamer fey, Die im Derbft gegebene Furche ju eggen, oder ben Acer den inter iber raub liegen ju laffen, darüber find die Meinungen getheilt.:Borrrals glaubten die meiften Theorctifer, dicfes fe Brade, 259 Es leidet einen Diveifel, ba bei fteifetn binbenden Boben dies etfte Pflügen, grofe Bortheile in Rircfidht des Mürbetwerdens gewäbre, da folhe Bodenarten im Grüblinge oder im Sommet qufammen bacen, und fo Hart uno Élumpidht terden, daf man fie Faum von einan- der Ériegen Fann, Um fi von dem Nuben einer fo bereiteten Brache zu übergeugen, lie man ein babes Geld von môglidft gleiher Befchaffenbeit, au gebn Hcres, nacd dem Pflügen raub liegens bie andere Haälfte wurde fo fein wie moglich geeggt. Sn dem folgendeu Grübling fonnte man be- merfen, baf bie geeggte Hälfte obne mweitere Bearbeitung viel feiner war, als die andere bei wiederboltem Œgger gémacht twerden Fonnte,*) Bei den mebrften fteifen, flenartigen Dodengattungen folf man beim erften Pflügen baber auf vorbefagte Art verfabren, um das Unfraut vermeslicher und den Boden mürber ju machen, Dies bat man oft durd das Sufammenpflügen der Mcerbeete betvirft, teil nun der Doden troner gelegt und die Furchen qur Mbleitung der fhädlichen Môûffe mehr geciguet find. Dei dem gmeiten DPflügen im Grübjabr, mwelches gewèbnlid vor dem Querpflügen gefchiebt, müffen diefe Crbôbungen gefpalten oder tieder umgebrochen werden, und nachdem ffe eine bin- länglihe Seit gelegen haben, muf man fle verfhiedene Male eggen und gelegentlidh taljen, um jedes Unfraut, das auf der Oberflâche auffchlagen môchte, ju unterdrücden. dies gebôrig gefcheben, tird der Acer twieder in Beete gepflügt, wodurd er minder von der Mae befchadigt wird, und auch die Ebeile, tmwelche bei dem Querpflügen nicht berübrt maren, werden nun umgebrochen. Auf diefe BBeife gelangt man zu einer vollfommen teinen Drache, Ginige Schriftfteller, die viel Gelegenbeit batten, biefe Materie gu unterfuchen, bebaupten, bag das Dflügen nur allein nôthig feps bas Aus- und Zufammeneggen der Quecfenwurzeln fer gang ohne Nuben. bei den fteifern Dodenarten, two das Drachfnffem vorzüglid feine Anivendung findet, ann man auf diefem MBege vielleicht nicht gur vôlligen Meinigung vom Unfraut gelangen, hier muf das Unfraut durch ôfteres Eggen und Maljen erffèrt werden, das Unfraut, tas fih nachber ettva noch lebendig findet, gerfidrt man forgfältig mit der Sand, Auf diefe Beife bat man vielleicht weniger Unfoften, da man nicbt fo viel ju pfligen braucht, Daf ein Boden biefer Art zu fein beatbeitet werden Fônne, Darf man eben nicht Geforgen, da die Gaatfurhe, twenn fie gebôrig tief gegeben wird, den Mer ÉFloficht und uneben genug macbt, um das Korn au bebecfen, und die jungen Dflangen wäâbrend der Mintergeit su fhüben,**) 72 Der feu Geffer; jest vereinigen fih aber die meiften Œrfabrungen babin: baf ettvas binbdiger Boden, vor inter gcegaet, fidh beffer mache. M: d,: D, *) Letters and Papers of the Bath Agricultural Society. Vol. II. ##) Agricultural Report of the Weft Riding of Yorkfhire, 260 Bebnte Abtheiluna, Der Ertrag eines Feldes von Gerfte und rothen Llee, M0 bic eine Hälfte auf die voll fommenfte Beife als Brache bebandelt, die andere auf gemébnlihe MBeife gubereitet tar, ffand, nachdem man beides eingeerndtet und befonders aufbervabrt, in folgendem Berbältnife: Das auf die leftere Art bercitete Feld gab nur 24 Bufbel von einem Here, mäâbrend das evftere 37 und beträchtlid befferes Rorn gab. ÇŒinen gleihen Voryug batte der Rlee im folgenden Sabr, fo daf der vollfommen Bereitete beinañe um ein balbes Guder mebr vom Ycre gab.*) Auch be- merft man alfgemein, daf auf grofen Geldern, vo einige Stellen mebr als andere gepflügt find, die Saat fih voryüglih auszeihne und cine vollfommnere Œrndte als an andern Stellen verfpreche. Mufer diefen haben witthfchaftlihe Schriftfteller andre Methoden zur Brache zu pflügen angegeben, fie find aber enteber fo unvollfommen bargeftellt, daf man fie Faum bat verftehen Fônnen, oder fo fdhtvierig zu befolgen, daf der practifche fandmann Féine Motis davon bat neb- men môgen, Ju den Gällen, wo nad der Bereitung der Gommerbradhe gedfingt wird, muf dies na Berbältnif der Defchaffenheit des Dingers und den Umftänden gefheben, nach telchen der Doden fett und cultivirt if. Ra oder Mergel fäbrt man mit dent grôfiten Bortheil wab- rend der Gommermonate, in der Mitte des Julius oder zu Anfange des Mugufts, auf; alsdann muf er gleichfèrmig über den Mer ausgebreitet und mit einer leichten urche untergepflügt werden, daf er fidh genau mit der Erde verbinde; eben fo verfäbrt man mit dem gemôbnlichen Miff, wo man diefen vor der Gaatfurche anwendet, Dei folcher Bebandlung der Drache leiftet der Dung gang voryüglihe Dienfte. Sn einigen Fällen ift das Dingen nach der Drache ganz unnôthbig, da bei der grofen Serfièrung des Mafens und des Unfrauts und der auf verfchiedene Beife er- rungenen Bortheile, der Mer in Gefabr gerâth, ju geil ju werden, fo da fich alles vor dem Neifiverden niederlegt, tenn que felbigen Seit no gebüngt tirs, Gebr reichliche Rornerndten bat man von gebracheten£ande, one den mindeften Dünger erzielt,**) Man verfichert ferner, daf fogat Acfer, melcher durch eine ungefhic£te Gruchtfolge beträchtlidh erfhôpft worden if, nach der Drade eine weit beffere Crndte ohne Düngung, als bei einer vollfomimnen Düngung obne Drache gegeben babe,***) n folchen Gâllen thut man Beffer zur gweiten Saat, als unmittelbar nad der Drache, zu düngen, Obgleich diefe angefübrten Vortheile, der vollfommnen Serffaubung, des Suftoüngers und der Neinigung, dur die Sommerbrache auf Feine andere Art der Deacerung erlangt wet- den Fônnen, fo bleibt diefe Methode doc für den Sandwirth immerbin lâffig und Foffbar, und da manche diefer woblthâtigen Birfungen durch die wiederbolte Partialbrache bei dem Ynbau bebacf- *) Letters and Papers of the Bath Agricultural Society. Vol, II, #*) Agricultural Survey of Mid- Lothink. ###) Communications to the Board of Agriculture. Vol. II. Drache, 161 bebactbarer Srüchte fich erreichen laffen, fo muf der Sandtvirth immer babin freben, die Gom- merbrache entbebrlich ju machen, wie bies bereits angegeben if, um fo mebr, da der Mcfer eine lange eit nits ergeugt, mwäâbrend er gur Brache liegt. Man findet aud wirflid diefe Ber- minderung der Brache durch Bracbfrüdhte, als Bobnen, Erbfen, Robl, Bien, Rapfaamen, auf den fmerern Bodenartens und Dubweigen, Rartoffein und Riben auf der leichtern,*) Es ift auch factifdh ertviefen, daf da, wo grofe und üppige Vorfrucht gemachfen ift, der Boden mebr verbeffert als ausgefogen if. Man bat diefe vermebrte Gruchtbarfeit mebreren Urfaden beigemeffen: der durch den Schatten der grünen Gemächfe verminderten Husdünftungs der Fäul- nif mebrerer vegetabilifher Materien, die fih nach einer folhen Frucht bäufiger gefunden, und unter folchen Umftänden leichter zur Fâulnif gencigt babens und endlidh der mwieberholten Set- pulserung und Suftoüngung durch das verfchiedentlihe Debaden: es[âft fih jebocd auch denfen, daf auf jedem diefer MBege, die mit dem Doden vereigte fire Suft oder Koblenfaure viel zur Gruchtbarfeit beigetragen babe, Daf die Berbeferung des Aers folche Urfachen haben müffe, tâft fih um fo iweniger beymeifeln, da durch den Wachsthum der Germächfe viel näbrende Theile verbraucht werden, Die burch irgend einen folchen Procef iwieder erfebt fepn twollen, Auf welhe YBeife diefe Birfungen nun môgen bervorgebracht werden, fo findet man doc immer, da der Mer rin einem beffern Buftande ift, mwenn er von folhen Ærüchten eine reichlihe Ernbte, als wenn et eine fhwoache und ârmliche getragen bats bieraus folgt febr deutlich, da, wenn der Boden mit foldhen dicffchattenden Germächfen, oder folchen, bie eine ffarfe Pul- verung durchs Debacfen gemäbren, und den Doden von unnüben Krâurern rein balten, bedecft wird, Dies für den Sandwvirth febr vortheilbaft fens nidt nur ivegen der unmittelbaren Grucht; fondern iwegen der auf folhe WBeife bewirften Bermebrung des Düngers und des vortheilhaften Suftandes que Mufnabme der folgenden Gruchtarten,**) In diefen verfhiedenen Müdfihten verdient die Cinfübrung der grünen Grucht der einen oder der andern rt die bôcbffe Mufmerffamfeits und es ift twabrfcheinlih, baf felbft bie fteifen und fweren Bodenarten auf folhe MBeife vôllig rein erbalten und ju jeder guten Kornfrucbt dadurc bereitet werden: aber febe vorfihtig muf man bei folhem Acer feyn, anpaffenbe grüne Grücte darauf zu bringen, die ohne Machtheil vom Ereten des Biehes abgefuttert werden fônnen. Da aber die vôlligen Wirfungen der Sommerbrache auf diefem MBege nicht immet gu ecreichen find, fo thut der Sandivirth) immer febr wobl, im Notbfall feine Zuflucht zu diefer ju nebmen, und gtwar mit befonderer Mücffiht auf den fhweren und vorzüglid naffen Doden, fo- tobl als auf den, der durd eine gweciwidrige Gruchtfolge einmal verdorben ift, *) Man febe eine intereffante Correfpondent über die Brache auf fhtwerem Doden in dem Anbange gum Aten Bande von Wights Belert State of Husbandry in Scotland, #*) Man febe darñber na: Survey of the Nord Riding of Yorkfhire. ŒEilfte ŒEilfte Abtheilung, Anbau des AÉferiandes. Üx bie iwirthfhaftliden Methoden bei dem Mnbau des Merlanbes gebôrig barguftellen, be: tradten wir fie gunâchft in Veziebung auf denjenigen Grund und Boben, der bis dabin nicht unter dem Dfluge gewvefen if, und folchen, der bereits fon bearbeitet torden, Œntfernung aller Dinberniffe des Seldbaues, Dabin rednet man manderlei Operationen, als: die MBegfhaffung der Steine, das Ausraden des Doles, fowobl der Bâume als des Dufhwerts, die Zerffdrung verfchiedener Mrten WBaffer= und anderer Pflangen, und die Entfernung aller fhädlidh werdenden Maffe, ebe das Pfügen und Auflocern der Erde gebèrig begonnen werden fann. Die Gteine find entive- der leicht oder fer bemeglih. Œinige biefer leftern ragen auf der Oberflâche bervor und neb- men viel Sand eg, bas der Dflug nidt berübren darf,*) Um verderblichften find die unter der Oberfläche befindlichen(blinde Steine), ba fle die Geräthfchaften oft verderben und manche linbequemlichfeiten bewirfen, ebe fie bei mbglichfter AufmerÉfambeit des Pflügers entdecft werden, Qn folhem Voden, io nur Éfeine lofe Steine fi auf der Oberflñche zeigen, fammlet manu fie, nach dem Œggen oder menn das Sand zu Rlee und Grafe liegt, mit der Hand ab, ebe man walits oft ift es Dinveihend, fle nur mit einer fchrweren Baye in den Doden Dinein zu wañgen, um fie der@enfe aus dem YBege zu fhaffen. Dei dem erftern Berfabren müffen die Steinejedoch nicht, tie in manchen Gegenden, in Saufen gefammlet oder lângs in den Furchen gelegt werden, ba fie alsbann nur mehr Dindern und nachber doch nur twieder über den Mer ver- Greitet werden, Gie müffen gânylih meggefchafft werden: die befte Zeit dagu ift in der Som- merbearbeitung, iweif man ann am beften bamit fâbret. naffem Boden Fann man fie an- angs #) Man nennt fie in cinigen Gagenden Ducelfieine(Sit- falt fiones). qe Œilfte Abthaïlung. Anbau des Aderlandes, 263 fangs in Saufen fammlen, um fie bei troner Befchaffenheit des Dodens an die Seite zu brin gen. Sum Steinfammien brandt man Beiber und Kinder, und der Mer wird fo am leichte= fien davon gereinigt, Obgleid man von der HBegräumung der fleinen Steine Machtheil bat berleiten twollen, teil adurch zu viel Geuchtigfeit verdunfte, und den jungen Pflangen dadurd Gchné und Mârme geraubt twerde, fo if doch wabrfcheinlidh diefer Nachtheil fo grof nicht, als die Hindernife, mwelche ffe der Deacferung des Dodens entgegen ffellen, und als der Berluift ift, den fie in Rücéficht des Naums der Oberflâdhe bervirfen, two fie gabireich find, Mo die Gteine in dem Boden binein liegen, febr gro find, und auf der Oberflécdhe bet= vorragen, da iff das befle, fie gang aus der Œrde berauszugrabeu, nachdem man fie mit Schief- pulver gefprenget bats find fie aber nur flein, fo ift das Sprengen nicht nôthig, da fie one viele Roften ausgegraben und ausgehoben werden Fônnen, indent man fie mit Seilen oder fchtve- ren Dammern auseinander fplittert, und fie auf Schleifen von dem Mer wegbringt.*) Beim Meinigen der Gelder**) von grofen Oteinen iff neulich eine Mafchine empfoblen worden, die nicht nur bas Fofibare Steinfprengen entbebrtidh madbt, fondern die Schvierigfeit des Trans: ports ungemein erfeichtert, Drei Maun Édnnen vermôge derfelben mebr ausvidhten, als fonft sebn Mann, Die Methode, grofe Graben dit neben den Steinen ju graben, um fie Darin ju ver- fenfen, if ein Mittel, deffen man fid) nur felten bedienen muf, mweil die Gefabr dabei febr grof if und die Steine gänglich verfobren find, fiegen die Steine unter der Oberfläche verborgen, fo muf man ibre Sage durch ein fchar- fes Gonbdir- Snffrument ausfindig machen, oder beim Dflügen genau barauf achten, und fe dur Musgraben wegfhaffen. Sn einigen Güllen, two es der Sreine viele giebt nnd der Preis der Yrbeit woblfeil iff, mèchte es überhaupt wirtblicher feyn, folches Sand mit einem Spaden als mit dem Pfluge ju bearbeiten,***) Qn jedem Gall muf für die Begfhaffung der Gteine geforgt werden, ba fie die Oeräth- fchaften verderben und grofen eitaufivand verutfachen, QGn manchen Gegenden bat man zu folcher Mrbeit befondere Veranlaffung, 100 nebmlich verbecfte Mbsüge und MBafferleitungen angulegen find, da iwvendet man befanntlih die Éleinen lofen *) Œin fleiner Thell ungelfhten fein gepüluerten Ralfs mit dem Shiefipulver vermifht, folf das Spren: gen minder foffbar macden. #*) Der Berfañfer der Agricultural Report of Pertfhire, gicbt die Sefdreibung einer folchen Stein: fbleife,-wodurch entfeslid geofe Steine auf cine leichte Art von dem Acfer tveggefchafft werden und die von jiwei Menfchen gejandbabt toirb. ##*) Headrick in Communications tothe Board of Agriculture. Vol, IL. und Anderfon Agricultural Report of Aberdeenfhire. PEER TT M Re— as SRRss ee te ms 264 Eilfte Abtheilung, lofen Gtüce gui Musfüilen an, twäâbrend man die Grôfern gu Cebäuben und aud 3h Detib= rungen gebraucht. Dei der Kofibarfeit diefer Mrbeit und bei Dachtungen auf Furge Zeit, muf die Ausgabe zmifhen dem Pâdhter und Outsbefiber getheilt werden, fo daf einer das Spren- gen bezabit, der andere die Begfabr befthafft.*) Dei der Meinigung der Felder vom Holze, müffen, nach Defchaffenheit des darauf be- findlihen Soliwerfs, verfchicoene Methoden angemandt werden. ind es grofe Béume, fo muf man fie gânylid ausraden und jede MBurgel gut ausgraben. Deim Musraden folcher Déume, deren Buryeln, fo tie die der Cie, fenfrecht in die Tiefe binein gehen, mag dies ob nicht nôthig feun, und man barf, naddem man die Crde ummeggegraben bat, bie ffârt- ften Geitenturzeln nur abbauen, ba benn der übrige Theil fon nacgiebôt, tvenn an dem obern Eheile des Daumes mit einem daran befeftigten Seile gegogen wird. Dei folhen aber, deren Burgeln wagrecht an der Oberflâhe des Dodens fortlaufen, als 3 D. bei der Ulme, müffen die ABurzeln alle iweggefthafft werden, ebe man mit dem Pflügen fortfhreiten Éann. Dies gefhieht vermittelft des Durchftofens mit dem Spaden oder mit einer Spibbaue, um die Burgeln berausqubringen. merden nidt nur die Burjeln tweggefhafft, fondern das £and jure Fnftigen Beacderung in die gmedmäpigfte Form gebracht,**) Man Fann die often diefes Grabens durch die Berbrennung des Zwicholjes und der MBurjeln und der dadurcdh als Dünger gemordenen Afdhe einigermaafen erfeben. In den mebrften Gällen jedob, wo die Yt- beit theuer ift, thut man am beflen, bies burd einen far befpannten Dflug gu vetrichten, Macbbem die Dâume und das Dufhiverf weggeradet ift, befüet man, nad) dem erften Dflügen, das Geld mit einer Brut, bie fi am beften pañt, twenn bdiefe geerndet ift, fo wird das Seld dur tieberboltes Pfligen, der Sänge und der Quere na, gereinigt, bis alles ausgerottet ift. Sat man fo vie Zeit, fo thue man dies vorher, ebe etwas bineingefäet torben. Diefe Me- thode bat uhläugbare Borjüge, da man felten cine gute Erndte ertvarten fann, tvenn der Do- deu nicht frei von MBurgeln und Gemächfen ift, die durch ibr Ausfpriefen und Defchatten binder- lich werden; aud) wird ber Doden, im Gall daf biefe MBuryeln darin verfaulen, zu feicht und locfer für die mebrften Gruchtarten,***) Berfdiedene Staudenpflangen giehen verfhiedenen Boben vor. faffen fih gur Œntfernung diefer Sinderniffe grofe Vortheile gichen, indem man folchen Dünger antvendet, der in der ertur oder alfgemeinen Befchaffenbeit diefer Dodenarten, Berânderungen bervor- Gtingt, und die Meigung jure Crzeugung folher Gerwächfe mindert. diefer Mücéfiht leiftet der #) Gentlemen Farmer. p. 59. *#) Communication to the Board of Agriculture. Vol. If, p. 259. #K#) MRan febe nad, vom Nafenbrennen. Anbau des Aderlandes, 265 der Gebranch des thonidten Mergels, oder der Compofte mit Torferde und Salf, oder fefmigte und thonigte Erben mit Ralf, Hofoinger oder Eompofte mit demfelben und Mober, Mat: dung mif guter vegetabilifcher Erde, Gand und manche anbre Materialien, nach den Umftän- den der Bodenarten, der Matur der Gemäcdhfe und der Angemeffenbeit der Subftangen, in Mücéfiht ibrer Antendung, gute Dienfte; auch die Entwäfferung der Oberflñhe wird gutwei- {en febr beilfam. Qn den Gällen, wo folhe Arten Gefträuche betréchtlid grof gemorden find, Dauer man fie dicht am Boben, umgräbt fie und vadet fle wie Déume aus. Den Ginfter gündet man zu- tweilen an, um feine@tâmme zu entoecfen, ebe man fie aufgräbt; Dies Verfahren muf jedod fo viel als môglidh vcrmieden werden, ba der Ginfter felbft und die gmifden ibm gehäuften vegetabilifhen Materien babei verlohren geben, Da befanntlid folche urbar gemachte Dodenarten bald iwieber mit denfelben Gefträuchen betvachfen, naddem fie mieber gu Gras nicdergelegt worden; fo muf man fie fo lange afs mog- li unter der Beaerung balten, um fomobl durch biefe als burd) den angemwandten Dünger die Meigung gum ivieder Pervorfomnien derfelben zu unterdrüc£en, und wenn fie ann tvieder ju Gras nicdergelegt find, mit ben@chafen abbüten laffen.*) einfidtévoller Gcbrift- fleller Bemerft, bag wenn dergleihen Gefträude einmal auf die angegebene WBeife ausgerottet torben, und die Schafe gum Mbiveiden dabin gefchicét find, fie alles Musflagen der Éfeinen surüctgebliebenen IBurgeln verbindern. Mod wirffamer würde fid Dies Œrperiment berveifen, tenu der Acer unmittelbar darauf Brache gelegen bâtte, und fo jebe Burgel an die Geite ge- fhafft worden mûre. ,, Misbann fônnte man das Sand Ralfen und Düngen und nad einer Frucht- folge twieder qu Gras nicderlegen.@obald das Gras dann zu faffen(en, laffe man die Ghafe datauf, obne eine Deuerndte davon ju ertvarten. Dann türden die©chafe jeden Keim des Geftrâuchs megnagen, und den Boden immer rein balten.“ 2) IBenn bdies alles aber nicht binreihen follte, dem Gefträucdh Cinbalt ju thun, fo muf man unmittelbar feine Suflut wieder gum Pfluge nebmen, und zu den übrigen oben for empfobinen Mittein, da durd Berabféumung des Pflügens die Pflangen zu flarf werden, un fi) auspflügen zu laffen. Heivefraut, if ein gemôbnlidh auf mootigen Boden nadtheiliges Gemädhs. Der Y6- fall diefer Pflange erâgt nicht viel que Berbefferung des Dodens, auf telchem fie wüchft, Bey, int *)@chafe, Pferde, junges Rindvieh, frift un Grüblinge auferorbentlid gern die jungen und 4arten Shôflinge der Brombecren, des Ginfters u. a., twabrfcheinlid) twegen des füfen Saftes, den fie in bem erffen Zuffande ibrer Begetation baben. Herr Deadrid bâlt besbalé bem dornichten Genft Cwbin) eine grofe Lobrede, und empfieblt ibn als Binterfutter für Pferbe und Ribe. #*) Headrick in Communications to the Court of Agriculture. Vol. IL. p. 2628. Erfer Thil.£1 RE ue ET dim suce RS mn émrere ET RE pere TE arr“og re a— 266 Œilfte Abtheilung, indem der Mober nur reproductis für fie felbfé zu fen fheint. Der beidige Boden ift daber ein bungriger Boden, und trâgt webder Korn, nod Gemüfe, no Grasarten. Bi man diefen Doden beacfern— aus verfhiedenen Serfuchen weif man, daf das untergepflügte Hei- defraut, tmweil es nicht vôllig vertwefete, den Mer in einen zu locfern Suffand brachte, um ite gend eine Gruct zu bringen— fo muf das Seidefraut fo dit tie môglih an der Oberfläche des Dodens abgemäbet werden, oder tas mabrfheinlidh twobl beffer ift, man muf eine dinne Schnitte von der Oberflâche mit dem Rraut abfhälen, und es entweder verbrennen oder einen andern erforderlihen Gebrauch davon machen.*) trofnem Grüblinge läft es fic leicht und obne die Operation des Abfchälens, abbrennen, 10 es bo und bichtwmächft, jeboch da der Doden obnebin febr fach if, mit Rücfficht auf die Erbaltung des Bodens. Das Hbfhneiden gefchiebt am beften mit einer Mrt Sichel, die aber füryer und ffârfer feon mu, um beim%b- maben twedcr gu biegen noch ju brechen, MNachdem das Heidefraut gerftôrt worden, bat man oft RalË im âbenden Zuftande ange- wandt, enteder vor oder nad) dem Pflügen. Die erftere Methode bat Vorjüge, da der Salf genauer mit den Pflangentheilen in Berbindung fommt, und ivo der RalË theuer ifts vo man ip aber in Menge haben Fann, ift die Mnwendung auf beide YBeife febr wobithätig, tweil er fowobf que Serfférung der Bureln als der Stimme fhnell wirft, Mo er in Menge iff, darf man ibn nicht fparen, um den beidigen Boden in Cultur ju bringen, tweil man von diefer ungeitigen SparfanÉeit oft grofen Nachtheil gefpürt bat, Mad der Bemerfung eines gefhicften Scbriftffellers, fol cin Sufag von RAI zur Afhe, auf abgebrannten Boden twoblthätiger wirfen, af menn er fonff auf irgend eine andre Urt ausgeftreuet ifts je grober die Menge defto beffer der Effect, und wabrfcheintih, je grdbet Defto verbältnifmäpig ffârfer die MBirfungs nebmlid fechs Chaldrons geben mebr als gmeimal den Vortheil von 3 Cbaldrons; der hemifhe Effect, fowobl in Meutralifirung der in diefen DBovdenarten befindlichen Sâuren, als aud der Zerfidrung, der ibrem freien Buchs überlaffenen MBuryeln, bângt einigermafen von der plôblih eintretenden Birfung ab. Man meif, daf 8 Ebaldrons auf einmal auf den Mere gebradt, ein Moov zu einer Biefe, 25 Schillinge per Here werth, umtwandelten, dab bingegen 1 Cbaldron jâbrli 8 Sats lang aufgebracht, daffelbe Moot in act Gabren nicht 7 Scillinge und 6 Pence per Mere werth macten, Die Birfung des KalËs auf allen fange cultivirten Boden, if feiner Meinung nad, febr pro- blematifh, und entfpricht der Ausgabe in gebn Bâllen nicht einmal, aber in neuem Moorlande ift die Wirfung auferordentlich und Faum glaublihs aud) da, two man das Peidefraut abmäbet, unù #) Bert Deadrid bemerft fefr vichtig, baf langes Peidefraut ein febr gutes Dach gebe, teit dauer: bafter als irgenbd eine Art Otrob; man mat aud vortrefflihe Quajte davon, Milhgcfäfe ju veinigen. Bei feiner grofen Daucrhaftigfeit, ift es das befte von allen Jeisiverfen in verdecten Xbytigen. Anbau deg Acerlandes, 267 ind bann ben Raï ausftreuet, find folhe Moore von x bis ju 20 Sbillinge per Mere verbeffert worden; die Quantitât wat 13 oder 20 Ehaldrons per Acte.*) Men der Kalf gebdrig ange- tandt ift, fo gerftèrt er in Éurer Zeit bas Seidefraut, tabrfcheintidh vermittelff feiner Kraft die Geuchtigfeit aus dem Œrdboden ju gieben und fidh mit der abffringirenden Gâure der Pflangen- fâfte gu combiniren, da dann diefe dem Bachsthum jener Peidepflangen günftige Sâure ger- flôrt iff, und das daraus entffandene@alz die Tertur des Sandes ju verändern, und durch die caus fife gerffôrende Cinwitfung die übrigen Burzeln ju tôdten im Gtande if. der Ralf auf den Doden gebracbt iff, befonders da, vo das Mafenbrennen vorgenommen tworden, muf nur gang leicht gepflügt werden, um ibn und die Afche mit dem DBoden zu verbinden und nicht gu tief unter die Oberflâche ju bringen. QBo fi bei dem Deidigen oder mofigen Sande ein bôberer Orab von oberflädblihem MBaffer findet, und es nicht fo febr mit Seide hberzogen ift, daf es nidt als MBeide gebraucht werden fonnte, fo bringt man es blof dadurch in Cultur, daf das Baffer der Oberfläche durch géborige Mbyüge meggeicitet wird, man im Grübling, wenn es daju tvofen genug ift, bas Pei- defraut abbrennt, und barauf e8 mit den©chafen fo dicht abbütet, daf es fit) nicht befaamen fanns auf diefe Meife wird es dann in einigen Süllen ganz weggefchafft.**) IBenn diefe Art Voden umgebrochen und durch DPflügen und Cggen gehôrig verfeinert ift, fo muf fie, menn fie nicht zu fleif ift, mit irgend einer dihten, üppigen, grünen Gruct, as: Rüben, Erbfen, Bien, die mit den Schafen abgetveidet wird, eingefäet terdens wo diefer Doden aber von faurer Defchaffenbeit und mebr fteif, Fepartig und bindend iff, ba gebei- ben folche Pflangen, welche tiefer in ben Boden eindringen, als: DBobnen, fhiwebdifhe Rüben, Ducdbiweisen, Noggeu, grauer Dafer, vortrefflih; guveilen au Rapfaamen, Erbfen, lee und MBicfen. Da bei dem Aufbrechen diefes Sandes die Hauptabfiht dabin gebt, es nach einer oder gwei Rornerndten gum Orasertrage ju bringen, fo müffen die grünen Grüchte ju mebrerer Berbefferung auf den Dobden felbft abgefuttert werden, Man Fann mob gtuei bis Dreimal in einer Gabrézeit mit nod) mebrerem Vortheil diefe Abfütterung, da wo es angelegt ift, vorneb- men,***) Bo der Doden ju naf, fheif und Flautfhig ift, um dies ju geffatten, fo muf die arüne ruct abgemäbet und im Bichbaufe verfuttert werden. Yuf die gebôrige Mberndtung und Gruchtfolge Fommt alles an,+) Man verbeffert diefen Doden auch dur Unterpflügen der Gemäcdfe in ibrem faftreid- flen Suftande, Auf trofnerm und fandigerm Doden mag dies angebert, two diefe Pflangen 2 2 fchneller *#) Youngs Annals of Agriculture. Vol. XX. p. 369. ##) Shan fehe die Abtheilung vom Graslande. *X**) Headrick, in Communications to the Board 6f Agriculture. Vol. IT. p. 265. + Youngs Annals of Agriculture. Vol. XX. p. 372. 268 Eilfte Abtheilung. fhneller vertvefen, aber in den jäbern Dodenarten und fo isgend eine Dispofition zur Sâure diefen Procef aufhält, da ift es bei teitem nicht fo vortheilbaft, als mit irgend einer Art Bieh fie auf dem Doden felbft abyufüttern, Belhe Methode man indeffen mâblen mag, fo muf die Deaerung nicht weiter fort- gefet merden, als bis das Seidefraut und bie fhlechten Pflangen zerftèrt find. Œs mu fobalo als môglih wieder zu Grafe niedergelegt twerden. Man bat noch eine Art Sand, die dem obigen febr nabe Fômint, und bei deffen Anbau die fchlechten Pflangen und Unfrâuter sertilgt und die Hügel fowobl als andere Linebenbeiten weggefchafft terden müffen, ebe und bevor der Pflug darauf angemwendet werden fann, Das iff diejenige Mrt, die twegen ibrer Mâfe, dem Mabsthum der Dinfen und anderer fhlechten SBafferpflangen ausgefest ift, und auf welhe Ameifen- Maultwurfs- und andere Arten Hügel durch Vernachläffigung und$änge der Seit ju einer folhen Grôbe und Menge angewachfen und mit einer gäben Marbe bedecft find. Sier ift vor allen Dingen Abwäerung vonnôthen, nad) tvelcher fih die Neigung, MBafferpflangen bervorzubringen, verliert, und der Boden zu gleicher Beit zum Ertrag der mebrften Rornarten und grünen PBurgelfrüchte gefchidt wird. Madden dies gefcheben ift, ann man ju bem Mafenbrennen fhreiten, mworauf man bann fogleich pflñigen und gar bald fâen Fann, tmwoinit man, iwenn na dem Begfchaffen der fhlechten Pflangen die Darbe blof umgebrochen mûre, tweit länger würèe warten müffen, ebe alles gebôrig vergangen und qum Grucbtertrage mürbe genug gervorden mûre, Sn manchen andern Nücfihten leiftet das Mafenbrennen hier feine Dienfte, befonders auch in der Serfièrung der Snfecten, mwelche der Grucht fhäbdlidh werden fônnten,*) des Rafenbrennens findet ein verftorbener chriftfteller es teit vortheilhafter, den Mafen abju- ffechen, in Haufen zu fegen, und durch Sermifhung mit RaIf ibn ju einen Compoft zu machen, Die Rafen müffen vorber gut mit IBaffer getränft werden, und dann oft umgeftohen und durd) einander geftofen und fo viel als môglidh in diefer Zeit befprengt terden. diefe WBeife wer- den fie bald zum fchônften Dünger; alle gaferichten Theile der Pflangen vermodern und geben in nâbrende Theile gu neuen Pflangenerzeugniffen über. Sblu des Proceffes, wann def alË den grôften Theil feiner Hefung verlobren bat, Fann man Mift oder andern faulenden Dünger mit diefem Compoft vermifhen, wird dann über die Oberflâche des Dodens fo gleihfèrmig wie môglidh verbreitet,**)© Dei einer folchen Huflofung der vegetabilifhen Materialien, meint er, fer bei iweiten der Berluft nicht, als wenn man Geuer anmwendet, Es ift aber leicht eingufebn, dañ, bei dem Procef *) Man febe die Abtheilung vom Hafenbrennen, #*#) Communications to the Board of Agriculture. Vol. II. p. 206. Anbau des Acerlandes, 269 Drocef der Berfegung, immer febr mirfame elaftifhe Materien verlobren gebn, und man darf. twobl nicht beymeifein, daf diefer Berluft da befonders ftatt finde, two ein Orad von Seftigfeit, wie bei der Berbindung des ungeléften Ralfs mit den Sâften der grünen DPflangen wirt, Diefes Berfabren wird auch dem Sanbivirth oft zu foftbar, und in einigen Gegenden ift gar Fcin Ralf zu haben, Es bleibt indeffen immer eine febr gmectmäbige und leichte Methode, fhlecbte Dflangen und bolgige Materialien vegetabilifher Art in einen erdigen Suftand zu bringen, und man Éann in mancen Gällen mit Muben fid) berfelben bedienen, Auch die Bermifhung sufam- mengebrachter Mmeifenbaufen mit Salf ift ein febr beilfames Serfabren, befonders da fie ju gewviffen Gabréeiten viel animalifhe Materie enthalten. Bei allen dicfen Mifungen muf nur fo viel RalË bingugethan werden, daf die Operation ohne Seftigfeit von ftatten gebe, tweif in dem entgegengefeften Salle die elaftifchen Materien ju fnell entbynden, und ntebrere fiber- artige Theile in unauflsliden Fobligten Buffand gerathen, Man bat noch eine andere Methode, bei melcher ein Boden biefer Art in fdnelle Eul- tut gebracht wird, to die fchlechten vegetabilifhen Materien nicht fo ftarf oder fo dic£ auf der Doben fih befinden, als auf einigen flechten MBeidepläber. Man bat dagu einen Pflug mit einem gefchävften Obr oder Flügel, twelcher die obere Rrume oder Narbe flad abfchneidet und guerft in die Furche fireicht, über twelcher dann der tiefer eindringende Pflugfôrper die untere rume berübertwicft.*) HMuf diefe MBeife wird das Sand fogleid, nachbem es geegt worden, fo fein als burd) eine Brachez und die Grucbt ift in mweniger Gefabr von dem überhandnebmenden Unfraut, Ein farfes Spanniwerf ift aber Diebei erforderlich.**) Qn feuchten, fleifen, Flenartigen Boden ift es oft fhiver, ibn in gebôrige Cultur zu brin gen. Gemôbnlich-enthält er didt unter der Oberfläche viel Mâle, und der Doden Fann gum Rorntragen nie troden genug werden, Hier müffen guerft gebôrige Mbgüge gemacht werden; darauf tir bas Sand mit bem getmeinen DPfluge in môglichfter Tiefe gedffnets alsdann bat man andere Dfiüge, 3. D. den Minierpflug, der der Gurche dem ordentlihen Pfluge folgt, die Erde Rbr tief auflocfert, und auf diefe ABeife das Baffer in eine folche Tiefe bringt, daf es der Grucbt nicht mehr fhaden Fann. Man bat die febr richtige Bemerfung gemacbt, daf, wo bie Erbe nur einige 3olf tief oberbalb den fieifen Rien gedffnet ift, der einfallende Regen entiweder abgeleitet, oder das Sand sum Gruchtbringen unfäbig werden mug, müffen bier binfângliche offne Surchenabzüge gemacht #) Man fehe die Aétheilung von den Geräthfdaften. ##) Auf folhem rauben Boden ift der Pflug mit dem Rafenfhäten toi nit anmwendbar. ES müfte ein formiiher Ragolpflug feyn, und dann fâme in den meiften Gällen ju viel unfrucdthare Érde berauf, A, où 4. 270 Œilfte Abtheilung, terden,‘um bein Baffer eine Ablauf zu verfchaffen. Dies MBaffer fliebt ban langs bet Obe- flûche bis es in bie Gurhen fällt, und finft dann durd die Erde, bis es die offne Gurché ec- teicht; felbft bei anbaltendem beftigen Megen fenft fid) er grôfte Theil der Geuchtigfeit burd die burlaffende Crde, bis es auf eine unterbalb fiegende unburchlaffende Gchicht fôft. Diet bilbet eg eine Art von untericdifcher Sache, telche einen Mblauf bat, bis die Schivere des IBaf- fers eine Geitenpaffage forcirt, guleBt erreicht es die gu dem 3iwecf gemachten offnen Gurchen, tele ibm einen fnellen Abjug gemäbren. Aus diefen Umffanden erhellet, baÿ die an der anbaltenden Scbicht unmittelbar liegende Œvde fich in einem feuchten und quappigen Buftande, im Berbältnif des Negens und der Sûbbeit des Dodens finde, mwobutcdh bas Defireben des Sandwirths, gute Grüchte gu bauen, vercitelt wird. Die fruchtharen Theile werden ausge- ivafchen und die Erde twivd dann fo teigicht, ba fie âbnliher einem Siegel als einem focfern Mober beim Erscfnen wird. Bird nun die Erde durch den Pflug einige off aufgeloctert, fo wird der Doden, gleich einem Drei, der ju einer Beit als Môrtel für den Manerer ju dünn, qu anderer Seit gu troden, und einem Dacffteine an Gârte gleich if. Mas für Frucdt ann man unter folchen Umftänden mobi serlangen?. Diefe Art von Bebandlung des Dobens ift die Urfache der Œxrftorbenbeit deffelben, welche unter den Sanbivitthen unter dem IJamen hide- bound(verftocter Doden) befannt iff, Dei bet oben angegebenen Debandlung aber ann manche diefer Dobenarten bei Seiten fruchtbar gemacht werden, und der einfihtsvolle Unternelimer grofen Sortheil haben. der Doden vermbge des empfoblnen Verfabrens gedffnet ift, fo iff er in der ganjen aufgelocfer- ten Oberflâche durcaffenb gemorden, und das IBaffer findet fo tief unterhalb der Oberfliche einen MBeg, daf diejenige Erde nicht leidet, in mwelcher die Sauptiwurgelh der Pflangen liegen, Ueberbaupt wird bas Waffer nun in dem Doden auf eine beilfame Meife erhalten, und bilft sem Debürfnié des Vodens in Abfiht der Seuchtigheit immerbin ab; fo daf, wenn die Bur- jen an der Oberfläche des IBaffers beraubt find, die tiefern Bafern derfelben nâbrende Feucdh- tigfeit finden. Ju unfern Gârten fieht man mit Crfaunen die wobithätigen MBirfungen diefes Berfabrens, das bisber fo felten auf den Geldern in Ausibung gebracht worden. Von dem oben angefüfrten Snfirument bat man febr guten Crfolg verfpürt, in dem Doden der Surcheu Rinnen zu machen, wenn das Sand in die Quere gepflügt worden und die Gurcdhen sur Entla- bung des Baffers vertieft find.:YBenn gleich diefe Rinnen wieder mit dem Erdboden bedecft werden, fo bebalten fie dennod einen folhen Grad von Offenbeit, daf das MBaffer alfmäblig ourchfiern fann, Din und twieder ein Heu: oder Strobfeil in diefe Minnen gelegt, macht fie pu immerrmäbrenden verdecften Jbjügen. p Man *) Communications to the Board of Agriculture. p. 267. Anbau des Aderlandes, 271 Mari Bat aleichfalls, nachdem die Binfen oder andere fhledte Vegetation abgefhnitten und an die Seite gefchañft worden find, vorgefchlagen, gwei Pflugeinfhnitte mit einem ftarfen DPfluge parallel gegen einander ju giehen, fo baB eine beträchtlihe Crbôbamg in der Mitte bicibe, und dann mit einem Shälpfluge oder Spaden der Furde zu folgen, und einen ffeifen Mafen von etwa einem Sol Die und einem Gurhencinfhnitte Breite abzufhälen, ibn mit der beidigen oder Binfigen Seite untermärts gefebrt, von einem Manne, der den Schätpfluge oder Spaden folgt, in die Gurche treten su faffen. Afsbann folgt der ftarfe Pflug dem Schälpfluge, und bebt die Œrte, weldhe er blof gelegt bat, um fie in die entgegengefefte Surdhe über die darirt aelegte Gode qu merfen. Juf diefe MBeife till man behaupten, Dalte die aus fuvser Heide, Dinfen und anderm Rrautiverf beftehende Sode, naddem fie in folher Tiefe unter der Ober- fâche gebracht ift, den Doden nacber immer offen, um das MBaffer durcfeiben zu laffen, ju gleicher Seit merde für den Boden eine betréctliche Tiefe gemonnen. ift es aber nocf tirffamer, twenn man fleine Minnen oder Oeffnungen, in Furzen regelmäbigen Entfernungen, mit dem Minirpfluge oder einem andern Verfjeuge ausfhaufelt oder aushôbit, und dann mit Sete, DBinfen oder andern fchlechten Pflangenmaterialien ausfüllt, und das Cane mit der ab- gefcälten Grasnarbe, tie guvor, bebedt, Der Dartnädigfte Klen wird dadurd focfer gebal= ten und entwâffert, und erlangt bald alle dic ermänfchten Cigenfchaften des ticfften und frudt- barften Dodens.*) Erfabrungen haben gelebrt, bdaf unbebauter Doden von der verftocteften Art, der aus dinner moorigter Erde auf alaun: und fhmefelfiesartigen Klen, in beträchtliher Tiefe beffand, und blof zu iegeln gefchicft mar, mürbe und fruchtbar werden Fann, indem man die barten, bindenden Mbfcnitte der Oberflûche, Die beim Pflügen entffanden, in Stücfe fhneidet, fe in einen SBall fegt, um der Mtmosphâre blosgeftellt ju fepn, und nacdem fle fo giemlich vergangen find, gu Compoft mit Ralf mifdet, und fie nun toieder anmendet, nadhbem der blofe tnter- grund twäbrend der Seit gut gepflügt oder mit dem Œpaden umgeftoden und mit RalË ver- mifcht if,**) Auf bdiefe Beife twird in manchen Gâllen das Nafenbrennen entbebrlidy gemacbt, 100 die Marbe nicht gu 3ûb und filgigt oder ju febr mit fhlechten vegetabilifhen Productionen bedect ft; denn in diefem Fall leidet es Feinen Zmeifel, daf das Mafenbrennen deu Borug bebalt, Bei dem Mufbrechen des swüften fandes von der ffeifen und fhtweren, oder leichten und mürben Art, ift ein twiederholtes Pflügen erforderlih, nidt nur um die Marbe und andere Tbeile in einen mürben und gerfrümlichen Suffand zu bringen, fondern au um bic Unebenbei- ten und Pôblungen ausgugleihens baber muf man nicht nur die Cigenbeiten des Dodens und des *#) Communications to the Board of Agriculture. p. 267.##) Ibid. p. 268- 2% RE = re 272 Gilfte Abtbeilung. cs Œfimas, fontern and bie Gruchtart und die Methobe, fie in ben Doben ju Bringen, wobl in Erwägung gieben.@o thut es einem fteifern Doden, da two nicht zu viel Megen fait, im IBinter febr wobl, Dem Cinfluf der Ntmosphäre ausgefeBt ju fenns twäbrend ein andrer unter entgcgengefesten Umftänden leiden mürde, indem er fo leicht naf und fotbig, und beim Ein- tritt es trocnen IBetters, fo bart und in feiner Tertur fo gufammengebacen, gur Hufnahme und MBabsthum einer Grucht ganz ungefchicét mûre; diefer müfte daber befonders in den erften Grüblingemonaten bearbeitet mwerden, mwenn die nactheiligen MBirfungen der Mäffe fid immer- mehr vermindern, Bo einige Rornarten, als MBeigen und Gerfle, und grüne Sruchtarten, ais Rüben, Rartoffein, Erbfen und manche andre gebauet werden, da muf der Acer immer feiner und mücber bearbeitet werden, als ba, 10 andere Grüchte, SDafer rc, twachfen follen, Bo bie Drillirthfchaft befolgt wird, ift es vorzüglih vortheilbaft, den Acer[fo fnell als môglich in einen mürben und gerreiblichen Buftand zu bringen, Da bei dem folgenden bâufi- gen Durcharbeiten felten einige Gefabr ift, von der Gonnenbibe zu febr gufammen gu bacfen. Qur Cbnung des Sanbes, Die mit dem Pfluge felten gebôrig befchafft werden fann, bat man zut Erleihterung der Arbeit mancherlei IBerfzeuge eingerihtets da fie aber nidt fo leicht gchandbabt werden fônnen, als eë für den gemeinen Mrbeiter erforderlid ift, fo bebalten der Spaden, die Sohiebfatre und die Stârifatre mit einem Pferde, immer ihre alte Mecte,. Wo- mit man nad Defchaffenbeit der Stellen, wegnimmt und ufäbrt, offne und lofere Materia- lien auf die ffeifen und bindenden Stellen und umgefebrt, bringt. Serr Deadri£ fahe ver- fchiebene folhe Ebnungsmafdhinens nie fab ereine, die dem Mer nidt nacbtheilig gemorden märe. Gie erforbern, fagter, ungebeute$raft, jedes Æhier, bas fie giebt, finft bei jedem Sritt bis an die Rnice und(ft Spuren in dem Poden, worin fid) immer Baffer aufhält— er fab Acer, ber burd den Gebraud folcher Mafbinen génilicd verborben und unfruchtbhar gemorben tar,*) Er fübrt dabei an, daf viel Arbeit auf Furge Streen gefparet würbde, twenn man Rar- ren bâtte, die auf ftarfen Pianfen in Nillen licfen, und daf Feine Rarren auf Fleinen breiten Rädern und YBalzen und von einem Pferde gezogen, ebenfalls febr nüblich fepn türden. So- bes Rädermwerf, fowobl bei Rarren als MBagen, müffe dabei immer vermieben merden, tweil es qu tief einfneide und gum Gortbringen Det Materialien mehr Stärfe erfordere. Gin anderes Sand, auf telches die bereits angenommenen Methoden verfhieden ange- wandt terben, ift bas moraftige. diefes Sand gebôrig abgemäffert iff, und mit breiten Grà- #) Der Berfafer und fein Gemaäabrémann PHeabtriŒ, aber bas fogenannte Mollbrett, tuelhes bdie Griefländer in Holffein eingefübrt baben, noch nicht gefannt; jest aber bat man es mit grofem Dei fall in Œngland Fennen gelernt. Dies erleichtert alle Pianirungsarbeiten ungemein; nur muf das DPferd und der Mann, der es fübrt, erff cinigermafen Darin geïbt fepn, um diefe Crdfhaufel in be fändiger Detvegung ju erhalten. 2[. D. 25. Anbau des Adferlandes, 273 Grâben, bic gugleid) que Cinbägung bienen Fônnen, umjogen if, fo muf die Oberfläche mit dem Pfluge oder mit dem Spaden abgeftochen werden; Beftandtheile von minderm Berth bringt man in die Bertiefungen, die beffern iverden mit Dünger oder mit Rai gum Eompoft gemadbts oder twenn die Materialien der Oberflâche febr fhlechter Art find, fo mag es beffer feon, fie fammt der aus den Oraben aufgetmorfenen Crde, ju verbrennens man Fann au biefe Erde nacdher mit etwas Mfhe und al vermifhen, in jebem Gall muf fie aber gleichfôrmig über den Doden verbreitet und fo leidt untergepflügt werden, bdaf die fi vercinigenden Mate- rialien nicht gu tief unter die Oberfläche Fommen, und der Grucht Mabrung geben Fônnet, Benn freilih anfangs bein Aufbreden eines folhen Bodens, das tiefe Pflügen von Nuben feon mag; fo muf es bei der Aniwvendung des Diüngers dod nur flah gefhebn, IE die Ober- fiche nicht dem Mafenbrennen unterivorfen worden, fo iff ein tviederboltes Pflügen ue gebôri- gen Dearbeitung des Dodens unnachläflih. Die Befhaffenbeit des Dodens und feiner Sage erfordert aber fobald als môglih, gu Gras mieder nieder gelegt gu werden,*) Die einträglihften Grudhtarten für diefen Boden find im Mllgemeinen: Rüben, Map- faamen oder Rartoffeins two er gefchält und gebrannt if, fâet man erftere breitürfig und fâft fie von ben Schafen verzebren, iwenn das fand ju einer Rornfrucdht mit Sâmerei bereitet iff, Sÿft der Bobden febr weidh, fo Fonnen Rüben und andre Saamen unmittelbar zwifchen die Afche, obne daf man pflügt, gefäet werden. Sie werden darauf mit der Dandegge gecggt, und dant eingerwalzt. Daburd wird der Doden bald fo feff, daf er den Plug verträgt, Mapfaamen pañt ff mebr für die feftere Dodenart,- und gtvar tvegen feiner ftürfern Burzeln, twelche den Dobden beträdtlih ôffnen und auflocern und die Oberflñche burdh die die Defhattung dev Ditter febr mürbe machen, Die leichten und trofnern Stellen paffen fit) befonders für Rat- toffein, da ibre Énolligen MBurgeln fih bier am beffen ausbreiten und einen veichen Crtrag geben fônnen. Diefe Grucht bereitet den fieifern Doden befonders gum Meigen und Gafer, den leidh- teen gum Gerften und Noggen. Dn anpaffenden Gegenden, in der Nébe von Mârften, liefert diefer Doden gute Gartengemächfe. Dei dem moofidhten Doden von ausgebehntem Umfange und tiefee Met bat man vet- fhiedene Methoden verfucbt, um ibn in Cultur zu bringen,**) Dei einigen diefen Dodenat- ten bat man das moofige Material durch Sülfe des Baffers und einer angemeffenen Mafbinerie, die fo eingerictet ift, da fie baffelbe über den MBafferpaf des Moofes erbebt, weggefchafft. Gin neuerer Schriftfteller giebt an, bdaf die Unfaften einer au bdiefem 3wecfe eingerichteten Mafhine #) Man fehe die Abtheilung von der Bearbeitung des Graslanbes, ##) Die Defhaffenbeit, Bilbung und Serlegung bdiefcr Dobenarten if vom Dr. Anbderfon, in ei: nem Verfuche vom Torfmoofe, und vom Herrn Deadrié in feiner Sohrift: iber die Methoben, wi: ffes Land in Cultur qu bringen, fer voliftänbig abgebanbdelt; daÿ es unnôthig twâre, fie abpufchreiben. Erfler Teil, Nm 274 Eilfte Abtheilung, Mafchine und die dabei erforberlihe Devallung, bei Oelegenbeit einer von Dem Sobn des Sord Rame 8 unternommenen SBerbefferung rooo PF,*), und vielleiht 1500 Pf. betragen babe: Er eräbit, dañ, twenn das Baffer auf die bôchfte@telle des Moofes gefommen, es in einer fortiwäbrend fallenden Rinne längs der gangen Sinie des nod nidht weggeräumten Moofes meggeleitet ward; allenthalben an biefer Sinie waren die feute befchäftigt, mit Spaden das Moos in den Strom ju fchieben, Diejenigen, welche da ftanden, mo bas Maffer guevft in das Movs dringt, balten den Strom auf der Oberfläche gurü£, und Deben das Moos in die Hôbe und siehenes, fo tweit fie es abreichen Fônnen, binein, bis fie den Key darunter entblôGens in die- fem'graben fie einen neuen afferlauf, und Bringen in bdiefen die Bemallung von Moos, welche das WBaffer vorbin guric£ bielt: andere arbeiten auf diefelbe MBeife ettas nicdriger, und feben nur dabin, daf der Strom unten nicht in einem niedrigern Miveau als oben faufe; diefe untern balten das laufende WBaffer auf dem Sen guriE, und lenfen dabei feinen Sauf fo, wie es lângs der noch nicht weggeräumten Mooëbanf fauft: fo ftebn dann längs diefes MBafferlaufes {eute, mwelche die Moosftücen mit dem Spaden beben und die Sage des Stroms darnach verûn- dern, fo wie das Moos iwmeggerdumt wird,**)*#**) Der Doben, twelcher fi nach der Begräumung der Moosmaterie zeigt, ift eine Art von Élepartigem Mergel, mit einer beträchtlichen Mifchung von Geemufcheln an verfchiedenen Stellen. Seine natürliche Gruchtbarfeit iff fhon beträchtlih, wird aber auch febr verbeffert befunden, indem er unmittelbar, nachdem er guerft aufgebrochen ift, in aufgetorfenen Erbô- bungen der Cintvirfung der Atmosphäre im MBinter ausgefest worden, Salf, Torf, Afhe und Mift werden ju feincr Berbefferung mit Etfolg ibm qgugefebt, Mn einigen Orten vertreren cal- cinirte Seemufcheln die Stelle des Ralfs, Mud obne Calcination laffen fie fih in gerftofenem Zuftande gur Berbefferung antvenden, obgleid der lebendige Salf durd feine fhnelle Bereini- gung mit den Säuren des Dodens in einigen Sâllen nüblicher ift: befonders da, wo die moo- fige Materie nicht weggefluthet ift und nan gugleich dadurch eine fhiwere Musgabe fpart, Much Mufcheln in reichliher Quantität in der Machbarfhaft des moofigen Bodens, Fônnen auf'einer Müble.gemablen und darauf mit-einer guten Portion. Eorf oder andrer Crde vermifcht, febr vortheilbaft benubt werden, da auf diefe WBeife Falfartige Materie und animalifher Dinger zu gleicher eit angemandt werden., Das MBegfluthen des Moofes fannjedocdh, bievon abgefebhen, au in obigen äbnlichen Fâllen vorgenommen terden, to der Untergrund fett und gut iff, da man *) Robertfons Survey of Pertfhire. ##) Communications to the Board ef Agriculture. p. 309. 26) aPérr Penbdride fand: einen fhottifhen Mcre vom Moofe zu veinigen, erforbert eines Menfihen Arbeit auf ein Gabr, tenn er Frucht tragen fol. Dies macht fon wenigftens 25 Pf. one DBefaa- muing, Mafibinerie, Betvallung 16. Anbau des Aderlandes. 275 than in dén mebeftèm Gegeñden gefunden bat, ba: der Unterboden entiweber aus felfigen Ma- tetialien, mweiflitem Granit, oder Goroefelties und fhiwefelfiesartigen und afaunichten. Sley beftaud,*) telches einen noch: fchlechtern Doden als Torferde giebt, und felten mit Bortheil angebauet werden ann. Œine andere Methode, folchen Boden in Eultur zu bringen, welche namentlih in Mvr- fhire in Schottland und in verfciedenen Difiicten der Gegend ausgeñbt wird,**) Befteht darin, fatt bas Moos megufluthen, es mit vielem febendigen Ralf, naddem es vorher febe trocen gelegt worden, gu burchäben. Die wobithätigen Exfolge haben auf diefe Methode febr aufmetffam gemacht. Cid) | Des angefübrten Berfaffers eigne Defhreibung des Berfabrens bei Urbarmadung die- fer Dodenart ift wèrtlidh folgende:, Benn man die Berbefferung eines im natürlihen 3u- fande befindlien Moosbodens unternimmt, fo ift bas Erfte, einen Sauptleitungsgraben an- juiegen, 8 Sub twcit, 47 Guf tief und 22 Fu im Voden; bdiefer Foftet z Gilfing auf 6 fchot- tife Ellen. Suweilen muf man tiefer.graben, und dauu Foftet er mebr.* Diefe Seitungen twer- den fo gegogen, daf fie dem Gelde regelmäfige Abtheilung und Cinbägung gemäbren, Eine Sauptregél biebei ift die: eine Seitung, fo-twie fie angefangen if, vor Mactzeit ju vollenden, iweil, wenn man einen Theil ausgegraben liegen lâft, etiva die Pälfte, fo macht das an ben Geiten eindringende Waffer den Doden fo weich, daf man mweber darauf fteben, nod) mit dem Spaden ibn bandhaben fann. der Moosboden fo febr mweich if, baB der Druc deffen, was aug der Seitung gegraben worden, das Cinfallen der Geiten veranfaft, fo merfen die Mr- beiter die Schollen aus ber Seitung weit guri£, und gutweilen bringt fie noch einer ieiter gurûc£, entweber mit. der Hand oder mit dem Spaden; aus diefem Grunde wird auch die aus der$ei- tung gegrabene Materie an beiden Geiten gleichformig vertheilt. Deim. Graben der Seitung fiehen die Hrbeiter auf einem Fleinen Dette, um nidteingufinfens dies Brett wird nad Etr- fordernif immer mweiter gelegt. Siegt das Moos in einer Bertiefung ohne Hbfluf, fo muf durd Mm 2 einen *) Headrick, in Communications to the Board of Agriculture. Vol, IT. p. 311. ##) Mad Derrn Deadrids Ersâblung feint es, bdaÿ fie gufälliger Brife von Gobn Smith elq. und von Swinridge Mair bei Deith eingefübrt fey. #k#) Der DeadbriŒ bemetfte, daf, wo auf moofigem Dobden früb genug RalË gebradt war, bie Œrndte ungemein gut ausfiel.— Biwei Éleine Flecfen cultivirten Moosboben, in der Näbe der Stadt Beith, twurden neulid zu einer jébrlichen Dadt von ro Df. der Acre überlaffen, ÿu gtwei Rartoffel: evndten: ber andere für 7 D. der Acre, su gmwei Dafererndten, um mit Gras eingefñet ju werden. Der erfte Fe batte feit feiner Urbarmadung fmmer Rartoffein getragen, und die Gnbaber batten iÿn auf eigne Roften bedüngt. Der zmeite Set, von mebr als 3 Acres, batte entweder Rartoffein oder Dafer getragen, und würde nod) mebr getragen haben, bâtte man ibn mit Rartoffein bepflanit; eg ward aber gut befunden, ifn ju Grafe liegen ju faffen. angrengender fefter Acer brachte, bei éffentliher Oteigerung, nur einen 3iné von 3 bis 6 Pf. auf gmei Sabr bintereinander u erndten, —_——— Re Se 276 Eilfte Abtheilung. einen bug das YBaffer abgeleitet werden, und gtwar durd ben naffeften tind niebrigfteu Theil des Moofess diefer mittlere Abjug wird darauf ausgebèbit, und die berausgebrachte Crde in die noch ettva vorbandene Bertiefung gebracht; julest merden an jeder Seite Erhôbungen ge- madt, twäâbrend eine Peripherieleitung, jugleich als Berväbrung dDieneud, rund um den Moos- boden in der finie, to der erhabene Grund anfângt, gegogen wirè, Dies fann gemeiniglic fo eingerihtet werden, daf der Moosboden in ein Quadratfeld, mit geraden Sinien an den Sei- ten der anffofenden Selder eingetheilt wird. Die£eitung des Umfangs fängt das vberflächliche WBaffer des bôbern Dodens auf, und leitet e8 in den niedrigern Tbeil des Mbflufes, wabrend die vertiefte feitung alles auf den Moosboden fallende Baffer empfängt und im Centro entladet, Dachdem das Moos durd das Salfen und die Beatbeitung gufammen fâlit, muf man Die$ei- tungen von neuem ausgraben und tiefec machen, Die Seiten werden gulebt gleich einem Torf- wall, tvo tvenige Thiere überfeben Éônnen,‘ Begen des fo leihten Einfallens der Seiten in diefer Dobenart, muf man recht febr auf feiner Suth fepn, und zur Seit nicht tiefer graben, als twobei die Geiten vollfommen feft bleiben Fonnen,*) Benn dies gefheben if, fo merden die Becte angelegt und mit RalË übetdüngt. Ye eber dies nad) den gemachten Deeten gefchiebt, Defto beffer ift es. IBenn das Moos trocfen fheint, fo bringen erfabrne WBirthe den Ralf berbei, reinigen aber die Abtheilungsfurchen erfft im folgenden Winter, es mit VBaffer durchogen ift, machen fie die Surchen rein, und fobald bas Baffer abgelaufen ift, bringen fie den Ralf unmittelbar darauf. bängt febr viel davon ab, den Salf angutvenden, mäbrend das Moos noch feucht ifft und der Kalf fi im mog- fibft âbenden Buftande befinder. Bu dem Ende bringen fie den Aalf aus den Oefen in Stüf- fen, lofchen ibn und Bringen ibn fogleid auf die gemachten Erbôbungen, Machdem er von den Rarren gefhüttet und an der nâcften paflihen Stelle gelôft if, fo tird er mit leichten Pandfarren auf das Moos gefabren und dann mit Schaufeln fo eben ie môglih ausgebreitet, ABébrend dem erften und gmweiten Sabre toird die Grucht auf diefelbe Weife berunter gebracht, Un einigen Orten, wo ein Moosboden mit folehtem Rrautterf bedecét ift, und in trofnem Better mit Rarren daranf gefabren werden Fann, brachte man einen guten Theil RalË auf bas Moos, ehe er mit dem Spaden umgeftohen wurde, und einen andern, Machbem Die Decte gemadht twaren. Es ift ju betvunbern, tie fchnell fie diefe Operationen mit den Pand- Farren ausfübren, Sn andern Gegenden, tv0 flechte Dretter au baben find, legen fie eine Neibe derfelben fings der oberften Crbôbung, und transportiren den Ra auf Näderfarren. Das *) Agricultural Report of Luncafhire, p. 95. Anbau des Aderlandes, 277 à Das Berbältnif bes au einem Mere erforderlihen Salfs if verfhieden, von 3 bis 8 Ebaldérs. Man ift jet weit weniger fparfam mit diefcnr Sngredienz, als vordem, und ftarfe Portionen haben fid febr wirffan berviefen.: Gefebt, daf 120 Bols oder 480 mwinchefterfdhe Dufbels geléfchten oder Meblfalf auf einen fhottifhen Mere genommen werden, fo twürde dies aus den Lerfaufèfen 40 Sbillinge betragen, mornacd fid jede gegebene. Portion berenen (af: allein viele Garmers brennen ibren Ralf felbft in Mafendfen und glauben dabei moblfeile abyufommen,. Sn einigen Gegenden ift der Ralfftein fo Häufig, das Hâufer, Dervabrungen, Œhauffeen 1c. daraus erbauet merdens und twenn ein Farmer den Salf felbft brennt, fo fpart er wenigftens die Anfubr.. Sutveilen übergeht man, nacdèem der Ralf aufgefahren ift, den Do- den mit Pacen und Spaden, um das Erdreidh mit dem Ralf gebôrig gu ermifhen; wo aber auferdem viel qu thun und die Handarbeit nidt gut su haben if, da benft man felten an folche Operationen, Machdem das Sand fo gubereitet iff, befindet es fidh in dem Suftande, daf es befñet mwer- den fann, bdies gefchiebt gur getmôbnlidhen Seit, es mag naf oder trocfen fepn, und Der Gaaie wird bann mit einer Œgge, mwelche gtwei Mann ziehen, eingeegget.*) Man bâlt dafñr, daf 5 Mann, mit Vequemlihfeit, tâglid 5 bis 6 Roobs eggen, 2 und 2 gichen mwechfelsmeife die Egge, und 2 zerftoBen und theilen die Erde mit dem Spaden, Benn frib genug im vorhergebenden Sommet gefalft morden ift, fo fann man eine gute Erndte ermwarten: ift dies aber erft Fürylih gefhebn, fo fchlägt die erfte Crndte gewbbnlich febl, teil der Raï nicht binldnglih Seit gebabt bat, fi mit dem Moofe ju verbinden, um es zu Crdreid) au maden,**) bângt dies jedod davon nicht gan ab, daf der Raïf die Torfr erbe nicht gebôrig gum tragenden Doden bereitet babe, fondern gum Theil davon, daf er die Säuren des Dodens nicht gebôrig neutralifiet und gerftôrt hat, Mach der Tiefe und Mûffe des Dodens ridjtet man fih mit der darauf zu bauenden Grucht, Man wäblt tor andern folhe, die durch ijre Befchattungen und üppigen MBuchs, das nadtbeilige AustroÆnen der Sonne und des Mindes verbüten, und eine Geuchtigfeit evhalten, die die MBiréfamfeit des Ralfs erhôbet. bebient man fid dau der Rartoffein, Rüben, es WBinterrocdens und Mapfaamens in“bem leichtern moofihten Doden, Die erftere Grucht, die fo befonders einträglidh: gefunden worden, wird auf Deeten oder aufgemorfenen Erhôbuu- gen mit befonderm Borthjeil gepflangt, tvenn man Dünger dabei bat. Dringt man fie gweimal bintereinander auf folhen Doden, fo darf man das gmeitemal nicht düngen, Jndeffen wacdh- fen Rüben uno Rapfaamen auf folhem Boden auch voriüglid gut, und tverden wegen ibrer Defcattung und mindern Dearbeitung, als die Rartoffein, mit mebreren Bortheil, als erfle Grucht gebauet, Moos- #) Communications to the Board of Agriculture. Vol, II. p. 318.##) Ibid. 278 … Œilfte Abéheilung, Méosboven ift gum Rornertrag nicht eigentlid gefhidt, meil er lieber Gras bervor- bring, man Btingt aber trac) den Kattoffeln nur eine oder get Rornfrüchte barauf, befonders tent ange Beit vorher gefalfoünat worden iff? Man nimmt dann Hafer und Oerftes y Wei: jen ift der Doden oft zu féicht. Der frübe polnifche Safer wird gemeiniglih in folhen Gällen febr empfoblen, da ét fid) nicht Vo leicht Tagert md minder ins Strob fhiest, Vo man Gerfte einfâet, bringt man den Grasfaamen bâufig mit darunter, es if mabefheinlid aber immer Geffer, ibn befonders qu fâen.: Maygtas, foivobl als meifer und gelber Rlee, wadhfenin fol: hein Doben boryhglidh,!befonders had), Rüben oder Rartoffein, und wenn gleidh der vothe lee nicht immieë gut fortgefomnen ift, fo wird er tabrfheintih doc auf folhen Voden, wo bas Moos nicht ju tief ftebét, gedeiben, In einigen Oegenbden. Hat man den Llee na den Rartoffelin, iwenn fie frübe genug aufgenommen morden find, mit Bortheil gefäer,*}**) Da es nôtbig ift, in folchem Doden einen gewiffen Theil Geuchtigfeit au ethalten, fo ift die befte Methode, bies durd Deacerung ju erreihen, und ibn nidt burd) GCraben alu troen gu madjen, bamit der dem Ralfe guträglihe Orad von Feuchtigfeit nie mangele, Aus-dem obigen erhellt, daf biefer Doben verfchiebener Art und daber einer verfiebe- nen Dearbeitung fâbig fer.. MBenn er febr dünne if und auf einer Sebm- oder Klenfhicht rubec,. fo thut manimmer gut, ibn, nachdem feine fchlechte Grasnarbe geplaggt und gebrannt if, ungupflñgen, wodurd er bei Anwenbung des Kalfs febr einträglidh wird. Auch felbft wo et etwas bicéer iff,.barf man bies thun, naddem er dur Umbreden, Trocdnen, Brennen binteichend gerarbeitet if; die Ralfoüngung bebâlt aber immer den Voryug. Diach dem A6- brennen eines folhen Dodens, eggt man Rüben, Mapfaamen und Orasfaamen ohne Pflügen und Graben feicht ein. Uderbecte, Auf das Anlegen folher erhôbeten Decte bei-folhent Aer, ber in Cultur gebracht werden fol, if nicht nur tegen der Defhaffenbeit des Dodens grofe Aufmerf- faméfeit #) Der Deabrié giebt biè Roften des Unigrabens cines Moosbodens gum erften Male, twenn die Dberfläche erträglid weidy ift, ju x Df.. 13 Sch. 4 Pence, ben fhottifhen Mcre an; wenn er aber febe uneben if,$u 2 PF. Muüffen die Erbabenbeiten durd) Rarten, tele auf Dréttern gében, twengez fhafft werden, fo ift die Musgabe nodj ftarter. Das jweite Graben, wo feine Rartoffeln daymifdhen getefen find, foftet 1 Df. bis 1 PF 6-Sh., und die Abtheilungsfurhen werden ju gleidher cit rein comadt, britte Graben und Neinigen der Surchen foftet r PF. per Acre; dann ift aber der Mooée boben fo mürbe, bafÿ er mit der grôfeften Lcichtigfeit und Shnelligfeit umgebrochen wird.) ben obigen Berednungen verbdient cin gemôbnlicher Arbeiter 1 Sch. 6 Pencetäglidh, und ein gefchidter utiu erfabrner bis ju 2 Sd. 6 Dence tâglih. Sie balten fi aber vorüglidh féarfe Spaden,, und twenn bag Moos ju meich if, legen fie Dretter darüber. Bern der INoocboden gegraben wird, fo ifté gleichviel, 06 er naf oder trocfen if, wird er aber umgepflügt, fo muf fon gelegene Beit oft Sabre lang abgetwartet werden, twenn die Pferde darauf geben fonnen. **) Agricultural Report of Lancafhire. p. 99. Anbau des Aderlandes, 279 fammfeit vonnôthen, fondern auch mwegen feiner£age, indem die Orôfe, Hôbe und Midtung berfelben, vorzüglidh barnach eingerichtet werden muf, Yo der Her von Matnr tafferhaltend ift, oder Bei einer eigenthhmtidhen Sage leicht junr guten Grucrertrage qu af wird, müffen die Decte fhmälere und mebr getmolbte Gorim baben, als da, to der entgegengefeste all if. Om erftein Balle müffen fie aber doc nidt ju Do gemacht mwerben, tweil der Mittelrücfen(érown) zu leidht gu trocfen tird und das Rorn qu ungleid veift. Ueberdem find fmale Becte mit einer leicten Erhabenbeit, qur U6+ leitung des fchâblichen ADaffers, am tivffamften. Da, tofeine befondern Umftände dés Dodens, nody die Defchaffenbeit feiner Sage es erfordertih machen, daf die Mcerbeete eigends eingerichtet werden, ift x8 Sup Dreite am an- paffendften, weil.der Doden fo arm beften trocfen gebalten,. der Pflug gebôrig gemendet, unD die Musfaat mit jwei Mürfen gemadt werden fann. Das Cineggen.gebt auch leichter, da amei Cggen das Gange bin und her abgiehen Éônnen, fo tie beim Abmäben DequemlichÉeit für die Maäber.ift, dab.fie einander,nidt. im MBege find. Sn nafem, Élenartigen oder andern fteifem und gébem Sebmboden, wo die Unterfchicht ler if, müffen die Decte:jedoch Éleiner gepflügt werden, um fie gebôrig trocfen balten zu fon nen. Drei bis vier Sub find bier na dem Grade von Môffe und Fäbheif vôlig binreidhend, Man Fann zur Negel annebmen, Ddaf die MBeite und Flachheit der Veete zunebmen müffe, je nachdem fidh der Boden feinet Befchaffenbeit na, von dem Rlen oder Flepartigen£ebm ent- feent und dem Sande nâbert. lebmigten Boden müffen fie.entiweber breit und flah oder fhmal und rund fepn, je naddem er fid) dem fanbigen oder flepartigen Voden nâbert, Sn febr naffem Henartigen Doden,. wo der Untergrund burclaffender Hrtift, mag es oft vortheil- faft fenn, die Surchen fo tief ju machen,. daf.fie diefe locfere Schicht erreichen. Auf fumpfidhten oder mooridten Boden madt man die Erbébungen fhmal und et- as rundlicht, Da der grôfte Febler des fandigen Bodens barin beftebt, ba er die Geuctigfeit zu leicht fabren läft, ünd für die gefunde Begetation det Getbachfe zu trocen wird, fo iff es am rathfamften, ibn in-febr breiten Deeten qu pflügen, ober in éinigen Fâllen ibn gan flach, ohne itgend eine Gurche ju bearbeiten, un die Seuchtigheir wirffanier angubalten. | Dei der Anlegung der Deete auf moufichten Doden, muf man auf die Tiefe deffelben und auf die vorhandene Mäffe febn. IE er dünn und twenig fumpfiht, fo müffen fie Éreiter und flacher fen, als wenn et tief und febr mafferbaltend ift. oder fieben ards Breite ift im Yllgemeinen am beftens aber felbft beiden tiefern Mrten iftes.guerft nicht gut, fie suboch oder qu fmal zu macdens findifie su Doc,; fossmird/der obere Theil ju trocfen,. find fie.gu fdmal, {o 280 Œilfée Abtheilung. Fo gebt mit ben Gurbenabtheilungen ju biel Sand verlobrens die angegeberten Drriten find aber die beften, und bei Vollendung der AMrbeit erfcheinen die Crhôbungen gleih Abfchnitten iweiter Sitfel, mit.einer reinen fcharf begräniten Jbtheilungsfurche daywifhen, des leichten MBiederbervorfommens des Moofes und der dadurd entftehenden Berftopfung der Gurchen, mu man diefe vor dem MBinter und der Gaatycit gebôrig reinigen,*) Die Deete auf folhem Boden werden mebrentheils mit bem Spaden gemacht, gefchicéte Mrbeiter machen die Crbôbungen damit, ba es ausfieht, als twûre es mit dem Pfluge gefchebn. Qn tiefen mofigen Bodenarten von der fhiwammigen Gattung Fann man, je nachdem fie gufamimengefunfen und fefter gérvorden find, die Deéete breiter machen, teil fie bann beffer au Grafe liegen Fônnen, Jn Mücficht auf die Michtungen folher Becte, wo die Entwäfferung oder andere be- deutende Umftände Feine befondere Sage erfotdern, fo müffen diefe in der finie na Dorden und Gübden gebns da diefe Sinie dem Meifen und Tronen ber Hrucht am günftigften ift, indem fie der@onne und dem MBinde mebr ausgefest wird. Much müffen die Hoden, nach dem Abmi- Gen, in diefelbe Micdhtung gefebt werden, und feine dftliche oder tweftlide Sage erhalten, meil in diefem Falle die Oraben auf der Mordfeite manchen Eag fpâter: gum Cinfabren gefhicEt tver- den, Man meif ferner aus Erfabrung, daf Korn auf Deeten in dfflicher und weftliher Hich- tung ungleich veif werde— Meigen, g D. auf der Sübdfcite fhon gu reif und an der Mord- feite noch gang grün mar,*#*) Auf Hügelihtem oder abhängigem£ande barf man die Decte nidt zu ffeil, aber auch nicht u twagerecht machen, in einer leicht abhängigen Midtung um das Baffer alige- mac abgulaffen. Muf diefe Beife wird nicht nur das Pfiügen um den bdritten Tbeil der dau gebôrigen&râfte erleichtert, féndern auch das’ nactheilige Wegfpüblen beftiger Kegengiüffe febe verbindert.: Der Gentleman Farmer ergäblt einen Fall, two ein abfhüfiges Geld dur einen beftigen Regenguf im Sommer, feiner Grucht, feines Ralfs und Dingers beraubt, und nacft und bios abgefhtvemmt wurde, Auf folhen ffeil abfhüffigen Feldern müffen die Decte fhrâg angelegt werden: Der fiwerfte Punct ift, qu treffen, in tvelder Rihtung diefe fhrâge Linie fallen folle, Der eigent- fiche Snoten flecft darin, bdaf der Gurhenfnitt eben fo leicht beim berauf- als berunter Pflü- gen, vom@treichbrette abfalle.£ord Rames fagt: es Fônnen nicht mebr als gmei Diago- nallinien in einer vierfeitigen Gigut fenn— die gemôbnlihe Gorm der Cinbâgung— und ftellt ibr einen verftändigen Pflüger in jedem der untern Minfel, und lâft ibn nad jedem der pberr #) Communications to the Board of Agriculture. Vol. II. *#*) Marfhalls Rural Economy of the Midlard Counties. Vol. II, p. 18. Anbau des Aderlanbes, 28r obern entgegengefegten vifirens fo tird er eudh gleich fagen, tele Diagonallinie für ibn und die Pferde am bequemften fen, und toirb leicht ausmerfen, twelhes bie vortheilbaftefte Sinie beim Sinaufpflügen fen, in twelches der Furhenfhnitt vom Ctreihbrette am beften abfalfen fann. Um bdies deutlicher gu machen, fâbrt er fort: Gefegt, das Feld bat einen ffeilen YS- bang und eine füdlide Sage, fo werden die Deete von Südiweft na Mordoff gemabt, tie dies in dem angefübrten Gall ftatt findet,(Gefebt aber, baf das Beld eine nôrdlihe Sage babe, fo werden die Crhôbungen in derfelben Mictung gezogen, nur mit dem Unterfhied beim Dflügen, da ibr in dem leBtern Salle füdmeftlidh binaufgeht, twâbrend ibr in dem erffern füdmeftlit ber- abgebt. Siegt das Geld gegen Often, fo gebt ibe norbiveftlih berauf, liegt es gegen Beften, fo gebt ibr nordivefflid) berab,*) Bon demfelben Sriftfteller wird tueiter angemerft, baf, tvenn die Veete parallel mit bem Œufe der Unbôbe gemacht werden, alle meufchlihe Gefidlihfeit und Lraft des Viches ungureihend ift, eine giweite Surche gegen den Dügel an umgulegen. Vormals pflügte man in foldhem Salle mit einem doppelten Streichbrette, oder menn diefes einfach war, und der Plug nur nad einer Geite frih, fo og man gweimal am Deete Der, um eine Furche zu machens das lebtere gefchab am Dâufigfien. ift aber nidts werth, Dei der gtveiten Methode gebt die balbe Seit verlobren, Dei der erften gvar nicht. Der gange Doden rollt von einer Sabre gum andern nieder, und in ber Golge wird der obere Theil des Geldes gang entblôft, toi= rend auf den untern eine grofe Bant, gleich einem Dünghügel, von dem fetteften Crdreih ent- ffebt: und überhaupt werden die Surdhen fo vôllig auf cinander getvorfen, bdaf vom Dünger wenig zu Nuben fommt, aufer to er im erften Sabr auf die Oberfliche gebraht tird. Golf ein folder Sügel, um zu Grafe liegen zu Bleiben, Bevcitet werden, fo muf bie fete Gurche in einer Speciallinie und um den Dügel berum gemacdt werden, die unten anfangt und oben endigt: Die Mrbeit ift leidhter und der Mer erbält ein befferes Anfebn, In der Vor- bercitung des Bodens zu diefer lebten Surhe mu aber fhrâg gepflügt und mob dabin gefehen terden, Daf der Doden nicht, tie oben fhon bemerft, fid nicbermâlse: ju dem Œnde Fan man die Oberfläche bequem in drei oder vier Sectionen theilen. Auf diefe Beife wird nicht vief mebr Gtârfe des Gpanniwerfs beim Pfügen erfordert, als auf ebenem Doden: die auf fandi- gem oder Fiefigten dabei leidht entfchlüpfende eucbtigfeit wird dur die Gurchen auricfgebalten werden.**) Man empfieblt diefe Specialmethode überbaupt ba, 10 dem Mnge ein guter Mn blic£ des Dodens verfhafft werden folf, Auf *) Dr. Robertfons Survey of the County of Perth. p. 124. ##) Gentleman Farmer, p. 73. Erfter Theil, Yn 282 Œilfte Abthcilung. Auf ebenem Doben macht man die AcÉcebeete môglihft regular ohne Rrimmungen, die dem Mblauf des Baffers und beim Pflügen nur binderlid werden, Müf alt cultivirtem Boden, two bobe, gefrümmte und irreguläre Mcferbecte angetroffen werden, ift es oft vonnèthen, fle gerader und ebener ju machen, Die Sache bat ibre grofe Schivicrigfeiten, Zur Drachzeit nimmt man dies Oefchäft am beften vor, meil der Mcéer nach Erfordernif diefer Verânderungen gepflügt werden Fann, Benn diefe Beete nicht betrécbtlih bobe Rien baben, fo Fônnen fie auseinander ge- pflügt werden, man fângt bei den Gurchen an und bôrt auf dem Mücen auf, fo daf die vorigen Surchen die MittelricÉen werden, und die neuen Gurchen in die Mitte der alten Deete fommen, welche, da fie von einer Burche an jeder Seite gefüllt werden, den Doden gleihfèrmiger und ebener machen, Mo der Doden leichter und locerck Art if, da Fann man bie Merbecte febr béquent obne Machtheil für die folgende Grucht ebenen. Vorficht ift biebei jedoch vonnôthen, um an geiviffen Stellen nicht zu viel von dem Unterboden auf die Obcrfläche zu bringen. Bert Dr. Anderfon verfichert, daf, 1vo0 Dies mit den daju erfundenen Geräthfchaf- ten gefhiebt, als Pflñgen, Eggen, Sébleifen, die gute Erde von dem Nücden in die alten Surhen gebracht werbez modurd der eine Æleil des Dodens ju mager, der andere gu fett wird, und es immer fchmer bleibt, einen gleihen Grad von Gruchtbarfeit auf diefen verfhiedenen Stellen bervorzubringen. Er babe daber oft die Kränfung gebabt, eine Sâlfte als Sagerforn verderben ju febn, iväbrénd die andere fhwach und Flimmerlich war, oder einen Tbeil veif und mâbbar, wäbrend der andere noch Fein Korn batte; fo baf es für ibm beffer gemefen mûre, den ganen Voden im magerften Suftande zu haben, Cine befondere Yufmerffamfeit bei dem Dungverbreiten, glaubt er, Fônne diefem Uebel am Beften abbelfens aber auch dies ift fo fthivie: rig, daf er bâufig folhe geebnete Gelder gefeben, auf welchen man nad 30 Sabren fortgefester Dearbeitung und wiederhoblter Düngung nod die Spuren der alten Beete wabrnebmen Fonnte. Diefer Grad von Ebnung Fann bei diefem Verfabren auch nicht erreicht tmerden, Miles, was man von einer Ebnungsmafthine ertmarten Fann, ift, daf die Oberflâche vollfommen glatt und eben zur Seit der Operation tverden Fann, tweil in der Bolge, ba die lofe Erde in die Vertie- fungen gebradht if, und mit der Seit gufainmenfintt, neue Unebenbeiten entftebn, fo daf die aiten Burchen bald wieder gum Borfchein Éommen, das Yaffer fidh in ibnen anfammlet, der Procef der Cbnung twiederbolt, und der Schade des Garmers bei diefer Mrbeit erneuet tir, Pat der Püchter daber nicht auf lange Zeit gepachtets fo laffe er die Deete, wie fie find: und wenn er mit Vorficht die alfjugrofe Sôbe der Beete ju mindern weif, fo Fann er immer gute Erndten balten, tvenn gleicd) mit etivas mebr Koften, als twenn die Fläcdhe des Geldes gecbnet und in gerade und parallele Deecte gelegt worden mûre, A 0 Anbau des Acderlandes, 283 Mo aber der Doden vor lebmiger, Élenartiger ober gàbet und naffer Befhaffenbeit if, da ift es fcmieriger, fo wie bei der Ebnung und Umftaltung der Beete mehr MufmerÉfambeit erfordertich twirb, da es fic bäufig trifft, baf, nathdem die Erde von dem Mittelrüen wegge- nommen ift, ein fo flechter, unfreundlicher, ffeifer Doden gum Vorfchein fommt, der zu fei- er Berbeferung, um gute Srüchte ju fragen, fo viel Beit erfordert, und lange nidt von den Bortheilen übermogen wird, twelchen die anders geftaltete Vecte geväbrens überdem:ift dies felten bei folchen Dodenarten ausfübrbar, obne Gefahr ju laufen, mandem Jacbtheil gu er- wecfen,*) Qn befondern Gâllen verlobnt es fit indeffen wobl, biefes Gefchäft vorzunelimen, tvenn es-gleich Éoftbar und mübfam if. Bo die Arbeit nicht febr theuer ift, thut man es am ficherften mit dem Spaben, Bolgendes Verfabren râth Dr. Anderfon befonders an. £af eine Anahl Seute mit dem Spaden Fommen, und dann ziehe mit einem Pfluge eine Sabre quer durch die fâmmtlichen bochricigen Stüce our, Tbeile diefe Sinie unter fo viel Arbei- ter als bu baft— auf jebem alten Acferbeete etwa zwei. Devrdre jedem Arbeiter,(obald der Pflug vor ibm vorbei gefommen if, mit dem Gefrchte gegen die alte Gurche gerichtet, ungefäbr an der Gtelle des Dectes, mwelche die mittlere Sôbe, die das Gange nachbher befommen wird, ausmacht, die Croce ausquftechen und in die alte Surche zu iwerfen, und fo rücivärts fortgugehen, bis er auf die Hôbe der Acferbeete Fommt, dabei aber beim Sortgehen immer etiwas tiefer auszuftecfen, im Yer- büftnif der Hôbe, welche er niedergebrachet bat.[af ibn zur andern Gurche fi) umfebrert and daffelbe an der andern Seite des Vectes vornebmen, fo dab er den Boden des Orabens, den et fo quer durch das Deet gemacbt bat, vôllig, oder fo eben als moglid mache, er mit ber ibm angetiefenen Arbeit fertig ift, fo gebe er auf die andere Geite und made es eben fo. Diebei ift qu bemerfen, daf die alten Surchen bôber, als die Mitte der alten Mcerbeere aufge- torfen werden müffen, Damit fih die darin gefülite lofe Erde fegen Fônne, Much toird febr anempfoblen, biefe einfiweiligen, oder Querbecte wenigfiens 40 oder 50 Dards breit ju machen; denn obgleic einiger Seitverluft beim Umtvenden an den Œnden der breiten Decte ift, fo balt der Gewinn der mindern offuen Furchen biefem Berluft vôllig das Gleichgemicht: und um die Pôbe in der Mitte jedes diefer grofen gebôrig eingurichten, fo thut man ob, die Becte abuftehen oder einige Tage vorher die Gurche, telche die Mitte eines jeden bexeichuen(olf, auszupflügen, um allen Mufenthalt nachbher ju vermeiden. Die angegebene Dreit ift für trocfnes Sand berechnet, in naffem und ffeifem muf fie geringer fepn,**) An 2 MBenn #) Gentleman l'armer. p. 71. und Anderfons Effay. Vol. I. ##) Die folgende Berednung, jebt swar unter bem gemôbnlichen Preife, geigt die Bortheile der verfibic: denen Berfabrungstweife, in Dinfiht auf die Ausgabc: Anges à TG 8 mm D RAC Bin tab 284 Œtfte Abtheilung, Benn nun gleih die Cbnumg auf diefe MBcife volffomien etteicht tvird, fo Fommt es dod) noch barauf an, dem Acer feine gebérige Befchaffenheit ju gebens oeil die Erde unter der Pflugfurche auf den Miücen des vorigen Beetes feft, bingegen die der geebneten vormaliger Surchen lofe iff, und eine nactheilige Lingleihheit bervorbringen muf, Diefem foif man durch AMniwendung des frébenfnffôrmigen Minierpfluges abbelfen, um die Crbe unter der Pflugfurche in der Mitte des vorigen Acferbectes fo viel als môglih, obne fie umubreen, aufiulocéern. SDiedurd und indem man die vormaligen Gurchen ein twenig bôber als die ehemaligen Mittelrhf- fen der Deete mat, Fommt man mit diefer Operation aufs Reine,*) Mob andere Methoden giebt es, vermôge telcher diefe Operation febr gut und bequent vetrichtet werden fann, Serr Dr. Robertfon bat vorgefchlagen, damit anjufangen, daf man die verbefferte Crdfrume auf dem Nücfen des Merbeetes an die eine Geite bringe; bdies gefchiebt durch giwei oder dreimaliges Pflügen insiner Rihtung, mobei die Surche immer na Dann twirft man eine| Quantitât der ausgegrabnen Erde mit dem Spaden von dem Mittelrcfen des Deetes, um na| einer Geite gefebrt tiro, Gefallen damit die Surche qu füllen, und gulebt breitet man die verbefferte Erdfrume über bie ganje Oberfläche. JE dies nidt genug, das verbefferte Erbreidh auf dem Mittelricéen des Dee- tes allein ju erbalten, fo nimmt man juerft eine Geite des Deetes und dann die andete,{V0 durch die ausgepflügte Crdfrume auf der Oberflñche bleibt, frâftige Portion KalË und die Mifbung der ausgepflügten Erde, belebt den neuen Doden ivie- Angenommen, daf der Nrbeitslobn in Schottlanb im Duthfhnitt Miethe von cinem Pfluge mit 4 Dferden und 2 Galle die comparative Ausgabe des Cbnens ,» tie folget: Dies bâlt er leichter als mit dem Spaden. Ausgabe mit dem Spaben su ebnen, Tagelobn für 11 Yrbciter, jebem o Vence Cinen Pflug zu miethen auf 27 Vofings, jeden 4 Sci 27 Vofingé zu pflügen è Bu eggen, à des Dflügens gerechnet 9 Dence iff, und bdaf bie Rnedten 4 Schilling der Voting fe; fo if in bdicfem Cine gute Sommerbrade, eine der, Pf. Sd. Dence. . 3 ne 3 fling me|© SR Summa der Ausgabe eines Tagemerfs— 18 3 Ausgabe mit Dflug und Egge qu ebnen. £ Êl CI—à IO nd Ô— 2 6 Œinmal ju pfligen— 12 6 Doc fünfmal 2 6 Summa 3 15=— Ausgabe des Ebnens mit dem Spaden— 18 8 Unterfchicd 21:520 9 #) Anderfons Eflays. Vol. I. Anbau des Acerlandes, 285 det i und ftellt feine urfpränglihe Begetationsfraft mwieber Der, und in Furet Seit foird der gange Doden naturalifirt, der eine méfige Pôbe erbalten bat, twdbrend der Pâdhter den Vor- theil gerader Aerbeete genieft. Macht die Sage des Heldes es unmôglid oder unbequem, bdaf er in die Quere gepflügt terde, fo muf man eine, twenn gleich minder vollfommne, Methode in Musibung bringen; fe beftebt darin: Man pflüge nebmlidh das Deet erft auseinander, laffe aber an jeder Geite der Gurhe etwa 3 Su unberübrt febn, Dann ftelle man Gräben auf dem Mittelrüen des Dee- tes an, laffe die Erde aus der mittelften Sabre berausftechen und folde in die alte Furche brin: gen. ABenn bdies gefchehen iff, fo wende man bie beiben mittelfien auseinander gepflügten Dalfen mit dem Pfluge twieder berum, und twerfe fie in die ausgegrabene Sôblung. Mun geben die Grâber tieder zur gmweiten Sabre, und machen e8 daimit eben fo, Dann fommt der DPflug twicder und twicft den nâchften Dalfen in diefe ausgegrabene Furche, und die Grâber fechen nun diefe dritte Furche aus, So gebt es fort, bis das Feld die bervecfte Ebenung erhal- ten bat, Machdem das Gange fo gecbnet iff, mu es in die Quere geeggt werden, der DPflug nicht gebraucht werden Fann, um alle Materialien des Dodes fo viel als môglidh mit einander au vermifchen, Die Ausgabe beläuft fi Hôber als bei der etftern Methode, fo tie die Ebenung min- der vollfommen dadurch betirft wird, mornadh die andere Methode Vorüge bebält,- bin bleibt fie beffer, als irgend eine Methode mit Mafchinerie,*) Man benterft, das der Sandtvirth bei einer jeden biefer beiden Methoden mit einem Male fein Feld geebnet erbält, fo soie er den vollfommnen Nuben einer Sommerbrache oder irgend einer andern dienlihen Opera- tion geniefen fann, Da aber die Erde unter der Oberfliche, wie fchon erinnert worden, un- gleiche eftigfeit befommt, fo wird es nothwendig, den Boden fürs erfte in fhmale Bcete ju legen, Sn biefer Micéfidt find die fogenannten gweireibigen(two-bout) Decte die vortheilbafteften, und ju machen die bequemften, Go lange man übrigens bas Gare mit dem Pfluge beterfftelligen ann, muf man bdabei bleiben, ebe man ju der Foftbarern Unternehmung mit dem@paden fchreitet, DPflügen Dies oder jedbe andere Mrt, die obern Theile des Bodens umyubrechen und aufguloern, if ftets erforderlih, um ibn sur Mufnabme des Saamens oder der Grucht, tele er tragen foll, vorzubereiten, Œs tird dadurc ein für die Murgeln der jungen Pflangen bequemes Dette, und ein zu ibrer Mâbrung fâbiger Zuftand des Mcfers, fo tie eine im ange- meffene rocfenbeit bercitet, hat es bei diefer Operation für den Mcferiwirth cinen bez deutenden Nuben und eine grofe Wichtigfeit, nicht nur die Defchaffenheit des Dodens, fonc Dern #) Anderfons Effays. Vol, I. 286 Œilfte Abtheilung, bern auch die Sabrsgeit und Grucbtart, telhe darauf wachfen folf, gebôrig ju Beachten, tweil er badurch die Subereitung des Yers volffommner und angemeffener einrichten, und gugleict manchen Mängeln deffelben abbelfen Fann, Go macht bas Pflügen vor Yinter den Doden fbig, eine grofe Menge Feucbtigfeit für den folgenden Sommer eingufaugen und angubalten, twâbrend das Umbrechen im Srübling und im Sommer mebr Berluft und Entladung von Geuch- tigfeit, durch Verdunftung und andre Beife, bewvirft. Mo demnach der Mer in feinem natür- fihen Suftande ju trocfen if, und ju fenig Slebrigfeit gur Crbaltung und gum Machsthum folcher Grüchte befift, Die im Grüblinge in die Erde gebracdt iverden müffen, da mird er durch eine Vorbereitung jur aat in dem Herbfte, und zur Defäung ohne mweiteres Pflügen im Grüb- jabr, in einem feuchtern und bindenderm Suflande, mithin in einem gum Machfen folcher Grüchte günftigem, erbaltens wo aber der Boden von Natur feucht ift, und die gu bauenden Grüchte es erfordern, daf er, tenn fie auf den Aer gebracht werden, troden und mürbe fenn foif, ba ift es vortheilbafter, das Pfligen bis in den TBinter aufjufchichen und fo fpât als môg- li in den Grüblingémonaten zu vollenden, wenn er gut ausgetrocfnet ift. Muferdem aber erfordernupc andere Umfiände eine befondere Gemandbeit im Dfifigeñ des Acfers. Dei allen fteifen, fchiweren und febr bindenden Bodenarten, tele jum 2nbal: ten der Geucbtigfeit befonders gefchic£t find, fie môgen mun vollfommen Fepartig, ober mehr lebmiger Art fepn, if es eine alfgemeine Megel, niemals ju pflügen oder umubrehen, wenn der Dobden in ivgend einem Grade naf ift, ausgenommen, to die Gruchtart es erforderts bdenn wird unter folchen Umftänden ein Sand gepflügt, fo bacfen die Theile deffelben in barte Rlum: pen gufammen, twelche viel Mübe und Befchiverde machen, um nadber wicder in einen feinen Buftand zu fommen, ben fo wird das Ereten des Viches alsdann febr nachtheilig, und die Arbeit Foftet mebr Anfirengung. Dagegen darf man den Doden auch nicht fo troen und bart werden laffen, um einen ju grofen MBiberftand ju veranlaffen, ebe man mit der Mrbeit fertig if. twollen jedoch bebaupten, man fônne folchen Doden, in telthem der ler der Sauptheftandtheil if, gerade zur naffen Zeit, obne Nachtheil, twenn man nur vor dem Ein- treten des MBinterfroftes fertig wird, pflügen, bdaf aber im Srübjabr feine Surchen gezogen swerden bürfen, ebe der Boden vollfommen trocen ift,*) Gumpfiger, mooriger, torfiger oder moofiger Doden muf allemal, tvenn er beacert werden folf, in troŒner Sabrszeit gepflügt werden, da dies felten mit Vortheil gefcheben Fann, enn er auf irgend eine Yeife nab if. Den troŒnen, fandigen Mer, und auch tobl einige locfere und mürbe Sebmbodenar- ten Fann man befonders jur Gaatfabre, bei beträchtliher Nâffe, nicht nur obne irgend einen Nacdh- #) Communications to the Board of Agriculture. Vol. TITI, part. 1. p. 145. Anbau des Aderlandes, 287 Machtheil für die Saat, fondern mobi gar mit Vortheil, pfligen, tveif fie die berfiiffige Geuchtigheit fchnell mieder fabren laffen. In biefer lebten RücFficht follte man den febr trocfnen und fandigen Mcfer nur dann in febr beibem Better rübren, wmwenn es auf die Serflôrung des Unfrauts angefeben if, meil ec fonft our das beife Meter ju fer austrocfnet. Die AÉer- witthe auf folchem Dodenarten geniefen daber vor denen, twelche flcifem und fchiweren Boden baben, manche Bortheile, da fie ihre Arbeit mit weniger ftarfem Gefpann und Koften verrich- ten Éônnen, auch nicht burch die Mâle der abreszeiten fo oft unterbrochen werden, Mie tief und wie oft man pflügen folle, bängt immer von den Befchaffenheiten und der Met Grüchte ab, melche auf dem Doden wadbfen follen, Die allgemeine Bubereitung des Acers durch Dfigen, muf jedoc tiefer als die Saatfurche gefhebn. Diefe lebtere aber nur flach und die urche niché zu febr geffürt, bamit der Gaame da, wo die breitmürfige Musfaat ge- braucht wird, gleichformig bedecft merde, Son einem gefchic£ten practifchen Scbriftfteller wird die Demerfung gemacht, Daf swar das tiefe Dflügen in befondern Dodenarten,: die unten und oben von entgegengefebten Cigen- fhaften, und Feine von beiden vorüglid gut fen, burch démBercinigung beider Crdarten vor- süglich Deilfam witfe. Da aber, wo der Doden in einer Tiefe von 18 bis 20 Zolf derfelbe iff, fen es, mit Musnabme einiger befonderer Gemächsarten, nihtrathfam, Doden, der feit Sabr- bunberten bereichert worden, mit anderem unbefruchteten zu vertaufchen, Die Vegetation des gemôbnlihen Rorns und Grafes bedürfe Feiner fonderlihen Tiefe. flachen Pflügen merde bas Unfraut leichter gerftèrt, fchon die Sandbacfe bervirfe dies gang vorügliher als der Pflug, fo wie bas Drennen, iweldes nur 2 Bol tief gebt und den Acfer vollfommen reinigts aud) fheine es unftreitig beffer, fagter, unfern Dung durs flache Pfügen innerbalb 3 bis 4 Zoll in der Oberfläche zu erbalten,*) befonders in leihtem Voden. Meinung ift Dr. Anderfon, er glaubt, man bringe durch tiefes Pfligen den Dünger tiefer, als daf er von den IBurgeln der Rornarten und Gemäcdfe erreicht werden Fônnes giebt es aber qu, baf auf anbaltendem Doden(retentive foil) das tiefe Pffügen durchaus nothwendig fen, Bon dem erften Schriftfteller wird bei leichterm Boden, befonders vor dem fogenannten Pan(der barten Dorfe, ielche fi unter der Pfiugfurhe ergeugt) 6 oder$ 3olf unter der Oberfläche gemwarnts man folle die Frume in folher Tiefe nicht rübren, modurch gugleich der Dünger mebr oben gebalten wird; denn je meniger Tiefe der Pan in trocner Jabrszeit babe, defto cher verbrenne das Rorn, tenn nebmlicdh der Pan ans Erde und nidt aus Gels beftebt, teil feiner Deinung nad die Rornwurgeln mebr Geucbtigfeit finden, twenn fie durch einen dich- tern Crdfèrper gebn, als wenn fie in einer Tiefe locéerer Crde fit befinden, indem die erftere unlaug- *) Kent’s Hints. 288 Œilffe Abtheilung. unfäugbar bei trocfner Sabrsgeit mehr Geuchtigéeit anbält, Cin anberer Vortheil, den ber Pan dadurd, daf man ibm nicht ju nabe Fommen müffe, gemäbre, iff der, daf man eine geringere Quantität Erde qu bearbeiten und in der Neibe ju Dalten bat. Pflñgt man aber tief, fo wird diefer Dan gerfèrt, und nun wird cine ungleid ffârfere Menge Dünger erfordert, den Voben in Gruchtharfeit ju erbalten.*) Vie oft man pflügen folle?— bângt natürliher Beife von der Natur und Defhaffen- bei des Dodens ab; fo tie von der barauf zu bauenden Gruchtart. Der ffeife, Rien: Sebm- und felbff Rreideboden erfordert bâufigere Dearbeitung, mit Plug, Egge und andern YBerf- geugen, als der fandige, fiefige und leihtere, beffen Theile nicht fo febr aneinander bâängen. Ye lânger der Acer in Eultur getvefen ift, defto teniger oft darf man pflügen, Dei der Drille wirthfbaft ift es aber duraus erforberlih, baf die AcFerbefiellung auf das feinfte gefchehe. Die Sruchtart Beftimmt nun einigermafen, tie oft man pflügen müffe, da einige einer fein bearbeiteten Doden, andere einen nur gut umgebrochenen verlangen, Go viel bleibt aber ausgemacht, je feiner und gerveibliher der Mer beftellt if, defto reidere und einträglihe Crnbte giebt er.**) Mo bas Bacbsthum und bas Gebeihen einer Grucht durd die EConcurreny andere DPflangen gebemmt tird, tie bei dem Beizen und bei der Oerfte, da erfordert der Her einen vorsüglih feinen und lofern Suftanb, der fowobl durch bâufiges Pflügen, als Anbau folher Gemâchfe, die burdh ibre Defchattung und forgfältige Bearbeitung den Aer aufloere und rei- nigen, erveicht wird. Sn mie vielen Mücfihten die Pulverung und feine Dearbeitung des Acfers gur Erfangung einer gleihfdemigen teichlihen Œrndte beitragen, ift beiläufig fon mebr- malen ausfübrlih gezeigt, Much in der MBabf ber nôthigen Oerâthfhaften bat der Sandtvirth Sorgfalt zu betveifen. Der fdwere Doden erfordert ftärfere als der leichte. Der erftere wird am beften mit wobfein- gerichteten ffarfen Pflügen bearbeitet, als mit dem Suffolfer eifernen Shtvingpfluge u, f.®.5 der feStere mit dem Motheram Pfluge, Smalls Rettenpfluge u. f. w,***) Mie der Dflug im- merbin befchaffen fepn mag, fo fômmt es auf den ridtigen Sugpunft befonders an, und to diefer Punft verabfaumt wird, da wird vergeblich Beit und Mrbeit verfhiwendet, Die *) Pier fertigt unfer Berfafler bie rage von der Tiefe, in ielher von Seit su Seit auf ben verfdhicoenen Dobdenarten ju pflügen fey, bdod) ctuas qu furg ab. Die grofe WBiréung des Nagolens if su befannt, felbfft auf Voden, der in beträchtliher Ticfe gang gleichartig(ft, ais daf man nicht au vom ticfen Yen: depflägen oft viel ertvarten follte; tie denn auch die Erfabrung beyeugt. Alferdinge aber ift grofe Bors fit, auf Erfabrung und Renntnifi begrünbdet, dabei nôthig. A. d.$. #X) Man febe die Abthcilung Gber die Brache. ###) Man febe die AGtheilung von den Geréthfchaften. Anbau des Aderlandes, 289 Die Voryhige von Smalls Pflug bat man in febmigen Doben nod Frilih betoéhrt ge: funden,"@a er mit gwei Dferdert nebet einander und einen Pflüger eben fo fhnell und erfor- dertid tief arbeitet, als der gemébnlihe mit vier Pferden, einem Pfüger und einer Treiber. Diefers Bortheil rübrt von der Symmetrie feiner Theile und der Geftaltung des Streichbretts, swelches von gegoffenem Œifen und fo eingerichtet iff, daf es ben mindeft môglidften MBiverftand beim Geben burd die Erde macbht, und den DPferden im Suge dadurdh Erleichterung verfchafft, ba fie den Dflug recht dichte binter fic haben. Man bemerft aber, daf die geringfte Abiwei- ung in der Gorm des Streichbrettes, oder in der verhältnifmäpigen Entfernung feiner refpe- ctiven Theile feine gange MBirfung ftèren Fônue, tesbalé Dierauf iwobl geachtet terden muf,*) Er ds 0r Ed Dies bat, nach dem gebôrigen Pflügen, feinen befondern Muben, in der Sertheilung und Serfrümelung der Theile des Dodens, in dem Ausreifen der Burgeln und Keinigung von demfelben und som Unfraut, bas bereits aufgefhlagen it, fo wie in der Bedefung der Gaat. Qn den beiden erften Mücffihten muf die Orôfe und das Gewicht der Cgge und bie sänge der Sinnen betrâctlid grèfer fen, als two es blof auf Cineggen der Gaat anfommt, Benn der Acer raub gepflügt iff, und manche mwurgelartige Unfrautspflangen vorbanden find, da iff es befonders vortheitbaft und twirffam, in der entgegengefeften Richtung zu eggen, als der cer gepflügt worden ift, da auf diefe Meife nicht nur mehr Unfraut ausgerottet wird, fon- dern aud die@tücfen des Œrdbodens mebr 3ertheilt werden. Mill man Unfrautsfämercien wegfchaffen, fo muf juvor der Mcfer fo fein wie môglidh geegget werden, um bas Unfraut in fchnelle VBegetation zu bringen, bdamit e8 durch die folgenden Dearbeitungen des Hcers defto beffer auf diefelbe Art gerffèrt, und der Mer gereinigt iwerde. Ochleifer, Muffraber, Shauf- {er(Schaufllers), Œultivators und tas man fefte Eggen nenut, find, Dei fteifem, twiderfpen- ftigen Doden, oft febr witéfame Berfjeuge. Berfhiedene Gtellung und Diegung der Fin- fen, leiftet nac) Defchaffenheit des Dodens ebenfalls gute Dienfte. Zur Saat muf befonders gut geeggt merdert. Benn ingmifchen ein gefcheider Schriftfteller bemerft, Daf es cinleudtend fep, daf firenger Doden mebr geegat werden müffe als leichters fo bebauptet er doc, bdaf, da der Do- den ours Œggen immer fefter merde, man am beften fabre, je iweniger man ibn egge, wwenn nur der Zivecf erreidht ierde, Seichten und fhwammidhten Doden, befonders twenn er tor- fiche if, Éonne man bingegen, um fefter und anbaltender ju werden, nidt ju viel eggen.**) Au #) Deim fladen Pfligen bis auf 5 3olf bat bennocd der DBaylcifhe Plug den Boryug der grôbern eictigéeit, wogegen ibn bei fehssblligen Furchen der Smalfdhe fon übertrifft, À, bd. S. x#) Donuldfon's Modern Agriculture. Vol. I. p. 51. Œrfier Theit Do 290 Cilfte Abtheilung. Auch dies verdient mobi in Mt genommen ju tmerden, daf man den firengen DPoden nicht in qu feuchtem, und den leichten in zu beifem und troŒnen Metter eggen müffe, da in dem erftern der Acer ju Élantfhig und mortelartig tird, im leBtern die Geuchtigfeit gu febr verdunftet und tveggefchafft tir, Mad der aat eggt man gemôbnlih querft in die Sänge der DBecte, dann ins ren und darauf wieder der Sänge nach. Man fann aud, wo die Deete beinabe oder gang eben find, guerft ins Rreuz eggen und dann der Sänge na; mwenn aber die Deete in der Mitte er- bobt find, und bas Sand gerade weggepflügt wird, ba iwürde bas Rreuxeggen fogleich nicht ange- legt feon, teil badurch ein beträchtliher&beil Saamen in den Doden der Gurchen fallen würde, und nicht gum Yuflaufen Fame,*) Moch ein anderer Umftand, der oft fehr bedeutend ift, barf bier nidt aus der Mcdbt ge- faffen werden. Cs trift fi oftmals, baf, naddem die Sommerbrache gebèrig bearbeitet, gedüngt und zur MBeigenfaat beftmôglihft bereitet ift, ein beftiger Megen einfällt, und den Sand- wirth im@âen bindert. MBenn fih gleih Fein Baffer auf der Oberfléche feben lift, fo wird fie doch fo Flautfchig, daf man die Pferde sum Cineggen der Saat nidt darauf bringen fann, und biefer Umftand verfpâtet Die Beigenfaat. Lm bdiefem Uebel abzubelfen, bat man eine Me- thode verfuchr, twelche, twenn die Beete nicht allqubreit oder allzubod aufgepflügt find, alles leiftet, was fi von ibr erwarten lâft. Sie beftebt darin: Cine Hhfe, fo lang als das Acfer- beet breit if, rubet auf givo Rarrenrädern, und an biefer Mcbfe iff fo manche Eage befeftiget, daf die Dreite des Deetes bedecft wird, Mn jedem Ende der Mchfe find zwei Pferde gefpannt und gtvar fo, baf fie in den Gurchen lângs den Deeten gebens fo Édnnen die Pferdetritte Feinen Schaden thun, und der Saame wird tie fonft gut untergeeggt. Œs dürfen jeboh Die Cggen nicht Fury am Œnde der Deete umiwenden, Um dagegen alle Unordnung zu vermeiden, ift es beffer, lâängs dem einen Deet bin ju gebn und bei dem andern wicder sur, und dies fo oft, bis das Geld gebôrig geeggt if. O6 nun gleich durch diefe Crfindung die Saat jur rechten Zeit in die Crde Fommt, fo. wird ibr unter folhen Umftänden die überflüffige Maffe doc febr nachtheilig, es würde daber immer beffer fenn, das Sand fo früh bereitet zu haben, baf die gelegene 3eit einer trocnen WBit- terung abgewartet, und die Gaat auf die gerôbnlihe MBeife cingeeggt werden Fônnte, Benn *) Das Eggen in die Runde, da man die bintereinander gefpannten Dferde in der Bolte geben, oft tra: ben(ft, fennen die Œngländer gar nicht, und ich babe in ibren Schriften nirgends eine Spur davon gefunden. legen fie das Geld grôGtentheils in Beete, die nicht ga breit su feyn pflegen, wo bie- fes Eggen zur Saat alfo nicht fatt finden fann. Jllein e8 fann doch auch bei den Vorfurchen, die Hâu- fig in die Quote gegeben werden, febr nüflich angetwandt tverden. Dei diefem tiréfamen Rundeggen find leicht und fchlecht confiruirte Eggen mebrentheils suveihend, tvogegen beim blofen Langsiehen die Confiruction- der Œgge von grofer Bichtigteit if, wenn der Side erreicht werden fol. A. d. SP. Anbau des Acderlandes, 291 MBenn Gras: oder Rleefamen gefüet iff, fo barf nur leicht gecgget erden, und 3war mit einge feichten-Furyjinfigen Œgge; thut man bdies nidt, fo ann der@aame feicht ju tief fommen, und feine Begetation wird aufgebalten, two nidt gang verhindert, Gal 2e"M Dies ift eine andere Operation bei der Aerbeftelung, bie gleihfalls jure Sertheilung bes feffen Dodens in feine, locfere Rrume, und ur Cbnung und zum Glattmaden, nacddem die Saat eingeeggt ift, dient. Auf den verfhiedenen ficifen und bindenden DBobdenarten wird die Yale in der erften Abficht febr vortheilbaft angswandt; jedoch laft fih dies nur dann thun, menn der Acer cr- trâglidh trocfen iff, denn rürde man unter den entgegengefeBten Umftänden talgen, fo liefe fit in Abficht der Pulverifirung des Dodens, mebr Machtheil ermwarten, Der fomobl von den Dferdetritten als dem Rleben der Crde um die VBalge, entfteben würde. Sur redten Beit aber gebraucht, gerdrüct und gertheilt die WBalze die fholligen und Flofigen Erdftücfen in einen fei- nen pulverichten Suftand, der ur Aufnabme des Gaamens gefchicft if. Obder menn zwifhen dem verfchiedentlichen Œggen die Balge auf folhen Dodenarten angemandt wird; fo wirft fie nicht nur auf biefelbe Beife, fondern drift auch Crdfiôfe in den Doden binein, welche dur die in bearbeitetem Doden vorgehende Oâbrung zertheilt werden, allen leichten und[ocern Dobdenarten ift das MBaljen durd die Zufammenpreffung der Oberflidhe und der dadurch vere mebrten Saltbarfeit der Feuchtigfeit, die der Saat fo zuträglidh if, âuferft mobithätig, Auch in den Fallen, mo der Acer, um die Unfrautsurzeln zu gerfiôren, nad dem DPflügen raub liegen geblieben iff, malt man vor bem Eggen mit Muben, bdamit die Eggen defto beffer anfaffen und gertheilen, Die Unfrautsfämereien fommen dadurd beffer bervor und werden dann feichter erftôrt, fo wie für die Grasfämereien der Doden befonders glatt und eben wird.*) Hâtte man feinen andern Vortheil, als das Ebnen der Oberflâde, fo mûre dics in der Œrndte von febr wefentlihem Vortheil, befonders ba, two mit der Genfe gemäbet wird, Dro0 Hour Mu Beim Düngen des aferbaren Sandes Fômmt es nicht nur auf die Defchaffenbeit des Pobens und des Düngers an, fondern aud auf die Fruchtart, tvelche wacdhfen foll, auf bic Gabrszeit wann, und die Meife wie man düngt, an. Defanntlid pabt fi ein Dünger bef- fer für biefen als für jenen Doden,**) Go gebôrt der animalifhe Dung oder Mift, der viel Ammonium und Roble in feiner Maffe bat, fo wie alle Falfartige Subftangen in allen Gormen, für den ftrengen Rien- oder Sebmboden, weil er badurd vorüglidh loer und minder 90 2 bin- *#) Moder“ Agriculture. Vol. LIL p. 55.##) Giche die Abthcilung von den Dingungsmitte(n. Le DA ne Ra ensens n Re Me ne dt ETES 292 Cilfée Abtheiluttg, bindend tire. Mit ben folchem Vortheil faffen fi andete Materialien, als Sand und manche âbnlihe Rôrper, welche lofen und auflocfern, zur mechanifdjen Seränderung der Tertur antven- den, twenn fie an und für fi) als Dünger unbedeutend find, Dagegen müffen alle folhe Materialien, die 34h und fteif machen Fônnen, forgfaltig vermieden terden, find thonartiger Mergel und alle ffeifen und zäben erdigen Subftan- en, fo tvie die don den Harmers genannten beifen Ralfarten,‘in fülchen Gülfen fopédlich und als Dünger unbraucdbar. MBenn man Sand gebraubt, fo muf er im Verbältnif der Sûbheit und Oteifleit des Ucers, und unter folchen Umftänden der Deacferung, two er febr genau mit Dem Voden vet- mengt werden fann, beigemifcht tverden. Der-gemeine. Sand Fann.nur que Berénderung der Terturen, um fie mürber und(ocfe- rer au machen, angemanbdt iwerden...@eefand giebt-noch eine befondere Grucbtbarfeit. IBegen feiner falyigen Materialien,: die.er enthâlt,:wird er entweder unmittelbar auf den Acer, oder vorber mit Dung und. Compoft vermifht, nach den Umftänden gebracht.*) Auf dem vollfommnen Sebmboden,- befonders dem mürbern und lofern, mirft faft jede Mrtdes auf dent arm gemachten Düngers, Dei der Mnwendung des Düngers auf frifhem Marfdhboden,:man fih, twenn diefer beacFert wird, woblin Mehémebmen. Man bat die Erfabrung-gemabt,, daf, to die- fer Boden aus einem fiweren und feuchten Schlamm beftand, das Gevächs fit, darauf von Gabr qu abr, ebe es reif wurde, lagerte, und daber nicht viel twerth tar,: Diefer wird durch eine darauf gebrachte Quantitit Glubfand gum Crtrage einer vollfdrnigen Frucht gebrache, twelche fih nie lagert,**) Auf fandigem und leihtern Doden dient vorghglidh folher Dung, der die Sbheit be- fétdert und vermebrt, oder die Theile des Dodens beffer gufammenbält, die Geuchtigfeit erbâle und den Pflangentwurgeln Rrâfte gemäbrt, Dn diefen NücFfihten Fann man Thonmergel, den Do- denfag von Glüffen und Teihen, lebmige und torfige Erde mit Gofmiff, gang ficher antvenden, Gn Suffolf auf den fandigen Diffricten, gebraucht man als erdige Subftanz einen Thonmergel, und giet einen faft veinen Thon oder ler, auf febr lofem Sande, dem Falfhale tigern vor, Der ler muf aber vorahglich gut fepn, fonft bat man twenig oder gar feinen Bortheil davon,***) Man nimmt gembbnlid 6o bis 80, aud wobl 100 Fuder auf einen Acre, #) Der befonders an die éftliche Rüffe von England ausgetvorfene Sand, Refus pue grôften Theile aug Rai ,: und wird im Compoft felbft auf leichterm Doden gebraucht. D. ##) Agricultural Survey of the County ef Perth. #7) Das beift: er muf doc einigen Antheil von Ralf haben, todurd er an der Luft zerfallend tvivd. Hi Anbau des Aderlandes. 293 Ucre, ein Guder enthält etiva 32 Dufhels. Manche erfabrne Sanbivirthe nebmen erft 40 bis 30 Guder, und düngen nadber nochmat. Das bete Berfabren bicbei ift, Daf man das fand einige Yabtre mit Gras einfâet, und Dann ju Œnbde des Gommers den Rien auf den Acer brinat, uno im folgenden Grübling aufbridt und mit Erbfen befñct, menn der Mcfer daju tauglich iff. Hufneu cultivirtem Seidelande find ro0 Guder nidt ju viel. Gür andern Mittelboden, Der fhon lange cultivivt ift, find 50, bôchftens 70 Suder vôllig binreihend,— Zuviel auf folchen Boden zu bringen, macht grofe Soften, Auf diefe MBeife erhûlt der Mcfer u viel Gutes, und uocdmal fo viel Sand hôte anfangs bamit für daffelbe Geld geblingt werden fônnen, Die Dauer und vôllige MBirfung bângt insbefondere von der Gructfolge ab. DPfliat man alljuviel, und tird qu oft Korn gefäet, fo lobnt das Düngen fchleht, und die Birfung gcbt bald verlobren; bei guter Dervirthfchaftung aber ann man 20 Gabr bie IBirfung fpüren, und pañt fich der let gerade für den Acer, fo ift der Muben febr drof.‘Sn mancen Gâllen ift die Folge von Grade und Noggen oder leichten Pafer, in die Golge von fchôner Gérfte, Slee und Deijen umge- mandelt, unD Der Ertrag des Dodens ift pmanyigfaltig vermebrts int Gegentheil find der Fûlle auch nidt wenige, wo ber Bortheil fleche ausfiel. Man will auch die Erfabrung gemacht haben, daf es vortheilbafter fen,' auf folchen Dodenarten, welche Efparfette trageu, lieber diefe au bauen, als ben AMcfer qu&Rorn mit Rlen su düngem Man braucht verfhiedere Arten Rien, einigen der(0 fteif und lebmidht ift, daf ec fi duvrhaus mit-dem: Boden nicht ver- mift, andern, der firenge und voller Kteidetheile ift, und noch andern,‘Det febe mürbe ift und eine Mifoung Sand bei fidh bats den giveiten bâlt man für den beften, er ift jebt vorzüg- id) in dem ffrengen naffeu Boden in Dber= Suffolf, elbfé wo Ebon aufgepflügt wird, in Gebrauch, Deim Muffabren bedient man fidh eingelner DPferbefarren ftatt der gembbnlicden Mifiiwa- gen oder fhiweren Sarren. Much Falfigte Materialien, im roben puloerifitten und im gebranite ten Buftande, werden auf folchem Doden mit Vortheil angemandt, Man bat jedoch biebei auch febe vichtig bemerft, daf, ehe man Rreide, Ralf oder Gips antmwendet, man vorher die Defchaffenbeit des Sandes iwobl erprobet babe. Scheint ec gleiden Lrfprung mit Ralfftein, Marmor, Mufterfhaalen und andern Subftangen zu haben, die fich zu aïf brennen faffen, fo ift jede DeimifŒung von Ralferde frucbtlos.* Man mu da- ber auf einen Éleinen Glec£ erft den Verfucdh machen, um der MBirfungen, die bervorgebracht werden, gervif qu feu.*) Noos- oder Torferde hat man in Berbindung mit Sofoung oder in ibrem natürlichen Buftande, gleichfalls fehe beilfam befunden, Yuf leidhtem Sande, to viel Sand und Ries if, bal *) Middleton’s Report of Middlefex. p, 145. NI QU EN SA Lun» Su 2 mm or Ge de 6 A 294 Œilfte Abtheilung, balteu die moofihten Materialien ben Regen und Thau an, mwelches biefer Dobenart fonft man: gelt, und durc diefen Zufhuf von Seuchtigheit bewabren fie vor alfjugrofer Dürre. folhe Erde eingepflügt ift, twirft fie nicht allein als ein Shwamm, fondern fie vermebrt aud) die Aerfrume; Umftände, die beim Gebraud der Düngungémittel allerdings mit in Mnfchlag qu bringen find.*) Much der Durd Unterpflügen grüner rte bervorgebrachte Dung, thut in diefer Dodenart guiweilen gute Wirfung. Dei der Deftellung des moofigen, torfigen und moorigen Dodens, thut RalË und alle falfartige Subftangen die befte MBirfung, infonderbeit in Berbindung mit der Afhe, w0 man den Aer, um ibn gu cultiviren, abgebrannt bat, Diachdem bdiefe Subftangen gebdrig ge- braucht worden, Fann man auch mit Mift ibm ju Hülfe fommen, Rien, Sand, Kies und andre äbnlihe Materialien werden aud) gutveilen gebraucht, um folchen Doden feffer und in fei- ner Sertur compacter gu machen,**) Bei der Anwendung diefer Düngungsmittel bat der Sandwirth auch babin befonders ju feben, auf iweldhe Beife die Fräftigften Birfungen derfelben erreicht werden môgen. Sn bdiefer Hinfiht Fommt die Befchaffenheit der Grucht, des Düngers und die Art feiner Antendung in Detracht; denn man iveif es aus practifhen Verfuchen, daf, two einige befondere Dungarten entieder von Matur fhon in dem Boden gemefen oder Eünftlid barauf gebracht find, einige Sruchtarten in vorgügliher Bollfommenbeit geriethen, twvelhes nicht gefcheben fepn twürbe, menn nicht diefe Mifhungen ffatt gefunden bâttens Dagegen andere Gruchtarten durhaus nicht erzielt werden fonnen, ebe und bevor eine getviffe andre Dungart mit der Erde verbunden wor- den.@o bat man die Demerfung gemacht, daf Erbfen, fomobl meife als graue, in Feinem DBoben ju einer beträchtlihen Bollfommbeit gelangen Fônnen, twenn ibm nicht von Matut oder our Runft etwas Falfartige Materie beigemifcht if. CErbfen gedciben daber überbaupt nur auf folchem Doden, der Rreide, MRalf oder Mergel enthält, oder an auf ftrengem Slen an den Gecufern, 10 man germalmte Mufchelfchaalen aufbringt. Cs ift dabei merfmirdig, bdaf ein fonft gut gedingter Acer Feine Crbfe bat zur vôlligen Meife bringen Fônnen, fobald er aber nur einmal mit Ralf gedüngt worden if, und Übrigens geborig bereitet, nacber immer febr gute Erbfen getragen bat.***)_ Ynberfon flieft auch aus einer Erfabrung, daf Ralf oder ivgend eine Falfartige Materie, gur Crjeugung einer guten Deizenfrucht bôchft nôtbig fer, in- deu auf einem gefalften Gelde, two man einen Streifen überfchlagen batte, auf diefem immer fchlechterer MBeigen wuchs. Die alfgemeine Beobabtung, daf der gefalfüngte Meizen dünn- fchaaliger, volffèrniger und lobnender ausfalle, fcheint dies gu beftâtigen. Much der Oerfte folf diefe Deimifhung, befonders in grofer Menge, günftiger als irgend einer Mrt Hafer fenn. Dage- *) Agricultural Survey of Perthfhire. p. 297.##) Ibid. p. 298. #*#) Anderfons Effays. Vol. II. p. 302. Anbau des Acerlanbdes, 295 Dagegen gebeiben Müben nicht beffer als bei gutem Dünger, ba alf u. a, m. ibren Bachsthum nicht fo fer befordern. Fall ift dies einigermaafen mit Robl, SKartof- feln und ébnlihen Gemächfen. ftieft der angefübrte Berfaffer, daf Müben in einem Mer, dem es an Éalfichtem Beffandtheii mangelt, und Erbfen in folhem, der ibn überflüffig bat, als erfte verbeffernde Grüchte ju gebrauchen find. Da bei dem Mnbau verfhiedener Germächfe einige gleich 3u Anfange ffarfe Nabrung, andere bingegen meniger aber lângere und gleihformigere bedürfen, fo mu der Dünger aud in diefem Maafe und Verbältniffe angemandt werden,@o muf man zu Rob, MRüben, MBur- geln, Œrbfen, Dobnen, befonders auf leitem Dobdben, gut verrotteten Dung und gwar fo bringen, daf feine MBirfungen im volfeften und beffen Maafe fih âufern Éônnen. Dei dent beiden erften und auch einigen andern Mrten, ift es febr beilfam, ibn mit den@eblingen oder Pilangen in Neiben ju legen, und bei den leBtern feicht unterzupflügen, zu eggen oder fonft vor der@aat in den Acer ju bringen. Da aber Nüben und andere âbnlihe Gervächfe febr Fleine Saamen haben, fo macht dies forvobl als andere Umffände es nothig, bdaf der Dung da, wo er eingeegget wird, gang vorgüglich gerottet fepn müffe. Man bat es befonders wirffam gefun- den, den Dünger unter die Pflangenreiben qu legen, ieil dadurch die Kraft deffelben mebr gu- fammen und an den MBureln gebalten, und gegen die Verdunftung berabrt wird.*) Benn man den Dünger gur Rornfrudht antvendet, fo entftebt durch allyu üppigen Vuchs quweilen Machtheil. Stat daber unmittelbar das Getraide zu düngen, thut man beffer, bdies vermittelft der fogenannten Brach- oder grünen Grüchte zu thun, als Rüben, Erbfen, Dob- nen, Robl, MBurgeln u, f. w., tweil dadur nicht nur folhe Grüchte erft veichlicher gemmonnen werden, der Aer gum Rorntragen gebôrig bereitet, fondern auch der Diünger auf das voll- fommenfte und befte mit dem Doden vereiniget wird. Mo der Mer nicht fonderlih ift, und die Sommerbrache Anivendung findet, da mag es jeboch immer gut feun, den Meigen und die Gerfte unmittelbar gu düngen, tweil dur die Dearbeitung der Drache, der Acer mit dem Dünger gebôrig verbunden wird, mithin einen gleihformigen Rornertrag geftattet. Bo man falfartige Subffangen antendet, da muf der Mer recht fein beatbeitet fenn, teil von der innigen Berbindung derfelben mit dem DBoden, fo viel abbängt, thun fie für fih allein febr gute MBirfungen, bei twicderboltem Düngen müffen fie aber mit erdigen oder andern Subftangen vermifcht werden.**) Mie muf der Dünger zu tief unter die Oberflâche gebracht tmverden, feine Birfungen toerden fonft gebemmt. Da überdem die mebrften düngenden Subfiangen fih vermittelff des Regens *) Experienced Farmer. Vol. I. ##) Giehe die Abtheilung von den Dingungsmitteln. DS d; Ÿ=- Rte CR à Su{ À# FRE Vs ESS PEER E)=== Es en TE re des= ne mm. # TEE LS LD 296 Œilfte Abtheilung, Regens und nôthigen Behacens, in ben Doden bineingiefien, fo werden fie balo nicht mebr von den MBurgeln erveicht, Die fi grôftentheils an der Oberffäche bin ausdebnen, Mei folhem Doden, Der von Matur arm und von bünner Brume, auch durch eine fchlechte Gructfolge erfchôpft if, thut man am beften, mit einem Male vecht frâftig gu düngen, weil bei Farglihem Düngen allemal viel Berluft ift, fhlechte und Füimmerfihe rucht ereugf, und der Acer in fanger Beit nicht in gébèrige Ordnung gebracht wird. Sat man Dünger, der in Dem Buffanbe ift, baf er fich gleid mit bem Boben verbin- deu ann, un ficht man bein Düngen nur auf die nâhft folgende grucht und nicht auf eine grofe Serbefferung auf fângere eit,, fo fpart man an Ouantitât des Düngers, fwenn man fo viel als môglid unmittelbar vor Der Gaat den Dung auf den Acer bringf, tweil alsbann dur Berdunffung und Megenfphblen und anbern Umffänden tweniger näbrende und befruchtende Theile verlobren gebu, als wo man Das entgegengefebte Serfahren in Antvendung bringet. Auf diefe IDeife DAngt man fury vor der Gant IBeigen, Gerfie, Erbfen oder Müben, und pflügt den Dünger mit der Saatfurche ein, was den aber nur febr flach gefcheben muf. Sm Aigemeinen brandt man 15, 16 bis 20 Tons auf den Here. AB man gang vorzüglid ver- beffern, fo muf eine grèfere Menge gebraudht iverden, SBenn man Rlee umbricht oder folhen Mcfer, der auf der Oberfläche viel vegetabilifche aterialien enthâlt, fo braucht man felten bie voile Düngung tie in andern Sâllen, man muf. aber alébann ben Dünger nidt ju tief unterpflügen. alt gebraucht man int verfiebenen Diftricterr von 1 bis 4 oder 500 Dufbels, je nacd- dem Der Acer deffen bebarf, reide im calcinirten Buftande, 3u 1 bis 200 Dufbel und im roben Suftande in nod grôferer Quantitât. und See= oder andern Sand fäbrt man in verfchiedenen Merbältniffen von 1 bis ju 2000 Duf bel und in einigen Fâllen noch beträchtlich mebr,*) Auf robem$ande, swelches erft in Œultur gefet twerden folf, bringt man ibn nod) tmeit ftûrfer auf. Gebraucht man den Mergel auf beacfertem Sande, fo muf er gut gertheilt terden, tweil fonft fein gtofer Bortheil davon gu erivarten ftebt. Den Ralf Fann man aud juiveifen zum een, qu Müben und andern Grüdten, in ben Srüblingsmonaten, befonders ba antenben, 100 ibnen Gnfecten und Regentwürmer nad- theilig werden fônnen. Qn folhen Gällen ift die befte Methode, ibn im mebligen und im Éau- füifen uftande(o eben und gleichfèrmig wie môglich über die Grucht qu fâen. Dies muf in trocénem IBetter gefchehen, teil bei regnichter Bitterung bas Korn durch die cauftifchen Cigen- fchaften Des Gatfcs leiden môcbte. ABenn fo ettoas nicht ju beforgen ift, fo Fann er auf diefe MBeife #) Modern Agriculture. p. 204- Anbau des: Aferlandes, 297 MBeife auch ben Maethuin befbrdern, Beer iffs indeffen, ibngu dem Sivecfe verinifcht als Compoft mit einer erbigen Œubftanz,‘und in grôferer Quantitât anguwvenden, Utle Düngungsarten, welche fafige Materialien enthalten, tie Afche, Ofenruf, müf- fen in môglichff feinen Buffand gebracht merben, bamit man fie tegufâr und eben über die Grucht fireuen fônnes auch find die MBirfungen un fo viel flétfer, twenn man bie Zeit abivat- tet gum fberfireuen, wenn.es feuchte wird oder regnen will, Das viclfahe Bertheilen der düngenden Subftangen, um fie übergufireuen, gefhieht vornebmlich ba, two der Diünger bebende und Foffbar ift, weil man auf biefe YBeife mit einer fleinern Quantität gureicht. Go bauerbaft, als wâren fie it ben Doden gebracht, Eônnen fie baber nicht fepn, und desbalb and) nur für die unmittelbare Grucht angetvandt iverder, Sim Ueberdüngen auf acferbares Sand, giebt es mandherlei Materialien, als: fein étfebte fumpen, Ganinchen= Tauben= und überhbaupt Fedcrbiehounger; Dub, die Afche von Holz,@oben, Torf und Roblens verfchiedene quimalifche Materialien, PHornfpane, Knoôchen, Sufe, nad- bem fie grôblih gemablen oder gerftofen find, Mabftaub und Seime, Abfall vom Sein: und Rapfaamen u.{. 1. Die Sumpen merden nad Umftänden in verfchiebenem Maafe gebraucht, von= bis ju 12 Ton oder mebr. Dan fireuet fie unmittelbar vor dem lebten DPfügen über, wo fie leicht eingepflügt werden, und bann gefüet wird; man foûrt ihre MBirfungen oft noch} bei einigen folgenden Grüchten.| Der Ranindendung und der von verfchiedenem Gefieder, wird mebrentheils jue Gerfte und qu Müben, ju ctioa 16 vder 20 Gacé auf den Here, den GaË zu.3.Dufhel gerehnet, vetivandt, indemt man ibn dünne mac) der Gaatfurhe überfireuet und mit der Saat einegget. Man füet in auch mit grofem Vortheil über die TBeigen= und$Rlecpflange im Hrüblinge, Dies muf aber alsdann febr früb gefhebn;:befonders auf.den trocfnern Dodenarten,. obngefähr gegen Œnde des Sanuarius; auf den cnaffen im: Gebruar und auch wobl im, Mârz.; Cchiebt man es langer auf, fo ftebt ju beforgen,:daf: er minder nüblid werde, fo tie die trodnere Sabregeit gunimmt, fo daf in einigen Gällen der Mofer mob gar dbadurd) verbrannt wird.*) MNuf bringt man bauptfäcblih auf Beijen, Efparfette und lee, der vorber noch nicht acbüngt if Jan fâet ibn.gemôbnlidh mit der Hand über, gu 20 bis 30 Dufbels auf den Acte, obngefäbr im Danuar oder Februar, naddem er ju Dem Ende twûbrend des Minters in Haufen gelegen bat. Die Pflangenafche, Soden-und Torfafhe, bat fih auf. Beigen- und Rlecpflange gleibfalls febr beilfamt gexcigt, twenn fie in gleier Quantitât als der Ru aufgeftreuet worden it: #) Synopfs of Husbandry. p. 42. Fe Erfter Theil, Py 298 Eilfte Abthclung, if; aber eine beträchtlidh mindere Menge Soljafhe, nebmlid 8 oder ro Dufhels, ift binvei- end. Much Fann man fe auf der Rübenbrade febr vortheilbaft antenben, 10 fie überge- fiveuct und mit bem Gaamen eingecgget wird. Mir fie über Müben in ibrem erften Muffom- men gefireuer, fo foll fie febr woblthätig gegen die Crdfiôbe fhügen. In Perfordfbire, two diefe Mrt von Dingung befonders im Gange ift, bedient man fi vorgüglich der Gteinfoblenafche auf dem See, die enttoeder von den Afhenfabrern in der Ge- gen gefammlet, oder twenn Korn jure@tadt gebracht worden, von ba juré genommen und dann im Srübjahr übergeftreuet wird. Man nimmt gemôbnlid 20 oder 25 Saë(3 Dufhel der Gad) aufjeden Mere, und bâlt dies Verfahren für auferft lobnend und twirthlich.*) Snoen, Sorn, Dufe und andre arte animalifche Materien gcbraucht man auf fol- gende Beife: Man ffreuet fie über den Acer zu 3 bis r Ton, je nachdem fie in febr fleinen Gtücfen find, ebe gum leften Male gepflügt wird, und bringt fie mit einer leichten Surche un- ter, Mimmt man qu viel, fo entftebt ein zu üppiger Buchs, das Korn reift langfam uno ift dem Mebithau leicht ausgefeét. Gebraucht man fie in fficfigem und ungertheiltem Suftande, fo müffen fie eine Beitlang vorber in den Doden gebracht werden, um zu ibrer Serfesung und Mittheilung ibrer befruchtenden Tbeile, Seit zu baben, Die Seime und den Maljffaub gebraucht man, um ibn mit der Hand über die junge Beigen- Oerfte- Müben- und Klecpflange qu ftreuen, Man nimmt 30 bis 40 DBufhel und darüber, Man fâet ibn aud mit Gerfte und Nüben zu 30 Bufbel auf den Mere und eggt ibn ein, Die Mirfungen diefes Düngers, twenn er übergeftreuet wird, werden durch cinen unmit- telbar darauf fallenden Megen gar febr erbôbet, Der Abfoll vom Oelfaamen, um als Ucberdüngung auf fhverem Boden gebraucht au werden, wird oft mit ein twenig Ralf vermengt, und gtwar fehs Theile zu einen; auf feichten oder Falfbaltigem Boden, wird er für fi) alleine gebraucht. Man fâet ibn gewobnlicdh über den Beigen, ju 8 oder ro Dufbel auf den Acre, und an einigen Orten féreuet man ibn über den Mer bei der Borbereitung gum WBeigen oder zu Müben, und er wird dann leiht unterge- Bracbt,**) Der Gebrauch der Oelfuchen gum Viebmäften bat jedoch die Mnmendung derfelben als Dünger ju Foftbar gemacht. Die Ausgabe für folhe Düngung ift nach verfchiedenen Um» fänden *) Synopfs of Husbandry. p. 43. na) Die grofe Birffeméeit, welche die Englânder vom Malabfall, gepulverten Oelfuchen u. dergl. Mate tien verfpüven müffen, indem fie folche gur Düngung(0 febr auffuchen und fo theuer besablen, intereffivt uns practifé Wobl nicht febr, indem wir nur felten Gelegenbeit baben, uns diefe Subltangen in be trâchtlicher Menge ju verfhaffen, oder fie doch vortheilbafter für das Bieh benugen. Aflein in theovetifcher Pinfiht ift die Rraft, twelche in dicfen Abfäallen des Saamens ffiht, merfwirdig, und ertlart auch, Warum der MNift der Thiere, die mit Rôrnern gefuttert werden, fo vorgtiglich Évaftig fey. À, bd. S. Anbau des Acderlandes, 299 fänden abtoeihends es Fommt bauptiäcblid babei darauf an; tie tueit der Dünger gefabren werden muf, tie feidhe und bequerit man bei der Anmwendung fâbrt.*) Dur die Beforgung eines gwecmäfigen und binreihenden Düngers, fagt der Ver- faffer der, Modern Agriculture“, tird ben Unfällen einer fchlechten Saat und Gabreszeit am beften entgegen gemirft. nb ba biefe Düngungsmittel auf magern, leidten, fandigen und iefigen Dobenarten, auf mweldhen bas fwerfte Korn gebauet wird, befonbers anpaffenb find, fo feben fie folhe, in Mücfiht auf einjäbrigen Berth, den firengen und fetten Doden gfeich. fo rechtfertigt die gunehmende Anivendung folcher Subftangen die Berfuche, welche man mit andern gleiher Art gemacht bat, befonders folder, bie in manden Oegenden mit leichter Mübe zu baben find.**) MBenn man biebei auf die Yabrseit fiebt, in twelcher beacertes Sand gebüngt iverden fol, fo bängt biefe von der Dequemlichfeit des£andwirths, von dem Suftande des Dodens und der ju ergielenden rucht ab; vo diefe aber nichts befonders beftimmen, da bat man nur fo viel als môglich bie vergebrende Sibe des Sommers und die twegfpüblenden MBirfungen der erbft- und Mintergeit qu vermeiden, wenn man in dem beifen ommer den Diünger auf den Acer fabrt und nicht gleicdh unterbringt, fo wird ein Eheil feiner woblthätigften Cigen- faften, durch die ftete WDirfung der Bibfe, in die Mtmosphäre getrieben, und gebt gânlid verlobren;*#*) und wird er in ben regnichten Perioden des MBinters aufgefabren, fo wird er aufaclôfet und in die Geldgraben gefhwemmt, oder fo tief unter der aufgelocferten Œrde ge- bracht, daf er der Grucht wenig Muben fchaffen fann, Die erfte Beit des Früblings, ebe das beige Better eintritt, und der lebte Theil des Sommers, ebe die beftigen Regengüffe fommen, und two die Dibe tâglidh abnimmt, wird die paffendfte Zeit feyn, den Mift aufyufabren, tvenn gleih viele Sandwirthe bie Mufe in der trocénen Sommergeit und in der falten Groftieit des Binters, dayu benuben. Po Es *) Sn Perforbfhire if der Dreif her Ueberbüngung folgendet: Pf. Sd. DPence. 30 Dufhel Ruf zu 8 Pence mat 2 C I—= 30 Dufbel Afche, twobei die Anfubr das mebrfte 9— 10— Steinfoblenafche 3£ 3 I 15 4 D) É 10 Dufhel Leinmebl, ju 2 Schilling 6 Vence 3 I 5== 40 Dufbel Malffaub, ju 3 Ô 2—— 15 Bufhel Pornfpäne, zu 2 Schilling 2 I 10—+} ##) Giche die Abtheilung von den Dungarten. ##+) sg wird ben Lefern meiner chriften befannt fepn, daf id biefe Beforgnif des Berfaflers, fo wie ber meiften theoretifchen Scbriftfteller, nicht theile, nachdem der MA feine erfte Gâbrung in Daufen überffanden bat. AI 0 US: +) Nad dem Berfaffer der Synoplis of Husbandry. tt) Serausgeber des Millerschen Dictionary. 300 ŒEilfte Abtheilung, Es giebt noch einige andere Mittel sur Berbeferung des aerbaren Sandes, als: das Unterpflügen grüner Gewächfe in ibrem faftreihfien Suffande, die Schafhürden und die De- defung des Dodens durch austretende Strôme oder Mecresfchtamm, Unterpflügen grüner Gemäcdhfe, Diefe Methode ift auf dem feften Sanbe fon febr lange ausgeñbt worden, obgleich fie von den Sarmern unfers Sandes menig ange- twandt worden if,*) Dies rübrt wabrfcheinlid baber, daf in ben mebrften Gegenden der Vo- den ju fer und gu naf ift, um mit Sortheil befolgt zu merdens benn nur der leichte und loere Boben leidet eine Verbefferung dicfer Art, da auf folchem Doden die grinen Materia- lien fchneller erfebt werden, und zur Mabrung und Erbaltung der Gemächfe wirfen. In Élen- attigem Doden wird die Fäuinif folcher Subfiangen iwirflih fo febr verbindert, Ddaf menig oder gar Fein Muben davon ju erivarten if, Sn folhem Doden, der diefe Methode verträgt, Fônnen demnächft Grüchte der grünen rt, als: Dudweizen, Wien, Rice, Mapfaat und zu dein Ende gefñete Bobnen oder Exb- fen, gur Sorbereitung des MBeigens, obne die Unfoften einer Drache, untergepflügt werden, Dies gefhiebt dann, twenn ffe im beften Muchfe find und der Boden am trocenften ift, damit fie defto eher gerfeBt werden und vergebn, Œs äft fich vermutben, daf durch die Anwendung fleiner Portionen Falfartiger Subftangen, in ibrem âbenden Suffande vor dem Unterpflügen darauf geftreuet, bdies Berfabren noch mebr geminne,**) Die Mirthlichfeit diefer Methode Befteht vorüglid in der erfparten Mnfubr und der Art der Subereitung, Die bei andern Dün- gungsarten betrâchtlihe Roften macht, On einigen Gegenden, wo man diefe Methode verfucht bat, entfprach fie, twabrfchein- id) iveil der Acer zu fhiver oder ju naf war, der Crivartung nicht, und man bat fie twie- der aufgegeben, Shafbürden, Sürdenfhiag auf Aerland, Diefe Methode, den Ver au verbeffern, iff febr alt und noch bâufig im Gange, Sedo Fann fie nur da mit Erfolg an- gervandt tmerden, two die Defchaffenbeit des Farms eine ausgedebnte Shafjucht in Verbin- dung #) ir bagegen glauben, bdiefe Düngungsart ftafime von ben Englâändern ber. Dies iff allerdings nicht der Gal. Die aften Rômer Dielten befonders viel darauf, und noch jent ift fie in mebrern Gegenden Staliens Gefonders im Gebrauch.(vergleihe Simonbe Gemälde der tosfanifhen Landiwirthfchaft). Snbeffen wird fie doch, tie die Surveys und manche practifhe Srbriftfteller anfübren, in manchen Gegenden Œnglands bâufig angemandt; und twenn aud) der Engländer fein Bieh guvor bineintreibt, ebe er folehe Santen umpflüigt, fo laft er fie doc nicht fo rein abfreffen, baf nicht vicles von bdiefen Vedes tabilifhen Dünger in den Doden fâme. An der irffaméeit[AFt fich niche gmeifein, aber das 1leble ift nur, daf folher Boden, der diefes Düngers am meiften bedarf, ibn nicht in bedeutender Menge bervorbringt. D DES #*) Youngs Agricultural Survey of Lincolnfbire. p. 265. Anbau deg Aderlandes, 301 ung mit der Acferbau geffattet, und 100 der Doden fo trocen und von leichter und locerer Defhaffenbeit ift, daf es erforderlidh tmird, ibm durch das Treten biefer Thiere eine eftigtcit au geben, Mufnaffem, ficifem und fchmweren Doden paft fie fi nicht und if vielmelhe fhäd- lib. Das Treten macht die lebtere Met des Dodens noch fefier und dichter, und dadurch ur Erycugung mancher Gemäcdhfe gany untauglich.*) Da bie twobithâtigffen WBirfungen diefer Methode von der Mirfung des Ammoniums aug bem Lrin und den Sorbeeren der Gcbafe berrübren, fo läft fidh Leicht aunehimen, daf man moofigen oder torfigen Doden, da er viel vegetabilifhe Materie enthâlt, auf weldhe bies wit- fen fann, dadurd febe verbeffert, fo wie der Doden dnrd das Treten der Schafe fefter wird. Der Püroenfhlag wird mit Muben auf dem Dagu gefchicéten Doden, zur Somnergeit, entieber als Dereitung gum IBeigen oder ju Müben angewandt, der Mer darf dann aber nicht tief gepflgt merben, tweil fonft die guten MBirfungen diefer Methode bad verlobren gelen Wütz den, Queinigen Sôllen môgte es rathfam feyn, Die Gaat ohne weiteres Pfiigen bios eingu- eggen, oder toas viclleicht noch beffer fer mag, den Hürdenfchlag unmittelbar nach dem Sûen auf den Acfer zu bringen,**) Qn beifer Jabrseit ift jedoch das Leichte Unterpflügenu, tm Das Berbunffen qu verbüten, wwobl gang recht. Der Hüroenfehlag dient and im Grübjahr forwobl que Deftellung des Gerftenacfers als Der fungen MBeienpflange Kraft und Mabrung gu geben, befonders ba, wo der Boden(0 feicht ift, daf man die EntblèGung der ABurgeln der YBeijen- pflange beforgen muf. müffen die Schafe tâglidh mur eine Furze Zeit darauf fepn, und gwar in dec mÔglichft früben Periode des Bacbfens, damit fie nicht our Musreifen der Pflange und Mbfreffen derfelben Schaden thun. Man bat noch eine Art Hürdenfhlag, die im inter, wenn der Mer vôllig trocferr if, fit antwenben lâft, Man pferche die Schafe auf folche Stoppel ein, welche im Grübjahr umgepflügt werden foll. Dei den erffern Methoden dürfen die Sürden nidt fo grof als bei der leStern fenn, Eine Heerde von 150 Schafen und Sammer wird bei der erftern auf 4 odet 5 Rods cingepfercht, dagegen man im lebtern Galle 10, 15 und noch mebr ninmt, 7). Die Grèbe der Süvben ift febr verfchieben, nad den Umftânden verfchiedener Sülle und den A6fich- ten des Merwvirths, fie muf. jedod) immer fo befchaffen feon, baf die Gchafe nicht ju febr auf ven aufen getrieben, und gugleidh die ergmectten ABirfungen erveicht werden. Gind fie nicht fo enge eingefchloffen, fo fônnen fie fânger auf einem Slecfe biciben, obgleich man ge- twôbnlicd beffer die Hürden alfe Morgen umfchlägt. Die *) Die Gébrung, tele der Pürôenfhlag im Boden bemitft, madjt bag twieber gut. Jan darf sen Yobden nur mit ju trocfen werden faffen, ebe man ibn unterpflügt. Op) xx) Dies if, wie die Œrfabrung lebrt, von vorsügliher ABiréfnmécit, M D. ##X) Synoplis of Husbandry, 302 Eilfte Abtheilung, Die Defhaffenbeit biefer Dingungsmweife geigt fhon, ba fie nur da mitErfolg ange- toandt werden fann, two fic eine beträchtlihe Ausdebnung:von Gemeintveide, Grafung und MBeideland neben dem Aerbaren befindet, oder two grûne Stüchte, als Küben, Mapfaamen, Bicfen und andre äbnlihe Gewächfe in. grofer Menge gebauet werden. Denn baben die Schafe nicht folches Sand, das fie gut füllt und näbrt, fo Fônnen ibre Yusleerungen nicht viel qur Verbefferung des Bodens beitragen. Mod einige andre Umftände bat man bichei mobl zu beachten. Die Gchafe müffen foviel als moglid in ber Mäbe des durd den Sürdenfhlag zu verbefernden Sandes gebalten werden, um bem Vie baburch nicht zu fhaden, und bei ieiter Trift den Diünger nicht zu ver- ficren. diefer Sinficht muf man eine foldhe Anzabl Sürden haben, daf die Schafe nicht dürfen weit getrieben werden, fondern nur fo meit, als in ber angrengenden WBeide es ju ifrer Gutterung erforderlich if. Cs ift dies um fo vortheilbafter, da man fie dann im naffen Better bierin bebalten und nicht auf den gepflügten Mer treiben darf, twelches dem Ycfer fovobt als den Gchafen nadbthceilig wird. Che man die Gchafe in die Sürden auf gepfügten Mefer bringt, müffen fie fich gut dicE gefreffen baben. treibt man fie nur des Machts in bie Sürden. Des Morgens, ebe fie aus den Sürden getrieben werden, ift es febr vortheilbaft, fie ein- oder gweimal in den Sürben lebhaft berum gu jagen, um die YMusleerung des Urins und Diüngers qu befordern, ertvecft bies gugleich die Circulation und ftürft die Gefundbeit der Tbiere, Die dau tauglichfte Art Echafe find die von Devonfhire, fie find die tobufteften und vertragen das tiegen in den Sürden beffer als die von grôferer und feinerer Art; jedoch tverden auch manche andre Mrten daju gebraudt, bdie aber freilih mit ettbas mehr Sorgfatt bebanbdelt feyn wolfen.*) Ueberfhiammung(warping).**) Gicfe Mrt der Düngung(At fid nue in be- fondern Sagen ausfübren, nebmlich in der Mâbe grofer Strôme und Gemâffer, in twelche die ee binein fluthet, und wo das Miveau der Sandereien die Ueberfluthung geftattet. Die H6- ficht des Nerwirths Beim Ueberfluthen feines Mers ift diefe, nm einen beträchtlichen Doden- fab, oder modbdigen und féhleimigen Mbfaf oder andere Materialien auf die Oberfléhe feines Dodens qu leiten, fo daf diefer gleihfan neu gebobren merde, Su dem Œnde leitet man bic Sluth mit einem fo boben MBaffer, da fie den Schlamm(warp}) oder die frucbtbringende fette Œubftanz abfebt, und fo mie dies fallt, mieder guric tritt. Um die vôllige Birfung ju errei- en, muf man bas MBaffer gang in feiner Gervalt haben, Dies wird durd Candle mit Shleu- #) Sonderbar, baf ber Berfafler nihts von ben Grünbden ber neucren Englânder gegen den Sürden- flag, wenn die Schäferepen auf privatisen Voden gebalten werden, fagt! 1,0) 0: **) Shirt iff in te Gegend befannt, iwv0 bdiefe bôcft vortheilbafte Operation anjutwenden twâte, dl De LD. Anbau des Hcrlandcs, 303 Schieufen, die nach Belicben angelegt werden, bemerfftelligr,> Damit nun das MBaffer in ge- bôriger Tiefe auf den£ndereien ftagnire, und die nâchffgelegenen Yecfer nicht überfluthe, fo find die zu überfchlammenden Mbtheilungen rund umber in der Sôbe von 6 bis 7 Qué, nab der Sage und den Umftänden bes Sandes, an jeder Seite abfchüffig betvallt, Bo das zu ver- beffernde fand von grofem Umfange if, da macht man ben Sauptyuleitungsgraben febr lang, um das Sand durch geborige Geitengraben allenthalben ju überfchwemmen, Da aber die Bir- fungen mit der Entfernung vom Gluffe abnebmen, fo wird zur Ueberfhlammung lângere 3eit in Betbältnif jur Cntfernung, erforderlih. Dier düngt nicht das Baffer, fondern der Abfas des Moders. Diefer befteht aus vielen Schleim, einem geringen Theil faliger Materien und einem grofen Theil Falfbaltiger Crde; der Rücftand befteht aus Mica und Sand, jedes in febr gertheiltem Suftanbe, und bas lebtere in vorügliher Menge, Obgleich nichts von einem dabei befindlihem thonichtem Material ermabnt wird, fo ift es doch getmif damit verbunden, Die ficifere Mrt des Shlammes bâlt man für die befte.*) Da eine Art von neuem Doden auf diefe TBeife entftebt, fo Fommt es nicht darauf an, von tvelcher Befchaffenbeit der Doden fer, da alle Mrten dadurch verbeffert merden. Seboch wirft dies Verfabren am beften auf leichten, offnen und loern Boden oder auf folchem fteifen, dem es au falfhaltiger Materie mangelt, und telcher folche Art Subftangen fordert, um min- der jabe u terden, Die befle Sage, in twelcher fih der Mcfer zu diefem lnternehmen befinder, ift die Dradhe; es Fann übrigens auch) auf der Stoppel und felbft auf der Grasnarbe, beim Mbnebmen des Grafes gefchebn, Die dau fhidlihe Sabrszeit find gemeiniglich die Sommer- monate Man oder Junius bis Muguft oder September, tweil zu dicfer Beit der Acer nicht nur am ebeften trocen wird, ein Umfland, ber burdaus, ebe man gur Bearbeitung des Acers freiten fann, erforderlidh ift, fondern auch die Glutl) iff teniger mit frifhem MBaffer ver» mifcht, unter twelchen Umftande fie am mebrften toitft. Œin einmal iberfhlammetes Sand bleibt fange 3eit frucbtbar, jeboch rathen Gadfundige die jedesmalige fhwache Ueberfiammung der Brache an, welche im Mcerfnftem alle 5 oder 6 Fabre einfallt. Auf folhe IBeife ift der Sand- wirth twegen einer guten Œrndte gefichert. Die Tiefe, in melcher das fand mit Waffer bedecft werden muf, vidtet fi nad den Verfchiedenbeiten feines Miveaus, und nach der Hobe, in melcher die Sluthen gebn, WBenn es fi machen(ft, fo macht man die Pôbe 3 oder 4 Fub und barüber, Da fich das Gebiment im Berbâltnif zur Dôbe des Maffers abfebt, tvenn glcid diefelben MBirfungen durd geringere Quantitäten Yaffer zu erreihen find, indem man eine defto grôfere Menge Flutben gulift. Alle diefer Operation der Verbefferung untermworfene Mecfer, werden in der Golge gum Orasertrage befonders gefchict,**) js ie *) Youngs Survey of the County of Lincoln. *#) Brown’s Agricultural Report of the Weft Riding of Yorkfhire, 304 Œilfée Abtheilung. Die often diefer Berbefferungemethode find in verfhiehenen Fâllen verfhichen, fo tie es in der Sage und Entfernung manche Abimweichungen giebt; biefe fônnen aber felten mebr als 12 oder 15 Df. auf den Acre*) betragen, und bäufig find fie unter diefer Angabe gewbdbn- lih nicht mebr als ein Drittheil derfelben.**) Machdem der Mer auf folche Meife behanbdelt worden, ann er jede Mrt Rorn reich- lit tragen. nimmt man am beften guerft, und man wiff bebaupten, daf er juin Hafer, au Seigen und Bobnen gefhicter als gur Gerfte fen, tmeil der Doden dau gu geil wirb. Glachs mag in einigen Fâllen auch febr gut gebciben. einträglidh find Rartoffein fo wie viele andere Gaamengewächfe, auch wird folcher Acer gerne zu MBeideland nicberge- aeleat 7) Gun Et 0 1 Um dies Gefchaft aufs nüblidfte und vollfommenfte zu bemerfftelligen, fo bat der Aer- tirth auf manche verfiedene Limftände gu merfen, als: auf die Defhaffenbeit, Subercitung und Menge des Gaamens, auf die Seit und Tiefe des@üens, auf das Clima und die Gabre- geit, in welcher gefäet wird; fo wie eine gebôrige Angemeffenbeit diefes Berfabrens, der De- fhaffenheit des Dobdens und den verfhiedenen aamenarten, in diefen Stücen allerdings den guten Œrfolg gar febr beftimmt. Œs muf daber gleichfalls febr beilfam fen, auf die befon- dern Arten Müdficht zu nebmen, in meldhen der@aame in den Doden gebracht wird, da manche Serfchiedenbeit biebei ftatt findet, 1vo der Gaame bald breitwirfig ausgeftreuet, bald in Neiben geleat oder in Sôcher geftecft wird. Gin *) Youngs Survey of the County of Lincoln. p. 284. ## Herr Day in der Agricultural Survey of the e eft Riding of Yorkfhire bemetft, baf feine Abfhisung gemacht werden fônne, opne befondre Diüctficht auf die Lage des su befblammenben an: des, des Raufs und der Entfeunung, timaivelther der Ochlamm eut den Mer gebracht twerden muf. Man muÿ babe fchen Tr) auf die Lage des Landes;, 2) auf die Quantitât deffelben, die mit denfelben Scbleufen und Absfigen befchlammt werden fann; 3) auf die Unfoften, Schleufen, Abyüge und Be: wallungen ju mathen.: be man demnächff ju einer gebôvigen Abfhigung per Acre gelangt, muf man die Angabl der Acte wifflen, die mit esp Gchleufen und Abyügen befhlammt werden, es laft fi dabey 100D{ einfeben, baf, je grôfer die Quantitat des Landes if, tweldhe mit denfelben Schleufen und Absügen befhlammt wird, befto geringer die Ausgabe per. Ace fey. Daber terden Landercyen von grofem Umfange für die febr mâfige Musgabe von 4 bis 8 Df. per Ace befhlammt, und man fennt Aer, der dadurd in feinem Werthe beinahe sebnfadh erbôbet worden if. Das fhledhtefte Land und der locerffe Boden getvinnen dabey gang vorsligli. Die Vortheile diefes Berfabrens find übri: gens cinfeuchtend genug und geigen fih manche Sabre lang bindurd. an fann es auch nad) mebre ven Gabren wiederholen, und bdie alten Leitungen mwicber ausgraben, fo mic dicfe obnedem nicdrigen Doden fon fer gu Dülfe Éommen, und diefe Aufräumung mit tweniger Roften befchafft wird. #k#) Agricultural Survey of the Weft Riding of Yorkfhire. Anbau des Aderlandes, 305 Ein fharfer philofophifher Beobachter bat ertviefen, daf Rotn oder Saame mâbrend der Vegetation Sauerftoff aus der Atmosphâre, einen ibrer Beftandtheile, an fidh ziche, einen Theil bei fich bebalte, und den Meft mit einem Theil feiner Roble fâttige. Dei diefem Procef etleiben die Gaamenlappen eine bedeutende Veränderung, indem in ibre Jufammenfesung eine eben fo ftarfe Portion Sauerffoff eindringt, als Koblenftoff verdrängt wird. Dei diefer Ver- änderung in dem Berbältnif ibrer Beftandtheile, beginnt die faccharinifhe Gâbrung, es wird ein Bucfer gebildet, wie man beim Jâljen des$orns wabrnehmen Fann, Da nun 3ucer und Roblenfäure im Baffer aufloslicher als das Orvd der meblichten Beftandtheile ift, fo ver- bindet fic) diefe natürlich febr leicht mit der Feuchtigheit in den Saargefñfen des Saamens, und findet einen leichten Leg gum Reim, deffen Begetationsfraft durch einen Meiz in Thâtigfeit gefebt mird, der der befondern Defchaffenbeit des Saamens angemeffen if, Dur die Serfegung der Saamenfappen bildet fid eine nâbrende Glüffigfeit und wird der jungen DPflange mitgetheilt, ibre Organe werden ju ibrer eigenthämlichen Thâtigleit, in Vertheilung der ibnen gugefübrten Nabrung, und in Dildung neuer Orvde aus ibren Elemen- tarbeffanotheilen, ur Bergrôberung und Entwicfelung ibrer Gefäfe und Gibern, erregt.*) Auf diefe Meife, glaubt man, beginne der erfte Buftand der Vegetation, aus welchem, ivenn die Gchiügfe des fcharffinnigen Mutors gegründet find, gu erbellen fheint, baf das Korn odet der Gaame, um diefe Verânderungen môglichft fchnell und vollfommen qu erleiden, movon die gefunde Vegetation vielleicdht befonders abbängt, nidt nur gebôrig in den Doden gebracht, fon- dern auch fo reif und mit mebliger Materie angefüllt fepn, auch einen folhen Grad vor Feuch- tigfeit befigen müffe, der diefe Beränderung-fnell bemirfe, mwâbrend qu gleicher Beit ein gehô- riger Sufhuf von angemeffener nâbrender Materie, Dem fraftvollen Reimen und erften Bacds- thum der jungen Pflange gugeführt wird, Dei der Wabl der Saatfornarten ift es baber für den Sanotoirth Megel, folhen Gaa- men ju faufen oder fic zu balten, der vollfdrnig,(hiver und gut ausgetmwachfen fen, teil nur folder Gaame eine gute Erndte geben Fann.. Aud) bier beftätigt fichs, baf es mit den Pffan- sen mie mit den Thieren fey, und die Frucht dem ergeugenden@aamen nadharte, Rlein, fhmächtiges und gufammengefrumpftes Rotn muf man daber durdaus nidt que@aat nebmen, Bieles davon lâuft gar nidt auf, und das übrige giebt eine Fümmerliche und fchlechte Pflange. Dagegen muf man frifh gedrofchenes, dünnfchaaliges und glângendes Korn que Saat ausmäblen, weil es fdneller aufgeht, und jum Gortfommen die mebrften meh- figen Theile bat. Deim MDeigen ift dies gang befonders Der Gall, und wabrfcheinlid verhlé es *) Gough on the Vegetation of Seeds, in the Memoirs of the Manchefter Society. Vol. IV. p: 310. Erfter Theil, Q a 306 Cilfte Abtheilung, cs fid) bei ben übrigen Rotnarten auch fo, Die Berfuche eines neucrt Schriftftcllers*) 3ei- gen uns,-baf der MBeigen, tweldher 6 bis 7 Sabre gelegen bat, bei allem guten Anfebn, qut Gaat vôllig ungefchict fen, und ein Fleiner Theil davon überbaupt nur Feime, Vielleicht fimmt das Korn unter folhen Umftänden die Meigung jur Gâuini an, ffatt den Sauerftoff eingugiehen, welcher der Begetation im erften Suftande fo unentbebrlich if,**) Much ift es tabrfheintidh, baf durch den dur längeres Siegen verminderten Grad der Geuchtigfcit, die DPflange tweniger treibt und minder üppig ift, mweshalb die Gârtner gerne Melonenfaamen von mebreren Salren nebmen, Mach diefen Grundfägen darf der Saame nicht zu febr dem Cinfluf der atmosphärifchen fuft ausgefebt fepn, und die Erde, in welche er fommt, muf fo mürbe und gertheilt wie môg- li) fepn, tweil die Suft dadurch einen gleidférmigern Sutritt befommt, und der Saame in glei- er Temperatur und Geuchtigfeit, den vereinten MBirfungen der Befdrderungsurfachen feines Reimens, Bacbfens und des Gedeiben der jungen Pflange, auf die günftigfte Weife ausgefeét if, Son, twelches irgend Éränflich if, muf man nie jure aat nebmen. Die Verfuche des Betfaffers der Synoplis of Husbandry geigen deutlid, baf eine verfuchte Subereitungs- methode folches Rorn zut gefunden Begetation in den Stand fefe. Dei feinen verfchiedenen Berfuchen fand er immer, Ddaf bei dem Beigen, twelcher mit dem Brande befallen war, das $orn eine Golge von Mebren ergeugte, die mebr oder minder vom Drande gefärbt maren, und daf iweber das Ciniweichen noch die Beränderung des Bodens, einen Unterfhied dies ju verhü- ten, macbten, aud baf foobl der eingefalfte ABeigen als der trofen gefäete, brandige Meb- ren ergeugte, Das Sâen folches Rotns, iwenn es gleidh bei dem grofen Vertranen auf das Cinfalfen bâufig gefcheben ift, tâufcht ficherlidh den fandwirth durch die Vermebrung des feblerbaften und flechten orns, Ein nod andrer Punct darf beim Sâen nicht aus der Mot gelaffen werden, diefer nebmlich, baf das Korn vollfommen rein und frei von Unfrautsfämereien fen, iveil bei diefer Sernachläffigung die Grucht gar febr leidet, und ivenn fie nicht von dem Unfraut ganÿ unterdriŒt wird, fhâdlihe Pflangen in den Mer bringt, welhe mit Mübe und often nicht daraus gebracht werden Fonnen, Man bat verfchiedene Methoden, fic eine gute ant ju verfthaffen. Die befte ift unfireitig diefe, baf man, twâbrend das Korn noch im Gelde ftebt, es ausfucht, um das befte alsbann auszutmwäblen, Vortheil mag dadurdh erreicht werden, mwenn man das Korn mit der Hand dau, twenn es gebrofchen if, ausfammlet, biesift aber eine langiweilige Sache, uno #) Synopfs of Husbandry. p. go. **) Gough on the Vegetation of Seeds in the Manchefter Transactions. p. 324. Anbau des Aderlandes, 307 und man get dabet nicht fo fiber, als mwenn man fidh das gefunbefté und veiffte Korn auf dem Salim fon auserfehen bat, Um qu det beften Œaat zu gelangen, fo mäblt man die gefundefien und Fraftvolfeften Dffangen aus, fo wie folche, twelche früb reifen und Éeine fhwachen Pflangen neben fid) haben; denn die Runff, eine gute Saat zu haben, berubt nicht darauf, fremde und tweithergeboite Gaat ju nebmen, fondern die befte aus feinem eignen Korn ju gebrauchen, Man Fann dies Berfabren um fo ficherer beobachten, da der befte Saame nie der guten Grucht verfeblt.*) Deim Mueélefen des Korn Fann man fih dadurdh aber and fhaden, wenn man bie grôfeften Mebren ausmäblt, bdie gemôbnlid nur einen Salm baben, und twenn man Korn wéblt, das zu verfthiedener Seit veif wird. Um die Oüûte des Rorns ju erproben, fo urtheilt man uerfé nad dem âufern Anfebn, telches voliférnig, meblreih, mit einem getviffen Glange obne fchrumpflidh zu fepn, durd eine dünne Schaale fich auszeichnen muf. Moch genauer wird bas Korn dur das Oemidt erprobt. Defanntlidh fhtwimmen, enn man Korn ins MBaffer fhûttet, Die leichtern Rèôrner oben auf. Diefem gufolge darf man den IBeigen nur in Auflôfungen von faljigen Subftangen werfen, 1w0 dann nur die vôllig gefun- den Rôrner ju Doden finfen, Dur das Gervicht fâbt fih, nach dem VBerfaffer der Phytologia, das Verbältnif der Rene zum Mebl, febr gut ausfindig machen, da bas zu früb gemäbete Korn, tie das bei naf- fer Gabregeit wobl gefchieht, auf den Scheuten oder Dôden eintroŒnet, mebr Sülfe bat, als das vollfommen reife, und daber leichter tmiegt, Eine andere Methode, bderen man fic zur Unterfheidung des braudbaren Saatforns bedienen mag, beftebt in dem Uebermwerfen, da das leichtere Korn bei dem Suffyug, vermôge der grôfern Oberflûche zu dem mindern Gebalt, tweciter mweggefhwungen wird, bdagegen beim Gicben das fchwerere Rorn auf der Diele vormeg rennt, one daf der MBiderftand der Suft auf deffen Oberfläche vermebrt wird.**) Da ferner erbistes Korn zur Saat untauglich ift, oder mwenn es fonft fhon eine Géb- rung evlitten bat, fo muf man in manchen Gäilen wobl unterfuchen, 06 fi) fo etivas auch zu- getragen babe. Die folgende febr einfache Methode ift dazu empfoblen worden, Man macht einen eig von dem Mebl des verdächtigen Korns, mwelcher unter dem MBaffer mit der Sand fo lange gemafchen und mit immer frifhen MBaffer rein ausgefärbt wird. Die dann juré blei- Qa 2 bende *) Prieftley in Communications to the Board of Agriculture. Vol. I. ##) Darwins Pbytologia, p. 455. 308 Œilfte Abtheiluig, bende Materic ift der Lleber des Rorns, und diefer ift, fobalo bas Rortt taugt, elaftifh, zicht fih fhnell gufammen, mwenn er aus einander gezogen ift; ift das Korn blof erbift worden, fo ift er brolihs if es in Gâbrung gemefen, fo giebt es gar Feinen leber,*)+) Biele Sandtvirthe haben die Berânderung der Gaat von derfelben Art, aus unrichtigen Pegriffen und falfhen Analogien, in Mücficht auf Vichjudt, als febr wicbtig dargeftelit, Mach vielen gemachten Berfuchen, ift es nicht rathfam, bdie Gaat ju verändern, fo fange fie in dem Doden gedeiht, es fei bennu, bDaf man eine verbefferte Art befommen Eônnte. Man Fann aud) badurch erft einen guten Doden ausprobiren, twenn das Korn in demfelben, von der- felbigen Mrt, in langen Sabren nicht ausartet, Da fih unter den Kornarten Berfhiedenbeiten finden, daf einige bei gleihem Voben, $lima und unter gleichen Umftänden gefäet, früber reifen, fo wie mebr oder minder bart und fraftvoll in ibrer Matur find; fo làft fid mit Nuben eine folhe Beränderung bervorbringen, daf man die frübere Art auf Falten und fchlechtern Boden bringt, die andere dagegen auf trocf- nern und mwârmern, ein anderer Vortheil mag bei diefer Methode fepn, twenn der Sand- titth beim Gebraudh der frübern Het, obne Macdtheil der Brucht oder der geitigen Meife, nach Dequemlihfeit mebrere Tage die Saat verfchieben Fann,**)+F) Man till ferner einen Bortheil dabei bemerft haben, twvenn man die Saat von entge- gengefeften Dobenarten umänbdert, Der bei der Gaat von ébnlihem DBoden nicht ffatt finder, Einige Unfrâuter wachfen nur in firengem, tiefen Doden, Dagegen andre auf leichtem und fan- digem. nun unter dem Korn fo viel Unfrautsfâmerei if, Ddaf der Saame nidt taug- lib ift, fo gebt der Sandivirth bei Seränderung feiner Œaat, wegen des Unfrauts, von einem entgegengefeften Voden ziemlid ficher.*Cigentlih follte man aber nie unreines Korn fen, meil der angefübrte all fid nur auf getviffe Arten des Unfrauts erftreft. Man findet das Rotn, fo wie alle Saamen und Pflangen, welhe von einem mwârmern Elima in ein Faltes ge= bracht werden, alfmäblig ausarten, bis fie auf dem Doden und in dem Clima einbeimif rver- den. Much zeigt die Erfabrung, bdaf es in bergigen Difiricten mebe als in den ebenen und beffer gefchübten ausgeartet fen. Œben fo bat man befanntlid manche Vegetabilien aus frem- den Gegenden, von denen man nidt einmal glaubte, ba fie qur Reife Fommen würden, durch befondere Pflege und Aufmerffamfeit qu einem boben Grade von Bollfommenbeit gebract, Go #) Mon. B. G. Sage in Journal de Phyfique. 1794. +) Es verfteht fi, baÿ biefe Unterfuhung nur beim IBeigen anivendbar fey. A0 D: ##) Donaldfons modern Agriculture, Vol. IL. p. 261. +) GrèfGer ift der Bortheil wobl in ciner beträchtlien MBirthfchaft bei der Erndte, wenn das Éetraide nicht auf einmal veift, A D 2. Anbau des MÉerlandes, 309 Go ift es auch ausgemadt, baf bie Cinfübrung einer beffern Rotnart, zur Berdorangung der urforünglit folehtern twirffam getefen(en. Dies if befonders mit dem Safer in Schottland der Gall gemwefen, und man bâlt aus diefen und mebreren Gründen die Verägde- rung der aat nicht nur febr etfprieflih, fondern mobi gar gany unentbebrlicdh.+) Ein Sandwirth thut daber nad dem Mathe eines febr gefcheiden Grhriftftellers febr twobl, feine eigenen fomobl als anberer Kornfelder nadgufebn, und da#0 et eine vorügliche Begetation findet, die Saat davon ju nebmens two er aber@aatforn obne biefe vorherige Unterfucung ju faufen genôthiget if, es allemal von befferm Voden und aus befferm Ciima zu nebmen; da die guten Gigenfchaften eines folhen Korns fid) auch nachber auf fledtern Bo- den lange dufern. Sm Oegentheil muf man aber nie von flehterm Doden oder aus minder gutem Œlima Saatforn nejmen,**) menn dies auch) von vorgüglicher Güte mûre, Obgleih mande Borbereitungsarten des ausufñenden Saamen von den âlteften Seiter her üblich gemvefen find, fo iff man bis jebt doch über die Nubbarfeit dicfes Verfahrens noch) nicht gang aufs Reine. Es[âft fid aud nidt wobl annebmen, bdaf ein Verfabren diefer Art fange 3eit bindurdh bat angetwandt werden Fônnen, ofne daf man die woblthätigen Golgen des felben gehôrig beachtet bat. Die Befhaffenbeit der Begetation des Saamens, und die Wine ffânde, unter mwelchen fe auf das befte beginnt, bemeift auch, baf man von diefem Verfabren in mebreren Gâllen Muben gebabt haben würde, als fit bisher gezeigt bat, Que Dereitung des Saatforns bat man mancderlei Eompofitionen angemandt, Die tiréfamfien Glüfigfeiten find dau Rochfalylauge, auf welche ein En fcivimmen Fann oder Urin, der fon Ammonium gebildet hat. Machdem eine von bdiefen Glüfigfeiten gebraucht worden if, um ibn barin eingutweichen, fo tird es nachher mit lebendigem INeblfalé trocfen und gum Sâen gefchicét gemacht, Disher bat man nur befonders den MBeigen fo bebandelt, um ibn gegen Brand u. f. tv, au fiterns es lâft fic aber anderes Rotn twabrfheinlich nod) mit mehr Nuben und in verfchie- denen Rücfihten bebandeln,: Da es nebmlih nôthig fcheint, daf die Gaamenlappen des Rorns, twelche aus einem vegetabilifhen Ornd oder einer Bafis mit Roblenftoff und Bafferfioff beftebend, einen Theif des Oels, oder feiner unoridirten Bafis, mit Sauerftoff fhwängern, in gemiffem Grade angefeuchtet feyn müffen, um die zur Begetation nothwendigen YVerande- tungen erfeiden ju Fônnen; fo befürdert bas Cintveichen des aamens nicht nur ein fdhnelleres und regelmäfigeres Reimen, fondern verbindert auch das Bertrocfnen des Gaamens, teunn er vor dem Reimen lange in der Erde liegt, ebe er gebôrige Feuchtigfeit erbâlt. Und da verfchie= dene Gaamenarten in detfelben Beit verfchiedene Quantitâten Feuchtigfeit in fic gieben, fo muf auf *) Donaldfons Modern Agriculture. Vol. II. p. 263,#*) Darwins Phytologia. p. 452. +— 25e 310 Eilfte Abtheilung, auf biefen Umftanb mob gemerft werden, um folche Mrten,, welche die Heuchtigfeit nur ang- fam in fic ziehen, längere Zeit eingumeichen, Dei trocfner Saatzeit muf man das Rorn bis que vôlligen Begetation einiweihen, Da- burd wird den Serfirungen des Gerwürms ju gleicher Seit entgegengemirft, ein gleihformiger MBabsthum befdrdert, und bei der Gerfte und dem Pafer Menge und Vefthaffenheit verbeffert; guiweilen erhâlt man dadurch auch eine gute Rleeerndte, twelche fonft verlohren fenn würde,*) Andere twollen auch bebaupten, daf der Bachsthum des Saamens durch eine Fünftlihe Dervû(- ferung des Dodens, unmittelbar vor oder nad) dem Sâen, eben fo febr als durch vorbherige Ciniweiung befôrdert merde,**) bat das Einwcichen feinen Nuben durch die Er- probung des fchiweren und gefunden Sorns, vermittelft der Galjlauge. Auch da, to man fharfe und gifrige GlüMigheiten oder Subftangen anmendet, find biefe zur Serfforung oder Mbbaltung der Snfecten nüblich. Man fann au zutveilen gefobite Glüfigfeit aus dem Düngerhaufen und andere àbn- lihe Materien, mwelche die Vegetation befordern, antwenden. Defonders heilfam für die Gerfte iftes, twenn man fie 24 Stunden in folcher StüMigfeit einmeicht, die oben fhwimmenden feich= ten Rôtner abnimmt, fle aus der Gauche wieder berausbringt, und nun mit Holjafche durch. fiebet, damit fie befto regelmäfiger ausgefäet werden fônnen.***) Sn China mweidt man fo ein um fich eine gute Œrnbte ju verfchaffen und gegen den MBurmfraf zu fihern, F) Andre tvollen dagegen bebaupten, Ciniveidungen mit fruhtermecenden Subftangen fepn von einem Berthe. FF) Auch in Rücéfiht der MBirfungen folcher Subereitungen, um frânfeinde Befchaffenheit des Rorns ju verbüten, find die Sandiwirthe verfchiedener Meinung. Œinige balten fie für gang untoitffam, andète verfihern ibren grofen Muben. DBefricdigende Berfuche find bierüber tenige angeftelfts Mus den wenigen Berfucdhen der Verfaffer des Synopfis of Husbandry mit brandigem Korn, gebt fo viel bervor, da die Cintveicungen jur Entfernung des Dran- bes feine fonderlihe MBirfung haben. Œin fharffinniger Gobrifrfteller entfcheidet dagegen für ibre Nubbarfeit, und berfichert, dur den Gebrauch derfelben den Brand vollig verhütet zu baben.+++) Sn feinen Berfuchen befchränft er fih jedoch vorgüglih auf die MBirfung des Ralfe, der Füvylid gebrannt und in fiedendem ABaffer geldfcbt iff, two dann die fiedend beife Mifhung *) Middletons Survey of Middlefex. p. 141.*#) Darwins Phytologia. p. 464. #*#) Chappel in Memoirs of Bath Society.+) Staunton’s Embally to China. +}) New Farmers Calendar. p. 417. tt) Middleton’s Survey of the County of Middlefez. Anbau des Aderlandes, 311 Mifhung über das vorber auf einem fteinernen Glur ausgebreitete Korn gefhüttet, und bann ur Umftechen damit gebôrig vermengt tard,*) Die Dibe des Baffers, in Berbindung mit dem erftifenden Dampf, fcheint binreidend qu fepn, bic Thierchen, bdenen man den Brand gufchreibt, ju gerfièren, und fo den Mcigen zu bedecfen, fo tie ibn gegen das Gewürm zu fhügen. Un der mwürdige Mutor der Agricultural Survey of Staffordfhire verfihert uns, bag die Güte biefer Methode und die guten Mirfungen derfelben, ur Berhütung des Bran- des, burd die triftigften Demveife befttigt find, fo wie man von bem Geblfdhlagen derfelben niemalen authentifhe Machricht babe. Sndeffen bat die Erfabrung nidt vollig beftätigt, daf diefer vegetabilifhe ebler von fleinen Tbieren berrübre. ift es, Ddaf die Hige des WBaffers in Berbindung mit den cauftifhen Cigenfchaften des Kalfs, folche Birfun- gen bervorbringt, die gur Berbütung des Drandes durd den Berfaffer des Modern Agriculture als jiemlich guverläffig, nad der Grfabrung der Sandivirthe, angegeben werden. MBeicht man in diefer Hinfiht ein, fo muf der Saame fânger darin liegen bleiben, als wenn es blof darauf angefeben if, den guten von dem fchlecbtern gu trennen.**) Die Art, tie man einmeiht, ift an verfiedenen Orten verfchicden, gewôbnlid macdt man eine Saljaufléfung auf fon ermäbnte Art, fhüttet das Rorn ro oder 15 Gtunden bin- ein, tübrt es bann und wann um und fhôpft bas leidhtere Born oben ab. Mod leichter und beffer gebt es, menn man das Korn in einen Rorb macht, und es in das Ocefàf mit der Salz- mifung berabläft, das leidtere Rorn gelegentlidh abfhôpft, und nadbdem es einige Seit darinr gelegen, den Rorb ausfchüttet und frifhes Korn mwieder binein thut, Mebr als man am folgenden Tage fâen till, muf nicht eingequellt werden, tmeil das Korn dadurh que Begetation unfabig wird,***) Die Erfabrungen mebrerer Schriftfteller teichen biebei gmwar ab, jeboch gebt aus den Berfuchen des Mr. Gough fo viel bervor, daf es am beften fen, das@ûen nad der Dercitung des Saamens auf diefe MBeife nicht zu lange au verfchieben, Um die gebôrige Quantitât des Saamens zu beftimmen, bat man nicht mir auf bie eigenthümlihe Defchaffenbeit und Sage des Bodens und die Beit des Gens oder Pflangens, fondern auch auf die Vitterung und die Hrt tie das Sûen befchafft wird, au feben, YGm Mllgemeinen erfordern bie ffrengen, naffen und fteifern Dodenarten grôfere Por- tionen Saamen, als die müvbern, leichten und dünnen. Daber fordern bie ffrengen, naffen £ebmbodenarten mehr Saamen als die leiten müvrben, oder fanbigen und Fiefigen oder felbft dünnen Rreidebodenarten, MBenn *) Die Rôrner müffen geif gefund fer, deren Lebenstraft diefer Oferation cie A. d. D. **) Curfory Oblervations on Husbandry. p. 65. **#*) Donaldfons Prefert State of Husbandry. p. 281. a sts En tigre ner 312 Œilfte Abtheilung. MBenn fetter SebmacFer bemnächft gebôrig umgebrochen und mürbe gemadt ift, fo Fon- nen, fwenn nicht zu dif gefäet ift, die Pflangen fic beffer beftauden und aus derfelben MBurzel mebrere Dalme ausfciefen, toburch die Pflange, auch twenn nur dünne gefäet worden, doc bic auf den Acfer ju liegen fommt, und bei der näbrenden Sraft des Dodens mweit mebr trâgt, als venn di gefñet wûre, Eben fo dürfen Burelgemächfe, fie môgen in oder auf dem Boden gebauet werden, falls der Mer nur mürbe und fie gebôrig ju ergeugen im Gtande ift, nicht ju bicf gefäet oder . gepflangt werden. Qn férengem, ffeifem anbaltenben Boben, two fich die Pflangen tmwegen der Burjeîn nicht ffarf genug ausbreiten fônnen, ausgenommen bei befonderer günftiger Sabrsgeit, wird eine grôfere Portion Saamen nothwendig, um eine fo vôllige Erndte ju geben als der Doden leiften Fann, Auf dem leihtern und dünnen Boben if eine mindere Quantitât desbalb binreihend, weil, tenn ein folher Doden ftarf eingefäet wird, er bei feiner verbéltnifmäfig geringern Pro- buctionsfraft Fein volles und gutes Korn geben würde. Go fâet man auch in Rornboden von gleiher Defchaffenbeit in früberer Zeit, weniger, als in fpâterer ein. Der Grund bievon liegt darin, baf früh gefäctes Korn tiefer Murjel fhlägt und mebr Zeit bat fidh ju beftauden, als bas, tas fpât gefüet if, tmelches, mwenn der Boden nicht febr freigebig und fruchtbar iff, gemeiniglid in einen einfachen Salm fchieft, fo baf wenn nict reihlich gefñet worden ift, Die Œrndte, fo üppig der Pflangenuchs immer fepn mag, doc in RücFfiht des Korns febr Farg- lih ausfallt, Es faffen fih nod andre Gründe angeben: Bird der Saame fpât, vorÿhglid in der Grübjabrsfaatgeit gefäets fo erhâlt ec nicht eit genug, fid vor der beifen und trocfnen Gont- mergeit gebôrig in Bachsthum zu fegen, toenn gleich viel ausgefäet iff, um bdurd den dichterr Bus die Pflange zu fhüben,‘Auch bei der fpâten Herbfifaat Fann fid das Korn in dem Doden nidt gebôrig fefifeben und eintouvyeln, ebe der Sroft barauf twirft, und desbalb wird eine grôfere Quantitât Saamen erfordert. Die WBitterung bat aleichfalls bedeutenden Cinfluf auf das Sûen und Pflangen, weil, enn die MBitterung febr trocfen und nur mwenig Geuchtigfeit im Erdboden iff, iweit weniger Son als im entgegengefeften Fall aufläuft, mesbalb bas Cinweichen des Gaamens bei trocf= ner Yabrseit und das@âen gleidh na dem Pflügen fo mobithätig iff. Die Art, tie man fâet, macht bei der Musfaat, in Nücfidt auf Quantität, gleich= falls einen Unterfchied. Œ@âct man über das gange Sand aufs Gerathemobl, wie es bei der breitwürfigen Methode der Gall if, fo ift dagu unfireitig mehr Saamen erforderlidh, als wenn bie Anbau des Hferlandes, 313 die Roôrner gleihfoemig und in genauer Orônung nur auf gemiffe Theile des Bodens agcfñet oder gepflangt werden, wie beim Drillfäen und Stefen. gebt bei der erffern Methode manches Rorn verfobren, tesbalb fhon bie Quantitét der Musfaat gréfer fepn mup, Mus dein bereits Ertväbnten erbellet, daf es febr fivierig fen, eine beftimmte Quan- titèe für jeoen Fall und für jede Bodenart angugeben, 27 bis 32 Dufhel auf dem Aere, mag fobl in den mebrften Gällen, fomobl in der Grüblings- als in der Serbfifaat die erforderlihe Menge feyn. Œin erfabrner Mcfersmann bâlt, nach der breitiobrfigen Methode geféet, für mittlern Voden, zu Ende des Septembers, 21 Dufbel als die vortheilbaftefte Quantität, und till, daf man um jede 14 Tage, die man fpâter fâet, einen Gallon Saamen binjufüge,*) Mit Deftimmtheir lift fih über diefen Gegenftand, fo lange der Crtrag verfhicdener Quanti- tâten nicht aufs Meine gebracht ift, nichts Gerviffes angeben. Demobngeachtet darf von dem ffrengen fandtwirth noch) ein andrer Dunes nidt Hberfehen foerden, und gta biefer, baf beim@ûen befonders auf gutes und vollfommnes Rorn geachtet ferde, twobei man immerbin teniger als im entgegengefeften Salle braucht, teil im erftern jedes Rorn feimt, im leBtern manches feimlos bleibt. Die Saatyeit bângt grôBtentheils von ibrer Bebandlung und eigenthümlicdhen DBefhaf- fenbeit ab. Die vortheilbaftefte Saatjeit folcher Gemädhfe, die in demfelben Sabre ibre Bolf- fommenbeit erreihen und reifen, ift bei einigen in den erfien Grüblingémonaten, je nahdem fie früber oder fpâter in ibrer Art find, und je naddem das Clima mehr oder minder mitde ift; teil bei folchen, die in einem und demfelben Sabre nice jue Meife Fommen, die günftigfte Seit ibrer Ausfaat, bei einigen in den fräben Serbfimonaten ift, je nachdem auch fle nach ibren Gi- genfchaften und dem Clima, das fle verlangen, verfhieden find; ba in dent etffern Galle die Gaamen, Rôtner oder Burjeln, vollfommuer fi entideln, die Bureln der jungen Pflange fi beffer in den Doden binein arbeiten, und fidh nun gegen die beife Sabrsjeit, twelche ffe ur Meife bringen folf, beffer balten Fônnen, und in den lebtern Die Saamen ju cinem folchen Bachs- thum gelangt find, und ibre MBurgeln fo iweit in den Doden bineingetrieben haben, daf fie den firengen Binterfroft ausbalten, und mithin im Sribjabr fhneller fortwachfen Fônnen, uni ibren Gaamen in der ffrengen Sommerbiée zur Reife zu bringen, Cinige Sandtvirthe haben es fi jedoch zur Negel gemadbt, einige Rorn- und Saamen- atten, fo wie einige Burjelgemädfe, in früberer Beit im Vorjabre, als fonft gewôbnlich, in den Acer ju bringen, Go bebaupten fie dur Musfäen der Gerfte im Anfange des Sebruar, in Mücfficht der fribern Meife und Shônbeit des Rorns grofen Vortheil gebabt zu Haben.**) Gegen *) Middletons Survey of Middlefex.##) Darwins Phyiologia. p. 461. Erfter Theil. Rr rs te TE M PNrES dr M DT LES NE ré een en eee Mig rvétu p ==— SAT a irimtinleunes eee em onrememen he 314.… Œilfte Abtheilung. Gegen diefe Methode wird jedoch febr richtig erinnert, baf, da viele Geuchtigfeit mit oder ohne den fie begleitenden Groft, den Reim, ebe er VBurzeln und Dlâtter gewinne und ein getviffes Seben erbalte, febr leicht gerfidren Fünne, man mit folhem frühen Sâen fit wobt in Act ju nebmen babe, in folher Cinwurf trifft aber die frübe Serbftfaat nicht, Derfelbe pbilofophifhe Schriftfteller bemerft, daf die Schrierigfeit, die befte Gaatzeit zu beflimmen, finne’ verantaft babe, einen fogenannten Glora-Œalender einguricten, der nachber für dies Clima von Gtillingfleet beatbeitet worden if. Diefer beftebt in den Demerfungen des erften Erfchei- nens der Burgelfproffen oder Heldblumen, mit der Antweifung, die Cerealia oder Herbftfäme- teien, beim Œrfibeinen folcher Pflanzen oder Dlumen, zu fâen, Dei genauer Mufmerffamfeit auf folche rt wild machfender Dflangen in manchen Elima, laffen fi daber folche TEabellen ent- werfen, iwelche die bequemfte Sabrsgeit zu den beften Œûâmereien in jeder Dreite und Sage be- geichnen, leiftet eine andere tabellarifche Ueberfiht der Climate, in tuelchen Pflan- gen natütlih mwachfen, und eine Ueberfit ibrer natürlichen urfprünglihen Sage, in Nücfiht auf Seuchtigfeit und Erocenbeit, Sügel oder Tbal, nebft den vergefellfchaften Pflangen, ju ibrem glücflichen Anbau gute Dienfte. Veim Sûen und Pflangen bat man ferner die Tiefe in Mt zu nebmen, in telher die Saamen und Murgeln in den Doden gebradt und mit Erde bedecft werden; tweil durch ein denfelben, der Defchaffenbeit des Dodens und dem gegentärtigen Clima angemeffenes Verfah- ren für die frübe Vegetation und den folgenden WBachsthum der Brucht manche Bortheile zu erreichen find. Diejenigen Saamen, mwelhe im Grübjahr ausgefäet terden, bedürfen tegen der in dem Dobden alsdann fi findenden reichlihen Reuchtigfeit nicht gar febr bebecft ju werden; ein balber oder ein ganger 3off mag da binreichend fepn, Korn, Müben, MBureln und andere Sâmereien gegen Vôgel und Infecten vôlig zu fhhben,: Kartoffeln und dergleihen Germäcdhfe erforbern nach Umfiänden zwei bis vier Sol Tiefe. Sn den früben Herbfifaaten, wo die Erde minder feucht if, da mag es unter folchen Umftänden febr Deilfam fepn, giwei Solf oder darüber tief den Saamen eingubringen, umLnicdht nur die Vegetation früber gu bervirfen, fondern auch die MBurgeln gegen die Mirfungen der Macbtfrôfte, twelche nacber eingufalfen pflegen, zu fichern. Much müfen die Sâämercien gu-diefer Beit gegen die Mngriffe der Vogel und Hnfecten, denen es alsbann an Gutter zu gebrechen pflegt, beffer veriwabrt werden, Ueberbaupt da toir tiffen, ba die Vegetation dadurd febr gunebme, twenn die Gaa- men mit Dinreichlihen Sauerftoff der Suft verfeben werden, fo ift es auferft woblthätig, fie nue leicht mit Crde bedecËt ju balten, um der atmosphärifchen Suft einen defto freiern Sutritt ju ge- fiatten. ift es fo befonders vortheilbaft, unmittelbar nach dem Dflügen oder Oraben die Gaat in die Crde zu bringen, iveil fi afsbann am mebrffen atmosphârifhe£uft in ibren Deftand- Anbau des Aferlandes, 315 Deftandtheilen befinbet,*) wodurdh das Dilattfeberchen der jungen Pflange geboben wird, fe tie die Genchtigfeit die MBuryel qui Verlängerung nicder- und feittwärts reiget,**) Die Tiefe des Cinfâens wird am vollfommenften our den Oebrauch der Drilfmafhinen abgepaft.| Es ift var im Alfgemeinen bebauptet worden, da es am beften fen, in troŒfner Yitte- vung ju fâen und bei feuchter ju pflangens allein, fo viel das Sâen betrifft, fo muf bei diefent Gefhäft doc alfemal auf die verfchiebenen Cigenfchaften des Dodens, auf die Râlte oder Bar- me des Œlinas gefeben werden.@o fann es bei ben troŒnern, mürbern und{oern Podenat- ten und in mérmern Clima in manchen Gâllen vortheilbaft fepn, nicht nur in der naffen und meb- rentheils feuchten Mitterung, fondern auch früber als auf mebr anbaltenden Doden zu füen, da von erffern Dobenarten die Heuchtigfeit bald weicht und dadurd eine lebhaftere Vegctation entftebt. jette Dei ben fhiveren und naffen Dobenarten twäblt man wo môglid am vortheilhafteften téoc£ne und marme Mitterung, tweil das Korn dann ficherer fortfommt, iweniger in Gefabr iwe- *gen überflüffiger Mäffe und Mangel an Dibe in folhen Bodenarten und Climaten if, bat man die febr vichtige Demerfung gemadt, daf, wenn in einigen von dem Megen febr er- teichten Rlenbodenarten, der Gaame in die Sôblungen fâllt und eine troŒne Bitterung darauf fômmt, eine undurchoringlihe Dorfe vermittelft Der gâulihen Serdunftung der Heuchtigfeit entftebt, wovon die Sandiirthe zu fagen pflegen, baë fih der Sen febe,***) 1vodurcdh dann die Begetation febr verfpâtet und der Bachsthum der Grucht febr gebemmt toird. Das eigentlie Verfabren des Sâens, oder überhaupt Sämereien in den Erdboden ju bringen, tird auf verfhiedene Beife bemwerfftelliger. Die gewôbnlidhe Methode ift das Korn über die Oberflädhe mit der Hand auszuwerfen und es barauf in gebôriger Tiefe eingueggen. Mach diefer Methode befâet man die Acerbeete, twenn fie gleiche Breite von etwa 5 oder 6 Pards baben, indem man die Dâlfte im Hingehen und die andere im Burüfommen beftreuet, Der Säemann nimmt, fo wie er einen@cbritt vormwärts gebt, eine Sand voll, die er im Oeben ausfireuet; andere thun den MBurf filleftehend bei jedem Gobritt,. Man fiebt daber[eicht ein, baf, um gleichfèrmig und ovdentlich ju fâen, bdies nicht fo gany leicht fen, und eine befondere Einfiht, Gertigfeit und Gefchidlidfeit erfordere, die fidh nur durd) Uebung erlangen lüft. Yo man daber dièfe Methode antenbdet, da verrichtet der Garmer am beften das Gefchâft felbff, oder wäblt dau forgfältig Seute aus, die mit demfelben vertraut find, wenn er nicht unnôthige Roften und Berluft haben will. Man ift aber darüber cinverffanden, daf diefe Jet zu fâen rt, 2 inmet= *) Giche von der Dracde.*#*) Darwins Phytol. p. 461.#X*) Ibid. p. 465. pe EU TE Se de peus 316 Cilfte Abtheilung, immerbin etroas verfchtwenberifch if.*) Sücart bat auch die Unbequenlidfcit, sa fie das nachberige Sâten des Unfrautes[o febe erfthivert, tmelches bei andern Methoden, vo die Pacte gebraucht wird, ber Gal nicht iff, Diefe Methode erfordert freilih nicht viel Mübe, Renntniffe oder Unfoften der IBetF- geuge, auch Fann das Gefchäft bei jeder Sabrepeit, bei jebem Umftande und jeder vorstiglihet Dercitung des Bodens verrichtet werden; fie bleibt aber dem obngeachtet eine minder tirth- lihe, und in Ricfiht auf gleihfürmige Ausfaat und nachberige Bearbeitung febe unvollfommne Methode. Da mag fie vielleiht mit Vortheil angemandt merden, wo die Defchaffenbeit des Dodens die vollfommnern Methoden nicht gulâft, wo er entrweder fo férenge und fteinigt, oder fo fleiff und bindend if, daf der Gebrauch und die MBirfung der Mafchinen zu febr gebindert wird, oder die Sabrsgeit ju na if, baf fie eine folche Defaung nicht geftattet, Cben fo muf man in ffeinveichen Doden, der febr fteif, naf und flepartig ifé und no nicht gebèrig urbar getmorden, bei diefer Methode, als der anpaffendften und gmeŒmäfigften, bleiben, Œnbli mufman fie oft in folchen Füllen antwenden, wo der unter dem Drillfoffem bearbeitete Doden folche Musbebnung erbalten Bat, baf man iwegen anderer landrvirthfdaftlihen Stôrungehodie gebôrige Mufmertfambeit auf die nadbherige Dearbeitung nicht wenden Fann, Bas daber auf folhe WBeife nicht gebôrig abgemartet werden Fann, befäet man nad) der breitioirfigen Methode, Sie heift von ibrem frübern Gebraud, die alte Methode im Gegenfaé. der von Mr, Tu fpâter eingefübrten. Demobngeachtet ift aber lebtere Methode nicht fo neu, als man gemeiniglidh glaubt; man bat nebmlidh gefunden, baf fie in dem Snnacondab- Diftrict in Offine dien alfgemein im Gebrauch fen,**) und man will bebaupten, baf in Mrabien, China und Vapan,: wo feit taufend Sabren das Merbaufofiem Éeine twefentlichen YVerânderungen erlitten bat, das Drillfäen fomobl als bas Rornftefen im Cange ift, und fomobl Getreide als Hampf, Sobaf; Daumitvolle und Micinus nach der Pferdebacen: Methode gebauet werden, Dei der Methode des Drillfâens wird der Saame vermittelft einer oder der andern Ma- fhinerie, in Meiben ju verfthiedenen Entfernungen von einander, nach Defchaffenheit der “Brut und ben Mbfihten des Garmers gelegt. Der Saame wird natürliher WBeife dadurch mit grôferer Genauigfeit, fowobl in Mücfficht der Tiefe und Megelmäbigfeit der Meiben, 0z durch eine gleichformige und beffere Vegetation Bervirft wird, als auf die Dearbeitung in fei- nem nachberigen Bachsthum, twirffamer befbrdert, auch zu gleicher Seit eine beträchtliche Menge Korn erfpart,. Und da das Korn auf folhe Meife nicht gu dié auf einander getvorfen noch ju büni in die Neiben gefñet wird, fo Fann iveder auf die eine, noch die andre Meife D}ache #) Donaldfon Modern Agriculture: Vol. IL. p. 267. #*) Halcott in Communications to:the Board of Agriculture, Vol. I. p: 3550. Anbau des Acerlandes, 317 Madtheil entfrchen, melches bei der Breittivfigen Methode Mmebe oder minder der Gall iff, MNäcbft der gleichférmigen Tiefe, twelche der Saame dadurd evbâlt, veift auch die Srucht auf eine gleichformigere ABeife. Dur das bâufige Umrübren und Aufbreden der Erde um die Grucdt herum, werden mannidhfade Vortheile erreicht, Umbrechen der Erde nad verfcbiebenen Richtungen, tird bie Crde nidt nur vôlliger gertheilt, fondern auch aufs neue und vôlliger mit£uft gebüngt;*) tâbrend zu gleidher Seit der Doden für die oberffächlihen Burseln durchdringliher wird, welche, fobal Œrde auf die Rnoten der Rornbalme gervorfen wird, fid) vermebren und neue Palme ause fchiefen, Auf diefe WBeife werden cinigermafen diefelben Vortheile mit beträchtliher Kofter- fparung erreiht, als tenn die MBureln verpflangt und tief in Die Œrde gefegt werden, Dtoch manche andere Vortheile find bei diefer Methode: das Unfrant wird vôlliger gerftèrt, die Ein- eenbtung der Grucbt wird fiherer, und minder mübfam und Foffbar, fo tie der Acer sum Éünfs tigen Gructertrage in einen mürbern und fruchtbringenden Buftand verfest, Dur den mürben und gepüloerten Suftand, in tweldhen der Erdboden but biefe Mer thobe gebradt wird, und durch die Meinigung von mancherlei Linfraut laffen fich für die nâchfte foigende Grucdt manche Bortheile geinnen, mwelches fonft der Gall nicht mûre. Go vortheil- baft diefe Methode ifts fo bat man fie doc nicht allgemein angenommen, Bald feblt es an ge- bôviger Befanntfhaft mit dem Berfabren felbfE, bald an guten Mafhinen und Dderen richtige Anwendung, bald an der Antwendung auf nicht gebôrig berciteten und nachber, tworauf fo viel anfômmt, bearbeiteten Doden, Much ift diefe Methode durch aljugrofe Gaamenerfparungen und dünnem Sûen, fotobl in Müchficht auf die Rien, als ibre Entfernungen von einander, guwveilen in übeln Muf gefommen, Demobngeachtet ift es dur viele Erfabrungen**) ausgemacht, daf, tvo der Dobden fie aulâft und fie gebôrig angemwandt wird, fie aufer den angefübrten Vortheilen, mebr und Geffern Œrtrag gebe, auch das Sand aufs befte earbeite, Mlle mürben und leidtern Dobenarten vertragen diefe Methode febr wobl, fo tie alle fhtverern aber gut bearbeiteten Dodenarten, tweldhe den MBirfungen der Mafchine ein Hinder- nif iu den Beg legen, aber felten Fann fie da mit Bortheil ire Anwendung finden, 100 ein fcifer, naffer, flepartiger Doben ibre Antwendung nidit voliftinbig sulaft; eben fo tuenig als auf fteinigten Grunde, mo die Birfung der Drilfmafchine alle Augenblife dur die in cer befindlihen Seine gebemmt, und die Musftreuung des Saamens fehr ynvolifiändig bervirfs wir), In #) Giche von ber DBrace,##) Amos on Drill- Husbandry. 318 Eilfte Abtbeilung. Sn febr naffer Vabresgeit mub man gleihfalls jur breitwürfigen Methode feine Suflucht nebmen, tweif man dann mit der Drillmafhine wenig ausridten Fan, Deim Drilffäen Fômmtes, aufer der Angemeffenbeit der Grucht für den Doden, dar- auf an, die gebôrige Quantitât des Gaameus, der Defchaffenheit des Sandes, und die Entfer- nungen oder Swifchenrâume der Neiben der Srucht felbft angumeffen, und eben fo ein beftändi- ges und genaues Mugenmerf auf dienachberige Bearbeitung der Brut mwäbrend ibres Machs- thums ju haben. Man bat hiebei verfchiedene Diftangen der Neiben und Swifhenraume nad den befon- dern Mbfichten des Sanbdivirthes empfoblen, denn find fle entiveder zu iweit oder zu enge, fo iff im erften Gall Vetlufft des Bodens, in dem lebtern iwvenig Vortheil von der Grudt, Die Ve fhaffenbeit des Dodens beftimmt hier natürlidher MBeife die Entfernung der Neiben und die Art au drilfen. Auf dem leihtern, Sebm-$ies- und Kreideboden, der immer gepflügt nnd eben gebalten werden fann, ift das dichte Drillfäen unfireitig vorgugiehen.*) auf folchem Vo- den, der erhôbete Deete fordert, find mweitere Diflangen nüblih. Ein fharffinniger Beobah- ter fand, ba drei Neiben, 15 oder 12 Bolf von einander, auf einem fehsfurhigem Deete s'ab am gedeiblichften twaren. es Furchen bilden ein Beet von 41 Œuf in der Dreites die drei Reiben in der erwäbnten Entfernung nebmen 2 Bu ein, und die Pferdebace, die an der Geite jeder âufern Reibe, in der Entfernung von 3 Zolf gebt, 1âGt das Deet 21 Bu breit, und die Swifhenraume gtwifchen den Deeten etiva 2 Fu.***) Man bat jedoch bemerfen wol- en, daf Die äufern Neiben die Fraftvoliften und gefundeften Pflangen bervorbringen, fo daë nur zwei Neiben auf einer gmeireibigen Erbôbung eben fo viel Crtrag geben und das Sand in befferm Suftande gurücflaffen. Go viel ift ausgemadt, da die febr iveiten Sivifhenraume der frübern Methode als amecfiwidrig bei jeber Kornfrudt angufeben find, fomobl wegen des dabei unvermeidlihen Ver- tuftes, als auch im den engern Siifhenräumen der verbefferten Methode des Pferdchacens, bas eben fo feicht und genau von ffatten gebt. Gn Nüdfiht auf Berbältnif des Saamens gebôren, wenn der Mer in guter Cultur ift, auf fünffüfige Decte, nur 3 Pets Gaamen, es mag IBeijen oder Moggen feyn, s PecFs Gerfte, *) Farmers Tour through the Œaft of England. Vol]. IV. p. 215. #*) Sm Original ffebt Hier three- bout ridge, weldes fo viel beift, als ein Vect, welches entffebt, en mit dem Pfluge dreimal Gerauf und dreimal Herunter gegogen wird. ift bdiefe Methode, folie fdmale Beete aufyupflfigen, fie mit ciner, givei oder drei Reiben Getraide su befñen, und nun die Swi- fhenrâume dicfer Decte den gangen Sommer bindurd) 4u bearbeiten, die âltere oder Tullifche Drilfmethode, twelche doc) noch immer einige, obgleich ivenige, Bertheidiger findet: da die neuere Methode, in gleic entfernten Meiben 4u fâen, immer allgemeiner wird, und alle ibre SBiberfacher verffummen. A, d, P #**X) Wimpey i4 Transactions of Bath Society. Vol. VE. p. 126. . Anbau des Acderlandes, 319 Gerfte, Hafer oder Miden, und ein Bufhel Dobnen oder Erbfen auf den Mere, Daf man auch hier, mebr oder minder, na Defchaffenbeit des Saamens und der Gettigheit des Acers nebme, verftebt fi obnedem. Beim MBeigen und bei der Gerfte hângt die Diftang der Meiben und die Menge des Gaamens gréftentheils von der Defchañfenbeit des Dodens ab. f er arm, fo muf die Ent- fernung gtvifchen den Neiben nidt über 8 Zoff und das Maaf des Saamens nicht über.9 Pecfs in einer Tiefe von 22 Zollfepn. D er von mittlerer Gattung, fo muf die Entfernung von einer Meibe ur andern ettwa 9 3olf, und das Maaf des Gaamens 8 De, und ivo er fett iff, die Diftang nicht über ro 3olf, die Einfaat etwa 7 Pecf fenn. Die letere Art$orn verlangt auch eine feinere Dearbeitung, darf auch nicht fo tief gefüet werden, Da der Hafer fi nicht fo ffarf beftaudet als anderes Rorn, fo gebôrt ue Drillfaat def- felben auch mehr Gaame. Derfelbe Srbriftfteller bemerft, daf, da Dobnen und Erbfen febr faftreihe Pflangen geben, fo erfordern fie natürlicher Beife eine grôBere Diftanz gwifdhen den Meiben, und gang insbefonbere, da fie fidy gur Pferdebacéen- Eultur vorzüglid paffen. Er fand immer, daf 24 Bolf die vortheilbafteffe Diftanz für folhe Frucht, und die Tiefe am beften etiwa 3 Sol war. Dei der Müben- und Rapfaat fand er auf dem ârmern folhen Gemädfen angemeffenen Boden ro off als die bienlihfte Diffang, und bei dem fettern 12 Sol. MBenn fie in grô- fern Diffangen ausgefüet mürden, fo glaubt er, tüchfen fie zu ffarf, um fi lange 3eit balten qu fônnen.@üete man fle aber in tweiterer Diftanz, welches auf fettenm Doden allerdings an- tendbar fer, fo müften fie bo vor dem firengen Sroftabgefüttert werden, tweil diefer fie Leicht verdürbe, Um MBurelgemächfe gu drillfäen, werden 14 Zolf Diffanz als die befte empfoblen, wo- bei nach vollendetem bdrillfäen der cer gan leidht gecgget wird, Ueber die verfchiedenen Difangen giebt Mr. Doung in feiner dffliden Reife folgende tabellarifhe Ueberfichten; Beizen, Einfaat. Diffanz, Ertrag, des Dir. Gellowes| 18 Soil, 2 5 D)| id{4 Reibengu 8 Bol auff É LÀ Mr. Arbuthnot| 32 Guf Deete, Le 7 L DPferdebacen, — Mr. Taylor 10 3olf, dires—— — Mr. Reinolds 12 off, Dre Aie—— — Mr. Thanet 9 3of, 4©—: se æ: Beizen. Eilfte Abtheilung. Beijen(Gortfcsung.) Œinfaat.| Diftang. Crtrag. des Mr. Thanet 9 3oll. 3. Q 49, Pferdehacen, — Mr. Anderfon Biwei Reib.aufs Buf.| 1< 4- Le—— — Mr, Eowflade i 18 3of. 3 PAU Handhacfe, — Mr. Corwflade l 1 Suf.| 3, Male| Sm Darbfbnitt. 93: Lis Gerfte und Hafer. î Œinfaat. Yrt. Diftanz. Ertrag. en[Dopvelte Neiben, 3,[ des Mr. Mrbuthnot Gerfte, fu re Seete lt O0. er Handbacfe, — Mr. Tavlor Safer, 11 Sol, A= MA de— — Tbanet Gerfte, 9 3ok. ilin, JAN— —_Æbanet Gerfte, 9 3of. Be set 4iié— — Thanet Hafer, 9 ol. Tir— D — Jr. Pool Gerfte, 9 3off. 6—« Fes — Mr. Anderfon|Gerfte, 1 Su. 3— — Mr Mnderfon| SHafer, 1 Qué. D'o#va e Durbfhnitt 4+ 4=: Bobnen. Einfaat, Diftang. Gaatmaf Ertrag. Gofgente Grucht. des$Semington 4 D— D, Beige, — Mr, Canbam um die 4te Burche.| 2: 5+ A+ IMBeijen 5 Quarter, — Garinundham HT UE — Bovdbridge 16— 18 3olf, 6.2 PBeiyen, — Colchefter 9 Sol.| bis de Le — Mr. Yrbuthnot Abiwechfelnd. 2 Br ee se — Herrn Dartford ir ts — Morthfleeth biens— — Gittingburn Pb-hn— — Feverf ban 18 3off, Sel A— — Deaff burn 20 3olf. 8 1 4e— == FDovpelte Keibe, 161 f; L RU Poor ants Gus de. ae Le — Prefton 18— 24 Soil. 5=—> MBeigen. — Thanet À+ 4h— — Thauet 16— 24 Sol, 4 Are— Dobnen Anbau des Aderlandes, 321 | Dobuen(Gortfesung.) Einfaat. Diftang, Saatmaf|* Ertrag. Solgende Frucht. des Thanet 4 Q— 5. IBeigen, — Dover 18 3oû, 4=—= se — Gandgate 4=— — Mr. Thurner, FRE Les — Jr. Mnderfon 0« — Donnington 18 3off, 4= 4- — Mr, Cowflade PARLE+ VA Durdfhnitt 4- 4- EC 6(en. Cinfaat. Diftanz. Ettrag.: Golgende Gruct. des Œning 2 Guf. Re SE ee 0 Beigen, Mr Dooth ENG 4 Te me Moodbridge Mir dite — 4=—= fé — Jhr. Meal 10 off. 3=—- — Dartford 5=— 2% — Morthflect Die mais LE — Gittingburn pre te ès — Deaffburn 20 golf. are 504 ME és — Æhanet 16— 24 3oû, 4=—- on — Thanet 4=—- — Mr. Mnderfon 20 3olf. os v= ss — Mr. Evombs 3 2607 — 15 3ol. 4=—= — Heading 18 Soil. MMEE Ai:= — DEL A Durdfdnitt 3= 5- Geitdem biefe Tabellen entivorfen tmorden find, find manche Verbefferungen gemacht worden, nict nur in der Drilfmethode felbft, fondern ebenfails auch in den daju antvenbdlichen Geräthfchaften, wodurch bedeutende WirFungen, fomobl in Mücfiht auf die Quantitit als auf die Güte des Gruchtertrages unter der Meihen-Cultur, bervorgebracht fepn müffen,*) Dem- *) Farmers Tour through the Eaft of Enpland. Vol. IV. p. 197. Œrfter Theil, Ss 322 Eilfte Abtheilung, Demobngeachtet Bleibt es immer fchwierig, die angemeffenften Diftangen in den ver- fhiedenen Fûllen, wo es auf die Befchaffenbeit, den Suftand des Dodens und der Stucht an- fommt, mit Giherbeit ju beftimmen, Go viel läft fid aber iwobl einfeben, daf die von Tell beobacteten tveiten Diffangen, sum Veigen, jut Oerfte u. f. w., mwegen des grofen Vodenveriuftes, felten mit VBortheil nach geabmt twerden fônnen, Die Crfabrung der mebrften Drillers bat uns gelebrt, daf auf einen dau paflihen Boden, die enge oder dichte Reibencultur die vortheilbaftefte fe, Desbalb be- baupten viele, daf, obgleidh die Methode der bichten Meiben vortheilbaft fey, die Wurfaus- faat das Gnfiem der weiten Zwifhenräume doch fbertreffe.*) Die Diffangen gtwifchen den Neiben und das Maaf des Gaamens gum Acer, tie fie ein erfabrner Driller ur Crjielung der beften Grucht gefunden bat, find von 8 bis 28 Soil ir den Sivifhenräumen und von 7 oder 8 bis 16 Pecfs aamen, je naddem das Sand und die Srucht befchaffen iff.**) Die Dreite mag man indeffen nach den Umftânden einvichten,***) Ein febr einfichtsvoller AcFerwirth, wwelcher auf Drilleuttur febr aufmerÉfam getvefen ift, bat gefunden, baf dem Weizen neun Sol befonders angemeffen find, daf aber zu Grbfen, Bien, Müben und andern âbnlichen Früchten rx Zoll Diffanz fih am beften paffe, und daf au Dobnen 18 oil fo eben recht find.) Rücficht auf die lestere Bruchtart bat man infon: derheit bemerft, Daf tenn fie in gmwei Reiben ju neun Zoll gebrillt werden, 27 Sol 3ivifchen- raum borbanden iff, fie gebôvig gejâtet und nach der Cooffchen Methode awifchen gepflügt wir, fe auferordentlidh dic£ und fhôn gerathe, FF)++P) HBenn *) Farmers Tour through the Eañt of England. Vol. IV. p. 215. #X: ) TBeigen. Gerfte. Pafet. HBobnen. | Quanti:| Diffang| Quanti: Diffang| Quanti:| Diftang| Quanti- Diffanz Dodenarten. tât des der tât des der tât des der tât des der GSamens. Reiben.[Samens. Reiben.|Samens.| Reiben.| Samens.| Reiben. Pects. 3olf. Dects, Bof. Decfs. Bof. Dects. 8olf, Magerfte. 10 8 12 8 16 8 12| 18 Magere. 9 8 10 8 14 8 10 20 Sette. 8 9 8 9 12 9 9 24 Gettefte. 7 10 Z 10 10 10 8 28 *##) Amos on Drill Husbandry. p. 209.+) Clofe in Communications. Vol. III. +) Efier in Bath Memoirs. Ft) Der Berfaffer unterfheidet die beiden Drilfmethoden, die Tullfébe und die neuere nicht genug von ciniz ander. Dei Lesterer, in gleichentfernten Meiben— eg fey auf Becten oder auf ebenen Gelde— if die Diffanz für Gctraide jeder Art von 9 Soil Mheint. obne Rmeifet die angemeffenfte. Dei engeren Bwifhenväaumen fann die Erde beim lesten Dferdebacen nicht genugfam an die Reiben angehäuft twerz dons Dei iweiteren Swifhenväumen fommen die Pflangen weiter von cinander, tie nôthig wûre, und die Gaat Anbau des Aderlandes, 323 MBenn Rlee- oder andre Gjrasatten mit der Gerfte wachfen follen, fo teif man aus langer Crfabrung, daf der fiherfte Meg ohne NMacbtheil der Gerfte, folhes Gras ju erbalten der fen, daf man ben Orasfaamen gerade vor dem lebten Pferdehacfen füet. Die Gerfte, twelche nach biefer Methode gmeimal bepferde- oder gebandbadt wird, ebe der Gaame gefüet if, wird nicht nur von dem jäbrlichen Unfraut rein, fondern erbâlt auch eine feinere Œuitur gur Gaat, Die Kornblâtter, twelche fidh über die Zwifhenräume Ereuxen, fhüben die jungen Pflangen gegen die Berheerung der Erdfliege und gegen das Berfengen der Sonne; die Feuch- tigfeit jedbes Thaues tird unter dem Schatten des Rorns gurücgehaltens und der Saame, mel- cer einen Monat oder fechs MBochen fpâter gefäet iff als die Gerfte, wird fid nicht den erfren Gommer qu febr erfôpfen, noch fo Doc empor fommen, baf er mit der Gerfte gemäbet iver- den fonne, if der fer in einer feuchten Sabrsgeit, wenn der Saame früh mit der Gerfte gefüet if, bäufig voll jäbrlihen Unfrauts; bie junge Rleepflange wird oft von der Crdfliege verzehrt, und wenn fie blüben, verfhiwächen fie fih fo febr, da tvenn man eine gute und etffe Crudte vom Slee ermartet, man einen Scnitt wie vom gmeiten Sabre erbâlt, und manche Gerftenfelder Fônnen gum Mélgen nicht abgeerndtet werden, da fie einen fo faftreien Rlee bei fi fübren, der ibre Cinerndtung erfhiwert,*) Das DPaflihe diefes VBerfahrens fcheint fit dur den guten Crfolg ju beftâtigen, twelcher derfelbe beim Drillfäen der Sucerie, amoifchen den Reiben der Gerfte nad dem lebten Pferdehaden, ju 5 ts aamen auf den Acte, verfpürte, Dei diefer Methode tvaren die jungen Pflangen fo durch den Schatten der Getfte gefhüét, und immer durch den Ebau fo feucht gebalten, daf fie, wie man verfihert, von r 3 MBochen trodŒnem Better nichts litten,**)+) Gs2 Das Gaat ftebet dbann nidt fo bit mie fie fônnte. Œrbfen fâct man am beffen auf 12 bis r8 Goff Entfer- nung und Dobnen auf 24 Soil. Sierin fommen alle neucre Reibenbefteller siemlich überein, fo tie darin, daÿ man obngefabr die Pâlfte der brcitiwirfigen Cinfaat gebrauche. POLE£ *) Clofes Elfay in Communications to the Board of Agriculture, Vol. III. p. 62.##) Ibid. 5) Det lee wird allerdings febr gut, tenn man ibn nad dem leten Pferdbehaden oder Anbâufein der Gaatreiben mit dem TBurfe ausftreuct. Dn diefen Smwifhenräumen ft dann alles Unfraut gerftôrt, der Rleefaame vollet in die Éleinen Suvchen binein, fommt von felbft in Reiben ju fhen, und wird durch die gurüd£riimelnde lodere Œrde leidht bedeFt. Er fann unter dem Shube des Getraides fhôn laufen und fi in frifher veiner Œvde bewurseln. SGm Herbff sicbt er id in der gangen Meibe binunter und wird überflüfig didt, twenn aud nur 4 Pfund auf den Morgen gefäet find. Allein Écine Methode fidert gegen alle Unfälle. Sm votigen Sabre(1806) atte id) fo einen Theil eines gebrilleten und Tags quvor aepferdchadten Weijenfeldes Morgens mit lee befâen(affen. Machmittags fam ein befs tiger Schlagregen mit@hlofen, der die angepflüigte Erde su ftarf berabfpülte und den Saamen gu DiË bedecte. Auf diefem Theile geigte fich der lee nur blinne, mwogegen er auf dem andern, am folgenden Tage befñeten Theile, dit genug ffand. Sc bâtte jenen Theil noch einmal mit der DPferdebaLe durch: gieben und noch etwas weniger Rlecfanamen darüber ffveuen faffen follen. 6 AD.: 324 Cilfte Abtheilung, Das Verfabren, lee über die gebrillte Gerfte ju fâen und dur das leste VebacFen au bebecfen, Hat man fon lângft als febr bedeutend betrachtet, und der gewobnlihen Methode des Cinwalzens vorgeogen,*) Aus den Angaben des erft ermäbnten Schriftftellers ift es gleichfalls einleuchtend,**) bag man eintrâglihere Œrndte von der Gerfte erbalte, iwenn man fie mit Zwifhenräumen von einem Œuf drillt, als bei der breitwirfigen Methode, tuelhes von einigen Sandrvirthen febr beymeifelt worden if, Der #) Farmers Tour trough the Eaft of England. Vol, IV. p. 213. ##) Gm Gabr 1709, fagt er, legte er ein Geld von firengem Lebmboben in drei füfige Deete. STm Gunio des Gabres, fubr er 14 Ladungen von langem@trobdünger auf, ffreuete ibn in die Surchen diefer Deete, und mit einer Dflugfabre bedecfte er den Diff und machte das Deet an die Stelle der Gurche. Auf diefes pflangte er Robl 27 Fuf von einer Dflange sur andern, und drei Sup ivifchen: raum. wurde bagmifchen gepflüat, gepferde: und gebandhact, und bie Œrnbte fiel gut aus. Um Beibnachten fnitt er den Robl auf und fubr ibn ju Haufe. Mun wurden die Becte geebnet, der Mer 7 oder 8 Bolf tief in die Quere gepflügt, mit 2 Pferden und einem gewôbnlichen Ouffolfer Pfluge. Srüÿ im Monat April eggte er den Aer mit Mr. Cons fefter Egge, der Treiber and auf der Egge und dricte die Eageinfen 4 Soil tief in bie Evde bincin. Œin mwenig oberflächliches Unéraut geigte fi, er gog den Acer, obne eine Surche ju werden, mit bem Schaufler ab, und lief die VBalye foigen; und dann erbielt er mit der ertwäbnten Œgge in verfchiedenen Michtungen eine Gartencultur 5 ober 6 Zolitief, fo iweit der Groft eingedrungen war, unter telchem der Lebmi naf und falt mar. Bon “1, 1 diefem JMc£er erbielt er 8 Quarters ein Ballon Gerfe, von welher jeder Binchefter Bufhel 55 Pfund L'OTAN wog, und 2 Tons 333 Pfund Strob. Da er aber den baaren Ertrag feiner Gerfte wiffen wollte, ti fo berechnete er fic) Df. Si Pence, Hal 7% Quatter der beften Gerfte à 4 Pf. 4 Sh.> 3I 10 Le, | À Bufbel Hfterforn ju 2:.:; Le 2 Tons 333 Pfund Otroh:. à EF 1 a Ertrag vom Acre. 38 x= Der Ertrag biefes gangen Feldes tar ebebem faum dem des berehneten Acre gleich. Die geringe Ausgabe, bdiefen Ertrag gu erbalten, jedes Dferd tâglich su 2 Soillinge und jedem Mann eben fo viel Tagelobn gevechnet,“di LS Pf. Sp. Dence. Sum erften Mal mit 2 Pferden zu pflñgen 3 us 6 É Qu eggen per Acre 3;: ur NOUS, 9 Su fchaufein 4 4 sta z pa Bu walgen mit 5 fübiger ABalje Ê 1 ARE RE? 9 Bu eagen 3 4 4 las Bur 9 Su Drififäen 3 2 je 1% 9 Gaat cingucagen 4:: es É. 9 Das Rorn aufjufrasen erffe Operation z rite Le 0 Biweite dito 2 3: Fr He 9 Dferdebelhacen 3 4—— 9 Biweimal ju twalgen, nachbem das Rotn aufgefragt: | F D Anbau des Aderlandes, 325 Der Gerathfchaften, twelcher man fi jum Drillen bebient, giebt es nach der beab- fichtigten Bereitung des Aers, mancherlei Arten, Mad den befondern Gruchtarten, iwelche gefäet werden, baben fie eine beträchtliche Serfhiedenbeit, Um den Mer gum Drillfäen ge- bôrig ju bereiten, bebarf man, aufer einem getébnlichen leihten Schwingpfluge, einen Cul- tivators der von Mr. Coo cingerichtete und Bei ibm ju babende, entfpricht ganx biefem Swecfe. Er befteht aus einem fchrâgen(diagonal) DBaum, in welchen eine Mnzabl verfchie- dener Dflugfhare, nad) dem erforderlihen Gebrauche eingelaffen tverden.*) Cr lâft fid) mit verfciedener Angabl von Binfen oder 3ûbnen gebrauchen, von 3—7, je nachdem der Boden in einem reinen oder unreinen, leichten oder jäben Suftande fit) befindet, Ex ift fo einge- vihtet, baf er eine beträcdtliche Dreite übergiebet, gertheilt und es gugleih vom Unfraute vei- niget. Bon einem einfichtsvollen McFertirth werden mir daber angetviefen, gur Aufloferung des Dodens und que Meinigung vom Unfraut auf die moblfeilfte Art, den Auffraer ju ge- brauchen,**) Das oberfiñhlide Unfraut wird am tirffamften ausgerottet, inbem man ben McFer mit Shauflers übergieht. Der cben ermäbnte Schrifrfteller empfieblt auch die fefte Cage (fixed harrow), twelde gur Dereitung des Sandes, Das mäbrend des Herbftes und Binters in Die Benderung, twelche das Land Élof zu einer Gerftencrndte bereitete, tuar nad) den bewäbrtes fien Methoden in Sants folgende: Pf. Sd. Pence. Aweimal mit 4 Pferden su pflügen, ein Mann und ein Knabe, jeder ju 11 Obillinge per Hcre 6; I 2== Die Saaterde mit 3 Dferden, einem Mann und einen Rnaben— 9_ Dreimal ju überyiehen 4;== 3“a ŒEinmal ju iwalyen 5 9 3_— 9 Das Oûen z 4 2—— 3 Œagen, eineggen dito mit leichten Œggen 2_—— 6 Einmal mit leichter Yale ju walgen: DORE RS 6 Ausgabe der Deacerung nad der gewôbnlihen Methode T 16— Drei Buf bel Saamen per Acre, nad dem gegemvärtigen Gerfiepreis 1 II 6 Ausgabe für Beaerung und Defanmung+33 7 Es. Mach der neuen landtvivthfchaftlidhen Bencderung;— IA— Ses Def Saamen- ÿ 2— 15 9 l TZ 9 9 3 7 6 ï 9 9 Bortheil der neucrn Beacderung per Acre I 17 9 Gevsbulih nabm er auf den Here r Bufbel— twenn et aber beforgte, da nit alles auflaufen môgte, 6 Por.— Aifer trug fonfé nie mehr als 4 Quarters per Aire, *) Abtheitung von den Geräthfchaften.#*) Dito. Sr er PR mo Re RÉ gt a EE 326 Œilfte Abthelung. in Deete gebracbt if, gang befonders für jedbe Rotnart im Frhblinge geeignet if. Diefe pulve- rifivt die Oberffäche folcher Dodenarten, die dem Grofte ausgefest gemwefen find, in einer Tiefe von 4 oder 5 off, obue die unten liegende todte Œrde beraufgubringen, Der bereits befchriebene Erftirpator lâft fih zu denfelben Sweden antenden. Man fann ibn auf jede Mrt Boden benuben und in Furgem Beitraum viel damit befchaffen. MBenn der Mer Fumpicht oder Foficht if, fo muf man oft feine Suflucht ju Shaufel- pflügen nebmen, um ibn 3u gectheilen und minder Elumpicht ju machen. Sn einigen Gegenden der Graffhaft Rent, mo man zuiweilen obne Drillmafcbine füet, beoient man fi eines fogenannten Gtreih=(firiking) Piugs, vermittelft iwelches Éleine Millen in den Doden zur Aufnabme des Saamens gemacht werden, bdie ettva ro Soil von ein- ander entfernt find und die jedesmal erforderliche Tiefe haben, Cr wird gerwôbnlich von gmei Dferden bintereinander gefpannt gezogen und von gtvei Menfchen regiert. Um die Rillen gehd- tig parallel ju befommen, fo muf man bas Rad der Binnenfeite in der Mitte der Aufern Mille balten, Dan Fann mit diefem Snftrument giwei bis drei Mcres in einem Tag vollenden. Die Drillmalze iff gleichfalls ein Gnffrument bas diefem Sivecf entfpricht, die Ret- fen, von twelchen fie umgeben ift, machen die Millen in dem Doden, Unter den vielen Ynftru- menten gum Drillfäen geichnen fi aus: die DuFetfdhe Mafhine, welche fünf Schaare bat, um damit eben fo viel Millen auf einer dau gemachten Erbôbung in dem Boden zu machen, in swelche der Saame aus einen Sâefaften geworfen wird. Mn gebrâuchlichften iff die von Mr. C0€ erfundene. | Gine Drillegge, von einem gefbeiden Meriwirth*) erfunden, verdient ibres febe einfachen Baues balber auchnoch einer Grmäbnung, Sie bat beinabe die Geftalt einer drei- ecfigen Egge, auf iwelcher gmei Œaamenbüdifen befeftigt find, und die Musfaat gefchieht ver- mittelft einer boblen Muf im Boden der Trihter, die an den Oeffnungen fo angebracht ift, daf es feines Dürftenboles dabei bedarf. Gie fâet gur Seit 8 Meiben in 9 3ollen Diftans. —— nttre AGE No *ÿ Hutchefon Mure Esq. ##) Der Berfaffer giebt hier eine Menge unvollfommner Befhreibungen von YMerfyeugen, dre hier und dort bei der Drillcultur gebraucht werden. Der Ueberfeger bat fie tweggelaffen, weil fie auf feine Weife füv den, der fie nicht gefeben bat, verffänblich feun Éônnen. odann gicbt er ein, von einem erfabrnen Drilwirth berribrendes Berscihnif der fâmmtlihen Acermerfyeuge, mwelche in einer Driliwirthfhaft auf 1oo engl. Aecfer vorbanden feyn foliten, welches eben fo wenig für uns verffändlih if, gum Theil aber auch sur Drilleultur nicht gebôrt. Mit fünf Dferben fann darnach eine Éleine SBirthfhaft von 100 Jecfer(150 Morgen) Beftritten werden, wenn alles unter dem Dfluge ffehet, alles aufs forafaltigfte beatbeitet, tief gepflüget, gedrillet und gepferdchacfet wirb; mobei ev fidh ffatt des Dfluges baufig des Œultivators oder Exffivpators bedienet. Die Dferde bebalten viele Seit zu Nebenarbeiten nbrig. Sernt man diefe Werfseuge nur aus der Defhreibung fennen, fo balt man die Sache für balbe Bauberei. Gicht man fie aber, insbefondre in ibrer Wirfung auf dem Felde, fo Éommt es manchem fo ein: Anbau des Adcrlandes, 327 Moch eine andere Methode der Musfaat gicbt es, die fotwobl einfach als genau ift, tvenn fie gcbôrig ins MBerf gerichtet wird, Die aber, feitbem die Drillwerfeuge zu einer grèBern Volf- fommenbeit gediehen find, weil fie viele Menfhenbände erfordert, nur in volfreichen Gegenden und to die Arbeit twoblfeil if, fih mit Vortheil antvenden lâft, Dies ift das Ctecfen oder DPflangen des eingelnen Saamenforns mit der Sand, eine fchon alte Methode, die von einem gefheiden Sandtmirthe twieder in den Gang gebracht worden if,*) Dei diefer Methode zu fâen, taljt man den leichten und mürben Mer, ebe man mit dem Dflangen beginnts der HMrbeiter macht alsdann mit einem, mit Cifen vorgefbiften, ettoa 3 Qu langen Stôcchen in jeder Sand, in rücdgebender Betvegung, gtvei Meiben£ôcher in jeder Gurche, 4— 6 Golf na Erfordernif von einander, und ettwa 2 oder 3 Sol in den Meiben auseinander, in einer Tiefe von 1 bis 2 Sol. Demjenigen, welcher die Sôcher macht, folgen andere, tmwelche den Saamen binein fallen faffenu, gmwei oder drei Rôrner, nach der Abficht des Pflangers, Diefe Arbeit ge- fhicht mebrentheils von WBeibern und Rindern. Sulebt wird die Arbeit mit einer leichten Cgge, die man darüber giebt, vollendet,**) diefe WBeife Fann ein geïbter Stecfer mit drei thâtis gen Gebülfen einen balben Here Weizen und drei Quarters von einem Here Gerfte, Hafer oder Erbfen tâglih ausffeden,***) Sum Meizen bat man in einigen Diffricten einen fhmalen Gebpflug, unten nur 7 Boll meit, mit dem man pflügt; eine einfpännige Bale folgt dann, um die Gurche für die Stecfer zu ebnen, twelche auf jeder nur eine Reibe machen, IBenn der IBei- gen— gmwei bis Drei Rôrner in jedes Soc— bineingebracht if, fo folgt eine 3meifpännige Bale, und die Cgge übergieht den Ort gweimals; naddem das Geld fo bebandelt if, wird es nochmal in die Schrâge geegget, Muf diefe Meife Fômmt der IBeigen in die Mitte der Furche, mit o Soû Diftanz in den Meibens und wenn er auflâuft, fo fheint es, als twûre er gedrillts die gweifpännige Balge dient mwefentlich dau, Die Sôcher ju verfhliefen und es zu verhüten, daf der MBeizen ourchs Cggen nicht aus feiner Sage geriffen merde; auch wird der Dobden durch das MBalyen fo feft, daf von den Sdnecfen oder MBiürmern wenig zu beforgen if. Rann man im Grübjabr gum Debacen fommen, fo wird die Operation mit Seichtigfeit und YBobifeilheit be- mwerfftelligt, Das Dufheggen iff dabei von twenigem Nuben, denn es fann nur die feichte Erde über einfadh vor, ba er e8 gar nidt der Mibe werth Hâlt, ben gangen Mehanismus und alles vas sur Stellung und Sübrung derfelben gebôrt, su Geachten. Œr lâft fi ein folhes Snffrument fommen oder wobl gar felbff machen. un gebt«8 nicht, oder doc nur bôchft unvollfommen, tmweil niemand weif, worauf cs anfommt, und die gercchte Abänderung 3u machen verffebt. Afo wird fur das Urtheil gefprochen: die Sache taugt nibts, und war blof Diendtwerf!— ertvarte id nicht, daÿ die Drill: oder Pferdebacencultur— ibrer in die Mugenfpringenden Bortheile obnerachtet— fic fobald unter uns verbreiten werde. cinige Beit dagu gebôre, um einen Tifhler: Hobel gebôrig ffellen und fübren ju lernen, das begreift jeder; aber ein Acferrwertyeug—— A. d. P. *) Modern Agriculture. Vol. III. p. 83.#*) Ibid, *#*) Mourroghes in Appendix to Norfolk Report, 328 Œilfte Abtherlung. fiber die Socher fcaen, die bei dem erften Megenfhauer twicder gum VBorfhein Fommen, und alsdann vicler MBeisen ausgefchwemmé wird, 2) Zu Dobnen, Erbfen und abnlichen Grüidten müffen die Zwifhenrâume und die Reiben- entfernungen grèfer fepu, wodurd man in ben Stand gefeft wird, einen grèfern Sheil des Bobdens ju bepflangen,: VBenn Rinder qum Cintüpfen des Korns gebraucht werden, fo müffen, genn jedes Kind ein Sod wabrnimmt, 6 einem Stecfer folgen, twenn fie gmei Sücher mwabrneb- men, 3 us Qu, Das Tagelobn richtet fih nach diefen Umfiänbens für die, tvelche es auf die erfte Art machen, beträgt es tâglid 3 Pence für jedes Kind, im gtveiten Hall macht es 7 Pence, und im dritten ettwa 10 Pente und einen Halfpennn, Man nimimt am beften zur Seit 4 Stecfer mit den nôthigen Cintüpfer, Man Fann da- mit binreichend befchaffen und das Gange wird regulärer und genauer,**) Der Mere Meigen Fommt dann gemeiniglidh auf 9 oder ro Sbilling, Gerfte und Hafer au 8, Dobnen oder Biden auf 7 zu féeben. Der Preis ift aber immer nach der Devolferung und na bem Hrbeitslohn verfchieden. Man bat durch Mafchinen fidh diefe Mrbeit leichter und woblfeiler zu machen gefucht, die Handarbeit aber, two fie au Daben war, immer vorzüglicher gefunden. Auf dem leichten und vermifchten Sande und auf lehmartigen Boden Mt fih diefe Me- thode am beften anvenden. Juf dem tiefen fheifen en findet fie felten ire Anwendung, Das neu aufgebrochene Sand ift bagu am beften gefchicfr. IBeigen, Gerfe, Hafer, Dobnen, Erbfen und Micfen bat man auf diefe Meife, be- fonders aber doc YBeigen, mit Bortheil gebaut, manchen Fâllen. lAft fich der Hafer auf neu aufgepflügten Sande fo febr gut bauen. Die Gerfte laft fich aber, da es im April gewôbn- lid fo trocfen ift, Daf die Sôcher immer mieder gufallen, nicht gut ffecfen,***) Qn den füblihern Gegenden Englands ift die bequemfte Zeit zum Gtecfen das Ende bes Geptembers oder der Mnfang des Octoberss gum Hafer und zur Oerfte find es die Monate Mary und April, und Dobnen und Erbfen ffidht man nad dem Binter fo früb als e8 die Gabrszeit geftattet. Die Quantitât der Musfaat ift geringer als bei der MBurfausfaat und mobi gar beim Drillfäens die Erfparung bängt aber immer von denen ab, die das Korn in die Sôcher fallen faffen. Dei gebôriger Aufmerffamfeit ift die Erfparung des Veizens auf den Here efiva fechs DPecfs, der Oerfte act, und der Erbfen und Bien etiva vier, F) Die *#) Youngs Agricultural Report of Suffolk.#*) Baker in Norfolk Report. ***) Youngs Agricultural Report of Suffolk.+) Baker in Appendix to Norfolk Repert. Anbau des AFerlandes, 329 Die Anjabt be Former ju jeben Soche if gum Sort 3 oder 4, ju Erbfen, Dobnen uhb andern derfelben Art r oder 2.) ie müffen aber nie ju Dicé oder ju dünne geftecft mer» den, iveil in beien Gâllen entioeder gat feine oder febe Fhmmerlihe Pflangen gum Vorfchein fommen. Mlle ber das Stecfen gemachte Erfabrungen ffimmen darin Hberein, ba es vor bee Murfausfaat feine grofen Bortheile babe, es giebt mehr, es giebt gefunderes und fdwereres Gorn. Mie dies sugebe, läft fih fomobl aus ber regulären Pffangart deffelben, als aus det Devcitung des Vodens, auf meldhem Das Stecfen nur vorgenommen tuerden fenn, etflâren. Dayu fommt, daf man frif aufgebrodhenes Sleeland Hâufig dagu nimmt, 100 die Vegetation auferdem fchon vorgüglich if.**) Qu einigen Gegenden macht man Die Meiben der Breite und in andern der Sânge der Erhôbungen nad. Die erftere Methode ift beffer als die leftere, teil man im lebtern Galle bâufiger in den mit lofer Crde gefüliten uvhenfchnitt trifft, welches für die Begetation nidt(a gutif. anche fecfen nach der finie, Geübte babeu bies nicht nothig, Bivei bis brei Dufhels find die üblidften Quantitâten auf den Acre, je nachdem bdie Limftânde mebr oder minder erforderns die$often betragen in den mebrften Diftricten 3 Shil- linge 6 Dence bis 4 Scb. 6 Pence oder mob 5 Sd, Diefe Methode gemäbrt, ohne die Befhäftigung vieler armen Derfonen, die Erfparung pes Gaamens und die grofe Berbefferung des Korns, nod andere Bortheile; der Gaame fommt in gebôrige Tiefe in die beften Eheile der Aerfrume, und jar fo, Daf von dem nacd- berigen Debacfen der grôfte Vortheil gezogen twerden ann, Juf dem leidhtern Boden mache das babei vorfallende Treten der Hrbeiter benfelben zu Befferer Begetation fefter und gefhid- ter, Da auch der Saame in die feftern Eheile des Dodens dadurch fommt, fo ift er dem Ge- tûvm u. fiv. tweniger ausgefet, Fann eben fo wenig ausgcegt werden,**#) Das Strob if facfer, die Dflange Legt fidh nach beftigem Megen nidt, und ift dem Mebltbau nidt fo febe ausgefet,.+) Jus biefem allen erhellet, baf jebe biefer ertwäbnten Süemethoden ibe Verdienft, im Berbältnig gum Mefer und que rucht babe, daf fi aber der Burfausfaat mehr entgegen feben faffe, als dem Drilffäen oder Steen. Man muf nun freilid wobl in manchen Gallen feine Suflucbt qu ibr nebmen; wo dies aber gefcieht, muf der Acer in guter Cultur und vom Un- fraut fo viel als môglidh frei feon, torauf man bei diefem wirthfhaftlihen Serfahren im gemeinen oft ungleidh geachtet hat, Die #) Varlo in Appendis to Norfolk Report,#*) Donaldfons Modern Agriculture. *#*) Experienced Farmer. Vol. I.+) Darwins Phytologia, Erjter Theil, Tt si 1 { 330 Eilfte Abtheilung,© Die Methode mit Drillwerfseugen ju fâen if, zum Eryenigen einer guten reichliden Stucht und zur Berbefferung des Mrfers, gang vorÿüglidh erechnet, Das Stecfen mit der Hand Mag immerbin eine febr eintrâglihe Methode, befonders bei neu aufgebrodnem Sande, fepn; jedoch bebâlt das Drillfäen feine Borgige, tmeil dabei eine gtôbere Menge Erde umgebracht, mithin mebr Suft in den Swvifhenrâäumen eingefchloffen wird, bagegen beim Gtecfen die Geiten neben den fôchern ju feff getreten und zum SortfprieBen der jungen Yurgeln eine minder focfere Erde gerväbren, Die comparatisen Angaben aufmerffamer fandivirthe fübren am beften ju einem ricti- gen Xefultate, Sn den Berfuchen, die man mit pwei Jcres von ffeifen bafelbraunen£ebmboden, auf eilffüfigen Becten, den Hcre etwa ju 20 Gb. Pacht mate, und wo Hafer, Sommerrüben- faat, Gerffle, Vobnen und WBeisen, als Drill- und als Burfausfaat abiwechfelnd, in der er- fien Notation Safer, in der zmeiten Gommerrübenfaat, bdritten Gerfle, vierten Dobnen und fünften Meijen gefäet ward, zeigte fi) das Uebergemicht der Drillausfaat vor der Murfausfaat, nach den Unterfuchungen des Herrn Mmos*) betribtlich, bei Korn uno Pülfenfrüchten auf den Mere 1 Pf. bis ju 1 Df. 14 Sh., und bei der Gommerrübenfaat r Sc, und 6 DPence,**) Uno *) Diefe Amofifhen Drilfverfuche werden von den Engländern als die erften entfcheidenben für die Gadje nod immer angefñbrt, iweil fie qu ibrer Scit die AufmertfamÉeit etvegten, indem bdiefer Mann als Bertvalter feinen Principal, der fich als Gegner des Drillens erflàrt batte, dadurch fbereugte. Gie find übrigens gegen fpâtere febr unvollfommen, teil e8 biefem SNanne an gebôrigen SBerfseugen feblte und er das Bebaen nur mit der Hand verriten fief, er aud anfangs die Gadje nur im Rleinen betrieb. JD D: #*) Die Mefultate diefer Berfuche tvaren folgende: Mit Hafer. Ein Ncre gebrilit. 1783. f. Gb. D. Mrs, den Oten, aus bem Grafe gu pflûgen 0 9 Rs— den roten, fünfmalgu eggen, einmal 3u ivalzen 2— 3— Auf 8 Soil Entfernung y. 2 Soil tief zu drillen; 3 pr Su eggen 5 3 3 2 TS 12 Des Einfaat? 3 2— 9— April, den 2oten, ju tvalgen 9 2 3 et LG May, den raten, mit der Bruftfhaufel qu bearbciten 2— 2—, Suni, den 5ten, daffelbe gum gtveitenmal 2 4 4— 2— 3u bandbacen 2 à Ê EE 0 MU Landyins y 9 3 3 T 1— 2 5— Oeptember, den xoten, Ertrag 56 Dufbel, à 2 Sdilling 3 Pence 4 6 6— Bottheil 4 z— it Anbau des Aerlandes, 331 Un auf 2 Mcres leichten fandigen Sebm zu 18 Sobillinge Pat, gedrillt und breitoie- fig befâet mit Rüben, Gerfte, lee und Meigen, in der Notation r. Rüben, 2, Gerfte, 2t 2 3+ lee, Mit Safer. Cin Acre breitmüefig. 1783. Df. Sd. P: Mrs, ben 6ten, ju pfiligen 5 Ê 3 SU ee den roten, achtmal ju eggen 2 Ê: A 16 Pets Einfaat 2 3 2 z ed 19 Su fâen 3 e:;= April, den 2oten, zu tvalgen 9 2 Ê: PR Re ay, den 24ten, zu bandbacden£ 3 2— 2 6 Suni, den 15ten, besgleichen gum gteitenmal Ê 2 RS Landyins 2 3 3 3 LL— 2 00 September, den roten, Œrtrag 50 Dufbel, à 2 Schilling 17 Vence£ 5 63 Bortheil 2 18— Uebergetwicht des gedrilften zx 3— Sommerrübfaat nach bem Safer. Pf. Sh. D. Die Erndte der cRNten tard sefdñtt gu 2 3 LL-:— Der Vortheil 2 2 9_— 7— Die Erndte der breitwirfigen tard gefhâst ju£ 3 2 16,— Der Bortheil Él 2 2£= 5 6) Uebergetvicdht der gedrillten— I 9 Gerfte nad ber Rübfaat. Œvndte der gebrillten z 5 2 3 8 T4— Bortheil 2 3 3 9 5. 50 Œrndte der breittuirfigen Ô::«: DITS—— Dortheil z 3 2 4 Uebergavicht dcr gedrillten T 5 Bobnen nad der Gerfte. Œrtrag der gedrilften 3 3: 2 6 6— Borthcil z ce ….: 5 3 16 6 Œrtrag der Éreittuirfigen 2 3 3 Ji Or. Bortheil£ Ê£ z z 2 15 3 Uebergemicht der gebrillten M: 3 Beisen nad den Bobnen. Œrtrag des geôrilten L 5 3 z 9 18— Vortheil 2 Ê 2 3 3 710 2 ŒErtrag des breitiuirfigen 3 3; 2 1e 915— Vortheil: 3 4: 2 5 251+0 Uebetgemidit bes gebrilten A4 5 Re ä US 332 Eilfte Abthcilung. à. Rlee, 4 Beñen: entfhicden die Berfuche ju Gunfien der Drillausfaat. Der Bortheil bei Hüben und Rlee tar von 8— 10 Sbillinge 6 Vence, und bei den Kornarten von 17 Shif- linge ju x Pf. o Schillinge.*) Muf lcichtem fandigen Sebmboden zu etiwa 20 Sch, Pacbt,? io Die Grucht, ARartoffein, Gerfte, vother Slee und YBeigen in diefer Ordnung nach einander folgten, geigte fih das Ueber- gemicht des Gebrillten gang vorghglih,**) Der Berth des Strobes ift in biefen Verfuhen, den Ausgaben beim Erndten, Drô- fhens und Verfabren ju Marfte, gleidh gefchast, Auch cine Menge Verfucheauf fhlechterm Boden, der ettoa 12 bis 14 Sc, Pacht per Mere austeug, twaren die Bortheile im Durchfbnitt nie unter 12 bis 14 Sd. jébrlidh qu Gunften der Drillfaat,***) Die ) Rüben. Pf. Sh. D Die Evnbte Ber gebritfterr Ê 2 3 3 3 15 106 Bortheil- 5 3=‘1r vo Erndte der Greitiürfigen 3 5 2 z SF SN MET Dortheil 3 C 3 C Ô—.., 2 59 Hebergeivicht ber gedriliteu— 8 9 Gevfte nach, ben Rüben. Ertrag-der gedrilften à Ê 2 3 9 I— Bortheil 2 2 3: 5 Ok GE UTO ŒErtrag der breitiuirfigen 2 2 3 2 2 Aa, O Bortheil Ô 2 2 2: DR Gi Ueberaerwicht der gebrillten— 17 10 Rice nad der Gcrfte. Bortbeit des gedrilften 2 2 2 2 7 Bortheil des breittoirfigerr 3:: 3 AND Uebergewicht bes gedriliten TO: 6: Beisen nad dem Rice. Bortheil des gedrillten B 4 3 É g\"207. G Bortheil des brcitiwirfiger 3: 3 4 O0" T0." 9 - ebergemicht des gedrifften Ls0 4 09 #*) R att'o ffe ln. Gerfte nad den Rartoffein. Ertrag ber gebrilltetr 3 Ê 3 3 10. à Sortheil 2 4+ M 3 4 GTS ES Œrtrag der ot 8 3 3 5 Re à Bortheil 3: 9 3: ANTON Æ Uebergetwicht der gedrillten L 10 7 ###) Amos on Drill Husbandry. p4 126. Anbau des Aderlandes, 333 Die Voryüge der Drillmethode Éei der Musfaat des orne, fcheinen burdy diefe Ver- fuche in ein folches ficht geftelft zu fepn, ba bei Annabme derfelben ga febe dadurd befordert wird; fo tie fie in Hinficdht auf Erbfen, Dobnen, Nüben, Rartoffeln,$obt, Bien und äbnlihe Grüchte, lângft von denen anetfannt war, twelche diefe Methode bisher gui Rornbau nicht diendid geglaubt haben. Mber auch zur Bermebrung des Crtrags auf verfhieenen Dobenarten, als den Teb- michten und müvben fowobl als falten, flenartigen und fteifern, entfceiden die genauern Jn- gaben des Mr, Cook qu Gunfien des Drillfoftems.*) Dies war aud) der Gall forwobhl bei Doote’s Verfabren auf mehr als 360 Aeres, als bei fo mandhen anbern Mdfermirthen, Die neuen Berbefferungen, iwelche feit diefen Berfuchen in der Mafdhinerie und Débandlung ge- macht worden find, geber noc) entfcheidendere Refultate, Ein practifher Schriftffeller Gediente fi der Cooffhen Mafchine. Er fing an im November 1797 25 Mcves leichtes, trocfnes, lel= miges Sand, das nidt mebr als 12 Scbilling per Here Pacbt geben Fonnte, mittleurr Gerfies boben aus einer unveinen,‘magern Œrbfenfioppel aufgebrochen, mit vothen famimastveien, einen Dufbel auf den Are, in Reiben mit neunzdlligen Siwifhenräumen qu drillens eirr ande- rer Ebeil des Geldes, geffändlich um 5 oder 6 Soillinge per Here beffer, wurde mit 2 Bufhel auf den Mere nad) der breitmüvfigen Methode befüet, und aufs befte bebandelt, Die Grucht der breitwürfigen Husfaat war, im Berbältnif der Dinnbeit der gedrillten, wäbrend des Bin- ters und qu Mnfange des Grüblings, Dem Anfein nad lefterer überlegens nachdem aber die andere im Mérz nur einmaf aufgefraft und mit Ausgang des Manes bepferdebacft wurde, fe geigte #) Die Refuitate tuaren folgende: Heisen. 1786. Œrtrag der Driflfaat per Here. D. 6.©. Ertrag der breitivirfigen. ÿ. G. S. Auf lebmichten Voden A7—— Auf angrengendem Dobenn 9 4 2 Juf falten Rleyboden 44,52 Dito 2119 Gerfte. Auf leichtem Yoden 72 4— Quf demfelben Boben 7— A Auf febr feihtem Sandboden A4——“ Beisem 2787. Auf ficfigem Lebm in ein eirts\ Auf derfelben Bodenart 20 3— jûbriges Slcefeld 05 I— Auf fiefigem Lebm in ein geijäbri Auf derfelben Hodenart 205— ges Sleefeld 27 2— Auf magern falten Rfeyboden nach Auf demfelben angrengenden Lande 13 7— dem See 25 4— Gaerfte. Auf fiefigem Lebm nach dem Teisen 27—— Auf demfelben Hoden 22 * bi à | | | NC DRE rer PRET TT à or TER nt. an eee pe 334 Eilfte Abthcilung, geigte Île einen entfhiebenen Vorjug, und die MBurfausfaat nabm bedeutens abs; nachbein nuit dic Grucht reif gemorden mar, brachte der unter dem Drilifoftem befindtihe Tbeil 19 Vufbeis 3 Pecfs anf ben Acres wâbrend der na der bteitoürfigen Methode bebandelte Tbeil, nicht odllig 5 Dufbel auf derfelben Ausdebnung des Sandes gab. Und Bei einem jmeiten Verfuche auf einen Mere 9er Rartoffelnbrahe, zu einen jébt- lien Pacht von ettva 20 Sbillinge, der einmal gepflügt und geeggt und im Mûrz mit einent Dufhel weifen fammasiveigen gebrilifäet war, mo die Pflange, nacddem fie gtei Diûtter batte, cinmal aufgefrat und unmittelbar barauf mit einer gemôbnlihen Cgge in die Quere gecgat, und nacdem fe 6 bis 8 Soll Hôbe erreicht batte, bepferdebacft tar, batte die Stucht ein dün- nes und fhwaches Anfebn bis nach der Mitte des Gommerss demobngeachtet war fie in Strob und Korn febr betrachtlich und za 29 Dufbel 3 Pedse, 9 Gallon Maaf. Jim Brüblinge deffelben Gabres wurden 30 Vcres Sandes, ju 35 bis 40 Gbillinge Pat, beacfert, gedüngt und immer auf gleiche Weife bearbeitets 15 Mcres davon turden in Meiben zu 9 Zollgedrillt, mit 2 Bufhel Saamen auf den Mere, und 15 Ycres breitwürfig mit 3 bis 4 Bufbel der Mere befäer. MBébrend des Machsthums der Srucht und zur Seit des Ein- fhnittes,«var die Sabrsjeit auferordentlidh na. Die auf die leftere Mrt gefäete Frucht, Ta gette fih, tar unvein und tard mit Mübe gerettets dagegen die auf Die erffere Art gefäcte, fidh gar nicht gelagert batte, und da fie frei vom Unfraut war, fard fe mit den bâlften Unfo- fen, one ju verderben, eingeerndtet. Der Rornertrag war ro bis 15 Dufbel auf den Acte, der Quantität nach mebr, und der Bufbel der Quantität nach 1 Schilling beffers obgleich die Breitwirfig gefäcte Srucht nod) den Vortheil für ff bâtte, früber gefâet zu fenn, ein Punft, von twelchem in der Sabrszcit febr viel abbängt. Endlidh noch ein Verfuh, ein Geld von ro Mere ture beacÉett, gebüngt und utr Beigen bereitet, in jeder RüFfiht auf gleihe Art, ausgenommen, daf die eine Sâlfte mit der obigen Portion Saamen auf 9 Zoll gedrillt, bdie andere breitwürfig befñet wurde. Da man über den Werth des Acfers an verfchiedenen Stellen gveifelbaft war, fo wurben 2 gmôlffurchige Deete dur die Mitte des zu drillenden Tbeils aufgemorfen, und man fieng an jeder Gcite detfelben an, die Meibe cinzufâen, Diefe 30 Vecte wurden in allem nach der landivirthfchaft- lien Manier des Diféricts Bebandelt, Der gebrilite Teil wurde einmal aufgefraét und be- pferdebacft.| Um die Crndtezeit wurden biefe beiden Decte guetft geerndtet, und unmittelbar nachber wurde cine gleiche Dreite von eins derfelben die gedrillt war, an jeber Geite abgemäbet, jeder Theil befonders gingefabren und bis gum Drôfchen aufbewabrt, fie nun in verfbiebene Scheuren gefabren, ausgedrèfht und rein gemacht worden, fo tar der Crtrag des gedrillten 29 Bufhel 3 Decf, und des breitwürfigen 20 Dufbel r Pet. Um gang genau ju HMnbat des Merlandes. 335 ju Merfe qu geben, batte man fid gum Meinmachen und Meffen des Gangen, einer und der: felben Perfon bedient,*) Œin anderer Punct, der für das Drillen fpriht, ift die Erfparung der Cinfaat, die aber twabritheinlid fo bedeutend nicht ift, als manche Sandvirthe fie haben angeben tvollen,**) Dies erbellet aus der fo bâufig angeftellten Demerfung, bdaf diejenigen, welche fih mit diefer Methode abgeben, die Cinfaat bei jeder Rornart fomobl als auf jeder Dodenart zu vermebren fortfabren.***)+) Die grofen Berfchiedenbeiten in den Details der Ausgabe bei den verfchiedenen Metho- den, geigen indeffen, daf ein grofer Vortheil, befonders in der genauen Debandlung bdiefer Methode *) Exter in Memoirs of the Bath Agricultural Society. Vol. IX. p. 23. #*) Der verehrlide S. SG. Elofe giebt den Unterfchied in der Ausgabe alfo an: Gaatforn: Ausgabe auf 137 Ncres aterbares Land, Dei der verbefferten Acreë Drillwirthfhaft. DPf. Sp. DPence. 1799. 31 mit Meijen, 3 Des Einfaat per Acre, det Dufhel ju 8 Sd. 8 2 9 26 frübe tweife Erbfen, 3 Pecf per Acre, der Bufhel ju 8 Sc. 7 16= 18 graue Œrbfen, 1 Dufbel per Acre, der Bufhel 5 Sh. 3 DPence. 4 14 6 15 Pferdebobnen, 3 Def per Acte, der Bufbel 5 Sh. 2 16 3 6 frübe Majaganbobnen, 3 Def per Acre, der Dufhel 6 Sch. I 4 32 Jafer, 1 Dufbel per Acre, der Bufhel ju 3 So. I 16— 13 Gerfte, 1 Bufhel per Acre, der Bufhel 3 Seb. 6 Pence. 2 5 6 12 Bien, 13 Dufhel per Acre, der Bufhel ju 6 Oh. 20 8 as Summa 34 6 Saatforn: Ausgabe auf 137 Acres bei bet breitwürfigen Saatwirthfhaft. Acres Df: Sd. Pence. 1790. 31 mit Beigen, 5 Bufbel per Mcre, der Bufbel zu 7 SH SD: TT— 26 frübe Erbfen, 4 Vufbel per Acre, der Dufbel 5u 8 Sch. AA 12= . 18 graue Œrbfen, 4 Dufbel per Acte, der Bufbel 5 Sh. 3 Vence. 18 18+ 35, 3 Dufhel per Acre, der Bufhel zu 5 Sd. IL 5 Cas 6 frübe Magaganbobnen, 3 Dufhel per Acre, der Dufbel 6 Sc, 5 8 Ta 12 Safer, 3 Dufhel per Acre, der Bufbel zu 3 Sc. 6 Pence. 7 4= 13 Gerffe, 3 Dufbel per Acre, der Bufhel su 3 Sc. 6 DPence.: 6 16 6 12 Bien, 3 Dufhel per Acre, der Bufhel su 6 Sc. 10 16— Dreitmürfig. Gumma:. 134 ro 6 Gedriliféet. 34 6 TRE 6 Erfparung an Saatforn 4 *#X*) Youngs Annals of Agriculture. +) Der Berfañer gitirt bier Poungs Annalen, obne cine beffimmte Stelle angugeben.. Dicfer bat fi Gefanntlid)[ange gefiräubt, die Sortheile des Getraidedrillens anguerfennen, und auch fo fange wie môglid die Saaterfparung dabei gelaugnet. Daÿ man indeffen die Hâlfte erfpare, iwenn die Mafchine gut ift, Dat durdaus feinen Biveifel, und es tvûre cine Thorbeit, noch dichter, mehr als 9 Berliner Mefen auf 1 Magdeburger Morgen, von Moggen und Meigen einfâen ju wollen, Veber Sommerge- traide bin id nod nicht fo entfchicden, jedodh{ff auch darin die Erfparung beträchtlih. andere bebaupten+ und à der gewôbnlichen Cinfaat fei bei forgfaltiger Drilleuitur gureichend, AD Jo 4 336 Œilfte Abtheilung, Methode baube, und die Crfpatungen der Gaat and davon vototié afbänger, Mar fat fernec au Grund ju vermuthen, baf gemiffe Proportionen des@aamens, in Hinfiht auf Quantität, vortheilbafter afs andre find, da es offenbar nachtbeïlig feyn muf, twenn bie Grucht gu dünne oder ju biŒ auf den Doden gefüet wird. MBenige Berfuche find darüber bisher ge- macbt,*) aber diefe menigen fprechen für das Drillfäen in den mittlern Proportionen,**) Obgleih bas Steden vor der breitwürfigen rt qu fâen einigen Vorug bat, fo machen doch die Roffen und die Schivierigfeit diefer Methode, fie nicht nur nidt minder vor- theilhaft als das Drillen, fondern auch im Yllgemeinen minder anvendbar, Dei jedec Vrt zu fâen, fie fei melcbe fie molle, bleibt es indeffen immerbin nothwenbdig, bag die Gaat auf die eine oder die andere Meife vollfommen rein und frei som Unfraute gebal- ten merde, ind vo biejenige Methode gemäblt wird, mo man Zwifhenraume fâft, fo müfjen diefe que beffern SBegetation und gum vollfommnern Meifen recht oft und binfänglich urchge- bacft iwerden, Dei der breittarfigen Musfaat lâft. fich dies nur mit der Sand betvertftelligen, tveil die Pflange irregulät febt, Beim Drillen und Srtecfen[âft fidh dies aber eichter und beffer vermit- teif Pferdebacen und anderen tüctigen Gerâthfhaften ausrichten, Co RTE A LL Dies iftein Berfahren, twoben der Doden durch dfteres Dutharbeiten und Sertheilen nicht nue fendthringender wird, fondern auch die Œrde fortwñbrend in einem. locferen Suftande que Vollendung des DPlangentouchfes bicibt. Œs if dies baber cine der nüblidften und twicd- tigften Operationen, Die bei ber Drilfoirthfhaft burhaus nicht vernadläfigt werden Darf; denn es terben mebrere vortheilbafte Beränderungen dadurd) bervor gebracht: bas fhäbliche Unfraut wird nidt nur wivélid entwuryelt und gerfièrt, fondern es iverden reichlihe und regu- fre Nabrungsufhüffe vurd die verfchiebenen neuen Combinationen der fuft, Seuchtigheit oder anderer in und auf dem Doden befindliher Materien ergeugt, je nacdem die Erde oft uinge- #) Gn Mr. Bootes Berfuden, im SGabr 1787 mit bem Drillen verfchiebencr Rornarten gemacdht, maren die Hefultate auf verfchiedenen Bodenarten nad) Mr. Coof folgende: Quantitât de8 Saamens. Grucht. Voben. Œrtrag per Acte. A Galfons SBeisen Auf Lebmboben na Dobnen 45 Dujbeis— Gallons 6: GBeigen Auf magern Rey nad Slee 25(A ae es 6: à 1% Gerfte Auf Lebmboden nad Nitben 75 4 ui à: Sue erfte Auf Sandboden nach Nüben 38: s— 0e 5 À os Safer Auf Sandboden na Gerfte Zi\=xiid PURE Pafer Auf Lebmboden na Gerfte 70 5 5= 7 3 ##) Cook in Memoirs of the Bath Agricultural Society. Vol. IV. p. 328. Anban des Aderlandes, 337 uingebracbt wiro, und die Gtudt, melde eine fo veine und freie Sage befômmt, tird baburd in ibrem Budfe Fraftvoller und gefunder. Die fo bewirfte Jufloferung macht die inneen Theile des Erdbodens für Negen und Thau empfangliher, fo mie die MBurgelfafern der Pflan- gen bei austrocÆnender Sabrsgeit tweniger feiden, Cine no bedeutendere MBirfung des Hacens ifé biefe,: baf, indem die Œvde gegen die Gtämme der Pflangen in den Grüblingémonaten ge- bracht wird, eine grofe Sermebrung der Srucht badurd entftebt, daf nun frifhe Schüffe aus den mit Œrde bedeten Fnoten der Staude bervor geben.*) tird der Acer dadurc gang vortrefflidh bereitet und ur Mufnabme der folgenden Frudht befonders gefchict.**) Çs feuc- tet daber ein, baf, je mebr der Doden auf folche MBcife dur gearbeitet wird, ev für Negen, Gchnee, Thau, Suft u. f. w, empfângliher und inniger mit ijnen verbunden tmird, Bei der grofen Verfchiedenheit der Vodenarten muf mit dem Hacfen auch verfhicden verfabren werden. den fteifen, fhiveren und lebmichten oder folhen, die viel Unfraut ergeugen, mufes ungleich ôfter gefcheben, als auf den leichten dünnen und fandigen, deffen in- nerve Theile die beifen Sabrspeiten ju leicht ausgetrodnet iverden, Benn man bebacen will, fo muf der Mer mwedcr ju trocfen noch ju feucht fenns je- do bat man diefe Vorfidt auf fhwerem und anbaltenden Doden nun befondérs ju beob- achten.***+) Dei dem Hacen felbft tard in den Beiten, wie dic tuciten Fwvifhenräume im Gebrauch waren, angerathen, von ben Doden der Reihen oder Crhébungen, auf welchem die Pflanzen wachfen, guetft abjubacéen, eine Éleine Crbobung in dem 3wifhenraum ju macen, und an den Geiten Éleine Minnen ju laffen, um zur Mufnabme der Feucbtigfeit und môglichft grfter Diofftellung der Erde gegen die Suft ju mwirfen, Da dies nicht ju tief gefchehen oder daf man dabei den Pflangenteiben nicht zu nabe Fommen müffe, um von den MBurgeln etvas abjubacen und fe au ibrem Machtheil ju entblèben, verfteht fich von felbff. Man glaubt auch in febr cbenen Sagen, burd biefe Fleinen Crbôbungen die Pflangenveihen ju fhüben, die MBurjetn troc£ner zu balten und die Birfungen des Froftes minder verderblidh zu machen, Es feint jeboch ein befferes Serfabren ju fepn, twenn man in den ffrengen Sabréciten die Œxde an die Pflangen bringt und fie fo beffer gegen Groft und Site fhübt, Man ficht leicht ein, daf wenn man auf den leichtern Bodenarten nur mwenig Érde um die Vurgeln âfr, fle leicht in der Bintersgeit abfrümelt; und auf fteifem Doden ffebt zu beforgen, daf die Fleinen oaneten befindlichen Minnen das Gtillefteben des MBaffers im Minter betviren und daber eine grôfere Râlte erregen, Dm Brüblinge werden dann biefe in den Sroifhenräumen gemachten Erho- #) Darwins Phytolopia.**) Tulls Horfe hoeing Husbandry. ch. IX.; und bie Abtheilung von der Dracdhe. 0 Amos op Pspauder, Erfer Theil. Uu CQ peau LP NEETE 338 Œilfte Abtheiling, Erbôbungen auseinander gefpalten und mieder an die Dflangen gebracht, tele dur die Mürbheit der Crde der Grucht mebr Mabrung und Unterbalt gemäbren fol. Derfeibe mürbe und ffaubartige Zuftand der Erde Fann jedoch, obne die Buryeln der Pflangen in Gefabr zu feben, durch ôfteres Durch- oder Umbacden, obne jene Éleine Erhôbungen in den Zwifhenrauz men erreicht tverden, berdem Éônnen auf diefe Veife die MBurgelfaden gar feicht befchä- digt, und fo der Machsthum der Frucht gebemmt und verfpâtet iverden, Obgleich es febr wabrfheintich ift, baf der grofe Vortheil des Sacfens bavon abbänge, daf es febr forgfältig und zu folcher Seit, vo die Grucht guerft abnimmt und des Veiftandes be- darf, gefchebe, fo feblt es doc) vielleiht noch an befriedigenden Verfuchen, die in der Rücé- fiht gemacht find, um über die Erfcheinungen in verfchiedenen Fâllen mit der Preciffon aufë eine ju Fommen, die der Sandtvirth) bedarf, um fi gegen folche Mirfungen beim Mnfange feiner Operationen zu verwabren., Es iff indeffen mob nôtbig, daf das Debacfen im Herbfte früb genug gefchebe, damit fich die Grucht in den Voden vor dem Yinter gut eintvurzeln Éônne, und man das Bebacen im Grüblinge fo anffelle, daf der Bachsthum des Unfrauts gebindert und der Dobden jum Gortfchiefen der Rronrwurgeln gefhicft merde, Dies Fann nach Umffinden entieder im Mary oder April gefchebn. Da, two man MBeizen fo frübe gefñet bat, daf er noch in Perbfte bebacft werden Fann, muf dies alfemal einige Seit, ebe der Groft cintritt, beverf- féelligt worden fepns denn wird dies zu febr bis ju einer folchen Seit verfthoben und der Boven um den MBurjeln ju lcicht gemadht, fo werden fie mäâbrend des Thaumvetters und des heftigen Megnens im Minter leicht ausgeriffen.*) Das yweite oder das Grüblingsbebacen Fann ju verfchiedeneh 3eiten, je nachdem der VBobden naf oder trocfen ift, und die Befhaffenbeit, das Yusfebn und Gortfchreiten der Grucht es erfordern, gefhebns je früber es indeffen nach dem Grofte gefchehen Fann, defto beffer ift es; vorausgefest, baf der Doden binlänglich feft if, um das bei diefer Operation gebrauchte Bieh au tragen, obne baf der Doden auf irgend eine Boeife dabei leide, Das verfhiedentlihe nachberige Debacen muf nach ben befondern Limffänden des Do- dens, der Grucht und nach den Cinfihten des Merwirths, fotwobl in Sinficht auf die fchicéliche Beit als auf die dftere Bicderholung angeftellt werden, Menn der Mer geborig gubereitet ge- wefen, fo ift ein bdrei bis viermaliges Sacfen binreihend,**) Es muf jedoh febr forgfültig ir dabin *) Dei der Drilleultut mit nâbern und gleid entfernten Meiben bat man das Bebacden vor Winter Wobl gang aufacgeben.€s fheint unnü& zu feyn und leicht nadtheilig werden$u fônnen. Sn einem frudtbaren Serbite treiben die Dflangen obnebin genug; bei früben Broft oder ffaréer Ne gebt es nicht. DEN DS US ##) Getreide braucht felten mebr als stweimal bebacft ju werden. Yuf gâben Thonboben, mit Jnbegriff des Ocarrificivens, dreimal. C6 môgte denn fepn, daÿ ein Siflagregen das Land micder feft gemacht bâtte, wo aflerdings ein aufGerordentlihes Debacen febr nüglih feun wird. NPD 02e Anbau des Aderlandes, 339 babin gefeben merben, daf bie Vegetation des Unfrauts niemablen ju ffart fortrü£e, fo baf der Mcfer auf ivgend eine Art erfchôpft und die Frucdht befdédiget merde; auch tu man den Doden nicht zu feffe und art twerden laffen, um die Cinwirfungen des Thaues und der At- mosphâte zu bindern, da in gemiffen Dodenarten und febr trocénen Sabrszeiten auf diefe Meife viel Nactheil entftehen Fann, twenn bie Gruct nicht gebôrig gepflegt if. Uno eben desbalb mag es da, to der Boden betradtlidh ausgefogen ift, nothivendig werden, ibm in einer fpôtern DPeriode eine Hufloerung zu verfhaffen, un ibm que Bollendung der Frucht frifhe abrungs- theile guzufübren. Auf fivengen und naffen Bobden wird das Verfdhieben des Debacfens im Herbft deshalé gefäbrlich, tmweil folcher Aer nachber ju Flautfhig wird, um bies auf die vollfommenfie MBeife au verrichten, Vor dem Brüblingsbehacen iff ein leihtes Eggen und Maljen nidt ju veriverfens es mu aber mit Cinficht gefhebn. Das Debacen gefhieht nach den befondern Uinffänden der Grucht auf verfchiedene MBeife, Dei Korn und fleinen Saamenaiten, welche mit engen Siwifchenräumen gedrillt find, gefchieht diefe Operation mit Handbaden, oder folhen MBerfzeugen von der Pferdelacenart, deren Hacfeifen nach dem Mbftand der Meiben eingerichtet find. Dei Sülfenfrüchten verfchiede- ner Art aber, und alle folchen Pflangen, die mit beträchtlichen iwifthenräumen gebrillt werden, find grôfere und ftürfere MBerfjeuge twirtfamer. Der eingefübrte Gebrauch der Handhade, um die Erde gifchen den Neiben gedriliter Grüdte durchuarbeiten, wurde als eine grofe Berbefferung der Tulffhen Methode ange- fehn. Die zu engen Diftangen gebraudter Handbaden”*) beim MBeizen und bei den Erbfen find etiwa 6 Sell breit, und die que Gerfte ettwa 4 Zoll. Mit diefen MBerfjeugen werden nicht nur die oberflächlihen Theile des Dodens gwifhen den Rornreiben wirtlih umgefebrt und das Unfraut entwurgelt, fondern auch der Machsthum deffelben verhindert, indem die Erde gegen die Triebe der Pflangen gebâuft wird,**) Die Methode des Handhacens bat Gelegenbeit gegeben, mebrere Mciben zu gleicher Seit zu bchacden und gmar vermittelft einer bagu erfundenen Pferdehace: eine Methode, wel- ché unfireitig(éichter und minder foftfpielig if, und two das Æreten der Pferde gtwifchen den Dflangen, da, two es nôthig ift, Feinen mefentlihen Schaden oder Mactheil Bringt,##*) llu2 Der *) Mr. Cook, Halkom. Norfolk.#*#) Darwins Phytolopia. p. 438. #XX) Der Auftritt des Dferdes if bei den meiften, twelche die Arbeit nicdjt gefehen baben, cin Pauptein: wutf, den fie dagegen macden. Mir fomint diefer Einwurf, ben ich fo oft gebôrt babe, immer lacherz li vor, fo ba id ben, der t6n macht, fragen môgte, 06 er wobl ein Rornfeld fenne?— Dafÿ auf jedbe 6 Suf Dreite ein Dferd bevüber gebe, was fann das dem jungen Getraide, teng der Dobden trocen 340 Œilfte Abtheilung, Det Bortheil diefer Methode nber die des Handbadeis Muf offenbar in der grôfern Sraft den DBoden aufjulodern und tiefer ju gebn, fo wie in der môglihft regulâren Mrt des Debacfens beftehn. Bo das Handbaden recht im Gange if, tie in den Ocgenden, to fih das Otecfen des Getreides verbreitet bat, da bat man verfchiedene Fleine Sandhacden, Die alte vicrecige orm der Handbade bat nun in den meiften Geldivirthfchaften, einer fhiwerern und twirÉfamern Einrihtung Plab gemacht, wodurdh das Baden, befonders in leichterm Doden, nicht nur fohneller und twobifeiler, fondern auch in grôBerer Tiefe beftelit wird, Sn Micfiht auf diefe Grundfabe und daf mebrere Meiben zugleich gebact werden fônnen, bat ein einfichtsvoller Sand- wirth neulidh ein febr nübliches MBerfjeug der Art erfunden, mwelhes drei Meiben mit einem male bacft, und nach den damit intenbdirten Ziwecfen verândert werden Fann,*) Die Druftfhaufeln werden auch von cinigen erfabrnen McFerroirthen als meit nüblicher Bei enggedrillten Korn, bdenn die gembnlihen, empfoblen, da fie leihter und vollfommner bacfen, Die bdreietige ae, tweldhe die Spibe eines ibrer MBinfel nieoermärts bat, wird in dem Musdüinnen und Musfesen, namentlih der Mübenu, forwobl beim Drillfäen als bei der MBurfausfaat febr nüblidh befunden., Cin febr edler und einfichtévoller Befdrderer der Merverbefferungen bemerft in einen neuern Berfe, daf die Portugiefen, twelche im Gebraud der Handbace ercelliren, ein Bert- jeug biefer Art haben, das vermôge feiner Shivere und conifchen Geftait, und bei feinem leichten und Furgen Sandgriff febr tief bacét, obne der bacenden Perfon viel Mnftrengung zu foffen. bedienen fich diefer Sacfe, um das frenge Sand ibrer MBeinberge umgubrechen, welches mit unfern gemôbnlihen Sacfen nicht ju berverfftelligen if, Der Berfjeuge, um durdh Handarbeit die Grucht ju reinigen, gicbt es febr twenige, und fie beftchen bauptfächlich in einer rt von ange, die als ein Hebel tirft, Handgriffe von 2 oder 3 Su Sänge bat, woran man fie Dâlt, und verfchiedene ftarfe Unfrautsarten, als Rlet- ten und Difteln, damit aus dem Doden gu beben, die man fonft nicht fo leicht ausjâten und an die Seite fchaffen Fann,**) Um troen ift, fhaden? Auf feuchten Voben Bat man cine Einrihtung, daf bas Pferd, menn er anbders in 5 bis ofüfige Decte gelegt iff, iweder mit der Sâemafoine noch mit der Dferdebace aufs Dect trete, fondern nur in den Suvchen gebe. Diergu gebôrt aber allerdings grofe Genauigfrit. D. 00. *) Lord Sommerville Syfiem of the Board of Agriculture. p. 156. XX) Man fann fi ein foibes Snftrument freilidh leicht denfen. Snbdeffen twünfchte ich, baf das Original Piervon gerade cine Bcibnung gegeben bâtte, da e6 aud sum Uugrauten von allertei Gefiraucdh nüslich feun fann. PIRE NNENE Ton Anbau des Acerlandes, 34 Lim den MBabsthum der SaamenunÉräuter zu verbüten, bat man, fo iwie die Difiricte find, verfciedene Methoden; in einigen fucdht man Dies dadurch qu erreichen, Daf man den Doden alle drei oder vier Gabr in den beifen Sommermonaten der ausdôrrenden Gonne biog- fellt, baäufig pflügt und ijm neue Oberflächen giebt;*) in andern durch Abwecdhfelung des Rorns mit grünen Grüchten und durd) das fleifige Bebacen detfelben twâbrend ibres Bachfens. Die leftere Methode ift unflreitig die beffere, da afsbann der Doden nidt lange in mâfigem Buffande bleibt, Gin neuerer Scbrififieller macht Diebei bie Demerfung, daf man in Dém Difirict, welchen er befchreibt, auf fandigem febm dies dur Bebjacfen der Erbfen, Bicen und Mhben bemerfftellige.@obald die Erbfen oder Micfen von dem Doden meg find, fo wird der Mcfer gepflügt und geegat und das Burgelnunfraut verbrannt, naddem es vorher gu- fammengebarft worden. Auf diefem vom Burjelunfraut befreictem£ande terden Rüben ge- fâet und bie Saamenunfrâuter dur tmwiederholtes Daden gerfidrt.**) eine gebdrige HufmerÉfamÉeit auf die Befhaffenbeit der Brucht und ijre Neibencultur, vermôge twelcher fie voliffändig und wiréfam bebact wird, ift es mabrfcheinlich, daf der Bachsthum des Unfrautes in den mebrften Sâllen unterdrücft merde, ohne dbaf man nôthig babe, zu irgend einem andetit foftbaren Berfabren feine Suflucht gu nehmen, Gelbft bei der breitwürfigen Cultur fann die grôfere Mufinerffamfeit auf die Srucbtfolge und ein freier Gebraud der Handhace das Bachfen des Unfrauts und die nachtheiligen Golgen deffelben verhindern, fo vie der Doden dadurdh jur Erzeugung aller Grucbtarten befonders gefchicée fird,- Die Hand- und Brufthacée find aber felten, aud nur auf dem feichteften Doden, tir fam genug, Da fie nicht tief genug eindringen, wesbalb bie Pferdebacfen immer mehr in den Gang fommen, daf die evftere Art in jedem Galle untvirthlidh ift, da mit den Pfer- debacfen ungleidh mebr ausgerichtet werden Fann, fo verdient die lebtere in alfen Kûllen, two der Doden und die Frucht es geftatten, vorgezogen zu werden. Man findet den Vorjug der Dferdebace darin, baf die Drucht ein tweit fchôneres Mnfehen datuacdh befommt, tweil man ju gleicher Seit cinfiebt, baf tiefes und volfiändiges Rübren des Dodens immer als febr wobf- thâtig für das Wachfen der Grucht vorgegogen werden muf, Um enggebdrillte Grüchte zu bepferdebacen, leiftet die der Cooffchen Drillmafhine bei- gefügte Pferbehacfe auf den mebrften Dodenarten fehr wiréfame und gmecmaäpige Dienfte, Eben fo nüélih für enge Siviféhenräume und mürben Doden ift die ffellbare Pferdehace, welche Derr Amos erfunden und die fechsfchaarige Pferdehacte,***) Die erflere bat den Bor- ag *) Giche die Abtheilung von der Drache. **#) Middletons View ofthe Agriculture of Middlefex, ##*) Amos on Drill- Husbandry. 342 Eilfte Abtheilung. gug tuegen ibrer flellbaren Saare, vermôge melcer fie innerhalé 12 bis 30 Solf nad Erfor- dernif geftellt werden, mitbin ben Boden in deu Siwifhentäumen in jedem Mbffand innerbalb diefer Grengen bearbeiten Éann,*)+) Die fehsfhaarige Dferdebace Fann ju den Getraidearten in Fleinen Diftangen von 9 Soil, teil fle fi nach den DMeiben ftellen làft, ebenfalls gebraucht werden, Cben fo bei der Bereitung des fteifern, Fiefichten und fteinigen Dodens oder folchen der vom UnÉraut leidet, indem man ffatt ber breiecigen Sacfen, Pflugmeffer einftellt. Diefe Pflugcifen find fo einge- richtet, baf fie den obern Theil der Erde fhneiden und gertheilen, mäbrend der untere febr wiréfam gerübrt wird, Um bdies in eingelnen Güllen ju betverfftelligen, empfieblt berfelbe practifthe Sandtvirth den Gebrauch des fleinen Motheram: Pfluges, oder eines gemobnlihen Pfluges irgend einer Gegend, der nach einem Fleinern Maasftabe mit einem breiten Pflugeifen gemacht if. Auf fleifem Doden, wo breite Swifchenräume angebracht find, Dâlt er folhe Dflüge ganz vorziglidh pañlih. Ein anbderer nüblicher befchriebener Dflug, ift der mit gmei beweglihen Gtreichbret- teen, tmwodurh nicht nur viel Arbeit Befchafft wird, fondern auch bie Erde in dienliher Hôbe für die Pflangen aufgeworfen werden fann. Alle diefe Arbcit, glaubt aber ein gefchicter Scbriftfeller über Sandwirthfhaft, mit dem gemwèbnlihen. Shrwvingpfluge verrichten ju Fonnen,**) GOegen die von Tull, Chateau- vieux und andern@chriftftellern empfobine Art des Pferdehacfens, mact er aus verfchiede- nen Gründen Cinwürfe. Da bei der erffen Operation die Erde von den Pfangenreiben abge- bracht wird, fo iwerden die Burjeln entblot und erponirts die fhmalen Streifen, auf welchen fie dann ftchen, tuerden durd) Gonne und Mind ju febr ausgetrofnet und die Vegetation ge- flèrt, man mag auch alle Vorfichtsregeln dabei anwenden, nicht ju tief oder gu nabe an die DPflangen zu fommen u. f,. mw. us biefen vercinten Umffänden gebt dann bervor, daf ein gro- fer Theil des Dobens nabe an der Stelle, wo die Pflangen wadfen, unberübrt bieiben mügfe, wenn man diefe nidt grofen Gefabren ausfeben folle, und daf daber vom SHacen Fein fo grofer Vortheil zu ertvarten(en. Die gweite Operation, Die Erde wicder an die Meiben gu bâufen, gefhieht getwôbnlich vermittelft eines boppelten Gtreichbrett- Pfluges, tweldhes in der Mitte gwifchen den Neiben Durch #) Man febe die Abtheilung von ben Geräthfchaften. +) Auferdem daÿ bicfe ffellbaren Pferdehacfen mit mebreren Sdjaaren febr serbredlid und trafic fin, fann die Breite der Œifen nicht verfchiedenen Diffangen gugleich angemeffen feyn, und fie laffen alfo bei entferntern ju viel feben. ch balte es alfo für rathfamer, für jebe Diffang, worin man Srüchte bauen will, eine befondre Sacfe mit paflenden Œifen ju Daben, die man aber in daffelbe Geffell cinfesen fann, 2 0 D: F **) Anderfons Recreations. Vol. II. Anbau des Aderlandes, 343 burgeht, um die Fleinen Erbôbungen gleichfdrmig zu gettheilen, und an jede Meibe cinen Theil zu bringen, dicfe MBeife wird die lofe Erde, tmwelche bei der vorhergehenden Opcrae tion von den Meiben abgebracht wurde, nun tieder mit einem Theil der Erde aus der Mitte an die Meiben gehäuft. Œs lâft fih daber einfeben, daf nur ein Fleiner Æbeil der feften Erd- theile auf diefe Beife gerübrt merde, und daf die Geucht nur wenig Vortheil im Berhaltnis ju dem, bavon gieben fônne, mwenn bie verfchiedenen Theile des Dodens vôlliger und twirffa- mer gerübrt werden. Un ba das gange Gefhüft diefer Wvt qu bacfen in der blofen MBieder- bolung der einen ober andern obigen Operationen befieht, fo folgt baraus, daf viel von dent Doben ungerübrt bieiben, mitbin nicht für den woblthätigen Cinfluf der Atmosphâre und deren fruchtbringenden MBirfungen empfanglidh werden müffe. Um iveiter noch die Febler jenes PferdehacFenfoftems in ein noch belleres Sicht zu feen, und die Vorgüge des gemeinen@chiwingpfluges bDiebei darzufiellen, bat der eben ertvabhnte Schriftfteller feine Defchreibung der verfchiedenen Berfabrungsarten mit Siguren und Seichnun- gen begleitet. Die vollfommne Art der Hacfcultur, die vermittelft des gemeinen Pfluges ohne Räder, wenn er auf die angewiefene und erflärte Art gebraucht wird, macht, Daf bie Pare gen fo Éraftvoll fortivachfen, als unter andern Lifténden nie gefheben mwürde, Der Doden tir immer feuche erbalten, fo baf die Bltter in der trocfenfien Gabrsgeit das lebhaftefte Grün geigen, und fit in folder Sânge ausdebnen, befonders$Robl und Rüben, bdaf fie fi einander bebecfen und man die Meiben gar nicht mebr unterfcheiden Fann. Um fie aber fo ju bemirfen, muf man diefe Operationen befchleunigen, und dem Boden, ebe das Pacden vorben ift, vollfommen gepufvert haben, bamit nadh der Zeit die ABurgeln vôllige Greibeit erbalten, fi in der für fle aufgelocerten Erde auszubreitens, auch daf die Pflangen nun den môglichften Grad ibrer Vollfommenbeit erreihen. Der Erfinder diefer Methode bat fie 20 Jabr getrie- ben obne eine andre qu gebrauchen, und er ift immer von ibr befriediget worden, Jucdh andre baben fie als eine grofe Berbefferung des mechanifhen Theils der Acerbaufunft Fennen gelernt, man bat fie ebenfalls für den Suerrobrbau in Meftindien paffend gefunden. Vermôge bdiefer Rethode wivd die Gruct nicht nur üppiger, fondern ift den Gefabren der trotnen Sahrsgeit minder ausgefegt; der Acer fann lânget tragen, obne erfhôpft ju werden, und bie Ovperationen des Pflangens werden in fclechter abrsgeit leichter beendet; aufer daf noch die Gcefahr des MBurmfrabes betrachtlidh gemindert wird,*)+) Srucht- *) Recreations in Agriculture etc. Vol. IT. p. 345. F) Unfer Berfaffer bat das mit den meiften englifhen@chriftftellern gemein, daf er bie verichiebencn Qrten der Drilf: und Pferdehaencultur nicht fharf genug unterfcheidet. Das Getraidedrillen und Dfevdehaifen in engen SBiwiféenräumen von 9 bis bôchftens 12 Boll, it ettas gang anderes, als das Dearbeiten der fhmalen Deete, morauf TEull und andere die Früchte in Meiben feñten. Ait lebtern fomnt aber der Dferdebacenbau des Robe, der Rartoffein u. f. w,, mehr Hberein. Auf es Œilfte Abtheilung, S+ HN OF WE DUT L Die gefhictte Mberndtung des acferbaren Sandes, ift eine für das ntereffe des Sand- sicths âuferft widtige Sache. Daf fie gang befondre Mücficht verdiene, iff für den Sanbmann tegen der dadurch feit 20 und 30 Yabren erlangten Vortheile ausgemacdt. Man bemerft auch, daf, wo fic eine gute oder fclechte NBirthrchaft findet, fie in ibren Mefultaten von dem guten oder fhlechten Gruchtwedfel mehr als von irgend einem andern lmffande abbânge. Œben fo findet man bei fchlechtem ruchtiwechfel feinen Difirict, ber in guter Œultur mûre, Daber aber felten einen Doben bei guter Gruchtfolge, der von flechter Bewvirthfchaftung geugte.*) Da, wie tir bercits gefeben haben, verfhiedene Pflangen und Fruchtarten nicht nut ibre befondern Mabrungstheile in getviffen Proportionen que Vermebrung und Bervollfomm- nung ibres Wuchfes aus der Erbe zieben, fondern aud verfchiedene Sagen und Defchaffenhei- ten des Dodens verlangen, fo muf fih der Gruchtwecbfel nach den eigenthümlidhen Befchaffen- beiten des Dodens, fo ivie nach dem Suftande des Mers und na feinem Elima ridtens und da einige Gruchtarten den Doden, auf welchen fie achfen, minder verderben oder erfhopfen als andere, fie es befanntiid mit manchen fogenannten grünen Srüdten, im Bergleid mit den meigen oder Getraidearten der Fall iff, fo muf man dabin feben, fie fo mit einander ab- wechfeln ju faffen, daf der Boden fo twenig wie môglih Aacbtheil davon foûre. ift es aleichfalls febr nüGlih, auf cinige andere Linftânde qu merfen, daf man nämlidh folche Arten grüner Grüchte einfübre, welche vermittelft des Schattens ibrer Diâtter und der Cultuvart, tmelche fie erfordern, den Doden von linfraut reinigen, und in einen mürben, gum guten Rorn- ertrag fäbigen Buftand bringen, twoburd die Mothwendigfeit des untvirthlihen Verfabrens ju Érachen, bedeutend vermindert wird. Da ferner bie meiften Dodenarten, wenn fie fange Seit Korn oder Gras getragen ha- ben, fic verfchlectern;— im evftern Gall, teil der Roblenftoff qu febe erfchopft if; und in dem Auf lesteres beyicht(id nun bas, mas aus Anberfon bier angefñbrt iff. Diefer fagt nâmlich, eg taugt nidte, die Erde von beiden@eiten der Dflangen abyupflügen, und fie in der Mitte der Zi: fhenvaume in einen Æamm gufammengulegen, dicfem demnahff gu fpalten und die Crde mwieder an die Dilangenveiben angubringen, wie Tull und andere vorgefchrieben haben. beffer iff es, mit einem gemwôbnliden râberlofem Dfluge die Erde erft an der einen Seite der einen Dflangenreihe twegsu- nebmen und fie auf die andre cite der andern Reibe su werfen, fo baÿ jede Meibe auf ciner eite ab: auf der andern angepflñigt if. Sad) einiger Beit wiederboit man dies denn umaeÉebrt und iwvirft die augepflügte Evbe und noc etiwas mehr gurüct auf die Seite, wo fie sum erffen Male iveggenommen mar. Dies wird beun fo oft als nôthig if, wicberbolt. Sd glaube cc bat barin Hccbt, aber zuleñt mürde id bo ben doppelten Streihbrettépflug gebrauchen, um aus der Mitte die Reiben noch mehr anguhaufen. 2 DS *) Young’s Annals. Vol. XXIIJ. os Awbaur des Aderlandes, 845 dem fetern, teil das Moog und andre fhädliche Begetabilien gt febe emipor Fotninen— fo if es febr gut, die Bruchtatt, iwelche diefer Doden tragen folf, qu verândern, und ijn, nachdem et aus dem Grafe aufgebrochen ift, eine Bcitlang unter dem Pfluge zu balten und ibn zum Gras- tragen ticder berguftellen; da auf diefe IBeife vermittelff des Düngers die feblenden Stoffe er- fegt und die fhäblichen Pflangen entfernt werden. Dei der Fructfolge bat man gleihfalls auch dies immer ju beachten, af eine folhe Mbtoecbfetung von grünen MBureln, Erbfen, Dobuen und Kornfrüchten gemäblt merde, die nicht nur den Boden am beften in Orbnung erbalt, fondern auch den MBünfhen des Sandwirths, in Hinficht auf Verfauf fowobl als auf einen bintânglihen Sicbftand jur Crlangung des nothi- gen Düngers entfpreche. Bei der Anordnung der Gructfolge auf jeder Dodenart iff es eine Hatptregel, nicht gmwei Grüchte gleicher Mrt auf einander folgen gu faffen. Mr. Arthus Poung fand, daf, obgleich gmei oder drei meife Grüchte auf einander den DBoden febr erfhôpften, Sartoffeln in die- fer Rücéfiht noch ftärfer wirften, färéer als Gerfte, und in einigen Süllen gar ftürfer als ABei- gen den Doden ausfogen. 1) Die Nefultate eines feiner Berfuche find fo fonberbar als intereffant, Da fie nicht nur die Bortheile der Abwechfelung mit verfchicoenen Gruchtarten auf verfchiedene Art zeigen, fon- dern auch die ABirfungen mancher Xotationen, fotvobl guten als fhlechten, auf den Boden und deffen Œrtrag. ie würden indeffen genügender fepn, mwenn die Defchaffenbeit des Mcfers es geftattet bâtte, Rüben und Robl auf dem Doden vergebren ju laffen, da fi, twenn dies nicht gefchiebt, eine fihern Schlüffe ergebens denn obgleich eine verbältnifmäfige Quantitât Dün- ger auf den efer gurücé gebracht werden fônnte, fo fheint die Antvendung deffelben auf biefe IBeife doch fo wobithâtige WBirfungen nid bervorzubringen, als ivenn er nach und nach, wâb- vend ber Scit bcim Guttern des Viehes mit folchen üpyigen vegetabilifhen Œubftangen, den Mcfer beigemiféht mwird. find denn doc) die Iirfungen des Urins und der Musdün- fung, die befanntlidh ue Berbefferung des Crdreichs fo viel bcitragen, aûnglid verlobren,**) Micen, *) Annals of Apriculture. Vol. XXII. *#) Dies iff ein grofer aber ein febr unvoliffénbig evsäblter Berfuch von Doung, aus teldhem fi nidts fchliefen laft, tweil er nidt angiebt, ob und mie das Land gedûngt worden. Cr tard angeftellet, um qu erfabren, twelche Sructfolge gerubetes, ur IBcide gelegenes Land am twenigften erfchüpfe. Dann bâtté aber gar nicht, oder dod) febr gleichmafig gedüngt werden müfflen. Young fagt aud nivgendg, daÿ es gefcheben fey, aufer einmal, dañ, Menn er 30 Sons Mengedünger rene, bei den Rartoffein Berluft wäâre. Jar ev ju bdicfen nur allein gedüngt, oder bat ev in jede Hotation eben fo Erfter Theil. LA vice pere ga abainers ré ÿr Mo Cu CNE.“TASSE LG agp nom= ; en 346 Eilfte Abtheilung, Bien, Rlee und andre Fünftlihe Grasarten bâtten gleichfalls eingefhbrt werden fol- Len, teil burd folhe Grucbtarten die Motationen nidt nur mehr Mbwechfelung befommen bât- ten, fondern auch die Birfungen der verfchiedbenen Combinationen deutlich erforfcht twâren,*) Um aber die vollffändigfte Ueberfiht der Birfungen von den verfhiedenen Motationen au geben, fo müffen fie auf Dodenarten von verfhiedener Defchaffenbeit, in Hinficht auf Erd- reih, Clima und Sage verglichen merden, ifte Rotation odet Umlauf. Stuchtfolge. Crtrag. Berth. Pf. So, Pence. 1, Dobnen 3 Ots. 1 Pufh. 4 5— 2. Xüben 8 Tons 6 Eentner 1.279— 3 Beizen 2 Ors. 5 Dufhels SUFUTE— 4.$artoffeln 234 Dufbels HE— 5. Dobnen 3 Ors. 4 2— 6. Beigen 3 Dre, 3 Dufhels 7 5— DOME— Sabrlich Aix 16 2 2te vie Dinger gebrabt, und to bat er ibn bingebradt? Oôer fol e8 nut fo viel beifen, baf er bie $vaft, tvelche im Acer ffefte, den Rartoffein gleid 30 Tons anfhlagen müffe, tweil fie im magern Boben fo viel wütden gefoffet haben? bdies fheint mir beinabe fo.— Er gicht aus biefen Berfuchen befonders ein ungünftiges Refultat für die Rartoffein. Abe theils finde ich das in denen Iotationen, to fie nidht ju oft vorfommen, in Sinfidjt auf die folgenden Grüchte nidt: theils war der Doden auch wobl ju ffrenge für diefe Srucht und ibr ŒErtag daber mebrentheils nidt grof, und endlich fdhlägt ex fie in Berhältnif der übrigen Früchte su geringe nach Gelde an. Gerfte tar denn doc immer gut nach$Rartoffein; MBeisen freilih nicht. Der chrlihe VPoung wird qu leicht leidenfchaftlih für oder Segen etwas cingenommen. Jier if ev es für die Bobnen und gegen die Rartoffein; er erhebt erftere auf Koften der lebteren. twarum bat er nicht einen cingigen Berfud mit mebreren Getreidearten nad) einander? weil er den Erfolg fhon für-entfchieden ielt, und die Kraft für diefen ju Grafe beftimmten Voden erbalten, es nur dburd die Deacerung von allen fchlechten Dflangen veinigen twolfte. np dx *) Der gefheide Unternebmer bicfer Berfuche bemerft, daf alle Merarbeit mit ben gawôbnlidhen Teré: geugen verrichtet, daÿ die Srucht, in alfen 36 Sruchtfolgen gant genau abgefondert geerndtet und ge drofchen worden, um alle Berivechfefung und allen Grrthum ju vermeidens und daÿ fie Acremweife zur Erleidterung der Rechnung berechnet worden. Sn der Shakung wurde alle das Strob eines Acre zu 10 Otb., und die Grucht wurde gleichfalis gefchât, damit das@chivanfende des Dreifes feine ivrige: Soblüffe verantaffen môgte: Miben à Ton 4 Sb., Robl 5 Sh., IBcigen der Dufbe 5 Sh., Gerfte 2 Ch. 6 P., Bafer 2 So, 3 D, Bobnen 3 Sh., Rartoffeln 6 D. SE Anbau des Aderlandes, 347 2te Rotation, Gruchtfolge.. Crtrag, Berth, À Pf. Sd Vence, 1. Dobnen 3 rs 1 Pet 4 2 9 2, obl 61 Tons LAT2 76 3. MBeigen 2 Ors. 5 Dufbels ARE ce 4.$obl 7 Tons LOS jo 3. Dobnen 3 Ors, 7 PBufbels Sue ai 6, Beigen 3 Oise, 3 Dufbels 7 5 0 25 13 3 Sabrlich 4 5 6: 3te Notation, Sruchtfolge, Ertrag. Berth. PF Sd DPence, 1. Dobnen 3 Qrs. 1 Dufhel 1 Pe 4 5 9 2. Rartoffeln 150 Dufhel 2 da Eh 3 Beigen 2 Qrs. 21 Pufhel 5 2 6 4 Sobl 52 Tons 1 7 6 5. Dobnen 3 Qrs. 5 PBufhel#27“+ 6. Beigen 3 Os. 1 Bufhel CE us / nie 26 2 9 Sabrlich 4 7 LE Der Verfaffer bat manche fehr nübliche Demerfung bierüber gemacht, die der Sefer in môglihfter Rürze hier erhûie. Die YVirfungen der obigen Motationen fübren zu verfhicoenen Sclüffen. der erften twaren 4 grûne Sradfrücbte gegen 2 tweife oder Rornfrüchte, der Vortheil war gering, aufer daf der Mer in gute Cultur Fam und vollfommen rein ward. Yn dem Ertrage des neu aufgebrochenen Sandes tar in Mücfidht auf Quantität nihts Vorzüglihes zu bemerfen,- gezogene und vom Aer weggebrachte Müben waren nicht vortheilbaft, Meisen nach Müben swar im Gangen nicht fonderlih, aufer wenn die MRüben vom Voden abgefuttert und diefer feft getreten war,&Rartoffeln feinen ju erfôpfen, und der Verfaffer fübrt an, wenn er den an- gemwandten Dünger zu 30 Tons Mengedünger vom Hofe rednete, die Bructfolge nicht rathfam fen, der Berluft an den Rartoffeln würde nicht unter 5 Pf. fepns eben fo menig würden bic Müben einen Vortheil bringen, der die often des neu aufgebrochenen Sandes für die erften 6 Sabre aufiviege. £Y 2 Die 348 Eilfte Abtheilung, Die gmeite ift als eine vottheilhaftere Sruchtfolge angegeben, iveil feine Rartoffeln darin votfommen: und fie geigt, baB, twenn gleid Robl ohne Dünger auf folchem Bobden nicht mit Bortbeil gebauet werden fann, er desbalb vorgüglih nûbe, tweil er den Acfer fo auffacfere und teinige. Die Güte der Rornfrucht bemeiff, Ddaf er twenig erfhôpfe, und baf es bedeutend fer, nur tenige weife Grucht in den Motationen zu haben. Die dritte geigt die Mothwendigeit ju Rartoffeln auf allen Bodenarten zu düngen, ausgenommen den fetten und trodnens mit nur 2 weifen Srüchten in 6 Gabren fcheint das Sand obugeacbtet der Kartoffeln fchneller verbeffert zu werden, Die Güte der lebten Beienfrucht in Vergleich mit der erften geigt die Boryüge des $obls und der Vobnen über Dobnen und Rartoffeln, indem er den Doden locert, reiniget und ur Aufnabme des Weijen befonders gefchicft macht, 4te Rotation, Sruchtfolge. Etrtrag. Beth. DE Sd Pence, 1. Dobnen 3 Ors. 12 Dufbel 4 5 9 2, Dobnen 4 Ovs. 2 Dufhels 5... m2 ts 3. Yeigen 2 Ors. 34 Dufhels 5 7 6 4.$obl 61‘ons 1 12 6 5. Dobnen 4 Os, 5 6 ee 6, Aeigen 3 Qts, 1 Dufbel 6. 15= 28 18 Sabrlich AIS 6: ste Notation. Gruchtfolge, Ertrag, Berth, PF Sd Pence. 1, Dobnen 3 Ors, 2 Pufhels 4 8 EE 2, Gerfte 3 Qrs, 1 Pet 2.58 7 3 Leigen 2 Qrs, 2 Dufhels 5— Et 4 Gerfte 2 Os. 2 Pecs ir dE 5 5. Dobnen 2 Qrs, PART— 6, Beien 1 Or, 7 Dufbels 4 5— 22 073= Yäblich Anbau deë Aderlandes, 349. Gte Rotation, Sruchtfolge, Ertrag. MBerth. Pf Sh. Penc. 1. Dobnen 3 Qrs, 1 Drifhel 11 Pecf 4#5 5 2, Beiget 2 Ors, 7 Pufhels 6 3—— 3. Beigen 1 Or, 6 Dufhels 4—— 4 Beigen 2 Êts. 5 2 6 5. Dobnen 1 Or. 7 Dufhels 2: 49— 6. Beigen 1 Qr. 4 Dufbels Cire— 25 15 II Yäbrlid 4 6— Qn der erften eigt fih der Nuben der tiederbolten Dobnen bas Sand qu teinigen, un ann fie mit Robl verbunden worden, fo ift peutlih qu febn, tie die Fruchtbarfeit in einem neu aufgebrocnen$Sande dadurd erbalten tmird, Bergleicht man fie mit der erften Motation, die auf biefelbe MBeife endigt, fo eigen fich gtofe Vortheile in verfchiedenen andern Müdfihten, Qu den beiden lebten ift der Machtheil get auf einander folgender Rornfrüchte befonders ju febn, Der einfihtsvolle Berfaffer bemerft, daf fie zeigen, tie jee Getreideart auf folhen Acfer, welcher frif aus dem Grafe gebrochen ift, gut fortfomme, und daf fie in den erften gmei oder drei Jabren einen verbältnifmäpigen Ertrag geben. Benn man aber die drei leften Sabre mit den drei erften vergleicht, fo ftand das Product in der Proportion von 9 DPf. 14 Sch. 5 Pence zu 14 PF. 18 Sch. 7 P., oder die Hbnabme tar um 5 Pf.; mwâbrend in den vorigen Gructfolgen der Œrtrag bei beffern XNotationen fi vermebrt batte. Der Lnterfchied ift dein- nach unerbôrt. Die Mbnabime an der Gerfte und felbft am Beigen if, obngeachtet Dobnen dayii- fhen mwaren, febr grof. AMuferdem faffen fie das Sano in einem fchlechten Suftande, indem im vier- ten und fechften Jabre des Unfrauts eine folche Menge if, da nicht die Dälfte Dur das Dobnen- bac£en getftèrt werden Fann. Unter diefen Umfiinden bleibt der Mere feine 11 Sch, werth, da er in einigen Yabren vorher woblr6 mwerth war, Dies find offenbar die nacdthciligen Solgen fchlech- ter Notationen, iweil altes Grasland einige Beit bindurdh immer einen guten Ertrag geben Fann. Dicfelben Golgen Fônnen bei eben fo fhlechtem Sruchtwechfel auch auf beffern DBoben ftatt fin- den, Der gute Sandmwirth muf ibn daber auf allen Dodenarten forafältig vermeiden, Die febte Grucbtfolge geigt nicht nur bas fchlechte Berfabren, Rornfrüchte nach einander ju nebmen, fondern baf Vobnen vermittelfé der Haccultur Éeinen Ertrag geben fonnen, auf neu ausge- Procnem Sande, der die Mübe und Soften des Sandtwvirths Lobnte, 7te 390 Sruchtfolge. 1, Dobner 2, Rüben 3. Dobnen 4.$Rartoffeln 3. Dobnen 6. Beigenr Sruchtfolge, 1. Dobnen 2. ob 3. Dobnen 4. Rob 3. Dobnen 6. PBeizen Gruchtfolge. 1, Dobnen z, Rartoffeln 3. Dobnen 4 Robl 3. Dobnen 6. ABeigen Eilfte Abtbeilung, 7te Rotation. Ertrag. 3 Qté, 4 Ton$ 5 rs. 4 Dufhels 234 Dufbels 3 Or, 3 Ors, 4 Dufhels. ste Notation, Extrag. 3 Ors. 1 Pufhel 6 Tons 3 rs. 61 Tous 4 Ors. 2 Dufhels 3 Qrs, 6 Dufhels ote Rotation, Ertrag. 3 Ors. 147 Dufhbels 4 Ors. 61 ons 4 Or8. 2 Dufbels 3 Qrs, 5 Dufbels Berth. Sd, Pence, 2— 16— 16—. 17= Säbrlid #— Berth. Sd. Vence. 5——— 10— 10_— 12 6 Sabrlich +3 NU OA ei Où À À Berth. Sh. Pence. 2— 13_— 12 en D Co FE 6 Säbrlih 4 13 -,, 5 Der Crtrag der erften diefee Gruchtfolge, obgleich nur einmal in den 6 Sabren Korn vor- fommt, ift fo bedeutend, daf er den Machtheil folechter Motationen geigt, befonders ba die Une TE RER Anbau des Aderlandes, 351 Umfiande, unter tmelchen es gctheilt ward, in Mücéficht des durch Hiben und Kartoffein ju den Dobnen zu leicht gemordenen Mers nach der Meinung einiger nicht günftig waren, Dabei bleibt auch der Acer vollfommen rein und fruchtbar. Dies beveift gugleich, daf man durch gefchicte Grucbtfolge, one einen unmittelbaren Nachtheil zu betvirfen, den Acer auf diefe MBeife rein und in Kraft erbalten Fônne. Œs ergiebt fich ferner, daf, twenn Bobnen oder Bei- zen die Grucht des vierten Jabrs auf Dünger, flatt der Rartoffeln gemwefen twûâren, der Crtrag des Gangen no grôfer gewefen fen mwürde, obne desbalb den fer in einem minder fetten Buftande zu laffen. Die beiden lebten Rolgen zeigen, daf, da nur eine Rornfrucht in 6 Sabren war, ob- gleih Robl, twenn er vom Mer meggebracht wird, erfhôpft, drei Bobnenerndten binreichend waten, das Sand gu einer guten YBeigenerndte gu bereiten und dabei in einem guten Stande zu {affen.€s twaren dies daber vortheilhafte Sruchtfolgen und die jugleich den Acer vollfommen rein balten. Sn der lebtern Folge ift der Vortheil wegen der cingefübrten Kartoffeln jedoch geringer, sote Rotation, Gruchtfolge. Ertrag. Merth. Pf. Sd. Penc, 1. Dobnen a OQrs, 4 2 us 2. Dobnen 4 Or. 5 6— 3 Dobnen 4 Ors. 6 Bufhels 6 4— 4.$obl 8: ons 2 2 6 5 Dobnen 4 Os,= 6 ie 6. Beige A Qrs. 1 Dufhel, S ES— DE 15 6 Säbrlih 5 5 11 xite Notation, Gruchtfolge, Ertrag. VBetth. Pf Sd. Pence. 1. Dobnen a Ors. 7 De 4 2 9 2, Gerfte 4 Ors. 7 Dufhels 5 7 6 3, Dobnen 4 Ors. 5 6— 4. Gerfte 5 Ots. 4 Dufbels 7...— 22 5. Dobnen 4 Ors. 1 Dufbel Gi 9— 6. YBeigen 3 rs. 5 Dufhel@ 1*= hr 3 Vabrlich S: 419 4 352 Cilfte Abtheilung. r2te Rotation, Sruchtfolge, Crtrag. IBerth. Pf. Sd. Pence, 1. Dobnen a ts. 4 2 VS 2, TBeien 2 Ors. 6: Pufhels 6 2 6 3. Dobnen 3 Qts, 2: Bufhels AY£:t9 6 4. Beigen 3 rs. 312 Dufhels 7 8 9 3, Dobuen 3 Qrs. Re 2— 6. Beigeur 3 Êts, Gti 0— GNU ra 9 abri 2 9 ï fus ber erften biefer Solgen ergiebt fi, baf aufeinander folgende Bobnen eine grofe verbeffernde Kraft baben, fo wie SRobl und Bobnen daraif febr gut waten. bre MBirfungen, die Gruchtharfeit ju befordern, entfpringen aus dem alten Mafen, fo wie fie ju gleicher Seit den Mcéer reinigen und einen guten Oemwinn geben. Dies giebt einen febr deutlihen Derveis, wie vortheilhaft eine forgfültige Gruchtfolge des neu aufgebrochnen fanbes(en. Golche Grucbtfolgen follten daber auf allen fteifen und anbaltenden Boden, 100 Dob- nen tvachfen fonnen, angemwandt werden, fowobt um des unmittelbaren Bortheils, als um der Reinigung des Sandes tvillen. Die gmeite Golge giebt ein Beifpiel eines gutert und vichtigen Verfabrens; obne viele Grfhôpfung, obgleich fie, verglichen mit der vorbergebenden, von Dem IBeigen eine Deterio- ration erlitten zu baben fcheint, tweil ein Quartier IBeigen mehr war. Cs bleibt aber immet doc eine vortheilbafte Motation. Die lefte von diefen Gruchtfolgen ift befanntlih eine der vortheilhafteften auf den fettern, fweren Dodenarten; und bier gcigt fidbs, daf fie fich füc minder guten Doden felbft ohne Dünger pate. Die Kraft der Dobnen, die Sruchtbarfeit des aug dem Grafe aufgebrochnen fandes ju erhalten, bemeift fi in der Gten Gtucht, obgleich fie den andern nachftebt. Diefe Notation barf man allgemein wobl nicht verfuchen, ausgenommen auf den fetteften féhweren Doden, xate Rotation, Gruchtfolge, Crtrag. Berth. Pf. Sb. Pence, 1. Rüben 3 Tonus— 12— 2, Rüben 51 ons ï»— 3. Hafer go Qté. st— Latus 10 6— RUES US CC Anbau des Aderlandes, 353 Sruchtfolge. Ertrag. SBerth, PE Sd. Pence, Transport 10 6— 4, Rartoffeln 252 Dufbels 6 6— 5 Dobnen 3 Ors, 1 Bufbel 4 5— 6. Beijen 3 Os, 3 Dufhbels 7 5— 28 2— Sabrlidh 4: ndË 8 rate Rotation, Genchtfolge. Ertrag. Beth. Pf. Sh. Pence. 1. Nüben 3 ons— 12— 2. Robl 6 Tons 40— 3, Pafer 10 Ors. 51 Dufhels 10 2 4 4$obl 8 Tons 2—_— 5, Dobnen 3 Ors, 5 Dufhels 5 17— 6. Beigen 3 Qrs, éd:+0—_ 26 II 4 Sâbrlich 4 8 6 15te Rotation, Sruchtfolge, Ertrag. MBerth. Pf Sh, Pence. 1, Rüben 32 Sons— 14— 2.$Rartoffein 154 Dufhels 1 5%— 3... Pafer 8 rs. 512 Dufhels 8 I II 4 Robl 8 Tons 2—_ 5. Dobnen 3 rs. 5 Dufbels 4 17— 6, Beige 3 Qrs, 1 Dufhel 6 75— 26 4 zx Sabrlich 4 7 6 Die erfte der obigen Wotationen geigt den Nuben twiederbolter Müben in der Zuberei- tung diefer Dodenart jure Rornfrucbt; der Ertrag des Hafers war bei der grofen Pülverung des Bodens febr gro. Man fâet gemèbnlih Hafer auf neu aufgebrodnes Sand, nie aber mit mebr Erfolg als auf naffes, Die Erfhépfung des Vodens in diefem Curfus, féeint nict Ever Theil, S)E) grof 354 Eilfte Abtbeilung, grof gemefen zu fepn, obgleih Sartoffeln auf afer folgten, tele befanntlid erfchôpfen, indem die folgenden Dobnen und der Beigen insbefondre fehr gut waren. Da Rüben und Robl auf folhem Falten, naffen Doden nicht vortheilbaft ohne Dünger gebaut merben fônnen, fo find folde Motationen am einträglichften und paffendften auf den trocÆfncrn Dodenarten, 10 folche Grucht wachfen und auf dem Bobden abgefuttert werden Fann, Der Yerfaffer bemerft auch, bdaf der gange Ertrag in dem gtweiten Curfus mit dent ciften nicht zu vergleichen ift, da die Rartoffeln, mweldhe 6 Guineen cinbrachten, Feinen teiteri Vortheil liefen. Die Ergiebigfeit des Dafers(chien den woblthätigen MBirfungen der vorher bearbeiteten Robifrucht gugufchreiben ju fenn, Der geringere Ertrag des YBeigens rhbrte vom Mangel an Dünger her. Obngeachtet givei Robifrichte und eine Rübenfrucht in diefer Rota- tion vorfommen, fo fcien fie, nach der Debauptung des VBerfaffers, doc vortheilbaft. Gie fchien daber für den trocfnen Doden am paffendften, Dei der Bergleihung der dritten Rotation mit den beiden vorbergebenden, fic die verfchlechternden Cigenfchaften der Rartoffein no ftârfer als die der Müben und des Kobls, weil der barauf folgende Hafer fo âuferft fhlecht war. Der Verfaffer febt bingu: ,, Bo die Rartoffeln einen geringen Ertrag geben, Da nimmt der WBerth deffelben mebr als die Mus- gabe tveg,‘ r6te Rotation. Sruchtfolge. Ertrag. Berth. PF Sd Penc, 1, Rüben 3 Sons— 12— 2. Bobnen 4 Qrs. 5 6 ra 3, Safer 8 Qrs, 7 Pufhels 8 9 9 +&obl 6 ons I 10— 5. Dobnen 3 Qrs. 6 Bufbels 5— Es 6, Yeigen 3 rs, 2 Dufbels 7—— 27 17 Säbrlich 4 2 II 17te Rotation, Sruchtfoige, Ertrag, Berth, Pf Sd Pence., 1. Nüben 52 ons— 14— 2. Gerfte 5 Os, 1 Pec 5— ei 3, Hafer 5 Ors, 5 Dufhels ÉriE DE 3 Latus Anbau des Aderlandes, 355 Srutfolge, Ertrag. MBerth. Pf. Sd. Pence. < Transport LI 5 1e 4+ Gerfte 4 Qrs, 4 10 és 5. Dobnen 3 Qrs.+ de 6, Beigen 2 Qrs. 4, 10 ag 24. re SabHkb| V4, HS sgte Rotation, Gruchtfolge, Ertrag. Berth. Pf. Sd. Pence, 1. Rüben 3 Tons= D D 2, Beige 2 Qrs. 7 Dufbels 6 5 is 3 Hafer A Qrs. 61 Dufhels 4 16 I 4. Deigeu 2 Qrs. 3 Dufhel: Pet 5 5 se 5. Dobnen 2 Qrs 2e| 19 23 6. Beigen 1 Or. 7 Dufhels 4 5 24 I Se Säbrlidh on= 2 Das Nefultat der erften Golgen zeigt den Vortheil der Bobnen über die Kartoffein, in H6- fit auf den Gewinn. In der gmeiten Notation blieb der Aer unrein und in fhlebtem Zuftande, und geigte, durch die Seichtigfeit des Meigens, wie gtof bie Erfchopfung gewefen fer. Die lefte Rotation ftellt ein noch fhlechteres Verfabren, und daf der Acer durch drei Beisenfrüchte in einer unveineen und flechtern Sage blieb, dar,@oldhe Motationen find auf einen Fall angutvenden. rgte Rotation. Sruchtfolge, Ettrag. Metth. PF Sh. Votre, 1, Rartoffeln 106 Dufhels DES Lun 2, Rüben 43 Tous— 18 2 3, Rartoffein 136 DBufhels a.51#e a 4. Rartoffeln 198 Dufhels 4: 649 ui 3, Dobnen 2 Ors, DIT ES_— 6. Beigen 1 Qr, 6 Dufbels 4— Fous 18 16— Sabrlich ie 8 D 9 2 2ofte 356 Eilfte Abtheilung, 2ofte Rotation. Sruchtfolge, Ertrag. Berth. PF. Sh, Penc. 1, Rartoffein 105 Dufhels 2:18 6 2,$obl 5 Tons I 5— 3. Rartoffeln 110 Dufhcls 2 HITS— 4. Sobl 4 Tons 1—— 5. Dobnen 2 rs, 2 Pufhels 3 4— 6. MBeizen 2 vs, 4:40— 15 6 6 Sabrlich Beta— 21fte Rotation, Stuchtfolge.. Ertrag. Berth. Pf Sd. Pence. 1, Kartoffein 104 Bufhels pi Se 2e 21°. Do 126 Bufhels 3 à Lo 3 Dito 97 Dufhels 2 8 6 2 Sobl: 1: 3 ons—$= 5, Dobnen 1 Or, 7 Pufbels 2...;408 in 6, WBeien 1 Qt. 4 Dufhels ai, 1k@ dis 15 3 6 Säbrlid 2 Niro 7 Dei diefen Gruhtfolgen tmwaren die erfhôpfenden Yirfungen der Rartoffein ertviefen, Die folgenden Dobnen in angegebenen Maabe zur vierten Frucht gedüngt, gaben einen magern Ertrag, und der Weijen, ob er gleidh die eingige weife Grucht in 6 Yabren war,» 9ab in einem febr guten Sabre einen elenden Œrtrag,‘ Es ift bemerft, Daf in der 4ten Notation, two smwei Meigen- und drei Bobnenerndten toaren, der lebte TBeigen obne einigen Dünger 3 Quarters und r Bufhel gab; ein auferordent- licher Unterfchied. in der ten Notation Éamen Bobnen drei und Rob gweimai vor, auf welche guter Beijen folgte, obgleid Sobl ben Doden ausfaugts in diefen Curfus erfchôpfte aber nichts fo febr als Kartoffein. Die 2te Notation geigt nichts teniger den fortgehenden Verluft, und die 3te giebt den Detveis, wie febr der Crtrag des neu aufgebrochnen fandes abnehmen fônne; auferdem blieb der Boden nun ganz unrein und war fo verfhlechtert, daf alle feine Gruchrbarfeit, fotvobl durch Yet- Befferung als Bertwefung des alten Kafens gânslidh dabin war, Dies foricht febr ffrenge gegen die Rartoffeln, die nur als reinigende Srucht und bei binlänglihem Dünger gebraucht werden Fônner. 22fte Anbau des Acrlandes, 357 22fte Rotation, Gruchtfolge, Ertrag, MBerth. PF. Sh. Pence. 1. Rartoffeln 100 Dufhels 214 10— 2, Dobnen 3 Qrs. 4 2_— 3.$artoffeln 142 Dufhels 5_— 4. Gerfte ñ ons T 5 mn 5, Dobnen 2 Qrs. 3 Bufhels 9 16— 7. Deigen 2 Ors. 1 DBufhel 4 ta— 19. 13 SE SAOD us 3e 5 6 23fte Rotation, Sruchtfolge, Ettrag. Berth. Pf. Sd. Pence. 1, Rartoffein ror Dufhels 2 10 6 2, Gerfte 4 Qrs. 7 Dufbels 5 7 6 3. Rartoffein 127 Dufhels 3 3 6 4. Gerfte 3 Qts. 2 Bufhels 3 à— 5, Dobnen 2 Os. 7 Dufhels à 1) ne 6. DBeigen 2 Qrs. 5 Dufhels Sc 1e ot 24 10 Säbrlih 4 ï 24fte Rotation, Srucdtfolge Ertrag. Berth, Pf. Sh. Pence, 1. Rartoffein 100 Bufhels 2 10 Es 2, IBeigen 2 Qrs. 1 Dufhel ER Le a 3, Rartoffeln 104 Dufbels 2. 12 us 4. ABeigen 2 Ors, 4“ 30 an 5, Dobnen 2 Qrs, 2 Dufhels 3 4 A, 6, Yeigen 1 Or. 6 Dufhels nie des 21 II 5 Sébrlich Se DE TO Dei der erften biefer Srucbtfolgen eigten fib die erfhôpfenden MBirfungen der Rartoffein no mebr, Die MBirfungen der Dobnen waren in ettwas verfchieden, Nach 358 Œifte Abtheilung, Mad der pteiten leuchtet es ein, daf Gerfte na Rartoffefn beffer gerâth as MBeixen, täabrend die geringere Güte der gweiten Gruct bemeiff, daf die Bubereitung der Rartoffeln nicht vollfommen anpaffend ift, und der folgende Yeigen von der erfhôpfenden Birfung der Rartof- feln gelitten batte. Muben des Abrwechfeins ber Dobnen mit Beizen. Gruchtfolae, 1, Rartoffeln 2, Rüben 3. obl 4.$artoffeln 5. Dobnen: 6, Beigen Gruchtfolge. 1, Kartoffein 2.$obl 3. Sobl 4 Rob 3, Dobner 6. Beizen Gruchtfolge. 1, Rartoffein 2, Rartoffeln 3 Rob 4 Sobl 25fte Rotation, Ertrag. 98 Dufbels 4 Tons 52 Sons 270 Dufbels 2 Qrs. 2 Dufbels _ 2 Qrs. 2 Dufhels 26fte Rotation, Ettrag. 101 Dufhels 6 Tons 5£ Tons 3 Tons 2 Qrs. 6 Pufbels 2 Qrs. 2 Dufbels 27fte Rotation. Ertrag, 100 Dufhels 115 Dufhels 31 Tons 32 Tons Die dritte Bolge zeigt, in Vergleifung mit der 12ten Rotation, den Berth. PF Sd. Pence 2 9— UE IP I 7 6 Gi rS— 3 4 F— 5——— 19 II 6 Sabtlih 3 5 3 Berth. PF Sd. Pence. 2 10 6 1 110== I 7 6 45 su a 16_— 5—— 2e, 14 19 s°S Säbrlidh 2 9 10 Berth. Pf. Sd. Pence. 2 10 des PMR dre 6 eus 17 6 Latus 2 SES —d ee IR NT 2 D: Anbau des Aderlandes, Gruchtfolge, Ertrag. Berth. Pf. Sd. Penc. Transport 7 2 6 5. Bobnen 2 Ors, 2 Dufhels 3 4— 6. Beigen 2 Qrs, 4 1— 14° 10 6. Väbrlid 2 9 5 On der erften der obigen Fruchtfolgen zcigt fih, daf, obgleidh die Kartoffeln der vierten Grucbt, wie fon gefagt, gedüngt worden, die fümmerlihe MBeigenfrucbt, als die eingige Rorn- art in 6 Yabren, durch die erfhôpfenden MBirfungen des vom Aer genommenen Robls und der Rüben, in Verbindung mit den Rartoffeln, bervorgebracht wurde, und aus der gweiten ergiebt fih, daf, twenn der Robl nicht auf dem Doden abgefuttert wird, es fo nachtheilig fen, daf es die verbeffernden WBirfungen der Bobnen eine günftige MBeigenerndte zu fidhern nidt geftatte. MBeber biefe noch die vorbergebende Notation ift vortheilbaft. Bei der lebten ift Éein Verluff, und fie geigt nur noch, daf die erfchôpfenden Mirfungen der Rartoffeln und des Robls, twenn er vom Acer weggenommen wird, beträchtlich find. 28fte Rotation, Sruchtfolge, Ertrag. Berth. Pf. Sh, Pence. 1, Kartoffein 96 DBufbels 2 8 6 2, Dobnen a Qrs. 2 Per 4 2 4 3, Sobl 61 Tons ao 2 6 4.$obl 4 ons 1—— 5. Dobnen 2 Qrs, 2 Dufbels 3 4— 6. Beigen 2 Ors, 3 Dufbels 5 5— 17 II I1O “obtid) 2, TS fl 29fte Rotation, . Gruchtfolge, Ertrag. Merth. PF Sd. Pence. 1, Kartoffeln 100 Bufhels 2: 1 2, Gerfte 4 Os, 71 Dufbels 5 8 3, Robl 4 Tons PU— 4 Gerfte 4 Qrs, 1 Dufhel 360 Stuchtfolge. 5. Dobnen 6. Beigen ruchtfolge. 1, Rartoffeln 2, MBeiyen 3, Kobl 4 Beigeu 3. Dobnen 6, Beizeu Œilfte Abtheilung. Ertrag. 3 Ots. 2 Ors, 6 Dufhels 3ofte Notation Ertrag. 99 Dufbels 2 Os, 7 Bufhels 44 Tons Transport 3 rs, 6 Dufh, 11 Pecfs 2-Ors. 6 Bufbels 2 rs, äbrlich Merth. Pf. Sh. Pence. 13 ME 3 4 2 F7 APE me” 2511113 3 a! 10 Merth. Pf. Sd. Pence. 2 9 6 6 5— I Z PP 8 I 6 3 16— 4 T0— 26 À 6 4 f 5 Die Rotationen, in twelher Rartoffeln oder Rob nicht auf dem Boben verzchrt, ibm nidt iwieder zu Pülfe fommen, jeigen alle baffelbe, baf beide in der Erfhôpfung des Dodens fepr nachtheilig find. Die beiden lebtern der obigen Curfus, mwenn man fie mit dem rrten und 12ten bet- gleiht, ftellen die Bortheile der Dobnen vor den Rartoffeln und dem Robl auf eine febr cin- feuchtende ABeife dar. Gruchtfolge. 1, Rartoffeln . Rüben . Rüben $artoffein . Dobnen , 2Beigen aifte Rotation. Ertrag. 100 Dufhels 4 Tons 5 Tons 288 Dufbels 3 Ors. 2 Qrs, 7 Dufhels VBerth. Sh. Pence. Gruchtfolge, 1, Rartoffeln 2.$obl 3. Müben 4. Sobl 5. Dobnen 6, Beigen Gruchtfolge, 1, Rartoffeln 2, Rartoffein a. Rüben 4. Robl 5, Dobnen 6, DBeigen Hnbau des Aderlandes, g2fte Refation. Ettrag. 100 Dufhels 5 Tons 4 ons 4 Eons 3 Ors. 2 Ors, 6 Bufhels 33fte Motation. Crtrag. 100 Dufhels 112 Dufhels A ons AZ Tons 2 Qrs, 5 Bufbels 1 Or. 3 Dufbels 361 ., Pf. Sd. Pence, 2 10 6 ï 5— 6 pa.” I—= 4 2 a Gé= Fe 10 6 Sahrih.2 12 3 MBerth. Pf. Sh, Pence. 2: 0—_ 2 16— —_ 16 ee, I 2 6 3. 19 D 5 D Les 16 2 6 Mabrlid C2: 23 9 Der Bortheil der erften Folge iff zu gering, uit fie zu empfeblen, und die Œrzeugniffe der fünften und fecften Srucht find vierten Brut angemandt ift und nur cine Rornfrucht vorfommt. geringer, als man es glauben foilte, weil der Dünger bei der Rartoffeln felbff, twenn fie gedüngt find, laffen den Erdboden in feine für den WBachsthum des Meigens günftige Sage, tvenn fie gleidh von den reinigenben 1 Die gmeite und dritte Folge fein und des Sobis. Gructfolge, 1, Rartoffein 2, Dobnen Œrfter Theil, a4fte Rotation. Œrtrag. 98 Bufhels 3 Os. 1 Pet 35 ind verbeffernden Dobnen unterffit twerden. geigen einftimmig Die erfhôvfenden MBirfungen der Sartof- DBerth. DPf. Sd, Penc. 2 9— 4 2 9 Latus 6 II d 3 Rüben 362 Stuchtfolge, 3 Rüben 4 Robl 5. Dobnen 6, Beigen Stuchtfolge, 1. Rartoffeln. 2. Gerfte 3 Nüben 4 Gerfte 5 Dobnen 6, Beiyen Sruchtfolge. 1, Rartoffein 2. IBeizen 3 Rüben 4 Beizen 5. Bobnen 6, Beigen Œilfte Abtheilung, Ertrag, 4 Tous 51 Tons 3016, 2 Qts, 6 Bufhel 35fte Rotation. Crtrag. 100 Bufhel 4 Qrs, 3 Dufbels 6 Pet 4 ons 4 Ors, 3 Ors, gs Ste, 36fte Rotation, Ertrag. 100 Dufhel 2 Ors, 6 Bufhels 4 Tons 2 Ors. 7 Dufhels 21 Dec 2 Qrs. 6 Dufhels 2 Qv8, 6 Dufhels Transport 6 Sabrlih Sâbrlidh Berth. PF Sh, Pence, II 9 PO> I 7 6 4 2 aDe 6 2 2 18:47 3 3 2 10 VBerth. PF. Sh. Pence. 2 10 GE 5 6 10 MR Es #4... 19— 4 2 Pen 6. 10— "23 ir 10 3. 19 I Berth. PF. Sd. Pence, 2 Tx€— 6 Per 2 :) Ré ia 6 8 ns S.x6— 6 à ak 25" ho— 4 5— Die erfte diefer obigen Motationen zeigt die Birfungen der Kartoffein und des Robls noch immer mebr, Die gmweite bemeift, daf, wâbrend der Rafen oder neu aufgebrochnes Sand im Suflande des Berwefens if, Sommerforn febr gut nach Rartoffeln gerñth. CS erhelter bieraus gleichfalls; baf drei grûne Grüchte in fechs Jabren twachfen Fônnen, ohne daf der Do- den Anbau’ des Aderlandes, 363 ben beträchtlich erfchopft wird, went nur gebôride Wufmerffaméeit auf die datvifhen gebrachten Gruchtarten gewandt worden. Die nactheiligen Folgen des Mberndtens folher Rorn- und Brucdtarten, wmelce den Doben febr erfhôpfen Fônnen, auf dem ftcifern und anbaltenden Boden, fowobl von der Sley- als Schmart badurch verbütet werden, daf man Bobnen, lee oder Tien daymifchen bringt, da die bargelegten Serfuche es geyeigt haben, baf bie erftern eine befondere Kraft befifen, den Doden zu verbeffern, und die leftern nicht minder für diefen Zwwecf berechnet zu fenn fcheinen, da fie befanntlich auf diefen Dodenarten febr gut wacbfen: und auf den leihtern und trofnern, foiwob fandigen als Fiefigten, Fann die Abmechfelung des Rorns mit Rüben, Erbfen und an- dern âbnlichen Grüchten eben fo erwünfcht fepn, Sn manchen Güllen, befondets auf den fchive- ven Dodenarten, mag e8 febr nèthig und nüblich feyn, gmwei grüne Srüchte gegen eine Korn- feucht zu nebmen, Dies Verfabren ift durch die obigen Berfuche in ein vortheilbaftes Sicht ge- ftellt, und man bat es mit grofem Grfolg in Mibolefer angermandt,*) Dei eingehegtem Sande, werfhiedener Art, empfieblt berfelbe Berfaffer die folgendent Sruchtfolgen ganz befonders. Auf dem beften Boden abwedfelnd grüne und iweife Frucht, auf den mittlern, drei grûne Gruchtarten gegen gtwei meife; auf gewobnlihem Boden, gwei grüne gegen eine Sornfrucht, und auf dem fchlechteften oder am mebrften erfchôpften, als Miederun- gen und@chaftriften, bdrei grüne Fruchtarten gegen eine tveife, Eine folche Fruchtfolge macht den Mer rein und bringt ibn in eine febr bobe Cuitur, die dem Sandtirthe immer reidlihen Crtrag fichert und nie mit eitlen Soffungen taufchr. Mr. Mivoletou empfieblt folgende Anordnungen des Fruchtivechfels: ifte Sivei grüne gegen eine Kornfrucbt, 2te Drei grüne gegen eine Rotnfrucht, Rorn**) oder Erbfen, Rorn oder SRorn, lee— Dobnen, lee— file, Erbfen—$orn, Bien— Erbfen, Nüben— Dobnen 4 Erndten in 3 Jabren, 33 2; ate *) Middletons Report of the Agriculture of Middlefex. p. 158, *) Unter Rorn wird Dier befanntlid balmigtes Getreide jeder Art verffanden; Schotenfridte werden aber nicht darunter gerehnet. JDier tuerden nun manche über die fonderbaren Stotationen erffaunen, die fo wenig Sornfrüchte enthalten. Aber es ift die Nede von Middlefer, von der Londoner Umgebung, wo Deu und grüne Früchte und Biebfutterung von bôberem re find als Getreide, iwelhes aus grôBerer Œntfernung Dergefchaft werden fann. D f, 364 Œilfte Abthcilurg, gate Vier grûne Grüchte ju einer Rornfrucht, 4te Süinmf grüne gcgen eine Kornfrucht, Yicfen. Erbfen. Rartoffeln oder Hapfaamen sum Schaffutter, Dobnen, Rüben, S$orn, Rotn, lee, lee, Bien, X über. 5 Œrndten in 4 Sabren, 6 Erndten in 5 Jabten, Bei Cinfübrung folher Fruchtabwehfelungen wird bie Gefabr, die Hruchtbarfeit des Dobdens ju erfchôpfen, nicht nur vollfommen verbütet, fondern auch die fhädlihen olgen des Unfrauts werden befcitiget, twelhes bei miederbolten Kornerndten der Gall nicht fepn Fann. Der nacbftebende Gruchtiwechfel ift auf neu aufgebrôchenem fhiveren und naffen Doderr febr paffend gefunden, iweil der Crtrag der Dobnen bei nidt erfhôpften Doden immer beträcht- lib, auch der Hafer iwceit gutragender als Gerfte und VBeigen gefunden worden ift, fo lange die grasartigen Materialien der Marbe in dem SZuftande der Bermefurg find, Da der Slee ferner die durch die Mbtvechfelung von DBobnen und Hafer etwa verminderte Gruchtbarfeit wieder her- flelt, tvelche doc in 8 Sabren von den Dobnen nicht verringert wurde, fo muf der Meigen nach gtwei fo verbeffernben Sruchtarten unfireitig gut gutragen: 1, Bobnens 2. Hafers 3. Dobnens 4 Hafers 5. Bobnens 6, Hafers 7. les 3 Bobnen; 9, MBeigen,*) Gs ift jeboch abjufeben, daf folche wicberbolte Mberndtung mit Rornfrüchten, twenn gleih verbeffernde dagtwifchen eintreten, bie Gruchtbarfeit des Bodens betrachtlid vermindern müûffe, und man baber nur dann ju derfelben fchreiten Fônne, tvenn ein betrâchtlicher Æbeil ve- getabilifher Materien im Doden ift, welcher zerfeft wird, Dei uneingebägtem Sande, 10 wegen des nicht Hortfommens der Rüben und des ces, fein vollfommnes MBirthfhaftsfoftem antwendbar ift, wird nachftebende Gruchtfolge empfoblen: Grfte Gabr, Gerfie; gmeite, See, mit fo viel Dünger dariber, daf die Pflangen vom Ab- freffen der Schafe nicht leidens der übrige Eheil des Mcfers mit gedrillten Crbfen, jweimal ge- Dac£t und Bei der lebten Operation angebâufts Ddritte Gabr, MBeigens vierte, Kartoffeln oder Sommermicden, man Rartoffeln, fo müffen fie fo frübe gepflangt werden, bdaf ffe um die Zeit aufgenommen werden, tvenn das Rinbvieh auf die Gtoppel Fommt, Yo der Doden gut und binfânglich leicht if, da iff die frübzcitige Mrt in folhen Fâllen am brauchbarften, befonders in der Mûbe grofer Srüdte, 100 viel ragens darnach if, Man *#) Middletons Report of Middlefex, Anbau des Acderlanbes, 365 Man bat die Erfabrung gemacht, daf unfruchtbar gemorbenes Sand dur Mberndtung grüner Srüchte beffer wwieder bergeftelit worden iff, als tenn man es gur Acide bat liegen laffen, Qu diefer Hinfidt nepme man giwei Yabr Rlees dann Napfaat, Wien oder Rüben nad vor- aufgegangener Düngungs nachber Bobnen oder Crbfen, die durch tieberholtes Sac£en volf- fommen rein gebalten werden, und gulebt Gerfte, oder in einigen Gällen vielleicht ABcigen mit folchen Grasfämercien, die dem Boden angemefen find,. Œs lâft fid) nicht begmeifeln, daf man dabei Bortheil baben merde, feit die mebrften guten Sandwirthe die Erfahrung gemacht ba- ben, baf jede beftimmte Quantitât fandes, menn fie mit Rlee, Bien oder Müben abgefuttert wird, gmweimal fo viel Œutter giebt, als twenn fie bof Gras trüge.*) Bei den getvôbnlihen Methoden, auf fivengen, naffen, Élepartigen und ffeifen Sehmbo- den bie Grüchte folgen ju laffen, und wo man guwveilen die nacfte Drade für nôthig bâlt, ift bie verbefferte Gemobnbeit, den Mer jur erffen Rornfrucht gujubereiten, Die einigermafen von einer der folgenben grünen Grücbte ofne QBiederbolung abbängt, biefe 1. Brades 2. Oerfie; a, See; 4. PBeien. Over 10 reichliher Dünger iff, mag man folgenden Grnchtwechfel vor- gieben: 1. Drade; 2. IBeigens 3. Dobnens 4 Gerftes 5. lecs 6, Beigen, Mber gerade auf biefen Dodenarten mag es vortbeilbaft fenn, alfo abjumechfeln: 1, Robl, Bobnen oder Grbfenz 2. Gerfte oder Hafers 3 lee; 4 Beigen: oder r. Rob; 2. Gafers 3. Dobnen; 4. ABcigen: oder man ängt an 1, mit Dobnens; 2, MBeigens 3. Kobls 4. Gerffe; 5. Rlee; 6. Beigen, Un in einigen befondern âllen, 00 der Mer von guter Cultur ift: 1, Rüben; 2, Pafers 3. Widens 4. Teigen, MBenn man folhe Dodenarten dur Mafenbrennen aufbriht, fo mag die Frudbtfolge diefe fenn: r. Mapfaat; 2. Bobnens 3. MBeizens 4. Bobnens 5. Beigens Wien, twenn fie gfeidh nach dem Œrachten mebrerer Mertvirthe zu fpât auf dem abgebrannten Boden fommen, fônnen mit den Schafen doc) abgemeiber, oder für Pferde, milhende Rübe, junges Bieh un® Schweine gemäbet werden. MBenn man auf diefe Beife verfabrt, fo mu man dabin forgen, daf die grüne Grucht, toenn es ohne Macbtheil gefcheben fann, auf dem Acer vergebrt, oder die auf deu Sof zum Ver- futtern gefabrne gebôrig ju Diünger und dem Mcfer tiedergegeben twerde, iweil badurch der Mcfer nicht nur verbeffert, fondern auch vom lUnfraut frei tird, Muf den fettern Sebmbodenarten fomobl als auf ben fandigen, fdheint es aim beften ju fenn, af Müben die Gerfte und lee den Beigen vorbereite: 1. Rüben; 2, Gerfte; 3: lee; 4. SBeigen. Qn diefer Fruchtfolge Fann auch fiatt Gerfte Hafer, und ftatt lee Fonnen Bien uno Cicorien oder andere Finflide Grasarten genommen werden, Benn diefe Dodeuarten, vet- *) Cartwright in Communications to the Board of Agriculture, 366 Œilfte Abtheilung. vermittelft bes Mafenbrenns, aus bem Grafe aufgebrochen werden, fo muf die Rolge fepn: 1. Rüben; 2, Gerfie; 3. Rlee; 4 WBeigens 5, Rüben;s 6. Gerfte; 7. Llees 8. Veiséns 9. Rüben; 10. Gerfte. Golf der Doden nur Eure Zeit beacfert werden, fo ift die befte Golge: 1, Müben; 2. Gerftes 3 Rlee; 4. WBeijens 5. Mübens 6. Gerfte mit Crasfaamen, Bo aber fein Rafenbrennen vorfallt, füngt man am beften mit geftecften Dobnen und Erbfen an, und fübrt bann auf obige Manier fort. Dn diefen Fallen werden Müben und lee immer von den Schafen oder anderm Vieb verzebrt. Auf den trodnern und leichtern Dodenarten bdiefer Oattung, find, Erbfen, Befonders die mweifen, als erfte Srucbt gu empfeblen, Gângt man aber mit Kartoffeln an, fo wird eine mebr ergângende Srucht als nächfifolgende erfordert, teil die Kartoffein fo febr ausehren, Auf den bof fandigen Boden machen die Rüben in einigen Oegenden die Vorbereitung gum Grafe, und man findet feinen Doden, ber ju leicht mûre, folche zu tragen, Die Golge ift gewébnli: 1. Mübenzs 2. Gerftes 3. Orasfaamen, Die Orâfer iwerden in diefen Glen, in Dinficht auf Shafmeide, angefüet, und müffen folhe fepn, bdie(ange ffehen, daber es nicht gut ift, fie bald tvieber aufjubrechens die mit Rüben im Winter gefütterten Seerden iwer- den ur folche Grasfaaten, im Sommer mit Grafe reichlich verfebn, Man findet, daf in Suffolcé die Orasfelder, nachdem fie aufgebrochen worden, da wo Sec Doben von der beffern Art ift, mit Crbfen bepflangt werden, obne daf fie im Sommer mit ven Schafen abgebütet werden. Die folgende MBeijenfrucht gerâth dann mweit beffers. man bâtt daber nachftehende Gruchtfolge für fofche Bodenarten gang vortrefflih: r, Rübens 2, Getz fe; 3. gelber See und Rangrass 4. geftecfte Erbfens 5. Gerfte,* Um armen beideartigen Doden oder Schafiveide in Cultur zu bringen, ift das befte Berfabren: 1 Plagge und benne ju Mübens 2. Rübens 3. GOerfte mit Grâferfaamen. Got der Boben no länger unter dem Pfluge gebalten werden, fo ann man Rüben, Gerfte und Grasfaat bis sum fünften oder fiebenten Sabr, und t0b1 no fânger, wenns nôthig if, ab- twechfelnd wiederholen. Mimmt man Rartoffeln bei folchem Boden zur erften Frucht, fo müffen ibnen Hüben**) und Gras folgen, um ibre erfhôpfenden MBirfungen zu verbeffern.***) folhe magere Doden= *) Youngs Report of the County of Suffolck. #*) Denn von den Müben nimmt man an, baf fie auf bem Acer vergebrt werden, fo bañ noch wobl Stroh aufgefübret werde, um dem Maftvieh ein twarmes Lager ju geben. Sm Berbältnif diefer und anderer auf dem Aer su verfutternden Srüchte, find Rartoffeln, die dod gemwôbnlich abgefabren iwerz den, erfibôpfend. Gäbe man dem Aer aber genau Den aus ibnen erfolgenden Mift iwieder, fo wir: den fie es nicht feyn. RON ITR *k+) Communications to the Board of Agrioulture. Vol. III. p. 136. Anbau des Acderlandes, 367 Dobenarten zu locéer find, fo muf man ibnen durch einen Sufaé von Fley und durch das Ab- tweiden der Schafe gu Hülfe fommen. Die grandigen und Fiefigen leihtern Dodenarten erfordern eine folche Gruchtfolge, 1v0- bei ibnen nidt guviel Feuchtigfeit und Brudtbarfeit entgogen wird, 1, Mübens 2. Oerfte; 3, Rlee; 4 Beien; 5. NRübens 6. Oerfte mit Orasfaamen, Auch Erbfen, Bien und GSomimerrübenfaat laffen fih in diefen Gruchtfolgen anbringen, Mo bas Hacfen durdh viele Riefel gebindert wird, füet man am beften Rüben ganz bünne mit Mapfaamen, teldhes ein gutes©chaffutter bringt.*) Korn muf auf biefer Bodenart frübe gefñet werden, Ddamit ç8 vot der beifen Sabrsgeit den Doden gut beftaude, Muf diefen leihtern Dodenarten Fônnen Dobnen und Erbfen als bereitende Grhchte zur Gerfte, ob gar MBeigen felbft, auf folgende Weife angemandt werden: 1, Vobnen oder Erbfen; 2. Gerftes 3. Rlees 4 Weigen; bdiefe Bruchtfolge Fann nad Umftinden mit Bien und Rüben verândert twerden, Benn dünne Ralfbodenarten und alte Miederungen zur Shafiveide nidht mehr taugen, fo bringt man fie mit Rüben, als Borbereitung gum Korn, am vortheilbafteften in Beacerung; fie madhjen das Sand rein, geben ein gutes Schaffutter und erbalten die Geuchtigfeit, welche fidh in foldhen Dobdenarten fo leiht verliert, Man lâft dbaber auf einander folgens 1, Nüben; 2, Gerffe; 3, lee; 4 Beigens oder man nimmt in folchen Gällen, two Unfrautsfaamen fich Dâufig findet, ymwei Mübenerndten vor dem Korn, BUT man das Sand lânger beacfern, fo fonnen wieder gmeimal Rüben nad dem MBeigen Fommen, woburdh der Doden zur Gerfte febr fhôn bereitet wird, Dann[àft man Efparcette folgen, twelche auf mebrere Sabre eine treffliche Gchafiveide giebt. Unter folchen Umftänden müffen Rüben und Rlee immer mit den Schafen abgefuttert und fie mäbrend der Seit nicht vom Mer entfernt, fondern das nôthige trocfne Gut- ter ibnen gugefübrt twerden, Auf foiche MBeife erbâlt der Doden die Zubercitung zur Gerfte, obne die£aft und die Unfoften des Düngens, Su dem Gall, daf das Sand binreichend mürbe und loder ift, laffe man auf einander folgens 1. Crbfens 2. Safers 3. Nüben; 4 Gerffe mit Grâferfaamen, oder wenn.es die Mbficht des Hferwirths ift, die Gruchtfolge fortyufegen, fo Fann er mit Müben und Erbfen wie vorber, fortfabren, und mit Efparcette befchliefen, an gewinnt babei am verbefferten fande und am grünen Schaf- und anderm Bichfutter, Dei der Grucbtfolge auf torfigem und beidigem Doden, muf auf Tiefe und Blachbeit der torfigen Materie Rücéficht genommen werden, Sur tiefern Art pañt fi 1, Rüben, Robl oder Rap- *) Bogs in Communications to the Board of Agriculture. Vol, II]. 368 Eilfte Abtheilung, Hapfaatnens 2. Hafers 3: Mhben u, f.w., tie vorhers 4, Gafers 5. Rlecs 6. MDeigens 7, Rüben u. f. w., tie vorher; 8. Hafer mit Grasfaamen. Go erfhopfend Kartoffeln fonff find, fo find fie in biefen Bobenarten doch äuferft nüé- fig. man ffe in bie Gructfolge bringt, fo nimmt man T1. Rartoffeln; 2. Safer; 3. Rüben, Napfaat oder Sobls; 4, Daffelbes 5. Dafer mit Grasfaamen. In den nordliden Œheilen von Schottland fand man die Rartoffein in bdiefer Mrt febr gutraglih, und den darauf folgenden Safer auferft lobnend,*) Afber auf den bünnern moorigen und beibigen Bodenarten, mit fleifem und anbaltendeit Untergrunde, fûngt man am beften mit Mapfaat an, und bereitet die Kornfrucht alfo vor: 1. Navfants 2. Pafers 3. Rapfaats 4. Pafers oder 1. Mapfaat; 2, Hafer; 3, Dobnen mit Dünger; 4. Rartoffeins 5. MBeizens 6. Mapfaats 7. Dafer. TV lebtern Gall ift es bef- fer Dobfnen ftatt Rartoffeln. 1. Mapfaat;s 2, Hafer, wobei gebüngt wird; 3. Dobnen; 4. Beigens 5 Rapfaats 6. Dafer. Dei cinigen diefer Dodenarten fiefe fic auch$lee als Dereitung zum ABeigen einfübren,**) Det allen frifdh aus bem Grafe aufgebrodenen fhwerern Dodenarten, leiften bie Dob- nen, als etfte Grucbt, febr gute Dienftes fie geben befonders eine gute Vorbereitung gutit Beigen ab. Auf den leihtern Dodenarten nimimt man dagegen ant beften Erbfen; und da die gBüemer und Schnecen in folchem Boben febr(cit fhädlich werdens fo ift es am beften, ibn abiubrennen oder gie Grasfeite tief unterzupflügen. Das erffere iff jeboch das befte,***) Man fat auch angetathen, das aufyubrechende Grasland in den lebtern@ommermonaten, fo dicht als môglid von den Scbafen und andern Thieren abmweiden gu laffen, weil die liege dann nidt mebe fo viel Deiz findet, ibre Gier abufegen, als wenn das Gras einige Sânge bebalten bat,+) Bo die Befchaffenbeit des arms Die fogenannte Bechfelwirthfhaft(conver- sible Husbandry) FF) quiäft, ift fie eine febr vortheilbafte MBirthfhafts die Anordnung der Grucht- #) Modern Agriculture. Vol. IV. p. 65. #*) Gu der Megel wird biefe Rapfaat, mwelche bal im Gerbfte, bald im Frübjabr gefüet mird, abgebütet. JRenn man das Land erft vecdé in Kraft bat, fo(âGt man wobl ju Beiten eine Saat reifen. Es iff dent Dächtern twobl su citer ur Dedingung gemacbt, daf fie erft gweimal eine Rapfaat abhüten müfien, ebe fie eine erndten dürfen. HD US. *k#) Dr. Wilkinfon in Communications to the Board of Agriculture. Vol. III. p. 240. +) Rev. Mr. Young in Communications to the Board of Agriculture. Vol. III. p. 133. +) Bebfwirthfdaft, alternate oder convertible husbandry, feift bei den Œnglänbern Éeineétéegs bas, was man in Deutfdfand neuertid fo genannt bat; fondern tas twiv gewôbnlid Coppel: odee Gchlagwirthfcdhaft nennen; 100 némlid bas Land eine Neibe von Gabren sur Beide nicdergelegt wird. Dies Rruchtwecbfelfofiem(meliorating crop Syftem) twiro nur oft bamit verbunden, wéäbrend das Land unter dem Pfluge fteht. Do findet in Aertvirthfchaften aud baufig das Sruchtiwechfelfuftem fatt, obne cigentliche JBebfehwirthfpaft, indem das Land nur ein, bôcbiiens gmwei Gabr ju lee liegt, Diefes à D. in Morfolf; jenes in Northumberland. POSE USE \ Anbau des Aderlandes,, 369 Guucbtfolge muf Saber nidt nut nad) den eigenthümlihen Befhaffenbeiten des Dodens, fon- dern na dem MBabsthum folher Burgeln und Pflangen eingerichtet werden, mwelhe, mûb: rend fie den Voden reinigen und verbeffern, gugleih dem uttern, Mufjiehn und der Erhal- tung des nuébarften Viches angemeffen find, und die gerade in den Sabrsgeiten ergiebig find, tenn man derfelben bedarf. Muf diefe Art laffen fih die lebmichten forobl als grandigen, beidigen und dünnern Œorfbodenarten mit grofem Vortheil bervirthfchaften, die, nachdem fie manche grüne Frucdt gegeben baben, gum acerbaren Suftand febr verbeffert find, und durch diefen tiederum gum Grasertrage geftärft werden u. f, f, a. Auf den naffen, ffeifern und lebmichten Dodenarten, von irgend einer betrachtlichen Gruchtbarfeit, fei nach dem Mufbrechen die Golge diefe: r. Bobnen oder Hafers 2. Mübens 3. Gerftes 4. lee und na Umffânden guweilen Yintermiden; 5. Meigens 6. Rüben; 7, Gerftes 8. Grâferfaanen, um nad Vequemlihfeit 3 oder 4 Sabre zur MBeide ju liegens oder man nebme: 1, Hafer; 2, Bobnens 3. Beigens 4 DBrache und Gras auf 4 oder 5 Gabr. Mnf den troŒnern Vodenarten fange man an: 1. mit Erbfen oder Rübens 2. Gerfte; 3.$lee; 4 Beigens 5. Nübens 6. Oerfte mit Orâferfaamen, um wenigffens 3 Vabre als Meide zu dienenz auch Fann man in folhen Fâllen mit Safer anfangen, dann Rüben und nad- ber Gerfte mit Grasfaamen u,(. w. Es fann aud vortheilbaft feun, ba, wo es auf grünes Œutter befonders anfommt, oder von den Megentoürmern Machtheil gu beforgen if, mit Rüben oder Robl angufangen, da folche Gemächfe in allen den Sûllen gut fortfommen, io der Nafen durd bäufiges Cggen gebôrig gertheilt, twenn gleidh nicht ju feiner Erde geworden ift.*) Mach mebreren Verfuchen if man davon übergeugt, daf die befte Erbolung, melhe man einem Sande geben fônne, darin beftehe, es drei Sabr ju Grafe liegen zu laffen, und daf es als Meide benubt, faft gleichen Vortheil gemäbre als das beacferte Sand,**) Diefe und mebrere andre Zbatfachen betveifen deutlid die grofen Vortheile der Bech- felwirthfhaft. Der Sandivirth muf aber mit allen Ziweigen der Viebjuht gang genau befannt feyn, tenn er den môglichft grôften Vortheil davon zieben till, Den *) Rev. Mr. Young in Communications to the Board of Agriculture. Vol. III. **) Der jâbrliche Bortheil eines Shafs wird von Mrs. Bailey und Culley auf twenigfiens 20 bis 30 Schilling gerenet, fechs oder act nâbren fi von einem Acre Rlee, und von Rüben nodhmal fo viel. Auf bdiefe WBeife bat man obne Unbequemlichfeit den Pauptvortheil des Hüvroenfhlages; denn iwenn im Durfdhnitt Das etffe Gabr lee und Gras< Schafe per Acte auf 20 F0 Benages sreun Das jtveite 2 2 2 2 0 3£ Du 020) Das bdritte 4 3 5#4 2 2OM PE 2? Und bie düben F2+ Do 0 22010, 2 So macht dies 27 Safe per Acre auf 20 Mochen, twelches in dem Bet Bältnif von 540 per Acre auf eine Boche, einmalin6 Gabren, 25 Sibillinge Gevinn auf jedes Sauvt giebt. Erfter Teil. Aaa ” pe RES 3 farmer À : 4 4] 1f. JU Lu EE | pa 4| 5 4 |. Ep $ is Ë re D PIRE = eee ne me 370 a Abtheilutng, Den Mcriwirthen bat than auf ben leibtern und mürbern Vodenarten, vo die Vich- gucht der Hauptgegenftand ift, nadftehende Gruchtfolge, um das gange Gabr bindurd grünes Butter ju haben, angerathen: nebmlid) MBafferiviefen— Mangras— abgemäbten Roggen— MBintermwicen— Slee, erfter Shnitt— Sommertwien— lee, zmeiter Schnitt— Nache matt aus den MBiefen— Llee und andere Grasarten— Nüben— Robl— Rartoffeln— Soine merrüben— fhiwedifhe MNüben— Roblrabi, Bo es an Bafferviefen mangelt, müffen Sommerrüben, fhmwedifhe Rüben und Robl- rabi tûbrend des Môres und April no vorhalten, Müben, Rartoffeln, Môbren, Paftina- fen, twelche in ibrer grèbten Bollfommenbeit eingefammlet und sum Grübling aufbemwabrt find, müffen dann auch ju Dülfe fommen,*) Bolgende Notation, bie von einem erfahrnen Mertirth vorgefchfagen if, vaft fih auf verfchiedenen Dodenarten auf eine ziemlich lange Seit, twenn man den Mer zum Grastra- gen nach einiger Zeit wieder berftellen till, und das Hacfuftem fo angemandt wird, baf die verfchiedenen Gruchtarten in vollfomninen reinen Suftand gebalten, und Riben, Erbfen und Dobnen auf dreifüfigen Deeten in doppelten Reiben, und Kobl in âbnlihen Becten aber eine selnen Meiben gepflangt merden,**) | e Bobnen Rüben Dobnen à Nüben Sen.| ser ob. Safer, oder Rtce,[Ain per of, Safer, 4 Meien, Rüben $lepartiger| Müben Sebmboden,[oder Robl, afer. Getter| NRüben nu.) x l| Lér Sartoffetn,} Dette. Rlee,|WBeijen.| Dobnen,| Gerfte,| Erbfen,| Beigen, fandiger| Dofnen. 1 Gerfte.| Crbfen,|Beigen. {ebmboden,| Küben. fGearfte.| Lie.|IBeisen.| Rartoffein.| Gerfte.| Erbfen. Beige, Zorfboden.| Rüben.| Gerfte.| Slee.|WBeigen.| Rartoffein.| Gerfte,| Erbfen,| Beigen. — Kreidiger: ë Len Ruben,| Gerfie,| lee|MBeien.| Kartoffeln.| Gerfte,| Erbfen,| MBeizen, lee,|MBeigen. Gerfte,| Bobnen,| Beizen,| oder Robl. jedboch müffen ro Ucres von 100 mit Efparcette auf 8 ober ro Gabr nicdergelegt tverden. Grandboden] Müben.| Gerfie.| Lie|Beizen.| artoffein.| Gerfte,} Erbfen.| é Rs.= TES" cu {eichter Do Rüben.. LGertte. lee und Rlee u.| Rlee ns,[Een Dei, à den, Nangras,| Ngras.| Kangras, Roggen, *) Middletons Report of the Agriculture of Middlefex. #*) Clofe in Communications to the Board of Agriculture. Vol, IIT. Anbau des Aderlandes, 371 O6 fic afeid hieriber Éeine unabänderlide Regeln geben laffen, tweil die in Crivâgung qu gichenden Umftânde des Dodens, der Sage, des Climas u, f 10. gu mannichfad) find, fo muf bas Hauvptheftreben des Sandtvirths bei dem Srucbtwechfel dabin geben, mit den grünen MBur- sein und Rornfrüchten fo abjutwecbfeln, Das der Boden fo iwvenig wie môglidh feiner Fruchtharfeit beraubt were. Nécfidem muf die alljubäufige Folge der Rornfricdhte auf einander, befonders folcher die den Doden ausfaugen, forgfaltig vermieden terden, Der twictigfte Punct bleibt aber der, daf in einer Sandtirthfdaft das vortheilbaftefte Berbältnif der Gruchtarten, fowobl qur Berbefferung des Sandes und zur Gewinnung des reich- licften Düngers— der dem Mefer forgfältig wieder gugefübrt werden muf— als jum Vot- theil des Snbabers ftatt finde. Golgende Gructbertheilung auf etwa 200 cves ift da befonders antenblih, to das Sand 3 Gabr beacfert toird und 2 oder mebrere Sabre qu Grafe liegt: Su Grafe liegend-=<. 110 Jcres, Sur Dradefrudt z°== 30— Sur Rornfrucdht-=°= 60— 200 ces, Die jabrlie Vertheilung Fann auf folgende IBeife gefhebn: Aiter Dreefch Ê€=.= 20 Ycres, Mit fünfilihen Grâfern eingefäet, als Alee, Efparcette, Sucerne 1e. 10— Qu bemäfferten und gefcdhonten Grafe Ê-< 5— Bu verfhiedenen Brachfrüchten= Ê== 20— 3u Beigen und Gerfte nad den Dracbfrüchten z: 30— Zum erften Gabresfchnitt verfhiedene Orâfer-= 25— Swweiter Sabresfchnitt:=== 25—: Dritter Jabresfhnitt= Ê== 25— Su Hafer und andern Rornfridten nad aufaebrodenem Grafe a 90— 200 Ycres, Die obige Methode bildet allerdings ibre Mbânderungen nad den befondern Bedürf- niffen des Sandwirths, Qn den gut cultivirten Gegenden von VorÉfhire merden die Grüchte alfo vertheilt:*) Wadi 2 Auf *) Corrected Agriculture Report of the Wef Riding of Yorkfhire. p. go. 372 Œilfte Abtheilung, Yuf einem Hart von 150 Mcves, von denen 6o trofner Rübenaer, und die Hbrigen ein vetmifchter Sen- und grandiger Doden auf naffem Grunde, Säbrlihe Vertheilung der Gruct. Meigen Ê: 30 fcres, Gerfte:= 20— Safer== 14— MBiefengras= 7— Mother Rlee= 14— F Beide=« 45— Sommerbradhe und Küben Aa 150 Ucres. Muf einem rothficfigten und twafferbaltenden Voden, mit einem flepigen Untergrunde, Umfang von 200 Ycres, Säbtlihe VBertheilung der Grucht, 43 Ucres Beien 15 nach der Brache, 15 nad Rlee, 13 na Safer, 16 Mcres Oerfte nad der Brache. 10—$afer, 14— und Crbfen, 70— und Miefenland. 16— lee, 31—, 7 200 Ycres, Muf einem Garm von 78 Mere, von tweldhen nur 40 Ycres pfligbar mit einem trocfnen grandigen Doden, Säbrlihe Vertheilung der Grucbt, 18 Acres Meizen, 8— Kartoffein, 6— Safer. 8— Erbfen, Robr, 27—. II— YBiefe, 78 dcres, AE Anbau des Aderlandes, 375 Auf einem Barm, wo der Doben Ralfftein, Rle un Moos if, Grèbe von 139 Actes, Sabrlihe Vertheilung der Frucht. Beigen a= 23 Jcres, Gerfte== 9— Safer 2== 23— DBoben"= s— MBiefe<== 12— Drache== 20— Beide>= 2 AT— 139 Jfcres, | AD PNUD re) Dei dem Anbau der mebrften Fornatten Fommt es auf die feine Dearbeitung des Vo- dens bauptfächlidh an,*) Nächffoem ift es nicht minder iwicbtig, ba der Mer den gebôrigen rad von Troen- beit etbalte. SE er au naf, fo verrottet bas Korn ebe es zur Vegetation gelangt; ift er 3u trocfen, fo bindert gur Saatzeit der Mangel an Feuchtigfeit die vollfommne Vegetation, und es ift überdem dem Murm- und Hnfectenfrab alsdann leicht Blob geftellt, MBeizen.— Eine Rornart von barter Matur, da Îffe in den mebrften Géllen obne Macbtheil den beftigften Binterfroft vertragen Fann, Man bauet Dier ju Sande gtvei unterfchie- dene Sauptartens den glatten oder Fablen MBeigen, und den, telcher eine raube und Daarige Mebre bat, Die erftere Mrt, von mwelcher es viele Mbarten giebt, tird am bâufigfien ange- bauet, teil fie das feinfte Mebl giebts die lebtere bingegen, rivet genannt, wird da gebauet, to es ffeifen und naffen Rlenboden giebt, tweil er auf diefem einen guten Crtrag liefert und die Môûfe gut verträgt. Der gemeine VBeizen pat fih am beften auf troŒnen und mürben Boben, ann aber auch auf andern Dodenarten gebauet werden, to man die Überflüffige Geucbtigfei gebôrig ableiter,**) Der #) Bergleihe die Abtheilung von der race, #*) Mrs. Boys, cin einfihtévoller Aertvirth in der Graffhaft Rent, bemerft, daf die Ansabl der Teisenarten durch die Einfubr aus frembden Gegenden jabrlidh vermebrt merde. Die alten Sorten find: der braune und gelbe Augufimeigen, weif Strob, Fulham und der meife eycrfdhaalige. Der gemeine braunfirobige Beigen wat mit einer langen Acbre, bat dunfclbraune Dalglein, langes und fniébares Strob, düûnne Srhaale, tweifes Mebl, und(âft fich leicht mablen, wesbalb die Müller Diefen Beigen für den beffen der alten Art balten, Der gelbe Lammas ift diefem aufer der bellern Sarbe 3iemlich gleich. Das 374 Œilfte Abtheilung, Det Haarige Beisen wird auf fettem neu aufgebrodnem Sande vont einigen Sandtbitthen befonbers anpaffend gebalten, tweil et fich feines ftatfen Strobes balber nicht lagert. Unter den glatten und Fablen Beizenarten iff der iweife und der rothe im Gangen am mebrfen gefägts der erftere giebt befferes Mebl; der lebtere aber mebr Crtrag. Eine no andere Met ift, da, mo man Nüben bauet, befonders vortheilhaft und unter den Mamen von Sommertweigen befannt, tweil er nach dem inter gefüet wird, Diefe Rornart gedeibet vorsüglid auf ben tiefern, férengen und fruchtbaren Bodenarten, jevodh nicht auf fo fleifem Doden, der eine feine Bearbeitung unmôglidh macht. Much auf leich- term Doden gicbt er gumweilen eine gute Œrndte, auf febr leichtem ft jebod immer Berluft dabei,*) Der Beizen wird gemébnlih in folhen Voden gefâct, der die Dereitung einer vôiligen Gommerbrache erbalten bats es ift aber doch iwabrfcheinlih, baf er, eingelne Jülle ausgenom- men, eben fo gut, twenn nicht no vortheilbafter, nad) manchen verfhiedenen grünen MBuryel- und audern Grüchten gefäet iverden Fônne. Fann dies nad lee, Bien, Erbfen, Dobnen, Nüben, Kartoffeln und ébnlidhen Gemächfen, mie es die Defchaffenbeit und der 3uz flanb des Sanbes erfordert, gefchebn. Sn den Gegenden, 10 Flachs und SHanf gebauet wird, fann er auch nach diefen gefñet twerden. Mach iwelcher Grucht er auch immerbin gefâet tverben mag; fo erforbert er doc eine forgfältige Vorbercitung, befonders in den oberflächlichen Tbeilen des Dodens, fo wie die MÔg= life Meinigung deffelben vom Unfraut.@âet man ibn nach dem Rlees fo ift felten mebr als einmaliges Pfligen vonnôthen, welches unmittelbar vor der Saat gefchieht. Da aber in mau- en Gâllen die grafige Materie leicht wieder emporfommt und der Grudt im frübften MBachs- thum bindertid wird; fo thut man beffer einen Mafenfchélpfiug ju gebrauchen,**) indem durd) diefe Das fogenannte Rentifh weife Strob fhieft mebrere Salme aus bem Stamme und giebt daber eine vorsiglid die Srubt. Das Stroh iff etwoas Éüvyer, lagert fi aber nicht fo leit bei regnichter MBitterung. Die Muller lieben biefe Ave nidt, weil fie Dunfelfarbig, Dartfchaalig und fdecht ju mablen iff. Der Fulham giebt ein weifes Stroh, Éutÿ und grob, if cintraglih, befonders auf magern Doden; das Korn ift fhlecdht und ditfchaaliat. Der meife oder enerfhaalige eisen ift befannt dur fein tweifes OStrob, teife Bülge und weifes Rorns; die Schaale ift mobi ettwas DE, bas Mebl jedod befonders iveif. SE leicht su mablen, wird frib veif und figt fo Loos in den Aebren, baÿ es bei windigem Better auggemebhet wird. Die neuetn otten in biefem Lande find der hoary white, de Nonpareil, de Pil- beam, der Square-ear, und der hoary brown. Œrfterer aud velvet-eared gerannt, ift tegen feines Ertrages und feinen Mebls der fhäsbarfte. Der Nonpareil if amevicanifen Urfprungs und if auf jedem Vobden einträglid. *) Donaldfons Modern Agriculture. p. 277. **) Dies lâft fi aud mit einem gemeinen Dfluge augrihten, an deffen Meffer eine eiferne Platte 4 Bolt von der©pife angefchroben if. a x Anbau des Aderlandes, 375 diefe Erfindung bie Ueberbleibfel des Rleefrauts und des Grafes abgefnitten und in den Do- detr der Surche gemworfen, auch fo mit lofer Erde bebecft werden, daf fie nidt mebr Dinderlich fepn fonnen, twäbrend der Mer fo reiner und Beffer ju eggen iird, als wenn man bof den gemeinen Dflug gebrauct bâtte, Muberdem erbült der Ganme ein befferes Œrdbette gu feinet Begctation, vorausgefebt, baf die Suche nicht ju tief und ju Greit ift und or dem©üen einige Beit liegen bleibt, welches bei der Dercitung diefer Art Doden sum IBeigen allemal beobachtet werden mu. Un einigen Ovten*) aber if man gewobnt, to das fand beinahe we Sabre Rlee getragen bat, es am Œnde des Sunius im gmeiten Habre aufjubrechen, und grwei bis drei- mal zu pflügen. MBenn die Sage günftig if, und das Aetter eine feine Deatbeitung geftattet, fo mag dies immerbin febr Bortheilbaft feun, wo aber folche günftige Umffände nicht eintreten, da nügt diefe Methode weniger, als wenn nur einmal gepflügt wûre, Meien folgt gutveilen auf Erbfens man Mu aber bei biefem Verfabren febr forgfaltig zu MBerfe geben, daf der Acer gur Saat gebôrig mürbe und bereitet merde, twelches überbatpt nur da antvenbbar ift, 10 bie Erbfen früb genug veifen, um durd wieberboltes Pilügen und Cggen dem Mfer die gebôrige Pflege geben zu Fônnen,**)_ Benn fie fpât reifer, if es ein febr gemagtes Lnteruebmen, twelches auf fângere Seit nachtheilig für ben Mer twird. Qn einigen Gegenden bauet man auf demfelben Boden eine Bcitlang abmwecdhfelnd DVob- nen und IBeigen, und gwar auf dem fhtverern Fentifchen Boden, MBenn diefe Methode ein- fchlagen folf, fo müffen die Bobnen auf 20 bis 30 3olf Abftand gebrillt werden, um aufs befte geband= und Bepferdbebacft werden ju Éônnen, Man darf nachbher dann nur einmal pflügen, und der fo gereinigte und cultivirte Doden wird gemif eine gute Erndte geben. Qn den Gegenden, wo die Bobnen frib reif werden, folles, um Beigen darauf fol- gen zu laffen, gleichviel fepn, ob fie gebrillt oder breitwürfig ausgefäet worden, teil afsbann Beit genug übrig bleibt, die Saat gebôrig gujuberciten. A2) Gn andern Gegenden findet man in dem Fall, daf MBeijen nach Erbfen, Bobnen oder MBicen twachfen folf, es febr vortheilhaft, den Mer gum erften Male fo leicht als môglih um- gupflügen, alsbann zu eggen und Rraut und Buryeln in Haufen zum Verbrennen gufammen ju barfens das Geld wird nachber in Beete gum Defñen getheilt, und nun einige Bolf tiefer als guvor umgepflügt. Sutveilen wird es nad) Dem giveiten Pflügen wicder geeggt und nochmal gepflügt.+) TT) *) Sn Morfolé und Marié, nad dem Berfaffer der Modern Agriculture, **) Modern Agriculture. Vol. IL. p. 273. #**) Donaldfon’s Modern Agriculture. Vol. IT. +) Middleton’s Report of the Agriculture of Middlefex. +)€s fanh bier wobl nur die Mede vor grüin abgecrndteten grofen Minbforbohnen feun, bie jung nach 3 sd ae EN Éd Gelbbobnen werden nicht fo früb veif, daf dau nod cit liebe. 5 Dr Man 376 Cilfte Abtheilung, Man bauet den YBcizen auch nach Rüben, und gwar gefhieht dies auf fhiveren Niben- boden febr vortheilbafr, befonders enn die Gaat gebôrig bat bearbeitet werden foünnen, 1vo dann ein einmaliges Dflügem auf folhem Doden genügt. Dtach der fpâtern Rübenfrucht füet man Somimerweien oder Gerffe, two ju beiden 2 oder 3 mal leicht gepfügt werden muf. Gommermeigen Fam unter diefer Bearbeitung dem Minterweijen giemlih gleih, und es if gewig immet rathfaner ju diefen ju fchreiten, als Binterrweigen ju fpât eingufäen. Bi man nach Kartoffein den MBeigen fâen, fo darf dies auf leichtern Doden nidt anbers gefcheben, als daf man ibn gut büngt, wornach man dann, twenn die Rartoffeln vor- her gut getartet worden, mit einer leichten Pflugfahre abfommt. Daf der Beisen nach Kartoffeln nicht gut gedeibe, bavon gicbt ein einféchtsvoller Acer- switth folgenden Grund an: Muberdem, daf der Acfer durch den Muchs und die Bearbeitung der Rartoffein gu leicht und locfer wird, leidet er insbefondere dur Megen und Erdtwürmer fo wie durch andere Snfecten; bagu fommt, baf in einigen freiern Gegenden die Gaatzeit zu {ange binausgefeét wird, und der Beijen auf diefe MBeife leider.*) Mach Flachs oder Hanf Fann man den Beigen oft mit Vortheil fâen, nur muf das emporfommende Unfraut dur mebrmaliges Pflügen unterdri£t werden, um dem Mcfer die gebôrige feine Bearbeitung qu geben, Durdh Erfabrung ift man aufs deutlichfte darüber belebrt, daf, io es ju vermeiden if, der Weigen nie nach Moggen, Gerfte oder Hafer gefäet werden müffes und daf der Dün- ger nicht gum MBeigen, fondern zur vorhergebenden Fruct angewandt werden folle, Saatzeit. Leber die beftimmte Seit, zu twelcher diefe Rornart mit dem glüclichften Erfolge in den Doden gebracht werden Fonne, ift man nod) nidht aufs reine,@oviel erbellet aus den fhon mitgetheilten Beobachtungen, daf, je früber fi die Saat vor dem Froft in dem Doden gebèrig cintourgeln fènne, bdefto beffer der Crfolg fe. da die Vegetation beim früben Sâen lebbafter if, fo if der Bus in der fpâtern Beit weit unvollfommner und(ang- wieriger bis zum rüblinge, mwoburd die Frucht manchen Gefabren ausgefest wird, Ueber- baupt bat Die Crfabrung immer gegeigt, Daf fpâtgefäeter Meigen nie fo gut gedeibet als der frübere. Bird er jedoch zu frb gefäet, fo fchiebt ev zu febr ins Strob, und das Korn in den Aebren wird leicht. VBom Anfange des Septembers bis jure Mitte und wobl gar zum Ende des Octobers ifft mobi die befte Beit gum Sûen. MBird auf dem fhiwerern Vobden früber gefüet, fo ift der Mer mebrentheils ju bart und Flumpig, als daf die Saat gebôrig untergecggt twer- den fann, und bie leichtern Dodenarten find dann ju trofen, um das Form zur gebôrigen Begetation zu bringen, WBird fpâter gefüet, fo wird der Boden eines Ebeils vom Herbftregen qu naf und bdichte, andern Ebeils ju lofe und locfer durch die Cinwirfung des Froftes. Umffände *) Middletons Report of the Agriculture of Middlefex, Aubau des Aerlandes, 377 Umftände verandern aber auch bierdie Sade; iftber Doden von der fetten, frutbaren, fefmigen, Éveidigen oder grandigen Art, fo mag es twobl beffer fepn, ettvas fpâter zu fâen, denn ivenn folhe mwarme Vodenarten ju frübe befaamet merden, fo Éommen die Pflangen zu fhnell vormärts und werden dann in den Grüblingsmonaten fac und dünne; wobei bann ju- aleich das Unfraut die Oberband befdmmt, da diefe Sabreszeit dem Mabsthum deffelben vor- aüglih günftig ift.*) Die febr fpâte Saat zu Ende des IMovembers und Anfang des Decembers wird oft burd die vorhergebenden Grüchte, als Erbfen, Bobnen, Bien, Rüben, verantast, Tn folchen Gällen mûre es aber beffer im Srüblinge, und gwar den fogenannten Sommeriveizen ju fâen, obgleih man aud von dem weifen dünnfdhaaligen Beigen mit Gicherheit und gwar febr gut erndten Éann,**) Gaamen. Ueber die Quantität ift bereits fhon ausfüubrlih gebandelt, YSm Yllge- imeinen ift bei der Greittürfigen Œultur die mittlere Quantitât 2 bis 3 Bufhel; bei der Dril(- cultur aber, twie fon bemerft, ungleid meniger. Die alfjugrofe Quantitât giebt au vie Pflange, die ibre gebôrige Nabrung nicht befom- men Fann, und daber eine Fümmerlide und fhmäcdtige Grucbt bringt. die Quantität zu geringe; fo wird der Boden ju dünne mit Pflange bedecft; jedoch iff von der geringern Quan- titât, went ibr durd nacdberige Bearbeitung, wie bei der Drillmethode nachgebolfen wird, weniger Nachtheil u beforgen. Daber bat die Drilleultur auf leihterm Doden ibre befondern Borjüge, tweil hier die lofe und focere Erde den Koronalwurzeln freiern Spiclraum verftat- ter. Die breitmürfige Methode ift indeffen nod am mebrften, befonders auf Rienboden im Gange. Madbherige Bearbeitung. Die Art, wie man gefñet bat, Der Suftand des Sandes, und bie voraufgegangene Yorbereitung zur Sant, veranlaffen einige Serfchiedenheiten in der Dearbeitung mâbrend des Badsthums der Grucht, Vn jedem Gall muf die Gaat volf- fommen rein und frei vom Unfraut gebalten werden. Yu das Mübren der Erde um die DPflangen, befonders auf ffeifem und fhtweren Doden, ift von grofem Muben, tie fic die Birfungen davon in dem fraftvollern Muchfe der Dflangen u, f. 1. geigen, Die fonft da, tvo die Oberfläche Dart und unduroringlich wird, ein ungefundes gelblihes Anfeben befommen und nicht fortivachfen twollen, mird vorgüglich durch einmaliges oder ôfteres Uebereggen im Grüblinge abgebolfen,***) Bo die Pflange dünne ftebt, bâuft dies die Crde an die Pflange an, und bringt fo gu befferer Beftaudung derfelben vortheilbafte MBirfungen bervor, gefchei- *) Bannifters Synoplis of Husbandry.**) Efter in Bath Papers. Vol. IX. ***) Middletons Report of Middlefex. Erfer Theil. DE A 378 Cilfte Abtheilung. gefeiber Schriftfteller vermuthet, ba bei biefer Operation manche MBurzelafer abgeriffen, dadurd der fippige Buchs des Balmes und der Diâtter unrerdriFt, und die fribere Neife und Bollfommenbeit des Rorns bewirft merde,+)*) Das Balgen des Mers, entteder one Eggen oder nach demfelben, leiftet da, to bie Oberfläde Flobigt if, und bdaffelbe bei anpaffendem Grade von Seuchtigéeit vorgenommen wird, in fo ferne Muben, als die Burgeln des MBeijens in die Crde gedrncft werden und nun neue Tricbe aus denfelben emporfchiefen,**) Muf allen leichtern Dobenarten ift das WBalsen gut, weil es das£ocertmwerden der Crde um die Pflangenturgeln verbindert und fie in dem Boden mebr befeftiger. Œs wird auch da, vorjüglih mo Rlee oder Grasfaamen mit dem IBeigen eingefñet if, als ein Mittel jure Beférderung der Vegetation empfoblen,***) fo wie es den Berbcerune gen des DBurmes Cinbalt thun folf,+) On den Füllen, wo es dem Aer an Gruhbarfeit oder gebôriger Subereitung mangelt, muf man den Streudünger, Toporeffing gebrauchen, ift entiveder fefter oder flüffiger Art. Crfterer befteht aus Sedervichoünger in pulverigem Suftande, Rnochen, Staub, Nuk, Torf, Ufhe und mancherlei falsigen Materialien. aus den SlüffigÉeiten der Miffhau- fen. muf fo dünne und eben als môglich und fo früb, als die Pferde ohne Machtheil auf den Acer gelaffen werden fônnen, auf denfelben gebracht werden; Fann man bie 3eit, wenn das Better zur Geuchtigfeit fid neigt, abpaffen, fo iff es defto beffer. Fann man mit Bortheil waljen, man fid der lebtern Art, fo muf befonders dabin gefehen werden, daf die Pflange nicht zu viel Glüffigfeit befomme, Die Methode des Berpflançens Fann in einigen Gâllen von berrlihen Golgen feyn, wenn man nebmlidh von den difern Stellen Dflangen ausnimmt und ffe an bie dünnern fest, fo baf beiden gebolfen wird. Die erftern Fônnen dann beffer bebacft werden und bie leBtern et- balten nun die gebôrige Menge Pflangen. Man bebauptet, daf, wenn MBeigen auf Garten- land gefäet wird, ein More fo viel Pflangen bergebe, als zu bundert erforderlich find, twenn die Pflangen gebôrig gertheilt und 9 Soil von einander gefebt werden, Da dies Berpflangen im Srüblinge gefiebt, fo Fann der Doden feuchter feyn als der Meigen es fonft mob feidet; nâcfidem giebt dies eine febr reine Grucht, ieil der Doden vor dem Pflangen gepflügt if, das Born nun fneller âchft als das Unfraut und die Oberfand befômmt,++): Manche andere Bortheile werden nod von andern Scbriftftellern diefer Methode zufolge angegeben,+++) Das D Œiner von Darwins paradoren Œinfâllent Mürbe die Auébebnung der Dffange in Buryeln und Dlâtiern dadurd gefhmalert, fo mürde obne imeifel auch das Rorn verlieren. À. d.$. *) Darwins Phytologia.#*) Ibid. p. 293.**#) Corrected Report of Middlefex. +) Synopfs of Husbandry. p. 63. ff) Darwins Phytologia. p. 292. ft) Vogle in Bath Papers. Vol. III. Auban des JAderlandes, 3739 Das Debüten des MBcijens mit den Schafen, twenn er im Grüflinge zu far wécbf, ift in manchen Gâllen febr beilfam, Man glaubt die guten ABirfungen ribren von dem Mbreifen des Hauvttriebes her, mwornach viele eitenbalme oder Buryelfhüffe bervorfommen, die um fo fraftvoller empor fchiefen, da man eine grèfere Menge Mabrungstheile vermittelft der vermehre ten Abfâbe angefogen werden, Dies Berfahren bat auf folchen firengen und frucbtbaren Doden befonders nüélih be- funben, tvo der Meigen ju febr ins Stroh fchieft, bat man ein mebrmaliges AMEbiten vortheilbaft befunden; dod muf dies alfemal vorher gefcheben, ebe die Grucht in Salme fchieft, fonft wüvrde daraus Macbtheil entfteben. Auf dem leihtern Boden muf man nod vorfibtiger qu erfe geben, tmeil der Bachsthum der Pflangen gar fer dadurch gurüdgebalten und fie fhtwach und dünne werden fônnen, da manche Pflangen leicht von dem Schafbif ausgeriffen werden. müffen auch die Schafe nie bei naffer Bitterung, oder wenn die Oberfläche des Dodens zu febr aufgelocfert ift, oùer nach ploblihen Froft oder Ebau auf den MBeijen ge- faffen werdens wmweil die Pflange alsdann gar leicht befchädigt und gerfidrt werden Fann, Das Treten der Schafe thut indeffen auf dem leichten Boden febr gute Dienfte, indem nicht nur die lofe Croce fefter an die Murgeln getreten wird, fondern auch die Haupttheile in manchen Fâllen fo in den Dobden gedrucft und bebecft werden, daf neue Geitenfchüffe bervorgehen und die Gencht fich auf dem Aer mebr gufammengiebt, ficifern und bindendem Dobden ift dies aber der entgegengefeste Hall,*) Die Erfabrung deffelben Mutors geigt, daf der MDeigen nicht eber abgebtet fverden muf als bis er im Ganuar febr empor gefchoffen if, und daf überhaupt nur der früh gefäete fo bebandelt werden dürfe. Obgleich dies Berfabren mit dem in der Éartencultur etwas Abnliher bat, 100 man manche Triebe geriffer Pflangen abfhneidet, oder Snospen abbriht, um das Gruchtbringen zu etleichterns fo findet man doc beim Beigen, wenn ec nicht febr peitig und üppig mât, bag die Mebren der neuen Schüffe das Rorn nidt gur Bollfommenteit bringen, und es daber leicht und fhrumpflidt merde; aud bdie frifhen Halme mwegen ibrer Shrwäche fih leidt lagern. Dies ift beim Mbbüten ourd die Safe febr oft der Fall gemefen,**) philofophifche Gchriftfieller bebauptet aud in Hinficht auf den Beijenbau, daf die befte Methode darin be- ffebe, Li Beit der Diüthe fo viel als môglih qu befordern, mwâbrend die des Meifens vergôgert pird, 777) Das Hbfreffen der Schafe wird daber oft fhädlih, weil die Diüthezeit dadurd fomobl verfpâtet als der Bacbsthum der Halme befchräntt wird.+) Do) bb 2 Das #) Bath Papers. Vol. I. p. 66.##) Tulls Horfe-hoeing Husbandry. 4te edit. ###) Ibid. p. 147.+) Darwins Phytelogia. p. 144. 330 Œilfte Abtheilung, Das AEHüten mit ben Schafen bat jebod auch fonft noch in andern Binfidten feine Bor- theile: die Roronalturgeln, die fo leidht entblôGt werden, Fônnen durd das Treten der Sohafe bei feuchtem Boden in die lofe Crde gedrücft, neue Murzeln fhiagen; auch fann man da, vo von den Snfecten und Bürmern Gefabr zu beforgen ift, fie durch die beftändige Dervegung, in welcher man fie erbâlt, entiveder gänslich gerffèren, oder durch das Treten in die Erde binein alf- mäblidh vernihten,*) Manche Snfecten werden in gelinder und offnen Winter, fo mie im Grüblinge der Beigenfrucht dadurch fhâdlih, baf fie die garten Reime und Biâtter, telche füf und tveich find, abfreffen. Sn foldhen ällen fallen die Diätter ab-und verivelfen, und die Grucht leidet dadurd gar febr. Das bauptfädhlihfte von diefen gerftbrenden Thieren fheint nicht genau genug von agto= nomifhen Schrififtellern angegeben zu fepns**) es ift jedod mabrfheintih, baë es mebrere Mrten diefes Gembrms gebe, bie dem Getraide fo nactheilig werden, Von einer Yrt tweif man, daf die in geringer oder grôferer Menge alle Fabre in naffen Gegenden gefunden wird, je naddem das Meter heif oder Falt gemwefen ift: und bañ, fo lange fie ein CE ift, durch Éeine ftrenge Bitterung leiden Fônne, Dies fann fie eben fo wenig im Burm als im Sliegenguftande, Die eingige Deriode, in welcher fie leiché ju vernichten if, ift die Verpuppung, tvo Me und Sôlte eber nactheilig terden Fonnens und da diefe ju Œnde des Maies und im Anfange des Sunius ftatt findet, wo bäufig Regentwetter einfällt, fo werden die, telche fi nicht in trocnen Crdbügeln befinden, in ben WBiefen- und Orâbenborten jäbrlid getôdter. Auf acerbaren Sande Bleiben twenig oder gar feine, die fortbrüten Foünnten, es fen dann in folhen Sabrsgciten,#0 es tvâbrend ibrer Berpuppung ungewôbnlid dürre if.#7) Yus diefem Grunde ift der um folhe Beit einfallende Megen zur Zerftdrung der Fnfecten gleihfalls fehr dientich, Mécbftoem giebt es, tie im demfelben MBerf bemerft wird, verfhiedene andere MBürmer in trocfnem Doden ju alfen Sabrszeiten, die nicht minder Schaden anridten, Cie tiderftehen gleihfalls allen Mitterungsarten, aufer der Mäffe und Kâlte bei ibrer Berpuppung, Die fammiligen Gervirme in den trofnern Bodenarten folfen zu den Ptotte- Gattungen gebôren. CS wird no angefübrt, baf mwenn der Serbft gelinde und warm getvefen ift, bie Made(grub) qu Ende des Octobers ibre Crifteng erbâlt und in ibrem Wachsthum fo lange gunimmt als die Begetation mâbret; nach welher Zeit fie, wabrfheintih aus Mangel an Nabrung, einen Stilleffand befômmt, bis im Grüblinge ibre Verbeerungen erft ivieber fichtbar werden, *) Corrected Report of Middlelex. XX) Der Berfafer eines Nuffages im 25ftèn Volume der Annals of Agriculture in Detreff der Tipula. X##) Farmers Magazine. Vol. II. p. 365: Re Anbau des Acderlandes, 381 terden, Sie fânat ban ju Œnde des Februars iwieber an ju facfen und Hâbft fort bis zu Anfang bes Maies, two fie oft einen Zolf lang und den britten Theil eines Solles di£ wir, Sie folf auferft verbeerend fepn, da fie die Burgeln der ffârffien Pflangzentriebe ganz abfrift, Man teif aus Erfabrung, daf fie die ffärffte Rornpflange in 24 Stunden vruinirt, Ju gelins den Sabrseiten mebren ffe fi und werden befonders fhädlid; da nun, tie fon bemerft, viele jäbrlich umfommen, fo wird ibr Gefchlecht bio durd die Ever erbalten, iwelche auf den Graben, Rändern, DPflangungen und fchlechten difen Krautarten abgefeét find, wo fie gegen die Nûffe Schus finden. Man findet, daf bas Gewmürm unmittelbar nad dem Reimen den mebrften Schaden anvitet, ft die Pflange fchon ziemlidh über die Oberfläche beraus, fo bivat fie fich fchon eber. Bäbrend des Tages ift dies Ungeyiefer 1 bis 14 Solf unter der Oberfléche, und man Fann eben nicht fagen, daf es des Machts bôber bervorfommen folite,*) Biele Mittel find ur Serftèrung diefer Snfecten vorgefchlagentmwordenz bisher aber obne Erfolg. Die vorüglih angemandten Subftangen find Ralf und falzige Materien, als Geifen- fiederafche, Dleicherafche, Rücfftand der Potafhe u. f, tw., alfein der Ralf thut dabei twenig,**) ungelôfchter tivft allenfalls zerfiürend. Deifer Ralf und alfalinifhe Salze***) follen das wirffamfte feyn.+) bat man in diefer Hinficht aud mit Bortheil angewanbdt, Diefe follen auf Schnecen, Negentirmer, Maden daburch vernihtend twirfen, tueil fie ibnen fo beftige Ausleerungen verurfadhen, twelche fie nicht ausbalten fônnen, Œs müfte daber der Gand in der Mâbe der See, tmweldher befchlammt worden, biebei mit Diuben ange- tmandt werden Fônnen, twenn man ibn als Æoporeffing über folhe vom Gerürm angefallene Beigenfaat féreuete. Dei allen diefen fcharfen Mitteln muf aber forgfältig barauf geachtet tmerden, daf die garten Dflangen darunter nicht Leiden, Rub ift vorshglih eine.von den falyigen Œubffangen, die aus Roblenftoff und erdigen Materien befteht und ein barziges Del enthâlt, das megen der ibm ftarf beigemifchten falgigen Subftanz im Baffer auflôsbar ift und eine febr bittere Huflôfung giebt, welche nicht nur die Onfecten, auf wmelche fie fâllt, tôbtet, fondern den bittern GefchmacÆ den Buryeln und Pflan- senblâttern mittheilt und fie für diefe ungeniefbar madt,+F) twirft die barzigtolige durch das Saljprincip des Mufes gebildete Auflôfung gar febr zur fhnellen Befdrderung der Begetation fo, daf den Dnfecten nicht einmal fo viel Zeit gelaffen toivd gu verhecren.+17) Man #) Annals of Agriculture. Vol. XXV. p. 40%.##) Ibid. p. 406.**#) Darwins Phytologia. p.362; Farmers Magazin. Vol. Il. p. 365. 5) Dundonalds. tt) Dundonald on the Connection of Agriculture with Ghemifiry.+tt) Ibid. p: 136. mo 382 Œilfte Abtheilung, Man emphiebit sue Setffôrung der Made das MDaljen in den Früblingsmonaten des Morgens, twelches auch gegen die Fliege und deren Brut febr dientich fepn oil.*) Da man bemerft bat, daf die Drut der verheerenden Made befonders in dem langen Gtafe an den Hecfen abgefet werde, fo ift es gur UnterdrüŒung der Gortpflangung der Made befonders beil- fam, biefe von fangem Rrauttwerf rein zu balten,**) fo folf man die Riceftoppeln nach dem Mäben von den Schafen oder andern Thieren Fabl abbüten, tvelches man, bis Fury vor der WBeizenfaat febr beilfam gefunden bat,***) Muber diefen Maden oder Rornwürmern giebt es no andre Snfecten, Eïins von die- fen folf der Thrips Phyfapus des£inne fepn+) und die fpât blibende Salme angreifen, wogegen das frübe@ûen ein Hauptmittel iff. Mâchft diefen ift der MBeigen nod anbdern Unfällen ausgefeét, namentlid dem Mebfe thau(Mildew), Moft(Blight), troŒnem Brand(blaft) und Brand(Smut). Die erfte diefer Rranfheiten befällt Beisen und andre Grüchte, tenu fie im Machs- thum fon vorgerbcft find, in naffer und dumpfiger Bitterung und wenn fie eine Zeitlang ohne Sonne dicht gufammen ftebn. Die agronomifhen Schriftfteller find fi über die Matur des Meblithaues noch nidt einig, man teif nur daf es gweierlei Mrten, den fchwarzen und rothen gebe. Geuchtigfeit, vom Schatten cingefhloffene Suft und âbnlihe Urfahen, beivirÉen wabr- fbeintid den Meblthau, die beffe Methode ibn ju verbüten, if daber auf jede rt und Beife den freien Umlauf und Durchjug der£uft gwifchen den Pfangen ju erbalten, Moch neulidh Hat man bebauptet: ,,daf, ba bie ffârfere Musdünffung einiger Doder- atten eine fortiwäbrende Urfache des Meblthaues fen, man folhen Boden abyutväffern und mit austrodnenden Dungarten, afs Steinfoblen und Knochenafche+4) qu befireuen, und die Grucht zu frôpfen babe.“ Cs fheint aud tobl rathfam, frübe ju fâen, tmeil das frübe gefäete Korn diefem Unfalle tweniger ausgefebt if.+1P) Der Noft(blight}) iff eine vegetabilifthe Kranfheit, tvelche in ungemwôbnliher feuchtee Gabrszeit die Beigenfrucht ju befallen pflegt. Die Blûtter und Stengel befommen fhtvarze oder rubige Slecfe ebe die Nebjre angegriffen wird; und naddem das Korn angefangen bat anu- fefen, findet man manche Mebren gânlidh leers in einigen Gâllen nur in der obern Hälfte und in der untern gebôrig voll, in andern haben die Mebren twechfelsweife ein gut gefülites Dâlglein und eine leere Hülfe, auch in einigen ein fhmächtiges gufammengefchrumpftes Rorn. Benn : Die *#) Darwins Phytologia. p. 369.##) Farmers Magazine. Vol. IL. p. 365. ###) Annals of Agriculture. Vol. XXV.#) Transactions of Linnaeon Society. Vol. IIL. #7) Dan wüvrde befler thun die gepülverten Rnochen bagu zu gebrauchen,+tt) Darwins Phytologia. Anbau des Aderlandes, 383 die Geucbt veifift, fo bat fie ein fhmubiges geflecftes Anfeben flatt des getwôbnlichen veinen gefunden gelbliens und das Gtrob und die Mebren die nicht fo geflecft find, find weber weif noch gelb, fondern bunfel oder Afchgrau,*) Diefes Anfeben foll nad der Bermuthung deffelben Hutors die Crifteng eines Ynfects betveifen, melches diefe Erfheinung peranfafts und da folhe Gruct in jedem Salle am leich= teften leibet,**) welche nicht gebôrig eingecggt und mit Œvde bedecét ift, fo will man bebaupten, daf durch ein tieferes Cinbringen in die Œrde, g. D. dur Dorillen und Stecfen, bdiefem ln: falle vorgebeugt verbe, Mndere betrachten diefe RranÉheit als einen Shivamm von der lâanglichten fhwarzbrane nen Mrt, der fi bei feuchter Vabrszeit, twenn das Rorn bald reif werden will, an die alme fhmiegt und ibnen ein vufiges Mnfebn giebt,**) Darwin bâlt es für eine Rtranfheit und vergleicht fe mit einem Mofte, der die vorber fon ungefunden Pflangen angreift, und durch beffere Süftung nur Fann geboben tverden, Einige erflren diefe RranÉbeit aus einem Stocfen der Pflangenfäfte, bas durch einer plôélihen WBechfel von Râlte, MBârme und Feucbtigfeit, die von der Gonne nicht tveggenom- men twerben Fann, fie ergeugt, dem ju Solge fih in den Pflangen Snfecten bilden und ibr Gortwacdhfen bindern,+) Der troŒne Brand(blaft) ift eine RranÉbeit der DPflangen, twelhe durd die MBirfung des Sonnenftrabls auf die Pflange, in einem befonders reigbaren Zuffande, entftebt, Man findet fie gemôbnlidh in ben beifen Climaten, Die Mirfungen derfelben find von Jr, Œuli, in Dinfiht auf den MBeigen, bemerft, und als fhwärylihe Slecfe in den verfhiedenen Stellen des Geldes befchrieben, Da die Sebensfraft diefer Pflangen entweder gânlih erfhôopft oder ire Gefäfe gerftrt find, fo if nidts mit Crfolg dagegen ju gebrauchen, FF) Der Brand ift no eine andre Rranfbeit, tvelcher MBeizen und andere Rornarten ausge- febt find, und tobei eine rt fhwarges Mebl ffatt des Rorns fi in den Mebren findet. Man giebt verfchiedene Lrfachen davon an, Jn den Memoirs der Bath Agricultural Society wird bemetbt: *#) Sommerville in Communications to the Board of Agriculture. Vol. IT. p. 207. #*) Berr Sommerville bat über dies Gnfect Berfuche angeftelit, deren Refultate folgende find: Dies Snfect bat cine auffallende Aebnlich£eit mit einer Laus, fo tweidh und gart, daÿ der gevingfte Dtu£ fie quetft, anfangs bochroth, julest far und babei bâvtlider angufüblen. Sn fpâter und naffer Sabrégeit ift es am gablreichften. Se sarter die Dflange nocb if, defto lieber, befonders in der Diñthez geit, gerftôct es foie: es fcheint den milchigen füujen Pflangenfaft gu lieben, und Jâft die Dâvtern min: der füben Otellen unberübrt. #**) Lambert in Transactions of Linnaean Society. Vol. IV. +) New Farmers Calendar. p. 408.+} Darwins Phytolopia, A du s 3 s#& ee 384 Œilfte Abtheilung, bemerft: bas Ucbel vibre von Mâle gur Seit der Blüthe her, in telhet bie Untheter berften und das befruchtende Meblprincip weggefpübit wird. Da es nicht von einer fhadlihen Sub- ffang oder den Ynfecteneiern, die dem Korn anbängen, berrübtre, Gemveift dies, Daf rufige und gefunde Aebren aus einer Burzel emporfhiefen, und rubiges und gefundes on in einer Aebre fih beifammen findet. Man bebauptet daber, daf der Roft vom Mangel an der farina fecundans berrübre, und daf eintretende Fâulnif das Korn gerftôre, tie die Verfuche des Gpallangani dies mit mebrerm erteifen. Die mebrften fhreiben den Drand einem Ynfect zu, und empfeblen mebrere Mrten der Cinfalfung.*)‘Mndere haben eine Deige von Tabaë, Aloe und Micfemurz auf Flanell ge- bract, und über die Mebren fanggegogen**) bei trofnem MBetter angerathen,***)+) Es giebt ferner befondre Suftânde der MBitterung, wmelche auf den Vachsthum des Bei- gens befondern Einfluf haben, ft die Mitterung binlänglih trocfen, fo leidet er im inter felten, fie mag übrigens fo fireng fenn wie fie molle, auch nicht im ommer, w0 nicht um die Diütegeit das Better zu feucht if, weil dann die Grucht gar bald leidet.+) Berfchiedene Arten Unfraut werden dem MBeigen, wo der Aer nicht gebôrig bereitet worden, nachtheilig. Yuf dem leihtern Boden, vorgüglih auf dem Éreideartigen, ift es der Hebdberidh oder Rübdi(Charlock), Es giebt davon 3 Mrten: r) der raubblätterige oder wilbe Senf, finapis nigra, 2) der glattblätterige oder wilbe Maps, braflica napus, 3) der raubblâtterige twifde fRadies, raphanus raphanifirum. Œs find alles fâbulihe Pflangen, die febr abveich aus dem Saamen fommen, und iwenn man fie fo lange auf dem Acer duldet, da fie ibren Saamen verfhütten Fonnen, fo bleibt er oft manches Sabr in den Crdflôfen ein- gebüt(t #) Communications to the Board of Apriculture. Vol. II. p. 226.*#) Thidem. #XX) Mr. Sommerville bat durd feine forgfaltigen Berfudhe, iwelche in dem smcitem Bande der Communications to the Board of Agriculture entbalten find, es crtwiefen, baf ein Snfect, twelches mit den Augen fih fhwmerlih, aber dur ein Bergréferungsglas, tvobei er die Thierchen, burcd die Bârme eines Lidhts in Betvegung gefest, erft Éennen levnte, fit) bemerfen(âft, die Urfache des Koftes fey. Er flieft demnach, daÿ beim Drôfchen die Berñibrung der brandigen Rôrner mit den Gefunden, biefes Ucbel fortpflange, und nach angeftellter Unterfuchung der bisher dagegen gebrauchten Subereituna gen, fand er, daf fie mehr Rraft befñfen, das Gavürm gu gerffôren, als durch irgend cine Œigenfchaft ffdrfend zu tuitfen. +) Ueber diefe Rranfheiten des TBeigens und anberer Getraidearten, berrfhen nod bie grôften Mifver ffândniffe, fomobl in Anfebung der Erfheinungen felbft und der Mamen, die man ibnen beigelegt bat, als ibrer Natur, Urfachen und Sülfémittel. Dasjenige, was unfer Berfaffer bierüber fagt, ft fo tvenig geeignet, biefe SRifverftandniffe zu beben, bdafÿ fie im Gegentheil felbige nur vermebren fünnten, indem eu durchaus Éeine eigene Deobachtungen darüber gemacht Bat, fonbdern nur die SNeinungen anderer, und diefe felbfé mifverftanden, anfübrt. Æs if mir daber lieb, bdaÿ der Ueberfeser diefes febr gufamments gedrângt hat. Sd boffe ju einer andern Zeit etwas mebr Licht iber diefe Materie verbreiten su Édns uen, um ju peisen, in twiefern toit uns Doffnung machen fbnnen, divfe Uebel zu Deben oder£u mindern, und in tie fern nicht. 2 D 0 ++) Synopfis of Husbandry. Anbau des Aferlandes, 385 gebülit und enttoidelt fid nacber bei Süftung und Dearbeitung des Mers. Sole Pfangen folite man daber nie ju@aamen gelangen laffen, fondern in der frübeften Sugend auszurot- ten fuchen, Go ift ebenfalls Feldowminde(convolvulus arvenlis) ein für den MBeigen febr fhäblides Unfraut, Œs giebt gmwei Mrten von bdicfer Sdmaroberpflange, bdie gemeine und fwarge(polygonam convolvulus); ffe lift fi) durch forgfaltiges Deadern leihter als die erftere vertilgen. Der gemeine Rornmobn if auf Éreidigem Sande bent Beigen voryhglid nachtheilig, Diefer Rornmobn(corn poppy) papaver rhoeas, erfeint gemôbnlid im Man, und machfé fo fhnell in die Hôbe und nad der Gite zu, baf er bald Hber das$orn binüber ragt. Man lift ibn mit den Shiveinen abbüten, die ibn febe gerne môgen.*) Dies Berfabren aber ift febr miflih, und man thut béffer, dies Unfraut ur gute Deacerung und durd die Hand- bacfe auszurotten, Rabel, cockle, agroftemma githago, ift glcichfalls ein febr fchâdlihes Linfraut, Es ivird mit unreinen Saamen gefäet, und man darf baber nur auf reinen Meigen febn, GBeifer Sud, white-darnel, lolium timulentum, ein anderes fer tuchern- eg Linfraut, das dem Beigen im Bachsthnum und beim Berfauf fhadet, Es ift eine jäbrliche Pflange und gfeicht dem Korn in Rücficht feines Halmes. Man vermeidet e5 durch eine veine Saat, und menu es doch auffblägt, muf man es mit der Hand ausziehn. Gemeiner NMadelÉdrbel, ein auf fieifem Boben febr bâufiges Unfraut(pack needle) fcandix pecten. Œs erfchiwert den Serfauf des Korns, und ift fhiver ausqufieben, man muf daber mit Mübe das Getraide ur Gaat davon reinigen, SHundegras(Couch}) mit feinen verfchicdenen Mrten, Dinfengras, Quece u, f.t0., agrofies, triticum repens, holcus mollis, avena elatior.— Die Turgeln diefer verfhiebenen Grasarten find in fchleht bearbeitetem Doden fo in einander gemwoben und gefilit, paf fie den DPflug aufhalten. Man findet fe am bâufigften in den leichtern und vermifchten Dovdenarten. Mie diefe Unfrautemurieln durch die Dearbeitung der Brache, durch Aushar- fen, Berbrennen, mit RalË vermifhen, entfernt nüblich gemacht werden Fonnen, if oben bereits fon angefübrt worden. Man mu aber um fo mebr auf die Zerfforung derfelben den- fen, als fie die Mürmer und Maden in den Acfer locfen. Aufer diefen Unfrautsarten gicbt es in folhem Doden, der noch nicht in gebôriger Cultur und dabei mebr féeif und feucht ift, andere eben fo nachtheilige Unfräuter, als Geld- babnen- *) Synopfis of Husbandry. p. 78 Œrfter Theil. Ccc 386 Œilfte Abthcilung, babnenfuf, tvifbe MBicden u,{. t., ranunculus arvenfs, vicia cracca und fepium. Sn folchem Boden, two die febtern Befonders bâufig find, muf man fie dadurch gerftèren, daf man den Acer vor der Cinfaat des Beigens recht gut bearbeite, Suflattig, tufilago farfara, coltsfoot, geébôrt enblich nod) ju em Unfraut auf den feuchtern und fhtwerern Bodenarten, Die dur Deacferung erfchôpft find, tmelches der Beigenfrucht nacbtheilig wird. Pflügen mwébrend der Sommergeit, um den Aer leiche und mürbe ju machen, ift vorzüglich dientih, damit man es ausjäten fônne, und da Dies Unfraut den feuchten Doden liebt, fo ift in diefem alle die Abmwäfferung ein fhônes Mittel daffelbe ju vertilgen, Da aber die MBurgeln fih gar febr längs der Oberflñche ausbrei- ten, fo erfordern fe auch eine gânglihe Musrottung. Die Meife des VBeigens erfennt man an der gelben Farbe des Gtrobes, an den gebeug- ten Mebren und dem darin befindlihem barten und fhwerem Korn, swobei auch in der Mitte der Mebre nidts grünes mehr angutreffen feyn muf. Die Quantität des Ieizenertrages if febr verfieden, je nacddem die Dearbeitung des Dodens und die IBitterung gemwefen ift; auch findet man, Daf in einigen Sabren, bei gleicher Cultur und Voden, der Gevinn unter 20, dagegen in andern über 30 Bufhel vom Mere ift,*) Hm Durchfhnitt ann man in gang England wobl nicht mebr als 3 bis 31 Quarters rehnen, und Donaldfon rechnet nur 3. Der Berfaffer des Reports von Middlefer fand den bôchften WBeizenertrag zu 68 Dufbel per Ncre, den geringften ettwa 12, Der Durhfhnitt mûre alfo 40. Dies Éann man aber nur als mittlern Crtrag des in bober Cultur ffehenden Sandes annebmen. Der Crtrag Drittanniens in Durchfchnitt erreicht diefes nicht auf die Dâlfte, und dod, fagter, ift PBei- jen eine fo fihere Grucht, als je eine gebauet werden Fann,**) ,, Dies,“ fâbrter fort,., evtveiff, daf *) Corrected Report of Middlefex. ##) Pad Berrn Middleton if bas Verbéltnif des Rorns zu dem Otrob folgendes, nâmlic: Der Ertrag von 1793 tar 173 Bufhel reuet von x Suder Otroh, 3 1794: 85 5 2 9 3 2 4 d£ 1705 2 II C] 5 3 Ê] 2 2 ,°° 3 9,; 2 2 2 1796: 9 2 dust 5 a Durchfdhnitt 113 Dufhel Beigen. Otrob galt mäbrend der Brit das Guder 25 bis 40 Ocilling. Das Fuber betrug 36 Bunbe, à Bund 36 15. Man rednet à Guber Stroÿ als gewôbnlichen Œrtrag vom Jcre, bas Gudrr qu 24 Sbillinge oder 2 Pf. 8 Sub. rer Are. Hn andern Gegenden renet man den Bert des Strobes gegen die Œvndtefoften. im Durbfchnitt su 30 Shilling. Df. Sh. MPence. Dies mat an Korn auf den Bufhet 2 2 7 Rury Strob und Raff 2 2—— I Beigen, Durbfchnittépreis von manchen Sabren== 5 6 — 8 2 Das Anbau des Aderlandes, 387 bag das Mfertand in England febr berab gefunfen en, und bas Éann eine andere Urfache ba- ben, als der qu hâufige Anbau des Getreides und feblerhafte Bebandlung, wodurh der Vich- ftapel und fomit die Düngerergengung vermindert worden. Saft uns alfo mebrere Grüchte bauen, die grün auf dem$ande abgefreffen merben, damit das Bieh feinen Mift und Urin dort faffe; fo werden wir nicht nur das Doppelte an Oetreide geminnen, fondern das damit gemäftete Biel wird reiner Gervinn für den Garmer und das allgemeine Defte feyn,‘*) Um die Oûte einer Kornprobe zu beftimmen, beurtheilt man mit bem Muge, 06 bas Rorn vollfommen ausgemachfen, voll, fchwer und glängend, und ob irgend ein ebler vom Auswachfen, Brand oder Unfrautsfämereien vorhanden fe, demnächft nach dem Gerud, 06 es einen ungemwôbnlihen babe und ob es beim Œrndten ju febr erbibt fen, endlid burd bas Ge- fübl, ob es geborig trocfen und zum Mablen tauglich if. SA die Probe raub angufüblen oder das Korn flummig, fo ift es weder gum Mablen nod) gum AMuffhütten gefhicft. Mittel dienen auch, das Oemvidht zu beftimmen: jedod gebôrt dagu noch mehr Genauigfcit, Ecc 2 Der Das Gewidt des auf ftrengen Doden gewonnenen Weigens ift gewôbnlih 61 bis 62 ÏB per DBufbel.+) *)_ SGch babe nocb nicht cinen eingigen englifchen land: oder flaatsmirthfchaftlihen Schriftfteller gefunden, der gefagt bâtie: es feblt uns an Getreide, tweil wir ju wenig auf unfern Aerlande bauen; fondern alle fas gen: es feblt, mweil man den Aer damit iberbauct, und der Œrtrag desbalb ju geringe wird. Det Unter: foied des Ertrages beim Grudtmechfel und bei der Drepfelder: Mirthfchaft, den fie tâglid vor Augen feben,(âft ibnen barüber feinen Biveifel. Œinige haben in den theuven Gabren tobl gefagt, man folle das alte veiche, forafältig verpflegte Grasland wechfelstweife unter den Dflug nebmen; aber, baf man von dem.unter dem. Diluge ftebenden imebr mit Getreide befäen folle, fagt nicht einer; vielmehr twaren fie alle dagegen. Uns fcheint das Berbaltnif ibres für das Bich beffimmten Landes gegen das, tworz auf Getreide gebauet wird, unmäfig gu feyn. Bon den Gemeinbeiten abyufchen, liegt ein febr grofer Tbeil ibres beften Landes ju immeriwäbrender Bichweide und ju Micfen, die mit befonderer Oorgfalt bebandelt werden, Dann wird das AHerland— da wo es privation und eingezäunet if— nicht nur ein umsg andere Gabr mit grünen oder verbeffernden Grüdten beftellts fondern baufig wird c8 aucb, wenn e8 6— 7 Sabre unter dem Pfluge geffanden, auf 3, 4, 5 Sabr mit Grâfern angefäet, sur IBeide nicdergelegt. Sd bin wvit entfernt, diefes bertricbene Berbältnif ju billigen oder su empfeb- ten. ie finden es aber vortheilhaft, weil fie cinen andern Gebler in der Wirthfchaft damit gut ma- en, nebmlich die unwirthlihe MBeife, womit fic ibr Bieh und deffen Mit Échandeln. Das Vieh gebt in der Megel, Winter und Sommer, Tag und Nacht berum, und vertragt den Miff, der dann. ver: twettert. baben fie alfo wenig oder gar nicht, und die Dingung, mwelhe den Acfer erbält, evfolgt grôBtentheils von dem Miffe, den das Bich fallen laft, mwenn es die grünen und faftigeit Gewadfe darauf vergebrt, und von den UMeberbleibfeln biefer Gemächfe, die vertreten twerden. Der- futterten fie diefe Gemachfe auf der Otelle und fammleten den IMift gehôrig, fo bat es gat feinen Bwecifel, daf fie beträchtlid mebr vertaufliche Früchte bauen fônnten, obne ibren Acfer su evfchôpfen, und felbff ofne tveniger thierifhe Droducte su eryeugen. ie fangen allerdings an, bas cinjufehen. Bergl. die Ausyüge aus Youngs Farmers Calendar in meinen Annalen des Aerbaues. D, IV. S. 697. LION 5) Siernad) verbielt fit im Durdfdnitt bas Gewicht des Otrobes sum Rorn des Meigené, Wie 100 su 52, twelches Berbältnif fi im Durchfhnitt allgemein findet. PLANS CAE ee i j k fé j RE en É ne — ee =—— PE 288 Eilfte Abibcilung, Der Verfaffer der Synoplis of Husbandry bemerft, baf es eine gute Beixenprobe fen, tenn das Gemvidt eines ads, den Dufbel zu 8 Gallons 2 Centner Getvicht 1 Quarter und 18 DPfund beträat. Roggen Fommt der Jatur des Meizen unter allen jebt augebauten Kornatten am nôchften, Œs giebt gtmei Mrten davon, den WBinter= und Sommerroggen, oder man unterfchei- det ibn auch als ben fchiwargen und meifen oder Danziger. Die erftere Mrt ift die grôfefte und bârtefte, und daber am bâufigften im Gebrauch, wiemobl auch der Gommertveigen mit Erfoig gebauet wird, Dies Korn Fann ffrengem Grofte und Mitterung, twenn es im Herft gefüet wird, Miberftand leiften, Es fommt im Grüblinge zcitiger als der MBeigen bervor, und mwenn es oleich nicht in demfelben Werthe ftebt, fo ift es in Nüfiht des Crtrages doc immet ein fiche- tes Rorn, Man Fann es auf den mebrften Dodenarten bauen, jedoch find die leichtern, trocénen und fandigen, mwelche Feinen Beiïzen tragen Fonnen, die eingigen, to es mit Bortheil gebauct werden fann, tveil fie fich dagu paffen und fonft Feine befondere Gruchtart tragen, lâft fidh daber nur da mit Bortheil bauen,#0 fonft Fein Rorn Crtrag giebt und die verbefferte Cultur- methode des Meizens Éeine Anwendung leidet,+) Beil die Bôgel diefem Korn nicht fo febr nadtracbten, fo Fâft es fi nabe an den WBirthfchaftsgebäuden um den Sof berum febe qut bauen. Diefe Getreideart MAD febr gut na früb gexogenen Müben, lee, Crbfen und an- dern âbnlichen Ereugniffen, fo wie in einigen Güllen nach der Fablen Brahe. IBenn fie auf dem fchtwerern und Fâlterm Doden gebauet wird, reift fie fpâter als auf dem trodnen und leichtern, Diefe Rornfrucht erfordert diefelbe NFerbereitung als der Weigen, ol fie als Korn eingeerndtet werden, fo wird fie nach einer Mrt von Drache gefñet, folf fie mit den Schafen ab- gefüttert werden, fo evbält fie felten mebr als eine Pflugfañre, da das Sand dann umgebrochen und que Rübenfrucht gebrachet wird, nachdem der Moggen abgefuttert if. Yn einigen Oegen- den dingt man ju biefer Grucht, mwenn der Mer aber nicht ju febe ausgefogen ift, fo dünat man beffer ur darauf folgenden Frucht, Saatzcit des Moggens iff mit der des Meigens beinabhe gleich, Œâet man aber zum Mbfuttern, fo gefdieht dies früber, im Muguft oder September, auch mob fpâter in den ABintermonaten, twenn man gum fpâter folgenden Sutter für die Schafe füet, oder die frübe Gaat inislungen iff, Saamen. *) Youngs corrected Report of Sufolh. A Anbau des Aderlandes, 389 Saamen, Snbden mebrften Gegenden iff die Quantitat 2 bis 21 Bufhels sum N6- futtern 3 und nod mebr, teil in diefem Falle die Pflange dier ftchen muf. Da es nicht fo leicht Feimt, fo muf der Boden erträglih trocfen fepn, teil fonft viel verlobren geben fann. Chedem vermifchte man mebrere Rornarten mit dem Moggen und gwar nod jebt Wei- gen and Yinterwicfens es Hat aber Feine gute Mt.*) MBenn man jedoh Mangforn von MBeigen und Moggen macht, fo muf das Verbâltnis des lebtern gui evftern nach der Defchaffenbeit des Doden und den Cinfihten des Aerwirths beftimmt werden, tobei auf dem leichtern Doden imimer die grôbefte Portion Roggen Fommt,**) Madhberige Bearbeitung. VBenn dies Korn geerndtet werden folf, fo muf es frübe durch Handjâten und Haden rein gebalten werden, gum biveiden mit den Schafen ift dies nicht nôthig, Man mâbet es, twenn das Strob gelb gemorden ift, die Mebren fih beugen und das Korn fi) bart anfüblt, MBenn nicht viel Unfraut daruuter iff, Fannes, fo tie es eingeerndtet tvird, eingefah- rem werden, Das Strob bat mehr Merth als das Beizenftroh, fomobl jum Decfen als für andere Gtrobarbeiter, Man bauet den NRoggen auch twobl, um ibn gum Düngen untergupflügen, dann muf man es aber im fraft- und faftvollefien Suftande der Pflange, und bei trocfenem Yetter thun, da fie beim lnterpflügen gut faule, enr nach dem Abfuttern mit den Schafen der Noggen nod Frucht tragen(oil, fo bat man befonders dabin ju febn, daf es vor der Zeit gefhebe, da der Roggen in die Pfeiffe fchieft, tmeit ndch dem erften Abweiden die Grucht fonft febr verfümmern mürde, Yuf alle Fûlle müffer die Schafe aber nicht auf den Moggen gelaffen tmerden, ebe der Doden mit Pflangen gut über- gogen if. MBegen des Milch gebenden Sutters des Moggens ift deffen Mnbau ju diefem 3ivec£ bei frarf betriebener Schafjucht in Dinficht der faugenden Schafe, ein duferft widtiger Gegen- ffand, Um auch biebei mirthlih qu Werfe ju geben, fo futtert man den grünen Moggen vermittelft Dürdenfhläge ab, um immer neuen und frifchern in Meferve ju bebalten, Gerfte.— Ein febr nüblihes Rorn feines mannidhfachen Mubens Dalber in den Drauereien und Drennereien, mwesbalb es auch dem MBeijen bier ju Sande an die cite geftelit und to es der Boden nur geffatten will, febr bäufig gebauet wird. Cs giebt Davon befonders 5 Gorten: 1) die Grüblingsgerfte, oder die gemeine Gerfte, die im füdlihen und ôfiiden Theile des Sandes befonbers gebauet wird, 2) die gemeine langäbrichte Gerfte, tegen ibrer grofen *) Modern Agriculture and corrected Report of Middlefex, ##) Corrected Report of the Nord Riding of Yorkfhire. 390 Cilffe Abtheilung, grofen Sänge und Schiwere der Nebiren, miflicher ju bauen. 3) Die Gerfte mit Éüryern uno breitern Aebren,@prat oder Dartledore Darlen genannt. ie wird felten fo lang als die ah- dern orten, das Strob iff Fürger und grôber mit aufrechten Helren,‘wesbalb es fih nicht fo feicht fagert. 4) Die viergeilige Gerfte und 5) die fechspeilige.: Sebtere vertragen die Râlte gut und find verfdhiedene AMrteu von Mintergerfte,| Dei feiner garten und tweichlihen Matur Fann dies Rorn auf fhiverem und feifem Bo- den nicht gebauet werden, fo wie es auf dem falten naffen und Bindenden nicht gedeibet, Man bebauvtet, es verlange gum reichlichen Crtrage lebmigen Sand oder folhe Dodenarten, mwelde binveichend trocfen und leicht find. Das vollefte und dünnfchalichfte Korn mâcdft wenigftens nur darauf, Mach grünen Grühten, Müben, Rartoffeln, Erbfen u.{ w,. gedcibet die Gerfte am beften; nach Meijen, Roggen oder Hafer aber felten, das Forn wird brandig und fhmächtig felbft auf dem dazu pañlichften Boden.*) Mach Flachs, Hanf oder Maps lift fih die Gerfte auch fâen. dies nach verbeffernden Grücdten, fo ift felten Dünger vonnôthen.. Süet man aber in die Acigen- oder andere Stoppel, fo muf man düngen und war mit Furen und vermifchten Jift, Die Gerfte erfordert, nach) mwelcher Frucht man fie aud fâen mag, tweil ijre Yurein febr gart find und ju AMnfange viel Mabrung bedürfen, eine âuferft feine und locfere Bearbei- tung des Dodens, um gut und gleichformig fortsufommen, Dies bewvirÉt man durch Pfügen, Eggen, Rreugpflügen und Baljen. Sn naffer Dabrseit und auf fhwerem Voden ift das Auf pflügen von Éleinen Beeten, von 18 bis 20 Golf iweit, damit es nach 2 oder 3 Tagen gum Eg- gen und dann twieder gum Dflügen gefchicft merde, febr dienlihs und tvenn der Mer dann noch nicht trocen genug if, fo muf man mit folhem Mufpflügen auf âbnlihe Veife bis zur Gaatzeit fortfaÿren. Die Aniwendung des Schauflers flatt der gmeiten Pflugfabre erleichterr niche nur das Oefchäft, fondern erfpart auch Unfoften, Benn man diefe Grucht nach grünen Grücdten bauets fo pflegt man ibr nur eine Dflug- fabre qu geben; die beften Oerftebauer in Morfolf find jedoch mebr für gmwei, eine zu Mnfange des Grüblings, Die andere wenn gefüet iverden folf, Menn man die Gcrfte nad Erbfen oder andern Sülfenfrüchten en will, fo giebt man die erfte Pflugfabre im Serbft und gwar fo, daf die groft-moglidffe Oberflûche dem Cinflué der Atmosphüre und dem Groft lof geftellt merde; die Gurche muf gleichfalls fo geftürit fevn, daf durch die im Winter fich findende Mâffe Fein Schade entftehe. Die gmeite Pflugfabre wird dann im Mûrz gegeben, twann der Pafer gefñet worden if. Dur dies Pflügen werden in manche *) Donaldfons Prefent State of Husbandry in Great Britain. Anbau des Aderlandts, 391 manchen Gâllen verfiedene Sivecfe erreicht: die Unfrautswurgeln, befoubders Oueden und an- dre nachtheilige Pflangen werden gelfet, un mit der Egge defto beffer ausgeriffen werden gt fônnen: der Voden wird rect fein bearbeitet und diellnfrautsfämereien gur Vegetation gebracht, unt bei der Gaatfabtre defto vôlliger vertilgt toerden ju Fônnen.*) Saatyzeit. Diefe Periode lAft fich nicht genau beftimmen, da fie vom Doden, vom Clima und andern Umftänden abbängt. Sn den füdlidhern Theilen Englands fângt man fon im Mary an, in den nôvolihen aber 6 Mochen fpâter. VBom Märy bis Ende des Hprils ift der getwèbnliche Seitpunct, SGaamen. Ju die Quantitât des Saamens ift verfhicden, Es Fommt biebei auf die Güte des Dodens an, und ob man frib oder fpât, oder auch nach mwelcher voraufgegange- nen Grucht man fâet. Der fette Poden verlangt eine mindere Quantitât als der magere, Much beim früben Sen ift meniger Saame erfordertih. mittlern Doden fâet man breit- würfig im Mrs 32, im April 4 und im Mai 41 Dufhel auf den Acre. Auf fettem Doden fann man nicht leicht zu dünne fâen, tollte man dif fâen; fo würde fih bie Gerfte bald lagern und in ibrem WBerthe verlicren.**) Mad Müben und andern grünen Grücten ift gewôbnlich minder Œaamen vonnôthen, da folches Sand befonders zur Mufnabme der Gerftenfaat gefchic£t iff. Da biefe Rornart febr ungleidh aufsufommen pflegt, fo bilft man der gleichformigen Segetation our Ginquellen des Saamens nach. fâen in die Furche, andere oben über. Dei dem erftern Verfahren muf die Gurche flach fepn, damit der Saame nicht zu tief in die Erde Fomme und in derfelben zu lange aufgebalten merde,@ûet man oben über, fo muf die Gerfte forgfäl- tig eingeeggt und mit Erde fo bebecft werden, daf das Korn que Begetation auf die gleihfdr- migfte und befte Art gelange, Man pfleat an vielen Orten Rlee oder Grâferfaamen mit der Gerfte jugleih dagmifchen qu fâen. Juf fettem Boden iff offenbar Schade dabei, benn der fhnelle und üppige Bus des Grafes und Rices toird der Gerfte âuferft nachtheilig, Muf leihterm Doden gebet es allen- fais an, auch Fann ba bas Gtroh baburch verbeffert werden. Man thut am beften, die Gräferfaamen fpâter über die fchon gefñete Oerfte zu mwerfen, fie dann leicht übergueggen und gn talzen. Die Drill- und DPflangeultur ift bei der Oerfte vorsüglih mit Muben angutenden, teil man an Qualitét und Quantitât des Crtrages dabei geminnt,| Obgleich das Einquellen der Gerfte nicht gebrâucblich if; fo türde man dod bei beifer und troc£ner Gabrszeit dabei getvinnens auch durch eine Deimifhung von Auf die Mirfung der Gnfecten fidren Fônnen,***) œ Ji *) Modern Agriculture. Vol. IT, p. 282.*X) Corrected Report of Middlefex. #XX) Dies Mittel Bat oft febr Mblen Erfolg gebabt: denn twenn nun die aufgequollene Gerfte Feimte und die Düvre 392 Œilfte Abtbeilung, Qn der Mabl des Saattens muf man auf die Barbe und den Buftand bee Sale oder Minde des Rorns feben; denn man hâlt diejenige für die befte, wmelche ein Élafgelblidhes glân- gendes Mnfebu bat, obne daf die Spiben auf irgend eine MBeife géflecft find, mwelche plump und volf, oder wie man zu fagen pflegt, woblbeleibt if. Man wmecbfelt gewobulich alle gmei Fabre mit der Gaat, tweil fie fih durch wviederboltes Süen derfelben Hit verfchlechtern fol, Man swürbe diefes MBechfels Überhoben feu, tvenn man immer gutes ausgemachfenes Korn gur Saat nâbme. MNadhberige Dearbeitung. Da diefe Rornart mebrentheils breitwürfig ausge- füet twird, fo erbält fie durd nachberige Dearbeitung felten einige Verbeferung. Man fiebht aber iwobl ein, daf ein gelegentlihes NMübren und Hufloern der Crde, um die Burjeln beim Mnbau diefes Rorns manchen Vortheil gerwäbren würde, Dei trofner Habrsseit leidet dies Korn leicht vom Murmfrafs tweldhes fid an dem plôglihen Bieihwerden der Gerfte wabrnchmen lâft. man beffen inne wird, muf man die Oberfläche, welche au fofe und locer geivorden ift, tüchtig twalgen, die MBalje fchwer beladen und mebvere Pferde vorfpannen, die auch durch ibren Tritt die Erde an die Murgeln fefter andrücfen. man nur bis ju einem Regenfchauer diefem Unbeil entgegen wirfen, fo erbolen fi die Pflangen bald und enttwachfen bem Gemürm,*) Much Topdreffing, wie man ibn zum MBeigen gebraucht, ift mit Bortheil vor dem ABaljen überyufireuen, um dem Geivürm Einbatt quthun. Geuchte Bitterung beim Mufforumen der Oerfle thut ungemein viel zu ibrem Gedeiben. Der Ertrag ift im Durhfchnitt son 27— 30 Bufhel auf den Mere, Dn Middfefer berechnet man den Crtrag auf éines cres Gerfte zu ele 7 PF. 4 Sd, Juf den Dobenarten, wo die Oerfte ju geil wacbft, muf man dem üppigen WBuchs oft out Abfrefen der Sheafe Cinbalt thun, oder auch mit der Senfe fie ausmäben, melches leBtere beffer ift, da Bei dem evflern die Schafe der Pflange oft zu nabe thun.**) diefenr Gall bleibt das Mbbüten immer eine miflihe Sache, und mwenn es gefieht, darf es nur febr frübe gefhebn, MBenn das rôthlihe Anfehen der Mebre verfchwindet, die Mebren fi fenfen und die SHalme trofen und gelblicht werden, fo ift Dies$otn reif. Um es einguerndten, muf es voffig trocfen im Gelde getvorden fepn, vamit es fi nicht in der Scheure erhige und gum Sâen und Malgen untauglidh merde. Sum Dôüvre anbielt, fo serborrete fie gang. Œs fhabet bagegen nidt, wenn Gerffe bei der Dirre langer im Doben liegt, bevor fie auflauft. DE *) Synopfs of Husbandry. p. 91.*#) Loglifh Encyclopadia, Art; Husbandry. à Anbau des Adcrlandes, 393 Quim Mas ift bie Fulbam-Gcrfle, aud Sprat-Barley Genannt, Die einmal auf féeifenr Sebmboden gefñer worden iff, befonders anpaffend, da fie bünnfcaliger und mebireicher if. MBegen ibres fhnellern Muchfes ift fie den Birfungen der Feuchtigeit, twelche diefer Kornart obnebin fo nachtheilig wird, und von melcher die guten Cigenfchaften diefes Korns fo febr ab- bângen, tweniger ausgefegt. Art ift daber jum Malgen fotvobl als jur Gaat die am mebrften gefchictefte und daber am beften im Preife. Hafer. Geitdem man mebr Surus mit ben Dferden mat, ift der Mnbau deffelben in England fehr vermebrt tvorden, Man bat mebrere verfchiedene Mrten, als: den meifen, den fhiwargen, den vo- then, den blauen und ben nadten Hafer. Mod andre Mbarten werden nad den Ge- genden, von tvo aus fie eingefübrt find, benamt, als: der Polnifhe, der Tartarifdhe oder Gibirifhe und der Griesländifhe SHafer. Der meife ift eine fhébbare Art, wâcbft auf fettem und gut bearbeitetem Doden febr einträglih, verfauft fih gut und lobnet beim Drefchen vortreffiih. Teil er das tweifefte Mebl giebt, fo bauet man ibn befonders ba, wo man Saferbrod ift. Der fhwarze mb auf fhlechterm Sande, er bat beinabhe gleihen MBerth, da er als Œutter für Pferde und Rindviel febe nébrend iff. Der rothe oder braune pañt fich für ffarfen Doden, ift febr fier und einträglich, man ziebt ibn daber als Gutter den obigen Arten vor, Der blaue wird nur in befondern Diftricten gebauet und tird aud Scotch Greys genannt. Der nadte Hafer wird nur menig gebauet, Er bat jedoch die gute Cigenfhaft, daf er fich rein ausdrefchen lâft. Art bat, nad Man, Feine fo barte Hülfe als der gemeine Safer, aber verfchiedene dünne Rafffpelzen, Das Korn ift Flein, aber didlih und lederfarben, Man bauet ibn auf magern Boden, Det Polnifhe ifteine Fute dicéFôrnige Art, wird twenig gebauet, Das Gtrob ift furz, die Rôrner fiben eingeln und haben eine Grannen, Der Griesländifdhe Hafer bat ein dinnfhaliges Korn und giebt viel Strob, Die èrner fiben mebrentheils doppelt, mwovon das grèfte gegrannt if. Er pañt fich auf den beffernr Dobenarten, twitb auch Dutch Oat genannt, Dei dem Sibirifhen oder Tartarifhen find die Rôrner dûnn und Élein, bie grôften gegrannt, die Fleinften nidt. Das Gtrob ift flan und robrigt, tweshalb es jum Bichfutter nicht taugt. Cr wâdft jedoh auf magern Boden, Dies if eine batte Rornart und lâft féch faft auf jedem Voden Ro vorxüglich jeboch auf fivengem, fetten und bindenden Doden, der füvlid aus dem Grafe aufgebroden iff. Œrfter Teil. Dodo Obgleich | | | | _— 394 Œilfte Abtheilung. Obgleih dies Rorn im Preife niebriger als die Oerfle ffebt, fo Éommt es derfelbe oc, twegen feines fhônen Vicbfutters und veichliden Ertrages, auf mittlern Sebmboden ziemlid nabe, dem fivengern und Deidigen leiftet es mebr, wenn es gleich den Doden unrein mat und mehr eindieblt,*).. Muf den falten, zäben, Deidigen und naffen Dodenarten und da, wo die Gerfte nicht gebèrig verbreitet werden ann, thut der Pafer mebr, als irgend eine andre Gruchtart, SHafer geräth nach jeber grünen und MBurzelfrucht, follte aber, two môglih, nicht nad MBeizen, Noggen oder Gerfie gebauet werden, die den Boden fchon erfhôpft haben._Tn ver- befferten Mirthfhaften bringt man ibn nur auf aufgebrocnes Sand. mebrere Sabre nad einander auf derfelben Stelle ju bauen, ift abgefchmact und thoricht, und follte nie ge- fhebn,**)°+) Gaatyzeit.— Eine Hauptregel biebei ift diefe. Se früber man fâen fann, defto eber faun die Srucht gemäbet werden. Der Mûry iff die gemwôbnlihe Gaatpeit. Uuf troc£nem und Gerftigen Voden muf man frühe vor der cinfallenden beifen Mitterung fâen, damit die Pflangen qut einmurzeln und dem Gemürm entwachfen, Jm Herbfte darf man den Hafer nicht fâen, iweil er den ftrehgen Winter nicht ausbält; in den füdlihern Gegenden Englands wagt mans jutweilen auf troc£nen unD müvrben Doden mit Bien vermifcht, und man folf gut bavon erndten,**) Saame. mittlern Doden gebraucht man que früben Saat 4, ur(pâtern 5 Daufhel(na der breitwürfigen Husfaat.) Man Fann aud lee mit dem Bafer fâen, twenns noth thut, und tvenn der Acfer leicht und mürbe ift, wird nach dem Cineggen des Saamens gewaljts unter andern Umftänden war- tet man damit, bis die Gabrseit trocfen ifé und die Grucht etwas vorgerüct.: YBenn der Gaa- me in die Gurche gefäet wird, fo fommt er leicht zu tief, vergebt im Jcfer und fommt ungleich auf.““Gedrillt und geftecft bat man den Hafer felten, um über den Bortheil deffelben etwas beftimmen zu Éonnen. FF) Man bebauptet, die Œaat arte leidt aus und müffe verändert werden. Man nehme abet nur immer das befte und vollfommenfte felbff gebauete Korn dagus fo ift dies nicht nôthig und man Fann das Rorn ohne frembde Saat verbeffern.**#X*) Neu *) Corrected Report of Middlefex.**) Modern Agriculture. Vol. II. +) Musgenommen auf frifh aufgebrochenen, reichen,. mobderigen alten Graslande, tvo er fo fange ôchft vortheilbaft gebauet werden fann, bis die Gragnarbe vôllig vergangen iff, ohne daf er den Dobden fer evichôpft. 2.2 D CA. ee *##) Corrected Report of Middlefex. p. 187. +) Sc finbe ungemein vief Beobachtungen über gebrilleten Safer in englifhen Schriften. A bd. D. ####) Corrected Report of the Nord Riding of Yorkfhire. Anbau deg Aderlandes. 395 MNeu aufgebrodenes Grasland wird für ben barin gefäcten Safer tegen der Ynfecten und der durch die vergebenden Grastwutyeln entftebenden Socerheit leicht gefabrlid. Dem er- fieen twird am beffen dadurch vorgebeugt, daf man den Mer vorber febr Fab abbütet, um die | Gnfecteneier gu gerffôrens aud) Fann das Ereten der Schafe und das Maljen in beiden NücE- fichten febr wobithätig wirfen.*) Man empficblt deshalb Erbfen und Dobnen als beffere Grüdte für neu aufgcbrohnes Sand.**) Man bâlt es für die Grâferfaamen, die mit Rorn gefüet werden, am beften, daf dics | mit Dafer gefchebe, mweil das Gras bei den minder ffarfen Salmen des Hafers beffer gedeibet | And den Gefahren nicht ausgefeét if, die es bei der Oerfte leider. MBenn der Hafer dünne féebts | fo wird er ftarf und fteif geuug, da er fich nicht lagert, s R a berige Bearbeitung. Die eingige Cultur, twelche wâbrend des Bacds- thums vorzunehmen ift, beftebt darin, daf man mit der Pan jâter. An einigen Orten taljt man auch, wenn der Hafer einige 3oll bochgemvachfen ift, befonders wenn der Doden durch Megen etvas angefeuchtet-werden, weil badurch die. Erdfhollen erdrüct, bie Pflangen mit Erde fefter bedecFt werden, und eine ffârfere Deftaudung bervirft wird. YBenn das Strob fi gelblich flecft, bas Korn bart wird, die Spelzen fi ôffnenu. f. :, fo Éann man den Dafer mâbens er braucht gum Cinfabren aber nicht fo trocfen als die Gerfte zu fenn. | Suweilen bütet manfratf wachfenden Hafer mit den Shafen ab. Es ift febr felten nè- thig und nüblids Da bas Korn durd) üppigen ABuchs fo wenig als durs fagern gefäbrdet | Ad, |#) Bannifters Synopfis of Husbandry. p. 101. |#*) YMuf altem Graslande ift dies burchaus nidt nôtbig.: Bi man es nidt als nafte Brache Gebanbeln, fo pañt fit Safer-vortrefflit zur erften. Srucbt., in dreijébrigen Dreefh find wabrfheintich Erbfen und Dobnen vortheilhafter, AD, DBeraleihung des Englifhen Geldes, Manfes und Ge wichts mit dem DPreubifchen,. G€e! à, Es findet fcine genatte und beftändige Bergleihung ftatt, indem fi bas Verbältnif mit dem Courfe verândert, und das englifche Geld zum Theil nur einen Mominaliwerth bat, Man wird jedoch der WBabrheit am nâchften bleiben, twvenn man es folgendermaafen berechnet: 1 Livre Sterling(Æ)"- 6 R6 16 x—S Preufifh Courant, 1 Shilling(S).= eo 8"tte 5= x Pence(S. P.):” nm— gs 2 ina 0e x Halfpenny. 2— 0—+ 4= ni Sângenman sf. 1 gefeémäfige Meile«= 5280 Engl. Guf. 5130 Mbeint. Gus. x gewôbnlihe Meile z Ê SOCOL= AS L x Fourlong+ Meile== 660=° 641== 45 gefebmäfige und 415 gemwbbnlihe Meilen madjen 1 geographifhe von 15 auf 1 Orai, x Rope=:-- 20, Gué. 192 Nbeint, Guf, x Pole, Rod oder Pearche" 165- 4 16 e. F x Fathom z=“ Gi 6= s 57*# x Yard--; AS» 21Z° 33 Œngf, Guf macden 34 Nheinländifhe Gus. Giûden.ma af. 1 Œngl. Quadrat Meile bâlt 640 engl, Acres 10451 Magdeburger Morgen, 1 Geograpbifhe Meile hâlt 13600=: 222222; le: A x Acre bat 160 Quadrat Rods oder Poles 2851 Mbeinf, Quadrat Nuthen, 1 Acre bat 1,7, Magoeburger Morgen. roo Acres balten 1585 Magbeburger Morgen. x Quadrat Rod oder Pole bat 301 Quadrat Yards 256 Mheinf, Quabrat Guf. Z== bat 9 Quadrat Guf GR 3 4 1 Œngl. Quadrat Gu$ ift gleih 1% Nheinländifchen, YBenn 1 Acre thut x Shilling fo thut 1 Magdeburger Morge”— R£ 5% à à= Alf 4- Cubif- Mi Gel et el et Dei ei bei ei bel Tel Jedi jet Œubif Yard bat 27 eng. Cub, Gus + Nbeint, Eub. Gus. Engl, Eub. Gu$ hat 17 Peck if Gallon—+ Pottle—+5 Quart GNT. Pint— Strike— 2 Comb— 4 Quarter:— 8 Chaldron— 32 Tun— 49 Lood— 80 Bufhel Eubifmanf. 25 Mheinf, Cub, Gué. Getraidemanf. Bufhel na der Mete von 1712 Winchefter Bufhel ift um 1 Sheffel 2 5 2i 53 — — 1012 Derliner Mefen, pi D © eù oh Hl, alu +4 tin Oo] il SI œ] h 10 4 8 = es _—— — ——— — — —— — — _- Libdotst Et Genn 1 Bufhel foftet: Shilling fo foftet 1 Berline Sohcffel 12 Grofhen. 1 Quarter per Acre betrâgt 3 Scheffel 5 Mefen vom Morgen. 1 Bufhel per Acre betrâgt 6$ Meben, Sandelsagenmidt, 1 Pfund bat 31 Derliner£oth. x Stone bat 14 Pfund- 13 Pfund 8 foth, (Deim Gleifhgemidt oft nur 8 Pfund, dod) iff dies rad den Difiricten vet- fchieden), 4 1 Quarter bat 28 Pfund 1 Centweight oder Centner fat 112 Pfund 3 Tun fat 20 Centner 2240 Pfund x Tun per Acre betrâgt 12 Œentner 40 Pfund p. Magdebutger Morgen, 1 Stone per Acre betrâgt 82 Pfund p. Magdeb, Morgen, 27 Pfund 4$otb. 108 Pfund 37 Soth, 19 Centner 31 Pfund. Evrfiarung der Ruvpfertafefn. VSom Perausgeber, ‘Datel EL Fig.(qu Geite 4) Der Suffolder, eiferme Déflug, Re Derausgeber Bat foldhen aus W. Pearles general View of the agriculture in Berkfhire abftecer faffen, iweil ber Verfaffer deffelben crwâñbnt. Cr ift bis auf die Sterge mafiv von Œifen. Da diefes febr gutes und nicht brüchiges Œifen feyn müffe, verfteht fi wobl von felbff, und ev ift desbalb da nicht nacdyu: macden, wo man bdicfes nicht haben fann. Œr folf-auf dem fdjiwerften Boderr-und bei neuen Aufbrüchen von vorgüglihem Muben feyn, und man bat fi feiner befonders bei den neuen Aufbrüchen, die der Rônig im Bindfor: Daré bat machen laffen, bebdient. Die Sigur geigt auch bdie vorgüglidhfte aller Anfpannungsarten der Ocdfen, mit Rüimpten, die unten vor der Drufé bemeglich find,‘und oben auf dem Macen gugefchnallet werden.- Diefer Sigur feblt, vie den hbrigen, der Mansffab. Man fann die Lânge des Pflugbaums ctiva su 7 Sup annehmen. Hip 2 Ou@rte 6) Dr NorfoltereDifins. Diefer tird unter den englifhen Näbderpflügen, befonders su einer febr genauen und flachen Arbeit, für ben vorsfiglihffen gebalten: Œr fann febr genau geftellet werden, und es if wabr, af fih der Dfiger beinabe gat nicht um den Plug qu befümmern braucdhe. Sd babe ibn indeffen dod, feitdem. id gute Srhtwingpflüge fenne, iveggeiworfen. Fig. 3.(ju Ociteo.) Der Sommervillefhe Stweifurdhenpfiug, über den ich mich in einer Anmerfung,@eiteo, crflart babe. a a Oind gtvei beveglihe Auffäse am Otreihbrett, ivelche mittelft ptveier Charnire und einer Schraube iweiter vom Dflugfirper ab oder nâber berausgebradht terden fônnen, je nadjdem man den Abgefchnittenen Balfen mebr oder weniger berumfireichen will. Der Stridh© bedeutet diejenige Stelle des Otreichbrettes, ivo folches von der grôften Stûrée fépnomuf, weil-es bafelbft der Abreibung am meiffen ausgefeñt if. Tafel II. Fig 1(ju Geite. 10.)- Der Maulwurfspflug oder Minirer. Gein Gebrauch wird empfoblen, um den Doben in der Ticfe ju Lofern und dem WBaffer im Unter- grunde{bug su geben. a Golf eine Yale feyn, um die Tiefe. gu beffimmen. b Das Meffer, twelhes den. Einfhnitt madt... Es muf obne Ziveifel ffaré und di im Micéen feyn. © Der Reil, twelher den Evdboden durhbobrf, binten rund, sorn fpié und farf. Man bat auch binten nod eine Balge angebrache,' die auf der Oberfläche berläuft, um ju verbindern, daf er su tief cins dringe.) batman ibm von ein, Daar niedrige Made ju dem Ende gegeben. Tig: 2. Seigt in einem Durbfhnitt des DBodens die MBirfung diefes Gnffruments, téelhes auf getiffen Bodenarten von grofem Muse feyn fann. Fig 3.(ju Seite 22.) Ein Socarrificator ober Cultivator, fomobl auf bindendem AMerlande als auf Miefen su gebrauchen. Sm erftern Salle folften, wie mir deucht, die Zinfen oder Mef: fer eine andeve Nichtung haben. Das Snftrument muf febr fhiwer fepn, ivenn es in barten Boden ein: dringen folf. Fig. 4(ju rite 24.) Œine gufammengefettete Œgge, an twelcher die 3infen cine iem- li gute Stellung haben. Fig. 5.(ju Gite 24.) Serbundene Eggen, um ein Aerbect damit 3u Mibersiehen, obne daf die Dferde den Afer betreten, fondern nur in den Surchen geben. ir ir fheint bas Borgeftell mit ben Mâbdern baran vôllig MéerfiMig, und bie Merde Fônnten eben fottobl an die beiden Œnden des ettbas ju verfängernden Baums F angefpaunet werden. Die Erfférung der eingelnen Theile des Borgefiells if mir im Originale gang unverffanbdlih. ch babe die Gigur nur abffechen {affen, um eine folche Œggenverbindung, die auf gewôlbten Deeten von naffem Boden oft nüblidy feyn fann, ju geigen. find die Sinfen Dôdfft feblerhaft angebracht, indem bei einem gerabden Suge drei und vier Sinfen in einen tri treffen. Œs if bei Eggen dicfer Art nothmendig, da jede Sinfe ibren eigenen Gtrih mache. Fig. 6(ju Gite 35.) Ein cinfpâänniger Birthfhaftsfarren mit einem Auffage, um Peu und Getraide im Strob zu laden. Diefe Rarren werden jest vorsüglidh sum wirthfchaftlichen Gubrz iwert empfoblen, und felbff alle Œrndtefubren damit verricdtet. Die breiten aber dünnen Râderfeigen find in England, zur©chonung der Wege, allgemein. An diefem Rarren iff eine Pemmungéffange b b angebracht, tmelche vermittelff eines gesäbnten Œifens bei d fo an das Mad gepreft wird, daf der Umlauf deffelben mehr oder tmeniger gebemmt merde, twenn man einen ffeilen Abbang binab fâbrt. à Bei diefem und äbnlihen Ravren liegt der grôBere Theil der Laft vor der Adfe, und wird folglih vom Dferde getragen, twelches desbalb ein gutes attelfüffen unter dem Tragriemen baben mup. Go febr die Laft des Suges auf ebenen Boden bierdurdh erteichtert wird, fo fier fâllt der Drut aufs Pferd bei cinem jâben Aébange. Desbalb if vorn eine Art von MBinde angebracht, modurd der Kaften gehoben werden fann, damit der©chiwerpunct der Laft in diefem Falle mehr auf die Hihfe treffe. Der Auffag fann mit(eichter MNübe abgenommen oder aufgefeget und befeftiget tuerden; grfferes ienn man fchivere, lehteres iwenn man leihte Materialien ju fabren bat, Daf der Kaften binten über geftüryt werden fonne, verftebt fich mobi von felbff. Tafel III. (Bu ber Nbtbeilung vom Strafenbau.) Fig. 1. Scigt die Shichten des Erdbodens im Durhfdbnitt cines Brigels; Tr ift der obere pordfe Doden, 2 deu undurchlaffende Untergrund, der das Baffer anbalt bis es bei b bervordringt. Menn die atwcite Schict bei a eine Berfenfung bat, fo wird bier ein queppiger Grund entftchen; bat fic aber eine Berbindung mit der dritten Sohicht, die bei a durchlaffend if, fo wird Dier fein YWaffer ffocfen, fondern bis auf die unouvchlaffende©chicht 4 fic) verfenfen, auf melcher es berabgleitet, bis es an dem Abbange des Pügels einen Ausiveg findet. DE die obere Schiche felbff undurchlaffend, fo wird fich das darauf fallende after nicht bof in der grofen Since a, fondern auch in allen nibrigen Lôchern anbäufen. Fig. 2. Rcigt die Methode einen conveyen Meg zu machen. a und b die Abgüge oder Grâben an beiden@citen; cc die Subficige; d e cine convexe Linie, bei d und e um 12 Boll niedriger tie der Gufficig. Der Raun, twelchen die gepflügte Linie angeigt, wird mit barten Maferialien angefült. Fig. 3. Œine andre Yeife, convexe Wege zu macdhen. Pier if die-Soôblung a, mwelche mit barten Materialien angefüllet wird, tiefer, aber in ibrem Grunde flad. ie erfordert eine grôfere Menge des barten Materials. Fig. 4. Œine verbefferte Methode die Strafien angulegen, to die Linien a b und cb ffatt conver qu feun gerade find, und bei b einen Minfel oder DNiñden machen. Bei a und c find Éleine Abjüge für das fh anfammiende Yaffer. Fig. 5. Der Durdfdnitt eines MBeges mit concaver Unterlage, deffen gange Dreite in drei Theile ab, bd und de abgethcilt if. Die Oeiten a b und de find vôllig flach angelegr: aber der Theil b d bat von beiden@reiten einen Abbang nad c der Mitte des Meges. Diefer bat dann auch einigen Abfall der Lânge na, fo daf fi) bas Baffer berabsicht bis an folche Stellen, two man ibm bequem einen Abjug nad bder cite geben fann. bd wird mit Gteinen ausgefülit. Fig. 6. SE der Durchfchnitt eines Meges auf lofem fandigen Boden. Machdem man die gange Dreite, twelche gepflaffert werden full, vorbereitet bat, 3icht man bei a und b Graben, 18 oil tief und eben fo breit, und fülit fie mit Steinen aus, um ju verbindern, dafÿ die Pflafterficine fidy nicht gur Seite fchieben, welches eine Paurtfivierigéeit bei folchen Megen ift. Fig. 7. Giebt die Grundlage eines Weges auf fehr thonigtem Vobden an. a b© der ausgeffochene Doben, um ibn mit Geffein ausqufüllen, fo daf es in der. Mitte einen Mircen bebält. Die getüpfelten £inien e a und c d jeigen verdecéte Abjñge an, um das Baffer in die Seitengraben d und e zu fübren. Fig. 8. ‘ Fig. 8. Sceigt wie Mege an den citer der Sügel gebildet werden. à©{ff ber abgeftochene Theil, twelher mebrentheils fein Dfiafter nôthig bat; d e ift der angefeste Theil, twelher guerft bôber gemache werden muf, als der fefter ffebend gcblicbene Tbeil. b© die Wand der Terraffe. Das von oben beraba fommende Baffer muf oberbalb b eine Ableitung baben, und bei c mu cbenfalls ein Abyug gegeben werden. Qn febr unebenen Lagen muf das Yaffer durch Hôlgerne Bapfen verfenft werden, die man an den niebrigften@tellen einfâft, tuie Sig. 10 bei a und b jcigt. Fig 9. Scigt, wobin man an BBegen Däâume feben müûffe, nâmlid binter den Graben bei c und d. Fig. 11. Œine eiferne Vale, um neu gemadte Vege ju rolfen, in drei Abtheilungen. Die Bafs gen find bewegli, fo baÿ fie fi, wie die Borderrader einer Rutfhe, tendeu. diff ein Kaften, tworis Oteine gelegt werden, mwenn man den DruË vermebren will. SBiwei Drittel des Gavihts muÿ über a b, ein Drittel Über c gelegt werden, damit der Drué gleicdh bleibe. L'ig. 12. die Nidtung der MBalgen, wwenn fie auf dem IBege geben. L'ig. 13 Snffrument, die Oberflâche der IBege ju ebenen. Es iff aus einer ftarfen Doble a gemacht, die 5 Dis 6 Suÿ lang if. Unten ift fie mit Œifen befchiagen, weldhes eine fcharfe Œfe bat, um den Weg abgufrasen, JPinter der Boble ft ein Oeftell angebradt, worauf der Führer ftcht und das an der gwei Ringen b b gefpannte Pferd leiter. Fig. 14. Otelit cine Yegcegge dar, Born iff fie 3 BuB breit. Die Balfen Haben 4 Zoll in Qua brat, und find 5 Suf lang. Die Geiden Otreihbretter ffeben rx Sol ab, um den Oteingrus aufyufafen, den bic Œgge losgemacht bat. ie find 4 Fuÿ 2 Bolf(ang, ro Soil bob und 2 Sol diÉ, unten und voru mit einer eifernen Otange befchlagen, auch mit Œifenblech 6 Sol boch belegt. Die Zinfen find x Fu lang von der untern cite des Daltens, an der pige verftablt 174 Bol ffart, mit@chrauben befeftiget, Das Snfirument wird von 2 Dferden gesogen, fo daf das eine auferbalb, bas andre innerbalb der Sput, bie man gufhaufeln mil, gebet. Œin Mann leitet und vegiert bas Snfftrument binten an den Stergen. Tafel::V: Fig. 1undb2.(ju Gite 245.) einen Pflug von get Gciten vor, ber gum Abfhalen beë Mafens, um fofchen nadmals ju verbrennen, felbft auf febr raubem£ande fer nûglid befunden if. Das Iheffer und der aufftchende Theil des Shaars, fhneiden den Mafen perpendiculär ab, und das Brett x fañt barunter und Debt ibn in die Pôbe. Diefes Brett ann Hôber und niebriger geffellet twerden, vers mittelff der Sdraube 2, welcdhe aud) in ein bôberes Lod, mie bei 3 gebradt werden fann, toobei dann vermuthlid ber Ntafen auf die Rante geftellet oder gang berumgewotfen wird. SE biefes Snffrument, tie man verfidhert, auch auf raubem Boden braudbar, fo if es bei neuen Aufbrüchen unfhäsbar. Ein Maas fab ift diefer Figur beigefügt, und es fann nidt fdhwierig feyn, e8 nadmachen ju laffen. L'ig. 3. ft eine dreiccige Pandbade, die gu allerlei Gebraud, auch sum Berbacen und Berdünnen ber Niben febr nislid if. Fig. 4. Œine Pandhacde ober Ravft, twomit man Abbänge und ffeile Seiten eineë Drigels bearbeitet, eine fogenannte Bingerhacfe. Das Land wird dadurd) Leichter und faft fo gut, wie mit den Spaden bearbeitet. Fig. 5. Œine Sanbdrilbade, um Getraidbe oder andre Grücdte, die auf 9 bis 12 3oû in Reiben gefäet find, bamit gu bearbeiten.@ebr gut für dicjenigen, bie im Rleinen drilfen iwollen, befonders um Gaatfoun ju evgielen. Fig. 6. Œine Patte oder Schaufel für in Meiben gepflangte Rartoffein, Rüben, Robl oder andre Grñchte, weldhe ein Menfdh gicbt und ber andre nachfciebt. a nn 7 mit > d a Le | | | | 0 KW= LUN — Frq. 1 de— he à Hu paré Al I \ Mae X il| a ÿ À iu NA il 1 du de bi 1 in) | | | e ) | ] | | LL RE, En mm" À 5 00 Ta UT. —_ ain —— ℳ J0ei8— MOIISA 1010— ueAO onſg 19 8LH 1eAM 21 2 14 7I 1 S010unlee