——õ-—::—ꝛ—⁊⁊¶U ⸗nͤ—————n ͤ———j; ———y—* A 7 — 7 3* 1 2 ₰ Uaiv.-Bidl. Giessen. un- — —— ———— ner: rne, fels⸗ nge. der Ur⸗ htert vel⸗ der rede um und mit vrſt⸗ dmit nzen nne, Sinleitung. §. 1. Die unorganiſchen, feſten Beſtandtheile der Erdrinde werden Mineralien, Foſſilien genannt, die Wiſſen⸗ ſchaft von ihnen heißt Mineralogie, und iſt die Natur⸗ geſchichte der Mineralien, wie Botanik(Phytologie) die Naturgeſchichte der Pflanzen, Zoologie die Naturgeſchichte der Thiere iſt. Mine, Minére. Fodio, ich grabe ꝛc. Daher foſſiles Holz, foſ⸗ ſile Knochen ꝛc. §. 2. Die Mineralogie theilt ſich, wie jede Naturge⸗ ſchichte, in einen beſchreibenden und in einen erzaͤh⸗ lenden oder geſchichtlichen Theil. Der beſchreibende ſtellt die Eigenſchaften zuſammen, durch welche die Minera⸗ lien, als eine beſondere Claſſe von Koͤrpern, ſich auszeichnen, welche Eigenſchaften zugleich als Erkennungsmerkmale dienen, um eins von dem andern zu unterſcheiden und mit dem ihm zu⸗ kommenden Namen zu benennen; dieſer Theil wird Orykto⸗ gnoſie(Kennzeichenlehre) genannt. Der erzaͤhlende oder geſchichtliche Theil macht mit der Art ihres Vorkommens in der Natur bekannt: nach ihrer Zuſammenſetzung im Klei⸗ nen und im Großen, nach der Art ihres Beiſammenſeyns ꝛc. und wird, weil hieraus die Kenntniß des innern Bau's der Erdrinde hervorgeht, von welchem wiederum die Oberflaͤchen⸗ beſchaffenheit derſelben abhaͤngt,(Geognoſie) Erdkunde genannt. 1 ——— ———y——— §. 3. Die Mineralien naturgeſchichtlich kennen zu ler⸗ nen, kann in dreierlei Beziehung einen Werth fuͤr den Men⸗ ſchen haben: a) Sie ſind Theile der Sinnenwelt, des Schauplatzes un⸗ ſeres Lebens, Wirkens und unſerer geiſtigen Vervollkomm⸗ nung; ſie kennen zu lernen iſt alſo an ſich ſchon Erwei— terung unſeres Geſichtskreiſes auf dieſem Schauplatze und ein Gegenſtand, an dem das ſinnliche Anſchauungsvermoͤ⸗ gen, Gedaͤchtniß, Witz und Scharfſinn, mehr wie an andern Naturkoͤrpern geuͤbt werden koͤnnen. b) Mineralien ferner ſetzen Grund und Boden zuſammen, auf dem wir ſtehen, auf deſſen Oberflaͤche Berge mit Thaͤ— lern und Ebenen wechſeln; in deſſen Zuſammenſetzung nicht Zufall, ſondern Geſetz und Ordnung obwaltet; durch deſſen innern Bau vielfaͤltige Erſcheinungen an deſſen Oberflaͤche bedingt werden— dieſen innern Bau der Erd— rinde kennen zu lernen: aus welchen Maſſen, in welcher Art, und durch welche muthmaßlichen, bildenden Kraͤfte ſie zuſammengeſetzt ſey?— iſt nicht nur eine reiche Nah— rung fuͤr Verſtand, Einbildungs⸗ und Urtheilskraft, ſon— dern auch eine reiche Quelle des Naturgenuſſes. c) Mineralien endlich hat der menſchliche Erfindungsgeiſt zur Befriedigung mancherlei Beduͤrfniſſe des geſelligen Lebens, folglich als Mittel der Geſittung in demſelben benutzen gelernr: ſie ſind Gegenſtaͤnde des Bergbau's, Materialien der Bau⸗, Bildhauer⸗ und Steinſchneidekunſt, vieler Fabrikationen— die Unbekanntſchaft mit den gemeinſten und nuͤtzlichſten unter ihnen muß eben ſowohl als eine Mangelhaftigkeit in der allgemeinen Bildung getadelt werden, wie die Unbekanntſchaft mit den nuͤtzlichſten Ge— waͤchsarten, welche Gegenſtaͤnde des Acker- und Garten— bau's ſind.„ Zu dem Pflanzenerzieher, dem Forſt- und Landwirth, ſteht die Mineralienkunde in noch naͤherer Beziehung, ſie iſt ein Theil ſeiner Berufswiſſenſchaft. Denn nicht nur, daß die Felsarten, durch ihre Verwitterung, die Grundmaſſe des Bo⸗ dens liefern; daß der innere Bau der Erdrinde auf Feuchtig— ——ÿ——————— enen, ihäͤ⸗ Hung urch ſen ard⸗ ther ffte gah⸗ Fon⸗ 2 pur Lens, aten Slien eeler nſſten Peine Adelt — 3 keit⸗ und Waͤrme⸗Zuſtand, folglich auf die Fruchtbarkeit deſ⸗ ſelben einen bedeutenden, bisher zu wenig beachteten Einfluß hat:— ſo ſind ſie auch diejenigen Gewerbetreibenden, denen, naͤchſt dem Bergmanne, auf ihren Berufswegen die meiſte Gelegenheit ſich darbietet, fuͤr die Gewerbthaͤtigkeit nuͤtz⸗ liche Mineralien zu entdecken, und, durch eigene oder fremde Benutzung, den Ertrag von Grund und Boden zu erhoͤhen. §. 4. Es iſt zunaͤchſt die geognoſtiſch⸗techniſche Mineralienkunde, welche den Forſt⸗ und Landwirth beruͤhrt— dieſer aber muß die oryktognoſtiſche vorausgehen, weil von einem Dinge Nichts ausgeſagt oder das von ihm Aus⸗ geſagte nicht verſtanden werden kann, bevor es nicht von an⸗ dern ſcharf unterſchieden und fuͤr ſich ſelbſt genau erkannt wor⸗ den iſt. Und da eine bloß empiriſche Kenntniß(eine Er⸗ kenntniß ohne Erkenntnißgrund—) an ſich todt, in ihrer An⸗ wendung unzuverlaͤſſig iſt und ſelten weit uͤber die Schwelle des Lehrzimmers hinausreicht; ſo wird auch der Land⸗ und Forſtwirth den wiſſenſchaftlichen Weg einſchlagen muͤſ⸗ ſen, um ſich ein gruͤndliches, klares und feſtes, und dadurch nur allein nuͤtzliches Wiſſen von den Minera⸗ lien fuͤr ſeine kuͤnftige Berufsthaͤtigkeit zu erwerben. §. 5. Erwogen indeß die große Menge der Mineralien⸗ Arten und die große Mannigfaltigkeit ihrer Verhaͤltniſſe auf der ganzen bekannten Erde— iſt die Mineralogie ein ſehr umfaſſendes Wiſſen und die Erlernung deſſelben nicht Jeder⸗ manns Berufs. Fuͤr den beſondern Zweck: als Huͤlfswiſſen naͤmlich fuͤr den forſt- und landwirthſchaftlichen Beruf, wird ſich dieſe Kunde in engeren Grenzen halten muͤſſen. Sie wird ſich erſtlich auf die Kenntniß derjenigen Mineralien zu be⸗ ſchraͤnken haben, welche in groͤßter Menge und in groͤßten Maſſen auf der Erde vorkommen, Gebirge und Gebirgslager bilden, folglich auf die innere und aͤußere Beſchaffenheit der Erdrinde nur allein Einfluß haben; zweitens auf die Kennt⸗ niß derjenigen, welche die Gewerbthaͤtigkeit zu nuͤtzlichen Zwe⸗ cken der menſchlichen Geſellſchaft verwendet.— Solche mag ſie als eine nuͤtzliche Zugabe betrachten, welche mit jenen am 1*⁵ 4 oͤfterſten vorkommen, zur vollſtaͤndigen Kenntniß derſelben ge⸗ hoͤren und die Wißbegierde wenigſtens— nach dem Namen reizen. In dieſen engen Grenzen gehalten, kann ſie nur auf den Namen einer Gebirgskunde Anſpruch machen— und noch immer ſehr umfaſſend, wenn ſie uͤber alle bekannten Laͤnder ſich verbreiten wollte, wird ſie bei dem Naheliegenden ſtehen bleiben, und den deutſchen Forſt⸗ und Landwirth nicht in ent⸗ fernte Welttheile fuͤhren muͤſſen. Auf Weniges fuͤr beſondere Zwecke ſich beſchraͤn⸗ kend, wird ihr nun auch eine Behandlungsweiſe ihres Ge⸗ genſtandes geſtattet ſeyn, durch welche ſie ihr Ziel auf naͤchſtem Wege zu erreichen glaubt; ſie wird Einiges kuͤrzer und ober⸗ flaͤchlicher behandeln duͤrfen, worauf anderwaͤrts mit Recht ein hoher Werth gelegt und was dort als weſentlich herausgehoben wird, und ſie wird bei andern Dingen verweilen, die in ei— ner Mineralogie, als einer ſelbſtſtaͤndigen Wiſſenſchaft, nur gering geachtet werden. Anmerk. Es wird hoffentlich auch die neue Verſchmelzung der Geognoſie mit der Oryktognoſie, aus dieſem Geſichtspunkte beurtheilt, Entſchuldigung finden. ——————— ⁰—— VBVoöor wor. Es haben Forſtmaͤnner von Anſehen, des Verfaſſers Beſtrebungen tadelnd, eine„practiſche“ Bodenkunde verlangt, ohne ſich weiter auszuſprechen, was ſie unter einer ſolchen verſtehen. Eine practiſche Kunde einer Sache iſt vielen eine ſolche: die, ohne Vorkenntniſſe und ohne viel Kopfzer— brechens, ſchnell und gleichſam nur im Vorbeigehen, wie das Knuͤpfen eines Weberknotens, begriffen— und wenn begriffen, auch ſogleich in Anwendung gebracht werden kann. So iſt es aber wohl nicht gemeint ge— weſen, weil, der Natur der Sache nach, die ihnen gaͤnzlich fremd ſein muͤßte, ein ſolcher Unterricht uͤber den Boden nicht wohl moͤglich iſt. Vielleicht meinte man damit: eine geordnete Zu— ſammenſtellung der bisher gemachten Erfahrungen uͤber den Einfluß verſchiedener Bodenverhaͤltniſſe auf das Wachsthum verſchiedener Forſtpflanzen— und hierin iſt allerdings mehr Sinn. Allein! eine practiſche Forſt⸗ bodenkunde in dieſem Sinne kann gegenwaͤrtig noch nicht gegeben werden, weil ſie, wenn ſie einen Werth haben ſollte, das Abſtract aus ſehr viel- und mannigfaltigen, aus lange- und wiederholt erprobten und mit dem noͤ— thigen Vor- und Huͤlfswiſſen im Forſte gemachten Beobachtungen ſein muͤßte, wozu es der Allgemeinheit berufsthaͤtiger Forſtwirthe bisher— theils an der noͤ— VI thigen Aufmerkſamkeit auf dieſe Werkſtaͤtte des Pflan⸗ zenwachsthums, theils eben an jenem Vor- und Huͤlfs— wiſſen fehlte: um die hier gegebenen Erſcheinungen ge— treu und klar aufzufaſſen; ſie nach ihren Urſachen rich⸗ tig zu deuten und Andern als ſichere Ergebniſſe wieder mitzutheilen. Vom Forſtwirth ſoll eine practiſche Bodenkunde erſt noch errungen werden— und Lehrer der Forſtwiſſenſchaft haben fuͤr die Verbreitung der dazu noͤthigen Kenntniſſe zu ſorgen. Was ausnahnweiſe Einzelne, auf einzelnen Localitaͤten, errangen, iſt noch unzureichend. Es iſt ein gemeines, aber bequemes, aus einer ſonderbaren Verwechſelung mit Stubentheorien hervor⸗ gegangenes Vorurtheil der Unwiſſenheit und das gewoͤhn— liche Aushaͤngeſchild des practiſchen Duͤnkels: daß Er— fahrung an ſich— d. h. ohne Kenntniſſe— den Meiſter mache, da doch Kenntniſſe zu Erfahrungen erſt befaͤhigen muͤſſen. Zu den noͤthigen Vor- und Huͤlfs— kenntniſſen fuͤr eine practiſche Bodenkunde rechnet der Verfaſſer: 1) ein gewiſſes, obgleich nur geringes Maaß von phy— ſikaliſchen und chemiſchen Vorbegriffen— denn wie will man uͤberhaupt eine Erſcheinung in der Natur deuten koͤnnen, wenn man mit den Geſetzen ihres Wirkens gaͤnzlich unbekannt iſt! Fuͤr tauſenderlei Erſcheinungen hat der kenntnißleere Empiriker gar kein Auge, weil er keine phyſikaliſche und chemi— ſche Ahnungen von ihnen hat; 2) eine allgemeine phyſiologiſche Kenntniß des Pflan— zenkoͤrpers, um deſſen Beduͤrfniſſe zu kennen— welche ihrerſeits wiederum nicht ohne chemiſche Vorbegriffe erworben werden kann; 3) eine hinreichende Kenntniß(die abermals auf Phy— ſik und Chemie ſich gruͤndet!) der atmoſphaͤriſchen Kraͤfte, welche wir unter dem Namen Klima be— ———— 5 5 4 VII greifen, damit man wiſſe, was man auf Rechnung dieſes zu ſchreiben habe; 4) eine ſpecielle Kenntniß der phyſiſchen und chemi— ſchen Eigenſchaften der Gemengtheile des Bodens, damit man nicht, wie es einem„ſchlichten Practiker“ widerfahren iſt:„die quarzi⸗ gen“(¹) fuͤr den Grund einer ſumpfigen Beſchaf— fenheit halte*); 5) endlich, zur wiſſenſchaftlichen Begruͤndung und Ver⸗ lebendigung dieſes Wiſſens: eine Kenntniß der Ge— birgsarten, welche das Hauptmaterial zum Boden lieferten und ſonſt noch mannigfaltigen Einfluß auf deſſen Beſchaffenheit aͤußern— abgeſehen von der Hypotheſe:„von einer eigenthuͤmlichen und ſelbſt— ſtaͤndigen, jeder Gebirgsart, als ſolcher, inwoh⸗ nenden Bodenkraft, welche die Gewaͤchſe ohne Wei⸗ teres ernaͤhren ſoll.“ So viel dem Verf. bekannt iſt, war er der Erſte, der(nicht ohne Widerſpruch und oͤffentlichen, unglimpf⸗ lichen Tadel zu erfahren!) die Idee faßte, fuͤr kuͤnftige Forſtmaͤnner eine Bodenkunde mit dieſem Vor- und Huͤlfs⸗ wiſſen(mit Ausſchluß der Pflanzenphyſiologie) zu lehren und die Forſtakademie zu Tharand war die erſte Forſt⸗ lehranſtalt, wo Bodenkunde gelehrt wurde, worin aͤltere und juͤngere Schweſtern ihr nachfolgten. Die Idee verdankt er dem Studium der Landwirthſchaftswiſſen— ſchaft, folglich dem Stifter derſelben, ſeinem verehrten Lehrer— und es bedurfte nur eines geringen Urtheils, um zu finden, daß in dieſer Beziehung der Forſt- und Landwirth einerlei Beduͤrfniſſe haͤtten—; was er aber bisher leiſtete, hat er ſelbſt nur als gutgemeinte Ver⸗ ſuche und als Einleitungen zu etwas Beſſerem betrachtet. *) Forſt⸗ und Jagdzeitung, Jahrg. 1825. No. 46. Ein Ver⸗ aͤchter der Bodenkunde hat damit zugleich einen erfreulichen Beweis ihrer Nuͤtzlichkeit gegeben. ——— VIII Als einen Verſuch: mit welchem Maaße phyſikali⸗ ſcher und chemiſcher Kenntniſſe der Forſtwirth ausreiche, um uͤberhaupt fuͤr wiſſenſchaftlichen Unterricht empfaͤng⸗ lich und ſelbſturtheilsfaͤhig im Forſte zu ſein, ließ er vor 8 Jahren einen„Leitfaden bei dem phyſikaliſch-chemiſchen Unterricht an der Forſt⸗ lehranſtalt zu Tharand“ auf ſeine Koſten drucken, woran er gebeſſert, Einiges hinweggeſchnitten, Anderes hinzugeſetzt; Einiges vereinfacht, Anderes vervollſtaͤn⸗ digt; bis jetzt aber, ungeachtet des Verbrauchs der vor⸗ raͤthigen Exemplare, noch keine noͤthigende Aufforderung, ihn zu erneuern gehabt hat, da er noch immer Lehrbuͤ⸗ cher fand, die er dem faͤhigeren und dem minderfaͤhigen Theil ſeiner Zuhoͤrer empfehlen konnte, ohne dadurch in ſeinem Lehrgange geſtoͤrt zu werden. Was er unter dem Namen:„phyſikaliſche Erdkunde“ lehrt, ruht beſcheiden in ſeinen Heften, und was die ſpecielle Gebirgs⸗ und Bodenkunde betrifft: ſo wuͤrde er ſich, mancher ihm zugekommenen Aufforde⸗ rungen ungeachtet, gleichwohl noch nicht zu ihrer Her— ausgabe entſchloſſen haben, wenn er eine Umgeſtaltung und Verbeſſerung ſeines 1820 gedruckten„mineralo⸗ giſchen Fingerzeigs“ nicht ſeinen Zuhoͤrern ſchuldig geweſen waͤre. Hieruͤber, wie uͤber die vorliegende Um— arbeitung iſt der Verf. dem Publikum Erlaͤuterung und Rechenſchaft ſchuldig. Er hegt den Grundſatz: daß aller naturgeſchicht— liche Unterricht, der nicht von der Anſchauung des Ge— genſtandes ausgeht und durch Anſchauung unterſtuͤtzt wird, eben ſo langweilend als unnuͤtz,— eben ſo ſchwer faßlich als bald wieder vergeſſen; daß insbeſondere Mi— neralienkunde durch bloßes Beſchreiben und unterweiliges Vorzeigen des Beſchriebenen, bei Anfaͤngern, deren Auge dafuͤr erſt geuͤbt werden muß, unmoͤglich zu er— reichen ſei. Er beſchloß daher, als er den mineralogi— ſchen Unterricht an der hieſigen Forſtlehranſtalt begann, ——————³,——— ͦů— ————ꝛ—x—xx— IX ihn mit der Anſchauung vorgelegter Mineralien zu be⸗ ginnen und durchzufuͤhren und ſeine Schuͤler, unter ſei— ner Leitung, zu ihren eigenen Lehrern zu machen; fuͤr dieſen noch unbetretenen Weg aber mußte ein neues Lehrhuͤlfsmittel herbeigeſchafft werden, welches der Verf. — ſo wenig er ſich auch zum mineralogiſchen Schrift⸗ ſteller berufen fuͤhlte,— in ſeinem Fingerzeig gab. Durch den Gebrauch deſſelben, beim Unterricht, ſind ihm die Maͤngel dieſes erſten Verſuchs immer fuͤhlbarer und die jaͤhrliche Vertheilung immer laͤſtiger geworden— er hat ihn verbeſſert und glaubt, ihn nun auch dem Pu— blikum anbieten zu duͤrfen— unbeſtreitbar iſt die Mi— neralienkunde der großen Menge noch das unbekannteſte Feld, weil es bisher an untergeordneten und erleichtern— den Unterrichtsmitteln fehlte. Wohl mag das Vorliegende noch vieler Verbeſſe⸗ rungen beduͤrftig ſein, wie der Verf. ſelbſt fuͤhlt, und er wird Belehrungen von Sachverſtaͤndigen mit Dank annehmen—; was indeß die eingeſchlagene Methode betrifft, ſo kann er ſeinerſeits ein Wort der Empfehlung mit derjenigen Sicherheit reden, welche eine 10jaͤhrige Erfahrung giebt: Sie iſt zweckmaͤßig fuͤr die erſten Anfaͤnge in der Mineralienkunde, ſei es, daß die Schuͤ⸗ ler dabei ſtehen bleiben oder daß dieſe erſten Anfaͤnge als Vorbereitung fuͤr ein umfaſſenderes und tieferes Stu⸗ dium dienen ſollen. Die Selbſtthaͤtigkeit dabei gewinnt den Schuͤler fuͤr den Lehrgegenſtand, ſobald er die ge⸗ wonnenen Kraͤfte fuͤhlen und gebrauchen lernt; das Selbſtſuchen und Selbſtforſchen an vorgelegten Minera⸗ lien erwirbt ihm bald ein geſchaͤrftes Auge auch fuͤr die feineren Unterſcheidungsmerkmale und eine unverlierbare Kenntniß desjenigen, was er unter Haͤnden gehabt und durch eigene Anſtrengung unterſcheiden gelernt hat— waͤhrend dem Verf. unter ſeinen Zuhoͤrern mehrere vor⸗ gekommen ſind, die, nach ein- und zweimaliger Anhoͤ⸗ rung eines Vortrags uͤber Mineralogie, einen muſcheli⸗ gen Bruch von einem blaͤtterigen Gefuͤge, und einen weißen Kalkſtein vom Quarz, nach beſtimmten Merk— malen, noch nicht zu unterſcheiden wußten und nach ei— niger Zeit geſtanden: daß ſie nicht geglaubt haͤtten, daß Mineralogie eine ſo angenehme Wiſſenſchaft ſei. Der Verf. glaubt, ſelbſt auf Koſten einer ſchicklichen Kuͤrze, ausfuͤhrlicher uͤber die Methode ſeines Unterrichts ſich er— klaͤren zu muͤſſen. Um eine groͤßere Anzahl mineralogiſche Schuͤler mit Unterſuchung, Beſchreibung und Namenbeſtimmung vorgelegter Mineralien ſelbſtthaͤtig zu beſchaͤftigen, theilt er ſie in Abtheilungen zu 3 und 4, deren jede eins, nachmals einige Mineralien, nebſt Probeſtuͤckchen zur Pruͤfung des Haͤrtegrads, der Sproͤdigkeit, der Milde ꝛc. — erhaͤlt. Dieſe vorgelegten Stuͤcke laufen in einer ſolchen Ordnung und Reihe um, daß ein jedes in die Haͤnde einer jeden Abtheilung gelangt. Nach beendig— tem Umlauf wird das verlangte und zu Papier gebrachte Ergebniß der Unterſuchung zur Sprache gebracht; ver— ſchiedene Urtheile mit ihren Gruͤnden angehoͤrt; das Unrichtige berichtiget; auf das Ueberſehene aufmerkſam gemacht ꝛc.;— auf dieſe Weiſe ſind ſie alle, ein jeder nach ſeinen Kraͤften, fuͤr einen gemeinſamen Zweck be— ſchaͤftiget; das Unterſuchen des Minerals, das Nachle— ſen daruͤber fuͤllt jeden Augenblick aus; die Berichtigun— gen in gemeinſchaftlicher Beſprechung ſind fuͤr alle nuͤtz⸗ lich und, ſo zu ſagen, ein Feſt, weil jeder fuͤr ſich ver— laͤnglich iſt: ob er auch das Rechte werde getroffen haben? Mit neu vorgelegten Stuͤcken gehen die dage— weſenen wieder um, damit ſie von Neuem betrachtet und ihr Eigenthuͤmliches mit nun geſchaͤrfterem Auge aufgefaßt werde. Wofern nur Anfangs Nichts uͤbereilt werde, geht nachmals der Unterricht raſch von ſtatten. Der Verf. beginnt mit Erlaͤuterung jedes Mal nur weniger Erken— nungsmerkmale, die er unmittelbar darauf an charakte⸗ XI riſtiſchen Stuͤcken aufſuchen laͤßt; er faͤhrt damit fort, bis ſeine Schuͤler ein Foſſil nach ſeinen Hauptmerkma⸗ len ſelbſt beſchreiben koͤnnen und dieß gilt ihm als der Merkpunkt: daß ſie nun auch eine gegebene Beſchrei— bung zur Erkennung eines ihnen unbekannten zu benutzen faͤhig geworden ſind, denn dem hierin ungeübten An⸗ faͤnger, welcher mit beſtimmten Ausdruͤcken noch nicht beſtimmte Begriffe zu verbinden gelernt hat, ſcheint faſt jede Beſchreibung auf jedes Mineral zu paſſen. Nach dieſer Art der Unterweiſung nun, welche, nach dem Urtheil des Verfaſſers, nur allein geeignet iſt, den Anfaͤnger in kurzer Zeit in den Stand zu ſetzen, ſich ſelbſt des Lehrgegenſtandes zu bemeiſtern und ſein eigener Lehrer zu werden,— muß nun auch die Ein— richtung des vorliegenden Lehrbuchs und beſonders der Fingerzeig beurtheilt werden. Er iſt eine Art von Weg— weiſer, dem Namen eines unbekannten Minerals auf die Spur zu kommen und, wem die Beſchreibungen im Texte zu duͤrftig und unausreichlich erſcheinen ſollten, der muß bedenken: daß die ganze Characteriſtik eines Foſſils im Fingerzeig und im Texte vertheilt iſt, daß alle Er— ſcheinungsweiſen, des Quarzes z. B. im Fachwerke des Fingerzeigs enthalten ſind, davon bei jedesmaligem Nach⸗ ſchlagen(und dieß iſt ein Vortheil mehr fuͤr den An— faͤnger) nur diejenigen in Betrachtung kommen, die an dem vorliegenden Individuum ſich befinden. Dieß die Einrichtung. Was den Inhalt,— die Menge der aufgenommenen Mineralien betrifft; ſo duͤrfte der eine Beurtheiler bei fluͤchtiger Durchſicht fra— gen: Wozu ſoll dieß und jenes dem Forſt- und Land⸗ wirth?— waͤhrend ein anderer dieß und jenes noch vermiſſen duͤrfte, was noch haͤtte aufgenommen werden koͤnnen und aufgenommen werden ſollen. In der That iſt die Frage: Wie viel ſoll der Forſt- und Landwirth von der Mineralogie kennen?— ſchwer zu beantwor— ten. Im Allgemeinen: Je mehr, deſto beſſer! beſon— XII ders in formeller Beziehung, denn Mineralogie uͤbt— als Selbſtſtudium! die Geiſteskraͤfte mehr fuͤr Natur— beobachtung und Naturforſchung, als irgend ein anderer Zweig der Naturgeſchichte— und Beobachter der Na— tur ſoll ja der Land- und Forſtwirth ſein, was er ohne Uebung nicht werden kann;— die Hauptſache iſt, daß er zeitig anfange;— von Zuviel kann ſo lange nicht die Rede ſein, als die Erwerbung des Mehrern nicht auf Koſten einer andern Huͤlfswiſſenſchaft oder der Haupt⸗ wiſſenſchaft geſchieht; uͤberdieß vermag der Eine in der⸗ ſelben Zeit und bei gleichen Hülfsmitteln mehr, wie der andere; warum alſo beiden gleich enge Grenzen vor⸗ ſchreiben;— in der einen Gegend endlich laͤßt ſich von dem Erworbenen mehr Gebrauch machen, wie in einer anderen— es iſt alſo ſchwer, auf obige Frage eine genuͤgende Antwort zu geben und fuͤr alle eine ſcharfe Grenzlinie zu ziehen. Die von dem Verf. im Allgemeinen gezogene hat er, und zwar mit Bedacht, ſelbſt uͤberſchritten, aus folgendem Grunde: Viele ſeiner Zuhoͤrer fanden Ge— ſchmack an der Mineralogie; ſie wurden eifrige Samm— ler, wozu noch uͤberdieß die hieſige Gegend einladet. Sie beklagten es: daß ſie, um einige Schritte weiter zu gehen, genoͤthigt waͤren, neben dem Fingerzeig, in ſei— ner bisherigen Beſchraͤnkung, noch andere Lehrbuͤcher ſich anſchaffen zu muͤſſen, die ſie gleichwohl nicht ſo gut gebrauchen koͤnnten, weil man, ohne daß nicht der Na— me zugleich und richtig gegeben ſei, ein unbekanntes Mineral nicht zu finden wiſſe, deſſen Beſchreibung vorn, in der Mitte oder am Ende ſich befinden kann. fioſen Privateifer glaubte der Verf. einen Vorſchub thun zu nuͤſſen, durch Aufnahme auch ſolcher Mineralien, welche mehr ein Gegenſtand der Liebhaberei und in hieſiger Gegend leicht zu erhalten ſind;— um indeß das Buch fuͤr den uͤbrigen Theil nicht allzu ſehr zu vertheuern, hat er die Beſchreibung derſelben, in Anhaͤngen und Nachtraͤgen, mit kleiner Schrift drucken laſſen. Es XIII rechte alſo der Beurtheiler uͤber dieſe Anhaͤnge und Nach— traͤge nicht mit dem Verf.;— jeder Lehrer, der die vorliegende Gebirgskunde gebrauchen moͤchte, hat ſich vor Allem nach der Zeit, die ihm gegeben iſt, und nach den Vorraͤthen ſeiner Sammlung zu richten; deſſen was der Forſt- und Landwirth gebraucht, um in dieſem Zweig der Naturgeſchichte nicht unwiſſend zu ſein, iſt allerdings wenig; um die Kenntniß dieſes Wenigen aber bis zur Klarheit und ſicherem Eigenthume zu erheben, braucht der Lehrer an ſich ſchon mehr als dieß Wenige. Bei allen Huͤlfswiſſenſchaften, welche der Verf. fuͤr kuͤnftige Forſtwirthe lehrt, hat er das Ziel ſich geſteckt: ſeine Zuhoͤrer, die faͤhigeren wenigſtens,— ſo weit zu föͤr⸗ dern, daß ſie nicht nur das fuͤr ihre Berufswiſſenſchaft nothwendige Materielle kennen lernen, ſondern auch ſo viel Einſicht, Urtheil und Gewandtheit erlangen ſollen, um, wenn eigene Luſt oder Beruf ſie treibt, auf eigenen Fuͤßen ſtehend, ſich ſelbſt weiter forthelfen zu koͤnnen. In der Gebirgskunde erreicht er dieß Ziel, oryktogno⸗ ſtiſch und geognoſtiſch, durch Vorlegung einer weit ge⸗ ringeren Anzahl, als der hier aufgenommenen, Minera⸗ lien; ein anderer erreicht es vielleicht mit wenigeren und anderen; eine jede Gegend hat uͤberdieß ihr Eigen⸗ thuͤmliches; was in der einen ſelten iſt, iſt in der an⸗ dern gemein;— es ſchien alſo dem Verf. fuͤr die Sa⸗ che nuͤtzlicher: lieber den Vorwurf des wohlfeilen Ueber⸗ fluſſes, als den der Kargheit auf ſeine Gebirgskunde zu laden, beſonders da ſie nicht blos als Lehrbuch fuͤr den vorbereitenden Unterricht, ſondern auch als Handbuch dienen ſoll, womit der Beſucher unſerer Lehranſtalt ſich ſowohl hier, wie auch in der Gegend ſeiner kuͤnftigen Berufsthaͤtigkeit orientiren koͤnne, die an Mineralienar⸗ ten und geognoſtiſchen Verhaͤltniſſen ſo reich, wie die hieſige, ſein kann. Zwei Dinge ſcheinen insbeſondere eine Rechtferti⸗ gung zu beduͤrfen—: Die Behandlung der Kryſtalli⸗ ſationen und der metalliſchen Foſſilen. XIV Daß der zu ſeiner kuͤnftigen Beſtimmung ſich vor⸗ bereitende Forſt- und Landwirth berufsmaͤßig Kryſtallo⸗ graphie ſtudiere, wird hoffentlich ſelbſt der Pedant nicht verlangen, welcher die Mineralogie fuͤr die wichtigſte al— ler Wiſſenſchaften und die Kryſtallographie fuͤr den ein— zigen Weg zur Mineralienkenntniß erklaͤrt;— es war demnach zu vermeiden, in das Weſen der Sache einzu⸗ gehen; es bedarf allzu viel Zeit und muß als ſtoͤrend fuͤr den Hauptzweck betrachtet werden. Andrerſeits wer⸗ den die Veraͤchter der Grund- und Huͤlfswiſſenſchaften, welche die nackte, von allen Stuͤtzen entbloͤßte Haupt— wiſſenſchaft nur allein gelehrt wiſſen wollen, nicht ver— langen: daß der, welcher zu Gunſten derſelben etwas Mineralogie treibt, die Augen zudruͤcken und mit pflicht— maͤßiger Gleichguͤltigkeit voruͤber gehen ſoll, wenn er ei— nem Kryſtall begegnet— Mineralkoͤrpern, welche durch die Regelmaͤßigkeit ihrer Geſtalt, durch ihren Glanz ꝛc., Jedermann, jung und alt, ſo ſtark anziehen!— Es ſchien alſo andrerſeits zweckmaͤßig, dem angehenden Mi⸗ neralogen ſo viel Vorſchub zu thun: daß er zu einem vorkommenden Kryſtall auch den Namen finden koͤnne. Im Einſchlagen dieſes Mittelwegs hat ſich der Verf. ſelbſt noch nicht genuͤgt, er wird Rath und Belehrung mit Dank annehmen und benutzen. Metalliſche Foſſilien ſind fuͤr den Sammler aus Liebhaberei vorzuͤglich anziehend. Daß man von den chemiſchen Verhaͤltniſſen dieſer fuͤr die Gewerbthaͤtigkeit ſo wichtigen Mineralkoͤrper wenigſtens das Allgemeine kenne, um ihre Anwendung zu verſtehen, iſt, wenn auch nicht unumgaͤnglich nothwendig, doch anziehend fuͤr Je⸗ dermann, von jeglicher Berufsart, und der Verf. macht dieß Allgemeine mit zum Gegenſtand ſeines chemiſchen Unterrichts. Er wollte darum durch dieſen Abſchnitt, welcher die metalliſchen Foſſilien enthaͤlt, nicht nur dem Sammler einen Dienſt erweiſen, ſondern auch eine ſpe— cielle Ausfuͤhrung zum Nachſchlagen und Nachleſen deſ— ſen geben, was er in der Chemie vortraͤgt; er zog da— XV her auch ihre Anordnung nach chemiſchen Beſchaffenhei⸗ ten vor; zugleich, um einem gewoͤhnlichen Fehler ge— woͤhnlicher Sammler zu begegnen, welche zufrieden ſind, ein Mineral zu beſitzen und deſſen Namen zu kennen, ohne ſich darum zu bekuͤmmern, was Malachit oder Blende oder Zinnſtein ſei. Eine Auswahl des Ge⸗ meineren mit Hinweglaſſung des Selteneren wuͤrde leicht geweſen ſein, wenn ſich der Verf. allein auf eine Ge⸗ gend haͤtte beſchraͤnken duͤrfen; ganz Deutſchland, mit der Frage: welche Metalle und welche ihrer Vorkommniſſe ſind gemein und welche ſelten in's Auge gefaßt?— blieb des Seltenen ſo wenig uͤbrig, daß er es zur Abrundung des verhaͤltnißmaͤßig kleinſten Theils ſeiner Gebirgskunde, mit aufnehmen und ſelbſt das auslaͤndiſche, jedoch in gewerblicher Hinſicht auch in Deutſchland wichtig ge— wordene Platin nicht verſchmaͤhen zu muͤſſen glaubte. Die Anordnung der erdigen Foſſilien betreffend, hat der Verf. S. 46 daruͤber ſich erklaͤrt: daß er es fuͤr unthunlich fand, eins der vorhandenen Syſteme als un⸗ abweichliche Norm, zum Grunde zu legen. Fuͤr eine Gebirgskunde, als Vorbereitung zur ſpeciellen Boden— kunde, in welcher die Kieſel-, Thon-, Kalk- und Talkerde ihre Bedeutung erhalten, achtete er es fuͤr noͤthig: die Eintheilung nach Erdarten beizubehalten und ſtrenger durchzufuͤhren;— die ſcheinbar einfachen den— jenigen der einfachen anzureihen, denen ſie nach ihrem chemiſchen Gehalt am naͤchſten ſtehen; die deutlich ge— mengten aber nach der Art und Zahl ihrer Gemeng— theile und nach der Beſchaffenheit ihrer Structur zu ordnen. Er hat damit kein mineralogiſches Syſtem ſtiften wollen und wuͤrde ſelbſt die Ehre fuͤr zu groß halten, wenn man es ein bodenkundliches Mineral⸗ ſyſtem nennen wollte. Was die Geognoſie betrifft, ſo lehrt der Verf. das Meiſte, was hierher gerechnet wird, in ſeiner „phyſikaliſchen Erdkunde.“ Er hat daraus, mit Anderem, ein fuͤr ſich beſtehendes, uͤberſchauliches und XVI darum faßlicheres Ganze zu bilden geſucht, damit auch die geognoſtiſche Mineralienkunde als ein gedraͤngteres Ganze fuͤr ſich beſtehe und dadurch an Uebefſichtlichkeit gewinne. Huͤlfswiſſenſchaftliche Buͤcher und Vortraͤge duͤrfen keine Labyrinthe ſein und muͤſſen nicht alles Wiſſenswerthe enthalten ſollen; das Rechte muß am rechten Orte ſtehen— und dem Verf. ſchien es immer: daß man zu weit aushole und vom Ziele ſich entferne, wenn man, um auf die Lagerungsverhaͤltniſſe der Fels⸗ arten zu kommen, von der Geſtalt der Erde anfange. Die Ueberſicht der Lagerungsverhaͤltniſſe glaubt der Verf. durch die Zuſammenſtellung der ſogenannten Ur⸗, Uebergangs⸗ und Floͤtz⸗Gebirge in Fachwerk erleichtert zu haben. Die Zuſammenſtellung und Pruͤfung der ver⸗ ſchiedenen geogeniſchen Hypotheſen bleibt vor der Hand ſeinen muͤndlichen Vortraͤgen vorbehalten. Hiermit beſchließt der Verfaſſer eine lange Vorrede zu einem kleinen Buche. Er hielt ſie fuͤr noͤthig, um zu erkennen zu geben: daß er nicht, ohne Plan und Urtheil, mineralogiſche Buͤcher excerpirte; ſondern, mit einiger eigenen Kenntniß bemuͤht war, fuͤr den Forſt⸗ und Landwirth etwas Brauchbares zu geben, womit man ſich willkuͤhrlich in engeren und weiteren Grenzen halten koͤnne.— Daß er im Urtheil geirrt haben koͤnne, will er nicht in Abrede ſtellen. Tharand, im Mon. Sptbr. 1827. 2 werd ſchaft geſchi Natu der T Miu ſchi len ſtellt lien, welch eins komn Jnof geſch in der nen u und u Odrit beſchn genan Dem deutſchen Gruͤnder einer Landwirthſchafts-Wiſſenſchaft, D I. Albrecht Thaer, zc.,:c. c. ſeinem Lehrer und Freunde, widmel dieſes, als ein oͤffentliches Zeichen ſeiner Verehrung und Dankbarkeit, der Verfaſſer. =——— — öͤöaaa— 4 — 1 B § 2 4 7 5ℳ 4 * * Gebirgs⸗ und Bodenkunde — ☛ 2 fuͤr den „ Forſt⸗ und Landwirth, von K. L. Krußzſch, Profeſſor an der Forſtakademie zu Tharand. „ * Erſter Theil: Die Gebirgskunde. Mit einer lythographirten Zeichnung. „— Dresden und Leipzig, in der Arnoldiſchen Buchhandlung 1827. ₰ 3 3— . 1 4 1. 1— 7— 4 95 O, ₰ v Erſter Abſchnitt. Vorbereitung zur oryktognoſtiſchen Mineralienkunde. §. 6. Oryktognoſie(Kenntniß des Gegrabenen) iſt der beſchreibende Theil der Naturgeſchichte der Mineralien. In einer gewaͤhlten Kunſtſprache ſtellt ſie die Eigenſchaften und Beſchaffenheiten dieſer Naturkoͤrper zuſammen, und gebraucht dieſe zugleich als Erkennungsmerkmale, um eins von dem andern zu unterſcheiden— ſie heißt alſo auch mit Recht die Kennzeichenlehre. Da durch Zuſammenſtellung des Ver⸗ wandten die Ueberſicht des Ganzen und ſomit auch die Erken— nung des Einzelnen erleichtert wird, ſo iſt auch Syſtem— kunde ein Theil der Oryktognoſie. §. 7. Mineralien ſind Naturkoͤrper eigenthuͤmlicher Art, es kommen ihnen beſondere Eigenſchaften und Beſchaffenheiten zu. Dieſe koͤnnen unter folgende 3 Hauptgeſichtspunkte gebracht werden: 1) Geſtalt, 2) phyſiſche Eigenſchaften, und 3) chemiſche Beſchaffenheiten. Was nach dieſen drei Ruͤckſich⸗ ten beigebracht werden muß, wird beſſer verſtanden werden, wenn man ſich vorher mit folgender Ueberſicht bekannt macht. 1) Geſtaltverhaͤltniſſe. §. 8. Die Geſtalt der Mineralien kann als äußere und als innere betrachtet werden; die letztere wird allgemein Structur genannt. Nach der aͤußeren Geſealt betrachtet, ſtellen ſie entwe⸗ der Koͤrper dar, welche von geraden, ebenen, 3, 4 und mehr⸗ ſeitigen Flaͤchen, die unter gewiſſen Winkeln zuſammenſtoßen, begrenzt werden, z. B. Saͤulen, Pyramiden, Tafeln, Wuͤrfel ꝛc.; ſie heißen Kryſtalle(d. h. in der Kaͤlte er— ſtarrte Koͤrper— ein bildlicher Ausdruck, von Eiszapfen her— geleitet), auch: regelmaͤßige aͤußere Geſtalten. Oder: Sie haben eine zufaͤllige Aehnlichkeit mit gewiſ⸗ ſen, dem Mineralreiche fremdartigen Koͤrpern, z. B. mit Nie⸗ 6 ren, Mandeln, Trauben ꝛc.; dieſe werden beſondere aͤuße⸗ re Geſtalten genannt. Oder: Sie haben in ihren Umriſſen weder etwas Regel⸗ maͤßiges, noch Beſonderes und Auffaͤlliges— dann ſind ſie von gemeiner aͤußerer Geſtalt. Der innern Geſtalt oder Structur nach, ſind ihre denk⸗ bar kleinſten Maſſentheilchen a) entweder, wie die Bauſteine zu einem regelmaͤßigen Ge⸗ baͤude, in beſtimmten Richtungen und unter gewiſſen Win⸗ keln an einander gefuͤgt,— man nennt dieß die kryſtal— liniſche Structur, weil nur aus einer ſolchen regel⸗ maͤßigen Aneinanderfuͤgung der Theilchen eine regelmaͤßige Geſtalt des Ganzen(ein Kryſtall) hervorgehen konnte,— oder auch Gefuͤge, Textur(Gewebe). Oder: b) es laͤßt ſich keine ſolche regelrechte Zuſammenfuͤgung der Maſſentheilchen bemerken; dann heißt die Structur un⸗ kryſtalliniſch, oder die Maſſe des Minerals wird dicht genannt. 2) Phyſiſche Eigenſchaften. §. 9. Unter phyſiſche Eigenſchaften der Mineralien begreift man ihre Erſcheinungsweiſe in Beziehung auf folgende, in der Phyſik naͤher zu eroͤrternde, Naturkraͤfte: 1) Cohaͤſion, Kraft des Zuſammenhalts zwiſchen den zu einem Koͤrperganzen verbundenen Maſſentheilchen.— Und hiernach betrachtet, ſind alle Mineralien, bis auf zwei: QAueck⸗ ſilber und Erdoͤl, welche tropfbar fluͤſſig ſind, ſtarre (feſte) Koͤrper. Nach der Groͤße oder Staͤrke dieſer Zuſammenhalts⸗ kraft, ſind die ſtarren Mineralien zum Theil ſchwer und ſehr ſchwer zertheilbar oder zerſprengbar(alſo feſt); zum Theil koͤnnen ſie zwiſchen den Fingern zermalmt werden— ſie ſind zerreiblich. Nach der Art aber, wie dieſe Kraft des Zuſammenhalts wirkt, ob ſie naͤmlich zugleich eine Verſchiebbarkeit der Theil⸗ chen geſtattet, ſo daß ein Mineral dem Eindringen eines an⸗ deren Koͤrpers in ſeine Maſſe mehr oder weniger Widerſtand ————— ꝗ—————.— ——— ———— nlien onde, (den And eck⸗ here Ialts⸗ und 1 alſo zalmt halts iheil⸗ an⸗ iſtand 7 entgegenſetzt,— ſind die Mineralien entweder hart und ſproͤde oder weich und mild. Es ſind alſo die Erſcheinungen der Cohaͤſionskraft an den Mineralien folgende: tropfbare Fluͤſſigkeit, oder Starrheit; Haͤrte oder Weichheit, Sproͤdigkeit oder Milde. 2) Adhaͤſion iſt das Vermoͤgen, an andern Koͤrpern zu haften, wohin das Abfaͤrben und Schreiben mancher Mineralien gehoͤrt; da ſie naͤmlich in Beruͤhrung mit andern Koͤrpern Theile von ſich an ihnen haften oder kleben laſſen G. B. die Kreide). Hierher muß eine andere Eigenſchaft der⸗ ſelben gezogen werden, weil ſie anderwaͤrts noch ſchwerer un⸗ terzubringen iſt, naͤmlich ein, nicht weiter erklaͤrbares, mage— res oder fettiges Anfuͤhlen. 3) Die Schwere. Alle Köͤrper werden von der Erde angezogen, ſie fallen gegen die Erde und ſetzen ihrer Entfer— nung von der Erdoberflaͤche einen namhaften Widerſtand ent⸗ gegen, welchen wir mit ſchwer ſeyn bezeichnen. Als Maaß⸗ ſtab zur Vergleichung der Groͤße der Schwere verſchiedener Koͤrperarten, wird das reine Waſſer als Gewichtseinheit ge⸗ braucht und die, im Vergleich mit dem Waſſer, gefundene Groͤße der Schwere ihr ſpecifiſches Gewicht genannt.— Es giebt Mineralien, die ſpecifiſch leichter ſind als das Waſ⸗ ſer(auf dem Waſſer ſchwimmen), die meiſten indeß ſind mehr Mal ſo ſchwer, die Metalle von 7 bis 19 Mal. 4) Das Licht. Aus der Wechſelwirkung zwiſchen dem Lichte und den Koͤrpern auf unſerer Erde, erklaͤrt die Phyſik die verſchiedene Faͤrbung derſelben(ſchwarz, roth, gruͤn ꝛc.), den Mangel oder das Daſeyn eines Glanzes auf ihren Flaͤ⸗ chen und die Durchſichtigkeit oder Durchſcheinen⸗ heit der Maſſe einiger, und Undurchſichtigkeit anderer. Farbe, Glanz oder Mattheit, Durchſichtig⸗ keit in mannigfaltigen Abſtufungen bis zum Undurchſich⸗ tigen, ſind nicht unwichtige, unten naͤher zu beſtimmende, Erkennungs⸗-Merkmale der Mineralien; von geringerer Bedeu⸗ tung ſind: Phosphorescenz, Farbenſpiel, Farben⸗ wandlung und das Iriſiren, welche ihres Orts erklaͤrt werden ſollen. 5) Electricitaͤt, Magnetismus, Waͤrme. Alle Koͤrper zeigen, auf ſchickliche Veranlaſſungen, eleetriſche Zu⸗ ſtaͤnde und ſind beſſere oder ſchlechtere Electricitaͤtsleiter.— Es giebt mehre Mineralien, beſonders kryſtalliſirte, welche durch Reiben und Erwaͤrmen entgegengeſetzt(polariſch) electriſch wer⸗ den, wenige hingegen, welche dem Magnet folgen oder ſelbſt magnetiſche Anziehung und Abſtoßung zeigen. Indeß wird von dieſen Eigenſchaften als Erkennungs⸗ und Unterſcheidungs⸗ Merkmalen wenig Gebrauch gemacht, mehr noch von ihrem Leitungsvermoͤgen fuͤr die Waͤrme. Durch ein beſſeres Waͤr⸗ meleitungsvermoͤgen naͤmlich entziehen einige, bei der Beruͤh⸗ rung, unſerem Koͤrper mehr Waͤrme und entziehen ſie ihm ſchneller; ſie fuͤhlen ſich daher kaͤlter als andere, aus ent⸗ gegengeſetzten Urſachen, an. c) EChemiſche Beſchaffenheiten. §. 10. Chemie iſt die Wiſſenſchaft und Kunſt, Koͤrper in ihre einfachſten(vor der Hand nicht weiter zerlegbaren) Beſtandtheile(Ur⸗ oder Elementarſtoffe), zu zerlegen, und aus einfachen Stoffen Koͤrper zuſammen zu ſetzen. Unter chemiſche Beſchaffenheiten der Mineralien begreifen wir daher zuerſt ihr Zuſammengeſetztſeyn aus gewiſſen einfache⸗ ren Materien, in beſtimmten Mengenverhaͤltniſſen— ein Ge⸗ genſtand, der zunaͤchſt der ſpeciellen Bodenkunde angehoͤrt. Die chemiſche Beſchaffenheit eines Koͤrpers giebt ſich in— deß, zuweilen wenigſtens, durch Geruch und Geſchmack, oder durch ſein Verhalten im Feuer(durch Verbrennung oder Schmelzung mit dieſer oder jener Eigenthuͤmlichkeit), oder durch ſein Verhalten zu Saͤueren oder Kalien zu erkennen; daher auch ein eigenthuͤmlicher Geruch oder Geſchmack, ein beſtimmtes Verhalten im Flammenkegel des Loͤthrohrs, oder gewiſſe Erſcheinungen in der Be⸗ ruͤhrung mit Saͤueren oder Kalien zur chemi⸗ ſchen Art der Erkennungsmerkmale der Mineralien gezaͤhlt werden muͤſſen. Nicht alle der aufgezaͤhlten Eigenſchaften und Beſchaffenhei⸗ ten ſind als Erkennungs-Merkmale von gleichem Werth: einige 6 9 ſind mehr, andere minder entſcheidend; andere, z. B. die Aus⸗ mittelung des ſpecifiſchen Gewichts, die Pruͤfung in der Flamme des Loͤthrohrs, die Pruͤfung auf electriſche und magnetiſche Er⸗ ſcheinungen, verlangen beſondere Vorrichtungen und Werkzeuge und ein behutſames, genaues Verfahren; ſie ſind daher zur allſeitigen wiſſenſchaftlichen Erforſchung der Natur eines Mi— nerals zwar wohl noͤthig, aber keine Huͤlfsmittel einer ſchnel⸗ len Erkennung und Unterſcheidung gleichſam auf der Hand und aus der Hand, ſie leiden beſonders keine Anwendung bei dem oͤffentlichen Unterricht im Beiſammenſeyn vieler Ler⸗ nenden; andere Merkmale endlich, z. B. die Kryſtallgeſtal— ten, ſetzen gruͤndliche mathematiſche Kenntniſſe und ein anhaltendes Studium voraus.— Es iſt daher, fuͤr den vorliegenden Zweck, noͤthig, nicht nur mit einer Auswahl aus dieſen Kennzeichen ſich zu begnuͤgen(ſo viel derſelben zur Unterſcheidung der gewoͤhnlichſten Mineralien ausreichen), ſondern auch eine Beſchraͤnkung auf gewiſſe Grenzen eintreten zu laſſen(z. B. bei Angabe der Kryſtallformen), Grenzen, welche Beruf oder Geſchmack, mit Zuziehung anderer Huͤlfs⸗ mittel, uͤberſchreiten moͤgen. Beruͤckſichtiget die nothwendige Beſchraͤnkung, ſollen fol— gende Erkennungs⸗Merkmale und in folgender Ordnung erlaͤu⸗ tert werden: 1) Geſtalt, aͤußere und innere: Structur und Abſon⸗ derung; 2) Haͤrte; 3) Sproͤdigkeit, Milde, Strich; Zerſprengbarkeit, Biegſamkeit; 5) Farbe, Glanz, Durchſcheinenheit, Phos⸗ phorescenz; 6) Das Abfaͤrben und Schreiben, das magere oder fettige und das kaͤltende An⸗ fuͤhlen, das Anhaͤngen an der Zunge. ——————— 10 I. Aeußere Geſtalt. A. Regelmaͤßige. B. Beſondere. C. Gemeine. A. Regelmaͤßige aͤußere Geſtalten, Kryſtalle. §. 11. Auch in der unorganiſchen Materie iſt ein Stre⸗ ben nach Geſtaltung vorhanden, welches dem aufmerkſamen Beobachter vielfaͤlttig begegnet. Die regelmaͤßigſten Gebilde dieſes Geſtaltungstriebes im unorganiſchen Reiche ſind die ma⸗ thematiſch beſtimmbaren Koͤrper, Kryſtalle genannt. Die ſie hervorbringende Kraft heißt die Kryſtalliſa— tionskraft; das Geſtaltverhaͤltniß uͤberhaupt Kryſtalli— ſation, und die Beſchreibung und Entwickelung der mannig⸗ faltigen Formen nach mathematiſchen Geſetzen, die Kryſtal— lographie. Nicht alle Kryſtalle ſind gleich vollkommen und regelmaͤßig ausgebildet; nothwendige Bedingungen zur Hervorbringung vollendeter Kryſtallformen ſind(ſo weit unſere Erfahrung an kryſtalliſirenden Salzen reicht): chemiſche Reinheit der Maſſe, Feuer⸗ oder Waſſerfluͤſſigkeit derſelben, hin⸗ läͤnglich Raum, Ruhe und Zeit. Wo eine oder mehre Bedingungen mehr und weniger mangelten, ſind auch die Kry⸗ ſtalle unvollkommner. §. 12. Die Krfiſtallgeſtalt iſt unſtreitig eins der wichtig⸗ ſten Erkennungsmerkmale, ſo weit es naͤmlich ausreicht, d. h. ſo fern Mineralien wirklich kryſtalliſirt gefunden werden, wel⸗ ches bei den gemeinſten(wenige ausgenommen) am ſeltenſten der Fall iſt. Ueberdieß iſt die Kryſtallographie der umfaſſendſte und ſchwerſte Theil der mineralogiſchen Vor- und Huͤlfskennt⸗ niſſe. Da es nun bei vorliegendem Huͤlfsmittel zunaͤchſt auf die Kenntniß der gemeinſten Mineralien abgeſehen iſt; ſo wird es ausreichen, 1) mit den Theilen der Begrenzung eines Kry⸗ ſtalls, 2) mit den Hauptveraͤnderungen derſelben, und 3) mit den gewoͤhnlichſten und leichteſt erkennbaren Kryſtallformen ſich — ———a—2——2 f die wird Kry⸗ mit 1 ſich 11 bekannt zu machen, waͤre es auch nur, um ſie verſtaͤndig be⸗ trachten und uͤber ihre Regelmaͤßigkeit ſich freuen zu koͤnnen. Wem ſelbſt auch dieß Wenige noch zu viel iſt, mag es ohne Gefahr uͤberſchlagen. 1) Begrenzungstheile der Kryſtalle. §. 13. Die Theile der Begrenzung eines Kryſtalls ſind Flaͤchen, Kanten und Ecken, ihre Zahl und Geſtalt be⸗ ſtimmt die Kryſtallform. a) Bei den Flaͤchen kommt ihre Groͤße, Geſtalt, Lage und aͤußere Beſchaffenheit in Betrachtung. Ihre Groͤße richtet ſich begreiflich nach der Groͤße des Kry— ſtalls, die außerordentlich verſchieden iſt. Es finden ſich Kry— ſtalle von der Kleinheit, daß ſie nur durch ſtarke Vergroͤßerung erkannt werden koͤnnen, und Kryſtalle(des Bergkryſtalls) von 12 bis 14 Centner Gewicht. Die Geſtalt der Flaͤchen rich⸗ tet ſich nach der Geſtalt des Kryſtalls, die weiter unten be⸗ trachtet werden ſoll; nach ihrer Lage aber unterſcheidet man Seitenflaͤchen, welche es nach ſeiner Laͤnge, und End⸗ flaͤchen, welche es nach ſeiner Breite und Dicke einſchließen. Bei Kryſtallen, welche gleich lang, breit und dick ſind(z. B. Wuͤrfel), iſt es willkuͤrlich, welche Flaͤchen als End- oder Sei⸗ tenflaͤchen betrachtet werden ſollen. Ruͤckſichtlich der aͤußeren Beſchaffenheit der Flaͤchen, ſind ſie entweder glatt und glaͤnzend, der gewoͤhnliche Fall, oder geſtreift oder ge⸗ furcht, entweder in die Laͤnge oder in die Quere. b) Kanten entſtehen durch das Zuſammenſtoßen zweier Flaͤchen in einer gemeinſchaftlichen Linie, ihre Laͤnge wird dem⸗ nach durch die Laͤnge der Flaͤchen beſtimmt. Sie ſind ſtumpf oder ſcharf, nach der Groͤße des Winkels, in welchem die Flaͤchen zuſammenſtoßen, und wie es Seiten- und Endflaͤchen giebt, ſo giebt es auch Seiten⸗ und Endkanten. c) Eine Ecke wird gebildet durch mehr als zwei Flaͤ⸗ chen, welche in einem Punkte zuſammenſtoßen. Es muͤſſen der Flaͤchen mehr als zwei, es koͤnnen deren aber 4 und 5 ſeyn. Da nun 3 in einem Punkte zuſammenſtoßende Flaͤchen 12 3 Kanten, 4 Flaͤchen 4 Kanten ꝛc. bilden, ſo unterſcheidet man 3⸗, 4-⸗, 5⸗ und mehrkantige Flaͤchen. Anm. Die Winkel, ſowohl der Kanten als Ecken, werden, wenn ein Kryſtall genau beſchrieben werden ſoll, mit einem Winkelmeſſer(Gonyometer) nach Graden beſtimmt. 2) Die Hauptveraͤnderungen an den Kryſtall⸗ geſtalten. §. 14. Die einfache Geſtalt eines Kryſtalls(Pyramide, Saͤule, Wuͤrfel ꝛc.) findet ſich auf mannigfaltige Weiſe ver⸗ aͤndert: durch Abſtumpfung, Zuſchaͤrfung und Zuſpi— tzung der Kanten, Ecken und Enden und durch das Ver⸗ ſchwinden ganzer Flaͤchen. Die Ecke, Kante oder Spitze eines Kryſtalls iſt abge⸗ ſtumpft, wenn ſie gleichſam durch einen einzigen Schnitt hinweggenommen iſt; die neu entſtandene Flaͤche wird die Ab⸗ ſtumpfungsflaͤche genannt. Sie iſt bald ſtaͤrker bald ſchwaͤcher(ſtark oder ſchwach abgeſtumpft), und die Abſtum⸗ pfungsflaͤche entweder gerade oder ſchief angeſetzt.(Fig. 6.) Die Zuſchaͤrfung wird durch 2 Flaͤchen bewirkt(Zu— ſchaͤrfungsflaͤchen), die in einer Kante(Zuſchaͤrfungs⸗ kante) zuſammenſtoßen. Dieſe Veraͤnderung der Kryſtallfor⸗ men findet gewoͤhnlich an den Kanten, ſeltener an den Ecken oder uͤber einer ganzen Flaͤche ſtatt. Die Zuſpitzung wird allezeit durch mehr als 2 Flaͤ⸗ chen, welche in eine Spitze zuſammenlaufen, hervorgebracht und findet ſich an den Ecken und Enden der Kryſtalle; dieſe Theile ſind, nach der Kuͤrze des Kunſtausdrucks: 3-⸗, 4⸗, 6⸗ ꝛc. flaͤchig zugeſpitzt. Durch die Zuſpitzungsflaͤchen entſtehen Zuſpitzungs⸗ kanten und die Ecke der Zuſpitzung. Die Zuſpitzungs⸗ flaͤchen an den Enden des Kryſtalls ſind entweder auf deſſen Seitenflaͤchen(Fig. 4.) oder Seitenkanten aufge⸗ ſetzt(Fig. 5.); wenn nicht auf alle, ſondern mit Ueberſprin⸗ gung je einer Kante oder Flaͤche, ſo bezeichnet dieſes der Kunſt⸗ ausdruck damit: Die Zuſpitzungsflaͤchen ſeyen auf die abwech⸗ ſelnden Seitenkanten oder Seitenflaͤchen aufgeſetzt. —Zö—öoö—ö————ö—öͤöoͤſͤöoͤöͤſͤöſͤſ11““ 13 Es verkleinern ſich aber auch ganze Flaͤchen, wofuͤr an⸗ dere groͤßer werden; man nennt dieß das Verſchwinden der einen— und das Herrſchend⸗werden der uͤbri⸗ gen. Der Krryſtall erſcheint bloß verſchoben und ohne Eben⸗ maaß, wenn von der ſchwindenden Flaͤche noch Etwas uͤbrig iſt.— Iſt ſie ganz verſchwunden, ſo iſt aus einem mehrflaͤ⸗ chigen Kryſtall ein anderer von weniger Flaͤchen geworden. Aus dieſen Veraͤnderungen der Begrenzungstheile eines Kryſtalls werden theils die zuſammengeſetzteren Kryſtallformen, theils die Uebergaͤnge einer Kryſtallgeſtalt in eine andere er⸗ klaͤrlich. Anm. Alles dieſes und was naͤchſtdem folgt, kann in wenigen Stunden an Kryſtallmodellen aus Holz oder Pappe erklaͤrt werden, und iſt, als Beſchaͤftigung des Erkenntnißver⸗ moͤgens, nicht unnuͤtz— und macht Liebe zur Sache. Die formelle Bildung, die an irgend einem Lehrgegenſtande zugleich erzielt wird, iſt am Ende, wo nicht mehr— doch eben ſo viel werth, als das beigebrachte materielle Wiſſen. Ungeachtet die Kryſtallographie kein weſentlicher Gegenſtand in des Verfaſſers gebirgskundlichem Unterricht iſt, wie wohl hinlaͤnglich aus dem Gegebenen einleuchtet; ſo vernachlaͤſſiget er ſie doch nicht ganz und laͤßt, nach der Erklaͤrung des Nothwendigen, umhergegebene Kryſtalle und Kryſtallmodelle von ſeinen Zuhoͤrern ſelbſt beſchkeiben, damit ſie eine Beſchreibung in einem mineralogiſchen Buche verſtehen und ein ſolches benutzen lernen, im Fall ſie das mineralogiſche Studium aus Geſchmack wei⸗ ter treiben wollen, als der Beruf es von ihnen fordert. 3) Kryſtallgeſtalten. §. 15. Die vornehmſten und leicht erkennbaren Kryſtall⸗ geſtalten ſind die Pyramide, die Saͤule mit der Tafel und der Wuͤrfel, mit einigen wuͤrfelaͤhnlichen Koͤrpern, die auch mit den gemeinen Mineralien nicht ſelten vorkommen, daher in dem beigegebenen Fingerzeig mit aufgenommen wor⸗ den ſind, folglich an dieſem Orte naͤher beſchrieben werden muͤſſen. 14 A. Ppyramiden und pyramidenaͤhnliche Kryſtalle. Unter einer(einſachen) Pyramide wird ein Koͤrper ver⸗ ſtanden, der von einer Anzahl 3ſeitiger Flaͤchen, welche in eine Spitze zuſammenlaufen, begrenzt wird. Der Spitze gegenuͤber befindet ſich die Grundflaͤche. Eine Linie, im Gedanken, auf die Grundflaͤche gefaͤllt, iſt die Axe der Pyra⸗ mide und ihr groͤßter Durchmeſſer; m. a. W. eine Pyramide iſt allezeit laͤnger als dick und breit. Die Geſtalt der Grundllaͤche haͤngt von der Zahl der 3 ſeitigen Seitenflaͤchen ab. Die Grundflaͤche iſt 3 ſeitig an einer 3 ſeitigen, 4ͦſeitig an einer 4 ſeitigen ꝛc. Pyramide. Zwei ſolcher Pyramiden mit ihren Grundflaͤchen auf einander geſetzt, bilden eine Doppel⸗Pyramide, welche in zwei Hauptverſchiedenheiten im Mineralreich erſcheinen, indem die Seitenflaͤchen der einen a) auf die Seitenflaͤchen oder b) auf die Seitenkanten der andern aufgeſetzt ſind. Einfache Pyramiden kommen im Mineralreich eigentlich nicht vor. Wo eine ſolche erſcheint, konnte ſich, irgend eines Hinderniſſes wegen, die andere Haͤlfte nicht ausbilden. Der pyramidenfoͤrmige Kryſtallkoͤrder aber, welcher von 4 gleichen und gleichſeitigen Triangelflaͤchen begrenzt, folglich gleich lang, dick und breit iſt, wird aus eben dieſem Grunde, nicht als eine einfache 3 ſeitige Pyramide, ſondern als ein beſonderer Kryſtallkoͤrper betrachtet und Tetraéder(Vierflach) genannt. Bloß der leichteren Auffindung wegen iſt er im Fingerzeig un— ter die Pyramiden aufgenommen worden.(Fig. 1.) Es kommen im Mineralreiche vor: 1) Dreiſeitige Doppelpyramiden,(aͤngere und kuͤr⸗ zere, die Seitenflaͤchen der einen gewoͤhnlich auf die Sei⸗ tenkanten der andern aufgeſetzt. 2) Vierſeitige Doppelpyramiden, theils gleich⸗ und rechtwinklich, theils ungleichwinklich.(Fig. 2. abed.) 3) Sechsſeitige 3Doppelpyramiden von zweierlei Art: es ſind die Seitenflaͤchen der einen auf die Seiten⸗ flaͤhhen der andern entweder gerade oder ſchief aufge⸗ ſetzt. Im letzten Falle bildet die Kante der beiderſeitigen ——õõ——õ————;ÿjjjjjjjjj ———— ò 4 — (ver⸗ d in vitze i im hra⸗ rGide Ir der i an * ide. Fader E iwei 2die zi der Olich Gnes Der Lohen Gung, 2 als ſerer Sant. 2 un⸗ nkkuͤr⸗ Sei⸗ ich⸗ . d.) rerlei Dten⸗ ifge⸗ igen 15 Grundflaͤchen, indem ſie auf- und abſteigt, einen Zickzack um den Kryſtall herum.(Fig. 3.) Uebrigens erſcheinen die Pyramidenformen entweder un⸗ veraͤndert oder mit Abſtumpfung, Zuſpitzung und Zuſchaͤrfung der Kanten, Ecken und Enden. Mit dem Achtflach(Octaéder), hat es dieſelbe Bewandniß, wie mit dem Vierflach. Dieſer Kryſtallkoͤrper wird von 8 glei⸗ chen und gleichſeitigen Triangelflaͤchen begrenzt und iſt einer 4 ſeitigen Doppelpyramide aͤhnlich; wird aber, weil er nach allen Richtungen gleiche Durchmeſſer hat, eine Pyramide aber laͤnger als dick und breit iſt— und aus andern, hier nicht zu eroͤrternden, Gruͤnden— als ein beſonderer Kry⸗ ſtallkoͤrper betrachtet.(Fig. 2. ebcf.) B. Saͤulenfoͤrmige Kryſtalle nebſt den Tafeln. Eine Saͤule wird von einer gewiſſen Anzahl 4ſeitiger Flaͤchen, welche unter ſich gleich laufen(Seitenflaͤchen), und von zwei einander gegenuͤber liegenden Endflaͤchen be⸗ grenzt. Die Geſtalt der Endflaͤchen haͤngt von der Zahl der Seitenflaͤchen ab: an Zſeitigen Saͤulen iſt ſie Zſeitig, an 4 ſei⸗ tigen 4 ſeitig, an 6 ſeitigen Saͤulen 6 ſeitig ꝛc. Die Endflaͤchen ſind theils gerade, theils ſchief angeſetzt. Bei gerad' angeſetzten Endflaͤchen ſind die Seitenflaͤchen allezeit 4 ſeitig; ſie werden 6 ſeitig, wenn die Enden der Saͤulen zugeſpitzt und die Zuſpitzungsflaͤchen auf die Seiten— kanten aufgeſetzt ſind. Eine Linie, im Gedanken, durch die beiden Endflaͤchen der Saͤule gefaͤllt, iſt die Laͤngenaxe der Saͤule und ihr groͤßter Durchmeſſer; es iſt alſo auch eine Saͤule laͤnger als dick und breit. Verkuͤrzt ſie ſich aber in dieſer Richtung, bis unter das Maaß der Dicke und Breite, ſo wird aus der Saͤule eine Tafel. Eine Tafel iſt demnach eine verkuͤrzte Saͤule und es gelten an ihr dieſelben Bezeich— nungen ihrer Theile, welche von der Saͤule gebraucht werden. Die beiden ausgedehnteren, unter ſich gleichlaufenden Flaͤchen werden ihre Endflaͤchen genannt(ſie waren es an der ur— ſpruͤnglichen Saͤule), und die ihnen zur Seite liegenden hei⸗ ßen, wie vorher, ihre Seitenflaͤchen. ———— ————õ———ÿ———:e———— TA —— 7——— 16 V Es kommen im Mineralreiche vor:) 1) Dreiſeitige Saͤulen und Tafeln, gleich⸗ und un⸗) gleichwinklich; 2) Vierſeitige Saͤulen und Tafeln, theils rechtwink⸗ fic lich, theils geſchoben; Imn 3) Sechsſeitige Saͤulen und Tafeln, gleich⸗ und fl ungleichwinklich und von ungleichen Seitenflaͤchen; rich 4 Achtſeitige Saͤulen und Tafeln, gleich und un⸗ gleichwinklich; 5) Neun⸗ und zwoͤlfſeitige. un Sie finden ſich verſchieden: mit geraden und convexen 4 Seitenflaͤchen; mit gerad' und ſchief angeſetzten Endflaͤchen; Dis mit abgeſtumpften oder zugeſchaͤrften Enden; mit 3⸗, 4‧, 6⸗ pen und Sflaͤchiger Zuſpitzung und ſonſt noch mit mancherlei Ver⸗ der. aͤnderungen an Kanten und Ecken.. die Zuſatz. 34 Die pyramiden⸗ und ſaͤulenfoͤrmigen Kryſtalle ſind oft ſo 1 klein und duͤnn, und ſo undeutlich kryſtalliſirt, daß ſie ſchwer— oder gar nicht nach ihrer Saͤulen- oder Pyramiden⸗Form naͤ⸗ her beſtimmt werden koͤnnen. Nach ihren Aehnlichkeiten nennt der man ſie in dieſem Falle ſchilfartige, ſpießige, nadel⸗ hen oder haarfoͤrmige Kryſtalle. Gewoͤhnlich erſcheinen ſie ar zuſammengehaͤuft und verworren unter einander, nicht ſelten Fin maſſig zuſammengehaͤuft, als ſtaͤngliche Abſonderungen. Zur leichtern Auffindung ſind ſie im Fingerzeig beſonders auf⸗ ann gefuͤhrt. b 3 6 C. Wuͤrfel und wuͤrfelaͤhnliche Kryſtalle*). V 1 a) Von 6 Flaͤchen begrenzt(Sechsflach): der Wuͤrfel V und das Rautenflach; 4 b) Von 12 Flächen begrenzt: das Rautenzwoͤlfflach 3 (Dodekaëder) und Kieszwoͤlfflach; V — b *) Der Ausdruck wuͤrfelaͤhn lich iſt nicht ſo ſtreng zu nehmen. 4 un⸗ dwink⸗ Gund un⸗ J eren chen; 1, 5 8 Ver⸗ Iſt ſo swer roi nè⸗ ennt „der ſie Delten 2* Zur 19 auf⸗ Arfel Ilach hmen. 17 c) Von 20 Flaͤchen begrenzt: das Kieszwanzigflach; d) Von 24 Flaͤchen begrenzt: der Leucitkoͤrper. a) Der Wuͤrfel. Sechs gleiche Gevierte oder Quadrat⸗ flaͤchen, welche in rechten Winkeln zuſammenſtoßen, 12 gleiche Kanten und ò8 gleiche 3 kantige Ecken bilden, geben einen Wuͤr⸗ fel(Cubus). Alle Winkel, ſowohl die ebenen, wie die koͤr⸗ perlichen ſind rechte.(Fig. 6.) b) Das Rautenflach. Sechs Rautenflaͤchen, die un⸗ ter 6 ſtumpferen und 6 ſpitzeren Winkeln zuſammenſtoßen, folglich 12 Kanten von zweierlei Art, und ſtumpfere und ſpi⸗ tzere Ecken bilden, geben das Rautenflach(Rhomboéder). Dieſer Kryſtallkoͤrper kann als geſchobener Warfel betrachtet werden(wie es geſchobene Saͤulen giebt), wenn er auf einer der Flaͤchen liegt, und als doppelte 3 ſeitige Pyramide(daran die Seitenflaͤchen der einen auf die Seitenkanten der andern aufgeſetzt ſind), wenn er auf die Spitze geſtellt wird.(Fig. 7.) Es giebt uͤbrigens mehr und weniger geſchobene— d. h. in der zweiten Stellung betrachtet,— mehr und weniger ſpitze — und gleichſam von der Spitze aus zuſammengedruͤckte oder ſtumpfe Rhomboséder. Jene naͤhern ſich der Pyrami⸗ den- dieſe der Tafelform. Die ſtumpfeſten Rhombosder glei⸗ chen, wenn die Endkanten etwas abgerundet ſind, einer Linſe, unter welchem Namen dieſe leicht erkennbare Kryſtallform im Fingerzeig bei dem Rautenflach ſich findet. c) Das Zwoͤlfflach(Dodekaéder). Es giebt zwei Arten des Zwoͤlfflachs nach der Geſtalt der einſchließenden Flaͤchen. 1) Das Rautenzwölfflach— es wird von 12 Rauten⸗ flaͤchen begrenzt, die unter gleichen ſtumpfen Winkeln zu⸗ ſammenſtoßen. Es wird auch Granat⸗Dodekaéder genannt, weil es am Granat am gewoͤhnlichſten erſcheint. 2) Das Kieszwoͤlfflach— es wird von 12 öſeitigen Flaͤchen begrenzt, die unter ſtumpfen Winkeln von zweier⸗ lei Art zuſammenſtoßen. Es ſind aber die Fſeitigen Flaͤ— chen weder gleichſeitig noch gleichwinklich, denn die eine Seite iſt langer, als die 4 uͤbrigen. Kieszwoͤlfflach 2 18 ſ oder Schwefelkies⸗Dodekaëder hat man dieſe Kryſ Kryſtallform genannt, weil ſie ſich vorzugsweiſe am Schwe⸗ Kri felkieſe findet.(Fig. 8.) ſen, d) Das Zwanzigflach(Ikosaëder), wird von 20 V and Flaͤchen begrenzt, ſie ſind Zſeitig, aber von zweierlei Art, nach naͤmlich 12 gleichſchenkliche und 8 gleichſeitige Drei⸗ da ecke. Es iſt uͤbrigens eine ſeltnere Kryſtallgeſtalt.(Fig. 9.) nachſe e) Das Vierundzwanzigflach kann als eine Sſei⸗ ae tige Doppelpyramide, mit 4flaͤchiger Zuſpitzung an beiden Enden, angeſehen werden; wird aber aus gewiſſen Gruͤnden, als ein oder beſonderer Kryſtallkoͤrper betrachtet und Leucitkoͤrper ge⸗ Kno nannt, weil es die gewoͤhnlichſte Kryſtallform des Minerals: V Leucit iſt. Die 24 Flaͤchen ſind Trapeze, ſie bilden 48 Wen Kanten von zweierlei, und 26 Ecken von dreierlei Art.(Fig. 10.) u hder Aechte und unaͤchte Kryſtalle. ſtzend Es giebt aͤchte und unaͤchte, oder weſentliche und ne Afterkryſtalle. Die Afterkryſtalle haben ihre Kryſtallge— uid ſtalt von andern Foſſilien entlehnt, entweder ſo, a) daß ſie HKhſi im fluͤſſigen Zuſtand andere Kryſtalle uͤberzogen, die theils b trauc darin noch eingeſchloſſen, theils ausgewittert und ausgefallen ſind, in welchem Falle ein Afterkryſtall hohl gefunden wird, oder b) ſo, daß die fluͤſſige oder weiche Maſſe vorhandene hohle Kryſtallraͤume ausfuͤllte und verhaͤrtete, oder auch c) wie nliel man meint, durch Umwandlung einer urſpruͤnglich kryſtalliſirten V oder Mineralmaſſe in eine andere, welche an ſich niemals kryſtalli— V hiuff ſirt gefunden wird, z. B. Speckſtein. Erkennungsmerk⸗ Virk male der Afterkryſtalle ſind: 1) ſie haben keine kryſtalliniſche dder! Structur, 2) meiſt rauhe, matte Flaͤchen und meiſt abgerun— brac dete Ecken und Kanten. liche Vorkommen der Kryſtalle. V here Kryſtalle kommen entweder einzeln oder in Verbindung b An unter ſich und mit andern Foſſilien vor. Unter einander verbunden, ſind ſie entweder zuſammen— b gewachſen oder bloß zuſammengehaͤuft. Zwei und V eit mehr in beſtimmten Richtungen zuſammengewachſene V über dieſe chwe⸗ 2 * Art, Odrei⸗ 4) * 8ſei⸗ Anden, z ein r ge⸗ Cerals: 5n 48 2) 10) 9' und Mlgge⸗ (h ſe 56 heils an ſallen „C widd, * eandene 1c) wie Keiſiten d ſtall⸗ untzmerk⸗ mainiſche gerun⸗ Dindung men — ei und Sochſene 19 Kryſtalle werden Zwillings⸗, Drillings⸗, Vierlings⸗ Kryſtalle genannt— und ſie ſind an einander gewach⸗ ſen, wenn ſie ſich bloß in einigen Flaͤchen beruͤhren; in ein— ander gewachſen, wenn ſie der Laͤnge, Breite oder Dicke nach ſo in einander geſchoben ſind, daß wenigſtens zwei Flaͤchen beiden gemeinſchaftlich zugehoͤren, und durch einander ge⸗ wachſen— wenn ſie ein Kreuz bilden. Das Verwachſenſein erſtreckt ſich allezeit zugleich auf die innere Structur. Die Zuſammenhaͤufung iſt entweder unregelmaͤßig oder ſie hat eine entfernte Aehnlichkeit mit gewiſſen Geſtalten: Knospen, Roſen, Buͤſcheln, Garbenc. In Verbindung mit andern Foſſilien ſind ſie entweder ein⸗ gewachſen,— von der Maſſe des andern rund umſchloſſen und dann gewoͤhnlich in ihrem ganzen Umfange kryſtalliſirt; oder aufgewachſen, auf der Oberflaͤche des andern auf— ſitzend. Eine ebene oder krumme Flaͤche, welche mit einer Anzahl neben und uͤber einander liegender Kryſtalle bedeckt iſt, wird eine Druſe genannt, womit andere auch den einzelnen Kryſtall bezeichnen und gedruſte fuͤr keyſglliſirs ge⸗ brauchen. B. Beſondere aͤußere Geſtalten. §. 16. Die zufaͤllige Aehnlichkeit, welche zuweilen Mine⸗ ralien mit Koͤrpern haben, die dem Mineralreiche fremd ſind, oder(ſiehe§. 8.) die beſondern aͤußeren Geſtalten, ſind haͤufig eine Folge der unvollkommnen Kryſtalliſation oder die Wirkung der gemeinen Centralanziehung waͤhrend ſie noch fluͤſſig oder weich waren. Man hat ſie in beſondere Abtheilungen gebracht, man theilt ſie naͤmlich ein: in laͤngliche, rund⸗ liche, platte, vertiefte und verworrene. Ihre naͤ⸗ here Bezeichnung deutet auf die Koͤrper hin, mit welchen eine Aehnlichkeit ſtatt findet. 1) Laͤngliche beſondere aͤußere Geſtalten. Zaͤhnig(in laͤnglichen, keilfoͤrmigen, etwas platten Stuͤcken); drath⸗ und haarfoͤrmig; geſtrickt(wie feine uͤbereinander liegende Netze); bau mfoͤrmig oder dendri⸗ 2* 20 tiſch,(wie Zweige von einem dickeren Hauptſtamm ausge⸗ hend); zackig; geweih⸗ oder korallenaͤhnlich; tropf⸗ ſteinartig(den Eiszapfen vergleichbar, mit einem Ende an⸗ gewachſen); roͤhrenfoͤrmig(aus cylindriſchen Stuͤcken be— Erſe ſtehend); pfeifenroͤhrig(wenn die Roͤhren hohl ſind); b ce kolbenfoͤrmig(mit dem duͤnneren Ende angewachſen und mit mit dem dickeren, rundlichen freiſtehend); ſtaudenfoͤrmig 3 (dem Blumenkohl aͤhnlich). fan 2) Rundliche beſondere aͤußere Geſtalten. hu Kugelig, vollkommen und unvollkommen; mandel⸗ ſoͤrmig; traubig; nierfoͤrmig; knollig; gefloſſen (aus breiten und platten Erhoͤhungen beſtehend, mit ſchwachen Vertiefungen in der Mitte). 3) Platte beſondere aͤußere Geſtalten. Spiegelig, mit einer oder zwei ebenen, glatten und glaͤnzenden Flaͤchen; in Blechen, in duͤnnen, gleich ſtarken, geraden oder gebogenen, einzeln ein⸗ oder aufgewachſenen Blaͤtt⸗ 3 chen. Beide Arten des Vorkommens ſind den metalliſchen Foſſilien eigen. 4) Vertiefte beſondere aͤußere Geſtalten. 3 Zellig(durch duͤnne, ſich kreuzende Waͤnde abgetheilte Vertiefungen enthaltend); geradzellig oder ru udzellig; mit Eindruͤcken, theils von Kryſtallen, theils von beſonderen aͤußeren Geſtalten; durchloͤchert(wie von Wuͤrmern durch⸗ bohrt); blaſig(mit Blaſenraͤumen, welche bald leer, bald mit andern Maſſen ausgefuͤllt ſind); zerfreſſen, wie von V Wuͤrmern zernagt. 9 5) Verworrene beſondere aͤußere Geſtalten. b Ungeſtaltet(mit gaͤnzlich unregelmaͤßigen Vertiefungen b und Erhoͤhungen, theils rund, theils eckig); aͤſtig(wie unregelmaͤßig durch einander geworfene Zweige oder Zacken, ohne Hauptſtamm). zge⸗ 2 pf⸗ an⸗ A1 be⸗ d; und elig el⸗ Iſen rAhen 21 C. Gemeine aͤußere Geſtalten. §. 17. Gemeine aͤußere Geſtalten ſind gewoͤhnliche Erſcheinungen im Mineralreiche, haben weder regelmaͤßige glatte, ebene und glaͤnzende Flaͤchen, wie die Kryſtalle, noch ſind ſie mit einer andern Koͤrperform vergleichbar. Man unterſcheidet 6 Arten des Vorkommens ſolcher Ge⸗ ſtalten. 1) u. 2) Derb und eingeſprengt. Beides deutet ein in⸗ nigeres Verwachſenſein eines Minerals mit einem andern, ohne ſcharfe Begrenzung an, da gleichſam die Maſſe des einen in die des andern uͤberfließt, und beide Arten des Vorkommens unterſcheiden ſich bloß durch die Groͤße: a) derb iſt ein Foſſil in einem andern enthalten, wenn es die Groͤße einer Haſelnuß uͤberſteigt, b) einge— ſprengt aber, wenn es unter dieſer Groͤße iſt, a) grob eingeſprengt, etwa von der Groͤße eines Hanfkorns bis zu der einer Haſelnuß; 8) klein eingeſprengt, von der Groͤße eines Hanf⸗ bis zu der eines Hirſekorns, 9) fein eingeſprengt, unter der Groͤße eines Hirſe⸗ korns, mit bloßen Augen noch erkennbar. 3) In eckigen Stuͤcken kommt ein Mineral entweder 4) frei und loſe, oder von einem andern ſo eingeſchloſſen vor, daß ſeine Begrenzung vollkommen deut⸗ lich unterſchieden werden kann, ſo alſo, daß kein Verwachſenſein ſtatt findet: es kann demnach als ein ſtumpf⸗ oder ſcharfeckiges Stuͤck uͤber der Groͤße ei⸗ ner Haſelnuß unterſchieden werden. In Koͤrnern, unter der Groͤße einer Haſelnuß, frei oder eingeſchloſſen, rund, eckig oder platt, und zwar a) in großen Koͤrnern, von der Groͤße einer Haſelnuß bis zu der einer Erbſe; 3) in groben Koͤr⸗ nern, von der Groͤße einer Erbſe bis zu der eines Hanf⸗ korns;*) in kleinen Koͤrnern, von der Groͤße ei⸗ nes Hanfkorns bis zu der eines Hirſekorns; d) in fei⸗ nen Koͤrnern, von da abwaͤrts. „ 22 5) In Platten, wenn ein Mineral laͤnger und breiter fei als dick iſt, jedoch noch eine Dicke hat, daß ein Bruch hie daran noch unterſchieden werden kann. Es ſind dicke ſta Platten bis zur Staͤrke eines Meſſerruͤckens; duͤnne Platten, von da abwaͤrts bis zur Ununterſcheidbarkeit. 3 der Dicke. In dieſem letzten Fall iſt ein Mineral auf Ni einem andern ger 6) bloß angeflogen, welches Vorkommen faſt nur bei me⸗ ſenr talliſchen Foſſilien ſtatt findet. inu II. Innere Geſtalt.(Structur)*). her 1) Krſjſtalliniſche. grr 2) Unkryſtalliniſche. ao 3) Abſonderung. 4, i 1) Kryſtalliniſche Structur. §. 18. Die kryſtalliniſche Structur(§. 8.) giebt ſich, bei 4. dem Zerſchlagen eines Minerals, durch glatte, glaͤnzende Flaͤ— chen zu erkennen, bei genauerer Betrachtung, entweder aus Faſern zuſammengeſetzt, wie die Textur des Holzes, oder mit ſtrahlichen Zeichnungen, oder eben und, nach Laͤnge und Breite, von ziemlich gleichen Durchmeſſern und weiter in duͤnne Blaͤtter ſpaltbar. Das erſte iſt das faſerige, das zweite das ſtrahlige und das letzte das blaͤtterige Ge⸗ — au fuͤge. vel A. Das faſerige Gefuͤge. V Die faſerige Textur der Mineralien iſt der des Holzes am aͤhnlichſten, und viele derſelben laſſen ſich in groͤbere oder V r— din *) Structur, Haͤrte und Glanz ſind vorzuͤglich wichtige mr unterſcheidungsmerkmale bei den Mineralien. Wer bei den zn erſten Anfaͤngen ſtehen bleiben will, dem kann eine ober⸗ flaͤchliche Kenntniß der Kryſtallformen erlaſſen werden, nicht met aber die genaue Kenntniß und Fertigkeit in Beurtheilung der Structurverhaͤltniſſe, wenn er naͤmlich auf eigenen Fuͤßen ſtehen lernen ſoll. eiter ruch licke Line Gkeit Pauf d ne⸗ 2 ſd bei vllaͤ⸗ 1 9aus „ der nge in das 5e⸗ 23 feinere Faſern wirklich zertheilen. Dieſe Faſern ſind zuweilen wiederum in Buͤndeln vereiniget(gem. Asbeſt), woraus eine ſtaͤngliche Abſonderung hervorgeht. Nach der Dicke der Faſern, unterſcheidet man grob⸗, zart⸗ und hoͤchſtzartfaſerig(Grenzen, die am beſten an Mineralien ſelbſt nachgewieſen werden); nach der Richtung: gerade⸗, krumm⸗, gleich⸗ oder ungleichlaufend, ferner buͤſchel⸗ oder ſternfoͤrmig auseinander⸗ oder, in unbeſtimmten Richtungen, untereinander laufend faſerig. B. Das ſtrahlige Gefuͤge. Mineralien von ſtrahligem Gefuͤge geben auf ihren glaͤn— zenden Bruchflaͤchen ſtrahlenfoͤrmige Zeichnungen, theils durch zarte Erhoͤhungen und Vertiefung, theils durch unterſcheidbare Abtheilungen zu erkennen. Dieſe Zeichnungen ſind allezeit laͤn— ger als breit, wodurch das Strahlige von dem Blaͤtterigen ſich unterſcheidet. Nach der Breite unterſcheidet man: a) außerordentlich breitſtrahlig, in's Blaͤtterige uͤbergehend, wenn der Breitendurchmeſſer uͤber ½ Zoll betraͤgt; b) breitſtrahlig, von 4¼ Zoll bis 1 Linie; c) ſchmalſtrahlig, von 1 Linie bis 1 Linie. d) ſehr ſchmalſtrahlig, unter Linie, wo es ſich dann dem Faſerigen naͤhert. Nach der Richtung der Strahlen: gleichlaufend und auseinanderlaufend ſtrahlig, und letztereres iſt ent— weder ſtern⸗ oder es iſt buͤſchelfoͤrmig auseinanderlaufend. C) Das blaͤtterige Gefuͤge. Schieferiger Bruch. Bei vollkommen blaͤtterigem Gefuͤge laͤßt ſich ein Foſſil in duͤnnere und dickere Blaͤtter wirklich ſpalten; bei unvollkomm⸗ nerem ſind die Spaltflaͤchen wenigſtens eben, von ziemlich glei— cher Ausdehnung nach Laͤnge und Breite, meiſt glatt und mehr und weniger glaͤnzend. Nach der Vollkommenheit unterſcheidet man: a) Hoͤchſt vollkommen blaͤtterig, wo die Spaltung in duͤnne tafelfoͤrmige Stuͤcke und duͤnne Blaͤtter ohne 24 Schwierigkeit von Statten geht. Es iſt damit die voll⸗ kommenſte Glaͤtte und der ſtaͤrkſte Glanz verbunden. b) Vollkommen blaͤtterig, wenn die Spaltflaͤchen zwar vollkommen glatt und ſtark glaͤnzend ſind; aber die Zertheilung in duͤnne Blaͤttchen nicht moͤglich iſt. c) Unvollkommen bläͤtterig, wenn die Sypaltflaͤchen mehr rauh als glatt und minder glaͤnzend ſind. d) Verſtecktblaͤtterig, wo es ſchwierig iſt, auf der unebenen und ſplitterigen Spaltflaͤche, das urſpruͤngliche blaͤtterige Gefuͤge zu erkennen, indem es, unterbrochen, nur ſtellenweiſe mit ſehr geringem Glanze ſtatt findet. Uebrigens kann das Blaͤtterige ſein: gerade⸗oder krumm⸗, das letztere ſphaͤriſch⸗ oder wellenfoͤrmig krummblaͤt⸗ terig, oder blumigblaͤtterig, wenn es, in's Strahlige uͤbergehend, durch mehrfaͤltige Aus- und Einbiegungen, den Blaͤttern des Kohls gleicht. Durchgang der Blaͤtter. Ein Mineral von blaͤtterigem Gefuͤge laͤßt ſich entweder bloß in einer oder es laͤßt ſich in mehren, einander durch⸗ ſchneidenden Richtungen oder Ebenen blaͤtterig ſpalten; dieß nennt die Kunſtſprache den Durchgang— und redet von einem ein⸗, zwei⸗, drei⸗ und mehrfachen Durch⸗ gange der Blaͤtter. Ein einfacher Durchgang giebt eafelfoͤrmige Stuͤcke nur mit 2 parallellaufenden, glatten und glaͤnzenden Flaͤchen; ein zweifacher dergleichen 4 und ein dreifacher dergleichen 6, davon je zwei einander gleichlaufen. Man hat bis 13, ja man will bis 22 Blaͤtter⸗Durchgaͤnge unterſchieden haben. Bei mehrfachem Durchgang der Blaͤtter verdienen die Winkel, unter welchen ſie ſich ſchneiden, eine beſondere Be— achtung, ſie beſtimmen zugleich die Geſtalt der Bruchſtuͤcke: ein Zfacher rechtwinklich ſich ſchneidender Durchgang giebt wuͤrfelfoͤrmige, ein ſchiefwinklich ſich ſchneidender rautenfoͤr— mige Bruchſtuͤcke. Räher G ch⸗ iieß on Cc⸗ Deke v5n; » hen 2 095 25 Da Mineralien von kryſtalliniſcher Structur nach An— weiß ihres Gefuͤges in Stuͤcke ſich zertheilen; ſo iſt uͤberhaupt die Geſtalt der Bruchſtuͤcke von der Structur abhaͤngig: die Bruchſtuͤcke der vollkommen faſerigen Structur ſind Faſern, und die der vollkommen auseinander laufend ſtrahligen Textur muͤſſen keilfoͤrmig ſtaͤngliche ſein. Nach einer genauen Angabe des Gefuͤges ſelbſt alſo, iſt die Angabe der Geſtalt der Bruchſtuͤcke unnoͤthig. Was die Lage der Blaͤtter betrifft; ſo decken ſie ſich ent— weder, wie die Blaͤtter eines Buchs, oder ſie liegen unregel— maͤßig neben⸗ und uͤbereinander, nur zum Theil, wie Fiſch⸗ ſchuppen, ſich deckend— dieß letztere wird ſchuppigblaͤt— terig genannt. Vollkommen blaͤtterige Mineralien in der erſten Art werden gewoͤhnlich, Spathe genannt: Kalkſpath, Fluß⸗ ſpath, Schwerſpath, Gypsſpath, Feldſpath ꝛc. Dem Blaͤtterigen verwandt iſt das Schieferige,(der ſchieferige Bruch). Es kann als das mindeſt vollkommen Blaͤt⸗ terige in groͤßerer Ausdehnung, mit minder glatten und glaͤnzenden Flaͤchen betrachtet werden, und findet ſtets nur in einer Richtung ſtatt. An ſich iſt es ſelbſt mehr und weniger vollkommen, entweder gerad'⸗ oder krumm⸗, dick⸗ oder duͤnnſchieferig. Anmerk. Dieſe und andere Bruchverhaͤltniſſe der Mineralien werden am beſten durch Beiſpiele in der Anſchauung erlaͤutert. Zuſatz: Daß eine aͤußerliche kryſtalliniſche Geſtalt nur aus einer regelmaͤßigen Aneinanderfuͤgung der kleinſten Maſſen— theilchen hervorgehen konnte, begreift ſich eben ſo leicht als dieß: daß aus einem regelloſen Zuſammenfallen einer Anzahl Bauſteine kein 4⸗, 6⸗ oder deckiger Thurm entſtehen koͤnne.— Es muß daher immer mit der Kryſtallgeſtalt eine kryſtalliniſche Structur verbunden ſein; bei dem groͤßten Theil der Kryſtalle iſt ſie erkennbar, bei andern, obſchon aͤchten Kryſtallen, iſt ſie zu verſteckt, muß aber vorausgeſetzt werden. Umgekehrt iſt es aber nicht der Fall, daß das Beſtreben zu kryſtalliſiren allezeit mit dem hoͤchſten Erfolg(einer wirklichen Kryſtallgeſtalt naͤmlich) begleitet geweſen waͤre. Es gab Hin— derniſſe(§. 11.), unter welchen die Kryſtalliſationskraft haͤufig nur bis zu dieſer Anordnung der Atome d. h. bis zur Her⸗ ſtellung eines Gefuͤges oder hoͤchſt unvollkommener Kryſtallſor— men(ſtaͤnglicher Abſonderungen) gelangen konnte. Mineralien nun von kryſtalliniſcher Structur ohne regel— maͤßige aͤußere Geſtalt, werden kryſtalliniſche Maſſen genannt. 2) Unkryſtalliniſche Structur. §. 19. Unkryſtalliniſche Mineralien ſpalten nicht in be⸗ ſtimmten Richtungen, nach Anweiſung eines Gefuͤges; ſon— dern brechen in jeder Richtung durch, in welcher ſich die Er— ſchuͤtterung durch den Schlag des Hammers verbreitet, und die erhaltene Bruchflaͤche kann vor Allem in den erdigen und dichten Bruch unterſchieden werden. a) Erdiger Bruch. Im Allgemeinen kuͤndiget der erdige Bruch eine groͤßere Lockerheit der Maſſe an, und beſteht aus mehr und weniger feinen, oft nur durch Vergroͤ— ßerung kennbaren Erhoͤhungen und Vertiefungen, welche das auffallende Licht nach allen Richtungen zerſtreuen, da— her die erdige Bruchflaͤche von einem glanzloſen(matten) Anſehen iſt. Man unterſcheidet fein- und groberdig — und dieß letztere naͤhert ſich b) dem unebenen Bruche. Er beſteht aus unterſcheid⸗ baren, unregelmaͤßigen Erhoͤhungen und Vertiefungen. Je nach der Groͤße der Unebenheiten bezeichnet man ihn mit: uneben von grobem, kleinem und feinem Korn. Ienes naͤhert ſich dem unvollkommen Muſcheli— gen— und dieſes dem Erdigen. c) Eben iſt eine Bruchflaͤche, wenn ſie ohne Erhoͤhungen und Vertiefungen, uͤbrigens aber dicht iſt. d) Muſchelig, wenn einerſeits flußmuſchelaͤhnliche Er— hoͤhungen und anderſeits ihnen entſprechende Vertiefungen bei dem Zerſpringen des Minerals ſich gebildet haben. Es wird naͤher beſtimmt durch tief- und flachmuſche⸗ lig, groß- und kleinmuſchelig, vollkommen⸗ und unvollkommen muſchelig. Das Flachmuſche⸗ ——— ꝛ— 8 Her⸗ Alſor⸗ Degel⸗ Iſen be⸗ S ſon⸗ 1 Er⸗ die Igen dige Dkeht Mri⸗ che ton da⸗ umn en) ddig eid⸗ Sen. vrihn em ushel⸗ 18 gen P E⸗⸗ » zigen en. malche⸗ en⸗ dauue 27 lige naͤhert ſich dem Ebenen, das Unvollkommen⸗ Muſchelige dem Unebenen. e) Splitterig iſt eine Bruchflaͤche, wenn kleine keilfoͤr⸗ mige Stuͤcke(Splitter) ſich losgeriſſen haben, die mit ihren dickeren Enden noch fefſtſitzen oder allmaͤlig in die Maſſe uͤbergehen. Die duͤnneren Enden dieſer Splitter ſind entweder durchſichtig oder durchſcheinend und gewoͤhnlich von lichterer Farbe, woran oft nur allein der ſplitterige Bruch zu erkennen iſt. Man unterſcheidet grob⸗, klein⸗, und feinſplitterig. Uebrigens kann auf einer und derſelben Flaͤche ein doppeltes Bruchverhaͤltniß ſtatt finden, ſo, daß eins das andere ein— ſchließt, z. B. ſchieferig oder muſchelig, oder eben im Gro— ßen— im Kleinen ſplitterig, oder: im Großen mu— ſchelig: im Kleinen erdig ꝛc. Ferner ſind dieſe Bruchver⸗ haͤltniſſe nicht immer ſo rein ausgeſprochen, ſondern ſie halten das Mittel zwiſchen zweien, z. B. zwiſchen unvollkommen muſchelig und uneben, oder zwiſchen flachmuſchelig und eben ꝛc. oder es geht eins in das andere uͤber, z. B. uneben von fei— nem Korn in's Erdige ꝛc. 3) Abſonderung. §. 20. Verſchieden von der Spaltung nach einem kry⸗ ſtalliniſchen Gefuͤge und verſchieden von dem durch's Friſche gehenden Bruch, iſt die Zertheilung eines Minerals in ſeinen Abſonderungskluͤften. Viele Mineralien ſind im Innern der Maſſe in Stuͤcke ſchon abgetheilt, oder ſie ſind aus einzelnen Stuͤcken urſpruͤng— lich zuſammengeſetzt, welches haͤufig an feinen Kluͤften erkenn— bar iſt, deren ungeachtet aber das Ganze von betraͤchtlicher Feſtigkeit ſein kann. Ein abgeſondertes Stuͤck iſt demnach von einem Bruch⸗ ſtuͤcke weſentlich dadurch verſchieden: daß es vor der gewalt⸗ ſamen Trennung abgetheilt ſchon vorhanden war; das Bruch— ſtuͤck aber durch die gewaltſame Erſchuͤtterung eben erſt losge— trennt wurde. 28 Ein durch urſpruͤngliche Abſonderung erhaltenes Stuͤck zeigt bloß Abſonderungsflaͤchen, die theils glatt und glaͤnzend, theils gerieft, gefurcht und ſonſt noch verſchieden beſchaffen ſind. Wenn alſo der, der Maſſe des Minerals eigenthuͤmliche Bruch oder deſſen Gefuͤge erforſcht werden ſoll, muß ein abgeſonder— tes Stuͤck durch's Friſche zerſchlagen werden, oder m. a. W. ein abgeſondertes Stuͤck ſchließt irgend ein Bruchverhaͤltniß noch ein. Es giebt dreierlei Abſonderungen: die koͤrnige, die ſchalige und die ſtaͤngliche. a) Die koͤrnig abgeſonderten Stuͤcke ſind entweder rund oder eckig; der Groͤße nach: groß⸗, grob⸗, klein⸗ oder feinkoͤrnig. Koͤrnig abgeſonderte Mineralien, die zugleich ein blaͤtteriges Gefuͤge haben, z. B. Kalk⸗ ſtein, Gyps ꝛc. koͤnnen mit koͤrnig-blaͤtterig ſehr paſſend bezeichnet werden. b) Die ſchalige Abſonderung giebt gerad⸗oder krumm⸗ ſchalige Stuͤcke. Die geradſchaligen ſind zuweilen noch ſcharfwinklich(fortificationsartig) gebrochen; die krummſchaligen theils nierenfoͤrmig, theils ko⸗ niſch gebogen, oder unbeſtimmt⸗krumnſchalig. Concentriſch-ſchalig iſt ein Mineral abgeſondert, wenn die ſchaligen Stuͤcke in mehren Lagen einander rund umſchließen, wie bei dem Erbſenſtein und bei manchem Baſalt. c) Die ſtaͤngliche Abſonderung liefert abgeſonderte Stuͤcke, welche laͤnger als dick und breit ſind. Sie ſind gerad— oder krumm⸗, keil⸗ oder ſtrahlfoͤrmig⸗ſtaͤnglich (meiſt Folge einer unvollſtaͤndigen Kryſtalliſation, welche auf die Saͤulenform hindeutet); hinſichtlich der Lage ge⸗ gen einander: gleichlaufend⸗, auseinander⸗ oder untereinanderlaufend⸗ſtaͤnglich; hinſichtlich der Staͤrke im Verhaͤltniß zur Laͤnge, dick- oder duͤnn⸗ ſtaͤnglich und entweder vollkommen⸗ oder unvoll⸗ kommen⸗ſtaͤnglich. Die Abſonderung hat haͤufig ihren Urſprung in der Kryſtal⸗ liſation. Unter allzugroßen Hinderniſſen, beſonders bei Mangel G 29 an hinlaͤnglichem Raume, vermochte die Kryſtalliſationskraft oft Nichts weiter, als gleichſam nur im Allgemeinen und in gro— ben Umriſſen im Innern der Maſſe anzudeuten, was ſie be— abſichtigte und die abgeſonderten Stuͤcke ſind, in dieſem Falle, als eine verworrene Zuſammenhaͤufung unvollendet gebliebener Kryſtalle zu betrachten, die gewoͤhnlich da in regelmaͤßige Kry— ſtalliſationen ausgehen, wo jenes Hinderniß gehoben wurde, z. B. Amethyſtdruſen. Andere ſind auf mehr mechaniſchem Wege durch die ge⸗ meine Anziehung entſtanden, welche zwiſchen gleichartiger Ma⸗ terie ſtatt findet, da naͤmlich um ein ſchon Vorhandenes, welches bis zu einem gewiſſen Grade ſchon erhaͤrtet war, ein Weicheres ſich legte und ſeinerſeits erhaͤrtete, ohne mit dem eingeſchloſſenen Kern ein ungetheiltes Ganze(Continuum) bil— den zu koͤnnen. Eine 3te Art Abſonderung endlich mag durch ſchnelle Austrocknung oder Abkuͤhlung weicher und erhitzter Maſſen entſtanden ſein, wobei, wie die Erfahrung in Kuͤnſten und Gewerben lehrt, oft ſehr regelmaͤßige Zerkluͤftungen im Innern der Maſſe ſtatt finden. Dahin mag die ſtaͤngliche Ab— ſonderung des Thoneiſenſteins und die ſaͤulenfoͤrmige des Ba— ſalts gehoͤren— vielleicht auch die wuͤrfelige Zerkluͤftung mancher Porphyre. Haͤrte. §. 21. Ein ſehr wichtiges und dabei leicht anwendbares Erkennungsmerkmal der ſtarren Foſſilien iſt die Haͤrte derſelben, da ſie naͤmlich dem Eindringen anderer harter Koͤrper in ihre Maſſe mehr oder weniger Widerſtand entgegenſetzen, m. a. W. leichter oder ſchwerer mit irgend einem Werkzeuge ſich verwun— den laſſen. Werner hat 4 Gradbeſtimmungen der Haͤrte feſtgeſetzt: 1) Hart, was am Staͤhle Funken giebt, folglich mit ei— nem Meſſer nicht verwundet werden kann. 2) Halbhart, was am Stahle keine Funken giebt und mit einem Meſſer, wiewohl nur ſchwer, verwundbar iſt; 3) Weich, mit dem Meſſeer leicht verwundbar, aber von dem Fingernagel noch keinen Eindruck annehmend; 4) Sehr weich, was ſelbſt vom Fingernagel beſchaͤdiget werden kann. Dieſe Beſtimmung der Haͤrtegrade empfiehlt ſich vorzuͤglich durch ihre leichte Anwendbarkeit, laͤßt aber den Anfaͤnger an der Grenze des Halbharten und Weichen ſehr haͤufig in Unge— wißheit. Haüy bediente ſich zur Ausmittelung der Haͤrtegrade des Quarzes, des Glaſes und des reinen Kalkſpaths, mit der Hinſicht: Ob das, auf ſeinen Haͤrtegrad zu unterſuchende Mineral einen dieſer Koͤrper ritze oder von ihnen geritzt werde? Andere haben, mit Weglaſſung des Glaſes, eine groͤßere An⸗ zahl Mineralien als Pruͤfſteine der Haͤrte angenommen und folgende naͤhere Beſtimmungen feſtgeſetzt: Mineralien und ihrerſeits haben: 1) Edelſteinhaͤrte 2) Quarzhaͤrte 3) Feldſpathhaͤrte 4 Flußſpathhaͤrte 5) Kalkſpathhaͤrte 6) Schwerſpathhaͤrte wennſie ritzen: den Quarz den Feldſpath den Flußſpath den Kalkſpath den Schwerſpath den Gypsſpath den Talk geritzt werden: von Edelſteinen. vom Quarz. vom Feldſpath. vom Flußſpath. vom Kalkſpath. vom Schwerſpath. 7) Gypshaͤrte Dieſe und aͤhnliche Haͤrtebeſtimmungen, z. B. daß man ein zu unterſuchendes Mineral mit einem dieſer Probeminera⸗ lien vergleichend auf einer Feile pruͤft, laſſen an Genauigkeit allerdings Nichts zu wuͤnſchen uͤbrig.— Indeß ſcheint es fuͤr die allererſten Anfaͤnger in der Mineralienkunde nicht ganz paßlich, eine Anzahl Mineralien zur Erkennung anderer zu benutzen, und zweitens hat dieſe Pruͤfungsart, bei einem oͤffent⸗ lichen Unterricht, wo eine groͤßere Anzahl Schuͤler am beſten ſelbſtthaͤtig mit Unterſuchung und Namenbeſtimmung vor⸗ gelegter Stuͤcke beſchaͤftiget wird, ihre Schwierigkeiten, theils in der großen Menge der noͤthigen Probemineralien, theils in der Feinheit dieſer Art von Haͤrtebeſtimmung, welche in unge⸗ ſchickten Haͤnden den Zweck verfehlt. we hal des als neri naͤm — . 31 Man erreicht vollkommen dieſen Zweck mit 4 Metallſtiften, welche in einem Ringe von Horn befeſtiget, ein fuͤr die Hand— habung bequemes und uͤberall unbeſchwerlich bei ſich zu fuͤhren⸗ des Werkzeug abgeben, womit ein beſtimmter Haͤrtegrad leichter, als durch obige Probemineralien, und ſicherer als nach der Wer⸗ neriſchen Methode ausgemittelt werden kann: Ein Stift naͤmlich von Stahl, der die Haͤrte eines Hartmeiſels erhalten hat; einer von reinem Schmiedeeiſen, wie es zu dem dickſten Drath bereits gezogen iſt; einer von Zink und einer von Zinn. Der Merkpunkt bei dem Gebrauche dieſer 4 Stifte iſt: Ob ein, auf ſeine Haͤrte zu unterſuchendes Mi—⸗ neral und einer dieſer Stifte gegenſeitig ſich abreiben, um fuͤr gleich hart oder von einerlei Haͤrte zu gelten? Ein Mineral iſt ſtahlhart, wenn es den Stift und der Stahlſtift das Mineral verletzt; eiſen⸗ hart, wenn zwar der Eiſenſtift das Mineral beſchaͤdiget, aber auch abgeriebene Theile vom Eiſen auf der damit beriebenen Stelle ſitzen bleiben— und ſo fort zinkhart und zinn⸗ hart. Was mit dem Fingernagel verletzbar iſt, wird weich genannt. Da die kryſtalliniſchen glatten Flaͤchen durchgaͤngig ſchwe⸗ rer zu durchbrechen ſind, als die Maſſe des Minerals an ſich durch eins dieſer Metalle verwundbar iſt; ſo beſteht das Ver⸗ fahren darin: daß man mit dem haͤrteſten Stifte den Anfang der Unterſuchung macht und damit eine kleine Grube graͤbt, in welcher man die uͤbrigen der Reihe nach hin- und herreibt, bis man den findet, der abgeriebene Theile in dieſer Vertiefung zuruͤcklaͤßt. Wuͤrde das Mineral ſelbſt nicht durch den Stahl⸗ ſtift beſchaͤdiget, ſo iſt die Unterſuchung damit ſchon beendiget: daß es ſtahlhart in hohem Grade befunden worden iſt. Anm. Durch die ſtete Ungewißheit ſeiner Schuͤler: ob etwas fuͤr halbhart oder fuͤr weich anzuſprechen ſei?— auf den Gedanken dieſes Inſtruments gebracht, hat der Verfaſſer daſſelbe ſeit 9 Jahren bei ſeinem Unterrichte gebrauchen laſſen, und er hat es fuͤr ſeine Verhaͤltniſſe am zweck⸗ maͤßigſten befunden. Indeß hat auch dieſes Pruͤfungsmittel der Haͤrte, wie die meiſten, ſeine Unvollkommenheiten und es hat die Seinigen in Ausnahmen: das gegenſeitige Ab⸗ ——yy—y— 32 reiben findet naͤmlich nicht uͤberall ſtatt. Talkerdige, ſo wie die von Erdharz durchdrungenen Mineralien(Stein⸗ kohlen) reiben einen der Stifte nicht ab, ob ſie ſchon mit ber⸗ ihm von gleicher Haͤrte ſind.— Fuͤr dieſen Fall muß der⸗ wiief jenige Stift als Merkzeichen des Haͤrtegrads dienen, wel⸗ Mſ cher noch eine Verwundung hervorbringt— und andrerſeits 1 reiben die Gypsarten den Zinnſtift ab, ob ſie ſchon auch mit dem Fingernagel verwundbar ſind, woraus die Regel V ſchabt folgt: die letzten Haͤrtegrade mit dem Zinnſtift und dem verin Fingernagel zugleich zu unterſuchen. Dieſe beiden Unvoll⸗ aoth. kommenheiten ſtoͤren alſo, bei vorſichtiger Anwendung, den des T. Gebrauch nicht.—ſ Mit Hinweglaſſung der Edelſteinhaͤrte, welche, bei dieſen geih geringen mineralogiſchen Anfaͤngen, ſelten oder keine Anwendung um findet, entſprechen ſich die Haͤrtegrade, nach den hier angege⸗ nach benen Beſtimmungsarten, etwa wie folgt: 1 1) Quarzhart—= ſtahlhart in— hart nach W. fettt hohem Grade 2) Feldſpathhart— ſtahlhart— zwiſchen halbhart und hart. V 3) Flußſpathhart— eiſenhart— halbhart. ln 4) Kalkſpathhart— zinkhart— 6wiſchen weich Re und halbhart. ſal 5) Schwerſpathhart— zinnhart— weich. 6) Gypsſpathhart— weich— ſehr weich. Sproͤdigkeit, Milde und Strich. V 11 §. 22. Wenn Mineralien mit einem Meſſer beſchabt von werden, erweiſen ſie ſich entweder als ſproͤde oder als mild. ginne Sproͤde, wenn die Lostrennung der Theilchen mit lebhaftem nicht Geraͤuſch verbunden iſt und das Abgeſchabte umherfliegt;— mild, wenn das Beſchaben wenig oder nicht hoͤrbar iſt und en die abgetrennten Theile auf dem Meſſer liegen bleiben. ſlit Die verſchiedenen Grade: Sehr ſproͤde; ſproͤde; b wenig⸗ und etwas ſproͤde; ferner: etwas mild; m mild; vollkommen mild— werden am beſten an Mi⸗ 8c neralien ſelbſt nachgewieſen. us Hi 2 0 33 Geſchmeidig ſind gediegene Metalle: Gold, Sil— ber, Kupfer ꝛc. Es iſt der hoͤchſte Grad der Milde, in⸗ wiefern ſelbſt Spaͤhne ohne das mindeſte Geraͤuſch mit einem Meſſer abgetrennt werden koͤnnen. Bei dem Beſchaben eines Minerals veraͤndert ſich die be⸗ ſchabte Stelle auf eine doppelte Weiſe: a) die Farbe wird veraͤndert, dunkle Farben werden lichter, braun wird roth, roth— gelb, ſchwarz— grau ꝛc. oder b) ein fettig glaͤnzen⸗ des Mineral wird auf der beſchabten Stelle matt; ein mattes — fettig glaͤnzend ꝛc. Beide Veraͤnderungen finden zuweilen zu⸗ gleich ſtatt. Dieß nennt die Kunſtſprache den Strich— und, um ihn richtig zu beurtheilen, muß das abgeſchabte Pulver nach ſeiner Farbe zugleich verglichen werden. Ausdruͤcke: der Strich gleichfarbig⸗ oder roth, gelb, weiß, lichtberggruͤn⸗ c. oder Strich matt oder fettglaͤnzend⸗ u. ſ. w. beduͤrfen keiner weitern Erlaͤuterung⸗ Zerſprengbarkeit, Biegſamkeit. §. 23. Von der Haͤrte und Sproͤdigkeit haͤngt die Zer⸗ ſprengbarkeit der Mineralien durch Hammerſchlaͤge ab: in der Regel zerſpringen die haͤrteſten und ſproͤdeſten und die von kry⸗ ſtalliniſchem Gefuͤge am leichteſten. Die durch W. feſtgeſetzten 4 Grade(fuͤr die Erkennung und Unterſcheidung von keinem großen Belang), 1) ſchwer, 2) nicht ſonderlich ſchwer, 3) leicht und 4) ſehr leicht zerſprengbar— werden ſich dem Anfaͤnger ſchon von ſelbſt bemerklich machen, wenn er Steine zu ſchlagen be⸗ ginnt, welches, in andern Ruͤckſichten als ſehr nuͤtzlich, ihm nicht genug empfohlen werden kann. Die Stumpf⸗ oder Scharfkantigkeit der erhalte⸗ nen Bruchſtuͤcke iſt einer groͤßern Achtſamkeit werth, als die leichtere oder ſchwerere Zerſprengbarkeit, Biegſamkeit iſt der Sproͤdigkeit entgsgengeſetzt. Man unterſcheidet gemein⸗ und elaſtiſch biegſam, wenn das Gebogene, nach aufgehobenen Druck, in ſeine vorige Lage zu⸗ ruͤckgeht. Es iſt fuͤr manche Mineralien kein zu verachtendes Huͤlfsmerkmal. 3 Farbe, Glanz, Durchſcheinenheit. §. 23. Beachtenswerthe Erſcheinungen, welche die Mi⸗ neralien in Wechſelwirkung mit dem darauf fallenden Lichte ge⸗ ben, ſind ihre Farben, ihr Glanz und ihre Durchſchei⸗ nenheit.. 1) Farben, faͤrbende Stoffe, Farbenzeichnung: Man unterſcheidet zunaͤchſt weſentliche Farben, welche in der chemiſchen Miſchung ihrer Maſſe begruͤndet ſind, und zufaͤllige, welche von beigemengten fremden Theilen her⸗ ruͤhren— nur die erſteren koͤnnen als oryktognoſtiſche Merk⸗ male dienen. Man unterſcheidet ferner metalliſche und unmetalliſche Farben, indem jene mit einem, den Me⸗ tallen eigenthuͤmlichen, nicht weiter beſtimmbaren Glanze verbunden ſind. Es ſind uͤbrigens beides die gewoͤhnlichen Far⸗ ben: Weiß, Grau, Schwarz, Blau, Gruͤn, Gelb, Roth, Braun. A. Nichtmetalliſche Farben. 1) Weiß, das reinſte Weiß, ſchneeweiß, durch Bei⸗ miſchung von Roth, Gelb, Grau, Gruͤn ꝛc.— roͤthlich⸗, gelblich⸗, graulich⸗, gruͤnlich⸗weiß, mit etwas Blau— milchweiß. 2) Grau, das reinſte iſt aſchgrau; mit Blau, Gruͤn, Gelb ꝛc. blaulich-, gruͤnlich⸗-, gelblich⸗ grau; rauch⸗grau, mit etwas Braun; perlgrau, mit et⸗ was Roth ꝛc. 3) Schwarz, das reinſte iſt ſammtſchwar;; pech⸗ ſchwarz iſt gemiſcht mit etwas Braun; rabenſchwarz mit etwas Gruͤn; blaulichſchwarz mit Blau ꝛc. 4) Blau, das reinſte iſt das Berlinerblau. Die blauen Farben ziehen ſich theils in's Rothe, theils in's Gruͤne: a) in's Rothe: Schwaͤrzlichblau mit viel Schwarz und wenig Roth; laſurblau, mit etwas Roth; violblau, mit viel 35 Roth und etwas Braun; lavendelblau, mit viel M Roth und etwas Grau; pflaumenblau, mit Roth hte ge⸗ und etwas Braun. ſchei⸗ b) in's Gruͤne: 1 Schmalteblau, mit viel Weiß; indigblau, mit ung:— wenig Gruͤn; entenblau, mit viel Gruͤn; himmel—⸗ blau, mit Gruͤn und Weiß ꝛc. h 5) Gruͤn, das reinſte iſt ſmaragdgruͤn. Die gruͤnen 1— Farben ziehen ſich theils in's Blaue, theils in's Gelbe, Met a) in's Blaue: e und Spangruͤn, mit viel Blau in's Himmelblaue uͤberge⸗ M hend; ſeladongruͤn, mit Blau und dunkelgrau; berg⸗ Gne gruͤn, mit lichtem Grau und etwas Gelb; lauchgruͤn, in Far⸗ mit Blau, Grau und Braun. elb, b) in's Gelbe: Apfelgrün, licht, zugleich mit Graulichweiß; gras⸗ „ gruͤn, mit vorherrſchend Gelb; piſtaciengruͤn, dun⸗ kel, mit viel Gelb und etwas Braun; ſpargelgruͤn, 1 Vei⸗ blaß, mit viel Graulichweiß und Gelb; olivengruͤn, 18.— in's Gelbe mit viel Braun und etwas Grau; oͤlgruͤn, „.⸗weih licht, mit ſehr viel Gelb. „thn 6) Gelb, das reinſte iſt citronengelb. Die zugemiſch⸗ p ten Farben ſind Gruͤn, Roth und Braun. * a) in's Gruͤne ſich ziehende gelbe Farben: 1 Schwefelgelb, licht, mit viel Gruͤn; ſtrohgelb, pec⸗ blaß, mit etwas Gruͤn und weißlichgrau. varß b) in's Rothe ſich ziehende gelbe Farben: 9⸗ Ockergelb, mit etwas Roth und Braun; weingelb, Die, blaß, mit Weißlichgrau und Roth; iſabellgelb, blaß ls in's mit Weißlichgrau und Braͤunlichroth; pommeranzen⸗ oder orangegelb, mit viel Roth. c) in's Braune ſich ziehende gelbe Farben: Nui; Wachsgelb, blaß, mit etwas Grau und Braun; ho⸗ it bill niggelb mit viel Braun ꝛc. * 3* 36 7) Roth, das reinſte iſt carminroth. Durch Zu⸗ miſchungen ziehen ſich die rothen Farben in's Gelbe, Blaue und Braune. a) in's Blaue: Cochenillroth, hochroth mit etwas Blau; roſen⸗ voth mit wenig Blau und vielem Weiß; karmoiſin⸗ roth, hochroth mit ziemlich vielem Blau; pfirſch⸗ bluͤthroth, licht mit ziemlich vielem Blau und viel Weiß; kolombinroth, dunkel mit viel Blau und et⸗ was Schwarz; kirſchroth, dunkel mit viel Braun und Blau. 8) Braun, das reinſte iſt kaſtanienbraun, die zuge⸗ miſchten Farben ſind Roth und Gelb. a) mit Roth: Roͤthlichbraun, grenzt an's Braͤunlich-rothe; nel⸗ kenbraun, dunkel mit etwas Roth und Blau und vie⸗ lem Grau; kohlbraun, dunkel mit Roth und vielem Blau und etwas Gruͤn; haarbraun, blaß mit wenig Roth, etwas Blau und vielem Grau. b) mit Gelb: Gelblichbraun, mit viel Gelb, in's Ockergelbe uͤber⸗ gehend; holzbraun, licht mit vielem Grau; leber⸗ braun, zugleich mit Gruͤn und Grau; ſchwaͤrzlich⸗ braun, zugleich mit etwas Schwarz, an's Pechſchwarze grenzend. B. Metalliſche Farben. Die metalliſchen Farben ſind die gemeinen, ihr Eigen⸗ thuͤmliches beſteht in dem damit verbundenen Metallglanz. Es find folgende: 1) Weiß: a) ſilberweiß, in's Gelbliche; b) zinn⸗ weiß, in's Blaͤuliche fallend und mit ein wenig Grau. 2) Grau: a) bleigrau, in's Blaͤuliche fallend, b) ſtahl⸗ grau, in's Graulich⸗Schwarze. 3) Schwarz: eiſenſchwarz iſt graulich⸗ſchwarz. ————— V ſchen ſch ſch Feck V gleck flam Ande ſed mig; düg nan 37 4) Gelb: a) meſſinggelb, mit etwas Gruͤn und we⸗ nig Grau; b) ſpeisgelb, blaß mit vielem Grau; c) goldgelb iſt citronengelb mit Metallglanz. 5) Roth: kupferroth iſt carminroth mit viel Gelb und Grau. 6) Braun: tombackbraun iſt braun mit Gelb gemiſcht. Faͤrbende Stoffe. Erdige Foſſilien(Steine) ſind an ſich weiß, der faͤrben⸗ den Stoffe fuͤr ſie ſind nur wenige: Kohle und Metall⸗ oxyde. Kohle faͤrbt ſchwarz, zuweilen auch braun; geſauer⸗ ſtofftes Eiſen faͤrbt grau, ſchwarz, gelb, roth; braun, ſeltener gruͤn und blau; Kupfer blau und gruͤn; Mangan ſchwarz und grau,(mit Eiſen und Kieſelerde verbunden), roth; Kobalt lichtroth; Chrom gruͤn, roth; Nickel gruͤn. Wißmuth⸗, Spießglanz⸗, Uran⸗Oxyde ſcheinen gelbe Farben zu geben. Schwefel iſt ein haͤufiges faͤrbendes Princip fuͤr die Metalle und giebt dann gelbe und rothe Farben, mit lebhaf⸗ tem metalliſchen Glanze. Farbenzeichnungen⸗ Es entſtehen Farbenzeichnungen entweder: indem die herr⸗ ſchende Farbe ſtellenweiſe ſich zuſammenzieht und ſtellenweiſe ſich verwaͤſcht, oder: indem andere Farben in die herrſchende ſich einmiſchen. Es finden folgende Vorkommniſſe ſtatt: 1) Punktirt(es erklaͤrt ſich ſelbſt); D gefleckt, die Flecken ſind ſcharf begrenzt; 3) gewolkt, die rundlichen Flecken ſind an ihren Raͤndern ſanft verwaſchen; 4) ge⸗ flammt, die Flecken ſind ſcharf begrenzt und laufen an einem Ende in Spitzen zuſammen; 5) geſtreift, die Streifen ſind ziemlich gleichbreit und gleichlaufend, gerad oder ringfoͤr⸗ mig; 6) geadert, es ſind duͤnne, aderige oder ſchlaͤngelnde Zuͤge; 7) dentritiſch, mit baum⸗ oder moosartigen Zeich⸗ nungen: 8) ruinenfoͤrmig, altem Mauerwerke aͤhnlich dc. Außer dieſen Farbenerſcheinungen giebt es andere, welche durch die Lichtbrechung entſtehen und nicht ganz unbeachtet ge⸗ laſſen werden duͤrfen, naͤmlich: Das Farbenſpiel, die Farbenwandlung, das Iriſiren und Opaliſiren. Das Farbenſpiel und die Farbenwandlung beſtehen beide in einem Farbenwechſel auf der Flaͤche des Minerals, bei dem Hin⸗ und Herwenden deſſelben, ſo, daß das Licht unter ver— ſchiedenen Winkeln darauf fällt. Es ſind die Farben des Re⸗ genbogens, welche zum Vorſchein kommen, und Farbenſpiel wird es genannt, wenn der Wechſel mannigfaltiger Farben ſchnell auf derſelben Stelle erſolgt; Farbenwandlung aber wenn die ſichtbar werdenden Farben allgemeiner und dauernder ſich zeigen. Wenn auf einzelnen Stellen, unter gewiſſen Richtungen mehre Regenbogenfarben neben einander liegen, ſo heißt dieß das Iriſiren— und Mineralien opaliſiren, wenn ſie, beſonders geſchliffen, einen farbigen Lichtſchein, theils in un⸗ beſtimmten groͤßern Partien, theils in Linien und Strahlen, von ſich geben. Angelaufene Farben. Von dieſen, durch die Brechung des Lichts hervorgebrach⸗ ten Farben und von der urſpruͤnglichen, einem Mineral im vollkommnen friſchen Zuſtande eigenthuͤmlichen Faͤr⸗ bung, unterſcheiden ſich die angelaufenen Farben, welche durch chemiſche Veraͤnderung der faͤrbenden Beſtandtheile, mit⸗ tels Einwirkung des Lichts und der Luft, nach und nach ent⸗ ſtanden ſind. Dieſes farbige Anlaufen fand theils ſchon auf der Lager⸗ ſtaͤtte, auf den urſpruͤnglichen Abſonderungsflaͤchen ſtatt, theils erfolgt es auf dem jedesmaligen friſchen Bruche und iſt ent— weder bloß einfarbig, grau, graulichſchwarz, braun, roͤth⸗ lich, gelblich ꝛc. oder es iſt buntfarbig und zwar: 1) pfauenſchweifigbunt, mit ſehr dunklem Gruͤn, Blau, Roth, Braun; 8 nde jim 7'er⸗ 29e⸗ ſ nel den „ nber 8 ader arätzen Wieß unſie, ni in⸗ anen, Pc⸗ 1* im nir⸗ n ſe it⸗ cut⸗ 2 er⸗ t ils iiit⸗ h⸗ 9 un, 39 2) regenbogenfarbig, in hohen, lebhaften Regen⸗ bogenfarben; 3) taubenhaͤlſig, in lichten Farben, Roth, Blau, Gruͤn, Gelb ꝛc. 4) ſtahlfarbigbunt, mit blaſſem Gruͤn und Blau auf ſtahlgrauem Grunde. Außerdem findet noch ein Verbleichen der urſpruͤnglichen Farben oder ein Dunkelwerden derſelben ſtatt. 2) Glanz. §. 24. Von glatten Flaͤchen ſtrahlt das auffallende Licht, im Verhaͤltniß der Glaͤtte, mehr und weniger unzerſtreut zuruͤck — ſie glaͤnzen. An Mineralien achtet man vorzuͤglich auf den innern Glanz, den ſie auf einer friſchen Bruchflaͤche zeigen, ausge⸗ nommen bei Kryſtallen, die noch im friſchen Zuſtande ſind und deren aͤußerer Glanz nicht ſelten von dem innern ver⸗ ſchieden iſt. Es iſt hierbei auf zwei Dinge zu achten: 1) auf die Staͤrke und 2) auf die Art des Glanzes. a) Staͤrke des Glanzes. a) Ein Mineral wird ſtarkglaͤnzend genannt, wenn die Zuruͤckſtrahlung des Lichts ſchon in beträchtlicher Entfernung bemerkbar iſt; ſtark und ſpiegelflaͤchig glaͤnzend iſt der Ausdruck fuͤr den ſtaͤrkſten Glanz mit einer Glaͤtte der Flaͤchen, daß Gegenſtaͤnde darauf ſich ſpiegeln; b) Es iſt glaͤnzend— wenn es in einiger Entfernung, etwa in der Laͤnge des Arms, noch ſehr deutlich bemerk⸗ bar iſt; c) wenig⸗glaͤnzend, wenn der Glanz nur in der Naͤhe mit dieſer Deutlichkeit unterſchieden werden kann; d) bloß ſchimmernd— wenn auch, ſelbſt in der Naͤhe, ein Glaͤnzen nur mit Aufmerkſamkeit darauf unterſchie⸗ den wird. Was weder glaͤnzt noch ſchimmert, iſt matt. In der Wirklichkeit ſind dieſe 4 Stufen der Staͤrke des Glanzes nicht ſo ſcharf begrenzt, es giebt Mittelſtufen und Annaͤher⸗ ungen, welche naͤher bezeichnet werden muͤſſen, z. B. glaͤn⸗ zend, dem Stark⸗ oder Wenig⸗glaͤnzenden nahe; oder: im Mittel zwiſchen glaͤnzend und wenig⸗ glanzend ꝛc. oder: ſtark⸗ſchimmernd, dem Wenig⸗ glaͤnzenden ſich naͤhernd ꝛc. b) Arten des Glanzes. Die vorzuͤglichſten Glanzarten ſind: Glas-, Fett⸗, Perlmutter⸗, Demant⸗, halbmetalliſcher und Metallglanz. Wachsglanz kann als Unterart des Fettglanzes be⸗ trachtet und der, fuͤr manche Thonſchiefer ſehr bezeichnende, Seidenglanz dem Perlmutterglanze noch angefuͤgt werden. Ein Stuͤckchen Glas, ein Scheibchen geglaͤtteten Wachſes, eine kleine Platte von Perlmutter, von Glimmer und eine blanke Metallmuͤnze, ein's neben dem andern in einen Rahmen gefaßt, iſt ein wohlfeiles, bequemes und brauchbares Werk⸗ zeug, die vorzuͤglichſten Glanzarten nicht nur unter ſich, ſon⸗ dern auch an Mineralien, durch Vergleichung unterſcheiden zu lernen*). — Nan duͤrfte glauben; daß, da ein Jeder Glas, von Ju⸗ gend auf, ſo vielfaͤltig geſehen hat, er wenigſtens den Glasglanz an Mineralien unterſcheiden werde.— In⸗ deß will auch dieß, durch beſondere Richtung der Auf⸗ merkſamkeit darauf, erſt gelernt ſein, wie den Vrf. die Erfahrung vielfaͤltig, um ſo eher belehrt hat, da er vor⸗ gelegte Mineralienſtuͤcke von ſeinen Zuhoͤrern ſelbſt nach ihren Erkennungsmerkmalen unterſuchen und anſprechen laͤßt. Das Eindringen in eine Sache und das Verſtehen einer Sache wird den Lernenden oft haͤufig dadurch er⸗ ſchwert: daß die Lehrer vergeſſen haben, wie ſchwer ihnen ſelbſt die erſten Anfangsgruͤnde einer Wiſſenſchaft geworden ſind, und nun, indem ſie glauben, daß dieß und jenes ſich von ſelbſt verſtehe, fluͤchtig uͤber die erſten Anfaͤnge hinwegeilen. 41 Auch in den Glanzarten giebt es Mittelſtufen und An⸗ naͤherungen: z. B. Glasglanz der dem Fettglanz ſich naͤhert; im Mittelzwiſchen Fett⸗ und Perl⸗ mutterglanz;— halbmetalliſcher⸗ faſt Metall⸗ glanz u. ſ. w. die, wofern der Anfaͤnger nur einmal die Hauptglanzarten unterſcheiden gelernt hat, ihm keine Schwie⸗ rigkeiten weiter machen werden. 3) Durchſcheinenheit. Phosphoreſcenz. Die Eigenſchaft der Mineralien, durch das Licht mehr und weniger erhellt zu werden, beruht theils auf die chemiſche Beſchaffenheit ihrer Maſſe und ihre Reinheit, theils auf eine beſtimmte Anordnung ihrer Maſſentheilchen durch die Kryſtal⸗ liſationskraft. Gediegene Metalle und Metalloide und ihre Oryde ſind undurchſichtig; ihre Salze aber in dem Maaße durchſichtiger, als ſie vollſtaͤndig kryſtalliſirt ſind. Man hat 4 Stufen der Durchſcheinenheit(Erhellung), bis zum Undurchſichtigen feſtgeſetzt: 1) Durchſichtig ſind Mineralien, wenn ſie, gegen das Licht gehalten, dahinter gebrachte Gegenſtaͤnde, nach ih⸗ rer Geſtalt, erkennen laſſen; vollkommen durch⸗ ſichtig— wenn mit ſcharfer Begrenzung der Umriſſe derſelben. Manche Mineralien haben die Eigenſchaft, ſolche Ge— genſtaͤnde(Nadel, Federmeſſerklinge ꝛc.) doppelt ſehen zu laſſen,— es wird die doppelte Strahlenbrechung genannt und iſt am Islaͤndiſchen Kalkſpath am deirtlichſten, daher er Doppelſpath genannt worden iſt. 2) Halbdurchſichtig, wenn dahinter gehaltene Gegen⸗ ſtaͤnde nur als eine Truͤbung, ohne ſcharfen Umriß, er⸗ ſcheinen. 3) Durchſcheinend, wenn die Maſſe des Minerals,— in nicht allzu dicken Stuͤcken, bloß erhellt wird, ohne daß ein dahinter gehaltener dunkler Koͤrper wahrgenom⸗ men werden kann; 4) an den Kanten durchſcheinend, wenn eine ſolche 42 Erhellung der duͤnnſten Stellen am aͤußerſten Rande nur ſtatt findet. Was undurchſichtig und vollkommen undurch⸗ ſichtig ſei, bedarf keiner beſondern Beſtimmung. Die Mittelſtufen und Annaͤherungen koͤnnen auf mancher⸗ lei Weiſe naͤher angegeben werden. Z. B. Schwach an den Kanten durchſcheinend, faſt undurchſichtig; ſtark an den Kanten durchſcheinend, dem Durch⸗ ſcheinenden nahe; im Mittel zwiſchen ſtark durch⸗ ſcheinend und halbdurchſichtig; halbdurchſichtig, dem Durchſichtigen ſich naͤhernd; durechſichtig, nahe vollkommen durchſichtig tc. Phosphoreſcenz iſt die Eigenſchaft der Mineralien, auf ſchickliche Veranlaſſungen, ſelbſt ein,— freilich nur im Dunkeln wahrnehmbares— Licht zu entwickeln. Solche Ver⸗ anlaſſungen kennen wir hauptſaͤchlich 3. 1) Das Reiben und Schlagen zweier Stuͤcke an einander, z. B. Quarz, der, wenn er vorher gegluͤht war, ſchon bei ſchwacher Beruͤhrung zweier Stuͤcke an einander, ein ſtarkes phosphoriſches Licht bemerken laͤßt; 2) ſtarkes Er⸗ waͤrmen, z. B. Flußſpath, Apatit ꝛc. und 3) vorheriges Ausſetzen an's Sonnenlicht, z. B. Demant. Das Abſaͤrben und Schreiben; das magere oder fettige oder kaͤltende Anfuͤhlen; das Hangen an der Zunge. §. 25. Dieß ſind Erkennungsmerkmale, welche, in Ver⸗ bindung mit andern, oft ihre guten Dienſte leiſten. Mineralien faͤrben bloß ab, wenn ſie, bei der Be⸗ ruͤhrung, ſich abloͤſende Theile an den Fingern oder andern Koͤrpern haͤngen laſſen;— ſie ſchreiben, wenn man damit, bei einem daraufgelegten, verhaͤltnißmaͤßigen Druck, zuſammen⸗ haͤngende Striche und Zuͤge machen kann. Manche ſchreiben und faͤrben wenig ab; andere faͤrben ſtark ab und ſchreiben nicht; bei andern findet beides zugleich ſtatt. Woraus der Eindruck eines magern oder fettigen Anfuͤhlens hervorgehe, kann nicht wohl erklaͤrt werden, es — ur iit, ben ben 43 giebt aber fuͤr viele Foſſilien ein weſentliches Merkmal ab. Es fuͤhlen ſich einige mager;— andere etwas mager; andere ein wenig fettig und andere ſehr fettig an. Ein Huͤlfsmerkmal bei andern iſt das kaͤltende Anfuͤh⸗ len, z. B. bei den Metallen, bei den Kalkarten ꝛc.— Eben ſo auch das Anhaͤngen an der feuchten Zungenſpitze, welches durch die ſchnellere und ſtaͤrkere Einſaugung der Zungen⸗ feuchtigkeit hervorgebracht wird. Man unterſcheidet ſtark, ziemlich ſtark, wenig und nicht an der Zunge haͤng end. Die abſoluten Werthe dieſer und aller Erkennungsmerk⸗ male laſſen ſich ſchwer mit Beſtimmtheit angeben. Unter 3, 4 und mehr Foſſilien, welche in ihrem Hauptcharakter uͤber⸗ einſtimmen, kann ein Merkmal den Ausſchlag geben, welches in 10 andern Faͤllen ſehr unweſentlich iſt. Solche Nebener⸗ kennungsmerkmale ſind um ſo weniger bei den erſten Anfaͤngen in der Mineralienkunde zu verachten, weil 1) ihre Mehrfaͤl⸗ tigkeit eine mehrſeitige Uebung der Sinne in beſtimmten Be⸗ ziehungen herbeifuͤhrt, deren Ergebniß ein geſchaͤrfter und um— faſſender Blick in Beſchauung, nicht nur der Mineralien, ſondern auch anderer Naturkoͤrper iſt, und weil 2) die charakteri⸗ ſtiſchen Merkmale der Mineralien an ſich nicht ſo beſtimmt aus— geſprochen ſind, wie z. B. das Gebiß des Wolfes bei allen Woͤlfen; die Bluͤthe der Buche bei allen Buchen ꝛc., weil folg⸗ lich der Anfaͤnger ihrer um ſo mehr bedarf, um ſeiner Sache gewiß zu werden. Chemiſche Beſchaffenheiten der Mineralien. Syſtemkunde. §. 26. Was unter chemiſche Beſchaffenheiten der Mine⸗ ralien zu verſtehen ſey, iſt oben(§. 10.) ſchon erklaͤrt worden. An dieſer Stelle beruͤhrt uns nur das, was als Erken— nungsmerkmal, ohne vorausgegangene chemiſche Zerlegung, dienen kann: ihr Verhalten gegen unſere Geruchs- und Ge⸗ ſchmackswerkzeuge, gegen Feuer, Waſſer und Luft ꝛc. Nur wenig Mineralien zeigen einen Geruch: Erdpech (Bitumen), den bituminoͤſen, nicht weiter beſtimmbaren; Schwefel den bekannten ſchwefeligen; thonige und Horn⸗ blende⸗haltige beim Anhauchen, jene den Thon⸗ dieſe einen eigenthuͤmlichen bitteren Geruch; bei ſtarkem Reiben oder Schlagen giebt Schwefel- oder Eiſenkies einen Schwe⸗ fel⸗, Arſenikkies einen knoblauchartigen, Auarz einen eigenthuͤmlich brenzlichen und Stinkſtein einen urinoͤſen Geruch. Geſchmack haben nur die von der Zungenfeuchtigkeit leicht⸗ loͤslichen Kaliſalze: Steinſalz ſchmeckt ſuͤßſalzig; Alaun ſuͤßlich zuſammenziehend; Vitriole herb zuſammenziehend(dintenartig); Bitterſalz ſalzigbitter; Salpeter ſalzig kuͤhlend; das Mineral⸗ kali brennend ſcharf. In der Flamme des Kerzenlichts entzuͤnden ſi 5 einige, (brennliche Foſſilien), andere ſchmelzen im Flammenkegel des Loͤthrohrs oder in der Hitze ſtarker Zugoͤfen, mit oder ohne Flußmittel(Borax) zu Glas oder zu Email, deſſen Farbe und ſonſtige Beſchaffenheit als Erkennungsmerkmal dient. In Saͤueren loͤſen ſich mehre(kaliſche) Foſſilien mit und ohne Brauſen auf, welches Brauſen oder Schaͤumen ein Merkmal ihres Kohlenſaͤuere⸗Gehalts iſt(Kalkarten). Im Waſſer werden Kaliſalze ſchnell, kaliſche Erdſalze (Gyps und Kalk) nur langſam und ſchwer aufgeloͤſt; thonige Mineralien werden teig⸗ oder breiartig, andere zerfallen im Waſſer ohne weich zu werden. Einen maͤchtigen Einfluß auf den chemiſchen und phyſiſchen Zuſtand der Mineralien hat die Luft mit ihrem Sauerſtoff. Leichtoxydirbare Metalle verlieren durch die Sauerſtoffung ihren Glanz; veraͤndern ihre Farbe; laufen mit andern Farben an und werden zuletzt pulverig und erdartig. Manche Schwefel⸗ kieſe verwandeln ſich unaufhaltſam in Eiſenvitriol. An der Luft ausliegend, unter Mitwirkung des Sonnen⸗ lichts und des loͤſenden und gefrierenden Waſſers, verlieren die erdigen Mineralien(Steine, Felſen), zuerſt ihren Glanz; wer⸗ den an ihrer Oberflaͤche muͤrbe; beſetzen ſich mit Flechten; 8 — an — —— 45 zerfallen in Brocken und oͤſen ſich zuletzt in ſtaubige Erde auf — ſie verwittern. Syſtematiſche Eintheilung der Mineralien. §. 27. Wie die organiſchen Naturkoͤrper, Pflanzen und Thiere; ſo hat man auch die Mineralien, nach ihren Verſchieden⸗ heiten, zu trennen und, nach ihren Aehnlichkeiten, ſo zuſam⸗ menzuſtellen, mit einem Worte, nach beſtimmten Merkmalen ſo zu ordnen geſucht: daß der Ueberblick uͤber alle und ſomit auch die Erkennung des einzelnen erleichtert werde— und eine ſolche trennende und zuſammenſtellende Anordnung, wenn ſie ein geſchloſſenes und gerundetes Ganze bildet, wird ein Mi— neralſyſtem genannt. Wie dort, werden auch die Mineralien zuerſt oder zu oberſt nach gewiſſen gemeinſamen Merkmalen, in groͤßere Hau⸗ fen(Claſſen) gebracht, und nach andern Merkmalen wie⸗ derum in kleinere Haufen(Ordnungen) unter-abgetheilt, ſo, daß die Individuen aller Ordnungen derſelben Claſſe, ne⸗ ben dem gemeinſchaftlichen Claſſen⸗Merkmal, auch das ihrer Ordnung an ſich tragen. Nach denſelben Grundſaͤtzen wird verfahren bei der Unterabtheilung der Ordnungen in Geſchlechter oder Gattungen, Familien und Arten. Daß es große Schwierigkeiten habe, die Mineralien in eine ſolche ſyſtematiſche Ordnung zuſammenzuſtellen, beweiſen die mancherlei Verſuche, welche bisher gemacht worden ſind, die, ihres inneren Verdienſtes ungeachtet, entweder keinen un⸗ getheilten oder bleibenden Beifall erhalten haben. Eine Hauptſchwierigkeit beſteht darin, ſowohl fuͤr die Ober- wie fuͤr die Unterabtheilungen, an der Menge der Foſ⸗ ſilien ſolche Merkmale aufzufinden, welche in ſich feſt beſtimmt und ſcharf begrenzt, zugleich ſo leicht erkennbar waͤren, um nicht bloß fuͤr den ſchon kundigen Mineralogen, ſondern auch fuͤr den Anfaͤnger brauchbar zu ſeyn. Man theilt die Mineralſyſteme in kuͤnſtliche und na⸗ tuͤrliche ein.— Ein rein natuͤrliches wuͤrde ein ſolches ſeyn: in welchem die Merkmale fuͤr Claſſen, Ordnungen, Geſchlech— ter ꝛc. allein der geſammten aͤußerlichen Erſcheinungsweiſe(Ha⸗ —ͥäecccinyõõyqcanyneAen—y—- 46 bitus) der Mineralien entnommen waͤre; kuͤnſtliche ſind ſolche, bei welchen man aus den geſammten Eigenſchaften eine oder einige(weſentliche) heraushebt und fuͤr ſich allein, durch die ganze Menge der Mineralien durchzufuͤhren trachtet. Dergleichen kuͤnſtliche Syſteme ſind die chemiſchen, da man die Menge und Beſchaffenheit der Beſtandtheile als Eintheilungsgrund annimmt, und die kryſtallographiſchen, in welchen die Kryſtallformen als Eintheilungsgrund geltend ge⸗ macht werden. Die meiſten bisher aufgeſtellten Mineralſyſteme ſind ge⸗ miſchte, da man bald den Habitus der Mineralien, bald ihre chemiſche Beſchaffenheit zu Huͤlfe nahm, z. B. das Cronſted⸗ Werneriſche. Es iſt gegenwaͤrtig noch kein allgemein angenommenes vor⸗ handen und, bei der Beſchraͤnkung der Gebirgskunde auf eine kleine Anzahl einfacher Foſſilien, da ganze Geſchlechter und Familien ausfallen, bei der Fuͤckſicht, welche ſie auf die ge— mengten Geſteinarten zu nehmen hat, iſt die Grundlegung irgend eines Mineralſyſtems nicht wohl anwendbar, ſie begnuͤgt ſich die Haupteintheilung der Foſſilien; 1) in erdige, 2) in ſalzige, 3) in brennliche und 4) in metalliſche bei⸗ zubehalten. ——— ☛⸗ —— 47 Zweiter Abſchnitt. Vorbereitung zur geognoſtiſchen Mineralienkunde*). §. 28. Die Oryrktognoſie beſchaͤftiget ſich bloß mit der Unterſcheidung der Mineralien nach beſtimmten Merkmalen, die Geognoſie mit der Art ihres Vorkommens auf der Erde; jene unterſucht bloß, was ſie an ſich, was ſie ihrer Natur nach ſind, dieſe erforſcht ihre gegenſeitigen Verhaͤltniſſe. Mengen⸗ und Maſſenverhaͤltniſſe der Mine⸗ ralien auf der Erdoberflaͤche. §. 29. Die Menge der Mineralien nach Artverſchieden⸗ heit iſt groß und von Zeit zu Zeit werden neue entdeckt. Indeß iſt ein betraͤchtlicher Theil von ihnen ſelten, zum Theil ſehr ſelten und faſt nur an einen oder einige Fundorte gebunden; andere ſind wenigſtens nicht gemein und nur ein kleiner Theil ſo allgemein verbreitet, daß die Kenntniß derſelben von jeder⸗ mann, auch von dem Forſt⸗ und Landwirth gefordert wer⸗ den muß. Viele, ſowohl ſeltene, als gemeine, erſcheinen faſt nur in geringer Menge, ſie machen einen kaum zu beachtenden Theil der Erdrinde aus; andere kommen zugleich oder faſt nur allein in großen Maſſen vor, ſetzen ganze Berge zuſammen oder bilden den Hauptbeſtandtheil zuſammenhaͤngender Gebirge, ſo, daß ſie hier und da Flaͤchen von Stunden und Meilen bedecken— dieſe werden Fels⸗ oder Gebirgsarten, Fel⸗ ſen und Gebirgsmaſſen genannt. *) Es verſteht ſich von ſelbſt, daß der Schuͤler mit einer Anzahl einfacher Mineralien bereits bekannt ſeyn muß, ehe ihm dieſer Abſchnitt— wiederum durch Anſchauung — erlaͤutert werden kann. Structur der Fels⸗ oder Gebirgsarten im Kleinen und im Großen. §. 30. a) Im Kleinen. Felsarten ſind der Maſſe nach entweder gleichartig(ein— fach), und ihre Strukturverhaͤltniſſe im Kleinen, der Oryk⸗ tognoſie angehoͤrig, ſind dort(§. 17— 19) ſchon abgehandelt worden; oder: ſie ſind erkennbar aus zwei und mehr ſelbſt— ſtaͤndigen Geſteinarten ſo regelmaͤßig zuſammengeſetzt, daß ein fehlender Gemengtheil oder ein Uebergemengtheil als eine Ausnahme von der Regel betrachtet wird: dieſe werden ge⸗ mengte Gebirgsarten genannt. Ihre Gemengtheile, fuͤr ſich betrachtet, ſind entweder von kryſtalliniſcher Structur oder ſie ſind dicht und muͤſſen fuͤr das, was ſie namentlich ſind, nach ihren oryktognoſtiſchen Merk⸗ malen unterſchieden werden. In der Zuſammenſetzung der gemengten Gebirgsarten fin⸗ den ſich zwei Hauptverſchiedenheiten: a) die Gemengtheile ſind entweder unter einander ſelbſt, Flaͤche mit Flaͤche verwachſen,(unmittelbar mit einander verbunden) oder: b) ſie werden durch ein Bindemittel(Kitt) zuſammenge⸗ halten. Erſtere nennt man chemiſch⸗, letztere mechaniſch⸗ge⸗ mengte. An den erkennbar chemiſch⸗gemengten Felsarten iſt das Mengenverhaͤltniß ihrer Zuſammenſetzungstheile verſchieden und die Art ihres Verwachſenſeins laͤßt ſich auf 3 Hauptunterſchiede zuruͤckfuͤhren: a) Die Zuſammenſetzungstheile ſind ungefaͤhr in glei⸗ cher Menge vorhanden, ſo daß keiner als der ein⸗ ſchließende und keiner als der eingeſchloſſene betrachtet werden kann.— Man nennt ſie gemengte Felsarten von einfachem Gefuͤge. Oder: b) Sie beſtehen aus einer Haupt⸗ oder Grundmaſſe, in welche andere Geſteinarten(gewoͤhnlich kleine Feldſpath⸗ kryſtalle und Quarzkoͤrner), wie in einem Teig gleichſam 49 eingeknetet ſind— es ſind dieß die Gebirgsarten von por⸗ phyrartiger Structur,(Porphyre). Oder: c) Es ſind in einer ſolchen Hauptmaſſe rundliche, mandel⸗ foͤrmige Blaſenraͤume vorhanden, zum Theil leer— zum Theil an den Waͤnden mit einem andern Mineral aus⸗ gekleidet, zuweilen ganz ausgefuͤllt— ſie heißen Man— delſteine oder Felsarten von mandelſteinartiger Structur. Es giebt indeß noch eine andere Mengung oder beſſer che⸗ miſche Miſchung: da naͤmlich 2 und mehr Mineralmaſſen (alſo nicht ſelbſtſtaͤndige Mineralien), im fluͤſſigen Zuſtande zu einer gleichartigen oder faſt gleichartigen Geſteinart ſich durch⸗ drungen haben, in ziemlich gleichen oder ungleichen Mengen⸗ verhaͤltniſſen, ſo, daß oft die eine nur als faͤrbender Beſtand⸗ theil fuͤr die andere dient(z. B. Gruͤnſtein). Dieſe ſcheinbar gleichartigen(einfachen) Steinarten ſind oft nicht leicht fuͤr das zu erkennen, was ſie ſind, beſon⸗ ders in kleinen Handſtuͤcken; es verraͤth ſich aber dieſe Zuſam⸗ menmiſchung verſchiedener Mineralſubſtanzen an groͤßeren Maſſen durch theilweiſe kryſtalliniſche Ausſcheidungen, oder durch ein ſelbſtſtaͤndiges Hervortreten der einen oder der andern, beſonders an Stellen, wo die eine Maſſe uͤber die andere das Mengen⸗ Uebergewicht erhaͤlt. Auch mechaniſch gemengte Felsarten werden zuweilen von dem ungeuͤbten Anfaͤnger fuͤr einfache gehalten, wenn das Bin⸗ demittel, entweder ſo ſparſam vorhanden iſt, daß es ſich hinter den Gemengtheilen verbirgt, oder ſo uͤberreich und die kleinen Gemengtheile ſo vollkommen einhuͤllend, daß ſie dem, beſonders unbewaffneten, Auge entzogen werden. In dieſem Falle, wo man auch im Sonnenlichte die eingekitteten Gemengtheile nicht unterſcheiden wuͤrde, muß man ein Stuͤck derſelben zertruͤm⸗ mern und das Pulver allenfalls ſchlemmen, wenn man nicht ſchon durch das Reiben deſſelben zwiſchen den Fingern die ein⸗ gehuͤllt geweſenen Koͤrner vom Bindemittel unterſcheiden ſollte. Gemengte Felsarten ſind ferner entweder von koͤrniger oder ſchieferiger Structur. Dieſe Verſchiedenheit wird 4 durch einen vorwaltenden Gemenztheil hervorgebracht. Hat naͤmlich ein Gemengtheil von blaͤtterigem oder ſtrah⸗ ligem Gefuͤge das Uebergewicht der Maſſe uͤber ſolche, welche ſich koͤrnig geſtalten; ſo weiſ't er dem Ganzen die ſchieferige Structur an; ſind hingegen Gemengtheile, welche ſich koͤr— nig geſtalten, in groͤßerer Menge vorhanden, ſo geben ſie dem Ganzen die koͤrnige Structur. Dieß gilt ſowohl von chemiſch-, wie von mechaniſch⸗-gemengten, z. B. Granit und Gneiß; Gruͤnſtein und Grauͤnſteinſchiefer; gemeine(koͤrnige) Grauwacke und Grauwackenſchiefer; Sandſtein und Sandſteinſchiefer. Gemengte Gebirgsarten endlich gehen in einander über,— entweder durch Hinzukommen eines neuen Gemeng⸗ theils oder durch Abnahme bis zur gaͤnzlichen Abweſenheit eines der vorhandenen. Seltener iſt es der Fall: daß mehre Gemeng⸗ theile zugleich eine gaͤnzliche Umaͤnderung in ihrer Weſenheit erleiden. b) Structur der Felsarten im Großen. §. 31. Keine Gebirgsmaſſe zeigt ſich als ein ununter— brochenes Ganze, ſie iſt wenigſtens zerkluͤftet, oder mehr und weniger regelmaͤßig abgeſondert oder geſchichtet und dann haͤufig zerkluͤftet zugleich. a) Schichtung. Eine Gebirgsmaſſe iſt geſchichtet: wenn ſie, in ihrer ganzen Erſtreckung, durch mehre, in einer Ebene, unter ſich und mit der Hauptbegrenzung parallellaufende Spalten, in mehr oder minder dicke Lagen abgetheilt iſt.(Fig. 11.) Die durch die ganze Maſſe des geſchichteten Gebirgs durch⸗ gehenden Spalten werden Schichtungskluͤfte; die durch ſie abgetheilten Lagen Schichten— und ihre Dicke oder Staͤrke ihre Maͤchtigkeit genannt. Die Schichten liegen entweder ſoͤhlig(wagerecht), oder geneigt, mit der Horizontalebene einen Winkel bildend,— oder ſeiger(geſtuͤrzt), ſenkrecht(auf den Kopf ſtehend). Die Schichtung ſelbſt iſt entweder deutlich(leicht erkennbar) oder undeutlich; entweder gerad oder krumm, oder wellenfoͤrmig. Die Maͤchtigkeit der durch die Schichtungs⸗ V 9 meng⸗ eines meng⸗ enheit nter⸗ mehr htet ihter unter alten, ) urch⸗ durch oder oder — / end). abar) oder ungs⸗ 51 kluͤfte abgetheilten Maſſen betraͤgt oft nur einige Zoll, zuweilen mehre Lachter, wo ſie alsdann Baͤnke genannt werden. Die Richtung der Schichten nach ihrer Laͤngenausdehnung wird ihr Streichen genannt und nach der Himmelsgegend, wohin es gerichtet iſt, naͤher beſtimmt; ihre Neigung unter die Horizontalebene heißt ihr Fallen und wird nach der Groͤße des Winkels angegeben, den die Neigung mit einer wagerech⸗ ten Linie bildet. Bei dem groͤßten Theile der geſchichteten Felsarten iſt die Schichtung eine Wiederholung der blaͤtterigen oder ſchieferigen Structur im groͤßten Maaßſtabe, ſo, daß man im Klei⸗ nen immer vorausbeſtimmen kann, was im Großen geſchichtet ſein werde; bei andern iſt ſie eine Schieferung, die ſie nur im Großen, aber nicht im Kleinen zeigen. Da die Schichtung bei den meiſten Gebirgsarten aus der Structur im Kleinen als ein Großes hervorgeht; ſo kann ſie uͤberhaupt wohl nicht als die Folge einer ſucceſſiven Ablagerung beteachtet werden. b) Abſonderung. Ungeſchichtete Gebirgsmaſſen ſind haͤufig abgeſondert: wenn ſie in mehren Ebenen und auf eine geringe Er⸗ ſtreckung, durch Spalten in Stuͤcke getheilt ſind, und zwar: a) kugelig abgeſondert, wenn die Durchmeſſer der abge⸗ ſonderten Stuͤcke, nach Laͤnge, Breite und Dicke, ſich ziemlich gleich ſind, mag immerhin an der Kugelform noch Manches fehlen;(Fig. 12.) 8) plattenfoͤrmig abgeſondert, wenn die abgeſonderten Stuͤcke laͤnger und breiter als dick ſind—(Tafeln oder Platten bilden). Dieſe werden haͤufig an dem einen Ende duͤnner,— ſie keilen ſich aus;(Fig. 13.) Pmaßig abgeſondert, wenn durch die Abſonderung, ſo— wohl in Hinſicht der Groͤße, als der Geſtalt, nur unre— gelmaͤßige Stuͤcke entſtanden;(Fig. 14.) 8) ſaͤulenfoͤrmig— wenn die abgeſonderten Stuͤcke laͤn⸗ ger als dick und breit ſind. Die Saͤulenform kann mehr und weniger regelmaͤßig ſein.(Fig. 15.) 4* c) Zerkluͤftung. Von der Schichtung und Abſonderung unterſcheidet man die zufaͤllige Zerkluͤftung, die regelloſer und, durch das Ganze der Gebirgsmaſſe, nicht ſo allgemein iſt. Raͤumliche Verhaͤltniſſe der Felsarten. §. 32. Eine Gebirgsmaſſe, als ein großes Ganze be⸗ trachtet, beſteht ſelten aus einer einzigen Felsart; ſondern es wechſeln, nach der Laͤnge und Breite, mehre Felsarten mit einander ab, davon die eine die andere bedeckt, eine andere un⸗ terteuft; davon die eine von der andern eingeſchloſſen wird und ihrerſeits wiederum andere einſchließt. Die Art ihres Verbundenſeins unter einander heißt uͤberhaupt ihr Lagerungs⸗ verhaͤltniß— es iſt verſchieden, theils nach Umfang und Ausdehnung, theils nach der Art der Begrenzung, wird folglich auch verſchiedentlich bezeichnet. Eine von der andern verſchiedene Gebirgsart iſt aufge⸗ lagert— wenn ſie einander nur in einer Flaͤche beruͤhren und jene die deckende iſt;— angelagert,— wenn beide eine mehr und weniger ſtarke Neigung haben;— eingela⸗ gert, wenn ſie einander in zwei Flaͤchen beruͤhren, wenn alſo die eine die andere einſchließt.— An der einſchließenden wird Dach und Sohle unterſchieden. Eine Einlagerung kann durch die ganze einſchließende Gebirgsart ſich verbreiten, oder allmaͤlig duͤnner werden und ſich auskeilen; eine Auf⸗ oder Anlagerung kann un⸗ unterbrochen ſein(auf Stunden und Meilen ſich verbrei⸗ ten, ohne durch Thaͤler zerſchnitten zu ſein); oder unter⸗ brochen, wenn ſie durch Thaͤler und Gebirgseinſchnitte zer⸗ riſſen iſt; oder abgebro chen, von geringer Ausdehnung— und dann: entweder eine kuppenfoͤrmige Auflagerung — oder eine muldenfoͤrmige Einlagerung— oder eine ſchildfoͤrmige Anlagerung.(Fig. 17. 18. 19.) Die Art der Begrenzung der auf⸗ und angelager⸗ ten Gebirgsmaſſen betreffend; ſo heißen diejenigen 1) Lager ſchlecht hin, die im Großen plattenfoͤrmig ſind, deren Hauptflaͤchen alſo unter ſich und mit der Begrenzung V man V Ganze e be⸗ en es n mit re un⸗ wird ihres ungs⸗ nfang zung, ufge⸗ ruͤhren beide gela⸗ V un alſo eßenden ließende en und un un⸗ verbrei⸗ inter⸗ te zer⸗ ung— erung der eine gelager⸗ nig ſind, grenzung 53 des unterteufenden oder einſchließenden Gebirgs parallel laufen,— herrſchende, wenn ſie die groͤßere, un— tergeordnete wenn ſie die kleinere Maſſe bilden; (Fig. 16.) 2) Liegende Stoͤcke, wenn ſie den Lagern im Ganzen aͤhnlich, in ihrer Mitte aber viel maͤchtiger ſind und nach dem Rande ſich verflaͤchen;(Fig. 20.) 3) Stuͤckgebirge, den liegenden Stoͤcken aͤhnlich; aber viel maͤchtiger und maͤchtiger ſelbſt als die Lager, uͤbri⸗ gens aber von unbeſtimmter Begrenzung; 4) Stehende Stoͤcke ſind keilfoͤrmige Maſſen; welche ſenkrecht in dem einſchließenden Gebirg ſtehen;(Fig. 20.) 5) Gaͤnge ſind plattenfoͤrmige Lagerſtaͤtten, welche das Gebirg nach allen Richtungen und die geſchichteten quer durſchneiden, folglich von der Bildung der Hauptgebirgs⸗ maſſe unabhaͤngig ſind;(Fig. 21.) 6) Stockwerke werden Gebirgsſtrecken genannt, welche von vielen ſchmalen Gaͤngen durchſetzt werden; 7) Nieren und Neſter ſind kleine rundliche Gebirgsmaſ⸗ ſen, welche zwiſchen den Gebirgskluͤften ſich befinden. Es ergiebt ſich hieraus die Bedeutung der Ausdruͤcke zur Andeutung der Art des Vorkommens gewiſſer Fels⸗ oder Stein⸗ arten, wenn es heißt: daß ſie als Lager, als Stuͤckge⸗ birg, als ſtehende oder liegende Stoͤcke oder auf Gaͤngen ꝛc. in andern gefunden wuͤrden. Uebrigens heißen Lager, liegende und ſtehende Stoͤcke, Gaͤnge ꝛc. die beſonderen Lagerſtaͤtten der Mineralien, im Gegenſatz von den allgemeinen, worunter die Gebirge im Großen oder Ganzen verſtanden werden. Altersverhaͤltniſſe der Gebirgsarten: Ur⸗, Uebergangs⸗, Floͤtzgebirge. (Verſteinerungen.) §. 33. Eine der merkwuͤrdigſten und lehrreichſten Er⸗ ſcheinungen fuͤr die geognoſtiſche Mineralienkunde ſind die Ver⸗ ſteinerungen(Petrefacten), worunter man theils wirkliche Ueberreſte ehemals vorhandener organiſcher Koͤrper, theils die Abdruͤcke derſelben verſteht, welche ſie in dem vormals wei⸗ chem, jetzt verhaͤrtetem Geſtein zuruͤckgelaſſen haben. Dieſe Ueberreſte einer ehemaligen, groͤßtentheils ganz verſchiedenen, Thier⸗ und Pflanzenſchoͤpfung, als die heutige iſt, geben Zeug⸗ niß von großen Ereigniſſen und Umwaͤlzungen auf der Erd⸗ oberflaͤche und ſprechen unverkennbar dafuͤr: daß die Felsarten, woraus ſie beſteht, in verſchiedenen, von einander weit entle⸗ genen Zeitabſchnitten und auf verſchiedene Weiſe gebildet wurden, wenn ſie auch die Art der Bildung nicht mit Zuver⸗ laͤſſigkeit andeuten ſollten. Ihre genauere Erforſchung und naturgeſchichtliche Be⸗ ſtimmung nach Ordnungen, Geſchlechtern und Arten; beſtimmte Nachweiſungen: welchen Felsarten dieſe und jene Verſteinerungs⸗ arten zukommen ꝛc., kann kein Gegenſtand einer huͤlfswiſſen⸗ ſchaftlichen Gebirgskunde ſeyn. Indeß kann die, durch allge⸗ meine Angaben angeregte Aufmerkſamkeit darauf dem Forſcher von Beruf und der wiſſenſchaftlichen Erdkunde nuͤtzlich werden. Und, wenn auch dieß nicht zu erwarten ſtuͤnde; ſo gewaͤhrt doch eine allgemeine Kenntniß davon demjenigen, der ſie beſitzt, ein lebendigeres Intereſſe und Genuß an einer Claſſe von Na⸗ turkoͤrpern(Mineralien), welche nur fuͤr diejenigen wahrhaft tod und bedeutungslos ſind, die keine Kenntniß von ihnen haben. Es rechtfertiget alſo eine gedraͤngte Ueberſicht der Ar⸗ ten von Verſteinerungen, welche gefunden werden, nebſt den Folgerungen, welche man daraus gezogen hat, auch in einer Gebirgskunde ihren Platz. 1) Arten der Verſteinerungen. Petrefacten finden ſich ſowohl aus dem Pflanzen⸗, wie aus dem Thierreiche. A) Aus dem Pflanzenreiche(Phytolithen genannt): Abdruͤcke von Blaͤttern und Bluͤthen; Verſteinerungen von Fruͤchten, Saamen, Fruchtkapſeln, Fichtenzapfen, Palm⸗ und Haſelnuͤſſen, Piſtacien, Farrenkraut⸗Fructificationen ꝛc. Pflan⸗ zenſtaͤngel, Rohrgewaͤchſe und Schilfarten, welche haͤuſig noch die wei⸗ Dieſe enen, Zeug⸗ Erd⸗ rten, entle⸗ vildet zuver⸗ Be⸗ eimmte rungs⸗ viſſen⸗ allge⸗ ſcher erden. waͤhrt beſitt, n Na⸗ ahrhaft n ihnen der Ar⸗ lſt den n einer zzen⸗, uannt): gen von um⸗ und Dur iſig noch 55 ſenkrecht ſtehend im Geſtein geſunden werden; Aſt⸗, Rinden⸗ und Wurzelſtuͤcke von Baͤumen; ganze Staͤmme und ganze, in die Erde vergrabene, Waͤlder. Selten ſind die Originale dieſer Pflanzenuͤberreſte noch zu beſtimmen und die meiſten der be⸗ ſtimmbaren Arten gehoͤren gegenwaͤrtig andern Erdgegenden und andern Climaten an. B) Aus dem Thierreiche(Zoolithen genannt). 1) Korallen, in manchen Gebirgsarten in außerordentlicher Menge und in großer Verſchiedenheit; 2) Cruſtaceen, Seeigel, Seeſterne, Sternſteine, Schrau⸗ benſteine ꝛc. 3) Wuͤrmer, zunaͤchſt Schalthierverſteinerungen(Conchylien), in ungeheuerer Menge und in vielerlei Arten: a) Vielſchalige Conchylien, zuweilen einzeln, zuwei⸗ len familienweiſe beiſammen und zum Theil mit den wun— derlichen Namen: Kaͤfe rmuſcheln, Wallfiſchlaͤuſe, See⸗ laͤuſe ꝛc. belegt: b) Zweiſchalige Muſcheln, Jacobsmaͤntel, Kamm⸗ Muſcheln, Herzmuſcheln, Venusmuſcheln, Auſtern, die gemeine Flußmuſchel ꝛc. c) Einſchalige, 1) ohne Windungen: Zahnroͤhrenſteine, Donnerſteine, Luchsſteine, Teufelsfinger ꝛc. 2) um einen Mittelpunkt gewunden und platt: z. B. Ammonshoͤrner, Nautiliten ꝛc. 3) in die Hoͤhe gewunden: Schrauben⸗ ſchnecken, Kraͤuſelſchnecken ꝛc. 4) unregelmaͤßig gewunden: Wurmroͤhrenſteine ꝛc. 4 Inſekten: Waſſerkaͤfer, Waſſerwanzen, Waſſerſcorpione, Larven von Libellen, Krebſe, Fliegen, Spinnen ꝛc. 5) Fiſche, theils ganze Fiſche, theils Gerippe und Graͤthen; Abdruͤcke von ganzen Fiſchen und ihren Koͤrpertheilen: ver— ſteinerte Zaͤhne von einer Art Haifiſch(Schlangenzungen, Schwalbenſteine, Kroͤtenſteine genannt), Ruͤckenwirbel ꝛc. 6) Amphibien: Schildkroͤten, ſowohl Schalen als Knochen— meiſt von Waſſer-, doch auch von Landſchildkroͤten; Kroͤten und eidechſenartige Amphibien, z. B. Reſte von gegenwaͤrtig unbekannten Krokodillarten, unter andern der Rieſen⸗Moni⸗ tor, 23 Fuß lang, wovon die Groͤße des Kopfs den 6ten Theil ausmacht. Auch Schlangen. 7) V;oͤgel: Knochen und Abdruͤcke von Federn ꝛc.— Der Natur der Sache nach die ſeltenſten Verſteinerungen. 8) Saäͤugthiere: a) Knochen von Wallffiſch-arti⸗ gen Saͤugthieren: Wallfiſch, Kaſchelott, Delphin ꝛc. b) von Saͤugthieren mit Schwimmfuͤßen: Biber, Wallroß, Seekuh ꝛc. c) von Saͤugthieren mit mehr als zwei Klauen, zum Theil von ganz unbekannten Arten, die man darum auch mit neuen Namen belegen mußte: z. B. a) das Anaplotherium, ein Thier, welches unſerm Schweine aͤhnlich geweſen, jedoch keine Spitzzaͤhne gehabt hat. Man hat die Knochen von 5 Arten entdeckt, von der Groͤße eines wilden Schweines bis zu der eines Haaſen; b) das Palaeotherium(Thier der Vorwelt), welches der Geſtalt nach, wie man glaubt, zwiſchen dem heutigen Rhinoceros und Tapir geſtanden hat. 10 Arten, von der Groͤße eines Pferdes, bis zu der eines Kaninchens; c) das Mastodonte(Bruſtzahn, weil man glaubt, daß die Kruͤmmung der Stoßzaͤhne gegen die Bruſt gerichtet ge⸗ weſen). Reſte von 7 Arten. Die groͤßte Art wird in Nordamerika zuweilen in ganzen Gerippen gefunden, am Hudſonsfluß, Miſſuri, Miſſiſippi und Ohio, daher auch Ohiothier genannt, ſeltener in Sibiren. Es iſt, an Groͤße und Geſtalt, dem Elephanten aͤhnlich geweſen. Knochen der uͤbrigen kleineren Arten finden ſich beſonders in Suͤdamerika. Andere Thiere dieſer Ordnung ſind den noch jetzt lebenden aͤhnlich geweſen, ohne jedoch annehmen zu koͤnnen, daß die heu— tigen Abkoͤmmlinge von ihnen waͤren. Dahin gehoͤrt: 1) der Elephant der Vorwelt, in Sibirien Mammut genannt. Die Stoßzaͤhne deſſelben, welche in Sibirien in großer Menge gefunden werden, ſind gekruͤmmter, und die Backen— zaͤhne haben anders beſchaffene Kronen. Man haͤlt ihn dem aſiatiſchen Elephanten aͤhnlicher, als dem afrikaniſchen, war ten Der kti⸗ nꝛc. iber, ehr iten legen weine Man Hroͤße der igen der die t ge⸗ d in am auch an eſen. ders nden heu⸗ mut oßer cken⸗ dem war 57 aber groͤßer, als die heutigen Elephanten ſind. Ueberreſte von ihm finden ſich nicht bloß in Sibirien, ſondern auch in andern Laͤndern, z. B. in Deutſchland in der Gegend von Burg Tonna, Naͤgelſtaͤdt, Ballſtaͤdt, Herzberg, Oſterode, Wolfenbuͤttel, Kannſtad ꝛc. So auch in Frankreich, Spa⸗ nien, Italien, England, Holland ꝛc. Mehre Inſeln des Eismeeres(ſagen Seefahrer aus), ſcheinen bloß aus Eis, Sand und Knochen von Elephanten, Buͤffeln und Rhino⸗ ceros zuſammengeſetzt zu ſein. Die Stoßzaͤhne dieſer Ele— phantenart machen in Sibirien einen betraͤchtlichen Handels— artikel aus und werden in Rußland und anderwaͤrts zu Kunſt— ſachen verarbeitet. 2) Das Tapir der Vorwelt: die eine Art, von der Groͤße des heutigen, aber im Bau der Zaͤhne verſchieden; die an— dere Art groͤßer als der heutige Elephant, Rieſentapir genannt; 3) das Fluß⸗ oder Nilpferd, in zwei Arten, die eine von der Groͤße des heutigen, die andere viel kleiner. d) Saͤugthiere mit geſpaltenen Klauen: 1) von noch jetzt lebenden Arten: Schaaf, Antilope; vom Stiergeſchlecht: Auerochs, gem. Ochs und Biſamſtier, fer⸗ ner Hirfch und Reh; 2) von jetzt unbekannten Arten: das Rieſen⸗Elen, von welchem in Irland Ge⸗ weihe von 300 lb. Gewicht und in den Stangen von 8 Fuß Laͤnge gefunden werden, desgleichen eine Buͤffelart von ungeheuerer Groͤße und zwei Hirſcharten. e) Einhufige Thiere: Pferd und Eſel. f) Raubthiere: vor allen in außerordentlicher Menge Knochen des Hoͤhlenbaͤr's, in zwei eigenthuͤmlichen, jetzt nicht mehr vorkommenden Arten: die eine mit ge⸗ woͤlbter und die andere mit flacher Stirn. In Franken in der Gailenreuther Hoͤhle; in Thuͤringen in der Loben— ſteiner; am Harz in der Baumanns- und Scharzfelder Hoͤhle; bei Iſerlohn in der Sundwicher Hoͤhle. Mit ih— nen finden ſich die Knochen vom Marder, Iltis, vom ———————— Hund, Fuchs, Schakal, Hyaͤne, Unze, Jaguar, Tiger und Loͤwen, jedoch in geringer Menge. g) Von Nagethieren: Maͤuſearten und Waſſeerratten, Haaſen, Kaninchen, der Alpenhaaſe(in Corſika), und eine Art Beutelthier. h) Von fliegenden Saͤugthieren: Fledermaus⸗Arten von der Groͤße, wie ſie in heißen Erdſtrichen leben. Und ein Thier ganz eigenthuͤmlicher Art, der Fledermaus im Bau der Fuͤße und einem Vogel im Bau des Kopfes aͤhnlich: die Kiefern naͤmlich ſind zu einem Schnabel ver⸗ laͤngert, der mit Zaͤhnen verſehen iſt(Ornithocepha- lus antiquus genannt). Es befindet ſich dieſe Verſteinerung in dem Mineralienkabinet zu Muͤnchen und wurde in dem beruͤhmten Kalkſchiefer zu Solenhofen gefunden, wo zu— gleich Molukiſche Krebſe und Suͤdindiſche Fiſche vorkommen. ¹) Zwei Arten von Faulthieren: 1) das Rieſen⸗ faulthier(Megatherium Großthier), von der Groͤße eines Rhinoceros, aber von ſtaͤrkerem Knochenbau, mit beſonders dicken Schenkelknochen, welche ſelbſt die des Ohiothiers an Dicke uͤbertreffen(die zwei vollſtaͤndigſten Exemplare befinden ſich zu Madrit und wurden im ſpa⸗ niſchen Amerika gefunden). b) Das Megalonyx (Großkralle), kleiner als das Megatherium, wird in Nordamerika gefunden. Endlich iſt auch der Herr der Schoͤpfung, der Menſch, mitten in einer Kalkſteinbreccie auf Guadeloupe gefunden worden. Dieß Petrefact, ein ganzes Gerippe bis auf den Kopf und einige Halswirbel, befindet ſich im Brittiſchen Mu⸗ ſeum, in einem Steine von 4000 lb. Schwere. Die Knochen haben den thieriſchen Leim noch, waren weich und verhaͤrteten ſich an der Luft. Gleicherweiſe werden am Ganges in einer Tiefe von 80 Fuß in Sand⸗ und Thonſchichten Menſchenkno⸗ chen gefunden. Ein Menſchenſchaͤdel iſt auch im Kalktuff bei Meißen gegraben worden. 59 2) Beſchaffenheit, in der ſie gefunden werden. a) Zum Theil noch vollſtaͤndig und faſt unveraͤndert. So z. B. die Seemuſchel, Nautilus Pompilius, in mehren Gegen— den von Frankreich, welche ihre urſpruͤnglichen Farben und den Perlmutterglanz noch hat. Eben ſo auch das Mammut, welches 1799 in Sibirien am Ausfluſſe der Lena von einem Tunguſen im Eiſe entdeckt wurde. Es hatte noch Fleiſch, Haut und Haare und ſeine Stoßzaͤhne, es thaute nach und nach heraus und Hunde und Eisbaͤren naͤhrten ſich in Menge von ſeinem Fleiſche. 1807 hatte es noch Fleiſch und eine Menge roͤthlicher Haare lagen zerſtreut umher. Desgleichen auch das am Willhui im gefrornen Boden entdeckte Rhino⸗ ceros. Es hatte noch riechende Ueberreſte von Fleiſch, Haut und Haare und Fett. Auch Otto von Kotzebue begegnete, auf ſeiner Entdeckungsreiſe, im Eismeere einem Eisberg, in welchem ein Mammut begraben war. Es thaute von den waͤrmeren Sonnenſtrahlen einer ſuͤdlicheren Gegend auf und verbreitete einen unertraͤglichen Geſtank. b) Calcinirt(verkalkt). Die verweslichen Theile ſind ver⸗ ſchwunden und die feſten Theile, Knochen oder Schalen, ha⸗ ben den thieriſchen Leim verloren und ſind ſtatt deſſen mit Kalkſinter oder Mergel durchzogen. So finden ſie ſich am haͤufigſten im Kalke; im aufgeſchwemmten Lande; in Berg⸗ hoͤhlen und Kluͤften. c) Wirklich verſteinert. Die feſten Theile ſind in eine Steinart: Kalk, Schieferthon, Mergelſchiefer, Hornſtein, Opal, Feuerſtein, Jaſpis wirklich umgewandelt und haben bloß die aͤußere Geſtalt noch. d) Verharzt und metalliſirt: mit Erdharz oder Schwe⸗ felkies durchdrungen, z. B. Holz; oder mit Bernſtein um⸗ floſſen, wie Fliegen, Schaben, Ameiſen, Spinnen ꝛc. e) Als Steinkerne, gleichſam Abguͤſſe der innern Hoͤh⸗ lung der Schalthiere und hohler Pflanzenſtaͤngel und als Spurenſteine, bloße Abdruͤcke der aͤußeren Form. 60 3) Wo ſie gefunden werden. Verſteinerungen werden in allen Laͤndern, unter allen Gra⸗ den der Breite, tief unter und hoch uͤber dem jetzigen Meeres— ſpiegel, aber nicht in allen Gebirgsarten gefunden. Europa hat einen uͤberaus großen Reichthum au Petre⸗ facten aller Art, vorzuͤglich England, Frankreich, Spanien, Portugall und Deutſchland, beſonders bei Oeningen, Solen⸗ hofen, Aichſtaͤdt, Pappenheim, Eisleben ꝛc. Die niedrigen Berge am kaſpiſchen Meere beſtehen faſt nur aus Muſcheln und Sand; Sibirien iſt vorzuͤglich reich an großen Landthie⸗ ie— Vom Don an bis zum Anadir, der in's Kamſchatkiſche Meer ſich ergießt, in einer Landſtrecke alſo von 4000 Stunden Laͤnge, gaͤbe es keinen bedeutenden Fluß, erzaͤhlt Pallas, def⸗ ſen Ufer oder Bette nicht Knochen und Zaͤhne vom Mammut einſchließe. In Aegypten ſtehen die Pyramiden auf einen Grund, der Seemuſcheln lagen⸗ und familien⸗weiſe enthaͤlt; desgleichen die Berge bei Fez; die Andes und Cordilleren in Amerika liefern Seemuſcheln in großer Menge. Sie finden ſich in großen Hoͤhen und großen Tiefen: in England, in Pembrokeshire in der Tiefe von 1000, zu Whitehaven von 2000 Fuß unter dem jetzigen Meeresſpiegel; in den Savoyiſchen Alpen in Hoͤhen von 7000, in den Pyrenaͤen von 10,000, in Suͤdamerika von 12,924 Fuß finden ſich noch Muſcheln, und in der Hoͤhe von 7682 Fuß bei Quito, noch Elephanten⸗ knochen. Die auffallendſte Erſcheinung iſt die, daß in den noͤrdlichſten Gegenden, in dem unvergaͤnglichen Eiſe Sibiriens, Thierverſteinerungen gefunden werden, deren verwandte Arten und Geſchlechter jetzt in dem heißeſten Erdſtriche leben: Rhi— noceros und Elephanten; in den Niederlanden, England, in Baiern, zwei Krokodilarten die gegenwaͤrtig in beiden In⸗ dien gefunden werden; an der Oſtſeekuͤſte im Bernſtein einge— ſchloſſene Inſekten, welche den tropiſchen Laͤndern angehoͤren: bei Solenhofen in Baiern Krebſe im Kalkſchiefer, die an den Molukkiſchen Inſeln zu Hauſe ſind; in Frankreich der wohl⸗ erhaltene Nautilus Pompilius, der die indiſchen Meere be— wohnt; eine Kraͤuſel⸗ und eine Stachelſchneckenart und andere — aaaaaöaͤ“ —— 61 Seemuſcheln mehr, welche an der Kuͤſte von Tranquebar und in den Suͤdamerikaniſchen Meeren gegenwaͤrtig geſunden werden. Endlich Palmenarten, baumartige Farrenkraͤuter, Piſang⸗ blaͤtter, Bambus⸗Rohrarten ꝛc. welche jetzt auf Madagascar, Zeilon, St. Domingo, in Braſilien, Peru, Guinea ꝛc. wachſen. So allgemein ſie indeß uͤber die ganze Erdoberflaͤche ver⸗ breitet ſind; ſo findet ſich doch auch nicht eine Spur, weder von Pflanzen noch von Thieruͤberreſten, in einer Reihe von Gebirgsarten, welche die Hauptmaſſen der bekannten Erdrinde ausmachen, welche uͤberall als die Unterlage der uͤbrigen er— ſcheinen, die vollkommenſte kryſtalliniſche Structur zeigen— und in deren Lagerungsverhaͤltniſſen die groͤßte Einfachheit herrſcht. In den ihnen zunaͤchſtfolgenden Felsarten zeigen ſich nur einzelne Spuren von Pflanzen⸗ und Thieruͤberreſten, von Ar⸗ ten, welche auf einer niedrigen Stufe der Organiſation ſtehen und den Thieren und Pflanzen der heutigen Welt am unaͤhn— lichſten ſind;— in den naͤchſtfolgenden nehmen ſie an Menge, Mannigfaltigkeit und organiſcher Vollendung in dem Maaße zu, als die Gebirgsarten von der kryſtalliniſchen Structur ſich entfernen und der mechaniſchen Bildung ſich naͤhern, ſo, daß die, nach ihren Lagerungsverhaͤltniſſen, juͤngſten Felsarten auch Ueberreſte ſolcher Thiere einſchließen, welche den gegenwaͤrtigen an Geſtalt und organiſcher Vollkommenheit am naͤchſten ſtehen. Aus dieſen Erſcheinungen, welche ſchon fruͤh die Aufmerk⸗ ſamkeit der Naturforſcher auf ſich gezogen haben, hat man folgende Schluͤſſe gezogen: 1) Daß ein Theil der Gebirgsarten, welche die Erdrinde zu⸗ ſammenſetzen, vor aller Pflanzen⸗ und Thierſchoͤpfung ge⸗ bildet worden ſei. 2) daß die Meere fruͤher, als das trockne Land bevoͤlkert wurden und daß auch in der Entſtehung der Pflanzen- und Thiergeſchlechter ein Fortſchreiten von geringen Anfaͤngen zur Mehrheit und Mannigfaltigkeit, von dem Unvollkommneren zum Vollkommneren ſtatt gefunden habe; aqqͤqͤqäöUõéêé+B⸗vꝛꝛéé2EUEqééééééééEqéqéqéqèögu 62 3) daß die Erdoberflaͤche durch wiederholte Umwaͤlzungen, hauptſaͤchlich mittels des Waſſers, ihre heutige Beſchaffen⸗ heit und die ſie zuſammenſetzenden Felsarten, unter verſchie— denen aͤußeren Umſtaͤnden, Geſtalt und Lagerung erhalten haͤtten. 4) daß ſelbſt eine Veraͤnderung des Klima's ſtatt gefunden habe, ſo, daß die gegenwaͤrtig theils kalten, theils gemaͤßig⸗ ten Laͤnder: Sibirien, England, Frankreich, Deutſchland ꝛc. ſonſt ein heißes Klima hatten, wo Hyaͤnen, Loͤwen, Kro⸗ kodile, Rhinoceros und Elephanten leben, Palmen, Bam— bus, Piſtacien ꝛc. wachſen konnten, da ihre Ueberreſte, in ihrer aͤußeren Beſchaffenheit, keine Merkmale einer Fort— ſchwemmung und dadurch erlittenen Abreibung an ſich tragen. Daß ihre Vernichtung, wenigſtens hier und da, ploͤtzlich ſich ereignet habe, dafuͤr ſcheinen die im Eiſe des Nordpols eingefrornen und faſt friſch erhaltenen Rhinoceros und Mam⸗ mut und ſo manche andere Erſcheinung zu ſprechen. Werners Hypotheſe uͤber die Ausbildung der Erdoberflaͤche. Nach mancherlei vorausgegangenen zu fruͤhen, und darum verungluͤckten Verſuchen, das Chaos geognoſtiſcher Erſcheinungen zu ordnen und zu deuten und eine Geſchichte der Erdausbil⸗ dung(Geogenie) zu geben, welche das Werden der unor⸗ ganiſchen Maſſen erklaͤre— gelang es dem beruͤhmten Wer⸗ ner eine Hypotheſe aufzuſtellen, die, obſchon auch einer zu kleinen Summe von beobachteten Thatſachen entnommen, den⸗ noch am laͤngſten faſt ungetheilten Beifall erhielt, deren Grund⸗ gedanke in dem geognoſtiſchen Sprachgebrauch, z. B. in der Bezeichnungsart der Felsmaſſen, noch immer fortlebt, ob⸗ ſchon, durch mehrfaͤltige Beobachtungen der Schuͤler dieſes Meiſters, beſonders auch in andern Welttheilen,— die An⸗ ſichten theilweiſe ſich veraͤndert haben. Es iſt darum noͤthig, wenigſtens mit den Hauptſaͤtzen dieſer Hypotheſe bekannt zu werden, ſchon darum, damit man, mit der Anſchauung einer Felsart, zugleich ihren geognoſtiſchen Namen kennen und deſſen Bedeutſamkeit verſtehen lerne. xD 63³ Saäͤtze: 1)„In der Urzeit(vor aller Thier⸗ und Pflanzenſchoͤpfung), war der Erdball in Waſſer eingehuͤllt und damit hoͤher um⸗ ſtanden, als gegenwaͤrtig die hoͤchſten Berge reichen. In dieſer Fluͤſſigkeit waren die Grundbeſtandtheile der Felsarten aufgeloͤſt enthalten und, wie Salze aus einer Loͤ⸗ ſung, durch Verminderung des Loͤſungsmittels gefaͤllt werden; ſo ſchlugen die Hauptgebirgsmaſſen der Erdrinde in Ruhe kryſtalliniſch aus dieſer Waſſerbedeckung nieder.“ Dieſe erſten Bildungen, Granit, Gneiß, Glimmerſchiefer und Thonſchiefer, mit den von ihnen eingeſchloſſenen Fels⸗ arten, werden von ihm Urgebirge genannt. 2)„In unbeſtimmbar ſpaͤterer Zeit, als in den Gewaͤſſern das Thierleben und, an den Abhaͤngen der nicht mehr mit Waſſer bedeckten Berge, die Vegetation bereits begonnen hatte, wur⸗ den die Meere durch eine, in ihren Grundurſachen uner— klaͤrliche Revolution, gleich einer großen, allgemeinen Bran⸗ dung, gegen den Fuß der Gebirge angetrieben; die fruͤher gebildeten Felsarten zum Theil wieder zertruͤmmert und aus ihren Truͤmmern neue gebildet; die vorhandenen organiſchen Koͤrper mit ihnen gemengt und am Fuße der Urgebirge ab⸗ gelagert.“ Er nennt dieß die Floͤtz⸗(Floͤß⸗) Zeit und die in dieſer ſtuͤrmiſchen Periode gebildeten Gebirgsarten Floͤtzgebirge. Es ſind mechaniſche Bildungen. 3)„Zwiſchen dieſen Floͤtz- und jenen Urgebirgsbildun gen entſtanden Felsarten, welche weder ſo rein chemiſch wie die Urgebirge, noch ſo vollendet mechaniſch wie die Flötzgebirge, gebildet ſind; ſondern zwiſchen beiden das Mittel halten und ſchon einige Spuren von Organismen zeigen.“ Dieſe, den Charakter der Ur⸗ und Floͤtzgebirge theilend, wer den von ihm Uebergangsgebirge und ihre Bildungszeit die Uebergangszeit genannt. 4)„Nach jener ſtuͤrmiſchen Floͤtzzeit, als die Pflanzen⸗ und Thierſchoͤpfung bereits große Fortſchritte gemacht hatte, er⸗ folgten bloß theilweiſe Ueberſchwemmungen, durch ehemalige —— —2—ũSqEE⁊—-QQDQ/ qèee 64 und jetzige Stroͤme, welche loſes Geroͤlle der aͤlteren und der Floͤtzgebirge zuſammenfuͤhrten und in den Thaͤlern und Nieder⸗ ungen abſetzten.— Das von ihnen Abgelagerte iſt das a uf— geſchwemmte Land, oder aufgeſchwemmtes Ge⸗ birge.“ R 5)„Juͤnger, als alle dieſe Bildungen, iſt das Floͤtztrapp⸗ gebirg(Baſalt, Klingſtein, Floͤtzgruͤnſtein, Wacke ꝛc.), denn regellos iſt es, auf betraͤchtlichen Hoͤhen und in der Tiefe des Meeres, uͤber alle Ur⸗, Uebergangs⸗, Floͤtz⸗ und ſelbſt uͤber das aufgeſchwemmte Gebirge gelagert. Es muß alſo das Waſſer auf der Erde noch ein Mal bis zu den Hoͤhen, welche der Ba— ſalt erreicht, geſtiegen ſein, um dieſe Gebirgsarten,(Nieder⸗ ſchlaͤge aus dem Waſſer) abzuſetzen.“ Außer den aͤchtvulkaniſchen Gebilden: manchorlei La⸗ Fls ven, Tuff und Aſchen ꝛc. nahm er aftervulkaniſche, durch dder Erdbraͤnde in entzuͤndeten Stein- und Braunkohlenlagern, an, und wohin er die gebrannten Thone, Porcellanjaspis, Erdſchlacken ꝛc. rechnete. prir Nur in Beziehung auf die Floͤtztrappgebirge, welche ninde andere fuͤr Bildungen durch unterirdiſches Feuer erklaͤrten, wurde M gleich Anfangs dieſe Hypotheſe beſtritten(Streit zwiſchen Nep— ech tuniſten und Vulkaniſten), und ob ſie ſchon eine Zeit ht lang noch aufrecht erhalten wurde; ſo hat ſich doch, ſeitdem Geg beſonders die erloſchenen Vulkane in Italien, Frankreich und b Deutſchland und vorzuͤglich die noch thaͤtigen Vulkane in Suͤd⸗. Amerika, genauer unterſucht worden ſind— der groͤßte Theil iie der Geognoſten dahin erklaͤrt: daß Baſalt, Klingſtein, Floͤtz⸗ b 1 gruͤnſtein, Wacke und die blaſigen Mandelſteine, ſo wie manche porphyrartigen Gebilde(Trachyte genannt), unbezweifelt vul⸗ und kaniſche Bildungen waͤren. An einem chemiſchen Nieder⸗ 4.5 ſchlag aus dem Waſſer uͤberhaupt zweifelnd, laſſen ſie es dahin e geſtellt ſein, auf welchem Wege die uͤbrigen entſtanden ſein moͤch⸗ ten, ſtets hinweiſend auf das Unſichere geogeniſcher Hypotheſen, deren jedes Jahrhundert, mit dem Fortſchreiten des phyſikaliſchen, chemiſchen und uͤberhaupt erdkundlichen Wiſſens— wahrſchein⸗ lich immer neue haben wird. entt ieder⸗ lei La⸗ durch man, en ꝛc. elche vurde Ney⸗ e Zeit eitdem h und Sid⸗ dheil Fuitz anche vul⸗ der⸗ ahin noͤch⸗ jeſen, ſchen, chein⸗ Dritter Abſchnitt. Beſchreibung der Mineralien nach ihren oryktognoſtiſchen Merkmalen und geognoſtiſchen Verhaͤltniſſen. Erſte Abtheilung. Erdige Foſſilien: Steine, Fels-, Gebirgsarten. Beſtandtheile derſelben. §. 34. Der Hauptmaſſe nach beſtehen die Stein- und Felsarten aus Erden und, die meiſten wenigſtens, aus mehr oder und weniger Metalloxyden, beſonders geſauerſtofftem Eiſen und Mangan. In groͤßter Menge iſt die Kieſelerde in ihnen ent⸗ halten, in ſehr betraͤchtlicher die Thon- und Kalkerde, minder haͤufig die Talkerde. Seltener und in geringen Maſſen kommen Steine der Baryt⸗ oder Schwererde, noch ſeltener die der Strontian-, Zirkon-, Glyein-, Ytter- und Thorin-Erde vor. Die letzteren ſind kein Gegenſtand einer Gebirgs⸗Bodenkunde. §. 35. Steine und Felsarten ſind entweder von gleichar⸗ tiger Maſſe, einfach— oder ſie ſind gemengt, d. h. aus einigen jener einfachen zuſammengeſetzt, woraus folgt: daß die Beſchreibung und Kenntniß der einfachen der Beſchreibung und Kenntniß der gemengten vorausgehen muͤſſe. A. Beſchreibung der erdigen einfachen Foſſilien, welche entweder Zuſammenſetzungstheile der gemengten Felsarten ſind, oder fuͤr ſich ſelbſt als ſolche vorkommen. Eintheilung derſelben. §. 36. Je nachdem eine der oben genannten 4 Erdarten entweder fuͤr ſich allein oder doch in groͤßter Menge in einer 5 ——————— —— 3———-— 66 Kieſelerdige Mineralien. Geſteinart vorhanden iſt, wie die Kieſel⸗-, Kalk⸗ und Baryt⸗Erde, oder, obſchon in geringerer Menge vor⸗ handen, dem Geſtein einen eigenthuͤmlichen Charakter aufdruͤckt, wie die Thon⸗ und Talk⸗Erde, ſollen die einfachen erdi⸗ gen Foſſilien in folgenden 4 Unterabtheilungen beſchrieben werden: I. Kieſelerdige; II. Kieſel⸗thonerdige: III. Kieſel⸗talkerdige; IV. Kalkerdige. Zu den letzteren ſollen einige baryt⸗ und ſtrontianerdige und die, einen Geſchmack gebenden Salze, anhangsweiſe, ge⸗ zogen werden. J. Kieſelerdige Stein⸗ und Felsarten. Sie kommen am haͤufigſten auf der Erde vor, erſcheinen am öͤfterſten kryſtalliſirt, ſind im Allgemeinen die haͤrteſten und ſproͤdeſten und faſt unverwitterbar. Die Kieſelerde, fuͤr ſich dargeſtellt, iſt ein weißes, har⸗ ſches, rauhes Pulver, von bedeutendem ſpec. Gewicht(faſt 3 Mal ſo ſchwer als das Waſſer), von einem guten Waͤrmelei⸗ tungsvermoͤgen und von geringer Anhaftung zum Waſſer. Es ſind alſo auch die kieſelerdigen Steinarten von bedeutender Schwere; fuͤhlen ſich, als gute Waͤrmeleiter, kalt an; halten wenig Waſſer durch Anhaftung feſt, welches ſie bald wiederum verdunſten laſſen. Theils beſtehen ſie aus Kieſelerde allein, theils haben ſie nur eine geringe Beimiſchung von Thon⸗ und Kalkerde. In Beziehung auf den Boden iſt die wichtigſte Steinart dieſer Abtheilung der gemeine Quarz. Indeß giebt es noch viel andere, welche dem Aufmerkſamen haͤufig begegnen; zum Theil charakteriſtiſche Merkmale fuͤr einzelne Felsarten ſind; zum Theil eine nuͤtzliche Anwendung im gemeinen Leben gefun⸗ den haben ꝛc. daher nicht unbekannt bleiben duͤrfen. : und ge vor⸗ fdruͤck, n erdi⸗ hrieben anerdige eiſe, ge⸗ 6 ſcheinen ten und 6, har⸗ (ſaſt 3 gaͤrmelei⸗ ſir. Es eutender lt an; ſie bald aben ſie . Steinart giebt es gegnen; ten ſind; n gefun⸗ V V Kieſelerdige Mineralien. 67 Quarz. Iſt um ſo farbenloſer, durchſichtiger, haͤrter und unver— witterbarer, je reiner er iſt, d. h. je weniger ihm Thonerde und Metalloxyde beigemiſcht ſind. Mit Kali oder Natrum ſchmilzt er zu Glas und und wird, unter allen Saͤueren, nur von der Flußſpathſaͤuere angegriffen, mit welcher er luftfoͤrmig wird. Quarz begreift mehre Unterarten unter ſich, die kennens⸗ wuͤrdigſte iſt der 1) Gemeine Quarz. Nur ſelten ſtaͤnglich, ſchalig oder koͤrnig abgeſondert, Brch. ſplitterig oder unvollkommen muſchelig oder uneben und ſplitterig zugleich; von glaͤnzend bis wenig glaͤnzend, Glasglanz; der zuweilen dem Fettglanz ſich naͤhert; von halbdurchſichtig bis durchſcheinend, bei dunklen Farben nur a. d. K. Frb. gewoͤhnlich weiß oder grau, ſelten pflaumenblau oder gruͤn, oͤfter roͤthlichbraun, ziegelroth oder blutroth(von Eiſen⸗ und Manganoxyd); honiggelb und graulichſchwarz. Vorkommen. Er iſt unſtreitig die gemeinſte Steinart auf der Erde: ein weſentlicher und zufaͤlliger Gemengtheil faſt aller Felsarten; als loſer Sand, Grus und Grand oder als Sandſtein faſt uͤberall und in außerordentlicher Menge; ferner auf Gaͤngen, auf Lagern und bildet, als Quarzfels, hier und da ganze Stuͤckgebirge. Gebrauch ſehr mannigfaltig. Wegen ſeiner Haͤrte und und leichten Zerſprengbarkeit, als Straßenſtein vorzuͤglich ſchaͤtz⸗ bar; reinere Stuͤcke werden zur Glas⸗- und Schmaltebereitung und als Zuſatzmaſſe zu Porzellan und Steinguth benutzt; reiner Quarzſand iſt der beſte zu Kalkmoͤrtel, dient gleicherweiſe zur Glas⸗ bereitung, wird zum Filtriren, Scheuern und ſonſt noch viel— faͤltig gebraucht; Sandſtein iſt ein unſchaͤtzbarer Bauſtein, taugt indeß weniger zu Zimmerwaͤnden, wenn er nicht ein ſehr rei— ches thoniges Bindemittel hat, weil er, als guter Waͤrmeleiter, 5* oooon··-—·:-⁊f· ————y— 68 Kieſelerdige Mineralien. kalt und darum feucht ſich haͤlt. Als Gemengtheil des Bodens kann der Quarzſand nuͤtzlich und nachtheilig ſein. Anhang. Seltenere Quarzarten. a) Bergkryſtall. Unabgeſondert, Bruch vollkommen mu⸗ ſchelig; ſtarkglaͤnzend, Glasglanz; wenn farbenlos, vollkom⸗ men durchſichtig. Rauchgrauer, nelkenbrauner Bergkryſtall wird von den Stein⸗ ſchneidern Rauchtopas; weingelber, Citrin; ſchwarzer Mo— rion genannt. Je nach der Dunkelheit ſeiner Faͤrbung, wechſelt er von durchſichtig bis durchſcheinend, iſt meiſt kryſtalliſirt und die pyramiden⸗ und ſaͤulenfoͤrmigen Kryſtalle von außerordentlich klein, bis außerordentlich groß, die Seitenflaͤche der Saͤulen meiſt in die Quere geſtreift. Vork. Vorzuͤglich in Druſenhoͤhlen und auf Gaͤngen, kryſtal⸗ liſirt, vor Allem im Granit- und Gneißgebirg, ſeltener im Glim— mer- und Thonſchiefer und in den Porphyren. Dergleichen Druſenhoͤhlen in den Schweizer⸗ und Tyroler⸗Alpen (Kryſtallkeller genannt), ſind oft von viel Klaftern Rauminhalt und mit Saͤulen von jeder Groͤße, bis 12 und 14 Cntr. ſchwer, ausgekleidet, eine einzige Hoͤhle ſoll fuͤr 30,000 Gulden Kryſtalle geliefert haben. Aehnlich findet er ſich bei Boͤhmiſch⸗ und Saͤch⸗ ſiſch-Zinnwald und im Rieſengebirg. Außerdem in kleinen Kry⸗ ſtallen im Gyps und Kalk eingewachſen(b. Luͤneburg) oder in den Druſenraͤumen der Porphyr- und Achatkugeln(b. Mutſchen in S. Mutſchner Diamanten; b. Oberſtein in der Pfalz ꝛc.); endlich als Geſchiebe(in Boͤhmen b. Eger und am Rhein: Rhein⸗ kieſel). Gebrch. Große Stuͤcke wurden, beſonders bei den Roͤmern, zu Trinkgeſchirren verarbeitet und hoͤher als goldene geachtet; ge⸗ genwaͤrtig zu Reibſchalen, Moͤrſern, Kronleuchtern, Petſchaften, kieine und vorzuͤglich reine Kryſtalle zu Ring- und Beſatzſteinen auf Uhren, Doſen, Schnallen ꝛe. Was nicht zu Kunſt- und Schmuckſachen verarbeitet wird, wird zu den feinſten Glasmaſſen (Kryſtallglas), Glasfluͤſſen und künſtlichen Edelſteinen geſchmolzen. b) Amethyſt. Staͤnglich abgeſondert, die ſtaͤnglich abgeſonderten Stuͤcke gehen, an den freien Enden, in 6ſ. Pyramiden oder 6ſ. zugeſpitzte Saͤulen aus. Bruch nicht ſo vollkommen muſchelig, wie am Bergkryſtall, zuweilen in's Unebene und Splitterige uͤbergehend, ſtarkglaͤnzend, Glasglanz. Außer der ſtäͤnglichen Abſonderung ſindet ſich auch wohl eine ſcharfwinklich —nkꝛ——„,— A☛ m u⸗ kom⸗ tein⸗ Ne⸗ echſelt und ntlich meiſt yſtal⸗ lin⸗ llpen nhalt hwer, ſtalle Saͤch⸗ Kty⸗ in den iin G. 10) hein⸗ nern, ge⸗ ften, einen und aſſen lzen. glich 6ſ. t ſo ebene er der nklich Kteſelerdige Mineralien. 69 gebrochene oder krummſchalige, welche die ſtaͤngliche rechtwinklich durchſchneidet. Frb. violblau, pflaumenblau, nelkenbraun; perlgrau, grau⸗ lich-, gelblich-weiß; gruͤn(ſelten). Vork. Theils auf Erz⸗ theils auf Achatgaͤngen, am haͤufigſten im Gneiß, ſeltener in den Blaſenraͤumen der Mandelſteine. Gebrch. Der durchſichtige, nicht fleckige, von ſchoͤn violblauer Farbe, zu Schmuckſteinen(der ſchoͤnſte kommt aus Ceilon), groͤ⸗ ßere Stuͤcke wenn ſie, der Abſonderung ungeachtet, noch feſt ge— nug ſind, daß ſie geſchnitten werden koͤnnen, zu Doſen und an⸗ dern Schmuckſachen. Amethyſt wurde dieſe Quarzart von den Alten genant, weil 3 glaubten, daß er, als Amulett getragen, gegen Trunkenheit chuͤtze. c) Fettquarz iſt ein gemeiner Quarz von ausgezeichnetem Fett⸗ glanze, meiſt dickſchalig abgeſondert. Gewoͤhnlich auf Gaͤngen. d) Milchquarz, blaulichweiß; Roſenquarz, roſenroth, ſind feinere Quarzarten, als der gemeine und nicht ſo rein als der Bergkryſtall. Beide von durchſcheinend bis halbdurchſichtig, von glaͤnzend bis ſtarkglaͤnzend, Glasglanz, der dem Fettglanz ſich naͤ⸗ hert. Bruch unvollkommen muſchelig, groß und flach, in's Split— terige; zuweilen ſchalig abgeſondert. Auf beſondern Lagerſtaͤtten. e) Praſem, lauchgruͤn; meiſt keilfoͤrmig ſtaͤnglich abgeſondert, Bruch grobſplitterig, in's Flachmuſchelige. Auf Erzlagern, b. Breitenbrunn im Erzgebirg. H Olivenquar:, in olivengruͤnen Koͤrnern, im Pechſtein des Steinkohlengebirgs eingewachſen. 9) Saphyrquarz,, indigblau, im Gyps eingewachſen, b. Golling in Baiern. n) Faſerkieſel, in kleinen Geſchieben, gerad⸗ und krummlau⸗ fend faſerig. ) Schchillerquarz, in dergl. Geſchieben, giebt, wenn er rundlich geſchliffen wird, einen blaulichweißen Lichtſchein. 2) Kieſelſchiefer. Minder hart als Quarz, ſchwer zerſprengbar; mit Quarz wie mit Adern und Schnuͤren durchzogen; dunkle Farben, matte, hoͤchſtens ſchimmernde Bruchflaͤchen. Anm. Kieſelſchiefer haͤlt ſich in der Mitte zwiſchen den kieſelerdigen und kieſelthonerdigen Steinarten und es giebt Kieſelſchiefer, welche zu einer feinen und fettig anzufuͤhlenden Thonmaſſe verwittern(b. Raſſau). Indeß ſteht er haͤufiger dem Quarz naͤher, als dem Thonſchiefer. 70 Kieſelerdige Mineralien. a) Gemeiner Kieſeiſchiefer. Im Großen deutlich, krumm⸗ und geradſchieferig; Brch. ſplitterig, an den Kan⸗ ten durchſcheinend; Frb. grau, graulichſchwarz, ſeltener fleiſchroth oder braͤunlichroth. Vork. Bildet zuweilen Stuͤckgebirge, gewoͤhnlich nur Lager im Thonſchiefer. b) Lydiſcher Stein. Frb. graulichſchwarz; Brch. eben in's Flachmuſchelige, Bruchflaͤche fein und glatt; undurch⸗ ſichtig, neigt ſich zum Schieferigen, wenn er in Kieſelſchiefer uͤbergeht. Vork. Er bildet theils Lager im Thonſchiefer und in der Grauwacke, theils kommt er nur zerſtreut in Geſchie— ben vor. Beide erhalten ihre dunkle Faͤrbung von kohligen Beſtand⸗ theilen und Eiſen. Als Straßenſteine ſehr brauchbar, nur ſchwer zu zerſchlagen. Feine und dunkelfarbige Stuͤcke des Ly— diſchen Steins zu Probierſteinen fuͤr verarbeitetes Gold und Silber, um die Staͤrke der Legirung zu erkennen. Anm. Hornfels, ein inniges Gemenge aus Quarz zum groͤßten Theile, aus Feldſtein und Schoͤrl, iſt dem Kieſelſchiefer ge⸗ ognoſtiſch verwandt. Findet ſich faſt ausſchließlich am Harz. 3) Hornſtein. Etwas weniger hart als Quarz, ſchwer zerſprengbar; an den ſcharfen Kanten durchſcheinend, wodurch er ſich hauptſaͤchlich von dem ihm aͤhnlichen Jaspisarten unterſcheidet. Brch. 1 a) ſplitterig: ſplitteriger Hornſtein, b) muſchelig: muſcheliger Hornſtein. Frb. weißlich-, gelblich-, rauchgrau, blaulich-, gruͤn— lich⸗-grau, in's Schmutzig⸗gruͤne; fleiſch⸗, braͤunlich⸗roth; roͤth⸗ lich⸗braun. Der muſchelige gewoͤhnlich von lichteren Farben, zuweilen gefleckt und geſtreift; der ſplitterige matt, der muſchelige ſchimmernd bis wenig-glaͤnzend, Glasglanz. Geht in Feuerſtein uͤber. Vork. ſehr vielfaͤltig. Haͤufig im Floͤtzkalkgebirg, theils in plattenfoͤrmigen Stuͤcken, theils als Verſteinerungsmaſſe, theils ——————-—— Kieſelerdige Mineralien. 71 in kugeligen und knolligen Stuͤcken: im Steinkohlengebirg, wo er hier und da maͤchtige Baͤnke bildet; eben ſo haͤufig im Por⸗ phyrgebirg, wo er einzelne Lager zu bilden ſcheint(bei Ebers⸗ dorf unweit Chemnitz); in kugeligen Stuͤcken im Pechſtein; ferner auf Gaͤngen, wo er nicht ſelten in Afterkryſtallen er⸗ ſcheint; als Zuſammenſetzungstheil vieler Achate und unter viel andern Verhaͤltniſſen mehr. Holzſtein.(verſteinert Holz). In Hornſteinmaſſe verwandeltes Aſt⸗, Wurzel⸗ und Stammholz, zuweilen ganze Staͤmme. Die Holztextur iſt aͤu⸗ ßerlich und innerlich oft noch erkennbar. Auf dem Laͤngenbruch ſplitterig, Querbruch muſchelig, matt bis wenig⸗glaͤnzend. Frb. aſchgrau, graulichſchwarz, holzbraun, bis braͤunlichroth. Vork. Im rothen Todliegenden(rothem Sandſteingebirg), und in aufgeſchwemmten Lande. Gebr. Schoͤngefaͤrbte und gezeichnete Stuͤcke zu Schmuck⸗ ſachen, Doſen ꝛc. Eine beſondere Art iſt der Staarſtein (Gegend von Chemnitz und Koͤnigsgraͤtz) der aus Roͤhren zu⸗ ſammengeſetzt zu ſein ſcheint und geſchliffen, im QAuerſchnitt, ringfoͤrmige Zeichnungen darſtellt. 4) Feuerſtein. Mit dem Hornſtein nahe verwandt; haͤrter als Quarz, Bruchſtuͤcke ſehr ſcharfkantig. Brch. ausgezeichnet muſchelig, groß und flach; matt, hoͤchſtens ſchimmernd, durchſcheinend, wenigſtens a. d. K. Frb. grau von allen Arten; wachs⸗, ockergelb; roͤthlich⸗, gelblichbraun. Beſteht aus Kieſelerde, wenig Thon- und Kalkerde und Eiſenoxyyd. Je mehr der Thon⸗ und Kalkerde⸗Gehalt zunimmt deſto unvollkommner wird ſein muſcheliger Bruch und deſto ge⸗ ringer(auch bei lichter Faͤrbung) ſeine Durchſcheinenheit. Er verwittert, an der Luft ausliegend, aͤußerſt langſam, indem er ſich mit einer weißlichen Rinde uͤberzieht:(Schwimm— quarz). Vork. Vorzuͤglich im Kreidegebirg als Lager, in ſtumpf⸗ eckigen, knolligen Stuͤcken und als Geſchiebe in aufgeſchwemm— 72 Kieſelerdige Mineralien. ten Lande; ferner in Achatkugeln und als Verſteinerungs⸗ maſſe. Gebr. Zum Feueranſchlagen(wie bekannt), und in England, wo er ſehr haͤufig ſich findet, ſtatt des Quarzes, mit rothem Bleioxyd(Mennige) und Salpeter zur Bereitung des Flintglaſes. Flint iſt der altſaſſiſche Name dieſes Steins, daher Flinte und Flintglas. Der ſehr groß⸗ und flach⸗ muſchelige laͤßt ſich in flache, ſcheibenfoͤrmige Bruchſtuͤcke— zu Flintenſteinen ſchlagen. 5) Chalcedon. Wie Hornſtein in Feuerſtein uͤbergeht, ſo finden auch Ueber⸗ gaͤnge zwiſchen Feuerſtein und Chalcedon ſtatt. Haͤrter als Quarz. Brch. eben in's Flachmuſchelige, im Kleinen zu⸗ weilen ſplitterig, ſelten zartfaſerig. Matt bis wenigglaͤnzend, von halbdurchſichtig bis durchſcheinend, Bruch⸗ ſtuͤcke ſehr ſcharfkantig. a) Gemeiner Chalcedon. Frb. milchweiß; ſchmalte⸗ blau; lichtblaulichgrau, gruͤnlich⸗, gelblich⸗grau; gelblich⸗ weiß; wachs⸗, honiggelb; gelblich⸗, ſchwaͤrzlich⸗braun; (ſelten berggruͤn). Matt bis ſchimmernd, oͤfter ſcha— lig abgeſondert. Der braun⸗ und weißgefleckte wird Onyx, der mit den⸗ dritiſchen Zeichuungen Mochaſtein genannt. Vork. Er erſcheint haͤufig, aber ſelten in groͤßeren Stuͤcken: im Achat, ferner als Ausfuͤllungsmaſſe in verſteinerken Con⸗ chylien; in Mandelſteinen; im Porphyrgebirg in Platten, eckigen Stuͤcken und Kugeln; als Geſchiebe im aufgeſchwemm⸗ ten Lande und auf Gaͤngen. Chryſopras iſt ein durch Nickeloxyd gefaͤrbter gemeiner Chalcedon, der in⸗ deß dem Quarze naͤher ſteht, als dem Feuerſtein und theils in Quarz, theils in Hornſtein uͤbergeht. Frb. apfelgruͤn, gras⸗, piſtacien⸗gruͤn; grauͤnlich⸗weiß, wenn er in Quarz— und in's Braune ſich verlaufend, wenn er in Hornſtein uͤbergeht. Brch. eben und feinſplitterig, matt, hoͤchſtens ſchimmernd. ———-:—y—————— Kieſelerdige Mineralien. 73 igi⸗ V Vork. Im Serpentingebirg, in Niederſchleſien, im Fran⸗ kenſtein'ſchen Kreiſe, wo er ſich, als eine große Chryſopras⸗ din Ader, auf 3 Meilen weit im Gebirge fortzieht und mit Quarz, tzes, Hornſtein, Opal und gemeinem Chalcedon wechſelt. Aehnlich dung b. Rhubſchuͤtz in Maͤhren. ins, b) Carneol. Frb. blutroth, roͤthlichbraun, ziegel⸗, ach, fleiſchroth; roͤthlich⸗weiß; honig⸗, wachsgelb, zuweilen ge⸗ - ſtreift, ſchimmernd bis wenigglaͤnzend. Uebrigens wie oben. V Vork. Im Allgemeinen, wie der gemeine Chalcedon, V am oͤfterſten als Geſchiebe im aufgeſchwemmten Lande. ber. Heliotrop iſt durch Gruͤnerde lauchgruͤn gefaͤrbter Chal⸗ dis cedon mit rothen Punkten, er kommt aus dem Morgen⸗ lande. In Sibirien findet er ſich rein(ungefleckt), auch in zend, Boͤhmen, aber bei weitem nicht ſo ſchoͤn. h, 6) Jaspis. alte⸗ Etwas minder hart als Quarz; meiſt von dunklen, we⸗ lichh nig lebhaften Farben; Brch. flachmuſchelig in's Ebene, matt, un; undurchſichtig. ſca⸗ a) Gemeiner Jaspis. Frb. braͤunlich⸗, blut⸗, ſchar⸗ lachroth; gelblich-, kaſtanienbraun; ſelten ockergelb und pech⸗ denn ſchwarz. Er naͤhert ſich dem Hornſtein, wenn ſeine Bruch⸗ flaͤche vollkommner muſchelig, ſchimmernd bis wenig glaͤnzend cen: und ſeine ſchaͤrfer werdenden Kanten durchſcheinend werden, Con⸗(Hornſteinartiger Jaspis). ten, Vork. Theils auf Erz⸗, theils auf eigenen Gaͤngen um⸗ und hier am ſchoͤnſten. Auf Eiſenſteingaͤngen b. Eibenſtock im Erzgebirge, auf eigenen zu Lauenhayn b. Mitweida, zu Trasdorf und Aueswalde b. Chemnitz ꝛc. in⸗ b) Achatjaspis, ein Gemengtheil vieler Achate. Frb. in meiſt lichter, als die des gemeinen Jaspis: roͤthlich- gelb⸗ lich-weiß, iſabellgelb; fleiſch-, lichtblut⸗roth. Meiſt gewolkt eiß, und geſtreift, oft ſcharfwinklich gebrochen ſchalig abgeſondert. enn Von andern Gemengtheilen des Achats unterſcheidet er ſich datt, hinlaͤnglich durch das matte Anſehn ſeiner Bruchflaͤchen und durch ſeine Undurchſichtigkeit. 74 Kieſelerdige Mineralien. c) Baſaltjaspis. Frb. lavendelblau in's Graue, oft geſtreift; undurchſichtig, ſchimmernd bis wenig glaͤnzend. In den Saͤchſ. Baſalten, jedoch nicht gemein. d) Kugeljaspis, in ſtumpfeckigen, rundlichen Geſchieben, im Innern mit gelben, ringfoͤrmigen Zeichnungen. Im Ba— denſchen. Dergleichen Jaspis⸗Geſchiebe finden ſich auch in Aegypten in der Gegend von Cairo, mit dunkelbraunen Zeichnungen auf lichtbraunem Grunde, brauner aͤgyptiſcher Jas⸗ pis. Beide, beſonders der aͤgyptiſche, ſind von ſehr feiner Maſſe, ſchoͤn polirbar und werden zu Schmuckſachen verar⸗ beitet. 7) Eiſenkieſel. Iſt dem Jaspis aͤhnlich, es finden Uebergaͤnge zwiſchen beiden ſtatt und ein gemeinſchaftliches Vorkommen auf Eiſen⸗ ſteingaͤngen und Lagern. Er iſt meiſt koͤrnig abgeſon— dert und von ſchimmernd bis wenig glaͤnzend, zwiſchen Wachs⸗ und Glasglanz. Gelb, Roth und Braun ſind die herrſchen— den Farben: gelb, gelblichbraun, ockergelb; blutroth, braͤun⸗ lichroth; kaſtanien-, leber⸗-, bis ſchwaͤrzlichbraun. Beſteht aus Kieſelerde und etwas Eiſen, Achat iſt ein Gemenge von wenigeren und mehren der bisher beſchrie⸗ benen kieſelerdigen Steinarten, namentlich: von Chalcedon, Hornſtein, Quarz, Feuerſtein, Jaspis c., ſie ſind ſo in und durch einander gefloſſen, daß das Ganze, beſonders ge⸗ ſchliffen, mit ſchoͤnen Farbenzeichnungen erſcheint. Nach dieſen Zeichnungen unterſcheidet man Bandachat, Korallen⸗, Wolken⸗, Fortiſications⸗ oder Feſtungs⸗, Truͤm⸗ mer⸗, Landſchafts⸗, Moos⸗, Stern⸗, Punkt⸗, Augen⸗Achat ꝛc. Vork. Am ausgezeichnetſten auf eignen Gaͤngen(Achat⸗ gaͤnge), die, weil ſie ſchwerer, als das Grundgebirge, verwit⸗ tern, oft wie Mauern aus demſelben hervorragen, b. Kunners⸗ dorf, Schlottwitz und Weſenſtein, b. Glashuͤtte unweit Dres⸗ . 5 q—!—!!⅜ chat⸗ wit⸗ ners⸗ Dres⸗ Kieſelerdige Mineralien. 75 den; b. Halsbach, unweit Freiberg, im Gneiß, wo Korallen⸗ achat ſich findet, der, auf den krummſchalig abgeſonderten Flaͤchen, halbkugelige, erbſengroße Erhoͤhungen zeigt. u. a. O. Außerdem erſcheint er auf Erzgaͤngen und in Porphyren,(zwi⸗ ſchen Weißig und Zaukerode unweit Tharand ꝛc.) 8) Granat. Von edelſteinhart bis quarzhart, von muſcheligem und unebenem Bruch, von Glas⸗ und Fettglanz. a) Gemeiner Granat. Frb. gruͤn, braun, ſeltener roth und gelb und ſchwarz. Gewoͤhnlich koͤrnig ab⸗ geſondert, Brch. uneben in's Muſchelige; wenigglaͤn— zend, zwiſchen Glas- und Fettglanz; Kriſtalle aͤußerlich ſtarkglaͤnzend; gewoͤhnlich undurchſichtig, ſeltener a. d. K. durchſcheinend, am ſeltenſten ganz durchſcheinend. Vork. Auf Lagern mit Magneteiſenſtein, Blende und Kalk, im Gneiß(b. Rittersgruͤn, Breitenbrunn, Bergmanns— gruͤn, Schwarzenberg); im Glimmerſchiefer(b. Unterſach— ſenfeld, Ehrenfriedersdorf ꝛc.); im Kalk, im Granit, Horn⸗ blendegeſtein ꝛc. b) Edler Granat,(Almandin, Karfunkel), findet ſich entweder kryſtalliſirt(Granat⸗Dodekaéder), oder in Koͤrnern. Frb. dunkelroth, bei dem Durchſehen, in's Blaue ſich ziehend(wodurch er ſich, wenn er eben ſo durchſichtig wie der Pyrop iſt, von dieſem unterſcheidet). Brch. muſchelig in's Unebene, ſtark glaͤnzend bis wenig glaͤnzend, zwiſchen Glas⸗ und Fettglanz; von durchſcheinend bis durchſichtig. Er iſt von ſehr verſchiedener Reinheit, Durchſichtigkeit und von ſehr verſchiedenem Eiſengehalt(von 29 bis 41), der geſchaͤtzteſte kommt aus Ceilon und wird, unter dem Namen: orientaliſcher Granat, als Edelſtein benutzt. Wie er in Deutſchland, in den Urgebirgen, Weißſtein, Glimmer⸗ und Chloritſchiefer ꝛc. vor⸗ kommt, kann er kaum edler Granat genannt werden. Kryſtalle von der Groͤße zweier Faͤuſte,(das Dodekaéder) ſind in Kaͤrn⸗ then, Tyrol, Piemont, Schweden, Groͤnland nicht ſelten. In den Saͤchſiſchen Weißſteinen findet er ſich in kleinen Koͤr⸗ 76 Kieſelerdige Mineralien. nern, oft aber in ſolcher Menge, daß er einen bedeutenden Theil des Ganzen ausmacht. 9) Pyrop(Boͤhmiſcher Granat). In kleinen, ſehr kleinen, ſetten in Koͤrnern von mittler Groͤße; aͤußerlich rauh, gegen das Licht gehalten, blutroth; von durchſichtig bis durchſcheinend; Brch. vollkommen mu⸗ ſchelig, ſtarkglaͤnzend, zwiſchen Glas⸗ und Fettglanz. Vork. Vorzuͤglich haͤufig in Boͤhmen, am Fuße des Mittelgebirges, unweit Bilin, b. Meronitz, Podſedlitz, Trzi⸗ blitz ꝛc. unter der Dammerde, als loſe Koͤrner in einer Thon— ſchicht mit Baſaltgeſchieben und in Begleitung von Sapphyr, Hyacinth, Olivin, Chryſolith, Eiſenſand. Sie werden aus der Erde gewaſchen, die groͤßeren zu Schmuckſteinen geſchliffen und der Ausſchuß zu Schleifpulver(rothem Schmirgeh) zuge⸗ richtet. Außerdem findet er ſich noch in einigen Serpentinen(b. Zoͤblitz im Erzgebirge), welche an der Oberflaͤche ein blatteri— ges Anſehen von ihm bekommen. 10) Schoͤrl. Kommt gleicher Weiſe, wie der Pyrop und der edle Gra⸗ nat, als zufaͤlliger Gemengtheil der Felsarten vor: a) Gemeiner Schoͤrl, in duͤnnen, 3, 6, 9 und 12ſei⸗ tigen Saͤulen, oder duͤnn⸗ und ſehr duͤnnſtaͤnglich abgeſon⸗ dert(eine Zuſammenhaͤufung von unvollkommnen Saͤulen), welche Abſonderung, in ihrer hoͤchſten Zartheit, wie ein buͤſchelfoͤrmig a. e. l. faſeriger Bruch erſcheint. Frb. ſammt⸗, graulich⸗ſchwarz; Brch. klein und unvollkommen muſchelig in's Unebene; glaͤnzend und wenig glaͤnzend, Glasglanz, undurchſichtig. b) Edler Schoͤrl(Turmalin). Selten und nur in lichten Farben durchſichtig, gewoͤhnlich durchſchei⸗ nend, auch faſt undurchſichtig. Frb. gruͤn, braun, ſchwarz(gegen das Licht gehalten braun durchſcheinend); blau, roth. Glaͤnzend und ſtarkglaͤnzend, Glasglanz. V Kitſelerdige Mineralien. 77 en Vork. Der gemeine Schoͤrl theils als zufaͤlliger Gemeng⸗ theil im Granit und Gneiß(in beſonderer Menge z. B. bei dem Dorfe Schorlau, im Saͤchſ. Erzgebirge, welches von ihm ſeinen Namen haben ſolh), theils auf Gaͤngen; edler e Schoͤrl im Glimmer-, Thon-, Talk- und Chloritſchiefer h; V und gleicherweiſe auf Gaͤngen im Granit und Gneiß. In u⸗ Deutſchland jedoch ziemlich ſelten, haͤufiger in Spanien, b Frankreich, Schweiz, Tyrol. Ausgezeichnet an ihm iſt die ds Eigenſchaft, an beiden Enden entgegengeſetzt electriſch zu 7 werden, wenn er gerieben oder erwaͤrmt wird. . 11) Opal. 1— Ein kieſelerdiges Mineral mit chemiſch gebundenem Waſſer ffn(Kieſelerde⸗Hydrat) zunaͤchſt dee Porphyren, Mandelſtei— 9 nen und Baſalten angehoͤrig. Dem Waſſeer verdanken die Opalarten die geringe Haͤrte(eiſenhart nahe ſtahlhart), und ihre Eigenthuͤmlichkeit im Glanz und Durchſcheinenheit: von halb⸗ 6. durchſichtig bis durchſcheinend; von muſcheligem Bruch, von eri⸗ wenig glaͤnzend bis ſtark glaͤnzend. Glas- und Wachsglanz, haͤufig a. d. Z. haͤngend. a) Holzopal. In Holzgeſtalt und mit Spuren der Holz⸗ textur, von gelben, grauen und braunen Farben. Findet Gra⸗ ſich vorzugsweiſe in Ungarn, im aufgeſchwemmten Lande und Sandſtein und wird, beſonders zu Wien, zu allerhand ſii⸗ Schmuckſachen verarbeitet. n⸗ b) Gemeiner Opal. Frb. gelblich⸗, graulich⸗weiß; r), aſchgrau, ſchwaͤrzlich-, gruͤnlich-, gelblich-grau; wachs-, ein honig⸗gelb;(ſelten roth und gruͤn). Von halbdurchſichtig bis ne, durchſcheinend, ohne Farbenſpiel, nicht immer a. d. Z. lig haͤngend. n Vork. Im Porphyrgebirg und auf Gaͤngen, die im Granit aufſetzen(Karlsfeld b. Eibenſtock). Der im Porphyr⸗ ie gebirg, zu Seilitz bei Hubertsburg vorkommende, hat die Ei⸗ „ genſchaft, in's Waſſer gelegt, deſſelben viel aufzuſaugen und 5 damit durchſichtig zu werden und ein, obſchon nur ſchwa— di ches Farbenſpiel zu bekommen— er wird deswegen Hy— d ⁴—„ d); drophan(waſſerſcheinend) genannt. 78 Kieſelerdige Mineralien. c) Edler Opal. Frb. milchweiß, gegen das Licht ge— halten, in's Weingelbe ſpielend und im Lichte ge— wendet, mit ſchoͤnem Farbenſpiel; ſtark glaͤnzend, halb durchſichtig bis durchſcheinend. Vork⸗ Als ſchmale Gangtruͤmmer in Porphyren und Mandelſteinen. Der edle Opal wird zu den Edelſteinen gerechnet und fin⸗ det ſich am ſchoͤnſten in Ungarn b. dem Dorfe Czerwenitza, in Ringſteine von 4, 5 Gran Schwere koſten 4, 5 Thlr. groͤßere bis 300 Dukaten. Zwei der groͤßten Opale befinden ſich im Kaiſerl. Schatz zu Wien, der eine, von der Groͤße einer Fauſt, V der andere von der Groͤße eines Huͤhnerei's d) Glasopal(Muͤllerſches Glas, Hyalith) waſſer— hell und ſtark glasglaͤnzend, auch weiß, gelb; von durch⸗ V ſichtig bis durchſcheinend. Vork⸗ Als Ueberzug und in Kluͤften der Mandelſteine, Porphyre und Baſalte(zu Bonamoͤs b. Frankfurt, b. Stein⸗ heim unweit Hanau u. a. O. e) Halbopal. Frb. gelblich⸗, graulich⸗weiß; aſchgrau, ſchwaͤrzlich⸗grau; wachs⸗, ockergelb; gelblich⸗, haar⸗, leber⸗ roͤthlich⸗braun(ſelten gruͤn). Brch. vollkommen muſchelig, l groß und flach, von ſchimmernd bis wenig glaͤnzend, Wachs— Wun glanz; durchſcheinend, in dunklen Farben auch nur V g. d. K. Nicht immer a. d. Z. haͤngend. Der braune (Pechopal), geht in Pechſtein uͤber. Vork. Auf Gaͤngen(b. Freiberg) vorzuͤglich im Rhein'⸗ V ſchen Baſaltgebirge(b. Steinheim unweit Hanau, b. Frank⸗ furt, b. Ahrenſtein): als große rundliche Maſſen, mitten im Baſalt ꝛt., in Boͤhmen b. Bilin ꝛc. f) Jasp⸗Opal(Opaljaspis), undurchſichtig, hoͤch⸗ ſtens a. d. K. durchſcheinend, wie Jaspis und eiſenhart wie l Opal. Frb. braun, roth, gelb, grau, zuweilen mit Far⸗ benzeichnung; glaͤnzend, zwiſchen Glas- und Fettglanz. Vork. Auf Gaͤngen, Lauenheim b. Mitweide, Johann⸗ georgenſtadt u. a. O. einem licht⸗pechſchwarzen oder graulichen Thonporphyr. Kleine— fin⸗ „in leine ßere h im Sauſt, vaſſer⸗ durch⸗ teine, Stein⸗ ggrau, leber⸗ ſchelig, Lachs⸗ ch nur braune hein'⸗ Frank⸗ nitten hoͤch⸗ et wie t Jar⸗ lanz. ohann⸗ Kieſelerdige Mineralien. 79 12) Tripel(Kieſeltripel). Dieſen Namen ſoll dieß Mineral von der Stadt Tripo⸗ lis erhalten haben, von wo aus zuerſt in Europa es bekannt wurde. Es beſteht zum groͤßten Theil aus Kieſelerde(von 81 bis 90) mit ſehr wenig Thonerde, Eiſenoxyd und Waſſer. Man unterſcheidet zwei Arten: a) Heller Kieſeltripel. Frb. gelblich⸗grau; gelblich⸗ weiß; iſabell⸗ und ockergelb; aſchgrau; Brch. bald grob⸗, bald feinerdig, matt, undurchſichtig, nicht a. d. Z. haͤngend, Anf. mager und etwas rauh, ſproͤde. Entbindet un⸗ ter Waſſer mit Kniſtern haͤufige Luftblaſen, ohne zu erweichen und zu zerfallen(100 Theile Tripel ſaugen 73 bis 75 Thle. Waſſer an). An der Luft zerkluͤftet er in unvollkommen ſchieferige Stuͤcke. Vork. Er gehoͤrt dem Floͤtzgebirge an und findet ſich, als ein maͤchtiges Floͤtz, in der Oberpfalz, um Amberg und Bodenmehr b. Selbach ꝛc. wo er die herrſchende Gebirgs⸗ art iſt und als Bau- und Geſtellſtein gebraucht wird; fer— ner in Boͤhmen, am Weißen Berg b. Prag; in Schwaben ꝛc. Zu Potſchappel b. Dresden ſoll er im Steinkohlengebirg vor⸗ gekommen ſein. Gebrch. Wegen der Haͤrte ſeiner Beſtandtheile vorzuͤg⸗ lich zum Poliren verſchiedener Steinarten, der Glaͤſer und Metalle. Wenn er ſandig iſt, muß er geſiebt und ge⸗ ſchlemmt werden. Betruͤgeriſcher Weiſe wird ein feinſandiger Mergel fuͤr Tripel verkauft, der aber, durch das Aufbrauſen mit ei⸗ ner Saͤuere, ſehr leicht erkannt werden kann, ſo wie irgend ein thoniges Gemiſch durch weicheres Anfuͤhlen, durch das An⸗ haͤngen a. d. Z. und durch das Zaͤh⸗ und Schmierigwerden im Waſſer leicht unterſchieden werden wuͤrde. b) Dunkler Kieſeltripel, Frb. ſchwarz und grau; ſchieferig abgeſondert; Bruch, groberdig bis in's Dichte, von rauhem Anfuͤhlen ꝛc. Findet ſich bei Ronneburg unweit Altenburg, am Johannisberge im Schiefergebirg, und geht in Kieſelſchiefer uͤber. 80 Kieſelerdige Mineralien. 13) Saugſchiefer(Polirſchiefer),(Silbertripeh. Auffaͤllig leicht, von dick- bis duͤnn- und ſehr duͤnnſchie— ferig, Querbruch, feinerdig, undurchſichtig, von ſehr weich bis zinkhart; mehr und weniger a. d. Z. haͤngend; ſaugt viel Waſſer an, ohne zu zerfallen. Kieſelerde 87, Thonerde 2, wenig Kalk, wenig Eiſen und Waſſer 10. Vork. Im juͤngeren Floͤtzgebirg, in Boͤhmen b. Bilin im Kritſchelberg, als Floͤtz unter der Dammerde; b. Pla— nitz unweit Zwickau im Steinkohlengebirg. Glaublich die Aſche verbrannter Steinkohlenfloͤtze. Anhang. Einige ſeltenere kieſelerdige Steinarten. 1) Topas. Frb. graulich⸗-, gelblich⸗weiß; weingelb; aſch⸗ grau; gruͤnlich-weiß; berggruͤn, blaß violblau, fleiſchroth und farbenlos. Ritzt den Quarz, Gefuͤge vollkommen bläͤtterig, von 1fachem Durchgang, auf den Spaltflaͤchen ſtark glaͤnzend, auf der muſcheligen Bruchflaͤche glaͤnzend, Glasglanz. a) der edle iſt vollkommen durchſichtig; b) der gemeine bloß durchſcheinend. Vork. auf Gaͤngen(b. Ehrenfriedersdorf im Saͤchſ. Erzgeb.). Mit Quarz und Schoͤrl ſetzt er den Topasfels(Schneckenſtein) b. Auerbach im Voigtlande zuſammen, in deſſen Druſenraͤumen weingelbe Topas⸗ und Quarzkryſtalle, hin und wieder mit etwas gelben Steinmarke, ſich finden. Außerdem iſt er in derber Ge⸗ ſtalt durch die ganze Felsmaſſe zerſtreut. 2) Pyknit(Schoͤrlartiger Berylh. Erſcheint in ſtangen⸗ foͤrmig zuſammengehaͤuften, duͤnnen, unvollkommnen und langen Saͤulen, mit viel Querſprüngen und Laͤngsſtreifen— mit Glim⸗ mer und Quarz verwachſen. Frb. ſtrohgelb; gelblich, gruͤnlich⸗ weiß; perlgrau in's Kirſchrothe; wenig glaͤnzend und glaͤnzend, zwiſchen Glas⸗ und Fettglanz. Vork. Als Lager im Zinnſtockwerke b. Altenberg im Saͤchſ. Erzgeb. 3) Egeran. Als ſtaͤnglich abgeſonderte Stuͤcke und als 4ſ. Saͤulen, deren convexe Seitenflaͤchen ſtark in die Laͤnge geſtreift find— im Granit verwachſen. Frb. roͤthlich⸗braun; Brch. undeutlich blaͤtterig und uneben; glaͤnzend und wenig glaͤnzend, Glasglanz. Vork. Als Lager b. Haslau unweit Eger in Boͤhmen. An. aſch⸗ und kerig, auf ge.). ſtein) äamen etwas er Ge⸗ ingen⸗ angen Hlim⸗ nlich⸗ zend, ächſ. 3 4. ſtreift örch. nzend/ —yy——————yõyu;— Kieſelerdige Mineralien. 81 Anm. Egeran und ein aͤhnliches Mineral, Veſuvian, in rechtwinkligen 4ſeitigen Saͤulen, außerdem derb und ein⸗ geſprengt(im koͤrnigen Kalkſtein b. Lengefeld im Erzgebirg, Boͤhmen ꝛc.) werden von Manchen mit dem Namen Ido⸗ kras belegt. 4) Piſtacit, theils kryſtalliniſch blaͤtterig oder ſtrahlig und ſaͤu⸗ lenfoͤrmig kryſtalliſirt, theils dicht und derb. a) Kryſtalliniſcher: Frb. ſchwaͤrzlich⸗gruͤn, die Seitenflaͤ⸗ chen der Saͤulen in die Laͤnge geſtreift und ſtark glasglaͤnzend, inwendig Fettglanz. Haͤufig bloß ſtaͤnglich abgeſondert. b) Dichter: Frb. lichtgruͤn, Brch. feinſplitterig oder un⸗ eben, matt oder wachsartig ſchimmernd, undurchüichtig, oft koͤrnig abgeſondert. Beide Arten im Syenit des Plauenſchen Grundes b. Dresden, desgleichen am Thuͤringer Wald bei Suhl, und in den daſigen Por⸗ phyren; am Harz, im Granit der Feuerſteinklippen b. Schierke, im Granit b. Koͤnigshain, unweit Bautzen u. a. O. m. 5) Smaragd inndet ſich nur hin und wieder; a) edler Smaragd, von ſmaragdgruͤner Farbe, ſtark glas⸗ glaͤnzend; von durchſichtig bis durchſcheinend,— im Salzburg⸗ ſchen, im Heubachthale des Pinzgau; in Boͤhmen b. Schlacken⸗ walde, in Schleſien ꝛc. b) Gemeiner Smaragd(Beryll. W.) von Farbe berg⸗ und ſeladongruͤn, apfel⸗, ſpan⸗, oͤlgruͤn, himmelblau, honig⸗ und weingelb,— zuweilen b. Freiberg mit Quarz und Feldſpath; bei Altenberg; zu Johanngeorgenſtadt und vorzuͤglich ſchoͤn in Schle⸗ ſien b. Langenbielau im Gneiß. Auch in Salzburg und Kaͤrnthen. 6) Hyacinth(blaͤtteriger Zirkon) beſteht zum groͤßten Tbeil aus Zirkonerde von hyacinthrother Farbe, durchſcheinend, auf den blaͤtterigen Spaltflaͤchen ſtark und ſpiegelflaͤchig glaͤnzend; b. Hohenſtein unweit Dresden im Sandlande, aͤhnlich in Böh⸗ men b. Bilin ꝛc.(ſiehe Pyrop). 7) Helvin, von wachsgelber Farbe, in Tetrasdern, zuweilen mit abgeſtumpften Ecken, auf dem unebenen Bruch ſchimmernd, ſtark durchſcheinend ꝛc. in der Gegend von Schwarzenberg, bei Bergmannsgruͤn, mit Schieferſpath, Flußſpath, Blende, Chlorit auf Lagern. Jetzt nur auf den dortigen Halden. II. Kieſel⸗thonerdige Steins und Felsarten. Kieſelerde iſt zwar der Menge nach vorherrſchend in thnen und ertheilt einigen eine noch immer betraͤchtliche Haͤrte; 6 82 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. die beigemiſchte Thonerde jedoch mindert und mildert in dem Maaße den kieſelerdigen Charakter, als ſie an Menge zunimmt. Fuͤr ſich iſt die Thonerde ein leichtes, weiches, ſanft anzufuͤh— lendes weißes Pulver, von großer Anhaftung zum Waſſer und von ſehr geringem Waͤrmeleitungsvermoͤgen— und ſo ſind auch die kieſel⸗thonerdigen Steinarten in dem Maaße weicher und milder, mehr Waſſer⸗anziehend und Waͤrme⸗haltend und in dem Maaße verwitterbarer, als die Thonerde in ihnen ſich vermehrt. Auch Kali, Natrum und Kalk findet ſich in den meiſten und ſie haben wahrſcheinlich auf die Verwitter⸗ barkeit derſelben einen ſehr entſcheidenden Einfluß. Sie loͤſen ſich in mehr und weniger zaͤhe und bindige Thonarten auf. Es ſind hauptſaͤchlich zwei Steinarten: Feldſpath und Glimmer, die als der Sammelpunkt einer Reihe von Fels⸗ arten zu betrachten ſind, welche einfach erſcheinen, ohne es zu ſein, woran ſich alsdann die erdigen Thonmaſſen von ſelbſt anſchließen. I. Feldſpath. a) Feldſpath und b) Feldſtein. Stahlhart in geringem Grade, theils kryſtalliniſch⸗blaͤtte⸗ rig, theils dicht; von ſtark glaͤnzend bis wenig glaͤnzend und ſaſt matt, Perlmutter⸗ und Glasglanz. Kieſelerde von 60 bis 74; Thonerde von 14 bis 22. Kali von 12 bis 14. Kalk von 1 bis 5. Mehr und weniger Eiſenoxyd. a) Feldſpath, im Gegenſatz von Feldſtein, oder gemeiner Feldſpath„). ——— *) Sonſt unterſchied man gemeinen friſchen von gemeinem auf⸗ geloͤſten Feldſpath— wie er in der Nachbarſchaft der Gangraͤume oder in Felsarten, zu Tage aus, ſich findet.— Indeß kann ein mehr und weniger aufgeloͤſtes Geſtein nicht wohl als Art aufgefuͤhrt werden. Da Spath ein blaͤtteriges Gefuͤge andeutet; ſo iſt die Unterſcheidung zwiſchen Feld⸗ſpath und Feld⸗ſtein kurz und bezeichnend zugleich. dem mmt. ufuͤh⸗ r und ſind eicher ltend hnen tſcc ſoitter⸗ lͤſen an auf. „ und Fels⸗ ie es 1i von zblaͤtte⸗ Id und ( 3 22. l5 2 neniger j oder Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 83³ Zwei, in einem rechten Winkel ſich ſchneidende, Blaͤtter, durchgaͤnge ſind mehr und weniger vollkommen und ſtark glaͤn⸗ zend, der dritte, jene ſchiefwinklich ſchneidend, iſt verſteckt, ſplitterig und und uneben, von wenig glaͤnzend bis ſchimmernd; der Glanz im Mittel zwiſchen Perlmutter-⸗ und Glasglanz oder Perlmutterglanz dem Glasglanz ſich naͤhernd. Theils ganz durchſcheinend, theils nur a. d. K. Frb. gruͤnlich⸗, gelb⸗ lich-, graulich-, roͤthlich-, milch-, ſchneeweiß; fleiſchroth, zwiſchen fleiſch⸗ und blutroth; aͤpfel⸗, ſpargel⸗, gras⸗, ſmaragd⸗, lauch⸗, berg⸗ und ſpangruͤn; blau; blaulich⸗, rauch⸗, gelblich⸗grau. Haͤufig koͤrnig abgeſondert, ſehr leicht zerſprengbar. So verſchieden das Mengenverhaͤltniß in den Beſtand⸗ theilen— und die chemiſche Reinheit des Feldſpaths iſt, ſo verſchieden, mehr und weniger vollkommen, iſt ſein blaͤtteriges Gefuͤge und nur an wirklichen Kryſtallen oder ausgeſuchten der⸗ ben Stuͤcken mit vollkommner Deutlichkeit zu erkennen. Gleich⸗ wohl, einmal erkannt, wird der Feldſpath, als Gemengtheil der Felsarten, an einem beſtimmten Haͤrtegrad und an ſeinen perlmutterglaͤnzenden, glatten Flaͤchen und ſelbſt durch ſeine Farbe ſehr leicht unterſchieden. Vork. Nebſt dem Quarz und Glimmer die gemeinſte Steinart auf der Erde und in ſehr großer Menge vorhanden, ob er ſchon niemals fuͤr ſich allein in großen Felsmaſſen er⸗ ſcheint, ſondern hoͤchſtens einzelne Lager bildet. Er iſt ein weſentlicher und gewoͤhnlich ſehr reicher Gemengtheil des Gra— nits, des Gneißes und Syenits, und ſehr vieler Porphyre. Selten findet er ſich auf Gaͤngen. Verwittert ziemlich leicht und hinterlaͤßt einen deſto feinern und zaͤheren Thon, je we—⸗ niger er Eiſenoxyd enthaͤlt. Nicht aller Feldſpath giebt bei der Verwitterung Porzellanerde. b) Feldſtein(dichter Feldſpath, auch gemeiner dichter Feldſpath). Die Maſſe dicht, Brch. ſplitterig, oder eben und ſplitterig, faſt matt bis ſchimmernd; wenn er etwas ſpathig(unvollkommen blaͤtterig) wird, wenig glaͤnzend, ſchwach durchſcheinend, zuweilen nur a. d. K. 6* 84 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. Vom ſplitterigen Hornſtein unterſcheidet er ſich durch etwas geringere Haͤrte, durch einen ſchwachen Schimmer wenigſtens, vorzuͤglich durch ſeine Vergeſellſchaftung mit an⸗ dern Mineralien, beſonders Hornblende. (Vor dem Loͤthrohre ſchmilzt er zu einem grauen, halb⸗ durchſichtigen Glaſe). Vork. Er erſcheint immer nur als Felsart mit andern Steinarten verfloſſen oder verwachſen, am haͤufigſten mit Horn⸗ blende im Gruͤnſtein und Gruͤnſteinſchiefer ꝛc. mit Quarz und Glimmer macht er die Hauptmaſſe des Weißſteins aus und jenes Porphyrs, der bisher fuͤr Hornſteinporphyr erklaͤrt wurde. Aus der Miſchung mit Hornblende hat ſich hier und da die Maſſe des Feldſteins rein ausgeſchieden, an welchen kleinen und groͤßeren Partien ſein Eigenthuͤmliches am beſten erkannt wird. Verwittert ſchwerer als der Feldſpath, zu einem bald zaͤheren, bald magerern Thon. c) Glaſiger Feldſpath iſt wohl nur ein beſonderer Zuſtand, des gemeinen Feldſpaths, keine beſondere Art. Er findet ſich am haͤufigſten in breiten Gſeitigen Saͤulen, ſelte⸗ ner derb, in ſolchen Gebirgsarten, die anerkannt vulkaniſchen Urſprungs ſind: im Klingſteinporphyr, in porphyrartigen Bims⸗ ſteinen, ſelbſt in wirklichen Laven ꝛc. Er iſt von blaͤtterigem Gefuͤge, im Querbruch unvollkom— men muſchelig, von Farbe graulichweiß und rauchgrau und ſtark glasglaͤnzend. Oft aufgeborſten. Anhang. Seltenere Feldſpath⸗Arten. 1) Adular. Er iſt halbdurchſichtig, der ſtarke Glanz naͤhert ſich mehr dem Glasglanze und giebt ſtellenweiſe einen perlmutterartigen Lichtſchein, iriſitt oͤfter. Findet ſich hauptſaͤchlich in den Schwei⸗ zer, Tyroler und Salzburger Alpen. Vom Beige Adula ſo genannt. 2) Labrador⸗Feldſpath(Labradorſtein) zeigt in gewiſſen Rich⸗ tungen ſtellenweiſe ein ſehr lebhaftes Farbenſpiel, mit faſt metalliſchem Glanze. Kommt, wenig ausgezeichnet, nur am Hari in Deutſch⸗ t ſich immer it an⸗ halb⸗ ndern Horn⸗ und ss und erklaͤt und da kleinen erkannt bald nderer Art. ſelte⸗ niſchen Bims⸗ ollkom⸗ u und tt ſich artigen ſchwei⸗ la ſo nRich⸗ liſchem Deutſch⸗ Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 85 land vor und hat von der Kuſte Labrador in Nordamerika, wo er vorzuͤglich ſchoͤn gefunden wird, ſeinen Namen. 3) Blumigblaͤtteriger Feldſpath(Albit), von blumig⸗ 1 Anſehen auf den Bruchflaͤchen, bei Chursdorf unweit enig. 4) Saussurit(Soſſuͤrit) von dem erſten Entdecker Saussure. Ein gruͤnlich-grauer oder gruͤnlich⸗weißer dichter und ſehr zaͤher Feldſtein, von ſplitterigem Bruch und mattem Anſehen. Am aus⸗ gezeichnetſten in der Schweiz(Unterwallis b. St. Maurice) min⸗ der ausgezeichnet an der Baſte am Harz, am Thuͤringer Wald und in Schleſien. 5) Chiaſtolith(Hohlſpath). Frb. weiß in's Graue, kry⸗ ſtalliſirt als eine gefchobene Aſeitige Saͤule, im Innern mit ſchwar⸗ zer Thonſchiefermaſſe erfuͤllt, welche im Querbruch, ein Rauten⸗ flach darſtellt. Findet ſich nur im Thonſchiefer eingewachſen, am Harz b. dem Dorfe Braͤunrode, b. Ilefeld und ſo auch im Fichtelgebirg, un⸗ weit Gefrees. 6) Andaluſit(von ſeinem erſten Bekanntwerden aus Andaluſien in Spanien), Farbe, fleiſchroth, pfirſchbluͤthroth, perlgrau, lichtblaulich- und gelblichgrau. Die Saͤulen ſind faſt ſtets mit Glimmer uͤberzogen. Gefuͤge unvollkommen blaͤtterig, Querbruch, uneben und ſplitterig,(von sth. bis nahe zukh.). Eingewach⸗ ſen im Glimmerſchiefer, in Sachſen b. Braͤunsdorf und Walden⸗ burg, im Fichtelgebirg b. Wunſiedel u. a. a. H. Dem Feldſpath angehoͤrige, ſcheinbar einfache Felsarten, 1) Weißſtein. Die Hauptmaſſe deſſelben beſteht aus Feldſtein mit Quarz⸗ und Glimmermaſſe, welche nicht ſelten, jener in kleinen Koͤr⸗ nern, dieſer in kleinen Blaͤttchen, ſich ausgeſondert haben, die oft nur in den abgeſchwemmten Sande oder(die Glimmer⸗ blaͤttchen) im Abſchwemmwaſſer zu erkennen ſind. Im Großen dickſchieferig(im Kleinen zuweilen flaſerig oder maßerig), Brch. ſplitterig, ſchimmernd bis wenig fett⸗ glaͤnzend auch matt. Frb. graulich⸗, gelblich⸗weiß zuweilen grau gefleckt; blaulich⸗grau, auch graulich⸗ſchwarz. 86 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. Zufaͤllige Gemengtheile: braun- oder gelbrother edler Granat, gewoͤhnlich in ſehr kleinen Koͤrnern, aber oft in außerordentlicher Menge, deren Ruͤckſtand, nach der Verwit⸗ terung, dem Geſtein ein getuͤpfeltes, roſtfleckiges Anſehen giebt. Außerdem zuweilen Hornblende und Turmalin und, wiewohl nur ſparſam, Cyanit, von berlinerblauer, himmel⸗ blauer, blaulichgruͤner oder blaulichgrauer Farbe und Perlmut⸗ terglanz. Vork. Der Weißſtein bildet keine großen Gebirgsmaſſen. Als Stuͤckgebirg kommt er in Sachſen, an den Ufern der Mulde und Iſchopau ꝛc., in Maͤhren und in Steiermark vor; gehoͤrt dem Granit an und iſt auch Granulit und Nan⸗ nießerſtein genannt worden. Verwittert zum Theil ſehr leicht, in ein ſandiges Gemenge zerfallend, mit einem ſehr bindigen und waſſerhaltigen Thon. 2) Klingſtein(Phonolith). Toͤnt in duͤnnen Platten hell und ſtark unter dem Hammer — daher Klingſtein(Phonolith); iſt im Großen haͤufig ſchieferig, oder plattenfrmig abgeſondert,— daher Kling— ſteinſchiefer, und enthaͤlt gewoͤhnlich Kryſtalle oder derbe Partien von glaſigem Feldſpath,— daher Klingſteinpor⸗ phyr oder Porphyrſchiefer. Er wird fuͤr ein Erzeugniß des unterirdiſchen Feuers an⸗ erkannt(ſiehe 4ter Abſchn. Vulkaniſche Gebirge), wozu, nach ſeinem Verhalten im Feuer und nach den Ruͤckſtaͤnden ſeiner Verwitterung, ſelbſt nach der Anweſenheit des glaſigen Feld⸗ ſpaths zu urtheilen,— Feldſpath und Feldſtein das Hauptmaterial geliefert haben moͤgen. Brch. uneben oder ſplitterig, oder groß⸗ und flachmuſchelig, ſchimmernd bis matt,(zuweilen nur ein wenig glaͤnzend). Frb. gruͤnlich-grau, rauchgrau in's Gruͤne oder Braune ſich ziehend. Er beſteht aus Kieſelerde(bis 75), Thonerde(bis 23), etwas Natrum, Kalk, Eiſen⸗ und Mangan⸗ oxyd, verwittert nur ſchwer, von Schale zu Schale muͤrbe werd h ar Ruͤ zeln hen Äbh ger Mit dler ft in erwit⸗ giebt. und, mel⸗ mut⸗ aſſen. n der vor; Nan⸗ l ſehr ſehr mmer haͤufig ling⸗ derbe npor⸗ ro an⸗ nach ſeiner Feld⸗ n das chelig, zend). ꝛe ſich e(bis ngau⸗ muͤrbe Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 87 werdend und mit einer weißlichen Rinde ſich uͤberziehend, die haͤufig wohl auch urſpruͤnglich ſein mag. Der Ruͤckſt and iſt meiſt eine ſtarre, magere Lehmerde. Vork. Faſt immer in Geſellſchaft mit Baſalt, in ein⸗ zeln ſtehenden, kegelfoͤrmigen, oft ſehr ſpitz zulaufenden, ho⸗ hen Bergen, mit klippigen, ſteilen Waͤnden, deren Fuß und Abhaͤnge mit losgetrennten Maſſen ſchieferiger und plattenfoͤrmi⸗ ger Stuͤcke gewoͤhnlich bedeckt ſind. Vorzuͤglich im Boͤhm'ſchen Mittelgebirg. Gebr. Als Straßen⸗, Mauer⸗ und, in großen Platten, als Deckſtein vorzuͤglich brauchbar. 3) Pechſtein. (Dem Faßpeche in ſeinen braunen und brauneſchwarzen Abaͤnderungen ſehr aͤhnlich). Vulkaniſchen Urſprungs, eine halb verglaſte Grundmaſſe, die in der Flamme des Loͤthrohrs zu einem lauchgruͤnen, ſchau⸗ migen Glas oder Schmelz zerfließt und wahrſcheinlich aus Feld⸗ ſpath oder Feldſtein entſtanden iſt. Brch. unvollkommen muſchelig in's Unebene, oft ſplitte⸗ rig zugleich; zuweilen grobkoͤrnig, zuweilen ſchalig abgeſondert; von ſtark glaͤnzend(vorzuͤglich der ſchwarze und braune), bis glaͤnzend und wenig glaͤnzend(der gruͤne, rothe und gruͤnlich⸗ gelbe) zwiſchen Glas⸗ und Fettglanz. An d. K. durchſcheinend, in duͤnnen Splittern ganz durchſcheinend. Beſteht aus Kieſelerde(bis 73), Thonerde(bis 14), et⸗ was Eiſen- und Manganoxyd, etwas Kalk und Natrum und aus einem betraͤchtlichen Antheil Waſſer, zum Theil mit Bi— tumen. Der gruͤne, welcher einer geſchmolzenen, glaſigen Maſſe am aͤhnlichſten iſt(Buſchbad b. Meißen, im Triebiſchthale), zeigt hier und da, in einem graulich⸗weißen, rindenartigen Ueberzuge, die Raͤnder zerborſtener, ſchaumiger Blaſen. Zufaͤllige Gemength. Mit glaſigem, haͤufig zerborſtenem Feldſpath iſt er ſtellenweiſe porphyrartig, außer⸗ dem enthäͤt er Quarz, Chalcedon, Hornblende, 88 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. Augit, einzelne ſchwarze und braune Glimmerblaͤttchen; b. Planitz unfern Zwickau, mineraliſche Holzkohle. Uebergaͤnge macht der Pechſtein in feldſpathige Geſteine, namentlich in Feldſtein und anderſeits in glaſige Felsarten. Der ſchwarze Pechſtein, welcher Hornſtein⸗(Sphaͤ⸗ rulit⸗) kugeln, von der Groͤße eines Hanfkorns bis zu der von 1 Fuß Durchmeſſer, mit ſehr durchſichtigen Feldſpath— kryſtallen, einſchließt(b. Hartha unweit Tharand, in der Naͤhe des baſaltiſchen Landbergs), zeigt einzelne Partien, die durch ihre tiefſchwarze Farbe und geſchmolzenes Anſehen dem Obſi— dian ſehr gleichen; Olivin iſt wenigſtens ein Mal darin ge⸗ funden worden. Die rothen, braunen und ſchwarzen Pechſteinarten ver⸗ wittern ziemlich leicht. Die vielfaͤltigen Zerkluͤftungen geſtatten das Eindringen des Waſſers, es loͤſen ſich ſchalige Maſſen ab, die Farben verbleichen, Glanz und Durchſcheinenheit gehen ver⸗ loren und er zerfaͤllt zuletzt in eine magere und ſandige Lehm⸗ erde. Nach andern Beobachtungen ſoll er einen feinen, zaͤ⸗ hen Thon hinterlaſſen. Vork. Der ſchwarze Pechſtein findet ſich in Geſchieben zerſtreut b. Hartha, Foͤrdergersdorf, Braͤunsdorf ꝛc. der Um⸗ gegend von Tharand, desgleichen b. Planitz unfern Zwickau; der rothe, braune, gruͤne, als Felsmaſſe in betraͤchtlichen Huͤ⸗ geln und Bergen im Triebiſchthale b. Meißen. Anderwaͤrts auf Gaͤngen, z. B, im Granit, wo man beide Geſteinarten da, wo ſie ſich beruͤhren, weſentlich veraͤndert gefunden hat; beide, namentlich der Pechſtein iſt, bis gegen die Mitte des Gangraums hin, muͤrbe und thonig geworden. 4) Baſalt. Den Namen Baqsaltes(Baſalt) leiten Einige von dem aͤthiopiſchen Worte bselt oder bsalt(gekocht), andere von Basilto Pallaſt ab, ſo, daß in dem erſten Worte ſein vul— kaniſcher Arſprung, im zweiten ſein pallaſtaͤhnlicher Saͤulenbau habe angedeutet werden ſollen. ʃ en; . keine, erten. — h d⸗ s zu hath⸗ Nähe durch Obſi in ge⸗ ver⸗ atten nab, ver⸗ ehhm⸗ 1 z⸗ hieben r Um⸗ ickau; n hl⸗ waͤrts arten hat; des dem von vul⸗ enbau Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 89 Frb. graulich⸗ſchwarz, ſelten in's Dunkelaſchgraue oder Braune fallend, im Kleinen oft groß⸗ und grobkoͤrnig oder klein⸗ und feinkoͤrnig und zuweilen ſchalig zugleich abgeſondert. Die Abſonderungsflaͤchen ſind rauh, lichter und dunkler, zuwei⸗ len braͤunlich gefleckt. Im Großen iſt er theils kugelig, theils plattenfoͤrmig, theils ſaͤulenfoͤrmig abgeſondert, die Saͤulen ſind meiſt 5, 6 und ſeitig, ſeltener 3, 4 und Sſeitig, mehr und weniger regelmaͤßig. Die Maſſe des Baſalts iſi mehr und weniger dicht und fein, im erſteren Fall iſt der Bruch ſplitterig, eben und flach⸗ muſchelig, im letztern uneben. Zuweilen iſt er blaſig(Baſalt⸗ Mandelſtein), die Blaſen entweder leer und die Waͤnde blau⸗ lichgrau oder braun angelaufen oder mit Ausfuͤllungen von kryſtalliniſchen Steinarten. Brchfl. matt bis ſchimmernd; undurchſichtig, Strch. graulichweiß. Beſteht aus Kieſelerde(von 40 bis 50), Thonerde(von 14 bis 16), Eiſenoxyd(bis 25), Kalkerde(8 bis 9), etwas Talkerde, Natrum(bis 4) und Waſſer. Vermoͤge des Eiſen⸗ gehalts wirkt er auf den Magnet, Baſaltberge zuweilen in be⸗ traͤchtlichen Fernen. Zufaͤllige Gemength. Olivin, in Koͤrnern und derben Stuͤcken, Augit in deutlichen Kryſtallen, Koͤr⸗ nern und eckigen Stuͤcken, welche, ſchwerer verwitterbar als die Maſſe des Baſalts, auf der Außenflaͤche als ſchwarze Er⸗ hoͤhungen auf grauem Grunde erſcheinen; ferner glaſiger und gemeiner Feldſpath(die Brocken des letzteren wer⸗ den oft nur erſt in dem ausgewaſchenen ſandigen Ruͤckſtande erkennbar); endlich Feldſtein, Magneteiſenſtein, in Kryſtallen und Koͤrnern von muſcheligem, glaͤnzendem Bruch; baſaltiſche Hornblende in Kryſtallen und eckigen Stuͤcken, ſpiegelflaͤchig glaͤnzend; roͤthlichbrauner oder meſſinggelber Glimmer, Kalkſpath, Zirkon, Schwefelkies ꝛc. Nicht ſelten findet man eingeſchloſſene Bruchſtuͤcke von Gra⸗ nit, Gneiß, Syenit, Grauwacke ꝛc. Er geht in Dolerit(Floͤtzgruͤnſtein), Klingſtein, Trachyt und Wacko uͤber. 90 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. Die friſche Baſaltmaſſe erſcheint gleichartig, iſt aber aus verſchiedenen Dingen verſchiedentlich zuſammengeſetzt. Nach den, durch Abſchwemmung erhaltenen, Ruͤckſtaͤnden verſchiede⸗ ner Baſaltarten, muß man ihn fuͤr ein zufaͤlliges Gemenge aus Allerlei erklaͤren. Dichte Baſaltarten von ſplitterigem und muſcheligem Bruch, und meiſt auch von der regelmaͤßigſten ſaͤulenfoͤrmigen Abſon⸗ derung, verwittern ſchwerer und laſſen ein Gemenge von Brocken und Sand zuruͤck, die noch baſaltiſch ſind(Stolpner Ba⸗ ſalt); koͤrnig abgeſonderte Baſaltarten verwittern leichter und in ihren Ruͤckſtaͤnden ſind Quarz⸗ und Feldſpathbrocken mit unzweifelhafter Sicherheit zu erkennen. Die meiſten Baſalte loͤſen ſich uͤbrigens zu einer feinen, bindigen und, nach dem Austrocknen, betraͤchtlich ſtarren und feſten Thonmaſſe auf, die, bei der geringen Menge von Brocken und Sand(beſonders bei dichten Baſaltarten) fuͤr das Pflanzenwachsthum oft nicht tauglich ſein wuͤrde, wenn ſie nicht mit ſo viel Dammerde innig gemengt und durch dieſe in ihrer zaͤhen Eigenſchaft gemildert waͤre. Die Baſaltmaſſe zieht die Luftfeuchtigkeit ſtark an, verwitternd bedeckt ſie ſich am meiſten mit Flechten, unter welchen die Schorfflechte zu⸗ weilen die Dicke eines halben Zolls erreicht. Hieraus erklaͤrt ſich der uͤberaus große Reichthum des Baſaltbodens an Damm— erde, welche gewoͤhnlich auf das Innigſte mit den Thontheil— chen verbunden iſt. Vork. Der Bajſalt erſcheint gewoͤhnlich in einzeln ſte— henden kuppigen, kegelfoͤrmigen Bergen, mehr und weniger abgerundet, ihre Abdachung bald ſanft, bald in ſchroffen, ſtei⸗ len Abſaͤtzen, von 20 bis 80 Fuß Hoͤhe, mit ſaͤulenfoͤrmiger Zerkluͤftung. Aus dem Meere hervorragende Baſaltmaſſen ſtel⸗ len ſich als ſenkrechte Mauern dar, von mehr 100 Fß. Hoͤhe und gleichen den Truͤmmern ungeheuerer Gebaͤude. Außerdem als Gangmaſſe im Granit, Gneiß, Glimmer⸗ und Thon⸗ ſchiefer, Syenit, Grauwacke, rothem Sandſtein ꝛc. mit man— chen lehrreichen Erſcheinungen, die fruͤher, in vorgefaßter Mei⸗ — nun forr Ant aus Nach iede: henge ruch, ſſon⸗ ocken Ba⸗ und mit einen, rund von ten) wenn dieſe maſſe e ſcch te zu⸗ erklaͤt damm⸗ theil⸗ ſte⸗ niger ſtei⸗ niger ſtel⸗ Hoͤhe erdem Thon⸗ man⸗ Mei⸗ Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 91 nung, zu wenig beachtet wurden.(Sieh. 4ter Abſchn. Baſalt⸗ formation). Anm. Unter 12 abgeſchwemmten Baſaltarten, die der Verf. in ver⸗ ſchiedenen Gegenden ſammelte, ſind nicht zwei, welche in ihren Ruͤckſtaͤnden einander vollkommen glichen. Die, in dieſer Beziehung auffaͤlligſte, Erſcheinung giebt der Ba⸗ ſalt des Landbergs in der Naͤhe von Tharand. Unver wit⸗ tert unterſcheidet er ſich von andern, koͤrnig abgeſonderten Baſaltarten nicht; halbverwittert, erſcheint er als ein lehmgraues Conglomerat aus lauter rundlichen Stuͤcken, unter welchen nur traubliche Stuͤcke eines rothen Eiſenthons, unbeſtimmt eckige Stuͤcke eines magern, verhaͤrteten, oder ſteinmark⸗aͤhnlichen Thons und rundliche Quarzkoͤrner bis zur Groͤße einer Bohne, von ſchmutziger, rauher Ober⸗ flaͤche mit Beſtimmtheit zu erkennen ſind. Zwiſchen den Baſaltbloͤcken finden ſich hin und wieder aͤhnliche Bloͤcke, in welchen dergleichen rundliche Quarzkoͤrner die Haupt⸗ maſſe ausmachen, worin ſeinerſeits das thonige Binde⸗ mittel bis zur klingenden, faſt glaſigen Beſchaffenheit er⸗ haͤrtet, unverkennbar gebrannt iſt. 5) Wacke(Eiſenthon). Frb. gruͤnlich-, aſch-, ſchwaͤrzlich-grau, graulich⸗ſchwarz in's Gruͤne ſich ziehend. Brch. eben in's Flachmuſchelige, oder uneben bis erdig, matt; mild, Strch. wenig fettig⸗ glaͤnzend, Anfuͤhlen zuweilen wenig fettig, undurchſichtig. Haͤufig von blaſiger Beſchaffenheit, in Eiſenthon uͤberge⸗ hend, in den haͤrteren Abaͤnderungen bildet ſie einen Ueber⸗ gang in Baſalt. An der Luft ausliegend, verwittert ſie leicht; ihre Farbe verbleicht; die Maſſe wird muͤrbe und weich, zerbroͤckelt und loͤſt ſich in einen zaͤhen Thon auf. Sie iſt, wie genauere Unterſuchungen dargethan haben, ebenfalls kein einfaches und eigenthuͤmliches Geſtein, ſondern ein Product der Zerſtoͤrung und Umbildung anderer Geſteinar⸗ ten: ein Gemenge aus Feldſpath, Augit, Magneteiſenſtein, Olivin, Glimmer und Hornblende, davon der eine oder der andere Beſtandtheil, in mehr und minder friſchem Zuſtand, in ihr gefunden wird. Aus eben dieſem Grunde iſt das aͤußere 92² Kieſel⸗thonerdige Mineralien. Erſcheinen der Wacke in verſchiedenen Gegenden und ſelbſt an verſchiedenen Stellen deſſelben Lagers ſo ungleich, und ſie geht eben ſo unmerklich in Eiſenthon, wie in Baſalt uͤber. Charakteriſtiſch an ihr iſt die Mandelſteinſtructur. Die Bla— ſenraͤume ſind groͤßer und kleiner, theils rundlich, theils breit gedruͤckt, theils in die Laͤnge gezogen; zum Theil ſind ſie leer und geben dem Ganzen ein ſchlackenartiges Anſehen, zum Theil mit Eiſenocker uͤberzogen oder ausgefuͤllt mit Kalkſpath, Arra— gon, Quarz, Amethyſt, Chalcedon, Achat ꝛc. Vork. Die Wacke gehoͤrt dem Baſaltgebirge an und bil⸗ det hier zum Theil ſehr maͤchtige Lager, anderwaͤrts hohe pyramidenaͤhnliche Berge, ohne regelmaͤßige Schichtung, nur hin und wieder in maͤchtige Baͤnke, ſeltener in Schichten ab⸗ getheilt, mehr einem unordentlich aufgethuͤrmten Haufwerke glei⸗ chend; in andern Gegenden findet ſie ſich als Gangmaſſe in anderen Gebirgsarten(Joachimsthal in Boͤhmen), Stockwerke zuſammenſetzend und ſchließt Truͤmmer von Granit, Gneiß, Glimmerſchiefer, Thonſchiefer, Porphyr und Quarz ein— eine Andeutung der maͤchtigen Kraͤfte und der gewaltſamen Art, welche bei ihrer Entſtehung obwalteten. Ihr verſchiedenartiges Erſcheinen hat zu verſchiedenen Be⸗ nennungen Veranlaſſung gegeben: Wacke, Wackenmandel⸗ ſtein, Wackenthon, Eiſenthon, mandelſteinar⸗ tiger Trapp. Im Erzgebirge, am Poͤhlberg b. Annaberg, Scheibenberg, Wieſenthal ꝛc. erſcheint ſie als gruͤnlich-, grau— lich⸗ſchwarze Wacke; zu Planitz b. Zwickau, als ſo genannter Eiſenthon. 6) Thonſtein. Der Thonſtein iſt mit Feldſpathkryſtallen, meiſt porphyr⸗ artig(ſiehe Porphyre), und wird gegenwaͤrtig als eine, mehr und weniger zerſetzte, Feldſteinmaſſe(erdig gewordener, dichter Feldſpath) betrachtet, geſtuͤtzt, theils auf das geognoſtiſche Erſcheinen dieſer Felsart, theils auf die Aehnlich⸗ keit und allmaͤligen Uebergaͤnge in den dichten Feldſtein. Die Kraͤfte, welche dieſe Umwandlung bewirkt haben, laſſen ſich Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 93³ ſchwer nachweiſen, genug, daß der Thonſtein und Thonſtein— porphyr, in ſeinen uͤberaus mannigfaltigen Erſcheinungsweiſen, deutlich genug es verraͤth: daß er kein urſpruͤngliches und fri⸗ ſches Geſtein mehr ſei. Seine Haͤrte iſt ſehr verſchieden, von zinnhart bis ſtahl— hart, die Maſſe mehr und weniger dicht, Brch. eben, un⸗ eben, zuweilen unvollkommen oder groß- und flachmuſchelig im Kleinen ſtets erdig und matt. Frb. grau von allen Arten: gelblich⸗, gruͤnlich-, blaulich-, aſch-, rauch-, perl— grau, in's Lavendelblaue uͤbergehend; fleiſch⸗, blut-, braͤun— lich-roth, oft buntfarbig geadert, geſtreift, gefleckt, gewolkt. Das Anfuͤhlen mager, nicht an der Zunge haͤngend, un— durchſichtig. Im Großen mit einer Neigung zum Schieferigen. Vork. Als Thonſtein gewoͤhnlich im Steinkohlen⸗ gebirg. Zuſatz: Bandjaspis. Die feinſte, dichteſte und haͤrteſte Thonſteinmaſſe iſt der Bandjaspis. Frb. perl⸗, gelblich⸗, gruͤnlich⸗grau; fleiſch-, kirſch⸗, braͤunlich-roth; pflaumenblau; iſabell- und ockergelb, berg- und lauchgruͤn— in dieſen Farben bandartig geſtreift und geflammt. Brch. ziemlich vollkommen und flachmu⸗ ſchelig, ſtellenweiſe ſplitterig, faſt immer matt und erdig, oder uneben von feinem Korn, wenn er in Thonſtein uͤbergeht; un— durchſichtig; Anfuͤhlen zum Theil mager, zum Theil fein und glatt. Vork. In eigenen Lagern b. Gnandſtein und Wolflitz unweit Frohburg, ſo auch am Harz mit Kieſelſchiefer und Ly— diſchen Stein. Es iſt alſo auch ſein Vorkommen ein anderes als der uͤbrigen Jaspisarten. II. Glimmer. Hoͤchſt vollkommen blaͤtterig von 1fachem Durchgang, in ſehr duͤnne Blaͤttchen ſpaltbar, gerad- und krumm⸗ auch blumig⸗ 94 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. blaͤtterig, in's Strahlige uͤbergehend. Die Blaͤttchen elaſtiſch biegſam, durchſichtig; Spaltflaͤche ſtark- und ſpiegelflaͤchig glaͤnzend, Perlmutter⸗ oder halbmetalliſcher Glanz, der zuweilen dem Metallglanze ſich naͤhert. Frb. ſilberweiß, mit dem ſtaͤrkſten, reinſten Glanz; gelblich-, gruͤnlich-grau; lauch-, ſchwaͤrzlich⸗gruͤn; tombackbraun; pechſchwarz, mit dem ſchwaͤch— ſten Glanz. Strch. graulichweiß, etwas mild, Anfuͤh⸗ len fein und glatt, ohne fettig zu ſein. Beſtandtheile: Kieſelerde(von 42 bis 48); ſehr verſchie⸗ dener Gehalt an Thonerde(von 11 bis 34); ziemlich viel Kali (von 8 bis 14); Eiſenoxyd(von 4 bis 22); zufaͤllig etwas Talk⸗ erde, außerdem etwas Flußſpathſaͤuere. So verſchieden das Mengenverhaͤltniß ſeiner Beſtandtheile iſt, ſo verſchieden iſt auch ſein aͤußeres Anſehen: Er naͤhert ſich dem blaͤtterigen Talk, von dem er ſich jedoch durch groͤßere Haͤrte und durch das nichtfettige Anfuͤhlen unter⸗ ſcheidet; ferner dem blaͤtterigen Chlorit und, in den ſchwarzgruͤnen Abaͤnderungen, der Hornblende, welche indeß einen berggruͤnen Strich hat. Der Glimmer verwittert ſchwer und nur an ſeinen Raͤn⸗ dern. Vermoͤge der koͤrnigen Abſonderung zerbroͤckelt er leicht in Glimmerſand und vermoͤge des blaͤtterigen Gefuͤges zertheilt er ſich in ſehr duͤnne, zwiſchen den Fingern nicht mehr fuͤhl— bare Blaͤttchen, die aber dennoch auf ihren Flaͤchen denſelben ſtarken Glanz behalten und auf allen Wegen und Stegen, wo Glimmer⸗haltige Mineralien verwitterten, im Sonnenſchein glaͤnzen. Nicht ſehr eiſenhaltiger Glimmer giebt eine zarte und lockere Lehmerde. Vork. Er iſt eins der gemeinſten Mineralien, kommt aber nirgends, fuͤr ſich allein, in großen Maſſen vor; derb und eingeſprengt aber uͤberaus haͤufig: als weſentlicher Gemeng⸗ theil im Granit, haͤufiger im Gneiß: noch haͤufiger im Glim— merſchiefer und, als unentwickelte oder unausgebildete Glim— mermaſſe, im Thonſchiefer. Ferner als zufaͤlliger Gemengtheil faſt in allen Felsarten. Seltener auf Gaͤngen, ſaͤulen- und tafelfoͤrmig kryſtalliſirt. —— iſch ächig veilen dem uch 3, vaͤch⸗ fuͤh⸗ ſchie⸗ Kali Talk⸗ dtheile naͤhert durch unter⸗ den velche Raͤn⸗ leicht rtheilt fuͤhl⸗ nſelben , wo ſchein und mmt derb neng⸗ zlim⸗ blim⸗ ttheil und Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 95 Gebr. Dieß Mineral hat ſeinen Namen von dem viel⸗ verſprechenden, taͤuſchenden Glanze erhalten, der mit glimmern und flimmern fnruͤchwoͤrtlich bezeichnet wird, wofuͤr man es ſpottweiſe auch Katzengold und Katzenſil⸗ ber genannt hat. Zu taͤuſchenden Vergoldungen und Verſil⸗ berungen hat man den Glimmer, ſonſt wenigſtens, haͤufig gebraucht. Vorſichtig gegluͤht, wodurch der Metallglanz erhoͤht und ſelbſt der Perlmutterglanz in metalliſchen umgewandelt und der ſchwarze Glimmer goldfarbig wird, nachmals zu feinen Schuͤppchen zermalmt, wurden Tapeten, Heiligenbilder und andere Kunſtſachen damit beſtaͤubt und dieſe Art von Vergol— dung oder Verſilberung wurde durch einen Kitt oder Firniß feſtgehalten. Kleine durchſichtige Tafeln wurden ſchon laͤngſt in den Kloͤſtern zur Bedeckung der Heiligenbilder gebraucht, (daher Marienglas) und in Sibirien wird ein grauer und ſchwarzbrauner Glimmer neſterweiſe im Granit ſo großblaͤtterig gefunden, daß er zuweilen Tafeln von 1 Elle in's Gevierte giebt. Er wird von eigenen Gewerkſchaften aufgeſucht, gerei⸗ niget und ſortirt in den Handel gebracht, und als Fenſterglas verwendet, unter dem Namen ruſſiſches Glas. Es hat vor dem gewoͤhnlichen voraus: daß kleine Tafeln zu großen zuſammengenaͤht, zerbrochene durch aufgeflickte Stuͤcke ausge⸗ beſſert werden koͤnnen; daß durch Erſchuͤtterung und Stoß, bei der elaſtiſchen Biegſamkeit deſſelben, nicht ſo leicht Stuͤcke wer— den, daher beſonders auf Kriegsſchiffen Gebrauch davon ge⸗ macht wird— und daß im Winter kein Eis ſich auflegt. In⸗ deß wird es von der Sonnenwaͤrme krumm gezogen und iſt nicht ſo hell, als das gewoͤhnliche Glas. Außerdem koͤnnen vorzuͤglich helle Stuͤcke zur Bedeckung der Naturalienkaͤſtchen oder Glaͤſer, zu Objectivglaͤſern und Schiebern in Mikroſkopen gebraucht werden. In Rußland und China macht man einge⸗ legte Arbeiten damit und die Chineſen ſchneiden allerhand wun— derliche Figuren daraus, womit ſie die Zimmerwaͤnde und Son⸗ nenſchirme bekleben. 96 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. Scheinbar einfache, dem Glimmer angehoͤrige Felsarten. 8 1) Thonſchiefer. Iſt mehr und weniger vollkommen⸗, dick und duͤnn⸗, ſo wohl gerad⸗ als krumm⸗ſchieferig; der vollkommen ſchieferige naͤhert ſich der blaͤtterigen Textur. Spaltflaͤche von ſchimmernd bis wenig glaͤnzend, eine Art Seidenglanz, zuweilen dem halb⸗ metalliſchen des Glimmers ſich naͤhernd. Auerbrch. erdig und matt; Strch. graulichweiß, etwas mild, undurch⸗ ſichtig. Frb. aſch-, gruͤnlich- rauch-, perlgrau; graulich⸗, blaulich⸗ſchwarz; braͤunlich⸗roth; zwiſchen lauch⸗ und ſchwaͤrzlich⸗ gruͤn. Mehrentheils einfarbig, zuweilen laͤnglich rund gefleckt oder geſtreift und geflammt. Der Thonſchiefer iſt ein, nicht mehr unterſcheidbares Ge⸗ menge von vorwaltender Glimmer⸗ und von Quarz⸗ und Feldſpath⸗ maſſe, aus welchen nur zuweilen der eine oder andere oder mehre Beſtandtheile zugleich ſich heraus gebildet haben. Unter dieſen Beſtandtheilen verraͤth ſich der Glimmer am oͤfterſten und deutlichſten. In dem klaren Abſchwemmwaſſer des Bodens ſehr vieler Thonſchieferarten, welche im friſchen Zuſtand auch nicht eine Spur von Glimmer verrathen, bemerkt man haͤufig ſchwimmende Glimmerblaͤttchen von einer ſolchen Kleinheit, daß ſie, nur mit Huͤlfe einfallender Sonnenſtrahlen, als unendlich kleine, glaͤnzende Punkte wahrgenommen werden koͤnnen; an andern Thonſchiefern ſieht man den Glimmer in einzelnen Strahlen und Blaͤttchen aus der Maſſe gleichſam hervorbrechen; andere ſind auf den Spaltflaͤchen mit einem halbmetalliſch⸗glaͤn⸗ zenden Glimmer gleichſam nur angehaucht und es giebt noch andere, worin dieſer Beſtandtheil ſo deutlich ausgeſprochen iſt, daß der Beſchauer kleiner Stuͤcke ungewiß bleibt, ob er ſie zum Glimmer⸗ oder Thonſchiefer rechnen ſoll. Anm. Anderſeits giebt es Gneiß(im Thal der Klippermuͤhle b. Tharand), deſſen Glimmer vor einem gewoͤhnlichen, aſch— grauen Thonſchiefer wenig ſich auszeichnet und ſtellenweiſe in ſolcher Uebermenge, daß die Lagen kleiner Quarz- und Feldſpathkoͤrner faſt gaͤnzlich verborgen ſind.— Und dieſes ——Q—BO.OBQ—Q—ꝑ—O;—O-, —ÿyõ— Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 97 Gemenge lagert unmittelbar uͤber einen granitartigen Gneiß, worin ein roͤthlicher Feldſpath, ein graulichweißer Quarz und ſtarkglaͤnzender, ſilberweißer Glimmer, in maͤßigen Stuͤcken von Handbreite und Fauſt⸗ und Kopfgroͤße, mit einander verwachſen ſind. nigt Seltener hat ſich der Quarz zu feinen Koͤrnern herausge⸗ rnd V bildet, indeß ſinden ſich Uebergaͤnge des Thonſchiefers in Glim⸗ il⸗ merſchiefer, worin Lagen unendlich kleiner Quarzoͤrner mit ſehr 9. feinen und undeutlich ausgeſprochenen Glimmerſchuͤppchen mit urch⸗ V einander abwechſeln, abgeſehen davon daß im Thonſchieferge⸗ üih⸗ birg ſo haͤufig groͤßere Quarzmaſſen erſcheinen. Am ſeltenſten ich tritt der Feldſpath, theils in Kryſtallen theils in einzelnen fleck Knoten hervor. Man kann alſo Granit, Gneiß und Glimmer⸗ ſchiefer, jene aus vorwaltendem Quarz und Feldſpath, dieſen Ge⸗(den Glimmerſchiefer) aus Glimmer und Quarz ohne Feldſpath athe beſtehend, fuͤr vollkommenere kryſtalliniſche Gebilde erklaͤren, in oder welchen die Gemengtheile rein und ſelbſtſtaͤndig von einander inter ſich geſchieden haben; Thonſchiefer aber fuͤr ein minder kryſtalli⸗ iſen ſches Geſtein von uͤberwiegender Glimmermaſſe, worin der Glim⸗ dens mer theils nicht immer, theils nur in geringer Menge, theils auch nur unvollkommen zur Entwickelung gelangte. aufig Zu dieſer mehr weſentlichen Beſtandmaſſe des Thonſchiefers 1 diß geſellen ſich zufaͤllig noch Talk, oder der Glimmer wird ealk⸗ ndlich artig, ferner Chlorit, Hornblende, kohlige Be⸗ n ſtandtheile, und zuweilen ein Uebermaaß von Eiſen, Ilgen auch iſt mancher Thonſchiefer von Kalk durchzogen und brauſt hen; mit Saͤueren— er iſt daher nicht allezeit leicht zu erkennen lin⸗ und bildet eine Menge Uebergaͤnge. noch Die talkige Beſchaffenheit des Thonſchiefers verraͤth ſich iſt, durch ein fettiges Anfuͤhlen, beſonders im halbverwitterten Zu⸗ zum ſtand; durch Chlorit wieder gruͤn gefaͤrbt, erhaͤlt einen etwas fettigen Glanz und Anfuͤhlen und gruͤnlichen Strich; Horn⸗ blende faͤrbt die Maſſe und den Strich auf gleiche Weiſe und be tritt zuweilen in kleinen Partien deutlicher hervor, und es giebt mwait Mittelſtufen zwiſchen Thon⸗ und Graͤnſteinſchiefer. Kohlige „und Beſtandtheile, faͤrben ihn ſchwarz, ſchwarzblau; ein dieſes Uebermaaß von Eiſenoxyd, bei dem Verwittern, ziegel⸗ und 7 98 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. braͤunlichroth. Der in der Miſchung nicht erkennbare Kalk macht ihn mit Saͤueren brauſen; ein Uebermaaß von kohligen Theilen macht ihn brennbar und der Eiſengehalt iſt zuweilen ſo betraͤchtlich, daß er als ein nuͤtzlicher Zuſchlag zu Eiſenerzen gebraucht werden kann(Sundwiger Huͤtte, in der Grafſchaft Mark). Uebergaͤnge macht der Thonſchiefer a) in Kieſelſchiefer, wenn der Quarz an Menge zu⸗ nimmt; b) in Glimmerſchiefer durch koͤrnige Heraus⸗ bildung eines betraͤchtlichen Quarzgehalts, waͤhrend zugleich die Glimmermaſſe zu zartſchuppigem Glimmer ſich geſtaltet; c) aus dieſem in Gneiß, wenn auch der, an Menge zu⸗ nehmende, Feldſpath ſelbſtſtaͤndig wird; d) in Syenit, wenn der Feldſpath das Uebergewicht erhaͤlt und ein Ueber⸗ gang des Glimmers in Hornblende ſtatt findet; e) in Grauwackenſchiefer und Grauwacke durch Zuneh⸗ men der Quarzkoͤrner; f) in Brauneiſenſtein, wo Thonſchiefer Brauneiſenſteinlager einſchließt; g) in Talk⸗, Chlorit⸗, Gruͤnſtein⸗-ſchiefer, durch Zunahme an Talk⸗, Chlorit⸗ und Hornblendegehalt. Zufaͤllige Gemengtheile. Mancher Thonſchiefer iſt gaͤnzlich frei davon, andere enthalten(außer Glimmer, Talk, Chlorit, Feldſpath und Quarz)— Granat, Turmalin, Piſtacit, Kalk⸗ und Braunſpath und Chiaſtolith (Hohlſpath). An metalliſchen Foſſilien: Schwefel⸗ oder Eiſenkies, Magneteiſenſtein, Bleiglanz, Blende. So verſchieden die Maſſe des Thonſchiefers nach Art und Menge ſeiner Beſtandtheile iſt, ſo verſchieden iſt die aus ihm entſtandene Erde. Im Allgemeinen verwittert er leichter, als viele andere Felsarten, er nimmt das Waſſer in ſeine Maſſe auf, beſonders ſind demſelben die Schieferungskluͤfte zugaͤnglich; es wirkt daher der Froſt auf die Zerſtoͤrung freiliegender oder nur mit wenig Erde bedeckter Thonſchiefermaſſen am meiſten. Mancher zerfaͤllt, nicht zum Vortheil des Pflanzenwachsthums, ſo eilfertig, daß freiſtehende Kuppen und Waͤnde mit maͤchti⸗ gen Schutthaufen umgeben ſind, die wenig oder faſt keine 1 Ed hina den geüf finde Dieſe Tenf b weche renD ſonde beſon V feine Zeit laͤßt; meiſt Thonſ Gaüi Forn ſeine men! zeit durch Felät flem otbirg terung ſ lſch duut und ſchief ſchie ttein blen hory Ueber⸗ ) in uneh⸗ wo lk⸗, Talk⸗, ſchiefer „Tal, nalin, olith oder t und ihm „als Maſſe glich; oder eiſten. hums, naͤchi⸗ keine Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 99 Erde enthalten, weil die gebildete fortwaͤhrend in die Tiefe hinabgelaugt wird; Die gaͤnzliche Aufloͤſung erfolgt ſowohl an den Raͤndern dieſer Brocken, wie auf den, durch den Froſt geoͤffneten Schieferungsflaͤchen, wo man haͤufig ſchon Erde findet, wenn aͤußerlich das Geſtein noch ziemlich friſch erſcheint. Dieſer letzte Ruͤckſtand iſt ſehr verſchieden: Sehr glimmerreiche Thonſchieferarten hinterlaſſen eine leichte, lockere Lehmerde, welche leicht austrocknet, kohlige Thonſchieferarten einen locke⸗ ren Boden, der noch uͤberdieß wegen der dunklen Farbe, be— ſonders ſeiner Brocken, ſtark erwaͤrmungsfaͤhig iſt; dichte, beſonders Talkerde haltige Thonſchieferarten hinterlaſſen eine feine, gewoͤhnlich ſehr waſſerhaltige Thonmaſſe, welche mit der Zeit ſich feſtlagert und das Waſſer nicht in die Tiefe verſinken laͤßt; quarzige Thonſchiefer verwittern langſamer und geben meiſt einen Boden von der noͤthigen Dichtheit und Poroſitaͤt. So im Allgemeinen, Mittelſtufen ſind ſo haͤufig wie die Thonſchieferarten ſelbſt. Vork. Der Thonſchiefer iſt weit und meiſt in großen Gebirgsmaſſen auf der Erde verbreitet. Die ſanft abgerundete Form ſeiner Berge, mit weit ausgedehnten Ruͤcken, ſteht mit ſeiner Schieferung und Schichtung in dem genaueſten Zuſam⸗ menhang. Sie haben wenig Kuppen und Klippen, weil die Zeit die meiſten ſchon zerſtoͤrt hat, nur in engen Thaͤlern, durch Fluͤſſe und Baͤche eingeriſſen, ſieht man ſchroffe, zackige Felswaͤnde. Er iſt allezeit deutlich geſchichtet, zuweilen wellen— foͤrmig. An untergeordneten Lagern enthalten die Thonſchiefer⸗ gebirge: Quarz, oft in großen Felsſtuͤcken, die der Verwit⸗ terung widerſtanden und hier und da zu Tage ausgehen; Kie— ſelſchiefer, fuͤr ſich ſelbſt auch geſchichtet und haͤufig mit Quarz durchzogen; Feldſpath und Feldſtein; Talk und Talkſchiefer, zum Theil mit Strahlſtein; Chlorit⸗ ſchiefer, oft Granaten enthaltend; Gneiß, Glimmer⸗ ſchiefer, Granit, Syenit, Gruͤnſtein und Gruͤn⸗ ſteinſchiefer; Schillerfels, Serpentin, Horn⸗ blendeſchiefer und Hornblendegeſtein; Feldſtein⸗ vorphyr; Alaunſchiefer; Zeichnenſchiefer, Wetz⸗ 7* 100 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. ſchiefer, Kalk, Grauwacke, Walkererde; Kohlen⸗ blende; Granat. Endlich Lager von metalliſchen Foſſilien: Schwefel⸗ oder Eiſenkies, Brauneiſenſtein, Blei⸗ glanz.— Es iſt alſo das Thonſchiefergebirg zugleich ſehr zuſammengeſetzt. Thonſchieferarten, welche nach ihrem Gebrauch benannt worden ſind. a) Dachſchiefer. Er muß ſich in duͤnne, gerade Platten von der erforderlichen Groͤße ſpalten laſſen; nicht zu ſproͤde und nicht zu muͤrbe ſein, um Loͤcher durſchlagen zu koͤnnen; keine Schwefelkieſe enthalten, die ſich an der Luft zerſetzen, und die Platten zerſtoͤren; die Maſſe darf nicht zu weich und waſſeranſaugend ſein, weil ſonſt der Froſt ſie zerblaͤttert und endlich nicht zu viel kohlige Theile enthalten, die ihn brennbar machen. Man nimmt an, daß Daͤcher von gutem Thonſchiefer uͤber 100 Jahre dauern, ohne betraͤchtliche Nach⸗ beſſerungen zu beduͤrfen. b) Tafelſchiefer. Brauchbar zu den ſogenannten Schie⸗ fertafeln, wenn er rein(ohne Quarz ꝛc.) dicht und feſt und von ſchwarzer Farbe iſt. Er wird in duͤnnen Tafeln gebro⸗ chen, mit einem meiſelaͤhnlichen Inſtrumente gleich geſchabt, naß mit einem feinen Sandſtein abgerieben oder auch mit Tripel polirt und mit Oel und Kohlenpulver geglaͤttet. Vor⸗ zuͤglich brauchbarer Tafelſchiefer bricht bei Probſtzelle im Saalfeld'ſchen, von wo aus faſt ganz Deutſchland mit Schie— fertafeln verſorgt wird. c) Griffelſchiefer muß weicher als Thonſchiefer ſein und bei dem Zerſchlagen in ſplitterige Stuͤcke zerſpringen. Er iſt ſehr ſelten und bricht ebenfalls im Saalfeld'ſchen, von wo aus ganz Europa damit verſorgt wird. Vor der Verarbeitung darf er nicht an der Sonne austrocknen, oder dem Winterfroſte ausgeſetzt werden. Er wird daher, aus der Grube gefoͤrdert, mit Reißig bedeckt, mit Waſſer begoſ⸗ ſen und vor Winters in feuchte Keller gebracht. Mit einem ſchneidigen, ſcharfen Hammer wird er dann in ſtaͤngliche Stuͤcke geſpalten, beſchabt und zugeſpitzt. ſte ver dem nust a V eehr talla bral hlen⸗ ſien: Blei⸗ h ſehr rauch Natten ſorade V hnnen; erſeten, u weih tblätett die ihn gutem Nach⸗ V Schie⸗ feſt und V gebru⸗ geſchabt auch mit tet. Vor⸗ hell im t Schie: jer ſein pringen. l''ſchen, Vor der n, oder r, aus er begoß it einem Rangüiche Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 101 Wenn der Thonſchiefer auf dem Querbruch dicht und fein iſt, wird er zu Wetz⸗ oder Abziehſteinen fuͤr feinere Schneide⸗ Werkzeuge zugerichtet und dieſe Wetzſteine gewoͤhnlich Oehl⸗ ſteine genannt, weil jene Werkzeuge mit Oel feingeſchliffen werden; doch muß er, wegen dieſes Gebrauchs, nicht mit dem eigentlichen Wetzſchiefer verwechſelt werden. Außerdem be⸗ nutzt man den Thonſchiefer zu Tiſchblaͤttern, zu Leichenſteinen, zu Formen fuͤr Knopf⸗ und Zinngießer; gepulvert und mit Lehm zu einem Teige gemacht, zur Foͤrmerei fuͤr feinere Me⸗ tallguͤſe. Als Mauerſtein iſt der feſtere und dickſchieferige brauchbar, wenn er von Schwefelkieſen rein iſt. 2) Alaunſchiefer. Iſt ein Thonſchiefer mit ſchwefelſauerer Thonerde und ei⸗ nem betraͤchtlichen kohligen Gehalt, zuweilen mit Bitumen. Er wird in glaͤzenden und gemeinen abgetheilt. a) Gem. Alaunſchiefer. Frb. graulich⸗, blaulich⸗ ſchwarz, das abgeſchabte Pulver des Strichs gleichfarbig, die beſchabte Stelle etwas lichter und zuweilen wenig glaͤnzend. Er ſchließt zuweilen Kugeln ein, die ſich leicht ausloͤſen laſſen und auf dem ebenen Bruch matt oder faſt matt erſcheinen. b) Glaͤnzender Alaunſchiefer. Frb. zwiſchen blau⸗ lich- und eiſenſchwarz, auf den Kluͤften ſpiegelig und zu⸗ weilen mit bunten Farben angelaufen; krummſchieferig, Spaltfl. von wenig bis ſtark glaͤnzend, Auerbrch. ſchimmernd oder matt. Strich und Durchſcheinenheit ꝛc. wie oben. Vork. Beide Arten gehoͤren dem Thonſchiefergebirg an und bilden in demſelben zuweilen maͤchtige Lager. Selten kom⸗ men ſie mit Grauwacke und Kalk vor. An der Luft auslie— gend beſchlagen ſie mit mehligem Alaun weiß; im Feuer ent⸗ zuͤnden ſie ſich und brennen ſich gelblich⸗grau. Gebr. Wenn der Alaunſchiefer, der nicht mit Alaun⸗ erde verwechſelt werden darf, ergiebig genug iſt, wird er auf Alaun benutzt; erdharzige werden vorher geroͤſtet, um das Bitumen zu zerſtoͤren, der Einwirkung der Luft ausgeſetzt, aus— gelaugt und die Lauge, wie von der Alaunerde verſotten. 102 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 3) Zeichnenſchiefer(Schwarze Kreide). Ein Thonſchieſer mit ſehr betraͤchtlichem kohligen Gehalt (der deutſche bis 11 pr. C) und chemiſch gebundenen Waſſer (bis 7 ½ pr. C). Unvollkommen⸗ und dlekſchieferig, Querbrch. feinerdig; Frb. blaulich⸗ſchwarz; ſchwachſchimmernd oder matt, Strch. etwas glaͤnzend, Anfuͤhlen fein und mager, abfaͤr⸗ bend und ſchreibend. Vork. Er findet ſich ebenfalls als Lager im Thonſchiefer, indeß in Deutſchland ſparſam und als Zeichnenſchiefer wenig brauchbar, am Harz b. Huͤttenrode, im Bayreuth'ſchen b. Ludwigſtad und im Saalfeld'ſchen. Der brauchbarſte kommt aus Italien: Frankreich und Spanien. Anm. Von geringerem Kohlengehalt, glaͤnzender im Strich und weniger ſchreibend und abfaͤrbend wird er Kohlenſchie⸗ fer genannt. Vork. Im Steinkohlengebirg. 4) Wetzſchiefer. Hat einen kleinen Antheil von Talk und einen noch ge⸗ ringeren von Kalk, iſt uͤbrigens aber dem Thonſchiefer, nach ſeinem chemiſchen Gehalt, ziemlich gleich. Im Großen unvollkommen⸗ und geradſchieferig, im Kleinen (auf den Spaͤltflaͤchen) ſplitterig. Frb. gruͤnlich⸗grau; berg⸗, ſpargel⸗, oͤlgruͤn; wenig ſproͤde, Strch. graulich⸗weiß; a. d. K. durchſcheinend. Vork. In mehr⸗ und minder maͤchtigen Lagern im Thon⸗ ſchiefer, b. Sonneberg im Sachſen-Meining'ſchen, b. Probſt⸗ zelle und Lichtentanne im Saalfeld'ſchen ꝛc. Gebr. Er wird zu Wetzſchalen verarbeitet, indem er zuerſt in Stuͤcke von erforderlicher Laͤnge und Breite geſaͤgt und hierauf mit einem ſchneidigen Hammer, dem ſchieferigen Gefuͤge nach, in ſchalige Stuͤcke geſpalten wird. Auf Sand— ſteinplatten wird er abgerieben und mit Bimsſtein oder Tripel polirt. Auch dieſe Wetzſteine werden Oelſteine genannt(ſiehe Thonſchiefer),— es ſind indeß nicht alle Wetzſteine aus Thon— und Wetzſchiefer, auch dichter Kalkſtein wird dazu gebraucht. at. Gähalt Vaſſer brch. matt, faͤr⸗ hiefer, wenig hen b. kommt ch und ſchie⸗ h ge⸗ nach leinen berg⸗, b g. d. Tjon⸗ vobſſt⸗ n er eſägt rigen zand⸗ ripel (ſeehe Thon⸗ cht. Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 103 Zuſatz: Kieſel⸗thonerdige Foſſilien, theils im erdigen Zuſtand, theils von Neuem erhaͤrtet. Sie ſind Ruͤckſtaͤnde vorhanden geweſener Fels⸗ und Stein⸗ arten, zum Theil nachweislich, zum Theil nur vorausſetzlich. 1) Porcellanerde(Kaolin). Staubartig zerreiblich, Frb. roͤthlich⸗, gelblich⸗weiß; matt, undurchſichtig, fein, aber nicht oder kaum fettig anzu⸗ fuͤhlen; ſchwach a. d. Z. haͤngend: ſtark abfaͤrbend. Beſteht aus Kieſelerde(von 52 bis 64); Thonerde(von 32 bis 47); wenig Kalk(von 1 bis 2 ½; Eiſenoxyd(von 85 bis*n). Sie iſt um ſo ſchaͤtzbarer je weniger Eiſen ſie enthaͤlt. Vork. Sie wird nur in oder in der Naͤhe der Grantt⸗ und Gneißgebirge gefunden, und iſt der Ruͤckſtand zerſetzter Feldſpathlager. Es finden ſich nicht nur Brocken von Quarz und Feldſpath, ſondern auch Quarzkryſtalle und mehr und we⸗ niger verwitterte Feldſpath⸗Kryſtalle auf ſolchen Lagern. Am ausgezeichnetſten b. Aue unweit Schwarzenberg im Saͤchſ. Erz⸗ gebirge, dann auch b. Paſſau in Baiern, b. Gutach im Wuͤrtemberg'ſchen u. a. O. Gebr. Als Beſtandmaſſe zur Anfertigung des Porcellans, der feinſten, dauerhafteſten und geſchaͤtzteſten Thongeſchirre⸗ 2) Gelberde. Eine feine, ockerhaltige Thonmaſſe, im Großen unvoll⸗ kommen ſchieferig, Brch. feinerdig; Frb. ockergelb, inwen⸗ dig matt; Strch. wenigglaͤnzend; Anf. fein und etwas fet⸗ tig, ſtark a. d. Z. haͤngend: im Feuer ſich roth brennend. Vork. In Lagern im neueren Floͤtzgebirge, beſonders ausgezeichnet b. Wehrau in der Oberlauſitz; mit Quarzſand b. Robſchuͤtz unweit Meißen. Gebr. als Farbematerial. Sie findet ſich haͤufiger in Frankreich, als in Deutſchland. — 104 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 3) Walk⸗ oder Walker⸗Erde. Ein Thon mit ein Wenig Talk⸗ und Kalkerde. Frb. gruͤnlichgrau; oͤlgruͤn, in's Gelbe und Rothe, zuweilen ge⸗ fleckt. Brch. uneben oder erdig, matt; Strch. fettglaͤnzend; Anfuͤhlen ſehr fettig(friſch von der Lagerſtaͤtte); kaum a. d. Z. haͤngend. Im Waſſeer zerfaͤllt ſie ſchnell bildet aber keinen zaͤhen Teig. Vork. Als Lager unter der Dammerde, b. Roßwein in Sachſen; haͤufiger und beſſerer Art in England. Gebr. Sie ſaugt Fettigkeiten an und wird zum Walken der Tuͤcher gebraucht, fuͤr welchen Gebrauch ſie kein freies Eiſenoxyd haben darf und geſchlemmt werden muß, wenn ſie ſandig iſt. Außerdem dient ſie auch zur Anfertigung der Fleck⸗ kugeln. 4) Steinmark. Ein feinthoniges Foſſil, welches, nach ſeinem Vorkommen in den Felsarten, mit dem Marke in den thieriſchen Knochen verglichen wurde. Nach der Staͤrke ſeines Zuſammenhalts wird es in feſtes und zerreibliches eingetheilt. 2a) Feſtes Steinmark. Frb. gelblich⸗, graulich⸗, gruͤn⸗ lich, roͤthlich⸗weiß; perlgrau, lavendelblau; fleiſch-, ziegel⸗ roth; ockergelb. Brch. eben und flachmuſchelig, matt; Anf. fein und fettig; Strch. etwas glaͤnzend, undurch⸗ ſichtig, ſtark a. d. Z. haͤngend. Vork. Das blaue und bunt geſtreifte, geaderte und gefleckte wird im Steinkohlengebirg, zu Planitz unweit Zwi— ckau, als Lager gefunden und iſt marktſchreieriſch: Saͤchſi⸗ ſche Wundererde genannt worden,— es wurde ehedem in der Medicin gebraucht. Anderwaͤrts findet es ſich, auf aͤhnliche Art wie der Opal, in Porphyren, z. B. b. Roch⸗ litz, von rothen Farben. b) Zerreibliches Steinmark, aus zartſchuppigen und feinerdigen, ſchwach zuſammengebackenen Theilen, von feinem, etwas fettigem Anfuͤhlen. Frb. gelblich⸗, ſchneeweiß, ocker⸗ Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 105 gelb. Es kommt immer nur in kleinen Partien vor, z. B. drb. im Granit(b. Ehrenfriedersdorf, Penig ꝛc.); im Topas⸗ en ge fels b. Auerbach im Voigtlande, das ockergelbe, welches azend; ſich dem feſten Steinmark annaͤhert; auch auf Erzgaͤngen. fun 1 5) Bolus(Boh,(Siegelerde). Iſt ein feiner Thon mit ein Wenig Talkerde, dem ein ig Steinmark ſehr aͤhnlich. Er unterſcheidet ſich indeß dadurch: daß er, in den lichteren Farben, ganz oder doch Dalen a. d. K. durchſcheinend iſt, dann durch die braunen ſties Farben ſelbſt und durch eine meiſt ſchimmernde Bruchfl. an ſe Andere Eigenſchaften hat er mit dem Steinmarke gemein. r des Vork. Nur im baſaltiſchen Gebirge, Baſalt und Wacke, ſo z. B. bei Striegau in Schleſien(Striegauer Erde); am Habichtswald in Heſſen ꝛc. Gebr. Bolus wurde ehedem, wie das Steinmark in umen der Medicin gebraucht und Wunderkraͤfte demſelben beigemeſſen. lochen Die Inſel Stalimene, bei den Alten Lemnos, war der be⸗ ruͤhmteſte Fundort. Jaͤhrlich wurde nur ein Mal, unter ge⸗ fes wiſſen Ceremonien und unter obrigkeitlicher Aufſicht, Bolus gegraben, in Saͤcke gepackt und dieſe, mit dem Siegel des Groß⸗Sultans verſehen, an die verſammelten Kaufleute ver— gni⸗ handelt. Wo man anderwaͤrts Bolus oder Steinmark in den dieg Handel brachte, ahmte man das Verſiegeln der Paͤcktchen nach. nait; daher entſtand der Name Siegelerde. Bei Siena, im zurch⸗ Toskaniſchen, wurde ein kaſtanienbrauner Bolus gegraben und unter dem Namen: Ochria di Siena verkauft. 35 6) Gemeiner Thon. ich ſi⸗ Thon iſt der Ruͤckſtand aufgeloͤſter Felsarten; die Verſchie⸗ hedem denheit dieſer erklaͤrt die ſo mannigfaltigen Verſchiedenheiten, ,auf welche, ſelbſt bei gleichnamigen Thonarten, ſtatt finden. Ihre Roch⸗ Betrachtung, in Beziehung auf das Pflanzenwachsthum, ge⸗ hoͤrt der ſpeciellen Bodenkunde an, hier iſt nur von ihrer oryk⸗ n und tognoſtiſchen Unterſcheidung die Rede. jinem, Nach ihrer Anwendung im gemeinen Leben theilt man die odn⸗ verſchiedenen Thonarten ein: in Toͤpferthon; Ziegel⸗ 106 Kieſel⸗thonerdige Mineralien. thon oder Ziegellehm; Lehm oder Letten und, nach ſeiner Faͤrbung in bunten Thon: a) Toͤpferthon. Im Großen zuweilen unvollkommen ſchie⸗ ferig; Brch. feinerdig; Anf. fein und mehrentheis fettig, 1 ziemlich ſtark a. d. Z. haͤngend; Frb. graulich⸗, gelblich⸗weiß; gelblich-, aſchgrau, rauchgrau, perl⸗, gruͤnlich-grau;(von kohligen Beimiſchungen) blaulichſchwarz. Matt, nur zuwei⸗ len von eingemengten Glimmerblaͤttchen punktweiſe glaͤnzend; Strch. etwas glaͤnzend. Feucht glaͤttet er ſich unter dem Fingernagel ſtark und hat Dehnbarkeit und Zaͤhigkeit(Pla⸗ ſticitaͤt). Vork. ziemlich allgemein, ſein Gebrauch zu Thon⸗ oder R Toͤpfergeſchirren iſt bekannt, je nach dem Grade der Dehn⸗ G barkeit unterſcheiden die Toͤpfer langen und kurzen Thon. b) Ziegelthon, Ziegellehm. Er hat noch Plaſticitaͤt genug um grobe Sachen, Ziegel, daraus zu formen. Frb. gelblichgrau, gelblichbraun; Brch. uneben von feinem und kleinem Korn bis erdig; Anf. faſt mager, wenig a. d. Z. haͤngend. Feucht glaͤttet er ſich etwas unter dem Fingernagel. c) Lehm, und wenn er feinſandig iſt, Letten; Frb. gelblichgrau, gelblichbraun; Anf. mager, nicht oder ſehr wenig a. d. Z. haͤngend. Er laͤßt ſich, wegen ſeiner gerin⸗ gen Bildſamkeit, nicht mehr formen. Vork. Dieſe Thonarten bilden, in ſehr allgemeiner Ver⸗ M breitung, mehr und minder maͤchtige Lager, hier und da b wellenfoͤrmige Huͤgel, in Ebenen moͤgen ſie der Bodenſatz ehemaliger ſtehender Waͤſſer, oͤfter aber durch Waſſerſtroͤh— V mungen zuſammengefuͤhrt ſein. d) Bunter Thon. Frb. gelblich⸗, roͤthlich⸗weiß; fleiſch⸗, pfirſchbluͤthroth, perlgrau, gelblich-grau, ockergelb, mit meh— ren dieſer Farben geſtreift, geadert, gefleckt, inwendig matt, Brch. groberdig; Strch. fettglaͤnzend, ziemlich ſtark a. d. Z. haͤngend. Bildet mit Waſſer keinen Teig, ſon⸗ dern zerfaͤllt und bleibt broͤcklich. Vork. In Lagern, b. Wehrau in der Oberlauſitz, b⸗ Robſchuͤtz unweit Meißen. Er iſt haͤufiger in Frankreich, Kieſel⸗thonerdige Mineralien. 107 nach als in Deutſchland und wird zum Theil als Farbematerial gebraucht. ſchie⸗ 7) Schi feii) Schieferthon. veiß; Mehr und weniger vollkommen ſchieferig; Querbr. er⸗ (von dig oder eben; Spalt- und Brchfl. matt. Frb. rauch⸗, uwei⸗ aſchgrau; graulichſchwarz; Anf.(wenn friſch von der Lager⸗ bend; ſtaͤtte) wenig fettig, mild; Strch. etwas lichter und wenig⸗ dem glaͤnzend. (Paa⸗ Ein ſelten ganz fehlendes und charakteriſches Merkmal ſind die Kraͤuterabdruͤcke, vorzuͤglich von Farrenkraͤutern, Graͤſern d oder und Rohrgewaͤchſen, die zum Theil in Steinkohle uͤbergegan⸗ dehn⸗ gen ſind. Haͤufig iſt er mit zarten Glimmerblaͤttchen und fei⸗ ſon nem Sand gemengt, enthaͤlt Schwefelkies, nicht ſelten Thon⸗ fium eiſenſtein, Quarz, Kalk⸗ und Braunſpath. Geht in Brand⸗ Frt. ſchiefer, wenn er Bitumen— und in Kohlenſandſtein uͤber, ntd wenn er mehr Sand aufnimmt. d. 3. Vork. Er gehoͤrt dem Steinkohlengebirg an und bildet mngel. mit andern Mineralmaſſen die Decke derſelben. Frö. 8) Brandſchiefer. 3 ſih Iſt ein, mit Bitumen durchdrungener, Schieferthon und eünn meiſt mit Steinkohlen in naͤherer Beruͤhrung. Frb. pech⸗ ſchwarz, ſchwaͤrzlichbraun, ſchwach ſchimmernd; Anf. etwas er Ver⸗ fettig, mild, undurchſichtig; Strch. gleichfarbig und fett nd da glaͤnzend. zenſatz Vermoͤge des Erdharzgehalts brennt er zwiſchen Kohlen ſtruͤh mit Flamme und Schwefelgeruch und mit Veraͤnderung ſeiner Farbe in Weiß, Grau oder Roth— er kann alſo, wo ein eiſch⸗, ſtarkes Feuer unterhalten wird, zugleich als Brennmaterial meh⸗ mit benutzt werden. Seine Lager im Steinkohlengebirg ſind matt, mehr und minder maͤchtig, ſie wechſeln haͤufig mit den Floͤtzen 8.3. der Steinkohle. ſn 9) Gebrannte Thone. , 5 Ein Erzeugniß des unterirdiſchen Feuers aus gemeinem kreih Thon oder Schieferthon. Nach Maßgabe der Staͤrke der ein⸗ 108 Kieſel⸗talkerdige Mineralien. wirkenden Hitze, ſind ſie von verſchiedener Haͤrte, von weich und faſt mild bis eiſenhart und ſproͤde; im Großen oft ſchie⸗ ferig; Brch. uneben und erdig, zum Theil rauh und ſcheu⸗ ernd, zuweilen ſchimmernd, zuweilen matt. Frb. gelblich⸗ weiß, gelblich⸗grau; ſchmutzig-ockergelb, roͤthlichweiß, fleiſch⸗, ziegel⸗, braͤunlich⸗roth. Als umgewandelter Schieferthon charackteriſiren ſie ſich hauptſaͤchlich durch haͤufige Pflanzenabdruͤcke: Baumblaͤtter, Farrenkraͤuter, Rohrgewaͤchſe. 10) Porcellanjaspis. Iſt ein bis zur Porcellanmaſſe gebrannter Thon, ſein Name iſt daher bezeichnend. Kommt in Geſellſchaft der ge⸗ brannten Thone vor, in zerberſteten, eckigen Stuͤcken, rund⸗ lichen Bloͤcken, durchſetzt von ziegelrothen Kluͤften und nicht ſehr ſelten mit Kraͤuterabdruͤcken. Hauptfrb. lavendelblau; blaulich⸗, aſchgrau, ſtroh⸗ und ockergelb, von wenig glaͤnzend bis matt, undurch⸗ ſichtig; Brchſtuͤcke ziemlich ſcharfkantig. Stufenweiſe Ueber⸗ gaͤnge des Porcellanjaspis in gebrannten Thon koͤnnen uͤberall nach⸗ gewieſen werden, wo beide ſich finden: im Boͤhm'ſchen Mittelge⸗ birge, zu Planitz b. Zwickau, im Saarbruͤck'ſchen, am Meißner ꝛc. III. Kieſel⸗talkerdige Stein⸗ und Felsarten. Die Talkerde, fuͤr ſich allein dargeſtellt, iſt ein lockeres, weiches Pulver von geringem Erwaͤrmungsvermoͤgen, von geringer waͤrmehaltender Kraft und von großer Anziehung zum Waſſer. Sie ertheilt den Mineralien, in welchen ſie ſich in betraͤchtli— cher Menge findet, ein weiches, fettiges(ſeifenartiges) Anfuͤhlen und große Feuerbeſtaͤndigkeit; ihre ſtarke Anziehung zum Waſſer aber iſt in dem friſchen Geſtein nicht bemerkbar, ſie ſind im Gegentheil nicht Waſſer-anſaugend und darum auch nicht a d. Z. haͤngend, wie die thonerdigen. Wichtig fuͤr die Gebirgskunde ſind folgende aus dieſer Ab⸗ theilung: 1) Hornblende, 2) Schillerſtein, 3) Augit, 4) Chlorit, 5) Talk. eil deich ſchir ſchen⸗ ich, iſch⸗, ſch utter, ſein ge⸗ rund⸗ unicht grau, urch⸗ ſber⸗ mach⸗ Telge⸗ dler d. 1 ſeres, unger iſſer. dhtli⸗ Phlen paſſer im 8,3. te Ab⸗ ugit, Kieſel⸗talkerdige Mineralien. 109 Die Talkerde heißt auch Bittererde; weil ſie, als ſchwach⸗ kaliſche Erde, mit Saͤueren verbunden, bitter ſchmeckende Salze liefert. I. Hornblende. Man unterſcheidet gemeine und baſaltiſche, welche ein haͤufig vorkommender Beſtandtheil des Baſalts iſt. Gemeine Hornblende. Frb. rabenſchwarz, ſeltener graulich⸗ oder ſammt⸗ſchwarz, ſchwaͤrzlich-gruͤn; Gefuͤge ſtrahlig oder blaͤtterig, die blaͤtterige, eckigkoͤrnig, die ſtrahlige keilfoͤrmig ſtaͤnglich abgeſondert; von glaͤnzend bis ſtark-glaͤnzend, Perlmutterglanz. Strch. gruͤn⸗ lich-grau, undurchſichtig. Giebt bei dem Anhauchen einen bitterlichen Geruch. Beſteht aus Kieſel-, Talk-, Thon- und Kalkerde mit Eiſenoxyd in ſehr verſchiedenen Verhaͤltniſſen: Kieſelerde von 20 bis 47. Talkerde von 3 bis 16. Thonerde von 7 bis 22. Kalkerde von 1 bis 12. Eiſenoxyd von 15 bis 27. Sie verwittert wahrſcheinlich aus eben dieſem Grunde leichter und ſchwerer. Man findet Syenitbloͤcke, an denen die Hornblende ausgewittert, waͤhrend der Feldſpath noch wenig angegriffen iſt und wiederum andere, wo die Hornblende faſt noch im friſchen Zuſtande ſich befindet, waͤhrend der Feldſpath mehr und weni⸗ ger durch die Verwitterung ſchon gelitten hat. Sie hinterlaͤßt eine gelb- oder rothbraune(eiſenhaltige) Lehmerde mit einem Stich in's Gelblichgruͤne. Vork. Am haͤufigſten mit Feldſpath und Feld⸗ ſtein vergeſellſchaftet: als kryſtalliniſcher Beſtandtheil des Syenits; als faͤrbender Gemengtheil der Graͤnſteinarten; als Hornblendeſchiefer und Hornblendegeſtein; als zufaͤl⸗ liger Gemengtheil im Granit und Gneiß, wo ſie zu⸗ weilen die Stelle des Glimmers vertritt, ferner im Glimmer⸗ ſchiefer, im Weißſtein, koͤrnigem Kalkſtein, in manchen Por⸗ phyren ꝛc. Zuweilen auf eigenen Lagern, am ſeltenſten auf Gaͤngen. 110 Kieſel⸗talkerdige Mineralien. Anhang. Der Hornblende verwandte Steinarten. D) Baſaltiſche Hornblende, im Baſalt, Grauſtein und Wacke eingewachſen, ſaͤulenfoͤrmig kryſtalliſirt, Frb. pechſchwarz, ſammt⸗, eiſenſchwarz; Strch. graulichweiß, Gefuͤge blaͤtterig; Spaltfl. ſtark⸗ und ſpiegelflaͤchig glaͤnzend, Perlmutterglanz. 2) Strahlſtein. Gewoͤhnlich derb und eingeſprengt, von ſtrahligem und faſerigem Gefuͤge. Frb. gruͤn; Strch. gruͤnlich⸗ weiß, glaͤnzend und wenig glaͤnzend, Glas⸗ und Perlmutterglanz. a) Asbeſtartiger Strahlſtein. Frb. gruͤn, grau, weiß, buͤſchel⸗ oder ſternfoͤrmig auseinander laufend faſerig oder ſchmal⸗ ' ſtrahlig, ſeidenartig ſchimmernd oder wenig glaͤnzend, undurch⸗ ſichtig. Iſt von faſerigem Tremolith ſehr ſchwer zu unterſcheiden und geht in Asbeſt uͤber. b) Der gem. Strahlſtein. Frb. lauchgruͤn, in's Oliven⸗ ' und Schyaͤrzlichgruͤne, ſchmal⸗ und breitſtrahlig, perlmutterglaͤn⸗ G zend, zum Glasglanz ſich neigend, a. d. K. durchſcheinend.— b Hierdurch und durch den gruͤnlich⸗weißen Strich unterſcheidet er E ſich hinlaͤnglich von der gem. Hornblende. c) Glaſiger Strahlſtein hat faſt Feldſpathhaͤrte, die ſtarkge⸗ ſchobenen Saͤulen ſind oft nadelfoͤrmig, breitgedruͤckt, der Laͤnge nach geſtreift und buͤſchelfoͤrmig a. e. a. laufend. Frb. berg⸗, gras⸗, lauch- bis ſchwaͤrzlichgruͤn, von glaͤnzend bis ſtark glaͤnzend, aͤu⸗ ßerlich Glasglanz, inwendig zwiſchen Glas⸗ und Perlmutterglanz, ſtark durchſcheinend. Vork. Der Strahlſtein gehoͤrt den Urgebirgen an und es fin⸗ den ſich haͤufig mehr Arten beiſammen und gehen in einander uͤber. V V Im Saͤchſ. Erzgebirge zu Ehrenfriedersdorf, Raſchau, Breiten⸗ brunn im Gneiß und Glimmerſchiefer mit Magneteiſenſtein, Schwe⸗ felkies, Magnetkies, Kupferkies ꝛc. Der Glaſige findet ſich mehren Orten und in Tyrol b. Pfitſch. Anm. Einige rechnen hierher noch einen koͤrnigen Strahl⸗ vorzuͤglich ſchoͤn, im Talkſchiefer eingewachſen, in der Schweiz an ſtein, von meiſt grasgruͤner Farbe, auch Diallage ge⸗ nannt, der, mit einer Art Feldſtein(Saussurit) im Ge⸗ menge den Gabbro bildet— andere ziehen ihn zur Fa⸗ milie des Schillerſteins. 3) Asbeſt(d. h. unverloͤſchlich, unverbrennlich) zerfaͤllt in mehre Unterarten, die gemeinſten davon ſind: 4) Amianth oder Bergflachs, welcher Name zugleich ſein aͤußeres Erſcheinen ankuͤndiget. Zart- und gleichlaufend faſerig, ſeltener haarförmie krnaalliſirt. Frb⸗ gruͤnlich⸗weiß, gruͤnlich⸗ Kieſel⸗talkerdige Mineralien. 111 grau; berg-, olivengruͤn, ſelten roth; ſeidenartig glaͤnzend und ſtark glaͤnzend. Vork. Als ſchmale Gangtruͤmmer vorzuͤglich in talkerdigen Felsarten: Serpentin, Topfſtein, Chloritſchiefer, auch im Thon⸗ ſchiefer, Gruͤnſtein ꝛc. Einige unterſcheiden noch einen ſchillern⸗ den Asbeſt, der manche Serpentine wie feine Adern durchzieht. b) Gem. Asbeſt, grob⸗ und gleichlaufend faſerig, die Faſern ſind oft in Buͤndel vereiniget und geben das Anſehen einer ſtaͤng⸗ lichen Abſonderung, in kurze ſtechende Nadeln theilbar. Frb. lauch⸗, berggruͤn; gruͤnlich-, gelblich-grau, gruͤnlich⸗weiß, von ſeidenartig ſchimmernd bis wenig glaͤnzend, Perlmutterglanz. Vork. Auf Gaͤngen und in Truͤmmern, wie die vorige Art, auch im Gneiß und Glimmerſchiefer. Die uͤbrigen ſeltneren Arten: Holzasbeſt, Papierasbeſt, Bergkork(Berglederd, ſind unter einander laufend faſerig und haben mit den, in den Namen angedeuteten, Koͤrpern einige Aehnlichkeit. Gebr. Schon die Alten ſollen den flachsaͤhnlichen Asbeſt in Faͤden geſponnen und eine unverbrennliche Leinewand daraus ge⸗ webt haben, um ihre Todten hineinzuwickeln und ihre Aſche ganz und unvermiſcht zu erhalten. In Sibirien ſoll noch jetzt ein grobes Gewebe daraus verfertiget werden und die Groͤnlaͤnder machen un⸗ verbrennliche Dochte fuͤr ihre Thranlampen daraus. In Corſika knetet man die zarten Fuden unter Toͤpferthon und die daraus ge⸗ fertigten Gefaͤße ſollen beiém Trocknen und Brennen weniger riſſig werden und den Wechſel zwiſchen Hitze und Kaͤlte beſſer vertragen; ein Dr. Fox hat ihn zur Anfertigung ſeuerfeſter Pappen(Stein⸗ pappe) angewendet. Der haͤufigſte Gebrauch vom gem. Asbeſt und Amiant wird gegenwaͤrtig fuͤr die ſogenannten chemiſchen Feu⸗ erzeuge gemacht: ein Kiſſen von Abbeſtfaͤden, zur Aufnahme der Schwefelſaͤuere, benetzt das eingetauchte Schwefelhoͤlzchen ſparſamer, beſchleuniget hierdurch die Entzuͤndung und verhuͤtet zugleich, daß nicht ein Tropfen Schwefelſaͤuere herausgeriſſen und Schaden be⸗ reitet werde. Ein Buͤſchel Amiantfaſern in's Feuer geworfen ſcheint, indem es lebhaft gluͤht, ſich zu entzuͤnden, wird aber unverſehrt aus dem Feuer gezogen. 4) Tremolith hat ſeinen Namen vom Thale Tremola am St. Gotthard in der Schweiz und von den 3 Arten: gemeiner, glaſiger und asbeſtartiger findet ſich bloß der letztere in Sachſen, in Kalkſteinlagern, z. B. auf dem Heinzwalde b. Lenge⸗ feld, und b. Breitenbrunn. Meiſt buͤſchelfoͤrmig a. e. a. J. faſerig; 112 Kieſel⸗talkerdige Mineralien. Frb. graulich⸗, gelblich⸗weiß in's Gruͤnlichweiße, ſeidenartig glaͤn⸗ zend und ſtark glaͤnzend. Anm. Dieſe talkhaltigen Steinarten, inbegriffen die gem. Horn⸗ bltende, werden von einigen Mineralogen unter dem Na⸗ men Amphibol zuſammen gefaßt, es ſind dann gleich⸗ bedeutend: Gem. Amphibol= gem. Hornblende; baſaltiſcher Amphibol= baſ. Hornblendez Tremolith⸗Amphibol= Tremolith; Strahl⸗ ſtein⸗-Amphibol— Strahlſtein; Asbeſt⸗Am⸗ phibol= Abbeſt ꝛc. Scheinbar einfache, der Hornblende angehoͤrige Felsarten. 1) Hornblendeſchiefer. Im Großen mehr und weniger vollkommen, dick⸗ und duͤnn-⸗, meiſt geradſchieferig, im Kleinen unter einander lau— fend ſchmal- und ſehr ſchmalſtrahlig. Das ſtrahlige Gewebe iſt oft nur in gutem Lichte erſt erkennbar. Frb. rabenſchwarz, graulich⸗ſchwarz in's ſchwaͤrzlich Gruͤne. Strch. gruͤnlich⸗grau. Er iſt wohl ſelten ohne Feldſpath oder Feldſtein, an ver⸗ witternden Stuͤcken iſt derſelbe zuweilen in kleinen weißen Punkten erkennbar. An zufaͤlligen Gemengtheilen finden ſich Strahlſtein, in lauchgruͤnen Punkten; Quarz, Glim— mer, Chlorit, Granat, Schwefelkies, Magnet⸗ eiſen ꝛc. Uebergaͤnge finden ſtatt: in Glimmerſchiefer durch Vermehrung des Glimmers und des Quarzes; in Gruͤn⸗ ſteinſchiefer durch Zunahme und gleichfoͤrmige und innigere Zumengung des Feldſpaths. Vork. Am gewoͤhnlichſten findet er ſich als untergeord⸗ nete Lager im Gneiß und Glimmer⸗, ſeltener im Thonſchiefer und ſchließt zuweilen ſelbſt untergeordnete Lager von Quarz, koͤrnigem Kalk, Granat, Gneiß, Talk⸗ und Chlo⸗ ritſchiefer ein. Er iſt in der Regel ſehr deutlich geſchich⸗ tet und die Schichten von geringer Maͤchtigkeit. 2) Hornblendegeſtein. Die Hauptmaſſe beſteht aus Hornblende, zum Theil blaͤt⸗ terig, zum Theil ſtrahlig, zum Theil ſo feinkoͤrnig, einfach Gornb lichgra tben v undor bat! kryſta tig; nus, llende ren E ſältu ſorp! tin⸗ da d ith ſtins oeben Ilat / Glir 1 Aan⸗ r. Hetn⸗ ſem Na⸗ gleich⸗ lende dende; itrahl⸗ eAn⸗ ſͤtige k⸗ und ner lau⸗ Hewebe hwarz, iyegrau. nn ver⸗ awbeißen en ſich (Glim⸗ agnet⸗ chiefer Grͦme aunnigere tgeotd⸗ Sſcife wuarz Kiefel⸗talkerdige Mineralien. 113 daß das Geſtein faſt dicht erſcheint. Außer Feldſ path finden ſich an zufaͤlligen Gemengtheilen: Quarz, Glimmer, in tombackbraunen Blaͤttchen, Piſtacit, Schwefel⸗, Kupfer⸗, Arſenikkies, Magneteiſenſtein ec. Dieſe Felsart iſt von geringer Verbreitung, ſie ſetzt nur hier und da Huͤgel und einzelne Berge zuſammen; iſt viel⸗ faͤltig zerkluͤftet; auf Gaͤngen und untergeordneten Lagern finden ſich Quarz, Feldſpath, Schillerſtein, Serpentin, Strahlſtein, Chloritſchiefer und granitartige Gemenge. 3) Gruͤnſtein(Diorit)(Ur⸗ und Uebergangs⸗Gruͤnſtein). Iſt ein mehr und weniger inniges Gemenge von Horn⸗ blende und Feldſtein, ſeltener Feldſpath. Wenn das Gemenge innig iſt und das Geſtein als ein einfaches erſcheint, iſt es von Farbe, je nach der Menge der Hornblende, ſchwarz⸗, lauch⸗-, piſtacien-, olivengruͤn bis gruͤn⸗ lichgrau; Strch. lichtberggruͤn und gruͤnlichgrau; Brch. un— eben von feinem, kleinem, ſeltener von grobem Korn; matt, undurchſichtig. Wenn das Gemenge nach ſeinen Beſtandtheilen unterſcheid⸗ bar wird und die Hornblende vorwaltend iſt, erſcheint ſie mehr kryſtalliniſch, glaͤnzend, zuweilend ſtark glaͤnzend(ſtrahlſteinar⸗ tig; ſtellenweiſe ſcheiden ſich beide Theile in groͤßeren Partien aus, und die des Feldſteins ſind am Rande von der Horn⸗ blende noch gruͤnlich-gelb gefaͤrbt. Es iſt ſelten in groͤße⸗ ren Strecken gleich. Wenn der Feldſtein das Uebergewicht er⸗ haͤlt und in kleinen Partien ſich ausſcheidet wird die Maſſe porphyrartig genannt, und Gruͤnſtein⸗Porphyrwenn er in 4ſ. Prismen erſcheint, die ſelten ganz regelmaͤßig ſind. Da das Gemenge zwiſchen Feldſtein und Hornblende leichter muͤrbe wird, als die eingeſchloſſenen Koͤrner des reinen Feld⸗ ſteins; ſo bilden dieſe an Geſchieben rundliche Erhoͤhungen, und geben ihnen ein blatteraͤhnliches Anſehen, daher der Name Blatterſteine(Variolit). An zufäͤlligen Gemengtheilen enthaͤlt der Gruͤnſtein: Quarz, Glimmer, Chlorit, Talk, Schillerſtein, Speck⸗ 8 114 Kieſel⸗talkerdige Mineralien. ſtein, Kalkſpath, Piſtacit ꝛc. Eiſen⸗ oder Schwe⸗ felkies, Kupferkies, Magneteiſenſtein ꝛc. und geht in Gruͤnſteinſchiefer, ſeltener in Gneiß uͤber, wenn Glimmer ſtatt der Hornblende eintritt. Er iſt ein zaͤhes, feſtes Geſtein und verwittert nur langſam, von Schale zu Schale muͤrbe werdend, indem er zugleich mit Flechten, jedoch bei Weitem nicht ſo reich wie der Baſalt, ſich beſetzt; der Ruͤckſtand iſt eine gelblich-braune, bei wenig zugemengter Dammerde, in's Gruͤnliche ſich ziehende Lehmerde, mit wenig Sand und Brocken(nach andern Beobachtungen, ſoll er auch in braunen Grus und eiſenſchuͤſſigen Sand zer⸗ fallen, ohnr viel Erde zu hinterlaſſen); zuweilen iſt er unvoll⸗ kommen ſaͤulenfoͤrmig zerkluͤftet, zuweilen kugelig abgeſondert, oder ſchließt kleine Kugeln von großer Feſtigkeit ein(Kugel⸗ fels). Vort. Gruͤnſtein iſt, im Ganzen, eine untergeordnete Felsart, ſelten bildet er Stuͤckgebirge von betraͤchtlicher Aus— dehnung; ſondern nur mehr und minder maͤchtige Lager im ur⸗ und Uebergangsgebirg. Er iſt ſelten deutlich geſchichtet, deſto haͤufiger zerkluͤftet; ſeine Berge ſteigen zuweilen ſteil, zuweilen ſanft an, haͤufig mit hervorragenden Kuppen beſetzt; ſteile Waͤnde ſind klippig und zerriſſen und mit viel abgetrenn⸗ ten Bloͤcken umlagert. Auf gangartigen Raͤumen enthaͤlt er Feldſpath, Quarz, Strahlſtein, Piſtacit, As⸗ beſt, Kalkſpath, Schwerſpath ꝛc. Kupfer⸗ und Eiſenerze. 4) Graͤnſteinſchiefer(Gruͤnſchiefer, Hornſchiefer, Dioritſchiefer). Hornblende⸗ und Feldſtein⸗Maſſe mehr und weniger innig verbunden, in unvollkommen⸗ und dickſchieferigem Gefuͤge; wenn die Hornblende das Uebergewicht erhaͤlt und allmaͤlig rei⸗ ner hervortritt, uͤbergehend in Hornblendeſchiefer. Zufaͤllige Gemengtheile: Quarz in Koͤrnern; Glim⸗ mer in einzelnen Blaͤttchen; Granat, in Koͤrnern und Kry⸗ ſtallen ꝛc. Schwefelkies ꝛc. Uebrigens wie Gruͤnſtein. 8 h we⸗ und geht Gämmer langſam, eich mit Baſalt, wenig nahmerde, chtungen, zjand zer⸗ er unvol⸗ Lgeſondert „ Kugeb⸗ jeordnete ſcter Aus⸗ hager im dſſchichtet, ulen ſtei un beſett; eabgetrern⸗ rr enthält i zeit, I Aier⸗ und 7 er, der innig f Gefuͤge; lmaͤüig ri . Gliw⸗ und Fry iſtein. Kieſel⸗talkerdige Minerallen. 115 Vork. Als mehr und minder maͤchtige Lager indeß von geringer Ausbreitung, im Gneiß und Glimmerſchiefer, fuͤr ſich ſelbſt untergeordnete Lager von Gruͤnſtein einſchließend. Er iſt nicht immer deutlich geſchichtet, haͤufig zerkluͤftet und mit ein⸗ zelnen Quarzadern durchzogen. II. Schillerſtein(Diallogon). So wie die Hornblende fuͤr ſich allein nicht als Felsart erſcheint,— denn ſelbſt der Hornblendeſchiefer und das Horn⸗ blendegeſtein ſind nicht ohne Beimengung von Feldſtein und Feldſpath;— ſo wie dieſe in mancherlei Geſtalten auftritt; ſo iſt dieſes auch bei dem, mit ihr verwandten, Schiller⸗ ſtein der Fall: er bildet eine eigene Familie Diallogon⸗Familie und nur im Gemenge mit Feldſtein zwei Felsarten: Serpen⸗ tin und Gabbro oder Schillerfels. Aus dem Gemenge des Serpentins ſcheiden ſich zuweilen folgende Arten kryſtalliniſch aus: a) Bronzit(blaͤtteriger Apophyllit, oder gem. Diallage genannt); Frb. gruͤn und braun, nelken⸗, gelb⸗ lich-, tomback⸗braun; in ſchmalen, kryſtalliniſch⸗ krumm⸗ blaͤtterigen Theilen, auf der Spaltflaͤche glaͤnzend, von Perl⸗ mutterglanz, dem halbmetalliſchen ſich naͤhernd.— In den Serpentinen auf dem Harz an der Baſte, des Fichtelgebirgs ꝛc. und in Sachſen in den Serpentinen b. Waldenburg, Hohen⸗ ſtein, Zoͤblitz. b) Schillerſpath(Schillerſtein); Frb. oliven⸗ gruͤn, in's Berggruͤne und Gruͤnlichgraue; gelblichbraun; Gefuͤge geradblaͤtterig von 1fachem Durchgang, glaͤnzend und ſtark⸗glaͤnzend, Perlmutterglanz, der dem halbmetalliſchen am meiſten ſich naͤhert; undurchſichtig— am ausgezeichnetſten in den Serpentinen im Harzeburger Forſte, am Harze und im Baireuthiſchen. Der hierhergehoͤrige ſtrahlige Anthophyllit findet ſich in Norwegen; der Smaragdit(ſiehe Strahlſtein) in 8* 116 Kieſel⸗tatkerdige Mineralien. Corſika, in der Schweitz und in Kaͤrnthen, und eoͤnnen hier aͤbergangen werden. Anm. Ein koͤrniges Gemenge von Smaragdit und rothem Granat, im Fichtelgebirg, Reuthberg b. Doͤhlau, un⸗ weit Hof ꝛc. wird Eklogit genannt. Ein ſeltenes Vor⸗ kommen, jedoch von bedeutender Verbreitung. Dem Schillerſtein angehoͤrige Felsarten, welche als einfache erſcheinen. 1) Serpentin. Ein, bis zur Gleichartigkeit, inniges Gemenge von Feld⸗ ſtein und Schillerſtein-Maſſe, oder, wie Einige wollen: ein dichter Schillerſtein(ſiehe Schillerſtein). Bronzit und Schillerſpath wuͤrden dann nur einzelne kryſtalliniſche(ſpa thige) Ausſcheidungen ſein. Nach der Dichtheit und Feinheit der Maſſe, nach Verſchiedenheit des Bruchs ꝛc. wird der Serpentin in edlen und gemeinen abgetheilt, zwiſchen welchen beiden Arten indeß keine ſcharf⸗abgeſchnittene Grenze, ſondern Annaͤ⸗ herungen und unvermerkte Uebergaͤnge, zuweilen an ein⸗ und demſelben Stuͤcke, ſtatt finden⸗ a) Edler Serpentin. Brch. flachmuſchelig oder ſplitte⸗ rig(muſcheliger und ſplitteriger), zuweilen beides muſchelig und ſplitterig zugleich. Frb. ſchwaͤrzlich⸗, lauch⸗, zeiſiggruͤn; ſchimmernd, ganz⸗oder nur ſtark a. d. K. durchſcheinend; Anf. fein und etwas fettig. Vork. Findet ſich in Lagern mit koͤrnigem Kalkſtein, den er ſtellenweiſe gruͤnlich und gelblich faͤrbt, im Gneiß und in kleinen Partien im gemeinen Serpentin als Uebergaͤnge. b) Gemeiner Serpentin. Brch. uneben bis ſplitterig, je nachdem er ſich, durch Dichtheit und Feinheit der Maſſe, mehr dem edlen naͤhert; oft ſtellenweiſe klein- und feinſplit⸗ terig und ſtellenweiſe uneben oder unvollkommen muſchelig. Frb. grau, gruͤnlich⸗grau; graulich⸗, roͤthlich⸗ſchwarz; braͤunlich- und blutroth; gelblich⸗ und leberbraun, faſt im⸗ mer mit mehren Farben geadert, geſtreift, gefleckt, punktirt ꝛc.; von matt und undurchſichtig bis etwas ſchimmernd und a. d. K. durchſcheinend, je mehr er ſich dem edlen Serpentin naͤhert: Lh eiſ ſen Tho liſ leich ſchie V ſchie er mel tin, Li Alii eine ei R nen hier rothem fau, un⸗ zes Vor⸗ welche von dedd⸗ leen: ein nzit und athige) heit der berpentin un beiden i Anna⸗ n⸗ und tt ſpütte⸗ zen beides A lauch ia. d.§. 1 ſkein, den 9ß und in nänge. ſoliteerig der Maſſe, feinſplit⸗ zuſchelig. ſchwarz; faſt im⸗ uktirt e d a. d.§. tin nähern Kieſel⸗talkerdige Mineralien. 117 Zufaͤll. Gemength. Asbeſt, Speckſtein, Talk, Chlorit, Hornblende(talkerdige Foſſilien), Magnet⸗ eiſenſtein(daher er auch auf die Mannetnadel wirkt), Ei⸗ ſen- ader Schwefelkies, Pyrop. Kieſelerde vorherrſchend, mit mehr und weniger Talk⸗ und Thonerde, wenig Kalk und Eiſen; er verwittert langfam und aoͤſt ſich zu einer fein⸗ und talkig anzufuͤhlenden Erde auf, die leicht an einem Uebermaße von Feuchtigkeit leidet. Vork. Als Lager im Weißſtein, Gneiß, Glimmer⸗ ſchiefer, Syenit und Thonſchiefer, mit Kalk und Hornblende⸗ ſchiefer, ſelbſt mit Grauwacke im Uebergangsthonſchiefer, oder er ſetzt einzelne Stuͤckgebirge von geringer Erſtreckung zuſam⸗ men. Er iſt uͤbrigens uͤber die ganze Erde verbreitet. Gebrch. Wegen ſeiner Weichheit laͤßt ſich der Serpen⸗ tin, beſonders ehe er austrocknet, zu allerhand Geraͤthſchaften: Waͤrmſteinen, Moͤrſeln, Reibſchalen, Vaſen, Doſen und der⸗ gleichen verarbeiten. In Zoͤblitz im Saͤchſ. Erzgebirge beſteht eine beſondere, privilegirte Innung, welche vor 40 b. 50 Jahren einen ſehr bedeutenden Handel mit dieſen Waaren trieb. We⸗ gen ſeiner Feuerbeſtaͤndigkeit, hat man neuerdings verſucht, che⸗ miſche Oefen aus Serpentin zu verfertigen, die ihrem Zweck vollkommen entſprechen ſollen. 2) Schillerfels(Gabbro). Eine Zuſammenſetzung aus Feldſtein oder Feldſpath und Schillerſtein(Diallogon) im koͤrnigen Gemenge— iſt demnach als eine Abart des Serpentins zu betrachten. Das Gemenge iſt zuweilen grob⸗ und kleinkoͤrnig unter⸗ ſcheidbar, zuweilen innig, und darum vielfaͤltig mit Serpen⸗ tin und Gruͤnſtein verwechſelt und bald ſerpentiniſcher Gruͤnſtein bald ſerpentinartiger Granit genannt worden. Sein Vorkommen iſt dem des Serpentins ähnlich, er findet ſich oft mit dieſem zugleich, in Deutſchland iſt er nicht gemein. Fundorte: auf dem Harz, am Fuße des Brockens, 118 Kieſel⸗talkerdige Mineralien. zwiſchen Neuſtadt und dem Oderkrug; in Schleſien am Zob⸗ tenberg; in Maͤhren und Unteroͤſtreich. III. Augit und Dolerit. Die Familie des Augits faßt mehre Steinarten in ſich, als:(außer Augit), Kokkolith, Faſſait, Diopſid, Sahlit, Baickalit, Spodumen, Zoiſit und Piſta⸗ cit,— von denen jedoch fuͤr die Gebirgskunde bloß einige Unterarten des Augits zu kennen nothwendig ſind. a) Baſaltiſcher Augit. Theils geſchoben 4ſ. oder 8ſ. ſaͤulenfoͤrmig kryſtalliſirt, theils in Koͤrnern. Brch. theils vollkommen, theils unvollkommen blaͤtterig, auch muſchelig und uneben. Frb. ſammt⸗ und rabenſchwarz bis ſchwaͤrz⸗ lich⸗gruͤn; glaͤnzend bis wenig glaͤnzend, zwiſchen Glas⸗ und Fettglanz, in Fettglanz uͤbergehend; undurchſichtig bis a. d. K. durchſcheinend. Vork. Eingewachſen in Baſalt, im Grauſtein(Trachyt) und in den Laven des Veſuvs ꝛc. Ausgezeichnet b. dem Dorfe Boreslau unweit Toͤplitz. b) Muſcheliger Augit, in den Baſalten des Rhoͤnge⸗ birgs, desgleichen b. Caſſel und Goͤttingen und in denen der Saͤchſ. Schweiz. Brch. unvollkommen muſchelig, etwas flach; Frb. ra⸗ benſchwarz und ſchwaͤrzlichgruͤn, ſtark glaͤnzend, Glasglanz, der dem Fettglanz ſich naͤhert; von ganz durchſcheinend bis durchſcheinend a. d. K. Im Uebrigen, wie die vorige Art. Nicht nur den Baſalten und Trachyten gehoͤrt der Augit an, in denen er zuweilen einen betraͤchtlichen Beſtandtheil aus⸗ macht; ſondern er bildet auch mit Feldſtein und Feldſpath die Hauptmaſſe einer Felsart, welche, lange verkannt, bald Floͤtz⸗ gruͤnſtein bald Grauſte in genannt, bald als ein Baſalt betrachtet worden iſt und gegenwaͤrtig den Namen: Dolerit fuͤhrt, die Taͤuſchung anzudeuten, in welchen die Mineralogen, uͤber die Natur dieſer Felsarten gehalten worden ſind. 1 Joh⸗ n ſch yſid, niſt a⸗ Neinige „ ſdet d. theils uſchelig j hwäͤt⸗ s⸗ und 93 a. d. nachyt) 26. zühoͤnge⸗ in denen erb, ra⸗ aaglanz, zend bis fe Art. Augit eeil aus⸗ ath die gloͤtz afalt ralogen, Kieſel⸗talkerdige Mineralien. 119 Dolerit iſt ein mehr und weniger deutliches Gemenge von Feldſpath oder Feldſtein oder von beiden zugleich, mit Augit und Magneteiſenſtein. Zuweilen iſt das Gemenge kryſtalliniſch, zuweilen ſo feinkoͤrnig, daß es als dicht erſcheint. In dieſem Falle, Frb. dunkelgruͤnlich⸗ oder graulich⸗ſchwarz, ſchimmernd und dann bald gruͤnſteinarti⸗ ger Baſalt bald baſaltiſcher Gruͤnſtein genannt. Feldſpath und Augit ſind entweder in ziemlich gleicher Menge vorhanden, oder es hat der eine oder der andere Be⸗ ſtandtheil das Uebergewicht und tritt alsdann unterſcheidbarer aus dem Gemenge hervor: der Feldſpath, graulich⸗, gelb⸗ lich-, roͤthlich-, gruͤnlich⸗weiß, in Koͤrnern, kryſtalliniſchen Maſſen und in Kryſtallen, zuweilen des glaſigen Feldſpaths; der Augit, von dunkelgruͤner oder gruͤnlichgelber Farbe, in Splittern, Koͤrnern, nadelfoͤrmigen Kryſtallen, bis zu 1 Zoll Laͤnge. Der Magneteiſenſtein, eiſenſchwarz(ſelten blau oder bunt angelaufen, von muſcheligem Bruch, glaͤnzend ꝛc.) iſt in kleinen und feinen Koͤrnern eingeſprengt, ſeltener in rund⸗ lichen Maſſen darin enthalten, bald gleichfoͤrmig, bald ungleich⸗ foͤrmig in der Maſſe vertheilt. Zuweilen iſt die Maſſe des Dolerits durch einzelne Feld⸗ ſpathkryſtalle porphyrartig(Cporphyrartiger Baſalt) bald mandelſteinartig, mit runden oder in die Laͤnge gezogenen Blaſenraͤumen, die entweder leer und theils mit einem glaͤn⸗ zenden Schmelz, theils mit einer ockerigen Erde an den Waͤn⸗ den uͤberkleidet, oder mit andern Foſſilien: Kalkſpath, Chal⸗ cedon, Hyalith, Gruͤnerde ꝛc. erfuͤllt ſind. An Uebergemengtheilen ſinden ſich: Quarz, edler Opal, Kalkſpath, Glimmer, Hornblende, Oli⸗ vin, Eiſenkies ꝛc. Uebergäͤnge finden ſtatt in Baſalt und Wacke(Dolerit iſt ein Baſalt deſſen Gemengtheile ſicht⸗ bar geworden ſind— ſ. Charakteriſtik der Felsarten von K. C. v. Leonhard). Dolerit, beſonders der ſehr eiſenhaltige, verwittert leicht, uͤberzieht ſich mit einer braunen Rinde oder verbleicht und zerfaͤllt allmälig in ein koͤrniger Gemenge(in welchem ſeine 120 Kieſel⸗talkerdige Mineralien. Zuſammenſetzung zuweilen um ſo deutlicher erkannt werden kann), und loͤſt ſich in eine gruͤnliche Erdart mit weißen Thontheil⸗ chen(den Ruͤrkſtand des Feldſpaths), auf, welche dem Pflan⸗ zenwachsthum ſehr foͤrderlich ſein ſoll. Vork. Dolerit(Floͤtzgruͤnſtein), iſt eine vulkaniſche Fels⸗ art und ſteht mit den Baſalten in der innigſten Verbindung. Er bildet theis maͤchtige Lager im Baſaltgebirg, theils ſpitze, kegelfoͤrmige Bergkuppen, zuweilen mit faſt ſenkrechten Fels⸗ waͤnden und tiefen Schluchten, iſt zuweilen ſaͤulenfoͤrmig, zu⸗ weilen kugelig abgeſondert und nicht immer geſchichtet. Auf gangartigen Raͤumen finden ſich in ihm: Feldſpath, Quarz, Halbopal, Kalkſpath, Arragon, Baſalt. Er ſelbſt findet ſich auch auf Gaͤngen im Gneiß, Glimmerſchiefer, Talk⸗ ſchiefer, im rothen Sandſtein und Kalkſtein ꝛc. und hat hier aͤhnliche Veraͤnderungen auf das einſchließende Geſtein, wie der Baſalt, hervorgebracht(ſiehe Baſalt). Fundorte: Odenwald, der Katzenbuckel; das Kaiſer⸗ ſtuhl⸗Gebirg im Breisgau; zwiſchen Hanau und Frankfurt, na⸗ mentlich b. Steinheim, Meißner in Kurheſſen ꝛc. Zuſatz. Ein dem Augit, ſowohl oryktognoſtiſch, wie geognoſtiſch, naheſtehendes Foſſil, am haͤufigſten vorkommend im Baſalt, iſt der Olivin. Frb. oliven⸗, oͤlgruͤn bis gelb und braun; derb, eingeſprengt, hoͤchſt ſelten 4ſ. ſaͤulenfoͤrmig kryſtalliſirt. Brch. uneben, glaͤnzend, Glas-, Fettglanz, meiſt eckigkoͤrnig abgeſondert, durchſcheinend. Er verwittert ſehr leicht mit Hin⸗ terlaſſung eines roſtfarbigen erdigen Ruͤckſtands. Beſteht aus 50 Kieſelerde, 38,5 Talkerde, 0,25 Kalk, 12 Eiſenoxyd. Er fehlt in wenig Baſalten, kommt aber meiſt nur in kleinen Partien vor; beſonders ausgezeichnet in Heſſen am Carlsberge b. Caſſel, am Hohenhagen zwiſchen Goͤttingen und Minden; am ſchoͤnſten am linken Rheinufer in der Eifel b. Kall, Dockweiler, Bettenfeld, Daun und Stoffler, zuweilen von der Groͤße eines Kinderkopfs. kann), Ntheil⸗ 6 Pfan⸗ t Fels⸗ dung. ſoiße, Tels⸗ 1 l⸗ 16 Auf Auarz, eſelbſt 9 Vlt⸗ t hier Nie der dniſer⸗ ſin na⸗ asoſti noeſelh ri taun; ralliſit. 99 örnig 1 1Sin⸗ 1 aus 10 puur in 26 am uii und fel b. weilen — Kieſel⸗talkerdige Mineralien. 121 IV. Chlorit. In einer ſyſtematiſchen Anordnung der Mineralien wird der Chlorit zur Familie des Glimmers gerechnet, weil er aͤhn⸗ lich kryſtalliſirt und ſonſt in ſeinem aͤußeren Erſcheinen die meiſte Aehnlichkeit mit ihm hat. Deſſen Beſtandtheile ſind: Kieſel— erde(von 39 bis 43), Talkerde(von 37 bis 41), Eiſenoxyd (10 bis 12) und etwas Thonerde(von 4 bis 6). Er erſcheint, in geringen Mengen, kryſtalliniſch als blaͤtteriger Chlorit; unkryſtalliniſch als gemeiner und erdiger Chlorit, und nur im Chloritſchiefer als Felsart. a) Blaͤtteriger Chlorit. Frb. dunkel berg⸗, lauch⸗ und ſchwaͤrzlichgrauͤn; Strch. berggruͤn, perlmutterartig⸗ oder fettglaͤnzend, undurchſichtig oder a. d. K. durchſchei— nend. In einem Gemenge mit erdigem Chlorit im Serpen⸗ tin b. Waldheim, Hartenſtein und Hohenſtein. Am aus— gezeichnetſten in den ſchweizeriſchen Alpen, vorzuͤglich am Gotthard. b) Gem. Chlorit, derb, eingeſprengt; Brch. erdig, zum Theil ſchuppig⸗blaͤtterig, im Uebrigen wie die vorige Art. Auf Lagern und Gaͤngen. c) Chloriterde, von ihrem weichen, ſammtartigen An⸗ fuͤhlen: Sammterde, zerreiblich, zartſchuppig, ſchim— mernd, nicht abfaͤrbend, uͤbrigens wie oben. Auf Lagern und Gaͤngen, mit blaͤtterigem Chlorit untermengt. Chloritfchiefer. Frb. lauch⸗, berg⸗ oder ſchwaͤrzlich⸗gruͤn, gruͤnlichſchwarz; mehr und weniger vollkommen, meiſt krumm-, ſelten gerad⸗ ſchieferig, zuweilen ſchuppig⸗blaͤtterig im Kleinen; wenig glaͤn⸗ zend bis nahe glaͤnzend, im Mittel zwiſchen Fett- und Perl⸗ mutterglanz. Strch. lichtberggruͤn, weich, mild; Anf. wenig fettig. Zufaͤll. Gemength. Talk in ſilberweißen Blaͤttchen; Glimmer in zarten ſilberweißen Schuppen; Magneteiſen⸗ ſtein, eingeſprengt und(in Tyrol) in ſchoͤnen Octaédern; Granat(das Granat⸗Dodekaéder, von betraͤchtlicher Groͤße 122 Kieſel⸗talkerdige Mineralien. bis zur mikroſkopiſchen Kleinheit); Quarz in Koͤrnern; Feld⸗ ſpath, Topas ꝛc. Kupfer⸗ und Schwefelkies ꝛc. Geht in Talk-, Glimmer⸗- und Thonſchiefer uͤber. Vork. Der Chloritſchiefer erſcheint ſelten als ſelbſtſtaͤn— diges Gebirg, ſondern meiſt nur als untergeordnete Lager im Gneiß, Glimmer⸗ und Thonſchiefer, vorzugsweiſe im Glim⸗ merſchiefer, theils auch nur neſterweiſe in dieſen Felsarten. Am ausgezeichnetſten in der Schweiz und in Tyrol; dann in Salzburg; in Baiern; Boͤhmen; in Sachſen b. Schneeberg und Hartenſtein. Die Chloritſchiefer auf dem Harz werden mehr fuͤr Chlorit-haltige Thonſchiefer angeſehen. V. Talk. Aehnliche geognoſtiſche Verhaͤltniſſe, wie der Chlorit, zeigt der Talk. Im Kleinen findet er ſich als blaͤtteriger und erdiger Talk und als Felsart, wiewohl ſelten, im Talk⸗ ſchiefer. Einige Steinarten, als vorzuͤglich talkerdehaltig, werden am bequemſten an ihn angereiht. a) Blaͤttertalk(gem. Talk). Gewoͤhnlich krummblaͤt⸗ terig, von 1f. Durchgange in's Strahlige uͤbergehend. Frb. gruͤnlich⸗weiß(mitunter ſilberweiß und dann mit halb⸗ metalliſchem Glanze), ſpargel-, aͤpfel-, lauch⸗zgruͤn, blaß ſmaragdgruͤn; ſehr weich und vollkommen mild; Anf. ſehr fettig; von durchſcheinend bis durchſichtig(in duͤnnen Blaͤttchen); glaͤnzend und ſtark glaͤnzend, von Perlmutter⸗ glanz. Der ſtrahlige iſt dick- und duͤnnſtaͤnglich abgeſondert. Wird durch Gluͤhen weiß und ſproͤde. Vork. In Deutſchland wenig ausgezeichnet, auf Lagern im Glimmer⸗ und Thonſchiefer; in Sachſen, Boͤhmen, Baiern, am Harz, im Salzburgiſchen ꝛc. Von vorzuͤglicher Schoͤnheit in der Schweiz, St. Gotthard und in Tyrol. b) Erdiger oder ſchuppiger Talk, in klein⸗ und fein⸗ ſchuppigen, loſen oder ſchwach zuſammengebackenen Theilen; weiß; ſchimmernd bis glaͤnzend, Perlmutterglanz, der dem halbmetalliſchen ſich naͤhert und von fettigem Anfuͤhlen. zeigt 2 d und mlk⸗ 809 tig, mylat rmend. inhal ri bloß an ſeßt uinnen 1utter⸗ 59 dert. Kieſel⸗talkerdige Mineralien. 123 Talkſchiefer. Mehrentheils krummſchieferig, hier und da in's unvoll⸗ kommen Blaͤtterige und Strahlige uͤbergehend. Frb. gruͤnlich⸗ grau, in's Olivengruͤne, Gruͤnlich- und Gelblichweiße; wenig glaͤnzend und glaͤnzend, Perlmutterglanz; a. d. K. durchſchei⸗ nend, mild, und von fettigem Anfuͤhlen. Zufaͤllige Gemength. Glimmer, in einzelnen in der Maſſe zerſtreuten Blaͤttchen, desgleichen Diallogon; Strahlſtein; Quarz; Feldſpath in Koͤrnern und Kry⸗ ſtallen; Granat(das Rauten⸗Zwoͤlfflach); Turmalin, in nadelfoͤrmigen Kryſtallen; Magneteiſenſtein; Eiſen— oder Schwefelkies c. Uebergaͤnge in Chlorit⸗ und in Thonſchiefer. Vork. Der Talkſchiefer gehoͤrt den Urgebirgen an, iſt keine der gewoͤhnlichen Felsarten und ſetzt, ſo viel bekannt, nur in Schweden ganze Berge zuſammen; in Deutſchland kommt er nur als Lager im Glimmer⸗ und Thonſchiefer vor. Dem Talk angehoͤrige Steinarten. 2) Speckſtein. Die Kryſtalle, in welchen er zuweilen erſcheint, ſind Afterkryſtalle, des Quarzes, des Kalk⸗, Fluß⸗ und Braun⸗ ſpaths. Brch. ſplitterig in's Unebene von grobem und kleinem Korn, oft ſtellenweiſe ſplitterig und ſtellenweiſe uneben; a. d. K. durchſcheinend; vollkommen mild, Strch. glaͤnzend, von fetti⸗ gem Anfuͤhlen, nicht a. d. Z. haͤngend, und etwas ſchreibend, vorzuͤglich auf Glas, wo, durch das An⸗ hauchen, die hinweg gewiſchten Zuͤge wieder zum Vorſchein kommen. Vork. Er findet ſich ſelten auf Lagern in Urgebirgen, gewoͤhn⸗ licher auf Gaͤngen, ſowohl im Ur- wie im Uebergangsgebirg und ſcheint durch eine Umwandlung anderer Steinarten entſtanden zu ſein. In Deutſchland am ausgezeichnetſten im Fichtelgebirge b. Goͤpfersgruͤn und Thiersheim unweit Wunſiedel, im Glimmer⸗ ſchiefer; in Sachſen hin und wieder, bloß in kleinen Partien, auf Zinnſteingaͤngen, b. Ehrenfriedersdorf und b. Altenberg ꝛc. In groͤßter Menge in England(Cap Lizard in Cornwallis), in Tretjcihen Gaͤngen im Serpentin, wo man auch Bergbau darauf treibt. 124 Kalkerdige Mineralien. Gebr. Unter den Namen: Seifenſtein, Schneldeſtein, Spaniſche und Venetianiſche Kreide, Briangoner Kreide, Schmeerſtein, vird ſehr mannigfaltiger Gebrauch von ihm gemacht. Wegen ſeiner abſorbirenden Eigenſchaft fuͤr Fette und Oele, zum Fleckausmachen, in wollenen und ſeidenen Zeugen; zum Putzen der Treſſen; zum Poliren des Gypſes, des Serpentins und Marmor's; zur Politur der Spiegelglaͤſer und Metallſpiegel; zum Glaͤtten und Glanzgeben gefaͤrbter Leder; zum Zeichnen, ſtatt der Kreide, auf Tuch, Seide und Glas; zur Bereitung der Paſtellſtifte ꝛc.— und in England als Zuſatzmaſſe zum Porcellan. b) Topfſtein(Lavetzſtein), ſcheint ein Gemenge von Ser⸗ pentin und Talkſchiefer, mit Chlorit, Glimmer, Asbeſt ꝛc. zu ſein, und findet ſich in Deutſchland nur in kleinen Partien im Serpentin zu Zoͤblitz; in großen Maſſen und ausgezeichnet in den Schweizergebirgen an mehren Orten, beſonders bei Chiavenna, wo er, wie der Serpentin zu Zoͤblitz, zu allerhand Geſchirren, die ſehr feuerbeſtaͤndig ſind(Keſſeln, Toͤpfen, Ofenplatten ꝛc.) verarbeitet wird. Im Großen unvollkommen ſchieferig; Brch. erdig und ſplit⸗ terig, wo Talk ſich ausſcheidet, etwas blaͤtterig, undurchſichtig, mild und weich ꝛc. c) Meerſchaum iſt ebenfalls ein talkerdiges aber ſeltenes Mi⸗ neral und findet ſich in Deutſchland zur Zeit bloß in Maͤhren b. Hrubſchuͤtz. Der geſchaͤtzteſte wird aus der Tuͤrkei(Natolien) nach Deutſchland gebracht. Außerdem in Spanien unweit Madrid. d) Reine Talkerde(Magneſit), in verſchiedenen Graden der Haͤrte, von muſcheligem und erdigem Bruch; mattem Anſe⸗ hen; undurchſichtig; durch den Strich nicht glaͤnzend werdend; von Farbe weiß, grau und gelb, findet ſich im Serpentin b. Hrubſchuͤtz in Maͤhren; in Oberſteiermark; in Schleſien und b. Waldheim in Sachſen. IV. Kalkerdige Stein- und Felsarten. Naͤchſt den kieſel⸗ und kieſel⸗thon⸗ und talkerdigen Foſſi— lien, ſind die der Kalkerde am zahlreichſten und in groͤßten Maſſen auf der Erde vorhanden. Kalkerde iſt eine kaliſche Erde; Kalien haben die groͤßte Verwandſchaft zu den Saͤueren— wo alſo auch immer ein kalkerdiges Foſſil gefunden wird, es iſt allezeit mit einer Saͤuere in Verbindung. Nach chemiſchen Begriff ſind die Foſſilien der —QQ— 2 m, et 1 ach 2 fu à Jeen Shes and em :dur nalſe ir⸗ 4 in mim 17 en 33d, ) Kalkerdige Mineralien. 125 kaliſchen Erden Salze, mit welchem Namen jedoch in der Mineralogie nur die leichtloͤslichen und darum einen Geſchmack gebenden Kaliſalze belegt werden. Die mit der Kalkerde vorkommenden Saͤueren ſind Koh— lenſaͤuere, Schwefelſaͤuere, Fluß⸗ und Phosphor⸗ ſaͤuere. Bei Weitem die gemeinſten ſind indeß die kohlen— ſaueren Kalkarten, ſie werden im gemeinen Leben ſchlecht⸗ hin Kalk und Kalkſtein genannt; naͤchſt ihnen die ſchwe⸗ felſaueren— ſie heißen Gypſe. Die flußſaueren, (Fluß und Flußſpath); die phosphorſaueren(Apatit, Phosphorit ꝛc.) ſind zum Theil ſelten und erſcheinen nie in großen Maſſen. I. Kohlenſauere Kalkarten. Die Kohlenſaͤuere, mit dem ſtarren oder feſten Mineral verbunden, iſt nothwendig ſelbſt auch im Zuſtande des Feſten oder Starren, und kann auf 2 Wegen aus dieſer Verbindung geſchieden werden 1) durch anhaltendes Gluͤhen(das Kalkbren— nen) und 2) durch eine ſtaͤrkere Saͤuere. Sie entweicht alle⸗ zeit in luftfoͤrmiger Geſtalt, daher ſie auch Luftſaͤuere, fixe Luft genannt worden iſt. Aus dieſem Grunde iſt das Auftroͤpfeln einer Saͤuere, z. B. eines ſtarken Eſſigs, oder der Salz- oder Salpeterſaͤuere(Scheidewaſſers) auf ein zweifel— haftes Mineral, ob daſſelbe aus kohlenſauerer Kalkerde beſtehe oder doch etwas davon in ſeiner Miſchung oder Mengung ent⸗ halte?— das ſicherſte Pruͤfungsmittel: Eine, mit hoͤrbaren Geraͤuſch ſichtbare Bewegung in der aufgetroͤpfelten Fluͤſſigkeit giebt die entweichende Kohlenſaͤuere und ſomit auch die Kalk— erde zu erkennen. Kohlenſauerer Kalk beſteht aus 56,5 reiner Kalkerde, verbunden mit 43 Theilen Kohlenſaͤuere und von 0,5 bis 1 Waſſer in feſtem Zuſtande. Alle Kalkarten zeigen eine große Neigung zur kryſtallini⸗ ſchen Geſtaltung, man findet daher nicht nur die mannigfal— tigſten Kryſtallformen: Saͤulen, Pyramiden ꝛc.; ſondern auch, ſehr haͤufig, wenigſtens eine kryſtalliniſche Structur, vor— zuͤglich die blaͤtterige 1) mit 3f. Durchgang der Blaͤtter 126 Kalkerdige Mineralien. (ſpathig); Y minder vollkommen blaͤtterig, mit koͤrniger Abſonderung(koͤrnigblaͤtterig). Minder reine Kalkarten, welche mehr und weniger Kieſel- und Thonerde(Thon) in ihrer Miſchung enthalten, ſind von dichter Maſſe und werden mit viel Thon ſelbſt erdig. Uebrigens haben die kohlenſaueren Kalkarten eine bedeu⸗ tende Schwere; ſind ſtark erwaͤrmungsfaͤhig und fuͤhlen ſich, wie die kieſelerdigen, als gute Waͤrmeleiter, kaͤltend an; ihre Anhaftung zum Waſſer iſt gering und vermehrt ſich in dem Maaße, als ſie Thon in ihre Miſchung und Mengung auf— nehmen. Man kann ſie eintheilen: A. in reine; B. in thonige und kieſelhaltige; C. in talkerdige Kalkarten. A. Reine Kalkarten. Wie der Quarz an der Spitze der kieſelerdigen; Feld⸗ ſpath an der Spitze der kieſel⸗thonerdigen Stein⸗ und Fels⸗ arten ſteht; ſo gebuͤhrt auch dem Kalkſpath unter den koh⸗ lenſaueren Stein- und Felsarten der erſte Platz, ob er ſchon nie als Felsart erſcheint. 1) Kalkſpath(ſpaͤthiger Kalkſtein). Vollkommen⸗, gewoͤhnlich gerad-, ſelten krummblaͤtterig, von 3f. Durchgang der Blaͤtter, die in gleichen ſchiefen Win⸗ keln ſich durchſchneiden, folglich rautenfoͤrmige Bruchſtuͤcke ge⸗ ben. Die Spaltflaͤchen meiſt ſtark⸗ und ſpiegelflaͤchig glaͤnzend, bis glaͤnzend und wenig glaͤnzend, Perlmutterglanz, der zuweilen dem Glasglanz, zuweilen dem Fettglanz ſich naͤhert; von durchſichtig bis durchſcheinend; wenig ſproͤde; leicht zer⸗ ſprengbar; oft koͤrnig abgeſondert. Frb. ſchnee⸗, gelblich⸗, graulich⸗, gruͤnlich-, roͤthlich⸗weiß; gelblich⸗, aſch-, rauch⸗, perl-, gruͤnlich⸗grau; wachs-, wein⸗, honig-⸗gelb; roſen⸗, ziegel⸗, fleiſch⸗-, braͤunlich-, pfirſchbluͤth⸗roth; viol⸗, faſt himmelblau. Vork. Der Kalkſpath iſt ſehr allgemein verbreitet. Er findet ſich theils lagerartig in andern Kalkarten zerſtreut,(ſo Kalkerdige Mineralien. 127 auch im Steinkohlengebirg)— und in den Mandelſteinen als Ausfuͤllungsmaſſe; ferner als Tropfſtein in Kalkſteinhoͤhlen und andern unterirdiſchen Raͤumen ꝛc. 2) Koͤrniger oder koͤrnig⸗blaͤtteriger Kalkſtein(Urkalkſtein). Seltener grob-, meiſt klein- und feinkoͤrnig abgeſondert, die Koͤrner von blaͤtteriger Structur, in's Dichte, mit ſplitte⸗ rigem Bruch, allmaͤlig uͤbergehend; auf einzelnen Punkten ſtark⸗glaͤnzend, Perlmutterglanz; durchſcheinend, auch nur a. d. K. Frb. weiß, ſeltener grau und graulich⸗ſchwarz. Wie das abgedampfte Kochſalz, bei ſeiner Erſtarrung, ſelten regelmaͤßige Kryſtalle, ſondern nur eine kryſtalliniſch⸗koͤrnige Maſſe bildet, ſo der koͤrnige Kalkſtein. Von dieſer Aehnlich⸗ keit wurden daher auch die ausgezeichnetſten Arten Salino oder ſaliniſcher Marmor genannt. Die einzelnen Koͤrner, von einfach blaͤtteriger Structur, ſind dicht unter einander verwach⸗ ſen und wuͤrden ununterſcheidbar ſein, wenn ſie nicht mit ih— ren blaͤtterigen, glaͤnzenden Flaͤchen in verſchiedenen Richtungen neben einander laͤgen, daher der punktweiſe ſtarke Glanz. Der grobkoͤrnig abgeſonderte naͤhert ſich dem Kalkſpath, der fein— koͤrnige geht in dichten Kalkſtein uͤber, einzelne kleine Punkte ſind oft nur im Sonnenlichte an dieſen Uebergaͤngen zu un— terſcheiden, und es tritt der ſplitterige Bruch des dichten Kalk⸗ ſteins ein. Vork. Der koͤrnige Kalkſtein bildet ſelten einzelne Stuͤck⸗ gebirge, ſondern meiſt nur, mehr und minder maͤchtige, ge⸗ woͤhnlich ungeſchichtete, Lager in Urgebirgsarten, daher auch ſein Name Urkalkſtein, namentlich im Granit; haͤufiger im Gneiß; Glimmer⸗- und Thonſchiefer, mit abnehmender Reinheit und Vollkommenheit ſeiner kryſtalliniſchen Structur; ferner in und mit dem Serpentin. In der Naͤhe der einſchlie⸗ ßenden Felsarten, nimmt er faſt ſtets etwas von ihnen auf: vom Granit, Gneiß und Glimmerſchiefer z. B. einzelne Glim⸗ merblaͤttchen, die oft lagenweiſe durch ſeine Maſſe ſich verbrei⸗ ten, und der Thonſchiefer wechſelt an den Raͤndern haͤufig in duͤnnen 128 Kalkerdige Mineralien. Lagen mit ihm. Ausgezeichnet findet er ſich in Sachſen b. Crottendorf; am Herold b. Johanngeorgenſtadt; auf dem Heinz⸗ wald b. Lengefeld; Schmalzgrube b. Marienberg; b. Maxen, wo er ſtellenweiſe mit Serpentin verwachſen iſt und ſchon in dichten Kalkſtein uͤbergeht.. Gebr. Vorzuͤglich reiner, weißer, klein⸗ und feinkoͤrni⸗ ger Kalkſtein iſt ſchon von den Alten unter dem Namen; wei⸗ ßer Marmor, in der Bildhauerkunſt gebraucht worden und wurde von einzelnen Fundorten vorzüglich geſchaͤtzt. So der pariſche, von der Inſel Paros im Archipel, und der cara⸗ riſche von Carara in Italien. Er darf mit dem bunten Marmor(dichtem Kalkſtein), nicht verwechſelt werden. Außer dem gebraucht man ihn, wie alle Kalkarten, zum Moͤrtel, zum Tuͤnchen ꝛc. Er verwittert ſchwer, wie die Ueberreſte alter Kunſtwerke beweiſen. Anhang. Minder gemeine Kalkarten, zum Theil urſpruͤnglich und kry⸗ ſtalliniſch, zum Theil aus Aufloͤſungen neu gebildet. 2) Braunſpath iſt ein Kalkſpath mit einem beträͤchtlichen An⸗ theil Eiſen- und Manganoxyd, beſonders in den rothfarbigen Abaͤnderungen. Weil er, an der Luft ausliegend, erſt gelblich⸗-, zuletzt ſchwaͤrzlich⸗braun wird, hat er den Namen Braunſpath er⸗ halten. Er iſt etwas haͤrter als der Kalkſpath, ſein Gefuͤge voll⸗ kommen, meiſt krummblaͤtterig, von demſelben Blaͤtterdurchgang, wie beim Kalkſpath; Frb. graulich⸗-, gelblich-, roͤthlich⸗weiß; ro⸗ ſen⸗, fleiſch⸗, blut⸗, braͤunlich⸗roth; von glaͤnzend bis wenig glaͤnzend, Perlmutterglanz; a. d. K. durchſcheinend, bis ſchwach durchſcheinend. Er findet ſich meiſt auf Gaͤngen, b. Tha⸗ rand ziemlich haͤufig, mit einem graulich⸗ſchwarzen Kalkſtein, den er ſtellenweiſe in ſchmalen Gaͤngen durchzieht, Druſenraͤume bildet, wo er in linſenfoͤrmigen Kryſtallen erſcheint. Seltnere Vorkommniſſe des Braunſpaths ſind: der ſtaͤnglich abgeſonderte; der gerad⸗ und buͤſchelfoͤrmig a. e. l. faſerige; der koͤrnig⸗blaͤtterige und dichte. b) Arragon(Arragonit) iſt kohlenſauerer Kalk mit etwas Strontianerde; faſt eiſenhart und ſproͤder als Kalkſpath. Außer in der geſchobenen 4ſ. und 6ſ. Saͤule und in ſehr ſpitzen Pyrami⸗ den erſcheint er in Platten und derben Stuͤcken, undeutlich blaͤt⸗ Kalkerdige Mineralien. 129 nb. terig mit muſcheligem Querbruch, oder faſerig; ſelten koͤrnig und ſein ſtaͤnglich abgeſondert. Frb. weiß, gelblich⸗, gruͤnlichgrau; wein⸗ om gelb; berg⸗ und ſpangruͤn, licht violblau; glaͤnzend bis wenig 1 glaͤnzend, Glasglanz; durchſcheinend bis durchſichtig. n in In Ur-, Uebergangs- und Floͤtzgebirgen auf Gaͤngen: am Harz im Thonſchiefer; in Baiern im Gneiß; am Thuͤriuger Wald ni⸗ im Floͤtzkalkſtein; zu Heidelbach b. Wolkenſtein, in pyramidalen ee ſpießigen Kryſtallen, im koͤrnigen Kalkſtein; im boͤhmiſchen Mit⸗ telgebirge, in den Baſalten; am Rhein in den trachytiſchen Bil⸗ und dungen ꝛc. de 0) Schieferſpath, weich, wenig ſproͤde; einfach⸗, meiſt krumm⸗ ara⸗ blaͤtterig; roͤthlich- oder ſchneeweiß, a. d. K. durchſcheinend: unten perlmutterartig glaͤnzend. Brauſt ſtark mit Saͤueren und enthaͤlt loßer etwas Mangan. in Im Schiefergebirg auf Kalkſteinlagern: zu Schwarzenberg, zu Bergmannsgruͤn, zu Scheibenberg ꝛc. im Saͤchſ. Erzgebirge. Von neuerer Entſtehung: d) Schaumerde(Schaumkalk),(Schaumſpath) be⸗ ſteht aus feinſchuppigen Theilen, zerreiblich, fein und fettig von Anfuͤhlen; etwas abfaͤrbend, gelblich⸗, graulichweiß; perlmutterartig kry ſchimmernd bis wenig glaͤnzend. Findet ſich als eine neuere Bildung neſterweiſe im Floͤtzkalke und Gyps. Haͤufig im Mannsfeld'ſchenz b. Gera u. a. O. Wenn der Schaumkalk von feſterer Beſchaffen⸗ alter An⸗ heit und dann gewoͤhnlich ſchieferig oder wellenfoͤrmig krummblaͤt⸗ digen terig iſt, wird er Schaumſchiefer genannt. giich⸗ e) Kalkſinter. Oberflaͤche rauh, ſeltener feindruſig; ſchalig, tj er⸗ ſelten großkoͤrnig abgeſondert; Gefuͤge theils zart⸗ theils grobfaſe⸗ vol⸗ rig, gewoͤhnlich ſtern- und buͤſchelfoͤrmig a. e. l. theils ſchmal⸗ gang ſtrahlig, in's Blaͤtterige uͤbergehend. Frb. weiß, gelb, braun, to⸗ grau, gruͤn, roth; inwendig theils ſchimmernd, theils wenig enig glaͤnzend, Perlmutterglanz; durchſcheinend, auch bloß nur a. d. K. bis Findet ſich in unterirdiſchen Raͤumen, am haͤufigſten in den Tha⸗ Hoͤhlen des Floͤtzkalkſteins, deren Decke und Waͤnde er in den ein, mannigfaltigſten Geſtalten bekleidet. So auch in alten Gruben, Ume Stollen und Kellern, wohin Waſſer mit aufgeloͤſtem Kalk dringen kann. In dieſem Vorkommen nennt man ihn Tropfſtein, lich Stalaktit und die mit ihm ausgekleideten Hoͤhlen, Tropf⸗ der keunhi hlan, z. B. die Baumanns⸗ und Bielshoͤhle am Harz, u. K. O. n: Gem. Faſerkalk, gleichlaufend, gewoͤhnlich grobfaſerig. Lur Findet ſich hier und da in Gangtruͤmmern im Steinkohlengebirg. 4 f) Kalktuff. Der Maſſe nach rein und nicht ſelten kryſtalliniſch, blit aͤußerlich aber meiſt mit Lehmerde uͤberzogen. Er iſt von kalkhal⸗ 9 130 Kalkerdige Mineralien. tigen Waͤſſern in Vertiefungen und Niederungen abgelagert, uͤber Moos, Greaͤſer, Zweige und dergl. daher das rauhe, zellige An⸗ ſehen, je nachdem jene Dinge, die nun durch die Verweſung daraus entfernt ſind, Erhoͤhungen und Vertiefungen bildeten. Auf der Oberflaͤche gelblichgrau, gelblichbraun; auf der Bruch⸗ flaͤche ſchmutzigweiß und nicht ſelten von kryſtalliniſchen Blaͤttchen glaͤnzend, im Allgemeinen matt. An organiſchen Ueberreſten enthaͤlt er Knochen von groͤßeren und kleineren Landthieren, Flußmuſcheln, Schnecken, Abdruͤcke von Baumblaͤttern, Rohrſtaͤngeln und dergleichen. Er findet ſich in mehr und minder maͤchtigen Lagern in Niederungen, an kleinen Fluͤſſen, hauptſaͤchlich in der Naͤhe der Kalkgebirge. Er wird wie anderer Kalkſtein gebraucht und ſeine Gewinnung iſt meiſt unkoſtſpielig. Wenn er die noͤthige Feſtigkeit hat, dient er als Bauſtein und iſt, wegen ſeiner Leichtigkeit und leichten Be⸗ arbeitung, zur Woͤlbung ſehr brauchbar oder zu Zimmerwaͤnden, weil er ſich vorzuͤglich trocken erhaͤlt. g) Erbſenſtein, von ſeinem Anſehen, wie aus zuſammenge⸗ kitteten Erbſen, ſo genannt, iſt ebenfalls ein Niederſchlag aufge⸗ loͤſt geweſenen Kalks, in Quellen entſtanden. Die Koͤrner beſtehen aus concentriſch⸗ſchaligen duͤnnen Lagen, die in der Mitte ein Sandkoͤrnchen oder ein Luftblaͤschen einſchließen. Um beides legte ſich der, aus der Aufloͤſung in den feſten Zuſtand zuruͤckkehrende, Kalk an und das quellende Waſſer ſpielte damit ſo lange, als die Koͤrner durch die aufgelegte Kalkrinde noch nicht zu ſchwer gewor— den waren, wodurch zugleich die runde Geſtalt erhalten wurde. Die auf dem Boden liegen bleibenden wurden durch ferner ſich niederſchlagenden Kalk zuſammengekittet. Er findet ſich an den heißen Quellen zu Karlsbad. h) Kreide, wie ſie als Handelswaare fuͤr mancherlei techniſchen Gebrauch gekannt iſt, iſt ein erdiger, reiner, kohlenſauerer Kalk, von Frb. weiß und gelblichweiß; Brch. feinerdig, undurchſichtig, abfaͤrbend und ſchreibend. Von der Kreide— der Handelswaare— muß die Kreide als Gebirgsart wohl unterſchieden und kann oryktognoſtiſch nicht geordnet, ſondern nur in ſeiner Zuſammenſetzung beſchrie⸗ ben werden.(Siehe IV. Abſchn., Floͤtzgebirge, 4te Formation.) Im Kreidegebirg findet ſich die reine Kreide nur an wenig Orten. i) Bergmilch iſt ein feinſtaubiger Niederſchlag des aufgeloͤſt ge⸗ weſenen Kalks, oft noch halbfluͤſſg, in den Kluͤften des Floͤtz⸗ kalkſteins. Wenn trocken, iſt er zerreiblich, oft ſchaumartig: ſolitte oder! Auf tlauie feiſc geon auf d Stru er ve mit? in ſei gel uͤb 3 Opec lim N dem, denen ſteiber werden merkh Kalkerdige Mineralien. 131 ller matt; abfaͤrbend; Anf. fein und mager. Brauſt(wegen der aun feinen Zertheilung) heftig in Saͤueren auf. den B. Thonige, zum Theil kieſelhaltige kohlen— ſei ſauere Kalkarten. Die reinſten und darum kryſtalliniſch⸗vollkommenſten Kalke, tßeren V in großen Maſſen, finden ſich nur im Urgebirge, die ldrice Kalke neuerer Entſtehung nehmen Thon und quarzige Beſtand— theile in dem Maaße mehr in ſich auf, als ſie juͤngeren Ur— dien ſprungs ſind. Funun V 1) Gemeiner dichter Kalkſtein(Uebergangs⸗ und Floͤtz⸗ t, dim kalkſtein). iiin de V Von Maſſe mehr undweniger dicht; zuweilenblaſig. Brch. mwindg, ſplitterig oder flachmuſchelig in's Ebene und ſplitterig zugleich, oder uneben; matt a. d. K. durchſcheinend, bis undurchſichtig; Wune V Anf. etwas kalt; Frb. aſch⸗, gelblich-, rauch:, perlgrau, arna V blaulichgrau, graulichſchwarz; iſabell-, ockergelb; gelblichbraun; üitte ein fleiſch⸗, pfirſchbluͤth⸗, braͤunlich⸗roth. Sowohl einfarbig, wie des legte gewolkt, gefleckt, geadert und mit ringfoͤrmigen Zeichnungen; aeide auf den Kluͤften, nicht ſelten mit Dendriten. zhi Er geht in koͤrnigen Kalkſtein uͤber, wenn die blaͤtterige en vurde Structur mit der koͤrnigen Abſonderung bemerkbar wird; und faner ſc er verliert an Dichtheit und bekommt ein mehr erdiges Anſehen, mit Verminderung des ſplitterigen Bruchs, jemehr er Thon in ſeine Maſſe aufnimmt, womit er zuletzt in wirklichen Mer⸗ fejniſchen gel uͤbergeht. eh ne Zufaͤll. Gemength.: Kalk⸗ und Braunſpath; Speckſtein, Quarz, Feuerſtein, Kieſeſſchiefer, die Kreide Glimmer, Eiſenkies, Bleiglanz ꝛc. ugnoſiſc Nicht aller enthaͤlt Verſteinerungen, mancher iſt ſehr reich eie daran, hauptſaͤchlich an Muſcheln und Korallen, die ſelten mit nig Dttm denen der heutigen Welt eine Aehnlichkeit haben. Die Ver⸗ folit e ſteinerungsmaſſe iſt theils Kalkſtein, theils Kalkſpath. Sie des Füt werden oft nur erſt mit der Verwitterung des Geſteins be⸗ haumart: merkbar. 9* 132 Kalkerdige Mineralien. Der dichte Kalkſtein verwittert leichter und ſchwerer, je nachdem er mehr oder minder reine Kalkmaſſe iſt; der thon⸗ und kieſelreichſte wird am ſtaͤrkſten von der Verwitterung ange⸗ griffen und giebt in dem Maaße einen fuͤr das Pflanzenwachs⸗ thum guͤnſtigeren Boden, der meiſt nicht ſehr tiefgruͤndig und mit ſehr viel Brocken durchmengt iſt. Vork. Wegen gewiſſer geognoſtiſcher Eigenheiten, wird der dichte Kalkſtein verſchiedentlich benannt: Uebergangs⸗ kalk im Uebergangsgebirge. Er bildet in der Regel auch durch Feinkoͤrnigkeit und kaum bemerkbar blaͤtterige Textur den Ueber⸗ gang zum Dichten; der Floͤtzkalk wird Alpenkalk, Ju⸗ rakalk, Muſchelkalk, Grobkalk ꝛc. nach ſeinen beſon⸗ dern Lagerungsverhaͤltniſſen und andern Eigenthuͤmlichkeiten ge⸗ nannt.(Siehe IV. Abſchn. Uebergangs⸗ und Floͤtzge⸗ birge.) Gebr. Vorzuͤglich dichte, reine und bunt⸗ oder ſchoͤn⸗ farbige Arten werden in der Bau- und Bildhauerkunſt, unter dem Namen Marmor, bunter Marmor huaͤufig verar⸗ beitet; vom kuͤnſtlichen Marmor(Stuck), laͤßt er ſich leicht durch das kaͤltende Anfuͤhlen unterſcheiden. Manche Arten ſind um gewiſſer Eigenthuͤmlichkeiten willen beruͤhmt. So der Flo⸗ rentiner Ruinen⸗Marmor lein ſehr thoniger, mergelartiger Kalk⸗ ſtein, wegen ruinenfoͤrmiger Zeichnungen; der opaliſirende Muſchelmarmor aus Kaͤrnthen; der an ſchoͤnen Dendriten rei⸗ che, ebenfalls thonige Kalkſtein von Pappenheim in Baiern ꝛc. Der nicht zu Thon⸗- und Kieſelerdereiche dichte Kalkſtein kann gebrannt und zu demſelben Zwecken, wie der koͤrnige verwendet werden. Außerdem dient er, wo er haͤufig iſt, als Bauſtein. 2) Rogenſtein(Hirſeſtein). Runde Kalkkoͤrner von der Groͤße eines Hirſekorns bis zu der eines Kirſchkerns, durch einen kalkigen oder mergeligen Teig verbunden, bilden die Maſſe des Geſteins. Dieſe Koͤrner ſind zum Theil dicht, zum Theil ſchalig abgeſondert, zum Theil haben ſie einen Kern, der zuweilen aus Kalkſpath, zu⸗ weilen aus kleinen Muſchelverſteinerungen beſteht. Frb. rauch⸗, 1 je then⸗ ange⸗ vachs⸗ und wird ngs⸗ ducch Ueber⸗ J l⸗ beſon⸗ ten ge⸗ ge⸗ ſchn⸗ unter verar⸗ leicht en ſind er Flo⸗ ee Kalk liſtende ten rei⸗ dern ꝛc. n kann wendet auſtein. bis zu geligen Koͤrner „ zum h, z rauch⸗ Kalkerdige Mineralien. 133 gelblichgrau; haarbraun. Zuweilen ſind die Koͤrner und das Bindemittel von einer Farbe, zuweilen verſchiedentlich und die Koͤrner dunkler gefaͤrbt. Matt, undurchſichtig. Er beſteht aus kohlenſauerem Kalk mit mehr und weniger Thon. Der feinkoͤrnige mit kalkigem Bindemittel widerſteht der Verwitterung laͤnger, als der grobkoͤrnige mit mergeligem Bindemittel. Er geht in dichten Kalkſtein, Mergel und Sand⸗ ſtein uͤber. Vork. Dieſe Felsart iſt nicht ſehr allgemein, wo ſle ſich aber findet; bildet ſie mehr und minder maͤchtige Lager, am haͤufigſten mit Mergel, im Kalk⸗ und Sandſteingebirg— und ſetzt ſelbſt betraͤchtliche Berge zuſammen. In Deutſchland, im Mannsfeld'ſchen, unweit Eisleben; am Harz, b. Blan⸗ kenburg, Wernigerode, Ilſenburg, b. Braunſchweig unweit Tiede; im Saalkreis b. Belleben, m Anhaͤltiſchen b. Bruͤndel, unweit Bernburg ꝛc. 3) Kalkſchiefer(lithographiſcher Stein). Meiſt gerad-, dick- und duͤnnſchieferig, oder plattenfoͤr⸗ mig abgeſondert. Brch. eben in's Groß⸗ und Flachmuſchelige, im Kleinen theils ſplitterig, theils uneben von feinem Korn, theils erdig, matt. Frb. gelblichweiß oder graulichweiß. Es iſt ein kieſelerdiger und Thon⸗haltiger Kalkſtein, der, nach dem Mengenverhaͤltniß dieſer Beſtandtheile, bald dichter und haͤrter, bald erdiger und weicher wird und, mit Zunahme des Thongehalts, in wirklichen Mergel uͤbergeht. Derjenige, wel⸗ cher zum Steindruck gebraucht wird, findet ſich in einzelnen Lagern(b. Solenhofen und Moͤrsheim), und wird ſonſt noch zu Geſimſen, Tritt- und Treppenſteinen verarbeitet. Zum Steindruck eignet er ſich: durch ſeine duͤnne, plattenfoͤrmige Abſonderung; durch ſein feines Korn und durch das gleichfoͤr⸗ mige, quantitativ gerechte Miſchungsverhaͤltniß zwiſchen Kalk⸗ erde und Thon. Eine uͤber die vollkommen geebnete Flaͤche ausgegoſſene Saͤuere loͤſt die Kalktheilchen auf und die Thon— theilchen los, waͤhrend die, mit einem ſchuͤhenden Firniß be⸗ ſchriebenen oder in Zeichnungen damit bedeckten Stellen als 134 Kalkerdige Mineralien. Erhabenheiten zuruͤckbleiben, auf welchen die Druckerſchwaͤrze haftet und auf das Papier uͤbergetragen wird. Erfinder dieſer Kunſt iſt Aloys Sennefelder, Koͤnigl. Lithograph in Baiern. Dieſer Kalkſchiefer iſt uͤberdieß reich an Verſteinerungen: von Fluß⸗ und Seefiſchen, Krebſen, Muſcheln, Krokodilen ꝛc. und Pflanzenuͤberreſten. Der aus ſeiner Verwitterung entſtandene Boden ſoll(wie ſich dieſes aus ſeinen Beſtandtheilen urtheilen laͤßt), zaͤh, kalt, ſchmierig, ſchwer zu bearbeiten und zur Verſumpfung geneigt ſein, nur da den Holzwuchs beguͤnſtigen, wo er viel Damm⸗ erde enthaͤlt. 4 Mergel(Maͤrgeh. Iſt ein mehr und weniger inniges, feines oder grobes, nach quantitativen Verhaͤltniſſen ſehr verſchiedenes Gemenge von kohlenſauerem Kalk, Thon oder Lehm und Kieſelſand, von der Haͤrte eines Steins bis zur Muͤrbheit des gemeinen Lehms und bis zur Zerreiblichkeit eines ſehr ſandigen Erdgemenges. Er wird demnach in Stein- und Erdmergel eingetheilt. a) Steinmergel(verhaͤrteter Mergel). Im Gro⸗ ßen zuweilen ſchieferig; Brch. eben und flachmuſchelig, im Kleinen erdig oder zum Splitterigen ſich neigend, wenn er, mit Zunahme des Kalkgehalts, in dichten Kalkſtein uͤbergeht; matt; Frb. grau, zuweilen durch Eiſenocker roth oder braun gefaͤrbt, undurchſichtig; Strch. graulichweiß. Brauſt mit Saͤueren, wie aller kohlenſauerer Kalk. Zufaͤll. Gemength. Gypskryſtalle, Kalſpath, Glim⸗ mer, Schwefel und Schwefelkies, Bleiglanz ꝛc. an organiſchen Ueberreſten: Fiſche, Krabben, Muſcheln und Pflanzentheile. Vork. Er bildet mehr und minder maͤchtige Lager(bis zur Maͤchtigkeit von 100 Fuß), im dichten Kalkſtein; im Kreide- und Steinkohlengebirg, iſt alſo ein Erzeugniß der Floͤtzzeit und wird da vergeblich geſucht, wo bloß Ur- und Uebergangsgebirge vorhanden ſind. Er iſt dick und undeutlich geſchichtet, ſtark zerkluͤftet, verwittert ſchneller und langſamer und iſt, fuͤr ſich allein, dem Pflanzenwachsthum wenig guͤnſtig. ———— Kalkerdige Mineralien. 135 rt b) Erd⸗ oder erdiger Mergel iſt ein Gemenge von uüſe Thon oder Lehm, mit mehr und weniger Kalk und feinem n. oder grobem Kieſelſand. Iſt in der Mengung Thon oder gen: Lehm vorwaltend, ſo wird er Thon- oder Lehm-Mer⸗ en o. gel, Sandmergel aber genannt, wenn der Sand das Mengen⸗-Uebergewicht hat, und Kalkmergel, wenn Kalk (wie der reichſte Beſtandtheil iſt. Von feſt bis zerreiblich und tutt, V ſtaubartig loſe; Frb. gelblich-, weißlich-, aſchgrau; Anf. eneigt mager. damm⸗ Selbſt Thonmergel zerfaͤllt unter Waſſer ſehr ſchnell und die Staͤrke des Brauſens mit Saͤueren richtet ſich, bei gleich feiner Zertheilung, nach der Menge des darin enthaltenen Kalks. robes, Vork. Er findet ſich in Ebenen und Niederungen(als ſevon aufgeſchwemmtes Land), und ſeine Lager bilden gewoͤhnlich in der ſanfte Huͤgel und flache Ruͤcken, deren Querdurchſchnitt haͤu⸗ gehms V fig von lagenweiſe angehaͤuften Kalktheilen weißlich gerahmt inges. oder geraͤndert ſind, daher der latein. Name(denn ſchon et. den Roͤmern war dieſes fuͤr den Ackerbau ſo wichtige Mine— Er ral bekannt) marga, Rand oder Streifen. , in An der Luft ausliegend, zerfaͤllt der Erdmergel bald, am wenn vollſtaͤndigſten durch den Winterfroſt. Daher geſchieht das galkſtei Mergeln des Ackerlandes am vortheilhafteſten vor Winters, der roth wo der gehauene feſte Mergel in Stuͤcken ausgeworfen und gvaſ im Fruͤhling mit der Egge vertheilt wird. 1 Anhang. Gln⸗ a) Stinkſtein(Stinkkalk). Ein dichter Kalkſtein, von icchen ſplitterigem Bruch, in's Erdige und Flachmuſchelige uͤbergehend, heile der, unter den Hammerſchlaͤgen oder mit einem harten Koͤrper ge⸗ (bis rieben, einen eigenthuͤmlichen, erdharzigen, oder „ in dem Schwefelwaſſerſtoff aͤhnlichen Geruch entwi⸗. 4 ckelt. Frb. haar⸗, ſchwaͤrzlichbraun; graulichſchwarz; aſch⸗, iß der roͤthlich⸗, rauchgrau; ſchimmernd; undurchſichtig. ⸗ und Er iſt an mancherlei Beſtandtheilen ſehr reich und enthaͤlt: eutlich kohlenſaueren Kalk, Kieſelerde, Thon, Eiſen⸗ und Manganoxyd, gſamer kohlige Subſtanzen, Erdharz, Schwefel, Kali, Salze, Waſſer, unſig zuweilen auch Verſteinerungen, Muſcheln und Pflanzenabdruͤcke. 1 136 Kalkerdige Mineralien. Bildet einzelne Lager im Flötzkalkſtein und iſt meiſt dick geſchich⸗ tet und vielfaͤltig zerkluͤftet. b) Bituminoͤſer Mergelſchiefer(Kupferſchiefer) iſt von groͤßerer geognoſtiſcher und bergmaͤnn iſcher, als bodenkundi⸗ ger Merkwuͤrdigkeit. Ein Gemenge von Kalk, Thon, Bitumen und einem kohligen Stoff, mit metalliſchen Subſtanzen, haupt⸗ ſaͤchlich Kupfer, Eiſen, etwas Blei, Kobalt und Silber. Unvollkommen ſchieferig, zwiſchen graulich- und blaulichſchwarz; ſchimmernd, ſelten wenig glaͤnzend; Strch. fettigglaͤnzend; V undurchſichtig. Vorzuͤglich charakteriſtiſch fuͤr dieſe Felsart ſind die Abdruͤcke von Fiſchen verſchiedener Geſchlechter und Arten, von der Laͤnge einiger Zoll bis zu 3 Fß. und daruͤber. Man haͤlt ſie theils fuͤr See⸗, theils fuͤr Flußfiſche. Es werden ganze und nur Stuͤcke von ihnen gefunden, meiſt vom Ruͤcken aus breit gedruͤckt und G baͤufig in einer gekruͤmmten Lage, woraus Einige auf eine ploͤtz⸗ liche Ueberraſchang daben ſchließen wollen; Andere aber es als einen Beweiß angeſehen haben, daß ſie, vor ihrer Zuſammen⸗ An preſſung, ſchon abgeſtanden waren. Nebſt etwas Wewigem von gediegenem Kupfet, enthalt er faſt W alle Kupfererze, worauf im Mannsfeld'ſchen ein betraͤchtlicher Bergbau getrieben wird. Außer in Thuͤringen, b. Hettſtaͤdt, Gerb⸗ G ſtaͤdt, Sondersleben, Sangerhauſen ꝛc. findet er ſich faſt rings um den Harz, Seſen, Goslar, Ilſenburg ꝛc. im Stollberg'ſchen und Anhalt⸗Bernburg'ſchen, um Gera, Saalfeld ꝛc. in Heſſen. c) Tutenmergel(Tutenkalk, Nagelkalk). Im Großen G ſchalig, im Kleinen koniſch- oder keilfoͤrmig ſtaͤnglich abgeſondert. Die koniſche Abſonderung iſt haͤuflg auf der ſchaligen Abſonderungs⸗ flaͤche durch ringfoͤrmige Erhoͤhungen und Vertiefungen angedeu⸗ h tet. Abſonderungsfl. matt; Brch. theils ſplitterig und matt, theils faſerig, klein- und kurzſtrahlig, in's Blaͤtterige uͤbergehend und dann, im Lichte gewendet, ſtellenweiſe perlmut⸗ terglaͤnzend. Es iſt eine Art Kalkſinter und kommt theils im V dichten Kalkſtein, theils im Sandſtein in kleinen Lagern vor. V Am ausgezeichnetſten b. Stuttgardt in Waͤrttemberg. C. Talkerdiger kohlenſauerer Kalk. V Bitterkalk. ” Bitterkalk iſt haͤrter als die reinen und thonigen Wn Kalkarten(nahe eiſenhart), und loͤſt ſich in Salpeterſaͤuere langſam und mit ſchwacher Gasentwickelung auf. Der kryſtal⸗ liniſch vollkommenſte iſt — V V Alk veilc V V dal kalt da 4 Jen der ſich⸗ it Lundie 2 men Aupt⸗ 1 M ad; 2 dde Cinge 3 fir Atücke 14 und üylit⸗ 830 ale Fuxen⸗ dhfaſt bicher detth⸗ puings üchen den. mafen D dert. ngs⸗ 2 deu⸗ arund drige 4 uut⸗ di im 2p'r- 1 gen nuere Jſtal Kalkerdige Mineralien. 137 1) Bitterſpath(Rautenſpath). Gefuͤge blaͤtterig von Zfachem Durchgang der Blaͤtter, wie der Kalkſpath, jedoch mit etwas ſtumpferen Winkeln. Meiſt gerad-, ſelten krummblaͤtterig; glaͤnzend bis ſtark-glaͤnzend, Glasganz, der dem Perlmutterglanz ſich naͤhert; durchſichtig bis durchſcheinend. Frb. gelblich-, gruͤnlich-, graulich-weiß; iſabell⸗, lichtbraͤunlich⸗gelb; gelblich⸗, aſchgrau; graulich⸗ ſchwarz. Vork. Theils in Ur⸗, theils in Floͤtzgebirgen. In den Schweinsdorfer Kalkbruͤchen b. Tharand findet ſich ein gruͤn⸗ lich-, wein- oder erbſen⸗gelbes Foſſil, theils als derbe kryſtal⸗ liniſche Maſſe, theils in Rhombosdern, welches eine Zeit lang fuͤr eigenthuͤmlich gehalten, und Tharandit genannt wurde, gegenwaͤrtig aber wiederum als Bitterſpath betrachtet wird. 2) Koͤrniger Bitterkalk(Dolomit). Als Felsart noch wenig beachtet. Schuppig⸗blaͤtterig mit klein⸗ und feinkoͤrniger, ſelten mit großkoͤrniger Abſonderung. Stellenweiſe in hoͤherem Grade kryſtalliniſch, ſo daß er wie eine Anhaͤufung kleiner Kryſtalle erſcheint. Brch. ſplitterig, wenn die feinkoͤrnige Struktur dem Dichten ſich naͤhert. Die verbundenen Koͤrner laſſen erkennbare Zwiſchenraͤume zwiſchen ſich; und die Flaͤche erſcheint dann grieſig oder ſandartig. Schimmernd bis wenig glaͤnzend, Perlmutterglanz; a. d. K. durchſcheinend. Im Großen enthaͤlt das Geſtein viele druſen— artige Raͤume und Hoͤhlungen. Er verwittert leicht, in ein ſehr ſandiges Gemenge zerfallend. Der Gehalt an Bitter- oder Talkerde iſt ſehr ungleich und ſteigt von 3 bis 41 pr. C. zu⸗ weilen enthaͤlt er auch noch etwas Thon- und Kieſelerde. An zufaͤll. Gemength. enthaͤlt er: Glimmer, Talk, Turmalin, Kalkſpath, Gyps, Schaum— kalk, Quarz und mehre metall. Foſſilien. Geht in dichten Kalkſtein uͤber. Vork. Er gehoͤrt theils den Urgebirgen, theils der Floͤtzzeit an. Jener ruht auf Glimmerſchiefer und bildet zum Theil ſehr hohe Berge(in den Schweizer und Tyroler Alpen), dieſer meiſt nur mäch⸗ 138 Kalkerdige Mineralien. tige Lager im Floͤtzkalkſtein: Baiern, in der Gegend von Bam— berg ꝛc.; in der Gegend von Muggendorf, Streitberg, Gai— lenreuth; im Mannsfeld'ſchen, namentlich b. Kresfeld, Horn— burg, Hergisdorf, Helbra ꝛc.; im Stollberg'ſchen b. Queſten— berg; Gegend um Koburg; in Kurheſſen, Weſtphalen, Schwa— ben, Oeſtreich. II. Schwefelſauerer Kalk. Es giebt in chemiſcher Beziehung 2 Arten ſchwefelſauerer Kark⸗Mineralien; a) mit viel chemiſch gebundenem Waſſer(ſo⸗ genanntes Kryſtallwaſſer), bis 26 pr. C.— dieſe heißen Gypſe. b) ohne Kryſtallwaſſer(waſſerfrei), die eben darum Anhy— drite genannt werden. Gyps. Weichheit, Milde, kryſtalliniſche Structur, mit Perlmutterglanz— ſind ſehr hervorſtechende Merk⸗ male der meiſten Gypsarten und moͤgen eben in der betraͤcht— lichen Menge Kryſtalliſationswaſſer ihren zureichenden Grund ha— ben. Vielleicht aus eben dieſem Grunde halten ſie ſo wenig Waſſer durch Anhaftung feſt und verdunſten es, als gute Waͤr— meleiter, ſehr bald. Das chemiſch gebundene Waſſer kann durch eine geringe Hitze, ſchon in der Lichtflamme, daraus verfluͤchtiget werden, womit der kryſtalliniſche Gyps zugleich ſeine Durchſcheinenheit und Glanz verliert(das Gypsbrennen) zugleich ſehr waſ⸗ ſeranſaugend wird; einen Teig damit bildet, der, mit gleich⸗ foͤrmiger Zuſammenziehung, bald erſtarrt, weswegen der Gyps fuͤr die Foͤrmerei ein ſehr wichtiges Material iſt. Kohlenſauere Waͤſſer loͤſen nicht nur den kohlenſaueren Kalk, ſondern auch den Gyps auf, daher in Gegenden, wo Gyps vorhanden iſt, auch gypshaltige Brunnnenwaͤſſer ſich finden, welche vorzugsweiſe den Namen: harte Waͤſſer er⸗ halten haben. Nach der Vollkommenheit der kryſtalliſchen Structur theilt man ihn ein: in blaͤtterigen; faſerigen; koͤrnig⸗ blaͤtterigen und dichten Gyps. Kalkerdige Mineralien. 139 am⸗ 1) Blaͤtteriger Gyps(Gypsſpath, Fraueneis). bi Die blaͤtterige Structur iſt theils von groͤßerer, theils von 1 geringerer Vollkommenheit: 1 a) Hoͤchſtvollkommen blaͤtterig, mit Zfach, deutlichem Durch⸗ gang, davon 2 minder vollkommne ſich ſchiefwinklich durch⸗ ſchneiden und von dem vollkommſten in einem rechten Winkel durchſchnitten werden; ſehr leicht in duͤnne Tafeln und eter Blaͤtter ſpaltbar; Spaltfl. ſtark⸗ und ſpiegelflaͤchig glaͤn⸗ (ſ zend, Perlmutterglanz; vollkommen durchſichtig, in duͤnnen yſe. Blaͤttchen nicht elaſtiſch biegſam ꝛc.: Fraueneis. nhy b) Vollkommen, gerad⸗ und krummblaͤtterig, von nur einem deutlichen Blaͤtterdurchgang; halbdurchſichtig oder durchſchei⸗ nend ꝛc.; blaͤtteriger Gyps. tut, Vork. Mit den uͤbrigen Arten in Gypslagern. Auch perk bilden ſich, unter guͤnſtigen Umſtaͤnden, noch fortwaͤhrend ich⸗ V ſowohl Kryſtalle, wie derbe Kryſtallmaſſen, z. B. in Salz⸗ ha⸗ V werken, b. Hallſtad in Oeſtreich; in Gyps- und Braun— eni kohlengruben, im Salzburg'ſchen; in den ausgeſtuͤrzten Hal⸗ gir den der Alaunerde, b. Muskau, in der Lauſitz. So auch b. Halle an der Saale, b. Wehrau, ſelbſt in Gaͤngen und . Waſſerleitungen ꝛc. Am haͤufigſten jedoch findet ſich der blaͤt— waing terige Gyps im Floͤtzgypſe, vorzuͤglich im Mannsfeld'ſchen 4 und im Umkreiſe des Harzes. enh des 2) Koͤrniger und dichter Gyps. ch⸗ en a) Koͤrniger(koͤrnigblaͤtteriger) Gyps. Klein⸗ und feinkoͤrnig, ſelten grobkoͤrnig abgeſondert, mit blaͤtteriger Structur; Bruchfl. von ſchimmernd bis wenig glaͤnzend, iin auf einzelnen Punkten ſtark glaͤnzend, Perkmutterglanz. Frb. 3 ſchneeweiß, in's Roͤthliche, Graue und Blaue; durchſchei— Ia nend. Durch Feinerwerden des Korns uͤbergehend in: b) Dichten Gyps. Die koͤrnige Abſonderung iſt ſo fein, heit daß ſie ſich dem unbewaffneten Auge entzieht; kommt aber nid- durch die Vergroͤßerung zum Vorſchein. Brch. ſplitterig in's Unebene uͤbergehend, ſchwach⸗ſchimmernd bis matt; a. d. K. 140 Kalkerdige Mineralien. oder ganz durchſcheinend; Anf. mager; Frb. gelblich⸗, roͤthlich⸗-, graulich⸗weiß; aſch⸗, rauch⸗, gelblich⸗grau. Beide Arten begleiten ſich, ſind alſo als bloße Abwei— chungen in der Structur zu betrachten und der ſcheinbar dichte Gyps iſt ein ſeltenes Vorkommen. Theils iſt die Maſſe des Gypſes frei von fremden Bei— mengungen, theils finden ſich Glimmerblaͤttchen oder Talk, meiſt in parallelen Lagen und ziemlich gleichfoͤrmig ver— theilt; außerdem Speckſtein, Feuerſtein, Quarz in Koͤrnern und Kryſtallen; Boracit- und Bitterkalk⸗Kry— ſtalle; Stinkſtein, der zuweilen in Streifen und duͤnnen Lagen dem Gypſe allerhand Zeichnungen ertheilt(Schlangen— ſtein, Cattun-, Landkarten-Alabaſter ꝛc.); ferner Schaum— kalk, Schwefel, Magneteiſenſtein, Schwefelkies, Steinſalz in Koͤrnern und Blaͤttern ꝛc. Vork. Der koͤrnige Gyps erſcheint als Felsart und bil⸗ det theils einzelne maͤchtige Lager, beſonders im Floͤtzkalkſtein, theils Huͤgel und Berge. Er findet ſich theils im Glimmer— ſchiefer eingelagert(Urgyps); theils im Uebergangs⸗ und Floͤtzgebirge(Uebergangs⸗ und Floͤtzgyps), jener iſt deutlich geſchichtet, in letzteren die Schichtung gleich— ſam nur angedeutet. An untergeordneten Lagern, in Nieren, Neſtern und liegenden Stoͤcken finden ſich: Anhydrit, Stein⸗ ſalz, Schwefel, Gypserde, Merge l in duͤnnen Zwi⸗ lagen. Zu Tage ausſtehender Gypsfelſen iſt der Verwitterung ſehr unterworfen, er zerkluͤftet und zerfaͤllt in große und immer kleinere Stuͤcke und Sand. Unterirdiſch wird er von kohlen⸗ ſauerem Waſſer aufgeloͤſt und Hoͤhlen(Gypsſchlotten) ausgewaſchen, bis 50 Fuß Hoͤhe und 100 Fuß Weite, die reihenweiſe unter ſich zuſamenhangen und auf Stunden und Meilen ſich erſtrecken. Sie veranlaſſen hier und da betraͤchtliche Erdfaͤlle. Der Einfluß des verwitterten Gypſes auf das Pflanzen⸗ wachsthum wird von Einigen als vortheilhaft, von Andern als nachtheilig angegeben.— Wie uͤberall hangt das Eine, wie Paſe das Gy) geb die mitt Vach fteil Bod brau ſtam Na Saͤn die! ſtigner hand ſſe ang Ar verx V Stu und len, dims nockn die le ſen, weiß, Wim U tien lich⸗, bwei⸗ dichte Bei⸗ der ver⸗ Hin Rry unnen Sagen⸗ Sum⸗ Ties, öil⸗ Pein, Oner⸗ 435⸗ 246), Aneich⸗ neren, eim Jvi⸗ ſehr dmer len⸗ jen) die nund nüiche nzen⸗ In als wie Kalkerdige Mineralien. 141 das Andere von andern Beimengungen ab. Gypsſand und Gypserde, fuͤr ſich allein, koͤnnen keinen fruchtbaren Boden geben. Gebr. Der Gyps iſt ein ſehr wichtiges Mineral fuͤr die Landwirthſchaft geworden, nicht fowohl als Verbeſſerungs⸗ mittel des Bodens, wie als Reizmittel zur Beſchleunigung des Wachsthums der Futterpflanzen, beſonders der Kleearten— freilich muß dieſes Wachsthum auch durch Fruchtbarkeit des Bodens unterſtuͤtzt werden. Der Gyps wird fuͤr dieſen Ge⸗ brauch ſchwach gebrannt(ſeines Kryſtallwaſſers beraubt), ge⸗ ſtampft oder gemahlen und uͤber die Pflanzen ausgeſtreut. Sehr feinkoͤrniger und dichter Gyps wird, unter dem Namen Alabaſter zu allerhand architektoniſchen Verzierungen: Saͤulen, Vaſen und andern Zierrathen verarbeitet, wozu ihn die Leichtigkeit, mit welcher er ſich ſchneiden laͤßt, vorzuͤglich eignet; dafuͤr aber freilich nicht ſo dauerhaft als Marmor iſt. Eben ſo wichtig iſt der gebrannte und zu einem Teig mit Waſſer angeruͤhrte Gyps fuͤr die Foͤrmerei. Nicht nur aller⸗ hand Figuren, Statuen ꝛc. ſondern auch die Formen, worein ſie abgegoſſen und vervielfaͤltiget werden, werden aus Gyps angefertiget; eben ſo auch die Verzierungen in halberhobener Arbeit auf Thon- und Porcellangeſchirren durch Gypsformen vervielfaͤltiget. Mit Kalk gemengt, iſt er die Hauptmaſſe des ſogenannten Stucks, zu Decken- und Wandverzierungen; zu Eſtrichen und kuͤnſtlichem Marmor, womit, in Prachtgebaͤuden, Saͤu— len, Capitaͤler, Waͤnde und Fußboden bekleidet werden. Mit Bims und Tripel wird der kuͤnſtliche Marmor nach der Aus— trocknung geſchliffen und mit Hutfilz in Leinoͤl getaucht, ihm die letzte Politur gegeben. Zuſatz. Faſeriger Gyps, von grob⸗ bis zartfaſerig, ſtets gleichlau⸗ fend, gerad⸗, zuweilen krummfaſerig, in's Strahlige uͤbergehend; weiß, roth, grau, zuweilen ſchwach, zuweilen ſtark durchſcheinend, im Uebrigen wie die vorigen Arten— findet ſich in einzelnen Par⸗ tien eingewachſen im Flötzgyps; 142 Kalkerdige Mineralien. Gypserde(Gypsguhr), zartſchuppig, zerreiblich; ſehr leicht; von Anfuͤhlen mager; ſchwach ſchimmernd ꝛc. in Neſtern und Hoͤhlen und an der Oberflaͤche des Floͤtzgebirgs. Sie iſt, aus der Aufloͤſung des Gypſes in kohlenſauerem Waſſer, gefaͤllt. Erſter Anhang. 1) Waſſerfreie, ſchwefelſauere Kalkarten, Anhydrit; 2) fluß⸗ und phosphorſauere Kalkarten, 3) baryt⸗ und ſtrontianerdige Steinarten. 1) Anhydrit(ohne Waſſer), iſt durch einen, bei ſeinem erſten Bekanntwerden gemachten, ſonderbaren Mißgriff,(von aci- dum mnuriaticum, Salzſaͤuere), Muriacit genannt worden, weil man glaubte, daß er, im Salzgebirg vorkommend, ſalz⸗ ſauerer Kalk ſei, der indeß, wegen ſeiner uͤberaus ſtarken An⸗ ziehung zum Waſſer, in freier Natur, als ſtarrer Koͤrper gar nicht beſtehen kann. Es werden folgende Arten unterſchieden: a) Wuͤrfeliger Anhydrit(Wuͤrfelſpath, Anhydrit⸗ ſpath, ſpaͤthiger Anhydrit). Vollkommen und geradblaͤt⸗ terig, von Zfachem Durchgang; ſtark glaͤnzend, zwiſchen Glas⸗ und Fettglanz; von halbdurchſichtig bis durchſichtig(in Kryſtallen); Frb. gelblich-, graulich⸗weiß; perlgrau; blaß violblau, roͤthlich⸗ weiß in's Fleiſchrothe. Derbe Kryſtallmaſſen ſind gewoͤhnlich ſcha⸗ lig abgeſondert. b) Koͤrniger Anhydrit. Unvollkommen⸗ und krummblaͤtterig, zuweilen in's Strahlige, zuweilen grobſplitterig; nicht immer unterſcheidbar koͤrnig abgeſondert; glaͤnzend, von Glasglanz der dem Perlmutterglanz ſich naͤhert; durchſcheinend; Frb. ſchmal⸗ teblau in's Weiße. ) Dichter Anhydrit. Brch. ſplitterig in's Ebene, ſchim⸗ mernd bis matt; ſchwach durchſcheinend; Frb. graulichweiß, blaulichgrau, aſchgrau in's Ziegelrothe. d) Gekroͤsſtein, in gekroͤsartigen Windungen, durch ſeine be⸗ ſondere Geſtalt ausgezeichnet. Brch. feinſplitterig, wenig glaͤnzend; ſtark a. d. K. durchſcheinend; Frb. milchweiß. c) Faſeriger Anhydrit, gleichlaufend grobfaſerig; wenig⸗ glaͤnzend; ſtark a. d. K. durchſcheinend; Frb. ziegelroth, licht⸗ bluthroth. Saͤmmtliche Arten erſcheinen ſtets nur als untergeordnete Maſ⸗ ſen, zum Theil nur in kleinen Partien,— im Steinſalzgebirg. Der ſchmalteblaue koͤrnige, ausgezeichnet, b. Sulz im Wuͤrttembergi⸗ ſehr en und us der fluß⸗ dige ſanem in aci dorden, ſalp⸗ in An⸗ ar richt drit⸗ hblaͤt⸗ tölas⸗ glen); uhlich⸗ (ſch⸗ ritterig immer ant der dal⸗ zhim⸗ weiß/ de be⸗ ſvenig genig⸗ licht⸗ Maſ⸗ gebirg nbetgi⸗ Kalkerdige Mineralien. 143 ſchen, wo er, wie Alabaſter, auch wohl zu Kunſtſachen verarbeitet wird. 2) Flaß, Flußſauerer Kalk. a) Flußſpath. In wirklichen Kryſtallen(gewoͤhnlich Wuͤrfel), vollkommen blaͤtterig, von 4f. Durchgange der Blaͤtter, nach wel⸗ chem ſich die Ecken des Wuͤrfels abſpalten laſſen, ſo, daß ein Achtflach daraus entſteht; in derben Kryſtallmaſſen aber unvoll⸗ kommen blaͤtterig und oft ſplitterig zugleich. Frb. weiß; grau; gelb; gruͤn; blau; roth; ſelten braun und ſchwarz; von glaͤn— zend bis ſtark glaͤnzend, Glasglanz. Er findet ſich, hier und da, ziemlich haͤufig auf Erz⸗fuͤhrenden Gaͤngen, ſeltener auf Lagern, in Ur- und Uebergangsgebirgen: im Boͤhmiſchen und Saͤchſ. Erzgebirge; auf dem Harz; in Schle⸗ ſien ꝛc. Auf Huͤttenwerken iſt er ein geſchaͤtzter Zuſchlag bei dem Schmelzen der Kupfer-, Eiſen- und Silberze, woher er auch ſeinen Namen hat. Als Flußmittel iſt er auch bei Glas⸗ und Porzellan-Fabriken verwendet worden. Mit Huͤlfe der Schwefel⸗ ſaͤuere wird aus ihm die Flußſpathſaͤuere zum Aetzen des Glaſes und zu andern chemiſchen Zwecken gewonnen. In England, wo beſonders große Kryſtalle vorkommen, werden ſie zu allerhand Schmuckſachen verarbeitet. b) Dichter Fluß, von Maſſe dicht und fein; Brch. eben in's Flachmuſchelige, ſtellenweiſe ſplitterig, matt, hoͤchſtens ſchimmernd. Frb. gruͤnlichweiß; gruͤnlich-und perlgrau, berg⸗ gruͤn; durchſcheinend. Er wird wie die vorige Art gefunden, aus⸗ gezeichnet bei Straßberg und Stollberg am Harz. c) Erdiger Fluß kommt mit dem Flußſpath meiſt als Ueberzug vor; von weich bis zerreiblich; Brch. erdig und matt, undurch⸗ ſichtig, von den gewoͤhnlichen Farben des Flußſpaths, und iſt wahrſcheinlich durch die Verwitterung des Flußſpaths enſtanden. 3) Phosphorſauere Kalkarten. Es ſind deren haupt⸗ faͤchlich zwei durch Kryſtalliſation, Glanz und Farbe ausgezeichnet: a) Apatit, in meiſt niedrigen 6ſ. Saͤulen und Tafeln, aͤußerlich glaͤnzend und ſtarkglaͤnzend, zwiſchen Glas⸗ und Fettglanz; Frb. roͤthlich⸗, gelblich⸗, gruͤnlich-weiß; berg⸗, ſeladon⸗gruͤn; licht⸗ indig⸗blau, violblau; ſeltener fleiſchroth. Auf Gaͤngen in Urge⸗ gebirgen, im Saͤchſ. Erzgeb. b. Geyer, b. Bockau, Soſa, Jo⸗ hanngeorgenſtadt u. a. O. b) Spargelſtein, in langen Saͤulen; ſpargel⸗ und oͤlgruͤn, gruͤnlichweiß; fettglaͤnzend, und in derben Kryſtallmaſſen, haͤufig mit koͤrniger Abſonderung. 144 Kalkerdige Mineralien. Phosphorit iſt unreine phosphorſauere Kalkerde, theils dicht, von unebenem oder unvollkommen blaͤtterigem Bruch, theils erdig und zerreiblich. Selten. 4) Baryterdige Foſſtlien. Sie ſind unter allen erdi⸗ gen Foſſilten die ſpec. ſchwerſten, naͤmlich uͤber 4 Mal ſo ſchwer, als das Waſſer und dieß iſt ſchon ein vorlaͤufiges Merkmal zu ihrer Erkennung, da man gewohnt iſt, Steine, von einem gewiſſen Rauminhalt, vorlaͤufig auch nach ihrem Gewichte zu beurtheilen. Baryt⸗ oder Schwererde iſt eine kaliſche Erde und iſt zur Zeit noch, bloß mit Schwefelſaͤuere verbunden, in Mineralien ge⸗ funden worden, die jedoch nirgends als Felsart erſcheinen. Ihre Structur iſt groͤßtentheils kryſtalliniſch: blaͤtterig, ſtrahlig, faſerig. Nur eine Art iſt dicht und eine erdig. 1) blaͤtterig: a) Saͤulenſchwerſpath. Er findet ſich ſeltener in derben Kryſtallmaſſen, als in geſchobenen 4ſ. ſaulen⸗ oder tafelfoͤrmigen Kryſtallen; aͤußerlich ſtark glaͤnzend, Fettglanz; durchſchei⸗ nend; Frb. rauch⸗, gelblich-, gruͤnlich⸗grau; graulich⸗, gruͤn⸗ lich-⸗weiß; ſelten olivengruͤn oder fleiſchrotb. b) Stangenſpath, iſt gegenwaͤrig ſelten. Die ſäulen⸗, viel⸗ mehr nadelfoͤmigen Kryſtalle ſind in Stangen zuſammengehaͤuft und dieſe durch einander gewachſen; durchſcheinend; Frb. grau⸗ lich-, gelblich⸗weiß. c) Geradſchaliger Schwerſpath(Tafelſchwerſpath). Haͤufiger in derben, geradſchalig abgeſonderten Kryſtallmaſſen, als in 4 und 6ſ. Tafeln kryſtalliſirt. Es ſind 3 Blaͤtterdurchgaͤnge bemerkbat, davon 2 ſich ſchiefwinklich und der dritte vollkomm⸗ nere jene rechtwinklich durchſchneidet; theils ſtark perlmutterattig⸗, theils fettglänzend; von durchſichtig bis durchſcheinend. d) Krummſchaliger Schwerſpath, unvollkommen- und krummbläͤtterig; zuweilen blumigdlaͤtterig in's Stradlige uͤberge⸗ hend und krummſchalig abgeſondert; durchſcheinend; Frb. weiß; grau; fleiſch⸗ und blutroth ꝛc. Sonſt wie die vo⸗ rige Art. 2) ſtrahlig: Bologneſer Spath(b. Bologna in Italien), findet ſich auch b. Amberg in Baiern und iſt durch das Leuchten im Dun⸗ keln nach dem Gluͤhen, beruͤhmt worden. 3) faſerig: Faſeriger Baryt, federartig a. e. l. faſerig, fektartig, wenig glaͤnzend. In der Pfalz b. Neu⸗Leiningen, in Weſtphalen, Boͤh⸗ men, Heſſen ꝛc. ſpaths” tents M ſcch h. F rin, S 9 G Enront dn Ett Mt Scht nur zwei ſenen b. ſclten, 9e ⁴) Fa Faſern. ſchimme b) Gau Heſonder kend, a fari dur V i Srnf dochſal de in thalbten gehött de ſcnin, ſhells Pruch, un erdi⸗ ſchwer, u ihrer wiſſen llen. iſt zur nn ae⸗ 1 Ihre leſaſaiig. derben n rmigen hſchei⸗ d grün⸗ titl anrehaäͤuſt 5 van⸗ 3 Ath). glen, als archainge Zlkomm⸗ arrar87 6 ar und derge⸗ c nendi mie do⸗ t ſch n Dun⸗ 1 wenig 2“ Bäd⸗ Kalkerdige Mineralien. 145 4) kornig abgeſondert: Schuppig⸗köoͤrniger oder koͤrnig⸗blaͤttiger Schwer⸗ ſpath; Frb. weiß, perlmutterartig wenig glaͤnzend. In Sach⸗ ſen; am Harz; in Steiermark ꝛc. 5) dicht: Dichter Schwerſpath, etwas ſchieferig; Brch. ſplitte⸗ rig, oder uneben, oder muſchelig; matt; undurchſichtig, oder etwas durchſcheinend. Am Harz a. m. O. in Heſſen, Sach⸗ ſen, am Thuͤringer Wald ꝛc. 6) erdig: Schwerſpatherde, theils in loſen, theils in ſchwach zuſam⸗ mengebackenen Theilen, theils feſt von groberdigem Bruch; mager und rauh. Schon aus dieſer vielfaͤltigen Erſcheinungsweiſe des Schwer⸗ ſpaths oder Baryts laͤßt ſich urtheilen: daß er im Ganzen kein ſel— tenes Mineral und weit verbreitet ſei. Beſonders haͤufig findet er ſich b. Freiberg auf Gaͤngen im Urgebirge, auf den Werken: Kur⸗ prinz, Beſchertgluͤck ꝛc. 5) Strontianerdige Foſſilien. Strontianerde, von ausgezeichnet kaliſchen Eigenſchaften, hat vom Strontian, einem ſchottiſchen Mineral, ſeinen Namen. Mit Schyefelſaͤuere verbunden, findet ſie ſich im Coͤleſtin, davon nur zwei Arten, der faſerige und der Saͤulen⸗Coͤleſtin, jener b. Dornburg unweit Jena, dieſer im Salzburg'ſchen, wiewohl ſelten, gefunden wird. 2) Faſeriger Coͤleſtin in Gangtruͤmmern, gleichlaufend faſe⸗ rig, zuweilen duͤnnſtaͤnglich abgeſondert, durch Vereinigung der Faſern. Frb. ſchmalte⸗- und licht⸗indisblau, perlmutterartig ſchimmernd, bis wenig⸗glaͤnzend; ſchwach durchſcheinend. b) Saͤulen⸗Coͤleſtin in langen 4ſ. Saͤulen, oder ſtaͤnglich ab⸗ geſondert; gelblich- und milchweiß, in's Himmelblaue; glaͤn, zend, aͤußerlich Glasglanz, inwendig Perlmutterglanz; von ſtark durchſcheinend bis durchſichtig. Zweiter Anhang. Einen ſalzigen Geſchmack gebende Foſſilien; Salte. 1) Salzſauere: Kochſalz(Steinſalz). Kryſtalliſirt würfelig, iſt luftbeſtaͤn⸗ dig, im Waſſer loͤslich. Es findet ſich theils von blaͤtteriger, theils von faſeriger, theils von koͤrnig blaͤtteriger Structur und gehoͤrt dem Floͤtz⸗- zunaͤchſt dem Gyosgebirge an. Siehe IV. Ab⸗ ſchnitt, Floͤtzgeb. 2te u. 3te Formation. 10 146 Chemiſch⸗gemengte Mineralien. Anm. Das Sandſteinlager auf dem Tharander Wald hat, hier und da, einen nicht unbetraͤchtlichen Gehalt an Kochſalz. 2) Salpeterſauere: 2) Kalkſalpeter. Von ſcharfem, bittern Geſchmack; an feuch⸗ ter Luft zerfließend; in nadelfoͤrmigen Kryſtallen und als flockige Ausbluͤhung und mehliger Beſchlag an Waͤnden, Mauern, be⸗ ſonders in Kellern und an Erdwaͤnden. b) Salpeter(ſalpeterſaueres Kali), Geſchmack ſalzig⸗ 1 kuͤhlend. Theils flockig oder rindenartig, theils in Kryſtallen; glasglänzend: durchſcheinend. An Lehmwaͤnden und in kleinen Hoͤhlungen, im Mergel, im Kalktuff, Muſchelkalk ꝛc. Hin und wieder auch am Weißſtein, b. Raſſau ꝛe. b 3) kohlenſauere: l Mineralkali(Soda, Natrum), brauſt mit Saͤueren, Geſchmack laugenhaft. Theils in loſen Theilen von mattem An⸗ ſehen, theils koͤrnig, oder ſtrahlig, glasartig glaͤnzend. Bluͤht R hin und wieder an Kellerwaͤnden oder auf dem Boden aus. 4) ſchwefelſauere: W in ſpießigen, nadelfoͤrmigen Kryſtallen, theils als mehliger Be⸗ ſchlag, im Steinſalzgebirg, auch als Abſatz der Mineralguellen, b. Eger in Boͤhmen). B. Beſchreibung der deutlich gemengten Felsarten. I. Chemiſch-gemengte; II. Mechaniſch⸗gemengte. I. Chemiſch-gemengte, A. Von einfachem Gefuͤge; B. Von porphyr⸗ und mandelſteinartiger Bildung. Siehe§. 30. S. 48. A. Cchemiſch⸗gemengte Felsarten von einfachem Gefuͤge. 1) Drei weſentliche Gemengtheile; Quarz, Feldſpath und Glimmer, a) in kryſtalliniſch⸗koͤrnigem Gemenge: Granit. b) in kryſtalliniſch⸗ſchieferigem Gemenge: Gneiß. Glauberſalz(natuͤrliches),(ſchwefelſ. Natrum), theils ——— me M. der maſſ weiſe er und ſeuch⸗ flockige 1, be⸗ ſalzig⸗ tallen; dleinen vin und wäͤueren, 1em An⸗ 8 Blßt n. mu theils ant Be⸗ aäuellen, käen Chemiſch⸗gemengte Mineralien. 147 Vorbemerkung. Quarz und Feldſpath geſtalten ſich koͤrnig, der Glim⸗ mer blaͤtterig. Im Granit haben Quarz und Feldſpath das Mengenuͤbergewicht, im Gneiße der Glimmer; es iſt daher der Granit im Kleinen von koͤrniger Structur und im Großen maſſig; der Gneiß hingegen, indem ſich der Glimmer lagen⸗ weiſe durch das Ganze verbreitet, im Kleinen auf dem Quer— bruch von einem maſerigen oder flaſerigen Anſehen und im Großen von einer ſchieferigen Structur, die um ſo duͤnner wird, je mehr die Menge des Glimmers zunimmt. Granit und Gneiß unterſcheiden ſich daher oryk⸗ tognoſtiſch— bloß durch das Mengenverhaͤltniß der Beſtand⸗ theile und die daraus nothwendig ſich ergebende koͤrnige oder ſchieferige Structur— und es giebt wenig Granitlager, wo der Granit nicht ſtellenweiſe gneißartig und wenig Gneißlager, wo der Gneiß nicht granitartig wuͤrde und wirkliche Uebergaͤnge ſtatt faͤnden. In beiden iſt der Feldſpath gemeiner; von Farbe weiß, grau, gruͤnlich, gelblich, roth; mehr und weniger kryſtalli⸗ niſch; zuweilen in wirklichen Kryſtallen; Auarz gemeiner, gewoͤhnlicher von Glas- als Fettglanz; von Farbe rauch-, blau— lich-grau; graulich⸗weiß; Glimmer im Granit oͤfter ſilber⸗ weiß, als im Gneiß; uͤbrigens grau, zum Schwarzen oder Gruͤnen ſich neigend; gelb und tombackbraun. a) Granit. Das Gemenge iſt theils groß⸗ und grobkoͤrnig und dann der Glimmer meiſt nur in geringer Menge vorhanden; theils klein⸗ und feinkoͤrnig, in welchem Falle auch die Menge des Glimmers zuzunehmen pflegt; uͤbrigens iſt bald der Auarz bald der Feldſpath, in unendlichen Mannigfaltigkeiten, an Menge vorwaltend. Aus einem kleinkoͤrnigen Gemenge treten zuweilen groͤßere Feldſpath⸗Koͤrner oder wirkliche Kryſtalle hervor, der Granit wird porphyrartig. Zuweilen, indeß aber ſelten, zeigt ſich am Quarze das Beſtreben, eine ſaͤulen- oder pyramiden⸗ 10* 148 Chemiſch⸗gemengte Mineralien. foͤrmige Geſtalt anzunehmen; in dickere oder duͤnnere Staͤngel oder Streifen gezogen, von Feldſpath umfloſſen, erſcheint der dunklere Quarz, beſonders auf geſchliffenen Flaͤchen, in Ge— ſtalt morgenlaͤndiſcher Schriftzuͤge und dieſe Abaͤnderung, mit ſpaͤrlich eingemengtem Glimmer, wird Schriftgranit ge—⸗ nannt. Hin und wieder finden ſich zwei oder alle drei Beſtand⸗ theile in groͤßeren Maſſen beiſammen: Quarz und Feldſpath in fauſt⸗ und kopfgroßen Stuͤcken, regellos und verſchiedentlich verwachſen und der Glimmer fuͤr ſich zuſammengehaͤuft oder bloß in einzelnen Blaͤttchen eingeſprengt. Zuweilen fehlt ein Beſtandtheil, z. B. der Feldſpath in dem Zinnerz-fuͤhrenden Granit des Erzgebirgs, Graiſen oder Greiſen genannt. Stellvertretende Gemengtheile fuͤr den Glim—⸗ mer ſind: blaͤtteriger Talk, mehr und weniger verhaͤr⸗ tet, zuweilen chloritartig, er dringt haͤufig in die Maſſe des Feldſpaths ein und faͤrbt ſie gruͤnlich; Chlorit, mit dem Glimmer oft zugleich; Hornblende, ſie verdraͤngt den Glimmer oft ganz und das Geſtein wird ſyenitiſch; Eiſen— glimmer oft auf große Strecken, z. B. im Fichtelgebirg, b. Kirchberg, Gottesgab ꝛc. Auf groͤßere Strecken behaͤlt der Granit nie einerlei Korn, er wechſelt von groß- bis zu klein- und feinkoͤrnig und ſo, daß bald dieſer bald jener Gemengtheil an Menge zu⸗ oder ab— nimmt. Außer den obigen ſtellvertretenden Gemengtheilen finden ſich an zufaͤlligen: Turmalin, Tremolith, Strahl— ſtein, Speckſtein, Andaluſit, Zoiſit, rother Granat, Topas, Korund, Zirkonnc.; an metalliſchen Foſſilien: Graphit, Magneteiſenſtein, ſpaͤthiges Zinnerz, Wolfram, Eiſen⸗ oder Schwefelklies, Kupferkies, gediegen Silber, Blende, Blei⸗ glanz u. a. Uebergaͤnge finden ſtatt: in Gneiß durch Vermeh⸗ rung des Glimmers; in Glimmerſchiefer, wenn, mit Zu⸗ meta Koh üill hängi wenig geſchi ſch in formi zeriſſ ten B 7 1 verdi hang ting, Chemiſch⸗gemengte Mineralien. 149 nahme des Glimmers, der Feldſpath verſchwindet; in Syenit Gruͤnſtein, wenn, mit Verminderung des Quarzes, Horn⸗ blende an die Stelle des Glimmers tritt. Der Granit findet ſich geſchichtet, wo er, durch Zunahme des Glimmers, dem Gneiße ſich naͤhert, haͤufig nur in mäͤch— tige Baͤnke abgetheilt; außerdem maßig und kugelig, ſeltener ſaͤulen- oder pfeilerfoͤrmig abgeſondert und zuweilen außerordent⸗ lich haͤufig in vielfaͤltigen Richtungen zerkluͤftet. Die kugelige Abſonderung, von 1 Fuß bis 1 und 2 Lachtern Maͤchtigkeit, beſteht aus concentriſch ſchaligen Stuͤcken, die einen feſteren Kern einſchließen. Auf gangartigen Raͤumen finden ſich; Feldſpath, Quarz, Chalcedon, Hornſtein, Turmalin, Fluß⸗ ſpath, Schwerſpath, Pechſtein, Baſalt ꝛc.; an metalliſchen Foſſilien: Zinn, Eiſen, Kupfer, Blei, Kobalt, Wißmuth, Nickel, Mangan, Uran, Silber. Als untergeordnete Lager: Feldſpath, Porcellan— erde(Kaolin), Quarz, Speckſtein, Gneiß, Glim— merſchiefer, Gruͤnſtein und Gruͤnſteinſchiefer, Hornblendegeſtein, koͤrniger Kalk, Graphit, Magneteiſenſtein, Eiſenſpath, Eiſenglanz. Der Granit bildet nicht nur einzelne hohe Berge; ſon⸗ dern macht da, wo er herrſchend iſt, die Hauptmaſſe ganzer Gebirgszuͤge aus. Die Form ſeiner Berge iſt verſchieden und und von ſeinen Schichtungs- und Abſonderungsverhaͤltniſſen ab⸗ haͤngig. In maͤchtige Baͤnke abgetheilter oder ungeſchichteter und wenig zerkluͤfteter Granit erſcheint ſanft abgerundet und flaͤchig; geſchichteter, abgeſonderter und vielfaͤltig zerkluͤfteter Granit erhebt ſich in nackten Kuppen und Kaͤmmen und keck anſtrebenden, kegel⸗ foͤrmigen Maſſen(Hoͤrner oder Nadeln genannt) von einem zerriſſenen, altem Mauerwerke aͤhnlichen, Anſehen, mit abgetrenn⸗ ten Bloͤcken in weiten Kreiſen umlagert(Greifenſtein b. Thum). Der Grad ſeiner Verwitterbarkeit und die Art, wie er verwittert, iſt ſehr verſchieden. Die Staͤrke des Zuſammen⸗ hangs zwiſchen den verbundenen Theilen iſt zuweilen ſehr ge— ring, er zerfaͤllt in Schutt und Grus, welche bedeutende Flaͤ— 150 Chemiſch⸗gemengte Mineralien. chen bedecken und faſt keine Erdtheilchen enthalten, weil die gebildeten fortwaͤhrend in die Tiefe geſeihet werden. Solche Schutt⸗ und Gruslager ſind gaͤnzlich unfruchtbar. Großkoͤrni⸗ ger, ſehr feldſpathreicher Granit zerfaͤllt zuweilen ſchwerer; es oͤſt ſich aber der Feldſpath zu einem fetten, zaͤhen und ſehr waſſerhaltigen Thon auf, welcher das entſtandene Brockenge⸗ menge verkittet und fuͤr das Waſſer undurchlaͤſſig macht, ſo daß Verſumpfungen und Torflager entſtehen. Klein- und fein⸗ koͤrniger Granit zerfaͤllt in der Regel weniger leicht und giebt ein Gemenge von Sand und erdigen Theilen, meiſt in ge⸗ rechtem Verhaͤltniß, um, bei der noͤthigen Bindigkeit, zu— gleich locker und feucht genug zu ſein. Es iſt alſo der aus Granit entſtandene Boden eben ſo verſchieden, als es die Ar⸗ ten des Granits ſelbſt ſind: nach dem Mengenverhaͤltniß ſeiner Beſtandtheile; nach der Groͤße des Korns; nach dem Grade ihres Zuſammenhalts; nach der Staͤrke ihrer Verwitterbarkeit und nach Beſchaffenheit— des Feldſpaths insbeſondere, ob er mehr und weniger eiſenhaltig oder von Maſſe rein und fein, bei der Aufloͤſung einen mehr oder minder zaͤhen und fetten Thon hinterlaͤßt. Vork. Der Granit iſt eine der weiteſt verbreiteten Fels⸗ arten, es giebt wenig Gebirge von bedeutender Ausdehnung, wo er nicht entweder die Hauptmaſſe oder doch einen betraͤcht⸗ lichen Beſtandtheil bildete. Das Rieſengebirg iſt eine Kette von Granitbergen; auf dem Harz nimmt er die hoͤchſten Stellen ein; die Hauptmaſſe des Fichtelgebirgs und des Schwarzwaldes iſt Granit; naͤchſt Gneiß und Glimmerſchiefer, iſt er die Hauptgebirgsart des Erzgebirgs, hauptſaͤchlich in dem ſuͤdweſtlichen Theile deſſelben. So ſind auch die meiſten Berge der Schweizer⸗Alpen granitiſch ꝛc. Gebr. Als Bauſtein, ſowohl im Trocknen, wie im Waſſer iſt der Granit, wegen ſeiner Feſtigkeit und Dauer, vorzuͤglich geſchaͤtzt. Beide Eigenſchaften geben ihm auch den Vorzug vor vielen andern Steinarten: zum Pflaſtern; zu Tritt⸗ ſteinen; als Straßenſtein; zu Stampftroͤgen; zu Muͤhlſteinen, wenn hauptſaͤchlich harte Körper z. B. Erze auf Amalgamir⸗ werk werd Hal koͤrn keni geath Horne gatte Die nem Fubg von! Spu Glimn welche daß d metle auf Fedd beiſe oft Farb wers, zuſan des C unterb ngeſ arr iſ ze ſie ſcen es hn werde gekan Chemiſch⸗gemengte Mineralien. 151 8 werken oder Schmalte auf Blaufarbenwerken ꝛc. fein gemahlen 1 werden ſollen. Schon bei den Alten machte der Granit ein N Hauptmaterial der Bau⸗ und Bildhauerkunſt aus: aus fein⸗ 5 koͤrnigen Granitarten wurden Statuen und Saͤulen; aus grob⸗ inhr körnigen, leichter bearbeitbaren, Mauer⸗ oder Quaderſteine ꝛc. dſe gearbeitet. Die aͤgyptiſchen Pyramiden beſtehen aus einem dſo Hornblende⸗haltigen Granit, zum Theil noch jetzt von ſpiegel⸗ nne glatter Politur in erſtaunenswuͤrdig großen Bloͤcken gehauen. it Die groͤßte Granitmaſſe, welche in den neueren Zeiten zu ei⸗ .8 nem Kunſtwerke verwendet worden iſt, iſt der Granitblock zum ki zu Fußgeſtelle der Bildſaͤule Peter des Großen in St. Petersburg, 3 1n von 21 Fß. Hoͤhe, 32 Fß. Breite und 42 Fß. Laͤnge, ohne 4 1e Spur einer Schichtung oder Zerkluͤftung. Jiner rade b) Gneiß. meit Im deutlich ausgeſprochenen Gneiße bilden unterſcheidbare ver Glimmerblaͤttchen zuſammenhaͤngende Blaͤtterlagen, zwiſchen onn, welchen Feldſpath und Quarz ihrerſeits eingeſchloſſen ſind, ſo, ben daß das Geſtein auf dem Laͤngenbruch, durch eine der Glim⸗ merlagen hindurch, faſt nur aus Glimmer zu beſtehen ſcheint; maus auf dem Querbruche hingegen ein gerahmtes Anſehen hat. Seng, Feldſpath und Quarz ſind entweder im deutlichen Gemenge ihr beiſammen, oder es iſt dieſes ſo innig, daß beide nur ſchwer, oft nur an einzelnen Stellen durch verſchiedenen Glanz und Farbe zu erkennen ſind. 3 auf Wenn Gneiß dem Granit, durch Verminderung des Glim⸗ uſe mers, ſich naͤhert, ſo verlieren die Glimmerblaͤttchen ihren icſt Zuſammenhang und ihre lagenweiſe Verbreitung durch die Maſſe 2 des des Geſteins, ſie ſind auf dem Querbruche nur in ſchmalen, G len. unterbrochenen Linien zu erkennen. Er wird ſo lange fuͤr Gneiß 1n ⸗ angeſprochen, als dieſe lagenweiſe Verbreitung noch unterſcheid⸗ im bar iſt. In der Annaͤherung an den Glimmerſchiefer, verber⸗ ner, gen ſich die hoͤchſtfeinkoͤrnigen Quarz- und Feldſpathlagen zwi⸗ den ſchen dem Glimmer, zuweilen bis zur Ununterſcheidbarkeit und ritt es kann das Geſtein in Handſtuͤcken oft nur fuͤr das erkannt ** werden, was es iſt, weil es als ein Theil eines Gneißlagers umir gekannt iſt. 152 Chemiſch⸗gemengte Mineralien. Der Feldſpath hat meiſt das Uebergewicht uͤber den Quarz und ſcheidet ſich zuweilen in kleineren und groͤßeren rundlichen Maſſen(Knoten) aus,(ſeltener in wirklichen Kryſtallen), und die flaſerige Stuctur iſt dann wellenfoͤrmig krummlaufend(Au⸗ gengneiß). Selten iſt der Glimmer uͤber beide Beſtand⸗ theile vorwaltend und dann gewoͤhnlich von minderer kryſtalli⸗ niſcher Vollkommenheit. Zufaͤllige Gemength. Granat in Koͤrnern, ſelte⸗ ner in Kryſtallen; Turmalin in zarten, nadelfoͤrmigen Kry⸗ ſtallen; Talk in Blaͤttchen; Hornblende; Strahl— ſtein ꝛc.; an metalliſchen Foſſilien: Schwefel- oder Ei— ſenkies; Magneteiſenſtein; Zinnerz; Kupfer⸗ erze ꝛc. Uebergaͤnge finden ſtatt: in Granit durch Vermin⸗ derung und unregelmaͤßigere Verbreitung des Glimmers; in Glimmerſchiefer durch Zunahme der Glimmermenge und Verſchwinden des Feldſpaths; in Thonſchiefer; in Talk— ſchiefer, wenn der Glimmer in Talk uͤbergeht und Quarz und Feldſpath verſchwinden; in Weißſtein, wenn der, an Menge zunehmende, Feldſpath in Feldſtein uͤbergeht und Glim— mer und Quarz ſich vermindern. Auf gangartigen Raͤumen findet ſich: Feldſpath; Quarz; Amethyſt; Jaspis; Achat; Kalkſpath; Fluß⸗ und Schwerſpathc.; Kupfer⸗, Zinn⸗, Blei⸗ erzeꝛc. Granit, ſelbſt Baſalt und Dolerit. Auf Lagern; Feldſpath und Feldſtein; Quarz, Glimmer⸗, Chlorit⸗- und Talkſchiefer; Hornblen⸗ degeſtein und Hornblendeſchiefer; Granat; koͤr⸗ niger Kalkſtein; Granit; Syenit; Feldſteinpor⸗ phyr, Serpentin; Strahlſtein; Eklogit. An me—⸗ talliſchen Foſſilien: Eiſenkies, Magneteiſenſtein; Eiſenglanz; Rotheiſenſtein ꝛc. Der ſchieferigen Structur gemaͤß, iſt der Gneiß ausge⸗ zeichnet und deutlich geſchichtet, in groͤßerer Erſtreckung von ſehr verſchiedener Maͤchtigkeit, je nach der Ab- oder Zunahme des Glimmers, bis zur Dicke von 6 und 4 Zoll; außerdem vielf Neic und mit uͤberl boten ( faache Chen gang Stel und Fels meiſt veni nig Aed der b gen( igen inen Omn i wig rmin⸗ n; in dr und malk⸗ nuarz 4 an zmüm⸗ azth; Jath; lei⸗ ary lem⸗ 1 koͤr⸗ jyol⸗ me⸗ rrin; Äsge⸗ 3 von ahme — dem —— —,,———— Chemiſch⸗gemengte Mineralien. 153 vielfaͤltig zerkluͤftet und die Schichten in der mannigfaltigſten Neigung, bis ſenkrecht ſtehend. In Ruͤckſicht der allgemeinen und großartigen Verbreitung ſteht er dem Granit zur Seite, mit welchem er in der Regel erſcheint, ihn zum Theil an Maſſe uͤberbietet(wie im Saͤchſ. Erzgebirge), zuweilen von ihm uͤber— boten wird(wie im Rieſengebirge). Die Umriſſe der Gneißberge ſind meiſt ſanft, mit weiten, flachen und muldigen Thaͤlern und weit ausgedehnten Ruͤcken. Ehemalige Kuppen und Kaͤmme und Hervorragungen ſind theils ganz, theils zum großen Theil zerſtoͤrt und bezeichnen ihre Stelle mit maͤchtigen Schutthaufen von abgetrennten Bloͤcken und plattenfoͤrmigen Truͤmmern; ſehr hohe, ſteile und zackige Felswaͤnde und enge Schluͤchten ſind ſeltenere Erſcheinungen und meiſt nur in Hochgebirgen. Von der Verwitterung wird der Gneiß auf ſehr verſchie— dene Weiſe angegriffen, je nach der vorwaltenden Menge eines ſeiner Beſtandtheile und ſpecifiſchen Verwitterbarkeit derſelben. Im Allgemeinen verwittert der glimmerreichſte Gneiß(beſon— ders wenn der Glimmer von geringer kryſtalliniſcher Vollkom⸗ menheit und ſehr eiſenhaltig iſt), am ſchnellſten und enthaͤlt die wenigſten erdigen Theile. Er zerfaͤllt, der ſchieferigen Structur gemaͤß, in plattenfoͤrmige und immer kleinere ſplitte⸗ rige Stuͤcke, mit rothem Eiſenoxyd uͤberzogen und mit viel Glimmerſand durchmengt.— Dieſes lockere Haufwerk, mit wenig erdigen Theilen, eiſenſchuͤſſig, ſtark ſich erwaͤrmend, we— nig waſſerhaltend, iſt der Vegetation nicht guͤnſtig. Sehr Feldſpath⸗ und Quarz-⸗reicher Gneiß verwittert langſamer und der aus ihm entſtandene Boden naͤhert ſich dem des feinkoͤrni— gen Granits; Glimmer- und Quarzſand, mit hinlaͤnglich tho— nigen oder lehmigen Erdtheilen gemengt, geben nicht ſelten einen ganz vorzuͤglichen Boden. Gebr. Sehr Glimmer⸗haltiger Gneiß taugt weniger zum Straßenſtein, da er leicht ſich zermalmt; zu Bau-, Dock- und Pflaſterſteinen iſt er, wegen ſeiner Theilbarkeit in plattenfoͤr— mige Stuͤcke, ſehr brauchbar. 154 Chemiſch⸗gemengte Mineralien. 2) Zwei weſentliche Gemengtheile, Glimmer und Auarz, im ſchieferigen Gefuͤge; Glimmerſchiefer. Der Gliimmer von Farbe grau in's Gelbe, Rothe, Braune und Gruͤne; oder weiß, am oͤfterſten ſilberweiß, ſel— tener blaulich, oder ſchwarz: zuweilen von mehren Farben in einem Stuͤcke, zuweilen dunkler geflammt oder gefleckt. Der ſchwarzbraune oder ſchwaͤrzlichgruͤne iſt immer etwas talk⸗ oder chloritartig. Der Quarz iſt gemeiner, von Farbe grau in's Weiße, glasglaͤnzend, in der Regel koͤrnig abgeſondert. Gewoͤhnlich iſt der Glimmer der vorwaltende Beſtandtheil und wechſelt lagenweiſe mit dem Quarz; bald dick⸗- bald duͤnn⸗ ſchieferig, theils gerad, theils wellenfoͤrmig gebogen. Es giebt hauptſaͤchlich zwei verſchiedene Arten des Gemenges als aͤu— ßerſte Grenzen: a) der, in großer Menge vorhandene, klein-, ſchuppig⸗blaͤtterige Glimmer ſchließt, kaum oder nicht mehr bemerkbar, kleine und feine Quarzkoͤrner ein und ein Handſtuͤck erſcheint als ein Haufwerk von meiſt ſtark glaͤnzenden Glimmer— blaͤttchen; oder b) es wechſeln kleinere und groͤßere, lagenweiſe vertheilte, rundliche und plattenfoͤrmige Quarzpartien mit Glim— merſchichten und ſind mit Glimmer ſo uͤberkleidet, daß ſie nur m Querbruche erkennbar werden. Nicht ſelten finden ſich ku— gelige Maſſen, mit Glimmer uͤberzogen, bis zu 2 und 3 Fß. Durchmeſſer. Die Mittelſtufen zwiſchen beiden Mengungsarten ſind ſehr vielfaͤltig, ſelten bekommt der Quarz das Mengen— uͤbergewicht, er erſcheint alsdann geſchiefert, mit zwiſchenlie⸗ genden, großflaͤchigen Glimmerblaͤttchen. Zufaͤllige Gemength. Am oͤfterſten Granat, in rothen oder ſchwaͤrzlichbraunen Koͤrnern, in laͤnglich⸗runden Maſſen und in Kryſtallen. Granatkoͤrner ſind in manchen Ge⸗ genden ſo haͤufig beigemengt, daß ſie ein weſentlicher Gemeng⸗ theil des Glimmerſchiefers zu ſein ſcheinen, womit er porphyr⸗ artig wird. Wo ſie verwittert ſind, haben ſie roſtfarbige Fle— cken hinterlaſſen; ferner: Feldſpath, weiß, fleiſchroth, in Koͤrnern, ſeltener in Kryſtallen, entweder durch die ganze Naſſ lenwe verſch fenw faſeri An! Blen phit: Fede pöch innig Ueber nind Hor! des, A ſpatt nit; ſpa⸗ ſpa Ro Ble narz, othe, ſel⸗ ir in Der Joder Zeiße, fabtheil vduͤnn⸗ giebt au⸗ anrin⸗, ciehr diüͤck ner⸗ anpeiſe zwüm⸗ rr vur *) ko 20 Fj. auarten * Ugen⸗ genlie Chemiſch⸗gemengte Mineralien, 155 Maſſe verbreitet, oder dem Quarze eingewachſen; Talk, ſtel⸗ lenweiſe dem Glimmer beigemengt, er unterſcheidet ſich durch verſchiedene Faͤrbung; Chlorit, in kleinen Partien oder ſtrei— fenweiſe im Glimmer vertheilt; Hornblende, ſtrahlig und faſerig, oder in unvollkommenen Kryſtallen; Turmalin ꝛc. An metalliſchen Foſſilien: Eiſenkies; Kupferkies; Blende; Magneteiſenſtein; Eiſenglimmer; Gra⸗ phit; Zinnerze ꝛc. Uebergaͤnge bildet er in Gneiß; durch Zunahme des Feldſpaths; in Thonſchiefer, indem das Gemenge zwiſchen hoͤchſt feinen Glimmerſchuͤppchen und hoͤchſt feinkoͤrnigem Quarz inniger wird; in Talk⸗ oder Chloritſchiefer; durch den Uebergang des Glimmers in Talk oder Chlorit und durch Ver⸗ minderung des Quarzes; in Hornblendeſchiefer und Hornblendegeſtein, durch Eintreten der Hornblende ſtatt des Glimmers. Auf Gaͤngen finden ſich: Quarz; Kalkſpath, Schwer⸗ ſpath; Eiſenkies; Eiſenſpath; Bleiglanz ꝛc. Gra⸗ nit; Gneiß; Gruͤnſtein; Baſalt. Auf untergeordneten Lagern; Quarz; Talk; Feld⸗ ſpath; Granat; Andaluſit; Strahlſtein; Fluß⸗ ſpath; Kalk; Dolomit; Schwefel⸗ oder Eiſenkies; Rotheiſenſtein; Magneteiſenſtein; Graphit; Bleiglanz ꝛc. Chloritſchiefer; Hornblendeſchie— fer und Hornblendegeſtein; Serpentin; Gruͤn⸗ ſtein; Thonſchiefer; Gneiß. Unter allen Urgebirgsar⸗ ten iſt der Glimmerſchiefer an fremdartigen Lagern die reichſte. Die Kalklager ſind zuweilen von betraͤchtlicher Ausdehnung und die Maſſe des Kalkſteins haͤufig mit Glimmerblaͤttchen durch⸗ mengt. Der ſchieferigen Structur gemaͤß iſt der Glimmerſchie⸗ fer ausgezeichnet und deutlich geſchichtet, gerad und krumm und nicht ſelten zugleich unregelmaͤßig oder tafelfoͤrmig zerkluͤf— tet. Die Schichten ſind gewoͤhnlich von geringer Maͤchtigkeit. Als Gebirgsmaſſe iſt er hier und da(im Saͤchſ. und Boͤhm. Erzgeb., im Thuͤringer Waldgeb., Rieſengeb., Sudeten ꝛc.), weit verbreitet und nimmt ſeine Stelle in der Regel zwiſchen 156 Chemiſch⸗gemengte Mineralien. dem Gneiß und Thonſchiefer ein, doch findet er ſich auch un— mittelbar auf Granit, auf Gruͤnſtein und Uebergangskalk, auf und im Diorit eingelagert, mit Gneiß, Thon- und Horn— blendeſchiefer wechſelnd ꝛc. Er bildet, wie der Gneiß, ver— moͤge ſeiner Schichtung, meiſt ſanftgerundete, wellenfoͤrmig ſich erhebende Berge, mit großflaͤchigen Ebenen, ohne Kuppen und Spitzen und nur in engen Schluchten ſteil und klippig. Der Grad ſeiner Verwitterbarkeit richtet ſich nach der Menge des Quarzes. Je mehr der Quarz vorwaltet, deſto dauerhafter iſt das Geſtein; je groͤßer das Uebergewicht des Glimmers, beſonders in kleinſchuppiger Geſtalt feine Quarz— koͤrner einſchließend, deſto leichter zerfaͤllt er in ein glimmer— ſandiges lockeres Gemenge, welches mehr und weniger zarte Lehm- und Thontheile einſchließt, von gelblich-grauer oder grau⸗ lich-weißer Farbe. Der aus ihm entſtandene Boden iſt, im Allgemeinen, der Vegetation guͤnſtig; aber keinesweges uͤber— all ſich gleich. Gebr. Beſonders als Bauſtein, wo feuerfeſte Mauern errichtet werden ſollen und, bei Hohoͤfen, als Geſtellſtein, wozu ihn die Feuerbeſtaͤndigkeit des Glimmers eignet. 3) Zwei weſentliche Gemengtheile: Feldſpath und Hornblende in koͤrnigem Gemenge: Syenit und Sye— nitporphyr. Von der Stadt Syene in Ober⸗Aegyten, obſchon dort kein eigentlicher Syenit, ſondern ein Hornblende⸗haltiger Gra⸗ nit gefunden wird, aus welchem die beruͤhmten Obelisken gehauen und die Pyramiden erbaut wurden. Feldſpath iſt meiſt an Menge vorwaltend, von Farbe roth, roͤthlich-, graulich- oder gruͤnlich-weiß; mehr und we⸗ niger kryſtalliniſch, nur zuweilen dem Feldſtein ſich naͤhernd; in Druſenraͤumen finden ſich auch wohl wirkliche Kryſtalle. Hornblende dunkel lauchgruͤn, ſchwaͤrzlich-gruͤn, grau— lichſchwarz; meiſt ſtrahlig. Das Gemenge in der Regel deut— lich und grob-, zuweilen großkoͤrnig. Wenn es klein- und fein— koͤrnig und ſelbſt ſo innig wird, daß es mit bloßem Auge nicht - nehr und in w nit⸗ artig; cerſhe 8 wenige in gre 35 Hornb mit n hornb ſalte einand maſſe blerde⸗ Vlͤne theilt gen ſchen man bewogf ſenki gen§ e rein eddrinn des de — — hun⸗ 3, auf 1 orn⸗ * ver⸗ Trmig dypen m. it der heſto G des Alatf⸗ 2 wer Dhutte zGirau- n im Aljer⸗ W rn ſllin, r„und Ght 1acein m k- aCken nrbe nu ve⸗ Ahnd; lni ran- dp ul r ſeir⸗ 2 1dt Chemiſch⸗gemengte Mineralien. 157 mehr unterſcheidbar iſt, tritt der Feldſpath haͤufig in Koͤrnern und in groͤßeren und kleineren kryſtalliniſchen Maſſen, ſelten in wirklichen Kryſtallen, hervor und das Geſtein wird Sye— nit⸗Porphyr genannt, wenn das Gemenge ſcheinbar gleich— artig; porphyrartiger Syenit aber, wenn es noch un⸗ terſcheidbar iſt, indem die Hornblende in zarten Strahlen oder Nadeln ſich ausſcheidet und die zerſtreuten Feldſpathpartien weniger ſcharf begrenzt ſind. Wie der Feldſpath ſtellenweiſe in groͤßeren Maſſen ſich angeſammelt hat, die nur einzelne kleine Hornblendetheilchen einſchließen; ſo findet ſich auch die Hornblende in Neſtern oder in ader- und gangartigen Streifen mit nur wenig Feldſpath, entweder in einem gruͤnſtein- oder hornblendegeſtein-artigen Gemenge, welches zuweilen dem Ba— ſalte gleicht*). Oft ſind dieſe Hornblendepartien ſtrahlig aus— einander laufend. Wenn ſie ſich lagenweiſe durch die Fels— maſſe verbreiten, wird dieſe Syenitſchiefer genannt. Zufaͤllige Gemength. Quarz in Koͤrnern, hier und da in ſo betraͤchtlicher Menge, daß das Geſtein nur durch die Hornblende vom Granit zu unterſcheiden, daher auch horn— blende-haltiger Granit genannt worden iſt; Glimmer in Blaͤttchen oder lagenweiſe gleichfoͤrmig durch das Ganze ver— theilt; Chlorit; Strahlſteinz Piſtacit; in Norwe⸗ gen und Schweden Zirkon, ſo gleichfoͤrmig im kryſtallini— ſchen Gemenge mit Feldſpath und Hornblende vertheilt, daß man dieſe Syenitart: Zirkon-Syenit zu benennen ſich bewogen gefunden hat. An metalliſchen Beimengungen; Ei⸗ ſenkies; Magneteiſenſtein; Bleiglanz, gedie— gen Kupfer. Uebergaͤnge bildet der Syenit in Granit und Gneiß, wenn der Glimmer herrſchend und die Hornblende verdraͤngt wird; in Hornblendegeſtein durch Abnahme des Feldſpaths und Vorherrſchendwerden der Hornblende. *) Was man fuͤr Baſaltgaͤnge im Syenit des Plauenſchen Grun⸗ des hat halten wollen, iſt nichts weiter, als eine faſt dichte Maſſe aus Hornblende und wenig Feldſpath gemengt. 158 Chemiſch⸗gemengte Mineralien. Auf gangartigen Raͤumen fuͤhrt er Feldſpath; Feld⸗ ſtein, Quarz; Kalkſpath, Piſtacit; Blende; Fahlerz; Bleiglanz; Zinnerz; Gruͤnſtein; Ba⸗ ſalt; auf untergeordneten Lagern: Quarz; Gneiß; Por⸗ phyr; koͤrnigen Kalkſtein. Er iſt theils auf Gneiß ge⸗ gelagert und mit Gneiß wechſelnd, theils auf Thonſchiefer; ſelten und immer nur undeutlich geſchichtet; oͤfter maßig, zu— weilen kugelig abgeſondert, ſelten ſaͤulenfoͤrmig geſpalten, in Saͤulen von 6, 8 Fß. Durchmeſſer und bis 100 Fß. Hoͤhe. Uebrigens von nicht ſehr allgemeiner Verbreitung, fehlt man⸗ chen Gebirgsketten ganz, und bildet nicht ſehr ausgedehnte Gebirgszuͤge und nicht ſehr hohe Berge, welche, nach Maaß— gabe derſelben Structur, den Granitbergen am aͤhnlichſten ſind. Die Verbindung zwiſchen Feldſpath und Hornblende iſt feſter, als zwiſchen Feldſpath, Quarz und Glimmer, daher widerſteht der Syenit der Verwitterung laͤnger, als der Granit und Gneiß. Vermoͤge der urſpruͤnglichen Abſonderungskluͤfte, loͤſen ſich zwar von freiſtehenden Felswaͤnden, durch den Froſt, leicht groͤßere und kleinere Bloͤcke ab; ſie zerfallen aber, mit wenigen Ausnahmen, weniger leicht in Grus und Grand, bie— ten daher den atmoſphaͤriſchen Einwirkungen weniger Flaͤche dar. Die Verwitterbarkeit beider Beſtandtheile iſt ſelbſt in ei— ner und derſelben Gebirgsmaſſe nicht gleich: man findet Sye⸗ nitbloͤcke, wo der Feldſpath noch ziemlich friſch erſcheint, waͤh⸗ rend die verſchwundene Hornblende kleine Gruben zuruͤckgelaſſen hat, und andere, wo die Hornblende uͤber die bleiche Feldſpath⸗ rinde kleine Erhoͤhungen bildet. Der eiſenhaltige, rothe Feld⸗ ſpath hinterlaͤßt gewoͤhnlich eine etwas magere, roͤthlich⸗braune Lehmerde. Gebrauch, wie der Granit, er giebt einen trefflichen Straßen⸗ und Pfaaſterſtein. Fr 8 iinerle vattig p indem diger ten Thrn und Anher ) unnit anfte, Woſt, micit na bie mich Jdnü „G?*ne rti'i⸗ Hiſſe loit⸗ ldd⸗ it ahe erhen Chemiſch⸗gemengte Mineralien. 159 B. Gemengte Felsarten, von porphyr⸗ und man⸗ delſtein⸗artiger Bildung. 1) Porphyre. Sie laſſen ſich eintheilen in Porphyre A) mit Kryſtallen und Koͤrnern von gemeinem Feld⸗ ſpath: B) mit Kryſtallen von glaſigem Feldſpath; C) mit Feldſpath⸗ und Hornblende⸗Kryſtallen. A) Porphyre mit Kryſtallen oder Koͤrnern von gemeinem Feldſpath. Man unterſchied bisher folgende 3 Arten: a) Hornſteinporphyr. Hauptmaſſe dicht und fein, in hohem Grade ſtahlhart; Brch. muſchelig oder ſplitterig, oder: im Großen muſchelig, im Kleinen ſplitterig; von ſchimmernd bis matt; Frb. braun, braͤunlich⸗roth, fleiſch⸗ roth, grau. b) Feldſpath⸗ oder Feldſtein⸗Porphyr. Hauptmaſſe dicht, weniger hart; Brch. uneben, in's unvollkommen Muſchelige, von wenig-glaͤnzend bis ſchimmernd, von gelben und blaßrothen Farben. c) Thonſteinporphyr. Von eeiſenhart bis zinkhart; Brch. uneben von feinem Korn bis erdig, oder flachmuſche⸗ lig im Großen, im Kleinen erdig, matt; undurchſichtig; Frb. grau, in's Blauliche; roth in's Graue und Weiße. Dieſe 3 Arten, haͤufig in einander uͤbergehend und von einerlei Verhalten vor dem Loͤthrohr, vereiniget man gegen⸗ waͤrtig unter dem Namen: Feldſteinporphyr, indem man den ſogenannten Hornſteinporphyr als einen quar⸗ zigen Feldſtein betrachtet; in dem Feldſpathporphyr den dich⸗ ten Feldſpath(Feldſtein), fuͤr am wenigſten veraͤndert; im Thonſteinporphyr aber, durch aͤußere Einfluͤſſe, in eine mehr und weniger erdige Steinmaſſe umgewandelt haͤlt. 160 Chemiſch⸗gemengte Mineralien. Allgem. Beſchreibung. Frb. roth in's Gelbe, Braune, Graue, Lavendelblaue, Gruͤne und Weiße; einfar— big, oder mehrfarbig in Streifen, Flecken ꝛc. Die Haupt— farbe faſt immer blaß und nicht ſcharf beſtimmbar, nicht ſelten auf den Abſonderungsflaͤchen verbleicht, oder weißrindig. Haupt⸗ maſſe von erdig bis vollkommen dicht und hornſteinartig. Weſentliche Gemengtheile: 1) Quarz, von Farbe grau, nelkenbraun, gelblich- und graulich⸗weiß; theils in ſtumpfeckigen, theils in kryſtalliniſchen Koͤrnern, theils in vollkommenen 6ſ. Doppelpyramiden; 2) Feldſpath, theils in undeutlichen, ſaͤulenfoͤrmigen Kryſtallen; theils in Koͤrnern, welche bloß das Streben nach ſaͤulenfoͤrmiger Geſtaltung an— deuten; Frb. roth, roͤthlich-, gelblich-, graulichweiß; zum Theil friſch und ſtark-glaͤnzend, zum Theil in der Aufloͤſung begriffen; zum Theil in eine thonige oder ſpeckſteinartige Maſſe ſchon umgewandelt; zum Theil gaͤnzlich aufgeloͤſt und Hoͤhlun⸗ gen zuruͤcklaſſend. Zufaͤllige Gemength. Hornblende, nur ſparſam und ſelten, in undeutlichen, nadelfoͤrmigen Kryſtallen; Glim— mer, nur einzeln, am haͤufigſten ſchwarz, braun, braͤunlich— roth, ſelten ſilberweiß.(Oft nur im klaren Abſchwemmwaſſer verwitterter Porphyrarten, im Sonnenlichte, erkennbar). An metalliſchen Foſſilien: Eiſen- und Kupferkies. Zuweilen ent— haͤlt die Hauptmaſſe(des Thonſteinporphyr's), Blaſenraͤume, theils leer oder mit Thon ausgefuͤllt, theils mit kryſtalliſirtem QAuarz, Chalcedon oder Hornſtein ausgekleidet; zuweilen iſt ſie poroͤs, wie mit Nadelſtichen durchbohrt; zuweilen ſchieferig und die Schieferlagen durch Quarzſchichten getrennt(Porphyr⸗ ſchieferh; zuweilen kugelig abgeſondert, oder er ſchließt Kugeln derſelben Maſſe, nur von groͤßerer Haͤrte und Feſtigkeit, ein; oder ſie ſind hornſtein⸗ und chalcedonartig, bis zur Groͤße von ½ Fß. Durchmeſſer; zuweilen hohl und mit Bergkryſtall und Amethyſt ausgekleidet und mit Quarz, Hornſtein und Chalce— don, wie mit Schnuͤren, durchzogen(Mutſchen, Mutſchner Diamanten). 3 tedo Stei kies; E en⸗, k unter T Grauwe u Werner ſchlag Gebibd Er ſetz einzeln men, a Nrum u E vippräͤng des Fro ohne er zu Sc chen B len ein nuhe, und Abſ b V b Die lrſhen, Juuhſei tnle don Luüſins mtitſts V mmen V V überein Gelbe, infar. daupt, ſelten nupt⸗ von theils (äls in theils aͤrnern, ung an⸗ ; zum föſang Maſſe hlun⸗ jaram Glim⸗ uvüch: anwaſet ). Ar In ent⸗ (eume, gſirtem ſt ſe eferig yyyr⸗ ugeln ein; e von l und Lhalee⸗ ttſchner Chemiſch⸗gemengte Felsarten. 161 Auf gangartigen Raͤumen finden ſich: Quarz; Chal⸗ cedon; Achat; gem. Opal; Fluß⸗ und Schwerſpath; Steinmark; Brauneiſenſtein; Kupfer und Eiſen⸗ kies; Rotheiſenſtein; Manganerz c. Er iſt theils geſchichtet, theils ungeſchichtet, theils ſaͤu⸗ len-, theils plattenfoͤrmig abgeſondert und findet ſich uͤber und unter Thonſchiefer, auf Granit, Gneiß, Glimmerſchiefer, auf Grauwacke und auf aͤlteren Sandſtein gelagert. Ueber ſeine Entſtehung ſind die Stimmen getheilt. Die Werneriſche Schule erklaͤrt ihn fuͤr einen chemiſchen Nieder— ſchlag aus dem Waſſer, andere wollen ihn fuͤr ein aͤhnliches Gebilde, wie den Baſalt, durch vulkaniſche Kraͤfte erklaͤren. Er ſetzt ſelten zuſammenhaͤngende Bergreihen, ſondern nur meiſt einzeln ſtehende, zerriſſene, ſteile und klippige Berge zuſam⸗ men, an deren ſchroffen Waͤnden die Vegetation oft wenig Raum und Boden findet. Er verwittert ſchneller und langſamer. Manche Porphyre, urſpruͤnglich vielfaͤltig zerkluͤftet, zerfallen, durch die Wirkung des Froſtes, in Schutthaufen von Brocken und Sand, faſt ohne erdige Theile; andere verwittern nur langſam von Schale zu Schale und beſetzen ſich mit Flechten, meiſt nur einen fla⸗ chen Boden bildend. Die aus ihm entſtandene Erde iſt zuwei⸗ len ein zaͤher, ſehr waſſerhaltiger Thon, zuweilen eine magere, rauhe, ſtarre Lehmerde, beides in den mannigfaltigſten Auf⸗ und Abſtufungen. B) Porphyre mit glaſigem Feldſpath: Trachyte. Dieſe porphyrartigen Bildungen haben meiſt ein rauhes Anſehen, ſind daher mit einem griechiſchen Worte Trachyte (Rauhſteine) oder Trachytporphyre genannt worden. Kry⸗ ſtalle von glaſigem Feldſpath in einer, aus mehren Subſtanzen gemengten, feinkoͤrnigen Grundmaſſe, ſind ihr we⸗ ſentlichſtes Merkmal. In der Beſchaffenheit der Grundmaſſe kommen zuweilen die Thon⸗(Feldſtein⸗) Porphyre mit ihnen uͤberein. 11 ———— e —————z 8 162 Chemiſch⸗gemengte Felsarten. Das Gemenge der Grundmaſſe iſt ſelten noch, haͤufig gar nicht mehr unterſcheidbar, von Farbe graulich⸗weiß; aſch⸗, gruͤnlich-, blaulich-grau in's Gelbe, Gruͤne und Rothe oder Schwaͤrzliche. Brch. grobſplitterig oder uneben von grobem und kleinem Korn, in's Erdige; matt bis ſchimmernd, ſelten wenig-glaͤnzend; hart bis weich; zum Theil blaſig, zellig oder poroͤs, die Waͤnde der Blaſenraͤume haͤufig verglaſt oder ſchlacken⸗ artige Maſſen einſchließend. Weſentliche Gemengtheile: Feldſpath grau⸗ lich-, gelblich-weiß, ſtrohgelb, in langgezogenen, duͤnnen Saͤulen, zuweilen mit deutlichen Spuren von Schmelzung oder riſſig; von undeutlichem blaͤtterigen Gefuͤge und muſcheli— gem Bruch. Von der Grundmaſſe meiſt ſehr deutlich abgeſon⸗ dert, von ſtarkem Glasglanz. Zufaͤllige Gemengtheile: Glimmer in Blaͤtt⸗ chen und Kryſtallen, ſchwarz; Hornblende ſchwarz und ſchwaͤrzlich⸗gruͤn, in mehr und weniger deutlichen, nadelfoͤrmi⸗ gen Kryſtallen; Augit. Nicht ſelten finden ſich auch Bruch⸗ ſtuͤcke von andern Felsarten: Granit, Gneiß, Syenitꝛc. eingeſchloſſen. Uebergaͤnge in Baſalt, in Obſidian und in ſchlacken⸗ artige Geſteine. Meiſt ungeſchichtet, vielfaͤltig zerkluͤftet; auf Lagern: Pechſtein, Obſidian und Perlſtein. Ueber den Urſprung dieſer Felsart ſind die Geognoſten weniger zweifelhaft: man erklaͤrt ſie fuͤr ein neues Gebilde aus urſpruͤnglichen Felsarten, welche durch vulkaniſche Kraͤfte zer⸗ malmt, aufgeloͤſt, neu geſtaltet und uͤber andere Felsarten em— porgehoben wurden, daher Trachyt theils auf Ur⸗, theils auf Uebergangsgebirgen auf⸗ oder angelagert gefunden wird. In Deutſchland ſind die trachytiſchen Bildungen nicht ſehr gemein.(Siehe IV. Abſchn. Trachytformation). C) Porphyrartige Bildungen, deren Hauptmaſſe aus Feldſtein und Hornblende gemengt iſt und Kryſtalle von Feldſpath und Hornblende enthaͤlt: Aphanit(Trapp⸗Porphyr). Das Gemenge iſt innig, dicht; Brch. unvollkommen muſchelig in's Ebene und Splitterige uͤbergehend; Frb. unrein ſiufg d aſc⸗, d oder drobem nſelten oder zacken⸗ d ga puͤnnen Dehzung zruſchlie ibgeſot öliätt. id und n oͤrmi⸗ an ruch⸗ Sit. olcen. net; ol eannſten dde aus ifte zr Itn im⸗ dis auf aüt ſch Fildſtei ith und 5 llkommen t. unrei 8 Chemiſch⸗gemengte Felsarten. 163 dunkelgruͤn; gruͤnlich⸗aſchgrau; graulich⸗ſchwarz; ſchwarz⸗gruͤn, zuweilen faſt ſchwarz und in's Braune oder Rothe ſich ziehend. Weſentliche Gemengtheile: Feldſpath grau, oͤfter lichtgruͤn gefaͤrbt, in meiſt kleinen, in die Laͤnge gezoge⸗ nen und ſcharfbegrenzten Kryſtallen, zuweilen gruppenartig bei⸗ ſammen; Hornblende, in deutlich erkennbaren, nadelfoͤr⸗ migen Kryſtallen, bald in friſchem, bald in weichem Zuſtande, bald erdig; zuweilen haͤufig, zuweilen nur ſparſam. Zufaͤllige Gemength. Augit, in kleinen Kryſtal⸗ len, ſchwarze Glimmerblaͤttchen, ſeltener Kryſtalle; Pi⸗ ſtacit; Granat; Quarz; Eiſenkies; Magnetei⸗ ſenſtein ꝛc. Auf Lagern findet ſich: Quarz, Kalk, Glimmerſchiefer; Uebergaͤnge bildet er in Gruͤnſtein und Syenit; iſt meiſt undeutlich und regellos geſchichtet, ſelten ſaͤulenfoͤrmig zerkluͤftet; findet ſich theils auf Syenit und Gruͤnſtein, theils auf Kalk und Uebergangsthonſchiefer gelagert und gehoͤrt den Uebergangsgebirgen an. Er bildet meiſt hohe, ſteile und klippige Berge. Er traͤgt ſehr verſchiedene Benennungen: Trapp⸗Porphyr; porphyrartiger Baſalt; Baſaltporphyr; dichter oder baſaltiſcher Gruͤnſtein; Hornfels, Porphyrſchiefer. Vork. Gegend von Dillenburg; im Fichtelgebirg, b. Lichtenberg, Steinbach ꝛc.; am Harz b. Ilefeld, Nuͤbeland ꝛc. 2) Mandelſtenartige Bildungen. Die Mandelſtein⸗Structur iſt nur einigen Felsarten eigen und kann fuͤr dieſelben zwar bezeichnend, aber nicht fuͤr weſent— lich betrachtet werden. Sie unterſcheidet ſich von der Poroſi— taͤt dadurch: daß poroͤſe Geſteine viele kleine, leere Raͤume ha⸗ ben, die nach Geſtalt, Groͤße und nach der Art ihrer Ver— breitung durch die Maſſe des Geſteins, ſehr von einander ab— weichen; daß Mandelſteine hingegen rundliche, platt gedruͤckte Hoͤhlungen einſchließen, die ſich in einer beſtimmten Richtung verbreiten und meiſt mit ihren Laͤngenaxen eine wagerechte Lage haben. 11* 164 Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. Sie ſind entweder leer, oder mit einem andern Foſſilien nur zum Theil oder ganz ausgefuͤllt. Die Waͤnde der leeren Raͤume ſind theils rauh, theils glatt, theils mit einer Art Schmelz uͤberzogen, oder mit einem andern Mineral uͤberkleidet. Die Kerne oder Mandeln beſtehen aus ſehr vielerlei Steinarten: Kalkſpath; Arragon; Halbopal; Glas⸗ opal; Gruͤnerde; Steinmark; Quarz; Amethyſt; Chalcedon; ſpeckſteinartigen Subſtanzen; Stil⸗ bit; Meſotyp; Chabaſie; Analeim ec. Von Mandelſtein⸗Struktur findet ſich zuweilen der Gruͤn⸗ ſtein(Diorit); oͤfter der Baſalt und die Wacke und der Eiſenthon, der von vielen Mineralogen ohnedieß zur Wacke gerechnet wird. II. Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. (Sie ſind, obwohl zu allgemein, anch Truͤmmergeſteine ge⸗ nannt worden, da wohl die wenigſten von ihnen durch Zer⸗ truͤmmerung aͤlterer Felsarten und durch neue Verkittung ihrer Bruchſtuͤcke entſtanden ſein moͤchten]. 1) Grauwacke. Koͤrner, groͤßere Stuͤcke, Geſchiebe von Quarz, Thon⸗ ſchiefer, Kieſelſchiefer, Glimmerſchiefer; Feld⸗ ſteinporphyr, Granit und Kalkſtein, hier dieſe, dort jene; hier von der hoͤchſten Kleinheit, mit unbewaffnetem Auge kaum unterſcheidbar; dort von fauſtgroßen und groͤßeren Stuͤcken,— ſind verkittet durch eine quarzige Thonſchiefermaſſe oder durch eine noch feinkoͤrnigere Grauwacke. Frb. rauch⸗, blaulich-, ſchwaͤrzlich-grau; roͤthlich-braun; von ſplitterigem Bruch, wenn die Maſſe hoͤchſt feinkoͤrnig iſt. Das Binde— mittel macht gewoͤhnlich den geringeren Antheil aus. Quarz iſt gewoͤhnlich der vorwaltende Gemengtheil, von Farbe weiß, grau, roth, braun, meiſt in rundlichen, ſelten in ſcharfeckigen Koͤrnern; Thonſchiefer in eckigen Stuͤcken, Blaͤttern und Brocken zuweilen von bedeutender Groͤße, ſchwaͤrz— lich⸗grau, roͤthlich⸗braun; Kieſelſchiefer, grau, roͤthlich— grau, in eckigen und keilfoͤrmigen Stuͤcken; Glimmerſchiefer, Mnur 2 aume mel 1* erlei as⸗ nahſt; ib 1 der us znce 5 isige⸗ duub er⸗ nasſrer Rr etem ederen zzemiſe .0 auch, Nerihem 81 inde⸗ dr von mthelten 9 acken, wäͤty hlih⸗ Jefet Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. 165 Feldſteinporphyr, Granit, Kalkſtein in Brocken. Groß⸗, grob⸗ und kleinkoͤrnige Grauwacke wechſeln partienweiſe mit einander, und die grobkoͤrnige ſchließt zuweilen Kugeln einer kleinkoͤrnigen ein, die feſter ſind und einen Durchmeſſer haben von 6 Zoll bis 2 Fuß. Nach der Structur im Großen unterſcheidet man koͤrnige oder gemeine und ſchieferige, weicche ſtets feinkoͤrnig iſt (Grauwackenſchiefer). Außerweſentliche Gemengtheile: Glimmer, Feldſpath, Steinmark, Eiſenkies, Eiſenſpath, Feldſtein, Kalk⸗und Gypsſpath, Kupfererze, Erd⸗ pech, Anthracit ꝛc. Sie enthaͤlt, wiewohl nicht haͤufig, an Verſteinerungen: Muſcheln, Fruͤchte, Stammſtuͤcke, Blaͤtter, Rindenſtuͤcke, Ab⸗ druͤcke ſchilfartiger Gewaͤchſe, plattgedruͤckte Staͤngel und Rohr— ſtuͤcke, welche dem Bambus aͤhneln. Auf Gaͤngen: Quarz, Kalk⸗ und Schwerſpath, Bleiglanz mit Silbererzen, Antimonglanz, Manganerz, Eiſen⸗ und Kupfererzenc., ſelbſt Baſalt und Truͤmmergeſteine. An untergeordneten Lagern: Quarz, Kieſel⸗ und Alaunſchiefer, Wetz⸗ und Zeichnenſchiefer, Feldſpath und Feldſtein, Kalk, Gyps, Serpentin, Mandelſtein, quarzigen Sand⸗ ſtein, Granit und Gruͤnſtein, Bleiglanz, Braun⸗ und Rotheiſenſtein ꝛc.; Uebergaͤnge bildet ſie: aus Grau⸗ wackenſchiefer in Thonſchiefer, durch Abnahme der Groͤße des Korns und Zunahme des Bindemittels und des Glimmers; — aus feinkoͤrniger Grauwacke— in Kohlenſandſtein— Erſcheinungen im Großen, welche der Annahme, daß ſie allein aus zertruͤmmerten Felsarten entſtanden ſei, wenig guͤnſtig ſind. Sie ſetzt meiſt nicht ſehr hohe Berge zuſammen, theils kup⸗ pig, theils ſcharfruͤckig, theils abgeplattet, mit engen felſigen Thaͤlern und gewoͤhnlich nur in einer Richtung in Gebirgszuͤge ſich ausdehnend. Sie iſt ſchwer verwitterbar und die Beſchaf— fenheit des Bodens richtet ſich nach der Groͤße des Korns und nach der Menge und Beſchaffenheit des Bindemittels. Im 166 Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. Allgemeinen wird die Fruchtbarkeit des Grauwackenbodens nicht geruͤhmt. Am weſtlichen Harz(Klausthal, Zellerfeld ꝛc.), iſt das Grauwackengebilde allgemein verbreitet, außerdem im Weſter⸗ wald; im Thuͤringer⸗Waldgebirg; im Erzgebirg, Gegend um Braͤunsdorf ꝛc. 2) Urfels⸗Truͤmmergeſtein(Urfels⸗Conglomerat). Verbundene Theile: Bruchſtuͤcke von Glimmerſchiefer, Hornblende⸗, Chlorit⸗ und Thonſchiefer, von Gneiß; abgerundete Maſſen von Granit, Feldſtein ꝛc.; der bindende Teig beſteht aus einer feinzertheilten Maſſe der verbundenen Theile. Die Gebirgsmaſſen, aus welchen das Urfels⸗Conglomerat entſtanden iſt, finden ſich in der Umgegend anſtehend und, je naͤher denſelben, ſind die Bruchſtuͤcke deſto groͤßer und deſto weniger abgerundet. Die Zuſammenſetzung iſt verſchieden, nach der Verſchiedenheit des Muttergebirgs, daher oͤrtlich und kann nur an Ort und Stelle naͤher beſtimmt werden. Verſteinerungen finden ſich ſelten, nur da, wo die Maſſen gleichfoͤrmiger zertheilt wurden, kommen zuweilen Pflanzen— uͤberreſte vor. Das Conglomerat iſt mehr und weniger deut— lich geſchichtet, theils wagerecht, theils geneigt; die Berge, die es bildet, haben wenig Ausgezeichnetes, ſie ſind theils ſanft abgerundet, mit weit erſtreckten Ruͤcken und ſanften Abhaͤngen, theils wechſeln rundliche Huͤgel mit ſteilen Kuppen und Klippen. Schroffe Felswaͤnde werden da gefunden, wo beſondere Urſa⸗ chen zerſtoͤrend einwirkten, z. B. wo Fluͤſſe ihren Durchbruch nahmen(Hainsbach b. Thar.). Die Bruchſtuͤcke ſind nicht im— mer nach der Ordnung ihres ſpec. Gewichts uͤbereinander ge⸗ legt; Centner⸗ſchwere Stuͤcke finden ſich oft in bedeutender Hoͤhe uͤber kleinere gelagert. Die Beſchaffenheit des, aus der Ver⸗ witterung entſtandenen Bodens richtet ſich theils nach der Be— ſchaffenheit und Verwitterbarkeit der verbundenen Theile, theils nach dem Bindemittel. Fels War venn weſen üiN Kein man dern mer glaͤn und Chan verdri ſih; lehnl Anet de ze Gtiſe dir de Schui Uinget geri ſtt, von 1n.; e der nerat je beſto hach mann peäſſet 1 rzen⸗ z deur⸗ Joerge T Lngen Cpven. Glrſe uch im⸗ Ne⸗ näͤhe Vex⸗ de ithä Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. 167 3) Sandſtein. Ein allgemeines und charakteriſtiſches Merkmal des Sand⸗ ſteins iſt der vorwaltende, oder, neben dem Bindemittel, der alleinige Beſtandtheil: Quarz, theils in unbeſtimmt⸗eckigen oder rundlichen Koͤrnern und Stuͤcken; theils in Koͤrnern, welche mehr und weniger der Kryſtallgeſtalt ſich naͤhern, mit kryſtalli⸗ niſchen, ſtark⸗glaͤnzenden Flaͤchen, unter welchen nicht ſelten vollkommne Kryſtalle(6ſ. Doppelpyramiden) ſich finden. Das, ſtellenweiſe reiche, ſtellenweiſe ſparſame Bindemittel iſt theils thonig, theils mergelig, theils quarzig. In ein⸗ und derſelben Gebirgsmaſſe koͤnnen alle 3 Arten abwechſelnd gefun⸗ den werden. Daß der Sandſtein aus der Zertruͤmmerung aͤlterer Felsarten— entſtanden ſein ſollte, iſt wohl nicht glaublich. Warum ſollte gerade eins der feſteſten Geſteine, Quarz, wenn er in ſolcher Menge rein und iſolirt vorhanden ge— weſen waͤre, um das Material zu Sandſteingebirgen von Cu— bik⸗Meilen Inhalt zu geben,— nur allein bis zu dieſer Kleinheit des Korns zertruͤmmert worden ſein, warum findet man nicht aͤhnliche Sandgebirge von Granit, Gneiß und an— dern Felsarten? Ferner: wie konnten aus einer Zertruͤm— merung ſo regelmaͤßig- und gleichgeformte Koͤrner, mit ſo glaͤnzenden Flaͤchen, entſtehen, wenn man nicht Kunſtmaſchinen und Schleifwerke zu Huͤlfe nehmen will?— Es finden ſich betraͤchtliche Theile des Sandſteingebirgs (Tharander Wald gegen Niederſchoͤne hin), welche aus lauter verdruͤckten Pyramiden beſtehen und ohne alles Bindemittel fich zuſammenhalten— in ihrer Verbindung geben ſie etwas Aehnliches von der kryſtalliniſch-ſtaͤnglichen Abſonderung des Amethyſt's, nur in groͤßerer Kleinheit. Aus dem Sande der zerfallenen Stuͤcke koͤnnen vollſtaͤndige Kryſtalle, bis zur Groͤße einer Erbſe ausgeleſen werden und die Abſtufungen von der regelmaͤßigſten Geſtalt bis zum Unbeſtimmteckigen iſt faſt Schritt vor Schritt nachzuweiſen. Darunter finden ſich Zwil⸗ lingskryſtalle(zwei verwachſene Doppelpyramiden), welche mit geringer Gewalt auseinander gebrochen werden koͤnnen und mit 168 Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. dieſen rundliche Stuͤcke, von der Groͤße einer Bohne bis zu der eines Haͤhnerei's und einer Fauſt. Dieß ſind wahrſchein⸗ lich keine Geſchiebe, ſondern runde Formen, durch gemeine Anziehung entſtanden, wie ſich Waſſertropfen bilden, ſie ſind das im Kleinen, was die kugeligen Maſſen, ſelbſt in gemengten Felsarten, im Großen ſind.— Wie ſollten ſich ſonſt auch die eckigen Stuͤcke und Koͤrner mit glatten, glaͤnzenden Flaͤchen, die Pyramiden und die verwachſenen Zwillingskryſtalle, bei der vorausgeſetzten Reibung an einander, ſo unverſehrt unter ihnen erhalten haben? So wie man ganze Felsſtuͤcke findet, deren kryſtalliniſche Koͤrner, wie ſtaͤnglich abgeſonderter Amethyſt, ohne Bindemit—⸗ tel ſich zuſammenhalten; ſo findet man an andern Stellen ein uͤberreiches, verhaͤrtetes, kieſelerdiges Thonbindemittel, gleich— ſam als einen Teig, worin unendlich kleine, nicht mehr be— ſtimmbare Quarztheile im Sonnenſchein mit ihren kryſtallini⸗ ſchen Flaͤchen, in unzaͤhligen Punkten, auf das Lebhafteſte glaͤnzen und in um ſo groͤßerer Menge erſcheinen, je laͤnger eine Flaͤche der Verwitterung preis gegeben war. Auch dieſe kleinſten Quarzkoͤrner oder Quarzkryſtalle koͤnnen keine Truͤm— merſtuͤcke des, faſt ſtaubartig zermalmten, Quarzes, ſondern muͤſſen kryſtalliniſche Staͤubchen ſein, welche in der Teigmaſſe ſich bildeten, von der ſie eingeſchloſſen werden. Wenn ferner die Quarz koͤrner aus der Zertrüͤmmerung des Quarzfelſen entſtanden ſein ſollen, wie konnten ſich in die⸗ ſem Haufwerke von Koͤrnern— Adern, Schnuͤre und Gaͤnge von Quarz bilden, die mit der Hauptmaſſe verwachſen ſind, gleichſam aus der Hauptmaſſe heraustreten— oder Druſen— raͤume, mit Quarzkryſtallen ausgekleidet, und Quarzlager, die doch auch zertruͤmmert worden ſein muͤßten?— Endlich: wo findet ſich nur irgend der Ueberreſt einer zertruͤmmerten Felsart, aus deren Miſchungs- oder Mengungsverhaͤltniſſen, die Ent⸗ ſtehung eines Glimmer⸗haltigen Sandſteins erklaͤrlich wuͤrde? Warum, und durch welchen Zufall ſollte dieſe nur allein, bis zur Verwiſchung der letzten Spur, von der Erde vertilgt worden ſein?— N giſche emie n ein leich⸗ be⸗ ini⸗ eſte Jer lieſe rüm⸗ dern nnſſe Atung j die⸗ ainge dind, rſen⸗ die tbo nitt int⸗ ade! in, etilg — —— Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. 169 Wenn in der Bildung des Sandſteingebirgs eine ſtuͤr⸗ miſche Zeit, oder Vorgang nicht zu verkennen iſt, hauptſaͤchlich in den organiſchen Ueberreſten und in den unverkennbaren Bruch⸗ ſtuͤcken aͤlterer Gebirgsarten; ſo laͤßt ſich in der Bildung des Sandſteins die gleichzeitige Entſtehung der quarzigen Be⸗ ſtandtheile nicht verkennen, wobei die Kryſtalliſationskraft hier mehr dort weniger thaͤtig war. Sandſtein wird durch die atmoſphaͤriſchen Einwirkun⸗ gen bloß in ſeinem Bindemittel angegriffen und, je nach der Menge und Beſchaffenheit dieſes, verwittert er leich— ter und ſchwerer und iſt auch der aus ihm entſtandene Boden verſchieden. Wo ein nicht allzu feiner und fetti— ger Thon ſehr kleine Quarzkoͤrner einſchließt, hat er Bin⸗ digkeit und Waſſerhaltigkeit genug, die Vegetation zu unter— ſtuͤten; wo aber ein ſehr ſparſames, feinthoniges Bindemittel viel und groͤbere Quarzkoͤrner nur ſchwach zuſammenhaͤlt, blei— ben an der Oberflaͤche dieſe faſt nur allein uͤbrig, indem die geloͤſten Thontheilchen fortwaͤhrend in die Tiefe gelaugt werden, wo ſie eine undurchlaͤſſige Sohle bilden. Hierdurch wird der Boden zur Verſumpfung geneigt, wie denn das Sandſteinge— birg ohnedieß, vermoͤge der wagerechten Schichtung und der haͤufigen Thon⸗ und Mergellager wegen, zahlreichen Quellen den Urſprung giebt. Es iſt daher das Sandſteingebirg, im Allgemeinen, der Acker⸗ und Baumvegetation nicht ſehr guͤnſtig. Geognoſtiſch(nach verſchiedenen Lagerungs- und Structur— Verhaͤltniſſen im Großen) wird es in folgende Arten einge⸗ theilt: a) Aelterer Sandſtein. (Rothes, graues und weißes Todtliegendes)*). Er erſcheint ſtreckenweiſe als ein klein- und feinkoͤrniges, ſtreckenweiſe als ein grobes Truͤmmergeſtein, beide wechſeln zu⸗ *) Die Benennung Todliegendes ſtammt von den Thuͤring“⸗ ſchen Bergleuten her, welche in dem daruͤber gelagerten Kupfer⸗ ſchiefer Berghau treiben. Der darunter liegende Sandſtein iſt ir hi⸗ ein todtes d. h.(vermeintlich) Metall⸗leeres eſtein. 170 Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. weilen ſchnell und ſcharf begrenzt mit einander, zuweilen gehen ſie allmaͤlig in einander uͤber. Die verbundenen Theile ſind Koͤrner und rundliche Stuͤcke von Quarz, hier und da mit Truͤmmern von Granit, Gneiß, Glimmer⸗ und Chloritſchiefer, Thon⸗- und Hornblendeſchiefer, Kieſelſchiefer, Feldſtein— porphyr, Gruͤnſtein ꝛc.; ſeltener von Feldſpath und Kalkſtein, von der Groͤße eines Hirſekorns bis zu 1 Fß. Durchmeſſer und daruͤber. Die mit dem Quarz vermengten Truͤmmer anderer Fels⸗ arten wurden von dem, in der Umgegend anſtehenden, Ge— birgsmaſſen geliefert, ſie ſind daher in verſchiedenen Gegenden nach Art, Menge und Groͤße verſchieden, hier dieſe dort jene vorherrſchend. Der bindende Teig iſt theils quarzig, theils thonig, theils mergelig, weißlich-grau(graues Todliegende) theils ei⸗ ſenſchuͤſſig, braͤunlich⸗roth(rothes Todliegende) mehr und weniger ſandig, haͤufig mit Glimmerblaͤttchen, und da, wo es grobe Quarzſtuͤcke mit den Truͤmmern anderer Fels⸗ arten verbindet, mit den feinſten Brocken dieſer vermengt. Mit zunehmender Grobkoͤrnigkeit des Gemenges wird gemeinig— lich das Bindemittel ſparſamer, an andern Stellen iſt es ſo reich, daß die eingeſchloſſenen Koͤrner kaum wahrgenommen werden koͤnnen und wiederum an andern ſcheinen ſich dieſe unter einander ſelbſt zuſammen zu halten. Eben ſo verſchieden iſt die Staͤrke des Zuſammenhalts. Oft zerſpringen die kieſeli⸗ gen Maſſen leichter, als der ſteinharte Moͤrtel; oft iſt aber auch das Gemenge zwiſchen Sand und Thon zerreiblich. Oft iſt das Geſtein geſchichtet und auf den Schichtungskluͤften wird eine Anhaͤufung von Glimmerblaͤttchen bemerkt; zuweilen ſchie⸗ ferig(Sandſteinſchiefer), und dann meiſt ſehr feinkoͤr⸗ nig und mit groß- und kleinkoͤrnigem Sandſtein in mehr und minder maͤchtigen Lagen wechſelnd. Das graue Todliegende nimmt zuweilen eine kugeliche Structur an, concentriſch⸗ſchalig abgeſondert, nach Innen mehr kalkhaltig und bis zu 2 und 3 Fß. Durchmeſſer. ihen dtice Lnit d und 3 in⸗ rund d us. ils⸗ 1 Ge⸗ D den G jene drics ait ei⸗ Ehr dil ha, mml⸗ mae gt. np tig⸗ ſi t 12 men 1 ditſe rAudden deſ⸗ ſj aber dioft dyid bhjie⸗ j rkdr⸗ mund dvende d holig L d Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. 171 Das rothe Todliegende iſt in Deutſchland am weiteſten verbreitet und hat ſeine Farbe theils von den Brocken des rothen Feldſteinporphyrs, theils von den beigemengten eiſenroſtigen Glimmertheilen, theils von eiſenſchuͤſſigem Thon; das graue Todliegende von grauen Glimmer⸗ und Hornblendetheilchen. Zufaͤllige Gemengtheile: nur hin und wieder Kalk— und Gypsſpath, auch Schwer⸗ und Feldſpath, Ei—⸗ ſen- und Kupferkies und andere Kupfererze, Bleiglanz, Eiſenglanz, Eiſenſtein, Erdpech, mineral. Holzkohle ꝛc. und Nieren von Thon. Faſt keine Mu⸗ ſchelverſteinerungen und nur wenig Pflanzenuͤberreſte. Uebergaͤnge: in Feldſteinporphyr, namentlich das rothe Todliegende; in bunten Sandſtein und in Grauwacke. Auf Gaͤngen finden ſich: Quarz, Kalk⸗ und Fluß⸗ ſpath, Schwerſpath; Faſergyps, Asbeſt, Eiſen— ſpath, Roth⸗ und Brauneiſenſtein, Blei⸗, Kup⸗ fer⸗, Queckſilber⸗ und Kobalt⸗Erze, Feldſteinpor⸗ phyr, Gruͤnſtein, Baſalt; auf Lagern: grauer, ſplit⸗ teriger Kalkſtein, thoniger Mergel, Thon, Eiſen⸗ ſtein, Gruͤnſtein, Feldſteinporphyr, Mandel⸗, Truͤmmergeſteine, Kohlenſchiefer, Steinkohlen. Er ruht theils auf Granit, theils auf Glimmerſchiefer, koͤrnigem Kalkſtein, Feldſteinporphyr, Ur- und Uebergangsthon⸗ ſchiefer, Grauwacke und ſogenanntem Uebergangskalk; bildet meiſt abgeſonderte Gebirgszuͤge, in theils hohen und ſteilen Bergen, theils nur ſanften Huͤgeln. Nicht ſehr grobkoͤrniger iſt in der Regel deutlich geſchichtet, meiſt wagerecht, die Schichtungskluͤfte gewoͤhnlich mit ſandigen Thonmaſſen ausgefuͤllt; nicht haͤufig zerkluͤftet und die Kluft— waͤnde mit Zinnober oder Rotheiſenſtein gefaͤrbt oder mit Kalk⸗ ſpath und Kalkſinter bekleidet. Vork. Im Schwarzwald(am Feldberge in einer Hoͤhe von 4610 Fß. uͤber der Meeresflaͤche); im Odenwald ꝛc., im Thuͤringer⸗Waldgebirg, im Mannsfeld'ſchen, Stollberg'ſchen, in Boͤhmen(Saatzer Kreis), Tyrol ꝛc. 172 Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. b) Kohlenſandſtein. Verbundene Theile: kleine, oft feine runde Koͤrner von Quarz, dergleichen kleine Geſchiebe und Bruchſtuͤcke von quar⸗ zigen Geſteinen, als: Eiſenkieſel, Kieſelſchiefer, Hornſtein, hin und wieder Feldſpaththetle, ſtein— mark⸗aͤhnliche Einmengungen und Glimmerblaͤtt⸗ chen, theils regellos, theils parallel der Schichtung vertheilt. Bindemittel, zuweilen reichlich, zuweilen ſparſam, ein grauerzThon, mehr und weniger dem Schieferthone aͤhnlich, der das Gemenge nur locker zuſammenhaͤlt, mitunter kalkhaltig und ſtark mit Saͤueren brauſend. Frb. grau, in's Weiße und Gelbliche ſich ziehend, ſelte— ner in's Blaulichgraue, beſonders in der Naͤhe der Steinkohlen, deren unterweiliger Begleiter er iſt. Zufaͤllige Beimengungen: Bleiglanz, Blende, Ei—⸗ ſenkies, meiſt ſehr fein eingeſprengt; an Ueberreſten aus dem Pflanzenreiche: baumartige Farrenkraͤuter, Palmen, große Rohrgewaͤchſe, auch Halmen⸗ und Blaͤtterabdruͤcke. Von Mu⸗ ſcheln meiſt nur zertruͤmmerte Ueberreſte. Uebergaͤnge: mit Abnahme des Quarzſandes, in Schie⸗ ferthon. Er iſt deutlich und wagerecht oder nur mit ſehr geringer Neigung geſchichtet, ausgenommen in der Naͤhe des Grund⸗ gebirgs; vielfaͤltig zerkluͤftet, die Kluͤfte von der Weite einiger Zolle, bis einige Fuß; theils leer, theils mit Thon oder Bruchſtuͤcken des Geſteins ausgefuͤllt. Auf Gaͤngen: Bleiglanz, Eiſenkies, Blende mit Kalk⸗ und Schwerſpath, auch durchziehen Kalk⸗ ſpathadern das Geſtein. Auf untergeordneten Lagern: Schieferthon, rother Thon, Kalk, Mergel, Thoneiſenſtein, Steinkohlen. Er wird von einigen Geognoſten dem Uebergangs⸗, von andern dem Floͤtzgebirg zugezaͤhlt; findet ſich am Fuß hoͤherer Gebirge, Vertiefungen ausfuͤllend. Die Berge, die er zuſam⸗ menſetzt, ſind zum Theil ſanft gerundet und ſchließen breite, flache Thaͤler ein, theils mit kleinen Kuppen beſetzt und bilden lich wein und, fach und rſ der 4 Adruäb V ten ny 1ſc 08 V dicn deg. mit 1 3 un Acünn Wfer, in⸗ dätt⸗ mut. min ij ch, Vor ig Innllte azalen, At nhſs — wie nwll Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. 173 ſteile, zerriſſene Abhaͤnge. Er verwittert leicht und hinterlaͤßt da, wo das wenige Bindemittel vom Waſſer ausgeſchwemmt wird, Sandlager von mehr Fuß Tiefe. c) Bunter Sandſtein(Sandſtein von Nebra). Verbundene Theile: kleine und feine Quarzkoͤrner, meiſt von gleicher Groͤße, eckig und rund, ſelten in Kryſtall— ſormen, ſelten kleine Bruchſtuͤcke von andern Steinarten. Bindemittel, thonig, mergelig, kalkig und quar⸗ zig, bald in groͤßerer, bald in geringerer Menge vorhanden, ſelten die Menge der Quarzkoͤrner uͤberwiegend. Von den man— nigfaltigen Farben: weiß, grau, gelb, braun, roth, gruͤn, welche vielfaͤltig, und oft in weiten Strecken, in Streifen und Flecken mit einander wechſeln, bandartige und geflammte Zeich— nungen im Großen bilden, hat er ſeinen Namen erhalten. In den oberen Schichten nimmt er hier und da eine ſchieferige Structur an; zeigt ſich poroͤs oder ſchließt kleine Partien eines muͤrben eiſenfluͤſſigen Sandſteins ein. Zufaͤllige Beimengungen: Glimmer; chlorit-aͤhn⸗ liche Theilchen; Schwer⸗ und Kalkſpath. Silber⸗ weißer, tombackbrauner und roͤthlicher Glimmer in Schuppen und Blaͤttchen findet ſich, beſonders auf den Abſonderungs— flaͤchen, zuweilen bis zur Dicke einer Linie angehaͤuft; Kalk— und Schwerſpah nur hin und wieder eingemengt. Muſchel— verſteinerungen und Pflanzenuͤberreſte nur gegendweiſe. Er iſt meiſt deutlich geſchichtet, beſonders nach Oben, von der Maͤchtigkeit einiger Zolle, bis zu Baͤnken von 12 Fß. und daruͤber, wagerecht und geneigt; ſtaͤrkere und ſchwaͤchere Schich⸗ ten wechſeln mannigfaltig mit einander, zwiſchen ihnen finden ſich oft Lager von Thon, Mergel, Gyps von geringer Dicke. Zu Tage aus ſtark zerkluͤftet, weniger nach Innen, die Kluͤfte, von 4, 5 Zoll Weite und mehr, theils leer, theils mit andern Maſſen, nicht ſelten mit dichtem Kallkſtein erfuͤllt. Auf gangartigen Raͤumen: Baſalt, Feldſteinpor⸗ phyr, Pechſtein, uͤbrigens von Kalkſpathadern nach allen 174 Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. Richtungen durchzogen; in Druſenhoͤhlen: Kryſtalle yon Auarz, Kalk⸗ und Eiſenſpath. Untergeordnete Lager: Kalkſtein, meiſt mit Thon und Sand gemengt; Rogenſtein von geringer Maͤchtigkeit; koͤr⸗ nigblaͤtteriger und faſeriger Gyps, Brauneiſenſtein, Steinkohlen. Der bunte Sandſtein ſetzt hin und wieder weit erſtreckte Gebirgsmaſſen zuſammen, bald nur in niedrigen, flaͤchigen Huͤgeln, bald in hohen, kegelfoͤrmigen, theils ſanft gerundeten, theils ſteilen Bergen, mit nackten, ſchröͤffen Felswaͤnden und engen, tiefen Thaͤlern von wildem Anſehen. Vorzuͤglich ausgezeichnet: in Thuͤringen, an den Ufern der Unſtrut, beſonders in der Gegend von Nebra(aher ſein geognoſtiſcher Name); zwiſchen Bernburg und Aſchersleben; auf der Nordſeite des Harzgebirgs; im Neuſtaͤdter und Leip⸗ ziger Kreiſe; in Churheſſen; in Boͤhmen(Saatzer und Bunzlauer Kreis); im Weſergebirg. d) Quader⸗Sandſtein(Koͤnigſteiner Sandſtein). Quaderſandſtein von der regelmaͤßigen Abtheilung, durch Schichtungs- und Klüftflaͤchen, in Quadern(viereckige Baͤnke), Koͤnigſteiner Sandſtein— weil er hier am ausgezeichnetſten erſcheint. Verbundene Theile: Quarzkoͤrner, meiſt ſehr klein und fein, vom Unbeſtimmteckigen mit urſpruͤnglichen Flaͤchen, bis zur regelrechten Kryſtallform(Siehe oben: Sandſtein). Bindemittel: meiſt thonig, ſeltener quarzig. Herr⸗ ſchende Farbe: weiß, in's Grauliche und Gelbliche; zuweilen ſtroh⸗ ockergelb, oder, von Eiſenoxyd, ziegelroth und braun*). *) Hier und da werden knollige, unregelmaͤßig gefloſſene Stuͤcke, zuweilen lagenweiſe bei einander gefunden, deren faͤrbender und zugleich bindender Beſtandtheil braunes und ſchwaͤrzlich⸗ braunes Eiſenoxyd iſt. Nicht ſelten ſind ſie inwendig hohl, einen feinen Sand oder ſandigen weißen Thon einſchließend. Sie ſind ſchwer zerſprengbar, auf dem Bruche gelb und gelb— atz, A und A kor⸗ ſtzin, in te ih en unen, „dhud Tocfern Kotſei anen, ömip⸗ muier d 1 dg, nich ige d m Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. 175 Zufaͤllige Beimengungen: ſilberweiße Glimmerblaͤttchen, jedoch nur ſtellenweiſe, bald haͤufiger, bald ſparſamer. An Ver⸗ ſteinerungen: Meeresmuſcheln, beſonders da, wo er auf Kalk ruht, und Pflanzenuͤberreſte. Er iſt ſehr deutlich und meiſt wagerecht geſchichtet und ſenkrecht oder faſt ſenkrecht zerkluͤftet, die Schichten wechſeln in der Maͤchtigkeit bis zu 2, 6 und 8 Lachtern. In den Schichtungskluͤften befinden ſich oft rundliche Quarz— ſtuͤcke, bis zur Groͤße eines Taubenei's, mit loſem Sande. Schnuͤre von Quarz durchziehen hin und wieder das Geſtein nach allen Richtungen, ſchwerer verwitterbar als die koͤrnige Quarzmaſſe, bleiben ſie an der Außenflaͤche als zellige Erhaben⸗ heiten zuruͤck. An untergeordneten Lagern: Kalkſtein, Mergel, Thon, Thoneiſenſtein, Steinkohlen, Kreide, G. B. b. Quedlinburg und Halberſtadt). Die Steinkohlen⸗ floͤße ſind wenig maͤchtig und arm an brauchbaren Stein⸗ kohlen. Durch ſenkrecht ſtehende Mauern, welche oft ſehr enge Thaͤler einſchließen; durch großartige Geſtalten, in Hoͤhlen, Klippen, Bogen und Bruͤcken, welche durch ungleiche Ver— witterung des Geſteins entſtanden ſind, bildet der Quaderſand⸗ ſtein ſehr maleriſche Felspartien, theils in zuſammenhaͤngenden niedrigen Huͤgeln und mittelhohen Bergen, theils in einzeln⸗ ſtehenden Felskegeln(Saͤchſ. Schweiz: b. Pirna, Schandau, Koͤnigſtein ꝛc. Boͤhmen: Adersbacher Felſen ꝛc.). Die Ruͤcken ſind, vermoͤge der wagerechten Schichtung, meiſt Ebenen, oft von betraͤchtlicher Ausdehnung. Als Baumaterial, wegen der leichten Bearbeitung und Dauer; zu Bildhauerwerken; zu Troͤgen, Treppen, Trittſtei⸗ nen u. ſ. f. iſt der Quaderſandſtein uͤberaus wichtig. Neuer⸗ dings(in Dresden) iſt er zu Roͤhren fuͤr Waſſerleitungen ver⸗ lich-braun und die verbundenen Quarzkoͤrner ſchwer unterſcheid⸗ bar. Einzeln und zerſtreut vorkommend, werden ſie in man⸗ chen Gegenden Adlerſteine genannt. 176 Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. arbeitet und es iſt diefen ein Vorzug vor den gebrannten Thon⸗ roͤhren zugeſtanden worden, hauptſaͤchlich in der Dauer bei der Einwirkung des Froſtes. Zuſatz: In England findet ſich ein ſehr weit verbreiteter Sand⸗ ſtein, welcher durch Gruͤnerde gefaͤrbt iſt und Green-Sand, ferner ein ſehr eiſenſchuͤſſiger, welcher Iron-Sand genannt wird; bei Genf in der Schweiz, ein zum Theil ſehr feſter, zum Theil lockerer feinkoͤrniger Sandſtein, vorzuͤglich durch Braun— kohlenlager ausgezeichnet, in der Gegend Molasse genannt,— welche, nebſt den aufgefuͤhrten Sandſteinarten den Beweis ge— ben: daß, bei der Bildung des Sandſteins, zwar im Allge⸗ meinen nach demſelben Naturgeſetz erfolgend, verſchiedene aͤu— ßere Umſtaͤnde obwalteten. 4) Nagelflue. Verbundene Theile: Groͤßere und kleinere Geſchiebe und Bruchſtuͤcke von Kalkſteinen verſchiedener Art und von allen Farben; ſeltener Brocken von Sandſtein und Grauwacke; Rollſteine von Granit, Gneiß, Porphyr und Gruͤnſtein; ferner Geſchiebe von Hornſtein, Feuer— ſtein, Thonſchiefer, Kieſelſchiefer, Serpentinc. In verſchiedenen Gegenden verſchieden, je nach den, im Um— kreis vorhandenen, Gebirgsarten. Bindemittel: ein kalkhaltiger, ſandiger Kitt. Die Geſchiebe ſind ſehr ungleich, von der Groͤße einer Nuß bis zu Bloͤcken von mehr Fß. Durchmeſſer. Von dieſen Bloͤcken, welche aus der ſteilen Felswand(in Schweizer-Mund— art Flue), wie Nagelkoͤpfe unterſcheidbar hervorragen, hat dieſe Felsart ihren Namen erhalten. Groͤßere und kleinere Ge⸗ ſchiebe wechſeln außerordentlich mannigfaltig mit einander; in dem ſandigen Gemenge des Bindemittels werden die feinkoͤrni⸗ gen Ueberreſte derſelben Steinarten erkannt, woraus die Roll— ſtuͤcke beſtehen. Die Maſſe im Ganzen iſt dicht, indem die Hoͤhlungen im Umkreis der groͤßeren Bloͤcke durch kleineres Gerd niger binde die f ülerau dabei n on m 2 aus d wohl! koͤnnen ſelbſte us eir 4 zu ucc ij m rich ſinauf ſie Je *) 1 Ahon⸗ taij der und⸗ ennd, und; WMom 7 tun⸗ on, 1rs ge. nuͤlie⸗ 20 au⸗ nierd wos len w aie; fund 7 jer⸗ 7 21 MMm⸗ lter nnſen ayd⸗ myjat unöe dn in ii mi⸗ j0 Kol⸗ an die neres Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. 177 Geroͤlle ausgefuͤllt wurden. Die Verbindung iſt mehr und we⸗ niger feſt; ſtellenweiſe loͤſen ſich die Rollſteine leicht aus dem bindenden Teige, ſtellenweiſe ſind(bei zufaͤlligen Zerkluͤftungen) die feſteſten Geſchiebe durchgeriſſen worden. Die Nagelflue iſt deutlich geſchichtet, nach der Sohle hin uͤberaus maͤchtig, bis 50 Fuß Dicke, wagerecht und geneigt, dabei mannigfaltig zerkluͤftet, und bildet ſenkrechte Felswaͤnde von mehren 1000 Fuͤß Hoͤhe. Daß die Berge der Nagelflue durch maͤchtige Waſſerſtroͤme aus den Hochgebirgen zuſammengefuͤhrt wurden, unterliegt wohl keinem Zweifel, die, ſie zuſammenſetzenden, Felsarten koͤnnen daſelbſt anſtehend nachgewieſen werden*). Fuͤr ſich ſelbſt erleiden ſie eine Zerſtoͤrung eigenthuͤmlicher Art: vom Tag aus einſinterndes Waſſer ſammelt ſich im Innern und loͤſt den Kitt zu Schlamm auf; unterteufende Schichten verlieren hier⸗ durch ihren Zuſammenhalt; koͤnnen die daruͤber ruhenden Maſ⸗ ſen nicht mehr tragen und ganze Bergwaͤnde, bis zum Gipfel hinauf, ſtuͤrzen, mit allem was ſie tragen, herab und bedecken die Thaͤler mit einem Schutthaufen(Canton Glaris, zwiſchen *)) Am Jura liegen in einer Hoͤhe von 800 bis zu 2400 Fß. Gra⸗ nitbloͤcke, klein und groß, bis zu 38,000 Ctnr. Schwere, die augenſcheinlich vom Montblane, vom Gotthard und der Grimſel loßgeriſſen und vom Waſſer auf dem Jura abgeſetzt wurden. Ueberall, wo auf dieſem Wege die Thaͤler ſich erwei⸗ tern, werden dergleichen Bloͤcke gefunden, die demnach die Gegend bezeichnen, woher ſie gekommen ſind: wo dieſe Thaͤ⸗ ler ſich oͤffnen, ſind ſie zonenfoͤrmig am Jura abgelagert. Eine unermeßliche Menge Waſſer, mit unberechbarer Gewalt wirkend! Man kann fragen: Wie es auf jenen Eisbergen mit einem Male entſtand?— Daß die Schnee- und Eismaſſen in den Schweizeriſchen Hochgebirgen ſich vermehren, die Gletſcher immer tiefer ſich herabziehen, iſt bekannt. War dieſes nicht fruͤher ſchon ein Mal der Fall? Liegt vielleicht in der hoͤchſten Anſammlung der Schnee⸗ und Eismaſſen(in einem Culminationspunkte) der Grund der Schmelzung? Auch Groͤnland war ein Mal gruͤn und liegt gegenwaͤrtig mit den Norwegiſchen Colonien in Schnee und Eis begraben. 12 178 Mechaniſch⸗gemengte Felsarten. Bilten und Nieder⸗Urnen; Goldauer Thal ꝛc.). Solche Schlamm⸗Maſſen brechen nicht ſelten aus den Bergwaͤnden her⸗ vor und ergießen ſich wie Lavaſtroͤme an den ſteilen Abhaͤngen herab, Huͤtten und Haͤuſer, alles bewegliche vor ſich herſto— ßend(Rigi). Die Nagelflue, nur den Hochgebirgen eigenthuͤmlich, ſetzt theils einzelne freiſtehende, runde Berge, theils ganze Huͤgel— und Bergzuͤge zuſammen, meiſt mit einem tiefen, kalkhaltigen, fruchtbaren Boden bedeckt, der zum Theil aus den hoͤheren Gebirgsgegenden durch Waͤſſer herbeigefuͤhrt wurde, zum Theil aus den verwitterten Rollſteinen und ihrem bindenden Teig entſtand. In der Schweiz bildet ſie die noͤrdlichen und nordweſtli— chen Vorgebirge der Alpen und ſteigt bis zu Hoͤhen von 6000 Fß. empor. Desgleichen in Tyrol. Aus Oeſtreich zieht ſich eine Kette Nagelflue⸗Berge durch Salzburg, Baiern und Schwa⸗ ben bis an den Bodenſee und erreicht eine Hoͤhe von 3000 bis 4500 Fß. uͤber's Meer. Nicht allzu große Stuͤcke der Nagelflur, aus farbigen Kalkſteinarten zuſammengeſetzt, durchſchnitten und geſchliffen, ſind, der Aehnlichkeit wegen, in Deutſchland Wurſtſtein, in England Puddingſtein genannt worden. Zuſatz. Hierher gehoͤren Bildungen, die noch oͤrtlicher als die Nagelflue ſind: a) Kalkſteinbreccie(Brèche), aus Kalktruͤmmern, durch ſandige Kalkmaſſe verbunden; b) die Knochenbreccie, aus Kalkſtein mit thieriſchen Knochen, in einigen Gegenden (Gibraltar) in außerordentlicher Menge; c) Trachyt-Breccie, Truͤmmerporphyr im Tumult vulkaniſcher Ereigniſſe entſtanden. Auf demſelben Wege: d) Bimmsſtein⸗Breccie, mit und ohne Kitt; e) Baſalt-Breccie, oder Baſalt⸗Conglo⸗ merat, beſtehend aus Bruchſtuͤcken von Baſalt mit Gruͤnſtein, Wacke, Mandelſteinen ꝛc.(z. B. Gegend von Caſſel; am Ha— bichtswalde; in Boͤhmen, Steiermark ꝛc.). te D kohli. Stein zenwet lernt p D 82 Inhttn V Brennliche Foſſtlien. 179 V dalche An dieſe, durch einen Kitt verbundene Truͤmmergeſteine dinjer reihen ſich die locker und loſe aufgehaͤuften an. Uhün Der Eroͤße der Stuͤcke nach, unterſcheidet man: herir a) Geſchiebe, Rollſteine, abgefuͤhrte Bruchſtuͤcke von V jeglicher Groͤße bis zu der eines Taubenei's herab. Sie ſind ſh ſett auf das Mannigfaltigſte zuſammengemengt, zuweilen mit huͤgel⸗ Sand und Lehm in wechſelnden Lagern. Werden die Ge— ltigen, birgsarten, woraus ſie entſtanden, nicht in der Naͤhe ge⸗ Gheren funden, ſo werden ſie fremdartige Geſchiebe genannt. Es an Thel fuͤllen dieſe Truͤmmer zuweilen Thaltiefen bis zu 80, 90 Fß. En Tiig Hoͤhe aus, z. B. in Ober⸗Italien. b) Gruslager, Bruchſtuͤcke von der Groͤße eines Tauben— edweſti⸗ ei's bis zur Groͤße einer Erbſe, oft von bedeutender Maͤch⸗ m 6000 tigkeit. dit ſch c) Sandlager, Sand von grobem Korn, bis zur faſt nu chwa⸗ unbeſtimmbaren Feinheit, meiſt Quarzſand, doch auch Glim— 1 3000 merblaͤttchen, Feuerſtein, Magneteiſenſtein ꝛc. Er wird Flug-, Mehl⸗, Quick⸗(lebendiger) oder Triebſand amtbigen genannt, wenn er, ſeiner Feinheit wegen, vom Winde be— (hliffen weglich iſt; Perlſand, wenn quellende Waſſer mit ihm Aiſeit ſpielen. Es entſtehen und verſchwinden Sandhuͤgel und die Oberflaͤche einer Gegend aͤndert ihre Geſtalt, wie der Waſſer— ſpiegel des Meeres, je nach der Richtung, welche die Luft⸗ ſtroͤhmungen nehmen. db6 die Zweite Abtheilung. Ayumern, Brennliche Foſſilien. zceie Madar Vorbemerkung. ſehd e cit, Die wichtigſten Mineralien dieſer 3ten Claſſe ſind die anen. kohlig⸗bituminoͤſen, naͤmlich: Torf, Braunkohle, mit Steinkohle,— aufgeſparte Schaͤtze einer ehemaligen Pflan⸗ hürgr zenwelt, welche das Beduͤrfniß benutzen und aufſuchen ge— Pnn r Die Bedingung ihrer Erhaltung, durch Jahrhunderte und Jahrtauſende hindurch, ſind ihr chemiſcher Zuſtand und ihre 42.* 180 Brennliche Foſſilien. Abſchließung von der Einwirkung der atmoſphaͤriſchen Luft, theils durch daruͤber geſchuͤttete Erd- und Steinlager, theils durch einhuͤllendes und ſperrendes Waſſer. Die Verſchiedenheit ihrer Lagerſtaͤtte, nach Feuchtigkeit, Trockenheit und Waͤrme, und ihr Alter begruͤnden die Verſchiedenheiten in ihrem phyſi— ſchen und chemiſchen Zuſtand, der indeß nicht ganz nach che⸗ miſchen Erfahrungen in Laboratorien beurtheilt werden darf. Sie ſind im Zuſtande einer Verkohlung(einer Veraͤnderung in ihrem ehemaligen organiſchen Beſtande), deren Ergeb⸗ niß ſchon darum ein anderes ſein muß, als dasjenige der kuͤnſt⸗ lichen Verkohlung, weil ſie weit langſamer und unter aͤußeren Verhaͤltniſſen ſtatt fand, wo die ſich bildenden Producte, z. B. das theerartige Bitumen ꝛc. nicht entweichen konnten. Nicht ganz paffend fuͤr alle iſt dieſe Verkohlung die naſſe genannt worden. Braune und ſchwarze Farben ſind auch fuͤr ſie ein charakteriſtiſches Merkmal. Als urſpruͤnglich pflanzliche, Koh⸗ lenſtoff⸗haltige Koͤrper entzuͤnden ſie ſich an der Flamme des Kerzenlichts und verbrennen mit mehr und weniger unangenehmen, brenzlichen, theerarti⸗ gem Geruch, um ſo mehr Waͤrme entwickelnd, je concentrirter der Kohlenſtoff in ihnen enthal⸗ ten iſt. 1) Torf(Turfa), Turf*). Unverkennbar der Ruͤckſtand auf nicht gewoͤhnlichem Wege zerſetzter Pflanzen und Pflanzentheile, das Fortſchreiten in der Aufloͤſung, bis zur vollendeten Torfſubſtanz, laͤßt ſich in jedem, nur einigermaßen betraͤchtlichen Torflager nachweiſen. Nach den Pflanzenarten, welche vorzugsweiſe das Material zur Torf⸗ bildung lieferten, wird er eingetheilt in Sumpf⸗-, Moos⸗ und Holztorf; deſſen Alter und Vorſchritt in der vollſtaͤndi⸗ *) Dau Neues Handbuch uͤber den Torf, deſſen Natur, Ent⸗ ſtehung und Wiedererzeugung ꝛc. Lpzg. 1825. Dieß kleine Werkchen iſt zur Zeit das Beſte, was uͤber den Torf geſchrie⸗ ben worden iſt. Aus mineral. Buͤchern iſt er verwieſen wor⸗ den— in einer Gebirgskunde als vorbereitendem Theil der Bodenkunde, ſcheint ihm ein Platz mit Recht zu gebuͤhren. —— dͤnne ſcheint un Aft, thals aedenhiit Wärme, Nohyſe he⸗ darf. hlrung mraeh⸗ Ardaſr tnußeten 64 †S. 2r Niht Tenaunt A ſe ein diſj⸗ ſunme anund afrti⸗ , je nhab bi We ndoit der d Nach e dorf⸗ os⸗ V 4 64 1 nandi⸗ un Eit 0 kleine rabichi arrn wor⸗ an)el dr Brennliche Foſſilien. 181 gen Aufloͤſung(Reife), nach der Farbe beurtheilt, welche der braunen und ſchwarzen um ſo naͤher kommt, je aͤlter und rei⸗ fer er iſt. a) Sumpftorf, hauptſaͤchlich aus ſchilf⸗, gras⸗ und bin⸗ ſenartigen Sumpfgewaͤchſen entſtanden: a) gelber Sumpftorf, ein filziges Gewebe, worin die Pflanzenarten noch erkenntlich ſind, leicht und ſchwammig. Spec. Gewicht 0,3. 8) lockeerer, ſchwarzer Sumpftorf, ein etwas dichteres Gemenge von noch unzerſetzten Theilen und aus⸗ gebildeter Torfſubſtanz. Spec. Gew. 0,6. P ſchlammiger, ſchwarzer Sumpftorf, im fri⸗ ſchen Zuſtand breiartig und ohne kenntliche Pflanzentheile, wenn trocken, dicht, erdig und broͤckelnd. b) Moostorf, in der Hauptmaſſe aus Sumpfmooſen ent⸗ ſtanden, welches die Vermehrung ſeiner Maſſe durch andere Sumpfgewaͤchſe nicht ausſchließt: a) weißlicher Moostorf, ſchwammig, ſehr leicht und mit ſehr deutlichem Pflanzengefuͤge. Spec. Gew. hoͤch⸗ ſtens 0,3. 8) brauner Moostorf, im friſchen Zuſtande braun⸗ roth und teigartig, es laſſen ſich jedoch noch immer ganze Pflanzen und Pflanzentheile erkennen und auswaſchen. Wenn trocken, maͤßig feſt, mit erkennbarem Pflanzenge⸗ fuͤge. Spec. Gew. von 0,6 bis 0,3. „) ſchwarzer und ſchwarzbrauner Moostorf, der unterſte und reifſte. Friſch— teigartig, trocken— erdig und feſt. Spec. Gew. von 0,7 bis 0,9. c) Holztorf, die Hauptmaſſe iſt bis zur ſchlammigen Be⸗ ſchaffenheit vom Waſſer geloͤſt, zuweilen mit Holzſtuͤckchen noch gemengt, Frb. ſchwarz im friſchen Zuſtande; trocken, in's Braͤunliche fallend. Spec. Gew. von 0,7 bis 0,5. Papiertor zertheilt ſich, wenn er trocknet, zuerſt in duͤnne Scheiben und dieſe wiederum in duͤnne Blaͤtter. Er ſcheint aus jaͤhrlich wachſenden und abſterbenden Pflanzengene⸗ 182 Brennliche Foſſilien. rationen entſtanden zu ſein, vielleicht aus Ulfen, Algen und Conferven, welche in der waͤrmeren Jahreszeit vegetiren und vom Froſte getoͤdtet, lagenweiſe auf dem Boden der Sumpf— waͤſſer zuſammenſinken. Vork.(Cagerſtaͤtten des Torfs): 1) Hochmoore. In großen Land⸗Niederungen(Hol— land, Niederſachſen, Daͤnemark, Preußen ꝛc.), wo ſie hier und da Flaͤchen von Quadratmeilen bedecken, indem nur durchlaͤſſiges Sandland ihrer weiteren Verbreitung Grenzen ſetzt, und ſie den Grund ihres Wachsthums, ſowohl nach der Hoͤhe, wie nach den Raͤndern hin, in ſich ſelbſt tragen: naͤmlich die, von der Luftfeuchtigkeit ſich naͤhrenden und an den Spitzen jaͤhrlich fortwachſenden, unten abſterbenden Mooſe, welche, wie Linné ſagt, ſich ſelbſt ihren Boden ſchaffen. Sie ſind nach der Mitte hoͤher(Hochmoore) und erreichen hier eine Maͤch— tigkeit von 20, 50 und 60 Fß.; ihre Oberflaͤche bildet eine filzige Decke aus Moos und Graͤſern; aus ihnen nehmen oft betraͤchtliche Baͤche ihren Urſprung, die ihren Waſſerreichthum, wo nicht ganz, doch groͤßtentheils der hygroſkopiſchen Eigen⸗ ſchaft der Sumpfmooſe verdanken. Sie ſelbſt nahmen ihren Anfang in kleinen Landvertiefungen von undurchlaͤſſigem Boden, in welchem gewoͤhnlich Calmus- und Schilfwurzeln gefunden werden. 2) Sumpf⸗ und Wieſenmoore. Ihr Untergrund iſt ebenfalls ein undurchlaͤſſiger Boden, zuweilen ein Grus— oder Sandlager, durch einen feinen, ſchlammigen Thon un— durchlaͤſſig gemacht. Die Oberflaͤche der Wieſenmoore iſt mit ſaueren Grasarten bewachſen und dicht und tragend ge⸗ worden; Sumpfmoore ſind zum Theil noch Moraſt und nur zum Theil mit Moos, Schilf und Graͤſern bewachſen. Wegen der gruͤnen Ueberkleidung der Wieſenmoore, werden ſie in Daͤnemark Groͤn-(Gruͤn⸗) landsmoore genannt. 3) Meer⸗ oder Dargmoore, an den flachen Kuͤſten der Oſtſee. Sie moͤgen theils aus Pflanzen entſtanden ſein, welche heftige Meeresſtuͤrme vom Boden abriſſen und in die Buchten waͤlzten; theils aus Pflanzen, welche in ruhigen —— Brac Etuͤ Verr zu d ſchen ſe, Luſtzu gben Zeit teren dageg einer feinſt uranf rulen nuth Mar eifert ausſt bohle teits cemiſe theilt 1 Underſe Ninde finden Al und Aen und NSuunyf⸗ n Hol⸗ J und nllſſies and ſe A ve bie, von Ahrlüch dt Linne Ad nach in Mach⸗ d eine ſan woft mum, ndigen⸗ nihißren npedtr niſunden † prund 3 Kus⸗ 2 un⸗ me ik Brennliche Foſſilien. 183 Brackwaͤſſern ſich anſiedelten, erhielten und vermehrten, bis Stuͤrme ſie mit Sand und Schlamm uͤberfuͤhrten. Der Gebrauch als Feuermaterial iſt bekannt. Das Vermoͤgen der verſchiedenen Torfarten, Flamme und Waͤrme zu entwickeln, richtet ſich, im Allgemeinen, nach ihrer phyſi— ſchen Beſchaffenheit, folglich nach ihrem Alter und ihrer Reife, ſo, daß lockere, ſchwammige Torfarten, unter dem noͤthigen Luftzuge, eine lange, lebhafte, aber kurz dauernde Flamme geben, eine ſchnelle Hitze entwickeln; aber wenig und nur kurze Zeit glimmende Kohle hinterlaſſen; daß hingegen die dich— teren Torfarten langſamer und mit wenig Flamme brennen, dagegen aber, als ein gleichſam verdichteter Kohlenſtoff, in einer lange glimmenden Kohle, mehr Waͤrme geben. Die feinſtzertheilte, vollendetſte Torfſubſtanz, welche man fuͤr uranfaͤnglich und fuͤr das Erzeugende der Torfmaſſe hat halten wollen und darum Torfmutter genannt hat, ſcheint, nach C. Sprengel's neueſten chemiſchen Unterſuchungen uͤber die Dammerde, nichts weiter als: vollkommen ausgebildete und durch die Wirkung des Froſtes getrennte Humus⸗ oder Damm⸗ erdeſaͤuere zu ſein. Torf, von erdiger Beſchaffenheit, fuͤr die Vegetation nutzbar zu machen, hat man zur Zeit in Deutſchland, aus Mangel einiger chemiſcher Kenntniſſe, noch zu wenig ſich be— eifert, hoͤchſtens, daß man die Torfaſche auf ſaueren Wieſen ausſtreut. 2) Braunkohle. Eben ſo unzweifelhaft, wie der Torf, verraͤth die Braun⸗ kohle ihren pflanzlichen Urſprung. Nach dem Grade ihrer be— reits erlittenen Umwandlung und, zum Theil, nach ihrer chemiſchen Beſchaffenheit, wird ſie in folgende Unterarten ab⸗ getheilt: a) Bituminoͤſes Holz. Es hat die Holzgeſtalt am unverſehrteſten erhalten. Wurzel-, Stamm- uud Aſtſuuͤcke, Rinde und die Holztextur ſind deutlich erkennbar. Mitunter finden ſich noch wohl erhaltene Baͤume, an denen ſelbſt die 184 Brennliche Foſſilien. Holzart noch erkannt werden kann; bei Gluͤcksbrunn im Go⸗ thaiſchen zugleich Tannen⸗ und Fichtenzapfen, Saamenkoͤrner von der Haide und Fluͤgeldecken von Laufkaͤfern. Frb. Dunkel und licht ſchwaͤrzlichbraun, holzbraun; Brchſtuͤcke ſplitterig und ſcheibenfoͤrmig, matt oder ſchwach⸗ ſchimmernd; Strch. fettig⸗glaͤnzend, weich; von erdharzigem Geruch. Es enthaͤlt mehr und weniger Erdharz(Bitumen), und brennt im erſtern Fall lebhafter; friſch aus der Grube, kann es geſaͤgt, gehobelt und gedrechſelt werden; bekommt aber Riſſe und trennt ſich beſonders in den Jahresringen, wenn es aus⸗ trocknet. Vork. In aufgeſchwemmten Lande, zuweilen in betraͤcht⸗ licher Verbreitung. Am Meißner unter dem Baſalt und je naͤher dem Baſaltlager, deſto erdharziger und in wirkliche Steinkohle uͤbergehend. Dieſe Erſcheinung erklaͤrt einigermaßen die Bildung der Steinkohle und ihren Unterſchied von der Braunkohle, wenn man den Baſalt fuͤr ein Erzeugniß des unterirdiſchen Feuers haͤlt; der, erhitzt, uͤber jenes Braun⸗ kohlenlager ausgegoſſen wurde, die Verkohlung deſſelben be⸗ ſchleunigte und auf einen hoͤhern Punkt ſteigerte, zugleich aber auch die Dampfwerdung des Theers oder Bitumens hinderte. So ſind auch in Boͤhmen diejenigen Braunkohlen erdharziger und naͤhern ſich der Steinkohle(dem Gagat), welche in der Gegend ehemaliger, vorgeblicher Erdbraͤnde*) gefunden werden(Gegend von Teplitz). Vielleicht bewirkte dieſe zuruͤck⸗ bleibende theerartige Subſtanz(Bitumen), und der ganze ——— *) Wer darauf beſteht, daß Baſalt und Klingſtein neptuniſchen Urſprungs waͤren, muß freilich beſondere Erdbraͤnde in ent⸗ zuͤndeten Stein⸗ und Braunkohlenlagern annehmen, um die unverkennbaren Wirkungen des Feuers in den dorti⸗ gen Gegenden zu erklaͤren. Wer indeß der entgegengeſetzten Meinung zugethan iſt, wird die Annahme von Erdbraͤnden nicht noͤthig und nicht glaublich finden, wenn er Umfang und Groͤße der ihnen unterlegten Wirkungen durch das ganze Boͤh⸗ miſche Mittelgebirg, in Erwaͤgung zieht. m raud epol n 1 rend “ Brennliche Foſſilien. 185 chemiſche Hergang der Zerſetzung auch jene Weichheit der Maſſe, daß ſie durch die Belaſtung zum Theil gaͤnzlich zuſammenpreß⸗ bar und dicht wurde, wie die Steinkohle, theils Stamm- und Aſtſtuͤcke des bituminoͤſen Holzes eine eirunde Form annehmen konnten, ohne zerquetſcht zu werden. Vork. Am ausgezeichnetſten, in Sachſen b. Skoplau unweit Kolditz; Karge b. Meißen; ſo auch b. Halle, Artern, im Mannsfeld'ſchen, in Heſſen ꝛc. b) Gemeine Braunkohle, nur ſtellenweiſe noch holzartig, etwas fettglaͤnzend, braͤunlich⸗ſchwarz in's Pech⸗ ſchwarze; Brch. groß und etwas flachmuſchelig. Vork. Dem ſo genannten Floͤtztrapp⸗(vulkaniſchen) Ge⸗ birg, Baſalt, Klingſtein, Floͤtzgruͤnſtein, Wacke u. ſ. f. eigen, z. B. am Meißner und Habichtswald b. Caſſel; zu Kaltennordheim b. Eiſenach; Steinberg b. Muͤnden. c) Erdige Braunkohle(Erdkohle), Frb. ſchwaͤrz⸗ lich-⸗braun, holzbraun in's Gelbe, faſt erdartig und zerreiblich; matt. Am Lichte geraͤth ſie in eine Art von Schmelzung mit weniger unangenehmen Geruch, wobei eine erdharzige Sub⸗ ſtanz abtroͤpfelt. Sie kommt zugleich mit dem bituminoͤſen Holze vor. In unerſchoͤpflicher Menge in der Gegend von Halle, Leipzig, Merſeburg, Artern ꝛc. d) Alaunerde, Frb. ſchwaͤrzlich⸗braun, unvollkommen ſchieferig und erdig; ſehr weich und mild; ohne Bitumen. Sie enthaͤlt beſonders viel Thonerde und Schwefelſaͤuere; an der Luft ausliegend, bluͤht Alaun aus, wird auf Alaun be— nutzt und brennt ſchlecht. Vork. Im aufgeſchwemmten Lande, meiſt unter einer Sanddecke. Ausgezeichnet zu Trotha b. Halle; zu Schwem⸗ ſal b. Duͤben, zu Freienwalde in der Mark und zu Muskau in der Lauſitz. Hier folgen 16 verſchiedene Erd- und Sandſchichten, von Oben nach der Tiefe, in folgender Ordnung: 1) Mit Dammerde gemengter Boden.„— Fß. 10 Zoll. 2) ein eiſenſchuͤſſiger Sandnd 18„ 4 ⸗ 186 Brennliche Foſſilien. 3) ein grauer, lettiger Spand. 12 Fß. 6 Zoll. 4 Kohlenmulim....— 6 5) Thon durch Kohle gefärbt. 2„⸗ 6„⸗ 6) ein grauer, grober Sand 353„⸗ 10 ⸗ 7) Alaunerde—, 2 8) ein grauer, grober Sand. 13„ 2 9) ein grauer Sand mit eingeſprengter Alannerde. 10) ein ſchwarzer, grobkoͤrniger Sand 44) Alaunerde....... 12) grober Sand und Allannerde.... 43) Braunkohle......... 14) ſchwarzer Thon........ 15) ſchwarzer Sand...... 40) grauer, lettiger Sand.... 00 ——O 8½ Eine erforſchte Tiefe von 144 Fß., in welcher das Grund⸗ gebirge noch nicht gefunden iſt. e) Moorkohle(trapezoidiſche Braunkohle); Frb. zwiſchen pechſchwarz und ſchwaͤrzlichbraun, trapezoidiſch zerkluͤftet, mit einer Anlage zum Schieferigen; Brch. unvoll⸗ kommen und flachmuſchelig; Strch. glaͤnzend. Brennt leicht und mit unangenehmen Geruch. Sie kommt mit den zärise Braunkohlenarten vor und iſt die gemeinſte, f) Papierkohle, von ſehr beſchraͤnktem Vorkommen, bis jetzt einzig zu Skoplau b. Kolditz. Von papier⸗aͤhnlicher, duͤnnblaͤtteriger Abloͤſung; weich; ſehr leicht zerſpringbar; leicht; etwas ſchimmernd; Strch. fettglaͤnzend. 3) Schwarz⸗ oder Steinkohle. Die Stein- oder Schwarzkohle, obwohl auch aus Vege— tabilien, zum Theil aus thieriſcher Materie entſtanden, wie z. B. die Fiſchabdruͤcke im bituminoͤſen Mergelſchiefer, iſt in ihrem organiſchen Beſtande gaͤnzlich veraͤndert. Die Pflanzen— materie, woraus ſie entſtanden iſt, ſcheint nicht uͤberall aus Stei neſte V Plan Engl bergf zeſhr f eli muſc haft 1al); zanſſch -„el-⸗ anricht e und aahen, t dd eiki age⸗ m vie in Fe⸗ 22 als Brennliche Foſſilien. 187 der Ferne herbeigefuͤhrt, ſondern hier und da, an Ort und Stelle ſelbſt gebildet worden zu ſein, dafuͤr ſcheint die Gleich— foͤrmigkeit und Regelmaͤßigkeit ihrer mitunter ſehr weit ausge— dehnten Floͤtze zu ſprechen, ſo wie der Wechſel der Steinkoh— lenfloͤte mit andern Mineralmaſſen fuͤr eine wiederholte Abla— gerung ſpricht. Sie moͤgen wohl meiſt, ſo wie viele Braun— kohlenlager, bei der Umwuͤhlung der Erdoberflaͤche durch un— terirdiſche Kraͤfte— ihre jetzige Lagerſtaͤtte erhalten haben, da ſie eben ſowohl in Tiefen bis zu 2000 Fß. unter dem jetzi— gen Meeresſpiegel(in England), als in Hoͤhen bis nahe 14,000 Fß. uͤber demſelben(im ſuͤdlichen Amerika) gefunden werden, wohin ſie unfehlbar nicht durch Waſſerſtroͤmungen ge— tragen wurden und wo nur noch duͤrftige Flechten ſehr ſparſam wachſen, folglich das Material zu Steinkohlenfloͤtzen von eini— ger Maͤchtigkeit nicht liefern konnten. Die Schwarzkohle wird in folgende Arten unterabgetheilt: a) Pechkohle(Gagat). Sie bildet einen Ueber⸗ gang aus der Braun⸗ in die Schwarzkohle und erſcheint zu— weilen in undeutlicher Holzgeſtalt. Frb. ſammtſchwarz, in's Pechſchwarze; Brch. groß⸗, meiſt flachmuſchelig; Brchſt. etwas ſcharfkantig; ſtark fett— glaͤnzend, weich, wenig ſproͤde. Sie kann zu kleinen Kunſt— ſachen gedrechſelt werden; verbrennt leicht, ohne zu ſchaͤumen oder zu zerfließen, mit einem ſcharfen nicht unangenehmen Geruch. Vork. Sie erſcheint nur abwechſelnd mit den uͤbrigen Steinkohlenarten und nur in geringer Menge; am oͤfterſten neſterweiſe mit der Schieferkohle. Am ausgezeichnetſten zu Planitz b. Zwickau. b) Fackelkohle(Kaͤnnelkohle) wird vorzuͤglich in England und Schottland gefunden und ſoll auch im Wuͤrtem— berg'ſchen, jedoch nur in geringer Menge, vorkommen. Sie zerſpringt weniger leicht als die uͤbrigen Arten in faſt wuͤr— felige Bruchſtuͤcke; Brch. eben, in's Groß- und Flach— muſchelige. Sie entzuͤndet ſich leicht, brennt mit heller, leb⸗ hafter, aber kurz dauernder Flamme. 188 Brennliche Foſſilien. c) Stangenkohle bricht in abgeſonderten dickſtaͤng⸗ lichen Stuͤcken, welche an der Luft nach und nach zerberſten. Frb. graulich⸗ und ſammtſchwarz; Brch. klein und unvoll⸗ kommen muſchelig. Brennt ſchwer, ohne Rauch und Flamme mit Hinterlaſſung einer weißen Aſche, welche aus Thon⸗ und Kieſelerde beſteht. In Geſellſchaft mit Pech⸗, Glanz⸗ und Braunkohle, ausgezeichnet am Meißner. d) Blaͤtterkohle zerſpringt ſehr leicht, im Großen in trapezoidiſche— im Kleinen in ſcheibenfoͤrmige Bruchſtuͤcke., Frb. ſammtſchwarz, oft bunt angelaufen; ſtark fettglaͤnzeud; Querbrch. uneben und feinkoͤrnig. Selten und nur in ge⸗ ringer Menge mit der Schieferkohle. Ausgezeichnet b. Lobejuͤn unweit Halle; zu Waldenburg in Schleſien. e) Schieferkohle; die gemeinſte von allen Steinkoh⸗ lenarten. Im Hauptbrch. dick und unvollkommen ſchieferig, im Querbrch. flachmuſchelig in's Ebene und Unebene. Sie zerſpringt theils in ſcheibenfoͤrmige, theils in trapezoidiſche Stuͤcke. Frb. ſammt⸗, graulich⸗ſchwarz; wenig fettglaͤnzend, durch den Strch. glaͤnzender werdend. Kleine Kluͤfte ſind zu⸗ weilen(Potſchappel, Zaukerode), mit Kalkſpath erfuͤllt, ſelte⸗ ner mit einem uͤberaus feinem Anflug von Bleiglanz bekleidet. Sie brennt gut aber langſam, blaͤht ſich auf, baͤckt zuſammen und hinterlaͤßt eine Schlacke. Ausgezeichnet zu Burg, Potſch⸗ appel und Zaukerode unweit Dresden im Plauenſchen Grunde. Naͤchſt dem Verbrauch, durch Eiſenarbeiter und zur Feuerung, wird ſie in niedrigen Oefen, von der Bauart der Backoͤfen, bei ſchwachem Zuzug der Luft, geſchweelt(ihres Bi⸗ tumens beraubt und die Schwefelkieſe zerſtoͤrt), und die ge— wonnenen, etwas metalliſch⸗glaͤnzenden Coaks(Koͤks), in den Schmelzwerken zu Freiberg, ſtatt der— Holzkohle, gebraucht. f) Rußkohle; beſteht aus mehr und weniger ſtark zu⸗ ſammengebackenen, zerreiblichen, ſtark abfaͤrbenden und ſchim— mernden Theilen. Frb. dunkelgruͤnlich ſchwarz in's Sammt⸗ ſchwarze; Brch. uneben, im Kleinen feinerdig. Sie brennt mit einem eigenthuͤmlichen Steinkohlengeruch, findet ſich im Bamberg'ſchen in ganzen Floͤtzen, der Schieferkohle untergeordnet. gleit Frl. ſchim ſcht ſonder 9 Lohle. gleihſe und es ſing⸗ ri ſen. G wol⸗ 8 imme naf und ittund 9 ſin ſbuke, älnd; 1 ge⸗ 3 gjin dyf⸗ ad, Kie ſaphe ahd, ij ur Ate dtt. upnnen 2 äſcte D e nuur muer enji⸗ 16 e i n dur kußl⸗ — gn⸗ wéit⸗ aunt im 22 r Brennliche Foſſilien. 189 g) Grobkohle; graulich⸗ſchwarz, ſelten in's Pech⸗ ſchwarze; wenig fettglaͤnzend, unvollkommen und dickſchieferig, QAuerbrch. ausgezeichnet uneben von grobem Korn. Sie iſt die ſchwerſte Kohle, brennt ſchlecht und hin⸗ terlaͤßt die meiſte Aſche. Mit der Schieferkohle, obwohl ſel⸗ ten, ausgezeichnet zu Wettin b. Halle.(Siehe 4ter Abſchn. Floͤtzgeb. 1ſte Form). Anhang. Einige ſeltenere brennliche Foſſilien. 1) Faſerkohle(mineraliſche Holzkohle), ein Be⸗ gleiter der Steinkohle, meiſt in duͤnnen Lagen oder als Ueberzug. Frb. graulichſchwarz, dem Sammtſchwarzen nahe; ſeidenartig ſtark⸗ ſchimmernd, zartfaſerig(verkohltem Schilf aͤhnlich); abfaͤrbend, ſehr weich bis zerreiblich. Verbrennt ſelbſt im ſtaͤrkſten Feuer nicht, ſondern gluͤht bloß aus und wird hart. 2) Graphit(Reißblei), beſteht aus wenig Eiſen und Kohle. Frb. dunkel⸗eiſengrau in's Eiſenſchwarze, ſehr weich, mild, gleichfarbig; von ſtark bis wenig glaͤnzend, Metallglanz. Anf. fet⸗ tig, ſchmutzend und etwas ſchreibend. Bedarf einen hohen Hitzgrad um zu verbrennen. Man unterſcheidet 3 Arten: a) Blaͤtterigen, gerad- und krummblaͤtterig von einfachem Durchgang, wenig metalliſch glaͤnzend; b) Schuppigblaͤtterigen, koͤrnig abgeſondert, mit blaͤtteri⸗ gem Gefuͤge; von ausgezeichnetem Metallglanz. Er vertritt zu⸗ weilen die Stelle des Glimmers im Gneiße und bildet ganze Lager im Thonſchiefer; c) Dichten, im Großen ſchieferig; Brch. uneben von kleinem und feinem Korn, in's Muſchelige und Ebene. In großen Maſſen und Lagern im Urgebirge oder eingeſprengt in einem ſpeckſteinartigen Geſtein(b. Paſſau), oder als Ueberzug auf Thonſchiefer ꝛc. Der dichte findet ſich in England(Cumberland), und wird zu den feinſten Bleiſtiften verarbeitet; der ſchuppigblaͤtterige b. Paſſau und es werden daraus, mit Zumengung von Thon, zu Ips und Haffnerzell, die beruͤhmten Schmelztiegel verfertiget. 3) Glanzkohle(Anthracit). Frb. eiſenſchwarz mit Metallglanz; haͤufig zerkluͤftet, zuweilen ſtahlfarbig bunt ange⸗ laufen; etwas ſproͤde. Der Steinkohle am aͤhnlichſten, brennt in⸗ deß weit ſchwerer. 190 Brennliche Foſſilieu. a) Muſchelige; Brch. vollkommen muſchelig; Brchſt. ſcharf⸗ kantig. Beſteht aus Kohle, wenig Thon, Kieſelerde und Eiſen— oxyd. Im Uebergangsgebirg, ausgezeichnet am Meißner mit Stangenkohle; in Sachſen b. Frauenſtein ꝛc. b) Schieferige; Hauptorch. unvollkommen ſchieferig; Quer⸗ brch. unvollkommen muſchelig, mit geringerem metall. Glanz, ' und neicher als die vorige Art. Zu Altenberg in Sachſen, mit d Eiſenglanz, auf dem Zinnſtockwerke, zu Schoͤnfeld b. Frauen⸗ ſtein ꝛc. 0 Erdoͤl(Steinoͤl, Bergoͤl, Bergnaphtha, Bi⸗ tumen), vollkommen fluͤſſig, Anf. fettig und netzend, theils G von bituminoͤſen Geruch; Frb. weiß und gelb. Bergtheer iſt ſchwaͤrzlichbraun, zaͤhfluͤſſig, oft undurchſichtig. Beide Arten ſchwimmen auf dem Waſſer, entzuͤnden ſich leicht und brennen mit lebhafter Flamme. In Deutſchland ſelten. Am Tegernſee in Baiern quillt Erdoͤl aus einer Nagelflue, welche auf Sandſtein ruht; b. Celle, in der Luͤneburger Heide, iſt Triebſand V davon durchdrungen. In großer Menge am kaspiſchen Merre, in Perſten, Arabien ꝛc. 5) Erdpech(Aſphalt, Bergpech) weich, geſchmeidig, Ä fettig anzufuͤhlen; ſchwaͤrzlichbraun, pechſchwarz von Farbe, von glaͤnzend! bis ſchimmernd. Iſt ein verdicktes, Kohle⸗ und Erde⸗hal⸗ tiges Erdoͤl. In Deutſchland ſelten, am Harz b. Grund; zu Kuchel b. Prag auf Gaͤngen. Man theilt es in elaſtiſches, in ſchla⸗ ckiges(Judenpech, Judenharz), und in erdiges. 6) Retinaſphalt; Fr'. ſchmutzig roͤthlich- und gelblich⸗ braun; a. d. K. durſcheinend, fettglaͤnzend, aͤußerſt leicht zerſpring⸗ bar, brennt mit viel Rauch und Flamme und nicht unangenehmen Geruch.— Kommt einzeln in Braunkohlenlagern vor, zu Halle, in kleinen Partien, zu Wildshut in Oeſtreich ꝛc. 7 Bernſtein, das reinſte und koſtbarſte Erdharz. Frb. theils honiggelb, in's Wachsgelbe, Braune und Rothe und durch⸗ ſichtig, theils gelblichweiß und bloß durchſcheinend; Brch. großmuſchelig; fettglaͤnzend, ſchließt oft Inſekten ein und zwar meiſt Waſſerinſekten. Er iſt unbezweifelt ein Baumharz, ſcheint ſich aber erſt unter der Erde gebildet und nach und nach verhaͤrtet zu haben. An dem Bernſteinholze ſind die Jahrringe zum Theil noch hh ſehr erkennbar, es iſt daher nicht von Palmen, wie man geglaubt hat. Vorzuͤglich an der preuß. Kuͤſte der Oſtſee, zu Palmiken ꝛc. in der Gegend von Pillau, doch auch tiefer im Lande(obwohl ſel— tener), in Pommern, Meklenburg, Brandenburg, Schleſten; in Sachſen b. Torgau, Schmiederberg, Sangerhauſen ꝛc. 9 inde haͤr wen fern men. LLbel ſeei ſot eine! V üͤber fihrt Und d iij vo 1 heite aunge Kup Metalliſche Foſſilien. 191 1 ſchrf Zuſatz: Lar Ein dem Bernſtein aͤhnliches Mineral, Honigſtein, findet ver mi ſich in den unterſten Floͤtzen des Braunkohlenlagers b. Artern in Thuͤ⸗ ringen und ſcheint aͤhnlicher Entſtehung zu ſein. Es beſteht ans 46 Mrduer Theilen Honigſteinſaͤuere, welche der Bernſteinſaͤuere entſpricht und mnGlan, 16 Theile Thon und 38 Theile Waſſer. Frb. honig-, weingelb, ſ, nit als Octasder oder als eine Art Granat⸗Dodekasder und 4ſ. Prismen auen. kryſtalliſirt; aͤußerlich glatt; durchſcheinend; auf dem flachmuſche⸗ ligen Bruche ſtark fettglaͤnzend. Wird im Feuer weiß ohne Nauch 11 Vi⸗ und Flamme zu geben und im kochenden Waſſer zerſetzt. in thl 8) Natuͤrlicher Schwefel iſtt ſelten in Deutſchland. Theils 1erit kryſtallyſirt, in 4ͦſ. Pyramiden(b. Lauenſtein in Hannover auf Gaͤngen); theils mehlig(in den Braunkohlen zu Artern); liht theils erdig, meiſt mit Gyps vergeſellſchaftet; theils durchloͤchert, r An V zerfreſſen,— Als ein Sublimat in vulkaniſchen Gegenden, am e Veſuv, Hekla ꝛc. in großer Menge. 2 ihſend at e Drittte Abtheilung. hdig Metalliſche Foſſilien. 5. Vorbemerkung. t act Es ſind im Ganzen nur wenig metalliſche Foſſilien, welche, a le indem ſie als zufaͤllige Gemengtheile der Stein- und Felsarten haͤufig erſcheinen, ein gebirgskundliches— und noch Grtlchdoh weniger, die ein bodenkundliches Intereſſe haben, in wie t atinp fern ſie als wirkliche Beſtandtheile des Bodens vorkom⸗ 2n ma men. Deſto wichtiger ſind ſie in Beziehung auf das buͤrgerliche nz ia Leben und die buͤrgerlichen Gewerbe; deſto mehr Reiz haben ſie fuͤr den Sammler aus Liebhaberei.— Eine gedraͤngte Ueber— gtl. ſicht der chemiſchen und geognoſtiſchen Verhaͤltniſſe derſelben iſt 144⸗ V eine nuͤtzliche Zugabe zur Gebirgskunde, damit der Sammler cdh. uͤber das, was Tauſch, Handel und Zufall ihm in die Haͤnde tnu r fuͤhrt, mit Huͤlfe des Fingerzeigs, die noͤthigſte Auskunft finde, adſcj und der Nichtſammler, durch Nachleſen, eine allgemeine Kennt⸗ 5 5 niß von ihnen ſich erwerbe. att Von 27 Metallen, welche man bis hierher mit Sicher⸗ im de heit unterſchieden und in die Naturgeſchichte des Mineralreichs da ſl⸗ aufgenommen hat, waren Gold, Silber, Queckſilber, 7 W Kupfer, Blei, Zinn, Eiſen und Zink ſchon in der ————————————————˖QOQUOQO˖Oÿz·———ℳ—⅓———B—B—B———— 192 Metalliſche Foſſilien. alten Welt bekannt, die uͤbrigen ſind neuere Entdeckungen. Antimon oder Spiesglanzmetall kennt man ſeit etwa 400, Arſenik ſeit etwa 300, Wißmuth ſeit 150 Jahren; Kobalt oder Kobold ſeit 1735. Platin, in Europa, ſeit 1748, Nickel ſeit 1751. Mangan ſeit 1778. Wolf⸗ ram oder Scheel⸗Metall ſeit 1781. Uran ſeit 1789.— Titan, Tellur, Tantal oder Columbium, Chrom, Cererium oder Cerium, Palladium, Iridium, Rhodium und Osmium ſeit den 90ger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die neueſten Entdeckungen: das Juſno— nium, das Veſtium, das Cadmium, das Wodanium und Selenium ſind theils noch nicht hinlaͤnglich erforſcht, um ſie naturgeſchichtlich einzureihen, zum Theil werden ſie noch als zweifelhaft betrachtet. Die Metalle werden zur Zeit noch als chemiſch⸗ein⸗ fache Naturkoͤrper betrachtet und zeichnen ſich vor allen andern aus: 1) durch das groͤßte ſpec. Gewicht; 2) durch ihre ein⸗ fachen Farben mit einem beſonderen Glanze, der vorzugsweiſe der metalliſche genannt wird; 3) durch vollkommne Undurch⸗ ſichtigkeit ihrer Maſſe; 4) durch Schmelzbarkeit und 5) Dehnbarkeit, welche beide Eigenſchaften indeß nicht allen in gleichem Maße zukommen; ſie ſind 6) endlich die be— ſten Electricitaͤtsleiter— welche Eigenſchaften zuſammen unter dem Namen Metallitaͤt begriffen werden. a) Spec. Gewicht. Sie ſind vvn nahe 6 bis uͤber 20 Mal ſo ſchwer als das Waſſer: Chrom, das leichteſte, 5,9.— Zink, Spießglanzmetall, Tellur, Tantal zwiſchen 6 und 7.— Kupfer, Eiſen, Mangan, Zinn und Titan zwiſchen 7 und 8.— Nickel, Arſenik, Mo⸗ lybdaͤn, Uran zwiſchen 8 und 9.— Wißmuth 9,6.— Silber, Iridium, Osmium, Rhodium zwiſchen 10 und 11.— Palladium und Blei zwiſchen 11 und 12.— Queckſilber 13,6. Wolfram 17. Gold 19. Platin 21 Mal ſo ſchwer als das Waſſer. b) Metalliſche Farben mit metalliſchem Glanz. Die Farbenreihe der Metalle iſt ſehr beſchraͤnkt, die meiſten ſid din Vi met Ma. graul llaulie zwei gelbe kung NMetal Zinn Sill NanI diun, ſud fi richt ge licer? erſt in G unter tin, heren, dern G (öuſt Silbe und zug Eiſen niniten, Ginnfoli then aus feine de M gefunden Metalliſche Foſſilien. 193 ahen. ſind weiß: Platin, Queckſilber, Palladium, IJri⸗ Tem V dium, Molybdaͤn, Nickel von der Weiße des Silbers, = een; Wißmuth roͤthlich⸗weiß; Zinn, Zink, Spießglanz⸗ opt, metall, Arſenik, Tellur blaulichweiß; Rhodium, 2 lf Mangan, Kobalt, Wolfram, Chrom, Cerium NI graulich-weiß; wenige ſind grau: Eiſen weißlichgrau; Blei nüln, blaulichgrau, Uran ſtahlgrau, Osmium ſchwaͤrzlich: nur joen, zwei ſind roth, Kupfer und Titan und nur eins von min gelber Farbe— Gold. c) Schmelzbarkeit. Die Eigenſchaft, durch Einwir⸗ nan kung des Feuers tropfbar⸗fluͤſſig zu werden, haben verſchiedene bieean Metalle in verſchiedenem Grade. Leichtfluͤſſg ſind Arſenik, ch Zinn, Wißmuth, Blei, Zink, Tellur; ſtreng⸗fluͤſſig: Silber, Gold, Kupfer, Nickel, Kobalt, Eiſen, szr Mangan, Molybdaͤn, Wolfram, Palladium, Iri⸗ 1 man dium, Uran, Chrom. Rhodium und Tantalum 1aw⸗ ſind faſt unſchmelzbar und das Osmium hat bis jetzt noch 1 nicht geſchmolzen werden koͤnnen, Queckſilber iſt in gewoͤhn⸗ N anl licher Temperatur an ſich ſchon tropfbar⸗fluͤſſig und wird nur 61 d erſt in großer Kaͤlte(unter 310 R.) ſtarr. ne Nit d) Dehnbarkeit(Durctilitaͤt). Die Streckbarkeit 1 id unter Hammer und Walze kommt dem Golde, dem Pla⸗ an tin, dem Silber, dem Kupfer und Eiſen in einem hoͤ⸗ heren, dem Zinn, Blei, Nickel und Zink in einem nie⸗ dern Grade zu— die uͤbrigen werden im Gegenſatz ſproͤde Ae Uonſt faͤlſchlich Halbmetalle) genannt. Gold, Platin, adi, Silber, Kupfer gaſſen ſich in ſehr feine Draͤthe ziehen und zugleich in ſehr duͤnne Blaͤttchen ſchlagen(laminiren). 1s Eiſen laͤßt ſich zwar in feine Draͤthe ziehen, aber nicht la— 1„ miniren; umgekehrt koͤnnen Zinn und Blei in duͤnne Blaͤtter ſde.(Zinnfolie, Tabaksblei) ausgewalzt, nicht aber zu feinen Draͤ— 1n) then ausgezogen werden. Auch aus reinem Zink laſſen ſich A. feine Bleche weder haͤmmern noch walzen. n Chemiſche Verhaͤltniſſe der Metalle. 14„ Nur wenig Metalle werden in der Erde rein(gediegen) unn gefunden, die meiſten finden ſich als Erze, d. h. in chemiſcher 13 194 Metalliſche Foſſilien. Verbindung, theils mit Schwefel, als Schwefelerze; theils mit Sauerſtoff, als Oxyde; theils mit Saͤueren, als Metallſalze; theils mit Erden und mehre unter ſich ſelbſt verbunden, theils in rein metalliſcher theils in Erz⸗ Geſtalt. Sie in dieſen verſchiedenen Zuſtaͤnden mit Sicherheit zu erkennen, ſie aus ihren Verbindungen zu trennen und in ihrer Metallitaͤt darzuſtellen— gehoͤrt zur Bergbauwiſſenſchaft. Mit Schwefel vererzt, veraͤndern die meiſten ihre Farbe (Eiſen z. B. wird gelb), ſie behalten aber haͤufig ihren metalli⸗ ſchen Glanz; doch giebt es einige, welche Farbe und Glanz zugleich veraͤndern— z. B. das Queckſilber im Zinnober. Im erſten Falle werden ſie Kieſe oder Glanzerze genannt, z. B. Schwefel⸗ oder beſſer Eiſenkies, Arſenikkiesnc.; Bleiglanz, Wißmuthglanz ꝛc. Mit Sauerſtoff verbunden,(als Oxyde) haben ſie ih⸗ ren metalliſchen Charakter gaͤnzlich verloren; ſind zum Theil erdartig geworden und ſind dann oft mit Erden, hauptſaͤchlich Kieſelerde, in chemiſcher Verbindung. Sie werden alsdann mit Ocher oder Ocker bezeichnet. Viel Metalloxyde zeichnen ſich durch ſchoͤne Farben aus G. B. Kupfer), und werden als Faͤr⸗ beſtoffe, unter dem Namen Metallfarben haͤufig in Ge⸗ werben gebraucht. Mit Saͤueren verbunden,(als Metallſalze), ſind ſie von einem Anſehen, daß der Nichtkenner ſchwerlich Metalle unter ihnen vermuthen moͤchte: haͤufig von ſchoͤnen, aber ganz andern Farben; haͤufig durchſcheinend oder durchſichtig; von kryſtalliniſchem Gefuͤge und in wirklichen Kryſtallen; ſtark waſ⸗ ſeranziehend und im Waſſer ſich loͤſend und niemals von Me⸗ tallglanz; ſondern theils demant⸗, theils perlmutterartig⸗, theils glasglaͤnzend. Einige Metalle bilden mit Sauerſtoff ſelbſt Saͤueren und mit andern Metallen Metallſalze, z. B. chromſaueres Eiſen, molybdaͤnſaueres Blei ꝛc. Die mit Schwe— felſaͤuere verbundenen werden gewoͤhnlich Vitriole genannt, Eiſen⸗, Kupfer⸗, Blei⸗Vitriol ꝛc. Allgemein, wie das Waſſer auf der Erde, iſt das Eiſen und es kann als Grund und Stuͤtze aller Gewerbthaͤtigkeit be⸗ — nd ſire wird ſowe vert echi ch lenſt lufthe V aufge 1 6 6 artue en Derg in E von von beſtaͤt dergle weit⸗ Metalliſche Foſſilien. 195 tlerze, trachtet werden, es gebuͤhrt ihm alſo mit Recht, der Vorrang 2 neren, V vor allen uͤbrigen Metallen, wie es denn auch unter allen in nter ſc V den mannigfaltigſten Geſtalten erſcheint. ain Ery aßetfi V 1) Eiſen. atund in Metalliſcher Charakter. Frb. weiß, in's Graue icn ſchaft. und Blauliche, mit ſtarkem metalliſchen Glanz; unter allen n Fube ſtreckbaren Metallen das haͤrteſte und feſteſte, ſehr ſtreng⸗fluͤſſig, rnevli⸗ wird vor dem Fluſſe an der Oberflaͤche weich und laͤßt ſich r Gi) ſchweißen; von der feuchten Luft oxydirt(roſtet) es leicht und Tenr. S verwandelt ſich in ein gelblich-braunes Pulver; zum Gluͤhen S um erhitzt, in ein ſchwarzes Oxyd, welches in duͤnnen Blaͤttchen rits, ſich abloͤſt(Hammerſchlag); es verbindet ſich mit Kohle(Koh— V lenſtoff) und wird hierdurch haͤrter, elaſtiſcher, polirbarer und Arſii luftbeſtaͤndiger, Stahl genannt. Es wird von allen Saͤueren 84 Dal aufgeloͤſt. anh ſichi 1) Gediegen: An nn mit Gediegen kommt es nur als Meteoreiſen von licht ſtahl— laß en ſch grauer Farbe, theils derb, theils aͤſtig, theils in kleinen, ecki⸗ uchs Fir⸗ gen Koͤrnern, in erdigen Meteormaſſen eingeſprengt, vor. cfun ü⸗ Dergleichen meteoriſches Eiſen findet ſich an mehren Orten: in Sibirien am Jeniſei, nach Pallas Ausſage, eine Maſſe fs von 1600 lb. Gewicht; in der Provinz Durango in Mexiko 6 gas von mehren 1000 lb. 1751 den 26. Mai fiel, nach eidlich 7 4 beſtaͤtigten Ausſagen, bei dem Zerplatzen einer Feuerkugel, eine 8* dergleichen Eiſenmaſſe von 71 lb. Schwere b. Hraſchina un⸗ 15 ui weit Agram in Kroatien herab, und der ſogenannte verwuͤnſchte 4 N. Burggraf, zu Ellenbogen b. Karlsbad, iſt ebenfalls eine mete⸗ 1 hel oriſche, gediegene Eiſenmaſſe. in ſellſ 2) Vererztmit Schwefel: Schwefel⸗ oddr Eiſen⸗ 3u 2 kies; Frb. gelb mit Metallglanz. im 5chtee a) Gemeiner Schwefeckies. Frb. ausgezeichnet ſpeis⸗ Jenang, gelb, ſtark metalliſch-glaͤnzend; Brch. uneben; giebt bei dem Zerſchlagen einen ſchwefeligen Geruch und am Stahle Fun⸗ g Eiſe ken. Er iſt allenthalben haͤufig, in den aͤlteſten, wie in 2agti be den juͤngſten Gebirgen, ſelbſt im Torfe zuweilen. 13* —— 8——————˖’B—B——————QO—ęOõ—H:—:—--—OOB—CBL—Z—C—C’’’’’::::—————— 196 Metalliſche Foſſilien. b) Strahlkies, Frb. licht ſpeisgelb, von ſtrahligem Ge⸗ Vnl fuͤge, bricht in keilfoͤrmig-ſtaͤngliche Bruchſtuͤcke, wenig me— tall⸗glaͤnzend. Verwittert leicht an feuchter Luft, mit einem V Ueberzug von haarfoͤrmig kryſtalliſirtem Vitriol. Nicht ſo ge⸗ mein als die vorige Art, und gehoͤrt mehr den juͤngeren Gebirgen an. c) Speerkies, zwiſchen ſpeisgelb und ſtahlgrau, ſtets kry⸗ ſtalliſirt, die Kryſtalle ſpeerfoͤrmig in einander gewachſen. Iſt vorzuͤglich den Braunkohlenfloͤtzen eigen. d) Magnetkies, wirkt ſtark auf den Magnet; Frb. zwiſchen ſpeisgelb und kupferroth, gelblich, roͤthlich angelaufen; theils von blaͤtterigem Gefuͤge; theils dicht von unebenem Bruch, zuweilen in's Muſchelige uͤbergehend. Ge— hoͤrt ausſchließlich den Urgebirgen an. V Gebrauch: Zur Gewinnung des Schwefels durch De— V ſtillation. Man ſchließt die Eiſenkieſe in thoͤnerne oder ei— ſerne Retorten ein, ſetzt ſie einem ſtarken Feuer aus; n der fluͤchtige Schwefel wird in kuͤhl gehaltenen Vorlagen auf⸗ gefangen, von Neuem geſchmolzen und in hoͤlzerne Formen gegoſſen(Stangenſchwefel). Leberkies, Zellkies, Haarkies, Kammkies ſind ſeltenere Eiſenkiesarten. 3) Geſauerſtofft: Eiſenoxyde.(Schwarzeiſen⸗ ſtein; Brauneiſenſtein; Rotheiſenſtein;(mit Thon]: Thoneiſenſtein; Eiſenglanz; Magnet⸗ eiſenſtein). a) Schwarzeiſenſtein. Frb. blaulichſchwarz oder zwi⸗ ſchen blaulichſchwarz und dunkel⸗ſtahlgrau; Strch. gleich⸗ farbig und ſtaͤrker⸗glaͤnzend; von rauher, matter W Oberflaͤche, inwendig halbmetalliſch ſchimmernd, theils dicht; Brch. flachmuſchelig, in's Ebene oder Unebene, von klei⸗ nem und feinem Korn; theils faſerig, ſtern⸗ und buͤſchel⸗ foͤrmig a. e. l.(ſchwarzer Glaskopf). Ein Mangan⸗ haltiges Eiſenerz, giebt bis 40 pr. Ct. Eiſen und findet ſich in Ur⸗ und Uebergangsgebirgen auf Gaͤngen. Metalliſche Foſſilien. 197 ln be b) Brauneiſenſtein. Frb. gelblich⸗ und nelkenbraun, t ie Strch. lichtgelblichbraun. lan a) dicht; Brch. uneben, aͤußerlich glaͤnzend bis matt, in⸗ mgan dende ſchwach ſchimmernd; dichter Brauneiſen⸗ ein; w⸗ 8) von a. e. l. faſeriger Textur; nelkenbraun; aͤußerlich 8 theils glatt und glaͤnzend, theils gekoͤrnt; inwendig ſchim⸗ mernd, mit einem fettigen Perlmutterglanz: faſeriger V Brauneiſenſtein(Braun⸗Glaskopf). Pni Beide Arten am haͤufigſten in Floͤtzgebirgen, als liegende dühſitß Stoͤcke mit Spatheiſenſtein. Giebt 84 pr. C. Eiſen, ent⸗ Alſtin haͤlt außerdem etwas Mangan, und Kieſel und bis 11 r pr. C. Waſſer. ) Brauneiſenrahm, bildet eine Art Schaum oder 1 de Guhr, aus zartſchuppigen Theilen, die ſtark abfaͤrben, inr ei⸗ ſich fettig anfuͤhlen, durch den Strch. glaͤnzender werden, ufaus; uͤber dichten und ſaſerigen Brauneiſenſtein und iſt von ann duf neuerer Bildung. Mit Oel zuſammengerieben, entzuͤnden mtmen ſich beide Subſtanzen von ſelbſt. d) Brauneiſenocker, groberdig, gelblich⸗braun, etwas o kies abfaͤrbend. Begleitet die vorigen Arten. Brauneiſenſtein iſt ein haͤufig vorkommendes Eiſenerz, n iſtl⸗ im Saͤchſ. Erzgeb. vorzuͤglich b. Annaberg, Schneeberg, 3 lmit Schwarzenberg ꝛc.; im Voigtlande, in Thuͤringen ꝛc. E ni c) Rotheiſenſtein; Frb. zwiſchen dunkel⸗ſtahlgrau und braͤunlich⸗ oder blutroth; Strch. blutroth. 1iiwe a) Dichter, aͤußerlich theils glatt und halbmetalliſch ſtark⸗ ſhic⸗ glaͤnzend(Eiſenſpiegel), theils ſchimmernd bis matt. ultr Brch. eben, in's Flachmuſchelige oder in's Unebene und hae Erdige uͤbergehend. dus 8) faſeriger(rother Glaskopf), außerlich gewoͤhn⸗ agm lich glatt und glaͤnzend, inwendig ſchimmernd, buͤſchel⸗ ufi foͤrmig a. e. l. faſerig. 198 Metalliſche Foſſilien. Beide Arten finden ſich in Ur⸗ und Uebergangsgebirgen, haͤufig mit rothem Eiſenkieſel, Jaspis, Quarz, Horn⸗ ſtein. Giebt bis 60 und 70 pr. C. Eiſen. )) Rotheiſenrahm, ein zerreiblicher Schaum, aus ſchuppigen, halbmetalliſch⸗glaͤnzenden, fettig anzufuͤh⸗ lenden und ſtark abfaͤrbenden Theilen. Als Ueberzug uͤber andere Eiſenerze. 3 5) Rotheiſenocker, aus matten, ſtaubartigen, wenig fettig anzufuͤhlenden und ſtark abfaͤrbenden Theilen zuſammengebacken. Auch der Rotheiſenſtein kommt haͤufig und in großen Maſſen vor, im Saͤchſ. Erzgeb. b. Johanngeorgenſtadt, Schneeberg, Altenberg, Berggießhuͤbel, Eibenſtock, Freib., Marienb., Schwarzenb. und a. a. O. Minder maͤchtig auf dem Harz, in Thuͤringen und im Voigtlande. d) Thoneiſenſtein, enthaͤlt, neben Eiſenoxyd, mehr und weniger Thon. Frb. theils braͤunlich⸗roth, theils roͤthlich⸗ und gelblich-braun oder gelblich-grau. Brch. theils erdig theils uneben, matt. *²) Roͤthel(Rothſtein). Frb. lichtbraͤunlich⸗Strch. licht⸗blutroth; abfaͤrbend und ſchreibend. Brch. feinerdig. Vorkommen am gewoͤhnlichſten in ſchmalen Lagern im Thonſchiefer b. Saalfeld, lam rothen Berge. 6) Gem. Thoneiſenſtein. Frb. licht⸗gelblichgrau, in's Dunkelgraue, Braune und Rothe ſich verlaufend. Brch. im Großen, großmuſchelig und eben, im Kleinen fein⸗ erdig, matt. Giebt 30 bis 40 pr. C. Eiſen. Scheint bloß den Floͤtzgebirgen anzugehoͤren und bildet ſelbſt mehr und minder maͤchtige Floͤtze, haͤufig Zwiſchenſchichten im Steinkohlengebirg. Ausgezeichnet b. Wehrau in der Lauſitz, au⸗ ßerdem in Boͤhmen, Leutmeritzer Kreis u. a. O. Schaliger Thoneiſenſtein, ſondert ſich in duͤnne, meiſt krummſchalige Stuͤcke ab. Frb. zwiſchen gelb- und roͤthlich⸗braun, auf den Abſonderungskluͤften meiſt pech⸗ — Biſe Nobi den roßen Minſtade doißrei, Mlichtig zen in und 1 lich⸗ ißerdig sſtrch. · Gend. Prreet in a vhmn ott⸗ in's an'rc. iis feit⸗ d ſebſt hn im cun al⸗ j vuüͤnne, ent vich Metalliſche Foſſilien. 199 ſchwarz. Brch. uneben von feinem Korn; Strch. dun⸗ kelockergelb. Vorkommen wie bei der vorigen Art. d) Eiſenniere, in unvollkommen kugelichen Geſtalten, von Wallnuß⸗ bis zur Kopfgroͤße, aus concentriſch⸗ſchali⸗ gen Stuͤcken zuſammengeſetzt. Aeußerlich gelblich⸗braun, nach Innen lichter bis ockergelb. ³) Koͤrniger Thoneiſenſtein; Frb. braͤunlich⸗roth; a) in's Roͤthlichbraune; Strch. blutroth; b) in's Gelblichbraune; Strch. gelblichgrau; im Großen ſchieferig(beſonders a); Brch. erdig, mit feinkoͤrniger Abſonderung, bei 2) linſenfoͤrmig, bei b) rundkoͤrnig. Wird vom Magnet angezogen, enthaͤlt 64 Eiſenoxyd, 23 Thon, 7,5 Kieſel, 5 Waſſer. Der rothe a. bildet Lager im Uebergangsgebirg; der braane b. Floͤtze im bunten Sandſtein und führt haͤufig Verſteinerungen. Beſonders ausgezeichnet in Boͤhmen b.— Koͤnigshof, Tolznik, Robitzan, Stiahlau ꝛe. (Rogenfoͤrmiger, ein oͤrtliches Vorkommen b. Bilin, ſon⸗ dert ſich wie Rogenſtein in rundkoͤrnige Stuͤcke ab.) *) Bohnenerz, doͤrniger, gelber Thoneiſenſtein: aa) ſchaliges, in concentriſch duͤnnſchaligen Stuͤcken, mit glatten und wenig⸗glaͤnzenden Abſonderungsflaͤchen. Brch. nach außen uneben, nach dem Kern hin, erdig. Giebt 30 pr. C. Eiſen. In ſtehenden Stoͤcken im Mu⸗ ſchelkalkſtein ꝛc. 8,) dichtes; Frb. dunkelgelblich⸗ bis roͤthlich⸗braun; aͤußerlich glatt und etwas fettglaͤnzend; Brch. feinerdig und matt. Gehalt: 53 Eiſenoxryd, 1 Manganopyd, 14,5 Waſſer, 23 Kieſelerde, 6,5 Thon. e) Eiſenglanz. Eiſenoxyd mit Eiſenoxyduͤl; Frb. dunkel ſtahlgrau und eiſenſchwarz, ſtark metalliſch-glaͤnzend; Strch. kirſchroth. a) dichter Eiſenglanz, Brch. uneben, unvollkommen muſchelig, zuweilen etwas ſtrahlig; zerſpringt oft in ſcha⸗ lige oder faſt wuͤrfelige Stuͤcke. Iſt ſchwach magnetiſch. 200 Metalliſche Foſſilien. P) blätteriger Eiſenglanz, von blätterigem Gefüge, ſtark, oft ſpiegelflächig metalliſch-glänzend. Beide auf Gängen und Lagern, bloß im Urgebirge. 7) Schuppiger Eiſenglanz(Eiſenglimmer) un- beſtimmt frummblätterig, mit ſchieferiger Abſonderung. Mit Quarz, Spatheiſenſtein, Eiſenkies, Steinmark, Zinnſtein, auf Gängen und Lagern im Urgebirg; als zufälliger Gemengtyeil im Glimmerſchiefer, ſcht mit Luarz Cin Brafilien) eine Felg- art: Eiſenglimmerſchiefer zuſammen. H Magneteiſenſtein. Iſt vorzugsweiſe magne- tiſch, Frb. eiſenſchwarz; Str<. gleichfarbig; theils dicht; Br<. uneben von kleinem und feinem Korn; theils von blätterigem Gefüge, beſonders der kryſtalliſirte. Von glänzend bis wenig:-glänzend; der derbe körnig abgeſondert. Beſteht, nach Berzelius, aus 37 Eiſen und 13 Sauerſtoff. Gehört den Urgebirgen an; wo ex oft mächtige Lager bildet, findet ſich eingewachſen im Chlorit; Serpentin 2c,.(Zöblis im Sächſ, Erzgeb.). 8) Magneteiſenſand beſteht aus Eiſenoxydül mit Titan«- oxyd, etwas Mangan- und Chrom-oxyd, Frb. dunkel eis ſenſcex ſich bildet, die gefährlichſte Verfälſchung deſſelben. 3) Zinn. Metalliſcher Charakter. Frb. hellweiß mit leb- haftem Glanze, weich, biegſam und giebt bei dem Biegen, ſo auch zwiſchen den Zähnen, ein eigenthümliches, knarrendes Geräuſch(es ſchreiet); kann in dünne Platten(Zinn- folie, Stanniol) geſireckt werden 3 ſchmilzt ſchon bei dop- Natu! in€! 3 verſ und! von diss glätt Glatt! ſpröd| Zim 6) in C9 in Wt ſun pen) Eil) yi ihr fen) poſi Farly 5, f Ver 14 ter vj Ch aUtileh A poter: Lein u 0! mit 30 auch 3 hetg: 29000 SA, wih Gerldutdy S0(0 NS Ü1Ng, jmtig, »pyrand u] der ) nh 4 Ry 1E:1d) 36 iv DE 19/7 EN Grim vd "8 | 5/0 Netty 0990 m 9 fd gude zu q do: Metalliſche Foſſilien. 207 pelter Siedhile des Waſſers und iſt an der Luft beſtändig. Im geſchmolzenen Zuſtand iſt es leicht oxydirbar und bildet ein weißlich-graues Oxyd(Zinnaſche), bei hohen Hißlgraden wird es flüchtig, entzündet ſich und verbrennt, mit hellweiſer Flamme, zu einem weißen Oxyd=- Zinnblumen. C(Gediegen und geſäuert findet es ſich nicht in der Natur, mit Schwefel vererzt(Zinnkies), zur Zeit nur in England, mit einem reichen Kupfergehalt.) Geſauerſtofft: Zinnſtein. Frb.. haarbraun, ei- nerſeits in's Schwarze, andererſeits in's Röthliche, Gelbliche und Grünliche übergehend; Strc<. graulichweiß; theils von blätterigem Gefüge(ſelten, noch ſeltener faſerig), theils dichtz Br<. uneben, zuweilen muſchelig; inwendig wenig- glänzend bis ſtark-glänzend, Demantglanz, dem Fett- oder Glasglanz ſich nähernd; von halbdurchſichtig bis undurchſichtig, ſpröde, giebt am Stahle Funken, Beſicht aus 75 Thln. Zinn, 24,5 Sauerſtoff und 0,5 Eiſen. Vork. Es findet ſich nur in Urgebirgen nicht weit verbreitet, in Europa nur in drei Ländern: im Sächſ. und Bohm. Erzgebirge, in Cngland und in Spanien z aber in beträchtlicher Menge. Haupt- fundorte im Erzgeb. ſind Böhmiſch- und Sächſiſch/-Zinnwald, Grau- pen, Platten, Neuſtadt in Böhmen/ Altenberg, Ehrenfrieders8dorfy, Eibenſiv> 2c. in Sachſen. Außer dem Gebrauch zu Geſchitren aller Art, geſchäßt wegen ihrer Dauerhaftigkeit und Luftbeſtändigkeit Cgeringen Oxydirbarkeit); ferner als Zinnfolie, zur Spiegelbelegung; zu Metallcom- poſitionen; zur Verzinnung des Eiſens 20. werden auch Farben daraus bereitet; das Zinnweiß, zu Emailleglaſuren(4. B. der Zifferblätter an Uhren) z das Muſſivgold zu unächten Vergoldungen und als Malerfarbe; das Muſſivſilber zu unäch- ter Verſilberung und ſalpeterſalzſaueres Zinn, als Beize, in den Scarlachfarbereien 3 ſalzigſaueres Zinn in den KattundrucEereien, 4) Kupfer. Metalliſcher Charakter. Frb. das bekannte Kupfer- roth, mit ſtarkem metalliſchen Glanze 3 hat unter allen Mex tallen den ſtärkſten Glanz; iſt vollkommen ſtreckbar 3 ſehr ſtreng» flüſſig 3 oxydirt ſich leicht an der Luft; wird leicht von Säue- 208 Tetalliſche Foſſilien. ren aufgelöſt, am ſtärkſten von der Salpeterſäuere angegriffen; verbrennt mit grüner Flamme. 1) Gediegen: gewöhnlich in Körnern, zuweilen in großen Geſchieben und Klumpen, meiſt gelblich oder bräunlich angelaufen oder grün beſchlagen und wird alsdann durch den Strich erkannt. 2) Vererzt mit Schwefel und mit andern metal- liſchen Subſtanzen in Verbindung. a) Mit geſchwefeltem Eiſen, Antimon und Silber: Grau- giltigerz. Frb. dunkel ſtahlgrau 3; ſtark metalliſch ſchim- mernd; Str<. ſchwarz und matt. Wird in-Deutſch- land nur auf dem Schwarzwald gefunden. b) Mit Antimon, wenig Eiſen und wenig Silber, viel Man- gan; Schwarzgiltigerz. Frb. eiſenſchwarz, inwendig metalliſch ſtark:glänzend; Str<. gleichfarbig und glänzend, Kommt am häufigſten am Harze vor. Cc) Mit Schwefeleiſen, Arſenik oder mit Antimon und etwas Silber: Fahlerz oder Kupferfahlerz. Frb. ſtahl- grau, metalliſch wenig-glänzend; Strc<. unverändert. Am häufigſten im Sächſ. Erzgebirge. a) Mit Schwefeleiſen, in ſehr verſchiedener Menge, zu- fällig etwas Silber oder Gold enthaltend: Kupferkies. Frb. meſſinggelb, pfauenſchweifig und taubenhälſig bunt an: gelaufen, giebt am Stahl keine Funken, wie der Schweſelkies. Das häufigſte unter allen Kupfererzen. Cc) Mit Eiſenoxyd: Buntkupfererz, Frb. zwiſchen kupfer- roth und tombackbraun, erſt roth, dann blau und endlich grün anlaufend 3 metalliſch glänzend. Strc<. dunkelroth mit Glanz. Vorzüglich in den Mannsfeld*ſchen Kupfer- ſchiefer-Flößen. f) Mit ſehr wenig Eiſen und wenig Kieſelerde: Kupfer- glas, Frb. ſchwärzlich bleigrau, weich, vollkommen mild, behält im Str<. Farbe und Glanz. Ein ziemlich gemeines Kupfererz. e- E ZZ - D< |"Ww: lihſc a ſam); dd, y 9 Gen 4) Soly | box fen: | ofen "unlich Widu | Ital: LDN Fim: Autſch: ae Mahe Wa nd pimd 4 Ow Jiahl: Hu, 95, zu: F fies put dl eder ts, gefer PA || oth fer afer 30 mild, „mlich Metalliſche-Foſſilien. 209 Sg) mit Arſenik und etwas Schwefeleiſen: Weißkupfererz. Frb. zwiſchen ſilberweiß und blaß meſſinggelb, gelblich an» laufend; wenig metalliſch glänzend, Selten. 8) Geſauerſtofft: Kupferoxyde. a) Reines Kupferoxyd: Rothkupfererz; Frb. zwiſchen koſchenillroth und bleigrau. a) von blätterigem Gefüge, demantglänzend; Strer: Zie: gelerz, a) hyacintroth in's Röthlichbraune, aus matten, feinerdigen Theilen zuſammengebacken, zerreiblich: erdiges Zie: Gellers: P) zwiſchen hyacintroth und bleigrau, zuweilen in's Röth- lichbraune, weich, weniz ſpröde; Str<. ein Wenig glänzender: verhärtetes Ziegelerz. €) Rothkupfererz im Gemenge mit Eiſenoxyd; Frb. bräun- lichſciges, von kleinmuſcheligem Bruch, fettglänzend, ſchwärzlich:grün. Strc<. lichter. Cin ſeltenes Mineral. b) mit blauen Farben: Kupferlaſur, 69,13 Kupfer- oxyd, 25 Kohlenſäuere, 5,27 Waſſer. «) erdige, Frb. ſchmalteblau, aus matten, ſtaubartigen, wenig abfärbenden Theilen zuſammengebacken, ß) feſte, laſurblau, oft in's Schwärzliche, ſeltener in's Berliner- und Schmalteblauez; Str, lichter, theils von ſtrahligem, theils von blätterigem Gefüge. Kommt mit den übrigen Kupfererzen vor, am ausgezeichnetſten zu Ches8y, unweit Lyon, B) Schwefelfaueres Kupfer: Kupfervitriol; Frb. dunkel himmelblau;; durchſcheinend, Br<. muſchelig, von herbem Geſchma>. (Allophan, Kupferindigy beide blau; Kupferſchaum' ſpäangrün; Olivenerz und Kypferglimmer; Strahl- wie i0 gemein, meiß au fund Gil u unde Dhefal | Ceytnet | De! ſhitten dem die härter/ | tallgemt fen? um lichſten 31 hf/ Ei liehter Fh NEL und des 1] liche Oly VN Sejeicht einen h) tall; vir färkſteny pas ſch] 1) Gey tal 9) Na. Unge duthe, ſen- und Kanonenmetall; mit Zink, zu Meſſing Ceine der nüß- lichſten Metall-Compoſitionen); zu Prinzmetall, Pinſchbe>, Tom- bac, Semilor, Mannheimer Gold ze. Endlich zur Bereitung be- liebter Farben; des Grünſpans z; des Braunſchweiger-, Zwidquer-, Bremer- und Berggrüns; des Kupferbrauns für Kattundruckereien und des Kupfervitriol8. Oxyde und Salze des Kupfers ſind gefähr» liche Gifte für den thieriſchen Körper. 5) Silber. Metalliſcher Charakter: Frb.-hellweiß, mit aus- gezeichnetem Glanze, Iſt härter und elaſtiſcher als Gold; hat einen hellen Klang; iſt, nächſt dem Golde das ſtrecbarſte Me- tall; vollkommen beſtändig an der. Luft: ſtrengflüſſig und im ſtärkſten Feuer nicht oxydirbar; läuft mit Schwefelwaſſerſtoff- gas ſchwärzlich an.; 1) Gediegen, theils rein, theils mit andern Me- tallen verbunden. a) Natürliches oder gewachſenes reines Silber: eingeſprengt, angeflogen, in Körnern, Kryſtallen, zähnig, drath-, haarfsrmig,- in eckigen Stücken%., iſt meiſt ſchwärzlich oder bräunlich-ſchwarz angelaufen, läßt ſich ſchneiden und wird dann an ſeiner na- türlichen Farbe und ſchönem Glanze erkannt. 14* 212 Metalliſche Foſſilien. b) verbunden mit Gold, als: güldiſch Silber, findet es ſich in Sibirien, Norwegen, Amerika 3 Frb. zwiſchen ſilberweiß und meſſinggelb 26, c) verbunden mit Antimon oder Spießglanzmetall: Spieß- glas oder Spießglanzſilber. Frb. ſilberweiß in's Zinnweiße, härter als gewachſenes Silber, im Strer, Frb. o>er-, iſabellgelb, ſucher ſchneeweiß; weich bis zerreiblich; Brech. erdig. Findet !- ſich mit kohlenſauerem Zink oder Galmei. info Nn; 4) Geſäuert: Zinkſalze.; LI a) Kohlenſaueres Zink: Galmei und Zinkſpath Cſpäthiger Galmei). Sie löſen ſich in Säue. ren, unter ſtarkem Aufbrauſen, wie der Kalk, Eiate faſt gänzlich auf. Dihen a) Dichter oder gemeiner Galmei(65 Thle. Zink, | ter 39 Thle. Kohlenſäuere). Frb. gelblich-, aſch-, rauch? Ay grau, in's Iſabellgelbe und Strohgelbe oder Gelblich- 10 braune. Selten ſind die grünlichen Farben. Br<. un- eben, in's Groberdige, oder eben und fein ſplitterig in's Vraut, Flachmuſchelige 3; gewöhnlich matt, bis ſchimmernd; un- ell:| durchſichtig. ichig- B) Späthiger Galmei(Zinkſpath), von blätterigem Aheils IE Gefüge; perlmutterartig-glänzend, von undurchſichtig bis Uheil halbdurchſichtig 26. Uebrigens wie die vorige Art,„mit Imm welcher er zugleich vorkommt. Enid Vork. Galmei gehört vorzugsweiſe den Flößgebirgen an; wo Mun|. er in großen Maſſen gefunden wird, wie in dem Oberſchleſi- ſchen Flötzkalkgebirge, in Böhmen, in Kärnthen, im Badenſchen, - im Breisgau 2c.;z iſt demnach ein ſehr gemeines Erz. Selten fin- git det es ſich in Utgebirgen. Es wird theils auf metalliſches Zink 114. benyßt, theils mit Kupfer zu Meſſing verſchmolzen. 4 zm, b) Kieſelſaueres Zink(mit Kieſelerde verbunden, welche enfle die Stelle einer Säuere vertritt): Zinkglas. Frb. grau» pf, lich-, gelblichrweiß, in's Gelbe, Grünliche oder Braunes ENI perlmutterartig glänzend, durchſcheinend, von blätterigem, ſtrahligem oder faſerigem Gefüge. Löſt ſich, ohne Brau- Ent ſen in Säueren auf und läßt Kieſelerde zurüc>. ji) die| c) Schwefelſaueres Zink: Zinkvitriol, von her- pal| bem Geſchma> 3 graulich-, gelblich-, röthlich-weiß,"meiſt r. faſerig, durchſcheinend 2c. 2 Vorzüglich im Rammelsberg am Harzz zu Raſchau b, Schnee- 1| berg» im Salzburg'ſchen.- 218 Metalliſche Foſſilien. Gebr. Das Zink(in manchen Gegenden Spiauter ge- nannt) wird zu ſehr viel Metallcompoſitionen aebraucht(ſiehe Kupfer). Neuerdings hat man daſſelbe zu dünnen Blechen verarbei- ten gelernt, die theils, ſtakt des Kupfers, zur Bedachung, theils zu Röhren für die Dampfheigung 2c. gebraucht werden können. We- gen ſeiner leichten Oxydirbarkeit und Auflößlichkeit, auch in ſhwäch- | ſten Säueren ,/ iſt cs zu Küchengeſchirren unanwendbar und kann | das verzinnte Eiſen nicht vertreten. Bei der Häufigkeit dieſes Me- talls, wird es nicht fehlen, daß man es noch zu andern Zwecken wird verwenden lernen. Reines Zinf mit Kupfer giebt, nach Ver- hältniß ihres Preiſes, die wirkſamſten voltaiſchen Säulen. Außer- dem macht man eine Farbe daraus, das Zinkweiß, welches man | ſtatt des Bleiweiß's anzuwenden verſucht hat, jedoch weniger gut det. Zinkvitriol wird in den Färbereien und Kattun- druckereien als Beize gebraucht. 9) Antimon(Antimonium, Spießglanz- oder Spießglas- metall, Spießglanzkönig). Metalliſcher Charakter: Frb. zwiſchen zinn- und ſilberweiß, mit ſtarkem metalliſchem Glanze 3 ausgezeichnet kry- ſtalliſationsfähig 3 Gefüge vollkommen blätterigz von mittel- mäßiger Härte und Feſtigkeit 3 in hohem Grade ſpröde(läßt ſich auf das Feinſte pulvern)3 leicht ſchmelzbarz verflüchtiget ſich bei ſtarker Hie in ſichtbaren Dämpfen, die zu kryſtallini- niſchen Blättchen ſich verdichten 3 an der Luft iſt es in niedri- gen Temperaturen, beſtändig, erhilt aber ſehr leicht oxydirbar. 1) Gediegen(wiewohl ſelten), mit Silber verbunden, gelb- lich oder graulich angelaufen; Frb. ſilberweiß in's Zinn- weiße: Spießglanzſilber. 2) Vererzt mit Schwefel: Grauſpießglanzerz (oder= Spießglaserz), von den ſpießigen Ge- | ſtalten, vermöge des langſtrahligen Gefüges; von dem jy ſtarken metalliſchen Glanze(= glanzerz), und den | bleigrauen Farben ſo genannt. a) Gemeines oder ſtrahliges, von breit- bis ſchr ſchmalſtrahlig, faſt immer gerad, ſelten krumm-, oft bü- ſchel- und ſternförmig a, e. l.3 weich, wenig ſpröde, verliert durch den Strich den Glanz, behält and 1010 vl 36 hig [70008 Sidtl: ex(hwt, rt ell: Sihn 1) TG Aul TU) cht ] hür ie Jl Metalliſche Foſſilien. 219 'aber die Farbe und ſchmilzt ſchon an der Licht- flamme. Das gemeinſte Antimon-Erz. Seltener ß) blätteriges, geradblätterig von 1fachem Durchgang 2c. von glänzend bis wenig-glänzend 26. Uebrigens, wie die vorige Artz Y) dichtes, von feinkörnigem Bruch, von wenig-glänzend bis ſchimmernd, im Uebrigen wie die vorigen Arten. Iſt das ſeltenſte. 3) Geſauerſtofft: a) Reines Spießglanzoxyd: Spießglanzo>er. Frb. ſtrohgelb, in's Gelblichweiße, Graue und Braunes: Dr ch uneben, von kleinem Korn, bis erdigz mattz undurchſich- tig 26 Findet ſich mit Grauſpießglanzerz; b) Geſchwefeltes Spießglanzoxyd: a) Rothſpießglanzerz, Frb. ausgezeichnet kirſchroth; ſelten derb, gewöhnlicher in haarförmigen Kryſtallen, an- geflogen 2c- von Demantglanz, Iſt ſelten und wird auch Spießglanzblüthe, ehemals Mineralkermes ge- nannt. B) Zundererz, von Geſtalt zunderähnlicher Lappen, mit einem ſtarken Gehalt an Silber und Eiſen; y) Nickelſpießglanz, von ſtahlgrauer Farbe: mit Ni- >el verbunden;| zd) Federerz mit Arſenik, Eiſen und zufällig etwas Sil- ber= ſind ſämmtlich ſeltene Antimonerze. Vork. Spießglanzmetall gehört zunächſt den Urgebirgen an und findet ſich in ſeinen Erzen auf Gängen. Außer dem Gebrauch zu einigen leichtflüſſigen Metällgemiſchen z. B. Schriftgießermetall, welches gewöhnlich aus 30 Thei- len Blei, 15 bis 25 Thl. Spießglanz beſicht, mit und ohne Zuſat von Zinf oder Wißmuth, ſpielt es die Hauptrolle in der Mediciny,y ſonſt mehr wie gegenwärtig- wo man eine Menge Arzneien daraus bereitete, von welchen der Brech weinſtein(eine Zuſammen- ſeßzung aus Spießglanzmecall und Weinſteinſäuere), faſt nur allein übrig geblieben iſt. Seibſt ſeinen Namen Antimon ſoll dieſes 220 Metalliſche Foſſilien. Metall durch die Franzoſen von einer verunglückten Cur an einem Mön< erhalten haben. Anti-moine gleimſam ein gegenwirfendes Mittel gegen Mönche, 10) Arſenik. Metalliſcher Charakter: Frb. ſtahlgrau, in's Blaue, mit ziemlich ſtarkem Glanz und von blätterigem Ge: füge; nicht ſehr hart, außerordentlich ſpröde und flüchtig, es verdampft noch vor dem Schmelzen 3 verliert ſchr leicht an der Luft Farbe und Glanz, indem es ſich mit ſchwarzem Oxyd überzieht. Erhißt, unter Zutritt der Luft, geht es in weißen Dämpfen auf, die einen knoblauchartigen Geruch verbreiten, in der Kälte ſich verdichten, innerlich als das ſtärkſte Gift wir- ken, und verſchiedene Namen: weißer Arſenik; Arſe- nikblumen; Giftmehl; Hüttenrauch; arſenichte Säuere führen. 1) Gediegen findet ſich das Arſenikmetall,(iedoch nicht häu- fig), ſchwarz angelaufen; auf dem Bruch und Sitrich metalliſcten: a) Weißer Speißkobalt, Frb. zinnweiß, Brcch. un- eben von kleinem Korn, inwendig glänzend, ſpröde, Die Kryſtalle ſind meiſt zerborſten und mit Quarz ausgefüllt, oder ſie enthalten einen Kern von Kupfernickel. Löſt ſich in Salpeterſäuere mit fleiſchrother Farbe auf. Dieß iſt das gewöhnliche Kobalterz, findet ſich faſt nur auf Gängen, ausgezeichnet b, Schneeberg, ßB) Grauer Speiskobalt, Frb. lichtſtahlgrau, auf friſchem Bruch gewöhnlich ſtahlfarbig bunt anlaufend; Br<. eben in's Unebene und Flachmuſchelige; ſchim- mernd bis wenig-glänzend; Str<. glänzender. Begleitet den weißen Speiskobalt und ſcheint bloß mehr Ar- ſenik zu enthalten, ", Ch iwd 1 hicht L 900, vr bei 1 ein H yhd DE: Öfter | von Wiel: Wehn Caf, 3) und äu m? € vn 16 Die U iW "ſh E uy Metalliſche Foſſilien. 223 vy) Strahliger Speiskobalt, Gefüge ſchmalſtrahlig bis faſerig, büſchel- und ſternförmig a. e. 1. Uebrigens dem weißen Kobalt gleich. ö) Geſtriter Kobalt, zinnweiß in's Graue, nebkför- mig geſtrickt. Uebrigens wie weißer Kobalt. 3) Geſauerſtofft: Kobaltoxyde: Kobaltſchwärze und Erdkobalt. a) Kobaltſcchwärze: x) lo>ere, als locferer Anflug aus pechſchwarzen, loſe zu- ſammengeba>kenen, ſtaubigen, weich anzufühlenden Thei- len. Ein ſeltenes Mineral. B) feſte, Frb. blaulichſchwarz, weich und mild; Br. Schriftzüge mit einer wäſſerigen Löſung deſ- ſelben werden in der Wärme blau. Anm. Salzſaueres Kobalt, welches anf hemiſhen Wege erhalten wird, in Waſſer gelöſt, giebt eine ſympathetiſche Dinte,; welche bei der Erwärmung grün ſich färbt, in gewöhnlicher Temperatur aber wieder verſchwindet. b) Arſenifſaueres Kobalt: Kobaltblüthe. «) ſtrahlige, Frb. karmeſinroth, zuweilen mit etwas Grau und Grün, büſchelförmig a. e. l. ſtrahlig in's Blätterige oder in's Faſerige übergehend 3; perlmuterartig: glänzend. Verſchießt nach und nach und verwandelt ſich in gelben Ocker; B) erdige(Kobaltbeſchlag), ein pfirſichblüthrother, feinerdiger Uebcerzug, matt, höchſtens ſchimmernd; 224 Metalliſche Foſſilien. 7) ſchlacfige, als ein dünner, zuweilen ſchlackiger Ueberzug, von muſcheligem Br<. glatt, wachsartig glänzend z Frb. ſc uy. a. O. ß) Nan nm Nen die nig! ſind N y fötnigen Farbe; Photj braune euter( (Geben | Vo "1 ny fein zum in | M er Kauf (0 1 ſow I9en Fach, Jhdt, Bli, 1 Fanny ſe dud Ni in bet | braune unebene und grünlichgraue ſplitterige Hornmangan-- Metalliſche Foſſilien.„5 fg, PP) blätterigen Braunſtein, Gefüge blätterig mit| H Teh, mehrfachem Durchgang, weniger metalliſch- glänzend;| | Str. ſck ze. js V) dichten Braunſtein, Brckungen bis jezt nur am Harze b. Elbingerode, am Dtl| Scebenholze und am Stahlberge, Vork, Die Manganerze finden ſich häufiger in Uebergangs? 0 als in Ur- und Flößgebirgen; im Flößfalfſiein kommt Graubrauns|, 117 NU ſtein zuweilen mit Brauneiſenſtein vor und wird dann als ein guter Fepfen Zuſchlag zu Stabeiſen betrachter. 9 ot Gebr. Wegen der überaus leichten Oxydirbarkeit ſcheint das,(| ve in überdieß ſchwer darzuſtellende, Metall keinen Gebrauch zu geſtatten. Der häufigſte Gebrauch von deſſen Oxyden findet auf Glaghütten) ſtatt, ſowohl zur Reinigung des weißen Glaſes von fremden zufäls x|| j ligen Farben, als auch, in größerer Menge angewendet und anders ij 'n) 30 behandelt, zur Färbung der violetten, braunen und ſchwarzen"WW Gläſer. Auch als Zuſa zur Töpferglaſur und zur Malerei auf| (|:.| . iv Fayance und Porcellan wird es gebraucht. Dem Chemiker dienen| igt; ſie, durc< Glühung derſelben/ ziemlich reines Sauerſtoffgas wohl- "KU feil in beträchtlicher Menge zu gewinnen. | 15 | py + N& 1% R ISEd-E n EN Sit enen iii IGI we I ZÄH NG mä a I Zea II puma 226 Metalliſche Foſſitien. 13) Wißmuth. Metalliſcher Charakter: Frb. hellweiß in's Gelb- liche,"mit mittelmäßig ſtarkem Glanz, von auggezeichnet blät- terigem Gefüge und leichter Kryſtalliſirbarkeit; ziemlich hart; ſehr ſpröde(kann gepulvert werden), faſt ſo leichtflüſſig als das Zinn 3 verflüchtiget ſich, bei hohen Hikßgraden, in Dämpfen, welche, in kälteren Räumen, zu metalliſch-glänzenden Blättchen ſich verdichten 3 ziemlich lüftbeſtändig, in offenem Feuer ver«- wandelt es fich zuerſt in ein bräunlich-graues Oxyd( Wiß:- muthaſcer. Frb. ſtrohgelb in's Graue und Grünlichez; Br<. uneben oder feinerdig, demant-artig ſchimmernd. Meiſt nur eingeſprengt. Findet ſich mit dem gediegenen Wißmuth. Vork. Jn dieſen 3 Geſtalten iſt das Wißmuth von ſehr be- ſchränktem Vorkommen und wird überhaupt nur in geringer Menge, im Sächſ. und Böhm'ſch. Erzgeb, auf Gängen im Gneiß, Glimmer- und Thonſchiefer gefunden. Gebr. Wegen ſeiner Leichtflüſſigkeit wird es zu verſchiedenen Metallcompoſitionen angewendet, welche leichtflüſſig ſein ſollen, z. B. das Roſiſche Metall, welches ſchon bei der Siedhiße des Waſſers ſchmilzt und aus 2 Theilen Wismuth, 1 Thl. Zink und 1 Thl. Blei beſteht. Außerdem bereitet man daraus das Wißmuthweipß, eine Schminke und eine orangegelbe Farbe. Sachſen iſt zur Zeit das* einzige Land, wo dieſes Metall im Großen, als HandelsLartikel, ausgebracht wird, aus b, ſtark: ſehr ißt, Piu Mol) 1) 6 Y0 ve Ri ſelten 4 derödor Granit! 6 um( hölzern braucht Y fine) Affig) Wid ei; Guſe he Chro J ſchen(6 Metalliſche Foſſilien. 227 14) Molybdän. Gelb: Metalliſcher Charakter: Frb. ſilberweiß, mit | blät: ſtarkem metalliſchen Glanze 3 beträchtlich hart, etwas ſtreckbar; hatt; ſehr ſtrengflüſſig, an der Luft beſtändig; im offenen Feuer er- 95018 M. hißt, verwandelt es ſich in einen weißen Rauch, der in kalten pfen, Räumen zu weißen, glänzenden Nadeln ſich verdichtet und die ftichen Molybdänſäuaere darſtellt. Du 1) Gediegen wird es nicht gefunden, ſondern bloß: „VR: S 4 uud 2) mit Schwefel vererzt: Molybdänkies, im gem, ven), Leben: Waſſerblei. 609 Thl. Molybdänmetall, 40 Thl. Schwefel; Frb. friſch-bleigrauz weich, vollkommen mild: ein wenig abfärbend und ſchreibend; Anfühlen fein und 1, Ain fettig z von blätterigem Gefüge. (00 3) Geſauerſtofft: als Säuere, mit Blei verbunden, NN das Gelbbleierz darſtellend. Vork. Dieß Metall, in der Geſtalt des Molybdänkieſ'g jrb;|; oder Molybdänglanzes, kommt nur in Urgebirgen auf Lagern vor; weig FP ſelten ausgezeichnet zu Altenberg im Zinnſtockwerke; zu Ehrenfrie- "m dersdorf, Geier 26. 3 in Schleſien z in der kleinen Schneegrube im H| Granitz eben ſo am Montblanr. | Gebr. Es wird eine blaue Farbe Cdas Nichterſche Blau), dar- ohg) aus bereitet, in rohem Zuſtande(als Waſſerblei) zum Zeichnen, verdiy, zum Schwärzen gußeiſerner Waaren und zum Schmieren ſowohl Findet hölzerner, als metallner Schrauben und anderer Maſchinentheile ge- | braucht, um die Reibung zu vermindern. „r ber 15) Chrom. Reg| Metalliſcher Charakter: Frb. im Mittel zwiſchen -D zinnweiß und ſtahlgrau mit geringem' Glanz; ſchr ſpröde; ſtreng: flüſſig 3 höchſt feuer-beſtändig; oxydirt ſich nicht an der Luft und 4 wird ein Wenig vom Magnet angezogen. Auf der niedrigſten ed- Stufe dex Sauerſtoffung iſt es von ſchöner ſmaragdgrüner Farbe Thl. Waher der Name Chrommetall, vom griechiſchen Worte eim| Chroma Farbe), auf der höchſten Stufe eine-- Säuere. 4.0161 1 1 Als Oxyd iſt es ein färbender Beſtandtheil des peruani- ſchen Smaragds, des Spinells, des Strahlſteins, Serpen- 15'* vd 228 Metalliſche Foſſilien. tins 2c. und iſt in den neueren Zeiten für die Porcellan-Malerei ſehr wichtig geworden; als Säuere mit Eiſen verbunden, bildet es das Chromeiſen, mit Blei, das rothe Blei- erz. Chromeiſen wird für die Porcellan-Malerei aus Nordamerika bezogen. Folgende Metalle eigenen ſich, wegen ihrer Sel: tenheit zu keinem allgemeinen Gebrauch, haben alſo bloß vin naturgeſchichtliches Intereſſe. 146) Nickel. RMetalliſcher Charakter: Frb. zwiſchen ſilberweiß und zinnweiß- mit ſtarkem metalliſchen Glanze; ſehr hart und vollkom- men frebar 3 läßt ſch nicht nur zu feinen Dräthen ziehen, ſondern auch zu dünnen Blechen ſchlagen; wird vom Magnet gezogen und kann ſelbſt magnetiſch werden 3 iſt ſtrengflüſſig und an der Luft voll- kommen beſtändigz wird nur von der Doppelſäuere(Salpeter-Salz- ſäuere) ſtark angegriffen. Es würde demnach ein der menſchlichen Geſellſchaſt ſchr nüßli- el, Frb. kupferroth, mit Arſenik und zufällig mit Schwefeleiſen, Kobalt Cauch Kupfer), Silber und Wißmuth verbunden. Kupfernikel=- ſoll ein Schimpfname ſein/ die Täuſchung des Bergmanns zu entgelten, der gediegenes Kupfer gefunden zu haben glaubte. b) Haarfies, in ſtarren, haarförmigen, büſchelformig zuſam- mengehäuften Kryſtallen. Nickel mit Arſenik und Kobalt verbun- den. Ein ſeltenes Mineral. 9) Geſauerſtofft, grünes Rieloxyd, Ni>elo>er oder Ni- Felblüthe, von apfelgrüner Farbe. Findet ſich mit den übri- gen Nielerzen und iſt ein nicht ſeltener färbender Beſtandtheil ander Mineralien, 8. B. des Chryſopraſ's. Nir>elſcung dieſes Metalls fiel 1789 tnit der des Planeten Uranus zuſammen und erhielt von dieſem Zufall den Namen. Metalliſcher Charakter: Frb. eiſengrau, mit geringem Glanz; hart,“ ſpröde, in hohem Grade ſtrengflüſſig, an der Luft beſtändig; bis zum Rothglühen erhißt, entglimmt es wie Kohle, bläht fich auf und zerfällt in ein zartes Pulver von graulich-ſchwar- zer Farbe: Uranoxyd. Es findet ſich bloß im oxydirten Zuſtande und faſt nur allein im Sächſ. Erzgebirge, Mati el eememÄeneruenmn nr(FENG SEEN CE ER IE I R AGE GES Metalliſche Foſſilien. 231 WE a) mit Kupfer verbunden als Uranglimmer/, theils angeflogen, theils in rechtwinklichen 4ſ. Tafeln. Frb. graggrün, im's. Apfel- dend grüne und Gelbliche von Perlmutterglanz. Auf Gängen im Urge- nend; birg, z. Johanngeorgenſtadt, Schneeberg, Eibenſto> 2€. b und b)- mit etwas„Ei(enoxyd, geſchwefeltem Blei und Kieſelerde: Ifaniz| 7 Uranpecherz(Pechuran)z; Frb. dunkel-graulichſchwart, und in's Pech- und Eiſenſchwarzez; Str<. gleichfarbig; Br<. 1 in flachmuſchelig- wenig-glänzend, etwas ſpröde. Auf Gängen in Urgebirgen, faſt in allen Revieren des erzgebirgiſchen Berbaues. c) Uranvoc>er iſt aus verwittertem Uranpecherz entſtanden, fin- det ſich mit demſelben zugleich und je nach dem Grade der Ver? Dtl; witterung/ theils noch feſt mit muſcheligem Brüch, theils erdig' und zerreiblich. 20) Tellur(Sylvan). / gelb ſiehe Tellur der Erde(tellus)- zu Ehtenz Sylvan nach Zh| Transsylvania(Siebenbirgen), weil es bis jekt einzig nur in Sie- | benbirgen gefunden iſt. Gir| Metalliſcher Charakter: Frb. zinnweiß in's Bleigräuey ven ftark-glänzend 3 von blätterigem Gefüge; ſpröde/ leichtflüſſig. Bis 00 le zum Schmelzen in offenem Feuer erhißt/, entzündet es ſich und ver- 28| brennt mit einer blauen und grünen Flamme und mit Ausftoßung | weißer Dämpfe von rettigartigem Geruch: weißes Telluroxyd. ähn| Es hat ſich gediegen, jedoch nur in geringer Menge gefun- 4.8 den, wurde anfangs fälſchlich für Antimon gehalten und nicht be- m 4 achtet: j ww| a) mit Gold und Silber; als ſogenanntes Schrifterz,; von 7| ſeiner Aehnlichkeit mit zuſammengeſezten Schriftſtäben z | b) mit Gold, Silber, Blei und etwas Schwefel als Weißtel- | lurerz oder Weißſylvanerz; c) mit vorherrſchendem Bleigehalt, wenig Schwefel/ Kupfer und Silber, als Nagyagererz, vom Fundorte Nagyag in Sieben- [113010 birgen, oder auch Blättertellurerz. ingelt s 24) Cerium(Cererium). En 1803 zuerſt entde>t und dem Planeten Ceres zu Ehren benannt. 0 ME ji Metalliſcher Charakter: Frb. zinnweiß in's Graue, von blätterigem Gefüge; hart/ härter als Gußeiſen; ſprödez erhißt, ] verwandelt es ſich in ein hraunes Oxyd, bei ſtärkerer Erhikung wird oel es flüchtig. 232 Metalliſche Foſſilien. Es würde im-röthlichen Tungſtein CGjeßt Cerit oder Cererit) ent- deft und fommt zur Zeit bloß in Schweden und Finnland vor, 22) Tantalum oder Columbium. Nah der Fabel von Tantalus benannt, weil deſſen Oxyde faſt mit feiner Säuere ſich verbinden(nicht trinken) können. Metalliſcher Charakter: Frb. dunfel-bleigrau, auf dem Schleifſtein geſchliffen, eiſengrau, bart Crißt das Glas); ſpröde, läßt ſich zu Pulver zerreiben. Es findet ſich bloß als weißes Oxyd? im Tantalit mit Eiſen- und Manganoxyd und im Yttro- kantalit mit Yttererde, Eiſen-, Wolfram- und Uranoxyd, Nachtrag. Platin(Platina), Ein merkwürdiges, dem Gold faſt gleich geſchäßtes, und eben ſo nußbares, dem ſüdlichen Amerika und Sibirien eigenthümliches Metall iſt das Platin. Es finder ſich in runden und platten, klei- nen und ſehr kleinen Körnern, ſelten in derben Stücken, von ſtahl- grauer Farbe, in aufgeſchwemmten Lande und wird nach Art des Waſchgoldes gewonnen. Jn dieſen Körnern iſt es zwar gediegen ent- halten, abey nicht rein; ſondern mit 4 andern Metallen verbunden, “nämlich? Jridium, Palladium, Rhodium und Osmis um theils gemiſcht, theils bloß gemengt, ſelbſt mit Sand und erdigen Theilen verunreiniget, Auf einem weitläuftigen x“ Rezi l| *"UMIVWUI0S Ty I z2l I1<=i 237 "nd ſächlichſten wenigſtens), und beſonders eingezäunt icht ſind*). Aufgelagert ſind Uebergangs- oder Flökgebirge. Ä ... 9) Olin nen! faltig! (je 0 a then gebirg* ganze! Voig/) ſieher) ! 4)! ſandten ſhife2 Wenn 1 wan"18 grod Stray Wege| gem,| 6)| des 13 gehe) vorfon vm? 4 Y Weberag (mda Tit Orly pri 239 3) Zur Glimmerſchiefer-Formation. Die Formation des Urglimmerſchiefers(vom Uebergangs- Glimmerſchiefer zu unterſcheiden), iſt, unter allen Formatio- nen der Urzeit, die zuſammengeſekßteſte und reichſte an mannig- faltigen untergeordneten Lagern und kryſtalliniſchen Steinarten. Ehe der Glimmerſchiefer als eigene Formation auftritt, ruht er theils auf Gneiß, theils auf Granit(Schneeberg im Erz- gebirg*. Oft enthält der Glimmerſchiefer Hornbleude durch die ganze Maſſe eingeſprengt. Der Topasfels(Schneenſtein), b. Auerbach im Voigtlande, wird als ein Topas-haltiger Granit und als ein ſtehender Stoc im Glimmerſchiefer betrachtet. 4) Zur Thonſchiefer-Formation. Der Urthonſchiefer iſt weniger reich an kohligen Be- ſtandtheilen, daher lichter von Farbe, als der Uebergangsthon- ſchiefer. Er enthält weniger fremdartige Lager, als dieſer und, wenn er in Glimmerſchiefer übergeht, ſoll der Glimmer, wie man bemerkt haben will, großblätterig ſein. Der ihm unter- geordnete Chloritſchiefer enthält Granaten und der Quarz Strahlſtein. 9) Die Formation des Schillerfels(Gabhro, Euphotide, Ophiolith) ſteht am Harz, in Schleſien, Ungarn und Nor- wegen an der Grenze zwiſchen den Ur- und Uebergangsgebir- gen. In Sachſen findet ſie ſich gar nicht. 6) Ob es eine ſelbſtſtändige Formation des Urſyenits, des Urſerpentins, des Urkalks und des Urporphyrs gebe?-- oder: ob dieſe Felsarten, unter den Urgebirgsmaſſen vorfommend, nur immer untergeordnete Lager derſelben bil: den?== darüber ſind die Geognoſten noch nicht einig. Der Porphyr, zwiſchen Freiberg und Tharand, wird für Uebergangsporphyr gehalten, der Formation des rothen Tod- liegenden angehörig, ob er ſchon unmittelbar auf Gneiß ruht. Nicht minder zweifelhaft, als ſelbſtſtändige Formation, iſt der Gwrünſteinſchiefer, welcher b. Siebenlehn und Roſenthal, zwiſchen Gneiß und Urthonſchiefer, und, b. Gezsdorf und : ue ickiie u 240 Roßwein, mit Silbererz-führenden Gängen, zwiſchen Glim- merſchiefer und Urthonſchiefer ruht. 7) Die Haupt-Geſteinarten in dieſem Gebiete ſind: Quarz, Feldſpath, Glimmer, Hornblende, Kalk, Ser: pentin und Granat. a) Der Quarz tritt als Hauptgemengtheil im Urgranit auf, vermindert ſich in den neueren Graniten, im Gneiß und Glimmerſchiefer und verſchwindet, als Gemengtheil, im Thonſchiefer ganz. Dafür bildet er aber oft mächtige Lager und Stücgebirge in den 3 leßten Gebirgsarten. b) Feldſpath erſcheint in nicht unbedeutender Menge im Urgranit; wird vorherrſchend im Weißſtein 3 vermindert ſich wieder im Gneiß und verliert ſich, als Gemengtheil, im Glimmerſchiefer ganz, wo er nur in den, dem Glimmer- ſchiefer untergeordneten, Granitlagern wieder erſcheint. c) Glimmer nimmt einen geringen Anfang im Urgranitz vermehrt ſich im Gneiß, noch mehr im Glimmerſchiefer, in- dem zu gleicher Zeit der Feldſpath verſchwindet. Nach dem Verſchwinden auch des Quarzes, tritt der Glimmer in ver- änderter oder unvollkommnerer Geſtalt, im Thonſchiefer ſelbſt als Gebirgsart auf, in welcher Feldſpath und Quarz ver- ſteckt ſich halten.(Siehe Thonſchiefer, S. 96.) d) Hornblende findet ſich zuerſt, mit Feldſpath verbun- den, als Grünſtein, in der Urgneiß-Formationz tritt ſtärker hervor in der Formation des Glimmerſchiefers, als Grünſtein und Grünſteinſchieferz ferner im Syenit und als zufälliger Gemengtheil der neuern Granite, endlich in beſondern Lagern und als Hornblendeſchiefer bis in die Formation des Thonſchiefers hin. e) Körniger Kalkſtein kommt in untergeordneten Lagern vor, hüchſt ſparſam in der Formation des Granits 3 öfter im Urgneiß und ſeine Lager vermehren ſich ſortſchreitend in den Formationen des Glimmer- und Thonſchiefers. f) Serpentin und Granat, in Lagern, begleiten alle Urgebirgsformationen. fen Palmen R menſch den uni jenigen und 1 zuſay 1,20 bige zu 3) ſch) thonſe! einzel! b) P| pory! ce) 8, (anl d) S| e)(6! und y Dy Wim) ht, fol) 241 B) Das Gebiet der Uebergangs-Gebirge. In ihrem äußeren Erſcheinen(Maſſe und Structur) ſind die Uebergangsgebirge den Urgebirgen ſehr ähnlich 3 ſie wechſeln aber mit Trümmergeſteinen und ſandſteinartigen Bildungen(Grauwacke und Kalktrümmergeſteinen), und zeigen ſchon einzelne Ueber» reſte organiſcher Weſen, nämlich: Abdrücke von Schilfen, von Palmen, baumförmigen Farren und Scalthierverſteinerungen. Die einzelnen Formationen, welche dieſes Gebiet zuſame- menſeßen, ſind nicht ſo ſcharf und ſo leicht erkennbar geſchie- den und durch eine Hauptgebirgsmaſſee a| und Grauwackenſchiefer, in welchen er ſelbſt übergeht; | Kalk, meiſt dicht und ſchwarz oder ſchwärzlihblau(b. Tha- | rand), zuweilen röthlich(b. Braunsdorf), oder körnig und weiß(b. Miltik und Maxen); ferner Alaun fchtefer, Quarz, Kieſelſchiefer und Lydiſchen Stein. We: en Nan:| niger häufig kommen untergeordnete Lager vor: von Gneiß «+ wh:| Cockwikßer Grund); von Glimmerſchiefer und Granit 3(b. Krotte); von Granit und Syenit, von Webßſchie- Fotidet fer, von Feldſtein und Serpentin. 9 dicht, Die Grauwace dieſer Formation ſchließt keine Bruchſtücke Jyfalt; von gemengten Felsarten ein, es wechſeln Lager von groß- und kleinkörniger, die großkörnige geht in Trümmergeſtein über. ENE Die Formation des Uebergangs-Thonſchiefers bedeckt einen pile beträchtlichen Theil des nördlichen Deutſchlands. Vom Harz ) jeten aus zieht ſie ſich bis nach den Niederlanden und macht einen beträchtlichen Theil der Schweizeralpen und Pyrenäen aus. gut in In ihr herrſchen die ſchwarzen Kalke und Grauwacken, gp mm! 3) Zur vierten Formation. "ZNU Dieſe Formation, aus Porphyren, Syenit und Grünſtein zuſammengeſeßt, ruht in Sachſen theils auf 3. 16* 244 Uebergangsthonſchiefer, theils auf älteren Gebirggarten, wo die Bildung des Thonſchiefers nicht erfolgt iſt. Der Syenit, mit Porphyren wechſelnd(b. Meißen, Praſiß, Leuben), geht in Granit und Gneiß über. Dieſer Uebergangs-Granit iſt im Allemeinen großkörnig, der Feldſpatl) röthlich, der Quarz rauch-grau, der Glimmer ſchwarz(b. Dohna, Poſewil, Weſenſtein 2c.) 3; der Uebergangs-Gneiß(b. Meißen), iſt bei Weitem ſeltener als der Granit und bildet, wie der weiße körnige Kalkſtein, Lager im Syenit. Im Plauenſchen Grunde(b. Dresden) enthält der Syenit dichten und kryſtalli- niſchen Piſtacit und Braunmenakerz 3; der in mächtige Schich- ten abgetheilte Syenit(b. Scharfenberg) führt Silbergänge und(b. Altenberg) Zinnerze. In Amerika enthält dieſe For- mation einen Theil der unermeßlichen Gold- und Silberſchäße. Die Porphyre haben im Allgemeinen graue und rothe Farben und eine thonige Grundmaſſe aus zerſeßtem Feldſtein (Thonporphyr). Im Zeiſiggrunde des Tharander Thals iſt er theils würfelig zerklüftet, theils ſäulenförmig abgeſondert und hat das kuppige und klippige Anſehen des Klingſteins. Stellen- weiſe wird er als Feldſteinporphyr kenntlicher3 hat nur hier und da ſparſam vertheilte kleine Kryſtalle eines röthlichen Feld- ſpaths 3 an andern Stellen ſind ſie größer und häufiger und in eine ſpeckſteinartige oder porcellanerdige Maſſe zerſeßt. Horn- blende findet ſich nicht darin, zuweilen ein wenig Glimmer und Quarz in 6ſ. Doppelpyramiden. (Die Formation des Uebergangs-Schillerfelſ's findet ſich eben ſo wenig in Sachſen; als die des Urſchillerfelſ'8,.) Allgemeine Bemerkungen. a) Merkwürdig iſt die, immer mächtigere Entwickelung des Kalks im Gebiete der Uebergangszeit. Kryſtalliniſch-körnig und meiſt von weißer Farbe, erſcheint er, in den erſten Gliedern der Urfelsförmation, nur in ſparſamen Lagern, die im Glimmer- und Thonſchiefer an Menge zunehmen;= von minder kryſtalliniſcher Structur, dem Dichten ſich nä- hernd und von dunklen Farben, vermehren ſich deſſen Lager Urgeh gang5d Eyemi b) Re' an (iF, Theil Veſta und, Eo| Parti den welche werde ſiege mit d [4() Js| ver Titte vnd dy durch undd fen, vo Melßen, . Dieſer Feldſpath . Dohna, Meißen), We der (Wuenſchen| ) Fopftallie " Chit) lbergänge| dieſe Fer:| berſchäht,| wd rothe| Feldſtein| "is iſi e| pert und| j, Stellen:| Inur hie| üben Feld:| figer und 5|, So:| 4: Glimntt| gh dm || Fug des rh-förnig erſten yer, die jm | ſich ni: Jey Zaget 245 - in der Grauwacke und im Thonſchiefer der Uebergangs-Fels- arten immer, mehr und er tritt zuleßt ſelbſt als Gebirgs- maſſe auf, viel Kieſelerde, auch wohl Quarzkryſtalle enthal. tend. Ueberdieß ſind die meiſten Uebergangs-Felsarten(Sye- nite, Thonſchiefer 26.) mit Kalk durchdrungen. Der Feldſpath, ein Hauptgemengtheil des Granits der Urzeit, vermindert ſich im Gneiß; verliert ſich faſt ganz im Glimmerſchiefer und hält ſich gleichſam verſteckt in der gleichartigen Maſſe des Thonſchiefers. In der Uebergangs- zeit gelangt er zu neuev Entwickelung in den Porphyren, in welche der Thonſchiefer nicht ſelten übergeht und in den Syeniten. Die Hornblende, ziemlich beſchränkt im Gebiete der Urgebirge, zeigt ſich nirgends häufiger, als in den Ueber- gangsgebtrgen, theils in den Grünſteinen, theils in den Syeniten, theils auf beſondern Lagerſtätten. b) Die Uebergangsgebirge ſchließen Bruchſtücke älterer Gebirgs» axten ein, ZIndeß iſt nicht alles, was bei dem erſten An- blick, als ſolches erſcheint, daſür zu halten: es ſind häufig Theile des Ganzen, welche, weil der eine oder der andere Beſtandtheil örtlich vorwaltete, etwas anders ſich geſtalteten, und, aus unnachweislichen Urſachen, früher feſt wurden. So finden ſich in den großkörnigen Graniten hin und wieder Partien eines glimmerreichen, kleinkörnigen, und in den Kalktrümmergeſteinen eckige Stücke yon dichter Maſſe, welche von einem kryſtalliniſch: kürnigem Teig eingeſchloſſen werden. Aehnliche Erſcheinungen giebt das Rothe-Tod- ſiegende(rother Sandſtein), wo ſcheinbare Bruchſtücke mit der Hauptmaſſe unmerklich verſchmelzen, c) Das Gebiet der Uebergangsgebirge zeigt ſich, auch in an- derer Beziehung, als ein mittleres Glied der ganzen Felsreihe: durch den Kohlenblende-führenden Glimmerſchiefer und durch die Thonſchiefer ſchließt es ſich am die Urgebirge; durch Porphyre mit glaſigem Feldſpath an die vulkaniſchen und durch die kleinkörnigen Grauwacken, ſo wie durch die 246 an Quarzfkryſtallen reichen Porphyre, an den rothen Sand- ſtein und an die Porphyre der Flökzeit an. C) Das Gebiet der Flößgebirge, Noch mehr, als die Uebergangsgebirge, ſind die Glieder der Flößgebirgs-Reihe auf der Oberfläße der Erde zerſtreut. Nur ſelten werden ſie ſo vereiniget gefunden, wie etwa in Thüringen, Hannover, Weſtphalen, Baiern 26., oft fehlen große Formationen gänzlich, wie z. B,. das Rothe-Todliegende; der Alpenkalf u. a. oder alle Flößgebirge, welche jünger als die Kreide ſind. Es finden ſich daher, fowohl in der nördli: wen, wie in der ſüdlichen Erdhälfte, die Urgebirge oft weder mit Uebergangs- noch mit Flößgebirgen bedeckt. Man unter- ſcheidet ein älteres und ein jüngſtes Flötgebirg(tertiäres Gebiet), das ältere enthält folgende 4 Formationen: "UNIV 40S-"JIL QS I SEEN STS SLI SSER 247 ) „Ww:„e. e 4. r 1 Jüngſtes Flößgebirg(tertiäres Gebiet), oder aufge- ſchwemmtes Land. Z Kreide-Formation. lied- Hin und wieder in AEN nur einzelne Glieder GR be verſelben.D '| v 4|(EME ſtein„mit Braunkohlen in 9.1S andſtein mit eiſenſchüſſigem .|( oder grünen Sand. | e; al(FERRE Jurakalk. 2 ' Hornſtein, Semmenm Stinkkalk u. Gyps nördl: 4.1 Stinffall. Grenoble mit Steinſalz. weder|=| talthaltiger Kieſen.| khoniger u. glimme- je|= USM IE Sid kn ger Sand. vtiäreg| Z 3.1 Luaderſandſtein. j|= j| 2 Muſchelkalk. | S 2.“Merge Thone. | bunter Sandſtein. |) faſer. u. thon. Gyps. Triebſand mit Mu- | 1. Kall. ſchelverſieinerungen, | Thon mit Erdharz. Sandſtein, faſt ohne | Rogen: Bindemittel. || l Spuren von Gteinkohlen. ||= ſalzführender Gyps, | EE ſalzführender Thon. |= Zechſtein oder Alpenkalk. 2 Z ä | Z EUV Fen NM efer: ||=|(mit mannigfaltigen M BIE Lagern und |= Spuren von Steinkohlen.) | TT SET EIGE rother€ Sandſiein. GTI ERE TFET AEG a Mandelſtein,(Rothes-Todliegendes.)„Stmkfalt. 2 Grünſtein, Steinkohlen. Pechſtein. S Floß-Porphyr. = körnige; feldſpathige und augit- = tiſche Steine. Auf Uebergangs- oder Urgebirgen ruhend, 248 Bemerkungen, 1) Zur erſten Formation. Sie iſt beſonders durch die Steinkohle qusgezeichnet. Das Uebergangsgebirg hat nicht nur Kohlenblende, ſondern auch wirkliche Steinkohle; aber nur in gering-mächtigen La- gern. Die großen Steinkohlen-Niederlagen finden ſich auf der Grenze zwiſchen den Uebergangs- und Flökgebirgen, es iſt da: her nicht auffallend, daß zuweilen die Steinkohle mit ſandar- tigen Schichten einer wahrhaften Granwacke wechſelt. Die Steinkohle gehört dem rothen Sandſtein(Rothen- Todliegenden) an; nicht immer aber iſt ſie von dieſem und den Porphyren bedeckt 3 ſondern nicht ſelten in kleinen Becken abgelagert, die von Gebilden des Rothen-Todliegenden(Con- glomeraten), und von Porphyrhügeln und Bergen umzogen ſind(Potſchappel b, Dresden), und ihre Decke wird von wech? ſelnden Schichten eines weichen, blaulichen Schieferthon?s, mit Farrenkraut-Abdrücken; von Brandſchiefer 3 von dünnen Schich- ten Kohlenſchiefer: qWarzigen Sandſtein und Steinkohlen-Con- glomeraten gebildet. Die Conglomerate(b. Heilsberg unweit Tharand) beſtehen aus kleineren und gröberen Bruchſtücken zerſtörter, äl- terer Felsarten, oft mit beträchtlichen Geſchieben gemengt, an denen die Geſteinart: Granit, Gneiß, Porphyr 2c. noch er- kannt werden kann 3; die Bruchſtücke ſind durch ein ſandig-tho- niges, zuweilen kalkiges, zuweilen eiſenſchüſſiges Bindemittel zuſammengehalten, Iſt der Kohlenfandſtein vorhanden; ſo färbt ey ſich, je näher den Steinkohlen, ſchwärzer, wird koh- lenhaltig und bituminös, er iſt im Allgemeinen groß- und kleinkörnig und von einem matten, grauen Anſehen. Die Porphyre der Steinkohlenformation wechſeln ſehv in Farbe und äußerem Anſehen, Frb,. violblau, grau, röth- lichbraun, auch in's Weiße ſich ziehend 3 ungeſchichtet, zuwei- len in dünne Tafeln abgetheilt und von Porphyrtrümmern be- gleitet. Die Grundmaſſe iſt zerſeßter Feldſtein 3; die Feldſpath- Fryſtalle- ſind meiſt in eine ſpeckſteinartige oder poveellanerdige . Maſſe umgewandelt 3 die Quarzkörner odey Kryſtalle meiſt ſt ent art Zan and huſ! gla50 ſeſt oder | ſeltet | durd | ſtein hind Licht wied: lich y |(El unter vall EEN SEIS R SG meme mne; i 249 ſchwarz 3 der Glimmer, den ſie oft, nebſt etwas Hornblende,| enthalten, blaulicheſchwarz. Stellenweiſe hören ſie auf porphyr-| eichnt, artig'zu ſein und gehen in einen weichen Thonſtein über(b.| onde| Zauferode); oder werden ſchwarz und baſaltiſch(b. Lobejün);| "|| anderwärts(Gegend von Zaukerode, Döhlen und Potſchappel)| ufder|| blaſig, wie verſchlat 3; die Blaſenräume an den Wandungen| it dis||- glasartig glänzend oder mit kleinen Quarzkryſtallen beſeßt, oder| andir:|| ſie ſchließen kleine Achate aus Chalcedon, Horſtein und Quarz| || oder Feuerſtein in Menge ein. Kugelige Stücke enthalten nicht| ſethen ſelten einen Kern von Chalcedon odey ſind mit dergleichen Adern| 0)| durchzogen. Hin und wieder finden ſich Geſchiebe von Horn-| ) ef| ſtein und von einem Grauwacken-ähnlichon Geſtein, deſſen Nf8*|; |(ys| bindender Kitt die reinſte Kalkſpathmaſſe iſt und welches, im| "| Lichte gewendet, einen lebhaften Perlmutterglanz erſcheinen und 103091| wieder verſchwinden läßt. ü| Aehnliche Erſcheinungen, welche mit denen der ausſchließ- |,| „M 8 7 lich vulkaniſchen Gebilde übereinſtimmen, ſind auch anderwärts vid(Schleſien, England, Schottland: 2c.), beobachtet worden und pos|; machen die Bildung der Steinkohlen-Formation, in der bishey || geglaubten Weiſe, zweifelhaft. J wand)|| Der Pechſtein, zu dieſer Formation gehörig, erſcheint jr,| als ein Porphyr mit halbverglaſter Grundmaſſe; der, ſparſam 8 8| darin enthaltene, Feldſpath iſt häufig aufgeborſten.(Siche 10.208 Pechſtein.) | ipho: Steinkohlen finden ſich äbrigens hoch und tief über und Emitte unter dem jeßigen Meeresſpiegel. In Newcastle on Tyne| pi; 6|B tiefex als der Meeresgrund. Unter dem Meeresſpiegel wechſeln j ) ohr hier 57 Lagen von verhärtetem Thon und Conglomerat mit| [: und 25 Lagen Steinkohlen 3; in Südamerika(Plateau von Santa| Fe de Bogota), werden ſie in einer Höhe von 8160 Fß,.| » ſch! gefunden, und unfern Huanuco ſollen ſie nahe an der Schnee-| „eühe 5 grenze, in der Höhe von 13,800 Fß., folglich über der Grenze| „wei: des Wachsthums phanerogamiſcher Gewächſe, vorkommen und 1 0 be: ſind ſchwerlich von Strömen einer Flößzeit== dort abgelagert| path: worden. 1 erdiz! In Deutſchland begleitet das Steinkohlengebirg den nörd-| „mif lichen Fuß des Rheiniſchen Schiefergebirgs, ohne Porphyr | 4 ] N 4 FETE. IRRER EA ERTE DA IETER SAGE TE TERNÖERR AGRA= emm ni ine imme än x

e genannt, wenn die Farbe ſchwärzlich, die-Maſſe Text j bituminös und voll kleiner Höhlungen iſe. Hin und wieder iich j finden ſich zerſtreute Maſſen von Schwefel, Hoxnſtein und it|| Bergkryſtall. |. Steinſalz. "„|: |: Nach Alex. von Humbold?'s Bemerkung, finden ſich Shit die Steinſakzmaſſen nicht ſowohl, wie man gemeint hat, den M Lagern.des blätterigen Gypſes untergeordnet, als vielwehr ei- ner eigenthümlichen Thonformation zugehörig, von ihm S alz- thon genannt. Er iſt von rauchgrauer, blaulichweißer, blau- | lichgrauer, ſelbſt von ziegelrother Farbe; von weich bis "8 hart; ohne Pflanzenabdrüce, zuweilen aber Meermuſcheln ein- ""| ſchließend. ine|| Nach ihm gehören die Hauptniederlagen des Steinſalzes u: der Formation des Zechſteins oder Alpenkalks an, ſo 18 in Thüringen, im ſüdlichen Deutſchland, an den Ufern des 0" Neckars, in Salzburg, Tyrol, Steiermark 26. In minder- ; mächtigen Lagern findet es ſich in den jüngſten Gliedern. des m Uebergangsgebirgs, zu Bex im Wadlande; zu St. Maurice 1 in Savoyen, wo waſſerfreier Gyps(Anhydrit), ein<4a- 8"! rakteriſtiſcher Begleiter deſſelben iſt: ferner in der Formation | des bunten Sandſteins, z. B. b. Tiede, zwiſchen Wolfen- M büttel und Braunſchweig, vorzüglich aber in England. | 4| Die Stellen, wo Salzquellen erſcheinen, ſind kein ſicheres M Merkmal, wo Salzſtöcke ſich finden, weil der Lauf der Quellen | unabhängig von den Ungleichheiten des Bodens an der Außen- E fläche iſt. Man findet Salzquellen im Grauwaenſchiefer der "iW> Uebergangszeit 3 im Porphyr des rothen Sandſteins 3; im Gypſe des Zechſteinsz in der Formation des bunten Sandſteins z im ; Muſchelkalk(Halle in Sachſen), und im Jurakalk. id Steinſalz-Lager finden ſich übrigens in ſehr verſchiedenen "m Höhen über dem Spiegel des jekzigen Meeres und nach Lu dw. i' von Buch's Bemerkung nimmt ihr Reichthum mit. der Zu- 252 nahme der Höhe ab: in England in einev Höhe von 180 Fs., zu Wieliczkä von 960, zu Bex von 1320 zu Berchtolds- gaden von 1980, zu Auſſee, Iſchel, Hallein und Hailſtad zwiſchen 2700 und 3960 und zu Hall in Tyrol von 2800 Ff, Das merkwürdigſte Salzwerk iſt das yon Wieliczka, deſſen unermeßlicher Reichthum indeß nur ein kleiner Theil eines Salzſto>s ſein ſoll, der, von der Wallachei und Moldau her, durch Ungarn, Gallizien bis nach Schleſien ſich verbreite, in einer Länge von 100 und in einer Breite von 10 bis 12 Meilen. Für ſich hat der Salzſto> von Wieliczka eine Erſtreckung von 6500 Fß. in dex Länge, von Morgen nach Abend, und von 2300 Fß. in der Breite und wird in 4, an manchen Stel- len in 5 Stockwerken über einander, jedes in einem Umfang von etwa einer Meile gebaut. Es führen 10 Schächte in die Tiefe hinab, davon der ſeichteſte etwa 130 Ellen tief iſt, und durch welche die Arbeiter, die nöthigen Geräthſchaften, ſelbſt die Pferde an Seilen hinabgelaſſen werden. Es beſchäftiget mehr als 1000 Arbeiter und liefert jährlich 5 bis 600,000. Cntr. Salz. In der Höhe liegt das Salz in Klumpen, da- von ein einziger oft mehre 100,000 Cntr. enthält, in der Tiefe in mächtigen Flößen, die das reinſte Salz enthalten. Diefer unterivdiſche Bau kann einex Stadt in Salz ge: hauen== verglichen merden, welche, in den labyvinthiſchen Gängen== ihve Gaſſen und, in den großen Räumen C(Salzkammern, wo das Salz in ganzen Wänden von 2 bis 300 CEntr, mit eiſernen Keilen abgetrieben wird), ihren Markt und andere öffentliche Pläße hat, nebſt zwei Capellen, im reinſten, kryſtalliniſchen, die Lichtſtrahlen tauſendfältig zu- rückwerfenden Salz ausgehauen, wo des Morgens und Abends Gottesdienſt gehalten wird, «In dieſer unterirdiſchen Stadt fault weder Holz, noch ein thieriſcher Körper, Leichname trocknen zu ägyptiſchen Mu- - mien aus. un 1 553 3) Zur dritten Formation. Die Z3te Formation beſteht aus wechſelndem Sandſtein d Kalffelsarten? ) aus buntem Sandſtein, auc< Sandſtein von Nesra genannt, weil er hier am ausgezeichnetſten erſcheint. Sein Charakteriſtiſches beſteht darin: daß in ſeiner Lagerung Thone, ein glimmeriger Sandſtein und Rogen- ſtein mit einander wechſeln. Er enthält untergeordnete La- ger: a) von Gyps(Thonäyps), gewöhnlicher faſerig als blätterig, ohne Stinkkalf, mit Bergkryſtallen, Arragon und rothgefärbten Shwefeltheilen; b) vdn Kalk, in dün- nen, bald mergeligen, bald talkigen Schichten: c) von Thon mit Etdharz durchdrungen; d) von Triebſand, mit Muſchelverſteinerungen z€) von Sandſtein, faſt ohne Bindemittel;€) von BEER geen: häufig mit Druſen; g) Spuren von Steinkohlen, vielleicht auch Braunkohlen. 2) Aus Muſchelkalk, wegen der außerordentlichen Menge, zum Theil zerbrochener, Muſchelverſtei en=- un Kalk von-Göttingen genannt weil hier(Heimberg b. GSöttingen), ſein Eigenthümlihes am deutlichſten hervor- tritt. Cs iſt ein dichter Kalkſtein, von grauen und gelbli- chen Farben, matt, nur ſtellenweiſe etwas körni kleinen Kalkſpathblätichen etwas glänzen in ſeiner Structur, als Gebirgsmaſſe o », infaM; mance Bänke ſind mergelig, ſandſteinartig oder von Rogenſtein- ſiructur. Zerſtreut kommen nur Hornſteine vor, die in Feuer- [4,5 ſtein und Jaspis übergehen, theils m Nieren und Knollen, | agern. Untergeor nete Lager von Thon andſtein genannt. biheilung in mächtige enfreine und Thongallen, nen. Er ruht in Deutſch? yade Dd n den Ufern der Elbe, zwiſchen Pirna und Schan- jer aum Pirnaiſch ks) en I Pr. cm IN es 254 land ſowohl auf Ur- und auf Uebergangs-, wie auf Flsl- gebirgen, jedoch auf jüngeren nicht, als der Muſchelkalk iſt. 4) Aus IJurakalk, zwiſchen dem Quaderſandſtein und der Kreide gelagert, ein dichter Kalk von muſcheligem und dich- tem Bruch, Er iſt auch Höhlenkalk genannt worden, wo- mit jedoch unentſchieden bleibt: ob damst die höhlenvolle Gellige) Maſſe des Geſteins, in manchen Theilen deſſelben, vder die, mit Thier-Ueberreſten erfüllten Erdhöhlen gemeint ſind, welche häufig in ihm vdxkommen. Der Zurakalk be- dect eine Landſtrecke von der Alpenkette bei Genf an, durch das ganze. ſüdliche Deutſchland, bis nach Streitberg und Muggendorf in Franken, iſt alſo eine ſehr weit verbreitete Formation, Als Gebirgsmaſſe beſteht er aus wechſelnden Schichten von einem thonhaltigen Kalk; von einem feſten kalkhaltigen Mergel und von Rogenſteinen, die ihrerſeits wieder etwas Gyps und Sandſtein einſchließen oder mit bei- den wechſeln. Im Jurakalk iſt der Kalkſchiefer(lithographiſer, theils von beträchtlicher Härte und, nach Maßgabe dieſer Verſchiedenheiten, im Bruche bald fein- bald groberdig, in's Unebene und Splitterige übergehend. Die herrſchende weiße Farbe geht in's Gelbliche, Graue, ſelbſt in's Schwärzliche über. Durch beigemengten Thon wird ſie merge- lich; durch höchſt feinen Quarzſand ſandig und geht über in did und von durd Salt ) (6; f und* gemth ten,“ des 1 (and/ anden) | fon, Kpeid: in den Gand, Gmd 4 fei Geſiy maſſen] un ve a wen Wit dive im Vy ) der Nic: Ivo: Volle Nen, ) int (478 Tid Fend Att den ien Sis 98 Air 5 M: JN", I" S) 1: Q!: 448 235 dichten Kalkſtein,-Rogenſtein und Satidſtein. Hier und da ſchließt ſie Blöcke von reinem, körnigen Kalkſtein ein, von 30 bis 40 Cubfß. Rauminhalt, vielleicht Maſſen, welche durch Zufall den zerſtörenden Wirkungen entgiengen, welche aus Kalkſtein die Kreide darſtellten. An Verſteinerungen iſt ſie zum Theil veich, zum Theil arm. Es finden ſich Reſte von Krokfvdillen„- Fiſchen, Krebſen 7", und Muſchelverſteinerungen, von den mannigfaltigſten, ihr ei- genthümlichen Arten. Als Gebirgsart, in ſo mannigfaltigen Verſchiedenhei- ten, bedeckt ſie grope Landſtrecken, 3. B. die größere Hälfte des nördlichen Frankreichs; einen beträchtlichen Theil von Eng- land, Dänemark, Hollſtein, Paderborn, Osnabrück 22. In andern Gegenden erſcheinen nur einzelne Glieder der Kreide: formation, in abgebrochenen Streifen. So der etwas thonige Kreidekalk in Böhmen, von Teplitz an bis Loboſiß, desgleichen in der Gegend von Pragz ferner der ftreckenweiße kalkige Sandſtein, Pläner(Plänerkalk) genannt, in der Ge- gend von Dohna und Dresden. Als Gebirg bildet ſie ein hügeliges Land und ſex mitunter Berge von nahe 1000 Fß, Höhe zuſammen, mit ſchroffen, blendend weißen Felswänden. Sie iſt ſelten regelmäßig geſchichtet, meiſt nur in mächtige Bänke abgetheilt. An untergeordneten Lagern ſchließt das Kreidegebirg Fe uey- ſtein, Mergel, Thon und(in England) Walkererde ein. Allgemeine Bemerkungen. Im Gebiet der Flößgebirge ſind es nur noch wenige Geſteinarten, welche die zum Theil ſehr mächtigen Fels- maſſen zuſammenſeßen: körniger Auarz(im Sandſtein) und Kalk ſind es faſt nur allein. Vom rothen Todliegenden an wechſeln im Großen nur immer Quarz und kohlenſauerer Kalk mit einander. Schwefelſauerer Kalk(Gyps) findet ſich häufiger im Flökßgebirge ein und mit ihm das Steinſalz. Der Feldſpath iſt faſt verſchwunden 3 der Felbdſein kommt nur noch in der älteſten Fidbformation vor, als Thon- 256 ſtein und Pechſtein und in dem thonigen ſogenannten Flökgrünſtein, indeß hier nur noch in geringer Menge. Hornblende und Glimmer, welche, im Gebiet der Uebergangsgebirge ihr Maximum erreichten(der Glimmer als Uebergangsthonſchiefer), verſchwinden in der Reihe der Flöß- gebirge faſt gänzlich. Dafür tritt aber der Thon ein, zuerſt als Bindemittel in den Sandſteinen und als zufälliger und veränderlicher Gemengtheil des Kalks(dichter Kalkſtein, Kalk- ſchiefer; Mergel), zuleßt für ſich allein in Lagern. Die Meer-Schalthierverſteinerungen nehmen im Gebiete der Flökge- birge an Menge und Mannigfaltigkeit zu. Fiſchverſteinerungen erſcheinen zuerſt im Uebergangsthonſchiefer(Schweiz b. Glaris); dann im kohligen Schiefer des rothen Todliegenden; hierauf im Kupferſchiefer des Zechſteins oder Alpenkalks und ſie häufen ſich beſonders in den oberen Schichten des Jurakalks, Jüngſtes Flößgebirg(tertiäres Gebiet). Vorerinnerang. Seitdem, außer Deutſchland, dem Vaterlande der Geo- gnoſie, auch andere Länder, beſonders England und Frankreich, geognoſtiſch genauer unterſucht worden ſind, hat man dort La- gerungsverhältnifſe aufgefunden, welche in Deutſchland, weil ſie weniger ausgezeichnet waren, theils überſehen, theils, un- ter demn Namen aufgeſchwemmtes Land=-- wenig be- achtet wurden. Durch die Ergebniſſe jener Forſchungen hat man ſich bewogen gefunden, ein neues Gebiet von Felgarten aufzuſtellen, welches jene ausländiſchen Forſcher das tertiäre Gte) nannten, Dieſe Bezeichnung iſt zu bemeſſen nach der Anſicht jener Geognoſten, welche alle kryſtalliniſche Ur- und Uebergangsgebirge primäre= alle Flökgebirge ſecuns- däre nennen; dieſe lekßteren aber in einen a) unteren, b) mittleren und c) tertiären Niederſchlag eintheilen. Ungeachtet des Unpaſſenden dieſer Bezeichnung, haben deutſche Geognoſten der Werneriſchen Schule ſie beibehalten und ſprechen von tertiären Gebilden, worunter nicht die Flößgebirge im Allgemeinen, ſondern nur die jüngſten der- FRESSEN Ueheps der it Geb) reſp Stiys Pflapr 4 tigfei x ora von M (en Nf Nr Wi auf Ry Gay? ſiltty| Draty Vernz 4. SCHEINEN FEN ' 257 nd. i 3 de 5 Formationen ahnten ſelben zu verſtehen ſind.“ Sie faßt folgen F "m| in ſich: Niet de=S Süßwaſſer-Gebilde mit poroſen ier als 6: Mühlſieinen. 1".| Gandſtein und Sand. ) zuerſt| 7 Dr und| S Kieſeliger Kalk mit Knochen- 9) Kalt:| 4 führenden Gyps. Ne|= Pariſer Kalk, G äbgt|& 7008 FÄrungen|= Tertiärer Thon und Sandſtein mit Cli;| oa 5 Branun?kohrlen. iin| Kreide- Formation, | haufen| ?| Bemerkungen. 9| 1) Zur erſten Formation.| | Steinkohlen finden ſich auf der Grenze zwiſchen den | Uebergangs- und Flößgebirgen und die Braunkohle auf iM der Grenze der älteren und jüngeren Flößgebirge, beide iis| Gebiete alſo werden durch Anhäufungen von Pflanzen-Ueber- n.| reſten bezeichnet= dort ſind es Pflanzen auf einer niederen K.| Stufe der Organiſation(Monocotyledonen), hier höhere Ee| Pflanzenarten(Dicotyledonen).; E t Der Thon dieſer erſten Formation(von beſonderer Mäch» 4 tigfeit in der Umgegend von London und Paris), ſchließt keine E FUE Ueberreſte ein. Durch eine Sandſchicht wird er 4 der von einem ſc In andern Gegenden beſteht dieſes Gebilde“ aus Horns "| ſtein, Mergel und einem dichten Kalkſtein. epn| D) Das aufgeſchwemmte Land(S. 179.). gw| Es beſteht aus Thon, Lehm, Sand, Grus und E:)| Geſchieben aller Felsarten; es bildet. meiſt ſanft abgerun» zw dete Hügel, wellenförmige Erhöhungen und wird vorzugsweiſe peine| in Ebenen, aber auch in Gebirgsgegenden gefunden, wo es er| theils in den Thälern, theils auf niedrigeren Bergrücken ges "HM lagert iſt. gie: Wenn es loßgeriſſene Edelſteine oder Erze, wie z. B. AU| Zinnerze im Sächſ, Erzgebirge, oder Gold in Amerika= ente Ebe:| hält, welche durch beſondere Vorrichtungen ausgewaſchen: wer» Ei|. den; ſo wird das aufgeſchwemmte Land auch mit Seifen- Kim 17 gebirg, oder Seifenbänke bezeichnet.(Gold-, Zinne Seifen.) E) Vulkaniſche Gebirge. hie Der Begriff: vulkaniſch== vulkaniſche Gebirgr, p' wobei man immer nur die noch jekt thätigen Vulkane, ans je| 17* "S 7 260 Mittelländiſchen Meere, im Auge hatte, iſt bieher zu eng und zu einſeitig aufgefaßt worden. Das unterirdiſche Feuer, verbunden oder im Kampfe mit dem ihm entgegengeſeßten Ele- mente, dem Waſſer, wirktin verſchiedenen Gegenden der Erde, und in verſchiedenen Umkreiſen, näher oder entfernter von ſei- nem Mittelpunkte=- jeßt noch ſehr verſchieden und mag, ſeit der uranfänglichen Ausbildung der Erdoberflläche, in verſchiede: nen Zeiten ſehr verſchieden gewirkt haben. Nicht bloß das iſt vul- taniſch oder vulkaniſchen Urſprungs, was dem Crater eines Vulkans entſloſſen iſtz ſondern auch das, was, näher und entfernter, durch Einwirkung der Hilze, des Waſſers und der Waſſerdämpfe, der Säueren und der 262 I. Die trachytiſche Formation. Sie ſteht mit den ſogenannten Uebergangsgebirgen in der nächſten Verbindung und man theilt die Trachyte ein: a) in körnige, ſyenit- und granitartige; b) in porphyrähnliche(Trachyt-Porphyre, f. Porphyr). Theils ſind ſie blaſig, theils ſchließen ſie Augite ein; :C). in halbverglaſte, wohin die Perlſteine, Obſidiane, die trachytiſchen Phonolithe(Klingſteine) und die trachiti- ſchen und bimsſteinartigen Trümmergeſteine, mit Alaunſtein, Schwefel, Opal, Holzopal 2c. zu rechnen ſind. Dieſe Formation, beſonders a und b, findet ſich, nach größtem Maaßſtabe und am deutlichſten ausgebildet, im ſüd- lichen Amerika, in unverkennbarer Verbindung mit den noch jekt thätigen Vulkanen. Dort für Erzeugniſſe des unterirdi- ſchen Feuers mit Beſtimmtheit erkannt, wußte man ſie nun auch beſſer in Europa zu deuten, wo man ſie Trapp-Por- phyre, Thon-Porphyre und Granit-Porphyre nannte. Ungarn iſt in Europa das reichſte Land an Trachyten, nächſtdem Frankreich in der Auvergne, das ausgezeichnetſte Trachytgebirg in. Deutſchland iſt das Siebengebirg am Rhein. Gleichſam einzelne und kleine Proben trachytiſcher Bildungen finden ſich..in der Umgegend vieker Baſaltberge, häufiger als man glaubt, Sie wurden nur darum zu wenig beachtet, weil ſie zerſtreut und namenlos und,= ſo lange man den Baſalt für einen Niederſchlag aus dem Waſſer hielt,=- auch bedeu- tungslos umherlagen. Es giebt Gegenden, wo Baſaltkegel „die Trachyte umlagern- und Beiſpiele, daß Baſakte die trachy- tiſchen. Felsarten durchbrochen haben; im Allgemeinen jedoch werden wenig Baſalte da gefunden, wo die trachytiſche For- „mation== und wenig Trachyte da, wo die baſaltiſche Forma- tion vorherrſchend iſt. II]. Die baſaltiſche Formation. Sie begreift in ſich: 1) die Baſalte, mit Hlivin, Augit und wenig Hornblende3 2) die Phonolithe(Kling- fe Ft 9) ſch hir! Erl m in 8 dant! 3, den ſubl' u Haſe! nit mi) "df Mol qe| die j blel me) ſeit) RV geh, Any gen) glüh: Hl! ſu Ey in) und EN REISS RES RISSE IN RESIRNGES SRS GERE EGER GIG EN EEE RENT KIT 288 ſteine) des Baſaltsz3; 3) die Dolerite oder ſogenannten | der Flökßgrünſteinez; 4) die blaſigen Mandelſteine; 5) die SE mit Pyropenz endlich 6) die baſalti- | ſchen Trümmergeſteine(Conglomerate, Schlacken). yt),|» Die Baſalte haben ihre unmittelbare Lagerſtätte über Ge- birg8arten jedes Alters und eeſcheinen theils in Geſtalt von Strömen(im Vogelsgebirg), ähnlich den Lavaſtrömen der jeki- “" gen Vulkane, ſelbſt über Dammerdeſchichten ruhend 3= theils fey, in Kegeln und Kuppen, theils auf gangartigen Räumen und | dann häufiger in den neueren als in den älteren Gebirgsarten. uh| In England durchſeßen Baſaltgänge, hier und da von ſid:| 30, 60 und 150 Fh. Mächtigkeit, das Steinkohlengebirg, in nh|| deren Nähe man die Steinkohle verkohlt und den Schwefel iedi: ſublimirt gefunden hat. Auch auf andere Gebirgsgeſteine, die hun er entweder durchzogen oder eingeſchloſſen hat, hat der glühende 0“: Baſalt weſentliche Veränderungen hervorgebracht, z. B. Gra» "re nit iſt mürbe und ſandartig, Thonſchiefer entweder feſter oder > mürber geworden 3; Grauwacke zeigt Veränderungen in Farbe in, und Feſtigkeit, oft bis zu 1 Fß-. Tiefe und mehr, in die eiſe Maſſe hinein; eingeſchloſſene Quarzſtücke erſcheinen halbweiß hein, gebrannt und bröclich(am Pöhlberg b. Annaberg, hier und da); 0083 die Farbe des rothen Sandſtems iſt theils erhöht, theils ver- (0 bleicht; der dichte Kalkſtein hat ein körniges Gefüge bekome- weil menz die Kreide iſt kryſtalliniſch geworden; Brauneiſen- ' ſtein und Quarz haben das Anſehen erlangt, als ſeien ſie einer "M Röſtung ausgeſekßt geweſen, Erſcheinungen= die, zuſaimmen- .- gehalten mit ſeinen Lagerungs- und Structur-Verhältniſſen, die Annahme ſeines vulkaniſchen Urſprungs um ſv mehr rechtferti- op: gen, als man in den neueſten Zeiten(1794, den Baſalt als js SAE Lava dem Crater des Veſuvs entſteigen geſehen hät. 5 14 In Deutſchland finden ſich die Hauptmaſſen des Baſalts iin . Hardtgebirg 3 in der Eifel; im Siebengebirg am Rhein; im We- ſterwald 3- im Vogelsgebirg 3; in der Rhön; am Meißner; im Erzgebirg und im Böhm'ſchen Mittelgehirg mit Klingſtein, und " in der Lauſik. Mit Wacke kommt der Baſalt am Pöhlberge win und am Scheibenberger Hügel, mit Eiſenthon b. Planiß; 19:9 264 Thon mit häufigen Augitkryſtallen und Pyropen im Böhm'ſchen Mittelgebirge b. Trzebliß und Hruvka vor. UIT. Die Laven. Die Laven, welche in Strömen dem Crater entfloſſen ſind, werden eingetheilt: in ſteinige und feldfp athige, den Tra- k leicht durchlaufen werden können, weiſen darauf hin: daß man gegen- wartig dic Beſchaffenheit der Enden noch zu prüfen habe, Die vorliegende 6ſ. Säule finde ſich mit 6 Flächen zugeſpißt ſo wird der Suchende, wenn er unter Nr. 4 den Umſiand A und B noc und breit; | 3ſ. Doppelpyramide. A) Vierflach(Tetraeder). 1) Metallglanz: gelb; Kupferkies, 208; weiß, gedieg. Wißmuth, 226; grau, Fahlerz, 2083; ſchwarz, 3) gem. Magneteiſenſtein,; 200; b) Schwarzgiltigerz, 208. 2) Demgl.=-theils Fett-, theils Perlmgl. gelb, braun, ſchwarz, Blende, 216- GlasaFettgl. gelb, Helviny 81. B) 3ſ. Doppelpyramide. Perlmgl., Kryſtalle hohl, Braunſpath, 128. Perlmgl. =theils Gla8-, theils Fettgl. weiß 2c. Kalkſpath, 125. Glasgl. Kryſtalle von linſenförm. Anſehen, Rautenſpath, 137, grün 7 blau; braun; edler Schörl, 76. 1, Vierſeitige. > A) Sy lang als dick und breit: Ac zuw. Fettgl. weiß, grau, gelb, Arragon, 128; Fettgl. gelb, braun, roth, Honigſtein 191. Perlmgl. hellgrün, Uranglimmer, 231. 2) Spiß und ungleichwinklig: , weiß in's Graue und Gelbe, Weißbleierz, 205 Demgl. aPerlmgl. graulich-, gelblichweiß, Galmeiy 217. Demgl.=Fettgl, gelb; gedieg. Schwefel, 191. 111, Sechsſeitige Doppelpyramide. A) Die Seitenflächen der einen auf die Seitenflächen der andern gerad aufgeſeßt: Säulenpyramide; B), Die Seitenflächen der einen auf die der andern ſchief gufgeſeßtz Rhomboeäderpyramide. A) Säulenpyramide. Metallglanz, grau Kupferglas, 208; Glazxgl. waſ- ſerhell, weiß, blau 26, Bergkryſtall und Amethyſt 68; gem. Quarz, 67; Glasgl.=Fettgl. lauchgrün, Praſem, 693; Fettg.1.. grün in's Gelbe und Weiße, Grünbleierz;, 205; Demgl.. weiß in's Gelbe und Graue, Weißbleierz, 205. B) Rhomboederpyramide., Metallgl. fighlagrau, Eiſenglanzy 199; Perlmgl. weiß, grau, gelb, roth; Braunſpath, 128; Perlmgl.=Glasg- oder, Fettg1. Frb. desgl, Kalkſpath, 126. (Blau, Sapphyr z roth, Rubin;„Stay; braun; Korund.) > | cr En SES Säulenfdrmige Kryſtalle: VII Säulen und ſäulenförmige Kryſtalle,(S. 15.) 1. H' IT. Vierſettige. 0 III. Sechsſeitige Säulen; IV, Acht-, 9- und. 12ſeitige V. Säulen von ſchilfartigem Anſehen und ſäulenförmig-ftangliche Abſonderungenz;| VI. ESpießigesx nadel-"und daarfsörmige Kryſtalle. ezeee 1. Dreiſeitige Säulen. Glas8gl. ſchwarz, undurchſ. gem. Schörl; grün; blau, : braun 20.7 von durchſ. bis durc<ſch. Turmalin, 76. Cgrün» gelb, weiß, Beryll.) II. Vierxſeitige Säulen, A) rechtwinklic, a) von Metallglanz, b) von nicht metalliſchem Glanz. A) Geſchma>, a) ſalzigbitter, weiß, Reußin;z blaßziegel- roth, muſchel, Bitterſalzz; graulichweiß, natürl. Glanu- berſalz. b) ſalzigfühlend, Salpeter, 145. c) alaun- artig. Haarſalz,; d) herbzuſammenziehend, gelblich- weiß, Bergbutter; e) ſüßlich zuſammenziehend, giqu- lichweif,; Arſentkblüthe, 221, B) a) Metallglanz(nadelf.),; weiß; a) Spießglanzſilber, 212. b) AryfſentFfie 85.2207 bleigyan, Grauſpießglanz- 15* GRR R R R R GRR R IR R zn uE FERÄ NR" AII Tafeln. erz, 218. zwiſchen ſtahl- und bleigrau/, Wißmuthglant, 225. zwiſchen fupferroth und tomba>kbraun, Buntkupfererz, 208. b) Nichtmetalliſcher Glanz. Demgl.= halbmetall, (nadelf.) pechſchwarz, Eiſentitan, 229. röthlichbraun, kupfer | roth; Rutil, 229. Demgl. graulichſchw.:Schwarzbleierz, | 205. frſchroth Chaarf.), Rothſpießglanzert; 219. karme- | ſinroth, in's Pfirſchblüthrothe(nadelf.), Kobaltblüthe, 225. | karminroth Chaarf.), Rothkupfererz, 209 Perlmgl. ſma- | ragdgrün(nadel- u. häatf.), Malachit, 209. Perlmgl.= Fettaol. neifenbxaun,; faſe. Brauneiſenſtein,; 197. Glas- gl.=Fettgl. weiß, gelb; grau, Arragon, 128. Glaggl,. | ſchwarz, undurchſ. gem, von durchſ. bis durchſch. grün, blau 2. | edler Schötl,/ 76. GlagaPerlmgl, grün 2c. glaſiger | Strahlſtein, 110. CFaſer. Prehnit; Stangenſpath 3; Wayellit; Faſerzeolith; Natrolith, Lazulit 2c.) Tafeln, T, Vierſeitige; I1. Sechgſeitige; I11, Achtſeitige. I. Vierſeitige Tafeln; A) rechtwinklig, B)-ſchief- Win ble; A) Rehtwinklig. Metallgl, eiſenſchwarz CT. länglich, flein), Schwarzſpießglanzerz/ 205. wachs-, honig-, ci- tronengelb, Gelbbleierz; 206. Dem. 4Perlmgagl. weiß, gelb, grau, grün; braun(ST. länglih), Galmei,/ 217. Perlmgl. gras, äpfelgrün;, Uranglimmer, 231. Glas4aPerlmagl. weiß, grau, roth, blay,; Anhydritſpath, 142. dunkelblau, feſte Kupferlaſur, 210, Fettgl.=Glaggl. weiß, grauy, roth, gelb(TD. länglich), geradſchal. Schwerſpath, 144. Glasgl.=Demgl. graulich-, gelblichweiß, Zinkglasg, 217. CApophyllit: ſchal. oder blatt. Cöleſiin.) B) Geſchoben. Fettgl.=Glasgl. weiß, roth, gelb; gerad- ſ, Steinſalz, 145. (Boraeitz Angleim CCubicit), B) Rqautenflach. 1) Spiß, einem geſchobenen Würfel ähnlich. Metallgl. licht-bleigräau, ged. Arſenik, 220. dunkel-ſtahl- grau; gem. Eiſenglanz, 199, Demgl.=halbmetail. roth agrau, blätter. Rothkupfererz, 209. Demagl. gelb- liche, graulichweiß, Vitriolbleierz, 205. roth, Zinnober, 215, Perlmgl.=Demgl. weiß, grau, braun, ſpäthiger Galmei, 217. Glag8gl. grün, blay, braun, edlerSchörl, 76. graulich-, blaulichweiß 26, gem. Chalcedon, 72. Perlmgl. =Gla8g- oder Fettgl, weiß, grau 2c, Kalkfſpath, 126. CGem. Korund; Cuboiceitz glagartiger Korund; Sapphyr; Rubin z Adular.) WD Stumpf und ſehr tumpf, einer Linſe ähnlich. Metaligl.(Linſe) x a) dunkel-eiſenſchwarz, Sprödglaxg- erz, 212. b) dunfel-ſtahlgrau, Eiſenglant, 199. Perlmal. Cinſe) weiß, grau, gelb, braun, Fraueneis, 139. weiß, roth 2e. Braunſpath, 128. grau, in's Glb. u. Br, Spath- eiſenſtein, 203. Perlmgl.=Demgl. weiß, grau, braun, ſpäthiger Galmei, 217. Perlmgl.=Gla8- pd, Settgl. weiß, grau, gelb, roth; Kalkſpath; 126. CAxinit, nelfenbrgun, Glasgl,= Fettgl.) UU, Zwölfflächig. A) Rautenzwölfflach CGranat-Dodekaeder). Metallgl. weiß, a) natürl. Amalgam, 214. b) ged. Silber, 211, e) weißer Speiskobalt, 222. ſchwärzlich- bleigrau, Glagerz, 212. friſch-bleigrau, Bleiglanz, 204. ſtahlgrau, Fahlerz, 208. eiſenſchwarz, a) Schwarzgiltig- erz, 208. b) gem. Magneteiſenſtein, 200, kupferrothy, ged. Kupfer, 207. Demgl.= halbmetall, rothagrauy, Str<. ziegelroth, blätter. Rothkupfererz, 209. Demgl.=Fett-od.Perl- mgl. gelb, roth, braun, ſchwarz,/-Blende, 216. Fettgl.= Glasgl. gelb, roth, braun, Honigſtein, 191. FettaGlaex- gl. roth, grün, braun, gelb, ſchwarz; edler und gem, Gra- nat; 75, Glaggl. weiß, gelb, grün, blayy Flußſpath, 143 B) ge fe Il, Zu (9 -FCd-enuut Beſondere äußere Geſtalten. XY B) Kieszwöoölfflace, 91, röthlichbraun, bräunlichroth, Eiſen- thon, 91.(mit glaſigem Feldſpath, Glimmer 2e.) Drachyt- porphyr, 161. ſeidenartig-ſchimmernd bis wenigglänzend, zart- faſerig, Bimsſtein,, 264, C) Durchlöchert, zerfreſſen, mit Abdrücken: Schimmernd bis matt, grau, häufig mit Lehmerde überzogen und mit Abdrück. oder Ueberreſt. von organ. Körpern, Kalk- tuff, 129.„gelblichbraun, in's Graue und Schwärzlihe, Sumpf- erz; Wieſenerz, 202. Gemeine äußere Geſtalten, I, Derb und eingeſprengt; IT, In Körnern; III, Angeflogen und als Yeberzug, Derb und eingeſprengt. A) Von kryſtalliniſcher Structur, A) faſerig, B) firah- lig; C) blätterig nebſt D) ſchieferig: B) Von unfyryſtalliniſcher Structur.' A) Faſerig. 1) Stern- und büſchelförmig a. e. l. 2) Gleichlaufend, gerad- und frummfaſerig; 2) Verworren und u. e. l. faſerig; 4) Faſerig und einen Geſchmack gebend, 1) Stern- und büſchelförmig a. e. l. faſerig. a) Mettall- und halbmetall. Glanz: zinnweiß(in's Straytige)„Speiskobalt, 222. grau, blaulichſchwarzzy faſer. %S< warzeiſenſtein, 196. grau aroth oder braun, faſexr. Rotheiſenſtein, 197, Derb u eingeſprengt, A) DARE E XVII b) Nichtmetalliſcher Glanz: 1) ſth.-eiſh. Glaggl, ſchwarz, gem Shösrl, 76. 2) eiſh.=znkh. Perlngl. grünlichgray, grün, graulichſchwarz, W8pelby a8Sbeſtartiger Strahlſtein, 110. gelblich-, grünlich-, Uh 67, röthlichweiß, asbeſtartiger Dremolith, 111. graulich- gelblichweiß, gelb, braun; gem. Galmei, 217. Perlmgl. Fettgl. braun, Str. licht-gelblichbraun, faſexr. Braun- eiſenſtieiny, 197. Twin,“ 3) inkh.=znnh, Perimgl. weiß, gelb, roth 2c., Kalkſin- fen ter, 129. grau(koniſch abgeſondert), Tutenmergel, 136. Opt: Perlmgl.=Fettgl. braun(ſchalig abgeſ.) faſer. br. Blen- di| de/ 216. Fettgl. weniggl., braun, faſer. Baryt; 144. Glasgl. weiß, gelb 2c., Arragon, 128. Seidengl. ſma- ragdgrün, faſ, Malachit, 209. roth, weiß, faſſer. Braun- kalf, 128. |E|. H zunh.=w. Demal, kirſchroth, Rothſpießglänzerz, 219. H CWavellit;' Prehnit; Faſerzeolith; Karpholit.) TEND 1715 2) Gleichlaufend gerad- und krummfaſerig. CIn zarte Faſern theilbar und von unbeſtimmbarer Härte; grün- lichweiß, grünlichgräu 20.; ſeidenartig ſchimmernd, Ami- | 7 anth, 110.) 1) fih. zartfaſerig, Seidengl. graulich-, gelblichweiß, Faſeyx- || ficſel, 69. | 2) eiſh.--znkh. grobfaſerig, in Faſern theilbar, Perlmgl, | gelblich-, grünlichgrau, grün, gem. AsSbeſt,; 111.(nicht theil- bar) gelblich?, röthlichweiß, grau, roth; fäſer, Kalkſtein, 129. | 3) znkh.-zunh. Perlmgl. blay, blaulichweiß, fajer, Cö- Cl'hhy lefſtiin, 145..; 4) innh.--w. Perlmgl. weiß, grau, roth, faſer. Gyps8, 141. in's Strahlige und Splitterige, von fett. Anfühl. Perlma Wachsgl. gray, grün, talfartiger Asbeſt, 110. ſchwach- ſchimmernd, ſc a) ſüßlich zuſammennziehend, Perlmgl. grau- ſet,|| lichweiß, Faſeralaunz;z b) ſalzigbitter, FettaPerlmgl. weiß- | | Stau, roth, faſer« Steinſalz, 145, c) herbe, graulich-, gelb- | XVII Derb. eingeſpr. B) ſtrahlig, O blätterig. lich- 5 röfhlichweiß, Zinkvitriol; a) dintenartig, grün, grün- lichweiß, Eiſenvitriol, 200. WD) Buüſchel-/und ſternförmig..8. e- l. ſtrahlig. | a) Metallglanz, weiß, weißer Speigkobalt, 222. gräuy | a) licht-bleigrau/ ſtahlagxr. Wißmuthglanz, 226. b) dunkel- | ſftiahlgrau, Srrh. kirſchroth, dichter Eiſenglanz, 199. | Strc<. gleichfarbig, ſtrahl, Grgaubraunſteiner;z; 224, gelb, Strahlkies, 196. b) Nichtmetall. Glanz: 1) ſth.=eiſh. Perlmgl, grün; Piſtgeit,; 81, Demgal, ſchwarz, Wolfram, 229, 2) eiſh.=zukh. Glasgl. grün; Strc<. weiß, glaſiger SETAH LIEEUNS: OL GE GUN==DM eL Gg 1 SNÜNSICHZIENE NL | Strahlſtein, 110. graulich-, gelblich grünlichweiß, gem. Dremolith, 111. Perlmgl. röthlich-, gelblichbraun, ſtrahl. br. Blende, 216. graulich-, gelblichweiß, in's Grüne und jj Braune, Zinkſpath, 217.= blau, fefie Kupferlaſur, 210. 0] 3) zukh.-znunh. Perlmal. lauch-, ſchwarzlichgrün, Strc<,. | berggrün; gem, Hornblende, 109, Perlmgl,. u. Glaggl. in's Blätterige, ſchmalteblau; körn. Anhydrit, 142. milch-, gelbliche, ſchneeweiß, ſtrahl. Cöleſtin, 145. 4) zunh.= wv. Perlmgl, grünlichweiß, grün, Anf, fettig, Blätterkalfk, 122. CWavellit 3 Strahlzeolithz; Nadelzeolithz; Bologneſerſpathz Omphacitz Hoxnſilbeyx, 213.) Derb und eingeſprengt, C blätterig. I, Mit metalliſchem Glanz; IT, Mit nichtmetgalliſchem Glanz. DD Biliatterig mit Merallaranz, Farbe: 1) Weiß), ſilberweiß Cklein- und feinkörnig abgeſond.) Spiepß- glanzſilber,; 212. in's Röthliche, ged. Wißmuth, 226. zinnweiß(mehrfach blätterig) ,/ ged. Antimon, 218. fſilber- meiß, in's Kupferrothe Cgeradblätterig, 3f. Durchg, I, Glanz- Fobalt, 222. 2) Gray, weißlich-bleigrau(kleinblätter. in's Faſerige und Un- ebene), ged. Arſenik, 220. ſchwaäarzlich-bleigrau(unvollk. und geradblätter, körn. abgeſ.), blätter. Kupferglas, 208. ſtahl- grau, licht und dunkel in's Eiſenſchwarze C3f. Durchg.) Nickel- ſchwarze, 228. bieidrau- Clf. Durchg.), blätter. Grau- uin EN a eig. Derb und eingeſprengt, C) blätterig. RIX 1.118 ſpießglanzerz, 218. dunkel-ſtahlgr. in's Eiſenſchwarte(Art Metallgl.) blätter, Graubragunſieinerz, 224, friſch-blei- grau C3f. Durchg. I, gem. Bleiglanz, 204. ſtahl alicht-blei- lig, grau Cgrobkörn. abgeſ.), Wißmuthglanz, 2265. dunkel-ſiaghl- ga, grau in's Eifenſchw. Strc<, kirſchroth, Eiſenglanz, 199, Wnfele A friſchebleigrau Cabfarb. und ſchreibend), Molybdänkies, 227, 199,' 3) Schwarz, eiſenſchw.(4f, Durchg.) Strc<. gleichfarbig, 24,| gem. Magneteiſenſiein, 2000 Str<. firſchroth Cunbe- || ſtimmt blätter.), Eiſengkimmer, 200,(ſchreib. und abfär- | bend, Anf, fettig), ſchuppigblätterig und gerad- oder Frumm- emal, blätter. C1f. Durchg.). Graphit, 189. 4) Gelb, ſpeisgelb a kupferroth, gerade und dicblätter., blät- iger ter. Magnetkies, 196. grünlichgelb, grün, meſſinggelb, von "gem| ſtarfglänz. bis ſchillei'nd, Schillerſtein, 115. WIE 5) Grün, braun, etwas metall.-glänzend oder ſchillernd, jrahl, 00018: 115. CG un) Il. Blätterig mit nichtmetaliſchem Glanze: 164 A) Blätterig mit körniger Abſonderung: körnigblätterig .. B) Unvollfommen-, theils undeutlich-, theils frummblätterigs “ C) Vollkommen blätterig von 1- und mehrfachem Durchgang ul; der Blätter, nt|| A) Körnig- oder ſchuppigblätterig. || 1) eiſh.=znkh. Perlmgl.=Glaggl. ſchnee-, gelblichweiß, vat;| Dolomit, 137. Pexlmgl, gelblich-; graulichweiß 2c,, körn, Braunſpath, 128. | 2) znkh.--zunh. Perlmgl.=Glas- od. Fettgl. weiß; gelb, 1 grau, köpn. Karkſiein, 127. weiß, blau, roth, körn. An- hydrit, 142. Perlmgl, gelb, graulich-, gelblich-, ſchnee- weiß, körn. Schwerſpath, 145. 3) zunnh.=w. Perlmgagl. weiß, grau, roth, körn. GypeE, 139. dunkelgrün, Strc<. berggrün Cim Großen ſchieferig), Chlorit- ſchiefer;(nicht ſchieferig) gem, und erdiger Chlorit, 121. 199 e. " B) Unvollfommen blätterig 2 Allet 1) ſth.= eiſh. Glaeggl, fleiſchroth; perlgrau, Andaluſit, 85. ir) Demgl. braun, ſchwarz, gelb, Str<. graulichweiß, Zinn- ſtein, 207. Perlmgl. grün, körn. Strahlſtein od. Sma- Un- Pa.0D6E) 115. Ni CPeliom; Skapolith, Chabaſie 3; Kokkolith; Angleim.) dal 2) eiſh..= zukh."Ckorm"'Strahlſtein/1i ſiche 11: 54Glas 4a fel| Fertgl. blau, grün, roth; Apatit, 143. Glasggl. weiß, van gelb, blau,;grun, Flußſpath, 143. Glasgl.=Perlnm.- od. XX“. Derb;und eingeſprenat..O blätterig, Fettgl. weiß, gelb 2e., Bitterſpath, 137; Perlmal. weiß, roth, gelb 2e., Braunſpath, 128. Glasgl.=Perl- mgl. gelblichgrau, in's Gelbe und Braune, Spatheiſen- ſtein, 203. 3) znkh.=zunh. Perlmgagl.=Glaggl. gelb, roth, braun, krummſchal. Schwerſpath, 144. ſmalteblau(in's Split- terige);. körn. Anhydrit, 142, Perlmgl. himmelblau, blätter. Coleſtin, 145:. (Blatterzeolith.) 4) zunh.=w. Perlmgl.(krümmblätt.) röthlihweiß, SBrandſchiefer, 107. ſchwärzlichgrün, auf der am| p' Spaltfläche verworren faſerig und ſirahlig, Hoxnblendeſchie-. 189| fer; 112. grünlichgrau, berg, vlgrun( Spaltflache ſplitterig), "40 Weßſchiefer, 102. grau, in's Schwarze, Gelbe, Rothe, ſei- EA denartig ſchimmernd, bis wenig-glänz. Str<. graulichweiß, em Thonſchiefer, 96.(unvollkommen ſchieferig), lauch-, orau- ns lichgrün, Str<, berggrün, Grünſteinſchiefer, 114. un- | gell vollt. und diefſchieferig, a) Querbrch. uneben, graulichſchwarz, wenig fettgl. Grobfkohke, 189. b) Querbrc<., müſchelig, Perl| fettgl, Schieferkohle, 183. gelblichgrau, matt, Kalfſchie- nige|| fer,"153. 11| 4) zunh.== w.(DThonſchiefer, ſiche znkh.) Perlmagl. dunkel- EEE lauchgrün, Strc<. licht-berggrün, Guyw. ſchuppigblätterig im id|| Kleinen), Chloritſchiefer, 121. grünlich-, graulichweiß, ers. Anf. fettig, Talkſchiefer, 123. ſchwarz, unvollk. ſchieferig, 1519| Str<. gleichfarbig, Kohlenſchiefer, 102- Cſchreibend), gh Zeichnenſchiefer, 102. eiſenſchhwarz/ metgll.-glänzend, abferb. und ſchreib. a) im Kleinen ſchuppigblätter., blätter. Gra- tet.) phitz b) von Maſſe. dicht und fein; dichter Grayhit, 189, 1,93: rothbraun ,/ bräunlichroth;- Str<. bluthrotch, Röthel, 1983. 115« grau; Strc<, lichter und wenig-glänzend, Schieferthon, 107, f jk. 8 FN dn ut. enen I GIE ENERGIE EG m EIG eg XXII Derb und eingeſprengt, Bruch eben. | grau, gelb; roth, braun, mehrfarbig zugleich, Strc<. glänzend, bunter Thony 106. ſchwärzlichbraun bis bräunlichſchwarz, Str. fettglänz. ſchiefer. Alaunerde, 185. gray, grau- lichweiß, Strc<. glänz, ſchiefer. Töpferthon, 105. ocker- gelb; Cbis zerreiblich), Gelberde, 103. grau, graulichweiß, abfärbend, Anf. mager, Dripel, 79. ſehr dünnſchieferig(ſehr | leicht), Anf. fein und mager, gelblichweiß, gelblichgrau, Po- lirſchiefer 80. B) Derb und eingeſprengt, von unkryſtallini- ſcher. Structur.: A) Bruch eben 3 | B)-- fſplitterigs || C)=- müſcheligz | D)= wunebenz | E)-- exdig. 4 1) von glänzend bis ſchimmernd; A) Bruch eben, 13 von ſchimmernd bis matt.» 1) Glänzend bis ſchimmernd. a) Metallglanz, bleigrau, licht/ſtahlgrau(in's Flachntuſche- lige), Weißgiltigerz, 205. friſch-bleigrau, B leiſch weif, 205. licht-ſtahlgrau Cin's Flachmuſchelige und Unebene), grauer Speiskobalr, 222. eiſenſchwarz a ſtahlgrau; dichtes Grayu- braunſfteinerz, 224. b) Halbmetall. Glanz, pechſchwarz, zuw. in's Rothe, Strch. gleichfarbig, Schwarzeiſenſtein, 196. dunkel-ſtahlgrau a blut- roth; Strc<. bluthroth; Rotheiſenſtein, 197. dunkel-koſche- nillroth a bleigrau; Cw.) Strc<. lichter und glänzender, Queck- ſäberlebererz, 215. c) Fett- und Perlmgl, nelfen-+ ſchwärzlihbraun; braune Blende, 216, 2) Schimmernd his matt: a) ſth. Cin's Flachmuſchelige und Feinerdige) undurchſ. höchſtens ſchwach a. d. K. durchſch. roth, braun, gelb, ſchwarz, gem. Jax- Pis, 73. ſammt-, graulichſchwarz, Lydiſcher Stein, 70. Cin's Flachmuſchelige und Splitterige, halbdurchſ. bis durchſch. a) grau, gräulich, blaulichweiß, gelb, roch, braun, gem, Chal- cedon; b) apfel-,; piſtgeiengrün, Chryſopras, 72, b) eiſh.-znfkh, gelblich-, grünlichgrau, öl-, berggrün, Kling- ſtein, 86. weiß, gray, mit Grün, Roth und Blau gefleckt, Ge woltt,/ dichter Fluß, in's Splitte,ige 9dex Erdige, grau von von 4 gla); my gef Nd hydt 4) ZM mild. Derb und eingeſprengt, Bruch fplitterig,. XR11 inn, gallen Arten- get. dichter Kalkſtein, 131.(in's Un- Om, ebene und Erdige), grau, flleiſch-, bräunlichroth, gelblichweiß, (eb lavendelblau, Dhonftein 92, gelblich-, aſch- rauchgrau, in's 08 Jſabellgelbe nnd Bräunlichrothe, gew. Gglmeiy, 217. weiß; HF 7| M8 eh( 3) znkh.= zunh.'(dichter Kalkſtein, Thonſtein, Galmei, ſiche Pes e eiſh.) Grünlich-, graulich-, blaulichſchwarz, Strc<, fettalänz. Wace, 91. grau, zuw. durch Eiſenp>er roth und braun ge- färbt, im Kleinen erdig in's Splitterige, Steinmergel, 134, ' licht-gelblichgrau in's Braune und Rothe, gem. Thoneiſen- 1M ſtein, 198. grau, weiß, roth, gelb, blau, zuweilen mehrfarbig geſireift, gefle>t, Strc<. etwas glänz. feſtes Sreinmark, 104, Cin's Splitterige) weiß, grau, roth, blaulich, dichter Anhy- drit, 142. zeiſig-/ vlivengrün, dichte Grüneiſenerde, 201. 4) zunh.= w.(Wake, Steinmergel, Grüneiſenerde, ſiche znkh.) B), Bruch, ſplitterig: 1) ſth, a) von glänzend bis weniggl. Glagsgl.= uw. Fcttgl- Cin's unvonk. Muſchel.) grau, weiß, roth, gelb, gem. LO uarz/ 67. lauchgrün,(ſtanglich abgeſ,) Praſem, 69. Glaga Fettgl. graulich-, gelblichweiß(graulichſchwarz), Weiß ffein, 85, he:> b) von ſchimmernd bis matt: grau, roth, grün, ſplitter. 1,0),| Hornſiein, 70. grau, in's Schwarze und Rothe, gem. Kie- "4| ſelſchiefer und Hornfels, 70. weiß, grau, grün,(zuw. in's AU| unvollk. Blätterige), Feldſtein, 83, lichtgrün, feinſplitterigy undurchſ, Piſtaceit, 81. 19 9) eiſh.=znkh. glänzend bis weniggl. GlagsaFettgl, grün, Zcher ſchwarz, braun, grau, roth, Pechſtein, 87. matt bis ſchim- ved:| mernd, graulich-, blaulichſchwarz, Baſalt, 88. grün, wenig | fettglänzend, Anf. fettig, edler Serpentin 116.(dichter |: 4 Raliſtein, dichter Bitterkalk, dichter Schwerſvath, ſiehe znkh.) | 3) znkh.= zunnh. graulich-, gelblichrweiß, matt, dichter Bit- | terfalf, 137. gran, gelb, Anf. mager, gem. dichter Kalk- ;| ſtein, 131. gray, gelb, roth, dichter S.cſtein, 123, XAIV. Derb und eingeſprengt, Bruch muſjchelig, ZIEL helig ID Von glänzend bis ſchimmernd; C) Bruch muſchelig 12) Von ſchimmernd bis matt. 1) Von glänzend big ſchimmernd. a) Metallolanz. 1) ſchwarz, eiſenſc<. glänzender, Bleiſchweif, 205. ſchwärzlich- bleigrau/, Str<. gleichfarbig, Kupferglas, 208. 3) weiß, Flein- und ffahmuſchelig, natürl, Amalgam, 214, 4) gelb, meſſinggelb, goldgelb, Kupferkies, 208. b) Nichtmetgalliſcher Glanz. 1) ſth. Glaggl. vollf. muſchelig, ſtarkglänzend, Bergkryſtall; muſchelig in's Splitterige, ſtänglich abgeſ. Amethyſt, 63. Glasgl.=Fettgl. milchweiß, Milchquarzz roſenroti, Ro- ſenquar;, 69. muſchelig und ſplitterig, gem. DIAG 677 roth; braun, grau mit Gelb, a. d. K. durchſ. bis durſch. mu ſchel. Hornſtein und Carneoyl, 73. undurchſ. lavendelblau, blaulich-, gelblichgrau, Porcellanjaspis, 108. roth; braun, gelb Cgewohnlic körnig abgeſ.), Ciſenkjeſel,; 74. Glaga Fettgl. dunfelroth/ edler Granat, 75. ſchwarz, ſchwärzlich- grün; müſchel, Augit; 118. COpal, Opaljaspis, ſiehe eiſh.) 2) eiſh.=-znkh.«Glasgl,(vollk. muſchelig) milchweiß, grau, gelb; Dpal,; 77. GlagsaFettgl. mehrfarbig geſtreift; gewolft, gefle>t; Opaljaspis; 78, unvollk. muſchelig, grün, braun, ſchwarz- roth 206, Pechſtein, 87. Fettgl.. dunfel-graulich- ſchwarz, Uranpech erz, 231. ſchwärzlichbraun, äußerlich rauh, Wieſenerz, 202. etwas fettglänz. Anf. fettig, grün, mu- ſchel. edlex Serpentin, 115. 3) znkh,=innh. pech-, ſammtſchwarz, groß- und flachmuſche- lig; Pechkohie/ 187. klein- und unvollf, muſchelig, ſtänglich abgeſ. Stangenkohle, 188. 4) zunh.=w. Demgl, Foſchenillroth a bleigräu, Rothgiltig- etz, 212. morgenroth, Strch. orangegelb, rothes Rauſch- gelb, 220. Fettgl. ſchwärzlichgrün, ſchla>iges Kupfer- grün, 210. ſpangrün, in's Himmelblaue, Kieſelmalachit, 210. pYerlgrau, Hoxnſilber, 213. pechſchwarz, voll. muſchel. lig, ſchlac>iges Erdpech, 190.(w.) ſchwärzlichbraun Cela- ſtiſch biegſam), elaſft. Erdpech, 190. Chis zerreiblich), dunkel- graulichſchwarz, feſtey Yranvo>er, 231. ' [helig, Derb und eingeſprengt, Bruch uneben. XxyV 2) Von ſchimmernd big matt. 1) rauchgrau, gelb, braun, ganz durchſch. bis durchſch. a. d.€. Feuerſtein, 71. in's Ebene, im Kleinen erdig, mit mehren =(iſh,) Farben bandartig geſtreift und geflammt, Ban dijaspis, 93. licblaue CGem. Jaspis, Lydiſcher Stein; Porcellanjaspis/ gem. 1) 212, y Chalcedon, Chryſopras, ſiche eben.) Gtr, 2) eiſh.-znkh. graulichſchwar;, Baſalt, 3g. weiß graty, vr bleiz| grün, roth, geflecft, gewolkt, dicht, Fluß, 143,(dichter Kalk, 12:"blei:| ſiein- ſiche znfkh.) Wh:; 3) zukh./'-=-zuah. grau, gelb(im Kleinen ſplitter.), gem. ) weiß, dicht, Kalkſtein, 131. ſmaragdaſpangrün, dichter Mala- 4) gelb|< it, 209. grünlich-, blanlich-, graulichſchwart, Str<. fettgl. Wa>e, 91. grau, weiß, blau, roth, gelb Cgeſtreift, gefleckt, ge“ wolke), Strch. fettgl. Steinmark und Bolu 8; 104. hf; 4) zunh.==w, ſchwärzlichbraun, bräunlichſchwarz, gem. Braun tall;| E 1= 9 fu 6,| oh€ 185- ir N0-|[| fe A“. 7 EN 1 EE; 1) Von glänzend bis ſchimmernd wi 0: Z|| D) Bruch uneben 12) Von ſchimmernd bis matt. 10;.' elm|| 1) Von glänzend bis ſchimmernd: / braun), 3 a) Metallglanz,-1) gelb, ſpeig-, meſſinggelb(funkt am Z1a64| Stahle), Eiſenfies) 195. in's Kupferrothe, dicht. Mag“ vänzlich- nettieg, 196.(funkt nicht am Stahle), Kupferkies, 208. € eiſh.) 2) weiß, ſilberweiß Ceiſh.= ſth), Weißkupfererz, 209. WM zinnweiß Ceiſh.D, weißer Speiskobalt, 922, GGnkh-eiſh.) geweil Arjenikſilber, 212,(am Etahle funfend), Arſenik (un Fie8; 220. 3) grau, bleigrau(znkh.--zunh.), Weißgil- erplie figerz, 205. ſchwärzlich-bleigrau Gnkh. I, Str<. gleich- nf farbig, Kupferfahlerz, 208. Gmnnh.--w.) Glasgerz, 212. 50 in's Eiſenſchwarze, Str<. kirſchroth, dicht. Eiſenglanz, 199, Madel| 4) ſchwarz, eiſenſchwarz, Strch. pgleichfarbig Cfth.= eiſh.), ;| gem. Magneteiſenſtein, 200. in's Dunkel-ſtahlgraue, muſche|| Str<. braun, Chromeiſenſtein, 203.(znkh.= zunh.) ang| Sprödglagerr, 212.(w.) dicht. Graphit, 139. 5) fu- || pferroth, Ceiſh.). Kupfernic>elt, 228. Halbmetaglliſch. (lhige“|| Glanz, blaulichſchwarz a dunfel-ſtahlarau, Schwarzeiſen- ſhy; ſtein, 196. dunfel-ſtahlgrau a blutroth, Rotheiſenſftein, 197. 404| b) Nichtmetalliſcher Glan;: a 1) ſth. GlasaFettgl. grün, braun, roth, gelb, ſchwarz, gem, 14 Granat, 75. lichtoliven-, ölgrün, Olivin, 120. gelb, roth, vA braun(ſtänglich abgeſ,), Egera n; 80. Demgl. braun, ſchwarz, Zinnftiein, 207. x 19 Z=er, 226. 9) Von ſchimmernd bis matt. 1) ſth. lichtgrün; matt oder wachsartig ſchimmernd, dichter Piſßtacit, 81. 2) eiſh.-=zukh. graulichſchwarzz Baſalt, 33. gelbliche, aſch-, rauchgrau(bis znkb.)7 gem. Gälmei, 217, grau, in's Gelbe, Blaue und Rothe, Thonſtein, 92. lauch-7 graulichgrün, Str<. grünlichgrau/, Grünſtein 113. rabenſchwarz, graulich- ſchwarz; dunkel-lauchgrün, Hornblendegeſtein, 112. CDo- lomit ſiehe znkh.) 3) zunkh.=-zunh. röthlichbraun, bräunlichroth, Eiſenthon, 91. roth; braun; grau, grün; Anf. etwas fettig, Str<. et- was glänzend, gem. Serpentin, 116. grau in's Gelbe, Rothe und Braune, Anf. mager und kalt Cin's Splitterige), gem. dicht. Kalkſtein, 131. gelblich-, röthlichbraun Cbis w.), Cchalig abgeſ.), ſchal. Thoneiſenſtein, 198. weiß, a. d. K. dur<ſch. G=eiſh)- Dolomit. 137. ſpan aſmaragdgrün, dicht. Malachit, 210. grau; in's Gelbe und Rothe, ver- härtete Bleierde, 205. ſcſtein, 123. grün, grün- lichgraug Walkererde, 104. E) Bkuch: erdig und matt. 1) Von weich bis zerreiblih, Bruch erdig 3 9) Zerreiblich, aus mehr nnd weniger ſtark zuſammengebac>kenen Theilen. Anm. Schieferig, im Querbr<. erdig, oder im Großen muſchelig, im' Kleinen erdigy ſiche ſchieferig und muſcelig. 1) Von weich bis zerreiblich: a) Weiß, ſchnee, gelblich-, röthlichweiß, Anf. fein aber nicht fettigx Vorcellanerde, 103. licht-gelbli<-, ſchneeweiß: , Derb und eingeſprengt, Bruch erdig. XXVIl Wan, Anf, mager, abfärb, und ſchreib.. Kreide, 130. gelblich-, Grün graulich-x ſcer. b) Grau, gelb | liche, rauch-, blaulichgrau, grob- und feinerdig, Str<. grau- lichweiß; Cbraufi mit Säueren), Erdmergel, 134. c) Gelb, vifer-» iſabellgelb, C ſchneeweiß), Zinko>er, 217. ſtrohgelb, hlen in's Graue und Grünliche, Wißmutho>er, 226. a) Braun, ſim: ſelo>er, 228. &J 'roth 4 (0 Why Gelbe) 2) Zerreiblich, a) aus matten ſftaubartigen, b) aus grün, zartſchupigen ſer, 198. pfirſchblüthroth; erdige Ko- tw) baltblüthe, 223. hygeinthroth in's Röthlichbräune, Ziegel- 04,0, erz, 209% CBraun, fiehe vorher 1,9 3) Grauy graäuy grün, in's Gelbe, zerreibl. Bleierde, 205. 4) Schwarz, blau- „1000 lihſchwarzz Str<. glänzender, Kupferſchwärze, 209. Iwan graulichſchwarz, in's Sammtſchwarze, ſtark-abfärb. Rußkohlex 188. durch's Reiben metalliſch-glänzend- erdiger Graphit, | Olus 189. 5) Weiß, dem Scuppigen ſich nähernd, Anf. fein 4 grün u. mager, Gypser de, 142. graulich-, gelblichweiß, Cbrauft mit Säueren), Bergmilc), blaß-ziegelrorh; Bitter- oder Glauberſalz, 146. Cirkon 3; Spargelſtein 3 Leueitz Obſidian 2c.) 3) In Körnern durch ein Bindemittel vereiniget und förnige Abſonderungen. Halbmetall. aPerlmgl. roth; braun; mit Gelb, körni- niger Thoneiſenſtein,; 199. Fettgl. gelblich-, röthlich- braun; ſchal. und dicht. Bohnenerz, 199. gelb, braun, ſchwarz Cin graupigen Körnern)- Wieſenerz, 202. Matt, grau, braun; Rogenſtein, 132. weiß, gelblichweißz Erbſen- ſtein, 130. bräunlichroth,; rogenförm. Thoneiſenſtein, 199.(Quarzkörner, durch ein thoniges oder mergeliges Bindes- mittel 2c6.), Sandſtein, 167. III. Angeflogen und als Ueberzuz. 1) Retallglanz, Gold, 213. Silber, 211. Wißmuth, 226. Kupfer, 207. bleigtay; gem. Bleiglanz, 204. ftahl- EEE ER LIE BO GEPE ISOPE LS, VENRERRE R UUREBERE GEE SE WILHR EPSGE R RFEES IEH. 020025| | Deutlich gemengte Felsarten. XX1X gray Fahlerz,y 208. ſchwärzlich-bleigrau, Glasgerz, 212. ANN x| ſilberweiß, Arſenikktes, 220.: | 2) Nichtmetalliſcher Glanz, ſchimmernd bis matt: | a) Weiß, als glagartiger Ueberzug, Hyglith, 78. perlmut- | terartig glänzend; ſcer, 198. nel? 1] 08: kenbraun, in's Stahlgraue„ Brauneiſenrahmy, 197. dun- Fel-ſtahlgrau a bräunlichioth;, Rotheiſenrahm, 198. gelblich- Chen braun, Brauneiſeno>er, 197. 8) Gelb, ſtrohgelb, in's Graue und Grüne, Wißmutho>er, 226. oergelb, gelblich-| | braun, gelblichgrau/, Spießglanzo>er, 219.| get| 3) Einen Geſchma> gebend: Zinkvitriol, 217. Ko- |] baltvitriol, 223. mehligerAlaunz; Kalkſalpeter, 146 4 Flüſſig.|| un Gedieg. Queckſilber, 214. neßend und fettglänzend.| tt Erdöl, 190. N. j Deutlich gemengte Felsarten, ja" KZ des 1. Chemiſch gemengte; I1. Mechaniſch gemengte, I. Chemiſch gemengte. A) Von einfachem Gefüge: 1) Zwei weſentliche Gemengtheile: Quarz und Glimmer, n a) in körnigem Gemenge, Halbgranit CGraiſen)/- 148. 1; Nn A NEHE=: 2-| Gn QQerranaaaug“ XXX Deutlich gemengzte Felsurten, b) im ſchielerigen Gemenge, Glimmerſchiefer, 154. Feld- ſpath und Hornblende, a) in körn, Gemenge, Syenit, 156. b) mehr und weniger deutlich gemengt, grün, Grün- fiein, 113. 2) Drei weſentliche Gemengtheile: Quarz, Feldſpath und | Glimmer, a) in körn. Gemenge: Granit, 147. b) im | ſchiefer. Gemenge: Gneiß, 151. Luarz, Schörl,; To- | pa8- hin und wieder mit kleinen Partien von Steinmark, | Topasfel8, IV. Abſchn. 239. | 3) Chalcedon, Hornſtein, Feuerſtein, Jaspis, Ame- thyſt, Quarz, bald die einen, bald die andern, bald mehr, bald weniger, innig zuſammengefloſſen,; Achat, 74. | B) Von porphyrartiger Bildung: | 1) Mit Kryſiallen oder Körnern von gem, Feldſpath: Feld- | fieinporphyr, 159. 2) von glaſigem Feldſpath, meiſt VI rauh-von Anſehen, Trachytporhyr, 161. 3) Feldſtein- | maſſe mit Hornblende gemengt; und mit Kryſtallen von Horns jj blende und Feldſpath, Aphanit(Trappporphyr) 162, C) Von mandelſteinartiger Bildung: Baſalt, 88. Wake, 91. Eiſenthon, 91. Grün- fiein, 113. 11, Mechaniſch gemengte. 1) Quarzkörner, durch ein thoniges, mergeliges(oder quar- ziges Bindemittel verbunden, Sandſtein, 167. 2) Kleinere und größere Stüke von Luarz,/ Feldſpath, Thon- und Kieſelſchiefer, Grauwace, 164, im ſchie- ferigen Gemenge, Grauwa>enſchiefer, 165. | CTodliegendes, 169. Nagelflue, 176. Breccie | Conglomergat, 178.) 7-=>D amm.» u==» Zz T= -. 1; Inet Inhaltsverzeichniß. Einleitung Wegriff, Mineralogie, Oryktognoſie- Geognoſie, S. 1. Werth der Mineralogie, 2, Erſter Abſchnitt. Vorbereitung zur oryktognoſtiſhen Minetkalien- funde, S. 5. Eintheilnng und Ueberſicht der Erkennungsmerk- male, 5. I. Aeußere Geſtalten. A, Regelmäßige(Kryſtalle) 10. B. Beſondere, 19. C, Gemeine, 21. Il. Innere Ge- falt, kryſtalliniſche, unkryſtalliniſche, Abſonderung, 22. Härtey 29. Sprödigkeit, Milde und Strich, 32. Zerſprengbaärkeit, Bieg- ſamkeit, 33- Farben, färbende Stoffe, Farbenzeichnungen/ 34. Glanz/ 39. Durchſcheinenheit, Phosphorescenz/ 41. Abfärben und Schreiben, 42. Chemiſche Beſchaffenheiten, 43. Syſtematiſche Ein- theilung/ 45. Zweiter Abſwerke, Nieren, Neſter, 52. Alters- verhältniſſe, hauptſächlich erſchloſſen aus dem Vorkommen der Verſteinerungen? Arten der Verſteinerungen, 54/ ihte Beſchaffen- heit, 59, wo ſie gefunden werden, 60, Schlüſſe daraus, 61. Werners geogeniſche Hypotheſe: Ur-, Uebergangs-/ Flößzeit/ 62. XVILI Dritter Abſchnitt, Beſchreibung der Minergalien nach ihren oryftogno- ſtiſchen Merkmalen und gebgnoſtiſchen Verhältniſ- ſen. Erſte A b th. Erdige Foſſilien. Beſchreibung der einfachen und ſcheinbar einfachen,. 4. der Fieſeterdigen, 67- 81, der Fieſel- | thonerdigen, 81-- 108, der Fieſel- talferdigen, 108-- 124, der | Falferdigen, 124-- 144, der baryterdigen, 144, der ſirontianerdi- | gen; 145, der Geſchmack gebenden Salze, 145 B. Beſchreibung | der deutlich gemengten Felsarten, A. derer. 5«."197 Brauneiſenrahm;»“197 Brauneiſenſtein 11107: Braunglaskopf 4,2197 Braunkohle 183; 185 Braunmengkerz+."230 Bratnſpath;- 6,198 Braunſtein. 3 3 224 Bronzit.. 115 Buntkupfererz k 208 XXAU Carneol Cerium: Chalcedon. Chiaſtolitl Chlorit, lätter. Chloriterde Chloritſchiefer Chrom:; Chromeiſenſiein. Chryſopras. Citrin 5 Coleſtin., Columbium Conglomerat Corallengchat TD. ZuOſchiefer Diallage.: Divritſchiefer) tori tefer DUR= Dolomit. 6 E. Eiſen x:) 3 iſen(Cgedieg.). Eiſenblau, Ä Eiſenglanz. 5 Eifen[immer 2 Eiſenkies. „Eiſenfieſel. Eitenniere. 5 Eiſenocker Eiſenrahm. .». Eiſenſand(magnet.>. Eiſenſpiegel Eiſenthon Eiſentitan. Eiſenvitriol: Eklogit, 3 Erbſenſtein.. Erdharz Erdfobolt Erdkohle Erdöl 1] Erdpech|*. Seite FSackelkohle; Fahlerz Faſergyps Saterfalf Faſcrkieſel Faſerkohle Jedererz Neldſpath. Feldſpath, blumigbl. 28 path 8 MARE ß eldſteinporphyr-. 4 ettquarz euerſtein Eun 3l08gyps Flößfalkſtein Flößtrapp Fluß dichter, erdiger?] Flußſpath Fraueneis.. G. Gu pbto agat 3 a... Galmei S| Gekrögſtein Gelbbleierz. Gelberde. 3 Gelbmenaferz Glanzkobalt Glanzkohle. Glagerz R Glaskopf Glagopal.| Glauberſalz N Glimmer.: Glimmerſchiefer.,. Glimmerſchiefer vrmation neiß. Gneißformation. Gold(gedieg.) Granat, Spur Granat, edler, gemeiner Granat, UNSE Granit Granitformation Gp nn 196. 146. 146. 237. Graul Graus (ray'Z graut Gray Braus Ofen "robi Grun Grun Grin 2E Grun Orys Oypt 49€ Ha 81 alba ER DEE iſe NE 3 zeh/D ALE (ws.g hold DEA 901194) God Hons]! Hood Yoni 0" zu "4 M Die Non! honi2t u 8 »""'" 8 AN 1 DIEL: Graubraunſteinerz 3 Grauailtigerz=.: Grauſilber. 4 Grauſpießglanzerz: Zrauwace. s Srauwackeſchiefer Griffelſchiefer Zoobfohle. E Grünbdleierz 4- Hrüneiſenerde.. Grünſtein Grünfßeinſchiefer. Grus. Gyps. S A Sypserde 6.; SONEN Halbopal.: Heliotrop« Z Helvin 3 Hirſeſtein.. s Pbhlenfalffiein: S Hohlſpath. Holz, bitum... Holtasbeſt. Holzkohle(mineral. 3 Mpliie 2> OONINNeM a. u er SEDNBLeNDe, get de Hornblende, baſaltifche Hornblendegeſtein t Hornblendeſchiefer Hels.; ZUN 5 ie ui Zunman Hornſchieter& Hornſtein. Hornſteinporphyr. Hyaeinth ä 4 Hyalith: DE 78 Hydrophan.? T SIHVNDPT+ oiapits . * 2.. G& «I+ Jaspis & 35 l Javpopa. Jdokras Iridium TIſerin I Intim: Kännelkohle. Kalkſalpeter nN Kalkſchiefer d Kalkffinter. 3 Kalkſpath Kalkſtein, körniger Kalkſtein, dichter Kalkſreinhreceie 3 Mlruf=.. Kammkfkies. Kaolin S. Karfunkel. 2 Kieſelgalmei: Kieſelmalachit« Kieſelſchiefer Kieſeltripel. 4 Klingſtcin Kobalt, gediceg. Kobaltbeſchlag Kobaltblüthe Kobaltglanz Kobaltſch warze Kobaltvitriok Koma. Kohlenſandſtein. Kohlenſchiefer Kreide: 5 Kreidegebirg Z Kreide, ſchwarze Kugeljaspis. Kupfer, gedieg.« Kupferblüthe Kupferfahlerz Kupferglas Kupfergrün Kupferkies. Kupferlaſur Kupfernickel Suren eier Kupferſchwarze Kupfervitriol - 00 .. Labrador LaLa 417 215 Lavezſtein j LeVErtIeEL E XXXI Scite 230 247 4.| ne AEI EISE me XXXIV Geite Seite ehm 1. 10054 DMZ 88016> 2 Me Letten.ſ- FEIL MEETET ZIVIL. 9-24 033 Lithographiſcher Stein. 1833 Lydiſcher Stein, G 70 P M. Paltadium. R". 232 Magneſit.. Magneteiſenſand): Magneteiſenſtein Magnetkies Malachit. Mandcelſtein? Mandelſteinſtructur Mangan. Marmor Meerſchaum Menakan. Mennige Mergel s Mergelſchiefer Metalle:- Milch quarz E Mineralkali N Molybdän) 0 p4045 Molybdänkieg Molybdänſäure Moorkohle Moraſterz. Morion 5 S Müllerſches' Glas Murigceit. N. Nagelflue. Nagelkalk Nagyagererz Nanieſterſtein Naphrha Nickel, gedieg. Nickelblüche Nickelocker Nickelſchwärze 'Nickelſpießglanz. igrin 3 2% Obſidian Octaedrit Olwenquarz Hlivm Opal. Papierasbeſt.-: S0 UH 124 Papierkohle 2 6+. 186 200 Pechfohle. y 3 187 208 VeWopAl 1. 2; 14378 196 Vechſtiein *» 209 Pechfreinporphyr) AK ZUE Ä 163 Pechuran. Z p+“ 231 10.49 Pflanzenverfteinerungen„354 224 Pharniakolit: S-„„231 127 Phonolit.:| SEE 124 Phosyhorit. t.. 144 230.-Photieit. 4 8„295 206; Piſtacit.: 2 61ſX Gurs Ghs GhwIn GChary Ge Chora Chi" Chie Chit (GTE Gp Cinf! Chim? Ght Chus Chri: Chnte XXXV Seite Seite Rothbleiert. N:- 206 Seifengebirg. 5 5 | Rotheiſeno>r) 198 Serpentin. 4 E? | Rotheijenrahm“ Siegelerde. s: 3 | MON EUeU NE 1 192 2707 HOI10en): Navien: as M2. Rothgiitigerz. ß. 212 Silberalas A: Rothalaskopf/<>++ 3197 Silberſchwärze: ' Rothkupferez= T. 209 Silbertripel. TEEN | Rothſpießglanzerz REEL SE MATAO 10 1 GEA LER LIE | Rothſtein. UE DIL OSZE ESDDA*; AIT ER Rußkoble. L 8 4188 Spargelſtein 4 2 Rutil.:. T- 229 Gpatheiſenſiein Speckſtein. Z (CR Speerkies. 3 Speiskobalt. Sauleneöleſtin. 5« 145 Ehperoſyderit | Annen HERBIE; Sphärulitkugeln. E55 ESnülpeter“.- 146 GEphen Sammterde SEIE8 a Schalambieletz“ Em 1;%- 179 Gpießglanzmetall Sandſtein...- 167 Spiefßglanzſilber. SEESEN S 3- 69 GSpießglas. 5. Saugſchiefer«12548008 Spiesala80>el Sauſſurit. 3 3- 85 Gprodglagerz>». En Stalaftit. S E Schaumkfkal!l| Stangenfohle. -. Schaumſchiefer>- 12 ZU SIMS: 5 s Schaumjpath Steinkohle...>"4 485. | Scheel l EE 227 DIOR EITEN+=; | Scheelſauere Steinmergel |(Schisfertohle 1208 002080887 1 01 2 dee | Schieferſpath„... 129 Steinſalz. S 2 Schieferthn--- 407 Stinffalt| CIS Schillerfels EEE ROT Be 109 1210 Schillerquarz+++ 69 Strahlfies. 145. Strahlfiein..: | Scillerkein|.+»» 115 SGtrontianerdige Foſſilien 0 | Sumpferz 4 | Schörl! 1 1 0RI6 SS | Schörlartiger Beryll ENGEN) SE: 1 EE | Schriftez===+- 231 Syenitporphyr (STPÜFEALANE 1 EH T143 DWA EE 2.444 10440967 Schuppentalf. 4 981722 T Schwarzbleierz.; 72.2205. SHWar hraunſeinen S- 225 Tafelſchiefer s ERLNGIES | Schwarzeiſenſiein. 712196 DSG ath E Schwarzer| 208 Tal 13 ERBES Schwarzgiltigerz|*" 1 En eitge EN E01 45,308: | Schwarzkohle.;. 186 Talkſchiefer Schwarzmanganetß. 225 Tantal. UPRLIY FPB NENE Ä- 205 Tellur Schwefel.„. 44914 Sh0AUandit Schwefelties.:. 195 Thierverſieinerungen Schwerſpath%|„144 Spon. Schwerſtein 7 5,'229 Thon-: bunter-,. XXXVI Thoneiſenſiein...: 25108 hon, gebrännter i 7 107 SIDIA(Ntefel 4 206 Thonſchieferformation 037 Thonſiein, 5 42102 'Thonſteinporphyr R 2 1) SIG OP 2+. 1 220 Titaneiſen. 231250 IPA Rutil)„il C2:229 5 3.»: 80 Topasfels EE RE 02)050 Topy'ſtein. 2 2 124 Torf: 180 Trachytformation.: 262 Trachytporphyr. 5 161 Träppporphyr. 152 tentolit-=. 3«20:14 Tripel 5 Z 3 SLR) Tungſtein.;.-"229 urmalin,<. 22500 Tutenmergel WERE 27003 U.- Uebergangs- Gebirge. Uebergangsgrünſftein„, N Ucbergangsfkalkſiein„,« 131 WERSEN 1 B Ura S . 230 HENNA) Uranocfer 5..-231 Uranpecherz Urgebirge. Ä e“ 3 637223 US EEE 1216. 4.223700 938 Urgranite 2« 129051238 Urgrünſtein;.. 114 UFAUEIGN 0 20 RaR 127; Urthonſchiefer.. 237. 239 V, Verſteinerungen. 3(SED Veſuvian.; ERETSLEST Vitriolbleierz„,“ 2905 Wacke b Walktererde Waſſerblei. Weißbleicrz Weißerz. Weißgiltigerz E Weißſtein';.. Weißtplvanerz| Weißtellurerz Webßziebtefer Weeſenerz: Wißmuth, gedieg. Wißmuthglanz Wißmmuthocker Wolfram. Wundererde, ſächſ. Y. Vttererde. S Zechſtein. Seſohenſchiefer Siegelett Zinb-.. Zinfglas inkffieſel Zinkocker. Zinkſpath infvitriol Zinn, gedieg... Zinnkies| .* .* 0 2770:%70' 6 innftein; innober 5 irfon Z 3 Zundererz. 5 Berichtigungen. S. 85 3. 13 von oben ſtatt Nanicßer-[l. Nanieſterſtein. 97> 7 voyn unten ſtatt wieder|. wird er?c. 00. 147 an; ſtatt Mtneraglien lieber Felgarten, - 145 Ueberſchrift A. S, 1838 378 v« 11. ſtatt Kokel. Kdks oder K6908. w E.776:"M 9.50.» wie Fig, 65 | Fig. Fig. Fig. Fig. Fig. Fig, Vig. Fig. Fig. Fig. - Fig. Fig. Fig. 11:5 Fig. Fig. Fiz. Fig. 7 FIZ. [S3] Erklärung der Kupfertafel, Das Vierflach,(Tetra&der). S, 14. abcd. Das Achtflach, COctaäder), ebaf, Die 4ſ. Dops pelpyramide, S. 14 und 15. Die 6ſ. Doppelpyramide, die Seitenflächen der einen auf die der andern ſchief aufgeſekt. Die 4ſ. Säule, rechtwinklich, mit 4 Flächen zugeſpißt, die Zuſpißungsflächen auf die Seitenflächen aufgeſetzt. S. 16. Desgleichen, die Zuſpißungeflächen auf die Seitenkanten aufgeſeßt.| Der Würfel, mit abgeſtumpften Een und Kanten. S, 17. Das Rautenflach,(Rhombotder). S. 17. Das Kieszwölſflach,(Pentagon- Dodekaeäder). GS, 17, Das Zwanzigflach,(Ckosacder). GS. 18. Das Vierundzwanzigflach, CLeucitkörper), S, 18, . Schichtung. S. 50. . Kugelige Abſonderung. S. 51. , Plattenformige Abſonderung, S. 51. „ Maſſige Abſonderung. S. 51. . Säulenformige Abſonderung. S. 51. . a. ein untergeordnetes Lager. CEinlagerung.) . Eine kuppenformige Auflagerung. . Eine muldenformige Anlagerung. 19. ig. 20, Stehende und liegende Stöcke. S. 53, Eine ſchildformige Einlagerung. S,. 52, -.=- eren Geaieumgen, mmm md SR az zer erm mi mn zn amn ÄN zn Ne 3 EI ſ| () A S7 a - KEES IHE RH BEHH HN ANKHNKNHGÜHHIRH BERBEN GBRRALREF SRFHUNFINBRLKINSPOFFH | Dresden, gedruckt bei Carl Gottlob Gärtner. WEHESPAKGSHELELSERLLFHHEN EINHER ME RDEFRENRERESEANTEER LENSSEN KRE AN SAR | | | | " TMNT A 7 DP"et(2349[086//1 wal AR„„<-TIYX Me SESQ SSEN> Fe u URN WW>»»X22 ad METER EO Er] 2 a IN 0 EI<<," DD<=I€ Q IN) 4. SEDE drr --> D))7)/'„11 Y CE ESU fa Zu Be AMD. dien E a 53 ul-- 8 1 zZ Z= Z---(] 1? re y W NCHT GIESE EE UNIE ESIS?- zi- zz“= 1,; fem 10 0142: WC ZAR ve. DRT DO RWN AE WIS WZ