————— —— 3—— 2 Univ-Bibi. [Giessen E— — q—— den 4 ua /4 n I8.06 Marſhalls. 2007| Beſ 57 der Landwirthſchaft fin der 3 Eamon mme nmn terne neren rm Wien Graßſhaft Norfolk. Aus dem Engliſchen überſekt von SEE AUEN SEL NEGER 2 REL BESESSEN dem GrafvonPodewikls auf Guſow, Zweyter Theil. Berlin, 1798. Zen Ernunfſf Feli!< [] 5»G.>3 Pz DE. RE (a; - J = | - DB -. 3 =-€ - J - J -? - J -N - ZD aan Ge, Es Zu /=.6( -y es Wr = 3 = Y =(Ut - De 3: 1000 = Y = Wh = WW = RZ 7% R R RE 22 I. IB eigen=-- 1 Arten...----- mu Boden---- 3 Feldeiatheilung----=> Beſtellung- ED- 4 Zweyjährige Brache E Z RE Einjährige Brache=- IQ Nacty Erbſen---. Nach eingeerntetem Buchweizen- emma Nach grün und UNLESS Buchweißen HH Nac< Sommerbrache- I2 Nach Rüben--- 13 Dünger- rt- IS: Säen-- G„ 34 Walze----- 42 Einfall- ES 8 7 43- Bedeckung der Saat„.- 44 Zubereitung des-Bodens=--= 46 Wieten---„> AOT 47: Abhüten-“-> 48 Wirkung des Berberis=- 5 43 Zeit der Ernte-----H FS Art zu ernten== wein,--- 1 kr HE 12 71 DM 109 EI(DPOOLEN KEY WOHIN 8 177) BBA cUO(EU 687 172295) WE 004 1984 1573 28 UF| “<< Mähen Aehrenleſen Aufbewahrung; Stoppeln Geſchäfte auf dem Hofe Abſalßz= Gewicht TGerſte= Arten= Boden- Feldeintheilung Beſtellung nach-Weitzen Nach Rüben Nach Gerſte auf Brache- Düngen Saatzeit Zubereitung der-Saat Säeart Einfall- + «4 - - Bedeckung der Saat u. Zubereitung des Bodens 78 Erntezeit Abbringen Art zu tronen Einſeßen Einfahren Abſaß-- . Hafer-- Gattung Boden- Feldeintheilung Beſtellung Säen-- Saatzeit Einfall . Erbſen= . Wicken - Buchweißen. es .->»> RERE 3 15424 1855 178.189, 190931 1RSEZ RS 131[EI Ben 4 EP-OS RZ A<< BARR I ZI <>» ard SSS ADI R AE IE 9 M als 11 WO SBG WDaW2 7 1m e2 c> 2 25 | 2Z „40. R“. SEE. RETHOR2*>; zt Pag. Arten“=-“=-= Boden=>--=: Feldeintheilung=--== Beſteliung-< 5 91 Säen-- EE u?+ Einfall--- Z= Arbeiten bis zur Ernte 50--- Unterpflügen>.= i- 92 Ernte--=-= a Geſchäfte auf dem Hofe--= Abſaß-- 2 H EE . Wau--= N 5 Hopfen- 3: Z - Rüben-.-=--- Arten--=-“ 96 Gemeine Weiße-- 2= Jiothköpfige-=.-= Grünköpfige--- 97 Wülſttge=--..- Boden==--: 98 Feldeintheilung=-- 99 Beſtellung, erſte Pflugart--==. Zweyte Pflugart--- 100 Dritte Pflugart=-- 10! Vierte Pflugart-=---- Düngung-=- 103 Zeit des Säens--- 105 Zubereitung der Saat-= 106 Säeart---- 107 Einfall'----== Bedeckung der Saat I- 108 Arbeiten bis zur Ernte---- Zeit des Behackens-- 109 Entfernung--.- I10 Zweytes Behacken 2 428,08 106Y Länge der Ha>e-- 5 119 Preis“-“-- I 20 VI Krankhelten Raupen- Fäule-- Weibliche Fliege Männliche Fliege Raupe- Z Verwendung der Rüben Saamenziehen.= Zeit des Verpflanzens Wahl der Pflanzen Boden und Lage- Art des Pflanzens Arbeiten bis zur Ernte Berkauf= Verfuttern- Ernte-- Wegfahren- Futterung- -- auf dem Felde -- auf dem Hofe -- in Ställen Ausziehen und ſtreuen [] 4 Halb Einfahren und halb ſtreuen Das Aufbewahren . Künſtliche Grasländer Gattungen- Boden.-- Feldeintheilung..- Beſiellung der Saatzelt Zubereitung der Saat Art zu ſäen- Einfall-= Bedeckung der Saat Arbeiten bis zur. Ernte Nußung dep einjährigen Kleehau- Saamen= E Nußkung der zweyjährigen Brache S. 10. Natürliche Grasländer --= Hütangen vam Wieſen- Pachtzins Ertrag- Verbeſſerungen Ameiſenhaufen Düngen Brücher Gragarten Gowürme Wetdevieh Hirten- Schöpfmühlen Sümpfe ZUE Sandſchilfhorſten Dünen- . Rindvieh Art- Kühe- Käſe.- gab(Rennet) Gerinnen der Milch Weicher Käſe Behandlung des Käſes Made(Maggot) Beſchaffenheit der Käſe Butter= Melken Aufbewahren der Milch Aufbewahren der Sahne Buttern Das Waſchen und Salzen - [] Das Einlegen der Butter- Jungvieh -. VLIL | Pag === Kälber==„---| .-“ Anzahl- 2= e 357| = Zeit<===-== -- Caſttiren-„= 358 --“ Behändlung„> ie 557| -» Preis==-- 361| -- Einjährige(Buds)-. 372| S2 52 ZW 0DjAnriOge=-„ 373| -- Behandlung des Standviehes„ 374| -. Fettvieh(Bulloks). ä 376| 1., j == Gatfung- ie& 378| -=“ Galloway--% 379| jz --“ Niederung--- 20[7% 4 ZZ Hochland 2| ü 5| Juyfte = Snuſel Sky--< 382| 1) -= Art es anzuſchäffen-- 356 wfpl = Anfauf des einheimiſchen Viehes. 387 AUM = Anfauf des ſchottiſchen Viehes 5 389 3) > Die Art das Vieh fett zu machen= 396 N == Verhältniß--===:| y RENI EE--“ NE| EE LAIT I IDEN G. 397 -- Märkte für Fettvieh- 8 ATA, --“- Ertrag--- I 432 6. 12. Schafe-“ 4 433 -- Art-- Z 0 434 -- Scafmarkt zu Cawſton-> 440 1. Zw Spritigzeil 5== E 445" --= Lammen 22- 3 446|; S. 13. Schweine-- 4 452„mw IEEE BAI EG:: 7 453 y ' OI: Mäſten. NE jc) 4 5 vi 6. 14. Federvieh& 4 b 457 why 3 GS. I5. Kaninchen“ S| 459 1,7 S. 16. Bietien] 2. 463 4 S: I7. Entenfang-''. n 466 NM | 03 Dat GE Un eine ſyſtematiſche Ueberſicht des Wei- ßenbaues zu geben, müſie man“ auf folgende Punkte Rückſicht nehmen. x.) Die Arten, welche in Norfolf om gewöhnlichſten gebauet- werden, 2). Der Bodeni« 3) Die Feldeintheilungs „“'4) Die Beſtellung» 5) Das Düngen: 6) Das Säen, „.) Die Arbeiten bis-zur Ernte; 8): Die Erntegeſchäfte. 9): Die Geſchäfte auf dem Hofe, 10) Der Abſaß. Die häufigſte in der Gegend, iſt der ſeit langer Zeit bieſelbſt gebauete Norfolkſche r'o- the Weißen. Man. behauptet ,--er wiege ſchwerer als andere Arten, die man-hier ver» ſucht hat, obgleich ſein änßeres Anſehen da- . . A Weißen. Arten, TS STEHEN merdingen wum m auumrgg * .. gegen zu ſtreiken ſcheint. Er hat ein lange dünnes Korn, das mehr Aehnlichfeit mit Roggen, als mit gut geförnten Weißen hat. Cine andere ſeit kurzem auch ziemlich be- liebte Art iſt der Kentiſche weißhülſigte. Sein Korn iſt di> und roth, die Hülſe weiß. Er hat viel Aehnlichfeit mit dem ſammetar- tigen Weißen(velvet wheat) von Surrey und Kent. Man behauptet, er habe einen ſtärfern Wuchs, als der Norfolkſche rothe, und die Müller fangen ſchon an, ihn gut zu finden, ob ſie gleich vor ungefähr 15 bis 20 Jahren, als man ihn zuerſt verſuchte, ſehr dawider waren, oder es wenigſtens vorgaben. Man will jedoch- bey dieſer Gateung, wenn ſie wiederholentlich in Norfolk. geſäet-' wird, etwas ſonderbares bemerkt haben. Wenn gleich die Hülſe das erſtemal vollkommen. weiß iſt" und man ſie ſorgfaltig von der rothhül- ſigten Art getrennt hält, verliert ſie doch nach öftern Säen jährlich an der Schön- heit ihrer Hülſe. Erſt wird ſie bunt, und zuleßt hellroth, ganz wie die Norfolkſche. Ich habe ſie in. ihrem bunten Zuſtande geſehen, und Leute von Erfahrung verſicherten, daß dieſes nicht verhütet würde, wenn er auch ZE SEHRAREN RE 4 ECO SRE =. > ba - SÄZ 22 . noch ſo ſorgfaltig von deni Rothhülſigten ge: trennt bliebe. Iſt dieſes äusgemacht, ſo giebt es einent deutlichen Beweis von der Kraft des Bo- dens und Clima's dagsjenige hervorzubringen, was die Botanifer im Pflanzenreich Abartet nennen. Hier. ſowohl als in allen andern Gegen- deit, ſaet man Weißen faſt in jedem Boden: Do haben die hieſigen Wirthe ſchon oft die Erfahrung gemacht, daß eine recht gute Gerſt- vder Haſerernte ihnen mehr bringe, als eine mittelmäßige Weigenernte. Im nördlichen und mittlern Theil dieſer Gegend ſind einige Güter, die ſehr leichte - Boden, und daher. den Namen Gerſtländer haben. Hier ſind die Pächter vorſichtig ge- nug, nur ſehr wenig Weißen zu bauen, Im ſüdlichen und ſüdöſtlichen Theil über haupt aber iſt der Boden ſtrenger und ergie- biger, zunt Weißenbau alſo ſehr paſſend. Nach dem gewöhnlichen» Wirthſchafts- ſyſtem wird der Weißen ſtets in zweyjährige Brache geſäet. J< habe ſchon bemerkt, daß die.Wirthe von dieſer Feldeintheilung öfters abweichen. Sie ſäen den Weißen bisweilent 9 2 Feldeitt theiluyig; Beſtellung 4 in einjährige Brache, bisweilen nach Erbſen, oder Buchweißen, der entweder eingeerntet, oder grün untergepflügt wird, auc) nach Ru- ben, oder Gerſte, Maa Fann indeſſen dreiſt behaupten, daß 3 vielleicht 525 des Weißens, der hier gebaut wird, in zweyjährige Brache kommt, Die Beſtellung richtet ſich nach der Be- ſchaffenheit des Bodens, der vorigen Frucht, den Umſtänden und der Beurtheilung des Wirths,; Gewöhnlich wird die zweyjährige Brache "im Sommer aufgeriſſen und zweyfährig beſtel- letz iſt aber die Weide knapp, nur einfährig, beſonders, wenn er gepflanzt wird, Bey dem Säen aus der Hand erlaubt weder die Strenge des Norfolkſchen Bodens, einige wenige Stel- len ausgenommen, noch der Bau. des dortigen Pfluges das in andern Gegenden Englands mit vielem Nußen. eingeführte Säen auf einer Fabre. Die beyde Pflugarten werden auf ver- ſchiedene Art gegeben. Einige Wirche pflü- gen das' erſtemal ſehr flac, und werfen, die Erde auf den ungepflügten Grund, Sobald R die Fahre geſto>t: iſt, egen ſie queer über die Furchen, und fahren Miſt darauf; das leßtemal pflügen ſie die volle Tiefe, legen den Acer in breite Beete, und ſäen oben auf, Dies hält man indeſſen, wie es bey dem Weißen auch wirklich der Fall iſt, für ſehr unwirthſchaftlich. Andere Wirthe pflügen das Erſtemal flach, das Zweytemal-am-tiefſten, und das Drittemal weniger tief, womit ſie zugleich die Saat unterpflügen. Zwiſchen je- dem Pflügen wird geeget. Der Miſt wird in dieſem Fall auf der zweyten Fahre nach vem Egen gefahren, und mit der Saat zu- gleich untergepflügt. Die Verfahrungsgart der beſten Wirche in dieſer Gegend iſt indeſſen folgende: Sobald ihr Vieh auf der zweyjährigen Brache fett iſt, ihr Sctandvieh und Pferde durch die erſte Hälfte des Sommers gebracht, und die einjährige Brache abgemähet iſt, ſo daß ſie das Stand- vieh darauf treiben können, fangen ſie an, die zweyjährige Brache ſo flach als möglich auf obenerwähnte Art mit regelmäßigen Fur- te die erſte, und der ſchlechteſte die Mittelfahre pflügen« BVWBigsweilen wird die erſte Fahre durch die zweytfe zum Theil wieder zugewor- fen, indem man das äußerſte Pferd darin zurückgehen läßt, bisweilen läßt man ſie auch ganz offen, indem man das äußerſte Pferd daneben gehen läßt. Im leßtern Fall wer- den die Furchen weiter und tiefer; im erſtern wird der Boden beſſer durcheinander gearbei- tet, und die Saat ſelbſt mehr augeinander gebracht, Der leßte Pflüger, welcher die Fahre auftreibt, ſpannt ſeine Pferde ſo, daß jedes neben der Furche gehen muß, während fr er und der Pflug allein in derſelben bleibet, 8 Hiedurcer, und fällt leiht in die Furchen 3 je weniger alſo Zwiſchenfurchen ſeyn, deſto weniger Scha- den. können ſieen, ſo hält der Pflüger mit dem Pflanzer Schritt; die Löcher bleiben ſonſt nicht offenz der Sand lauft hinein und füllt ſie wieder. Die Fahren ſollten x0 Zoll breit, flach und eben gemacht, und damit ſie glatt und feſt bleiben, der Boden vor dem Pflü- gen gewalzt werden. Der Pflanzſtock iſt von Eiſen. Er hat unten eine eyförmige Spiße von Stahl oder Eiſen, die etwas größer als ein Taubeney iſt, Er geht unten ſpiß zu, und hat einen eiſernen Stiehl, ungefähr x Zoll im Quadrate di>, und 25 Fuß lang. Oben darauf iſt ein Queerholz, wie die Krücke auf einem Spaten, welches die Hand»- habe bildet, Ein Pflanzer braucht zwey ſolcher Pflanz- ſtöcfe; in jeder Hand einen. Er arbeitet da- nit, indem er darauf gelehnt in der Fahre rückwärts gehet, In jeder Fahre macht er 39 zwey Reihen Löcher 3 die Reihen ſtehen 4 Zoll augeinander, und die Löcher 25 bis 3 Zoll; ſo daß auf jeden Fuß 4 Löcher rreſſen. Es erfordert einige Kunſt, die Löcher am Rande glatt und feſt zu machen, damit die loſe Erde nicht hineinfaällt, ehe die Saak darin iſt. Man bewirkt es durch eine zirkel- förmige Bewegung der Hand und des Ge- lenfs, die bey jedem Stoß einen halben Zir- kel macht. Dieſe Zirkelförmige Bewegung fängt an, ſo wie der Pflanzſto> hineinge- ſtoßen wird, und dauert ſo lange bis feine" loſe Erde mehr im Lohe iſt, Der Pflanz- ſio> muß rein und blanf wieder herausfom- men, oder die Arbeit iſt nicht gehörig geſche- hen. Einige Schwierigkeit verurſacht noch die gleiche Entfernung der Löcher voneinander, und vorzüglich die beyden Reihen in einer Rich- kung parallel zu halten. Die beyden Pflanz- ſtöcke ſind zwey beſondere Inſtrumente; es er- fordert alſo eine gewiße Uebung, ſie mit Ge- nauigfeit gleichformig zu führen, und die Furchen immer in der gehörigen Richtung zu durchlöchern. Um dieſes zu verhindern, hat man verſucht, die beyden Pflanzſtöcke durch ein angebrachtes Band immer in derſelben en 4 8 3 fen, "cher amt (bel 31 Entfernung von einander zu halten. Dies macht aber das Werkzeug zu künſtlich, und hindert Anfänger ſie einzeln brauchen zu kön- nen. Ein Mann müßte ſehr ungeſchickt ſeyn, wenn er nicht in einigen Tagen,. auch ohne dieſes, es im Pflanzen zu einer gewiſſen Fer- tigfeit bringen wollte. Ein mittelmäßiger Arbeiter kann in einer Sekunde 2 Gänge oder 4 Löcher machen. Ein Pflanzer beſchäftigt 3 Einwerfer, daher machen ein Mann und 3 Kinder ge- rade einen Saß. Jeder Pflanzer nimmt 3 Fahren, und zwar folgendermaßen. Erſt nimmt er die eine äußerſte Fahre, wenn er hierin einige Fuß lang die Löcher geſteckt har, nimmt er die andere äußerſte von' den 3 Fahren, und endigt mit der Mittelfahre. Dieſes geſchieht, um die 3 Einwerfer in Ar- beit zu erhalten, und vorzüglich zu verhindern, daß ſie mit ihren Füßen die Löcher nicht ver« ſcharren, ehe die Saat hineingethan iſt. Bliebe der Pflanzer immer in einer Fahre, ſd würden die Einwerfer einer vor dem andern vorbeygehen, und 3mal über die Fähre weglaufen müſſen. Dagegen ſie bey | | | | j / [] Preis, A? dr (53 der obigen Einrichtung einzeln vorwärtsgehen, und jedes Kind ſeine eigene Fahre hak, Die Einwerfer halten gleichen. Schritt mit dem, welcher die Lößer macht, Ju jedes Loch werfen ſie 2. oder 3 Körner Weißen, bey Erbſen jedoch nur eine; die Mädchen nehmen die Saat in die Schürze, die Jun- gens in ihren Hüthen oder andern Behälkt- niſſen. Hieraus nehmen ſie jedesmal unge- fahr eine halbe Handvoll, und laſſen die Körner durch eine Oeffnuug, die ſie zwiſchen dem Zeige und Mittelfinger maßen, in die Löcher fallen. Cs gehört viel Zeit und Ge- dul u: ein Kind ſo weit zu unterrichten, daß es dies kleine Geſchaft geſchwind und mi DI verrichte. Der gegenwärtige Preis des Pflanzers auf ebenem leichten Boden iſt 9 Sch. Acer(x NRthlr. 18: Gr. 9 Pf. p. Morg. und.Bier. Ehedem war er eine halbe Guinee.(2 Rthlr. 2 Gr. p. Morg.) Iſt der Boden ſtrenge und ſteinig, ſo iſt auch dies noch: zu wenig. Der Pflanzer iſt allemal das Haupt eines Saßes. Wenn er keine ei- gene Kinder hat, miethet er ſich Einwerfer, und giebt ihnen, wenn ſie der Arbeit ſchon fun- (mme (agli Ein lind| eber (we WR vyß 23 33 Fundig. ſind täglich 6. Pence(3 Gr. 9 Pf.)z lernen ſie aber: erſt,;yuur halb ſo viel. In die- ſem 3 Fall werfen, auf..jede Fahre zwey einz jeder nimmt. eine. Reihe. Löcher, ſo. daß er immer für das, Einwerfen in einer Reihe täglim 3. Pence bezahlt(x. Gr. 10x. Pf). Ein geſchickter Pflanzer bearbeitet täglich Z Acre.(3 Morgen). a 9. Schillinge, macht täglich 4 Sch. 6-P.. x Rchlr. 9 Gr, 9 Pf, Hiervon be- zahlt er den Einwerfern. 1.==. 6-=== 11.== 3== Bleiben ihm 3 Sch.- P.- Rchlr. 22 Gr. 6Pf. X Acre,(5 Morgen).-. iſt ein mäßiges Tage- werk; zu 9. Schillinge p. Acre gerechnet, be- trägt täglich 3 Sch,«= P.= Rehlr. 22 Gr. 6Pf, Hiervon be- zahlt er den Cinwerfern 1== 6=«*== it== 3== Und behält Veberſchuß 1 Sch. 6 P,= Nehlr, xx Gr. 3 Pf.. Der Einfall iſt 1 bis 1x Buſhel p. Acre(6 bis. 10 Mz. P+ Morg.) Reißen die Fahren zu ſehr auf, ſo faen einige vor dem Feſtwalzen. 3 bis x Peck. p. Acre(1 bis 2. Mz. p. Morgen) nach.. DO Vortheil. Das Bedecken der Saat geſchieht ge- wöhnlich durch zweymalißes Ueberziehen mit einer Strauchege, die von einer alten Gar- töenchüre oder einer großen Horte, worin Strauch eingeflochten,. gemacht wird. Herr Barnard behauptet und mit Recht, daß beyde zu groß ſind. In einem ſo weiten Raum, als dieſe einnehmen, müſſen verſchiedene Er- höhungen und niedrige Stellen vorfommen, die eine durchaus gleiche Wirkung der Ege verhin- dern. Er zieht eine gewöhnliche Wagenleiter vor, die nicht mehr als 4 öder 5 Fahren mik einem Mahle einnimmt. Die leste Hand giebt er ſelbſt, wenn er nach ſeinen Arbeitsleuten ſie- het mit einer Art von Strauchbeſen, womit er die etwa offen gebliebenen Löcher zuſcharrt. Bey dem Pflanzen erſpart man an der Saat ungefähr 1x Buſhel p. Acre.(10 Mz. P+ Morgen) welches, wenn der Weißen 6 Schillinge( 2 Nehlr. 20 Gr. 6 Pf. p- Schfl.) oder dorüber gilt, allein die Koſten des. Pflan- zens. a 9- Schillinge p+ Acre,(4x. Nthlr, 38 Gr. 9.Pf. p+ Morgen) erſeßt. Dem leichten Boden dieſes Landes hält man das Walzen und Feſttreten ſehr zuträglich. vl (eſe! ju! Wmf! nod€ doppd (0101 deſſen mehr ſog werde Nn yn we) un ſhe u fw länger is halt: verlier "et dem Waid | bein f qt: t nit Gar- vori Here ende aum, Et: , die rhin- leitet wit giebt n ſie omit apf, der Mz: y6 pfl.) flan- „18 half lid: 5) Die Erhöhungen der Furchen werden dadurch beſſer mit einander verbunden, und die übrigblei- bende Riße durch die Ege ausgefülltz alſo das Unkraut völlig: zerſtöret. Gehet im Frühjahr ja noch etwas auf, ſo hat. die Hacke zwiſchen den doppelten Reihen vollfommen Plaß« es auszu- rotten.- Cine Arbeit, die wie ich glaube in- deſjen ſelten nöthig iſt. Da die Saat. mit mehrerer Gleichheit in die Erde gebracht iſt, ſo gehen alle Körner zugleich auf, die Pflanzen werden'gleim ſtar?; und es bleibt.-feine zurücf. Das Stroh. wird naturlich. ſtärker, und: die Körner mehr gleich als bey dem ge- wöhnlichen Säen aus der Hand in dier.oſſnen Fahren. Hier“ fällt ein Theil der Saat; zwi- ſchen die Furchen, und wird von der. Ege zu tief verſchütter; die jungen Keime brauchen länger Zeit, ehe ſie die Oberfläche erreichen, als: wenn ſie nicht: ſo tief liegen. Leßktere erhalten dadurch ein Uebergewicht ,. das ſie nie verlieren; daher entſtehen eine Menge ſchwa- der Pflanzen, und Fleiner zuſammenge- ſchrumpfter Körner, welche das Ganze unat- ſehnlich machen, und den Verkauf erſchweren. Eine andere gute Folge verdient noch bemerkt zu werdenz:,;nehtilich der Verdienſt C» 36 welchen die Armen dadurch haben. Dieſer iſt in moraliſcher, politiſcher oder privat Rückſicht betrachtet, immer gleich nüßlich. Die Armentaren auf dem Lande fallen vorzüglim dem Pächter zur Laſt. Giebt er den Armen olſo kein Verdienſt, ſo muß er ihren Müßiggang ſelbſt übertragen, vorzüglich findet dieſes bey den Kindern ſtatt. Herr Barnard verſicherte mich, daß in oberwähnter Gegend die Weißenſaatzeit vor den Armen, als eine zweyte Ernte angeſehen wird. Herr Smith im Heavingham iſt in Anſehung des Vortheils des Weißenpflanzens anderer Meynung. Er behauptet, daß er ſchon jährlich s bis 10 Acres bepflanzt, und die Löcher je» desmahl ſo nahe aneinander gemacht als es geſchehen konnte, ohne daß der Weißen zu di>k ſtand, und eine Pflanze die andere verdrängte. Der Einfall war p. Acre 2 Buſhel(13 Mz; p» Morg.) und die Koſten 12 bis 14 Schillinge?. (2 Rehlr. 9 Gr. bis 2 Rchlr. 18 Gr. 6 Pf. p- Morg.) Er glaubt, daß gepflanzter Weißen das Land unrein macht; beſonders wenn er nicht ſehr di> ſtehet, und giebt den guten Grund an, daß: wo das Getreide duün- ner ſtehet, das Unkraut deſto ſtärker ſey« ſer if iſcht fallen bt er ß er iglich 0ß in r Den wird. hung derer hrlich er 8 ves did nate. ih, Ps ling?. 6,456 anzter nders € den dy x fj S5 Er behaupfket ferner, daß unter gepflanztem Weißen mehr Gras wächſet, als unter den aus der Hand in offne Fahren einfährig ge- ſaäeten, und daß er das erſte Jahr dennoch gewöhnlich, ſtatt nach der dort eingeführten Feldeintheilung Gerſte, jeßt Rüben ſäen mußte. Er giebt jedoch zu, daß das Stroh vom gepflanzten Weißen ſtärfer, und das Korn gleicher und von beſſerer Eigenſchaft ſey, als von dem aus der Hand geſäeten; das Land ſey auch noch ſo gut bearbeitet. Herr John Baker aus Southreps, ein einſichtsvoller und erfahrner Wirch, hat vom Weißenpflanzen eine ſo geringe Meinung, daß er es nicht einmal eines Verſuchs im flei- nen gewürdigt hat. Seine Haupteinwendung war, daß in dieſer Gegend, wo der Boden flach, und die 2jährige Brache ſehr bewach- ſen iſt, der Weißen überhaupt nicht DIEN beſtellt werden ſollte, Jemand anders hatte es ebenfalls 2 bis 3 mal verſucht; den erſten Verſuch machte er auf einem Stü von] gutem Boden, wo er- ungefahr 3. Buſhel p. Acre(5 Mz. P+ Morgen) brachte. Das Getreide geriech Q 3 gut, und ſtand noch aufrecht, als ſich faſt aller Weißen in der Gegend gelagert hatte. Den andern machte er auf leichtem und ho- hem Boden; er fand ihn größtentheils zu dünne, und befam nicht die Hälfte des ſonſt gewöhnlichen Gewinnſtes. Aus allen dieſen Nachrichten ſcheint her- vorzugehen, daß das Weißenpflanzen nur auf tiefen und ergiebigen Boden paſſend ſey, Wenn man bier 3 bis 4 Pe. auf den Acre(5 bis 6* Mz. p- Morgen) pflanzt, und zwar früh, ſo breitet er ſich hinreichend, um hiernächſt eine güte Erndce zu geben. Dagegen leichter ſchlechter und flacher Boden, der 2 oder 3 Jahr gelegen hat, und. ſchr verwachſen iſt, mehr Saat und alſo auch mehr Arbeit erfordert, um jenem gleich zu Fommen, weil ſonſt zu viel Unkraut dazwi- ſchen wächſet, wodurch das- Getreide leidet, und der Boden unrein wird. Das Einwerfen der Saat in die Löcher iſt der ſchwierigſte Theil dieſes Geſchäfts, und es ſcheint nicht vortheilhaft mit Weißen den' Anfang zu machen. Die Weißenkörner ſind klein und irregular, es wird alſo dem 39 faßt Anfänger ſchwer, ſie in der Hand zu theilen, ate, Erbſen dagegen ſind größer, rund und glatt, ho- laſſen ſich beſſer fühlen und in der Hand Ww theilen, um die nöthige Anzahl in die Löcher onſt zu werfen, Es ſcheint ferner unrecht, Kinder auf. dem Felde zu brauchen, ehe ſie dieſes Ge- jet: af ſchäft zu Hauſe völlig erlernt haben, weil fe ſie die Saak ſonſt unnüß verſchwenden, und dn das Feld ein übles Anſchn bekömmt. it Aus derſelben Urſach ſcheint es gut, nd, daß ein angehender Pflanzer ſich in Brache en, oder andern friſch gepflügtem Grunde, der den, nicht zum Pflanzen beſtimmt iſt, übe, ehe „ht man ihn auf dem Felde zur wirkfli<ßen Arbeit uch braucht. zu Kürzlich ritt ich na, wo. ich mit den verſchiedenen Düngarten den im 1ſten Th. S. 69) 1.170. beſchriebenen. Verſuch gemacht hatte. Ein“ Theil wurde nach der Gewohnheit der dortigen Gegend untergepflügt, und das Struck in ſchmale Beete gelegt, ein Theil nach dem leßten Pflügen geſaet, und unfergeeget, und “ein Theil mit dem Säepflug des Herrn Duketek beſtellt, der nach meiner praktiſchen Kenntniß mir' für"den Norfolkſchen Boden ganz. paſ- ſend ſchien. . Ich ſäete quer: über den- Dünger; ſo daß“ beyde: Verſuche ſehr beſtimmt waren, und der Erfolg klar und entſcheidend“ſeyn muſte, Geſäet wurde den 31. Oktober, Doch war der Erfolg des leßtern Ver- ſuchs nicht ſo auffallend, als:der des erſtern, Der in die offenen Fahren geſäete«und blos eingeegete Weißen wav offenbar der ſchlech teſte; indeſſen wenn: man. das Untergepflügte mit dem mit dem Säaepflug beſtelltem- glich, ſah man feinen großen Unterſchied, Wären die Löcher des Säuepflugs ſtatt 12 Zoll; 9 Zoll augeinander geweſen, ſo Zuberei- tung des Dodens, 46 würde nach meiner Meynung dev leßtere den Vorzug gehabt haben; Dieſer Verſuch" ſcheint indeſſen zu beweiſen, daß. man von dem Sae- pflug nicht hinreichenden“Vortheil- erwarten Fönne„“um einer Veränderung in der.:: Ge- wohnheit dieſer Gegend werth zu ſeyn. Im„Frühjahr 1781“ machte» ich einen Verſuch, mir dieſem Inſtrumente Erbſen und Gerſte"zu pflanzen.“ Den"Sommer über, ſchien. das“ damit beſtellte. Getreide beſſer zu ſeynz“>doc<“ bey der"Erndre war es zweifel» haft„::ob- dieſer oder der! gewöhnliche Pflug den Vorzug hatte. Obgleich einige ſehr gute Wirthe:aus der Nachbarſchaft: dieſe verſchie- denen Werſuche: ſahen; und ſehr genau“ beob- achteten ſo bemerkte ich doch nicht, daß de- ren Erfolg nur einen davon genug auffiel, um dadurch“ veränlaßt zu: werden, von ſeiner= berigen Gewohnheit„abzugehen. Deſſen: ungeachtet bin ich der Meynung, daß dies* Inſtrument weitere Verſuche. ver- dient."Jn. dieſer Gegend“ſcheint es noch: für Gerſte am meiſten zu paſſen. Die Unterlage iſt in Norfolk eWähhls ſehr-einſaugender Natur. weshalb.. Waſſer- ſurchen: öfters 7ynnörhig, ſind. Wo.! indeſſen 17 dieſe Unterlags'“aus" Ziegelerde'beſtehet, wel- -fand in derſelben Richtung einen großen Berberisſtrauch.: Nach ſeiner Beſchreibung dehnte ſich der Brand von hier an quer durch das Weißenfeld, und wurde je weiter er ſich“ von: ſeinem Urſprunge entfernte, je breiter und» ſchwächer, gleich dem Schweif eines Kometen. Die'Wiv- D 50 fung hatte ſich auf eine größere Entfernung ausgedehnt,, als er vorher“ bemerkt hatte. Dies ſchrieb er einer Oeffnung im Baumgar- ten hinter dem Strauch zu, die dem Winde einen größern Zug geſtattet hatte. IH hörte ihn in ſeiner Beſchreibung aufmerkſam zu, und da ich wußte, daß er auf jeden fleinen Umſtand genau merkte, fragte ich ihn,'aus“ wel<ßem Grunde dieſes dem Weißen ſchaden könne? Aus folgendem antwortete er: Der Berberis und der Weißen blühen zu einer Zeitz der Blüchenſtaub des Berberis:wird vom Winde auf die'Blüthen des Weißens geworfen. Für dieſen iſt fer Gift, und verurſacht den Brand. Dieſes, geſtehe ich, ſchwächte meinen Un- glauben. Kann der Staub der Pflanzen auf eine gewiſſe Entfernung geworfen werden, und in dieſer eine fruchtbarmachende Eigen-| ſchaft auf ſeine eigene Gattung behalten, ha- ben ferner einige Pflanzen, heilſame, andere giftige Eigenſchaften, warum ſollte nicht der Staub einer Pflanze eine beträchtliche Ent- fernung: geworfen werden können, und dort für eine:Pflanze von anderer Gattung, giftige Eigenſchaften haben? Obiges iſt indeſſen wohl tern € hatte, umgar- Winde eibung aß er nerfte, dieſes endem eißen des üthen ſt Fer 5! nicht ganz der Fall, denn ich habe nachher bemerkt, daß der Berberis ſchon einige Wo- . Mit einiger Schwierigkeit ging er hinein, und fand dort wirklich einen« Er ſchrieb den Brand beſtimmt dieſem Strauch zu. D 2? ee GES ZZ arion nein im banden Bien ZS IESE Herr William Gibbs von Rowtkon ex- zählte mir ebenfalls, daß er“ auf einem ſeiner Weißenfelder viel- Brand habe, und glaubte, daß es von einigen einzelnen Berberisſträu- Hern Herrührte, die in der benachbarten Hecke; welche leinige Jahr vorher davon ge- reinigt war, übrig geblieben waren."Ich ging ſelbſt hin, um mir den Fle. anzuſehen, und fand wirklich ganz nahe dabey 3 kleine Sträucher, wovon der eine ganz voll Beeren hing; das Stroh des Weißens war ſchwarz, und das"Korn, wenn man es noc ſo nen- nen fann, eine bloße Hülſe voller Kleye, dagegen das übrige auf dem Stück ganz vortreflich ſtand. Dieſe Uinſtände ſcheinen zwar viel für ſiH zu"haben, doch ſind ſie nach meiner Meynung noch fein vollkommner Beweis. Um mich von der Wahrheit dieſer Mey. nung völlig zu überzeugen, pflanzte ich int Februar oder März 1782 ſelbſt einen kleinen Berberisſtrauch mitten auf ein großes Stück Weißen. I beiſammen ſieht, über- trieben. Es ſind mehrentheils ſtarke, geſunde junge Weiber, welche beſſer thun würden, das Getreide, wie in: andern Gegenden, ein- ernten zu helfen. Einige Wirthe erlauben die- ſen Leuten ſogar den Erntern unmittelbar zu folgen. Im Allgemeinen dürfen ſie indeſſen doch nicht eher auf ein Feld kommen, als bis alles Getreide herunter iſt. Ehedem brachte man den Weißen nur Aufbewah yng«. in Scheunen, deren es in dieſer Gegend überflüßig giebt. Ein Weißenſchober war ein Phenomen. Seit einigen Jahren ſekt man ſie ſäulenförmig, und jeßt ſind ſie gar nichts ungewöhnliches mehr. Ungeachtet die Weißenſtoppeln ſehr Stoppeln, lang ſind, ſo werden ſie doch ſelten abgemäht, und zu Streu in den Ställen gebraucht. Ge- wöhnlich futtert man darauf Vieh mit Rü- ben, und wenn dieſes ſie niedergetreten haf, werden ſie mittelſt der Egen auf einen Hau- fen gezogen, und auf die Viehhöfe gefahren,- um dieſe damit zu ſtreuen. Nachdem, was ſchon m. TH.- FOL 371 Geſchäfte von dieſem Gegenſtande geſagt iſt, bleibt hier 25% wenig“ nachzuholen übrig.- 60 Weißenſtroh hat in Norfolf wenigern Werth, als an den mehrſten andern Orten. Man ſchreibt dies dem vielen Nohr zu, daß man gewöhnlich zum Deen braucht, und aus eben der Urſach wendet. man hier beym Drö- ſchen. weniger Sorgfalt auf das Stroh, als in der Nachbarſchaft um London, wo es als Streuſtroh verfauft wird, oder in. andern Ge- * genden, wo man allgemein damit deckt. Abſaß, Selbſt an den Orten wo es zum Deen ge- braucht wird, legen es die Dröſcher nicht or- dentlim, und miſchen bey dem Aufbinden Jeh- ven und Boltenden durcheinander, da es unter den Deckern allgemein gebräuchlich iſt, das Stroh von friſchem aufzubinden, und ge- rade zu legen. Es iſt dieſes Gegenſtandes ebenfalls ſchon im 1. Th. 6. 24. Erwähnung geſchehen, und wird daher hinreichend ſeyn, hier noch hinzu- zufügen, daß Norfolk einen Ueberfluß an Ge- treidemühlen hat. Die viele kleinen Flüſſe, geben eine bequeme Gelegenheit zu Waſſer- mühlen. Deſſen ungeachtet findet man eine große Anzahl Windmühlen. Einige darunter ſind ganz vorzüglich ſchön und koſtbar. Man ſagte, daß eine,“ die erſt fürzlich hier gebaut GL war, 1200 Pf.(7500 Rthlr.) gekoſtet ha- ben ſoll. Ein Beyſpiel von der Verfahrungsart auf den Märkten iſt folgendes: I< reiſte kürzlich ſelbſt nach“ North Walſham mit einer Probe Weißen zu Markte, in der Abſicht, mic< mit dem Geſchäft der Getreidemärfte in dieſer Gegend naher. be- Fannt zu machen, SUHL North Walſham iſt ein Nachmittags- markt; alles Getreide wird nach der Probe verkaufe, zum Theil auf dem Markt, haupt- ſachlich aber in den Wirthshäuſern. I< wählte mir einen Müller. Da ich das Wirth8haus ausfindig gemacht hatte, wo er ſeinen Handel trieb, ging ich zu ihm, fand ihn jedo<4 nicht vor 6 Uhr daſelbſt. Ich zeigte ihm meine Probe, Nach dem hieſigen Landesgebrauch werden einige Hände voll in einem Stück braunem Papier gethan“, dies in-der Hand zuſammengedrehet, und mit einem Bande feſtgebunden. Er fragte mich nach dem Preiſe; ich forderte den höchſten, er antwortete:- eine 62 Guinee. I< hatte ſchott vorher erfahren, daß dies wirklich der höchſte ſey, und ſchloß den Handel. Er fragte mich ferner wieviel ich habe,=- 15 Coombs. Er zeichnete mei- nen Namen, die Scheffelzahl und den Preis auf die Außenſeite der Probe, womit un- ſer Geſchäft beendigt war." Jm Zimmer ſaßen mehrere Wirthe, welche, da unſer Han- del laut geſchah, Zeugen davon waren. Ein andermal brachte ich ihm eine Probe auf ſeine Mühle, um den Bau und die in- nere Einrichtung einer Norfolkſchen Mühle zu ſehen, und verkaufte ihm den Ueberreſt meines Weißens, der aus ungefähr 30 Coombs beſtand. Da ich für meine beyden erſten Lieferun- gen noch nicht bezahlt war, bat er mich um Nachſichr auf 3 Tage. Nach deren Verlauf erhielt ich mein Geld. Sein Zimmer war voll von Wirthen, die Tabac rauchten und Punſch tranken; einen ausgenommen, welcher mit ihm an einem Nebentiſch Geſchäfte abmachte, Die Reihe kam hierauf an mich, und wir machten unſere Rechnung folgendergeſtalt. 4 g0 Hiervo! Cuotmb NEN für ſell 63 I5 Coombs 3 Buſhel mit dem Aufimaaß odey x5 Coombs rein zu 21 Schill, oder 21 C, p., Laſt, von 21 Coombs Zoe 15 Pfd. 15. S<,- P. 15 Coombs 3 Buſhel a 21*p. Laſt 17= 2= 11= DS 2 Br Bh 122 9 WOS 027 6== 4= 35-22.= 150== 46- I== 63 Coombs- Buſhel mit Aufmaas 65 Pfd, xx Sch, 6 P. Hiervon zog er mir p- Laſt vonn 21 Coombs. 1 Schill. Fuhrlohyz; wie ey> es nannte, ab, welches ein Accidenzs für ſeine Leute war ZEBEE-= 3-=-=-- Bleiben 65 Pfd. 8 Sch. 6 PY. Als ich meine Bezahlung empfangen hatte, ſtellte ich eine Quittung aus, gab einen Schilling zum Punſch, und unſer Geſchäft war völlig beendigt. Wenn der Coomb Weißen von 4 Buſhel Gewicht. 18 Stein(96„Pfd... p. Sc 28,21==>-2= 8-=-= 107= 3-=-11-- LN a Bard NENE IEE- 2-- 10=== 105=11=- 3 I=- 6-9-==-2=10-== 99.=18= 7-=- 7 W. 5S.4N;. 409Rt. 20 6. 3 P. Abtug 32--6P. Bleiben 403Rt. 21 G.9P. Gerſie, Arten, 64 6:12: Bey dieſem Gegenſtand müſſen wir eben- falls auf folgende Punkte Rückſicht nehmen: I) Arten. 2) Boden. 3) Feldeintheilung«, 4) Beſtellung, 5) Düngen. 6) Säen. 7) Arbeiten bis zur. Ernte. 8) Erntearbeiten. 9) Abſaß. Man ſäet in dieſer Gegend beynahe einzig und allein die kleine vierzeilige Gerſte. (L. hordeum vulgare) Im November 1581 machte ich einen Berſuch die ſehszeilige Win- tergerſte(Hordeum hexaltichon) und die ' gemeine fleine Gerſte als Wintergetreide zu ſäen, einige oben auf, einige untergepflügt, und einige gepflanzt. Doch die Haſen, Fa- ſanen und Krähen verwüſteten es dergeſtalt, daß die wenige Ueberbleiſel im Frühjahr.un- tergepflüget und das Land mit gemeiner Gerſte beſtellet werden mußte. Der 1] eben: 1; 65 Der Norfolkſche Boden paßt zum Ger» Boden, ſtenbau vorzüglich. Selbſt der leichteſte, wenn er nur in gehörigem Stande iſt, hat Kraft genug, gute Gerſte zu tragen, und der ſtreng- ſte iſt nicht zu ſchwer,. Dieſes Getreide ge- räch nirgens beſſer als in Norfolk. Aus die- ſem Grunde wird die Norfolkſche Gerſte in ganz England als Saatkorn geſucht. Nach der hier gewöhnlichen Feldordnung Feldein- folgt die Gerſte na; Weißen und RNühen, EVEIITND und in einigen ſehr leichten Gegenden bringt man ſie ſtatt des Weißens auf die zweyjäh- rige Brache. Wenn die Weißenſtoppeln vom Fettvieh, Beſtelung das man darauf mit Rüben futtert, nieder»(Eg- getreten ſind, und die Weißenſaatzeit been digt iſt, ſo fangen die Wirthe an, die Weißen- ſtoppeln zur Winterbrache für die Gerſte ganz flac) umzupflügen. Liegt das Land in ſchmale Beete, ſo werden dieſe mit kleinen Furchen aufgepflügt; liegt es in große, ſo wird das Land ebenfalls zwar rein ab, doch aber ſehr fcach gepflügt. Im Anfang März wird das Land geeget, und dann die volle Tiefe in die Quere ge- pflügt, wodurch die Weißenſtoppeln wieder in E Nach Rü- ben. 66 die Höhe kommen. Iſt indeſſen das Wetter ſehr naß, und der Boden ſchwer, ſo werden die Beete wieder umgekehrt. Im April wird geeget, und nochmals in der Länge mit dex- vollen Tiefe gepflügt. Mehrentheils wird der Aker bey dieſem leß- tem Pflügen in 5. oder 10 füßige Beete ge- legt, worin er bis zur Saatzeit liegen bleibtz dann wird er geeget, gewalzt, geſäet, die Saat flac) unter gepflügt, die Beete aufge- pflügt, und die Erde in die Zwiſchenfahren geworfen ,. ſo. daß die ganze Oberfläche I glatt und eben als möglich wird. Der Boden wird gewöhnlich gleich auf- gebrochen, ſo wie die Rüben nur herunter ſind; geſchieht dies früh im Winter, ſo wer- den die Fahren nach dem ungepflügten Grunde geworfen; geſchiehet es ſpät, ſo pflügt man gerade durch. Erlaubt es die Zeit, ſo iſt der allgemeine Gebrauch, drey mahl zu pflügenz das erſte mahl flach, das zweyte mahl die volle Tiefe, und das.leßte mahl eine Mitteltiefe, womit zugleich die Saat untergepflügt wird. Werden die Rüben erſt ſpät vom Aer heruntergebracht, ſo bedient man ſich verſchie- dener Bewirthſchaftungsarten, die ſich nach I SE, 67 dem Boden, der Jahreszeit," und dem Gut? dünfen:des Wirths richten. VBisweilen: bes ſtellt man einfährig, und ſäet in die“ offene Fahren, doch häufiger noch, wie oben beſchrieben, wenn gleich alle drey.Pflug- arten in einer Woche geſchehen. müſſen. " Dieß ſcheint“ auf» den. erſten Blick: ſehr unwirthſchaftlich. Ein Pflügen folgt ſo ge- ſchwind“auf das andere, daß weder die Un- Frautswurzeln verwelken, noch das Unfraur, ſo aus dem Saamen aufſchießt, treiben Fann, und die Luft aus dem Boden, die Feuchrig- Feit, die ihm in Norfolk zu dieſer Jahreszeit ſo wichtig iſt, nothwendig augzicehen muß. Doh da einige der beſten Wirche dieſer Ge- gend es ſehr häufig thun, ſo kann man ge- wiß verſichert ſeyn, daß dieſes zweymalige Pflägen und Egen nicht vergebens angewandt ſey. Im Allgemeinen kann man die Norfolk- ſchen Wirthe als Meiſter im Gerſtenbau an- ſehen. Sie tragen für die Pflanzen, ſo lange ſie jung ſind, viele Sorgfalt, und ſehen ein, daß ſich die Keime in einem feſten oder fal- ten Boden nicht durcharbeiten können; ſie ges! ben ſich daher alle Mühe, ihn möglichſt offen und mürbe zu erhalten. Zu dieſem Ende'be- | 3 638 beſtellen ſie zwar zuweilen zweyfärig, bey kal- ter und feuchter Witterung aber geben ſie ſo- gar vier Fahren.; Das Frühjahr 1782 ſeßte ihre Geſchik- lichfeit auf die Probe.“ Einiges Land wurde zweymal in die Quere gepflügt, und der Bo- den in kleine Beete. gelegt, wodurch er ſo trocken wurde, daß man nach zwey oder drey Tage ſchönes: Wetter"die Saatfahre geben konnte, und er dabey ſo mürbe wie Aſche wurde. Dieſe Vorſicht ſchränkt ſich nicht bloß auf Gerſte naMg Rüben ein, ſondern findet auc mehr oder weniger bey der Stoppelgerſte Anwendung. Leßtere erfordert indeſſen keinen ſo hohen Grad von Sorgfalt. Der Boden wird hier gewißermaaßen von den unverfaul- ten Skoppeln und den Wurzeln des Graſes und andern Unkrauts offen gehalten, welches leßtere aber bey einer Rübenbrache nicht ſtatt findet, oder wenigſtens nicht ſtatt finden ſollte. Dies erklärt vielleicht den Vorzug der Stoppelgerſte, vor-der, welche auf einer gut beſtellten und gedüngten Rübenbrache gewon- nen wird, wovon man wenigſtens feinen an- dern Grund angeben fann. 69 vey Fal Die Brache wird. vor dem Winter'ge- Gerſte auf ſie ſpe pflügt, der Aer im übrigen aber in eben Di der Art beſtellet, als wenn die Gerſte nach eſchi Weißen geſäet wird. wurde- Herr Samuel Barber zu Staninghall tr Bo- pflüget zur Gerſte auf Kleebrache, die Ober- er ſo fläche ſo flac; als möglich auf, um dadurch y drey das Unkraut zu tödten, und ziehet aus eben geben dem Grunde vor, die Brache nicht eher als Aſche nach Weinachten aufzureißen. Bey dieſer Verfahrungsart ſäet er in offenen Fahren. bloß Zur Gerſte dünget man hier ſelten, außer Düngen. findet wenn ſie in zweyjährige Brache geſäet, und gerſte alſo wie Weißen behondelt wird. einet Nach Rüben iſt kein Dünger nöthigz oden nach Weißen eben ſo wenig, wenn zu dieſem aul- vorher gedüngt worden. JIſt dies nicht der oſes Fall, ſo bringt matt unmittelbar Rüben darauf, des H und überläſſet die Gerſte ihrem Schickſal, es ſtatt ſey dann, man wolle die Gelegenheit im Win- llte ter zu mergeln nußen. der Ungeachtet der Troenheit des Norfolk- Saatzeit. gut ſchen Bodens, wird die Gerſte doch allge- vdn- mein ſpät geſäet, ſelten in der Mitte April. dan Die Saatzeit wird gewöhnli< nicht vor die Mitte May beendigt. Sie richtet ſich jedoch v 70 4 einigermaßen" nach“der Witterung, worauf man m Norfolk gewiß meygr als irgend an- derwarts'" aufmerkſam iſt, Bis Linnäus auf den Gedanken fam, die-Saatzeit nach dem Augichlagen der Bäume zu beſtimmen, hat- ten alle Landwirthe feinen andern Führer als den Kalender, Dieſem folgert man noch blindlings in allen Gegenden Englands, aus- genommen in Norfolk. Hier herrſcht bey den Wirthen der Grundſaß, wahrſcheinlich eben ſo lange, als das gegenwärtige Wirthſchaftsſy- ſtem, daß ſie auf das Ausſchlagen der Bäume bey Beſtimmung der Gerſten Saatzeit ächt- ſam ſind, und ſich bemühen, ſie beendigt zu haben, wenn die Eiche anfängt, Blätter zu treiben. Es iſt daher bey ihnen zum Sprich- wort geworden: Wenn die Eiche Käßchen macht, ſäe man Gerſte Tag nnd Nacht; - das heißt: wenn die Eiche anfängt, die Farbe zu verändern, welches kurz vor dem Ausbruch der Knospen geſchieht, ſo hat man keine Zeit zu verlieren,"die Gerſte unter die Erde zu: bringen, weil dies-der richtigſte Zeitpunkt iſt. Im Frühjahr 1782. wurde Gerſte in dies ie) jaw /! - ſer Ueberzeugung und mit ſehr gutem Erfolge im Juny geſäet. I< ſah ſelbſt eine Probe von, ganz vorzüglich guter Gerſte, die von einem ſehr, erfahrnem Wirthe erſt den 4ten und 5tken Juny geſäet war. Die Jahreszeiten vom Januar bis ams feitiber 1782 traten weit ſpäter ein, als ſie es dem Lauf der Sonne nach ſollten. Der Herbſt währte bis in der Mitte des Janu- ars, der Winter bis Anfang May, das Früh- jahr bis im July, und der Sommer war im September noch in ſeiner vollen Schönheit. Die Wirthe waren zu der Zeit no< mit der Weißenernte beſchäftigt, welche durchgängig erſt Anfangs Septembers angegangen war. Das Vieh blieb bis na; Weynachten auf den Stoppeln und„der Weide, einiges ſo- gar bis im Februar. Das Gras wuchs bis im December, und an einigen Oertern be- merkte man ſelbſt in der Mitte des Januars no< neue Shüße. Ungefähr um Weyhnachten kamen die Gänſeblumen(Lin. Bellis perennis) hervor. Die Paſſionsblume(Cin. paſliſlora laurifo- lia) ſeßte in der erſten Woche des Januars Blätter an, und die-Käßchen der Haſelnuß, 72 die keinet Anſtoß erlitten hatten, fingen den „ten Januar an zu blühen, und was außer- ordentlich iſt, blüheten bey eintretenden ſchö- nen Tagen bis Anfang des April fort. Da nun faltes, ſtürmiſches und feuchtes Wet- fer, jedoM ohne Froſt und Schnee einfiel, ſo erlitt das Gras und der Weißen im Wachs- fhum einen Stillſtand. Nachſtehende Tabelle von dieſem und den leßten 3 Jahren wird die Unbeſtändigkeit der Jahreszeiten deutlich zeigen, 1779. 1780- 1781. 1782, Surrey, Surrey. Norfolk, Norfolk. Die Schlüſſelblume (primula) blühete' NSE BE Februar 7 März 9 März 15 April 10. Die Haſelyus(co- rylus):-= 109== 10 Febr, 10 März 31. Die Stachelbeere (ribes groflularia) ſeßte Blätter 2= 20== 25 Miärz20 April 1. Die Weide(salix) desgl. 7 N ws 20.=--- 320== 20==» 10. Der Holunder(Sam« 2 bucus nigra) desgl,. Mätt 2.= 25= 28== 23, Die wilde Roſe d?Ssgl.- 2-- 4 April io= 28-- 14, Der Hagedorn(cra 1 tzegus) deSgl.== 20.4==- 18 April 15 May 10, En Än en Grü 00 73 lt den; 2779 1980 1981. 1782, außer- Surrey. Surrey. Norfolk. Norfolk. e Der Scleedorn* ſchö-;(prunus Spinoſa) Da blühete; März 25 April 28 April 17 May 12. Yet- Die Nachtigall | ſchlug F]: wenn 00 ww 24. wu I= (, ſo Die Haſelnus ſekte ache: Biätter N April x= 29> 21==. 22 Die Birke(Betu- 1a) desgl.:...“7. 30». 22===- ) deit DieUlme(Ulmus) |- desgl. 1.2. 9 me.- 7 MY): 1==) 223 Juni 125 der Der Ku>yuc> rief== 16 April 23= 18 April 20, Der Ahorn(acer pseudo platanus): 83, ſekzte Blätter 2= 12 My 4 May 1x May 26 elf, Die Kuhblume (eontodon tara xacum) blühete... 20= 4=»==»== "2' Die Schwalbe Fehrte zurüf May 8 April 23 April 18 April 21. j Die Eiche(Quercus 1 robur) ſeßte Blätter April 20 May 20 May 17 Junii 4- Die Eſche(fraxinu8 excelſior) desgl,=. 25=- 22=" 29» 10, vs Der Hagedorty(cra- tvgus oxyacanha) 6. blühete-- My 1.= 258= 27.= 15. Weißen(triticum) 035 ſezte Aehren- Juni x Junii 2 Juniix5 July 29. ; Die Weißenerte fing) Ir allgemein an im July 28==== Aug. 29. Rüben(brallica rapa) y 106| in voller Blüthe Miiiso 8==== May 12, Im May hatten wir ſtarke Gewitter und den ganzen Monat hindurch, anhaltenden Re- gen und Sturm. Es war den Wirchen un- möglich, ſelbſt auf den leichten Boden in Norfolk, Gerſte zu ſäen. Viele hundert Mor- gen wurden erſt im Juny beſäet. Man ſagt, daß auf dem feuchten Boden, worauf Som- merforn beſtimmt war, eine ganze Strecke Landes nicht hat beſäet werden können, und daß vieles von dem was geſäet war, vermoderte. Bis zum 21ſten Auguſt blieb der Som- mer, zwey kurze Zwiſchenzeiten, ausgenommen feucht, alsdann änderte es ſich, und war 10 bis 14 Tage außerordentlich ſchön, mit ne- blichten. Morgen und ſehr heißen Tagen. Man erinnert ſich keiner ſchönern Weißenernte. Die Gerſte iſt aber noch zurück, und nonem Frühjahr und Sommer iſt das Un- 77. "Dung, terpflügen'nach' allen Vernunftgründen ge- , Mf wiß vorzuziehen; in einem kalten Frühjähr 1 hingegen, oder wenn der Boden voller Klöße, iſt das Säen in die offene Fahren eben ſo , und vortheilhaft. Demungeachtet habe ich einen t des ſehr erfahrnen Wirth gekannt, welcher unter (or,) dieſen Umſtänden lieber no<: eine"Fahre zu- Zahle gab, um nur“ ſeine Saat unterpflügen zu Gatt können. Fa In einem zeitigen Frühjahr, und wenn Aan die Rüben erſt ſpät vom Felde aufgefuktert fo ſind 7 ſieht man ſich zuweilen in der Verle- dym genheit, nur einfährig zu beſtellen, und in für die offenen Fahren zu ſäen; doch ſelbſt in die- [8ge“- ſem Fall giebt es Leute, welche ſich leicht zu hel- die fen wiſſen. Statt das Ganze mit einemmahle en, umzupflügen, beſtellen ſie es auf die beym aus Weißen pag. 13. beſchriebene Art, zweyfährig. ib Dieſe Verfahrungsgart ſcheint, wenn die - untere Erdlage hinreißend feucht und mürbe ape iſt, um mit der Ege bearbeitet zu werden 4 ganz vorzüglich. nen|! tach Drey Buſhel auf. den Acre(1x; Schfl. Einfall. nem 4 Mz. p+ Morgen) kann man ziemlich als Ur einen Mittelſaß annehmen, NEE IREEN=======z=zuim ri= RIESE- Z 8 <<< Ke Een nean WR SIR 78 Bedekung Das Feld wird allemahl nach dem leß: der Saat: EEE ten Pflügen geeget, man mag Grasſaamen Bodens. auf die Gerſte geſaet haben oder nicht, und wenn ſie ſchon aufgegangen iſt, blos mit einer leichten Walze übergewalzt. Die Arbeiten bis zur Ernte beſtehen bloß im Wieten. Erntezeit, Die Gerſte läßt man, wie' den Weißen ſtehen, bis ſie vollkommen reif iſt. Abbrin- Die. Gerſte wird gewöhnlich. in:Schwaden gemähet mit. einer Senſe; welche:am Ende des Baums einen kleinen Bügel hat. Sen- ſengerüſte„ſind gar. nicht gebrauchlich, und die in der nördlichen Gegend übliche Art, ſie in fleine: Häufchen zu ſeßen, iſt hier völlig unbekannt... Der Preis iſt 1 Schill. p. Acre, (4 Gr.. 9 Pf. p- Morgen). Art zu Wird. ſie auf dem Schwaden ſehr naß, eu: ſo behandelt man ſie in Norfolk auf eine ganz beſondere Art. Sie wird nicht gewandt, ſondern nur gelüftet; d. h. die Aehren wer- den mit einer Forke oder den Zähnen der Harke von dem Boden in die- Höhe geho> ben, um der Luft einen Zugang unter dem Schwaden zu ſchaffen. Ob ſchon dieſe ſogleich wieder auf die Erde niederfallen, ſo liegen ſie ji leß: amen und einer bloß ßen aden 'nde en: und ED, doch nicht ſo feſt auf den Grund als. vorher, und die Luft hat freyern Zugang. Dur dieſe Verfahrungsgart glaubt man das Aus- wachſen beynahe eben ſo gut zu vermeiden, als durM das Wenden. Leßkteres erfordert mehr Arbeit, zerbricht und verwirrt das Stroh, das durch oft. wiederholtes Wenden-ſeine Stei- ſigfeit"verliert, weich wird, und am Ende ſo feſt auf den Boden" fället; daß das Korn an- fängt:auszuwachſen. Wenn die Schwaden durch und durch tro>en, und auf der. obern Seite wieder»ſteif. ſind, . ſo wendet man ſie erſt um, damit die untere Seite ebenfalls trockne, und man ſie, wenn das Wetter günſtig iſt, in Haufen ſeßen könne. Dieß geſchieht nie. eher, als bis man die Ausſicht hat, ſogleich einfahren zu kön- nen»- In Norfolk hält man es für Nachläſ- ſigkeit, die Gerſte eine ganze Nacht in Hau- fen ſtehen zu laſſen, wie es in der ſüdlichen Gegend der Fall. iſt. Das Einſeßen- geſchieht hier auf eine ganz eigne Art, einiges von Mannsleuten mit Gabeln, der größte Theil aber von Frauen mit ſtarken, langgezähnten Harken. Mit dieſer werden die Schwaden in Lagen aufgerollt, bis ſie die Größe einer Einſeßen. Einfahren. Abfaß. 80 Garbe erreichen. Die Frauen harfen zugleich die Stellen,“ wo der Schwaden gelegen hat, nach. Dies fördert die Arbeit, erſpart Leute, und erleichtert das Garbenmachen. Auf dieſe Art läſſet es ſich beym Laden mit der Gabel beſſer faſſen, als ein auf Kentiſc. auf den Acre(12 Mz. p+ Morgen): auf Kleebrache einfährig in Reihen, ſo weitläuftig als möglich. Ju jedev Fahre. machte er: 2 Reihen Löcher, dieſe in jeder Reihe 3 Zoll von einander;.-alſo 4 Lö- cher. auf 1 Fuß, und. legte in jedes Loch eine Erbſe. Für das Pflanzen: gab er 45 Schilling pP: Acre,(21 Gr. 6: Pf: p+ Morgen) mie- thete: Einwerfer 7 welches Kinder aus dem Kirchſpiel waren, die ihm. noMm 4- Schillinge P+ Acre(19 Gr, p. Morgen) koſteten.'-Die Leite erboten ſich«das ganze Geſchäft des Pflanzens- für 9-Schillinge p. Acre(1 /Rchlr, :8 Gr. 9 Pf. p« Morgen) zu übernehmen.' Der Acer war. völlig rein von Steinen« Sy endigte den:27ſten Februar. Ein Anderer Fäete von derſelben Saat aus der Hand, 4 Buſhel p. Aere(1 Schefl. 10 Mz: p. Morgen): auf«Gerſiſtoppeln, da der Klee. nach den Rüben nicht gerathen war. der Boden war leicht und hoch. Er endigte ven 1ſten März. 86 Ein Dritter pflanzte'von derſelben Gat- fung auf Weißenſtoppeln, 2 Buſhel“ auf“den Acre(13 Mz. p- Morgen). Er gab für das Pflanzen und Sinwerfen zuſammen 8 Schill.(1 Rthlr. 14 Gr. p. Morgen.) und endigte im- Anfang des März. Ein Vierter ſäete aus der Hand 4 Bu- ſhel auf den Acre(1 Schfl. 10 Mz. p. Mor- gen) in Kleebrache. Ein Theil davon wurde nur einmal gepflügt; ein Theil ſo, daß die ausgeworfene Erde nach dem ungepflügten Grund'zu"geworfen, und hernach noch ein» mal eiue Mitteltiefe gepflügt. Es wurde“in offne Fahren geſact, und vor dem Säen gewalzt. ; Ein Fünfter pflanzte 2 Buſhel p Acre (13 Mz. p- Morgen) in Kleebrache. Er be- zahlte 4 Schill. für Pflanzen und Einwer- fen des Buſhels(x Nthlr. 14 Gr. p. Mor- gen). Auf einen Fuß trafen ungefähr 32 Lo<. In jedes kam eine Erbſe. Die Fah- ven waren klein. Ein Sechster pflanzte 9 Pe>. p. Acte. (145 Mz. p. Morgen)- und ſcheuete dabey Feine Koſten, bezahlte jeden Preis, um nur gute Arbeit gethan zu erhalten, und pflanzte tt Oat: uf den ab für nen 8 |) und 4 Bu- ), Rote ) wurde daß die flügten H ein? yrde iw 1 Eien p Acre Er be- vinwer- , Mor- hr 37 je Zehe „ Acte, dabey im nut pflanzt! 87 ſehr dick. Von dieſen gepflanzten Erbſen'ge- wann ver: 10 Coombs p. Acre,(16 Scern Boden iſt dieſe Verfahrunggart vortreflich. Jſt aber der Boden nur einmal gepflügt, ſo. iſt, die Racſeite der erſten Fahre zu glatt, und die E Srbſen„, wel. bis 2 Buſhel auf den Einfall. inl der Acre,(10 bis 13 Mz. p. Morgen.): paſſend- Bis zur Ernte findet bey ihm keine fer- 008 nere Arbeit ſtatt. Er hat. einen ſo ſchnellen Ernte. eideart, Wuchs, daß er jede Art Unfrauts überwäch- fer un: ſet und unterdrückt. Ein Vorzug, der dieſer Zeſchef Getreideart eigen iſt, 92 wnterpflür Die Are den Büuchweißen grün"unterzu- 0 pflügen, und die nachherige Bewirthſchaftung iſt“ bey'dem Weißen“ ansSeinandergeſekt. Ernte, Die Erntearbeiten ſind völlig wie bey der Gerſte, weshalb ich mich darauf beziehe, Geſchäfte Eben dieſes fimder bey der nachherigen u? dem Hofe, Behandlung auf dem Hofe ſtatt; ausgenom- men daß das Stroh nur zum Einſtreuen, und das Kory zum Mäſten der Schweine im Herbſt und Anfang des Winters gebraucht wird. Aus der Urſach wird er gleich nach der Ernte, ehe man das Vieh auf den Hof bringt, ausgedroſchen. Abſaß. Ob. es glei) höchſt wahrſcheinlich. iſt, daß in. Norfolk. jährlich mehr Buchweißen als im. ganzen übrigen England gewonnen wird, ſo wird. er doch alle ſelbſt verbraucht. Er iſt das allgemeine Futter für Schweine und Fe- dervieh. Beyde möäſtet. er geſchwind und gut. Bisweilen läßt man ihn für die Schweine ſchroten, bisweilen futtere man ihn ganz. Im leßten Fall miſchen einige"erfahrne Wirthe Hafer oder Erbſen darunter, damit ihn die Schweine gehörig kauen, und er nicht E. unverdauet abgebe, Ufern: [haftung bi " Um zu ünterſuchen, ob Wau(Releda Wau, Juteola) ein Gegenſtand des Anbaues för. die vie bey Norfolkſche Wirthſchaft werden könnte, ſo be- beziehe, ſaete ich den 16. Aug. 1781. 13 Acre(25 Mor- herigen gen) mit 9 Pint(+ Mz.) Rübenſaamen, und genom: 22 Pint(1x Mz.) Wau. ſtreuen, Der Boden war leichter, ſandiger Lehm, Schweine der als Brache zu Weißen dreymahl gepflügt hrauch! war. J< ließ ihn zum vierten Mahl pflü- h nah gen, egen und mit den Rübenſaamen beſaäen, " Hef wiederegen, den Wau darauf ſäen, und noch- mals., jedo< im Trabe egen. yy Er wurde mit kleinen Rübenhac>en be- 4. hade, welches beträchtliche Koſten verurſochte. 8 8 Demohnerachtet ſtand er voll wilden Mohns| |, 90h und andern Unfrauts.| Eiſ An dem einen Ende, wo die Rüben nd. ör ſchlecht waren, ſtand der Wau ſehr gur, im| 0 6 Ganzen aber nur ſehr mittelmäßig,| fi Ich bin überzeugt, daß bey dieſem WVer-. H ſuche, die Rüben dem Wau außerordentlich| tfahrn? nachtheilich waren, und es nicht eher der Mühe 12 damit werth iſt, Schafe darauf zu bringen, als bis| er nicht: die Rüben im Frühjahr zu treiben anfangen, die aber alsdann in wenig Tagen aufſchößen, und 94 den Wau obgleich nur dünn und ſchwach mic ſich in die Höhe nehmen. I< bin gewiß, daß, wenn der Wau allein geſäet und zwey- mahl behackt worden, nicht allein die Ernte beſſer ausgefallen, ſondern auch der Boden reiner geblieben wäre. I< glaube, daß die Pflanzen nicht ſo dicht als gewöhnlich gelaſſen, vielmehr zu 6 bis 8 Zoll Weite behackt werden müſſen. Wäre dieß der Fall, ſo betrügen die Koſten des Hackens wenig mehr als bey den Rüben. Nach dieſem Verſuche ſowohl, als nach andern, die ich habe machen ſehen, zu urthei- len, glaube ic, daß Wau mit großen Vor- theil in Norfolf gebauet werden könnte, be- ſonders jeßt, da er während des Krieges theuer iſt.“ Aber ich bin dagegen der Meinung, daß das Intereſſe der Gutsbeſißer es nicht zugiebt, zu deſſen Anbau aufzumuntern, es ſey dann, ſie machten den Pächtern zur ſtrengen Be- dingung, ſo viel Dünger von einer andern Art anzuſchaffen, als durc< den hierdurch verminderten Gewinnſt an Stroh und Futter- Fräuter verlohren iſt. Das Stroh, was auf dieſe Art dem Acker entzogen, und dem Pachtcontract x Th. 95 ac) init 6. 11. entgegen, unter die Geſtalt von Wau gewiß, gleichſam verfauft wird, kann man füglich zu - 1 Ton, p. Acre(12x Cent. p+ Morgen) Ernte rechnen. Doden In Blowfield fiel mir ein ziemlich groſ- Hopfen, ſer Hopfengarten auf. Der Eigenthümer, icht ſo der, zwey oder.drey dergleichen beſaß, verſi- czu6. Jn der Farbe, dem Ges vunfel webe und der Güte gleicht ſie der gemeinen „(wis Rübe ſehr, der ſie in vielen Stücken det emeine Rang abgewinnt. In der That ſcheint dieſe ie laſſe längliche Art zum frühen Säen, und verfut-* Frühe tern im Herbſt, ſelbſt vor der gemeinen wei Eaſt ßen, den Vorzug zu Haben; Sie wächſet mech ſehr ſchnell, wird beträchtlich groß, und da Eh ſie völlig über der Erde ſteht, kann ſie leicht e feb ausgezogen werden. Werden die Schafe dav- „er Boden, 98 auf gelaſſen, ſo verderben ſie weniger, weil ſie ſie beſſer, als die gewöhnlichen, die halb in der Erde ſtehen, abfreſſen können. Der Umſtand, daß ſie ganz über der Erde wachſen, und dadurch jedem Angriff des Froſtes ausgeſeßt ſind, macht ſie vollig untauglich. als Sommerfutter gebauet zu wer- den. Die jährliche Erfahrung hat gelehrt, daß ſie leichter und mehr von der Strenge des Winters leiden, als die gemeine weiße Rübe; die überhäupt mir die beſte von der jeßt in England befannten Arten ſcheint. Rüben ſäer man auf jeden zum Getrei- debau tauglichen Boden, Merkwürdig iſt es indeſſen, daß der ſtrenge ſchwere Boden der ſüdlichen Theile dieſer Provinz, ohne Mer- gel nicht gern Rüben trägt. Dieſer macht den Boden mürbe, und erleichtert dadurch vielleicht den zarten Faſern der Rüben, wenn ſie noch klein ſind, den Wachschum. Viel- leicht giebt er auch ſelbſt dieſer üppigen Pflanze Nahrung. Dem ſey indeſſen wie ihm wolle; man hat Mergel für Rüben äußerſt zuträglich ge- funden, und die Folge hat bewieſen, daß Boden, der in ſeinem natürlichen Zuſtande Zau) erſtel pieht wie fige hend digen fine fe| dit u( 24|| er, weil ME;') ie halb für Rüben INE 25) pe us a| liche- Zubereitung in gewiſſen Fällen für ſie Z ii ſehr paſſend wurde. j ? Nach der gewöhnlichen Feldeintheilung Feldein-| gif folgen die Rüben auf Gerſte, die nach Weißen us:| 400 geſäet iſt. In dieſem Theil der Provinz /“wo 00 die Eintheilung in 6 Felder ſo regelmäßig gelehrt, beobachtet wird, ſäet man ſie ſelten. nach. ir Strenge gend einer andern Getreideart, obgleich zu- ' weiße weilen auch auf Weißen oder Erbſen: 00/Der Wenn der Wireh' mit dem Umpflügen ei, nt. der.Weißenſtoppeln“zu"Gerſte fertig iſt,'ſo Pflugart. Getrei- fängt er um" Weynachken an, die Gerſtſtop- giſtes peln zu' Rüben aufzureißen. den det In“dieſem Fall" weicht er von ſeiner e Mer- Hauptregel:; beym Aufreißen“ der Brache das macht erſtemal nur ganz flach! zu' pflügen, ab und dadurch giebt gleich die volle Tiefe. Er hat hiezu , wenn wie.in“ den meiſten. andern Fällen/ ſehr trif- Viel- tige Gründe: Hier- zwingt ſögar die Noth- Pflanze wendigkeit zu dieſer:'Verfahrungsart. Seit allgemeiner Bewirthſchaftungsplan läßt“ihm ,; man Feine Zeit, den Rübenacker während des Win- lich ge- ters mehr als einmal zu pflügen. Gobald 1, daß dies geſchehen, mw'8. er die Weißenſtoppeln uſtand! zu Gerſte umpflügen. Dieſes und die“ Be- G 2 ate Vflug? art. T00 ſtellung des übrigen-Sommergetreides nehmen jeden: Tag bis zum Schluß der Frühjahrs- ſaatzeit ein. Sobald dieſe beendigt iſt, giebt er den Rübenacker die 2te Pflugart. Hierbey: gebt er: wieder von der: ſonſt allgemeinen Gewohn- heit.abz indem das. 2te Pflügen eines NüU- benaers, nicht in die. Quere ſondern. in die Länge“ geſchiehet..- Hierzu veranlaßt: ihn eben- falls Nothwendigfeit.."Dä. er: das erſtemal die volle: Tiefe"gepflügt hat, ſo bleibt unten Fein feſter Grund mehr„worauf ſich: der Pflug ſeußen Fann, Die Furchen haben; einige Mo- nathe rudig gelegen; ſind:bewachſen, und da- her zu zähe geworden, um mit dem Pflugeiſen leicht durchſchnitten werden zu können, Die Erde wird. ſich alſo: natürlich: vor dem'Pfluge in. Klumpen ſoßen. Dieſer: zähe filzige: Zuſtand des: Rü» benackers wird bisweilen: durch das. Egen im Anfang April, etwas“vermindert... Hat man auf" die Brache Rüben geworfen, um ſie von Fettvieh"abfreſſen zu laſſen, ſo erlangt der Boden durch das Treten deſſelben einen ge- wiſſen Grad von Feſtigkeit und erleichtert das zweyte. Pflügen. Auf yo) vs] mie wiſe ms Hau NG im, ven JOB| 8 nehmen Von der Mitte des Mayes an, bis zum| jrübjahtg Anfang“ des July, ſind die Geſpanne faſt alle| noch mit dem Pflügen, Egen, und Düngen] 038 Deh es Rübenlandes beſchäftigt.. Kaum ſind ſie| ey: geht mit'dem'2ten-Pflägen und Egen fertig, ſs| Zewohne müſſen ſie::ſchon an die zte Fahre gehen.| is Nij- Auf dieſe Fahre bringt man, nachdem zte„Pfg?| in die man zuvor gehörig geeget, die Queen in| m eben: Haufen geſammelt und verbrannt, oder her-) rſtemal untergefahren hat, den Dünger, und pflügt "nh ihn, wenn es die Zeit erlaubt, durch ein - Pflug viertes Pflügen ſtach unter. Hierauf wird durch ein nochmaliges Egen 4te eftug || | ZS | | 6. | | | ge Mo-| ind das der Boden mit dem Düngen auf das genau- ydeiſen eſte vermiſcht„- und zu gehöriger Zeit die Saat-| Die fahre gepflügt. Due Das 4te Pflügen fällt jedoch öfters aus Mangel an Zeit oder einer andern Urſach 3.0. weg. In dieſem Fall wird ſodann der Dün- 8. ger unmittelbar mit der Saatfahre unterge- | pflügt, die in beyden Fällen nur mittelmäßig p“ tief gehet. Erſtere Gewohnheit iſt ohne Zwei- NEM fel die wirthſchaftlichſte, in leichtem Boden . 30 und bey feuchter Witterung wohl anwend- hen 97 bar, doch bey trocknem Wetter und ſtrengem et 5 ſeſten Boden verdient die leßtere den Bor- I02 zug, voraus8geſeßk, daß der Dünger gehörig “gebrochen, und ſehr“eben gebreitet ſey: Der junge. Swann von Suffield hatte im Winter 1781 ziemlich die beſten Rüben in der ganzen Gegend. J<< ſah ihn im Sommer 1781 auf eine mir unwirthſchaft- lim ſcheinende Art Rüben ſäen 3; das Land war mit Hünerdarm,(I. alline media) Kreußpflanze,(T.. ſenecio vulgaris) Acfker- vrettig(TL. Nnapis arvenſis) und andern Un- Fraut, das von der Ege herausgezogen war, bedeckt. Ih fragte ihm, warum er ſein Land vor dem Säen nicht noch einmal pflügte, Er antwortete, daß es gar nicht unrein ſey, und er das Unkraut mit Vorſaß etwas wachſen ließe. Er habe es aus zwey bis dreyjähriger Erfahrung, daß ſeine Rüben am beſten ge- riethen, wenn er ſie auf dieſe Art beſtellte. Er glaube dieſe unvermoderten Wurzeln, be- ſchatteten die jungen Pflanzen, und hielten das Ungeziefer von ihnen ab. Auf meine fer- nere Frage, ob das der Hacke nicht im Wege wäre; erwiederte er: nicht viel, da es jung und zart ſey, verginge es beynahe völlig, ehe die Rüben ſo groß würden, daß ſie behackt wer- den fönnten. LOZ gehörig Vor kurzem beſah ich ſeine Rüben, ſie * ſtanden dünner, als man ſich ſonſt wünſchen eld hatte würde, welches vielleicht von dem ſchlechten | Rüben Behackfen herrührt; do< fand ich auf dem ihn im ganzen Felde keine ausgegangene Stellen. thſchaft- Daß man das Land vor dem leßten Pflü- as Land gen etwas liegen läßt, gewährt zwey Vor- media) theile: es erlangt Feſtigkeit und Feuchtigkeit, 3) Adet- welche den Pflanzen, ſo lange ſie jung ſind, ern Um ſehr zuträglich iſt, und verhindert durch die "wat, darauf liegende Wurzeln des Unkrauts, daß in Land es nicht nachher durch heftigen Regen zu- gte, Er ſammenbackt. mL Der Dünger, deſſen. man ſich vorzüglich Düng- wachſen bey Rüben bedient, iſt Miſt, der mehr oder: yjähriger weniger mit Dungerde und Mergel u. ſ. w. ſten ger vermiſcht wird. Malzſtaub hält man eben- beſtellte falls für anwendbar, und Oehlkfuchen braucht eln, be- man bisweilen, doch ſehr ſelten. / hielten Man Fann behaupten, daß von 10 Acres eine fer- Rübenland in Oſt- Norfolk gewiß 9 mit Miſt m Wege gedüngt-werden. In Vergleich) der ſtarken jung und Rübenausſaat iſt der Verbrauch des Malz- ehe die ſtaubs in dieſer Gegend unbeträchtlich, und dt wer Oehlfuchen ſchränfen ſich hauptſächlich nur auf die nördliche Küſte ein- WBeyde leßten 104 Dungarten ſind auch nicht hinreichend, dem Boden zu Gerſte, Klee und. Raygras Kraft zu geben, viel weniger zu den darauf folgen- den Weißen, wie man es von einer gehöri- gen Düngung erwarten muß. Sämtlichen Miſt ſollte man nach meiner Meynung einzig zu Rüben anwenden. Wenn der Boden außerdem zum Weißen noch: Hülfe braucht, ſo müſte man. ſie ihm durch Kalk, Malzſtaub, Ruß, Oehlfuchen oder andern leichten Düngungsmitteln geben, die nicht allein bloß auf den Weißen, ſondern auch auf die dort folgende Gerſte mehr oder weniger wir- ken. Ob ich dies gleich ſchon einmal erwähnt habe, ſo halte ich es doch wichtig genug, um es hier zu wiederholen, Das Verhältmiß des Düngers auf einen Acre Rübenland, richtet ſich nach den'Um- ſtänden und der Größe des Feldes, das man düngen will, So leicht hat man nicht zu fürchten, daß man zu ſtarf dünget. Zehn bis funfzehn Karrnladungen guten Miſis-auf den Acre,(6 bis 9 Fuhren p. Morgen) hält man für hinreichend. DOehlfuchen ungefähr“ein Tun auf 3 Acres,(5x Sen und unzubereitet geſäet,„ohne darauf Rückſicht zu nehmen, ob er alt oder friſch ſey. Cin erfahrner Wirch aus der Nachbar- ſchaft hat gefunden, daß alter Rübenſaamen. wenn man ihn in Waſſer auſweicht, und ei- nige Stunden in der Sonne liegen läßt, ehe man ihn ſaet, geſchwinder aufgehet, als wenn er trocken geſäet wird.| Im Jahr 1780 hatte er verſäumt ihn einzuweichen, und der Saamen lag 3 Wochen 107| 98 bet: ehe er aufging. Man hatte ihm. dem Rarh| er jeht gegeben, da nur einzelne Pflanzen kurz nach' ) an dem Säen aufgingen, das Ganze umzupflü-+ '8 vor- gen, in der Vorausſeßung, daß das Unge-| Bochen ziefer die andern. aufgefreſſen habe. Er ur-| erſten theilte aber aus der Erfahrung, daß der| önnen, größte Theil des Saamens noch in der Erde 1] (en im ſey, wartete deshalb, bis es regnete, und ge-) drdern; wann wirklich hernach ſehr ſchöne Rüben.| de Ge- Dies iſt ein Umſtand, der Aufmerkſam-| f, den feit verdient. Es. iſt ſehr wahrſcheinlich, daß I ter zu manche gute Rübenernte durch ein aus un-| fer zu nüßer Furt, ſo ſtehen ſie in der Höhe, und es hält ſchwer, ſie nicht mit dem Un- Fraut auszureiſſen, da ſie ſo lange ſie klein ſind, ſehr flaM auf den Grund liegen, und ihre erſten Blätter, wie eine Roſe ausbreiten. Behackt man ſie zu früh, ſo iſt man in Gefahr, die jungen Pflanzen zu vergraben, gewotht ereichen jenes zu N ſchwer. ſie beſ Da NG hg ijr Oed! Ditſch (had, vit im Ge geſe u) eine hw,| mit wagen ae een) R; 309 j "0 it und ihren zarten Wurzeln ,. Schaden zuzufü-] "EN gen; indem han dies. benachbarte Unfraut| das hit» herausgreißt./ daß die Der rechte. Zeitpunkt iſt, wie einige era| Ee fahrne. Wirche, bemerkt- haben, wenn das| "at; zu ausgebreitete Kraut die Größe einer flachen| 1 allge Hand hat., Iſt jedoch viel und geſchwind| it, und wachſendes Unkraut darunter, ſo muß es-.aus-| trefliche| gerotfet werden, ehe die Pflanzen dieſe Größe| förmige erreichen ,„ ſonſt fommen ſie zurück, wenn man| hle das jenes zu ſehr in die Höhe ſchießen läßt,| Die Art, die Rüben zu behacken, iſt IIM yn man ſchwer. zu beſchreiben. Nur Erfahrung kann>ens,|| behaft, ſie beſtimmen, und ſie muß gleich andern| 'n und Handarbeiten in der Jugend gelernt werden.| 6 hängt Jeder Knabe: in Norfolk, ſobald er nur| 14" Die ſo. groß als die Hacfe ſelbſt iſt, macht von) tſchnur. ihr Gebrauch. Es iſt folglich jeder, der zur| en, ehe Wirthſchaft erzogen iſt ,. von ſelbſt ein Rüben j - Höhe, behacfer, doc< dieſes Vortheils ungeachtet,| em Un nicht immer ein Geſchickter.|' je lein Soll das Beha>en. geſchwind und gehö-| 4, und rig geſchehen, ſo erfordert es ein geübtes Auge|; breiten. und eine gelenfige Hand, die nicht jedermann|; kapi hat.„Einige behacfen: die einzelnen„Rüben| egeaben mit einer Schnelligkeit und Nettigkeit, die| |; 1 lj 1| j|| 0 || <== Zu.> Entfer nung. I1T0 einem Beobachter viel Veränügen"gewährt: Man fährt mit der Hacke rund um die Pflanze mit einem Zuge, als wenn man fegte. Sind die Pflanzen noch klein, ſo iſt- dies dex ein- zig anwendbare Zug; hat man hingegen nicht mehr Urſach zu fürchten, daß“ man ſie ver- ſchütten möchte, ſo bedient“nan ſich eines Furzen ſtarfen Zuges. Einige verſtehen- dies ganz vorzüglich. Im Ganzen macht es' nichts aus. welche Art des Behackens man einſchlägt; vorausge- ſeßt,- daß der Boden ordentlich) bearbeitet, das Unfraut. ausgerotter, und die Pflanzen“ in ge- höriger' Entfernung'geſeßt ſeyn. - Die Entfernung der"Pflanzen von-ein- ander; hängt. theils von dem Zuſtand. des Bodens, theils von der Zeit, wenn ſie Feſer ſind,“ab. Früh geſäete in weichem ergiebigen Bo- den, müſſen weiter von einander(ED als ſpät geſäete, in ärmert. Bey"gleichem Boden beſtimmt die Saat- zeit die Entfernung/ bey gleicher Saatzeit der Boden. So einleuchtend dieſe Regeln ſind,-ſo nimmt doch der größte Theil der Wirthe' dar- Zel von vie Bſ zeit RÜ D Nofelt hen nod) hin lige€ Kraut 14 bi Wein| ſgi mehr(0 y Zul j | gewährt, ie Pflanze te, Sind dep ein» gen nicht ſie ver- d) eines jen- dies , welche 'rau8ge: tet, das nin ge von ein md. des e geſaet en Bo- en, als e Saat- zeit der ſind, 0 the dar ITI auf keine Rückſicht.“ Sie werden durch lang eingeführte Gewohnheiten, oder durch Zureden ihrer Arbeiter, davon abgeleitet, die bey allen mehr oder weniger in Anſehen ſtehen. Sie geben zu, daß ihre Rüben 14, 15 ja 18 Zoll von einander gepflanzt werden, ohne auf die Beſchaffenheit des Bodens, noch der Saat« zeit Rückſicht zu nehmen. Dieſe Entfernung fand ſtatt, als der Norfolkſche Boden friſch gemergelt- ihm Rü- ben noc<4 neu waren, und wahrſcheinlich 11 bis 12 Zoll im Durchmeſſer keine ungewöhn- liche Größe der Rüben war. Da ſich das Kraut verhältnißmäßig ausbreitete,- ſo war 714 bis 15 Zoll eine gehörige"Entfernung. Allein jeßt, da die Wirkſamkeit des'Mergels geſchwächt iſt, der Boden, die Rüben nicht mehr ſo liebt, und ſie ſelten größer als 7 bis 8 Zoll im Durchmeſſer werden, iſt es ſchäd- lich und ungereimt, dieſe Gewohnheit länger beyzubehalten. Der jeßige Preis des Behackens wurde ebenfalls beſtimmt, als die Ruben noch ſo groß wurden, und das weitläufrige Pflanzen mit Nußen anwendbar war. Ein Arbeiter Fann für den jeßigen niedrigen Preis unmög- 1 | 4 1 in [] |. * | | E12 lich beha>en, denn ob er gleich in beyden Fällen das ganze Land umrührt, ſo iſt doch, jemehr einzelne Pflanzen er hat, je langwie- riger ſeine Arbeit. Werden die Rüben zu 18 Zoll gepflanzt, ſo. hat jeder 2 Yard(9 u Fuß) 4 Rübenz werden ſie zu 192 Zoll gepflanzt, ſo hält. er 9 Nüben, ſo daß in dieſem Fall der Behacker mehr als zweymal ſo viel Pflanzen zu bear- beiten haf. Folgt hieraus aber auch nicht, daß der Wirth zweymahl ſoviel Rüben haben wird, um ſein Fettvieh zu mäſten? Jſt dieſe wichtige Thatſache für Wirthe überhaupt nicht hinreichend eine Gewohnheit abzuſchaffen, de- ren urſprünglicher Grund nicht mehr vorhan- den iſt, und ihre Arbeiter durch Erhöhung des Lohns. zu beruhigen? Es.giebt Leute, deren geſunde Vernunft und richtige Beurtheilungsfraft ihnen dies in ſeinem wahren Lichte gezeigt hat und die völlig der Meynung ſind, daß der Beweis einer guten Ernte mehr in dem. innern Werch der Rübe, als in deren Anzahl liegt. Ich wünſchte die Verfahrungsart dieſer Leute in ganz hellem Lichte darſtellen zu können, um dovey 1 der R E ynd di! einander WENN geſunde Jet, tauſend ven ſi von ein ur Dia Rüben| ſt Wen (nglid ſehen,| yuß we Wehren Oden ſich dy in beydey iſt dec, « gepflanzt, . Rüben; älter 9 Behafer 34 beat: daß der en haben M dieſe aupt nicht ſien, de e vorhatt- Erhöhung Vermuuſt 4 dies it und die - Beweis ei Berth f, et dieſer ; önnen, uit I13 üm ſie in der hieſigen Gegend allgemein zu machen, und das verderbliche Vorurtheil aus- zurotten, das in Anſehung des Rübenbaues hier herrſcht. Gute Wirche laſſen ihre Rü- ben nicht 15. bis 18, ſondern lieber 10 bis 14 Zoll auseinander pflanzen, und richten ſich dabey nac) dem Umſtänden und der Größe der Pflanzen. Stehen alſo drey Rüben in einer Reihe, und die beyden äußerſten ſind 14 Zoll von einander, ſo muß natürlich die mittelſte ber- ausgenommen werden. Stehen indeſſen zwey geſunde Pflanzen auf einen großen leeren Fle, deren es auf jedem Stück Rüben wohl tauſende giebt, ſo läßt man ſie beyde ſtehen, wenn ſie auch nicht mehr als 6 bis 8 Zoll von einander entfernt ſind. Hat. das Kraut nur Plas ſim auszubreiten, ſo werden die Rüben nach Verhältniß eben ſo groß. Es iſt allen Beobachtern des Rübenbaues hin», länglich befannt, daß wenn zwey Rüben ſo ſtehen, daß ſie einander berühren, wenn ſie groß werden, ſie auf der Seite, wo ſie ſich berühren, zwar platt werden, doch auf der andern Seite ſic) ſo ausbreiten, als ob ſie ſich durch) das Berühren gar nicht. hinderten." Ap]; ME NENN E I <<< GZ EZZ EE WAIT EIN me DESIRE HS, = „omen nemen ggg in SELENE In m En a / GEGEN 1i4 Dies macht in der That eine ſehr gute Wir- fung, denn indem ſie ſich beſireben ihre runde Form zu erhalten, weichen ſie eine, der an- dern aus. Hiedurcy erhält das Kraut mehr Freyheit zum wachſen und es ſcheint ausge- macht, daß die Stärke einer jeden Pflanze mit der Größe und Anzahl ihrer Blätter im- mer in Verhältniß bleibt. Dies führt uns zu einer allgemeinen Re- gel, um die eigentliche Entfernung der Pflan- zen von einander zu beſtimmen. Dieſe muß ſo ſeyn, daß ſie ihnen Plaß giebt, vollfom- men auszuwachſen, ohne einen Raum ganz leer, oder nur dünne mit Blättern bedeckt zu laſſen, und dies führt uns wieder auf un- ſern vorigen Saß zurück: daß ihre Entfer- nung mit dem Zuſtand des Bodens und der Saatzeit in Verhältniß ſtehen muß. Angenommen, daß eine Rübe von 6 Zoll im Durchmeſſer einen Raum von 19 „Zoll im Quadrat erfordere, um ihr Kraut ge- hörig auszubreiten, ſo würde das von einer rozölligen Nübe ſich auf denſelben Raum ein- ſchränfen; dagegen eine von geringerer Größe den leeren Raum unangefällt laſſen. | ab furt! anneh C Galt? ſtm ſorten: des( dies 91 jhepe ia€ zw' läßt 5 ven et die Er! der If fotten, Pflane ITS "97 Da nun die Rüben in dieſer Gegend nur 4 bis 8 Zoll im Durchmeſſer di> werden, ſo IA Fann mati 12 Zoli als eine Mittelentfernung 7) mehr annehmen. Huge Es würde lächerlich ſeyn, und wenig Pflanze Sachkenntniß verrathen, wenn man eine be- IFE I ſtimmte Entfernung für die aus der Hand ge ſäeten Rüben feſtſeßen wollte. Unterſucht man fihlen Nw das Stück Rüben nach dem Behacken, wenn t Dflay- dies gleich von einem geſchickten Arbeiter ge- ſe muß ſchehen iſt, ſo wird man die Verſchiedenheit WOECH der Entfernungen unendlich finden. Kautny am ganz zwey ſind ſich gleich. In Anſehung des zweyten Behackens ztes Be- 1 bededt p. DEE; hacen. auf ütv laßt ſich wenig ſagen; es beſtimmt ſich nach: Ehifer- dem erſten. Der Hauptendzweck deſſelben iſt, iy ber die Erde zu lockern, und ſie an die Wurzeln der Pflanze zu bringen, das Unfraut auszu« rotten, da wo beym erſten Behacken zwey von 6 Pflanzen zuſammengelaſſen wurden, ſie zu ver- von 12 einzeln, diejenigen, welche man vorher über- raut ger ſehen, oder wenn ſie bey feuchtem Wetter it on einer die loſe Erde verſchüttet waren, und am utz- um eit rechten Ort Wurzel geſchlagen hätten, auf rx Größ! den rechten Plaß zu bringen. Es würde ſehe gut ſeyn, wenn beym H 2 116 zwehken Behacfen, die überzählige Pflanzen auf die leere Flecke verpflanzt werden könn- ten, wie das bey Steckrüben wohl geſchiehet. Dies kann indeſſen hier nicht mit Nußen angewandt werden. Die verpflanzten Rüben bleiben wohl'am. Leben, treiben aber nicht weiter.- Iſt es daher" nicht die Pflicht des Rübenbauers, darauf zu ſehen, daß beym exr- ſten Behacken, durch) ihre Schuld feine leere Flecke entſtehen? Es finden“ ſich durch die Schuld des Bodens oder des Säers doch im- mer genug. j Im Gegentheil können die überzähligen Pflanzen ohne die Arbeit.oder die Koſten zu vermehren, leicht weggebracht werden, denn die Hacke, wel hätte, vun dieſes Authe | 3 Tutt dn! Pflattzeh en Fönte eſchiehet, t Nußen Rüben er nicht ht des veym els ne leere ch die d im- zähligen oſten zu dent die yt, und | ver- da- doch unglücklicherweiſe für den nachläßigen e Be- Wirth, ſteht ſein Intereſſe mit dem ſeines Pflan- Arbeiters gerade, im Gegenſaß. Es giebt indeſſen, wie ich ſchon bemerkt Mey- habe, einige gute Wirthe, die auf ihre Rü- Preis, 120 benhaFer vorzügliche Aufmerkſamfeit haben, und. völlig überzeugt ſind, daß die darauf zu wendende Achtſamkeit und 1 Schilling mehr für den. Acre mit einer guten oder ſchlechten Rübenernte, deren jene p. Acre 4 Pfund Sterlinge(15 Thlr. 209 Gr. p.'Morgen) und. dieſe; 2 Pfund(7 Thlr, 22 Gr.. p. Mox- gen) werth iſt, in keinem Verhältniß ſtehet, Der Pachtzins, die Koſten der Beſtol- lung, Düngung und Saat ſind in beyden Fäl- len- immer dieſelben. Jeßt giebt man 6 Scillinge p. Acre (1 Thlr..; 4- Gr. 6 Pf. p. Morgen) für das iſte und ote Behackfen, das man gewöhnlich zuſammen verdingt. Wird jedes beſonders bezahlt, ſo giebt man für das erſte Behacken 32 bis 4 Schillinge p. Acre,(16 bis 19 Gr. p«+ Morgen): und für das zweyte 9 bis 25 Schilling p. Acre.,(9 bis 12 Gr,:p. Morgen.) In Verhältniß gegen andere Ge- genden; wo man 8, 10 bis 12 Schillinge p. Acre,(1 Thlr. 14 Gv, 2 WWlv.+bis.-2 Thle. 9 Gr. p. Morgen) für das 1ſte und 2te Behacken giebt, iſt dies ſehr wenig. Dieſe Verſchiedenheit der Preiſe hat zwey Urſachen. In Norfolk iſt jeder Landmann ein Rü- NENNEN enpus [euten .] py! vp, v wiſe) ag ven zy ſeht Joa von dage! wpreit, veniſe ' Fein Nuup Faul, nahen it haben, darauf zu ing mehr ſchlechten | Pfund Morgen) D. Mor- ß ſtehet, v Beſtel: ven Fäl: D+ Acve für das wöhnlich 'eſonders Zehafen bis 19 ; 9 bis Gr; p« ere Ge- linge p+ bis 2 ſie und „Dieſe ſachen, ein Rit .66| benhafer, und.in' Verhältniß mit den Land- leuten anderer Gegenden, auch ein geſchicter. In dieſen iſt das Rübenbehacken ein Geheim- niß, das nur die Gärtner, und einige:andere wiſſen, die wenn ſie gleich ungeſchi>t ſind,, es dennoch in ihrer Gewalt haben, den Preis zu ſeßen. Der andere Grund iſt, daß. der Norfolkſche Boden- leichter. zu bearbeiten, frey von Steinen und dergleichen Hinderniſſen, dagegen er anderwärts mehrentheils. an ſich unrein. oder voller Steine und'anderer Hin, dertziſſe iſt. Die Rüben haben außerordentlich viel Feinde in dieſer Gegend. Die Fliege, die Raupe, die Made än der Wurzel und die Fäule. Im Jahr 1731 wurden dadurch My- riaven verwüſtet. Die Fliege griff ſie“ an, als ſie no< ganz klein waren, die Raupe, als“die Köpfe etwas größer wurden, und die Täule, als ſie ihre H Größe erreicht hatten. „Sie litten beſonders APE eine Ark Nä pen, die man die ſchwarzen nennt. Die Mu- ben ſind ihre Beute, ſo wie die" Saamen Blätter bekommen.. Sie. werden von ivnein Krank? heiten. Rauyony, 122 bis auf den Grund weggefreſſen, und gänzlich zerſtört. Beſonders iſt es indeſſen, daß die Ver- wüſtung nur Thei!lweiſe geſchieht. Manche Stücfen bleiben ganz unberührt, andere wer- den nur Fleckweiſe abgefreſſen. Dieſe Flecke ſind indeſſen auch rein aufgefreſſen, während der übrige Theil des Stücks völlig unbeſchä- digt bleibt. Noc< beſonderer iſt es, daß die See- füſte vorzüglich viel gelitten hat. Mit der Ent- fernung von der See nahm auch der Schaden ab. Vielleicht wurden die erſten Juſekten durch die Nordoſtwinde, die dies Jahr vorzüglich ſtarf weheten, über die See gebracht. Daß Inſekten wenigſtens verſuchen über den Ocean zu fliegen, ſcheint eine Bemerkung des Herrn Arthur Bayfield zu Antingham zu beweiſen. Dieſer ſagte, daß er vor einigen Jahren auf der Küſte, Myriaden von Flie- gen ſah, die den ſpaniſchen Fliegen(Cantha- rides) ähnlich waren und todt am Ufer von der Ebbe zurückgelaſſen lagen. Wahrſchein- lim war eine Windſtille entſtanden, oder der Wind war ihnen entgegen; ſie wurden er- ſchöpft, fielen in die See und ertranken, fet pate bw ih fü pft war, (4 ſehe! gf ſv jerpehende poppen Stüts? (hung 0 völlig dur Roc Erf anhalten als er I einigen G dne einzi] Es| "yfeften (deb ande indern ie Ein: vide auf dm hedyt dn Fina dedin 123 Herr Thomas Schepherd zu Nordreps hatffe bemerkt, daß ein Stück früh geſaäeter Rüben faſt ganz mit einer Art Fliegen be- dect war, die den grauen Pferdefliegen ähn- lich ſahen, nur mit dem Unterſchiede, daß ihr Kopf ſchwarz und der Leib gelh war. Aus vor- hergehenden ähnlichen Erfahrungen dieſer Art prophezeyte er die gänzliche Zerſtörung dieſes Stücks. dur Rü- ) aufge ater 97 8 ſaet, und völlig frey von den Raupen. Er zog einen Graben zwiſchen beyde Seiten, und warf Kalk hinein. Durch dies künſtliche Mit- tel rettete er ſeine geſunde Rüben. Die Ratut- pen verſuchten durch den Graben zu friechen, um ſich friſche Nahrung zu ſuchen, fielen im Kalk und wurden erſtickt. Herr Bayſtield be- haupfet, daß. bey trocknem Wetter, ein Gra- ben auch ohne Kalk hinlänglich ſey ſie aufzu- halten. Da die Erde an den Seiten des Grabens nicht feſt hält, können ſie nicht hin- auffriechen, ſondern fallen wieder auf den Boden, und werden durch) wiederholte Ber- ſuche endlich erſchöpft*). Die Wirthe, welche ihre Rüben" behack- fen, während die Raupen noch unter ihnen waren, und weiter keine Vorfehrungen tra- fen, verloren außer den Koſten des Be- hacfens noch ihre ganze Ernte, denn nach dieſer Arbeit fielen ſämtliche Raupen auf die nun verhältnißmäßig wenigern Pflanzen, und verzehrten ſie gänzlich.? In dieſem Falle bleibt kein anderes Mit- *) Anm. d. Ueberſ, Eben dies Mittel iſt vor einigen Jahren'gegen das Fortkriechen der Kieferraupett/ an verſchiedenen Orten in Deutſchland mit vielem Nußen gngewendet worden, | | ! ; i 14 RE Bat 58 s. ee<<< enn Faule, T26 "tel, als den Boden umzupflügen, und von friſchem zu ſäen. Im Jahr 1781 ſah man ſich genöthigt, dies auf einigen hundert Mör- gen zu thun. Ohngefähr 20 Jahr zuvor war es in der ganzen Gegend derſelbe Fall. Die erſte Saat war überall verwüſtet worden. Die Raupe an ſich würde den Rüben vielleicht nicht ſo ſchädlich ſeyn; allein die Krähen riſſen, um die Raupen zu haben, nicht bloß die von ihnen angefreſſenen, ſon- dern auch die geſunden Rüben heraus, und verderben ſie auf die Arr gänzlich. Die Fäule iſt ein großer Auswuchs, der ſich unten an der Rübe ſeßt. Er wird bey- nahe ſo groß als zwey Hände, und ſobald rauhes Wetter einfällt, oder er von ſelbſt zur Reife kommt, fault er und ſtinkt aqußeror- dentlich. Bey den Verſuchen, die ich durch Aus- ziehn und genaue Beſichtigung der Rüben an- ſtellte, machte ich folgende Bemerkungen. Wenn die Rübe ungefähr ſo groß iſt, als eine Wallnuß in der äußern Schaale, ſo iſt der Auswuchs ſchon ſo groß als ein Gänſeey. Er macht eine ſehr unregelmäßige Figur, und hat bisweilen noch untere Auswüchſe, wie die ude ſ! hat nt rungeg) ſus[ch 6; einer A! Jnzent diger, |) haben, if, vm N pm liegt, 1 Rüben zuverläß hem id) Daune Rüben Es Venerw ny Tu ßen dj deh Ww lind beh ſah man dert Mö:+ bor war all, Die rden, 1 Rüben lein die 4: haben, ett, fol us, und a<8, der vird beye 1d ſobald elbſt zur außeror- < Aus- ben an- fungen. iſt, als „fiſt Zäanſeey« ur, und wie di L0177 / Ingberwurzeln. Schneidet man ihn durch, ſo hat er das Ilnſehen einer feſten Rübe, un- terſucht man ihn aber durch ein Vergröße- rungsglas, ſo findet man Adern oder gleich- ſam ſehnigte Gefäße im Fleiſche. Sein Geruch und Geſchmack gleicht dem einer Rübe einigermaßen, doch fehlt ihm das Angenehme. Er iſt etwas herber und wie- driger, gleich dem einer alten ſtöFrigen Rübe. Das Kraut derer, die dieſen Augwuchs haben, wird von der Sonnenhiße gelb und ſchlaff, ſo daß man ſie bey Tage ſehr gut von den geſunden unterſcheiden kann. Die mehreſten Wirthe ſcheinen der Mey- nung zu ſeyn, daß die' Urſache der Fäule darin liegt, wenn ein und daſſelbe Land ſchon zu oft Rüben getragen hat. Hierin irren ſie indeſſen zuverläßig, denn das Stuck Land, auf wel- d; man könne ſie in ſehr große Haufen zuſammen ſcharren. Häkte man in dieſem Zuſtande, der vielleicht fein Zuſtand.der Ruhe ſondern der Begat- fung war, Feuer unter ſie gelegt, ſo würde man eine beträchtliche Menge von ihnen ge- tödtet haben. „In dem oben erwähnten Stück in Süd reps, wodurch der Fußſteig ging, und. daß drey Meilen(3 d. M.) von der Küſte ent« fernt lag, waren ſie der Beſchreibung nach den Bienenſchwärmen ähnlich. Deu 28ſten July deſſelben Jahres ging ich auf dieſem Stück mit dem Cigenthümer Herr John Backer, Ungefähr 10 Tage nach der Ankunft der Fliegen fingen die jungen Raupen ſchon an auf der untern Seite der Blätter zu erſcheinen, und als im die Rü- ben ohngefähr 10 Tage darnach wieder ſah, waren ſie ſchon völlig kahl gefreſſen. Nichts als das Skelet, oder die ſtarken Faſern der Blätter waren übrig geblieben. Doch waren ein oder zwey kleine Flecke in der Mitte des SEI 132 Stücks, und ein Rand an der Außenſeite, unter der Hecke deſſen“ Breite mit der Höhe der:angränzenden Hecke oder Bäume in Ver- hältniß war, übrig geblieben. Nach der Abendſeite dieſes Stücks zeigte ſich hiervon ein“auſfällendes Beyſpiel. An“ dem einen Ende der Verzäunüung ſränden keine Bäume, die Weißdorn Hee war hier 10 bis 12"Fuß-hö<, an dieſem Theil ging der verſchonte Fleck noch etwas weiter als die Hecke; das andere Ende derſelben war voller Standbäume, deren Zopf 18 bis 20 Fuß hoch war,"und"damit war die Breite des verſchonren Flecks in gehödrigem Verhältniß. Schon der erſte Baum bezeichnete den Unter- ſchied auf das genaueſte. Faſt jede Hecke hatte einen ähnlichen verſchönten Rand, und auf einigen kleinen Stücken, die rund herum- mit hohen Bäumen eingefaßt waren, blieben die Rüben faſt gänzlich ohne Schaden. Große unverzäunte Felder, und ſelbſt Fleine verzäunte, die aber nach der See zu offen waren, litten am mehreſten; dagegen die Abhänge von den Hügeln, die dicht an der See lagen am wenigſten. Vermuthlich weil die Fliegen in ihrem Fluge darüber wegſchofſen. Nl Ouffint! Gun j4uung Ged ei gegrifen Aelmoiß- de ihre Ey dieſe: fle ge ni! Raupen. ju kh Tahrun des Gr (wunde yah den gefreſe und„Ctt haupt Or Wolhineh 15) ſhei Aufet| ve Ahe M Nüßenſeite, der Höhe in Ver- ds zeigte , "jaunung ede war em heil 8 weiter ben war his 20 ie Breite erhältniß. en Unter fe hatte und auf rum mit eben die nd ſelbſt See zu egen die an der lich wei! ſchoſſen 133 IJu..dem Schatten der Bäutne, oder: dem Iuſtinkt:;der„Thiere ſelbſt„mag. vielleicht der Grund.-liegen„. daß die. Räunde. ander Ver- zäunung verſchont geblieben.. Warum aber.ein Stück eines und deſſelben Feldes weniger ats, gegriffen„iſt, als-das. andere, ſcheint ein Ge- heimniß.„Vielleicht.„bleiben dieſe Juſekten;,, die, gern in-großen Haufen ziehen, wenn ſie ihre Eyer legen lieber beyſammen. Ob ſchow dieſe» kleinen, Fle>e und Ränder„von. den. Flie- gen nichts leiden, ſo entgehen ſie dennoch den, Raupen„gicht.„„Sobald. ſie.„die erſten Pflays zen Eahlngeſreſſen. haben, ſo ſuchen ſie friſche: Nahrung, uud. wenn ſie, mit der; einen Seite; des.Stücs, Fertig. ſind,. ſo. gehen. ſie.„mit. einem. bewundernswürdigen Inſtinkt,„Haufenweiſe. nach dem. andern. Haben. Fie, ein ganzes Feld, abgefreſſen, ſo hat man die betiachbarten„Wege, und--Straßen ,. wie: man„mit. Zuverſicht be- haupten will, ſchon ganz. ſchwarz davon geſehen. Gras.und- alle aydere, Pftanzen, ausge- nommen Rüben.„und, Hederich,(Ünapis, arven=> (is) ſcheinen ſie zu verachten... Auf. leßtere be- hauptet. man; ſind..ſie noch. begieriger als auf die. Rüben. ſelbſt... 55 553,15 a “ FAR Backer führt zum Beyſpiel ein Elei- > kf 134 nes Stück an, wo der Hederich aus Mau- gel am Behacen fniehoh äufgeſchoſſen war, Hier wurden zwar die Rüben ſtark beſchädigt, aber der Hederich bis auf die Wurzel auf- gefreſſen, Man hat ſchon verſchiedene Verſuche zu ihrer Zerſtörung angeſtellt, Herr Backer be- ſtreuete ſie des Nachts mit Kalk, als der Thau noch darauf lag, jedoch ohne Erfolg. "Hierauf verſuchte er das Walzen. Dies ſchadete ihnen zwar etwas, beſonders wenn es'einigemahl wiederholt wurde, rettete aber die Pflanzen nicht.» Merkwürdig iſt es in- deſſen doM, daß die Pflanzen unter den He- den, ob ſie gleich zwey oder dreymahl- mit einer ſchweren Walze übergewalzt waren, da- durc:'gar Feinen Een gelitten' zu haben ſchienen, Herr Chandler von Munsley ſoll- Ruß, aber ebenfalls ohne Nußen dagegen gebraucht haben. Der Enten hat man ſich verſchiedene Mahl und mit allgemein: gütem Erfolg bedient, - Anderes Federvieh iſt eben ſo anwend- bar“ und wenn“nian von einem einzelnen Um- ſtande einen Schluß auf das Ganze machen fann, ſd“ leiſten auch die Krähen gute Dienſte, 0 Wied var Au "“, we ev, un as Ant zu hoben V einige| iſt lam! vem viele ve nich Rev H auf ein ſar eine Zeit beh Ye ſw iſt, 1 de Ive iſte Wäuchlig yt ziehet IM inet vy Ma werdn. ſuche zu ader bes als der Erfolg, 1, Dies 5 wenn te aber x es ine den He- tahl- mit ven, da- | haben [- Ruß, braucht chiedene bedient, nwend- en Um- n fann, 17 155 Ein großes unverzäuntes Stück Rüben blieb aus einer ganz beſondern Urſach von den Raupen verſchont. Es lag nahe an einem Ort, wo die Krähen ſich häufig verſammel- fen, und ich erinnere mich dieſes Stüc mehr als einmal ganz von ihnen bede>t geſehen zu haben. Wo die Pflanzen beha>tf waren, haben einige ſie mit der Hand abgeleſenz allein. dies iſt langweilig und koſtbar, beſonders wo de- ren viele ſind. Ich ſelbſt habe an einer Pflanze, die nicht größer als meine Hand war, 20 Raupen gezählt. Herr John Joy behauptet, daß er 320 auf. einer Rübe gezählt hat. Es war indeſ- ſen eine große Pflanze, die ſchon vor einiger Zeit behackt war. Wenn ein Theil eines Feldes abgefreſ- ſen iſt, und die Raupen ſic nach einem an- dern weniger angegriffenen begeben wollen, ſo iſt es unter den Wirthen allgemein ge- bräuchlich, zwiſchen beyden Theilen eine Furche zu ziehen. Dieſe wird mit einem Spaten auf Art eines Grabens vertiefetz; die Seiten nach den Pflanzen zu, welche ſie ſchüßen wollen, werden ſo ſteil als möglich, und wenn der 136 Boden feſt genug iſt, no mehreſte Zutrauen- da-. durch: gewonnen: hatte.,...den Herr...Jonathan. Bond.„in. Südreps ,. um... diez. kleinern..dabey vorfommenden Umſtände von. ihm„zu erler- nen, und.die Wirkfang, zu ſehen. Der Beſen wäre ſehr künſtlich, von den geradeſten. und volleſtea Schüſſen..des. lebten Jahres ,. die ungefähr. einen Finger-di>, und zwey„bis drey. Fuß 5 lang waren... gemacht. Dieſe waren an. ein Seil mit.Schiffsthauen 18 bis 20 Fuß in der Länge, und jedes' 4."bis 6„Zoll voneinander„gebunden... Zwey Leute zogen dies Seil, und bedeckten damit ein 10 bis 12 füßiges Beet. zur Hälfte. 133 Die beyden Leute faſſen dicht neben den Zweigen an. Die beyde loſe Enden des Seils werden zuſammengebunden, und ſchleppen in einiger Entfernung hinter dem Flieder. Die Nebenumſtände hey dieſem Stü Rüben, das durch dieſe Erfindung gerettet ſeyn ſoll, wa- ren folgende: Ein Theil des Stücks war früh geſäet, und die Pflanzen hatten ſchon rauhe Blätter,“als die gelben Fliegen ſich zuerſt ſehen ließen. Der andere Theil war erſt nach dieſer Zeit geſaet. Erſterer“ wurde gänzlich abgeſchnitfen, wieder umgepflügt, und zum zweytenmahl beſäet; doch das Pflügen und Egen fonnte die Raupen nicht alle tödten, Man ſah ſie auf dem Boden noch zu tkauſen- den nach dem ſpäter beſäeten Theil hinkriechen, wo die Pflanzen nun ſchon eine beträchtliche Größe erreicht hatten. Da der Eigenthümer dies bemerkte, zog er einen Graben zwiſchen beyde Theile. So- dann zog er und ſeiner Leute täglich dreymal den Fliederbuſch über die Pflanzen, nehmlich des Morgens, ehe ſie zur Arbeit gingen, des Mittags, wenn ſie zum Eſſen nach Hauſe kamen, und des Abends, wenn ſie von der Arbeit zurückfehrten. | 0 Motys 17 Et jw! ſert, Zuge[at for Zeit hen. 3 N zelt gem Raupen Wig haben,( fonntett M MNoſchin ven Dünt fen Jeff (ad un! ven Veſt uf dine Matzen jeden' ven Hege ſt Eddy heben den des Seils leppen in er, Die ben, das oll, war ar früh "rauhe H zuerſt erſt nach gänzlich nd zum gen und » fodten, t fauſen friehen, ächtliche te, 309 , Ed dreymal ehmlich en, des Hauſe yon der BI Das Stur iſt ohngefähr 3 Acres(4x Morgen) groß, und nahm'doch gewöhnlich 1x Stunden Zeit weg, beſonders des Mor- gens, wenn der Thau das Schleppen er- ſchwerte. Er hat dieſen Beſen ungefähr 10 Tage lang gebraucht, und ihn während die- ſer Zeit dreymal mit neuen Sträuchen verſe- hen. Zuleßt war er völlig abgenußt. Nachdem ich eine Zeitlang auf den Pflan- zen genau geſucht hatte, fand ich nur zwey Raupen und die Rüben an ſich ſo geſund, als ich mich nicht erinnere, ſie je geſehen zu haben. Sie waren erſt drey Wochen alt, und fonnten ſchon behackft werden. Bey Nordreps bemerkte ih eine ähnliche Maſchine; dieſe war indeſſen nicht bloß von den dünnen Zweigett, ſondern von"den ſtärk- ſten Aeſten gemacht. Sie war groß, plump und unwirthſchaftlich. Die krummen geboge- nen Aeſte, deren einige ſo dicht wie das Ge- lenf einer Hand waren, ſchleppen auf den Pflanzen, und zerreißen ſiez dahingegen die geraden Zweige flach und eben auf dem Bo- den liegen und die Pflanzen auf die wirkſamſte Art erſchüttern, ohne ihnen den geringſten Schaden zu thun, Jede Pflanze wird, ſobald 1409 das, Seil ſie. berührt, in-.eine 7. zitternde) Be- wegung,-und bleibt. ſolange.darin,.. bis das: leßte- Blatt des Flieders: ſie trift. Viel» leicht. beſteht-hierin- das„ganze. Verdienſt die- ſer Erfindung,» Man glaubt. ziemlich. allge- Mein, daß,:der Flieder ſeiner Natur nach die- ſen„Thieren. ſchädlich ſey;.; ih- zweifle inSeſſen ſehr daran. ; Angeſtellte Verſuche haben mich DiE zeugt, daß dieſe. Meinung irrig ſey. Els I<„nahm eines Abends friſche Flieder- blätter„..quetſchte ſie. in..der„Hand,, riß 6, voneinander,„that ſie mit„einex Raupe. eine zinnerne Büchſe, und. machte. ſie,-- dem Deckel: Feſt. zu 3; am andern. Morgen. war die Raupe. ſo. geſund,- als 9 ſie-hineinge- than batte, ,...: „Ein:andermal nahm ich, ein Rübenblatt; rieb es mit einem-Fliederzweig; hernach. drückte ich beydes einige Sekunden: zwiſchen den Hanz den. zuſammen,, haf das„Rübenblatt in ein, Behältniß, worin. friſch geſammelte Raupen waren, und fand jam. andern. Morgen„nichts als die. Faſern des„Blattes übrig gelaſſen.. Einigen... andern. Raupen„gab-ich ein friſch gepflüctes noch reines Rübenblatt, eines. miel gp wf vat Wein De ver Aa Hedrich riebee 3 EG der die dba ſd verbuſe won mt yon den fem ay Ni jepogenel wähnt Hoch wen vs vr w9 iſt, von inde, Wiigein Wm feine Wig V Netty fende» Py darin, big ft. Viels ienſt dies ich allge- hach die: „indeſſen. <"Über« hi Fliedey- tiß ſie pe, in ſie mit gen war neige: enblatt; „drücte en Hän in eit, Raupen 1„nichts aſſen«, ich ein tr ein? I41 mit Flieder beriebenes,' und ein ebenfalls friſch gepflütes Hederichblatt. Den Morgen da- rauf war von dem mit Flieder beriebenen nicht ällein beträchtlich viel gefreſſen ,- ſondern eine der Raupen ſaß ſogar no< darauf. Das Hederichblatt hätte nur ein Loch, das unbe- viebene Rübenblatt aber verſchiedenes Es ſcheint hieraus klar,“ daß“ der Flie- der"dieſen Thieren Fkeinesweges“ unangenehm öder ſchädlich“ ſey. Das Verdienſt des Flie- derbuſches; wenn er ja einen hat, kann alſo wohl nür darin“ beſtehen, daß er die Naupen von den Pflanzen abſchürtelt, ohne den leß- tern zu ſchaden. Mir iſt es'Höchſt“wahrſcheinlich, daß der gezogene Graben, und nicht der Flieder die oben- erwähnten Rüben'von den Raupen rettete. Doch wenn Herr Thomas Schephard, zu Nord- reps, in der Erzählung eines Verſuchs, den er vor 20 Jahren gemacht hat, pünktlich geweſen iſt," woran ich zu zweifeln. gar keine Urſa) finde, ſo iſt das Abſtreifen der Raupen von: wenigem Nußen. Er erzählte: mir 73 daß er ein kleines Stück“von 2 Acre(3. Morgen) einige Tage hindurch ununterbrochen Tag und Nacht. mit einem Seil, jedoch ohne den min- 142 deſten Erfolg übergeſtreifet habe 3; denn ſo Flein auch das Stü war, ſo waren die Planzen auf der einen Seite immer ſchon wieder mit Raupen bedeckt, ehe die Leute auf die anderen zu Ende waren. Wenn man annimmt, wie geſchwind ſie wieder anſangen, fore zu kriehen, nachdem man ſie herunter geſtreift. hat, und wie ſchnell ſie auf ihren Füßen fortkommen, ſo ſcheint es höchſt wahr- ſcheinlim, daß, wenn man ſie auch von den Pflanzen heruntergeſtreift hat, ſie dennoch in 5 Minuten wieder bis an die Blätter fom- men und zu freſſen anfangen. Es ſcheint da- her vergeblich, von dem Abſtreifen irgend einen weſentlichen Erfolg erwarten zu fkön- nen. So lange ſie das Leben haben, wiſſen ſie ſih durch manche Schwierigkeiten durch- zuwinden, um es zu erhalten. Es mögen indeſſen die oberwähnten Pflan- zen durc) das Ueberſtreifen mit einem Flie- derbuſch von den Raupen gerettet ſeyn, oder nicht, ſo bin im doch immer ſehr der Mei- nung, daß dieſe Verfahrungsart erſtern in Anſehung ihres Wachsthums und ihrer Ge- ſundheit vortheilhaft iſt. Es iſt befannt, daß der Wachschum der Pflanzen, durch die Be- weg fann! vf ie uf ſe Pune ſheint 0 ſomfait! Ne ſr bi Zan! Birth€ eve halten dann,| fond| 1483 It hab anige N temat y gde Gie wel Cüfe, Aten, vw de Zum ben Wi ; denn Waren die ner ſchon die Leute enn man fangen, herunter fihren ſt wahr- von den no< in er fem» yeint da- h irgend zu fön: , wiſſen - durche ' Pflan- n Flie 1, oder vr Mei- ern in x Oe- t, daß ie Be- I43 wegung des Windes befördert wird, man kann daher nicht ohne Grund vermuthen, daß der Fliederbuſch eine ähnliche Wirkung auf ſie hervorgebraen, aber ic) wurde getäuſcht 3 deswegen trennte ich(damit ihr Schmerz ſo kurz als möglich ſeyn möchte) den Kopf vom Körper. J< glaubte, daß ſie in der Todegangſt die Stacheln ausſtrecken würde, aber auch dieſes gelang mir nicht. Statt, daß gleich nach der Enthauptung der Tod erfolgen ſollte, ſo ſchien zu meinem größ- ten Erſtaunen ihr Körper gar feine große Beſchwerden davon zu leiden. Sie rannte auf den Tiſch umher. Jh legte ſie auf den Rücken. Sie kam ſo geſchwinde als vorhero wieder auf die Beine, breitete ihre Flügel aus, und machte in demſelben Augenblick einen Verſuch zum Fliegen. Drey Stunden nach ihrer Enthauptung war ihr Körper noch lebendig; wie lange ſie noM; nachher lebte, weiß ich nicht, Ueberzeugt, daß der Körper ohne den Kopf nicht empfinden könnte, habe ich- ſie weder aufbewahrt noch getödtet. Dennoch, wurde nachher meine Neugierde in einer Art befriediget, die ich nicht gehofft hatte- Da ich ein friſches Rübenlaub für die in einem Glaſe befindlichen Raupen that, yar, v ate ves Gerungs deutli) ynd 98 Nadde! der X ihr ZU dieſet Steht die G ſe ned mN vo die Gezenf hatte,| veytlih d "wh de vl fei zug ſimy Tortur, NN tacheln zur ! iG wurde (damit ihr m möchte) fe, daß ſie ausſireden wir nicht, auptung der einem größ eine große Zie tante ſie auf den als vorher) ihre Flüge! rey Stunden Körper no) her[ehtt, der Körpet dune, Aabe odtet, e Neugierde icht gehofft enlaub fü! aupen 10% 149 ſo. ſah ich beſonders“ eine von den. weiblichen Fliegen, welche die verſchiedene Arten Blät« ter ſehr ſorgfältig unterſuchte, und bemerkte, daß ſie auf ein Blatt beſonders aufmerkſam war, welcher glücklicherweiſe an der Auſſen» ſeite des Glaſes lag. I< nahm ein Vergrö- ßerungsglas, legte es daran, und ſah ſie ſehr deutlich ihre Stacheln entblößen, und ganz und gar im Rande des Blattes hineinſte>en«. Nachdem ſie mit denſelben eine Art Canal oder Röhre darin gemacht hatte, legte ſie ihr Zeugungsglied in die Oeffnung, blieb in dieſer Stellung einige Sekunden, zog die Stacheln hiernächſt vorſichtig heraus; und in die Scheide hinein. Unmittelbar darauf ſuchte ſie nach einem bequemen Fle> zu einem an- dern Neſt. Da ich an einem Fenſter ſtand, wo die Sonne ſehr hell ſchien, und ich den Gegenſtand zwiſchen dem Auge und dem Lichte hatte, ſo ſahe ich dieſes ganze Geſchäft ſehr deutlich.; Die Stacheln ſind braun, der Farbe nach dem Stachel der Bienen ähnlich, aber viel feiner, und ſcheinen glatt zu ſeynz ob ſie zackig oder niht, kann ich nicht gewiß be- ſtimmen- In Zeit von zwey bis drey Minu- 1592 fen ſah ich ſie drey bis viermal dies Geſchäft wiederholen, Eine dieſer Fliegen lebte eilf Tage, zwey andere acht bis neun; die übrigen ſieben bis amt, Die Weibchen ſtarben zuerſt. Was ihre eigentliche Nahrung iſt, kann ich no<+ nicht gewiß beſtimmen. Das Ein- zige,- was ich ihnen im Glaſe gab, waren grüne Rübenblätter. I< bildete mir mehr wie einmal ein, bemerkt zu haben, daß ſie ihre Nahrung in die feinen Härchen der Pflanze fänden, aber ich bin hierüber noch ſehr in Ungewißheit. Seit dem habe ich ſie oft den Saft, der aus den Faſern eines be- ſchädigten Rübenblatt3 herausfließt, trinken ſehn, auch machte ich im Jahre 1787 die Bemerkung, daß aufgelöſter Zucker eine ihrer liebſten Nahrungen ſey. Bey Sonnenuntergang ruhen fie ſich, laſſen den Kopf herunter hängen, und lehnen die Fühlhörner an den erſten Gegenſtand an, ven ſie finden. In dieſer Stellung bleiben ſie, wahrſcheinlih in einem Zuſtande von Schlaf oder Betäubung, bis ſie die Sonne den anderen Morgen belebt.- Ihr Unflath iſt feucht, an Farbe und Coyfife wird 10! vs M je Ju Unterſu der ef Ns T elente it länge des für Zil; R m aut 1 haben| bn ZU Whit, Pls; | 4] Geſchäft age, zwey ſieben bis iſt, fann as Eitt- ), waren mir mehr des ſie hen der ber noh ve ic ſee eines bes , trinfen 1787 die ine ihrer ſie ſich, d lehnen tand ant, bleiben nde von ; Sonne arbe 11?) I51 Conſiſtenz der Sahne ähnlich, QGetro>net wird er zu weißen Pulver. Das Weibchen iſt beträchtlich größer als das Männchen, und, wenn ſie fliegt, ſcheint ihre Farbe ein helles Gelb. Nach genauerer Unterſuchung zeigte ſich, daß die Farbe bey- der Geſchlechter gleich ſey. Folgendes iſt eine genaue Beſchreibung jedes Geſchlechts. Die Fühlhörner beſtehen aus neun Gelenken; das dritte Gelenk vom Kopfe an iſt länger als die übrigen. Sie ſind den hun- dert fünf und zwanzigtauſendſten Theil eines Zolls; lang, gebogen und ſchwarz. Der Kopf mit den Augen, und zwey den Ohren ähnliche Anhänge iſt ſchwarz. Kiefer ſind vier. Sie ſind Bernſtein- gelb, und das Maul weißlich. Die vier Flügel ſind abwärts gebogen, und 33455 Zoll lang, von feiner durchſichtiger Haut mit ſchwarzen Nibben. Die oberſten haben ſtarke ſchwarze Ribben, nach den En- den zu gebogen. Die unterſten ſind weniger nervigt, und ragen den 21ſten Theil eines Zolls über dem Körper weg. Schenkel ſind bernſteingelb, mit ſc der Länge endigt, Dieſe Scheide hat ihre Nichtung vor- wärts, und ragt etwas unter dem Leibe her- N vor, hat aber ihre Lage hauptſachlich in einem 4 E. Theile des Bauchs. ohne eit Die männliche Fliege iſt der weibli- PEN hen ähnlich; ausgenommen, daß ihre Füuhl- . wiſchen hörner nur 25, ihre Beine 255, ihr Körper zte Durch d. 52755 eines Zolls lang ſind, und- daß un- er Länge, fer den unvollfommenen Einſchnitten eine flache ſehs un- Schuppe liegt, welche das Zeugungsglied nen Eine bedeckt. Dieſes iſt in einer geſpaltenen horn- artigen Kapſel verſchloſſen, welche die Spiße den leß- des Schwanzes ausmacht. Bey der Begatks hes ſeine tung dehnen ſich die beyden hornartigen Klauen ' aus, und umflammern gewiſſermaßen das benahnt, Weibchen. Das Zeugungsglied iſt walzen» um das förmig, kurz, und von einem durchſichtigen - heſtehet fnorplichten Weſen. Zum Begatten ladet zu- ien, mit weilen das Männc auf der einen Hälfte aufgefreſſen hat, ſo bohrt ſie es durch und macht ſich nunmehro an die andere Seite des Blattes. Sie frißt nicht beyde Seiten zugleich, ſondern eine nach der andern. So- bald ſie ein rundes Loch von 55 bis 5 Zoll im Durchmeſſer gemacht hat, verläßt ſie es, und ſchreitet zu einer neuen Durchbohrung. Es ſcheint wahrſcheinlich, daß dieſe runde Löcher nicht die Wirkung des Eigenſinnes, ſondern vielmehr des Inſtinkts des Thieres, und von der Natur beſtimmt ſind, dem Weib- hen bequeme Gelegenheit zum Legen ihrer Eyer zu geben. Bey herannahender Gefahr legt ſich die Raupe ringförmig, Kopf und Schwanz zu- ſammen. Wenn die Pflanze, wo ſie ihre Nahrung findet, geſchüttelt wird, ſo krümme ſie ſich augenblilich und fällt auf den Bo- den, wo ſie ſo lange anſcheinend todt liegen bleibt, bis ſie die Gefahr vorüber glaube; alsdann wickelt ſie ſich auf, und friecht die Pflanze wieder hinan. Neulich ging ich in einem Felde, wo man einige Pflanzen, die von den Raupen abgefreſſen waren, harte ſtehen laſſen, um die - Wilh wirde oge wat, iq ſü des id hepnah wild! Eie| por 7 (Oedan WA, ret h beitet yn) überld ; bis iy fenhen eine| ſehte| (ne| 7 wie Ul pe! der eine es duch ere Seite ! Geiten eſe runde fines, Whieres, ny Weib en ihrer ſich die van zu ſie ihre frummet ey By- c liegen glaubt; echt die de, vd Raupen um die IFZ Wirkung davon,- und ob ſie ſi erholen würden, zu bemerken. I erblickte gelbe Fliegen darunter. Da mir daran gelegen war, mir einige zu verſchaffen, ſo verfolgte ich ſie emſig, fand ſie aber in ſolcher Menge, daß ich in Zeit von einer halben Stunde beynahe 40 Stück fing, ungeachtet ſie ſehr wild waren. Ihre Munterfeit fiel mir auf, Sie waren jeßt viel ſchwerer zu fangen, als vor 3 Wochen. Dies führte mich auf den Gedanken, daß ſie die Frucht der Raupen wären, die die oberwähnte Pflanzen ſo zerſtö- ret hatten. Da der Boden nicht friſch bear- beitet wurde, ſo blieben die Larven ungeſtört und waren der bloßen Leitung der Natur überlaſſen. Da ich wünſchte, dieſes Inſekt vom Cy bis in dem Zuſtande, wo es Raupe wird, Fennen zu lernen, ſo nahm ich dieſen Morgen eine kleine Rübenpflanze, mit ſamt der Erde, ſeßte ſie in einen Blumentopf, und dieſen in eine Schüſſel mit Waſſer. Da ich eine An- zahl Fliegen in dem Recipienten einer Luſt- pumpe, der etwas Glo>kenförmig, ungefehr 8 Zoll hoch und 7 im Durchmeſſer iſt, verwah- ret hatte, ſo ſtellte im ihn mit den daran 158 hängenden Fliegen über die“ Pflanze,=- Au- genblicflic) verließen ſie das Glas und fielen auf die Pflanze. Da die Sonne warm ſchien, ſo gefiel ihnen ihre Lage. Mit Ungeduld erwartete ich den Augen- bli, wo die Weibchen ihre Eyer legen wür- den, aber ich bemerkte nur eine, die einiger- maßen hiezu Luſt zu haben ſchien. Sie ging am Rande eines Blattes, und entblößte ihre Werkzeuge in der Art, wie ich oben erwähnt habe. Eines Tages legte ih 6 blaue Raupen, die mit einer aus ihrem Körper ausgeſchwiß- ken Feuchtigkeit bedeckt waren, in eine Büchſe. Nachdem ich ſie getrocknet und in einen Zu- ſtand gebracht hatte, der ihren natürlichen nahe kam, gab ich ihnen etwas Gartenerde, bedeckte damit zwey derſelben, und ließ die andern vier unbedeckt; einige davon waren «auf dem Grunde der zinnernen Büchſe, und einige auf ein Rübenblatt, daß ich zu dem Zwe darin gelaſſen hatte, Am andern Morgen waren ſie alle ver- ſchwunden. Den Tag darauf nahm ich ein Blatt weh aber j li Jünfe| erhaltet gen N: ziemlid) und" ausge om m qß 9 vy ] verläß tem Oe mahls wm zu wen hä hinterht d? fahrt| Orego Yatte nnd vm y Fliegt 6,= Ay, und fieley m ſchien, 1 Augen» ven wür- e einiger» Gie ging ößte ihre erwähnt Rowpen, Sgeſchwiß» je Büchſe, inen Zu atürlichen ttenerde, ließ die n waren ſe, und zu dein alle vet? ein Blat! 57 weg, und fand unter daſſelbe eine lebendige, äber ganz nackte Raupe. Um mich von den Zuſtand der andern Fünfe zu überzeugen, und ein Chryſalite zu erhalten, ſuchte ich mit der Spiße einer gro- ßen Nadel in die Erde. J< fand eine, die ziemlich hart am Boden der Büchſe anklebte, und von allen Seiten mit Erde bedeckt war, ausgenommen von der Seite, die der Büchſe am nächſten lag. Hier fand ſich ein Loch, groß genug, um die Raupe deutlich zu ſehen die ganz geſund war. Da ich willens war, alle mögliche zu- verläßige Nachrichten über dieſen intereſſan- ten Gegenſtand zu ſammeln, ſo ging ich noch- mahls heut zu die Fiſcher nach Beck- Hithe, um zu erfragen, ob ſie die Fliegen in Schwär- men hätten anfommen ſehn, wie man es mir hinterbracht hatte. Der alte Hardingham und ſein Ge- fährte erzählten mir eben das, was der alte, Gregory ſchon vorher dem Herrn Robert Bartram, der mit mir kam, geſagt hatte, nehmlich: daß, als ſie ſich in einer Entfernung vom Ufer gelagert, ſie verſchiedene Schwärme Fliegen über ihren Köpfen ziehen, einen | 2 ZZ SS Salnn wnneenenzeuwnen uu unn zr ieee SEE ZEILINGER II I eiern T tnt i* I60 großen Theil ſowohl in der See als am Ufer durc< die Ebbe und Flurh wegſpülen, und die zurückgebliebene beym Sonnenſchein ausfrie- chen, und ſobald ſie ſich erholt, die Flügel ausbreiten und wegfliegen ſehen. Sie ſchienen ſelbſt der Meinung, daß die Fliegen ſich auf das Waſſer ſeßten, um ſic) zu ruhen, und hiernächſt ihren Flug er- neuerten. Da mir dies unwahrſcheinlich ſchien, ſo machte ich folgenden Verſuch. I< nahm eine Fliege, und ſeßte ſie ſanft in ein mit Waſſer angefülltes Becken. Sie lag mit re- gelmäßig ausgeſtre>ten Füßen gleichſam leb- los auf daſſelbe. Nachdem ſie einige Zeit in dieſer Stellung geblieben, ſo bewegte ich das Waſſer im Becken. Dies ermunterte ſie. Da ihre Flügel etwas angefeuchtet waren, ſo er- hob ſie ihren Hintertheil, und nachdem das Waſſer abgefloſſen, trocknete ſie ſich bedacht- ſam mit den Hinterbeinen. So wie ſie dies verrichtet, und ſie ihren ganzen Körper ge- reinigt hatte, ſo breitete ſie mit der größten Leichtigkeit ihre Flügel aus, und flog auf den Rand des Beckens, Dieſen Verſuch wieder- holte ihm, und fand denſelben Erfolg. Nach- | zwiſ! die "ff je! un vt, pen vet auf de gan) Yefet nete ih Pha Anfeu Vent jmd nd hi einmah nd dy der vn die Al ſe 10 WWEne „ x ſeh Deſt ttt Ufer 1, Und die - duSfrie: ie Flügel "9, daß ten, um Flug er- diet, ſo h nahm ein mit 3 mit re ſam leb» » Zeit in ich das ſie- Da „ſo ets em das bedacht- ſie dies vper ge größten auf den wiede“ + Nad 161 Nachher nahm ich eine andere vorſichtig zwiſchen die Finger, um ſie nicht zu beſchä- digen, und kauchte ſie dergeſtalt ins Waſſer, daß ſie über und über naß war. Ihre Flü- ge! und Leib wurden dadurch dergeſtalt be- neßt, daß alle ihre Bemühungen ſich zu trock- nen vergebens waren. Dennoch hielt ſie ſich auf der Oberfläche des Waſſers, und ſchwamm ganz ordentlich. Sobald ſie den Rand des Beckens erreicht hatte, kroch ſie heraus, troc>- nete ihre Flügel, und flog fort, ohne dem Anſchein nach eine Beſchädigung durch das Anfeuchten erlitten zu haben, Die Fiſcher ſcheinen Rec mit feuchter Erde, die ich bey naſſem Wetter aus den Garten genommen hatte. Sie bewegte ſich einige Zeit unter derſelben, aber in we- niger als einer halben Stunde konnte man keine Bewegung mehr wahrnehmen. Den folgenden Morgen war die Erde noch unzerſtört. Nachmittag ungefähr um 4 Uhr, ſuchte im mit der Spike einer Nadel in der Erde, und fand die Raupe am Pa- piere befeſtiget? im blies die loſe Erde, welche nun troffen war, weg, und ſah die Puppe vollfommen geſtaltet feſt am Papiere hängen. Nachmittag ſeßte ich drey Raupen, zwey ſhwarze und eine blaue in einen Blumen- topf mit einer friſhen Rübe. Cimine der 168 ſchwarzen kro< gleich die Rübe hinauf, aber die andere ſchien weder Luſt noch Sinn da- zu zu haben. Da ich die blaue nahe am Rande der Rübe in einer aufrechten Stellung bemerkte, ſo vermurhete ich, daß ſie freſſen wollte, aber da ich ſie näher beobachtete, ſo bemerkte ich, daß der Kopf, nicht wie ich geglaubt hatte, oben an der Pflanze' war, ſondern, daß er nebſt dem Leibe in der Erde ſteckte, und aus der Bewegung desjenigen Theils, der mir ſichtbar blieb, bemerkte ich, daß ſie mit dent Eingraben beſchäftigt war. Ohngefähr in einer halben Stunde hatte ſie ſich völlig eingegra- ben, und hatte die Oeffnung des Loches ſo geſchickt verſchloſſen, daß feine Spur davon auf der Oberfläche übrig geblieben war; Den Tag vorhero um 8 Uhr Morgens hatte ich noc< 3 blaue Raupen in den Blu- mentopf gelegt. Sie waren in einer kleinen zinnernen Büchſe geſperrt, bis ſie ſo feucht waren, als ſie werden konnten. Sie ſchie- nen beynahe zu zerfließen, ſo daß ich fürch- fete, ſie mit der Zange anzufaſſen." Dennoch grub ſic) die munterſte uncer ihnen: in weni- ger als einer Stunde in die Erde ein, die Geydon waren VUE jen vy uc* grabet! T Jeſen vier in ſung eben! umd" dopp f. Licht dope Wi (ſte heil rauf, aby Sinn da: ande der bemerkte, Ute, abör erfte ich, ot hatte, „ daß er und aus der mit mit dent ein einer eingegtg Loches ſ) ur davon var. Morgens en Blu- vr fleinett ſo feucht Zie ſchie- ich fürche Dennoch in weni ein, di? I69 beyden andern ſchienen kränklich' zu ſeyn, doth waren ſie bis Mittag beträchtlich tief in die Erde„eingedrungen. Ungefähr um 1 Uhr wa- ren nur noch ihre Schwänze zu ſehen: und noch vor 4 Uhr hatten ſie ſich völlig einge- graben. Da ich die Beſchaſſenheit der weiblichen Inſtrumente genauer unterſuchte, ſo fand ich vier hafenähnliche Abtheilungen, nicht allein in. einer Fliege, die ich weiterer Nachfor- ſchung halber zergliederte, ſondern auch in eben. der Fliege, die ich vorhin beſchrieben, und noch aufbewahrt hatte, Eine hatte einen doppelten Stachel, Die Stachel ſind ſo dünn und durchſich- tig, daß es äußerſt ſchwer hält, ohne helles Licht und ein gutes Vergrößerungsglas einen doppelten von einem einfachen Stachel zu un- terſcheiden. Von der Anzahl und Lage der Stacheln habe ich mich indeſſen-nun völlig unterrichtet. Indem ich die Spiße einer feinen Na- del in die Oeſſnung des Geburtsgliedes hin- einſteckte und es an der Spiße des Hinter- theils zog, ſo zertheilte iM das zuſammenge- ſeßte Jnſtrument in zwey ganz außerordent- 170 lich feinen lanzenähnlichen Stacheln; jede derſelben iſt offenbar in zwey einigermaaßen hacfenähnlichen Inſtrumenten theilbar, die im Ganzen 4 ausmachen. Auf jeder Seite des Zeugungsgliedes liegt eines und die bei- den andern am untern Rande nach dem Schwanze zu: wenn ſie vereinigt ſind, haben ſie die Geſtalt einer Lanzette, Schneidet man den untern Theil des Bauchs gerade über das Zeugungsglied ab, und ſticht es auf eine große Nadel, ſo ſpringt der Stachel aus der Scheide, und es iſt ſehr leicht, ihn,-wie in der oben beſchriebenen Art zu trennen. Die beyden Seiten der Scheide ſind nicht, wie ich geglaubt hatte, am Rücken ver- bunden, ſondern machen zwey beſondere Wal- ven oder Theile aus, bis ſie ſich an der Haut des Bauchs vereinigen. ID habe das weiblihe Zeugungsglied zu meinem und meiner Freunde Vergnügen ſehr oft zergliedert, indem ich den untern Theil des Bauchs auf die Spißen eines Zir- Fels ſtecfte, und es immer genau ſo gefunden, wie ich es beſchrieben habe. Eines Tages ſeßte ich eine ſchwarze und eine blaue Raupe mit einem Rübenblatt in „- ! feinen vf Wit ej ih,| es den eln; je jermagßen ar, die er Seite die beis am demn ), haben det mat über das auf eine hel aus jn, wie men, ide ſind den ver: re Wale an der g8glied 'qnügen unter es Zit- funden, rze und blatt im - 171 eine Büchſe, Die ſchwarze ſtarb: die blaue legte ſich in eine Falte des Blattes und be- feſtigte es am Boden. Den Tag darauf bil- dete ich mir ein, das Spielen der Fühlhör- ner von der Fliege an einem Ende der Puppe geſehen zu haben, und da ich es hernach nicht weiter ſah noch einige Fortſchritte ent- decfen fonnte, ſo fing im an zu fürchten, daß das Blatt für die Fliege zu zähe wäre, um ſich durchzuarbeiten. Degswegen befeuchtete im es mit Thau, und legte es an die Sonne. Da ich am Abend kein Merkmal des Lebens bemerkte, ſo ſchnitt i< die Larve von der Büchſe ab, und fand das Thier völlig lebendig; nicht zwar in dem Zuſtande einer Fliege, aber nach allem Anſcheine, in eben derjenigen, wie ſie ſich eingewickelt hatte. Der Theil des Blat- tes, der zwiſchen dem Körper des Thieres und dem Boden der Büchſe lag, war in einer feinen durchſichtigen Lamina verwandelt, und ſo feſt an der Büchſe angeklebt, daß ich ihn mit einem Meſſer ablöſen, oder vielmehr, daß ih, um die Puppe, welche mit der Büchſe eins zu ſeyn ſchien, zu trennen, ein Loch iu den Boden ſchneiden mußte. JI legte ſie 172 ſo viel wie möglich wieder in dieſelben Lage, woraus ich ſie genommen hatte. Den folgenden Morgen fand ich ihren Schwanz aus der Haut, ſo daß im ihn mit aller Bequemlichkeit unterſuchen konnte. Es war noch immer dieſelbe blaue Raupe mit einem ſchwarzen Strich den Rücken hinunter, ſchien ganz geſund und außerordentlich fett und glatt. Da ich die Zelle vor der Zeit'er- Öffnet, ſo war es mir unangenehm, eine Miß- geburt verurſacht zu haben: Nichts deſto we- niger war es mir ein Vergnügen, die ge- naue Lage zu ſehen, in der ſie beynahe einen Monat gelegen zu haben ſchien. Ich ſeßte einige junge Rübenpflanzen it einen Blumentopf, und ſeßte darauf Fliegen unter einer Glasglo>e.! Da es beynahe eine gleiche Anzahl Männe kelt. Ihre Wutrh währte.ohngefähr-eine Stunde, nach welcher ſie matt und fraftlos ſchienen. Nun legte ich- drey der Weibchen auf ein junges Rübenblatt, und fand bald meine Erwartung mit dem beſten Erfolg gekrönt. Da die„Pflanzen ſüß und zart waren, die rauhen Blätter ohngefähr ein Zoll im Durch- meſſer hatten und die Saamenblätter noch daran ſaßen, ſo fingen ſie gleich an, ihre Eyer zu legen, Ich hatte das Glas über ſie geſeßt, da- mit ſie nicht fortfiiegen ſollten, aber dies war unnöchig. I< nahm es weg und machte meine Bemerkungen ohne einige Hindernis, Die Blätter waren dünn und durchſichtig; die Sonne beſchien ſie ganz, und die Fliegen waren ſo zahm, daß ich ihre Handlungen von 154 allen Seifen bemerken konnte; ſelbſt wenn ich) ſie leiht berührte, ließen ſie ſich nicht ſtöhren. J< ſah nicht weniger als 19 bis 15 Meſter; und Herr Robert Bartram, den ich zu dieſem Geſchäfte rief, ſahe noch drey bis vier. I unterſuchte ich, ob ich nicht einige Fortſchritte bey den Eyern, die ich vor 8 Tagen in den Rand eines le- bendigen Rübenblattes hatte legen ſehen, be- merken könnte. Zu- meiner größten Freude ſahe ich eine junge Raupe, die ſich auf den untern Theil des Blattes ihre Nahrung ſuch- fe und bey genauer Unterſuchung des Ran- des fand ich eine Menge kleiner Neſter, wo aus 3 oder 4 unläugbar die Thiere ausge- frochen« Sie waren leer, und hatten ein Loch auf der untern Seite der Größe der jungen Raupen gleich. Nach fleißigen Umherblicken fand ich auf der untern Oberfläche der an- dern Blätter noc 4 jüngere Raupen, Am Nachmittag fand ich die 6te Raupe, die vermuthlich den Tag über ausgefrochen war. J< erinnere mich, daß ich vor 11 Ta«- gen die Fliegen auf die Blätter geſeßt hatte. Es iſt wahrſcheinlich, daß einige der jungen Raupen ſchon vollendet geweſen ſind, und ge- ſtern ihre Neſter verlaſſen haben. Auf dieſe M 2 180 Art ſind ſie 10 Tage in dem Cyerzuſtand geweſen. Sie haben die Geſtalt einer ausgewach- ſenen Raupe. JIhre Länge iſt 75 eines Zol- les und ihre Die in Verhältniß. Jhre Farbe iſt ſchmuzig, weiß bis auf den Kopf, de achatſchwarz iſt. Ich vermuthe, daß ſie ihre Nahrung auf der untern Fläche ſuchen, ſobald ſie aus- gefrochen ſind, Einige von ihnen fühlten ſich ſchon ſtarf genug, dieſen Jtachmitkag das Blatt zu durchbohren. Da ſie halb dufthſich- tig ſind, ſo kann man ihre Speiſe durc) den Körper fließen ſehen. Jhre Eingeweide ſchei- nen nur aus einer Röhre zu beſiehen, die vom Kopf bis zum Hinrern gehet. Sie ſcheinen eine vollfommene Gewalt über ihre Glieder zu haben, und halten ſich ſo feſt an den Blättern, daß es ſchwer hält, fie abzuſchütteln. Um zu verſuchen, ob es allen Fliegen unausſchließlich, oder nur den Rübenfſliegen eigen iſt, nach einer Enthauptung fortzule- ben,- ſo ſchnitt ich einer gemeinen großen blauen. Hausfliege um 3 auf 2 Uhr den Kopf ab, Augenblicklich flog ſie ohngefähr 2 bis ein über den; Eper harn jung MNG Wied Nisf vertuſtah) högewache ines Zols hre Farbe opf, der Rahrung d ſie alls: hlten ſich tag das duff: durch den eide ſchei: hen, dit Gewalt Iten ſich wer halt, 1 Fliegen benfliegen - nh großen den Koy' hr 2 bis 18,1 3 Zoll in. die Höhe, fiel. auf„den Rücken herunter und drehete ſich auf demſelben eini- gemal herum. JH hob. ſie bey den Beinen in die„Höhe und ließ ſie wiederum fallen. Hierauf ſtellte ſie ſich mit. Hülfe ihrer Flügel auf die Beine, wo ſie. beweglos blieb.; Ge- gen 7 Uhr lebte ſie nom. JM verſäumte ſie weiter zu beobachten- Den andern Morgen war ſie todt. Es ſcheint darnach, daß alle Fliegen nach der Enthauptung leben, nur einige län- ger wie die andern. .Ic< ſeßte eine weibliche Rübenfliege auf ein ſaftiges Rübſeublatt. Sie unterſuchte es über und. über auf beyden Seiten. und.-auf den Rand. Sie wollte aber nicht verſuchen, Eyer darauf. zu legen, ſondern flog unmittel- bar weg- Gleich darauf ſeße ich ſie-auf ein junges Rübenblatt, und in Zeit von 3 Mi- nuten legte ſie Eyer darin. J<...ſebte ſie wiederum auf das:Rübſenblatt, wo..ſiezihren Misfallen zeigte, und fein Neſt darauf:ma- te ſie mit der Garten- freſſe, und die Senfblätter legte ich in eini- ger Entfernung.: „Am Abend hatte ſie die Kreſſe unbe- röhrt verlaſſen, und ſich auf die Senfblät- ter geſeßt.+ Den andern Morgen ſaß ſie noc dar- auf, hatte aber nichts gefreſſen. Ih ſekte ſie auf eine Rübe, wo ſie wenig fraß, und nicht einmal eine Durchlö- -glis|. - x 19!| jn 1% 110 wan i || 4| N , 6 [| b j 5 y i -- 1.001 : I piu!| | j . 5 1% ) 9; 8)' 40 Nj) 4% (9) 147 (uu f - 10/38) 000 "B | s| ; jz M (Vi|]| “194| p 1 j 140 "t „0:34 "'3| NEN 1] DUD,|, 4 11 M iW“ y gy)| 9 ] | I„4m: 1.09 1 1408) [| nE| 1 Y' 3] vy|| 440| j !; M 1 1| M 9! | ERD! EMO||(1: 9040) , IN py j 14:P 1.4 || || 1 1.448 | NE)| kf WW 1:48; 4 NY 8! "4 00 ) ph| py; IM 1) 0.408 === 784 demſelben zuſammengerollt liegen, Die Ay- gen ausgenommen, iſt“die Raupe weißlich. Cinen Morgen fand ich, daß zwey der älteſten"von den jungen Raupen ihre Haut abgeworfen,: und' dieſe auf das E10 zurückgelaſſen hatten. Mich wunderte ſehry" ſie in ihver. zwey- fen Haut achatſchwarz zu findenzuda ihre erſte Haut in den erſten zweyTagen 49 nur ins ſchwärzliche fiel, Eine von ihnen ſchien eben ert ihre Haut“ verlaſſen"zu"haben? war ſehr:“munter und zu ſreſſen'bereit.; Bey Berührung. des Blattes fiel ſie herunter.- Dieſes wünderte mich!!etwas/i denn es war beynahe unmöglich, ſie“ in rhrer erſten Haut hecunter zu ſchürteln, So. klein wie ſiezauch iſt,“ ſo harte ſie doch Geſchicklichfeit"genug„;:um in nicht weniger als“ vo: Minuten„die Pflanze wieder. zu er- Clichen: Nun ſind ſie& age alt, Eine: war die: andere 25 Zoll lang. ' Die jungen"Raupen lieben vorzüglich das Blatt, auf welchem ſie geboren ſind. I< bemerfte beſonders eine, die auf einem alten verweiften und gelbgewordenen Blatte,'wel- ind 3 Z ve] Die Ay weißlid, der ihre Haut Kübenblatt ter wehe hie eiſe <' nur ins erſtyihre x munter tung des wunderte unmöglich, ſchüttelt, ſie. doch » wemger yu ers var 55 vorzüglich ſind. ZY jem alten (te, we I85 , über welchem das 0s Zu Blatt ein glänzendes Anſehen hatte. Ich ſchmitt„mf den Rand. des Blattes ab und legte es' in Durdl eine Büchſe. Den andern-Morgen war die Auf Raupe herausgefommen, und hatte ein Loch rihien ins Blatt gefreſſen, das groß genung war, fipfe! um ſich eingraben zu können. 4 ac Da ich die Blätter im Blumentopf un- 0 terſuchte, fand ich ſie voller Raupen, welche| 0 die vorige Nacht herausgefommen- waren. Daß| 9 ſie io Tage in den Eyern bleiben, kann man| frie alſo als Mittelzeit annehmen.| 0ey zu Ih unterſuchte die Blätter weiter und| petvort; bemerkte eine Raupe, die mit dem Ausfkrie- Nahdel cen beſchäftigt war. JI. ſchnitt den Theil| derfüße des Blattes, auf welchem ſie ſaß, ab, und| ſehr zu ſab ſie“ unter dem Glaſe. ausfriechen. Sie| ber d fraß zwey Minuten nach der Geburt.| Nef IV ſahe noch mehrere in dieſem Zu-| 8 1 ſtand oder nahe dabey, ſchnitt ſie ab, und| legte ſie unter ein Mikrogcope in die Sonne. | des bent ert Schien 3 Wf der 7 18 Neft gans Zelte ap ein wildem. das td Smit BEN ogen war Ne atte ein hh genung imentopf pen, weld! waren, Zj , fann mn weiter und m Ausfcie den Theil , ab, und hen, Eie tt, jeſum Zur ab, und je Sonne 187 Tine, deren Kopf ſchon entblößt war, kroch eden heraus, fraß augenblilich oder ſchien vielmehr zu freſſen, da noch ihr Hintertheil im Neſte war. Ich hatte noch nicht Gelegenheit gehadt, das Durchbrechen der Schale des Neſtes zu bemerken. Jh fing an zu begreifen, daß die Durchlöherung mittelſt einer ganz einfachen Auflöſung des Blattes mit Hülfe einer kledb- richten Feuchtigkeit gemacht war, womit ihre Köpfe bedeckt zu ſeyn ſcheinen. Ohne Zwei- fel giebt dieſe dem Blatte die glänzende Durch- ſichtigkeit, In beydenmahlen, daß ich ſie heraus- Friechen ſah, ſchien ihr: Kopf nur leidend da- bey zu verfahren, den obern Theil deſſelben hervorragend, und das Maul noch im Neſte. Nachdem ſie ihr Maul und die beyden Vor»- derfüße aus der Oeſſnung gebrächt, fing ſie ſehr zu zappeln an, und krocß bald heraus. Aber da ich mein Auge auf ein benachbartes Neſt warf, ſah“ ich in demſelben ein ſchwa- groß genug war. Sie konnte ſich alſo nicht durcharbeiten. Ein Theil des Kopfes war heraus, indem ihre. Fühlſpiken(tentacula) und Vorderfüße noch in einem grünen und rauhen Theil der Schale eingeſchloſſen waren« In dieſem Zuſtande ſtarb ſie. ' Eines Abends zwiſchen 5 und 5 Uhr ſah ich eine junge Raupe aus ihrer Haut ſchlüp- fen. Mich wunderte ſehr ihren Kopf weiß zu finden, und ihre ſehr kleine Augen und übrigen Körper ſchwarz. I< beobachtete, daß der Kopf ſeine Farbe veränderte. Ungefähr in einer halben Stunde fing.er an bleyfarbig zu werden, und 22 Stunde“ darauf war er ganz dunkelgrau. Am'andern Morgen war ſie ganz ſchwarz. Drey Wochen von dem erſten AusFriechen an fing eine noch einzig lebende Raupe, die 75 Zoll lang war, an, ſich einzuſpinnen, und brachte 22 Stunde damit zu.“ Sie hatte ihre Haut zum Erſtenmale 7 Tage, zum Zweyten- male vermuthlih 6 Tage darauf, und zum Drittenmale 7 Tage darauf abgeworfen. Denn die vor 14 Tagen ausgefommen waren, war- fen ſie ungefahr vor 6 Tagen, und heute 1902 Cwiederum 6 Tage) werfen ſie ſie zum Zwey- tenmale ab.=- Viere ſchlüpften geſtern, drey heute heraus, wovon ich eine geſehen hatte, deren Kopf weiß war, wie oben bemerkt worden. Am x19ten Tage vom Ausfriehen an, warfen ſie ihre leßte Hauf ab. Aber ſie wa- ren in einer warmen Büchſe verwahrt und regelmäßig gefuttert worden, Jh bin nun völlig überzeugt, daß ſie dreymahl ihre Haut abgeworfen, und jedes» mahl 6 Tage dazu gebraucht haben, Ich ſekte ſie in einen Topf, der mit Erde angefüllt war. Sie wollten das nicht annehmen nod) freſſen, und ſchienen Freyheit zu wünſchen, die ich ihnen gab. Sie waren nunmehro auszeichnend thätig, und Frochen viel geſchwinder als jemals. Bis hieher ha- ben ſie nur bloß gefreſſen. Nun fingen ſie an ſich bequeme Wohnſiße zu wählen. Um zu unterſuchen, ob Negen oder an- der Waſſer, wenn es die Haut der Chryſa- lite berührt, der Raupe ſchädlich, oder ob die Haut waſſerfeſt ſey, ſo erlaubte ich einer Raupe, ſich in einen Blumentopf zu graben, und ließ ſie ungefehr 36 Stunden ungeſtöhrt enn darin 8 fiche» des IM "9 wiel pe di Raupe! NY Hen fand ſi ſv jf rund he hg ede 0 beſtand be, um (eden und ſid igfeit, verſa din 9 Foe um Zivep ier, diey jen hatt, den an, t ſie was adet und daß ſit 0 jede» der mit das nicht Freyheit ie waren frochen eher ha- y ſie an der al: Chryſa- oder ob Ich einer graben, ugeſtöhr! 191 darin liegen. Alsdann ſeßte ic die Ober- fläche völlig unter Waſſer, und goß auch wel- erbau in dieſem Lande, und beſonders in dieſen Dis- friften, deſſen Wirchſchaft ich auf"das ge- genaueſte zu beſchreiben wünſche, von der gröſten Wichrigfeit iſt. I< nahm alſo keinen Anſtand, ſie be- fannt zu machen, und war um ſo mehr da- 198 zu bereit, als ich gefunden, daß ſeitdem ich dieſe Bemerkungen gemacht hatte, die Ver- beerung, welche dieſes ſchädliche Inſekt. ange- richtet hat, in einigen ſonſt gut angebaueten Gegenden einen Schatten über ihre Wirth- ſchaft geworfen hat, der nicht ſo leicht weg- gewiſcht werden fann. I< ſchmeichle mir, daß die hier aufge- zeichneten Mittel das Uebel auszurotten; oder wenigſtens zu vermindern, dem Landmann eben ſo nüßlich, als die fleißige Sammlung der Thatſachen, die Wanderung und Ver- mehrung dieſes JInſekts betreffend, denen Be- wunderern der Haushaltung der Natur in- tereſſant ſeyn werden. Die Küben werden entweder zum Saa- men ziehen, Verkaufen: oder Verfüttern an- gebauet,. Einige ziehen ihren eigenen Saamen. Ob es gleich nicht allgemein geſchieht, ſo giebt es doch viele Wirthe, denen an Erhaltung ihrer guten Art gelegen iſt, und deghalb den Saamen von ihrer eigenen Art oder durch ihre Arbeiter oder Nachbarn aufziehen laſſen. Die Norfolkſchen'Wirthe ſind Meiſter in des ſo wie) wirhhe far ſind ſands di! ſaat zu verpflan qi ml ſehr öft men wi Die tand, ten RU die Rü den, Mt ſqmacch von vert die Rübe "iy, JD oper| frage zu tie Era je Zeh nul Vahilt R ſeitdem ih - die Yeyv efe ange "gebaueten re Wirth- i, doch im Er- trage zu ſchlecht. Wenn z. B. der Strunk die Srärfe eines Fingers hat, ſo iſt ſowohl die Zahl und Größe der Blätter, als die Anzahl und Größe der Faſern im gleichen Verhältniß. Man. kann alſo den wahrſcheinlichen 200 Schluß ziehen, daß wenn der Köpf der Rübe die Stärke. des Gelenkes an der: Hand hat, die Rube. ſelbjt damit im Verhältniß ſtehen werde, In. Ruckſicht der Faſern oder kleinen Wurzeln. iſt dies ein richtiger Schluß, aber in Rückſicht des Körpers der Nübe in gewiſ- ſer Art unrichtig.» Einige Generationen hin- durch„wird die.Größe der Rübe den Blät- tern und Faſern gleich bleiben. Hat: dieſe aber einma! die Grenzen, die ihr»von der Matur„geſeßt worden, erreicht„-ſo kehrt fie wieder..in ihren natürlichen wilden Zuſkand zurü; aus welchem ſie ohne. Zweifel durch Verpflanzung in ihren jeßigen verſeßt. war. Der Wirth hat alſo: zwey Fehler zu ver- meiden. Den- einen erfennet'man--an die Dicke des Strunks, die. Rauhigkeit: des Kopfs; die Stärfe der Rinde, die Fäulniß: am un- fern„Theil, und die Theilung.der-Hauptwur- zel;- den«andern, am dünnen Strunk, an fei- nen» Blättern, und ſchwachen Pflanzen. Die erſtern. ſind unſchmackhaft für das Vieh, und verderben, ſehr..das Land. Die leßtern ſind unfruchtbar, ſchwer auszuziehen, und bringen hicht„ſolche ſchöne„Rüben hervor„als die, wel ſh b' Dd ge, wi ander! ſhießen Mane mN muß| ſhofen merkt, den Gt hen, y ferm ner Y jen in TL Norfol az gene ſen: we T vachteh JP de ſucht: f der Rh Hand het, miß ſtehen et Fleinen luß,; aber in gewiſe (nen hin- den Bll Hat: dieſe von der feht ſie 1 Zuſtand eifel durch "kt war, x zu bere hay die es Kopfs, am dn Jauptwure f, an ſeis gaze Dit Vieh, und tern ſind d bringen als div 201 welche die Kunſt. in einem Mitelzuſtand zwi- ſchen beyden hält; Dennoch hat man keine allgemeine.Re- gel, wie viele Jahre die“Rüben“hinter ein- ander' verpflanzt. werden,: oder“ zu ſchießen. ſollen. Sowohl auf. die Natur“ der Pflanzen als der Thiere hat der Boden, Lage und! Nebenumſtände,- Einfluß.“ Der“ Wirch| muß. alſo ſeine Aufmerkſamkeit auf: die“ Be- ſchaffenheit der"Nüben" richten?"Wenn er be- merkt, daß ſie bey" wiederholtem"Verpflanzen den»'Grad der Vollfommenheit übertroſſen ha- ben; wo' die Natur ſagt? ſo weit;“ und wei- fer nicht; dann iſt es Schuldigkeit: und eig» ner Vortheil verlangt es, ſie ohne Berpflan- zen:in Saamen ſchießen zu laſſen: -«Dutch: langer:»Erfahrung hat"man in Norfolf gefunden,“ daß wenn die Pflanzen 2"3zioder 4Jahr verpflanzt, und im Zten, aten oder“'5ten zum Saamen: ſchießen gelaſe- ſen werden, ſie die beſte Art Rüben. geben- Die Zeit zum Verpflanzew iſt:von„iHd Ze nachfen«bis Lichtmeſſe«.;! Bey der Wahl' der Pflanzen richtet ſich der“Wirth: nicht mach“ der iGattung„+ ſondern ſucht die. reinſten gus, oder deutlicher zu"re- eit des Werpflan? zens. Wahl der “ Pflanzen- Bode und Lag2- Art des Pflanzens. Arbeiten bis zur Ernte. 202 den, er wählt. die ſo nahe an, aber nicht im und über den ZU der Vollfommenheit ſind. Beynahe in jedem Rübenſtück ſind Pflan- zen von verſchiedener Art. Es wird alſo viel Beurtheilungsfraft bey der Wahl der Pfa zen erfordert. Die Wahl des Bodens und der Lage um Saamen zu ziehen iſt ſehr einförmig. Gewöhnlich wird ein gut Stüc Land nahe am Wohnhaus dazu genommen. Die Art des Pflaazens iſt ſehr verſchie- den." Die Pflanzen werden gewöhnlich Reihen geſeßt, und Pflanzen aber iſt unbeſtimmt. Beym Meſſen habe ich die Reihen 16 bis 18 Zoll und die Pflanzen 8 und 10 Zoll von einander, auch die Reihen 2 Fuß und die Pflanzen 1 Fuß aus einander gefunden. Die Methode eines Mannes, der in dem Ruf des erſten Pflanzers ohne Widerſpruch ſtand, war, ſie in Reihen 2 Fuß von einander ohne Zwiſchenraum zu pflanzen, ſo daß die Pflan- zen ſich unmittelbar folgten. Die Arbeiten bis zur Ernte beſtehen hauptſächlich darin, den Zwiſchenraum von die Entfernung der Reihen. Uyfeaht me bal) ogen"' a NING ee fen einfacht ſehwer“ des Sti von wel undder wodie| beyging daß in eine F! hir und fingle 4 Wid Aul Rü fein ally ſchen Y ile Jah Jichter, fw, Ommenheit ind Pflatts alſo» viel r Pflan« det. Laze einſormig, nd nahe verſchie nlim in tr Reihen eie 16 10 Zoll uß und eſunden, dem Ruf h ſtand, ver ohne ; Pflants beſtehen um vo) 203 Unfraut vein zu halten; und wenn'der. Saa- me; bald reif wird, ihn ſo. viel: als möglich gegen: die Vögel: zu ſchüßen. Iſt der. Fleck: groß, ſo wird gewöhnlich ein Junge gehalten, um ſie zu fehren:> Iſt er flein und nähe am Hauſe, ſo habe» ich ein einfaches Mittel: mit gutem Erfolg gebrauchen ſehen. An: einem«Sto>e, der in der: Mitte des Stücs aufgeſtellt war, hing eine Glo>e, von: welcher ein-Bindfaden in die Küche ging, und..der... Zug war an dem Ort angebracht, wo. die ſtärkſte Paſſage war. Jeder: der vor- beyging berührte. den Zug und klingelte, ſo, daß in einer Küche eines Pächterhauſes, wo eine Frau und 2 oder 3 Mädchen-beſtändig hin und her laufen, ein immerwährendes Ge- klingle war. Die Vögel, die nie einen Augen- blick Ruhe hatten, verließen endlich ihre Beute. Rüben zum Verfauf zu ziehen iſt zwar fein allgemeiner Gebrauch unter die Norfolk- ſchen Wirthe, nichts deſto weniger werden alle Jahr mehr oder weniger verkauft. Kleine Pächter„- denen es an Gelegenheit oder Kennt- niſſen, und große, denen es an Geld fehlt, um hinreichendes Vieh zu halten, oder die es nüßlicher glauben, die Rüben zu verſil- Verfauf. 204 bern als“ zw:;verfüttern;+ verkaufen ſie denen) die» Beurtheilung,“ Geld und:"4 L;»+10:S7(18 N. Pp- Morg.) und"wier einige behaupten, 4 Gainee(19 Rehlv: p:Morg.)-'ausgeſchlagen; dieſelben Rüben galten'im Febr. P- Acre. 3 L.(12 Retlr. p. Morg.)=== Gute Rüben. ſind für 50 S.(ro Rthlr.; p. Morg.) und mittelmäßige für 40'S,'(s Rhlr; p.'M.) verfauft worden, Die Urſach dieſes-geſchwindön Falls im Präiſe Winte un Mi und des gaſe F0 ungar A Rory. einge Ueberte| ſuttert ſirh* T der JN (150 ſortſebe ben hai p. Aen Deding fie" Denen, Neigung weni gewöhn- jewech ſt ! Rüben; Hetgebon Wfer.bald Imäßihent „Morg:) '0ßen als drfen; ere Nü- verfayft; rfolf ges en Win- (18 R. ten, 45 ſchlagen; hngefähr „= Gute „Rory.) pM) Falls in 205 Preiſe' der Rüben iſt zweyfach. Der gelinde? Winker und der Mangel an Fettvieh, welches vm Michaelis zu ſehr hohen Preiſen ſtand, und deshalb von den ärmern Wirthen nicht gefauft werden konnte.| Folgendes ſind Beyſpiele der Verfah- rungsart. A giebt-p. Acre“ 40 Sch.(8 Rthlr. p. Morg.) für mittelmäßige Rüben, wovon er einige zum Verbrauch wegnimmt und den Ueberreſt ausziehet und auf dem Fleck ver- futtert. Er rechnet die Arbeit und das Strey- ſtroh 20 Sch. p. Acre(4 Nehlr. p. Morg.) B brachte dreyjähriges mageres Vieh auf den Rüben, und bezahlte wöchentlich 2 Sch. (15 Gr.) Der Eigenthümer wollte dieſes nicht fortſeßen. Er kaufte ihm älſo die ganze Rü- ben nach dem Durchſchnittsſas von 50 Sch. P- Acre(10 Rehlr. p. Morg.) unter der Bedingung ab, daß der Käufer-das Vieh ſtellete und abwartete, der Eigenchümer aber das"Streuſtroh hergab. C ſchloß bey früher Jahreszeit mit P. zu 3 L. p-. Acre(12 Nhlr.“p.' Morg.)- unter der Bedingung,'daß dieſer das'Ausziehen, Abwarten" des'Viehes und Hergeben des Verfut- tern. 206 Streuſtrohes übernehmen muſte, welches er P- Acre. p. Morg. das Augziehen der Rüben Sch. R abfreſſen zu laſſen, die in andern Gegenden faſt einzige Verfahrunggart, iſt in Norfolk nicht gebräuchlich. I< kann mich nicht erinnern, ein Bey- ſpiel davon geſehen zu haben, außer wenn die Rüben klein waren und dünne ſtanden. Die Verfahrungsart in Norfolk ſowohl in Rückſicht der Art der Verfutterung ſelbſt, als der Wahl des Viehes, dem ſie gegeben werden, iſt nicht weniger auszeichnend. In den mehreſten Gegenden werden ſie gröftentheils für Schafe, hier aber haupr- fächlic) für Rindvieh gebauet. J< ſpreche eigentlic) nur von der Verfahrunggart in Oſt- Norfolf, wo, wie ich ſchon bemerkt habe, herzu |) da gebr qunz ſchaft gemein biſt aine get y Michel jen gieh b) frenger ve Gey dew| J welches(x p. Motz, ichlr, Or, NEN I 9 3Rtl,- tendzwed allgemein | Ehaqe 1, die in tunggart, ein Bey: zer wenn anden, : ſowohl 9 ſelbſt, gegeben d, orden ſie te haupt- ſpreche t in Mt ft habt, 207 vorzüglich nach dem reinen Norfolkſchen Sy- ſtem gewirthſchaftet wird,; Es giebt dreyerley Arten, die Rüben zu ernten. x) Sie augzuziehen und wegzufahren. 2) Sie auszuziehn und auf dem Boden umberzuſtreuen, 3) Sie halb wegzufahren und halb um- herzuſtreuen. Doh ſind die beyden Arten nur da gebräuchlich, wo ſie die Schafe entweder ganz allein oder mit andern Vieh gemein- ſchaftlich freſſen. Die erſte kann alſo die all- gemeine Verfahrungsart genannt werden, und es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß in Oſt-Nor- folf 525 auſ dieſe Art geerntet werden. 1) Die Art ſie wegzufahren verdient eine genaue Beſchreibung. a) Die Zeit ſie auszuziehen, fängt um Michaelis an, und dauert ſo lange es Pflan- zen giebt. b) Die Arbeit des Augziehens iſt bey ſtrenger Witterung ein Geſchäft, welches nur die Gewohnheit denen erträglih machen kann, deren Loos dieſe Verrichtung iſt, Die Hände der dazu gebrauchten jungen Ernte. IWegfai- ren. 268 gen Leute ſind gewöhnlich bis am Gelenke ſo verſchwollen, daß man“ dieſes nur noch an die Grübchen erfennen Fann, die es macht. Dennoch habe ich nie gehört, daß üble Fol- gen daraus entſtanden wäret. Dieſe Verfahrungsart fördert indeſſen ſehr, ſobald nur die Pflanzen ſtark' genug ſind, um es auszuhalten. Sie reiſſen in jeder Hand eine oder einige Rüben"zugleich aus, ſchlagen ſie mit einem leichten Nuck zuſammen, damit die Erde lo8gehe, und werfen ſie in' den Karren. Wenn die Oberfläße oder die ganze Erde. gefroren iſt, ſo werden ſie mit zweyzäh- nige Haken“ herauesgezogen. Weun ſie mit tiefem Schnee bedeckt ſind, ſo wird dieſer mit dem Th.1. 6. 9. beſchrie- benen Schneeſchlitten weggeſchafft. Gewöhnlich fängt man unter die Hecken an, und räumet zuerſt die'Mittelſtücken und Seitenſtüken auf, Hernach wird an einer Seite angefangen und ſo fortgefahren, damit man allmählig" Plas zum Pflügen gewinne. Wenn es-Fothig iſt, ſo. wird zuerſt eine Straße für das Pferd und die"Karren| ge- macht, und die Ruben, die weich und ſchmack- | haft haft ſt geſtellt, vor Fot gs went fen wur (je yd fleit ſand 1% daß d niht in ſollten, zu yuße G Rübe| eine gu „wel, d gen füm ſpadlich Wu Ortzlan fen, 106 209 Gelenfe ſ haft, ſind auf jeder Seite dieſes Weges auf-« hoch a geſtellte, um ſie dadurch abzutrocnen, und ſie 8 macht, vor Koth und Schmuß beſſer zu bewahren, üble Fol: als wenn ſie unmittelbar im Karren gewor- fen würden. indeſſen Gewöhnlich werden alle Rüben, große t genug und kleine, ohne Unterſchied ausgezogen. Doch fand ich bey einem geſchickten Landwirthe, eine ode daß die fleinen Rüben im Lande blieben, ſie mit nicht in der Hoffnung, daß ſie größer werden mit die ſollten, ſondern um das Kraut im Frühjahr Karren, zu nußen. ie ganze Es iſt bemerkt worden, daß eine kleine Rübe beynahe eben ſo viel Kraut treibt als eine große. Hierdurch entſteht aber der Nach-' et ſind, theil, daß man nur ſpät im Frühjahr pflü- beſchrie gen Fann, welches auf einigen Boden ſehr ſchädlich iſt.* ; Heilen Auf Land, welches mit einer Pfugart fen und gute Gerſte nach Rüben trägt, mag dieſe “ aue Verfahrungsart gut ſeyn. vm Die Art ſie zu verfuttern iſt dreyfach. Futteruns .- 1) Entweder werden ſie auf Stoppeln, „(ahge Grasland, oder Brachacker bloß hingeworve cymad fen, wo ſie das Vieh aufſuchen muß. ZZ pott+ Futterung auf dem Felde. 210 2) Oder in Krippen auf dem Hofe, wo das Vieh frey herum läuft. 3.) Oder dem Vieh in Ställen oder Schuppen gegeben. Die erſte iſt die gewöhnlichſte. Vielleicht werden in dieſer Gegend 3. und mehr, der mit Rüben fett gemachten Ochſen, im Felde gefüttert. Allgemein iſt es, die Rüben zuerſt auf die Weißenſtoppeln zu werfen, ehe ſie zur Gerſtenbrache umgepflüget werden, und ſobald dieſes geſchieht, auf die Gerſtſtoppeln. Hier frißt das Vieh ſo lange, bis die- ſen die Reihe trift, zur Rübenbrache umge- pflügt zu werden. Ungefähr von Weyhnach- ten bis Anfangs April iſt die Kleebrache da- zu beſtimmt, und wenn dieſe geſchonet wird, um für das Fettvieh friſches Gras zu haben, fömmt zuweilen die Reihe an der Rüben- brache. Dieſe Regeln werden indeſſen nicht im- mer genau beobachtet, Einige Wirthe glau- ben, wenn ſie Rüben auf das Land verfut- tern, welches im folgenden Jahre wieder zu Rüben beſtimmt iſt, daß dieſes die Fäule befördert. 0 braße 917 (oſe zu| vs die N Wen weilen v0 „uf haſh ſelbſt da Wirtſch Bitterun Yu der Rot he doc zu fino darauf 31 A ven Nad bracht ve Vorthel hm Zet Yey dehalb v benſeld 1 Nachhur Dj m Hofs, hh) füllen ode , Vielleicht mehr, der im Felde | zuerſt auf ehe ſie zur und ſobald em, je, bis div rache umg) Weyhnach ebrache da honet wird, zu haben, er Rüben | nicht itt irthe glau md verfut wieder j! die Fäu! 211 In dieſem Fall nehmen ſie die Klee brache gleich nach den Weigtenſtoppeln, und laſſen zu dem Ende einen-Theil davon liegen, bis die Rübenernte im Frühjahr geendigt iſt. Wenn der Klee jung iſt, wird er bis- weilen vorhero umgeſtürzet, Doch geſchieht es nur ſelten, es wäre dann in der Nach- barſchaft ein anderes Stück Kleebrache, und ſelbſt dann betrachtet man es noch als ſchlechte Wirtrhſchafe, wenn nicht das Feld und die Witrterung ſehr trocken iſt. Bey feuchter Witterung ſind, ſo tro>en der Norfolkſche Boden an ſich iſt, die Wir- the doch oft in Verlegenheit, ein Stück Land zu finden, daß rein genug iſt, um Rüben darauf zu futtern. J< habe einen Wirth gekannt, der ſei- nen Nachbar bar, Rüben auf deſſen Klee- brache verfuttern zu dürfen, und lieber den Vortheil des Hütungsdüngers verlohr, als ſei- nem Fettvieh zu ſchaden, Bey Eintheilung der Felder muß man deshalb vorzüglich darauf ſehen, daß ein Rü- benfeld wenigſtens zwey Brachen in ſeiner Nachbarſchaft habe. Die Arr, die Rüben auf das Feld zu O2 | N t. c/ ' 1.205 1,49) - DUR 13 ſr, 4) hh; | de" MA!|| (H 4 48 | 78 1,8 110: 4 [1 ( | u Hp | 8:10 15 4 - iB MEN)| | 14) UN| 14 | 4" / ' | JD/E j „4 1340 Me|| 1]| j;[1] |] ID)| 04) > M 4](| 408) j 14970 ,| 1:6] | 0 21.2; vertheilen, iſt der 6. 5. beſchriebenen Art den Dünger auszufahren gleich. Die Karren fan- gen an dem einen Ende an, und gehen re- gelmäßig bis zum andern fort, werfen auf jedem Ort gleichviel ab, und nie zweymal auf demſelben Fleck, bis das Ganze überfahren iſt. Im Anfange der Futterungszeit, wo für das magere Vieh noch hinreichend Grag vor- handen, iſt es gebräuchlich, das Fettvieh be- ſtändig auf daſſelbe Stück Weißenſtoppeln zu laſſen, und ihnen alle Tage oder längſtens einen Tag um den andern friſche Rüben zu geben. Wenn auf den Kleeſtoppeln kein Gras mehr iſt, und das Standvieh der Beyhülfe der Rüben bedarf, ſo folgt dem Fettvieh das junge Vieh, die magere Ochſen und die Kür- he, oder die Standſchäferei. Dieſe verzehren, was jene übrig gelaſſen haben. In dieſem Fall iſt es bequem, drey Felder zu haben, Eines für das JFettvieh, eines für das folgende und das dritte, um darauf friſche Rüben zu fahren. Zwey wenigſtens ſind un- umgänglich nochwendig. Zuweilen wird„ein Feld queer durch 'verrüfet, um das Fettvieh von dem ihm folgenden Sorten zu trennen, Auch habe i9 gt wird, (ute | pf die perde,( daß fein frißt,(yn jet y die Nih iegen, ichn weiſe "6 Karten de Erd V niht zu Yieh det Yen( wird ih Groh) Et ehm hi! Ehm lein dv enen Art du Karren fahr d gehen 1 werfen auf weymal auf erfahren iſt, eit, wo für ) Qtaß ver- Fettvieh be: Wioppeln zu ſtens einen 3 zu geben, fein Ori er Beyhülf Fettvieh dai md die Ki e verzehren, Jn dieſem y haben, es für das rauf friſch! ys ſind um weer durd 1 dem ih! Auch hw“ 213 ich geſehen, daß hiezu ein Junge gebraucht wird.; Gute Wirthe geben ſehr darauf Acher, daß die Rüben gleich und'dunn geworfen werden. Es iſt ein angenommener Grundſaß, daß kein Stück Vieh, während es eme Rübe frißt, im Scande feyn ſoll, eine andece zu zertreten oder darauf zu'miſten. Dieſes wird jedoch ſelten erhalten. Wenn die Rüben ein Yard(3 Fuß) von einander liegen, ſo hält man ſie für gut geſtreuet. Es iſt aber nur zu allgemein, ſie halbdußend- weiſe in einem Haufen geworfen zu ſehen. “" Sie werden durch einen Jungen, der im Karten ſtehet, unabgepußt, ſo wie ſie aus der Erde gezogen ſind, hingeworfen. Wenn der Ort, wo die Rüben liegen, nicht zu entfernt iſt, ſo wird zuweilen das Vieh des Nachts auf den Viehhof getrieben. Wenn es aber gänzlich draußen bleibt, ſo wird ihm an der He>e des Feldes etwas Stroh zum Lager hingeworfen. Stroh giebt man ihnen wenig und nur eben hinreichend, um ſic) die Mäuler vom Schmüße der Rüben zu ſäubern, welche al- lein die Urſache des Fettwerdens ſind« 214 Es iſt eine inkereſſante Thatſache,- daß unter zehen Stück Fettvieh, welche jährlich außerhalb Norfolf nach dem Smithfieldmarkt gebracht werden, nicht eines eine handvoll Heu oder anderes Futter. als Rüben oder Gerſt« ſtroh frißt. Nur die ſind hievon ausgenom- men, die im Frühjahr am Ende des Fettma» , wo die Rüben ſtehen, ſondern auf einen andern vorhero ge- reinigten Stück A>er getrieben und die Rü- V Wh ben darauf geſtreuet werden. Da aber die WDE Rüben in"dieſem Fall entweder zum Theil befömmt auf das Land geworfen, welches ſchon von den pag: und Schafen beſchmußt iſt, oder auf einem Fle>k 4 Veh eingeſchränft werden müſſen, der dem, wor- hit EE auf das ſie gewachſen, an Größe ähnlich, und und ener dadurch der eigentliche Zwe> des Futterns | auf dem Felde vereitelt wird, ſo hat man ß ein Iv eine dritte Art erfunden, nehtinlich halb zu nden. bey ſtreuen und halb einzufahren. [tem Wet-; eml Dieſe nüßliche Verfahrungsart iſt, glaube EE 6 ich, eine neue Erfindung, und wird“ jeßt be- Zun 2. 108, 18 ſonders von einigen der gröſten Wirche, die 220 viel Rindvieh und Schafe mäſten, ſtark be- trieben. In dieſem Fall werden die Fle>e an" den Hec>en, und die Seiten- Stücke zuerſt, und- das übrige hiernächſt Beet. vor Beet ausgezogen. Die Beete macht man gewöhn- Io Fuß weit. Die beſten Rüben werden dem Fettvieh auf ein. oder die andere beſchriebene Art ge- geben, und die übrigen ausgezogen und auf das ganze Felde. für die'Schaafe geſtreuet, Hiedurch wird der Hauptendzwec> evx- langt, die Rüben gleich und dünne zu ſtreuen, ſo daß während die eine gefreſſen, nicht«ane dere beſchmußt werden. Ein Grundſas, den man auf Glauben für vortheilhafrt annehmen Fann, da er genau und unveränderlich von guten Wirten befolgt wird. Dieſer Vortheil ſcheine mir aber nicht der einzige, der beym Augziehen erlangt wird. Wenn eine Heerde Schaafe auf ein Stüc getrieben wird, wo die Rüben noch ſtehen, ſo iſt ihr erſtes Geſchäft, das Ganze zu überlaufen, und nachher erſt die ganze Rü- ben zu freſſen, die ſie beym erſten Ueberlaufen nicht in den Grund getreten haben, Indem ſe hieſs die fuß? Opufich vegweges wen Rand de Schärf BY, für dif piegbat, u QURORKE wohl d heſchad [oder| ſo fan wen fie ſe ſich, Weit 4 Iven f zum Zi ſich wo ſehen| fü fü in dieſ dagen ! ſtr? be: Vee aw ite zuerſt, hor Bert 0 gewöhne | Fettyieh : Art(6 und auf ſtreuet, wern ews u ſtreuen, nicht dito ſaß, den mehmet lic) von ver nicht gt wird, auf eit jen noh s Oanze anze Rü- erlaufen "nden 221 ſie dieſes chun, ſo ſtehen ſie auf den Nüben die faſt im Boden ſind, und da ſie nur die Oberfläche flach berühren, ſo ſtehen ſie Fkei- nesweges unbequem: Dod) dieſes iſt böſe, wenn es ſich ereignet, daß der Fuß auf dem Rand der Rübe ſteht, ſo wird dieſe durch die Schärfe des Hufs und ihre feſte Lage im Boden, abgeſchält, beſchmußt und dadurch für dieſes im Freſſen ſo eigne Thier unge- nießbar. Im Gegentheil, wenn die Schaafe auf atisgezogene Rüben getrieben werden, ſo kann wohl der Strunk aber nicht die Rübe ſebſt beſchädigt werden; da ſie rund ſind, und loder auf der Oberfläche des Bodens liegen, ſo fann kein Schaf darauf ſtehen. Koms- men ſie mit dem Huf am Rande, ſo dreht ſie. ſich, der Fuß gleitet ab und die Nübe bleiht unbeſchädigt. Weil ſie in dieſem Fall ihnen feinen feſten Stand gewähren, vielmehr zum Fallen Gelegenheit geben, ſo nehmen ſie ſich wohl in Acht, darauf zu trampeln, und ſtehen bloß aaf dem Boden, der beynahe ganz frey für ihre Füße iſt, die Rüben nehmen in dieſer Art nur einen fleinen Umfang ein dagegen in der Erde einen weit beträchtlichern. aT rn== 7 4 Idole: Tes a“„u is MEDIA| 1791“ 5 /[| j 7(|-P| A j . ENE i 4) 4044 HEIZ | 11817 is MAR;h |] EN i 13| | NEN) +|: DM3 [ 1411414187 | 29403 400 4 07 j TEEN , 4 149 1 j| '1,5 18 2011/10: 14 1244944%7 41 1444/13 N - u"h/ 1. NMUN n ; 2018 vil PEN Ey V 44' My.| 4[Ip 187 16,100 410144 14.05 TETEN ESE 1 4 hi p' +] 1917) „7m 1] «NND, 1 10,4 4 04) NEE 09:1 444 008| 7 13 163.00) |; m! 4 | SEISHLEREANEN | 1484211 Fi| M[11]| Hv DR(EED EN 1=| EULSSE LN j i NE BENUNDLIE FN| 46 1,4 05 NEN | 1P: 1 iB NU: 3 4; My| 7 11530 800) IB: CHM 41] y HENUEEN RM N 10 E9:M) 1410 01581 | SE EENT INZE| 10(87! ."441415 1"4 |(158 - 2,0 04.1 18/1098) (UM| E17 N| 1+ (194| JENNY) " EEB pan| j| ABET ENE DUDE 5 NIE ITS ; JZ! AUE, 1] Y"8! | DU BESUN H WD) |M.[|| 1486| j| |! 1,47 199-W NMAMT 4 EN 00 1,08) ! AKTEN DET " IK ||,' j; 4187 "J09) ij 114 414 YI6 11007 ih | 144.181 DER 4) 01 k DIEM| 4 y "4 jm 14.) || 08 URI Ep "|| FN L] | | PP 1;|| PE] j <= eſe Des Herrn Ferrier Art ſeine Rüben zu verfuttern, iſt ſehr wirthſchaftlih. Er fängt mit dem Lande an, das am entfernte- ſten lieget, und wirft die Rüben auf die an- gränzende Stoppeln oder Brache. Jm Win- ter bringt er ſein Vieh in den Hof, der ſehr bequem iſt und für den beſten in der Gegend gehalten wird. Er bildet ein großes Viereck, auf einer Seite ſtehen die Scheunen und gegen über eine lange Reihe Krippen. Hinter dieſen iſt ein Weg für den Hirten, und da binter, je- doch außer dem Hofe das Rübenhaus. Die Rüben werden geplettet, vom gröb- ſten Schmuße gereinigt und ganz in die Krip- pen geworfen, welches er für beſſer hält als ſie zu zerſchneiden. Die Krippen ſind äuf einer kleinen Er- höhung auf der Seite, wo der Hof ſelbſt am höchſten iſt, angebracene Graben geworfen oder in Haufen mit Stroh bedeckt, geſe8t, ſo würden ſie ſic halten und das Land bey Zeiten zu Gerſte bearbeitet werden können. Vielleicht könnte man ſie unter. Hür- den über Kreuz geleget verwahren, Seßte man ſie in oder wenigſtens nahe beym Hofe in Haufen, ſo würde dieſe Arbeit durch die Bequemlichfeit, die man beym Fuk- fern des Fettviehes in Schoppen oder im Hofe hätte, bezahle« P 226 Es mag nun nach dieſem außerordent- lic gelinden Winter der Frühling eben ſo. gelinde oder ſtrenge ſeyn, ſo ſind ſie durch dieſes- Mittel immer für jeden Anſtoß ge- ſichert. Man hat allgemein bemerkt, daß in die- ſem gelinden Winter(1782) das Stallvieh ſich ſchlecht und das auf dem Felde gefutterte Vieh ſehr gut gehalten hat, Es führt je- mand, der dieſes aus dem Grunde verſtehert, ein Beyſpiel von einigem Fettvieh an, wel- , wo ein etwas leichter Boden iſt, dem Fettvieh die Rüben in Krippen auf dem Hofe; in Stanninghall aber, wo trockner feſter Boden iſt, auf dem Felde, Er verändert den Fleck alle Tage oder alle zwey bis drey Tage, und giebt ihnen das Stroh in einer beweglichen Raufe mit vier Rädern. Herr Thomas Seago in Hanworth fut- tert Anfangs die Rüben auf dem Felde, her- nach zerſchneidet er ſie und giebt ſie dem Vieh in Krippen auf dem Hofe, Herr John Hylton in Felmingham futtert auf dem Felde, Herr Arthur Bayfield in Antingham gleichfalls bey Tage. Wenn das Feld nicht entlegen iſt, ſo treibt er es des Nachts auf den Viehhof. Bey einiger Entfernung läßt er es aber lieber draußen, und giebt ihm et- was wenig Stroh, als es weit hin und her zu treiben. Er behauptet, daß ſeinem leichten Bo- den das Feſttreten nüßklicher ſey. Dagegen hält er es für nöthig, daß, wenn das Fett- P 2 228 vieh beſtändig auf dein Hofe iſt, in bedeckten Raufen zu futtern, und hat quer über den Hof einen ſchmalen bedeckten Schoppen ma- den Tag über ein Fuder auf,-Um vier Uhr des Nachmittags freſſen ſie am ſtärkſten. Dem Fettvieh gab er bloß die Köpfe der Rüben und den Abgang dem jungen Vieh. Frau Schwan in Suſſield futterte ſie draußen. Herr Forſter in Bradfield ebenfalls, und ſtreuet Stroh unter die He>en. Herr Jonathan Bond in Walſham hat vierzehn draußen, Herr Heinrich Helsden zu Attingham mäſter nur zweyjährige. Da er keine Wieſen hat, ſo kann er ſie niht, bis ſie drey Jahr alt ſind, erhalten. Von der Zeit an, wo ſie entweder auf Rüben; Klee oder auf Stoppeln geweſen, hält er ſie in hohen Preiſen. Er mäſtet ſie draußen. Herr James Helsden in Sufſſield hat ſe waren, und er Künſtliche Graslän- 230 nur dadurch, daß er ſie zu Hauſe pflege, im Stande wäre, ſie vorwärts zu bringen. Herr Joy hat alles Vieh draußen, und ſtreut das: Stroh über den ganzen Hürungs- fle; bey Falter Witterung aber unter die Hecken. Des Nachts kommen ſie niemals auf den Hof, denn er glaubt, daß das Hin und Hertreiben dem Fettmachen nachtheilig ſey. Herr Baker in South- Reps hat ſein ſchönes junges Vieh, welches er auf den Marke in St. Faichs gekauft hat, gänzlich draußen. Er giebt Stroh unter die.-Hecken, und verändert täglich den Stand,. Sie- ſind bis jeßt ſehr gut eingeſchlagen, G.:9 Bey dieſem Caopitel müſſen folgende der: Punkte in Betrachtung gezogen werden: 1) Die Gattungen der Futterfräuter,. 2.) Der Boden. 3) Die Feldeintheilung. 4) Die Beſtellung. 5) Die Düngung. 6) Die einjährige Brache. 7) Die zweyjährige Brache. werden! ten geſät und"Vn wird 1 ſtändig dieſer( Ei würde f ſe Jes ſeinen, uſe pflege, bringen, draußen, un) jen Dütungs er Unter die e memals auf das Hin und heilig ſey, Reps hat felt er auf dis jar, gänjlig die Hefen, d, Gir ſi) n folgend! erden: opfrauter, 231 1) Die Futterfräuter dieſes Diſtrikts. Gattun- gen. Engliſch Raygras.(Lolium perenne) Rother Klee.(Trifolium pratense) Weißer Klee.(Trifolium repens) Hopfenklee oder gelber Klee.(Trifolium agrarnium) Riſpengras.(Poa annua) Bey der gewöhnlichen Feldeintheilung werden vorzüglich die beyden erſtern Grasar- ten geſäet, gewöhnlich aber mit der dritten und vierten Gattung untermiſcht. Die leßte wird nur dann geſäet, wenn das Feld be- ſtändig Wieſe bleiben ſoll, welches aber in dieſer Gegend nur ſelten der Fall iſt. Eine neue Gattung nahrhaftes Gras würde für Norfolk ſehr nüßlich ſeyn, deſ- ſen Aec>er des Klees überdrüßig zu werden ſcheinen. Ich machte einen Verſuch mit ſpißigen Wegerich(plantago Janceolata)), wovon ich aber feinen Nußen hatte. Obgleich dieſes Gras in beträchtlicher Menge in einigen Thei- len der Juſel gebaut wird, ſo betrachtet man es doch in Norfolk als Unfraut. Wahr iſt 230 es, daß die Pferde ihn nicht mögen, die hier vorzüglich die Verzehrer des Klees ſind, Es iſt auch dieſe Ermüdung des Ackers nichts außerordentliches, wenn man über die Reihe von Jahren, wo hier Klee gebaut wird, nachdenkt, In Gegenden, wo er ſeit kürzerer Zeit eingeführt, iſt dieſes ſhon der Fall, und in Norfolk bauer man ihn ſeit un- denflichen Zeiten. Mahe bey Ayleſham zeigt man einen Acker, worauf zuerſt Klee gebaut ſeyn ſoll. Dieſes beruhetr indeſſen bloß auf mündliche Ueberlieferung, und es iſt unter den dortigen no< lebenden Einwohnern niemand, der es ſich mit Gewißheit erinnern kann. Bey alle dem iſt es ſonderbar, daß, ob gleich der Acer den Klee nicht mehr zu lie- ben ſcheint, dennoch die Saat ſehr gut auf- geher, und wenn die jungen Pflanzen nicht abgeſchnitten werden, ſie den ganzen Winter hindurch friſch und mit anſcheinender Geſund- heit ſtehen bleiben. Im Frühjahr aber, wenn ſie ſtarke Nahrung gebrauchen, hat der Bo- den nicht mehr die Kraft, ſie ihnen zu ge ben. Sie fangen an zu ſchwinden, und gehen öfters in einigen Wochen aus, Ge ficht du weren Wberläßt, ſaat wer Dd Rorfoll helge erſten als erf fet hi fahrn Futter man be 9; zum 7 Wegen 4 Ran weißen mN jo lan je mögen, h ves Sets id 19 des Yefors Ian über die Rlee gebaut / wo er ſeit / ſchon der ihn ſeit ums Mah einen : ſeyn ſoll, mündliche en dortigen 1d, der& te, daß, ob hr zu lie- v gut aufe nzen nicht n Winter or Geſunde ber, wenn t der Bo- jen zu 96" den, 1) 18, 233 Selten, ſelbſt auf den friſcheſten Boden, ſteht der Klee länger als ein Jähr. Im zweyten Frühi-he“ verdorrt er gänzlich/ und überläßt, went nicht andere Gragarten ge- ſaet werden, dem' Raygras den Plaß. Dennoch führt dieſer Umſrand in dem Norfolkſchen Wirthſchaftsſyſtem- nichts nach- heiliges mit ſich. Wenn nur' der“Klee im erſten Jahre ſo viel Futter und Heu giebt, als erfordert wird, ſo hat er ſeine Sculdig- feit hinreichend gethan. Durch lange Er- fahrung hat man gefunden, daß von allen Futterfräutern Raygras das beſte iſt, was man dem Fettvieh im Frühjahr nach den Rü- ben geben Fann; nicht allein, weil es früher zum Vorſchein kömmt, ſondern hauptſächlich wegen ſeiner fettmachenden Kraft, Indeſſen iſt ſeine Dauer nicht ſicher. Man thut dahero wohl, einen Ac>er mit weißen Klee oder einem andern Futterkraut im Rückhalt für das Standvieh wenigſtens ſo lange zu halten, bis er zum Weizen ge- pflügt wird. Die Futterkräuter werden ohne Unter- ſchied auf jede Gattung von Boden gebauetk. Herr Perner zu Hemesby behauptet, Boden. Toldein- theiiung. Beſtellung der: Eaagtzeit. 234 daß gut gerathener Klee den Boden eben ſo ſehr als Dünger verbeſſert, Sie werden beynahe immer mit Gerſte nac< Rüben geſäet; zuweilen ,- welches aber nicht ſehr gebräuchlich iſt, auf Weißen nach Rüben. Die Zeit, die Futterkräuter zu ſäen, hat etwas beſonderes. Es geſchiehet nicht gleich, nachdem die Gerſte geſäet iſt, oder wenn dieſe ſchon aufgegangen, ſondern gemeiniglich furz ehe) ſie aufgehen will. Auf trocknem Boden, und beſonders bey Dürre fälle dies einem Fremden auf. Vor- züglich ſcheint es unerflärbar, warum man der Feuchtigfeit, welche durch die. Saatfahre auf die Oberfläche gebracht worden, Zeit läſt zu verfliege: ehe der Saamen damit ver- miſcht wird; es ſey dann, man wolle einen neuen Vortheil über die Wurzeln des Un- frauts gewinnen, welche beym Unteregen der Gerſte herausgebracht ſind, Es mag ſich dieſe Verfahrungsgart indeſ- ſen auf wichtigere Gründe ſtüßen. Vielleicht hat man durch lange Erfahrungen gefunden, daß. der Dünger, der durch die Saatfahre ausgepflügt worden, zuweilen hinreichend iſt, den OÖ! one 8 haltende gegen d der Gs ein Ne die tief wn ſinkt / Patte| hen, Ves ordnt den eben j Wit Gerſte Deldes aber Zeißen nach 1 ſoet, haf Nit Ai), wenn dieſe einiglicg Putz ſonders bey auf. Zit 171911110800) Saatſchtt 1, Zeit(if damit vet volle einett ) des Une regen de auf indeſs Zieleicht gefunden, Zaatfahre hend"| 235 den Grasſaamen zum Wachſen zu bringen, ohne jedoch im Stande zu ſeyn, ihn bey an- haltender Dürre zu erhalten. Läßet manu da- gegen der Oberfläche Zeit abzutroc>nen, ehe der Saame hineinfömmt, ſo bleibt er, bis ein Regen einfällt, ruhig liegen; die Gerſte, die tiefer lieget, gehet früher auf, beſchattet alſo die jungen Pflanzen, und bekömmt ein ſtarkes Uebergewicht über das Unkraut. Herr John Joy zu North Walſham hatte im vorigen Jahre 1789 ein Stück Rü- ben, welches fehlſchlug und er deshalb mit Weißen beſäete. Um ſeinen Aer in der Feld- ordnung zu erhalten, beſäete er es im Herbſt mit Klee unter den Weißen. Im Anfange des Winters ſah ich ihn ſehr gut aufgehen. Jm Anfange des Früh- jahrs aber hatte er durch einige ſtarke Fröſte ſehr gelitten, ſo daß es zweifelhaft war, ob er ſich wieder erholen würde oder nicht. Neugierig den Erfolg zu wiſſen, beſah ich es im Herbſt wieder und fand einen der ſchönſten Fle>e Klee, der je geſehen wor- den. Da es noch nicht behütet war, ſo ragte der Klee über die Stoppeln hervor, und ver- ſpraß das ſchönſte Kleeheu zu geben. Y | Zubevrei- fung der tf. Sag Siafall. BedoEutng der Saat. 236 - Das iſt das erſte Beyſpiel, Klee unter Weißen im Herbſt zu ſäen, welches ich ge- ſehen habe. Nicht ein Beyſpiel von irgend einer Zu- bereitunggart des Saamens habe ich in die- ſer Gegend geſehen. Die verſchiedenen Sorten werden gemei- niglich unter einander gemiſcht und ſo geſäet, Raygras wird nur wenig genommen. Der Säer muß ſie öfters umrübren, damit die ſchweren Sorten nicht auf vem Grunde des Säela>ens liegen bleiben. Der Einfall iſt nac<ß der Güte- des Bo- dens und der Meinung des Wirches verſchie- den.„Der Mittelſaß p. Acre iſt x Pe Ray- gras(Z Mz. p.- M.) und 12 bis 14 Pfd. rother Klee(7 bis 8 Pfd. p. Morg.) Thut man 2 bis 3 Pfd, weißen Klee, oder 3 bis 4 Pfd. gelben aus den Hülſen gemachten, oder eine verhältniemäßige Menge in Hülſen hinzu, ſo nimmt man natürlich weniger ro- chen. Klee, Bey dem Einegen nimmt man kleine Egen und zieht ſie rüfwärts, um zu verhü- ten, daß die Zähne keine Stücken, noch die Geſte u tif Es m erſte zu hüte vieh we zuweilet "m en es(ey Bitter ſe mit ves ſchie) die€ glaube vigften herde Klee unte es ich 4 ) einer Zu- iG in die den geweb ſd geſaet, en Der jamit die unde des e des Yhr 8 verſchite Pe Faye : 14 Pf), 19.) Zhut der 3 bis jemaden, n Hälſen niger tv 4 fleine | verhü- noch di! 23) Gerſte ausreißen, und den Grasſaamen nicht zu tief unterbringen. Es iſt ſehr nöthig, die jungen Pflanzen im erſten Herbſt und Winter vor die Schaafe zu hüten. Das junge Vieh und das Stand- vieh werden aber darauf getrieben und ſelbſt zuweilen Rüben darauf gefuttert. Jndeſſen iſt dies nicht als eine allgemeine noc) als eine richtige Verfahrungsart zu betrachten; es ſey dann, daß der Boden feſt und. die Witterung ſehr tro>en ſey. Zuweilen werden ſie mit Dünger oder Dungerde befahren, wel- des aber nur von wenigen Wirthen ge- ſchiehet, Im Frühjahr des erſten Jahres werden die Steine abgeleſen. Was man aber ſchwer glauben wird, iſt, daß ſie gar nicht oder we- nigſtens nur im 1ten oder 2ten Jahr gewalzt werden. Im April wird gemeiniglich beſchloſſen, ob ſie entweder zu Heu liegen bleiben, abge- hütet oder bloß den Arbeitspferden gegeben (ſiehe 1ter- Thl. pag. 97.) werden ſoll. Kleeheu wird mit eben der Senſe, wie die Gerſte genjähet und eben ſo eingebracht. Die größte Eigenheit in der--Behand»- Arbeiten vis zur Erxnte. Nugßung 3. Hen. 1 der einjah- Klecheu. erar nenen an | 1 1] Y [] Sgaametn. 238 lung des Kleeheues in Norfolk beſtehet darin, daß es, ſobald es hinreichend ausgewittert iſt, um nicht mehr verderben zu können, in gro- ßen Haufen gebracht wird, worinn es ge- wöhnlich acht bis vierzehn Tage ſtehen bleibt, Durch dieſe Behandlung werden die Blät« ter und die Hülſen erhalten, dagegen es da- durch öfters bey ſchweren Regen ſehr leidet, Vor kleine Regen und vorübergehende Ge- witterſchauer iſt es, in ſol- net es gleich wieder. Der Klee wird ſelten mehr als einmal im Jahre gemähet, ausgenommen zu Saa- men. Die zweyte Ernte wird gewöhnlich durch Rindvieh abgehütet, dem die Kleeſtoppeln ſehr nothwendig ſind, wenn die Naygrasbrache zu Weißen aufgebrochen iſt. Kleeſaamen zu ziehen, iſt in dieſer Ge- gend nicht gebräuchlich, Der gröſte Theil des pier 67 nigſtens in dieſe ſeyet 1 Neulich Nei D ww zum 9nbal den 6 wöhnli ſhels pd. Buſs N uNo Wit vj [8 n Yay: Flein eſtehet datin vewittert ir, en, in Ot'0« hn eg ges hen bleibt, h die Blät« Jen es dar ehr leidet, hende es fen, deren mehr als ſſen Ober- ſehr groß hat jeder je, Der leit, das ind tro» 8 einmal zu Gat ich durd) peln ſehr brache zu ieſer Ot Theil des 25y hier geſäeten kömmt von Suffolk, oder we- nigſtens von der Suffolkſchen Grenze. Was in dieſem Theile Norfolfs gewonnen wird, ſtehet mit dem Bedarf in keinem Verhaltnis, Neulich beſuchte ich den Kleeſaamenmarkt zu Norwich. Der Kleeſaamen wird von Suffolk oder von der Norfolk- Suffolkſchen Grenze dorthin zum Verfauf gebracht. Theils bringen ihn die Anbauer ſelbſt zu Markt, theils wird er von den Saamenhändlern aufgekauft. Er iſt ge- wöhnlich in große Säcke, deren jeder 4 Bu- ſchels(2 Schfl. 10 Mz.) der Buſchel zu 66 Pfd.(den Schfl. 100 Pfd.) enthält. Der Buſchel hat 2 Pfd. Uebergewicht(der Schfl. 3 Pfd.) ſo daß ein Buſhel auf den Markt zu Norwich für 68 Pfd.(der Schfl. 103 Pfd.) gerechnet wird, oder für 66 Pfd.(100 Pfd. der Scheffel) in den andern Gegenden der Grafſchaft. Der Saame wird mehrentheils in ſol- ers zuzuſchreiben, deſſen eingeſogene K Lain-“-„* k.7. SENE zz<==== I-===. 5 F= 246 Wäſſer, ob ſie gleim unter der fruchtbaren Erdart ſich durchziehen, und dort mit feinen beſondern Hinderniſſen zu kämpfen haben, dennoc< bey feuchter Witterung nach aller Wahrſcheinlichkeit, ſich mehr oder weniger, einige Fuß unter der Oberfläche ſammeln. Dem ſey wie ihm wolle, ſo hält die Kälte, die in den niedrigen Theilen der Wie- ſen iſt, die beſſere Graßarten zurück, oder vernichtet ſie ganz, und bringt Erlen, Bin- ſen, Kalmus und alle andere Arten Unkraut hervor; dagegen der höhere Theil Farrenkraur, Geniſte und Ameiſenhaufen erzeugt. So iſt der natürliche Zuſtand der Nor- folfſchen Wieſen beſchaffen, und es hut mir leid, hinzufügen zu müſſen, daß er bis auf einige wenige Ausnahmen noch nicht verbeſ- ſert iſt. So ſehr ich den Getreidebau dieſer Ge- gend bewundere, und ſo behutſam ich auch mit meinem Tadel überhaupt bin, ſo kann ich mich doch nicht enthalten, die Bewirth- ſchaftung der Wirſen gänzlich zu misbilligen. Da ich meine Gedanken, ſo wie ſie mir von Zeit zu Zeit im Laufe meiner Bemer-, fungen oder Erfahrungen aufſtießen, zu Pa- / Ö pier Wi Gliye! tung(ir glei) au ur er m wenn di vl* paar! Wieſe| dende 7 wollen, T rader den J vergeſſe if Dirfun A terlage ynd da gehalte Gz? röſte, fruchtbatty Init Feine en haben, nach aller Weniger, mineln, | halt die der Wies vd, oder en, Bim | Unfrayt rrenfraut, 4 der Nor- thut mit e bis auf t verbeſ eſer Oer ich aud) ſo fat Yewirth- jöbilligen« e ſie mit Bemet» „wv 2475 piere gebracht habe; ſo will ich nur eine Skizze von der gegenwärtigen Bewirthſchaf- tung liefern, grade ſo wie ſie iſt, und zu- gleich angeben, was mir der richtige Weg zur Verbeſſerung zu ſeyn ſcheint.; Im Winter oder gegen den Frühling, wenn die Quellen fließen und die Sumpfe voller Waſſer ſind, ſo werden zuweilen ein paar elende kleine Gräbens quer durch die Wieſe an den Orten gemacht, die das wei- dende Vieh ſchlechterdings nict mehr tragen wollen. Dieſe Gräben gehen gewöhnlich in ge- rader Linie von, dem oberſten Rande nach dem Fluß. Defters aber wird ſelbſt dieſes vergeſſen, oder wenn es ja einmal geſchieht, ſo iſt es ſo lange vernachläſſigt, daß die Wirkung verlohren gehet. Außer dieſem ſchwachen Verſuch die Un- terlage zu verbeſſern, werden die Sträucher und das hohe Unfraut mit einer Senſe ab- gehauen, und bleiben darauf der Verweſung überlaſſen liegen. In Rückſicht des Gebrauchs dieſer Mo- räſte, ſo dienen ſie bloß dazu, das junge Vieh Y Pachtzins. 248 3 von dem Verhungern abzuhalten. Auch Kühe bringt man zuweilen hinein. Im Allgemeinen iſt indeſſen das Gras zu verdorben, und zu faul für ſie. Nur eine theuer erfaufte Erfahrung hält den Wirth noch ab, daß er ſein Schafvieh und Pferde nicht in ſeinen Wieſen läßt, und nicht erſtern der Fäule, ſo wie leßtere dem Erſticken in den Torfmooren ausſeßt, Wenn das junge Vieh das wenige Gras, das es finden fann, ausgefreſſen hat, ſo wer- den zuweilen die Binſen und andere waſſer- artige Kräuter zu Streue abgemähet, und mit der Hand fortgetragen. Zuweilen blei- ben ſie auch liegen und verfaulen auf den Sümpfen, welches die Unzugänglichkeit derſel- ben von Jahr zu Jahr vermehrt. Auf den beſſern Theilen wird zuweilen aus dem Kal- mus und ſtarfem Graſe eine Art grobes Heu gemacht, welches dem Standvieh im Wintex zu Futter dienet, Der gewöhnliche Pachtzins von Wieſen iſt von fünf bis zehn Schilling der Acre (1 Rehlr. bis 2 Rthlr. der Morgen) und in ihrem jeßigen Zuſtande können ſie unmöglich ein Zul bezahlt ale* Rorfel mittelt Zuſe! ſuit (1 Kt Auch Küh das Gras Nur eine en Wirth nd Pferde ht erſtern ten in den tige Gras, |, ſo wer- Ye waſſer- het, und eilen blei- 1 auf den Feit Derfel- Auf det dan Kal- robes Deu m Winter hn Wieſen der Acte ) und i! zamögli] 249 ein Jahr in das andere gerechnet, theurer bezahlt werden. In einem dürren Sommer ſind ſie öf- ters für den Pächter zehn Schilling p. Acre (2 Rthlr. p. Morgen) werth, weil in ſolchem Falle Wieſenwac, liegt in einem ebenen Grunde und enthält 5 Acres 2 Roods 7[]Yards(8 Morgen.) Auf der einen Seite fließt ein Bach in einem Kiesbette vorbei, der 5 bis 6 Fuß tie- fer als die Wieſe liegt. Quer durch die Wieſe, dem Bache gerade über., gehen zwey Abzugsgräben, die mit Binſen(Hassock) bewachſen, und durch das Vieh ausgetre- ten ſind. Nund herum gehet ein Graben, der ebenfalls voller Gras und Schlamm iſt, Es ſind ungefähr 80 Statuten Roods, (1062 Rhdl. Reh.) Gräben, und 40 Statute Roods(53+ Rhdl. Ruthen) Rennen„nöthig. Das Reinigen der Graben könnte man die lange Ruthe mit 1 Schl.(die Rhdl. Nu- che 4 Gr. 6 Pf., bezahlen; für die Rennen aber die lange Ruthe nur mit 6 Pence(die Rhdl. Ruthe mit 2 Gr. 3 Pf.) * 90 Statute Rood ſind un- gefahr 63 lange Ruthen. L. Sch. P. R. G. P. (105. Rhdl.Ruth. a43 Gr... 3... 3.-.,49-16 6 40 dito ungefähr 31 lan- ge Ruthen(515 Rhdl,, 15 6 4203 Rathen) a 2 Gr, 3 Pf. 3 18 6 24 12 9 256 Für dieſen Preis aber könn- ten die Rennen nicht in gleicher Tiefe mit dem Ba- dhe gehn noch ſtatt Be- währungen dienen, Um dieſen Endzweck zu errei- G,/P. ZENSSOZ ASD 0 LITE GE IRD OI gelegt werden, Die Gräben rund um die Wieſe könnten auch nicht für 1 Schill, p.' Nuche mit dem Bache gleiche Tiefe halten, wie es ſeyn ſollte um das tode Waſ- ſer abzuhalten. Auf die lange Ruthe müßte noch 2 Pence zugelegt werden, (auf die Rhl. Rc. 9 Pf.) 4.14 29 9- L221D-/0 23-2020 beträgt Außer dieſer werden STIL 0:52. 0990 noch drey Schleu- ſen zum Einlaß des Waſſers erfordert. Das nöthige Holz dazu gehöret aber unter die gewöhnliche jährliche Ausgaben dieſer Art, Man Ran fa! undeirög Rip wu 58 verſchaffe . fg endem eu vag gehörig das Ve würde€ fahn in ſe au Arbeit nen ge V: ſand dy! hens in Di ben eint wachſen liegt, d » eine X ). P. 86,9 06241 10 32 15 9 ) Cdhleite ) 257 Man Fann alſo annehmen, daß-man für die unbecrächtliche. Ausgabe von 5.(Guineen(23 RNehlr..x5. Gr. 9 Pf.) ſicß eine Einnahme von 5o bis„6o Guineen(3020. bis 400 Rehlr. erſco4 a ſſen kann. Läge die Wieſe tiefer: als das angren- zende... Moor, ſo müſte man den Haupfgra- bei nach-einem Brunnen führen, ihn-in einer gehörigen Entfernung davon anlegen, und das Waſſer hineinpumpen. Zur Pumpe ſelbſt würde ein Baum hinreichen, und ein Mann kann in einem Tage eine große Menge Waſ- ſer auspumpen. Was wollen einige Tage Arbeit in Vergleich des Vortheils einer trock- nen gegen eine ſumpfige Wieſe ſagen? Vielleicht könnte man ſelbſt den Trieb- ſand durch Ausgräben eines dergleichen Brun»- nens“ in deſſen Nachbarſchaft fortſchaffen. Die Grabenmacher im Norfolkſchen ha- ben eine ſehr fördernde Methode, alte„ver- wachſene Gräben zu reinigen. Zuerſt rechen ſie mit einem Spaten den Bopxt., des.-Grabens ſo tief als der Schlamm liegt, ab. Iſt er ſehr breit, ſo machen ſie einge Renne in die Länge und andere in die R 258 Quere, ſo daß ſie das Ganze in große Vier- ecke von 3 bis 4 Spaten Breite theilen. Alsdann nehmen ſie große Hafen mit einer flaßen dreyzackigen Gabel und einen langen hölzernen Stiel, ſtellen ſich am Ufer auf beyden Seiten, und ziehen damit das Unfraut heraus. Zuleßt machen ſie den" Bo- den mit einer ſcharfen Schaufel glatt und werfen den Schlamm aus. Die Preiſe ſind: Drey Fuß breite Gräben in. moorigen Wieſen zu machen, die lange Ruthe 2 bis 4 P-.(die Rh. Ruthe 9Pf. bis 1 Gr. 6-Pf.) „und Bier. Dergleichen jährlich zu reinigen 3 p. c. die Ruthe(23 Pf. die Rh. Ruthe.) Hauptgräben 5 bis 6 Fuß breit zu rei- nigen: Im xten Jahr 1 p. die Ruthe 4x Pf. die Rh. Ruthe.) Im 2ten Jahr 2 p. die Ruche(9 Pf. die Rh. Ruthe.) Im z3ten Jahr 3 p. die Ruthe(1 Gr. 15 Pf. die Rh. Ruthe.) S Im Allgemeinen ſind die Wieſen in den traurigft? Feld zu' die ping von 6 duſch welches| mertſamt (merhal weit m 0: wehrhaft ſch in Vith wendet preis 1 dec, d: die Det hi ein yn das ſen, ſ W& ſeine Nfſt da fie 1a % his de gel an große Viet eilen, Hafen mit ynd einen ) am Ufer damit das den" Bo- glatt ünd moorigen gehe 2 his Gr, 64) it zu tel e 47 Df e(9 Pf e(1 Or et in de 2 259 traurigſten Zuſkand, und liefern ein weites Feld zu Verbeſſerungen. Die Wirthe miethen in einer Entfer- nung von 20 bis 30 Engl. Meilen(4 bis 6 deutſche) Grasland zu einem hohen Preis, welches ſie öfters, wenn ſie nur einige Auf- merkſamkeit auf ihre Wirthſchaft wendetett, innerhalb ihrer eignen Grenzen für einen weit wohlfeilern Preis haben könnten. Gewohnheit und Vorurcheil ſind aber zu wehrhafte Nitter, als daß man mit ihnen ſich in Kampf einlaſſen könnte. Wenn der Wirth weit mehr auf ſeinem Acker ver- wendet als er durch den niedrigen Getreide- preis wieder gewinnen kann, ſo glaubt man doch, daß er recht chut, Wollte er aber an vie Verbeſſerung ſeiner Wieſen gedenken, und nur ein paar kleine Graben machen laſſen, um das Waſſer von der Oberfläche zu ſchaf- fen, ſo würde die ganze Gegend ſagen: daß er ſeine eigene Wieſen kaufte, Führe er gar Miſt darauf, ſo würde man ihn dem Wahn- ſinne nahe halten, Vorurtheil iſt ni- R 2 260 nen, iſt damit verſchwiſtert. Von den weni- gen, welche es verſuchen, ſind kaum zwey oder drey; die es gehörig auszuführen ver- ſtehen, Die Abzugsgräben ſind gewöhnlich zu ſcnet, Herr Samuel Barber in Stanning- hal düngt die ſeinigen mit Ruß 2c., und rei- nigt ſie von Ameiſenhaufen, Erlen 2c, und anderm Unkraut, Die eilig,€ worauf! die Zwei moorigen Auf Rachor Game und 00 al8bant jungen Grſcma macht, dD der V zuſat Meter Waſſer lih, die Unterla ganglih Meorbe Ge die Vie den,) ! delt Hen Fatty zwey| Uhrett vet: hnlich zu eine riche die gehö- 1 Kom jeSbett, ſd und daß 6, Dies . es jeſtdrüen ens Dow orfolf 96: ß Je eint men von ung, Zwayfield chen Art tanning: und ret 16. 261 Die Erle iſt den Wieſen äußerſt nache heilig. Sie verſchlimmert nicht nur das.Stuück, worauf der Stamm ſteht, ſondern ſo weit die Zweige reichen, macht ſie den ohnehin moorigen. Boden noch ſumpfiger. Auf den Wieſen und auch in deren Nachbarſchaft iſt ſie ihnen ſchädlih. Der Saame wird vom Winde weit weggeworfen, und von dem Vieh eingetreten. Er, kömmt alsdann unter dem Graſe hervor, und die jungen Pflanzen geben dieſem einen bittert? Geſchmack, der es dem Vieh ungenießbar macht. Der Hauptgegenſtand bey Verbeſſerung der Wieſen iſt, die Erde von der ſich darinn zuſammengezogenen Feuchtigkeiten zu befreyen: Moorerde gleicht einen Schwamm, der das Waſſer an ſich ziehet. Es iſt daher unmöge lich, die Oberfläche zu tronen, ſo lange die Unterlage im Waſſer ſteht, und alſo unum- gänglich nöchig, die Gräben tiefer, als das Moorbett iſt, zu machen. Gewöhnlich ſließt ein Bach mitten durch die Wieſen. Dieſer, wenn er gleich ein Kies- bett hat, ſollte dennoch ſo viel vertieft wer- den, daß.die Oberfläche des Waſſers tiefer 262 als das Moor zu liegen käme, und dennoch ein Fall nach den Abzugzgräben bliebe. Im Herbſt, wo alle Waſſerarbeit angehen ſollte, müßte der Bach vertieft werden, da alsdann der Boden die größte Feſtigkeit hat. Es iſt unreſal einem Pferde, wel- t, das. dem Anſcheine nach den beſten Wieſen nichts nachgiebt. Sein Verbeſſerungsplan war folgender: Nachdem er einen Bach, der durch die Wie- ſen floß, dergeſtalt vertieft hatte, daß die Oberfläche des Waſſers 4 Fuß tiefer als die der Wieſe war, ſo zog er Gräben, 5 Fuß breit und 4 Fuß tief, die parallel mit dem Bache liefen. Mit der ausgeworfenen Erde füllte er die fleine Gräben, die er vorgefun- den hatte, und die Vertiefungen aus, in der Abſicht, eine gleiche und ebne Oberfläche zu erhalten. Anfänglich waren dieſe Gräben in einer Entfernung von 20 bis 309 Yards(5 bis 6 Nh. Ruthen) ausgeinander. Judeſſen iſt er ißt beſchäftigt, den großen Theil derſel- ben wieder auszufüllen, da ſie ſeinen End- zwe erfüllet, und den Grund troc>en ge- macht haben. Er iſt ißt der Meinung, daß 268 der Bach und die Grenzgräben hinreichend ſind, die Wieſe in ihrem jeßigen Zuſtande zu erhalten. Die Wieſen enthalten 18 Acres(27 Morgen) und ſind dur< den Bach und zwey parallel laufende Hauptgraben in vier Beete getheilt."Die Gräben ſind ſieben Fuß breit, Dennoch ſeßk das Vieh manchmal darüber weg. Man ſollte alſo die Grenzgräben, nicht unter 8 bis 10 Fuß breit machen. Die“ Bin- ſen wurden abgemähr und das Moos durch Dünger vertilgt. Das Gras wurde durch Aus- ſacn des auf dem Heuboden zurütfgebliebenen Saamens im Frühjahr- verbeſſert. Bis jeßt hat er weder Ege noch Walze' darauft ge- braucht. In dem jeßigen Zuſtande behandelt er fie auf folgende Art. Sie wer- den alle Jahr behütet, dom nur ein Beet nach dem andern, ſo daß am Ende des Som- ners jedes Beet zwey oder dreymal behütet worden iſt, So oft er das Vieh aus einem Beek heraugnimmt, ſo ſieht er. vorzüglich dar- auf," daß das ſtehengebliebene Unkraut und grobe-Gras abgehauen werde. Durch dieſe vortreſſliche Verſfahrungsart, wird gegen die inreichen) ſtande zu te(27 1d zivey Beete | breit, atüber 1, nicht ' Bin durch ) Aus- ebenen is Jeßt Wf ge ſtande 269 Rückkehr des Viehes jedes Beet einem fri- ſchen Hütungsfle> gleich,. und überdem das Unfraut vom Wachſen abgehalten. In dieſen Wieſen hat er Rind und Schafvieh fett gemacht, die ganz gut einge- ſchlagen. Er bemerkte, daß"die“ Kühe gut darauf milchten, und ſeine Frau verſicherte, daß die Butter vortreſflich geworden. Die Frage, ob er über die ſeit dem An- kauf gemachte Verbeſſerungen eine Rechnung geführt hätte, beantwortete er zwar mit Nein, indeſſen fiele es in die Augen," daß"dor'Nu- LC, ßen die Koſten weit überträfe, und'“er ſie in dem jeßigen Stande für den dop zelten Ein- GEN nicht hätte faufen können. Der Acre ſcheint jeßt 20 bis 25 Sch.(der Moxr- gen 4 Nehlr, bis 5 Nihlr., werch zu ſeym Ein Pächter ließ auf einem zu ſeiner Pachtung gehörigen Theile einer gemeinen Hü- tung Ameiſenhaufen ausſchneiden und"ver- brennen. Der eigentliche Grund war, ſeine Aecker mit der Aſche zu düngen, der Vorwand, die Verbeſſerung der Gemeinhütung, und beyde Zwecke ſind wahrſcheinlich erreicht, Den Bo- (141B)7 haufen. 2709 den haf er hiernächſt geebnet und Gragſaa- men darauf geſtreuet. Seine Verfertigunggarf war, ſie mit einem Spaten in Geſtalt eines Herzens oder einer Schaufel, in unregelmäßigen Klumpen von 10 bis 15 Zoll im Durchmeſſer, und 2. 5 bis 6 Zoll di> zu ſchneiden. Dieſe wer- den umgewandt, damit die Gragſeite unten komme, und ſo lange liegen gelaſſen, bis die Erdſeite durchaus trocken iſt. Alsdann bringt man die Grasſeite wieder oben, und läſſet ſie wiederum ſo lange liegen, bis ſie zum Ver- brennen trocken genug ſind. Das Feuer wird mit Reis angezündet, und dadurch) beym Schwählen erhalten, daß die oberwähnte Klumpen nur allmählig dar- auf gelegt werden, wie das Feuer nach und nach ausbricht. 10, 15 bis 20 Fuder Aſche werden in einen Haufen gebracht. Dieſe ganze Arbeit wird mit 1 Sch.(7 Gr. 6 Pf.) p- Fuder bezahlt. Es iſt dieſes ein wohlfeiler Weg, Dün- ger zu erhalten, und zugleich noh eine den Wieſen und Hütungen nachtheilige Sache fortzuſchaffen. Jeder, der die Gelegenheit da- zu in Händen hat, ſollte ſie nicht fahren laſ- ſens al dvs Winte! ſie mit 08 oder ſlumpen und 2, ſe wet- : Unten bis die bringt ſſet fie | Ver- zündet, 1, daß 9 dat» h und Aſche Dieſe 5 Pf, Dün- e den Sache it da? on(af 57 ſen, und wenigſtens einen Verſuch damit ma- hen. Auf manchen Boden thut Aſche als Düngungemittel vorkreflihe Dienſte. Viel- leiht würde man die auf dieſe Art gewon- nene Aſche zur Grundlage der Paarhaufen auf dem Hofe( ter Th. p. 64.) mit vielem Nußen gebrauchen können. Leßchin bemerkte ich die Verfahrungsart eines vorzüglich geſchickren Wirrhs bey Zeor- ſtöhrung der Ameiſenhaufen. Mit einem ge- wöhnlichen Spaten, der etwas fcharf war, zerſchnitt er ſie in vier Theilen. Mit demſel- ben Inſtrumente ſchälte ex alsdann die Ober- fläche ein bis zwey Zoll ſtark ab, ſchnitt den Raſen nahe an der Erdlage in dreyeckfigen Stücken ab, und legte ihn neben ſich hin. Hiernächſt grub er das Innere des Hau- fens aus, breitete die Erde umher, und ließ das Loch offen, damit ſich der Regen den Winter über darinn ſammle und auf dieſe Art den Haufen gänzlich vertilgen muſte, Endlich wurde der abgenommene Naſen wieder auf die Höhlung gelegt. Der Fleck begraſete ſich ſo gut und wurde ſo eben, daß er faum zu unterſcheiden war. Es iſt dieſes eine herrliche Verfahrungs- 272 / art,- die aber noch nicht allgemein-im Gex brauch iſt.| Zwiſchen Michaelis und Weyhnachten iſt die beſte Zeit zu dieſer Arbeit, weil 1als- dann-die ausgeworfene Erde. durch. den. Re- gen und Froſt verbeſſert wird,„und„der. Ra- ſen Zeit hat, ſich, ehe die Dürre des Som- mers. heran fommt, mit. der: Erde. zu ver- binden.' 1781 ſtellte ich zwey Verſuche über. die beſte Zeit des Düngens an.z-. den erſten den 3oſten July, nach abgebrachter Vormath, den weyten. im. Oktober. s Der erſte war entſcheidend und der Vor- tzeil einleuchtend. Das Heu ſtand„vortreflich ps G und gab wenigſtens zwey Fuder*) p.- Acre (15 p- Morgen). Das Gras hatte fich„gelagert„und die Schwaden waren in die Augen- fallend ſtär- Fer, als wo fein Dünger hingekommen. Da- gegen ſich von dem im Oktober aufgefahrenen Dunger. fein Vortheil zeigte, und ich konnte bey der genaueſten Beſichtigung feinen Unter- ſchied *) Anm. d. Yoberſ, Die Größe der Fuder iſt hier nicht aitgegeben, Brendon( ſeine hloße Ert Yamont nimmt. Sie bil viele Tay ben ent Ben, denn es ganze€ Meerbuf No ſer anſch nit eit Geit die mühlen| him Oy yhnachten weil als- den. Res der NRa- 8 Eoin zu ver iber die tet den th, den der Vot- ortreflih p. Acre 273 ſchied. findem: Der Gewinnſt war gering, kaum 1 Fuder p. Acre(123 Ct,: Morgen). An der Oſtſeite der Grafſchaft bey Yar- moturh'finden ſich an den Ufern des Fluſſes Breydon große Brücher. Ehedem war es wahr» ſcheinlich ein'Arm der See. Jeßt ſcheint es eine bloße Erweiterung der Yare, welche erſt bey Yarmouth die Geſtalt eines Fluſſes wieder an- nimmt. Für mich war dieſes eine neue Welt. Sie bilden eine unüberſehbare Ebene, die viele Tauſend Morgen in ſich hält, und'ha- ben einen ſchwarzen und etwas moorichren Boden, vielleicht aus«Seeſchlamm gebildet, denn es iſt höchſt wahrſcheinlich,' daß dieſe ganze Ebene, wie oben erwähnt, ehedem ein Meerbuſen geweſen iſt, Noch ungefähr vor 20 Jahren lag die- ſer anſehnliche Strich unter Waſſer, wenn nicht ein beſondrer trockner Sommer war, Seit dieſer Zeit aber ſind eine Menge Wind- mühlen daſeloſt erbaut, welche das Waſſer in große Abzuggräben werfen. Durch dieſes Mittel iſt der größte Theil der Niederungen im Frühjahr gegen Ueber- ſchwemmung gejichert. Das Biey kann im S Brücher. 274 Anfange May hineingetrieben werden ,“und bis Weyhnachten darinn' bleibett. Obgleich dieſe Brücher rim„Ganzen ge- nommen. eine Cbene bilden, ſo, haben ſie doch ihre Ungleichheiten, und. ſind mit. einzelnen Lachen durchſchnitten., die in“ihrem. erſten Zuſtande die Abzuggräben geweſen zu ſeyn ſcheinen. Dieſe Lachen oder Rohrhörſte- ſind.. an einigen Orten von beträchtlicher Breite und noch die Hauptabzuggräben. Von. dem be- wachſenen und trocknern Theilen ſind ſie durch hohe Ufer abgeſondert, die zugleich als We- gebewährungen und Dämme dienen. Im Anfange des Frühjahrs--wird das Waſſer von dem Graglande in dieſen Rohr- hörſten geleitet, die, ſobald es nöchig iſt, auch ausgetrocknet werden, um das Rohr zu maä- hen, und als Dachmaterial, Heu 2c. zu ge- brauchen, ſo daß dur Beyhülfe der Mühr- len jeder Theil dieſes Bruchs nußbar wird. Das Gragland iſt mittelſt der Abzugs- gräben, die 55 6, 8 bis 10 Fuß breit ſind, in Breiten von verſchiedener Figur und Größe getheilt. Da dieſe Gewäſſer keinen beſtimmten zuuf job find, 1!| ell derſ fine Or Weltetett Die his 75 7 Eiucht pern in freiß vo! ſhe) gie niht eine Bi fem wie obe ſo giebt ſey weit jeen'G hahrhafte ſnfräute füße; it ige Ar feht beg m Feine Or und ve E75 verden, u Lauf haben, und von verſchiedener Breite | ſind, ſo iſt es wahrſcheinlich, daß der größte Janzen ge: Theil derſelben ehemals bloße Rinnen oder er ſie doch kleine Gräben waren, die das Waſſer ab- [einzelnen leiteten. tein erſten Die Breiten ſind 10 bis 50. Acres(15 | zu ſeyn bis 75 Morgen) groß, gehören verſchiedenen Eigenthümern, und ſind noc<) von weit meh- € ſind. an reren in Pacht genommen. In einem Um- reite und freis von 15 bis 20 Meilen(3 bis 4 deut- dem be- ſche) giebt es beynahe feinen Pächter, der ſie durch nicht einen Antheil darin hatte. als Ye Die GraSarten ſind ſehr verſchieden ſelbſt Gravarten oft in demſelben Stück, Da dieſes Bruch, wie oben erwähnt, viele Ungleichheiten hat, , wird das en Nohr- ſo giebt es darin Vertiefungen, wo das Waſ« iſt, auch ſer weit länger ſtehen bleibt, als auf den hö- zu mö heren Stellen. In leßtern wächſt ein ſehr 38 fs nahrhaftes Gres, das aus den beſten Wie- er Mihr ſenfräutern beſtehet, und das Vieh ſehr gern iet frißt; in den erſtern dagegen eine langhal- Abzugs mige Art Gras,-worauf das Vieh gleichfals it find, ſehr begierig iſt.: v/Größe Im Juny, als i< da war, blühete noch feine Gragart. Das Riſpengras(poa-annua), apl und. die Waſſerpflanzen hatten noch keine ſtim S 2“ 1.9 9 276 Frucht angöſeßt, da die Jahreszeit ſehr'zu-| Pferden rück war. Jc< konnte alſo die Gattung nicht 6) mit' Gewißheit beſtimmen. H | Gewürme. Dieſes Bruch"iſt. mit“ einer Art Ge- die fett 1 würme geplagt, das im 1781ſten Jahr viele und Non Morgen Gras verheerte, indem ſie die Wur- vieh, M ) zeln“ ungefähr einen"Zoll unter der Oberfläche jernähf HN MADEN abfreſſen. vowen (4 1 In dieſem Jahre(1789) iſt der Scha- den, m (03 den unbedeutend. Dennoch giebt es faſt- in| der 090,0 allen Breiten ganze Striche, die'ſo' braun,|(u 1600), j wie bloße Erde ausſehen.' Y |"Das Gras iſt gänzlich“ todt. Wenn man ve N mit dem Hafen den Boden aufſſtoßet, ſo fin zug hä det man die' Würmer gleich unter dvr Ober- ſo wir fläche, Sie ſind x bis 1x Zoll lang, und un-| Ww; gefähr ſo dice als ein Gänſekiel, Sie“ſind| mhle dunkelbraun, haben einen- ſchwarzen“ Kopf,| md und zwey weißliche Linien, die ſchlängelnd den am vom Kopf über den Rücken bis nahe an den| Baht Schwanz gehen. Man glaubt allgemein, daß| den die ſie die Made des Maykäfers(Cock-chafer)| verm de find. JT<4 habe nicht erfahren können,“ob| D jemand der Verwandlung nachgeſpührt hat.| Velhy Weidevieh Die Sorten des Weideviehes beſtehen" in Pähtet jung Vieh, mageren Ochſen,"alten und jungen und it ſehr u tung ni Art Gp Jahr viele die Bur- Oberfläche der Sh 8 faſt: in ſo“ braun, Benn man jet, ſo fine der Ober „ und un Gie“ ſind " Kopf, hlangelnd e an den nein, daß „chafer) nen, 0 't hat, ſtehen it ad jungen 277 Pferden,“ eine große- Anzahl Fettvieh und etk« was Schafen. Icen iſt, hinein, und läßt es ſo lange darin, bis das Waſſer oder die ſtrenge Witterung ihn nöthigt, es heraus zu nehmen, Das Vieh wird Hirten zur Aufſicht an- vertrauet, die in kleinen im Bruch zerſtreue- ten Häuſern wohnen. Jeder hat ſeinen Dir- ſtrikt, Jhr Lohn iſt 1 Sch. p. Pfd.(5 p. c.) des Miethzins. Er wird zuweilen vom Ver- pächter, gemeiniglich aber vom Pächter ge- fragen, Sie halten eigne Kühe, die in den noch beſtehenden Lachen, auf den Wegen und den uneingeſchloſſenen Fle>en weiden, und für welche ſie die Rohrhörſte zu Winterfutter ab- mähen. Die Butter bringen ſie nach Yar- mouth zu Markte, und verkaufen dieſe bloße Heubutter gewöhnlich beſſer als die Butter von Kühen, die mit Rüben gefuttert ſind. Lettere Art iſt die allgemeinſte in dieſer Ge- gend. M Wir kamen in dieſem Bruch auf die Seite von Havergate, welches auf einer ſtei- len Anhöhe liegt. Von dort aus hat man eine unabſehbare Fläche in den Niederungen vor fich, welche ſich auf die linke Seite bey Yar- mont) el yngefähr ton zurß „utid| Am dewng 8 (x Dau Fe m Hye) Onznde Justiod (iedriget hehſte T leiter, gefähr 16(hd zbis4 (ras 1 ven det rühj vy) fi Veil| iu, Etz, Gitt fläche m| pt es ſ € ſtrengt hehmen, ſicht an- erſtreue» nen Die 4 pc) om Det» ter ge en no) und den und für jtter ab ) Yar ſe bloße Butter rt ſind, ſer Of» auf die er ſtei- an eine jen vor ') Yat 29 mouth endigt. Dies iſt eine Entfernung von ungefähr 9 Meilen(2 Deutſche), wohin mit- ten durch die Niederungen ein im Sommer ziemlich guter Weg gehet. Am Fuße dieſer Anhöhe fängt die Nie- derung an. Beynahe die ganze erſte Meile (+ Deutſche) giengen die Pferde bis an das Knie im Waſſer. Dieſer Theil gehört zu Havergate- Die Ueberſchwemtnung hat zwey Gründe. Niemand bekümmert ſic um die Austrocknung, und was beſonders iſt, es liegt niedriger als der mittlere Theil, welches der höchſte und beſte zu ſeyn ſcheint. Der erſte Diſtrikt gehörte unſern Be- gleiter, Heren Batchelor, und enthält un- gefähr 30 Akres(45 Morgen). Er war mit 16 ſchönen Fettochſen beſeßt. Er hätte aber 3 bis 4 mehr darauf bringen können, da das Gras noch Fushoch ſtand. Dieſe Ochſen wa- ren den Winter durch mit Rüben und im Frühjahr mit Klee gefuttert. Jett(im Ju- ny) ſind ſie im vortrefflichen Stande. Ein Theil davon iſt ſchon den Schlächtern ver- kauft, und die übrigen werden es gegen die Ernte. Dies iſt ein ſtarker Beweis für die Güte dieſer Hütung«: Schöpf? mühlen. 280 Von dort kamen wir zu des Hrn. Hylton Antheil. Sein Weidevieh beſtand cin- Füllen, zweyjährigen Fettochſen, und 3. bis 4 drey- jäyrigen. Leßtere hoffte er gegen. die Ernte fett"zu haben. Nachher“ ritten wir über ver- ſchiedene Antheile, die: jede ihre, beſondere Herren, hatten. Da wir eine Schöpfmühle ſahen, ſo ſchlugen wir uns nach dem mitta lern Theile, und Famen nach Wichampron, wo der Weg beynahe ganz vom Waſſer frey war. Der Eigenthümer eines ſolchen Antheils bauet entweder auf ſeine Koſten eine Mühle, oder zahlt ein gewiſſes für den Morgen an ſeinen Nachber, um das Waſſer durch» ſeine Muhle wegzuſchaffen.| Der Bau ſo wie die innere Einrichtung der Mühle iſt ſchön:"und. einfach.. Sie iſt von Mauerſteinen ungefähr 10 Fuß. hoch. Die Flügel ſind denen„3 der gewöhnlichen Windmühlen gleich; aber etwas kleiner. An der Welle iſt ein. Kainmrad- befeſtigt von un gefähr 5 Fuß im„Durchſchnitt.: Dieſes dreht ein horizontales Rad von. beynahe neben“ der Größe, welches auf dem Muhlenbaum be feſtigt iſt, Er gehet durch. die ganze Mühle yon obe ſelben| weldes elle if wie| gebaut, hrauch), dm 0 [0(vl es Jat Mühle einen und 1 Edle wen Herat Gegen mühle treibt gerad grobe . | ae | 8 Oyſter| von«oben bis unten» Am untern Ende deſ- m Füllen ſelben: iſt ein ähnliches horizontales Rad, .4 drey welches ein vertifales. dreht.;; das an der & Ernte Welle des. Haupträds: angebracht. iſt.- Dies ver vet iſt. wie ein:unterſchlächtiges Waſſermühlenrad eſöndere+ gebaut, aber gerade das Gegentheil im Ge- pfmnühle brauch. Anſtatt. daß jenes durch das" von m mitt oben herunter fallende Waſſer gedreht wird, Jampien, ſo. treibt dies das ſtillſtehende Waſſer, worin Waſſer es hängt,„in einen Graben, welcher“ einen Mühlenteich ähnlich iſt. Dies Rad gehet in ſntheils einem hölzernen oder ſteinernen Behältniß, Rühle, und am obern Theil des Grabens iſt eine egen an Schleuſe, um zu verhüten, daß das Waſſer, rh ſeine wenn die Mühle ruhet, nicht zurückfehrt. Hieraus ergiebt ſich, daß ſie gerade das vihtung' Gegentheil von einer jeden andern Waſſer- Gie iſt„mühle iſt. ;, hoc. Die von mir unterſuchte Schspfmühle Aulichen treibt das Waſſer drey Fuß hoch, welches wi 4 gerade die Höhe des benachbarten Abzugs- irm graben war. ; dreht. 4"Herr Anſon hakte auf der andern Seite oy“ der der Yare in Suffolk den Yarmonthſchen Däm- ub men gegen über eine ſehr wichtige Verbeſſe- Rühl rung angebracht. Er hat einige Niederungen, ) Sümpfe. 292 die vorhero nur als Bruch genußt waren, in Kabeln eingetheilt, und: auf"99 Jahr den Acre zw 7:-Pfd.1(257 Nthlx; 327 Gr. p-Mor- gen) verpachtet, und noch einen höhern Er- trag nach Ablauf der Pacht zu erwarten. Dieſes ſind reelle Verbeſſerungen eines Guts, Es giebt wenige, deren Ertrag nicht auf ſolche Art erhöhet werden könnte, ohne dem Pächter zum Gefängniß oder den Tagelöhner ins Armenhaus bringen zu dürfen. Unter dieſe Rubrif rechne ich die ſum- pfige Ufer der Flüſſe und Seen, die in dem ſüdlichen Theil dieſes Diſtrikts ſo häufig ſind. Sie bringen hauptſächlih Rohr, breit- blätterige Kolben(Typha latifolia), Binſen, Kalmus und dergleichen mehrere Waſſer- und Sumpfpflanzen hervor. Der höhere Theil iſt gemeiniglich der Ueberſchwemmung nicht ausgeſeßt, und dann zur Weide zu gebrauchen. Die Benußung dieſer Sümpfe beſtehet hauptſächlich in Kohr und Kolben zu Dach- materialien. Von erſtern iſt im 1ten Theil Pag. 156. umſtändlich gehandelt. Kolben dient ft warn, Jahr dey p. Mor- een Ere warten, Guts, yt auf 18 dem zelöhner : ſume im dem 19 ſind, - breits YZinſet, t-(ind von 2 bis 3 Acre(3 bis 4 Morgen)| AN übrig geblieben... Härte dieſer-A>er mit den', öfen Dünen in gleicher Linie gelegen, ſo. wäre gar jj 3| nichts gerettet worden. Der Verluſt iſt um ſ| Ghiffe| vorzüge R Anm. d. 1neberſ.- Auf dieſe Art werden die Verſan-|| ".dunoen an der. Pomimerſcheu Seefküſte durch Zäune 4 Zel 7:3 gehemmet,...Sobald der Sand die Höhe des Zauns ey geryeicht hat, wird ein anderer darauf geſetzt. Fön T 23 Rindvieh. Art. 292 ſfo' größer,'als der" Boden in ka Grade fruchtbar iſt. An dem Fuße der: Dünen wächſt das ſchönſte Getreide, einige Stellen ausgenom= men, wo zu viel Sand. übergewehet iſt. Die- ſes findet ſich in der Gegend" von Muns- ley, wo die Dünen über 100 Fuß hoch ſeyn, mehr als bey Hasbro, wo ſie kaum 10 Fuß"Höhe haben. Der Weg gehet bald über, bald an den Fuß der Dünen. Er iſt an vielen Stellen auf deren oberſten Gipfel äußerſt ſHhmall, und die Dünen ſelbſt dem Nachſchießen ſehr ausgeſeßt. Dieſes macht ihn öfters fürchterlich, 8. Qs IT+ Bey dieſem Kapitel iſt folgendes in Be- trachtung zu ziehen. 1.) Die Arts 2) Die Kühe und Molkenwirthſchaft. 3) Das Junyvieh.| 4) Das Fettvieh. 1) Das Rindvieh zeichnet ſich in dieſer. Gegend auf eine eben ſo merkwürdige Weiſe durch eigne Züge aus, als wir es bey den Pferden geſehen haben(1ter Th, pag. 91.) fee f (gt ft ; jehtig gd, 1 Ei einen 1 dime wann per tei ſehend, einem| | pelt, Hinte jeſt| ; hollfol ſühe ſett 1 tiſch ein Grade äh? das 18 genotmn: iſt. Die- 1 Muns- uß hoch faym 10 het bald HOB | Gipfel (vſt dem 8 maeht 3 in Be- ſchoft, in dieſet. e Weiſ bey de! x, 91) 293 Das--Hier: gezogene Rindvieh iſt eine kleine ſtarke gedrungene Art. Es wird ſehr leicht fett und ſteht: dreyjährig, einem 4 und 5 jährigen Fettochſen aus einer andern Ge- gend, nicht im geringſten nach. Sie haben dünne Knochen, kurze Beine, einen runden vollen Körper, ſtarke Hüften, dünne Schenkel, und kleines Maul. Im Allge- meinen iſt der Kopf ſehr ſchön, und die Hör- ner rein, von mittlerer Größe und aufrecht ſtehend. Die Lieblingsfarbe iſt blutroch, mit einem weißen oder buntem Kopfe. Es iir die Herefordshire Art im Klei- nen, ausgenommen daß der-Rücken und die Hintertheile der Norfolkſchen öfters fehler- haft ſind. Dennoch iſt dies feine allgemeine Un- vollfommenheit. J- ten, ſo iſt ſehr wahrſcheinlich, daß die Nor- folfer in der Zukunft mehr Vortheil in Ver- mehrung und Verbeſſerung ihrer eigenen An- zucht finden werden. Wer alſo zuerſt dieſe Verbeſſerung anfängt, wird es in ſeiner Macht haben, den Ton anzugeben, und mithin den größten Gewinn davon tragen. Der Hauptzwe> bey dem Halten der Kühe in dieſer Gegend iſt das Auſziehen des Kühe. 298 jungen Viehes. Die Melkerey wird nur als eine Nebenſache angeſehen, ausgenommen in der Nachbarſchaft einer großen Stadt. In Oſtnorfolk iſt, ſelbſt bey Wirthen, deren Hauptzwe> das Aufziehen iſt, die An- zahl Kühe gering, und beläuft ſich in einer mittelmäßigen Wirthſchaft nur auf acht bis zehn Stü. In Weſtnorfolf, und beſonders in der Gegend von Cambridgeghive, giebt es größere Molfkereyen wegen des guten Abſaßes der But- ter nach London, die wöchentlich) unter den Nahmen Cambridgebutter geſchickt wird. Für die Oſtnorfolker, die auf Viehzucht halten, iſt dies ein glückliher Umſtand. Sie erhalten von jenen die Kälber, welche durch deren früßhern Abſaß ebenfalls gewinnen. Die Viehhändler machen ſich ein eignes Geſchäfte daraus, dieſe Kälber von einer Seite der Grafſchaft zur andern zu bringen. Da die Norfolker die Kälber von den Fleinen Leuten, Pächtern und Gutsbeſißern, die ſich mit der Viehzucht nicht abgeben, in ihrer Nachbarſchaft kaufen, ſo können ſie mehr Kälber aufziehen als ſie Kühe haben. Auf die an einen flugen Wirch gerich- tete Fro) Führ ei! hide er 9 fijen fe brauchen, Er Putter fü erhalten das Ort erhalten, Mic, ſ wenn def R Fühe, dieſer( troden weniger Ye 299 tete Frage, der nam Verhältniß der Anzahl Kühe eine große Menge Kälber aufzog, er- hielt er zur Antwort. Die Rüben geben den Kühen ſo viel Milch als die Kälber ſelten brauchen. Er ſagt? Rüben iſt ein fürtrefliches Futter für Kühe. Sie reinigen innerlich und erhalten fie im guten Stande, bis ſie auf das Gras gehen. Kühe, die hartes Futter erhalten, verlieren nicht allein im Winter die Milch, ſondern erhalten erſt dann viel Milch, wenn das beſte erſte Gras alle iſt. Dies kann eine Urſache ſeyn, warum Kühe, die keine Rüben erhalten haben, in dieſer Gegend ſo ſchlecht ſind, wo das Heu tro>en und ſtrohartig, und das Gras nichts weniger als ſaftig iſt. Bey einer Pacht von 150 bis 200 Pfd. (975 bis 1300 Rthlr.) kann man die An- zucht von 10 bis 32 Kälber als einen Mit- telſaß annehmen. In der Nachbarſchaft von Norwich und Yarmouch werden häufig die Kühe bloß ge- halten, um Kälber fett zu machen und ſie nach. den Korbmärkten(1r Theil pag. 303.) zu ſchien. Eben ſo iſt in der Nachbarſchaft 390 dieſer Städte der Verkauf der Butter ein Hauptartikel. Käſe wird, beſonders im Früh- jahr und Anfang des Sommers ganz roh und friſch dorthin verkauft. Er iſt öfters nur einige Tage oder einige Wochen alt, und wird von gemeinen Leuten gekauft, für die er in dieſer Jahrszeit eine der beſten Spei- ſen iſt. Die Molkenfrauen in Norfolk kann man in Rückſicht des Butter und Käſemachens nicht ſehr rühmen, Sie ſind aber in etwas zu entſchuldigen, weil Wieſen von ſchlechten Gragarten, und friſche Kleebrachen im Som- mer zur Hütung, ſo wie Rüben zum Winter und Frühjahr zum Futter eben nicht geſchit ſind, ſhmackhafte Milch hervorzubringen, und der Wetteifer ſich verliert, wo keine Vollkom- menheit zu erwarten iſt. Ueberdies ſind ſie an den geilen Geſchmac> der Butter und den Geſtank der Käſe, wofür der Fremde ſich efelt, ſo gewöhnt, daß ſie keinen Bewegungs- grund finden, dies Uebel abzuändern. Darin ſind ſie indeſſen ſehr zu tadeln, daß ſie einer vielleicht dieſer Grafſchaft eigenen. Made, ih- nen jährlich) die Käſe zu verheeren, mit einer, Ergebung erlauben, als wenn. ſie es für eine tauft 1 dern€ ung! I "vor die im Y nh y heit, 4 gend 4 vide e Q 1 feſte ſn, 4 Ue, | | b | Buffer ein| im Früß: gan ieh ftets nue oli, ynd , für die en Epi Fann man ens nicht was zu genannt werden Fann. Sie werden in einem Zuſtande ver- kauft und verzehrt, wie man ſie in jedem an- dern Lande gar nicht unter menſchliche Nah- rung rechnen würde. Ich habe ſelbſt in' einer Molkerey noch “ vor dieſer"Zeit alle Käſe verderben geſehen. Um Weihnachten einen Oſtnorfolkſchen Käſe noch gut zu finden, iſt eine wahre Selten- heit, und um Oſtern iſt in der ganzen Ge- gend nicht ein Pfund. Norfolker Käſe ,: ja nicht“einmal eine handvoll Maden zu finden. 'Ic des Norfolk- ſchen Käſes, welcher im Geruch dem Lab ſo ähnlich iſt, als wenn man ihn ſelbſt röche, Der Käſelab, deſſen ich mich 26 wurde auf folgende Art zubereitet: Ich ließ den Magen eines Kalbes neh- men, die darin enthaltene: geronnene Milc< heraus gießen, ihn hierauf rein waſchen, durch und durch von außen und innen ſalzen, ſo daß er ganz und gar mit Salz bedeckt war. Alsdenn legte man ihn in einen irdenen 394 Krug oder andern Gefäß, und ließ ihn drey bis vier Tage ſtehen. Während dieſer Zeit enk- ſtand aus dem Salz und den darinn noch enthaltenen Flüſſigfeiten eine GSalzbrühe. Hierauf ward es aus dem Kruge genommen, und zwey bis drey Tage aufgehangen, damit dieſe Salzbrühe ablaufe; dann wieder geſal- zen und wieder in das Gefäß gethan, mit Papier, welches mit einer Stecknadel durch» löchert wurde, ganz feſt zugebunden, und ſo aufbewahrt, bis man ihn gebrauchte. Man Fann auf dieſe Art den Lab ein ganzes Jahr erhalten, auch wenn es die Noth erfordert, in einigen Tagen, nach dem zweyten Salzen brauchen, aber er iſt nicht ſo kräftig, als wenn er länger ſteht. Um ihn. zum Gebrauch zu prepariren, nahm ich eine Hand: voll Blätter von Wein- roſen(Rosa eglanteria, sweet-briar) und eben ſo viel von Hundsroſen(Rosa canina) oder Brombeeren(Rubus), ließ ſolche einem Gallon“4: Berl. Quart) Waſſer mit drey oder vier Hände voll Salz ungefähr 5 Stunde fochen, hiernächſt das Dünne ab- laufen; und nachdem es völlig Falt gewor- den, in ein irdenes Gefäß gießen), und dem auf auf(bige ſoßen ji mit ungeſa fü beſtren ape ange T( Zrühe blei her die 5 wiſſe Zu nur durch merkſamfei der Gb h Ragen damit de wieder ih ſo lange, lohren ha heltem Ot Vei in der Y bereitete Gürfe,| Üngen er Ye wahrhen üblen Ge 5 ih Deep tr Zeit ente im noh brübe, nommen, 1, damit er geſal an, mit vel durch. , und ſo « Mat es Jahr erfordert, n Saljet fig, dis Fepariren, n Weine ar) und canna) olche it iſſer mit ungefähr mne ab“ | gewor md den vf 395 auf obige Art- zubereiteten Kälbermagen zu- ſeßen. Hierzu: wurde noch eine gute Citrone mit ungefähr einem halben Loth" Gewürznels- Fen beſtreuet, hinzugefügt, welches dem Lab einen angenehmen Geſchmack giebt. Je länger der Kalbsmagen in dieſer Brühe bleibt,“deſto ſtärfer wird der Lab, da- her die Erforderniß deſſelben, um eine ge-' wiſſe: Quantität Milch gerinnen zu machen, nur durch den“täglichen Gebrauch und Auf- merkſamfeit beſtimmt werden*fann. Wenn der Lab hinreichend ſtark iſt, nehme man den Magen heraus, hänge ihn 2"bis 3 Tage. auf, damit der Lab ablaufe, ſalze- ihn, lege ihn wieder in den"irdenen“Krug, und nuße ihm; ſo lange, bis er' ſeine gerinnende Kraft ver- lohren hat, welches indeſſen erſt nach wieder- holtem Gebrauch-4eſchiehet.“ 113. Wenn maneinen' oder mehrere Magen in der Brühe liegen läßt, ſo erhält.der alſo bereitete"Läb“ einen ſehr hohen Grad der Stärke, welches aus den folgenden Bemer- Fungen erhellet. Die Blätter und das Gewürz haben wahrſcheinlich keine andere Wirkung, als den üblen“ Geſchma> des- Magens zu benehmen, U 3026 der ihn, wenn er auch noh ſo gut gereinigt iſt, doch“ beybehält, dagegen. der auf obige Art zubereitete» Lab einen angenehmen Ge- ſchmack befommt. Die Wiltshire Mölfenſolen ſind der Meynung, daß dieſe Blätter jede Geilheit oder üble Eigenſchaft der Milch, die aus zu fetter«Weide: entſteht, verbeſſern. Sie glau- ben ſogar„ daß jede verſchiedene Weide auch ihre eigene Kräuter zu Verbeſſerung der Milch erfordert, und einige von ihnen, ſind, wie es ſcheint, in dieſer: Kunſt ſo erfahren, oder be- häupten es wenigſtens zu» feyn,» daß ſie ſich unternehmen, jedei:Milc<:;zus verbeſſern und zu: verhindern; daß dienfäſigen Theile nicht zu: geſchwind zuſammen bacfen;, und den gei- len Geſchmac befommen;;; dew Käſe mit vie- len Augen gewöhnlich häbeg. c; 'So wichtig dieſer 1-(Endzwe auch: für das„Kaäſemachen iſt, ſo zweifle) iQ. doch, daß:; er durch“einen ſo. kleinen Thgil vegerabiliſcher: Säfte, als::mit deim Lab, iu einen. verhältniß-) mäßig ſo großen Theil Milch kommt, 0708 AE werden könne. . Mir ſcheint es indeſſen ſehr WG uphit lim„daß«dieſes wichtige Geheimniß mit Hülfe; oy der Ch! dur) 8 Peric niſche; die dieſe wit Nit ſem, dieſe di gen aim Die die Rie deſto gerinne, E die Mils feiner 1 tel, v Gene ſtrenge Es Vetſch hut, Zet erf wird, braucht 387 We Gereinigt der. Chymie zu entdecken ſtände, und"daß auf obig durch! eine"Reihe mit Ueberlegung angeſtellter "wen Gp Verſuche irgend eine vegetabiliſche oder mine- raliſche' Zubereitung: entdeckt werden könnte, 1 ſind der die: dieſem wichtigen Endzweck Senſe t Geilheit wäre. 4 die aus zu Nächſt der Kunſt die Milch zu verbeſ- NG Sie lay ſern, die noch"in ihrer" Kindheit iſt, ſcheint Zeide au) dieſe die der.Kunſtverſtändi-' der Mitc) gen am meiſten zu erfordern. , wie es Die Erfahrung lehrt; daß, je wärmer oder ber die Milch iſt,“wenn man den Lab hinzurhut, ß ſe ſch deſio eher ſie bey ſonſt DER ENDE| ſem und gerinne. eiß niht Eben ſo befannt iſt es, daß je fälter..; den gei- die Milch iſt, und je länger ſie..gerinnt, deſig mv mit Dies feiner und zarter der Käſe wird, im Gegen- theil, wenn die Milch zu heiß iſt, und das wh für Gerinnen zu ſchnell erfo olgt,„es hare und ſtrenge wird, dh, daß) y.; 3| Es“ſcheint aber eine eben ſo ausgemachte biliſheb; hte hältniß? Thatſache, daß Käſe von ſolcner und von einem“; t| U 2 BETH 4* FREIEN man; | | | | | | | | 398: ſprödern Gewebe iſt,“ ſo wird es eher Käſe. Die große Kunſt: bey.. dieſem Geſchäft: liegt alſo darin, den richtigen Grad der Wärme, der Milch zu treffen,:wenn der Lab hinzuge- than werden ſoll, ſo wie denjenigen, wenn der Käſe entſteht; das heißt, wenn das Ge- riünen hinlänglich Statt gefunden, und. die Länge der Zeit zwiſchen dem. Einwerfen des Labs. und dem Käſe- werden.-- Lebßtere be-. ſtimmt rx) enfweder=; der.-Grad der Wärme der Milch, wenn der Lab hHineingethan wird,|. 2) oder die Beſchaffenheit der Wärme, in welcher ſie, während der Zeit des Gerin- nens gehalten wird, 3) oder die Menge und Stärke des Kä- ſelabs. ITAS 5 Um über dieſen Gegenſtand einige Auf- Flärung zu erhalten machte ich folgende Be- merfungen: "Den'5ten Juny 1781 gerönnen 23 Gal- ns.(92 Quart Berl.) Milch durch 96 Grad .iße nach dem Farenheitſchen Barometer mit zwey. Theeköpfen. voll ſchwachen in:. ver Käſe, jäft: liegt Därme, 1; wenn das Ope und. die tfen des tere bes ey der Wärme, Gerin es Kür je Aufe de De- 3 Gale ; Grad ier mit (ab in -Der Käſe"wav*fehr gu. 309 Seiner Stunde" u Räfe ſcte angenehm und gut. "Dek"Gen Juny"gerann"dieſelbe Quan- eität Milch von gleicher Hiße'mit eben ſo viel Lab“ faſt in derſelben Zeitz der Käſe war etwas zähe, welches wahrſcheinlich von der „Milch SAE die in"dem Keſſel angebranm Den ten Juty 27 Gallons(io8 Quart) “Milch zu“ 94*Grad gewärmt, mit derſelben “Quantität Lab"in' ungefähr zwey Stunden. Der Käſe war ſehr gut. Den“'gten"Jüny gerannen 26 Gallong (104 Quatt)! Milch zu“'102“ Gräd geheißt, mit einem Theekopf, Käſelab, in 25 Stunde« Den“ gken''Juny Ferannen 25 Gal'ou3 (150 Quart)“ Milch zu 108. Grad geheißt, mit 1% Theekopf voll Lab in ohngefähr FZ “Stunden“ Der' Käſe war gut, aber etwas zähe, welches vielleicht davon herrührte, daß "die Milch in dem“Käſekeſſel zu warm gehäl- tenz da M" e mit einem diefen Tuch bedeckt “war,““a Am ten und-s8ten vehiel ſie eine Hiße von 88 Gräd,"dagegen' die am“ 9ten Juny Zul Se DAN ü- "5» NY] iF "u 118 5108 jy ! 419 "j 00:8 1 » || 4 3 WA JEH | ||| 1! | jj | Dm j | | | 0004 Ep | 8 | y | 14; 7 IMM1 1 jj“ j" m | || W/] (zt! p7 11 DI | | jW 4 / "R | jj SEE Gi ERG AB 5 370 92 Grad Hiße, woraus vielleicht; zu; Fchließen, daß nicht die Hiße beym Einſeßen, ſondern die beym Gerinnen..auf. die Bgenſehaſten des Käſes wirkt."" Den. roten. Juny gerangen: 25. Gallons „(390 Quart) Milch„unbedeckt bey 96. Grad Hiße; und'2 Theeköpfe voll Käſelab in- 2% Stande. Die Milch behielt 87 Grad Hiße. 'Der- Käſe war'nicht- hart. Den 1 1ten„Juny. gerannen. 23: Gallons (92 Quart) Milch“ unbedeckt bey xoo Grad Hiße mit etwas mehr wie ein Thaefopf. voll Lab, noch- nicht. in.2 Stunden,»welches dem ſchwächeren: Lab zuzuſchreiben war.. Nachdem „daher noch etwas, Lab hinzu- fam... ſing, die Milch in ungefähr 3, Stunden. nach dem er- ſten Einſeßen-- an zu gerinnen.. Sie behielt 78. Grad, Hiße.,..und der Köft war unge- mein, gut,|| 5 Den. 12ten- Juny wurden 24 Gallons 455 Quart) Milch bey x00. Grad Hiße nebſt .2,1Theeföpfe voll Lab,. Zaufgeſekt. Dieſe gerannen in- 2 Stundenz;. die Milch. be- hielte 829 Grad Hike bey, Der Käſe-war außerordentlich„angenehm. Den. 13ten. Juny gerannen 28 Gallons (11 9 zm“a grobe!| 9% M war qu aur) vi a niht FE werden: pv) die rech d (1122 erf Die 9 war€ 2 Yeran Rich eine! und Gm ] fits (fen bet dJ Schließen, ;„ſondern fren des Galloys 6 Grad ) it 0“ d Hike, Vallons ) Grad pf.voll es dem tachdem fing, die Den et behielt ynge- Jallons nebſt veſebt. be , war jallons Zug (112. Quart3" Milch'bey 52 Grad Hiße mit 3 Theeköpfe voll recht ſtarken Lab, mit einem groben leinenen: Tuch bede&t in 17 Stunden. Die! Milch behielt:66 Grad Hiße:« Der Käſe war gut und-von“ſchönem: Anſehen, würde auch vielleicht weicher"geworden ſeyn, wenn er nicht eine Zeit lang, nachdem er ſchon ze- rann, geſtanden: hätte, ohne aufgedeckt zu werden. Vielleicht hängt viel davon ab, daß matt die rechte Zeit zum: Aufde>en treſſe« Den 14ten“Juny gerännen 28" Gallons (112 Quart) Milch bey 100 Grad Hiße,;mit 2* Theeköpfen voll Lab unbede>t in 1% Stunden.+ Die Milch hatte:94 Grad Hiße. Der Käſe war etwas hart, aber von guter Farbe. Die Veränderung der Farbe iſt alſo der Veränderung der Weide zuzuſchreiben. Die Milch muß billig bede>t werden, um ſie mit einemmal gerinnen zu machen. Dieſe gerann und ward auf: dem Boden hart; eine halbe Stunde. ehe ſie ſich oben ſeßte. 7" Den is5ten Juny gerann dieſelbe Quan- eität Milch bey 95 Grad Hiße mit 2 Thee- köpfen voll Käſelab: in 13 Stunden. Sie ward bedeckt, nachdem ſie ſhon 3 Stunden geſtan« 3712 'den hatfe. Sie behielt des'Morgens: 39 Grad :Hiße.“ Der Käſe. war gut: und weich. Den 16ten Juny gerännen 30 Gallons (120 Quart) Milch) bey 1103 Grad Hiße, die aber durch Zuguß: von zwey Eimer: kaltem Waſſer bis auf. 36 Grad gemildert ward, mit 23 Theekopf voll Lab,-und» dicht zugedeckt gehalten wurde in einer Stunde: Die Milch behielt 94 Grad Hisße. Der Käſe war ziem lich„gut, aber: nicht weich genug. Den r17ten Juny gerannen 28 Gallons (112 Quart) Milc< bey 97 Grad Hiße mit 27 Theekopf voll Käſelab, nicht ſehr feſt zu- gededft in 13 Stunden. Die gebliebene Hiße wurde nicht unterſucht. Der-Käſe war etwas zähe. Dieſes rührt vielleicht davon her, weil einige Milch"von einer Kuh: darunter war, die eben gefalbt hatte. Um die genaue Hiße'der' Milch,: ſogleich wie ſie von der“ Kuh kommt, zu unterſuchen fauchte ih eine Schüſſel in den Eimer, wor- inn gemolfen wurde. Nachdem ſie lange ges nug darinn“ gelegen hatte, um den gleichen Grad Hiße::mit der Milc< im Eimer anzu- nehmen, goß ich ſie aus, und ließ die Milch von einer Kuh, welche ungefähr halb abge wolf! 5 Ord Na qui ei dert, vo ſe glei geblieden niht W we der andert alſo mö Riſe u y ſehr el: Pilz, Milch daß zw dern we gewöhn ſchwer ju der 3 69 Gre) h, ) Gallong 0) Hife, er Falte dard, mit zugedeft ie Milch var Hells Gallous iße mit feſt zus ne Hiße x etwas er, weil x war, ſogleich rſuchen t, wot» 190.92 leichen anzy- Milch abge; 303 molfen. war, hinein laufen. Die Milc< 128 95 Grad Wärme. Nach einiger Zeit fand ich, daß die Milch einer Kuh an den Tage, wo ſie rin- dert, noM 95 Grad. Hiße behalten. hatte, ob ſie gleih noch einige Zeit. im Eimer ſtehen geblieben war. Dieſes zeigt, daß wenn gleich nicht die innern Eigenſchaften doh die Wär- me der Milch ſich in der Zeit des Rinderns ändert. Eine vorſichtige ſuche alſo möglichſt zu verhüten,(13 Milch zum Käſe zu nehmen. Die Käſe von dem 16ten Juny waren ſehr elaſtiſch und ſchwammicht, glei< einem Pilz. Vielleicht rührt dieſes daher, daß die Milch bey dem Gerinnen zu heiß war, oder daß zwey bis drey von den Kühen eben rin- dern wollten, oder daß die Käſe dier wie gewöhnlich wurden, weil die Preſſe nicht ſchwer genug war, oder daß kaltes Waſſer zu der Milch zugegoſſen wurde, 3 Den 18ten Juny gerannen 30 Gallons (120 Quart) Milc< bey 95 Grad Hiße be-" deckt, in 12 Stunde. Die Milch behieit 92 Grad Hiße. Der Käſe: war ziemlich gut. Den z19oten Juny war der Käſe von xxY A mei| + 800- TZ zu Fee u...-. -<=<< vermindern> Game = EDE:. wün--' ZZ= " zem iii 314 302 Gallons(120: Quärt)- Milch, bey 92 Grad Hiße mit 2 Köpfen. voll Lab bedeckt, ſehr“gut. Den 21ſten Juny war der Käſe von 30 Gallous(120 Quart) Mil<, bey 98 Grad Hiße, die durch x Eimer zugegoſſenes Faltes Waſſer bis auf 959 Grad gemildert. ward, gut; aber wie der vom 16ten löcherig und ſchwammig. Aus dieſen beyden Beyſpielen wird es wahrſcheinlich, daß die Hiße der Milch mit Faltem Waſſer zu mildern üble Wirkung thut. Den 23ſten Juny Abends gerannen 15 Gallons(60. Quart Milc<), wie ſie von der Kuh kam, und noch eine. Hiße von 92 Grad hatte, mit-2x Theekopf. voll neu- gemachten ſchwachen Lab, und dicht zugede>t in 3 Stunden,- Die Milch behielt 88 Grad Hiße. Der Käſe, ſte angenehm und war. guk. Den 25ſten Juny gerannen 40 Gallons (165 Quart) halb abgeſahnter Milch“ bey 87 Grad. Hiße nebſt'3 Theeköpfe Lab, leicht zugedeckt in 3 Stunden, Die Milch behielt z 7, Orad ver Int Deu if die (eobachtt! poll Deyn vie muri Mitten Na dos man yon 87 wöheter, ouggeſeh heit; ift, fel bis nnt, 1 des Oe Ge Zement gemacht habe, der Hi! Gtuhde daß die de fe rer vit „bey 9: b bedot, füſe von bey 58 gegoſſenes gemildert | löhetig wird es ilch mit Virkung hen 15 ſie von iße von (0! neus ggedeft 9 Grad 4 und Jallons bey 87 leicht behielt 3r5 79.'Grad» Hiße, und der Käſe war nach ſei- ner Art außerordentlich gut. Den 8ten September. fand ich, indem iM die Wirkung einiges: ſehr ſtarken Labs beobachtete;: daß: vein. gewöhnlicher“ Theekopf „voll beynahe: 40 Gallons(160 Quart)“Milch, die nur durch'88 Grad geheißt war, in"35 Minuten gerinnen mächte. 50 Nach. dieſen Beobachtungen ſcheint es, daß matt guten weichen Käſe:bey: einer Wärme von 87 bis 103 Grad nach Fahrenheits Ther- 'mometer, von der Milc< erhalten kann; vor- ausgeſeßt:;:: daß der: Lab:::von der.: Beſchaffett- Heit. iſt, daß:.die-Milch"in Zeit: von: drey vier- fel bis: zu:;zwey. und einer halben Stunde-ge- rinnt, und daß. die Milch vorzüglich während „des Gerinnens bede>t gehalten wird. Sowohl von. obigen als: mehrern andern Bemerkungen; die ich den Sommer hindurch -gemacht' obgleich! niht zu Papier gebracht habe, ſcheint;;mir der.-vortheilhaſteſte Grad der Hiße, 85 bis 90 Grad, ein. bis zwey Seunden dien beſte Zeit zum. Gerinnen, und daß die Milce geben, die leicht in Fäulniß übergehen. Dieſe Arbeit. nimmt ungefähr fünf bis zehen Minuten weg; wenn die Quantität groß iſt, wohl eine Viertelſtunde. Nach wenigen Minuten geht der weiche Käſe zu! Grunde, und' die Molken bleiben oben» Die Molkenfrau nimmt' nun mit ih- rem Teller die Molken ab, und füllt ſie in einem Eimer, woraus ſie ſolche“hernach in ein größeres Gefäß gießet. In“ dieſem läſ-' ſet ſie die Sahne ausſchneiden,“um davon 4 | j N] | | 4 |19 ; | | | 3 j h | N EN | | || wv 1) 140] | Ni 18) 9 u, || 11M | ;. |] / jj] Ein 1] | [1 Mi m ||] iy jj " 013 || | jj jj RET EEEINE TAR<<< 378 Molfkenbutter(whey- butter) zu machen. Dies iſt eine den Gegenden, wo viel Käſe“ ge-- macht wird, eigne Gewohnheit, und iſt ein be- trächtliher Theil der Einkünfte von den Mel- Fereyen. Jn Norfolk gehet die Molken ſelbſt von friſcher Milch gleich aus dem SE fü in den Schweinetrog. Nachdem ſie ſo viel Molken als möglich abgeſchöpft haf; jedoMm mit möglichſter Zu- rücflaſſung der kleinen Stücken weichen Käſes, die nahe am Boden des Keſſels ſchwimmen,- ſo breitet ſie ein Seigetuch über den Keſſel, ſeigt die Molken durch, und wirft den in dem. Seigetuch zurückgebliebenen weichen Käſe wie- derum in den Käſekeſſel. Wenn ſie durch das Drücken mit den Händen und dem Tel-' ler alle Molken herausgepreßt hat, ſo:ſchnei-“ det ſie den weichen Kaſe mit einem“ Meſſer in viereckige Stücke von zwey bis drey- Zoll.+ Hierdurch»zieht-- ſich die Molfe no<“ medr hecaus, und" macht den Käſe: ſo dicht daß ſie ihn heraus: nehmen und in den Köſenopf thun Fann.; In einer'"Melferey muß es nie an Kür beln von allen Größen und. Arten fehlen. Wenn. drey;: oder vier Käſe zugleich:gemacyt werden, alſo feiw die Dol gfgrönf zehdrig giemed hald ein RN noh T Siſe al vy gept ſicht, 0 gan(; nom des eſch häuft 1 ds Ü Heſſe, ) Preſſe "Ol Gpielr zw dn Beet Käſe 4 Wachen, [ Riſe qe: ift ein be den Mels fen ſelbſt Söſefeſſel ) nöglich ſter Zur " Käſes, imme, Keſſel, in dent düſe wier e durch em Zel- „ſänei- Meſſer ) Zel j . mehr -; daß iſenopf n Kür ſehlen« ema! 310 werden, ſo werden dazu viele erfordert. JIſt alſo kein Vorrath. lediger Kübel da, ſo wird. die Molkenfrau in Anſehung der Wahl ein- geſchränkt, und kann den weichen Käſe nicht gehörig vertheilen. Bleibt nur bey jedem Käſemachen etwas übrig, ſo kann dadurch bald ein- ganzer Käſe verlohren gehen. Nachdem ſie einen oder mehrere Käſe nam Verhältniß des Vorrachs an weichen, Käſe ausgeſucht har, ſo daß er, wenn er gehö rig gepreßt wird„ weder in dem Kübel über. ſteht, noch zu wenig darin iſt, ſo breitet ſie ganz lo>er ein Käſetuch darüber, worin ſie nochmals den weichen“ Käſe zerbricht, und je- des Stückchen ſorgfältig zwiſchen den Fingern quetſchet. Sobald ſie den Kübel gefüllet, ges häufe und oben abgerundet hat, ſo legt ſie das Tuch darüber und ſet es unter die Preſſe. 0! 'Auf die Form und das Gewicht der Preſſe kommt: vieles. an. Das hauptſächlicſte iſt Gleichheit des Drucks. Wenn ſie“zu viel Spielraum“ hat, ſo daß ſie“ von einer Seite zur andern wankt, und nicht grade auf das Brett drückt, ſo wird-öfters eine Seite des Käſes dicker als die andere,:313d was noch 320 i- ſchlimmer iſt ,- eine Seite gehörig gepreßt, und die andere“ bleibt“ ſchwammig. Die Kraft giebt man durch Schrauben, Hebel oder blo- ßem Gewichte, und muß nach der Stärke der anzufertigenden Käſe gerichtet werden. Ie flein gebrochen ſind, ſo wird der Käſe über und über mit 55 Zoll hoch Salz über- ſtreuer, oder wenn der Käſe ſehr dick it, efs was ſtärker. Iſt er von beträchtlicher Stärke, als von drey Zoll und mehr, ſo wird, wenn die Hälfte des weichen Käſes in dem Kübel iſt, dieſe mit Salz beſtreuet, und hierauf erſt der übrige gelegt. Am andern Morgen wird der Käſe, wenn er von guter Milc<, oder die Milch in der Kälte geronnen, in ein anderes trocke- nes Tuch gelegt und bis am Abend in der Preſſe gelaſſen. Jſt der weiche Käſe da- gegen von ſchlechter oder ſauerer Milch, oder wenn ſie in der Wärme und geſchwinde geronnen iſt, ſo muß der weiche Käſe ohne ch 1! zum X vj; |, das hann man vi forderte, nian, je hört Mie wachte dD res ohne“ der a! wird q Benn m der ſſe yt en 1 11 hölzernes | die Proſy, des Mot- ein Vbend d er het-| iſches tro- lacht hin folgznde: alle Gtip der Käſe alz über ii, eb er Stärke, ird, wenn em Kübel erauf erf x Käſe, Milch in 8 trofe [bend in ſäſe da“ -Nilh, eſchwin! öſe oh 323 - Tuch im Kübel geleat werden, und ſo bis - zum Abend in der Preſſe bleiben, Der Nußen ihn ohne Tuch zu preſſen iſt, daß die Reifen, welche das Tuch etwa darin gemacht hat, leichter ausgehen und man viele Arbeit. erſpart, die es ſonſt ex- forderte, den Rand glatt und glänzend zu machen. Die Urſache iſt einleuchtend, denn je härter der weiche Käſe iſt, deſto mehr Mühe foſtet es, die von dem Tuche ge- machte Reifen wegzuſchaſſen. Der Käſe, der am Morgen in ein reines Tuch gelegt war, wird am Abend ohne Tuch in den Kübel gethan und der, der am Morgen ohne Tuch gepreſſet war, wird am Abend in den Kübel umgedreher. Wenn er ſodann bis am andern Morgen in der Preſſe ſteht,. ſo iſt er fertig. Die Käſe werden“ hierauf aus der Preſſe genom men und wegagelegt. Angenommen, der Käſe wird am Mon- tag Morgen um 7 Uhr gemacht, ſo wird er zwiſchen acht und neun Uhr aus dem Kübel genommen, das Tuch gewaſchen und gleich wieder in die Preſſe gethan. Am Abend wird er geſalzen, und wenn es nöthig, der Rand X 2 ““- Behand-" lung des Käſes. 324 abgeſchnitten, welches jedoch nie geſchehet ſollte, wenn. der Käſe ohne Tuch in der Preſſe gelegen hat. Alsdann wird er in eitt rei- nes Tuch gethan und wiederum in die Preſſe gelegt. Dienſtag Morgens wird er entweder ohne Tiich im Kübel gelegt, oder es wird ein friſches Tuch genommen. In jedem Falle wird der Käſe, umge- wandt und wieder in die Preſſe. gelegt. Am Abend wird er wiederum utngewandt und am Mittwoch früh aus dem Kübel und der Preſſe ganz herausgenommen. 4) Der Gegenſtand dieſer mühſamen Arbeit iſt, den Käſe in ſich gut zu erhalten, und ihm ein empfehlendes Aeußere zu geben. Friſch gemachter Käſe bekömmt gern eine weiße ſchorfige Hauf, welche die Fehler des Käſes zuweilen verbirgt, öfters aber welche verurſachtz wenigſtens macht es ihn unan- ſehnlich, und iſt ein gewiſſes Zeichen einer nachläſſigen Behandlung, Dieſer Schorf entſtehet auf einem magern Käſe weit eher, als auf einem fetten. Kaltes feuchtes Wetter vermehrt ſie; warmes binge- gen verurſacht, daß die öhlichte Ausdünſtung eines fetten und mit Sorgfalt gemachten Käſes von fel wunſch als ei! ſs nd aueh d den in Aeußet ven ſ? gefahe! e. geſchehe) 1 der Dreſs WW eitt tej: 1 die Preſſe er entweder Käſe, Umge elegt, Am t und am der Dreſſe mühſamen 1 erhalten, zu geben, gern eine ehler des : welche hn wan» yen einn y„ agen q, Kaltes es hinge dünſtu!) en Riſs 3.25 von ſelbſt vieſe Weiße wegſchaft, und die er- wünſchte blaue Haut hervorbringr, die man als ein ſicheres Merkmal der Güte des Kä- ſes und der Geſchicklichfeit der Molkenfrau annehmen kann. Die Norfolkſchen Molkenſrauen verwen- den indeſſen zu wenig Aufmerkſamkeit auf das Neußere, ob ſie gleich billig den Ehrgeiz ha- ben ſolten, dem Auge und dem Gaum gleich zu gefallen. Jhre Verfahrungsart iſt folgende: Der Käſe, der eigentlich noc) ein Klums- ven weicher Käſe iſt, wird, nachdem er aus der Preſſe genommen, auf einer großen irde“ nen Schüſſel ungefähr in eben der Art als ein Stück Rind- oder Schweinefleiſch geſal- zen, und nachdem er eine Weile im Salz gelegen, auf ein Brett gelegt, um zu troc>- nen und feſt zu werden. - Wenn er alſo ſo gut als gar nicht ge- preßt, niemals gereinigt, und nur ſelten um- gedreht wird, fo iſt es fein Wunder, wenn die weiße ſchorſigtre Haut den ganzen Käſe überzieht, er ein aufgeſchwollenes und runz- lichtes Anſehen, und die Rinde unzählbare Riſſe hekömmt, auch das Ganze einem über- 326 zucferten Roſinenkuchen ähnlicher als einem Käſe wird. ; Ina Rückſicht der Vernachläſſigung, des Aeußern iſt die Norfolkſche Molkenfrau da- durch zu entſchuldigen, daß ihre Abnehmer damit bekannt ſind, und es nicht beſſer ver- langen. Wenn ſie aber einen Gebrauch be- folgen, welcher den Käſe, wenn er nicht un- reif verfauſt wird, dem unausbleiblichen Ver- derben ausſeßt, ſo ſind ſie nicht zu vertheidigen. WIES Die in dieſer Gegend gemachten Käſe werden von einem Feinde verfolgt, den man an andern Ortem' wenig fürchtet, oder bey- nahe gar nicht kennt. Es iſt dieſes eine Made, deren unbe- „gränzte Verwüſtungen auf dieſem Theile Eng- lands eingeſchränft zu ſeyn. ſcheint, Die Fiiege, als der Urſprung dieſes Uebels iſt klein, dünn, ſchwarz und glänzend. Sie hakt viel Aehnlichfeit mit der kleinen be- flügelten Ameiſe: Wo ſie nur. einen Bruch oder Spalte in der Rinde: des Käſes finder, es mag ſo gering ſeyn wie es will, ſo dreht ſie den Hintertheil gegen die Oeffnung, und mittelſt einer dünnen Scheide, die einem Bienenſtachel nicht unähnlich iſt, legt ſie ihre | ar?! gen)| ihres S fe, 0 it mf vm Ai GS qu ſe vo, ee in Tic! wis hitte dortig die J ; Reng mand) his it ſent Ferey al8 einen Tgung des enfrat das Abnehmer eſer ver rau bes nicht un» hen Dep heidigen, en Käſe en man der bey» en unbe eile Eng- y dieſes fanzend, inen be 1 Bruch findet, ſo dreht q, und einem ſie ihre 327 Eyer darin. Wenn die Spalte breit und tief genug iſt, ſo fährt ſie mit dem Hintertheil ihres Körpers ganz hinein; iſt ſie noh tie- fer, ſo kriecht ſie bis am Kopfe hinein, und legt auf dieſe Art die Eyer ziemlich tief in den Käſe. Sobald die Maden ausfommen, ſo drin- gen ſie immer tiefer im Käſe hinein; iſt er porös, ſo durchwühlen ſie ihn dermaßen, daß er in einigen Wochen ganz zerſtöhrt iſt. Nicht nur der Theil, wo ſie ihre Wohnung aufgeſchlagen, ſondern der ganze Käſe wird bitter und ungenießbar, außer für einige der dortigen Landleute, die aus Gewohnheit ſelbſt die Maden angenehm finden. Voriges Jahr(1781), das wegen einer Menge Fliegen jeder Art berühmt war, hat manche Molfenfrau in dieſer. Gegend, ſelbſt bis im September hin nicht einen ganz ver- ſchont gebliebenen Käſe in ihrer ganzen Mel- Ferey behalten. Ein Mittel wieder dieſes Uebel würde eine ſchäßbare Entdeckung für den Oſtnorfolk- ſchen Wirth ſeyn? Obgleich in Oſtnorfolk die Melkereyen nicht den Hauptgegenſtand der Wirthſchaft ausmacßen, ſo werden dennod) 328 eine große Menge Kühe gehalten, nicht nur zu der ſtarken Conjſamtion an Butter und Kaſe im Lande ſelbſt, ſondern wegen der Zu- zucht des Fettviehes für den Londoner Markt, Das einzige hier gangbare Mittel iſt, daß man in der Käſekammer große Baum- äſtre legt, worauf die Fliegen ſich ſeßen. Wenn dieſe mit Fliegen beladen ſind, werden ſie in ein anderes Zimmer getragen und todt- geſchlagen. Eine Menge kann freilich dadurch vernichtet werden; indeſſen bleiben doch noch viele zurü, und ſo lange noch. eine Fliege in der Kammer, iſt ein fehlerhafter Käſe für das Verderben nicht ſicher. Dieſes ſchädliche Thier, iſt als Fliege und als Made ſchwer zu vertreiben, weng man es nicht wirklich tödret. Jcc damit den Boden deſſelben, einen halben oder ganzen Zoll ſtark; dann werden die Käſe welche man reinigen will, in die Molken ge- legt. Wenn eine Seite durch und durch ge- näßte iſt, kehrt man den Käſe um, und die Seiten werden ebenfalls mit einem. Lappen angefeuchtet, ſo daß die ganze Außenſeite des Käſes durct | halben die Küſe Ifen ge I ge und die . Lappen ſeite des die Mol- ſtet den iſte fe weiße nehmen; Yretter, die Iu- € einein oynliche Dieſes hindert ZZ3X das Berſten, ſo wie das Erſcheinen der har- ten grindigen Haut, und indem es die Po- res und Oeffnungen der äußern Haut ver- ſtopfe, ſo wird die Fliege verhindert, ihre Eyer hinein zu legen. Wenn die Rinde durch das Tuch Reifen bekommen hat,- ſo ſchrapet ſie ſolche mit einem Meſſer oder anderm In- ſtrument ab. Dieſe leßten Geſchäfte müſſen indeſſen mit vieler Sorgfältigkeit und Behut- ſamfeit vorgenommen werden, Wenn die Molkenfrau die Käſe auf dieſe Weiſe während der erſten acht Tage von der erſten Neinigung ant, zwey oder dreymal gewa- ſhen und abgekraßt hat, bringt ſie ſie in ein geräumiges luftiges Zimmer, mit einem ſeſten geraden Boden, den ſie erſt hinlänglich mit lebendigen Neſſeln abreiben muß, ſo vaß der Boden eine Zeitlang grün bleibt, und legt ſie Reihenweiſe: darauf. Hierauf wäſcht ſie ſie zwar. nicht mehr ab; iſt aber die äußere Haut noch hart, und der erwähnte Schorf zeigt ſich noch, ſo fann ſie die Käſe ſchon mehr wie vorher abfraßen, und wenn die Rinde zu hart wird, muß ſie ſolche mit Buptk- ter erweichen. Auf dieſe Weiſe muß ſie die Käſe zu behandeln fortfahren, und nicht ver- 332 geſſen, ſolche täglich einmal umzukehren, bis ſie eine goldgelbe Außenſeite erhalten und die bläulichte Haut ſich zu zeigen anfängt. Dieſe Criſis, nehmlich das Hervorkom- men der blauen äußern Haut, läßt ſic<ß nicht ganz nach dem Alter des Käſes beſtimmen, ſondern hängt von deſſen Beſchaffenheit und der Witterung ab. DOefters zeigt ſie ſich im erſten, öfters auch nur nach zwey oder drey Monaten. Man kann daher nicht mit Gewißheit angeben, wie oft vas Reinigen deſſelben noth- wendig iſt. Folgende Regeln verdienen in- deſſen bemerft zu werden: Man'fraße und reibe ſie ab, bis ſie ganz glatt werden, Man mache die Haut mit Butter geſchmeidig, wenn man findet, daß ſolche, aus Mangel des natürlichen Aus- ſchwißens trocken und hart wird. Auf die Art muß man ſie glatt, gelb und glänzend zu erhalten fortfahren, bis die blaue äußere Haut ſic) von ſelbſt ſehen läßt, und dann, äber nicht eher, muß man deren Entſtehen zu befördern ſuchen. Dieſes geſchiehet'auf folgende Art: Wenn der Fußboden hinlänglich mit fri- S ſcm: ſray? nv) q! even| wennd Dieſes oder 31 hewor! tem? dert, verliert die Ka und d Seite Die| Zuch ene glänzt ; die€ Käſe vöſte wan faſſen Wahn ehren, bis 'h und die 9 ervorFom- ſch nichr ſtimmen, heit und : ſich im oder drey Jewißheit en noth- enen iM , bis ſie ie Dau 1 findet, en Ahe Auf die glänzend » außer? d dant, ntſtehent jet auf mit fü 333 ſchen Neſſeln berieben iſt, legt die Molfer- frau diejenigen Käſe darauf, die ſie alt. ge- nug glaubt, um ſich zu behäuten, und auf jeden Käſe drey bis vier Weinblätter, oder wenn dieſe nicht zu haben ſind, Kohlblätter. Dieſes wird, wenn der Käſe gut iſt, in ein oder zwey Tagen, die erwünſchte äußere Haut hervorbrigen. Iſt er aber von einer ſchlech- tern Art, ſo wird längere Zeit dazu erfor- dert. Sobald die Blätter Farbe und Saft verlieren, legt ſie friſche auf, und ſo oſte ſie die Käſe umkehrt, welches jebt jeden zweyten und dritten Tag geſchicht, maß ſie die obere Seite wieder mit friſchen Blättern bedec>en. Die Seiten aber muß ſie mit einem feuchten Tuch ſtark abreiben, ſo daß die E>en und ein enger Streif rund herum immer eine glänzende hellgelbe Farbe behalten. Wenn die Käſe gehörig behäuter, und die Seiten hinlänglich feſt, werden ſie im Käſeroſt auf die Kante geſtellt. Dieſe Käſe- röſte erſparen die Arbeit, ſie umzukehren z man kann die Käſe in einem engern Raum faſſen und beſſex für das Ungeziefer bes wahren. Der byeite Roſt mit vier oder fünf Rei- 354. hen eine über die andere, ſcheint der beſte zu ſeyn. Wenn die Käſe faſt alle von einer. Größe ſind, muß der Roſt von oben bis un- ten eine Weite haben; ſind ſie aber von ver- ſchiedener Größe, muß er oben enger wie unten gemacht werden, und ſind ſie von ver- ſchiedener Dicke und Breite, ſo muß der Raum für die verſchiedenen Sorten gleich- falls darnach eingerichtet werden. Ein flei- ner Roſt wird mit Stricke und Rollen an jedem Ende verſehen, ſo daß man ihn nach Belieben auf und niederziehen kann. Ein. großer aber läſſet ſich in einem gewshnlichen Zimmer auf dieſe Art nicht wohl anbringen. Man muß ihn auf Füßen ungefähr zwey Fuß hoch ſtellen, mit einem breiten überra- genden Grundbrett, ſo daß das Ungeziefer nicht. hinauf frieden kann. Der Meinige war von dieſer leßten Art, Auf dieſen blieben die Käſe liegen, bis ſie zu Markt geſchickt wur- den, ohne weitere Arbeit, als daß inan ſie ' nur einmal wöchentlich etwas umdreht, und zuweilen die Ecken abreibt, Durch die Fliege wurde, nachdem man - das Uebel. erſt entdeckt hatte, von hundert Kä- ſen nicht einer mehr verdorben. Kein größe- rer De ſer Ve dj por de! Zeit ab vielei) D ſieſerte jedoch als ge! D (lola moll die H jährig 2 und v 7 häng! ic) wi dert wachte ff m jw, von) er beſte ju bon eine 1 bis ute boy ver- ger wie von ver» "uß der | leiche Fin flie ollen at nbringen, hr zwey überra“ ngeziefer ige war hen die fi wur nan ſi t, un 4: man ert Kar größe 335 rer Beweis kann von der Vorzüglichkeit die- ſer Verfahrungsart gegeben werden, als der, daß ich dadurch im Stande geweſen bin, ſie von dem größten Theil meiner Käſe zu einer Zeit abzuhalten, wo in dieſer ganzen Gegend vielleicht nicht ein Käſe befreyet geblieben. Der Hütung der Kühe, die dieſen Käſe lieferten, beſtand aus ſandigen Lehmboden, jedoch etwas kühler und von beſſerer Art, als gewöhnlich der Boden in Norfolk iſt. Die Gragarten waren Engl. Naygras (Jolium perenne) weicher Treſp(bromus mollis) weißer Klee(trifolium repens) da die Hütung größtentheils aus drey und fünf- jähriger Brache beſtand, Die Kühe waren„von Lancaſhire Race und von verſchiedenem Alter. Daß viel von der Race der Kuh abs hängt, ergiebt ſich aus einem Verſuch, den ich mit der Milc< einer Kuh von der Inſel Alderney(liegt an der“ franzöſiſhen Küſte) machte. Der Käſe davon war ſo dicht und feſt wie Wachs, und beynahe eben ſo hoch- gelb, und in der Güte und äußern Anſehn von dem, den die langgebörnte Race gab, ſo GS SSG CEE RESEL GEGR EINC GRÖ IEN N 5 ENGER EEN INNEN; „I Y 19)] Ä | 1 HANN N Beſchaf fenheit der Käſe, 22 339 verſchieden, als wenn es zwey ganz verſchie- dene Thierarten wären, Der Käſe gleicht in ſeinem Innern und äußern ſehr, dem geringern Käſe von War- wicshire oder dem ſchlechtern von Gloucesterg- hire. Er iſt zu- mager und trocken in Rück- ſiche der guten Mil<, wovon er gemacht wird, da ſie beynahe ganz ſo gelaſſen wird, wie ſie von der Kuh kommt. Dieſe ſchlechte Beſchaffenheit rührt wahr- ſcheinlich ſehr von dem Boden und vielleicht gewiſſermaßen von der Verfahrunggart beym Abnehmen der Molfken her. An der Seite nac< Suffolf zu in der Gegend von Harleſton und Diſſ hat man von der Suffolkſchen Art den Käſe zu mas enden Lab zu gebranchen,. 2) Ueber die Methode, der man ſich ; jeßt Gange| ge, bey hen von nur in wubehalt? und dun (aſſen) in Not trennen gelwg A! bewerfen ten Vet gewiſſe ſpenlih ſs, ve Yell di N ſigen 1 löſſen,| 13 beöſchie- her jn) bon War- OliceStergs in Rü gemadt [en wird, het wahr: vielleicht et beym y m det hat man zu Ins ſie gleid) orfolfſche 33,7 jeßt bedient; den weichen Käſe von den Mol- fen zu trennen, mehr nachzudenken.. Wenn gleich die oben beſchriebene Ver- fahrungsart auf fetten Boden ſehr nüßlich ſeyn mag, und. in den Grafſchaften Wilrg«- hire, Glouceſtershire und Werwickshire im Gange iſt, ſo halte ich es dennoch vernünfti- ger, bey einer magern Hürhung ſich zu bemü- hen von den butterartigen Theilen ſo viel als nur immer möglich,.in den weichen Käſe bey- zubehalten, ſtatt, ſie von demſeiben trennen, und durch die Molken in Butter übergehen zu laſen; es wäre denn, daß man durch die jekt in Norfolk übliche Mechode die Molken zu trennen, Käſe hervorbringen könnte, der feſt genug wäre, um den Fliegen zu wiederſtehen.* IJ< muß indeſſen bey dieſer Gelegerheit bemerfen, daß wenn man bloß auf den größ- ten Vortheil ſiehet, höchſt wahrſcheinlich der" gewiſſe Ertrag der Butter den nur' wahr- ſceintichen: Nußen der Verbeſſerung des Kä« ſes, wenn man in dem weichen Käſe einen. Theil dieſer Buttertheilchen zuruck ließe, über-* ſteigen würde. 13) Die Käſe-ſo lange in“ der Preſſe zu läſſen, bis ſie: eine hinlangliche Feſtigkeit ers 9 338 halten, und ihre RNinde ſo zähe geworden, daß man ſie, wenn ſie aus der Preſſe ge- nommen werden, ohne Gefahr zu berſten bearbeiten kann. 4) Ihre äußere Haut geſchmeidig und rein zu erhalten. Dieſes iſt, um ſo viel möglich zu verhindern, daß ſie nachher niden wird, und den die Fliegen nicht anfom- men fönnen, mit vieler Wahrſcheinlichfkeit rechnen kann. Meine Zweifel entſtehen nicht ſowohl aus der loſen, bröckelichten Beſchaffenheit der Norfolkſchen Käſe als aus der folgenden Ver- fahrungsart. Sie beſtärkt meine Vermuthung, daß die Fetktigkeit der Käſe vermindert wird, wenn matt dem weichen Käſe zu klein gebro- 349 den weichen Käſe und die Molken aus dem Käſekeſſel mit einer Schüſſel ganz behutſam heraus nähme, ohne ſie ſehr zu bewegen, nd ſie ſogleich im Kübel packte, auf dieſen legte ſie einen breiten Tonnenband, um ver- möge deſſelben im Stande zu ſeyn, viel un- ausgedrückten weichen Käſe aufzuhäufen, da- mit ſich der Kübel in der Preſſe fülle; dann legte ſie das Tuch über, läßt die Preſſe ſanft. und allmählig nieder, damit nur die Molken ausgepreſſet und der fette Milchſaft, der un- ter den Käſe ſich befindet, erhalten würde, welcher ſonſt, wenn man den weichen Käſe ſehr zerbricht, ehe er im Kübel gelegt wird, mit den Molken ſich verlöhre. Die Molken liefen dann ganz grün und klar ab, und ließen die Buttertheil des Ein- gießens an. Im Sommer kann man ſie nicht leicht zu lange abkühlen laſſen; im Winter dage- gen ſollte man Feine Zeit verlieren, ſie ſo- bald als möglich in die Näpfe zu- gießen. Iſt ſie im Sommer noch zu heiß, ſo wird die Sahne nicht ſo geſchmeidig und fett, und deren nicht. ſo viel werden, als wenn ſie den gehörigen Grad- der Hiße hat, Die Sahne Mey dann ( Gomt jeden! eine h it, u ſichen Noyf faltes "jet; ju ch iw 9 zu det himer bon 1 werden, Nitch bey ſich, als ' fetteſie icht rein Strodfnet, Reinliche und dem des Ein- t leicht er dage- „ſl ſo gießet ſo wird et, und ſie den Sahnt 343 pflegt:auch wohl zu ſchäumen, und läſſet ſich dann nicht gut buttern, Geſchi>te Molkenfrauen gießen daher im Sommer die friſche Milch erſt in ein großes irdenes oder anderes Gefäß, und laſſen ſolc, als wenn ſie unmittelbar vom Melken im Napf gethan, oder wenn man etwas heißes Waſſer darinn gegoſſen haf. Man nimmt ungefähr ein halb Quart Waſſer auf 4 Quart Milch, oder ſo viel als nöthig, um der Milch eben die Hiße wieder zu geben, die ſie in dem Augenblick ves Melkens hat. Dieſe iſt, wie wir eben geſehen haben, 99 bis 95 Grad. Die Milch ſollte in den Gefäßen nicht über zwey Zoll hoch ſtehen, Ein bis zwey Zoll iſt das rechte Verhältniß der Tiefe, Wenn der Napf zu voll iſt, ſo ſcheidet die Sahne ſich nicht ſo leicht ab, und es giebt 344 alſo in der Zeit, die man ihr dazu nur laſ- ſen kann, nicht ſo viel. Iſt nicht Milch genug darinn, ſo hält es ſchwer, die Sahne. von der Milch gehö- rig abzuſondern. Aufbewah 3) Hierin beſteht die große Kunſt, die Sahne, Sahne vor Annahme eines. ranzigen Ge- ſchmacks ſo lange als möglich zu. bewahren. Friſche Sahne liefert zwar eine wohl- ſchmeckende Butter, aber nicht ſo viel als ältere,| Unter den Molfenfrauen herrſcht die all- gemeine Meinung, daß die Sahne, die etwas geſtanden, und einen ganz leichten ſäuerlichen Geſchma> angenommen hat, ungleich mehr Butter liefert, ohne daß ihre innere Güte auf irgend eine merkliche Art litte; daß aber auch der geringſte Grad des ranzigen in der Sahne den Geſchma> der Butter ſogleich verdirbt.' Im Winter kann man die Sahne ſehr leiht vor das Sauerwerden bewahren, im Sommer aber gehört ſchon viel Behurſamkeit dazu, ſie ſelbſt vom ranzigen Geſchmack frey zu erhalten. . Sahne, die noch behutſam von der»Milch genom ſehen Mi uch€ ve, wel ſet, 1 wird,! den D ven 0 mittel der Ga fer day ſehen| De Ahgat ju vet 1 bern, y die€ den) eine( fte ſ und) Gi andi ju hh lj 1, fo hilt til gehö» nſt, die igen Wes wahren, ine wohl viel als die all- ie etwas Werlichen ic meht re Ouüte aß aber in der ſogleich ne ſehr en, it tamfeit d frey „Milt) 345 genommen, wird, wenn man ſie eine Zeitlang ſtehen läßt, immer noch mehr oder weniger Milch fallen laſſen.'Man hat bemerkt, daß dieſe Milch oder vielmehr dieſer Abgang der Sah- ne, welcher ſich auf den Boden des Gefäßes ſeßt, leichter ranzig wie die Sahne ſelbſt wird, und daß, wenn man dieſe Mil auf den Boden des Gefäßes ſtehen läßt, ſie ih- ven ranzigen Geſchmack ſogleich der Sahne mittheiletz wie auch, daß wenn ſie ſich mit der Sahne im Butterfaſſe vermiſcht, die:But- ter davon das marmorirte halbfäſeartige Ans ſehen bekömmt, das wir ſo oft an ihr fin- den. Eine geſchickte Molkenſrau läſſet dieſen Abgang nie lange unter Sahne ſiehen. Es zu verhindern, hat ſie zweierley Mittel: 1) Fleißiges Umrühren, um zu verhin- dern, daß er ſich nicht zu ofte ſeßet, und 2) ſobald ſich etwas geſeßt haf, daß ſie die Sahne in ein friſches Gefaß abgießt und den Abgang zurücf läßt. Im Sommer muß eine ordentliche Molkenfrau ihre Näpfe., ſo ofte ſie in die Milc und Feſtigfeit verlohren. Cin bis| vieh vilche(nit Geſchmad FFoltchen 1" glaubt er giebt, ein ihrer (les Zur 8 an 1 Eimer y dieſes 8 Mit- beſtehet ſtets in und it Bewer ihnelles hervor; weich (rennt , und je ihre | lang“ ie Ge- in bi? 347 zwey Stunden iſt die angemeſſenſte Zeit des Abſcheidens,: Bey heißem Wetter ſollte man das Buk- terfaß mit faltem Waſſer ausfühlen, ehe man die Sahne darin göße, und es überhaupt an einem fühlen Ort ſtellen; im kalten, Wetter dagegen das Butterfaß mit kochendem Waſſer augbrüßen, und wo möglich in einem warmen Zimmer buttern. Iſt beydes nicht hinreichend, ſo fann man nach den Umſtänden heißes oder kaltes Waſſer während des Butterns unter die Sahne gießen. Sollte die Sahne im Butterfaſſe zu viel ſchäumen, ſo öffne man den Deckel: einige Minuten, damit die Lufe hineindringen kann, und der Schaum Zeit hat, ſich zu ſeßen. Gewöhnlich wird. dann die Butter ſich geſe, und daraus, daß ſie niht mehr am de heraudgt den fä „unil9 gebreitet geſſen durchges tet, du Butter an die wird ſi Galz| md hy abläuf Beſc Güde Chuſ dee JN G aus d 'Gefiß brühen faucet niht d 0 « weih in gioße rt Deper gemacht, Wlichſten tau8(es hat eine nichtung vfuß. 1 Eiſens it Fals etheilten doppelte Sehne artnäfi ) dieſet Zie bet» Unterſy-' fleinen wollen, ilch ab ant ge + öfters jinlang? - Größe t meh! 349 an den Stößel anklebt, erkennet, ſo wird ſie herausgenommen, in einer Schüſſel oder an- derm flachen Gefäße geknetet, damit die But- termilc< ablaufe, in der Schüſſel dünne aus- gebreitet, und reines kaltes Waſſer darüber gegoſſen 3- darauf wieder durchgekneter und durchgearbeitet, wieder im Waſſer auegebrei- tet, das Waſſer wieder abgegoſſen und die Butter in Stücke von drey bis vier Pfund an die Seite der Schüſſel gelegt. Dann wird ſie wieder ausgebreitet, geſalzen, das Salz hineingearbeitet, wieder ausgewaſchen und geſchlagen, bis das Waſſer ganz rein abläuft, welches nach) zwey oder dreymaligen Waſchen der Fall iſt. Hierauf wird ſie in Stücken von 1 Pfd. gelegt, wieder in die Schüſſel geſchlagen, gezeichnet oder auf an- dere Art zurechte gemacht. Ehe aber die Motlkenfrau die Butter aus dem Butterfaſſe nimmt, muß ſie jedes . Gefäß, welches ſie gebrauchen will, erſt au3»-, brühen, und dann ſogleich in kalt. Waſſer tauchen, um zu verhindern, daß die Butter nicht daran kleben bleibe, Im Sommer, wenn die Butter ſehr weich iſt, ſo iſt es zuweilen nöchig, die 3592 Gefäße nac< dem Ausbrühen mit Salz zu reiben; welches ſehr dient, das Holz feucht zu erhalten. Ihre eignen Hände muß ſie in ſo heißes Waſſer ſte>en, als ſie es nur vertragen kann, ſie mit Salz reiben, und gleich wieder in kaltes Waſſer tauchen. Dies wiederholt ſie ſo oft, bis ſie findet, daß die Butter daran Fleben bleibt. Es giebt endlich noch“ eine verfeinerte Verfahrungsart, welche zuweilen in der Nach- barſchaft der Hauptſtadt, und vielleicht auch in einigen wenigen entferntern Gegenden im Gebrauch iſt. Gewöhnlich wird ſie indeſſen aus Mangel an Kenntniß und Induſtrie oder auch aus Politif vernachläßigt. Ihr End- zweck iſt nicht nur der Butter, Feſtigkeit und wachgähnliches glattes Anſehen zu geben, ſon- dern auch die Buttermilch und das Waſſer, womit ſie gewaſchen werden, gänzlich heraus- zuziehen, Die Menge derſelben vermindert ſich dagegen. So viel Unzen Buttermilch und Waſſer,' als herausgezogen werden, ſo viel Unzen Butter gehen weniger zu Markte, Dieſes iſt indeſſen der beſte Beweis von dem Nutßen dieſer Verfahrungsart, und man fann Gutter nennen gende dD angefen dann| vem fü fw ell ein Et des it auf un der m ie a das€ man wiedet hur d feyfral ane genen Shi Gal; zt ol) feucht ſo heiße en Fann, jeder in holt fie yx dean erfeiterte ver Nach- vt aud "nden im indeſſen vie oder r Ende eit und h, ſon Paſſer, heraus“ minder! (4) und ſy viel Rarfte, 1 dem 1 Fann 35t Butter bis dahin eigentlich nicht verkaufbar nennen. Die Verfahrungsart ſelbſt iſt fols gende: Die Schüſſel oder Gelte muß vorhero angefeuchtet werden, damit die Butter nicht daran kleben bleibe. Cin Tuch wird in rei- nem falten Waſſer ausgewaſchen und ſo trofk- fen als möglich ausgewrungen 3; dann wird ein Stück Butter von der Größe eines Pfun- des in die Schüſſel gelegt, das Tuch dar- auf und durch einen Schlag mit der Hand, der mehr oder mindern Feſtigfeit der But- ter angemeſſen, breit geſchlagen. So wie das Stücf dünner und flach geworden, rollt man es mit dem Tuche auf, und ſchlägt es wieder flach. Der erforderliche Handgriff kann| nur durch Uebung erlangt werden. Die Mol- kenfrau rollt jede drey oder vier Schläge die eine oder die andere Seite des plattgeſchla- genen Stücks auf, und bewegt es in der- Schüſſel hin und her, damit es nicht an-. Flebe. Wenn das Tuch mit der aus der But- ter gezogenen Näſſe angefüllt iſt, die es gleich einem Schwamm einſaugt, wird es ausgewrun- gen und wieder in reinem kalten Waſſer ge- waſchen. Man braucht in kaltem Wetter 4 IZ bis 5 Minuten um ein Pfund Butter recht durchzuarbeiten. Zwey Minuten thun indeſe« ſen ſchon weſentliche Dienſte, In warmen Wetter iſt es gut, die But- fer zwey oder dreymal durchzuarbeiten, da die Kälte des Tuchs dazu beyträgt, ihr meh- rere Feſtigfeit zu geben. Den 23ſten July 1781. wog ich ein Stück Butter vorher, und nachdem es au CG,< > Das Eitn- legen, oben beſchriebene Art bearbeitet war. Wor dem Schlagen wog es 32x Loth, nach dem Klopfen 313 Loth. Es war. alſo grade x Loth Buttermilch und Waſſer einem drey Minuten langem Schlagen einge- ſogen. Das Tuch ward mit gleicher Stärke, vor und nach der Operation ausgewrungen, und dadurch eine beträchtliche Menge Butter- milch und Waſſer herausgepreßt. von dem Tuche nach 6) Je reiner die Butter iſt, wenn man ſie einlege, und je beſſer man ſte hernach vor die äußere Luft bewahrt, deſto länger wird ſie ihren angenehmen Geſchmack beybehalten. Die Güte der Butter beſteht in der Be- freyung von aller innern Luſt, Feuchtigkeit, Unreinigfeit und. ranzigen Geſchmack, Die di (ih 0! dh. H des, ft ſende G Dauer Beidt fan we emi dieſen [ließe € Geſt hitter tocht Dun indy die Bitt eiten, da ihr mehe ic ein hn es auf t, Vor ach dem e 1 Loth che nah en einge , vrungen, Butter jn man nach vor je wird ehaltelt der Be- hrigteit, Die 353 Die Dauer der Butter hängt. vorzüg- lich von der Weide und der Verfertigungsart ab. Iſt die Weide durch die Güte des Bo- dens, ſtarfer Düngung oder die darauf wach- ſende Gräſer ſehr fett, ſo iſt es. unrecht, Dauerbutter zu machen. Wenn- aber die Weide paſſend iſt, die Kühe gehörig gemol- Fen werden, die Milch. ſich ordentlich ſeßen Fann, die Sahne ſorgfältig aufbewahrt, or- dentlich gebuttert, und die Butter gehörig geſalzen wird, ſo bedarf es nur wenig Kunſt, ſie ſo einzulegen, daß ſie ſic) Monate lang friſch erhalte. Je vorſichtiger man indeſſen beym Cinlegen verfährt, je länger wird ſie den angenehmen Geſchmack behalten. Man bedient ſich verſchiedener Gefäße zum Cinlegen der«Butter,/ Wenn ſie weit verfahren werden ſoll, ſo ſind hölzerne But- terachtel(Firkins) das ſicherſte. Judeß ſind die glaſurten irdenen Gefäße vorzuziehen, wenn man ſie ſonſt mit Sicherheit und Be- quemlichfeit gebrauchen fann 3; denn: von dieſen läßt: ſich die äußere Luft ganz. aus- ſchließen. Ein- dergleichen Gefäß ſollte billig die Geſtalt des untern Theils eines Kegeis ha- D 35,4 ben, nemlich unten weiter wie oben, gleich einem ſtehendem Butterfäß. Der obere Theil deſſelben muß ſo weit ſeyn, daß man es mit Bequemlichfeit füllen kann, aber nicht größer. Dieſe Form ver- hindert, daß die Butter im Gefäß ſich nicht heben fann, und hält die Luft ab, zwiſchen dem Rande des Gefäßes und der Butter ein- zudringen, deren natürliche Elaſticität ſie in dieſem Falle von ſelbſt dichter an die Seiten des Gefäßes drängt. Wäre aber die Geſtalt dieſes Gefäßes umgekehrt, ſo würde eben dieſe Federkraft der Butter ſie von den Seiten des Gefäßes trennen, ſo daß, wie man es ſo ofte ſieher, man von oben zu mit einem Meſſer dazwiſchen fahren könnte, und folglich die Luft freyen Zutritt hätte. Die Verfahrungsart beym Einlegen iſt folgende: Wenn die Butter 24 Stunden in Stücken gelegen hat, ſo nimmt die Molken- frau zwey oder drey dieſer Stücke, verbindet ſie mit einander und knetet ſie, wie man Teig zu kneten pflegt. Dieſes bringt wieder eine beträchtliche Menge Salzwaſſer heraus, welches abgegoſſen, und hierauf die Butter mit einem Tuche wie vorher geſchlagen wird oder d ſo(ay falt vm en(Wt lig) we deim Y dabe) oder! dajwiſ Rande nötig Fine umf; ſie de Gefah Gefoß fan; ft die 9 das 1 eite jen, glei ß fo wit feit füllen Orm ver: ſe) nid - wiſchen utter ein ieitat ſie FP an die| aber die (0 würde . hon den daß, wie en zu mit nte, und ] , legen iſt unden in Molfet- perbindet vie mal € wieder heraus, Butter ſchlage! 3,57 wird. Das Gefäß wird vorläufig ausgekoht, vbder durc) und durch ausgebrüht. Wenn es ſo lange geſtanden hat, bis es vollfommen kalt und trocken iſt, ſo wird die Butter hin- ein geworfen, und ſo dicht und feſt als mög- lich wechſel8weiſe mit der geballten Fauſt und dem Tuche hinein gedrückt. Man muß ſich dabey ſehr in Acht nehmen, feine Hohlung oder Leere zu laſſen, damit die Luft ſich nicht dazwiſchen ſeße. Vorzüglich iſt dieſes an dem Rande zwiſchen der Butter und dem Gefäße nöthiz. Deswegen muß man öfters mit dem Finger rund an dem Rande des Gefaßes her- um fahren, die Butter ſehr feſt drü>en und ſie dadurch ſo genau als möglich mit dem Gefäge verbinden. Es iſt beſſer, wenn das Gefaß mit einemmal Buttern gefüllt werden Fann; wenn dies aber nicht mit Bequemliche- feit geſehen kann, ſo muß man wenigſiens die Oberfläche jedesmal glätten. Wenn man das nächſte Buttern hinzuchut, ſo wird die erſte Oberfläche ungleich gemacht, und beydes feſt zuſammen gedrückt. Wenn das Gefäß bis auf z oder 3 Zoll zum Rande voll iſt, ſo füllt man es ganz mit Salzwaſſer auf, welches aus gefochtem Salz und 3 2 EEE R GERE 356 Waſſer beſteht, in dem Verhältniß einer Handvoll Salz zu einem halben Quart Waſſer. Es muß 10 bis 15 Minuten kochen. Dann wird es durchgeſiebt, und in ein kaltes Gefäß gethan. Sobald es völlig kalt iſt, thut man es auf die Bukter 1X bis 2 Zoll hom, Wird ein hölzerner Deckel auf das Faß gelegt und eine Blaſe darüber gebunden, ſo wird Butter auf dieſe Art verwahrt und von einer guten Weide ſich lange Zeit friſch erhalten, voraus- geſe5t, daß man ſie an einem trocknen und kühlen Ort ſtellt. Dies wird 1) in Kälber 2) einjähriges und 3) zweyjähriges jung Vieh eingetkheilt,. Meiner Meinung nach iſt die Viehzucht in dieſer Provinz eines der wichtigſten Wirth- ſchaftszweige. Die Erfahrung beſtätigt es lei- der, daß in ganz England mehr oder weni- ger Mangel an ſchönem Vieh iſt. Jh habe in dieſer Gegend außerordentliche Aufmerk- ſamkeit auf das Aufziehen der Kälber, als den wichtigſten und ſchwerſten Theil dieſes Geſchäfts gewandt, nicht allein, weil es ein Hauptgegenſtand des Norfolkſhen Wirth- hiß einer 't Vaſſer, 1 Dann es Gefäß thut man „ Wird legt und d Butter her guten / borays- nen und gefheilt, Viehzucht n Wirth- tes(ei er weni Th habe Aufmerk her, als ( dieſes (es ein Wirt) 357 ſchaftsſyſtem iſts, ſondern weil in vieler Rück- ſit dieſe Gegend ihre eigene Verfahrungs- arf hat. Die Anzahl der aufzuziehenden Kälber, Anzahl. richtet ſich, wie ſchon bemerkt worden, nach der Weide, und zuweilen dom nicht immer nach der Zeit, wenn die Kühe im Stall ge- futtert werden'müſſen. Einige Wirthe ziehen ihre Kälber das ganze Jahr hindurch auf. Andere, bloß die Winterkälber, und machen die Sommerkälber zum Korbmarkt(ter Th. 5. 24.) oder für den Schlächter fett. Ueberhaupt fängt der Norfolkſche Wirth ſehr früh im Winter an, ſeine Kälber aufzuziehen, und einige ſogar ſchon um Michaelis.| Um Weynachten aber, wenn die Kühe auf dem Stall gefuttert werden, geſchiehet es durchgehends. Sie ſind überhaupt ſehr da- für eingenommen eigne Kälber aufzuziehen, weil ſie ſolche beſſer als gefaufte halten, und auch dieſe nicht immer zu haben ſind. In Anſehung, des Geſchlechts macht man feinen Unterſchied. Beyde ſind der Gegen- ſtand des Aufziehens, und auch, nag De- Zeit. ( | 11] | j ij | |, 1 >» pf nv | j y | | | | | a 34 <= Cafſtriren. Behand- “Iyng. 358 ſchaffenheit der Umſtände dem Caſtriren unter- worfen, Es iſt ein herrſchender Gebrauch in die- ſer Gegend, nur diejenigen Färſen zu berin- gen, die beſtimmt im dritten Jahr erſt fett gemacht werden ſollen, dagegen diejenigen, die im zweyten Jahr gemäſtet werden, ſo wie diejenigen, die für die Melkerey beſtimmt ſind, gewöhnlich nicht beringet werden. Dieſe Verfahrungsart hat zwey Gründe. Sie werden von der zu frühen Begattung abgehalten, die ihren Hauptendzweck vereiteln wurde, und verhalten ſim während des Fett-. machens ruhig, ſtatt, daß ſie ſonſt ſich durch Herumſchweifen ermüden würden. Dieſem ſchreibt man es wahrſcheinlich zu, daß die beringete Ferſen leichter fett werden, und beſ- ſer Fleiſch anſeßen, als die es nicht ſind. Die Behandlunggart richtet ſich gewiſ- ſermaßen nach der Zeit des Aufziehens. Win- terfälber erfordern mehr Milch, als ſpäter gefallene, Folgendes iſt die Behandlung eines um Weynachten gefallenen Kalbes. Die erſten vierzehn Tage läſſet man es zweymal des Ta- ges ſaugen, die folgenden vier oder ſechs Yeh Eimt! oder| lid) (er zu Dieſe pur| an Not Rub Eng zun ver! die eine [and Iten Ahfep I) in div zu bein: erſt fett jejenigen, 1, ſo wie beſtimmt ew ) Gründe, Jegattung vereiteln des Fetts ſic durch Dieſetn daß die und beſe ſind, ) gewiſ- 8, Wit [8 ſpäter ines um e erſten des Ta? er ſechs 6 39:9 Wochen wird es füglich zweymal aus dem Eimer getränft und die nächſtfolgenden vier oder ſechs Wochen täglich nur einmal; zu- gleich befömmt es Heu und Rüben, worun- ter zuweilen Hafer und Kleys gemiſcht wird. Dieſes dient am Ende dem Kalbe, ſobald es nur daran gewöhnt iſt, zum Futter und Ge- " fränf,. Hierin beſteht vorzüglich das Eigne der Norfolkſchen Art, die Kälber mit Milch und Rüben aufzuziehen. I< glaube, daß in ganz England die leßteren zu dieſem Endzive> an-; zuwenden gayz unbekannt iſt, oder wenigſtens vernachläſſigt wird. Sobald es das Wetter erlaubt, werden die Kälber am Tage unter das Fettvieh auf einen Flec> Rüben, auf ein Stü Weißen- land oder auf gutes Grasland getrieben, und des Abends wieder nach Hauſe gebracht. Mur wenn die Tage lang, die Nächte warm wer- den, der Klee und das Raygras ſtarf genug iſt um ſie zu erhalten, bleiben ſie auch des Nachts draußen und bekommen den ganzen Sommer hindurch immer die erſte Weide eines jeden für ſie angemeſſenen Flecs. Dieſes iſt, wie bereits erwähnt, zwar 360 die allgemeine Behandlung der um Weynach- ten gefallenen Kälber. Da aber die Verfah- rungsart zweyer Wirthe ſelten dieſelbe iſt, ſo machte ic) es mir zum Geſchäfte, die Ver- fahrungsart mehrerer einzelner Wirtche zn beobachten. Herr S. in W., ein Wirch von feſten Grundſäßen, und der viel Geld gewonnen har, zieht ſeine Kälber folgendermaßen auf: Er fängt: ungefähr um Michalis an, und fahrt bis Lichtmeſſe fort. Sein Futier iſt abgeſahnte Milc< mit etwas Weißenmehlz; zerſchnittene Nüben und Heu.. Sobald ſie die Rüben gern freſſen ler- nen, ſo nimmt er ihnen die Mil< ab, da die Rüben ſowohl zu Futter als auch zu Getränk dienen. Dieſe und etwas Heu iſt dann ihr einziges Futter, Einige Wirthe geben ihnen Hafer und Kleye. Herr S. fand dieſes. zu koſtbar. Die Zeit, ihnen Rüben zu geben, iſt unbeſtimmt. Wo ältere Kälber ſind, die Rü- ben gerne freſſen, lernen es die jüngern bald dadurch, daß ſie die Stücken, die die ältern vor- hero zerfauer haben und fallen laſſen, aufſuchen. Man hat bemerkt, daß die Kälber die | Doynehe ie Verfühe be ift,| die Ver- Jitthe zn on feſten gewonnen ßen auf; an, und iy mit üben und reſſen[et dd auc) zu Hey iſt ſet yd har, ben, iſt die Nü- ern bald ern vor“ ſſen (ber di . 361 Rüben eher freſſen, wenn ſie. mit einem Ham- mer zerſchlägen, als wenn ſie zerſchnitten ſind. Es wäre vielleicht noc< beſſer, wenn ſie zerſtoßen, und dieſer Brey mit Milch ver- miſcht würde. Die älteſten werden im März am Tage unter das Fettvieh getrieben, und wenn es, das Wetter erlaubt, wenige Tage nachher die jüngern. Den Sommer hindurch werden ſie auf Klee oder anderes nahrhaftes Gras gebracht. Im nächſten Herbſt ſind ſie dann ſtark ge- nug, um mit dem übrigen Vieh gefuttert zu werden. Man hält es für einen Hauptvortheil, die Kälber früh aufzuziehen, weil die ſpäter aufgezogenen einer zweyjährigen beſondern Pflege bedürfen.' Der Preis der Kälber, die ungefähr 10 Tage alt ſind, iſt 8 bis 10 Scl.(23 Relr. bis 3% Rtlr., für Jährige(buds) 20 bis 30 Schl.(63 Relr. bis 9 Rtlr. 9 Gr.). 20 Sl.(6x Rtlr.) kann man als den höchſten Werth eines aufgezogenen Kalbes annehmen. 15 Schl.(4 Retlr. 16 Gr. 6 Pf.) würde viel- leicht dem Mittelpreis'am nächſten kommen« Preis. 302. Dies ſtehet mit einer zwölfmonathlichen beſondern Sorgſa!t, Koſten und Gefahr nicht im Verhältniß, vorzüglich für einen großen Pächter, welcher zu eben der Zeit ſeine Auf- merkſamfeit auf wichtigere Gegenſtände wen- den muß. Herr B., der eben daher und ein Ken- ner von gutem Vieh iſt, hiervon überzeugt zieht keine Kälber. Er findet, daß er jekt inländiſches und ſchottiſches Fettvieh wohlfei- ſer Faufen als ſelbſt ziehen kann. Für einen fleinen Pächter, oder für jeden, der nicht mit dem Kaufen und Verkaufen. hinlänglich Beſcheid weiß, iſt es rathſamer, ſelbſt Kälber zu ziehen. Da er aus Erfahrung weiß, wel- t er dies Jahr auf's Gras. Gewöhnlich verkauft er ſie im Früh- ling an Leute, die ſie binnen Jahresfriſt fett machen. Da ſie aber dieſes Jahr ſehr gut gerathen ſind, ſo macht er ſie ſelbſt fett, Fettvieh. Sie laſſen ſich ſehr gut an. bnl locks). Dies iſt in NNfeE die allgemeine Be. Mbiehhoj ge Ver m hat yjährt je dent Junge en, ad hat 19 für ethalt, nläng: f den adfield ethan, 7 Gr.)- n frie eiden, aufs Früh- ſt fett r gut fett, De 377 nennung für alle Arten Vieh, denen man Rüben oder anderes Futter um ſie fett zu machen giebt; es mögen Ochſen, Bullen, Färſen oder Kühe ſeyn, und iſt der Haupk- gegenſtand der Norfolkſchen Landwirthſchaft, wornach ſic) jeder übrige mehr oder weni- ger richten muß, und der ſie jeßt, ſo wie auch ſchon vormahls von der Landwirthſchaft aller übrigen Gegenden unterſcheidet. Die Verfahrungsart mit Rüben fett zu machen, fängt jekt indeſſen an, ſich in den übrigen Provinzen einzuſchleichen. Man kann ſie aber an allen Orten außer in Nor- fol?, noch im Stand der Kindheit nennen. Eine genaue Nachricht von der Behandlungs- art in der Gegend wo ſie zuerſt ausgeübt wurde, kann nicht fehlen, auch jeder andere wo man Rüben bauet, nüßlich zu ſeyn. Boll von dieſem Gedanken ſparte ich Feine Mühe, und ließ keine Gelegenheit vor- bey, mich davon zu unterrichten. Die vier Hauptkabtheilungen= Ge- genſtandes ſind. 1) Die Gattung des Fettviehe8% 2) Die Art es anzuſchaffen. 3) Es fett zu machen. ZXT, 4) Es zu verfaufen.* Gattung. Man kann behaupten, daß eigne Zucht und ſchottiſches Vieh die einzige Gattungen ſind, die in Oſtinorfolk fett gemacht wer- den. Von Zeit zu Zeit aber ſehr unregel- mäßig hat man einiges Jrrländiſches Vieh in das Land gebracht, welches gemeiniglich recht gut“ eingeſchlagen iſt. In Weſtnorfolf wurden ehemals eine große Anzahl Lincolnſhire und Yorkſhire Och- ſen fett gemacht, und. ich glaube daß dies noch bei einigen wenigen der Fall iſt. In Oſtnorfol? aber, hat man ſie immer für eine weit ſchlechtere Art als das Schot- tiſche und einländiſche Vieh gehalten: Das Einländiſche beſtehet: 1) in Stieren, 2) beringete Färſen,(ſpayed Heiſers) 3) unberingete,(open Heiſers) 4) güſte Küben,(barren cows) 5) Saugfälber,(running calves) Dieſe lebte Gattung Fettvieh iſt dieſer Gegend vielleicht nur allein eigen. Es ſind Kälber, die man mit ihren Müttern gehen läßt, bis ſie ein Jahr, auch wohl noch älter ſind, Die Kuh-hat während dieſer ganzen EI 372 Zeit die beſte Weide, auf der das Kalb mit frißt, und auch noch die Milch der Kuh. ge- nießt. Dieſe wird unterdeſſen gewöhnlich fett genug um zum Markt nach Smitchfield. ges bracht zu werden, mit ihrem Kalbe an der Seite, welches vielleicht ſchon ſo viel wie ſie ſelbſt wiegt, Das Schottiſche Vieh kömmt entwe- der aus. 1) der Landſchaft Galloway, 2) der Niederung, 3) dem Hochlande, 42 der. Inſel Sky. Dieſe Art Vieh iſt groß, vic, kurzbei- nigt, mehrettheils ohne Hörner und; ſchwarz - oder ſchecfig, von feſtem Fleiſch, und durch- aus ſchöner Bildung, vollem Rücken, breitem und geradem Kreuz, langen und vollen Hin- tertheile, runden Bauch, rief und fein von Knochen, Kopf und Kinnbacten. In dieſer Art habe ich die Bildung der ächten Gallowaiſchen Art geſunden, und ein großer» Theil: des Fettviehes, welches in Mor- folf unter dieſen Nahmen- eingebracht wird, entſpricht dieſer Beſchreibung.„Oeſters miſcht ſich aber unter dieſen Herden„eine Bajiard- « Gallo- Way. - ( | (0 jj AN ep hn)|| jj)| UI: (9) j HE ein 389 art, die das Produkt einer Miſchung mit der langhörnigten Art iſt. Dieſe Miſchung wird, wie man behauptet, von dem Adel und Guts- beſikern der Gegenden, worin ſie gezogen werden, zugelaſſen und befördert. Sie ſollten ſich aber vielmehr bemühen, die beſte Gat- fung auf ihren Gütern zu haben, und ſie eben ſo rein wie ſie ſolche erhielten, der Nach- Fommenſchaft zu überliefern. In dieſem Zeitalter der allgemeinen Ver- beſſerung iſt die Bemühung lobenswerth, die Viehzucht aufs höchſte zu treiben. Dieſes ſolte aber nicht durM; Miſchung mit fremden Bieh, ſondern dadurch geſchehen, daß man die ſchönſten Kühe den auserleſenſten Bullen ih- rer eigenen Art zugäbe. Mir ſcheint es, daß die Gutsbeſißer viel verlieren aber nichts ge- winnen können, wenn ſie das Kreuzen mit den fremden Arten, ſelbſt mit der jeßigen lang- hörnigten Art'der innern Grafſchaften zulaſſen. Dieſe Gaktung ſcheint urſprünglich von der Provinz Galloway, welche den ſüdlichen äußerſten Theil von Schottland ausmacht, herzuſtammen; doch iſt ſie, wie bereits er- wähnt, jeßt in andern Theilen der niedern Lande, vorzüglich in den fetten Provinzen von SSEN? 38! 10 Lothian und der Nachbarſchaft von Edim- ( burgh ebenfalls gezogen werden. J< weiß, ) Guts daß Ochſen bis 80 Stoue(1100 Pfand) gejogen€ wenn ſie fett waren gewogen, und bin ſehr follten glaubwürdig verſichert worden, daß man ſchon Gat: welche geſehen hat, die beynahe 100 GEtoue nw fe|(1400 Pfund) wogen. Neche Das Hornvieh in der Niederung iſt ge- Niede- wöhnlich nicht ſo groß als dies Gallowayſche, 5 / Yat/ und ſcheint eine Miſchung zwiſchen dieſem ), die| und dem Hochländiſchen zu- ſeyn. 69 Steoue dieſes|(320 Pfund) hält man ſchon für ein ſtarkes emden Gewicht eines dergleichen Ochſens. Es har an die an Geſtalt und Neigung zum Fettwerden en ih- viel von der Gallowayſchen Artz indeſſen iſt 008: 111 es ſelten ſo vollfommen wie dieſes, wern es 8 ge» von ächter Art iſt, Es iſt theils gehörnt, 1 mit theils ungehörnt. Seine Farbe iſt ſchwarz, lang? ſchecfigt und. dunfelbraun. aſſen 4„Dieſes ſcheint eine ganz eigene Art zu Hocland. von ſeyn. Es iſt nicht ſo groß als das aus der ichen| Niederung, 40 bis 50 Sktoue(559 bis 700 act, Pfund) iſt deſſen gewöhnliches Gewicht. An ; ems Geſtalt, Fleiſch und Anlage zum Fettwerden „dern hat es mit den Gallowayſchen viel Aehnlich- ; von feit, außer daß ſein Hintertheil ſtärfer 4Hſt, Inſel „Siy- 332 die Knochen nach Verhältniß größer, und die Hörner, wenn gleich nicht immer doch ziem- lig allgemein, von mittler Größe, und meh- rentheils aufwärts gebogen, gleich denen aus der Provinz Wallis, aber feiner. Im Allgemeinen, jedom mit Ausnahme der Hörner, gleicht es ſehr dem Hornvieh aus Nordwallis; aber: in Rückſicht des Fleiſches und der Leichtigkeit des Mäſtens, welches ei- gentlich die Hauptſache iſt, fällt der Ver- gleich ſehr zu Gunſten des Schottiſchen aus. Man behauptet, daß ſelbſt die Gutsbeſißer in Nordwallis jährlich von lekßtern, dagjenige aus Schottland oder auf den engliſchen Märk- ten auffaufen, welches ſie für ihren eigenen Tiſch fett machen. Das Fettvieh von der Inſel Sky ſcheint nur eine Abart des Hochländiſchen zu ſeyn, das wegen des Bodens, Clima's oder auch aus beyden Urſachen kleiner- bleibt. Es iſt die kleinſte Art von allen; aber in Rück- ſicht des Fleiſches, des Fettwerdens und des Wachſens, ſelbſt während des Mäſtens kant man ihm den erſten Rang geben. ID habe ein Stü> gekannt, wel- ches für weniger als 40 Sch.(12 Nehlr, 12 6 war, an 4 us 4 gefau einig erreid zum wohl lit 11197008 Went iſt v oder Jaht den, wich Ver Eth ſt,| (275 N« und die ) ziehn: d meh: en aus nahme 'h aus eiſches hes ei: Yer (118, eſißer jenige Matk- (genen ſheint ſeyt, auß 8 if Rü» ) des kant wel- Kehl 383 12 Gr.) gefauft wurde, als es 2x Jahr alt war, und in ungefähr 20 Monatch wog es an 45 Stoue(630 Pfund), Dies war aber das Haupt unter 10 Stü, die zuſammen gefauft waren, und iſt vielleicht ein Beyſpiel einzig in ſeiner Art. Wenn ſie dieſes Alter erreicht haben, ſo wachſen ſie in England zum Erſtaunen, welches vielleicht nicht ſo wohl ihrer Natur als der Veränderung des Climas und Futters zuzuſchreiben iſt, Auf das Alter kömmt indeſſen hiebey viel an. Wenn ſie gleich fett gemacht werden ſollen, iſt vier Jahr das ſchicklihſte Alter, Ein Stü Vieh von der Jnſel Sky oder aus dem Hochlande von zwey bis drey Jahr alt, wird wachſen aber nicht fett wer- den, im fünften oder ſecigt, dunkelbraun und weniges hellbraum« Im Jahr 1782 war der Preis gefallen. Den erſten Tag wurden 10 bis 12 L.(62 Rtölr. 12 Gr. bis 75 Nthlr.) für das Stück gefordert. Die folgenden Tage kaufte man recht gutes Vieh für 7 bis 9 L.(43 Rehlr. 18 Gr. bis 56 Nthlr. 6 Gr.). Stücke, welche an 50 Stone(384 Pfd.) wenn ſie fett wie- gen, fonnte man für 7 L,(43 Rthlr. 18 Gr.) Faufen. Ich ſahe 10 Zweyjährige von der Juſel Sky unter 200 Stück herausſuchen, wofür p- Stü 23 Guinee(17 Rehlr.) bezahlt wurde. Sie waren ſehr klein, und nur ſo ſtark als jährige von der größern Race. Eine auf einander folgende Reihe von Jahrmärkten hält die Viehhändler einige Mo- nathe in dieſem Diſtrikte auf, während wels cer Zeit das Vieh von allen Seiten aus 394 Schottland zuſammenſtröhmet. Der Verfauf . rückt weislich von: Ort zu Ort, damit die Vertheilung deſto regelmäßiger und leichter geſchehe.- Er fängt den 9gten September zu Har- leſton in Südnorfolk an, wo der Markt 14 Tage dauert. Von Harleſton geht er nach Wolfpit in Suffolk, dann den 1oten Okto- ber nach Seching nahe bey Lynn in Norfolk. Von dort den 17ten Oktober nach St. Faith bey Norwich, wo der größte Markt gehalten wird. Es iſt nicht beſtimmt, wie lange er dauert; 14 Tage bis 3 Wochen, oder ſo lange, wie ſich noch Käufer einfinden. Zu Halesworth im Suffolkſchen iſt ein Markt zu Anfange des Novembers, wo aber, wie ic) glaube, der Markt zu St. Faich ſelten geendigt iſt. Den 22ſten November fängt er wieder in Norfolk zu Hampton Green im nördlichen Theil von Weſtnorfolf an, wo ſelbſt er eine Woche oder länger dauert, und endlich nach Hoxone an der Suffolkſchen Grenze zu An- fange des Decembers verlegt wird. Dort währt er beynahe bis Weyhnachten. Oſtnor- folk; verſieht ſich, wie oben erwähnt, gewöhn- F“eee SZENEN EE ' Verfauf 17 amit die leichter zu Hat- aft 14 er neh | Ofto- Norfolf, „Faith halten ge er der ſd 1. 2 Markt ', wie ſelten vieder lichen x eine nah An- Dort nor vhm 395 lich auf den St. Faith Markt. Die nördli- - nen Wetter die Futterung auf dem Felde, bey Falten ungeſtühmen, aber die unter Dach.am zuträglichſten.- Aus dieſen Erfahrungen läſſet ſich der beſte Plan leicht ziehen, ſo weit es nehmlich die Umſtände zulaſſen. Im Herbſt, ſo lange das Wetter gelinde iſt, laſſe man das. Vieh draußen, fängt es aber an naß und falt zu werden, bringe man es unter Dach," und laſſe es ſo lange da, bis es fett iſt, oder bis. [67 eb. 398 die Wärme des Frühlings es erlaubt, Agia wieder auszutreiben. Seitdem das leßte ſtrenge Wetter 1782 einfiel, hat man bemerkt, daß das Fettvieh in der freyen Luft nicht gut einſchlug, dage- gen das unter Dach gefutterte beſſer gedieh. Sind dies nicht hinlängliche Winke für Wirthe, ihr Fetcvieh in warmen Wetter drau- ßen und bey ſtrengem Wetter unter Dach“ zu halten. So lange ſie ein oder zweyjäh- rig ſind, werden ſie in einem wohl verwahr- tem Hofe gehalten; dagegen zur Zeit, wo ſie mit der größten Sorgfalt behandelt werden ſollten, ſe8st man ſie dem- ungeſtühmteſten Wetter aus, und giebt ihnen kaum eine Hee zum Schuß. Ofte beſtehet dieſe nur aus ab- geſtußten Dornen. Kein Wunder iſt es alſo, daß nac) dem außerordentlich gelinden Wetter, welches zu Anfange des Winters 1782 war, die neu- liche ſchnelle Veränderung, das der freyen Luft bloßgeſtellte, jedes Schußes und folglich jeder angenehmen Lage des Geiſtes ſo wie des Körpers, das vielleicht das weſentlichſte zu ihr Gedeihen iſt, beraubte Fettvieh ſehr zurück“ ſeßen muſte, nung dieſe die 2 putes nig und! Hinte wart wenn geleg pid bt, ſolhes fer 1758) Jettvieh ), dage- ' gedieh, infe für er dray- tr Dach. weyjähe erwahr« wo ſie werden hmteſten 1e Dee aus ab? < det vs u ie heut“ freyen folglich vy wie dichſte ) ſeh! 399 Herr Cook zu Felmingham, deſſen-Mei- nüng in dieſem Falle ſehr geltend iſt, beſtärkt dieſe Bemerkungen, wenigſtens in ſo fern ſie die“ Temperatur des Körpers angehen. Ein gutes Lager, ſagt er,“iſt ein Haupterforder- niß für Fettvieh. Es hält es innerlich warm, und wenn es aufſteht, ſtre>t es ſich mit den Hinterfüßen aus, als ob es ſolche in dem warmen Hofe zurücklaſſen wollte. Dagegen, wenn es auf kaltem Boden“ vorzügli- ten Hofe und wärmern Himmelsſtrich erzo- gen hat. Kein allgemeiner Plan der Behandlung Fann daher angenommen werden. Alles was man thun kann, iſt die verſchiedenen gewöhn- lichen Verfahrungsarten ausgzuzeichnen, und es einem jedem zu überlaſſen, gehörige Rück- ſicht auf die angezeigten Umſtände zu neh- men und dem zu Folge ſeine Wahl zu treffen. Ein Pächter in Woodbaſtwiek EE Ix große ſchottiſche Ochſen von 50 bis. 70 Stone (384 bis, 462 Pſd.) auf Rüben. im Hofe. Sie fraßen täglich beynahe 2 Fuder Rüben auſ, ſo daß man 6 Stü auſ ein Fuder rechnen könnte. Sie erhalten ſie ganz bis auf die Wurzeln, die im„Felde abgeſchnitten werden, in doppelte Haufen. Das- Stroh, welches auf den Hof umher geworſen wird, dient ihnen ſtatt Futter und Stre, Dieſe Ochſen foſteten am„Ende des Monaths das Stü 7 L,. 10 S.(46 Rthlr. 21 Gr.). Angenommen,.daß. ſie bis Ende April im Durchſchnitt. 60 Stone.(462 Pſd.)' wiegen, und der Stop ſür 4. S..(das Pfd. | 4 Gr.) bohlbeded rich erw handlung lies was gewöhn: in, und 9e Nü- zu neh Bohl zu affe„rt '0 Etone m Hofe, e Rüber 1 Juder janz bis ſhuitten Stroh, 1 wird, de des Rhlt- Ende » Pſd.) s Pfd ar) 401 4 Gr.) verfauſt.: worden,-' ſo iſt der Ertrag:. 8... S.' Zithlr. Gr. -60 Stone. a; 4:SZ<;l.;:42:-- ZER ia Der ESthkauf us Ja 334755)45.D35 546-0. 24 | Gewinyſt:. 4 510,37: 28.1...3 Gilt der Stone 4 Sch. 6 p. das Pfs: 4 Gr., ſo iſt nach eben dieſen Säßen der Gewinnſt berechnet p. Stück 5 L. 10 S. (34 Rehlr. 9 Gr.) und bey 5 S. p. Stone (5 OL. PD. Pfd.) 7 L. 10 S,(46 Rthlr. 21 Gr.). Wenn fechs Ochſen den Tag ein Fuder Rüben brauchen, ſo würden auf einen Ochſen dreißig Fuder in 6 Monathen kreffen. Der Acre(1x M.) 20 Fuder wird als eine Mittelernte angeſehen. Nach dieſen Säßen bezahlt das Fettoieh die EE Stroh und Wartung EN. Akre beträgt p. Morgen Bey dem Preis von L. S. P. Rl. Gt. Pf, 4 Sl. p. Sto.(4 Gr. p. Pfd.) 3-» 11 21x- 42**(4Gr.6Pf,-) 313 4 14 13 4 SSIERAS OIS SEE SSE HL EE SEE: Die. angenommenen Durchſchnittsſäse,:daß das Fettvieh..in ſechs Monathen. mit Nüben gemäſtet iſt, und dann 60:Stone 16462 Pfd.) Cc 402 p- Stück wieget, ſcheint"mir en Es heit ziemlich nahe“ zu"kommen: Herr Jonathan Bot'd: von: Southreps hät 8 zweyjährige“mit Rüben gefuttert. Ge- wöhnlich läßt er ſie graſen."'Dies Jahr wol- len. ſie nicht ſo recht fort. Indeſſen hoffe er, werden ſie beynahße jeder 30 Stone(231 Pfd.) wiegen, wenn ſie.noch ungefähr. 6 Wochen aufs Gras gegangen ſind. Ex giehe zu, daß die Zweyjährigen nicht ſobald als die Drey- jährigen fett. werden. Wenn fier„von der„Zeit ihrer Geburt an gut gehalten werden, bezah- len ſie ſich aum“ re oder eine jede andere Art Fett nimmt. Es hat ihm nie gefehlt, außer das einzigemal, wo er die Kuh verlohr, Dies iſt eine Jdee, die nachgeahmt zu werden ver- dient. Warmes Oehl und Salz würde viel« leicht dieſelbe Wirkung thun. Im März 1782 ſah ich eines Morgens eine lange Zeit Färſen, die fett gemächt werden ſollten, Rüben freſſen, Dä ſie grade alle fraßen, ließen ſie mich. unbemerkt zwis ſchen ſich ſtehen. Sie waren ungefähr 4 Mo- nathe ſchon mit Rüben gefuttert, und fraßen Cc 5 404 ſie mit ſo vieler Geſchicklichkeit, daß ich mich nicht genug darüber wundern konnte. Es ſcheint der Theorie nach einem Thiere, welches feine Zehen an den Füßen, womit es reißen kann, und nur in. einem Kinnbak- fen Zähne hat, ſchwer zu fallen, eige Rübe klein zu beißen, die es nicht einmal im Maule halten kann; vorzüglich, wenn ſie auf harten- Boden loſe hingeworfen wird. Man ſollte glauben, ſie müßte wegrollen und ihm ent- ſchlüpfen, indem es ſolche zerbeißen will. Es iſt aber nicht der Fall. I< ſah verſchiedene Rüben auffreſſen, ohne daß ſie einen Zoll breit von der Stelle wichen, wo. ſie hinge- worfen waren. Hätte das Thier Zehen an den Füßen, oder nur eine Art von Händen, ſo hätte es ſolches nicht mit mehr Geſchick- lien, welchen. es auf der Spiße der Rübe legt, nach der Seite zu, die am weiteſten von ihm liegt, und hält ſie mit der Oberlippe feſt. Dann ſebt es die Zähne in die entgegen geſeßte Seite und beißt etwas aufwärts, nur ein Fleines Stück ab, welches gewiſſermaßen mit 5 ih mid e, eit Shiete, Nn, wotnit Kinnbal« ae Rübe im Raule uf harten Ran ſollte Im en will, Es ſchiedene nen Zoll ſie hinge Zehen Händen, Geſchitl- ſich eine t, drit , welchen nach der m liegt; Dann -geſeßte pur ein ßen m! 405 der Größe der. Rüben im Verhältniß ſtehet. Wenn es den erſten Biſſen gekoſtet, und deit angebrochenen"Theil beröchen har, ſo beißt es noch eine Scheibe in der Dicke und Größe eines Thalers ab, und ſo fährt es fort Scheibe bey Scheibe:abzunehmen oder vielmehr aus- zuhölen, bis„nichts als: der Schwanz der Rübe und ein ausgeholtes Stück der Rinde in"Geſtalt und. Die einer Rahmkelle übrig bleibt. Zwiſchen jedem Biſſen beriecht es ſorg- faltig: den Theil, den es zunächſt abbeißen will.“ Die Krone: und den obern Theil der Rinde frißt es ab, ſcheint aber ſorgfältig den Schwanz und" den untern Theil derſelben, der in der Erde geſteckt hat, liegen zu laſſen. Wenn das Fettvieh ein größeres Stäck abbeißt, als es mit der Zunge aufnehmen kann, ſo hebt es den niedergeſenkten Kopf auf und ſtreckt Naſe und Hals horizontal aus, bis es das Stü zwiſchen die Mahl- zähne befömmt. Die Krone und ſehr kleine Rüben behandelt es eben ſo. Judem macht es dieſe leßte Beſchäftie gung nicht ſehr geſchickt, und es iſt, leicht möglich, daß eine kleine Rübe oder ein Stück von einer großen zwiſchen den Zähnen 496 entſchlüpft, in die Kehle fällt, und eine Er- ſtikung verurſacht,: Die Zunge des Fettviehes: iſt weniger biegſam, und nicht ſo geſchickt einem Stü feſter Nahrung die nöthige Wendungen im Maul zu geben, als die Zungen fleiſchfreſſen- der Thiere und der Menſchen, Die natür- liche Speiſe der grasfreſſenden Thiere iſt weich, und kann gar nicht, während des Kauens zwiſchen den Zähnen entſchlüpfen. Ihre Zungen ſind mehr eingerichtet, ihr Fut- ter aufzunehmen, als ihnen beym Kauen Dienſte zu leiſten,| I< habe im April 1782 beſondere Auf« merkſamkeit auf die Behandlung und das Gedeihen des Fettviehes, das Herr John Baker und ſein Nachbar in meiner Gegen- wart, wie pag. 391. erwähnt, kaufte. Es iſt eine auffallende und intereſſante Thatſache, daß ungeachtet der Unterſchied des Kaufpreiſes dieſer beyden Ochſen nur 15 Sch.(4 Rthlr. 163 Gr.) war, der ihres gegenwärtigen Werthes 40 Sh.(12 Nthlr. 12 Gr.) iſt. Unläugbar iſt es dem Kenner des Fett- viehes vortheilhaft, wenn ex unter einer ganzen d fine Ep | weniger em Cid Ingen it ihfreſſen ie Ratiite hiere if vend des ſchlüpfen, hr Füt- | Katen dere Auf und das r John ' Gegen ereſſante hied des nur 15 re ihres » Nthlt« z Fett- ganzen 497 Heerde ſich. die beſten-ausſuchen. kann, In dieſem, Falle. aber. war die, Heerde nur klein, und.. ich. entſinne mich ,. daß.- Herr. Baker bey den 2-oder 3 lebten Stücke, ſelbſt ſehr un- gewiß:„war;> welche ex. nehmen ſollte,. Es war daher„die. Verſchiedenheit zur Zeit des Einfaufs. nicht; ſehr merkbar, und bey eini- gen ganz und gar nicht. „Dieſes und andere Beyſpiele EIR mich überzeugt, daß eben ſo viel auf die Be- handlung des Fettviehes beym Mäſten als auf die Kenntniß beym Einfauf ankfömmt. Bon verſchiedenem Fettvieh, das ich in die- ſem Winter:zu ſehen Gelegenheit gehabt-habe, iſt keine den:erwähnten Färſen des Herrn Baker. gleich! gekommen. Seine Rüben ſind unläugbar gut! Aber die mancher ſeiner Nach- barn ſind es'auch« Die beſſere Behandlungs- art ſcheint vorzüglich darin zu liegen, daß er ihnen ſtets friſche Rüben im Ueherfluß giebt, und für, hinreichendes anderes Vied ſorgt, die vie zurücgelaſſenen auffreſſen, und ihnen täg- lich einen friſchen Plaß. anweiſet. Er ſchickte 12 dieſer Färſen nach Smithſield, und zeigte mir ſeine Rechnung. . Sie wurden von 8 L. 5. S«bis 11 L; 408 (53 Nehlr. 13 Gr. 6Pf, bis 68 Rehlr. r'8 Gr.) das Stü verkaufte,"Die" Einnahme war 110 L.(687-Rchlr. 12. Gr;)' pF Sü E* Fs 33 S.(57 Nehlr.- 5 Gr. 6Pf.). Sie“ foſte ken ihm im Durchſchnitt 6 L, 15 S.(42 Nhl 4 Gr. 6 Pf.) ſo-“daß'ein' Gewinn von" unge fahr 56- Sc“(15 N 15 When p-'*“Stück herausfam, - Sie, waren ungefähr 6 Monath I Rü- ben, und folglich wurde ihre Futterung, nur mit 2 S.(15 Gr.) wöchentlich bezahlt, un- geachtet ihrer gegenwärtigen Theurung. Sie waren noch. nicht ganz fett. Dä aber nicht viel Nüben mehr«übrig und das Gras noch nicht lang-genug.. war, hielt er es„rathſanr, die beſten: davon jekt. zu verfau- fen, um die übrigen nachher, mit. Gras deſto fetter zu machen, DE Jet im May 1782 iſt zwiſchen den beyden Partien Fettvieh kein geringerer Un- terſchied als 4 L.(25Nthlr.) p. Stück. Den- iioch verdient der Nachbar des'Hetrn- Ba- Fer zu den guten Wirthen gerechnet zu wer- den. Er hat ſeine Färſen auf die gewöhn liche Art behandelt und ihnen Rüben, an- wig Or.) ine war| wf 9 Sie Foſter 42 Nehls| m unge p,* Gif af Nie ung, nut hlt, uns N ett. Zu hand das hielt er | verfälte as deſi hen det ver Une f, Det "Där ju wers wohn| on, I| | 4.09 fangs auf Weißenſtoppeln, na aus, und warf ſie auf den andern, der eben abgefreſſen war. Da dieſer Frühling erſtau- nend falt und naß war, ſo ſtand das Fett- vieh bis an die Knöchel im Koth, und was noch ſchlimmer war, ſo hafte es keinen an- dern Ort ſich nieder zu legen. Dies that ihm natürlich viel Schaden. Dennoch verdient es bemerkt zu wer» den, daß die- Fettochſen nirgends beſſer als dieſe waren. Cinem andern, der nicht zu den ſchlechteſten Viehmäſtern gehöret, wurden im leßten"Markt zu Smithfield drey Stück ausgeſioßen« 12 419 „Ungeachtet der- ungünſtigen Jahregzeit und der ſchlechten Beſchaffenheit.der. Rüben, ſo. ſind. doch des-Herrn Ba kers; Färſen au- ßerordentlich gut> Ob ſie. gleich.. fehr theuer eingeFauft ſind, ſo werden- ſie dennoch, wenn ſie irgends einen. guten.“ Marktpreis treſfen, den doppelten.Einfaufspreis- gelten. Ich fuhr immer fort, meine Auſmerk- ſamkeit auf das Fettmachen dieſer' Färſen zu wenden. Sie hakten« Nüben vollauf, täglich einen friſchen: Futterplaß' und hinlänglich Standvieh, das die Ueberbleibſel verzehrete, ſo daß das Fettvieh ſich die beſten Rüben ausſuchen konnte. Dieſes ſcheint die Hauptſache bey der Behandlung des Fettviehes zu ſeyn. Dieſe Färſen wurden auf dem Felde gefuttert, wo ſie Tag und Nacht blieben, und an den Hek- ken Stroh ihnen vorgeworfen wurde. Gegen das Frühjahr aber, wo die Rüben an ihrer Güte zu verlieren anfiengen, erhielten ſie ſtatt Stroh, Heu, Ds Dieſe Verfahrunggart;, die“.denr"Herru Baker nicht:allein eigen, iſt ſehr vernünſtig, denn das Fektvieh wird von den Ruben. auſs je DV ſichfeit faufte 50, ber| gehml Jun yathe, d m Y er al „des| 20 Jehretzeit !, Nüben, ärfen als jr Heyer h, wenn treffen, Auſmerk- ärſen zy - föglich länglich jehrete, Kühen bey der Dieſe 't, wo u Hef- Gegen n ihrer ſe ſtatt Hertu wſtig, ny aufs EN 411 Gras gebracht:, ohne. daß die. Veränderung des Futters. ihm einen Stoß giebt. Dies oben erwähnte iſt nicht das ein- zige Beyſpiel von Herrn Bakers Geſchick: lichfeit im Mäſten. Im vorigen Jahre ver- kaufte er zwey Gallowayſchotten für beynähe gon Li10342 Rehlri 122Gr)ounEr: hatte!"ſie aber auch länger als ein Jahr gefuttert, nehmlich. vom Oktober 1779 bis May oder Juny 1781, alſo achtzehn bis neunzehn Mo- nathe, Vor einigen Jahren verfaufte er 5 Schok- ten Ausgangs May oder Anfängs Juny, die er auf den Markt zu St. Faith im Oktober „des vorhergehenden Jahres gekauft hatte, für 20 L.(125 Rthlr.) das Stü. Andere 5 verfaufte er zu 17, 18 und 19 L.(106 Rthlr. 6Gr., 112Rhlr. 12 Gr., 119 Rthlr. 18 Gr.) p- Stück. Dieſe 10 Stück koſteten ihm nicht mehr als 9-L. 10 S.(59 Rthlr. 9 Gr.) das Stück,'ſo daß er in ungefahr 7 Mona- then ſein Geld verdoppelte. Vor ungefähr 5 Jahren kaufte er 9 ir- ländiſches Fettvieh auf den Markt zu St. Faith, und gab für 7 Stü>- 7 Guineen (45 Rthlr+ 22'Gr. 6 Pf.) p- Stüc, und 419 für: 2 St. 6:L. 15 S.(42 Nehlr: 4'Gr; 6 Pf.) p- St. Dieſe waren im Juny fett, und er verkaufte die vier Kleinſten in Smith- field für 16 L.(x00 Rthlr.) das Stück. Die übrigen zu 18 L.(112 Rehlr.: 12 Gr.) und darüber. Dies iſt wahrſcheinlich der größeſte Gewinnſt, der je mit Mäſten- Fettvieh iſt, was nicht 40 Stone (398 Pfd.) wiegt und zeigt auffallend den Werth. der Norfolkſchen Race. Die Conſumtion des Fettviehes iſt zwi- ſchen der Hauptſtadt. und der Gegend getheilt. Das Verhältniß habe ich nie erfahren. kön- yet, nigt falf f ; des 1 welche au3br ſchreit Di | | Nat zu Kobert jenigen 9 : er wie zu Holt 2 Rühle, für 9.2, ; ſie im tath ges gebracht in das den 98 P- Er, ſo be- tet des viel für Gtone 1d den pub etheilt n. fon 415 nen. Vielleicht'werden dreyviertel, vielleicht nicht mehr als zweydrittel" von dem in Nor- folf fett gemachtem Vieh nach London geſchickt; Norfotk iſs eins bevölkerte Gegend, wel- Gras 2 3 3 8.2- Viehhändler John Schmich UA BE 0 UNO 22250 baar 86- 8.0537. 172/29 SOE RO NSE 209 999773 Die Unkoſten ſind ſeit langen Jahren immer dieſelben geweſen z; nehmlic< für ein Stück es ſey groß oder klein 7 S. 13 d. Sehr großes ſchwe- (2 RgeſchuBt 5 die> er für 142 L; (87 Rtüir. 12 Gr.) verkaufte, Unter dieſen Färſen war noch eine ſie- bente, und zwar eine unberingete, welche auf den Tranſpork von Schottland gefalber hatte. Sie ward Herrn Baker von einem Vieh- händler ge'Sunf ſchlechte Stiere,. die mit.den Fär- ſen des„Herrn Baker. zuſammen auf. den Markt Famen- und. einem. andern: Wirth ge- hövreten,3 brachten beynahe gar nichts. Sie wurden: im Durchſchnitt. nicht höher. als p. Stürl 3:3) L.>(68 Nehlr. 18 Gr.) verfauft, ob ſie gleich beträchtlich'mehr als die Färſen wogen. Dies giebt einen Beweis, wie unrecht es iſt, Fettvieh nach Smithſield zu ſchien, ehe es recht: fett iſt.“ Herrn"Baker ſeine wareu ſehr fett und brachten 6 S. p- Stone | 4114 4,4! j " DIN 11118" j(! NTM | 18/ 418 | | 10,100) 14/5 n j nN jW !! 4 1] 19110 j „30010 411.18 1] 1! | n |] I IT ante Bd Ze Rb Ä zern uri a [4 424 (6 Gr, p. Pfd.). Des andern ſeine hat- ten nur Fleiſch, und brachten nicht 4 S. 6 P.(4 Gr. 6 Pf. p. Pfd.) ein, obgleich ein außerordentlich guter Markt war, Die Färſen des Herrn Baker waren außerordentlich ſchön, und durchgehends gleich gut. Eine darunter war, um den Ausdruck der Viehmäſter zu gebraüchen, ſo feſt als Wachs. Sie muß inwendig außerordentlich fett geweſen ſeyn, denn ſie. ſchien mit Be- ſchwerlichfeit zu gehen. Eine andere ſchien dem Auge fetter als dieſe, aber fühlte ſich weich an, und: wird wahrſcheinlich auf der Reiſe abzehren, woran. Herr Baker ſelbſt nicht zweifelt, weil er dieſes aus Erfahrung kennt. Er glaubt aber, daß die erſte ſich auf dem Markt zu Smithfield vortheilhafter als jeßt zeigen wird, und fügt hinzu, daß voll- Fommen fettes Vieh auf der Reiſe: nicht ſo abnimmt, als ſolches, daß bloß Fleiſch hat. Auf die Frage:„Wer dies Jahr das beſte Vieh auf den Markt gebracht hat, ant- wortete mir ein Viehhändler, daß es Herrn R-- von R-- Hall geweſen wäre, Herr Baker ſagte:„daß dieſer Wirth immer gu- fes Vieh einfaufte. Wenn jemand nichts gu- ſeite hat: ft It 46, ' 0bgläch t, Em | t Waren ds gleich Vusduf ſeſt als ordentlich mit Be re ſchien ie ſch auf. der er ſelbſt tfahrung ſc) uf after als aß voll niht(0 4 hat ahr das at, anf 3 Deren Her ner aw t | EEE 425 tes Faufte, ſo fonnte er auch nichts beſonde- - res davon„erwarten; er achtete einige Schil- linge theuren Einkauf niht zu St. Faith, und fügte hinzu, daß uns der Unterſchied von Z4 bis 42.(78 Riehl 358"Gr? bis125 Rehlr:) p- Stüc Vieh in dieſer Jahreszeit unbedeu- cend ſchiene, wir müſten aber eben ſo ſehr auf die Schillinge zu St. Faith. als auf die Livres zu Smithfield. ſehen,“ Dieſes entfiel dem Herrn Baker und und es iſt nicht zu zweifeln, daß es die Hauptgrundlage ſeiner eigenen Verfahrungs- art. ſey. Er Ffkauft jederzeit das beſie Vieh, daß er habhaft werden kann, und auch ſeit vielen Jahren hält man ihn mit Recht für den beſten Viehmaäſter in der Gegend. Es iſt beſonders, daß in dieſem Früh-' jahr-(1782) das Vieh auf dem Graſe ge- ſchwind fett wurde. Herr Baker ſchreibt es der fühlen Witterung zu, und daß, ob es gleich feucht war, das regnichte Wetter dem Rindvieh nicht ſo viel als den Schafen ſchadet. Heiße Witterung, ſagt er, iſt das größte Uebel für Fettvieh. Es verurſacht, daß es ſtets mit aufgehobenen Schwanz hin 426 und her läufe, und hält es im Mäſten ſehr auf. Der Marke ji zu Walgham, welcher. zam Mittwoch,„a Vieh da, die, wenn ſie zuſammen"auf cinen Plaß geſtanden, ein ſchönes Anſehen gegeben hatten. Die Hauptfäufer waren die Schlächter aus Norwich, Wells und der Gegend, ſo wie einige Viehhändler, die für die Märkte zu St. Ives und London auffaüſten. Einiges noch nicht"ganz fettes„Vieh: kauften Wirthe, die Gras und Geld haften„ von“ denen, wels» dien beydes Fehlte.| Es wurde ein Stier und eine Färſe, die gut Fleiſch harten,«und beyde ungefähr 70 Stone(560 Pfd.) wogen für;x 6 L, 8.S«. (102 Rehlr. 12 Gr.) verkauft, welches. über 4 S.'8:P,. p.. Stone:(4 Gr; 4 Pf ip.Pfd.) becrug.« Zwey Stiere, die"aber nicht fett waren, (390 6.0 „m 4 Pfd.) Jleiſe) jahre inN der| in di heir auf| 1 Möſich Uher ah | oihalten wohl, alg 19 voW.7 tu Es f: währen 1 Vieh en Plaß n hatten, Schlächter d, ſo wie (ärfte zu Einiges Wirth, 1, Wel ' Färſe, (gefähr 2, 5G« vs über p-Pfd) de fer .w 427 waren, und beyde ungefähr 100 Stone, (800 Pfd.) wogen, wurden für. 20 L. 10 S.(1285 Rehlr.-3 Gr.) verkauft, welches nur-4-S14.P3p 3Stonei63:Gt:- 201 Pfm: Pfd.) betrug... Sechs Zweyjährige, die gutes Fleiſch hatten, aber noh nicht fett waren, wovon ein jedes ung?ſähr Zo Stone,(420 Pfd.) wog, wurden das- Stück für 6 L, 12 S: (41 Nehlr. 6-Gr.) verkauft; p. Stein un- geſähr 4 S-<1:5 P..(4: Gr. 2.Pf.) - Kühe und Kälber wurden viel geſucht, und. für. 3 bis 6 L.(18 Rthlr. x8 Gr.„bis 25 Rthlr.) verfauft. Magere Zweyjährige für 50 S Rindvieh ie" For dort. Die mehreſten davon waren zweyjäh- is ſeb rige Kühe, Kälber, und einige einjährige. m Die Schlächter von Norwich waren die fir den Ebe 5 a wey zu vorzüglichſten Käufer des Fettviehes. ui In einer großen Koppel nahe bey Jng- 10 ws ham waren 392 Stuc> ſchönes Jettvieh, die ut ves einem der angeſehenſten Viehmäſter der Ge- gend gehörten, worunter einige ſchon fert und ini die anden im Fettwerden VeGräffen haaren f 30 und 50 bis 60 Stone(400 bis 480 Pfd.) gäben- p- Stück wogen, und zuſammen 3 bis 400 L. y 4 nu . 430 (1878 bis 2500 Rthlr.) werth waren. Ein ſchöner Anbli> in einer Korngegend. Auf dem Markt zu JIngham waren 3 bis 400 Stück Vieh und mehr Fettvieh als in Walsham und Worſtead zuſammen« Eie waren beſſer wie jene. Die Wirthe in dieſer Gegend ſind ſo fett wie ihr Boden; ſelbſt jeßt, ſo ſchlecht aud) die Zeiten ſind, ſollen ſie doch viel Geld gewinnen. Es waren viel Käufer dort; die Ver-' Fäufer aber waren übermäßig in ihren Forde- rungen. Gie verlangten nicht weniger als 5 Schl. p. Stone(5 Gr. p. Pf.) fär Vieh von mittelmäßig gutem Fleiſche. Es ſind un- gefahr 50 bis 100 Stück verfauft,. I< vermuthe, daß nicht viel Jungvieh verfauft wurde. Es iſt auch wenig in der Grafſchaft, und da die Wirthe, wegen der feuchten Wit- terung Ausſicht auf viel Gras haben, ſo ver- kaufen ſie es nur für außerordentliche Preiſe. Ein Wirth aus Southreps verkaufte 8 Stück zweyjährige, die ziemlich fett und ſehr gut waren, a: 5 L.'x0 S.(34 Rthlr.' 5 Gr.) Dieſe ſind gut bezahlt, ob er ſie gleich von Jugend auf ſehr gut gefuttert hat, Y fünſtiy ve ätte Vieh neh 7 17.8 geht| voy| A Seis weh, Ein , waren 3 bie) als en Cie in dieſet ſeloſt ), ſollen die Yor- 1 Forde iger als für Vieh ſind u: jungbich affhaft, en Vit- ſo vev - Preiſe aufe 8 m) ſeht 9 Or.) ich voy 431 Man behauptet, daß man ſich einen fünftigen Fettochſen verdirbt, wenn man ein zweyjähriges Stück mäſtet., Dies mag ſeyn. Hätte äber zum Beyſpiel dieſer Wirth ſein Vieh-dreyjährig werden laſſen, ſo. er nach Verhältnis mehr Kälber aufziehen müſ- ſen. Bringt man dieſes in Anſchlag, 0 er- gießt ſich, daß im Ganzen auf beyden Arten von vefelben Morgenzahl immer gleich) viel Fleiſch gewonnen wird. Der Markt zu Ingham erſtreckt ſich bis auf 5 Meilen(eine- Deutſche) in der Runde. Wir frühſtückten zu Habro, nahmen zu Jungham Erfriſchung, und aßen zu Brunſtead zu Mittag. Einen Strich, den Herr Baker und ſeine Freunde jährlich bey ihren Wer- wandten und Bekannten halten. Dieſe Ge- ſelligfeit und Gaſifreyheit iſt Jugham nicht allein eigen. Die Märkte zu Walsham, Wor- ſtead, Southreps, Alboro, St. Faith ſind mehr durch ihre Gaſtfreyheit, als durch die Geſchäfte, die dort betrieben werden, bekanntz den leßten indeſſen“ ausgenommen, der einer der gröſien Märkte Englands iſt, Yorfshire hat ſeine Feſttage, andere Ge- Ertrag. 432 genden ihre Ernkfefeſte und Norfolk ſeine Märkte.=- I< muß hiebey bemerken, daß die an- geführten Beyſpiele des Gewinns bey dem Fettvieh die Mittelſäße weit überſteigen. Wenn in ein mittelmäßig gutes Jahr ein Stück Fettvieh von 40 Stone(320Pfd.) während der Zeit des Mäſtens wöchentlich eine halbe Krone(19 Gr.) Fauttergeld bringt, ſo iſt man hiermit zufrieden. Angenommen, daß es 6 Monat zum Mäſten gebraucht, und in der Zeit einen Acre (1* Morgen) Rüben frißt, ſo iſt nach die- ſer Berechnung der Gewinn überhaupt 3 L. 5 S.(12 Rehlr. 21 Gr. p. Mg.)“wovon nach Abzug von 15 Schl.(3 Rthlr. p. Mg.) für Stroh und Wartung der reine Ertrag von 50 Schl.(9 Rthlr. 21 Gr. p. Mg.) bleibt; außer den Werch des Hütungs und übrigen Düngers, den es giebt. Hiebey kommt, wie es mir wenigſtens ſcheint, ſehr viel auf die Verfahrunggart an, und ich bin gewiß, daß durch Aufmerkſam- Feit bey der Zucht, vorſichtige Wahl beym "Einfauf, vernünftige Cintheilung der Felder, eine dem Boden und“der Lage anpaſſende Fut- | folf fene 3 die ats bey dem jen, 8 Jahr 20Pfd) hentlich d bringt, tat zum jen Acre jam die m 3 L ) wobon p. My) rag von | bleibt; übrigen nigſtens art an, eufſam [ beym Felder, jaſſende ut 433 Futterüunggart, vorzüglichen Fleiß“ bey der Mäſtung und. kluges. Benehmen bey: dem Verkauf, der gegenwärtige.Gewinnſt von 2 S. 6 P.(18 Gr. 9 Pf.) p. Woche, einen Ochſen von 40 Stone(320Pfd.) ohne außerordentliche Bemühung bis auf 3 S; und 3 S. 6 P.(22 Gr. 6 Pf.:== 1 Nehlr. 2 Gr. 6 Pf.) und folglich der reine: Ertrag eines Acre(1X Morgen) Rüben. nach der obigen Rechnung, auf 3. L. bis 3 L. 10,S« den Acre(11 Nthlr.'20 Gr. bis 13-Nthlr. 20 Gr. p. Morgen) gebracht werden könnte, Hierzu muß man den Hütungsdünger rech» nen, der eine Hauptſtüße der dortigen Wirth- ſchaft, beſonders auf leichtem Boden iſt. 6. 12. Nichts war mir bey der Norfolkſchen Landwirthſchaft auffallender als in der gan- zen Gegend faſt gar keine Schafe zu finden, In einer meiner Reiſen nach Gunton ritt ic) mit VorbedaMt durch das Junere dieſer Gegend bey Thetford, Watton, Dere- ham, Reepham 2c. 2c., um mir eine allge- meine Jdee der dortigen Tondwinthſwaſt zu verſchaſſen. ZUE| “ Ee€ Schafs. Art. 434 Nach der Beſchaſfſenheit. des Bodens und der vorzüglichen Behandlung des Rüben: baues vermuthete ich, es würde das Land der Schafe ſeyn,:aber von der Zeit an, daß ich über den Fluß“ bey Thetford gegangen und' bis auf. wettiige'Meilen„das Ende meiner Reiſe erreicht. hatte, ſah im nicht ein Schaf. Int nordweſtlichen Theil von Norfolk werden beträchtliche Herden gehalten, in dem öſtlichen und ſüdlichen aber' ſind ſie in den - Sommermonathen unbedeutend, außer auf den Gemeinheiten, oder in der Nachbarſchaft großer Güterbeſizer- und einiger anſehnli- ,. 10 bis 12 L, (62 Rthlir.- 12 Gr. bis 75 Rehlr?.- Dem Herrn) Dursgate, der jeßt ſeit Herr Mal- let's Tod für den reichſten Wirth der Graf- ſchaft gehalten wird, und wie man ſagt: 30000 L.(187520) dur Pachten ſich er- worben hat, ward 12 S,(3 Nthlr. 18 Gr.) das Stück für ſeine ganze Heerde von unge- fahr 3 bis 400 St>. geboten. Er ſchlug es aber aus. Seine und Herr Martius auch eines angeſehenen weſtnorfolfſchen Pächters Schafe waren die Häupter auf dem Markt, und ſie beyde forderten 14 L.(8 Rthlr, 12 A größe 'erey von ) yrden ſhöferey h wollen, 8 Jahr waren | vorigen borigen 0 Rchlt, der de 618 Dem e Nal- r Grafe ' ſagt: jh 9 0r.) 1 Unge lug es 3 aud ichters Rarkt, hlt 1? 443 Gr.) für 20 Stück. 7 und 8 S.(2 Nhlr, 4 Gr, bis 2 Nthlr. 14 Gr.) wurden für das Stück der kleinen Heidelämmer von der Bran- donſchen Gegend verlanget, die nicht viel grö- ßer als Kaninchen waren. Voriges Jahr wurden ſie für 3 und 3x S.(223 Gr. bis x Nthlr. x Gr. 9 Pf.) verkauft, 4 STE Rehlr. 6 Gr.) war der höchſte Preis. Unge- achtet des hohen diesjährigen Preiſes wurde doch der größte Theil der Lämmer verkauft. Verſchiedene Urſachen haven dieſen ho- hen Preis bewürkt. Der geringere Werth in welchem ſie in den lekten Jahren geſtanden, hat die Größe und die Anzahl der Zuchtſchäfe- reyen ſehr vermindert; zum Abſaß der lang- haarigten Wole war keine Gelegenheit. So lange die norfolkſche Wolle in hohen Preiſen ſtand, legten ſich die Lineoluſhirſh verkauft, Jährling Hammel für 14 bis 15 S,.(4 Rthlr. 9 Gr. bis 4 NRehlr. 16 Gr. 6 P.) und ſelbſt eine Anzahl Märzſchafe, wurde zu 12 Schl.(3 Rhlr. 18 Gr.) p. Stück vorfauft; aber ſie waren auch) außerordentlich gut. Im Allge- meinen ungefähr zu 7 bis 9 L.(43 Rehlr. 18 Gr. bis 56 Rehlr. 6 Gr.) ſür 20 Stüc. Im vorigen Jahr wurden ſie für 4. bis 5 L. (25 Nthlr. bis 31 Nehlr. 6 Gr.) gekauft. Jähr- lings8hammel waren am wohlfeilſten und Läm- mer am theuerſten. Wie ein Wirch 12 S.(3 Rthlr. 18 Gr.) für Lämmer bieten konnte, da er beynahe zweymal ſo große Jährlinge für 14 S. (4 Rehlr. 9 Gr.) haben können, iſt etwas ganz beſonderes. Auf dieſem Markt werden die Geſchäfte bloß unter Wirthen gemacht. Man ſieht ſelten ein Frauenzimmer oder einen Städter darauf:| Viele der erſten Wirthe dieſer Gegend fand man dort und ich halte es für einen der größten Schafmarkte in Norfolf. Dieſer und die Märkte von Flemminghall und zu Kipp mah! Seite ; darf€ er Ze fen,| und| gend 6 Gr, 6 Hammel Gr, bis loſt eine S4.(3 aber ſe m Allge ) Rihle, o Eid, bis 5 2 t, Jähte nd Lam- „160)| beynahe 14 6, ſt etwas Zeſhäfte ner oder Gegend pv einett Dieſer und zy 445 Kipping, die im Sommer gehalten werden, machen die Verbindung zwiſchen die beyden Seiten dieſer Grafſchaft. Kann ein Wirth nicht ſeinen ganzen Be- darf auf dieſen Märkten bekommen, ſo kauft er Zeitvieh(hoggards) in den Frühjahrsmärk- fen, läſſet ſie bis im Herbſt auf die Brache und Stoppeln gehen und mäſter ſie den fol- genden Winter mit Rüben. Im Herbſte 1781 machte ich folgenden Verſuch, um über die eigentliche Zeit die Matterſchafe zum Bo> zu bringen, gewiß zu ſeyn, Den 2oſten September brachte ich 20 langwolligte Matterſchafe von verſchiedenem Alter zu einem Leiceſter8hire Bo> und 20 Norfolkſche Mutterſchafe zu einem Norfolk- ſchen Bo>. Da ſie ſchlek früh» zeitig beyließen, fonnten ihre Lämmer im Winter nicht erhalten, denn es fehlte an Gras, und ſie fonnten die Rüben nicht bei- ßen. Daher ſind dieſes Jahr alle junge Mut- terſchafe Ende Auguſts zum Bo> gebracht. Die Märzſchafe ſollen dagegen dem Schlächter verkauft werden, ehe das diesjäh- rige Gras alle wird« Jn einer Gegend, wo Rüben das vorzüglichſte Frühlingsfutter iſt, ſcheinen alte Mutterſchafe ein unvortheilhaf- tes Standvieh zu ſeyn. Die langwolligten Mutterſchafe haben in dieſem Jahre ſehr ſchwer gelammt. Der Schäfer hat den mehreſten derſelben helfen müſſen. Daher wurden dieſe Mutterſchafe ſo lange auf das Gras gehalten, bis ſie ihre Lämmer geworfen hatten, weil die Schäfer aus Er-- fahrung gelernt haben, daß Mutterſchafe vom Ruhen gering zuſtoy! (fra8 6 N Nend Vin gens| wöhn! bemer ſamme durch ſpran liefen von as 0 ſchier wer Vin Nüb (wd Jie hilt, rit + die ih item die die ſpä- en,(is df frühe mer im hte an it beis ge Mute raht, en deit diesjähr end, v0 tier if, theilhafe aben in De helfen ſo lange ammer us Et fe von Nübenfreſſen leicht ſterben, wenn ihnen der geringſte unangenehme Zufall beym Lammen zuſcößt, dagegen es bey denen, die bloß auſs Gras gehen, nicht der Fall war. In der Mitte des Februar war es eines Abends ungemein rauhe Witterung, ſtarker Windfroſt und Schnee, Jh ſtand des Mör- gens früh auf, um die Wirkung dieſer unge- wöhnlichen Kälte auf die jungen Qämmer zu bemerfen, und erwartete ſie zitternd mit zu- ſammengezogenen Rücken, und durch und durch erſtarrt zu finden. Statt deſſen aber ſprangen ſie an ven Bäumen in die Höhe, liefen Wette zwiſchen den Schobern auf dem von den Mutterſchafen herausgeriſſenen Heu, als ob die Sonne wie mitten im April ge- ſchienen hätte. Nicht einen Klageton noch frume mer Rücken fand ich unter beynahe 150 St. Die Mutterſchafe waren den ganzen Winter hindurch gut gehalten, haben jekt Rüben im Ueberfluß und einen Heuſchober, an den ſie ſie nach Gefallen freſſen können, Dies zeigt die Wirkung, wenn man ſie gut hält, deutlih- Der Schäfer bemerkte ſehr richtig, daß wenn nur die Lämmer hinläng- | 448 lich Milch haben, ſie ſich aus dem Wetter nichts machen. Welch ein Vergnügen und wie nüßlich iſt es, ſein Vieh im Stande zu haben. Wä- ren. dieſe Mutterſchafe ſchlecht gehalten wor- den, ſo hätten eine Menge Lämmer während des ſchlechten Wetters in den leßten vierzehn Tagen umkommen müſſen. Dagegen, weil ſie hinlänglich Milc< hatten, von 140 bis 760 Stück kaum eines gelitten hatte, Indem einige zweyjährige von dey ge- miſchten Race zum Verkauf abgenommen wurden, bemerkte ik caſtrirk, welches ſeine ganze Arbeit. für. dieſes Jahr zu ſeyn. ſchien, Sie ſind jekt: 6 bis 8 Wo- den alt. Nachdem er das Ende des Beutels aufs geſchnitten hatte und die darin. gelaſſenen Ho»- den herausgezogen; ſo nahm er: die andern aus der Seite heraus, die der entgegen ge« ſeßt iſt, an welcher die fühlbare Hvde lag« VF 3 03 450 Es: vermehrt die Schwierigkeit des Verſchnei- dens, wenn die fühlbare Hode vorher ausge- zogen iſt, weil der Caſtrirer alsdann nicht weiß, an welcdjer Seite er ſchneiden ſoll, und öfters beyde Seiten aufſchneiden muß, ehe er die verborgene Hoden findekt. Das Lamm wird platt zur Seite auf die: Erde gelegt. Cin Mann hält es beym Hals und Vorderfüßen, ein anderer ſtreit es» bey den. Hinterfüßen aus- WBeoyde drücken es zu sleicher Zeit mit den Händen auf den Boden feſt, ſo daß es ſich'gar nicht bewe- gen fann. Der Caſtrirer ſchneidet dann einen Bu- ſchel Wolle ab, ungefähr von der Größe und Geſtalt eines Enteneyes dicht unter den Len- den und ungefähr in der Mitte zwiſchen der Hüfte und den kurzen Nibben, Darauf macht er einen Einſchnitt, der ſo groß iſt, daß ſein - Zeigefinger frey hinein fann, mit dieſem ſucht er* die Hode und brachte ſie im gegen- wärtigen Fall gleich heraus. Nachdem er ſie fehr geſchickt mit ſeinem Meſſer von der Haut abgelöſet hatte, zog er das" Band heraus. Er nähte ſogleich die Oeffnung zu, und be- ſchmierte" ſie mit Wagenſchmier, Verſchneh "her autge dant nidt 1 ſoll, und uß, ehe er Geite auf es beym erer ſtreit 'de drüden 1 auf den icht bewe- einen Bw Größe und x den Cen: piſchen det „uf macht , deß ſein nit dieſet im gegen“ dem er ſie 1 der Haut 1) heraus, und be 451 Es iſt beſonders, daß die verborgenen Hoden alle auf einer Seite liegen, nämlich der rechten, der entgegengeſeßten Seite, wo man die weibliche ſchneidet. Dieſes erſchwert die Operation"für die Hand, dennoch ver- richtete er. ſie mit ſo vieler Geſchicklichkeit und ſo beende, daß“er die beyden erſten in we- nig Minüten heräusz0g. Das leßte war eitt ganz- beſonders ſchwerer Fall. Die Hode war ſehr flein und am. Rügrad dicht ängewache- ſen.'Man bemerkte, daß er die fühlbare Hode kaum aus dent Sack ziehen konnte, Das Lamm ſchiei bey der einen Operation ſowohl als bey der andern viel Schmerz zu leiden. Der Preiß des Caſtrirens iſt 1 Sch. (7 Gr. 6 Pf.) p- Stück, Da der Wind ſehr kalt war, würden dieſe caſtrirte Lämmer alle Nacht über im Stalle gehalten. Der Caſtrirer aber hielt es beſſer, daß ſie, ungeächtet der Wind des Ta- ges ſehr ſcheidend war, der Bewegung hals ber ausgetrieben werden ſollten. Einige Tage waren ſie ganz ſteif, äber jeßt- geht es mik ihnen recht guts. Eines iſt indeſſen einige Tage darauf geſtorben. J< glaube, dieſes gänzlich dem ſchneidenden Oſtwind, welchem Gf 2 Schweitte 452 ſie zu ſehr ausgeſeßt waren, zuſchreiben zu müſſen. 6. I 3. Die Anzahl der Schweine, die in Nor- folf gezogen und gemäſtet: werden, iſt ſehr befrächtlich.. Die Melkerey giebt ihnen des Soinmers, die Stoppeln im Herbſte, Scheu- nen und Seälle im Winter hinlängliche Nah- rung, und die große Menge. Buchweißen, die in dieſer Gegeud gebatit wird, gewährt dei hinreichenden Stoſf zum Mäſien. In Norfolk indeſſen weichen wie in ans dern Diſtrikten'die Wirthe in Rückſicht der zu haltenden Anzahl Schweine ſelbſt auf glei- Guinee(3 Nthlr.-6 Gr. 6 Pf.)- Er zeigte mir ein geſchlachtetes, welches auf dem Markt zu Walsham verkauft werden ſollte. Das Fleiſch war vorzüglich angenehm; hatte das:gehörige Fett und wog 4 Stone (32 Pfd.). der Stone wurde zu 4 S. bis 4 S. 6 P.+(4 Gr. bis 43% Gr,) geſchäßt. Sie ſollen nach ſeiner Auſſage nicht allein ſehr geſchwind fett, ſondern auch. von den Viehhändlern ſehr geſut - pobon niche nur den armen Bauer, der ſich für die ve, daß Koſten ſcheuer, einen gefräßigen Puthahn Zucwei- das Jahr. hindurch zu halten, ſondern auch viele Wirthe ab, denen das Getöſe und die „Ds Unruhe' dieſer Thiere zuwider iſt,“ Aber die 458 beſte Wirchinnen dieſer Gegend wiſſen, daß die täglihe Geſellſchaft des Hahns unnd- thig, und es hinreichend iſt, die Henne zu einem benachbarten Hahn kurz vor dem Le- gen zu ſchicken, und daß eine Befruchtung für eine Brut genug iſt. Jn der Art von den Unfoſien und der Unannehmlichkeit einen Hahn zu halten, befreyet, ziehen viele kleine Wirthe, und mancer, welcher ganz flach iſt, nur 460 ſelten mie gutem Erfolg zum Kanin==> <= = > ZZ Hz ex? =<- 22% 4-2 GO <=> << a engehege "ſt und fü hen qe im At: Abhan- natürli: erg ab, oder zu fe Oe- d hot: Ot u Hügel (8 bey nache: hung, gelicht h die Ye im ng ſie n ſc) , der y ein orhiel- 461 ten ſie gern, und man geſtand ihnen den Er- ſaß der halben Koſten eines darum zu legen- den. Der Wall iſt beynahe fex- tig und das Gehege iſt über alle Erwartung eingeſchlagen. Er wurde von einem, den man für einen der beſten Kenner, hält, auf 40 L. (250 RNehlr.) jährlichen Ertrages geſchäßt, welches an 9 S. den Acre(1 Nthlr. 18 Gr. pP- Morgen) beträgt. Als ein Theil der Pachtung betrachtet, ſind dieſe 142 Morgen nicht 5 Schl. p. Acre 23:Gr, 9 Pf. p- Morgen) werth, und bey dem jeßigen Gerſtenpreis nict mehr als: 4 S.(19 Gr.). Auf. dieſe Art iſt für: 10. L.(62 Rehlr. 12 Gr.) eine würkliche Verbeſſerung von 20 L.(125 Rtl.) jährlich auf eine ſichere Weiſe erreicht. Den Unterhalt muß der Pächter des Geheges in der Folge übernehmen, Der: Zaun wurde. ungefahr vier Fuß hoch und drey Fuß breit gemacht, mit Raſen belegt, und oben auf Ginſter, der 8 oder 10 Zoll über der Oberſläche erhaben iſt, Ein Theil davon ward für 1 S.' p. Rod(p. Rh. Ruthe 4 Gr. 6 Pf.) gemac<ßt. Da aber der | | Wt ' 1] |f: 1! GIL EE= 462 Frühling heran fam, mußten 14 bis 15 Pence p. Rod von 7 Yards(4 Gr. 10 Pf. bis 5 Gr. p. Rh. Ruthe) gegeben werden. Ein benachbarter Hegemeiſter giebt die- ſen Winter für die Einzäunung ohne Gießer Pp- Ruthe 9 P.(3 Gr. 6 Pf. p. Nth.). Die- ſen will er nicht eher pflanzen, bis der Wall ſich erſt durchaus geſeßt hat. Cs iſt dieſes ſehr vernünftig. Viele Ruchen von dem ob- erwähnten Wall ſchoſſen an unterſchiedlichen Stellen herunter. Es ſind verſchiedene Flc>e in den Thälern und auch einige auf den Spi- ßen der Hügel, die gewöhnlich) bebaut wor- den ſind. Cinige von dieſen waren im vori- gen Jahr und andere ſollten jährlich für die Kaninc des Norfolkſchen Honigs derſelben Urſache zuzuſchreiben iſt, nehmlich der Heide, welche in Menge auf den beynahe in jedem Theil der Grafſchaft Biene. 464 zerſtreuet liegenden Flecken vorhanden iſt, und ein natürliches Erzeugniß der Gegend zu ſeyn ſcheinet. Sie wächſet öfters in gu- tem Boden, an Teichufern und anderen un- bebaueten Oertern, Dieſes Uebel wird alſo, wo nicht gänzlich, dennoch zum Theil dutch die Heide verurſacht, von der es bewieſen iſt, daß ſie zwar viel Honig aber von ſchlechtem - Geſchmack giebt. Hieraus will iM aber nicht. die. Folge ziehen, daß Buchweißen guten Honig hervor- bringt, ſondern nur, daß er keinen Theil an die Verſchlimmerung des Norfolkſchen Ho» nigs hat. Die Blüche des Buchweißens har ohne Zweifel einen ſtarken widrig ſüßen Ge- ruch, der vielen Leuten ſehr unangenehm iſtz aber hat nicht die Blüthe der Bohnen einen gleich ſtarken, widrig ſüßen Geruch, der eben falls vielen Leuten unangenehm iſt? Jc< wün. ſche nur, daß man an der üblen Wirkung des Buchweißens auf den Honig, ſo lange zweifeln möge, bis man durch genaue Ver- ſuche davon überzeugt ſey. Als ein Beyſpiel eines von einem Schwarm verlaſſenen Bie- nenſtockes, der von einem andern wiederum beſeßt worden war, mag folgendes dienen: AQ: 5, "X anden if et Gegend 8 In OW Derek Ihe wird alt, heil dutch wieſen iſs, ſhlechtem die Folge 9 hervor» Weil an chem Hv oißens hat üßen Ge nehm if; nen einen der Abet Jh wüta Wirkung ſo lange ue Ver Beyel BS R Ee 465 I< ſeßte im vorigen Jahr(1781) einet Schwarm in einen hölzernen Stock, der voti einer ganz eigenen Bauart war. Sie hielten ſich ſehr gut und ſammelten während des Sommers ſehr ſtark. Aber die gelinde-Wit- terung im Herbjie und die Länge des Fräh« jährs; wären dem größten Theil dieſer-Bies nen ſo wie allen übrigen ſehr ſchädlich. Aus Unachtſamkeit ließ i< den Stock mit den ledigen Zellen ſtehen; Am 24ſtey, July 1782, welches in dies ſem Jahre die Schwärmzeit war, ging ich vor demi Stock vorbey, und ſah. verſchiedene Bienen an der Oeffnutig deſſelben« Am Abend verſchwanden ſie. Am folgenden Morgen was- ren ſie wieder da, und wurden zu Miträge von einem ſtärken Schwarm gefolgt, der Bes ſiß von dem Stoke nahm, und in wenig Stunden anfing; die Todten- heräuszuwerfen und die Zellen zu reinigen. Ein Geſchäft, daß ſie dieſen und den folgenden Täg fortſeßten: Vielleicht war dies ein zerſtreueter Schwärm, der ſich auf einen der benächbaäts ten Baume. geſeßt hatte, und die, erſten eines Parrolle, welche ausgeſchickt wären; um eine Baumbhöhle öder Felſenſpalte zu ſuchen. Viel«» Gs 466 leicht fainen ſie aber auch grade aus ein oder dem- andern Sto>e in der Nachbarſchaft. Man hat mich verſichert, daß dieſer Umſtand ſich öfters ereignet, und daß man es nicht für nachbarlich, wenn nicht gar für ungeſeß- mäßig hält, einen leeren Sto> auf den Stand ſtehen zu laſſen. Jh ſah einen Arbeiter, der wie es mir ſchien, einen Schwarm aus ſei- nem Garten in dem ſeines Nachbars folgete. Es gehöret zu der Geſchichte dieſes klei- nen aber angenehmen Zweigs der Landwirth- ſchaft, den man in dieſem! Theil Englands gut zu verſtehen ſcheint, aber nicht überall eben ſo bekannt iſt, 9. 17. Die Lachen und große Teiche, woran die ſüdlichen Kreiſe von Oſtnorfolf einen Ue- berfluß haben, ſind die Pflanzſchulen von un- zählihen Geflügel verſchiedener Art, vorzüg- lich aber von Enten, welche ſehr häufig in Entenfängen, die man am Ufer dieſer Ge- wäſſer anbringt, gefangen werden. Wo die Lage paſſend iſt, können ſie ſehr wohl als ein Gegenſtand der Landwirthſchaft betrachtet werden. M eitere enn 18 ein oder Dbarſhaft, ee Umſtand 1 es nicht * Ungeſehe den Ctand beiter, der 1 a ſeb 18 fölgete, dieſes fleis Landwirthe Englands ht ierel he, vn FE einen die len von I (et, votjge re häufig iV dieſer Or- „, Boi f(etrahtt AE, 467 Dieſe Entenfange anzulegen und'damit umzugebn;, erfordert viel Kenntniß. Ein Guts- beſißer in dieſer Nachbarſchaft ließ ſich einen durc“ jemand aus Lincoluſhixe verfertigen, aber nach vielen Koſten, um die Leitungen zu machen, die Schirme anzubringen und die Neße anzuſchaffen, mißglückte es ganz. Die Leitungen waren zu grade, zu be- ſchränkt, und an der Mündung zu enge, ohne eine Gelegenheit, worauf die Thiere ſich ſeßen fonnten, um ſid zu ſonnen. Jm Ganzen konnte man es zu ſehr merken, daß es eine Falle ſeyn ſollte, Die Hauptregel zu Anlegung eines En-- tenfangs ſind folgende: Die wilde Ente iſt ein ſehr ſcheuer Vogel und liebt die Cinſam- keit.* Vorzüglich muß man ſich alſo bemü- hen, auf dem Waſſer, wo man ſie fangen will, ihnen einen ruhigen und einſamen Au- fenthalt zu verſchaffen, wo ſie ſich ungeſtöhrt lagern können. Dieſelbe Neigung verborgen zu ſeyn, leitet ſie diejenigen Gewäſſer vorzüg- lic zu lieben, deren Ufer einen Ueberfluß an niedrigem Geſträuch und Waſſerpflanzen ha- ben. Jſt daher das dazu beſtimmte Waſſer noch nicht: damit verſehen, ſo muß man ſolche 463 anpflanzen, Es iſt nicht Schuß allein, ſon- dern auch Nahrung, die ſie darauf ſuchen. Zu gewiſſen Zeiten des Tages indeſjen, wenn fie nicht freſſen, lieben ſie eben ſo ſehr ein ebenes mit bloßem Graſe bewachſenes Ufer, um ſich zu pußen und ihre Federn blank zu machen. Auf ſolchen Ufern ſieht man ſie öf- ters zu Hunderten, die ſich auf dieſe Art vergnügen, und vielleicht zieht nichts ſie ſo ſehr an ein Gewäſſer, als eine Bequemlich- feit dieſer Art. Daher iſt es weſentlich) noth- wendig, wenn der Fang gelingen ſoll, für graſichte abhängige und angenehme Ufer an der Mündung der Leitung zu ſorgen, um nicht nur die Thiere nach dem Waſſer über- haupt, ſondern beſonders nach dem verlang- ten Plaß hinzuziehen. Wenn man ſie auf dieſe Weiſe bis an die Mündung der Lei- fung gelo>t hat, dex von dem Waſſer zu dem an der Spiße deſſelben befeſtigten, und zwiſchen Bäumen und Waſſerpflanzen verbor- genen Neß führet, ſo bleibt noch die große Schwierigkeit übrig, ſie vom Ufer weg in das Waſſer, ohne daß ſie wegfliegen, und von da auf die Leitung bis an die für ſie gelegte Schlingen zu bringen. Um das er- ' leit, ſoy- vf ſuchen, ſſen, wenn 0 ſchr ein enes Ufer, . blanf zu jan ſie df: dieſe Art cts ſie ſd Jequemlice (li noth- ſoll, für 8 Uſer an Orgen, um oſſer übere un verlange van ſie auf 9 der eis "Waſſer zu jigten, und jet vervot y die gr05f fer weg 11 legen,(nd diy für ft Um das ' 4.69 ſtere'zu bewürfen, muß ſich ein Hund, je mehr dieſer einem Fuchs: ähnlih, je beſ- ſer iſt es, hinter dem an.der Seite der Leitung, zu Verbergung des Entenfängers und des Hundes angebrachten Schirms auf ein gegebenes Zeichen herausſchleichen. ESo- bald ſie ihn ſehen, ſo. ſtürzen ſie ins Waſ- ſer, wo ſie ſich für den ſie angreifenden Feind ſicher dünfen. Unter den wilden Enten muß ſich ein Trupp von 10 bis 12 zahmgemachter Enten miſchen, die dazu dienen, die übrigen in die Leitung zu bringen. Sobald ſie im Waſſer ſind, ſchwimmen ſie dorthin, weil ſie darinn immer gefuttert ſind,"und vor dem Hunde Schus geſunden haben... Die wilden Enten folgen, während daß der. Hund. immer von Hinten zu treibt und auf dieſe: Weiſe ihre Aufmerkſamkeit von der Schlinge abzieht, in die ſie fallen ſollen: Sobald der Entenfänger, welcher: das ganze Verfahren durch Löcher in den Rohr- ſchein folgt, ſieht, daß die ganze Flucht un- ter ein gewölbtes Neß iſt, welches den Un- tertheil: der Leitung bedeckt--und- einſchließt, ſo zeigt ey ſich, worauf die Enten. ſogleich 470 auffliegen. Da ſie aber ein durchdringliches Meß ſtatt des erwarteten Rohrs und Scilfs antreſſen, fallen ſie wieder ing Waſſer. Von - dem Entenfänger von hinten zu gedrängt fürchten ſie ſich zurück zu kehren, und gehen in den Sack, der das über die Leitung ge- ſpannete Nes ſchließet. Der Eigenthümer eines ſolhen Enten- fangs, der ſelbſt Freund von dieſem Zeitver- treib iſt, und an deſſen Wahrhaftigkeit ich nicht zu zweifeln Urſach habe, ſagte mir, daß er auf dieſe Art 9 Dukend auf einmal ge- fangen habe, Aus der Beſtimmung der Leitung iſt ihre Form leicht zu begreifen. Sie muß dem Ausfluß eines Baches oder einem Buſen der Lache gleichen. Die Mündung muß geräu- mig und fein Hinderniß im Wege ſeyn, da- mit die Thiere beym erſten Sturz ins! Waſ- ſer, und ſo lange ſie noch ihre volle Beſin- nuüngskraft haben, verleitet werden, den zah- men Enten dahin zu folgen. Aus gleicher Urſacge muß ſie etwas gefrümmt ſeyn, damit die inwendige geringe Breite und das Neß nicht beym erſten Augenblick bemerkt werden dringlices Und Schilf daſſ, Voy u gedrängt und gehen Ceitung ge: jen Enteh- m Zeitber ftigfeit ic mir, daß wmmal ge Zeitung if muß dei Buſen der uß geräte ſeyn, da: ins Val: (2 Beſite den zah! ; gleidet y, damit das Neß € werden 471 können. Den Untferkheil: eines Waldhorns hält man für die beſte Form, Ein weſentlicher Umſtand bleibt indeß noc< zu erflären übrig, nämlich die beſtän- dige Neigung des wilden Geflügels mit dem Kopf gegen den Wind zu fliegen. Aus dem Grunde iſt es in jedem Fall unvorſichtig, die wilden Enten fangen zu wollen, ,wenn der Wind nicht auf die Leitung ſtößet. So lange ihr Feind unter dem Winde iſt, ſo nehmen ſie wenig Anſtoß, auf die Leitung zu zu ge- hen, in der Ueberzeugung, dort leicht aufflie- gen zu können, Ein noch wichtiger Umſtand aber iſt der, daß wenn der Wind entgegen kommt, wann ſie unter dem gewölbten Neße auffliegen, wahrſcheinlich viele entkommen würden, und ſelbſt diejenigen, welche wieder ins Waſſer zurücf fielen, würden mit dem Kopf gegen den Wind fallen, und alſo mit deſto größe- rer Schwierigkeit wieder in den Sack zurück zu bringen ſeyn, Dieſes kennen die Entenfänger ſo gut, daß jede Lache, wenn es nur irgend thunlich 472 iſt, mit 3 oder 4 Leitungen" nach den ver- | ſchiedenen Seiten des Horizonts verſehen wird, „ya damit keine Richtung des Windes die ſonſt günſtige Gelegenheit zum Fang hindere. NS PE RINNEE SS evlin, 17.08, Gedruckt bey Gottfried Hayn, in der Zimmerſiraße, zwiſchen der Charlotten- und Markgrafenſtraße. ich den de ſthen wid e die ſonſ indere ten⸗ und — — 4 5 8 1 3„ 4 4* 7 4 2 3 1. 4 ⸗** * 4 * V Iu Laasdrllalolud. derlalalt un LiIIAHAINI Wenanunrnanaa Oem 1 2 5 6 9 11 12 13 2 34 1 8 * * ) ₰ 2 * Colour& Grey Sonee Shart ☛z; Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta vynſto Gey„Giey e—