dem / MO M OTP D 0 L| der, v2 Beſchreibung der Landwirthſchaft in Yorkſhire. ewmmemeeerttäläg ug CIRCLE Gier wem Rus dem Engliſchen überſekt Öon dem Grafen vonPodvewils PI ABEIESE auf Guſow." 44.068 HOT fei; N TBA LEOKCICRCIC HIEZU ASCD IEIERTIE> CITES II ÜO CIEODRCKTDATTCH CL Giimennmenn Serlim 1 860% 1:07 0/5 DO. 8 PEM 0985.02.0.5e.M- 1. 1 ng en „u S2 << Gis Gion a Gpatgit Inirdyt Vertilgun Yrach äten Fed-R Dueen Ampfer Klede+A Cimmet- Zuthrig Ctaudn Friend Ungezife Mau Vettilgun 30.0. q0lt De8 Zweiten The i1.85 SE 21: Säe-Maſchine S;|„Seite rT | Säen aus der Hand S S< 3 2 Saatzeit: 4 N Z;. 2 G. 22. Unfräut 6.>. NN IT N 3 Vertiigung. S.: S NEBS Brahe+.|. Z n 3 I 8) Gäten d 6 8 N>» 8 N EI Feld“ Diſtel»» EN“» d IJ Ouecken: N>+ x. 14 Am pfer*» 6>>»+» 17 Niebe Krum ß N. N+ 4-19 Ssmmer- Gewächſe:: S 20 Zweijährige Pflanzen: R 22 Stauden mit ſtarken Wurzeln 7; 08 Kriechende Stauden. 3:> S 25 5. 232 Ungeziefer N. 4 2?; 26 Nauſe«+[] 7* EN EN 27 Wertilgungsate 3 208.280 208 22.208 ZUE 11 Raden SIDE; Hunde 3+ Würgen der Schafe. Auflage auf Hunde„ 6. 24. Ernte. 4 5 R Schneiden' Koſten Vortheile der Frauen Arbeit Mandeln.: 2 Mähen; N+ Binden% E. Anhauen Aufſtellen Ä; 5 Feſtbinden 7 2 Hinter der Senſe binden Vortheile dieſes Verfahrens 8. 25». Hofwirthſchafſt. S Dreſchmühlen N Staubmühlen Aufbinden des Strohes Vieh- Futterung Miſthof N Markte..» Weißen„. 2 Alrten= 3 eu; Abarten Zubereitung der Saat Mehlthau 7 Z Dreſcherlohn: R [IR WRE] IE Egg Jo Ou Nen Nel Hafer Arten Yodel Einfel Extra Yeſe Heſtel Jeſſe Huſſe Rübe Sitbe Feld- Yodt! Ding Gert Eiſel iſh Becht Yerh Ermte Dre m“ Ubſch 2 E& DO TDZDbz -/ TII 8. 28, Seite. Rocken SWE PY WEAR ZPTLEE SU RIGUSEN DRE HORSTIOFEN NEIN 277 H,» 29. Gerſte:« S SEE EEe. 2 76 Arten 3 8 5 2 Z. A 76 ralz.....-. 79 67 30- Hafer X G 4< 80 Ürten- 2- 80 Boden Ä 5 2 8r Einfall 2 S Z 2| 8x Ertrag.>.. 4 Ä 2 82 Dreſchen S 2 S 5 82 Beſiellung-| R 87 Preiſe n<;.: 8s 6 AT Hülſenfrüchte-.>. 0a ä 4 2 88 8. 32 Rüben eee 01 46 2026 WUM 8. 33«. Stübe- Samen„. DIE 3 R 2 97 Feld- Eintheilung 8... 2 98 Boden 4 2 7..-“98 Dünger- 5: E: 2 4 98 Saatzeit 4-.--- 99 Einfall:. s! s-. 99 Beſtellung>-: E S 2 99 Behaäcken*„ e e es- E 99 Verpflanzen 2 2-; 7 99. Ernte:: N 6 5 ZIM L.OZ Dreſchen.-:„106 T03 Ertrag MEI:,-“ 114 Abſatz.: 5 3. 114 H IV Seite. hf ; Preis 2 SA ASG 1 WE 21 BIS ASEN- Ji Vorthefle-:. EE IE WIN REL IESZZU IE HUD 093,5 S. 34. j Erdäpfel:.:« 18 7 Einſchrumpfet:+ R 1 BLO(75 Aus dem Saamett ziehen.+“ T2I| Day Feld- Eintheilung IEE; KIS GEU 1227 Boden; 3;(2 024| Beſtellung 4+:+. 1525| zut Dünger. SELAR;-" 2:025| Ihn Seßblinge-. Z+ EREEZE| ZP Pflanzen MEIER. SUN 6:50)| Zu PBehacken:. 2«DS 1128 Yay! Ernte. S- 2 SE SE 20 j Huß Aufbewahren> 5;- FI30(meli Verwendung...+=*LZO fm Ertrag;.' ESGL!| Cher Wirkung auf den Aker. Ä EE IEZT[33„30h Vergleich gegen Rüben und Kohl. L 4532 S. 35.| Natüt Flachs.. Z. 3 5 01,53/ Riede Arten+;:.. v.-"X35| Vith Boden.« 3 ZIATENS| Hoht Du nger.**» I 55| YPewit Beſtellung 7) 5 4. 13| Betnd| Saatzeit TS 8| wl 20/ Ymeſſ Einfall 7>“ N„<>. X 326| Olätiy Beſtellung 6 2. w.:-5%X.36| Bieſen Gaten. NE En. AI T2,0:: 5 j| M Erntezeit.. 4« 138| Jay Raufen....„"138 Bin Röſten.. 3 N„7. T39| Ding Brechen++ S„ ExD| Jattor, Schwingen 5.;(4.40 falt» x Hecheln....:.- BAI' Ble Roſten+ Z 2;„-. I14t- Vieſey ; Seite Abſaßb. Z 5« ASESTAD Preis.:. N.%- FAI Ertrag 58; 10)» 4 T4L ) 67 30: Tabak. 3:.» 0 6TA432 Wan=;;- 2--"146 S. 37» Jutter- Kräuter.;. SIEG 6-00 Abwechſelndes Grazland 2- SS1LUR Beſonderes Grasland? 4 150 Dauer.. 8- 0152 Wahl der Gragarten; 5„RENE SS Heuſaamen 4..: HZ LT54 Engs"iſches Rayqgras Ey:„I TIHT Fernere ha fng. s„1 11:03 Eſparſette; 2„241000 deren Vortheile 3> 3 ZU EIL H. 38« Natürliche Grasländer. 4.„. 74 Niedrige==: M EN EU EITM Mittlere=." Z 8 EEE UE Hohe: SN BL 20 Bewirthſchaftung 3: 2 BSILUG Bewäſſerung iE; N„>"79s Ameiſenhaufen„»"1690 Glätten Ä 5: SU ENTIGTEN Wieſen- Hobel. 3 5- ebend. Zeit**».» 202 Maulwürfe 4.»| 72.02 Gäten..<. NSZUZOG Düngen ZI20G Futtern des Viehes auf dem Gradlande. ebend. Kalk» Düngung.-“+200 Bleiche, 0“ 3 S 20-270 Wieſen 2 N a SIE 213 12 YI Eeite. Frühjahrs* Dehn 0 der„Zoielen 2 82/172&ul Mähen.. BNB 3 Vert: Heuen'.; S! SE T204| Viſ Aufbewahren- a: SEEEIH EN|„Dutt Verwendung:; 27 5210| Zei Nachgras T.. 46 lei) Mey Hutungen: 151222 ut Frühjahr- Behandlung derſelben.. ebend. in Käſen S« 39- Nn Pferde„. 3 2.1-.'242 Preis Gattung<-; 4„ Gt Zucht-: 247(rtr Stuten- Schneiden< 8 ZE 250 Jung! Verkauf: 5 57.00.2077 Oildy Märkte-; 259 Jarhe Gattungen 2. 2"260 Coſi Käufer.; 5; ebend. Pha! Farbe. H ebend. Ein Preiſe.% 22201 ZU Behandlung der Arheitspferde- 01.2262 Mang Graſen im Winter.%. ebend. Gettbie --== Frühjahre, 4 2 02205| Tränken; 2 2„1.266 „Anſpannung E s S. ebend. Arbeitsſtunden.:- 5.054200 Fuhrlohn E;. ebend. Schaf Schmiede= Arbeit. Ö;.„ 270| Caf 8. 40,- Zug« Ochſen„=::„ ebend Wim =" 8. 41. Ih Rindvieh 5 2= 2„0 Art:-: 2 S 5„0 Kühe 2;:„"2094 Tips Ankauf„.?.- ebend. Ertrag B d 3 Behandlung 295 Durden Stall- Futterung Verkauf däſter: der Kälber - Butter R Berkauf derſelben< Bleyerne Milchäſche; Butterfaß 5 Butter- Achtel. Käſemühlie: 6 Abſaß. 3 N Preis. T 5 Schweine 3 Ertrag einer Kuh Jungvieh: 2 Bildung 5: Farbe.. Caſtriven; Behandluug der Kälber Einjährige Zweilährige Mangel an u Fettvieh S. 42: Schafe S Schafwirthſchaft| -- in den Gebirgen -- auf der Höhe Art im Pickeringthale S -= in den Gebirgen == auf der 47> Aufziehen Z Einſchmieren Woll- Ertrag Marzvieh Ertrag der Gebirgs»» Schäfereien Hurden | JE MEER UMC? NEE 1203 00127 WEEEE"WER GE) NEE m) . ebend. VII Seite. 297. 300 * ebend. ZO 302 394 30535 306 3097 - ebend. 308 - ebend. ebend. - ebend. 309 - ebend. ZIL ZI2 . ebend. 314 317 320 32I ebend. 322 - ebend. 324 328 332 333 339 349 34I - ebend. YV1I11 GESUCHE Seite. u Schweine:-:>. 248 S. 44 Kaninchen- Gärten; 8 0253245 Boden...::+ 20,847 DANE 4255- ZIE 2;» ebend. Befriedigungen+ N;.- 5248 Arten„.; E.+> 349 Einfangen 2..+"1250 Ertrag.. 3 G L 252 Vortheile: 2 E» ebend. d ! E 6 S. 45- 0? Bienen;+; NEUE 1:7 WINDE der( | musb | ih 1 merh amn EÜEEEEEEE=< tern | des | mach | uuf | 9 | vweifer Seite, RIFF ZZ ZH IZIRZZERIGÖÖE NÄGELE 343 343 bend, 348 349 350 ji 352 OA ZI bend, Der Verbeſſerungsgeiſt kann einen oder den„Car. andern Gutsbeſißer dahin gebracht haben, mit der Säe- Maſchine und"dem Behacken(Dril]« husbandry) Proben zu machen. Indeſſen glaube ; ich nicht, daß einer von den kleinen Eigenthü- | mern oder Pächtern ſich wenigſtens in den leß- - tern Jahren damit abgegeben habe, Zu Zeiten des Herrn Tull ſind damit einige Verſuche ge- „macht worden. Indeſſen war der Erfolg nicht günſtig genug, um'es allgemein einzuführen. 394 / Aus: dem Berichte über den nördlichen | Bore; Die Säe- Maſchinen ſind nicht allgemein eingeführt. Im nördlichen Theile des York- thals Findet man verſchiedene und in dem übrigen Bezirfe hin und wieder eimge in den Handen, der unternehmendſien Wirthe. Haupt- ſächlich werden ſie für. Bohnen und Nüben f gebraucht, Viele glauben, daß ſie zu anderm Zweiter Theil. A Säen aus der Hand. Saatzris, Getreide nicht paſſen. Die hauptſächlichſten Arten ſind für Rüben Coo>s und Prouds zu Stockton, und für allerhand Früchte Per- kins Säae- Maſchine. Bei dem Säen aus der Hand(broad cast) iſt hier eine Eigenheit zu bemerken, ob ſie gleich nichts vorzügliches hat. Gewöhnlich wird mit zwei Gängen geſäet, nähmlich die eine Hälfte der Saat wird beim Hingehen und die andere Hälfte beim Zurückgehen ausgeſtreuet- Der Säer füllt alsdann die Hand beim erſten Schritt und thut den Wurf beym zweyten. Hier wird mit einem Gange geſäet. Der Säer thut bey jedem Schritte einen Wurf, und geht nur ein- mahl über das Stück. Dieſe Methode fördert zwar mehr 3 indeſſen erfordert ſie ein feſtes Au- ge und eine ſehr geübte Hand, um nicht un- gleich zu ſäen, Aus dem Berichte über den öſtlichen Bezirk. Die Säakzeit iſt auf der Höhe und in den Niederungen ungefähr dieſelbe. Bohnen und Erbſen vom Ende Februar bis Mitte März. Von da bis Mitte April Hafer. Vom An- fange März bis Ende Aprils Erdäpfel, Ger- ſte und Flachs. Im May Senf. Von Mitte ' May bis Mitte July Rüben. Im Auguſt Rübſen. Mitte September bis Mitte No- vember Weizen und Noggen. er 2 m SD, 225 - Es giebt in dieſer Gegend Männer, die auf unraur das Unfraut vorzügliche Achtſamkeit gewandt, Cas) deſſen Dauer beobachtet und deſſen Art ſich fort- leich zupflanzen und Wurzel zu ſchlagen mit mehr als mit botaniſcher Genauigkeit beſchrieben haben. Meine ſte Abſicht geht vorzüglich dahin, die dem Korn- nder baue in. dieſer Gegend am meiſten ſchädlichen Der Gattungen herzuzäblen und das Bemerkenswer- hritt the von jeder zu erwähnen. wied I< habe geſucht, ſie nach dem Grade ihrer jem| Schädlichkeit zu ordnen, es liege dieſe in ihren ii- Eigenſchaften ſelbſt oder in der Menge, die ſich + in der Gegend von Pickering findet. Die Grä- ir ſer und die Stauden- Gewächſe habe ich ſorgfäls 0 tig von einander abgeſondert, um den Schaden, den ſie dem Getreidebaue in dieſer Gegend zu- en fügen, nach deſſen verſchiedenen Graden zeigen zu können. deit Die engliſchen Nahmen habe. ich vorzüglich nd. aus des Herrn Curtis, Verfaſſers der Flora wh.| londinensis, Berzeichniß der Pflanzen, die in W| dem botaniſchen Garten zu London gebauet n|) werden, genommen» Die Provinzial- Nahinen u“) ſind mit Curſiv- Schrift gedruckt, jedoch mit ei- Ny| nigen dem Gegenſiande dieſes Werks. angemeſſe nen Abänderungen. A 2 Ich hoffe, daß kein ſchreibſüchtiger Gelehr- ter ſich je wird einfallen laſſen, auf eine voll- kommene Genauigkeit Anſpruch zu machen. Lin- neus, deſſen Syſtem eine bewundernswürdige Anſtrengung des menſchlichen Verſtandes in Rück- ſicht der Pünktlichkeit in der Anordnung iſt, ſcheint mir in Anſehung der Hafer- Diſtel(8er- ratula arvensis) einen offenbaren Jrrthum be- gangen zu haben. Wie er ſie aus der natürli- hen Gattung der Diſtel(Carduus) herausrei- ßen und in die Gattung der Scharte(Serratu- la) hineinzwingen konnte, iſt mir ſchwer zu exr- elaren. Mit Verwahrung gegen das Uneigent: liche dieſes Nahmens behalte ich ihn bey, weil die Linneiſchen Nahmen bey allen Nationen" der- geſtalt eingeführt ſind, daß man allen Botani- kern unverſtändlich wird, wenn man davon ab- geht. Gräſer und Kräuter. Deutſche Namen. Linneiſche Namen. Engliſche und Provinzial- Namen. Hafer- Diſtel 1] Serratula aryen= cortn-thistle Fed-Diſtel j Frauſer Ampfer rumex crispus curled doek SIS Common- LhziStle docken gemeine Neſſel wurtica diocea common stin- ging nettle netile 1] Sau- Diſtel Gänſe- Diſtel Acker- Senf Acker- Rettig wi'der Rübeſaa- men breitblättr. Hohl: zahn, kleine Hanf- Reſſel Klebekraut, Klebe: rich Kreuzkraut Vogelkraut Hünerdarm Hunds-Kamille Acker- Kamille Sonchus olera- Ceus SINAPIS arvensis raphanus rapha= nistrum brassica napus galeopsis tetra- hit galium aparine Senecio vulgaris . alszine media anthemis cotula anthemis aryen- SIS Feld- Wieſen- Jpapaver rhoeas Korn- Mohn Korn- Klapper: Flitſchroſe zweifelhafter Mohn wilbex Mohn Papaver dubi« um 8 COMMON SOW thistle Swzne Lhistle wild mussard zunsh wild radish runsh wild rape runsh wild hemp dea Tnettle cleavers hairougl: grounds ell groundsiull clückweed chikenweed macthe-weed dog. finkle Corn- ca momile dog. finkle round smaotii headed poppy CUPTOSE Jong smoaotl headed pappy CUPrOSe 6 Speer-Diſild«arduns lanceo« spear distle latus bur- distle Sumpf- Diſtel carduus palu- marsh-thistile . StrIS red= distle Acker- Gänſe-Di- s0onchus arven- corn 50w thistle ſiel SIS Swaire diStle friehende Ranun- ranuneulus re creeping fel ob. Hahnenfuß pens C70wfoot Huflattig tussilago far- crowfoot fara colts foot foal-foot Gänſerich potentilla anse« Silver weed rina weißer Gänſefuß chenopodium common goose album foot fat henne grüner Gänfefußs c«hanopodium red jointed viride goose foot fat kenne Korn- Raden agrostemma gi- cokle thago Popple Acker-Steinſaame lithospermum corn gromwell arvense Stoney hard Buchwinde, wil» polygonum con» dimbing buk- des Heide- Korn volvulus wheat Vogelzunge corn-bind Sayer- Ampfer rumex acetosa common Sorrel SOT» doken Schafampfer rumex aceto- Sauer- Klee, Ha- Sella ſen- Klee Eiſenwurzel Centaurea SC4- biosa Rcker- Scabioſe scabiosa arven- SIS“ Bärenklau, unäch- heracleum teBärenwurz,Käl- Sphondylium berfraut, Porſt Wucherblume chrysanthemum Segetum Erdknoten, Erd-+;- mus, Erdfa- I RAO ſtanie CaStanum wilde Möhre daucus carota Slocfen- Blume Flocen- Kraut Gt 2ures CI Korn- Blume IE Meliloten- Klee trifolium meli- lotus officinalis Alpen- Klee trifolium, alpe- Stre ſiumpfblättriger xrumex obtusi- Ampfer folia blutrother Ampfer rumexsangui- NeCUS 7 Sheeps Sorrel SoOur=doken corn knob weed great horseknobs corn SCabious great blue caps COW Parsnep cushia corn marigold earth or pignut Jyernuts wild carrot blue blottle melilot alpine clover broad leaved dock 'dackert bloody dock docker 8 Biſam- Diſtel c«carduus nutans wollföpfige Diſtel carduus erio- phorus/ Feld- Täſchelfraut thlaspi campe- Stre gemeiner Rainkohl lapsana commu- 138 Floh-Kraut,Dürr« polygommn per- kraut, Dürrwurs SICAria Vogel- Knöterich polygonum avi» Wegetritt culare Acker- Münze Mentha Feld- Münze große Wucher? C«chrysanterum blume leucanthemum Acker- Ranunfel ranunculus ar- Hahnenfuß Vvensis ſcharfe Rattunkel ranunculus acris Behen. Wiederſtos« feniraut, Schacht- frauf Ackferwinde, kleine convolvulus ar- EINEN=...) Gliedkraut, PIS behen Winde Vensis Schafgarbe, Tau- achillea mille- ſendblatt, Feld- folium garde, Garbe nodding thistle wolly headed thistle corn mithridate nipplewort mild persicaria hogweed corn mind OX»eye-daisey corn crow foot' COMMON Crow foot bladder cam- P1ion corn convolyu- las corn bind m1lfoil ae IG SSEN «ien
  • erung des Feldes zwiſchen den Früchten durch Pflügen, Eggen 2c. gemeinet, es geſchehe dieſes in zwey oder in zwölf Monaten, Es giebt verſchiedene Gattungen Unfraut, die man ohne Brache nicht zwingen känn. Da- hin gehören alle diejenigen, die ſich durch Wur» zelbrut vermehren. Ein einzelnes Pflügen giebt dieſer netze Kraft, indem ſie der Luft den Zu- gang verſchafft, den Boden auflockert, und blos das aus dem Saamen ſchießende Unfraut zer- ſtöret, der Wurzelbrut ſelbſt aber deſto mehr Plaß läßt. Wer dieſe Gattung durch Behacken zu vermindern glaubt, zeigt wenig Erfahrung. Wie lange der Acker Brache liegen muß, und wie viele Pflugarten erforderlich ſind, hängt von der Witterung, der Natur und der Menge des zu vertilgenden Unfrauts ab. Hat man es im Frühjahre nicht zwingen können, ſo muß man nach Befinden der Umſtände den Sommer, den Herbſt, den Winter'und wohl noch das folgende Frühjahr lieber zu Hülfe nehmen, als den Acker durch zu frühen Getreidebau oder ſchlecht bear- beitete Brache zu verderben. Dieſes gehört mit dem obenerwähnten einmahligen Pflügen in, eine uſe Ww" jan mit nig en vſ fur Pa ga IZ Klaſſe- Eine tüchtige Pflugart. gegen das Ende der Brache iſt beſſer, als zwey bis drey im An- fange. Den A>er Brache liegen zu laſſen, und mit der Bearbeitung anzufangen, weun man nicht Willens iſt; es ordentlich zu vollenden, iſt eine Verſchwendung.der erſien Arbeit. Unter: Gäten wird jedes Mittel verſtanden deſſen man ſich zu Vertilgung over Unterdrüfk- kung des Unkrauts bedienetz; es geſchehe mit. der Hacke, dem Spätel, der Sichel oder der bloßen Hand. Nach. dem Pfluge und der Egge iſt die Hacke das beſte Werkzeug, um das aus dem Saamen ſchießende Unkraut zu vertilgen. JIn- deſſen kann man ſich nicht allein darauf verlaſ- ſen. Das Gäten mit der Hand muß allemahl den Beſchluß machen. Je ſpäter dieſes geſche» hen kann, ohne den Früchten zu ſchaden, je glücklicher iſt der Erfolg. Das Ende dieſes Ge- ſchäftes iſt, wie in der Brache, das wichtigſie- Ein Gäten mehr verurſacht wenige Koſten. Wird es äber verſäumt, ſo iſt oft alle vorige Arbeit ſo gut wie verloren« Eine Staude, die man ſtehen läßt, wird zuweilen die Mutter von hundert andern. Gäten. Die Natur ſcheint auf die Erhaltung dieſer Fewd-Diſe:. Art- beſonders achtſam geweſen zu ſeyn. Der. Saame hat Federn und die Wurzel breitet ſich DueFert, 14 auf allen Seiten. Sie kennt in Anſehung der Tiefe keine Grenzen, und treibt aus jedem Glie- de Sprößlinge- Die Pflanze ſelbſt iſt mit hin- reichenden Waffen verſehen, ſich ſo lange zu ſchüßen, bis die Befruchtung des Saamens vor ſich gegangen iſt. Sobald dieſes einmahl geſche- ben, ſo kann die Pflanze zertreten und ſelbſt ausgeriſſen werden; das Reifen des Saamens gehet dennoch ſeinen Gang. Der Saft des Stengels giebt ihm ohne fernere Beyhülfe des Bodens hinreichende Nahrung. Eine ſo begün- ſtigte Pflanze muß irgend eine nüßliche Eigen- ſchaft haben, Als Unkraut unter dem Getreide iſt ſie indeſſen einer der gefährlichſten Feinde, womit der Landwirth zu kämpfen hat. Die Brache allein kann deſſen Tücke ſo we- nig verhindern, als das Gäten allein. Beyde müſſen mit verbundenen Kräften ſtreiten ,. um ihn in ſeinen Grenzen zu halten. JIhn aus ei- nem Felde ganz auszurotten, iſt beynahe unmög» lic. Indeſſen muß es der Ehrgeiz jedes Wirths ſeyn, in BVertilguug des Unkrauts ſo weit als möglich zu kommen. Wenn ſeine Bemühungen bey mächtigen Feinden auch vergeblich) ſind, ſo dienen ſie doch, ſchwächere zu überwinden. Dieſe Pflanze, in botaniſcher Rückſicht ge- nommen, gehört zu eben dem Geſchlechte als der Weizen ver Ar |, hd im 0! je: Eo fſte| (em zu vechnet PV gledi faut Feder y Pure un| Jedes frauts veförder h9 der n lie: it hin ge 18 vor geſche- ſelbſt amnens t des fe des jegün: Eigen: etreide einde, d wer Zeyde . um 16 ei mog“ ieths it als ungen ), fo t-ge s der t5 Weizen. Die Befruchtungs- Theile ſind in eben der Art gebildet, und was noch merkwürdiger iſt, ſo enthalten deſſen Wurzeln eine Milch, die im Geſchmacke der Milch in den unreifen Wei- zen- Körnern gleich kömmt. So viel nahrhafte Theile und ſo viele Heil- kräfte ſie beſiken mag, ſo wird ſie doch von vie- len zu den erſten Feinden des Getreidebaues ger rechnet. Zu den zweyten gehört ſie unſtreitig. Wegen ihrer kriechenden Wurzel hätre ſie allerdings auf den erſten Rang unter dem Un- fraute Anſpruch. Indeſſen hat ihr Saame keine Federn und wird im Pfluglande ſelten reif. Ihre Vermehrung geſchiehet allein durch die Wurzeln, deren Verbreitung in einem lockern und fruchtbaren Boden feine Grenzen kennt. Jedes Glied der Wurzel gleicht ſeiner Wirkung nach einem Saamenkorn,: das nur friſche Luft und lockern Boden braucht, um zu wachſen, neue Wurzeln zu treiben, und das Land mit friſchen Pflanzen zu verſehen. Da die Natur der Queen und ihre Ver» mehrungsart ausgemittelt iſt, ſo ergiebt ſich die Methode, ſie zu vertilgen, von ſelbſt. Will man ein Stück Acker von dem Saamen dieſes Un- frauts befreyen, ſo muß man deſſen Wachsthum befördern und die jungen Pflanzen zerſtören, die 16 ſodann zum Dünger dienen. Eben dieſe Grund- ſäße ſind auf die Wurzeln der Quecken anwend- bar. Man muß dem Boden ſo viel Fläche als möglich geben, damit die Wurzelbrut möglichſt ſtarf treiben könne- Sobald diefes erfolgt iſt, muß“ man ſich bemühen, die jungen Sprößlinge, zu zerſtören, ſo lange ſie noch zart ſind, ehe ſie Zeit gewinnen, Kräfte: zu ſammlen und friſche Wurzeln zu ſchlagen. Bey dieſem Geſchäfte muß man wiederum dem Boden die möglichſte Fläche geben, um den. zweyten Trieb zu befördern. Hieraus folgt, daß der Pflug zu Vertilgung der Queen das paſſendſte Werkzeug ſey. Die Egge ſtöret die Unebenheit und Lockerheit des Bodens uud vermindert die zur Beförderung des öftern Aueſchlagens nöthige große Oberfläche. Das ge- wöhnliche Verfahren, die Wurzeln auszuegen und zu verbrennen, iſt offenbar unrecht. Es vermehrt unnüß die Arbeit und entzieht Dünger dem Lande. Quecken mit der Hacke oder überhaupt durch das Gäten vertilgen zu wollen, zeigt die äußerſte Unwiſſenheit und Thorheit. Was ich hiervon ſage, iſt nicht bloße Theo- rie oder Nachbeten fremder Meinungen, ſondern iſt die Folge meiner Beodachtungen in verſchie- denen Gegenden Englands. - Der M vorher qut Ww Flügel von 1 ſh vt des un ie R iſt: ſie 11007) veſche ſv wn prof [11900 findet, Zell tie handlit gedreht den W 17 Der Wachsthum dieſer Art weicht von den vorhergehenden ganz ab, Der Saame reift ſehr gut und iſt in großer Menge, Er hat keine Flügel, und kann ſich alſo nicht verbreiten, ſon- dern bleibt am- Fuße der Pflanze liegen. Eine ſich verbreitende Wurzel wäre bey dieſen Umſtän- den unnüß.' Die Häuptſorge der Natur war, die Mutterpflanze zu ſichern. Zu dieſem Ende iſt- ſie mit einer ſehr ſtarfen, dauernden und ſenkrechten Wurzeb" von beſondern Eigenſchaften verſehen« Wird ſie unter dem Kopfe abgeſtochen, ſo treibt der in der Erde gebliebene Theil fri die Sprößlinge, und das in jeder Tiefe, wenn ſich uur lockerer Boden und ſonſt fein Hinderniß findet. Der obere Theil, wenn er auf einige“ Zoll tief abgeſchnitten wird, verträgt dieſe Be- handlung. Selbſt wenn ſie mit dem Pfiuge ums gedreht wird, ſo wendet ſie ſich utid finder doch) den Weg zur Oberfläche wieder. Der Pflug iſ alſo zu deren Vertilgung kein paſſendes Werk? zeug.„Im Gegentheile muß es deſjen Vermeh? eung“ eher befördern und thut dieſes auch wirk lich. Der untere abgeſchnittene Theil der Wur- zel, ſo wie der obere, überleben beyde die Tren: nung. Aus Obigem- ergiebt ſich, daß Acker, der voller Ampfer iſt,"erſt gegraben werden müßte, damit die"Pfahl. Wurzeln äuszerotter- Zweiter Theil. B Ampfer. (Rumex) 18 würden und die kleinen zurückgebliebenen Wur- zeln faulen, ehe das Land gepflügt wird, Braucht man dieſe Vorſicht und läßt man deut Pfluge noch jemanden folgen, dex die beym Gä- ten etwa zurückgebliebenen Haupt-Wurzeln aus- ſticht, ſo kann man hoſfen, den Acker von den Ampfer- Wurzeln gänzlich zu befreyen. Der Saame wird wie der des übrigen Un- frauts durch den Pflug, die Egge und die Walze gänzlich zerſtöret, jedoch mit dem Unter- ſchiede, daß man zur Vertilgung der Saamen- Pflanzen des Ampfers und anderer ſtark bewur- zelter Stauden- Gewächſe mit kurzen Zwiſchen“ Räumen pflügen muß. Läßt man ihnen Zeit, ſich zu ſeßen, und es fällt irgend günſtige Wit- terung ein, ſo kann ſie der Pflug nicht mehr, zwingen.; Oft wird der Saame mit dem Getreide und dem Klee zugleich ausgeſäet-. Aus dem Getreide und den Hülſenfrüchten kann er mit der Kornfege und noch viel beſſer mit dem Siebe gebracht werden,| Kein Landwirth von den gemeinſten' Kenntniſſen wird dergleichen Saat ſäen, ohne es von allen Unfrauts-Saamen auf das ſorgfäl- tigſte gereinigt zu haben. Von dem Klee läßt er ſich aber ſchwer trennen, weil er beynahe eben die Größe und eben das Gewicht har, und ihm alſo 19 Jar weder durch die Schwinge noch durch das Sieb wird, beyzukommen iſt. Wären die Käufer hierin acht- 1 del ſamer, ſo würden diejenigen, welche ſich mit m Gj: Gewinnung des Klee- Saamens abgeben, gee | QuS: zwungen werden, aus ihrem Saat:Klee dieſes n den ſchädliche Unkraut zu gäten- Eine Ampfere- ' Staude, deren Saame reif iſt, unter dem zur Ue Saat zu dreſchenden Klee zu laſſen, iſt ein Feh- d die ler, der unter Wirchen unverzeihlich ſeyn ſollte. nter: Das Klebe: Kraut wird hier als eins der ESE men» ſchädlichſten Unkrauts- Arten für den Weizen ge 2 wur palten, nicht ſowohl wegen ſeiner Vermehrung, chen« als wegen des Saamens, der ſich vom Weizen Zeit, ſo ſchwer als der Ampfer- Saamen vom Klee Wit: trennen läßt, und, wenn er mit dem Weizen neht, gemahlen wird, dem Mehl ſehr ſchädlich iſt. Das Klebe- Kraut iſt ein Sommergewächs und mit einer ſehr ſchwachen Wurzel, und iſt alſo reide leicht zu vertilgen. Wenn der Acker damit be- fege- deckt iſt, ſo gewinnt es durch ſeine klimmende acht Natur die Oberhand über das Korn. Ju dem ſien* Falle habe ich es durch Rechen mit eiſernen ohne Zähnen mit gutem Erfolge, ausreißen ſehen, fäl'ohne daß es vielen Aufenthalt verurſachte. Wenn (ißt der Wirth Zeit hat, und die Saat noch klein hen iſt, ſo kann man ſcch der Hacke bedienen. Beſſer alf iſt indeſſen das Gäten mit der Hand. B 2 Der Saqaame des Klebe- Krauts. liegt, wie der von den meiſten SommerGewächſen, Jahre lang im Acker, ohne ſeine Triebkraft zu verlie- ren. Durch öfteres Umackern iſt indeſſen, wenn die Witterung zum Ausſchlagen irgends günſtig iſt, deſſen Vertilgung leicht. Sommer» Der Acker-Senf, ſo wie der Saame der Sommer- Gewächſe, iſt gewöhnlich klein und leicht genug, um ohne Mühe aus dem Getreide, worunter ſie wachſen, geſchafft zu werden. Die Stengel ſchlagen von friſchem aus, wenn ſie über dem Kopf der Wurzel abgeſtochen werden, Geſchieht es aber unter dieſem, ſo vergehen Stengel und Wurzel, Brache und Gäten thun bey dieſem Unfraute gleiche Dienſte. Die, wel- che dem Pfluge entgehen, werden von der Hakfke EEE und die, welche dieſe verſchont, mit Hand ausgeriſſen. Es iſt indeſſen immer beſſer, dem Unkraute vorzubeugen, als es hiernächſt zerſtören zu müſe ſen- Lebt es auch nur einen Tag, ſo ſchadet es der jungen Ge mehr oder weniger. Die Vertilgzung der Brut, ehe die Frucht geſäet wird, muß die erſte Arbeit des Wirths ſeyn. Nur durch die Brache allein kann dieſes bewirkt werden. Bey den Quecken wurde eine große und mithin eine unebene Oberfläche zu Beförde- wun (Ou hat| Eat! fam gefühl ſr) De wm zwey 21 rung des Wachsthums empfohlen. Cben dieſe Grundſäße ſind hier anwendbar. Die Natur hat es ſehr weislich geordnet, daß die kleinen Saamen nur in der Nähe der Oberfläche fort- kommen. In einem mit Unkrauts-Saamen an; gefüllten Boden ſtehet alſo der Wachsthum dier ſer Pflanzen mit der Oberfläche im Verhältniß, Die unebenen Furchen des erſien Pflügens einer unreinen Brache und die großen. Stücke des zweyten werden bey feuchter Witterung ganz mit jungen Saamen-Pflanzen oder Wurzelbrut, ſo: weit die Oberfläche frey iſt und den Zugang der Luſt hat, bedeckt. Iſt dagegen die Oberfläche gleich nach dem Pflügen glatt geegget, ſo wird ſie, und alſo natürlich das Ausſchlagen des Un Frauts um die Hälfte vermindert. Die Vergrö- ßerung dev Oberfläche iſt bey weitem nicht der einzige Vortheil einer aufgepflügeten Brache« Fällt Dürre ein, ſo hat Sonne und Luſt freyen Zugang zu jedem hervorragenden Kloße. Die darin befindlichen Unkrauts- Wurzeln verdorren und bleiben ohne Nahrung. Iſt dagegen Die Witterung feucht, ſo treiben die Saamen-Körner, und die Klöße bröckeln beſtändig ab. Cs wer- den alſo die bloß gelaſſenen jungen Pflanzen zer? ſiöret und es entſteht eine friſche Oberfläche für beſſere Pflanzen- Wenn die Klöße ſo klein ge“ 22 worden ſind, daß der Pflug nicht länger im Stande iſt, zu-verhindern, daß ſie nicht von der loſen Erde bedeckt werden, ſo iſt es Zeit, ſie mittelſt der Ege wieder in die Höhe zu ziehen. Wenn der Pflug, die großen Egen und die Witterung das Zerfällen der Kiöße hinreichend bewirkt haben, ſo muß man die Walze und die feinere Ege brauchen. Nicht eine Wurzel, die nicht aufgelockert, noch ein Saamen- Korn, das nicht an die Luft gebracht wäre, muß zurück bleiben. Wenn die Saamen- Körner, die nahe an der Oberfläche liegen, aufberſten, ſo muß man ſie noch auf eine andere Art bloß ſtellen. Man muß nicht flach, ſondern in kleinen Beeten pflügen, wodurch man die Oberfläche beynahe verdoppelt. So wie die Saamen- Körner ber- ſten und die Wurzeln verwelken, werden die Beete ausgeinander geeget und dadurch der Luft neue Opfer gebracht. Dieſes Verfahren wird einigemahl wiederhohlet. Wenn ein Boden, es ſey durch Unkraut, Saamen oder Wurzeln ſehr verunreinigt iſt, ſo darf man nicht hoffen, ihn anders als durch 5 bis 6mahliges Pflügen hin- reichend zu reinigen. In manchen Fällen und bey ungünſtigem Wetter iſt 7 bis 8mahliges erforderlich. iwerjährige Die Speer- Diſtel und die zahlreiche Zunft - Sä“ 23 der zweyjährigen Pflanzen ſind dem Graslande ſchädlicher als dem Getreide, obgleich lekteres doch ſehr. darunter leidet. Ihre Natur iſt das erſte: Jahr blos'-Wurzelblätter zu treiben, und das zweyte Jahr erſt in Saamen zu ſchießen. So. wie der Saame- reift, ſtirbt die Wurzei ab. Die Wurzelblätter ſind dem Getreide durch ihr Ausbreiten und die'Nahrung,: die ſie aus dem Boden ziehn, ſchädlich, Unter früh geſäetem| Weizen finden ſie Zeit, im Herbſte hinreichende Kräfte zu ſammlen, um-im folgenden Sommer Saamen zu bringen« Getreide, das auf einer Fahre geſäet iſt, leidet durch ſie aus eben dem Grunde ſehr. Der“ Spätel und die kleine HaFe ſind die beſten- Werkzeuge zur Bertilgung der zweyjährigen Diſteln/ weil ſie den Wurzelkopf etwas über die Erde wegnehmen. Hierdurch lei- det die Wurzel und- das Abſterben der Pflanze iſt die Folge, Acker- Scabioſe', Eiſenwurzel, Schafgarbe Sonder, und mehrere Stauden mit" ſtarken Wurzeln kann p40600 720 man zu den ſtärkſten Feinden des Getreides zäh- len, Die Ampfer laſſen ſich bey gehöriger Wit- terung ausziehen. Ihre Wurzel iſt jpindelförmig, ſpröde und hat eine beſtimmte Länge. Die Wur- zeln dieſer Stauden ſind zu gewiſſer Zeit ſo zähe? wie Leder, und gedrehet wie ein Stri, und ge- 24 : hen ſo tief ats ſie) lockern" Boden finden. Sie mN in einem Acfep auszuziehen, wo ſie ſich-einmähl| am feſtgeſeßt haben, iſt ganz! unmöglich. Bricht bey 1 oder ſchneidet man ſie ab, ſo. entſteht aus jedem tm zurückgebliebenen Stücke ein-neuer Sproßling.|, Seöſt in den“ Fürchen iſt dieſes. der Fall, wetin| de das Pflugſchaar! die, Wurzel-abſchneidet und ſie| My mit 6 bis 8 Zoll Erde"Hedeckt.:-Das einzige ſcale mögliche Mittel-zu:-.deren Vertilgung"iſt, daß: ze- m mand' hinfer- dem“"Pfluüge mit einem langen und; ſchmalen Spaten gebt, und.die Wurzeln ſo rief| depp als möglich ausgräbt, das Loch wieder mit Erde| Ww, füllt, und mit: dem: Abſaße feſt ſtampft, damit We; ſich die Sprößlinge„nicht. durcer gebun- „den iſt, ſo faßt der Binder die Garbe unmittel- bar über den Band an das Aehren- Ende, und ſtößt ſie mit dem Stoppel- Ende zienilich hart auf, um ihr eine breite und ebne Grundfläche zu geben,* Eine Hand, zum Beyſpiel die rechte, ſo wird er dem, uf dem de die Die- it iz ſie das Fuße, » Auf: legt, ) nen Ein m die Steht Zinder qufzu , die Penn 1 den jebun: mittel; , und ) Hatt fläche rechte, | 39 läßt er los und fährt damit bis in die Mitte des untern Endes, längs dex Garbe fort.'Der Körper wird in dieſer Stellung vorwärts gewor: fen und nach der rechten Seite in die Runde bewegt. Die Stoppel- Enden werden auf der rechten Seite aus einander gebreitet. Alsdann wird die Lage der Hände geändert. Die rechte wird auf die Aehren und die linke mitten in die Garbe gelegt, die nach der linken Hand gewor- fen wird. In der Art bildet ſie einen hohlen Kegel. Dreht män hiebey das Geſicht näch Norden und läßt bey der leßten Wendung eine Oefnung nach Süden zu, ſo haben die Son“ nen- Strahlen deſto leichtern Eingang in! die Garbe und wirken mit dem Winde zugleich zum Trocknen des Jnnern. Dieſe Handgriffe ſcheinen in der Beſchrei: hung langweilig, in der Ausführung aber neh» men ſie, von einer geſchickten Hand gebraucht, kaum einige Sekunden weg. Es giebs. eine weit leichtere Art die Garben einzeln aufzurich- ten, nehmlich ſie mit beiden Armen ſo hoch als möglich: in die Höhe zu heben, und ſie dann mit einem Stoße, der die Stoppel- Enden auseinander breitet, geſchwind wieder zuſeken. Sie bekommen aber nicht die nöthige Hohlung zum Trocknen, noch die bey windigem Wetter erforderliche Feſtigfeit. 49 Teſtbinden- GGohald, die einzelnen Garben zum Einfahren neh hinreichend trocken ſind, werden ſie feſt gebun- fann den. Der Band wird auf dem Grunde ausge- ge. breitet und die Garbe in der Art daranf gelegt,- daß er an dem gewöhnlichen Flecke zu liegen We kömmt, ungefähr einen Fuß tiefer als der vorige,| mw ; welcher mit dem neuen auf die gewöhnliche| ſpw? Weiſe zuſammen geknüpft wird, Dieſer darf die 1 daher nur auf dem Piaße gemacht werden und| riihe das ganze Geſchäft iſt weniger läſſig, als man| ſhip nach der bloßen Theorie glauben ſollte. Die| halten Garben werden ſodann zuſammengetragen und(wd entweder noch denſelben Tag eingefahren oder,|(> wenn es die Umſtände erfordern, in Mandeln| jefvet geſeßt. 4 Wird das Getreide gleich hinter der Senſe N| de,| "> gebunden, ſo wird es in Mandeln geſeßt und| det, bleibt darin ſtehen bis es zum Einfahren gut| 3 iſt. Dieſes Verfahren iſt weniger beſchwerlich| ynd als das erſte, und bey reifem und reinem gemä-| unbe hetem Getreide wohl die beſte Methode. Bey ef nicht ganz reifem und frautigem, wenn gleich| Ey gemähetem Korn, ſo wie für die geſchnittene| I. Gerſte und Hafer, hält man das erſte hier für die ſchlechterdings nothwendig. Geſchnittenes Ge- nidt Getreide liegt allemahl dichter im Bande als| 7 gemahetes, welches durch die Senſe und Harcke 14,00 4l "fahren mehr oder weniger verwirrt wird. Die Luft vevun- kann alſo mehr ins Innere der Garbe eindrin- duSge gen.|| Heiegt, Bey Gerſte, die kurz, rein iſt und ſchöne liegen Aehren hat, beſonders bey den kleinen vierzeili- 'orige, gen, hält das Aufſeken der einzelnen Garben nlice ſchwer. Die Acehren- Enden ſind zu ſtark und def die Wurzel--Enden zu ſchwach, um einen hin- 1 und reichend breiten Grund zu geben. Sie iſt zu nay ſchlüpfrig, um in einem loſen Bande feſt zu Die halten, Gerſte wird daher mehr als Hafer hin» .n" ter der Senſe gebunden. Iſt ſie aber lang im oder, Stroh, und krautig, ſo iſt das Aufſeßen in ein« ndeln zelnen Garben nothwendig. Gerſte leidet leich? ) ter Schaden im Felde, als alles andere Getrei- Zenſs de. Jedes Mittel, welches das Trocknen beför- und dert, ſollte daher nicht vernachläßigt werden. | qut Die hinter der Senſe gebundenen Gerſten- erlich und Hafer- Mandeln läßt man hier allgemein em? unbede>t, bis ſie eingefahren werden. Hat ſich Bey indeſſen das Wetter nicht geſeßt, die Aehren- leich Enden ſind ausgetrocknet, und die Stoppel- En- ittene den noc< im Trocknen begriffen, ſo iſt es beſſer, fir die Deck-Garben aufzulegen, um die unterſten (es nicht dem Wetter auszuſeßen. als Die Bortheile des Anhauens der Gerſte und Vortheiſe arde des Hafers ſind mannigfaltig. Es wird weniger 2“fobrens 42 verwüſtet, das Getreide dem Einfluſſe des Wet- ters, beſonders“ bey dem Aufſeßen der. einzelnen Garben, geſchwinder entzogen, die Arbeit bey dem Einfahren/'Staken und Dreſchen erleich- tert, weniger Scheunen- Naum erfordert, das Stroh futtert, beſonders bey naſſen Ernten, beſ- ſer und das Getreide behält ſeine Farbe reiner, als im Schwaden. Wer ſich nicht mit den Ernte- Geſchäften beyder Arten ſelbſt genau be- kannt gemacht hat, glaubt, daß dieſe Art mehr Arbeit macht. Wenn- aber das Binden. durch Frauen und Jungen oder Männer, die nicht mähen können, geſchieht, wie es. hier immer der Fall iſt, ſo geht das: Mähen eben den Ganz, als bey dem Mähen auf.dem Schwaden. Das öftere erfoLderliche. Wenden und das Umſeßen wird überdem erſpart.| Im Ganzen wird“ die Manns- Arbeit vermindert. Rechnet man hiezu, daß das Einfahren, wobey das För- dern ſo wichtig iſt, erleichtert wird, ſo kann man ſicher behaupten, daß bey dem Anhauen Arbeit, Angſt und Unglücksfälle vermindert, ſo wie die Menge und Güte des Getreides ver: mehrt werden. 3< hatte bisher nur in ſolchen Gegenden gewirthſchaftet, wo. das Mähen auf dem Schwa- den aligemoin eingeführt war, und glaubte, daß umi zum Rüch hande Nen, im ſ hat, 3 wd fen dem ben oben ven 1 ? 5 Wet: Njelnen eit: bey erleich + des 1, bef: einer, it den qu be: mehr durch nicht x der Jan, das nen (3 Mg.) Weizen, a 1 Sh, 4 P. p- Peck,(1 Thl. 16. Gr. p. Schfl.) JE Fi 0 E11 EFSA SIZ! 74 Steine Stroh, zn 22. Pf. a 2P, p.St.= 2 4.== x8 L ä ab EIE 4== L o kambtndis Die mehrere Ernte- Koſten. 2 KE elt SEO du Ueberſchuß 502 MI 1 1 SRC: 2) SFOR GRIPS SE DERI beträgt auf den Schottiſchen Acre x2 Sh. (2 Ihl, p. Morgen). )(8 63 ht, 96 03 dem 24 Mv geſchnit: eſonders - nitter 3 „übliche eh fyr: 47 Aus dem Bericht über den düiichen Betirf, Die Ernte fängt"gewöhnlich in der Mitte des Auguſis an und dauert bis Ende Sep» tembers, auſſer die Bohnen, welche gemeinig- lich. ſpäter reifen. Auf der Höhe trift die Ernte 8 bis 10 Tage ſpäter. So hoch dieſe Gegend liegt, ſo iſt do< die Ernte noch fe6 her als in der Nächbarſchaft- des nicht höher liegenden Yorc>- Moors.» Der Grund. iſt, daß in jenem der Boden trocken und alſo die Luft wärmer iſt, in dieſem es dagegen viele Lachen und Moräſie, feuchten Boden, und alſo die und Falte Luſt giebt. Aus dem Bericht über den nördlichen Bexirt In dem nördlichen Theile des York-TIhals bedient man ſich eines Hunger» Rechens(stu- ble rake) der von einem Pferde gezogen und von einem Manne regiert- wird. Es können damit 12 Acres(19 M.) in einem Tage geharft werden.. 8 GS: Ans dem Bericht über den nördlichen Bezirk. Hof.Wirth- Dreſch- Mühlen findet inan nur bey wenigen Dreſch» NMühlen. Staub- Mühlen. Wirthen. Die erſten wurden von Raſtrik zu 'Morpeth gemacht und zu 80 bis ioo L. St, (533 Thl. 8 Gr. bis 666 Thl. 16 Gr.) bezahlt, auſſer dem Schoppen zu Bedeckung des Räder- werks und der Pferde. Die Mühle wird von 2 Pferden getrieben und driſcht in i2 Stunden 12 bis 15 Quarter(2 W. i5 Schfl. bis 3 W. 6 Ser verjſuttert werden, geſaäet. Dieſer wird erſt im April geſäet, und ge- rath doch recht gut. Einer der beſien hieſi- gen Wirthe, an der Tees wohnhaft, ſoll weißen Winter- Weizen, nicht Sommer-Wei- zen, in der 2ten Woche des Aprls geſaet, und eine gute Ernte davon gehabt haben. Ein anderer Wirth bey Ryedale hat 1793, im Anfange Aprils, Weizen geſäet, der recht gut gerathen iſt. Die Stoppeln bewieſen . nor“, daß die Ernte reichlich geweſen ſeyn müſſe. Die gewöhnliche GSaatzeit iſt der roten Oktober, oder um die Zeit. Der gewöhnliche Einfall im nördlichen Theile do8 York- Thals iſt 5 bis 8 Peck p- Acre(8 his 14 Mez: p. Morg.) und in an- dern Theilen dieſes Diſtrikts 30 bis 12 P, P+ Arre(1.S<, bis-x. Sch. 4 Meß, p«. M.). Einige haben ſich des Sae-Pflugs von Cook und Perkin bedient. Sie haben gute Ernten 74 gehabt. Viele fanden aber, daß er feine be- ſondern Vorzüge beſiße. Weizen iſt in Cleveland der Haupt- Er- trag der Wirthſchaft. Keine. Gegend in die- ſem Bezirke und viel!eicht im ganzen nördli- ens war zu Ende| 1792 p- Winc. B. 4 Sh. 7 P. bis 4 Sh. aüpem 82 P.(2 Thl. 7 Gr, bis 2 Thl. 8 Gr. 6 Pf. werdet 0: OM.)| wehſ 3:20.| Am Die Arten Gerſte, welche hier gebaut wer- | den, ſind| "der 8 Brod, Zetreide geſunder dlichen leichte 15 Erns nit Ny- n und iſchung wirthe, 5 Land (üben, n der eien, ſorg.) 0, Ende Sh. 6 Pf, wer: ZZ 1) Die Bart- oder Neis- Gerſte(1. hordeum Zeocriton, common or long eared bar- ley).| 2) Die große zweyzeilige[Sommer- Gerſte(UL. hordeum distichon, Battle- door-barley, Sprat Barley). 3) Die kleine vierzeilige Gerſte(1. hordeum vulgare. Big. four-rowed or| Spring barley). 4) Die ſechszeilige Winter- Gerſte(L. hordeum hexastichon. Sixrowead or winter-bar- ley). Die erſte und dritte Art werden am meiſten angebauet. Die erſte im Thale, die dritte in den Gebirgen, und auch im Thale, wenn die Saatzeit ſpät einfällt. Die größe zweyzeilige Gerſte wurde ehedem viel geſäet, iſt aber jeßt aus der Mode. Die Winter- Gerſte iſt in die- ſer Gegend neu, und man will es noch nicht allgemein einſehen, daß ſie im Herbſte geſäet werden niuß« Wor der Gemeinheits-Theilung wechſelte ſie mit dem Weizen ab. Aus dem Bericht über den nbrdlichen Bezirk.; Die große zweyzeilige Gerſte«wurde vor- einigen Jahren“ im Rye- Thal eingeführt, und deren Anbau hat ſich ſeit der Zeit vermehrt. Man hat gefunden, daß ſie in gutem Boden ergiebigeriſt, als die übrigen Arten, und ſich) weniger lagert, weil ihr Stroh ſtärker und pyramidenförmiger wächſt, auch die Aehre| aufrecht ſteht. Das Korn an ſich iſt beſſer.| Im Rhye-Thale, und in den Thätern der bſt»| lichen Gebirge bauet man verſchiedentlich die| fleine vierzeilige. Gerſte, Die Beſtellung ge-| ſchiehet wie bey der gemeinen Gerſte. Man| y glaubt, daß ſie in ſchlechtem Boden und bey ungünſtiger Lage beſſere Ernten, als irgend 0. eine andere Art giebt, dagegen ſie in der| lige; Gute des- Korns zurück bleibt.| vefan Die Gerſte wird gewöhnlich nach Rüben| Gepi geſäet, zuweiien nach Klee, und dann und| der ei wann auf eine ganze Sommer- und Winter- ehrlid Brache. Letzteres iſt auf ſtrengem Boden all:| Birth gemein eingeführt.| M Gß Die Saatzeit'iſt vom Ende März bis wu Anfangs May.:| feh Der Einfall iſt 10 Pecs P-» Acre(1 Sch.| eber Pp. Morgen). An den Küſten von Cleveland,| Mbneht im Nye-Thale und in den Marſchlandern. ma wird überhaupt wenig Gerſte gebauet, mini Der Preis der Gerſte war zu Ende 1792| noh 1 von 3 Sh. 9 P. bis 4 Sh. 3 P. p. Winc..B.| T (1 Ihl. 2x Gr. 6 Pf. bis 2 Thl, 3 Gr. 6 Pf. in P- Scheffel). 3794 war er ziemlich einer: Hinde „Teh."kb mehrt, Dodey nd ſich er und Aehre beſſer, ver bfts id) die 19 96 Man d bey irgend 1 der Rüben und nter I alls biz (and, dern 1702 R, et: 79 Aus dem Bericht über den weſtlichen DIC LIpT: Der Ertrag iſt,' P- Acre beträgt bey Doncaſter auf magerm Qu. Sc<. Mz. (SMD R 8% 0 218 ZL IE LOSE DO AUFS VDO EB 5 LO 1225 QUER alfſreim 20 4 13724 auf. Lehm“: 72 5 16: 19 Ungefähr vor 50 Jahren konnte keine Gerſte anders als gemalzt verkauft werden. Defſfent- liche Darren und eigne Mälzer waren ganz un- bekannte Dinge. Jeder Wirth vermälzte ſeinen Gewinnſt, oder verkaufte ihn ſeinem Nachbar, der eine Darre hatte. Jeßt iſt es ein unent- behrliches Stück in jeder etwas beträchtlichen Wirthſchaft. Das Feuerholz war Strauch aus der Gemeinheit, das auf einem gewiſſen Tage gehauen wurde, damit niemand mehr bekam, als er bekommen ſollte. Als Malz fand die Gerſte Abnehmer, und konnte in Whitby, Scarborough und andern Städten abgeſeßt werden. Ger meinſchaftliche Darren hat man auch bis jeßt noch nicht. Das ganze Geſchäft des Malzens iſt in den Händen einiger Mälzer, die den Wirthen die rohe Gerſie abkaufen, und ihnen das benöthigte Malz hiernäch ſiwieder verkaufen, Matz. Hafer. Arfen. 80 49130. Linnäus ſchließt das ganze Hafer- Geſchlech: unter dem Nahmen von Avena Sativa ein. Die ehedem hier angebauten Arten waren der frühe und ſpäte Hafer, die man beide Schotti- ſcher Abkunft hielt. Die jeßigen Arten ſind x) Der.Polniſche; hat kurzes und ſchweres ' Korn. Die Dicke der Hülſe ſcheint ihn un- ter achtſamen Wirthen in übeln Ruf gebracht zu haben.- Die Pflanzen ſtehen meiſt ein- zeln, ohne Grannen;z kurzes Stroh. 2) Der Friesländiſche. Er ſcheint jeßt mit Recht der Liebling der Gegend zu ſeyn, weil er mehr Stroh, und dünnere Hülſen hat als der Polniſche. Er treibt mehrentheils zwey Halme, die ſtarke Pflanzen haben, ei- nige Grannen, die ſehr hoch ſtehen. 3) Der Sibiriſche, der indeſſen mehr unter dem Nahmen des Tatariſchen bekannt iſt. Dieſes iſt offenbar eine Art, die Linnte ent- gangen iſt. Jede Blüthe hat drey voll?yommene Blumen, nie weniger als zwey, und eine gefuß- te, unvollendete( pedestalled rudimentum), öfters drey vollendete Körner, und ein unvol- le“detes. Die Riſpe weicht weſentlich von alleu Abarten des gemeinen Hafers ab. || Rohbr- Quter Einf Zwe eſchlecht ein, drehn der Schotti: ſind hweres ihn un; gebracht iſt ein: eßt mit 11, weil en hat theils nN, eb e unter M we ent: mmene geſuß: tum), | unvol: on alley Roht“ SI Rohr- Hafer(Avena arundinacea) würde ein paſſenderer Nahme ſeyn. Die Körner ſind dünn und klein, die ſtärkſten haben Grannen, die ſchwachen keine. Das Stroh iſt ſtarf und rohrartig. 4) Der rothe Hafer ſcheint bey den hieſigen Wirthen in ſeinem vollkommenen Zuſtande zu ſeyn, welches ich ſonſt nirgends bemerkt habe. Indeſſen ſcheint er nicht genug in gu- tem Rufe zu ſeyn, um hier Fuß zu faſſen. Das Korn iſt leicht und das Stroh zu rohr- artig, um von dem Vieh geliebt zu werden- Der ergiebige Boden in dem weſtlichen Theil des Thals ſcheint vorzüglich zu Hafer paſſend. Man hat Beyſpiele, daß man ihn 6 bis 7 Jahre hinter einander auf denſelben Fle> brin- gen können. Ein reichhaltiger, etwas ſandiger Lehm ſchickt ſich vorzüglich zu Hafer, nicht aber zu Weizen, der zu ſehr ins Stroh läuft. Die Beſißer haben daher ſehr recht, ſich nicht mit leßterm abzugeben. Der Einfall iſt 5 bis 6 Buſhel bis x Quarter P- Are(2 Sch. bis 3 Sch. 5 Mz. p- M-). Auf gutem Boden findet man," daß, je ſtärker der Einfall iſt, deſto größer der Ertrag« Ein vor- Zweiter Theil. TT Boden. (Einfall. d G2 8-3 ſichtiger Wirth wird indeſſen durch Verſuche ſei- nen Boden prüfen, ehe er mehr als 6 Buſhel P. Acre(23 Sch. p. Morgen) ausſäet. Aus dem Bericht über den nördlichen Bezirk, In dem nördlichen Theile des York-Thals iſt der Einfall des Friesländiſchen Hafers p. Acre 4 bis 5 Buſhel(1 Sch. 9 Mz. bis 2 Sc). p. M.)z des Tatariſchen 5 his 6 B, C2 Sch. bis 2 Sh. 6 Mz. p-. M.), und des einheimiſchen kaum 4 B. p. Acre(x Sch. 9 574. 0: M0.)- 5 u In Cleveland iſt der Einfall ungefähr 4 Buſhel(x Sch. 9 Mz. p. M.), dagegen in dem ſüdlichen Theile des York-Thals, im dſt- lichen Moor, im Rye-Thal und in den Marſch» ländern, 6 bis 8 Buſhel p. Acre(2 Sch. 6 Mz. bis 3 Sch. 5 Mz. p. Acre.) Lean: Zehn Quarter p- Acre(x W. 9 Sch. p. M.) ſind einzeln geerntet, 7 bis 8 Quarter p. Acre (1 W. bis 1 W. 4 S<. p. M.) wird in gro- ßen Wirthſchaften nicht ſelten gewonnen. Ein Wirth dieſer Gegend verkaufte im vergangenen Jahre 1000 Quarter(200 Wſpl.) ſelbſt gewon- nenen Hafer. Dreſhewm„In Anſehung des Dreſchens des Hafers iſt ſeit einigen Jahren eine ganz ungewöhnliche Methode iche ſei: Duſel lichen [hals ferd p. 3. bis 2 03, nd des Sh. 9 efähr 4 gen in im dſt Rarſchs 24h, 6 , M.) „Ace 1(to Ein ngenen gewon“ iſt ſeit ethode 33 eingeführt. Er wird nicht in Scheunen oder unter Obdach, wie ehedem und es ſonſt überall geſchiehet, ſondern in dem Felde oder im Hofe, in der freyen Luft gedroſchen. Dieſe neue Me- thode hat vermuthlich der Art, Rüäbſen zu dre- ſchen, die weiter unten beſchrieben werden ſoll, ihren Urſprung zu danken. Im Anfange wurde er alle auf Laken gedroſchen; jeßt aber wird er bioß auf einem Stücke ebenen Raſen oder Erde, ohne ein Laken darunter zu legen, gedroſchen. Man hat gefunden, daß, wenn man das wenige, „was der Bejen übrig läßt, durch Ferkel und Fe- dervieh auffreſſen läßt, der Beriuſt unbedeutend iſt. Was noch mehr auffällt, iſt, daß dieſes Geſchäft öfters während der Ernte ſelbſt vorgenommen, und der Hafer vom Felde gerade zu Markte ge- führt wird. Indeſſen wird dieſes weniger Ver- wunderung erregen, wenn man mit den hieſigen Märkten bekannt iſt, wo friſcher Hafer immer willfommen iſt. Der Fabriken- Theil von Weſt: Yorkſhire ißt hauptſächlich Haferbrod, und fri- ſchen Hafer hat man zum Mehle lieber. Dieſes macht den hohen Preis des Hafers im Herbſte, im Verhältniß des Preiſes anderer Orten begreif: lich, und hat wahrſcheinlich zu dieſem beſondern Verfahren Anlaß gegeben. Da man die Be- quenilichfeit bemerkte, ihn auf die Art im Felde F 3 84 zu dreſchen, ſo machte man es auf dem Hofe eben ſo- An einem Orte, wo ich dieſem Ber- fahren zu folgen Gelegenheit hatte, geſchah es folgendergeſtalt. Cin Laken wurde auf dem vorhergeebenten Grunde an der Seite des Hafer- Schobers im Getreide- Hofe ausgebreitet. Ein Junge zog die Garben aus dem Schober auf das Laken. Cin Mann öffnet und breitet ſie, dreht ſie, wenn es nöthig iſt, um, und nimmt das Strohweg, wenn es abgedroſchen iſt, Vier Mann bleiben beſiändig beyw Dreſchen. An einem andern Orte wurde der Hafer auf einen Fleck Grasland gefahren, und dort auf einem zur künftigen Verwandlung des Strohes bequemen Plaße aufgeſchabert. Hier war der Dreſch- Flur ein Zirkel von kurz abgefreſſenem Raſen unge- fahr 10 Yards(30 Rhl. Fuß) im Durchſchnitt. Die geöfneten Garben wurden in einen Ning mit den. Aehren gegen den Mittelpunkt gelegt. 8 bis zehn Dreſcher dreſchten es mit einem lang- ſamen Schritt ab. Sobald die eine Seite ab- gedroſchen war, wurde die andere umgedreht und das Stroh endlich herausgeworfen. Frauen wur- den auf dem Flur gebraucht, und zwey Männer ſeßten das Stroh ein, ſo wie es herausgeworfen wurde. Auf der andern Seite wurde mittelſt einer Korn-Fege der Hafer gereinigt. enen vam an Beſ 64 leger At dent| 1 Hof m Yer- hah es if dem Hafer: Ein er auf tet fe, nimmt Vier einem | Fle m zur vemen „Flur unge? hnitt, Ring gelegt, 1 lang? ite ab/ ht und n wut: MNänner worfen mitelſt 85 An einem dritten Orte wurde der Hafer un- mittelbar aus dem Felde nach dem Dreſch- Flur gefahren. Dieſer war ein Zirkel von grünem Raſen, der mit Flegeln feſt und eben geſchlagen war, ehe das Getreide darguſ kam- Der Verluſt am Hafer iſt im Verhältniß der Koſten des Lafens unbedeutend. Das Stroh wurde in jedem Falle nur looſe eingeſeßt, um als Heu geſchnitten zu werden, welches, ſo viel ich weiß, der allgemeine Gebrauch iſt, wenn auswärts gedroſchen wird. Wenn das Stroh im Herbſt ausgedroſchen und gut eingeſeßt iſt, ſo erhißt es ſich und ſoll ſehr gutes Futter ge- ben. Das Vieh ſoll bisweilen bey ſolchem Stroh allein ſett werden. Doch geſchiehet die- ſes nur in gutem Boden, und es iſt die Frage, os der Boden nicht eben den Einfluß auf das Stroh als auf das Heu hat. Das Heu von Lincolnſhire mäſtet das größte Fettvieh, dage- gen das von Norfolk es kaum beym Leben er- halt. Die Vortheile dieſer Art zu dreſchen ſind Beſchleunigung der Arbeit und Erſparung der Scheunen und der Fuhren. Wer auf einem ent- legenen Vorwerk einige Meilen von ſeinem Wohn- orte. vielen Hafer gewinnt und keine Scheunen dort hat, giebt im Herbſt bey gelegener Zeit für 86 das Dreſchen 1 Sh. p. Quarter(1 Gr. 6 Pf. P- Schfl.). BWBediente er ſich nicht dieſes Mit» tels, ſo müßte er eine Scheune oder eine uner- ſchwingliche Menge Fuhrwerk haben. Die Mög- lichkeit des böſen Wetters iſt der einzige Ein- wand gegen dieſes Verfahren. Judeſſen giebt es hinreichend Stroh um das Korn zu bedecken, und die Erfahrung hat gelehrt, daß weniger Re: gen es dem Bieh nicht unangenehm macht. In einigen Fällen hat dieſes Verfahren viele Vor- züge und könnte auch in andern Gegenden mit Nußen angewandt werden. EE Aus dem Bericht über den nördlichen Bezirk. Dieſe Art zu dreſchen iſt vorzüglich im Nye- Thale eingeführt, und ſcheint örtlichen Vortheilen ihren Urſprung zu danfen. Die Tabrikanten im öſtlichen Bezirke eſſen großen- theils Daſerbrod, und lieben vorzüglich das Mehl aus friſchem Korne. Der beſte und früheſte Hafer wächſt im Rye-Thale und wird durch Hülfe der Kornhändler in Malton dort» hin geſandt, Beynahe ihren ganzen Bedarf nehmen ſie aus dieſer Gegend. Der früheſte Hafer ſteht auf dieſem Markte am höchſten im Preiſe. Dieſes Vortheils genießen. die Landwirthe im Rye- Thale einige Wochen fang, bis ine 3rbßere Zufuhr ven Preis auf en eam 87 63 den gewöhnlichen Stand zurückbringtz und 5 Mit dieſes ſcheint ſie auf den Gedanken gebracht Ie Uher zu haben, durch zeitiges Dreſchen dieſen Ge- * Miz- winn aus ihrer Lage zu ziehen. Die ſchlechte 4 Gin Beſchaffenheit der Wege nach Malton, die im Winter kaum fahrbar ſind, fann auch zu giebt dem Endſchluſſe ihre Produkte in der Zeit zu decken, verfahren, wp die Wege noch leidlich ſind, er Re: mit gewirkt haben. (I Die Vortheile dieſes Verfahrens ſind, daß e Vor: darch das unmittelbare Ausdreſchen nach dem 1 mit Einernten man am Maaße gewinnt, weil das Korn nicht Zeit hat, einzutro&nen, und der. Verluſt durch Ungeziefer vermieden wird. Das Stroh wird im Felde unter hohen Bäumen, (ichen pder nahe an einer Hecke verfuttert, und der Miſt in einen Haufen gethan. Hierdurch h im werden alſo die Fuhren zum Einfahren des lichen Getreides und Herausfahren des Miſts er Die ſpart. Die Nachtheile ſind dagegen, daß das 1 Stroh bey ſchlechtem Wetter, wenn es nicht + und ſehr gut in Acht genommen wird, leicht let- d wird det, daß die Futterung auf dem Felde nie | derts"-- ſv wirthſchaftlich als auf deux Hofe iſt, daß Hedarf nicht ſvrein als in der Scheune gedroſchen wer* robe den kann und manches Korn verloren gebet. hochſten- Im Kornlande wird in dieſem ganzen Beſtellung. pen die Bezirk viel Hafer gebauet, und beſonders im Pochen Rye»Thale, welches durch ſeinen Haferbau is auf eben ſo berühmt als Cleveland durch ſeinen Hülſen» Früchte, 88 Weizenbau iſt. Er wird nach Rüben oder in friſch aufgeriſſenes Grasland geſäet. Viele Pächter haben, wenn die Verpachter nicht darauf achtſam ſind, verſchiedene Hafer- Ern- ten hinter einander auf demſelben Flecke ge- macht, ohne daß die letztern ſchlechter wie die erſtern, waren, noch der Ac>er dadurch gelit- ten hatte. Cin Deweis, daß der hieſige Bo- den ſehr ergiebig, und für Hafer beſonder3 paſſend iſt. Zwey Ernten hinter einander iſt gewöhnlich, ſehr oft aber drev. Preiſe-- Die Preiſe des Hafers waren zu Ende 1792 p-.Winc. Buſhel 2 Sh. 7P. bis 3 Sh. 3 P.(x Tl. 7 Gr. bis x Thl.)x5 Gr. 6 Pf, p- Schfl.) Dae In Anſehung der Hülſen- Früchte habe ich nichts Bemerkenswerthes gefunden, außer, daß es an vielen Orten eine ziemlich allgemeine Ge; wohnheit iſt, Bohnen und graue Erbſen unter dem Nahmen von Mengkorn(Blendings) zu- ſammen zu ſäen. DOefters werden auch Wicken, die wahrſcheinlic) nur eine vergrößerte Art Lin- ſen ſind, unter, Bohnen geſäet. Man glaubt, daß dergleichen Vermiſchungen den Ertrag ver- mehren: Die Treunung mittelſt des Siebes iſt nac der Ernte leicht. CEhedem wurden Linſen 89 übe m Abf, en oder(ervum lens) ſtark geſaet. Sie ſcheinen aber et, Biſſe ter niht ganz in Abnahine gefommen zu ſeyn, afer- Erms j Fle! 96 Aus dem Bericht über den nördlichen or wie die Bezirk. rh gelit: Einige Wirthe hahen. verſucht, Bohnen lige Bo: mit dem Säe-Pflug zu beſtellen, und andere veſonders'' haben ſie gepflanzt. BWBeyde YArten hatten nande Vorzüge vor dem Säen aus der Hand. Daz Behacken iſi werig- und nur in der Gegend von Alne und Tollerton Jebräuchlich, wo die zu Ende Wirthe ihre Rechnung dabey finden, In is 3 Sh, leichtem Boden oder in der dritteu Trache?, rt. 6% pflegt man Meng-Korn von Bohnen und grauen Erbſen(blending)' oder Erbſen al- lein zu ſäen. Sie werden einfärig im März geſaäet und der Einfall iſt p. Acre 4 Buſhel (1 Schfl. ro Meß. p. M.) Bohnen oder obe ich Meng- Korn, und 23 bis 3 Buſhel(1 Schfl. er, daß bis 1 Schfl. 4 Meß. p- M.) Erbſen,, ine Oe yn unte Aus dem Berichte über den weſtlichen Bezirk, 5) zu“ Hien, An vielen Orten, beſonders in der Ge- (et ige gend von Sheffield und Rotheram, ſäet man Winter- Wicken, die ein vortrefſliches. Pferde- glaubt Futter ſo lange geben, bis der Klee herange ag vn- wakſen iſt, Sie werden im September bis jebes iſt Anfangs November geſäet und im April und e [3 | Linſe May gemähet, Es bleibt alſy noch hinrei- 90 en. Ege len gehört, wo der Rübeſaamen mit 5 bis 6 eit des zölligen Hacken behact worden, Dieſes iſt hier er nur gar nicht gebräuchlich. Weder Behacken noch dſt ve Wieten irgend einer Art iſt je, ſd viel ich weiß, 7 abge an den Rübeſaamen gewandt worden. Ein anderes Verfahren dieſer Gegend ver: ei I mit dient bemerkt zu werden, nehmlich das Verpflan- dew zen. Die leeren Stellen, die ſich in der Rübe- nt ſich Saat ſo oft finden, werden mit Pflanzen aus ad det ſolHt. In die folgende wird eine zweyte Reibe gepflanzt. Die Entfernung der Pflanzen von einander iſt ungefähr 18 bis 20 Zoll in der Breite und ein Fuß in der Länge, welches man auf gutem Bo- den füt hinreichend hält. Die Koſten hat man bey genauer et: nung auf 4 Sh. p. Acre(20 Gr. p. Morgen) befunden, nehmlich 8 Frauen a 6 P,.(4 Gr.) P- Acre(5 Frauen ä 4 Gr. p. Morgen.) Dieſes Berfahren könnte zu einer wichtigen Verbeſſerung im Bau des Rübeſaames führen. Der Haupt- Vorwurf, den man dieſer Frucht macht, und der manchen Wirth vom Anbau ab- ſchreckt, iſt die Länge der Zeit, die er im Acker zubringt. Da er im July und Auguſt geſäet wird, ſo hat die ganze-Zunft des zweyjährigen Winfean jm| ſene zj! Wye) ve Werde VU wit, Nay qa| bis 31 ſm) 4 0) des 4 fan)| vom) Ope hat die: r Mitte in gro! zuwei- werden e Fut? 8 ſchie: en mit Jn flanzt, er iſt d ein tigen hren, rucht u ab“ Ader jeſaet rigen IOTL Unkrauts Zeit, ſich vor Winters einzuniſteln, ihren Saamen zur Neife zu bringen und auszu- ſireuen, da er erſt im folgenden July und Au- guſi eingeerntet wird. Die Graſer, und alles Unkraut, das ſtarke Wurzeln hat, ſeßbt ſich durch dieſe lange Ruhe ſo feſt im Beſiße des Landes, daß es hiernächſt ſchwer hält, ſie daraus zu ver? treiben, und der Boden kommt ganz auſſer Stande« Eine Pflugart im Herbſte würde dem größten Theile dieſer Uebel abhelfen. Das zwey- jährige Unfraut würde ausgerottet, die Gräſer und das ſtark bewurzelte Unfraut bekäme einen Stoß und das Land bliebe im Stande. Dieſe Pflugart könnte durch das Verpflanzen erlangt werden. Die Methode, die ich vorſchlagen würde, wäre, aus dem zuerſt beſtellten Lande ſo viel Pflanzen zu nehmen, daß das lekte Land damit ganz bepflanzt werden könnte, und die übrigen bis zum Gebrauche einzuſchlagen. Das erſte Land würde ſodann gepflügt, um das Unkraut und die ſchlechteſten Pflanzen unterzupflügen- Hiernächſt würde. es mit den übrigen Pflanzen des zweyten Landes beſeßt, Sobald das erſte Land bepflanzt iſt, bekommt das 2te ſeinen Bedarf vom dritten, und ſo ginge es weiter bis das Ganze beendigt iſt. Das leßte Stück bekommt 102 ſeine Pflanzen aus dem zurückbehaltenen Vor- rath. Zu den oben erwähnten Vortheilen kommt noch das hinzu, daß das ganze Feld mit lauter vorzüglichen Pflanzen von gleicher Stärke und in gleicher Entfernung bepflanzt würde. Der Boden wäre durchgängig beſebt und alles würde zu gleicher Zeit reifen. Die weite und gleich förmige Entfernung würde den Gebrauch der Hacke ſelbſt einer Pfexdehac>e erlauben, So würden die bis jeßt das Land am meiſten verun- reinigenden Früchte, mittelſt einer kleinen Aus- gabe in einer reinigenden Brachfrucht der erſten Art verwandelt. Würde Land, wo der Raſen nach 3. 18 abgeplagget und verbrannt wäre, in Der Art behandelt, ſo müßte die erſte Pſlugart- ſehr flach ſeyn, und queer durch die Beete, wo es deren giebt, gehn. Die zweyte Pflugart, womit das Verpflanzen geſchiehet, kreuzt die er- ſte und zieht die Beete auf, damit ſie den Win- fer durch trocken liegen. Gedüngte Brache, fette Weißen-Stoppeln oder jeder anderer Acker, der hinreichende Kräfte hat, Rübeſaamen zu tra- gen, fönnte in ähnlicher Art bepflanzt und die Pflanzen in ein beſonderes Saatbett gezogen werden, 103 m Der Der Rübeſaamen wird gewöhnlich im July Erne „ES reif, bald früher bald ſpäter, nach Einfluß der Witterung. Wenn der früheſte Saamen anfängt ! laue ſchwarz zu werden, ſo hält man es für die rechte we und Zeit zum Anhauen. Der Er wird allgemein durch Frauen mit Sicheln ' wirde geſchnitten. Nach der gewöhnlichen hieſigen Ver- Weich: fahrungsart liegen ſie in breiten und dünnen Ge- hh der lägen(reaps) oben auf den Stoppeln, die ge? : GE wöhnlich einen Fuß hoch, oder ſo hoch ſind, als es die niedrigſten Zweige erlauben. Jn dieſen 4 Aus: Gelägen bleibt er liegen, bis der Saft aus den ' erſten grünften ausgetrocknet und der reiſſie ſeine Hul? Roſen ſen öffnen will. Bleibt er zu lange liegen, ſo ve, in fällt viel Saamen auf dem Felde aus. Wird flygart er zu grün gedroſchen, ſo bleibt vieles in den e, wo Hülſen und der ausgedroſchene iſt ſchwer aufzu?' gat, bewahren. 1.200008 Das öffentliche Dreſchen des Rübes- Dreſen Win- ſaamens iſt in der Art, als es hier eingeführt rache,; iſt, eins der auffallendſten Schauſpiele, die in Acker, der Landwirthſchaft vorkommen*). | 3)*) Anmerk. des Ueberſf. Einer ähnlichen Wers nd 6 fahrungs&art in Of- Friesland wird in den „me Jahrbüchern der Preußiſchen Mongrt und ein großes Laken daran befeſtigt, das wie ein Sack herunter hängt, um die La--| dung aufzunehmen und den ausgeſchütteten Saa-„ea » 4“ 3| S men zu bewahren. Den Verluſt in der Scheuer| Mm zu verhüten, wird die Tenne mit weichem Heue| zu bedeckt, welches das Ausfallen des Saamens ww“ kb) verhütet. Wenigſtens kann er daraus leicht auf“ PE geſammlet werdea, dagegen Stroh glatter iſt, dem Saamen mehr Gelegenheit zum Auslaufen ziebt, und alſo den Verluſt vergrößert. VU Die Koſten ſind verhältnißmäßig geringer(M als bey dem öffentlichen Dreſchen, beſonders für det wenn das zu erntende Stück klein iſt, etwa 4 Wan bis 5 Acte(6 bis 8 M.), welche eben ſo viel Ae! Unruhe und Koſten' verurſachen, als wenn es Vegi noch einmal ſo viel wäre.| her als Nach einer genauen Berechnug der Koſten hint von 5 Acre(8 M.) die vor einigen Jahren in| Mhzand der gewöhnlichen Art geerntet waren, betrugen vnd fa ſie 23 Sh. p- Acre(4 Thlr. 19 Gr. p. M.).| diem Bey den jeßigen Preiſen der Lebensmittel und| deſſen 5 der Art, die Arbeiter zu bewirthen, würde es| jem dat gewiß 30 bis 40 Sh.(6 bis 8 Thl. p. Morg.)|(hy' . koſten. Nach einer eben ſo genauen Berechnung| nd haben 43 Acres(73 M.) die vor einigen Jah-| ſhe; ren wie Weizen"geerntet wurden, gekoſtet,(das| Zi ODreſchen mit eingeſchloſſen);- 0, die 1 die fy; eten Saz t Cher em Hey Sqamens iht auf: ter iſt, völayfen geringer eſonders etwa 4 ſo viel jein es Koſtet ten in etrugent , M.). el und rde es Rotg,) s vi Mols 19 bin 100 AEN NGN WENN (u nh vs + ws „en Ww wr" (ws 313 Sacks aeſchiehet dur< Frauen und das Wege fahren durch Jungen, welche auf den Pferden reiten. Auf der Seite des Schobers wird ein großes Laken gebreitet, worauf die Schleifen umgedrehet und ſo abgeladen werden, ſo daß weder die Schleife noc) die Banſer aufgehalten werden. Auf dieſe Art wird ein großes Rübe- ſaamen- Feld ſehr geſchwind zuſammengebracht. Wenn es dergeſtalt. eingeſchobert iſt und ausge- ſchwißt hat, ſo hängt es lediglich vom Wirthe ab, zu welcher Zeit er ausdreſchen will, es ſey gegen die Zeit des Berkfaufs oder wenn es die übrige Wirthſchafts- Arbeit erlaubt. Der in die- ſer Art behandelte Nübeſaamen pflegt ein beſon- ders gutes Anſehen zu bekommen. Etwas Beſonderes hiebey darf nicht unde: merkt bleiben. Dieſes Verfahren iſt ſeit vielen Jahren in der Gegend von Egton in den Ge- birgen ganz eingefährt,'welches nicht mehr als 10. Meilen(2 g. M.) von Lokton, dem Rande dieſes Thals entfernt. iſt, wo in dieſem Jahre zuerſt damit der Anfang gemacht worden. Ein auffallender Beweis, welche langſame Fortſchritte Verbeſſerungen in der Landwirthſchaft, wenn ſie auch noch ſo nüßlich ſind, machen, wenn ſie aus einer Gegend in die andere wandern ſollen, und wie wichtig es iſt, ſie in ihrem Geburtgorte Zweiter Theil, H LI de ſelbſt, oder an den Orten, wo ſie den höchſten| 7 Grad von Bollkommenheit erlängt haben, zu be-| mw ſchreiben und. ſolche Nachrichten zu verbreiten,| gen | Gly Aus dem Bericht über den nördlichen!(ß Bezirk.| dy Das bffentliche Dreſchen nimmt. immer(foms mehr ab und macht der wirthſchaftlichen Me hai) thode, ihn in Schober zu ſehen und nach Des vy) quemlichkeit zu dreſchen, Plaß. Zuweilen| wird er auch, ſobald er trocken iſt,'in Scheus(0 nen- gefahren."nN Der auf dem. Felde gedroſchene friſche Feld y Saamen erhißt ſich. leit und. ſchimmelt. ih Wenn man ihn aber in den Schober oder j auf den Schwad zum Austro>nen bringt, ſd pu) iſt dieſes nicht ſs leicht zu beſorgen.| Im( :; ma Grtrag, Eine Mittel- Ernte iſt 4. Quarter p. Acre Ius| (13 Sc"“ bariſchen Ausdrücken anfüllen, ohne dem Leſer welt, " irgend einigen Nußen zu ſtiften, Die Abarten wa; ' yy ſind gewöhnlich in jeder Gegend vorübergehend, ih || Sie kommen und vergehen wieder, 4" ( Die rothhäutige(Rusia taty) war lange-N uk y der Liebling dieſer Gegend. Indeſſen glaube ich,|" | daß ſie jeßt, wie ſo viele andere, die vor eini-|." in ger Zeit jim Flore waren, gänzlich verloren ge| in; 00 fe| | 119 4,04 Aus dem Berſfcht WO den nördlichen 1 die Ahe; Dezirk. tl, Beide Die nierenfoörmige(kidney) oder die run-* en Nach: de und flache Art wird vorzüglich gebauet. Sqaqmenz In dem niedrigen Theile dieſes Bezirks ha- 1guſts in ben einige wenige Wirthe die veredelten O<= ? iſt erſt ſen«Erdäpfel(0x nobles), die Champions ) daß er und eine rothe Art, ich glaube die Surinam- jnnimmt, Erdäpfel, zum Futter für Rindvieh und Schwei- ne. Dieſe Arten ſcheinen ſich aber nicht ſehe ausgebreitet zu haben. a Es giebt Urſachen zu glauben, daß die Krank- ES nN heit, welche vor einigen Jahren den Erdäpfeln ! 4 in dieſer 1 andern Gegenden unter vu Na- men des Einſchrumpfens(curled tops) ſo ſchäd- ) vet, lich war, von dem zu langen Beybehalten abneh- u dar"mender Abarten herrährte, Dem ſey wie ihm | veſt wolle, ſo ſcheint es eine hier angenommene Mey- Abarten nung, daß friſche Abarten, aus dem Saamen ge- 9ehend, zogen, dieſer Krankheit nicht unterworfen ſind. Bis jeßt ſcheint dieſe Materie nicht gehörig aus- : lang einander geſeßt zu ſeyn, um als Tyatſache nie: abe it), dergeſchrieben zu werden. Dieſe Krankheit zeige or ein!- ie ſich vor einigen Jahren mehr oder weniger in ven ge ganz England, An einigen Orten war ſie von kurzer Dauer- Ihre Wirkung hat aufgehört, und ſie iſt jeßt meiſt vergeſſen. Jn einem Falle, 120 wovon ich weiter unten mehr reden werde, wur- de ſie, aller Wahrſcheinlichkeit nach, bloß durch Anſchaffung neuer Abarten vertrieben. In der hieſigen Gegend ſindet ſich in Anſe- hung dieſer Krankheit etwas ganz Beſonderes. Die Gebirge ſind davon auf gewiſſe Art freos dagegen das Pickerings- Thal damit angeſteckt iſt. Pflanzen, die man aus den Gebirgen kom- men läßt, bleiben das erſte Jahr davon befreyet, in der Folge ſind ſie ihr aber ebenfalls unter«- worfen, Ans dem Bericht über den nördlichen INEZ NE: Einige kleinere Wirthe laſſen die Saat aus den Gebirgen oder aus Schottland fom- men. Hiebey iſt es merkwürdig, daß die Erdäpfel von dieſer friſchen Saat im erſten Jahre von dieſem Uebel ganz befreyet bleiben. / Im zweyten Jahre bekommt ſie ein Drittheil des Gewinnſts und im dritten Jahre beynahe alle. Es herrſcht hiebey kein Vorurtheil. In« deſſen hat noch niemand die Urſach erklären Fönnen. Dieſe Krankheit bemerkt man ſelten beym erſten Treiben der Pflanzen. Sie werden erſt bey zunehmendem Wachsthume davon angegrif- -z em ETI IEE u: JE meh Pit! a NI ſe mi zum| denn ſhnit mit| vs| ſower hd; und| troget Inder jen ve y, Wyt- 5 durch 1 Anſe dere, 't fte; geſtect n kom: eſeeyet, Unters lichen Gat d fom- 0ß die 1 erſten bleiben, rittheil jeynahe |. Jn- vflären bett m eſ gegrif LZT fen.„Das ganze Kraut ſchrumpft zuſammen, als hätte es durch die Dürre oder durch Inſekten gelitten. Dennoch bleibt es am Leben und wächſt ſogar, obgleich wenig. Die Wurzeln bringen aber gar nichts. Ganze Felder ſind durch dieſe Krankheit verloren gegangen. Wo nicht alles angegriffen, ſoll das Ausziehen der kranken Pflan- zen von gutem Nußen geweſen ſeyn, und man behauptet, daß man ſie im Gebirge durch dieſes Mittel vorzüglich ausgerottet hat. Die Methode, die Erdäpfel aus dem Saa- As dem men zu ziehen, iſt. einigen der aufgeklärteſten*'**“ Wirthen bekannt. Die herrſchende Verfahrungs- art iF folgende. Im Herbſte, wenn die Frucht? Büſchel von ſelbſt abzufallen anfangen, werden ſie mit der Hand abgepflückt und im Sande bis zum Frühjahre verwahrt. Aisdann werden ſie darin oder in guter friſcher Erde eutzwey ge- ſchnitten. Die Saat wird herau8sgenommen und mit der Erde vermiſcht. Sobald man glaubt, daß feine Frühjahrs- Fröſte mehr zu beſorgen, ſo werden ſie in feine Garten- Erde geſäet. So- bald die Pflanzen die Wurzel- Blätter treiben, und ſtark genug ſind, um das Anfaſſen zu ver- tragen, werden ſie aus dem Saatbeete in ein anderes von friſcherer und beſjerer Erde in Rei- hen verpflanzt, die den Sommer durch ſehr rein T 22 gehalten werden müſſen. Im Herbſte findet man an den Wurzeln dieſer Pflanzen Büſchel von u6W bleinen Erdäpfeln von verſchiedener Größe von js I einer Haſelnuß bis zu einem wilden Apfel. Ver- Jt? pflanzt man dieſe im Frühjahre, ſo bringen ſie jn j Erdäpfel von mittlerer Größe. Ihre wahre Größe erreichen ſie aber erſt im dritten oder| ; 2';|; vierten Jähre. Wo man ein Treibhaus zu 11:00 Dienſten hat; kann der Proces verkürzt werden. fan Da der Saame im frühſten- Frühjahre geſäet hs werden muß, ſo kann die Pflanze, ſo wie- der We Froſt aus der Erde iſt, verpflanzt werden. Die| WW Wurzeln treiben ſtärker und die Erdäpfel kom- ſpin men im 2ten Jahre der Bollkfommenheit ziemlich ws nahe. Solche aus dem Saamen gezogene Erd-| 6) äpfel ſind ein Gemiſch von endloſen Abarten, je | Zuweilen pflanzt man dieſe durch einander, zu- Pitt weilen werden die beſien Abarten ausgeſucht. het, Bey veren Wahl muß man auf zwey CEigen-|, M0 ſchaften achtſam ſeyn? die innere Beſchaſſen- Wi heit der Erdöpfel und ihre Ergiebigkeit. Wes wiſſen ſiſt eine Abart dieſe beiden Vorzüge, ſo iſt die ſue Wahl geſchwind entſchieden. Dieſer Achtſamkeit| debe find wir ſo manche gute Abart ſchuldig, die wir| bein jekt in England haben, Noch iſt zu merken, 4 daß die Abarten der Erdäpfel, gleich denen vom Yer Getreide, nur auf beſondere Beden und Lagen pf| det Man el von ße von l, Der: gen ſie wahre 1 oder us zu verden, geſaet ie- der Die fm: einlich Erd aeten ' WU eſucht. Figen affen? Ber t die mfeit e wit rfet), vom agen Y XT23 - paſſen. Ein Wirth thut daßer wohl, Erdäpfel aus dem Sqaamen zu ziehen, weil er durch die- ſes Mittel ſich mit ziemlicher Gewißheit einer Art verſichern kann, die auf ſeinen Boden und ſeine Lage paſſet. Cs iſt indeſſen bereits bemerkt, daß die Abarten ausarten. Pie“ Lieblingsart dieſer Gegend wur- de ſo lange beybehalten, bis einige Pflanzen kaum die Saat wieder brachten. Wer bey dem Ausgraben der Erdäpfel achtſam geweſen iſt, muß die große Ungleichheit in der Ergiebigkeit der einzelnen Pflanzen bemerkt haben. Der Unter- ſchied des Ertrags zwiſchen den Wurzeln ſelbſt, wo-Boden und Lage keinen Einfluß hat, iſt öf- ters drey- bis vierfach. Hieraus folgt klar, daß jede Abart ihre Unter- Abarten hat, und daß der Wirth ohne allen Zweifel die Mittel in Händen hat, die verwandten Abarten zu verbeſſern und ihre Dauer zu verlängern, wena er bey der Ausſaat die für ſeinen Boden und ſeine Lage paſſendſten Unter- Abarten auswählt, Jeder acht- ſame Landwirth muß mit dem großen Unterſchie- de befannt ſeyn, den eine gute oder Mittel-Ernte verurſacht. Die Auegaben an Ackerzins- Ausſaat, und Bearbeitung ſind die nehmlichen; der Ertrag mag groß oder klein ſeyn, Wie unvorſichtig iſt es Feld- Fintbheilung Boden. 124 alſo, eine unergiebige Art fortzupflanzen, wenn die Mittel ſich eine beſſere zu ſchaſſen ſo leicht und in die Augen fallend ſind. In dieſer Gegend wird eine ſehr beträchtli- He Menge Erdäpfel gebauet. WBeynahe jeder- mann, ſey ſein Gut noch ſo klein, bauet Erd- äpfel und zwar nicht im Grabelande, wie es an den meiſten Orten gewöhnlich iſt, ſondern im Pfluglande. Ein Verfahren, das ſeit einem Jahrhunderte eingeführt, und zwar Yorkſhire nicht allein eigen, aber nirgends ſo allgemein iſt. Gewöhnlich werden die Erdäpfel als eine Brac) Frucht vor Weizen geſäet. Der reinſte Theil der Stoppeln oder andern Akers, der zur Sommer- Brache für Weizen beſtimmt iſt, wird für dieſe Frucht ausgeſeßt. In aufgeriſſene Raſen(8ward), wie es an andern Orten ge- wöhnlich geſchiehet, werden ſie ſelten gebracht. Indeſſen glaubt man doch, daß ſie in friſchem Lande, d. h. ſolnet ſind, in der Scheune gedroſchen, und der Flachs hernach wie der übrige behandelt. Dieſe Garben werden in Haufen geſammlet, nach dem Waſſer gefahren, und darin ganz un- tergetaucht, indem man es erſt mit den Füßen eintritt, und es hernach mit Steinen, Raſen 2c. belaſtet. Auf das völlige Untertauchen muß ge- nau geſehen werden, weil das, was auſſer dem Waſſer bleibt, weſentlichen Schaden leidet. Im Waſſer bleibt ex 10 bis 14 Tage gewöhnlich liegen. Indeſſen richtet man ſich nach) der Be- ſchaffenheit des Waſſers und andern Umſtänden. Er ſoll darin aufgeweicht werden, aber nicht faulen. Den rechten Zeitpunkt zu treffen, ge- hört eine ſehr genaue Kenntniß, welche nur lan- ge Erfahrung geben kann. Rus dem Waſſer wird er auf die Breite ge? bracht, wozu gewöhnlich ein Stü Grummet ge- wählt wird. Man hat berechnet, daß bey einer guten Ernte der Fle zur Breite eben ſo groß Röſten. Breite. REDEN SENEN SGN FEEEENGENNEGENN 140 ſeyn muß, als ver worauf der Flachs gewachſen| pien war. Hier bleibt er ſo lange liegen, bis ſich die| mb holzartigen Theile. von dem wirklichen Flachſe Geha leicht trennen, ohne daß dieſer leidet, Wie piel wH Zeit dazu gehört, hängt, wie bey dem Röſten, win" mehrentheils von dem Wetter ab, und kann nur| fut) „- von Leuten beſtimmt werden, denen lange Er- N fahrung die vichtige Beurtheilung gegeben hat.| qm, Wenn er dieſen Punkt erreicht hat und er auf| eie dem Graſe nicht trocknen will, ſv wird ex in ſü| Bunde gerade aufgeſtellt und ſieht dann Zucker- niht! hüten oder ungebundenen Getreide- Garben ähn- vs 3 lih. GSobald es trocken iſt, wird ex in eine hit 4 Scheune oder einen andern bequemen Ort bis lfte zur weitern Bearbeitung weggelegt.| ſum Brehen. Die Abſicht des Brechens iſt, die holzartigen 414] Theile vom Flachſe zu trennen. Zu dem Ende Gta! werden die rauhen unbiegſamen Stengel in die|(a6 Brache gebracht, wo die holzartigen Theile zwar Ei entzwey gebrochen, aber noch nicht vom Flachs Wifi getrennt werdet, iG Schwingen: Leßteres verrichtet vie Schwinge, wo man m die zerbrochnen Stengel mit dem Schwingeſtoke nah! ſchlägt. Der Schwinger zieht von Zeit zu Zeit Gitv, das Werrig und die kurzen Fäden, mittelſt einer=| Wehn Art Fuß- Hechel, den gewöhnlichen Flachs- Hecheln| Wid ahnlich; aus und arbeitet durch abwechſelnden Titel; wachſen 3 ſich die | Fichſe Wie yiel Röſten, ann nur ige Er? en hat. ) er auf ) et in Zur en ähn: in eine Ort bis artigen | Ends in die [e zwar Flache wan eſio>le y Zeit t eine eheln elnden LAL Gebrauc) der Schwinge Und der Fuß- Hechel den Flachs in die Hand des Hechlers(ax dresser), Lecein. Sobald die Schäben(shivs) und der größte Theil des Wervigs und kürzen Flachs herausgearbeitet, wird er in Bunde gebracht und iſt zum Verkauf fertig. Die ganze Arbeit des Röſtens, Breitens,'Bre- Koſen. er auch ſeine Unannehmlichkeiten. Er freuzet ſich mit der Ernte und ſoll das Land exr- ſchöpfen, beſonders wenn man ihn in Saamen ſchießen läßt. Man ſollte alſo deſſen Anbau auf ergiebiges Gragland einſchränken, wo der Getrei- de- Bau nur ein Nebenwerk und wo Erſchöpfung den folgenden Früchten eher nüßlich als ſchädlich iſt, weil ſie die zu ſiarke Geilheit des friſch auf“ geriſſenen Graslandes in etwas hemmt. Zur mitn vol Cub 1792, von m 118) bericht [4 Ty ſatte Veſſen förfſien Ofen Platy ) und p die Güte gewiſſer ere Gitte - Et wird, nf ſetn. | verhält el giebt ein dif ) Wün: gut iſt, ) es iſi en 1d ſoty* tierung, Indeſ: m Er and er Zaamen qu auf Getr höpfun) ſhädlic) ſch auf! - Zur 143 rechten Anwendung des Flach8baues gehört viel Kenntniß, undes ſollte daher kein Wivth wa- gen, ihn im Großen anzubauen, eße er ſich da- mit in einer Gegend, wo deſſen viel geſaet wird, völlig bekannt gemacht hat. Kein vorſichtiger Landwirth wird ſich überhaupt damit befaſſen, ehe er ſich durch Verſuche im Kleinen verſichert hat, daß ſein Acker ſich zum Flachsbaue ſchickt, und bey guter Beſtellung. und günſtiger Witte- rung ergiebige Ernten hoffen läßt, 8. 36 Vor einigen Jahren, vorzüglich im Jahre 1782, wurden im Pickerings- Thale große Flecke von mehrern Morgen, mit Toback beſtellt, und im York Thale wurde der Anbau noch ſiärker betrieben. Im Pickerings- Thale zog es die Aufmerk: ſarakeit der Regierung nicht auf ſich.*) In deſſen ergiebigſtem Tdeile, wo der Anbau am ſtärkſcen war, wurde er von einem Manne fa- brikenmäſſig betrieben, der lange in den Tobals- Toba. Plantagen in Amerika gebraucht war. Er bauete- *) Der Anbau, war vom Parlamente 1652 vers boten, damit die Colonien nicht darunter lets den ſollten.: Der Ueberſ. INR rwe urn 144 ihn tnticht nur, ſondern bereitete ihn bis zum Rauchen ſelbſt zu. s DZ Im York-Thale ging es den Anbauern nicht ſo glücklich. Jhr Toback wurde öffentlich ver- brannt und ſie mit Geld? und Gefängniß- Strafen belegt: Man behauptete, daß die Geld- Stra: fen, welche 10 L. p. rod. oder 1600 L. p. Acre (6566 Thl. 16 Gr. p. M.) glaube ich, war, an 30000 L.(200000 Thl.) betragen haben ſoll. Dieſes gab dem geſeßwidrigen. Anbaue einen Stoß, aber auch ungläcklicherweiſe dem, welchen das Geſeß, als Arzneymittel zu bauen, erlaubte. Dieſes beſtand, glaube ich, in einem hälben rod oder 159 Yard(128 Rhl. O. F.) für jede Wirthſchaft. Dieſes iſt hinreichend, ſo viel To- back zu gewinnen, als zum mediciniſchen Bedarf der Wirthſchaft nöthig iſt. In allen Haupt- Krankheiten des Rindviehes und der Schafe wird es allgemein gebraucht. Ich werde hier alle Nächrichten geben, die ich über dieſen Anbau im Herbſte x782 zu ſam: len Gelegenheit hatte. Die Art war wahrſchein“ lic) der Bauern- Toba>(b. Nicotiana ru» Stica, Ihe english tabacco) der den Nahmen des engliſchen erhielt, weil er wahrſcheinlich der erſte war, der in England gebauet wurde» Den erſten Sägamen lieferten die Saamenhändler, Her: meeC€eeecewÖweannwweweenweEew wem Ee AEI WESER TEILST KSO TTI | Ww! halten F wurde (eto dn 6 Y ten di Eintri Es mg vt bis zum ew nicht lich ver: Etrafen d- Ctra: Pp: Acta war, an ben ſoll 1e einen welchen erlaubt, 1 halben für jede viel To! Bedarf Haupt: Shofe en, die zu ſam: ſchein! ana I Rahmen lig) der „ Den jand(e Her: 1 4 5 Zernach ging er unter die Anbauer von Hand zu Hand, Das Saqatbeet war von der reichſten und feinſten Erde.; Die Saatzeit, ſobald die Witterung zum Treiben warm genug war, vermuthlich im April. Das Verpflänzen aus demi Sqatbeete in den Acker, w9 er bleiben ſollte ,. geſchah, ſobald die Pflanzen ſtark genug waren, es auszy- halten. Einige pflanzten ſie imm Verbande(CQuin- cunx) einen Fuß auseinander; andere in Rei- hen, zwey Fuß in der Breite und einen Fuß in der Länge. In beiden Fällen wurden ſie ſorgfältig be- ha>t und den Sommer durch vom Unkraute rein gehalten, Sobald im Herbſte die Blüthen abfielen, wurden die Blätter abgeſchnitten, im Schatten getrocknet, aufgereihet und in Fäſſern oder an- dern Gefäßen aufbewahrt. 'Da das Frühjahr 1782 ſpät wär, ſo konn- ten die Pflanzen im ſchwachen Boden nicht vor Eintritt des Froſts zur Neiſe gelangen. Es ſcheint hierans, daß der Saame in un- ſerm Klima ſcharf getrieben werden muß, Hie- Zweiter Theil. K 1.0 11 ; | |: j::. | “ | | GEZ<= GG I RIE EIIIE IE ZE TE<= =>" 146 zu müßte man ſich eines Miſtbeetes bedienen, und die jungen Pflanzen, ſobald es der Froſt im Frühjahre erlaubt, im Acker verpflanzen, Anmerk. des Ueberſf. Dieſes iſt die Verfah» Wau rungsart in hieſigen Gegenden. Aus dem Bericht über den nördlichen Bezirk, Wau(reseda luteola, Weld) wird in dieſem Bezirke wenig gebauet, ausgenommen von einem Wirthe bey Scarborough. Er ſacte ihn zu Ende Auguſt in der Sommer- Brache. Die Ernte fiel ungefähr in diejel- be Zeit des folgenden Jahres. Hierauf wurde das Land ſogleich umgepflügt, mit Rübſen beſäet, die verfuttert wurden, und hiernächſt mit Weizen. In dieſem Jahre C1792) hatte er ein Stück Acker zu Rüben zubereitet, wurde aber durch einfallende Dürre an der Ausſaat verhindert. Er be- ſäete es daher im Jung) mit Rübſen, Heu- Saamen und Wau. Im July behütete er es mit den Lämmern. Im November, ws wir das Stück beſahen, ſtand der Wau ganz vorzüglich. Zuweilen wird er unter Klee ge- ſäet, und ſobald er reif iſt ausgezogen, ehe der Klee gemähet wird. 147 Dedienen, ft im 1 S8. 37“ Die Futter- Kräuter, welche hier angebauet ME werden, ſind e Verſch 1) Gemeiner vother Klee(LL. trifolium | pratense, Clover, red clover). 2) Weiſſer friechender Klee(TL. vrilolium rölicen repens, white clover). 3). Gelber Hopfen- Klee.(L. trifolium agra- ) wird in rium. Trifoil, hop- clover). 143 4) Liegender Klee(LL. trifolium procum- 4,00 bens. Trifoil). in dieſel: 5) Perennirender Lolch. Engliſc Ray-Gras Hierauf(L. Lolium perenne, Rye-gras). gt, mit 6) Wolliges Roß-Gras. Konig: Gras(4 mn, und Holcus lanatus. Hay-Seeds). , Jahrt») Spiß: Wegeric, hinreichend,(Marſh, Norf. 2ter Th. S. 236. Aus dem Bericht über den weſtlichen Bezirk, Ravgras wird wenig geſäet. Die Wirthe haben ein ſtarkes Vorurtheil dagegen. Deſſen Abgang macht, daß der Klee nur ſchlechtes Deu- liefert, und man dem Heu von dem al- ten Graslande im ganzen Dante d den Bor- zug vor jenem giebt. Aus dem Bericht über den öſilichen BFirk. In Anſehung des Vortheil8s und des Schadens, den das Raygras bringen ſoll, ſind die hieſigen Wirthe ſehr verſchiedener Meinung. Der lächerliche Abergläube, daß es ſich in Duecken verwandle und das Land ausſauge, rührt von der Jehnlichkeit der Wur- zeln beider Pflanzen her. Wird ein vergueck» ter Biker, der mit Naygras beſaet war, auf. gebrochen, ſs ſind die Wurzeln im Anfange Zweiter Theil, L 1Ö2 einander vbiig gleiM. Eine kurze Friſt iſt| N indeſſen hinreichend, den großen Unterſchied| G n zwiſchen beiden zu zeigen. Die Warzel des Ratv)graſes verfault ſehr bald, da die der VW Quecke geſund bleibt. Raygras hat ſeinen| großen Nußen beſonders auf leichtem Boden, oder wenn man frühes Gras haben will.| hy Sein raſcher Wuchs bringt es früh zur Reife,| ht und es erſchöpft das Land wie jedes andere| Gewächs der Art,' wenn man nicht dafür|" ſorgt, dieſem durch zeitiges Abhüten vorzu- M beugen. Wenigen Pflanzen ſchadet das Ab-| a; ſreſſen durch Pferde, Nindvieh oder Schafe.| ui Pferde halten auf dieſer Hütung beſſer als| kw auf jeder ändern aus. Der Acker, der Ray:' vt gräs tragen ſoll, muß in gutem Stande ſeyn.|(dpn Hierauf kömmt mehr als auf die Wahl des' 5 Saamens an. Eben ſo wichtig iſt e8, ihn We Wl in ſriſch geegtes Land zu ſäen, und ihn il: dm zwar hinreichend aber doch nicht zu ſtarf zu Willen fal bedecken. Manche Saat iſt aus Mangel die-| uf de) ſer Vorſicht nicht aufgegangen, und man hat| etthals es hernach dem Saamen zugeſchrieben. Wenn| 0 Raygräs im Frühjahre unter Woizen geſäet| 7 7“ wird, ſo muß das Land: vorher ſorgfältig be-| Wr ſi) ſtellt werden, damit es das glänzende UAnſe-|| hen verliere, welches jedes Land annimmt, Get das lange nicht unter dem Pfluge geweſen iſt.| ten h Biele Wirthe kaufen. ſchlechten Saamen, ent-|! weder weil ſie es nicht verſtehen, oder um ei- Öutbejh nige Thaler zu. ſparen.„Im- erſtern Falle iſt Und das | | | Wd Vit if terſchied urzel des ) die de 1 ſeiten 1 Boden, en will, ur Reife, 8 anden Dt dafür nN bor das AIb- Chaſe, eſſer als ver Rah nde ſeyn, al des es, Ihn nd ihn ſtarf zu ngel die main hat , Wenn geſat Itig be e Anſe- nimmt, veſen if ten, en vum Falle if 163 zu bedauern, daß ſie ſich nicht des Rathes Sachverſtändiger bedienen z im zweyten. aber werden ſie durch den erlittenen Schadea nach Verdienſt beſiraft. Die Saamenhändler haben den ſehr bdſen Gebrauch, guten und ſchlech- ten Saämen untereinänder zu miſchen, um beſſern Preis machen zu können, wodurch der beſte Kenner betrogen wird. Die fernere Behandlung der beſtändigen Gras- länder iſt hier, wie an vielen andern Orten, ſehr unwirtbſchaftlich. Ein Land 8 bis 30 Jahr wüſte liegen zu laſſen, iſt nicht ſchlechter gewirthſchaf- tet, als ein friſches beſtändiges Grasland jähr» lim zu mähen, und das Heu wegzufahren, Zwey Fehler ſollte man gleich ſtark vermeiden, Der eine iſt: allen jehigen Vortheil um des willen fahren zu laſſen; und der ändere: ohne auf die Zukunft zu ſehen, bloß nach dem jeßigen Vortheile zu greifen. Bey Jahres-Pächtern(te- nant at will), die der Dauer ißrer Pacht nicht ſicher ſind, finder dieſes einige“Entſchuldigung. Indeſſen ſollten ſie bedenken, daß ſie bey ſolchem Betragen das Zutrauen ihrer Herrſchaft verlie! ren, und alſo gegen ſich ſelbſt handelm Die Gutsbeſißer halten auf ihr altes Gragsläand feſt, und das mit Recht» Als Pflugläand iſt es-oft dreymal ſo viel werth, Jun dieſer Nachbarſchaft LF 3 Ferrivre Behandl. des Stras lande&, 16 kam der Fall vor, daß ein Stück altes Gras- land in den erſten drey Ernten ſo viel brachte als deſſen Einkauf gefoſiet hatte. Aller alte Raſen, wenn nicht der Boden von beſonderer Güte, die Bewirthſchaftung vorzüglich iſt, und das Düngen oft wiederholt wird, wird mit der Zeit unergiebig. Selbſt der Boden einer guten gemeinen Hütung, der nie getragen hat, iſt nach der Theilung ſchwach und unergiebig befun- den worden. Güterbeſiker thun indeſſen immer beſſer, ihr altes Grasland auf ihre Nachfolger zu bringen, als zu erlauben, daß es aufgeriſſen und durch eine unrichtige Bewirthſchaſtung in einen viel ſchlechtern Zuſtand geſeßt werde. Wo er einſieht, daß er dieſe üble Bewirthſchaftung nicht hindern kann, thut er beſſer, das Geſuch, altes Grasland aufzubrechen, wenn dieſes gleich un- vortheilhaft und unergiebig iſt, ſtrenge abzuſchlagen. In Bewirthſchaftung der Landgüter ſtehen in dieſer Rückſicht Grasland und: Hecken in einer Klaſſe. Des Pächters Vortheil erfordert, ſie mög- lichſt zu beſchädigenz„und des Gutsbeſißers, auf deren Erhaltung zu ſehen. Wenn auf einem Gute, wo Pflug- und Grasland in gehörigem Verhält: niſſe ſtehen, der Pächter die Erlaubniß ſucht, ein Stück unfruchtbare Hütung aufzubrechen, ſo iſt die Herrſchaft dem Ganzen ſchuldig, die Be- aum GE 245-4 nnn< piliqand) ud vurh EE ſoleter mit teinp NA ihm nic) Die fw, NV die(ec erſte Sah dee) Jah fe ae aufe bem Unfa, Gn dieſes De WW. 20 bj | ve An 6(Gras; | brachte oden ven orjüglih d, wird jen einer hat, if i9 befun- Nn imm achſo yfgeriſſen tung in de, We haftung Geſuch, leich un“ ſchlagen ſiehen i1 in eine ſie mög! 18, auf m Out, Verhält is ſuc, ohen, 1! die Dt 165 willigung zu ertheilen, ſich aber und ſeinen Nach- folgern dagegen, den Pächter anzuhalten, ein eben ſo großes Stück Pflugland wiederum zu Gras“ land liegen zu laſſen, und zwar kein Stück das ausgeſogen und durch langen Getreidebau unrein geworden, ſondern ein ſolches, das im Stande und durch vorherige Brache gereiniget iſt. Er muß es auch nicht mit unreinem Saamen und ſchlechter Wahl der Sorten verderben, ſondern mit reinem Saamen beſäen, den die Herrſchaft allenfaus auf deſſen Koſten anſchaft, wenn ſie ihm nicht trauen darf, Die weitere Behandlung erfordert eben ſo ſehr die Aufmerkſamkeit der Herrſchaft. Leidet ge, daß das Grasland den erſten Winter mit Schafen oder mit anderm Vieh behütet und zer- treten, daß das junge auffeimende Gras durch die gröbern Kräuter, die zu Heu ſchießen, das erſte Jahr ſogleich unterdrückt, daß die erſter drey Jahre darauf Heu gemacht, oder daß es öfter als ein Jahr um das andere gemähet werde, außer dem Mähen um Johannis zu Dampfung des Unkrauts, ſo thut ſie ſich und dem Ganzen Schaden. Es muß indeſſen nicht vergeſſen werden, daß dieſes Verfahren nur auf beſtändigem Graslande, das 20 bis 50 Jahre, und vielleicht noc länger in der Art genußt wird, anwendbar iſt, niht- 166 aber auf abwechſelndes, das nur 1 bis 2, oder auch 5 bis 6 Jahr lieget. In dem Falle gehört es zur Klaſſe des-Pfluglandes, und muß als ſol- djes behandelt werden. Cſparſette giebt ein beſtändiges Gragiand, bey deſſen Anlage Herrſchaft und Pächter glei- meädow 5ca- CISA» bi9uss blue CiZpE. 4 | " ? ! 5 [9 DIE ehe Üb 5, 176 Deutſche Namen. Linneiſche Namen. Engliſche Namen| Amy 4 Wieſett-Pimpi- Sanguisorba meadow burnet. m nelle oder officinalis. 1; 00 Wieſenkopf.| BT Glieder-Binſett. zJuneus articeui- Jointed rus].(094, "M pm ſchwärzlihes schoenus nigri« blak- headed. 68 Knopfgras, CANS« bog-rush.| ms 4 | j clock= SeEQUEFS.| vh Wieſen* Kreſſe.«cardamine pra- common ladies| 4"' tens1s. Smock. m Bekonie oder etonica ofl- betony. 0“ Pfaffen- Blumet. cinalis.|. Anmerk. Dieſes gehört zu den gewöhnlichen Gras-| huh Gd * ärten der hieſigen Gegend, und man trift es| nahe in jedem Boden und in jeder Lage von| din „den Marſchländern bis zu den Gebirgen. Der| Name Holz-Betony(wood-betony) iſt we AY nigſtens für die hieſige Gegend ſehr unpaſſend.||“ Hahnen-Kamm. rhinantus yellow rattle. olige crista galli hen-penny. vy fleiner Sumpf- valeriana diola- marsh-Yalerian. Ape( baldrian, CE il Wald-Anemone. anemove ne- wood anemone. AE mMmoOroS4.| Gul Feld-Binſfen. zjuncus campe- grass-rush. jh SITISs: - Knaben: WE M Namen IW bürnet, ad ruh headed, 7. ruh, « SeQves, 0 Jadies 10CK, 100, hen Orts: n triſt& Lage von Y rattle, venny, valerian anbemons „tus! Raben) „Deutſ adow€ gefnifter Fuchs? alopecurus 86« Cote fox tail. PIP: ſchwanz. niculatus. mon ul ſchwimmende Lestuca Nuitanss FKMote fescue, Sea ves, Schwingelmannäa ire ruh Raſen-Schmerlen aira caespitusa. turfy air gras. jarsh iet“ Wieſen- Platt- lathyrus pra- meadow tevch bane, Erbſe; tensis. ling. a|. EE N d,knobmer gemeiner Klee. trifolium prä meadow trefosil. horSekn0 tense., Id> (Td 8 158 - Deutſche Namen. Schotten- Klee. ſcharfe Rauunfel, Hahnenfuß. kviechende Ra- nunkel. Sauerampfer. wilde Angelica. Sumpf-Komarum Fuünfblatt. große Wuderblu- me, Gänſeblume. Maslieben. Peterskrauk, Harthen. Brunelle, Selbſt- heil. Färbe- Geniſta, Färbe- Pfrieme. kleine rauhe Weide kleinblättericher Weiderich. ſcheidiges Dun- nengras. Linneiſche Namet. lotus cornicu- latus. ranunculus acris. ranunculus repens. rumex acCeitosa. angelica Sylve- Stris. comarum Pa- lustre. crisantheimum leucanthemum. hypericum qua- drangulare. prunella vulga= 11S2 genista tin- ctoria. Salix. epilobium Parvi- florum. eriophorum va- gSinatum. Engliſche Namen birds foot tre- foil. COMMON CrowW- (00.1 creeping Crow- foot. common Sorel Sourdoken. wild angelica. *«marsh cinque- fol. OXx-eye-daisey. St Peterswort Self- heal. dyers broom, wood weh. dwarf bitter willow. Small Howered willow-herb. cotton rus5h, zutſhe Im hegen O Fett Doſe CM Pi Ghedet fnotiger L wer GunpfZ Wu Daſit-Es fil, ISI jhe Ramen | Deutſeine Hütung um. Michaelis geglättet wurde. zur. Zeit,„wo das Bieh in die Wieſen, nach abgebrachtem Grummet, gebracht wi: Cin Berfahxen,. das Nächahmung verdient. Die. Ober- fläche. aſt-.weich. genug, um den 105027 aQuzU-. nehmen...„Wird. er dagegen im. Frühzahye in eine, mit Waſſer geſättigte Erde gebracht, ſo waſchen ſchwere. Regen ihn w-g,. oder- er. wird durch den. Froſizerſiöret.. Das„Glätten im frühen Herbſte iſt. in ſeinen Wirfungen dem Düngen des Graslaudes in dieſer Jahreszeit gleich. Der Boden muß feſt ſeyn, ehe der Wieſen- Hobel gebraucht. werden kann, Wenn man. da- mit fertig iſt,. ſo wird mit dem Handrechen nach- polirt,„beſonders. am Rande, wo der Wieſen- Hobel niht immzr alles treffen kann. Es iſt hier der Ort, einer Meinung zu ex- wähnen, die ich über die Maulwürfe öfters habe äuſſern hören, Cin: Wirth, deſſen Meinungen ſich nicht auf oberflächliche Unterſuchungen grün- deten, hielt ſich völlig überzeugt, daß Maulwürfe ſehr nüklich wären, und hat in den leßten 20 Jahren auf ſeinem Gute keinen getödter. Er "glaubte, daß ihre Gänge Abzüge für das Wäſſer waren, den Wurzeln der Pflanzen friſche Luft zuführten, friſche Erde an die Oberfläche bräch- ten und die Würmer tödteten, die ſonſt die Gras- Lw 264, und Getraide- Wurzeln anfräßen- In ſtrengem und kaltem Boden und überhaupt im Graslande mögen ſie Dienſte“ leiſten, und zu dieſer Mei- nung Gelsgenheit gegeben haben. Indeſſen folgt hieraus nicht, daß ſie in leichtem und flachem Pfluglande ebenfalls nüßlich wären. Hier fällt der Schaden, den ſie anrichten, zu ſehr in die Augen, um überſehen zu werden. Daß ſie den Würmern nachtheilig ſind, iſt wahrſcheinlich. Indeſſen hat man, ſo viel ich weiß, keine Ge- wißheit darüber, daß dieſe ihre Nahrung aus den Wurzeln ziehen.' 3. Ich ſpreche hier von den gewöhnlichen Erd- würmern, nicht'aber von den Regenwürmern, Von dieſen wird behauptet, daß ſie Blätter und andere vegetabiliſche Subſtanzen in ihre Löcher ziehen. Was dabey ihr Zweck ſey, iſt bloße Vermuthung. Es mag die weiſeſten Naturgeteße und die beſten Abſichten zum Gründe haben, Ich erwähne der Maulwürfe bloß, weil ich es für neu halte, und zwar nur beyläufig, weil ich noch feine Gelegenheit gehabt, ſie gründlich zu unterſuchen. Indeſſen ſcheint es mir für die Landwirtöſchaft ſehr wichtig. So wenig wir dieſe kleine Kreatur ſchäßen, ſo mag doh ein Theil des Wohlſtandes des Pflanzen- Geſchlechts * und lh des thieriſchon auf ihr beruhen. Seine Jew! m die uf ſy) (fat 4 Diſtel Jachb weni) und) vie vd | fringe Öraslande eſer Rei eſſen folzt d flachem dier fällt hr in die ß ſie den ſcheinlich, feine Ov img auß - net it. Man bedient ſich hier eines beſondern Mittels, um es gegen böſes Wetter zu ſchüßen. Es wird in kleine Haufen, von einem Fuder un- gefähr, geſeßt, ehe man es in größere bringt. Dieſes wird als eine Vorbereitung angeſehen, 100 es ſich erhiken und Heu werden ſoll. Iſt es zwar vom Waſſer frey, aber noch zu voller hedient| Ze dv tin ſhe Ds m, geſehen, udeſ Wirth 1.0 Wirth! tam N ung ſtroutt auf das ſen zeb dm& Hens ves j Hufen eb(he Vaſſ und fen Zu |, w 0, Aud übrige hh wenigen Ar tel Anſtrey De gemein; JewOhnlice 6(9 Fuß), Wegend eh ſtändig Zi als wäre d inen Uehet viele habet nd zeicnt ße Menz! een 9a) plecht eiw | gewandt, um den Haufen geſchlagen, an die beyden Enden ein Pferd geſpannt und das Heu auf diefe Art nach dem Schober gezogen... Iſt das Heu weit, ſo wird es auf die gewöhnliche Art zuſammen ge* 6 tegel ju 8 I Dieſen , Wer det Auf dieß ten Witte Worſichtiz! en Wieſe verfutter)), Zieles wird hren, un) ſekt, odi , wenn ortheilhaf, ſchlecht? fe, wo 6 den ſchi en behaup: Ww ze die Erndts o fann ei „ ohne det n, Steht! Strict un Enden eit fe Art naß) wm weit,| ſammen 9" 217 bracht und hin gefahren. Zuweilen wird es mit einer Stange von 6 bis. 8 Fuß Länge, an deren beyden Enden Pferde. geſpannt ſind, zuſammen getrieben. Auf der Stange. ſtehet ein Mann, um ſie niederzudrücken und. den Grund rein zu halten. Dieſes Verfahren.iſt einfach, aber müh- ſam. Man hat noch mehrere Erſindungen die- ſer Art, die bey einer großen Menge Heu und Mangel an Arbeitern die.Erndte ſehr befördert. Die Geſpanne thun die Hauptſache, und. es ſind- nur wenige Handarbeiter zum Nachharken nöth“g«; Anme kung. In dem Bericht über den nörd- lichen Bezirk iſt eines Heu- Schlittens dieſer Art gedacht, der von Pferden gezogen wird, und eine Zeichnung deſſelben beygefügt. Aus dieſer ergiebt ſich, daß es gerade der nehm- liche iſt, der in Leonhardi Abbildung und Beſchreibung von I. Midleton erfundenen neuen Maſchine zu ſchneller Abfahrung des Heues von den Wieſen bey eintretendem Res genwetter, 4. Leipzig 1797 6 gr., beſchri:ben, und von da im JIdeen-Magazin No. XIV, ate Auflage übernommen iſi. I< habe es überflüſſig geglaubt, deſſen Beſchreibung hier zu wiederholen. Es wird von einer Seite der Wieſe zur andern regelmäßig fortgeſchritten. Das Heu bleibt in gro- ßen Schwaden liegen, und wird von da in die Scho- 218 ber gebracht oder weggefahren. Dieſes Verfah? ren iſt indeſſen bey weitem nicht allgemein. Wenn d«s Heu nahe am Schober eingeſeßt, und er zu hoch geworden, um von der Erde aus das Heu auflangen zu können, ſo wird das entferntere fuderweiſe zuſammengeb-acht und heran gefah- ren. Gute Wirthe fangen keinen Schober an, ehe ſie hinreichendes Heu haben, um ihn in dem- ſelben Tage eindecken zu können, er müßte denn ſepr groß ſeyn. Solche große Schober find in- deſſen hier nicht gebräuchlich, Wenn der Scho- ber voll iſt, ſo wird die Mitte gerundet, und das übrige Heu daneben gelegt, um damit bey gutem Wetter und wenn es gehörig getrocknet iſt, den Schober völlig fertig zu machen. Cs ſcheint mir dieſes die höchſte Stuſfe in der Kunſt des Heu- Einſeßens z5 ſeyn. Feld: Schober ſind gewöhnlich rund. Die Lieblingsform iſt die eines Eyes« Sie fällt am ſchönſten ins Auge, iſt aber bey weitem nicht die paſſendſte- Jn Cleveland haben ſie die Ge- ſtalt einer Rübe, Sollen ſie rund- ſeyn, ſo ſcheint eine Form, welche zwiſchen beyden,. dem Ey und der Rübe, die Mitte hält, den Vorzug zu verdienen. Nach meiner Meinung iſt indeſſen eine Scheune das beſte Modell zum Heu-Scho- ber, Wenn das Heu gut geſchwißt hat, ſo wird „64 jeharft, md VU wo m Gif! (hein des qa verſch Verſa Yotzi Vie F vn€ einige! ander verbun ober hi “ Verfah: ein, Bam Und er zu das Hey A entfernten an gefah heber ay, n" in demn: übte denn er find in: der Ehr ndet, und damit bey odnet iſt, y6 ſcheint unſt des d. Die fällt am tem nicht die Oe ſeyn, ſo en. den | Vorzu) | indeſſen uh , ſo wird 219 der Schoder geſchloſfen, gerade gemacht und ab- geharkt. Die Spiße wird mit Schilf eingedeckt und das übrige bloß gelaſſen. Jn Gegenden, wo man gewohnt iſt, den ganzen Schober mit Scilf einzudecken, würde dieſes eine Nachläßigkeit ſcheinen. Hier hält man dagegen das Eindecken des ganzen Schobers für unnüß und verſchwen:- deriſch. Es hält ſchwer zu beſtimmen, welche Verfahrunggart die beſte ſey- Jede hat ihre Vorzüge, wenn ſie ordentlich ausgeführt wird. Die Feld- Schober werden mit großen Hürden von Latten umgeben, die den Thor- Gattern in einigen Gegenden, oder den Vieh- Hürden ia andern, gleichen. Sie werden mittelſt Pflöcke verbunden, und bilden in der Art eine einfache aber hinreichende Befriedigung gegen jedes Vieh. Heu hat bier keinen regelmäßigen Abſaß, und wird nur bey eintretendem Mangel gekauft. Es wird theils in den Ställen, thei!s auf deu Wieſen, wie bereits erwähnt iſt, verſutteit, Aus dem Bericht über den nördlicheu Bezirf, In Cleveland war zu Ende 3792 der Preis des Heues 8 bis 10 P. p- Stone zu 14!Pf.(x Rthlr. 18. Gr. bis 2 Rthlr. 4 Gr, p. Ctn,), welches der Dürre des vort- Derwen:- dung. 220 gen Sommers zuzuſchreiben iſt, Der gewöhnliche Preis in dem vorigen Jahre war 4 bis5 P, p- Stone(21 Gr. bis x Rthlr. 2 Gr. p. Ct.) Namaras. An einigen Orten werden die Wieſen, ſo wie das Heu abgebracht iſt, behütet, Dieſes heißt ſie ohne Noth zertreten laſſen, denn das VBieh kann und mag die Stoppeln des abgemäheten Graſes nicht freſſen-« Hier geht man dagegen wieder auf der andern Seite zu weit«- Das Nachgras wird ſelten vor Michaelis dem Biehe eingegeben. Defters ſtehet es bis Martini, und dann kann man die Hälfte für verlohren rech- nen. Das Wetter mag ſich zur Näſſe oder zum Froſte wenden, welches man um dieſe Zeit im- -mer erwarten muß, ſo zertritt das Vieh in bey- den Fällen mehr Gras, als es auffreſſen kann. Es it zu verwundern, daß noch keine Gegend das Nachgras wirthſchaftlicher behandelt. Einige ſchwache Verſuche habe ich wohl machen ſehen, aber nirgends ein beſtimmtes und regelmäßiges Verfahren gefunden. Es giebt eine Hauptregel, welche leicht zu beobachten iſt, und wahrſchein? lich die Hälfte des jeßigen Verluſtes retten würde. Dieſe iſt, das Vieh niemals des Nachts auf das Nachgras zu laſſen, und es des Mor- gens nicht eher darauf zu treiben, bis der Froſt aus der Erde iſt. Eigentlich ſollte man ihm ni ta bib5 D, ) Ot, P(4) ſen, ſd ie ieſes heißt das Vieh (gemäheten m dagegen veit, Dy dem Vieh rtini, und ohren red: oder zum 8 Zeit im eh in bey ſſen kann 1 Gegen) lt. Einig! hen ſehen, gelmäßig jauptregel, yahrſchein tes vetten des Rach des Nov ; der Froſ man iht % 221 nie erlauben, ſich darin niederzulegen, ſondern es wegtreiben, jo wie es ſeinen Hunger geſtillt hat. Bey Kühen hat dieſes keine Schwierigkeit. Fettvieh erfordert dagegen etwas mehr Nachſicht. Man kann es des Nachts ohne Schaden auf ein benachbartes Feld oder Hütung treiben, um es des andern Morges mit weniger Ermüdung dahin zurück bringen zu können. Kühe werden des Nachts in Ställe, Hürden oder aufs freye Feld gebracht, wie es die Umſtände erfordern. Das Nachgras iſt hauptſächlich für die milchende Kühe beſtimmt..Jndeſſen werden zuweilen güſte Kühe oder Ochſen, die man im Frühjzahre aus- gemerzt hat, auf dem Nachgraſe ſett gemacht. Nachgras, das in der oben beſchriebenen Art zertreten worden, iſt den ganzen Winter durch den Wieſen ſchädlich. Wird Vieh darauf gefuttert, ſo verdirbt es davon ſehr viel; Pferde freſſen es eher. Es verurſacht dieſes Unebenheiten in den Wieſen; ein Fehler, der nicht genug vermieden werden kann. Im Frühjahre muß der Raſen ſehr eben, und nur mit hinreichendem, den Win- ter durch nicht abgehütetem, Graſe bedeckt ſeyn. Zwey der beſten Wirthe in England, einer aus Lancaſhire und der andere aus Leiceſierſhire, machen es ſich zum beſondern Geſchäfte, da Herbſtgras zur Frühjahrs- Hütung aufzubewah- Hütungen. Frübjabhrsg- Behand: lung. 222 ren, und behaupten mit Recht, daß es das ſicherſte und beſte Frühjahrs- Futter unter allen bis jeßo bekannten ſey. Nach dieſen Grund- ſäßen iſt die richtige Behandlung des Nachgra- ſes klar. Das erſte mus man zeitig abhüten, ehe der Winter eintritt, und das leßtere, wel- nem Wetter die Kühe mehr Milch geben, und das Bieh über haupt beſſer zunimmt, Es iſt nicht die Länge des Graſes, jondern deſſen nahrhafte Theile“ ſind es, die auf das Vieh wirken. Bey trocknem Wetter äußern alle mineraliſche Waſſer mehr Kraft, und die der Sonne ausgeſeßten Früchte ſind ſüßer, und haben beſſern Geſchmack, als im feuchten Wetter, oder in einer ſchattigen Lage. Die Deſtillateur können am beſten den Cinſiuß der Witterung auf die Kräuter beurtheilen. Die Paa/ wad 6: ad EN ſh9! zums hier Pu. nicht) Hurt Nin Zur 6'Otaz noh Die Kraft der Gewächſe ſcyeint mit der ſten Undtrei mehr oder wenigern Hiße zur Zeit ihres Wachs? hre Bering thumes im Berhältniß zu ſtehen. Die Güte der nehrung te Früchte wird durch das Zurückprallen der Strah? t, daß by len von der Mauer bekanntlich vermehrt. In als gewöhn eben der Art, ſo ſcheint mir, wird die Güte des Graſes durch das Rückprallen der Strahlen vom die Miſtun Boden vermehrt. Langes Gras beſchattet dieſen völlauf Gr, und hindert: das Rüctprallen« Je kürzer das und Fettvith Gras iſt, je ſtärker it das Rückprallen, und niht defih+ alfo je beſſer das Gras« Auf der andern Seite ſtillt das Vieh, je länger das Gras iſt, je ge- 8 frühe ſchwinder ſeinen Hunger und kommt deſto eher zum Liegen- Die Mittelſtraße muß alſo auch hier beobachtet werdett« Die erforderlihe Länge des Graſes hängt von der Beſchafſenheit des Bejaßes des Bodens und der Witterung ab. Starkes Gras treibt beſſer als wäſſeriges und ſchwaches« Ein guter Werth ſichet mehr auf den Zuſtand ſvines Vie- hes, als auf die Länge ſeines Graſes. Dieſe Bemerkungen habe ich theils meiner eignen Cr- fahrung,«theils dym Werfahren eines hieſigen Wirthes zu danken, der durch frühes Bohüten nicht allein ſeine Hutung, ſondern ſelbſt ſeine Hurde: Plätze(Yards) eben und vom Unkraute rein erhielt. Von alten Marien bis Mitte Aprils, Zweiter Theil, P re ausg!ſh eine unn 1 Wetter Vieh iw ht die fr) te Theile Zen todi Paſſer m „gten Zei mad, jattigen vy den Eins eeheilen- 226 nach Beſchaffenheit das Frühjahres, ſcheint mir die paſſendſte Zeit, die Wieſen zu WATEHn und die Hütungen zu betreiben. Ueber die Miſchung der Vieharten hat man hier nie beſtimmte Regeln beobachtet, Man glaubt allgemein, daß Pferde und Rindvieh zu- ſammen auf einer Weide ſie reiner abfreſſen, als jede Gattung allein thun würde. Dieſes geſchie- het nicht ſowohl, wil ſie verſchiedene Grasarten lieben, als weil ſie nicht nahe an ihre eigene Dünghaufen freſſen mögen. Die Pferde ſchei- nen zwar gewiſſe Flecke vorzuziehen. Bey deren genaueſten Unterſuchung konnte ich aber nie dar? in eine Beſonderheit des Bodens oder der Gra- ſearten finden- I< habe dahero das frühere Abfreſſen einem Ungefähr, und den nachherigen Vorzug dem ſüßern Geſchmacke des kurzen Gra- ſes zugeſchrieben. Haſen und Kaninchen machen es mit Gerſte oder anderem Getreide, das in der Nachbarſchaft von Gehägen ſtehet, gerade eben ſo und aus ähnlichen Bewegungsgründen. Auſſer dieſem Fehler in der Art zu graſen, werden die Pferde auch wegen des wenigen Werths ihres Düngers in den Hütungen nicht geliebt. Dieſes ſcheint etwas ſonderbar, wenn man es gegen den großen Werth hält, den man dem Stall- Dünger der Pfrde beylegt. Dieſe hey| 20 | fi | fü [ent mit ließen und 1 hat ma et, Mat ndvieh zu freſſen, als ſes zeſchie Ihre eigent ferde ſchw er Hie dar x der Otv as früh nachherige furzen Ory hen mac de, das 11 / d vet, gera! Sgeünden zu graſet) 8 wenig ingen nit bar, wm (6, den 87 gt Diſt 227 Meinung iſt nicht auf dieſe Gegend und nicht einmal auf England allein einzuſchränken. Sie iſt, wie ich gewiß weiß, in Amerika und bey jedem Wirthe, der nur oberflächlich beoba tet, herrſchend. Indeſſen hät ſie einigen Grund. Der auf das Gras fallende Pferdemiſt leidet bald eine Veränderung. Er wird von Inſekten ausgeſaagt, und es bleibt nichts'als ein poröſer“ Haufen von unverdäueter vegetabiliſcher Materie zurück. Wenn dieſe Inſekten ihn nicht allein auffreſſen, ſondern ſogar damit wegfliegen, ſo iſt es für das Feld allerdings ein Verluſt. Wenn ſie ihn aber, wie es ſehr wahrſcheinlich iſt, nahe bey dem Flecke, wo ſie ihn freſſen, fallen laſſen, und ſie ſelbt am Ende ihr Grab daſelbſt fin en, ſo iſt dabey für den Eigenthümer der Hütung fein Verluü Schafe werden, glaube ich, weder mit Kühen noch Fettvieh zuſammen geweidet. Sie fr-ſſen nicht wie die Pferde, dic auf einem Flecke blei? ben, ſonvern lauren über die ganze Hütung und wählen ſich die beſten Grasarten. Sie werden, auſſer in den Gemeinheiren, mehrentheils allein gehütet, und auf die Höhe, die natürliche Weide für Schafe, eingeſchränkt. In Anſehung der Anzahl des' auf die Weide zu bringenden Wiehes ſind vie Wirthe hier wie P 2 228 22 überall verſchiedener Meinung- Das Unwirth- ſchaftliche eines zu ſchwachea Beſaßes iſt bereits gezeigt- Ein zu ſiarker iſt noch viel ſchädlicher. Das nicht gefreſſene Gras kann zu Heu gemacht werden» Die Folgen des Ueberſeßens ſind aber nicht ſo leicht wieder gut gemacht, Vieh, das einmal einen Stoß erlitten hat, echolt ſich nicht leiht» I< habe den Ertrag einer ganzen Hü- tung durch Ueberſeßen verlieren ſehen, Es iſt dieſes ein Irrthum, in den Neulinge gern fal: len- Den Mittelweg muß man hier ſorgfältig ſuchen. Nur Erfahrung, auf der Hütung ſelbſt geſammlet, kann ihn zeigen- Im Anfange muß man den ſicherſten Weg einſchlagen, oder mit Gommer» Behand» lung. andern Worten, die Hütung lieber zu ſchwach als zu ſiark beſeßen.' Die Sommer- Behandlung iſt hier ſehr feh- lerhaft. Das Vieh wird nicht in zwei Heerden getheilt, die ſich folgen, noch das grobe Gras abgemähet»- Nach der hieſigen Landesart wird- das Vieh den uſten May in die Hütung ge- bracht, und bleibt dort bis Michaelis, oder bis nach der Erndte, wo die erſte Heerde in die Wieſen und die zweite in die Stoppeln gebracht wird. Ungeachtet, wie ich bereits erinnert habe, meine Abſicht hier nicht iſt, Lehren zu geben, ſo WW, Wi | ie) tung heda 229 6 Untirth kann ich do< nicht unterlaſſen zu tadeln, wo ich S iſt berei glaube Fehler zu finden, und die Mittel, ihnen ſchädlihn, abzuhelfen, anzugeben. eu gemaß Auf Lage und Waſſer kommt es hier viel 8 ſind ahr an, und es giebt Fälle, ſelbſt in dieſer Gegend, Vieh, dai wo die Nothwendigkeit den Wieth zwingt, das lt ſich nicht Vieh den ganzen Sommer durch auf einen Hü- ganzen Zh tungsfle> einzuſchränken. Hier kann im nur " EG ij bedauern, nicht abhelfen. Doch kann man auch ze gern fal t,cers zwei Abtheilungen machen. Dieſe Hütun- Ie ſorgfältl) gen haben Vorzug vor den vorigen, ſind aber ütung ſeh doch lange nicht vollkommen. In allen Fällen, nfange ms wo Fettvieh oder Milchkühe einen Theil des , oder mi Beſaßes ausmachen, ſollte jede Hütung, in ſo zu ſchw). fern es Lage, Boden und Waſſer erlauben, aus drei Abtheilungen beſtehen. Die eine für die er ſeht fü erſte Heerde, nämlich Kühe und Fettvieh, die wei Arendt andere für jung und güſte Vieh, und die dritte grobe Gri geſchloſſen bleiben, damit die erſte Heerde darin deart wil zu ſeiner Zeit friſches Gras finde. Wenn bey Hütung 41 dem Eintreiben des zweiten Viehes viel Unkraut " oder bi zurückgeblieben iſt, ſo wartet man bis es heraus erde in?! kömmt, und macht es, während die Abtheilung eln gebraß! geſchloJen iſt, zu Heu- Jſt aber nur wenig Un?raut und ſaamenſtreuende Kräuter darin, ſo ; mäßet man es bloß ein paar Tage, ehe das ma- innert hab 2 ed gere Vieh herausgetrieben wird, ab. Dieſes wird WU FE Gebirge, 230 in dem Falle ſelbſt die ſcharfen Diſteln in dem welken Zuſtande,- worin ſie die„Senſe ſeßt, weg- freſſen. GEndlich bin ich völlig überzeugt, daß man in feiner Hütung, ſie beſtehe aus ein, zwei oder mehrern Abtheilungen, auch nur ein Unkraut, das Saamen ſtreuen kann, noch ein Büſchel unbrauchbaren Graſes leiden, und zu dem Ende ſie alle Sommer mit der Senſe überfahren müſſe. Durch dieſe kleine Ausgabe kann man Unkraut in nüßliches Gras, und wüſte Gründe in g.te Hütungen uiſchaffen. Auf den höhern Theilen der Gebirge wächſet „vorzüglich Heide und darunter knollige Simſen (juncus bulbosussy bent); Binſen und andere Sumpf-Pflanzen aber in den Thälern und in den Moxäſten, die ſelbſt auf den Gipfeln der Berge in Ueberfluß ſind. Aber an deren Fuße, an dem Abhange der Felſen, und auf dem Gipfel der Berge, beſonders am Rande, findet man eine große Anzahl"beſſerer Grasarten unter der Heide, obgleich die Lage in Rückſicht der Kälte vor den Gipfeln dieſer Gebirge keine Vorzüge hat. Eine Namensliſie dieſer harten Pflanzen kann einigen Nußen haden. [eln in den ? ſeht, weg: Jeugt, da 6 ein, zw in Unfraut, n Büſche dem End! ahren müſſe, an Unfraut de in Y] L> ire wäh! lige Einſt und anden ern umd Qufeln 1 deren Fuß f dem Of vet man en x der Heid) lte vor di! e hat, Ein aun einig! Deutſche. Namen. gemeine Heide, aſchgraue Heide. Sumpf- Heide; kfnollige Simſen, Flatter- Simſen. Seggen. gemeiner Gagel, gemeiner Wacholder. MooSbeere. Heidelbeere. friechender Klee. Schokten- Klee. ſtarrendes Borſtengras. hogige Schmelet, Linneiſ naliſcht Ram r]y ar 014 Vernal, LJ.! Mmoing gras rexted dos tails, ard LeSCUHE, Deutſche Namen. Linneiſche Namen- Sauerampfer. rumex acetcsella, gemeine Brunelle. aufrechte Tormentill. „Friechende Potentille, gemeine Liſten. prunella vul- Saris. tormentilla erecta«. potentilla reptans, gistus hely anthemum. 233 Enoliſche Namen, Sheeps Sorrel, seif= heal. common tormentil, common cimquefoil. dwarf caistus, wall fegeue Huendel.Thimian 1thymus serpil- wild thyme, | lum, ray praß gemeine poterium upland burnet,' Becherblume. Sanguisorba,| rehard gr Filipendel. Spirea dropwort, 3 filipendula,; couchy Schafgarbe, achillea milfoil,|; «oft arab millefolium.) MIE gemeines Hart- hypericum per- common „16 breit heu. foratum. Saintj;ohns-WOrt«, WM pe gemeine Cber- carlina vulgaris. carline thistle. wurß. vellow Adler- Saum- ptexris aquilina, brakes. Hedträn Farren. Neufi Sumpf- Diſtel,«arduus paluy»- marsh thistle. becstir, StrIS. mei Dieſe Sumpf- Diſtel zeichnet ſich von der hinls, e'>>- e 2 e Fea gewöhnlichen Sumpf-Diſtel nur durch die Stärke 234 ihres Stengels aus, der auf dieſen öden und kalten Bergen öfters die Dicke des ſtärkſten ſpa- niſchen-Rohrs erreicht. Cs giebt noch eine Ab- art mit weiſſen Blumen. Dieſe Sammlung der hieſigen Gewächſe habe ich erſt im ſpäten Herbſte gemacht, wo einigk der frühern Arten bereits in Saamen geſchoſſen waz ren, und ihr Charakter dadurch zweifelhaft wurde. Die Verbeſſerungen, welche in dieſen Gebir- gen vorgenommen worden, verdienen Erwähnung. Unter dieſen Verbeſſerern behauptet Charles Turner einen der erſten Pläße, obgleich die Lage ſeiner Güter mit der Lage dex noch urbayx zu machenden 200000 Acres(300009 M.) wü“ ſites Heideland nicht genug übereinſtimmt, um darüber hinreichendes Licht zu verbreiten. Reldale, deſen Hauptgut, liegt in einem Thale, das an Cleveland gränzet. Der Aer, der ſchon lange getheilt iſt, hat einen reichen und ſehr tie- fen Lehmboden. Mangel an Abzügen machten ihn aber unfruchtbar. Die Abhänge der Berge haben verſchiedenen Boden. Mehrentheils ſind es Moräſte, oder fette, moorige Erde, die ihren Urſprung wahrſcheinlich den vielen Duellen zu danken haben, die ſich in dieſem Thale im Ueber- fluß finden, und die durch das ſeit Jahrhunder- ten fortgeſeste Herabtröpfeln den Boden der Ad- |(uud! hangt dieſes! Zl,' hatt;| [4] PE] [; FY v | ww vw 1 gung 1? hen Ds oval | WG | Beſs (2373( 401,1 m 3 4 ſy! 1783 Gei fall en en 1) ſiärfſten fp 10 eine Jh: ewa h" wo einige be "EM oſe alls Dei AN en M+ Ge Welen iv 44. SIR tt Ini) eina 1" wur, SET py(4 dieſen Gehiy 1 Erwähnun, t Charly obgleich di KTN tx Nod Ur 00 M. N ſtimmt, eiten einem Thel er, der ſeu und ſep 1! gen mad! je der Fe! entheils ſy) de, die iht! Quellen| 235 hänge in fruchtbare Erde verwandelt haben, Dieſes Gyt war ehedem ein vernachläßigtcs Thal, deſſen Damm- Erde viel inneren Gehalt hatte, und nur einer Berbeſſerung des Unter? grundes bedurfte, um ſie in eine der fruchtbar- ſied umzuſchaffen« Wären. die Verbeſſerungen dieſes Thals mit Standhaftigkeit und Ueberle- gung ausgeführt worden, ſo würden ſie ſchr gro- ßen Vortheil gebracht, und die darauf verwandte, obgleich ſehr ſtarke Koſten reichlich erſeßt haben. Im Frühjahre 1782, wo ich da war, hatte der Beſißer ein Vorwerk mit ungefähr 150 Acres (2372 M.) für 150 L.(1000 Rthlr. 4 Rthlr. 4 Gr. p+ M.) verpachtet, und war im Bauen von 3 bis 4 noch größeren Vorwerken begriffen. ZRILEN IDEN ein anderes Gut deſjeiben Be- ſißers, iſt für dieſe Unterſuchung paſſender, Cs liegt auf dem Gipfel der Berge, die das Thal von Kildale auf einev Seite einſchließen... Der Boden beſtehet theils aus ſchwarzer Moor-Erde, theils aus dunfelm Lehm: Jm Ganzen iſt er beſſer, als auf dem Gipfel der Gebirge, und dem größten Theile des wüſten Heidelandes in dieſen Gebirgen gleich, wo nicht noch vorzuziehen, 1783 wurde der größte Theil dieſer Berge mit Steinmauern umgeben, und ein unglücklich aus- gefallener Verſuch mit Korn: Anbau gemacht. 2,30 Da man aber fand, daß der fruchtbare Lehm von Keldale dazu beſſer paſſete, ſo wurde dieſe auf eine weit vernünftigere Weiſe als Graeiand genußt, wozu ein Boden mit ſolcher Lage ſich viel beſer ſchickte. Das Aufreiſſen war oſſendar übereilt, Hätte der Beſißer dieſer Guter mit Keidale angefangen, die Berge allmälig hinan- geſtiegen, und in der Art den Gipfel zu erreichen geſucht, ſo würde es ihm mehr Vergnügen und Bortheile gebracht haben. Bor 20 Jahren gab die Geimeinheits- Thei: ſung von Middleton, deſſen Feldmark ſich in dieſe Gebirge erſirec>t, dem Werbeſſerungszeiſte "neues Leben- Zu den Verſuchen wurde der nie- drige Rand der Gebirge unter dem ſteilen Ab- hange der Kalkſtein- Berge gewählt» Cs lag gewiſſermaßen im Schuße, war der urbaren De- gend am nächſten, und der Boden beſſer als höher hinauf. Der Vorſaß war, mit dem Ur-' barmachen inimer weiter vorzurücken. Der Korn- bau war natürlich der Hauptgegenſtand. Die wüſten Heiden wurden als gemeine Hütungen betrachtet, die man, wie gewöhnlich geſchiebet oder doch geſchehen ſollte, in Pflugland verwan: deln und als ſolc p+ Acre 3 bis 6 und 7 Chaldroiu (p--M. 1 W. 16 Sch. bis 3 W. 5 Sch. und 3 W. 21 Sch.). Die beſtellten Früchte waren Weilen, Nocken, Hafer, Erdäpfel und Rüden. Rother Klee ſoll, wie behauptet wird, in der Gegend nicht einmal zur Blüthe kommen. Er geht zwar gut auf, verfriert abex im Winter. Raygras muß mit Vorſicht geſäet werden, ſonſt verunreinigt oder erſchöpft es das Land. Das Ende dieſer Verſuche, wovon einige ziemlich) ins Greße gingen, war, daß manche Wirthe von geringem Bermögen ales, und die von größerm Vermögen einen Theil deſſelben verloren. Mir iſt nicht ein Fall bekannt, wo der Vortheil mit den darauf verwandten Ausgaben im richtigen Verhältniß geſtanden hätte. Man kann hieraus „mit Sicherheit ſchließen, daß entweder die er- wähnten 300000 Morgen keiner Berbeſſerung fähig ſind, oder daß die Verſuche ſchlecht aus- | [| ' D= NHR ae Üb 5 238 geführt, oder endlich die Verbeſſerung auf un- richtige Gründe geſtüßt worden. In einem Reiche, deſſen Flächen- Inhalt nicht übermäßig groß iſt, ſind 390000 Morgen ein wichtiger Ge- genſtand, deren Cultur auf die Wohlfahrt und das Glück vieler Unterthanen wirkt. Ich werde hier vorzüglich auf die Grund: ſäße der Verbeſſerung der Hochmoore, nicht aber auf den mit Heide bewachſenen Rand derſelben, mein Augenmerk richten. Mir ſcheint, daß wer noch jeßo verſuchen wollte, ſie mit Getreide zu beſtellen, einen Beweis ſeiner geringen Wirth- ſchafts- Kenntniſſe oder ſeines Mangels an Ueber: legung geben würde. Einem Boden, der wenige zu Erzeugung des Getreides dienliche Theile bey ſich führet, wie es hier der Fall iſt, dieſe glei) Anfangs zu tauben, iſt mit der geſunden Ber- nunft unvereinbar. Iſt er einer Verbeſſerung fähig, ſo ſcheint mir das einzige Mittel zu ſeyn, da3 Heidekraut zu vertilgen, und es mit beſſert, dem Boden und der Lage angemeſſenern Gras- arten zu erſeßen. Schafe und Koninchen wären hier die paſſendſte Biehart, und daher Schaf: weiden oder Kaninchen- Gehäge daſelbſt anzule- gen das erſte Verbeſſerungsmittel. Die Heide läſſet ſic) wahrſcheinlich nur durc<ß den Pfiug vertilgen; und es erfordert die Hervorbringung ſehnen aufwer eil 1 | wirds! | foſtbati | auzaſie | anten, 1 | und 3; | wa | Noten | Hw nl 81 Wan| Enfer , Nhe fönute Eide, her in ger J wo fe nlegy Cg auf 1 In einen »t Übermig h vichtiger(6% ohlfahrt u) de Grun) '; wiel) te, nit abn and derſelben eint, daß wt t Getreide 1 ingen Vitt gels an edit veſynden M Verbeſſert! titel zu ſe 3 mit beſit! ſenen Ott juchen wit! daher E41) Gelbſt Ant! Die Zei < den Pf) L opvorbringun 239 des Graſes eine dem Getreidebau ähnliche Be- ſtellung.""| In Derbyſhire hat man gefunden, daß das Ueberfahren mit einer ſtarken Lage Kalk auc ohne das Land aufzübrehen, zur Vertil? gung des Heidekrauts und Hervorbringung beſ- ſerer Gragarten hinreichend geweſen. Von-r- ſahrnen Wirthen dabe ich indeſſen den Zweifel aufwerfen hören, ob die Koſten nicht den Vor- theil überſtiegen, da viel Kalk dazu erfordert würde, Hier, ws die Kalk- Düngung- nicht ſehr koſtbar iſt, wäre es werth, einen Verſuch damit anzuſiellen. Am beſten ſchickten ſich hießher Gras- arten, Futterfräuter, als Klee, Wicken, Rüben und Rübeſaamen. Won den beyden erſten müßte man den härteſten Arten den Vorzug geben. Rocken und Hafer, grün zum Futter oder zum: Heu abgemähet, würde ſehr paſſend ſeyn. Kalk wär? als Dünger um ſo nüßlicher, als man ihn in ziemlicher Menge und in geringer Entfernung in V Bergleich anderer Gegenden hat. Aſche aus den Torf- und den fettern Mooren könnte man gleichfalls in Menge haben. Die Erde aus den leßtern würde auch, ohne ſie vor- her in Aſche zu verwandeln, ein ſehr zweckmäaßi- ger Dünger ſeyn. I< habe Beyſpiele geſehen, wo ſie, auf die Oberfläche gebracht, z. B. bey Anlegung der Wege, in kurzer Zeit einen Itaſen 240 von den beſten Gräſern hervorgebracht hatten. Bey fleißiger Nachſuchung würde man gewiß Erdarten finden, die zur Verbeſſerung mooriger Gründe ſchicklicher wären. Das Abfangen der Quellen, welche die Ab- hänge der Berge und die Gründe überſirömen, und, wo es nöthig, Abzüge, würden gewiß zur Verbeſſerung dieſer Ländereyen und Hervor? bringung manches ſchönen Raſenfiockes mit gu- tem Erfolge dienen. Das Bewäſſern würde noch ein anderes Ver- beſſerungsmittel ſeyn« I< habe öfters, bemerkt, daß wo durch hohle Wege oder ſonſtige Urſachen eine Ueberſtrömung des Waſſers ſtatt findet, ſo- gleich der ſchönſte Raſen entſiehet. Peynahe alle Vertiefungen in dem Thale und die Ränder der Berge könnten durch höher liegende Quellen bewäſſert werden. Wer mit dem Bewäſſern nicht befannt iſt, zweifelt an der Wirkung des Waſſers aus Quellen und klaren Bächenz dage: gen die, ſo damit Beſcheid wiſſen, über dieſe Zweifel lachen. I< habe Waſſer geſehen, das ganz klar war, und doch die beſte Wirkung that. Nicht die Farbe, ſondern die Beſtandtheile des Waſſers beſtimmen deſſen Brauchbarkeit: Jedes Waſjer, das nicht ſeiner Natur nach den Pflan- zen ein Gift iſt, zeigt ſic) wohlthätig, wenn es im in Jr! gaſe ugmit darun nigt! | auf die! | wig Dß 7 |[and v0 | werden! ſex | folgend | Blefty | dieſer( || h | ent, | jide wing größten 0, EG inj zu bay Köttat Erdäy ben fe bitgöw außer Zweit bracht hatt. e man(ewf Tyng mottige velhe die Jh e überſträm, den gewiß zu und Herz; ede mit gw 1 anderes Pt öfters, bemer; nſtige Urſac att findet,| t, Deyn) ad die Räu) gende Zu. 1 Bewäſſ! - Wirkung Bächen; day! m, über di) geſehen, 18 Wirkung 1)! ſtandtheile 1? %, ' dy)“ arfeit: Na 4 den Pfa zig, wnn d | M WW 24.1 im Frühiahre und Sommer auf. Grasländereien gelaſſen wird. Durch Verſuche ließe es ſich leicht ausmittein, ob dieſes Quell- und Flußwaſſer den darunter liegenden Ländereien nüßlich würde oder nicht. Durch Fleiß und gehörige Achtſamkeit auf die Beſchaffenheit des Bodens würde man gewiß noch andere Verbeſſerungsmittel finden. Daß der größte Theil dieſer Gebirge in Gras? land von nicht geringer Fruchtbarkeit verwandelt werden könnte, ſcheint mir unwiderſprecmbar. Ein ſehr auffallender Beweis meiner Meinung iſt folgendes Beyſpiel. Cin Tagelöhner, der bey Blakayhouſe, das beynahe am höchſten Gipfel dieſer Gebirge liegt, wohnte, hegte einen Fleck Moor von der ſchlechteſten Gattung ein. Cin trockner, ſchwarzer, ſteiniater Soden, mit einem ſandigem Umtergrunde, Nichts dejto weniger hatte er 1783, wie ich es zu ſehen befam, bereits den größten Theil davon, ungefähr 2 Acres(3 Mor? gen), in ſehr fvuchtbares Grasland verwandelt, Er erzählte mir, daß er Korn von allen Sorten zu bauen ohne Erfolg verſucht harte« Wenn es Körner anſeßen ſollte, ging es gewöhnlich aus, Erdäpfel geriethen eben ſo wenigz ein Jahr. gas ben ſie die beſte Hoffnung, aber ein kalter Gee hbirgswind zerſtorte“ ſie gänzlich: Er war alles, außer Gras, ſd überdrußig„daß ex auf einen Zweiter Theil, Q. Pferde. 242 Fle>, den er eben beſiellie, bloß etwas Hafer ſäen wollte, um ihn grün abzumähen, und da- duechh den Heugewinnſt zu vermehren. GSein Dünger war Kalk; Aſche und Kuhmiſt, womit er jährlich einen Fleck recht tüchtig überſuhr. Ob ein Mittel auszufinden ſey, wo der Wor- theil die Koſten überſteigt, kann nur die Erfah- rung lehren. Bey deſſen Anwendung muß daher der Wirth vorſichtig zu Werke gehen. In Rückſicht des Staats iſt aber jede Ver- beſſerung dieſer Art, der Unternehmer mag dabey gewinnen oder verlieren, nüßlich. Wenn durch Erde, die bis dahin unbenüßt lag, durch Foſti- lien, die nicht gebraucht wurden, durch Feuerung, die man leicht haben kann, oder durch Waſſer, daß die Natur zu dieſem Endzwecke in Bereit- ſchaft gehalten hat, wüſies Land tragbar gemacht werden kann, ohne der Fruchtbarkeit des bereits vorhandenen Ne>ers zu ſchaden, ſo iſt dieſes wohl obne Zweifel eine wirkliche Eroberung für den Staat. Dieſe 3290000 Morgen ſind indeſſen kaum der 20te Theil der im ganzen Königreiche befindlichen ähnlichen Wüſteneien, 3. 39- Yorkſhire iſt ſeit undenklichen Zeiten durch ſeine Pferde berühmt,. Fiz.-Herbert, der vor | | | | | | 50 4 wfly at) [iche 3 Diele ſz u ſurft yd)! [iſche ſhire fonne € (pme! x 4 ; jen ſind 6; ji 4 lich,| hu“ der 7 Zuller aber Ein was H aſe n, und V; en Gi iſt, weni berfuhr, 0 der Vet | muß dahe 1, iy jede 3) Ye a" ird) Woſſt e in Bete bar gend nq für di! id indeſſe! Rönigreig! eiten durt) der vu JEM zir OD 250 Jahren ſchrieb, erzählt, daß er zu Markte nach Rippon ging, um Füllen zu kaufen. Der Einfluß des Klima's auf die Leibes Beſchaffen- heit des Pferdes und beſonders deſſen unweſent- liche Theile iſt eine ſchwer zu ertlärende Sache. Viele Leute leugnen ihn ganz. Indeſſen lajjen ſich aus der Naturgeſchichte dieſes Thieres gewiß ſtarke Beweiſe dafür anführen«| Bis jeßo hat noch niemand arabiſche Pferde in England, eng- liſche in Frankreich oder Deutſchland, noch Vork- ſhirer in andern Provinzen Englands erzielen können. Einige gute Pferde find in verſchiedenen Ge- genden dieſes Landes ohne Zweifel jährlich g230- gen worden. In Verhältniß der mißrathenen ſind es aber immer nur wenige. In Norfolk iſt das Aufziehen von Reitpferden wiederholent- lich, jedoch ohne Erfolg, verſucht worden. Man hat Yorkſhirer Beſchäler öfters nach Norfolk in der Beſchälzeit geſandt, und thut es noch. Die Füllen ſind in der Jugend ſchön. Sie verlieren aber ihre Bildung mit zunehmenden Jahren. Ein Yorkſhires, Füllen im Gegentheile, das in der Jugend noch ſo' wenig verſpricht. in ſo fern nur etwas reines Blut in ſeinen Adern fließt, befömmt während des Wachſens Figur, Kraft und Feuer. Dieſes beweiſet vdilig den Ciafiuß M2 A | 1 ce] WW EB| H? r Delin ane> m EEN Satiuag: 244 der Luft, des Bodens, Waſſers oder Graſes auf die Bildung der Thiere. Das Pickering: Thal hat in dieſer Provinz bd - den Vorzug in Rückſicht der Pferdezucht, ob ſie glei) bey weitem nicht allgemein iſt. Die Wir? the wurden durch Zufall oder Grille dahin ge- leitet. Die Anzahl der jährlich gezogenen Pferde zu beſtünmen hält ſchwer. Das Thal, die Höhe und die Pachtungen(Holdernels) brauchen wahr* ſcheinlich jährlich 100 Beſchäler. Hundert Stu- ten iF der volle Antheil eines Beſchälers, manche aber haben nicht funfzig- Nach dieſer Berech nung würden jährlich 5 bis 10000 Pferde zwi- ſchen den öſtlichen Gebirgen und dem Humber erzogen. Indeſſen iſt dieſes immer nur auf Wahrſcheinlichfeiten gegründet. In einein ſol? chen großen Diſtrikte iſt es nicht möglich, die Anzahl der Beſchäler genau anzugeben. Auf der Höhe werden wenige Pferde gezogen. Das ge- wöhnliche Verfahren iſt, jährige Füllen zu kau- fen, ſie bis ins dritte oder“ vierte Jahr zu futtern, und an die Pferdehändler zu verkaufen, oder ſie bis ins fünfte Jahr zid behalten, und ſie dann auf die Pferdemär&Sh Bringen. Vor dreißig Jahren waren ſchwec? Reitpferde, nur zum Reiſen brauchbar, FM Hauptzucht im pom zu hn dieſe wn zen ſhe Aus zucht von| (en di Graf M a EEN “ Pre vin cht, obj) A: An" le Wt hen wahn WEH WW «> "Der mti LION EMO ts, many et Betei) erde zw | Zumbe nur au verkaufen ten, um 243 Vicfering-Thale«- Seit 20 Jahren hat man ei- nige vortreffliche Jagdpferde zu ziehen angefan- gen. Dieſe Aenderung hatte man vorzüglich ei- nem Boſchäler Jalap zu danken. Ein vollkom- menes P MEH deſſen- Stammbaum und Thaten beym Pferderennen ſe ehr befannt waren. Es ſtarb im December 1787, und, was das mer'Eibürdigſte it, bedeckte no< im z3ofien Jahre ſeines Alters ' verſchiedene Stuten; Sein Sprung wurde mit 5 Guineen(35 Rtülr,) für Race- Stuten, und „it. 2 Guincen(14 Rthlr.) für gew öhnliche Stu- ten bezahlt. Ungeachtet des Ruhmes, den das Pickerit 18520 durch ſeine Jagdpferde fich vor? mals erworben, ſo. hat ſich doch die jebige Zucht in beſſer gebildete Kutſchpferde verwandelt, näm- lich muntere, ſtärker? und größere Jagdpferde«. Dieſe Gattung ſcheint eher bloß au Größe zuge: nommen als eine wirkliche Veränderung erlitten zu haben. 1783 ſah man auf dem Pferdemarkte die ſchönſten Gruppen dieſer Thiere ſchnell wie die Windhunde und brav wie die Löwen; 3787 dagegen matte und muthloſe Thiere, nur für die ſchwere Reuterei brauchbar. Der Urſachen dieſer Ausgartung giebt es verſchiedene« Die Jalap- Zucht iſt aus deppert geſchlagen. Sehr wenige „von den Söhyen dieſes berühmten Pferdes pflanz- ten die reine Art fort« << GZ ZZ=== ee 1] 1) 0001 30 05 DUH | Yl 14 N(| NW 10000) DU Bp 1("| 1) R|| 1, 091.880 Zu 181 (AU ? vy zun) EINAU| R! Th! My 8 ie] ſ' 8 49,7,8 | (M| 11 1111449100 | 40109 || | Y 19.0000 " jy || []| 1184! 11.84 1,94] | (9 | 1400 46.0)090 30MN 44" am 1018 m! 8144 "4" Ge== Eee 24.6 Die Untüchtigkoit der edlern Jagdpferde zu Laſithieren und Arbeitspferden iſt ein anderer und vielleicht der wahre Grund dieſer Abän.de- rung. Ja der Wirthſchaft werden nicht allein Zucht Stuten, ſondern auch ſtarke Pferde ge- brauch“. Das Pflügen mit zwei Pferden erfor- dert Kraft. Feme Pferde paſſen dazu nicht. Ein drei bis vierjähriges Kutſchpferd kann aber dazu gelegentlich mit gebraucht werden; und wird e: lahm, oder befömmt einen andern Fehler, ſo bleibt es immer ein gutes Arbeitspſerd, Nimmt man die übertriebenen Preiſe dazu, die für die im Pickering- Thale gefallenen Kutſchpferde be- zahlt werden, ſo kann man die hieſigen Wirthe nicht tadeln, ſich darauf zu legen. Auf der Höhe und den Pachtunzen iſt die Zucht der Kutſch- pferde ſchon länger eingeführt. Jn Cleveland werden ebenfalls ſtarke und feurige Kutſchpferde von allen Farben Fezoaen, Bey dem allen iſt es doch gewiß unrecht, daß die Pferdezucht in den Howdenſchen Moräſien befördert wird, und ich ſehe zu meinem größten Leidweſen, daß ſich die verdorbene Race ſchwar- zer Kutſchpferde ins Pickering- Thal allmälig einſchleicht. Die Raßen, womit England ſeit einiger Zeit überſchwemmt worden, iſt keine großere Pezi für | des Zu um um iv jim 4 eſſen! mit äl up ſee fuedt (pferde 4 ein anderer ſer Abindy nicht alley Pferde 1 rden erfin dazu nich, d fann abit 11; Und wir) | Fehler,| d, Nim die für di chyferde bz gen VWirty uf der H der Kutſz: 1(leveln) Rutſhpfen recht, dj | Moraſien em größte! ae ſchwar 4 Amal EN In einigen 9" ve Pei für 247 das Land, als dieſe ſchwarzen Niederungspferde, zum wenigſten ſo lange als das Rindvieh ſo ſel- ten als jeßo iſt, und man Pferdeſleiſch nicht eFen will. Wenn die hieſigen Wirthe fortfahren, mit Kutſchpferden zu pflügen und mit Ochſen das Fuhrwerk zu treiben, ſo paJet eine Gattung Pferde, die mehr frißt als arbeitet und die Knechte ſo: unthätig macht, als ſie ſelbſt ſind, zu den jeßigen hohen Pachtungen ſchlecht. Norfolk hat bereits die üblen Folgen dieſer Zucht-em- pfunden(Marſh. Norf. xter.Thl. S. 91), und noch hoffe ich; daß dieſe Gegend nicht denſelben Fehler begehen wird. Es iſt lächerlich ,- eine ſchlanke, haldſchlechtige Stute, die noch vor ei? nigen Jahren der Liebe mit Jalap oder. ſeinen Nachkommen pflegte, ſich jeht unter der Laſt. ei? nes ſchwerfälligen Thieres frümmen zu ſehen, deſſen bewundexte grobe Schenkel ſo dick. ſind, als der ganze Leib ihres vormaligen Liebhabers« Kein Wunder, wenn daraus Mißgeburten entſte her, die ihres Gleichen nicht in der Natur haben. Nach dem, was ich in Anſehung des Bor? zugs der Yorfſhirer Pferde geſagt habe, wird man erwarten. daß die Pferdezucht mit großer Achtſamkeit geſchiehet, und darin der Grund des E erwähnten Vorzugs mehr als in dem Eignen. des Zu<-f. 248 Klima's zu ſuchen fey, und ich dieſe Kunſt auf: deen würde. I< bedaure aber, daß die Liebe zur Wahrheit mich) verbindet, dieſen Jrrtyum meinen Leſern zu benehmen, und das Mißver- halten meiner eignen Landsleute an den Tag zu bringen. In verſchiedenen Gegenden Englands wird die Zucht der Race- Pferde wiſſenſchaftlich, und in dem Binnenlande(Midland- counties) die Zucht der Arbeitspferde mit eben der Sorgfalt betrieben, die man in den leßten Jahren auf die Rindvieh- und Schafzucht wandte. Die Zucht der Reit-, Jagd- und. Kutſchpferde wird dage- gen vernachläßiget, und in Ruckſicht der Stuten, eben wie in Yorkſhire,“ beynahe ganz dem Zu- falle- überlaſſen. Cin Pferde- Züchter*) giebt hier nicht 5 Guineen(35 Nthlr.) für die beſie Zuchtſiute, wenn ſie ihn nicht gelegentlich zu Markte tragen oder ziehen kann, ja nicht einmal, wenn ſie beydes thut, eine Guinee(7 Rthlr.) *) Anmerkung des Ueberſeßers, Pferde, * Rindvieh-, Schafzüchter, ſind neue Worte, um deren Einführung ich um Erlaubniß bit« ten muß, wei! ich keine weiß, noch im Nde« kung habe finden fönnen, die den Sinn des Wortes Breeder ausdrüctken, ohne in ermu- dende Umſchreibungen zu fallen, Der Grund Unter) ? Auſt auf as Mihtep lands wi aftlich,(hy) Yunies) dy ur die bel! egentlich) ji icht einma, (7 Rihlt, 8, Verds, eue Bort) laubniß bit od im 286 n" Sinn des "ne In n erm Zer Grun 249 mehr um ver Race willen. Er.läßt lieber. eine Schindmähre aus ſeinem eignen Geſpanne bele- gen, die vielleicht kaum ſo viel werth iſt, als ihr Unterhalt in einem Monate koſtet. Wie unwirth- ſchaftlich! Die Koſten des Sprungs und der Unterhalt der Stute und des Füllens bis zum Verkaufe ſind dieſelben, es mag hernach 19 oder 02..(66 Rthlx. 36 GE oder 333 Rahlr.:8 Gr.) erth ſeyn. Auf. die Mutter kommt beynade ib an...;Jcwell an ihrer Spiße fehlt.“ So lange die engliſche Na- tion die Verfeinerung der Landwirthſchaft in der, jeßigen Art fortſest, ſo ſind Arbeitspſerde frey- lich die Hauptſache. Jagd» und Kutſchpferde dürfen äber darum nicht ganz qausgeſchloſſen werden. Die beym Wettrennen ausgeſeßten Preiſe (the Kings- plates) haben wahrſcheinlich den Vortheil geſtiftet, muntere und raſche Pferde zu ziehen. Dieſe Abſicht iſt längſt erreicht. In- deſſen können die Race- Pferde nicht für die Jagd allein ſeyn, und für andern Gebrauch ſind ſie zu fein. Dieſe Preiſe alſo noch fortzuſeßen, ßeiſſet das Geld des Staats zu den böſeſten d erlanpn, en Endl) - Ae Duel 09d)7erde nN rc) übertty ng ſteif reiſe Fauſer, WIG hokon Moi; HAAG 419111 ut| hy» Ferdy) oliſhe I haft in dt vſerde ft utſchyfet) 189eſchloſit | ſin) W" ortuſehe v böſeſte 25 Endzwecken anwenden, zur Aufmunterung zur Jagd und Verſchlechterung der Pferdezucht. Die ſtarken Schenkel und breite Bruſt der alten engliſchen Jagdpferde haben ſch!anken und ſchwa- en und andere unge- wöhnliche Farben, ſo wie Stuten, ſtehen dort kit in geringern Preiſen, Sie werden dagegen, Vorm wie die kleinern unterſeßten Pferde mehr von ährend hy- Fremden geſucht, und von dieſen oder von Pferdehändlern. ausgeführt, und auf auswär-| | von ddp tigen Märkten am Ende eben ſo theuer aus- TN auß gebracht. Die Folge iſt, daß, der allgemein MEN, angenommenen aber gewiß ſehr unrichtigen wird im Meinung| entgegen, die Ausfuhre den Preis en Pacht der: zum eignen Gebrauche ndthigen Pferde ze wenig! 1 herunterbringt. Es fallen ungefähr gleich » des yt viel Hengſt- und Stuten-Füllen. Von er- ' ſtern haben wenigſtens 3 nicht die Modefarbe. Findet alſo der Pferdezüchter keinen Abſaß ehändler 1 für dieſe, die wahrſcheinlich 32 ſeiner Zucht nd Preuſſ ausmachen, ſo muß er das 3, was für den it Frank) Londner Markt paſſet, ſo hoch halten, daß es gihe Pt den Verluſt überträgt, den er bet) den übri- ; gen 2 leidet, die er entweder gar nicht oder nur zu ſehr geringen Preiſen verkaufen konnte, , brauntt) wenn ſie auswärts keinen Abſaß finden. n, die fe; enden m Die Preiſe ſind verſchieden. Der größte Preiſe. Theil wird indeſſen mit 15 bis 50 L.(100 bis eä 333 Rthlr. 8 Gr.) bezahlt. Sie werden in Kop- | NOD! veln nach London oder zu Schiffe von Hull nach fremden Märkten. gebracht. 1783, ging ein gan? ft beſtimm! zes Schiſf mit Pferden, die auf dieſem Markte „m 262 (000 gekauft waren, au. den Küſten von Yorkſhire verloren. Behandl. In einer Gegend, wo das Arbeiten mit O<- 19:1 87. der Ar- 11,13 veitopferde. ſony ſeit verſchiedeizen Jahren eingeführt iſt, kann man keine ausgezeichnete Behandlung der Acker- pferde erwarten. Jn einer Provinz dagegen, die 110] 144„als die Quelle guter Jagdpferde und die Schule der Reitkunſt betrachtet wird, ſollte man etwas MUH vorzügliches in dieſer Art finden. Jndeſſen iſt Graſen dieſes nicht der Fall. Das Einzige, was mir im inter. 41,|| DU auſgefallen iſt, iſt, daß man Jagd- und andere zu Schanden gerittene Pferde im Winter bey Tage auf die Weide ſchickt, es ſey falt oder warm, ME. naß oder troden. Ein Verfahren, das viele 45100 gute Pferdekenner tadeln, und man dennoch in ganz England findet, nirgends aber ſo häufig als 14), hier. Mar ſchien es eine üble Wirthſchaft zu ſeyn. ichts deſto weniger ließ ich aus Nach- 04 giebigfeit. für die Gewohnheiten der Gegend, worin ich lebte, eine Stute, die ich 1782 ritt, vn| an den Tagen, wo ich ſie nicht brauchte,! bey Tage auf das Gras gehen, und des Nachts im Stolle liegen- Es giebt wenige Pferde, die es vertragen, einen Tag zu jagen und den andern | zu graſen. Mein Bruder läßt ſeine Pferde den halben Tag den ganzen Winter durch graſen. Dieſem folgte ich, Wey meiner Ankunft im | Jeb wm hatte, 8 |(0 HK | Bull | 15010 „uynd) || js] | wies 4 (wolt heu] für[M din, m we moge vH von, ſieß 108 dh Gunn 1 Recfſhy iten mit rt if, fü 19 der Yer dagegen,| d die Shi) ie Man eth; Tundeſſen 1 Je, was ih und ander) ter bey Ty ; oder Warn 1, das | denne)| ſo häufig! ziethſchaft| h aus N1? der Org < 1782 1 rauchte,"M Rechts erde, die! den ann . Pferd! Mm ur) graſtt Nye 1 263 Novbr. 1782 war ſie, ob ſie gleich eine Reiſe von 200 engliſchen Meilen(40 g- M.) gemacht hatte, ſo fett wie ein Maulwurf, und ihr Leib ſo rund, wie eine Tonne- Im Anfange: des Winters ritt ich ſie viel und jagte jede Woche "einmal. Bey dieſe 2 Arbeit war ich nicht ver- wundert, ſie einfallen zu ſehen. Da ich ſie aber hernach ſchonte, damit ſie ihr Feuer und Fleiſch wieder bekäme, und ich keine Aenderung fand, ſo hatte ich Urſache zu glauben, daß es nicht ſowohl die Arbeit als das Futter war, was ſie herunter brachte.- Bey aller, Nachſicht, die ich für ſie hatte, fiel ſie nach 10 Tagen noch mehr ein, und ihre Haut klebte ſo feſt an den Rippen, als wenn ſie angeleimt wäre, Trocenes- Futter mogte ſie nicht mehr. Sie ließ das Korn in der Krippe liegen, ob ſie gleich in den 6 Jah- ren, die ich ſie hatte, vorzüglich gut fraß. Ih ließ. ſie zur Ader; es blieb aber immer einerley« Da ich glanbte, daß der Hang nach Graſe der Grund ihres Abnehmens ſey, ſy behielt ic) ſie die leßten zehn Tage ganz zu Hauſe. Ihre Haut wurde wieder loſe und weich. Sie ſchrie nach Futter, ſo oſt ſich die Stallthüre öfnete. Bor- her mußte ich die Sporen brauchen, jeßo hat Ge all ihr Feuer wieder« Mein Bruder hrachte | eine Stute, die er den Tag vorher gevittiy hatte, 264 an einem kalten Tage auf. das Gras, Sie be- kam ein heftiges Fieber, wurde an. allen Glie- dern ſteif, und konnte nur mit Mühe wieder hergeſtellt werden. Eine andere theuere Stute, die er öfters auf der Jagd ritt, fing er an auf das Gras zu bringen. Da er aber ſah, daß ſie das trockne Futter nicht mogte, ſo ſiellte er es ein, und jeßt nimmt ſie es gern wieder an. Meines Bruders Pferde ſind es von Jugend auf gewohnt,) Sie ſind. dabey ſo dick, daß ſie eher gemeinen Ackerpferden als Jagdpferden ähn: lich ſehen, Aus zweien Urſachen ſollte ein Pferd, das heftigen Nitren unterworfen iſt, bey ſchlech- tem Wetter nicht auf die Weide gebracht wer- den. Das harte Futter wird ihnen entzogen, und Pferde, die ſchwißen,- ſind ngtürlich froſtiger, leiden mehr von ſtrenger Kälte und ſind heftigen Krankheiten eher ausgejeßt, als Pferde, die nur mäßige Bewegungen haben und deren Nerven alſo weniger abgeſpannt ſind, Ein Pierd, was an die ſchnellen AED lungen von Hiße und Froſt gewöhnt iſt, wird es beſſer ertragen, als eines, das immer im war men Stalle geſtanden hat. Leßtere muß man ſoicher gefährlichen Behandlung nur mit. der größten Vorſicht ausſezen. Indeſſen bin ich der Meinung, daß ein Pferd, das man im Winter s We [10300 15, A, Mühe Wiehy euere Ehy (3'118 ſah, des; ) ſtellte(ey 0 Wieder von uy did, dy N dyferden dh ute ein Df , bey ſi: gebradt 1) Nen eno eren Neth on Abwed) at iſt, I mer jm e muß mw (1 di we IN 1 bin 19) 0) 265 frey herumlaufen läßt, ſeine Schenkel reiner und geſchmeidiger erhalten wird, als eines, was im- mer im Stalle ſtehet. Meine Stute war in ihrem aten Jahre nicht leichter auf ihren Füßen; als dieſen Winter. Könnte man Jagdpferden in den Nuhetagen ihr trocknes Futter, jedoch ohne (Bras, bey leidlichem Wetter in einem geräumi- gen Plaße geben, ſo glaube ich, daß es ihnen gute Dienſte leiſten würde. Pferde, die den Abwechſelungen der Hiße und Kälte unvermeid- lich ausgeſeßt ſind, wie die Jagdpferde, wenn ſie nach einer ſchnellen Jagd an der Seite eines Geheges müßig ſtiehan müſſen, ſollten ſchlechter dings in einem kalten Stalle ſiehen, und in den Ruhetagen der Luft qusgeſeßt werdeh, jedoch im- mer nur ſo weit, als es ihrer Geſundheit nicht ſchadet, Ueber dieſe Thatſachen will ich keine Anmerkungen machen. J< erzähle ſie bloß als Borſichtsregeln für Unerfahrne und als Winke für die, welche die Mittelſtraße zu beobachten wünſchen. Ich habe in dieſer Gegend ein Verfahren Sx(* in Anſehung des erſten Austreibens der Pferde 2%" geſehen, das allgemein bekannt zu werden ver- dient. Wenn ein Pferd im Frühjahre zum er- ſtenmale auf das Gras gebracht wird, ſo wählt man dazu gewöhnlich den Vormittag eines ſchö? 266 nen Tages."Die natürliche Folge iſt, daß es ſeinen Bauch während des Sonnencheins füllet, und ſich in der Kälte der Nächt niederlegt, ſich alſo allerhand Krankheiten ausſeßt. Hier herrſcht eine beſſere Gewohnheit. Die Pferde werden gegen Abend heraus gebracht. Sie freſſen alſi die ganze Nacht durch, und ALE währ. der Hiße. Tränken. Man glaubt bier allgemein, daß Pferde auf der Weide kein Waſſer bedürfen. Sie ſind oft Monate lang auf hohen trocknen Weiden, und - man hat davon nie üble Folgen geſpürt. PEE: Die Anſpannung an den Wagen und Pflug hat auf der Höhe manche Eigenheiten. Der Wagen hat einen Deichſel, wie eine Kutſche, und die Pferde werden wie die Kutſchpferde einge- ſpannt: Vier Pferde machen ein Geſpann, Der Fuhrmann reitet gewöhnlich auf dem hin- tern Sattelpferde. Mit: dem m Geſpanne wird allgemein getrabt. Im Püuge bedient man ſich bey ſchwerer Arbeit 4a 4. Pferde, welche auf dieſelbe Art angeſpannt ſind, jedoch ohne einen beſondern Fuhrmann, Der Pflüger lenft ſelbſt die Pferde mit den Leinen; ein Ver- fähren, das dieſer Gegend eigen zu ſeyn ſcheint. Bey leichterer Arbeit, als in der Brachſahre, bat man“ nur zwey Pferde.* Hier findet man iet iris vde werdy freſſen alf n währe) M fopds auf Pferde auf Ale Ind dN iN' eiden, un) url, My, und Wut ten, Irr IM y und utſche, un rde ein) now 267 äber wieder eine eben ſo beſondere Gewohnheit. Ein drittes Pferd, das eine leichte Ege ziehet, iſt an der rechten Seite der Pferde angebunden. Der Pflüger treibt fie alle drey. Beym Auf? brechen des Rübenlandes und in der Frühjahrs: Brache iſt dieſes im trocknen Boden ſehr nüß- lich. Die Ege wird von einem abgelebten Pferde oder einem zwei bis dreijährigen Füllen gezogen. Das Land wird durch dieſes Mittel mit gerin- gen Koſten ſchr gut bearbeitet, und unmittelbar nach- dem Pflügen zugeeget, wodurch dem Un- kraute Gelegenheit gegeben wird, in die Höhe zu ſchießen und zu verderben. Jm Winter und im Sommer taugt dieſes Verfahren aber nicht. In dieſer Jäahrszeit kann die Brache nicht lange genug roh liegen bleiben. In Cleveland beſteht ein Geſpann beſtändig aus drei PAEEEN vor einem Karren. Ungeachtet der tiefen Wege findet man in der ganzen Ge- gend kaum einen Wagen oder einen Poſtzug« Ein Pferd geht in der Gabel, und zwei“ vorne. Sie haben lederne Zügel, und die Fuhrleute eine lange Kutſcherpeitſche- Dieſe Gewohnheit iſt wahrſcheinlich durch die Kohlen: und- Kalk: Fuhren entſtanden. Beyde werden aus dea ents- jegenſten Theilen der Grafſchaft Durham geholt. Kalk, die Hauptſtüße der dortigen Wirthſchaft, 268 wird bis ins Innere der Provinz über 30 engl. Meilen(6 g- M.) weit! verfahren. Dieſe Reiſe machen die"Geſpanne hin und zurück, ohne zu ruhen, und werden nur unterwegs etwas gefut- tert. Die Regel iſt, mit dem ledigen Geſpanne zwei Meilen zu traben und die dritte zu futtern, Bey dem Traben reitet der Fuhrmann, die dritte geht er zu Fuße neben her und füttert die Pferde während des Gehens mit Heu aus der Hand. Mit der Ladung futtert er, wenn er merkt, daß die Pferde Luſt zu freſſen haben. Korn wird eben ſo verfahren. Gefuttert wird es in Beu- teln, die den Pferden an die Köpfe befeſtigt werden, wie die Miethskutſcher in London auf ihren Standpläßen. Pferde, auf dieſe Art be- handelt, mächen Tag vor Tag 30 Meilen(6 g+ M.). Ihr Gang iſt ſehr gleichförmig, und ſie gehören zu den feſieſten, behendeſten und'zu lan- gen Tagereiſen in ebenen Gegeaden brauchbar? ſten Pferden, die man finden kann, Aus dem Bericht über den bſtlichen Dezirf, An einigen Orten ſind die Pferde ſehr mittelmä3ig, flein und- offenbar nicht im Stande, einen ganzen Tag bey) der Arbeit auszubalten. Man muß alſo mehr Pferde -- I 5/2. 2.= J0Y an vs av ih, Dieſe Reih (3 One 4 was gef 1 Geſpany zu fütten, 1, die deit t die Pferd!' der Han), merkt, de Korn win es in Bey; pfe befeſid London auf ieſe Art eilen(6) 040.4:(00 Yferdt Jes r nict im der Arvel ner Vert 2059 halten als ſonſt ndthig wären. T>lejas ver urſacht eine unnübe Ausgabe, weil ein ſchlech- tes Pferd ſo viel als ein gutes frißt, und manche Arbeit kann darüber, zum größten Nachtheile der Wirthſchaft, nicht zu rechter Zeit vorgenommen werden. Wir haben oſt vier elende ſchwache Pferde mit der größ» ten Anſtrengung 5-bis b Quarter Hafer (1 Wſpl. 2 Sch. bis x Wſpl..7 Sch.) in einem ungeſchickten Wagen ziehen ſehen, da zwei tüchtigen Pferden vor einen gutkgebauten Karren oder Wagen, wenn das Bergige der Gegend den Gebrauch des Karrens nicht ge- ſtatten ſollte, geſpannt, dieſe Laſt nicht ein- mal ſauer geworden wäre. Auf. der Höhe wird lange gearbeitet. Jn der Frühjahrs- Saatzeit halten die Geſpann? ohne Futter von 6 Uhr des Morgens bis 6 Uihr des Abends aus- Dem Fuhrmanne wird dos Mittageſſen heraus geſchickt. QSie bekommen bloß etwas Zulage an Korn.. Nichts deſio we- niger pflägt bey leichter Arbeit und günſtiger Witterung jedes Pferd täglich ſeinen Acre(15 M.). Welche Race ſchwarzer Pferde„iſt ſo hart wie dieſe? Das Fuhrlohn iſt für ein Geſpann von vier Pferden täglich 8 bis 10 Sh.(2 Rthlr. 16 Gr. bis 3 Rthlr. 8 Gr.), für Kohlen ungefähr 6707 Arbeits ſtunden. Fuhrlobn, EEE eien. HZ 270 p. Chaldron die Meile(p- SW6ſpl. die gs. M x Rthlr. 6 Gr.) CREE Gewöhnliche grobe Schmiedearbeit koſtet p. Pf.-.(p. Pf. 2 Gr. 8 Pf.) feinere'p. Pf?& 551(pt. Pfeia: 752) Hufeiſen jedes A(28:8...) -. umzuſchlagen I:(8.6) Ein Pflugmeſſer oder Schar zu verlegen(to Jay) 38 P. bis x Sh.(5 bis 8 Gr.), zu ſchär- fen x P.(8 Pf-)- 4 30 KIT 80407 Zugochſen. Die ſo lange aufgeworfene Frage, ob Pferde oder Ochſen als Zügvieh den Vorzug verdienen, ſollte hier Lillig abgehandelt werden. Jndetſen beſorge ich, daß dieſe Gegend zu deren Enutſchei- vung nicht hinreichende Gründe an die Hand ge- ben wird- Seit undenklichen Zeiten beſtand ein Zug ſ9- wohl auf Reiſen als im Pfluge aus 6 Ochſen im Joche geſpannt, die von 2 Pferden geleitet wurden Selbſt im der 2ten Fuhre glaudte man 4 Ochſen und 2 Pferde nicht entbehren zu kön- nen. Wurde die Bräche aufgeriſſen, ſo waren zwei Männer und ein Junge vie Begleiter die- ſes unbeholfenen und koſibaren Geſpanns. Jeßt EEE€ GRR BO IK Gais vie? wirit || Zu ih rehtn zwei] de; ſchwe? Wein: die 9, J E. verieden(td + ), zu ſcor , ob Pferd in Zug ſe 6 Hchſen en aeleitt wubte man ſd waren v (% 64 ub Jed 4 274 findet man im ganzen Pickeringthale kaum einen Ochſen im Pflage. Zwei Pferde, mit Leinen regiert, ohne einen zweiten Menſchen, der ſie führt, iſt das allgemeine Pfluggeſpann in jedem Boden und in-jeder Fahre. j Zu Wirthſchafts- Fuhren dagegen werden Och- ſen noch immer gebräucht, doch ſelten mehr als zwei, gemeiniglich an der Stange, mit 2 bis 3 Pferden voraus» Auſſerdem ſieht man jekt viel Wagen mit bloßen Pferden beſpannt, welches ehedem in dieſer Gegend eine ganz unbekannte Sache war. Auf der Höhe bedient man ſich pferde- Race zum Zuge. Nur wenige Oc werden zur Hausarbeit gebraucht. Im Ganzen und nach dem Urtheile alter Leute kann man annehmen, daß.anjeßo nicht der vierte Theil der Zugochſen„als ſonſt gehalten wird. Wollte, man ſchließen, daß, weil jeßt weniger Zugochſen gehalten werden, ſie überhaupt zu vem Behufe nicht taugen, ſo würde dieſes ſehr un: recht ſeyn. Die Abnahme der Zugochſen hat zwei Urſachen. CEhedem war mehr Land unter dem Pfluge, und dieſer ein ſchlecht gebautes und ſchweres Werkzeug. Ihn bloß zu zieben wurden allein zwei Ochſen erfordert. Bey dem vielen JIU D52| 000) ENT(ut M M) zu beſtellenden Acer mußte in allen Jahreszeiten“ jW gepflügt werden. Der jebige Pflug iſt vortreſſ:|| wn MM|| lich gebaut, leicht und zerſchneidet das Land oöne|“E y| Schwierigkeit. Bey dieſem Pfluge und der Acht-| 1090 (18 ſamkeit, paſſende Witterung zu wählen, hat man| puh "' geſunden, daß zwei Pferde, ohne WBeyhülfe der| je VE 114 bisherigen Ochſen, hinreichend waren. In eiter|, |] 0 Gegend, wo das Aufziehen der Pferde lange ein-| ine 4), geführt war, war dieſes hinreichend, die Ochſen| 4 1,00 aus dem Pfluge zu verbannet.| du 0: j) Vier Pferde ſind ein Geſpann für 2 Pflüge"4 || und zugleich für einen Wagen. Dieſes erklärt X | im einigermaßen die Abnahme des Gebrauchs dr|(mg M., Ochſen auch vor dem Wagen, Jndeſſen iſt die-| fue / 1 ſes nicht die einzige Urſache. CEhedem wären|| Pl IOM die Wege in ihrem natürlichen ſchlechten Zu- 6 4 jh) ſtande: Im Winter tief und im Sommer weich.: NB | yh Jekt ſind beynahe überall Chauſſee von rohen I. 4,0| Kalfſteinen, die für die Klauen der Ochſen zu is |,' hart ſind.“ Selbſt das Beſchlagen iſt kein hin woid " 44 reichendes Schußmittel, wenn ſie beſtändig dar- 1157 0. M.00 auf gehen ſollen.| N | j: Bey dieſen veränderten Umſtänden iſt es kein.| uw |)| Wunder, wenn der Gebrauch der Ochſen abge? ſr 6 h) 1| nommen hat- Daß man deſſen ungeachtet noch| Vei0g 4 h ſo viele findet, iſt ein auffallender Beweis ihrer| pe |) Nüblichkeit als Zugvieh. Selbſt die Holz- Fuhr:| ie u leute,| Smi "Rs 95 16 UNREIN 0 UE votheg -b9 6 Vand. as SNU DY und de Wh ien, Dat In Veni N für 2 Mi NE 6,3„ub tees er NN y Jebraums deſſen iſi) neden Win hlechten 3 mmer an von teh er Dſr) iſt Fein 1) eſiändig it miſt elt ohen ey geadtet 1) Yes It! » hel Zu [eu “75 leute, eine kluge und betriebſame Art Leute, be- 'dienen ſich ihrer noch immer zum Fuhrwerke. Sie finden, daß ſie nicht nur im Stande ſind, tagtäglich zu arbeiten, wern. es ihnen nicht an Futter fehlt, ſondern, was ſehr für ſie ſpricht, daß ſie länger bey der Arbeit aushalten können als Pferde, wenn beyde/ gleiche Weide haben. In einer guten Hütung füllt der Ochs ſeinen Bauch geſchwind, und legt ſich die übrige Zeit nieder, dagegen eine kurze Sommernacht dem Pferde kaum hinreichend iſt, ſeinen Hunger zu ſtillen. Beym Erſteigen ſteiler Anhöhen, und über- haupt bey jeder"Gelegenheit, wo der Wagen ſtarke Schläge bekommt, ſchreibt man Ochſen die Wirkung eines Ankers. zu. Die Pferde ſind furchtſamer, und verlieren auf ſteilen und ſchlüpf: rigen Wegen den Gebrauch ihrer Füße gänzlich. Ochſen dagegen ſtehen ſtill und feſt, wenn ſie fühlen, daß ſie nicht weiter fort können. In bergigen und ſchlimmen Wegen ſcheinen Ochſen in der Thart.unentbehrlich. In einer.Gegend, wo mehrentheils ein Schlag halber Jagdpferde zum Zuge gebraucht wird, hat die? ſer Gedanke Grund. Wo aber bloße Karrengäule gezogen: werden, verliert er viel von ſeinem Gee wichte- Karrengäule| ſind ſchwere und träge Thiere, und nur zum Zuge! brauchbar, Nach Zweiter Theil, S R ee AEI IIS I. ua und dann(| Im nördlichen„Theile des Yorkthales und aufhalten fr iu Cleveland werden wenig Ochſen zum Zuge wh, wenn| gebraucht, und im ſüdlichen gay feine, In p iſt und mit den öſilichen Gebirgen und an der Seeküſte er, AIs Nin arbeiten die Ochſen bis ins bte oder 7te em Ungejieſt Jaor, Dann werden ſie größtentheils den fnung, im 4 Viehmäſtern in Lincolnſhire und Yorkſhire Din und verfauft. nach vollhn)| uf die Yay 5,4% FE Jn einem abgeſondertenr Thale, das einen Rindvie? Wb ver Ueberfluß am Graslande hat, muß man die Vieh- ba fe ben zucht als den natürlichſien Wirthſchaftszweig an? alten Ems ſehen. Vor der Gemeinheits- Theilung wurden je der DU die Hütungen und Brüche zum Aufziehen von ſollte alfo 1% Zugochſen und Kühen angewandt. In den weſt“ Irbeit gui0 lichen Marſchländern und überhaupt in der Mitte 1, ihnen 1 des Pickeringthales, wo ſeit undenflichen Jahren erhält WIEES ME:: 0' die Gemeinheiten getheilt, und, auſſer" den leßten wird, ZU 90 9: e? Es j 5 1 daf ds Jahren, faſt alles Gras. war, wurde ſehr viel Vieh zum Verkauf aufgezogen. Jonges rid Der Anbau der Niederungen mit Getreide, HHMY 280 die Theilung der Gomeinheiten, und die aus dem Pfluglande gemachten Grasländer haben in ver. Viehzucht eine große Aenderung hervor- gebracht. Die Melkereien haben ſich vermehrt, und das Mäſten iſt eingeführt worden. Dage- gen hat das Aufziehen abgenommen. Man kann indeſſen doch behaupten, daß das Pickeringrhal ſeinen eignen Bedarf aufziehet, bis auf einiges ſchottiges Bieh, das jährlich gekauft wird, um im Winter die Weide zu nußen, und im folgen- den Sommer gemäſiet zu werden. Seit 70. Jahren und ſo weit ſich das jekt lebende Geſchlecht erinnern kann, war das ſchwarze Vieh hier die einzige Gattung. Aller Wahr- ſcheinlich?eit nach war es in ganz England der nämliche Fall, weil noch der Name Schwarz- vieh(black- cattle) für Rindvieh überhaupt ge- braucht wird. Nach der Beſchreibung ſcheint es dem ſchottiſchen Niederungsviehe geglichen zu haben. Faſt alles war ſchwarz, einiges mit weiſſen Köpfen, das meiſte gehörnt, doch einiges ohne Hörner. Dieſem folgte die ſchwarz und weijſe Art. Wahrſcheinlich eine Abart der vori- gen urſprünglic Yv== -e= öl iie Nn zum Unth wen f die Dad, es au) by m detaliihn now,/ nent, der diy einem biſſy' GG f) 4 aan 0 ede, enn 4 | Aon(Zhpyy ) den ON |[2 M4 I» NQer ais Girqe if At 194 Vp al) (ge att dit ichen Da 0. Wf), ( py + ane Dw ane! NM KO m) fut | vv FU 293 ſich guk. Die Viehmäyzter in Yorkſhire und Lincolnſhire ziehen ſie allen übrigen Arten vor. Ihre guten, Eigenſchaften ſind mehr dem Boden, Klima, Zufall vder allen drei Urſachen zugleiM, als dem Verbeſſerungs» geiſte der Wirthe zuzuſchreiben, der hier ſehr ſchwach iſt.; Im Ryethale, die Marſchländer und die Howardian+ Hügel mit eingeſchloſſen, wird manches Stück Vieh aufgezogen, und von verſchiedenen einſichtsvollen Landwirthen viel Uchtſawfeit-äuf deren Verbeſſerung gewandt. Nach der Teeswater"iſt die hieſige die beſte furzhörnige Art im ganzen Diſtrifte. Ehedem wurde dieſe Art mit Bullen von- der Holder- neß- Art gefreuzt. Seitdem aber die Tees» water Bullen die Oberhand gewonnen haben, hat man ſich vorzüglich an dieſe zu Verbeſſe rung der Art gehalten. Folgendes ſind die Maaße einer g5jähri» gen im lebten Frühjahre(1793) geſchlach- teten Kuh, die von John Dowker zu Sal» ton aufgezogen war," Fuß. Zoll. Höhe an der Schulter 2 4 7 Länge vom Horne bis zum Shwänte M 08% NI 6 Umfang hinter den Schultern 7 IO :- den lebten Nippen 9 77 Weito« zwiſchen den Hüften 2 4 Die vier- Viertheile wogen 90 Steine 1 EI 4 [| 2: 4 | [; + ;' 4 ? 4 j 4 | 4 Kühe Ankauf. (1200 Pf.), und wurden mit 28 L. ro Sh. (190 Rthlr.) bezahlt. Die- Art im Ryethale iſt allgemein ſchr Hreit, mit ſtarken Knochen, und mäſtet ſich nicht ſo: gut, als die Teeswater Art. Um dieſem abzuhelfen, haben zwei dortige Wirthe ſie mit der Suſſep- Art gefreuzet, die einen feinern Kopf und Knochenbau, ein ſehr leb- haftes und feuriges Auge, tiefe Bruſt, weite Hüften, reine Schenkel, viel Feyer und Mun- terfeit hat, und ſich alſo-vortrefflich ſchi>t, mit“ der hieſigen Art vortreffliches Arbeits- und Milchvieh zu ziehen. Der Erfolg war, eine Art: hervorzubringen, die ſic) beſſer mä Nete, nicht ſo ſchwer,:von feinerm Knochenbau und, beſſerer Geſialt war. Obgleich die Beſißer der Melkereyen gewöhn? lim ihr Vieh ſelbſt aufziehen, ſo ſind ſie ſelten glücklich. genug, dem Anfaufe zu entgehen. Die Lieblings- Eigenſchaften einer Milchkuh ſind hier| feine Schenkel, ein ſchlaffes, dünnhäutiges, rück- wärts hangendes Euter(bag), lange Zißen, hin- reichend frey von Milch, um ſie nicht zu ver- ſchütten, die Milchadern(dus- veins) groß und die Hörner gelb. IJ will mich nicht für die Unfehlbarkeit aller dieſer Eigenſchaften verbürgen. So viel kann ich indeſſen verſichern, daß ich nie eine Kuh mit dien fleiſchichten Scenkeln ge: ſehen habe, die viel Milc< gab. |' Di [M Jynd 10 295 231,100|.:- Die Maaße der ſchönſten Kuß von der hie- Ügemin ih ſigen ächten Race, die in das 5te Jahr ging d möſe ſe und in einigen Monathen kalben ſollte, waren t Art lh Fuß. Zoll. ortige Try Die Höhe vom Boden bis zum Wie- 8, die iin der- Riſt::;: 4 5 ein ſeht 1) Der Bruſt s- 7: YALIGE , nel EN SEE; “ Der größte Umfang des Leibes 9 2 ver und Dy I Hofflig(444 Der ſchmalſte:- 2; 76 T freffiid) Wid). 1 ide Arhey Die Breite der Schultern; 401702 KLO Uv t Erfolg mu;; der Hüften 7? 2 6. ſich biſſet mb-- des Hüftbeins(round bone) 1 7 m Snecinht Die Länge vom Vordertheile des Kopfes (fore head) bis zum Hintern 7 5 en ewt Vom Mittelpunkte der Achſel bis zum md ſie ſeh! Mittelpunkte der Hüften 2 3.1 ET taehen, I) Von da bis zum Hintern: I 9 E.. Gs e 2;. SE fuß ſind ji Die Länge der Hörner-: 10 tige, 1! Die Weite zwiſchen den Spißen der ib%- 8- LL: + Zier fi Hörner: 2 2: 14 Gz Kopf und Hals fein und ſauber. Der Rücken voll und das Kreuz gerade. Die Farbe dunkelroth mit weißen Flecken, it zu 5) groß 1m icht für?! Die milchenden Kühe bekommen hier wie in Bevand! m verbürgt der Kühe. daß iht! allen Grasländern, wo es Melkereien giebt, die, > henfeln 0) beſte Sommer- Hütung, im Herbſte das erſte „id Nachgras und im Winter meiſt Hen. Bedarf 296 die jeßige Race auch dann Heu, wenn ſie keine Milch. giebt, ſo ſeßt dieſes ihren Werth als Milchkühe herab. Noch hat ſie eine üble Cigen- ſchaft mit allen Abarten der kurzhörnigten Art gemein, nämlich das ſchwere Kalben. Ungeach- tet die fleiſchichten Hinterviertel durch die Zacht ziemlich weggeſchaft ſind, ſo bleiben die ſtarken Knochen do 30 Gallon Milch (199 Berl. Q.), die ic) an Auffäufer aus Leeds auf der Stelle zu 5x P. p. Gallon (Ei Gr. 2 Pf. p. B. Q.) verkaufte. Sie fuh- ren es eine engliſche Meile(2 g. M.), und brachten es zu 65. bis 7 P. p. Gallon (+ Or. 4:Pf bis" T Gre 5 PIP. Der 20.94 de ju de Itin Ciſtarny eit auf vy ellbaſte 3) , April yy) 299 Jokt koſtet ſie F*bis 9 P. p. Gallon(1 Gr. 3 Pfaibisir Gr. T0 Pf. p-- BD. 2). Den Rüben- Geſchmac> kann man der Milch und der Butter leicht benehmen, wenn man“ etwas: Salpeter in Brunnenwaſſer auf» Ibſe&x, und davon eine kleine Theetaſſe voll un- ter 8 Gallon Milch(25. B. Q.), ſs wie ſie von der Kuh kommt und noch warm iſt, gießet. Der Geruch und Geſchmack der Rä- ben vertiert ſich ſogleich gänzlich.! "es In einer Metterey aſt ein warmer Stall ſehr nothwendig. Die Kühe wie Pferde zu firiegeln macht ihnen nicht nur Vergnügen, ſondern ſie laſſen die Milch auch weit leichter von ſich. Sie müſſen ſehr roinlich gehalten werden, trocken liegen und weiches Waſſer haben. Ich habe Kühe gehabt, die mir 2 Gallon Milc<(7 B. Q.) auf jedes Mel: ken, innerhalb der erſten 10 Tage nach dem Kalben, gaben. Angeſiellte Verſuche zeigten mir, daß ſie 2 Monate vor dem Kalben aus- trocknen zu laſſen, keinen Vortheil brachte. Der Mittelſaß der Milch von einer Kuh iſt 6 Gallon(20 Q.) täglich, ſobald ihr das Kalb abgenommen iſt. AWZBMEEGK Einer von uns hat bereits ſeit einigen Jahren ſeine Kühe in dem Stalle mit rothem Klee und Raygras die Sommer- Monate durch gefuttert. Den Abend.nach dem Mel- ken wurden ſie in einen kleinen Thiergarten Berkauf. Möſten der Kalbep, ausgebunden, weil ſie dort friſch Waſſer hat- ten, und des Morgens früh wieder eingebun- den. Ein Morgen Klee reichte auf die Art ſv weit, als zwei bey dem Graſen. Sie ga- ben mehr Milc<, und der mehrere Dünger muß die Mühe und Koſten des Mähens und Einfahren5 des Graſes reichlich bezahlen. Die, milchenden Kühe werden mehrentheils auf den benachbarten Märkten mit den Kälbern verkauft, zuweilen auch hochträchtig(incalvers). Der Yiittelpreis einer Kuh mit dem Kalbe iſt im Durchſchnitt der leßten 19 Jahre(1777= 87) „ bis 9 L.(46 bis 60 Rthlr.). werden entweder auf den Märkten den Viehhänd»- lern verkauft, die fie nac) dem Binnenlande und den ſüdlichen Provinzen bringen, oder zu Hauſe mit Nachgras und Rüben gemäſtet. Der Mit- telpreis der hieſigen Race war in den leßten 10 Jahren(1777= 87) 5 bis 6 L,(33 Rthlr. 8 Gr, bis 40 Rthlr.)- Ein hieſiges ſehr gewöhnliches obgleich nicht ganz allgemeines Verfahren verdient mehr um ſeiner Sonderbarfeit, als ſeines Vorzugs wegen, Erwähnung, Saugen gelaſſen, ſondern die Kuh gleich nach dem Kalhen gemolken, und die noch warme Milch dem Kalb» gegeben. Da es gar nicht ſaugt, ſo Güſte Kühe- Das Kalb wird gar nicht zum- | Euter J Got die 3 ſhite, Gei der 9 tige handl; ' Hand mehrenthil den Sülben (incalverz) m Fal ij hy Zuſte Fi 1 Vieghin) onfande u e zu Zu Der den Thi! (zz Ayl NN PPL leid nigt . mehr in 198 Wehen nit zum gleich nd arme Ni .+" 4 Saugt N ZO lernt es leicht ſaufen. Der Hauptvortheil dieſes Verfahrens wird darin geſeßt, daß ſich die Kuh nicht nach dem Kalbe ſehnt, wenigſiens nicht ſo ſehr, als wenn es bereits geſogen hat. Beym Aufziehen finde ich dagegen nichts zu erinnern, als die DELETE vir vat welche ſich aber beym Mäſien noch) vergrößert, weil das Tränken länger dauert. Ueberdem ſcheint es, daß ſie nicht ſo leicht fett werden, als wenn ſie ſaugen. Dem Euter der Kuh iſt es auch) wohl nicht ſo zu-' träglich. Das Pickeringtrhal verſendet an Butter jähr lich einigetauſend Achtel(blrkin) von Malton, und der Ertrag von deſſen weſtlichem Theile geht hauptſächlich nac Vork. Die Jnnung der Käſehändler zu London hat ihre Unterhändler an verſchiedene Orte vertheilt. Dieſe koſten und unter; ſuchen die Eigenſchaft jedes Achtels, und bemer- ken es nach deſſen Güte mit 1te, 2te und z3te Sorte» Die xte und 2zte gehet nacy London, die 3te nach den Woll-Fabriken von Weſt-York- ſhire, Angeſtellte Wagemeiſter beſcheinigen das Gewicht jedes Achtels, und brennen den Namen der Melkerei darauf. Dieſes ſiad ſehr vernünf- tige Einrichtungen» Das Zeichen des Unrer- händlers iſt der Wegweiſer für den Londner Handelsmann, ſo wie der Name der Mieikerey Butter= Berkauf. 1 j| 10411818| BNDAN UN ||||| JIU " ä ppb IN | O2 Qa für den Wagemeiſter. Iſt das Gewicht nicht ; richtig, ſo hält er ſich an jenen. Entſpricht die Gute nicht der Bezeichnung, ſo wird die But- | hy ter zurückgeſchickt. m Die erſie Frühjahrs: Butter wird friſch ver- 130| kauft. Die Sommer-Butter, nämlich die man (4: zwiſchen Ende May und Anfangs November hy)"" macht, wird nach und nach, wie es die Umſtände „ ſowohl in der Melkerey oder bey dem Kaufmann | 0|| erlauben, abgeſchickt. Der Durchſchnitts- Preis Mf) der leßten x0 Jahre war p- Achtel von 56 Pf- 8 0(3 Ctn.) 20 bis 32 Sh.(9 Rthlr. 8 Gr. bis ||, 1 T0 Rthlr. rx6 Gr., 4 Gr. bis 4 Gr, 6Pf. p- Pf.). 9030 "vi| Aus dem Bericht über den nbrdlichen PU DUN Bezirk. jy|| Ende 1792 galt das Achtel 34 bis 38 Sh. 4|||(x 1 Rthlr. 8 Gr. bis 12 Rthlr. 16 Gr., 4 Gr. "|' 10 Pf. bis 5 Gr. 5 Pf. p. Pf.), jj)|| 1 BÜEDEENE, In der Beſchreibung der Norfolker Wirth- | 1" ſchaſt habe ich mich über die Anfertigung- der ENEN; Butter ſo weitläufig auegelaſſen(Marſh. Norf. | 1|| 2ter Thl. S. 340 bis 356),..daß ich- hier nichts |"es| hinzuzuſeßen weiß. Cinige beſondere Umſtände |. verdienen indeſſen doch Erwähnung. iG 1j1) Reinlichkeit, der Grundpfeiler in der guten | jW" Milch: Wirthſchaft, wird in den meiſten Mel-. | 14 4! || 1, hene Fug! font dit N ſud- ſud;' il h Rahn diz) dud Jund d ys| höern jiehen| darihe YVeiſ jawor| Oeiben doſſelbe hg| gewöhn ſchaue Deren UM hädiig | Zeit ih [9 ſx; NpG ird die Zy die Umſtan) 111 Rauf Imitts- Preß von 36 NW . 30. Pf p9 nördlid! 34 bis 330 16 Or, 40 " fer Bit ertigung Ww arſh. In hier niht x Umfan eiſen Me 303 tereyen und in einigen beynahe. zu genau beob- achtet. Chedem wurde die Milch in' tiefe höl- zerne Schalen, deren Boden beynahe eine halbe- Kugel biidete, gegoſſen. Eine elendere Form konnte nicht leicht gefunden werden. Jett be- ' dient man ſich mehrentheils bleyerner Milchäſche (lead-bowls), welche gewöhnlich breit und ſtach ſind; eine Geſtalt, die zu Vermehrung des Rahms viel beiträgt. In einigen Gegenden wird der Rahm mittelſt einer Rahm- Schale(skimming- dish) abgenommen. Hier läßt man die Milch durch ein Loch in der Mitte des Milchaſch ab, und der Rahm bleibt zurück. Das Loch, wo- durch die Milch abläuft, wird mit einem ſtarken hölzernen Stöpſel geſchloſſen. Bey dem Heraus- ziehen wird zuförderſt eine weite bleyerne Röhre darüber geſtürzt, die eingekerbt, oder auf andere Weiſe uneben gemacht wird, damit die Milch zwar durchlaufen kann, aber der Rahm zurück bleiben muß. Dieſen läßt man hernach durch daſſelbe Loch ablaufen. Die Milchäſche werden nach jedesmaligem Gebrauche ausgebrühet und gewöhnlich wenigſtens einmal des Monats ge: ſchauert. Indeſſen hat eine hieſige Wirthin, deren Reinlichkeit gewiß nicht bezweiſelt werden fann, gefunden, daß dieſes der folgenden Butter' ſchädlich ſey. Die Wirkung zeigt ſich zwar nicht Bukfterfaß. 304 unmittelbar. Indeſſen hält ſich die Butter nicht und wird eher ranzig. Sie ließ dahero ihre Milchäſche nur einmal des Jahrs den xſten May ſchauern, und zwar mit feinem Seeſande, nicht mit Salz, nach der gewöhnlichen Art. Jh er- wähne dieſes Umſtandes uni ſo lieber, als ich überzeugt bin, daß wahrſcheinlich viele Butter durch Vernachläßigung dieſer Vorſicht zur z3ten Klaſſe herabgewürdigt wird. Wird dieſe Wir- kung durch Auflöſung der Bleytheilchen, die durch das öftere Schauern los werden, hervor- gebracht, ſo kann das Eſſen der friſchen Batter | noch viel üblere Folgen haben. Das eylinderförmige Butterfaß iſt nun vor- züglich im Gebrauche. Deſſen Form iſt jeßt et- was verbeſſert. Die Stäbe waren ehedem bey- nahe gerade, jeßt werden ſie gebogen, und das- Butterfaß bekommt einen Bauch- Durch dieſes - Mittel kann man in einem Butterfaſſe, das auf ein ganzes Achtel von 56 Pf. eingerichtet iſt, eben ſo gut 3 bis 4 Pf. Butter machen. Der ganze Rahm, wenn es noch ſo wenig iſt, ſamm- let ſich im Bauche, und wird alſo gehörig durch- gearbeitet. Das. gerade Butterfaß, ein unge: ſchicktes Werkzeug, kommt ganz aus der Mode, Ein eylinderförmiges Butterfaß 23 Fuß lang, 2 Fuß im Durchmeſſer in der Mitte und 1 Fuß 10 Zoll 4 | bereit € Butter ih ß dahee iv den 1ſtem My Art, W*" ß Wd N| y teilchen,| erden, jw... riſchen Zu ß iſt mw em iſt jet! n eheden 1! gen, UI EN van Dureh 1) ingeritt 4 Nr nahen v nig iſs ka jeher) din ß, ein un! 8 der M1 + zus|0) e und jd AW 10 9" 395 :0 Zoll an den Enden mit Stampfen(dasher) 10 Zoll breit, mit eiſernen Reifen, Kurbel(crank), Geſtelle, koſtet ungefähr 50 Sh.(16 Rthlr, 236 Gr.). Die Butter- Achtel werden in der Nachbar- ſchaft ſehr wohlfeil gemacht. Der Preis eines ganzen Achtels, das 12 Pf. hält, iſt 10 P. bis 1 Sh.(7 bis 8 Gr.), und eines halben Achtels, das 7 Pf. enthält, 8 bis: 9 P7(5 bis 6 Gr.). Vor dem Einſchlagen der Butter wird das Butter- Achtel ausgebrühet und inwendig mit Salz ausgerieben, und der Boden mit Salz beſtreuet,. hiernächſt die Butter feſt eingedrückt, oben mit Salz bedeckt und ſo zum Verkaufe zu- bereitet. Magerer Käſe(8kim-cheese) iſt der natür- liche Begleiter der Butter in den Melkereyen. In dem beſten Boden des Pickeringthals, an den Ufern der Nye, wird etwas fetter Käſe (new milk cheese) gemacht, der dem Glou- ceſter- Käſe wenig nachgiebt. In dem ſchlechtern "Boden giebt man ſich aber damir ſelten ab. Aus dem Bericht über den ndrdlichen 39.0 KLUDI. Der Preis des fetten Käſes in Cleveland wär Ende 1792 p. Ctn. ä 112 Pf. 37 bis 42 Sh.(2'Gr. 9 Pf. bis 3 Gr, p. Pfund). Zweiter Theil. 2017 Zutter- Nh tel Käſe. fur R BEESE EEE inn 300 Butt-r und Käſe waren indeſſen theuerer als gewöhnlich, weil die Dürre des vorigen Sommers deren Ertrag verminderte und den Preis der Rüben und des Heues erhöhete2. Das einzige Merkwürdige, was mir hier vor- gekommen, iſt eine Käſemühle, die ich ſonſt nir- gends geſehen habe. Beym magern Käſe wird die geronnene Mil in Stücken gebrochen, in die Molken gethan und dieſe abgeſchöpfet, wenn jene fich auf den Boden geſeßt hat. Was übrig bleibt, läſſet man. nochmals' in ein grobes Seihtuch laufen, das über einen großen Trichter, mit einer Hölung in der Mitte, wodurch die Molken ablaufen können, ausgebreitet iſt. Hierin läſſet man es ganz Falt werdenz Dann nimmt man das Seihtuch zuſammen, und preßt die ge: ronnene Milch ſo ſtark man kann mit der Hand. Alsdann wird beydes in einen Kübel gethan, und auf einige Minuten unter die Preſſe ge- bracht, damit die noch übrigen Molken ablaufen, wornächſt die geronnene Milch aus der Preſſe genommen, nochmals ſo klein als möglich gebro- / Wer Pom) Förſe wird Dle verla engelaſey ; zurück" ſie tri vieler(hs hr nache 1e das fel Bt ſch mit die Jah) 1 Im Zen 107 „ a+ Ü nog) Ww, Lage et "bey viv | Anfaty r Meint der Nat jen Cat nie aud dem zl hes bis hein mit itil en Unge weder di! 315 Hütungen noch die Märkte beſeßt werden können. Man kann behaupten, daß in ganz England nicht ein brauchbares Stück Vieh zurückgeblieben ſey. Bor 20 bis 30 Jahren wurde kaum ein einzelnes Stück im Winter, Frühjahre oder Sommer an- ders als bey auſſerordentlichen Gelegenheiten auf den Märkten eingekauft. Jm Herbſie, beſonders im Monat November, wirde ſehr viel geſchlach- tet und zum Winter- Borrath eingeſalzen and geräuchert. Geräuchertes Rindſleiſch war ehe- dem in dieſen und andern Gegenden ein beſiän- diges Gericht. Ehe man Rüben und Oelkuchen kannte, und alſo fein Winterfutter hatte, war dieſes Verfahren, beſonders wo das Land in Ge- meinheit lag, und Brücher, Hütungen und Wie- ſen ſchwer- zu erreichen waren, eine dringende Nothwendigkeit. Die einzige Möglichkeit, welche dem Landmanne übrig blieb, ſeinem Viehe eine etwas beſſere Hütung als die gemeine Weide zu ſchaffen, war das Nachgras in den Wieſen und die Stoppeln. So bald dieſe aufhörten, waren auch alle Mittel zum Mäſten erſchöpft, und ex mußte wieder bis zum Ende des nächſten Som: mers warten, Die Anzahl des damals geſchlachteten Viehes in dieſer Gegend war indeſſen, im Verhältniß des jeßigen Bedarfs, ſehr gering, Jeder Markt d 316 iſt das ganze Jahr durch vollauf mit Nindvieh beſeßt, ungeachtet des vielen, was im Herbſte noch' immer geräuchert wird. Der Markt'von Malton kann mit dem Markte in London wett? eifern. Wenn hier nur zweimal ſo viel Rind- fleiſch wie ehedem verzehrt wird, ſo iſt dieſes ſce, und hat ſchon 0, bis 15 Guineen(70 bis 105 Nthlr.) für das Stück, während einer Springzeit, bekommen. Die Gebirgs: Schafe ſind von denen im Pik- feringthale ſehr verſchieden, und haben vielleicht ſeit Jahrhunderten keine Abänderung erlitten. Dem dortigen rauhen Klima und groben Graſe find ſie beſonders angemeſſen. Sie leben das ganze Jahr durch auf den bloßen Heiden. Ihre Nahrung beſtehet aus Heidekraut, Binſen(Jun- ' cus) und etwas wenigen groben Gragarten. Eine Weide, die jeder andern Art engliſcher Schafe das Ceben foſten würde. Die Gebirgs- Schafe ſtammen wahrſcheinlich aus Schottland.. Sie ſehen dein ſchottiſchen Schafen, welche zuweilen hieher gebracht wer- den, ſehr ähnlich, Die Hörner weit, der Kopf ſchwarz oder bunt, und in der ganzen Bildung We Ww Vj elt Niem es u" : Voll 4 x Tees un) rt ſehr 9 Indeſſen jh Haupttich bettähtlip 10, bis 1; das Gif nen m en vielleid 19 erl) oben 1) (ehen dt iden inſen(Tar (Gravatt t engliſh heſcheinty ſhottiſgw bracht „de&y 1 Did „ 325 der Norfolkſchen Race ſehr ähnlich, nur daß ihre Wolle etwas länger und gröber iſt. Sie ſicht Ziegenhaar ähnlicher als Schafwolle. Man ſiehet dieſes für ein Zeichen der Dauex- an, und die dortigen Schäfer ſolien die grobwolligen und haarigen Böcke vorziehen. Sie ſind klein, nicht viel größer als die Haide- Schafe von Norfolk. Die Schafe ſind ziemlich. fett. Das Viertel wieget 7 bis 10 Pfund, und bey den r0 bis 14. Pf, Diete Race iſt eine Abart der langwolligen. Einige ſind ſehr gut gebauet, und der jeßigen Leiceſter Race ähnlich, aber lebhafter. Die Ham- mel. werden im z3ten Jahre gemäſtet. Das Bier- tel wiegt 30 Pf., und das Stück giebt ungefähr 6 Pf. Wolle von 10 bis 13 Zoll Länge. Ver einigen Jahren wurde das Kreuzen mit der großen Lineolnſhirer Race hier eingeführt, wobey einige Wirthe großen Werluſt hatten, Einer von ihnen rechnete den, welchen er durch eine Krankheit im Kopfe, den Schwindel, erlitt, der dieſe unrichtig berechnete Race unterworfen iſt, auf 200 L,(4666 Nthlr. 16 Gr.) Er ging zur hieſigen Race zurück, und die Krankheit ver- Auf der Höhe lohr. fich. Jede Gegend ſcheint feine eigne ein-. gebohrne Race, wenigſtens an Schafen, zu ha- ben. Durch Vernachläßigung artet ſie aus, durch ß * E 4 + | 3 / | L| |) “4 | * WRVRNREN 16001 j BGE) ;| 140 3) ||, Navin [1 1,030 | |.| 810) ti] iu | 33 || ||1j k 1! " ] 11] BENDEN] BENN | || j UA 14:11 || | 1] 1 DE 106) | 13 42741 | 1130| 4 jj y 1318 DIES | | ABE! dür 226 Sorgfalt aber kann ſie verbeſſert werden, entwe- der mittelſt des Paarens der beſten Individuen derſelben, oder mit einer ähnlichen Abart, nicht aber durch fremde Arten. Aus dem Bericht über den weſtlichen Bezirk. Die Arten der Schafe, die hier ſowohl gezogen als gemäſtet werden, ſind ſo verſchie- den und ſo oft unter ſich gefreuzt worden, daß es ſehr ſchwer hält, ſie zu beſchreiben. Die im weſtlichen Theile dieſes Bezirks auf den Mooren gezogenen Schafe halten wir für die urſprüngliche. Race. Sie ſind gehörnt, leiht und für eine bergige Gegend, wo ſie beynahe feine andere Nahrung als Haide- kraut finden, ſchr paſſend. Man. nenne ſie gemeiniglic) die Penniſton-Art, von der Stadt Penniſcon, auf deren Markte ſie ver- kauft werden. Gemäſtet wiegen ſie 14 bis 15 Pf. das Viertel, Sie ſind ſchr hart und futtern ſich leicht. Auf niedrigen Weiden werden ſie ſo fett, als man von den beſten Fetthammeln verlangen kann. Wir glauben, daß wenn man auf die hieſigen Mutterſchafe Bakewellſche Schafböcke ſezte, es eine vortreffliche Art geben würde, weil dieſe gerade alle die Eigenſchaften ha- ben, die jenen fehlen. Zum Mäſten bedient man ſich ſchottiſcher Schafe aus Teviovtdale, den, eh Abart, nh 0 Weſlid 18 hier fun) ind ſo verh freuzt won zu beſhriiht 8 Dei u halten 10 1) ſind geh! egend, 9(ls Zeh Nan nm! Art,(my Markte ſio en ſe 144 ſchr harm drigen Dit! von den 0)! man af) he Gf! geben mind enſheften Näfen bt us Zewoth der Einfauf das Stuü> 3 327 ſv wie Mutter- Schafe aus Northumberland, die, ſo bald das Lamm abgeſeßt iſt, noch in demſelben Jahre gemäſtet werden. Einige zweijährige von dieſer Art werden mit Rüben gemäſtet. Hr. Parkinſon zu Doncaſter kaufte im Oct. 1791 20 Mutter» Schafe aus dieſer Gegend, ließ ſie bey einem DiSsley» Schaf- bo> und futterte ſie bis im Decbr, 1792. Der Ertrag war'2€. Sh. Rtlr. Gr. die Wolle(90 4 A80 LO IESE. 18 27 Lämmer zu 18 Sh. (6 Rthlr,)*„24 600462== 4 Mutterſchafe zu 50 Sh. (16 Nthlr. 16 Gr.) 10== 66 16 16 derſelben zu 45 Sh. (15 Rthlr.)- 36- 240== 75,26 0.152922: 243 Sh.(8Rtl, 4 Gr.) 24 x0 163 8 Gewinnſt 50 x6 338 16 In dieſem Jahre hat er 30 Schafmütter gefauft, die aber noh nicht wieder verkauft ſind. Ein Lamm davon wog, als es vier Monate alt war, x6 Pf. das Biertel, und wurde das Pf, zu 5x P,(3 Gr. 8 Pf.), über- haupt zu 1 L, 13 Sh, x P,(1x Rtlr,) auſſer dem Felle, verkauft.| In dem ſüdlichen Theile hat man Lin- colnſhirer flach gerippte Schafe, die über alle Beſchreibung ungeſtaltet ſind. Juf den noch hin und her liegenden Ge- meinheiten. ſind die- ſelbſigezvogenen Schafe von dev. elendeſten Art, die man finden fann,. Da ſie mehreutheils kleinen Leuten gehören, ſo iſt an keine Verbeſſerung zu denken. CEben dieſes Fann man auf. alle Schäfereyen an- wenden. die in Gemeinheit ſind.. Sie leiden faſt. immer. Noth, und ſterben oft ganz aus. Indeſſen fängt man an einigen Orten ſchon an, auf dieſes nübliche Thier. mehr Acht'am- Feit zu wenden, indem man die beſten Schaf: böcke und Mütter. wählt, und es- ſieht zu hoffen, daß man in der Art fortfahren wird. YAus“dem Bericht über den nördlichen 2Bezirfk: Die urſprüngliche Art Schafe im York- thale und in Cleveland iſt groß, ſtark von Kno- 10 bis xz Pfund Wolle gegeben.) Seit einigen Jahren hat ſich. die Race bey einigen Schafzüchtern durch Beymiſchung beſſerer Böcke von der Disley-YArt ſehr verbeſſert. Der Bau iſt regelmäßiger, Knochen und Ab- gang vermindert, die Wolle verbeſſert und das Sleiſch: feiner und von beſſerm Geſchmacke. Sie werden im 2ten Jahre fetter als die an- dern im dritten. Die Hammel-werden durch- Nein 6, genen Che) 1 finden fim uten gehn enten, Un Nferenen «Eſt Ihm* ft gan aj 1 Orten ſhy mehr Ahthm beſten Si d>. ſiht 4 (fahren mi) | nörblic afe im Iv) tarf bon Die Vol 1 ogt das Ii en nod mit js 11 Wil Th. die Zu Beymiſhin) hr perbeſe! hen und ſſert undd? Geſcnatt als die at erden dur "329 gängig zweijährig verfauft, und mit der Wolle zu 42 bis 50 Sh.(14 bis x6 Ntlr3 xb Gr.) das"Stück bezahlt.:+Gemäſtet wiegen ſie 24 bis..30 Pf. das“ Viertel, und geben 6 bis 8: Pf. Wolle, .„... Dieſe Verbeſſerung hat ſich. nur von der Schwale bis zu den weſlichen Gebirgen und ſüdlich bis an die Gränzen des weſtlichen Bezirks erſtreckt, In dem ſüdlichen Theile des VYorkthales iſt ſie nicht ſo allgemein, als im nördlichen. Am bſilichen Ufer der'Schwale wird, einige einzelne' Wirthe ausgenommen, , beynahe gar Feine Achtſamkeit auf die Ver» beſſerung der Schafzucht gewendet. In der- ſelben Schäferey findet man oft drei bis viererley Arten, Behym Anblicke einer ſolchen Schäferey ſollte man glauben, daß man ſich auſſerordentliche Mühe gegeben habe, das Schlechteſte aus allen Gegenden auf einen Fle> zu bringen. Ein ſiarfer Beweis des wenigen Verbeſſerungsgeiſies iſt, daß der ge- wöhnliche Preis für die Sprungzeit eines Schaſbo>s 18 bis 30 Sh.(6. bis 10 Relr.) iſt. Leßteres findet man ſchon ſehr theuver. In Cleveland hat Hr. Thomas Dundas vor 2 bis 3 Jahren ſeine Zuchtſchafe von der Leiceſter- Art. mit Schafbö>ken von ver Disley- Urt belegen laſſen. Sein Viehſtand iſt jezt ſowohl in Rückſicht des Baues als der Wolle vorzuglicß, Auſſer in Upleatham hat die Disleyſche Race. wenig Fortſchritte in I EG HIIE EITEN Cleveland gemacht. Die hieſigen Wirthe hal- ten an ihrer alten Race zu feſt.| Einige haben durch das Sepen von TeesSyater Böcken auf Zuchtſchafe von den öſtli auf dem hintern Theile des Nackens. Die Wolle iſt grob und undicht (open). Die Hammel werden im aten Jahre zu 12 Sh.(4 Nthlr.) p. Stück verkauft. In den weſtlichen Mooren beſtehet der größte Theil der Schafe aus der kurzen ſchotti- ſchen Art, ſo im Gegenſaß einer größern die lange ſchottiſche Art genannt. Sie werden um Johannis gekauft, und am Ende deſſelben Sommers, oder auch erſt im folgens« den Jahre, wieder verkauft. Die Schafe in den öſtlichen Gebirgen ſind gehörnt, mit ſchwarzen oder bunten Köpfen und Beinen, flein und hart, Zu der dorti- gen Weide und Klima paſſen ſie ganz vor- züglich. Jhre Wolle iſt undicht, gröber und kockrer als von denen in den weſtlichen Gebir- gen. Sie ſind auch kleiner, und werden im gten Jahre das Stuck zu 9 bis 10 Sh, (3 Rthlr, bis 3 Rthlr. 8 Gr.) verkauft. Der Durchſchnitt des Woll- Ertrags iſt im weſt- und bſilichen Gebirge 3 bis 4 Pf. P- Etüd. Aufziehen. Die gewöhnliche Zeit zum Beylaſſen im Pik- Feringthäle iſt von alt Michaelis bis Ende Octo- ber, ſo daß die Schafe Ende März oder Anfangs Aprits lammen. Jn den Gebirgen läßt man ſie erſt Ende Novembers oder“ Aufangs December zu, damit gegen die Lammzeit fein Schnee mehr zu beſorgen ſey. Will man Zwillings- Lämmer haben, fo muß man. die Schafe einige Wochen vor dem Zulaſſen ſehr gut futtern. Das Em- pfangen iſt ſicherer, als wenn ſie in ſchlechtem Zuſtande ſind, Achtſame Schäfer ſorgen dafür, daß die Mut- terſchafe kurz vor dem Lammen Zulage an Futter bekommen. Weniger einſichtsvolle glauben dage- gen genug zu thun, wenn ſie bey dem Saugen die Schafe gut halten. Dieſes iſt ſehr unrecht, Giebt es einen Kunſigriff beym Aufziehen, ſo bes ſtehet er bloß darin, daß man fär hinteichende Milch bey den Müttern ſorgt, In einigen Stunden läßt ſich dieſes nicht bewirken. Man muß fie daher x4 Tage bis 3 Wochen vor dem Lammen beſſer futtern. Fleiſch und Euter müſe ſen das ihrige haben, ehe das Lamm zur Welt kommet, ſonſt ſtirbt es, oder verkrüppelt, ehe die Verdeſſerung der Milch zu Stande kömmt. Eine andere Sache, worauf achtſame Vieh- züchter ſehr ſehen, iſt das Reinigen der-Mutter- F 95 2 209 fe ine ſchafe im Frühjahre, ſo bald es nur die Witte- Cntedy rung erlaubt. Jc< habe die Euter(bogs) der der Anfong Mutterſchafe von: der jeßigen Nace von dem ſich äßt mj daran geſeßzten Miſte und Urine ſo erhißt geſe: hen, daß es zur Entzündung überging und Ge- nee nh ſchwüre entſtanden. Einige Wochen vor dem 198 Came Lammen, wenn die Mutterſchafe auf beſſer Fut- ige Wohn ter geſeßt worden, ſollte man das Euter, und Des Em ſo bald warm Weiter eintritt, Schwanz und m ſchleim Hintertheil waſchen. Wenn man aus der Schafzucht Vortheil daß die Typ ziehen will, iſt viel Achtſamkeit und Aufſicht ns- ge anzu- tbig. Eine fleine Heerde iſt dieſer Mühe nicht [auben days werth, es müßte denn einen kleinlichen Wirth ei Satt treſſen, der ſonſt nichts zu thun hat. Auf zwan- ehr unh zig Schafe habe ich mehr Mühe und Arbeit ver? iehen, ſb ſchwenden ſehen, als ß ſie je bezahlen konnten. hinteichen) Eine Heerde Schafe, die ſtark genug iſt, um Jn eint die Koſten eines beſondern Schäfers zu bezahlen, fen Ja iſt in manchen Lagen gewiß der vortheilbafteſte en vor do Viepſtand. furt mij Das Einſchmieren der Schafe mit Theey Einſhrzie zur M und Fett im Herbſte iſt die einzige Merkwürdig: 7 9 keit bey der hieſigen Schafzucht, die mir des " 3 Erwähnens werth ſchien. Wie dieſe Gewohn- a heit zuerſt hieher gekommen iſt, ſcheint nicht 0 mehr bekannt zu ſeyn, ob ſie gleich nicht über Ne SGW:; REGER IGG AIRIS. 4.<. EE| | ""GEnbN 334 50 Jahre alt iſt. Wahrſcheinlich ſchreibt ſie ſich aus den nördlichen Gegenden her, wo ſie noch im Gebrauche iſt, nicht aber aus den ſüdlichen, die keine Spur davon zeigen. Die Abſicht dieſes Verfahrens iſt, die Läuſe- zu tödten, die Räude zu verhüten, den Wachs thum der Wolle zu befördern und die Haut ge- gen die Strenge der Witterung zu ſchüßen. Ob dieſes ganz oder zum Theil erreicht wird, kann ich nicht beſtimmen. Indeſſen iſt dieſes Verfah- ren ſeit beinahe einem halben Jahrhunderte hier durchgängig eingeführt. I< habe nur einen einzigen Wirth gekannt, der ſelten nach bloßem Eigenſinne handelte, aber hiervon aus Grund- ſäßen abwich, Er läugnete zwar den Nußen nicht ganz ab, hielt aber die Wirkung für ſehr vorübergehend. Er hatte gefunden, daß Tabak- Waſſer. auf das Ungeziefer weit ſtärker wirkte, und Theeröl, wenn es mit Vorſicht gebraucht wird, ein ſicheres und untrügliches Mittel gegen die Räude ſey- Zum Wachsthume der Wolle glaubte er, daß dieſe Salbe wenig oder nichts beyträgt. Er giebt zu, daß es ihr Gewicht im Verhältniß des Schmußes, den ſie hineinbringt, vermehret, glaubt aber nicht, daß es der Menge der Wolle ſelbſt etwas hinzuſeße. Ob es dieſe Wirkung habe oder nicht, bleibt immer noch eine Ohttibt fp j) wo ſtm ( den ſibidy ſt, die(yy - dn Ie die Zt yp ſüßen. 1) t wit, fa diſes Pſy ehundert hi (MEN 4 nad) bahn 1 aus Ou) x den Diht fund für|) 1, das Zu! ſtärfer wit) ſicht gebt) 3 Mittel(4 me der Du i9 ody nh r Geige , hineindein) og der I) NERN mer m< 7 335 Streitfrage. Salben befördern bey Pferden den Wiederwuchs der Haare auf friſchen Narben, und Pommaden den Wachsthum der Haare bey Menſchen. Es iſt daher nicht unwahrſcheinlich, daß Salben auch auf den Wachsthum der Wolle einige Wirkung haben können. Mein einziger Zweifel iſt, ob die Vortheile die Koſten bezah- len, und dieſes iſt ſchwer zu entſcheiden. Die Räude iſt hier nicht weniger als in andern Ge- genden. Mir iſt es wahrſcheinlich, daß, ſo all- gemein dieſe Gewohnheit ißo iſt, ſie ſich mit der Zeit doch verlieren wird. Deſſen unge- achtet will ich hier e:ne Beſchreibung dieſes Ver- fahrens geben, nicht um deſſen Fortdauer zu be- wirken, ſondern um das Andenken einer Gewohn:- heit beyzubehalten, die jeßt Tauſenden von Mens- ſchen einige Wochen lang jährlich eine kalte und ſc hat“ und der Spätel in der“Salbe von ſelbſi ſtecken bleibt, die nach dem Abkühlen in Dich- tigkeit dem Zuſtände der Butter'in heiſſen Tagen imi gleichen muß« Einige thun den Theer erſt allein Ihe in den Kübel, und rühren ihn ſo lange, bis er ſeine de Schwärze verlohren und eine ſanfte gelbe Farbe de erlangt ßai- Dann gießen ſie die zerlaſſene ein Butter hinzu, und rühren wiederum ſo lange, d bis der Spätel von ſelbſt ſteFen bleibt. Wenn in die Butter zu heiß iſt, ſo ſoll es dem Theer au ſchaden. Sie muß-nar fläſſig ſeyn-||D Das Einſchmieren geſchiehet um Michaelis,| UD Das Verfahren iſt folgende3:|||Y Dem Schafe werden die vier Füße zuſam-| jd men gebunden und es auf eine Trage gelegt,| jeh die 6 Fuß lang, in der Mitte 2 Fuß und an| zr dem Ende 1 Fuß 10 Zoll breit iſt, und 4 Fuße,| Im ungefähr 2 Fuß lang, hat. Der Arbeiter ſikt| fo auf einem Ende der Trage, die Beine ausein-|H ander, legt das Schaf mit der Schulter gegen vo ſeine Lenden und nimmt den Kopf unter den fo Arm, Er fängt damit an, die Wolle vom Wie-| ſie derriſte bis zum Schwanze von einänder zu thei- Ar len, fo daß eine Rinne die ganze Länge des Ei Schafes durch entſtehet. Dieſe muß ſehr gerade R ſeyn, und bis auf die bloße Haut gehen, welches| jal nur durch Uebung erlernt werden kann. Die| Idi . Wolle de ven ſelhh (ein Uh heiſen Ut er eſ 6 bis er fey > gelbe Jah die zeſe um 0 linp ſeibt, Yim 8 dem et 1. m Mihnls Füße zuſt Trage zin Fuß und! „und 4% Arbeiter 1 Beine aue) Schulter 947 of unter M le vom We nder zu ce Lane vi p ſhe um few welh faut Zu „Dlt 357 Wolle wird auf beyden Seiten in die Hand ge: nommen, ats einander gezogen und die Rinne mit den Däumen gemacht. Wenn dieſes geſche- hen iſt, drückt der Arbeiter mit der Hand und dem Gelenke„die Wolle platt nieder, nimmt auf den Zeigefinger ein Stück Salbe in der Größe einer Haſelnuß, und beſchmiert damit die Haut des Schafes, indem er mit einem Händgriffe, den nur die Uebung geben fann, 6 bis 8 Zoll lang auf den Boden der erwähnten Rinnen wegfährt. Die Salbe ſicehet neben ihm auf einem kleinen Tiſche, der in Form eines Käſes aus einem Blo>e gemacht iſt..Die Kunſt beſtehet dariy, die Salbe auf der Haut gleich zu vertheilen, ohne die Wolle anders als in der Wurzel zu berühren. Wenn ein Fingervoll aufgeſchmirt iſt, nimmt er einen zweiten, und fährt damit fo lange fort, bis die ganze Ninne bedeckt iſt. Hierauf macht er eine neue Ninne 1 bis 1x Zoll von der erſten. Bey dieſer zweiten und allen folgenden Rinnen werden die Finger in der er- ſten Rinne feſtgehalten, wodurch ein erfahrner Arbeiter im Stande iſt, ſie beſtändig in gleicher Entfernung von einander zu halten. Gegen den Rücken werden die Rinnen enger an einander, als gegen den Unterleib gemacht, wo die Wolle dünner, alſo der Näude weniger unterworfen iſt, Zweiter Theil. DD T3ol: Berkauf, 338 > 10 bis 12 Schäfe von mittlerer Größe wird für das Tagewerk eines Arbeiters gehälten. Tagelohn iſt mit dem freyen Cſſen ungefähr 15 bis 18 P.(10 bis 12 Gr.) Schafe einzuſchmieren, würden alſo ſeyn: Das Die Koſten, 30 8 Pf. Butter von der 2ten oder Sh. P. Relr. Gr. 3ten Sorte, oder Fett, koſtet im Durchſchnitte p- Pfund 43 P-(3 Gr. p- Pf.) SEDLCH x Gallon(3 B,. Q.) Theer x 7- 58 vie Arbeit M 4 4 51-0 1:0 4:0 0 19) beträgt P5 Schtf- 20 37.72 Aus dem Bericht über den nördlichen Bezirf, Die Koſten des Salbens betragen ungefähr 5P.(3 Gr. 4Pf.) für das Stück der größern Schafe. Obgleich vieſes Verfahren ziem- lich allgemein eingeführt iſt, ſv giebt es doch viele Schäfer, die an deren Stelle bloß Seife in Waſſer aufgelbſet, oder'abgekochten Tabak pder Ginſter brauchen. Undere ſchmieren gar nicht. Es wäre ſehr zu wünſchen, das man dur Verſuche ausmittelte, ob das Schmie- ven Vortheil brächte oder nicht, und ob die- ſer die Koſten überwöge. In Weſt- Yorkſhire iſt der Haupt: Abſaßs der. Wolle.' eee zzz nüm en I iS 339 te id 8 wind; i 1 N 0) fü Es war ehedem eine Fabrik von groben Tuü- 6'. epn; Folgendes iſt das Gewicht und der Ertrag Wox- Ertrag 0.9. Ih verſchiedener Racen Schafe hieſiger Gegend nach Stückzahl gerechnet. ; t 5 Beträgt )'<< 8 Gewicht Werth in Pr. Cour. 8) P- S7] f uU> Pfd. P: Pf. P- St. 4| a 22 Pf. 102.00 HE DE*: REEEIN| Gebirgs- Schafe H 4:56P.- rtl. bis 6 2.041 D3 QL WAH Fett- Hamnzel 23x 4/10='24rtl. bis 110 get. 200. ! HN* Schafe von der alten Race, die auf gemei- 500 ne Weiden gehen 4 6P,-2 Sh, 3xrtl. bis tü der grön I4. rtl. Vopfahrin ii“..2 2 Defe Zweijährige Hammel 0 giebt m> 4 NIE SER ve AG von derſelben Art 43 21" Sh"."172rfl; efochten Zi! von der verbeſ: + ſchmitt, ſerten Race, ws die hen, daf mt Gemeinheiten getheilt 5 3Sh.5P. 24 rtl. ) das Gem!: "dl Von dieſen Schafen war feines einge: 1 ſchmiert.>40 pt: Ab)" W>» Aus dem Byricht über den weſtlichen ; Bezirf, NacH der Menge der Woll-Fabrifen in dieſer Gegend ſollte man auf beſtändige Nach- frage von Wolle aller Arten ſchließen. Dem Stillſtande im Handel hat man aber die ſtarke Abnahme der Preiſe in dem vergauge- nen Jahre(1793) zuzuſchreiben, Sie ſind 15 bis 25 p. CG. gefallen. Man kann jekt gute Wolle zu 7 bis 8 P, p. Pf.(4 RNthlr, 6 Gr, bis 4 Rthlx. 20 Gr. p. Stein) haben. Märzvieh, Das Märzvieh wird auf den benachbarten Märkten und in den Häfen von Scarborough und Whitby verkauft, Die Preiſe des Hamnzel 7 Fleiſches auf den Märkten im Pickeringthale waren vor 10 Jah- ten(1777).P- Pf. 25"bis 3 P.(1 Gr5 8 Pf, bis 2 Gr.); jeht(1787) p- Pf, 4. bis 43 P. (2 Gr, 8 Pf, bis 3 Gr.) Das auffallendſte Bei- ſpiel des jeßigen Steigens der Preiſe habe ich in den Gebirgs- Schäfereien gefunden, ob ſie gleich weder in Anſehung der Nace noch der Behandlung irgend eine Veränderung erlitten haben, Die Preiſe der Mutterſchafe waren vor 70 bis 15 Jahrea(1772 bis 1784) p- Stück 23 bis 5 Sh.(20 Gr. bis 1 Rthlr, 16 Gr.), und der Stand- Hammel p, Stück 6 bis 8 Sh. reien | well | groß hält | kauf | des | deſt mu | des | dieſe | mein Pe ie gem | Kof | g9r | hen, | Vj | Sd c | ſer Net 341 A Weihn(2 Rthlr. bis 2 Rthlr. x6 Gr.) Dieſen Herbſt (1787) wurden jene dagegen für 83 Sh.(2 Rtl. We 20. Gr.) und dieſe für 14 Sh.(4 Rthl. 16 Gr.) eran iegen, Du verfauft,; hh ve Den jährlichen Ertrag der Gebirgs- Schäfe- Bebe dem bm reien rechnet man zu 23 Sh.(20 Gr.) p- Stück, ben, Git Mh welches in Vergleich der Mühe, der Gefahr, die ſo Man füm 44 groß iſt, daß ein dortiger Wirth es für ein Glück , Vf,(4 A hält, wenn die Hälfte ſeiner Zuzucht"die Ber- », Gin) jeh kaufgezeit erlebt, der Koſten des Einſchmierens und des Heues, das man im Winter, wenn das Hei- t benach defraut mit Schnee bedeckt iſt, daran' wenden ) muß, gewiß ſehr gering iſt. Der jährliche Ertrag des Acres iſt alſo 3 P.(x Gr, 3 Pf.p.M.), und nach ſches auſ) dieſem Saße wurden bey der Pickeringſchen Ge- vor 10] meinheits-Theilung viele Felder geſchäßt. Dieſe (1 On, 8) Berechnung iſt nach den hohen Preiſen der 4664) Schafe im Durchſchnitte der leßten 30 Jahre fallende gemacht» Einige Leute glauben, daß wenn die reiſe jb 1 Koſten der Wartung genau berechnet würden, unden, 1) gar kein Gewinnſt übrig bliebe. Das Verms- tac noß! gen, welches viele kleine Wirthe in den Gebirgs- erung ert Thälern, wie man glaubt, hauptſächlich durch die| afp war“ Schafzucht erworben haben, ſcheiut indeſſen die; 94) Pp Gut ſer Behauptung zu widerſprechen, Die Schafhürden beſtehen auf der Höhe gus Härden. „lr, 16 Oy; j Netzen von ſtarkem Bindfaden, Die Maſchen FENEN [4] 2 342 ſind 4 bis 6 Zoll- weit;„und»die-Hürden 3 Fuß hoch.., Die Hürden: Pfähle ſtehen 8 bis 10 Juß von eipander:> Sie koſten 4" bis. 6 P. der Yard (1 Gr. bis x Gr. 4 Pf. der Rh. Fuß).- wöhnlicher werden ſie indeſſen. von den Seilern gemiethet. Dep Preis iſt wöchentlich 1 bis 13 Sh. für 3009 Yards(2 Gr. 8 Vf. bis 4 Gr. für 100.Rh. Fuß)... In der, Nähe braucht man zuweilen„Latten- Hürden, in der Entfernung aber Neß- Hürden wegen des. leichtern Traneports, Bey Schafen. ohne Hörner, wie hier- die meiſten ſind, haben die Neß- Hürden Vorzüge, Aus dem Bericht über den nördlichen Bezirk, Faule,(rot) In vielen Gegenden dieſes Bezirks ſind die Schafe der Fäule ſehr qusgeſeht. Bey allen angeſtellten: Verſuchen hat man bis ips rein Mittel dagegen entdecken können. Fol- gender Verſuch ſcheint indeſſen zu beweiſen, daß gefunde Weide und fäulnißwidrige Be- handlung gegen dieſe Krankheit. wirkſam ſeyn Fann. Im Herbſte- 1790 kaufte ich einige utterſchafe, von denen ſich beym Eintritte des Winters zeigte, das ſie die Fäule wiri- lich hatten. BWerſchiedene ſtarben daran, acht yon. den ſchlimmſten der übriggebliebenen brämie j< untex das Rindvieh auf dem Stiph- Doſe, wo ſie nichts a!'s Stroß und ; 343 Hinde 134- Waſſer bela DI 31 CAN ZEN ZIE ACEHL <> 60 affer boiaimen. Sie fraßen das erſtere fehr NW) gern und ſchienen ſicß zu beſſern. Durch eis 6). 1 nen Zufall fanden ſie indeſſen Mittel, nach Rh, R| einem benachbarten Stücke Ae>er austubre- kür 4 ip--- N ' äu u a 3 EZ neee Gi; 345 ! ve nh Aus dem Bericht über den nördlichen Vertiffhy„Bezirk. Anbei- In dieſem ganzen Bezirke hat die lang- iſcht.(iy bhrige Art, mit langen Schenkeln, Hoſen und iche Eins ſchmalen Rücken und niedrigen Schultern die adi) m: Oberhand. Sie mäſten ſich ſchlecht, und ver- h dam 1 langen gutes Futter, um nur in leidlichem Stande zu bleiben. Einige Wirthe haben die < dus) it' Chineſiſche und. auch eine gute Berkſhire Art. eten, yy Beyde mäſten ſich beſſer als die*vſterwähnte. alles Gm Im Rhye-Thale hat die ley“ Thale iſt ein Käninehen- Garten von 155 bis 200 Acres(238 bis 317 M.). Sehr fetten Boden mit Kanitichen zu be- ſeßen, iſt nicht rathſam. Wenn nach der Dürre ein Ueberäuß am Graſe folgt, ſo bekommen ſie den Durchfall, woran viele abgehen. Auf der Höhe ſind die Baue mehrentheils an den Seiten der Hügel, in Coldham dagegen in einem tiefen Thale, deſſen Ränder ſteil ſind, und den Kaninchen zu ihren Bauen bequeme Bodern IT& zr DÜRFE, 5 Befrie« digungen. 348 Gelegenheit geben. Die Damms-Erde iſt 3 bis 10. Zoll ſtark. Unter dieſer iſt ein Kalk- Ge- ſchiebe, das auf einem Kalkſtein- Felſen ſtehet. Die Baue find in der Unterlage, zwiſchen der Damm- Erde und. dem Felſen, und gehen meh- entheils nach dem Gipfel der Hügel zu. Doh- len machen zu Tauſenden ihr Neſt darin, zum großen Verdruſſe der Kaninchen. Zu Driffield- greets bey Driffield ſind zwei große Kaninchen- Gärten, deren Boden eine bloße Fläche iſt. Nichts deſto weniger ſind ſie gut beſeßt und ein- träglich; ein Beweis, daß eine flache Gegend in manchen Fällen ſehr vortheilhaft mit Kaninchen beſeßt werden kann. Der Boden war leichter Sand oder Kies- Lehm. Bey Beſeßung eines Gehäges, es mag flach oder hügelig ſeyn, macht matt künſtliche Baue, um den Kaninchen den Fle> angenehm zu ma- t werden. Im Anfſatge wurden die 39 len mehrentheils vey einem Hett? Schober, weil Heu das Häupt-Win- terfutter der KaninHen war, oder auſſerhalb des Heues an ſvlchen Orten aufgeſtellt, wo man daß die Kaninchen am mehreſten fraß: 3.40 6.13%% DUNI E(C2545 inf ahn S ' ten, um zu eimfommen. Seit Cinführuung der 4 Rüben zum Winterfutter der Kaninchen iſt" die Cage eit we WWI Jn die Ketinhun 1 Plaß wh 'gen bliihy glaube 1), einen anbr Felt, m per, Erfin) iy 1. falſch a! » Foa! Sanie ve), elo ms 1 mehren 1 das Aan'W ver uſe foefiet, 1 0 m wehfen 1 + Ginfigu) Ganinhe! ſ' " "yy 46) vder übertriebene Erhißung die Folge, und ſie 351 Lage der Fallen abgeändert worden. Da die Nüben innerhalb des Gartens Gebauet werden, ſo kommen auch die Fallen innerhalb des Zauns. Ein bis zwei Nächte wird der Gang offen ge- laſſen, und die Falle mit einem Brett oder ei- nem dreieckigen Queerholze zugemacht, dan;it die Kaninchen erſt ihre Gänge nach den Rüben max- chen.- So bald dieſer Endzweck erreicht iſt, wird die Falle entblößet und der Fang geht an, Beym Heraugnehmen aus der Grube werden ſie ſortiret. Die ferten werden geſchlachtet und die magern werden wieder auf die Rüben gebracht, um ſich zu beſſern. WBeym Ende des Fanges werden Männchen und Weibchen auf gleiche Weiſe ſortiret. Jene werden geſchlachtet, und dieſe ausgeſeßt. Man rechnet, wie ich gehört habe, auf 6 bis 7 Weibchen ein Männchen. Je näher man dieſem Verhältniſſe kommt, je mehr Junge hat man zu erwarten. Es liegt in der Natur des Männchens, ſo unnatürlich) es ſcheinen mag, ſeine Jungen, beſonders wenn die Anzahl zu groß iſt, zu tödten.:'"Beym Gebrauch der Fallen iſt viel Vorſicht vöthig. Läſſetr man zuviel Kaninehen mit einemmale hinein, und nur einige Stunden lang bedeck:, ſo iſt Erſtickung werden wenigitens ſchlecht. Auf dieſe Art ſind FE DIE IM AEG:' weiter beil. 3 Heil 3 Y 4 Y -D 4 Y ? + 4 4 | »- Exstrag. Vortbeile. 352 manche tauſend Kaninchen zurückgekommen, Aus dieſem Grund? bewacht man die Fallen und ver- ſtopft den Eingang, oder bedeckt die Fallklappe, ſo bald eine hinreichende Anzahl gefangen iſt. Von dem Exrtrage der Kaninchen- Gärten auf der Höhe kann man ſich aus der Anzahl der Geſchlachteten, die ſich zuweilen auf 5 bis 600 Paar in einer Nacht beläuft, einen Begriff machen.; Man ſagt, daß wie die beyden Kanin- als Kaninchen- Garten nur 250- L. (1666 RNthlv.*x6- Gr., 14. Gr, p- Morg.), und zum Getreidebau genußt 2 Sh.. p+. Aere(10 Gr, P- Morg.) bringt, ſo. bleibt. es doch ein ſtarker Beweis des Nukens. der. Kaninchen- Gärten in paſſendem Boden, 32 Zienen, 354 S+ 45- Man kann das Pickeringthal eine Bieich Gegend nennen. In dem Gebirge und dem nördlichen Rande dieſes Thales wird gewöhnlich eine große Menge gehalten, und davon viel Ho- nig gewonnen. Die Blumen des Heidekrauts geben deſſen viel. Er iſt aber von geringer Güte, braun und von ſtrengem Geſchmacke. In Sröcken, die an der Grenze des Heidekrauts und der angebauetern Gegend liegen, bemerkt man zwiſchen den Frühjahrs-' und Herbſtzellen einen auffallenden Unterſchied, Zu erſtern wird der Stoff blos von Wieſen, Hütungen, Bäumen und Getreide geſammlet, zu leßtern von dem Heide- kraut allein, wovon feine Art eher als ſpät im Sommer blühet. Die Zellen der erſtern ſind beynahe ſo weiß, wie Schnee, und der Honig klar, wie das reinſte Dehl, dagegen die der Lek tern brayn, und der Honig an Farbe und Zähe geſchmolzenem Harze gleih, Dieſer Unterſchied zeigt ſich noch ſtärker, wenn die Stöe im Herbſte von dem untern Rande der Anhöhen in den Ge- birgsthälern gebracht werden, um ſich dort mit Honig anzufüllen. So ſonderbar dieſe Gewohn- heit ſcheint, ſo iſt ſie do<; mit Nuken befolgt worden. Jm Winter von 17832 ſiellte ſich ein allgemeines Sterben unter den Bienen der hie- ige ihr ner ha! oh! nun net qe me Bienen md de wöhnlich viel He: defrauts geringer de, Ju ts un tft man en einen pird der men und 1 Heide ſpät im wm ſind | Hmig der lok! umd Zähr nterſchied 1 Herbſit | den Or dort mit Oewoht! en befolgt te ſich ein | Der hiv . 395 figen Gegend ein. Manche Bienenwirthe haben ihren ganzen Bienenſtand verlohren. J< erin- nere mich im Frühjahre 1783 in einem Bienen- hauſe 12 bis 15 ledige Stöcke geſehen zu haben, ohne einen einzigen Bienenſchwarm. So ungewöhnlich eine ſo allgemeine Zerſtö- rung war, deren ſich kein Menſch vorher erin- nern konnte, ſo merkwürdig war die Art, wie ſie geſchah, Die Bienen zehrten allmälig ah und - verſchwanden endlich, ob ſie gleich Honig im Ueberfluß hatten, und vieler unangerührt blieb. Ein Wirth, der die Bienen mit vieler Achtſam- feit beobachtet hatte und deſſen Bemerkungen oft ſehr gegründet waren, ſchrieb es dem Mangel an junger Brut zu, Er glaubte,"daß es fein gün: ſtiges Jahr zur Zucht geweſen ſey, und daß die im Frühjahre abgegangene Bienen die alten wa- ren, die vor Alters ſturben. An dieſer Meinung mag etwas wahr ſeyn. Das ſehr verſpätete und ungewöhnlich naſſe Frühjahr und Sommer von 1782 fann der Bienenzucht einen Stoß gegeben haben. Indeſſen iſt es unwahrſcheinlich, daß es ſie gänzlich zerſtöret, und daß unter 10 Schwaäar- men nicht einer junge Bienen hervorgebracht ha- ben ſollte. Dieſe müßten bey einem reichlichen Borrath an Honig doch am Leben geblieben ſeyn. In dem Laufe des Frühjahrs von 1783 brachte 356 mich ein Zufall auf eine Theorie, welche dieſe Erſcheinung beſſer zu erklären ſchien, Indem ich eine Weide genau beobachtete, be- merkte ich, daß die Bienen ſich bey deren weib? lichen Blüten eben ſo geſchäftig als bey den männlichen eines benachbarten Baums zeigten. Dieſes führte mich zur“genauen Unterſuchung des bon den Bienen geſammleten Stoſſs, und zur Prüfung, ob die verſchiedenen Zeugungsarten ſelbſt bey Zwitterblumen nicht aach verſchiedenen Nahvrungsſtoff hervorbrächten. Es iſt bekannt, daß der Honig aus den Honiggefäßen geſammlet wird. Wachs kaun man als eine Aufſammlung des zähen Schleims des Stempels, und das Bier nenbrod als aus dem Mehle der Staubgefäße zuſammengeſeßt betrachten. Alle Bienenwirthe wiſſen, daß die Bienen von Bienenbrod allein nicht leben können; eben ſo wenig, glaube ich, von bloßem Honig- Iſt leßterer aber durch ſchärferes Preſſen mit Bienenbrod vermiſcht, ſo iſt es bekannt, daß er für die Bienen ein geſun- des und ſicheres Futter wird, wenn ihr eigener Vorrath verzehrt iſt. Nimmt man als ausge- macht an, daß die Bienen zu-ihver Nahrung im Winter ſowohl Bienenbrod als Honig brauchen, und daß das Bienenbrod aus, dem Mehle. der Staubgefäße der. Blumen. beſteht, ſo, iſt obige Erſcheinung leicht zu erklären, de dif tete, hy en weih: bey den "jeigten, eſuchund fs, und hgarten hiedenen bekannt, ſammlet "mung qs Bie 'gefäße wirthe d Wein ube ich, x dutch (ht, fo n gefun "zent 3(wt ung im raue ehle vet iſt obig! 2,4867 Es iſt bekannt, daß die Blumen bey Regen- wetter die'Beſruchtungs- Gefäße geſchloſſen hal- ten, und ſie nur mit Vorſicht öffnen, Die bloße Oeffnung ſelbſt iſt nicht einmal hinreichend, die Staubgefäße den Bienen annehmlich zu machen. Der Staubbeutel muß durch Einwirkung der 'Sonne aufbrechen, ehe die Biene ſich mit dem Mehle beladen kann. Iſt dieſes geſchehen, ſo iſt das Mehl dem Auswaſchen durch den erſten heftigen Regen ausgeſest. Die Sammlung des Bienenbrods muß alſo in einer naſſen, regenhaf- ten Witterung ſehr 4ngewiß und unbedeutend ſeyn. Honig und Wachs hängt dagegen weniger vom Wetter ab. Iſt die Blume einmal offen, ſo hat die Biene freyen Zugang zu den Honig- Gefäßen und dem Stempel, die von einem Re- genſchauer weniger als das Mehl der Staubge- fäße leiden. Es iſt, wie ic) glaube, eine unbe- zweifelte Thatſache, daß die Bienen den Honig aus dem, was man uneigentlich Honigthau nennt, ſowohl als aus den Blumen ziehen. Aus dieſcn Vorderſäßen iſt der Schluß leicht zu ziehen: Da der Frühling und Sommer von 1782 ſehr naß war, ſo war ein Mangel D Hotlig- brod die natürliche Folge, Durch Zwiſchenzeiten 358 von trocknem Wetter, oder durch einen Ueberfluß an Honia- Materie kann die Honig- Sammlung ſehr reichlich werden. So lange das Honigbrod vorhält, leben die Bienen. Wenn es auch gänz- lich verzehret iſt, ſo ſterben ſie doch darum nicht alle auf einmal. Der Honig verlängert ihr Le- ben auf eine Zeitlang, vielleicht im Verhältniß ihres Alters und ihrer Leibes- Beſchaffenheit. - Die Fadividuen folgen einander nach Maaßgabe wie die Kraukheiten oder der Hunger ſie über- wältigen„- bis ſie alle ſterben, und zwar nicht aus Mangel an Honig, ſondern weil ihnen eine derbere Nahrung, die Stüße ihres Daſeyns, fehlt. Ende des zweiten Theils, Ueberfu Sdammuͤng honizbroh nuch gan runn rict tt ihr ee gerhältniß haffenheit Maaßgabe ſie üͤber⸗ var nicht hnen eine Daſeyns, 8 L AAdArhbtIAdRdLrrIn- 1 Trrrabn dalee alesſen TSLeLrnl, ſälääntäln i 1adenennNeSanédästuagahhe ng an Oem 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Coſoùr& Grey Controſ Chart Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta Whitee— Grey 1. Grey 2 Steys