——y— Se “« Mein Glaubensbekenntniß über Akkerbau- Syſteme und über den Herrn Staats-Rath Thaer, in Bezug auf die Scriften Von George Friedrich Haeſe, Königl. Preuß. Regierungs- Rath und Obex- Commiſſarius in Pommern. en Minanand: ee. Ide Wu"ens Berlin: beicFriedric< Braunes. 1381412. “> uin" Der Hoy Cammer- Rath Zimmermann hatte unterm 13. Januar 3812 die Güte, mix ſeine Schrift: - Einige Bemerkangen und Nachträge zu den „ ohnmaßgeblichen Bedenken über Wechſel: „- Wirthſchaft. Neubrandenburg 1811,-/ mitzutheilen, Dabei äußerte derſelbe den Wunſch: daß ic) mein Urtheil über dieten Gegenſtand „Sffentlich ausſprechen mögte, und Ep „fügte hinzu: daß ihm jeder Ausſpruch völlig - Sleichgültig ſei, indem ihn nur die Wahrheit „„intereſſire,“/ deine gegenwärtigen Dienſt- Verhältniſſe geſtat ten mir es indeß nicht, ſo weitläuftig als ich es ſelbſt ſonſt nöthig halte, jener Aufforderung zu genügen, obgleich ich dazu hinreichende Mareria- lten zu haben glaube. Denn als Sohn eines fleinen Landwirths(Pächters) mußte ic) ſchon ==. wP im aten Jahre den Pflug führen u. ſ. w. Nach- her genoß ic< in einem andern Dorfe, und ſpä- terhin in kleinen Städten Unterricht, mußte aber auch abwechſelnd die Schule verlaſſen und mit arbeiten, I< kenne alſo von Jugend auf alle ländlichen Verhältniſſe.=" Späterhin== wider meine Neigung== zu der Feder geſchleu- dert, ſah ich, bei Führung der Protocolle zweier Suſtitiarien auf dem Lande, zwei Jahre lang, den Zuſtand des Akferbaues; hörte von dem ei- nen, der ein vorzüglicher Kenner und eifriger Beförderer deſſelben, zugleich aber auch als Menſch ac Landmann aus, und macht ſodann den Staat ſelbſtſtändiger. 4) Sie kann= auf einer gegebenen Fläche und Une gegebenen Umſtänden=- viel mehr Früchte in der Menge und Güte liefern, den Dünger ſchneller und beſſer benuzzen. Es iſt nicht gleichgültig, ob ich den Nuzzen von dieſem großen Capital erſt nach I+ oder IZ Jahren, oder ſchon nach einem halben Jahre ziehe. Hähe ich 3. B. acht vierſpännige Fuder Dünger im Frühjah? vorräthig, welche ich ſonſt == im Sommer=- zum Wintergetreide auf veine Brache wegfahren würde; ſo hätte iſt erſt 1x Jahr nachher,(oder im 2ten Jahre) davon den Gewinn. Dieſer würde vielleicht höchſtens 8 Scheffel Rokken nach Abzug der Saat; und im Z3ten Jahre, oder in dev zweiten Tracht 5 Scheffel Rokfenwerth, alſo in 3 Jahren über- haupt 13 Scheffel Rokkenwerth ſeyn, Fayre ich aber dieſen Dünger zu Kartoffeln (oder ähnlichen, oder Handelsfrüchten) weg; ſo gewinne ich: im erſten(oder ſonſtigen Brach-) Jahre, nach tagt we. 23== Abzug der Saat und der Koſten des Auf- nehmens 70 Schfl. Kartoffeln, dieſe ſind gleich Rokken 235=- im 2ten Jahre Gerſte, nach Abzug der Saat, 9 Schfl. ſind gleich R offen en I I BN DID Ü LSE OG in 2 Trachten und 2 Jahren Rokfken- Werth ii IS ENES ID LA MIZO 5 S> bei der Dreifelderwirthſchaft CT) 6 OE ERES PND U 170-1007 WIN DES DEBT NG LIEN OKT CRGTENT SIDE Wechſelwirthſchaft gab auf jedem M. Morgen, nach == 40.== Abzug der Saat, au Rok- fkenwerthy mehr---- 9S 300 1304. Hafel. 4. 448:2 150 P DZp ace. u. I 1022..2.055 Summa 59t 697 985 Bei der Wechſelwirth-' ſhaft: Kartoffeln=- ſtatt Braache 132 222 255 Gerſte und Hafer- 220 275 404 Klee 2 Ctr. gegen x Stiege 436"- s oder Weide-- 9.5 1 4- 200-202 Summa 788 757 105t Bet der Wechſelwirthſchaft mehr 4 ea 0 1077.60." 66 Ic wier derfommen. Alles kömmt hiebei überhaupt da- rauf an: ob beha>te Früchte den Boden nach ihrem in- nern Werth(an Mehltheilen:c.) auszehren? Dies beſtreite ih, Wäre es ſo; würde dadurch der Boden= beim öfteren Wiederkommen=- verdorben: ſo müßten unſre Gärten, unſre Wör- deländer 20. welche nun ſchon ſeit ſo vielen Jah- ren=- ohne jedesmal gedüngt worden zu ſeyn=- ſolche Früchte getragen haben, ſchon ſo „erſchöpft ſeyn, daß ſie nichts mehr hervorbringen könnten, Erfahrung verdrängt hier, wie überall 4 enden NRIIIIEE emrmen 50 mme jedes Raiſonnement welches nur hypothetiſch iſt; ſie hat mir gezeigt, daß 6 bis 3 M. Morgen, welche in Zeit von 9 Jahren dreimal mit Kar- toffeln bepflanzt waren, nichts von ihrer Pro- ductionsfähigfeit verlohren, und daß-- es war Haferboden== er auch nichts von ſeiner Bün- digkeit eingebüßt hatte, I< kenne einen alten ſehr erfahrnen Land- wirth, der genau beobachtet, und der nur ſolchen Boden hat, der von Natur feine Gerſte und keinen Hafer tragen kann.=- Dieſer hat mir ſehr oft geſagt und gezeigt: wie ſich der Akfer der behackte Früchte getragen habe, noch nach 12 und 15 Jahren vortheilhaft gegen den andern augzeichnne.| Rach meinen Erfahrungen ſo wohl als nach den Erfahrungen Anderer, werde ich unbedenklich Z oder 3 des Akfers mit behac>ten Früchten, ſelbſt zum directen Verfauf bauen, ohne zu be- ſorgen, daß ich, gegen vormals, meinen Bo- den erſchöpfen" werde. Daß dies indeß mit der nöthigen Vor- und Umſicht geſchehen müſſe, ver- ſtehet ſich von ſelbſt. Ntiſc ij; Morgen, mit Fax, rer Pro: -(s war 18 Din) Ww Us We ſolchen vſie und jet mir vy Uifer hach 12 andern 18 nah euflih Uhl, wu bw 100 Do: nit der », vers SEIEN SI Gurmels C. Ueberhaupt und in Hinſicht auf das Allgemeine, beſonders in Rückſicht der arbeitenden Tagelöhner. In 3 Jahren reine Getreide? Wechſelwirth- Wirthſchaft» ſchaft mit behack? ten Früchten. I. ganze Produc- tionohne Stroh, nach Abzug der SaatzuRokken- werth berechnet, - S> Man kann alle andere Bemerkungen, welche ſich noch darbieten, übergehen, R ed Solche Erfahrungen laſſen ſich in Menge anführen. Ich habe auch ſelbſt darauf durch meine frü- heren Schriften aufmerkſam gemacht. Nahment- lich beztehe ich mich auf folgende Aufſäzze? „„ Thaers Annalen 1. Band 1311, Seite 595. „Über Naturaldienſtleiſtung, Wirthſchaftsfoſten „„und Productionsfoſten des Getreides“ desgleichen j„11. Band, 28 Stü, Seite 385. Meine An- „„ ſichten über die Werthſchäzzung des Bodens,“ Es ſei mir nur no< erlaubt, die auf einem nicht ganz kleinen Gute gemachten Erfahrungen, hier iin Ganzen zu recapituliren, Bis zum Jahre 1805 hatte man größten- 8 SSH ZeEEE SEHR vert LIE Ea BE theils reine 3 Felderwirthſchaft mit reiner Braache, ſo daß nach einmaliger Düngung oder Behor- dung, nur 2 Getreideſaaten, höchſtens dret, ge nommen wurden, getrieben; von da an größten- theils Wechſelwirthſchaft, ſo daß=- in der Re- gel=- aller Dünger zu behackten Früch- ten angewandt wurde, In den Jahren von 1797 bis 1805=- bet der 3 Felderwirthichaft im gjährigen Durchſchnitt Gedocow. 3) Den Herrn Geheimen- Rath von Borg- ſte de. Dies ſind keinesweges. die einzigen Wirthſchaften, es giebt gewiß ſehr viele; nur bin ich von den vorbenannten WirthſchI> ſchen Hitz den Mitteln, Owehſels ' die Vih, ie Meinung n,“ ", daß eine In ſehr ver conſequente ; Studium, 0 Feſtigkeit af nech leichtſinnige pendig wet ſuche meh/ ſe eln Rer (len, M0 1ER werſanden, 1? günſtige jethſ ſolchen Viehes, mehr als bisher, Unter balt befommen, und daß hiemit ohngefähr 666,000 M. M. Akfer im guten Düngungs- Zu- ſtande erhalten werden könnten, ſo daß eine pro- greſſive Verbeſſerung des Bodens entſtehet, und wir alsdann nicht nöthig haben werden, uns Lichte und Talg aus Rußland, Butter aus Meklenburg und Holſteinz Oc