phtifet 3 6, Citan ſd lr Arait. iantar ehrr Landwirthſchaftliche Reiſe* durcen die Fluren unſers geliebten Schleſiens über- ſchauten, da äußerten Sie den Wunſch, wie es doch ſo Regie ſchön ſeyn müßte, einen Ueberbli> zu haben von der Art KH, und Weiſe, wie dieſe fruchtbaren Gefilde bebaut und ge- DUE nüßt würden. Da entſtand in mir der Entſchluß mich (eſe, perſönlich von allem zu unterrichten, was in landwirth- ſchaftlicher Hinſicht Schleſien Volkommenes und Unvoll- kommenes aufzuweiſen habe. Und dieſen Entſchluß führte ih, wie Sie wiſſen, ſehr bald aus. Was ich nun da gefunden, und wie ich beobachtet habe, das gebe ich Ihnen in einer Reihefolge von Briefen, meinem ie| Verſprechen gemäß, zum Beſten. I< führe Sie in '- dieſen Briefen durch alle die Gegenden, die ich ſelbſt ſah, - und theile Ihnen ſowohl meine Bemerkungen, als die Erfahrungen und Mittheilungen ſo vieler von mir hoch- | verehrter und ſehr verdienter Landwirthe mit. 4 1 ZIE Wir durchwandern nun zuerſt die höchſten Gebirgs- gegenden. Unſer Weg führt uns zuerſt nac< Krumm- de VÄ H aB delte EISE < IEEE ZER hübel. Hier iſt zwar zunächſt für den Landbau weniger zu bemerken, als für die Botanik. Indeß wendet man auch auf erſtere eine rege Sorgfalt, und giebt den klei- nen, undankbaren Oberflächen Gartenkultur. Iſt auch das, was man auf dieſe Weiſe dem Boden abringt, ge- ring: ſo iſt e3 dom, wie alles, was dem Menſchen den meiſten Schweiß koſtet, den Erbauern um ſo angenehmer. Am meiſten aber lohnt hier, wie im ganzen hohen Ge- birge, die Viehzucht. Vieh, dem Schweizeriſchen ähn: lich, klimmt an den ſteilen Berglehnen, und unter das Rindvieh miſchen ſich kletternde Ziegen. Da die Wei- den. ſo kräuterreich ſind, ſo iſt auch Milch und Butter vorzüglich, dies können wir beyde durch Erfahrung be- zeugen. Gehen wir nun über den Gebirg8kamm hinüber, auf welchem die Sc zu dem, wofür man es am beſten geeignet glaubt, Den Klee füttert man nur zum Theil grün, und einen großen Theil beſtimmt man zum Ab- troF&nen: was auch ſehr nöthig, da man in' dieſer Ge- gend im Allgemeinen eher Mangel als Ueberfluß an Wie- ſen hat. Beym Abtro>nen des Klees aber haben viele von den kleinen Leuten und Bauern noch die nachtheilige Methode, denſelben in der Breite, oder, wie man es hier nennt, in Scheiben abzutro>nen, dadurch verliert er nun faſt alle Blätter und män rechnet ihn auch zu dem ſchlechteſten Heue. Auf den Herrſchaften aber tro>net man ihn meiſt in Lufthäufchen ab. Selten bedient man ſim der Kloppmeierſchen Methode, die auch hier, wie mir mehrere verſicherten, nicht ſonderlich glüEt: weil ein- mal der Luftzug gewöhnlich in den Gebirgthälern ſo ſtark iſt, daß ſich die Haufen da, wo er ſie trifft, nicht genug erwärmen, und das Heu ungleichartig wirdz und dann auch zweytens, weil die Witterung hier gar zu ſehr wechſelt, und nicht ſelten bey vem Auseinaäander- reißen der Haufen plötzlich ſtarke Regen einfallen, die dast Heu verderben. Die Getreide- Erndte trifft in der hieſigen Gegend früher, als im ganzen übrigen Gebirge, und gewöhnlich nur 8 Tage nach der im flachen Lande. Die Urſach da- von liegt in der Eingeſchloſſenheit dieſes Thales von al- ten Seiten, wodurch die rauhen Frühjahrswinde abge- halten werden. Erinnern darf ich Sie wohl nicht erſt daran, daß, wenn ich hier immer von dem Thale ſpre- er gefah- ren, und ob man gleich glauben ſollte, daß ein weniger, zergangener Miſt auf dieſem mehr kalten als hikigen Boden durch ſeine Gährung zur Erwärmung deſſelben beitragen und vortheilhafter wirken müßte: ſo- ſind doch hier faſt alte Landwirthe ohne Ausnahme vom Gegenthei« ie überzeugt. Daß man nicht ſchon bisweilen zufällig oder ab- ſichtlich Verſuche mit wenig zergangenem Dünger ge- macht haben, ſollte, und man die Sache blos den alten Schlendrian forttriebe, weil man. das Beſſere nicht. kenn- te, iſt keinesweges anzunehmen; und das um ſo we- wat, 1 fe A, deneh ww! night unh Rehb h blos 00 dem Zi Gje Wiſer, fictigen at (ine Verſi) vordem Juf Gewiſſen fer Vahid veteind Wings? und 3 wal am Dorhl In und mit Nuch vu 4 KENN way und ſy ſeht und Volgetun In Glefi ft auf 4 micht ih Fun ibef das Bety lchtt) Ain| Feine ant Boden Jier Ämmfen 2 Weng (gend lich y da: n al: abge: t erſt ſpre: geeb- hrere Be: erge, birge |: ſo arfer mein 3 des al: WhTE ngen : veniger jhigen ſſelben 10 doch enthel: der ab gar ge „alten „fen: ſo we“ niger, da dies nicht allein hier, ſondern im ganzen Ge- birge gilt, und man von ſo einer Menge Landwirthe, denen man das Zeugniß des größten Fleißes und eines nicht unbedeutenden Grades von Intelligenz mit allem Rechte geben muß, unmöglich annehmen kann, daß ſie blvs aus altem Vorurtheile das Beſſere überſehen wür- den. Die Sache iſt indeß von großer Wichtigkeit, und Sie wiſſen, wie wir oft in Geſellſchaft von mehrern tüchtigen Landwirthen darüber debattirten, ob es nicht eine Berſchwendung des Düngers ſey, wenn man ihn vor dem Aufbringen auf den Aer ſo ganz zergehen ließe. Sie wiſſen ferner, daß die meiſten Stimmen ſich immer dahin vereinten, daß Dünger, der in der erſten Gäh- rungs- und Zerſeßungsperiode aufgebracht wird, alle- mal am vortheilhafteſten auf den Aer wirkt, wenn er in und mit dieſem dieſe Gährung vollendet, und daß dadurch die Fruchtbarkeit des AFers ſchneller und ſtär- ker gewe>t würde. Sie wiſſen, wie nachtheilig es ſey, wenn ein ſo ganz zergangener Dünger im Aer vertorft und erſt nach Jahrelanger Dauer ſich endlich wieder zer- ſett und dem Aer Fruchtbarkeit mittheilt. Dieſer Folgerung nach ſcheinen die Gebirgslandwirthe, und die in Schleſien nicht allein, unrecht zu haben, daß ſie ſo ſehr auf ganz zergangenen Dünger halten. JIndeß möchte ich dies Urtheil doch nicht ſo ohne alle Einſchrän- kung über ſie ausſprechen. Ich denke mir die Sache ſo: das Vertorfen des Miſtes kommt, wie die Erfahrung - Lehrt, im Gebirge höchſt ſelten vor und zwar wohl aus keinem andern als dem natürlichen Grunde, weil der Boden hier weniger hikßig oder nach der neuern und be- ſtimmtern Terminologie, weniger thätig iſt. Denn gez rade ein ſo ſehr thätiger Boden wirkt auf einmal zu ſtark auf den Miſt ein. Iſt dieſer nun nicht in gleicher Thä- tigkeit, d. h. noc: in dem erſien Gährungsprozeſſe5 ſo wird er, ſo zu ſagen, übertäubt, oder richtiger, er geht in eine Art von Criſtalliſation über. Seine Poren, die durch die allzugroße Thätigkeit des Bodens geöffnet werden, und die durch keine eigene innere Gährung ſich wieder ſchließen, bleiben offen und die Wände derſelben 7 verhärten ſich, und da iſt dann vollendet, was wir Bertorfen nennen. Daher kommt auch dies am aller- häufigſten bey einem hibigen Sandboden vor. Viele Landwirthe können ſich freilich, wenn ſie blos nach dem Augenſcheine urtheilen, die Sache nicht erklären, weil ſie. glauben, ein recht ſpekigter Miſt müſſe grade auf dieſem am vortheilhafteſten wirken, weil mit ſeiner Ma- gerfeit ſich deſſen Fettigkeit am beſten vgueinigen und et-. was Gutes erzeugt werden müſſe.=- Schließen wir nun analogiſch fort: ſo könnte es leicht treffen, daß die durch Erfahrung erprobte Gewohnheit im Gebirge grade auch die naturgemäßeſte ſey. Da nemlich hier der Bos den weniger naturliche Thätigkeit hat; ſo könnte ein.in der erſten Gährung begriffener Miſt grade eine Art von Vertorfung des Bodens bewirken. Ich ſage eine Art von Vertorfung, denn in dieſer Ausdehnung und Voll- kommenheit könnte ſie nie ſtatt finden, weil das Verhält- niß des Miſtes zum AFer zu gering iſt. Und wollte man es auch nicht eine Vertorfung nennen: ſo iſt doch viel- leicht grade die verſchiedene Zeit, in welcher der Miſt ſei- ne Gährung eingeht, gegen die, wo dies der Aer thut, die Urſach, daß er weniger zur Vermehrung der Fruchf- barkeit deſſelben wirkt. Denn das iſi meine feſte Ueber- zeugung, daß dieſe grade durch die gleichmäßige und gleichzeitige Gährung, in welche Boden und Dünger Lenmmenengernggen m emm neden ] gipenande! (und, VEN ſieh damn mende(eſd! uns füfin nun fuchiharft: 008 * Wbt für ell Hit; dh Olin mit zur Dinfeſy Derdefurhe| Orbirgs-Auh nfne des( KUR WWW Magdehu meh. 4 Einmal, dem Jyh der aeoßen 18 ſhwach Frühjahr; 11 vieſiger des Mais der Nor/ Aühjahe 9 g 1005 zu be aA mn dj "her Ii: ſſe; ſ0:.> (ion. ex ein Im, 15 gebn hrung fid de derſelben - lwas wir 6 am aller: t, Diele ) Nah dem von, weil" Qrade auf „iner Ma- 1 und et: ßen wir daß die he grade ve Bos, pie nin Jet von eine Art nd. Voll: Verhält: (lie man od) viel Miſſi for Hut, Frucht: (Weber! je und Junger mit einander übergehen, bewirkt wird.. Und. eine Wit- terung, die dieſen Gährungsprozeß am beſten modificirt, iſt dann auch eine vorzüglich fruchtbare. Daraus laßt ſich dann auh leicht die uns oft ſo unbegreiflich vorkom- mende Erſcheinung erklären, und die, wie Sie wiſſen, uns ſelbſt immer ein unauflösliches Problem blieb, daß nämlich oft eine Witterung, die uns anſcheinend die un- fruchtbarſie dünkte, dennoch auf die Vegetation zum Bewundern vortheilhaft wirkte, und wieder eine andere, die wir für ſehr fruchtbar hielten, grade das Gegen- theil that.: Die Aerbeſtellung wird hier, wie faſt. im ganzen - Gebirge, mit ziemlicher Sorgfalt verrichtet. Man pflügt zur Winterſaat 3=- 4 mal. Nach der Braach- und Wendefurc, und zwar 13. Preußiſche Scheffel ,auf den Magdeburger Morgen. Hie und da wohl auch noch mehr. Hierzu hat man einen doppelten Beweggrund. Einmal, weil die Saat hier mehr als.im flachen Lande dem Auswintern ausgeſeßzt iſt, und zweytens, weil bey der großen Neigung des Bodens zum Verunkrauten, ei- ne ſhwache Saat allzuleicht unterdrüFt würde. Die Frühjahrsſaat beeilt man ſo viel als möglich, und ſie iſt in hieſiger Gegend in der Regel ſpäteſtens in der Mitte des Mai's beendigt. Zu dieſer wird im Herbſte vorher der AFer geſtürzt, und wenn es nur möglich iſt, im Frühjahr geruhrt. Um das Auflaufen des Unkrautſaa- mens zu befördern, und dieſes dadurch zu vertilgen, läßt man die Ruhrfurchen gern einige Zeit offen ſtehen, =. 10= ehe man ſie einegget. Zur Leinſaat wird der Aer vor? zugsweife gut beſtellt. Dieſe verſpätet man aber abſicht- lich, weil faſt immer die ſpät geſäte die beſte wird. Das Ende des Mai's, oder auch der Anfang des Julii iſt ge- wöhnlich der Zeitpunkt, den man hierzu für den beſten hält. Ueber die fernere Behandlung des Flachſes ſage ich Ihnen ndcenheit oder Näſſe und. der Vorbeu- gungen gegen leßtere ſagen. Es iſt Ihnen nicht unbe» kannt, daß die Gegend von Scen angezo- gen und gehen ſchneller vorüber. Indeß iſt die Gegend, beſonder8 bey ſehr trofenen Jahren, wo es meiſt nur auf Strichregen ankommt, ziemlich gut bedacht, und leidet ſelten an allzugroßer Dürre, Aber auch Näſſe ſchadet ihr nicht allzuleicht, da der Boden eine durchlaſ- fende Unterlage hat. Gegen die hie und da hervorbre- henden AFerquellen ſhüßt man ſich, wie faſt überall im ganzen Gebirge, durch verde>te Abzugs8gräben. Dieſe werden ohngefähr 2 Fuß tief, unten 1 Fuß und oben 2 Fuß breit gemacht, mit Steinen ausgefüllt und oben mit platten Steinen bede>t, dann die ausgegrabene Er- de darüber gebreitet, und ſo berührt, da die Steine über 8=- 105 Zoll tief unter die Oberfläche zu liegen kommen, dieſe der Pflug nicht. Damit Sie nun aber auh wiſſen, wie weit ich ei? gentlich die Gegend meyne, welche ich das Hirſchberger- Thal nenne, ſo ſage ich Ihnen, daß ich dies bis etwa eine Meile hinter Hirſcende Dunſt in fans dem Stalle, den man doch hätte vermuthen ſollen. Das dei| kommt aber daher, weil die Ställe hoch und mit Luft- Bic zügen und Fenſtern verſehen ſind. Die durch den Miſt jf» hindurch ſinternde Jauche wird in einem Behälter außer- Wr; halb des Stalles geſammelt und zur Düngung der Wie» fm ſen und Gräſereien verwandt. Der auf dieſe Weiſe er- Nn zeugte Dünger iſt dann aber auch yon vorzüglich guter Dem Beſchafenheit, indem durc< das immerwährende feſie iH N Zuſammentreten des Viehes das Verdunſten der dhlich:| Jam ten Theile verhindert wird, und er auch in dieſem Zu- 0. ?. WBl DIC RWEE hem Rl ſtande nicht allzuſehr verrottet3 fondern gerade am aller- Miihe beſten vorbereitet auf den A>er gebracht wird. Nay Wan ' der Verſicherung des Wirthſchaftsbeamten ſoll er auch fig SUI von = FT= WEN CHO|[| 9 I;| entſchieden größere Wirkung äußern, als der von der J 1| Miſtſtätte außerhalb der Ställe. Wo es'alſo thunlich 0, H| iſt, die Viehſtälle hoc< und geräumig genug anlegen zu| ,| können, da dürfte dieſe Methode unbedenklich zu em-) DI| pfehlen ſeyn: zumal da noch eine große Menge Arbeit,) was die ſonſt auf das Herausbringen des Düngers verwandt jW, h die werden muß, erſpart wird. Die Ställe ſind aber, wie| md.| ſich dieb wohl von ſelbſt verſteht, ſo eingerichtet, daß|| hwei-| mit dem Wagen hinein und heraus gefahren werden kann.(4 WM=+| Bon Stohnsdorf folgen Sie mir über Erd- j x ich| mannsdorf nah Buchwald. Jn erſterem erfreuen"1 je eſ| wir uns der mit ſo vielem Geſchma> und vieler Eleganz 8! eerden| aufgeführten Gebäude. Wenn es in jedem Hausweſen IN ichtet,| ſchon ein ſehr günſtiges Zeichen iſt, wenn alles in Ord- 1 ſchafft| nung und in einer einfachen Art von Puß erſcheint; ſo 0? n und| iſt dies um ſo erfreulicher in einer großen Wirthſchaft. be (6 19| Wo in dieſer der Sinn für Ordnung und Gefälligkeit 4 hoh,| für das Auge im erſten Augenblie angenehm angeſpro-" vſt in|en ſchön. Nennen Sie dieſen Ausdru> nicht| +». uh übertrieben, denn Sie wiſſen, welch ein großer Vereh-( al er au) zer ich von dem Anbaue des rothen Klee3 bin, Ich halte; ERZ--243 7 22000000 <= wn nnn enen Sn, m. MI u ihn auch für einen ziemlich ſichern Maäßſtab der mehr oder weniger vorgeſchrittenen Agrikultur. Darin habe ich mich auch faſt nie getäuſer dur< vorzüglich gute Zubereitung aus. Man ſieht hier weht 6 Gy 8 welchem vorthii) fenbohn lich nd (0, db ſchon ob Wal, hrüche alt dawn ft) bedeutende dan zum wirft und) Dj vj mE weh AIM bn Judeh| ſay und liche Y V 6 Ei bau vn über dz; jut,| das mit Wiſe 4 wegen ſe Klima ha Wen der hm in MW Dea en Fleiß tr, des nnete der ert ward Ziehzucht führung Gut dew nete, un gerſchönetn ſehen und die Jelle feht bin - 23- wahre Gartenkultur, die man ihnen durch Pflug. und Egge giebt. Der vorzügliche Düngungszuſtand, in welchem ſie ſich beſinden, macht, daß der Boden ein ſehr vortheilhaftes Anſehn hat, und ohne Bedenken als Ger- ſtenboden erſter Klaſſe gewürdigt werden könnte. Frei- lich wechſelt er ſchr und nimmt die Güte nach dem Maaße ab, als er ſich den Gebirgslehnen nähert. Nur wie ich ſchon oben bemerkte, iſt dieſe Gegend, beſonders hier hinauf, häufigen Ueberſchwemmungen durc< Wolken- brüche ausgeſeßt, und eine einzige Stunde vernichtet dann oft die Frucht jahrelanger Bemühungen. Ein un- bedeutendes Bächlein, was die Gegend dur hat man den Boden in einen Reichthum verſeßt, der. ihn dem beſten gleich bringt. Auch ſind die darauf gewonnenen Erndten im- mer ausgezeichnet. GE ISHARA 1 UÜÜSER GÜTE AAZAEGETEREE 52 KEEN AEG IG LAAGE MEGATEST HB AN HG 4 zen mit alle Jef dien ſelben) Geena) Kubaciele aer zu en Felder ſind Loge undd bar mec, frog gegebe den Afee 00 Dante ben tot Fh nähih Ente ZW viermal Ente 6 bey einet In tegel weil] dies niht 100 0 iy Delmfrh Dung ſeh Weineipal zur Dandy Eire e2 Ar: dann twäh- TE | die durch 4 Ue m wieder it, und Getreide *% te Land“ » weitern d lobenö- bürger ih7 ' dadureh ven Boden fte jed eidten in ZI IFTFP--F7Fze m< 00. 1e7g en<< »magenwennnagn 00 AI al 200 GIE AI ÄN DA ICA TEE FIEIEET = 25-- Zweiter Brief. I< fange meine heutigen an Sie gerichteten Noti-. zen mit einer Landwirthſchaft an, die in frühern Zeiten alle Aufmerkſamkeit verdiente, und auch jekt noh ver- dienen ſol. I< meine die in Kreppelhof. Da ich die- ſelbe. in der Periode, da unſer unglü&licher Freund Steinmann ſie führte, eine Zeitlang mit eigenen Augen beobachtete, ſo ging ich diesmal vorüber. Was ſie aber zu jener Zeit war, das erzähle ich Ihnen hier. Die Felder ſind von Natur höchſt undankbar, da ihre öſtliche Lage und eine Menge AFerquellen ſie kalt und unfrucht- bar machen. Auch hatten ſie ſonſt nie über 4 Korn Er- trag gegeben. Unſer Freund fing damit an, den Bo- den tiefer und mit großer Sorgfalt zu bearbeiten. Er baute den rothen Klee in großer Maſſe, nährte das Vieh - ſehr reichlich, duldete keine Unkräuter, führte verde>te Steingraben, pflügte die Brache„ſogleich nach beendig- fer Frühjahrs8ſaat um, bearbeitete den Aker wenigſtens viermal und war mit der Winterſaat in der Regel vor Ende Septembers fertig. So kam er dahin, daß er bey einer guten Mittelerndte das ſiebente Korn erbaute. An regelmäßigen Fruchtwechſel band er ſich nicht ſtreng, weil die Verſchiedenheit der Ae>er und ihre Zerſtüelung dies nicht unbeſchränkt geſtattete; aber dennoch ſuchte er, wo es immer anging, es zu vermeiden, daß nicht einige Halmfrüchte auf einander folgten. Durch die Anerken- nung ſeines Fleißes und ſeines Verdienſtes bewies ſein Principal, Graf zu Stolberg, daß er ſelbſt weiß, was zur Landwirthſchaft gehört*und ſekte ſich Vavure als Landwirth das ſchönſte Denkmal. ; ; "| en ARIE 1 R R ſcheint dieſe Fruchtfolge eine Berſpottung aller übrigen Aer- ſyſteme zu ſeyn. I< äußerte meine Verwunderung ge- gen Herrn Köhler darüber, er aber rechtfertigte ſich da- mit, daß der Erfolg gut ſey, und er bey dieſer Frucht- folge ſich beſſer ſtünde, als bey jeder andern, früher vers ſuchten. Nach allen andern Erfahrungen und nach al- len landwirthſchaftlichen Theorien-ſcheint es freilich viel angemeſſener zu ſeyn, daß die dritte Frucht zwiſchen die erſte und zweyte geſchoben würde, wenn ja, wie Herx Köhler meynte, der Hafer, den er im Gebirge für die | Hupf wolt habe, 1! dem vert 11) hie fü Zum wig bed die 9 Inbeqyem hyrittn 5 vel Dieſe Dh, dir fm ig nod auen, 4 niht m vf vrt win bey der iſt dies| früchte zudem f Heil Tud auf ful mer vat) bur, Wviſchen fe fich di "er motgy ÄhtliG H mmm 27 SELE Wel Hauptfrucht erklärt, nur als erſte Frucht gut gedeihen] 1 und wollte. So viel Achtung ich auch für ihn als Landwirth| ) vn habe, ſo möchte ich doch ſeinen Fruchtwechſel keinem An-| [nd Aan dern empfehlen, und das um ſo weniger, da an hun-) ieh ward dert andern Orten die günſtigen Verhältniſſe, welche| her,» Ty: hier für die Ae>er obwalten, nicht anzutreffen ſind.) elt, und- Denn obgleich der Boden ein kalter, zum Verqueten ge-„ me Bor: neigter und mit vielen Steinen vermiſchter iſt: ſo hebt| Beweis, doch die große Menge guter Wieſen, die hier ſind, dieſe| jem Mit: Unbequemlichkeiten leicht durch die große Maſſe des pro-) (ch noh ducirten Düngers. Es ſind nämlich zwey Drittheil ſo-| Ingen. viel Wieſen als AFerland, und dieſe liegen am Läſſig-| dorf, Bach, der ſie im Frühjahr wäſſert 3 der Graswuchs der?| t einen ſelben iſt daher ſehr ſtark. Außerdem tragen die AeFer) m 1 noch guten Klee. Die Früchte auf der Feldmark waren| de noh nicht ausgezeichnet, da ich ſie ſah, indeß war dies| Shnen- erſt den zten Mai und die Gerſte ſollte noch geſät 4 now: werden.? (day N Wie Sie. wohl a priori vermuthen, waren auf; ven Gerſtäkern eine große Menge von Que>en. Denn|; Erbſen, bey der natürlichen Neigung des AFers zum Verqueken 1 ; ſcheint iſt dies wohl nicht anders zu erwarten, da drey Halms- j | Met: früchte aufeinander folgen, und zu der mittlern, alſo 1] ung Rt zu den Queen zugleich gedungen wird. Dieſen Nach» 4 ſich de theil ſuen des AFers mächtig entgegen? wirken zu können. E83 wird zu den Hakfrüchten ſtark mit Miſte und zur Winterung nach Klee meiſt mit Kalke gedungen. Jedoch hat Herr v. R. die Kalkdüngung neuerdings etwas beſchränkt, was auch wohl gut ſeyn mag, da der Boden in beyden Orten ſchon an ſich kalk- haltig iſt, indem Kalkſteinfelſen in der Nähe ſind. Für die Schaafzucht hat er hier noch nicht das gethan, wie auf den andern Gütern, weil der rothe Boden, der hier beinah zinnoberartige Farbe hat, auf die Wolle nachthei- lig wirkt, und ſie beſonders zum Verkaufe unvortheil- haft darſtellt. Uebrigens gehört dieſer Boden in ſeiner Fruchtbarkeit gar nicht zu dem geringſten, und er bringt ſehr lohnende Erndten. Da ich eben von Kalkdüngung ſprach, ſo hole ich noh nach, daß man im Gebirge ſehr häufig und mit ſehr gutem Erfolge dieſelbe anwendet, und daß man, weil dieſe faſt allenthalben nahe und wohlfeil zu haben iſt, deShalb wenig nach Mergel ſucht; ob man ihn gleich an ſehr vielen Orten von vorzüglicher Qualität finden wür» de. Auch bedient man ſich zur Düngung häufig des Aeſchers von den vielen Bleichen, jedoch verwendet man dieſen in der Negel nur zur Wieſendüngung, wo er denn auch Mühe und Koſten ſehr reichlich bezahlt, Wir kommen nun durch das Thal der oft ſehr rei- ßenden Polsnißz nach Freiburg, deſſen Bürger ihre ohne- hin fruchtbaren AeFer durch die fleißigſte Kultur zu einem außerordentlich reihen Ertrage bringen. Dem Land- wirthe bemerkenswerth iſt aber auch der hier allemal Dienſtags abgehaltene wöchentliche Getreidemarkt. Da ſich von hieraus ein großer Theil des Gebirges verſorgt, . meal ud beſonds hahm ver unz, vis ff! (Gehirh) Di Sich? (nm ſeht Oftrefen 00 m SWefel) Vile ſehen 4 zur IR hungen Über zuthn,| Gerlo Urthd frohen wur AEN Zn Wm 1 ſindiny wechſel h 5) Arz ſenfrüchte Kreſt zu für vie Me icht din doch noh fet: Ih Sut, 0 u vit, (uf die od Wh, 5 Wh we 3 Keen dim ud mit Zilk Händen | ut jem | fich Ell nd, Für hot, wie der hier nachthet: Vortheil: in ſeiner - bringt le ich t ſchr wb mif, leich an 4 Wit fig des et man x denn ſeht 161 we jn u einen 10.71 hema | Dd uſo), = I== zund beſonders wenn in Böhmen Noth iſt, Fiel von hier dahin verfahren wird, ſo iſt er von ziemlicher Bedeu- „tung, und er beſtimmt mit dem in Jauer und Sc machen, gleich beym Betreten von deſſen Fluren, die ausgedehnten und üppi- gen Kleefelder und die mit dieſen abwechſelnden in hoher Fülle ſtehenden Saaten. Sie machten-mir es vorzüg- li< zur Pfliht, Ihnen meine Anſichten und Beobach- tungen über Fürſtenſtein ſo genau als möglich mit- zutheilen, da über deſſen Wirthſchaftsführung ſo man- er ſind in 9 Schläge getheilt und es wird folgender Frucht- wechſel beobac. winn jf> En ES Gu Übkgre -- 32.- Drittheil der erbauten Früchte direct Geld einträgt, und zwey Drittheil indirect. . Denn den Hafer und Erbſenſchlag können wir füg- lich nicht zu erſterem rechnen, da er meiſt auf Futter des Zugviehes verwandt werden muß. Dies hat indeß kei- nesweges viel zu ſagen, wenn nur auf indirectem Wege das Kapital eben ſo ſicher einkommt, und da ſich deſſen Einkommen verzögert, auch die Zinſen nicht ausbleiben. Da nun bey dem angeführten Syſteme alles auf eine ſtarke Viehhaltung berechnet iſt: ſy iſt die Hauptaufgabe dadurch zu löſen, daß die für das Vieh erbauten Pro- ducte auc) durc< daſſelbe eine ſichere Rente tragen. Einſeitig tragen ſie dieſe in jedem Falle gewiß, nämlich dies eben ſo ſicher geſchehen, nämlich in den verkäuflichen Producten. Nun hat aber ſeit mehreren Jahren die gering war, und, wenn nicht Armuth des Bodens auf Futter und ſtarke Viehhaltung hinzuarbeiten gebot, man dadurch in pecuniärer Hinſicht zurükkam, Schaafe ſind es daher allein, die das auf ſie gewandte Kapital, es ſey nun aus. der Kaſſe, oder aus dem(Grund und Boden, am ſicherſten verzinſen und zurüEbrachten. Dies geſchah aber nur dann, wenn ihre Wolle bis zu einem ſchon mehr als mittelmäßigen Feinheit8grade ge- iſt dies auf den Fürſienſteiner Gütern nicht allenthalben der Fall, und man hat dann, wenn man ſich genau be- rechnet, wie hoch einem das Futter zu ſtehen kommt, offenbaren Nachtheil. Denn es macht einen gar großen Unterſchied, ob ich für den Centner Wolle 60 oder 180 Rthlr. bekomme, und das etwa mehr gereichte Fut- durch den Dünger, aber auch auf der andern Seite muß Erfahrung bewieſen, daß die Rente vom Rindvieh ſehr langt war. Soviel ich fah und mir bekannt geworden,* (ird Anke zm Zſt Wen auf dieß zeugt un und anze taten füh umfihtigt fr ie Zuf Sheen wer in! Veel! ohne Naht! ver Anf mfc Gl R, 3) 86 vam,| (WiWo nm, w gediht, er gleich möcht Fommen, folzt, 1 ſ mil, vorbereit wo Vel nicht,' (fe Rar Ws In fj ge vile | und t füg- te ves deß fil: 1 Mitt deſſen leihen, f eine fgabe | Pro- tagen, amlih muß fiden nie ſehr 58 en „wan Zhaafe Jopital, nd und achten. his zu ade worden,* athalben enau be Font, ' großen 0 oder te Jute „ep ier oder die mehrere Sorgfalt und die Zinſen des größern Anlegekapitals tragen nicht den ſechſten Theil dieſer gro- ßen Diſſerenz äus. Uebrigens hat die bisherige Wirthſchaftsführung .auf den Fürſtenſteiner Gütern eine Kraft im Boden er- zeugt und geſammelt, die deſſen Bewirthſchaftung leicht und angenehm macht und nur zu den herrlichſten Reſul- taten führen kann. Er gleicht dem Hausweſen eines umſichtigen und ſparſamen Hausvaters, der immer nur für die Zukunft bedacht iſt, und ſeinen Kindern Speicher, Sceuern und Keller gefüllt hinterläßt. Wey der Kraft aber, in welcher er jeßt ſteht, könnte die bisherige Fruchtfolge, wie mich dünkt in eine mehr einträgliche ohne Nachtheil umgewandelt werden, und e8 würde mei: ner Anſicht nach folgende-ſehr zwe>maäßig ſeyn: ſie müßte in ſet wär, ſo mild/ wie Gartenerde, und für Erbſen vorzüglich vorbereitet." Die auf dieſe folgende Winterung würde, wo Weißen käme, friſch gedungen, zu Roggen aber nicht. Hinter dem Weißen kämen beym zweyten Um- laufe Kartoffeln, die da in jedem Falle beſſer gerathen, als in friſcher Düngung. Was Sie bey dieſer Frucht» folge vielleicht tadeln werden, iſt die wenige Winterung, 3 | 4 N pj | | | ] () j 4 | | x | 4. 4 | ( | j V. 1 q“ Y 17; 1" + NN 4 5 en | / ' eS pau 101 d 0 7 Gi.--.=< El-ebnremmmeng a GR Et 3E ee Mete ZEE EEE =. 30 IS nnd der daraus folgende Ma nge Tan Strohe. Jedoch ware dieſem Mai 1gel gewiß reichlich d rh das Haferſiroh abgeholfen 3 denn in der Regel exe icht ex hinter Klee Mannzhöhe, welches hier um fo eher der Fall feyn müßte, da er ſo nahe hinter der Düngung g kommt. Indeß wäre auch dem, der durchaus nicht ſo wenig Winterung bauen wollte, dadurch gerathen, daß er die Hälfte des Klee- ſchlages zur Winterung umbräche und nur. die andere Hälfte zu Hafer beſtimmte. Freilich müßte 8 y dieſer - Bewirthſchaftungsart die Stallfütterung eingeführt wer- den, da keine Brache mehr gehalten würde. Es; ließe fich zwar, wenn man dex 50454 57 nicht* ſpe wäre, auch dieſem DAP abhelfen, daß der im lette1i Schlage gedungene Weißen mit weißem und rot.... aemiſcht ſchwach ang jeſat würde, und in dem Jahre wo der übrige Theil dieſes Schlages H akfrüchte trüge, zur IReide diente. Die Kraft und Ueppigkeit dieſer Weide würde an Futtermaaße gewiß eine magere Fläche von zehnmal größerem Umfange übertreffen. Gerſte hinter dem im Herbſte geſchehenen Umbruche einer ſolchen Weide -> .-. > IC würde vielleicht noch vorzüglicher ſeyn, als die hi! Hakfrüchten. Auch würde dadurch der bey Mangel an Handarbeit zu große Hakfruchtſchlag verkleinert und di Wirthſchaftsführung bequemer. VWVon Ihnen darf ich wohl nicht fürchten, daß Sie es tadeln ſollten, einen Aker in ſolcher Kraft zur Weide liegen zu laſſen, da es fein Kapital in ver Landwirthſchaft giebt, was man zu höheren Zinſen anlegt, als das, was in einer ſo kräfti- gen Weide ſiet, wie ich in dem erſten Stücke des neuen Jahrbuchs der Landwirthſcha ft 2€, zu beweiſen mich de- müht habe. mit ae 11) NW f 6er 7 von TN Nollen: beſehen gement We Vy v wied' Etui| Wi edes" nN/ In meinem nächſten Briefe erzähle ich Ihnen einen ((0)„=“- ve ncht unintereſſanten Landbau im Kleinen, den die A&i m( x 0 IV 4 Grage von Gottesb erg treiben. NNN, E 5 NNN 4 ban;» d..> 20% Weitter Brief. 6 Ale,: Der Boden um Gottesberg iſt ein röthlich grauer, 0" viofow. 1) ver auf den Me. Porvyhyr- Auflöſung beſtehend und NTENINE HE MIES d „A mit einer Unmaſſe von Prophyrgeſchiebe verſeßbt. Hie 85(1eße und da finden ſich auch in den Thälern Anſchwemmungen vt qua von fleinen Kiesbergen. Die natürliche Fruchtbarkeit < Im lehten deſſelben iſt wegen ſeiner hohen Lage und der eben ange- Hem Ale gebenen Grundmiſchung ſehr gering, und ſie wird noch Www| mehr durch eine Menge überall hervorbrechender Ader: ge, zu quellen herabgeſeßt. Was aber die Natur verweigerte, Ve| vas erringt hier der Fleiß. Mit der größten Mühe wird WON ver Dünger'auf die ſteilſten Berglehnen gefahren, und R A wenn Platzregen dieſen mit der Aerkrumme zugleich in (um Vaite die Thaler herabführen, ſo ſchafft ihn menſchlicher Fleiß 3 die Minit wieder hinauf. Denn es iſt nichts TENEN Manzel an dieſe betriebſamen Landwirthe mit Schubkarren den Aer? nert und dy| boden aus den Thälern auf die Berge fahren zu ſehen. ven darf ih Die Steine werden von de Brache jedesmal da wo Gras Alt, Ann| oder Klee zum Mähen wachſen ſoll, ſorgfältig abgeleſen, NON und hierdurch ſind um die Gelder herum, wohin ſie ge: wad 100 want ſahren werden, wahre Bollwerk Sa dem Su-der einer fo feil Nahe der Stadt ſind eine Menge Gräſereien, die von dds des nw) Ie zuſammenſließenden 2 Yegenwaſſer gewäſſert werd MES Da ſieht man denn während einem Regen jeden, der ein Stuck von dergleichen Gräſereien beſit, mit dem Svpa- tein in-der Hgnd, dem Waſter überall ſeinen Lauf be 4) Z* ) 28= ſtimmen. In dem Hauptwäſſerungs-(Graben wird eine Grube mit hölzerner Verdämmung angelegt, worin ſich Schlamm und Sand abſeßt, und hierdurc< wird das Verſanden der Gräſereien verhütet, Durch dieſe Sorg- falt aber bewirkt man auch, daß man bey mittelmäßigen Jahren einen viermaligen ſtarken Graswuchs erhält. Den größten und unermüdet'ſten Fleiß zeigten ſie aber vor mehreren Jahren bey der Urbarmachung einer Vieh- weide. Da waren in Jahr und Tag aus einer wahren Wüſte die fruchtbarſten Felder geworden. Gruben wur- den ausgefüllt, unfruchtbare Berge durch Auffahren von Erde tragbar, Tiefen durch Anlage von Anſchwemmun- gen ausgefüllt, und überhaupt das Ganze fo vortheil- haft verändert, daß man es nicht wieder erkannte. Wer einen Plan angeben will, wie auf wüſten Ländereien Armen- Kolonieen mit ſchnellem Erfolge angelegt werden können, der kann ſich hier das Muſter holen. Unſere Reiſe geht von hier na< Grüſſau. Das ſchöne und fruchtbare Thal, in welchem dieſes liegt, ſpricht uns ſchon von fern aufs freundlichſte an. Der röthlich graue Boden verwandelt ſich hier in einen weiß- lichten. Eine natürliche Folge des hier angehenden wei- ßen Sandſteines. Flachsbau iſt ein nicht unbedeuten- der Zweig der hieſigen Landwirthſchaft. Beſonders ſtark aber wird er in den Dörfern Gürtelsdorf und Traut- liebersdorf betrieben. Man hat durch die Erfahrung auch hier, wie ich ſchon oben bemerkt habe, die ſpäte Leinſgat ais>ie beſte befunden. Denn gewöhnlich ver- dirbt die frühe, wenn ſie auch verfucht wird, durch ſpä- te, nicht ſelten noer, beſonders bey etwas feuchten Jahren allzu aß, und vermehrt die durch die hohe Lage und das Klima ohnehin ſchon bedeu- tende Kälte. Dieſem kann nur durch nicht zu breite und gut abgerundete Beete entge“- werden.- Ue- berdies wird durc dieſe das überflüßige Waſſer doch im- mer am ſ gewährt es, wenn man von den Höhen herab in dieſes Thal blikt, und daſſelbe mitten im Sommer, wie mit einzelnen Schneefeldern zwiſchen grünen Matten bedekt ſcheint. Es ſind die Menge hier befindlicher Bleichen, wenn ſie ihre Leinwand auf den Fluren ausgebreitet haben. Von dem Aeſcher derſelben werden dann die Wieſen fleißig gedüngt, und das kräuterreichſte und feinſte Gras wächſt auf denſelben. Folgen Sie mir nun an der Weiſtriz herunter nach Tannhauſen, Das ganze Thal was wir hier durchwan- deln, iſt mit Häuſern bede>t, weil Bleichen, Färbe- reien u, dgl. eine große Menge Menſchen beſchäftigen, und überdies das Grundeigenthum in fehr kleinen Par-- celen vereinzelt, und auch auf jeder derſelben eine Be- ſikung angelegtviſt, So klein die Weiſtriz auch hier zu- weilen iſt, indem ſie erſt oberhalb Giersdorf entſpringt, ſo groß und reißend wird ſie bey ſtarken Plazregen und Wolkenbrüchen, weil alsdann aus jedem der vielen klei- nen Thaler, die wie Zweige an einen Stamm, ſich au has Haupt Raſz V Menge do uuf üed Weiſe dab bewohnt füt; ht Den Met beſten Sulf hauſen freut vith- Deerde der Hiefigen Weber falen Keen! : Wjeidnet el Ar hier wal ud Zim wärn, v antrafen, meth, 4 De voti qt Uuffelend ben auf dl Hen Sit an der if barer ſeyn dem vothe Vetquedon Ne jieſige: tze Wieme Hitch Wün W Ye: lag ihr: | der Ent: ey Reims prangende "zu fine 3 Zſt tet, iE und bey 1, Ei: nn mon daſſelbe feldern nd die wand Wehn zt, und enſelben. nfer nah irchwan: , Farbe: haftigen, nen Pate v eine Dv 0 hier ju entſpringh, tigen und pien fie 1, ſich 6 -- 41= bas Hauptthal ſchließen, ein Bach ſtrömt, und die Weiſtriz dadurch zum reißenden Strome machen. Die Menge von Sand und Steingerblle, die man hie und da auf Ae>ern und Angern ſieht, ſind die redendſten Be- weiſe davon. Unermüdet iſt aber der Fleiß dieſer Thal: bewohner: Denn wenn auch die Natur ihre Werke zer- ſtört: ſo richtet ihr Fleiß und ihre Anſtrengung dieſel- ben immer ſchnell wieder auf. Ihre Aeer ſind in der beſten Kultur und ihr Vieh iſt ohne Tadel. In Tann- hauſen freuen wir uns der ſchönen Rind- und Schaaf- vieh- Heerden des Grafen von Pückler, ſo wie überhaupt der hieſigen guten und kräftigen Wirthſchaftsführung. Ueber Charlottenbrunn, das dem ſentimen- talen Reiſenden viel, dem Landwirthe aber wenig bietet, Fommen wir nach Reuſſendorf. Die üppigen und aus- gezeichnet reichlich tragenden Fluren zeigen den Geiſt, der hier waltet.. Auf den Höhen von Neukrauſendorf und Dittmannsdorf finden wir den blutrothen Boden wieder, den wir bey Adelsbach und Friedland ſchon antrafen. Was ich an jenen Orten an und von ihm be- merkte, gilt auch hier. Dieſer rothe Boden geht allmählig wieder in einen rödthlich grauen über, wenn man nach Seitendorf kommt. Auffallend iſt hier die Verſchiedenheit in der Güte deſſel- ben auf einer kleinen Entfernung. Denn an der weſtli- mehr Wohlſiand als Dürftigkeit DE Die Beſihungen find hier zum Theil ſhon von Bedeutung, und es giebt deren, die mehr. als/ 200 u zen Acter- land haben. Auf dieſen größeren werden dann auch Schaaſe, gehalten, bey denen aber noch faſt gar nicht an Bexedlung gedacht wird. Es iſt überhaupt auſſaltend, daß bey Ruſtical- Beſik ungen, ſelbſt wenn auch die A genthümer derſelben in allen 11! brigen Zweigen der Länd- wirthſer haben die Bauern von Bögendorf in muſierhafter Cultur, und ſie wenden auf ihre Be ve ina den größten Fleiß ufd nicht geringe Aufmerkſamkeit: Ihr AFerſyſtem iſt die Dreifelder- Wirthſchaft, jedoch mit vieler Brachbenußzung. Klee gedeiht auf den hie- ſigen Feldern“ſehr gut, eben ſv auch Kartoffeln, Kohl, Rüben u. ſ.. w. Weißkohl, insgemein in SCHMSENE genannt.,. wird viel verfahren, beſonders auch weite! hinauf nach dem Gebirge. In die Roggenſtoppeln veut man weiße Rüben zum Viehfutter, und dieſe mißrathen ſelten. Sie erſeßen im Futter die Kartoffeln ,/ welche man größtentheil8, va ſie vortheilhaft abzuſetzen ſind, verkauft. Die nichs Seite des Dorfes hat in der Güte-der Ae>er den Vorzug und baut viel Weißen„we deß die ſüdliche, nach den Bergen gelegene, Hohagen baut. Auf die Winterſaat fährt man hie und da den Dünger oben. auf,«und“alle, die dies einmal verſucht haben, rühmen die guten 1 Wirku: en und wiederholen > es. Was Vater Thaer von dieſer Düngungs- Art hält,| full ta) finden Sie“ in ſeinen Grundſäßen der rationellen Land-| hiſendas wirkhſchaft im 2ten Bande im 4ten Hauptſtü>e 8. 25.| aw, H Meine Meinung darüber ſage ih Ihnen, wenn wir nach| yn,t? Marxdorf kommen, wo Sie am Herrn Dr. Hufeland| Zätmn auch einen großen Praktiker in dieſem Stücke finden| zu fu m werden.| vorzügligt Wir wenden uns nun an dem Gebirge hin nach| vw Gi) Süden und kommen nac< Burkers8dorf. Indem wir| mmh deſſen Fluren durer für den Klee aufs günſtigſte vorbe- reitet.“ Hinter Erbſen, Wien, Klee 2c. zieht er es vor, den Aer mit Sommerung zu bebauen, wenn die Zeit zur vollkommnen Vorbereitung für die Winterung zu kurz wird. Da er dadurch auf dieſen Ae>ern eine vorzügliche Sommerfrucht erzielt, und er in der Maſſe des Strohs gegen eine ſchlechte Winterfrucht nur ge- winntz ſo iſt dies ſehr zu loben. Uebrigens beweiſen die nach der Erndte im Hofe aufgeſtellten Haufen von Getreide, daß ſeine Wirthſchaft mit Kraft geführt wer- den muß; wenn man bedenkt, daß der eilfte Theil der ganzen Erndte in die Scheuern der Dreſchgärtner gefah- ren wird. Gegen dieſe iſt aber Herr Fremdling ſtreng, und hält unnachſichtlich auf Fleiß und Ordnung. So uner- träglich aber auch ein dergleichem Verfahren Leuten die- fer Claſſe im Anfange iſt, ſo gewöhnen ſie ſich doch daran, und fühlen ſich wohl vabey. Dies iſt auch in Burkers- dorf der Fall. Denn ſie ſind ſehr zufrieden und loben Herrn F., wünſchen ſich auch keinen andern Beamten. Iſt erſt die Erndte- Mandel abgeſchafft: ſo wird die hieſige Wirthſchaft in ausgezeichnete Kraft kommen, und es wird Herrn F. alles zu bauen möglich, und,be- ſonders würde ihm der Uebergang zum Fruchtwechſel und zur Stallfütterung mit den Schaafen leicht ſeyn. Der Boden in Burkersdorf iſt ein weißgrauer, nicht allzuſtark gebundener Lehmboden, der nach ven Bergen zu mit vielen Steinen überſät iſt. Seine Unterlage iſt zwar anhaltend aber deshalb durchlaſſend, ſo daß ihm Dürre und Näſſe nicht ſo leicht ſchadet. Wieſen ſind zwar in nicht ganz unbedeutender Menge; jedoeh) ſind IE„cl; SEIEN wer ie afk[' WENZ FEN?+ Ie dieſe nicht von der vorzuglichſten Dualität. Die Bauerit, deren von wenig Bedeutung iſt, haben Spanndienſte zu khun,"und es zeigt von ſirenger-Auf- ſicht, daß der Boden dabey ſv gut kultivirt iſt. aul Burkersdorf ſchließt ſich aufwärts das Dorf iB. Wer die Mühe und den meiſt ſehr wenig be- UTE Scweiß des AFerbaues im Gebirge kennen lernen will, der kann es hier auf die anſchaulichſte Weiſe. Da klimmt der Pflüger mit ſeinen Zugthieren an ſo ſiei- len Berglehnen hin, daß man«alle Augenblie fürchtet, daß beyde heruntergleiten werden. Ee Berge, der Steilheit eines Daches ziemlich gleich, werden der Dün- “ ger hinauf und die errungenen Früchte WERIADEE Oft zerſtört der Negen einer einzigen Stunde, was Jahrelanger Fleiß baute. Und dennoch ermüdet man nicht. und beginnt immer von neuem wieder, was man doh eben ſo unſicher baut. Die Weiſtrit durchrauſcht dieſes enge Thal, und an ihren Ufern ſtehen auf Felſen- maſſen die Gebäude des Dorfes. Wieſen ſind hier nicht, äber die bey den Wohnungen befindlichen Anger tragen ein fräuterreiches Fräftiges Gras. Au verſagt der Y-. y Boden, ſo ſieinigt ex auch iſt, dennoch ven Klee nicht. he +t „ ne Du irh enge Thalſchluchten geht es nun über Ky- nau, deſ jen A&erbau unbedeutend aber beinah noch be- ſchwer licher j iſt, als:der von Weiſirik, nach Wüſte- Wal- ferödorf. MHier iſt der AXerbäu mehr Neben- als Haupt- und EIGEN nd Manufacturen beſchäftigen ſache; vicrle Hande.. moch bebaut man die AeEer mit lo- y 5- 2 8 Tm benswerthem Fleiße und-glänzendes kräftiges Vieh ſtrozt uns überall DRIT wan hb wm M nden 06 en) ". ſ Feber Dey diefen 14050 ln, Zie 10). NÜNN truß Zh wem Thal Wen bh NN Bodens ſeit zu ein! 1" wwe dm Ne.| Wg (Bae WACH, R) hen ' wenig bes ve Fennen "ſe Tei, au ſo ſtel: e fürchtet, erge, Der der Din: gefahren, ve, ms et man rauſcht F JW en qu mt, ger ftagen erjage m vr Ueber Rudel8waldam, wo ein kalter“ wenig frucht: barer Boden ſeinem Erbauer| karg! lich lohnt, ftreten wir nun in die Grafſchaft Gla ein. In Könige;waldau finden wir wieder röthlichen, ziemlich tragenden Boden. Das gewöhnliche Wirthſchaftsſyſten der Fi ern Grund- beſitzer iſt faſt durch die ganze Grafſchaft Glatz das Drei-- felderſyſtem, hie und da aber halt man 5005 vier Felder, "Bey dieſen hat man: Roggen gedüng, Gerſte, Hafer, Brache. Ihn letßtere kommen die 5 toffeln, und 1 Klee. Dieſen läßt man er Regel zweyjährig werd und nimmt dann hinter demſeiben nach zeitigem um: bruche Winter- Roggen. ie Kart Df baut man häufig Sommerroggen, ſeltner Winterroggen. Weiten wagt man nur zunächſt Am GIN und in einigen der wäar- mern Thaler zu bauen. er Fleiß der Läandleute. iſt nicht-geringer, als im ſchlef ſiſchen Gebirge,. Dies be- weiſen ihre gut bebauten Felder. In der 4 900 von Neurode nimmt die Röthe des Bodens zu, äber damit a eint ſich auch ſeine Tragbar- keit zu vermehren. Auf den b höchſte n Berggipfeln lachen einem*da freudig wac Hie Saaten entgegen, blühen üppige Kleefelder und weiden feinwolligte Scha aaf- Heer? den und kräftige Rinder, In Schlegel finden wir dies alles im erfreulichſien GSrade-, und werden hier gleichſam vorbereitet auf di ue: kannte und“ mit Recht berühmte Gräflich Magni'ſche Wirth ſchaft in E>ersdorf. In dieſer beſuchen wir zu er die mit ſchönem Schweißer- und Tyrvler-Rindvieh be- ſebten Ställe.- Die vorkrefliche er SEINE die Reinlichkeit und Ord: 1Ung darin| en auh"den Nicht- ke Oekonomen aufs freundlichſte an, und geben ihm die| hgetn günſtigſte Meinung von der ganzen Wirthſchaft. Hier| nigt za halte ich es für den ſchi>lichſten Ort, Ihnen meine Mei- j deri nung, wie ich Ihnen weiter oben verſprach, über Ber-| wn| edlung des Rindviehes ohne alle Partheilichfeit zu ſagen.;;? Wenn bey jeder landwirthſchaftlichen Einrichtung| Rinde der Nuten als End- Reſultat nie aus dem Auge verloren 1."UE werden darf: ſo ſcheint es, als wenn man bey der Ver- ven ai edlung des Rindviehes ganz beſonders vorſichtig ſeyn| Witt; müßte, um auch ſicher zu dieſem Reſultate zu gelangen.| ale ah Denn einmal ſind die vom Rindvieh hervorgebrach-| fine Eme ten verkäuflichen Erzeugniſſe ſeit mehreren Jahren ſo in| Gel wohl ihrem Werthe geſunken, daß es keinem aufmerkſamen| Vzuyfy Landwirthe mehr unbekannt iſt, daß Kühe nur ein noth-| iind wendiges Uebel in einer Landwirthſchaft ſind, und dann| vl zweytens haben manche durch dieſe Veredlung gra- vfl de das Gegentheil von dem erreicht, wornach ſie ſtreb-| Wit ten, d. h. ſie haben von dem theuern und mit Nachtheil.| mlt für den Übrigen Wirthſchaftsbetrieb herbeygeſchafften Wohn Rindviehe einen geringern Ertrag erhalten, als Andere| 3 von inländiſchem nicht halb ſo theurem.|| feſcwi Mehr lohnen würde es allerdings, das inländiſche| Rindv! Rindvieh mit ſtarkem ausländiſchen zu veredeln, wenn| 4% Mt bey Aufhörung der Einführung fremden Sclachtviehes| vit, vas im Lande erzeugte mehr geſucht und nach ſeinem| Wyil wahren Werthe bezahlt würde. Denn dann brächte ein| Gtamm ausgemärztes und. gemäſtetes Stü> den, während ſei-| weidy ner Haltung nicht ganz erreichten, Nußen nach.|[7 E3 iſt zwar wahr, daß die an den Schlächter ver-| kauften Kälber von ausländiſchem oder mit dieſem ge-| ändic freußten Nindviehe einen oft dreifachen Werth haben, als en Kin von inländiſchem Viehe, aber dennoch iſt das größere wan ſic| "' Die Anlagekapital und die ſtärkere Futterung dadurch noch Hier| nicht ganz vergütigt, zumal es nicht ſelten vorkommt, daß (Net: dergleichen Vieh dem inländiſchen in der Milchnußung Ver:' wenig vorſteht,: fegen. Dieſem zu Folge muß man bey der Veredlung des tung; Rindviehes mit allem Eifer dahin arbeiten, nicht auf loren einer unvollkommnen Mittelſtufe ſtehen zu bleiben; ſon- Ver- dern eine vollkommne und die möglich höchſte Nutung ſyn. gebende Race zu gewinnen. Stehen dieſem gegebenen en.| Ziele aber Schwierigkeiten und Klippen im Wege, die rah:| ſeine Erreichung ungewiß machen; ſo iſt es auf jeden ſo in Fall wohl beſſer, die bereits vorhandene inländiſche Art ſamen ſo zu pflegen und zu heben, daß man auch von ihr einen noth- vorhin nie gekannten Nußen erreicht. ann In Eersdorf aber iſt es wohl nicht zu verkennen, 3 gra daß man bey der Einführung einer ausländiſchen Rind- fireh- viehart das Ziel richtig in's Auge faßte, das man errei- Qi den wollte, und daß man es auch ſehr glü>lich er- Heſs reicht val;' z Indere Ikwärts- 169 gehens leicht erklärt.' Zweytens ſind dieſe edlen Stämme noh ſo zahl- reich, daß bey angewandter Intelligenz und hoher Auf- Die merkſamkeit ſehr ſchnell ein Electa- Stamm gebildet ſeyn F, daß und das Fehlerhafte hinweggeſchafft werden kann. I< wt, glaube ſogar, daß es nicht einmal nöthig ſeyn dürfte, ed hu Bö>e oder Mütter aus fremden Heerden dazu, zu brin: 4 fie aul) gen, um das Höchſte zu erreihen. Denn ſollte auch en lehten meine oben bey Stohnsdorf aufgeſtellte Hypotheſe wegen 0 ſteht fie langſam vorwärts gehender Veredlung im Gebirge ge- ſe, Vahr gründet ſeyn: ſo würde dieſelbe hier, wo ein offenes und wm Sh warmes, der ſchnellen Abwechſelung der Temperatur der hrer Volt Luft nicht ſo ausgeſeßtes Thal iſt, weniger anzuwenden je ehem, ſeyn. Ueberdies iſt auch der hieſige Boden ein Fräftiger angenom und ziemlich„er der die vortheilhafteſte Weide . demo] und-Futterung giebt: En Drittens iſt die Wolle dieſer Heerden, wenn auch 1 Maid- nicht von dem höchſten Feinheitsgrade, doh von ſo man- huch gehen, be: Schweißer: Bereitung weniger bes fen Jad ab: | Raſen NY € Gpahtt10,008 nd, Wir durchſtreifen nun die Fluren und ergößen uns än dem Anblicke der üppigſten Saaten, der reichlich wu- erkrumme ET ER und damit verbundene Bereicherung durch Dünger iſt es € wohl hauptſächlich zuzuſchreiben, daß der Klee bis jekt ber bey nach jedesmaliger vierjähriger Wiederkehr, immer gut fon ſtand.| haltung|- Sie könnten mir hier vielleicht den Vorwurf eines ſe, ds| Widerſpruchs machen, in den ich mich in Hinſicht der uh die| tief geloFerten AFerkrumme zum beſondern Gedeihen des mit| Klees verwickelte; weil ich eben erſt behauptet habe, daß Beten,| durch das Loſewerden des Bodens durch die Kleewurzein ſh| bis zu einer bedeutenden Tiefe, der Boden ſelbſt die für it allein j den Klee günſtige Beſchafſenheit verlbre.'Aber es iſt einer bes hier zwiſchen lo>er und loſe ein nicht zu überſehen* ehr feſt|“ der Unterſchied. Denn lodern Boden lieben die feinen, faſern in die Tiefe gehenden Wurzeln des Klees, weil er ſich uw| bey hinlänglicher Feuchtigkeit grade auf die wohlthätigſte WW Weiſe an ſie anſchließt 3 wogegen ein loſer Boden zu wong| große, gleichſam röhrenförmige Poren duldet, die das ſen Zuſam* 54==. SBÖſſer durchlaſſen, ohne daß es mit der Erde verbun- urde ein ein: den, ſich an die Wurzeln legen könnte. Und grade in nen urn, dieſen Zuſtand verſeßt der Klee den Boden,„zumal er - ihm ſeinen ihn in der Tiefe wirklich ausſaugt, indem er ihn an der ude Oberfläche bereichert. Und ein magerer ausgeſogener nkhf Boden giebt ganz die-von mir angeführten Erſcheinun- 15%. gen eines loſen. „8. 3- Zur Saat bedient man ſich in EXer8dorf häufig der jem zu 1' Fellenbergſchen Säemaſchine. Andere Werkzeuge als M Ertirpator 2c. übergehe ich, da man ſie in unzähligen un 04 andern Wirthſchaften auch angewandt findet. WÄ Man pflügt ſehr viel mit Ochſen, wovon man ſich ii| 2 nd 1 einen ſtarken kräftigen Schlag meiſt ſelbſt zuzieht. Da NED der Aer ſo vertieft iſt, ſo wären Beete zur Ableitung des Waſſers unndthig, da dieſes in der Tiefe Abzug fin- det. Zur Ableitung der hie und da hervorbrechenden Quellen hat man unterirdiſche Graben, nach Art derer, die ih Ihnen bey Gottesberg angab, gezogen. Man düngt zur Saat viel mit Kalke, beſonders aber den Klee: was aber hier nicht allein, ſondern durch die gan- ze Grafſchaft geſchieht. Bisweilen thut man dis ſchon im Herbſte, noch öfter aber im Frühjahre. Jedoch muß es dann ſpäteſtens bis Ende des Aprils geſchehen ſeyn. Man ſtreut ihn ohngefähr eben ſo diE, als man dies auf den Aer thut. Winterung nach Klee, der auf dieſe Weiſe gedungen worden iſt, ſoll ganz beſonders gut gerathen. Da man ſich auf dieſe Weiſe helfen Fann, ſo wendet man den Gips nicht an, beſonders da er nur mit. Beſchwerde und großen Koſten von fern her geſchafft werz= den kann. Nachdem wir die Tour durch. die E>xersdorfer Feld- mark gemacht haben, kehren wir auf die Straße nach GSlaß zurüf. Indem wir uns den Scheuren und Spei- en, ſogleich ein Geſchrei erheben zu können. Darum verdient jeder, der die Mittel in Händen hat, um nach dem Beſſern vamit hinzuarbeiten, unſern wärmſten Dank, wenn er ſich durch keine kleinlichen Ne- ben- Rüſichten von dem Verfolgen ſeines Zieles abbrin- gen läßt.. Und dies that der verſtorbene Graf von Mag- nis, und in ſeinem Geiſte geht ſein Sohn fort. || || | E | k R EÜINEET = ut nerlae= Sbm ven“ == 58 Gies Wir verfolgen nun den Weg nach Glaß.. Ein fruchtbares Thal zieht ſich längſt der Steina hinunter, nur wird es leider oft überſchwemmt und mit Sand und Steinen überſchüttet. Reger Fleiß wird auf die Bebäuung der Fluren verwandt, auch findet man Früchte auf denſelben, die den beſten im flachen Lande nicht nachſtehen. Hier ſah ih Weißen, den iman im Frühjahr zweymal ſchröpfen mußte, und Roggen ſo dicht, daß kaum die Luft dazwiſchen wehen konnte. Schmale achtfurchige Beete liebt man allgemein, und weicht höchſt ſelten von dieſer Form ab. Der Boden iſt hier, wie in Ekersdorf, ein ſandiger Lehmboden zu nen- nen, der mehr oder weniger mit Granitgeſchiebe, Quarz und Sandſteinen durchſeßt iſt. Seine Unierlage iſt meiſt durchlaſſend, aber nicht durchſchießig, und geht bis zu einer ziemlichen Tiefe: daher ſind auch hervorbrechende AFerquellen nicht ſo häufig, wie weiter ſüdlich und weſt- lich, und wie an ſo vielen Orten im ſchleſiſchen Gebirge. Flachs gedeiht zwar auf ihm, aber er lohnt doh nicht ſo reichlich, wie in manchen Gegenden Schleſiens; daher wird auch in der Grafſchaft Glaß derſelbe eher ein- als äusgeführt. Der hier wachſende Weißen ſteht in der Qualität gegen den aus Frankenſtein eingeführten wenig- ſtens um 16 pro Cent nach, wird auch in der Regel um ſo viel wohlfeiler verkauft. Roggen dagegen hat mit dem aus dem flachen Lande faſt gleichen Werth z eben ſo Gerſte. Der Hafer iſt der vunde volle weißkörnige und wird theurer bezahlt, als der aus dem flachen Landec Auch wird deſſen faſt immer eher aus-, als eingeführt. Wieſen ſind ſelbſt in dieſen ziemlich breiten und be? wäſſerten Thälern nicht im Ueberfluſſe, und in andern Ge- genden der Grafſchaft in noch geringerer Menge. Den- betebt tem Qin! niht nh Ww Yeppigft, Dinge,! Woberfiuß 6 außetordent wozu denn 8 NNN Po| Onfeott, gd ft(ndl WENGEN ENE DNN nn Liſ die Bau man gl ſo ſeint zu ſep, W y95 die die Nef wechſeln ſe mit f nöhlig ej feidt farm auf jdm du Cie 1 Wd vx [6 wird u findet may hen Land 11 man im loggen fo n Fonte, ein, und Boden iſt m zu ne he, Duarz ge iſt meiſt ht bis zu brechende vad weſte QR. WORIN fiens) dahn eher einz al ſteht in Det Ihrfen wenige er Rege um gem hat mit th; bm (ofbenige un) flachen Lan 3 eng weiten ude name Neg Zu noch iſt das Heu nicht allzutheuer, weil man den Klee- bau ſowohl bey kleinen als großen Beſikungen ſehr ſtark betreibt. Daher iſt auch überall die Viehzucht in gu- tem Stande, und ſie ſteht der im ſchleſiſchen Gebirge nicht nah.- - Ganzin der'Nähe von Glatz ſtroßen die Felder von Veppigkeit, weil die Menge aus der Stadt gefahrener Dünger, verbunden mit einer ſtarken Viehzucht, einen Peberfluß an Düngung giebt, der nach und nach einen außerordentlichen Reichthum des Bodens erzeugt hatz wozu denn noch eine öftere Kalkdüngung kommt, die die- ſen ausgezeichneten Stand der Früchte erhöhen hilft. Von Glatz folgen Sie mir über Eiſersdorf nach Grafenort. iE In dieſer Gegend wechſelt der Boden ſchon wieder oft ſehr ſchnell, und ſinkt nicht ſelten in kleiner Entfer- nung auf die Hälfte ſeiner Güte herab. Allenthalben aber hat er ein röthlich graues Anſehen, nur daß die Röthe ſeiner Farbe hier noch mehr zunimmt. Die klei- nen Beſitzer bearbeiten ihre AeFer mit Kühen, auh ſind die Bauergüter hier von keiner beſondern Größe, Ob man gleich nicht grade allzugroße Dürftigkeit bemerkt 3 ſo ſcheint doch große Wohlhabenheit hier eben ſo entfernt zu ſeyn. Auf der Anhöhe öſtlih vor Grafenort überraſcht uns die herrlichſte Ausſicht. Vor uns im Thale rauſcht die Neiſſe, an welcher Grafenort liegt, hinter dieſem wechſeln auf einer nicht unbedeutenden Thalfläche Gebü- ſche mit fruchtbaren Feldern 3 hinter dieſen erhebt ſich all- mählicy eine Anhöhe, mit Häuſern einzeln überſät; dann ſteigt immer höher ein Bergrücken nach dem andern, und auf jedem ragen menſchliche Wohnungen hervor, und 1 + Z Z v 6 15 k j ij BLA ETITTwwn ve Er TZE DIE vert) -- O0= T. ſieht man grüne Matten, röthliche Ac>er, wuchernde Saaten. Ein reges Leben erfüllt das Thal, denn die Bevölkerung iſt hier ſehr bedeutend, Das Wirthſchafts- Syſtem auf der Herrſchaft Gra- fenort iſt nicht überall gleich. Man hat auf den ver- ſchiedenen Vorwerken, je nachdem es die Dertlichfeit er: fordert, verſchiedene. Eintheilungen. In CGrafenort ſelbſt hat man ſogenannte Hausfkoppeln in vier Sclägen, wo man, wie Ihnen nicht fremd iſt, die bekannte Frucht- folge: 1) Hakfrüchte, 2) Gerſte, 3) Klee, 4) Win- terung, wählt, Auf einigen andern Vorwerken hielt man ſonſt aer3dorf. em Yar Man hat aus Fürſtlich Lye er auführtt, die ich da ſah, waren die von Rothſchloß; weniger vor- + berfi theilhaft zeigten ſich die von Fulnek, und auch ſelbſt die, 4 welche direct von Kuchelna gekommen waren. Unter ine fart den Müttern giebt es viel Vortrefliches, aber auch man- inern abſehen. Dieſer Nachtheil trifft ſehr oft die Gegend von ScFer- baues überhaupt zu ſagen ſey, und daß er auf keiner ganz miedern Stufe ſtehe, habe ich hie und da ſchon be- merkt. Die Viehzucht iſt in gutem Stande, und Rindvieh wird vorzugsweiſe vor allem andern, beſon- ders bey kleinern Beſizungen gehalten. Jedoch zieht man ſich ſeinen eigenen Bedarf nicht alles ſelbſt zu, ſon- dern kauft viel auf den Viehmärkten von Strehlen und “Brieg. Was'von dieſen Märkten ins Gebirge gebracht wird, ſchlägt in der Regel ſehr gut ein, weil beſſeres und reichlicheres Futter, verbunden mit vorzüglicher Pflege, ſehr vortheilhaft auf daſſelbe wirken. Ziegen gehören, ſo zu ſagen, ganz zu demſelben,- und ſie wer- den, wo man deren hält, mit den Kühen faſt ganz auf gleichen Stand geſtellt. Won ihrer Mil); macht man einen fetten und ſehr wohlſchme>enden Käſe. Sie zur Bereitung der Butter mit zu verwenden, kennt man faſt gar nicht, Bey den Bauergütern hält man in der Ne- gel auf 8 Morgen AFerland, bey wenig Wieſen,-eine Kuh. Bey Freiſtellen und andern kleinen Beſißungen aber oft eine auf 3=- 5 Morgen. Die Ziegen ſind dann noch eine Zugabe, Bey Dominial- Beſißungen dagegen iſt der gewöhnliche Viehſtand auf x 00 Morgen 0-8 (ich, den ſim) NW ſtehe, 1 Dati vielmeht giltaud PD! junidt 4 find gutt weden ft bonupt dis 18000 (we Ahh WANN WR wh ſens( fat; "eg wih,| ve geſät,| 4 0 " hh Valdy' ' Übeteing Ifen, dies ſehr das Dos 03 Do. vt Gtinen t Eidbin ! bey Hieſh: er Rähe wn nN zwar mit aber mit ih: , Als zum 5 Ader: auf feiner ſchon be- de, und 1, beſon: doch zieht zu, ſon- ehlen und & Rhract WETEN vorzüglicher en. Ziegen und ſie wer aft ganz auf „macht man ſe Steu nnt wan ff an in der de Gieſen, ai m Beſigugen e Zim ſind [- Beſihungen ; 100 Ruz “-- 69= 70== 80 Schaafe und' 5 Kühe. Stärker ſter frei-: lich, wo eine überwiegende Menge Wieſen vorhan- den ſind. Auf welchem Standpunkte die Schaafzucht ſtehe, folgern Sie leicht aus den einzeln angeführten Datis.. S< weine werden wenig ſelbſt gezogen 3 ſondern vielmehr von auswarts dahin gebracht. Beinah daſſelbe gilt auch von den Pferden, Wieſen ſind, wie ich ſchon oben bemerkt habe, in nicht zu großer Menge, und nur einzelne Gegenden ſind gut damit bedacht. Wo man aber deren hat, da- werden ſie mit großem Fleiße wahrgenommen. Man benußt das von den Ae>ern herabrinnende Waſſer zu de- ren Berieſelung und düngt ſie auch häufig mit Seifen- oder Bleich- Aeſcher. Dem Mangel an Wieſen aber hilft die ausgezeichnete Graswüchſigkeit des Bodens reichlich aus. Denn Aeber, die einige Jahre ungepflügt liegen, werden zu den ſchönſten Wieſen, deren kräuterreiches, feines Gras, Vorzüge vor dem der natürlichen Wieſen hat. Außerdent giebt es wenig Gegenden, wo nicht der rothe Klee gedeihe. Weißer Klee wächſt faſt überall wild, und auf den zu Weide oder Graſe liegen gelaſſe- - nen Ae>ern in ſolcher Menge, daß er mit Fleiß dahin geſat, oft nicht dichter ſtehen könnte. Die Gebäude ſind größtentheils von Holz. Im höhern Gebirge, und beſonders da, wo noch viel Waldung iſt, von ſogenanntem Schrotholze, d. i. von übereinander gelegten, än den Enden eingekämmten Balken, zwiſchen welche Moos gelegt wird. Es giebt dies ſehr troFene unv warme Wohnungen. Wo aber das Holz ſchon ſeltener iſt, da baut man von Bindewerk, --= 70= was theils mit Lehm, theils mit Ziegeln ausgeſeßt wird. Viele fangen indeß, da die Holzpreiſe von Jahr zu Jah- re ſteigen, an, mit Steinen oder Ziegeln zu bauen. Beyde ſind wohlfeil zu haben, weil allenthalben Stein- brüche, und die Ziegeln wegen der wohlfeilen und nahen Steinkohlen mit geringen Koſten zu machen ſind. Die Häuſer werden oft an Felslehnen gebaut. Dies giebt dann ſehr friſche und gute Keller, die zu der vor- treflichen und bekannten Gebirgsbutter weſentlich beitra- gen. Die Ställe werden darin mit Bohlen gediehlt, und unter dieſen eine Höhlung gelaſſen, in welche ſich die Jauche zieht, und wodurch das Vieh einen tro>enen und geſunden Stand bekommt. Dieſe Höhlung hat ei- nen Abzug nach der Miſiſtätte, und die Jauche durch- dringt dann den Dünger allmählig und giebt ihm eine *“ vorzügliche Gahre. Um aber das Vieh im Winter nicht zu kalt ſtehen zu haben, wird dieſe Höhlung mit Miſte ausgefüllt, der dann, wie natürlich, von der vorzüg- lichſten Beſchaffenheit iſt, und gewöhnlich zu Kraut 1c. angewandt wird. Es wird auch ſehr viel mit Kalke gedungen, der überall gut und wohlfeil zu haben iſt. Es werden in der Regel vor einen Pflug zwey Zug- thiere geſpannt. Jedoch kommt es wohl auch öfters vor, daß man mit einem ſtarken Pferde einſpännig pflügt, und ſelbſt auch nur von einem Pferde den Ruhrhaken ziehen läßt. Und dennoch wird die dabey geleiſtete Ar- beit gut gemacht. Welch ein Kontraſt mit den Gegen- den Oberſchleſiens jenſeits der Oder, wo man. ſechs, ja manchmal acht Ochſen vor einen Pflug in leichtem Sandboden ſpannt!!=. Daß man aber hier mit einem Pferde eben das ausrichtet, wie dort mit ſechs Zugthie- ren, kommt von dem guten Zuſtande her, in welchem (9 ve Ohm] Hoſen eſe) bedient! baben 1) der Ih uind des ffm, mer 1 WirthChn! Aindert, Gewebe: Webung( hift lieh WE Ww wb ihn.Y Virth| und% j det wo miſſen wöhnl) ,>( der 1eß göttner Net j 6, Herbſt; AUS hit. Zh Zh: eln Ww biw. folben Gö: len und nahm ſind, ebaut, Dieg zu der vor: tlic beitra- en gedicht, | welche ſich en trofenen lung hat ei: jauche durch: bt ihm eine Pinter nicht 4 mit Niſte VW VENI ve wit Ai u habwmift Aug zwey Zit [ auß öfters vor nſphnnig Müzt , den Ruhthalt bey eke F mit den Gp ww man ſeh), » Pflug in ift aber hier t mit ſe) uh de het, wh lez-==“ ſich dieſes befindet. Häufig wird die AFerarbeit mit Ochſen gemacht, aber auch ſehr oft ein Pferd und ein Ochſe neben einander geſpannt: wo dann ießterer dem erſtern vollkommen gleich geht. Auch beym Fuhrweſen bedient man ſich der Ochſen nicht ſelten, und ſie leiſten dabey ihre Dienſte, troß den Pferden. Zur Leichtigkeit der Arbeit trägt die gute Verfertigung der AFer- Geräthe und des Wagengeſchirr8 bey, Denn es iſt im Gebirge faſt nie, oder doch nur höchſt ſelten der Fal, daß Stell- macher und Schmiede neben ihrem Gewerbe noh Land- wirthſchaft treiben. Dadurch werden ſie nun nicht ge- hindert,. allen Fleiß und alle Aufmerkſamkeit auf ihr Gewerbe ganz allein zu richten, und die ununterbrochene Uebung giebt ihnen dann natürlich eine größere Fer- tigkeit.! Ueber das Dienſtgeſinde wird hier, wie über- all Klage geführt, indeß trifft man im Gebirge doc< noch eher, wenigſtens in manchen Dörfern, Unverdorbenheit an, als an andern Orten. Bey den kleinen Leuten ſind ihre. Arbeiten im Winter, außer den in einer kleinen Wirthſchaft gewöhnlich vorkommenden, noc< Spinnen und Weben.: Handarbeiter ſind an manchen Orten, beſon- ders wo viele Manufacturen ſind, ſchwer zu haben, und müſſen theuer bezahlt werden. Ein Mannstag koſtet ge- wöhnlich in der Erndte 7=- 8 ggr. und ein Weibstag 5=“ 6 ggr.3 außer der Erndte der erſtere 6 ggr. und ver leßtere 4 ggr. Gedroſchen wird da, wo keine Dreſch- gärtner ſind, gewohnlich nach dem SchoFe, und man rechnet in der Regel ein Scho gleich drey Arbeitstagen. Saat und Erndte kreußen ſich gewöhnlich im Herbſtez daher ſind um dieſe Zeit ,' wenn noc< dazu zu Saamen gedroſchen werden ſoll, dis Arbeiter fehr ge-| M ſucht. Die Herbſtſaat muß, wenn man auf ihr Gedei-| vhm hen ficher ſoll rechnen können, aufs fpäteſte bis zum| wenn 8 IZ3ten October beendigt ſeyn.. An manchen fehr hoch| Woo und kalt liegenden Orten iſt dieſer Termin auch ſchon zu Gas ſpät,- und man nimmt da gewöhnlich Michaelis ſchon J - dafür an. Da nun bisweilen an dieſen Orten die Erndte der Winterung erſt gegen das Ende des Auguſt gin) von trifft, ſo fehen Sie leicht ein, in welches Gedränge Land« Jefim. wirthe, deren Wirthſchaft von einiger Bedeutung iſt, m auf, kommen müſſen.=- Die Frühjahrsſaat kann ſelten vor vfgen der Mitte des April angefangen werden z muß aber, wenn M man noc< auf das Reifwerden der Sommerfrüchte ſoll ihn ju rechnen können, bald nach der Mitte des Mai'3 vollendet ſoſechy! ſeyn. Daraus folgt denn, daß man ſich bey ſolchev mjigng Wirthſchaftsführung fehr vor: jeder verlorenen Stunde freien uind hüten muß. Uke Die einzelnen wärmern Thäler au8genommen, be: WYt ginnt die Erndte in der Regel gegen den 8ten Auguſt.- ſs Man baut wenig Winter- Weiten, und dieſen voy Gt nur in den wärmern Thälern mit gutem Boden. Vom 0 Roggen hat man aber, wenn ihm nicht ſpäter Froſt und 7) füj Schnee, der oft im März und April noch nachkommt,/ wihrlif ſchadet, eine ziemlich lohnende Erndte. Sein Gehalt| ech iſt aber wegen der dien Hülſen etwas geringer, als der) Stam: des flachen Landes. Gerſte bringt in ver Regel guten" die zum Ertrag, auch weicht ſie von der aus dem flachen Lande 9"tick wenig ab. Dagegen iſt Hafer beſſer, weil man den| getine runden, weißen Frühhafer allgemein anbaut. QSoms- 0- Jehey. mer- Weißen ſät man hie und da, Sommer- Roggen|; Ouminia aber noh mehr. Beyde gerathen öfter als ſie mißs, ind Dey, rathen.;| Erhe, 0,4 hin hy man a 5 fpätele 3"„w Wandien füh" nin aud ſcm 4 ) Midedli[än dieſen“ Orten dh Ende des Wuguf Gedränge Bands Vedeutung if; Fann ſelten voy nuß aber, wenn nmerfrühte ol Mats vollendet ic bey folds genon Stunde WR, R: a WW ziem Dd: Im jt ſpar Jof ud grit mod mahunh it. Sin Geck 33(inge, Wb a im vr Rt 3 ven fahne) ßer. wel m Das Getreide muß nac< dem Mähen gewöhnlich noch einige Tage auf dem Felde liegen, auch, ſelbſt wenn es kein Regen trifft, gewandt werden, weil es höchſt ſelten ganz rein; ſondern vielmehr gewöhnlich voll Gras iſt. Man pflügt die Saat, beſonders im Frühjahr häufig unter, und thut ties auch, wie ich bey der Ge- gend yon Friedland bemerkte, bisweilen mit dem Ruhr- hafen. Ueber Winter ſät man ſie aber gewöhnlicher oben auf, wenn nicht etwa große Troenheit das Unter- pflügen rathſamer macht. Die GrundſtüFXe werden, im Verhältniß des von ihnen zu beziehenden Gewinns theuer bezahlt. Denn ſelbſt bey belaſteten Beſitzungen wird der Morgen mittel- mäßigen Bodens ſelten unter 40 Nthlr. verkauft. Bey freien und ſonſt guten Grundſtü>en, beſonders in der Nahe der Städte, gilt er nicht ſelten 90=- 100 Rthlr.. Die Pactrente iſt vom Morgen Aerlande mittlerer Claſſe 3=-4 RNthlr., vom Morgen Wieſen 5=- 6 Rthlr., von Gräſerei 2, 3= 4 Rthlr. Die verſchiedenen vorkommenden Beſikßungen ſind: I) freie Scholtiſeyen, die außer einem großen Areal ge- wöhnlich noch die Gerechtſame des Brandtweinbrennens, des Schlachtens und Ba>ens, bisweilen auch noch der Kram- und Mühlengerechtigkeit haben. 2) Bauergüter, die zum Theil mit Frohnen und Zinſen belaſtet, biswei- len aber auch davon frei ſind. 3) Freiſtellen, die nur geringe Frohnen und Zinſen, bisweilen auch gar keine haben. 4) Drefchgärtnerſtellen, die unmittelbar zu den Dominien gehbren, und nur bey Communal- Laſten und Vortheilen zur Genteinde gezählt werden. 5) An- gerhäuſer, zu denen nichts, als ein kleines Gärtchen gehört, und die für wenige Dienſttage und geringe Zin- nander ſen im Anfange von den Herrſchaften gegründet wurden, um nachher aber als eigene Beſikungen von einem Eigenthü- hend mer auf den andern gingen.-"| Qin Die größten Bauergüter haben nicht über 80 Mor- Ww" gen Land, wovon oft ein bedeutender Theil Wald iſt.- Menge wi Da ſo viel Waldung hier iſt, und überdies noch mor vf die Steinkohlen ein ſo wohlfeiles Brenn- Material lie- malie fernz3 ſo ſehen Sie im voraus, daß die Feuerung nicht Im feinen, theuer ſeyn kann., Dadurch wird nun ſo manche wirth- mit jener 9 ſchaftliche Einrichtung erleichtert, und Bauten können ſolchen Get wohlfeiler geführt werden.(m den Zet Der Regenfall iſt im Gebirge ziemlich bedeu- den Zhiletn tend, aber doch nicht allenthalben gleich. Da der meiſte derm benden, Regen aus Weſt und aus Südweſt kommt: ſo ziehen die E77 Gebirge, die ihren Zug von Nordweſt nach Südoſt neh- Woh fid| men, die Wolken an ſich, und es iſt häufig der Fall,"Ke daß im Gebirge beinah Näſſe iſt, indeß man nicht 10 Ky Meilen davon im flachen Lande über. Dürre klagt. Be- Ned ſonders reichlich iſt in der Regel die Gegend von Schmie- ſtatte 3 deberg herüber bis an die Eule bedaerbaue, und ſie ſchlagen ſich ihre Mühe und Anſtrengung gemeiniglich nicht ho< anz was denn auch Urſach iſt, daß ſie manches wifernehwen be- ginnen und durchführen, was der ängſtlich Berechnende nie anfangen würde. Daher kommt es denn auch, daß manche von Natur höchſt undankbare Scholle durch an- haltende Anſtrengung in ein fruchtbares Feld umgeſchaf- fen wird. Von der Natur mit ſtarkem Körper begabt, üben ſie die verliehenen Kräfte fleißig, und die geſunde Luft und einfache Koſt giebt ihnen Geſundheit und lan- ges Leben. Denn hohes Alter iſt hier häufig, und mun- tre Greiſe von 70 Jahren und drüber ſind faſt in allen Dörfern zu finden. Gegen die Ehrlichkeit dieſer Landleute werden Sie mir vielleicht die auf den Feldern bey Kartoffeln und Erb- ſen überall erbauten Wachhütten anführen. Es ſcheint dies freilich der ſprechendſte Gegenbeweis zu ſeyn, und dennoc< kann man ſie dabey ſehr falſch und lieblos beur- theilen. Denn die allzugroße Bevölkerung macht, daß nicht jeder, der hier lebt, ein Eigenthum hat. Der Reiß aber, etwas, was einem andern zuwächſt, mit zu genießen, verleitet ſo manches verkehrte Gemüth(und auch ſolche giebt es hier,) ſich eigenmächtig zuzueignen, 5 doch der Lohn für Schweiß und Anſtrengung eines Andern iſt. Dazu kommt dann noenheit wieder ſehr lange, ehe dieſe die auf ihm ſtehenden Pflanzen in ihrer Vegetation hemmt. Der in ihm befindliche Sand mag etwa 25=- 30 pro dem Int den Yet H Cent betragen und iſt meiſt fein und weiß, Sein Hu- NE muSgehalt iſt nicht gering. Dieſer Boden liegt bis zu Dh einer bedeutenden Tiefe, oft. über einen FUß. Meiſt dend ruht er auf ſenkrecht geſchichtetem Lehme, bisweilen aber ih Ue iſt auch Schiefer- oder Kalkſtein nicht tief unter ihm. ihm Die Ausdehnung deſſelben geht, mit wenigen Ausnah-| 0 nen, durc den ganzen Frankenſteiner Kreis, dann. durch einen großen Theil des Nimptſcher und den größten eh Theil des Münſterberger Kreiſes,|. 18 0, | Win | SE u Fa! nn, hep 0(ip DN Ne 6 00y4|(107 , daß un vm (NEN dvs fung Amen des alp gleich: Aden ſelb t zärtlicher e Wowah- winter; dt eigentlic nung geht, It mößigen umiſ jieme Wm Rus, RC yn Wuff 1) ys Me Weh 101011000 00425= 30 00 MENN WD Ww% N" a Wl(bt WW zi(eſ mh no in ab fun fs 07 NNN LUA 83= Es tragt aber dieſer Boden nicht blos den ausge- zeichneten Weißen, der unker dem Namen des Franken- Feiner allgemein bekannt iſt; ſondern er bringt auch ſehr guten und vorzüglich weichen und ſanften Flachs. Es iſt nicht ſelten, daß derſelbe hier eine Höhe von 3=- 4. Fuß erreicht. Hiebäus leuchtet denn ſehr bald ein, welch hohe Rente ein ſolcher AFer tragen müſſe.=- Aufs fallend iſt es, daß ver aus dieſem Boden abgeſchwemmte Sand ganz dem bey Grüſſau ähnlich iſt, und daß jene Gegend grade auch ſo beſonders guten Flachs bringt. Ich werde Sie auf dieſelbe Erſcheinung aufmerkſam ma chen, wenn wir in die guten Flachsgegenden von L6- wenberg, Goldberg, Glogau und Trebniß vommen werden. Bey dieſer Güte des Bodens, der überdies zwey ſo gute Erzeugniſſe, als Weißen und Flachs, ſo lohnend fragt, folgern Sie dann auch wohl ſchon von felbt, daß die Inſaſſen von Baumgarten fowohl, als in der ganzen Hiefigen Gegend wohlhabend ſeyn müſſen. Und dies iſt auch ſchon in dem äußern ihrer Wohnungen und auch in dem Innern ihrer Wirthſchaften nicht zu verkennen. u den Vortheilen, die ihnen ihr guter Boden gewährt, Eymmt dann no< die Nähe zweyer Pläße, wohin ſie einen ſiets ſichern und guten Abſaß ihrer Producte haben. Dieſe find Frankenſtein und Glaß. Freilich iſt der Bo- den nicht auf der ganzen ausgedehnten hieſigen Feldmark ſich überall gleich, und ſteht beſonders auf der ſüdweſt- lichen Seite in der Güte etwas zurü>z indeß iſt dies im- mer nur der kleinſte Theil. Bey der Leinſaat wählt man auch hier, wie im Bebirge, meiſt die ſpäte, und es iſt nicht ſo gar ſelten, 5aß man noch gegen den Zten Iuni welche beſtellt. Sticht 5% DD" aber allein in Baumgarten, ſondern durch den ganzen ſüdlichen und öſtlichen Theil des Frankenſteiner Kreiſes wird der Flachsbau ſo ſtark betrieben. Der Abſaß. deſ- ſelben iſt zum Theil in Frankenſtein, zum Theil aber au< in Glaß, Von erſterem Orte geht dann wieder ein großer Theil in die Gegend von Reichenbach und Schweidnig,. Von Baumgarten nehmen wir unſern Weg nach Irankenſtein. Hier treffen wir Mittwoch zu Mittage ein und ſehen ein Gewühl von Menſchen und Wagen auf dem Markte, das kaum den Durchgang geſtattet. Es iſt nämlich Getreidemarkt. Drey Reihen von Getreide- ſäcken, die von einem Ende des Marktes bis zum andern gehen, ſind wie Mauern aufgeſtellt, und hinter jedem derſelben ſteht der Verkäufer und vor den Reihen wan- deln die Käufer. Von jeher war hier die Sitte, Probe- ſäe aufzuſtellen, die auch für den Käu ifer viel Borthei- le gewährt, indem er hier weit ſicherer kauft, als wenn er nur eine Handvoll Getreide als Probe ſieht. Wenn die Uhr zwölf ſchlägt, dann. werden alle Säe aufgebun- den, und es iſt für den Verkäufer ein günſtiges Zeichen, wenn ſchon in der erſien Viertelſtunde die Abträger an- fangen, mit den Säen nach den S Speichern und Wagen der Käufer zu laufen; ſo wie es ein höchſt ungünſtiges iſt, wenn in der erſten halben Stunde ſich wenig regt. In einer Stunde iſt in der Regel der ganze Markt ge- ſchloſſen, und wer nach dieſer noch feil bietet, muß ſich den Preis vom Käufer machen laſſen. Es wird nach Savoll gekauft, und ein ſolcher enthielt ſonſt TE Schef- fel Breslauer, jeßt 2 Scheffel Preußiſch Maaß. Auch wird der Preis durchgehends nach Gulden beſtimmt; ſo wie man in der hieſigen Gegend noch meiſt nach dieſer ſin yn wah jtd ur Im wn 10 ſg. Ert M veut Shwidi) Biken; 9 Amm Da Wpel zuſa! ver hieſige Sd uſer trägt, lieber die erf Porfh leh Wor Oetpeibe) (6 1000 A) Km! m ſt EMR die Giäd Chönwa ven Zus | eg nom Yen fib, führte Y; dienen hi wwirths, Yon 109 Sleutj 6 auf dieg ih der qu! amt den danger ne Ariiſes Woſaß Dif: Theil abe 1 wieder (d und Iq nach gen auf et,(Es Hetreide: n andern er jedem en wan: Probe“ Vorthel-- WW won x Vn e auſgehn 90 Zeichen, (bträger am und Jagen ungünſtige ) wenig gt 4 Matt &, m ſd 63 wird md uft 17600 Maaß Aus weft; 1 eſt hit Münz- Beſtimmung“rechnet.=- Wenn man daher ſrägt, was hat der Weißen gegolten: und man bekommt z.B. zur Antwort: ſechſe, zehn, ſo heißt das 6 Gulden und 10 ſgr. der Sa&voll. Es wird von hieraus durch Getreidehändler ein be- veutender Zwiſchenhandel, nach Glaß, Reichenbach und Schweidnitz getrieben. Die Hauptfrucht iſt jedesmal Weißen 3 Hafer iſt immer am wenigſten da, und es Fommen Markttage vor, wo es ſchwer halten würde einen Wispel zuſammen zu kaufen. Das kommt daher, daß der hieſige ſchöne Weitzenboden viel ſicherer Gerſte, als Hafer trägt, und man es daher natürlicherweiſe vorzieht, lieber die erſte zu bauen. Es iſt übrigens auf dieſem Markte leicht, große Poſten abzuſeßen, und es giebt hier Getreidehändler, die an einem Markttage fär mehr als 1000 Rthlr. einkaufen. Wenn man ſich von Frankenſtein nach Reichenbach wendet, ſo erfreut ſich das Auge der reitzendſten Gegend. Südweſtlich thront die Feſte Silberberg, an deren Fuße die Stadt Silberberg und daran hängend das Dorf Schönwaldau liegt. Hohe Fruchtbarkeit herrſcht bis an ven Fuß der Berge, und das ſchöne Obſt von Silber- berg, namentlich die vortreflichen Kirſchen, ſind bekannt. Von Schönwaldau herüber kommt man durch Pe- terwiß. Schöner Boden, kräftig und verſtändig ge- führte Wirthſchaft, feine Schaafe und gute Kühe ver- dienen hier alle Aufmerkſamkeit des reiſenden Land- wirths, Von hier aus wenden wir uns über Löwenſtein nach Kleutſch, dem Grenzdorfe des Frankenſteiner Krei- ſes auf dieſer Seite. Auffallend iſt es, daß mit ihm auch der gute weiße Weißenboden aufhört. Denn wo pn GE Ge. 8 M. el. SNNNNNNNNNENNNSSSSNNSINEEN SEEG 86 wre man ihn auch weiterhin im Reichenbacher Kreiſe baut, da erhält er ſich nicht ſo weiß und ſchön. Bey Ober- Peilau leuchtet uns ſogleich das freund- liche und anziehende Gnadenfrei entgegen. Die Ord- nung und Reinlichkeit und einfache Eleganz der Herra- huter Colonieen kennen Sie, und hier iſt ſie im höchſten Grade vorhanden. Was dieſe ſtillen und fleißigen Be- wohner von Aerland beſißen, iſt unbedeutend, aber mit einer Aufmerkſamkeit und Sorgfalt bebaut, die den reihendſten Anbli> hervorzaubert. Garten- Kultur und Garten- Ordnung herrſcht auf den kleinen Flächen. Han- delsgewächſe, als Pfeffermünge 2c. prangen auf den be- ſchränkten Fluren, und reißen die Neugier des Reiſenden und ergößen das Auge des Natur- Freundes. In dem mehr als Meilenkangen Dorfe Peilau ſind mehrere Herrſchaften und eine große Anzahl von Bauer- gütern und kleinen Beſigzungen. Der Boden fängt hiee ſchon an, ſehr zu wechſeln, auch iſt der Anbau des Weißens hier ſchon weit geringer, als der des Roggens. Dreifelderwirthſchaft iſt hier, wie auf der ganzen Jour, die wir von Frankenſtein her genommen haben, das herr- ſchende AFerſyſtem. Klee wird viel angebaut, und ex geräth in einem Boden wie der auf dieſem Striche allent- halben anzutreffende, ſehr gut. Hie und da düngt man ihn mit Gipſe; ſeltener mit Kalke. Die Rindviehzucht ſteht weit über dem Grade der Mittelmäßigkeit, auch iſt die Schaafzucht von Bedeutung, obgleich ausgezeichnes feine Heerden nicht zu treffen ſind. Die Bauergüter ſind m Peilau meiſt von keiner beſondern Größe und die mei- ſten nur von einer Hufe, auch darunter,-Ihr Zugvieh halten dieſe Landleute gut und wenden beſonders etwas wal QR, ten fans und Zi! Weit mt bad u ſwr Wplndwit ſhe. 1 fu Uofoh We gehalt Und deten! EN Woh zus NEON ſellen, zucht zeug! der Vit Deſes, iſt von dation! geln uy ab, Nie und bald ei, Dulloy d (MM(1 T bahn vp 01. Og leich Dab hop. gem Di (eganz der ey v ift ſiem Why und feijigen& bedeutend, abe Debat, die boy on: Sulfur und flühen, Hat: wn auf den De des Netſendey (9, e Jeilau ſind ( vn Bauer: WERWET? WÜRG UV WU WENN | der gann Zu m Naben, Dos Wett: ongebaut, UNd. fe Gerüche Men und da dingt! Die Kinduch un mäßige ut Ni aug ZD Gur (prße u 1775 nie. Ha) ven PpD010 00 wv | auf gutes Geſchirr ,. welches ſie, wie die Landbauer des Gebirges, auf alle Weiſe mit meſſingenen Platten, bun- ten flanellenen Tüchern 2c, auspußen. In Sprache und Sitten findet ſich hier überhaupt eine große Aehn- tichkeit mit dem Gebirge, die durch den ganzen Reichen- bacher Kreis nicht zu verkennen iſt. Die Bevölkerung iſt in der hieſigen Gegend ſtark, und deshalb find auch al- le landwirthſchaftlichen Erzeugniſſe gut und leicht abzü- ſeßen. Auch die Nähe von Neichenbach begünſtigt die- ſen Abſaß. Der wöchentliche Getreidemarkt; welcher hier gehalten wird, beſchränkt ſich aber nur auf die Stad( und deren Umgegend, und es wird von hier kein Zwiſchen- handel nach andern Städten getrieben. Wir wenden uns von hier weſtlich nach Langen:- Bielau. Dieſes Dorf iſt durch die Menge ſeiner Manu- facturen weit wichtiger als durc< den Landbauz ob- gleich auch dieſer, wegen der großen Ausdehnung feiner Feldmark, nicht gering iſt. Außer den hier befindlichen herrſchaftlichen Höfen ſind eine Menge Bauern, Frei- ſtellen, und andre kleine Beſißungen. Die Nindvieh- zucht iſt hier wieder, wegen des großen Bedarfs ihrer Erzeugniſſe, beinah wie im Gebirge, der Hauptzweig ver Wirthſchaft, und dies beſonders im obern Theile des Dorfes, der ganz zwiſchen Bergen liegt. Der Boden iſt von mannigfaltiger Arf und geht beinah alle Gra- dationen durch. Wieſen wechſeln, wegen des mit Hu- geln und Thälern bedeckten Terreins, mit Aderflächen . Daß bey dieſer Lage ves Bodens aber auch derſelbe hie und. da quelligt und kalkgründig ſeyn müſſe, leuchtet bald ein. Man iſt aber ſorgfältig auf Ableitung dieſer Quellen durch unterirdiſche Abzugsgraben bedacer, der ſonſt hiezu beſtimmt war, zu Wurzel- und Hülſenfrüchten und zu Klee. Das Aderland hat hier einen hohen Werth, und es wird ſelbſt bey großen Beſißungen der Morgen mit 60-- 80 Rthlr., bey kleinen öfters noch drüber bezahlt. Wohlthabenzeit iſt unverkennbar, und ſpricht ſich auch in den Wohnungen und Gebäuden aus. Verbunden mit dieſer iſt dann auch das kräftige und fröhliche Ausſehen der Landleute. Näher an Schweidniß wird das Land wieder hüg- lichter und der Boden wechſelt ungemein ſchnell. Da ſindet man in kleinen Entfernungen von einander un- jrüchtbare Hügel und kräftiges Weißenland. Die Mi- ſchung, woraus dieſe Hügel beſtehen, iſt höchſt verſchie- den. Senkrecht ſtehende Lehmſchichten lagern neben An- häufungen von Kies und Kongiomerat, und öfters find dann nicht weit davon wieder Zuſammenſchichtungen von Schiefer. Dieſe verſchiedene Formation der Hügel und der daraus folgende ſchnelle Wechſel des fruchtbaren und unfruchtbaren Bodens findet ſich vorzüglich in der Gegend von Grädig, Schwenkfeld und Pülzen. Da indeß dieſe Hügel meiſt von geringem Umfange ſind, ſo iji deShalb die Gegend doch zu den fruchtbaren zu zählen. - Der Urſprung dieſer Hügel iſt aber meines Grachs: tens(eicht zu erklären. Der ſtarke Wellenſchlag der Fiu Kee Rbf dm" 5: 7 x Biden nta ie wn (m vu k!; zm je mN veſhidt! M im" Schwin ſaft den ab 0, vel poſſiren f Eo "ei! (Wahn ſound 17/78, (eſn m, NOR KN und) vend made ehe dun) dich ſtehen aiff len in (Us De, Getto, WDH: nn ten zwiſchen den beyden Bergdammen der GCule und des Zobten erzeugte ſie höchſt wahrſchemlich und formte ſie, ( Biehnidy je nachdem, er heftiger oder geringer war, aus dieſen 10) new verſchiedenartigen Maſſen. „47 emm Die vortrefliche Kunſtſtraße von Reichenbach nach 7 Gervituk Schweidniß erleichtert allen, alſo auch den landwirth- nd man be: ſchaftlichen Verkehr außerordentlich. Dagegen ſiechen mimt war, denn aber die Nebenwege der hieſigen Gegend ſehr gret 0, Das ab, die beſonders im Frühjahr und Herbſte faſt nicht zu es wird paſſiren ſind. | 60== So fruchtbar auch das AEerland dicht an SU000ND- bezahlt. niß iſt, und ſo viel ihm an Dünger aus der Stadt zu- h aud) in; gefahren wird: ſo vermißt man hier doF, was man nden mit ſonſt unter ähnlichen Umſtänden doch überall trifft. Jh (usſchen meyne: Garten- Cultur und den Anbau von Handels- gewächſen und Gemüſen. Die Urſach davon liegt wohl er hüg: darin, daß die Feldmarken der benachbarten Dörfer bis (IDs dicht an die Feſtungswerke gehen, und daß es faſt lau- Qn ter große Beſißungen ſind, die ihre Felder hier haben, Je Ri: und deren Beſitzer durch den Getreide- Anbau wohlha- ſt vetſchit: bend geworden ſind, alſo an größern Gewinn, den fie - neben Ate machen könnten, ſo leicht nicht denken. öfters ſind In Schweidnitz iſt wöchentlich ein'Getreidemartt, hichtunzen der beſonders dann von großer Bedeutung iſt, wenn der Hie)' dur Mißwachs i im ſchleſiſchen und böhmiſchen Gebirge fruchtba die Preiſe in demſelben gegen das flache Land ſehr hoch glich in dit ſtehen. Dann iſt die Zufuhr außerordentlich, und der hm Dt Zwiſchenhandel bringt dann Getreide auf 12-=- 15 Mei- weft len in die Gebirge hinein, ſo wie es faſt eben» weit 1 zujöfle. aus dem Lande herzu gefahren wird. Die Sitte, das jn8 En(Zetreide in Säen als Probe auſzuſtellen iſt hier nicht; per ſondern.man verkauft es nah kleinen Proben. Erſteres WW(TNA Ä 92 PIS würde ſim auch ſchwer thun laſſen, da die Wagen| Reſi, m größtentheils außerhalb der Thore bleiben, und das Fn Umladen auch dort geſchieht. Dies iſt auch nothwendig,| ver Up weil ſonſt das Gedränge um die Thore und in der Stadt|. Haupt" zu mancherley ſehr großen Unannehmlichkeiten führen| beſah) würde. Veiſe nh Ganz nahe bey Schweidnit freuen wir uns über unter di das faſt ganz neu gebaute Dorf Schönbrunn. Was m,w ich von Bögendorf als Vortheil( nämlich die Nähe der Stadt) anführte, gilt hier noch mehr. Daher der in NNEN, den weitläuftig und maſſiv gebauten Gehöften, überall at id bos) ſichtbare Wohlſtand. Zu läugnen iſt nicht, daß die wehnheit 1 Grundbeſitzer dieſes Dorfes mit vieler Kraft und Fleiße wind üb! wirthſchaften. Aber die rauchwolligten Schaafe und Dr SE vie nicht ſonderlich genährten Rindviehheerden, die man Quftunde« hier trifft, beweiſen doch, daß die Intelligenz hinter je-| inder wech ner Kraft und hinter dem Fleiße ſteht.| mſh« Wenn wir nun unſern Weg gegen Striegau hin| IWC fortſeßen, ſo kommen wir durch fruchtbares Weikenland. DUG Dreyfelderwirthſchaft mit nicht bedeutendem Kleebau' ſchen y wird hier von allen Ruſtical- Grundſtü>- Beſikern ge-| Vn trieben. Man kann, ohne dieſen grade!zu nahe treten| als auf zu wollen, dreuſt behaupten, daß ſie den Werth ihrer N Qelegen Grundſtü>e noch gar nicht kennen. Wobhlhabenheit,| hin die von den Eltern auf die Kinder forterbt, macht, daß 1 Wenige Kapitalien zu verzinſen haben, und ſie kommen einn; dann bey ihrer einmal gewohnten Wirthſctz aber ſo wie eine geſunde und ſtarke Körper- Chung fir: 3 Conſtitution leichter eine Krankheit überwindet und ſich davon erholt, ſo iſt es auch hier mit dieſem Druck ge- Xe Straße weſen.: Weißen Der Boden in hieſiger Gegend hat durchgehends Ten 98: eine ebene Lage und dacht nur ſelten hie und da etwas Schnee ab. Seine Farbe iſt weißgrau, beym Umbruche in3 andern Braune fallend. Ein Beweis ſeines reichen Gehaltes hb wech- an zerſeßlichem Humus. Er trägt faſt alle Früchte oh- " will, ne Ausnahme. Vorzugsweiſe aber, wie der Franken- - wieder ſteiner, Weißen und Gerſte. Seiner Bindung nach aber » finden iſt er etwas ſirenger, wie jener, auch iſt ſeine Unterlage ben nicht überall ſo günſtig. Denn dieſe iſt hie und da ein 1 teichli: ſtrenger Thon, der, weil er wenig die Feuchtigkeit durch- : läßt, bey naſſen Jahren den Boden wohl unter ſeine na- venuhd. türliche Güte herabſeßt. JIndeß kommt dies nicht allzu- y durſte häufig vor. Meiſt iſt ſeine Unterlage vielmehr ein mä he MÄ Big ſtrenger Lehm, der einen bald ſeicht, bald tief lie- Rehn, genden. Sand zum Untergrunde Dat. Steine findet man en ſie, und nur ein kärgliches(Gras wächſt" mn - auf ihnen."| Welche Schäße liegen doch hie und da im Boden no< unaufgeſchloſſen!=- Was würde Herr Kammer- Rath Pläathner ſagen, wenn er ſolche Plänen ſähe, die nach ſeiner Wieſen- Verbeſſerungsmethode mit geringen Koſten zu einem Ertrage gebracht werden könn- ten, wo ſie in einem einzigen Jahre durch den höhern , in 1 vors ders auf da 15 fruchtbare Inißfen, das arfenfultur. Flächen in Grasgewinn'mehr als dieſe Auslagen vergütigten 2!== aber alles, Doh das iſt hier nicht allein der Fall, und wir werden vendigſten hie und da noch auf ähnliche Erſcheinungen ſtoßen. Uns Lebach, erklärbar bleibt es aber immer, wie einem praktiſchen e ich, daß Landwirthe, ſey er auch ohne wiſſenſchaftliche Ausbil2 im wenig dung und nur von der niedern, Klaſſe, gewöhnlich die Wahr: Augen ſo- ſpät über ſeinen währen und dauernden Vor2 jeht, wie theil aufgehen. Immer nur auf den vermehrten Anbau ergleidhen des Getreides bedacht,. das eine Zeitlang durch ſeine ho2 tes über hen Preiſe die Anbauer fruchtbarer Gegenden wohlha2 mit dem bend machte, ſchwebte ihnen nur die Gegenwärt vor, ih mich und ſie überſahen die Zukunft» Denn ſie dachten nicht NE an das Sprüchwort, daß man auch einen Brunnen ex- en würde, ſchöpfe, und daß auch der allerfruchtbarſte Boden end- das wiſſen lich nächlaſſen müſſe, wenn man ihm nicht durch ver? nden Da: beſſerte Viehzucht den allmählig entzogenen Reichthunt nbau nicht wieder gäbe," Wo nun noch bey einem reichen Böden m undFa: vie Natur einen Ueberfluß von Wieſen darbietet, die von der beſten Beſchaffenheit ſeyn könnten, da''iſt es wohl 4 das Du mehr als Gemächlichkeit, wenn män dieſe ſo ganz ſich ſelben über ſelbſt überläßt,'* en Drtm ſo- Leider liegt der Keim dieſes Uebels, das man noch inen Zodel ſo häufig trifft,“in dem ſo unbeſchreiblich tiefen Herab- ep(nid ſinken aller thieriſchen Erzeugniſſe( der feinen Wolle aus- )-Amdiſe; genommen.) Denn man fordert von dem ſchlichten und 6 wahl zu tiefen Reflectionen weder geneigten noch fähigen Ver? 7 ande des gemeinen Landmannes wohl zu viel, weny .man verlangt, daß er einen augenbliflichen Vortheil aufgeben ſolle, um ſich in der Zukunft nicht eines gr6- bern zu berauben. Außerdem iſt unſer Zeitalter wohl ſo ziemlich allgemein auf den Fuß geſtellt, daß man nur für die Gegenwart lebt, und. die Zukunft, als eine "Sache ,, die ſchon ſelbſt Fominitt wird; ruhig ſeyn läßt. Dur dieſen Grundſaß aber ſchadet man ſich wohl in Feiner Beſchäftigung des Lebens mehr, als beym Land» baue. Denn ein ſy methodiſch entkräfteter Aer iſt nicht,: wie z. B. ein zerrüttetes Haus mit Getde in ei- nem Nu wieder in Ordnung zu bringen. Und bey den „größten phyſiſchen und moraliſchen Kräften vergehen doch „Zahre, ehe dies bewerkſtelligt werden kann. Eine me» 4hodiſche Entkräftung iſt es aber, wenn man immer fort „Früchte zieht, ohne die, durch dieſelben dem Boden ent=- zogenen ,- Kräfte ihm durch erhöhte Viehzucht dieſe auch wieder zuzuwenden. Vergleichen wir nün aber die in Unzähligen: bäuerlichen und leider auch in Dominiak- „Wirthſchaften erbauten Früchte mit dem vorhandenen Viehſtande, der noc< dazu in der Regel höchſt elend iſt: ſo. iſt es wohl erwieſen, daß die Ae>er ſolcher Wirth- ſchaften allmählig immer tiefer in ihrer Productionskraft R herabſinken, und zuleßt aus fruchtbaren Fluren un- fruchtbare-.werden müſſen. Diejenigen aber, welche ein 6 ausſaugendys:'Sy- ſtem befolgen, und ſich auch, ſo lange die Getreideprei- ſe nur eine mäßige Höhe behalten, dabey gar nicht übel „befinden, wenden gegen meine eben angeführte Behaup-' tung ein, daß fie ungegründet ſey, weil ja ihre Vorfah- „zen von jeher daſſelbe Syſtem beobachtet hätten, und „dex A>er doch noch ſeine alte Fruchtbarkeit zeige. Es int, weh 0 fan, Gf ver Zu varfiltzh Dew dj (Emin! 118)) Aulhe In au, 1 Wer(id! wh mh u) je währ 8 (mee nähl hy ſeed WANG mwnt wurdet ſich fuß vm mehr m Vieh Aead den mehr; „Yedür] Vertte auf Fof darauf h Vihfuth 101008") lihm Hehhel 4 iht Un a; taler wh» daß man vy EE, als din jig ſeyn lit, fich wohl in beym Land: rt Ver if elde in eis d bey den gehen doch Eine me mmer fort oden enfz dieſe auch wn Dowwnial verhanden Of elendiſt: [her Virth- uchionöfraft Fluten un gendes Gr » Getreidepi gw nigt bd) ihrte Befay* 4 ih Dufahz : jatten, und 4 008 68 - 9"„- ſcheint, als ließe ſich dagegen nichts, einwenden... Wir wollen aber gleich beweiſen,„wie- ſehr man ſich) täuſchen Fann; wenn.man eine Sache-nur einſeitig betrachtet. Erſtens, möchte ich wohl ſehr bezweifeln; daß. bey der Beobachtung des„angeführten Syſtems der. Frücht- barkeit8grad des Aers ſich immer gleich bleiben ſollte. Denn daß man z« B. jekt vielleicht noh eben ſo reiche Erndten von demſelben habe, wie ekwa vor zwanzig und mehr Jahren, iſt wohl nur eine Folge der ſorgfältigern Rultur und' der. dadurch erregten höhern Thätigkeit des Boderts, wodurch ſeine Fruchtbarkeit mehr gewe&t wird; Aber grade dadurch wird ſeine völlige Entfrähiuig, nur noch mehr beſchleunigt: vr Zweytens iſt es wohl auch nicht zu jäugnen, bas: je weiter wir zurü&gehen, Wir. der Urkraft des Bodens „immer näher kommen, Dieſe ward in dem Grade, daß bey ſteigender Bevölkerung auch die Pröducke'des Land- baues' allmählig immer mehr ſtiegen, durch erhöhte Kul* tur in größern Anſprüch genommen:“ Dieſe:Kräft: äber wurde deshalb nicht'gleich-erihöpft, ſondern“ſie müßte ſich faſt'auf'gleicher Höhe erhalten; weil bey ber Menge von Hutungen Und Wieſenflächen, die nur-ſpäter immer mehr und mehr unter. den Pflug genommen wurdeii, die Viehzucht verhältnißmäßig, ſtark;-blieb und dadurch demi Acer. die entzogenen Kräfte immer wieder zugeführt wur- den." Da man nun aber in neuern-Zeiten bey. der immer mehr. zunehmenden Bevölkerung; durch das ſteigende „Bedürfniß, der. Erzeugniſſe des Bodens und ihres höhern Werthes-,- ſich ſo häufig beſtimmen ließ, die AFerflächen auf Koſten der Wieſen zu vergrößern; ohne dagegen auch darauf bedacht zu ſeyn, das hierdurch verloren gehende Biehfutter von dem AFer wieder zu gewinnen; und 7x ..- H 5 EE ng-< Fauazeiiereee R RRZE<== 00, -=“ 100= da man die“hieraus nothwendig folgende Verminderung der Fruchtbarkeit durch" ſorgfältigere Kultur“- deſſelben auszugleichen ſüchte:'ſo' arbeitete man ue NEE j eo u an ſeiner Entkräftung:“ 2 9 im| -"Dieſer für den Landbau ſowohl," als für die ei Menſchheit ſo gefährlichen Operation, kann nur durch die| fend größte Aufmerkſamkeit auf Verbeſſering und Vermeh-" rung der Viehhaltung entgegen gearbeitet werden, Be a ait ſonders da es erwieſen iſt, daß älle diejenigen Landwirthe, afl 4 welche dieſen Zwe, äls ven allein richtigen, mit Feſtig? eifel keit, durch Fruchtwechſel und ſtarken Futterbau auf ih: vuhud ren Feldmarken verfolgten, im Ganzen nicht weniger huhn Zu Körner erbauen und außerdem noch eine.„Maſſe von thie- Ni mil riſchen Erzeugniſſen, die zur Leibes Nahrung und Noth- Ww Bel j duft des Menſchen gehören, gewinnen. hg 6 “Diejenigen aber,'Landwirthe 010: Nicht- Land- adintab wirthe,. welche über eine vermehrte Viehhaltung ſchreien, oba und meynen, daß dadurch die Menſchen an ihrer Subſi- bſh; ſtenz gefährdet würden, gleichen dem Kinde, das feinen und del Vater tadelte, daß er..den. ſchönen Weißen, aus dem Fommen ſich ſo vortrefliche Num baten laſſen, aufs Feld ftehen, 4 ſtreute. er ſo viel Aus dem Geſagten geht äber hervor, wie ſehr Va- then Zu ter Thaer Recht hat, wenn er behauptet, daß ſich der wenn 8 Landwirth gern niedrige Getreidepreiſe gefallen laſſen Virthſch Fann, wenn nur die Erzeugniſſe der Viehzucht nicht un- fommt; ker ihren Werth ſinken. Aber auch folgern läßt ſich muß dat daraus, wie weiſe eine Staatsverwaltung handelt, die vergeſſen; zum Emporkommen der Viehzucht im Lände Alles an- die dann d wendet..| Ailhiing c|' hes ds Y Sinn deinen m<< 1 ne in ="STUX<== ' Vid;; fl,| Siebenter Brief. u Weihn Folgen Sie mir nun nach.Puſchkau.,„Hier finden In wir an dem Herrn Ober« Amtmann Tſcheltſch einen Land- alß für 1 wirth., der von den im vorigen Briefe angeführten Wahr- nur durd bi heiten völlig überzeugt iſt, und der mit allem Eifer durch nd Berne ſein Beiſpiel das Entkräftungs- Syſtem bekämpft. rden, Se Da Puſchkau zu den Gräflich Hochbergiſchen Gü- 'andwitte, tern gehört, und auf dieſen der Fruchtwechſel beynah mit Feſtig: auf allen gleich iſt: ſo kennen wir denſelben ſchon von w auf ihs Fürſtenſtein her. Was ich dort darüber bemerkte, wür- f wenigen+ de alſo auch hier gelten, und zwar in Anſehung der er- von thiv- bauten Futtergewächſe in: noh höherem Grade, wie md Auth weil hier das AFerland noch vorzüglicher, mithin der Werth deſſelben noch höher iſt, die Nente deſſelben IE alſo auch noh höher ſeyn muß. Denn man bezahlt hier t-Land: und in der Gegend den Morgen Aerkand mit 60 Rthlr., ſchrien, und zwar bey Beſizungen, die noch mit Ruſtical- Laſten" ve Guſt beſchwert ſind. Für freies Land bezahlt man 5 Rthlr. das ſeinen und drüber Pacht. Bey ſolchem theuren A&erlande , aus vem kommen dann allerdings die Futtergewächſe theuer zu aufs Feld ſtehen, und es iſt eine Aufgabe für den Landwirth, die er ſo viel als möglich zur Zufriedenheit löſen muß, dieſes e ſehr Vir theure Futter auch nach ſeinem Werthe anzulegen. Denn aß ſich der wenn es auch gewiß iſt, daß, wenn es in der eignen Wen laſſen Wirthſchaft verbraucht wird, es dieſer wieder zu Gute ot nicht ur kommt; ſo geſchieht dies doen des AFers ſuchen. Aber dieſer Nachtheil läßt ſich doch durch nachfolgende gute Bearbei- tung wieder heben. Und dies hier um ſo mehr, da naß Erbſen keine Winter- ſondern eine Sommerfrucht folgt, man alſo Zeit hat, gleich im erſten Jahre den Queen entgegen zu arbeiten. Dazu kommt no<, daß hinter dieſer Sommerfrucht Hakfrüchte folgen/ wo alſo das etwa zur Vertilgung derſelben noch Fehlende vollends nachgeholt wird. Eollte nicht vielleicht die Urſac<ß darin liegen, daß der AFer durch die mißrathenen Erbſen in ſeiner ganzen | + 4 I< 1.| KES == 104= einzugehenden. Gährung geſtört wird, und daß dieſe Gährung, wenn Jahrgänge darauf folgen, die derſelben nicht günſtig ſind, eine lange Zeit nicht vortheilhaft vor ſich geht. Dies müßte hier der Fall geweſen ſeyn. Denn in allen Fällen zeigen ſich die nachtheiligen Folgen nach ändern Erfahrungen nicht ſo lange. Der Roggen, welcher in dem Schlage nach zwey» - War ebenfalls ausgezeichnet gut. jährigem Klee ſtand Nicht minder der Hafer im abtragenden Schlage. Da dieſer nach Erbſen folgt, und überdies die Düngung, welche zu Weißen vor den Hülſenfrüchten geſchehen iſt, ſo nahe hat: ſo iſt es wohl erklärlich, daß er ſehr gut ſeyn muß, und wie mir Herr Tſch. verſicherte, bis zu I 6 Scheffel Preußiſch und drüber vom Morgen bringt. Bey den bisher verhältnißmäßig ſehr hohen Preiſen des Hafers bringt er dann auch einen eben ſd hohen, viel- leicht noch höhern Gewinn, als mittelmäßiger Roggen. Der Klee war in dieſem Jahre nicht ausgezeichnet, und beſonders hatte der zweyjährige durch den Winter ſehr gelitten, und war faſt ganz ausgegangen, Dieſen Nachtheil erfuhr aber Herr Tſch. nicht allein, ſondern die ganze Gegend, und beinah ganz Nieder- Schleſien. Denn da traf ich ihn an manchen Orten ſo ausgegangen, daß man kaum ſah, daß Klee da ſeyn ſollte.- Der zweyjährige Klee wird in Puſchkau und den dazu gehörigen Gütern faſt immer abgeweidet, und nuy bey beſonders günſtigen Jahren wird ein Schnitt davon gemäht. Er wird zeitig umgebrochen, und dies beſon- ders der Theil, der zum Rapsbaue beſtimmt wird. Ei- ne Inconvenienz entſteht aber durch: die Verlegung des Rapſes in dieſen Schlag, weil das Jahr darauf Brache folgt, und doch hinter Raps allemal ſo ſicher guter EE Ba EE ENEN geben wi fan, IW Schlatt ver außer! hen, jiöf deohal),| ſelbt zu 3 anderwärt fen zu müſ Orifih Dy führt. Die ſun, faßt 98 dm Has non fo weich] giebt. Dom Ainqung fo (u Gdi nw. Y Vn Pferdefut tet, liehe tit-Kiops bem Mer Gif, Wh züglich y Qlebt eine Menge 91 u dieſem ber vflgen Verteilung 1 ſeyn, Dm j | ' Folgen mb e ah wp eichnet gut, lage, Da Düngung, ſchehen iſt, ſeht qut e, biszu 0 bringt, veiſen des en, viel: Roggen, hne, 4 Winter 1, Dieſen |, ſondern : Ghleſien, gegangen, yt und den Und hnitt dav» dies before wird 6 Veguny. ves ey Grahe Oer gutt N =... 105== Weiten wächſt, der dann erſt im Jahre daräuf folgen kann, Indeß läßt er fich wohl füglich in keinem andern Schlage einbringen. Uebrigens muß ſein Anbau, bey der außerordentlichen. Kraft, in welcher die Ae>er ſte-. hen, höchſt vortheilhaft ſeyn, und das auch beſonders deshalb, weil man eine Oelmühle hat, wo man ihn ſelbſt zu Dele ſchlagen läßt, ohne ihn erſt, wie dies anderwärts wohl oft vorkommt, mit Nachtheile verkau- fen zu müſſen. Dieſer Rapsbau iſt auf den übrigen Gräflich Hochbergiſchen Gütern in derſelben Art einge- führt. Dies Jahr war er, wie faſt überall in Schle- ſien, faſt ganz ausgewintert, An ſeine Stelle nimmt dann Herr Tſcheltſ<) Sommer- Rübſen, der zwar kei- nen ſo reichlichen, aber do< immer einen guten Ertrag giebt. Vom Weißen, der nach reiner Brache in friſche Düngung kommt, gewinnt man vom Morgen bey mitt- lerer Erndte 12=- 13 Scer in einen Reichthum und in eine Kraft Do gebracht worden ſind, die ohne Nachtheil auf alle Weiſe Dem; in Anſpruch genommen werden kann. Bis zu welchem der Feucht Grade aber dieſe Kraft und dieſer Reichthum geſtiegen geworfenen ſeyn müſſe, iſt leiht zu erachten, wenn man bedenkt, Wodan| daß in 9 Jahren zweymal gedungen wird, und nur ve vier Halmfrüchte in dieſem Zeitraume davon gewonnen werden. 16, Die AFerbeſtellung iſt hier ſehr ſorgfältig. MSHerr M 4 Tſch. liebt den Ruhrhaken nicht, und wendet ihn faſt nie 4 8 an. Dagegen liebt er das Queerpflügen, und übt es auch; 19,0 ſehr. Er kann auf einem Boden, der immer in ſolcher| GMnh Kultur gehalten und überdies nicht allzuſtreng iſt, wie| 44 der hieſige, Recht haben. Aber es giebt denn doch auch| 1 Boden, wo ich glaube, daß man den Ruhrhaken nur|: 45 mit dem größten Nachtheile bey Seite legen würde. 3.| my] B. da, wo der Boden ſehr zum Verqueken geneigt iſt,| fam und wo man, gar nicht einmal daran zu denken, daß| bialy man dann bey dem Queerpflügen eine höchſt mühevolle J und ſehr ſchwer zu bewerkſtelligende Arbeit haben würde,-qet al die entſtandenen Raſen nur auf die andere Seite wirft z bey tin anſtatt daß ſie der Ruhrhaken in die Höhe ſtellt und. ſie Zoten dann von der Egge ſchärfer gefaßt und zerriſſen werden.| Nigenen I< will keinesweges wiederlegen, daß der Pflug mehr| Were den ganzen Aer durcharbeitet, und nicht, wie der wöhnlich Ruhrhaken, zwiſchen den Furchen einzelne Dämme thiit ] | | s Jia Dun niger in bit bielen Du t Diet iter py enſiein bemer4 in eine Anj auf ale Beſs 5 ju welchen um geſtiegen an bedenkt, , Und hur 1 gewonnen 19., Derr "faſt nie Ot eöauch An ſelhee it, wie n doh auh hrhafen nur würde, 3, geneigt if, nfen, das ft mühevoll aben wird, Seite wit feltund 8 ffe ehe My ncht pwiedet e Dime ! = 007== roh ſtehen läßt, und deshalb bin ich auch mit Heren Sſcheltſch einverſtanden, daß er bey einem nicht allzu- ſtrengen und in'guter Kultur ſtehenden Aer beſſer ſey als diefer. Aber das iſt nicht in Abrede zu ſtellen, daß bey einem ſehr ſtrengen Boden, der noch dazu eine un- durchlafſenve Untertage hat, der Ruhrhaken weſentlich Vorzüge vor dem Pfluge beym Queerpflügen habe. Denn er durchbricht die-Unterläge tiefer und verſchafft der Feuchtigkeit Durct ſind.* Im Ganzen abet iſt der Ny m| ie+.'von'weißgrauer Farbe,“von ziemlicher Bindung jep fees| AIDED waſſerhaltend, mit anhaltender aber 0%„is undurchlaſſender Unterläge, Seiner natürlichen = Fruchtbarkeit nach iſt er viel eher reich als arm zu u un und. er würde in die Klaſſe eines ſehr guten Mit- mſeighet„NORNE gehören, Zum Weitenbau eignet er ſich größ» WR kentheils, aber Gerſte würde bey einiger Näſſe ge- lugo ſcte Früchte ſtark gedungen,; 2) Geiſte, 3) Klee'4)Wei- ßen in halber Düngung, 5) Hafer ,' 6) Allerley 5-7) Klee, 8) Winterung mit Kalk gedungen;'4) Erbfen,- 10) Roggen. Das Allerley- des ſechſten Schlages be- ſteht aus Lein, Sommer-Rübſen, Haidekorn, Boh- nen 2c. Der varäuf folgende Klee wird meiſt zur Weide benußt, und in ſofern fällt die'Bedenklichkeit weg, die man wegen ſeines Gedeihens deshalb haben könnte, weil er ſchon im vierten Jahre wieder fommt..- Er. ver? tritt alſo den auf den Hochbergiſchen und vielen andern Gütern geduldeten zweyjährigen Klee. Es läßt fich.bey dieſem ſogenannten Mengeſchlage viel dafür und dage- gen ſagen: Dafür: daß es für; einen Landwirth;; der ſein Fach mit Liebe und wiſſenſchaftlich betreibt; ſehr intereſſant ſeyn müſſe, zu- beobachten, wie der Klee nach ſo verſchiedenerley vorangehenden Früchten, gedeihe, und. wie. fic) die auf ihn folgende Frucht. halte;. dann, daß es angenehm ſey, immer einen Platz in ſeinem Felde zu haben, den man ausſchließlich zu Berſuchen-beſtim- men, und wo man noch dazu grade eine.Zeit:wählen Fann, die keiner andern nothwendigern landwirthſchaft2 lichen Beſchäftigung entzogen wird. Dagegen: daß dieſer. Schlag eine Art von Spielerey ſey, der es nicht wieder eintrage, was man ihm aufopfert, und. daß das bunte Gemiſch deſſelben, beſonders bey der Abernd- ? (nz ind wiſh| das daſ Ni ſ| ein I wenn 6 zu vn flat fel habn, 1 fen wo jen ebf mt] ſto vary 10m Dach 119007 und Gintrag nih imd Wh V wenidy D Aedeihe lichen 4 Dem) Hef ic für Thätgl Veiſe| Geſchich öWein be Ale eine SiO man ) Ruy eſa Wt t Fuctiehn, aug) auf ſing Es wirtiſgg, ! 1) Gehry ee) 4) Dei WWerley, 3) Ofages bes Dt, Boh zur Weide weg 4 die 0 Fönnte; Er ver: wandern ſh bey (Wie dwirth der apl fehr wieder Se ton gedeit, jjfes dann, ſynun Fele uchenbeſin » Zet wh ni ogen bn we nit ot, wd. daß „ver hm =="III<= füng einer jeden Frucht mancherley Unbequemiichkeite"n mit ſich führen müſſe. Sie ſehen recht bald ein, daß das dafür leicht das dagegen überwiegt, und das um ſo mehr, wenn ich Ihnen ſage, daß Herr v. R; ein. Mann iſt, der nicht am unrechten Orte knäuſert, wenn es darum zu thun iſt, in der Landwirthſchaft zu neuen und ſichern Reſultaten zu kommen, Ex er- klärt ſelbſt, daß Männer wie er, die vie Mittel dazu haben, verpflichtet ſind, dergleichen Verſuche zu ma- hen, weil ſie den Nachtheil, der aus ihrem Mißlinz: gen entſtehen kann, beſſer ertragen können, als ein armer:„Und dieſer Grundſaß macht ihm alle Ehre, und ſollte vorzügkich von allen denjenigen nach ſeinem wah: ren Werthe erkännt werden, die es gleich verwerfen und tadeln, wenn jemänd Verſuche macht, deren Gelingen und Einträglichkeit im Anfange ungewiß iſt. I< habe mich über dergleichen Engherzigkeit ſchon bey EFersdorf ausgeſpröchen.( Wir wollen nun die übrige Fruchtfolge noh ein wenig näher betrachten.; Die erſten drey Früchte werden hewiß immer gut gedeihen, da der Boden in ſo ſtarker und ſeiner natür- limer alle in Kraft ſind. IJndeß wird dieſe Stöhrung der voll- M 3 kommenen Wirthſchaft wohl auch bald aufgehoben ſeyn.. irh Wenn je eine Verordnung des Staates eine allgemein| von wohlthätige genannt werden kann, ſo iſt es gewiß die,| init welche das Aufheben dieſer für unſre Zeit ſo widerfſin-| inh nigen Verhältniſſe möglich und leicht macht.=- Es iſt| in der That unbegreiflich ,“ wie Männer, denen man einig . doch die Gerechtigkeit wiederfahren laſſen muß, daß ſie Oliv ſelten den rechten Geſichtspunkt verfehlten, dennoch hie»; rin ihn nicht finden können. Wie es leider hie und da N 4 noch welche giebt, die da glauben, durch das Aufheben| Heile i4 4. 1 den Nimpt: 0 des Gipſm en Cie auch Dern 8, v, eſer glaubt ſaugen der fteſten wir: "darbietet; mehr auf nd ſten: 4 Gütern MI, m Borth h die Jeffer 1 der voll: hoben ſeyn, 6 Allgemein 5 gewiß die, ſv widerſir t= Gf denen m muß, vy bum) iw hund 0,6 Wufh"1 dieſer Verhältniſſe würde dem ganzen Landbaue ein nachtheiliger Stoß verſeßt!=- Da Herr v. R. das Läſtige und Drüdende dieſer Verhältniſſe fühlt, ſo wird ihm jene Verordnung gewiß höchſt willkommen ſeyn. Die Scaafheerde in Barzdorf beſteht aus einem Stamme ſächſiſcher, größtentheils Rocſicht nicht genom- men hätte, leicht hätte befremden können. In Barzdorf führte mich mein Weg an dem Klee- ſchläge herunter, da war ſelbſt mein Träger und Begleis ter entzukt, als er dieſe lange Fläche im üppigſten Wuchſe-ſah. Ic ſelbſt geſtehe, daß ich eine ſo große zuſammenhängende Breite, die wenigſtens 3000 Schritte Lang war, und die durchgehends ſo ſchön ſtand, noch nicht geſehen hatte. Bey ihrem Anbli>ke hätte ſelbſt der heftigſte Gegner des Kleebaus bekehrt werden müſſen. Sämmtliche Früchte der hieſigen Feldmark ſtanden unvergleichlich ſchön, und wenn wir auch zugeben müſ- ſen, daß der hieſige Boden ein vorzüglich fruchtbarer ſey, ſo iſt das Gedeihen aller Früchte doen gelegt worden. Der Klee war hier ſehr dürftig, und es ſchien ihm ' auf den Pläßen, die er dies Jahr einnahm, wenig zu behagen. Sie waren freilich auch von ſehr geringer Art. Die übrigen Früchte aber, ſo viel ich deren fah, waren gut, Eine Hauptſchwierigkeit der Bewirth- ſchaftung macht hier das Durcheinanderliegen mit den Gemeinde- Ae>ern 3 und dieſe Schwierigkeit wird noch vermehrt, da die Dorf- Inſaſſen noch das Dreyfelder- ſyſtem befolgen. Indeß ob ſie gleich darin faſt am Al- ten kleben bleiben, ſo ahmen ſie doch den Futterbau in. allen Stüken nach, und bearbeiten ſogar Kraut und Rüben mit dev Pferdeha>e. Daß ſie ſich von ihrem al- few AFerſyſteme nicht trennen, davon mag wohl die Urfach in der Schwierigkeit der neuen Eintheilung und Einrichtung liegen. Und dieſe würde bey der Zerſtü>e- tung und der Zerſtreuung ihrer Aerſtüke gewiß nicht gering ſeyn, und die erſte Einrichtung würde ſie ohne allen Zweifel zurükſeßen. Um ſo leichter wird aber hier eine Separation jekt vorgenommen werden können. Was ich Ihnen im Allgemeinen noch von der hie- ſigen Gegend fagen kann, iſt: daß im Ganzen mehr Wohlhabenheit als Dürftigkeit herrſcht, und daß der Bolks Vit wenn. nicht d Abſpul d dere Umſtä min T urch ſpu ung oder andere mſtände.der dani* durch ſeine einſaugende Kraft allmählig geſammelte Salb, m Pflanzen- Nahrungsſtoff hinweggebracht wird. Biel Fahrten. ſtärker aber, als der Boden, beſißen ſie alle Pflanzen; iht if 4 eine jedoch wieder weit mehr als die andere. Am ſtärk- ' a ſien aber iſt ſie bey den Schwämmen und Mooſen. WW.;. 8 Dieſe ſtreken ihre Einſaugungsröhren nach allen Seiten 40 al aus, und fangen den Nahrungsſtoff, der über ſie hin- e eiten find, ſct iſt. Beydes| kyyy ſteht in ver Macht des Landwirihs, es in ihm zu ver-|-(ww j; mehren.|(es Ne. Denn was das Erſte, die Stoffe anlangt, ſo] iſh | 4 wird allemal ein Boden, der viel Kalk und Humus ent-| H und A. hält, dieſe Kraft vorzugsweiſe vor einem andern äu- den Zul " ßern, der weniger damit begabt iſt. Vom Kalke iſt Y M || es daſſelbe, was der Staat3-Rath Thaer in den Grunb- din zu 10) ſäßen der rationellen Landwirthſchaft, Bd. 2, 4tes 4 Hauptſtüs, 8. 54. von der Wechſelwirkung, in welche wehtun, 7 er den Aer mit der Luft ſest, und wovurch er neben 4 903 Ci der Auflöſung der Pflanzen- Nahrung noch einigerma- fuch gar ßen eine Düngung im Boden bewirkt, ſagt. Beym"(er fieuf Humus aber iſt es theils die Verwandſchaft mit dieſen üppiger in der Luft ſchwebenden Stoffen, die ſich dann gegen- hig Y at Dh: man wah, € Hihlihm daß es eim inen Boden hem Grade wirtſchaft, " im erſten der Land: hier noch ng derſel: ' fo jöhe: rhanden er feiner Bey WENKNN langt,[0 mus ent nen dw 1 Kalfeiſ en Grund ), 2, ai - in welt ch er neh eigen x Ze nit Dieſen 00) mne

ein ſehr fruchtbarer iſt, ſo iſt es wohl ſchon von ſelbſt anzunehmen, daß bey einer ſolchen Thätigkeit und Aufmerkſamkeit und bey ei- . nem ſo unermüdeten Fleiße, das Gedeihen der Früchte beynah nothwendig ſey. Daher darf ich Ihnen auch nicht erſt viel von vorzüglichem Weißen, Noggen 2c. er- zählen.; Dieſer fruchtbare Boden wechſelt ſchon wieder et- was, wenn wir uns nach Blumenau hin wenden. Je- doch ſteht er immer noch weit über mittelmäßig. Daher ſind denn auch ſeine Bebauer größtentheils wohlhabend z beſonders da ſie noch den Vortheil der Nähe von Jauer genießen, wohin ſie für ihre Producte, beſonders für das Getreide, jederzeit einen ſichern Abſaß finden. Wollten ſie von der Dreifelderwirthſchaft abgehen, was ſie freiz lich jekt, wegen der faſt überall noch beſtehenden Hu- Lungsſervitute noch: nicht konntenz ſo würden ſie ihre Felder in einen vorzüglichen Reihthum verſeßenz beſon- ders da es ihnen bey ihrem guten Boden noch meiſten- theils nicht an Wieſen fehlt. Auch trägt dieſer Boden alle Futterkräuter ziemlich ſicher. Zugochſen werden hier ſehr wenig gehalten, und ein Bauer würde es für eine Art von Schimpf halten, wenn er mit ihnen pflügen ſollte. Dagegen haben ſie ſehr gute Pferde, und was im Magdeburgiſchen ſo ge- wöhnlich iſt, das trifft man auch hier, beſonders weiter hinunter und jenſeits/ Jauer; nämlich, daß ſie mit ſtatt- lichen Roſſen, und'halb modernen Kutſchen zur Stadt - 124-=- fahren. Denn es giebt in dieſen Gegenden Bauern, die|(A außer ihren bezahlten Gütern noch recht artige Summen| Yißedt in Pfandbriefen liegen haben, worauf fie ſich auch etwas Vie zu Gutt thun. Daher kam es denn auch, daß einer eren) dieſer Landleute bey Abholung ſeiner Pfandbriefzinſen| in (zib äußerte:„„Es hat ſich doh alles umgekehrtz| zi VH die Edelleute tragen das Geld hinein in|- u 4] die Stadt, und wir bringen es wieder| infilo j'*hergus.“| m], 18.139 Es herrſcht auch unter ihnen, beſonder3 unter den 006 FAX jüngern, in Kleidern und Hausgeräthen ein für ihren nde 9 ' j Stand großer Lurus. Die von altem Schrote und Kor-| Zit) Y ne ſehen dies zwar mit großem Mißfalien, und einer V j'von dieſer Art äußerte bey einem Hochzeitſchmauſe:.(ey 90 „Seitdem dte Bauern wie die Pfarren; pon Zam (Pfarrer) gehen, iſt es gar nicht mehr gur weilte bey der Landwirthſ»| Untirh Schulden ein, und diefer hat welche zu be-| 344 zahlen.“ Sie werden hieraus leicht den Geiſt der al-| ſinm1 ten und neuen Zeit bey den hieſigen Landwirthen beur- ver 13 theilen, und es würde ein Statiſtiker einen großen Fehl- fauſt h ſchluß machen, wenn er aus dem größern Aufwande, den weſen| fie jeht gegen ehedem machen, auf ihre größere Wohl- einmal habenheit fhließen wollte. et ſiegt Wir kommen nun auf unſrem Wege nach Polkau. mepnte Ehe wir es vermuthen, ſind wir darin, denn eim Wald berblend von Obſtbäumen verbirgt es uns in ver Ferne. Schön Wel zug; und kräftig ſtehen ſie da, und es iſt ein ſehr freundlicher Daß 63 ih Tun„ie Änbli>, alle aben von ihnen bede>t zu ſehen. t Sumy Außerdem erfreuen das Auge die friſcheſten und Üppigſten uh en Wieſenmatten, die zum Theil von dem durch das Dorf - def einn fließenden Bäche gewäſſert werden. Ein GlüE, daß ricin das Dorf keinem Engländer gehörtz denn er würde ſeine 'gefehrt; Bewohner geſchwind vertreiben und das Ganze in eine jinein in reißende Luſtparthie verwandeln;“ Wer äbgeſchieden und ) wieder: im ſtillen und reinen Genuße der herrlichen Natur leben wollte, der müßte ſic) am obern Ende dieſes Dorfes, Unter Den dicht an den Bergen und in der Nähe des reikendſten Ge- für ihren-- büſches ein Häus aus ihr geſchieden. md ene Bey Wederau, ebenfalls dem Grafen von Hoch: hmauſe: berg gehörig, ſah ich ein Seitenſtü> zu der Kleebreite farren* von Barzdorf, Denn hier war ebenfalls eine faſt un- tr gut j überſehbarxe Fläche damit beſtellt, und alles ſtand im » Frau Uppigſien Wuchſe, wf din An dieſes Dorf ſchließt ſich ein anderes unter dieſet wenige Herrſchaft ſtehendes, Namens Falkenberg. Hier kann ut feyn,' ich nicht umhin, Ihnen die in der That ſehr intereſſante gen wir Unterhaltung mit einem Bäuer mitzutheilen. ' zu bes Mit vieler Gefälligkeit machte er mich zuerſt mit jf deal ſeinen Verhältniſſen bekannt, Daß er nämlich ſein Gut hen beur vor 13 Jahren in einem faſ ganz wüſten Zuſtande gc: en Fehl kauft habe. Ob nun gleich der Erwerbspreis gering ge- vande, den weſen wäre: ſo würde er unter keinen Umſtänden noch 0 Def einmal eine ähnliche Wirthſchaft übernehmen, und wenn 4 er ſie auch für den halben Werth bekommen könnte. Er hr meynte, daß jeder, der ein ſo verwüſtetes Gut Faufte, 6"E- verblendet wäre, und ſich die Koſten der Verbeſſerung Ds viel zu gering anſchlüge, und auch zu berechnen vergäße, uhühr daß es ihm in den erſten Jahren keine Zinſen trüge, Ei- ' -- 166= ne ſchönere und erfreulichere Beſtätigung, wie dieſe, 7 M konnte ich über meine, in der kleinen Schrift:„Was Ghazfte thut der Landwirthſchaft Noth!“ hierüber ausgeſpro-| war mt t. Dies dauert bis nach Kolbniß, wo beym Auss gange aus dem Thale, an welchem dieſes liegt, ſich das Land wieder öffnet, und wir die hohe Fruchtbarkeit der Jauerſchen Gegend wieder finden. Die mit Fleiß, Kraft und Intelligenz gefährte Wirthſchaft in Peterwitz erregt zuerſt wieder unſre Auf- merkſamkeit. Boden und Lage macht zwar die hieſige Veldmark ſchon höchſt tragbar, aber vermehren hilft dieſe Tragbarkeit noh die richtige Behandlung des Bodens, und die kluge Wahl der Früchte, die man ihm anver- fraut. Kräftige Rinder und edle Schaafe weiden auf den Fluren, und das AFerſyſtem iſt ganz darauf berech- net, dieſem ſtets reichliche und gute Nahrung zu vers ſchaffen. Bon hier geht es nach Brechelshof. Unterwegs berühren wir die Feldmark von Alt- Jauer. Die Ruſtical- Beſikungen dieſes Dorfes ſind, Getreide und einige Geldzinſen abgerechnet, faſt ganz frei. Auch ſieht man dieſe Freiheit den Feldern, dem Viehe, den Wohnungen und am meiſten den Beſißern ſelbſt, ſogleich auf den erſten BliE an. Sie haben zwar noch das Dreifelderſyſtem z aber ſie binden fich nicht ſtreng daran, und erbauen eine Menge Futterkräuter und Hülſenfrüch- te. Durch die hierdurch entſtehende mehrere und beſſere Biehhaltung, verbunden mit einer bedeutenden Zufuhr '"von Dünger, beſonders Kalk, haben ſie denn auch ihre 0: ren egen gän. w- 132==> Ae>er, die ndh däzuy- von Natur in nicht getingem Gra- de fruchtbax ſind, in eine hohe Kraft verſeht, und die Erndten ,. die man darauf ſieht, ſind ein redender Bee weis davon. Die Nähe von Jauer machf ihnen dann den Abſas ihrer Producte leicht, und da ihre Beſißun- gen meiſt von ziemlicher Größe ſind, ſie auch dur) ſorg» fältige Bearbeitung, wozu ſie ſchr gut genährtes und. ſtarkes Zugvieh haben, den auf obige Weiſe in ihren Ae>ern erzeugten Reichthum in gehörigen Umlauf zu ſetzen wiſſen: ſo iſt es wohl natürlich, daß Wohlhaben- heit unter ihnen herrſchen müſſe. In Brechelshof, dem Hrn. Baron y. Nichthofen,- einem Sohne des von Barzdorf gehörig, verweilen wir wieder etwas länger. Dieſer bindet ſich an kein feſtes Wirthſchafts- Syſtem, ſondern führt eine ſogenannte freie Wirthſchaft. Erbſen und Klee, eben ſo auch Hak- früchte baut er ſehr viel. Hinter erſten beyden läßt er Winterung folgen. Der Kleeac>er wird zur Winterung nur einführig beſtellt. Da der hieſige Boden ein mil? der, zum Theil leichter, übrigens aber ſehr fruchtbarer Lehmboden iſt: ſo iſt es natürlich, daß dieſe einführige - Beſtellung, beſonders bey gut geſtandenem Klee, recht vortheilhaft ſeyn kann.„Nach den Hakfrüchten bringt er aber jedeszmal Sommerung. Auch läßt er einen Theil der AeFer zu Schaafweide liegen, die aber immer noh in demſelben Jahre wieder umgebrochen wird, alſo das iſt, was man gewöhnlich, aber unrichtig, Brache nennt. Er beobachtet alſo ohngefähr dieſelben Regeln, welche ſehr viele Landwirthe befolgen, die nicht geradezu aus der Dreyfelderwirthſchaft in das Fruchtwechſelſyſtem übergehen wollen. Es iſt eine dergleichen freie Wirth- ſchaft oft die allervorzüglichſte, und ſie läßt ſich meiſi ſ9- woh au die vas nm; vogel Ruſs ben zu deit auß a give W| un) die Dithſch (em Erſt aber we eur] Gif al HAN W W we tragen ; n Verſa benubt ne all nehy jen,| bald i; 5 iy, dv haufen, Die 06 Ai Rinn Gege EN 11 redende Ih ht ihnen dm he: Veſihun ih durch er" enahttes und Beiſein ihren 1 Umlauf zu ichthofen, eweilen wir 1 Fon feſtes ſogenannt au dq Daf en läßt er Doattrung Nn an Wb je Fruchtbart eſe einführigt m Klee, rect Oten bringt& et"nen Zhi er immer 10) jed, bj ds Brache nw Regeln, mh ht geadg u Ot gfn ven(a Di det me -- 133.== wohl auf den momentanen Gewinn eben ſo gut, als auf die nachhaltend zu erzeugende Kraft des Bodens berech» nen; und ſie gewährt dann meiſtens die Vortheile eines regelmäßigen Fruchtwechſels, ohne erſt den biSweiligen Rückſchlag der erſten Jahre des Ueberganges zu demſel= ben zu empfinden. Auch iſt ſie nicht ſo wie die Dreyfels derwirthſchaft nur auf Ausziehen der Kraft, ſondern auch auf die Wiederherſtellung derſelben bedacht, und giebt dennoch dieſelbe Maſſe der producirten Körner, wie iene. JIndeß erfordert ſie auch die ſtete Aufmerkſamkeit und die ununterbrochene verſtändige Beobachtung des Wirthſce: ſo be- zahlt ſich doch dieſe Mühe mehr als hundertfach, durch den höhern Preis, den man alsdann erhält, und durch den Ruf den man dadurch ſeiner Wolle verſchafft. Denn eine entſchieden gute Waare, deren fernerer Verſchleiß no duren ſucht; und der, Zeitpunkt, wo dieſes gegenſeitige, für beyde Theile ſo wohlthätige Ver- trauen ſich feſt begründen wird, iſt gewis ſehr nahe, und dies auch ganz beſonders für Schleſien. Dadurch wird dann der höhern Schaafzucht ein neuer Stern aufgehen, der ihrer Vermehrung und ihren immer weitern Fort- ſchritten ſehr günſtig leuchten wird. Herr v..R., äußerte ferner, daß die Königlichen Stammſchäfereyen zwar als ſehr wohlthätige Inſtitute anerkannt werden müßten, daß es aber, wenigſtens für Schleſien, mit denſelben bereits zu ſpät ſey, indem da ſchon zu viele Privatheerden ſich fanden, die der Stamm ſchäferey den Rang ſtreitig machten. I<. würde Ihnen dieſe ausgeſprochene Meinung vielleicht nicht mitgerheilt haben, wenn nicht der Ur»? theile über die Königliche Stammſchäferey zu Panthen ſo viele, theils günſtiger, theils ungünſtiger Art im Schwange giengen. Da es nun aber paſſender iſt, daß ich mein Urtheil über dieſelbe erſt abgebe, wenn ich zur Beſchreibung von Panthen komme, fo will ich nur ganz kurz ſagen, was ich von der eben geſagten Meinung des Heyrn v. R. halte. SRit etwas entſchieden Gutem kann es wohl in keinem Falle ſo leicht zu ſpät ſeyn. Ob es aber grade mit der Stammſchäferey zu ſpat ſeyn ſollte, möchte ich um ſo mehr bezweifeln, da haben, daß das Gute, rung reichlich lohne. LZT::== Erſtens, der Heerden, die ihr den Rang ſtreitig machen, oder wohl gar ablaufen können, noch nicht ſo zar viele ſind. Denn gut genannte, bisweilen auch ſehr ausyoſaunte Heerden, ſind deshalb noch nicht die beſten. Und es könnte wohl eine wenig lohnende Ar? beit ſeyn, wenn man viele Heerden aufſuchen ſollte, die in reiner Race und edlem Blute der Stammſchäfe- rey gleich oder auch über ſie ſtehen ſollten. Und wäre dies auch wirklich, gäbe es deren auch viele, ſo iſt das. Bedürfniß noh ſehr groß, und es werden noch mange Jahrzehende vergehen, Schaafzucht ſo ausgebreitet betreiben, wie dies den mancherley begünſtigenden Verhältniſſen zu Folge wohl geſchehen könnte. Damit will ich aber keinesweges ſagen, daß wir in dieſem vorzüglichſten und einträglich- ſten Zweige der Landwirthſchaft zurückbleiben. Im Gegentheil hat Schleſien in einer kurzen Reihe von Jah- xen darin ſo große Fortſchritte gemacht, daß ſeine Nach- barn es kaum glauben, daß es ſo weit ſeyn könne. Doh ich komme auf die Stammſchäferey zurü&. Daß es mitihr nicht zu ſpät ſey, beweiſi ferner der jedes- malige gute Abſaß, beſonders von Muttervieh. Auch giebt es eine große Anzahl von ſcharfſichtigen und Über da3 Ganze der Landwirthſchaft richtig urtheilenden Landwirthen, die mit mir hierüber ganz gleich urthei- len. Im Gegentheile möchte ich grade behaupten, daß alsdann für ein ſolche8 Inſtitut erſt die rechte Zeit da ſey, wenn bereits der Eifer für die Sache erwacht iſt, und wenn Privatperſonen durch ihr Beyſpiel bewieſen ehe wir in Sclefien die feine was man hierdurch befördern will, auch ausführbar ſey, und der Mühe der Ausfüh- ( DUM inſe) wun fünn gich Qn) hie 1 beiti en Nero mand imme garni / ben Dat WEN Nn (em Lan 19 aus imm ſy zu ſein dam ſon); 19 ih Verſt da.9 Anh nig m, noh naht"it biömel(nau noc nigt lohnende Ju fſuchen ſolte Smi , Indwin . fo ift das nod) monde ſien die feine ie dies den Folge wohl Feineoweges einträglidy en, Zn evonJah» in Reh M, fee zug, ner der jede? roieh, Auh gen und übt! uetheilenden gleich urthti haupten, df vechte Zürn he+ yſp jeh MÜ vu- an hr! 0 NENN iſh Eine fernere Anſicht des Herrn v. R., die ich aber ebenfalls nicht mit ihm theilen kann, iſt die, daß man in ſchlechten und unfruchtbaren Gegenden wenig Merk» würdiges und Belehrendes8 für den Landwirth finden könne. Für den forſchenden und denkenden Landwirth giebt es wohl auch in ſchlechten und unfruchtbaren Ge- genden, wenn auch nicht allemal grade ſo viel, doh hie und da etwas, was der Mühe werth iſt, näher betrachtet zu werden. Und grade verdient dies dann die Aufmerkſamkeit des Denkenden am meiſten, weil Hier ſo mancherley Schwierigkeiten zu beſeitigen und ſo manche Aufgaben zu löſen ſind, die ſich derjenige, der immer nur einen fruchtbaren Boden ſah und behandelte, gar nicht einfallen läßt. Dann meinte er, es ſey im Ganzen ſchlimm für den Landbau, daß unſre ganze ökonomiſche Literatur faſt einzig und allein aus ſandigen und ſchlechten Ge- genden hervorgegangen wäre. Wenn. dies kuh ge- gründet wäre, ſo müßte es für den Belehrungſuchenden Landwirth immer noch beſſer ſeyn, als wenn dieſe Lite- ratur einzig und allein von den fruchtbarſten Gegenden ausgegangen ware. Denn dann würde ſie a prior1 immer das Vollkommenſte annehmen, und den auf ſchlechtem Boden wirthſchaftenden Landwirth zur Ver- zweiflung bringen. "Herr v. R. wird es mir verzeihen, däß ich dieſe feine Meinungen hier zur Vublicität bringe. Es iſt damit keine8weges auf einen Angriff auf ihn abgeſehen, ſondern nur lediglich um Wahrheit zu thun. Achtete ich ihn nicht als einen denkenden und den Landbau mit Verſtande betreibenden Landwirth, ſo würde ich es nicht der Mühe werth gehalten haben, dieſe Meinungen döf- ==. 7340== fentlich aufzuſtellen, und meine Gründe dagegen zu jagen.; Bom Brande im Weißen ſagte er, daß nach ſeinen Erfahrungen der gelbe ihm weniger ausgeſeßt ſey, als der weiße. Dies würde, da der gelbe Weißen einen Fräftigern Wuchs hat, als der weiße, meine in dem mehrmals ſchon angeregten Aufſaße ausgeſprochene Meinung über dieſes Uebel wörtlich beſtätigen helfen. Die Bauern und kleinern Grundbeſißer der hieſi- gen Gegend verwenden vielen Fleiß und Sorgfalt auf L die Beſtellung ihrer Felder. Auf Futterbau, beſonders. -auf rothen Klee, ſind ſie ſehr bedacht, und bringen dae durch ihren Viehſtapel in Qualität und Quantität in die Höhe. Gips thut auf Klee hier gute Wirkung. Auf andere Früchte hat man ihn noh nicht verſucht. Der Boden iſt mild und fruchtbar. Seine Mi- ſchung beſteht etwa aus 25=- 30 pro Ent. Sand und- 60-- 65 pro Ent. Thon, das Uebrige aus Kalk und Humus.(Wenn ich Ihnen den Gehalt eines Bodens | angebe, ſo beurtyeile ich ihn immer nur nach dem An» - fehen und Gefühl im troFnen und feuchten Zuſtande. Bey dem Sandgehalte iſt immer nur der gemeint, der fich durch Abſchwemmung und nicht durchenen Jahren aus. Die Saat, auf ſolche Weiſe untergebracht, ſtand freis lich etwas ſtreitig z jedoch iſt dies da am wenigſten der Fall, wo man die Furchen ſo nahe als möglich neben einander legt. Cin Bauer, dem ich über eine ſolche Methode des Einſäens mein Bedenken äußerte, ſagte mir: ich befolge dieſe Art ſchon ſeit langer Zeit und ſie iſt mir nur einzigesmal, bey einem naſſen Frühjahre gemißglü>t, während viele meiner Nachbarn, die es anfangs nicht nachmachen wollten, immer ſchlechrere Erndten, als ih, hatten. Erbſen bringt man häufig mit dem Miſte zugleich durch den Pflug unter. Site werden nähmlich auf den, . auf dem Acker ausgebreiteten Milt geſät und ſo unter» gepflligt, Dieſelbe Methode beobachtet man häufig in hingen den Gegenden von Schweidnitß, Nimptſch, Frankenſtein T eine Wi u. a. O. hafteſ Wenn man den Boden der hieſi igen Gegend bes| ght . trachtet, und man ſieht Gerſte mit dem Ruhrhaken unz<““ NM terpflügen, ſo würde man glauben, ſie müſſe in jedem mäßig Fall mißrathen. Denn er ſieht ſtreng aus, und hat de ku auch eine anhaltende Unterlage. Und dennoch ſpricht ſoft, die Erfahrung für dieſes Einſäen. Ein neuer Beweis, fit, wie ſehr man ſich, ſelbſt bey ziemlicher Kenntniß und pop| Uebung, in der Beurtheilung eines Bodens täauſ,n fen werde kann, wenn man ihn nicht genäuer betrachtet, oder N nicht die Erfahrung von praktiſchen Landwirthen zu Heppe Rathe ziehen mag. und man Es iſt freilich von Wichtigkeit, zu wiſſen, wie fen Aa, tief der Saamen bey dieſer Unterbringung in die Erde| niht) komme. Die Beſtimmung hiervon iſt etwas ſchwierig, Bet da dieſe Tiefe gar nicht gleich, ſondern vielmehr ſehr(WE verſchieden iſt. Denn was grade in die Mitte der Fur- Guny ferpflügen der Winterſaat bey tro>ner Witterung iſt, und man davon faſt immer die erfreulichſten Folgen ges ſehen hat, ſo ſcheint mir die Sache wichtig genug, um mich noh einige Augenbliäe dabey aufzuhalten. Beym Unterpflügen bedient man ſich aber nicht etwa des Ertirpator's, ſondern des Pfluges, und der Saamen kommt dann, da alles in Beete gearbeitet wird, auch ſelbſt, wenn der Pflug ſeicht geſtellt wird, immer über 4-- 5 Zoll unter die Erde. Bey einem Boden von ſolcher Bindung, wie der hieſige, iſt.dies immer eben ſo viel, als in leihtem Sandboden 6=- 7 Zoll. Wäre er aber ein armer und ſtrenger Thonboden, ſo möchte man dies wohl nicht ungeſtraft verſuchen. Daß ein ſolerbeſtellung, bie mi ich Ihnen in hieſiger Gegend ſchon immer gerühmt habe.| vm Dadurch wird der Boden ſehr klar gemacht und dnKis men der Durchbruch erleichtert.-.(17.006 - 3) Iſt aber auch dieſer Boden frey von der Ei-| wh genſchaft des Zuſammenſcern ſagen, die durch frühere große Ueberſchwemmungen, wenn nämlich der Strom über ſie ging, ganz ausgewa- ſchen wurden, und wo ſich durch Natur und Kunſt nur allmählig eine tragbare Ninde bildete, die mit todtem Thone oder Letten in Berührung ſteht. Beyde Boden- arten ſind aber, der Natur der Sache nach, von ſehr geringer Beſchaffenheit, weil ſie keinen Schuß und Nit>- halt gegen alle Anfälle der Witterung genießen, und von Näſſe und Dürre, Kälte und Hiße bald ſtark mit- genommen werden. Wenn ich Ihnen alſo künftig eine Bodenart ohne Unterlage nenne, ſo werden Sie ſogleich keine ſonderlich hohe Vorſtellung von derſelben haben. Dur einen Feinheitsgrad erreicht, der ſich vem höchſten ſchon nähert. Sekten wir von hieraus unſern Weg in ſüdöſtlicher Richtung fort, ſo finden wir überall den vortrefflichſten Boden. Seine weißgraue Farbe verändert ſich hie und da in eine etwas dunklere, und zeigt dadurch nur den hö- hern Grad ſeiner Tragbarkeit an. Eine Menge der vorzüg- lichſten Wieſen ziehen ſich am Striegauer und Shweid? nißer Waſſer herab, und dieſe tragen dann, bey einem Boden. der alle Futterkräuter ſo reichlich trägt, noch zur Erhebung der Viehzucht bey. Dies gilt beſonders bey Laaſan, Gohlitſ<, Kraßkau, Domanze 2c. Zwiſchen dem Striegauer und Schweidniker Waſſer er- heben ſich einige kleine Hügelketten, deren Boden aber gegen die der Ebenen wenig zurü&ſchlägt. Da dieſe Hügel, beſonders um Hohen- Poſerit aus Schiefer be- ſtehen, und dieſer ſich allmählig auflöſt, ſo unterſchei- den ſie ſich ſehr vortheilhaft von ähnlichen, die ſonſt . gewöhnlich aus Kies oder Grand zuſammengeſchwemmt ſind. Bey Domanze ſteigt das Terrain wieder in ein- zelnen Wellen aufwärts. Der Boden ſelbſt fängt hier ſchon wieder mehr an zu wechſeln, ob er gleich im Gan- zen noch ſeine vorige Fruchtbarkeit behält. Doch ehe wir das Schweidnitzer Waſſer hier über- ſchreiten, wenden wir uns noh rechts nach dem an und zwiſchen Hügeln liegenden Schönfeld. Der Beſiker deſſelben, Herr Bieder, gehört zu den Landwirthen in Schleſien, die zuerſt das Beſſere erkannten und ausführten. Seine Wirthſchaft iſt da- her auch mit eine der ſehenswertheſten. Er beobachtet auf ſeinen(Gütern regelmäßigen Fruchtwechſel, hält ſich Sd In, -- 150%== " aber nicht fortwährend an gleiche Rotationen. Hier in Schönfeld hat er, ſo viel mir bekannt geworden, einjährigen Klee, hey einem fechsiährigen Turnus. Die Folge der Früchte ergiebt ſich hieraus'von ſelbſt. Er hält beſonders viel auf Tutter- Gemenge, und ſichert ſi< dadurch jederzeit vor Mangel, der ihn ſonſt leicht treffen könnte, da er nicht allein mit dem Rindviehe, ſondern auch größtentheils mit den Schaafen die Som- mer-Stallfütterung eingeführt hat. Dieſa iſt ihm dann auch ganz beſonders geglückt, und feine Schaafe befin- den ſich in jeder Art weit beſſer, als beym Weidegange. Sein Viehſland iſt ohne Ausnahme vorzüglich zu nennen. Seine Schaafheerden hatten ſhon Ruf, noch ehe die Veredelung fo große Fortſchritte in Schleſien machte; und ſie ſtehen auch jeßt auf einer Stufe, die das Fortſchreiten bis zum Vorzüglichſten leicht macht.' Wir wenden uns nun nach Frauenhayn. Hier halten wir uns beſonders bey der Schaafheerde auf. Da dieſe einen bedeutenden und nicht unverdienten Ruf hat, ſo wird es Ihnen nicht unangenehm ſeyn, etw«s Genaueres über ſie zu hören.< Ihr erſter Stamm iſt Rochsburger Art. Db die: ſer indeß immer rein erhalten worden, das möchte ich beynah bezweifeln. Es ſcheint vielmehr, daß man Kreußungen mit ihm vorgenommen hat, die nicht al- lemal vorzüglich geglückt find. So ſchön diefe Heerde auch iſt, ſo hat ſich doch auch der Fehler in ihr einge fchlihen, der bey den von den Rochsburger Heerden abſtammenden Zweigen fo fehr eim da 1+ Ih meine das Fladdrige und Gezwirnte. Ih will damit keineöweges ſagen, daß dieſer Fehler nothwendig ent- ftehen müſſe. Aber wenn man bey diefen Stämmen zw im Fart hey du neigt: hiv,- gute! im ſj 3191) glüdttt zienlig yong 1 vetwort tft€ fe Sel Wicht jep wwe dam iſh Nat Lehm von| ein ind! dur) mäß niger denut hen ih nunlid Netti, Ww diana, rigen Ums, 8 von felbf, 6 Menge, und Shot der ihn funf leiht it dem Rindbich), Gchaofen die Com: Dieſg It ihm dat eine Gua befin: beym Deidogang, "me vorzüglich zu ſhon Nuf, nch fte in Gdlfin ner Gtufe, die (ict macht, ahn, Riet hn WW ywedienten Ruf hm ſeyn, ewas (er It, Dbdiv 1, das möchte ih mehr, daß m hat, die niht a ſchn dieſe Hi ehler in iht! u. 00 0 act da 1 ie, Jam 0 fer nothyndiz ay diefen Gann RSG R R II nur immer auf das höchſt- und zarteſt- Feine hält, ſo iſt er da, ehe man es ſich verſieht, Er'iſt.zwar auc bey den Lyhnowskyſchen Stämmen leicht, aber denno<; neigt der Hauptcharakter derſelben nicht ſo ſehr darauf hin.=- Bey der Frauenhayner Heerde, die ſonſt ſehr gute und vorkreffliche Eigenſchaften hat, findet man ihn häufig. Bey ihrer ſonſtigen Vollwolligkeit iſt dies ſer Fehler um ſo auffallender, und dies leitet mich vors züglich zu der Vermuthung früher verſuchter und gemißs2 glückter Kreußungen. Uebrigens hat dieſe Wolle einen ziemlichen Grad von Geſchmeidigkeit; was aber meine vorige Vermuthung noch beſtätigen hilft, das iſt der verworrene Wuchs, den man bey mehrerern Thieren an? trifft. Eine ſtrenge Sortirung, die in dieſer Heerde meh- rere Jahre hinter einander vorgenommen würde, könnte leicht jene Fehler herausſchaffen, und ſie zu einer der vorzüglichſten Heerden bilden, beſonders wenn dann noch Böe aus anerkannt vollkommen edlen»Heerden, deren Wollcharakter genau dem der ſortirten Mütter entſpräche, hinein gekauft würden. Von Frauenhayn wenden wir uns hinüber nach Marxdorf, Unterwegs finden wir einen etwas ſtrengen Lehmboden. Da nun deſſen Unterlage und Untergrund von derſelben Beſchaffenheit iſt, und er auch überdies eine etwas erhöhte Lage hat, ſo iſt er auch ſchon kätter, und nicht mehr ſo fruchtbar, als der, welchen wir eben durchgangen ſind."Dennoch ſteht er weit über'mittel- mäßig, und eignet fich zum Kteebau vorzüglih. We- niger ſicher trägt er Erbſen und Gerſte. Weiten, Rog- gen und Hafer aber wiederum. ſehr gut. Leider benu- ven ihn die Bauern zu-dem, was. er vorzüglich trägt, nämlich zum Klee- Anbaue, nicht ePzuſehr. Die Ge- dil 152 dite meinheiten, die hie und da noch herrſchen, verbunden mit Vorurtheil und Indolenz, ſind wohl hiervon die meiſte Urſach.- Da ich Ihnen hier eben die Bemerkung mitgetheilt habe, daß in hieſiger Gegend der Boden nicht mehr den Hohen Grad von Fruchtbarkeit habe, wie jenſeits des "Scweidniter Waſſers, oder der Weiſtris, ſo muß ich noch im Allgemeinen anführen, daß dieſer Unterſchied in Schleſien faſt allenthalben auffallend iſt. Die klein- ſten Bäche ſcheiden oft einen höchſt fruchtbaren Landſtrich von einem, der kaum noh mittelmäßig zu nennen iſt, und dies am allermeiſten in gebirgigen Gegenden. Um Beweiſe hierüber zu führen, fange ich bey dem Hauptſtrome, der Oder, an. Wie auffallend der Unterſchied des Boden3 faſt durc< die ganze Provinz an den beyden Ufern dieſes Stromes ſey, das iſt Allen bekannt, die nur einige Gegenden Schleſiens kennen. Das rechte Ufer ſteht die ganze Länge hinunter weit hin- ker dem linken; blos die Gegenden von Pleß, ein klei- ner Strih am Annaberge bey Oppeln und die Gegend um Trebniß ausgenommen.: Bey den kleinern Flüſſen und Bächen gilt faſt Überall daſſelbe, blos etwa den Bober und einige we- nige ausgenommen, Die Bemerkungen hierüber theile ich Ihnen bey den verſchiedenen Bächen beſonders mit, wenn wir an ihre Ufer kommen. Die Urſach dieſer Erſcheinung liegt aber höchſt wahrſcheinlich darin, daß an der einen Seite das Ab- ſtrömen der Fluten heftiger war, wodurch auf der an- dern Seite ein Stillſtand des Waſſer3 und ein Niedexr- Schlag des Schlammes entſtand, V! und dn: zan wi junge, tüchtige! uneben 1 ſo fünfen ſogen, de fn zuu bas Mad Wohl nm echte Au wil, Wowox) "bus denmany verſtehe, Gie mit habe, (ft witthſh martin, Eruhtfel 1) 5) Wint, frung, 6 kf dieſs Vuch Nen, bb wohl hierton Fung mitgetieh nicht mehr dey Wie jenſeits bas tiß, ſo muß ih eſer Unterſchied if, Die fein, daten Zanbfeih Zu nennen iſs, genden, fange ich bey auffallend des "je Yeobinz das iſt Allen as ennan, ite weit hin Naß en Ele: nd die Gegend ae gilt fal und einige wi hierüber theiß „beſonders mit wegt aber Höf 4 Geife bds MOE MG ud I --“ 153= Bey Marxdorf finden wir die Lage wieder kiefer und den Boden auch wieder weit fruchtbarer. Hier ler? nen wir an Herrn Doctor Hufeland einen“ zwar no< jungen, aber nichts deſtoweniger ſehr umſichtigen und tüchtigen Landwirth kennen. Er betreibt ſein Fach mit großer Vorliebe und mit vieler Einſicht, und es. muß uns deshalb ſeine Bekanntſchaft auch in mehrfacher Hin- ſicht angenehm ſeyn. Da er einen ſehr dankbaren Boden zu bebauen und daneben noch nicht unbedeutende grasreiche Wieſen hat, ſo könnte man zwar mit manchen. muthwilligen Tadlern ſagen, daß es da keine große Kunſt ſey, reichliche Ernd» ten zu erzielen. Wenn ich Ihnen aber im voraus ſage, daß Marrdorf früher ein Kloſtergut war: ſo brauche ich wohl kaum erſt hinzuzuſeßen, daß es da eo Iiplo in ſchlechter Kultur ſich befand. Wahr iſt es Übrigens wohl, daß in allen dieſen Gütern eine reiche Kraft ſchlummertez aber dieſe zu we>en und auf die verſiän- digſte Weiſe in Thätigkeit zu bringen, iſt doch nicht Je- dermanns Sache. In wiefern es aber Herr Hufeland verſtehe, werden Sie Selbſt ſagen können, wenn ich Sie mit ſeiner Wirthſchaftsart RE bekannt gemacht habe. Er hat, um ſich den Uebergang„aus der Dreyfelder- wirthſchaft zum Fruchtwechſel zu erleichtern, ſeine Feld- mark in neun Schläge eingetheilt, und darauf folgende Fruchtfolge eingeführt:| 1) Hakfrüchte, 2) Gerſte, 3) Klee, 4) Klee, ' 5) Winterung, 6) Sommerung, 7) Brache, 8) Win- terung, 9) Sommerung. Auf den erſten Anbli> ſehen Sie ſogleich, wie nahe dieſe Fruchtfolge an eine Dreyfelderwirthſchaft mit vielem = I54<= Futterbaue grenzt. Bey einem weniger fruchtbaren Bos den, als der hieſige, dürfte fie wohl auch nicht grade die vorzüglichſte genannt werdens; weil alsdann bey nicht- ganz günſtigen Jahrgängen die Sommerung in No. 6 und 9 leicht bedeutend zurückſchlagen könnte; obgleich auch dieſe Beſorgniß wohl ſchon zum Theit durch das frühe Brachen, welches Herr Hufeland ſogleich nach voll- brachter Sommerſaat vornimmt, gehoben wird. Denn dadurch wird der Aker zur Winterfaat ſo gut vorbereitet, daß auch fär die nachfolgende Sommerung ſchon vov- theilhaft gewirkt wird. Beym zweyzährigen Klee iſt dies derſelbe Fall. Denn auch er wird ſchon vox oder voch bald nach Johannis umgebroden. Jehlten aber die Wieſen, dann würde er gewiß auch eine andre Fruchtfolge gewählt haben, und zwar eine ſolhe, die ihm mehr Futter brächte. Denn bey den oben angeführten ſind nur zwey Schlage zu Futter beſtimmt, da der zweyjährige Klee abgeweidet und ſo früh umgebrochen wird. Unter dieſen Umſtänden aber iſt die gedachte Fruchi- folge in ſofern nicht zu tadeln, da ſie in den erſten vier Jahren eine Kraft ſammelt, die bey einem ſo reichen Bo- den, wie der hieſige, durch die nachfolgenden beyden Halmfrüchte nicht erſchöpft wird, und ſelbſt auc: noh durch die leßten beyden nicht ganz aufgehen kann, da außerdem noch auf den Pläßen, die es bedürfen, im Brachjahr wieder friſch gedungen wird. Der Uebergang zu dieſer Fruchtfolge war leicht; auch blieb die Arbeit in der Frühling- und Herbſtſaat ziemlich gleichmäßig. ver- theilt. Die ausgezeichnet guten Früchte, die ich auf der hieſigen Feldmark ſah/ waren übrigens ein redender | Vu, ew6 (t jandin! verleih die aus pfügen „tihtneh aufgeh (is fp€ jeher, Iv oden Iv Frühtt 0 Hipendoy 104) wirk Widen V wan (enden „ihne Winte 19790 (in aw ſeeinn Cate ein ſel dieſen mit de mid 4 Dlod it beſtärkte von gan uOtban Be. 9 niht zah ann bey nict Ing in Yo, h nte; obgleid eit durch daz eich nach voll vird, Denn 1E vorbereitet, 9 ſhon vor 1 fee iſt dies x oder doch » er gewiß und zwar Denn bey 6 zu Jutta Wu un| dachteFrucht- en erſten vie ſoteichen B&- nden beyden bſt auch 109 en Fann, da bedürfen, 1 Der Webergang ) die Iebait in idw ve „die ih au gen ebener weder 155 ou Beweis, daß das eingeführte Wirthſchaft8- Syſtem zu etwas Gutem führte. Erbſen und andere Blattfrüchte baut Herr Hufe- land in die Brache. Bey erſteren hat er ſchon einigemal vergleichende Verſuche mit dem Obenaufdüngen gemacht, die auch entſchieden vortheilhafter waren als das Unter- pflügen des Dünger83. Weißen der nach beyden Arten dicht neben einander ſtand, zeichnete ſich nach den oben aufgedüngten Erbfen ſo aus, daß es das Anſehen hatte, als fey er die erſte Frucht nac friſcher Düingung, und jener, wo der Dünger bey der Erbſenſaat: untergepflügt worden war, ſtand daneben, als ob ver A>er ſchon zwey Früchte vor ihm gerragen hätte. Da ich weiter vorn bey Bögendorf verſpra<, Ihnen meine Meinung hierüber noch weitläufiger mitzutheilen, ſo thue ich dies hier am ſchiklichſten. Wenn man davon ausgeht, daß der Miſt,. wenn er lange der Luft ausgeſegßt iſt, ſeine öhlichten und dün- genden Theile verdunſtet, dann iſt freilich die Methode, ihn den ganzen Sommer, und wenn man ihn auf die Winterſaat breitet, das ganze Jahr ſo der Luft ausge- ſeßt liegen zu laſſen, höchſt tadelhaft und erſcheint als ein großer Fehler. Und dennoch finden ſie alle, welche ' ſie einmal verſucht haben, gut, und wiederholen ſie. Die Sache beruht aber auf der einſaugenden Kraft, welche ein ſolcher Miſt äußert. Schon oft hatte ich früher über dieſen Gegenſtand nachgedacht, und dieſe Einſaugung mit der der Pflanzen und des Bodens- verglichen, bis mich endlich der Verſuch, welchen der Herr Amtsrath Blo> in Schierau gemacht hat, ganz in meiner Theorie beſtärkte. Dieſer tauchte nämtich kleine Strohbündel von ganz gleichem Gewichte in Gille, die aus den Ex- RINN ÄNTENGENEENEEEGÄEGCTITI GT GEN I --= 156--| crementen verſchiedener Thiere bereitet war. Dabey war| win aber genau beobachtet, daß die Excremente bey dieſer Zu- wandt, „bereitung jede ganz abgeſondert gehalten wurden. Nach:|(6:8 dem nun dieſe Bündel vollkommen von dieſer Gille ge-/ weht ſättigt waren, tronete er ſie ſorgfältig, und zwar ſo, auf de ' daß ſie alle volkommen gleiches Gewicht, was ſie auch 13 „vor dem Eintauchen haben mußten, wieder erhielten. Dini! Jetzt befeſtigte er ſie je zwey und zwey an einer Wage,| Fefe die ganz genau zog und höchſt empfindlich war. Bin-| fid nen einer Minute verrieth ſich ſhon ein Schwanken, was genden; bald zunahm. Es zeigte ſich nämlich das Stroh, was HY in Pferdegille getaucht war, am erſten ſchwerer und"HY ſank, dann folgte das in Schaaf-, dann das in Kuh- pig, und dann erſt das in Schweingille. Es ſind freilich Zeit die verſchiedenen Salze, die dieſe Anziehungskraft der 10 Ihm Feuchtigkeiten in der Luft bewirkten; aber mit dieſen ufd Ziehen ſie doh die düungenden oder Pflanzen- nährenden| hin Theile aus der Luft zugleich mit an.| ViS4 Nah dieſen gemachten Verſuchen meynt Herr| Www Blo>k, daß, wenn wir im Stande waren, dieſe dün-| hiv gende oder vielmehr anziehende und einſaugende Kraft zu din aus dem Miſte herauszuziehen, wir eine Kleinigkeit auf| den Morgen bedürfen würden. JIndeß iſt er mit mir=<„, wk ver Meinung, daß das Bolumen des Miſtes doc< me-| if die aufge» Gille 9: bracht worden waren, ſo erzeugte ſich doch Lagergetreide zwar ſ, auf den Stellen, wohin ich ſie hatte bringen laſſen. 3 ſie auch In Möglin wird der Kompoſt faſt immer oben auf erhielten, Winterung, aber erſt im Frühjahre geſtreut, und der ep Vage, Roggen, der auf ſolche Weiſe gedüngt wird, zeichnet vb, Bin: ſich höchſt vortheilhaft aus 3 eben ſo auch die hierauf fol- fen, was genden Früchte. Pluie 0), was Doch es iſt Zeit, daß ich auf Marxdorf zurü> kom ter und me. Herr H. ſagt, er würde nie den Dünger unter* in Kuh: pflügen, wenn es alle Früchte, und hauptſächlich die ) freilich Zeit geſtatteten, ihn oben auf zu fahren. Die Erbſen raft der ſind ihm jedesmal beſſer gerathen, wenn er den Dünger t dieſen oben auf den ganz fertigen AFXer gebracht hat. In der hrenden Gegend von Bunzkau, Haynau u. a. O. beobachtet man dieſe Methode ſchon ſeit längerer Zeit, und zwar iſt fie yn Herr bey den Bauern und kleinen Leuten eingeführt. Dort dieſe dün- hält man es auch für ſehr vortheilhaft, den Roggen ſ9 "de Kraft zu düngen. nigfeit auf Nah der Theorie des Hrn. Amtsr. Blo>, die x: mit mit aus jenen Verſuchen mit den Strohbündeln hervorgeht, doch me- iſt die Sache auch leicht erklärbar. Denn, wenn auch hilft, und der ſo frei liegende Miſt etwas an öhlichten Theilen ver- , daß man dunſtet, ſo geſchieht dies nur anfangs, und bald tritt eit abthun die entgegengeſeßte Wirkung, nämlich das Anziehen vder Einſäugen aus der Luft bey ihm ein. Da dies nun + Fonpof: weit länger geſchieht, und ſich, wenn auch allmählig in au) auf: ſchwächerem Grade wiederholt, wenn der Regen die ein- ves Fon- geſogenen Pflanzen- Nährungstheile abwäſcht, und dem jammilt Boden zuführt: ſo folgt von ſelbſt daraus, daß der Ge- IEEE Geenen" mnlich Säure erzeugt; oder ſtrenger Thon. Auf leßterem kann man oft im Früh» jahre, wenn'auch die obere Rinde tro>ken ausſicht, denz noch mit keinem Zugthiere darauf, weil man zu verſin: Fen fürchten muß, Herr H. hat allerdings ben Beweis geführt, daß man die Beete an vielen Orten ohne Nachtheil abſchaffen könne. Denn der Boden in Marxdorf hat erſtens keins hohe Lage, dann iſt ex ziemlich ſtark gebunden, uny -» 36= 2 | | endlich iſt auch ſeine Unterlage anhaltend, und zwar int| mt) | dem Grade, daß ſie nghe an undurchlaſſend gränzt. Der hang Untergrund, der aber meiſt etwas tief liegt, iſt zwar und durchlaſſend. Was aber die Abſchaffung der Beete ſehr wien begünſtigte, das iſt die Tiefe der A&erkrumme, Denn|. venf ſie liegt an ſehr vielen Orten bis zu einem Fuße und vwWw- I| ber. Beſonders iſt dies auf ſeinen Niederungen dex Fall. Eine Aerkrumme von dieſer Tiefe iſt nicht bald da erfüllt, und es muß eine bedeutende Näſſe ſeyn, die ihr 07 ſchaden kann. Außerdem aber. iſt die waſſerhaltende ad Kraft des hieſigen Bodens bedeutend, under zerſcern zu erbauen. Den ganzen Winter mit Stroh genährt, ſchleppt da das Vieh ein elendes Daſeyn hin, und ſein Anſehen iſt dann im Frühjahre meiſtentheils bejammerns- werth. Den Miſt läßt man noch außerdem in den H fen oft ſchwimmen, indem häufig der ganze Hof eine Mulde bildet, und die Miſtgrube in der größten Vertie- fung dieſer Mulde iſt. Eine auf dieſe Weiſe ausgewäſz ſerte Maſſe bringt man nun auf den Aer, der ihn dann, gleich den Fräftigen Conſtitutionen in(yccum et ſan- guinem verwandeln muß. Ein Drittheil der Felder muß regelmäßig als Weideland liegen bleiben, und nur "ein ganz kleiner Theil hiervon wird abgeſchnitten, und etwas beha>&te Früchte, ſehr ſelten aber Klee darauf gez baut. Dies iſt das mit gar nicht zu ſtarkem Schatten gezeichnete Bild vieler Bauern- und leider auch mancher Dominial- Wirthſchaften, nicht allein in hieſiger Gez» gend, ſondern mit unter auf den geſegnetſten Fluren Schleſiens. ES iſt eine ſonderbare, aber ſehr oft wieder vor» Fommende Erſcheinung, daß es oft in ganzen Gegenden dunkel bleibt, während das Licht an ſo vielen andern Orten hervorbrit, der wird anfangs als Wunder angegafft, und dann angefeindet. Bey Fürſtenau finden wir viele und ſchöne Wieſen, -die aber einer öftern Ueberſchwemmung ausgeſest ſind, welche auch nicht ſelten einen Theil der Ae>er mittrifft. TD* AMET BE,- A een.>00 7 eS GTEASE EE me 20127 2008 HEHE dine 164 BENE “Obgleich der Boden an fich ein ſehr guter zu nennen iſt, ſo wird ſeine höhere Güte durch dieſe Calamitat oft her- mn abgeſeßt. Der mit Gebüſch, Wieſen, und Aed>ern und wechſelnde Zug geht bis unterhalb Canth. Von hier| herüber nach Koſtenblut iſt wieder ein wahrer Kern-| hen boden, der durch die ausſaugende Dreyfelderwirthſchaft| wie no< wenig erſchöpft iſt. Seine Farbe ſpielt in's Grau- zu braune, und iſt beym Umbruche ganz braun. Die Waſ-“6 ſerhaltende Kraft deſſelben iſt bedeutend. Seine Unter-| Tepe lage iſt meiſt ſenkrecht geſchichteter Lehm, der auch den: 0: Untergrund bildet, Die Fettigkeit des Bodens zeigt ſich Wir. bey naſſer Witterung auch beſonders an den Wegen.; Denn zu ſolcher Zeit werden dieſe beynah grundlos. u Den Aeern ſchadet jedoch die Näſſe nicht ſobald, weil+ eben der ſenkrecht geſchichtete Lehm der Feuchtigkeit den wg Durchgang geſtattet. Aber auch Troenheit verträgt er m, 14 ſehr lange, weil ihn dieſe milde und faſt immer feuchte bunt Unterlage, verbunden mit ſeiner waſſerhaltenden Kraft, RR lange vor dem Ausdorren ſchüßt. Das Terrein iſt et-- dds was hüglicht, Auf den Anhöhen ſchlägt der Boden we- Git nig zurü>, weil der Lehm bis auf dieſe liegt, oder viels mehr, weil dieſe meiſt aus ihm gebildet ſind. fen Mit einem Boden wie der hieſige, laßt ſich alles 5 15000 anfangen; und alle Früchte, die ihm anvertraut werden, hoh, gerathen. In ſeiner Miſchung hat er viel Aehnlich- At keit mit dem Frankenſteiner, nur daß er etwas ſtrenger Zer aind ſeine Farbe dunkler iſt. Das mag wohl auch die Jebod Urſach ſeyn, daß ſich weißer Weiten auf ihm nicht voll- bnd kommen erhält, und man lieber den gelben baut, Die bäuerlichen Beſißungen ſind in hieſiger Ge- Debit gend von Bedeutung, und die Kraft und der Neihthum gend 5 des Bodens leuchtet aus ſeinen Bebauern,| With = zien-. aal een mä 7 Tem IUIIIEDE en Sl Gz Ga ZES "ww if | oſt her Neffen Von hiet 'er Kern: rthſchajt 5 Graus ie Waſ: e Unter: ih den eigt ſich Wegen. undlos. d, weil Feit den trägt er : feuchte Ww Rit, iſe Boden we oder viels | fich alles ut werden, ( Vehnlich- 193 ſtrenge pl auc) di nicht vol! aut, 11.244 geicthum Pn zae 88:2. 0 25m ES D=== 2210 -- 165= Den Ader hält man in guter Kultur. Leicht hat man dies übrigens, da der Boden ſich gut bearbeitet, und man auch ſehr gutes Zugvieh haf. Die Rindviehzucht ſteht indeß noch auf keiner ho-- hen Stufe,. Die Schaafe der Bauern ſind nicht beſſer, wie man ſie anderwärts bey denſelben trifft. Man fängt zwar ihre Veredlung an, aber wenn man es ſich ſoll et- was koſten laſſen, dann läßt man die Sache wieder liegen.: Auf den Dominien thut man zwar etwas mehr dafür, jedoch findet man noch wenig ausgezeichnete Heerden. Wir wenden uns von hier na; Neumarkt. Hier wechſelt der Boden ſchon wieder. Beſonders fängt er an, ſehr zum Verqueen hinzuneigen, was bey. dem, den wir eben verlaſſen haben, gar nicht der Fall war. Der Kleebau nimmt aber hier zu 3 und man findet beſon- ders von hier an ſchon viele mit weißem Klee angeſäte Schaafweiden. Die Bürger von Neumarkt treiben auf ihren Aek- kern ſtarken TabaFXbau, und man nüßzt, wenn ſein Preis. auch nur mittelmäßig iſt, das Land durch ihn bedeutend ho<. DesShalb zahlt man auch für den Morgen gutes AFerland 6-- 8 Rthlr., auc?) wohl noch drüber, Pacht. Der Verſchleiß des Taba>s iſt größtentheils im Lande; jedo< wird auch durch Juden welcher nach Polen ge- bracht. N Ueber den Anbau des Taba>s, ſeinen Ertrag und Debit ſage ic) Ihnen Mehreres, wenn wir in die Ge- gend von Strehlen, Münſterberg und Ohlau kommen, wo ex in noch weit größerer Menge gebaut wird. --" 166-- Nehmen wir von hieraus unſern Weg gegen die Oder hin: ſo finden wir eine ſehr verſchiedene Landſchaft. Bald guter, bald ſchlechter Boden; bald Wieſen, bald Teiche 3 bald Hügel, bald Ebenenz bald Gebüſch, bald kahles Land, wechſeln mit einander. Auf dem Domainen- Amte Nimkau iſt dieſe Ver- ſchiedenheit wieder nicht mehr ſo groß, und der Haupt- er gut und durch den mehr gewonnenen Dünger reicher zu machen. Die Weiden auf demſelben ſind nur dem Rindvieh zuträglich, für Schaafe aber meiſt gefährlich. Denn da der Untergrund ſo ſchwer durchlaſſend iſt, ſo bilden ſich leicht kleine Pfuhle auf denſelben, in denen ſich nach ihrer VertroEnung für dieſe Thierart höchſt nactheilige Pflanzen einfinden. Die hieſigen Ländereien ſind von vielen Wieſen und Weideangern durchſchnitten. Da erſtere öfters, beſon- ders aber im Frühjahre von der Oder überſchwemmt wer- den, ſo folgert ſich leicht daraus, daß ſie einen ſehr reich- lichen Gewinn an Heue bringen müſſen. Freilich iſt es nothwendig, wie bey alle dergleichen Wieſen, die Zeit nicht zu verſäumen, und mit der Abbringung des Heues zu eilen, um es nicht durch eine Ueberſchwemmung zu verlieren. GEN! (068 168 5 In der Gegend von Wilren hebt fich die Gegend C ſchon wieder. Sehr gute und fruchtbare Fluren wech- vedi ſeln aber hier noch mit minder fruchtbaren. Man findet he D hier noch Flächen, wo ein ſandiger mit vielen Steinen danni verſeßter Boden vorkommt. Unverkennbar iſt hier das. Inſu frühere Anſchwemmen und Abſpülen.- uf Nähern wir uns Breslau, ſo finden wir ſchon ei- Mihe nen Anfang des Gemüſe- Anbaues, was man hier Kräu- ait j - tereien nennt. Auch hie und da verſucht man ſchon hier A den NRöthebau.. Doh wir wenden uns wiederum rechts ab gegen 0. Liſſa, und eilen, da uns grade nichts Ausgezeichnetes Gh für den Landbau aufſtößt, nach Zweybrodt, wo wir u, jj uns wieder ein wenig verweilen. vent j Wir betreten zuerſt, da Herr Lübbert ein eifriger wilih a Schaafzüchter iſt, den Schaafſtal. Er hat zur Em- ZU, porbringung ſeiner Heerde einen kleinen Stamm Noch8-; heſs burger Mütter und mehrere Böe von dorther angeſchafft. 7 Da er die Sache mit vieler Einſicht betreibt: ſo kann es Irt bo nicht fehlen, daß er unter kurzem bedeutende Fortſchritte| Umb machen wird; beſonders da er ſehr ſireng in der Wahl: demſel! der Böe iſt, und Thiere, die nur irgend etwas Feh- lerhaftes an ſich haben, gar nicht zum Sprunge kommen läßt. Nur klagt er, daß ihm das Fortgehen zum Voll- Fommenſten und Edelſien höchſt ſchwierig würde, weil ſeine Trift ihm hierin Hinderniſſe in den Weg lege, die ſehr ſ> Rn 2 GE SIR<< ima BE= ZU>< (=< Zu--- AI 5= ZHI EIE dimeiiäihn ZI iu Geerd n wech: n findet Steinen er das' hon ei- Kraus mn hier ) gegen hnetes wo wir eifriger ve Ems 4 Rohs anhat, [0 Fann es Fortſchritte der Wahl fwas Feh“ gekommen zum Boll: urde, wi 3 legt, die 13 zu über aufer feine uud feiner figfeit det zeuge wpnen mwg -- 169= Es iſt dies eine Sache von hoher Wichtigkeit und verdient wohl einer genauern Aufmerkſamkeit und nä- here Beleuchtung 3 und dies vorzüglich deshalb, weil dann eines Theils ein Schaafzüchter, wenn Boden und Trift wirklich ſo weſentlich einwirken, darin Beruhi- gung finden kann, wenn er es bey aller angewandten Mühe und Intelligenz doch nicht dahin bringt, ſein Ziel in der höchſten Feinheit und Fehlerloſigkeit der Wolle zu erreichen; andern Theils aber auch Andere, die mit dieſen Hinderniſſen nicht zu kämpfen haben, nicht ſiolz darauf werden dürfen, wenn ſie weiter kommen. Ehe ich mich auf eine genauere Unterſuchung ein- laſſe, ob es gegründet ſey, daß Boden und Trift ſo weſentlich auf die höhere Veredlung der Wolle wirken, will ich Ihnen ganz kurz eine Beſchreibung des hieſigen Bodens, ſeiner Lage und der übrigen günſtig oder un- günſtig wirkenden Umſtände geben. Der Boden iſt ein ſchwarzer, mit unter ſchon eine Art von vertorftem Humus enthaltender. Er iſt beym Umbruche pechſchwarz und wird, wenn er bald nach demſelben Regen bekommt, und dann ſchnell abtro>net, weißlicht. Jedoch iſt er niht durch die ganze Feldmark gleich, und auf der ſüdlichen Seite'des Dorfes geht er ſchon mehr in eine ſchwarzbraune Farbe über. Hier ſteht er denn auch in der Fruchtbarkeit höher, und trägt Klee und andere Futterkräuter ſicherer. Die AeEer der beiden Seiten werden durch ein kleines Bächlein durch- ſchnitten, an dem Wieſen liegen, die mitunter(Gräſer und Kräuter tragen, die im grünen Zuſtande den Schaa- fen nachtheilig ſeyn würden. Auf manchen Stellen der./ AeFer findet ſich, wenn die Kultur nur etwas aus- a Elan<< ALES. ESSEN Z DEL SENSZ geſeßt wird, Huflattig, als Beweis des untenliegenden| kh Thones. Die Unterlage iſt ſtark anhaltend, der Un-.| mm! tergrund aber verſchieden, bald anhaltend, bald durch-| fm laſſend. W Nach dieſen Vorausbeſtimmungen ſehen Sie, daß, din da der Boden an ſich ein fruchtbarer iſt, die auf ihm gui wachſenden Gräſer und Pflanzen etwas ſchwammartig und die? aufſchießen müſſen, weil ſeine Unterlage die Feuchtig- Meitun) Xeit zu lange in der AFerkrumme duldet, und dieſe Win neben ihrer Fruchtbarkeit noch das iſt, was man einen| zufeche ſehr warmen Boden nennen kann. Gialfüttet Sollte:nun nicht vielleicht hierin der Grund liegen,| Winn daß dieſe Gräſer auf das ganze Befinden der Schaafe,| Anat mithin auch auf die Wolle, nicht allzuvortheilhaft wir-| denim: ken?--- Nehmen wir dazu noch, daß eine auf dieſe| niftgrſhi Art erzeugte ſogenannte hole Wolle noch durch die Men»| Wefittett ge ſchwarzen feinen Staubes, der ſich bey tro>ener| what Witterung von dieſem Boden ganz beſonders löſet, im-| u. 7 merwährend beſchmußt und von ihm durchzogen wird, ſo| fatgihn könnte allenfalls wohl hieraus die Folgerung gezogen| zm werden, daß es nicht bloße Phantaſie der Schaafzüch-| mw ter und Wollhändler wäre, daß es auf einem dergleichen| wend Boden höchſt ſchwierig ſey, eine ganz vorzügliche Wolle| uH zu erzeugen. Indeß bin ich weit davon entfernt, an: weide va nehmen zu wollen, daß ſich der ganze Wollcharakter dieſet iſt dadurch ändern ſolle, und daß Scerer hinlegt, und es in jedem Falle, beſonders aber bey regnigter Witterung durch den Luftzug ſchneller abtroFXnet, Jhre Conſtruction ſoll ſehr dauerhaft ſeyn, und ſelten Reparatur bedürfen. Obgleich Hr. L,Säemaſchinen hat, ſo iſt er doch auch der Meinung, daß eine gute Saat mit der Hand Vor- züge vor einer, mit jenen Maſchinen verrichteten, habe. Den Baileyſcer der Bauern von Klettendorf zeigen nicht dieſe Ueppigkeit. Und obgleich der Boden hier wegen ſeiner hie und da vorkommenden brennenden Sand- Unterlage leicht bey Tw>enheit nachläßt, ſo iſt es dennoch nicht zu verkennen, daß ihm die kräftige Nachhülfe, die man ihm in Hartlieb giebt, fehle. Mit Klettendorf gränzt Bettlern. Dieſes hat in ganz Schleſien die größte AFerfläche, welche von einem Hofe aus bewirthſchaftet wird. Es ſind nämlich 3000 Morgen Aerland zum hieſigen Dominio gehörig. Be- denken wir nun die Güte dieſes Bodens, und die Nähe der Hauptſtadt, ſo leuchtet der Werth eines ſolnen Frühjahr leicht zurüfr. Auch Weiken und Roggen leidet leicht, wenn der Frühling ſehr zeitig eintrifft und darauf noh rauhe Witterung folgt. Es iſt nämlich dieſer Boden ein ſchwarzer, aber nicht allzuſehr gebundener, mit ſchwer auflöslichem Humus. Seine Unterlage iſt wenig anhaltend, und ſein Untergrund hie und da durc<ſchie- ßig Nun nimmt dieſer Boden den Wärmeſtoff im Frühlinge ſchnell auf und löſet ihn, und dadurch ent- feht vam! fehlt ſäſien ben, finde! lage, de, Dag? mein ( [3 den[9 nicht| genann Gtande hers baun Y WEN vm wenn geweſe der D| Aferlg hieſige Ziſe| len bis 5 bon Zw lun- 9 Groß: 24 We eigen Doden hier brennenden läßt, ſo if ie Fräftige fehle, ſes hat in von einem (ic) 3000 tig. Be: ) die Nähe olchen Gu- Fläche 48 gt, ſo ar 3 denn fein wenn dieſe t, rüde m Droſt: u hehauten - Shaafweidt rothe Klee gw und ſchlägt bt“ nen Frühjaht en leidet Wich) nd darauf 109 ic) dieſet Hoden bunden, terlage H weiß ndda purſe Binſe im un padurh ente fteht ein zu frlihes Treiben der Pflanzen. Folgt nut dann rauhe Witterung oder auch große TroFenheit, ſo fehlt es dieſem an der nöthigen Menge von Nahrungs- ſäfren, an die ſie ſich, ſo zu ſagen, ſchon gewöhnt ha» ben, und ſie laſſen dann plößlih nam, Der Klee findet noc< dazu nicht in der Tiefe die geſchoſſene Erds lage, die er liebt, und bleibt deshalb oft plökzlich ſto- Fen, wenn er auch im Anfange no ſo viel verſprach. Dagegen gedeiht Weißkohl, Runkelrüben u. dgl. unge- mein gut. Im Körnen des Getreides gehört der hieſige Bo- den ſchon zu dem trüglichen. Denn täuſcht er auch nicht ſo ſehr, wie der noc< ſhwärzere und holere, ſo» genannte Lohboden, ſo darf man ſich bey gleichem Stande des Getreides, von ihm doch nie ſo viel Kör? ner- Ertrag rechnen, als auf der grauen und graus braunen Aker- Erde und dem Sandboden. Dieſer ſchwarze Boden, der hie und da einen bey: nah unauflöslichen Humus enthält, nimmt eine Fläche von etwa 8=- 10 Quadratmeilen ein. Es ſcheint, als wenn in der Vorzeit hier ein großer Zug von Sümpfen geweſen wäre, die durch das allmählige Zurütreten der Oder und Ohla tro>ken geworden und ſpäter in Ackerland verwandelt worden ſind. Denn es hat der hieſige Aer ſehr viel Aehnlichkeit mit Bruchlande. Die ] Tiefe dieſes mitunter pechſchwarzen Bodens iſt biswei- len bis zu 2 Fuß und drüber. Die ohngefähren Grenzen deſſelben ſind folgende: von Zweybrodt, wo er noch vermiſcht mit weißgrauem iſt, fängt er an, zieht ſich auf den Feldmarken von Klein- Tinz, Krolkwiß und Wirrwiß herüber nach Groß- Tinz. Von hier wendet er ſich öſtlich über Boh- 42 I SPS SS SSE EEE EEE EEE SSEN S EEN..] 2„genen CS GF Seim 3 EE RERE AIRE Inten E ena EHS S<-. Ser MIG=| 0 yau nach Wüſtebrieſe und ſtreiht von da bis etwa eine! dieſe halbe Meile vor die Ohla. In dieſer Entfernung geht| znm er faſt parallel mit derſelben bis in die Nähe von Bres-| lau.| der Die hier angegebenen Grenzen dieſes ſchwarzen Vi Bodens ſind aber nicht ſo genau und ſcharf, daß nicht reid Ddies- und jenſeits derſelben kleine Abweichungen deſſel- ſeht ben vorkommen ſollten. Am ſchwärzeſten und auch am| nd holeſten oder loſeſten iſt er beinah in der Mitte des an-„Win gegebenen Bezirks. Welche Früchte man aufihm mitdem| ſvy beſten Erfolge, und mit dem meiſten Vortheile baut,] qed werde ich Ihnen bey den verſchiedenen auf ihm liegenden 1 Ortſchaften angeben. N ( Der ſonſtige Wirthſchafts- Inſpector in Bettlern, Nr Herr Numpe hatte von dieſem Boden die Erfahrung 8 iM gemacht, daß eine öftere, wenn auch ſhwache Dün- 14h gung, weit mehr Früchte bringe, als eine ſehr ſtarke, 1a aber ſelten wiederholte. Die Natur der Sache ſpricht weh auch dafür. Denn da er ſeiner Natur nach ſchon einen hohen Grad von Thätigkeit beſitzt, und dieſe durc< by keine kalte und ſtrenge Unterlage gemäßigt wird, ſo muß eine ſehr ſtarke Düngung in ſo fern nachtheilig wir-'"0 ken, daß bey einer mittelmäßig fruchtbaren Witterung( eit Lagergetreide entſteht. Dagegen erhält eine ſchwächere Düngung den Boden immer in ziemlich gleichmäßiger Thätigkeit, und wirkt vortheilhafter auf alle Früchte. 0 Von den gegen Breslau hin gelegenen, vom| Find Ganzen etwas abgeſchnittenen AFerparcelen, werden in Bettlern einige verpachtet, und zwar der Morgen nena bis zu 8 Rthlr.. Sie werden von den Pächtern als-& fern dann zum Anbau von Röthe und Gemüſe benußt, und nh ie + pra 179 vem maus Weine dieſe ziehen dann, troß des hohen Pachtes, dennö< mung ht einen anſehnlichen Gewinn davon. von Di:| Da zu der hieſigen Herrſchaft noc< ein bedeuten- ; der Zug„von Wieſen an der Lohe gehört, und dieſe ſchwarzen| Wieſen einen zweymaligen, öft auch dreymaligen ſehr anime| reichlichen Graswuchs geben, ſo iſt für das Vieh auch on deſſel: ſchr gut geſorgt. In der That iſt es auch in einem auh am| recht guten Zuſtande, Die Veredlung des Nindviehes des an-|- durch Tyroler- und Schweißer- Race iſt indeß, wie an mitdem ſo vielen andern Orten, in Hinſicht des davon zu ma- ile baut, henden höhern Gewinns, nicht ausgezeichnet. Da- jiegenden| gegen iſt die Schaafheerde ſchon in einem recht guten Stande, und der Herr Graf von Königsdorf bewies dadurch, daß er für einen vorzüglichen Stähr bey der Bettler, Licitation zu Panthen den höchſten Preis zahlte, daß rfahrung es ihm Ernſt ſey, mit ſeiner Schaafheerde vorwärts zu he Dün- kommen, und daß er hier den rechten Geſichtspunkt ht fare, kenne, nämlich da, wo es das Beſie gilt, nicht am M wut unrechten Orte ſparſam zu ſeyn. hm ann Wir machen von hier aus noch einen Abſtecher ge- vieſe durc) den Canth hin, ehe wir uns weiter ſüdlich wenden, t wird, ſv Ein reicher Boden, wohlhabende Bauern und noh theilig wit? wohlhabendere große Scholtiſeybeſikßer iſt das Charak? Witterung teriſtiſche der Gegend, durch welche wir hier kommen, 10 ſchwächere Im Ganzen aber finden wir den AFerbau no< leichmaßigt auf keiner ſehr hohen Stufe. Gute Zubereitung der (le Früchte Ae>er und gut genährtes Zugvieh zwar überall, aber Rindvieh- und Schaafzucht weniger als mittelmäßig. enen, vu In Krieblowiß treffen wir an Herrn'von Scen geneigt iſt, kann man ſich da leicht einen Begriff machen, in wels er fand. Die Zeit ſeines Wir- kens hier iſt auch noh zu kurz, da er erſt etwas über ein Jahr dieſen Boden bebaut, um ſchon alles in Ord- nung gebracht zu haben. Noch ſind die Spuren der Robot» Kultur zu ſehen, ob er gleich unermüdeten Sleiß und Eifer daran wendet, ſie ſobald als möglich zu verwiſchen.: Da er die Grundlage zu einer guten Wirthſchaft kennt, ſo thut er auch alles, um die Biehzucht empor zu bringen. Ein Stamm Schweißer- Rindvieh iſt in einem Zuſtande, daß man ſeine Luſt daran ſieht. Die inländiſche Race iſt zwar verpachtet, jedoch iſt ſie in derſelben guten Haltung und Wartung, in welcher ſie der Eigenthümer nur ſelbſt haben kann.,; Die Schaafheerde hat Herr v. Sch. nicht allein fehr bedeutend vermehrt, ſondern auch durch einen Stamm hieher gebrachter ſchon ſehr veredelter Race ſehr verbeſſert. Um auf alle Weiſe für ſein Vieh zu ſorgen, und die größtmögliche und beſte Maſſe von Futter für daſſel- be zu haben, baut er die Topinamburs in ziemlich gros ßer Menge an. Wie er mit dem Erfolge dieſes Anbaues zufrieden ſey, und wie ſeine Erwartungen in Anſehung der Fütterung mit demſelben erfüllt worden ſind, das ſchreibe ich Ihnen vielleicht ſpäter, wenn ich nähere Rahn « halte über den Kad helfe den| Hort fein 3 ſuttatt ' / Gnic) der fin Velögew führten NUE (ax ter al Rente, ſcht ſs nöthig he der Om,| gung man b tragen 4 lau auf ye Dung jufahren m Zen Ur nehete ) volltommm Yen zu Geſche mit anhab zum Verun: geneigt if, en, in web ſeines Wit etwas über es in Ord» puren der ermüdeten [5 möglich zirthſchaft ht empor jeh iſt in hz. Die aan n welcher ſü , nicht allein durch einen [ter Race ſeht 1 ſorgen, un) tter für deſſe n ziemlich 91) dieſes Unbauts nin Infehun eden fad, ves ven(4 von ZEGÄGGGGGGRRTT TE NEE RR== ee IGE GS Nachrichten darüber bekommen habe. Ueberhaupt enta halte ich mich aber aller Aeußerungen und alles Urtheils über deren Anbau, bis wir nach Tſchirnau kommen und den erſten Verbreiter derſelben in Schleſien, Herrn Kade, über dieſelben hören. Eine Menge ſchöner Wieſen am ſchwarzen Bache helfen hier noch die Viehzucht heben. Da nun der Bos den ſehr kleewüchſig iſt, und Herx v. Sch. auch dieſen Vortheil auf die beſte Weiſe zu benußen verſteht, fo iſt kein Zweifel, daß er binnen Kurzem die herrlichſten Re- ſultate ſeiner Bemühungen ſehen wird. Von hier aus wenden wir uns nun ſüdlih. In Gnichwiß, wohin wir zuerſt kommen, finden wir wies- der Krapp- oder Röthebau. Der Anbau dieſes Han« delsgewächſes wird vorzüglich ſtark in dem oben ange- führten ſcern: zufahren kann, verbunden mit einem Boden, der die- ſem Handelsgewäch3 ſo fehr zuſagt, und dann noch der -- 182-- j hohe Rein- Ertrag, den ſie in der Negel bringt, lo>en|, jn zu ihrem Anbau. Man erndtet bey guten Jahren auf| Ear vem Morgen bis zu 30 Entr. und darüber, getro>nete| Jahr Röthe, und erhält für den Entr. ohngefähr 4 Rthlr.( tom Rechnen wir auch nun für die Arbeit und ſonſtige Ko-| tes ſten zwey Drittheile des Ertrages, ſo bleibt immer noh N ein reiner Gewinn von 40 Rthlr.z und es iſt dann ſehr; Dod leicht zu vermuthen, daß man ſich zur Pachtung von nung Aerlande, was ſich zu dieſem Anbaue eignet, drängt, wd und gern 8=- 10 Rthlr, auch wohl bisweilen 12--15| offene Rthlr. Pacht bezahlt. Gurt Das Land bereitet man im Herbſte dur< Aufbrin- gung des Miſtes, den man ohngefähr 3 Zoll di> mit| Geber Erde bede>t, vor. Man rechnet auf den Morgen etwa. auöar! 300 Entr. gut zergangenen Düngers. Im Frühjahr| mie wird es mit dem Spaten durchgraben, und die Röthe- WG keime nach der Mitte des Mais gelegt. Gewöhnlich vx werden die Pflanzen zweymal, bey üppigem Wachs- wh| thum aber auch dreymal niedergebogen und mit Erde dieſe bede&t. Das Ausgraben derſelben geſchieht zu Ende,„ didit des Octobers oder Anfang des Novembers.| heſtet Da man bey der Röthe, die man über den Winter draußen läßt, um die Keime das nächſte Jahr davon) wir] zu nehmen, wenigſtens die Hälfte verliert, ſo läßt ſoft man deren nur fo viel ſtehen, als man grade zum Bez: kaum darf nöthig hat. Dadurch aber bringt man ſich bis- unt weilen in Berlegenheit, weil ſie manchmal im Winter ſchr ausfriert, wie dies den vorigen Winter der Fall gewe-| Ralld fen war. Dann iſt oft eine große Noth und Nachfrage In di um Röthekeime, und man bezahlt ſodann-den Preuß.| Wehrep Scheffel bis zu 3 Nthlr. und drüber. Dieſe werdn ſal zwar in Körben und alſo ſehr reichlich gemeſſen, aber|: Dinzy mt,(hn dennoch bedarf man. deren, wenn ſie nur von einiger auf Stärke ſind, bis 2 Scheffel auf einen Morgen. Bey / Getreu Jahrgängen dagegen, wo ſie gut durch den Wintev hrg Rm. kommen, gelten ſie kaum den vierten Theil dieſes Wers« ſonſtige Kd- thes. immer noh Die Winterſaat beſtellt maa in dieſem ſchwarzen fdamſc Boden ſo zeitig als möglich, weil eine lange Erfah- chtung von rung bewieſen hat, daß die frühe jedesmal die beſte ge ot, drängt, worden iſt. Denn dieſer aufziehende Boden leidet bey 12-15 offenem Froſte ſehr leicht, und die Wurzeln einer ſpäten Saak werden von der Erde entblößt. ) Jufbrin: Er eignet. ſi meiſtentheil8 zum- Weißenanbau. NdiE mit Jedoch baut man nur gelben, weil der weiße ſehr ſchnell pgen etwa auzsartet. Roggen bringt er überall ſehr gut, nur has Frühjahr er, beſondevs da, wo der Boden ſo lohertig iſt, dis je Röthe- üble Eigenſchaft, daß er nicht ſv reichlich ſchüttet, wie wh) der auf andern Boden gewachſene. Daſſelbe-gilt dann m Vahd:- auch. von den andern Getreidearten. Auch werden d wi En diefe. in der Negel im Strohe nicht ſo. lang,'wie auf andern kräftigen. Bodenarten, Gerſte ſagt ihm faſt am bt zu Ent. 5 beſten zu- dm Winte Verfolgen wir: unſern Weg weiter, ſo kommen Jahr davon wir überall durch dieſen ſchwarzen Boden, der mitunter at, ſe lif fo fett und bindend- iſt, daß man ihn bey Regenwetter | mB kaum paſſiren kann. Seine Graswüchſigkeit iſt höchſt rade. unbedeutend, und ſeine einſaugende Kraft deshaib auch 06: 1 ſehr gering. Aus dieſem Grunde halte ich dafür, daß 0- Kalkdüngung ſehr vortheilhaft auf ihn wirken müßte. 8"4 In dieſer Meinung wurde ich vurckenz- heit oder Näſſe die Früchte ſogleich verkümmern?--- Es iſt unglaublier nicht allein alle Jahre, ſondern meiſtentheil8" noch in jedem Jahre zwey Früchte, und dennoer zeichnen ſich auf das Vortheilhafteſte Scholl aus. Man hat ſich hier, ſo viel mir bekannt geworden, werden dem Fruchtwechſelſyſteme ſchon ſehr genähert. Und eben fmofthi jener vorzügliche Stand der ganzen Wirthſchaft, zu wel- vit Da ern giebt, erhöht noch ihre Trägbarkeit, und da man die Viehzucht auf älle Weiſe begünſtigt und zu heben ſucht, ſo iſt auch troß dem Drey- felderſyſteme, keine allzugroße Ausſaugung zu fürchten. - Ganz in der Nähe von Strehlen hat der Boden wieder eine graubraune Farbe, Große und wohlhabende Ruſtical- Beſißer ſind hier keine Seltenheit. Die Güte des Bodens, die Größe der Beſißkungen, und der be- queme Abſaß der Producte, ſind davon die Urſache. Denn Strehlen bietet zu lekterem durch ſeine beyden wö- s bis zum Verkaufe. Die Loſung aus dem gewonnenen Tabae wird alsdann zu gleichen Hälften getheilt. Eine vorzüglich gute Erndte iſt es von dieſem Ge- wächs, wenn man vom Morgen 10 Centner guten Ta- ba> und 4 Centner ſogenanntes Bodengut hat, Der Centner des erſtern gilt nach einem Mittelpreiſe ohnge- fähr 8 Rthlr. und der des Bodengutes die Hälfte. Dies würde einen Brutto- Ertrag von 96 Rthlr. pro Morgen geben, und dem von dem Röthebau ziemlig nahe kommen. ( Dundu und| würde ſe-Ft aud), den eine ver h lichen, 01 der weit hi 1 te dif 120R, 9 [ihn 3 wn hte jährlid im Du Boden, dies dj Gtrehl aus,) zweig| Shall), Jeſponn ZD fers aber be Din Oite und - Wepute ht nh wn uf als Dip 6 dem Dreg: zu fürchten, der Boden vohlhabendt Die Güte nd der be: € Urſache, eyden w6- it. Auch eblau das 8 Taba, „den Jef: 1 WID WH , feet dies ) ein anderer fs his zum nen Tabare n dieſem Gt x guten Tt - hate: Dt (reiſe 0 Hälfte, 20 „pw? n jemlig mat M6.= Da nun der Eigenthümer des A>ers, außer der Düngung und Beſtellung deſſelben keine weitere Mühe und Auslage hat, ſo iſt die Nußung i immer ſehr hoch, und würde ſchwerlich durch irgend eine Getreide- oder Gemü-, ſe- Frucht erreicht werden.--+“ Freilich kommen wohl auch Jahrgänge vor, wo man kaum den dritten Theil des angegebenen SURE erndtet, und wo man alſo auch eine ſehr geringe Nukung von ſo gutem Aer hat. Denn der hieſige Boden gehört meiſtentheils zu dem vorzüg- lichen. Zwar iſt er nicht allenthalben gleich, und der an der Hügelkette ſüdweſtlich von Strehlen hin, ſteht weit hinter dem gegen Norden und Oſten liegenden. - Wegen der guten Nußung und der natürlichen Gü- ke dieſes Bodens bezahlt man den Morgen mit 100-- T20 Rkhlr. auch wohl drüber. Daß der Anbau des Taba>s hier ſchon von ziem- licher Bedeutung ſey, werden Sie daraus abnehmen, wenn ich Ihnen ſage, daß wohl an 300 Morgen, viel- leicht auc) noch mehr, um die Nunde der Stadt herum jährlich damit bepflanzt werden. Rechnen wir nun auch im Durchſchnitte auf den Morgen nur 10 Centner incl. Bodengut, und den Centner nur zu 6 RNthlr. ſo giebt dies einen Geldwerth von 18000 Nthlr. Da nun Strehlen nur etwa 3000 Einwohner hat, ſo folgt dar- aus, daß dieſer Anbau ſchon ein bedeutender Nahrungs- zweig iſt. Dazu kommt denn noch, daß der größte Theil des erzeugten Tabac>s hier ſelbſt verarbeitet, d. h. geſponnen oder zu allerley Sorten zubereitet wird. Das Land dazu wird gewöhnlich im Herbſte, öf- kers aber auch erſt im Frühjahr gedungen. Die Stärke der Düngung iſt nicht gleich, weil man ſich nach der Güte und dem Reichthume des Bodens„richtet; jedoch öſt fie ohngefähr von 200 bis zu 2509 Gentner auf den Morgen. Im Frühjahre wird der Aer gewandt und kurz vor der Bepflanzung gepflügt. Dann wird er den Sommer hindurc< mehreremal mit Menſc anbaut, und wo er alle Jahre gut geräth. Man düngt dann gewöhnlich immer das zweyte Jahr wieder. Wo. man aber mit Getreide wech- ſelt, da ſät man hinter ihm gewöhnlich Gerſte, ſeltener Noggen. Wo man zuerſt Gerſte nimmt, da läßt man Roggen folgen, und umgekehrt, und alsdann bringt man wieder den Taba>.| Die ſtarken und harten Stengel ſammelt man im Herbſte, wenn ſie recht tro&en, oder im Winter, wenn ſie gefroren ſind, und benußt ſie als Brenn- Material, was auch als eine kleine Nukhung zu betrachten iſt, da dieſes hier im Preiſe ſehr ho< ſteht. Den Saamen, welchen man nicht zum Wieder- Anbaue bedarf, läßt nan Brenn fe fem faltig leicht dens Jahn ſtellte Reſul! fön) On zt web geiles, Anbau ſurfen Zh, u! „wan ſim 1 die Y hier€ mn, nimm Oroße: dräng in der: Faufen 1:17 en in" Wi 3 Ceotnat uf den er gewi wd an wird(ey ſchenhänden bz zu einet Zeit; hindurc<, Da u Anfange dy 1 pflanzt mn 1.= Dieſtt trag, Mat didblättrigen | dem Namen wegen ſo 4 Polen ausge- eißer und 10 nicht ſo viel er unter dem en Rehn ſw el Jahr! mlich immet da it Get 4 ' Geſte,| t, da“ mn » a(8dann brin) |(amet mani im Vink,| 3 Vren?„Mtr N bet tracht! 9]"10" 0 M 193 man'zu Del ſchlagen, und es giebt dies ein recht gutes Brennöl. Jedoch läßt.man nicht viel Saamen zur Rei- fe kommen, und bricht vielmehr die Blüten immer ſotg: fältig ab, um dem Blatte mehr Säfte zuzuführen. Dieſes Blüten- Abbrechen beym Tabae hatte viel? leiht auch die erſte Idee zu einem gleichen Verfahren bey den Kartoffeln gegebenz von wel3 beginnt bey der frühe- ſten Pflanzung im Anfange des. Auguſt8-. Man laßt die Blätter vor dem Anreihen an Fäden, welches man hier Schnüren nennt, erſt ſich über einander erwär- men, weil dies dem Taba>e das Narkotiſche etwas be- nimmt, und.=ſeine Farbe gefälliger macht. Wer eine große Quantität hat, und wegen des Geldes nicht ge- drängt iſt, der laßt ihn liegen, und gewinnt dadurch in der Regel im Preiſe ſehr gegen den, der ihn-bald ver- kaufen muß. Auf den Bergen ſüdlich von Strehlen wirthſchaftet ein in hohem Grade betriebſames Vdlkchen, die Huſſiten. Ihre Wirthſchaften, vie alle von keiner ſonderlichen IZ pu -* 1088= Größe ſind, und nur etwa von 10 bis zu 40 Morgen? mm enthalten, ſind faſt ohne Ausnahme in guter Ordnung. veut Ihv Vieh iſt wohl genährt, und ſie ziehen veichliche-Nu- kung von ihm.“ Sie haben faſt ganz den Charakter von. ander Gebirgslandleuten, und find eben ſo bemühſam, wie Deut jene. Klee und andere Futterkfräuter bauen ſie an, ſo' 16 viel es nur der Boden und die übrigen Wirthſchafts-' ſtad: verhältniſſe zulaſſen. Das Syſtem, welches ſie befol- flacht gen, iſt eine Vierfeiderwirkhſchaft. Sie düngen näm-, lich zu Gerſte, bäuen hinter dieſer Roggen, dann Hafer. unf In dieſen ſäen ſie einen Theil Klee, das Uebrige wird zu Frohn! Kohl, Kartoffeln und andern Erdfrüchten benußt.'"44 Manche haben nod) die fehlerhafte Methode, daß ſie hin-' jedi ter dieſen behakten Früchten Noggen und alsdann Stop-' lider/ pelroggen bauenz die meiſten haben ſich aber doch über-“6 zeugt, wie viel einträglicher es für ſie ſey, lieber Gerſte. Aina zu nehmen, und dann erſt Roggen.. hd bey Ihre Felder haben ſie in ſehr guter Beſtellung, und'. wwe wenn ſie Mißerndten machen, ſo iſt dies gewiß niht Urs» we R ſach der Trägheit. Der Boden, den ſie bebauen, kann undd) kaum ein Mittelboden genannt werden; indem er zum ning Theil ſteinigt und in den Tiefen hie und da quelligt iſt,; Go; Indeß iſt es kein, bey Hiße ſogleich brennendes Geſtein, die Hi was hier den Untergrund macht 3 ſondern es hat der hie-' herauf ſige Granit,- da er in ſeiner Bildung dem Sandſteine hieſige: ſehr ähnlich iſt, die Eigenſchaft, viel Feuchtigkeit aus hit, der Luft einzuſaugen, und ſic) allmählig durch Luft und zeichmt Kultur in ſeinen Staub aufzulöſen. Daher kommt es 9 denn auch, daß man auf den höchſten und kahlſten Fels- Werde flippen, wenn man ſich die Mühe nicht verdrießen läßt, hat"' ſie anzubauen“ allmählig durch Düngung und Bearbei- hare tung eine tragbare Erdkrumme bekommt. Hiervon kann hw NEN 40 Aithyt ter Didnunz, veichliche Aue Sharaffer von ühſam, wi n ſie an, ſy Birthſchafts: es ſie befol: ingen näm: ann Dafer.- ge wird zu' 1 benußt, aß ſie hin ann Stop- -doch über: ver Gerſte Wang, md WENNER hauen, fann ndem er zum da quelligt if. ndes Geſtein, 5 hat der hie m Sandſtein uehtigfeit aus uh Luft un) her font(7 ) fahlſie! pus jg ip, aus p) Beatbei“ hievon jan ' me Re emma ra> rar 7 Zn eu Rr = 195= män. den Beweis auf dem ſogenannten Galgenberge ſehr- deutlich ſehen;n:: Die Sprache dieſer Huſſiten iſt, wenn ſie unter ein? atider ſind,„die: Böhmiſchez ſonſt: aber immer die Deutſche.“ ng 8! it -"Die Dörfer; welche ſie bewohnem ſind: die Akt2 ſtadt von Strehlen; Huſſines ,“ Podiebradt,“und im flachen Lande die! Colonie Pentſch. E Einen-Theil der-Dominial-Gerehtſamen haben. ſie Unter ſich ſelbſt.: We laſten auf ZA Beſikungen feine SeohtdeEal2- 3 9" Sn: Nitlasdoxf, dem„Herrn Major. von Goldfuß gehörig, finden. wix.eine'Schaafheerde,"die bey vorzüg» licher Haltung ſchon in der: Feinheit Fehr: vorgeſchritten iſt«Sie hat vorzüglich:das-Gute!, daß ſie bey ſtärkeni Körperbaue und. Vollwolligkeit iſchon" viel Race zeigt, und bey ſirenger Sortirung und Kreuzung. mit Böen aus vorzüglichen Heerden ,. die idem„Haupt iſt denn auch. die Urſach:,: daß/ſich:die hieſige Feldmark„obgleich ihr Boden nicht zum beſten ge- hört; dennoh in; der Regel vor vielen Siber auiße zeichnet. Wäs ich» an der eben Aunaitin Schaafheerde DG merkte, das gilt auch: von dep'im Peterwißs. Herr v. Gellhoru hier ſchon mit/dem üblen Einfluſſe des ſchwarzen Bodens“ zu kämpfen.. Denn hiev ſinden ſich hie und da Striche"die ganz ven ſ bildet, wird das Waſſer erſt gelaſſen, wenn die Shaafe geſchwemmt werden ſollen. Nach dem erſten Waſchen oder Einwei- einladender zu Markte zu bringen, ſo will ich Ihnen hier meine Anſicht ſagen, wie eine dergleichen Waſch- Anſtalt am. zwe>mäßigſten angelegt ſeyn könnte. Die hier in Peterwit haf vur< den Erfolg ſchon bewieſen, daß ſie gut ſey; aber ihren Endzwe> noch mehr entſprechen würde ſie ohne Zweifel alsdann, wenn man bey einem Teiche von einiger Größe zwey Mauern, oder auch gut mit Moos verwahrte hölzerne Scheide- wände nicht; der Y Schoß ſchen| hen, ſättigt und w 18 geh (1117) Aſam ſhe bny) he ron 1.17) Dir/ 04(0: Wt, Nock vw mhh Inn fr bu uf""ih vnn] nah Molt Of"hy (ny vn. = 08 wbt 19 und wehr wände z0ge; leßteres freilich nur da, wo das Holz voch zinkh nicht zu theuer iſt. Oberhalb der zweyten Mauer wäre Det Rath: der Waſſer- Behälter. Das Waſſer würde, wenn die alſo miſt. Schagfe eingeweicht werden ſollen, in den Raum zwi- Bäſche wat ſchen den Mauern gelaſſen, und dieſe hier durch getrie- dieſer Wol dene Das mit dem ſeifenartigen Fette der Schaafe ge- ande abzu! ſattigte Waſſer bliebe über Nacht in demſelben Raume, gafſchwenme und würde erſt des andern Tages in das untere Behält- he dur eine niß gelaſſen, In dieſer Zeit hätte ſich da der Sand und „tals 06 Scten Wuchs, dabey aber nicht ganz wa nur es das Schlanke der Escurials, ſondern etwas von der Tiefe der Negrettis. Ihre Woll zieht ſich weit bis auf Griin„die Extremitäten, und ſteht ziemlich gedrängt, daher jus 7 0M iſt auch die jährliche Schur von 100 Stüen 1 5--16 0 nut Stein gewaſchene Wolle. Man könnte ſie auch beinah ' mit, 3 in die Mitte der lang gedehnten und der kurzen und ge- NAUT =='wO02== drängt ſtehendon, ſtellen? Was die Ausgeglichenheit dieſer Wolle betrifft, ſo läßt ſie wenig zu wünſchen übrig; Denn es fallt dieſelbe nicht allein an den außerſten Thei- len des Körpers wenkg ab, ſondern die Wollhaare unter einander ſind in ihrer Feinheit wenig verſchieden. Dies iſt denn auch die Urſach, daß ihr Wuchs ſich ſehr regel: mäßig bildet und die Wolle ſelbſt einen hohen Glanz hat. Beym erſten Anbli> zeigt fich der, den Lychnows- Xyſchen Heerden ſo eigenthümliche pechartige Schweiß in den obern Spitzen der Wolle. Aber weſentlich verſchie- den iſt dieſer von dem der eigentlichen Negretti:-Heerden. Denn bey dieſen find nicht allein die Spiken der Wolle davon ſchwarz gefärbt, ſondern es finden ſich in der Regel noch längſt des Wollhaares herauf gelbe Fettflo- Xen, was dann ihre Reinigung ſo ſchwierig macht. Dies iſt aber bey den Lychnows8kyſchen und namentlich bey den Rothſhlößer Heerden keinesweges der Fal. Denn der pechartige Anſaß geht höchſtens bey ausgewachſener Wolle, bis auf den achten Theil der Länge des Woll- Haars herab. Das Uebrige iſt zwar mit gelbem Schwei» ße durchzogen, hat aber de8halb doch einen reinen Glanz und durchaus bey geſunden Thieren"keine von den ge- nannten Fett-Floc>en. Vorzüglich zeichnen ſich jezt in der Rokhſchloſſer Heerde die Thiere von einem bis zu drey Jahren aus. - Ein Beweis, wie ſehr Herr Br. auf die immer höhere Vollkommenheit hinarbeitet. Einige Proben, die ich von jeßigen zweyjährigen Schaafen mit in Möglin hat- te, waren die vorzüglichſten unter allen aus den ſchle- ſiſchen Heerden von mir geſammelten, und“ konnten beinah den Mögliner guten an die Seite geſtellt werden. Und daß dazu viel gehöre, werden Sie einſehen, wenn Se= YI pünf gen den ſich nid dad 4m) germ Liebl (Eide! "Fehl denn biy de um dad "ſtet) und "Het if Wol vem nw, Hanz niht wani Vende Fomm die qu fgner| frägt 0 -- 203= 1€ ich Ihnen bey der Beſchreibung von Möglin den Stand» nE WET punkt angeben werde, worauf die dortige Heerde ſteht. Iolhnare unh Da nun zu dieſem allen jeßt noch eine ſtrenge und 'genaue Sortirung kommt, welcher Herr Br. ſeine Heer- ſchieden, Ditz den alljährlich unterwirft, ſo iſt es wohl klar, daß er Nie fehr ragt; ſich vem Standpunkte immer mehr nähert, wo dieſelben hoben Din nichts mehr zu wünſchen übrig laſſen werden. Denn den yhnoni: dadurch wird nun ohne alle Schonung aus der Haupt- "ige Gowi und Kern? Heerde alles herau8geworfen, was nur eini- nfl verſchie: germaßen fehlerhaft iſt, und es werden darin keine et Heeden,, Lieblingsthiere geduldet, die bey einer Menge guter md Dolle“Eigenſchaffen doch noch, wenn auch nur unbedeutende n ſich inde"Fehler än ſich haben.“ Zu Folge dieſer Sortirung wird elbe Fettflv:'venn auch auf den Wollcharakter der Mütter und Böe acht, Dits“„bey der Paarung ganz beſonders Rü>ſicht genommen, ich bey den um dadurch einen vorzüglich reinen und conſtanten Cha- 1, Den“rakter in der ganzen Heerde zu begründen, aahſent Die Metis- Heerden, von denen ich oben ſprach, x vs Voll: und gänz beſonders die. in Poſeriß, ſteht der Haupt- (hem Schwe'Herrde in Rothſchloß wenig na<, Denn auch in ihr 1 reinen Glan) iſt ſchon eine ſehr ſchöne Ausgeglichenheit, und die qe von dm ht Wolle'hat einen Feinheitsgrad erreicht, der ſie bey ei- IE"nem Theil Blecta meiſt zu Prima und Secunda eig- x Retyſcloſt'net. Aus der Haupt- Heerde kommt alles, was nicht' ey Jahren WM"ganz vollkommen iſt, in dieſe Heerde, und was wieder ze immer hh! nicht beſonders für die Vollkommenheit dieſer taugt, das Preben, vie)„wandert weiter in eine andre auf niedrigerer Stufe ſte- 4 in Molch hende. Das iſt es eben, was die Erreichung des Bol- mau M'kommenſten erleichtern hilft. Dazu kommt denn noch wi'die gute Trift, die hier iſt.“ Ein wahrer Kernboden uud'eigner ſich zum Anbaue von allen Futtergewächſen, und u 4 trägt auch die kräftigſten und geſündeſten Weiden. - 204= Dies führt mich denn zunächſt auf die Beſchrei bung'des Bodens, Sein- Farbe iſt dunkel graubraun, in den Tiefen in's ſen liegen, bey Bro>ut hieher. Dieſe Stre>en ſind ſo groß, daß noch ein bedeutender Theil qlljährlich verpachtet wird," Die Brachweiden find äußerſt kräftig und bewach- ſen von Natur mit einer Menge guter Gräſer und Pflay- zen. Das Rindvieh wird im Stalle gefüttert Die 'Schaafe aber vom Weidegange den Sommer hindurch erhalten, Die Lämmer kommen, da ſie in der Regel ſchon im September geboren werden, im Frühjahre zu Anfange des Mays mit auf die Weide. Eine vorzüg- lime Weide haben aber die Schaafe in der Regel im Herbſte auf der Rübſaat. Herr Br. baut nämlich ſchon ſeit mehreren Jahren mit dem vorzüglichſten Erfolge den' die 0; biſch Höhe beſteht ſh in) heit Jo Ganze ich fel aud) hi deugt ij ſhon 60 Da Ging: Ni Bh Rübſen. Auf dem ſo reichen Boden der hieſigen Ge- , gend und bey dem noch dazu kommenden Ueberfluße an nd,' Gin guten Wieſen, iſt dieſer Anbau ganz an ſeinem Plaße. * hie und bz Er bringt auch einen in der That ſehr ausgezeichneten deſſelben jf Ertrag.- Denn ſelten hat man vom Morgen unter 12 wirft bald preuß. Scheffel. Hinter Rübſen läßt Herr Br., wie nahme gw LZ es faſt überall gewöhnlich iſt, Weiten folgen, und da Der weißt erſterer in's Winterfeld trifft, und folglich der lekßtere 8, Aber et in's Sommerfeld, ſo nimmt er die beha>ten Früchte im om Orten ſogenannten Brachjahre an dieſen Platz. Außer der inländiſchen gut gehaltenen und gut auf allen genährten Rindvieh- Race iſt noch ein Stamm Scwei- enge der ber Blendlinge hier, die alle Forderungen, welche man ehung des an dergleichen Vieh machen kann, befriedigen. it Fommt, ahrt if|, 4:5; 0 Zwölfter Brief. (Ha Von Nothſchloß ſüdlich bey Groß-Kniegniß wird iſe tref die Gegend ſchon wieder hüglicht, hie und da mit Ges N Tiährlih büſch wechſelnd. JIndeß iſt der Boden auch auf den il anjael Höhen von guter Beſchaffenheit, und ſeine Unterlage 6. beſteht aus mildem Lehme. Auf einzelnen Stellen finden 3 und bewoh) ſich indeß ſchon Kies-Unterlagen, die bey einiger'Tro>en- ſer und Mat heit ſogleich ihr Daſeyn ankündigen. Der Boden im füttert I Ganzen fängt hier ſchon an, das anzunehmen, was mmer hindu) ich früherhin Geſchmeidigkeit nannte, daher hält ſich je in"%„auch hier der weiße Weißen ziemlich gut, und man er- qm Frühjeh zeugt ihn, bey einem bisweiligen Wechſel des Saamens, Gin m- ſchon von recht guter Beſchaffenheit. nder a Daſſelbe gilt auch von der Gegend rechts bey ut ninlh(90% Groß- Wilkau und in der Nähe von Nimptſch. hfo(ey NU KE dir Ganzaeinheimiſch aber. finden„wir dieſen weißen: Weißen,. wenn. wir. weiter;„vorwärts. gegen; Siegroth, hin kommen.+ Hier geht.ein Boden: an, deſſen Bewirths, ſchaftung nur Freude machen Fann. Alle die mancher ley Beſchwerden bey. der„AFerbeſtellung eines ſehr-ſtren?) gen Bodens.-eben ſo wenig;-als die Noth und Sorge, bey einem;magern. und bald: vertro&neten Sandlande,, kennt man hier nicht.|; Eine nuhige und ganz gewöhn, liche AFerbeſtellung, die Befolgung. jedes; oft;auch des) fehlerhafteſten Syſtems„.; ſichert; vennoch die; Erndte,) Fährt man..nur. den erzeugten Dünger nicht. Hanz zur Unzeit auf den Aer,. und: nimmt. man nur deſſen Bez, ſtellung einigermaßen zur rechten Zeit-und auf-die rechte: Weiſe vor,,- ſät. man nur, wenn es im Wirthſchaftskgz, lender ſteht, daß es Zeit dazu iſt, ſo kann man das Uebrige dem Himmel und der Güte des Landes überlaſ- ſen, und doch einer. guten Erndte; gewärtig ſeyn. Dies gilt von einem bedeutenden Striche, der ſich von Vraußs her über Korſchwiß, gegen Heinrichau; und von da her- über„nach. Töppliwoda hinzieht. Ganz beſonders) aber hat ſich dex Reichthum dieſes Bodens bey erſtgesx nanntem;Orte jangehäuft.,. und. es iſt wohl mit: ziemliz, Nierübe noch find? 5... halb 1 In hieſiger Gegend wird der Gips als Düngung hörte, auf Blattfrüchte ſehr fleißig angewandt. Vorzüglich Unſin aber geſchieht dies auch in Töppliwoda. Denn hier|, ten rf wendet man ihn nicht blos auf Blatt- ſondern auch auf han Halmfrüchte mit dem beſten Erfolge an. Ja man ach- Tungen tet es als eine Saumſeligkeit von einem Wirthe, der man ih im Frühjahre ſeinen Weißen.nicht mit Gipſe überſtreut. wenn da Verſuche, die man vergleichungsweiſe machte, wo man 4 dies| nämlich auf ein und derſelben Breite einzelne Beete un. Zeit. Neon) Wm das 1 Weihen m, . Dien ), und er git überall, rh 1 Wachzattiz oden, dens fand ich 1 Anſehen fonnte der? ten, Auch e Topinam? je eigentlich ewahnung, ber ihr An? die gegrün: unz übt LUZ AÜ, ehehgt as + ins Klare he? ſen Augenblis ' als Dungun) . Borzuglih 0. Denn hit, ede auh „Samana qu Vir 00 di Gipſe bot „, W man gegivſt ließ, beweiſen ganz augenſcheinlich, wie vor» theilhäft dieſes Düngungsmittel wirke. m Cs gehört zu den ſeltenen Fällen, daß man den Gips auf Halmfrüchte anwendet, und man war auch ſonſt der Meinung, daß er äuf dieſen ohne Wir- kung bleiben müſſe. Um ſo mehr muß es daher be- fremden, daß man dies hier in einer ganzen Gemein- de, und in dieſer nicht allein, ſondern auch noc< von andern Individuen in der Gegend, und zwar mit ſo ſichtbar gutem Erfolge ausgeübt findet, No< wuns- -derbarer muß dies denjenigen vorkommen, der den Gips vielleicht mehreremal ohne allen Erfolg auf Blattfrüch- ten bey ſich anwandte, und der deshalb alles Vertrauen zu. dieſem Düngungsmittel verlor. Und dies iſt mix nicht etwa von- einem einzelnen Landwirthe, ſondern von unzählig vielen als Erfahrungsſaß mitgetheilt wor» den. Da mich die Sache, wegen ihrer ſcheinbaren Wi- derſprüche ungemein anſprach, ſo war ich auch ſehr ſorg- fältig darauf bedacht, alle hierüber gemachten Erfah- rungen auf meinen Reiſen zu ſammeln, um wo möglich hierüber zu einem ſichern Reſultate zu gelangen. Des- halb war es auch faſt überall, wo ich von Gipsdüngung hörte/ mein größtes Bemühen zu erforſchen, was für Umſtände vorhanden wären, die den guten oder ſchlech- ten Erfolg. dieſer Düngung hatten bewirken können. ; Anfangs glaubte ich, daß die verſchiedenen Wir- kungen des Gipſes lediglich in der Art, wenn und wie man ihn angewandt hatte, zu ſuchen wären. Und wenn da oder dort' der Erfolg ungünſtig war, ſo hielt ich dies für einen Fehler in der Beobachtung der richti- gen Zeit und der Umſtände, unter denen das Gipſen vorgenommen wurde. Als ich aber Landwirthe fab, 14 SEES ER enten 2ER HRINSGAS SANT = HELD== die früherhin dieherrlihſten Wirkungen. dieſer Düngung - immer gehabt, und auch viele Jahre hindurch niemals ein Mißlingen- derſelben: erfahren hatten,„und denen dies augenbliFlich. vorkam, ſobald ſie auf einen andern -Boden kamen, und die:guf dieſem andern Boden von dieſem Mißlingen alle Jahre wieder getroffen wurdenz „da. leuchtere mir doch ein, daß in dem Boden die Haupks2 Urſach- des guten oder ſchlechten Erfolgs dieſes ange» wandten. Düngungsmittels liegen müſſe. Ich verglich :NUN- ſorgfältig die Bodenarten mit einander, wo ein und derſelbe Landwirtb,(von dem ich mich noch über- zeugt hatte, daß er auf beyden daſſelbe-Verfahren beob- achtet hatte) auf dem einen den Gips hatte ſehr gute und „auf dem andern gay keine Wirkung rhun geſehen, und nun. fand ſich, nachdem ich dies mehreremal wiederholt Hatte; daß auf einem milden und humusrei- + en:Boden derſelbe jedesmal gut, dagegen auf einem ſehr ſtrengen und armen Thons boden, eben ſo wie auf einem magern Sands»- boden allemal faſt gar nicht gewirkt hatte. - Manche Landwirthe erklären ſich nun die Sache ſo. Sie betrachten den Gips, da er ſchwefelſaurer Kalk-iſt, als aufldſendes Mittel. Site ſchließen dann.- da, wo dieſes Mittel viel aufzulöſen findet, das iſt in einem reichen Boden;: da muß es auch nothwendig auf das üppigere und freudigere Wachsthum der Pflanzen entſcheidend wirken z wo es aber auf einen armen und magern Boden kommt, da findet es e9 ipso wenig aufzulöſen, und-es kann da auch wenig Wirkung zei- „gen.; Ein milder Boden ſey.deshalb, meinen ſie ferner, - ganz vorzüglich für. die Wirkung des Gipſes, weil er, "als in ſo geringer Menge vorhandenes und alſo. auß als ſchwaches Mittel nicht Kraft genug habe, einen [eſt Vnyung Aurh nim ,„und demn F eiten andern 1 Boden ven ffen wurden; n die Haupt dieſes ang Ich verglich der, wo ein dh noch über» fahren beob- ſehr zute und eſehen, und / wiederholt umusrei- dagegen ex Than ern Gand: ft hatte, un die Sch! ſchweſelſautt! ſchließen dann, vet, das ifi nothwendig uf um der Manz? znen armen 0 e9 1p50 win nig Birfun jW weinen fü fave Gips, weil er, =< ZE IIDL m ſtrengen Bovden aufzuſchließen/ geſeßt auch, baß viel aufzuldöſende Stoffe in ihm vorhanden wären. So wenig die gedachte Meinung grade Widerſpre- chendes in ſich ſelbſt enthält, ſo kann ich doch aus einis- gen Gründen mich nicht für dieſelbe beſtimmen. Denn Erſtens, glaube ich nicht, daß der Gips gradezu als aufldſendes Mittel, am wenigſten aber unmittelbar wirke. Die geringe Menge, die man auf den Boden ſtreut, wäre wohl dazu nicht hinlänglich. Mittelbar könnte man dies eher von. ihm gelten laſſen. Denn da er die Lebensthätigkeit der Pflanzen erhöht, ſo vorarbeiten dieſe die im Boden befindlichen rohen Stoffe mit mehr Kraft, und man könnte dies dann eine Auflöſung oder Zerſeßung der. im Boden vorhandenen Pflanzen- Nahrungsſtoffe nennen. Zweytens wirkt ja der Gips auch dann ſehr vors - theilhaft, wenn man ihn auf Blattfrüchte, z. B. Klee ſtreut, die ſchon ſo ſtark und dicht bewachſen ſind, daß wenig davon auf die Erde kommt und das meiſie auf den Blättern der Pflanzen liegen bleibt. E3 ſcheint dieſes freilich. gradezu den Erfahrungen zu widerſprechen, die man gemacht hat, daß nämlich dieſe Düngung auf einer Bodenart ſo ſtark und auf der andern gar nichts gewirkt hat. Denn wenn ſie nur auf die Blätter der Pflanzen fällt, ſo müßte dies ja immer gleich ſeyn, auf was für Boden dieſe Pflanzen ſtehen. Aber es ſcheint dies nur ſo, und muß, da mehr als eine Erfahrung dagegen iſt, in der Wirklichkeit doc< wohl anders ſeyn. Dies bringt mich aber auf folgende Vermuthung. . Ohne Zweifel wirkt der Boden ſehr weſentlich auf die Conſtitution der Pflanzen, die auf ihm ſtehen, und 14* -- 212= darauf kommt es höchſt wahrſcheinlich an, ob der Gips darin nachher auf ſie vortheilhaft oder gar nicht einwirken"" ; wur kann. Sollte es wohl zu gewagt ſeyn, anzunehmen, daß Pflanzen, die auf einem milden und reichen Boden Gip wachſen, in ihrem ganzen Zellengewebe mehr Poren aus enthalten, worin ſie den Gips aufnehmen und zerſe- ve ken?--- und daß alsdann aus der hieraus entſtandenen| erhöhten Lebensthätigkeit auch die Urſach hervorginge, vi daß ſie den, in ſolc he enn "inhy dt nir anzunhmu, veichen Boden mehr Yoron m und zeſt: entſtandenen hervorginge, Nahrungs: jöthum ver: hte Lebens anzen nuns ſt verſchloſe' bey einent den durc) berwindet, ung(Var: va Rh dend 1 die Gips wie mehrere eiſen. Dey eführren ſhon gung ſaft ni wantitäat, wil t, yoht unbe dh fommen, Dj n Orten bent! e der in de don 3 nur omg hr Nahm) up ; Flein? Buchm darin ſchwelgt. Bekommen daher die„Blätter einer Pflanze auch nur höchſt wenig, und dabey die Stamm- wurzel an der Erd- Oberfläche eine Kleinigkeit von Gipſe, ſo thut er doch ſchon die obige Wirkung, wenn auch in, ſerbodens, zeich 5 net ſich die hieſige Gegend noch durch das viele vox- nE treffliche Obſt, ganz beſonders aber durch die Kirſchen tref aus. Es giebt hier kleine Beſikungen, deren Kaufs-. werth vielleicht kaum 1000 Nthl. betragen würde, die-| 4 bey guten Jahren eine Einnahme von mehr als 100| m Rthlr. von Kirſchen und anderem Obſte haben. Eben|[M ſo giebt es Dominien, deren ſammtliches Areal"nmiab« herd Über 500 Morgen beträgt, und die oftmals ein Pacht» 19 1 quantum von 300-- 400 Rthlr. blos für ihre Kirſchen| 3 bekommen, Da man nun beinah ſicher annehmen kann, vn daß dieſe faſt eben ſo oft gerathen, als ſie mißrathen, voſſen ſo leuchtet ein, wie ſehr dieſe Neben- Rente das an ſich 4 4“ ſo einträgliche Land in ſeinem Werthe erhöhen hilft.“ Der Abſatz der ländlichen Erzeugniſſe iſt überdies ge, den hier gar nicht ſehr. ſchwierig, weil die beyden Märkte beſonders von Frankenſtein und Reichenbach hierzu ſehr vortheil- WUT hafte Gelegenheit bieten.| wade Ueberhaupt könnte man die hieſige Gegend als- Aut Muſter einer vörzüglich ſchönen Landſchaft gelten laſſen.| W:R0 Die angenehme Abwechſelung von Hügeln und Thälern, dart der gute Boden, der auf erſtern faſt eben ſo ausgezeich- wie m net iſt, als in 1e6tunn die Lebhaftigkeit, die durch die gun Nähe der Dörfer entſteht; ferner das; daß die Gipfel 98. M7 der höheren Berge mit grünen Büſchen bekränzt find; fam! alles dies zuſammen giebt ihr einen eigenthümlichen lihe€ Reiß. Stände ſie in der Agricultur auf der hohen Stufe dan| wie die Gegenden von Liegniß und Haynau, ſo wäre Oinfer ſie ohne alle Widerrede die vorzüglichſte Gegend von dögeſa Schleſien, und vielleicht eine der ausgezeichnetſten in E: Deutſchland. Enfferny SSI<>- Wee Dpa N J SE Ier den, zhr 5 viele vox: die Kirſchen deren Kaufs würde, die hr als 100 ben, Eben Areal nicht ein Pachts te Kirſchen men kann, mißrathen, das an ſich 1 hilft, t überdies 1 Rärkte x vathul: Gegend als lten laſſen, ind Thälern, 0 ausgezeich? die durch die aß die Gipfel vefränzt ſind) igenthimlichen ver hohen Siu" nau,[vin ffe Geen? von gezeigueifen I SZ 215 eum Wir nehmen unſern Weg jetzt in gerader Richtung nach Süden. Allenthalben finden wir hier den. vor= trefflichſten Weißenboden. Seine Miſchung wechſelt nur wenig, und die Höhen ſtehen ſelten in ihrer Güte weit hinter. den Thaälern. Seine Farve iſt durchgehends dunkelgrau,“hie und da etwas mehr ins braungelbe fallend. Die Unterlage iſt, mit wenigen Ausnahmen, überall ein beinah ſenkrecht ſtehender Lehm, der ſich, wie ich weiter vorn ſchon bemerkte, leicht in tragbare Erde verwandelt. Dieſer liegt ſehr tief, und bildet älſo- meiſt auch den. Untergrund.- Dadurch wird dann die waſſerhaltende Kraft des Bodens ſehr bedeufend, und“ er verträgt Näſſe und Dürre gleich lange. Allenthäl- ven iſt das Wirthſchaftsfyſiem der Bauern- das“ der Dreyfelder. Jedoch hat'man ſeit einiger Zeit angefan- gew, den Kleebau ſtark zu betreiben, wozu man ganz 'beſonder3 durch die vorzüglichen Wirkungen des Gipſes aufgemuntert. ward. Namentlich gilt dies von Beer- waldau, wöohin- alle Jahre im Winter eine-ſehr große Menge Gips aus Dirſchel geholt wird.- Es iſt aber, wo man dieſen hier anwendet, die-Wirkung aud) außer? ordentlich, und der Klee zeigt eine Ueppigkeit darnäch; wie man ſie ſelten ſieht. Ein viermaliger Wuchs bey grüner Abfütterung, oder ein zweymaliger beym Abtro>s nea ,.wo aber bey leßterm derſelbe jedesmal ſo iſt, daß kaum die Senſe ſich durcharbeiten kann, iſt der gewöhn- tiche- Ertrag eines folchen Aders. Weiten wächſt als- vann hinter ſolchen» Klee beinah eben ſo kräftig, wie hinter ſtark gedungenem Nübſen« Jeder Wurf-des ausgeſäten Gipſes zeichnet ſich hier aus. Es iſt freilich eine beſchwerliche Sache, aus einer Entfernung von 12 Meilen, und noch dazu meiſt bey WEITE ekt EHER =="210.--- einem höchſt ſchlechten Wege; dieſes Düng:- Material herbeyzufahren. Aber man läßt ſich dieſe Mühe doch nicht verdrüßen, und jährlich nimmt die Anzahl der Fahrenden zu, Dazu kommt denn noc<, daß man bey den. Gipsbrüchen oft Tagelang warten muß, ehe man Ladung bekommt, weil das Zuſtrömen. der Fuhren zu groß iſt, und das Bedürfniß nicht immer auf der Stelle befriedigt werden kann. Dies iſt ein Überzeugender Be: weis, daß der. gemeine Landmann das Gute nur erſt Fennen muß, um darnach zu ſtreben,[ "Bey- dem auf dieſe Weiſe immer mehr verbreiteten RKleebaue fängt man denn auch hie und da an, die Som- merſtallfütterung mit den Kühen einzuführen, und dieſe vor den Stoppeln nicht auf die Felder zu treiben. Mehrere Beyſpiele von verſtändigen Landwirthen und mit gutem Erfolge gegeben, würden das Fruchtwech- ſelſyſtem gewiß hier gar bald allgemein machen. Denn ließe man den Körner- Anbau auch immer die Haupt- ſache bleiben, und das müßte und könnte man auf einem ſolchen Boden, ſo würde doch durch den mehrern Anbau von Futterkräutern und die daraus folgende vermehrte und verbeſſerte Viehzucht die Boden- Rente anſehnlich vermehrt, und dadurch der Aey ſelbſt noch in immer mehrere Kraft geſeßt. Die Gegend von Stolz iſt durch den Kalk, der hier gebrochen und gebrannt wird, und der als Düngung auf den hieſigen Boden ſehr vortheilhaft wirkt, noch be- ſonders begünſtigt, Man baut hier und in dem ganzen Umfkreiſe von mehr als einer Meile vielen Flachs, wie ich Ihnen ſcſtöFigen und nachtheiligen Gräſern und Pflanzen bewachſen waren, ZeorrwÖ>ZTTTH-=. NIED und di Gewin gaben; fen wo zen ſin heilſat wäſſet wuhſ: jedröin ſah div - ſhon ſo te, un zu der; Freilich Ienthallbo all verd! kommt 3 Gtiiey wird,| zu meh N WENN ſv find; Grade 1 einen D Eungöge wieder; die 68 d fet wird, und Yety, Mepten 4 (Breölay| if GER [ der Rühletg ſchönen weißen Bahrſchänlih: daß der Dek nannten Noth ir ſhon mht: mm dies au) 1her pom Bo: Id fein lang: in den Halm“ ſcheinlich die [ben ſey. 1 die hochſt erlandiſchen 6) 0n- 3 Andern 1, und der xath Mathn bewieſen, 10 (eichen Anlage eine lange Zit gewandte Au hen, in were die api hv biſt und owa DD und die in dieſem Zuſtande einen höchſt unbedeutenden Gewinn von Gras, das von der ſchlechteſten Art war, gaben; ſind nun in die vortreflichſten Wieſen umgeſchafs2 fen worden. Die alten nachtheiligen Gräſer und Pflanz zen ſind ausgerottet,«und an ihrer Stelle ſind andere heilſamere hingeſat worden. Durch die angebrachte Be- wäſſerung ſind dieſe Wieſen zu einem ſo üppigen Gras- wuchſe gebracht worden, daß ein dreymaliger Schnitt jedesmal eine ungemein reichliche AuSbeute giebt. I< ſah dieſelben am 1 2ten Mai, und da war da3 Gras ſchon ſo dicht und hoch, daß es an vielen Stellen lager- te, und daß ich den davon zu machenden Heu- Ertrag zu der Zeit ſchon auf 15 Centner vom Morgen ſchaäßte. Freilich ſtand es auf den großen Wieſenflächen nicht als lenthalben ſo üppig, aber dennoch zeichnete es ſich über» all vor allen Wieſen der Nachbarſchaft aus. Daher kommt es denn auch, daß bey der Berpachtung mancher Stre>en jetzt das Dreyfache gegen ſonſt dafür bezahlt wird, und daß ſich auf dieſe Weiſe das Anlagekapital zu mehr als 25 pro Cent verzinſet, Die Bewäſſerungen dieſer Wieſen ſind mit einer ausgezeichneten Umſicht und Genauigkeit angelegt; eben ſv ſind auch die neuen Beſämungen derſelben im höchſten - Grade nachahmungswerth. Das Waſſer, was auf dem einen Orte überflüſſig wird, findet ſogleich ſeinen Ablei- tungsgraben, und fließt in demſelben ſo weit, bis es wieder an Stellen kommt, die ſeiner bedürfen, auf wel- im Beyſeyn des Herrn Kammerrath Plathner, des Herrn von Bierna>y und-meiner, mit eigenen Proben derſelben auf dem Dollandſchen Eirometer vornahm, zeigte, daß an allen dieſen Proben die einzelnen Haare unter einander ſelten um einen oder zwey Grade abwi- , was wir hier ſehen-- Ferſen von einem Jahre haben die Größe von ſonſtigen ausgewachſenen Kühen. Aber zu ven vorzüglichſten kommen wir jekt erſt, das ſind» die'Merzthaler.- Alle ſind von gleicher, Farbe, von einem; röthlichen- Weiß, und alle ſind von gleicher Haltung/ das beißt,- von vorzüglicher... Sie ſind. die vom Hrn. P7 am meiſten vorgezogenen, weil ſie in der Milchnutßung über allen übrigen ſtehen,«- weil-aucer es erlaubt, d. h. wenn keine ſpä» te Näſſe oder Ueberſchwemmung an der guten Beſtellung zu dieſer Frucht hindert. - Wenn nun im dritten Jahre der Klee nicht beſon- der3 gut ſieht, um zu Kleeheu benußt zu werden, ſo wird er abgeweidek. Daß man hierzu tro&ene Zeit wählt, und es nie nach einer Veveſhwenmung thut, verſteht ſich wohl von ſelbſt. Im vierten Jahre tritt ganz daſſelbe Verhältniß ein, wie im zweyten. Daß man übrigens keinen Scern, Hier iſt die kleinſte Hälfte der AeFXer mit Halms- früchten beſtellt, und es würde leicht die Beſorgniß ein- treten, daß Strohmangel entſtehen müßte, wenn nicht, wie ich eben bemerkt habe, hier immer eins dem andern aushülfe, und ſämmtliche Wirthſchaft8höfe als Theile eines Ganzen zu betrachten waren. So aber wird die- ſes Borwerk grade zu dem benußt, wozu es ſich vorzugs- weiſe eignet, nämlich zum Standpunkte der Haupt- und Stammheerde der edlen Schaafe. Zugleich wird hierbey ein eben ſo wichtiger Nebenzwe> erreicht, nämlich der, den an ſich ſer eina milder und ziemlich frucht- barer Mittelboden, mit etwas Steinen verſeßt. Die Unterlage bald ſandiger Lehm, bald Letten, daher iſt auch die Güte des Bodens ſehr ungleich. Die Lage iſt zum Theil flach, zum Theil ſind es Berglehnen. Die hie- fige Fruchtfolge iſt: S5: HARD: 5 1) BehaEte Früchte, 5208 und Erbſen in friſcher Düngung. 2) Gerſte mit Klee, Noggen und Gras und Weide- pflanzen. 3) Klee und Weide. 4) Klee auch Klee- Weide, zu Johannis gebracht, 5) Winterung. 6) Hülſenfrüchte ſchwach gedüngt und Brache. 7) Winterung. 8) Grünfuttev gedüngt, 9) Winterung, I0) Sommerung. Wer auf einem Boden von der angegebenen Art mit Leichtigkeit und Vortheil aus der Dreyfelderwirth- ſchaft in den Fruchtwechſel übergehen will, kann meines Bedünkens nicht füglich einen andern als ven, angeführ- ten wählen. Es kommen hier zwar nur 5 Schläge, d. i. die Hälfte des ganzen Feldes mit Halmfrüchten vor, aber es können deren auch, wenn ein Boden dieſer Art in Kraft geſeßt und erhalten werden ſoll, wohl ohne Scha- den nicht mehr damit bebaut werden. Denn zweyjähri- ger Klee, ſo wenig ich ihn auf einem ſtark gebundenen und reichen Boden für vortheilhaft halte, iſt es doh auf einem ärmern und loſern; eben ſo auch die zweyjährige Weide. Denn nicht allein, daß ſich dadurch ſein Reich- thum vermehrt, ſo nimmt auch dadurch ſeine Bindung zu. Und was dann auc) wirklich an der Größe der Flä- te an zu! Dem Rau lang Rud ßere wur tigen ne FES EAD: GE 451 GS.-220.. CTI der| und Der Da 9 dfv nh doch d ſem 1 Und hi! Gras un) Bipy anni gebracht, nd Brache. "gegebenen rt reyfelderwirth: - Fann meines den angeführ: (R, 0.1.0 in vor, aber 1 dieſep Jrt in vohl ohne Scha: enn zweyjährt arf gebundenen iſt es doch auf die zweyjähriy! urch ſein Reih: ſeine Bindung Größe der Fle fte leit durch 11 Fruchtfolge och dazu det! Zuſchuß für die Erbſen in zehn Jahren zu gewinnen. Denn wäre das zu erzeugende Futter auf einen kleinern Raum beſchränkt; ſo wäre auch eben dadurch die zu er- langende Düngermaſſe geringer, und zugleich auch der Rückſchlag der Erndten gewiß ſo bedeutend, daß die grd- ßere Fläche einen geringern Ausfall derſelben geben würde. IV. Ober-Hemmersdorf. Der Boden iſt hier beinah derſelbe, wie bey'm vo- rigen, nur ein etwas mehr ſandiger Letten, auch iſt ſei- ne Unterlage weniger durchlaſſend, und er alſo feuch- ter, mithin mehr zum Verque>en geneigt; die Frucht- folge iſt:!(ME Sa 1) Bohnen und graue Erbſen in friſcher Düngung. 2) Gerſte und Winterung mit Klee und Graſe. 3) Klee zum Hauen, Gras zur Weide. 4) Klee- und Grasweide. 15) Hülſenfrüchte ohne Dünger. 6) Winterung.: 7) Grünfutter und Brache mit Dünger. 8) Winterung. 9) Sommerung. Die feuchtere Lage iſt wohl Urſach, daß hier anſtatt der beha>ten Früchte Bohnen und Erbſen vorkommen zZ und wegen Unbequemlichkeit eines Viehtriebes nimmt Herr P. hinter der Klee- und Grasweide Hülſenfrüchte. Da aber bey der hieſigen Fruchtfolge nur 4 Halmfrüchte, alſo noch nicht einmal die Hälfte vorkommen; ſo bin ih- doch der Meynung, daß, wenn es anginge, es beſſer ſeyn würde, anſtatt derſelben lieber Gerſte oder Hafer und hinter dieſem die Hülſenfrüchte in halber Düngung- - 232= / folgen zu laſſen. Dadurc entſtünden dann freilich zehn Schläge. Sollten deren aber, der übrigen Wirthſchaft- unt? Berhältniſſe oder der Lage der AeFer wegen, nur neune Vieh bleiben, ſo könnten dann die Hülſenfrüchte, da deren rk ohnedies in No. 1. gebaut werden, ausſcheiden, und es nenn müßte hinter Sommerung dann Winterung folgen, die auch in dieſer Folge, wie mich die Erfahrung mehreres und, mal gelehrt hat, immer ſehr gut geräth, beſonders wenn tung ihr noch im Herbſte vor der Saakfurche eine halbe Dün- gung gegeben würde. Freilich müßte man mit allen t Übrigen Arbeiten ſich ſo einrichten, daß das Aufbringen des Dünger3 zu der Zeit keine zu große Störung machte. Ef Hinter dieſer Winterung folgte alsdann die Brache und;| das Grünfutter, und die andere halbe Düngung würde|' nachgeholt. Was auch an ſcheinbaren Unbequemlichkei- ig ken hier vorkäme, das würde durch das mehr gewonnez- ne Stroh erſeßt, und die Kraft des AFer8 würde bey den vorangegangenen Weide- und Kleejahren, verbun- den mit der zweymaligen vollen Düngung reichlich wie: folge: der hergeſtellt,'| falls Aus der Verſchiedenheit des Bodens und aller Ver- Die( hältniſſe gieng nothwendig auch hervor, daß für jeden inden Hof eine andre Eintheilung der Felder und Fruchtfolge ald gewählt wurde. Außerdem mußte beſonders auch dar- Outer auf geſehen werden, daß ſich alle einzelnen Theile zu ei-| Dr nem Ganzen ordneten, und es mußten de3halb hie und; 1) da Nüſichten genommen werden, die bey einzelnen Gü-| kern zu nehmen nicht nöthig geweſen wären. In wie- 2) fern es Hrn. Pr. gelungen ſey, das vorgeſte>te Ziel zu) ſ erreihen, werden Sie aus der Zuſammenſtellung der 4 9), einzelnen Höfe zu einem Ganzen leicht beurtheilen| 4) 8 können.' h' | reihh'" | Virthſciy Nr RÜ fe, da demn den, und ez folgen, die ng mehre onders wenn halbe Din: 1 mit allen Aufbringen ung machte, Brache und ung würde vemlichfel: gewonnt: würde bey 1, Nhu: an) wie d aller Diets ß für jeden Fruchtfolge 5 auch dat? heile zu eis alb hie und nehmen Ol . Jims ete Zul 1 fellung det hattbeilen zr== moe we € wes 233 unent Der Stand der Feldfrüchte war, als ich ſie ſah, untadelhaft, und faſt durchgehends ausgezeichnetz; das Vieh, wie ich ſchon bemerkt habe, im vortrefflichſten Zuſtande, und der Gang der ganzen Wirthſchaft in ei? ner wünſchenswerthen Ordnung. Wir kommen nun auf die andern Herrſchaften, und zwar zuerſt auf die von Camenz in nördlicher Nich- tung zwey Meilen entfernt liegende B. Herrſchaft Heinrichau, Auf dieſer ſind erſt drey Vorwerke nach dem neuen Syſteme eingerichtet 3 die andern werden noh in drey Feldern mit anſehnlihem Futterbaue bewirthſchaftet. Die, drey eingerichteten ſind: F: Vorwerk Moſchwiß. Der Bodsn iſt hier ein milder und mit gutem Er- folge zu bearbeitender Lehm. Seine Unterlage iſt eben? falls Lehm, der bis zu einer bedeutenden Tiefe geht. Die Güte der Felder iſt aber nicht durcte Früchte, ſtark== die andere Hälfte Erbſen ſchwach gedüngt. 2) Gerſte mit Klee,== Winterung mit Weidegrä- ſern angeſät. 3) Klee zum Mähen,=- Grasweide. 4) Klee, zu Joh. gebracht.=“ Weide im Spaätk- herbſte ungepflügt. 5) Winterung, Dreſchhafer.' 6) Hülſenfrüchte,=- Brache 0RB DNN"als La- gerplaßz fürs Dorfvieh. 7) Winterung im ganzen Schlage. 8) Grünfutter und Hülſenfrüchte gedüngt. 9) Winterung, auch wohl Sommerung. 10) Klee, welcher, wenn noch ſo viel Dünger da iſt, gedüngt wird. 11) Winterung. 12). Sommerung. In dieſen x1 2 Schlägen kommt die Hälfte mit Halmfrüchren vor, und da dieſe jedesmal in einen kräf- tigen und gut vorbereiteten A&er kommen, ſo iſt an ih- rem Gedeihen wohl nicht zu zweifeln 3 mithin wird auch der Ausfall an Stroh und Körnern gegen die Drey« felderwirthſchaft ſehr gering ſeyn, beſonders da noch ein ganzer und ein halber Schlag zu Hülſenfrüchten be- ſtimmt iſt, die zur Reife gelaſſen werden, und von dem Strohe nach dem Vorlegen ein großer Theil zur Einſireu Xommt. Ic führe abſichtlich alles immer auf die Drey- felderwirthſchaft zurü&, weil die eifrigen Anhänger der- ſelben, die eben desSwegen auch Anfechter des Frucht- wechſelſyſtems ſind, dem lekßtern immer den Vorwurf machen, daß es weit weniger Stroh und Körner erzeuge, und ihm deSwegen das mehr gewonnene Futter theuer. zu ſtehen komme. Da außerdem in zwölf Jahren zwey und eine halbe Düngung gegeben wird, ſo vermehrt ſich der Reichthum des Bodens doppelt, einmal durch die Wei- dejahre, und dann durch die Düngung. "00 11. Vorwerk Altheinrichau. WG Der Boden iſt hier faſt derſelbe, wie in Moſch- “ wiß, nur eher no< fruchtbarer und ausgeglichener. ingt. Seine Haupteigenſchaften nebſt Unterlage und Unter- 1). grund ſind ſich aber ganz gleih, Die hieſige Frucht- Dinger da ij NEE: 450.: 2; / 1) Beha>te Früchte, die andere Hälfte Grünfutter friſch gedüngt. 2) Gerſte mit Klee,=<=<=- wWinterung- ; 3) Klee zum Mähen==-=- Sommerung ) Hälfte mit mit Klee. im einen fröf: 4) Weideklee---=== Klee zum ſo iſt au ih: Mähen. wida LC 5) Winterung. die Dreys 6) Hülſenfrüchte und Brache gedüngt. a noh ein 7) Winterung. üchten bes- 8) Sommerung. Q von den Von acht Schlägen ſind hier 4 und*/ mit Halm- zur Einfirtu früchten beſtellt, alſo ohngefähr%, weniger, als bey uf die Drey- der Dreyfelderwirthſt, nämlich der, daß man mit der Arbeit nicht fertig zu werden weiß. Denn wo Handarbeiten nur ſchwer und theuer zu haben ſind, da iſt es eine höchſt ſchwierige Seht veſtel zan) bead Ith mög Hen Den Irbo Gin ſeinet die zt Fomm de ff, 6.4 andere he 57" 2m. TT BEIN <<< 237 minen [eigt aub: Sache, einen ganzen Schtag mit beha>ten Früchten zu 1 und ein beſtellen, und dann auch die Erndtedeſſelben zu beſtreiten. Opern Box Auch iſt eine Hauptſache, die man bey dem Ueber- des werten gange in ein anderes AFerſyſtem im voraus nicht un- ferung geſät, beachtet laſſen muß, darauf zu ſehen, daß ſich auch die ichern Eins Arbeiten auf die verſchiedenen Jahreszeiten ſo viel als erung im möglich, gleichmäßig vertheilen. Dieſe Aufgabe hat e würde das Herr Pl. faſt überall auf die genügendſte Weiſe gelöſt. chiede, uns Denn in den meiſten ſeiner Fruchtfolgen vertheilt ſich die er doh zel Arbeit auf den Frühling und Herbſt beinah gleich. Der „des Gan» Grünfutterſchlag läßt ſich zu verſchiedenen Zeiten mit früge dies ſeiner Beſtellung verlegen, und füllt ſo die Lücken aus, ten Frucht die zwiſchen der Frühjahrsſaat und Brachbeſtellung vor- da das ex PFommen. Das weitere Herausſuchen und Vergleichen fro) nod der Beweiſe für meine Behauptung überlaſſe ich Ihnen vohl eine ſelbſt, da es mich zu lange aufhalten würde. 2 III. Bernsdorf. 100 Derſelbe Boden, wie auf den vorigen beyden, zilich dure nur noch reicher.„Hier werden gebaut; ) durch das 1) Beha>te Früchte und Bohnen in Dünger. die hie 2) Gerſte und Klee. leder herge 3) 64 es uathe:- 4) Winterung. 5 uE 5) Erbſen und Grünfutter, auch bisweilen Brache, y benußen,; gedungt. leh,: 6) Winterung und Raps. EE 7) Sommerung, nach Naps8, Winterung. je fehr DIO? Auf Boden von der Beſchaffenheit, wie der hieſi« 11.0 ge, läßt ſih, nach meiner Meinung durchaus keine j jut) A andere paſſendere Fruchtfolge auffinden. Denn die ge- Wifi gebene iſt aufs genaueſte auf die Erzeugung und Er- -7 “BRin Zee ien erze<<< -==7/"238-- haltung der Kraft eben ſo ſehr, als auf deren vortheil- hafteſte Benußung berechnet, Sie erfüllt in jedem Falle die ſtrengſten Forderungen, die man an eine Frucht- folge auf ſolHer hoh gelegen, der Boden wechſelnd. Die Unterlage iſt zum„Theil auch ſchwer durchlaſſend. Dies und feine Lage mach? den Boden kalt und weniger fruchtbar, als er fonſt ſei- ner Miſchung nach wohl ſeyn könnte. Der Untergrund beſteht hie und da aus ſtrengem Lehme, meiſt aber au3 Falfhaltigem Geſteine. Hieraus folgern Sie leicht, daß das hieſige AFerland- von großer Verſchiedenheit ſyn Ee: .€ =-- OD>> -=-ZTDT-TZT. 2-2 I:>> b-t »- =-- - d> SIDES ( mit H fam Al WANT ben aufzu m, hafte] deſſell Gewit theile figfe der eh drößtet dm Fön UFD( fupely = 405<= 100007 feyn müſſe. Auf ihm hat Herr Pl, folgende Frucht- Din jedn- folge gewahlt:) eine Frucht: 1) Beha>te Früchte in friſcher Düngung. und bringt 2) Gerſte mit Klee eingeſät. m zum bd 3) Klee zum Mähen. y 4) Klee zu Weide, Mitte Junii gebracht. 5). 6) Erbſen gedüngt. 7) Winterung. 8) Grünfutter. einen einges nführen fons fe Ufigemein leihen über? 9) Winterung mit Grasſaamen. Degen fein T0) Gras- Weide. je den weit' IL) Weide im Herbſte geſtürzt. ert; Vit 12) Hafer. Es ſind hier von 12 Schlägen freilich nur fünf mit Halm- und einer mit Hülſenfrüchten bebaut. Dies dorf, kann allerdings im Anfange Mangel an Stroh zur Fol- ge haben. Jedoch iſt für einen Boden von der angege- 1 Voter: benen Art wohl füglich kein heilſamerer Fruchtwechſel gen werden aufzufinden, als der angeführte. Denn durch dieſen ewiethſchaf: muß, ſo zu ſagen, ſein ganzes Weſen aufs vortheil- hafteſte verändert werden, und es kann, nach Umlauf deſſelben, ein anderer, mehr auf äugenbli&lichen Geld- Gewinn berechneter, mit Leichtigkeit und ohne Nach- theil eingeführt werden. Um aber die ganze Zwe>mä- hoch gelegen, figkeit des angegebenen einzuſehen, wollen wir ihn wie- | zum Ih der ein wenig durchgehen. Lage mah Klee würde auf hieſigem Boden nur mit dem 17.116 größten Schaden einführig zu Winterung beſtellt wer- 77111014 den können, weil ſeine Strenge und Kälte nachtheilig MEN auf die Saat in ſo fern wirken müßten, da die Klee- 1 ör. ſtoppeln ſich nicht ſchnell genug zerſeßen, und der Bo- ſgi( vn n&. dict; 0- ZW | den während der erſten Vegetation der Saat nicht in die hät. WURIdE+- gehörige Gahre kommen würde, Darum iſt ihm die. yriht DUE. Weide und der frühe Umbruch im andern Jahre ſehr ſen, 11408 heilſam. Daß in Nro. 10 und 11 Weide vorkommt, zem 19104, iſt für die Erfriſchung eines ſolchen Bodens und zur| |'| EE Sammlung von neuer Kraft ebenfalls nothwendig. Für 11618 gewiß anzunehmen iſt aber, daß nach dem Umlaufe die- je| ſes Fruchtwechſels die hieſigen Ae>er mit wenigſtens 13 30 pr. Ct. vermehrter Kraft und 3= 4 Grad vermehr- EK ter Thätigkeit, alſo mit doppelter Fruchtbarkeit aus finde JEW IE demſelben treten werden, im Vergleich zu der, in wel- Dir Fs/ hem ſie darin aufgenommen wurden, 15 Gem | Ei. Herr Pl. erwirbt ſich ohne Zweifel dur< die Ein- die! BE|, führung eines ſo verſchiedenartigen und den mancherley oft (WRITE Jandwirthſchaftlichen Verhältniſſen angepaßten Frucht- qm] y(XS wechſels auf dieſen bedeutenden Herrſchaften um die(hſm | 0/8 Gegend ein großes Verdienſt, und das um ſo mehr,- he * jW[ j da er der Erſte war, der ſo etwas in der hiefigen Gegend! vn? |) 104 durchſeßte. Deshalb konnte es freilich auch nicht feh» Run 1109)(19.2700' Jen, daß er mit mancherley Schwierigkeiten zu kämpfen| (:39)/28 71 hatte, und ſich über fo manches ſchiefe und unreife Ur- Amt ||] theil wegſehen mußte. 5 M 1196 Die zu den vielen Grasweiden und Wieſenbeſä- the ; mungen nöthigen Sämereyen läßt er durch hierzu ei jeht | Er: gends unterrichtete Kinder und Erwachſene ſammeln, ſaet 97)? die dadurch noch eine Art von Gewerbszweig bekommen Fru 195.10:- haben,|„hie 3:44, DM Schließlich muß ich Ihnen noch bemerken, daß| lung; | n.. mir bekannt war, daß Herr Pl. in dem neuen Jahrbu- ame ' he der Landwirthſchaft im zweyten StüFe des erſten WIENS Bandes,(Breslau bey W. G. Korn) die Bewirthſchaf»- def, j8 tungöart der gedachten Herrſchaften ſelbſt beſchrieben| yyy KEEL. ET X F ea IG u Ntinbie um nw en Jahrt ſh eide vorfomn odens und zu 'hwendig, Fir 1 Umlaufe die nit wenigſten Srad vermehr: tbarfeit aus der, in wels dyr geht„iſt es, woraus der hieſige Ackerboden beſteht. Auf dieſem nicht ausgezeichneten Boden aber finden wir doch die Bebauer rete Früchte, 2) Gerſte, 3) Klee, 4) Klee, 5) Winterung, 6) Hülſenfrüchte, 7) Roggen, 8) Ha- fer und Stoppelroggen. Zu No. x. und 6. wird friſch gedungen. Die weit beſſeren Erndten als die bey der Dreyfel- "derwirthſchaft, und die ſichtbar immer mehr zunehmende Kraft des Bodens reden dieſer neuen Bewirthſchaftung ſo ſehr das Wort, daß es überflüſſig ſeyn würde, nom- viel darüber zu ſagen. Wir wenden uns nun von hier wieder über Rügers- dorf rüFwärts nach Nuppersdorf und Krippib. An dieſen beyden Orten haben die Schaafheerden ſchon ſeit beinah 15 Jahren Ruf, und ſie gehörten in der Zeit, wo ſie dieſen Ruf bekamen, ſchon zu den aus- gezeichneten Heerden der Provinz. Darum iſt es zu be- dauern, daß ſie auf dieſer Stufe ſtehen geblieben und- nicht vorwärts geſchritten ſind, und zwar ſo, daß man Ke jeht, da die Veredlung allenthalben mit dieſem gro- ßen Eifer, und meiſt auch mit Verſtande betrieben wird,. nur noch zu den beſten Mittelheerden zählen kann.=- Es iſt überhaupt eine Bemerkung, die ſich einem ſo oft aufdrängen muß, daß bey dem Vorwärtsſchreiten in it- gend einem Fache Femeiniglich diejenigen, welche die-er- "“ften Schritte thun, ſich durch das angenehme Gefühl, die Erſten auf dieſer Bahn geweſen zu ſeyn, einſchläfern, und ſich ſo den Rang ablaufen laſſen. Hätte man bey den in Rede ſtehenden Schaafheexr- 'den eine ſtrenge Sortirung der Mütter ſchon längſt vor- genommen, und zu dieſen Böe aus den anerkannt beſten Heerden gekauft, ſo könnte man ſich jekt gewiß mit den hie d dini en Arnd ) Ale, 4) An, Roggen, 8) Zü 16 6, wird fid bey der Drfe: nehr zunehmende Jewirthſchoftung 4 würde, noh er über Rügers: ppiß, Schaafheerden » gehörten in zu den aus? iſes zu be: ahlkchen und ſd, daß man mat dieſem dr0- betrieben wird, hlen fann,= ſich einem ſv oft rtöſchräten init 1, welche diet genehme Gefühl eyn, einſchlafen enden Senfft“ ey ſhon Len 0 en auchn! heſien bt gu mat de / -. 245= vorzüglichſten.der Provinz in die Schranken Fellen. Es verſteht ſich übrigens von ſelbſt, daß man dieſe Sache mit Einſicht und größter Genauigkeit: hätte betreiben, und vorzüglich auf. die Homogenität der Böe ſehen müſ- fen. Uebrigens würde ein Ankauf. von ächten Race- Müttern wohl nicht nöthig geweſen ſeyn, da dieſe Heex-: den bereits in der achten Generation der Verediung: ſind: Auf derſelben Stufe, wie die genannten beydetr Heerden, ſteht die von Tſten Früchten treibt, ſo. laßt man, da man nach dieſen immer nur Sommerung mit Vortheile nehmen kann, auf dieſe Klee, und zwar bis- weilen zwey Jahre hinter einander folgen, um dann wie- der in der Ordnung mit den übrigen Feldern zu ſeyn. Wo man aber. den zweyjährigen Klee nicht liebt, da nimmt man hinter den Halm- Früchten Gerſte, und hin- ' ter dieſer Winter- Roggen, in welchen man denn im Frühjahre den Klee ſät.== Sie ſehen leicht ein, welche Unbequemlichfeiten ein ſolches Feſtkleben an der Dreyfel- derwirthſchaft mit ſich führt; wenn man doch gern die AeFer zum Anbaue von Futterkräutern benußen, und auch nach dieſen immer eine Frucht haben will, von de- ren Gedeihen man gewiß ſeyn kann. Die Bauern ahmen dies alles faſt auf gleiche Wei- ſe nac<. Bey den ſogenannten kleinen Leuten, deren AeFer beſonders. das Servitut der Schaafhutung nicht haben, findet man folgende Fruchtfolge: 1) Gerſte und Kartoffeln gedüngt, 2) Roggen, 3) Hafer. Und dies wiederholt ſich immer fort. Wären ſie nicht durch den, im Verhältniß zu ihren Ae&ern, ungewöhnlich ſtarken, Viehſtand,-den ſie vermöge des Rechts der Gräſerei, das ſie überall haben, aushalten können, in den Stand geſeßt, alle drey Jahre zu düngen, ſo würden ſie am Ende ihre Ae>er dermaßen entkräften, daß ſie gar nichts mehr als etwas leeres Stroh trügen. Der Rückſchlag der Körner in ihren Früchten iſt ohnedies'ſehr auffallend. Hie und da bauen ſie wohl auch etwas Klee. Dieſer wird in den Noggen geſät und bleibt gewöhnlich zwey Jahre wiede! zieht! neh, und dabe Früh omm am 20 (mm gemi | ganzen Minder biſhau, wn NOR Cie 3( Dama hier betty, iſ h nicht unboe treibt, fo Uhit Z Ommen mi und zwar his: , im dann wie: eldern zu ſeyn, icht liebt, da erſte, und hin: nan denn im yt ein, welde 1 der Droyfel: doh gern die ußen, und 1, von de: Jam Vat: um, de Qutung nicht 1) Gerſtound et, Und dies vt durch den, hnlich ſtarken „der Gräſete, in den Stand vürden fie au ß ſie gar niht Der Ruda ſah aufyln), fw Ziſer „wöhlih zw Jahre zur'Benußung liegen, bis dieſer A>er bey der wiederkehrenden Winterung wieder umgebrochen wird. Ihre Acer beſtellen ſie mit ihren Kühen. Dieſe ziehen größtentheils mit den Schultern, indem man ih» nen Kumter anlegt, die oben und unten getheilt: ſind und an den Seiten feſt anliegen. Die Thiere werden dabey am wenigſten angegriffen, und ſie beſtellen die Frühjahrs- und Herbſtſaat, ohne daß ſie däbey ſehr ab- kommen. Beſitzer von etwas größern Wirthſchaften die an 20 Morgen und drüber austragen, halten auch wohl einen oder ein Paar Ochſen, die dann mit den Kühen gemeinſchaftlich die A&erarbeiken zu machen haben. Sonſt werden bey größern Beſikungen auf dem ganzen Striche, den wir jeßt durcker- Fabrik mit der Landwirthſchaft in genauer Verbindung, ſowohl in Hinſicht auf Ohapelliptike als auf Viehhaltung ſteht.; Der Boden iſt hier ein ſtark gebundener Thonbo- den, der bey guter Düngung jederzeit ſichern Weißen ' trägt. Seine waſſerhaltende Kraft iſt, da ſeine Unter- lage ſtark anhaltend iſt, ziemlich"bedeutend." Sein Un- tergrund wechſelt, bald geht er von einem ſtrengen Leh- me in kleine Neſter von Mergel, bald aber auch in feſt liegenden Grant über. Seine Graswüchſigkeit iſt nicht gering, eben ſo neigt er auch etwas zum Verquecen. Die von Herrn Baron von Koyppy hier beobachtete SAU folge iſt nun: I) Beha>te Früchte, vorzüglich Runkelrüben. 2) Gerſte oder Hafer. 3) Erbſen. 4) Winterung. 5) Brache. 6) Winterung mit Klee eingeſät. 7) 8) Klee zum Mähen, im zweyten Jahre biswei- len zum Abweiden. 9) Winterung. Da bey dieſer Fruchtfolge nur ein einziger Schlag mit Sommerung, d. i. mit Gerſte und Hafer beſtellt iſt, ſo kann leicht Mangel an Sommer- Strohe entſtehen, wenn nicht der Schlag, welcher Erbſen trägt, damit aushilft. Ueberhaupt würde ich dieſer Fruchtfolge doch das auszuſeszen haben, daß ſte auf einem Boden, wie Vors die ehim zelt, tragt) meidlig ein na und| hier erl Ueppig Kut, mählig auh no D mene Schlägt reinigen, deen zehn zum NNN mm wi ſich dir fann 6 vorzeno aud) um iſt, de doch der Boden 1 ſicher au V, ige fl Welenoy -- 251= 1 hh. der hieſige, zu wenig Halm- und Körner-Früchte er-. im Cohn zielt. Denn da nicht einmal die halbe AFerfläche ſolche '. trägt, ſo muß meines Bedünkens Strohmangel unver- „eine Nunfel meidlich eintreten, und das beſonders alsdann, wenn aft in genaue, ein nachtheiliger Winter eine nur mittelmäßige Weißen- jruchtfolge al und Roggenerndte zur Folge hat.. Daß übrigens die | hier erbauten Halmfrüchte faſt ſtets in ausgezeichneter dener Thonbo- Veppigkeit ſtehen müſſen, dafür birgt ſchon die große ichen Weihen Kraft, welche bey der angeführten Fruchtfolge ſich all: a ſeine Unter: mählig im Boden ſammeln muß. Dazu kommt dann . Ein lin auch noch, daß derſelbe an ſich ſchon ein recht guter iſt. ſtrengen Leh- Der Anbau der Halmfrüchte ließe ſich aber na<ß ' auch in feſt meiner. Meinung. dadurch vermehren, daß aus neun eit ift nicht Schlägen, wenn man grade, um den Ader wieder zu Gerquieden,! reinigen, die Brache in No, 5. nicht auslaſſen wollte, fete Frucht: deren zehn gemacht würden, und im leßtem', oder abtra- u genden Schlage hinter Roggen noch Hafer-folgte, und Wen. dann unmittelbar nach Ha&Efrüchten lauter Gerſte genom- - men würde. Denn bey dem großen Reichthume, der ſich durch die erſten acer hinlänglich zu reinigen. Indeß bin ich doch der Meinung, daß zweyjähriger Klee- auf ſolchem Boden nicht mit Vortheile zu dulden iſt, wo man ſtets ſicher auf das Gerathen des einjährigen rechnen kann. jahre biswei-; ziger Gli „ beſtelt if. FIF ja je entfehet; Ware nun auch wirklich wegen der Reinigung des jet, Amit Aers die Brache in No. 5. nothwendig, und der zwey- gege doc) jährige Klee ſchiede dagegen aus, ſo würde ich, bey der jeden, wie gebliebenen Eintheilung in 9 Schläge, hinter No. 6. -=- 252= Klee, und zwar dieſen. bis in den Herbſt zur Benutung laſſen. Im. Spätherbſte werde er dann umgebrochen, und im Jahre darauf mit Gerſte beſät, und auf dieſe. folgte dann Roggen. Letterer iſt mir auf ähnlichem Boden, und in derſelben Folge, vorzüglich gerathenz und daß er nach Gerſte nicht grade zurückſchlägt, bewei- ſen. die ſämmtlichen Wirthſchaften der kleinen Leute in. der Gegend, die ihn immer auf dieſe folgen laſſen. Und - hiep würde für das Mißrathen dieſer beyden Früchte um. ſo weniger zu fürchten ſeyn, da zu dem Roggen, der nach Brache folgt, friſch gedungen wird. Sie wundern ſich vielleicht, warum der Herr v.K. nicht den Klee in die Gerſte No. 2. ſät, und dadurch in den ganz gewöhnlichen, regelmäßigen Fruchtwechſel tritt. Er verſichert aber, nach derſelben niemals guten Klee ge-. habt zu haben. Was ich bey der Bewirthſchaftungsart. der-Gräflich. Hodbergiſchen Güter bemerkte, das gilt hier noch mehr. ES werden bey dieſem hier angeführten Syſteme Schäkße- im Boden aufgehäuft, die darin wohl nicht verloren ſind; aber eine genaue Berechnung des, eine lange Zeit nicht volle Zinſen tragenden Kapitals, beweiſt doch, daß man darauf ſein Augenmerk beſonders richten muß, dieſe auf andere Weiſe herauszubringen, um die geſammelte Bodenkraft in der Folge als Lohn der angewandten Im telligenz allmählig in die Kaſſe fließen zu machen. Dies kann nun hauptſächlich nur dadurch bewirkt werden, daß man bey der Viehhaltung ganz beſonders darauf ſieht, verkäufliche Produete durch dieſelbe zu erzeugen, die den höchſten pecuniären Gewinn eintragen. Und dies ge- ſchieht doch nur jezt faſt einzig und allein durch eine feine Scaafheerde, Und dieſe finden wir in Krain grade a I EKHG iht,* - delfufe From ſchoff Etta gewin derF wr,| bey 1 Ghaa [e feine dem ſelte 6 1 nom ſch! nh, 'Y hm vt und ſtellen zweyt „5007 zu Dittyung ny ung (, Un auf ip it auf hnlichen Üglich gera then; Üſlägt, bene fleinen Reute iy en laſſen, Und den Früchte um, 1 Roggen, des 1 der Hetr 6,8, md dadurch in "twecſet tritt. guten Ales gi (der Gräflich noh mehr, yſiume Shale nicht verloren eine lange Zeit weiſt doch, daß fen muß, dieſe die geſammelte gewandten Ty nahen, Dis ft werden, da 3 darauf ſieh) augen, bieden Und dies Ae? urh eine feitie Amit grade nicht, denn die hieſige ſteht nur auf einer ſehr guten Mit- telſtufe. Herr v. K. iſt zwar der Meinung, daß es wenig fromme, mit bedeutenden Koſten eine feine Heerde anzu? ſchaffen, wenn man von dieſer einen ſo geringen Woll- Ertrag habe, daß man kaum 10 Stein vom Hunderte gewinnt, wie dies bey mehreren ſächſiſchen Schäfereien der Fall ſey. Die mehrere und beſſere Futterung meynt er, werde dann auch ſchlecht bezahlt. JIndeß bringen bey wenigem und ſchlechtem Futter auch ſtarkwollige Schaafe keine ſonderlich große Wollmenge, und nicht al- le feinen Heerden geben dieſe geringe Schur. Es giebt deren im Gegentheil, die bey gleicher Haltung faſt daſ- ſelbe Gewicht geben, wie ordinaire Mittelſchaafe. Auf die Kultur der Wieſen, die Herr v. K,. in ei- nem ſehr vernachläſſigten Zuſtande fand, iſt er ſehr be- daf. * Die Menge hoher Dämme an den Ableitungs8grä- ben der Ae>er und Wieſen bereitet er durch Umgraben und Begießen mit Gille als Düngung für ſcharfe Aer- ſtellen vor. Auf. dieſen thun ſie dann, wenn ſie im zweyten Jahre nach dieſer Vorbereitung aufgebracht wer- den, vorzügliche Wirkung. Wieder eine Fruchtwechſelwirthſchaft finden wir in Olbendorf bey dem Herrn Baron von Lorentz. Hier iſt der Boden von großer Verſchiedenheit, und er ſteht in ſeiner Fruchtbarkeit im Ganzen hinter dem von Krayn. Seine Miſchung beſteht aus einem Vebergewicht von Thon, mit einem mittelmäßigen Neich- thum an Humus. Seine Thätigkeit iſt gering, da die Unterlage hie und da undurchlaſſend, und„Übrigens an- haltend iſt. Sein Untergrund RCI ungemein und verändert ſich oft in der Länge von einigen Ruthen mehr als einmal. An den Höhen finden ſich hie und da her- vorbrechende Quellen, und auf denſelben ſind. mitunter ſcharfe kieſige Kippen. Auf den Ebenen eignet er ſich aber zum Klee- und Weißenbau bey guter Düngüng ſehr 3 auch trägt er dann, wenn-das Jahr nur nicht all- zunaß iſt, guten Roggen und ſchöne Gerſte. Hafer bringt er bey einiger Kraft und Kultur immer ſehr ſicher, Zum Verqueken hat er aber eine ſtarke Neigung. Das. Wieſenverhältniß iſt gegen die A>erfläche gering. Auch bedürfen die Wieſen einer großen Nachhülfe, die ihnen Herr v. L. auch anfängt angedeihen zu laſſen. Unter allen dieſen Umſtänden fand derſelbe für gut, folgende Fruchtfolge einzuführen, nämlich: Eu rx) Winter- Rübſenz Ha&früchte und Futtergemenge gedüngt.| 2) Winter- Rübſen gedüngt; Arnaut mit Klees " Roggen mit Klee. 3) Weißen mit Kleez Klee; Klee. 4) Klee durch den ganzen Schlag. 5) Roggen und Weißen gedüngt. 6) Erbſen. 7) Roggen. 8) Hafer mit Klee, 9) Klee- Weide. TO) Roggen gedüngt. IT) Gerſte. Eine Bedenklichkeit ſtößt Ihnen wahrſcheinlich gleich beym erſten Anbli>e dieſes Fruchtwechſels auf, nämlich die, daß zweymal Winter- Nübſen auf einander- folgt. Herr v. L. aber hat früher beym Betriebe des Aderbaues in Sachſen die Erfahrung gemacht, daß der gibſon ſey, 1 Gerſie nend höhen folge, thun verſchl hoof! ſaaten! mehr wird, vb, ei man Dar ſes hehe, Wnficdie (uh „Fru ben, in naturh] einführi fürchten € weſt,| ten Für! ausfomn (8 tragt ey Niejeg eder 1, Die m Rühn wür ) hie und in 1. ſind Within en eignet| guter Ding venue niht dl Jerfte, Hefe "mer ehr ſie, digung, Dj eing. Jud fe, die ihnen“ laſſen, Unter gut, folgende vftergemenge mit Klees wahrſchein) wens a „auf nander Sotrlehe des t, daß di! -- 255= RNübſen ſelbſt die beſie Vorbereitung für den Rübſen ſey, und. daß, wenn auc) die erſte Erndte, die nach Gerſte in ungedüngtem- Ader folgt, nicht grade ſehr loh- nend ſey, die folgende in friſcher Düngung einen um ſo höhern Ertrag bringe. Auch ſey der Weißen, der dann folge, um ſo ausgezeichneter. Bey einem Boden wie der hieſige, der ſeinen Neich- thum feinesweges vergeudet, ſondern vielmehr zu feſt verſchließt; glaube ich auch, daß dieſe Verfahrungsark höchſt vortheilhaft ſeyn müſſe, da durch die beyden Oel- ſaaten derſelbe außerordentlich aufgelo>ert und zur Vers- mehrung ſeiner Thätigkeit ungemein viel beigetragen wird.- In dieſer Rüsſicht bin ih auch ganz mit Herrn v. L. einverſtanden, daß es ein geringer Verluſt ſey, den man durch das etwanige Zurükſchlagen des erſten Rüb- ſens habe, gegen-den großen Vortheil, den man durch ihn für die folgenden Früchte erlangt. Denn außer der vorzüglichen Weiten- Erndte, muß der darauf folgende Klee gewiß einen überſchwenglich reichen Einſchnitt ge- ben, und das Land hinter dieſem muß ſich, trotz der natürlichen Bindung des Bodens, dennoch ſehr gut zur einführigen Beſtellung zu NRöIgen: eignen, ohne daß man fürchten darf, von dieſem eine geringe Erndte zu haben. Ehe ich die weitere Feuchtfolge einer Kritik unter- werfe, ſehen wir zuvor, welches Verhältniß von erzeug- ten Körnern und Stroh zu dem Futter bey derſelben her- ausfommt. Es ſind 6 Schläge mit Halmfrüchten, dies be- trägt etwas über die Hälfte des ganzen Areals, Es iſi, da dieſes Verhältniß etwas gering iſt, daher die Frage, in welcher Kraft die Schläge ſind, welche dieſelben tra- gen. Die in No. 2. und 3. folgen als zweyte Frucht nach einer ſtarken Düngung, werden alſo gewiß&nen ſehr lohnenden Ertrag bringen. Die in No. 5. ſtehen nach ein und zweyjährigem Klee in friſcher Düngung, und müſſen, da der A>er zu dem Klee ſchon in ſtarker Kraft niedergelegt ward, eher allzuüppig als ſchwach ſtehen. Der Roggen in No, 7. wird, wenn ihn nicht allzu ungünſtige Witterung trifft, gewiß ein ſehr ſtarkes Mittelgetreide werden, eben ſo wisd det Hafer in No, 8. ausgezeichnet ſeyn, da bey der natürlich günſtigen Be- ſchaffenheit des Bodens für dieſe Frucht, ſie ihn in einem noch recht kräftigen Zuſtande findet. Auf der Kleeweide laſſen die Schaafe nicht allein eine Menge Dünger fallen z ſondern ſie wird bey'm Umbruche noch außerdem friſch gedungen. Da iſt dann wieder eine ausgezeichnete Rog* gen- Erndte zu erwarten. Wird nun die Roggenſtoppel zeitig im Herbſte geſtürzt, ſo daß ſie allenfalls noh vor dem Winter nach der Herbſtſaat gewandt werden kann, ſo iſt auch eine gute Gerſten- Erndte zu erwarten. Und nach dieſer kann man, da ſie erſt die zweyte Frucht iſt, allenfalls wohl erwarten, daß der Rübſen, wenn nicht beſondere Umſtände nachtheilig auf ihn wirken, auch nicht gerade mißrathen müſſe.:| Was dann die AFerarbeiten betrifft, ſv theilen ſich dieſelben ſehr gut nach der Zeit ab. Denn Winte- rung ſind alle Jahre 44 Schläge zu beſtellen, das be- trägt etwas weniges mehr, wie bey der Dreyfelderwirth- ſchaſt. Dazu kommt, daß ſich die Arbeiten bey dieſer Beſtellung ſehr regelmäßig vertheilenz denn die I des zweyjährigen Klees in No. 4. kommen zeitiger zum Um? bruche, als das+x des einjährigen. Die Kleeweide in No. 9. desgleihen. Wenn nun dieſe Flächen frühzeitig zubereitet und zuerſt geſät ſind, dann bleibt Zeit genug, / Wande ih N Beſtel Zeiten zu thü get, 8 ganz d Ueberg quemli 2 lich mur lich de) der far ſhWdty Wie Dey€ bu vor nmah uw N henden häufig mid zu Erttag lichen€ Korns) C nir bez0 fannten In deöh ſtnidt« ihn Mb; y, Nl IM 0, DN 1.4 2 fw in ihn Da zt vm Alp jail| ie pappe m; 0, 1, wid, vem Rab 3 wt, Hen Fea 0 Dd MON| ) ve nohri4 Anfin0 ieſe Früht, fe m in dane e funkt, Veſter Qlapb 7 dine Dore Dinge fllt; rude 108 aufdem A 191717.0970102,18 (112,010004 35 fe aluufels uod or kt meh a, u I vn Wm unh wW KK R, wm wö u I vin, / '' aim wirft, 1 ) iw; jez+ m aa afin, wb kot du 0) W kü NG W" '„alen 10] „“ M+ ima; jap * die ändern ntit Winterung zu beſtellenden Ae>er hinläng- lim zu bearbeiten. Bey der Frühjährsſaat kommen 4 Schläge zur Beſtellung. Da jedoch das Futtergemenge ſich in die Zeiten verlegen läßt, wo man grade nichts Wichtigeres zu thun hat, ſo iſt die Stärke der Einſaat noch gerin? ger, als die im Herbſte; Mithin bleibt die Arbeit faſt ganz dieſelbe wie bey der Dreyfelderwirthſchaft, und der Uebergang aus derſelben führte nicht die mindeſte Unbez quemlichkeit mit ſich. Dazu, daß Herr v. L. ſo wenig Häfrüchte, näm- lich nur in eineni Drittel Schlage baut, wird er vorzüg2 lich dadurch beſtimmt, daß, außer Kartoffeln, wegett der ſtarken Bindung des Bodens, andere Hafrüchte ſchlecht gedeihen. Er baut deren ohngefähr ſo viele, als wie bey einer Dreyfelderwirthſchaft mit ſtarkem Futter baue vorkommen. Man kann aber dies Um ſo weniger einen Fehler nennen, da hier der Klee ſtets ein ſicheres und mit weniger Mühe erzeugtes Futter giebt. Nöch muß ich etwas über den in No, 2. vorkom menden Arnaut ſagen; Es iſt dies eine bey Odeſſa ſehr häufig gebaute Art von Sommer- Weißen, der durch mich zuerſt in Schleſien bekannt gemacht wurde. Sein Ertrag iſt viel beſſer und ſicherer, als der des dewöhn- lihen Sommer- Weißens, ,auch iſt der Gehalt ſeines Korns weit vorzüglicher. Es haben zwar manche Landwirkhe, die ihn voi mir bezogen, gemeint, er ſey ganz mit dem bisher bes kannten Sommer- Weiten ein und daſſelbe, und haben ihn deshalb weiter nicht geächtet, und geglaubt, weil ſie nicht gleich Wunder von ihm ſahen, es lohne nicht, ihn anzubauen; Wie wenig Aufmerkſamkeit dieſe aber | 47 KE 258 ZEI auf ihn verwandten, zeigt ſich darin, daß die Aehren dieſes Arnauts eine ganz andere Form und Bauart ha- ben, als die des gewöhnlihen Sommerweitens, und daß die ganze Aehnlichkeit derſelben in den Grannen bes ſteht, die beyde haben. Zudem iſt das Gewicht des Ar- nauts merklich verſchieden, und weit ſchwerer als das des gemeinen Sommerweißens. Herr v. L. iſt mit ſeinem Anbaue ſehr zufrieden. Auch in Möglin wird er jekt angebaut, und man hat von ihm dort dieſelben Erfahrungen gemacht, die ich bey ſeiner erſten Bekanntmachung in den ſchleſiſchen Provin- zial- Blättern, von ihm rühmte. NE Die Schaafheerde in Olbendorf beſteht aus einey ſehr guten Metis- Nace und einem Stamme feiner ſächſi- ſchen Schaafe. Leßtere kaufte Herr v. L. vor 3 Jahren und er hat ſich ſeitdem ſchon bedeutend vermehrt. In ei- nigen Jahren wird der ganze Beſatz der hieſigen Wirth- ſchafthöfe nur aus ihm beſtehen. Die Wolle dieſer Schaafe iſt entſchieden gut, und hat beſonders eine ausgezeichnete Sanftheit. Da nur die vorzüglichſten Böe zugelaſſen werden, ſo iſt mit Recht zu erwarten, daß dieſelben von Jahr zu Jahre beſſer werden müſſen, und dieſe Heerde gar bald einen Plaß neben den vorzüglichſten Heerden der Provinz ein- nehmen wird, Die Metis8heerde wird nur mit Böen von dem feinen Stamme gepaart, und da ſie auch ſchon in der 5ten und 6ten Generation war, ſo iſt auch von dieſer ei- ne ganz beſonders gute Nachzucht zu erwarten. Der Herr Regierungsrath Schwerz erzählt in denz zweyten Stü> des achten Bandes der Möglinſchen An2 nalen, wo er über den Zuſtand des Landbaues in dex eh Gtadf ſaat Vl Vlatti uh" lehtett nicht, demn( ſo m oftmal; 1 By ſher al 0449) (uft, Feen a! ky bil Zieh 06. ſehr ft Und d -Vird ſamme feucht: Eg), Epp, Aus, Goat, Gode: We feſte Ut find Sim[6 dj Ue Yehrop und Bn. erwiens u den Granny Gewicht des 3x wett als by; e ſehr zufrichtn, , und man ha acht, die ich bey fiſchen Proviy- ſteht aus einey 1e feiner ſächſ- bor 3 Fahrat ehrt, Ju eis ſigen Wirth» Wen zu, und a, Da mur en, ſo iſt mit Jahr zu Jahre gar bald ein er Provinz eins den von dew h ſchon in dir h von dieſer ww ren, erzählt in dets dgl Ans Jhaus In der e-«amd 259 Weſtphaäliſcert wird, ſo legt ſich die entſtandene feſte Rinde dicht an den feſten Boden, und da dieſer, wenn die Walze darauf kommt, nicht nachgiebt, ſo entſteht auch kein Zerdrü>en der Ninde, und man würde da nur Uebel ärger machen. Daher wird auch hier bey dem Hafer nur die Egge, aber dieſe deſio mehr angewandt, Höchſt wahrſcheinlich iſt das von Hrn. Sch. angeführte Verfahren daſſelbe. Wir wenden uns jeßt von Olbendorf aus öſtlich. Hier finden wir in der Gegend von Grollfau einen wei- “ ßen Thonboden, der eine ſehr anhaltende Unterlage hat, und deſſen Untergrund durchlaſſend iſt, Aus dieſer glü>s lichen Zuſammenſeßung entſteht dann auch ein vorzüg» liher Grad von Tragbarkeit. Kalk wirkt auf ihm ſehr vortheilhaft, und er wird auch fleißig angewandt. Bey ihm zeigen ſich die von mir im achten Briefe angeführten Wirkungen der Kalkdüngung ganz beſonders, Denn ob man gleich ſeit undenklichen Zeiten dieſelbe anwendet, und alljährlich einen Theil des gewonnenen Strohes ver- kauft, ſo zeigt ſich doch keine merkliche Abnahme der Kraft des Bodens, und man beginnt alle Jahre daſſelbe Verfahren. Der Kalk kommt in der Regel alle ſechs Jahre wieder. Denn da man Dreyfelderwirthſchaft treibt, ſo wird immer abwechſelnd die eine Hälfte dex Brache mit Miſte und die andere mit Kalke gedüngt. Ob nun gleich durch den Kalk dem Boden mittels bar einige Kräfte zugeführt werden, ſo iſt dies doch nicht der fortgehenden Aus8ziehung gleich, und allmählig er- ſchöpft ſich derſelbe doch, wenn dies auch nur wenig ſichtbar iſt. Die Urſache aber, daß der Kalk hier ſo vortheilhaft wirkt, liegt wohl in der Natur des Bodens, dL aH zur muth) wohl auc; lich i (Gew) ſiehtt das 8 gar de wenig wollen, [) hehe Ze ſhnih * ſn veranl Nacht fält, Eact, ſich da wil ſ eine dann 3 dieſs J v0hten V weber 3 ip fe und Tih den As"9 vauf fommt|, drüfen des Ad : machen, Deh j | Egge, aber dip rſeinlid if das daſſelbe, dorf aus öftlid, rollfau einen wels de Unterlage hat, Aus dieſer glüds ud ein vorzüge Et auf ihm fehr ewandt, Hey fe angeführten nds, Denn ſelbe mnwendtt, en Stroheb vet: he Abnahme der [2 Jahre daſſellt Regel alle ſecs vfelderwirthſhof e eine Hälftedt alfe gedüngt, em Boden mittel Aft dies doch mit und almähly 0 „auh mw pig ; der ulf hier fo MOE Boden, - muthlicE, was am Gewicht 11 Centner enthielt, nur 1x Nthlr. 8 Ggr. Jekt ſteht der Preis deſſelben ohngefähr doppelt ſo hoer die- ſem Zwange mit unterworfen iſt, ſo ſagte er, daß er ſchon verſucht habe, durch den Schulzen und die Orts» gerichte auf die beſſere Ueberzeugung zu wirken. Ex ha- be ſie aufmerkſam darauf gemacht, welchen Scaden ſie jeht hätten, daß ſie den dritten Theil ihrer Felder gar nicht benußen könnten, und das Futter ſo theuer kaufen müßten. Ja! das iſt wohl wahr! bekam er zur Ant- wort; aber der Klee würde doch auch unſre Felder aus- ſaugen, und was ſollten wir dann den Sommer hindurch mit unſerm Viehe machen. Davon, daß ſie es dann im Stalle füttern könnten, ſcheinen ſie die Möglichkeit nicht einzuſehen, und wenn man ihnen Beyſpiele von andern Orten anführte, wo dies geſchähe; ſo entgegne? ten ſie, ja!“ dort iſt es auch anders wie bey uns. Das Läſtige des Durcheinanderliegens der Ae>er fühlen ſie, aber ſie halten eine gütliche und freiwillige Auseinanderſeßung für unmöglich. Als ihnen der Pa- ſtor ſagte, daß es wohl dahin kommen könnte, daß ſie durch Geſeße dazu gezwungen werden würden, da ant- worteten ſie: o dann iſi es uns lieb, da wird ſich die Sache ſchon machen. Und laſſen wir es nur bis dahin. -=“ 264=-- Wem fällt hier nicht Gellerts Fabel von der Prediger» wahl ein?-- Nachdem ich nun die Farben zuſammengetragen habe, mahle ich Ihnen dieſes Hogartſche Stü> aus. Rindvieh und Schweine ſind das Hauptvieh in den Wirthſchaften. Einige Schaafe werden zwar auch gehalten, dieſe ſcheinen aber nur dazu da zu ſeyn, um in der Ertragung des Hungers dem andern Viehe mit einem guten Beyſpiele voran zu gehen, Das Bischen, von den gemietheten Wieſen, geerndtete Heu gehört für die Pferde; denn die Kühe kann man mit ſo vorzügli- ker ziemlich gut zu. Wag ihnen aber ganz beſonders zu ſtatten kommt, iſt, daß ſie, dieſen guten und fruchtbaren Boden nicht theurer haben, al3 man an andern Orten ſehr ſchlechtes Land bezahlt. Es ſind nämlich beinah im ganzen Fürz ſtenthum Brieg die Bauergüter meiſtentheils ſo zu ſa- gen Majorake. Denn ſie gehen ſehr ſelten in fremde Hände, ſondern faſt immer vom Vater auf den Sohn. Gewöhnlich bekommt der jüngſte, wenn er nämlich ſchon ſo weit herangewachſen iſt, entweder ſchon bey Lebzeiten, oder nach dem Tode des Vaters, deſſen Be: fihung. Aus dieſem Grunde ſollten ſie freilich Mino» „rate heißen. Der Preis, wofür er ſie annimmt, er- reicht in der Regel nicht die Hälfte deſſen, was ſie ei- gentlich werth wären.. Das Geld, was er an ſeine Geſchwiſter herauszuzahlen hat, wird gewöhnlich noc< auf Termine ohne Zinſen geſeßt, und ſo wird es ihm leicht, dieſe Termine abzuſtoßen. Deshalb ſind aber, wie es wohl den Anſchein haben könnte, die übrigen Geſchwiſter nicht ſo gar ſehr zurügeſeßt.' Denn die- ſen hilft der Vater auf alle Weiſe auch zu einem Eigen? thume. Eine ſolche Gegend muß freilich wohlhabend blei ben, denn außer dem geſammelten Vermögen, was meiſt in den Kaſten verſchloſſen wird, vergraben ſie n0G -- 266-=- Scäße in ihren Ae>ern, die einſt ein glüFlicher Nach- folger, dem der Himmel die Einſicht verleiht, mit großem Vergnügen aufſchließen wird. Noch einen Pendant zu dem eben fertigen Gemäl- de muß ich Ihnen auch von einem Dorfe der hieſigen Gegend geben. Dort war es nämlich noch vor einigen Jahren bey Strafe von einem Quart Brandtwein ver- vpönt, den Miſt, der bey der Ausfuhr vom Wagen ver- loren wird, aufſammeln zu laſſen. Man könnte wohl aus dieſer ſonderbaren Strafe ſchließen, daß ſte das Gute bewirken ſolle, daß jeder ſeinen Miſt ſo gut auf- laden ließe daß gar nichts vom Wagen herunter fallen könnte. Indeß iſt dies nicht der Sinn des Geſeßes z ſondern man will nicht das ärmliche Anſehen haben, daß- man zu ſolchen Kleinigkeiten ſeine Zuflucht nehmen müſs ſe. Es iſt eigentlich eine beſondere Ehre, die man dem Ac>er anthut, daß man beweiſen will, er bedürfe ſo was nicht. Funfzehnter Brief. Sie fragen, ob denn die ganze Gegend in dieſer Dunkelheit tappe?=- Es giebt freilich Ausnahmen, aber wenig. So iſt zum Beyſpiel Jerſchen ein Dorf, was zu dieſen Ausnahmen gezählt werden kann. Denn hier nimmt nicht allein der Kleebau jährlich zu 3 ſondern man benußt auch den hier gefundenen Mergel fleißig. Aber ſo viel ich weiß, iſt hier die Theilung der Aeder - ſchon vor mehrerern Jahren geſchehen." Ein Beweis, wie wohlthätig dieſelbe augenblilich wirkt, ſchaft a! dur digt Not voz von j des| Ch 901 [R] - inl gez) zs ſl 911 ſcht dem ind ſt Zuſt dert hauf ami dieſer doc Ww echte [11 od Ohe ag. 8 verleiht," fertigen Geni) 'fe der hieſin 10h bor einigen Fandtwein vet om Wagen vt n fönnte wohl - daß ſie das ft ſo gut auf: erunfer fallen des Geſehes; m haben, daß nehmen müſs e, die man ,& bedürfe gend in dieftt Juönahmen, orf, wa zu Denn Wie zu 3 ſondert verge! fps: 19 ver hedet Gn Bewe, HEES 267 iE Ein Beyſpiel von einer hieſigen Dominial-Wirth- ſchaft muß ich Ihnen aber noh erzählen, wobey Ihnen als Landwirth ganz wunderlich zu Muthe werden wird. E3 hat das Gut den beſien Weitenboden, der durc beſonders dachte, und für jedes ſein eignes Syſtem wählte. So habe ich auf einem Wieſen- Umbruche, wo der Boden einen aus» ßerordentlichen Reichthum enthielt, ſechs Jahre hinter einander immer abwechſelnd Erbſen und Hafer, aiſo jedes dreymal gebaut, und immer habe ich ausgezeich- nete Früchte gehabt. Dadurch nahm ich dann dieſem reichen Aer etwas aus der Taſche und wandte es den ärmern zu. 6 kuhn ER heraus zu, boten verbt; Nit ſchen, für ſeats in | hoſt | Tonthal gen ſept ungen zu Why WEN ſih mn Div| alzuſe einer eniſhu | fomme ] ih, v pelforn die Emm itte ß hinne 1 m Rig Nets af Gr, No fchlte gs Obgleich de gering war. „unbedeutend auf ihn Her von erabgeſehte m in gutem oMfommen: Shnen auch p erzählen, Anſichten an Aer: t feins! 1Landwit- nziges Ey: [bſt rathen 0 gewirth ers dachte, 0 habe im einen aus hre hintet fer, ai vögeeid: VENN000 wes den EE 269 BE Eine allzuſtrenge Aufſicht auf dem Hofe hält er guch nicht für gut, Als ich hieher kam, ſagte er, war alles unter dem Verſchluß. Jedes Bund Stroh mußte herausgegeben werden, und doch langte es immer nicht zu. Tezßt ſteht der Zugang zum Strohe jedem Dienſt- boten offen, und mir iſt es lieb, wenn deſſen recht viel verbraucht wird, Und doch habe ich deſſen immer übrig. Mit den Scheuern geht es auch nicht ſo ſtreng, und Sie ſehen, daß mir e8 an Getreide nicht fehlt. Aber da- für müſſen auc< meine Pferde und mein ganzes Vieh ſtets in gutem Stande ſeyn. Der Anbli> bewies es, daß ſie es waren. Freilich möchten wohl dieſe Grundſäße nicht al- kenthalben mit ſo gutem Erfolge in Ausübung zu brin- gen ſeyn, weil die vielfache Gelegenheit zu Veruntreu- ungen zu groß iſt. Herr Sch. meynt zwar, daß man dies bey der ſtrengſten Aufſicht auch nicht vermeide, und daß man denn den Leuten oft grade Gelegenheit gebe, ſich eine Freude daraus zu machen, einen zu überliſten. Dies iſt allerdings ſehr wahr und in der Erfahrung nur allzuſchr beſtättigt. Auch nehmen die Geſinde von einer ſo ſtrengen Aufſicht meiſt Veranlaſſung, ſich zu entſchuldigen, wenn das Vieh ſchlecht gehalten iſt. Nun ſeine Verfahrungsart gute Erndten zu be: kommen. Ich laſſe ihn hier ſelbſt ſprechen. Als ich das, erſte Jahr hier wirthſchaftere, baute ich, wie es früher immer gefchehen war, auch Stop- pelkorn auf den hohen und leichten Ae>ern an. Aber die Erndtke davon war ſchlecht, und kam nicht über das Dritte Korn. Nun ſann ich auf einen Ausweg. Ger- fte konnte ich auf dieſen Ae>Eern nicht ſäen, weil ich fei: ne davon geerndtet haben würde. Mit dem Hafer war -- 270= es nicht viel beſſer, weil beydes im Sommer durch dis TroFenheit verging. Cine Bemerkung hatte ich aber| gemacht, und dieſe war, der Boden trug Klee, Nun rechnete ich, eine Mete Kleeſaamen kann nur by der Selbſt- Erzeugung, alle Arbeit gerechnet, auf etwa 83 Ggr. zu ſtehen kommen. Für dieſen Preis dachte ich, habe ich nicht viel Dünger, und den wollte ich doch gern auf dieſe Ae>er haben. Ich ſäte daher im Frühjahr- ſehr zeitig auf einer großen Breite in den Roggen Klee. Er kam ſehr gut auf, und ſiand nach der Erndte vor- treflich. Alle Hutung darauf war verboten, und es hielt au< nicht ſchwer, dies zu erlangen, da ich Weide genug im eingeſäten weißen Klee hatte, Als nun der Klee auf dem Roggenfelde ganz ſtark geworden war, ſo daß er zum Mahen gekaugt hätte, ließ ich ihn unter- pflügen, und ſo lag der Aer bis zum Frühjahre. Nun hatte ich ausgezeichnete Sommerung auf dieſem Felde. Auf dieſe Weiſe vermehrte ſich mein Düngerhaufen von Jahr zu Jahre; und meine Aec>ker ſtanden ſich wohl da- bey. Dafür waren ſie denn aber auch ihrer Seits nicht undankbar, und gaben mir das Empfangene. reichlich zurück. Dieſe Methode mit dem Einſäen des Klees ims Frühjahre, und deſſen Unterpflügen im Herbſte, halte ich auf einem wenig reichen und leichten Boden für ganz vorzüglich gut und allenthalben anwendbar, wo nur Klee wächſt, Denn dieſe Düngung iſt grade die für ei- nen ſolchen Boden allerzwe>mäßigſte, und jeder anz dern vorzuziehen. Der Kalkül des Hrn. Sch. iſt übri» gens gänz richtig, und wenn auch die Meße Kleeſaas- men nicht überall für den Preis zu gewinnen ſeyn mag, ſo ändert dies wenig in der Sache. 4]"9 NU Pain M zenden| (hegen Dien ſiem, ſind 1 ſhaffen N Die 6) (in en 9 roth Ne bent Autterhau Und aud)| Kiy OT bum, Dreily wilhen Y In den giebt 3 Veiſeh, m Dab his hatte ih we Alt, Om m dur by da jet, auf ein reis ctnid, volte i9 dom im Frühjahr Roggen Fly, r Cndte vors fen, unde) da ich Veide Wl mun der den war, ſo ) ihn unter ahte, Nun ſem Felde. haufen von (4 wohl das t Seits nicht ene Kd 8 Rlees iy erbſte, halle den für 900) jar, won ade die für di nd jeder os Gd, if üb Rehe Aleeſans 9106007) Der Boden von Johnsdorf iſt aber zum Theil hoch gelegen, und mag größtentheils einen überwies genden Sandgehalt haben. CEs ſind zwar auch tiefer liegende Ae>er da, welche einen ſehr reichen und guten Weißtzenboden haben, aber dies iſt der geringere Theil.- Die Unterlage iſt ein etwas lehmiger Sand bey den er- ſtern, und ein ſtrenger Lehm bey den leßtern. Wieſen ſind wenige und auch von keiner ausgezeichneten Bes ſchaffenheit, Das Nindvieh fand ich in ſehr gutem Zuſtande. Die Schaafheerde iſt gut gehalten, aber ihre Wolle nur eine gewöhnliche Mittel- Sorte. In Sc, beſonders durch polniſche Juden ausge- führt wird. Ein großer Theil wird indeß auch nach Ohlau verkauft. Denn, obgleich an leßterm Orke auch ein ſehr bedeutender Anbau dieſes Gewächſes betrieben wird, ſo kommt doch noh von andern Orten eine Men= ge hieher, weil hier eine ſehr ſtarke Fabrikation des Ta bas getrieben wird. Ih ſollte Sie jeßt auf die Güter des Grafen von Yor> führen, und dabey auch die Wirthſchaften des als Landwirth ſo ausgezeichneten Amtsrath Stegmann durchgehen. Da ich aber die Schaäfheerden auf dieſen Gütern gern in der Wolle ſehen wollte; ſo verſchob ich den Beſuch derſelben noch, und theile Ihnen meine Be»' obachtungen und Bemerkungen hierüber ſpäterhin mit. Von Ohlau herunter nac< Breslau wechſelt de? Boden ſehr. Ein ſtrenger ſchwarzer Thonboden liegt oft nicht weit von leichtem Sande. Dagegen iſt von Strehlen herüber nach Ohlau wieder ein ſehr fruchtbares kräftiges Land. Der Aer hat hier wieder die graus braune Farbe, und ſeine Unterlage iſt anhaltend, dex "tap ter hie YVan| zei johröſ tig ſatt alles| reht| Helly: Taufen hededet ganz! aud by jöhte0 N MAC YV mV ſagte Golfen Dem; Grid (eau und fm neh" nicht ai den Gi ye! (is hi") FEM M Ühene au ſen, we ) eführt wes 3 Ich weber IM Ni ih inde m, ih vers zu Überzeugen, | Dtiefty, 5 Ubrls feß als bey Gtrehs enſelben ſagte, aus weit mehr Auden auöge: deß auch nah erm Drfe auc ſes betrieben meine Men: ton dT 3 Orafen von hſhaften di? th Stemann jen auf dieſen 9 verſchob iH en meine Be aferhin mit, Wechſelt ver nboden liegt egen ifo - fruthates „die graus Wyend, Des Untergrund aber durchlaſſend. Die Bauern haben it der hieſigen Gegend, beſonders in der Gegend von Wanſen, wo der Boden ſchon wieder etwas ſchwär- zer iſt, die Gewohnheit, ſchon im Herbſte zur Früh- jahröſaat zu pflügen und faſt alles bis zur Einſaat fer- tig zu machen: Wenn denn die Witterung dieſelbe ge- ſtattet, fo. iſt in einem Zeitraume von etwa 14 Tagen alles beſtellt. Bey ſehr troFenen Jahren mag dies recht gut ſeyn; aber bey naſſen halte ich es für nach<- heilig. Denn da man die Saat ſo zeitig beſtellt, ſo laufen mit ihr zugleich auch die Unkrautſaamen, und bede&en dann den Aer früher als die Saat. Nut bey ganz reinen Ae>ern könnte es gut ſeyn; ob ich gleich auch bey dieſen es vorziehen würde, zur Saat im Frühz jähre noch einmal zu pflügen. Die Aeußerungen vines bedeutend großen Ruſti- cal- Gruündbeſißers muß ich Ihnen hier noch anführen. Wir kamen zuerſt auf Schäafzuc für 6= 8 Nthlr. zu Veredlung ſeiner Heerde gekauft hatte, daß er nutitiehr auch feine Wolle habe, und doch hatte er nur 50 Rthlr. fär den Centner erhalz ten. Daß es möglich wäre, bey ihm auch eine ſo fei- nc Heerde zu errichten, ſchien ihm vorder Hand noch | nicht einzuleuchten. Denn wo ſolcer nicht bald nach dem Winter zu be- 18 ' 4 REIT 274 GELTE| ſaenz3 ſondern ihn vielmehr im Frühjahre no< ein-| y mal aufzupflügen, um ſo das Auflaufen des Unfrauts|. 9) zu befördern, und dieſes mit der Bearbeitung ZU zet- TÄ. 68 ſtören; ſo ſchien er die Sache einigermaßen einzu.; M ſehen. Aber, erwiederte er mir, was würden meine! Ww - Nachbarn ſagen, die würden mich ja alle einen ſaumſee- M" [1 ligen Wirth nennen, wenn ich in der Mitte des April8|- | noh nicht zugeſät hätte.=- Dies poinl d'honmneny“"- N. | wirkte denn auch ſtärker, als alle beſſere Einſicht, und 8| 0. [nN er beſchloß, es bey'm Alten zu laſſen.'|". |! Man ſieht hieraus, welche Steine des Anſtoßes by X ſem EL: dem gemeinen Landmanne oft erſi hinwegzuſchaffen ſind,| 8 kt | ehe er zum Beſſern übergeht,|] Puſh, ; i Eine Eigenheit der hieſigen Gegend iſt die, daß in j p | einem ganzen Striche von den Einwohnern der Dörfer| Bi 4 polniſch geſprochen wird. Dieſer zieht ſich zwiſchen Bres8- 8 ey ſi lau und Ohlau durc< bis gegen Strehlen, Die Dörfer/ nin |* haben auch meiſt polniſche Namen, die ſich auf wit en-|E dw 4 digen. Eben ſo auch die Bäche, z. B. Sorofka und Sche-"8 1 lona, Der AFerbau iſt hier in nicht viel beſſerem Zuſtan- R dit 5. ud de, als wie ich Ihnen denſelben in der Gegend von Brieg 4 Hils. IN beſchrieben habe. 4 ſehr y 3 Zwiſchen der Oder und Ohla ſind ſehr viele und ſchr| ſchei GraSreiche Wieſen. Von dieſen wird größtentheils3 der. J üb ' Bedarf der Hauptſtadt gede>tz; eben ſo auch wird viel| durde “ Heu von hier auf die benachbarten Wieſenarmen Land-» Fieit ſchaften verfahren. 7 4 edar Daß aber in dieſer Wieſenreichen Gegend die Viehs| Pd zuſr in ganz beſonders gukem Stande ſeyn müſſe, ver- DS um ſieht ſich wohl von ſelbſt. So iſt namentlich in Kottwitz| 5 iw ein ganz vorzüglich ſ<öner Schweikeriſcher Viehſtapel,| nte jahre noh Uns 4 des Unftutg Viitung A emmaßen din würden mein | einen Jaume (hte des Yypjls ut dhonneny Einſicht, Und öUnftoßes biy uſchoffen ſind, die, daß in der Dörfer ſchen Bres- Die Zirfer auſ wi em: fa und Sche erem Zuſtat- 1d von Brieg jele und ſeht tentheils der Ic wird viel emen Land: * 10 vie Diohe nüſſe, ver? nfottwik jehſiapel, Wenn man ſich jekt Bresölau auf eine Meile genäs hert hat, ſo findet man ſchon wieder Gartenkultur. Röthe- Anbau, der hie und da auch ſchon in der Gegend von Ohlau vorkommt, wird hier ſehr ſtark getrieben. Eben ſo auc< Anbau von Gemüſen. Das A>erland wird hier ſehr theuer bezahlt, und es giebt Beyſpiele, wo ganz in der Nähe der Stadt der Morgen für 4= 500 Rthlr. verkauft worden iſt. Man nimmt aber au< hier dem A&er gewöhnlich alljährlich 2 bisweilen auch wohl drey Erndten ab. Wird ja zur Abwechſelung ein- mal eine Körnerfrucht gebaut, ſo muß derſelbe nach die- ſer noch Rüben oder Braunkohl tragen. Größtentheils aber werden Handelsgewächſe erzeugt, als Zichorie, , Fenchel, alle Arten von Gemüſe 2c. Bresölau ſelbſt gehört nur in ſofern in dieſe Briefe, als es täglich, den Sonntag ausgenommen, einen Ge- treidemarkt hat, auf welchen die Zufuhr aus einem ſehr weiten Umkreiſe geht. Beſonders ſtark iſt dieſe aber an Weitzen. Dieſe vermehrt fich alsdann no: vorzüglich, wenn Ausfuhr ſtatt findet z denn dann werden ſehr be- trächtliche Ankäufe von hieſigen Handelöhäuſern gemacht. Dies war vorzüglich vor einigen Jahren der Fall, als Fehr viel naß England ausgeführt wurde. Nur iſt es ſehr zu bedauern, daß man nicht ſtrenger auf durc Mares men NID"amm „=- odep als Saatlein verſandt werden ſoll. Der Verkauf des Getreides geſchieht hier nach Pro»- ben, die durch die Unterhändler, deren es eine ſehr gr0s ße Menge giebt, an die Käufer gebracht werden, und durch welche der ganze Handel geht. Man nennt dieſe Unterhändler auc< Probenträger, Ein anderer ſehr bedeutender Markt für landwirth- ſchaftliche Erzeugniſſe, iſt der Wollmarkt, der jährlich zweymal, nämlich im Frühjahre und Herbſte abgehal- ten wird. Was an ihm in merkantiliſcher Hinſicht zu loben oder zu tadeln iſt, darüber iſt vor kurzem ſo viel. geſagt und geſchrieben worden, daß ich es für überflüſ- ſig halte, dies noch zu vermehren. Was aber noh an- geführt zu werden verdient, das iſt die große Menge von Wolle, die hieher zum Verkauf gebracht wird, und woraus man auf die ausgedehnte Schaafzucht ſchließen kann, die in der Provinz getrieben wird. Es kommen nämlich nah einem ohngefähren Durchſchnitt im Frühz jahr gegen 145,00% Stein und im Herbſte ohngefähr 50,000 Stein in Summa alſo 195,000 Stein Wolle auf den hieſigen Markt. Jſt auch darunter einige aus dem Auslande, beſonders aus Polen, fo iſt deren immer noch lange nicht fo viel, als auf den kleinen Märkten der Provinz, deren es mehrere z. B. in Schweidnit, Brieg, Neiſſe, Strehlen 2c, giebt, und dann noch zu Haufe ver» kauft wird. Es würde darnach die Summe der erzeug?- ten Wolle gewiß auf 210,600 Stein anzunehmen ſeyn. Rechnet man nun zur Hervorbringung von einem Stein Wolle 9 Schaafe, was eher zu wenig als zu viel iſt, ſs ergiebt ſich hieraus eine Anzahl von 1,890,005 Stkü>. Geringer iſt die Zahl auf keinen Fall, wohl aber aller ghd jen fal gen)' aum gema jj ? Gi dm wandt baut! Nehhe ob fiel) Gili obep ſchieht hier nah ven 08 eine cht NN bracht Werden, un) Man pennt dir] arft für Dandwielh marit, der jährlig d Herbſte abyehale liſher Hinfiht zy vor Furzem ſo viel“ d es für überiüfe 48 aber nod an: ie große Menge acht wird, und ſucht ſchließen . Eb fommen [nit im Frühe erbſie ohngefähr Stein Wolle auf reinige aus dem eren immer noh en Märkten de hweidnid, Britg, o< zu Hauſe vw umme der erzeuh anzunehmen ſem von einem Otelt als zu vie if, ſb 1 999000 tt, wohl aber allet an. 5 Medal Wahrſes wegen, nicht aber, wie ich im zweyten Briefe bemerkte, deshalb ein- geſchoben, um gegen das Verqueken zu wirken. Denn die Aeker ſind hier bey der guten Kultur, in der ſie ge- - halten werden, dieſem Uebel wenig, und nur bey allzu- -- Naſſen Jahren häufiger ausgeſekt. ( Was die Schaafheerden auf dieſen Gütern betrifft, ſo hat die Muſterung, welche ich dieſes Jahr bey ihnen, auf den Antrag des Herrn Beſißers, vorgenommen ha- be, ein ſo günſtiges Reſultat ergeben, daß ſie ſchon mit eſchrei(23| ſchreibung dee Recht zu den guten Heerden zu zählen ſind, und daß, Faden| wenn der Wollpreis derſeiben auch unter dem der übri- EI„DB gen Heerden des Hrn. Bar. v. R. ſtand, dies mehr Ur: ; ſach der Röthung durch den Boden und einer nicht allzu- ih zither ns]' guten Wäſche war. Aber auch dies wird, durch Anla? 1 dehnt um] ge einer beſſern Waſchanſtalt behoben, und die Heerden elberwirthieun- werden bald den Ruf, den ſie verdienen, erlangen. (ze war dit Uebrigens ſtatte ich dem Hrn. B. v. R. hiermit für Gebſen, 3) R:„ſeine berichtigende Mittheilung meinen herzlichſten Dank 6) Rogz öffentlich ab, und ich werde mich ſehr freuen, wenn mir delgbac) folg Vielleicht hie und da ähnliche ſo humane Erinnerungen artoffeln 1, wie- gemacht werden. Binterroggm 7 Was ich im ſiebenten Briefe über die Schäafheer- ve in Barzdorf und auf den übrigen Gütern des Hrn, B. 1 Glau ge v. R, geſagt habe, iſt dahin zu berichtigen, daß ich die- „Bude nger ſelben alle claſſificeirt habe, und daß das Ergebniß davon » frühere Kall- iſt, daß man ſie ſchon weit über das Mit- fait des Bos telfeine ſtellen kann. Durch das nunmehr erfolgende vf. M 4 330 Ie -- 280== alljährige Ausbmerzen ber untern Klaſſen werden fie aben in ihrer Güte ſchnell vorwärts gehen, Im eilften Briefe iſt die Jdee zu einer guten Schaaf- ſchwemme, welche ich bey der Beſchreibung der Wirth-| ſchaft von Peterwilß angebe, dahin zu berichtigen, daß die Abtheilung zum Einweichen und zum erſten Ab- ſchwemmen ves folgenden Tages unten, und die zum Reinwaſchen oder Abſpülen oben ſeyn muß. Erſtere iſt am beſten angelegt, wenn ſie die Länge von 60=- 70 Fuß, die Breite von 30=- 40 Fuß und die Tiefe von 3 Fuß hat. Die Schaafe werden bey'm Einweichen 2 bis 3 mal durchgetrieben, daſſelbe wird den Tag darauf| in demſelben Waſſer wiederholt, und unmittelbar dar- nach in dem reinen Waſſer der obern Abtheilung wird das Abſchweifen vollzogen. wetha ſäber ie guten Shai⸗ iung dr Wi baichtigen, dß zum erſten A⸗ n, und di zum nuß. Exſtereiſ evon 650—% ind die Tisfe von m Einweichen? lörheiung wid 8 d. d. ——Q— ————— COoilour& Grey Controi Chart Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta Wnhite SGSaey Grey 22 Grey 3 Grey 4 Black