— 2 — — —— 1 6 de V 4 3 — 1 N * 2— —* N 6 ————- ——. ———— . —— —y— —— 4 8 ü Ta en Insert menge A-b>h>an eng das Austrocknen der Sümpfe Entwässerung kaltgründiger Acker nach der neuesten von dem Herrn Eikene son entdeckten Verfahrungsart mittelst Abfangen der Quellen. a ee Aus: demwsEnslischenm von dem Grafen von Podewils auf Gusow, Te Se] SIDE Jane Ber!ın, wı700- Auf Kosten des Verfassers, in Commission bey Friedrich Maurer. RER Ei nn ET rn x EG Do ———— nn nn EEFEZIEEER.- III III III DIDI III III Seren Vorrede des Übersetzers. ID em Die 1794 gestiftete Ackerbau- Gesellschaft(Board of Agriculture) in London erfuhr, dafs Herr Elkings- ton eine neue Entwässerungsart entdeckt hatte, die mit einem ausserordentlichen und beynahe unglaublichen Er- folge begleitet war. Sie sah gleich den grolsen Vortheil ein, den das dortige Publikum von dessen Bekanntma- chung haben würde, und gab dahero ihrem Präsidenten, dem berühmten John Sinclair, auf, bey dem Parlamente die Bewilligung einer Belohnung von 1000 Pfund(6666 Ihle, 21681.) sfürsden Herrn Elkıngston nachzusuchen, um ihn in den Stand zu setzen, mehrere Versuche zur Er- IV weiterung dieser nützlichen Entdeckung zu machen. Die- ses wurde auch im Unterhause unter dem 20. Jun. 1795. mit 134 Stimmen gegen 20 bewilligt. Belohnungen dieser Art sind wirksame Mittel, geschickte Männer zu bewe- gen, ihre Kräfte zum Dienste der menschlichen Gesell- schaft anzustrengen, und ihrer Anwendung hat England seine Vorzüge in-so vielen Wissenschaften und Künsten grölstentheils zu danken. Durch Preise von 5 und ıo Thlr. wird man diesen Zweck nie erreichen. Da die Ge- sundheit des Herrn Elkin sston nicht die festeste zu seyn schien, so stand zu besorgen,: dafs’'durch> dessen>un- vermutheten Tod die Welt den Vortheil seiner Sojährigen | Erfahrung in diesem wichtigen Geschäfte verlieren konnte. Um diesem vorzubeugen, trug die Gesellschaft dem Herrn John Johnstone auf, mit dem Herrn Elkingsto n die von ihm ausgeführten vornehmsten Enntwässerungen zu bereisen und davon eine Beschreibung zu machen. Die- ses geschah im Sommer 1796., und Herr Johnstone gab hierauf 1797. die Abhandlung darüber heraus, deren Über- setzung ich hier liefere, in der Überzeugung, dals diese Verfahrungsart Zur Entwässerung der vielen Moräste und Be u;— ee— — Ta——— ehe eyer nn R> ben ne 1 ee A ie —-= 77 U ET EEE TEE rm RT, 2 EP" FR WEERRTEIEER BE Bine cn 70 w Fr BE a ni in Si hr a 3 TE Sr Net rd u. TI EI TEE haha Siimeasiae ae ee’ nn ee v nn BEA- |- V kaltgründigen Acker, die ın den hiesigen Gegenden und besonders in Pommern sind, mit grolsem Nutzen ange- wandt werden könnte. Der Verfasser scheint sich zuerst auf die Beschreibung der Methode des Herrn Elkingston eingeschränkt zu haben, wobey er dasjenige von den Ab- zügen und deren Anfertigung einschaltete, was ihm das nöthigste zu wissen schien. In einem Anhange beschrieb er hierauf die nachherige Behandlungsart der entwässer- ten Ländereyen, die Geschichte und Anfertigung der Ab- züge und die Vortheile der Entwässerung. Mir schien die sich aus dem Inhalte ergebene Ordnung der Ma- terien der Sache angemessener, und ich habe um so mehr geglaubt, mir diese kleine Abänderung erlau- ben zu dürfen, als dadurch die Wiederholungen ver- mieden werden, die sich im Texte so oft finden. Weg- gelassen habe ich nichts, als diese und einige Zeugnisse, die Herr Elkin gston über seine Entwässerunsen be- 5 kommen hat, die nur Wiederholungen der Beschreibung seiner Verfahrungsart und Lobeserhebungen enthielten. Die Anmerkungen des Verfassers habe ich in den Text mit eingewebt, um die Unannehmlichkeit der dadurch ! Ky 23 FR Eu en rn ge SE EERTE EEE ren u EEE En an rn nn nina ui and= u u——€ a cc un vI so öfters unterbrochenen Achtsamkeit dem Leser zu er- sparen. Da mir vielleicht nicht mit Unrecht der Vorwurf gemacht worden, dafs ich mich in der Übersetzung von Marschalls Beschreibung der Norfolkschen Wirthschaft einiger blols provinziellen Ausdrücke bedient hätte, so habe ich mir beynahe kein Wort erlaubt, das ich nicht vorher in Adelungs Wörterbuche nachgeschlagen hätte. Um die Übersicht zu erleichtern, habe ich in je- dem einzelnen Falle die dortigen Geldsorten und Malse mit den berlinschen verglichen. Ich habe dazu die letz- teren gewählt, theils weil sie mir bekannter sind und ich mich also leichter vor Irrungen hüten konnte, theils weil in Gerhards Contorist, dem ich ganz gefolgt bin, sich bey allen Ländern der Vergleich der dortigen mit den berliner Mafsen findet. Sollte also dieses Werk auch das Glück haben, in andern Gegenden Leser zu erhal- ten, so wird diesen dadurch der Vergleich mit ihren Mafsen erleichtert. Die cölnische Mark fein Silber wird zu 14 Thlr. preuls. Courant und 42 engl. Schillinge gesetz- a ee ee"cn u nr nn nn vrr mälsig ausgeprägt. Ein engl. Schilling ist also am iNn- nern Werthe 8 gr. Der Cours ist bekanntlich nach dem Bedarf des baaren Geldes in einem oder dem andern Lan- de steigend und fallend. In den Jahren 1795. und 1796. stand das Pfund Sterling zu 6 Thlr. 6 gr. 6 pf. bis 6 Thlr. 12 gr. Dieses verführte mich, in meiner Übersetzung von Marschalls Landwirthschaft von Norfolk den Schil- ling zu 7 gr. 6 pf:s alssemen Mitttelsatz anzunehmen. Da aber jetzt bey sich veränderten Umständen der Schilling schon bis 9 gr. gestanden hat, so habe ich blofs den ınnern oberwähnten Werth a 8 gr. beybehalten. Die hierinn vorkommenden sind: Geldsorten...uc.. ı Pfund Sterling ä 20 Schill. 6 Thlr. 16 gr.-- pf. ı Schilling EN ı Denar oder Pence ee Längenmalfs. 35 engl: Fuls 34 Fuls-- Zoll ı Yard A 3 engel. Fuls Der 5 ı Pole oder Rod 4163 engl. Eu ı95 ee Eu u ne€ re nur> nn VIll Flächenmaf:s. 8g engl. oFuls 84 Fuls ı oYardägokulengl.&3-- 51 oPoles gı orheinl. Ruthen ı Acre& 160 oPoles 28533 rheinl. Ruthen 12 Acres ı9 Morgen 5 oRuthen rheinl. In den Berechnungen habe ich die kleinen Brüche weg- gelassen. Bey mathematischen und kaufmännischen Be- rechnungen sind sie unumgänglich nothwendig. Hier würden sie die Übersicht erschweren. url TIEREN DRITT DIN DIRT FIIADFIOIF AI IIITAIII Ft nn Fi R a» a. SEES Erklärung der Kupter: Abzug im Triebsande. Bohrlöcher. Gemeiner Spaten. Entwässerungsspaten, unten spitz. Hölzerner Spaten zum Torfgrunde. Grundspaten mit aufgeworfenem Rande. Hacke(scoop), um den Grund des Abzugs zu ebenen und zu reinigen. Rad, um die Strohdräthe zu spinnen, die in den bedeckten Abzügen gelegt werden. Handhabe. b. Strohdrath. » Mall. 2. Abzugsgraben. b. Bretter, um darauf beym Bohren zu stehen, c. Einschnitt für den Bohrer. Durchschnittie verschiedener bedeckter Abzüge. I. obere Breite, 2 Fuß, 6 Zoll. untere, ı Fußs, 6 Zoll. durchdringliche Oberfläche. Sand oder Kies. Thon. lockere ausgegrabene Erde, ı Fuls; umgewandter Rasen, 2 Zoll. runde Feldsteine, ı Fufs. flacher Stein zur Decke, 4 Zoll. Wasserkanal, worinn die Offnung im Quadrat hoch 6 Zoll, und eben so breit an den Seiten mit Steinen eingelalst, volle Tiefe 5 Fußs. x ann nn nan n in WE Da ’ x| ER 7 5 K. YYyasselI nal, WOLIAE Qle VDirH r -=. ef de H i Le i. Bi r7 11 b. I I vul 6 ZLoil } I’ c S0GeLr.NTIeSs 1 d OD. -- er e. Feldsteine, hoch ı Fuls. a. obere Breite 2 Fuß, 6 Zoll. b. untere ı Fuls. lockere Erd 1>< een u Do Y r . umgewandter Rasen, Stroh, lieidekraut oder Binsen, 4 Zol ‚orfen, ı Fuls, 8 Zoll, volle }° 1 0= £: reidstielne quurchelnandel geWw‘ c a. obere Breite 2 Fuß, 6 Zoll. b. untere ı Fuls. c. Thon. d. lockere Erde, ı Fuß. & Le 4 1 e. Sırch; 6. Zoll f. Reisholz in die Länge gelegt, Ä c Ä 1] a. obere Breite 2 Fuls. b. untere ı Fuß. e."Ehon. ns 2 d. lockere Erde oder Kies, 7 1 h; r!” 1{ E e. YVasserkanal, mıt dem Entwässerung: Seren- 13 af N 4 volle Tiefe a1 je uls, 6 Zol a. obere Brite 2 =--- @. BUEeIZAURENE ee SE P e..sıes, tielrı Fuls. ren en u EEE ae BEE a a ch > f 1 1 A are f 2 f. dreyeckiser Wasserkanal, D Dı: 5 rde oder Kies, ı Fuß. ce. Stützen von Holz ins Kreuz gestellt. [7 + 6. ı Fuß, umgewandter Rasen, 6 Zoll. fe) liche Oberfläche. 1] E17: 0 noch ıst, Tiefe 3 Fuß. ı Fufs, 6 Zoll, volle Tiefe, 3 Fufs. spaten gemacht, ı. Fuls, oben 8 Zoil breit, EEE TEETELLELETEEBETE 5 EI FE FR mn nn nn—n. nr Ten I nm ge en m m nn mn a en un mn nn- wu 25 gen m er I Ka e 12123 aA LA :: r ur ren f. einsestampfter Thon, 6 Zoll. \ N 1} N,] nJ ne 77 na} Y 7 1 ns ur 2 BIS> #. Wasserkanal, mit dem Entwässerun;;spaien gemacht, ı Euls, volle Lieie 2 Fuls, 6 Zoll. h. Strohdräthe in die Länge geiest. i. Stützen von Holz. Tab IE Pı ince- 7 horn£i höre, als das Fe ld, wo Zerr Is: kin gston seine En twässerungsart erfand. Giriu midirbi fe. 1.1>71:== ae x a De bl ie 0 Ba ERTL T A. Fleck, wo Herr Zlkingston nach pag. 42 den eisernen Mürdenplahl einstiels und die ( [o) » 7 a n 2=-„ 1 Planvon Lang Harol Pits zu Ouelle entdeckte. N| Al en“ BD, und Es k einer ZUSSST: pen. oO) ] aan te St Be ee re D. anstofsendes Feld, damals mit Rüben bestellt. < FE. Kies| Sandhank rarınn d;} 1®= ii. N1®5 una vanüDdanx. worınn dıe Duell: n l1egen. F. Linie. wo sie ausbrach he der Al ezore Ya f. L1nıe, wo sıe ausbraciien, ehe der Abzı gezogen War. =]} 12 RT; R 1 A UT\ 1! ERS G. bedeckter Abzug, den Herr Elkingston zuerst machte, um die Quellen abzufangen Ä 177 Eee: z Peer 1% 1 a nl ınd das Überströmen auf der eanzen Fläche zu verlhinc « r 1 r.- q r H. Ausflufs desselben im Hauptgraben. Ocheunen. 2 a rn OR Sr ee. 2 a ei K. benachbartes Feld, das durch das Stromwasser litt, ind em dıe undurcalgdrineilene Lrc { 2: ae Se A Pe ABLE EN ee ter Grund, wo nichts als Rusch und Busch stand, weiches durch das Überströ- um. Fan = u. oO men des Wassers verursacht wurde. e ee ae M. durchdringliches Gestein. N. Linie, wo das obere Wasser von dem durchdringlichen Gestein eingesogen wurde. O. Linie. wo es wieder ausbrach. P. Trockner Grund über demselben. O.:l[auptgrab: n. Durch sTCHnEN. 1. Wasserstand des Moors L. b. Wasserstand des Abzugsgrabens G. c. Wasserstand der Linie O. d. Thon und Torferde. \ en Sandbank. e. Frls der f. Fufs des durchdringlichen Gesteins. 5. undurchdringliches Thonlager. Anmerk. ı. Im Durchschnitt haben die grofsen Buchstaben eben die Bedeutung a Grundrils. Die neu hinzugekommenen sind die kleinen. Eben dieses ist bey den übrigen Kupfern beobachtet worden.{ Anmerk. 2. Durch ein Versehen des Kupferstechers ist das D, das im Felde ü 1 ne I N c Fr 77= 1,7 Sandbank E stehen sollte, unten gesetzt, wohin L gehört. IN abs, IIe | Entwässerung eines durch Quellen verdorbenen Grünlandmoors. Erste Classe. Grundaıi EA” A. durchdring!iche Kieslage, die das Regenwasser einzieht. B. Grenzlinien der Quellen. C. C. C. Quellen. D. Grünlandsmoor mit Rusch und Busch bewachsen, das bis zur Linie B gehet. E. Verbindungsgraben(uprigt trench), der das Wasser nach F. einem Bache bıingt, der es weiter führt. G. Graben, um die Quellen abzufangen. Duüurcehschni£t. a. Ausflufs der Quellen. b. Thon und Torferde. c. Wasserstand des Abzugsgrabens beym Ausflusse in den Bach. d. Fufs der Kies- oder Steinbank. e. undurchdringlicher Thon. f. Bohrloch. Tab.2.ıV. Entwässerung eines quelligen Grünlandmoors. Zweyte Classe. Grundrıiı/.. A. A. A. Quellen in der ersten Linie. B.B. B. in der zweyten Linie. C. C. C. in der. dritten Linie. D. durchdringliche Höhe. E. Grünlandsmoor. F. Graben, um die Quellen abzufangen, der unter den niedrigsten Quellen gemacht wer- den muls. G. Verbindungsgraben zum H. Bach, der das Wasser abführt. I. Ausllulspunkt. Durchschnitk a. Wasserstand des Wassers im Moor. b. Wasserstand beym Ausflulspunkte I. c. Torferde. d. Thonlager. e. Bohrloch. f. Kieslager, worinn die Quellen liegen. za—„_— nm re ne A En Din EEE NEED. P- N- en wo we er ee en: er Ee Senscnui eh jet- r' Rn Fufs desselben. 1 I } nn lrineliel sc ERS ls NS-ROGUFEHE TIDSUCHES ıhonla - Mb, EN. ar 3 ee Entwässerung eines Grünlandmvors, das sich um eine Lfül BGrumarıEs A. Ausflufs der Quellen auf der einen Seite der Höhe. ® 7 e. ziehe u. B. Ausbruch auf der andern Seite. U. Niedrigster Wasserstaud deı Quellen. D. durchdringliche Höhe. K. Grünlandsmoor. Graben zum Abfangen der Quellen. G. Verbindungsgraben mit !!. dem Bache, der das Wasser abführet. l. Bohrlöcher. Dure aschnz Et, a. Wasserstand des Abzugsgrabens und dessen Ausflusses. b. Thon und Torferde. c. Wasserbehälter für die Quellen. Jd. Fufs des durchdringlichen Bodens, e. undurchdringliches Thoulager. ab 3 I, Fntwässerung eines Moors, wo man die Lagen der Quellen nicht genau bestimmen kann, A. Quellen. B. Linie, wo sie ausbrechen. en nu -chdringliche Sandbank. D. Haupt-Abfangegraben, der nach dem Wasserstande zwar gezogen, aber in einigen Stellen unter den Quellen bleibt. F. Verbindungsgräben mit den Quellen. . Haupt-Abzugsgraben. G. nasse und moorige Fläche. n. Entwässerung eines Moors am Ufer eines Flusses oder Bachs. Grundr if 3- 2 IE er E x| Ten \diges durchdringliches Ufer. \ Feier, 1 Ä. g\> Li 2 K2E 1 ıD FI, ng) 1 ı))edet\ Al zug, \ T. 1 a. Sandbank, worinn d EN- b. Auslluls der Quellen. ee ne i c. Thonlager, 6 Fuls hoch, so durchgegraben wird. d. undurchdringliches FIAS, 2) oe AT x 1 1 \O i zu N> 71 IN®. zu n ee De eye INO. 9. ZU dergieic nen, 6 Zoll breit, 6 Zoll hoe T' RS= en® Antwasserunz ceınes ın Tif : E UVJEN,. A ae 1} Er £ durcnül ienes Nomes- u ter, > Y ns 1 B. Hauptquelle. IT- 17 Ir iılNle( I 4 Hels = ei D. mo il In y 1 E 7. ADZUSSSTaADe 1, W nn fe T TR Re PO LE I ‚SDONTIOCNEr- meer Weccer gef._ G. Bach, wohin das Wasser gelührt wird. c 17°»| x E SER 2°\ T. c. Kies oder Gestein, worinn die Quellen liegen. 2®) Te Er Sa d. undurchdrineliches'Ihonlager. [®] o& Entwässerung eü Im N A EG und UNdUFCHÄrINSTit lı ei ‚ 7 Erdlagen. A. oberer) On 3, mittlerer& Abzu £. C, unterer Nase a u bel md man TEE m.1 BL oa na En ai ne nn VER nn nn nn Tr ne nn en mn a Ben, a ETF TELERETTETTEE 3 ae} WETFEZ u ——— T> ı rn 128 NN7 n\ n est. D. Bach, der das\VVYasser abiuärt. {7 1» 1 FE. Verbindunsseraben. X An EN P} F. F. F. Quellen :.- \ FT& (5\3 des l Se rr ıT 1] y 7 y ie 7 I T ı 7 Y Seiekt I ne i( drü ge I cenı ter ee ee ı} 112 1. NASSeELr UNdZmMOORPIELI I c 7 Re RER II U PC 1223: 6,12 Dar Lie } 1 7 9° r 1 1, a. UNUUTCNATr!:I ICHES LI as D rm 1 T F#6) N A c Us ä I A ee a 5) 7:> intwasserunfg eines D es, WO da EI PRRTE SITE w T R r,} 1 7. chen de tr N und f ten(3 1Q 1| F enel nesiıinıe ZWıscnen del 16 een unu Ie ten uvIlunüe, Zu ‚tel i ile SL ie ı ° Y 1 t honlnger ::= (5. nasser mooriser Grund. £ : en H Graben, der das Wasser abführt. T1T a NE DI DO) a Durchschnitt eines Berges mit gleichen Erdschichten. Di» Gipfel des Berges. durchdringliches Gestein. Wasserstand der Quelle. ww ne = = h) . 1 sel bei Ken. . er Sf Irınolırl Tho 1] ser r1 IS Icnes ın1o0n aser. SE 2 AhI z] re oleıchen am Al nance des Berses. ::< N 1 a Aı“ Röhre oder bedeckter Abzu8. ln mn Han an une m PS i ul ;ohrloch. m .— Wasserstand des bedeckten Abzuss ım Verhältnisse des Anusflusses der Ouelle EN Häuser oder Mühlen, wohın man das Wasser a] Ausflufs deı Quelle. r I_*® 1| I Eee| I. durchdrineliche Erdschichte. moorıge delle des Derges. DE .. trockne Seite des Berges. IT. W ET 7 | Yasserleitung bergan ‚ent A; oberes Thonlaser. > SER\ IB. 17. durchdringlich- Erdlage, die zum Wasserbehälter dient. G. unteres undurchdr ngeliches Tihonlager. D. ansenois:;mener Wasserstand der Ouelle. N \. Schornstein. ‘, Wasserleitung. = Los==.---- Ts Ort, wolbın das yyasser LeSschallit werden soll. 1 x Tab. x. ». 7a 2 RAT ET, ei 2" Entwässerung ernes Moors vermittel Wa Dur: hlolren der uUnaufendarl ge hen Grundrifs. A. Hauptabzu; B. Nebe En e C. Bohrlöcher. = vs. T D. umy bende Höhen mit undurchdring! licher Unterlage Durchschn ick a. Torferde. i 5 b. Abzüge darinn mit losen Steine f c. und\urchdringliche 7 honlage. d. Bohrlöcher in selbiger. e.\ zeste:n oder S: and. f tiefer liegende di urchdringliche mit Wasser angefüll g. Abzug, um das Wasser daraus abzuzapien. Tab X1. ‚A Entwässerung eines vermischten Bodens mit unregelmü, IS fe) oD es ] ar eu >) J< Pr ® A. tlioniger mit Rusc h und Busch bewachsener feuchter Boden RB. durchdringliches Gestein oder Sanıdbänke. 7) x 9° ‘, Onetlen. DD: Ha ıptabz IC. E. Neben ıbzüuge. D. 4 PN. 7 Y a. Entwüsserung eines Bodens mit er Lagen. : En a ee= A. thoniger mit Busch und Busch bewachsener feuchter B« oden. 3. Sandbänke. e Abzus in dem nie drigsten I heile des Landes gezogen. 111. Entwässerung eines Bodens mit reg selmäüfsigen Lagen quer durch den ser mit Pusch und Busch bewachsener Boden. l (; Hauptabzug. IB, Nebe: 1abzuge. IB Ausflufs. 7 I r Kabs el 2) Acker, wo der niedrigste Theil ın aeı Mitte ist. Amel, Las i el 1. Al a En B. Abzugsgraben. De) g nn En na en er Lager v IL DEREN EIKE TEEEIEIETETEN DEI INTN DIRGEmmnn nn nn EEE De schon die Römer viel von der jetzigen Entwässerungsart mittelst bedeckter Abzüge wufsten, ergiebt sich aus allen ihren Schriftstellern über die Landwirthschaft. Cato, Palladius, Columella und Plinius erwähnen ihrer und beschreiben Verfahrungsarten, die man nachher für neue Erlin- dungen ausgegeben hat. Columella sagt L. II. cap. IV. Ne lutosus ager tractetur— Nam quae limosa versantur arva toto anno desinunt P9S- se tractari, nec sunt habilia sementi, aut occasioni,.aut stationi.: In strengem und zähem Boden, wo das Wasser sich gar nicht einziehen kann, zogen sie offene Gräben vor. In solchem aber wo es auf Seiten abgeleitet werden konnte oder in die Höhe quilli, bedienten sie den sich bedeckter Abzüge. Sie kannten den Vortheil, sie in einer schiefen Richtung quer über den Abhang eines Feldes zu ziehen. Ein Punkt, worinn die Neuern oft fehlen. Die Tiefe war gewöhnlich 3 bis 4 Fuls. Sie wur- den mit kleinen Steinen gefüllt, und wenn diese fehlten, mit Weidenstök- 7-.= 7.-- Y EI? Ce KEeTl oder Reisern. Letztere drehete sie wie ein 1 au. wine Verfahrunes- art, welche jetzt in England mit dem Strohe ebenfalls beobachtet wird. Die römischen Wirthe bedienten sich dessen indessen nur dann, wann ih- nen bessere Materialien fehlten. Die Enden der bedeckten Abzüge ver- sicherten sie sorglälig mit grolsen Steinen, in Gestalt von Brücken gelegt, und den Ausfluls mauerten sie aus. Eine Verfahrungsart, die. Herr MWhyn Dacker in Irrland allein zu kennen glaubte! Nach der Tiefe der Abzüge zu urtheilen, schienen sie bestimmt, das aus den Quellen kommende Was- ser, so wie das sich auf einem flachen und zähen Boden gesammbelte Regenwasser abzuziehen. Für beydes schienen sie gleich bequem. Auf I Ge- schichte der Ent wässe- rungs kunst bey den Römern, | die richtige Ziehung der Wasserfurchen, die das Wasser nach den Ab- a zügen führten, und auf die Reinigung und Besserung der Gräben, welche | ihre Felder umgaben, wendeten sie vorzügliche Achtsamkeit. Dieses ist hinreichend, um zu beweisen, dals die Römer das gewöhnliche IEintwäs- sern vollkommen verstanden, und wir selbst in den am besten bewirth- schafteten Gegenden uns weniger Vorzüge rühmen konnten, bis Herr Z£I- kington eine Entwässerungsmethode entdeckte, die ihnen gänzlich unbe- kannt war. Die Stellen der ältern Schriftsteller über diesen Punkt findet man gesammelt und übersetzt in Diksons Husbandry of the Ancients 1701: 1892358: in Frank- Der beste der französischen Schriftsteller über die Landwirthschaft u Serves, welcher im Jahre 1600 sein T’heätre d’agriculture herausgab, beschrieb die bedeckten Abzüge ganz genau. Sie wurden mit Steinen ausgefüllt. in Eng- Um die Zeit mit Gewißsheit zu bestimmen, wo die Entwässerungskunst land,; 5 in England zuerst in Ausübung gebracht wurde, mülste man die ältern Schriftsteller sorgfältig durchgehen. Eine Begebenheit, die sich in Sussex zugetragen, scheint zu beweisen, dals die bedeckten Abzüge schon lan- ge im Gebrauche gewesen, obgleich die ältern Schriftsteller, als Zütz Fer- bert und Norden, davon schweigen. Arthur Young erwälnt dessen in seinen ökonomischen Reisen durch die östlichen Provinzen Englands in der deutschen Übersetzung, 8vo. 1775. pag. 80:»Herr Poole erzählte mir »in Ansehung dieser Art der Wirthschaft, welche schon sehr alt ist, einen » Umstand, der angeführt zu werden verdient. Nast vor 100 Jahren wurde zu »Hook, welches in der Grafschaft Sussex auf dem Wege von Lewes nach »Grinstead liegt, eine Eiche, die etwa 200 Jahre alt seyn mochte, umge- »hauen; als man umher grub, um den alten Stock auszuraden, entdeckte »man einen Abzugsgraben, der mit erlenen Zweigen angefüllt war. Diese »hatten sich gut gehalten, und die Rinde schien noch grün, einige Blätter X E ee ee zu m a ee ee ee ee— esse en ee ee ee Zi= Emm—- rn ae m en Me wo ER eur äh x ma Lu ni x EEE EERENEEDTEEEDEE DEN N nA se el ie a »hatten sich noch sogar erhalten. Als man sie aber herausnahm, so zer- » fiel alles zu Asche. Hieraus folgt, dals die unterirdischen Abzugssräben gewesen sind. »Wir lernen hieraus noch einen Umstand, nemlich, dafs sich die »schon vor 300 Jahren üblich »Erlen am besten zu unterirdischen Abzugsgräben schicken. Kein an- »dres Holz, wenn es nicht am Wasser wächst, möchte wahrscheinlicher » Weise nicht so lange ausdauern. Man nimmt insgemein allerley Busch- »holz, z. E. Dornen dazu; ich würde diesem Beyspiele zu Folge, wenn keine Erlen zu haben wären, entweder gemeine Weiden oder Sahlwei- »den dazu wählen.« Die Gesellschaft hat zwar durch den Herrn Richard Preston, einen ihrer Correspondenten, die Nachricht erhalten, dafs die Entwässerung nach der gewöhnlichen Verfahrungsart erst seit nicht viel mehr als 40 Jalıren in der Gegend von Essex bekaunt sey. Iudessen verdienet dieses nähere Untersuchung, da man ziemlich allgemein behauptet, dals sie schon weit länger im Gebrauche wäre. Die bedeckten Abzüge sind vorzüglich bestimmt, der Nässe abzu- helfen, die durch das, aus Mangel an Gefälle oder weil der Boden zu zä- he ist, auf der Oberfläche stehen gebliebene Regenwasser entsteht. Es schlielset dieses indessen den Abzug derjenigen Quellen keinesweges aus, die nicht zu tief liegen, um von ihnen erreicht werden zu können. Öfters wird zwar der dadurch entstandenen Nässe durch solche Abzüge abgeho!- fen, wenn sie die nöthige Tiefe und gehörige Richtung bekommen. In vielen Fällen aber wird durch die Unwissenheit der Aufseher viel Geld ver- graben, wenn sie die Quelle des Übels nicht genau kennen, und zwischen Wasser, das sich auf der Oberfläche blofs sammlet, und solchem, das aus = SEpaek.. EN: Kae; P... A. 2 ii 2 Quellen in die Höhe dringt, keinen richtigen Unterschied zu machen verstehen. Anıven- I dung der hz { oe Abzu: es BeschaE fenheit des Bo- ? “tens, . Sans er ee ee 5 ee-= en 1 m mn a nn= en ER 2 rn nn w BT TE darin ann nn DM int A en ren= Den. Im Boden, der. so zähe ist, dals das Regenwasser darauf stehen bleibt, bis es von selbst verdunstet, wie man ihn in Sussex, Surry und andern Gegenden findet, ist diese Entwässerungsart zwar öfters versucht worden: aber sie hat fast immer ihren Zweck verfelılt. Der Grund ist leicht einzusehen. Im steifem Thone steht das Wasser so fest, wie in ei- ner Schüssel. Ein Ausdruck, dessen sich die dortigen Wirthe bedienen! jeder Graben kann also nichts weiter abziehen, als was unmittelbar hin- einfällt, oder was von beyden Seiten hineinläuft, wenn der Boden naclhı dem Graben zu abhängig ist, weil das Wasser sich keinen Weg dalıin machen kann. Liegt der Graben an einem Abhange, so strömt das WVas- ser über ihn weg, wie im übrigen Felde. Liegt er in einem Grunde, so wird das Wasser darinn stehen bleiben und mufs mehrentheils verdunsten. Die Entwässerung eines solchen Ackers ist sehr kostbar, weil es viele und nahe aneinander liegende Abzüge erfordert. Offene Gräben, Beete und Wasserfurchen sind die einzigen Mittel zur wirksamen Entwässerung der- gleichen Länder. Man mufs den Acker in Beete ordentlich legen, und wo es nöthig, quer vor kleine offene Abzugsgräben ziehen, die unter sich und mit den Wasserfurchen in Verbindung stehen. Auf diese Art wirkt jede der letzten gleich einem Abzugsgraben. Das Regenwasser, so auf das erhöhete Beet fällt, läuft sogleich nach den Wasserfurchen, und in diesen weiter, so lange, bis es Gefälle findet. Hält es ja in einer dersel- ben eine Erhöhung des Grundes auf, so läuft es mittelst der Querfurchen in eine andere, wo es besseres Gefälle hat und längs dieser alsdann bis ans Ende des Feldes in einen der Hauptabzüge. In Essex und Suffolk, wo man diese Verfahrungsart besonders nütz- lich gefunden hat, ist der Boden nasser, sumpfiger Lehm, mehr oder we- niger, auf der Oberfläche mit fruchtbarer Erde vermischt. Die Unterlage ist an einigen Orten kalter hungeriger Lelm. EEE a a a Pe Sr. ae nt 5 Auf dereleichen Boden hat diese Verfahrungsart die beste Wirkung. 7 PR. sa..: ARE 2& 1= Das Wasser hält sich gröfstentheils in den obern sewissermalsen durch- 1°. 17 2) 7 n. Bar: IN s«]. 7 ri drinelichen Erdlagen auf, und kann mittelst der Gräben leicht abgezogen = werden, die bey der Undurchdiinglichkeit der Unterlage nicht tel seyn Wenn Herr Young zu Clare, der in der Entwässerungskunst viel Erfahrung hat, sagt: dafs solche Abzugsgräben in thonigen Äckern die vortheilhiafteste Wirkung zeigten, so meint er gewils solchen Boden. In einem weichen moorigen Boden thut ein offener Abzug bessere Dienste, als ein bedeckter, zumal wenn er zugleich auch noch anderes Wasser abfiühren soll. Öfters kann er überdem zur Grenzscheide der Fel- der dienen. Die Steine würden bey dem weichen Boden versinken und also der ga Abzug verfallen. ER ns Abzug durch einen sehr nassen torfigen Boden, so muls man das von oben und von den Seiten zuströmende Wasser so lange abhalten, bis man die Quelle erreicht 4 har». Wenn man.'ihurlaber den Lauf durch den Abzug gestattet, so mufs man ein Stück Rasen vorlegen, .lamit kein Unrath mit dem Wasser hereinziehen und ihn verstopfen könne. Trifft man auf Bäume, besonders Eschen, so müssen sie ganz ausgeradet werden, weil sich sonst En Wurzeln durch die Lagen der Steine einen Weg machen und den Abzug ver stopfen. Die schwierigste Arbeit ist, bedeckte Abzüge durch Triebsand zu führen. In dem Falle mufs man die Seiten mit, Brettern ausschälen, die - eu- 5: 12: k as ne“ I\ 1, ınan fortzieht, so wie die Arbeit vorwärts geht, um den Sand abzuhalten, zwischen die Steine zu fallen. Wird der bedeckte Abzug von Zieg eln ge- macht, so läfst man. zwischen jeder eime kleine Öffnung, damit das Was- ” E Y Ir. 1=.| E” I= er sich auch von den Seiten, in‘ den Abzug ziehen kann.)er Rasen wird mit der Grasseite unterwärts unmittelbar auf die Steine gelegt, um Ar Kaılnca Rrrl rare lan re} Ioca= BP:\ die lose Erde zu vermindern, durch UlCSc OH 115 Sal herein zu fallen. Das FE “s Sestei BE Ba= in ” we res ana small a nn EEE EEE a ne nn Üben Bahn a Lu en BEE en ve nn aan ne nm«= ne DR un een——. TED a ne ee en n 7» 16) Wasser soll sich blofs durch den Boden und die Seiten, nicht aber von oben in die Abzüge ziehen. Auch auf den Boden des ne legt ma Hasen, um das Aufquellen des ‚Sandes zu verhüten und das Fundament zu sichern. Im Triebsande ist es besser, in der Linie des Abzugs Löcher in den beyden Seiten zu graben oder mittelst des Erdbohrers zu bohren, und diese Löcher in eben der Art, als den Abzug selbst, zu bedecken. Der eingedrungene Sand kann leichter mit der Hand herausgearbei- tet und vom Wasser weggespühlt werden. Den Theil des bedeckten Ab- zugs über die Bohrlöcher läfst man offen, bis aller Sand heı ausgeschafft ist und diese völlig rein sind. Über die Bohrlöcher oder an andern schick- lichen Orten kann man Arten von Trichter anbringen, um in den be- deckten Abzug zu jeder Zeit hineinsehen zu können ns zu beobachten, ob er sich nicht irgendwo verstopft hat, ‚und das» Wasser sich'vermehre oder vermindere.- Wann die lc nicht grofs genug sind, um viel Wasser zuzuführen, als abgeleitet werden kann, so die a. worin die Quel le liegt, nicht sehr tief unter dem Boden des Abzugs ist, sich dazwischen eine Lage von es Riese findet, und durch die man mit dem FErdbohrer nicht kommen kanı so mufs man a dem Spaten Lö- cher darin bis zu der Quelle graben a sie mit losen Steinen füllen. In die Mitte sticht man einen Funden Pfahl ein, ziehtSihnyssobald dies'Steine hineingeworfen worden, heraus, und bildet auf diese Art ein Loch, worin das Quellwasser eindringen kann. Hat kein fremdes Wasser Zugang, so hat man weder bey bedeckten noch offenen Ahz; igen zu besorgen, dafs sich die Bohrlöcher verstopfen. Die Gewalt der Quelle ist mehrentheils selbst hinreichend, die durch Zufall hineinkommende Erde oder den Schlamin wegzuschaffen. Nur durch entstehende Fluthen oder hinzukoımmendes fremdes Wasser können sie ganz zugefüllt werden. q von man nent cher ten, ken. rhei- gr rn en gen ne u ten en: nm nen© ui rer 3 Man hat vielleicht ein halbes Jahrhundert bedeckte Abzüge gemacht, Wie die ; 3 RR-. Abzüge ehe man daran dachte, ob es in einem abhängigen Felde besser sey, sie zu zie- mit dem Abhange oder in einer schiefen Richtung quer durchzuführen. Ehedem entwässerte man ganze Gegenden auf die erste Art, und noch jetzt begehen viele diesen Fehler. Die besten Wirthe sind indessen anjetzo darauf sehr achtsam, ihren Abzügen immer eine schiefe Richtung zu ge- ben, damit das Wasser zwar einen völlig freyen, aber nicht zu schnellen Lauf bekomme, und also die Abzüge nicht sprenge(blow up). Walır- scheinlich ist dieses die Entstehungsart der Feldquellen. In Feldern, die in einem wagerechten Stande stehen oder nur we- nig Gefälle haben, wie es deren in den westlichen Grafschaften viele giebt, ist es ein gewöhnlicher, und wo die Nässe blols vom Regenwasser ent- stehet, sehr richtiger Gebrauch, die Abzüge in einer regelmälsigen Entfer- nung von r, ı4 bis 2 Ruthen(16, 24 bis 32 F.) von einander zu hal- ten, und wenn sie einer kleinen Ungleichheit in der Oberfläche halber nur an dem einen Ende ziehen, nicht weiter mit ihnen fortzugehen, als sie zur Austrocknung des Feldes wirken. Wo der Abhang verschiedene Rich- tungen hat, mu[s der Wirth darauf besonders achtsam seyn und die Ab- züge so führen, dafs sie diese in der Quere durchschneiden. In Äckern, die beynahe wagerecht liegen, sind wenigere und von einander entferntere Abzüge nöthig, als in solchen, die an einem Abhange liegen, weil in je- nem Falle das Wasser von beyden Seiten, in diesem dagegen nur von einer Seite in den Abzug hineinziehet; also natürlich mehrere und näher an einander liegende erfordert werden. Es ist eine allgemeine Regel, nicht zu viele Abzüge nach einem Aus- gulse zu führen. Werden viele Nebenabzüge in einen Hauptabzug geführt, so mufs dieser im Verhälinilse weiter und tiefer seyn, damit er alles Was- ser abführen könne. Fehlt es daran, so wird das überströmende Wasser hen. a a. nn nn road n< er a= en mE ur=., 20 Ä e hm In mel anne> ARE ann net an na BET TEE a ru en ee Rn ec en rn nn DEE ee nn ET Emm en Wr sie e Re) dem angrenzenden Acker nachtheilig. Aus dem Grunde hat man es rath- samer gefunden, mehrere einzelne Abzüge zu machen, als viele zusammen zu werfen und nach einem Ausflusse zu führen. Es giebt indessen Fälle, wo die Lage es erfordert, verschiedene Ne- benabzüge in einen Hauptabzug zu vereinigen. Herr Vancouver macht darüber in seinen wirthschaftlichen Nachrichten von Essex folgende sehr richtige Bemerkung: »„Ist das zu entwässernde Feld sehr abhängis, so mufs man beson- »ders achtsam seyn, den Abzügen eine solche Richtung zu geben, dafs sie »beynahe wagerecht sind. Dieses hat nicht nur die Absicht, den zu schnel- »len Zug des Wassers und das dadurch öfters bewirkte Sprengen der Ab- »züge zu hindern, sondern auch deren encchl zu veaındenm!: I enem »Lande, das völlig wagerecht liegt, und nur so viel Fall hat, als zum Ab- sleichen Umständen »ziehen des Wassers nöthig ist, bedarf es bey übrigens g »einer geringern Anzalıl Abzüge, als wenn es auf einem Abhange liegt. In »jenem ziehen sie auf allen Seiten gleich; in diesem dagegen nur auf der „höhern Seite. Natürlich sind also deren mehrere erforderlich.« Bey srofsen Entfernungen darf man zuweilen nur einige kurze Ab- zuge machen, wo es die Umstände erfordern,. und in den Zwischenräu- men dem Wasser seinen natürlichen Lauf überlassen. Die Beschaffenheit der Oberfläche mufs jedoch vorher genau untersucht werden, da dieses nur dann ausführbar ist, wenn sie aus einer undurchdringlichen Erdlage bestehet. In sofern dadurch die Länge der Abzüge verkürzt wird, so be- wirkt es allerdings Ersparung der Kosten, Die abzufangende Hauptquelle liegt oft in einer srolsen Entfernung ven dem zu entwässerndem Lande. rer 9: Über die zu diesem Geschäfte bequemste Jahreszeit sind die Mer nungen getheilt. Einige ziehen den Winter, andere den Sommer vor. Ist ach st m nr nn Aa aan DEE TEEN BE Sr BE 2 ER a Ne- acht sehr son- sie nel- — TE a Bat a=— EI IR= in 9 Ist der Arbeit viel, so mufs man sie zu jeder Zeit vornelımen, wenn man in die Erde kommen kann. Dieses ist der Fall, wenn ein Wirth ein Guth antritt, wo das Land noch gar nicht entwässert war, oder die Abzüge erneuert werden müssen. In Stoppeln pflegt man sie im Winter, in der Brache aber im Sommer zu machen. Werden sie nur in einem oder zwey Feldern erfordert, so wählt der Wirth die ihm bequemste Jahrszeit. Viele sehr geschickte Landwirthe wollen indessen von keiner andern Jahrszeit als dem: Sommer: wissen. Sie behaupten,'dals sie die Abzüge weit or- dentlicher und sauberer als im Winter machen könnten, wo die Erde mehr zusammenbackte, und dafs dieses das Wasser hindere, sich durch die kleinen unmerklichen Adern, die in dem Boden sind, durchzuzie- hen. Sie wollen auch bemerkt haben, dafs das Öffnen des Erdbodens bey trockner Jahrszeit das Entwässern erleichtere, weil sich die feinen Erd- theilchen, wenn sie einmal auseinandergebracht und gut ausgetrocknet sind, nicht so leicht wieder verbinden, dagegen das Zusammenbacken im Win- ter die Zähigkeit des Bodens zu vermehren beyträgt, nicht zu gedenken, dafs das Fahren auf dem Felde im Winter weit unsicherer und beschwer- licher als im Sommer ist. Herr Young zu Clare in Suffolk ist einer ganz entgegengesetzten Meinung. Er sagt:» dafs er nie im Sommer Abzüge machte, weil damit » zweyerley Unbequemlichkeiten verbunden wären: ı) dals die Grabenarbeit »in einem thonigen Boden in dem Zeitpunkte, wo er trocken und hart »ist, sehr schwer sey, und es 2) überdem zu der Zeit an Mulse und guten »Arbeitern sehr fehle.« Der Mangel an Arbeitern kann an vielen Orten ein unwiderleglicher Einwand seyn, aber die Dürre ist es nicht, weil die erste Arbeit mit dem Pfluge geschiehet. Läfst man also die Furchen nur nicht zu sehr austrocknen, und den Spaten nach dem ersten kleinen Re- sen folgen, so ist Feuchtigkeit genug im Lande, um es ohne grolse Schwie- rigkeiten bearbeiten zu können. Tiefe, io Viele geschickte Entwässerer machen die Abzüge am liebsten, wenn die Felder als Grasland(under a Layer) genutzt werden. Lord Petre ist der Meinung, dafs der Pflug dann am besten wirke. Die blofs zum Abziehen des auf der Oberfläche stehen gebliebenen Wassers bestimmten Abzüge werden am vortheilhaftesten in der Sommer- brache gemacht, weil man alsdann die trocknen und feuchten Stellen am besten unterscheiden und die Ungleichheiten ebenen kann, indem man die Erde von den Erhöhungen abnimmt und die Gründe damit füllet. Greaib. Die Abzüge bekommen eine verschiedene Tiefe, die sich nach der Lage des Feldes, der Kosten, die der Wirth daran wenden will, und ver- schiedenen andern Umständen richtet. Vor einigen Jahren waren 3 Fuls die gewöhnliche Tiefe in nassen Äckern; vor 20 Jahren dagegen waren sie selten tiefer als 2 Fuls 6 bis$ Zoll, und der gröfste Theil 2 Fufs bis 2 Fuls 2 Zoll. Die Hauptabzüge, welche die übrigen aufnehmen, werden immer et- was tiefer gemacht, weil sie das mehreste Wasser aufnehmen und weg- führen müssen. Je tiefer sie in durchdringlichen Boden gezogen werden, je sicherer bringen sie die Nässe dahin, wo sie dem Acker nicht mehr schaden kann. Erreicht aber der Spaten schon eine undurchdringliche Erdlage, wo sich also das Wasser nicht durchziehen kann, so hat die meh- rere'Tiefe keinen Nutzen. Einige Zoll in solchen Thon zu graben, ge- währt indessen den Vortheil eines gewils unverletzlichen Canals für das Wasser. Eine Hauptregel aber und wovon man nicht abweichen sollte, ist, so viel Tiefe zu geben, dals das Vieh die zum Füllen gebrauchten Mate- tialien nicht zertreten könne. Besonders ist hierauf bey dem Pflügen mit Pferden zu achten. Sie treten gewöhnlich 4 Zoll und mehr ein. Rech- a ern\ a IE ee TER 2 a nd oral Met nr ann I ARE na EEE rs ne EN cn re EEE en EHE Zn En a en San ER en nn nn an A ee 11 net man hiezu noch 9 bis 10 Zoli für die Materialien, so bleiben bey einer Tiefe von 2 Fuls nur 9 bis ro Zoll Erde, worauf die Last der Pferde und des Pilugs ruhet, übrig. Dies ist bey einer locker gemachten Erde offenbar nicht genug, und beweiset, dals eine Tiefe von 2 Fuls auf keinen Fall hinreichend sey. Kommt man bey 2% Fuls nur nicht zu tief in die undurchdringliche Erdlage, so ist diese Tiefe anzurathen. In ei- nem durchdringlichen Boden ist sie nicht nur schlechterdings erforderlich, sondern selbst eine mehrere'Tiefe sehr nützlich. Sey die Höhe der eingefüllten Materialien, welche sie wolle, so mufs die Decke bis zur Oberfläche wenigstens einen Fuls stark seyn, und bey Pilugland eher mehr als weniger. Hat man in Hütungsflecken Kies bey der Hand, so ist dieser, besonders wenn der Boden zähıe ist, zur Decke der ausgeworfenen Erde vorzuziehen, womit man lieber die benachbarten Gründe füllen kann. Bey den neuern Entwässerungen sind die Wirthe immer sehr ÄNSSt- Weite lich besorgt gewesen, die Abzüge so eng als möglich zu machen, um die Füllungsmaterialien, als Strauch, Stöcke, Reiser oder Stroh möglichst zu spa- ren. Braucht man dazu aber Ziegel oder Steine, so fällt diese Regel weg. Legt man nur zwey Ziegel, oder man wirft die Steine durch ein- ander in den Boden, so ist ein Fufs Breite hinreichend. Macht man aber einen regelmäfsigen Kanal, so wird ı Fuls 4 Zoll Breite erfordert. Die in der Tab.I. bemerkte Tiefe und Weite der Abzüge ist wohl die passendste, wenn man den Acker von dem auf der Oberfläche oder in einer durchdringlichen Erdlage stehen gebliebenen Wasser befreyen will. Gaaez. /4 Das seit langer Zeit in dem östlichen Theile Englands zu diesem a. Geschäfte gebrauchte Handwerkszeug ist sehr einfach. So lange man die“** > zeug. Abzüge tiefer als jetzt machte, bediente man sich dreyer Spaten, die sich 12 Ei folgten. und immer schmaler wurden, um eine regelmälsige Verengerung des Bodens hervorzubringen. Nachher hat man leichtere und wohlfeilere Methoden angenommen. Wenn man die Abzüge vorher aufpflügte, so | bediente man sich nur des kleinsten Spatens.. Wo aber eine grölsere N. Tiefe als die gewöhnliche gegeben wurde, brauchte man doch nur zwey. Tab.I. Fig. 2und 3. Der Spaten Tab.I. Fig. 4. wird von Eichenholz ge- macht und in der Mitte etwas ausgehohlet. Man braucht ihn in weichem torfigem Boden, weil er leichter zu regieren ist und der erhabene Rand die Erde herauszufallen hindert. Bey Thon und strengem Boden wird er mit Eisen beschlagen. Der Spaten Tab.I. Fig. 5. ist bestimmt, die Sohle des Abzugs vor dem Füllen zu glätten. Da der Rand einwärts gebogen ist, so giebt es keine Absätze in der Sohle, welches bey gewöhnlichen Spaten zuweilen der Fall ist. Die Hacke(scoop) Fig. 6., die man in den Boden des Abzugsgraben vor sich her stöfset oder nach sich ziehet, um die lose Erde herauszubringen und ihn Behufs des Füllens zu reinigen, muls sich in Ansehung der Gestalt und Gröfse nach der Weite richten, die man dem Abzuge geben will; welches in Ansehung der Spaten Fig. 2. derselbe Fall ist. 6. 8: Ausfüh- Die Art, die Abzüge zu machen, ist zwar im Vorhergehenden ge "& beschrieben. In der Ausführung zeigt sich aber oft ein wesentlicher Unterschied, nachdem die Arbeiter mehr oder weniger mit dem Geschäfte bekannt und in dem Gebrauche ihres Handwerkszeugs geschickt sind. Ge- | wöhnlich wird diese Arbeit ruthenweise verdüngen. Dieses verleitet, wie | es bey jedem Verdinge der Fall ist, die Arbeiter so viel als nur möglich \ verdienen zu wollen. Es erfordert daher sehr genaue Aufsicht, ob sie N überall die vorschriftsmäfsige Tiefe geben und die ausgebrachte Erde so legen, dafs sie während des Füllens nicht wieder hineinfällt, besonders, | Ri! h I } ji | ir in. _ ee EEE in Fiat Mi rel ee EEE he ni> een ann nme rn nn ran BE Or Nun rien wa ten mehr Wa en min an nn EEE in ren en mn= ik a a X> — nn Buena el 1 Pa a nn een in en SE Ve ee FE Tr p 13 wenn wenigstens auf der einen Seite sich der Thon mit der durchdring- lichen Oberfläche nicht vermischen und das Einziehen des Wassers also verhindern soll. $. 9 Die vom Herrn James Young zu Clare beobachtete Methode, die er selbst beschrieben hat, verdient seiner grolsen Erfahrung halber alle Achtsamkeit. Seine Worte in den 4nnals of Agriculture, Bol..LII, pag. 164 sind: »Wenn ich die Abzüge ausgestochen habe, mehrentheils eine Ruthe »(16 Fuls) auseinander, so ziehe ich mit dem gewöhnlichen Plluge zwey »Furchen, und lasse einen Balken von ı5 Zoll dazwischen stehen; dann »spalte ich diesen mit einem starken doppelten zu diesem Belıufe ausdrück- „lich bestimmten Pfluge, wodurch eine reine Furche von 14 bis 15 Zoll „Tiefe entsteht. Wo aber mehrere Tiefe erfordert wird, welches meiner »Meinung nach schlechterdings nothwendig ist, um bis auf das Thonlager »zu kommen, pflüge ich zum zweytenmale ı8 bis 20 Zoll. Alsdann grabe »ich mit dem gewöhnlichen Spaten die Abzüge noch ı5 Zoll tiefer, und „mache sie so eng als möglich.« Lord Petre sagt:»Meine Verfahrungsart ist, mit einem gewöhnl- „chen mit zwey Pferden bespanntem Pfluge zwey Furchen zu ziehen, und „dazwischen einen Balken stehen zu lassen, den ich hernach mit einem «srölsern mit drey Pferden neben einander bespannten Pfluge, der 3 Zoll »tiefer als gewönlich gehet, auspflüge.«| Die von den besten Wirthen, welche keinen eignen dazu bestimm- ten Pflug haben, übliche Verfahrungsart ist: mit einem gewöhnlichen Pfluge, den sie 4 bis 5 Zoll tief halten und mit 4 bis 5 Pferden bespannen, zwey Furchen zu ziehen, die Erde auf beyde Seiten zu werfen und in der Mitte einen Balken stehen zu lassen. In diese Furchen lassen sie den Aufpil U- gen. 14 doppelten Pflug nochmals so tief, als er kann, gehen, und werfen die lose Erde wiederum auf den obigen Balken. Hierauf schöpfen sie die lose At Erde ungefähr in der Breite eines Fulses aus. In der Art bekommen sie I\) eine reine offene Furche, deren Tiefe sich zwar nach dem Boden und 5 dem Pfluge richtet, aber gewöhnlich 8 bis g Zoll ist. Um sie bis auf | 24 bis 26 Zoll zu vermehren, stechen sie mit dem Entwässerungsspaten noch einen Stich von 16 Zoll aus. Da aber auch dieses selten reicht, so nehmen sie noch ein bis zwey Spatenstiche heraus, und geben in der Art die volle Tiefe zu 30 bis 40 Zoll. Die Societät zur Aufmunterung der Künste, Manufakturen und Hand- lung gab dem Herrn Mackins zu Suffolk eine Belohnung für die Erfin- i dung eines Pflugs, um die Abzüge zu machen. Er war nicht ohne Ver- | dienste. Indessen hat man ihn in Suffolk und Essex liegen lassen. In Bailey’s Advancements of Arts, pag. 6 findet sich davon eine Zeich- nımg und Erklärung A): Ein anderer zu diesem Behufe wurde von dem Herrn#rbuthnoth zu Mitcham entdeckt, wovon Herr Arthur Y. oung in den ökonomischen Rei- sen in den östlichen Provinzen Englands Nachricht giebt, und die Zeich- nung nebst den Maafsen beyfügt=). Letzthin hat die Societät zur Aufmunterung der Künste verschiedene Versuche mit einem Pfluge gemacht, wovon folgende Beschreibung in den Agricultural Surey of Lancashire gegeben wird: *% Anm. des Übers. Geıslers Auszug aus den Transactionen der Gesellschaft, 8vo. Dres- den 1795. im 2. Thherl, p. 23—42 Iindet man einige Versuche über die Austrocknung der Sümpfe. Dieses Pflugs ist aber dabey nicht gedacht. Vermuthlich ist der Preis vor 1733 gegeben, wo die Gesellschaft erst anfing ihre Annalen herauszugeben. ||“") Anm. des re Übersetzung von Jrth. Young ökonom. Reisen, Svo. Leipzig 1775. findet sich pag. 547. eine Erklärung und ein Kupfer eines dergleichen Pflugs, den Herr Arbuthnoth auf Raveusburg erfunden hat, aber zu zusammengesetzt und kostbar ist. Wahrscheinlich ist es derselbe, und ist die Verschiedenheit, die in den Namen der Güter liegt, aus einem Misverstande nur verschrieben. | i II uk x‘al Ü N) r _. a 2 i ra en a a en Dr Eu EEE a nn ARE te a“ EEE Die Sea DA Fa Mena Baia u 1 ki an a Ei TEE I- n ı5 »Man hat zu diesem Geschäfte ein neues Werkzeug erfunden, das »Herr Zeclestan den Bergmann(Miner) nennt. Es ist ein Pflugschaar, »das in einem starken Pflugbalken olıne Streichbretter(Mould boards) » befestigt ist. Vier und auch mehrere Pferde werden davorgespannt. Man »pflügt damit in derselben Furche, die von einem gewöhnlichen Pfluge ge- »macht war. Die Erde wird dadurch auf 8 bis ıo Zoll tiefer, als der »vorige Pflug ging, blols aufgelockert, ohne herausgeworfen zu werden, »und bildet eine Röhre, die mit keinen andern Materialien gefüllet werden »darf. Die Erfahrung hat gelehrt, dals das Wasser durch diese aufgelok- »kerte Erde gern durchläuft, und die darinn findende vitriolische und »andere der Fruchtbarkeit schädliche Partikeln mit sich fortführt. Über- »dem giebt man den Wurzeln Gelegenheit, tiefer einzudiingen, und ein »unfruchtbarer Boden wird dadurch in einen fruchtbaren verwandelt. Die »Kosten sind nicht sehr beträchtlich.« Da indessen die Societät ihre Be- ratıschlagung noch nicht beendigt hat, so ist es auch noch zu früh, sich darüber Anmerkungen zu erlauben. Den menschlichen Kenntnissen Grenzen setzen zu wollen, wäre frey- lich zu voreilig. Indessen scheint es mir nicht wahrscheinlich, dals man je einen Pflug erfinden wird, der gegen den Spaten eine wichtige Erspa- rung bewirkte. Alle bisher gemachte Versuche haben dieser Erwartung nicht völlig entsprochen. Es aber mit dem Piluge so weit zu bringen, dals man nur mit dem Entwässerungsspaten nacharbeiten und nur einen Stich ausgraben dürfe, ist ohne Bedenken. Das wiederlolte Pflügen und Auswerfen der Erde mit dem gemeinen Pfluge ist kostbar, und es scheint, dals diese Arbeit mit einem Entwässerungspfluge wohlfeiler und geschwin- der von statten gehet. In wiefern der vom Herm KÄnawles erfundene Pflug, wofür er von der Societät eine Belohnung erhalten hat, seinen Endzweck auf eine wohlfeilere Art erreichen wird, ist noch nicht hinreichend dargethan. In- Sn nn nu Mat eria- lien zum üllen. N Sog A ee eG 16 dessen fällt es in die Augen, dafs bey der Menge Pferde oder Ochsen, die man vorspannen mufs, er nie zum allgemeinen Gebrauche kommen kann. Ein in Essex erfundenes Werkzeug zur Entwässerung ist in dem Agricultural Report of Essex folgendergestalt beschrieben: Der Erfin- der bedienet sich eines Rades von gegossenem Eisen, ungefähr 4 Centner (400 Pfund) am Gewichte und 4 Fufls im Durchmesser. Der Rand ist unten einen halben Zoll breit, und verstärkt sich gegen die Achse in sol- cher genau berechneten Masse, dals es bey ı5 Zoll Tiefe einen Abzug ausgräbt, der unten einen halben Zoll und oben 4 Zoll breit ist. Das Rad stehet in einem Gestelle und kann nach Beschaffenheit des Bodens hoch oder niedrig gerichtet werden. Die damit gezogenen Furchen wer- den entweder im Winter mit dem im folgenden$. beschriebenen Stroh- draihi gefüllet und leicht überdeckt, oder man lässet sie den Sommer über liegen, um sich weiter und tiefer auszuspülen, und füllet sie hiernächst, wie erwähnt, mit Strohdrath und der durchdringlichsten Erde, die man bey der Hand hat. Auf diese Art macht man bedeckte Abzüge mit sehr wenigen Kosten, die bey angestellten Versuchen ihren Endzweck völlig erfüllet haben. Dieses Rad ist in den Annals of Agriculture ebenfalls beschrieben und dabey bemerkt, dafs damit. 12 Acres(19 Morgen) in einem Tage entwässert worden. Doch sind weder die Kosten der Ma- schine selbst, noch die Anzalıl der dazu gebrauchten Pferde angeführt. Es wirkt am besten, wenn das Land nals und milde ist. In Grasplätzen und Hütungen, worauf kein schweres Vieh kömmt, und wo wegen Man- gels an Gefällen und der Undurchdringlichkeit der Unterlage jedes Regen- wasser stehen bleibt, hat dieses vielen Nutzen, wenn man auch die Ab- züge offen läfst oder mit lockerm Kiese füllet. 10 Die Materialien, womit die Abzüge ausgefüllet werden, bestimmen Lage und Umstände. Die gewöhnlichsten sind: Fr Pe « Da ne nn BEE a a nn ee. a 1 ae ee ee ee ee Zu Tr 17 Steine. Holz. Stroh und Stoppeln. Heidekraut. Ziegel. ısteinen ausgelegt, so giebt man ihm eine sol- bad D N En ON ——— Wird der Abzug mit Bruc che Weite und Höhe, dafs man zwey Stücke von 6 Zoll neben einander auf den Boden legen und eben so viel in die Höhe stellen kann, mit einem flachen Steine zum Deckel, um den Wasserlauf zu sichern. Diese Art ist kostbarer, als wenn man die Steine ohne Ordnung durcheinander hineinwirft; aber die einzige, die in dem Falle anwendbar ist, wo man Quellen mit verhältnifsmäfsig kurzen Abzügen abzufangen hat. In Essex und den übrigen östlichen Gegenden nimmt man Kalk, Kiesel- oder Feld- steine, wenn man Steine zum Füllen braucht. Sehr kleine Steine sind nur bey kurzen Entfernungen und wo wenig Wasser abzuziehen ist, anwend- bar, weil die Abzüge weiter seyn müssen, als wenn man sie mit Holz oder Stroh füllet, und also die Kosten des Ausgrabens grölser sind. Man nehme indessen grofse oder kleine Steine, so müssen sie nicht nur von allem daran klebenden Thone oder Erde gereinigt, sondern mit Sorgfalt eingelegt werden, damit von dem Barte keine Erde abfalle, wodurch sonst die Steine zusammenbacken und den Wasserlauf hemmen würden. Folgender Methode, thonigten Boden, wo das Regenwasser nicht einzie- Herrn hen kann, zu entwässern und die Abzüge mit Steinen auszulegen, bediente sich ein Mitglied der Landwirthschaftsgesellschaft Herr Heinrich Fleischer mit vielem Erfolge. Die obere durchdringliche Erdlage war 9 bis 10 Zoll hoch und an sich gut. Da der Ort aber in einer bergigen Gegend unfern von der See lag, so fielen oft schwere Regen, und die Oberfläche stand im- mer voll Wasser. Das Feld konnte also nur grobes Gras hervorbringen, und war kaum p. 4fcre 3 Sch.(15 gr. p. Morgen) wertk. Die Unterlage 3 Te, teiSchers Methode 1 en 18 von Thon lag sehr tief. Er befolgte erst den gewöhnlichen Weg, den er aber bald zu kostbar fand. Seine Graben machte er ı Fuß 8 Zoll bis 2 Fuls in der Breite und Tiefe, und füllte sie mit Bruchsteinen, die er ohne Ordnung hineinwarf, zu 9 Zoll Höhe. Die Menge Steine, die er brauchte, war sehr grofs, und das Ausbrechen und Anfahren kam ilım schr hoch. Die Ausgaben betrugen nicht weniger als 31 bis 4 D. p- Yard(9 bis ro gr. p. Ruthe) und bis 10 L. p- Acre(40 Thlr. p. Mor. gen). Diese schweren Kosten zu vermindern, vertauschte er vor einigen Jahren die bisherige Verfahrungsart mit der folgenden: Im Graslande tnacktererdie Abzuge 1 Bılls®ro: Zoll uebe Dentersten Stich, der aus blofsem Rasen bestand, liefs er sorgfältig auf der einen Seite des Abzugs mit der Grasseite oben legen. Mit einem starken ı8 Zoll langen, oben 6 und unten 2 Zoll breiten Spaten liefs er einen Stich im Thone gra- ben, und diesen auf der andern Seite des Abzugs möglichst weit breiten, damit nichts davon sich wieder hineinziehen könnte. Mit einer Hacke liefs er den Überrest der Erde aus dem Abzuge herausbringen und wie das vorige breiten. Nunmehro ist es bis zum Füllen fertig, welches auf fol- gende Art geschiehet: Er legte zwey flache Steine an die Seiten, die im Grunde zusammentrafen und mit einem dritten bedeckt wurden.(Tab. I. No. 2.) Auf diese Art bleibt ein dreyeckiger Wasserlauf k, der auf kei- ne Weise zugefüllt noch sonst verdorben werden kann. Bey der gewöhn- lichen Verfahrungsart sinken öfters Steine nach und verstopfen dadurch den Abzug. Dieses kann aber hier nicht geschehen, so lange sich das Dreyeck hält, und der Wasserlauf bleibt immer frey. Mit einem Fuder Steine kömmt man auf diese Art sehr weit. An den Ufern des Abzugs werden die Steine mittelst einer Schippe oder eines Korbes ordentlich hinein- gelegt, und fallen einige los im Abzuge, so werden sie wieder herausgezogen. Sobald die Steine gehörig befestigt sind, so legt man den Rasen mit der Grasseite unterwärts darauf. Zum Ausfüllen mufs lose Erde und kein m un u er Thon gebraucht werden. Die Kasten sinds2.D. p& Yard(rg 4 pRop. bis uthe), wobey der Mann täglich 2 bis 22 Sch.(16 bis 20 gr.) verdient. er Indessen ist genaue Aufsicht nöthig: zuerst, wenn die Abzüge ausgegra- er ben werden, damit sie die gehörige Tiefe haben, und dann, wann die im Steine eingesezt werden, ehe der Rasen aufgelegt wird. p- Herr Fletscher versuchte anfänglich, die Abzüge 10 Yards(23 Ruthe) 0r- auseinander zu legen. Er fand aber, dals die Zwischenräume sich nicht on genug entwässerten. Bey einer Entfernung von 5 Yards(14 Ruthe) wa- de ren sie auch in dem strengsten Boden vollkommen wirksam, und bey 6 18 Yards(12 Ruthe) auch noch gut. Weiter als 7 Yards(13 Ruthen) aus- N einander erreichten sie nicht den vorgesetzten Entzweck. In dieser Ent- i fernung aber haben sie viele Jahre lang ihre Schuldigkeit getlian. Der x Acre hält 4840 Yards, und sind also bey einer Entfernung von 7 Yards , ungefähr erforderlich AR 700 Yards Abzüge a ZD. ıL.98. 2D. rn Lord Petre drückt sich hierüber folgendergestalt aus:»Die mit Holz Hol. 1» gefüllten und wie gewöhnlich mit Stroh und Binsen bedeckten Abzüge ha- Ä»ben gegen die mit Steinen oder andern Materialien gefüllten den grofsen L.»Vorzug, dafs, wenn das Holz auch zusammenfällt, das Wasser doch \» durchläuft; bey Steinen, wenn es sich verstopft, wie es doch zuweilen Me»gescheher muls, setzt sich Erde, die nicht wie Holz verfault, davor und der Jh»Abzug kann nicht mehr ziehen. Mufs man neue Abzüge statt der alten r»machen, so hat man wiederum den Vortheil, dals die Holzwurzeln fau- e»len, dem Wasser das Durchsintern erleichtern und das Verstopfen der h«verfallenen alten Abzüge unschädlicher machen. Überdem macht Strauch ) 1 i *%) Anm. des Übers. Nach dieser Berechnung sind auf einen Morgen ä ı®o OR, p. Ruthe A 5 Thlr. ı7 gr. 4 pf. bey einer Entfernung von 14 DR. 103 Ruthen Abzüge erforderlich, ler beträgt ä ı gr. 4 pf. Ganz genau kann diese Rechnung nicht stimmen, weil 7 Yards ei- 7 gentlich nur ı Ruthe, 8 Fuls, 5 Zoll machen. eu .= nn 1 ei ni He Tr er a Se re er ee me ZU »eine gröfsere Menge Hohlungen, als Steine und blofse Stöcke, die das »Durchsintern des Wassers mehr erleichtern, als jene dichtere Körper.« Den Ausgang des Abzugs sollte man allemal mit Steinen auslegen, um dem Wasser einen freyern Auslauf zu sichern und eben dadurch die Dauer zu vermehren. Wenn das Wasser nicht frey abflielfsen kann, so verursacht das Aufhalten desselben Verstopfungen und Beschädigung der Abzüge. Ein Fuder hat zwey Schock Reiser, und ist zum Füllen von 360 Ru- then(480 Ruthen rheinl.) hinreichend. Der Werth eines Fuders Reiser ist 14 Sch.(4 Thlr. 16 gr.), und eines Fuders Stroh 18 Sch.(6TEhle,) 5, Ich berechne darnach die Kosten ungefähr p. Acre ı2 Schill.(p. Morgen 2 Thlr. ı2 gr.) Richard Preston zu Blackmore, ein Correspondent, zieliet aus „wanzigjähriger Erfahrung den Schwarzdorn jedem andern zum Ausfüllen der Abzüge vor. Noch giebt es eine andere Art der Füllung, nämlich Stützen ins Kreuz zu setzen, und an diesen die Reisbunde zu befestigen, wie sich aus Tab. II. No. 5. nälıer ergiebt. Diese Art ist in Berwikshire mit Er- folg in Ausübung gebracht, und soll bis 30 Jahre unbeschädigt liegen. Herr William Cunninghame lernte sie im Richmondspark bey London kennen, wo sie stark im Gebrauche ist, und versuchte sie auf seinem Guthe Livingston. Sie fand aber keinen Beyfall. Man behauptete, dafs die Stützen beym Pflügen durch die Fülse des Z/ugviehes zertreten wür- den und sich die Abzüge alsdann verstopften. Diefes ist aber allein dem Mangel an hinreichender Erde zuzuschreiben, da selbige über dem Holze nicht über 6 Zoll gewesen seyn kann. Der Verfasser der Nachrichten von der Landwirthschaft in der Grafschaft Caermarthen in Wales emphehlt sie dagegen sehr. Er sagt darüber folgendes: »Die vollkommenste Methode, die ich bis jetzo gesehen habe, ist, TE nenn il 1 a a Be TE ie ee Mm. un? v — mn mn m 21 »die stärksten Zweige von Weiden oder andern Sträuchern, die Wasser »halten, in der Länge von ungefähr 20 Zoll zu schneiden, und sie ab- »wechselnd in dem Abzuge in der Art über das Kreuz aufzustellen, dafs »jeder mit einem Ende die eine und mit dem andern die andere Seite des »Abzugs berühre.« Die obern Zwischenräume dieses Kreuzes liels ich mit kleinem Strauche füllen und oben auf etwas Stroh oder Binsen legen. Weiden-, Ellern-, Espen- oder Büchenreiser sind äufserst dauerhaft, be- sonders, wenn sie grün und bey vollem Safte hineingelegt werden. Läfst man ihnen aber vorher Zeit, auszutrocknen, so ist baldige Fäulnifs die sichere Folge. Ich salı Weidenreiser aus einem Moore ziehen, das 30 Jalıre darinn gelegen hatte, und dessen Rinde noch so frisch und saftig war, als wenn sie eben gehauen wären. Es ist bekannt, dafs Büchen, die man frisch ins Wasser legt, sich lange Zeit darinn gesund erhalten. Herr Majendie ist der Meinung, dafs ı8jähriges Holz viel dauer- hafter als 10- und ı2jähriges sey. Über das Füllen der Abzüge mit Stroh verdienen folgende Bemer- kungen des Herrn Fancouver in seinen Nachrichten über die Landwirth- schaft in Essex alle Achtsamkeit:»Wenn der Boden aus strengem und »sehr zurückhaltendem Thone bestehet, so müssen die Abzüge enger an- »einander, flach und blofs mit Stroh gefüllt seyn. Holz oder ein anderes » dauerhafteres Material in einen Boden zu nehmen, der dem Abspülen nicht »unterworfen ist, wäre ganz unnöthig. Die Abzüge müssen nicht in einer » gröfsern Entfernung als 3 bis 4 Yards(g bis 12 Fuls) von einander seyn, »und 20 Zoll oder solche Tiefe haben, als man bekommen kann, wenn »man sie, wie oben beschrieben, erst auspflügt und dann noch einen Stich »tief nachgräbt. Mit Kinschluls der Materialien werden 20 Ruthen unge- »fähr 23 Sch.(ro pf. p. Rutlie rheinl.) kosten. Über Abzüge, die in sol- »cher Art durch strengen und zurückhaltenden Thon gemacht sind, bildet »sich bald nach geendigter Arbeit über dem Stroh eine so feste Decke, Stroh, Er np nn »dafs sie nicht nur den Druck der darüber liegenden Erde, sondern auch » denjenigen vollkommen erträgt, den die auf dem Acker vorzunehmende »Geschäfte verursachen können. Man hat bemerkt, dals in ein bis andert- »halb Jahren das sämmitliche Stroh verfault und weggeschwemmt ist, so »dals das Wasser in jedem Abzuge einen freyen und reinen Lauf behält. »Das Durchsintern wird, wie oben bemerkt, dem Wasser sehr erleichtert, »wenn man achtsam ist, auf die Abzüge die durchdringlichste Erdart zu »bringen, die man in der Gegend finden kann.« Die neueste und nützlichste Verbesserung bey diesem Geschäfte ist, das Stroh in Dräthe zu spinnen, wie es in folgender Stelle aus den Bemer- kungen über einige Verbesserungen in Essex beschrieben wird. Die ge- wöhnliche Verfahrungsart ist, das Stroh lose in den Abzug zu werfen und es einzutreten. Herr Bedwell hat aber eine Art erfunden, es in feste Dräthe von der Stärke eines Arms spinnen zu lassen, die er hernach in den Ab- zug fest eindrückt. Die Erfalırung. hat ihn gelehrt, dafs es von längerer Dauer sey und dafs das Wasser einen freyern Lauf hat. Seine Nachbarn haben ihm mit dem glücklichsten Erfolge nachgeahmt. Es wird nicht mehr Stroh gebraucht und die Arbeit des Füllens erleichtert. Er findet, dafs Stroh, welches dem Viehe vorgeworfen worden, weniger bricht und sich besser spinnen läfst, als wenn es frisch und trocken ist. Das in Fig. 7. Tab. 1. vorgestellte Rad ist nicht das von dem Herrn Dedwell, son- dern ein einfacheres und beweglicheres aus Zoote Nachricht von Midlesex gezogen. Kann man platte Feldsteine bekommen, so sind sie immer den Zie- geln vorzuziehen. Von letztern giebt es ausser der gewöhnlichen Art ver- schiedsge blofs zu diesem Endzwecke für solche Gegenstände bestimmte, wo die Anschaffung der Feldsteine zu kosibar seyn würde. Einige Sorten findet man Tab. VI. Fig. 3. r ET- 2 Ha ER ee FE 2 a ann VERS um ac en rn HÜE Pre ar En an en EEE EEE ec An nn nn ED En en TE m ET mann ı a Mei a u I li a en 2 an nn een A y 29 No. 7. nimmt man zu kleinen Abzügen, die das Wasser in einen Brunnen etc. führen sollen. No. 2.und 3. sind für gröfsere Abzüge; wozu besonders No. 3. selır bequem ist, die Herr Couchmann zu Bosworth- Temple in Werwickshire er- funden und Herr Zlkington bey verschiedenen Gelegenheiten gebraucht hat. Bey dem Preise mufs man natürlich darauf Rücksicht nehmen, dals sie zu keiner andern Bestimmung gebraucht werden können. Man vermauert sie gewöhnlich ohne Unterlage. In dem Falle unter- mienet sie oft das Wasser und bildet dadurch eine Art Schlamm, der sich so fest daran setzt und so dick wird, dafs er den Wasserlauf hindert und den Abzug in einigen Jahren unbrauchbar macht. Im Thone kann man die Unterlage allenfalls entbehren, aber in- weichem sandigem Boden muls man auf jeder Seite einen gewöhnlichen Ziegelstein unterlegen, um das Versinken zu verhindern. Den Ziegeln giebt man die Form eines Gewöl- bes, um den Druck der obern Erde desto besser zu ertragen. Nach den obigen Formen kann man sie von jeder Grölse machen, welche die Abzüge und das abzuleitende Wasser erfordern. Sie sind zwar nützlich, aber kost- bar, und deshalb beym blofsen Entwässern nicht anwendbar, es sey dann, dals man nur Quellen ableiten will, wo oft ein kurzer Abzug hinreicht, eine srolse Strecke zu entwässern. In Essex und andern Gegenden brennt man Röhren von Thon un- gefähr ı8 Zoll lang und 3 bis 4 Zoll im Durclischnitte, und wendet sie auch beym Entwässern an. Sie scheinen aber zum Zuführen des Wassers nach einem Brunnen oder Hause geschickter. Der Verfasser des Aufsatzes über den Ackerbau in Salop macht folgende richtige Bemerkung über die Gewölbeziegel.»Ich habe Gewöl- »beziegel zum Behufe der Entwässerungen machen lassen, einen Fufs lang »und einen Zoll dick, ungefähr in der Form der Hohlziegel, die Öffnung »unten 5 Zoll breit und 6 Zoll hoch. Zu gewöhnlichen Gebäuden können a Die Art au füllen, Dean nme name nn ns nn RE TREE ai re rn. en m un EEE EEE oc an nn nn nn EDS En ni ne Amann MER mann iin a nn P 34 »sie nicht gebraucht werden. Da sie aber in einem Ziegelofen gebrannt „waren, so hielten die Accisebedienten dafür, dals sie den Abgaben un- „terworfen seyn mülsten, und belegten sie mit einer Aullage von 2% Sch. »(20 gr.) p- Tausend. Zwey Mitglieder des Parlaments thaten mir die Ehre, »sich bey dem Acciseamte dahin zu verwenden, dals diese Auflage aufge- „hoben würde, welches aber bis jetzo noch nicht geschehen ist. Dieses »hat deren Anwendung aufgehalten. Nichts kann verdrielslicher seyn, als »eine Auflage auf Sachen, die zur wesentlichen Verbesserung des Landes »dienen. Überdem ist kein rechtlicherer Grund, Gewölbeziegel dieser Art »als Krüge und Bratpfannen, in einem Töpferofen gemacht, mit einer Ab- »gabe zu belegen. Wenn gemeine Ziegel p. Tausend ı5 Sch.(5 Thlr.) »kosten, so kommen diese jedoch olıne Auflage ungefähr 30 Sch.(10 Thlr.) »p. Tauseud, womit man einen Abzug von 6 Zoll hoch und 5 Zoll breit »340 Yards(83 Puuthen) lang belegen kann.s $.; 14: Auf einen Umstand sind diejenigen Wirthe, denen daran gelegen ist, gute Arbeit gethan zu haben, vorzüglich achtsam, nämlich blofs das Aufgraben der Abzüge zu verdingen und das Füllen durch Tagelöhner zu besorgen, wobey der Wirth selbst oder ein zuverläfsiger Wirthschafsbe- dienter die Aufsicht führt.. Dieses ist eine sehr vernünftige Verfahrungs- art, die Nachahmung verdient. Herr Young auf Clare sagt in seinem oft angeführten Werke: Ich habe es mir zur unveränderlichen Regel ge- smacht, nie zu erlauben, dafs derselbe Mann, der den Abzug ausgegra- »ben hat, ihn sogleich fülle; sondern er muls offen bleiben, bis ich oder „mein Verwalter ihn besehen hat. Alsdann wird er mit WVeizenstoppeln, » die gleich nach der Erndte zu diesem Behufe abgemähet werden, bis zur yBanke gefüllt. An den Ausfluls bringe ich einen oder zwey Stöcke an, »um zu verhüten, dafs er sich nicht durch einen oder den andern Zufall ” verstopfe. Ei ee ri an EN Se BER en 5 »„verstopfe. Endlich ziehe ich mit dem Pfluge eine Furche über den Ab- »zug, nehme mich aber sehr in Acht, die mit dem Spaten ausgebrachte »todte Erde nicht darunter zu verschütten. Diese muls immer auf die »Seite gelegt und auf den benachbarten Acker gebreitet werden. Man »mufs die Abzüge nicht zu lange offen lassen, weil sie in dem Zustande »durch Nässe und Frost leiden. Meine Regel ist, sie noch denselben Tag »zu füllen.« Die verschiedenen Füllungsarten erklären sich aus Tab. I. No. 1. bis 7. Bey der Füllung legt man ein Stück Holz von der Gröfse der Öf- nung, die man zu dem untern Kanal(soug%h) lassen will, gewöhnlich 6 Zoll im Quadrat, und ı Yard(3 Fufs) lang auf die Sohle des Abzugs, um die Steine desto bequemer einlegen zu können,-und zieht es vorwärts, so wie man mit der Arbeit vorwärts schreitet. Obgleich die aus dem Abzuge genommene Erde bey dem Zuwer- fen einen Flügel bildet, so muls man es doch so lassen. In ein bis zwey Jahren wird sie von selbst so gesunken seyn, dafs er der übrigen gleich ist. Bleibt ja etwas übrig, so kann man damit die benachbarten Höhlun- gen ausfüllen, worin sich sonst das Regenwasser sammlet und den Abzug beschädigt. Der Ausflufs mufs verzäunt oder auf andere Weise gegen das Vieh geschützt werden, welches nach’ diesem Wasser, seiner Kühle wegen, sehr begierig ist, wenn es ihm auch sonst an Tränken nicht fehlt. RB Die Kosten dieser Abzüge richten sich nach der Lage, der Tiefe, Kosten. dem Tagelolıne. Dieses ist in jeder Gegend, selbst in jedem Kirchspiele anders und erklärt die Verschiedenheit der Nachrichten, welche die Schrift- steller über diesen Gegenstand geben. In Suffolk kosten 20 Ruthen zwey Spaten tief auszugraben und zu füllen, 3 Sh. 4 D. bis 3 Sh. 6D.(die rheinl. Rute ı gr. bis ı gr. ı pf.) 2 Herr James Young sagt:»Die Kosten, die Weitzenstoppeln zu schnei- »den und in Haufen zu setzen, zu bestimmen, ist nicht leicht, weil dabey »auf die Lage und Entfernung viel ankömmt. Eben so schwer ist es, das »Pflügen zu schätzen. In einem Tage kann man zwar mit einem Piluge »einige Morgen bearbeiten. Indessen arbeite ich nicht gern über 2 bis »3 Stunden auf einmal, und muis daher jedem Wirthe überlassen, wie »hoch er dieses anschlagen will. Nur bitte ich dabey nicht unbemerkt »zu lassen, dafs dieses Geschäft in Nebenstunden geschehen kann und »sehr oft der Fall eintritt, dafs die Pferde zu der Zeit keinen andern Ver- » dienst haben. Ich be- beträgt p. rheinl. Rutlıe »zahle für 20 Ruthen$Sh. d. Thir. gr. pf. »Abzüge zu: graben.=: Zar mn= nmel Ban br »mit Weitzenstoppeln zu üln-=»- 4—— 3 2——7 »jedoch ohne Bier zu geben. Ein fleifsiger Arbeiter kann in den gewöhn- »lichen Arbeitsstunden 33 bis 34 Ruthen(44 bis 45 Ruthen rheinl.) aus- »graben. Die sämtlichen baaren Auslagen eines Acre(13 Morgen) Land »zu entwässern, würde also folgendergestalt zu stellen kommen: »Einen Acre Weitzenstoppeln, der gewöhn- beträgt p. Morgen »lich zu den Abzügen eines Acre Landes ShssdaWPhle r pf: »reicht, zu schneiden und ssmmien--- 2—— 10— »160 Ruthen Abzüge auszugraben a ı Sh.$ d. 19: 9. Seo. 458456 »zu füllen Sees re a cn 28— 13— »Nebenarbeit mitdemSpaten, ungefähr ı TagArbet ı A°— 64:6 p- Morgen 132 Ruthen ä8p£- 9 A 4—— Lord Petre sagt:»Der Werth der Pflugarbeit richtet sich nach der Ver- »fahrunssart eines Jeden. Die Kosten des Auspflügens nach der meini- »gen$.9. sind, ungefähr 18. d. p. Acre(7 gr. 6 pf. p. M.), wobey indes- »sen für den Aufseher dessen Nebengeschäft ist, die Abzüge auszuste- —,—,—___[HT EEE > R-’ a ee FE Se a a EEE a EEE cn a EEE a en ra nn Bari a. ni 1 In Ze a A rn 27 „chen und für den Hauptgraben nichts ausgeworfen ist. Das Ausgraben »wird p. Rutlie mit 2% bis 23 d.(p. rheinl. Ruthe ı gr. 6 pf. bis ı gr.$ pf.) »bezahlt. Die ganzen Kosten werden so, wie ich muthmalse, ungefähr p. Acre p. Morgen »seyn: »im Brachacker: Sh. p. Thlr, gr. pf. „bey zwey Spaten tief ganz gegraben-== 45:63 89 I 6 »gepflügt und ein Stich ausgegraben a N eh ii 7— »im Graslande: deze geggabenk nah si ann rei 4y: a ärrge »gepflügt und ein Stich gegraben-- 7 35— 7 7— Herr Majendie hat der Gesellschaft berichtet, dafs bey ilım die Ko- sten mit dem kleinen Spaten Tab.. Fig.. auszugraben ı Sh. 8 d. bis 2Sh.(p. Ruthe rheinl. 2 gr. 6 pf. bis 3 gr.) wären, und im Hauptabzuge 2 Stich tief 3 Sh. bis 33 Sh.(4 gr. 6 pf. bis 5 gr. 6 pf. p- Rutlie rheinl.) Auf diese Art würden die ganzen Entwässerungskosten mit Einschlusse des Holzes, Strohes und aller Nebenausgaben ungefähr p. Acre 40 bis 5o Sh. (8 Thlr. 8 gr. bis 10 Thl. ro gr. p. Morgen) betragen, jedoch mit Ausschlusse des Hauptgrabens. Man hat viele Versuche gemacht, die Füllungskosten zu vermindern. Die Abzüge mit blofsem Rasen zu überlegen ist unstreitig das wohlfeilste und in vielen Boden anwendbar. Für ihre Dauer und dafs sie Pferde oder schweres Rindvieh, besonders während des Pflügens, tragen, kann man richt gut sagen, wenn sie nicht sehr tief liegen, oder die obere Erde sehr fest ist und eine Art Gewölbe bildet. Die Verfahrungsart ist, erst einen Graben von der gegebenen Breite und Tiefe zu machen, und beym Her- ausnehmen des letzten Stichs mit dem schmalen Entwässerungsspaten Tab. 1. Fig. 3. auf jeder Seite etwas überstehen zu lassen, darauf ausgestochenen Wohlfei- lere Ar- ten. F Fe RER T. m nn A ee ni { # | EEE N| DL ae An ee ae we= v. nn aka)=„ a a nn nn en En Er En nn Bemeaiaki a u 1 Da rk re a Am nn BEL gr cn meinen. 28 Rasen mit der Grasseite unterwärts zu legen und die lose Erde hernach darauf zu werfen, Man behauptet, dafs ein solcher bedeckter Abzug sich viele Jahre hält und Dienste ihut. In den nördlichen Gegenden Englands sind sie ziemlich stark im Gebrauche, weil dort die Steine selten sind. Die Verfahrungsart und die dabey nötliigen Werkzeuge sind in T. B. Ba y- lay On a cheap and expeditions manner of draining land in Hun- ters Georgical Essays, Vol. IV. pag. 143 beschrieben und gezeichnet. In Lancashire hat man verschiedentlich Moore beynahe in derselben Art entwässert, indem man Bänke(Shoulders) in den Abzügen ı3 Fuls hoch stehen läfst, und darauf queerüber Rasen oder Torfstücke ı6 Zoll lang, 8 bis 9 Zoll hoch und breit legt, die man vorher an der Sonne anstrocknen läfst, damit sie die darüber mehrentheils 2 bis 3 Fufs hoch aufgeworfene lose Erde tragen können. Wie lange dergleichen Abzüge in weichem Boden halten, kann man nicht bestimmen, da diese Verfah- rungsart noch nicht lange eingeführt ist.| Eine andere einfache Art die Abzüge zu machen hat man mit vielem Erfolge versucht, die aber zu Wasserleitungen passender, als zu Entwäs- serungsabzügen zu seyn scheint. Man zieht einen Graben in der erfor- derlichen Tiefe, unten eiwas länger als oben. Hierauf legt man einen glatten Baum oder ein walzenförmiges Stück Holz, ıo bis ı2 Fuß lang im Durchmesser an dem einen Ende 6 Zoll und 5 Zoll am andern, und befestigt einen Ring am stärksten Ende. Man streuet etwas Sand auf das Holz, tritt den sirengsten Thon, den man hat, darauf fest, und läfst den übrigen ‚folgen, den man ebenfalls fest eintritt. Vermittelst eines am oben- gedachten Ringe befestigien Stricks zieht man den Baum ı bis 2 Fufs vorwärts, und wiederholt dieses so lange, bis der Abzug fertig ist. Ein Edelmann, der es versucht, hat mich versichert: dafs er auf diese Art durch strengen'T'hon einen Kanal vor zwanzig Jahren in einer ziemlichen Strecke gezogen hat, und bis jetzt daran kein Nachfallen der Erde spürte. em nn hr 20 ./ Schafweiden zu entwässern hat man eine sehr einfache Verfahrungs- art. Mit einem gewönlichen starken Pfluge zieht man in den niedrigsten Gründen, wo sich das Wasser gern sammlet, Wasserfurchen. Mit einem Spaten wird die lose Erde von dem Rasen abgestochen, so dals er nur ungefähr 3 Zoll stark bleibt, und dann mit der Grasseite oben auf die Furche gelegt."Es entsteht dadurch ein kleiner Kanal oder WVasserlauf von 3 bis 4 Zoll Tiefe, der hinreichend ist, eine ganze Partlie Wasser abzuleiten. Man kann auf diese Art ein ziemlich grofses Feld entwässern, und wenn die Wasserfurchen ja verfallen, sie mit leichten Kosten wieder herstellen, ER Die Dauer der bedeckten Abzüge hängt von der Beschaffenheit der Materialien, womit sie gefüllt worden, und des Bodens selbst ab. Einiger hat die Kraft, Holz und andere verwesliche Dinge länger zu erhalten, als anderer. Steine geben, wenn nicht ein Zufall den Zug des Wassers stöhrt, eine ewige Dauer. Holz vergeht zwar nach einiger Zeit. Es folst aber hieraus nicht immer eine Verstopfung des Abzugs. Ist nur der Thon fest genug, um sich zu einem Gewölbe zu bilden, so wird das Wasser den- noch seinen Lauf behalten, wie man es bey Abzügen bemerkt, wo das Holz, Stroh oder Stoppeln verfault und weggeschwemmt worden. Man hat dergleichen gefunden, die nach 40 Jahren noch ihren Lauf behal- ten haben. Herr Young macht darüber folgende Bemerkung:»Ich habe über »die Dauer der Stoppeln nie etwas Besiimmtes ausmitteln können, noch »bin ich je im Falle gewesen, einen ganzen Fleck zum zweytenmale ent- »wässern zu müssen. Einzelne Abzüge haben sich zuweilen, wenn auf »nassem Lande zu früh gefahren wird, oder aus andern Ursachen ver- @) Kae% Eu er= 1 a.=..; Q 1 »stopit. Sobald dieses durch die Entstehung einer einzelnen nassen Stelle Dauer, en a4 8 ’ Ei N. E= De ge Te ee EEE nen Joe Te TEE LEERE EEE TE Hohe 30 »bemerkt wurde, habe ich einen oder mehrere neue Abzüge in verschiede- „nen Richtungen nach den alten hingeführt. Wenn ich diese aufgrub, „habe ich öfters gefunden, dafs von Holz oder Stroh keine Spur mehr »darinn geblieben, sie dagegen voller loser Erde waren, und das Wasser »darinn ungehindert und, nach dem Ausdrucke meiner Leute, so frisch »wie das Blut in den Adern lie. Während der feuchten Witterung in »der Mitte Aprils vorigen Jahres untersuchte ich ein Feld von 6 Acre »(g Morgen), das ich im November 1773 entwässert hatte, und fand zu »meinem Vergnügen alle Abzüge bis auf einen einzigen in vollem Laufe.« Hat das Wasser bey dem Ausflusse eine rothe okerartige Farbe, so kann man sicher auf eine Hemmung des Wasserlaufs aus einer oder der andern Ursache schliefsen. Wird diesem nicht bald abgeholfen, so ver- fällt das Land in seinen vorigen nassen Zustand zurück. Gerd In dem gröfsten Theile der innern Grafschaften Englands und in Flan- lern ist die gewöhnliche Art, das Land zu entwässern, es in Beete zu legen, die 30 bis 40 Fufs breit und in der Mitte 3 bis 4 Fuls erhöhet sind. Der glückliche Fortgang in Flandern zeigt deutlich, wie wirksam die- se Methode ist, wenn sie recht ausgeführt wird. Man giebt dort beson- ders darauf Acht, dafs das Wasser in den WVasserlurchen stets einen freyen Lauf behalte, und der Acker ist dagegen auch so trocken, dafs alle Getreidearten vorzüglich gedeihen. Von England kann man nicht dasselbe sagen, weil dort nicht eben die Achtsamkeit beobachtet wird. Die Wasserfurchen haben nicht die gehörige Richtung noch Tiefe, und die Beete sind zu flach. Das Wasser bleibt in den Höhlungen stehen, und dieser Theil des Ackers wird natürlich schlimmer als zuvor. Diese schlechte Wirthschaft hat die Methode selbst in solchen üblen Ruf gebracht, dafs man an vielen Orten mit grolsen Kosten die Beete En. 3% Ar.. 2 abgeschafft und den Acker auf andere Art zu entwässern gesucht hat. IN ns.. T 7=®- en n R z ER Eine selır unrichtige Verfahrungsart! Werden die Beete gehörig gerundet, En und sind sie nicht zu hoch; bekommen die Wasserfurchen die nöthige SR Tiefe, und sorgte man für einen freyen Wasserlauf, so giebt es für einen isch Acker, der eine undurchdringliche Unterlage hat, keine bessere Art ilın zu gen entwässern und trocken zu erhalten. Acre Es ist viel gegen die hohen Beete geschrieben, ohne jedoch auf die Im Eigenschaft des Landes selbst gehörige Rücksicht zu nelımen. Man hat le.« sie im trocknen Lehmboden angebracht, und, weil dieses ungereimt be- so funden wurde, sie ohne Unterschied getadelt. Wenn sie an einigen Or- der ten nicht anwendbar sind und an andern schlecht bearbeitet werden, so Ve ist dieses kein Grund, sie auch da zu verwerfen, wo sie dem Klima und Boden angemessen sind. Dals sie, mit bedeckten oder offenen Abzüsen verbunden, grofsen in Cos u> 4- Fr sınglon. Nutzen stiften, ergiebt sich aus der Verfahrungsart des Herrn Francis Gaude [ant- zu Cossington in Leicester- Shire. In seinem darüber der Gesellschaft ab- zu gestatteten Berichte bemerkt er:» dals sein Boden 6 bis ıo Zoll tief san- het»dig und die Unterlage ein röthlicher Thon oder ein fester Kies sey, der lie-»das Wasser auf der Oberfläche zurückhält. Dergleichen Boden sey durch| on»blofse Wasserfurchen nicht zu entwässern, sondern erfordere bedeckie Ab-| inen»ziige zwischen den Beeien, denen man 5 bis ıo Yards(15 bis 30 Fuls) dals»Breite geben müsse. Ihre Höhe sey verschieden; im Sommerkorn 6 Zoll,| icht»und im Winterkorn ı2 Zoll von der Krone bis zu der Sohle der Was-| .»serfurche gerechnet. Die bedeckten Abzüge würden folgendergestalt ges; I die»macht: Die Weite sey bey grasigtem Boden 15 Zoll und die Tiefe 2 Fuls.[N End»Sie sind oben etwas breiter wie unten. Mit einem gewöhnlichen Spaten| »wird der Rasen abgestochen und mit einem andern dazu allein bestimm- ‚bien»tem Spaten, einem Käsebohrer(Cheese tasser) nicht unähnlich,. 16 Zoll Beste»lang, oben 6 Zoll breit und spitz zugehend, wird die übrige Erde, sie N FEIERT FRE 23 „bestehe aus Thon, Kies oder Sand, ausgehoben. Ist es Thon, so wird »in der Mitte der Sohle des Grabens eine Rinne, 4 Zoll tief und 4 Zoll »breit, mit 2 Zoll breiten Bänken auf jeder Seite, um den umgekehrten „Rasen darauf zu legen, ausgegraben. Ist diese Erde Kies oder Sand etc., »so werden Dorn- oder Erlensträucher fest eingetreten, und der Rasen I»auf eben die Art darauf gelegt, so dals das Ganze eine feste Wand !»macht. Kann man Bruch- oder Feldsteine bekommen, so ist es viel bes- »ser. Die Sohle des Grabens hat ungefähr 4 Zoll Breite, und wird mit » einem Werkzeuge ausgeräumt, das einer Hacke oder vielmehr dem Buch- »staben L ähnlich siehet und unten in der Form eines halben Mondes »ausgerundet ist, um alle kleine Erdtheilchen. aus dem Grunde des Gra- »bens hervorzuholen.« »WVie lange sich dieses halten kann, ist mir unbekannt. Für eine » ıbjährige Dauer kann ich indessen ‚gut sagen, und glaube auch noch »auf eine längere Zeit, selbst weun sie nur mit Strauch gefüllt sind, rech- »nen zu können. Die Verbesserung kann man auf ein Viertel des bishe- » rigen Ertrags rechnen.« in der Herr George Paterson zu Castle Huntly in Pertshire in Schottland Marsch beschreibt die Verfahrungsart, den Acker in hohe Beete mit Wasserfurchen << An Mloxen"Nrseo r bet). a zu legen, in der Marsch(arse) von Gowrie ebenfalls in Pertshire folgen- Gowne. dergestalt: „Wo ein undurchdringliches Thonlager sich findet, ist Ableitung des „stehen bleibenden Wassers das einzige Mittel zur Verbesserung des Ackers, „und dieses wird in der ganzen Marsch Gowrie auf eine sehr einfache »Art betrieben. Man hat grofse gemeinschaftliche Abzugsgraben, welche » die ganze Marsch in verschiedenen Richtungen durchkreuzen. Sie sind » grols genug, um alles Wasser aus den Feldgraben aufzunehmen und in »den: Tay, den grolsen Fluls in Schottland, zu führen. Andere Graben »umgeben oder durchkreuzen die einzelnen Felder und werden so gezogen, < U 95. 2. A ran he ner eh> EEE. em Dr EEE ee u ne ER cn Ara nn SED En a an TE Fe BER mann Fam a ul nie ana nn EHE rien Linn Sinn sinn sh mn Be || 0 0 »dafs sie möglichst jedes Feld berühren. Ihre Breite ist oben> bis 4 Fuls, »und in der Sohle ı bis ı4 Fuls. Diese schräge Stellung verhindert das »Nachschiefsen des Bords. Dessen ungeachtet müssen sie alle Jahre mit »ansehnlichen Kosten gereinigt und aufgenommen werden. Ist ein Feld » durchgängig wagerecht, so sind die Wasserfurchen zwischen den Beeten, »wenn für gehörigen Auslluls gesorgt wird, zur völligen Entwässerung hin- »„reichend. Da dieses aber selten der Fall ist, so muls, sobald das Säen »und Untereggen vollbracht ist, mit dem Pfluge in jeder Niederung, wo es „nur anzubringen ist, eine Wasserfurche gezogen werden, die das sich darinn »„sammelnde Wasser nach einem der Feldgraben unmittelbar oder vermit- »telst Wasserfurchen leitet. Diese Wasserfurchen werden sodann mit dem geworfen und in der Art auige- »nommen, dafs man das Verfallen nicht zu besorgen habe. Die Weite »Spaten erweitert, die lose Erde heraus »ist von 6 Zoll bis einen Fuls. Sie richtet sich nach dem mehr oder „mindern Abhange des Feldes, doch ist die Breite des Spatens eine ge- »wöhnliche Bestimmungsregel.« »Es trifft sich öfters, dafs ein Feld verschiedene Abhänge hat, die »nicht ganz durch- oder nicht einmal so weit gehen, dals die Wasserfur- »chen das Wasser ableiten können. Zuweilen ziehen sie sich über ein »oder zwey Beete oder nur einen Theil eines Beets. In solchen Fällen »sind offene Abzüge(Gaas) erforderlich, die mit dem Spaten gemacht »werden, und das Wasser, wohin es nöthig, leiten. Diese immer in gu- »tem Stande zu erhalten, ist ein Hauptaugenmerk der dortigen Wirthe.« is ist jetzt eine allgemeine Gewohnheit in der Marsch, an den En- den der Felder hohe Rücken zu haben. Das Vorgewende, worauf die Pflüge umkehren, wird in der Mitte in dieHöhe gepflügt, auf beyden Sei- ten abfallend, so dafs es ein ‚Querbeet bildet. In der innern Vertiefung wird ein offener Abzug gemacht, worinn die zwischen den Beeten liesen- den Wasserfurchen ihr Wasser ausgielsen. Mlittelst anderweiter offener 6) in Rox- burg- shire. un | 1! a | il IHN ru Nun Sean Karin rl ee Ace. en a ai ä; ee u a ne cn EEE en. ee Eee Mn hun ui 1 De Da rk Sn un WEITEN Ai a Tr RT JH Abzüge, die durch diese Querbeete gemacht werden, wird das Wasser in die Feldgräben und von diesen in dem Hauptabzugsgraben geführt. Besser schiene es, statt der Querbeete blofs eine Art Wall zu machen, welches mittelst eines Pllugs sehr leicht geschehen könnte. Es würde dann kein gegenseitiger Druck des Wassers zwischen den Längs- und Querbeeten entstehen, und also keine offene Abzüge nöthig seyn. Einige Öffnungen in diesem Walle reichen hin, das Wasser nach den Feldgraben zu führen, und die Entwässerung geschiehet also ungleich vollkommner. Her ‚Pater- son hat diese Methode in allen Fällen, wo er entwässern mulßste, befolgt. Ein erfahrner Marsch-Wirth sorgt überdem dafür ı) dafs seine Gründe gehörig ausgepflügt werden und keine Höh- lungen bleiben, worinn sich das Wasser sammlen kann. >) Dals die Beete sorgfältig geründet, weder zu hoch, noch zu niedrig sind, und dem Abschnitte eines grofsen Zirkels mög- lichst nahe kommen, weil auf diesen das Wasser am leichte- sten ablaufen kann, ohne Gelegenheit zu finden, sich zu samm- len. DBekömmt die Krone nicht zu viel Erde auf Kosten des Fulses des Beets, so wird das ganze Feld durchgängig gleich trocken und fruchtbar, und im Frühjahre kann es eher gepllügt werden, als die Äcker auf den Abhängen der benachbarten Anhöhen. Folgender Auszug aus der Nachricht von dem Zustande der Land- wirthschaft in Roxburgshire in Schottland giebt einen deutlichen Begriff von einer Verfahrungsart, die mit glücklichem Erfolge versucht worden. Unter einem dortigen unbebaueten Felde, das urbar gemacht wer- den sollte, fand sich ein 20 Dis 22 Fufs tiefes, schwarzes, schieferartiges, metalligte Theile enthaltendes Lager, und unter diesem wiederum ein Ba- saltlager(whinstone rock), dessen Stärke, wie ich vermuthe, nicht bekannt war. Wenigstens habe ich nie gehört, dals man sie durchgebohrt hätte. Pin ee Beyde lagen ziemlich horizontal. Das schwarze schiefer- oder metallartige es Lager war so dicht und ohne alle Spalten oder Risse, dafs es weder dem ein Regenwasser, noch irgend einem flüssigen Wesen durchzudringen möglich ten ist. Das Basaltlager dagegen war voller Spalten und Risse, und zog alles son Wasser ein. Der Boden über das schieferartige Lager war leicht, schlam- 'en, mig und feucht. Er schien allmählig aus den darauf gewachsenen und ter- verfaulten Pflanzen und Gräsern entstanden zu seyn. Im Herbste mulste Ist. das durch häufige Regen sich sammelnde Wasser auf der Oberfläche ste- hen bleiben, weil es sich in das Schieferlager nicht einziehen konnte. Im I Winter schwemmte der Boden also beträchtlich auf und wurde weich. Im Frühjahre dagegen, wenn Sonne und Wind die Dünste ausziehen, bekam u er einige Festigkeit, und brachte grobes wenig nutzbares Gras an einigen ig Orten, mit niedrigem Heidekraute vermischt, hervor, das aber weder für te- Rindvieh noch Schafe brauchbar war. m- Im Jahre 1784 pflügte ich Ende Octobers, nach Beendigung meiner Br Weizensaat, 20 Acres®)(40 Morgen) von diesem wüste gelegenen Lande N: um. Der Herbst war besonders trocken. Ein Theil dieses Landes lag t ziemlich wagerecht, und der andere am Abhange einer Anhöhe. Da jede a Art eine besondere Behandlung erforderte, so theilte ich es in zwey Theile. Den wagerechten lies ich etwas tief mit kleinen Furchen pflügen und in A schmale Beete legen. Jedem Pfluge folgten zwey Mann, um theils die Ä Hindernisse an Steinen, Holz etc. aus dem Wege zu räumen, theils die Furchen gehörig umzuwenden, die der Pflug etwa gefehlt haben konnte. i Im Frühjahre 1785, sobald es Rindvieh und Schafe tragen konnte, liefs ich ; beyde, so oft es sich tlıun liefs, darauf treiben, um das hervorgeschossene . Gras zu verzehren, und vorzüglich, um es fest zu treten. Letzteres hatte nt [e.*) Anm. des Übers. Hier sind wahrscheinlich schottische Morgen verstanden, die 365 rheinl. Ruthen halten. 36 die beste Wirkung. Da ich um Johannis eben keine andere Brache zu bearbeiten hatte, so liefs ich es noch einmal pflügen. Da aber die Beete sehr aufgeschwemmt waren, so konnte ich mit den WVasserfurchen das Schieferlager nicht erreichen. Aus den vorigen Sfülsigen Beeten mulste ich also ı6fülsige machen. Dieses verursachte mir zwar viele Arbeit. Ich erreichte aber meinen Entzweck bis auf das Schieferlager zu kommen. Nunmehro mufste ich darauf denken, das Wasser aus den Zwischenfur- chen wegzuschaffen, das an 4 Fuls niedriger als jeder Abzug stand, den ich erhalten konnte. Um dieses zu bewirken, machte ich an verschiede- nen Orten in den Wasserfurchen Bohrlöcher in das Schieferlager bis zum Basaltlager in der$. 22. beschriebenen Art. Dieses erfüllte meine Erwar- tung auf die wirksamste Weise. Auf die Bohrlöcher liefs ich Kasten, mit losen Steinen gefüllt, setzen, um sie damit, nachdem das WVetter feucht oder trocken war, öffnen oder zumachen zu können. Im Frühjahre 1786 hatte ich das Vergnügen, diesen wüsten Acker so früh als irgend einen meiner übrigen bestellen zu können. Jras\Vasser von dem Winterregen zog sich mittelst der Wasserfurchen und der Bohr- löcher durch das Schiefer- in das’ Basaltlager. Meine erste Saat in diesem Frühjahre war holländischer Hafer%) in Reihen.(drills) und ohne Dünger. Diese liefs ich blofs zuwalzen, um das Ausziehen der Feuchtgkeiten an der Wurzel zu verhindern, welches sehr gute Wirkung hatte. Im Anfange Septembers erndtete ich p. Acre 5 Boll*%(p. Morgen 63 Sh.) Er war aber grob und wuchs sehr ins Stroh, welches daher rührte, dafs ich zu dünne gesäet hatte. *%) Anm. des Übers. Unter holländischem Hafer wird walırscheinlich der gemeine weilse (L. Avena sativa alba) verstanden, der nach Marschalls Beschreibung der Landwirth- schaft in Norfolk, deutsche Übersetzung, 8$vo. 1795. zr Theil, p. 8ı aus Holland nach England gekommen ist. %) dum. des Übers. Ein Boll hat 4 Winschester Buschel= 2 Sch. 9 M. Berl. Maals, = z= nn EEE Er" TE NER m man nun nenn EL TEEN SE Nena war in meh cd ARE ET un nn nn nn SED TEÄHEERnn ii ante ai AnmnnnS Eee urn pen 1 Li a ET a a a nn 37 Im Frühjahre 1787 gab ich zwey Pflugarten, düngte es nur leicht mit einer Mischung von Düngerde, Mergel etc. und säete Erbsen von der Hastingschen Art*) wiederum in Reihen. Sie wurden etwas dick gesäet und gaben einen sehr guten Ertrag. Im Frühjahre 1758 säete ich wie derum holländischen Hafer, der sowohl in Ansehung der Menge als der innern Güte sehr gut einschlug. In der Art wechselte ich mit diesen Ge- treidearten bis 1792, wo ich das Gut verlie[s, und hatte immer gute Erndten. Den andern Theil dieses Ackers, der, wie erwähnt, am Abhange ei- ner Anhöhe lag, pflügte ich mit grofsen Furchen, und beobachtete eben die Vorsicht, als bey dem andern Stücke, Bis Johannis 1785 liefs ich ihn ruhig liegen, und bediente mich sodann einer Stachelwalze(drake), in der Hoffnung, damit die grofsen Stücke klein zu machen und mir eine Pflugart zu ersparen. Doch diels betrog mich. Der Acer hatte zu we- nig Erde, und diese sich nicht hinreichend setzen können, um es auszu- halten. Ich wollte also zum Abbrennen des Grases schreiten. Da aber gegen Ende des Sommers das WVeiter selır feucht war, so schlug mir auch dieses gewissermafsen fehl. Ich war gezwungen, den fernern Fort- schritten zu entsagen und diesen Theil in einem rohern Zustande, als den ersten, zu lassen. Im Frühjahre 1786 gab ich ihm zwey Pflugarten und liefs es, wie vorher, walzen. Dennoch behielt er aus der eben bemerk- ten Ursache seine grolsen Stücke, und ich verzweifelte schon, dafs er trag- bar werden würde. Nach längerer Überlesung entschlofs ich mich end- lich, ihn mit Erbsen in Reihen zu besäen. Ich säete sie etwas dick, nicht sowohl um den Ertrag dadurch zu vermehren, als die Oberfläche mit den Pflanzen ganz zu bedecken und die Tragbarkeit dadurch zu beschleuni- = *), Anm. des Übers. Diese Erbsen werden in der Gegend der Stadt Hastings in Sussex ge- wonnen, die wegen der 1066 daselbst gelieferten Schlacht zwischen Wilhelm dem Erobe- rer und dem Könige Harold von England berülmt ist, und sind von vorzüglicher Güte. nr An re Tier ns a ch EEE ee ne EEE hr A rn a a BEE ee Een. am et nun u EL EEE eh un un in ebenen ann nn 2 gen. Die vielen Pflanzen, die hervorbrachen, schwächten sich dadurch unter einander. Sie trieben weniger ins Stroh, gaben aber einen bessern Körnerertrag, und verbesserten das Land in der von mir erwarteten Art. 1787 besäete ich es in der bey dem ersten Theile beschriebenen Ark rund wechselte jährlich mit diesen Saaten ab, bis ich dieses Guih 1792, wie bereits erwähnt, verliels. Da die Erdlage über dem Schieferlager nur 2 Fufs dick war, so hatten Beete von 8 Fuls Breite hieselbst den besten Erfolg. Die verschiedenen bey dieser Gelegenheit gemachten Versuche und Erfahrungen haben mich überzeugt, dals die Ursache der Unbrauchbarkeit der nassen Äcker in Schottland in der gänzlichen Undurchdringlichkeit der Unterlage zu suchen ist. Da diese Unterlage ziemlich nalıe an der Ober- Nläche liegt, so werden alle Versuche zur Verbesserung so lange fruchtios bleiben, bis man die Beete nach der verschiedenen Stärke der obern Erde so anlegt, dals®: Pilug in den Zwischenfürchen diess Unterlage erreicht. Nur wenn dieses in der vorbeschriebenen Art geschiehet, wird der Acker tragbar. Der Überflufs an Hitze und Kälte haben auf den Wachsthum gleich schädliche Folgen. In sehr heifsen Sommern sehen wir alle Ge- wächse verbrennen. In kalten und nassen dagegen hält sie die zu grolse Feuchtigkeit in einem elenden und krüppeligen Zustande. Jenes kann durch frühes Säen, und dieses durch Entwässerung vermieden werden, die also ein Wirth nie versäumen sollte. SIEH EG: Bey den grolsen Fortschritten des Ackerbaues ist es zu verwundern, dals man noch so wenig Versuche gemacht hat, die grofsen Strecke nas- ser mooriger Gründe, die man in England überall findet, zu verbessern. Herr Boswell in seiner Zreatise on watering meadows, 8vo. 1780. sagt: »dals sie ein Vorwurf für unser Zeitalter, eine Schande für das Land und »@ine Last für ihre Besitzer wären.« Ländereyen haben ge- bi Bi er| „= — Tg nn en m ge en 29 gen andere Wüsteneyen gewöhnlich den Vorzug, dafs sie nach der Aus- trocknung ergiebiger werden, eine beschütztere Lage haben und leichter verbessert werden können. Entwässerung ist der erste und wirksamste Schritt zu deren Verbesserung, und wenn sie mit Überlegung vorgenom- men wird, so sind die Vortheile sicher und immerwährend. Auf einem Acker, der unter dem Pfluge ist, wird, so lange er in dem nassen Zu- stande bleibt, jede Düngung ihre Kraft verlieren, und wenigstens nie sol- che reichliche Erndte hervorbringen, als wenigerer Dünger bey gehöriger Austrocknung thun würde In Hütungen bekömmt man ein grobes un- gesundes Gras, das weder zum Grünfuttern, noch zum Heu tauglich ist. Auf Schafweiden werden die nachthelligen Folgen der Nässe oft sehr fühl- bar. Die Fäule(rot), diese verheerende Krankheit der Schafe, entsteht hauptsächlich von Gräsern, welche die überflüssige Nässe hervorbringt, und wird allgemein für unheilbar gehalten. Entwässerungen sind das einzige Vorbeugungsmittel. Lord Petre bemerkt darüber Folgendes:»Der Acker wird nach der » Entwässerung durch das darauf weniger stehen bleibende Winterwasser »nicht so sehr ausgekältet, und der Wachsthum im Frühjahre geschwin- »der vor sich gehen. Überdem entstehen bessere Grasarten und mehr » weilser Klee, welcher in Essex und Herefordshire die entwässerten Felder »mit seinem reizenden Grün verschönert. Äcker, die unter dem Pfiuge »stehen, sind weit leichter zu bearbeiten, wenn sie im Frühjahre allmäh- »lig und bey Zeiten abtrocknen, und die nachtheilige Wirkung der schar- » fen Frühjahrswinde, welche die blofse Oberfläche der nassen Felder schnell »abtrocknen und das Land verhärten, wird vermieden. Entwässerung ver- »bessert in kurzer Zeit die Beschaffenheit des Bodens; Kräuter und Gras »ändern ihre Farben, die Pflanzen verlieren ihre bisherige Geilheit, das » Getreide gewinnt an Menge und Güte, und jeder Vortheil, den sich ein »Wirth nur wünschen kann, ist nach Verhältnifs des Bodens mehr oder EEE EEE ET EREERELETER für Acker und Hü- tungen. ro rec seien 2.0 Y 2 tur d4S Klima. I} Ö „weniger die Folge dieser ersten aller Verbesserungen. Noch ein Vorzug »der Austrocknung ist, dafs der Acker eher im Frühjahre und später im »Herbste gepflügt werden kann. Die Bestellung wird erleichtert und der „Acker kann mit wenigern Kosten rein gehalten werden. Den Ersatz der „Kosten in einem Jahre zu erwarten, ist freylich zu viel verlangt. Indes- „sen habe ich einzelne Stücke gesehen, die sie in der zweyten Ermte er- »„seizten. Gewils ist as immer eine der wesentlichsten Verbesserungen.« Herr Young zu Clare sagt davon Folgendes:»Ich hatte ein Feld, »das im Winter so nals und sumphig war, dafs es nicht ein Schaf tra- »gen konnte. Na ch der Entwässerung besäete ich es mit Weizen, ohne »zu düngen, und hatte eine Ernte,‘die dem halben WVerthe des ganzen » Stücks gleich kam.« Bey Erzählung der Verbesserungen in der Grafschaft Essex macht Herr Vancouver über die Wichtigkeit der Entwässerung folgende Bemer- kung:»„Es ist keine Verbesserung, die in dem schweren Boden dieser »Grafschaft so grolse Vortheile gewährt hat, als die so glückliche Einfüh- »rung der Entwässerung. Die daraus durchgehends entsprungenen Mittel »zu folgenden Verbesserungen und Quellen der Fruchtbarkeit sind für das » jetzige Zeitalter so wichtig und so dauerhaft, als sie es für unsere Naclı- „kommen bleiben werden. Die wenigen Beyspiele der unüberwindlichen „Blindheit in Ansehung dieser Vortheile beweisen nichts weiter, als dafs „der erwartete Erfolg nur dann ausbleibt, wenn die Sache nicht recht an- » gefangen wir d.« Die Folgen der Entwässerungen sind auch für das Klima sehr wich- üg. Bey heilsem Wetter vermehren die Ausdünstungen aus grolsen Mo- rästen die Feuchtigkeit und das Ungesunde der Luft. Daher sind in sol- chen Gegenden Menschen und Thiere kränklich, und jedes Getreide be- darf längere Zeit zum Reifen, die Ernten sind mifslicher und weniger ergiebig. En wenn m nn en men me EEE ESSENER.—esggessiee nn\ m m rs PD um. Ten age ENG ns,> 4L ergiebig. Diels alles sind Wirkungen der Feuchtigkeit des Bodens und der unreinen Atmosphäre. i Die Entwässerung einer Gegend gi ebt oft einer andern Wasser, das durch dessen Aufsammlung zu ae, Bewässerungen gebr: ucht. werden kann. Durch eben dieses Mittel wird oft ein reichlicher und re- gelmäfsiger Zufluls des Wassers bewirkt, der zum Treiben von Mühlen und andeı chen etc. ine wird. Eben so kann es in Bergwerken zum Abzapfen des Wassers dienen, wie$. 24. näher gezeigt werden soll. nn wollen nunmehro zu der Elkingstonschen Verfahrungsart über- n Maschinen und Speisung von Kanälen, Brunnen, Fisch- Tei- gehen. 8... 17. Herr Eik uingstor erbte von seinem Vater 17653 ein Gutli, Namens Prince thorp, in dem Kirchspiele Stretion auf der Dunsmoorschen Heide in der Grafschaft Warwick. Der Boden war hungrig und so nals, ‚dals Fri: er viele hundert Schafe an der Fäule verlor. Diels brachte ihn zuerst auf den Gedanken der Entwässerung, wozu er auch 1764 sogleich schritt. Das Feld, wo er anfieng, hiefs Long Harol Pitt. Es hatte einen nassen thonigen Boden. Durch die aus einer benachbarten Kiesbank entsprin- genden Quellen wurde es in einen schwimmenden Morast verwandelt, wie sich aus dem Grundrisse und Durchschnitte Tab. U. näher ergiebt. Um die- ses Feld zu entwässern, zog er den im Plane bemerkten Graben G 4 bis Fufs tief etwas vor dem Rande des Morastes. Er fuhr damit in der- selben Richtung und Tiefe fort, fand aber, dals er das Wasser, welches das Übel verursachte, nicht erreichen konnte. Diefs setzte ihn in grolse Verlegenheit. Während er noch in der Überlegung war, was nunmehro zu ihun sey, gieng einer seiner Leute mit einem eisernen Stocke, deren man sich dort bedient, um die Löcher für die Hürdenpfähle zu machen, vorbey. 6 zu Was- erlei- tı ungel n. R Br x: 2 A RR Se | ) \ i { ! | A| ] | 42 Da Herr Elkingston vermuthete, dafs sein Graben nicht tief genug war, und er die Unterlage kennen zu lernen wünschte, nahm er den ei- sernen Hürdenstock und stiefs ihn auf den Fleck A 4 Fulfs tief in den Boden seines Grabens. Wie er ihn wieder herauszog, quoll aus dem damit ge- machten Loche eine grolse Menge Wassers und flols den Graben herun- ter. Diefs brachte ihn auf den Gedanken, dafs die Nässe öfters durch solches Wasser bewirkt würde, das zu tief läge, um durch Gräben erreicht zu werden, und dafs man in solchen Fällen den Erdbohrer anwenden mülste. So hatte diese wichtige Entdeckung ihre Entstehung einem blofsen Zufalle zu danken; die Quelle so mancher nützlichen Erfindung. Nach dieser Anleitung führte er nicht nur die Entwässerung dieses Feldes, son- dern aller nassen Stellen seines Guthes aus. Dieser glückliche Erfolg breitete des Herrn Z/kingstons Ruhm in der Entwässerungskunst bald in der ganzen Gegend aus. Nachdem er sie auf verschiedenen Gütern in der Nachbarschaft mit vielem Erfolge ausgeiibt hatte, wurde er bald allgemein gebraucht, so dals es ihm jetzt unmöglich wird, alle die Arbeiten anzunehmen, die ihm übertragen werden, und kaum die Hälfte derjenigen auszuführen, die er bereits übernommen hat. Seine lange Erfahrung hat ihm eine solche Fertigkeit in Beurtheilung der untern Erdlagen und der Natur der Quellen gegeben, dafs er mit grofser Genauig- keit die Orter. wo man Wasser finden wird, und den Lauf der Quellen anciebt, wenn man gleich auf der Oberfläche nicht die geringste Spur davon bemerkt. Die Regeln, wornach er verlährt, werden im Folgenden auseinandergesetzt. Seit einigen Jahren hat sich sein Wirkungskreis sehr ausgedehnt, und er hat in verschiedenen Gegenden Englands, besonders im Inneren, viele tausend Morgen entwässert, die vordem keinen oder sehr geringen Werth hatten uud jetzt zu den reichsten gehören, worauf man jedes Ge- treide bauen kann und die beste und gesundeste Viehweide geben. m men men in LO U ma me re.- a ne nn re EEE be et 5 —n ann ne Tg mn m u EEE—— TEE ee u en an Tem 4B Viele Leute haben geglaubt, dafs des Herrn Elkingstons Geschick- lichkeit vorzüglich in Entdeckung der Quellen mit Hülfe des Erdbohrers läge, ohne seiner Methode, die Graben zu ziehen, Verdienst wiederfahren Der eben erwähnte Zufall führte ihn zuerst auf den Gebrauch LU zu lassen. des Erdbohrers und seiner Entwässerungsart. Im Verfolge seiner Arbeiten hat er indessen mehrere wichtige Entdeckungen gemacht, die näher be- schrieben werden sollen.- Hier sey es genug anzuführen, dals die ganze Uı\ Entwässerungskunst nach seinen Grundsätzen auf folgenden drey Punkten ı) Die Hauptquelle oder die Ursache der Nässe zu finden, ohne welche nichts auszurichten ist. Den Wasserstand-und- die unterirrdische Lage der Quelle zu bestimmen. Eine Mafsregel, die nie beobachtet wurde, bis Herr D nr Elkingston die daraus entspringenden Vortleile entdeckte._ Bleibt der Abzug nur drey Fuls von der Quelle entfernt, so kann er ihr Wasser nie aufnehmen. Bestimmt man dagegen ihre Lage mittelst der Wasserwaage genau, so kann man sie ganz abschnei- den, und also die Entwässerung auf die wohlfeilste und wirksamste Art ausführen. Wie dieses geschiehet, ist$. 24. näher beschrieben. 3) Den Erdbohrer anzuwenden, wenn die Tiefe des Abzugs zu die- sem Endzwecke nicht mehr hinreicht. Was den Erdbohrer betrifft, so stehet es zwar gewils zu glauben, dafs der oft erwähnte Zufall allein den Herrn Zlkingston auf dessen Ge- brauch geführt hat, und er auf keinem andern WVege dazu gekommen ist. Indessen ist es keinem Zweifel unterworfen, dafs auch schon andere auf eben diesen Gedanken gefallen sind, ohne es ihm schuldig‘ zu seyn. Man behauptet, dafs man bey Nachsuchung nach Erzen mittelst des Erdboh- rers öfters auf Quellen gestolsen sey und die benachbarten Ländereyen entwässert habe, indem man die Quelle entweder abgeleitet oder ihr Luft „S 44 gegeben habe, um die Oberfläche erreichen zu können. Auch ist der Erdbohrer gebraucht worden, Wasser in Brunnen zu bringen, indem man sie damit tiefer ausbohrte, um die Kosten des Grabens zu ersparen. Vor- züglich geschiehet dieses in Italien, wo es seit langer Zeit eingeführt zu seyn scheint. Dals er aber zu Fintwässerungen gebraucht worden, ehe Herr Zlkingston diese Entdeckung machte, hat wohl noch niemand zu be- haupten gewagt. In Z’homas Nugents Reisen durch Deutschland, wovon $. 21. ein Auszug folgt, ist eine Beschreibung einer Eniwässerungsart durch Ausgraben besonderer Wasserbehälter, die zwar in den Grundsätzen mit des Herrn El/kingstons Verfahrungsart einige Ähnlichkeit hat, aber wobey des Erdbohrers nicht erwähnt wird. Dr. James Andersons sagt in den Essays on Agriculiure and rural affairs, 1775. bey Beschreibung einer von ilım angenommenen Methode die Quellen durch Grabung kleiner Brun- nen zu finden:»es wäre ihm öfters eingefallen, dafs man die Kosten, »diese Brunnen zu graben, ersparen könnte, wenn man durch ein festes »Thonlager ein Loch mittelst eines Erdbohrers machte.« Herr Elkingston hat aber den Erdbohrer schon gebraucht, ehe jene Werke zum Vorscheine oder wenigstens einige Nachricht davon nach Eng- land kam, ob es gleich wahrscheinlich ist, dafs zu Entdeckung von Quel- len für Brunnen der Erdbohrer in einigen Gegenden Italiens schon be- kannt war. Buffon sagt in seiner Naturgeschichte:»dafs in der Stadt »Modena und vier Meilen im Umkreise an jedem Orte, wo nur einge- »schlagen wird, sobald man die Tiefe von 36 Fuls erreicht und mit dem »Erdbohrer noch etwa 5 Fuls tiefer bohrt, das Wasser mit solcher Ge- »walt in die Höhe sprinst, dafs der Brunnen in sehr kurzer Zeit gefüllt »sey. Dieses VVasser würde weder durch Dürre vermindert, noch durch »einfallenden Regen vermehrt.« Indem er von den verschiedenen Erila- gen redet, die er in dieser'Tiefe getroffen hat, setzt er hinzu:»diese ver- »schiedenen Lagen mooriger und sumpfiger Erde und Kreide findet man u-- m u> we EEE EEE TEE EEE TEE EREEN© 75 TE u = z MT me,- TEE EEEISERER...-_—mmsgpeengm oe nn. no mn om menge. esurEeUBgRRBEHTEGERIEDE 17— orosr nTEH GETS TSOgELzEn ua Er rn an 45 „überall in derselben Ordnung sich folgen. Ofters begegnet der Erdbohrer \ Be 7 SE. 4- a rar »Stämme von grolsen Bäumen, welche er zwar, jedoch mit viel Beschwerde „für die Arbeiter, durchbohrt, Knochen, Kohlen, Feuersteine und Stücke „von Eisen.« G 5 10% Es ist zu verwundern, dafs bey dem grofsen Nutzen der Entwäs- serung die Grundsätze, wornach dabey zu verfahren, so wenig bekannt und noch weniger befolgt sind, und dafs ein mit diesen Grundsätzen über- einstimmendes Verfahren so lange nur in den Händen weniger Wirthe zu einer Zeit blieb, wo in andern Zweigen der Landwirthschaft die Verbes- serungen so grolse Fortschritte gemacht haben. So schwer und verworren eben diese Materie, obgleich eine der wichtigsten, Vielen geschienen haben mag, welche sonst in der Tlieorie des Ackerbaues nicht unerfahren sind, so einfach und der Vernunft ge- mäls zeigt sie sich, sobald sie auf solche Grundsätze zurückgeführt wird, welche sich auf die Kenntnisse der Ursachen des UÜbels gründen. Die Nässe in den Feldern hat zwey Ursachen, welche in sich eben so verschieden, als die daraus entspringenden Wirkungen sind. Sie entstehet ı) entweder aus Regenwasser, das nicht einziehen kann, oder 2) aus Quellwasser, das auf der Oberlläche überstehet, oder unter derselben verschlossen ist. In thonigem Boden, der keinen natürlichen Abfall hat, ist sie gewöhnlich der erstern, bey unendlich. vielen andern Fällen aber der letztern Ursache zuzuschreiben. Die Grundsätze der Entwässerungskunst des Elking ons sind so genau mit der Natur der Quellen verbunden, dafs, olıne diese und die Ursachen ihrer Entstehung zu kennen, es unmöglich ist, jene mit Erfolg und Vortheil in Ausübung zu bringen. Durch Abzüge in diesem Grund- sätze dieser Verfah- rundsart, Ursa- chen der MWässe, Entste- hung der Quellen, en anrerin. VERMES nn une zent nam zn en RE TEE { 6 / 4 Falle entwässern, heifst, das Übel blofs lindern, statt es zu heben. Um uns. dahero in den Stand zu seizen, den theoretischen Theil des Herrn Elkingstons Systems zu verstehen, müssen wir damit anfangen, die Natur der Quellen und ihre Verbindung mit der Entstehung der Sümpfe aus- einanderzusetzen. Das äufsere Ansehen und die in Bergwerken, Brunnen oder bey an- dern Gelegenheiten gemachten Gruben zeigen, dals die Erde aus verschie- u m =) [(S%) end m) mul ab) 22 - D & = Pine = 22 estehet, die ganz entgegengesetzte Eigenschaften haben und sich durch die ER Durchdringlich oder Undurchdringlich unterschei- den. Di 2 1igen ee durch losere Bestandtheile durchdringlich und also fähig sind, das auf sie fallende Regenwasser einzuziehen, bestehen aus ee Kies, Sand und een Mergelarten, die einsaugender Natur sind. Thon dagegen und eine gewisse Kiesart, die etwas Thon in sich hält, und die kleinen Steine, indem sie sie unter sich verbindet und cementrirt, so dicht und fest als Thon selbst macht, desgleichen Steinbanken von dichtem urd festem Gewebe ohne einige Klüfte sind, diejenigen Erdlagen, die dem Eindringen des Wassers am mehresten widerstehen und es auf der Ober- fläche zurückhalten, bis die Sonne es auszieht, oder es durch Graben ab- gezogen wird und heilsen undurchdringlich. Quellen entstehen also vom Regenwasser, das sich auf einer durch- dringlichen und einsaugenden Oberfläche einziehet, und darunter eine un- Rn. Erdlage findet, die den fernern Fall hindert. Hier bil- den sie grofse Wasserbehälter, und das Wasser ist gezwungen, entweder Br solche feste Körper langsam durchzusintern, oder nach der Oberfläche zu steigen, und dort auf een Arten auszubrechen, wovon man so häufige Beyspiele antrifft. Die unmittelbare Verschwindung des gefallenen Resens auf einem Theile des Feldes, da er hingegen auf andern stehen bleibt, bis er verdunstet, und das stärkere Fliefsen der Quellen bey regen- haftenn als bey trocknem Wetter, beweisen diesen Satz zur Genüge. Be- TE cn en EEE an re EEE a ET Amen. m a 1 2 a BZ; GE TE EEE En nn nn en u ET 47 stätigt wird er noch durch die Bemerkung, dals sie bey anhaltenden star- ken Regengüssen an höheren und bey trocknem Wetter an niedrigern Stel- len ausbrechen. Die Stärke der Quellen und die Menge des Wassers, welche sie hergeben, hängt vorzüglich von der Grölse des Behälters ab, welcher das Regenwasser aufnimmt und ihnen also einen stärkern oder schwächern Zufluls schafft. Daher flielsen Quellen in Sümpfen, Tälern und überhaupt in niedrigen Örtern weit stärker, als die, so auf Bergen und hohen Gegenden liegen. Doch muls es in dem Innern der Erde zu- verlälsig noch andere grolse Quellen geben. Wie bekämen sonst die vie- len starken Flüsse die Menge Wassers her, welche sie ausgielsen? Der Re- gen und Thau, den sie einziehen, ist dazu offenbar nicht hinreichend. Doch dieses gehört zu den grolsen Geheinmissen der Natur, die noch lange nicht entwickelt sind. Überdem liegen diese Quellen zu tief, um auf die Oberfläche zu wirken, und also offenbar aulser den Grenzen die- ser Untersuchung. Mit der Natur und den Ursachen der Quellen sind auch die der Moräste genau verbunden. Wo Quellen in der eben be- schriebenen Art über eine grofse Fläche von undurchdringlichem'Thone ausbrechen und das Wasser nicht bald abflielsen kann, oder in engen Ka- nälen eingeschlossen wird, verursacht dessen Überfluls eine Auflösung der darauf wachsenden gröbern Pflanzen, welche, mit der Erde des Morastes vermischt, einen Torfgrund bilden, der alle Jahre zunimmt. Die Größe solcher Moore oder Moräste richtet sich nach der Menge des Wassers und der Weite der Fläche, worauf es sich ausbreitet. Über die Entste- hunssart der Torfmoore giebt es verschiedene Muthmafsungen, auf deren Werth sich hier einzulassen unnöthig wäre. Einige wollen aus den darinn gefundenen grolsen Bäumen und aus andern Umständen schliefsen,«dafs sie bereits zur Zeit der Sündfluch entstanden. Wir lassen dieses dahin gestellt seyn. Der Zweck dieser Abhandlung ist, minder ihren Ursprung zu re A Fe= N ] EN ER 48 erklären, als die Mittel anzugeben, die Felder von dem sich darauf gesam- melten Wasser und der dadurch bewirkten Unfruchtbarkeit zu befreyen. Der H auptgegenstand des Elkingstonschen Systems.bey Entwässe- rung dergleichen Moräste ist, die erste Quelle derjenigen unterirrdischen Gewässer abzuschneiden, welche die Nässe, es sey durch Ausströmen auf die a oder dafs sie unter derselben zu lange eingeschlossen sind, verursachen. Haben sie einen natürlichen Ausflufs, so muls der Entwäs- serer sich bemühen, diesen zu erweitern und mehr Tiefe zu geben, damit das Wasser einen freyern und bequemern Abzug bekomme und sich also geschwinder verliere, oder ihm überhaupt einen niedrigern Stand anweisen, damit es nicht bis zur Oberfläche dringen kann. Hat das Wasser keinen sichtbaren Abflußs, und ist vielmehr unter der Oberfläche so verschlossen, dafs es ihr durch beständige Nässe schadet oder doch nur unmerklich verdunstet, so ist die Pflicht des Entwässerers, ihm Luft zu machen, und dem bishero im Boden eingesperrt gewesenen Wasser einen geschwindern und wirksamern Abzug zu geben. Der Zweck des Erdbohrers, welcher in vielen Fällen das Haupttriebrad des ganzen Geschäfts genannt werden kann, ist, blofs bis an die Quellen zu dringen, sie anzuzapfen und dem eingesperrien Wasser Luft zu machen, wenn der Abzugs-Graben sie nicht ht gegeben werden kann, BR», erreichen und ihm die dazu erforderliche"Tiefe nic oder wenigstens die Kosten zu grols und die Ausführung mit zu vielen Schwierigkeiten verbunden wäre. Diesen Grundsätzen gemäfs hat das Entwässerungssystem des Herr Elkingston in der Ausführung die wichtigsten Folgen aeabt, welche nn näher beschrieben werden sollen. Nicht nur das in der Nach barschaft be- legene Land, sondern auch Quellen, Brunnen und Moräste sind in einer grolsen Entiernung ausgetrocknet, ob sie gleich mit jenen in keiner Ver- bindung zu seyn schienen. Je mehr von der Lage der zu entwässernden Ländereyen Sam- en. Ässe- hen auf sind, wäs- amıt 1lso en, en en, lich und dem ‚her den em ht N, elen 49 ländereyen und der Natur und Beschaffenheit der Erdlagen der benach- barten Gegend abliängt, desto mehr mufs man sich bemühen, diese mög- lichst kennen zu lernen, ehe man den wahren Gang der Entwässerung angeben und bestimmte Regeln zu deren Leitung und Ausführung erthei- len kann. DBey Beschreibung der einzelnen Theile dieses Geschäfts soll jedes an seinem Orte näher auseinandergesetzt werden. $:> Bor Die Entwässernng grolser Moore und ganzer Moräste ist derjenige Theil dieses Systems, welcher die mehreste Aufmerksamkeit verdient, und in jeder Rücksicht der wichtigste. Grofse Strecken dergleichen Lände- reyen liegen ganz ungenutzt, ungeachtet sie vielen Vortheil geben könn- ten, blofs, weil sich die Eigenthümer einbilden, dafs sie nicht entwässert werden könnten. So schwierig ihre Entwässerung scheinen mag, so kann sie durch des Herrn Elkingstons Verfahren leicht und mit geringen Ko- sten ausgeführt werden, und wenn sie entwässert sind, so gehören sie zu den besten Ländereyen. Die Entstehungsart dergleichen Moore ist im vorigen $. auseinandergesetzt. Sie werden quellige Moore(spring-bogs) im Ge- gensatze von solchem Torf-Moore oder Hochmoore(Mosses) genannt, die nicht durch Quellen, sondern blols durch Gewässer entstehen, die auf ihrer Oberfläche wegen ermangelnden Abzugs stehen bleiben. Man kann sie nach ihrer Lage und den verschiedenen Entwässerungsarten füglich in zwey Klassen theilen. Die erste Klasse ist die, wo die Quellen auf der benachbarten Höhe in einer geraden Linie längs der höchsten Seite des Moors ausbrechen. In Tab. IH. sind sie, so wie die Art, den Abzugsgraben anzubringen, ge- zeichnet. Ist das undurchdringliche Torflager bey c dem Einflusse des Abzugsgrabens tiefer, als man mit dem Graben gehen kann, so mufs man mit dem Erdbohrer bis zu d, dem Fulse der Kieslage C, durchbohren, 7 Quellige Moore ee en un Z>- Er ng>> JE EB a 90 wo alsdann die Quelle durch den Druck des obern Wassers ausbrechen und in den Abzugsgraben laufen wird. Die zweyte Klasse Tab. IV., wo die Quellen nicht in einer geraden Linie in der höchsten Gegend, sondern ohne alle Ordnung bald hier bald da, vorzüglich aber in dem niedrigsten"Theile ausbrechen und einzelne Quellgründe(quagmires) darinn bilden, die sich unter dem Fulse wie ein ausgespanntes Tuch beugen und dem kleinsten Viehe Versinken drohen. Sie zeichnen sich in der Entfernung durch das frischere Gras aus, wel- ches in der Nachbarschaft solcher Quellen wächst. Auf dieses geile Gras sind die Schafe vorzüglich erpicht und fressen es mit ausserordentlicher Begierde. Sie fallen aber allemal darnach in eine unheilbare Krankheit, die Fäule(rot). Es ist dieses ein Hauptbewegungsgrund der Entwässe- rung solcher Moore. Sie ist, wie im$. 17. bemerkt worden, eine der er- sten Ursachen gewesen, die den Herrn Hlkingston bewog, auf die Ent- wässerung eines solchen Grünland-Moors zu denken und zu der glückli- chen Entdeckung- Gelegenlieit gab, welche in der Folge die Grundlage seiner ganzen Verfahrungsart wurde. Dem äufsern Ansehen nach ist diese Art schwerer zu entwässern, als die der ersten Klasse, ob es gleich in gewisser Rücksicht wirklich leich- ter ist. Unter der Torferde, als der ersten Frdlage, die auf 10 und meh- rere Fufs tief gehet, findet man eine Lage"Thon, die selten sehr tief ist, und unter dieser eine Lage Sand, Kies oder eine Steinbank, doch nur, im Falle die benachbarten Höhen aus dergleichen bestehen. Da diese Thomlage in vielen Stellen selır dünne und durchdringlich ist, so zwingt der beständige Druck des obern Wassers, das unter dem Moore, womit es durch den durchdringlichen Theil des Thons in Verbindung stehet, aus- zubrechen und die erwähnten Wirkungen hervorzubringen. Dieses, so wie die Lage und Richtung der Abzugsgräben zeigt sich deutlicher in der Zeich- nung Tab.IV. Es sind dieses die Haupikennzeichen, welche beyde Klas- Sn me ginn) m En a 1 nen a anna Ai 8 mann nn sn a nn 51 sen dieser Moore von einander unterscheiden. Doch giebt es noch eine Menge durch Quellen entstehender nasser Gründe, die nicht so grols noch so torfig als diese sind, und dahero den Namen von Grünlands-Mooren nicht verdienen, aber in Anschung der Entwässerung eben die Verfahrungs- art erfordern. Grünlandsmoor(bog) bedeutet eigentlich ein Quellgrund, der mit Gras überwachsen ist, und unterscheidet sich in der Rücksicht von dem Hochmoor(mofs)*) worauf nur Heidekraut und sehr oft gar nichts wächst. Die grölsere oder geringere Anzahl darinn befindlicher Quellen macht den wesentlichen Unterschied zwischen beyden. Bey der Menge Umstände, die zur Entdeckung der Linie führen, worinn die Quellen liegen, so wie zur Bestimmung der Richtung, die man den Abzugsgräben bey Entwässerung der Grünlandsmoore zu geben hat, ist es um so nöthiger, sie vorlero in eben der Ordnung vorzutragen, wie sie,bey dem Geschäfte selbst beobachtet werden müssen, als alle Entwäs- serungen dieser Art denselben Gang gehen. Zuerst mufs man die benachbarten Höhen genau untersuchen, um zu erforschen, aus welchen Erdlagen sie bestehen, wie diese streichen, in welcher Verbindung sie mit dem zu entwässernden Moore stehen, und auf welchem Punkte die Linie, worinn die Quellen liegen, demjenigen am nächsten ist, wo das Wasser abgezogen werden kann. Durch dieses Mit- tel kann die Länge der Abzugsgräben und gewissermalsen auch die Menge Wasser, welche sie aufnehmen können, bestimmt werden, in so fern letz- teres zu besonderm Endzwecke erfordert wird. Je mehr Land die benach- barten Höhen einnehmen, desto anhaltender und reichlicher ist der Aus- flufs. Bestehen diese nur aus einigen Hügeln oder kleinen Sandbänken, so kann bey trocknen Zeiten, wenn die durchdringliche Erdlage von ein- *%) Anm. des Übers. Eben diese Bedeutungen giebt Adelung in dem Wörterbuche der hoch- deutschen Sprache und Zyselen in seinem Handbuche über das Torfwesen diesen Worten. tl Alk id k3 A[} Fl Bi ‚ll I) Kl In ala J Y 52 » fallendem Regen keinen Zufluls erhält, auch nicht viel Wasser erwartet werden. Der sicherste Weg, das Streichen und die Beschaffenheit der Erd- lagen zu erforschen, ist, das Bett der nächsten Flüsse, ihre Ufer und die benachbarten Gruben, Brunnen und Bergwerke genau zu untersuchen. Binsen(Rushes) und andere grobe Wasserpflanzen, die sich auf der Ober- läche zeigen, können diese Untersuchung erleichtern. Da sie indessen olt durch stehengebliebenes Regenwasser an Orten hervorgebracht wer- den, wo es keine Quellen giebt, so kann man sich in solchen Fällen nicht darauf verlassen, wo es auf pünktliche Genauigkeit ankömmt. Erlensträu- cher, welche mit den Binsen gleichen Boden verlangen und im Nassen gern wachsen, sind um so sichrere Kennzeichen der Anwesenheit der Quel- len, als sie unmittelbar auf oder unter der Quelle, selten über sie auf schielsen, es müfste dann seyn, dafs das Wasser aus Mangel an Abzug zurückgetreten wäre. Liegt in einem Hügel oder einem Berge die undurchdringliche Erd- lage horizontal unter der durchdringlichen, so wird die Oberfläche, die sich unter dem WVasserstande befindet, auf beyden Seiten nafs und voller Binsen seyn. Diese Oberfläche wird rund um die Höhe überall ziemlich wagerecht stehen. Ist dieses der Fall, wie es sich sehr oft zuträgt, so wird ein gehörig angebrachter Abzugsgraben auf der einen Seite des Ber- ges die Ursachen der Nässe auf beyden Seiten abführen. Tab. V. erklärt dieses deutlicher. Neigt sich die undurchdringliche Erdlage nach einer oder der an- dern Seite, so werden die Quellen nur an der niedrigsten Seite ausbre- chen. Auf der einen Seite des Berges wird also der Grund nafs und auf der andern trocken seyn. Es ist dahero sehr wichtig, genau zu untersuchen, welcher von den Ausfllüssen die Hauptquelle abführet, um darnach dem Abzugsgraben die en= u Aumranimnn Finde L La rn 1 Darin. LEE sn nasse nn ns nina ou FEN Be et a er ug u m nn m eg nn 55 wahre Richtung zu geben. Kann man diese abfangen, so trocknen die übrigen von selbst aus. Findet man, dafs sie an dem Abhange der Höhe, um die sie liegen, nach verschiedenem Wasserstande ausbrechen, sich da- bey nach dem mehr oder weniger fallenden Regen richten, und bey ein- tretender Dürre blols die untern bey dem Laufen bleiben, die höher lie- genden dagegen austrocknen, so ist dieses ein sicheres Kennzeichen, dafs sie alle unter einander in Verbindung stehen und von einer einzigen Quelle ausgehen. Diese wird die Zauptquelle(Main spring), die übrigen die ausgiefsenden Quellen(over Flowings) genannt. Der Abzugsgraben mufs also unter den Wasserstand der Haupt- quelle gehen. Wird diese ordentlich abgefangen, so müssen die blofs aus- fielsenden alle von selbst austrocknen. Fängt dagegen der Abzugsgraben nur die hauptsächlichsten Ausflüsse ab, und er kann nicht bis unter den Wasserstand der Hauptquelle geführt werden, so werden blofs die aus- gielsenden Quellen abgefangen, und die Hauptquelle fährt fort zu flielsen, und das Wasser dringt bey seiner bekannten Neigung, die niedrigsten Örter zu suchen, in den Boden des Grabens selbst, statt abzuflielsen. Diels hielt man bey solcher Lage bishero für die wirksamste und beste Entwässerungsart, bis die des Herrn Elkingstons bekannt wurde. Wo die obersten Quellen ausbrachen, zog man einen Graben, und nannte dieses zwischen dem Nassen und Trocknen gehen. Wenn er nicht die nöthige Tiefe hatte, alles Wasser abzuziehen, so machte man weiter unten einen tieferen und führte in der Art längs dem ganzen Abhange Abzüge. Man füllte sie bis oben mit losen Steinen, und jeder zog sodann seinen Theil Wasser ab, ohne bis an die Hauptquelle, den Grund des Übels, zu kom- men. Die Wirkung solcher Abzugsgräben ist, die Oberfläche so lange zu entwässern, als die Gräben ziehen. Sobald aber dieses aufhört, und der Boden des Grabens anfängt aufzubrechen, so wird der Grund durchge- hends gleich; nafs und noch schlimmer, als er vorher war. Einen solchen nn nn rn en | j | R BE | | 8 | | a"N a£ RE ET N 94 Morast zum zweytenmal zu entwässern, wenn es gleich auf die gehörige Art geschiehet, ist weit schwieriger, weil die Oberlläche durch die Abzüge viel von ihrer natürlichen Gestalt verloren hat und die wahre Lage der Quellen also schwerer zu treffen ist. Die vielen Risse in den alten Gräben vermehren die Verlegenheit. Öfters findet sich, dafs der stärkste Ausguls und die Hauptquelle die oberste und die untere blofser Auslauf(Leakage) ist. Dieses geschie- het, wenn das Wasser der Hauptquelle sich einen Weg durch die obere Erdlage macht, und wenn es hier durch ein undurchdringliches'Thonlager aufgehalten wird, niedriger als die Hauptquelle ausbricht. Fängt man diese ab, so fällt jenes natürlich von selbst weg. Es ist also Vorsicht nöthig, um dieses zu entdecken, ehe man den Abzug absticht. Dieser muls sich nach dem Wasserstande der Hauptquelle richten, wie 6. 24. näher aus- einander gesetzt wird. In Fällen, wo die Erde durch die senkrechte Stellung oder den Druck des darinn verschlossenen Wassers stickweise ausbricht, muls der Abzug etwas höher am Berge geführt werden, als der anscheinende Aus- flufs der Quellen ist, bis man festen Boden trifft und die Hauptquelle ab- fangen kann. e Das untere Wasser ist blofser Auslauf, der indessen zu Irrthümern beym Abstechen des Verbindungsgrabens(Upright trench) führen kann. Wenn die Hauptquelle in einem jähen Berge entspringt, und bis zum Was- serstande des Bachs oder Grabens, der das Wasser ganz abführt, starkes Gefälle hat, so ist es unnöthig, dem Abzugsgraben viel Tiefe zu geben, oder bis dahin einen bedeckten Abzug zu führen. Der Fall würde zu schnell seyn, und die unterirdische Wasserleitung, wenn sie tief gienge, Sandadern durchschneiden, die man in solchen Fällen häufig trifft. Die Steinmauern, die die Wasserleitung einfassen, würden durch den schnellen Lauf des Wassers unterminet, und durch den mitgeführten Sand die Lei- ou nme m m m mn ea 2—— in=— eg. ns uuEEERRERREEERIEERETE>— wesen WegsUE LITE TCEERRET TER a9 Te Te PSTeegreTTEgEnERr UrENEHRERREGEET REG$__= O7 En Eu Br Sn 5 Örig 6° tung selbst verstopft werden. Man muls ihn also nur so anlegen, dafs er 6 zug a;: 0° bis 7 Fufs niedriger als der Auslauf der Quellen sey, oder in einer solchen der Tiefe, als erfordert wird, das Wasser abzuführen, ohne dals es austrete, Iten oder den benachbarten Gegenden Schaden zufüge. Der übrige Theil des Abzugsgrabens, das Gefälle sey jähe oder sanft, kann offen bleiben und uelle darf nur gegen die Beschädigung des Viehes oder des Pflugs geschützt chie- werden, wenn das Feld behütet oder beackert wird. Ist der Abzug be- )bere deckt, so darf er nicht über zwey Fuls Tiefe haben und der Gebrauch ager des Bolırers ist ganz unnöthig. iege Öfters hält es schwer, die wahre Linie der Quellen und des Ver- hig, bindungsgrabens genau zu bestimmen, wenn die Oberfläche darüber keine sich sichere Merkmale giebt, oder man keinen Ausflufs findet, von dem man AUB- den Wasserstand nelımen könnte, um den Abzug darnach zu bestimmen. In dem Falle mufs man den Abfangegraben D längs B dem Ausgehen der Tab. VI. den durchdringlichen Sandbank C so ziehen, als es der Wasserstand, die Lage et der und die Umstände erfordern. Bemerkt man hiernächst bey Anlegung des Aus- Abzugsgrabens F, dafs der durch die Wasserwage(spirit level) bestimmte ab- Abfangegraben D an einigen Stellen die Quellen nicht alle erreicht, und man an dem Ufer bey dem Bohren kein Wasser findet, so muls man die Sn Verbindungsgraben E von den Quellen bis zum Abfangegraben D in eben ai der Tiefe, als dieser ist, ziehen. Ist der Abfangegraben tiefer, als die Be Ausbruchslinie der Quellen, so giebt es, wenn man auf ein undurchdring-| kes liches Thonlager trifft, und sich also kein Grundwasser findet, keine Mög-| n lichkeit, selbst mit Hülfe des Erdbohrers, sie zu erreichen; geht er aber R Mn höher, so muls er vertieft und der Erdbohrer gebraucht werden, um sie ie zu erreichen. Gewöhnlich erhebt sich der Grund und der Theil der 1% ie durchdringlichen Erdlage, die unter dem Abfangegraben liegt, behält noch a len Wasser genug, um das Land zu verderben. Es weils sich alsdann unter 7 lei dem Boden des Grabens zwischen den Bohrlöchern einen Weg zu machen. x ; Tab, VII r 56 Ist ein Thal oder Moor zwischen zwey Bergen so eng, dafs die Kiesbank c von einer Seite zur andern gehet, und der Erdbohrer sie er. reichen kann, so ist es hinreichend, in der Mitte einen Abzugsgraben E mit Bohrlöchern F zu machen, ohne einige Quer- oder Nebengräben. Obgleich die Quellen rund herum ungefähr unter demselben Was- serstande ausbrechen, so trifft man doch gewöhnlich den Hauptwasserbe- hälter in der Mitte des Thals, wenn man das obere Thonlager b durch- bohret, welches durch seinen Druck das Wasser zwingt in die Höhe zu steigen und dort auszubrechen. Wird der Abzugsgraben in der Höhlung des Thals gezogen und nach den Quellen zu Bohrlöcher gemacht, so ist es in die Augen fallend, dafs der Druck des Wassers, das höher, als der Boden des Grabens stehet, das unter demselben befindliche zwingt, in die Bohrlöcher des Grabens zu steigen, die tiefer, als die bisherigen Ausflüsse der Quellen liegen, und selbst auf einige Zeit es sogar höher treiben wird, als diese sind. Die natürliche Folge ist, dals, da das Wasser vermittelst der Bohrlöcher und des Abzugsgrabens einen neuen und leichtern Ausweg findet, es seine alten Ausflüsse verlässet und das Land also nicht mehr überströmt wird. In einem dem Herrn Zcecleston zu Scarisbrick in Lan- cashire gehörigen Thale hat Herr Klkingston eine besonders merkwürdige Entwässerung in dieser Art ausgeführt. Es war ein blofses Grünlands- moor, aber so morasüg, dals kein Mann noch Pferd darauf gehen konn- te, und enthielt 60 Acres(95 Morgen). Nach der Entwässerung gab es 30oL.(200 Thlr. p. Morgen 2 Thlr. 2 gr. 6 pf.) mehr als vorher Pacht. Die Entwässerungskosten haben nicht viel mehr betragen. Ungefähr vor zwey Jalıren gab Herr Eccleston selbst der Gesellschaft hiervon Nachricht. In sehr grolsen und nassen Morästen oder Grünlandsmooren muls man mehrere Abzugsgräben aulser denen, so die Quellen abfangen, haben. Wenn gleich die Hauptquellen, als die‘wornehmste Ursache der Über- schwemmung, abgefangen sind, so giebt es doch noch Kies oder Sandadern, die a 97 die noch tiefer liegen und man entwässern mufs. Soll das Land in Schlä- ge gelegt werden, so müssen die Scheidungsgräben so gezogen werden, dafs sie dieses niedrige Gewässer sowohl als dasjenige abziehen, was in den Tiefen stehen bleibt. Es giebt eine Art grolser Moore, die man Haugh or holm Land nennt, und weder durch bedeckte noch unbedekte Abzüge entwässern kann. Sie liegen an Flüssen oder Bächen, die ihren Lauf öfters von ei- nem Ufer zum andern verändern, und in jedem Kanale, den sie machen, Sand und Kies zurücklassen. Das Wasser sintert stets durch den Sand, bleibt also mit dem Flusse im wagerechten Stande, und hält das Land so nals und feucht, dafs es nichts als Binsen und andere Wasserpflanzen her- vorbringen kann. räbt man darinn ein Loch oder ziehet einen Graben, so füllt er sich augenblicklich mit Wasser so hoch an, bis es im wage- rechten Stande mit dem Flusse ist. Hat dieser einen schnellen Lauf, so hat es diese Wirkung in geringerm Grade, als wenn er langsam flielset, und dessen Wasserstand nur wenig niedriger als das Ufer ist, das Land es also leichter einziehen kann. Abzugsgräben können in keiner Rich- tung Nutzen schaffen, so lange der Flufs seinen hohen Wasserstand be- hält. Das’ einzige Mittel ist, in so fern es ohne übertriebene Kosten ge- schehen kann, dessen Bett zu vertiefen und zu erweitern. Von der aus- geworfenen Erde mufs man auf beyden Seiten Dämme lesen, um zu ver- hindern, dafs, wenn das Wasser in den Fluß steigt, es nicht in die alten Ausflüsse zurücktrete, das Land so nafs als vorher mache, und also alle darauf verwandte Kosten verloren sind. Dergleichen Moräste leiden über- dem noch durch Quellen, die in den höher liegenden Sandbänken entste- hen, und das Wasser noch höher treiben, als der Wasserstand des Flus- ses ist. Indessen können diese leicht abgefangen und das Wasser bis zur Höhe des Wasserstandes des Flusses, vermittelst Abzugsgräben, abgezogen werden. Wenn der Boden: zwischen dem Flusse und dem Moore nicht fe) N. u rn u 58 aus Kies oder Sand, sondern aus einer Mischung von Thon und Lehm bestehet, so sind öfters Quellen der Grund der Überschwemmung. In diesem Falle kann das Quellwasser seinen Weg nicht nach dem Flusse nehmen, und muls also auf die Oberfläche ausströmen. Um dergleichen Moore zu entwässern, mufs man einen Graben längs der Bank vom nie drigsten Punkte an ziehen, der das Quellwasser dem Flusse zuführt. Er mufs unter der Linie der Quellen gehen, wo er besser wirkt, und unbe- deckt seyn, um beym Anschwellen des Flusses oder bey starken Regen- güssen mehr Wasser aufnehmen zu können, weil hohes Wasser sonst die Bedeckung leicht wegsprengen dürfte. Von diesen offenen Gräben F geht ein bedeckter Abzug D bis zur Sandbank A. Der Boden der offenen Gräben mufs etwas weniges höher, als der von den bedeckten Abzügen seyn, um das Stauwasser abzuhalten, von jenen in diesen einzudringen. Kann man mit dem Abfangegraben nicht bis zu den Quellen reichen, so mufls man den Erdbohrer brauchen. Quergraben zwischen den offenen Gräben und dem Flusse sind nicht nö- thig, weil das aufgefangene Wasser alles längs dem Grunde des Ufers A. weg und auf die Art dem Flusse H zugeführt wird, es sey dann, dals das Land seiner Gröfse halber durch‘ Quergräben in mehrere Schläge getheilt werden müfste. Der Abfangegraben C würde dann zur Scheide zwischen dem entwässerten Moore G und dem Ufer dienen. Dergleichen Gründe schicken sich vorzüglich zur nachherigen Bewässerung. > 7 Sobald die Lage der Quellen und der Wasserstand gehörig mittelt, ist die Richtung der Abzüge, und ob sie bedeckt oder offen seyn sollen, das erste, was zu bedenken ist. Wird der entwässerte Grund in Schläge gelegt und die Abzugsgräben dienen zu Grenzscheiden, so können sie offen gelassen werden; wo nicht, so werden sie bedeckt. Jedoch muls deren Weite, Tiefe und übrigen Umstände darnach eingerichtet werden. Hat man den Ausilulsort des abzuziehenden Wassers bestimmt, so ge; mogenmmrarrT7Tengerege rege wer Pesser- pr;————e= Feen TeEERDSERERNEEBEL—_——memgessor®—oe== no un nel 2.0. Ö 22.0 SO 7ororeusEgRu 270> VUrSOGERISSBPERIUGEREEDE VE sr nBE UngBEBEG FE SESEREET SenBe SEES er Or Era eeg ag een u 59 m mufs von dort ein Graben bis zum Abfangegraben mit einem Gefälle von In einigen Zöllen auf alle 10 Yards(30 Fuls) gezogen werden. se Geht der Abfangegraben erst durch ein Thonlager und hernach N durch groben Kies, so ist es besser, durch den Thon einen bedeckten Ab- Ie-| zug, wo dieser einen festen Grund hat, und in den Kies mit dem Erd- Ep bohrer oder dem Spaten blofse Abflufslöcher zu machen. Durch diese e- wird das Wasser leicht und geschwind in den Abzugsgraben dringen, und es wird sich besser halten, als wenn man den bedeckten Abzug durch den Kies ziehet. Diels würde nicht’ nur ‚die"Tiefe und die Schwierigkei- ten der Arbeiten vermehren, sondern der Wasserstand des Ausflusses wür- de nicht einmal immer erlauben, dem Abzuge die nöthige Tiefe zu geben, Wenn bey dem Ziehen des Abzuges längs dem Fufse des Gesteins der Wasserstand des Ausflusses nicht erlaubt, jene zu erreichen, so mufs man das unmittelbar darüber liegende undurchdringliche'Thonlager durchboh- ren. Das Wasser wird sodann durch die Risse der Steinbank und die Bohrlöcher in den bedeckten Abzug steigen. Wenn der Wasserstand es indessen erlaubt, ist es besser, den Abzug durch das Thonlager und von da im Gesteine zu machen, wodurch man zugleich die nötlhigen Steine gewinnt, um den bedeckten Abzug damit auszulegen. Das WVasser wird weniger Widerstand und einen freyern Lauf finden, als wenn man ihn durch | die Steinbank geführt hätte. Es vermehrt zwar etwas die Kosten des Grabens; man erspart aber dagegen die Ausgabe, die Steine anderwärts ausbrechen und nach der Baustelle fahren zu lassen. Wenn man gleich einen Graben oder einen alten Wasserlauf findet, wohin man die Quellen | durch Bohrlöcher ziehen könnte, so ist es doch besser, einen neuen zu | machen, worinn blofs das Quellwasser fliese. Wenn dieser quer durch einen alten Graben oder Wasserlauf geführt wird, so muls er an solcher i Stelle mit Thon ausgelegt werden, damit kein freındes Wasser eindringen F i | a ae ug= 60 könne. Dieses würde sich sonst bey starken Fluthen zu sehr vermehren und den bedeckten Abzug sprengen. Ist die Bestimmung des mittelst des Bohrens gewonnenen Wassers, Wiesen zu bewässern, Mühlen zu treiben, Kanäle, Fischteiche oder Brun- nen zu Speisen, so muls man viel Vorsicht anwenden, um nicht an ei- nem andern Orte gerade so viel Wasser zu verlieren, als man hier e wonnen hat, zumal wenn man ihn, wie$. 22. näher beschrieben ist, aus einer nassen in eine trockne durchdringliche Erdlage ziehet. Das sicherste Kennzeichen, ob der Abzu& seine gehörige Wirkung und man die Hauptquelle getroffen hat, ist, dafs die benachbarten Abzugs- und andere Gräben, Brunnen und W asserpfützen austrocknen und sich nicht wieder füllen. Überhaupt ergiebt sich aus den obigen Bemerkungen klar, dafs diese Entwässerungsmethode weit wirksamer, als alle bisherigen, ist, und daß oft durch Abfangen einer Quelle Ländereyen entwässert werden, die da. mit anscheinend in keiner Gemeinschaft stehen, aber doch durch das Grundwasser mit einander verbunden seyn müssen, dals von dieser Haupt- quelle alle übrigen gespeiset werden, und also diese zu treffen, das Haupt- augenmerk seyn muls. Es ist dem Herrn Filkingston oft begegnet, durch einige wenige Bohrlöcher, die er an dem niedrigsten Ausflusse der Haupt- quelle anbrachte, einen grofsen Fleck zu entwässern, auf den der Abzug dem Anscheine nach nur wenig Wirkung haben konnte. Die Anwesen- den setzte dieses in das gröfste Erstaunen. und den Abwesenden schien es unglaublich. Zu Odstonehall in Leicestershire kann man davon ein sehr merk- würdiges Beyspiel sehen. Von einem grofsen Moraste, der fast gar keiner Werth hatte, gehörte ein Theil dem Herrn Astley zu Odstonehall und ein anderer dem Herrn Richard Astley. DBeyde waren durch einen schmalen aber tiefen Bach getrennt. Das letztere sollte Herr Elkingston entwäs- 2. u” an ne m in En nn en nn A aim a .- a EEE ee a a— BE er nn EEE ch An 61 = sern. Er fand in einer Tiefe von ı6 Fuls unter dem Bette des Bachs die Hauptquelle, zog das daraus flielsende Wasser mit Hülfe der Bohrlö- e cher und eines kleinen Abzugsgrabens ab, und der auf der andern Seite R des Bachs in einer ziemlichen Entfernung liegende Antheil des Herrn 4st- r ley auf Odstonehall wurde in kurzer Zeit eben so trocken, als der ent- 7 vässerte. DBeyde sind nachher immer trocken geblieben, und sind aus = Morästen von keinem WVerthe in vortrefliche Wiesen verwandelt worden; die auch ohne Bedüngung reichliche Heuerndten geben. 25 Bey Lutterwarth, einem Städtchen in Leicestershire,(als Geburtsorte Lute- E des Relormators John Mickief berühmt) sollte Herr Elkingston einen Morast ni h entwässern. Kaum hatte er die Hauptquelle abgefangen, so trockneten zur grolsen Verwunderung der Einwohner alle Brunnen aus. Diese Art © zu entwässern machte in der Gegend solche Fortschritte, dafs wenige gute [5 Wirthe gefunden wurden, die nicht einen Erdbohrer besalsen, und Herr 1 Elkingston hatte so viele Aufträge, dafs es schwer hielt, seiner habhaft| zu werden. 4 Ri Zu Madely bey Newcastle in Staffordshire liegst ein grofses Moor Madeh| von einigen hundert Morgen, das so nafs und weich war, dafs kein Stück\ Vieh darüber gehen konnte und dessen Entwässerung man für unmöglich 2 hielt. Herr Zikingston pachtete es auf mehrere Jahre und entwässerte. | es mit wenigen Abzugsgräben und geringen Kosten: auf eine so wirksame ei Art, dals es hierdurch und andere von ihm vorgenommene Verbesserun- 4 gen eine der ansehnlichsten Pachtungen der Gegenden geworden ist.& Zu Woaburn in Bedfordshire hat Herr filkingston zwey grofse dem Waburn. Ä Herzoge von Bedford gehörige Moore, die man so lange keiner Verbesse-} rung fähig geglaubt hatte, mit geringen Kosten entwässert. Durch das 3 Abfangen der Quellen wurden Brunnen in einer grolsen Entfernung aus- A | getrocknet und Bäche verliefsen iliren vorigen Lauf. u DE | ;\ ‚| = Sr] e 5 | A eine PR nu Entwäs- serung bergiger Gegen- den. Fig... 62 Gr 38 In bergigen Gegenden, wo Schäfereyen die Haupteinnahme ausma- chen, hat man bis jetzt auf die Entwässerung der nassen und dadurch unbrauchbaren Hütungen so wenig als auf die des Ackers gedacht, un- geachtet beydes gleich nützlich ist. Diese Vernachläfsigung hat schon öf ters grofsen Schaden gethan. Das auf der Oberfläche stehenbleibende, so wie das unter derselben verschlossene Wasser giebt den Pflanzen einen Überflufs an Feuchtigkeiten, und wird dadurch der Grund der Fäule bey den Schafen. Eine unheilbare Krankheit, die oft viele Tausende dieser nützlichen Thiere hinopfert! Diesem kann nicht besser als durch die Ent- wässerung vorgebeugt werden. In solchen Gegenden verursacht sie um so weniger Kosten, als man den gröfsten Theil der Abzüge unbedeckt lassen kann, und nur hin und wieder bedeckte braucht, worüber die Schafe sicher gehen können. Ob man gleich ar vielen Orten, wo die Quellen mit dem Abzugs- graben nicht erreicht werden können, den Erdbohrer anwenden muls, so hat man doch nicht leicht zu besorgen, dafs sich die Bohrlöcher selbst bey offenen Abzügen verstopfen. Wenn man nur, wie im vorigen$. be- merkt ist, die Fluthen und alles fremde Wasser abzuhalten sucht, so hat die Quelle Kraft genug, den etwa hineinfallenden Sand und Koth heraus- zuwerfen. Um sie jedoch desto mehr gegen Verstopfungen zu sichern, thut man besser, kleine besondere Öffnungen an der Seite des Grabens zu machen und in diesen die Bohrlöcher in der Art anzubringen, dafs sie 6 Zoll über dem höchsten Wasserstande selbst nach Regengüssen ste- hen, wie es schon$. 2. bemerkt ist. Nach der Verschiedenheit der Erdlagen findet man in den Bergen abwechselnd feuchte und trockne Stellen. Aus dem äufsern Ansehen des Abhangs und den darauf wachsenden Kräutern kann man die Erdlagen und deren Abwechselung, so wie die dem Abzugsgraben zu gebende Richh- Te Pi ———g nn N ne TE TEL LÄCHELN Tee: rer 05 tung oft mit vieler Gewifsheit bestimmen, ohne zum Einschlagen seine Zu- flucht zu nehmen. Die gröfsere oder geringere Schwierigkeit der Entwäs- serung hängt von der Lage der verschiedenen Erdschichten und der Stein- oder Sandbank, worinn die Quellen befindlich sind, ab. Liegt es in einer wagerechten Richtung, so entsehen wahrscheinlich alle die Ausflüsse, die sich an verschiedenen Orten des Abhangs zeigen, aus einer und derselben Wassermasse, die man am untersten Ende des Wasserbehälters oder wo- hin es seinen natürlichen Zug hat, ableiten mufs, wenn es nicht unter ei- nem undurchdringlichen Thonlager verschlossen ist. Fällt es dagegen senk- recht in verschiedene Lagen und enthält blols einzelne Wasserbehälter, die sich in unzähligen Ausgüssen entledigen, ohne mit einander in Verbindung zu stehen, so wäre es ungereimt, sie mit einem Abzugsgraben oder Auf fangung einer einzigen Quelle entwässern zu wollen, statt in jeder Lage Ei besondere Abzüge zu machen. Man mufls vielmehr den Hauptabzug BR & c F AN durch das Thonlager, und nach den Quellen D besondere Abfangegräben C ziehen. Wollte man ihn in der Quellenlinie E machen, so würde er in die Steinbank selbst kommen und dessen Anfertigung mit unendlichen Schwie- rigkeiten verbunden seyn. Kann das Wasser mittelst der Bohrlöcher AA in den Hauptabzug B gebracht werden, so: hat es bessere Wirkung. Ist aber ıöelich, so mufs man die Abfangegraben C so tief machen, ..| dieses nicht m dafs das Wasser nicht überströmen und das benachbarte Land verder- ben könne. 1 D 7\ In manchen Bergen, die aus abwechselnden Lagen von Steinbanken, Sand und Thon bestehen, ist die Oberfläche des Thons gewöhnlich nafs @)= nen ACAOL 1°\netarna mnninlze 4, 7. x Een und SUMPANO, dasesen dre ersteren trocken und nutzbar. Dergleichen ge- Mi Ä C) 7) hörig zu entwässern, erfordert so viele verschiedene Abzüge ls es Al di 9 ka SILLYV AD iii il UT cl R ICE A: IZU SE’ a S es D- SAhckhmonr mean Sallr a N i E OHE 2 1« wechslungen der Erdlagen giebt. Der Gipfel des Berges, der gewöhnlich aus einer trocknen und durchdringlichen Erdlage bestehet, nimmt das Re- senwasser auf. Es ziehet sich so. lange durch den Boden, bis es eine Oo a men men nn—— rn en 2] | 1 ‚| ” l I 5 N | { er . Ä % ’ « Et | | ee 64 undurchdringliche Erdlage antrifft, welches seinem weitern Eindringen Schran- ken setzt und es zwingt, sich über diese einen Ausweg nach der Oberflä- che zu suchen. Sobald es die Oberfläche des undurchdringlichen Thon- lagers überströmt hat, wird es von der nächsten durchdringlichen Erd- schicht eingesogen, und zieht sich herunter, bis es an der niedrigsten Stelle einen Ausweg findet und das nächste Thonlager wiederum überströmen kann. In dieser nämlichen Art wirkt dieselbe Quelle auf alle Erdlagen, woraus der Berg besteht, bis es die niedrigste Stelle erreicht hat, wo es eine Lache oder einen Sumpf bildet, wenn sich keine Gelegenheit zum Abflusse findet. Um einen solchen Berg zu entwässern, mufs man damit anfangen, einen Abzug A längs dem höchsten Moore zu machen, um die oberste Quelle abzufangen. Da aber das Regenwasser in der nächsten niedrigern Lage. sich nunmehro sammlet und eine zweyte Quelle dadurch entstehet, so muls ein zweyter Abzug B gemacht werden, um das Was- ser zu verhindern, die Oberfläche des nächsten Thonlagers zu überströ- men. In der Art wird mit Abzügen bis zur untersten Stelle so lange fortgefahren, als sich noch Stellen finden, die überströmt werden. Man wird dadurch hinreichendes Wasser zu Bewässerungen oder irgend einem andern Gebrauche bekommen. Die nach der Zeichnung am Fufse der durchdringlichen Erdschichte H, worinn die Quellen liegen, vorspringenden undurchdringlichen Erdschichten entstehen von den feinen Erdtheilchen, wel- che heftige Regenschauer, da sie sich nicht gleich einziehen können, von der Oberfläche abspülen und sich dort ansetzen. Dieses verursacht, dafs die Quellen ihren Ausfluls höher suchen, und dieser vorspringende Theil der durchdringlichen Erdlage morastig bleibt. Zieht man die Abzugsgräben ABC durch selbigen, so können die Quellen nicht mehr in die Höhe stei- sen und die Oberfläche verderben. fo) In einigen Bergen liegen die Erdschichten so regelmäfsig, dals man nach Belieben das Wasser in derselben Höhe auf jeder Seite abziehen h kann. u“ a Tr 1 Ten Tg ng en un pe 65 kann. Dieses kann grofse Vortheile haben, weil man den Boden oft auf der einen Seite sumpfig und auf der andern trocken findet. Der Grund ist, dafs das undurchdringliche Thonlager nicht wagerecht liegt, sondern sich mehr nach einer Seite neigt und die trockne Seite mit einem Thon- lager F bedeckt ist. Das Wasser ist also gezwungen, auf der andern M auszutreten. Schafft man ihm aber auf der trocknen Seite einen Ausflufs mittelst eines Abzugs, der niedriger als der natürliche Ausfluls der Quelle L ist, so ist es leicht, dem Laufe der Quelle eine andere Richtung zu geben. Da die Seite M durchdringlich und mit Sande bedeckt ist, so dienet sie zum Behälter für das sich sammelnde' Regenwasser, welches nunmehro durch die im Thonlager F gemachte Öffnung fliefset. Soll man ein Haus K, das auf der trocknen Seite des Berges liegt, mit Was- ser versehen, so kann dieses grofsen Nutzen haben und oft die Kosten ei- ner theuerern Wasserleitung ersparen. Indessen muls man sich.in Acht nehmen, mit dem Abzuge G nicht so tief zu kommen, dafs man eine durchdringliche Erdlage erreicht, damit man nicht auf der einen Seite wie- derum verliert, was man auf der andern gewonnen hat. Durch Auslegen des Abzugs mit Thon kann man dieses wohl zu- weilen, aber doch nicht immer verhüten. Aus einer Quelle kann Wasser auf eine Höhe oft mittelst einer Röh- Wasser re oder eines Schornsteins geführt werden, ob sie gleich viel niedriger liegt. Wenn der Wasserbehälter B, aus welchem die Quelle gespeiset wird, zwischen zwey undurchdringlichen'Thonlagern A und C eingesperrt ist und ein'Theil davon höher als der zu versorgende Ort liegt, so ist es in die Augen fallend, dafs, wenn man bis zu dem Fufse oder der niedrig- sten Stelle der durchdringlichen Erdlage C, worinn die Quelle liegt, das obere Thonlager A durchbohrt, das Wasser in einer Röhre F oder Schorn- stein eingeschlossen, beynahe so hoch steigen wird, als der höchste Stand des Woasserbehälters B ist. leitung bergan. Tab. IX. Big. 1 7 — ER nn ren in En rl ee> SEE une wa ac. zn en ET TEE a ai 06 Herr Elkingston hat dieses öfters, besonders aber bey Warwik, der Hauptstadt von Warwikshire, in Ausübung gebracht, wo er das Wasser, das ihm die Entwässerung einer niedrigen Wiese gab, einer Mühle zu- führte, die viel höher als der Abzugsgraben lag. Die Wasserleitung war ausgemauert und überdem mit Thon ausgelegt, um zu verhüten, dafs das Wasser sich nicht durch die Fugen ziehen könne. Der Nutzen solcher Unternehmungen mufs in vielen Gelegenheiten sehr grols seyn, und dadurch oft Sachen ausgeführt werden, die man für unmöglich hielt. Dals es aber sehr ausführbar sey und man oft das Wasser zu einer ansehnlichen Höhe vermittelst des Drucks von einem entfernten Orte treiben kann, beweiset folgender Vorfall, der in der Nach- barschaft von London sich bey Grabung eines Brunnens ereignete: Der Graf Spencer, um sein schönes Wohnhaus zu Wimbleton vor Feuersgefahr zu sichern und es desto besser mit Wasser zu versehen, liels nicht weit davon einen Brunnen graben, wo man bis zu der ungeheuren Tiefe von 600 Fufls gehen mufste, ehe man eine Quelle finden konnte. Die Arbeit fing den 51. May 1795 an, und den ı2. August 1796 gab der Mann, welcher unten arbeitete, dem obern ein Zeichen, ihn geschwind in die Höhe zu ziehen, weil er die Quelle gefunden hatte und das Was- ser dergestalt zudrängte, dals sein Leben in Gefahr war. In Zeit von 4 Tagen stieg es 3550 Fuls, und in den beyden folgenden jede Stunde mehr als einen Fufs. Das Wasser, so aus einem Felsen kam, war vorzüglich schön, und führte aus den verschiedenen Erdlagen, wodurch es gehet, viele minerali- sche Theile bey sich. Das Graben dieses Brunnens hat dem Grafen über 2000 L.(13333 Tlilr. 8 gr.) gekostet, ersetzt es aber durch seinen Nutzen, weil man sich bis dahin mit gesammeltem Regenwasser oder Wasser aus den benachbarten Teichen behelfen mußte. Da sich keine Erhöhung in der Nähe des Brunnens findet, und er einige 100 Fuls tiefer als das Bett u cn nn ER nn EEE 67 der Themse liegt, so mufs das Wasserbecken, welches die Quelle speiset, sehr weit liegen und viel Wasser halten, um so geschwind und mit so vieler Kraft steigen zu können. 6,23 In vielen hiesigen Gegenden giebt es srolse Strecken wüsten und Entwis- .“..- serung unbebauten Landes, wo die Nässe durch ihre eingeschlossene Lage ent-| stehet und durch die gehörigen Mittel leicht entwässert und urbar gemacht Durch- mittelst ‚bohren werden könnten. Die Ursache ihrer Nässe rührt nicht von Quellen, die des darunter liegen, noch von dem Überströmen einer benachbarten Höhe, 2 en sondern von der Anhäufung des Regenwassers her, das sich wegen eines unterliegenden undurchdringlichen Thonlagers nicht einziehen, noch wegen der umliegenden Höhen, die ebenfalls undurchdringliche Unterlagen haben, einen Ausweg finden kann. Man nennt sie eingeschlossene Grünlands- moore(Landloked bogs). Sie liegen oft so niedrig im Verhältnisse mit den sie umgebenden Höhen, dafs die Führung eines Haupt- Abzugsgrabens durch selbige, um das Wasser abzuleiten, mit Kosten verbunden seyn würde, die den Werth der Entwässerung überstiegen. Die undurchdring- liche Unterlage ist oft so dicht, dafs sich das Wasser von selbst keinen Weg nach der folgenden durchdringlichen Lage von Felsen, Kies, Sand ete. öffnen kann. Es mufs also stehen bleiben. Der Grund bringt in der Länge der Zeit nichts als grobe Wasserpflanzen hervor, und dessen Ober- fläche verwandelt sich in Torf-Erde, die so weich und unfruchtbar als die eines Quellmoors$. 19. ist. Nur bey sehr trockner Witterung, wenn die scharfen Winde einen Theil ihrer Ausdünstungen wegführen, tragen sie zwar das darüber gehende Vieh, mit dem Pfluge können sie aber auch alsdann nicht bearbeitet werden. Die Entwässerung muls auf eine andere Art, als bey Quellmooren, vorgenommen werden, weil die Ursache bey beyden verschieden ist. Die ee Te Ten nn ET TEE En EEE EEE EL EEE LLC LE ELLE ER EEELEZELLE GEL GE GELTEN EEE N reinen Fe) Fe A, me ee a——: Sr B, nu Vs Aue A 4 SR 4 2 er] | % i | 1 ae 5 ee: AC a ul Iab.X. Fe ne on ET 68 fo'gende Art ist die wohlfeilste. In der Mitte oder dem niedrigsten Theile wird der Hauptabzug A gemacht, und darinn die Nebenabzüge B geleitet, deren Menge und Richtung die Grölse und die Lage des Moors bestimmt. Sie müssen durch die Torf-Erde oder den schwammigen Theil bis zur undurchdringlichen Thonlage gehen. In dieser werden die Bohrlöcher ge- macht, um dem Wasser unterwärts einen Ausflußs nach der folgenden Erd- lage zu schaffen, die es, vermöge ihrer Durchdringlichkeit, einsaugt. Die Abzüge müssen so schmal als möglich seyn. Anderthalb Fuls hoch vom Bohrloche an werden sie mit losen Feldsteinen gefüllt, darauf umgekehr- ter Rasen gelegt, und in die übrigen die ausgebrachte Erde wieder hin- eingeworfen. Das Wasser und die schädliche Nässe wird durch die Ab- ziige aufgenommen und mittelst der Bohrlöcher abgezogen. Wenn man ein solches Land hernach pflügt, mufs man sehr achtsam seyn, den Bee- ten steis einen Abfall gegen den Hauptabzug zu geben, damit das Was- ser bey heftigem Regen sich immer dahin ziehen könne. In der Mitte oder dem niedrigsten Theile eines Moors einen Schacht oder blofsen Brunnen durch die undurchdringliche'Thonlage einschla- gen, wohin alle Abzüge das Wasser führen, entspricht dem vorgesetzten Zwecke ebenfalls sehr gut und erspart die Kosten der vielen Bohrlöcher. In dem 4gricultural Report of Herfortshire, pag. 66. findet sich dar- über folgende Nachricht:»Wenn man in dem Herfortshireschen rothen, »kiesigen undurchdringlichen Thone einen 20 bis 30 Fufs tiefen Schacht »bis zur Kreide absinkt, so wird: er, nachdem die Kreide ausgebracht, »mit den daraus ausgelesenen Kieselsteinen. und dem ausgegrabenen »Thone wieder ausgefüllt. Die Entwässerung der angränzenden Felder »kann man hernach sehr erleichtern, wenn man den Haupt- Abzugsgra- »ben in solchen Schacht führt, wo das Wasser sich durch die eingefüllten »Kieselsteine in das alte Kreidenlager einzieht. Findet man einen Kalk- — TE a EEE a ne EEE A A MET nn Samiiabn u 1 a et a en n. De I „steinbruch, so ist es selten nöthig, den Abzug weiter als bis zu diesem » hinzuführen. »In grofsen'Thälern, die eine undurchdringliche Unterlage, Höhen, »die sie umzingeln und keinen Ausflufs haben, wie das"Thal bey Mould, „der Kreisstadt von Flintshire in Nordwallis, sinkt man Schächte von 4 Fuls »im Dürchmesser und ı5 Fuß Tiefe und mehr noch, wenn es die Um- „stände erfordern, durch die undurchdringliche Erdlage ab, bis man die »durchdringliche aus Kies, Sand ete. bestehende erreicht hat, vermittelst „deren das bishero auf der Oberfläche gesammelte Quell- und Regenwas- »ser abgeführt wird. Man mufs den Schacht aber mit Stangen einfassen, „damit das Vieh nicht hineinfalle. Ich muls indessen bemerken, dafs, ob „das Wasser zwar in diesem und in andern Fällen sich in der durch- »dringlichen Erdlage gemeiniglich verliert, dennoch öfters gerade das Ge- »gentheil erfolgt. Ich empfehle daher bey allen dergleichen Gelegenheiten »Bohrlöcher durch die undurchdringliche Erdlage zu machen, die man im- „mer leicht wieder zustopfen kann.« Ehe man zu Entwässerungen in dieser Art schreitet, mufs man ge- nau untersuchen, ob die unter der undurchdringlichen befindliche durch- dringliche Erdlage trocken sey und das ihr zuzuführende Wasser annehmen werde, oder ob sie nicht schon selbst mit Wasser gesättigt sey. In die- sen Falle würde sie der Oberfläche Wasser zuschicken, statt es ihr ab- zunehmen, und das Übel, dem man abhelfen will, noch ärger machen. Zuweilen kann das in der durchdringlichen Erdlage befindliche Wasser we- gen einer dazwischen liegenden undurchdringlichen Lage die Oberfläche nicht erreichen, steigt aber, sobald ihr mit dem Bohrer ein Weg gebahnt wird, sogleich in die Höhe. Man würde also dadurch das Wasser auf der Oberfläche vermehren, statt es zu vermindern. Da es ihm am Abflusse fehlt, so würde es das Land noch nässer machen und oft gar in eine Fache verwandeln. Wenn sich durch das Ausenmaals oder die Wasser- ) \ j } 1 x i LER, Br Te Ye) Be 79 waage ergiebt, dafs die umliegenden Anhöhen einen Abfall haben, der, wenn gleich in einiger Entfernung, tiefer als das zu entwässernde Moor liest, so kann man von dort aus auf die Beschaffenheit der Unterlage schliefsen, und wenn sie Wasser enthalten sollte, es mittelst eines beson- dern Abzugs ableiten. Der in Tab.X. bemerkte Abzug g wird dieses in ein deutlicheres Licht setzen. Thomas Nugent giebt in seinen Reisen durch Deutschland im zwey- ten Theile pag. 75 der deutschen Übersetzung, 8vo. 1781. folgende Be- schreibung der im Meklenburgschen üblichen Verfahrungsart bey Austrock- nung der Sümpfe: »Zuerst wird ein Graben bis mitten in den Sumpf in gerader Linie »fortgeführt, dessen Tiefe und Breite nach der Grölse und Nässe des Bo- »dens und folglich auch nach der Wassermenge, die er ableiten soll, ein- » gerichtet seyn muls. Alle sechs, acht oder zelın Schritte, nachdem nem- »lich der Boden mehr oder weniger feucht ist, werden an beyden Seiten »Quergraben geradlinig fortgegeführt, die sich in den Hauptgraben ergiefsen. »\WVenn aber von einer benachbarten Anhöhe Wasser zuflielsen sollte, so »wird rund um das auszutrocknende Revier ein Graben gezogen, der gleich- »sam zu einem Wasserbehälter dient, und dieser hat wiederum mit dem »Hauptgraben Kommunication. Es versteht sich, dafs alle diese Gräben »oben weiter sind als unten, weil sie widrigenfalls zusammenfallen würden. »Wenn die Lage der Gegend so beschaffen ist, dafs das Wasser »gar nicht oder doch nur mit sehr schweren Kosten in einen natürlichen » Behälter geleitet werden kann, so nimmt man auch wohl zu künstlichen »Teichen oder andern Weasserbehältern seine Zuflucht, die in der Nach- »barschaft angelegt werden. » Diese Teiche können zugleich als Fischteiche genutzt werden. Wenn »aber das Ausgraben eines solchen Behälters zu viel kosten sollte, so bleibt »noch ein Mittel übrig, das vorzüglich an solchen Stellen, die nur nicht & BE a u IT »zu nals und sumpfhig sind, sehr gute Dienste thut.. Gewöhnlich findet »man in den Morästen, dafs unter der Moor- oder Torfschichte eine »Schichte Lehm vorhanden ist, wo die Feuchtigkeit nicht durchdringen »kann. Fben dadurch entsteht die moorige Oberfläche, und beydes, »Moor und Torf, vermehren sich ungeheuer darnach. ‚Allein diese Schichte »von Lehm oder Thon ist gar so ungeheuer tief nicht, und unter der »selben trifft man gewöhnlich einen sandigen oder doch sonst einen lok- »kern steinigen Boden an. In diesem Falle lehrt uns schon die Ver- »nunft, dals ein mittelmäfsiger Morast dadurch ausgetrocknet werden könne, »dals man die Lelımerde durchsticht, und auf die Art dem Wasser gleich- »saım einen Weg balınt, wo es durchdringen kann. Zu dem Ende grabe »man an der niedrigsten Stelle des Morastes eine Grube durch die Lehm- »schichte hindurch, und zwar so tief, bis man auf eine andere lockere »Erdschichte geräth, die aller Wahrscheinlichkeit nach die Feuchtigkeit »durchlassen wird. In diese Gruben leite man einige Gräben hinein, und »nachdem das Wasser das erste mal abgeleitet worden, setze man grolse »Steine sowohl an den Seiten der Gräben, als auch der Grube, so, dafs »zwischen diesen Reihen von Steinen ein Zwischenraum bleibt, wo sich »das Wasser sammeln kann; über diese Steine lege man wieder andere »Steine quer über und bedecke sie mit Erde. Man kann auch, wenn so »viel Steine nicht vorhanden sind, starke Pfähle einrammen und Stücke »FHolz quer über legen, und diese ebenfalls so hoch mit Erde bedecken, »als es zur Cultur nöthig ist. Diels Verfahren verursacht keine grolse »Kosten, und man erhält dadurch unvermerkt eine Wasserleitung, die, so »simpel sie auch ist, in nicht gar nassen Morästen immer ihre Dienste »thut, und wodurch die Oberfläche entweder zur Kultur oder doch zur » Weide geschickt wird.« Herr Morice hat in der Nachbarschaft von Aberdeen in Schottland ein Feld von 50 Acres(79 Morgen) gerade in der vom Nugent beschrie- N rn wen | 1 | R| 1:1 ER 153 } a nenn am nn me 5 Ban Ri A N at a. RE Te 72 benen Art entwässert, dessen Nachrichten ihn zuerst auf den Gedanken brachten*). Ge..92: In ‚Gegenden, wo der Boden verschiedener Art ist, wird die Ent- wässerung schwieriger und kostbarer, als wenn die Oberfläche und Unter- vermisch-Jage regelmäfsige Erdlagen haben. Wo jeder Wasserbehälter von dem andern durch zwischenliegende Thonlager getrennt ist, wird bey starkem Regen das Wasser in jedem einzelnen angehäuft. Wegen des ihn um- gebenden Thonlagers hat es keinen Ausweg und muls also überströmen; wie über den Rand einer Schüssel. Der Fleck, wo es stehen bleibt, wird alle Jahre schlechter und unfruchtbarer. Da die Sandbänke keine Verbin- dung unter sich haben, so erfordert jede ihre besondere Abzüge. Den Hauptabzug mufs man von dem niedrigsten'Theile des zu entwässernden Landes nach der höchsten Sandbank möglichst in solcher Richtung füh- ren, dals man die zwischenliegenden Sandbänke berührt, um die Kosten der Seitenabzüge zu sparen. Wo dieses aber zu viele Krümmungen er- fordeı. und also den Abzug zu sehr verlängert, oder wo man selır üel gehen müfste, um das'Thonlager zu erreichen, oder man dadurch auf Felsen oder Triebsand träfe, welche die Arbeit erschwereten, mufs man Nebenabzüge in der Form des Buchstabens‘Y an den Seiten. dieser Bänke machen, welche das Wasser auffangen und in den Hauptabzug leiten. Fig. I. Tab. XI. giebt hiervon Beyspiele. Obgleich das Wasser aus allen Seiten einer Sandbank ausströmt und das benachbarte Land überschwemmt, so ist doch ein Abzug auf ei- ner Anm. des Übers. Die im englischen Texte eingerückte Verfahrungsart in Roxbursslire habe ich$. ı5. bey den holıen Beeten eingeschaltet, wo sie mir passender schien. ken rn TE EEE TEE nn u TEEN TREE EEETEr EEE eh EEE 73 ner Seite hinreichend, sämtliches Wasser auszuziehen und dessen Ausströ- men zu verhindern, vorausgesetzt, dals man die niedrigste gewählt hat. Im Gegentheile ginge die W irkung verloren, weil das Wasser sich an der Seite, die niedriger als die Sohle des Grabens läge, immer einen Ausweg suchen würde. Durch genaue Untersuchung des Grundes kann dieses leicht ausgemittelt werden. Wenn das Wasser nur an einer einzigen dort angebrachter Abzug das Ausgielsen der höhern Quellen verhindern wird. Es giebt noch eine andere Art dergleichen Bodens, der mit diesem einige Ähnlichkeit hat, wo aber die Banken nicht so grofs sind und regel- mälsiger liegen. In solchen kann die Entwässerung mit wenigern Abzü- gen und also geringern Kosten geschehen. Ein undurchdringliches Thonlager, das sich unter die abwechselnden Sand- und Thonbänke wegziehet, hält das in erstern befindliche Wasser zurück und zwingt es, bey nassem Wetter die benachbarten Ländereyen zu überströmen. Es liegt selten über 4 bis 5 Fuls unter der Oberfläche._Gehet der Abfall des Landes von beyden Seiten nach der Mitte zu, so mufs der Abzug dort gezogen werden. Ist aber der Abfall auf einer oder der an- dern Seite, so mufs man die tiefste Stelle wählen, wohin das Wasser am leichtesten seinen Weg nehmen wird. Ist das Feld nicht sehr grols und hat nicht mehr als eine einzige Vertiefung, so ist auch ein Abzug hinrei- chend, weil er alle die verschiedenen Bänke durchschneidet und das Was- ser von allen zugleich abführt. Liegen diese regelmälsig abwechselnden'Thon- und Sandbänke aber quer durch den ‚Abfall, so wird die Entwässerung schwerer und durch einen Abzug unmöglich. Er würde nichts weiter bewirken, als das Was- ser aus den verschiedenen Bänken nach der niedrigsten zu führen, wo es sich aufsammeln würde, wenn es keinen Ausfluls fände. Bey dergleichen Io Zu re Tg TE Tab. XI], Fig. II. Alan, ZU Se rn per 5 FR x Tr & 1 | 1 Ä | 4 1 MN Em ee EN BE Er BE ee) ee I) KIN! | ji 17 A. Lagen muls man aufser dem Hauptabzuge C noch Nebenabzüge D quer durch den Abhang machen, die alle Sandadern treffen, und also von al- len das Wasser abschneiden. Das erste, was man bey solchem abwechselnden Boden thun mufs, ist, das Gefälle und die Lage des zu entwässernden Landes genau zu un- tersuchen, ‚weil hiervon die den Abzügen zu gebende Richtung ganz allein abhängt. Die Beschaffenheit der verschiedenen Erdlagen ist durch das äussere Ansehen und die darauf stehende Pflanzen leicht zu erkennen. Den Erdbohrer wird man selten brauchen. Gewöhnlich kann man dem Abzuge selbst die nöthige Tiefe geben. Wenn die Erdlagen mit keinen Anhöhen in Verbindungen stehen, so findet man selten Quellen, die man mittelst Bohrlöcher in die Höhe zu ziehen brauchte, und wenn es ja welche giebt, so liegen sie sehr tief und unter einem Thonlager. Sie können also der Oberfläche keinen Schaden zufügen.‘Wo aber diese abwechselnde Lagen grofse Strecken einnehmen und die Nässe von starken Quellen entstehet, die an dem Abhange der Anhöhen an verschiedenen Orten ausbrechen und Sümpfe bilden, mufs die$. 20. beschriebene Ent- wässerungsart angewandt werden. In Lancashire sind dergleichen abwechselnde Lagen die herrschende Erdart, und führen den sehr passenden Namen Sandkrüge(Sand pots or guts), weil sich das Wasser darinn so gut wie in einem Kruge hält. Herr Elkingston hat daselbst verschiedene Entwässerungen in der eben beschrie- benen Weise ausgeführt. Eine der schwersten dieser Art war zu Sutton- hal in Derbyshire, wo das Wasser in schmalen Steinlagern mit Thonlä- gern durchkreuzt verschlossen war.‘Auf diese bezieht sich vorzüglich Tab. XI: Fig.l. (8, =’ 4 gr Ten ng u TE Ten gg nn nn en— nn EEE EEE TELLER SI R 50:29. In flachen Gegenden, wo die Obrfläche nicht durch Quellen, son- dern durch das sich aufsammelnde Regenwasser leidet, ist die Entwässe- rung sehr wichtig und mehrentheils nicht kostbar. Da die obere Erdlage 2, 3 bis 4 Fuls tief durchdringlich ist, und darunter ein undurchdringli- ches Thonlager sich findet, so hält dieses das Regenwasser auf, welches in der obern Erdlage stehen bleibt und den Wachsthum der Pflanzen zu- o riıcksetzt. Dersleichen Boden nennt man kaltgrün ndig°(wet bottomed g land). Dieses Wasser abzuführen wird nur ein oder einige wenige Abzüge erfordert, die nach dem Gefälle gezogen werden. Sie dürfen nur so tief seyn, dals sie einige Zolle im Thone zu liegen kommen, weil der grölste Theil des Wassers bis zu diesem herunterfält. Bey diesen Entwässerun- gen darf der Erdbohrer nicht arbeiten, weil es weder Hauptquellen noch unterirrdische Wasser abzuzapfen giebt. Hat der‘ Acker von beyden Seiten ein geringes Gefälle, so ist ein Abzug in dem niedrigsten Theile hinreichend, um alles Wasser aus der durchdringlichen Erdlage auszuziehen. KErleichtert wird dieses, wenn man hohe Beete ordentlich macht und dir Zwischenfürchen mit dem Spaten vertieft und ausräumt. WVenn das Feld die iu Fig.I. bemerkte Lage hat, Tav.xıı £ so wird das Wasser sich in den Abzug von selbst ziehen, da er in dem niedrigsten T'heile liegt, ohne dafs man eine Menge Nebenal szüge braucht, um es dahin zu führen. Letztere sind in Essex und der benachbarten Gegend so gebräuchlich, dals man es die Essexsche Entwässerungsart nennt. Indessen ist es immer unrecht, einen Acker so unnötlhig zu zer- stückeln. Nur in dem Falle sind Nebenabzüge nöthig, wenn der Fleck grols ist und sehr wenig Gefälle hat.. In dem Falle müssen sie eg ıst schmal seyn und mit Steinen gefüllt werden. Den Haupta abzug kann man nach den Umständen bedeckt oder auch of- Zn EEE EGETTER TETee a nn Entwäs- serung k altgrün- diger Ack er. Kiel 5 j | 1 | t{ i ! ee FIRD RO 3, Meg KA STabeXEN Eis... Fig, 11, 76 fen machen, wenn er zugleich zur Scheide zwischen zwey Feldern die- nen soll. Hat das Feld mehr wie eine Niederung, so müssen so viele Abzüge gemacht werden, als Niederungen sind. Ist es aber ziemlich wagerecht, oder ist das Gefälle nur auf einer Seite, so ist es hinreichend, einen Ab- zug durch den niedrigsten Theil zu machen, und, wie eben erwähnt, den Acker in hohe Beete mit gehörig aufgenommenen Wasserfurchen zu legen. Viele Ländereyen sind der Überströmung des Wassers ausgesetzt, weil die undurchdringliche Lage oben und die durchdringliche unten ist. Wie dabey der Erdbohrer anzuwenden, wenn das Thonlager. zu dick ist, ist $. 2.1. nachgewiesen. Wenn aber dieses nicht der Fall ist, und blofse Ab- züge zur Entwässerung hinreichen, so gehört deren Beschreibung hierher. Dergleichen Ländereyen haben gewöhnlich wenig Gefälle, weil sich sonst das Wasser von selbst vorziehen würde. Die Eintwässerung ist schwerer und erfordert um so mehr einzelne Abzüge, als sich das Wasser nicht durch den strengen Thon und diese also allein arbeiten müssen. In Niederungen wird sogar das Wasser dicht neben dem Abzuge stehen bleiben. Das erste Geschäft dabey ist, in dem niedrigsten Theile des Feldes einen Hauptabzug zu legen, welcher das Wasser aus den Nebenabzügen aufnimmt und weiter führt."Wenn es der Lage oder Fintlieilung der Felder irgends angemessen ist, so ist es besser, dafs der Hauptabzug offen als bedeckt sey, weil man in dem Falle die Ausflüsse der Nebenabzüge besser übersehen und in Ordnung halten kann. Auf die Anlegung der Beete kömmt in dergleichen Äckern viel an. Sie müssen die erforderliche Höhe haben, damit das Wasser in den Was- serfurchen ablaufen könne, und diese tief genug ausgegraben werden, um es nach den Abzügen zu führen. Diese werden, wo es nöthig ist, in der $. 10. und ıı1. beschriebenen Art gefüllet. Wenn die undurchdringliche Thonlage nur ı bis 2 Fufs stark ist, WR, (e- so können die Wasserfurchen so tief gemacht werden, dafs sie die durch- dringliche Erdlage erreichen und sich also das Wasser sogleich einziehen könne. In Roxburgshire wurden nach$. 15. in den Wasserfurchen blofse Bohrlöcher bis zur durchdringlichen Erdlage gemacht, wodurch das Wasser sich darinn ziehen konnte. Obgleich diese Verfahrungsart nicht zu der von dem Herrn Zlkings- ton eıfundenen, die sieh auf den Gebrauch des Erdbohrers einschränket, unmittelbar gehört, so habe ich sie dennoch um so melır hier angeführt, als er sie selbst für die wirksamste in dergleichen Ländereyen erklärt hat. Ga as Obgleich die Verfahrungsart des Herrn E/kingston bist jetzt nur auf die Entwässerung der Moräste, Äcker ete. angewandt worden, so ist es doch keinem Zweifel unterworfen, dals es bey Bergwerken, Steinbrüchen etc. ebenfalls ausführbar sey und die wichtigsten Vortheile bringen würde. Aus Mangel an Bekanntschaft mit derselben sind manche Gruben und Steinbrüche wegen des zuströmenden Wassers und Triebsandes ungenutzt liegen geblieben, die man sonst mit vielem Vortheile hätte bauen können. Es ist bekannt, dafs die unterirdischen Quellen und Wasser aus hö- her liegenden durchdringlichen Erdlagen gespeiset werden, wodurch sie sich öfters bis zu einer grolsen Tiefe durchziehen, ehe sie von irgend ei- ner undurchdringlichen Erdlage aufgehalten werden. Wenn man in der Nachbarschaft einer Anhöhe einen Schacht nach Steinkohlen oder andern unterirdischen Fossilien absinkt, so stölst man öfters auf ein mit Wasser dergestalt angefülltes Friebsandbett g, dafs man sich nicht olıne grolse Mühe und Kosten durcharbeiten kann. Da dieses Wasser aus einer hö- her liegenden durchdringlichen Erdlage a kömmt, so mufs in vielen Fällen möglich seyn, es ganz oder doch grölstentheils abzufangen, che es das Triebsandbett g erreicht, wenn man am Fufse der untersten Sandbank ei- Abzap!en des Was- sers aus den Gru- ven, Tab. x rn ee ee— An) al El Bj{ Bir FE ||» I l N h KERLE} rt 1} « 1 FR # zu| I H |} Nik h Id ‚1alclı Bu Hull) HIN Ban u At) Aka " Ä Ni Hl Ah \ Irma All) 1 ji f IN I Ih in hi [1 ai h 28 | N! IEIFT Nil) INN INiH 1 il) Hrlal Te Te 78 nen Abzug h anbringt. Vorausgesetzt wird indessen hierbey, dafs diese niedriger, als das im Wege seyende'Triebsandbett g liegt. Es wird ge- wils immer unglei ch wenigere Kosten, als die gewöhnliche Abzar plungsart, verursachen. Man muls vorhero genau untersuchen, ob irgend eine Stein- Kies- oder Sandbank zu finden ist, die zum heiter des Wassers nach dem Triebsandbeit g dienen könnte. Hat man diese entdeckt, so mufs man einen Abzug i darinn machen, um wenigstens einen Theil des Was- sers dadurch abzuziehen, das sonst durch die durchdringliche Erdlage sich alles nach dem Triebsandbett g gezogen hätte. Wenn dieses gleich ge- schehen‘und auch der obere Zufluls gänzlich abgeschnitten ist, so wird doch aus den Seiten des'T'riebsandbetts g noch immer Wasser nach dem Schachte f dringen, selbst wenn es noch mehr Gefälle hat. In Falle läfst sich das Wasser durch einen Abzug am Fufse der Sandbank g leicht wegschafien. Diesen Punkt auszumitteln, muls da- hero das Hauptgeschäft seyn, welches mittelst. einer Wasserwage$.25. leicht auszuführen ist. Findet man dort einigen Anschein eines natürli- chen Ausflusses, so muls er durch einen angebrachten Abzug genutzt wer- den. Quellen brechen gewöhnlich durch krumme und enge Öffnungen aus. Werden diese also erweitert oder vertieft, so wird der Ausgufs des Wassers natürlich verstärkt. Findet sich aber ein starkes T’honlager über dem Aussehen des Sandes, so kann man den Abzug nur bis zu einer ge- wissen Tiefe bringen und dem übrigen Wasser durch Bohrlöcher einen Ausgang schaffen. Dieses wird die Schwierigkeiten, welche das eindrin- gende Wasser bey der Sinkung des Schachts verursacht hätte, a heben oder wenigstens sehr vermindern, weil das in der Art abgefangene Wasser doch immer von demjenigen abgehet, was von einer durchdring- lichen Erdlage zur andern bis zum Schachte selbst sintert. Es ist also von der grölsten Wichtigkeit, alles Land, was über und neben den Gruben liegt, zu entwässern, welches nach den bereits angege- 79 benen Grundsätzen mit geringen Kosten und weniger Mühe gesche- hen kann. Das Wasser, welches sich in der Sohle der Grube findet, mufs auf verschiedene Arten weggeschafft werden, die sich nach dem Streichen der verschiedenen Erdlagen richten. Diese Verfahrungsart ist überhaupt nur dann anwendbar, wenn die durchdringlichen Erdlagen mit der Oberfläche gleich oder wenigstens bey- nahe wagerecht liegen. Liegen sie aber nach einer andern Richtung, so ist es beynahe unmöglich, diese Verfahrungsart anzuwenden, es sey dann, dafs man den Fufs auf der andern Seite des Berges irgendwo treffen könnte. Durch genaue Beobachtung des Fallens der Gänge und Anwen- dung der Wasserwage kann man es ziemlich genau ausmitteln. Über Kohlengruben sind die Erdlagen öfters sehr regelmälsig. Dals das Wasser mittelst Durchbohren der untern Erdlagen oft selbst aus der Sohle der Grube weggeschafft werden kann, zeigt folgendes Bey- spiel, das aus dem Sgricultural Report of Herfortshire pag. 67 gezo- gen ist: »In einer Kohlengrube in Yorkshire mulste das Wasser mit einer » Dampfmaschine(steam machine) auf 60 Yards(180 Fufs) gehoben wer- »den. Die Eigenthümer liefsen ro Yards(30 Fuls) tiefer bohren, um sich »von der Stärke eines darunter vermutheten Kohlenflötzes zu überzeugen. »Der Arbeiter bohrte nahe an dem Schachte der Dampfmaschine. Kaum »hatte er die erwähnte Tiefe erreicht und den Bohrer herausgezogen, so »behielt das Wasser nicht mehr seinen bisherigen Lauf quer über die »Sohle nach der Dampfmaschine zu, sondeın verlor sich durch die ge- » machten Bohrlöcher dergestalt, dafs die Maschine anfänglich unbedeutend » Wasser herausbrachte und am Ende ganz unnütz wurde.« Die Sohle der Grube lag höher als die benachbarten Thäler und das Meer. Dieses ) Vor} 7%£ a 2 2-%- e.. Beyspiel, wo Wasser in einer so grolsen Tiefe noch einen Weg nach ei- mn 80 ner tiefern Lage fand, ist gewils sehr auffallend, und es wird selten je- nandem das Glück zu Theile, solche Entdeckungen zu machen. Indessen bestärkt es den Nutzen der$. 21. bee Leinen: Verfahrungsart, und muls anreizen, das Durchbohren der undurchdringlichen Erdlagen bey allen sol- chen Gelegenheiten zu versuchen, wo man Abzüge gar nicht oder nur durch Felsen, Berge etc. mit so ungeheuern Kosten führen kann, dafs sie den Werth des entwässerten Landes übersteigen. Mit diesen wird der Verlust eines mislungenen Versuchs nie im Verhältnisse stehen. Die Entwässerung kann auch oft den Nutzen haben, das zum Trei- ben der Maschine nöthige Wasser zu verstärken, wie die Fig. H. Tab, XIH. zeigt. So viel wird sie indessen wol nie geben können, dafs es zu die- sem Behufe allein reichte, wenn man nicht mit Ableitungen aus einem be- nachbarten Flusse zu Hülfe kommen kann. Das Zuführen des Wassers nach den Gruben, um damit Maschinen zu treiben, die bestimmt sind, entweder die Erze zu fördern, oder die Wasser zu gewältigen, hat, wo es die Umstände erlauben, grofsen Nutzen. In den Gruben des Herzogs von Buccleuch bey Langholm in Dumfries-Shire in Schottland findet man ein auffallendes Beyspiel, was Kunstwerke und Wasser bewirken können, wenn sie gehörig verbunden werden und die Anlagen mit Sorgfalt und Überlegung geschehen. In Sand- und Kalksteinbrüchen geschieht es oft, dafs Wasser aus den Wänden mit solcher Macht quillt, dafs man nicht in die Tiefe, wo oft die besten Steine liegen, kommen kann. Die gewöhnlichen Mittel da- gegen sind, Pumpen anzulegen, die vom Winde getrieben werden, um we- nigstens einen Theil des Wassers zu gewältgen, weil es mit Allem selten möglich ist, oder einen neuen Bruch zu eröffnen, wo man hernach oft mit eben dem Feinde zu kämpfen hat, oder einen sehr tiefen und kost- baren Stollen unter dem Wasserstande anzulegen. Fo lgende Verfahrungs- art hat den doppelten Nutzen, alle dergleichen Gruben mit wenigen Kosten von ge a ur 81 von den schädlichen Wassern zu befreyen und die benachbarten Lände- reyen zu entwässern. Unter der Steinbank ce und e liegt gewöhnlich ein undurchdringli- ches Thonlager g, das alles in der Steinbank e sich eingezogene WVasser aufhält. Da es durch das obere Thonlager b eingeschlossen wird, so kann es nicht abfliefsen und mufs sich also in der Steinbank e sammen, die man deshalb nicht bauen kann. Das erste Geschäfte mufs seyn, das Fallen der Steinbank zu finden, welches das Augenmaafs und nöthigenfalls die Wasserwage leicht angeben. Sobald man dieses kennt, mufs man durch das obere Thonlager b einen Abzug D an dem Fulse der Stein- bank e ziehen, der das aus Mangel eines Abflusses in den Höhlungen der Steinbank e eingesperrte Wasser abführt. Man hat auch noch andere Mittel, sich von diesem Übel zu be- freyen. Öfters haben die Steinbänke, wie in Tab. XIV. Fig. III. abwechselnde durchdringliche und undurchdringliche Lagen. Das Wasser dringt durch die durchdringliche Lage d in die folgende e, wo es durch die undurch- diingliche f aufgehalten wird. Unter dieser findet sich zuweilen wieder eine durchdringliche Lage g, die das Wasser vielleicht besser als die obere e aufnimmt. Bemerkt man dieses, und dafs durch die erste und zweyte Lage der Steinbruch wegen Andrang des Wassers schwer zu bauen ist, so kann man durch die undurchdringliche Steinbank f Bohrlöcher h nach der trocknen durchdringlichen Kies- oder Sandbank g machen. Kleine Schächte statt der Bohrlöcher h durch die undurchdringliche Steinbanrk f absinken, erschwert zwar die Arbeit, hat aber ungleich bessere Wirkung. Unter dem untersten Thonlager könnte man vielleicht noch eine Kies- bank finden und also das Wasser noch mehr abzapfen. Durch neue Bohrlöcher könnte man es sich dessen versichern. In Steinbrüchen bey Ormskirk in Lancashire hat man die Wasser Il Tab. XIV. Biel, und II. Tab. XIV, Fig. III, nn ee rn m N EFT i | 3 { Ei 1 . h4 a & SCHEN So Bee A een 2 AR= a 82 gerade auf diese Art abgezapft. Herr Kecleston, ein Guthsbesitzer in der Nachbarschaft und Mitglied der Gesellschaft hat über die dortige Verfah- rungsart folgende Nachricht gegeben: Elkingston bestimmte, nach vorheriger Besichtigung der Gegend, den Fleck, wo, nach seiner Meinung, der Fuls der Steinbank seyn mülste. Hier liefs er an der niedrigsten Stelle einen Abzug durch die Steinbank führen. Da er an ı6 Fuls tief seyn mulste, so konnte nur ein Theil vor der Hand gemacht werden, wodurch sich schon eine starke Quelle ergofs. Der Ab- zug lag 10 Fuls tiefer als die Sohle des Steinbruchs, und wird also hof fentlich noch unter derselben das Wasser aus der Steinbank abzapfen. Am Ausgehen der Steinbänke findet man gemeiniglich lose Steine von eben der Gattung, als in der Steinbank selbst, und dann öfters, obgleich nicht immer, Sand. Ist dieser in starken Lagen und gar Triebsand, so ist das Durchgraben bis zum Ausgehen jeder Steinbank mit grofsen Ko- sten verbunden. Wo dieses zu besorgen, ist das Absinken einiger Schächte die beste und wohlfeilste Metlıiode. Die Mergelgruben liegen gewöhnlich so, dafs man an der einen oder der andern Seite der Wände zum Abzapfen des Wassers mit grolsen Ko- sten Abzüge machen muls. Öfters kann man diesen Endzweck durch Ab- sinken eines Schachts durch eine undurchdringliche Lage bis zu einer durch- dringlichen, die das Wasser einnimmt, mit viel wenigern Kosten erreichen. Ist die Grube sehr grols, so werden mehrere dergleichen Schächte erfor- dert. Wenn man deren Einsturz wegen ihrer zu grofsen Tiefe besorgt, so ist es besser, sie rund als viereckig zu machen und sie mit losen Stei- nen zu füllen, die dem Wasser das Durchsintern erlauben. Überdem mufßs man das Wasser mittelst Abzüge den Schächten zuführen. Zuweilen kann man es auf eine viel leichtere Art abzapfen. Wenn die Steinbänke nach der entgegengesetzten Seite fallen, und zwar in tiefe- rer Sohle, als der Wasserstand ist, so darf man nur dort einen Abzug DE nn men EEE mia nun nn Sie BER nd das TE Ans ME )- - a" Te en u 83 machen, und mit einem horizontalen Erdbohrer am Fufse der Lage, worinn sich das Wasser sammelt, Ausgänge machen. Es wird durch diese so- gleich ablaufen und einen niedrigern Stand bekommen, als die Sohle der Mergelgrube ist. Wird es von einer benachbarten etwa höher liegenden Quelle ge- speiset, so muls man diese abfangen, um dem Wasser einen andern Aus- weg zu geben, die Masse in der Grube zu vermindern und dadurch das Abzapfen zu erleichtern. m Ger 28. Sobald die Hauptquelle entdeckt ist, so ist die Ausmittelung ihres Wasserstandes, um darnach den Abzügen die gehörige Richtung zu ge- ben, das erste und wichtigste Geschäft. Hierauf kömmt es bey dem Sy- steme des Herrn Zlkingston am mehresten an. Vor ihm scheint es nie- manden nur eingefallen zu seyn, das in dem Innern der Erde fliefsende Wasser abzuwiegen. Eine Beschreibung dieser Verfahrungsart wird also allen denen sehr nützlich seyn, welche noch nicht von der Wasserwage zu diesem Endzwecke Gebrauch gemacht haben. Es gehört dazu eine Wasserwage, die.man vor dem jedesmaligen Gebrauche richtet, und eine ungefähr 10 Fuls lange Stange mit einer be- weglichen Scheibe. Man stellt die Wasserwage zwischen dem Orte, wo man den Abzug anfangen, und dem, wo man ihn hinführen will, voraus- gesetzt, dals die Entfernung nach dem einen oder dem andern nicht zu grols sey, und man die Stange von beyden Seiten selıen kann. Hierauf lälst man durch einen andern Mann die Stange an dem Orte halten, wo die Hauptquelie ist oder der Abzug anfangen soll, und die Scheibe so lan- ge herauf- oder herunterziehen, bis das von Haaren gemachte Kreuz im Fernrohre der Wasserwage genau auf das Kreuz in der Scheibe trifft. Ohne die Wasserwage zu verrücken, läfst man die Scheibe an der Stange pre:= eo=> ni ET ee TE TEE age— Lu Er TE. Ge- brauch der WVas- serwa g®- Fee en a a ee 84 befestigen, und diese 40 bis 5o Yards(120 bis 150 Fufs) weiter tragen. Nachdem man die Wasserwage von frischem gerichtet hat, läfst man die Scheibe an der Stange so lange hinauf- oder herunterziehen, bis das Haar- kreuz im Fernrohre mit dem Kreuze in der Scheibe genau palst. An dem Orte, wo die Stange gestanden hat, läfst man einen Pfahl einschlagen, geht weiter bis ans Ende der abzuwiegenden Linie, und lälst an jedem Orte, wo die Stange gestanden hat, wiederum einen Pfahl einschlagen oder ein Loch machen. Ist die Entfernung so grols, dafs die Wasserwage weiter getragen werden muls, so ist es nöthig, den Wasserstand des letzten Standpunk- tes nochmals aufzunehmen, elıe man weiter gehet. In dieser Art fährt man mit Standpunkten von 40 bis 5o Yards(120 bis 150 Fuls) fort, bis man die Arbeit vollbracht hat. Man thut wohl, das Ganze hiernächst nochmals nachzusehen und neue Pfähle zwischen den erstern einschlagen zu lassen, damit sich die Arbeiter bey Leitung der Abzüge und Abwei- chungen vom Wasserlaufe, es sey durch Verkürzung oder Verlängerung derselben, so wie es die Umstände erfordern, darnach richten können. \Venn das Wasser weit geführt werden und zur Versorgung eines Hauses oder zur Bewässerung dienen soll, so ist es mehrerer Richtigkeit halber besser, dieselbe Linie nochmals zurück zu gehen und abzuwägen. Zu Bestimmung des Falls, den man bey dem ersten Ausgusse erwarten kann, thut die Wasserwage ebenfalls Dienste. Je kürzer bey hinreichen- dem Falle die Stationen sind, je besser ist es. Amerika- Die amerikanische Wasserwage bekömmt diesen Namen zuweilen, a weil sie dem Präsidenten der Gesellschaft durch den Dr. Zdwards aus En Amerika übersandt worden. Sie ist so einfach und nützlich, dafs sie hier Fig. 1. eine Beschreibung verdient. Sie besteht aus zwey dünnen Seitenhölzern a, die oben in einem spitzen Winkel zusammenstolsen, und einem Querhol- | | | | | | 85 ze b. Aus dem Vereinigungspunkte der Seitenhölzer hängt ein Bleylotlı e an einer Schnur d, die, wenn die Waage im Gleichgewichte stehet, gerade auf den Einschnitt ce im Querholze b schlägt. Bey dem Gebrauche ver- fährt man folgendergestalt: An dem Orte, wo man anfangen will, schlägt man einen Pfahl ein, dessen Kopf mit dem aufzunehmenden WVasser- stande gleich ist. Auf diesen setzt man den einen Schenkel der Wage, und den andern auf einen zweyten Pfahl, den man immer tiefer ein- treibt, bis die Wage im Gleichgewichte stehet. Der Unterschied zwischen beyden Pfählen zeigt den Fall. DBeym fernern Verfahren wird die Wage wieder auf dem einen Schenkel umgedrehet, ein anderer Pfahl auf obige Art eingeschlagen, und so die ganze Linie durch fortgefahren. Auf diese Art kann mit wenigen Kosten und mit eben der Genauigkeit, als mit der künstlichsten Wasserwage, das Gefälle ausgemittelt werden. Bedarf man eines stärkern Gefälles, so mufs man sich darnach bey dem Abwägen richten. Ein halber Zoll Gefälle auf jeder Länge der Wasserwage ist hinreichend. Aufser den hölzernen Pfählen mu[s man einen eisernen Maals- stab mit ganzen und halben Zollen haben. Wenn man einen von den ersten hölzernen Pfählen an dem Orte, wo man den Abzug anfangen wil, eingeschlagen und einen Schenkel der Wage darauf geseizt hat, so treibt man den andern so lange ein, bis die Wage im Gleichgewichte stehet. Alsdann hält man den eisernen Maafsstab dagegen und treibt den zweyten hölzernen Pfahl einen halben Zoll tiefer ein. Auf diesen setzt man hier- auf den einen Schenkel der Wasserwage, bringt den andern ins Gleich- gewicht, und treibt ihn wiederum einen halben Zoll tiefer. In dieser Art verfährt man, so weit man den Abzug führen will und erhält auf die Art ein durchgehends gleiches Gefälle. Die Linie gg zeigt die Verfahrungs- art. Will man das Gefälle vor oder während der Arbeit damit abwägen, IE I Al 2= r,£ so kann die Wage kleiner seyn. Zu dem oben bemerkten Endzwecke en a $ A 54 ER a A Te AH» wa ee 86 aber mufs das Querholz c bis ans Ende der Schenkel gehen, wie die HN Beschrei- bung des IKulll punktirte Linie zeigt A) 6. a Der hierbey gebrauchte Erdbohrer ist dem Bergbohrer völlig gleich, N Spar= 1 R F E IR Te. Erdboh- den man zum Aufsuchen von Steinkohlen oder anderer Fossilien braucht. l Ih rs. Der Bohrer Fig. II. hat 23 bis 3 Zoll im Durchschnitt. Die Höhle ist Tab.XV. Fig. I. ı Fuls 4 Zoll und wie ein Zimmermannsbohrer gemac ht, nur dals die bey- den Seiten des Randes näher zusammenkommen. Die Veıl ängerungsstan- .|. AR fa= Ri 1 gen B sind jede 4 Fuls lang und mit Schrauben versehen, um den Boh- rer nach Erfordern verlängern zu können. . EN nee. el 5=*.s Die Stärke des Eisens e über den.Bohrer ist 12 Zoll, und über den Gelenken zu mehrerer Versicherung 2 Zoll mehr. Der Meifselbohrer Chisel) A und Kolbenbohrer(punch) zum Anschrauben ist ‚bestimmt >) 17 das Bohren durch harten Kies oder Fossilien zu erleichtern, die der Erd- bohrer allein nicht zwingen könnte. Den Kolbenbohrer braucht man oft olıne den Erdbohrer, um durch | Kies oder Sand Löcher zu machen, die dem Wasser den Ausgang ver- 1 5> statten. Der. Meifselbohrer ist an der Spitze ıZ bis 2 Zoll breit, und muls sehr scharf seyn, um sich durch die Steine durchzuarbeiten. Der Kolbenbohrer muls, wie der übrige Theil der Stangen, ı Zoll stark und die S; pitze wohl en seyn. Die hölzerne Handhabe D wird mit zwey Anm. des Übers. Mir scheint diese ganze Abhanal ung für den Kenner und Laien gleich unbefriedigend. Jener wird daraus keine neue Kenntnisse schöpfen und dieser das Ni- velliren nicht lernen. Ich hätte sie weggelassen, wenn ich es nicht der Pflicht eines Übersetzers entgegen hielte, sich es en zu erlauben, die, wenn er es auch nicht einsieht, doch oft für den Leser Interesse haben. Die amerikanische Wasserwage ist noch nicht so gut als unsere gemeine Bleywage. Eine kurze und deutliche Ü er des Nivellirens giebt dem Laien Büsch bürgerliche Mathematik, dritte Auflage, Svo. 1780. ır Theil, pag. 127.$. 20, lie FT TEE 87 eisernen Keilen a befestigt und dient den Bohrer damit zu drehen. Noch sind zwey eiserne Schlüssel E und F erforderlich zum An- und Abschrau- ben der Stangen, und um noch einen Mann zur Hülfe anbringen zu kön- nen, wenn die zu durchbohrende Erdlage selır streng ist, und also mehr als zwey Mann zum Drehen erforderlich sind. Die Bestimmung, ob der Bohrer anwendbar ist oder nicht, ist der schwierigste Theil dieses Geschäfts. Viele, die ilın noch nicht haben brau- chen sehen, haben über dessen Endzweck eine sehr irrige Meinung. Sie glauben, dafs man in nassen Ländereyen vermittelst des Erdbohrers über- all Wasser und dieses nahe genug an der Oberfläche finden würde, die Bohrlöcher also allein die Tiefe des zu machenden Abzuges bestimmen mülsten, und er also das erste zu gebrauchende Werkzeug seyn mülste. Es ist gerade das Gegentheil. Der Erdbohrer kann nur dann Dienste leisten, wenn die Abzüge bereits gemacht sind und es darauf ankömmt, eine undurchdringliche Erdlage, die sich zwischen der Sohle des Abzugs und einer tielern durchdringlichen Lage findet, zu durchbohren. Es erspart viele Arbeit und Kosten, welche das Ausgraben solcher tiefen Abzüge er- fordern würde, nicht zu gedenken, dafs in vielen Fällen es gar nicht ein- mal möglich ist, die gehörige Tiefe zu geben. Die Art, ihn zu gebrauchen, ist sehr einfach. Drey Mann sind da- bey nöthig. Zwey stehen auf beyden Seiten des Abzugs, drehen den Boh- rer mittelst der hölzernen Handhabe, und ziehen ihn heraus, sobald er voll ist. Der dritte steht auf der Sohle des Abzugs, schmeifst die heraus- gebrachte Erde aus selbigem, reinigt den Bohrer und bringt ihn in das Bohrloch. Nöthigenfalls hilft er mittelst der eisernen Handhabe F drehen, wenn es durch die Tiefe und Länge der Stangen zu sehr erschweret wird. Man mufs sehr achtsam seyn, mit dem Bohrer auf einmal nie tiefer zu gehen, als die Länge dessen Hölle beträgt, weil sonst die ausgebrachte Erde, die nicht darinn Platz hat, ins Bohrloch zurückfällt. Zu dem Ende —— Anwen dung. H (ie N | a Al une h A he 2 Ania Dein a ie Wa zu nie SE rn SE Pe Babel: 1 is. VI. Horizon- talbohrer. Tab.XV. Fig. Ill. 88 mufs die Länge dieser Höhlung oben an den Stangen jedesmal genau be- zeichnet werden. Es ist sehr gut, zwey Bretter b quer über den Abzug a zu legen, worauf die Leute während der Arbeit stehen und mittelst des Einschnitts e den Bohrer in einer festen Richtung halten können. Der Horizontalbohrer ist kürzlich vom Herrn /Zeafield zu Hather in Leicestershire erfunden, aber noch nicht allgemein im Gebrauche. Die Vortheile, die er gewährt, sind in vielen Fällen sehr grols. Durch ihn gewinnt man die Kosten und die längere Zeit, die man sonst dem Auf- graben hätte widmen müssen. Ein Abzug unter einer Steinbank, einem Wege, einer Hecke, einem Walle, Bache oder in einer Kalkgrube kann damit viel leichter gemacht werden, als wenn man erst einen Graben dazu aufneh- men mülste. Die Öffnung, zu legen, kann damit ebenfalls gemacht werden, ohne dals es eines kost- um bleyerne Röhren in eine Wasserleitung barern Grabens bedarf. Will man am Fufse eines Berges Quellen abfan- gen oder Wasser abzapfen, es sey Behuls einer Wasserleitung oder Län- dereyen zu entwässern, so leistet er sehr gute Dienste, weil das Quell- wasser durch einen horizontalen Ausguls stärker als durch einen senkrech- ten abläuft. Die Verfahrungsart ist folgende: Hätte man eine Lache oder Fisch- teich abzulassen, die von Höhen umgeben ist, und es befindet sich an der einen Seite eine Niederung, so muls man damit anfangen das Gefälle zu suchen und darnach den Fleck zu bestimmen, wo durchgebohrt wer- den soll. Den Bohrer stellt man alsdann mit der Spitze etwas in die Höhe gerichtet nahe an diesem Flecke auf einer geraden Fläche. Zwey Mann snd erforderlich, um an der Handhabe O zu drehen. Das Kupfer erklärt das Verfahren deutlicher. Wenn die Höhle des Bohrers mit Erde angefüllt ist, so zieht man ihn mittelst der Winde L zurück, und setzt, wenn es nöthig ist, die Verlängerungsstangen bey N ein. Durch das här- Ä teste Thonlager bohren zwey Mann täglich 30 bis 40 Fuls. Begegnet man einer LETTER EEE TEE nn nn 39 einer Steinbank, so mufs man den Meifselbohrer ansetzen, und die Arbeit wird etwas aufgehalten. Ist die zu bohrende Röhre länger als der Bohrer mit den Verlängerungsstangen, so mufs man einen Schacht absinken, um einen neuen Platz zu bekommen, worauf man den Bohrer stellen und£fort- arbeiten kann. 3274 Das erste, worauf man nach Entwässerung eines Moors oder Sumpfs zu denken hat, ist, die besten und leichtesten Mittel zu dessen fernerer Verbesserung ausfindig zu machen. Ist das Moor mit Binsen und andern groben Wasserpflanzen bewachsen, so ist das Belhüten das wirksamste, sobald der Grund Festigkeit genug erhalten hat, um das Vieh zu tragen. Hiervon muls man sich aber sehr gewils überzeugen, weil sonst das Land statt eben, hügelig wird, und die groben Pflanzen nicht alle vom Viehe abgebissen werden können. Ist es aber fest genug, so werden alle grobe Grasarten rein abgefressen und das Gewicht des Viehes hilft den Grund dichter machen. Bewundernswerth ist der Unterschied im frischern Grin, der sich sehr geschwind zeigt. Eine besondere Erscheinung bleibt es im- mer, dals das schlechteste Moor, sobald es entwässert und in der ange- führten Art behandelt worden, ohne irgend eine andere Beyhülfe feine Grasarten ins Leben zurückruft, die bisher unentwickelt im Boden gelegen und durch die überflülsige Nässe zu wachsen verhindert wurden, nunmehro aber nicht nur selbst ausdauern, sondern sich auch vermehren. Die Bin- sen verlieren sich und machen überall hervorschiefsendem besserm Grase Platz. DBestreuet man solche Flecke, wenn die Binsen und gröbere Was- serpflanzen abgehauen oder von dem Viele abgefressen sind, mit Kalk und Mergel, so wird der Wachsthum des weifsen Klees und anderer feinen Gras- arten dadurch sehr befördert. Die beste Zeit, die Binsen und groben Gräser abzumähen, ist, wenn die Schüsse noch weich sind und ehe der 12 a— u L Behand- lung des entwäs- serten Landes. Behüten. N ee rn u } i ; 1 1: j e eh ch he a KERN\ Be EEE r& Er rE LE& A TEE er ma) N AB: Fi ar —;ı ni Kbenen, Bewäs- 3ern, 99 Saamen reifet. Wartet man letzteres ab, so streuet es beym Mähen den Saamen aus, der wieder vom frischen ausschlägt. In dieser Art muls es mehr wie einmal im Jahre abgemähet werden, ehe man es ganz tl- gen kann. Das entwässerte Land mag zur Weide oder zum Ackerbaue bestimmt seyn, so ist das Ebenen desselben das nothwendigste Geschäft. Die Un- gleichheiten der Oberfläche sind in zu vielen Fällen nachtheilig, um sie nicht gleich wegzuschaffen. Die Erde von den Anhöhen muls auf die Seite gebracht und mit Kalk vermischt zu einer Düng-Erde zubereitet wer- den, womit man hiernächst Äcker oder Wiesen mit vielem Nutzen dün- gen kann. Einen Theil der ausgetrockneten Moore in bewässerte Wiesen zu verwandeln, ist, wo es ihre Beschaffenheit und Lage erlaubt, die wohlfeil- ste, sicherste und vortheilhafteste Verbesserung. Ehe man indessen zur Bewässerung schreiten kann, müssen die Wiesen geebnet und gewalzt wer- den, auch von selbst gutes Gras hervorbringen. Es ist eine ausgemachte Thatsache, dafs in Merionetshire in Northwallis es Wiesen giebt, die vor dem Entwässern nicht 6 D. p. Acre(2 gr. 6 pf. p. Morgen) werth wa- ren, und jetzt bis den ı. Jun. hehütet werden und im Anfange Augusts gemähet 2 Ton Heu p. Acre(25 Ct. p. Morgen) geben. Wiesen, die nahe am Ufer eines Strohms oder Bachs liegen, und man mittelst angebrachter Schleusen oder Wasserleitungen bewässern kann, bringen, wenn die Bewässerung mit Überlegung und Achtsamkeit geschie- het, gewils einen Überfluls an Heu hervor. Dieser Ertrag ist in jeder Rücksicht dem Boden angemessen, leidet weniger durch ungünstige kalte oder nasse Witterung, und ist sicherer als Getraidebau, ohne so viel Ar- beit und Kosten zu verursachen. Als einen Beweis hiervon will ich blols die Entwässerung von Odstonehall$. 19. anführen. Unfruchtbare Moore wurden durch den Herrn Zlkingston entwässert, und sind nunmehro Wie- 9X sen, die so schönes Gras hervorbringen, als irgend bewässerte Wiesen in ganz England. Ein fernerer Beweis von dem Nutzen der Bewässerung solcher Ländereyen giebt Herr Bukewell in seiner bereits angeführten Ab- handlung über die Bewässerung. Er sagt:»Sumpfige Ländereyen erfor- »dern mehr und längere Bewässerung als Kies- oder Sandgrund. Je gröfser » die Wassermasse ist, die man darauf bringen kann, je besser ist es. Ihr »Gewicht hilft das Land fester zusammendrücken und die Unkrautswur- »zeln zerstören. Auf derzleichen Ländereyen muls man das Wasser im » Winter lassen, so lange das Vieh herunter ist. Zu lange und zu fest »kann man es nie darauf halten. Wird dieses gehörig beobachtet, so be- »fiiedigt es die Wünsche des ungenügsamsten Wirths.« Man kann kein allgemeines Bewässerungssystem geben, das auf alle Fälle palst. In jeder Gegend mufs man einem andern folgen, das nach den Umständen und der Lage eingerichtet ist. Kann man sich eines Flus- ses oder Bachs zur Bewässerung bedienen, so ist es eine allgemeine Re- gel, in einem etwas höher als die Wiese liegenden Behälter das Wasser zu sammeln, woraus man es hernach mittelst Schleusen in die Bewässe- rungsgräben lassen kann, die längs den Wiesen oder an den Abhängen geführt werden. Diese Bewässerungsgräben leiten das Wasser aus dem Hauptbehälter nach den zu bewässernden Ländereyen, und vertheilen es dort abwechselnd in dessen verschiedenen Abtheilungen. Auf die rechte Zeit, die Schleusen zu öffnen und zu schliefsen, muls die grölste Acht- samkeit gewandt werden, um die günstige Witterung zu nutzen und eine regelmälsige Bewässerung der verschiedenen Quartiere zu bewirken. Die Rinnen in den Wiesen, wodurch das Wasser sich vertheilt, müssen Nleilsig gereinigt und aufgenommen werden, damit sie es nicht aufhalten oder gar verwachsen. In torfigen Mooren mufs man wegen der einsaugenden Kraft des Torfs einen schnellern Lauf geben. Te a Tr A a ni AR rw; BE NG ben TEE, HERD N N AR A PT x IE IE || I) Il! Düngen IN ‚des Was- sers, 92 Es war eine Lieblings-Meinung des verstorbenen Bakeweil”), dafs Wasser, welches man auf Mooren selbst, wenn sie noch nicht entwässert sind, läfst, die Wirkung hat, feinere Grasarten hervorzubringen und durch seinen Druck das untere Wasser verdrängen mufs. Nichts kann unge- reimter seyn, und das folgende Beyspiel beweiset zur Genüge, dals das Bewässern nie Vortheil bringt, wenn die. Entwässerung nicht vorherge- gangen ist. Zu Draytonpark bey Tamworth in Staffordshire wurde unter des- sen Leitung die Entwässerung eines grolsen Moors mit vielen Kosten vor- genommen, und nach vollbrachter Arbeit fand es sich schlechter und nas- ser als zuvor. Da es nicht den erwarteten Erfolg hatte, zur grolsen Ver- wunderung, obgleich nicht gänzlichen Überzeugung des Herrn Dakewell, so wurde Herr Elkingston herbeygerufen. Dieser machte mit einem Drit- theil der Kosten einen einzigen Abzug und verbesserte das Land derge- stalt, dafs es im Werthe zehnfach stieg und so gutes Getraide als irgend eins in der Gegend brachte. Das zur Bewässerung bestimmte Wasser mit Düngungsmaterien zu vermischen, ist ein wesentlicher Umstand, den die besten Bewässerer in England bishero selten gehörig in Obacht genommen haben. Der ver- storbene Bakewell, einer der gröfsten Vertheidiger des Bewässerns, düngte nie seine bewässerten Wiesen. Dennoch glaube ich, dafs Kalk und Mu- schelmergel(Skellmarl), in dem zur Bewässerung bestimmten Behälter aufgelöset, die vortreflichste Wirkung haben würde. Ihre feinsten"Theile *%) Anm. des Übers. Herr Robert Bakewell starb 1795 zu Disley in Leicestershire, 70 Jahre alt. Von seinen Verdiensten um die Landwirthschaft und besonders die Viehzucht fin- det man in Archenholz Annalen der brittischen Geschichte, 890. 1797 ı5r Band, pag. 5 g. vorläufige Nachrichten. Nähere wird meine Übersetzung der Marschallschen Beschreibung der Ländwirthschaft in den verschiedenen Provinzen Englands zu seiner Zeit geben, m we ne z ee& 0D J würden mit ınehrerer Gleichheit auf der Oberfläche vertheilt genauer mit, den Wurzeln der Gräser verbunden und diesen noch mehr Fruchtbarkeit geben, als das blofse Wasser. Die Verfahrungsart ist sehr einfach, und die Kosten wegen des wenigen Kalks, so man dazu braucht, unbedeu- tend. Der Kalk wird am Rande des Behälters abgeladen, gelöscht, in kleinen Theilen hineingeworfen, darinn umgerührt und dem Wasser über- lassen, das es von selbst auf die Oberfläche vertheilen wird. Nur in den letzten Tagen der Bewässerung wird diese Düngung vorgenommen. Der Abgang des Salzes würde durch dessen fruchtbarmachende Eigen- schaften sowohl auf Hiütungen als Getraidebau vortreflich wirken, wenn die darauf liegenden schweren Abgaben den Gebrauch erlaubten. Herr Realfe zu Sandwich sagt in einigen über die Eigenschaften des Salzes der Gesellschaft mitgetheilten Nachricht:»Salz thut auf nassen und sauern »Hütungen die vortreflichsten Dienste, weil es der dadurch entstehenden »so tödtlichen Fäule der Schafe vorbeugt.« Dergleichen Versuche habe ich bis jetzt nie machen sehen, so sehr sie auch empfohlen worden. Indessen mufs jedem, der nur einigermafsen mit diesen Geschäften bekannt ist, der Nutzen einleuchten. Eine ähnli- che Verfahrungsart scheint in der Schweiz beobachtet zu werden, wie sich aus folgender Bemerkung des Socrate rustique 1764. ergiebt:» Unsere »Landwirthe vermehren die fruchtbarmachenden Eigenschaften des Wassers »durch eine reichhaltige Düngerde, die sie sich aus dem abgestochenen »Rasen von den Anhöhen und dem Acker zubereiten. Diese werfen sie »in den Haupt-Wasserbehälter, damit sich ihre fruchtbaren Theile in das »Wasser einziehen und auf der ganzen Wiese hiernächst vertheilen.« Der Übersetzer setzt in einer Anmerkung hinzu:»Dieses ist ein »sehr guter Gedanke, doch glaube ich, dafs gelöschter Kalk in den Was- »serbehälter geworfen bessere Dienste thun und weniger kosten würde.« Ob die Bewässerungskunst gleich zu einer grolsen Höhe gestiegen ist, so Zr ER EEE EEE ee wur 94 scheint dieses dennoch der Achtsamkeit der erfahrensten Bewässerer ent- gangen zu seyn. Da die Bewässerung nicht überall anzubringen ist, so werde ich zu dem Verbesserungsmittel derjenigen Moore übergehen, die man zu dem Getraidebau bestimmt. Ist das Moor sehr grofs, so mufls man damit an- fangen, es in Schläge zu theilen und diese mit offenen Gräben einzu- schliefsen. Diese dienen zugleich, das Wasser abzuführen, was die be- deckten Abzüge nicht zwingen können. Die ausgeworfene Erde wird ent- weder mit Mist oder Kalk vermischt zu Düngerde gemacht, oder zum Ausfüllen der Niederungen gebraucht, oder wenn auf dem ganzen Felde der Rasen abgestochen und verbrannt wird, es damit in eben der Art ge- halten. Besetzt man die Gräben mit lebendigen Hecken, so braucht man sie zum Aufwerfen der Bänke. Beym Pflügen mufs man auf die rechte Lage der Beete und Was- serfurchen sehr achtsam seyn, damit das Regenwasser gehörigen Abzug habe. Die Hauptsache ist, den Boden dahin zu bringen, dafs man ihn, wenn er ausgetragen hat, mit Futterkräutern besäen könne. Das erste Ebenen geschiehet beynahe eben so geschwind und gewils wirksamer mit dem Spaten, als mit dem Pfluge. Einige Moore werden, wenn das Wasser zu stark abgezapfet wird, bey starker Dürre brandigt. Diesem abzuhelfen, mufs man, wenn der Bo- den ziemlich horizontal ist, am Ende der Gräben Schleusen anlegen, die man bey eintretender Dürre zumacht und dadurch das Wasser aufhält. Taben die Gräben ein starkes Gefälle, so dafs das Wasser nicht überall in gleicher Höhe stehet, so müssen mehrere Schleusen angelegt oder das Wasser durch Rasendämme aufgehalten werden. Ein bis ı# Fuls über der Oberfläche kann das Wasser stehen. Es wird sich allmälig einziehen und dem Acker diejenige Feuchtigkeit geben, die das Getraide zum Gedei- hen braucht. Wird das Feld zur Hiütung gebraucht, so muls man das ent- wa rt Ten 95 Vieh so lange davon zurückhalten, bis die Gräben abgelaufen, und selbst noch einige Tage nachlier, weil es das Land uneben machen und bey grolser Hitze nicht aus den Gräben zu bringen seyn würde. Über die Frage, ob Abstechen und Verbrennen des Rasens ein gu- tes Verbesserungsmittel sey oder nicht, sind die Meinungen sehr getheilt. Einige wollen es auf jedem Boden verbrannt wissen. Dennoch giebt es Arten moorigen Bodens, wo sie als ein sehr gutes Verbesserungsmittel zu betrachten sind. Die Asche ist nicht nur eine sehr gute Düngung, die bey dem Unterpflügen dem Acker auf zwey Jahre wenigstens hilft, sondern sie dient auch, wenn sie mit etwas Kalk vermischt wird, den Boden mür- be zu machen und zu erwärmen.. Zum Vertilgen der Wurzeln des Un- krauts ist es viel wirksamer,. als das blofse Pflügen. Ist das Land mit Heide(Erica) und andern groben Kräutern bewachsen, so kann man sie auf dem Stamme abbrennen, statt vorhero den Rasen abzustechen. Doch vertlgt es nicht die Wurzeln des Unkrauts vollkommen und giebt wenig Asche, die beym Unterpflügen auch nicht viel Dienste leistet. Den abge- stochenen Rasen muls man abtrocknen lassen, in grolse Haufen setzen, und wälırend des Brennens immer mehr zuwerfen. Die besten Kräfte, welche in kleinen Haufen durch die Flamme und Rauch verfliegen, wer- den in grolsen besser zusammengehalten. Gewöhnlich wird diese Arbeit im Anfange des März vorgenommen. Man thut aber besser, sie bis im April oder May auszusetzen. Das Abstechen kann im März geschehen. Im folgenden Monate wird der Rasen genug ausgetrocknet seyn, um zu brennen. Sobald der Rasen verbrannt ist, so wird die Asche mit möglichster Gleichheit gebreitet und flach untergepflügt. Rüben und Erdäpfel sollen die erste Frucht seyn. Die ersten müssen aus der Hand(Broadcast) ge- säet und mit Schafen auf dem Flecke aufgefuttert werden. Der Boden gewinnt dadurch den Dünger sowohl von dem Miste und = Den maria u un ln UL Verbren- nen des Rasens. wg en we EM ng NG 0. ee„ £ 96 Urin der Schafe und dem Abgange der Pflanzen, als auch dafs er durch das Auftreten der Schafe fester wird. Nach dieser Zubereitung wird Gerste oder Hafer mit Grassamen darunter gesäet und tüchtig eingewalzet. Wenn die Rüben abgefressen sind, so wird das Land ganz flach umgepflügt, damit der gewonnene Schafdünger nicht zu tief vergraben wer- de. Hafer ist in der Rücksicht der Gerste vorzuziehen, weil dazu weni- ger gepflüget werden darf. Ist der Acker voller Unkrautswurzeln, so muls man ihn vor Winters umpflügen und stocken lassen. Die Asche wird, wenn sie auf einem besondern Flecke gebrannt ist, vor der Saatfahre gebreitet. Die Wurzeln und Grasklumpen werden in Haufen gebrannt und die Asche mit jener zugleich gestreuet. In einem Moore, was zu torfig und weich ist, um das Pflügen mit Pferden zu ertragen, mufs man mit Rüben anfangen, die man aus der Hand mit der Asche zusammen aussäet, leicht unteregget und den Acker mit einer von Menschen gezogenen Walze walzen lälst. Die Rüben wer- den auf dem Acker mit den Schafen verfuttert. Das folgende Jahr wird der Grund hinreichende Festigkeit haben, um ihn pllügen zu können. Wenn der Rasen nicht durchgängig abgestochen und verbrannt wor- den, so muls man das Moor wohl zwey Jahre hineinander bestellen, ehe es tragbares Land wird. Bey dem letzten Pflügen wird erst der Kalk oder anderer Dünger aufgefahren. In diesem Falle nimmt man zwey Ge- traide-Erndten(trhite- crops), jedoch mit einer Zwischenbestellung von Rüben, Frdäpfeln ete., ehe man Grassaamen darauf säet. Rocken ist als ein hartes Getraide, das mit schlechtem Boden vor- lieb nimmt, auf Mooren, wo der Rasen vorhero abgestochen und verbrannt worden, vorzüglich vortheilhaft. Dieses ergiebt sich aus folgender Nach- richt von dem Zustande des Ackerbaues in der Nachbarschaft von Peters- burg welche der Gesellschaft mitgetheilt worden: »Rockenbrod ist, wie jedermann bekannt ist, die Hauptnahrung dieser »und u ne TE en Tg ni ET en ag gan“ x 97 das»und der übrigen nördlichen Gegenden. Bey entstekendem Mangel mi Iste»s:hen die Einwohner unter das Rockenmehl, um dieses zu verlängern, »Hafer und Buchweizenmehl, so wie die Hülsen des Ackersenfs(sinapis ch»arvensis). Der Ertrag des Rockens ist dort viel ungleicher als hier. ver»In schlechten sandigen Äckern bringt er kaum das dritte Korn, im eni-»Mittelboden das vierte bis sechste, in gutem wohl gedüngtem Lande, be- uls»sonders in neuen Radungen, das zelınte bis zwölfte Korn, und in aus- »getrockneten Mooren bey sehr günstiger Witterung bis zum vierzigsten ist,»Korn. Dieser ausserordentliche Ertrag ist der Asche von dem verbrannten in»Rasen zuzuschreiben, die so treibt, dafs ein einziges Korn zuweilen vier- »zig und mehr Halme hervorbringt. Dergleichen Ländereyen werden aus nit»der Ursache sehr dünne gesäet. Man hat nicht nöthig in solchem Lan- der» de Stauden-Rocken(secale multicaule) zu säen, weil jede Saat sich in ker»einem durch die Asche so stark befruchteten Lande von selbst hinrei- Pie:»chend bestaudet. Man säet im July oder August und ärndtet ungefähr ne» 72 Monate nachher.« Alle moorige Ländereyen, sobald sie einmal aufgerissen und in dieGrastanı. ” gehörige Bestellung gekommen sind, müssen nicht mit Getraide zu sehr| he angegriffen werden, ehe man sie zu Grasland bestimmt, und wenn sie 8 ılk gutes Gras bringen, muls man sich nicht mit Aufreifsen übereilen, son-| dern lieber mit der Strauchegge von frischem überziehen, wenn das Gras h nachzulassen anfängt. Ofteres Walzen ist auf solchem weichen Boden sehr nöthig. Es ist besser, das erste und zweyte Jahr, statt das Gras zu mä- äi I- a hen, die Schafe darauf hüten zu lassen. Es bewirkt, dafs die Wurzeln | mehr horizontal gehen und die Oberfläche enger bedecken. Aus dem h i Grunde mufs man das erstemal viel weißen und gelben Klee und andere kurze Grasarten säen. i Bey dem zweyten Aufreifsen finden in Ansehung der Behandlungs 19 Te es<= = a Ge Dünger, 95 und der Folge der Getraidearten keine besondere Regeln statt. Die Be- schaffenheit des Bodens und in wie fern er die nöthige Festigkeit bekon- men hat, um bey gehöriger Düngung und Bestellung eine oder die an- dere Art Getraide hervorzubringen, mufs die Bestimmung geben. Beym Düngen solcher mooriger Ländereyen ist eine Vorsicht schlech- terdings nöthig. Die vorhergehenden Pflugarten können nicht zu tief, die auf dem Dünger folgende mufs aber ganz flach seyn, damit er sich mit dem Lande desto besser vermische. Wird er zu tief untergepllügt und nicht für gleiches Breiten und gehörige Vermischung gesorgt, SO senkt er sich zuweilen so tief, ‚dafs ihn die flachen Wurzeln des Getrai- es nicht erreichen können. Mit Kalk, welcher noch tiefer in den Boden eindringt, ist es derselbe Fall, und Mergel verliert alle seine Kraft, wenn ei; Zur tiek untergebracht wird. Kohlenasche ist für nasses und"saures Land ein vortreflicher Dünger. Ein zur Hütung bestimmtes weiches mooriges Land kann auf keine ' wirksamere Weise verbessert werden, als durch Auffahren von Tlıon, Kies m= e= P mn° E39 1a. Se$ Se ri ten Erd- oder jeder andern Erdart, die schwerer- als die ist, woraus es bestehet. Thon-Mergel ist, wenn man ihn haben kann, allem Übrigen wegen seiner Schwere und düngendeu Kraft vorzuziehen... Seesand mit Muschelschalen vermischt, ist, wenn die Nähe der See dessen Anfuhre erlaubt, zu Fırrci- 2’’ chuns dieses Endzwecks vorzüglich geschickt. Der Druck dieses schwerern o te) Körpers giebt dem Moore Festigkeit und prefst das im Torfe sich ver- haltene VVasser vollends aus. Je dicker es aufgefahren wird, je besser ist es. Diünne übergestreueter Kalk vermehrt diese Wirkung, so wie den Aufschlag von weifsem Klee und andern süfsen Grasarten. Auf dem unfruchtbarsten Boden thut dieses gute Wirkung. Kalksteinkies ist indes- sen allem vorzuziehen. In Irland, wo man ihn häufig findet. sind damit , oO’ viele erofse Moore verbessert worden. In England und Schottland hält OÖ eo) es schwerer, weil man ihn wenig findet. Ein auf diese Art behandeltes nv eMiiRHEEWeL2 7— mornasuPt regnen reRgeISERTEI Er ns rwiiäurs vn u Sam nn nn a EEE LEE ET ET EEE TEE EEE EROTEETETLE GELEGENE EEE en ) IX J@-= II, ax Acker mit, zwey Niederungen in verschiedener Richtung. iN- A. Feld. DB. Abzugsgraben.= Acker, wo der Abfall ganz auf der einen Seite ist. h A. Felde B. Abzug in der niedrigsten Stelle. ER die a. durchdringliche Erdlage. b. Thonlager. c. Abzug. ich 2 : Fab_ xXTre ugt Abzapfen des Wassers aus den Gruben. 50 E Durchse RrRoEr al a. Stein- oder Sandbank mit Wasser angefüllt. b. Thonlager. c. durchdringliche Erd- 7] lage, die mit dem Triebsandbette g in Verbindung ist: d. nasse thonige Öber- fläche. e. trockne Oberfläche. f- Schacht. g. Triebsandbetr. h. höch- n ster Abzug in dem Fulse der Stein- oder Sandbank. Dieser Abzug it be timmt, dasjenige Wasser abzuziehen, was sonst längs der Oberlläche laufen und sıch mit- telst der durchdringlichen Erdlage c in Triebsandbett g ziehen würde. er, i. mittlerer Abzug. k. niedrigster Abzug. IL. ne Wasserleitung nach den Pumpen. ies GW aun.dhrnluf n A. Gipfel des Berges. B. durchdringliche Eı dlage. C. mit Rusch und Busch bewachse- nes Moor. D. Quellen. E. Abzüge am Fulse der Stein- und Sandbank. F. Ver- A bindung sabziige. G. W asserleitung aus dem Bache. H. nach den Maschinen. I: Bach K. nie drigster Abzug nach Fig. I. L. Schächte. A Fb: RTV. 2 } Abzapfen des Wassers. aus Steinbrüchen.{ m 1| e Y | p- Grundrı| A. Steinbruch. B. Steinbruch. C. Berg, worinn Quader- oder Kalksteine liegen. er D. Quellen und Ausflüsse des W a PR. Pan dereyen, die überströmt werden. N ’e F. Abzug längs dem Fulse der Steinbank. G. Ableitung. des Wassers. H. T'honlager. 7 I.“ n Diurehschmibr 1 5- a. Abraum. b. oberes undurchdringliches Thonlager. c. trockene Steinbank. d. Was-$ | serstand. e. mit wW asser angefüllte Se f. Fuß der Steinbank. g. un- ei it teres undurchdringliches I honlager. x IIT. alt’ Durchschnitt tes a. oberes undurchdringliches Thonlager. b. Abraum. c. Steinbruch a trock ir bank. e. mit Wasser angefüllte Steinbank, Bat 3 undur rchdru Che Zn Te en Se re Tr Te in Anm nd„wa RE Dar au nmsinrminuu ann un um„an ÖÖÖQÜ Que nme u mente ne m nenn g. trockne durchdringliche Stein- Kies- oder Sandbank. h. Bohrlöcher. i. un- durchdringlicher Thon. Tabs XV. Fig. L Amerikanische Wasserwage. a. Seitenhölzer. b. Querholz. c. Einschnitt, worinn d. die Schnur im Gleichgewichte hängt. e. Bleyloth, f. Gefälle. g. Wasserstand. Fig. I. KErdbohrer. A. der Meifselbohrer, um Gestein durchzubohren. a. der Meifselbohrer(Chisel). b. Kolbenbohrer(Punch). c. Schrauben. d. Breite 2x Zoll. B. die Verlängerungsstange. c. Schraube. C. Erdbohrer(Auger). c. Schraube. D. hölzerne Handhabe. a. a. Keile. E. eiserner Schlüssel. F, eiserne Handhabe. Fig. II. Horizontalbohrer. A. Gestelle, worinn er spielet, 8 Fuß, ı0 Zoll. B. Querhölzer, wodurch der Bohrer und die Schraube gehet, 2 Fußs, ro Zoll. C. Schwellen, worinn D. die Ständer be- festigt, 4 Fuls. E. die Welle, a Fufs, 10 Zoll. F. oberes Stirnrad mit 10 Zähnen. G. unteres Stirnrad mit 24 Zähnen. H. Kronrad mit 32 Zähnen. I. Schraube, 6 Fufs, 3 Zoll. K. Bohrer, 6 Fuß, 3£ Zoll. L. Winde, um den Bohrer zurück- zuziehen. M. Drilling mit 24 Stäben und> Handhaben. N. Gelenk, um die Ver- längerungsstangen einzusetzen. O. Handhabe am Drilling M. P. Handhabe an der Winde L. E TE EEE SEE ER EEE EEE TEE TEE EEE EEE TE EEE TREE Terre eier ELTA ee wh u nn T—————= EETEITNITEE TUE 0 a Wro a DET ETUI TRETEN IT ETELE TASTER EEE RETTET TEL ETLTELTE WETLEI LTLE Un- in ka. Mi.. RT: Loeneenrf 953 IE h&. 1. Geschichte der Entwässerungskunst$. ı8. Grundsätze dieser Verfahrungsart. Seite 45 ı N w=>>-} OO el» ı BEN S a= er a en >— bey den Römern--- Seite ı— Ursachen der Nässe. 2 in Reinkreich= se 2 Z 21— Enistehuug der Quellen.-— 40 er Er==— /9 => o€ o= an — in England.-- E&=$. 19. quellige Moore Beyspiele: 2 2. Anwendung der Abzüge.--— 5 i 2 7 3 2--— 00 Beschaffenheit des Bodens.-— 4 Odstonchall. 7 a r.. e> ıtterwv> a==——- 61 Wie die Abzüge zu ziehen. 5— Lutterworth. Jahrszeit.--— 58 Madely. z R== u 2-- (6 ı\ weowmaw an 6) Tiefe==&% 5 Ren Waburn.---= ee 11 2 Weite:_—& z==:. 20. Entwässerung bergiger Gegenden.— 02 ube,/ intwässerung mittelst Durchbohren $. 7. Handwerkszeug.£ R® wre 2: Entwässerung mittelst Du)= I R des Thonlagers.---= 07 l$. 8. Ausführung.----— 12 5 R 2 a un Aufoflö r 6. 22. Entwässerung eines vermischten Do- Oo----—$ 2; De$. 9. Aufpilügen. en. ee&= 3%_— 72 x N, e® a a0\== . ı0o. Materialien zum Füllen.-- oa 3 ne i} nen.$. 10 rs-:$. 23. Entwässerung kaltgründiger Acker.— 75 a SIEBEN Dee eg a er N Yetsch$. 24. Abzapfen des Wassers aus Gruben.— 77 ur en errn Fletschers Metnode.- nn N r Z ICK- r ea€, 25. Gebrauch der Wasserwage-— 89 Tl; 2 a S= z a i Es Wr= /er-— Holz. Ss— Amerikanische Wasserwage.-— 94 2® x n e BE BR F en j= an— Sıroh, 1€. 26. Beschreibung des Erdbohrers.— 86 — Ziegeln.-= 5 2? 2—.Anwendung.----— 97 ıra die Ant zu füllen?=-=— 24— Horizontalbohrer.--“— 85 72. Bosien.> z---— 25$. 27. Behandlung desentwässerten Landes.— Sg vn UN 142) un Ra ı3. wohlfeilere Arten.---— 27— Behüten,-=== SeTE . 14. Dauer.- Y==.— 29— Ebenen.--_= u 15 hohe Beetle.=== eg— Bewässern. 5= E F m — in Cossingthon.---— 31— Düngen des Wassers.-== gt — in der Marsch Gowrie.--— 32— Getraidebau.-== 2 ga — in Roxburg-hire.---— 54— Verbrennen des Rasens.=— 99 Er ul | j , 1 { 8 | \ ) 6. 16. Nutzen der Entwässerung.-— 58— Bestellung ohne Rasen abzustechen.— 96 — für Acker und Hütungen.-— 359 Sr eRiocken:“ A Br 2 wen — für das Klima.--- a erlandı e er g 5 en — zu Wasserleitungen.-= 1 nee" 2 E 2 ee“ : Oi ge £ RT Da TE Tre 5:= 6. 17. Geschi:ute der Elkingstonschen Er-— Bedeckung mit schwerern Erdarten.—— ıy| Q--= 7 fr findung,- en— schlufs= z> x= ee ae ee en I Vo 99 und einige Jahre zur Hütung liegen gebliebenes Land kann aufgerissen und verschiedene Jahre mit Getraide benutzt werden, ehe es wieder mit frischem Grassaamen besäet wird. Beym Pflügen mufs ein"Theil des Ra. sens der Oberfläche umgewandt und mit der aufgefahrnen Erde vermischt werden. Setzt man Mist oder Kalk hinzu, so giebt dieses eine sehr frucht- bare Dungerde. Dieses sind die Methoden, die man bey dem Anbau und der Ver- besserung der Moore in u nach der Entwässerung gebraucht hat, und die der gehabte glückliche Erfolg hinreichend empfiellt. Doch sind jebt mehrere, die eben so wirksam dieses lange nicht die einzigen. Es g sind, und eben so gut dienen würden, Ds unfruchtbare Moor in nutzbare Felder umzuschaffen. Sie alle herzuzählen würde unnütz seyn. Jeder, der dergleichen Ländereyen besitzt, wird gewils am richtigsten zu bestimmen wissen, welche Mittel anzuwenden, was für Getraide zu bauen und welche Düngarten zu gebrauchen, seiner Lage am angemessensten sind. ERBE DC WTA DELETE SET._ LT T u EEE LE E N NT Eu EEEN EEE EnEEEEEELEEN uE EEEET EEEEEEEETEELE TE ELEGEG EOTTETEETTERTETT Schluls m. KT ee ren gern Fr: 1.4 “ | EN A x ‚| “ 1 PB Ki f | | | AH ENEENNELEN Sr ze r FW) a ES ur er al!„vs 3 g f£ Hl a il x I! “es fl«3. f N es RR rel N| ea I NN Ja BD Mk= er a PR ui. il= ak; A m ei f u lu r w m er ik“ Bd, Ma. M wu ee- a u y I k; s wenz r u M le ME:“ F li_-- en 5 ee En ne-— RR« u u| i 1= ec m. 5 RR ee a ee ER ee X u al; k ik ih ff En Si a ale+ ua” eh a Er M N Mr ee p Me nt& de E Prager 4 m ke P” e z = a k“=. ah Mn- l x« FE> m a EEE de DE le ch DZ\ he 2 z r le= N M Wa ER/ Pr u” a od- Wi Kieser een„ u m“ z 1 A 5 ER 13 ra X“ak? u? u u r% ur le M u 2 le Pr eo He EIRE>- al 7- ww He->. 2“N p n Me nd= ee rl ae«un le P Mn le mr ke ie m\ a al._ Br h n Fi" 9? 5 P u a WE“ u- fr a ie“le RAR W ie+ Ye 2.- ie a\ u Br He le wi P s r= M A 1 u a Hain— 2 2” Pr Y ME eh Pa a u alle=’ er Mr+ k“* Me ee er u x M« N BER! k 11 fl M Mi«-[7 Ki n we« de fl. N_ m.» de a a ul u a e=< 1% si= EEE Er z rl ai ık Me“ y. ER” u Een% a I n ee A— A Ba= VIEZ- al a ee= le ak m—_— m un“ m%>> Tr r r di te“ u 4+ 5- r——— i“ z e za 7 le(i m Al a a le ke= een—= 3 ö = Fa u?" ER?.% an—— Berg a 4(k a” I—_—— kr- f m| k u|| W a " I(k « ai„ P ={" x 7 all di He ll\ ı ( ik% a 1 ec"« m k u 0[ N IM W Pn m W |) ) I]INNIIN | \\ \\ ale id) | | | a a- WDR a Fa N, HIIIIIIIILIIDID, N] HN N, /N, PIHHRIEE D ////}; DH //}jj,, I \ NN N Hy)\ RR NN N mm\\ / Iıı|| IN:\\\ INN N\N\N NN 2. as ÄRÄÄQQ RN\ ı) Tab.V. eu ANNÄÄLLLÄL UL\\NIIIIILIIIII] INN|} I N E a ua I) Mein ayıN | 2. mM | PB/ IM I I I]| IR ab.— \ Tab. VHH.| \\\||| I| \| Er EE [ AAN | Je le Re Be| }| n = ler —- u 7 N El 1! 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