*——— [Giessen [Vaiw. bidt. —— ————— 3 f ————— 11 1„ // 1 1 Verg des 6 Einle 4 9. lUder 5 e Anwendung der engli 1tHEN Landwirthſchaft "UB ESWe- d 6: Ut 4 M€ 4 nd Vergleichung beider mit einänder na des Hevrnü Leib-/ Arztes Thaer Einleitung in die engliſche Landwirthſchaft von Lüder Herrmann Dans von Engel EG x : X BIBLTOT I 1:4 ). KÖNEG LINEN ED 2 5000 Teipzig 14803 bei Wilhelm Reiwm, :| Derjeglt |':--PWEL, aß Dem DHo 3 EE GEES HORGEN IRRWEGE 0 1-M ...(iſl WE SUEE fam Vorrede Wa guarbeit CNTERREET:' ſe Suff () werd! ſch, 11 E, Landwirth in Deutſchland. zu ſeyn, iſt in der| wm “That nicht ſo etwas« geringes, als manche ſich einbil-/ tut den. Denn Landwirt hſchaft bleibt dasjenige Studi- Ye beſ um von dem der Wohlſtand eines ganzen Staates nach den vorzüglich abhängt und kann alſo in ſo fern als ein(ede! Grundpfeiler deſſelben ange! ſehen werden. Wir ha- weit q! ben Feine Colonieninſel, die uns Zucker, Caffee und Ge- dne 1 wärze liefern. Wir müſſen viele rohe Materialien ſünde zu unſern Fabriken fFaufen, und alles dieſes bezahlt ji dos der Deutſche mit ſeinem Fleiſſe und mit der Emſig- dutch Feit, die er auf ſeine Feldwirthſchaft wendet, Ein Landwirth'war von jehey das gröſte Ziel des deut- fediee ſchen Ehrgeißes: und ex eilte von ſeinem Pfluge ſchon da dankt in den älteſten Zeiten in das Feld, ſchlug ſeine Fein- muß 3; de und kehrte mit Ruhm bedeckt wieder zu ſeinen Fel- daß min dern zurück, Und was iſt der Deutſche jeßt? Von Wi wa ſeinem Fürſten bis zum ärmſten Bauer ſieht man die ih di Begierde ſich im Feldbau hervorzuthun. Der Erſfe| Aya ermuntert Denſelben, und. theile Preiſe an diejeni- lig, v gen aus, die ſich hervor chun wollen3 der Seite wma ſucht dieſe zu verdienen, Sogar Gelehrte, die nie 1.1157) / ein Feld geſehen haben, ſuchen in ältern und neuern| Schrif- HEES TENE GHER TN 235 25 VBoprede, Schriften alles zuſammen, was. der Nation nüßett kann.“ Es ſind Lehrſtühle auf den Akademien för die Oekonomie errichtet worden und ſeit fünfzig Jah ven arbeitet alles dahin, die Landwirthſchaft auf die höhe ſte Stuffe der Vollkommendeit zu bringen. Verſus , "ras itt dreſche anderthalb höchſtens ſieben Viertel Scheffel aus z damit vom Flachſe erbaue ich fänf, ſechs, höchſtens ſieben hal-' techne be Scho>e;- vom Klee füttere ich 200 Stück, vom Schefs- ! denn fel einen Tag, von Wicken das nehmliche, vom Hafer da ſie dreſche ich das vierteKorn, Erdäpfel oderKartoFeln erbaue tärfene ich höchſtens das fünfte, vom Kraute ſelten Heedgen oder ie dem Kohlkspfe; von Rüben ſelten ſfärkere, als ein halb Pfund» aft, wo und bey allem meinem Fieiß und ſorgfältiger Beſtellung f, vow habe ich die größte Noth' mit der Ausrottung des Uns- 4 aber frautes, und den Spott der Meinigen und meiner Nach» d/ wels barn. Was ſoll ich zu dieſer mit meinen Gelde ſo theus- vetrai- er erfauften Erfahrung ſagen, bey der ich mit der größ«/ en mit ten Beharrlichkeit wahrſcheinlich bis an mein Ende aus- 1. Ich halten werde? Daß ich thöricht handle, ein Syſtem fortka em der zuſcßen, das unſerm Erdreiche nicht angemeſſen iſt. ſex und Das Locale könnte mich eines beſſern belehren, wenn eſ ich bedächte, daß die offenen Acker ſehr viel vom Winde de als»| leiden und das dieFettigfeit, die ich ihnen durch die Duün- Meeder gung mittheile, von dieſen wieder verwehet wird, anſtatt 41:0) 20008“ daß meines Nachbarn Graslanv ſich. einige Jahre von' mußte.| dieſer Fettigkeit ſammlet und dann fünf auch ſechs Scho| aniht.| von einem Scheffel Korn, 3 5 bis 16 halbe Schoce vom| de Slachs|| .? | ) AB. TO Flachs, fieben bis achke Korn, vom Hafer 12, 15 bis| yt) 20 Scheffel von denen Erdäpfeln, armſtarke Steunfe 1,09 mit feſten Köpfen vom Kraute, und 3 bis 4 pfündige Gf Rüben liefert. Ich möchte gerne ergränden, woran es'. WBbiſa liegt, daß mein Syſtem gegen das von mir ſo gering ge- Wim achtete meines Nachbarn nicht einſchlagen wil. Wäre| 3% ich der Sache völlig auf den Grund gefoumen, ſo hät-/ veil te ich längſt mich von meinem Wahn bekehrt. Ich ha- vb be immer noch geglaubt,“daß ich Fehler gemacht. Ich 10:00 habe immer noch gebeſſert, allen Schaden und Spott denGyt mit Geduld ertragen, aber anſtatt daß es beſſer werden| difür.d ſollte, wird es immer ſchlechter. Das Erdreich iſt ei-| ll nem fetten Gartenlande gleich, wo man fleiſig jäten| Im muß, um das Unkraut zu vertilgen. Da hilft nicht ableſen| öf und eggen hinlänglih. Nichts als Graswuchs kann| Jud dieſem Uebel abhelfen, und doch erwarte ich von meinem| vie mit ſo vieler Klugheit angelegten Syſtem noch die Früch-| miha te, die ic) mir bey deſſen Bildung verſprochen. Was ſoll| 2 ich alſo zu Vorſchlägen ſagen, wenn man meinen Nach«-| ußgehe bar, der ſich wohl befindet, die meinem Syſtem ähnli-| fügt 19 erbau zu der Höhe gebracht haben, auf welcher er jetzt ſtehet. Dieſe ſtellen. hauptſächlich genaue Verſuche an; machen ſie in den mancherley periodiſchen Schriſten befannt'x befördern die Austauſchung der Ideen und Erfahrun» - Hen, unterſuchen die Nichtigkeit oder Unrichtigkeit der Angaben, ſäſten und unterhalten landwirthſchaftliche Geſellſchafter, wo Prämien für die beſten Arbeiter aus geſezt werden, wo der gemeine Pachter ſv gut als der Herzog erſcheint und vertraulich mit ihm vom Gedeihen S ſeia Ceitta 14 ſeiner Ochſen und Schweine ſpricht, Dieſes iſt in Kur»-' vai zen der Begriff, den uns H, T. von der Engliſchen Land- pt wirthſchafts Verfaſſung giebt. vi) Wollen wir nun die Verfaſſi ung der Landwirth- wahr Schaft Deutſchlands dagegen ſtellen, ſo hat ſie gewiß viel him 3 ntehr Mittel zur Vollkommenheit zu gelangen, als die Gleheun Engliſche. Der größte Theil" der groſen Güte? in de uh Deutſchland wird von ſeinen eigenen Herren" bewirtho Wupgen bf ſchaftet, die theils um Standesmäſſig leben zu können, Jan theils der Mode wegen ſich bemühen/ gute Wirthe zu antreffen ſeyn. Schon in. der Mitte ves vorigen Jahrhunderts Gum warf man den Gutsbeſißecrn vor, daß ſie zu viel wag- anbot ten, um Verſuche zu'machen. Schon vom Anfange wi, des achtzehenden Jahrhunderts fieng die Epoche der| Wey Vervollkommnung der Landwirthſchaft in Deutſchland an| 105 und man fieng allmählig au; die Wünden zu heilen, wels eld er en zum fättorn ſäete und alles vortrefiich wuchs. Bey Aſhaftet;- genauerer Unterſuchung aber findet ſich, daß der Wai-' ut dies zen nicht ſo einträglich als auf den Koppeln iſt, ſon- hts"| dern um 2, 3 ja 4 Körner zuväückſchlägt, dagegen aber ſchaft) Kraut» Erdäpfel und Futter» Wicken alles das, was Zraache in ausgebrochenen Grasfeldern erbauet wird, in der zu ves| Güte weit hinter ſich laſſen.| toſchaft| Was die Graswirthſchaften betrift, ſo ſind dies- Betracht| ſelben in Hollſtein gewiß ſo. vollkommen, als in Eng- 1. dieſe land/ ja in allen Marſch und Bruchgegenden dringen uhu: fie ſich von ſelbſt auf. In der Mark Brandenburg; venn ich in Pommern, findet man nachahmungswürdige Gras» venn fic wirthſchaften.- Die Wechſelwirthſchaft, welche faſt vonn ait fe gllen'Wirthen, die einen feſten Grundſtein zur Verbeſ- Dfngung ſerung ihres: Erdreiches. legen wollen, geführt wird jldrigel iſt gewiß ohne allen Vergleich zu dieſem Endzwe> die hi); voll 26 vollfommenſte und Mecklenburg hat mit ſeinen grofen Öluren und ſchlechten Erdreiche Wunder damit ge- than, die kein Engländer ihm nachzumachen das Herz hat. Denn tber 500 Aecker verſteigt er ſich nicht, - dahingegen der Mecklenburger Fluren von ſo vielen tauſenden in die ſchönſte Cultur ſeßet und zwar durch ſeine Braachen, die Hr. Thaer ihnen als Mangel der Tüchtigkeit vorwirft. Wer den eigentlichen Zweck der Mecklenburgiſchen Braachen kennet, wer da weiß, wie wohlthätig ſie der Landwirthſchaft ſind, der kann ſel- bige mit Recht dem Drillen des Engländers vergleis Garn wird mit 21 gr. bezahlt, abriquen den Flachs hat jeder arme Mann ſelbſt oder wenn „gelohn er ihn faufen muß, ſo hat er in dieſen ſchlechten bey dem Jahren keinen ſonderlichen Werth gehabt und die ar- 1 Metv men- Leute haben ihn ſär ein Billiges kaufen kön« Sngland nen. Da giebt es nun Spinner, die an einem dop- fen Punkt ganz allein zu berechnen, weil er eines| aer Zel'der wichtigſten Stücke ber Zandwirthſchaft iſt und bey " dem 2| dem Emporkommen der Landwirthſchaft die mesrere|"I oder mindere Ausgabe alleivege in groſen Betracht zu gar in ziehen iſt.- M In Deutſchland giebt"es auch Gegenden, wo„(uh der Acker ein Pfund Sterling Pacht giebt, ja:es giebt| win welche, wo das doppelte. ſtatt findet. Da.ndieſe„ſſe! aber ſelten ſind, ſo wie die angeſirengte Nopkfolker; biſhin Wirthſchaft in England, ſo will ich nur das" gewshn- z Dyzet liche Pachtgeld auf gutem Erdreiche zum Grunde an- wehie nehmen. Die Herzogliche. Mecklenburgiſche. Kammer 3 Dia verpachtete ven kleinen Mecklenburgiſchen Scheffel Land»0uf! bey wohlfeilen Preiſen vor-+ rl. jeko9 aber hat-man zum mir verſichert, daß die Pachter 2.rl, und noch mehr 1m geben, ein Beweiß, daß nicht verbeſſerte Cultur ſon-|„M dern:die hohen Preiſe die Pächter anreizen,. einen ho»| hen Pacht! zu geben.'Zweihundert Aecker. in Eng- 20064 land machen ohngefehr-Mecklenburg etivas über müh 800 Scheffel. I< will dieſe: im Durchſchnitte den 10.6 Scheffel 3 xxl. 1 3 grl, annehmen, ſo würde die Pacht 190) ſo hoch ſeyn; als wie 1769- in der Gegend von Beck» lee inde ford und gar nicht übertrieben ausfaßen.. Da nun 1 Ach in Mecklenburg der Pachter ſogar den Stuhl mit»(Ihen bringen muß, auf welchen er und ſeine Leute ſien| Whee wollen, ſo kann ich eine ſolche Pachtung. am ſicher-| Weg ſien mit der engliſchen in Vergleich ſeen. Jc< will Wi aber nur bey dem Kammer- Anſatz von rt rl, 3 Schefs-| Win fel ſtehen bleiben, weil er vor 40 Jahren nur 16 gel. ti ie war und alſo 800 rl. Pacht rechn?«, weil das Erd- boy) ei 1, reich| Miihe gr MDB as Iefvere tächt 31 reich jenen cultivirten nicht gleich zahlen kann; Ein "|] Pachter eines ſolchen Gutes würde alſo gebrauchen? den, ivo Pacht a 4 o 805 rth, 6 giebt an A Bea be ä een 2 3 Hufen m ci ſonſtige Anlagen a 15.5 um 4. Pferde» 2 a 200== Ropfolfer Geſchiir- 5 WE ZTEIEBON ER gewwöhn- 3 Wagen»- B ö GO=== nde ans verſchiedenes Gerath 40 60== Name 4 Ochſen» 6 ERLE HOO fel Zand 2 Haaden 7 18 TE 8-- hatzman- 4 Eggen NB. hölzerne 5 dom oh weht 1 eiſerne groſe Egge 2 8== ewe fon 2 Walzen- 7 3 2= einen hv 7„5 Kühe a rz rl» v LEIDEN rum, in Eng-. 200 Scheſſel Waizen Ausſaat» 306=. 8 über- 205 Scheffel Gerſte Ausſaak» L3.0 um itte den 100 Schefſſjel Erbſen Yusſgat 9 120==> ie Pacht I 609 Scheffel Hafer Ausſaat- 63== von Bes. Klee in der Braache» 87:3/ GO=== Da nit SD. Kncechteis 1 16.16 6 X0O9= nhl mit 4 Mägde-»» IGO== ute ſihen Taglöhner 9' 3» 226= m ſiche auſerordentliches Taglohn für extra ch wil: Arbeiten zu Verbeſſerungen; in 19277) der Erndte und dergleichen ie DOO==2 „zur innern Haushaltung an Mobt-. ur 4 lien und was ſonſten dazu gehör? 695== | das Cu: „muß einPachterGeld zu ſoliyerWWirthſchaft 43 1 2tl.haben, | C riß Mik EBEN reär Eire FeHFFFFPJoernezrz ZZ HFF Zz SS RBWE-mHEEE römer eminem
  • Der + Aoki Ix y EN= | 36'| welcher Vortheil entſtehet nicht von einer ſolchen Einrich 1 he tung für das Gut, wenn der Viehbeſtand ſo anſehnlich jo(hen vermehrt und beſſer gefüttert wird? Ja Mecklenburg, es wo dieſe Einrichtung ſchon ſehr lange in Aasoübung ge:| Dufehungsſ brücht worden iſt, finbet man Pächter, die durch die ver Dechſel Vermehrung des Viehbeſtandes zu einem ſehr beträchte| Förnerbau lichen Vermögen gekommen ſind. Ic< kenne einen Manny,| htm., der bey der Uebernahme des Gutes 50 Kähe haiten| mit Otrait konnte, und nach ſechs Jahren 150 Stück Vieh, Kühe/ ht; d und junges Vieh, mit wegnahm. Nehme ich nur das baten I Stu> zu 10 rl. an, ſo hatte er allein ſein Vermögen um edmild 1600rl. verbeſſert. Nimmt iman hiezu, daß ein Pachter| m| durch Aufziehung junger Pferde ſein Juventarium, ws9| ſihtz0 : ihn ſeine Pferde 3 Stück nur 505 ri. gekoſtet, in ſechs daß man Jahren ſolche zu den Werth von 195 rl. bringen kann,| Ue die jungen Füllen ungerechnet, ſo wird es leicht, viele Jehl daß ein Pachter, der zu wirthſchaften verſtehet,- zwölf| nachzuahm pro Cent von ſeinen Vorſchüſſen gewinnen kann, um( ſo mehr, da dem Pachter gewiſſe Körner von ſeiner|| lihet Deu Ausfaat verſichert werden, da bey Unglücksfällen er mit| mwſid, ſeinem Herrn den Schaden, bey reichlichen Erndten fehlen Er aber ſein Herr nicht mit ihm theitet.| Icerbiues| bew 4 : ſowohl aus Geſprächen, als aus Schriften und ſelbſt Md aus einer über ein halbes Jahrhundert geſammelten Er-| feit enweih fahrung ſtudirt; aber ich finde nichts, was dieſer wei- ju Nbethyi: ſen Einrichtung gleich zu ſezen wäre, wo mit weni-" m |: gen 43 Fonte gen Menſchen und Geld n groſe Dinge ausgerichtet "Geeſe worden wären. 2.06. Nicht aus Partheilichfeit für die deutſche Nation, inder nein, ſondern in der feſten Ueberzeugung, daß ich von (wet einer mir ganz gleichgültigen Nation eben ſo ſprechen Zerbeſe würde, glaube ich; daß man dieſes Verbeſſerungs Pro- hligen ject des Mecklenburgiſchen Landwirths allem demjeni- hy it gen an die Seite ſetzen kann, was j2 groſes in der In dies Landwirthſchaft geleiſtet worden iſt. Es iſt zwar wahr, groſe daß Mecklenburg viele Stellen hat/ wo das Erdreich etth vortreflich iſt, aber mehr als 3 Theile dieſes Landes ſets ſind ein leichter ſandiger Boden, weis jeßo durch die ite das"Koppelwirthſchaft zu einem groſen Ertrag gebracht am wes worden iſt. Daß aber ein Scheffel Land in Mecklen- 1 ds burg nicht ſo viel Früchte träget/ wie bey Erfurt oder ve Ol. auf"der Inſel Rügen, iſt wohl der Güte der Land- roſen wirthſchaft nicht beizumeſſen, und man würde ſehr tionen unrecht thun, wenn man den Mecklenburziſchen Land- [an wirthen ſolches: zur Laſt legen wollte. Der denkende welches Landwirth ſuchet fich hier die Frage zu beantworten: 4) und Hat der“Wirth nach den Umſtänden recht gehandelt „gewiſ vad ſeinem Eedreiche das entriſſen; was es ix ſeiner wiß et» jeßigen Verfaſſung hervorbringen konnte? hat er da- erbines bey die Abſicht gehabt, ſein Erdreich ſo vorzurichten, 'd ſelbſt daß es" in der Folge den höchſten Grad der Fruchtbar- lten feit erreichen kann? welche Hinderniſſe hat er dabey fet ib zu überwinden gehabt? war es nicht Krieg und die gräß- Ait(enb liche Viehſenche, die ihn um zwanzig und mehrere Jahre M in 44 in ſeinen gufen Vorſäßen zurückſezte? und nun fragt er zulezt: wie viel hat er dem allen ohngeachtet gewonnen, und wie ſtark haben ſich ſeine Einnahmen vermehrt? Wenn jemand ſich dieſe Fragen unpartheiiſch be- antwortet und nur einige Kentniſſe von dem Zuſtand des Meclenburgiſchen Feldbaues in der Mitte des ver? fioſſenen Jahrhunderts gehabt hat, der wird beken- nen, daß der Mecklenburgiſche Wirth nicht verdient ge- tadelt, ſondern gelobt zu werden.„Kleebau in ſeinen Koppeln iſt ſeit mehr als funfzig Jahren, wo es ſich hat thun laſſen, getrieben worden. Stallfütterung hat nach dem ſiebenjährigen Kriege mancher Wirth, unter 'andern der Herr Oberſtallmeiſier von Luzow eingeführt, aber man tadle deswegen den-nicht, deſſen ſchlechtes. Erdreich keinen Klee trug, und der Gott danken mußte, für ſein Vieh ſparſame und ſchlechte Weide auszumitteln. -Daß man dieſe. übertrieb, war ein Fehler, der den Ei- genthümern den empfindlichſten Schaden brachte. Jedes Land hat in ſeiner Art, wie Mecklenburg, trefliche Wiethe hervorgebracht und die Landwirthſchaft hat ſich im Ganzen zu einer Höhe erhoben, die den Aus» ländern mit Einfluß des Engländers, zu einem guten Beiſpiele dienen kann. Man deute dieſe meine patrio»- tiſche Geſinnung nur nicht"unrecht. Ich laſſe jedem Lande Gerechtigkeit wiederfahren und befenne, daß auch „wir Deutſchen vieles von den Ausländern gelernet haben und auch noch lernen können. Abex bey Beurtheilung der Wirthſchaft des Ausländers iſt es nothwendig von dem hem in „jp Gand um jupe Dir pi un| hätte ich 9 leitung zr te beſtimm jücder gutt dieſe unter yauwiſſen With fühlet di feindap he geht ZY haf Weiter in derſell größte Cob et ſolche 1) bopin abe Yutſhen, Whäuid mm€ heiß„hilt füher Aul Wie: may| Wehalte ih 45 fragt a vem innern Gehalt ſeines Erdreiches eine genaue Kennk- "Onnen niß zu haben. Selbſt ein Wirth iſsnicht im Stande, mit „? Grund und Rech: ſeines Nachbarn ihm ſchlecht ſchei- iſch bes; Hende Wirthſchaft zu tadeln, wenn ex nicht das Erd- uſiand reich und deſſen Bgſtandtheile genau fannet. Dahero es ver: hätte ich gewünſcht, daß uns Herr Thaer in ſeiner Ein- befens leitung zur engliſchen Landwirthſchaft das Erdreich hät- ent ge te beſtimmt angeben können; wie lange dieſes Erdreich ſeinen in der guten Cuitur geſtanden hat? ob keine Hinderniſſe es ſich dieſe unterbrochen haben? Alles dieſes hätie man ges ng hat nau wiſſen müſſen, ehe man ſich entſchlieſſen kaun/ das unter Wirthſchaften der Engländer nachzuahmen. Herr Thaer veführt, fählet dieſes nothwendige Erforderniß mehr als ich, und hlechtes fein apitel vom Erdboden beweiſet, wienochwendig er eis mußte, ne genaue Kenntniß /des Erdreiches halt. nitteln, Daß der Engländer in die Materie, vom Erdboden en Ei- haf weiter eindringen wollen, wenn er gleich nicht weit? in derſelben vorgerückt iſt, verdient auf alle Fälle das.: tbr, größte Lob und er foll daſſelbe reichlich erudten, wenn ſchaft er ſolche in ein helleres Licht geſezt haben wird. Bis 4 Auß» dahin aber ſind die gewöhnlichen Ausdrücke der anten Deutſchen, wann ſie gleich nicht Beſtandtheile eines guten Erdreichs ſind al- und ihnen ſv Thon, bitter und Kalkerde mit Kieſel vermiſcht. Je Wenden; nachdem nun das Verhältniß verletzet wird, keiget ſich wi by be ein ſolches Erdreich zur Unfruchtbarfeit. Der Wirth muß Cfademiſ alſo die Mittel, welche die Unfruchtbarkeit vermehreig| uy ut können, zu bekommen ſuchen; und unter dieſen iſt das.| ban Di Vorzüglichſte der Dunger, ob er gleich nicht allenthals have Seme ben anwendbar iſt. Denn es giebt in Deutſchland Stri- Tfpeh dhe Erdreiches, die den Dünger gar nicht gebrauchen;| Ot Fiz an KEREEIICE 4 Sb ; 47 'e, daß andere, die mit Stroh ganz allein düngen müſſen, um fenen, LoFerheit ins Erdreich zu bringen, und wo gefaulter 19 des Dünger gerade Mißwachs des Getraides hervorbringet, . weil er zu ſehr bindet. Ich kenne Gegenden, wo nichts fert: als Mergel lieget, die keinen Gebrauch von den ſchsn- ny iſs ſien Mergelgruben machen können, und die zu entfernt dwirth vom Orfe ſind, wo er angewendet werden kann. Der Dem Wirth muß alſo ſuchen, unfruchtbare Erde in feuchtba- hung) re umzuſchaffen. Daß dieſes durcher gewiß 102, 1587 bis 2001l, reinen auen Erfrag geben. Eine Einnahme, die mir nichts in der ſo Waiß engliſchen Wirthſchaft liefext. Doch wir werden in die wit€ „der Foige bey den Berechnungen mehreres darüber ſa- Tengen gen müſſen und ich kehre zu der Verbeſſerung des Erd- hietiv 10 reiches zurüc. Wounn ich die Chemie bey dieſer Unter|(with;| nehmang zu Hülfe nehme, ſo wird es mir leichter, die Dibaſor: Verbeſſerung zu bewerkſcelligen, als ohne ſol Ei- eer Sche nes Theils kannich die Beſtandtheile der untern Erdſchich- Win der ten beſſer beurtheilen uad mir vielleicht dur< ein nicht. 82? zu beſchwerliches Rojolen. ein vortrefliches Erdreich| Ober = ſehaſſen, andern Theils kann ich davon abgehalten wer-| ſten Vr den, wenn ich einſehe; daß das Durchbrechen der feſten.| Midi Erdſchichte mir einen nicht waſſerhaltienden Boden lie-+| ws jem fert; auch Fann ich vielleicht mit einem Ffleinen Zuſaß 9 epn von + ZE I von Lehm oder Sand viel verbeſſern. Ja wenn ich die 4 Beſtandtheile meines Erdreiches genau kenne, ſv kann mir daſſelbe bey der Behandlung ſelbſt wichtige Dienſte a leiſten, z. B. ich lerne dadurch einſehen ob ich mein 16 Cli Erdreich durch offene Fahre, wodurch ich es der Luft und 8"- denWinden ausſeße, oder durch geſchloſſenen GSrasbau, wd Vetvei- ich es vor dem Winde und dem Regen ſchüße, beſſer ma» ] hat, T 9 5LR"7 - t Tag und Nacht, wie er ſeinen nein 1 ehfsnb in früchtragenden Boden umſchaffen will, ob es, Guth REI daß bey, beiden Nationen auch Aus-| ih in Menge ſiakt finden.| ;;| vm GETTE Felder| Fünftes Kapitel. a Vom Dünger. 1 0! Nn jr Ivy “,[) EEE Theorie über den Dünger nicht hießher| 4; zi.. practiſc ROE SRERUTLDG 098 WEINE IN MEI trägt) AEI yen, welches uns mehr intereſſirt. Ueber die Düngung und deren Nawendung, ſo viel den ge m EE Di betrift ſind die Wirthe gar nicht:' - 4 4 m fie von dem Orte urtheilen ſollen, hier Ze h pt(9pge erfahrlngen haben ſhe. wern er EE 5 EEE Heſhaflen ſeyn muß,.(wohnl) IEE yn fol, uud wie er angewendet wer-| Oliv guch dos beſi. M Pen[90-1 Benv. auſ 0 mittelt werden 19 ART EE 66 den Dunger, ausges a. nach Lehrſäßen(AES 3 WDE Deren uwendung W T bleiben, w 55 9rſchiiſten allemal mangelhaft" (eipen y; enn man nicht der Erfahrung folgen will"5 5 RO8:060 Locale abſtrahiren muß. I< habe in de, ben EEREETE AEN angezeigt, die in VELfcjeheen.'' Went MEGGEN raucht werden und den Boden genannt, en | ndl wo 57 ) Quite: zvo der Dünger gar nicht gebraucht wird. Hier hilft halten,- nichts, als Erfahrung und ein angehender Wirth darf feinen nur beim Antritt einer Wirthſchaft die ihn umgebenden | ob es. WWirthſchaften beobachten, ſo wird er Wirthe finden, ) Aus» die ſich in der Behandlung und Anwendung des Duin- gers vor andern, und deſſen Felder ſich vor andern Feldern im Ertrage auszeichnen. Hier findet er mehr zu erinnern, als in allen Lehrbüchern, wenn es ihm Ernſt iſt, ein guter Wirth zu werden. Giebt er ſich hier Mühe mit Aufmerkſamkeit zu beobachten, ſo wird er den Werth des vermehrten und verbeſſerten Dun- hie| gers leicht finden können, wenn er berechnet, wie viel ) eich trägt dieſes guten Wirthes Behandlung und Anwen- Ueber dung des Düngers ihm mehr, als ſeinem Nachbar den gv 1 ein. Hierauf werden ihm ſelbſt anzuſiellende Ver- r nicht ſuche ſehr leicht den Werth eines mit Koſten ver« ſollen mehrten Düngers beſtimmen. Ja eben ſo kann er haben ſehr leicht erfahren, in wie ferne künſtliche und un« 474 PERE gewöhnliche Düngung ſich-bezahlen. Die Lehre vom ot wer“ Dünger und der Art ihn anzuwenden, hänget nicht m alſo von Unterſuchung deſſelben, ſondern von dem Locale wi ab, wo ich ihn gebrauchen will. Auch iſt ein groſer endung; Unterſchied- ob ich Eigenthumsherr; oder Pachter bin. gelhaft Dem Erfſien iſe, es um die Verbeſſerung des Crdrei- ny wih,en, zu jäten, und mit Menſchen zu be- 66 des hacen a 16grl. 2 y-=.44k ) Div ſelbige zweimal zu hacen, zu ess erfiete gen und Menſchen, ſie auszule-: Virth ſen a Scha. Ive,* 2 6 tl. ) muß' koſten 6 Schä. Erdäpfek---:» 29 rl. 8grl, nen Ich habe hiebey die Berechnung von meinen lez- ny den ten ſechs Jahren zum Grunde gelegt und habe im x fs Durchſchnitt 9 Schfl. nach Abzug des Sagamens erbau» n des-et; alſo 48 Schfl. Ueberſchuß gehabt, den Scheffel zu aut 20 6l. gerechnet, ſind 40rl, Da man aber nicht al- heffel femal ſo reichlich erbauet; ſo will ich noch ein Miß- a(we); wachs Jahr annehmen und nur 42 Se- nen Jahren auf heiſen Boden immer Mißwachs hervore bringen, in naſſen Jahren aber vortreffiche Erndten lies feyn wird. Daß der Schaafdünger im erſten und zweiten Jahre allen andern übertrift iſt ausgemachte Wahrheit) daß er auf gut cultivixten Erdreiche auch gute Erndten lie- fert, iſt eben ſo wahr, aber auf ſchlechtem tro>kenen Exd- reich iſt ſeine Kraft in zwey Jahren weg. Pferdeduünger treibt ebenſo ſehr, als Schaafdünger, Herüeiſeh das Erd- reich mehr und hält auch um ein drittel in ſchlechten Erde reich länger aus, als der Schaafdünger. Kußmiſt treibt nicht ſo ſchnell. Seine Wirkungen aber ſind ſicherer und er jält dreimal ſv lange wieder, als der Schaaſdiinger. Er verbeſſert alles Erdreich, es ſey leicht oder ſchwer und man kann ſelbigen den Dorzug vor dem andern niGt abſprechen, indem er alle Cigeuſchaften an ſich hat, die dex Wirth von guten Diinger verlangen kann, Ueberhaupt findet in der Fütterung der Thiere die Güte ves Miſies ſtatt, git geſüt- texte Schaafe, benen gut geſiprenet und wo der Miſt begoſſen wird, daß er beſſer fanlt, iſt von beſſerer Güte, als. ſchlecht gefüttertes Rindvien geben kann. Düuger'aber von Nindvich, das beſonders Maſiſut- fer befommt; licfert einen Shlic ma-| nta€ er zu erhalte icht mit und tragen das ſchönſte Kraut ob ex gleich nur fehr - beſott-“ dünne äusgegoſſen wird, Dieſer Dünger wird in 3209» Cultur„1“ Fen Fäſſern hingefahren und mit groſen Kannett ausge- öf Wet goſen, wo ihn die Perſon, die es thut 6 bis 3 Elle ers nach ihren Kräften von ſich ſchleudert, Dieſer Dinger; ten[äſ wenn alie Excremwente zuſammen in ſelbigen fämen, würs verliert de auch längere Dienſte thun. Beſonders wird ex bez jet eine uns in den Grasgärten und auf den Wieſen mit äroſent (anger, Nutzen ängewandt. Bey einem Erdreich aber, welches in Stroh durch Stroß locker gemacht werden muß, kann ich über | auf ein!- Feine Anwendbarkeit nicht entſcheiden; weil ich keine Er: 1 Reiſt» fahrungen darüber habe.| Ale Es iſt gar nicht zu bezweifeln, daß dieſer Dünget (ard gat den Vorzug vor allen habe, wenn wir bey uns das niht E 2 Veps | 68s Verfahren mi? dem Menſchendünger ſehen, Dieſer wird|I0 pu in groſe Faſten auch wohl Gruben aufgefangen,'alsdann iam 3 mit Waſſer dünne gemacht und ſo damit gedüngetk.* Die jim Wirkung davon iſt für den, der ſelbige nicht kennet, un»"UL glaublich. Unſere Wirthe gebrauchen ihn zu ihren| inne) Hanfbau. Der Hanf unterſcheidet ſich ſehr. Er iſi jen fa) oft in der Länge um eine halbe, ja wohl um-eine ganze hanſe Elle verſchieden. Wer ſelbigen nicht zu Hanf gebraucht, und ſd| nimmt ihn mit auf, die Krautgärten oder Wieſen und ſn mit der Vorzug deſſelben iſt auf alle Art augenſcheinlich.| öden Würde man die Excremente des Viehes eben ſo behan- tend die dely 1 ſo ſiche ich dafür, daß dieſe ſich eben ſo auswei»| Ge ſen würden.| tim Was den Einwurf betrift, daß das Ausfahren| il und eine gleichmäſige Vertheilung und Vermiſchung| Jetſet deſſelben mit dem Erdreiche Schwierigkeiten verurſache,| wir, d ſo ſind dieſe leicht zu heben, wenn man mit der Sache| by umzugehen verſteht; der zweite Einwurf aber iſt er-| die JuS6 heblicher; daß er nämlich ungleich vertheilet werden| ſo gleich könne; der dritte hingegen in Bezug auf ſeine kurze Dato|(thingo er der wichtigſte. Jh will alle drey Einwürfe, ſo viel| ſou| ich verſtehe, zu heven ſuchen. Was das erſte betrift,| Ctrohdy ſo erfordert die ganze Sache nicht mehr Mühe, als| keln, beim Dünger, auſer daß man auf jeden Wagen zwey Aehth bis drey Fäſſer haben muß, wovon jedes nach Verhält- ſelbt, cb niß des Zuges 6 bis 8 Cimex halten kann. In dieſe ſer fäht Fäſſer wird oben ein ſo groſes Loch, wo das Spund bon ein iſt, geſchnitten, daß man bequem mit eine Waſſerkanne,| fs die| Seeezee zzz-zTu u RZ zelle iln en hg ÄN IIR<<““Sx ammer 61) ieſe? wit) die zwölf dreßdner Meßkannen hält, herein ſchöpfen ' alSdann kann. Zum Aufladen wird nun der Wagen mit den get,* Die Fäſſern an die Jauchengrube gefahren.und. aus ſelbi- ef uns ger mit einem Schöpfer, der ſo groß ſeyn muß, daß ju Üüjten ihn eine Perſon bequem aus der Grube bis ins Faß brin- gen fann, die Jauche-in die Fäſſer geſchöpft. Alsdann/ ine ganze wenn ſie voll find, wird ein Strohwiſch oben aufgeeckt ebrauchh- und ſo auf den Acfer gefahren: hier iſt eine Pers ieſen und ſon mit zwey Waſſerkannen.. Der Fuhrmann ſchöpft ſcheinlich, aus dem Lohe, oben mit der einen Kanne, wäh» ſo behw end die Perſon, die dazu da iſt, Kanne an Kanne die [0 außt Jauche ausgieſet/ wo denn, wenn ſie ein wenig da- inn geübet find, die gleichſte Vertheilung exfoigt. Ausfahren Will man. die Sache geſchwinder haben, ſo können! zwey ermiſqung Perſonen einſchöpfen und zwey ausgieſen.* Ich getraue epurſache mir, das Auf-. und Abladen eben ſo geſchwinde, als er Gache bey einem Fuder Dünger zu: bewerkſielligen, und wenn er iſt et-"die Ausgieſſenden es verſtehen, ſo muß dieſer Dünger t werden ſo. gleich. neben einander zu liegen kommen, als went urze Dali er hingemahlt wäre. Iſt dieſes. gleich bewerkſtelliget x vy ſo viel ſo. muß die Düngung viel gleicher ausfallen- als beim ſe betrifty' Strohduünger, wo es ſchwer iſt, ihn. ſo. gleich zu ver- übe, 8 theilen. Durch: die Beantwortung des erſten Einwurfs gen zive) hebt ſich. derCinwurf wegen der ungleichenVertheilung von ) Verhält ſelbſt, aber der dritte Einwurf iſt der wichtigſte. Allein.dies andi ſer fällt: auch. weg, ſo bald ich den ganzen Abgang 48 Cpund von. einer Kuß. dazu: anwende und einen halben Scheffel: ſha) KornAusſaat damit dünge. Dann wird.dieDüngung Fart die 5 FEs UE itunes EEG ENEN HG ENIE ENEN ENI Ie EEE Fo| genug ſeyn] ſo lange als Skeshdrnger auszuhal- vf W fen, Aber man will immer gut wirthſchaften und/ ſo|. pin weit man fann, ausreichen. Iſt dieſes,'ſo konn er die| vin Dauer nicht»haben. iſt hier bey uns'nicht| MW die Rede von den ganzen Excrementen, wie die Back-| ſe ufh wellſcmhe Düngung x ſondern» bey uns iſt:es mehr Prin,| 900 als Excxemente, und von dieſen kommt nur dagjenige,| fachen was der. Urin mitnimmt in die Düngung. Die An-| Hum wendung dieſer Düngung kann im Groſen und Kleinen| mn ſtatt finden, ſobald das Locale nicht durchaus Strohdäün- eit ſey ger erfordert. Das Einzige, welches mir bey dieſer-| id Düngung nicht: gefallen würde, wäre, daß das Vieh.| Ve immer. ia ſeinem Kothe liegen würde, und dazu wir»| diem de denn der Schade ſich noch geſellen, daß es ſich noch| dent wohl gar wund liegen wärde, den Z Die- verſchiedenen Materialien, die der Engländer| die Gel zum Cinſtreuen gebraucht, ſind bey uns euch gebräuche-| defi lich; doch wüſte ich nicht, daß man in Deutſchland| ſo iſche Sand zum ſireuen naßme.' Indeſſen:aber machtman* oberſten bey uns auch Erde in die Jauchengruben und dieſe| gehaufe thut aisdann. auch gute Dienſte. Selbige aber auf die| eder das Seider anzuwenden würde nicht den Nußen bringen,| Wr Enn - den der Engländer davon zu ziehen glaubt. Gute Erde fine, iſt bey uns nicht zu haben, weil jedes Fleckchen benußet in ſhy wird und ſchlechte würde nicht von groſen Nutzen ſeyn. ſo iſe Wir haben daher rim Gebirge eine bequemere Art die tetey 1) Verrottung des Düngers ſchnell zu befsrdern und ihn% mit dex Erde zu vermiſchen. Man fährt den Dünger fehlt y auf- e t S ne KAREN HUNGER STEI SPS RERE HERTER IREEEENSEEREINGNIIG EI ZIE ZIT auöjuhal imd, ſo im er die 118: nicht ie Back- hr Pein, bjenige, Die Ayo Kleinen (rohdüne ey dieſer bas Vieh, dazu Wit ſich nech länder gebrauche utſchland cht man (nd dieſe er auf die bringen; Gute Erde " benußel ben ſept ve Art die on imd iht en Dinge auf ? ZI auf das Feld, überſtreuet ihn mit Kalk und ſtärzt ihn ſo, in die Erde. Dey Kalk zerfrißt den Dünger oder vielmehr das Stroh und vereinigt ihn innig mit der . Erde. Wir erſparen dabey die Crde Fuhre; weit wir ſie auf dem Felde gleith vorfinden. „ Zur gleichen Verrottung des Düngers iſt bas Utts ſtechen von felbigem nicht nothwvetidig, aber ein feſtes Zuſammentreten deſſelben macht die Fermentation von unten ſo-ſtarf, daß auſer der lezten obern Lage alles vermo»- dert ſeyn wird, wenn es ein paar Monathe gelegen hat.- Wenn man ihn aber umſticht, ſo wird er ſeine Fermentation verliehren, ſeine Feſtigkeit einbüſſen und viel ungleicher werden, als wenn ex nicht umgeſtochen wor» den wäre. Ich habenach allen Anweiſungen Verfuche mit dem Dünger gemacht und feine beſſere gefunden, als „die Gebirgiſche, wo die Jauche ablaufen kann. Weil aber kein Regenwaſſer ſich am Miſthaufen ſetzen Fann, ſo iſt deſſen ſehr wenig, was man ſucceſſive auf dex oberſten Schichte wieder gieſen kann. Ein ſolcher Diüns- gerhaufen wird durch. das Einwickeln des Düngers oder das Flechten, wie es hier genannt wird, ſo vor der Sonne und Luft geſchüßt, daß ſie ihn nicht tronen können. Er behält alſo alle feine dur genden Theile in ſich und wenn ein ſolcher Haufen angebrochen wird». ſo iſt es eine-Freude zu ſehen, welchen ſchönen verrota teten Miſt man davon hat. I< will nicht behaupten, daß dieſes die ſchnell» ſie Art zur Verweſung zu gelangen iſt. In drey, höch« fens - ne. ET TES EIE SHINE LIE-€ M rs „.» ſiens vier Monathen iſt ſie aber vollendet. Längere win Zeit ſchadet ihr und die düngendey Theile verzehren ſich; 14,0 in ſich ſelbſt. Auch ſelbſt ein ſtark verrotteter Dünger FP„vv giebt nicht den Nutzen, welchen man von gutem Dün- Wm ger erwarten fann. 4(ul) Ueber die rechte Mittelſtraſſe; ob man zu viel oder wes zu wenig Stroh in den Miſ bringen ſoll, ſind die Ge- Y lehrten nicht einig und ich ſeibſt kann noch nichts beſtimm- hngen) tes darüber ſagen, ſo viele Mühe ich mir auch mit dieſer| dm Unterſuchung gegeben habe. Ich habe auſerordentlich| ihvs vielStroh einſtreuen laſſen; und habe vortreflichesGetraide| ſed guch in der Folge erbauet. Ein andeymal habe ich es wie- reiten der gethan, bin ſchlecht mit den davon erhaltenen Ernd-| Zh ten zufrieden geweſen ,; ein andermal aber wieder gut. ten ſy I< habe dagegen aus Mangel an Stroh wenig ein- führt ſixeuen laſſen- habe ſchlechte und gute Erndten gehabt)| gefuul ſo daß ich über dieſen Punct noch eben ſo ungewiß bin, Mt, als ich es vor dreiſig Jahren geweſen bin. Daß aber tenthei Feine Arbeit ſich ſo gut bezahlt, als die, welche man auf im ft den Dünger wendet, iſt ausgemacht. Selbſt auf die Ver- gerhauf beſſerung des Erdreiches hat die Behandlung des Diin- ge Jeti gers groſen Einfluß, Zum Beiſpiel. Ic habe auf ein te friſch ; Etruc> guten verrotteten Dünger und halb verrotteten ſey[od fahren laſſen. Um genau zu gehen, habe ich von lez- frelih tern ſo viel ſtärker düngen laſſen, daf die etwanige fe nelh Proportion heraus kommen ſollte. In den davon ge- und 4 nommenen Getraideerndten habe ich ſehr wenigen Un- niht 3 terſchied; faſs gar feinen bemerkt. Aber nun-düng- vie Gi ie Längere ehren ſich t Dünger fem Dit viel.oder d die Ges beſtimm ait dieſey ordentlich Getraide < es wies nen Cende vieder gut, wenig eins en gehabt, gelviß bit» Daß aber ' ma auf uf die Sets des Din be auf ein verrotteten h von[ehe e etwanig! 1 davon gw jenigen Uw wun: bung ie te ich wieder, da zeigte ſich der Unterſchied äuſerſt merk- lich. Indem ich auf beiden gleich guten Dünger brach- te, ſo hätte die Frucht auch gleich ſeyn ſollen; aber es war wenigſiens um drey achtiheile das Stücf, wo ich halb verrotteten Dünger gebraucht hatte, ſchlech» ter als das andere. Die eigentliche Zeit den Dünger auf das Feld zu bringen, würde nicht zu beſtimmen ſeyn, weil man in den Haufen nicht herein ſehen kann und wie ſ 2 GEEIG wide urban. Fete rt<<<< I Zb 0 men rr DEr H R 20024 15 74| en, wo ich denn nie einen Unterſchied in demſelben mex-; ys fe, weil der Kalk das wieder erſeßet, was dem Dün-| gan] ger an Güte abgeht.| wu Doch ich muß anjetßo zu der Engländer ſogenann-| Ww ten Vopdaressing übergehen, wovon ich nur für das er-| yd leh ſie ſo viel ſagen will, daß ſo lange maa bey uns im vf Gebirge Flachs erbauet hat 1 deſſen Anfang ſich Leute guguht von achtzig und mehrern Jahren nicht erinnern können,(ei 1000) dieſe Methode beim Flachsbau immer angewendet wor- Wiege, den iſt. Alſo iſt ſe keine netie, die iir von den Eng-| ſenſeht! jändern lernen dürften. Auſtatt aber daß die Eng-| ueh länder ſolchen von Erde, Dünger, und Kalk machen,| ſpit machen wir ſelbigen von Kalf und Aſche. Den Kalk| Vie machen wir zu Mehl, und miſchen alsdann ſolchen- beweif unter die Aſche, Dieſe Mixkur wird alsdann zum the be! Ueberſireuen gebraucht. Verſchiedene Verſuche ſind|(tt: mit dieſer Dängung gemacht worden. Nämlich: man| hibon« hat ſelbige mit def Saat eingeegget, oder man hat ſie eri hj nach aufgegangener Saat überſtreuet, wenn es regnig- Er lief te Witterung it. Wena man es bey Getraide ohne wan ah Düngung anwendet, ſo' wird es ausdrieſchen genannt, hubeit' Die Wirkung iſt ſchnell und entzieht dem Felde die wes. 9% jeh nigen Fräfte, die es hat, und wird daher nur von Pach«-|(nage fern angetvendet; denen es aber von vorſichtigen Vers| wicht pachtern ſehr nachdrücklich unterſagt wird. Daß alſo| tiifity eine ſolche Düngung die ſchnellſie Wirkung thut, iſt ges| Sith wiß, daß ſie aber ohne Dünger in die Erde zu bringen, wetgetn dem Erdreiche ſchadet, iſt unleugbar. Um dieſe Dun- ih in gung EAS SSSUCHEZZZZZE ESS EIGENE SURGE HENRIETTE. PRE SIE SESIS TEESE 75 [ben tels aun 470; k.(Aire j gung mit Nußzen anzuwenden, wird ſie in dem aufgebro»? em Diten laſſen ſollen, aber das ſpäte Früh» abet bet jahr und die nothwendige Saatarbeit lieſſen. es nicht.| Dith; zu. Ex muſte alſo bis Anfangs Juny liegen bleiben,| ſbetn alſo ſieben Monathe. I< ſahe meinen Diingerhaufen vt Die glle Tage kleiner werden und“anſtatt des vielen Dito frfchen gers erhielt ich kaum die Hälfte bey dem Abfahrenz Atzun ich ließ ihn aber demohngeachtet ſo dick abſchlagen als lung. her gewöhnlich.. Jm July fuhr ich wieder Dünger) der fe abe drey Monathe alt war, und blieb bey gleich ſiarken| der je Düngen.'In den erſtieig ſieckte ich Kraut, in den ans den wil dern aber ſäete ic) Nübſaamen, Erſteres war zwar gut) ben Fart gber nicht vortreflich/lleztere waren überaus ſchön und groß, Duſl ; Nun SEEEHR bas 3 HAINES SERIE SERS IESE INGRES IT ZIE SI 3 SIRI POKE SER BESSE IGEN BEI TISRE IIIS ERR AIRE 79 9 in bn Nun glaubte ich, wie dieſes Stü mit Korn beſäet wurde) lichen Ny; ich würde von dem ſo ſehr gerotteten Dünger eine übermä» Wet) und ſigeEyndie machen, aber welch ein Unterſchied? DieHerbſk- Nimmt düngung, in der Erdäpfel geſtanden hatten, und die Rü» n Dinger ben Düngung übertrafen das mittelſteStuck in der Schön- heit desStrohes, in derLänge deſſelben und denAehren das Viel von Kraut Stück um ein beträchtliches und eben ſo in der Ernds Vieth.aus- te, woich viel mehr aufbinden ließ und ein anſehnliches 11.1796“ mehr aus dem Scho>e droſch. Ich habe in allen folgenden | Dünger Saaten den Unterſchied bemerkt und bin mit feiner aux GeÜhjaht dieſem Stre zufrieden geweſen.- Ich habe nachherso GERN alle Jahre kleine Verſuche wieder gemacht, und allemal „Verſiche das nämliche gefunden. Deswegen will ich nicht behaup- bſidüngung ten, daß ich ganz ausgemacht Recht habe„ weil viel-. den Div leicht unſer rauhes Clima, die ſcharfen Winde, die June. und Krafte des Düngers mehr verzehren als in England z ſpalte Frühe aber bey uns iſt dieſes der Fall und ich wil! nur jeden ve niht' Wirth aufmerkſam machen, damit ſie nicht fehl gehen en Deibety ſondern erſt Verſuche im kleinen machen, ob der Diin- ngerhaufen ger die Kraft behält oder verliert, welches jeder un- jelen. Di erfuchende Wirth ſehr leicht bemerken kann» Daß eine Nofahren) Düngung von oben bey der erſten Erndte groſe Wir» lagen als kung“hervorbringen muß ,/ geſieh2 ich gerne ein; daß inger; der ſie aber nicht den Nutzen in der Folge hat, kann je- aich ſatten der ſelbſt einſehen, wenn er den Dünger daz! anwen» jn den aw den will, Da. man aber atidere Materialien dazu has ar zwar gh ben fann, ſo fann man dieſen beſſer gebrauchen. In eu und aß Deutſchland macht man ſolchen Compoſt aus allen iwas u Mon DO a EEE 80 man zuſammen fehrt: alten Lumpen, Sägeſpähnen, Holz, puh) Erde, Hornſpähnen und allen dergleichen Sachen.- Hat| WP man gute Erde zum Beiniſchen und nimmt man' end- 4 lich Kalk zu Hülfe, ſo. kann man ſeinen Dünger er-|„ſhut ſparen, und eine eben ſv gute Düngung ohne denſel- pygrinb ben bereiten, niht in di Was aber den ſandigen Voden anbelangt, ſo iſt| Etralpn freilich ein güter verrotteter Dünger„für denſelben noch/ fun: einmal ſo viel werth, um ihn zu verbeſſern, als fri- von eift ſcher Dünger. Aber ſeine Kraft muß ihm nicht ent- auf Wiegen gangen ſeyn. Yuch auf dieſem Boden wird man mit hide En der oben angeführten Düngung bey ſc>lechten Saaten, laſen| beſonders wenn man Aſche, oder Seifenſieder- Aus-| ſen(itt ſchlag dazu nimmt, groſe Wirkungen hervorbringen.„I<| ſau kann auch nicht den mindeſten Dünger auf ſolche Art hen im 'zu verwenden zugeben/ weil man ſolchen nüßlicher bedeft 4 brauchen kann. Ja, wenn auch alle Engländer von fe bog|; der Kraf! dieſer Düngung mich überzeugen wollten, ſo| Witvenn ſtimme ich Herrn Thaer völlig bey, daß es zu weit ge ſüichet, krieben iſt. Cigene Erfahrung hat mich von der An- fuhte übel wendung des Dungers ſo genau belehrt, daß ich nicht jeit ieſe beſſer unterrichtet ſeyn kann, und der Compoſt wels die Auten t wird. Iſt dieſes auch, ſo wird die Ernd- Endet: von te doch ſchlechter ſeyn, wenn glei) nicht ſo ſchlecht welten fo als wenn ſolcher unbedeckt bleibet. Bey uns, wo es oft u weit gb geſchiehet, daß die Wirthe vom Winter. bey dcr Miſt- vw führe übereilet werden, haben wie leider oft Selegen- bah ht heit dieſe fraupihen Bemerkungen zu Mop Zögen moſt web die 91m Wi90ngethelle Hufe fich SIE; indie nger mit Atmosphate, ſo WDE: He Santen nicht ſo ſchlecht ausfallen, und der Beweiß wird jeden, der ben Verſuch fe, 38 machen will, ſehr leicht werden; daß die Düngung nicht 1093) n unter ſich, ſondern über ſich ſteige. Selbſt aus der woh dim! Wirkung zeigt es ſich, daß die Düngertheile in den it vm Os Gewarnſm herauf ſieigen, und nicht in die Erde ziehen. ders nichts 5 Die va ;- | 82| Die Furcht alſo, daß die Dungtheile in die Tiefe ziehen,|(Inf iſt ungegründet. Wenn auch ſonſt keine ändern Bewei-| fe im ſe wären, ſo würde man es ſehr bald finden, wenn jeu man die unter der cultivirten Erde liegende todte Erde| pu ni) unterſuchte. Dieſeiſt und bleibt todf, wemt nicht Luft|"M und Düngung ſelbige tragbar machen. In ſo ferne| veegenß -„alſo. die Pflanzen die Düngung bedecken und aus ihr|„nhl Däangtheile ſaugen können, habe ich gegen das Düngen uns vi 'Sben auf nichts zu ſagen; ſobald aber die Düngung wm ſch ihre Düngtheile durch die Luft verliehren kann, iſt ſie de Gr micht viel werth; es müſte denn ſeya, daß ſie durch| yen Regen oder Schnee mit dem Erdreiche verbunden wur.| de. Ic kann alſs nie dieſer Meinung beiſtituimen/| wird weil die Erfahrung mir alle Jahre Beweiſe dagegen lie-|"wi fert, daß man Dünger im Winter oben auf liegen laſ- ſen kann, ohne groſen Nachtheil davon zu haben. I< ie/ wende mich no< einmal zu des Cngländers Compoſt.| jad Dieſer beſicht aus 10 Theilen Erde, 2 Theil Dünger|; und-x Theil Kalf. Wozu brauche ich die Erde in das"| Feld zu fahren, wenn ich: ſie ſchon drauſen habe?| js Die Vorrichtung in Felde iſt alſo die bequemſte und es kde iſe die Frage; ob ich nicht ſolche beſſer im Felde, als üb f auf dem Hofe machen kann. Wenn ich die zwey Fu- 4 der Dünger und x Fuder Kalk auf das Feld fahre und| n gut mit umarbeite, ſo erſpare ich die Erdfuhre, und ivo| ei ſollte ich die Erde hernehmen? Jh wüßte ſie nicht zu|"" erlangen. Ich mäſte ſie alſo erſt vom Felde herein und| ahn nachhers wieder hinausfahren. Jh habe mich auf al-". leit Tiefe ziehe) dern Beweis den; wenn fodte Erde t niche uft jn ſv ferne hd aus ihr as Düngen ' Düngung pn, iſt fie ß fie durch unden wir, Veiſthnien dagegen[ie Uf liegen Iafs aben; Th 18 Compoſt, heil Dünger Erde it das ſen habe? mf und es elde, als je zvey Zw d fahre und te undo » ſie nit zt e hetein 11) wich auf [ei 83 allen Flecken in meiner Wirthſchaft umge"ehen und wi- ſte keinen, wo ich ein, geſchweige denn zehn, Fuder Epo de wegnehmen fönnte. Id ſehe alſo den Nußen da- von nicht ein, man müſte denn wiiſte Stellen haben und das zeigte eben nicht von guter Wirthſchaft. Was Übrigens„die Düngunggarten anbetrift, die man un- gewöhnliche nennet, ſo gehört der Menſchendünger bey uns nicht dazu, ſondern er wird ſeit undenklichen Zei- ten ſehr ſorgfältig gebraucht, beſonders zur Düngung der Graggärten, die vier bis fünfmal darnach gehauen werden.; Der Engländer kann mit Thran düngen; denn er wird ihm ſehr leicht von ſeinen Wallfiſchen bereitet, Bey uns iſt dieſe Düngung zu koſibar. Dehlkfuchen laſſen wir erſt durch das Vieh gehen und erhalten dadurch gutes Vieh und den vortreflich- ſien Dünger. Eben ſo iſt es mit dem Malzſtaube. Die grünen Saaten von Erbſen, Wicken, ja ſo» gar Hafer unterzuackern, iſt bey uns ſehr gebräuchlich. Ich habe ſelbſt Verſuche gemacht und ſolche gut befun- den, deſſen ohngeachtet hat vieß Verfahren einen Beifall nicht, ſondern ich halte dafür, daß man beſſer thue, ſelbige. zu füttern und mit den Excrementen der Thiere zu dun- gen. Daß man Buchwaizen, der eine ſchlechte Erndre verſpricht, untera>ert, iſt mir befannt; ob er aber nich: als Futter beſſere Dienſie leiſten würde, kann ich nicht behaupten, weil ich nie dergleichen geſäet habe. Wen ich aber einen Scheffel grüne Wicken guſſäe; ſo. hahe GT 2 ich [| | | ? | ) | SERER ennie rr gn 00 gz nE I Rg RES Maren 69. 84| ich fiz 200 Stück Vieh einen Tag Futter, alfo von Sy m dieſen 2 Theil Düngung eines Scheffel Landes. Der| Galt Nußen von dem Viehe beträgt auch ein groſes, ſo daß j' ich mit dieſer Fütterung beinahe ſo viel erhalte, als 11:3 ich zur Düngung brauche. un Geh Daß Kohlen keine Düngung abgeben, habe ich| ſſp ſchon oben geſagt. Vſche von Holz, Steinkohlen, Wint a und Torf iſt vorzüglich brauchbar zur Düngung; die lh al von Holz iſt die beſte, die von Torf die ſchlechteſte; ſie| mfb iſt auf alle Arten von Eedreich anwendbar, indem ihre bettüßt: Tottigkeit dieſelben mit dem leichteſten Sande verbindet.| Wit Man brennt bey uns Crde zu Aſche; beſonders wird| ſet ſich aber nur bis Ind ſeit. Yuff einen nicht unbedeutenden Zuſaß, daßero nimmt der| io eh 93 "Frühjek d der leichteſte Boden aiich ſolche öftere Umfebren ger- e bald auß; ne an. eine Fehl, So wenig zwey Orte in der Welt gleiches Erd- earn, reich haben, ſo wenig kann die Frage vom tiefen oder | frühjahr flachen Pflügen. entſchieden werden,'noch weniger kann' dieſes noch der geſchickteſte Deconom darüber etivas beſtimmtes ſa- 19777 gen. Wir haden über dieſen Punct ſo richtige Beſtim- eptembets mungen vom Locale, daß es im Grunde gar keinen an» ahr ſpatere dern Streit übrig läſſet, als die Frage: ob die Umſtän- (änget ſp de eine Veränderung erlauben. Alle Verſuche, die ich angeweſſen ſelbſt gemacht oder von andern habe machen ſehen, en der Vit laufen darauf hinaus, daß man nicht tiefer gehen muß, der nict xe als die gute AFerfrume iſt, wenn. man ſich nicht in a ales ju Schaden ſeen will; Wer hingegen den Schaden von eis ner Reiße von Jahren nicht achtet, kann von dieſer Regel ehen Fat abgehen und er erhält durch dieſes Abgehen ein tiefe- FENN res und fruchtbareres Erdreich. Wer dieſes machen eunort bi will; den rathe ich ſolches äuſerſe vorſichtig und ſehr jw.) is ſucceſſive zu thun, Der verſtorbene Hr. Erb und Lehn- Fein ve richter Beyer zu Pilsdorf, der in der Oecouomie ein MEN unternehmender Manu way, ging von der Regel vier Zol 6 it! bet) zu pflügen ab und brachte ſechs Zoll Crde heraus. Er „tnt!(yp ließ dieſe todte Erde recht ſehr durch öfreres ſtürzen mit ves Umaheitet der guten Erde vermiſchen.„Die Folge aber davon je Derwiſch war ein«anhaltender Mißwachs in allen Frächten von vſt geri der Nübe an bis zum Hafer. Er achtete ſolchen nicht „hör NE und ſein Herr Sohn findet die ſo vorgerichteien Feldex anjeßo ſehr vortrefiich, nachdem ſolche einige dreiſigJahre haperd nimm ia hy OD iy ENE KRE GE Geladen kal Bi FE | | | y | y |) in der Cultur geweſen ſind. Wer aber nun wie es bey den" Meiſten der Fall iſt, ſolche Mißerndten nicht auS halten kann, der bleibe davon. Indeſſen giebt es Erd- boden„ der tief geackert zu werden verlangt, indem die unter liegende Erde oft beſſer iX, als die obere Kru- me. Eben ſo verhält es ſic) im Gegentheil, wo ſandi» ger Boden durch eine Unterlage von Thon, die wenige Feuchtbarkeit erhält welche er noch hat: denn wollte man dieſen durchbrechen, ſo würde es ſchwer ſeyn, ihn wieder herzuſtellen, es wäre denn, daß eine ſolche Unter- lage ſtark genug wäre, um einen Abgang von ein oder ein paar Zoll zu erleiden. In einem ſvichen Crdreiche, welches vielen todten Boden durch Aern befommt, ge- deihen ſo wenig Futtergewächſe als Getraidearten, we- nigſtens bey uns. Ein änderes Locale entſcheidet aber auch in dieſem Falle anders. Durch Kunſt eine ſol- che Unterlage wieder zu bilden, kenne ich nicht, ſon- dern die Natur bildet ſie erſt nach unendlich langen Jahren wieder, Ich bin ſehr dafür und es iſt no- tö&iſch gewiß, daß tiefes Erdreich gutes Getraide lies fert. Man kaun ſich ſolches zu verſchaffen ſuchen, aber dieſes muß ſo allmählig geſchehen, daß der Scha- de, den man darunter leidet, nicht den foigenden Vor- theil doppelt, verzehret.| Id) weiß nicht, ob es den Engländern zum Rub- me gereicht, daß ſie unſern deutſchen Haacken nicht fen- nen, denn es iſt ſelbſt für die Deutſchen eine Schande, vaß ſie ihu nicht allenthalben gebrauchen, wenigſtens in ZS Nev- Verb 791 par mum ps 0 "100 (m it ſelodte und vel der nah Haden dud Halen Nichtun bag er 0 Derr Zh peihg un Wit alen Ofannt;| der Dinge 08 Gul 014) nicht meine eiget In ber Zam 168 vtjuh Werde ih€ ber Dane nej Grag 95 A IEEE SE SO WOROSHEHR LINES ') iſt. Dieſes Inſirutnent hat vor j es Erh vem Pflug den Vorzug, daß es alles das leiſtet, was indem die man von einem Inſirument zum Loermachen ve“ 728 bere eye reiches verlanget, wenn der Mann, der es niete a“ ſandis-"achtſam genug iſt. Bey der Emporbringung der rt ie wenige ten Erde hat es den beſondern Ruten, daß es die- "8 ivollte ſe todte Erde gleich mit der guten durch einander wirſt ſeyn, ihn und vermiſcht; anſtatt daß ſie beim Pflügen immer in he Unters der nähmlichen Lage bleibt, bald aber unten liegt. Der nein oder- Haacken aber wirft todte und gute Erde durch einan- Erdteiche,|.der und ſie müſſen ſich mit einander vermiſchen. Dex om ze„Haacken hat auch den Vorzug, daß mit ihm in allen arten, tw Richtungen geackert werden kann. In dem Stücke, eibet aber daß er alles zerreiſet, verdient er das Lob, das ihn' f eine fol Herr Thaer giebt, daß er zur Verbeſſerung des Erd- ht fas reichs unübertreflich ſey. Wir Deutſchen machen uns id langen mit allen fremden Crfindungen in der Landwirthſchaft Bi 00 bekannt, verſuchen und verbeſſern ſie. Die Englän- Wyde-b der hingegen, die ſo ſiolz auf uns herabſehea, kennen 1 ſichen, das Gute nicht, das wir haben, und„befümmern ſich'! (Ech auch nicht darum. So bald ich mich ganz allein auf aden Byv- meine eigene Einſicht verlaſſe, bin ich noch nicht weit in der Landwirthſchaft gefommen; wenn ich aber al- zum dub[es verſuche, daſſelbe prüfe und das beſte behalte, ſo 4 nicht fet iverde ich es endlich zur Volikommenheit briagen. Dag 6 der Haafien den Pflug ganz verdrängen muß, wo nicht apf mehr Grasbau betrieben wird, kann nan wohl uicht Net läug“ 96 läugnen; tvo aber ſtarker Grasbait ſtatt findek, da iſt ni der Pfiug nothwendig, um ein gleicheres Erdreich zu ers lift halten, welches beim Haacken ſehr ſchwer erhalten wird. hefe) Ich betrachte das Grabſcheit als das vollfont-| pam menſte AEerinſtrüment, denn die Bearbeitung nit Mao Dojo ſchinen fann' nie ſo-vollfommen als wit Menſchen 00, hänven ſeyn. Mag es bey der Maſchine fallen, wie vm Dezt es wolle, ſo bleibt es liegen, bey Menſchenarbeit aber Fu wird nachgeholfen und verbeſſert, bis es vollfoaunetn(ip gee wird.! weißt! Daß eine ſolche Cultur vor der mit Maſchinen ei- 4 Optatt nen auſerordentlichen Vorzug haben muß, iſt wohl nicht| zu bezweifeln. Ferner kann ich das Unfraut- beſſer|:„DU vertilgen, weil ich die Wurzein rein ausleſen kann,| daß auch nicht die kleinſte darinnen bleibt. Endlich| kann ich aiich dem Erdreiche diejenige Tiefe geben, dte 104 ihm anpaſſend iſt, ohne zu tief zu gehen. Ich kann| Diſe zu jedem Gewächſe die Tiefe erhalten, die es fordert. ille Das gegrabene Erdreich erfordert keine beſſere Dün« ſcale zl gung ſondern im Grunde weniger Düngung. Die wenn ed Vertheilung des Düngers aber kann viel gleicher und 8 ht' beſſer bewirket werden, als mit Maſchinen, die es un-/ den 1m gleich vertheilen müſſen. Zur höhern Cultur halte ih| finen, alſo das Grabſcheit ganz unentbehrlich; wenn ich gleich Iſtat) glaube, daß mit Maſchinen der Nußen gröſer ſeyn kön» Ep ne. I< will deswegen auch nicht die Maſchinen ab- Uffie geſchaft wiſſen, denn es würden die Menſchen nicht Oberfiäd zureichenz aber weil bey allen Fabriquen Maſchinen| Gmmie 4 mit| eh da ij mit Arbeiten von Menſchenhänden verbinden. Viel- bei zu 6) leicht lieſe ſich noch! vieles bey den AFerinſtrumenten ver, Ilten wird, beſſern, wenn man ſie durch einen geſchickten Ackers- 8 vollfons mann fönnte genau, unterſuchen laſſen; Aber ſo iſt der ) niit Mas Verfertiger ſehr ſelten im Stände, einen Pflug zu füh» Menſche. ren, und der, welcher ihn führen muß, hat wieder kei- allen, Wie nen Begriff von dem mechaniſchen ſeines Juſtrumentes. beit aber Er weiß, wie er ſeinen Pflug feilen muß, wenn ex rich» oÜfommetn tig geen ſoll, aber warum dieſes Keilen geſchiehet, weiß er nicht und wo eigentlich die Wirkung von 1. dieſer ſchinen eis Operation NPOs wohl nicht SE METTEN EREEE fraut“ beſſe j AHhtes Kapitel leſen Fanny Vom Eggen und Walzen. |, Endlich geben, die;;; S4 fann Die Frage, wann ſoll man eggen? hängt eben ſowohl es fordert, als alle andere wirthſchaf:lichen Handlungen, von dem ſſete Dit Locale ab.. Manches Feld wird. es ſehr gut vertragen, unz. Die wenn es zeitig geegget wird, bey manchem Andern wird leichet und es ſehr gut ſeyn, es kurz vor dem weitern pfirigen zu die es ime eggen und hierinnen iſt keiner im Stande etwas zu be- x halte ich ſtimmen.“ Daß das Eggen das beſte Mittel ſey, das 1 ich glei) Unfraut zu zerfiöhren, iſt gewiß, weil die Spitzen der y ſeyn fw Egge tief eindringen und die benachbarte Spitze das ſchinen ab angefaſte Unfraut völlig herausheben hilft. Die rauhe ſchen niht Oberfräche welche der Sturzacker darbietet, giebt der Maſchine Sonne und im Winter dem Froſte Gelegenheit, viel it SG Me 8 Unfraut Wurzeln zu vertilgen, aber es bleibt doch imo ofen mer noch ein groſer Theil, der von der Sonne vertrock«[188 neten oder erfrornen Wurzel in der Erde ſitzen, welche pul wieder keimt und Wurzel ſchlägt. Wenn nun die Cg?) 2 ge dieſe aus der lockern Erde herausziehet, ſo kommt dinge 1 es nur darauf an, ſie weg zu räumen; denn ſelten theilt vs It ſie die Eggez der'Pflug und der Haacken aber zerſchnei-| edi den und vermehren ſie. Die Egge hat alſo zweierley ift md Vortheile: erſtlich zerſtöhrt ſie das Unkraut am veſteny Duel! und zweitens befördert ſie am allermehrſten die Locker-;(mlt . heit des Erdreiches, Sie iſt dahero. das unentbehrlich- had ſte Aäeriajicument und ihre Anwendung iſt gewiß von/ end entſchiedenem Nutzen bey dem Feldbau. Um ſo-mehr iſt( ' es jedem Wirth zu empfehlen, auf dieſe Arbeit ſeine dae) ganze Sorgfalt zu wenden. ſe if Die verſchiedenen Arten von Eggen, die man hat, nothivet müſſen ſich auch nach dem Erdreiche richten, in welchem ſondert, ſie gebraucht werden ſollen. Von der ſchweren Egge| f8 ift an; die kaum mit vier Pferden regiert werden kann,'| dM bis zur Gartenegge, vie ein Kind ziehet, giebt es ſo viele WW ete Abſtuſſungen; daß man ſie nicht alle angeben kann. Die bm j Eggen mit eiſernen Zinfen, die ohngefehr+ Pfund fleite Git am Gewichte haben, geben, wenn die Egge 6 Balken hid min und in jeden 7 Ziaten hat, ein Gewicht von circa 40. fh Pfund mit dem Holze. Dieſes iſt im Mittel Erdreiche aber fhls die beſte. Im Sande ſind die leichten hölzernen die id 1 brauchbarſten, und in ſchweren Lehmboden ſind die ſchwe-(fe Di ven hölzernen. die vorzüglichſien, weil in demſelben die N ei 99 f boch ih;;: eiſernen nicht fortzubringen ſcyn würden. Die Eggen € vertrod; EN 2) EEE; 16 vel von 42 Sinfey iin bey uns die SEI OABEN und wir MENGE eggen ſehr leicht mit zwey Pferden damit. 7„Die Art des Eggens geſchieht bey uns erſt der ſv fomme Länge und dann der Queere nach. Auf dieſe Art wird lten theilt das Unkraut in allen Richtungen zerſiöhret. Die in Iiihoeis Mecklenburg gewöhnliche Art, in der Runde zu eggen, jweierley iſt nach meiner Meinung die beſte; ſie drehet alles m veften Wurzelwerk aus der größten Tiefe heraus; auf gepflüg- die offe' ten, Aeckern aber würde ſie nicht anwendbar ſeyn, da- atbehrlichs her auch hier, wie bey allen, das Locale in Anſchlag gewiß von gebracht werden muß.; ſo mehr if Das Eggen im Trabe, wenn man das Vieh nicht" Irbeit ſeite dabey übertreibet, ſondern es wieder verſchnieben läſe ſef; iſt in Anſehung der Zerſtöhrung des Unfrautes ſehr je man jah nothwendig; denn die Egge ſchleppet alsdaun nicht, in welchetnt ſondern, wie man ſpricht, ſie tanzet alsdann, und die- eten Egge ſes iſt eine nothwendige Eigenſchaft bey dem Eggen. va Fann) Der Medlenburger, der mit fünf Pferden egget, läſſet es ſoviele das erſte iw der Runde ganz ſachte gehen und das lez» fannt, Die te muß in dem weiten Circel traben? Da macht dex 3 Wund kleine Circel eben und der gröfe zerreiſet alles. So- 6 Zalfen bald man, gutes Vieh hat und die Egge nicht zu 1 eitea 40 ſchwer iſt, kann man ſehr wohl im Trade eggen; hat man [ Ertreide aber ſchlechtes Vieh, oder eine ſchwere- Egge, ſo. will [jenen di? ich es niemand anrathen, denn ſonſt möchte auch das ) die ſchw»| beſte Vieh das Egzen im Trabe nicht'aushalten. ſelben die Die Wahrheit; daß die Egge das Unfraut-zer- ie G 2 ſivhe I00 ſtöhre, kann nur alsdann beſtättiget werden, wenn der ſat Wirth den rechten Zeitpunck zu eggen abwartet, das wi beißt, wenn der N>er nicht zu naß und eben ſo wenig min zu trocken iſt. Doch zehet lezteres noch eher an, als fäl va das erſiere.'Denn iſt das Erdreich zu naß, ſo iſt die 17 Vormehrung des Unkrautes eine unausbleibliche Folge fab Js denn die Egge zerreiſet alsdann nicht, ſondern ſchiniert vm in das Feid nur zu. Iſt der Erdboden zu kroen, ſs en a ſien bie Spitzen des Unfrautes ins8gemein in den zu- ſub| ſammengebvorrten Erdfiöſen und behalten ihren Nah-|. Bih, rungsfaft bey. Es iſt alſo nicht gleichgültig» wann fugt man egzet. Wenn der Erdboden nicht wieder umgear- ſi beiter wird, ſo muß ich als ein guter Wirth den beſten feh „Seikpunct erſchen, iwo das Erdreich in einem ſolchen Zu-| ph ſiande iſt; daß es ſich gut eggen läßt. Wenn der Eng-| Glan länder die Walze als ein ganz unentbehrliches Ackerin- ſchicht ſtrument betrachtet, ſo thut es der Deutſche nicht weni» Gen ger, und es ſteht unter uns dieſelbe gewiß in ſolchen(unich Ehren, als bey den Engländern. Ihr Nugßen iſt all-| hein gemein anerfannt, und wir bedienen uns derſelben mit| MOD groſem Vortheile.| he ent Hufeld ' Neuntes Kapitel| iche Die Troenlegung des Ackers durch Waſ- ven af ſerableitungen unter der Erde. dowiſf Neihho . Die Waſſerableitungen Unter der Erde ſind ſehr lange dem fs im Deutſchland befannt geweſen und mit vieler Ein--.| eben ß ficht JOI wenn ber ſicht behandelt worden. Man findet Nachrichten da- fet, das von in den Provinzialblättern, tvelche in Mengd in der 0 wenig Mitte des verfloſſenen Jahrhunders heraus kamen und er| ait, als hält barinn Anweiſungen, wie. tnaun dieſelben mit aller ) iſt die möglichſten Kunſe anlegen kann. In unſerer Gegend e Folgez find ſolche den älteſten Wirthen befannt und man kann- ſchmiert von ihnen viele Stellen gezeigt erhalten, wo derglei« fen, ſs hen worden waren. und. die jeßo trocfen' den zus find. Allein die grofen Fluren, die jezt faſt jeder mn Rah- Wirth bat, laſſen ihm Spielraum genug ohne ſolche )1 wann feuchte Stellen Getraide genug zu erbauen und dieß »„Uſt die Urſache, wariim man nicht mehr Acht hat, der- en beſien gleichen zu machen. Die mehrjten Bauern haben mehr chen Zs Feld bey uns im Gebirge, als. ſie zu bearbeiten im der Enge Stande ſind, Die Anlegung der Abzüge bey uns ge- YVefebitt ſchiehet eben ſo wie in England/ vorzüglich aber mit ht went» Steinen, die nie ſich verfüttern, wenn ſie ordentlich ſolchen gemacht ſind. Bey uns im Gebirge dürfen wir die ift alb Leitungen nicht weit machen. Viele Wirthe haben [hen Wit nach dem Falle der feuchten Stelle eine tiefe Grit« j be gegraben, ſie mit Feld- Steinen, wie ſie von den Heufeldern abgeleſen werden, ausgefüllet und die Ca- näle herein geleitet, welche eben ſowohl mit Feld-Stzi- h Wah nen gefüttert werden. Vormals legte man Reißhelz " dazwiſchen, ſeit dem man aber überzeugt iſt..daß es oßue Reißholz. eben ſo wirkſam, als mit demſelben iſt, ſeit hr lange„dem ſage ich, erſparet. man dieſes und, befindet fich le it eben. ſo gut: dabey. Ein. Bauer in wzſerex. Gegend. ſt ve EE-teſte Mittel, eine groſe Feldfiur bes oflich ein quem zu beſtellen, weil der Erdboden nicht im Stande n. De war, ohne Düngung Getraide, noch weniger Jutterfräus ) Teifches ter zu tragen. An Dünger fehlte es und dieſer konnte nicht forderniß geſchafſen werden, ſo leicht ihn auch unſere Wirthe | Etre anjeßo hervorbringen wollen, wenigſtens in Büchern 4 Edge und auf guten Feldern, aber dabey nicht bedenken, daß zu allen ſolchen Hülfsmitteln erſt die Braache der Vor- jan) bie fahren erfordert wird, um die Felder in Stand zu ſe- oWirthe ken, daß ſie Klee und Futtergewächſe mit Getraide hit Men» fragen./ „Die Die dritte Frage muß ich noch beantworten: ſind ber Zu„die Urſachen ihrer Entſtehung gehoben odey ſind ſie noch eien vorhanden? Ic glaube dieſe Frage ſehr leicht zu be- Iſo ein antworten, wenn ich ſage: die Urſache ihrer Catſtehung heil 4 iſt noch vorhanden, nämlich eine beſſere Eintheilung der ven füv Wirthſchaftsarbeiten. Das nüßliche der Braache in von ei Anſehung der mehrern Körner will ich auch mit in An- Zel ſchlag -<< ZT<<<<4<4eEeEeeeeroÄoeee-===Qere--=e(„eEeeneeuenneZZgeee EE En | TO0O5 1)| ſchlag gebracht wiſſen, welches die Erfahrung jedem bes ab ||( weiſen wird, der ſie gut behandelt. Iu der Zeit, wo| vfl )| der Wirth die Zeit hat, ſolche zu beſtellen, das iſt vom|(wh py", 14 May an bis Johannis kann er ſie ſehr gut vorrich- glad 0 jy. ten, den Dünger darauf fahren und alſo den Compoſit ww 9). der Engländer machen. Dieſe Vorrichtung gewähret) bHit jj) den Vortheil, daß ich in dieſer Zeit meine Menſchen und| Wim)! ( j Sugvich gut beſchäftigen kann, ferner daß ich zur rechten| hie | hy| Seit ſäcn und die andere halbe Braache, die ich entwe-| geiht jW' der mit Schotenforn oder mit Futtergewächſen beſiellet wer hit 0." habe, annoch gut vorrichten kann, ohne zu ſpät meine Jemen Winterſaat beſiellen zu dürfen. Wenn ich zeitig mit| MWh! der Winterſaat fertig werde, ſo behalte ich noch im[es di Herbſt Zeit, meine AeFer zum Frühjahr gut vorzuberei- wen| ken. Im ganzen zeigt ſich der Vortheil ſehr. bey die-| Wie al !. fer Einrichtung, indem die AFerarbeiten beſer vertheilt| ſo viel werden können, und meine Saat ſich na<ß meinem Gut-| Woßhde dünfen und der Witterung einrichten läſſet, ich aber ne-| We( ben her andere Arbeiten machen kann, ohne daß ich ns- Behthe thig habe, mich, die Witterung oder das Erdreich ſey be- Tathdur ſchaffen wie es wolle, mit der Saat zu beſchäftigen. diten Er Bey der Braache werden alſo viele Koſten erſpart, die| wehr! man bey cincr beſſern Cultur anwenden muß. So| deit fange wir eine ſolche Theuerung des Getraides behalten, füh fann man ſolche Ausgaben beſtreiten, wenn aber auf eneineo dem Boden drey bis vier Erndten liegen und man fär| Iurhey ein Spottgeld Getraide haben kann, dann würde es Feldern unſinnig ſeyn, ſolche Ausgaben zu machen, Der Gedanke, äufer; es GERE 6 DREES mIIEENGE HITZIGE INGERE HGH BEEIN E 52 IBSEIEMSNTEEREIINE DISE WEENER 2 I 109 jedem be es bleibet ſo, iſt nicht denkbar wenn man bedenket, Zeit, iv) daß anjeßo in vielen Gegenden Sachſens bey den lezten S iſi vom ſchlechten Erndten noch eine Menge Getraide liegt, ob» ( vorpiche gleich dieſe guten Gegenden ſchon ſeit drey Jahren ei- Compoſt ne groſe Menge Menſchen verſorgt haben. Die ſchlech- Jewähret ke Witterung hat in den Gebirgen theils den Wachs» cjen und thum, theils die Reife und endlich das Einerndten ſo y rechten- verhindert, daß wir ſeit drey Jahren ſchlechte Erndten ) enfive gehabt haben. Böhmen, unſere ſonſtige Vorrathskam- „beſellet mer hat durch die Lieferungen und den Aufkauf zu den at weine Armeen jetzo immer wenig Getraide zu verkaufen ge» 1310817 0 habt; und das lezte Jahr iſt ein Mißwachsjahr. Als wh in: es dieſes hat den Preiß erhalten. Wenn nun Bh» vorzuberei men, die Kornfammer Deutſchlandes, gute Erndte, ſ9 bey div wie auch das Gebirge hat, der Seekrieg nicht mehr : vertheilt ſv viel Getraide aus Deutſchland ziehet, ſollte denn nen Gut wohl: der Preiß deſſelben nicht wieder ſo ſchnell fallen, | aber nes als er geſtiegen iſt? Es iſt doch eine ausgemachte 8 ich 10“ Wahrheit; daß Deutſchland bey ſchlechten Erndten die h(ey be- Nothdurft, bey mittelmäſſigen das zweifache und bey. häftigen, guten Erndten das vierfache Bedürfniß. ſür ſeine Ein«- part, die wohner erbauet, Wie ſehr würde es alſo gefehlt ſeyn, uß, Eo eine in der beſten Ordnung geſezte Wirthſchaft zu zers hehältet) ſeöhren, um einem Schatten nachzulaufen. Die Urſa» aber ifer machen circa einen Mi fin! ſächſiſchen, es müſſen alſo 4 Büſchel auf einen Aer N zur Ausfaat gehören. Vielleicht hät er gedrillt und Gyſin de dann iſt der Ertrag nach der Ausſaat gros. Wenn er pod mh aber ſeine 4 Büſchel geſäet hatte, unb nur das zwölfte(en Dale Korn erhielt, ob alsdann die Koſten des Drillens er-.| eimal halten würden, wenn 2* Büſchel Saamen erſparet| Optfedin werden, gehört nicht hieher; genug wir bringen in Hohn Deutſchland unſere Erndten auch ſo hoch. Die Norfol-| hybeheti ker Eintheilung gefällt mir noch am Beſten, ſie zeuget| brit vom einem in guter Cultur ſtehenden Erdreiche, und hat.| Diih) mit unſerer halben Bragchwirthſchaft die genaueſte Aehn-| ſen, und lichfeit.?| wihe Ich tadle nie eine Behandlung des Feldes,-wenn(WS ich nicht alle dabey eintretende Umſtände genau kenne,| virthihuf alſo auch die der Engländer nicht; aber ich kann in ihr| hweigh nichts vorzügliches finden. Die Hauptſache iſt: benu--| fibowirth et eure Felder ohne groſen Aufwand ſo hoch wie ihr ſo habe ich könnet, nun ſezt ſich der Wirth hin und überſchläget, o08 nicht ob er ſo viel habe, um es hinaus zu führen, oder aber vu net - ob er ſich einſchränken müſſe, Von den Mitteln, die- With ſich ihm darbieten, wählt er nun dasjenige, was ſei-| Wim nen Feldern und ſeinem Geldbeutel am bequemſten dif Bea ? iſt, und da liegt ihm ein ſo weites Feld vor den Augen,| bie das noch mannigfaltiger zuſammengeſezt werden kann,| gl andi als das a, b, c. Jeder befolgt hier dasjenige, was| din Nehey an Ort und Stelle ihm das nüßlichſte.iſt, und ſo nimmt| bam eg| er I15 M n m aus be was ihm bekannt wird, das beſte, inen Ader das ſeinen fR angemeſſen iſt. ting Obgleich Herr Thaer behauptet, daß bey dieſent Syſtem des Norfolker Wirthes alles erreicht werde, 554 was man von der Braache haben wolle, ſo muß ich doch 1 den zuu nicht in Dünger ſäen, weil ich den Klee j"4 zur einmal pflügen ſoll. Jch muß alſo zu Turnips oder N pn Gerſte düngen, und dieſe Düngung fällt im Frühjahre, wo Ingen in ich ſo ſchon zu vieleArbeit habe. Zwey Theile der Arbeit fals ie Rerfol len daher im Frühjahr und nur ein ſehr kleiner Theil vom 1 ſie zeuget drittenTheile imHerbſte. Alo iſt das Verhältniß zerriſſen. hey und het Will ich denKlee braachen, ſo kann ich ihn nicht blühen laſ-- Weſte Acht ſen, und dann fommt die Miſtfuhre mitten in die Ernd-: te; ich entbehre alſo die beſte und nothwendigſte Ernd»-- bes wenn te des Waizens. Anſtatt daß ich bey der Dreyfelder- mau Fehhe wirthſchaft 3 Theil meines Feldes mit Waizen beſäe; fan in ih habe ich hier nur 3 Theil. Anſtatt daß bey der Drey»'" ft: bem felderwirthſchaft ich die beſte Erndte vom Waizen habe, dq weiht habe ich ſie hier von der Gerſte. Es beweiſet alſo' betſchläget alles nichts, in ſo ferne man nicht den Boden xecht ges oder aber nau fennet, nicht genau weiß, tvie dieſer Boden behan» (teln die: delt wird, nicht den Preiß und den Abſatz jedes Pro»- 1 168 ſeis ductes weiß, um' zu berechnen, welches die vortheilhafs vequemſien„teſte Behandlung ſey, wie die Nebenumſtände des Gu; den Auge) tes beſchaffen ſeyen..Wenn die Braachwirthſchäft Mans eden Fahn) gel an Dünger hat, ſo liegt es entweder an den fehlens-- ige, 108 den Nebenumſtänden, bder am Wirth, Die Felder,. ſo nimmt denen es bey der Braachwirthſchaft an Dünger fehlt; EG| H 2 ſind I16 ſind auſer Cultur, und können ſo wenig Klee, als Kohl m tragen, ſie müſſen"alſo erſt dahin gebracht werden z; m fehlen vie dazu nothwendigen Nebenumſtände, ſo iſt das wh Feld noch von ſchlechterer Beſchafſenheit 1. Weil es von NING ihnen feine Unterſtüßung hat haben können." Liege ae fü der Fehler am Wirthe, ſo kann fein Syſtem, von wel» ung aeh en, leimt ſie in Figuren, die Kinder bemalen ſie und| witten: eine Menge Frachtfuhrleute fahren dieſe Wäaaren in der Iht'4 alle Welt. Man ſichet hier den blühendſten Feldbau Englirdo " mit Fabrique Hand in Hand gehen. Nicht ſich bes ien Daf rej» LT 21 an ihn hie, reihernde reiche Pachter mächen dieſes, ſondern arme det ſich ei Leute verwandeln dieſe Wildniſſe in lachende Fluren. 1 bewirfet Sie haben keine andere Hülfsmittel als ihre Hände; groſe Mett Hierzu haben ſie eine Kuh, für die ſie das erſte Jahr Erdreiches das Fukker betteln, mit dem Dünger, den ſie liefert, | in ſeinett fangen ſie ihre Wirthſchaft an. Das zweite Jahr ha- 'e und hWs ben ſie ſchon“ in: dem Dünger Kraut, Rüben und et- irger Heide was Korn erbauet; ſie kaufen alsdann noch etwas Futk«, „engliſchen ter, und nun ſind ſie in der Folge gedeckt, weil" ſie gegen ſtel» fich von dem Menſchendünger ſchon einen Graswuchs ell? auf eb bereitet haben, der die Kuh ernährt. Die Mühe, wels ſprengt, von baut die ſe Wüſten anzubauen, iſt gans unglaublich. Man hat det, undd Gegetiden, wo dieſe Menſchen ohne- ſolche Mühe das ohne Dehm) beſie Land haben könnten, allein die Dreßdner Fabri- y der Witte'que giebt ihnen Brod und Unterhalt; ſie entfernen ſich gt) wo ſich alſo nicht von derſelben. Aber nicht allein unſere Ges 1 und Wo» gend hat Beweiſe von ſolcher Tüchtigkeit aufzuweiſen. (man deins Ich könnte ſehr viele ſolche Beiſpiele im Gebirge aufühe: jem wovon| xen, als der Fleiſcherinnung zu Marienberg Urbarmä- ven Bu“GZung des Galgenberges, wo man Felſen zerſprengte, von n und Det welchen man groſe Mauern um die Felder zog, die klei Fahricatt) neu zerſchlug und ſie in Erde umſchuf, ſo daß vieſer Fel- a die Sts ſenberg die ſchönſten Felder Marienbergs enthält. Ich alen fie 1)'würde:zu weit gerathen, wenn ich mehrere Beiſpiele Paaren der Art anführen wollte, um zu beweiſen, daß der ten Feldbau"Engländer feine Vorzüge in- der Feldwirthſchaf? vor ht fic be den Deutſchen hat. Das einzige ift; daß bey uns, rei Mh 122. nach Proportion unſerer Erdfläche der Menſchen viel wW. a weniger ſind als in England, daß bey den Eng-en; aber es inuß ſo. zeitig als möglich geſchehen, weil ſie ſonſt ins Kraut treiben und die Wur- zel verſäumen. Man hat den Vortheil von dem Jäteny, daß man die überflüſſigen Pflanzen wegziehen kann; jedoch iſt es rathſam, ſie das erſtemal beim Jäten nicht zu düune zu wachen, denn es gehen noch viele aus, die beim Jaäten locker geworden ſind. Site laſſen ſich zwar verpflanzen, aber es wird nie etivas rechtes daraus. Sch habe den Verſuch gemacht und Pflanzen in kalten -Miſibeeten gezogen und ſie alsdenn verpflanzt, aber bey wiederholten Verſuchen nie Aufmunterung zu mehrern "gefunden. JIc< will nicht in Abrede ſeyn, daß das Be- hacfen, wenn ſie gröſer werden, wohlfeiler, als das 'Säten iſt, und im Grunde auch das Wachſen der Möh- ren befördert 3; daher denn jeder, wenn er Menſchen dazu haben kann, ſehr wohl thut, wenn er ſie entwe- der mit Pferdehacken oder Menſchen beha>en läſſet; ' aber im erſten Anfange rathe ich aus oben angeführten "Urſachen zum Jäten. Das Behacken iſt die Haupkfkunſt des Gärtners ſagt Lüder/ und der Gärtner ohne Ha- >e Mn Aan ln moon eenmmu>ummQaundenpweude GSA DD oo bb me ob boo rg n reren mmm men mmm 20m=< ufer fet wiegt final) win wid jut! das(iſt! 4 fehal hach jede den Nh Feſten( loſe, f ne Du Gtynde the 6 1 ju jäh, Shell un gen. die und Nein dine ſiche habe ich Crhipfel 10 DZ. Sy Deut ſ IPOS 134 groſen Arten, die Herr Thaer anfährt, ſind mir auch 10 noch nicht bekannt. Diegrößte Art, die ich kenne, iſt der vi) j groſe Braunſchweiger, den wir aber in unferin ſandi-.|„ geit Boden nicht. forbringen können. Wir haben den| wut ſpizen Wendelſteiner, der viele Blattung, aber ſchlech-|(wil ke Haide oder Köpfe giebet. Da wir denſelben vor-| uttch züglich nur zur Viehfütterung gebrauchen, ſo hält man abt mehr auf die Blätter als die Haide. Mein Vater war ein ſv groſer und warmer Freund des Kohlbaues,| mdſche daß er den Ertrag an Haiden ohne Viehfutter von| Shu 775 Luadrattuthen zu 15 rl, angiebt oder vom ſächſi- die ſchen Acker zu 65 rl, Dieſer Ertrag würde anſchnlich|| ſeyn, aber daß dreiviertel des Feldes Köpfe anſetzen| Sefiei ſollen, iſt vielleicht zu viel verlanget. Der Ertrag bey| diſs; uns im Gebirge iſt ohne die Sommerfütterung, wel- Feat, de die Blattung giebet, ſechs bis acht Fuder von 75| waltdl Quadratruthen. Das Fuder wird zu 1 3 bis 2 rl. be-- wind „zahlt, ſo würde der ſächſiſche AXer 36 bis 48 rl. kom- fe Jehle men; wenn das Kraut recht gut geräth. Der Kohlbau,;| Frautba wenn ich nur die Köpfe verkaufe, giebet doch noch theils|(mund an Sommerfutter, theils an ſtehenbleibenden Blättern, genaif theils durch die Stäunfke eine groſe Menge Futter, das abge reichlich den Verluſt des Futters von ſolchem Acker erx-| Wiy ſetzet.- Man kann alſo Kohl mit Sicherheit zum Ver«-| ſchaften Fauf bauen, ohne Mangel an Krautfutter zu haben. Die(tm, Blattng im Sommer, die groſen Blätter, in denen| k&n, eine KLohfſiaude mit einem Haide hat, alles dieſes be- trägt ) vas Haid ſtehet, die Starken Statunke, die insgemein| ſan On | | ) ie auß mme iſt der er fandb h aben den ber ſchlech ſelben vor 0 hält man ein Vater Fohlbayeg, utter von vom ſächſi- > anſchnlich fe anſehen Ertrag hey omg, wels et von 75 8 201, bes „gl, fom! Cehlbay noc theils hn Dätiern) puter) das Ier eb | zum Det haben, I? „in denen e& inSgemeln 3 dieſes Div trägt irägt mehr, als 3 Theil des ganzen, und ein viertel wird nur verfauft, . In Sachſen würden fich die Städter ſehyr wundern, wenn man ihnen die Krautbutter als von ſchlechten Ge- ſchwa ſchildern wollte. Alle wollen Krautbutter haben, Und die gebirgiſche Frautbutter wird in Berlin ſehr theu- er bezahlt. Daß alſo das Kraut der Butter einen vortref- lichen Geſchma> und Fettigfeit giebet, iſt ausgemächt- amd ſtehet dem Kohlbau nicht entgegen. Die auf unſern "Kohlbau folgende Getraideſaat iſt nächſt den Rübenfel- dern die beſte und nichts weniger, als ausſaugend. Unter dem weiß Kraut oder Kopffohl wird die. Kohlrübe in groſer Menge erbauet. Wir haben jie Dieſes Jahr von 8 Pfunden ſchwer gehabt. Unter das Kraut, wenn es das lezte mal behandelt wird, ſtreut man auch wohl Rübſaamen; allein aus ſolchen wird, wenn das Kraut. gut ſtehet, ſelten etwas. Dex größ» ke Fehler, den die gebirgiſchen Landwirthe bey ihren Rrautbau machen, iſt der; daß ſie Pflanzen zu dicht ſte- eden und darnach das Wachsthum hindern. In den Gägo gen zwiſchen den Beeken wird Hafer geſäet, der grün her? H ausgefüttert wird. Judeſſen iſt ſo viel gewiß, daß das Kraut beſonders als Vorfrucht in unſern Wirths» ſchaften geachtet wird, und wir ſelbiges als ein Gewächs ächten, das die folgenden Erndten vermehrt, und ohne Koßen des Erdreiches eineVorerndte giebt. Aus dies ſem Grunde halten wir einen folchen Krauthau in Ehren. FN un ſs 136| Funfzehntes Kapitel a“ Der Erdäpfel oder Kartoffelbau. wf EEE NE Dieſer iſt im Gebirge zu einer der nothwendigſten Ernd- M ten geworden. Wenn dieſe fehl ſchläget, ſo iſt es pit ſchlänmer ,/ als wenn die Getraideerndte mißrach. Es nh iſt alſo nicht mehr, wie billig, daß der Wirth alle Auf- leiden? merkſamkeit auf den Bau dieſes vortreflichen Gewäcd,| fh in| ſes wendet. Wenn gleich Americus Entdeckung einer han ve unendlichen Menge Menſchen das Glück und ſogar das iht Leben gekoſtet hat, ſo haben die Kartoffeln der Welt| vente einer groſen Menge Menſchen das Leben erhalten, und| ſyn ſo vielen auch Glück gebracht. Daß man den Kartoffeln| ſchied Cinfluß auf anjeßo herrſchende Krankheiten zuſchreibet,| der Ft Hat der Herr Leibarzt ſchr gründlich beantwortet, daß wir gat aber die Erdäpfel wegen ihrer nährenden Kraft einen| dinerley groſen Einfluß auf die Vermehrung des Menſchen Ge-| ſonden Ächlechts haben, iſt gewiß eine Erſcheinung, die man finde t Deim Mißwachs dieſes Gewächs das folgende Jahr ſehr felt ber richtig bemerken kann. Doch wieder zu unſerer Abſicht. ſo verth Der. Hr. T. fann ſich die Verſchiedenheit der Erdäpfel- dy den erndte nicht erklären. Er ſagt, der Eine erbauet we-"m nig, dex Andere viel, der eine Sto>k hat viel unter ſich, de. der Andere wenig. Wer etwas Acht auf das Wachs- dem A „fhum der Erdäpfel giebet, findet leicht, wo der Grund vend von dieſem lieget. Man nehme hundert Stück Erdäpfel,| im beſehe ſolche genau- und man findet, daß die Hälfte' Selegen, nicht tel, nicht mehr als einen, höchſtens zwey Keime hat. Wenn [bay, man bleibende Hälfte in vier Theile theilet, ſo findet man höchſtens drey Keime und das lezte Achttheil hat | j Über drey bis ſieben und acht Keime. Der geringſte oſten Ernd- ungünſtige Umſtand, der die funfzig mit einem Keim p iſt es trift, ſeßet ſie ſo zurück, daß aus ſelbigen ſelten etwas rah, Es rechtes wird. Schon die mit zwey und drey Keimen h alle Aufs leiden; die aber ſieben und acht Keime haben, erhalten 0 Gewäh, fich in ihrer Kraft und tragen viele Früchte. Wollte fung einer man von dieſen auch den Saamen nehmen, ſo hängt d ſogar dei es nicht von dieſen geſegneten Kartoffeln, ſondern von In der Det den vorhandenen Keimen ab, ob die folgende Erndte gut halten, und ſeyn ſoll. Hiemit will ich nicht ſagen, daß in den ver- mKatbf ſchiedenen Abarten der Erdäpfel nicht ein Unterſchied in 1 zuſchreibeh der Fruchtbarkeit ſeyn ſollte; nein! Dieſes fällt' vortet, daß mir gar nicht:ein, ſondern nur, daß der Unterſchied in Kraft einen einerley Art Erdäpfel nicht von mehrerer Fruch:barkeit/ enſchen Ges“ſondern von den Keimen herrühret. Verſchiedene Ums 9, die man fände tragen auch zu der-Verſchiedenheit der Fruchtbar- ve Jahr ſehr- Feit der Erdäpfelſtauden bey.- Der Dünger kann nie erer Abſicht, ſo vertheilt werden, daß er allenthalben gleich komme. x Erdäpfel Bey dem Aufſtreuen kommt manches Stü. ganz zu lie erbauet ive gen, ſo ſehr man ſich auch bemühet ſelbiges zu verhin- l unter ſich dern.“"Eine-oder mehrere Erdäpfelſtauden erhalten ſol- das Wach chen Klumpen Dünger, treiben alſo beſſer und geben ei- , der Grund ne reichlichere Erndte; Desgleichen hat mancher Pflanz- FGrdipfel erdäpfel wärmer, als der andern in ſeinem Behältniſſe ;(je(älfte gelegen, und iſt alfo im Begriff vorzutreiben. Die an- | ] 338| Hern treiben um vier. Wochen ſpäter. Erſterer erhält 19,14 alſo, weil er ſeine Keime in der Erde freibetk, ein gro»[991] ſes Uebergewicht in ſeinen Wurzeln und daher eine reich- A lichere Erndte. Hierzu kommt noch, daß man in Dentſch- pft ſand mitten im Sommer, beſonders nach. Gewittern in einn Na den Nächten noch etwas Froſt hat, welches oft ſp uner»| wiſe merklich geſchiehet, daß vielleicht in derRacht eine einzige| we Viertelſtunde iſt, die Schaden bängende Kälte hat, Die-| eien ſe iſt vorzüglich den Erdäpfeln nachtheilig.| Da ich| time oft bey uns Gelegenheit habe, die Wirkung ſolcher kal» vm ken Nächte zu bemerken, fo iſt es mir ſchon zur Gewohn- haupt Heit wordeny; den geweſenen Froſt zu ſehen. Viele Pflan- ſch m zen empfinden ihn wenigſtens nicht merklich und dieſe je ſch werden in ihrem Waghsthume nicht aufgehalten; andere ſchied die weichlicher oder wenigſtens im Augenblick mehr zum de al Schaden leiden geſtimmt ſind, werden von ihm ange-„ ſow griffen und in ihrem Wachsthume aufgehalten. Die M ſchicht, Durre trift oft Pflanzen, die in der Furche mehr an der|. Gude) Sonne liegen, wie die andern, die an der Schatten Sei- je hit), te ihre Wurzeln haben; ſelbſt beim Behacken werdein ws von mancher Staude die beſten Wurzeln beſchädiget, an veni andern gar nicht berührt. Ich würde nicht fertig wer-| pin) den, wenn ich alle die Umſtände berühren wollte, die| ih auf die Verſchiedenheit des Ertrages der einzelnen Stau-| itim den Einfiuß haben. Eben dieſe Urſachen wirken auch| Dad) auf die verſchiedenen Stüen, und der eine Nachbar] ſe fin erndtet viel, der andere wenig. Dieſes Jahr hat be-| Ani) fonders bey uns ſolche merfwäürdige Erſcheinungen. Am „L33 eminenter TZ"TTI--------»-----ten Juny ſchnei- eine veich: te es den ganzen Tag. Dieſe Fröſte hatten nun alles, 0 Deutſch was ſie getroffen mehr oder weniger beſchädiget. Des wittern in einen Nachbars Erdäpfel waren ganz erfroren, des an- ſt p 06 dern ſeine nicht, obgleich nur ein Gras Rain von ei- ine einzige ner Elle dazwiſchen war, aber der Strich der Kälte war hat, Die gerade auf des erſtern Aker hingefahren, auf des an- Da ich dern ſeinen war er nicht gekommen. Ein"Freund cher fab von mir hatte ein Stück Erdäpfel, von denen er be- e Gewehn Hauptete, der Froſt hätte ihnen nichts geſchadet; man Biele Pfiat ſah auch wenig, aber in der Folge blieb die eine Hälfs ) und. dieſe te ſehr im Kraute zurück und die andere Hälfte untex- tenz andert ſchied ſich auch etwas von der Mitte bis zum Ran- ! mehr zum de; aber nicht merklich. Wie es zur Erdäpfelerndte kam, ange? ſo waren die Reihen, die am niedern Rande lagen, fehr lten, Die ſchlecht. Je höher felbige an dem entgegen geſezten ehe an der Rande lagen, deſto beſſer wurden ſie; ja ſelbſt am Nans hatten Seis de hin; wo ſie kanm drey Zoll Erde hatten, waren eine fon Werde groſe Menge Erdäpfel, die wan ſich in den beſten Jah- jabiget, an ren nicht hätte. beſſer wünſchen können. Jh ſagte nun fertig wet» zu ihm/ ſehen ſie, unten. wo die beſte und tiefſie Erde wollte di! iſt, haben ſie keine Erdäpfel, wo aber gar keine Crde (nen Etat“Uf da haben ſie die Menge, und zwar der obaxe hohe virfen aul)'Rand hat ſolche vor der Kälte geſchüßt und an jenen iſt ve Nacht Fie hingeſtrichen. Daß eine ſchlechte Erdäpfelerndte hr hat Hderwildertes Erdreich hinterlaſſe, glaube ich nicht, weil 139e1 Im ſie ſo ſehy gut behandelt ſeyn woſſen und ich ſe I 13: vis eee eL I€ KRIRIRENE SIIEIE IIIS CDI ZID TE REEG IE NILS WERE ÜDINE DERO EN EI WEI EHER WIKI 37709 ÄN RERE TEER GGG TTT 146 ſolche vernachläßigen kann, wenn ich noch nicht weiß| qm ft wie /meine Erndte ablaufen wird. Habe ich einmal| ju de den Auguſt, bis dahin das Behacken anhalten muß,|(qe€ ſo kommt fein Unfraut mehr empor, weil es höchſtens wo noch ſechs Wochen bis zur Erndte iſt. jupe)| Die verſchiedenen Abarten der Kartoffeln ſind ſo apt un häufig, daß man ſie nicht angeben kann. Ich habe| vetragel eine weiſe ſehr mehlreiche Art, die ein ganzes Jahr- ul ſich eſſen läſſet, ja ich kenne Leute, die Erdäpfel zwey| wm Jahre conſervirt haben. Dazu wird aber erſilich ei- 0 ne mehlichte Art und zweitens eine vollfommene Rei- qm ſe fe der Stauden erfordert. Iſt dieſes beides vorhan- Futhhe den, ſo hat man in unſern Kellern die Gewigsheit,| damit daß ſie ein ganzes Jahr eſbar bleiben, ohne das ge- danit 1 ringſte an ihrem guten Geſchmac> zu verlieren. Was| haufen die Vorrichtung zum Erdäpfelbau betrift, ſo beſteht die| huf Hauptſache darinn, daß man ihnen ein recht lockeres| Zeit a Erdreich zubereitet. Hat man dieſes und guten Dün-| J ger, ſo iſt die Erdäpfelerndte ziemlich ſicher, und wenn|(fw; ſonſt keine Unglücksfälle eintreten, gewiß auch ergiebig.| Weßähn Wir haben die Gewohnheit, dem Erdäpfel in umgebro- we, M e aufzuhacfen- z Tag 2. den Acfer zu esgen-- Z Tag 19.10..1008 3. ihu inder Oueere zu hacken- 2 Tage oſe Erndim 4. ihn wieder zu eggen[9-28 zZ„Dag ith 5, Menſchen, erſt gus den Furchen und nachher weir» R| b| n- 146 hinter den Haacken und Egge aufzuleſen, 240 Stunden oder 25 Menſchen. Die Koſten des Ausnehmens werden alſo ſeyn: 2 4 Tag einen Haacken und Egge WB OI 1 EE ION 7830 102.06 225g86 240 Stunden Aus- und Aufle- ſn a3 Pf.- ANL, 2.-= 12-=- in allen p 5.11, 10, gr. Koſtet jeder Scheffel circa 4 bis 5 gl. auszu- nemen, welches Herrn Thaer ſeine 690 Himten ohn-.. gefehr auch koſten, wenn man ſie zu 30 rl. Koſten an- nimmt, denn die Pferdarbeit iſt das, was bey weniger j Erndte in Anſchlag zu bringen ſeyn möchte.- Die Verhältniſſe einer jeden Wirthſchaft müſſen immer entſcheiden, und nicht reichlichere Erndten von einer Frucht, fondern. das Ganze e muß immer dasje- nige ſeyn, auf welches ein aufmerkſamer Wirth ſiehet. Yugenblikliche Vortheile ſind mitzunehmen, wenn ſie den Zuſammenhang nicht unterbrechen; ſo bald aber 'eine reiche Erdäpfelerndte mir den halben Dünger her- ausnimmt, und der Aer alsdann noch die'ihm zu- kommenden Saaten tragen ſoll, ſo ſauge ich ihn aus, und die Folge friſt mehr, als ich gewonnen habe. Herr“Thaer hat ſelbſt den Beweiß in Anſehung der Rüben gegeben, wo erſeinen Verwalter zu Gefallen Erdäpfel legte, anſtatt Nübſaamen zu ſäen, und wo die Folge des Getraides ſich ſo merklich auszeichne- 'fe, Er ſelbſt fordert die doppelte Düngung im Kreis- laue 4. (| SEE M„ZN juſt) Fant 1 au bn 1[04 fi vem 090,7 ver us narben| findet Ungtbin waſ fragen geſtand 110] Dinge jet ind (8 andy von Meh! "6 autz; und. din Nehm, 'N bet fi „wd R hac) ai ſeiden: 147 vleſen| I 65 [ny 2| laufe der Beſtellung. Hier entſtehet denn die Frage: Kann ich mit der boppelten Düngung nicht mehr als [0 ſepn: an den Erdäpfeln gewinnen?- Nach Erdspfeln, die in ſchlechten Boden geſranden, gedüngt, giebt dieſer "2296 vortreſliche Erndten, weil ſich der lockere Boden iyz - niger mit dem Dünger vermiſcht. Sie haben alfo" MH im ſchlechten Lande die beſte Wirkung, im gedüngten 110.' aber ausſaugende Folzen. In friſch gesröchenen Grag» 3 91, auS narben wenn dieſe recht klar vorbereitet worden ſind, Jimten ohn, findet man, das ſie am beſten wachſen, und geben . Koſten ap ungedüggt die beſte Erndte. Wenn ich nachher eis bey Wehigit was ſtärfer dünge, ſo hält mir das Erdreich im Frucht» te, j:044 tragen ſo gut aus, als wenn ſie nicht in denſelben ſhaft müſet geſtanden hätten. Uibrigens werden ſie bey uns ims Z Epidfoh von mer in friſchen umgebröchenen RN aſe?+ wein fie im nier, Daft Dünger ſollen gelegt werden gepflanzt und die M Birth ficht, gen ſind;' daß ſie nicht ſo gute Cradien hin ceriaiſe 4, wenn.fe als andere Früchte: Wenn ich ſo viele Saaten das. » hald aber von nehmen" will; ſo wird ver Srasvuchs" an< nicht Zinger het» fo. gutz nehme ich aber erſt Erväpfel ohne Düngung. vie hz und. dünge nachher, ſs fann ich gleiche Saaten wegs ih ihm aud) nehmen, und habe immer noch guten Graswuchs, mhh„Die Vorzüge, zwiſchen Kohl, Cra pfel und Nus afehung de ben; ſind bey uns BIE: Ich dünge zu Kohl au Gefah und Nüben,-. Eydäpfel'nicht als im Herbſie ) nach der Erdäpfelerndte; alſo kann ich nicht enfa cs ſcheiden::' Rübenacer aber hat immer den des beſte |' NB: Getraides, RNüben, wenn ſie ſich bey uns bis ins ib lay 07& 2 Srüß: Frühjahr halten würden, würden wegen ihrer Folgen ß' die groſen Vorzäüge verdienen; nach dieſen das Kraut, fuel) aber olles beides läſſet ſich höchſtens bis in März NT SUR E0S, ja das Kraut nicht einmal ſo lange;|| edäofel aber kann man ein ganzes Jahr in ihrer| uſe 8 erhalten. Jh kann alſo hier gar feinen Streit|%;, 0 ſiatt finden laſſen; denn. ein guter Wirth bauet von J zedem ſo viel, daß er, dis ex anders Futter hat, ſich ms, 4 damit helfen kann, wenn er erſt Kraut, dann Nüben| ſunlid und endlich Erdäpfel fättert. In England iſt aber| d die Sache anders, die Rüben bleiben im Lande guk,| ahn ſie können ſolche im Frühjahr fättern, ſie können ſel-| bige zur Maſiung gebrauchen, wir nur zur Vorberei-) unte tung zu dieſer. Daher kann es beim Engländer Col-| anf liſionen zwiſchen dieſen Gewächſen geben, da aber all-(3) mehrt gemein die Fruchtfolge auf Rüben, als ganz vorzüg- vieh lich gur anerkannt, auf Erdäpfeln aber die Folge die| deff Frucht vermindernd bemerkt worden iſt, ſo iſt keine| nithet Frage, welche Frucht beſſer oder ſchlechter ſey. Selbſt| den: die Erfahrung hat den Verwalter des Herrn Thaers| winn beiehret, welchen Vorzug Rüben vor Erdäpfel ha-|(ihn ben.--."mms as die Schädlichkeit der Erdäpfel anbetrift, ſo wh verdient Hr. T. dein wärmſten Dank, dieſes-Vorurtheil'»Q befiwitten zu haben. Jh kenne feine Speiſe, die we- ib niger ungeſund wäre, als dieſe. M Die Anwendung'der Erdäpfel bey uns iſt völlig feat derjenigen gleich,"die allgemein angenommen worden Ww: iſt, hte Falzen das Fratt, 3 in Miy | ſo lanoe, rin ihtet einen Streit battet von er hat, ſich ann Nüben 1d iſt aber Fande gut, fönnen ſeb je orbereb länder Col da aber alb a) OO e Folge die ß if feine y. Gelbſt 'm Thaers häpfel h6 ybetrift, „Porurtheil e, die iW 8 iſt vol en farben ſe Ich kann aber ſagen ich habe nicht beſſere Arten erhalten. unter einander verhalten, iſt von mir nicht nach Pfunden I 49 iſt. Will man ſie zur Maſtung anwenden Und kann ſie kochen, ſo iſt es vorzüglicher. Auf die Milch haben fie einen entſchiedenen Einfinß ungefocht; aber bey unswil ein Ochſe nicht mit einem Büſchel Erdäpfel und 16 Pfund Heu fett werden. Er fordert einen haiben Schofiel den Tag, wenn ex fett werden ſoll, Die Kcankheit der Kräuſelung findet man auch bey uns, ader ſie triſt einzelne Pflanzen und rühret wahr- ſcheinlich von einem Inſectenſiiche her. Die Verſuche mit Sgaamen ſind häufig gemacht. Die Berechnung, wie ſich die Gewächſe bey uns angeſtellt... Soy viel iſt aber gewiß, daß ein Pfund Heu mehr werth iſt in der Fütterung, als vier Pfund Räben, vier Pfund Kraut und zwey Pfund Erdäpfel ſo viel als vier Pfund' Nüben, nach dieſer richtigen Angabe, die mit Howarths Verſuch mit den'Erdäpfeln übereinfommt. Der Werth nach der Engländer Rechnung würde alſo, wenn man den. Ctr. Heu zu zwey Schillinge oder 15 gl, anttimmt folgender ſeyn. von Rüben erbauen wir vom Acker 60Fud, dieſe geben bey ſtarken Kraute ohngefehr ' 7 Schl. alſo 420 Schl. ä140Pf,- 588300Pf. ' von Erdäpfeln erbauen wir vomAcker 1.44 Schl. den Scheſfel ä 1 80 Pf.--.. 25920Pf. Kraut erbauen wir vom Acker 32 Fuüder, das Fider zu 880 Pf,-« 28160Pf. als Der Werth würde alſo nach obiger Angabe gegen Heu ſeyn: 19 534. Ct. Rüben a 4 Et, gegen 1 Et, Heu€ 332% Et. Theil gegen Hett verhalten, würde die Rechnung alſo Jauten:' 534 Ct. Nüben a 8 Et. gegen x Ct. Heit 66 3 Ct, AUE SOU Da NE 2000 6 Dar rr gl. 235. Ct, Erdäpfel a 2-Ct. gegen x Ct.'Heu 117 Ct, 53 9f. 2 15 4.51.04 mm 52:04. 500 256 Et. Kraut 3 6 Ct. gegen 1 Ct. Heu 42 3 Ct. 1 0.494109 UE 1101125 7321008 2"26. 16g Dieſes ware das Reſultat von unſerer hieſigen Gegend, nämlich Rüben und Kraut vierfach und Erd- dpfel zweifach gegen Hew zu rechnen. Iu meiner zweiten Rechenſchaft von meinex Wirth- fchaft, dis ich nächſtens bearbeiten werde, kann nzan rich- tügere Rechnungen mit Koſtenaufwand und alles finden, (Gian eimdmnenn va * ---r---»----T FT TÖDmDrmo-me neee, Bwwnwenneenenpemenn mmm. EE nns I58 alſo vn Rüben 3 4.0 060884009 Pf, von Erdäyfelyg.- NN MEAN 2350cPf. von Kraut:« 6."id 2560006, 2. E5:01.005 D-W8 21. 1.0005: 235 Ct. Erdäpfel a 2 Ct. gegen x Ct, Hen 4247 2% Et. 2108 0.403 MIE.- weg zg 256 Ct. Kraut 2 4 Et, gegen x Ct. Heu 66 Et, SED STEN a 5"zr rk: Gigl: Nach Midtekons Angabe„. der annimmt, daß ſich Ruben zum 8ten Theil, desgleichen Kraut zum ſechſten | ſeine Ent | Pam wh hen Deiſel ben ngk Budeſe fommorh Dureſe mien ' gehabt) | ewinb dem Bai net erzt | hi! ſo vi! Weil Ay N fon, Es iſh ſo viel. der worden,) efiltale, Vein alten 53400, 23500, 23.639 0", jabe gegen 1335 ". 10% 117 5, |: 104, e 66 Ct, W6% 1 daß ſid um ſechſten qning am 11:66; Ww 17 4117 CG, x, 100 142 5 Gf, Wan et hieſigen ) und Erd nes Wirth m wan ih (leß finde, (0% ; 451 Sechszehntes Kapitel. Allgemeine Bemertungen über die Ge traidearten und deren Bau, FN WWaizen iſt in ganz Europa das Hauptgetraide, und wohl den Gegenden, wo. man ihn erbauen kann. In Deutſchland wird eine groſe Menge erbauet, die wir dem Engländer für ſeine Colonialproducte liefern.'Der Bau deſſelben iſt bey uns Deutſchen zu einer grofen Voll- Fommenheit geſtiegen, das x0 bis r8te Korn oder im Durchſchnitt-das 7 4te Korn ſind das,was der Deutſche . mit Gewisheiterbauet. Mein Vater hat ſtets über das1 3 gehabt und nach der Probetabelle des grofen Youngs hat er vom beſten das 1 1. Korn erbauet. Was den Brand in dem Waizen betrift, ſo-wird mandie Urfache deſſelben nie recht ergründen; ich halte aber dafür, daß er mehrentheils ſeine Entſiehung aus dem Erdreiche hat, weil, ſeitdem wir ſo viel im Gebirge gekalkt haben, wir den achten Theil Ruß im Hafer haben, wovon die älteſten Leute ſich in ihrer Jugend nichts zu erinnern wiſſen. Da. hier Youngs Verfuche mit dex Saat vopr- Fommen, ſo will ich hier dieſelben aleich mitnehmen, Es iſt ſchon ſeit undenflichen Zeiten ſo viel verſucht, ſo viel darüber geſchrieben, geſtritten und unterſucht ge» worden, daß man glauben ſollte am Ende müſten richtige Reſultate erſcheinen und wer ſollte es glauben; das alles beim alten bleiß? und daß wix noch nicht weiter nd. Eiſe Gd 5 152 Die älteſie Schrift, die iet. Im Auguſt geſätes Getraide darf nicht ſo dick ſeyn, als das im September geſäete, nicht ſo dicke als jenes im Ocs kober oder November geſäete. Ein Wirth, dem alſo daran“ gelegen iſt, richtig zu verfahren, der laſſe ſich „“ nicht == = nige! ſonen 1 fid; ay (1,45 j49 Zt hin IN vit) 10 (eſel, iO fiele| ih em fel abe ih en mit deg g3 04 vom bas, QDoet| fal) Daf 27 Ech) futt zivey ve fdg velhe, Mid Unfände nehmen Fönen 6 ſot bs Vinterfey Walde Den T535 y ohh| Mpeſch nicht ſv gleich von der gewöhnlichen Saat abbringen, | h. ſondern mache richtige Beobachtungen bey fleinen Ver» ? M ſüchen. I) habe ſie gemacht, habe meine Einſaat ver- 33M mindert, bin zuweilen gut, zuweilen ſchlecht gefahren: feyn, wenn, Ic< habe attſtatt 2 Shfl. auf einen Acker zu ſäen nur De hätte» ſecs Viertel darauf geſact und mein Getraide ſtand die Verſuche, dünne und beſteäte ſich wegen der dürren Witterung 0 bey us nicht, und dieſes iſt die mehrſie Zeit bey mir der Fall obachter jeh geweſen. Das Jahr 1 800 machte eine Ausnahme; an ſich m) ich ſäete zum Verſuch ein Viertel Korn ins Krantland, enn bey uns ich erbaute zwey Scho> Garben, und droſch. vier Schef- ) bey weit fel davon, desgleichen ſäcte ich in einen Rübacker, wo eflenburget, ich einen Scheffel Korn hinſäen ſollte, 1x Viertel Korn ver See ſchn mit drey Viertel Hafer vermengt, und erndtet davon ) Dabor, fü 322 Scho> Garben und droſch vierzehn Scheffel, wo» (hes ohe, von das Korn die Hälfte betrug; dagegen ſäete ich drey mint. Re Wochen ſpäter wieder in einen Rübenacker Gemenge, gewa haf; n Hafer, halb Korn, erndtete von zwey Schefſeln Nd(Oft die= 1 Scho> und droſch 8 Schfl. daraus. Hätte ich an- en Werden, al zwey Scheffel drey dahin geſäet, ſo häte die Dur- (Aofet vet»' re ſolches nicht ſo gedrückt. Daherich denn jeden Wirth ee da LZ rathe, nicht ohne Kopf zu handeln, ſondern Necker, Zeit, en Scheffel+ Umſtände und alles was ein guter Wirth in acht zu 3 Feld beds nehmen haf,-zu beobachten, wenn er nicht in Sihaden jd ſey Fonmmen will. Der Verſuch/ mit der zeitigen Roggen- ones ims ſaat des Herrn Thaer, iſt ein Beweiß, wie ſehr das , den NN Winterkorn die frühe Saat liebet; jedoch, wo das Ge- + loſ ſih traide. dem Jqulen anSgefege iſt,'da will ich lyeber die 41- niht "4 | I56 allerſpäteſte Saat wie in England anrathen. Um die Du „Aeichere Vertheilung des Saameas zu erhalten, hat pan man ſich ſchon lange der Säemaſchienen oder Pflüge vt zu bedienen geſucht, und ſeit Anfang des vorigen Jahr» ume hunderts find eine Menge Verſuche damit gemacht 1,8 worden. Bey einigen hat man gute Folgen davon| fön gehabt, bey andern wieder ſchlechte, und ſo hat dieſe hay von Erfindung nicht den gewünſchten Erfolg gehadt. An- fehl Im jeßo hat man aus Königsberg wieder eine alte aufs qe Ot gewärmte Säemaſchiene/ die ſchon nach den Schleſi- vs in( ſchen, in der Mitte des vorigen Jahrhunderts heraus wergetn gefommenen, Provinciatblättern damals in Liefland' üb- kerzen] lich geweſen iſi, befannt gewacht. Es wird dabey: den v Saamen erſpart, aber in unſern ſteinigten Boden wil'* foot fal ſie nicht gut thun, und wird wahrſcheinlich das Schic>-| werden) ſal ihrer: Mitbrüder haben, denn der Wurf des Men- ter Helfe ſchen fann kein Zufall verändern, Maſchinen aber wer: Node) den imtraer durch ſo viele unvorhergeſehenen Umſtände ayſtelle aufgehalten, daß ich ſie nicht als vollfommen anſe- H hen fann. hint in! Ich weiß nicht, wie'es in andern Gegenden ſtin Dey Deutſchlands iſt, aber jes iſt ſchon lange, daß tie Ot, veld Wirc!)e ſo denken, von dent Grundſaße ,: daß gutes dit Uthe Land ſtark, und ſchwaches dünne beſäet werden mi-| dN ſte, zurückgekommen ſind, wenigſiens wird man ſelten Nad Dem den Ge'danben noch bey uns bey den Bauern finden. der Sihn In Mecktenburg, wo. auf 75 Quadratruthen guten in Ny x Landes ein Scheffel gerechnet wird; ſäet man auf 15 fait bi Oua- 1, Unth Ouadratruthen ſchlechten Landes fünf Viertel; denn alten, jet wenn man die Bonitirungsregel von 75 zu 300 Qua» der Dip dratruthen als wirkliche Einſaat des Mecklenburgers tigen Jahr, annehmen wollte, ſo würde man recht haben 7 wenn it gemacht man ihn beſchuldigte, daß er guten Boden ſtarf und Igen davon ſchlechten ſchwach beſäete, aber ſo wiirde der Er- 0 hat dieſe trag von ſchlechten und guten ſo gegen einander ges hadt. Ans ſtellt, um ſchlechten Boden nicht mit dem guten glei-. te alte auß wenn die Grasnarbe durch ordentliches Braachmachen) ffe MBit mürbe gemacht worden iſt, Die Früchte werden ſich| da Gut| auf beiden Feldern in alle Saaten auſerordentlich aus» lefon Zh zeichnen, daher ich der Engländer Dreſch hafer allemal ſer tie ſehr fehlerhaft halte; weil etwas mehr Arbeit, ſich i8 3 Wngliih der Folge reichlich bezahlt... Da ſie aber von feinett..:(8 beſonde 'HaaFen etwas wiſſen; ſo iſt ihnen auch eine mürbe GE di Gras8- I59 | det fröcy Grasbraache ſchwerlich bekannt, weil man mit dem ben,„36 Pfluge im Graslande nicht in die Quere pflügen kann. Dey un8, in In gutem Erdreiche Hafer zu ſäen, ſo: bald der» . de„ſelbe den Werth des halben Korns hat, iſt auf alle Fälle vortheilhaft.. I< hatte in den Jahren von „die wir ip 17809 bis 3786 die Gewohnheit, im Dünger Hafer Y beſte; der zu ſäen, ſäete auf einen Acker dex vier Scheſfel bey a ofer he ſchlechtem Boden hätte haben ſollen, nur drey, und ? Bart, new habe ſtets. 50 bis 69 Scheffel. von drey wieder er- ! im Gruft»'bauet, Jh will nur 48. annehmen und ſolche zu hal- 1 ſo ſchwwet ben Korn rechnen: ſo habe. ich das 12te Korn wie» (6; ipuund, der erbauet, eine Eendte, die bey unſern ſchlechten. eigen Mehl Erdreiche gewiß ſehr groß. iſt, aber da das Stroh gen ivird.;ch"nicht„ſo gut..zur Düngung als das Kornftroh iſt, ſo anos die. gieng. ich davon ab, ob ich gleich beſſer gethan hät= (heb.„Dat 1? te; dabey. zu„bleiben., Erſtlich ſauget der Hafer das en Gaia». Erdreich nicht ſo.:aus ,- als das ſtiarkhalmigte Korn jd wird.- zweitens erbaue ich ungleich ſchönern Flachs nach Hafer, veut aber als nach Korn, drittens wächſet mir nach der me denn. ie noch immer, Korn genug. ngen ugl8 Was mir das Umwenden der Haferſaat des nor» gachmachen 1 folfer Wirths ſcheint, iſt das, was wir durch einhacken werden ſch der Saat bewirken wollen, nämlich die Saak recht in entlich aub lkoFern Boden zu bringen; Sie wüchſet alsdgnn beſe „fet lem ſer, dieſes iſt gewiß, aber der Daf teift alsdenn ſehr „beit. feh.id4) ungleich, und, man bekommt zweiwüchſigen. Ic thue » von. feilt es beſonders; wenn Trocfenheit es fordert, jive.nich Daß der Engländer die Roggenſaat nicht achtet, IN ver- 160 verdenke ich ihm gar nicht, wenn er vortveflichen Wai- zen erbauen kann; da aber nicht alle Felder Waizen- felder ſind, ſo würde es mehr aufmettſaime Wirthe verrathen, wenn ſie ſich einer Frücht bedienten, die ihnen mehrern Ertrag als ſchlechter Waizen gebe; ja wenn ſie ihn auch nicht ſelbſt verbrauchen könnten, ſo Sliebe es ein Artikel der Ausfähr. Buchwaizen iſt in Deutſchland'ein ſehr geehr- fes Gewächs, und der Holſteiner erbauer ihn auf al- Jen Arten von Erdreich; ja ſeine guten und ſchlechten Erndten hängen von ihm ab, weil er oft ſehr ſpät reif wird und doch der Acker noch'vor vem Winter gedüngt werden muß. In ſandigem Boden ia Deutſch- land iſt er das einzige Gewächs auf welchen man mit Sicherheit vechnen kann. Jh glaube daß man mit Buchwaizen oder Haidekorn wie es bey uns heiſet, wenn man ſelbigen unterpflügte, den ſandigen Boden wurde ſehr verbeſſern, können. Ueber die verſchiedenen Geträidearten und deren Bau glaube ich nicht, daß uns die Engländer' etwas zu- -vorthun werden, wir ſind gewiß ſeit langer Zeit im Be- ſie des Wiſſens, was für unſer Locale paßt.-; Siebenzehntes Kapitel Von Hülſenfrüchten, Der Herr Thaer ſezet dieſe ganz für ſich, indem ex ſie dem Körnerbau entgegen ſeßet, weil die Englän- der | | vet pen vel fein!; m Du (AE uſs dl werden genden hirziſht mut vs€ in Ne aber vi dei Dur und nid Gchatfet Weid) vor bie aufer (aben 1v AT bo Vein Fern het ſchnitt ein itt gewe erf 16T flihen Sy,| der erſiere die ausſaugenden und dieſe die verbeſſernden [der Vaitet nennen, weichen Namen ſie mit allem Rechte verdie- ſaite Virthe von. Sie ſind es, die dem YAc>er einen groſen Theil dienten, di ſeiner Beſtandtheile, und vorzüglich das Düngende en gebe; ji von Luft und Negen durch ihren Schatten erhalten. ,€ Selbſt die abfallenden Blätter ſind von beſſerer Dings ' fraft als die vom Halwengekraide. ſehr geeht- Bohnen „ihn auf. als„werden vorzüglich in Deutſchland in den fetten Ge» ad ſchlechten genden erbauet, in ſchlechtem Erdreiche, wie unſer Ges ft ſchr fel birgiſches iſt, wachſen ſie nicht ſonderlich, indeſſen er- vem Witte baut der Hollſteiner eine unglaubliche Menge von ſei- en in Deutſh ner Einſaat. chen man mit) Erbſen vlg dh in Reihen zu ſäen, und ſie zu beha>en, iſt ſehr gut, ) un helft, aber nicht für das Erdreich. Die Zwiſchenräume wers Nen Sebel den durch die Hacke nicht ſo vom Unkraut gexreiniget und nicht ſo gedünget, als wenn ſie allenthalben ihren Scatten verbreiten. Ich ſtehe dafür, daß wenn das Ert- reich vorher locker gemacht worden iir, es ohne Drillew die äuſerſte LoFexheit nach Abnahme der Erbſen Frucht haben wird. In der Braache hat mein Vater das 26ſte Korn von Erbſen gehabt, Er würde nicht meh»- Än rere beim Stecken erhalten haben. Unter dem 14ten pitel Korn hat er niemahlen erbauetz wenn ich alſo im Durch» ſchnitt das 2oſte Korn rechne, ſo glaube ich gewiß, daß ein Wirth die viele Arbeit mit Pflanzen und Haen ſehr dq, inden 8 gerne erſparen fany, die. L Mie " td deren er efvas zi | Zeit im Des Bt, EZ veni drr eg pre Eh A* TEIL- Wien ſind bey uns im Gebirge der Gegenſtand guter Wir- the ZIM SU. fättern. Wir ſäen ſie entweder in erſt Ffriſchiaufgebrochenen Raſen, oder in der vierten, man- che aar. in der fünften Frucht, allemal äber nur ais 'Vorfeücht." Ju Dünger ſolche zu ſäen, würden wir in alle Fäile als einen MiSbrauch des Düngers anſehen, weil ſie nur Hülfsſgat find, die den Dünger zum Körnerbau ſchaffen ſollen; und da nian keine Körner von ihnen ha- „bey will+ ſo nimmt man mit dem Ertrag, dein fie auf „dieſe Yer liefern, vorlieb. Manche Würche ſäen eine 'grofe Menge Wicken und ziehen ſie dem Klee weit vor, aber vor Ende July oder wohl gar Anfangs Augüſt ſind fie bey uns nicht zum Verfüttern. Wo nehmen wir "aber zu Ende Juny und Anfangs July, wo das'zweite 'Gras noch niche mit Nußen gehauen werden kaun, Fut- ter für unſere Stallfätterung her? Alſo muß ein gü- ter Wirth«Klee erbaueu, um das Gras zu erſparen und dieſe Lücke auszufüllen. Die Wicken ſind auf alle Fälle zur Verbeſſerung des Erdreiches und zum Füttern eine vortrefliche Frucht; in friſcher aus dem Raſen gebro»- enwirthſchaft. 3 N Mein Urtheil von, der Drillwirthſchaft iſt dasjenige/y in am was ich von. der ganzen 9andwirthſchaft behaupte y hf€ daß ſie ſich immer mehr der Garteucultur nähern müſ- NE ſe, wenn ſie: der Vollkommenheit näher, kommen ww 3 will.| Da dieſe Art zu wirthſchaften groſe Koſten er-(nteich: fordert; ſo verlangt ſie mit Recht auch ſolches Erdreich;;|(äbeny welches dieſe Koſten erſekßzet; ſie. verlangt Düngung im wiſt Ueberfluß und die wenigſien Feldwirthſchaften in der| fia „Welt ſind ſo weit vorgerückt, daß ſie dieſe beiden Er»| je m forderniſſe liefern könnten. Ja den.funfziger Jahren| 8by des vorigen Jahrhunderts wiirde dieſe Drillwirthſchaft wies ſehr ins Groſe in Deutſchland getrieben. Meines Va-| woſ kers Bruder war ſo enthuſiaetiſch für ſie eingenommen,| J daß er ſie mit Gewalt betreiben wollte, aber das Erd» Welt reich und die Düngung entſprach ſeinen Wünſchen nicht, Pihe d und er muſie ſie wieder aufgeben... Ich bin von ihrer nme, Güte völlig überzeuget, und will, da- mein Erdreich ſich hit), „dazu qualificixt, Verſuche damit machen. Bey'den Wldan Erdäpfeln ſind einige Wirthe, die einen Drilſpflug ſich| iis haben bringen laſſen, aber weitere Verſuche haben ſie hene mit ſolchen. nicht gemacht, Ich werde mit unſern ge- gut eh wöhnlichen Haackenpflug ſowohl, als auch mit dem| 2 Drillpfluge Verſuche anſtellen und alle Umſtände genau nid beobachten, ob ich vjelleicht den Vortheil darinn finden| bin( fann (EEE WWI ITS Ee EEE EIER ERA IRRE EN<<., 165 4436?ann, den vor hundert Jahren der Liefländer und vor EED ſaft, einigen funfzig Jahren meine Vorfahren darin geſucht haben. niet; Die Verſuche, die von den verſchiedenen Wir- ! dadfenigey then angegeben wurden, ſind wahrſcheinlich auf dem i Aehaupte, beſten Erdreich angeſtellet worden und alſo eben nicht nahern wij geeicaet, auf ſchlechten Erdreiche nachgeahmt zu wer- je fommen den.“ JIndeſſen beweiſen ſie die Nothwendigkeit das e Jeſien ew Erdreich zu verbeſſern, um eine vollkommnere Wirthſchaft es Erdreich, treiben zu können. Es iſt aber nicht genug/ daß eine Düngung in mit ſo vielex Mühe und Koſten verbundene Art zu often in der ſäen und zu wirthſchaften, ſich gegen die gewöhnlit- eſe beiden Ey dhe nur wie 8 zu 7 verhalte, wie die Angaben fjiger Jahren es bey vielen' zeigen. Ich verlange, wie bey eini- rigwirthſhuft gen es angegeben iſt; daß ſolche Verbeſſerung wie 3 Meines Bas zu 2 ſich verhalte, eingenommen Die Verſuche, die man in dem hannsveriſchen an, ober das Erd» geſtellt hat, ſind ſo wenig vortheilhaft, daß man die (nchen nicht Mühe die Menſchea darauf abzurichten ſchwerlich über» hin von ihrer nehmen, vielweniger noe die Koſten daran wenden 1 Erdreich ſich wird. Der Gewinu iſt bey ſolchen Verſuchen zwar 1, Hey den anlo>end genug!, aber bey deu mehrſten zu geringfts Zipf I gig. Der Unterſchied wird hier alſo immer mit meis» d Hald man ihn aber.ein aueſchliefendes Recht auf un- will, reifich ſer Wohlwollen geben will, ſo. iſt er nicht mehr, was h die Cache er ſeyn faun, ſondern er iſt Monopoliſt, der mehr hre als oh Schaden als Nutzen ſchaft. Daß Herr T. den Deco- | nomiſchen Schriftſtellern in Deutſchland die Gründliche m ehellet: keit abſpricht, mit der ſie in allem Betracht dieſes Ge- h Vermägelt wächs behandelt haben, rühret wahrſcheinlich daher, erlag hat) daß er nicht bedacht hat, daß jeder Schriftſteller von dem Orte oder Gegend redete, in welcher ex lebte, und om hod 96 daß vie Vereinigung aller ſehr leicht: iſt, wenn ich mich ade der Vols in eines jeden Locale verſeße. Es läſſet ſich über die wil Kritik von Young über den Kleebau derſelbige| Com- . mentar machen, welchen Hr. T. über die 0conomiſchen ; Scriftſteller macht. Ob ich gleich dieſe Kritik ls5bey av und ih„ſo bleibt ſeine Bemerkung immer local und man fann „ihr ſehr viel entgegen ſetzen- wenn man die verſchiede» nenErdſtriche, welche in der Welt ſind, dagegen berech» fw.„nen wollte. Id will alſo nichts. weiter über ſeine als Bettie. Ww 16022 RE. Z0a (hung 168 Angaben ſagen, als daß wir in Deutſchland von die- ſem Engländer wenig lernen können,"weil funfzigjähri- ge Erfahrungen und Verſuche mäncherley Art uns den Kleebau richtig zu beurtheilen gelehrt haben. Alſo meine Meinung. Cin vernünftiger Wirth, der in ſeiner Wirthſchaft alles wie in einem Uhriverfe geordnet hat, wo eines dem andern forthilft und dadurch einen richtigen Stun- dengang hervorbringt, muß den Klee nicht anders be- trachten, als ein Hülfsmittel, ſich die nothwendige Düngung zur Vervollkommnung ſeines Körnerbaues zu ſchaffen. Der Körnerbau aber muß ſtets das Hauptaus- genmer? ſeyn, nach welchem Punkt ſich alles richten muß. Ein Wirth muß alſo durch: den Kleebau das- zu etſeßen ſuchen, was. ihm fehlet, nämlich Futter . für ſein Vieh. Dieſes muß im richtigen Verhältniſſe - wit ſeinen Feldern ſtehen. Hält man zu viel Vieh und muß deswegen mehr Klee bauen, aus dem irrigen Wahn, man wollte die Felder in einigen Jahren zur Vollkommenheit bringen, fo bricht man aus ſeinem Gleiſe und verleßet den Körnerbau; will man den Kör- nerbau allein betreiben und ſich mit feinem ſchlecht ge- fürterten Vich behelfen, ſo iſt es abermal eine groſe Verletzung der guten Wirthſchaft. Wollte man ſa- gen, daß man nicht zu viel düngen könne, ſo wird die Erfahrung einen jeden belehren, daß ſchlechter Grund und Boden durch zu ſtarke Düngung ſo verwildert, daß man ihn durch lange Cultur erſt wieder herſtellen fann, | fu 1054 vom 300| wun 0 6) pin ile! ih: gedrung Vehveſiande hien Geze gegeben,| Goty daß mhh ne (emit den yothwendi! Gate zu Verhältui dew Dedüt fen, lde ſchaden, den Wirthe h Gärten, niht Gpieh ſheffen, ſo Infiung bo je Fe das Aen um| (uf Dieſen Erhält eh als er pay 00 er Dies x 769 W" M“ div Fann, dagegen eine fucceſſive Verbeſſerung uns ſicher unfipiäh dem Ziele näher bringt. Ich habe, ſo lange ich Oeco»- “ 108 den nom bin, bey allen; die mich um Rath gefragt, und in m MW meinen vielen Sconomiſchen Schriften auf nichts ſo ; ſehr gedrungen, als auf ein richtiges Verhältnis des Virthſchäf Viehbeſandes mit dem Akerbau,. Ich habe ſelbſt über | wo eines- dieſen Gegenſtand eine eigene Abhandlung in Druck "gen Stut- gegeben. EsS iſt alſo eines Wirthes nothwendigſte anders hes Sorge, daß er bey allem was er in ſeiner Wirthſchaft othtwendigt macht, nie das Verhältniß aller auch der kleinſten Thei- weibaues zy ke mit dem großen zerreiſe, und dieſes iſt beſonders 08 Dauptaw nothwendig, wenn man ein Mittel gebrauchen will, das alles rihten Ganze zu verbeſſern. Findet.der- Wirth, daß das Plechaut Dis Verhältniß zwiſchen ſeiner Fütterung des Viehes und mlich Futter dem Bedürfniß nicht zureicht, ſo muß er auf/Mittel den- Verhältniſſe ken, ſolches herbey zu ſchaffen, ohne dem ganzen zu el Vieh und ſchaden. Das erſte Mittel, welches ſich einem denken- dem reißen'den Wirthe darbieket, iſt ſein Graswuchs, er ſey nun Jahren zu in Gärten, auf Wieſen, oder auf Weiden. Hat er hier us ſeiner nicht Spielraum genug ſich das fehlende Futter zu ver- an den Aäts ſchaffen, ſo verbeſſert er die troenen Stellen durch 1 ſchlecht 9e- Anſäung von Futterkräutern, wozu der rothe und wei- [eine fe Klee das geſchwindeſte Mittel iſt, wenn er Menſchen te maß ſb genug zum jäten hat; mit Lucerne, weil ſie in Gärten fowird ie auf Wieſen und auf Weiden viele Jahre ſtehen kann. hter Gun)' Erhält er durch dieſe Verbeſſerung nicht ſo. viel Futter, verwildet als er braucht, ſo ſieht er ſich auf ſeinen Feldern um, os hefe| ob er hier nicht Gelegenheit habe, durch Anpflanzung von font) WER TEENIES EEE ENIE Ei 5. EDE ER<<< Gn; 6 << IRE y"G u 177 von Futtergeivächſen und Ausſäung von Klee das feh«. kende zu erhalten. Hier nimmt er mm dasjenige hers aus, was ſeiner eigenen. Wirthſchaft und beſonders dem Körnerbau am wenigſten Nachtheil bringen kann, Bey ſolcher Unterſuchung fowm? es- nicht darauf an, wie man den mehrſten 3iee erbaue, ſondern wie man nach ſeinen Umſtänden das nothwendige erbaue... In dieſem Wenigen iſt das ganze Geheimniß des Kleebaues enthalten und alle Zweifel müſſen ſich darin löſen laſ- ſen, die man für oder wider ven Kleebau vorbringet. Die deutſchen Schriftſteller, die den Klee als verbeſſernd anzzegeben haben, verlangen, daß man ihn entweder mit Dünger oder Mergel, Gips, Aſche 2c.. dünge, 1yo denn nicht allein dieſe Düngung das Land verbeſſert; ſondern auch der ſtarke Klee. die nämliche Wirkung hers vorbringt, wie die Hülſenfrüchte, die aus der Luft alles aufnehmen und durch ihren Schatten dem Erdreiche ers halten. Seine ſtarken Wurzekn machen ferner, daß das bearbeitete Erdreich[9c>er bleibt, und. in diejem Fall haben dieſe. gewiß recht; wenn ſie den Klee als verbeſſernd jedem Wirthe anrühmen. Die Erfahrung hat ſie davon überzeuget und vergewiſſert. Da aber das Erdreich in ſolchen Gegenden vorzüglich gut iſt; ſo iſt es die Frucht auch. Wenn ein anderer Schriftſteller in ſeinem Socule findet, daß der Klees, den Acker ausſauge, ſo ſind es ſolche Gegenden, wo das Erdreich ſchlecht und kaum zum- Anbau von ſölechten Getraide brauchbar iſt. Wie fann (m ir 5 nigt„ww! Me) hel ja Che pris Bebit (ſe aus det vn ſehen 4 zun bes My Wetdüngen 1 (hm Aer ( fünnen aber dieſe uöfden 11) je Näher Rleehau zu beſte Intvei fs Gewäche (ß fich beloh Une Ainzy den wirde Gunz zu md eau, if werban aa In Alaj 0 PAL € das ſchu: EE REEDE 4 IG jenipe"(au eur; ſoles Eideei) beſonders H der Klee. eſanded nicht gedünget wird, mit Ueberſtretten von EEN oder? WEG, Mergel, Geen noch Seien geben? In einem ſol- zur i6 zen Erdreiche iſt er ausſaugend, weil die Sonnenſtrah-. MIE len in Verbindung mit den Kleewurzeln“ alles Nahr- Ge m hafte aus dem Erdreiche ziehen, weil er ſeiten auf ei» I“ M nem ſolchen Erdreiche ſo die>r zu ſiehen kommt; daß ex Nejoueg es ganz beſchattet. [öfen laß In gutem Erdreiche, und wenn ich den Klee mit erbringet, überdüngen unterſrägen kann, wird ein Wirth ſehr herr» heſſen) lichen Klee iu der dritten Getratdeſaat ſäen und erbau- | entwebet en können, ohne daß das Feld unrein werde. Iſt dinge, 4 aber dieſes nicht; ſo wird er ihn in der erſten Saat verbeſſett) ausſäen und ſein Feld wird verquecken, wenn ſonſt ſol- iefung heEs wird in Deutſchland ſchwerlich ein Winkel wer, daß feyn, in welchem nicht Klee gebayet wird. Für einen „in Dieſen Wirth, der mit Aufmerkſamkeit handelt, iſt dieſes die 1 Rlee als beſie Anweiſung zum Kleebau,; wenn er ſieht, wie die- Erfahrung ſes Gewächs in ſeiner Gegend behandelt wird und wie Da aber es ſich belohnt. In fetten Gegenden kann ein Wirth zutiſy! ohne Düngung eine Menge Klee erbauen, in Sandbo»- | den würde es unnüßs ſeyn, nur den Verſuch ohne Dun- gem Local gung zu mächen. Daß wir den Klee in der Braache fid erbauen, iſt wohl das beſte, weil er alsdann'dem Kör- und faut Merbau gar feinen Eintrag thut, ob er aber am beſten .iſ, De Im Klai oder jm ſeichten Boden wachſe- iſt-gleich viel, d fan weil =---- Zr I€ weil ich ihn bloß als Hälfsmittel anſehe, und ihm nie einen Rang im Feldbau einräumen kann. Nach welcher Saat. man den Klee am vortheilhafteſten ers baue, iſt keine Frage bey einem Wirth, ſondern wo ha- be ich Plaßz dieſes Gewächs zu erbauen, ohne meine übrige Wirthſchaft einzureiſen? Es mag ſo entſchei- dend ſeyn, wie es wolle, den Klee in der Düngung zu ſäen, ſo iſt es in allem Betracht fehlerhaft, dem Haupt» zweck: einen Nebenzwe> aufzuopfern, und, wie ich ſchon angeführt habe, gutes Erdreich wird nie, wenn der Klee in der zweiten Saat kommt, ſolchen ſchlechter als in der erſien werden laſſen, dagegen wird bey ſchlech» tem Erdreiche der Klee in der erſten nicht gerathen. Man komme. und ſehe die groſen Kleefelder in der Braqo enes Futter? habe ich, 0h- 'ne den Klee dazu-zu nehmen, ſolches hinlänglich? hF- be ich es nicht? Auf dieſe Art entſcheidet das:.Be- «dürfniß über das vortheilhafte, Ferner bräuche ich wegen der Kühe, die im Winter kalben, vorzüglich gutes Futter, oder wegen der ſchweren Arbeit meiner -Pferde, vorzüglich gutes Heu; muß der Vör» theil von der grünen Fütterung der Nothwendigkeit 'weichen, und. ſo giebet es täuſend. Fälle, wo der Wirth nicht angewieſen werden kann, auf welche Ax! -er ſeinen Kle? benußen ſoil;; Vom Kleeſaamen. ohne Getraide zu ſäen weiß ich in Deutſchland gar feine Verſuche,- Was die Menge des Saamens zur Ausſaat be- twift, ſo iſt es das nämliche, wie bey dem Getraide. Gutes Erdreich erfordert weniger Saamen als ſchlech» tes und man kann mit 20 Pfund einen ſächſiſchen Acker, der gutes Erdreich hatte; ſehr reichlich beſagen. Dae gegen erfordert bey uns im Gebirge ein ſächſiſcher Acker 25 bis 30 Pfund; ja es fommt viel auf' das Saamenjahr ſelbſt an. Zſt dex Saamen ſehr gut) ſo brauche ich lange. nicht ſo viel als beim ſchlechten : und md a fü 4) 107 [700 hien (9)! h Wie hin Oel Ohnee im ſe ganz(ve) Gonenblid berehnfär (uöhieh 1 wumht it unſchät gen, Weil Ynänget 1 Mi ſtanten fd, 0) man ihn Ww ben 8 feinen fond ſeht, De lanpung de dei Rive vii fet Jeniopen dj eWaet, ij Naß Gl) 475 M"y und ein vernünftiger Wirth wird fich vorzüglich mer- fen, ob der Saamen gut oder ſchlecht gerathen iſt, ws Seſe Will iman alſo hier ganz genaue Verſuche machen, ſo an: Ahr kommt es auf viele Umſtände'an, die man genau be- gen Außen, obachten muß, als die Güte des Saamens, das ie ic im Erdreich ,/ die Lage deſſelben, die beſondere Witterung, abe ich, ho die fein Gewächs ſd leicht empfinhety als der Klee, der Nich? 0'Schnee im Winter; den der Wind'von der einen Stel- et das Fe le ganz wegführet, auf der andern liegen läſſet, die brauche ih Sonnenbli>e im Febrüar und März und ſo viele at . Verzüglig dere Umſtände, die entſcheiden, ob man ſtark oder ſchwach beit meint ausſäen müſſe, Indeſſen iſt eine ſtarke Ausfaat im- uß der Dh mermehr anzuräthen, als eine zu ſchwache; denn jene Hhbenbif iſt unſchädlich; lezrere aber kann groſen Nachtheil brine ley iwo der gen, weil der Klee durch SEREN? Gras vp: j welche Ih! dränget wird. In welcher Getraideart man am beſten den Klee» | ieh: Weiß ſaamen ſäe, iſt wohl ausgemacht. Dies iſt die Gerſte, db man ihn ſchon auch unter den Hafer ſäen kann. Un- Wuöfaat Dir| ter dem Wintergetraide im Frühjahr hat man weiter 4 Oettaide keinen ſonderlichen Nuten, als daß ſolches im Dünger als ſchlecy ſtehet. Der hohle Halm des Korns iſt ihm aber zur Cp- (en Ace) langung der Luft nicht ſo günſtig, als die Gerſte, ws jet DU der Klee die Einwirkung des Thaues und Regens beſ- v ht ſex genieſen kann/ als beim Wintergetraide. il auf dW€ Daß der Engländer Waizen in der Kleeſtoppel | feht gu) erbauet, iſt in Deutſchland ganz gewöhnlich und Schu- 4. ſeht barth hielt den Waizenbau beſſer in der Kleeſioppel als un) i m „| FE GERZ md LSR IAIS ert SS SSS SES SSS 22 GIII LISI I Ee R GENEN en rn 8 176 in der Düngung; aber er ſäeke auch Klee im Dünger, düngte den Klee wieder, und nach zwey Düngungen ſäe" te er Waizen in der Kleeſioppel. Die Zeit, wenn dex Klee gute Erndten giebt, zu beſtimmen, iſt ſchwer, weil ſolches von der Cultur und Güte des Erdreichs abhän- get. Meines Vaters lezter Kleeſchnitt im zweyten Jahr war gewiß immer ſo ſtarf; als der erfie im erſten Jahr, aber eine ununterbrochene Cultur und das ſiarke Dün- gen zur Gerſte, mit welcher der Kleeſamen geſäet wur- de, hatte das Land ſo gut gemacht; daß es vier Klees erndten würde getragen haben, und da der Klee immer ſehr dick ſiand, ſo konnte fein Unfraut auffommen und . das Erdreich blieb immer rein Sobald der Kles um Michaelis abgehauen war, wurde die Kleeſioppel ge- ſtürzt, niedergeegget und gewendet, alsdenn no vor dem Winter gedtinget und der Dänger eingehac>et. So blieb es liegen bis imFrühjahr,alsdenn wurde es niederge egget und zurSaat beſtellt. Die Gerſie wurde ſoſiark, daß ſie grün gehauen werden mußte z alsdann wuchs ſie wie- der und wurde noch reif. wo ſie das 20 bis 24 Korn gab. Zh weiß, daß dieſes eine reichliche Erndte, ſoo wohl in Anſehung der Gerſte, als des Klees iſt, und ich kenne nichts gröſeres 3; aber ich kann es in meinen Feldern nicht nachmachen, denn mein Erdreich und mein Dünger ſind nicht ſo wie meines Vaters Erdreich, wo auch überflüſſiger Dünger war. Daß das Abgraſen des Klees vortheilhafter für das Erdreich ſey als das Abhüten, iſt ſchon längſt atyiS2 ufd Guitipp! due 1 Guus neh Due ver Guuce Dal jj Iuber A 8 Grag u nie wachſt! Oft erhält 1 aß v4s abweidel| fie mehr Alee- iſi e6 mit, und Oetehmeg j 68 abyumd! „Goyi reibung.| gee als die| Wo der Alpe vm dlleg Di einen eiget Weit man aß Döhnma, 6 finden, und ſon geog 177 1544 ausgemacht, unh wo Wye in Deutſchland in den 6. W Gragfoppeln Laer wird, da nimmt man ihn zwey Jahre zu Haut und läſſet ihn alsdenn abweiden. Das ſet M Gras verdrängt alsdann den Klee und ſeine ſtarken "148 abhäu Wurzeln vergehen in derFolge; aber wo man Klee-in der Wweyten Jaht Braache bauet, da läſſet man ihn, wenn es-rother Klee ven Zah iſt, lieber hauen als abweiden, weil ſein dichter Wuchs- ' iis Di das Gras- und alles Unfraut die Luft entziehet, daß es m geſäet Ha nicht' wachſen fann, dagegen bey dem Abweiden ſolches es vier Ay Luft erhält und ſich ausbreitet. Beim Kleebau. würde er Ale img alſo nichts nachtheiliger ſeyn, als wenn man, ſolchen Uſfotmen in) abweidek, je länger'ntan dagegen ihn ſtehen läſſet, des ) der Ales 1m ſto“ mehr vertilgt er das Unkraut. Mit dem weiſen Rleeſtoppel 6 Klee- iſt es ein anders:- dieſer bringt ſtets das Gras bent no bit mit und wird ſelten ſo hoch, daß er dem Graſe.die Luft- egedet, Zh benehmen könnte.- Dieſer iſt alſo beſſer abzuweiden, des Niedere als abzumähen. 7 y heſofarh bes So viel ich der Engländer Kleebau aus der Be» wuchs fit wies ſchreibung beurtheilen kann, ſo können ſie nichts weni- bis 24 Sort ger als die Lehrmeiſter der Deutſchen darinn ſeyn, denn he Erndtey[V! wo der Kleebau in das Groſe getrieben wird, ba findet les 85 1 man alles das beiſammen, was uns der Engländer im es in meine einzeln zeiget. Die Pfalz und das Neich beweiſen, wie ich und mii weit man es im Kleebau bringen könne, In Sachſen, Erdreich 1 Böhmen, Schleſien, wird man vortrefliche Kleecultur finden, und in Hollſtein wachte. er vor funfzig Jahren eilpaſtet fi ſchon groſe Fortſchritte. ; ſchon(inf 4. NG 178 Zwanzigſtes Kapirek Lucerne, Esparcektke, Futterfkräu- ter und Gräſer, Cucerne iſt diejenige Art von Fukterfrauf, welches in allem Betracht den größten Vorzug verdient. Ich habe ſie in Reihen mit einem Fuß Zwiſchenraum geſäet, und ſie mit der Handhacke rein gehalten, nachdem ich vor» her das Unkraut hatte ausjäten laſſen. In die Rei- hen ließ i< Miſtjauche zur Düngung gieſen und er- hielt eine vortreflihe Crnte. Nachhero habe ich ſie breitwürfig geſäet, ſolche aber vom Unkraut nicht rein halten können; ich habe ſie nachher in ſchlechteres Erdreich geſäet. Sie ſtand das erſte Jahr ſo ziem- lich, gieng aber nachher, ob ich ſie gleich von oben düngte, aus, nun ſäete ich ſie wieder in Reihen und dieſe kann ich mit ber Hacke rein halten. Die ange- bene Methode des Harte werde ich verſuchen und mei- ne Lucerne pflanzen. 4 Mit der Esparcette bin ich gar nicht glücklich getveſen, indem ſie niemtals, wenn ſie auch aufgegan- gen war y das zweite Jahr erlebet hat. Wir haben aber in Deutſchland ſowohl von Lucerne, als Esparcek- te die ſchönſten Fluren, die kein Land beſſer haben kann. Bey Kloſter Doxan in Böhmen, habe ich eine Lucerne Wieſe von mehr als 40 Scheffel Land viele - Jahre in vortreflichem Stand geſehen und ſo an meh- pern Sinne RE nai TIE=== zz elzülz men ÜwenmnVeee9eeeeeeereeewereaeennr 2 H D0 Aug 904 714 in Zufla paß; Jütte uft weit H (ue in8 91 Zehen hal fangen 00 ſeeen) und (eſer ZU Ein! [ G; ſi! beuetheilt fäte, I Meinung Finfiiche fuppen„di; NAN alerItt vo ihren eh jn feine 4 Yet Nepal 379 pit(| rern Orten im Neiche und der Pfalz ivird dieſe ſehr feh häufig gebauet. Es iſt kein Futterfraut, deſſen Anbau wir nicht in Deutſchland in groſen und kleinen Verſuchen ge» macht hätten und in deren Cuitur wir die Engländer 1 welches nicht weit hinter uns lieſen; weil wir dergleichen An- 1, Ich halt baue ins gröſere treiben können, da wir Uiberfluß an 1 geſdet, und Feldern haben. Die vielen Sandwüſten Deutſchlands bem ich vow fangen anjetzo an, ſich des Baues des Spargels zu In die Rö freuen, und erwarten von dieſem ihre Umſchaffung in jeſen und eb beſſere Felder. 0 habe ich fe taut nicht teig Ein und zwanzigſtes Kapitel in ſchlechteres Die Behandlung der Wieſen, Jahr[0 zie+ eich von ben 4 IGER in Reihen ud Sie iſt der Maasſtab nach welchem ich den Wirth beurtheile und ſolchen entweder für ſc habe » undi den ich vielen Wieſenwachs, ſo brauche ich alle künliche Fy Ci! 12 ELE GE GR ZES SII SI ENGE I EEG BIN IEINEENENN 1352 Cultuyy nicht, und meine Felber werden eine groſe Menge Früchte tragen; habe ich jenen nicht, ſo muß ich mir dieſe machen und es iſt immer noch ungewiß, ob ich es ſo weit bringe. Mein Vater hatte fandi- ges Erdreich; er hatte aber Wieſen, die Heu von Mau- neslänge trugen. Durch dieſe wurde dieſer Sand in ſo gute Cultur geſezt, daß der Sand. nie Fehlerndten hatte, uud ſogar das größte Huantum von Waizen trug. Daß man beſſer thut, wenn die Wieſen ganz tro- Fen ſind, daß man ſie zum zweitenmale abhüten läßt, will ic), wenn ich andere Sachen abtrocknen kann, mir gefallen laſſen, aber ſind ſie im mindeſten feucht fo laſſe main es ja bleiben, weil ſonſt der Schade ſehr groß ſeyn möchte. Bis in ſpäten Herbſt mit der Grumt vder zweiten Heuerndte zu warten, iſt nicht rathſam. Anfangs September hat die Sonne noch Kraft genug, Has Gras völlig auszutrocknen, ſpäter iſt es nichts werth, ob man es gleich von ſv vielen thun ſiehet, - Die Wäſſerung der Wieſen iſt bey uns im Ge- birge zu Hauſe und wird auf allerhand Art betrieben. Das geringſte Wäſſerchen wird aufgefangen und zur Wäſſerung aufgewendet, Das Waſſer, das in die We, ge vom Negen kreibet, wird auf die Felder geſchla- gen und der ſchönſte Graswuchs dadurch befördert, der Abgang von, den Nöhrwäſſern in den Höfen, furs alles wird angewandt, um das Wäſſern ſv hoch als wöglich zu treiben."Jeder Bach, der nur etwas Fall Haf; wird aus ſeinen Ufern geleitet, um ihn zum Wäſ, ſern jep M ven Sof ſun u ſ vy pub EU Op Wf pid mm d ſam von Quöheg mi! Ruſenph| vm u uvm man das daß 18h es dieſes fiz. Ne] das Vaſſ 8 nh d Dieſen 1 von.dem die bond mit Wieden ziplichfen, Hauſen Bächen u Veſt| ſchlecht 1 ju ole 133 eile ipſo ſern zu gebrauchen und alles dieſes wird mit ſo we- dt ſo mig nigen Koſten, als möglich gemacht, da bey dem ſiärk- h ungewiß, ſien Bach, höchſtens ein paar Säulen eingeſeßet wer- hatte fandi- den, auf denen ein Balken ruht; an dieſen Balken | von Maly werden Stücke Stangen gelegt und dieſe halten den ſet Sand in Naſen auf, den man hineinwirft. Durch dieſen Raſen Tehlerndten wird nun das Waſſer aus dem Bach getrieben, der von Bait ſchon von ſelbſt durch den offen gemachten Graben det [en gabs fib Ausweg nimmt. Nun läuft das Waſſer über einen hüten Ihpt Raſenplats, wo ein Auffangegraben es wieder auf« nen fam, nimmt und weiter befördert, bis es am Cnde wieder defien füt; in den. Bach fommt. Die Haupturſache dabey iſt, daß man das Waſſer immer ſo früh wieder zu fangen ſucht, » Cchade ſcht IE EINEN San„5 9.00 daß es ſich nicht in die Erde freſſen muß. Denn wenn 0 ah es dieſes thut, ſo werden jane ſimpfige Stele fer? WEN tig. Die Fluthwieſen ſind das nämliche. Man muß uur das Waſſer zur rechten Zeit in Canälen fangen und nav wr es nach dem Falle ableiten. Die Unfoſten, die ſolche y"md Bieſen machen, ſind unbeträchtlich,/ aber ihre Güte hängt+ us M Ge von dem Waſſer ab; womit ich wäſſere. Alle Wäſſer; 4 0.1008 die von. den Höfen, und qus den Wegen kommen, find en und mit vielen Düngertheilen vermiſcht und daher die vor- gin die Vs, züglichſten. Jene von ganz friſchen Quellen gleich vom der eſl» Hauſe aus, folgen dieſen, alsdenn kommen die aus den 4 befördet) Bächen und die ſchlechteſten ſind diejenigen, ws das Aöfen fun- Waſſer ſchon über viele Wieſen und. beſonders über ſo hoc 45 ſchlechte und ſaure Wieſen gelaufen iſt. Der Boden : ew Zu zu ſolchen Wieſeu mag ſeyn wie ex will, wenn. ſich 1 zum Du dan ſan R &. || Wl Kd err m0mwu(heetueuomerenemmmemneneeneen"Sz 184 dem Waſſer uur nicht Lehm enkgegen ſeek/ der es zu-' riücktreibt und die Wieſen ſauer macht. Ueber die beſte, Art des Waſſers kann ſich jeder leicht ſelbſt ohne gro- ſes Kopfzerbrechen die Antwort geben; denn hat das Waſſer düngende Theile bey ſich, ſo muß es den Boden düngen. Jedes Quellwaſſer, das eigentlich durch den Zufluß von den gedüngten Aeckern düngende Kraft er- hält, muß beſſere Wirfung auf die Wieſen machen, als ſchon abgelaufenes. Bey den Bächen und Flüſſen iſt die Sache anders.„Der Zufluß, den ſelbige von dert an ihren Ufern liegenden Feldern erhalten und der fich nicht auf einen Fleck einſchränfet, beſtimmt den Grad der Güte des Waſſers. Schwemmwieſen haben wir bey uns im Gebirge nicht. Durch Schöpfräder wird aber manches gewäſſert, beſonders bringen die Bergwerke eine Menge Waſſer dadurch zu Tage- die zur Wäſſe- rung ſehr nüßlich angewendet werden, Eine ſolche zu wäſſernde Wieſe kann aber nicht mit Düngeyx un- terſtäßet werden.; Zwey und zwanzigſtes Kapitel. Die RNindviehzucht. Dieſe iſt in Deutſchland gewiß Eines der wichtigſten Gegenſiände der Landwirthſchaft. Man findet ſo vieler- ley Arten von Vieh und von ſo verſchiedener Gröſe, “ daß ich mehr als fünfzig Abarten angeben könnte. Wir ſind fü 13 virha1f 000 111) vat]! fen Ihart werden. in Wie Dies! Eyglände! Gunten| ma ficht, L uf bin. des Rate 4! Aufwan hem eig nan (je unte hervorge Heine jf ' ' 185 1 bt find in Deutſchland ſo weit gekommen,- daß wir uns der die bes durchaus nicht mehr zurecht finden können, wenn wir | ohne atw“ uns in der Wahl nicht zu beſtimmen wiſſen. Die hn hat des- Marſchgegenden liefern ungeheure Maſſen von Vieh, „den Yoden die aber in ſchlechtern Futter am Ende bis zur klein- h durchdn ſten Abart wieder herabſimken und die kleinſten Arten de Fraft es„werden. in den Marſchweiden ſucceſſive wieder ſo gros nahen, als wie die eingeborne Race. Die Anſtrengungen der ) Flüſſen iſt Engländer und daß ſie einen Springochſen mit 46G ige von det Guineen. bezahlen, beweißen weiter nichts, als den wah- Und der ſch ren Nationalcharacter der Engländer, der das ſonderbare den Grad der liebt. Was er wohlfeilex und näher haben konnte, ſucht ben wit„M7 er auf entfernten Wegen, weil es ſonverbar iſt."Ich 0 vird abet bin deswegen nicht in Abrede, daß man eine gute e Berzwerl Race zu befommen ſuchen ſol, aber einen. ſoichen zur Biſſe- Aufwand hat man nicht nothig. Man kann in ſei- Eine ſole nem eigenen Vieh ſeine Race ſo veredlen, wenn Ainet ie man, wie Backewel ſich mit Aufmerkſamkeit der Sa- iſt bey allen nothwendig, ſonſt würde ſie zur Zeit, 4, die dis wo ſie nach dem Rinde ſeyn würde, ſich durch ihre eine unt Unryhe mehr abzehren 7 ais in„der Folge gewinnen. us Da 188 Da nun in der erſten Zeit das Kalb, nicht mit zeh- rek, die Kuh) aber mehr als gewöhnlich frißt, ſo muß dieſelbe auf alle Fälle mehr Einfluß auf das. Fett- werden derſelben haben. Die Anwendung, das Gras, das das Vieh ſtehen läſſet, abzuhauen, wo es daſſelbe den dritten Tag frißt, iſt mir neu und in Fettfoppeln mit Nußen anzuwenden, wo das Gras um jeden Miſt- haufen ſtehen bleibet, Daß der Engländer ſehr wenig rechnen muß beweiſet ſeine Maſtung, wenn er ſein Heu im Felde verfüttert, wenn er Leinſaamen zur Maſtung nimmt, aus welchen er erſt Oehl nehmen ſollte, weil dieſes zur Maſtung nichts beyträget, wie uns die tägliche Erfahrung lehret; die Körner ſchroten zu laſſen, iſt bey der Maſiung allemahl Vortheil, und" bey der Ehweimmaſtung noch mehr, wenn das Schrot zu Brod gebacfen wird. Die Maſtungen alle? Art ſind in Deutſchland ſo be» kannt, daß jeder Bauer ein Meiſter darinnen iſt. Kraut, Erdäpfel, Heu, Schrot und Leinfuchen ſind bey uns im Gebirge das gewöhnlichſte Maſtungsmateriale und wir bringen es ſehr weir darinnen. Rüben geben wir ihnen im Anfang, aber ſelten ſeßen ſie nach ſelbigen derbes Fleiſch an. Ueberhaupt hat das Reich in der DOchſenmaſiung vor dem übrigen Deutſchlande viel vor- aus, und die mehrſten Ochſen werden mit rothen Klee, Fucerne und Runkelrüben gemäſtet, und. Franfreich be- kommt eine groſe Menge Ochſen daher, Huedlinburg, Nord- jeht (erh von den "11 ha Der fingder' Oft; fußg mei fen? den niht(0 gw ff nR nig ode das w jh tej Geſch NERN bit 4% hommeh lem zel WEN Aigen Veſdeſ Tide Gj (ufs Zet Setvinnt wendig| Wir die 189 ht mit jh Nordhauſen ſind wegen der Schweinmaſiung beſonders bt fo mg berühmt und ich ſtehe dafür, daß der Engländer noch das Feth- von dem Pfälzer und Quedlinburger lernen kann, ohne des Gras,- daß ſich ſolche einer Waage bedienen, die eigentlich zwar es daſſelbe den Werth eines fetten Viehes angiebt, aber in Anſe- Vettfoppelt hung der Wirkung des Futters ein Spielwerk iſt. Denn jeden Miſſ-.: ich fönnte mich durch dieſe Waage von der Wir- kung meines Futters überzeugen, wozu ſollte es mir hel- Nen muß, fen? denn wenn in den folgenden Tagen das Thier 1 im Felde nicht ſo geſtimmt iſt, als in den vorhergehenden Ta- mg mint'gen, ſo kann ich in Anſehung der Wirkung, den ich mei- weil: Dieſe nem Futter nach der Waage zuſchreibe, entweder zu iwe- die tägliche nig oder.>zu. viel rechnen, Cs iſt etwas, aber nicht loſen, das, was der Engländer aus dieſer Waage macht; denn 10" bey mi ich weiß, daß Vieh. bey meiner Fütterungsart in der tot zu Brod Geſchwindigkeit zugenommen und in vierzehn Tagen nichts„mehr aufgeleget haf, dagegen. manche, die 3 Sab fo bes- bis 4 Wochen auf der Maſt geſtanden, gar nicht zuge- jf Seat, nommen haben, ſo daß man ſchon ſein Futter für ver- ) bey uns loren gehalten hat, Mit einenmale aber haben ſie auf- EN'gelegt und ſind in furzer Zeit ſpeckfett geivorden. Wer- hani! einigerntaſſen ſich mit Maſtungen abgegeben hat, 51 4 ſelbigen„DINIEE oft VOM haben, und das HE ENE ſchr gewöhn- jh in in iche Erſcheinung. DOft legt ei StücX Vieh inwendig 567'aufs Fett, ſchließt ſich, wie die Fleiſcher ſprechen, und FE"gewinnt ſehr wenig am Fleiſche, bis es endlich von in- 0'wendig heraus fett wird. Bey allen dieſen Fällen hilft frei"nir die Waage nichts. Das wiſſen wir Deutſche beſ- NNN; ſer Nord ' 192| ſer. Ein guter Fleiſchergriff zeigt mix die innere Und| wee in äuſere Beſchaffenheit meines Maſiviehes und wer mo. ww ſien will, muß dieſen zu erlangen ſuchen- CS giebt da- 164 her Wirthe, die ſich mit Maſiungen abgeben und ſo N geübt auf dieſen Griff ſind, daß ſie das Gewicht des puppe Sleiſches und des Fettes genau ohne Waage angeben| m könyen. Die Anmerkung, daß das Vieh bey abwech- ehen di Feinden Futter ſchneller fett wird, iſt gans richtig und uſe 0 von vielen Deutſchen anerkannt. Daß die Milchwirth- in hech ſchaft bey groſen Städten von ganz entſchiedenen Vor-| elit theilen begleitet wird, iſt in allen Ländern bekann... In We: Deutſchland haben viele Wirthe beſonders bey Berlin] ſich groſe Marſchkühe angeſchaft, ſich Futter dazu auf dy der- Spree und Havel aus den Oderbrüchen bringen laſſen, worinnen beſonders ein Herx von Zulow und| von Haa bekannt ſind. DOb indeſſen ihre Einrichtun-| gen mit Vortheil oder Schaden verbunden geweſen ſind»| 0,; s vi EN| |! INB| UEMETBEHN 4] | | 100414| 8! BH PUENN WIEN EE | pe] 140120418 HAR! MMI 1,19 vs H a! 0) 11840 | HRN AEUN t WN| 006 1.106,48 IV || 810 | 1?|? jW || | 1]| 1! 1] A5| R 11 0,1 13) 15 |" L 1 4 [ | j) N 4 /Y | y j 100,8 pa! " jh | | 4 | | 13 weiß ich nicht gewiß, vermuthe aber, daß ſie bey ihren| vn ſandigen Feldern groſen Nußen von deim erſten Aufs| wande müſſen gehabt haben. Wenn ic eine ſolche;| A Marſchkuh täglich nür zu 25 Kannen Milch annehmeyp||, m und nur 300 Tage, ſo habe ich 7200 Kannen Milch y| wd | ich will ſolche nur zu 8 pf. mir bezahlen laſſen, ſo hq- A jj be ich 200 rl. Selbſt wenn ich eine kleine Landkuh guk vf hy füttere, wie es bey groſen Städten, wo Bierträbery| wid (| Brandweinſpühlig, Abgang voa Gartengewächſen in| R | y' Menge vor Geld zu haben iſt, ſolches ſehr leicht geſche- dr Ze | hen fann,; fann ich dreyhundert Tage int Jahre imo Chen It'mer Wf feh ) Witete 1) nd Wer bo (8 giebt dy ben und j) etvicht des 19e angeben bey abiwech tidtig. und Milchwirth- edenen Ves kannt, 8 bey Ditſit fer Dazu af chen Beitget yn Zul un) (e Eintichtity gelweſeh fin) ſe bey ihren | eitel Aufs 4 eine ſolche [4 annehtney won Rilh) oſe, fo h0 Qandfuh A! , Bierträhe) gewächſen it icht Jef) | Jahre m m T91 mer im Durchſchnitt alle Tage acht Kannen Milch rech- nen, macht alſo 2400 Kannen, und 8 pf. macht 66rl. 16 gl. Einnahme.: Daß man in groſen Melkereien Schweine zum verzehren des Milchabfalles hält, iſt nothwendig und man wiirde ihn weggieſen müſſen. In Mecklenburg haben die Holländer, es ſey der Herr oder ein Pachter, groſe Heerden Schweine zu der ſchlechten Milch, die im Herbſte entiveder fett gemacht oder mager an die Quedlinburger verkauft werden. Drey und zwanzigſtes Kapitel Die Schaagfzuht. Der Engländer giebt den Beweiß, daß er ſich nach den Umſtänden richtet, er beobachtet nämlich die NE gel, was ſich am beſien und ſherfen verfaufen läſ- ſet, muß ich produciren. Des Engländers Gaumen verlangt vorzüglich derbes Fleiſch, welches ſaftig und fett ſeyn muß. Der Pachter weiß dieſes, und ſorgt dafür, daß ſolches ſiet8 auf dem Markt zu haben iſt, weil es ihm ſehr gut bezahlt wird, und darianen hak er recht» Vormals als die Wolle mehr einbrachte, as| das Fleiſch, ließ der Engländer ſpaniſche SO mit Lebensgefahr bringen 3 anjei3o, da ſich ſo viele Länder auf feine Schaafwolte legen, bringt ee. 732iLls 192 Fett manchen, mehr ein, und er hält es mit der grö» ben Wolle. Aber mit Erlaubniß der Herrn Engländer glaube ich doch/ daß ſich fettmachen und gute Wolle ſehr leicht mit einander verbinden laſſen; und daß es ihnen zur Laſt gelegt werden kann, wenn ſie es nicht'bewerkſiellio gen. I< habe zum Epaß junge Lämmer an Kühen ſaugen laſſen und in zehn Wochen ſolche zu der Größe eines Hammels gebracht, und im folgenden Jahr.“ hielt ich vierzehn Pfund feine ſpaniſche Wolle von ih- nen. Wirhabenin derHerrſchaft Purſchenſtein ſpaniſche Schaafe mit feiner Wolle, die wenn ſie die Fleiſcher den'Sommer über auf d3a Stadtfeldern haben weiden laſſen, beim Schlachten 22 bis 26 Pfund Unſchlitt oder Talg haben, welchen Vorzug die Weide ihnen giebt, anſiatt daß wenn die Schöpſe auf der gewöhnlichen Wei- de gehen, ſie ſelten mehr als acht Pfund haben. Daß -alle Thiere, von welcher Art ſie wollen, durch Auswahl 'und Futter zu. der größten Art gebracht werden können, “beweiſet die Verwandlung der ileinen Köhe in Marſch- kühe. Wenn ich alſo ein Engländer wäre, der ſo viel “YAufſehen machen wollte, ſd würde ich die feinwolligten Schaafe zu der Gröſe und Stärfe veredeln, als die ſchlecht wolligten, und alsdenn verdiente ſolche Vereds lung Danf, da der Engländer anjeßo ſo viel Geld für ſpaniſche Wolle ausgeben muß. Daß* das Gebäude des ſpaniſchen Schaafes nicht ſo iſt, wie der Farmer'e8 wünſchet, machet kein Hindcrniß, ſondern er kann ditrch Ver uva geſch al vf zum| vf er nie jmonirende! ginze Mode 1000 Gy (M un 8 iſe und allen ſes Ghei de Vieth Mecflenbu und doch ij wie Jrahery de ja m und gleichty (enburgiſche dirge haben ſuch) 16 Chifttelen feinſie fan gtöſen Ipo wollte denn Nit naden I93 hit Dep; wn:; Ph Vermiſchung der Race, die er hat, das Gebäuße dop, NEI ſelben beibehalten und dem die ſpaniſche Wolle geben; nber Slaide wie wir bey uns der Fälle genug haben, daß unſere "4 leiht Landſchaafe weiter nichts als die Wolle verändern. Iven au Wer ſich alſo von den engliſchen Farmers in Anſehung eer tells deſſen zum Schweigen bringen läſſet, beweiſet damit, an Kühen daß er nie Verſuche der Art gemacht, und daß nur ein de Gröſe imponirender Wirth, als Backwell dazu gehört, der die eh ganze Mode verändert, und der vielleicht für einen Bock (le von iho 1005 Guineen bezahlt erhält. Wer mit Viehzucht als iw pane ey Arf umgegangen iſt, der muß es wiſſen, wie leicht" die Keiſchet es iſt, alle Arten aufzupropfen, und.es macht Sinclair bin Weiber und allen engliſchen Wirthen wenig Ehre, daß ſie dies Inſchlitf ober ſes Geheimniß, das in Deutſchland jeder nicht denken- Ihne gil, de Wirth ausübet und weiß, nicht bereiten können 3 lichen Dib Mecklenburgs Pferde ſind in ganz Deutſchland berühmt, ben, Dr und doch iſt dieſe Art mit allen Arten von der Welt- 4 Juewehl mit Arabern, Barben, Neapolitanern,Spauiern, Englän» den Ane dert, ja wie geſagt, mit allen Racen veredelt worden 11 Marſche und gleichtvohl iſt der eigentliche Nationalbau des mecka. , der'ſo viel lenburgiſchen Pferdes beigeblieben. Bey uns im Ge« ainwolligten birge haben ivir eine groſe Nace von Schaafen. Eie ſn, als die iſt noch, was ſie geweſen iſt, weil es nod) unveredelte che Vert) Schäfereien giebt, die dieſes beweiſen. Sie tragen die je] Geld für feinſie ſpaniſche Wolle. Unſere Nindviehzucht iſi mit 18 Gebäude gröſen Arten vermiſcht und verbeſſert worden. Wer wollte denn daran zweifeln, daß der Engländer? ſolches nicht machen könne? Selbſt die Verſuche, die dex Enga N län» „Farmer -(any 011) Ny “ 194- länder gemacht hat, eine eigene Race zu bilden, ſollte ſie belehren, wie weit man es in der Veredlung brins gen fann, wenn man ſich Mühe giebt. Nachträge zum erſten Kapitel. Deutſchland ſeufzet in einigen Begenden ſo gut wie England unter verſchiedenen Bedrücungen, die daſſelbe in der Vervollkommnung ſeiner Landwirthſchaft hindern könnten; aber der Theil/ der eigentlich am mehrſien leidet, iſt zu klein; als daß man ihn gegen den gro- ſen Theil der Freiheit genieſen, und voll auf in Rech» nung bringen könnte. Im Grunde hindert ſolches das Emporfommen nicht, weil in ſolchen Gegenden die Feld- wirthſchaft nicht den Bauern, ſondern dem Herrn ge- hört. Dieſe treiben die Wirthſchaft ſo hoch, als ſie können, Der größte Theil Deutſchlandes iſt in einer ſolchen Verfaſſung, daß der Bauer auf ſeinem Gute ſo uneingeſchränft handeln kann, als ſein Herr, welcher mit ſeinen Bauern unter einem Druck, nämlich der Ge- meinheit lebetz aber auch ſein Gut hat einen groſen ganz für ſich und er fann damit und auf demſelben ma- en muß-"' 144=-=- Der Verwalter» 2 5% Lau Die Ausgeberin- o 30<= 320 yd) ws fl [9700] u 6 (8 fet (eile (am "Ze W Vent und weh Ya Gie den Wt Mahe beit; Yi 4 ſhaft Yuöh Nut| Ty ſh Und Deiche 209 me debün) ien nicht vt ee Fedndt| Zwey: HäFer noch zum Vogt, und noch 4 Taglöhner, welches alles iſt, was gebraucht wird, und 32 Viehzir- Srihſhafthe fen, in Summa> Menſchen 3 59rl. 35.041, Aeſwecſel Das Geſchirr macht einen ſehr gerin» bent hy gen Gegenſtand der Ausgabe. Wer ſd hit ein es Fennet; fann ſolches leicht beux- Ich jeder feht theilen. Ich will doch auf ein Ge- ingerihtg it ſpann 5 rl. vechnen; 2 LI. mad erltüg, die* Die„Wägen, noch weniger) die dew: Cigentlig ik| Vogt im Winter verfertigen muß, | Rory egi und ivo ſelten Eiſen oder. doch ſehr EEE wenig daran fommt; die ganzeit futter gerade Wagen koſien nicht- EEE CE gay aus ber Schmiedearbeit ſind die drey Haa» Secnung ded&>en und. ſehr ſelten andere Arbeit.- Die Werde. Ich will jedes Geſpann 19 rl. mit s 4 de Dithe-."Wagen rechnen und für andere Ars beit 20.rl. macht 5 2 SO== Brod' Korn gehört unter die Wirth» DIE ſchafts Bedürfniſſe; alſd wäre die:, YAusgabe 3 it. Summa+ 655 ri. zr il Nun berechnet Herr Thaek von den y NE- Auſen Schlägen» 6.-- R ſv bleiben noch über, Korn an Unfoſten 229== LIN und reichen alſo; wenn inan die ganze Einrichtung der dn OÖ ebe» 210 mehrſten mecklenburgiſchen Wirthſchaften kenne, wo ſelten ein Schreiber gehalten wird, ſonderu der Vogty deſſen Amr mit verrichtet, wo die Frau ſelbſt Vusges berin it, 1 x Körner reichlich hin, die Wirthſchaft zu führen. Wer- übrigens von einem ganzen Lande ſpricht x das die Gröſe von Mecklenburg hat; der muß ſolches in viele Theile theilen, wenn er von der Landwirth- ſchaft ein richtiges Urtheil fällen will: älſo iſt das 1ote Korn auf manchen Stellen zu hoch angenom- men, auf manchen Stellen aber zu niedrig. Klaie boden; ſtrenger Lehm, in allen Gradationen herunter, bis zum Wehſande ſind das Erdreich, auf welchen Ge- traid gebauet werden ſoll und manches Gut hat lan- ge vortrefliche Koppelwirthſchaft gehabt, manches hat erſt ſeit kurzen den Anfang damit gemacht. Das Erd» reich des Cinen/ iſt anjetßo im beſten Ertrage, das Andere iſt noch roh. Man kann alſo die meklenbur- giſche Wirthſchaft nicht nach dem Ertrage berechnen x ſondern nach den Umſtänden, worinn jede einzelne Wirthſchaft ſich befindet. In Gütern, deren Cultur ſchön dreimal durchgegangen, iſt das 10ke Korn nicht zu hoch. Ferner macht die Wieſencultur auf alle Fälle einen gröſen Unterſchied in der Benußung der Weidenſchläge- weil alsdenn die erſten Kleeerndten zu Heu gemacht werden müſſen und alſo das Vieh die ſchlechten Weideſchläge erhält. Als mein Vater im Jahr x 766 ſeinen Briefwechſel ſchrieb, der aber durch Man- ;: gel NE put das ein (4 30 fu die“ mßs bi 1 uh| ſihige Or nor nah jo Gi [ON (eben) fan welenh (es ſage! Viele Gh 4 She Herfücht, 18 Getty den if; Wut gedür Veltach ſhlet ij lichen 34 Erdnig der Ned den funf injelhen SIT ) Eehnet hy gel an einem Verleger erſt zwanzia Jahre darnach ge, eru der Dey, druckt wurde, da waren noch die wenigſten Gütere 1[elb uhu das einemal mit ihren Schlägen durch, und bekannte Uitthſchöf: lich gehören dreimal dazu, ehe und bevor man ſagen Fann, die Weide habe ſich verbeſſert. Alſo waren das | Lande fptidt, mals 6 bis 8 Schfl. Landweide nicht hinreichend, ei- et muß fol! ne Kuh zu erhalton, weil auf dem ſandigen Boden der Undwirh ſpißige Grasarten wuchſen. In der Gegend von Wis- : iſo iM mar nach Lübeck waren damals ſchon Güter, die auf hoch andene zwey Scheffel Land eine Kuh weiden konnten, indeſſen niedtig; Aly aber wurde die Weide beſſer mit wenigern Kühen be- tionen Getunte, frieben, um mehreren Nußen davon zu haben. Alſo uf welchen Op fann man bey der Verſchiedenheit, in welcher ſich die 3(ut hat Ia mecklenburgiſche Wirthſchaft befindet, gar nichts beſtimm- + Wandes Hil tes ſagen. Cben ſo verhält es ſich mit der Kleeſaat. "1. 8 xb Viele Güter, deren Erdreich in guter Cultur ſtehet, ſs- daß en Klee mit der lezten Saat, andere haben die Saat die weflelbut: verſucht, aber ihr Erdreich iſt kaum hinreichend, ſchlech- oge heehnet, tes Getraide zu tragen, wozu doch gut geduüngt 1vor- 1 jebe einjeltt! den iſt. Wie ſollte denn da Kiee wachſen, der ſo ) ven Qulu gut gedüngten Acer verlangt? Alſo entwickeln ſich ot Form nid! die Urſachen, warum die Weide des Mecklenburgers ſo ur auf dl! ſchlecht iſt. Erſilich der Hollſteiner hat ſeit undenf- Sendung lichen Zeiten die Koppelwirthſchaft eingeführt und ſein 1 Seco Erdreich ſollte anjeßo zur höhern Cultur geeignet ſeyn. m Vieh dt der Mecklenburger fieng ſolche Einrichtung gleich nach 0 den funfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bey ater im:; einzelnen Gütern, im Grunde aber erſt im allge- ver bund Du " DD) 2? mei» 2712 meinen nach dem ſiebenjährigen Kriege an« Zwwei- tens ſchlechtes Erdreich erfordert um Klee zu tragen ein ozer mehr Jahrhunderte. Drittens' der Mecklen- burger rechnet alles auf den Körnerertrag, braucht den Haacfen, egget im Ciefel und zerFshret auch in der lezten) wie'in der erſien Saat, alles Unfraut, ſo daß Fein Gras wachſen kann. In ſieben Schlägen muß der Acker: gut ſeytt. Iſt er dieſes- ſo iſt die Eintheilung falſch/ iſt er es nicht, ſo iſt ſie noch ſchlechter. Jſt der Erdboden gutk; ſo kann ich 59 Kühe halten und dieſes giebt denn eine andere Berechnung. Judeſſen wird man: dieſe Eintheilung ſeiten finden, weil ſie ganz fehlerhaft iſt. Ich laſſe mich auch auf dieſe gar nicht ein. Eine Wirthſchaft in neun Schlägen erfordert gus- ten Boden und wird ſehr verſchieden behandelt, bald init mürbe Braache, bald ohne ſelbige. Iſt das Erds peich gut; ſo kann man fünf Saaten, eine Braache" und drey Weidekoppeln haben; iſt es nicht gut, ſo muß ich mit Braache drey Saaten und fünf Weidekoppeln behandeln. Genmeiniglich wird dieſe Eintheilung'mit NMurbebraache gemacht, diehalb bedüngt; halb mit Erbs- ſen beſäet wird. Man kann alſo ſehr wenig über die Einnahme beſtimmen, weil matt ſo ſehr verſchie ' den dieſe Eintheilung behaadeln muß. In gutent Exdreiche würde die Einnahme alſo lauten; 273 Sersfräfte zu vermehren. Daß man nie in der Landwirthſchaft eine einſtimmige Wahl der Beſtellung haben kayn, iſt ja ausgemacht,; daß der eine mit Belde, was er überfiüſſig zur feinem Vergmi- gen an die Feldwirthſchaft wendet, ein Feld immerwäh- rend bearbeiten und doch ſo!c) de/hat ſchöne fette Halmen, insgemein aber ohne viele Ksr« (hieden we) ner, in Summa alles zeigt die äuſere Vollkommen» ift auch hie' heit der Landwirthſchaft in der Gegend an. Kommet Bembele man aber in die Viehſtälle ſo ſieht man fettes Vieh,- wäre es be man bauet Handelsgewächſe und ich wüſte einem ſolchen fie nicht bei Gemählde, das ſich ſehr häufig in Sachſen in natura de Etteitet) zeigt, nichts wünſchenswerther hinzu zu ſeen, Unter wohnen? je der Sonnen aber iſt nichts vollkommen. t hne Prü In den lezten zehn Jahren des verfloſſenen Jahrhunderts haben die Schönheiten dieſes Gemahl» ü. des einen Flor befommen, der es bey einem nach- igen das 1 denfenden Wirthe ſehr in Schatten ſiellet. Die fals Viehbeſtand? ten abwechſelnden Frühjahre hinderten den Wuchs des nit Klees die Dürre trocknete ihn völlig aus, man grif 16 die Gekraidefelder an, man nahm, Futter, wo es war, ang füh: man fütterte Körner, wo man dergleichen hatte und We u P 2 muſte <= s-> ==== Z “:[1] 49.00 01.1"AL RES ii 1% ie 3 arten ſind in; Deutſchland. ſchow ausf(d- verſecka) 230 angewendet, ſchränken ſich aber alle auf die vorhan- ig denen Umſtände ein; daß ich nichts weiter davon ſa- 4 vf ge. Die niederländiſche Wirthſchaft iſt in Deutſch- Qu? land von jeher zu bekannt geweſen und beſonders ha- N 1 ben viele Meclenburger, unter andern ſelbſt mein 14 Bater dort ihr Blut flieſen laſſen, und ſolche bey der vd Gelegenheit fennen gelernt; aber welcher Boden wird nw. 7 dieſem gleich kommen. Er iſt mit Canälen in unge- 1 ud heurer Menge durchſchnitten, die dieſem üppigen Bo»- W iu den ſtets ſeine Feuchtigkeit erhalten, daher iſt ſol- her in) Wuchs und er wächſet ſo gut, als geſtängelt; auch 1 Sracche würden Wälder nicht zureichen, ſolchen zu ſtängeln. jan füh'Che ich zum zweiten Theile übergehe, muß ich NENN noch etivas von der Drei oder Sechsfelderwirthſchaft etheihaft Jagen, die ich vor das jezt bekannte größte ID det. der menſte in der Landwirthſchaft kenne, nicht JeNCh fand wo ich DUC EEG] hergebrachte Gewohnheis imm ten und dergleichen mehr gebunden bin zu handeln; maßloſe„EN wie dieſe Verpflichtungen es immer aAUFCGEN ſondern eſche di eine Dreifelderwirthſchaft, wo ich mein eigener Hers bin und wo ich gut vorbereitetes Erdreich habe. Ein 1 Deu Gut, es mag eingetheilt ſeyn, wie es wohe, hat doch | liefen) ſehr viele Stellen, die nicht mit ia dieſer Eiatheilnag dumif begriffen ſeyn können, als Gärten, Wieſen, Hob; abs + gelegene dürre Pläßzs. Yes dieſes zuſammen 04 iq 232 hinreichen um einen dem ganzen angemeſſenen Vieh- beſtand zu unterhalten. Iſt dieſes nicht, ſo muß man von ven Feldern etwas zu künſtlichen Grsſereien be- reiten. Die Menge Eroß und die Braachfrächte werden ein Groſes beitragen, dieſen Zweck zu erhalten. Bey dieſer Eintheilung iſt es nothwendig, daß die halbe Sraache ſiarf. bedüngt wird. In dieſen Dün- ger wird 3 Theil mit Erdäpfel, 3 Theil mit Kraut und 3 Theil mit RNuunkelrüben beſtellt. Die andere halbe Braache trägt Hälſenfrüchte ungebüngt, in der gedüng- ten Bragche wird Waizen'geſäet, der es ſich gefallen. läſſet, wenn er auch nicht ſv zeitig, in die Erde kommt, Fjjery' 1 iD zeil-/ in die Erbſcaſioppel wird Korn geſäet, in die Wai- zeuſtoppe! Gerſie und in die Kornſtoppel Hafer, wel- Feld.zehmnal und..ein anderes dagegen einmal tragen laſſen; aber man wrde ſolches ſehr übel auslegen.; y -“ Auf dieſem Gute werden. 1.08 Stück gr ob Vieh oder 78 Stä> und 300 Schaafe und Lämmer gehaiten. Da von dieſen nicht alles zum Winter kommt, ſo famt man 50 Yecker Wieſen und 60 Aecter 2 Vorſrüchte den Winter erhalten. Dieſes wäre das Guk; das wier vor uns haben, Eine vierfeldrige Wirthſchaft würde) dieſem Gute an- gemeſſen ſeyn, als x Theil gedüngte Vorſrüchte, Wai» zen, Gerſie mit Klee, Klee. Da der Kiee nicht weiter als ah AN je ud hahen 540 Qiefar Guſe ENE hij 20,30 fen aufer? Wah dan rey wih (6 Wd ſ Weieben d (in| ji vs N; Wtfungen, ft with, Wertungen WW ber) Yar eh ſey; und OMgeenbe! “24 Nen, jep abgehütet werden ſoll,“ſs wiirde er ſchon fo viel wach. Weil übe ſeit und das eine Zwöslftheil-Vorfrücht ieder: zur da geht 8 halben Stallfätterung dienen. hr jvg Ich habe im Ganzen nichts von der Behand lung de? ve) helle: R veleſett, äber in dieſen B Bemerkungen findet ſi< le Weide; Schluſſe eine Behandlung derſ2lben bey) Sir Joſeph (lich wohl 20 zu: Springgrove dieſer läſſet ſeine Wieſen- 15 Zeide fps bis 23. Jahre. liegen; aber alle 4 Zahre düngen, nachs ht anders, hero aufbrechen» und nach ein paar Exndten: düngen p eile Wei- und dann“ mit Gerſte: und Klee beſäen, ein Verfahz zweihrd ren, welches jeder. bey“ ſeinen: Wieſen beobachten ſoll» (fen vw te; wo ſie ihm- ſehr reichlich ſeine Dängung wiedex. erſeßen würden. ichts nac| iH M. Sus Meien Sch fat 15 210; AC EISE DEIN 108 eine ſehsfeldrige Wärvtihſers dem Bau der Sommer- früchte im Frühjahre ſchädlich ſey, iſt nicht allein bey Klaiy ſondern bey allen Boden erprobt; man wird noch einmal ſo gutes Saamengetraide in, der Winter- fruchtbarfeit erbauen, als wenn man ſie durch öfteres Umarbeiten zerſiöhrt. 2. Die Braache im dritten Jahre, iſt beim Klaibo- den in manchen Gegenden, wo ſie durch Stroh locker gemacht werden muß) nothwendig, in andern Gegenden : aber utid four bs qa u8y gerd(yam fun. 7 jeh ſe mV fan, vd füh," fitich, fein 2 Auf Dem fe Umwe Jabel Ie mi genden J Adheſel bt hier ſo werden fühle, NENNEN hunt: Ide 4; ſe Alurf de nd H gröfe fey aber nicht. Cs kommt? auf die Theile an, aus welchen. h[haft- ſolcher beſteht. Mancher verlanzt Tr Fenheit, man- ern der Saat WW hat in allen Betracht vielen Nußen und wird bey uns nf auf unſern leichten Feldern ſehr viel gebraucht. Ob hon ſeine ich aber das Horden der RNoggenſaat billigen kann, glau-| Di be ich nicht; man wird auch auf leichten Boden keine| bed Noth weit dem Ueberwachſen des Korns haben und ge- dm, EG en. Selbſt von allen Gegeuden ſolte man ſolche has 1 DE ben, um genau das Gauze beurtheilen zu können. Ich t( | Dinter; fühlte dieſes Bedürfniß und gab 1794 eitie Landwirth-| » ws ſchaftliche Rechenſchaft meiner ſechs lezten Wirth ſchafts»| R j jahre in der Craaziſchen Buchhandlung, zu Freiberg her. it[aſſen aus. Jh habe in derſelben einzelne Producte mit als ken verurſachten Koſten aufgeführet und am Ende das Reſultat vom Ganzen gezogen. Jeh werde anjeßo die zweite Lieferung herausgeben. Meine Recenſenten ſas| Hen die Wichtigkeit von ſolchen Nechenſchaften ein und| ermunterten die Landwirihe dieſem von mix gegebenen. + einzelne -, Beiſpiele zu folgen; aber! biShex bin. ich es allein» 80: 5! g: 27%:| weſen und werde es auch wohl allein bleiben. Jh ha- win d be es ſo weit gerritben, das ich von jeder Stelle; diensh.= hei ſo klein war/ eine beſondere Rechnung über die Koſten 3 als Hi führte, ws ſ? gar das Kind, das vielleicht einen Arbei-| wi! ter vom Stücke ruſſen mußte, mit in Nechnung kam.| fehn Da ich von jeder Frucht die Acer und Beſtellungs*| wfhhet foſien in Nechnung brinze/ ſv weiß ich ſehr genau/. witim was mir jede einbringt, wenn ich die Einnahme damit han ich| vergleiche. Wenn jedes Gut, oder doch wenigſtens je»| Verbeſſert de Gegend ſolche richtige Berechnungen hätte, ſo wurde wm 4 es freilich den Oeconomen leichter werden, ſich für das yſande am mehrſien Einbringende zu verwenden, in ſoferne er| uöfihr! ſich nicht ſeibſt bemühen will, zu denken. SJennzWir 1- ſehen; ii er dieſes, ſo wird er im erſten Jahre das Ganze über- zu führe ſehen können. Leider wollen alle wirthichaften, aber| weben) es* ſoll nur zur Zerſtreuung dienen. Die Berechnun,| Wire gen der Engländer ſind fär denjenigen nicht unterrich-| wehlgat tend, der lernen will, ſondern es muß jemand ſchon/ ſdieti viele Kenntniſſe der Landwirthſchaft haben und ſelbſt Qith unt | ſehr gut rechnen können, wenn er Nuten davon ha,| hitnirte ben will, und denn wird doch noh mancher ihre Rech“| he Ne nungen ſehr unrichtig finden, wenn man mit ihren|(ans 3 Exempel die Probe macht.“ Gegenwärtig und) vr rd zukünftig gehören zu einem ſolchen Exempel, bey jf; ihnen aber feht keiite andere Zahl, als gegenwäar-| ve Toni ti3z daher ſie n:e im Verhältniß ſtehe, iſt'gewiß; daß aber der ) ich wollte Werth des Nominalreichthums immer weniger werde, leinen Wit-| iſt eben ſo ausgemacht. Will ich alſo den Werth. ei- jegenwärtiv| nes Grundſtückes berechnen, ſo. ſage ich; meitzg Gel» nde zu ih der tragen'mir anjeßo ſo viele procente ein. das [| Grundſtück, das ic) dafür kaufe, muß mir alſs ſo viel [ge gehabt, eintragen, alsdenn hat es den Werth von meinem Gel- thſchaft und de. Die möglichen Verbeſſerungen kann ich nicht in ntſeklich 9- Anſchlag bringen, weil theils mein Fleiß und Nach- ſich hey. ih! denfen und die aufzuwendenden Koſten+r Belohnung Einnahme und Erſatz fordern. Auch iſt ein Grundſtück fär den äptten volle Einen mehr werth als für den Andern; der eine hat velhes fam Vermögen ſolches zur Vollkommenheit zu bringen, der 1. 130 bis andere nicht. Aus dieſem folget nun, daß alle Be-| beſſerer: 20| rechnungen des Werthes ſich) nach dem Marktpreiſe.| wliht at, und nicht: nach Rechnungen beſtimmen laſſen. nSwärdiger Eben ſo. wenig als bey einer laudwirthſchaftli- hen. Berechnung der Werth des Grundſtückes be-“| ſtimmt werden Faun, eben. ſo. wenig kann ein Wirth/ den: Arbeitslohn berechnen, auſer nach vem Preiſe, den] es an dem Tag hat, an welchen er rechnet. Verbeſ-- 5 ſerungen erfordern Meuſchen, viele, auch mehrere Menſchen werde ich haben, müſſen, bey. meiner Be- rech- kann ie faufen will; eferung 1 60000 1, en viele vt ra goootl wb 252] rechnung"der Vortheile, die ich mir machen wollke. Ich. würde alſo bey derſelben ſehr fehlen; wenn 1ch den Tagpreiß annäöhme.: Wie ſehr der Preiß der Ar- beiter mit dem Preiſe der Gürer geſtiegen iſt, weiß jeder Wirth. Nicht allein der Lohn des Hausgeſin- des iſt noch einmal ſo hoch, ſondern auch die Bekö- ſeigung nruß anjeso noch einmal ſo gut als ſonſt ſeyn. Die Qualicät fällt mit der Quantität, und man muß die ſchlechten Arbeiten ſo gut bezahlen, wie die bes ſten; wenn man ſie gebraucht, und in der ganzen Welt kann man fie nicht unvermiſcht haben. Es bleibt alſo nichts übrig, als daß man die Rechnung nach dem Tage macht ,/ zuverläſſig iſt aber bey jetziger Zeit ſelbige nie; denn von Tage zu Tage ſteigt alles Ars beitslohn und bey uns ift ſie ſeit zehn Jahren doppelt geſtiegen. Cben ſo wenig wie vorſtehende beide Rechnun- gen anders als nach dem Marktpreiſe gemacht wer- den können ,/ eben ſo wenig iſt es mit der Spannar- beit. Die Unterhaltung ſteigt und fällt im Werth, ſo wie das Zugvieh auch ſeinen Preiß nicht behält. Alles dieſes was man berechnen muß, hat ſteigende Preiſe mit. der Verbeſſerung des Grundſtückes, und es bleibt der Preiß, für welchen ich jede Arbeit ge- macht befommen kann, der eigentliche Preiß, den ich. berechnen kann. Die Lohnarbeiten ſtehen immer im Verhältniſſe mit den ſteigenden und fallenden Preiſen der Bedürfniſſe, und wer da will, kann ſie beſſer be- fon (MN vy Ziifeh 25-1: en| 4 1" fei j jen wollt fommen, als von ſeinen eigenen Leuten. Dieſes abex Wal 4 Sehet nur in den Städten und kleinen Wirthſchaften 'eiß dep|:&; eiß der Ur an; im Groſen muß man.Zugvieh, Menſchen und Ar- | iſt; weiß beit in Proportion ſeßen, und denn giebt die H Dausgeſiv ſchaft die Unterhaltung. | die Beh Ich fähre meine Wirthſchaftsrechnung folgen! her» ſonſt ſeyn, maſſen; d man muß Erſilicht Berechnung dex ganzen Feldwirthſchaft. ie die be. Hier werden alle Tage ſämtliche Arbeiten nach der ganzen dem Marktpreiſe eingetragen, ſie msgen von ES bleiht meinen eigenen Leuten und Zuügvich, oder von nung nad fremden geſchehen, der Saamen nach dem je. jeßiger Zeit desmaligen Preiſe, in Summa alles und jedes, gt alles Iv iwas ich verwende, ſogar wenn ich das klein- ten doppelt ſie Kind, dem ich ein paar Pfennige gebe, ſchi- &Fe, ſo wird alles aufgeſchrieben. Ylsdann wird 0 Rechtl in der Einnahme alles und jebes nach dem Markt- macht wer- preiſe aufgeführt, die grüne Fütterung ſowohl- e Eyantal wie die trocfene, die Körner wie die Spreu. im Verth, Beide Contos werden zu Walburgis abgeſchloſ- ict behält,- ſen, ob ſie gleich eigentlich zum neuen Jahre at ſteigende ausgehen, ich kann ſie aber wegen der ver» Füctes, und ſchiedenen Preiſe, und des nicht früher vollende- „Arbeit wv- ten Nu! Sdruſches, nicht früher abſchlieſen, obgleich 6 deni- die neue Rechnung wieder.mit dem neuen Jah- mmer in re angehet. Hier findet ſich nun der reine Er- den Profi 5 frag DED "= Zweitens hat jede Frucht vom Korn an bis zum G: a- fons =< 2-7..-- s N =.<<<-| == ane.| ] Grafe ihr einzelnes Negiſter, iwas die Vorrich-- wih tung bis zum Augdreſchen foſtet. Jc< kann al- von pn “ ſo die Benutzung von jeder einzelnen Frucht ge-| 101 nau beſtimmen,| Su Drittens hat das Zugvieh, welches bey mir Pfer- eh aui de ſind, ſeine eigene Rechnung. In ſolcher ſie-| 1OfmeC hen auf der einen Seite ihre Koſten, wohin der| fu vil Knecht, die Fütierung und die Unterhaltung ge- jp fart if hören, alles nach dem Marktpreiſe. Auf der an- we€ dern Seite ſiehen die Arbeiten, die ſie gemacht]h 3 und ſelbſt, wenn ſie geſtanden, was der Knecht| Gtahnt| gearbeitet, wieder nach dem Marktpreiſe. Die-| vwlnhe 1 ſes giebt dann das Reſultat, ob ſie mehr geko-| gen, inbeſ fet als ſie eingebracht oder umgekehrt. Die-| die inh fes wird denn der Berechnung der ganzen Feld-| der Zeinſeu! wirthſchaſt entweder zu oder abgeſchrieben.| biß zol, Viertens wird hey meinen Kähen und. jungen Vieh ein eben ſolches Buch gehalten, und der Wirth-|'"Bich ſchaft zu oder abgeſchrieben. Jedes Bund Stroh,.| Ie Verein das ſie ſowohl, als die Pferde zur Streu erhal-| We führte,| ten, wird ihnen. berechnet; dagegen abex auch 14 ar nicht nach Proportion der Dünger ihnen berechnet,/ Witt ſy und nach dem Preiſe, für welchen man ſolchen bin Cohn 8 haben kann, gut geſchrieben. es Mlofen 1 Aus dieſem allen ziehe ich denn am Schluſſe des dnbiſy Jahres die Neſultate. Jm ganzen treffen meine ſeit ict Verchen dreiſig Jahren geführten Rechnungen mit den vom- et nh 4 Heyrn Thaer zu.“ Daß vielleicht manche ſich über Can bn po- 253 du| hohe Berechnungen WEGE iſt möglich, aber nicht FR von guten Wirthen, He da einſehen werden; daß nichts Vebergroſes angegeben iſt. Herr Thaer giebt das 17te | Korn von den Erdäpfeln. an; wenn ſonſt Grund und ) mir Pet Boden gut in einem zweyſpännigen Fuder Miſt, nur ſolcher ſiv Tx Himten Saamen gelegt werden 1 ſo iſt dieſes gar wohin der nicht zu viel gerechnet; wenn er auch nicht allemal haltung ges ſo ſtark iſt. So iſt die Nechnung in jeden Jahre uf der aw anders. Cben ſo würde man mich beſchuldigen? ſie gemacht/ wenn ich ſage, daß der Obriſte von Lu> 9060 rl. der Fecht Einnahme von F+ oder einer Tonne Lein gehabt oder eiſe, Ziv vielmehr 1 3 ſächſiſcher Aer habe 900 rl. abgetra- mehr gefv gen, indeſſen ſind es Wahrheiten. Gewöhnlich iſt hrt. iv die Einnahme von circa vier Calenberger Morgen von agen Feld der 2einſaat 120 bis 200 rl, alſo vom Morgen 35 hriehen, bis 50 rl. jungen Vieh- 4. der Dith Wie güt es ſeyn würde, wenn jeder Wirth rich» Zund Gtroh, tige Berechnungen, beſonders von ſeinen Verbeſſerunz pee hal gen führte, und ſolche allgemein bekannt machte, darf abet auch ich gar nicht zeigen."Aber noch wiinſchenswerther beehutt, würde es ſeyn, wenn man auch von ſolchen belehren» van ſelen den Sachen Gebrauch machte, Denn leider wird ſol- ) Auſt dd davon Gebrauch machen, ſind insgemein die, die es je fä nicht verſiehen und es verkehrt anwenden; die ſie 5 aber nüßlich anwenden könnten halten es für eine | 4 j Schande, von andern zu lernen; da es doch ausge- | 4 mach | 254 .macht iſt, daß man auch von den Einfältigſten im- py] mer noch: etwas lernen kann. je ſe wahl Dm zun Dult | 1.| wo UU 1.4.0 vf 2.D der. Stande) Wh | in England,| he fe aud G: NK an pa „Sch übergehe die Hohen/ und komme gleich zu den| min „Taglöhnern. Dieſe werden nicht nach Tagen, ſondern nach jeder Arbeit bezahlt. Ju wie ferne dieſes gut ah apa ſey x muß das Locale entſcheiden. Dieſe Menſchen|. Bleed ſind es eigentlich, die den Ackerbau in England drü-| vite >en, weil. ſie wegen der Gewisheit der Ernährung(m 2y bald in den Armenliſien ſtehen. Die Frage ob man ih nüfe! dem TaglöhnerFelder geben ſoll, iſt nur allein vom Locale gg, zu beantworten“"In Deutſchland hat der Taglöhner insgemein eine Kuh, dieſe geht des Sommers mit auf die Weide und das von dem Dünger erbaute Stroh, ein Garten beim Hauſe, ſmd die Mittel ſolche zu er? -. halten und daher werden wir wenige Arme, auſer uno vermegenpe in dieſer Claſſe haben. Bey uns im ſäch» ſiſchen Gebirge ſieht ſich die Claſſe von Menſchen ſehr Dai M gut. Eines Theils haben ſie alle ſo viel Gräſerey di Grube bey den Häuſern, als zur Stallfütterung einer Kuh ih de in Sommer gehört. Viele haben noch etivas Heu, fit. Im ver Dünger von der Kuh giebt ihnen zivey Saafen | ſrey fly Ww 6 Wtffen it frey oder ſie. bezahlen für vier;..in- beiden Fällen ha» ben ſie Nothdurft an Stroh von dieſer Düngung; ſo- wohl Mann als Frau gehen auf Tagearbeit, entweder zum Bauer oder auf den Hof. Hier erhalten ſie je- des 2 Mezzen dreßdner Mäßlein geſäet, welches ih- Fand! nen denn imWinter bey langen-Abenden Arbeit giebetz den Flachs ſpinnen ſie und verkaufen das Garn. Ha- ben ſie auch: kein eigenes Hauß, ſo verdienen ſie ſich erſi ein paar Thaler, alsdenn betteln ſie bey den Bau- ern ſich von jeden: ein Stämmchen Holz und Stroh zum Dache. Ein paar Thaler Arbeitsloha haben ſie fich erſpart, ſie bitten ihre Freunde, Verwandte und leich zu de 920) Sond nie dieſes 41! ieſe Menſa Bekannte um Führen und ſo ſtehet. in der Geſchwin- England de! digleitein hübſches Häußchen, entweder von ein oder, er Ernährun zwey Stock da und die Menſchen leben vergnügt und jeage 6 m ich wüſte feine Menſchen, die wirklich zlücklicher ſind/ ein vor Local! als dieſe. ber Toglohnet ners mit aw Kr| baute Gitt), LE«11: 1 04 17 Pachtungen. ee aufer 1 y un8 im ſih Renſchen ſh Daß ich mir bey Kauf und Verpachtungen allemal „viel Grſet) als Grundherr die Procente berechnen muß, iſt ganz ung einer au richtig, oder aber ich führe eine wiederſinnige Wirth» y etws hy ſchaft: Wenn ich alſo kaufe, ſo nehme ich den An- 40) Gat ſchlag des Gutes, und überrechne richtig, was mir " mein 25:6 mein Capital einbringen fanny und daher ilt es gar 6 vu? nicht abſurd zu ſagen) die Güter kragen.2 oder mehrere eh. 7 Procente). ſondern in alie Fälle richtig. Verbeſſere v Af ich meine Wirthſchäft, ſo trägt ſie mir mehrere PE Me(pep conte, und wenn ich ſie wieder verkaufe, ſo habe ich NL ſoviel am Kaufgelde mehr zu gewarten. Wer es pct abe 1 mir aber abfauſt, hat wieder 2 Procent bey ſeinent nigt ufadet j Kaufe. Der eizenkliche Werth des Grund und Bo» am ud fi dens wird ſelten bey Kaufen in Betrachtung gezogen) ih bey heh ſondern die mehrſte Zeit die currenten reinen Einnahmen.| amt Dahero iſt es in keinem Lande ſo ficher, Grundſtücken zu jed kaufen, als in Melenburg. Jc< kann dort ein GR+ hui ch kaufen, welches ich niemals geſehen habe, ohne betrö» fun Ai zen werden zu können, wenn ich die Charte und das m nchy Feld oder Bonitirungs Regiſter habe. Den wahren| milch j' Gehalt von jeder Quadratruthe Feld finde ich! angege» ty) ada M ben. Ich kann alſo gleich beſtimmen, wie viel ich'zu| Aunbilögen erwarten habe und eben ſo der Pachter. Die ganze Schlä»- M geeintheilung liegt vor fir, die Figuren in denen Schlä» hMe d * gen, welche in ſolchen abgeſchnitten ſind, zeigen mir die- iba Veränderung des verſchiedenen Erdbodens; ich ſehe das we ih ah ganze Feld von Verbeſſerungen vor mir, und nd kann be Das kein Verkäufer betrügen wenn ich aufmerkſam zlles Yu ip vitrchzehe. Der Ertrag des landwirthſchäftlichen Ge» eh Renk werbes hängt, wie ich ſelbſt leider aus traurigen Er»"4 | fahrungen weiß, nicht von Capitalien, ſelten von Ge? ihd 4 ſchilichfeit, ſtets aber und immer von Grund und M" 4 Zode3 abs Cben ſo muß der Kaufmann ſeinem Haus» ſe 257 her 9 iW 2 der mh , Viebeſeyy ehre Ii ey ſo hahe n m, Way) it bey feine tund un 3 ſe; deſſen Lage, die Conſervation der Waaren, zu gute rechnen. Mayther Kaufmann gäbe für ſein Hauß noch dreimal ſo viel, wenn er ihm die Lage geben fönnte xp die ſeinem wirkenden Geiſi ange meſſen iſt, Es iſt nicht genug; ob ich wohlfeil oder theuer gekauft oder ges pachtet habe; wenn das Erdreich meinen Entwürfen nicht zuſaget, ſo werde ich bey einer wohlfeilen Pacht arm und thut es dieſes und unterſtüßet mich/ ſo werde Wund gn ich bey hoher Pacht reich, I< habe ein Cammergut en Cimehm gefannt,;-deſſen Pachter nur eine Kleinigkeit meßy geben Drundſüfen) ſollte, der aber, ob er es gleich zwanzig Jahre beſeſſea n dort ein hatte; abgieng, weil er nicht fortzukommen glaubte. Es bey ofnte Gets fam zur Subhaſtation und es wurden die Pachtgelder here um mehr, als das Duplum in die Höhe gefrieben. Dex Din taſtet neue Pachter ward ein reicher Mann boy der hohen Pach» nde ich ange tung, aber das Erdreich uüterſtüzte ihn im Anbau von wie viel 19) Handelsgewächſen. je ganze Sl Im Grunde ſind alle Redenöarten ſich gleich, wenn 1 denen Cl; maw nur erſt den Sinn weiß, ſagt der Engländer, eigen inte di! Ich habe auf 337 25 oder" 205 Jahre purchase gekauft 8; ih[ehe bag oder ich erhalte mein Capital in diefer Zeit wieder, 0 (10) 108 Fant ſagt der Deutſche, ich habe zu 8. 9, oder 2 pro Cent mehjum Wld gefauft und unwiſſende können nur mit folchen Tdeen fftlichen Gö ind RedenFarten irre IE iverden. PDft ereignet ; frautigen Eb fich der Zahl, daß ein ſchlechter Wirth in ſeiner Wirth» ah u 6! ſchaft-ein vollfommenes„WEI abgeben fann und ein 1 Grund m) ſehr guter Wiriß ein ſchlechtes“ Muſter. Der ers ; jenen du ſie"geht in ſeinex Dummheit den ihm von ſeinen Vors ' N faß 253 fahren gezeigten Weg fort, der lezte aber will klo wm " ger ſcyny verläßt ſolchen und| wirthſchaftet ſchlecht.. ut Excmpla Sünt odiosa. Daß wir in Deutſchlaad die Gewohnheit auch ohne Inventarium zu verpachten ſchon in der Mitte des vorigen Jahrhunderts gehabt haben; habe ich ſchon oben angeführt. Die Pachtungen auf Wilitühr ſind völlig ſchäd- 1 af lich, in ſo ferne ſie den Geiß zum Führer haben. Der Verpachter, wenn'er mehr Pachtgeld belommen) fann, jagt den Pachter weg, der Pachter, wenn er mehr verdienen kann, geht fort, alſo, wenn nicht edels Fu denfende Herren, die Geld genug zu ihren Bedürfniſ- Geblrfai fen haben, ſolche Pächte eingehen, ſind ſie beiden 96 wl '„Sheilen ſchädlich.| aßinf Bachtungen auf 2J. ſind die beſten. In dieſer Zeit iſt| gihelfeh, derVerpachter nicht mehr Herr den Pachter zu tüberkreiben,| dhl . lind der Pachter iſt im Stande ſich durch gute Wirthſchaft ſaften fü etwas zu erwerben und er iſt auch gezwungen, um ſein* wert ſelbſt willen das Gut im Stande zu erhalten. Hat der gr, die Pachter auf zwölf Jahre gepachtet, ſo kann er etwas an Geb Verbeſſerungen wenden, weil er es immer wieder erhal» ven ZU üah ten kann. Jun Mecklenburg iſt es unſireitig des Pach- Zn, kers größter Nußen, wenn er für die Verbeſſerung der Diffe Felder ſorget, denn das lezte Jahr zahlet ihm ſolche ie dg ' ſmmer noch mit Vortheil wieder, ibn,€ Pachtungen auf ein, zwey oder mehr Menſchen fi my Lebe„> ſind fs gut als ein Käuf öder was man foll)| in WMeclenburg verpfänden nenner und iſt eine mv Art 259 00 Art vm Erbpacht; indeſſen. für den Pachter immer til 1 SONDENDAES achten ſhy habt haben, 1V. vilig hb WEENER hter habet der gröſern oder kleinern Wirthſchaften d befomma; in Rückſicht auf das Ganze. 1 wenn 4 WETT EGEE a micht edy Kleine Wirthſchaften haben in der Production ſolcher 0 Debärfnj Bedürfniſſe, die das Hausweſen bedarf, groſe Vorzt- d ſie beiti ge, weil ſie alle Augenblicke nach ſelbigen ſehen können) auch im Stande ſind, mit Gieſen und dergleichen nach» dieſer Zeit zuhelfen. Die Erzeugniſſe helfen dem Staate aber weiter übertreibe nicht; als zur Ernährung dieſer Familic; Groſe Wirths eVintſchaft ſchaften ſind nicht im Stande, das, was ſie erbatien; jet um fein zu verzehren; ſie ſind alſo diejenigen, welche die Bür» 1, Aut de gery die keinen Feldbau haben ernähren müſſen. Der er etwas an Gewinn, welchen Verbeſſerungen bringen, iſt im klei» vieder erhal nen zu, ſowohl in der Veredlung dex 9 des Pach/ Viehracen; als auch im Körner, Wein und Obſibäit jeſſerung det Dahero ſind grofe Wirthſchaften nothwendig; um durch t ihm ſol! ihren eigenen Vortheil zu Verbeſſerungen gereizt zu | werden. Män laſſe alſo immer den Gang der Wirth» x Neuſcht! ſchaft unangetaſtet, ſo wird ſie ſich von ſelbſt ſcheit was mit ſo bilden; daß ſie nüßlich wird. 0 iß dr WW NZ N > [03] Oo NV. Gejſ es fandte alfo ſein Mehl nach den Inſeln, wenn es gleich verboten war und die Inſu faner gaben ihnen ihre Producte wieder. Der Preiß des Mehls fiel zin Nordett war es theijer; die afin 4% 43.0. 44+ 4% 42 262 ken Wachſchiffe erſchverten den Schleichbandel und vie Ausfuhr hörte auf. DOb ich gleich die Geſeße wegen - der Korn Ausfuhre ſchäße, indem ſie nicht allein die Production im Lande ermunterien, ſondern auch ein An- trieb für den Kaufmann waren, das Land zu verſorgen, ſo war der Ertrag den Wünſchen doch nicht ganz ent- ſprechend. So bald die Preiſe im Norden hochſtehen, hört,die Ausfuhre auf und die Einfuhre, die durch Prämi- en erhalten werden muß, drückt den Landwirth. Wär- de nach Smith die Einfuhr und Ausfuhre frey ſeyn, ſo würde das Land zwar beſſer mit Getraide verſorgt ſeyn/ weil der Norden ſein Getraide nur zur Hälfte des engli- ſchen Werths verkaufen darf, um ſeine Koſten und reich- liche Zinſen zu erhalten, wo denn der Engländer noch nicht ſeine Koſten, noch weniger ſeine Zinſen erhalten würde. Ein Beweiß, wie ſehr nothwendig es ſey, bey der Cultur des Erdbodens, ſo viel möglich alle Koſten zu vermeiden, die wenn ſie ſich auch verintereſſiren, doch) dem Producte einen zu hohen Werth geben, um den Kaufmann anzulocken, ſolche zu verfahren. Daß Smith. alſo die Folgen voraus ſagen konnte, wax riche tig:: eine Beobachtung/ die die Theuerung von 41771. hervorbringen mußte. Daß der Handel hier die Wir» fung auf wohlfeile Preiſe machte und zwar zum Troß der Acte, die die Einfuhr unterſagte, iſt gewiß; denn die Wohlfeilheit des nordiſchen Getraides und die Ausfuhr Prämie bewirkten ſolches, nicht aber der verbeſſerte| AFerbau, Weng die Acte auch die Amerikaner hätte in2 ie We ZU gebbeben 118 be nehr 5 (em ehe Um Cuz beim Em yraje[9 heiten id wie Fany ſein rod nw fut, da Kanyſacht ſit ſch 1 ber Wwiß Weſer aber Ww. Zy fen ente Ponhfehen wl 1 reiches find beit ichen Walfache hbandel in) y ie Geſeke Wehn e nicht allein y erm auch ein H in ihren Feſſeln erhalten können, ſo würde alles gut geblieben ſeyn, ſocaber ſind es dieſe, die dem engliſchen AFerbau den Nachtheil verurſachen; ſie liefern das Ge- raids wohlfeiler, als dex Norden und ſinb vor der Zhüre. Dieſes ſahen die engliſchen Miniſter ein und wollten daher lieber den Verluſt der Colonien wagen y and zu verſt d nict gang torden hochſt y die durch Iiiy 'andwirth, Y) die ißnen, wenn ſie nicht mehr unter dem Zzange ſtan? den, mehr Koſten verurſachen muſten, als ſie einbrach» ten, ehe und bevor fie dem Mutterlande einen folchen | | | | | | | | | | hre frey fm Stos beibringen wollien. ide verſorgt jm Smith hat ganz recht, daß nach dem Brod- rDälftewag preiſe ſich alle Preiſe der im Lande zu habenden Ara 1e Koſten unh 1 beiten richten, und die Erfahrung beweiſet es; denn der Englände m) wie kann ein Arveiter wohlfeil arbeiten; der für ne Zinſen hdl ſein Brod, welches der mehrlien Arbeiter einzige Naha wendig hy rung iſt, viel bezahlen muß. Wem iſt es nicht bes möglid ads fey kannt, daß faſt alle Arbeiter vom Tagichner bis zum uch verweiſen) Manufacturiſten aur um das liebe Brod und Waſſex Werth(ehty 10 für ſich und ihre Kinder arbeiten? alſo kann wobl y verſehen I der Preiß des Brodes den Preiß anderer Waarev z 4 fonte, var dieſer aber niemals den Preis des Brodes beßinz, jewei 000 177) men. Daß die Manufactnren dem Landwirthe Meia ande hier ND ſchen entziehen/ iſt gewiß, aber nie ſolche, die beita unde um) Landleben aufgezogen ſind. Beide Art Wenichen, ſds wohl die Manufacturiſten, als die Bebauex ves Evda ves und H Du) reiches ſind ſo geſtimmt, daß feines des andern Ns v! 5, nN beit machen mag, und. der EE Arbeitslohn des aber va wf pv Kuala! Manyufacturen, den Yrbeiter auh weites mA 18 Jag|| 23 , iſt gui; vel 82, 264 uE] als ein mif Roth duver über die aufgehobenen Gemeinheiten geben, hätte ſols ken billig angeführt ſeyn, ob dieſe Vufhebungen von groſeit reichen Leuten oder von SimpleGentlemans gefordert und durc am Guten verloren. Indeſſen in enig ab hoffe ich doch, daß die Keime, die in der lezten Hälf« tſchalls Yy te des vorigen Jahrhunderts gelegt worden ſind, Früch» Itivirten Dh te tragen und der deutſchen Nation Ehre bringen wer»- nap ihne den. Unter dieſen Keimen verdient die Bemühung des ßung De: Herrn Thaers gewiß am erſten Friichte zu kragen, da er Der Vetüchtl] den Ehrgeiß des deutſchen Landwirthes in»Bewes gung ſezt, und ihm ein Bild vorhält, das derſelbe zu über» an fer det treſſen ſuchen muß, welches nach meiner Wein: mg mit (eihheit dey ihm auf einer Stuffe, wo nicht unter ihm ſteher.- T< derſelben hey wünſche alſo nichts mehr, als ſagen zu können: ſchet daß hier mehr den Deutſchen, als den erſten Landwirthz in Europa. Des Huls Man hat ſeit einiger Zeit uns die Landwirthſchaft haft wfdet der Engländer durch ſo viele Schriften wieder ins Ge» | und in ihrer dächtniß gebracht, daß man ſich„billig von ihr zu unterrichs ba ten wünſcht. I< habe daßero vorſtehende Bemerkung fc) Me gen für nothwendig gefunden, um den rechten Geſichts». 19 M. punkt feſizuſeßen, aus welchem man dieſe Vorſtellun» gen betrachten und zu ſeinen Nußben anwenden könne. Habe ich dieſen Zweck erreicht, ſo ſchätze ich mich glückt lich, meinem Varerlande einen wichtigen Dienſt gelei« ſtet zu haben, und es wird mir zur Aufmunterung dier nen, noch mehrere engliſche Beſchreibungen der Land» wirthſchaft zu prüfen, in wie ferne der deutſche Wirth von ſolchen Beiſpielen Gebrauch machen kann. ich er» warte alſo von der Aufnahme dieſer Bogen das 1 oppeln geſiab utritts anat väben viel gis ungen einge Dere, vß (eber wels peint eng » mit Gwalt- e, Demhtt gehen(abw ſt !t as 5 'rtweil in wie ferne ich recht gehandelt habe und wie ich ferner handeln ſoll, SE SE WORTES E EEE r- EG E un= SEEN EEE GEREIST EIGENEN> RR GG GG GGG=: | 2 ZZZ2€EK<<<<<<= 0 0=-=-<= D= R a A I EEE EAI zZ <==. u=== ee<= mu ve HI-<== Lanteam- iR=== Lm ie 2= = u EE REI SL 88 em EED GEES z WERSE SEE —* — 5— ,—— — a Lallan d lreena a erladah hba Mrrenaerrrrnrrenxwernaenmannaaqnag Oem 1 2 4 5 6 7 8 10 11 12 13 8 35 ———ÿ „ —————— 8 7. 1 — -— Soſour& Grey Control Chart Green Vellow Hed Magenta SA GN Gtoya ſflac⸗