e.—— 1 8 * 3 8 1 — 1 3 5 4 8 5¹ 5 . 5 4 8 6 8 1 5 8& 5 H 4 5* 3 8 2 ----"2x5=> KE tY ! Pflege und Zucht der Schafe, oder vollſtändiger Unterricht über alles, was auf die| Naturgeſchichte, Alter, Raſſen, Kunſtzucht und I Benußung der Schafe, nebſt Kenntniß ihrr| Wolle, Bezug hat, t Y In zwölf Monatsabſchnitten mitgetheilt von Berühard Petri. Dekonomie- Guts und reiner Driginal- Spaniſcher, Leoniſcher Mexinos- Stamm- ſchäfereyen Eigenthümer, Wirthſchaftsrath Sr. Dur m" von ferte dung in fz 5 d= Die SP0aſfſziuOo tr Grmmbeirung Allgemeine Peberſicht über den dermaligen Skand der Schafzucht, Gegenwärtiger hoher wiſſenſchaftlicher Stand der | Schig fem: | 6. 1. Zeitverhältniſſe und Induſtrie haben die Schafzucht zu ſolch einem hohen Stand der Wiſſenſchaft und eis ner für den Landwirth ſo einträglichen Erwerbs- quelle geführt, wovon man vor 30 Jahren kaum eine Ver- muthung hegte; ja man kann ſagen, ſie iſt in dem gegenwärtis gen Augenblicke, wo die Landwirthſchaft ſo ſehr unter dem Drucke der Zeitumſtände leidet, oft die einzige Stütze derſelben 3 und viele, ſehr viele Güterbeſiter haben gegenwärtig bloß der Schafzucht den Vieinertrag ihrer Güter zu danken, Würdigung der Shafzucht, 6. 2, Mit vollem Rechte verdient daher die Schafzucht die gegründetſte Aufmerkſamkeit der Landwirthe und der Staaten z, denn nebſt dem Nuten, welchen ſie ihrem Eigenthümer abwirft, dient ſie vielen Millionen Menſchen zum Nahrungszweig, ſo- wohl durch die Erzeugung threr Producte, als auch bey der 3 Verarbeitung derſelben. Welche große Vortheile leiſtet ſie mit2 telſt ihrer Producte dem allgemeinen Beſten, durch den Verkehr zwiſchen dem Erzeuger, Fabrikanten, Kaufmanne und Ver- braucher! Wie fehr trägt ſie hierdurch zum Wohlſtande, ſowohl 9 402 0 Staatsbürgers, als zur Wohlfahrt der Staaten ey! Schon im höchſten Alterthuime würdigte man das Schaf, und von den älteſten Schriftſtellern wird mit hoher Achtung von dem Schafe geſprochen. Schon in den älteſten Zeiten lie: ferte das Schaf den Grundſtoff zu den weſentlichſten Beilei- dungsSſtücken der Menſchen. - Die Einführung der Merinos in. Syanien begründete ſchon , in frühern Zeiten dieſem Staate eine dex ergiebigſten Extrags- Schafzucht. ! zweige, und lieferte daſelbſt den Hauptſtoff des Activhandels,|... 06,0 nämlich ihre berühmte Wolle. Die Könige von Spanien haben+.;; ſeit dieſer Epoche das Schaf als das koſtbarſte Kleinod ihrer 49' Krone betrachtet, und es dafür in ihren bffentlichen Verordnun- 1 gen anerkannt, auch den Heerden- Eigenthümern große Priviles re y gien geſtattet. Die außerordentlichen Vortheile, welche das edle| 047 Merino- Schaf den Producten, dem Handel und Fabriken ge-| 27044 EE REDU IR ODE WASPEBE SETA ZEE ESEN 255 fehlerh währte, erregte die Aufmerkſamkeit der andern Staaten, und es„eib, 13 entſiand in den neuern Zeiten gleichſam ein allgemeiner Wettei- De fer, dieſe Raſſe in allen übrigen europäiſchen Staaten zu natkio-| 158 naliſiren,| wp! Zie Wichtigkeit der Merinvs-Zucht für Deutſclichen Erfolg gekrönt werden. Die erſte Heerde ſpaniſcher Merinos kaufte die ruſſiſche Negierung vom Oekonomie- Rath Petri; wovon im Jahr 1804 eine Stamm- ſchäferey in der Krimm angelegt wurde. Statiſtiſche Notizen über die Anzahl der Schafe in verſchiedenen Ländern, 9. 5. Folgende Tabelle gewährt einen allgemeinen Ueber- bli> über die Anzahl der Schafe, welche in benannten europäi- ſchen Ländern(wo Zählungen Statt hatten, und ſolche ZzUr 0f= fentlichen Kunde gefommen ſind) cultivirt werden. Die veyge: fügte Rubrik, wie viele Stücke auf eine O. Meile fallen, wird zu einer verhälinißmäßigen Beurtheilung des Culturzuſtandes der Länder zur Baſis dienen; indem die Viehzucht, als die Hauptgrundlage einer wohldurchdachten Oekonomie, in welcher Futter und Düngerbedarf, zur Vermehrung der Bodenkraft, und dadurch zur Gewinnung reicher Getreideerndten, mit dem Ackerbau in möglichſt genauem Verhältniſſe, ftehen 3; jene we- nigen glücklichen Localitäten ausgenommen, wo die Urkräfte des Bodens durc|| noch Flach! Schafe.)!|| nur entf! MDLNNGON 21.00 100.0 07 eM 05 1,741| 700,000| 409|| mittel für GEONEVGNO 4 0 8 0 204 63 1 11763212770007000 142523203:| ferung un) (OLFDBONLGANNIENZ 4 240.100 9 22812 5,443|42,000,000| 7,7161 wern Clipf Spanien, vor dem Ausbruch der erläßlicend franzöſiſchen Revolution«« 8,887|13,000,000| 1,463 n"(| Die öſterreich. Staaten, ohne das JEMENY lombardiſch- illyriſche Königreich| 11,212|12,700,000| 1,133|| tda. bald Davon kommen auf Ungarn und(uns 1 Siebenbürgen SENEN SLS EN 2020 6,074 19,800,000| 1,643| als eine 5 Deutſche Staaten KEES ZEDN GS 3,677 2,060,000 544 des Hand (OA DGTENT ENE GIE CHRO EN ET 1,529 500,000| 326 un (SCHEME SDR SIM 2 1 ECT LIN 02208 338| 1,000,000| 2,9581"11. wohltian OENTPFCHTVEN NN 2 82 0 221031056 5 359| 59+4,708| 1,656 Verhältnig Großherzogthum„Baden..- 9751.479,986 6612 19068 Braunſchivei 71| 426,863-| 6,153 JEAN aunſchfweig NTI Ms HELIN 150/, 1] db am H Englands Beyſpiel der vermehrten Viehzucht. y| 40 6. 6. England geht hier als merkwürdiges Muſter voran.| MN Nechnet man, daß keines'der angeführten Länder(Braunſchweig|(1.4 ausgenommen) verhältnißmäßig in der Anzahl der Schafe dem2-]"7 ſelben nur zur Hälfte nahe kommt, und erwägt man ferner, an ver Wollgn || duch daſe€ Derbengefü“ Geſete, ve » daß faſt alle engliſchen Schafraſſen, welche mehr zur Fleiſchpro- duction und zur Erzeugung einer langen Kammwolle gehalten werden, viel größer als vie feinwviligen Schafe(im Durchſchnitt|| vielleicht noch einmal ſo groß, als unſere Merinos) find=|| folglich in eben dieſem Verhältniß zu ihrer Ernährung mehr|| ef Futter bedürfen=- ſo iſt es eben ſo begreiflich, als einleuchtend, W| 8(0; wie viel noch im Allgemeinen, und beſonders in vielen Staaten| Üb und;s Deutſchlands, ſowobl für den Ackerbau, als für die Viehzucht% igem Ch, zu leiſten und zu verbeſſern übrig iſt; denn nichts beſeitiget kla- rung beſig rer die Furcht vor der vermeintlich zu großen Vermehrung der| Rettwerde g Schafzucht, zum Nachtheil des Getreidebaues, als Englands Wiſch ug Beyſpiel, indem doch England, trotz ſeines ſtarken Viehſtandes, Ibis und größer Bevölkerung, in der Regel hinreichendes Getreide Ve Mert, zur eigenen Conſumtion erzeugt, und nur bey eintretenden au- UNTE ßerordentlichen Fällen die Einfuhr deſſelben erlaubt,| 0 Vt : WE auS Beſeitigung der Furcht, daß in der Folge zu viel dur we feine Wolle producirt werden möchte, ſehr ww 6. 7. Eben ſo ungegründet zeigt ſich durch dieſes erwieſene| 1 die qr0fe8 Factum die Furcht wegen zu vieler Wollproduction, und dem 4 beſondere, | ße Voz „“ ZZ: Zel: Fallen auf eine COgraphis ſche 0 Meile === 1,918 484 1,641 409 2,3901 7,7161 1,463 1,433 1,648 544 326 2,958! 1,656 6612 6,153 1.|| y vy? fürchten. Dieſe Concurrenz dürfte ſich jedoch, wenn ſie auch| wirklich einmal Statt haben ſollte, mit der Bevölkerung, welche| auf dem ganzen Erdball bey dieſem Artikel in Mittheilnahme tritt, verhältnißmäßig ſich ausgleichen.| . Die neuen Schäferey- Anſiedelungen der Engländer auf Neu- Süd- Wallis und Van- Diemens-Land haben bey Vielen Be- ſoraniſſe erregt. Dieſe Unternehmung'hat jedoch mit vielen ge-|. gründeten Widerwärtigteiten zu kämpfen, und es iſt dieſes er-+|? wieſenermaßen koineswegs eine ſv leichte Sache, als man an- fangs wähnte; worüber Öffentliche Blätter uns"ſchon vfters| Nachrichten gegeben haben. Sollte dieſer Plan auch in ſeiner| ganzen Ausdehnung, der Anzahl der Schafe nach, erreicht wer- den können; ſo iſt es doch nicht ſo leicht, ſich in den.Beſiß der hohen Quantitäten derſelben zw ſeven z denn jeder rationelle Schafzüchter weiß, wie vielen Schwierigkeiten-es unterliegt, ſich nur eine kleine. Heerde edter Thiere' von reiner Zucht zu ver- =) Zz find mit 75 fen fehlengs ſchaffen, und welche Umſicht und Kenntniſſe erfodert werden,“ Ihen Elp ſolche in ihren Qualitäten permanent zu erhalten. Setzet man aud Toſcm dieß mit der projectirten hochfeinen Schafzucht zu Neu- Holland|. wieder mg -=- wo phyſiſche und moraliſche Hinderniſſe zu beſiegen ſind=--|(en giebt in eine Parallele, uud erwäget man zugleich.die Entfernung,| 10 Dom die Gefahren des Verderbens der Wolle, auf einer faſt. ein Jahr| JlicS langen Transportreiſe, die höchſt bedeutenden Frachtkoſten(die=»|"3Zſms der europäiſchen Wolle zum Vortheil gereichen) u. ſ. w.; ſo| dime können die- Beſiger hochedler Schafheerden dießfalls beruhiget*%-| wwe ſeyn. Auch ſcheinen ſich in Neu- Holland mehr die engliſchen||"ird die S langwolligen Fleiſchſchafe, als die Merinos mit ihrer kurzen,!ung, Vo 5 elaſtiſchen Wolle, mit engen niedrigen Bögen, zu nativonaliſi- mech Zwel renz was auch der im verfloſſenen Jahr in London gelöſte ge-, weichend 3 ringe Preis für die aus Neu- Süd- Wallis angekommene ſvge-„| Alem'"g nannte Merinos- Wolle zu beweiſen ſcheint.„58 „Die nun in Europa durch Ternaux eingeführten kirgiſiſchen Jaz Ny Ziegen werden mittelſt ihres Flaums, der furzen, feinen, elaſti- A0EN ſchen Wolle der Merinovs und hochveredelten Schafe keinen Ein- liche,;ls trag thun. Ohne in Anſchlag zu bringen, daß dieſe Ziegen, we- argali) ds gen des geringen Gewichtertrags ihres Flaums und des vers| Wt Berz hältnißmäßig geringen Preiſes deſſelben(welcher nicht einmal k Corſica, 6* " Sibirien oh! Aich ſv: "t Statt ge: "Iſen Gihof; nderungen Wird das 19: ſche Schaf: 0 nen wei: eWwohnt find, 10 und ihren 8 gethan zu en. Cultur: fen fünnen, hedle Heer: Ten und 3u: tlache, eine (hes zu be: 1 ſie auch ma, welche «helnahme er auf Ney: Vielen Pe- vielen ge: | dieſes er- 8 man an- yon dfters in ſeiner reicht wer: „Beſiß der liegt, ſich ht zu ver: 8 werden, bet man 1: Holland "ſind= fernung, „ein Jahr eyſten(die ſ. Ww.3 10 beruhiget enqluſchen y furzen, ationaliſt: zelöſte ge: jene jdge: Engiſiſchen qe, lafit einen A d des pers icht einmal 1. Abſ des Fleiſches, in! dem furcht- ſamen Weſen, der Geſtalt des Kopfes, der Farbe mit den roth-= füßigen nordiſchen, unſerm gemeinen und den ſpaniſchen Chur- 108- Schafen. 4 Die tkriftigſten Beweggründe zu der Behaupzxung, daß das Mufton und das jeßige Schaf ein und dieſelbe Gattung iſt, dürften wohl darin liegen, daß das Muflon gleich dem Schafe der Drehkrankheit unterworfen iſt, und daß ſich daſſelbe mit dem zahmen Schaf nicht nur fruchtbar begattet, ſondern ſich auch dieſe Abkömmlinge wieder fruchtbar vermehren; indem die organi- ſirten Körper nur durc ihres Gleichen erzeugt und fortgepfianzt werden können.. , Wollte man dieſe Verwandtſchaft ſtreitig machen, ſv müßt die Fundamentalregeln. der meiſten Naturforſcher über den Hau- en, welche behaupten: daß nur ein und die- ſelbe Gattung ſich fruchtbar in ſich ſelbſt vermehren könne. So Zz. B. findet man einen Gegenbeweis in der Begattung der Zie- gen mit den Schafen z denn obwohl der Schafbo> einen unüber- windlichen Abſcheu vor der Ziege hat und dieſelbe nie bede>t, ſo gelingt es doch vfters dem geilen Ziegenbock, bey Mangel ei- nes Schafbo>s eine brünſtige Schafmutter zu bede>en. Die aus dieſer heterogenen Begattung entarteten Geſchöpfe ſind aber 3. B. gleich den Mauleſeln nicht mehr ferner zur Nachzucht tauglich, indem ſi ren kunn Die dem GU der Enit Schaf je gebracht, und ſigi! dann ſd) lich euro) ſtand au Bolle in ben eine! um ſich* ſchüßen 3! den iſt eb! erzeugen! gen eine! hiſtori hier aus rung u tung 001 (igenſch 1 handen 1 ununterb3 gem, Win Gattung M: Gt ſerer Do Verände 6 tung u, 8 ten geh ſich Jelbfirg einer(ath ſinie R 5 ſen zuw 5 Raſſen(5 eitgegene und Beh Des 2 ſſe der 5 j' Mandl ten hauts Hehmn[ euern oh der doch bey ſeiner pb ereinſtim: iſo) iF in e vall iſt, Die ats gebogen Ne herrſchende 18 1 hochroth, aur ein ſchwa- "lich weiß, die verſehen, Sie ? einander, oft - Das Räny- int beynahe in al wiegt nach achſenes Schaf 4 Mf, Gie lie: ben und ſam: 1 den Gebirgen zu ihrem Auf: jaldungen, Die durch förmliche i zahm zu 111g lichſten Daus: dem zahmen eiche Gewohn: ten. Oleichheit in! dem furcht- mit den voth- miſchen Chur: ng, daß das Gattung ſt, h dem Cdafe daſſelbe mit dern ſich auch) m die organi: ) fortgepfianzt “m, ſv müßten ber den Hau: x ein und de: n fönne, S! ttung der I! einen unüber he mie bedait ey Manet ei dem Za find ad! 4 zu fauglHO)» 1. Abſchn, Naturgeſchichte des Scafes. (D275) indem ſich ſolche als zwitterartige Geſchöpfe nicht weiter vermeh- ren fönnen. Die Verſchiedenheit der äußern Geſtalt des Mußflons" mit dem Schafe läßt ſich ſehr»leicht durch die Einflüſſe des Climas, der Cultur und, Paarung extlären. So 3. B. wird das wollige Schaf jeder Gattung aus Europas Clima in die heißen Zonen gebracht, jederzeit die Wolle nach einigen Generationen verlieren und ſtatt dieſex mit ſtarren Haaren bedeckt werden. Man wird dann ſchwerlich nach mehreren Vererbungen ein derley Urſprüng- lich europäiſches Schaf mehr erkennen können; was auch den Um- ſtand außer Erheblichkeit bringt, daß das Mutlon faſt gar keine Wolle trägt. Sich ſelbſt Überlaſſen verſchaffte die Natur demſel- ben eine ſeinen jedesmaligen Bedürfniſſen angemeſſene Bekleidung, um ſich gegen die verſchiedenartigen climatiſchen Einwirkungen ſchüßen zu können. Die Bekleidung des Schafes im hohen Nor- den iſt ebenfalls den Haaren ähnlicher, als der Wolle; und ſie erzeugen unter den gröbſten Haaren auch zuweilen gleich den Zie- gen einen feinen Flaum. Das Muflon iſt demnach im natur- hiſtoriſchen Sinne bey dem Schafgeſchlechte als das Ur- Stamm- thier aufzuſtelien; von welchem alie durch Clima, Nahrung, Paa- rung und Kunſt hervorgebrachte Schafraſſen durch ſtete Feſthal- tung der zufällig oder durch Kunſt und Clima hervorgebrachten Eigenſchaften entſtanden ſind; indem alle Wahrſcheinlichfeit vor- handen iſt, daß, könnte man die Exiſtenz der Schafe in einer ununterbrochenen Reihe bis zur erſten Schöpfung hinauf verfol- gen, wir im Muſlon(als das gegenwärtig einzige Thier dieſer Gattung, welches noch im wilden Zuſtande getroffen wird) das Ur- Stammthier der Schafe finden würden. C -) Natur und Kunſt brachten die jetzigen Schafraſſen hervor, 9. 11. Durch die Verſehung des Schafes in die Reihe unz ſerer Hausthiere hat die Natur dieſes Thieres eine weſentliche Veränderung erlitten. Je nachdem das Clima, Nahrung, War- fung R. ſ. w. Einfluß auf daſſelbe nahm, hat dieſelbe Varietäe- ten gebildet, Unter ſtets gleichen Verhältniſſen und Paarung in ſich ſelbſt wurden dieſelben nach und nach gleichartiger, und nach einer langen Reihe von Generationen entſtanden hierdurch con- ſtante Raſſen. Die Menſchen haben nach ihren Localbedürfniſ- ſen zuweilen zufällig, zuweilen abſichtlich die Entwickelung der Raſſen befördert, und den ſich der Wolle und Köxrperentwickelung entgegenſtrebenden climatiſchen und Localverhältniſſen Intelligenz und Beharrlichkeit entgegengeſetzt. Daß die Schafe hierdurch in ihrer Natur, Lebenskraft und Ausdauer viel verloren haben und empfindlicher geworden ſind, iſt nicht zu bezweifeln; denn nur zu oft unterliegen ſie dem Ein- fluſſe der Witterung und der Nahrung bey fahrläſſiger ſchlechter Behandlung, und der aufmerkſame Beobachter kann ſogar in ih- xen heutigen Vephältniſſen in den meiſten Fällen an ihrem Be- nehmen die Veränderung der Witterung erkennen, Nüßblichkeit der Schafzucht im Allgemeinen. 9. 12, Die Schafzucht beſchäftigt viele Millionen Menſchen auf die nüblichſte Weiſe und bietet denſelben viele Nahrungs- Schafzucht. (528) zweige dar, welche nicht leicht durch andere erſet werden kön- nenz indem die verſchiedenartigen Producte derſelben bis zu ihrer ganz vollendeten Verarbeitung eine große Anzahl der nüßlich= ſten Gewerbe beſchäftig2n. Eben ſo ſind ſelbe theils im rohen, theils im verarbeiteten Zuſtande dem menſchlichen Geſchlechte zu einem unentbehrlichen Bedürfniſſe geworden, und waren es ſeit den älteſten Zeiten her. Die Nüblichkeit der Schafzucht, insbeſondere die höhere der Merinos, haben bereits alle Regierungen Europas beherzi- get, und dieſelbe nicht allein durch Anlegung von Stammſchä- fereyen und Aufmunterungen, ſondern auch das Intereſſe der Schafzüchter und Fabrikanten durch erleichternde Handelsgeſete zu befördern geſucht, Endlich iſt ſie bey vielen Landwirthen die Haupt- Baſis ihrer innern Wirthſchafts- Organiſation heutiges Tages geworden unv bey vielen, ſehr vielen derſelben die Hauptertragsquelle des Grundbeſitzes z indem die nothwendigen Bedingungen einer wohl-. inſtruirten Wirthſchaft(ein wohlberechnetes Verhältniß zwi- ſchen Viehzucht und A&erbäu) vadurch vollſtändig begründet werden kann. Denn wie viele Localitäten giebt es, wo nicht leicht eine andere-Viehgattung einen ihr ähnlichen Ertrag lie« fern würde. Nüßlichkeit der Schafzucht durch ihre beſondern Producte, 6. 13. Jn ſeinen einzelnen Benutßungsarten dient das Schaf: a) mittelſt ſeiner Wolle zur Bekleidung, der Menſchen, zum Auspolſtern, der Möbeln, der Matraben, zu Bett- und Fußdecen u. ſ. w. b) An dem Fleiſche finden die Menſchen eine ſehr kräftige, ge- ſunde und wohlſchmec>ende Nahrung. ce) Die Schaf- Vließe dienten von jeher und dienen noch(ins- beſondere den Nomaden- und nördlichen Völkern) zu ei: ner einfachen, wohlfeilen und zweckmäßigen Bekleidung z und gegenwärtig macht man aud) ſogar ſehr zierliche Fuß- deen im Zimmer davon.: d) Die Schafhäute von Gerbern zubereitet dienen als Mate- rial bey ihren Arbeiten: den Handſchuhmachern, den Kürſch- nern, den Pergamentmachern, den Sattlern,' den Nie- mern, den Buchbindern u. A. e) Die Lämmerfelle machen nach ihrer vorhergegangenen Zube- reitung zu Velzwert, wozu ſie ſich ſehr qualificiren, den Gegenſtand eines ſehr ausgedehnten Handels aus. f) Selbſt die Abfälle des Leders werden geſucht und zum Leimſieden gebraucht. 8) Die Milch giebt den Menſchen eine ſehr- geſunde Nahrung, theils für ſich allein, theils durc) Zubereitung zu Butter und Käſe. h) Die Knochen werden theils durch Ausfochung zu Leim und Knochenſchmalz, theils in Knopffabriken u, ſ, w verwendet. 3) Vom Talg werden Kerzen und Seife verfertigt, und dient ſolcher auch bey den muiedern Voltksclaſſen häufig zum Schmalzen der Speiſen, Ee Seme EN Za Sinn ÄN. 4) De theil, geben Dung ]) Ibw iſt, ſ! das| des! m) Au hes ſpiel 1 1) Gell Fall den;' Bode! brad 0) Jin 9 | ener? 1.1 wl :? ww | man ſelber geht 18 jn. ih08 4 LN; Em I in GBS EE 3 ) Hohe Th 0,16 |.| Bictigi || Yrperlichk weng | Sergbre /|=."4, || 11 Dieſel | zwar 6 in De | Und die TE | füſſig vorjs | | zeiß Nus | Vehandlug den viert Ügfelt in 7 ,.& <-> > = «*« FW 14. 07.181 WUtteraus, 1 2 E22 de v-7 Z- = | eden fön: zu ihrer „nüblich: m" rohen, ſchlechte Waren es ie höhere 18 beherzi: tamimſchä: tereſſe der delsgeſeze wt- Baſis geworden quelle des iner wohl:, kmß zw begründet wo nicht Sptrag lis a8 Schaf: hen, zum Bett: und fige, ze: noch(118: n) zu et Fleidung 3 liche Fub- als Mate- en Kürſch- den Rite: nen Zube: ren, den 8, und zum Nahrund, zu Zuktel . Gim u? verwendr und den? 1 1. Abſhn. Geſchäfte im Januar. (529) k) Die Hörner verwenden die Kammmacher mit vielem Vox- -tbeil, und die Abfälle hiervon, ſo wie auch: die Knochen, geben Überdieß einen„ſehr befruchtenden, lang anhaltenden Dünger. 1) Obwohl letzteres auch bey den Klauen der Schafe der Fall iſt, ſo werden dieſelben doch häufiger ausgeſotten und daraus das ſogenannte Klauenſchmalz verfertigt, was zum Cinfetten des Leders ſtart verbraucht wird, und hiezu ſehr dienlich iſt. m) Aus den Gedärmen werden theils Darmſaiten fabricirt, theils werden ſie zu Würſten und Naketen, zum Federbali- ſpiel verwendet.? 11). Selbſt das Fettwaſſer. der Wolle kann man, da es viel Kali enthält, zum Waſchen dex gröbern Leinwand verwen- denz; auch giebt es zugleich einen guten Dünger ab. Den Bodenſaz kann man mit Vortheil als Wagenſchmiere ge- brauchen. o) Jin Allgemeinen iſt der Schafdünger beym AFerbau wegen ſeiner außerordentlich fruchtbaren Wirkung in beſonderer Ach- ung, und. man giebt ihm nicht felten den Vorzug vor je- nem der übrigen Nutzthiere, in paſſenden Localitäten, wo man ihn in hinreichender Menge erhalten kann 3; indem dexr- ſelbe ſchneller als der Nindermiſt in Pflanzennahrung über- geht, daher ſeine Wirkung eben ſo ſchnell äußert/ und ſein n.ihm ſte>endes Capital im kürzerer Zeit umſebt, Geſchäfte im Monat Jänner, Hohe Wichtigkeit ordentlicher Winterfütterung, 6. 14. Die Winterfütterung der Schafe iſt von ſo hoher Wichtigfeit und hat ſo großen Einfluß auf deren Geſundheit, körperliche Atusbildung und Wolleeigenſchaften, daß ohne gutes zweckmäßiges Futter und deſſen verhältnißmäßige vordeniliche Verabreichung, das Gedethen derſelben mit Nuvennicht denkbar iſt. Dieſelbe iſt in unſerem Clima in dem"Verhälinit mit deſto größerer Sorgfalt zu behandeln; als man- mit der Vexediung und Verfeinerung ſeiner Heerden bereits Fortſchritte gemacht, und die Früchte ſeiner Bemühungen einerndten will. Bey über- flüſſig vergbreichtem Futter ohne Ordnung wird man ſein Ziel gewiß nicht erreichen, und die Schafe werden ſich bey dieſer Behandlung ſchlecht nähren. Es iſt daher dieſer Gegenſtand in dem vierten Abſchnitte, Monat April, mach ſeiner-hohen Wiclh- ligkeit in Erwägung gezogen und abgehandelt(ſiche dafelbſt). Gegenwärtiger Einwinterungs8zuſtand. 9. 15.' In unſerem Elima befinden. wir uns" im"Monat Jänner in der Regel mit den Schafen im vollkommenſten Einwinterungszuſtande, und nur ſeltene Witterungs- ereigmſſe und Localitäten laſſen in dieſer Jahreszeit das Aus- treiben dex Schafe auf Saat- oder Dreſch- Weiden zu. Fütterungsſabßb bey der Spätlämmerung, 1119-46. Der in„den verfloſſenen Wintermonaten Feſtgeſcbte FUtterausſaß und die beſtimmte Ordnung in der. Verabreichung 1; 34 11 Schafzucht. (530)' deſſelben, unterliegt nun theils nach Maßgabe der eintretenden Tagsverlängerung und höherer Trächtigkeit oder Ablämmerung der Mutterſchafe Abänderungen. Bey denjenigen Schäfereyen, wo in der Regel die Lammzeit mit Anfang des Monats März beginnt, wird dem ganzen Schafe: vieh gleiches Futter in drey Portionen verabreicht. In dieſer Be- ziehung werden nach den örtlichen Verhältniſſen, den beſtehen= den Futtervorräthen und deren Gattungen, bey einem voraus- geſetzten Mittelſchlag(wonach die Futterpaſſirung, je nachdem die Raſſen. größer oder kleiner ſind, modificirt werden muß) fol- gende Fütterungsarten als Beyſpiel angeführt, nämlich auf ein altes Schaf berechnet: 1: In der Frühe 3 Pfund gutes Haferſtroh. Mittags 1x Pfund gutes Heu oder Klee, Abends 3 Pfund gutes Winter- oder Gerſtenſtroh. 2; In der Frühe 2 Pfund Hirſenſtroh. Mittags 2 Pfund Erdäpfel mit Beymiſchung von 8 Loth Strohhäckſel und 8 Loth Hafer, Abends 3 Pfund Gerſtenſtroh. 3 In der Frühe 8 Pfund Heu, Mittags 3 Pfund Heu.: Abends 1 Pfund Stroh(Weizen-, Korn-, Hafer-, Gerſten- oder Heidekorn- Stroh).' 5; 4, In der Frühe 3 Pfund Sommerſtroh. Mittags x Pfund Strohhäc>ſel mit 6 Loth Hafer und 6 Loth Kleyen oder Schrot, mit etwas Waſſer angefeuchtet, Abends 3 Pfund Winterſtroh. I: In- der Frühe 3 Pfund Heu, Mittags 2 Pfund Erdäpfel mit 3 Pfund Häſel. Abends 2 Pfund Winterſtroh. 6. In der Frühe 3 Pfund Heu. Mittags wie bey Nr. 4. Abends 1 Pfund Stroh. Nöthige Vorſicht EIE WEIN(Buſel vermiſcht. Um 2 Uhr Nachmittags 3 Pfund Heu, Klee oder Grummet, Abends 2 Pfund gutes Futterſtroh. Ts In der Frühe x Pfund gutes Miſchlingfutter. Um 10 Uhr Vormittags 2 Pfund Erdäpfel mit 1 Pfund Häckſel. oder reinem Hafer- Ohm vermiſcht, Um 2 Uhr Nachmittags 3 Pfund Heu, Abends 3 Pfund Winterſtroh. 37 In der Frühe 4 Pfund Hirſenſtroh. Um 10 Uhr Vormittags 3 Pfund Heut. Um 2 Uhr Nachmittags 3 Puy Heu, Abends 3 Pfund Winterſtroh. 34* Schafzucht. (532) 4; In der Frühe 3 Pfund Heu. Um 10 Uhr Vormittags 2 Pfund Erdäpfel ohne Häckſel. Um 2 Uhr Nachmittags 3 Pfund Heu, Abends 1 Pfund Winterſiroh. 1 ; 5% In der Frühe€ Pfund Heu.; Um 10 Uhr Vormittags 3 Pfund Häkſel mit 8 Loth Hafer und 6 Loth Kleyen oder Schrot mit etwas Waſſer angsGfeuchtet, Um 2 Uhr Nachmittags 3 Pfund Heu, Abends 1 Pfund Stroh. Bey dieſen hinreichenden Futterausſäten werden die trächtigen Schafe, in ihrer lebten Tragzeit, nicht allein vorbereitet, hinrei- ſelfütterung, füttern, Kleefütterung,. 6. 21, Iſt Kleeheu vorhanden, doch nicht hinreichend, um dem ganzen Vieh täglich eine Portion davon zu verabreichen, ſv ---S-> yuß vu Portion dem ſendern Aehren, die weichern Strohhalme und die darunter befindlichen Graſer, zu ihrem beſ- fern Gedeihen heraus. Das übrig bleibende Stroh darf um ſo weniger als verloren angeſchen werden, indem ſolches nicht allein im Stalle-aufgerechet und für den-Sommer zur Streu aufbe: wahrt zu werden pflegt, ſondern auch ven Dünger vermehrt, Das Tränken der Schafe. 6. 23, Bey der Tränke wird gegen die verſloſſenen Winter- monate. nun beſonders beobachtet, daß zwar dem getten Vieh, bey ſeinem täglich dreymaligen Futter, die Tränke, wie bisher, Bormittags und Abends verabreicht wird 3; die Lrag- und Lamim= ſchafe aber ,, welche auf tägliche 4 Futterportivnen geſetzt ſind, werden aber um 10 Uhr Vormittags, unmittelbar vor dem Wur- zelgewächsfutter und Avends vor dem Nochtfutter, zur Tränke gelaſſen 3 aber ja nicht unmittelbar'auf das Erdäpfelfutter, was key den Schafen ſchädliches Abweichen und Verlammung. zur Folge haben würde. Ueberhaupt ſaufen nun ſowohl die Trag-, als Lammſchafe -- beſonders letztere= mehr als früher, und es iſt ihnen die Tränke um ſo gewiſſer in hinlänglichem Maße zu geben, als be- ſonders die Abſonderung der Milch bey den Lammſchafen, und bey den Trächtigen die beſſere Ernährung des Lammes im Mut- terleibe und gute Vorbereitung der Milchgefäße davon abhängt. Das Waſſer iſt den Schafen am gedeihlichſten, wenn es ihnen vom Brunnen oder einex reinen Quelle gereicht werden kann 3" indem ſolches in dieſen Fällen eine immer gleiche Tem- peratur. hat. Tränket man aber gewöhnlich von Bä&chwaſſer, ſo vermeide man es wenigſtens-- wenn es möglich iſt= in ſo- fern, wenn Thauwetter eintritt, und ſolches mit Sce iſt den Schafen fortwährend regelmä- ßig alte Woche zu geben. Man rechnet, daß beym Winterfutter x bis 3 Loth Salz, für jedes einzelne Schaf, eine hinreichende Portion iſt. Für Jährlinge rechne man die Hälfte. Befinden ſich die Heerden in gejundem Zuſtande, ſo giebt man bloß etwas Wermuth und Kalmus, als den Wurmkrankheiten vorbeugenv, nagenſtärkend und Appetit erregend, unter das Salz. Den Lammſchafen wird aus dem Grunde etwas mehr Salz, als dem übrigen Schafvieh, verabreicht, indem ſie in dieſem Suſtande “ Schafzucht. (534) mehr Verlangen danac< äußern, was auch in- Wechſelwirkung mit der vergrößerten Freßluſt zu ſtehen ſcheint. Bey hochträch- tigen Schafen vermeide man, Enzian unter dem Salze zu füt- tern, indem derſelbe treibend iſt und das Verlammen verurſachen könnte, In vielen Fällen, wo das Vieh geſund= und eine Beymiſchung von Arzneyen unter das Salz eben nicht nöthig iſt, wird yon manchen Heerdenbeſitern das Salz in Waſſer auf- gelöſt, und entweder(wo Körnerhäckſelfütterung eingeführt iſt) unter dem Häckſel beygemiſcht, oder aber auf das Rauhfutter (auf welches nicht unmittelbar die Tränke folgen darf) aufgeſpritt. In dieſem Falle muß das wöchentlich ausgeſepbte Salzquantum auf jeden Tag repetirt, und ſolches täglich, auf die angegebene Art verabreicht werden. Die Schafe freſſen dieſes geſalzene Fut- ter mit der größten Begierde, und iſt ihnen ſehr gedeihlich, Austreiben der Schafe im Winter, H. 25, Sollte der ſeltene Fall eintreten, daß die Felder und Weiden im Monat Januar ganz von Schnee vefreyt ſind, und daß die Witterung auch nicht zu kalt iſt, ſo kann man die Schafe in dieſem Falle auf die Weiden treiben laſſen, wo es das Local Und die Wirthſchaftsverhältniſſe als vortheilhaft anrathen. Aber Man vermeide dieß ja bey ſehr kalter Witterung und heftigen austrocknenden Winden, indem hiedurch nicht allein die GSeſund-= heit der Schafe, ſondern auch ihre Wolle Schaden leidet. Den hochedeln Schafen verſage man jedoch die Behütung von tiefge- legenen Wieſen und derley Saaten, indem ſolche weich nähren, und jede Nahrung dieſer Art auf ihre Geſundheit oder Lebens- "dauer und erzeugende feine Wolle nachtheilig einwirkt. Schafe von minderem Werth, welche 3. B. noch nicht einen hohen Grad von Veredlung erreicht haben, oder auch ſolche, wo man vielleicht nicht nach dem höchſten Ziele der Veredlung ſtrebt, oder mit den Schöpfen, können nun die gehörig ausgefrorenen Wieſen und Saaten mit der Vorſicht behütet werden, daß man denſelben, vor dem Austreiben und bey ihrer Zuhauſekunft ,. nach Erforder- niß, ein gutes Futter verabreicht, und ſolche nicht eher zur Weide gehen läßt, bis'nicht der Neif ganz verſchwunden und abgetrocknet iſt,=- Doch darf man nie von dem Grundſat aus- gehen, durc dieſen Weidegang(ausgenommen, wo kräftige Saat- Weiden benutzt. werden können) große Futtererſparungen machen zu wollen, indem man den Schafen, durch Früh- und Nachtfutter, an Qualität das zu exſeen ſuchen muß, was ſie weniger auf den Feldern finden. Die friſche Luft iſt ihnen un- ter dieſen Umſtänden ſehr gedeihlich, und das Bieh befindet ſich hierbey in der Regel ſehr wohl. Vortheile der Frühlämmerzucht, 9. 26. In denjenigen Schäfereyen, wo die Frühlämmerzucht eingeführt iſt, tritt die Lammzeit gewöhnlich gegen Ende des Monats December ein, daher die Mutterſchafe gleichſam nun noch in der ſtärkſten Ablämmerung begriffen ſind. Die Vortheile der Frühlämmerzucht gegen die Spätlämmere- ZUcmäßigen Leitung der Geſchäfte in der Lammzeit, 6. 27. Da von einer glücklichen Ablämmerung und der gue ten Aufzucht der Lämmer das Wohl der Schafzucht insbeſondere da abhängt, wo man es ſich eifrigſt angelegen ſeyn läßt, in der Vermehrung und Veredlung ſeiner Heerden Fortſchritte zu mas mäßigen Temperatur des 17 18 Sdhafzucht, (536)| Eis Stalles abhängt. Der beſte Wärmegrad iſt 10= 129 Requmnür. va A Es werden daher zur Abhaltung der Kälte und Vermeidung ſorgt mid) alles Zuges der kalten Winde(welche insbeſondere den in glei: WW, umd ken zu ſichern. Iſt jedoch die Geburt unregelmäßig, und hat das Lamm nicht die gehörige Lage, dann iſt durch den Schafmeiſter(wel: en vorgelegt, und man überläßt es ſo einige Zeit der ihm nöthigen Nuhe- Der Schleim, welcher die Lämmer bey ihrer Geburt umgiebt, erleichtert ſolche gar ſehr. Man will allgemein bemerkt haben, daß der gelbe Schleim mehr, als der weiße, eine Anlage zu feſterer Geſundheit verräth z; welches aber noch nähe- xer Beſtätigung bedarf.| Geſchäfte unmittelbar nach der Geburt, 6. 32, Wenn die Mutter das Lamm abgeleckt hat, ſo wird derſelben das Euter gereinigt, und die zu ſtar? über das Euter gewachſene Wolle behutſam abgerupft und aufgehoben 3"dann mit demſelben in die Kaue(Nothſtall) gethan, worin ſolche ſv lange allein bleiben/ bis ſie ſich kennen und einander gewohnt ſind, das heißt, bis die Mutter ihr Lamm liebgewonnen hat und ſolches willig ſäugen läßt. Auch haben die Kauen zum SZwe>, die Mutter mit ihrem Lamme ſo lange von den übrigen zu ſfepariren, bis ſolche gezeichnet ſind. Es iſt auch ein häufiger Fall, der ſich beſonders bey Erſt- lingen ergiebt, daß die Mütter ihre Lämmer nicht lieben, ihnen alle Treue verſagen, und ſolche nach der Geburt nicht einmal reinigen wollen, Solche Schafe werden gleich nach dem Gebs- ren mit ihrem Lamme in die Kaue gehoben und das Lamm mit etwas Salz beſtreut, um die Mutter zum Ablecken anzureizen und ſich an den Geruch ihres Lammes zu gewöhnen. Nimmt die Mutter ihr Lamm nicht bald an, ſo muß ſolche mit demſel- bea ſo lange in der Kaue bleiben, bis ſie ſich dazu bequemt. Auch ſogar in der Folge, wenn manche Schafe einmal in den Junghaufen kommen, iſt immer ein aufmerkſames Auge auf dieſelben zu haben erforderlich; indem es ſich zuweilen ereignet, Daß ſolche rückfällig werden, und ſich um ihre Lämmer nicht be- kümmern. Beym Reinigen des Euters und Einheben des Schafes mit ihrem Lamme in die Kaue iſt erſteres jederzeit zu unterſuchen, ob es kein fehlerhaftes-Euter hat, und daher aud) ſicher vermö- gend iſt, das Lamm zu ſäugen. Man gebe aber ja nicht zu, daß man, der Mutter ihre erſte Milch ausmelke, wie dieß nur zu häufig von vorurtheilsvollen unwiſſenden Schäfern. zum Nach- theil des Lammes geſchieht. Nicht ohne Urſache hat die Natu dem Schafe dieſe anfänglich die, oft klebrichte Milch gegeben z ſie iſt ein Reinigungsmittel für das Lamm, um die in dem Magen und Eingeweiden befindlichen Unreinigkeiten(das Me- conium) abzuführen, Man muß daher jederzeit das neugeborne Lamm die erſte Muttermilch trinten laſſen. .. DOhne gegründete Urſache läßt man aber die Schafe, welche ihre Lammer lieb haben, nie länger, als höchſt nothwendig iſt, 19 M EEE IETI Echafzucht. (338) (nämlich bis der Nabel abgetro>net iſt) mit denſelben in der Kaue, indem ſich öfters der Fall ereignet, daß die Schafe entz weder ihre Lämmer aus Liebe, oder Ungeſchicklichkeit, in dem engen Raume todt MHM Man ſucht daher durch baldmögliches Augheben aus denſelben dieſe Gefahren zu verkürzen und zu vermeiden. Oft ſind Lämmer(beſonders ſchwächliche) einige Zeit nach der Geburt ſo unbehülflich, daß ſie ohne menſchliche Hülfe ver- hungern müßten. Denſelben muß oft noch nach mehrern Tagen ihrer Geburt die Milch eingemolfen werden 3; was nach Umſtän- den immer alle 2 bis 3 Stunden geſchehen muß, Auf dieſe iſt ein beſonderes Augenmerk zu richten, und ſind nicht eher aus der Kaue zu entlaſſen, bis ſie ſtark und geſchickt genug ſind, um allein die Muttermilch aufzunehmen. Vorſichtsmaßregeln beym Tränken der Schafe nach der Geburt, 6, 33. Nach der Ablämmerung tränke man die Schafe ja nicht unmitteibar nach: der Geburt; insbeſondere nicht mit kale tem Waſſer. Es iſt nöthig ,. daß man vor dem Tränken zuvor den Abgang der Nachgeburt abwartet, was im geſunden ZU- ſtande der Mutter bald erfolgt. Iſt die Nachgeburt abgegangen, dann kann man die Mütter ohne Weiteres mit reinem Überſchla- genen Waſſer tränken. Es tritt jedoch häufig der Fall ein, daß ſich das Schaf der Fachgeburt nicht entledigen kann. In dieſem Falle muß man ihm durch gehörigen Gebrauch von Medicamenten Hülfe leiſten z welches durch einen lauen mäßigen Trank von ſehr verdünntem Sauerteig am leichteſten bewerkſtelligt wird, Unterſtüzung ſchwächlicher Mütter, 6. 34, Alte ſchwächliche Schafe, welche nach der Geburt nicht viel Anlage zur Milcherzeugung haben, ſind einige Zeit mit Gerſtenmehltrank und Hafer zu unterſtüßen, bis man be- merkt, daß der Zufluß der Milch hinlänglich iſt; ſodann kann man ſolche des Trankes nach und nach wieder entwöhnen, und auf die Tränke der übrigen beſchränken, Jedoch ſind dieſelben während der ganzen Lammzeit zu ihrer Stärkung und um die Milchabſonderung gehörig zu unterhalten, fortwährend mit etz was Hafer zu unterſtützen,- Zeichnen der Lämmer und Verrechnung derſelben, 6. 35. Bevor'die Lämmer mit ihren Müttern aus der Kaue gehoben werden, ſind ſolche nicht allein zu zeichnen, ſondern auch in Rechnungsemyfang zu nehmen(nämlich in das Ablam- mungsregiſter genau einzutragen), wobey die Lämmer zugleich mit dem in der Schäferey angenommenen Schäfereyzeichen, ſo wie auch mit. dem Zeichen ihrer Abſtammung an den Ohren pder anderwärts, durch einen Brand genau bezeichnet werden. Von der ordentlichen Ausübung dieſes Geſchäfts hängt in der Folge die ſichere Erkenntniß ihrer Abſtammung ab. Durch ordnungsmäßige tägliche Einregiſtrirung der Lämmer wird aber ſehr vielen Betrügereyen der Schafleute u. ſ. Ww. vovr- gebeugt, welche derley Unordnungen in den Verrechnungen zus => wel bent zu mſchla aben D vy die Gch henden! jung der? wie au) Ea ſung der| beten Das 30 4 gewöhn! umme, mi hos Unſchlit pod beſſer 1 wilde den 3 | Buten, ju füönnen, the Me den new d nen Hm: ein ſv juny algemein, (Drehe angel bereits. ſartſy Manipulatio der Zrehtran Ran be wer und 2 Zoll zr0! hes ihnen Zwe entſy Ieber/ (3% NNEN | gelben,| mmer voll ſhit und| ihren Rütte „Ier u Mit ihren 1 legten beſt em ſchr"Ww ſeiner Mutt: ſd wß dio wendy, vn AN GENU und 07 Das beſtän Im Tungh 11 den eiſt Und es ih Änglich 11 elbey in dy ; Schafe(919 eit, in den Jaldmöglice; tzen und 4 19e Zeit 19) he Hülfe ve ehrern Tay nach Umſtit Auf dieſe j icht eher aus genug ſin) ' EC hafe e Schafe ja (ht mit fal: DUMB eſunden Zu: abgegangen, m überſchlg: 8 Schaf der e muß man alfe leiſten) verdünnten 147 ) der Gebur d einige 300 his man bi ſodann fan! ohnen, un ſind Neſelht! und um hrend mi" derſelht! aus der Aul men ſont mmer zug veyzeiden,' m den 9) jchnet wn hangt 11 W 0! ala 4, Abſkung unredlicher Abſichten zu unterſchlagen, und die Mütter in der Folge als Gelte aus- zugeben. Derley Betrügereyen geſchehen auch häufig dadurch, daß die Schafleute im Geheim Jährlinge belegen laſſen, um die abgehenden Lämmer damit zu de>en. Die öftere genaue Beſich- tigung der Heerden iſt daber zu dieſer Zeit höch nothwendig, ſo wie auch die ablammenden Individuen in Vergleich mit dem Sprungregiſter zu bringen. So darf auch die genaue Unterſu- 08 der gelt angegebenen Schafe nicht außer Acht gelaſſen werden. Das Zeichnen der Lämmer geſchieht gleich nach der Geburt am gewöhnlichjten dadurch, daß man dem Schafe und dem Lamme, mittelſt einer Miſchung von warm gemachtem Pech, et- was Unſchlitt und Ruß, auf die Köpfe ganz gleiche Zeichen(oder noch beſſer mit Theer, Pech und etwas Ofenruß vermiſcht) macht, welche den Zwe> haben, die Lämmer zu ihren Müttern genau zu erkennen, um ihnen in nöthigen Fällen Unterſtüzung leiſten zu können, Neuere Erfahrungen haben aber bewieſen, wie nacy- theilig die Bezeichnung mittelſt dieſes heiß gemachten Pechs auf den noch ganz weichen Kopf des oft erſt einige Stunden gebor- nen Lammes wirkt. Es8 iſt nur zu wahrſcheinlich, daß dieſe für ein ſo junges Thier höchſt peinliche Operation, wenn auch nicht allgemein, doch ſehr häufig, als eine zufällige Grundurſache der Drehe angeſehen werden kann; was bey denjenigen Schäfereyen bereits. ſattſam bewieſen wurde, wo man von dieſer barbariſchen Manipulation abgegangen iſt, und eine offenbare Verminderung der Drehkrankheit dadurch bewirkt wurde, Man bezeichne daher viel beſſer und entſprechender die Läm- mer und deren Mütter mittelſt oben erwähnter Pechfarbe und Zz Zoll großen gleichlautenden Nummern auf den Seiten, wel: mäßiges Futter zum Freſſen vorgelegt, an welches ſie ſich ſchon nach einigen Tagen gewöhnen. Durch dieſe Separirung ergiebt ſich. der Vortyeit, daß nicht allein die Lämmer ſich nebſt der Mil) mittelſt des an- gemeſſenen Futters ſehr gut nähren können, ſondern auch, daß ſie dieſe in regelmäßig Zeit und Portionen. empfan: gen, welches ihr Gedeihen ſehr befördert, Zugleich werden die Lammer verhindert,- ihrer Gewohnheit gemäß ihre Mütter beym STreſſen zu beunruhigen, und ihnen einen, Theil ihres Futters durch Zertreten und Verunreinigen widerwärtig zu machen. ZuU- dem gewöhnen ſich die Lämmer nur:zu ſehr das Wollfreſſen an,' wenn man ihre Abſonderung von den Müttern in dieſem einge- ſverrten Zwangzuſtande lange verſchiebt; wodurch ſich in dem Magen Wollkugeln. bilden, die nicht verdaut werden können, daher den Magen beläſtigen, und nur zu oft den Keim zu ih- rem frühen Tode legen, hing zu pit) Wochen ht der M! | fe, ſchr 8! | firhe), Ve >[men veſon Juch abwed | ſhrot, was mmer die | Jvon diebe! | Jaronf[aufe || Im | Jiſenſtroh,! | hit Lumi 1 Ot anzuen aß ſolches v DRa(UQm theils auh durch der 6 Müttern dy hie Mirfuny Jef davon ien zu Or! | Vor je wahrend eine Und vam hey ihren 9 ſhon an,€ ſig ein um längere Oer | Medien and Gulzlude go) Me Danner 6 aItſießene Eye aim, a ſehr | Beſſer| idem wan| tr mit Orur + dM Milch zy uſd.es iſt füg mihgel zu be Wi| 0,5 Widurch (hen Offifen woran ſe hd ml erm micht verſu hy, 40, Meneſſene | 0 dige uml ächtiges 84 hiheiten ex H durch da?| ſem Falle 4 my ndbar gefun) M Lamm hy . welche 9. auf das 4) m mit ih tany, ma nenheu), beſonders aber aus gutem, feinen Linſenſtroh, welches ihnen beſonders ged deihlich iſt. Im Anfange giebt man ihnen auch abwechſelnd Weizenkleyen unter dem Hafer oder Gerſten- ſchrot, was ſie begierig aufnehmen. Man hüte ſich aber, den Lämmern die Heupvrtionen zu häufig zu repetiren, indem ſolche davon di>bauchig werden, und beſonders, wenn ſie viel Waſſer darauf ſaufen, in der Folge viel mit Würmern zu een haben. Am zweemap laſten füttert man denſelben abwechſelnd feines Linſenſtroh, das ſie auch gern aufnehmen, und wonach ſie weniger mit Wurmkrankheiten gequält werden.- Es iſt nicht genug Vor- ſicht anzuempfehlen, das Futter jedesmal genau zu beſichtigen, daß ſolc ches nicht ſtaubig oder gar ſchimmlicht oder dumpfig iſt. Dergleichen nur wenig von Lämmern genoſſenes Was erzeugt theils augenblickliches Abweichen und Koliken, theils wird hie- durch der Grund zu vielen Krankheiten gelegt. Auch wenn den Müttern derley ſchädliches Futter verabreicht wird, äußert ſich die Wirkung davon unausbleiblich bey ihren Säugl ingen; die meiſten davon gehen an der Juhr oder andern tödtlichen Krank= heiten zu Grunde. Vor jedesmaligem Füttern der Mütter werden die Lämmer während einer halben Stunde zu denſelben zum Säugen gelaſſen, und dann wieder ab vgeſchieden. eber Nacht bleiben ſie beſtändig bey ihren Müttern. In dieſem Alter fangen die Lämmer auch ſchon an, Salz zu leden, und man pflegt ihnen ſolches regelmä- ßig ein. um den andern Tag zu verabreichen. Sie werden. durch längere Gewohnl reit ſehr begierig darauf, und es iſt ihnen, als Medicin angewendet, auch ſehr gedeihlich. Man miſcht unter dieſe Sal zlede gewöhnlich(beſonders gegen Wurmkrankheiten, denen die Lammer beſonders unterliegen) etwas gequetſchten Knoblauch, zerſioßene Eyerſchalen und nam Umſtänden auch bittere Ingredien= zen, als ſehr zu empfehlende e Präſervativ- und Curativmittel, Waſſer wird den Lämmern zn dieſem Alter nicht vorgeſeßt, indem man bey obengedachter zweckmäßigen Fütterung der Müt- ter mit Grund annehmen. kann, daß ſie bey demſelben hinreichen-= de Milch zu ihrer Ernährung und Anfenchtung haben we rden, und. es iſt ſich deſſen nur als Nothbehelf bey eintretendem Mil<- mangel u bedienen. In dieſem Fall giebt man ihnen“ zweymal des Tags ac<+ dem Rauhfutter,(aber nie na< Körnerfutter, als wod 150 e Indigeſtionen u.| w. erhalten würden)-in fla- s borenen Lämmern nicht der Fall iſt. Die Spätlingslämmer, die||föltiy auß von durch Übermäßige Begattung geſchwächten Widdern abſtam-| zweyte! R men, liefern einen in die Augen fallenden Beweis, daß hinreizs| Y weit übertrifft. Ü"um -- Ehe man zu dieſem Geſchäft ſchreitet, werden ſämmtliche fer Deed. Lämmer zuvor genau beurtheilt, und die zur Nachzucht beſtimm:“Ni ten Individuen davon ausgeſchieden. Bey den hinſichtlich ihrer 83 Güte zweifelhaften Jndividuen wird dieſe Operation aber bis zur|| Zirch 4 mehrern Entwickelung derſelben verſchoben.(Siehe Beurtheilung bey ſolchen, der Lämmer, Monar May 5. Abſchnitt.) ſher Lui j h Claſſification der Heerden,! 155 6. 43. Im Monat Jänner bietet ſich die beſte Zeit dar,| hibtern 9r. die Schafe in ihrem nun halbjährigen Wollwuchs zu claſſificiren| dy in; und zu revidiren. Der atifmerkſame, nach höherer Vollkommen-| Ni heit ſeiner Schafheerden ſtrebende Schafzüchter verſäumt nicht 1500 dieſen Zeitpunct, ſeine ſämmtlichen Schafe durch die Hand ge: beh hen zu laſſen, theils, um ſich von der Richtigkeit der frühern|(Wh Claſſification zu Überzeugen, theils die nun zur Beurtheilung| Dder Jie geeigneten Jährlinge in das Sortiment der Wolle einzureihen.| ve Hierdurch wird man ſtets einen regelmäßigen Ueberblick von| Beur dieſem wichtigen Geſchäft begründen, um ein richtiges Urtheil|| über ſeine Heerden fällen zu können. Zudem iſt dieß eine ſehr|(,45 wichtige Vorarbeit zur definitiven Claſſification vor der Schur, rs Brat. Nicht ally | Zeit ſehr 1 zu thun(ih Uh mäßiges 9 flege, dirk den, Und dh ammwolle, y bey ſpätr:. 1g8lamme, Ziddern abfn 8,„daß hin großen Edy ht ein Gey atlingslämn eugungöſtf her mehr) eßhalb ſie fu 1 groß zieht uhſe jederze OY agen erreich da fie in die ht am beſit! dieſelben) jeſes Geſchy as verſchied? 10, Abſchnit vodurch ſie'v [ches das 1 bertrifft. mn ſammtli! zucht beſtim! vſichtlich ih n aber bis) € Beurtheiln beſte Zeit 1 . zu claſſiſ x Volltonm verſaut 1! ) die Hand! feit der fri) ix Beurtheim (de eimzutn Ueberblid 1 EEN fr dieß eine n ver Gd! 1. Abſen und ihre Verbeſſerung einzuleiten. Sie dient zur Grundlage, die wichtigſten Notizen für die individuelle Belegung zu bewerkſtelligen, und zur Beur- theilung, welche Stücke ſich von dem vorgeſetzten Wollecharakter mehr oder weniger entfernen. Die Wollmuſterkarten verfertigt man, indem man den Scha- fen auf der Seite, dem Rücken, dem Schopfe und dem hintern Schentel kleine Muſter abſchneidet, auf Papier aufleimt und ſolche mit Anmerkungen begleitet, nämlich mit dem Numero des Schafes, Alter, Generation, Wollclaſſe, Grad der Ausgleichung und ſonſtige beſondere Bemerkungen. Derley Wollmuſterkarten von Jahr zu Jahr aufbewahrt, ge- ben dem Beſitzer einen lehrreichen Aufſchluß über die Fortſchritte der Verediung ſeiner Heerden, in welchem Verhältniß und durch welche Mittel er fich nach und nach ſeinem Ziele nähert; auch was er zu thun und was er zu vermeiden hat. Durch deriey Wollmuſterkarten iſt man auch im Stande, bey ſolchen Schafen, die nach der Schur verkauft werden, eine ſichere Auswahl zu treffen, und ſelbſt dem weit entfernten Käu- fer dadurch eine beruhigende Ueberzeugung zu gewähren. Bey der Verfertigung der Wollmuſterkarten von den Sprung- widdern hat man beſondere Umſicht und Pünctlichkeit anzuwen» den, indem dieſe nun zugleich für die nächſte Sprungzeit vorge- merkt und unter beſtändige Aufſicht geſetzt werden. Man kann in der That bey dieſem Geſchäft nicht kritiſch genug zu Werke gehen; denn welchev wahre Schafzüchter iſt nicht überzeugt, daß von einer klugen oder ſchiechten Auswahl der Sprungwidder die Fortſchritte oder Rücktritte in der Verbeſſerung ſeiner Heerden abhängen! Beurtheilung des Geſundheitszuſtandes der Heerden./ 9. 45. Bey Gelegenheit der Claſſification und Vormerkung des Brak- und Verkaufsviehes pflegt man auch den allgemeinen 26 (544) Schafzucht. 4. Abſchn, Geſchäfte im Januar, : 41“ Geſundheitszuſtand der Heerden zu beurtheilen, um für den Fall, daß. die ganze Heerde oder einzelne Stüc>e an Krankheit leiden, die nöthigen zweckmäßigen Vorkehrungen zu treffen. Man nimmt als allgemeine Kennzeichen des Geſundheits- zuſtandes an: H a) Eine weidende geſunde Heerde hält bey Annäherung eines Fremden etwas an, zeigt durc) das Aufſtoßen ihrer Füße Muth, und läuft aufgeſchre>t ſchnell zuſammen. b) Eine geſunde Heerde verläßt munter den Stall, und die Stärkern beeilen ſich, voraus zu ſeyn. Die Schwächern ſind in der Negel die Nachzügler darunter. c) Bey bevorſtehendem Wetterwechſel ſtoßen ſich geſunde Schafe gern, und laſſen aufgeſchret. den Harn ab, miſten gehend, ſehen dabey wohlbeteibt aus, haben keine eingefallenen Hun- gergruben, ſaufen wenig und ſelten,“ d) Oeffnet man mittelſt des Daumens beider Hände die Au- gen, und erbli>kt man an der weißen Haut derſelben viele mit Blut hochroth gefärbte feine Aederchen,» ſo iſt. das Schaf geſund. e) Auch zeigt die kahle Schnauze durch eine röthliche Farbe den geſunden Zuſtand an, wenn die Oefſjnungen der Naſe zwar feucht, aber nicht von angehäuftem Schleime ſchmie- „rig iſt, Zugleich: muß das Zahnſteiſch eine geſunde roſen- rothe Farbe haben. F)-Spaltet man den Schafen die Wolle, ſo muß im geſunden Zuſtande die Haut ſchön roſenügth ſeyn. Cine weißliche bleiche Farbe würde das Gegenthkil beweiſen. 2) Bey geſunden Schafen muß die Wolle auf dem Körper feſt ſigen und ſich nicht leicht ausreißen laſſen 3; auch die Wolle ſelbſt darf nicht leicht zerreißbar ſeyn: was ſonſt Schwäche des Thicres und Kraft- und Nervloſigkeit der Wolle beur- kunden würde, h) Die Wolle von geſunden Schafen muß eine lebhafte Farbe und Glanz haben. Der Anbli> matter Wolle ſetzt Krank- heit voraus, 3). Iſt der Blick des Schafes matt, läßt es die Ohren ſinken, iſt der Zuſtand deſſelben traurig, entfernt es ſich im Stalle von den Übrigen, geht es früh vom Freſſen und legt ſich nieder, wird das Wiederkauen zu ſchnell oder gar nicht ver- richtet, ſo iſt das Schaf in einem krankhaften Zuſtande. k) Schafe, welche öfters ſchneller, als 1andere, dem Waſſer zulaufen, um zu ſaufen, werden in der Regel bald krank, oder ſind es ſchon.! 1) Bey kranken Schafen witd der Harn ſeltner und im Gan- zen in einer geringen Quantität entweder waſſerhell, oder von einer mehr. braunen Farbe entleert. Auch folgt der Ab- gang des entwedex mehr feſten, oder mehr feuchten Miſtes ſeltner. Nur das dünne Miſten erfolgt Öfter. m) Kranke Schafe haben, wenn ſie nicht aufgebläht ſind, mehr oder weniger eingefallene Hungergruben z wovon je- doch das Alter eine Ausnahme macht,- unite==. 2 EYES 177005 77 GY SOGEEE Pv verwan . | Erler (E.TNEE demſelben| (hes verhalt) ha wms in zuver gezahnt, 15 wechſelt haf zuſtand, 1/8 ober frühen 0 iy 4 UENÖE ZUE Wndigem vz 1 ſartiz€ m ſo baby t Erhaltung [018 Chaſey jje Vorder; Wengjahre 3 (eln vorn De in Ang Cuts DM AR) ade')" enen=y 0n.13 Vd reichten 4 ammes, nge geng =24 7 = Nat, 7m? Ür den Fall bye leiden, Deſundheits: verung eing 0 ihrer Fi | 1". ail, und dy Wächern fin) ſunde Schaf ſten gehend, Ilenen Dun: nde die Ay: ieiben viele jv iſt das hlche Farbe en der Jaſe eme ſchmit: unde roſen: n" geſunden e weißliche Körper feſt 0 die Woll ſt Schwäche Wolle beut: bhafte Far! ſept Krant: hren ſinken h im Stall md legt fi! ar nicht ver Zuſtande, dem Wait [ bald kran nd im Gan: erhellt, od vlgt der Ab ten Miſit eblaht ſin) ; wovon DIe Schafzuct. Zweyter Abſchnikt, Von dem Erfkenntniß des Alters der Schafe und den dermalen befannten Schafraſſen in allen Welt- theilen, Erkenntniß des Alterg im Allgemeinen. 6. 46. Das Alter des Schafes zu erknnen, dienen bey demſelben die Vorderzähne in der untern Kinnlade, indem ſols lamm, Stöhrlamm, Widderlamm, iſt das Männchen, ſo ſeine auf die Welt gebrächten kleinen acht Lammzähne noch hat, und nicht gehammelt oder ca= PIPE AE 3)„Ein Jährlings8bo>, Jährlingswidder, iſt ein uncaſtrirtes Männchen, welches ein Jahr alt iſt.“ 4)„Ein Zeitbo> iſt derjenige, welcher zwey Jahr alt iſt, und in der Regel vier Lammzähne verloren hat.“ 5)„Ein alter Bv> heißt derjenige, welcher zum Springen nod) tauglich befunden wird.“ 6)„Ein überalter Bo> wird ein ſolcher genannt, der nicht mehr zur Zucht anwendbar befunden wird.“ 7)„Ein Schöps oder Hammel iſt ein verſchnittenes oder caſtrirtes männliches Schaf. Gemeiniglich wird ihm der Schwanz gelaſſen, wodur) er ſich unter den Mutterſchafen augzeichnet.“ 8)„Ein Hamwellamm iſt ein verſchnittenes Lamm männ- lichen Geſchlechtes, das ſeine auf die Welt gebrachten acht Milchzähne nvc< beſitzt.“ 9)„Ein Jährlingshammel iſt dasjenige verſchnittene Männchen, welches ein Jahr alt iſt, dem die zwey mittel- ſten Lammzähne ausgefallen und an deren Stelle zwey brei- tere gewachſen ſind.“ 10)„Ein zuſäbiger Hammel iſt 3 bis 4 Jahr alt. Beym Einzählen wird die Benennung den Schafen oftmals früher beygelegt, als ihnen gebührt, 3. B. nennt man die Läm- mer an manchen Orten ſchon im Herbſte, wenn ſie kaum zehn Monate alt“ ſind, Jährlinge u. ſ. w.“ 11)„Ein Märzhammel iſt derjenige, welcher 6 bis 7 Jahr alt iſt, die Zähne ziemlich verbiſſen hat, und daher ausge- märzt werden muß. Uneigentlich nennt man alle Schafe Märzvieh, das man aus irgend einer Urſache, als gro- ber Wolle, Gehrechen u. ſ. w., ausmärzt oder ausbraket, daher auch Bräkſchäfe, Brakvieh u, ſ. w.“ b).Weibliches Geſchlecht, 1)„Ein Zibbenlamm, Kälberlamm, Mutterlamw, das ſeine 8 Lammzähne noch hat.“ 29 Schafzucht. 5 Zibb zZ e oder;.| 5 zurücgelegt.“ Mutterſährling hat ſein erſtes Jahr| Fign „8|; x ef N f e A diejenigen, welche gegen 2 oder 23 Jahp pane 3 fie mit d mit welchen es nun die rechte Zeit iſt, daß wigeſucht 4)„Eine Sh SUE DEVA Werden: Nufln,! ER END AM DILET oder Mutterſchaf iſt dasjenige ſelben ſk ämmex zur"Welt ingen Fail SAE 1127 Aa RIES"M nn 6 2.»-- dem» ) hm: 08 a ie find ſolche, welche zum Lammen nicht mehr“|(ehr fur 6)„Alte SA Ge und daher ausgebrakt werden.“|| wihnn)/ WEIDEN Ei e nennt man auch überhaupt diejenigen, wel-|| Bod geh WEU fen mm gehabt haben; folglich von der Zeit an| uſeln des! ufgehört haben, Zeitſchafe zu ſeyn.“?|| izuſdl! | ja u 6. 88 Die Oy Pafraſſen überhaupt.| 274" ſchöpflich ,“ und AE iſt im Hervorbringen wahrhaft uner»/| me" Hi mdb H nicht ſelten Geſtalten vor unſere Augen| die pediell) Abarten SE DEWUNDEN» als erklären können. Wir nennen ſie Yon! Abweichung v ungen, und deuten mit dieſer Benennung die oben bet! GEFFEN UNE für„ZU Gewöhnlichen an. Je nachdem eine ſolche den Ech wir ſie zu würdi er gegen die Zwecke des Menſchen iſt pflegen nommen ZEÜpoDeE: etch 1980 Darum werden auch die Abweichungen und dor Wu Eagle DD m un.0n| Md GO PESIHERE eM ERT bedeutet das Wort Raſſe eine|| 60 zaſſen(Wurden aber 1 MPE RE 22384, Sämmtliche Thier:||"it dul] IERT ENEOLEE TIE IEE 14 durch Kunſt und Cult SODEN. PDE zu wer li. ur der Menſchen,=- wenn man näm»| in WAHrGE Demen um die„unſern Zween Gemen find.| zin 1 man durch langjährige conſe eſtgehalten hat: das| dim . b quente Paarun X| n u t s gen mitt l z veN j MES AN MET AIMEE DERS DHOIEET„1 00 1 aher jederzeit alle diejenigen Indivi Dun coujolibrte 3| DI | iduen ohne andere Rü>k- find. 4 A SEESSLRCSEEN hat, welche die beabſichtigten Eien| WEN Labe beſeſſen% aa nicht, oder nur in einem mindern|[mai] heiten dadurch erblich und in Der SOIEbEN Verſchiedene| Bimij iſt eine allgemeine Erfahr; olge beſtändig werden, genſchaffe; WE UNN Gu lthe bes Aneaſcan dine| js' Verſchiedenheit in i unſt und Cultur des Menſchen eine lihlej| bie Natur daſſelbe 17650 einem Jndividuum bewirkt, ſo nimmt) 6 PERI| m Stamm einer neu i 6 Wemiſchte ür; en Nichtung, ef [är ſing weitere Situa un) Erbaſtung. Die vembgen auf die Natur ſcheint vo anz neue Geſtaltungen zu erzeugen 3; ja We ;; n ihrer Urgeſtalt ſich i 3, 1 Canter UHD dieſe veräſten zu woll g immer mehr entfernen iſhman, die Urgeſtaltung iE von en, und erſchwert dadurch nicht ſelten 0 . en Fortbildungen wied 4 uh wn weicht ſie von der Urbildung ni gen wieder zu finden. Doch 13 nie ſo weit ab, d i.. Wel me]-. daß Dd NAFLE NEEL ſollte. Es bleiben gewiſſe Dide Db Morte 40 < im Großen ausſprechen, und wenigſtens dem| FA. -( ſcharfen Beobachter nicht unkenntlich find. ,' we |! Wit. wiiſe „erſtes Jahr der 27 Jah eit it, N iſt dadjeniy welchem 4] m nicht m) "dl jenigen, wel: der Zeit an, » " y' haft ann ſere Augen, t nennen ſis nenn) di n" eine ſolch: 7 iſt, pflegen weichungen der im Ou Raſſe eint (iche Thier: imwirtund!! er m man nin emeſſen ſin) mn hat; mittelſt Jr forterbende) conſolidirt!| andere Rü: jigten ige! tem mindern Verſchieden: ndig werden) ſes bedarf enſchen eint t, ſo nimm 9, und ſoxy! ermögen a erzeugen) hr entfernt! nicht ſelt nden. jeſe gar mit! de oder Mi enigftens 2. Abſchn. Schafraſſeu. (474) Auch das urſprüngliche Geſchlecht von ſämmtlichen Schaf- raſſen muß in dem wilden Zuſtande dieſer Thierart, aus welz- gehörnt iſt. Aehnliche Abweichungen findet man auf den Inſeln des mittelländiſchen Meeres und in Griechenland. Hatte der Zufall einmal eine Abänderung bewirkt, und die Urſachen, als Clima, Weide und Behandlung, dauerten fort, ſo mußte -- wurde der Uebergang auch fortwährend unterſtüßt-- der Un terſchied nach und nach noch größer werden. Auf dieſem Wege wurde wieder ver Grund zu neuen Verſchiedenbeiten gelegt, und die ſpecielle Abänderung unterſtüßt. Von den vielen Varietäten, welche aus den Einwirkungen oben berührter Umſtände hervorgebracht worden ſind, können bey den Schafen jedoch nur diejenige in die Zahl der Raſſen aufges- nommen werden, welche nicht nur durch ihr äußeres Anſehen und Übrigen Eigenthümlichkeiten, ſondern auch durch beſondere Organiſation des Körpers(3. B. eigene Verhältniſſe der Glied- maßen, der Phyſiognomie, Charakter der Wolle, Temperament U. ſ. Ww.) auffallend von andern Raſſen ſich auszeichnen, und dieſe durch beſtändige Paarungen von Gleichem mit Gleichem conſolidirte Eigenheiten mit aller Sicherheit, in einer langen Reihe von Generationen, fortgeerbt haben 3; daher Xeinen Grund zu einer Vermuthung Raum geben dürfen, daß ſolche etwa durch eintretende Nückſchläge oder unconſtante Erſcheinungen, Uf I abſichtlich, durch heterogenes Blut vermiſcht wor- en ſind. Wenn auch Clima, Nahrung und Behandlung, ſowohl auf Naſſe, als auch auf Wolle und körperliche Ausbildung influiren, ſo wird doch eine reingehaltene Raſſe, ſelbſt unter widrigen Um-= ſtänden, ihre Grundformen und innern Typus nie ganz veränz dern. Eine feſte und rein gebildete Naſſe iſt daher in ſich gleich- ſam als ein Urbild zu betrachten, indem ſie ſich bey richtiger Behandlung nie mehr von den ihr angeerbten Formen und Ei- genſchaften entfernt, und der reine Zeugungsſtoff das Urbild der Stammältern mit allen ihren Eigenſchaften und Eigenthüm- lichfeiten enthält und aufbewahrt. Sollte aud) eine reine un- vermiſchte Raſſe durch Einwirkungen widriger Umſtände äußer= lich gelitten haben, ſo wird ſolche, in die ihr zuſagenden Ver: hältniſſe zurückverſetzt, immer wieder ihren früher gehabten Chavaktex nach und nach annehmen, wenn anders keine Ver- miſchungen mit andern Raſſen Statt gehabt hatten, dieſe alſv nicht verpaaret und ihr Zeugungsſtoff rein erhalten worden it: - Wie lange Zeit und wie viele Generationen zur Begründung einer conſtanten Naſſe erforderlich ſeyn mögen= daß nämlich in der Folge keine Rückſchläge mehr Statt finden können=- läßt ſich um ſv weniger genau beſtimmen, als die. Schafzucht zu ei- zem. Wiſſenſchaftlichen Gegenſtand erhoben worden zu ſeyn, fich 31 32 Y Schafzucht. (472) uoch nicht ſo kange zu rühmen das Glück hat-- daher hierüber, durch gewiſſe unumſtößliche Erfahrungen, die Beweiſe noch feh- len; mithin die bisher aufgeſtellten Theorien mehrerer Schriftſtels lex erſt durch dieſelben ihre Beſtätigung erhalten müſſen. Auch haben auf die hiezu nöthige Anzahl von mehrern oder wenigern Generationen unſtreitig das Clima, Lage, Nahrung, Pflege und Kunſt den UU Muebeun Einfluß, indem man unter unglnſtiz gen Verhältniſſen von dieſer Art zu der gewünſchten Conſdoli- dirung der Heerde wohl ſpäter, als unter günſtigern, gelangen wird. Im Allgemeinen dürften wohl wenigſtens 30 Generative» nen zur äußern und innern Ausbildung einer Raſſe erforderlich ſeyn, wenn bey der Paarung, durch reine Inzucht geleitet, das immerwährende Beſireben Statt hatte, ſtets nur das dem Jdeal am nächſten ſtehende mit möglichſt gleichem zu paaren.' Es iſt auch nicht in Abrede zu ſtellen, daß die Erhebung einer Heerde ' von urſprünglich verſchiedenartigem Blute zu einer neuen Raſſe auch in dem Verhältniſſe mehr Generationen erfodern muß, als die urſprünglichen Beſtandtheile einer zu dieſem Zwecke beſtimm- fen Heerde, in ſich, von mehr heterogenerm oder mehr homogez- nerm Blute zuſammengeſezt war; was beſonders in den erſtern Generationen auf die mehr oder weniger ſchnellere Annäherung zu einer innigern Verwandtſchaft großen Eiafluß nimmt: denn 32: heterogener das Blut derjenigen Individuen anfänglich iſt, aus welchen in der Folge eine conſtante Raſſe erſchaffen werden ſoll, deſto mehr Generationen ſind hiezu erfoderlich. Spaniſche Schafraſſen. | 9. 49. So weit, als uns jett die Verbreitung und die Eis: genſchaften der Schafe bekannt ſind, können wir drey Stamm- raſſen annehmen, als: die fettſchw anzige, die kurze ſchwänzige und die langſchwänzige. Anm. Wenn das wilde Schaf, das Argali und Muflon, nur - mit einem kurzen, fegelförmig geſialteten Schwanze verſe: ben iſt, ſo iſt der Uebergang zum langſchwänzigen und fett» ſchwänzigen zahmen Schafe leichtlich zu vermuthen und dieſer ſelbſt zu finden, Wir ſehen Überhaupt, ſagt Pallas, wie gewiſſe Theile des thieriſchen Körpers, beſonders diejenigen, wo der Umlauf des Blutes langſamer iſt, die Fetterzeugung am meiſten begünſtigen. Eben deßwegen ſammelt ſich bey den meiſten Thieren um die Nieren, dem Gekröſe und Netze, wv die Puls- und Blutader ſich zu rechten Winkeln abthei- len und noch durch den Gemeinſchaftsbogen den Trieb des Blutes mindern, das allermeiſte Fett. Eben dieſes gilt in Betrachtung des Halſes und der Gegend unter den Achſeln 3 auch legt ſich wegen dieſes langſamen Kreislaufes das Fett bey allen Thieren gegen den Hintertheil und den Schwanz hin am häufigſten an. Bey. allen Schafen ſammelt ſich das Fett vorzüglich in der Gegend des Steißes und der Nieren, mit dem Unterſchiede, daß um die Nieren und im Unterleibe Talg, am Schwanze aber-- beſonders bey den Fettſchwän- zigen=- weicheres, flüſſigeres und der Butter faſt ähnliches Fett erzeugt, wird, welches an und für ſich nur zum KÜ- Man findet in Spanien: a) weiße und ſchwarze Churrosſend, wenn auch nicht übermäßig fett. Doch rich- DM fet ſich die Feiſtigkeit nach der Beſchaffenheit der Weide, und man juan, M hat Beyſpiele von Überaus fetten Schafen z ſie freſſen ſich aber auch alsdann leicht faul. Es bringt in der Regel nur ein Lamm und huh zur Welt z doch ſind Zwillinge eben keine Seltenheit. Man kann alniß; annehmen, daß es bey reichlicher Fütterung, ſo wie alle Schafe, we zu größerer Fruchtbarkeit geneigt iſt, 36 Y Schafzucht. (476) Das Heideſhaf.' 6. 51. Das Heideſhaf, die Heideſchnu>e, iſt ſehr klein, kaum 14 bis 15 Zoll hoch und 18 bis 20 Pfund ſchwer. Ein gemäſteter Hammel wiegt bey 25 Pfund Fleiſchergewicht. Es wird zweynmal geſchoren und giebt nur ſchlechte grobe Wolle, deren Gewicht pr. Stüc> 1 bis 13 Pfund jährlich beträgt. Man findet daſſelbe in England, Frankreich und in Deutſchland, haupt- ſächlich auf der Lüneburger Heide, im Bremiſchen, wo ſolches nur auf den magerſien Weiden gedeiht und ſich im Sommer von grünem und im Winter von dürrem Heidekraut nährt, Es iſt an Ertragung der rauheſten Witterung und an kärgliche Nah-= rung gewöhnt, und wird nur in ſolchen Gegenden unterhalten, wo es viele Nadelwälder und Heidekraut(Erica vulgaris) giebt, welches im Sommer und Winter die vorzüglichſte:! Nahrung die- ſes Thieres ausmacht. Sein Fleiſch iſt ſehr wohlſchmeckend, und wird dießfalls dem Nehfleiſch von Vielen vorgezogen. Das Spiegelſchaf. 6. 52. Das Spiegelſchaf, welches im Meclenburgi- ſchen, in' Schwaben und Franken angetroffen wird, ſich durc einen buniwolligen Ring um die Augenen gefräuſelten oder artig gewellten Wolle ge: Schafzucht. (478); boren. Jn der Ukraine und Podolien ſucht man die Felle. der Lämmer, welche zum Schlachten beſtimmt ſind, noch dadurch zu verſchönern, daß man den Körper des Lammes lo>er mit Leina wand einnähet, und dieſelbe täglich einmal mit warmem Waſz ſer benätt. So wie das Lamm wächſt, wird die Leinwand er>' weitert, ſo daß dieſe immer lo>er anliegt 3; wodurch die nach» wachſende Wolle noch ſtärker unter der platt anliegenden Lein2- wand, in beſtändig glänzende Locken, gedrückt wird. Wenn man das Fellchen für ſchön zenug hält, wird das Lamm geſchlachtet. Das ungariſche Za>elſchaf. 6. 63.. Das ungariſche Za>el: Schaf iſt größer„als das deutſche Schaf, und erreicht im gemäſteten Zuſtande ein Ges wicht von 80 bis 100 Pfund, Es wird hauptſächlich in Nieder» ungarn, Siebenbürgen und Syrmien angetroffen, zeichnet ſich durch ſeine aufrecht ſtehenden, ſpiralförmig gewundenen Hörnev aus und liefert eine 5=-6 Zoll lange,'ſchlichte, grobe Wolle, welche bloß zu den gröbſten Fabricaten, als Mänteln, ,Koten u. dergl. verwendet wird. Ihre Felle werden zu Bundas oder Winterpelze verwendet. Dieſes Schaf iſt ſehr zum Fettwerden eeignet 3 es liefert zwar ein etwas grobfaſerigtes, jedoch ſehr Ehmachaftes, kräftiges Fleiſch, iſt dauerhafter, als das deutſche „Schaf, und bekommt auch wenig Pflege. Es wirft häufig zwey Junge... Bis auf Belans Zeiten findet man vom Zackelſchafe Feine Spur. Dieſer Reiſebeſchreiber fand es zuerſt auf dem Ges birge Ida, auf der Inſel Candia, Wie es ſich nach Ungarn und andern Ländern verbreitet hat, iſt unbekannt. Das polniſche Schaf. 6. 64. Das polniſche Schaf iſt von dem deutſchen Landſchaf wenig verſchieden, ſiebe-9. 50,, und zeichnet ſich durch einen langen Hals, glatten Kopf, etwas hohe Beine und ziem lich grobe Wolle aus. Man findet dieſe Schafe auch in Lithauen, Preußen, Schleſien und Pommern, doch immer mit Verſchieden2 heit der Größe und Feinheit der Wolle. Das langgeſchwänzte podoliſche Schaf. 65. Das langgeſchwänzte podoliſche oder M ENIIET S haf. (iſche 01 volien um! » ſchon eb, ſelben 11 Ww ſchen Zam nv Gegen cheint ein und meh iſt vv! 1503) gebracht 1 4 ein Om! ve Lamm" vv": "ED | und 2 FT 2. Abſchn. Schafraſſen. (479) ſhirer Naſſe entſtanden zu ſeyn. Es iſt ſehr groß, liefert 8 bis 410 Pfund Wolle und wirft gewöhnlich jedesmal 3 bis 4 Lämmer, Das igländiſche Schaf. 9. 683, Das isländiſche Schaf unterſcheidet ſich haupt» ſächlich dadurch, daß es 4 bis 6 Hörner trägt(welche vft fünft- lich erzeugt werden) und durch ſeine Wolle, deren es mindeſtens 1 Pfund 3 Loth ſeidenartige, 24 Loth grobe und 5 Loth lang bervorſtehende ſteife Hundshaare erzeugt. Dieſe Schafe werden nicht geſchoren, ſondern die Wolle von der Haut nur abgerupft. Es lebt das ganze Jahr im Freyen, und iſt ſich in jenem ſtrenz gen Clima ganz allein überlaſſen z weßhalb es ſich auch oft zu- trägt ,' daß ganze Heerden davon durch den Schnee verwehet werden, und auf eine elende Art verhungern müſſen, Das türkiſche Schaf, 6. 69. Das türkiſch e-Schaf, wozu man auch das M a- cedoniſche, Wallachiſche und Moldauiſche rechnet, lebt noe Pelze, wird langſam fett, giebt grobfaſeriges Fleiſch und 10=. 15 Zoll lange Wolle, welche gröber iſt,.als die der vorhergegangenen Raſſe. Das Viertel eines Schafes wiegt 14-- 20 Pfund, von 3Zjährigen Hammeln 25-=- 30 Pfd,; „Dae Te es water Raſſe: 6. 76. Die Tees water Naſſe iſt die größte, und wird vorzüglich an den Ufern des Tees gefunden, Sie unterſcheidet ſich von der vorhergegangenen Raſſe dur längere Beine, fei- nere Knochen und dickeres feſteres ſchwereres Gerippe. Die Müt- ter werfen 2 auch 3 Lämmer. Das Viertel eines zweyjährigen Hammels wiegt 25= 30 Pfd, 3 in einzelnen Fällen auch 55 Pfd, und darüber. Die Dortmoore-Devonſche Natt-Raſſe. 6. 77. Die Dortmoore- oder Devonſche Nattraſſe iſt ungehörnt, hat weiße Geſichter und Beine, dicke Hälſe, ſchmale Rüen, hohes Nügrat, kurze Beine und ſtarke Knochen. Ein Viertel wiegt 20 Pfd., von einem 2zjährigen Hammel 30 Pfd, Die Wolle iſt der der vorhergegangenen Raſſe gleich. ... Die Exmoor= Raſſe. 6. 78, Die Exmoor- Raſſe kommt auch auf ſchlechter magerer Weide fort, und wird zum Theil der Wolle halber ge- züchtet, wovon ein Schaaf etwa 4 Pfd. ſcheeret. Sie iſt unge- Hörnt, von zartem Knochenbau, feinem Halſe und Kopfe, hat weiße Geſichter und Beine. Die Form des Gerippes iſt ſchmal und flach. Das Viertel eines jährigen Hammels wiegt 15= 20 Pfd. Dieſe Naſſe lebt hauptſächlich in der Nachbarſchaft des Moors, wovon ſie den Namen hat. „Die Dorſetſhire:Raſſe, 6. 79. Die Dorſetſhire-NRaſſe iſt mehrentheils ge: hörnt, hat weiße Geſichter, lange kleine weiße Beine, etwas dünnes längliches Gerippe, feinfaſeriges wohlſchme>endes Fleiſch, erzeugt eine feine 00 Wolle, und hat das Eigene, daß die Muütter zu jeder Zeit Lämmer werfen. Das Viertel eines drey- jährigen Hammels wiegt 16-20 Pfund. “Die Herefor diſchare-MRaſfP: 59. 380. Die Herefordſhire-Raſſe erzeugt eine dichte feine Wolle, ſoll mit geringerm Futter, als alle übrigen engli: (her Sh ertragen halten WW! weiße Gell Fleiſch, 1 wiegt 10 nannt; d feinſte B 0.81, der Wolle ihrem Ger! Gu iſt um | hen, lan) Gchultern aut, in) Gente, ynd furz ſmd. 9 Bey zut der Geby werden 91 die Volle | gibt man | diſe Doll | Dunkelheit Duuechein (. | und Gyf wird,€ Windene 16 Mü y feinfaſerige | aus, Zus | ting; doch Oezenden. 04.210.183; | ühterſcheit eine, le vnd loſe 0.84, biſt und; Gm. Je Witiger | Neſſe) | did und; u 1,08 | ofraſſe HE ZIE durch ſhon enen flachen leine feine e aus, früh: iſche Sch ſeinfaſeriges 14 Zull lanz? - Jährigen 25-30, hur(uf den acht werden, nne ſchwach die Yely, [0-- 15 Zul ergegangenn Yfund, vv ', yt win unterſcheidet Beine, fel: Die Müt: veyjährigen uh 55 Md, WUKZUNN Ratte dauſe, ſchm! nochen, m amel 30 M, ; auf ſchlecht (e halber zt Sie iſt unt: » Kopfe, fil ves iſt(chm! wiegt 15-7 barſchaft 7 ventheils Beine, ein endes Fla) ent, daß y ( eines 19 jhrigen 19" 2. Abſchwt. Schafraſſen. (481) ſchen Schafraſſen erhalten werden können, und kann viel Hunger ertragen 3 weßhalb ſie auc häufig auf den magerſten Weiden ge- 41 halten werden. Sie iſt ungehörnt, von kleinem Schlage, hat, weiße Geſichter und Beine, gut gebautes Gerippe, vortreffliches Fleiſch, und mit Wolle dicht verwachſene Augen. Das Viertel wiegt 10=- 18 Pfd. Die ächte Raſſe wird die Ripländiſche ge- nannt z die Herefordſhire- oder Archentfield-Naſſe giebt jedoch die feinſte Wolle. Die Southdown-Raſſe. 6. 81. Die Southdown- Naſſe giebt lebterer an Güte der Wolle nichts nach, iſt ſehr dauerhaft und im Verhältniß zu ihrem Gerippe ſchwerer, als die Dorſet- und Norfolker- Raſſe. Sie iſt ungehörnt, hat graue Geſichter und Beine, feine Kno- endes Fleiſch, und kurze feine Wolle aus. Das Viertel wiegt 16-- 20 Pfd., der Wollertrag iſt ge- ring 3 doch verträgt dieſe Raſſe den Hürdenſchlag in den kalten Gegenden gut.: DA E Henn= Ramme: 6. 83. Die Heath- Raſſe iſt ſehr hart und lebhaft, und unterſcheidet ſich dur gewundene Hörner, ſchwarze Geſichter und Beine, lebhaftes Auge, kurzes feſtes Gerippe, vvrtreffliches Fleiſch und loſe grobe zottige Wolle, Ein Viertel wiegt 12-- 16 Pfund, Die Hendwi>&= Raſſe. 6. 384, Die Hendwi>-Raſſe iſt ſehr hart und dquer- haft und-erhält ſich auf Bergen und nackten Felſen. Sie iſt un- gehörnt,-Geſicht und Beine ſind gefle>t,(ze mehr weiße und je weniger ſchwarze Flecke die Schafe haben, deſto reinex iſt die Raſſe) die Beine zierlich aber ſchwach und klein, die Wolle kurz, di> und gefilzt im Felle, Das Viertel eines Mutterſchafes wiegt 6-8 Pf., von einem 4zjährigen Hammel 9--12 Pfund. Die Chewiot-Raſſe, j 6. 35. Die Chewiot- Raſſe iſt eine vortreffliche Berg: ſchafraſſe, von zum Theil grober, zum Theil feiner Wolle, Sie H. 31 42 Schafzucht. (432) iſt ebenfalls ungehörnt, hat meiſtens weiße Geſichter und Beine, hervorragende angenehme Augen, langen Körper, ſchmale Bruſt und Rückgrat, zierliche feinknochige Beine und ein dünnes Fell, Ein Viertel wiegt 12- 18 Pfund, Dre Dunfacet- Raſſe, 6. 86. Die Dunfacet-Naſſe iſt nicht ſo dauerhaft, als die vorhergehende, und das Geſicht iſt gemeiniglich von dunkler Lohfarbe, wie dieß ihr Name ſagt. Sie hat keine Hörner, der Schwanz iſt kurz und die Wolle gemeiniglich geſtreift und bunt. Ein Viertel wiegt 7= 8 Pfd. Man hält ſie für eine halb ſpa- niſche Naſſe.; Die Shetland- Raſſe. 9. 37. Die Shetland-Raſſe trägt feine Wolle von man- 3 auf niedern Weiden nimnit es aber ei- nen Talggeſchma> an. Eine zweyte Art Schafe unterſcheidet ſich in Guinea dadurch, daß ſolche etwas größer iſt, einen grös= ßern mit Fett gepolſterten Schwanz und weichere Wolle hat. Das Marokkaniſche Schaf. 9. 94; Das Marokkaniſche Schaf iſt etwas größer, als das vorige, hat einen breiten Fettſchwanz, welcher jedoch in ſeiner Länge nicht die Erde berührt, Das Fett des Schwan- zes wird zum Kochen und Brennen verwendet, Es liefert nur wenig Wolle, iſt lang und ſchmal an Körper, hat ſehy vortreff- liches Fleiſch und läßt ſich gut mäſten. Das Algieriſche Schaf. 6. 95. Das Algieriſche Schaf hat dichte, krauſe, feine Wolle, ſtimmt jedoch im Weſentlichen mit den Eigenſchaften der vorigen Raſſe Überein, Die Widder ſind mit Hörnern verſehen. Das Tafileter Schaf. 9. 96. Das Tafileter Schaf iſt mit Haaren, welche denen einer Kuh ähnlich ſind, verſehen, und ſoll ein ſehr ſhmac>- baftes Fleiſch haben, 43 44 Schafzucht. (434) Das Madagaskariſche Schaf,. 6. 97, Das Madagaskariſche Schaf beſitt die, kurze, ſteife braune Haare, welche wie die eines wohlgepflegten Pferdes glänzen. Zuweilen findet man feine Wolle zwiſchen dieſen Haa- ren vermiſcht.; Das Capiſche Schaf. 6. 98, Das Capiſche Schaf wird auf dem Vorgebirge der guten Hoffnung und im Hottentottenlande, ſo wie auch in Aegypten gefunden. Es hat große herabhängende Ohren, einen faſt viereckigen, langen, breiten, dicken, ſchweren Fettſchwanz/ der oft 25 bis 30 Pfund wiegt und auf einen Schubkarren aufge- bunden. wird, um den Thieren das Gehen zu erleichte- 1, Es liefert 10 bis 12 Pfd. ungewaſchene grobe Wolle, Da 8 M War da fu OMAN. 4 6. 99. Das Quärdafu-Shaf lebt. in der Gegend des Vorgebirges Quardafu, an der öſtlichen Küſte Africas. Es iſt von weißer Farbe, hat einen kleinen ſchwarzen Kopf, deßgleichen einen 6--8 Zoll langen Schwanz(der ſo dick, wie der Hintertheil iſt), an deſſen Ende befindet ſich ein faſt ſechs Zoll langer run- der Zipfel, Aſiatiſche Schafe. Das aſiatiſche Schaf im Allgemeinen. 6. 100, Die aſiatiſchen Schafraſſen vereinigen ſich mehr oder weniger in nachſtehenden Charakterzügen: ſie haben ' einen überaus gekrümmten Ramskopf, der obeye Kinnbacken iſt oft kürzer, als der untere z; die Ohren ſind groß, ſchlapp und nie- dergeflappt, die Hörner bey den Widdern im Alter ſeitwärts ber- ausgewunden(dieß ſeltener bey Schafmüttern, welche ſie bloß wie bey den Hämmein mondförmig gefrümmt haben), der Kör- per groß, ziemlich hochbeinig, nach hinten zu ungemein mit Fett beſc<) wert und ſtatt des Schwanzes mit einem großen Fettklum- pen verſehen; ſchwache Beine mit großen Klauen, hoch aufge- worfner Bruſt und großem hängenden Hodenſack. Die Wolle iſt weich, aber zottig, ungleich und ſehr mit Haaren vermiſcht, Viel- hörnige Fettſchwänze, ſowohl bey Widdern als Schafen, giebt es nicht ſelten. Nirgends ſind aber die vielhörnigen ſo gemein, als unter den Schafen der krasnvojärſtiſchen Tartaren am Jeniſei. Wenn. die Hörner in dieſer Zahl vorhanden ſind, ſo ſtehen ſie gemeiniglich recht ſymmetriſch, wie Strahlen um den Kopf, etwas vorne übergefrümmt, und ſind ziemlich gleichförmig, kaum einen Fuß lang. Eben ſo giebt es unter den kirgiſiſchen und kalmücki- ſchen Schafen viele, die nach Art der Guineiſchen' unter dem Hals ein paar Glo>ken haben. Zu den Hauptraſſen ſind zu zählen: Das Kabardiniſche Schaf. 6. 101, Das Kabardiniſche Schaf, deſſen Wolle der engliſchen an Feinheit nichts nachgiebt, findet ſich im orenburz- ger Gouvernement. Das Kirgiſiſche Schaf. 6. 102, Das Kirgiſiſche Schaf iſt ſehr groß und hat lange Ohren, einen Fettſchwanz, welcher oft 30 bis 40 Pfund wiegt, der 20 bis 30 Pfd, Talg giebt, und Glöckchen unten am Halſe, Es wirft zwey bis drey Junge und wiegt zwey Centner,. | (Gs hat lat) Haren ver loder braund lier es auch [Gcafraſſe 1 leſſen. q. 103, ſchen Gd) fich blop du lynd der M Jpebracht zu [fällen Wird! |(10, Ihängenden L [und ſtatt dei [Zwfel verſt [gewannen del dyrc) 0 S,:205, ſühögte, br fung der fein genolle ver) („0.; ſel zewanzt, engliſchen( Geine theil ſten und 1; 0,107,; Mnbien, if 41 (1, Gene 7 WIENEN Ahochattet, | hy, 108, - Jes Euphret ſeht(uf fe Whlechtöre, 1 No nürden fin Vfmiſch bet af, veſtpt die, Eurze, zie] ten Verdes yen dieſen 1 Haa: | dem Serzebiry „0 Wie auch in hde Ohren, einm Fetiſch wan!"Wt t. Die Widder ſind meiſtens gehörnt, worun- ter es auh-manche giebt, welche 4, 5 bis 6 Hörner haben. Dieſe Schafraſſe iſt das ganze Jahr auf"den Steppen der Natur über- laſſen. wd be. Das Kalmü>iſche Si- ſchen Schafe| ſind wohl ein und dieſelbe Art und unterſcheiden fich bloß durch die Größe, Die Bergweiden, das kältere Clima und der Mangel an Salzpläßen, ſcheint dieſe Varietät hervor- gebracht. zu haben. Mit den geſchäßten verarbeiteten Lämmer- fellen wird ein großer Handel getrieben. Das Buchariſche Schaf, 6. 104. Das Buchariſche Schaf,, mit großen herab- Hängenden Ohren, vortrefflicher, ſeidenartiger, dichter Wolle, und ſtatt des Schweifes mit zwey kleinen Fettpolſtern und einem Zipfel verſehen. Von den ungebornen Lämmern werden die ſo- genannten Baranien verfertiget, womit ein ausgebreiteter Han- del durc ganz Eu 170p4. getrieben wird. Das K aſchemiriſche Sk angeſiedelt worden jind, ſo kann man doch nur folgende als daſelbſt ein: heimiſch betrachten; 43 Schafzucht. (486) Das Vicogne-Shaf. 6. 111, Das Vicogne-Scaf, ovis Padu(eigentlich Camelus vicuna) hat einen langen Hals, aufwärts ſtehende, leine, glatte Hörner, und lange, feine, ſeidenartige Wolle-- nach dem Schafe Vicogne-Wolle genanuyt. Es lebt im Sommer auf den Cordilleras und im Winter in den Ebenen von Chili im Zuſtande der Wildheit z es läßt ſich aber leicht zähmen. Das Yeruaniſche Shaf-Cameel, 6. 112, Das Yeruaniſche Shaf-Cameel, ovis gla- ma oder Chama, camelus pernanus, in der Landesſprache: Pacos oder Huanca genannt, Es erreicht die Größe eines Hix- ſches, iſt mit einer Art von ſehr grober Wolle bedeckt und liefert ein vortreffliches Fleiſch zum Genuſſe der Menſchen 3; dieſe Thie- re ſind zu Laſithieren ſehr leicht abzurichten und können bequem ein Gewicht von 60-=- 70 Pfd. auf dem Rücken tragen. Das Schaf von Seara in Braſilien. 202: 21137 Da 8-S' Maf von? Seanaiu Braſilien. neferr eine Wolle von vorzüglichen Eigenſchaften. Sein Fleiſch iſt je- doch von ſchlechtem Geſchma> und geht ſehr ſchnell in Fäulniß Über. Das Südindiſche Schaf. 6. 114, Südindiſche Schafe giebt es urſprüngli kei: nez wohl aber ſind von Seiten der Engländer, beſonders in let- tern Jahren, verſchiedene Raſſen dahin coloniſirt worden. Vor- züglich hat man mit Merinos Verſuche im Großen gemacht, de- ren Erfolg abzuwarten iſt. Siehe 9, 7, Geſchäfte im Monat Februar. Fütterung der Schafe. 9. 115. Da die Fütterung der Schafe, gegen den Monat Jänner verglichen, keine weſentliche Veränderung erleidet, ſv Tann ſolche auch nun, mit gehöriger Rückſichtnahme auf ein- tretende Verhältniſſe, ganz nach den unter 6. 16. bis 22. ange: gebenen Vorſchriften verabreicht werden. Nur dürfte es in den meiſten Localitäten, wo man ſich früher der Wärme zu erfreuen Hat, auf keinen Fall rathſam ſeyn, noch gegen Ende dieſes Mo- nats Heideſtroh zu füttern 3 indem bey jäher Witterungsverän- E die unter 6. 17. angegevenen übeln Folgen unausbleib- ' lich wären. . Eben ſo haben die unter 6. 23 und 24, im Monat Jän= ner hinſichtlich der Tränke und Salzle>e gegebenen Vorſchrif- ten aud) jevt noch ihre volle Anwendung z; wegen erſterer hat man jedod) ſeine Aufmerkſamkeit zu verſchärfen, daß überhaupt =- beſonders aber den trächtigen und ſäugenden Schafen=- bey dem nun zuweilen'eintretenden Thauwetter keine mit Schnee- waſſer geſchwängerte Tränke empfangen. Weide, 9. 116. In dieſem Monat tritt nun bey warm gelegenen Schöäfereyen häufig der Fall ein, daß durch das Thauwetter, die Weiden, Felder und Wieſen von Scnee entblößt werden 3; und 2, wan ſucht peraits ang! wſondere zn Lich 1 futter ver! anderer M die rächt dem Aus: Futter zu! Sohreözent |(iſt; demnd | | | | nicht ind | Trächtigen“ | dert werden | Guöbeſt | austreihen! | vorgedacmt, hen(8ft, DANN vnd zu lich Futte! Erſparung! Inter 1 | Joſſen, wer | wiſe mehr | frednet und beſt voll | ganzer Heyl | bei (1 (0, 3),| ben=(1 ſchehen, a] hormüden, (DN 0 6. 16/8 | Worung day | diger, ſj | dn wehr y | die lehtern, | Jeht noch die zeitgem! Nn nach 1, Wi 34, das h.11, lim Tut fallen va ſpätunz y dings dz = man volle Anj Vemerfy) | adu(anl Went. Varts abe- ege Dole MN UG 0 von Khiji; ! um men,: eel, Nee, ovis el Sandee Öße eins Air ved un)(ent en; dieſe Uhle Finnen eden Wen, iet, il(j en liefert | Aid Af je: nel! in Kulis prünglid H; nder di[ebs rden, Vor: gemacht, dt: 1 den Monat erleidet 10 bie Auf AAN: his V a0Rt: ite es im den we zu ſenen ade dieſes Mt: WEterungebe en unguöbn q Nouat 5 " ven Borſcht || en erſerer h daß überhau! Schafen= 1! » wit S0 vam gelegen! hauen, dt - werdens u 2. Abſchn. Geſchäfte im Monat Februar. (487) man ſucht dieſe Umſtände ſo viel möglich nach den in 6, 25. bereits angegebenen Modalitäten zu benuten 3; wodurch man in8-= beſondere bey dem gelten Vich Futter erſparen kann. Dem gan- zen Vieh wird in dieſem Fall ein reichliches Früh- und Abend- futter verabreichet. Iſt man jedoch, wegen Futtermangei oder anderer Urſachen bemüſſiget, die Mürter der Frühlämmer und die trächtigen Schafe austreiben zu laſſen, ſv iſt denſelben vor dem Aus- und Eintreiben jedesmal vorzugsweiſe ein kräftiges Futter zu verabreichen, indem die Nahrung, welche ſie in dieſer TJahreszeit auf den Weiden finden, noh kraft= und gehaltlos iſt; demnach die Milcherzeugung bey den abgelammten Schafen nicht in dem gehörigen Maße und Güte, ſo wie auch bey den Trächtigen die Ausbildung des Lammes im Mutterleive beför:- dert werden könnte,) Insbeſondere zeigt ſich aber in den Fällen, wo man nun austreiben kann, der große Nutzen der Reſerveweiden, wo hierauf vorgedacht, und ſolche vorhanden ſind. Jndem man ſie betrei- ben läßt, wird dem Vieh, bey dem nun ohnehin ſparſamen Weidegang, nicht allein eine ſehr zweckmäßige und gedeihliche Nah- rung zu Theil, ſondern es kann insbeſondere dadurch anſehn- lich Futter erſpart werden, und zwar zu einer Zeit,. wo dieſe Erſparung gewöhnlich am wünſchenswertheſten iſt. Unter keiner Bedingung ſind die Schafe auf die Weide zu laſſen, wenn nicht der Schnee ganz geſchmolzen iſt, kein Schnee- waſſer mehr auf den Feldern ſtehet, die Weiden nicht ganz abge- trocknet und nicht verſchlämmt ſind. Die Nichtbeachtung dieſer Höchſt nöthigen Vorſicht kann oft den Grund zum Verderben ganzer Heerden legen, Verrechnung und Caſtrirung der Lämmer. 6. 117. Das Zeichnen und die Einregiſtrirung der Lämmer G. 35), dann das Stußen der Schwänze und Caſtriren derſel- ben-- 6.41 und 42-- muß immer in dem Verhältniß ge- ſchehen, als ſolche in das Alter, worin ſie hiezu geeignet ſind, vorrücken. Ferneres Verfahren in der Lammzeit. 6. 113. Obwohl bey der frühen Lämmerzucht die Abläm- merung der trächtigen Schafe ſich in. dieſem Monat gewöhnlich) endiget, ſo hat das Lammen derſelben doch noch nach Umſtän- den mehr oder weniger häufig Statt. Man nennt insbeſondere die letztern geborne Spätlingslämmmer. Daher ſind auch jezt noch alie gegebenen Vorſchriften bey der Lammzeit, nämlich Die zeitgemäße Behandlung der trächtigen und Lammſchafe, nebſt den nach und nach heranwachſenden Lämmern, namäßigem Rauhfutter und Körnern folgendermaßen gefüttert 3; nämlich: 2 in der Früh, nach dem Abſcheiden von ihren Müttern, gebe man ihnen ein Futter gutes Heu oder Linſenſtroh;; um 10 Uhr Vormittags, nachdem ſie zuvor die Muttermilch genoſſen haben, Haferfutter mit etwas Weizenkleyen odex Gerſtenſchrot vermengt; Nachmittags um 2 Uhr, Klee, Heu oder gutes Grummet;z Abends, entweder gutes Heu, Linſen- oder zartes Wickenſtroh. Man ſehe aber jederzeit mit der größten Aufmerkſamkeit dar- auf, daß das Futter von der beſten Qualität und ja nicht ver- dorben iſt, indem hiedurch der Grund unausbleiblich zu Krank- heiten und größerer Sterblichkeit gelegt werden würde; insbe- ſondere aber, daß, wenn das Futter auf dem Schafſtallboden aufbewahrt iſt, den Lämmern und ſaugenden Mutterſchafen von der Bodenlage nichts verabreicht wird 3 wenn anders nicht durch die Bauart des Bodens ſelbſt, durch Einwölbung, Pflaſterung, Anſchüttung des Bodens, oder wie immer, das Futter gegen die aus dem Stalle aufſteigenden, ſich ſchnell demſeiben mittheilen- den ſchädlichen Dünſte geſchübt iſt. Das durch die aus'dem Schafſtalle aufſteigenden Dünſte durchdrungene, gewöhnlich ſtau- bige Futter iſt zwar allen Schafabtheilungen ſchädlich, und von dem nachtheiligſten Einfluß auf die Geſundheit; am meiſten aber unterliegen die Lämmer den ſchädlichen Einwirkungen dieſer gif- tigen Gaſe, welche ſie durch die Muttermilch mitgetheilt erhal- ten, und gehen in der Folge häufig durch die Ruhr und andere Krankheiten ein. Da die Lämmer nun anfangen, große Neigung für Sälz 3u bezeugen, ſo kann man denſelben füglich ein um den andern Tag x Loth mit den unter 6. 39. angegebenen Medicaimnenten darreichen, Es iſt aber jederzeit rathſam, das Salzgeben den Lämmern ſo einzutheilen, daß ſie folches nicht unmittelbar vor vder nach dem Säugen, um einer Verſäuerung des Magens vor- zubeugen“, erhalten. „Sich gerade bey der Beſtimmung der Lämmer in die Ab- theilungen ohne Nückſicht an vas Alter derſelben zu binden, iſt nicht immer rathſam; indem vorzüglich auch ihr Wachsthum und die körperliche Stärke hier mit zu entſcheiden haben. Schwäch: liche oder kränkliche Lämmer ſollen jederzeit vey den jüngern Abtheilungen ſo lange verbleiben, bis ſie ſich vermöge ihrer Stärke und Wachstihum in die höhern Abtheilungen qualtficiren 49 90 Schafzucht. (490) indem ſie ſonſt bey dem Freſſen von den ſtärkern verdrängt würc den. Auch hat man dieſelben bey den jüngern Abtheilungen im- mer beſſer unter Augen, um ihnen entſprechendere Hülfe angedei- hen laſſen zu können. Man kann dießfalls nie vorſichtig genug ſeyn 3; denn iſt das Lamm in ſeiner zarten Jugend einmal verx- buttet, und der günſtige Zeitpunct zur Hülfe verfehlt, ſo iſt die- ſes Verſehen ſelten mehr durch die ſorgſamſte Pflege zu verbeſ- ſern, und man wird von einem ſolchen verkrüppelten Lamme ſich nie ein kräftiges, dauerhaftes Schaf verſprechen können. Es iſt um ſo wichtiger, daß das erſie Wachsthum der Läm mer nicht im mindeſten durch widrige Einflüſſe geſtört werde, indem dieſes nachtheilige Ereigniß auf die Lebens- und Ausdauer dieſer ohnehin ſchwächlichen und für alle nachtheiligen Einflüſſe höchſt empfängliche Thierart, ſo wie auch auf ihre Deſcendenz den größten Einfluß übt. Man kann daher die Aufmerkſamkeit auf derley Lämmer nie zu weit treiben, und jede Mühe, welche mau hierauf verwendet, wird ſich eben ſo ſicher belohnen, als LIES ſchlechte, ſhwächliche Nachzucht zur v Hi. Da das Zurückbleiben mancher Lämmer, ſelbſt in den ältern Abtheilungen, oft daher rührt, daß. die Mütter theils Krank- heits, theils anderer Zufälle halber denſelben weniger oder ſchlechtere Milch verabreichen können, ſo ſind in ſolchen Fällen jedesmal vor allem die Mütter genau zu unterſuchen, und muß, wenn dieß ſo befunden wurde, dem Lamme eine Säugerin bey- gegeben, oder, im Nothfalle, auch ganz von der Mutter ent- fernt werden. Jedoch dürfen derley an karge Nahrung gewöhnte Lämmer im Anfange nur mäßig angeſäugt werden, bis ſie ſich an die ihnen zum Theil werdende mehrere und kräftigere Milch nach und nach gewöhnen, indem ihnen ſonſt dieſer ungewohnte Veberfluß durch Ueberladung des Magens leicht ein ſchädliches Abweichen verurſachen könnte. Ueberhaupt ſoll man, ſo viel es möglich iſt, darauf bedacht ſeyn, daß jedes Lamm immer eine und dieſelbe Säugerin(Amme) zu ſeiner beſſern Ernährung em- vfängt, indem die ſtets unveränderte Milch eben ſo ſehr zum Gedeihen derſelben beyträgt, als bey dieſen ohnehin ſchwächern Thierchen die geringſte Urſache oft die ſchädlichſten Folgen ha- ben kann; und auch in dieſen Fällen wohl leichter ſchädlichen Einwirkungen vorzubeugen, als einmal begangene Fehler zu ver- beſſern ſind. Reviſion der Mutterſchafe und deren Lämmer, 6. 121. Da die Frühlämmerung gewöhnlich mit Ende die- ſes Monats ihr Ziel erreicht hat, ſo ſind nach deren Beendi- gung alle während derſelben gebrauchte, nua entbehrlich gewor- dene Jnventariengegenſtände, als Kouen, Überflüſſige Hürden u. a., zum nächſtjährigen Gebrauche ſorgfältig aufzubewahren. Auch iſt es nun an der Zeit, das ſämmtliche Muttervieh genau zu unterſuchen, welche Mütter Lämmer geboren, oder gelte geblieben ſind, ſo wie auch, wie ſich in dieſer Vergleichung der Stand der Lämmer mit Anſchlag der Statt gehabten Sterb- lichfeit verhält, welches ganz genau Übereintreffen muß. Dieſes alles genau zu unterſuchen, ſoll nie unterlaſſen werden, da die Schäfer, dieſe pünctliche Ordnung einmal wiſſend, ſich nie ſo 2, leiht zu 1) die Entde verhindert Bey d Reviſion 1 yu zy zn Empf! ſowohl ht" wrift, 1047 des Ablan) | werden. 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Geſchäfte im Monat Februar. e(491) leiht zu groben Betrügereyen werden hinreißen laſſen, indem die EntdeXung derſelben, bey einer feſten Ordnung, nicht leicht verhindert werden kann,; Bey der ganz vollendeten Ablämmerung iſt vor allem die Reviſion der zugewachſenen Lämmer vorzunehmen. Es iſt ge- nau zu unterſuchen, in wiefern die tägliche Einregiſtrirung der in Empfang genommenen Lämmer mit dem effectiven Stand, ſowohl hinſichtlich der Zahl, als auch der Geſchlechter überein- trifft, was um ſo nöthiger iſt, als durch dieſe Controllirung des Ablämmerungsgeſchäftes Rechnungsfehlern u. a. vorgebeugt werden. Eben ſo ſind die nach der Geburt den Lämmern gegebenen Schäferey- und Abſtammungszeichen= ſiehe 6. 35-- alle ge- nau zu unterſuchen, und ſolche bey den einzelnen Stücken, bey denen es nöthig ſeyn ſollte, zu erneuern. Wenn dieſe Unter- ſuchung der Zeichen mit Pünctlichkeit vorgenommen wird, ſo iſt die Bezeichnung des Schafes(nämlich, wo ſolche durch Ein- ſchnitte in die Ohre Statt hat) für ſeine ganze Lebensdauer begründet. Augsbrakung der Lämmer, 6. 122, Obwohl man an dem Lamme, beſonders in denſe- nigen Schäfereyen, wo man noch kein conſtantes Raſſevieh bat, die Wolleigenſchaften, welche daſſelbe einſt als ausgebildetes Schaf beſiten wird, nicht mit aller Sicherheit beſtimmen kann, ſo unterſcheiden ſich doch in vielen Fällen einzelne Individuen, welche zur Zucht untauglich ſind, ſelbſt öfters in ſolchen Schä- fereyen, wo man ſc Spätlämme 2706 eingeführt iſt, ſo ſind nun alle nöthige Vor- Tehrungen zu treffen, daß es in dieſer wichtigen Periode an nichts Gehe Vor allem ſind die nöthige Anzahl von Kauen (Nothſtällen) 8 Tage ſeüber, als die Lammzeit eintritt, aufzu- ſchlagen, indem. fich d r Fall öfters 1: et, daß manche Mut- terſchafe"'vor der N Bör; gen Zeit gebären, und derley nicht ganz ausgezeitigte Lämmer in der Negel ſehr ſchwächlich ſind, daber gerade der ſorgſamſien Pilege bedürfen. Die Kauen m! iſſen die Größe haben, daß nicht allein das Schaf ſich LEMIENT darin umwenden„ ſondern daß ſolches ſich auch mit ſein VII ſo niederlegen kann, daß letzteres nicht in Gefahr EDE von ſeiner Mutter erdrückt zu werden. Man macht ſie gewöhnlich 3 Schuh breit und 32 Schuh lang. Man pflegt auch jederzeit etwas größere Kauen vorräthig zu halten, wo die jenigen Mütter hineinkommen, welche Zwillingslämmer gebären. Jederzeit müſſen- dieſe kleinen Nothſtälle ſehr gut mit Stroh einge ſtreut ſeyn und rein gehalten werden 3; denn nicht allein, daß dem Lamine und dem Schafe ein WOMEN: wärme- Än Lager-zu Theil wird, ſondern es wird auch die Neintichkeit ur) ſehr befördert, was hinſichtlich der Kauen um ſo nd0- 3400 iſt 3; widrigenfalls dieſelben durch den Abſas 6 IRachge- burt der friſch abgelammten Schafe nur zu bald einen ſtinkeu- den ungeſunden Geruch aunehmen würden. Beym Einfüttern der Kauen iſt den Schäfern jederzeit ans Herz zu legen, daß ſie die Schafe, wie es nur zu häufig ge- ſchieht, nicht mit kurzem Futte verunreinigen, indem fich ſol- mit auf die Weide nehmen, um die neugeborenen Lämmer zu ſammeln, um ſolche gegen Kälte und ſcharfe Winde zu ſichern. Zu dieſem Zwecke verſieht er ſich auch beym Austreiben jedesmal mit einer doppelien' Zahl von RNummerbhölzern oder andern beliebigen Schäferzeichen, um die auf der Weide jung gewordenen Lämmer, ſammt ibren Müt- tern= um BVerwechſelungen zuvorzukommen= mit einerley Nummern oder andern Zeichen zu bezeichnen. -moaunhhmmpoamomoaoo | You dd zwe | früher zien ynd Sihl] dung, uni] den Zhierd Pir ſie very demn Clima M ſich ie in Uztmi Menſchen! | then, we Wilehen, Fehrigr Vthige Vor: Veriode an von Fauen NT Aufzy: me Nut: „Nüt zans [Id, daher | allein das jolches ſich teres nicht den, Man 19, Man zu halten, Gölammner r gut init enn nicht , Ware: Wolchteit um ſy nh: er Nachgt: en ſtinfon: wet ans (ufig Ae: ſich ſol: Kühe her: h verllert, rden, u en, ferner um Num: der Hand ment ent: nd ſolche em Aus: ere Sts fe Werden en zu laſ: er frächt: Grummer 1, um die ſalte und t er ſich Zahl von |. um die ren Mut: « nale) Die Shafzuhaftigkeit, ver- hältnißmäßige Fettigkeit des Fleiſches, des Talges U. ſ, Ww.= aU8- Übt. Von der richtigen Beurtheilung und Beſtimmung deſſel- ben hängt daher allerdings viel, ſehr viel, nämlich die Erhaltung, Veredlung und der Nutzen der Schafraſſen ab, welchen ſie ges währen können und ſollen. Hievon und von dem treffenden Ur- kbeil über das Clima einer Gegend( welches durch den Einfluß der Atmoſphäre, die Näſſe oder Tro>enheit des Locals, dann eit und Lebensdauer dieſer Thiere, ſondern guch auf, | j | | | | | g,1 Beine od Reichhaltig dere aber 0 mancher. vo dein Veit fyirt) 060 zu erze ſundheit 8 Beziehung de, une€ zu erreichen fich gewiß 1 | zeſehte von HOE) würden 3. 3 mente fie) | Erepiren; i0 | ſere verun Re du Pydenz ar: homogene: wenn er 7! Naß?[eth Musbildung, | Oeſchimad d! | feuchten, hol | thnle der O die lte vy | waſe wh theilen der4 Raſſe ſich! (hes auf 41 de gehen)- Zuuplichte In Verhält bod fräftig| Ne den fein) bey den zei gern Dy dn, Nhe veleren O1 größern 9 nag de in Bezie jet Zweifel, Ait Der ſl, berech) don das 1 zu 3 gern wih namlich (Üben nid ) berechtigt Die" ſe die Zy ' Aitäten em, die Ya jeder Thier: Valltäten in IE, Als Über Und nachtboi: fel hat Man nd und By: gattung am Vegenden iſt müſſe auf hr als de ung."Vo: Lander den Einwirkun: taut, Gy hrung und vergangenen zen, daß in Thiere, wie [10 dem: Jaineh hiere ver: zt, geh: em Lande ve Urſa: ) in etwas e Lage ſind dhtige, ſehr jgfeit, daß , und ind: Gdhafraſſe, ernach die nheit der tigynz der ſen werde, ben ſ0 ein = aus da n ſoll, in: n vegetabi: „in auf die auch auf gung und verſehenen gfeit, vet WW 005 unz deſt“ Erhalt) (pen fie 9e eFenden 1 den inſus orals, dann 3. Abſchn. Taugliche Localitäten zur I Wärme oder Kälte begründet, und hiedurc< vorzüglich auf fi Reichhaltigkeit und Güte der Weide im Allgemeinen, inshbeſon«- dere aber auf die Beförderung des Wachsthums und Gedeihens mancher. vorzüglichern, den Schafen geſündern und entſprechen« dern Weidegräſer und Kräuter== ja ſelbſt auf das Waſſer ins fluirt) hängt daher nicht allein der Erfolg-=- die Erzielung der zu erzwe&kenden Producte-- fondern auch hauptſächlich die Ge: ſundheit und Lebensdauer der Schafe ab. Würde man in dieſer Beziehung ohne vorhergegangene richtige Erwägung der Umſtän» de, ohne Sachkenntniß glauben, daß man, um ein gewiſſes Ziel zu erreichen, bloß ernſtlichen Willen haben dürfe, ſo würde man fich gewiß ſehr oft täuſchen, und zuweilen gerade. das entgegen: geſetzte von allem dem erlangen, was man erzween wollte z ſo würden 3. B. in jenen Gegenden, wo Maſtſchafe in ihrem Ele: mente ſich befinden, die feinwolligen Schafe ſich faul freſſen und Frepiren; in andern entgegengeſeßten Fällen hingegen würden ers ſtere verhungern, wo letztere am beſten gedeihen. Die durch die Einwirkungen des Climas, der Lage und des Bodens erzeugte verſchiedenartige, den Schafen mehr oder weniger bomogene Nahrung bedingt auf dieſe Thiere einen Einfluß, der, wenn er auch nicht jederzeit gerade auf den Grundc des Fleiſches u.[. w. wirkt. Von der trocknen oder feuchten, hohen oder niedern Lage der Weiden hängen die Beſtand» theile der Gräſer und ihre Nahrungsfähigkeit ab; und ſolche läßt die Güte und Augsgiebigkeit des Weidegrundes nur bedingungss weiſe zu: ſo zwar, daß bey übrigens ganz gleichen Bodenbeſtand- theilen der Weide das Schaf in hoher Lage nach Beſchaffenheit der Raſſe ſich ſehr wohl auf derſelben befinden kann, während ſol: des auf ganz gleicher in niederer Lage kümmern oder zu Grun de gehen würde-- und ſo umgekehrt. Die Icahrhaftigkeit und Tauglichkeit der Weidegräſer für die feinwolligen Schafe ſcheint im Verhältniß mit ihrer Größe zu ſtehen; denn je kürzer, dabey doch kräftig und weniger geil dieſelben ſind, deſto homogener ſind ſie den feinwolligen Merinosſchafen, was jedoch nicht der Fall bey den größern Schafraſſen iſt, die mehr die Erzeugung eines größern Quantums Fleiſches und gröbere Wolle zum Zweck ha- ben, daher einen vollen Biß verlangen und eine ſaftigere mit geileren Gräſern bewachſene Weide vorziehen und deßhalb mit größerm Nuten beweiden. „In nach reiflicher Ueberlegung die Zweckmäßigkeit der Wei- de in Beziehung auf die zu haltende Schafraſſe erhoben und au- ßer Zweifel geſetzt, ſo ſchreitet man zur Ermeſſung der Ertrags» fähigkeit derſelben, wonach die StüFzahl, welche darauf weiden ſoll, berechnet werden muß. Auch hievon hängt ſehr viel ab, damit das richtige Verhältniß nicht geſtört und der Weide etwa zu viel zugemuthet-- alſo die darauf weidenden Schafe hun- gern müßten=- oder die Zahl zu gering angenommen wird, Münc 450 37 Weideland unter dieſen Umſtänden dann den „(uB abwerfe h iev ſpreche berechtigt ift. fen würde, welchen man hievon anzuſprechen .„Die meiſten Localitäten Deutſchlands ſind von der Art, daß ſie die Zucht dex Schafe zulaſſen; nur muß die Oertlichfeit je: 95 Schafzucht. (490) derzeit in gehöxiger Uebereinſtimmung mit der darauf zu haltet: den Schafraſſe ſeyn, und man ſich nicht eigenſinnig gerade für eine ſolche beſtimmen, welche ihrex Natur nach nicht darauf ge: ze oder etwa den Nuten unter ſolchen Umſtänden nicht ab- verfen kann, als eine andere, die den örtlichen Umſtänden mehr angemeſſen iſt, Solchen Fällen mag es wohl öfters zuzuſchrei- ben ſeyn, daß es ſo viele Gegenden giebt, wo man aus Mans» gel an Sachkenntniß das Aufkommen der Schafzucht aufgeben mußte, indem dieſe nükßlichen Thiere ſich oft da verbannt finden, wo eine wohlgewählte, den Localumſtänden angemeſſene Schaf- raſſe den beſten Nuten gewähren könnte, Der Schafhaltung von feinen Raſſen ganz zuwider und ſchädlich ſind jedo< alle jene Gegenden, die ihrer natürlichen Beſchaffenheit nah=- oder auch aus Mangel gehöriger Cultur =- ſaure, herbe Gräſer und Kräuter tragen. Derley Localitäten findet man in ſumpfigen, feuchten, oder in. ſolchen Lagen, wo durch eine zu große Beſchattung in Wäldern und auf ſehr mit= ternächtlich gelegenen feuchten Bergweiden, die Einwirkungen der Sonnenſtrahlen nicht Statt finden können, um aus den da2 ſelbſt wachſenden Pflanzen eine geſunde, gedeihliche Nahrung für die Schafe zu erzeugen, oder auch da, wo ſio>ende unterir= diſche Wäſier den Boden verſäuern. Ueberhaupt iſt Feuchtigkeit der Natur des feinwolligen Schafes zuwider; und dieſe äußert auch da hauptſächlich ihren ſchädlichen Einfluß, wo in feuchten mit Holz von allen Seiten umgebenen waſſerreichen Thälern, vder in der Nachbarſchaft von Flüſſen die Luft nicht circuliren kann, und dadurch ein beſtändig feuchter, den Scyafen ſchädlicher "Dunſtkreis erzeugt wird, in welchem keine aromatiſchen denſelben- gedeihlichen Pflanzen wachſen können. Obwohl durch Kunſt, Induſtrie und gehörige Auswahl dex Zuchtihiere manchen Fehlern der Localitäten und deren Einwir-= kungen entgegengearbeitet werden kann z ſo ſoll man ſich doc bey der Hauptſache in der Wahl der zu haltenden Raſſe haupt- ſächlich von dem Locale leiten laſſen: denn die richtige Wahl und Beurtheilung deſſelben iſt ſo wichtig, daß ſie nach der Ab- ſftammung die erſte Bedingung zum Gedeihen und fernern Ver- edlung einer Schafraſſe iſt.| Obwohl das Clima im Allgemeinen auf die Cultivirung dex Schafe ſehr influirt, ſv iſt dieſer Einfluß doch nicht ſo eingrei= fend, als jener der Oertlichkeit, und kann auch leichter durch die Kunſt nachgeholfen werden. Dieß beſtätigt die Naturali- ſirung der an Spaniens warmes, trocknes Clima gewöhnte Merinosraſſe in Rußland, Schweden, Polen, Dänemartf und Deutſchland, wo ſolche auf angemeſſene Localitäten gebracht, bey zwe>mäßiger Behandlung nicht im geringſten degeneriren, im Gegentheil bey richtiger Leitung der Zucht verbeſſert worden ſind, und noch verbeſſert werden, Ganz anders verhält es ſic it dem Locale; denn würde man dieſe Raſſe z. B. in niedere umpfige Gegenden, auf naſſe geile Weiden bringen, ſo würden ſie ſogar in dem günſtigſten Clima nicht allein einen Theil ihrer preiswürdigen Eigenſchaften verlieren, ſondern auch nach Umſtän: den in kurzer Zeit eingehen, 3, 9 (. 126, Gegls mire | wen im Ml a) Je nn vollen! viß wit der heſchaffenhe fenheit od! 0,[Ww zu b) Man Keinen Scl (aſtiſche, zu jill, | 0) Fit je Welden 11 hen, welche watiſchen& gau niht 3 treten wird jemporheht, Ennen day! 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Was die Beſetzung eines zur Schafzucht tauglichen Locals mit einer demſelben zuſagenden Schafraſſe betrifſt, ſo köns nen im Allgemeinen folgende Fiegeln zur Richtſchnur dienen: a) Jede Schafraſſe verlangt nach Verhältniß ihrer Größe eis nen vollen Biß, und die Weide muß daher in richtigem Verhälts niß mit derſelben ſtehen; wobey jedoch die Gaitung und Bodene beſchaffenheit der Weide, deren hohe oder niedere Lage, Tro- Fenheit oder Näſſe, Gattungen der darauf wachſenden Gräſer U. ſ. Ww. zu Mathe gezogen werden müſſen. b) Man beſtimme ſich bey tro>ner magerer Weide für einen kleinen Schlag und ſolche Raſſen, von welchen man eine feine, elaſtiſche, zu den feinen Fabricaten erforderliche Wolle erzielen will. c) Feinwollige Schafe bringe man daher auf trocken gelege» ne Weiden im Mittelgebirge, oder auf freyliegende tro>ne Flä- mäßigen Weiden wird ſich das feinwollige. Schaf, bey kräfs tiger homogener Nahrung und reiner Luft, geſünder befinden, Hiedurch zu größerer Lebensthätigkeit gereizt, mehr Stärke, Spanns kraft und Lebensdauer beſiten, und nebſt einer dem Thier und der Raſſe angemeſſenen möglichſt vollkommenen Wolle, auch durch die tro>knere, härtere, aromatiſchere Nahrung, ein kernigeres, wohlſchme>enderes Fleiſch und ein Fett erzeugen, welches ſich bey auf dieſe Art genährten Schafen an dem Bauchfelle, dem Getröſe und den Nieren anlegt, ſelten nichts ſchadet,- ſondern im Gegentheil ein Zeichen des Wohlbefindens iſt, Die Wolle wird aber ganz in dem Verhältniß, als die Weide und das Lo»? cal günſtig auf das Schaf einwirkt, kerniger, elaſtiſchex und iy allen ihren Eigenſchaften beſſer werden. 33 S; (492) per Joch zu nähren, ohne daß ſolche einen lohnenden Gewinn durch die Senſe gewährt. Denn gerade diejenigen kurz wachſenden, zarten, dichten, feinen Grasarten, welche ſic) ſchnell reproduciren, und doch dabey der Senſe nicht lohnen, ſind es, weiche dieſelben beſonders lieben, und ihrer Geſundheit ſehr zue träglich ſind,=- daher die Fundamental- Bedingungen zur Er- zeugung einer edeln Wolle erfüllen. Cine tro>ne Raſenweide, beſonders auf Hügeln, Bergen und freyen tro&nen Ebenen, iſt das Element der feinwolligen Schafzucht, und dieſe Weide ſcheint ihnen in demſelben Grade geſünder und nahrhafter zu werden, als die Gräſer durch trockne Witterung ſich weniger reproduci- ren können; denn in den trocknen Jahren, wo dieß der Fall iſt, ſind auch die feinwolligen Schafe in der Regel am geſündeſten- und oft am beſten genährt, weil eben dieſe kurzen, feinen Grä- ſer, welche öfters der oberflächlichen Betrachtung entgehen, es ſind, welche den Schafen in dem Verhältniß das an Qualität erſeen, was an der Quantität mangelt. Dieſe Bemerkung ſtimmt ganz damit überein, daß ſich die Schafe beym Weide- gang von einem mindern Gewicht Weidegräſer eben ſo gut und oft beſſer nähren, als von einem größern Gewicht grünen) Stall: Ran was doch augenſcheinlich größtentheils der größern Jahre aftigkeit einer zweckmäßigen Weide zugeſchrieben werden muß z wenn man auch die dabey genoſſene freye Luft, Bewegung u. ſ. w. in Anſchlag bringen wollte. 4 Pfund Weidegräſer nähren nach vielen Beobachtungen eben ſo gut, als 6 Pfund grünes Kleefutter, im Stalle gefüttert. EE e) Die reichlichſten, mit Gräſern am Üppigſten bewachſenen Weiden ſind daher diejenigen, gegen welche man jederzeit mit den feinwolligen Schafen bey der Behutung am mißtrauiſchſten ſeyn und dieß nur mit großer Vorſicht geſtatten ſoll. In dieſer Lage iſt es ſehr gut, wo es die Umſiände erlauben, jtets mit einer weniger reichen Weide zu wechſeln, um dadurch die ſchäd» lichen Einwirkungen jener zu ſchwächen. M3: f) Die größern Schafraſſen, welche hauptſächlich zur Fleiſch» production und für die Erzeugung grüberer Wolle geeignet ſind, lege man, nach Verſchiedenheit ihrer bedeutendern Körpergröße auf die ſaftigern, feuchtern Weiden, verhältnißmäßig in niedern Gegenden an.;; 'g) Da der Hauptzwe> der feinwolligen Schafzucht die Ge- winnung der edeln Wolle iſt, ſo hat man bey der Beurtheilung der Localitäten auch ſehr zu berüſichtigen, daß die Lage des Schafhofes ſv gewählt werde, daß die Schafe nicht durch zu große Entfernung der Weiden von demſelben in die Lage ver: ſetzt werden, öfters beregnet, oder durch weites Treiben auf Straßen und ſtaubigen Triften Schaden zu leiden. Schon ei- nes dieſer Gebrechen iſt hinreichend, den Werth der Wolle ſehr zu vermindern, um wie viel mehr aber=- was bey ſo bewand- ten Umſtänden meiſtentheils der Fall iſt=- wenn beide zuſam- mentreffen, wodurch die Wolle nicht allein an ihrer Güte ſehr bedeutend verliert, ſondern ſich auch nur ſehr ſchlecht reinigen === 3,1 (äöt, Dieſ zuzuſchreih nit zu dt“ den fie[01 he und! ſprechen) der Weid"? ausgeſept! ferordent!! heftige I beraubte? flüftet umd und meh Andern 20 | Dd | das reife 9 Jwen, wd h) en wh voti hetations!; den weſcht DE0078 „8 auf, 5 au) der 38 Bde 0,1 wirde 7 NONE mz, D leicht in;9 hen They ßere 3". iſt eine zy glei geh 9 weide ſh 5 aw Nis welcher Ee 7 autem Delf [Ganzen 1 1] 1) Df Werfen, ve er zuſagen gemeſſen, Weniger ber Wd die Y,4 m aſe; nu nm Wm wat: „IN; ſtimmtw€ Ln, y ipbeit yy Atſpricht; ae icht WÜ Fe Welden T)die Senſe S'n 10 big M ohnenden Fam für Did nell EN, ind 4,, Jit ſehr Zie| Sn zur(fr: S| ajenwelde, Sven, iſ 371de ſheint 37| Werden, FN reprodud: Yl Fall iſt, A ſundeſten „nen Ord: (zehen, es 2 Qualität EBeinettung 51m Weide: 29) gut und 6 zit Stall: [8 m Naht: pen muß; 8 vezung m Se wahren Nd grüneß Sy ewacſenen Er derzeit mit E trauiſchſtet 4) it dieſer 9, ſtets mit j; die ſchad» [u Fleiſch? eeignet ſind, EF Rorpergrohe 34 in nieder icht die Ot: jeurtheilung rie Lage des t durc) zu ,e Lage ver: dreiben auf ; Schon(el: , Wolle ſeht ſo bewand“ beide zuſam: er(Güte ſeht echt reinigen 3. Abſchn. Taugliche Localitäten zur GORE 93 läßt. Dieſer fehlerhaften Lage der Schafhöfe iſt es mehrentheils zuzuſchreiben, daß die Beſitzer, wegen ſchlechten Wolleverkaufs, nicht zu dem Gewinn von ihren Heerden gelangen können, wel- net, ver- lüftet und verdorben. Eine ſolche Wolle verliert oft 30 Procent und mehr des Werthes, welchen die nämliche Schafraſſe unter andern Localverhältniſſen anzuſprechen berechtiget ſeyn würde. . Die Beſeitigung dieſer nachtheiligen Verhältniſſe muß billig das reife Nachdenken eines jeden Eigenthümers in Anſpruch neh- men, welcher ſich in dieſer Lage befindet, hh) Sowohl auf die Geſundheit, als zwe&mäßige Ernäh- rung und wünſchenswerthen Ertrag der Schafe hat die der Ve- getatiovnstkraft des Bodens angemeſſene Beſetzung einer Weide den weſentlichſten Einfluß. Der kluge Oekonom legt ſeiner Weide nie im Durchſchnitt das auf, was ſie ihm in guten Jahren leiſtet, und muß ſtets auch der Jahre gedenken, wo durch üble Witterungseinflüſſe, Trockne u. a. die Weiden allgemein geſchmälert werden. Was würde es ihm nüßen, 2 bis 3 Jahre. einen größern Viehſtand unterhalten zu haben, welcher im darauf folgenden, bey Weide- mangel, der Gefahr des Verderbens ausgeſezt würde z ja viel- leicht in die Lage verſeßt werden könnte, in ſolchen Jahren ei: nen Theil deſſelben durch Krankheiten einzubüßen, oder die grö- ßere Zahl der verfümmerten Heerden abſchaffen zu müſſen? Es iſt eine unläugbare Wahrheit, daß 400 Stücke gut und ſtets gleich gehaltene Schafe mehr Nuten abwerfen, als 600 Stüe, welche ſchlecht gepflegt, oft mit Mangel zu kämpfen haben. Zudem dient ein feſt begründeter, wohl organiſirter Viehſtand, welcher keinen zufälligen Veränderungen unterliegt, einer jeden guten Oekonomie zur Hauptbaſis, welche ohne Nachtbeil des Ganzen nie erſchüttert werden kann. 1) Die Schafe werden in dem Verhältniß mehr Nuten ab- werfen, als ihnen die Localitäten und Weiden mehr oder weni- ger zuſagen, Nicht allein, daß ſich ſolche in einer ihrer Natur angemeſſenen Lage leichter“ ernähren laſſen, ſo find ſolche auch weniger den climatiſchen und Witterungseinflüſſen unterworfen, und die Vermehrung, Veredlung oder die Feſthaltung einer reie- nen Raſſe wird keinen Schwierigkeiten unterliegen, was in ei- ner ihnen widernatürlichen Lage, wv man von außen gegen die Natur wirren muß, doh zewiß nicht der Fall ſeyn würde. . K) Diejenige Schafraſſe wird- daher jederzeit auf einem be- jummten Locale mit dem größten Vortheile gehalten werden tfönnen, welche bey zuſagender Weide und Winterfutter mit Ge- wißheit und Sicherheit und nicht zufällig dem gewünſchten Zwe entſpricht; wo' die größte Anzahl der erzogenen Thiere geräth, die nicht gerathenen nur Yusnahmen ſind, mit den wenigſten Bedürfniſſen vorlieb nimmt, und verbhältnißmäßig das Meiſte das 59 60 Schafzucht. (494) für leiſtet, ohne daß fie in irgend etivas Mangel leidet; indem ſich viele Naſſen dadurch auszeichnen, daß ſie fich die genoſſene Nahrung mehr öder weniger aneignen, und ſolche vorzugsweiſe entweder zur Reproduction der Wolle, oder des Fleiſches, der Fette u. 1. w. verwandeln.: 1) Die Witterung und die Jahteszeiten üben einen großen Einfluß auf die Weide: ſo zwar, daß öfters der Fall eiütreten kann, daß ſonſt gefährliche Weiden den Schafeti gedeihlich, und umgekehrt, ſvuſt gedeihliche, denſelben ſchädlich werden können; So Z: B. können ſelbſt feinwollige Schafe, bey ſeht droßer Trdö>ne, unbeſchadet auf ſotiſt feuchtere Weiden getrieben wer: den, indem durch dieſen Witterungseinfluß ſich die ſchädliche Eis getſchaft des Graſes in vieleit Localitäten ändert Und unſchädz lich wird. Hingegen müſſen in feuchteti Jahren oft auch ſölche Weiden vermieden werden; auf welchen ſich bie Schafe ſonſt int der Regel wohl befundeti haben. Die verſchiedenen Arten voti Weiden laſſen ſich zur Behus bung mittelſt Schafe folgendermaßet eintheilen, in 2 Hutweiden, 9. 127. Die Hutweiden oder die kro>nen Ras ſenweiden ſind nach ihrer Beſchaffenheit und Lage diejee nigen, auf welchen(wie oben erwähnt wurde) ſich die Schafe am beſten befindet. Die auf Bergen und Abhängen befindli: en, erhaben und ohne Sumpfſtellen, ſo können ſie allerding38 zu der Claſſe guter Schäafweiden gerechnet werden; was jedoch nicht der Fall ſeyn würde, wenn im Gegentheil die Weide durch den zu dichten Stand der Gehölze ſehr beſchattet= dadurch ein kraftlöſes, mattes, grobes, ſaures Gras erzeugt wer- den würde, welches die Schafe nur nothgedrungen und mit Wi» derwillen aufnehmen. Bey vielen niedern, beſonders mit dornichten Geſträuchen verſehenen Waldweiden iſt auch der Nachtheil in Erwägung zu ziehen, den die Schafe durch den Verluſt der an denſelben ſich anhängenden Wolie erleiden. Die Schafe lieben auch die jun- gen Auswüchſe vieler Laub: und Nadelhölzer, welche ihnen zum Theil nicht immer wohl bekommen. Jn der heißen Jahreszeit find die Waldweiden aber beſonders ſchätzenswerth, indem die 3,v chafe de Gönnen uhe vfle miſcher% freyen Wi 5.1 jn gewiſ Defonom! hafis, W Gie ſli | wegen ih (8 iſt jtd Man dep| indem fie ynd das 7 | ters went fonte, hütet we ſpribt, d aud Dey. 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Gleichen Schuß gewähren fie bey ſtürx« miſcher Witterung, beſonders wenn die Schafe ſich auf dcn freyen Weiden nicht halten können, Braach- vder Feldweiden. 6. 129. Die Braach- vder Feldweide iſt allerdings in gewiſſen Fällen eine ſehr vortreffliche Weide; ja bey vielen Oekonomien, beſonders bey der Dreyfelderwirthſchoft, die Haupt» baſis, worauf im Sommer die Erhaltung der Schafe beruht. Sie ſchlägt bey denſelben faſt jederzeit ſehr gut an, und wirkt; wegen ihres ſtets friſchen Graſes, ſchr auf Milchvermehrung.=- Es iſt jedoch zu bemerken, daß man ſehr wohl daran thut, wenn man bey ihrer Behututig die Schafe bloß in der Frühe träntt; indem ſie bey dieſer ſaftreichen Weide ohnehin nicht viel durſten; und das Tränken denſelben, wenn ſie ſtark angefreſſen ſind, öfe fers wegen des Genuſſes blähender Pflanzen ſchädlich werden könnte. Auch ſollen die Braachweiden nie nach Platregen bea hutet werden, indem die Pflanzen von dem lo>ern Boden bes ſpribt, dadurch den Schafen ſchädlich werden. Nicht minder iſt auch bey der Behutung derjenigen Braachfelder Vorſicht zu em: pfehlen, wo als lette Frucht Heiden(Buchweizen) geſtanden Hatte, indem der ausgefallene Sämen deſſelben nach der erſten Acerung dufgeht, und bey zu vielem Genuß deſſelben, beſon2 ders dann den Schafen Aufſchwellen des Kopfes und der Ohren verurſacht, wenn ſie zufällig beregnet werden und in den Sonz= nenſchein kommen, oder auf den Weiden von ſtarken Südwin- den Überraſcht werden. Nicht ſelten bringt dieſe Weide matit= en den Tod, und es iſt dießfalls, beſpnders der Läme mer halber, Vorſicht zu empfehlen, weiche vorzugsweiſe von den Einwirkungen derſelben leiden. Eben dieſe Vorſicht iſt da nöthig, wo auf der Bräachweide viel junger Hederich zum Vorſchein kommt, von welchem die Schafe bey unvorſichtiger Beweidung öfters auf eine gefährliche Weiſe aufgebläht werden. Stoppelweiden. 6: 130. Die Stoppelweiden bieten den Schafen nicht nur eine verhältnißmäßig jehr ausgiebige, ſondern auch eine bes ſonders gedeihliche Nahrung dar; und bey vielen Schäfereyen ſieht man denſelben um ſo mehr mit Sehnſucht entgegen, als ſie gerade dann eintritr, wo bey manchen Schäfereyen wegen Ddürrer Jahreszeit Weidemangel zu befürchten ſteht, oder einge: treten iſt. Sie bejtebt gewöhnlich aus einer den Schafen äu- Berſt angenehmen Miſchung der verſchiedenartigſten Gräſer und Kräuter, und bey vielen Wirthſchaften wird die Maſtung der Schafe auf die Stoppelweide baſirt. Sie iſt um ſo ergieviger Und tiahrhafter, als bey dem Schnitt viele Aehren liegen ge- blieben ſind=- welche die Schafe begierig aufleſen und freſſen-- und, je nachdem viel Auswuchs durch die ausgefallenen Körner erfolgte. In dieſen Fällen iſt jedoch auf der Stoppelweide, bey dem Hüten der Schafe, eine beſondere Vorſicht zu beobachten, indem ſowohl durch den zu häufigen Genuß der liegen geblies 61 62 Schafzucht. (496) benen Yehren, als auct ſind, indem ſie empfindlichen Scha- den dadurch verurſachen, daß ſie ſoichen mit ihren Füßen wege raten, und dadurch die Pflanzen beſchädigen und zerſiödren. Fettweiden, 6. 133. Die Fettweid en ſind ſolche, welche nie mit Me- rinosſchafen oder derley Meſtizen, ſondern nur mit Maſtſchafen oder Schafen von einem großen ſchweren Schlag angelegt wer- den ſollen, indem ſie erſtern unfehlbar die Fäule und den Tod verurſachen würden. S?e ſind gewöhnlich in Niederungen, wo geiler, mit Waſſerſtoffgas Überfüllter Graswuchs Statt hat. Es werden aber auch ſolche Localitäten dazu erwählt, welche ihrer verſchiedenartigen, theilweiſe ungeſunden Lagen und Pläte halber, mit Zuchtſchafen nicht durchaus behütet werden dürfen. Wenn ſie ihrem Zwecke entſprechen ſollen, müſſen ſie ſo beſchaf- fen und mit Schafen verhältnißmäßig beſet werden, daß den- elben nie der volle Biß mangelt; auch daß ſie in Verhältniß der Größe und ſonſtiger Beſchaffenheit dex Raſſe mit Sicherheit verſprechen, in der möglichſt kürzeſten Zeit, das Ziel der Mas ſtung zu gewähren. Die Beſtimmung derſelben muß daher mit vieler Umſicht geſchehen; indem ſich auf ein und demſelben Lo- cale die Schafe mancher Raſſe leicht in kurzer Zeit mäſten kön- nen, wo eine andere Raſſe kaum ihre hinlängliche Nahrung fin- den würde, Es iſt eine Hauptbedingung bey der Beſtimmung einer Fettweide, daß die Schafe, welche darauf gemäſtet werden ſollen, in eine Lage kommen, wo ſie ſich gegen ihre frühern Vers hältniſſe leichter und zweckmäßiger nähren, daher mäſten kön- nen; und in dem Verhältniß, als man iynen dieſe abſoluten Bedingungen zur Maſtung vorzugsweiſe gewähren kann, wird man früher zum Ziele gelangen. Vor allem darf die Fettweide nie mit Schafen überſetzt, und daher der Möglichkeit eines Man» gels ausgeſeßt ſeyn, wodurc< die Thiere ſich ſtets auf einer DI. 32 63 64 Schafzucht. (4 Weide befinden werden, welche allen betreffenden Forderungen- Genüge zu leiſten vermag, EE Vls eine gute Herbſtmaſt- Weide können auch diejenigen Wieſen angeſehen und mit Voriheil benußt werden, die zwar zweymähig ſind, jedoch die zweyte Schur nicht ſo ergiebig iſt, als daß ſich ſolche nicht durch die Beweidung der zur Maſt bez ſtimmten Schafe oder Schöpſe beſſer lohnen würde, Da Wie- ſen dieſer Art gewöhnlich weder zu feucht, noch zu trocken ſind, als daß ſie nicht eine ſehr reichliche Nahrung zur Maſtung dar- bietcn ſollten, ſo werden ſolche bis in den ſpäten Herbſt zu die: ſem Zwecke mit vielem Nutzen verwendet. Uedverhaupt aber dür- fen derley Weiden von dem Stondorte der Schafe nicht zu weit entfernt ſeyn, damit ſie nicht durch das weite Hin- und Zuz- rücktreiben zu viel von dem verlieren, was ſie ſich auf der Weide angeeignet haben. Da Übrigens die Maſtſchafe ohnehin für den Fleiſcher beſtimmt ſind, ſo bört die Vorſicht wegen Thau und Witterung in Betreff ihrer auf; im Gegentheil trägt mäßige Feuchtigkeit des Graſes, ſey es durch Thau oder Regen, nebſt Salz, zur Maſtung bey,/ Koppel- oder künſtliche Weiden. 6. 134, Die Koppel- oder künſtlichen Weiden wer- den dadurch erſchaffen, daß man einen gewiſſen Theil, des zum Körnerbau beſtimmten Landes mit denjenigen Arten von Futz tergräſern künſtlich beſamt, welche man den Thierarten, wofür ſie beſtimmt ſind, dann der Natur des Bodens, welcher damit beſamt werden ſoll, am angemeſſenſten hält. Dieſe Schläge werden eine gewiſſe Anzahl Jahre abwechſelnd als Weide- und Getreideland, oder auch zum Futterbau benutzt, Viele Schäfereyen, welche nicht in der Lage ſind, Stallfüt- kerung einzuführen, oder die aus ökonomiſchen Nückſichten dieß nicht wollen-- nebſt dem auch nicht die nöthigen natürlichen Schafweiden beſitzen, um den zu ihrem Übrigen Betrieb der Wirthſchaft nöthigen Schafviehſtand, über Sommer, durchzu- bringen-- haben nur den einzigen Ausweg„- durch künſtliche Weiden ihren Viebſtand zu erhalten oder zu vermehren; und es iſt gar nicht zu bezweifeln, daß dadurch allein der böchſte Er- trag, bey einer, nur auf eigne Mittel beſchränkten Weideſchä- ferey zu erzielen iſt: ja es wäre zu wünſchen, daß dieſes Syſtem nach und nach in Deutſchland allgemein mehr Eingang fände 3; denn nur der Kunſt kann es gelingen, die untauglichen Pflanzen zu vermeiden und die wirklich guten, in beliebiger Mi- ſchung, zu erzielen. Eine ſolche Weide läßt nichts zu wünſchen Übrig, denn das Schaf findet hier nur aus8geſuchte, dem Boden angemeſſene Pflanzen, und muß ſich darauf beſſer, als auf ei- ner natürlichen Weide befinden. Ein beſchränkter Raum kann bey weitem mehr Futtermaſſe baben, a!s ein größerer, wo die Natur nur für ſich producirt; indem das Vollkommenſte zu pro- Dduciren, das Ziel der An!egung einer künſt!ichen Huiweide iſtz Daher in jeder Hinſicht die vorzüglichſten Pflanzen zu dieſem Behuf gewählt werden, die für den Boden paſſen, und zugleich fähig ſind, die möglichſt größte Futtermenge zu erzielen. Der hollſteiner und mecklenburger Koppelwirth ſäet in die lepte Getreideart theils Grasgeſäme, theils und zwar insbeſon- 3,1 vor weiße! Gu mehren jüd ange! am dadurd hieſe theur ſät. NV ſii) als vo ſkchlich in hen Weid geſunde teil gew galtender, Yen Thau ingetrieht! ih dem 61: ehren 2 . 135, ftoßem P1 ſehr nübli den Gif: ſchwemmt Weiden for (be getrieh pd Schäl NWBINE avs AtÜnen fehr aedeiw in dieſer 3 gen fünnen die Milde dieſer Sah Gat hat, jmd geſch halben DEER k Veſelhe ba) Ntodorti S0, 136, Aenraum (Natur d deland iſt, di Größe| nähren ve Yorderungen ) diejenigen 1, die zwar "iebig iſt, ry Maſt bez |, Wie: ZUNGEN Naſtund dar: Trb zu die: Fot aber Dir: Mit 30 weit 10: und Zu: €) f der Yeiſe Ahin für den 9/ Thau und Tigt mäßige Ten» nebſt > | iden Wer: I, des zum R von Fut: jen, wofür her damit & Schlädt Tdeide: und '"' Stallfül: Ziſichten dieß 5 natürlichen [Betrieb der 4 durchzu: 4) finſtliche yn; und es höchſte Er: |, Waideſchä: 1 daß dieſe ehr Eingang untaugliche „liebiger M: »y wünſchen ydem Boden ; als auf el: ſaum fannt er, wo di nſte zu py! uiweide ſt | zu DIeleN und zugleiß jeden 8 (aet in di ar inSbeſon: 3. Abſchn. Taugliche Localitäten zur Scafzucht. (499 dere weißen Klee, um eine künſtliche reiche Weide zu NE In mebreren Gegenden Deutſchlands haben denkende Landwirthe auch angefangen, weißen Klee in Gerſte und Hafer zu ſäen, um dadurch eine ſehr ergiebige Brachweide zu gewinnen, ohne dieſe theurer zu erkaufen, als der Samen und das Säerlohn be- trägt. Auch die Exsparcette und der gelbe Steinklee zeichnen ſich als vorzügliche Weidepflanzen in trockenen Localitäten, haupte ſächlich in kalkhaltigem Boden aus. Der Werth dieſer künſtli- geſchonte Reſerveweide dient oft, in manchen Localitäten, vom hatben Februar bis halben April pro Joch einer Anzahl von 20 Stück Merinosſchafen zur ausgiebigen Weide; wodurch ſich dieſelbe, bey ſo anſehnlicher Futtererſparung, reichlich verzinſet, Proportion der zu haltenden Schafe auf einem be- ſtimmten Locale, 9. 136. Die Anzahl der Schafe, welche auf einem gewiſſen Flächenraum gehalten werden können, zu beſtimmen, hängt von der Natur der Weide, der Lage derſelben, dem Clima, dem Bo- den und der darauf Statt habenden Reproduction der Pflanzen und davon ab, welche Gattungen von Schafen man auf dem- ſeiben anlegen will; ſo können 3. B, auf einem Nieder- Oeſtr. Joch Land nach Beſchaffenheit der Ausgiebigkeit der Weide, 4 bis 16 Stück Schafe von verſchiedener Größe ernährt werden. Jn Bezug auf die feinwolligen Schafe, kann man jedoch mit ziem- licher Sicherheit annehmen, das es ein ſehr entſprechendes Wei- deland iſt, daß pro 1 Nieder- Oeſtr, Joch 10 bis 12 Schafe von „der Grüße der Merinos, während des Sommers, hinreichend zu ernähren vertnag. 32/5 65 Schafzucht. (500) Jm Allgemeinen kann man annehmen, daß auf ein und demſelben Flächenraum wo, ; 12 Kühe oder 3 Pferde -- 9 Zugochſen. -=- 16. Füllen 4 - 24 Stü> Jungvieb| LHM -- 96 07 große und kleine Schweine ihre volle Nahrung NDEN 120 Stäck Schafe gewiß keinen Mangel leiden werden. Sehr viel kommt jedoch darauf an, wie man die Weide be- nubt, um den höchſten Nuten daraus zu ziehen. Um dieſen zu erzielen, muß ſolche in verſchiedene Schläge eingetheilt, und dieſe nur abwechſelsweiſe behütet, den übrigen Schlägen aber Zeit ge= laſſen werden, um ſich wieder zu begrünen. Die Vortheile die: ſer Eintheilung= die, wenn nicht örtliche Hinderniſſe obwal- ten, nie unterlaſſen werden ſollte=- ſind einleuchtend, denn nicht allein wird dadurch verhindert, daß die Schafe die ganze Weide in einem Tag auslaufen, den beſien Theil ausfreſſen und den übrigen zertreten= auch mit De Miſte beſudeln= ſondern ſie werden auch nie eine ſo gleichmäßige Nahrung erhal- ten, als wenn die Weide in regelmäßige Schläge eingetheilt iſt z indem ſie bey freyem Genuß zuerſt das Beſte ausſuchen, und dann in der Folge genöthigt ſind, das Schlechtere und Beſudelte zu freſſen z was bey Weideſchlägen nicht der Fall ſeyn kann, wo die Schafe nach ſyſtematiſchen Grundſäten gehütet, nur Tritt vor Tritt langſam weiter ziehen dürfen. Auf der andern Seite erlangt man hierdurch den Vortheil, mehr Vieh halten zu"kön=- nen, indem der ungeſtörte erneuerte Graswuchs einer größern Stückzahl Nahrung darbieten kanu. 7öthige Vertheilung der Weiden. 6. 137. Eben ſo nöthig iſt eine gehörige regelmäßige Ver: theilung des Weidelandes unter die Heerden ſelbſt zu veranlaſ- ſen, und demjenigen Haufen, welcher es am meiſten bedarf, im- mer das Verhältnißmäßige zuzuweiſen, Insbeſondere muß dieß- falls auf die Lämmer Bedacht genommen werden, welche immer den beſten und den, dem Schafhofe am nächſten gelegenen Theil der Weide== wenn er dazu geeignet iſt=- erhalten ſollen 3 da- mit ſie ſich nicht durch weites Gehen ermüden und bey veränz- derlicher Witterung gleich in Schuß und Sicherheit gebracht wer- den können. Nächſt dieſen iſt dann auf die Sprungwidder, das Muttervieh und Jährlingsmütter Rückſicht zu nehmen, indem ſich das Übrige gölte Vieh leichter nährt und eher entbehren, auch nöthigenfalls Strapazen aushalten kann z weßhalb lette- rem der entfernteſte und mindere Theil der Weide anzuweiſen iſt. Geſchäfte im Monat März. . Von dem Weidegang, 6. 133. Da die Natur die Schafe an den Genuß von fri- ſ> en Vegetabilien gewieſen hat, ſo unterlaſſen die in wärmern Localitäten gelegenen Schäfereyen nicht, ihre nun größtentheils zur Behütung geeignete Weiden mit denſelben, ſo viel als mög: (4, zu be heit 44 enwärt!) 19 iwo) [iphafte AU yeöwegs d x Weide eibyng? Wie freye 1 gen Weide | Den feinen zu | a) EN dun durc aus Ihne! en ſpöter! (mlich wei e Vintarf WOR Uh jndem die gewohnlid c) I ven Baldur ſiche gewöh ume gehe tibrochimen IN dieſet Jahr ſen, inden verſchlämm ſehr unaus Dehutung UM die ber dür Behitun hn Statt H; (11 Welchen Überhaupt din verſchie tüten, bey Fünen ſchh Eten wind diſe plan, fe Einfuß ſie Beit inen eine „9 Ich Nit(m 5 dar, wv ebm hy Und man Weile beh dungen, ver gar| luf ein ur Ille Nehrung 31 werden, He Weide he: „(iy dieſen 31 Elt, und die Naber Zeit gt: /ortheile die: riſſe obwal: (end, denn Se die ganze L| AUöfreſſen 4 veſudeln= hrung erhal: S/getheilt iM; 4 Ihen, und "> Beſudelte 1) Fann, W0 / aur Litt (dern Seite nen zu fön: (wer größen tt, „mäßige Bet: „zu veranlaſ: „bedarf; Itt » muß dieß: (che immer genen Theil ſollen; dt d hey veran: bracht wer widder, da men, inden - entbehren, halb lette: weiſen iſt yß von füt: m wärmen eößtentheilt ( als mo 3. Abſchn. Geſchäfte im Monat März. (501) lich, zu benußenz3 indem man nun ſchon mit ziemlicher Sicher- heit darauf rechnen kann, wenigſtens einen großen Theil des gegenwärtigen Monats hievon Gebrauch) machen zu können. Obwohl zwar die wenigſten Pflanzen in dieſer Jahrszeit eine [lebhafte Anregung zur Vegetation zeigen, und man daher kei= neswegs darauf rechnen darf, daß ſich die Schafe allbereits auf der Weide ſättigen können z ſo unterläßt man dennoch die Be- treibung derſelben bey ſchöner troFener Witterung nicht, indem die freye Luft und ſelbſt die Veränderung der zwar noch weniz- gen Weidenahrung ihnen ſehr gedeihlich iſt. . Beym Augstreiben können nun folgende Regeln im Allge- meinen zur Norm dienen: a) Sind Reſerveweiden vorhanden(6. 135.), ſo gewähren ſie nun durch ihre Behütung ihren vollen Nuten, den man daher aus ihnen zu ziehen guch nicht unterlaſſen muß, indem ſie in den ſpätern Monaten den poſitiven Werth nicht mehr haben z nämlich wenn einmal die Weide allenthalben grünt und dadurch die Winterfütterung total vorüber iſt. b) Jn Ermanglung der Reſerveweiden benuße man nun vor- zugsweiſe die Hutweiden(6. 127,), wo ſolche vorhanden ſind, indem dieſe am früheſten, in offenen Localitäten, abtro>nen und gewöhnlich am wenigſten durch die Winterfeuchtigkeit leiden. c) Dieſen ſchließen ſich die Weiden in ſehr lichten erhabe- nen Waldungen(6. 128.) anz; wobey jedoch zu bemerken iſi, daß ſolche gewöhnlich ſpäter als die Hutweiden, wegen der durch die Bäume gehemmten Beſtreichung der Luft und des dadurch un- terbrochenen Sonnenlichtes, austroknen.. - I) Die Braad- oder Feld- Weiden(6. 129.) pflegt man in dieſer Jahrszeit nur mit großer Behutſamkeit betreiben zu laſ: ſen, indem ſolche gewöhnlich von dem geſchmolzenen Schnee verſchlämmt ſind. Zudem bieten ſie in dieſem Monat nur eine ſehr unausgiebige Weide dar. Auf jeden Fall ſollte vor ihrer Behutung nach dem Thauwetter ein Regen abgewartet werden, um die verſchlämmten Pflanzen vom Unrath zu reinigen. Bey der Behütung der Felder ſoll dieß vorzugsweiſe auf den Anhös- hen Statt haben, und man vermeide möglichſt die Niederungen, in welchen ſich die Feuchtigkzit ſammelt und länger aufhält. Veberhaupt wechſele man, ſo viel es die Umſtände erlauben, mit den verſchiedenen Weiden, und hüte in hiezu günſtigen Locali- täten, bey feuchtem Wetter auf Bergen und Anhöhen, bey tro- Fenem ſchönem Wetter aber in Thälern und Ebenen und bey kaltem windigen Wetter auf den Waldweiden. Nicht allein daß dieſe planmäßige Behütung auf die Geſundheit der Schafe gro- ßen Einfluß nimmt, ſondern es werden auc durch dieſen Wech- ſel die Weiden gegenſeitig geſchont, und gewähren dann den Thieren einen angenehmern und ausgiebigern Fraß. . e) Auch die erhabenen Wieſenweiden bieten nun auf kurze Zeit eine ſehr ausgiebige Aushülfe bey denjenigen Schäfereyen dar, wo man ihre Beweidung durch zweckmäßige Schafraſſen benutzen kann. Jedoch fordern dieſelben große Aufmerkſamkeit, und man muß vorzugsweiſe die höher und tro&en gelegenen Theile behüten laſſen. Sorgfältig vermeide, man aber die Nie- derungen, auf denen in dieſer'Jahrszeit gewöhnlich Waſſer ſteht, vder gar verſchlämmt ſind. Die Außerachtlaſſung diejer Vox- Schafzucht. (502) ſicht wird unverwteidlic den Grund zu verheerenden Faulkrank: Heiten legen. Eben ſo ſind diejenigen Wieſen ſtets zu vermei? den, welche durch künſtliche Bewäſſerung zu einer ſtärkern Ve: getation angereizt werden. Derley Wieſen ſind im Frühjahr ſtets mehr oder weniger verſchlämmt z; daher ihre Beweidung den Schafen höchſt ſchädlich iſt. -€) Die Saatweiden(hs. 132.) dürfen nun nicht weiter mehr mit den Schafen behütet werden, indem die längere Betreibung derſelben einen großen Nachtheil an der Körnerproduction ver: Urſachen würde. 8) Wo Koppel- oder Kunſtweiden vorhanden ſind, zeigen ſolche nur ihren vorzüglichen Werth darin, daß ſie nicht allein früher, als die Felder, abtro>nen und betrieben werden können, ſondern auch: daß ſie eher zur Vegetation, als die Hutweiden, angereizt werden, und dadurch den Schafen beynahe die erſte gusgiebige Weide darbieten. Solche müſſen jederzeit mit der nöthigen Berückſichtigung behütet und erwogen werden, in wie- fern dieß die Gattungen der Pflanzen, womit ſie bebaut ſind, zulaſſen. Unerachtet ſich die Erhaltung einer Schäferey auf die eſchaffenheit der Weide hauptſächlich begründet, ſo ſcheint man doch für künſtliche Weiden im Ganzen noch wenig zu thun. Man nimmt, was die Natur giebt, und wie es vie Verhält: niſſe verſtatten, ohne derſelben die nöthige Unterſtütung anges deihen zu laſſen. Es iſt darum kein Wunder, wenn die Weide von Jahr zu Jahr weniger hergiebt und ſelbſt in Anſehung der Pflanzen verſchlechtert wird, Die Esparcette zeigt vor allen künſtlichen Weidepflanzen ſehr frühzeitig eine lebhafte Vegetation, und in ihr günſtigen Local- verhältniſſen iſt es nicht ſelten, daß ſich dieſe Pflanze ſchon in dem gegenwärtigen Monat ſo begrünt, daß die Schafe dadurch einen ausgiebigen Biß finden können; welches dieſelbe zur Früh- „Jahrs- Weide um ſo empfehlungswerther macht, weil ſie auf tro>enem, kalkigem und ſandigem Boden vortrefflich gedeiht, und zugleich jeder Dürre widerſteht. Uebrigens hängt die früs=. here oder ſpätere Vegetationskraft der künſilichen Weiden auch ſehr von der beſſern oder ſchlechtern Cultur ab, welche man Ihnen angedeihen läßt. h) Sorgfältig vermeide man, die Merinosſchafe auf die Weide zu führen, ſo lange der Reif, Glatteis oder ſtarker Thau, Iebel und Regennäſſe dieſelbe bedeckt, wodurch ſolche eine ſchäda liche Wirkung auf die Geſundheit dieſer Thiere erregt. Die Una terlaſſung dieſer Vorſicht iſt zwar nicht augenblicklich durch ihre nachtheiligen Folgen bemerkbar, indem ſich dieſe durch Kachexie oder Faulkrankheiten nur nach und nach offenbaren. Man füt- tere daher, in Ermanglung beſſern Futters, lieber Stroh im Stalle, als daß man ſeine Schafe dieſen gefährlichen Krankhei: fen ausſcht. Vom Stallfutter. Be 9. 139. Tſt die Witterung von der Art, daß man nicht austreiben laſſen kann, ſo ſollten die Schafe, wie 6. 115 ange- zeigt wurde, gefüttert werden. Nur muß man das Hauptau» genmerk hiebey ſtets dahin richten, daß den Lamm- und Trag- ſchafen bey der Spätlämmerzucht, das beſte, nahrhafteſte und auf die Milc< wirkendſte Futter(als Wurzelgewächſe, Klee, das beſte Hen wertet, f 18 Jeu py mſtanden Gtroh ode! ja das! ſipet werd! len, welch dene Futt Regel ven Weide hin daſſelbe in ſaße aus, len, day! Gtalle yon während lichſten ift, gebracht we Ga den Gta ben, ſonde emahnt, (140, Wo der On! Oraiwuchſes GM Kons EN muß wan anſehen, y her der Or Obwol jero oder| wochlen,| abhängen, Werden, ſ0 ten(der Frh der Gpätin IN Möber: dai Vinterkälte Werden; wi ven Zimmer Mitzi, im, bald| Ne Aſa ven Sen [el Snell N ſich bifidy ren müſſen Ker im Y fnftliche; ne IE Die D Fatltrank: | ZU vermei Ttärfern Ves Un Frühjahr 5 Nedung den S welter wehr 2, Veträhung Jyduyction ven O ſind, zeigen = nicht allein = den fönne, € Hutweiden, ahe die eſ! US eit mit Det Cl en, in vie bebaut ſind, Sterey auf die +? ſhent man D 119 zu thilß, pte Verhält Jg ange qt die Weide Miſehung der fg ſanzen ſeht nden Local: S nze ſchon it hafe dadur) elbe zur Früh: 2) weil ſie auf flich gedeiht, zeigt die frür Beiden auch „ welche man zmaſe auf dt z ſtarker Thau, he eine ſchält! at, Die Un ich durch ihn hur Rachen Man füt 1; Stroh in gen Krankht! ß man nh "6. 115 ant das Hauytal! 0: und Zu)! brhafieſie yy bſe, Slit IV 3. Abſcha. Geſchäffe im Monat März. 503) beſte Heu u. ſ. w.) verabreicht wird. Kann aber BIEN werden, ſo bekommen die Heerden ein hinreichendes Futter gu- tes Heu vor dem Weidegang; bey der Zuhauſekunft aber, nach Umſtänden und- beſtehenden Futtervorräthen, entweder gutes Stroh oder Miſchling: doch alles in ſo hinreichender Quanti- tät, daß die Schafe bey der noh ſpärlichen Weide nicht bemüſ- ſiget werden, auf derſelben mit Pflanzen ihren Hunger zu ſtil: len, welche ihnen ſchädlich ſind. So lange die Schafe das tro- &ene Futter beym Weidegang aufnehmen, ſoll es ihnen in der Regel verabreicht werden 3; denn der ſicherſte Maaßſtab, ob die Weide hinreichend iſt, ergibt ſich dadurch, wenn dieſe Thiere daſſelbe im Stalle verſchmähen. Nie gehe man von dem Grund- ſabe aus, bey ſpärlicher Weide dadurch Futter erſparen zu wol- len, daß man den Schafen hievon nicht das Nothwendige im Stalle vorlegen läßt z indem grade. im Frühjahr-- beſonders während der Lammzeit, der Mangel den Schafen am empfind2= lichſten iſt, und hiedurch die kräftigſten Heerden ſchnell herab= 6ebracht werden können. In denjenigen Schäfereyen, wo man die ganze oder theilweiſe Stalifütterung eingeführt, hat, werden die Schafe nicht ausgetrie2 ben, ſondern ganz ſo, wie im verfloſſenen Monat behandelt und ernährt.; Vortheile der Spätlämmerzucht, 6. 140, Die Lammzeit iſt nun bey der Spätlämmerzucht, wo der Grundſat angenommen iſt, daß die Erſcheinung des Graswuchſes im Frühjahr ſolche beſtimmt, allmählig in Anzug. Soll überhaupt in dieſer Aoficht das volle Gras im Frühjahr naturgemäß zur Norm der Lammzeit angenominen werden z ſo muß man den Calcul überall lieber etwas ſpäter, als früher, anſeben, weil zum vöftern die Winter länger anhalten, und da2 ber der Graswuchs im Frühjahr gar ſehr verſpätet werder. kann. Obwohl die Vortheile und Vorzüge, welche durch die ſpä- tere oder frühere Lämmerung den Schäferey- Eigenthümern er- wachſen, ſehr von den Einwirkungen climatiſcher Verhältniſſe abhängen, und von den beſtehenden Futtervorräthen bedingt werden, ſo ſtellen ſich doch jene, gegen die unter 6. 46. exrwähn- ten(der Frühlämmerung), nach den Meinungen der Vertheidiger der Spätlämmerzucht, folgendermaßen: E10 a) Iſt die Frühjahrslämmerung in unſerm Clima naturge- mäßer: dann nur durch Kunſt und Schuß gegen die ſtrenge Winterkälte können die Frühlämmer vor dem Erfrieren gerettet werden 3; wo hingegen die gegen Ende März und April gebor- nen Lämmer nicht ailein dieſes Schutes, bey der naturgemäßern Jabreszeit, nicht mehr bedürfen, ſondern auch mit ihren Müt- tern, bald nach der Gevurt, auf die Weide gehen und ſich in friſcher geſunder Luft, aus Nahrung von Mil<, von homoge- nen friſchen Gräſern und derley Urproducten, nach und nach ſelbſt ſchneller und kräftiger entwieln./ b) Da die Frühlämmer in der erkünſtelten Lage, in der ſie ſich befinden, um ſo mehr der friſchen natürlichen Luft entbeh- ren müſſen, als man durch Verſchließung der Thüren und Fen- ſtex im Winter, auf Koſten der Geſundheit dieſer Thiere, eine künſtliche Wärme erzwingen muß(welche aber feineswegs geeigz net iſt, die natürliche zu erſetzen), und dieſe nebſt der Nahrung, 69 S; (a0Asmäßige Behandlungsart und Fütterung bleiben die Schafe Jederzeit wohlbeleibt und bey gleichen Kräften, was doch eine Hauptbedingung bey einer rationellen Zucht iſt, und wodurch vielen Krankheiten vorgebeugt wird. Dieß kann bey der Früh- lämmerung nicht ſo der Fall ſeyn, indem die Ueberwinterung im Stalle ſchon an und für ſich nicht naturgemäß iſt, und nebſidem die Mütter ſelbſt, durch die eingeſperrie unreine Stall: luft, welche wegen der jungen Lämmer nicht jederzeit gehörig erneuert werden kann, beſonders aber durch das Säugen der Remer| Fefe| wird mal (hafe 11 halten,€ e) 1 erungse |Winterf! dene Vi dorben| terlämm! nicht alli ſowohl 7 auf den! unter old Dies iſt Fall; den jm Vinte ſdetm Fut Yam bereits| mäßen,| ſunde Yt Dey der F Iden Mitte Dieſerwege ber Fnzf tizet. ud Geburt it ſchädliche! 1) 7 nämlich; Müttern mi ift, abwechlelh| Wachſen,| lung im€ dieſe Axt? Eebenöwei man die: Fann die Ieben,| Närfern by beding 19, daß die Irnatürlichen "de befinden : ben, auch Enauchen, als Iden, wo ih; E Bedingungen Dien Stallyy: Tmöglich, iy: 13 der Tehys FS, Gefährlice urch das bh: E Thüren un) 7/ ſtatt de „He von ent: » lichen Aut: E urch enthi) Nöleerungen, A die Bebent: Snſtint lehrt "WTENENZ 0 daber fie & ümen, Wo Üizen ihnen 1; het, wet: 4 nen dieſe S(ht-- was Jets die erſte 1 ſollte, und „Ache bereits 4 Nicht al: zemperatur 4,6 im Win- icht= dys den grünen ezeugen fön: eiter, ſondern nden Abſpt: js zum Mo: iſt weit ein: det gleiche, ; die Schaf! 18 doch eint nd wodur) y der Fru“ jerwinterung aß iſt, un nreine Stall: rzeit gehöng Saugen dit 3. Abſchn. Geſchäfte im Monat März. (505) Lämmer, leiden, und in dieſen widrigen Verhältniſſen ihre Kräfte ſehr in Anſpruch genommen werden müſſen. Zudem wird man durch die leichtere und unkoſtſpieligere Ernährung der Schafe in die Lage geſeßt, ſeinen Viehſtand bedeutend höher zu halten, als bey der Frühlämmerung. e) Wie oft iſt es nicht der Fall, daß durch ungünſtige Wit- terungsereigniſſe. im Sommer, entweder die Erzeugung des Winterfutters, gegen alle Erwartung, durch zu anhaltende tro- Rene Witterung geſchmälert, auch durch Näſſe zum Theil ver» dorben wird, oder doch nicht ſo beſchaffen iſt, um bey der Win- terlämmerung davon, bey kräftigen Müttern, die Abſonderung nicht allein vieler, ſondern auch guter Milch zu erwarten. Da ſowohl Mangel, als auch ſchlechtes Futter unmittelbaren Einfluß auf den Wachsthum und die Geſundheit der Lämmer hat, ſo iſt Unter ſolchen Umſtänden der ſchlechte Erfolg leicht voraugszuſehen. Dieß iſt jedoch bey der Spätlämmerung nicht in dem Grade der Fall 3; denn nicht allein, daß die Schafe, welche keine Lämmer im Winter zu ſäugen haben, leichter und nöthigenfalls mit min- derm Futter zu ernähren ſind, ſo tritt auch bey denſelben die Lammzeit erſt dann ein, wo ſolche auf der Weide in der Regel bereits ſatt ihre Nahrung finden, und von dieſer ihnen naturge- mäßen, homogenen Nahrung auch jederzeit hinreichende und ge- ſunde Milch abſondern werden. Eintretender Futtermangel wird bey der Frühlämmerung unfehlbar die Schwächung der ſäugen: den Mütter und das Verderben der Lämmer zur Folge haben. Dieſerwegen gebären auch die Mütter, bey unverändert geblie- bener Kraft, im Frühjahr viel leichter, die Lämmer werden kräf: tiger, und der Zufluß der Milch iſt ſtärker, als wenn nach der Geburt im Winter die Kälte, fehlerhafte Nahrung u, ſ. w., ſchädlichen Einfluß auf die Milchorgane nehmen, tf) Die Lämmer können bald nach ihrer Geburt, ſobald ſie nämlich zu freſſen anfangen und ſtark genug ſind, mit ihren Müttern auf die Weide gehen, wo ſie ſich, wenn ſolche zweck- mäßig iſt, in der freyen Natur, auf die natürlichſte Weiſe, bey abwechſelndem Genuß der Muttermilch, ernähren, freudig heran- wachſen, und nicht durch zwangvolle, widernatürliche Behand- lung im Stalle verbutten oder zu verkümmern brauchen. Auf dieſe Art kommt auch die Mutter nicht aus ihrer gewohnten Lebensweiſe, und wird ſtets geſund und kräftig bleiben. Will man die jungen Lämmer mit etwas Körnern unterſtüßen, ſo kann dieß füglich vor dem Aus- und nach dem Eintreiben ge2 ſchehen. So behandelt können weder die ſchwächern von den ſtärkern verdrängt, noc< durch das Stehlen der Milch beraubt werden(wie dieß bey der Ernährung der Winterlämmer zum Theil der Fall iſt), indem ſolche bey ihren Müttern auf der hin- länglich großen Weide nicht in ſo enge Berührung mit andern Lämmern kommen, und auf derſelben jede Mutter die natürliche Verpflegerin ihres Lammes iſt. 8 . 8) Dieſe ſo behandelten Lämmer erreichen bis zum Herbſte die Frühgebornen im Wachsthum, und werden denſelben, bey gleicher Behandlung, auch im nächſten Winter nicht zurückblei- ben; daher bey zwemäßiger Nahrung und Wartung in allen Stücken eine kräftige Nachzucht geben. Die ſpätgebornen Läm- mer werden nicht ſo ſehr von den Ze>en und Schafläuſen ge: EE GESSNER 2 PDE EE GARCHING ARE gur =t wird, um die dort geborenen Lämmer(welche nebſt ihren Müttern mit den 6. 123 angegebenen Zeichen zu ver= ſehen ſind) nach Hauſe zu tragen. Dieſe Vorſicht iſt dann um ſo nöthiger, wenn die Witterung ſchlecht iſt und kalte Winde wehen; indem-in dieſen Umſtänden die neugebornen Lämmer ſehr 1eiden, ja ſogar erfrieren können. Iſt die Kälte von hefti- gen Nord- Oſt- Winden begleitet, ſo daß man die Möglichkeit des Erſtarrens der auf dem Felde geborenen Lämmer vermusz then könnte; ſo iſt es beſſer und vorſichtiger, au ſolchen Tagen die trächtigen Schafe bey Hauſe zu füttern und nicht austreiben zu laſſen. Nach der Zuhauſekunft werden zu derley Lämmern ſo- gleich die Mütter aufgeſucht und mit ihnen in die Kauen gethan, was um ſo nöthiger iſt, als es ſich Öfters ereignet, daß die Mutter ſolchev:zauf dem Felde geborenen Lämmer dieſe bis zur Zuhauſekunft vergeſſen, oder den Geruch von ihnen verloren haben, und ſie in dieſen Fällen anfänglich nicht ſaugen laſſen wollen. Nach der Geburt werden die Mütter einige Tage bey ihren Lämmern zu Hauſe behalten, um ſich zuſammen zu gewöhnen. Man füttert'ſie bey dieſer Gelegenheit mit dem beſten, den Zu- fuß der Milch befördernden Futter, und zeichnet ſie zugleich, wie 6. 35. angezeigt wurde. Wenn fich die Mütter zu ihren Läm- mern gewöhnt und dieſe kräftig genug ſind, ſo werden ſie in ven Junghaufen gethan. Behandlung des Junghaufens, 6. 142, Die Mütter des Jungbaufens werden ſo lange- einer beſondern Behandlung unterworfen, bis die Lämmer ge- eignet ſind, mit denſelben auf die Weide zu gehen. Solche müſ- ſen nämlich regelmäßig, täglich, Mittags zu Hauſe getrieben werden, um die jungen Län:mer trinken zu laſſen; indem ſolche noch nicht den ganzen Tag die Muttermilch entbehren können, | uw durd | mud zur! halber, wv Abtheilun „geit zu) während tmn ve | ter vera! Weide| | der Lam Mütter jn welch Ma | wer bey Git al | uch hit pon den; Zudem he je, vs |„By den Lan VWittery Daf,! Dem beſten u Puuh ANWEN 130(ehen von zim abhängt Yſin)d "7 di Weid fern aur (wf andy; hize Wei werden Reel,| and erf felnſſen, Erſcheint ſimmt, fm auf "4 Der jn dn en di Erik (M zeit, 3 Mütter m(y Ww fei Tre län te lättgere Volchen. oft SENN Folge Tand Späte E38 ſich die 3(hlich auf en Futter:, E demnach in beſtimmen =| Vortheil, g|, Eiigen Ganz Zenen Vor: Nit den ge: €/ aufcdas fl:(welche EN zu de fidann um nde Winde jo Umm 5 von hefti GN Oglicfeit 9er verm: hen Tagen 4 au8treiben (numen ſ0: bn gethan, 11, daß die „ſe bis zur | en haben, 1 wollen, 0 bey ihren [ gewöhnen, 01, den als gleich, wie ihren Lam: rden ſie m r ſo lang! 'ammer ge? Solche ml fe getrieben ndem ſold! ven fönnen, 3. Abſchn. Geſchäfte im Monat März. 307 und durch ihre zu lange Entziehung im Wachsthume Es und zurücgeſeßt würden. Dieſes mittäglichen Zuhauſetreibens halber, wird der Junghaufen in der Früh vor allen andern Schafs Abtheilungen zuerſt gefüttert und ausgetrieben, um hinlängliche Zeit zu haben, ſich auf der Weide Nahrung zu ſuchen, Mittags, während die Lämmer bey ihren Müttern verweilen, wird leß= tern noch ſo lange eine Vorlage von einem Heu- oder Kleefut:- ter verabreicht, als ſie ſolches aufnehmen-- folglich ſich auf der Weide noch nicht vollkommen ſättigen. Während des Trinkens der Lämmer muß der Schäfer ſtets ſehr aufmerkſam ſeyn, ob alle Mütter ihre Jungen gehörig betreuen und nicht vernachläſſigen z in welchem Falle ſolche wieder in die Kaue gehoben werden müßten. Man laſſe bey ſchöner warmer Witterung jederzeit die Läm- mer bey der Zuhauſekunft der Mütter in den Hof zum Säugen. Nicht allein, daß ihnen die friſche Luft geſund iſt, ſo finden ſoiche auch hiezu beſſern Platz und die ſchwächern werden in dieſem Falle von den Stärkern weder verdrängt, noch um ihre Milch betrogen, Zudem hat der Schäfer in einem größern Hofraum ſowohl die Mütz ter, als die Lämmer, beſſer unter Augen, als im Stalle. Während der Abweſenheit der Mütter auf dem Feide, wird Den Lämmern, ſobald ſie etwas zu freſſen anfangen und übeler Witterung halber nicht ausgetrieben werden konnen, abwechſeind Hafer, Linſenſtroh oder autes Heu und Klee vorgelegt. Den Müttern des Junghaufers weiſe man nicht allein die beſten und ausgiebigſten, ſondern auch, wo mögli) mit dieſer Berüc&fſichtigung, nach der Lämmerweide die nächſte Weide an, damit ſolche, wegen des Zuhauſerriebs auf Mittag, nicht ſo weit zu gehen haben und ſich dabey ſattſam aufreſſen können: indem von hinreichender und guter Milch der Erfolg der Lämmerzucht abhängt, dieſe aber nur durch zweckmäßige Weide, in ſolchen Umſtänden, erhalten werden kann, Austreiben der Lämmer, 6. 143. Climatiſche und örtliche Verhältniſſe, beſonders aber die Weide hat zu entſcheiden, wann die Lämmer mit ihren Mütz tern auf dieſelbe gehen ſollen. Da man in unſerm Clima weder auf anhaltend warme Witterung, noch auf volliommen auggie- bige Weide im Monat März mit Sicherheit rechnen kann, ſo werden die Lämmer im Laufe dieſes ganzen Monats, in der Regel, bey Hauſe gelaſſen, nach vorgeſchriebener Weiſe verpflegt und erſt mit Anfang Apriis mit ihren Müttern auf die Weide gelaſſen. Wo hingegen der Grundſaß angenommen iſt, daß die Erſcheinung des Graswuchſes im Frühjahr die Lammzeit bez ſtimmt, da werden die neugebornen Lammer mit ihren Müt- tern auf einer ganz nahe gelegenen Weide erhalten, bis jene nach Verlauf von einigen Tagen kräftig genug geworden ſind, in den zweyten Lämmerhaufen abgeſondert zu werden, welcher ſchon eine etwas entferntere Weide empfängt. Ernährung der Waiſenlämmer ohne Säugerinnen. 9. 144, Da ſich öfters, beſonders im Anfange der Lamm- eit, Fälle ereignen, daß, wenn viele Zwillinge geboren werden, Mütter erkranken oder krepiren, dadurch Mangel an Säugerin- nen(Ammen) eintritt, ſo muß man zu außerordentlichen Mit- teln ſeine Zuflucht nehmen, Sind in dieſem Falle die Lämmer, 73 Schafzuchk. (508 ) die einer Hülfe bedürfen, ſo jung, daß ſie noch keine harte Nah- rung zu ſich nehmen z ſo muß man ſie mit Kuh- oder Ziegen milch zu ernähren ſuchen, Erſtere iſt den jungen Thieren nicht ſo homogen, als letztere, und gehen häufig davon ein. Haben aber derley Lämmer ein Alter von 3=-4 Wochen erreicht, daß ſie ſchon freſſen, dann kann man ſie auch mittelſt eines Oehlku- klich abſpänen. Dieſe Art, die Lämmer allmählig von der Muttermilch zu ents wöhnen, hat auch gleich großen Nuten für die Mutterſchafe, welche ebenfalls nicht die ſtarke Sehnſucht nach ihren Lämmern haben, und ſich zugleich in dem Verhältniß der Zufluß der Milch bey denſelben vermindert, als die Lämmer ſtufenweis von ihnen getrennt werden 3; wodurch bey der totalen Abſpänung, nicht ſo leicht eine zu große Anhäufung und dadurch veranlaßte Sto&FXung der Milc< in den Milchgefäßen entſteht und dadurch böſe Euter Statt finden können; was ſehr häufig der Fall ſeyn würde, wenn man die Abſpänung der Lämmer zu ſchnell vor- nehmen wollte. Nichts deſto weniger iſt auch den Scäfern große Aufmnierkſamkeit bey dieſer allmähligen Abſpänung anzuem- pfehlen, indem bey aller Vorſicht öfters wehe Euter entſtehen z welche, wenn ſie anfänglich überſehen und nicht gleich zwe&mä2 ßige zertheilende Mittel angewendet werden, bald in Entzün- dung Übergehen, und häufig durch den beytretenden Brand, den Tod der Thiere herbeyführen., Wenn auc dieß nicht der Fall iſt,'ſo gehen doch dieſe Eutergeſchwülſte ohne ſchleunige Hüife in Eiterung über, wodurc) ſolc 108 Dehlhs Ich, aufji Eoicht imm, 7“ der Not), 3 Jien Abthi Iin welch x aß man ſt 7 in der Inicht meht rden Qenys Tier zent Ads dieſelh! 351 Mütter Zrung un) Sb ſpänumn ngs Des Birige uns merläßlich, yht alen 1» Opfynd: 6, Böſe ber S) yy) Der Jobe Gehn: gBachbthum Yi man die F) aoſpanen, gd) zu ents utrerſchafe, 1; Lämmern (zufluß der yweis von & Nbſpänung, 1 veranlabie aud dadurd 1 Fall ey ſchnell. vor: 1 Scäfern 19 anzuem: entſtehen) h zwechmi: in Entzüun“ Brand, den t und dadurch Schmerzen verräth 3; daher daſſelbe nicht gehörig und ſpäter gar nicht mehr vor Schmerzen ſäugen läßt. Bey gehöriger Aufmerk: ſamkeit wird dieſes Uebel jedoch nicht ſo lange unbemerkt bleiben und das Lamm muß auf der. Stelle, ſobald man die Krankheit wahrgenommen hat, von der Mutter getrennt und demſelben in dem Falle eine Säugerin(Amme) gegeben werden, wenn es das Alter zum Abſpänen noch nicht erreicht hat. Dieſer und anderer Urſachen halber muß man immer die Milchbehälter und den Geſundheitszuſtand der Mutter unterſuchen, wenn ſich eine nachtheilige Veränderung beym Lamme bemerken läßt. Da die Frühlämmer bey ihrer allmähligen Abſpänung ſich einer friſchen Weide noch nicht erfreuen können, daher bloß von tro>enen Nahrungsmitteln leben müſſen, ſo iſt doppelte Aufmerk- ſamkeit nöthig, daß ihnen durch zeitgemäßes Tränken die dem Körper und der Verdauung nöthige Feuchtigkeit zugeführt werde. In dieſen Umſtänden nehmen ſie die Tränke CES auf, und viele Schäferey- Beſiper unterlaſſen nicht, ſolche durch eine Beymiſchung von etwas Gerſtenmehl kräftiger und anfeuchtend u machen, um den jungen Thieren hiedurch einen Erſaß, für die entgangene Muttermilch zufließen zu laſen. Dieſen Gerſten- trank pflegt man täglich zweymal darzureichen, und zwar Vor- mittags und Abends. Man laſſe aber dieſes Getränke nie län= ger als 6-- 8 Stunden ſtehen, indem ſolches bald verſäuert und dadurch den Lämmern ſchädlich wird. Daher muß auch dieſe Tränke jedesmal friſch zubereitet=- und die flachen Gefäße, in welchen ihnen dieſelbe dargereicht wird, jederzeit ſehr gut gerei- niget werden, Die Unterlaſſung dieſer Vorſicht würde unfehlbar die ſchädlichſten Folgen auf die Geſundheit der Lämmer durch die Berſäuerung des Magens nach ſich ziehen, wodurch Magen- ſchmerzen, auch bögartiges Laxiren entſteht. Dieſen Gerſtentrank verabreicht man den Lämmern auch nach der gänzlichen Abſpä- nung ſo lange, bis dem Körper durch friſche grüne Weide eine homogenere ſaftige Nahrung zu Statten kommt. Andere Schäfe- reybeſiper, welche ihren Lämmern hinlänglich Hafer geben, ver- ſagen ihnen dieſen Mehltrank, und erfreuen ſich ebenfalls einer gut heranwachſenden Nachzucht; und bey denjenigen Schäfereyen, wo der eintretende Graswucung des Wachsthums wirkt gewohnlich auf die ganze Le- benszeit des Thiceres fort, und iſt oft der Grund von deſſen Schwächlichkeit und kürzerer Lebensdauer,. Die Lämmer der ertien Abtheilung werden nun in dem Ver- hältniß in die zweyte Abtheilung eingere:het, als dieß ihr Alter und törpertiche Starke geſtattet. Die Behandlung und Pflege iſt dieſeibe, wie ſolche für die zweyte Lämmerabtrheilung Lb. 120. vorgeſchrieben wurde. In die erſte Abtheilung rücken die Läm- mer aus dem Junghaufen nachy und werden nach h,. 39. behandelt. Da angenommen worden iſt, daß ſich im Monat Februar die Lammzeit bey der Frühlämmerung endiget, ſo ſeht dieß auch voraus, daß ſich der Junghaufen in der zweyten Hälfte dieſes Meonats von ſelbſt dadurch aufhebt, indem die Lammer deſſelben bereits das Alter erreichten, um ſämmtlich in die erſte Lämmer» abtheilung Überſeßt werden zu können, Lämmerweide, 6. 146, Zur Lämmerweide iſt in möglichſter Nähe des Schafhofes ein Flächenraum zu beſtimmen und bemexkbay aus- zuſteen, der wohlberechnet binreichend groß genug iſt, den ſammtlichen Lämmern bis zur Stoppelweide eine gernöaliche Nah- rung varzubieten. Von der Zweckmaßigkeit, verhaltnißmäßigen Nä- be beym Hofe und hinreichender Ausgiedigkeit derſelben, wird die beſſere oder ſchlechtere Ernährung der Lammer abhangen, die be- ſonders nach dem Abſpänen und beym Anfange ihres Austriebes iinmer ſehr reicv.icher und guter Weide bedürfen, überbaupt aber nie dem mindeſten Mangel ausgeſeßt werden dürfen. Durch eine frühe ſtrenge Schonung der Lammerweide wird ihre Begrünung uim ſv mehr befördert werden, a!s die erſten auffeimenden Pflanzen durch das Avbbeißen in ihrem Wachsthum nicht zurückgeſetzt werden, Dxan re Salzaeben und Kaſtriren., 6. 147, Die Tränke der alten Schafe hat vor dem Aus- trieb auf die Weide regelmäßig in der Frühe nach dem genoſſe- nen trocknen'Frühfutter Statt zu finden, und es iſt noch immer aufmerkſam darauf zu wachen, daß. diejelben kein mit Schneewaſ* ſer geſchivängertes"Waſſer empfangen., Mit deim Salzgeben wird wie früher fortgefahren, und es. iſt nun um ſo mehr- darauf zu ſehen, daß den Schafen, bey der durch das Auzetreiben ihnen zukommenden veränderten Nahrung, zur Stärfung' des Magens, ftets die bittern Medicamente unter der Saizloke beyzumiſchen, nicht verabſazumt werden z; da jede jähe beventende Veränderung der Nahrungsmittel" mehr oder weniger ſchwächend auf die Verdauungswerkzeuge einwirkt. Das Kaſtriren der zulevt gevornen Frühiämmer und zuerſt gebornen Spätilämmer hat nach ihrer Beſtimmung, ſo wie bey Den betreffenden Individuen, das nöthige Stuten der Schwänze regelmäßig zu geſchehen; ſo wie auch die Verrechnung in fort» währender genauer Ordnung zu halten iſt, Siehe 6, 117. | Yom Po1 (.14 | vuſhiede Kehrun zugeſüh der Ve haben 4 im M mente) dur!% wird, Z den Vert m. . 4 März, Simerh gebn >| Wachsthuy 5/1 dieſer 6% S'bemertbang S'1nd nach! in iſt, De Se ganzen E von deſy) Ein dem Sy 1.6 ihr Ih EF! und Py Gunz h, 1), Nen die Wir 0), behandelt, M Februar dy dieß au) A älfte dieſe Er er deſſelbe Site Lmmg 111708 des vy Fan aus: [9] iſt, den [910 Kah: fynpen Nie 4, wird die Elen die bt: | Austrieves Zo rbaupt abet Ss Durd ein: yrünung um m Dflanzen 3126 werden, A dem Jus: em genſſt: ; nod imm x Gihneewal 1, und es iſi en, bey det 1 Nahrung, mente unt m; da jew mehr od"! nwirit, x und zuerſ ſo wie be) ex Schwin ung in for? „17 Die Schafzucht, Vierter Abſchnitr. Von der Ernährung dex Schafe, und was dahin vorzüglich Bezug hat, Von der Theorie des Ernährungsproceſſes,. 9. 149%. Die Ernährung der organiſirten Körper geht auf verſchiedene Weiſe vor fich. Den Pflanzen wird ihre einfache Nahrung, theils durch ihre ZDUPAEUN: theils durc) ihre Blätter zugeführt; das Schaf hingegen hat die Natur an den Genuß der Vegetabilien gewieſen. Die Thiere, ſagt Boerhaave, Haben gleichſam ihre Wurzeln innerhalb ihres Körpers, nämlich am Magen und Darmcanal, wo der nahrhafte Theil der Ali- mente durch unzählige Gefäßchen., faſt wie bey den Pflanzen durch Wurzeln, eingeſogen, und dem Übrigen Körper zugeführt wird. Der brauchbare Theil der Nahrungsmittel wird durch. den Verdauungsyroceß dem thieriſchen Körper aſſimilirt z die- jenigen Beſtandtheile derſelben aber, welche ſich ſolcher nicht aneignen kann, werden entweder ausgedüinftet oder auf dem Wege der Exrcremente ausgeworfen. Von der Ernährung im Allgemeinen, 9. 149. Was yun die Ernährung der Schafe betrifft, ſo fin» det ſolche auf zweyerley Art Statt: entweder mittelſt des Weide- ganges, oder der Fütterung im Stalle, Der Einfluß, welchen die dem Clima angemeſſene Ernährung-- in Folge ihrer mehr vder wenigern Zweckmäßigkeit-- auf die Erhaltung der Raſſen, deren Veredlung, Geſundheit, Lebensdauer, dann auf alle thiez riſche Functionen und Producte: als Wolle, Leder, Milch, Dünger u. ſ. w. nimmt, iſt unverkennbar; ja das Gelinget und die Nüßlichkeit der Schafzucht hängt vorzüglich von der richtigen Kenntniß und zwe>mäßigen Anwendung, der den Schafen verabreichten Nahrungsmittel ab.; In milden Himmelsſtrichen, wo der Winter nur von kurzer Dauer und nicht ſtreng iſt-- wie z. B, in Spauien, Portu- Schafzucht. (534) gal, Italien, dem ſüdlichen Frankreich, in der Türkey u. ſ,. w. -- finden die Schafe, beſonders die wandernden, beynahe das ganze Jahr hindurch, auf den natürlichen Weiden, ihre erfor- derliche Nahrung zu ihrem Unterhalt. Es iſt wohl unverkenn- bar, daß dieſer ganz naturgemäße Zuſtand denſelben der behag- lichſte, geſundeſte und entſprechendſte iſt, welcher durch keinen erfünſtelten erſeßt werden kann z wenn anders in dieſen clima- tiſchen Verhältniſſen die Weide der Natur dieſer Thiere ent- ſprechend iſt. Nie kann daher die Winterfütterung den Weide- gang ganz erſeten, indem ſowohl das Heu von natürlichen Wieſen, als Futterkräutern, durch die Auftronung immer eine Hr 00cre oder kleinere Quantität ihrer aromatiſchen Theile, ſelbſt ey der günſtigſten Witterung verliert, was verhältnißmäßig nachtheiliger einwirkt, als die Witterung zur Einbringung ,des Winterfütters ungünſtiger iſt. Dieſe Verflüchtigung iſt ein offenbarer Verluſt für die Winterfütterung, wozu uns die Vera fütterung des Grünfutters an Kühe und Pferde einen klaren Beweis liefert; indem die Kühe bey weitem mehr Milch von einem gewiſſen Quantum deſſelben geben, und die Pferde ohne Körnerfutter hiebey viel kräftiger ſind, als wenn man ihnen das von dieſem Grünfutter enthaltende Tro>enfutter verab- reicht hätte. Andere Gegenden=- wohin faſt ganz Mittel- Europa gehört -=- gewähren unſern Wollthieren ein Drittheil des Jahres keine Nahrung im Freyen z; indem in den Wintermonaten die Weiden entweder mit Schnee bedeckt ſind, oder die Vegetation, durch die Einwirkung der Winterkälte, erſtarrt wird. Während dieſer ' Periode muß daher den Schafen durch eine zweckmäßige Win- terfütterung verhältnißmäßiger Erſatz geleiſtet und deßhalb im Sommer auf die Einſammlung des nothwendigen Winterfutters vorgedacht werden.. 7 Je mehr man ſich dem Norden nähert, je länger müſſen dieſe Thiere, des längern Winters halber, der Weide entbehren, und durch künſtliche Fütterung im Stalle ernährt werden. In verſchiedenen Gegenden, wo Mangel an guten geſunden Weiden Statt hat, und wo der Boden den Futterbau in einem vorherrſchenden Grade begünſtiget, werden die Schafe auch im Sommer, entweder mit grünem oder trocknem Futter, im Stalle , Hefüttert. Verſchiedene Arten, die Schafe zu ernähren. 9. 150. Die bisher in Deutſchland üblichen Ernährungsar* teu der Schafe beſtehen: 4; a) mittelſt Fütterung derſelben über Winter im Stalle und Betreibung der Weide im Sommer;: b). ganzjähriger vollkommener Stallfütterung mit tro>nem utter"; c) ganzjähriger Stallfütterung und Ernährung durch Grün- fier im Sommer, und dem Local angemeſſenen Winter- utterz D wenn ſolche nur bis zur Stoppelweide entweder grün oder mit tro&nem Futter im Stalle gefüttert werden; oder e) wenn ſolche theilweiſe, dadurch ganzjährig im Stall ge- füttert werden, daß man ihnen auch während des Som- weſen! erzeugt | dm 4 | ihrem| ' Chaſe Aräften fürliche meſſer) ſehr Ye Riahryt te Yeh wirft, gewohn! ihren D ſich dahe j durch na Bilk 1 | lich dar dieſen( | iman | derſelbe zuzuſcht (1; | htſich Getan Weſentli ſich nicht ſtrichen, für die' [des Gebj funden, Gewicht| with hal | Hewiſſn andern. andern |. 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Nebſt dem Clima hat die Ernährung der Schafe einen ſehr weſentlichen Einfluß auf die Eigenſchaften der Wolle. 3. B, erzeugen ſchlecht genährte Schafe eine Hungerwolle, welche ſich dem Auze feiner darſtellt, als ſie ihrer Natur nach iſt; aber in ihren übrigen Eigenſchaften iſt ſie mangelhaft. Kommen ſolche Schafe wieder in beſſere Fütterung, und ihr Körper wieder zu Kräften, ſo bekommt die Wolle wieder nach und nach ihre naa türliche Geſtält, wird ebenfalls kräftiger und nimmt im Durch- meſſer zu. Sind ſie jedoch durch ſchlechtes Futter und Pflege ſehr herabgekommen, und die Schafe erhalten wieder beſſere Nahrung, ſo nimmt zwar der Körper; wenn die frühere ſchlech« te Bebhandlüngsart nicht zu äuflöſend auf ſeinen Organismus wirkte, wieder auf, aber die ſchön verkümmerte Wolle kann ſich gewöhnlich die ihr INF IE beſſeren Bedingungen zu ihrem Wachsthum und Ausbildung nicht mehr aneignen; löſt ſich daher von der Haut ganz los, und erneuert ſich wieder durch nachwachſende Wolle, das man auch das Aufſchieben der Wolle nennt, welches, Krankheits halber ausgenommen, gewöhn» lich durch ſchlechte Nahrung verurſacht wird. Sehr oft iſt aus dieſen angeführten Gründen die Urſache des Unterſchiedes der in manchen Jahren gröbern oder feinern Schuren, in ein und derſelben Schäferey, dieſen verſchiedenen einwirkenden Urſachen zuzuſchreiben. Nübliche Pflanzen für die Schafe. 5. 151. Sonach gründet ſich das Gelingen der Schafzucht hauptſächlich auf die Nahrungsmittel. Die Kenntniſſe der Ve- getabilien iſt darum dem Schafzüchtler unentbehrlich und als weſentlicher Theil ſeines Wiſſens anzuſehen. Da nun dieſe an ſich nicht nur ſehr mannichfaltig, ſondern auch nach den Himmels- ſtrichen, Boden und Lage ſehr verſchieden ſind, ſo eröffnet ſich für die Wiſſenſchaft der Schafzucht dadurch ein weitumfaſſen- des Gebiet; denn ſchon im gemeinen Leben redet man von ge- ſundem, ungeſundem und ſchädlichem Futter; wie viel mehr Gewicht muß daher dieſer Gegenſtand für den forſchenden Land- wirtb haben? Da die Verſchiedenheit der Futterarten an ſich ſehr groß iſt, wovon die Schafe ernährt werden, und nicht alle auf den Kör- per gleichmäßig wirken können, ſo kann es nicht einerley ſeyn, mit welchen Nahrungsmitteln wir ſolche ernähren, indem bey gewiſſen Futterarten die Schafe z. B. ſchneller fett werden, von andern mehr Milch geben, bey andern erkranken, und bey noch andern Kraft, Geſundheit und Lebensdauer befördert wird. Im freyen Zuſtande weiß das wilde Schaf zwar diejenigen Pflanzen zu wählen, wozu es vermöge ſeines Inſtincts Neigung Schafzucht. (5636) hat. Es wählt um ſo mehr von den habhaften aus, als Futo ter und Nahrung ſelbſt vorhanden und die Verhältniſſe günſtig ſind, Ganz anders pflegt ſeine Aeſung zu ſeyn, wenn es auf wenig Nahrungsmittel beſchränkt iſt, Die ihm wirklich ſchäde lichen ſcheint die Natur ihn zu vermeiden gelehrt zu haben; do genießt es zuweilen in der Eile und zufällig derſelben 3 ob. der Hunger es aher vermag, das Schaf zum Genuſſe der- ſelben bis zur Sättigung zu bringen, iſt kaum glaublich, wenn man bedenkt, daß das verwöhnte zahme Schaf zu manchen Futterarten durch den Hunger nicht zu bringen iſt. Unter die Pflanzen, welche die Schafe bey freyexr Wahl aufs ſuchen und freſſen, werden. gezählt: 1) Der Schafſchwingel, festnoa ovina. 2) Das gelbe Rüchgras, Anthoxantum odora- tam. 3) Der Wieſenfuchsſchwanz, Alopecurus pratensis. 4) Der gefniete Fuchsſchwanz, Alopecurus geniculalus, 59) Der Wieſenhafer, Avena elatiox, 6) Der Goldhafer, Avena flave- Scens. 7) Der haarige Wieſenhafer, Avena pubescens, 8) Dex Windhafer, Avena fatua. 9) Der Wieſenſchwingel, Feskuca elatior. 10) Der Mannaſchwingel, Festuca flnitans. 11) Die Raſenſchmiele, Airg cespitosa. 12) Die Waſſerſchmiele, Aira aquatica. 13) Die- Beröſchmiele, Aira montana, 14) Das Waſſerrispengras, Poa aquatica. 15) Das gemeine große Wies ſenviehgras, Poa pratensis. 16) Das ſchmalblättrige Viehgras, Poa angustifolia. 17) Das knollige Viebgras, Poa bulbosa. 18) Das kleine Viehgras, Poa trivialis, 419) Das gemeine Hirſengras, Milinm, elusum.'20) Das gemeine Zittergras, Briza media. 21) Das. gemeine Kammgras, Cynosurns or1- Status. 22) Das blaue Kammgras, Cynosurus coeruleuns. 23) Die Futtertrespe, Bromus giganitens. 24) Die weiche Trespe, Bromnus mollis. 25) Die Actertrespe, Bromus arvensis. 26) Das auslaufende Straußgras, Agrostis stonoliſera. 27) Das rothhaarige Glanzgras, Phalaris arundinacea. 28) Das Que- &engras, Triticum repens. 29)' Die Mäuſegerſte, Hordenm murinum. 30) Die Ackerſcabioſe, Scabiosa axrvensis. 31) Die blaue Scabioſe, Scabiosa columbaria,« 32) Der Teufelss abbiß, Scabiosa snc61sa3. 33) Der wahre Waldmeiſter, Asperu- la odorata. 34) Der Akerwaldmeiſter, Asperula aryensis. 35) Das gelbe Labkraut, Galium verum. 36) Das breitblättrige Labkraut, Galium molugo. 37) Das mitternächtige Labkraut, Galium boreale. 38)' Das Klebkraut, Galium aparme. 39) Das Sumpflabkraut, Galium palustre. 40) Das Moraſts Labkraut, Galium nliginosum. 41) Die große Wegebreite, Plantago major. 42) Die mittlere Wegebreite, Planiago me- dia. 43) Die lanzettförmige Wegebreite, Plantago lanceolata. 44) Die Meerſtrandswegevreite, Plantago maritima. 45) Die zweifelhafte Wegebreite, Planitago dubia. 46) Wieſenpimpinelle, Sanguisorba officinalis. 47) Der Sinau, Alchemüila vulgaris. 48) Die Flachsſeide, Cuscuta europaea. 49) Das-dameder: liegende Maſtkraut, Sagina procnmbens. 50) Die Schminkz2 wurzel, Lithospermum arvense, 51) Die Ochſenzunge, Anchu- 52 officinalis. 52) Die Schwarzwurz, Symphitum ofüoinale. 63) Das Lungenkraut, Pulmonaria officinalis. 54) Das N>er» wolfsgeſichte, Lycopsis arvensis. 55) Das daniederliegende Scarftraut, Asperugo procumbens3. 56)+ Die Schlüſſelblu- ÄL ENT TIGE 7- Zz ig Ze Zei, H R | | me, Du Primula ven,| pundblat Bitterling a glabl ſlnmas 3) Dit „ ſtardganl efuß,( Unzen janſefu) elinum fiſolium, Der bre! ürbel,« aw dD 7) Neg mn perlen, Ormiho galum 1 Jals, 83 jelhluin NT uncus b b6yR FJ pme,| acetozell: 02) daz Weiderid Schotten yulgars, Phibium, Oer Byye G Vol Nelte, 1 arenarms Der Wid dilene n ramineg inden, 4 13 fos( Aveto5ella Meeri Payer| yer rho, er Fix elphin | 4 als Füh I? günſtig [ne auf EW (uy haben; Dorin; Aſt der: Da, wenn Z1 manchen Wahl(uf Kiſchwingel, Em 0dora- FÄ 01818, 4) 5], 5) Det 4,202 flavo- S:, 8) Der 4, Festucg 2. 11) Die Enjele, Alra Ei 14) D8 etope Wis En e0ga8 4 11b054, DY gemeine fte, fraut, Ranunculus ficaria, 128) Der ſcharfe Hahnenfuß oder gelbe Butterblume, Ranun- enlus aoris. 129) Die Dotterblume oder Wieſenblume, Cal- tha palustris. 130) Die Engelblume, Trollius europaeus. 131) Der pyramidenförmige Günſel, Ajuga pyramidalis. 132) Der Lachenknoblauch oder Waſſerhathenig, Tencrium 5cordium. 133) Der Quendel oder Feldkümmel, Thymus zerpillum. 134) Die Wirbeldoſten, Clinopodium vulgare. 135) Die Doſte oder Wohlgemuth, Origanum vulgare. 136) Die Gundelrebe vder Donnerrebe, Glecoma hederacea. 137) Die Katenmünze, Nepeia cataria. 138) Der Waldroßpoley, Stachys sy1lvatica, 139) Der Sumpfroßpoley, Stachys palnstris. 140) Der hanf- artige Hohlzahn, Glacopsis tetrahit. 141) Die weiße Taub- neſſel, Lamium album. 142) Die purpurrothe Taubneſſel. vder rother Bienenſaug, Lamium purpureum. 143) Die ſtän- gelumfaſſende Taubneſſel, Lamium amplexicaule. 144) Der Wolfsfuß oder Herzgeſpann, Leonurus cardiaca. 145) Die Prunelle, Prunella vulgaris. 146) Das Halmtkraut, Scutellaria galericulata. 147) Das kleine Löwenmaul, Antirrhinum minus. 148) Der Hahnenkamm, Rhinanthus Crista galli. 149) Die kammförmige Fleiſchblume, Melampyrum oristatum. 150) Die Hainfleiſchblume, Melampyrum nemorosum. 151) Die Wieſenfleiſchblume, Melampyrum pratense. 152) Die Wald fleiſchblume, Melampyrum sylvaticum. 153) Der Augenz= troſt, Euphrasia oſficwalis. 154) Der Zahntroſt, Euphrasia odontites. 155) Die Schuppenwurz, Lathraea 5quamaria. 156) Das Frühlings- Hungerblümchen, Draba verna. 157). Das be- ſtaubte Steinkraut, Alyssum incanum. 158) Das Hirtentäſch:- djen, Thlaspi bursa pastoris. 159) Der Thurmſenf, Turritis glabra. 160) Der gemeine Hederich, Erysimum officinale. 161) Der lackförmige Hederich, Erysimum Cheiranthoides. 162) Die, Wieſenwaſſertreſſe, Cardamine pratensis. 163) Die bittere Waſſerkreſſe, Cardamine amara. 164) Der bluthrothe Storch- ſchnabel, Geranium sanguineum. 165) Der Waldſtorchſchnabel, Geranium 5sylyatioum. 166) Der Wieſenſtorchſchnabel, Gera- nium pratense. 167) Der rundblättrige Storchſchnabel, Gera- nium rotundifolium. 168) Der Taubenſtorchſchnabel, Gera- mum columbinum. 169) Die Käſepappel, Malva rotundifo- has. 170) Die Siegmarswurzel, Malva alcea. 171) Der Erd- raud), Fumaria officinalis. 172) Die Holzwurzel oder Farren« ſamen, Fumaria bulbosa. 173) Die gemeine Ramſel, Polyga- 1a vulgaris. 174) Der Ginſter oder Färbeyfrieme, Genista tinctoria, 175) Das wilde Süßholz, Astragalus glyciphyllos. 176) Das Fahneniraut oder Frühlingserve, Orobus vernus. 177) Die knollige Erve, Orobus iunberosnus. 178) Die ſchwarze Erve, Orobus niger. 179) Die wilde Platterbſe, Lathyruas SYIvestris. 180) Die Wieſenplatterbſe, Lathyrus pratensis. - 181) Die Erdnüſſe, Lathyrus tuberosus. 182) Die Sumpfplatt- erbſe, Lathyrus palustris. 183) Die breitblättrige Platterbſe, Lathyrus latiſolius. 184) Die Zaunwide, Vicia Sepium. 185) Die Waldwice, Vicia sy1vatica. 186) Die He>enwi>e, Vicia dümeton vierſamnige! Fryum hi! tanum. 1 In Hopſt olim 1/vens, 1 196) Der 197) Der jige Fle lium mel hybridum Jer abgel ertlee, 7 Nledicago orpla, a8 vier 218) 48. fühaſte Ht ſene H boldenforn Die Dach fob! don nthes 10 ms, 1 7) Zr J Chorium M0) Jer t Der Rhei ]gare, 3) Des U8S1lag0 tazites, 24 Solidago 1 28) Ze| WAnnighlun, NI, Matr 71 arven 3) Zs| blume,(e 7192 Jaceg, 21) Ius, 01 Veilchet 10a mara ei, 941 “ füdenf AEN "9(are aua Is eri Viedgras, 63, 240 Ae ebſteh; fut, Equ bd] emone+ SThalictrum SThalictrum 9!18 ficaria, | anun« j wwe, Cal: SE eyropnaens. E13, 132) Jep? ZI zcordium, K! 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(539) dumetornm. 487) Die Vogelwicke, Vicia cracca. 188) Die vierſamige Linſe, Eryum tetraspermum. 189) Die zottige Linſe, Eryum hirsatum. 190) Der weiße Bergklee, Trifolium mon. tanum. 191) Der rothe Wiefenklee, Trifolium Pratense. 192) Der Hopfenklee, Trifolium agrarium. 193) Der Alpenklee, Trifolium alpestre. 194) Der weiße Wieſenklee, Trifolium repens. 195) Der umgewandte Klee, Trifolinm resupinatum. 196) Der röthbliche oder rothe Geißklee, Trifolium rubens. 197)- Der Haſentlee, Trifolium arvyense. 198) Der fadenför- mige Klee, Trifolium filiſorme. 199) Der Steinklee, Trifo- linm melilotus officinalis. 200) Der Baſtardklee, Trifolium hybridum. 201) Der Steinklee, Trifolium stellatum. 202) Der abgebogene Kice, Trifolium flexuosum. 203) Der Erd«- beerflee, Trifolinm fragiferum, 204) Die ſchwediſche Luzerne, Medicago falcata. 205) Der Schnedenklee, Medicago poly- morpha. 206) Die Hopfenluzerne, Medicago lupulina. 207) Das viere>ige Johanniskraut, Hypericum quadrangulare. 208) Das Hartheu, Uypericum perforatum. 209) Das zwei: felhafte Habichtfraut, Hieracium dubium. 210) Das abge: biſſene Habichtsfraut, Hieracium praemovsum. 211) Das doldenförwige Habichtskraut, Hieracium umbellatum. 212) Die Dachgrundfeſte, Crepis teotorum. 213) Der Gemüſe- Haſen- Fohl, Sonchus oleraceus. 214) Der Mauerberglattig, Pre- nanthes muralis. 215) Die niedrige Scorzonere, Scorzonera humilis. 216) Die wilde Haferwurzel, Tragopogon pratense. 217) Der Acerkohl, Lapsana communis. 218) Die Wegwart;, CGichorinm intybus. 219) Die krauſe Diſtel, Carduns Cr1SPUS. 220) Der dreymal getheilte Zweyzahn, Bidens tripartita. 221) Der Rheinfarren oder Wurmſamen, Revierkraut, Tanacetum vulgare. 222) Das Katenpfötchen, Gnaphalium dioicum. 223) Das Bergfilzkraut, Vilago montana. 224) Der Huflattig, Tussilago farfara. 225) Die Peſtilenzwurzel, Tussilago pe- tasites. 226) Das Güldenwundkraut oder Heidniſch- Wundkraut, Solidago virgaurea. 227) Der Flöhalant, Innla pulicaria. 228) Der weidenartige Alant, Inula salicina. 229) Die Jo- bannisblume, Chrysanthemum lencanthemum. 230) Die Cha- mille, Nlatricaria Chamomilla. 231) Die Ackerchamille, Anihe- mis arvensis. 232) Die Schafgarbe, Achillea millefolium. 233) Das Niesfraut, Achillea Ptfarmica. 234) Die Scabioſen- biume, Centaurea scabiosa. 235) Die Flo&enblume, Centan- rea Jacea. 236Y Die blaue Kornblume, Centaurea cyanus. 237) Das Hundsveilchen, Viola canina. 238) Das turzbaari- ge Veilchen, Viola hirta. 239) Das wunderbare Beilchen, Viola mirabilis. 240) Das gefleckte Knabenkraut, Orchis ma. culata. 241) Das gefingerte Niedgras, Carex digitata. 242 Das fadenförmige Niedgras, Carex ſliſormis. 243) Das hir» ſenartige Riedgras, Carex panicea. 244) Das Raſen- Ried- gras, Carex cespitosa. 245) Das ſpitige Riedgras,|Carex acuta. 246) Das verlängerte Niedgras, Carex elongata. 247) Das geriefte Riedaras, Carex paniculata. 248) Das gelbe Riedgras, Carex flava. 249) Das Rothriedgras, Carex limo- 82. 250) Das Aftercypergras, Carex PSeudocyperus. 251) Die abſtehende Melde, Atriplex Paiula. 252) Das Flußtannen- traut, Equizetum fluviatile. 83 Schafzucht. (540) Schädliche Pflanzen für die Schafe, - 9. 152. Folgende Pflanzen werden aber von den Schafen nicht gefreſſen, und ſind der Geſundheit derſelben nachtheilig: 1) Die runde Euphorbie, Euphorbia peplus. 2) Die Son- neneuphorbie, Euphorbia helioscopia. 3) Die Eſelsmilch, Eu- Phorbia esula. 4) Die breitblättrige Cuyhorbie, Euphorbia Platyphyllos. 5) Die Wolfsmilc<, Euphorbia cyparissias. 6) Die kleine Euphorbie, Euphorbia exigua. 7) Die Mandeleu- phorbie, Euphorbia amygdaloides. 8) Die S-ummpfeuphorbie, Euphorbia palustris. 9) Das Mausöhrlein oder Nageltkraut, Hieracium pilosella. 10)„Das Waldkannenkraut, Equisetum sylyaticum. 11) Das Aderkannentkraut oder Taubenro(>k, Equi- Setum arvense. 12) Das Sumpffannenkraut, Lquiszetum pa- Justre. 13) Das Slußtfannentraut, Equizetum flüviatile. 14) “Das Moraſtkannentraut, Equiseinm limosum. 15) Das quUss dauernde Bingelkräut, Mercurialis perennis. 16) Das Vers gißmeinnicht, Myosotis Scorpioides pahastris. 17) Der kleine Sumpfhahnenfuß, Ranunculus fammula. 18) Der zungene förmige Hahnenfuß, Ranunculus lingua: 19) Der brennende Hahnenfuß, Ranunculus sceleratus. 20) Der fnollige Hahnen- fuß, Banunculus bulbosns. 21) Der ſcharfe Hahnenfuß, Ba- muchas acris. 22) Der Waſſerhahnenfuß, Ranunculus aqua- tilis. 23) Der AdFerhahnenfuß, Ranmncnlhus aryensis.. 24) Der gemeine Beinbrecmäßiges Futter erhalten. Dip it wo für di yn) man der verſch wan ſold rung dem [Wlauht" edenten ! vamit d | finden, Nahr (.1 „iſt daher | nach feſt j! fünne tigen Oe) li) ja€ want de" nid viel mit Anwendy M u WR, an 1N-F |9- N 90= 3 360- YJ 600= 4 180-6 WM=h, 00= Er 7= 0-Y 100-5 KN-J 0-7 Dafs, U den Schah 31 nechtheilh 119) Die So) Zlömilch, Ei 52, Euphorbi Z'parisgtas,| (ie Randeley Impfeupborh x Nageltray Lt, Equisehs Seno, Ey quiehum); zi uviatile,| 4015) Das(1 2:6) Das H 527) Der ty BP Der zung Oder brennen "lige Hahn) SS a hnehfuß, Aa S/noulus aque EU ens, H) 881, 26) Die 71) und(and: Mitolia, V) fürs. VB) Dt L11)) Der Wel 3,0) Der beräh am 31) NM >; Sumpf Eweiderich, Ep DE lepias vind Lrulzaris. X Gferdeſchwat! „4 maculatun ec erecium, nen, = Enährungi Sie einfachſt Dw emi 08 Frühjih iden ernht! Wind berei „erung iſt! | Weide, und! erbaues verhältnißmäßig nöchige Anzahl von Nuvthieren würde ernähren. können z; ja man wird auch hiedurch ſehr oft in den Stand geſeßt, bey gedachtem Ueberfluß von Körnern und Stroh, und dießfälligem Mangel des Abſatzes, bey vorhergegangener richtiger Calculation, ſeine in Unwerth befind- lichen vegetabliſchen Producte, mit bedeutendem Gewinn, in animaliſche dadurch zu verwandeln,und leichter zu verſilbern, wenn man ſeinen Viehſtand vermehrt, um dadurch die thieriſche Production(welche den Boden kräftiget, während die vegeta: biliſche ihn entkräftet) zugleich zu begünſtigen./ Fütterung der Baumblätter. 6. 156, In Fällen der Noth macht man zum Behuf des Win- terfutters auch Gebrauch von den Baumblättern der Eſchen, Wei- den, Rüſtern, Linden, Pappeln, Ahorn, Erlen u, ſ. w. und -zwar mit gutem Erfolge; indem die Schafe dieſe Baumblätter nicht ungern freſſen, und ihnen ſolche auch gedeihlich ſind. Man ſammelt zu dieſem Behufe die ſchwachen Zweige dieſer Baumgättungen im Monat Auguſt oder September, bindet ſie ganz lo>er, damit die Blätter nicht ſchimmlicht werden, in kleine Gebinde und tro>net ſie. Jm-Winter werden dieſe Ge- binde den Schafen vorgelegt, und nachdem ſie die Blätter ab- gefreſſen haben, das zurückbleibende Holz zum Verbrennen ver? wendet. Das im Herbſte von dieſen Baumgattungen abfallen: de Laub iſt jedoc<) nicht zum Füttern zu verwenden geeignet, indem ſolches, wegen„ſeines todten kraftloſen Zuſtandes, die Schafe nicht freſſen. Es leiſtet jedoch bey Strohmangel, zur Einſtreu, ſehr nübliche Dienſte. Fütterung des Branntweinſpüligs.. 6. 157. Von dem Branntweinſpülig ſoll bey feinen Zücht- ſchafen nie Gebrauch gemacht, und ſolches nur den zur Maſt beſtimmten Schafen oder Schöpſen, in der Regel verabreicht werden; indem es eine längſt bewährte Beobachtung iſt, daß zu ſchleimige, weiche Nährung, continuirlich und in großer Quan- tität gefüttert, denſelben nicht allein nicht behagt und den 01 fung Def di! Boll genäſtete fenes el Hrannim TW 0M ſhadlich zur Coch auf Fleiſ fange dt [BE zu befom zu verw! auch wege füttert ſie jeſtoßen 1 können 1 Faulftan S1 zivar, daß den Gl ſehr zeſun ſammelt, ie zu und Tals Ohm(6 jund ij Nöth S1 ſicht gefü den, daß beſchlämn ſhimnlig bon alle von naſe Weg De Und[ege H Ws€ dem Veſundh ybe Matet Zalten 93 YW R 95 0 | m dieſe Or = Blätter! SChrennen m jen abfall un geeig Standes, ze inangel, M 1,84 einen Zu Sim zur Me 5l ve ung ſb y Srofer Qu zt und I 4. Abſchn. Ernährung der Schafe. 543) ( Magen verdirbt-- daher den Körper ſchwächt und ſeine Auflö- ſung befördert=-- ſondern auch mittelbar großen Einfluß auf die Wolle nimmt; indem von ſols magenſtärkend ſind. Man füttert fie> in Wechſel mit andern Futtergattungen, entweder geſtoßen oder geſchroten pr. Stü> täglich höchſtens 1 Pf. Sie können auch als ein ſehr bewährtes Präſervativmittel gegen Faulkrankheiten angewendet werden. Fütterung der Eicheln, 9. 159, Die Eicheln freſſen die Schafe, ſehr begierig, ſo zwar, daß ſie ſich nicht ſelten damit überfreſſen, und ſolche durc den Schlund wieder von ſich geben. Sie ſind denſelben eine ſehr geſunde und gedeihliche Nahrung, wenn ſie im Herbſte ge: ſammelt, an einem luftigen Orte getro>net, und im Win- ter gefüttert werden. Sie wirken auf feſtes kerniges Fleiſch und Talg und geben ein ſehr gutes Erſaßmittel mit Hä>ſel oder Ohm(Grummt?) vermiſcht, bey eingetretenem Fuitermangel, und in jedem Falle, bey vernünftiger Anwendung derſelben. Nöthige Rüc>kſichten bey der Winterfütterung. 6. 160, Die Schafe ſollen im Winter ſtets mit größter Vor- ſicht gefüttert und es muß auf das Sorgfältigſte vermieden werz- den, daß denſelben kein ſaures Heu, welches auf ſumpfigen oder verſchlämmten Oertern gewachſen iſt, oder anderes verdorbenes, ſchimmliges, dumpfiges Futter verabreicht werde; indem hie- von alle die nachtheiligen Folgen eintreten, welche in der Negel von naſſen, ſauern, verſchlämmten Weiden Statt finden. Man beſtrebe ſich, den Schafen die Fütterung in dem Maaße angedeihen zu laſſen, daß ſich ſolche ſtets, während des ganzen Laufes des Jahres, in einem gleichen Kraftzuſtande befinden, und lege immer das an Qualität, durch zweckmäßige Surrogate ZU, was etwa bey der Quantität mangelt. . Je größer. das Volumen im Verhältniß des Gewichtes bey dem Heu 1ſt, deſto ſchlechter und gehaltloſer iſt es in der Regel z daher lieben die Schafe daſſelbe auch nicht, und freſſen in dem Verhältniß weniger davon, als es ſich dieſer Eigenſchaft nähert. Gutes Heu iſt als Hauptfutter den Schafen jederzeit das ange- nehmſte, daher auc; das homogenſte; über das gewöhnliche Verhältniß gegeben, wirkt ſolches jederzeit=- beſonders bey einem böftern Wechſel mit Waſſer=- mäſtend, daher auf ihre Geſundheit nachtheilig.| 87 83 Schafzucht. (544); | Sollte wan ſich je in den ungünſtigen Umſtänden, durch.|„anl! üble Witterung bey dem Einbringen des Futters im Sommer|! br mü U. ſ. Ww., befinden, aus Noth ſchlechtes Futter verfüttern zu| ide und müſſen; ſo muß man ſich beſtreben, dieſem, ſo viel als möglich, ebauung ſeine nachtheiligen Eigenſchaften durch Dreſchen, Schneiden, Bez Amer ſu ſprengen deſſelben mit Salzwaſſer u, ſ. w. zu verbeſſern. Ind. bey| 'Feinwollige Schafe ſollen in der Regel vorherrſchend immer(nalic mehr mitteltt harter, als weicher Nahrung geſättiget werden.|. Während der Lammzeit kann man aber denſelben etwas mehy||VPerſch weiches Futter, zur Beförderung des Milchzufluſſes, verabreiz w*en. Unter weichem Futter werden Wurzelgewächſe, Oelkuchen; 0.163, Gerſtenmehl- Trank, Branntweinſpülig u. ſ, w. verſtanden,| ane Futter) Veberhaupt lieben die Schafe die Abwechſelung in den Futter: je Sutter) urten, und ſolcliche Berbindung und Wech: ſelwirkung mit dem atmoſphäriſchen Sauerſtoff tritt, und da- dur 6-=- 8 Pfund davon auf, Wegen ihrer Wäſ- ſerigkeit freſſen ſie, ſo wie bey den Erdäpfeln, viel Strob dabey. Die Wirkung dieſes. Futters iſt aber im Allgemeinen mehr nach- theilig, als entſprechend gefunden worden. Die Wurzelgewächſe wirken mehr auf Fleiſch, als auf Talg, und die Schafe nehmen hiervon ſchnell auf; auch ſaufen ſie bey ihrem anhaltenden Genuſſe weit weniger, als dey den tronen Fütterungsarten, -,-== | f 166 1 und Matt)| Gaſe befin geinders[1 Buchweizen jedoch ais 11 zu hipig m€ haufig denk faltig verm 9 futter zu 9 | theilig iſt! haben, daß 2 vefommen Bo 20,8 Ueberfiuß 494 Getracht ih/E nathen, ſo 16 beſten) ind die Korner 3m verfüttern 1ſ pens unge Erfahrung, IR ungemablen R zum Theil 1 unterdaut Nies NNEN nac in Beſäs die WittunyF den bey 38 wohl nichtifm Ger Befen hy den Giufurte IME Vm auch(13% equeſt, iQ | In Omid,& Unter das 17 Jet gewengt ſä das vn birechnet), 6 ewe), ae M und fle, Weld; Üſtn, und' mn R nah 38 nen. AU RÜhte the von 6 1 Weit zu tntßmäßlig: 1d Heu(ih edingunz( 1 ſollte; h derſelbey Ir ſteht zu iſſelben mi; liele vertieh I den Mazy Iund anim;! | Zuſtande) € Fütterung daß man| 18t, ehe ſjet niſationöw! 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Auch ſoll jederzeit ſorg- fältig vermieden werden, die Schafe unmittelbar auf Körner» futter zu tränken, indem dieß der Geſundbeit derſelben nach: theilig iſt und Koliken erregt. Wiele wollen auch beovachtet haben, daß die Lämmer von gefüttertem Wi&enſchrot die Lahme bekommen und bäufig erblinden. Wo Local- und Zeitverhältniſſe, nämlich Körner: und Siroh- Ueberfluß-- Mangel des Abſatzes und Wobhlfeilbeit derſelben in Betracht ihrer Nahrbaftigkeit-- die Fütterung der Körner an- rathen, ſo geſchieht dieß mittelſt der KörnerhäFſelfütterung am beſten; indem es äußerſt unwirthſchaftlich wäre, den Thieren die Körner ohne Beymiſchung von Höſel, Ohm oder Kaff zu verfüttern, weil hiedurch nicht allein das Volumen des Ma» gens ungefüllt bleiben würde, ſondern es iſt auch eine bewährte Erfahrung, daß die meiſten ungeſchrotenen, ungequetſchten oder ungemahlenen Körnergattungen bey dem Verdauungsproceß nur zum Theil aſſimilirt,= daher größtentbeils durch den After unverdaut von den Thieren wieder von ſich gegeben werden und nußlos verloren gehen.(Man leſe dierüber das Umſtändlichere nad) in Bernhard Petris Beobachtungen und Erfahrungen über die Wirkungen der Körner- und Hätſelfütterung u. ſ. w.& Bag- den bey Wien, 1819.) Nur der Hafer macht hierpon= wie- wohl nicht immer-- eine Augnahme, indem ſolcher bey mäßi- ger Befeuchtung in ſeinem natürlichen Zuſtande gewöhbniich vo'nt den Schafen ganz verdaut wird, Um das Körnerfutter den Schafen nicht allein nüblich, ſon2 dern auch angenehm zu machen, wird daſſelbe daher entweder gequetſcht, geſchroten oder gemahlen, mit eben ſo viel Waſſer in Gewicht, als mon Strohbä>erling nimmt, aufgelöſt, und unter das verhältnipmäßige Quantum 1! Zvll langer Strobsäck- ſel gemengt. Man giebt vor dieſer Miſchung unter.das Waſ- ſer das den Schafen ausgeſette Salzquantum(auf jedes Futter berechnet), wodurch ſich dieſe Salzzabe innig demſelben mit- theilt und mitwirkt, die feſten, ſchwer auflösbaren Nahrungs- theile, welche in dem Strohe befindlich ſind, ſchneller aufzutz löſen, und den Schafen dieſes Futter gedeiblicher und angenehs mer zu machen. Um dieſe Aufloſung und innigere Vermengung zu befördern, wird. die Maſſe in einem verdeckten Gefäße im angefeuchteten Zuſtande ein oder zwey Stunden ſtehen gelaſſen; Hiedurch geräth ſolche itz eine ſüße Gährung, die dürch ihren angenehmen Geruch(welcher dem des neugeba>enen Brodes ähnlich iſt) ihren gehörigen Grad beurkundet. Da durch dieſe SE den Schafen das ihnen beſtimmte Salz durch das utter beygebracht wird, ſo pflegt man auch die ihnen unter das Salz beſtimmten Präſervativmittel, als Enzian, Calmus, Wachholderbeeren,'Dfenruß u, a., nach Erforderniß der Ums 35* ir Schafzucht. (548) ſtände auf daſſelbe zu ſtreuen und damit zu vermengen, Die Schafe freſſen dieſes künſtlich zubereitete Futter ſehr gern, und es ſchlägt ihnen ſehr wohl an. Yuch unterliegt es keinem Zweifel, daß dieſe Fütterungsmethode mit doppelt großem Nu- ben in vielen Gegenden eingeführt werden kann 3 indem hie- durch eine ſehr vortheilhafte Quelle zum Abſatz der Körner er: öffnet wird, und durch dieſen Umſagt eine größere Anzahl von Schafen gehalten, auch damit in vielen Oekonomien=- auf eine ſonſt nicht leicht mögliche Art=. dem nur zu allgemeinen Düna germangel abgeholfen werden kann, Sommerſtallfütterung überhaupt. 6, 4662"Da die Stallfürterung der Schafe im Sommer ein denſelben wivernatürlicher Zuſtand iſt, ſo wird ſolche gewöhnlich nur durch den Zwang der Umſtände herbey: geführt. Nur wenig Localitäten entſprechen ihr dermalen noch mit Nuten. Sind jedoch alle obwaltenden Umſtände gegen den '! Weidegang vorzugsweiſe zuſagend 3 dann ſind auch die vermehr- ten Arbeiten, das Abrichten der Menſchen, Vorauslagen u. ſ. w. nicht zu ſcheuen. Ueber dieſen wichtigen Gegenſtand wurde ſehr ? viel pro und contra geſchrieben; jedoch ihre Ausführbarkeit 3„durch die Praxis außer Zweifel geſebt. Jederzeit muß aber ihre uu Einführung durch beſondere Wirthſchafts-, Local- und climati- kj- ſche Verhältniſſe beſtimmt, auch der Futtercalcul jederzeit ſo rich- tig, ja überflüſſig getroffen werben, daß nie Mangel entſteht, vder man gar aus Noth wieder augenbli>lich zum Weidegang Übergeben muß, was unſtreitig, wie jeder jähe Wechſel von ir: gend einer Behandlungsart, den nachtheiligſten Einfluß üben würde. Die totale Sommerſtallfütterung der Schafe iſt nur dann rathſam? a) Wenn ſie ein Stamm von ganz vorzüglichem Werth lohnt, welchen man unter eigner Aufſicht verſichert haben, und ſolchen nicht dem Zufall und oft lüderlichen Knechten auf 098 der Weide Preis geben will. 4 b) Wenn Mangel an geſunder Weide iſt z daher die Möglich- | keit des Verhütens zu befürchten wäre.; | ME c) Bey beſonderer Güte der Ye>er, welche augenſcheinlich 13:10 18! durch Futter und Körnerbau mehr, als durch: natürliche 0|) oder künſtliche Weiden ventiren. 1997 0 ID Wvy das Local entſchieden dem Futterbau zuſagt 3 daher j der Furcht nicht Raum giebt, daß Futterverlegenheiten ein- | treten. Wäre dieß der Fall, ſo müßte die Sommerſtallfüt: | terung entweder ganz unterlaſſen, oder doch nur auf einen | verhältnißmäßigen Theil der Heerde au8gedehnt werden. 166 69 e) Wenn man unter dieſen Vorausſezungen eine Schafraſſe 19.00 beſipt, welche entſchieden mehr, als die Rindviehzucht ein- MEN MEN. zutragen verſpricht..- 1.1894; f> Wenn kein Strohmangel zu befürchten ſteht. Vortheile derſelbet. EEN 6. 187. Die Vertbeidiger der Sommexſtallfütterung meſſen 0 derſelben folgende Vortheile bey: | 4 Zum -(0) . wehr M durch eit herechtig tann fi füſſe f) 3), Fällt! | häufige non div | 4) Die bi Oiedurdd | eigne[010 ohne die! | würde, |3) Hh yeh von ein groj abgeſchtv Foimhtelt | lem. Behq! | ſerer Dun | wird, der wih) m (ine zu 6) Verden gleich 4) er fiel Meide 6: derſelben ganz ind | fire,! |(ut, und bildung) fihren, | 7) Zuth| | unheilbar | doc) nad 168,| „Webdun dogege ) Pt Zu mw die dur 2) Volte beſten, in Cult für das | 4. Abſchn. Ernährung der Schafe. 93 (549) exten 4) Kann bey ihrer Einführung die Braache äbgeſchafft und ſehr zem, durch Getreide- oder Futterbau benußt werden, wodurch jegt es H mehr Menſchen ernährt und beſchäftigt werden können. Da- elt großen! durch entzieht ſich zugleich'der Grundeigenthümex der Trift- in; indy berechtigung, wo ſolche Statt hat. Rürny 2) Man hat die Sicherung des Geſundheitszuſtandes ſeiner jere Anzahl Schafe mehr in ſeiner Gewalt, als beym Weidegang, und nien=" kann ſich gegen das Verhüten und andere Witterungsein- [zemeine! flüſſe ſichern. 3). Fällt die den Wieſen ſowohl, als den Schafen ſelbſt ſo häufige ſchädliche Bebutung derſelben weg, und ſolche loh- WE nen durch einen reichlichern Ertrag. nd iſt, fo) 4) Die bisherigen Weideplätze werden urbar gemacht, und mſtände hy hiedurch viel Land zum Körner- und Futterbau für das tx dermalen! eigne ſowohl, als allgemeine Beſte gewonnen, welche do) [tände gegen ohne dieſe Beurbarung nur wenige Schafe ernährt haben Such die vert würde, auölagen 1) 5) Höchſt wichtig iſt die Gewinnung der größern Menge ei- Ztand wurde| nes vortrefflichen, ſchnell wirkenden Düngers, wovon ſonſt 1 Jusführban ein großer Theil auf den Weidepiäten beym Weidegang oft 4 muß aber abgeſchwemmt wird und verloren geht, obne denſelben voll: S)- und climat kommen zu Nuten zu gereichen 3 daher bey einer rationel- Üderzeit ſv rich len Behandlung im Stalle nicht allein viel mehr und beſ- zingel entſteh! ſerer Dünger gewonnen, ſondern auch der Vortheil erreicht hw Wadegat wird, denſelben, ſtatt auf der Weide zu verlieren, zwe: [/ehſel von mäßig nach Wunſch und Abſicht verwenden und dadurch 1. Gaſwh 1 eine größere Körnerproduction gewinnen zu können. 6) Werden die Schafe bey der Stallfütterung beſſer und ſtets ei uh gleich gut genährt, auch mie dem Mangel ausgeſept, wel- lis ye Sommerſtallfütterung, 4 - 9, 169, Die tro>ne Stallfütterung iſt zwar leich- ter ausführbar und erfordert weniger Menſchenhände bey der Gdhfurey, 1 gutt vorh eat aine 0! onabringen dmfbar und ihn Bieſt gen ift, va dae Wirthſ haben.. Es finden, die dieſe Einn) ordentliche"1 werden bin) handelt, wf Frohen an M Tufegen St „ml ſunfte, vr] Gaſen 101 nict zu I Weiden del ſehr geeig non hohen(M6 Inter 18 Yana fers ſelbe am[677 eine ſehr 1% grüne Naht den Einig dauern, bG ganz eu dieſe Wand feuchten By? die langen 3% ſobald fe 18 bim ws fütter der 4 den Ni 6 höchſten 95 (Neſen 05 118 H, es 1 1) Na WE MG iy Wi di Vu F' die 0; tal) nah. 1 ſchr troh ? 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Welche Koſten, dieſes her- einzubringen!=- Nur da iſt Nuten von dieſer Manipulation denkbar und ſelbe einzuführen, wo großer Ueberfluß an natür- lichen Wieſen=- das Heu durch Frohne unkoſtſprelig einzubrin:- gen iſt, das Futter keinen Werth bat, und hierbey ganz beſon: dere Wirthſchaftsverhältniſſe, 3. B. Mangel an Weiden, Statt baben. Es werden ſich daber nur ſehr wenige in der Lage be- finden, dieſelbe mit Vortheil einzuführen. Diejenigen, welche dieſe Einrichtung getroffen haben, verſichern jedoch, eine außer- ordentliche Wollausbeute hiedurch erlangt zu haben. Die Schafe werden hierbey ganz nach den Regeln der Winterfütterung be- handelt, und im Sommer, wenn es die Witterung zuläßt, im Freyen an Bahren, oder in beſonders hierzu eingerichteten freyen luftigen Schuppen gefüttert. Sie bleiben hierbey ſehr geſund. Grüne Stallfütterung. 6. 170. Die grüne Stallfütterung iſt die mühb- ſamſte, und erfordert die größte Achtſamkeit, wenn ſolche den Schafen nicht ſchädlich, ja tödtlich werden ſoll. Es iſt jedoch nicht zu bezweifeln, daß dieſelbe in vielen Gegenden, wo die Weiden den Schafen ſchädlich und der Boden zum Futterbau ſehr geeignet= ein Mittel iſt, den Grund und Boden auf ei- nen hohen Exrtraß zu ſteigern. Unter den zur grünen Stallfütterung tauglichſten Futter: pflanzen ſteht unſtreitig die Luzerne obenan, indem ſich die- ſelbe am ſchnellſten zu dieſem Behufe reproducirt, und zugleich eine ſehr frühzeitige, den Schafen ſehr ausgiebige, gedeihliche grüne Nahrung darbietet z auch in tro>nen Jahren am längſten den Einwirkungen der Witterung widerſteht. Es iſt nur zu be- dauern, daß das ihr günſtige Clima und die zu ihrem Anbau ganz entſprechenden Localitäten nicht aligemeiner ſind, indem dieſe Pflanze einen ſehr tiefen, humoſen, mehr trocknen, als feuchten Boden verlangt, und keineswegs in der Tiefe, wobin die langen Wurzeln dringen, Waſſer finden darf, indem ſolche, ſobald ſie dieſes erreicht hat, unverzüglich abſtirbt. Nebſt der Luzerne und dem rothen ſteyeriſchen Klee"(welcher zum Grünz futter der allgemeinſte iſt), werden auch Esparſette, grüne Wi- >en, Miſchling u. a. zu dieſem Behufe verwendet.-Nur' im höchſten Notbhfall kann von dem Gras der tro>en gelegenen Wieſen Gebrauch gemacht werden, Als Hauptregeln können bey der grünen Stallfütterung der Schafe dienen: 1) Man gehe von der tro&nen Winter- und Frühjahrsfüt- terung nur ſehr vorſichtig. zu dieſer über, und gewvöhne die Schafe dadurch nach und nach an dieſe Fütterungsart, daß man ihnen die Borlage derſelben anfänglich ſtärker, dann nah und nach ſchwächer mit Stroh vermengt. Die e Vorſicht iſt um ſo nöthiger, wenn man, wie gewöhnlich, die Gemüſefütterung mit Klee eröffnet, indem ſolcher, zu- mal wenn er jung iſt, ſehe bläht und die Trewmelſucht na< ſich zieht. 95 Eine Gr ZES 52h Schafzucht. , 6; “ an gebe baher den Schafen anfänglich nur etwa 2 Pfund grünen Klee, welcher geſchnitten und verhältnißmäßig mit Strohhäerling vermiſcht wird. 83) Nac< und na< kann-- wenn die Schafe ſich einmal an dieſe Nahrung vollkommen gewöhnt haben-- auf eine täg: liche Grünfuttervorlage von 6--8 Pf., nach Verhältniß ihrer Größe, geſtiegen, und ihnen ſolches, was jedoch unvortheil: hafter iſt, ungeſchnitten in wenigſtens 3 Portionen vorge- legt werden. Nie ſoll man aber unterlaſſen, wenigſtens täglich einmal ein tro>nes Futter, Stroh u. ſ. w. zu ge: ben; was um ſo nöthiger iſt, wenn das grüne Futter durch vorhergegangenen vielen Regen ſtark mit Feuchtigkeit] Über- laden iſt, indem ohne dieſe Vorſicht leicht durch das zu wäßrige Futter ein ſehr ſchädliches Laxiren in den Heerden einreißen könnte.; 4) Man laſſe das Grünfutter nie zu alt und üÜberſtändig werden, indem ſonſt die Schafe die harten holzigen Stänz= el-- wenn ſolche nicht geſchnitten werden== verſchmähen. SS MUß daher jederzeit eine ſehr kluge Austheilung mit den Futterpläzen ſo gemacht werden, daß im Laufe des Sommers nie Mangel, entſteht, das Überflüſſige hingegen no< zu rechter Zeit zu Heu verwendet wird. 5) Die größte. Vorſicht iſt mit dem Tränken zu beobachten, daß das Schaf nie auf die grüne, blähende, waſſerſtoffhal2 tige Nahrung, ſondern nur in der Frühe nüchtern getränkt werde, Die Vernachläſſigung dieſer Vorſicht kann leicht den Grund zur Trommelſucht und Faulkrankheiten legen, 6) Nie ſoll das grüne Futter abgemäht werden, bis nicht der Thau durch Luft und Sonne abgetroc>net ijt, indem ſonſt natürlich alle die Folgen herbeygeführt würden, welche nach' der Beweidung bethauter oder bereifter Weiden bey den Schafen eintreten, 7) Obwohl Manche behaupten, keinen Nachtbeil verſpürt zu baben, wenn ſie bey Regenwetter naſſes Grünfutter verfüt- tert, hiebey aber eine größere Strohvorlage gegeben haben, ſo dürfte dieß doch möglichſt zu vermeiden ſeyn. Man ſorge vielmehr durch luftige Aufbewahrungsörter, für ſol- klicne gebrachte grüne Futtervorrath nicht mehr hin- reicht, gebe man ihnen gutes Heu und Stroh. “ 8) Sowohl wegen der ſtärkern Conſumtion zur Fütterung, als auch wegen des größern Bedarfs zur Streue, ſind große Strohvorräthe nöthig. Die Stroherzeugung(alſo der Kör» nerbau) muß daber bey der grünen Stallfütterung in ei- nem wohldurchdachten Verhältniß ſtehen, damit ſowohl zur Fütterung, als zur Streue, nie Mangel eintritt. Das Einſtreuen hat jederzeit in hinreichendem Maße zu geſchehen, und. es iſt bey der Stallfütterung jum ſo„0 Stroh er- forderlich, als die Schafe, ſtets an ihren Standort gefeſſelt, viel m ſafe . 01 " RN 9) Yebn fütien (unge Gt (, 1! weide ht t endem ju! theilweiſe des Bintet nußun de n | d üthigen Z | füttert, vO' en abzen ſe finden, Dieſe und 170& man nur" | den ziehen ji! Unftlichen! | durch den | Inbay von hrößen R Entwe Gtoppelwe Grünfütte fütterung am die zu ſchneller; Es iſt: tir Orundſe weide jn| Manzel 4) Nähe der- | weit davo [Abſpänen€ Übung bo fütter, f, 4 Nn jungen ſhänhar" Ih muß Weiſe den Hit: m füh uf i N ß. 1 Chafe wa 2 fe niBmäßig N < einn; auf eine ty Hhältnig ihy < unvorth| tionen bt: Ew. jun - Futter dur tigfeit) Ihr durch das 1 |" den Hedy ) Überſtändh M3igen Stif ! verſchmähen, mit in Daufe des v Dingegen beobachten, ſſerſtoffhal: jm getränkt tann(eicht R KRM, 8 nicht der indem ſonſt | welche nach jem bey den perſpürt zu tier verfüt: eben haben, (yn, Rat ter, für ſol: deſſelben in nicht erhihe tödtlich wir ber, woh ht mehr hiv tierung ſind zw! [ſo der FU rung mi ſowohl z tritt. Zu u geſchehtt y Stroh m ort gefetl 4. Abſchn. Ernährung der Schafe. (553) viel mehr und feuchtern Miſt von ſich geben, als die Weide- ſchafe. Die Unterlaſſung der hinreichenden Einſtreu würde um ſo mehr der Geſundheit dieſer Thiere ſchaden, als ſie ſonſt immer den ſich entwickelnden üblen Ausdünſtungen des Miſtes ausgeſeßt ſeyn würden,. 9) Uebrigens hat alles, was 9. 169 bey der tro&nen Stall: fütterung, hinſichtlich. der Fütterung in Schuppen, Stal: lungen oder im Freyen geſagt wurde, auh hieher Bezug. Stallfütterung bis zur Stoppelweide. 6. 171. Die Stallfütterung bis zur Stoppel- weide hat bey denjenigen Schäfereyen Statt, wo bey bedeu- tendem Feldbau und Abſchaffung der Braache, gänzlicher oder theilweiſer Mangel an natürlichen Weiden=- und Ueberſluß des Winterfutters vorhanden iſt, und wo man theils zur Be- nußung deſſelben, theils wegen Erzeugung des zum Aerbau nöthigen Düngers, die Schafe bis zur Stoppelweide im Stalle füttert, von welcher Zeit an dieſelben ſodann gewöhnlich auf den abgeerndteten Feldern hinlängliche Nahrung bis zum Herb=- ſte finden. Dieſe Ernährungsart findet viel häufiger, als die in 6. 169 und 170 angeführten Statt, und es giebt viele Localitäten, wo man nur dadurch in den höchſten Nuten aus dem Grund und Bo- den ziehen kann, wo entweder derſelbe zu natürlichen oder Xünſtlichen Weiden ſich nicht füglich qualificirt, oder doch hie- durch den Gewinn nicht abwerfen würde, welchen man durch den Anbau von Futterkräutern und Cerealien=- dann durch den größern Düngergewinn erreicht. Entweder findet in dieſem Fall die Ernährung bis zur Stoppelweide mittelſt der 6. 169 erwähnten tro>nen, oder der Grünfütterung(9. 170) Statt. Der Uebergang von der Stall- fütterung zur Stoppelweide darf aber nur allmählig geſchehen, um die Schafe nach und nach daran zu gewöhnen; indem ein zu ſchneller Uebergang nachtheilig auf dieſelben einwirken würde. Es iſt in allen wohlorganiſirten Weideſchäfereyen eingeführ-= ter Grundſaß, die Stallfütterung der Lämmer bis zur Stoppel- weide in ſolchen Fällen Statt finden zu laſſen, wo entweder Mangel an guten natürlichen oder künſtlichen Weiden in der Nähe der Schafſtallungen iſt, folglich die Lämmerweiden zu weit davon entfernt ſind. Dieſelben werden daher nah ihrem Abſpänen entweder wie 6. 169 troFen, oder, nebſt einer Unter- ſtüßung von Hafer=- gleich, dem alten Vieh-=- mittelſt Grün- futter, 6. 170, im Stalle ernährt. Dieſe Ernährungsart ſchlägt den jungen Thieren, bey richtiger Pflege und Behandlung, guch ſcheinbar nicht übel an, und ſie wachſen dadurch ſtark heran, Doch muß man, bey Betreibung der Stoppelweiden, vorzugs» weiſe den Lämmern die Winterſtoppeln anweiſen, indem die Hafer= und Gerſtenſtoppeln ihre nachtheiligen Wirkungen viel früher auf die zarten Lämmer, als auf das ältere Bieh äaußern« Theilweiſe Stallfütterung. 6. 172, Die theilweiſe Stallfütterung der Snes, oder' bey tos grünes, oder auch Körnerfutter=- erſetzt, was ihnen auf der plagt 10 Weide zu ihrer vollkommenen Sättigung und Ernährung man-| jenen ju gelt, und zwar mittelſt eines Früh: und Abendfutters. Sind nehme, die Schafe einmal an dieſe Behandlungsweiſe gewöhnt, dann der Fall, nehmen ſie iyr Stallfatter ſehr gut auf, und nähren ſich dabey geſund| vollfymimen,| Gchäfert) Von der Tränke, Wochen 1 6. 173. So wie bey allen Haustbieren, ſpielt auch bey den qu! Schafen die Tränke bey der Ernährung eine Hauptrolle, und| Negel dien von ibrer zwe- und zeitgemäßen Verabreichung hängt nicht| jm allein der glürliche Erfolg derſelben, ſondern auch die Geſund»| hahe heit der Schafe ab. Reines Quell-, Brunn- oder Bachwaſſer voß iſt ſtets die beſte und geſündeſte Tränke für ſelbige. Künſtliche ſold Tränke reizt die Schafe über ihren Bedarf zum Saufen, und vn". dieſes it iynen ſchädlich. Es iſt in den meiſten Fällen immer Galt beſſer, den Schafen, welchen man eine Unterſtüßung angedei- 194) ben laſſen will, ſolc In dieſy Er auSpieh Enes, ody nen auf dy Shrung Mah: Cters, Ein) FOhnt, dam Ti ſich daty Eich bey den Ktrolle, un) Mängt nidt ie Geſund: E Bachwaſſe! S Künſtliche mufen, und Den Immer 3) anngedel fur, als 8) nur bey "en Sollen Uh der E. Pynein große pio gegen: E Cultur der 4)(hafereyen, &e gar nicht 4) der Natur andlungs- (003 feyn grey Srants dieſem Fall », und dy e Natur ihe dem ſid) di! 7: ſondern ur< mand! poſition ds jehr Vaſä de geſchehn <. mand eünem al Y ration? fs die Dit: eten Fenn 4. Abſchn. Ernährung der Schafe. (555) Im Sommer ſaufen die Schafe viel weniger, als im Win2 ter, indem ſie bey dem Genuß der grünen Weide viel mindern Durſt haben, als bey der tro>nen Winternahrung. Selbſt die Gattung der Weide und die Witterung haben auf den Durſt derſelben großen Einfluß, indem bey einer mehr ſaftigen Weide und bey feuchter kühler Witterung ſolcner Weide und warmer Witterung durch Durſt ge» plagt werden. Es giebt Fälle, wo die geſündeſten Schafe, in jenem Falle, öfters 6-8 Wochen keinen Tropfen Waſſer auf- nehmen, und ſich ſehr wohl dabey befinden z; ja es iſt häufiz der Fall, daß Schafe, welche viel und oft ſaufen, ſelten ſehr geſund ſind. Es giebt daher nvch heutiges Tages aufgeklärte Schäfereybeſißer, die im Frühjahr und Herbſte die Schafe 6- 8 Wochen lang mit gutem Erfolge nicht ſaufen laſſen,; Im Allgemeinen kann bey dem Tränken der Schafe zur Regei dienen: 1) Jm Sommer ſind die Schafe in der Frühe vor dem Aus- treiben zur Tränke zu leiten, ſo lange nämlich der Magen noch nicht mit blähenden Gewächſen überladen iſt, weßhalb ſolches aber zu unterlaſſen iſt, wenn ſolche ſtark angefreſſen von der Weide zu Hauſe kommen z; es ſey denn, daß dex Sommer ſo dürre und trocken wäre, und die auf der Weide wachſenden Gräſer ſo ſtark verdorrt ſind, daß ſie nicht das nöthige Organiſitivn8waſſer beſiven,„um zur ordentlichen Verdauung die nöthige Feuchtigkeit abzugeben, 2) Nie ſollen die. Schafe, wenn ſie erhißt ſind, zur Tränke geführt werden, indem man hiedurch den Grund zu Lun: genſucht und Abzehrung legen würde, 3) Man vermeide ſorgſamſt den Zutritt derſelben zu ſtehen: deim, abgeſtandenem, unreinem Waſſer, welches häufig mit Amphibien, Inſecten, Unrath u. ſ. w. angefüllt iſt, wo« durc) viele Krankheiten entſtehen würden. 4) Man entziehe den Schafen das Waſſer unmittelbar nach dem Salzgeven 3; indem ſolche auf deſſen Genuß ſehr durſtig werden, ſich überſaufen, und hiedurch die. Wirkung des Salzes vernichten.% 6) Man tränke nie unmittelbar nach einem Körner-, Klee- oder Wurzelgewächſen: Futter, worauf Unyerdaulichkeiten und Aufblähungen entſtehen würden. 6) Im Winter tränke. man nach Bewandtniß der Futtergat- tungen täglich zweymal, indem die Schafe bey der tro>s nen Winternahrung mehr Durſt, als bey der Weide oder Grünfütterung empfinden. Man ſehe um ſo ſorgfältiger darauf, daß die Schafe bey trocknem Futter ſatt getränkt werden, indem bey der Winterfütterung das Waſſer eine wichtige Nolle bey dem Werdauungsproceß ſpielt, ohne welches das tro&ne Futter ſich im Magen nicht gehörig auflöſen und aſſimilationsfähig werden kann. 7) Wv kein fließendes Waſſer vorhanden iſt, ſorge man um ſo mehr für hinreichenden Raum bey den Waſſertrögen, als ſich ſonſt die Schafe, beſonders im Winter, ſtars dazu dräna Schafzucht. (556)' gen, wodurch ſie ſich häufig die Wolle augreißen und ver- derben, ſv wie auch hiedurch öfters Verlammungen entſte: hben können. 8) Lange geſtandenes Waſſer faufen die Schafe aus Inſtinct nicht gern. Kaltes Waſſer aber iſt ſolchen=- vorzüglich den Lämmern=- ſchädlich und kann leicht Lungenſucht zur Folge haben. Hinſichtlich der Lämmer kann in der That dießfalls nicht genug Vorſicht empfohlen werden, indem durch eine einzige Unvorſichtigkeit dieſer Art leicht der Gun zum Ruin der ganzen Lämmerheerde gelegt werden ann. 9) Obwohl den Schafen das Schneefreſſen im Winter nicht ſchädlich iſt, indem ſie ſelten viel davon zu ſich nehmen z ſo vermeide man doch ſorgfältigſt, ihnen den Genuß des Schneewaſſers zu geſtatten,' indem ſolches mit Sauerſtoff Überladen iſtz wodurch Laxiren und zuweilen bey den jun- gen Lämmern die Ruhr erfolgt. 40) Auf das Heufutter werden die Schafe vorzugsweiſe dur- ſtig, weßhalb man es ihnen nicht gern als Nachtfutter, ſondern dergeſtalt zu verabreichen pflegt, daß noch eine Tränke darauf erfolgt. 41) Im Winter kann man nach genauen Verſuchen annehmen, daß die Schafe bey tro>nem Futter beyläufig folgendes mniederöſtreichiſche) Gewicht an Waſſer zu ſich nehmen: Von 100 Stück Widder, wovon+ ausgewachſen, die übrigen aber Jährlinge waren, entfiel pr. Stü> täglich 2 Pfund 24 Loth Waſſer; auf ein Jährlingsmutterſchaf täglich 1 Pf. 5 Loth z auf ein ſäugendes Mutterſchaf(nach Maßgabe des Alters Dt ſäugenden Lämmer) 3 Pf. 14 Loth bis 4 Pf. 31 Loth aſſer. Von der Salzle>e. 9. 174, Die Nüblichkeit und Nothwendigkeit der Salzle- We bey den Schafen iſt in neuern Zeiten von Vielen in Zwei- fel gezogen und ſolche ganz abgeſchafft worden. Manche ſind von einem Extrem zu dem andern Übergegangen, indem vor wenig Jahren die Meinung ziemlich allgemein war, daß man den Schafen nicht leicht zu viel Salz geben könne und ihnen den freyen Genuß deſſelben geſtatten ſolle. Erſteres ſowohl, als lepteres dürfte nicht zum Zwecke führen, indem der freye Gez nuß des, Salzes in vielen Fällen, wenn er gedeihlich ſeyn ſoll, durch die Witterung und ſelbſt durch die Futterarten, welche dem Vieh verabreicht werden, bedingt wird;-- andererſeits aber die gänzliche Entziehung des Salzes der Natur des Scha- fes zuwider iſt, und der Inſtinct deſſelben einen zu deutlichen Fingerzeig giebt, als daß man ſolchen verkennen ſollte. Die Huge Anwendung des Salzes wird dadurch ſchon bey dem in einem erkünſtelten Zuſtande lebenden Schafe und für den Swen ſeiner Haltung wichtig, indem ſolches befanntermaßen, ey freyem und willführlichem Gebrauche, wegen ſeiner auflö- ſenden Eigenſcha ten bey kräftiger Nahrung zum Fette; hinge» gen bey weicher mäſtender Nahrung zur gänzlichen Auflöſung disponirt. Man muß daher dem Inſtincte der Schafe dadurch 1 lf Gitterun zum zuf gen gedet ſchädlich, eine ſeht ven ſoll, den Na! den von nachthein ZW den ſoll, der Bol! und nd weniger| terigem D häufig St |(henne wunzen ynterleg ſammtli Japmg Yey 8) Man! hauſe Durſ (wür: (anz freſ| 4. Abſchn. Ernährung der Schafe. 101 1 Uhd ver(557) Ingen entſte: zu Hülfe kommen, daß man ſolchen, mit BerüFſichtigung der Witterung des Sommer- und Winterfutters, dasjenige Quan Jus Tuſiiny tum zukommen läßt, welches ihnen nach praktiſchen Erfahrun |. vorzüglig gen gedeihlich iſt. Ueberfluß iſt nicht allein in vielen Fällen | enſucht dy ſchädlich, ſondern die Salzle>e iſt auch bey einer Schöferey in der The! eine ſehr bedeutende Auslage, die man nicht unnüöthig vermeh2= Cen, inden ren ſoll. Der Mangel deſſelben würde aber ohne Zweifel' auf den Nahrungszuſtand der Schafe und dadurch mittelbar auf den von ihnen zu erwartenden Nuten von Fleiſch und Wolle nachtheilig einwirken. Das Quantum Salz, welches den Schafen verabreicht wer- 5 leicht des legt werden ge den ſoll, iſt nicht für jede Gegend gleich, indem ſolche, je nach TeGen m der Bodenbeſchafſenheit und- den darauf wachſenden Pflanzen * up di und nach Maßgabe ihrer verſchiedenen Körpergröße, mehr oder Sauer weniger bedürfen. So 3. B. verlangen die Schafe auf ſallitz Dh den jün: terigem Boden wenig Salz, indem ſie auf derley Weidegrund häufig Sallitter finden. Viele Ufer der Seen und die ſämmt= weiſe dir: lichen niedrigen Gegenden, welche den zeitweiligen Ueberſchwem= EN Tachtfutier, mungen des Meeres, durch den Wechſel der Ebbe und Fluth, | no eine unterliegen, erzeugen Salz, wie auch ſalzhaltige Pflanzen, und ſämmtliche Thiere, welche auf derley angrenzenden. Weiden ihre Nabrung ſuchen, bedürfen keines andern Salzes. nehmen,: folgendes Bey der Salzle>e der Schafe können zur Regel dienen* ſen; Von a) Man gebe ihnen ſolche vorzugsweiſe Abends nach dem ZU zigen abt hauſetreiben, indem auf die Lecke ſich gewöhnlich ſtarker 0d 24 Leth Durſt einſtellt. Hiedurch wird vermieden, daß die Schafe |, 5 th;(würde man 3. B. das Salz ihnen in der Frühe geben) den des Alters ganzen Tag Durſt leiden müſſen, und ſich deßhalb nicht an- If, 34 Leih freſſen. Auch würde in dieſem Falle beſondere Vorſicht in ſolchen Localitäten nöthig ſeyn, wo Waſſer auf den Weiden oder Triften ſich befindet, daß ſie nicht dazu gelangen; wel2g | 57/4085e nur bey tro&nem Wetter, und : vermeide ſorgfältig, ſolche bey anhaltend naſſer Witterung zu fen, welt: MIN: PENN geben; indem in dieſem Falle das Salz zu auflöſend wirkt, - des Gh und die DiLpoſition des Schafes zu Faulkrankheiten=- wo= 1 deutlichen zu es von Natur ſo ſehr inclinirt=- vermehren würde; da= vllte, Di Her ſolches in naſſen Jahren nur mit großer Vorſicht gezez 1 bey det ben werden ſoll. ad für de! d) Steinſalz iſt ausgiebiger, als alle übrigen Salzgattuno/en. 1 Fermaße Dieß iſt ſehr zu berü>ſichtigen, indem man in dieſem*Ver- einer auf? hältniß bey ſeinem Gebrauche etwas weniger geben darf. tte; Dinge e) Die Vorlage ganzer Salzſteine zum Schlecken iſt nicht ſehr Auflöſung zu empfehlen z; denn die Schafe verderben ſich durch dcs Bei- afe dadurd) ßen an denſelben die Zähne ſehr, und werden dadurch früh= SF IEE e den Schafen am füg» lÜchſten beyzubringen ſind. H) Es iſt als Hauptgrundſaß anzunehmen, daß das Salz den Schafen als eine Arzeney, und nicht als Nahrungsmittel ge- eben wird. Solches wirkt nur mittelbar, indem es die reßluſt reizt, den Magen und die Eingeweide erwärmt, den Zufluß des Speichels vermehrt, und hiedurch den Körper disponirt, ſich die genoſſene Nahrung inniger anzueignen. Endlich veranlaßt es, in geringer Quantität genoſſen, durch ſeine auflöſende Kraft einen milden Neiz auf den Darmca- nal und die Urinwerkzeuge, um den Körper von ſchädlichen Feuchtigkeiten zu befreyen. Um ſeine mediciniſche Kraft zu vermebren, werden der Salz: leXe nach Umſtänden und Befinden der Heerden gewöhntich fol- gende, theils Präſervativ-, theils Curativ- Ingredienzien beyge- miſcht, und zwar zur Stärtung des Magens und der Einge- weide: Wezmuthkraut, Bitterklee, Ofenruß, Enzian, geſtoßene Noßkaſtanien 3 Urin abzutreiben und waſſerſüchtigen Uebeln zu: vorzukommen: Wachbolderbeeren, Calmus, Knoblauch, Raute z zur Auflöſung: Schwefel, Salnitter, Glauberſalz; um die Säu- re im Magen einzuwickelä und das daher rührende dünne Mie 2 zu heben: gepülverte gebrannte Knochen, Kreide, Magneſia UU.+ We *“ Aeußere Einflüſſe, welche auf die Ernährung wirken. 6. 175. Wenn die Ernährung der Schafe den gewünſchten * Erfolg gewähren ſoll, ſo iſt es nicht hinreichend, daß man das Futter in gewünſchter Quantität und Qualität einbringt und ÄAolſichtigt; aber viele in den Heerden eingeriſſe- ne Krankheiten haben denkende Schafzüchter darauf aufmerk» ſam gemacht, und ihre Verſuche haben dieſe nachtheilige Einwirkung vollfommen beſtätigt. So 3. B. hat ſich gefun- 'den, daß ein genau abgewogener Centner friſches, aus dem Heumagazin in den Schafſtall im Winter gebrächtes Heu während einer Nacht 30 Pfund, und ein auf einen gebodnes ten Schafſtall gebrachter Centner friſches Heu in eben dieſer Zeit 15 Pfund Gewichtszunahme, durc) die Stalldünſte angezogen hat, wodurch dieſes Futter um ſo viele Procente vergiftet wurde. 5) Vorzüglich ſchüße man die Schafe vor zu ſchneller Verän- derung der Temperatur und Witterung, als Hitze und Käl- te, kalter Regen, Schauer u. ſf. w. Nur zu häufig erlei» den die Heerden: Eigenthümer wegen Vernachläſſigung die: ſer Vorſicht durch Erkrankung ihrer Heerden empfindlichen Schaden. Geſchäfte im Monat April, Von dem Weidegang. - 9.176."Die Weiden werden nun bey den Weideſchäfercyen in unſerm Clima in der Regel mit den Schafen beirieben, indem es in Deutſchland wenig Localitäten giebt, wo dieſes nicht we- nigſiens gegen Ende dieſes Monats Statt finden kann. Obwohl man daher auch ſogar bey den wärmer gelegenen Schäfereyen mit ziemlicher Sicherheit auf den Weidegang in dieſem Monat rechnen kann, ſo macht doch zuweilen ſelbſt in dieſen Localitä- ten die Witterung eine Ausnahme. Dieſerwegen wird der vor- ſichtige Schafzüchter jederzeit ſeinen Futtercalcul auf dieſen gane zen Monat noch antragen, um in keine zufällige Futterverlegen- heiten zu kommen; um ſo mehr, da doch bey den meiſten Schä- fereyen, wo man keine Reſerveweiden hat, die Weide noch zu un- ausgiebig iſt, als daß nicht wenigſtens ein großer Theil dieſes Monats den Schafen in dex Frühe eine Unterſtübung im Stalle müßte verabreicht werden, 103 104 - Schafzucht. (560) Als fernere Weideregeln können nun dienen: a) Daß nun gewöhnlich die Schafweiden in den hiezu günſtig gelegenen Localitäten ſich in einem ſolchen Zuſtande der TroFenheit befinden, daß man ſie mit wenig Augsnahmen betreiben känn. Vorzüglich benutze man aber in der jetzigen Jahreszeit Hh) die NReſerveweiden(6. 135.), welche man im Laufe dieſes Monats ganz abhüten laſſen muß 3; indem die Schafe ſpäter =- wenn einmal der überflüſſige friſche Graswuchs vorhan- den iſt= die auLgetroc>netern und dürren Gräſer nicht mehr- aufnehmen. c) Wo man die Wieſen zu behüten pflegt, bieten die tro>en gelegenen, gleich den Reſerveweiden, in der erſten Hälfte dies ſes Monats eine reichliche Nahrung dar, welche man m0ög= lichſt mit den 6. 138, angeführten Vorſichten zu benutzen trachten ſvil z; indem die Beweidung derſelben in der Re- gel höchſtens nur bis zur zweyten Hälfte dieſes Monats auert, a) Die künſtlichen Weiden gewähren nun gewöhnlich ſchon ei- ne ausgiebige Nahrung für die Schafe. Man la ſie. fes doch nur mit großer Vorſicht und Abwechſelung' 3 theils daß ſich dieſe Thiere mit der ungewohnten, zuweilen ſchon hinreichenden grünen Nahrung nicht überfreſſen und dadurch Krankheiten zuziehen, theils aber wegen der Weide ſelbſt 3; indem durch die zu ſcharfe Abhütung der jungen Pflan» zen ſolche ſehr in ihrem Wachsthum zurückgeſetzt werden 3 ja manche Weidepflanzen= 3. B. die Esparſette u, ſ. w.= würden durch dieſe Behandlungsart, wenn man ihnen im Frühjahr bey ihrem erſten Wachsthume nicht geſtattet, ſich zu entwickeln, eingehen, e) Vorzüglich ſind es die tro>en gelegenen Hutweiden, wel- nem Futter im Stalle möglichſt zu modificiren, Von dem zu verabreichenden Stallfutter, 6. 177. In Schäfereyen, wo man vermöge ihrer Localitä» ten und climatiſchen Einflüſſe noc< nicht regelmäßig austreiben laſſen kann, und die daher beynahe um einen ganzen Monat in dem Weidegang zurücgeſeßt ſind, haben alle die 6, 139, gege- benen Vorſchriften Bezug, Übern: / (ben| beſtimmten inn bey ver Grünfüt Theils hrung, ih au ynaudn M Schaff zy ihrer h ſes iſt um und nach! ferung zu ſoll, um h (Einflüſen! | eber | f. 175, eganz(ſd Reldegany häufigen aan, ZD 199 der a) werlteren,| hur die hung Qawöht han(ras d min nder hem Inſa bey dem U de, nachde! ſtande befy fig der fmiſ lentbohren| hatürlich, 1 va fin ſänzſiher| | Cmizt ſelben auf Fangen„n eſteht, 1y 0 ergiebt j NN der atv Mil den ha Bewer toten bis ſeh. | eh Gif! tende un ſervativ] ! WÖglicht; IV. hiezu günf Zuſtande) : Augnabyy "1 der jebiy „Laufe diy (Schafe ſyit Luchs vorh) Cr nicht mz In die trody S1 Hälfte di ve man m E zu behut 1 in der Nr: ſes Monat lich ſchott w M laſſe fid ie: 19"Debüt ü!, zuweit | reſſen und 'der Weide igen Pflan 64 Werden; )"n N W, 71 zm Wien ih (ſtattet, ſh peiden, Wi Nn, wegen I yeſtandtheil jalich beſit) ze Wikterun gegen Thy der nun hi gen Nahruy < einwirkt in den Hi“ 3 dieſe ſ<'t on trod utter ver Locality 3 austreihe! n Monat! + 139, 997 4. Abſchn. Geſchäfte im Monat April. (561 Eben ſv ſind die zur troFnen oder grünen PEE 96 beſtimmten Schafe gleich den frühern Monaten zu behandeln, indem bey letzterer erſt im künftigen Monat der Anfang mit der Grünfütterung gemacht werden kann. Theils die in dieſem Monat noc< herrſchende feuchte Wite- terung, theils die beſonders mit Anfang dieſes Monats noch u unausgiebigen Weiden machen es noch imtzer nothwendig, daß an Schafen im Stalle eine Unterſtüßung von trocknem Futter u ihrer hinlänglichen Ernährung verabreicht werden ſoll, Dies fes iſt um ſo nöthiger und ſollte ihnen um ſo mehr nur nach und nah entzogen werden, weil der Uebergang der trocknen Füt= terung zur grünen Weide nicht zu augenbli&lich Statt haben ſoll, um dadurch den daraus erfolgenden möglichen ſchädlichen Einflüſſen vorzubeugen, Uebergang der Stallfütterung zur Weide, 6. 173. Der Uebergang von der Winterfütterung zum Wei- degang erfordert bey weitem mehr Behutſamkeit, als jener des Weideganges zur Winterfütterung, indem ſich bey jener viel häufigere nachtheilige Erſcheinungen im Frühjahr, als im Herbſt eigen. Dieſes iſt dadurch erklärbar, weil die Pflanzen im Herbſt Fr der abſterbenden Vegetation immer mehr-von ihrer Kraft verlieren, ſich vermindern und zulebt beynahe vertro&nen, wo- durch die Schafe gleichſam nach und nad) an eine tro>nere Nah» rung gewöhnt werden, und bey ihrer Einſtallung einen ſucceſſi» ven Erſatz durch zwemäßiges Winterfutter finden. Daher neh» men in der Regel die Schafe nach der Einſtallung an körperli- nem Futter geben, als ſie ſoles aufnehmen, das heißt: bis ſie ſich auf der Weide vollkommen ſättigen. Tebſtdem unterlaſſe man in dem Frühjahr ja nicht, den Schafen unter die Salzlecke in verſtärkten Portionen magenſtär- kende und zugleich auch die Säure im Magen einwi&elnde Prä- ſervativmittel zu verabreichen, um dieſen übeln Einſlüfſen nach Möglichkeit entgegen zu arbeiten, IVZ 36 105 106 Schafzucht. (562) Die Wirkung der grünen Nahrung auf den Körper der Schafe große Bot äußert ſich in dem Verhältniß immer mehr, als die anfängliche fun Weide aus härtern vder weichern Gräſern beſtebt; ſo 3. B. iſt die entfer die Wirkung von trocknen freyen Hutweiden kraft= und nah- Beide zu rungsreicher, als von Braac)- und Feldweiden« Za di Reinhaltung der Schafe. genuß ze zum Ya 6. 179. In manchen Localitäten verunreinigt der häufige inden| Abgang des dünnen Miſtes ſehr die Stallungen, und es iſt in ei zu dieſen Fällen ſorgfältig darauf zu ſehen, daß es an den noth-|| hihe wendigen Materialien zur Einſtreue nicht mangelt. Nichts des 10.000 ſto weniger iſt es manchmal doch der Fall, daß ſich die Schafe|[ölichfte durch ihren eignen Unrath an den Hintertheilen ſehr verunreini-| 18706) genz; daher ſolche ſtets von demſelben zu ſäubern ſind. Wollte fig 50 pU man ſich dieſer Sorge nicht unterziehen, ſv würde ſich bald ein 500% bedeutendes Gewicht deſſelben anſammeln, welches die Thiere EN( nicht allein ſehr beläſtigen, ſondern ſogar im Gehen hindern[Werden M würde. Dieſe Verunreinigung dauert in der Regel ſo lange,[366 fa bis die Weidepflanzen durch den Einfluß der Wärme und ihres| wan vorgerückten Wachsthumes mehr Kraft und Conſiſtenz erhalten 0«; haben, wodurch ſich ſolche von ſelbſt hebt.; 198 Geſchäfte in der Lammzeit. ihres D1 6. 1380, Die Ablämmerung der Spätlämmerzucht geht in Deff dieſem Monat zu Ende; jedoch haben während ihrer Dauer alle ii“ 10 jene Vorſchriften auch jeht ihre Anwendung, welche 9. 141 an- KE'W gezeigt ſind. Man ſehe aber mit vermehrter Aufmerkſamkeit|"EWG darauf, daß die ſäugenden Mütter, bey ſchiechtem Wetter=- wo| ICE nicht ausgetrieben werden kann, oder bey noch nicht binlänglicher| gen, nac Weide== auf das beſte zu Hauſe genährt werden, damit keine na Mal Verminderung der Milch eintritt, wodurch die Lämmer in ih-[47 valle rem Wachsthum zurückgeſett werden würden z welches um ſo[0 leichter bey unſorgſamer Pflege der Fall werden könnte, als die aſſen far Schafe durch das bereits auf der Weide genoſſene grüne Futter währen) 1 zu einer größern Milcherzeugung vorbereitet ſind.„070 Die Behandlung des Junghaufens muß ganz auf die 6. 142.| und 143. vorgeſchriebene Weiſe geſchehen. Da ſich jedoch in||(, zy der zweyten Hälfte dieſes Monats die Lammzeit endiget, ſo Umma 1 wird derſelbe, gegen deſſen Ende, ganz aufgehoben und mit der jp ihn 3 erſten Lämmer- Abtheilung vereinigt.' aur vf 'Was hinſichtlich der Spätlingslämmer 56. 118. und 119. ge- UE ſagt worden iſt, hat auch hier ſeine vollkommene Gültigkeit. pn Ii| Nach ganz beendigter Lammzeit, werden alle zu dieſem Behuf 0 Out| gebrauchten Requiſiten, als Hürte, Kauhürte, Grände u.|. W+ ane je zum nächſtjährigen Gebrauche unter Obdach aufbewahrt. Piti >"4% Austreiben der Lämmer auf die Weide. ON 6. 181. Jn günſtigen Localitäten kann man nun ſchon mit]- WINNEN ziemlicher Sicherheit darauf rechnen=- wenigſtens einen Theil 0003 nicht dieſes Monats-- mit den Lämmern die Weide zu betreiben, Uhriger was bey den noc< nicht Abgeſpänten in Geſellſchaft ihrer Müt- wi auß h ter zu geſchehen pflegt. Hiebey iſt=- beſonders anfänglich= IN lange ] SSS ISSN€ "per der Gh die anfing 3[044 (0 Und 3 Wi zt der fin Z und(jj) an den m) Et, Niet h| ich die ew) Ehr verum! Diſtenz eihin! 4 | eiudht gebt | Dauer ale 0. 9. 141 an: ymertſamte fg Ratet= 4 Vnlängh 5 tei el g mmer mi welches vn mnte, a! <= grüne zur uf die hj.1 ſich jedod| et endiget, 1 und mitt | und In ge Oui dieſem D' ande wbl Fahrt, 3eidt Fun ſhon "8 einen Zi 4 zu betreibt" “ ihrer Mut SEM awd helkn 16. andere gefährliche Zufälle erhaiten. Dieſe Läm- merabtbheilungen müſſen daher in der Regel immer den vex- lößlichſten Knechten anvertraut werden, welche ſtets ihre Auf- merkſamkeit auf dieſelben gerichtet haben müſſen z denn ſie dür» fen ſie nur ſo langſam als möglich auf der Weide ziehen laſſen, damit die ihren Müttern folgenden Lämmer ſich nicht im mindeſien ermüden können. Eben ſo muß ſehr aufmerkſam dafür geſorgt werden, daß die Lämmer weder in zu kalter, noch zu windiger oder feuchter Witterung ausgetrieben werden, welches ihrer Ge: ſundheit von ſehr nachtheiligen Folgen ſeyn würde. Vor allem ſuche man ſie vor kaltem Regen'zu ſchüßen, welcher den jungen Thieren äußerſt ſchädlich iſt, und den Grund zur ZurüFſetßung ihres Wachsthums urtd vielerley Krankheiten legen würde. Deßhalb ſind dieſe Heerden bey veränderlicher Witterung ſtets in der Nähe des Stalles zu weiden, um erforderlichen Falls dieſe Thiere in Sicherheit zu bringen. Jn der Nacht werden die Lämmer des jüngern Haufens bey ihren Müttern gelaſſen, bey dem ältern aber abgeſondert. Beide Abtheilungen eimpfan- gen, nach Bedürfniß, vor dem Augstreiben ein Haferfutter und nach Maßgabe des Abends, bey der Zuhauſekunft, auch in die- ſem Falle ein kleines Futter Heu, Iſt jedoch das Wetter von der Urt, daß man die Lämmer gar nicht auf die Weide gehen laſſen kann, ſo werden ſie zu Hauſe mit Hafer und gutem Heu, während des Verlaufs des Tages ,' in gehörigen Portionen gefüttert. Abſpänen der Lämmer. "6. 182, Die Ende December und im Januar geborenen Lämmer haben nun ein Alter von 3 Monaten erreicht, welches u ihrer Abſpänung am entſprechendſten iſt, und es wird hiezu SN Idure vorgeſchritten, daß man den gb. 145, erwähnten Läm- mern der 3ten Abtheilung die Muttermilch ganz entzieht. Hie- bey iſt es do< ſehr gut, wenn man die abgeſpänten Lämmer im Stalle ſo entfernt als möglich von ihren Müttern aufſtellt, damit ſie ſich nicht ſo ſebr nach einander ſehnen und durch ihr wechſelſeitiges Geſchrey verſtändlich machen können. Wenn, wie 9. 145. vorgeſchrieben wurde, die Vorbereitung zur Abſpänung gut getroffen wurde, ſo hat ſolche ſelten weder für die Mütter, no ihre Lämmer, den geringſten Nachtheil, und letztere werden gewiß nicht von dem ſogenannten Duttelfleiſch fallen. - Vebrigens ſind ſie ganz in ihrer frühern Futterordnung, ſo wie auch bey der 6. 145. vorgeſchriebenen Gerſtenmehl- Tränke, in ſo lange zu belaſſen, bis ein hinlänglicher Graswuchs auf 36* 108* Schafzucht. (564).- zähe der Lämmerweide ihnen ihre Ernährung im Freyen vollkommen ſichert. Sobald letzterer vorhanden und die Witterung ent- ſ ſprechend iſt, ſo werden ſolche auf die ihnen angewieſene Lämmer»| | weide, in Geſellſchaft einiger Leithammel, getrieben, wo ſie| Im by ſich bald an die neue Lebensart gewöhnen werden. jh Mi jutoften IW) In jedem Falle iſt die 6. 131, beſagte Vorſicht bey der Hü» Wanders! | tung der abgeſpänten Lämmer auf das Genauſte zu erfüllen und ]:!| ng" 4 zu beobachten; indem ſolche, den Weidegang nicht gewohnt| Mfei 41 und von ihren Müttern entfernt, anfänglich ſehr unruhig gehen, ſummen? 11). M ſich ſchwer regieren laſſen, auch ſtets Neigung zum Davonlaufen iM hiedu"! 1100 106 äußern. Es iſt daher große Vorſicht nöthig, daß ſich ſolche müſſen al! A nicht zu ſtark erhißen, indem hiedurch der Stoff zu Lungenſucht ;--8 4 und Herzſchlächtigkeit gelegt wiirde. Mangelt aber der Lämmer= Kn beſtä "1 weide die 6. 146. erwähnte Beſchaffenheit, ſo iſt es dann aller: Kiher dieſe! w-. dings der Klugheit angemeſſener, folct nun in die dritte, die erſte in die zweyte Abe| vm] 7 theilung, und empfangen ganz die, dieſen Lämmerheerden betref= N" "4" fende Pflege. Die Lämmer der zweyten Abtheilung können aud)= 1207 | wo es überhaupt im Plane liegt-- bey ſchöner Witterung mit„ZUUN ) ihren Müttern auf die Weide gehen, und es ſind dießfalls alle[Sriny | 8. 181, vorgeſchriebenen Vorſichten zu beobachten.| ||| 5,19 j Duttellämmer- Verkauf.| Mitt 1,6 8.183, Jn vielen Schäfereyen(beſonders ſolchen, welche in dey 1 0" Nähe von Hauptſtädten gelegen ſind) iſt der Handel mit Dut-| Chu ) tel- oder Freiſcherlämmern eine Hauptertragniß- Rubrik. Dieß> mm, | iſt jedoch nur bey denjenigen der Fall, welche ſich noch nicht WWemdgiy im Beſiß von reinen Stamm- oder hochveredelten Schafen be- Gila finden, und welche ieine Hoffnung haben, ihre aufgezogenen Amts Lämmer als'Zuchtthiere verkaufen zu können. Eben ſo ſteht.| hy, R dieſe Benutzungsart auch ſehr bäufig mit dem Melken der Schafe| hy ae in genauer Verbindung; indem durch den Verkauf der Lämmer BUNEN die Mütter früher in Milchnuten treten. Nicht minder iſt dieſe hän, indem der größte Theil dex- geborenen Lämmer zu einer Zeit verkauft. werden, wo man. noch- nicht ganz genau im Stande | Art von Lämmerverkauf der Veredlung der Heerden im Wege;| | "4«| (44) iſt, mit Sicherheit den zukünftigen: Werth der Thiere„zur Zucht| Luk 4. Abſchn. Geſchäfte im Monat April. 109 t VOTE(565) Üetung enk, zu beſtimmen, und das Melken überhaupt die Zuchtſchafe ſehr ene nme ſchwächt. "ber; | wſ Am beſten werden derley Lämmer in einem 6-=- 7 wöcent- | lichen Alter verkauft, weil ſie zu dieſer Zeit in der Regel am |: bey der Ah fetteſten ſind, auch das ſchmadhafteſte Fleiſch liefern; indem ſie, | erfüllen 1) beſonders bey hinlänglicher Milch, bis dahin noc< wenig harte icht geht Nahrung zu ſich nehmen. Dieſe zum Verkauf beſtimmte Läm- (ruhig geben, merabtheilung ſperrt man gewöhnlich in einen engern Raum & Davonlauy zuſammen, daß ſie ſich nicht viel Bewegung machen können, daß fich Wilh um biedurch das Fettwerden deſto mehr zu beſchleunigen. Auch | Eunaidt müſſen alle jene Lammer, welche von ihren Müttern ſchlecht ge- jr der Ümit: nährt= durch Säugerinnen ünterſtützt-werden, damit ſie in 8 dant(lt oben beſtimmter Zeit möglichſt fett werden; denn ſobald ſie pf, 111, Über dieſes Aiter ſchreiten, nehmen ſie ſelten mebr an Fettigkeit 11; füttern in dem Maße zu, auch verliert ihr Fleiſch an Zartheit und 4 Schmad>haftigkeit. Aus dem Allen geht hervor, daß die zu die- d2y dem Aus: ſem Zwe> beſtimmten Lämmer nicht auf die Weide gehen dür- vide im Stall fen 3 daher ihre Mütter Mittags eingetrieben werden müſſen 3 m Verhälimi eines Theils, damit die Lämmer ſi) nicht ſo ſehr nach ihren faber in der Müttern ſehnen, und andern Theils, nicht während eines zu Nf, langen Zwoiſchenraums durch Durſt geplagt und hiedurch an ſchneller Aufnahme verhindert werden. In der Abweſenheit der vers Acht, ob Mütter giebt man ihnen etwas Hafer und weniges zartes Heu ſeltener Fall zu freſſen, Wes Durch den mit Ende dieſes Monats allmählich eintretenden Verkauf der Dutteilämmer wird mit ihren Müttern der Anfang zum Melken gemacht und dießfalls alle hiezu nöthige Vorkeh- xungen getroffen. Da dieſes Geſchäft aber erſt in ſeinem ganzen Umfange im Monat May eintritt und in den künftigen Mo» naten fortgeſeht wird, ſo ſoll dieſer Gegenſtand im künftigen Monat näher abgehandelt werden, “4 kit M Haul und Ihre Jotheilung der 310 zweyie Wh hieerden bet; nnen auc dieht alle Tränken, Salzgeben, Caſtriren und Stuten der Schwänze. 6. 184. Die Tränke und die Salzle&Xe, wird auch in dieſem Monat ganz nach den in 6. 147. 173. 174. gegebenen Vorſchrif» wede ten verabreicht. adel mit Ut Eben ſo muß das zeitgemäße Caſtriren bey den Spätläm« Yubrif, Zi mern, ſo wie auch das Stutzen der Schwänze derſelben re- ſich noch nit gelmäßig geſchehen. Gewöhnlich geht die Ablämmerung der 1 Schafen bt Spätlämmer ſo von Statten, daß man ſchon mit Ende dieſes aufgezogen! Monats dieſes Geſchäft bey ſämmtlichen Lämmern vornehmen Eben ſo ſteh kann. Nachdem die Lammzeit ihr Ende erreicht hat, wird. der fon der Gl! ganze active Stand der Lämmer mit der Rechnung revidirt und € der Lämmi! folche nach der 5. 117. vorgeſchriebenen Weiſe in Ordnung ge- inder iſt die! halten. en im Wegt) 4 „uon Ze Ausmiſten der Stallungen, zu einer I u im a 6. 185. Die Schafſtallungen werden gewöhnlich mit An- re zur au6 fange dieſes Monats=- wenn ökonomiſche Rü>ſichten dieſes im RS ER ELE- re ZEILE EE GER CIE DEE = 7 110 Schafzucht. 4. Abſchn. Geſchäfte im April. (566) Monat März nicht gebieten-- ausgemiſtet; thiger iſt, damit dieſelbe von den mepbhitiſchen Gaſen, welche ſich aus dem Dünger entbinden und Ö ädli ſundheit dieſer Thiere einwirken, und ihr freyt werden, SSS SINGEN EE NET INZING Voy d |Rothwet | 6,19 der Gla urthnlun) | theilen,(| ſchnitte 1 iſt, wel | bofigt; da ſpieligſte 4 Jbey dem v) [nötige Wahitzte Nicht Beurtheil in dey J ſehen, Z ſic) zu fd teh bere! Wezen ihre Aude Ele Jtant wird jllyemein a durch den( (3 Ghafz das in den dim » Des GG, ehrte 1 bey Car ? Die Schafzudt Fünfter Abſchnitt. Von der Beurtheilung der Schafe in öfonomiſcher und merfantiliſcher Hinſicht. Nothwendigkeit einer richtigen Beurtheilung der Smäßigen Ernährung und Wartung der Schafe iſt die Veredlung derſelben, von einer richtigen Be- urtheilung ihrer Wollequalitäten an den verſchiedenen Körper- theilen, abhängig. Dieſelbe kann daher nur da bedeutende Fort- ſchritte machen, wo die Leitung in den Händen eines Mannes iſt, welcher die hierzu nöthigen Kenntniſſe in vollem Umfange beſibt z; denn was würde die entſprechendſte und ſogar die koſt- ſpieligſte Ernährung und ſorgfältigſte Wartung nüben, wenn, bey dem vorgeſteckten Ziele höchſter Veredlung, es hierzu an den nöthigen Kenntniſſen zur Beurtheilung der innern und äußern Qualitäten der Zuchtthiere mangelte? Nicht ſelten tritt die Eigenliebe der Heerdenbeſiter bey der Beurtheilung der Wollqualitäten den Verbeſſerungen hemmend in den Weg, indem Manche hier öfters ſchwarz für weiß an= ſehen. Dieſe Eigenliebe iſt auch ſehr häufig ſchuld, daß man fich zu ſchwer verſteht und über Benennungen“ der Wollquali- täten vereinigen kann 3 indem Viele deßhalb ſowohl, als auch wegen ihres Handelsintereſſes es bequemer finden, das in ihrer Heerde Llecta zu nennen, was bey Andern nur für Prima ex- kannt wird; welche Gründe unwiderlegbar das Bedürfniß einer allgemein annehmbaren Woll-Terminologie beurkunden, um da- durch den Feinbeitsbezeichnungen des Wollhändlers ſowohl, als des Schafzüchters, beſtimmte Begriffe zu unterlegen; weßhalb das in dem Werke des Verfaſſers*) genau nach dem Dolland- *) Das Ganze der Schafzucht für das Clima Deutſchlands; uweyte ſehr ver- mehrte und verbeſſerte Auflage, von Bernhard Petri. 35 Thle, Wien, 1825, bey Carl Schaumburg u. Comp. - ; Schafzucht. (442) ſchen Wollmeſſer angeführte Wollfeinheits« Schema anch hier, wegen fernerer genauen Verſtändigung, zur Norm angenommen wird, und Dee Tabelle hier erſcheint: It== 1 TZ 37Gräd. =“ 1,- 4== 53-- GE SR R A OSZE GEZ = 3%= 8-<-- 9= Sypra Prima, R<== 405<< 414 0 2 Prüna, IN 1212: 0203.<< SE CHLE I EEE SNES 4 BES 0 RUSSIE: UTP IWSESEEN 1724 9 2 E71 GBS:-- 2 M CEE 17 SIR EH Quarta, R 2 A SL weiche Clima, "08 aan Localitäten und Behandlungsart auf dieſe Thiere hervorbringen, » drängt bey Beurtheilung der Heerden nie außer An ſeinem Plaße, eine größere Schafraſſe zu hal- ten 3; wo man aber vorzugsweiſe die Erzeugung hochedler feiner hange mi Wolle und. feines wohlſchmeckendes- Fleiſch ſich zum Ziele ge- yang vy wählt hat, da iſt in jedem Betracht den kleinern Raſſen, wegen ar fie) M größeren Nutzens, der- Vorzug zu geben, indem ſie auch durch 4 0097 Dichtheit des Viließes, zum Theil ihren mindern Umfang des Woll„Korpers, durch- verhältnißmäßig reicheren Wollertrag, erjeßen, 3| 3 EG: v I'«."51' 9, Z (vem Das wenigere Gewicht, das ſolche hinſichtlich der Wolle und 1 pM des Fleiſches tn die Loage liefern, gleicht fich dadurch vorihet: / der gan! fene By: nn vorige 3, dieß , Abſchnit aus eint: 1 auch(u Örpers ein [APE] vpere Ort -- 1 BEAD SAE EIDLILGIKTEL GLIDE DIAS hn DRN dis El ZIM 0 debe MELA eL EIEEAES BÄEE R Iten ee 2 bf LÄ ISF GE DES ENE eek dg Merge R 25 04 we aer 1 ESARÜDIG EE anm 114 Schafzucht. '(444) Haft aus, daß ſie ſich im Verhältniß mit wenigerem Sommer: und Winterfutter begnügen, und deßhalb in größerer Zabl kön- nen gehalten werden.' Von den Vließen der Schafe, 6. 188. Die Beurtheilung des Vließes der Schafe beruht bey der heutigen Wollkunde auf klaren und feſten wiſſenſchaft- lichen Grundſäpen und Erfahrungen. Bey der Beurtheilung der Thiere und Production der hochfeinen Wolle, iſt der Stapel ein Gegenſtand von der größten Wichtigkeit; denn je nachdem der- - ſelbe geregelt oder nicht, locker, ſpitz, gedrungen, kurz und ſtumpf U. ſ. Ww. iſt, unter eben ſo vielen Nüuancirungen ſtellt ſich auch das Wollgebilde dem Auge dar, Von den verſchieden gearteten Biegungen des Wollhaars,-- als wellenförmig, eng oder auch weit gertppt, flachbögig, aus der normalen Form unregelmäßig ausſpringend u. ſ. w.,= hängt zum Theil das ſanfte, ſeiden- artige oder auch mehr rauhe Anfühlen der Wolle ab; deren mehr oder minder: regelmäßige, ſchöne oder auch tadelhafte Bildung, der Kräuſelungen, nebſt der Feinheit und dem Stapel. zuſammen-= gefaßt, den ſogenannten Charakter der Wolle begründet, Unter Vließ verſteht man das mit Wolle bedeckte Fell dex Schafe. Daſſelbe läßt ſich nach dem Stand der Veredlung, in welchem ſich das Thier befindet, in vier Haupt- Epochen einthei- len, in welchen man die Influenz des angeeigneten edlern Bluts deutlich“ unterſcheiden kann, nämlich: a) Das urſprünglich deutſche Landſchaf. Dieſes hat von Natur ein ungeregeltes, grobes, verworrenes Vließ, das weder auf der Haut eine ordentliche Stapelgrundlage, noch viel weniger in der Verlängerung der Wolle, in dem Schluſſe der Spitzen einen regelmäßigen Stapel bildet. Das ganze Vließ be- ſieht theils aus gröbern Haaren, theils aus einer groben Wolle, die nicht ſelten eine ſehr ungleiche Dieke hat, daher hart, rauh und ſtörrig iſt. Die Spitzen derſelben ſtehen frey, ungebunden und unvereinigt mit andern Haaren, in gerader offner Richtung aus der oft haarigen, faſt ganz ungekräuſelten Wolle im Vließ empor. Ein derley Schaf von wollartigem und nicht haarigem Bließe erzeugt auf einem Quadratzoll ungefähr 5000 bis 5500 Wollfäden mit ſehr wenig und höchſt unregelmäßig gebildeten Windungen. Dieſe Wolle kann nur zu den gröbſten Tüchern, Zeugen, Kotzen, Matraten, Polſtern u. dergl. verwendet werden. b) Das Bließ des veredelten Schafes. Je nach- dem die Veredlung durch richtig geleitete Grundſätze und durch eine gewiſſe Anzahl von Generationen vorwärts geſchritten iſt, zeichnet ſich daſſelbe auch in dieſem Verhältniß bey den veredel: ten Schafen aus. Wenn man durch wollreiche Stähre veredelte, ſo bildet ſich in den erſten vier Generationen ſchon eine Neigung zur Erzeugung von Hautfalten, welche aber gewöhnlich mit ſehr grober und haariger Wolle bewachſen ſind. In der Haut ent- wielt ſich eine lebhafte Anregung zu einer Stapelbildung, wel: en zu erzwecken, dann formirt ſich der Srapel aud nicht ſo ſchnell, das Bließ bleibt ungeſchloſſen, und deſſen Woll- eaten ſpiven zeigen noch kaum eine Neigung zu einer wechſelſeitigen Vere- er aud bindung. Die rauhen Spitzen ſtehen vor. ei (mäß) Bey fortgeſetzter conſequenter Veredlung wird die Anregung etdett: zu einem regelmäßigen Stapelbau mehrerer und beſſerer Wolle | mehr befördert 3; durch die Formation des immer dichter werdenden (dung, Vließes entwickeln ſich häufigere Falten am Halſe und den übriz Wen: gen Körpertheilen, wovon jedoch die, welche auf dem Vließe in erhabener Form erſcheinen, nur grobe, ſchlechte Wolle erzeugen z ell de welches aber bey denen, welche erſt nach der Schur ſichtbar wer- 19, in den, weniger der Fall iſt; die Hunds- und Stichelhaare wer- hel: den weniger, und die Wolle verfeinert ſich in dem Verhältniß, 3lyig als ſich die übrigen Eigenſchaften der Wolle verbeſſern. Das der edeln Wolle eigene organiſche Fett ſtellt ſich nun häufiger ſes ein, und das Vließ verändert in dieſem Verhältniß ſeine äußere , ds Farbe, indem ſolche, ſtatt der frühern weißern, eine mehr dunkle, wel grauliche und zuweilen, bey einzelnen Stücken, auch ſchwärzliche ſſe der Farbe annimmt, Dieſe Ungleichheit der äußern Wollfarbe des jeß bh: Vließes zeigt ſich auch noch häufig auf vielen Körpertheilen, in- Poll dem nicht ſelten einzelne Partieen gröberer Wolle auf demſel- |, Nau ben erſcheinen, welche ſich durch ihre weiße Farbe auszeichnen. 10107) Auch jind die Erſcheinungen noch ſehr häufig/ daß ſelbſt bey den, in der Verfeinerung mehr vorgerückten Jndividuen die Sta- pel von Wollfäden verſchiedener Dicke zuſammengeſetzt ſind. Die bereits in der Veredlung mehr vorgeſchrittenen Thiere zeichnen ſich nun auch durch einen gedrungenen Körperbau und minder lange Füße aus, Das Geſicht iſt jedoch noch meiſtens mit gro- ben Haaren bedeckt, worunter die Stichelhaare vorherrſchend ſind. c) Durch fortgeſepte aufmerkſame Paarungen mit demſelben edeln Blute, wird Hochblut oder der Halbſchlag, beyläu- fig in 16 bis 20 Vererbungen erreicht; wonach= wie wir in dem weitern Erfolge ſehen werden-- die Epoche der Auffriſchung eredel: des Bluts eintritt, delte, Der Halbſchläg; oft wohl auch in ei- NE EI MOREN um einige Grade vor und in andern wieder UrüE, : Das Vließ ſoll nun aus der feinſten, vollkommenſten, von der Wurzel bis zur Spiße ausgeglichenen Wolle beſtehen, und der Stapel ſich a) in der Form und Charakter ſeines Baues; b) in dem individueilen Charakter der Haare, woraus er zuſam= mengeſebt iſt, und c) in gewiſſen Verhältniſſen, worin dieſe un- ter einander ſtehen, und. wodurch die Totalfeinheit der Maſſe nes ben andern Qualitäten hervorleuchtet, unzweydeutig auszeichnen. Veber ſeine ganze Fiäche ſoll daher das Vließ in kleine Sta vel eingetheilt ſeyn, welche aus Fäden von gleicher Feinheit beſte- hen, und die in regelmäßigen, gewundenen, parallel laufenden, möglichſt gedrängten,„zuſammenhängenden, eFalen Krümmungen, in der Zahl von. 2000= 3000, bis zur Spiße mit einander regel: mäßig geträuſelt fortlaufen, und ſich oben in einem kurz, ſtumpf und dicht gewachſenen Schluſſe ganz mit einander vereinigen. ebſt Leichtigkeit und Gleichheit des Haares, von der Spite bis zur Wurzel ,. Ausgezlichenheit vom Kopf bis zur Spitze des Schweifes und geſchloſſenem Vließe über den ganzen Rücken, iſt auch in der Regel ein heller weißer öliger Schweiß, mit kla- rem glänzenden Schimmer und ſichtbarer Wollmenge verbunden. Dertey ausgebildete Stapel ſind ungefähr ein Sechszehntel eines Quadratzolkes groß, und es werden auf dieſem Flächenraume 40-- 48,000 Wolilfäden gezählt, Von. den Kennzeigen der Mexyinos, 9. 159, Diejes conſolidirte Ziel der hohen Wolleveredlung finden wir in dem Wolle- Charakter der meiſten ſpaniſchen Wan- derheerden vereinigt; durch welche die Veredlung der Wolle ſich gleichſam ſchon über ganz Curopa verbreitet hat, Von dem gro- fet ue! Dputſchlat ſich zeithe! nichen Gf m, der roſſenen jen dn „der Ul den von Jam 1 um ſoy 1 Bahre Een | De| des: a) Zu 8 ließe 0 Ihrem* yanen Überhaupt her dunk Übergeht, Ling, ind je Jett i Oyten der ndung 1 her Fa, wiewohl€ Fett ſich aus den | 0 ſen, und Warten, ſich auf dv pe feiner, Beltnaßiger ind je: ſind, deſt bie“ Y ließ bef der Ober [ verbund | lehierog Mauſchen; 100 ſch der germ 3 Mehr auh Näſſe an Inwirhuy 10 Siko Dum| nder, y eichen' Ww eſ; 5. Abſ€ Be M Mid WREDE, Ni 2adde bim dre ÄBDE ix LME DER S huh 2 24 die Augen fallend, ſowohl in Hinſicht ihrer Statur, als auch der pe find jeh Wolle, ſo zwar: daß ſich ſolcher augenblicklich für einen oder den- D(huh 1 Zoll, andern, bey dem erſten Anblick, ausſpricht. Es haben jedoch | Jodurd Nie? ſowohl die Localitäten, als die Ernährungsart, wie 6.187 erinnert 0 /fälligen Oz: wurde, einen entſchiedenen Einfluß auf das Gewicht des Körpers und auf die Länge und Übrigen Eigenſchaften der Wolle, wobey | 1- jedoch jedoch jede erhebliche Abweichung verhältnißmäßig als nachtheilig ib ober Fal: zu betrachten iſt. 6 en übrigen Von den Merinos-Eſtäntes,- | Wemehnten 6. 191. Die Mexinos- Eſtantes werden in Spanien bey klei: ete vnd zit nen Heerdenbeſitern gefunden und nehmen än den Wanderungen +: ie Del keinen Antheil, indem die dahin Bezug habenden Privilegien nur H) Yun), ein ausſchließendes Vorrecht des hohen Adels ſind, Dieſe Meri- 95, und hit nos- Eſtantes, oder Hausſchafe, genießen daher ganz die Behand-= hdliche, als lung und Pflege, welche bey unſern edeln Schafheerden in Deutſch- vietet, Ein land gebräuchlich iſt. Durch dieſe Behandlungsart wurden in Raule bij Spanien bey dieſen bisher auch keine Nachtheile auf die Wolle H 4 Gu, verſpürt, und man trifft daſelbſt häufig Eſtatites- Heerden von H huh 5 Zul einer Schönheit, Güte und Feinheit der Wolle, daß man dädurch Cet, a Überraſcht wird 3; ja ſie übertreffen in dieſer Hinſicht häufig die gi idder bett Merinos- Transhumantes. Die deutſchen Schäfzüchtler mögen 36) 8-9 Zuk aus dieſer örtlichen Beobachtung nicht allein eine Beruhigung py 10 der Dell finden, daß die Wanderungen der Merinos nicht nöthig ſind, um S/ten find bi) ein edles Wolle- Product zu erzeugen, vder dieſelbe gegen Aus- pure: Did artung zu ſchüßen z; ſondern ſich im Gegentheil überzeugen, daß nd und ein gleich hier, auch in Spanien, durch Intelligenz und richtigere Leitung der Zucht, ſich dieſelbe noch ſehr vervollkommnen laſſen. (40 fun D Die Merinos- Eſtantes ſind jedoch in ihren körperlichen und g ſcheidet ſt Wolle- Eigenſchaften eben ſo wenig, als die Merinos- Transhu- e Polle, wl mantes ſich gleich, und verhalten ſich auch=- je nachdem dieſelbe 5. ege, betty anfänglich aus einem oder dem andert Stamme entſproſſen und » achſene Dit. durc) Inzucht fortgepflanzt worden ſind=- verſchieden. Da die- „heit der 6: ſelbe im Winter und bey übler Witterung unter Obdach kom: em ihrer ey men, ſo erhalten ſie gewöhnlich(gleich den deutſchen Merinos) vjedehnten 3 äußerlich eine ſchwärzliche Schweißfarbe, und ſind nicht ſelten jerſeht, mit einer pechartigen Fette verſehen 3; auch bemertt man, daß ihre ! feſſelt, 1 Wolle in der Wäſche mehr, als die von den Wanderheerden, aus [2 Pp! dieſem Grunde, an Gewicht verliert, (Schuh 2“ Von den Falten und Köthern derSchafe.- )- 2 Zoll hen. HS. 192. Aus den€. 190:angeführten Dimenſionen der vorzüg:- ie ganze A lichſten ſpaniſchen Merinos- Stämme iſt erſichtlich, daß die ſpa- terer 1. SU niſchen Majorals oder Schafmeiſter-- denen die Wahl der Sucht: 3 ſtärke, 1 böFe und die ganze Schafveredlung ganz allein unbedingt Üübere dieſer Hinfil laſſen iſt=- ſtets ihr vorgeſtecktes Ziel verfolgten, dur) einen y Bolle üb! 50 SATA EE 6 ZEI tE Sai I 1242 4 ABer Ss REX ZEE Hdl ALI ee AIRE E Br ih Zum 4* AAG SRH NENE ran eier, Wera ne AIN Dr era I IC eu wtf en 122 Schafzucht. (452) ſtarken, tonnenförmigen Rumpf, mit:-tiefer Bauchung in der Mitte[ deſſelben, ſich ein großes Feld zur Ausbeute der PETE Wollſoxr-"m. ten zu verſchaffen, und ſie haben dieß auch vollkommen erreicht, puſelben| indem der Körperbau der Merinos-Schafe für dieſen Zweck nichts+ der Vl mehr zu wünſchen übrig läßt. Ueberdieß haben die Spanier ſich ſtets zinkeitög beſtrebt, nebſt der Feinheit und dem vortheilhaften Körperbau ſe weitet für Wollausbeute, die höchſt möglichſte Dichtheit und Geſchloſſen-| 4 4% heit der Bließbildung ſich zu verſchaffen, welches ihnen auch durh| tein' die Fortbildung der Falten, als Grundlage dichter wollreicher er Bließe, im hohem Grade gelungen iſt; indem ſie durch fortge- ſtand fehl? ſeztes beſtändiges Anregen und Hinwirken, auf das organiſche| 5 Al Aſſimilationsvermügen, zur Fortbildung der Wollevermehrung,[wurf der Natur dieſe Formen abgedrungen und zu einer conſtanten| 4 Raſſe-Eigenſchaft gebracht haben; weil die vorgeſchobene Haut oder[0"iw die Falten der Merinos, im Grunde nichts'anders, als ein Pro- PLE duct der zeugenden, ſchaffenden, fortpflanzenden, fixirenden Natux, DEM durch eingezeugte genetiſche Kraft in beſtändiger Anregung gehal- NNEN ten ſind, die Haarzwiebeln zu vermehren z und da dieſe endlich(A5A in der Lederhaut keinen Raum, mehr finden, ſo erzeugen ſich dieſe 0| Hautausdehnungen, oder ſogenannte Falten der Haut, um die vs 0| durch beſtändiges Anregen ſich permehrende Haarzwiebeln, fort- Mn bilden 43 vue: FEHDEN 4 Faſtalle vorzüglicheren Merinos ſind mit deriey Falten, haupt- 4 ſächlich an den Rippen, wo die feinſte Wolle fe. 1838 KG| 0 weniger begabt, und daſelbſt mit einer ſo gleichförmigew feinen[9„8 Wolle überwachſen, daß dieſe Falten ſelten in bewolltem Zuſtande u M des Thieres, ſondern erſt nach der Schur bemerkbar werden. I Sie ſind in jedem Falle ein untrügliches Zeichen von bohem[Zie 5: Wollreichthum 3 daher auch derley Thiere gegen andere, die mit Oe Aan; dieſen Vorzügen nicht begabt ſind, viel höher im Werthe ſtehen, hercbzumg wenn die auf denſelben wachſende Wolle mit jener der Umge: 24) gend, in welcher ſich dieſe Falten befinden,'harmonirt, und in 0] der Feinheit nicht zurückſteht. ünlicin Die Hautfalten der Merinos- Schafe ſind daher immer ein Ne Hope ſehr beachtungswerther Beſtandtheil ihres Körpers, und nicht al- ud wir lein zur Erreichung des hohen Zieles-- nebſt der edelſten Wolle, Im), unty auch ein bedeutendes Gewicht derſelben in die Wage zu liefern=-[vent 1 unerläßlich, ſondern ſie beurkunden auch bey vollkommener Aus- jdieſer beſy bildung eine hohe Abſtammung. Dieſelben ſind jedoch keineswegs[Richtung j eine unerläßliche Bedingung der Feinheit der Wolle, ſondern nur[icht der- des Wollreichthums, Eben ſo wenig können die Falten des Hal-||Semzeicn ſes und Kothers fo fein veredelt werden, als diejenigen, welche ſich> jw m auf den Rippen befinden; indem dieß die Organiſation des Thie-| fülten in? res nicht zuläßt, das nur verhältnißmäßig eine feine Wolle, nach A andert der Feinheit und Dicke der Haut, auf welcher ſie ſteht, hervor- Audiiger 9 bringen kann.; Ws ver Wenig Gegenſtände der höhern Schafzucht haben die Auf- duch teh merkſamkeit der Schafzüchter in ſo hohem Grade in Anſpruch ge- R 7; nommen, und Über wenig derſeiben wurde ſo oberflächlich ge- umz, dacht, gehandelt und geurtheilet=- als dieß mit den Falten und leih 1% Köthern der Schafe der Fall iſt, indem man denſelben nicht aus der Taſt dem gehörigen wichtigen Geſichtspunct betrachtete, wie er es doch(m Wieſe verdient, Man iſt hierüber von einem Extrem zum andern über= Ale M; gegangen, und indem man vor 15-- 20 Jahren die Falten und) bines| der Mitt *1 Vollſor: 1 erreicht, Dot nichts A fich ſtets BR owerbay Noſſen: Hauch vurh Ätvollreicher Sch fortyt: organiſche ehrung, Bl conſtanten "Daut oder y ein Iv: JA0'h Notut, Mg gehal: NV mlich 21: Nh Dieſe X, umd Wl fork Bt, Walt Teh oder nn feinen M Zuſtande 74, weiden, "S(01 hohen M: die mit EE the ſtehen, Eder Umge: Eu, und Ammer ein H nicht al: 41:4 Vol, Si(1efemn= Ever Aus: One mdein ur m des Hal: pgwelcht ſich) + des Thie: pole, nad T:- hein: „1 die Auf: ſpruch ae gadhlich gt oöalten und nicht aus er es doch ndern über: Falten un) 5. Abſchn. Beurtheilung der Schafe. :(453) Köther gleichſam als. Modeſache behandelte und Raſſethiere nur in dem Verhältniß ſchätzte und theuer bezahlte, als ſie mit denſelben häufig begabt waren(ohne darauf zu ſehen, ob ſolche mit der Wolle der Umgegend, wo ſelbe befindlich ſind, in gleichem Feinheitsgrade vorhanden waren) verwirft man ſolche jeht ohne alle weitere Unterſuchung ganz, und rechnet ſie zu den nachthei- ligen und verwerflichen Eigenſchaften dex Naſſethiere, mittelſt wel: zu machen: daß er, nebſt einem ſehr bedeutenden Quantum in die Wage liefernder höchſt edler Wolle, vollſtän- dige Zeugungswerkzeuge und Zeugungstrieb habe. Ferner muß die Bruſt deſſelben breit, der Rücken flach und ſehr breit, die Beine kurz, die Knie feſt, der Hals ſehr breit und ſtark ,- mit vielen ſehr ausgeglichenen Wülſten(welche Kraft und Origina-, lität in der Zeugung verrathen), und einen tief herabhängenden Kother, ſo wie auch mit einer tiefen Bruſt, die weit zwiſchen die Vorderbeine geht, verſehen ſeyn z welches nebſt den gewölb- ten Nippen, einem langen Leibe, breiten Kreuz, tiefgeſenkten Bauch und breiten Schenkeln, überhaupt mittelſt eines breiten Rumpfes, ein verhältnißmäßig großes Feld zur Wollerndte dar- bietet. Auf das Verhältniß einer tonnenartigen Bauchung und Länge des Nückgrates, von den Schulterblättern bis zum Schwan- ze, iſt aus der Urſache ein beſonderes Gewicht zu legen, weil hier die Electa- und Primawolle wächſt, und jemehr dieſe im Verhältniß die Wolle von mindern Qualitäten durch Hülfe eines tonnenförmigen Numpfes überwiegt, deſto mehr iſt ein ſolcher Zuchtſtähr zu ſchäten.. Er muß ſich zugleich durch einen dicht mit Wolle bewachſe- nen reinen Schopf, eine breite Stirn, verwachſenen Kopf und Beine auszeichnen, und nach Maaßgabe der Raſſe, ein verhältniß- mäßiges Gewicht an Fleiſch und Wolle produciren. Wenigſtens 75=- 80 Procent des Bließes ſollen Prima: und Electa:, höch: m alle! feilt zug! ſubenariig 89) jehtlich 1 er Biſt Att,| der Lehen Statt hel Abweichun des Thie fommnt Wolle hab! | gehſt Fonte. fich durch den und 8 geſehen KOperge 0,10 werbe, tho im dieſer S Yber ſie ſü veran Y | vieCriahv „tion hieß Angenblie ober, wel! ſtellt, ſol Zr| feht fich ber icht 11 „hum 164 wind, eine | den Gyize j Nehnl H Worden;| 1 Gaſt eben aufſiß Welches Dor Aſch aber EEN While WIN „day de Ain Nenahe 1 Zierde vy nhothiwent ohne Ir Verfürzen 5, Abſchn. Beurtheilung-der Schafe. 125 (455) "er Thtel; ſtens 45 Procent Secunda- und. das übrige Tertiawolle ſeyn, ' zebſt allen Anzeichen von hohem Adel ſeiner Wolle, muß ſich heln ber: ſolche zugleich, durch ihr dichtes, gleichartiges, ſanftes, weiches, "ung has ſeidenartiges Anfühlen und an die Hörner nicht mehr weiter=- den Stährlämmern «€ 140 aber, welche caſtrirt werden, ehe der„Wuchs. der Hörner ſich ein- ebeutene ſtellt, ſotche gar nicht wachſen.. x Voi: Der umgekehrte Fall tritt aber bey dem Rindvieh ein, und „nwer My macht ſich insbeſondere bey den ungariſchen bemerklich, indem reit, die der ächt ungariſche Stier, auf einem ſchwarzgekrausten Kopf, fart, mit kaum 1 Schuh lange Hörner trägt, die aber, wenn ſolcher caſirirt Du: wird, eine Länge von 3=- 4 Schuh bekommen, und bfters an Szen den Spitzen 6 Schuh weit von einander entfernt ſind. 4 zwiſchen Yehnliche Beobachtungen ſind auch bey den Hirſchen gemacht pien gewölt: worden; indem der Hirſch, von dem Augenbli> ſeiner abſichtli- jefgeſenfte! chen Caſtration vder zufälligen Verlezung ſeiner Teſtikel, ſein nes breite eben aufſitendes Geweih, ſo lange er lebt, nicht mehr abwirft, perndie dir welches doch in der Negel ſonſt alljährlich der Fall iſt.“ Hat ein 2 chung 1 Hirſch aber nur einen Teſtikel verloren, ſv. wird er auch, und em Schw: zwar auf der Seite, wo dieß Statt hatte, ſein Geweih unverän egen, wel- dert erhalten; auf der andern unbeſchädigten Seite aber folees ar dieſe regelmäßig abwerfen. „Hülfe ein Da demnach eine wichtige Wechſelwirkung des Samens auf ein ſold“! die Hörner der Widder= wenn auch aus unbekannten Urſachen= beynahe außer Zweifel geſett iſt, und die Natur denſe'ben dieſe -& bewacht: Zierde und Waffe nicht ohne Urſache gegeben und wahrſcheinlich 1 Kopf un nothwendige Zwe>e damit verbunden hai, ſo ſollte man ſie nicht verbältnig: ohne Urſache derſelben berauben und ſolc ; Diptey, | emen 5. Abſt und mit oben beſchriebenen äußerſt kleinen LöFchen verſehen, dabey aber auf dem ganzen Körper mit vielen Falten bedeckt, geboren werden 5 die zuweilen i2 einer ſolchen ene erſcheinen, daß ſogar der Schwanz von dieſen Wülſten ſo überladen iſt, daß er dadurch verfürzt iſt. Nicht allein daß dieſe Thiere eine den vorerwähn- ten Lämmern gleich feine edle Wolle zu erzeugen verſprechen, ſo beurkundet auch der, durch. die häufigen Falten angeregte dich- tere Stand dieſer kleinen Lö>kchen., eimen entſchiedenen Typus für größern Wollreichthum. Derley Muſterthiere löſen das Problem, in wiefern die feinſte und im Haare am vollkrommen- ſten ausgeglichene Wolle mit Wollreichthum ſich vereinigt, und ſind als höchſte Vollendung in der Zucht der Merinos- raſſe zu halten; denn je faltenreicher und reiner zugleich das Lamm bis zu den Sxtremitäten des Schwanzes in dieſem gleichſam na>ten Zuſtande oder mit dieſen kurzen, feinen, weichen Woll- löken- ugung em den Organiſations- Waſſers, welches die Haarröhren überfüllt 3 natürlic) und augeinander treibt=- die Wolle nicht lange genug gewach= pen f SITE 55 277 KLZSDE FN T mmm„= 27 71-- ER=== au- ENIE ARETE TEES TRETE OE ASK N ERLE TN GEG SERARP AGE FEAT ACHE GETNNGAUNG ANT ET eer 73 Baur IIRZ DEN 20<>-<< EIU ArR Scl aufzumte."+ (460);' NEE Jen iſt, um dieſes aufzunehmen; ſo treten auch. dieſe Umſtände ſelbſt hinſichtlich ihres Baues und ihrer künftigen vollfomme:-. nen Ausbildung, einer gründlichen Beurtheilung hemmend in ' Den Weg, Um die Ausgleichung des Vließes zu beurtheilen, iſt der Zeitraum zwiſchen dem vierten bis ſechſten Monat nach der Schur wohl der beſte; in welchem diejenigen Individuen, die ſich durch unausgeglichene Theile des Vließes auszeichnen„aus, dem Grunde am bemerkbarſten ſind, weil die vorhandenen Hunds- und Stichelhaare ſich noch nicht unter einer länger gewachſenen. Bolle verbergen können. Bey denjenigen Schäfereybeſitzern, welche ſich noc< keiner ganz ausgeglichenen Heerde zu erfreuen haben, iſt daher dieſer Zeitpunct, für dieſen Zwe>, zu beachten. , Geſchäfte im Monat May. Weidegang, Tränke und Salzled>e, 6. 198. Da ſich die Schafe bey Weideſchäfereyen nun voll- kotnmen auf der Weide ernähren können, ſo bedürfen ſie in der Regel keiner weitern Futterunterſtüßung im“ Stalle mehr, und ſolche tritt nur dann ein, wenn dieß üble Witterung nothwen- Dig, macht, wodurch das Austreiben verhindert'wird. Alle Wei- den liefern nun ihre verhältnißmäßige Nahrungserzeugung und die Schafe nähren ſich ſehr gut auf denſelben, falls das Weide- land nicht in Widerſpruch mit ſeiner Productionskraft über- ſet iſt. Da ſich dieſe Thiere nun noch mehr, als im vorigen Mwnat, des„jungen friſchen Graſes. erfreuen, ſo miſten ſie auch verhältnißmäßig noch weicher, weßbalb ſowohl wegen der Reinlichkeit, als zur Bermehrung des Miſtes, nie Mangel an Einſtreu ſeyn darf; auch müſſen die Schafe ſelbſt nach Erforder: niß ſtets gereinigt werden.; Die Salzle>&e und Tränke hat ganz nach den 5. 173 und 174. gegebenen Vorſchriften Statt zu finden. Die Schafe' ſaufen zwar bey dem häufigen Genuß von grüner Nahrung ſehr wenig, ja. viele gar nicht; nichts deſto weniger iſt ihnen die Tränke jeden Tag in der Frühe vor dem Austreiben anzubieten; ohne jedod) dieſelbe durch zu langes Verweilen bey ſolcher zum Sau- fen janzureizen, Bey- der. Salzle>e trachte man aber, bey der nun ſehr ſaftigen grünen Nahrung,„durch ſtärkere Beymiſchun: gen. bitterer Jngredienzien, den Magen der Schafe zu ſtärken, wodurch bey denen zur Auflöſung, geneigten Thieren, bey dem Genuſſe der ohnehin auflöſend wirkenden jungen geilen Gräſer, dem Ausbruche mancher Krankheit vorgebeugt werden wird, Pflege der Stallfutter- Schafe,: 6. 199, Die zur totalen Stallfütterung beſtimmten Schafe werden, wie es ſich von ſelbſt verſteht, nicht ausgetrieben, ſelbſt wenn dieß ein augenblicklicher Ueberfluß an guter Weide erlauben würde, indem ſolche dadurch verwöhnt, ſich bey der Einjtallung wieder nach friſcher Weide ſehnen würden, Es wer- . den daher: | | | ah ' a) Die[j nch d ji ihne ye Füti h) iejen wi n am | 0( empfan Siehe 1D Die |(Grünf! find di | ſo weh | zur(On Boiſicht würden, (met e) Alles Bezug Fütten futtorb vebſt und Ihe (MW, Beide, un ſämmtliche mäßig mi yſlezt, Th Vine Nebe 19 der Miegel | Gimmtl acht von| Wandlung "ſcher Git 1 dieſer Dit mich den 5, e9 Dey ſchön Om0gen ſelben Fuck Treis 9 än we Vig (8 Jin 4 0, 16," beſonduz 1 NEUN m N ey ye Wat all IWbig ege (9 Ditto 5. Abſe= NEN ne Fütterung angedeihen zu laſſen. eilen, iſh b> Diejenigen Schafe, welche bis zur Stoppelweide,im Ställe a m 3 mit trodenem Futter genährt werden, unterliegen bis dahin „[dibiduen,| ganz derſelben Behandlungsweiſe. yo zelchnen,| c) Die auf theilweiſe tro>ene Stallfütterung geſebten Schafe Zidenen Huy empfangen aber. täglich) ihr tro&enes Früh- und Abendfutter. Tr gewann Siehe 6. 172. aferenbeſigy q) Die vollfommene- Ställfütterung, welche im Sommer mit Cde zu. em) Grünfutter Statt hat, nimmt nun ihren Anfang, und es E|, zu bead) ſind die 6. 170, gegebenen Regeln mit aller Genauigkeit um ſv mehr zu befolgen, da der Uebergang von der tro>enen zur Grünfütterung nun Statt hat, und dieſe nur mit großer Vorſicht vor ſich gehen ſoll; widrigenfalls die angegebenen ſchädlichen Folgen für dieſe Thiere unvermeidlich ſeyn 1 würden. Solche gewöhnen ſich doch ſehr bald an dieſe ver« I änderte Nahrung und befinden ſich wohl dabey. 5(0, e) Alles eben sub. d. Geſagte hat' auch auf diejenigen Schafe Even mh vd Bezug, welche bis zur Stoppelweide 6. 171. mittelſt grüner S fen ſie Ih N Fütterung im Stalle ernährt werden; was auch auf die S mehr, ut Futtervorlage bey denjenigen Schafen ſich bezieht, welche H nothtwen: nebſt Weidegang, 56. 172, mit grünem Futter, in dex Früh w Alle Wei: und Abends, im Stalle ernährt. werden ſollen. FN Pflege der Lämmer. Intra Uh„5. 200, Die anhaltend ſchöne Jahreswitterung„ eine reiche 4 I bora) Weide-, und das vorgerückte Alter der Lämmer, läßt nun deren ſo miſt". ſämmtliche Vereinigung in dem Falle zu, wo man ſolche playn- Ohl wegen mäßig mit ihren Müttern, auf die Weide gehen zu laſſen ee Manzel- Pflegt. In dieſen Umſtänden befinden ſich die Lämmer nun in' ad Efortn einem Ueberfluß an Milch und Weide, und ſie wachſen daher Ww in der Regel freudig heran. (173 un) Sämmtliche die Weide beziehenden Lämmer werden nun in der Chefe win Nacht von ihren Müttern abgeſondert, ünd einer ganz gleichen 3. ſehr winiy Behandlung bis zur Abſpänung unterworfen. Bloß bey ſtür- 1, vie Iran) Miſcher Witterung müſſen ſie bey Hauſe bleiben, und werden z bieten; hm 11? dieſer Hinſicht ſowohl, als in Betreff ihrer Fütterung, ganz Jer zum Gul nach den 6. 181,„gegebenen Vorſchriften behandelt. Jedoch iſt aber, by es bey ſchönem Wetter, wo ſie ſich ohnehin auf der Weide mit , Beymiſcht! der homogeneſten Nahrung reichlich jattigen, nicht mehr nöthig, Z zu fäl ſolchen Futter im Stalle zu verabreichen. Eben ſo finden auch en HN die bereits abgeſpänten Frühlämmer, welche auf die Weide ge: eil Oi trieben werden, daſelbſt ihren vollen Nahrungsbedarf. Bey in we denjenigen Lämmern aber, welche bis zur Stoppelweide oder das ganze Jahr im Stalle gefüttert werden ſollen, iſt nach den 1 6. 169, 170. 171, 172, ertheilten Vorſchriften vorzugehen, und beſonders der Uebergang von der trockenen zur grünen Stall- muten GM etre EINS SISI GTE EA TOLL ZSE: auSgettiht fü exung mit aller Vorſicht: zu bewerkſtelligen; ) Bey der Spätlämmerzucht haben jedoch, wie im vorigen Dein N e TÄ; EDE 2 INE; Li MEN Monat alie diejenigen Lämmer bey Hauſe in einem verhältniß- | NG m Mäßig engen Stallraum zu verbleiben, welche für den Fleiſcher el, als Duttellämmerx beſtimmt ſind, indem ſolche, wollte man ſie RN a en Lek Zi dis EX fä Ehe ARAG EA AES IRT Kfm€ mk LE ES WESENS Deer bt dg Mee AD 18= IFE EASEE SDI m md 132 Schafzucht. (462) mit ihren Müttern die Weide beſuchen laſſen, abmagern wür- m; übe den 3 auch ſollen ſolche die ihnen 5. 183. vorgeſchriebene Behand- Mehren lung empfangen.: yi Gif In dieſem Monat eignen ſich alle noch nicht abgeſpänten dieſs Frühlämmer zum Abſpänen, und ſolches hat nun Statt zu finden,| melt Es werden demnach dieſe mit der Abtheilung der ſchon früher b| abgeſpänten Lämmer vereinigt, wo ſie die ihnen zuſagende Be:€ handlung empfangen, wie ſolche 6. 182. vorgeſchrieben iſt,, 13 jeſes NY Pferchen oder Hordenſ zu erreichen ſucht, die den Schafweiden| ode ſol: nahe gelegenen, von den Höfen aber zu weit entfernten, oder| bringen. auch mit dem Düngerwagen, wegen bergigter Lage u. ſ. w.,| indewim ſchwer zu befahrenden Felder, zu düngen=- da tritt nun dieſes|[mdr Geſchäft bey umſichtiger Behandlung, in warmen Nächten, als Jneuhigt| ſehr nüßlich und einträglich, beſonders bey denjenigen Heerden|[ſundheit ein, welche no keine hohe Veredlungsſtufe erreicht haben, und jwirtunge' welche vorzugsweiſe dieſem Zwecke gewidmet werden. Obwohl||ühmdigß! es auch den hochedeln Schafen und ihrer Wolle nichts ſchadet, dieſe TU wenn ſolche nach rationellen Grundſätzen hiezu verwendet wer: Ungezieſt den(indem die gemäßigte freye Luft allen Schafen heilſam iſt), der Wer] 1? findet dieß bey denſelben doch nur ſelten Statt, indem man find, Ju vlenen Witterung, vorzüglich dazu|)Y ſegiquet iſtz indem es daſelbſt im Sommer ſeltener regnet, als Hi ey uns. WWU| Die Verfahrungsart hierbey iſt in Deutſchland folgenderma:[1(Ave ßen: die Schafe werden auf einem engen Raum zuſammengetrie: enblaihe, ben, und derſelbe ſo berechnet, daß auf das Stück 7 Quadrat: Me diy fuß entfällt; wodurch der Acker während 12 Stunden hinrei- When, t, bis der Aer"terten 5. Abſhn. Geſchäfte im Monat May. 133 hene Behy ganz Überdüngt iſt, Die Sicherheit der Heerden, ſowohl gegen Diebereyen, als auch gegen Naubthiere, erfordert jedoch, daß Ot abgeſpty die Schäfer mit guten Hunden verſehen ſind. Der übrige Nuten, tatt zu fi den dieſe Verfahrungsart gewährt, iſt im IX. Abſchnitt abge 2 ſchon fj handelt. Üben Schub der Schafe gegen Sonnenhiße. R,- 56. 202, Da es nun ſchon häufig=- beſonders gegen Ende 4, dieſes Monats-- ſehr warme Tage giebt, welche den Schafen um ſo läſtiger falen, als fie hochbewollt, ſich der Schur nähern: Dſchlag Hit ſo ſind die Heerden in den heißen Mittagsſtunden jederzeit ent- MEIR) weder, wenn die Stallungen nahe ſind, in dieſelben einzutreiben, 47 aj) vder ſolche in Sommerſchuppen oder unter ſchattige Bäume zu E00 bringen. Erſteres verdient aber jederzeit vorgezogen zu werden, 64 Wh! indem man hierdurch den Miſt gewinnt, welchen die Schafe wäh- 1.40 rend der Standzeit von ſich geben. Der Schutz gegen die Son- achten,| nenhite iſt nicht allein nothwendig zur Erhaltung ihrer Ge- Oigen Heer) ſundheit, ſondern auch um die ſchädlichen, austro>nenden Ein2 hoben, 1 wirkungen derſelben auf die Wolle zu verbindern. Es wird IN Dy Überdieß der beſondere Vortheil noch dadurch erreicht, daß ſich nicht ſch) dieſe Thiere nicht ſo ſehr erhißen, fyüher auskühlen, durch das Verwendet| Ungeziefer weniger geplagt werden, auch Nachmittags eher auf 9 dellfan der Weide freſſen, als wenn ſie den Sonnenſtrahlen ausgeſett ) Indem Ind ſind. Insbeſondere iſt dieſer Schutz ein dringendes Bedürfniß gern zu bey der Lämmerzucht, indem ihnen die brennende Sonnenhiße hi auSzujes nicht allein ſehr wehe thut und ſie im Wachsthum und der Auf- eienden Y nahme des Körpers hindert, ſondern ſie legt auch bey dieſen zar: iKQupien H“ten empfänglichen Thieren häufig den Keim zu verſchiedenen der Bolle! Krankheiten, als Herzſchlächtigkeit, Lungenſucht, Lungenents (aher muß! zündung u, ſ, w..-: Chen an fel Dieſe Vorſicht iſt daher bey allen Heerden im Laufe des ganzen Sommers genau zu. beobachten, ausgenommen, wenn Jes den At) kühle Witterung eintritt. Die ſchädliche Wirkung der brennenz= „ten Derbft den Sonnenſtrahlen iſt oft ſo ſtark, daß friſch geſchorene Schafe, erden und! wenn ſie denſelben ausgeſebt werden, Brandflecken auf der Häut x Düngun erhalten, in welche ſich bey vernachläſſigter Aufſicht Ungeziefer tenberd, 1! einniſtet. PI Claſſification der Schafe,. Re 6. 203, Es iſt nun die Zeit herangerüt, wo ſich für den OpNpen rationellen, nach Verbeſſerung ſeiner Heerden ſtrebenden Schaf- Ver NNN züchter, die wichtigſten Geſchäfte an einander reihen, von deren 0 zweckmäßigen umſichtigen Vollbringung das Fortſchreiten, Ste- d folgen Y henbleiben oder Rückwärtsſchreiten in der Veredlung, abhängen z 4 OH indem die Schur herannaht und nun alle diejenigen Geſchäfte zu id 7 zum vollziehen ſind, welche nur unmittelbar vor derſelben vollkommen unden vi ausgeführt werden können. DEE atEnipm- Die Final- Claſſification der Wolle iſt eines der wichtigſten - welt Geſchäfte der höhern Schafzucht, und ſoll mit einer ſolchen Um- ten[in ſicht, Fleiß und Geduld vollzogen werden, wie es die Wichtig- Neße, m keit dieſes Gegenſtandes erheiſcht. Obwohl zwar auch jett ganz jen Größ!" nach den Grundſäten, der im Monat Jänner 6. 43 vorgenom- 1 von 7 menen Claſſification verfahren wird, und ſol die Erzeugung einer edeln Wollte iſt, werden in der VT 30 Tn EIENR EEN MRLIIET WH Ed AR EA EL A AEHAR INES Famn 9 AIK Allee iu wununeäcs 0(Waer anthr Rübe Bd: 27 m x DDL E et 135 Schafzucht. 5. Abſchn. Geſchäfte im May, 66) Regel gemolken, weil dieſes der Erreichung dieſes Zweckes, in jeder Hinſicht, in dem Wege ſteht; denn je öfter man dieſe Thiere melkt, deſto mehr muß zur Füllung der leeren Milchgefäße das Blut derſelben in Anſpruch genommen und daraus diejenigen Theile abgeſondert werden, durch welche ein kraftvoller Zuſtand des Thieres bewirkt wird. Der Haut und ſomit auch den Zwiebeln- der Wolle, werden, dadurch viele Nah* rungstheile entzogen, wodurch dieſelbe in einen Zuſtand von Kraftloſigkeit verſepbt= ſpröder wird, und alle übrigen hohen Ei- genſchaften einer edeln Wolle verliert. BETEN 7ichts deſto weniger treten zuweilen Rükſichten ein, wo das Melken in denjenigen Schäfereyen als vortheilhaft einzufüh- ren ſich bewährt, wo das Local und übrige Verhältniſſe die Ein- führung der feinwolligen Schafzucht nicht geſtattet, und man auf maſtigen Weiden bloß große Schafe halten kann,'deren Hauptzwek> auf Fleiſch und Milcherzeugung hingeht. In dieſen Fällen gewähren ſolche auch nach Umſtänden eine ausgiebige Rente und das Melken ſchadet den Niederungsſchafen weniger, wenn ſölches mit Mäßigung geſchieht und die Dauer der Melt- zeit nicht zu lange ausgedehnt wird. " Wo bey ſolchen Schäfereyen aus beſoriderer Veranlaſſung die Frühlämmerung eingeführt iſt, da ſind*nun alle Lämmer ab=. geſpänt, und die Mütter treten ganz in Milchnupung über, Ge- wöhnlich, iſt aber bey denſelben die Spätlämmerung und der Duttellämmerverkauf an der Tagsordnung, und es treten nun durch den Verkauf letzterer, ein Theil der Schafe in Milcklung und dem Wachsthum der Wolle, 6. 209. Unter Wolle begreift man die Vereinigung vieler einzelner Wollhaare, die aus der Haut des Schafes hervorwach= ſen, und gewöhnlich in einem mehr oder weniger regulären, ge-- weliten Wuchs-- Stapel oder Wollbüſchel und dieſe wieder mit einander vereiniget, das Vließ des Schafes bilden. Das Wollhaar iſt ein aus der Haut»des Schafes ernährter organiſcher Körper, von einer ſoliden, hornähnlichen Subſtanz, hat meiſtens einen kegelförmigen Bau,, und iſt im Innern mit einer Röhre verſehen, welche mit flüſſigem Mark angefüllt iſt. Es unterſcheidet ſich von andern Haaren durch ſeine gekrümmte Geſtalt, Elaſticität und viele andere Eigenſchaften/ keimt gleich dem Hgar aus einer Zwiebel, welche in dem unter der Haut liegenden Zellengewebe befindlich iſt, mittelſt welcher der Wolle ihre Nahrung von innen zugeführt wird. Dieſe Zwiebel beſteht aus zwey Höäutcle; ſo ſcheint es do< keinem Zweifel zu unterliegen, daß es durch. ſeinen Zuwachs von unten aus der Haut mittelſt Verlängerung des Oberhäutchens fortge- trieben werde. Der Beweis für dieſe Behauptung iſt dadurch leicht herzuſtellen, daß man die Wolle mit einer haltbaren Farbe an verſchiedenen Orten im Vließe zeichnet, wonach man ſtets ihren Wachsthum am unterſten Theile nächſt der Wurzel und nie oberhalb dieſer Zeichen bemerken wird. Eben ſo beweiſt dieß die durch Krankheit, ſchlechtes Futter oder andere, auf die Ge: ſundheit der Schafe einwirkenden Urſachen hervorgebrachte ab- ſätzige oder aufgeſchobene Wolle, Dieſes Abſehen wird ſtets da Statt haben, wo zur Zeit der nachtheiligen Einwirkungen die Wolle aus der Haut der Thiere getreten iſt; unterhalb wird die Wolle wieder ihre natürlichen Eigenſchaften dann annehmen, wenn dieſe übel einwirkenden Urſachen beſeitigt wurden, ober- halb aber nie.;; Von den verſchiedenen Wollgattungen, 6. 210. Man unterſcheidet in Deutſchland hauptſächlich dreyer- ! key Arten von Wolle, nämlich: a) Die Wolle der ganz gemeinen Landſchafe, welche ſich durch einen verworrenen Wuchs, ungleiche, grobe, ſtarre, haarige Wollhaare von wenig Elaſticität= ſelbſt häufiger Vertil- zung ihrer Vließe= auszeichnet, Es iſt daher natürlic, daß dieſelbe nicht zur Verfertigung feiner Fabrikate verwen: det werden kann, indem ſie fait alle Fehler einer Wolle be- ſipt/ welche hierzu erforderlich wäre, b) Die Wolle der veredelten Landſchafe(Meſtizen), welche ſich nach vem Grade der Beredlung'zum Behufe der verſchiede: nen Fabrikate mehr oder weniger eignet. c) Die Wolle der Merinos, worunter wir diejenige hochedle Wolle begreifen, welche zu den feinſten, edelſten, geſchmei- digſten, haltbarſten Fabrikaten erforderlich iſt. In ihr er: kennt man in der Regel alle die vorzüglichen Eigenſchaften, welche eine hochedle Wolle preiswürdig machen 3; ſie iſt daz: i- das Ziel, wonach alle Schafzüchter ſich richten, welche e'awollige Schafzucht beabſichtigen. NI Jeder Schafzüchter, der Anſpruch auf dieſen Namen macht, foll die genauſte Kenntniß der Wolle-- ſowohl in ihrem gewa- ſchenen, als ungewaſchenen Zuſtande=- beſigen, ohne welche er ip br 3id | händler um | eſialt, Hul Dorfom e uf[eb hier m mem en wie er ft richtiger überbieten Berthe v Ing der Mvar für! vöſtellung enthalte Aben wit | länzlicht ein ſehr y | Bereins| Piſſen ) Wollver, | Mhſeredi | iht auf oden | heut mI | Weit gebn fachen, | Buchs ih gründet- nau ins| Übrigen 6 dieſe Torn | af 0 | Np verbun fim, 1 |.| Ie Ochſe "het; | IA) der Wehen, ſe verfärt y VN Üchen Glichy Ehaar, ſobald| wehr an,) Fl Chat deſi E denn ſelbſt D)aate Nod S ſtörung, inh Moachſen, BE(11d, bos(4 Ele aber glaub) 1zen Länge dy D) ſelbe aus EN dad) feind Bchs von unt) Nichens fortyy (N1) iſt dadureh Autan y 8(0) wan fu) Fet Burzel| EZ ſv beweiſt 4 UE auf die Ot van yebrachte ab) häh wind ſtets da JF irfungew Vt tda wid d “1,0 WCNN! SYN 3 - AND >(Hächlich heyy +[che ſic) dn GE, Ona!) Fjpufiger Ver Fiher nau gmfate ven) »].iner Woll:(| n), wehe] ads verſaut D jetige Wohl „'„hw; ten, geſamt E: 91 jm Eigenſhaſn en; fi!"u peichten, Imm 7 Namen mf n ihre! j000: E ohne wn N! 4 -= 6, Abſc< nicht auf klare, feſte Grundſäße zurüFgeführt worden ſind;-- demungeachtet iſt es gewiß, daß man es heut zu Tage in der Wollkenntniß hin und wieder ſchon ſehr weit gebracht hat, und ſie läßt ſich ganz und gar dadurch ver- einfachen, wenn ſie auf den regulären, feingewellten, parallelen Wuchs ihres AE= Woraus ſich ein Normal- Stapelbau be- gründet-- bajirt wird; denn wer den Bau des Wollhaars gez nau ins Auge faßt, wird ſich auch in der Feinheit und allen Übrigen Eigenſchaften deſſelben gewiß nicht trügen 3 jedoch ſetzt dieſe Norm voraus, daß wir uns mit dieſem complicirten Be-= griff allein nicht begnügen dürfen, ſondern die in der Regel das mit verbundenen Eigenſchaften derſelben, die ihren Werth bez ſtimmen, näher kennen lernen müſſen.| Der Charakter der hochedeln Merinos-Wolle iſt in der That ſchon von der Art, daß er ſich durc) ſein äußeres Anſehen von jenem des gemeinen Landſchafes, und bey näherer Beurtheilung von der veredelten Wolle ſehr unterſcheidet. Jhbre vorzüglichſten Eigenſchaften beſtehen: in der Feinheitz; der Ausgegli- ihres höhern Werths iſt, und ſel- tene Fälle ausgenommen, alle vorzüglichen Eigenſchaften einer edlen Wolle damit vergeſellſchaftet ſind. Unter dem Grade der Feinheit der Wolle verſteht man aber den Durchmeſſer des ein- zelnen Wollhaars, und eine Wolle iſt feiner, je nachdem derſelbe geringer iſtz man ſ, 9. 186. Wenn man aber die Feinheit mit. aller Scrupuloſität beurtheilen will, ſp muß man ſich der Woll-| meſſer bedienen. Das zweckmäßigſte Inſtrument dieſer Art hat Herr Mechanicus Dollond in London erfunden. Im Allgemeinen. kann man„jedoch bey der freyen Beurthei- lung der Wolle mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß die| zart gewellte Wolle um ſv feiner iſt: 1) je kleiner und enger die Form der Bögen z 2) je niedriger ihre Höhe; 3) je weniger ſchräg die Richtung derſelben z 4) je gleichförmiger dabey ihre durchgängige Geſtalt; und 5) je zarter und durchſichtiger das Wolihaar zugleich iſtz 6). je näher ſich ſolches gegen, zwey Drittheile Über die Länge ſeines natürlichen Wuchſes(aber nicht darüber) durch ſeine engen zarten Bögen.ausüdehnen. läßt; und 7) je mehr derley kleine, regelmäßige Biegungen nach Maß- gabe ihres- Charakters auf“ein beſtimmtes Längenmaaß ge- hen, indem nach Verhältniß der Feinheit oder Grobheit der gekrümpten. Wolle die Unzahl dieſer Bögen von 8 bis 36, ja noch weiter, innerhalb der: Länge eines Zvlls abweichen 3 wobey jedoch zu berückſichtigen iſt, daß eine Wolle mit fia- e aus reiner Zucht zu erreichen. Von dem Parallelismus und der Dichtheit der IB DL Le 6. 213, Unter Parallelismus und Dichtheit der Wolle verſteht man eine gleichförmige Bildung, Klarheit und möglichſte Gleichartigkeit im Wuchſe und in der Länge derſelben. Die Wollhaare, welche zu 19 bis 15 zuſammen vereiniget, bis zur Spite fortlaufen und ſich daſelbſt in einen Stapel vereini« gen, müſſen in allen ihren Windungen eine möglichſt gleichför- mige, grade Richtung und eine parallele übereinſtimmende Lage von der Wurzel bis zur Spite einnehmen, Deßhalb dürfen bey derley Vließen keine Wollhaare die Stapel unordentlich und ver- worren durchlaufen, indem dadurch der Begriff des Paxallelis- mus aufgehoben würde. Ein-dichter paralleler Wuchs iſt die Baſis einer hochedeln Wolle. Von der Eklaſticität der Wolle, 9. 214. Die Elaſticität der Wolle begreift die Ei- genſchaft in ſich, daß ſolche, wenn ihre Geſtalt durch: äußere Einwirkung eine Ausdehnung erlitten hat, ſie dieſe wieder von ſelbſt annimmt. Man unterſcheidet zwey Hauptarten der Ela» ſticität 3; nämlich: a) die geſchmeidige, das ſeidenartige Gefühl - erregende, und b) die unſanftere, mit Sprödigkeit verbündene=- das vaumwollartige Gefühl erregende=- Elaſticität oder Schnetl- Fraft der Wolle,! Die Elaſticität, welche durch einen ſ"nell zurücziehenden, ſcung des Verfaſſers der baum: wollartige Charakter des Gefühls begründet wird. Die mit Geſchmeidigkeit verbundene Elaſticität unterſcheidet fich durch ihren zarten, nachgiebigen, ſanften Charakter, indem eine mit dieſer edeln Eigenſchaft verſehene Wolle jedem auf ſie wirkenden Dru leicht nachgiebt, und nur langſam ihre vorige Geſtalt wieder annimmt, Bloß allein die Geſtaltung der Haare kann nah den Beob- achtungen des Verfaſſers die verſchieden modificirten Kraftäuße: rungen der Elaſticitäts-Charaktere, nämlich das dadurch begrün: dete hart-, mittel: und weichbaumwollartige, ſo auch das hoch, mittel- und ſchwach ſeidenartige Gefühl erregen. Das ſpähende Auge des geübten Kenners weiß dieſe Erſcheinungen in dem Un- terſchied des Baues des Wollhaares genau zu finden, indem ihm| die verſchiedene Proportion in der Geſtalt deſſelben, nämlich die theils ſtärkern oder ſchwächern, auch zum Theil unregelmäßigern Kräuſelungen und die ſich darauf bajirenden, mehr oder minder hohen Einkerbungen deſſelben zum Maaßſtab der Beurtheilung der verſchiedenen Arten des baumwollartigen= und die ſehr| reguläre, gleichförmige und eng bogenförmige, zarte Geſtaltung der Wollhaare, welche die Höhe ihrer Bögen nicht überſteigen, äber auch nicht ganz flac) ausgehen dürfen, und die in der Res "gel von einem ſo zuſammenhbängenden gleichartigen Gewebe des YParalleligmus ſind, daß man faſt gar keine Einkerbungen in der Textur deſſelben wahrnehmen kann,=- verbirgt nach Maßgabe den höhern, mittlern oder niedern ſeidenartigen Charakter der Wolle, Eine Wolle, welche ſich nach Proportion ihres natürlichen Stapelwuchſes ungefähr auf 2 Drittel von ihrer doppelten Länge| ausdehnen läßt, bält ſo ziemlich die, Grenze zwiſchen einer mit regelmäßigen paralleien Bögen gewachſenen von ſeidenartigem= und einer ſcharf eingekerbten oder gekräuſelten, von baumwoll: artigem Gefühle 3 daher eine Wolle, welche z. B. 4 Zoll Länge im ausgedehnten Zuſtande erreicht, höchſtens nur eine gegen 13 Zoll hohe natürliche Stapelhöhe erreicht haben darf, um den ſeidenartigen Charakter zu beſitzen z weil ſie ſonſt zu hohe Win: dungen haben würde, wodurch ſich der Charakter des baumwoll: artigen Gefühls begründet; indem Wolle mit ſlachen Bögen nie ſo viele Windungen bey gleicher Feinheit haben kann, als die mit hohen. Hätte ſie aber eben: ſo viele, ſo müßte ſie. feiner ſeyn 3 denn der Feinheitsgrad iſt ſich nur in dem Falle gleich, wenn die Zahl der Bögen auf gleicher Länge der ausgedehnten -Wolle gleich iſt. Im Fall dieſer Uebereinſtimmung hat abet jene mit flachen Bögen deßhalb höhern Werth, weil ſie allemal ſeidenartiger im Gefühl iſt. Es läßt ſich demnach nach den Beobachtungen des Verfaſ: ſers als ein Naturgeſe annehmen: daß eine Wolle, die ſich un: gefähr auf: 2 Drittel ihrer doppelten Länge ausdehtnen läßt, die = de 4617 +Gerfie Orenzt A ae vo einplubten 00 cpu Gefühlt Gänge iM au88t yimale Giaptl hihartigen Ch? wi(hon eb wodurch ſic) 1 oper begründe hürhole es= 1 jewehr ſich! ag8ſpannen 0! wachſen find(7 eihen Dofty 0 und zeiten fie Sflfee ihrs 1) elfen deſto zur weten, DU wen nicht 1) M GA Oeſchmeidigt] Deit, BindigteMtt * Hürde, Yan(att di Bolle zu 118 Wh ne Jud wiede 07 ſäen) oder vit nung abreig äh Sevelen 10) 44 fäuſeln, fj Wetade bleib IH uber c) dry vf je finey ehr in no [Ipt) hingee SG ih ven Di 1 ohen. 1 Inden 118 wede= 11 biſt nörhig, y Nöthigen 4F || 4, indu mit js ien,( vy; ſehen wad 6. Abſchn. Beurtheilung der Wolle. 143 I(433) NN SEEN UEG EGEEIDeIGIE 224 PO Eier Zu: FMG "Urtheilen, 4 gewach; ig)„= und ei u ſchar Nd Wieder" eingekerbten oder gar unregelmäßig gekräuſelten, von baumwolle Sey Yyle hy; artigem Gefühle, bältz daher eine Wolle, welche 3. B. 4 Zoll > m der Fihß Länge im ausgedehnten Zuſtande erreicht, beyläufig nur 13 Zolt Fabrifat m normale Stapelhöhe haben darf, um ihren entſchieden reinen, ſei M ex der hr. Denartigen Charakter im Gefühle zu behaupten, weil ſie ſonſt, 3 wie ſchon oben geſagt iſt, zu hohe Windungen haben würde, p li Unferſdiy Wodurch ſich der Charakter des baumwollärtigen Gefühls einſtellt H matter, im oder begründet, und man kann dießfalls entſchieden=- ich wie: Ld jedem aui j Terhole es=- zur Norm annehmen: je höher die Bögen ſind, und im ihr io 1 Mehr 19200638 DIE ZZ1 8 MEREN 0. MES E49 20 ; ausſpannen laſſen, oder je unregelmäßiger ſie andererſeits ges btn) den Pis Wachſen ſind(es iſt hier nur die Rede von gefrüminter Wolle), Filen Safy einen deſto gröbern, härtern, baumwollartigern=- und je flächer Spur begrüh und zarter ſie gewunden iſt, ſo zwar, daß ſie kaum über die al 4 des fo: Hälfte ihres natürlichen Stapelwuchſes geſpannt werden kann,, ds iht. einen deſto zartern, ſeidenartigern Charakter wird eine ſolche Wolle zin dem. Lebaupten. Das Wollbaar darf jedoch die angegebene Fläche dex + en indemih Bögen nicht überſchreiten, widrigenfalls ſolches den Charakter S7, ninlhn der Schlichtheit annehmen, wodurch die ſanfte Stärrte, H altbarkeit, Feſtig keit oder Nerv der Wolle ſind gleichbedeutend. Man prüft FOOT: SLES v VG EE SERA hi 2 zuu ÄR amt Ehr Ds BC Siken Aa DE AES ER hien 8 AAA I SRE Deter merit rr 145 46 Schafzucht. (488): ſolche durch den Widerſtand, welchen fie beym Zerreißen zu lei. ſten fähig iſt, dadurch, indem man einen mit dem Daumen und Zeigner der einen Hand feſt hält und ſvl gegen einen von gutem Material verfertigten Spachatz allein verhältnißmäe Big wird das feinere ſtets ſtärker, als das gröbere, und derjenige geſponnene Faden von gleicher Die ſtärker ſeyn, welcher von der feinern Wolle verfertigt wurde, Bey gleicher Feinheit hat aber immer diejenige Wolle den Vorzug, welche beym Zerreißen Von der Zuſammenziehungs- und Krümpekraft det Wolle, 6. 221, Unter Zuſamneönziehungs» oder Krümpe« kraft der Wolte verſteht man die Eigenſchaft ihrer beſondern Walkfähigkeit, wovon die verſchiedenen Elaſticitäts- Charaktere vder eigentlich die Geſtaltung der Haare die Baſis begründen. . Die Eigenſchaft der Woile, ſich in Krümmungen und bogene förmigen Geſtalten bis auf ein gewiſſes Maaß zu kräuſeln, und wenn ſie ausgedehnt wird, von ſelbſi wieder entweder kraftvolc lex oder ſchwächer zuſammenzuziehen, begründet die verſchieder nen Charaktere der Krümpekraft der Wolke: nämlich ihre Eigene- ſchaft, durch die verhältnißmäßig innigere Neigung und wechſels- weiſe Anhänglichkeit der Wollhaare ſich durch ihre mehr oder weniger gleichförmigern und engern Bögen oder Kräuſelungen innigſt an einander zu ketten, und ſich aus dieſem Grunde auch verhältnißmäßig mehr oder weniger gut und leicht unter dex Walke zu filzen. 7];; Wolle, welche dieſe vortrefflichen Eigenſchaften beſitt, liee fert die ſchönſten, ausgeglichenſten und bey gleicher Feinheit halt: barſten, feinſten Garnfäden, und nach der Walke das geſchloſ: ſenſte Tuch. Dieſe hohe Zuſammenziehungskraft der Wolle iſt in der Regel vorzüglich ein Eigenthum der kurz und gedrängt geſtapelten Vließe, und kann daher mit der höchſten Geſchmei: digkeit und Sanftheit verbunden-- oder wenigſtens ſehr ver: wändt ſeyn. Von der Neinheit der Wolle, 6. 222, Unter Reinheit der Wolle wird verſtanden, daß ſolche von allen äußerlich influirenden Unreinlichkeiten befreyt ſeyn ſolt. Dahin. gehören, nebſt den im Stalle durch ſparſame Einſtreu und durch unvorſichtige Fütterungsarten der Wolle ſich mitiheilenden, ſchwer aus derjelben zu bringenden Fatter- und Schmüßtheilen, vorzüglich der Unrath, welcher ſich während des 8 ungs 0 Grub v hu! ſeht,| pwuactigleit[3 den zwar p webe (ißt. Sehr? 6 wn] umg, WES daß er die 5 fen ollie, 5 (ß g/s welche der X ant ſchr; einem Stal dew Bt aß dure bem Bli 1V 6, 234€ ühl eine 305 I vn 178 geln Ve, ihr 669 minder 1) anderer Zu „ten Delle füt, ſo JA „Jobe, JM 11 NerogE nus), UrgB ſten: und 87 jeder It 1 ober zum hn Circoſſien 118 (ud) wolS | Tete(133 pn jeder 34 Wonen Pyr (4 E Wiſtnlh: bin wS Wiſh 5 „0000. (Wer aus VWiſche nN | 6. Abſ und Zem Schopf, im geringern Maaße angetroffen.' d Das dieſe Fette der Wolle eine Raſſeeigenſchaft dex Merinos. iſt, dürfte wohl keinem Zweifel unterliegen, indem ſolche bloß durch ihre Vermiſchung und Veredlung, unſern Metishecerden angeeignet wurde, und unſern Landſchlag von Schafen beynahe ganz fremd iſt. Die abweichende Farbe ſcheint aber mehr von der Cultur, Behandlung und Ernährungsart der Schafe herzu- rühren, welche man dieſen Thieren in unſerm Vaterlande ange- Leihen läßt, indem die Leoniſchen Wanderbeerden in Spanien alle weißen Schweiß haben; welches aber keineswegs durchge: 6 parti der d jem Fall[3 da und& fr und die c „föperſchwe' || ' EE ber Bode einzelnen V einander ve „Gewalt qus% größten 70 zu jeder M0 werden muy jenigen Dol bey der DUV wird biejer und bey Vl waer var welche vis tung und 4] Y 1" (, 226,14 Seanheit ee WOlechten vu wet, u 3 Snöbeſ on ein, wenns tafutier, 9 GFrühjahrö,% Bolle au,4 leich fam 8 zugewacſeng a eine Jengen 156 |.|; m" 078 durch fl heitsperiods Uhietes, dz Ottungen 4 Ntwenden WW Dlthait le unh Uf (,3; verfehr y ſie alley Kälte und der Thien, "7 6. Abſer und das Haar ſtarrer), daher nur als M bgtforben, der ſchlechteſte Ausſchuß zu Kotzen u. ſ, w. zu verwenden. Den ; Flaum vieler edeln Lämmer darf man nicht mit den Hundshaa- Ei) olle, ren verwechſeln, indem ſolche bey edeln Raſſen ausfallen und gu-= S'p[le wild ter Wolle Plas machen, während ein Schaf mit Hundshaaren Bf gefunden. begabt, ſolche auf die ganze Lebensdauer behält. - Wi Vom Ueberwuchshaar der Wolle, rt NN 6. 232, Das Ueberwuchshaar oder das mütterli« Emue 6. 174. 184, 193, und wegen der Tränke 173. - AETDNNFS N» 7 E.:; - It Sli 184. 198.=- vorgefbrieben worden ſind, haben auch jebt ihre DS ſtrebt 3,3, verhältnißmäßige Anwendung. Vorzüglich ſuche man aber im ierte fue Anfange dieſes Monats die Braad)- oder Feldweiden, vor deren SA Ahilden fah, Fänzlicher Uma&erung., möglichſt zu benüben. 6 St briegte un: Was die Pflege? und Wartung der Lämmer auf der Weide 11, Derby betrifft, ſo ſehe man 6. 181 und 200. nach.. SMD! angetrof Die zur trocknen, grünen, ganzen oder theilweiſen Stallfüt2 NC 109 erben: terung beftimmien' Schafe werden ganz. nach dem 6, 166= 172 und 199. angegebenen Regeln durch ihnen zuſagende Nahrungs- mittel in möglichſt gleichem Nahrungszuſtonde zu erhalten ge- NO Bell«, ſucht 3 die mit Grünfutter zu ernährenden Stallſchafe ſind nun Etbetug: aber ganz zu dieſer Fütterungsart übergetreten. 3 WO geregelte Wegen des nun fortwährend Statt habenden Hürdenſchlags S8! Jart an: vder Pferchen's. mit den Schafen, ſo wie wegen der umſichtigen : Behandlung dieſes Geſchäfts ſehe man 69. 201, und wegen des | um ſo nöthigen Schübßes der Schafe gegen die mittägliche Sonnen- IN hiße 6. 202, nach; indem in den meiſten Schäfereyen, in der er- ae WK ſten Hälfte dieſes: Monats, die Schafſchur Statt hat und die LAU zeſtot: Schafe nach derſelben, beſonders gegen den Einfluß der brennen2 EQhadurh et: den Sonnenhibe und kalte Witterung ſorgfältig zu ſchüßen ſind. DE hte Yagit::; Von der Behandlung der Lämmer. - 6. 240. Bey eingeführter Spätlämmerzucht eignen ſich nun die ſämmtlichen Lämmer= je nach ihrem Alter=- im Laufe die= X Fant Han ſes Monats) zur Abſpänung. Sind dieſelben gleich den Früh- 18Ongen Don lämmern zu Hauſe mir dürrem Furter, oder aber ſpäter mit grü- 44 Naſe in nein im Ställe gefüttert worden, und für die Folge zu dieſer Pe ſdlicht Ernöhrunggart oder zur Stailfütterung bis zur Stoppelweide be- „74 Retines, ſtimmt, ſv hat ihre allmählige Entwöhnung bis zur gänzlichen 24 br brand: Abſpänung gänz nach den 5. 145 und 182, angeführten Regeln a unter den zu geſchehen, und es iſt alle erforderliche Aufmerkſamkeit und ger Wells, Genauigkeit bey dieſem wichtigen Geſchäfte dahin zu richten, daß 0 höchft den abgeſpänten Lämmern eine zwe>mäßige Nahrung, wie ſolche Eten in div in even dieſen Paragraphen angegeben worden iſt, verabreicht mora mw: werde, Indem ihr ungeſtörtes Wachsthum ganz davon abhängt. Een Fein Dey denjenigen Schäfereyen aber, wo man den Lämmern ge=- E ind unte ſtattet, mit ihren Müttern die Weide zu beſuchen, wird ihre Ent» >| wöhnung von' der Muttermilch viel einfacher und naturgemäßer da- = nm DIL 8. 4“- 2 4; 4 5. He? Durch bewerkſtelligt,„daß man die Lämmer== welche ohnehin in dex E(inzendn Nacht von ihren Müttern entfernt ſind= 3 bis 4 Wochen vor der M j 4 Yuf Abſpänung unter Tags, allein hüten läßt, wodurch ihnen der Bn deit freye Genuß der Muttermilch guch auf der Weide entzogen wird. 0 Man geſtattet denſelben ſodann anfänglich nur in der Frühe und UU Abends vor dem Aus- und Eintreiben eine kurze Zeit den Ge- ; nuß- derſelben, und in den leßzten acht Tagen wird ihnen ſolcher 4 nur in der Frühe geſtattet und endlich ganz entzogen, Dieſe Schafzucht. (496) theilweiſe Entziehung der Muttermilch hinterläßt um fo weniger eine nachtheilige Rückwirkung auf das Wachsthum der Lämmer, wenn man ſolche, während dieſer Periode und einige Zeit da: nach mit etwas Hafer unterſtüßt und ihnen die für ſie beſonders geſchonte beſſere Lämmerweide(m. ſehe 6, 146.) tbeilhaftig werden läßt. Obſchon die abgeſpänten und zur Weide beſtimmten Läme mer in vollem reichlichen Genuſſe der grünen Weide ſind und ihnen hierdurch eine ſaftige Nahrung zu Theil wirdz ſo iſt doch ſorgfältig darauf, zu ſehen, daß ſolche täglich mit reinem Waſſer etränkt werden, indem ſie-- nebſt der grünen Nahrung an die uttermilch früher gewöhnt-- die Tränke um ſo weniger ohne großen Nachtbeil vermiſſen würden, als dieſe jungen Thiere bey ihrem ſtarken Wachsthum, ſolche nunmehr, als in jeder anderu Lebensperiode bedürfen, und dieſes Bedürfniß durch ſtarken An- drang zur Tränke zu erkennen geben; aber roße, ſehr große Vorſicht iſt erforderlich, daß dieſe zarten Thiere nicht kalt gee tränkt werden, wodurch ſonſt unheilbare Lungenkrankheiten und der unvermeidliche Tod als Folge berbeygeführt werden würden. Obwohl die Lämmer, welche früher mit ihren Müttern die Weide beſuchten, den Weidegang gewohnt ſind, ſo ſind doch alle jene Vorſichten bey ihrer ſeparirten Hütung zu gebrauchen, welche bey der erſten Hütung der Lämmer C. 181 empfohlen wors den ſind; indem ſie ſich in den erſten Tagen nach ihren Müt- tern ſehr ſehnen und zum Laufen und Springen ſehr geneigt ſind, weßhalb ihnen jederzeit eine verbältnißmäßige Zahl von Leithammeln zur Begleitung und Feſthaltung, beſonders anfäng- lid), zugetheilt werden müſſen. Von der Numerirung der Lämmer, 6. 241. Obwohl ſämmtliche Lämmer bald nach ihrer Geburt, ſowohl mit dem Schäferey-, als auch Abſtammunggszeichen(m. ſ, 9. 35,), verſehen worden ſind, ſo ſind ſolche-- falls es in Ver- edlung begriffene Thiere ſind-- doch noch„vor ihrer gänzlichen Abſpänung, auf die eine oder andere, der in der 8. Abtheilung vorkommenden Numerirunggsarten, zu bezeichnen und in ſpeciellen Rechnunggempfang zu nehmen, um zugleich noch manche intereſ-- ſante Notizen, in Bezug auf ihre Eltern oder ihre eigenen jugend- lichen beſonderen Eigenthümlichkeiten, machen zu können. Dieſes Geſchäft muß jedoch mit Pünctlichkeit und Genauigkeit vollzogen werden, indem dadurch für die Folge einer Menge verdrießlichex Irrungen vorgebeugt wird. Von derSchurim Allgemeinen und der hierzu ere forderlichen Witterung. 9. 242, Die fröhliche Zeit der Wollerndte iſt nun berbeyge- kommen, daher zu dieſem Zwecke alle Veranſtaltungen zu tref- fen ſind, wie es die Wichtigkeit des Gegenſtandes als Hauptziel der Schafhaltung erfordert. In Deutſchland beobachtet man hinſichtlich der Schur zweyer-- ley Verfahrungsarten, und zwar, entweder die einſchürige oder die zweyſchürige. Unter letterer. wird die Schur der gewöhnli: ide ſind un) DMM);(0 if des Slip Dy Drug nl veniger aby DIn Thiere by FR Neder anbert 3 ſtarten A 0 ſehr groß! ADcht Falt a AM heiten und M en würden, FC Rüttern die 19 find des EB. debrauchen, 4 Wfoblen wur AArbren Müt: ähh! geneigt Alt Zahl von 0IN.18 anfang: ZE, JO hrer Gebur), FE ien(md; TENENEGN Ny 17 gänzlichen 45 Jörheilung au in ſpedellen the inter nen jugend: ZB zen, Dieſs ER eit vollzogen ig verdrießlid Bhierzutm zun berbeig? Degen zu 11 EL(8 Hauf! A hur zwe | ſchürige ed! fier ge gen Stufe eerinos un | =“- GESLERie€ ZEILE EHRE bienen Minette Ue Fw- ASTTEZISKRERRNEHERECDEE TERT TTI GERIPPE SITE KAR IE. L<- 6. Abſcne Witterung während des Trocnens der Schafe, indem naſſe Witterung, oder öfteres Beregnen der- ſelben, dieſes Geſchäft oft dermaßen vereitelt, daß, um nicht mit einer mittelmäßigen Wäſche zufrieden zu ſeyn, man die- ſes das Vieh fo anſtrengende Geſchäft wiederholen muß, und, was das Unangenehmſte iſt, dabey nie die ſchöne Wäſche erzielen wird, als wenn man dieſes Geſchäft gleich im An- fange hätte vollkommen verrichten können. Da eine möglichſt ſchnelle Abtrocknung der auf den Schafen befindlichen Wol- le eine Hauptbedingung einer ſchönen Wäſche ſowohl, als für die Göſundheit der Schafe iſt: ſo liegt es in der Natur der Sache, daß eine Einſtallung bey ſchlechter Witterung die- ſem Zwe nicht entſprechen kann; indem hierdurch das Troc>- nen verzögert und die Reinhaltung gefährdet wird. d) Bey dem Schurgeſchäfte ſelbſt iſt ebenfalls warme Witte- rung ſehr wünſchenswerth„ indem hierdurch nicht allein das Geſchäft erleichtert wird, ſondern auch die Schafe nicht ſo ſehr unter demſelben leiden. VE 32 orermtangn 56 (498)-:| ' e). Aehnliche, aber auch nicht zu wartite Witterung, einige Schafzucht, Zeit nach, beſonders unmittelbar nach der Schur ſelbſt; in: dem nichts ſchädlicher auf die Geſundheit der neugeſchorenen Schafe einwirkt, als naſſe Kälte 3 ja es iſt fein ſeltner Fall, daß bey ſchneller Veränderung der Temperatur, von Wärme zur naſſen Kälte, ſolche ſo ſchädlich auf die im Freyen gehal: tenen neugeſchornen Schafe wirkt, daß ein großer Theil der: ſelben dieſen ſchädlichen Witterungseinflüſſen unterliegt, näm- lich erſtarrt, oder durch Verkältung zu Grunde geht. Man kann daher dießfalls nicht vorſichtig genug ſeyn, und ſoll die neugeſchornen Heerden, wenn es Localumſtände erlay:| ben, nie zu weit von den Stallungen entfernt hüten laſſen, um ſolche im Falle der Noth ſchnell unter Obdach bringen „und im, Stalle troen füttern laſſen zu können. Sobald aber die Wolle einmal wieder in Wachsthum tritt-- was gewöhnlich nach acht Tagen der Fall iſt-- ſo verſchwinden auch dieſe Gefahren. Von den Vortheilen der Wollwäſche ng< der S.| 8 ſchen,[0 11! erden den m ennehmliht one Behandlun 4) 4 ſ zurbngt, €) Die größere Menge Unrath, welche EZ SIE:-- NEE H RSE HEN EAT TE SEICKAEITT 6 TTT ART TETE GETS ERES AIENE TEE IIR TRIDREET UPN GEO NN EEE 6. Abſchn. Geſchäfte im Monat Juny, (499) um ſo weniger zweifelhaft ſeyn, indem dieſe Thiere mit ih- xen naſſen ſchweren Vließen oft mehrere Tage und Nächte in kalter Witterung zubringen müſſen, was denſelben in dem Verhältniß gefährlicher wird, als ſie früher ſorgſam gegen jede Näſſe.geſchübt wurden. Die unterdrückte Tranſpiration zieht bey ſchwächlichen Schafen oft um ſo gewiſſer einen ſchnellen Tod nach ſich, als es ſich bey ſchlechter Witterung vfters ereignet, daß ſie länge Zeit nicht abtro>nen; ja aus dieſem Grunde manchmal erſt nach 8 Tagen zur Schur ge- langen können 3; während welcher Zeit zugleich eine mehr oder weniger ſtarke Verunreinigung der Wolle nicht zu ver- meiden iſt, e) Bey der Wäſche auf dem Körper bleibt der Preis der Wolle jederzeit precair, indem es ſchwer zu ermeſſen iſt, wie viele Procent Unreinigkeiten in einem Sack dieſer Art gewaſche- ner Wolle enthalten iſt, Hierdurch wird das gegenſeitige Vertrauen zwiſchen Käufer und Verkäufer geſchwächt, und der Calcul des Käufers wird immer das Intereſſe des Ver- käufers beeinträchtigen. 1 ſich in der Wolle befin- det, vermehrt das Gewicht derſelben, und vertheuert die Fracht, Mauthen u. ſ. w. zum Nachtheil des Verkäufers. 8) Wenn die Wäſche zufällig oder durch Vernachläſſigung bey der erſten Wäſche mißglüc>t iſt, ſv kann man ſich in der Fol: 82, ſelbſt bey der Fabrikwäſche, nie mehr die reine weiße Farbe der Wolle verſprechen, welche ſo nöthig iſt, wenn ſolche in der Folge, bey der Fabrication, entweder eine weiße, oder eine andere ſehr feine Farbe erhalten ſoll, Die Schwefelung ſolcher Wolle, um ſie weiß zu bringen, erſetzt nie die reine Wäſche, indem ſoiche dadurch hart und doch nach einiger Zeit wieder gelblich wird. -h) Da eine ſolen-- weßhalb bey erſterer der Käufer nicht ſo ſehr der Ge: fahr der Vermiſchung ausgeſeßt iſt, 8g) Die nach der Schur nach ſpaniſcher Art gewaſchene Wolle, verliert verhältnißmäßig noch immer 15 bis 20 Procent, und muß deßhalb dennody jederzeit der Fabrikwäſche unterwor- fen werden, Es ſey zwar richtig, daß die Geſundheit der Schafe dadurch gar nicht angegriffen, und die Schur auch viel zeitlicher, als nach der Pelzwäſche, vorgenommen wer- den kann; wodurch der Urproducent, falls er Gelegenheit fände, ſolche Wolle ungewaſchen an Mann zu bringen, oder im Nothfall Vorſchüſſe darauf, in Waſchanſtalten und Sor» tirungshäuſern von Privatunternehmern zu erhalten-- viel: leicht früher, als bey dem gegenwärtigen Verfahren, zu ſei: nem Gelde gelangen könnte 3 aber es werde der Pelzwäſche hierdurch gar keine Arbeit-- beſonders wegen der Tro>nung der Wolle-- erſpart; im Gegentheil ſteht dieß Verfahren,| durch ſeine Koſiſpieligkeit und Langweiligkeit, um ſo mehr im Nachtbeil, gegen die Pelzwäſche, als ſolches grade in der Jahrszeit eintritt, wo der Oekonom ohnehin von andern wichtigen Geſchäften gedrängt wird u, ſ, w. Von dem Shwemmen der Schafe, 6. 245. Es ſollen nun die rühmlichſt bekannten Woll- Waſch: manipulationen, der Vergleichung wegen, beſchrieben werdenz damit jeder Urproducent nach ſeinen Localumſtänden, für die paſſendern= ohne ſeinem Urtheil vorgreifen zu wollen-- ſich ſelbſt beſtimmen kann.: Die allgemeinſte und wahrſcheinlich die älteſte Methode, die Wolle auf dem. Schafe zu reinigen, hat durch das Schwem- men Statt, Es wird zu dieſem Behufe bey einem Bache oder Fluſſe, ein hinlänglich tiefer, mit einer ſtarken Strömung verſe- hener Platz ausgeſucht, welcher wo möglich Sand oder Schot- ter zum Untergrund, und ein ſanftes-- entweder mit reinem| Sande oder mit Bretern verſehenes-- Ufer zum Ausgange hat, 6 quit fh! py Tiefe d ſpaßen. feyn) weſhädigen ji, vein „-- Ö 4 4; Arbeitern 11! ahiat, ms voin del wiſſe Entfe gegen das dem Waſſe!! ziefen Leis fen und ES Geſchift got Bah AE ar en pein nnt man 7 kchte may treiben, def (hes Rhi befindliche piel als ml uud des 6/44 daten 5,3 Weder, mvs Nei | Zuſü ur Keine e der uſs voſchung 1 hicht genau Indem die 48 Einweichen inbigem fatt Andi (R dud 8 biw| | Wie ſ ſen ſell, 1 ehr dert er Gattyze (Wegen 5 van Cha! pen Gde Ott, viej Ne Wi 0 9 Verhälmhg he die el Deeg förder uv, ſen, Im 6, Abſchn, Geſchäfte im Monat Juny, I 159 Ö Byſhmain Hamit ſich die Schafe beym Ausgang nicht wieder beſchmutzen. [y Itdeſtelſt wi) Die Tiefe des Waſſers muß jedoch bey dem Einſprung ſo bez: D iſchen werdy ſchaffen ſeyn, daß die Schafe nicht den Grund erreichen und ſich Prbaltnig hy beſchädigen können.„Das Locale muß im Allgemeinen beſtim- oht then 4 men, welche Vorſichtsmaßregeln man zur Sicherheit der Thiere ZT algen ap= 3. B. durch das Schlagen von Hürden, Eintheilung von FE) den Aft Arbeitern im Waſſer u. ſ. w.= zu treffen hat. Iſt man genb- Dingen, thigt, in großen breiten Flüſſen zu ſchwemmen, ſo geſchieht dieß DS für eine füh meiſtens dadurch, daß man die Schafe mittelſt Plätten eine ge= "0 wiſſe Entfernung vom Lande in den Fluß führt, und ſolche dann Wins fotos gegen das Ufer einſpringen läßt, In Ermangelung von fließen- Del ſeweh dem Waſſer känn dieſes Geſchäft auch in hinlänglich großen und - MU vw tiefen Teichen Statt finden. Sind alle Vorbereitungen getrof= M Dolle din fen und iſt die Witterung günſtig, ſo wird folgendermaßen zum ACnen Ahſiht- Geſchäft geſchritten. Am Vorabend der Hauptſchwemmung läßt M en fan, man ſämmtliche Schafe nach Gutachten 2 bis 3mal in das Waſs- 10 anzen Sließy ſer einſpringen, ſo daß ihre Wolle ganz durchnäßt wird. Dieß m inzelnen Et; nennt man das Einweichen. Nach dieſem vollendeten Einweichen S9 fehr dr 6 man die Schafe, ſobald wie möglich, in den Stall zu treiben, damit ſie einestheils an der Luft nicht abtro>nen, andern= 38 ſene theils ſich wieder ſo erwärmen, daß die Wolle und das darin E Mrpi! 6 befindliche Waſſer ſich die natürliche Wärme des Körpers, ſo |)„Deen u viel als möglich, aneignet z; wodurch eine zur Auflöſung der Fette . WES und des Schmutes, ſehr zwe>mäßige Txmperatur in der durche- Meir de niäßten Wolle hervorgebracht wird. Um dieſe Erwärmung zu be- | O1 Ci and fördern, muß jedey Luftzug im Stallz, während dieſer Nacht, LIEN ſorgfältig verhindert werden, Un Gezerh Den folgenden Tag muß man ſobald als möglich die Schafe FE bringen, z zur Reinſchwemmung bringen, und man darf ſie vorher nicht lan- Es lien und 6) ge der Luft ausſeten, indem die mindeſte Abtrocknung die Rein-= Whalten=h waſchurg ſehr erſchwert; ja man kann, wenn man dieſe Regel 2 fahren, zu| nicht genau befolgt, einer trüben Wäſche ſicher entgegen ſehen z Ver Vetzwäl indem die in Fette aufgelöſten Schmußttheile, wenn ſie nah dem Nader Tron! Einweichen vor der Reinwäſche wieder eintro>nen(welches bey 4/5 Verfahrt windigem Wetter auf dem Rücken der Schafe in kurzer Zeit 94; um[0 m Statt findet), durch die kalte Wäſche nie mehr ganz, und iches gmadt| ſelbſt durch die Fabrikwäſche nur ſehr ſchwer ſich herausbringen EIN von an)! laſſen. 4 Wie oft man die Schafe durch das Waſſer ſchwimmen laſ- 4 ſen ſoll, läßt ſich nicht beſtimmen, und hängt meiſtens von der Efe; mehr vder weniger günſtigen Witterung und hauptſächlich von Fn Boll: Dl der Gattung der Schafe ab. Hochfeine Merinosſchafe waſchen Sieben Win ſich wegen ihrer fettern Wolle ſchwerer, als veredelte oder ordi- genden, füt! naire Schafe, Oefters werden manche Heerden mit 3 bis 4ma- - wollm=) ligem Schwemmen reiner, als andere, welche 6 bis 9mal, auch - öfter, dieſer peinigenden Manipulation. unterworfen wurden, >, Meth)! Rach Erforderniß der Localverhältniſſe und der Schafe ſelbſt, iſt 3 das Shit es vfters nothwendig, daß man in der Breite des Waſſers, eine Bat! verhältmnißmäßige Anzahl Perſonen in einer Reihe austheilt, wel: em aMliches Local erforderlich ift, wel-- ſer zur Ei) ene, etwas erhabene Ort, wohin ein fließendes Bach-, oder auch) Quell: und Teichwaſſer geführt werden kann, iſt hierzu brauch- 5 1206 Var; obwohl bey der gewöhnlichen Manipulation der Schwemme"An Yerl Hartes, kaltes Waſſer einer guten Wäſche unüberſteigliche Hins kho Art; derniſſe in den Weg legen würde. Ee 4 Die längliche Form einer Schafwäſche hat jederzeit Vorzüge Shit ver A vor der breiten, indem ſolche leichter von der Maſſe des Waſſers Shwimmen| durchſtrömt wird, auch geſtattet, daß mehrere Menſchen darin Ehe Nero. angeſtellt werden können, ohne daß ſie ſich in der Arbeit hin- ſex Wſprnger Dern. Eine derley Schafwäſche ſoll höchſtens 2 bis 3 Klafter(083 breit und ſo lang ſeyn, als ſie der Anzahl der Schafe und den| Dem(0h Darin zu beſchäftigenden Arbeitern nach, erforderlich iſtz wobey läßt man ſor jedoch nicht überſehen werden"darf, daß man die hinlängliche deſhalb eine Maſſe des die Wäſche durchſtrömenden Waſſers zuvor in Erwä- veſer aufwei gung zieht. Die Tiefe muß durch angebrachte Schleuſen beym Während) Ein- und Ablauf regulirt werden können; welche jedoch meiſtens iO Ahlapſchley ſo zu bemeſſen iſt, daß das Waſſer den darin ſtehenden Arbei-[aBleaße 3uf tern nur bis zum Bauch geht, Auch muß die Wäſche mit ei- aus dem Daſh nem ſehr ſchrägen Ein- und Ausgang verſehen ſeyn, mittelſt,| Höhe it,, welchen die Schafe in die Wäſche gebracht und wieder bequem aus der Del) ausgelaſſen werden können, Die Wande und der Boden dieſer, und nah an in einer Erdvertiefung ſich befindlichen Wäſche können entweder Shifenwaſer, mit Holz ausgetäfelt oder mit Steinen tro>en gemauert werden. Teile inv „* Wie viel Schafe-man in einer ſolchen Waſchanſtalt täglich eiſplgenden| einweichen und waſchen kann, hängt nicht allein von der Grtze ve, dier, EI 6, Abſchn. Geſchäfte im Monat Juny,. 161 - Fn|(303) PChin ſe im bes Baſſins und dem Quantum des zufließenden Waſſers, ſon- De" Ci) Hern auch von der Beſchäffenheit der Schafe ſelbſt ab; nämlich X) Aen ob ſie ſich leicht oder ſchwer waſchen laſſen. Im Durchſchnitt md derhuk Fann man wohl annehmen, daß man täglich in einem derley Baſe ſin von 12 Schuh Breite und 60 Schuh Länge, bey einem hin- Miche reichenden Zufluß von Waſſer und einer verhältnißmäßigen Zahl It 4 Arbeiter, 900 bis 1000 Stü> Schafe weichen und ganz rein wa» M die Gfy| ſchen kann(man ſ. Aufruf von Bernhard Petri, die Be- :„PEE gründung von Wollmärkten betreffend, Wien 1823), S hn.. IS 08 füh Von dem dabey Statt habenden Einweichen der KD Viſche i) Schafe, ] 6. 247, Die erſte und wichtigſte Arbeit, wovon das Gelin- v Zu ptbedingun gen des Ganzen abhängt, iſt das Vorbereitungsgeſchäft= oder 1 In ſehr, wi das ſogenannte Einweichen der Schafe, Die zu dieſem Zwee AA chaffen, un: dienenden Vorkehrungen werden von Localverhältniſſen beſtimmt. v9Ntes gelbbraunes dic>es Ehen entw Seifenwaſſer erzeugt, in welchem ſich in kurzer Zeit alle heterogenen wert wd. Dheile in dex Wolle innigſt auflöſen, und ſich bey der darauf talt Hal) erfolgenden Reinwäſche ſchnell wegwaſchen laſſen. Je trü- bon dir Oi ber, dier, ſchärfer und“ ſubſtantiöſer daher dieſes natürliche f“py ik 1 Zart“ 1 0](H- 111/08 ] y j? I) 48 MIE uff P14583) 17 (AE) 5 pe A| IM 19-13) 4 3 :'B !' 14 2 <==. z==-- See GEE ee ai = dale a IO : 25 = 162-- Schafzucht. 504) eifenwaſſer iſt, fe mehr entſpricht es ſeinem Zweeke, die Unreis nigfeiten der Wolle im Pelz aufzulöſen, Dieſes ſchon früher durch Luft und Sonne erwärmte Bad erhält durch die natürli: wohl verſchloſſen wird. In derley warmen Stallungen wird das naſſe| Vließ ſv erwärmt, daß ſolches den darauf folgenden Tag deſto' beſſer zur Neinwäſche. geſchickt wird, Nach vollendeter Cinweichung wird ſogleich das ſen wurden. Dieſe Verfahrungsart ſteht nur in ſofern gegen die Rein2 wäſche im Baſſin im Nachtheil, als ſolche das Vieh etwas mehr angreift. Die Waſchung der Wolle wird jedoch auch durch die: ſes Schwemmen total rein, ohne daß es nöthig wäre, das Vieh ſo oft durch das Waſſer zu treiben, als dieß bey dem gewöshnliz mäßigern Sche- ren die Beförderung des Geſchäfts ſowohl, als auch die oftmaligen iißhandlungen der Schafe, mehr vder weniger abhängen. Obwobl man noch in mehrern Ländern die Scheren in Form der Schnei- derſcheren gebraucht, ſo ſind doch die flachen Schafſcheren-- mit- telſt einer Feder zum Drücken eingerichtet-- hier zu Lande, bey weitem noch die allgeimeinſten. Dieſe entſprechen jedoch nicht ganz dem Zwecke, indem ſolche gewöhnlich von ſehr ſchlechtem Material verfertigt find, und ihre Conſtruction es nicht zuläßt, den Schnitt ganz in ſeinex Gewalt zu haben, wodurch viele Thiere beſchädigt 6,7 werden. Mat verſchiedene an qe als Die pipfollein eint Ghneide und' dine glichen?| er gingen Bortheil für ſtatten, mit| zu fönnen,! fet Aufzudn vs bereits vi verley Gch wichtigen 003 | Mithen Yat, fol ein Schvero, die 19 Jrheneo dne Geha! VOENBUNN NE 0, 233, 16 Schurhauſer H Mreſchtenne, 18 nb mie Euro X Ranke ſhrofam ama 5 ) augendl f olle feuhlg dieſem Grunffe binaire Cem törlage für 04% (Fm Spanien D dieſem Behutg M wels ſcm wet 7 | m Gf die Heerden 15 fügniß andeys Ih! der zuj5 temen, 6 all, weld! 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In Spamien hat man eigene große Schurhäuſer, theils um die Heerden des Eigenthümers darin zu ſcheren, theils dieſes Be- fugniß andern großen Heerdenbeſitern, gegen einen nach der Zahl der zu ſcherenden Schafe zu beſtimmenden Betrag, einzu- räumen. Solche Schurhäuſer beſtehen: a) aus einem großen Stalle, welcher 2, 3 bis 20,000 Stü Schafe faßt, um ſolche vor und nach der Schur gegen die Witterung zu ſchützen; b) aus einem niedern, wohlverwahrten Behältniß, in welches die Schafe unmittelbar vor der Schur kommen ,. um hier in eine ſtärkere Tranſpiration verſehbt zu werden, welche den Scherern die Axr- beit, bey den von Natur dichtfelligen Merinos, erleichtert. Die- ſes. Behältniß nennt man das Dunſthaus. Aus demſelben kom- men die Schafe unmittelbar zur Schur, und es-werden immer in dem Verhältniß Schafe in daſſelbe getrieben, als es leerer wird, um ſie darin in einer ſtets gleichen, etwas erhöhten Tein: peratur zu erhalten z; 6) der Schurſaal ſtößt unmittelbar an dieſes 463 ESE SIE R IE WME 3 I MEET Cr Ee eur=< 00 1466- Sdafzucht, (508) Behältniß; und faßt nach Maßgabe 100-- 200 Scherer, welche ſtehend ihre Arbeit verrichten und jeder derſelben täglich circa 25 Stü> ungewaſchene Mutterſchafe ſcheret. Dieſe Schurſäle ſind 15=- 16 Schuh hoch und haben niedere, aber breite Fenſter, nahe an der De>e, damit die Arbeiter durch den Sonnenſchein nicht beläſtigt werden. Auch ſind ſolche bey der Schur in der Regel verſchloſſen, damit durch den Zutritt der Luft die Tran- ſpiration der Schafe nicht unterbrochen wird, Von der Schur, 6. 254, Sind alſo alle Vorbereitungen pünctlich getroffen, und iſt die Wolle auf den Thieren vollkommen abgetro>net(was man genau unterſuchen muß, indem naß oder feucht geſchorene Wolle, in große Haufen gelegt oder eingeſa>t, leicht vermorſcht), ſv ſchreitet man zur Schur ſelbſt. Die verſchiedenen Abtheilun- gen der Heerden werden daher nach der Reihe, nach den abge» heilten Geſchlechtern und Claſſen, abgeſchoren, und ihre Vließe auf ſeparirie Haufen getragen, worüber= um Jrrungen zu vers 0=- auf Täfelchen das Numero der Sortimentsclaſſen ſeyn oll, Man hat bey der Schur der Schafe zu bemerken: a) daß die Wolle genau an der Haut und gleichmäßig abge» ſchoren werde und beſonders zwiſchen zwey Schnitten nicht ein längerer Streifen ſtehen bleibe, was der Fall iſt, wenn die Schnitte zu breit genommen werden, b) Daß man das Schaf beym Binden nicht verleße, noch wäh: rend der Schur drüe,. ce) Daß ſolches während des Scherens durch ungeſchi>kte Sche: rer nicht geſtochen oder geſchnitten, am wenigſten aber eine Ziße bey den weiblichen Individuen abgeſchnitten werde, g) Daß die Scherer ihre größte Achtſamkeit dahin richten, damit ſie während des Geſchäfts das abgeſchorene Bließ nicht zerreißen, indem ſolches in einem zuſammenhängenden Vließ abgeſchoren werden muß. e) Daß alle Veranlaſſung vermieden werde, wodurch die Wolle während der Arbeit verunreinigt werden könnte, X) Es iſt nicht hinreichend, daß die Schafe nach ihren Ge: ſchlechtern, Alter und ihren Wollclaſſen regelmäßig zur Schur gelangen, ſondern es' müſſen auch nebſtdem, während der Schur, ſelbſt alle gröbern und ſchmutzigen Theile, ſo wie auch die kleinern StüFe, genau von der Wolle der zuſammenhän:- genden Bließe, abgeſondert und auf eigens dafür be: ſtimmte Haufen gebracht werden. 8) Deßhalb und zur beſtändigen Neinhaltung des Schurplaßtes, ferner wegen des Zu- und Abtragens der Schafe, des Sche- renſchleifens und Suſammenſuchens der verſchiedenen Wollſor- ten, ſind eigene Handlanger zu verwenden, wovon Jedem ſein eigenes Geſchäft zugetheilt wird, ſo zwar, daß jeder hinlänglich in ſeiner Arbeit beſchäftigt wird. h) Iſt durch Zufall oder Ungeſchicklichkeit der Scherer ein oder 3 das andere Stü>X geſchnitten werden„-ſo muß man die unde m 5| ſchnell 4) Man ed wenn ſie 8 wehdenden wehr als mütter u Fonnen,/ ſchlagen! Pließe be und aud) Ho! Waſchen? pP im Zunft Bunde | | 6, 263, yſährend verſe (vf(gens dv das Ycht nur Ban berniedt, Jebod) midht zU ie gamze age es ſich noh/ welches der Kü lin u. 5,0, V Rande des ſIrgfäligſte er ein: und au fün= abgeſch Danz zu erhalt Int, Dieſe 24 € Gylgey 10 feinen ſepar) Nhat nid m Zeſen er fett gebly Nheit forſa IM= entive, j Unten in ++ Fe=a> ur => + Ut. nicht, fo fet fotte Blie Ei hr hure kön Vnheige! [778 L 0, 8, q zit word i' ſi hegen We dA auf diſe 99! welche( - 6, Abſchn, Geſchäfte im Monak Juny, 167 chere Wild iE(509) | Hm 2 Wunde mit Terpentinöl befeuchten und mit Kohlenſtaub, tägl Ä Ay 6 zur ſchnellern Abtro>nung der Wunde, beſtäuben.: breite Feh 2) Man rechnet, daß ein fleißiger Scherer oder Schererin,= SonnetitH wenn ſie allen Anforderungen der auf das Geſchäft zu vera 3 Schut iy 1 wendenden Aufmerkſamkeit entſprechen ſollen= täglich nicht Cyſt die 3 mehr als 16-- 18 Stü> dichtwollige, gewaſchene, Merinosx |" mütter und die Hälfte ſo viel ausgewachſene Böcke ſcheren können, wonach die ganze Arbeit verhältnißmäßig zu über= ſchlagen iſt, Beredelte Schafe, welche keine. ſo gedrungenen I'lich gefun Vließe beſiven, können ſie verhältnißmäßig um die Hälfte ) trod 1) und auch darüber mehr, als von erſtern, ſcheren, Ungewa- ſchene Wolle iſt beyläufig um ein Fünftheil leichter, als die ge- Ot geſun waſchene, zu ſcheren, vorausgeſett, daß die Thiere einige Zeiß Br ME im Dunſtſtall zugebracht haben müſſen, vd den hy Von der Behandlung der Wolle bey der 4) ihre Vij Schur, Big 6, 255, Nach vollendeter Schur oder auch nach Umſtänden "laſſen Ig während derſelben, werden die abgeſchorenen Vließe(am beſten : auf eigens dazu verfertigten Tafeln, welche man ſo ſtellt, daß „SEN das Licht nur auf einer Seite darauf fällt, das Sonnenlicht aber Q 05 aby) ganz vermieden wird) die äußere Seite nach oben ausgebreitet, Vmtien nid» Jedoch nicht zu weit augeinander gezerrt,"Nachdem man ſich über 14 It, Wenn Die ganze Lage aller Theile des Vließes(gleichſam als wenn ſols -, kurze che' Bein- und auch gelbe Wolle-- jede Gaitung auf ſeparirte Hau= 7 fen=- abgeſchieden. Das Hauptvließ muß man aber möglichſt Fyahin"biw ganz zu erhalten ſuchen, indem dieß die Sortirung ſehr erleich- Qprene Bli tert, Dieſe Vließe werden dann leicht zuſammengerollt, ſo, daß Wenfängenn Die Spiten nach innen ſtehen, und zum Verpackem jede Claſſe auf einen ſeparirten Haufen gethan. Das Binden der Vließe mit (< die Vel! DSpachat iſt nicht zu empfehlen, indem ſelbe hierdurch beym Aus2 4, packen zerriſſen würden, Wenn Vließe bey der Wäſche trübe oh ihm vder fett gedlieben ſind, ſo ſondert man ſolche bey dieſer Gele: [jig zur Gd1 genheit ſorgſam aus, und verpa>t ſie=- je nach dem Quane- | währen) MW tum= entweder in eigene Säcke nach ihren Claſſen, vder oben ) fo wi M oder unten in die SäFe der ſie betreſſenden Claſſen, und unters Gamenſit läßt nicht, ſolches für den Käufer zu bemerken. Solche trübe 196/47 vder fette Vließe ſeven ſonſt den Werth der Wolle beym Ver: SIEDEN kauf ſehr zurück; wenn ſie von demſelben bemerkt werden, und BARE laſſen in dem Falle abſichtlichen Betrug argwöhrien, wenn man Suni Feine Anzeige davon giebt.- fe, des Git: enen Wollt Von dem Einſacken der Wolle, wobun Jew 6. 256, Nachdem die Wolle auf dieſe Art ökonvpmiſch ſor- iw, das 1 tirt worden iſt ,. wird ſolche ſv bald wie möglich) eingeſa>t, um ſie gegen alle äußere üble Einjlüſſe zu fichern. Beym Einſacken hexer eina Der auf dieſe Art ſortirten Wolle, iſt vorzüglich zu berückſichti auß mand gen, welche Entfernung ihr Beſtimmungsort hat. Soll ſolche BE. 0 ST ATE RPE REER TE MÄHEN H Ebe Me tie erl dl ÖLE 8 RIEHEN Pamn 87 LIERTE ELIA HEN Dute he um aka tus Meeren KRE, 35 erm wer ier re jp, I108: Schafzucht. 4 1.008(510) 10EN 2 fehr weit transportirt werden, dann mus fie möglichſt feſt ein: m 136098: geſa>t werden, um ſie gegen eindringenden Straub und Rege H] 11:0 108 auf dem Transport, zu ſichern. Iſt dieß aber nicht der Foll,* 1 AUNS erleichtert cs die ſpäter darauf erfolgende merkantiliſche Sorti- PRUSSEN 2004 rung ſehr, wenn man die Vließe mit aller Behutſamkeit und|! 28| [HES Vorſicht lo>ey eintreten läßt, wodurch ſolche nicht ſo ſehr ver-' S0; 4 0 wirrt und zerriſſen werden. Nö.1! X TE Die. Wollſäke werden entweder von ſehr guter Wollſa>lein: 1| Jul (5:4 164 wand oder beſſer von Zwilffth verfertigt. Man macht ſie mei- 21008) 146 ſtens bey 3 Ellen lang, mit drey Breiten, wodurch ſie eine be- 2,1. 8 IM queme Form, ſowohl zum Einſa>en, als auch zum Verſenden" Bis ' 7 befommen. In einen ſolchen Sa> können circa 250 Pfund„||S EN Wolle feſt eingepackt werden, 6,| 6 Mel Kn allen vier E>en der Säcke werden innerlich kleine fauſt-| 1 [77 roge Ballen von Wolle mit Spachat feſt eingebunden, welche 8,1 JE Ech leicht anfaſſen laſſen, um den gefüllten Sack leichter tragen 01.10 zu können. Vor dem Einſa>en müſſen die Sä>e genau abge: 10,| i& wogen werden,' 44,| Yl; . Das Einſacken der Wolle ſelbſt geſchieht, indem man die 1, u Säce mittelſt eines verhältnißmäßig großen hölzernen oder ei- 83,| WU ſernen Reifes, an ein Gerüſt= das die Höhe des Sackes über- . ſchreitet= aufhängt, Wd durch einen darin befindlichen Men- 2 ſchen eintreten läßt. Die Wollbündel werden durch denſelben, NE je zwey und zwey neben einander-- die geſchloſſene Seite. der-+ ſelben nach außen gekehrt-- behutſam gelegt, und dann vorſich- 4 tig feſt getreten, damit dieſe Wollbündel ſo wenig als möglich| Ymw)/7 beſchädigt und zerriſſen werden. Die gepackten Sä>e werden ſo- 130 dann abgewogen und auf die im Handel zur gegenſeitigen Ver- 5% ſtändigung üblichen Weiſe-- gewöbnlich mit ſchwarzer Oel: Pier mig farbe= folgendermaßen überſchrieben: NW Herrſchaft N. Schäferey N. 1, du 8 Supra Electa- oder Electa-, Prima-, Secunda-, Textia- aß fie on- Wolle u, ſ, w.|][Id von den3S Sporco:=- 245 Pfund, Uneuhigen MALI 1 LE 2 Pf 0ND-| nd zu 18 und hierüber eine genaue Wollabwägsliſte= 3, B, auf folgend führte Yei. Art verfaßt: Nm Einvei flitloſern 1 S ſF Manipyr | Sor deS adden WS hd ben; dß 4 N verein em, wodun, unbrauchbang baten 36 N, vier | 6. Abſ Sporcol Tara j Netto No. Gtr. Bfd.KCtr. Pfd.IGtr. Pfd. - Bu NS| acht pb 1.| Mutterſchafwoile Supra Electa 2|48 482.144 dy fie eine) 3 Dep Ee eElecta 257 2:|36 412 32 um Very» 3, DEBALE. AEN WEL 1 90144 4 8 2|40 1 230" 4,| Widderwolle, Supra Klecta 2.7136 4892132 ] 5. 014 290 0 ITSPLENSING DI LS 04 7: AES ANN 2137 4 jj 2 133 A 6.| Schöpſenwolle BElesta 2126 42.122 ) Heine fad 7. deßgl..+ Prima u.ſ,w, 12.156 41 2!52 nden, Wilh 8.| Jährlingswolle Supra Klecta| 2 48 48.2. 144 (chter fra 9. epa me va Ml ecbA: 52 2 161 412 157 genau aby 10, DEeBal 2 4 PIDS WEN 9.154 43 2|50 LEEIZTOMMMWOMEN, 2 EARN EEE 9,30 4 8 2.126 dem an DN 42 ELDS ZNIVDIEE 242600 20(00 CIE 60E 4 MOI[91 49 2.417 emen ober(; 13,| Ausſchußwolle EE EINEN EMS DOS EE Gutes über Summa 30 5 541 j29 154 [iden Men::| ) denſelben, N. den 26, IJuny 18330. Seite det: m" vorſgt:: Ww 6 Vom Waſchen und Scheren der Frühlämmer, x werden ſt: ſeitigen Vit„9. 257, Bey eingeführter Frühlämmerzucht, werden die ſwane 7. Lämmer mit ihren Müttern zugleich,„vder unmittelbar nach ESN ihnen geſchoren, indem ihre Wolle bereits hinreichend lang ge- wachſen iſt, um als Lammwolle ein geſchäbtes Product abzuge- JENES ven. Auch wird für die Thiere ſelbſt der große Vortheil erreicht, [a-, Tertit daß ſie von dem, ſie oft ſehr peinigenden Ungeziefer(hauptſäch- lich von den Ze>en) befreyt werden, welche ſie Tag und Nacht beunruhigend, von ihrem Blute leben, und dadurch öfters den Grund zur Abzehrung dieſer Thiere legen können. Die Wäſche der Lämmer hat, auf die 6. 245. bis 249. ange- auf folgen)! führte Weiſe, mit dem Unterſchied Statt, daß ſolche weder bey dem Einweichen, noch bey der Reinwäſchung-- wegen ihrer kürzern, fettloſern und reinern Wolte-- ſo oft, als das ältere Vieh, die- ſer Manipulation unterzogen zu werden brauchen. Vor dem Scheren werden die Lämmer nach ihren Claſſen ſortirt, dann ſortenweiſe geſchoren und die Wolle eben ſo ver- packt. Bey dem Schurgeſchäft ſelbſt, iſt die größte Vorſicht nvrhwendig, daß dieſe zarten Thiere nicht gedrückt oder auf eine andere Weiſe mißhandelt werden; beſonders aber darauf Acht zu haben, daß bey den Mutterlämmern, aus Unvorſichtigkeit oder Uebereilung, die Zitzen der kleinen Euter nicht abgeſchnitten wer- den, wodurch ſolche Thiere in der Folge zu ſäugenden Müttern unbrauchbar würden, und an LEutertrankheiten, nach dem Ge: bären, vfters verenden, DASEIN 8a ASUNERAN Deer fend 3 *+...== E LE ei LIEFE CSII R Itin 20 Dea; SERIE Tf PREETTEEN 65 7 209 dies 02 EI 4 ele= 470 Schafzucht, (312) Von der Behandlung der Schafe nach de Se nicht, indem ſie nach dieſer Operation ſehr Lüſtern auf das Salz ſind. Von der ſpaniſchen Wollwäſche, 2 6. 259. Die Vortheile, welche die Wollwäſche gach der Schur dem Producenten gewährt, ſind 6. 243. angeführt, und dieſe Art, die Wolle zu reinigen, würde demſelben in den meiſten Fällen wahrſcheinlich höchſt erwünſcht ſeyn, wenn öffentliche Waſchan- ſtalten, ſo wie in Spanien und Frankreich, bey uns in Deutſch- land beſtehen würden, oder es ſeine Localumſtände erlaubten und die 4. 244, angeführten Vortheile der Pelzwäſche in manchen' Fällen nicht überwiegend befunden würden. Die wahre Nüblich- Xeit der Wäſche nach der Schur würde ſich wahrſcheinlich. erſt dann in ihrem vollen Werthe für den einzelnen Producenten zeigen, wenn ſolche allgemein eingeführt wäre. Es kommt aber auch.bey dieſem Waſchverfahren ſehr auf den harten oder weichen Zuſtand des zum Waſchen beſtimmten Waſſers an. Dagjenige Waſſer, was Leinwand gut wäſcht, Seife gut auflöſt-und Ges müſe gut kocht, iſt für dieſe Wäſche am beſten. Das eigentliche Verfahren bey der ſpaniſchen Wollwaſchung beſteht in folgendem 2; Tachdem der Wollhändler die Wolle genau nach ſeinem, vder für das Bedürfniß der Fabricanten erforderlichen Zweck hat ſor: tiren laſſen, wird ſie von den ſpaniſchen Schurhäuſern zur Waſch: anſtalt gebracht, wv ſolche in beſondern Behältern(in den[.a- vaderos), bey einer Wärme von 55-=- 60 Grad Reqaumür, beyläue- fig eine halbe Stunde eingeweicht, und unmittelbar darauf in ei- nem fünſilich angelegten Canal, in ſchnellfließendem kalten Waſ- ſer, durch die damit beſchäftigten Arbeiter, ſo rein gewaſchen wird, daß ſolche gewöhnlich gegen 50 Procent von ihrem ur- ſprünglichen Gewichte verliert, aber doh noch 10--15 Procent Fette behält, Die Koſten dieſes Waſchverfahrens ſind nicht ſo' bedeutend, indem 16 Perſonen füglich 30 Centner täglich- 6, zm Ennen 4 Wien b wo hierüber; dem Verfaſſer u finden iN) Pony ei (. 260, yartien anw! ven, Die! warnen V- Waſſers alyö!! Und die umeW 1 Vun alfie mit ox fat, auf 50 Körbchen 6 1 auf ame vn rührt, Hielt dem Waſer 8 riet, Zurd) 38 Iufynde befol 16, Dieß 114 Re, ] j 04 der 10.210 ih 1woß ſchen, oder. reinigen 03 Layoir pub! Nan vers nah Wliteſe Hit worden auf nm es vn ſoll, 6 grd von 45 4 Lay 30 feyn, 1 6, Abſmn, Geſchäfte im Monat Juny. 171 hv der(513) ſchen können(m. ſehe Das Ganze der Schafzucht von Bernhard Schaft ep Petri, Wien bey Carl Schaumburg 1825, I], Theil. S. 304-- 312, inten wo hierüber-eine ſehr ausführliche Beſchreibung und ein von 10m Bim dem Verfaſſer ſelbſt aufgenommener Grundriß eines Lavyaderos 1 en Ge zu finden iſt). 1 auch I Dj Zeit 0 Von einer zweyten Art, die Wolle warm zu E die ſhi) waſcc- q> net. Durch dieſes Waſchverfahren verliert die im ungewaſchenen we Eur Zuſtande befindliche Wolle bey 3 ihres urſprünglichen Gewich= vf Ut, tes. Dieß iſt im Grunde die ſpaniſche Waſchmanipulation im am leinen, Piſa:.z I) 8 EN Von der franzöſiſchen Art, die Wolle warm zu B: erlaubt" waſchen, En and 6. 261, In Frankreich ſind mebrere vſientliche Anſtalten ex- E ie Nühlil: richtet, wo die Producenten ihre Wolle entweder ganz ungewa« mlm am Schen, oder nachdem ſolche bereits geſchivemmt iſt, fabrikmäßig you reinigen laſſen können, Vorzüglich zeichnet ſich dießfalls das Imm abt avoir public in Paris qus. eichen; Ladig Man verfährt dabey folgendermaßen Nachdem die Wolle 11 ud W nad) Qualität von 3 bis 14 Sorten genau und fabritmäßig ſoy- tirt worden iſt, kommt ſie zur Wäſche, welche ſich auf der Seine auf einem Schiffe befindet, Da die Wolle hier warm geweicht werden ſoll, ſo nimmt man für die feine Primawolle einen Wärme- grad. von 45-- für Secunda: 40-- für Zertia 30-- für Quarta Aſch inen 25 Grad anz für noch geringere»Sorten praucht es kaut mehr ed mw lau zu ſeyn, weil die ordinäre Wolle wenig Fette beſißt: zur Diſt- erſten Einweichen wird zur Hälfte Urin und zur Hälfte Waliſer m den: auf obige Grade, nach Beſchaffenheit der Wolle, im Keſſel erhivt; ür, ll: in„der Folge aber wird bloß die Schweißbrühe zu 3 Theil mit rauf m X Theil Waſſer, ohne alle-ſonſtige Beymiſchung, verwendet. Dieſe alten Di! nach beſtimmtetz Graden erhipie Flüſſigkeit, wird dann in Bottiche, gewann und darin ſo viel Wolle gethan, das jie ſich» leicht umrühren ihrem 1. läßt. Tn einer halben viertel Stunde ißt ſie hinreichend aufge- 15 wm weicht, kann aber auch bis zu einer halben Stunde ohne Scha- d niht" Den in der Beize liegen bleiben. So wie ſie aus dieſer warmen Fäglich 1 20 herausgenommen wird, muß fie augenblicklich in 3 33 172; Schafzucht. (514) Körben im Fluſſe rein auszeſpült werden 3 denn fe heißer fte inß“ den Fluß kommt, deſto. reiner wird ſie, Nachdem die Wolle ges troänet iſt, wird ſie noch einmal durch die Hand genommen, und die ſich etwa noch findenden Unrichtigkeiten bey der Sorti. xung rectificirt. Solche verliert durch dieſes Verfa" ren alley Schmut, bebält nur 1-- 5 Procent Fett, und bietet einey “ Herrlich präparirten Handelgsartikel dar, der auch unter ſolchey Umſtänden in Frankreich vorzugsweiſe geſucht wird, Wollwäſche, 6. 262, Für diejenigen Schäfereyen, welchen es wegen Ent: fernüng eines zum Schwemmen dienlichen Plates, oder an de! Gelegenheit fehlt, eine Schafwäſche in der Nähe zu bauen, iſ auch folgende Art kalter Wollwäſche, nach der Schur änwendbar) wobey jedoch zu bemerken iſt, daß dieſelbe bloß danny ihre An: wendbarkeit rechtfertigt, wenn ſolche in allgemeinen Gebraud aufgenommen würde, Da die Schäfe zu dieſem Behuf in ihrem ungewaſchenen Zu! ſtands geſchoren und nach der Schur erſt die Wäſche der Wolle vorgenommen wird; ſo verſteht es ſich von ſelbſt, daß die Sor- tirung derſelben ganz mit eben der Genauigkeit vor der Wäſche vorgenommen werden muß, wie dieß im vorhergegangenen Parae graph bey dem Verfahren, die Wolle warm zu waſchen, erinnett wurde, Die Abſicht durch dieſe kalte Wäſche kann nur dahin gehen, die Wolle von ihren Unreinigkeiten und dem überflüſſigen Fettſchweiß in dem Grade zu reinigen, wie dieß bey der Pelze wäſche der Fall: iſt, indem es eine Grenze giebt, über welche hinaus die Wolle durch die kalte Wäſche nicht entfettet-were NL. Das Verfahren dieſer kalten Wollwaſchung iſt fol» gendes: Bevor man zur Wäſche ſelbſt ſchreitet, wird ſolche in Bot«- tichen in weichem kalten Waſſer eingeweicht. Obwohl ſelten die Wolle ſo beſchmutt und überladen iſt, daß man ſie länger als 24 Stunden in der Weiche laſſen. darf; ſo ſchadet es ihr doch "nicht, wenn ſolche wegen Verhinderungen der Wäſche auch 3--4 Tage weichen müßte. Wenn' demnach die Wolle hinläng:| lich aufgeweicht iſt, ſo wird ſie ſodann in fließendem Waſſer mittelſt Körben-- in welchen ſie ſtets gelüftet, aber nicht gedreht wird-- rein gewaſchen, Dieſe Reinigung geht ſchnell von State ten. Aus den Körben kommt ſie ſodann auf einen, mit vielen wn„ oder oberhalb mit eng an einander ſtehenden Latten verſehenen Tiſch zum Abtropfen= und' von da zur Trocknung. Das Tro>nen kann wohl auf reinem Naſen oder auf Bretert Statt haben z;" es geſchieht aber am beſten, ſchnellſten und bes quemſten dadur)/ daß man ſolche auf geflochtenen Hürden oder noch beſſer auf Netßen,=- welche auf Schragen in einer zur Arbeit bequemen Höhe aufgerichtet ſind, ausbreitet, und| dadurch ſchneller zu trocknen ſucht, daß man ſie öfters wen- det. Dieſe Hürden und Nete haben auch das Bequeme, daß man. die Wolle, wie ſie aufgebreitet iſt, bey ſchnell eintretendem Re augnbli&lich mit denſelben untex Obdach brin: gen fann. r*| 62 gu ds! in ficjendem! - pofaltigten Li - bequemſten ein ace vn 2 7 del Faſtens 5 huiben Zol 5 yen Siten ſit vier Stielen( | treten an Dil | den des Raſte! den vorſtehend: fer dem Soſien von ſehr fel . tiefen dann al porſiehenden Bl ſey dieſe Lady, ſum ün| ſowutige Va Paſſer 1m. de! vos ſich, Dean mal neh Fall verſch nurſbarf ſolcher einqzu große Y Sind yz Pi ſchung nöchig, beittt zwey da drenßadigen G hen/= die Yo geränigt, ſy| thal und wie ſolchen Baſch! waſh, Voy (263, 4 Ddey ihrer M ben[Rühlen Or legt erden, d; morih oder. gandn Werth| „am jaſſtndſten, Jun vnd ten 3) donn my ſondirs vam) proben Ghs Mittel" geh Yentih und 7 V vOlTade dels ntata ſcher: ter allen beta; 6. Abſchn):| Geſchäfte im Monat Junys 173 (515) Peper fe| Wy» das Local das Augwaſchen der Wolle mittelſt Körben ? Bolle vw in fließendem Waſſer nicht geſtattet, kann. ſolches auch in dozu Oe verfertigten Trögen Statt finden. Dieſen Trögen giebt man am ) der Sytt bequemſten eine Länge: von 43, eine Breite von 22 und eine Wm alls HSobe von 2 Fuß, Den Boden läßt man an den langen Seiten ün ww des Kaſtens 3 Zoll vorſtehen und mit hölzernen Leiſten, die einen ante Soldy halben Zoll- Naum hinter ſich laſſen, verſehen. Die beiden klei- nen Seiten ſind von Dielen; dieſe Seiten des Kaſtens ſind an vier Stielen(ſenkrecht ſtehenven Ständern) befeſtigt, und dieſe | treten an den langen Seiten ungefähr ſo weit vor, als der Boe 3 epn En den des Kaſtens, d. h. 7--8 Zoll; in einer Einfalzung, die in 0 den vorſtehenden Stielen angebracht iſt, läßt man vor und hine 17 wi er dem Kaſten zwey Rahmen. ein, welche mit einem Canevas [? but von ſehr klarem Gewebe beſchlagen ſind, und dieſe|ahmen Epen treten dann auch in die Einfalzungen ein, welche in dem her= ]| vorſtehenden Boden, um ſie aufzunehmen, gemacht find. Man ln Gehray ſezt dieſe Tröge auf ein Geſtell, welches ſo hoch vom Boden iſt, um eine bölzerne Rinne anzulegen, durch welche man das haſhweny ſchmutzige Waſſer nach außen leiten kann. Je öfter ſich dieß She der Fl Waſſer in den Trögen erneuert, deſto ſchneller geht die Wäſche fihaß die 6m vor ſich. ' der Biſt Wenn man dem in dieſe Tröge fließenden Waſſer einen kleis pyven Job ren Fall verſchaffen kann, wird das Geſchäft ſehr erleichtert z I nme nur Darf foſcher nicht ſo hoch Statt haben, daß die Wolle dur bu day eine zu große Bewegung des Waſſers im Raſten verſtrickt wird. [oeſNt. Sind nach Verhältnis der Wollmenge mehrere Tröge zur Was» 4 vi Kh ſchung nöthig, ſo müſſen ſolche ſo geſtellt werden, daß ein Ars jj woe WIN eiter zwey derſelben dadurch beſorgen kann, daß er mittelſt einer BENN Dreyzadigen Gabel=- deren Zacken nur 3 Zoll von einander ſtes fung 8 Zen-- bie Wolle beſtändig lüftet und ausſpület. Iſt die Wolle gereinigt, ſo wird ſie aus den Trögen auf den Abtropftiſch ges (dhe mW than und wie oben bey der Abtro>nung verfahren. In einem Obl ſelten ſolchen Waſchtrog kann man täglich 1 Centner ſchweißige Wolle 2 langer 1 Waſchen, eg ihr de Ziſct au Von dem Aufbewahren der Wolle. We ANH 8. 263. Tm Falle man die Wolle nicht gleich nach der Schur jiden 51" poder ihrer Reinigung verkaufen kann, muß ſolche an einem tro>s niht. nen kühlen Orte aufbewahrt, den Säcken Unterlaghölzer untera wum legt werden, damit ſie den Boden nicht berühren, und die Wolle ot, Mit Nn morſch oder müchtelnd werde; wodurch ſie na Maßgabe ihren jenden ain ganzen Werth verlieren könnte. Feuerfeſte Gewölber ſind“ hierzu ur Tm am paſſendſten. Iſt man durch Zeitverhältniſſe und Handelscone r uf A uncturen genöthigt, die Wolle länger auf dem Lager zu behal- oMNſten uV ten 3; dann. muß man ſie auch möglichſt gegen Ungeziefer-- bes tenen ZW fonders gegen die Motten(Phalaena tinea), deren Gefräßigkeit jagen in großen Schaden thut-- zu ſchüßen ſuchen. Als dahin zielende breitet,"" Mittel* gebraucht man vorzüglich Schwefelrauch; ferner in Ters e fits pentin und Weingeiſt eingeweichtes Papier, welches zwiſchen die Zequemt," Wollſäcke gelegt wird z= auch können die Motten den ammo? 1 einen nigfaliſchen Geruch nicht vertragen, welcher das bewährteſte un« Opa) WW ter allen bekannten Mitteln gegen dieſes Ungeziefer iſt, Eine hin 33* -- umi entend ae, 5 ae aman Site mel LH EE SA SHELSGE iert ad NEEED IE EEIRENN LIEN L> n STEEZ EE SS R goals 1 2004 Shame dis 104 ZEE il übe AE Wd EIIEAEN“ J+ : die Säcke . Blüthe, zwiſchen atürliche ! mit der B übt die natü' vertheilt, ot auch ſehr wirkſam ſun. Auch(5 Re 2 1 9F:„+o„40„nige, un; 9 Fette der GE es, Einniſten NIERE EHER dauert, dem zer ! e iſch iſt un Geruchs, geg ie friſch iſt unt| fonnan Zahn diſes Imſecles nicht töre üglich aber trockner tität Wermuthkraut, vorzüglich i van reichende Qua Nahrung, gewiß ni die verſchie) äreig(ph Einfluſſen| halten, 1 att; un ein mehr 0 19 verſor Zer T 6 vorbehal ters dine Mheſonde iM)= die MN Wu(wn; Duäthien jeit un); ihdem diz 1 Raſſy hierzuch enſchen dieſe Abf Sun,|/ aber fil“rr; EE hen die 6; t die mati; Toniafalih die Voll 4 Javerf, Den Die Schafzue der Menſchen erblicken, wie dieſes gegen» wärtig ſo häufig der Fall iſt, wenn man ſie bloß dieſen äußern Einflüſſen überlaſſen; und die Menſchen das Borhandene nicht erhalten, nämlich dieſe Abſichten durch die Kunſt vewerkſtelligt hätten; und viele würden ſich, im entgegengeſeßten Falle nur nach den mehr oder weniger günſtigen Umſtänden, in welche ſie zufätlz lig verſeßt, verhältnißmäßig erhalten oder verbeſſert haben, Der Jatelligenz der Menſchen und ihrer Behatrlichkeit war es vorvehalten, durch eine zwe&mäßige Leitung dieſen Einflüſſen Öfters eine für ihre Zwecke vortheilhafrere Richtung zu. geven. Insbeſondere wurden aber, durch eine richtig geleitete Paa- rung= die Kunſtzucht-- denſelben ein mächtiger Hebel in die Hände gegeben, die Züchtung größtentheils nach ihren Abſichten zu leiten; und bloß hierdurch war es möglich, unſere nüßlichen Hausthiere zu der gegenwärtigen Stufe größerer Vollkommen- beit und Nübhblichkeit zu bringen, auf welcher ſie jetzt ſtebenz indem die Kunſtzucht auf die Hervorbringung und Feſtbaltung der Raſſen den wichtigſten Einfluß übt, und die rationelle Thierzucht Überhaupt eine Wiſſenſchaft iſt, durch welche die Menſchen hervorbringen, vder das Vorhandene erhalten, daher dieſe Abſichten durch die Kunſt bewerkſtelligen. a.. STP GEIT ERGER INE? MIN Sid re Zl Fife ZILLE DÄL SCHA B ZREEN SEN an€ ASIA EE ARG ACRE ekt 5 BIORAKEEENDE RIE 20 1070 rm | uſe RE SPT AHNE TET ZIINESEEIRAREPEEN Schafzucht. (476): - Die gegenwärtige höhere Cultur der Schafe iſt demnach ein auf verſchiedene Zwecke berechneter erkünſtelter Zuſtand, und es kann nur das Beſtreben der ſich damit beſchäftigenden Schaf- züchter ſeyy, fortzuſchreiten und das höchſte Ziel, mit Zuhülfe: nehmung der Kunſt, da zu erreichen, wo die Natur obne dieſe f:ill ſtehen wärde. So ſind 3. B. all? Haustbiere der Erde, ſo wie die arabiſchen und engliſchen und alle berühmten Pferde, von dem Menſchen künſtlich erzogen? Thiere: Kunſtpros ducte, Die Kunſtzucht(oder die Augübung der richtigen Paarungs: grundſätze) iſt daher, nächſt der zwe&>mäßigen Ernährung, War- tung und Pflege, bey der Veredlung, der wichtigſte Theil der Schafzucht z ſie muß aber jederzeit nach reinen Naturgeſeten behandelt werden, wenn ſolche den Namen dieſer Wiſſenſchaft verdienen ſoll; denn vbwohl'der grobe Einfluß des Climas, Lo2 cals, Behandlung u."“. w. auf die Wolle- und den Körper der Schafe nicht zu verkennen iſt, ſo liegt bey der Paarung der Raſſen und bey dem Veredlungsgeſchäft der Thiere doch gewiß eben ſo viel an der richtigen Auswahl und Verwendung der Zucht: thiere. Je mehr man aver nach Localverbältniſſen, bey der übri» gen Behandlung derſelben, der Natur getreu bleibt, deſto mehr wird man zugleich eines glücklichen Erfolges, in Erreichung einer Fraftvollen, dauerhaften Descendenz, gewiß ſeyn können; und - wir können die Raſſen nur bleibend erhalten, wenn die Urſachen, welche ſie bervorgebracht haben, immer dieſelben bleiben. Nun verändern ſich aber diefe oft, daher bilden ſich auch oft Unter- raſſen." Dieſe zerfallen aber wieder in andere und bilden, in Ver- bindung mit wieder andern Unterraſſen, ſolche Vermiſchungen, daß die urſprünglichen Raſſen darüber verloren geben würden, wenn man nicht die urſprünglich reinen Stämme zu bewahren, und ſomit die Urſachen zu erneuern trachtet, weiche dieſe Raſſen bervorgebracht haben. Die Schwierigkeit beſteht alſo nicht darin, > *; neue Raſſen unter den Thieren beryorxzubringen, ſondern über: haupt ſolche zu ziehen, welche für die Zwe&e., die man bedarf, brauchbar ſind. Natürlich kann man alſo die ſchon beſtehenden, wenn ſie ihren Beſtimmungen entſprechen, nicht ſorgfältig genug in Ehren halten und bewahren.: Es iſt daher vor allem nöthig, daß ſich der rationelle, nach, höherer Vervollkommnung ſeiner Heerden ſtrebende Schafzüchter, bey Anbeginn der Veredlung, ein Ideal bildet, und einen richti: nd vfters verſchieden; hat man aber einmal ſich zu einem oder em andern entſchloſſen, dann muß er auch beharrlich, ſelbſt mit Hintanſebung, oft augenblicklich ſcheinbaren Gewinnes, ver- folgt werden z indem in der Zucht der Schafe nichts ſchädlicher, als ſchwantende Grundſäße einwirken, und man würde mit ſol: "en nie ein vorgefiecktes Ziel erreichen können. Der intelligente Schafzüchter muß daher ſeine Thierzucht immer nach den Ein- flüſſen modificiren, in welche er durch das Clima und Localver- hältniſſe verſetzt iſt, und von den Öfters unvereinbaren Wegen denjenigen wählen, welcher ihm den größtmöglichſten Vortheil verſpricht. 3. B. die Erzeugung feiner Tuch- oder Kammwolle, ſn Plän entw'rft, um dieſes zu erreichen, Die Mittel bierzu. E i Mattvieh u. ſ. w. 5 (, 26, yy ihnen d] eſchlechiet uöbi1dyn Die Fu man 3003 hm figen! Theile anz! | Venn KURT en, ſoi Jeſten zur 3 Bon der En Bidders, vo (etes und de efruchtung ft ab. y der Det ſand der Qomogenen und raſcher yes, die€ erden hatt Wh zu alte, Nd Wolde m Apttwng 08 der Wachs! Köryer not ohne Gy Dfnz u erze gen ab, obe De not Ohtbringung [ifhen und 1 undd d der weih Weißt, 7 ius fähig elöhens, rd bernieh Und füſter Weide eit mne(0 ſih binden 2er- bom per <5? vi un lpi. 4 SMfange ter velchtigt ebeffalls di mi hren Gy Cyhen dur; 7, Abſchn, Bon der Kunſtzucht. 3:77 ſt demyag 2: 8 567(477) ſtand un) Von den Paarun gögrundſäßten. 4 den Ehe 9, 265, Nile Organismen, wenigſtens alle höheren, werden it Zubin von ihnen ähnlichen Organigsmen durch Zuſammenwirkung zweyer : obne dis Geſd)lechter bervorgebracht, gelangen aber erſt durch allmäblige r Erde, Ausbildung zu ihrer Vollkommendveit.) aten Verh Die Fahigkeit ähnliche Organigmen hervorzubringen, nennt man Zeugungskraft, und das Beſtreben des Erzeugten, die ihm eigenthümliche organiſche Geſtalt hinſichtlich aller ſeiner Theile anzunehmen, Bildungstrieb,“ Wenn die Thiere durch zwe&mäßige Ernährung ihren voll- ſtändigen Wachsthum und hierdurch ihre volle Reife erhalten ha- ben, ſo iſt dieß der Zeitpunct, welthen ihnen die Ratur als den WUnſtyty 1 Vaarun run, Nur ſie Cheil dy A, te (urgeſehn Min beſien zur Fortpflanzung ihres Geſchlechtes vorgezeichner hat. SAUEN Bon der Empfänglichkeit des Mutterſchafes, von der Kraft des DE a Widders, von der Geſundheit beider, der Energie des Zeugunge- Orper de actes und der Bolltommenheit der Zeugungsmaterie, hangt die darung da Befruchtung und die glü&liche Entwi>elung der Nachkommen doch gewi; ſchaft ab. Hieraus geht deutlich hervor, welch großen Einfluß ) der Zucht bey der Begattung ſowohl das Alter, als auch der-Geſundhbeiis2 ey der Üben zuſtand der Thiere, auf die Descendenz ausübt; indem von » Veſto mehr homvgenen Eltern nur durch ein kräftiges Beſpringen des Bockes | dung einer und raſcher Empfängniß von Seiten des Mutterſchafes, ein kräfe ven; und tiges, die Cigenichaften der Eltern forterbendes Lamm erwartet | Vrjachen, werden kann. Dieſem Zwecke werden daher weder zu junge, jen, Nun noch zu alte, noh weniger aber tränkliche Thiere entſprechen, pft Unit: und ſolche müſſen in der Regel bey der Kunſtzucht von der Be- v, wt: gattung ausgeſchloſſen bleiben. Verwendet man die Thiere vor NAKDUNR der Wachsthumsſtillſtands- Periode zur Zucht,“ dann bat der 4 würden Körper noch nicht die nöthige Ausbildung erreicht, um ſich [1 bewahrt) vhne Schwächung fortzupflanzen und eine dauerhafte„Descen= [dieſe Kaſſen denz zu erzeugen; im Alter hingegen nimmt das Zeugungsvermö= nicht dar) gen ab, oder hört ganz auf,; ndern über Die nothwendigen Erforderniſſe zur Zeugung, d. h. zur Her- zan bedarf, vorbringung eines neuen Organismus, ſind folgende. Die männ- veſtehenden, lichen und weiblichen Geſchlechtstheile müſſen dabey zuſammen: tig genug wirken und ſich innigſt vereinigen(welches man Begattung nennt), und der weibliche Zeugungsſtoff muß vom männlichen befruchtet, welle, wah das heißt, durch deſſen Einwirkung zur Lebengentwiklung„des 3Dafzüch Fötus fähig gemacht werden: darin beſteht die Empfängn!ß des einen nun Weibchens, Die Art, wie dieſe vor ſich gebt, iſt folgende: das Rittel Kiy durch vermehrren Blutzuſfiuß in ſeiner Temperatur erhöhte, ſiei- einem dy fer und feſter gewordene aufgerichtete männliche Glied dringt in lich,(in die Scheide ein, und ſpribt dort mit höchſtzgeſteigerter Wolluſt den vines, männlichen Samen aus. Dieſer, oder wenigſtens ſein aus ihm ſchadlict ſich entbindender fiüchtiger Stoff, wird von der Gedpärmutter ede mit in den ſich öffnenden Muttermund aufgenommen. Die ganzen intelligent weiblichen Geſch lechtsiheile werden dabey im höchſten Grade er» < den Ei regt; es entſteht ein vermehrter Blutzufluß nach den Ovarien 1) oc und fallopiſchen Röhren, ein Eychen ſchwillt an, platt und tritt aren Wegen am Umfange durch eine Spalte des Ovariums, als ein mit kla- en. Vortheil rer Feuchtigkeit gefülltes Bläschen,„in die fallopiſche Röhre, die Gamo ebenfalls durch den vermehrten Reiz anſchwillt, ſich aufrichtet, mit ihren Enden das Ovärium umfaßt, und das in ſie getretene Eychen durch eine periſtaltiſche Bewegung, obgleich erſt längere -- a DAMES HELEN Aude rumm Lebte KAE W ESN STIELE DESI EEL 1 IIGEEEARRGEEEKET REUE 2000 0 ITIS SEE TARENT GEIER NOE PRICE REN GP IIIE RIENER EN “ |] jW 8.0178 Schafzucht. 4(478) 5. (08 oder kürzere Zeit nach der Begattung, in den Uterus zu ſeiner 0 h weitern Augsbildung Überleitet,'!(m 4 In den neuern Zeiten hat man das Eychen, aus dem ſih| 3, vam der Fötus nachmals entwickelt, als eine Art Hydatide betrachtet,-| fntndeElung fähig gemacht Jahtunz in wird. Die Schafe baben im 2z7jährigen Alter ihr vollkommenes Wachsthum erreicht, und dieſes iſt daher der beſte Zeitpunct, ſie|(, 266, zur Fortpflanzung ihrer, Art zu verwenden; obwohl die jungen fen 9-10 Thiere öfters auch ſchon mit 12 Monaten brunftig werden. Vis fen, Indem| in das neunte Jahr kann man= beſonders bey den in der Ye tig werden. gel eine ſtärkere Lebenskraft beſizenden Merinosſchafen-- in dies: tungözelt für ſer Hinſicht eines glücklichen Erfolges gewiß ſeyn; über dieſes ſcheint,[0 ld Alter binaus, werden ſviche aber verhältnißmäßig immer ſchwä: den nach und ficht er ie Vöftung fordern und Einfluß darauf ausüben. 1e Folge das eee ze A 2 Ba eig I nan in 7. Abſchn. Von der Kunſtzucht. 179 |(479) 108 zu fein Will man jedoch manche Böke, ihrer ganz vorzüglichen Ei- genſchaften balber, auf das höchſte benußen, ſo kann man ſolche aus dew t) in unſerm Clima in zwey Sprungzeiten verwenden: 3, B. im ide betta! July, dann wieder im October; wodurch man ſie ohne ſehr be: früchtung x1 deutende Schwächung ihres Organiemus doppelt gebrauchen kann, fähig gem! indem ſie ſich in einem guten Geſundheitszuſtande bey kräftiger | Nahrung in dieſer Zwiſchenzeit wieder erholen können, „vollfomug Von dex Brunft der Schafe, Gei 6. 266, Die Brunftzeit dauert in der Regel bey den Scha- Jepp fen 9-- 10 Wochen; jedoch läßt ſich hierüber nichts feſtes beſtim2 bEi0 dan men, indem dieſe Thiere auch öfrers im Laufe des Jahres brunf- 19 1“ tig werden. Obwohl der Spätherbſt von der Natur zur Begat- jen"wb tungszeit für die Schafe in unſerm Clima beſtimmt zu ſeyn |) über y ſcheint, ſo läßt ſich ſolche doch zu jeder Jahreszeit bey ven Heer- | immer ihn den nach und nach einführen, indem ſich dieſe Thiere auch in eſe u dieſer Hinſicht nach einer gekünſtelten Behandlung fügen. Nur mäßigſten mittelſt Hafer und Kör- Sojeden. N nerfutter. Auch treten zuweilen Fälle ein, daß, wenn die ge: eng ſollen), Wöhnliche Begattungsperiode übergangen wird, manche Thiere ar am beſu" in dieſem Jahre nicht mehr brunftig werden und gälte bleiben z Eitragen der daher es jederzeit nothwendig iſt, ſich an ein feſtes Syſtem zu r fich mand 1 und mit, der Begattungszeit nicht ohne Noth zu wech- Einfluß neh ein, JE MIER, s aiattung per Jederzeit iſt aber vorzüglich darauf zu ächten, daß die Schafe 00 dzu fa. ZUr Sprungzeit in einem kraftvollen Zuſtände ſich befinden;. wo- hie Yin! mit man jedoch feineswegs ein beſonderes Fettſeyn des Körpers 3 iwer meh verſtanden haben will, indem im Gegentheil Schafe mit Übers auf die Wil flüſſigem Fette weniger, als magere, aber rräftige, zur Empfäng- Berben jew lichkeit geneigt ſind. ( im Erforderliche Anzahl der Widder für die Mutter- H erz ſchafe bey dem Paaru ngsgeſchäft. „ co(ama 8. 267, Bey der Belegung der Schafe hängt der gute Er- | die Ott folg=<- nämlich die Erzielung einer kräftigen, die guten Eigen- BENTE ſchaften ihrer Eltern forterbenden Descendenz=- ſehr von der z+ ben gehörig proportionirten Anzahl der den Schafen zugetheilten EE 4 Sprungwidder, und von der Behandlung derſelben während der oe 20, Spruüngzeit ab. In Schäfereyen, wv iman rationell zu Werke iv 1719,92 78+. „trieb 04 geht, rechnet man auf einen ausgewachſenen Bock nie mehr als em„m 22.733 Stück Mutterſchafe zum Belegen; denn obgleich träfrige „ſich m Böcke mehr Schafe bedecken können, ſv würde doch eine große nd WE Entkräftung derſelben und eine ſchwächliche Nachkommenſchaft e& Rie“ die Folge davon ſeyn: was man deurlich an den ſogenannten e erzeugt wer- den 3; daher nicht mehr die Kraft beſigen, ſich ſo volkommen zu 'entwideln, folglich im Wuchſe zurüc&bleiben, und gegen alle wie Ddrigen Einflüſſe empfänglicher ſind, Man kann ſich hiervon leicht Überzeugen, wenn man zu Ende der Sprungzeit friſche Böke unter die Mutterſchafe läßt ,* wodurch gewiß keine ſchwächliche Spätlinge* werden erzeugt werden; denn es kann bier nicht an Der Zeit liegen, wann ſolche geboren werden, indem die erſten Lämmer bey der Spätlämmerung: gewöhnlich die Letzten der Früh» Jämmerung im Wachsthum übertreffen. Auch entſteht bey Man- gel an Sprungbvöcken der Nachtbeil, daß viele Mutterſchafe wes gen Mangel eines kräftigen Sprunges nicht empfangen und nach“ 2-=- 3 Wochen den Bo> wieder verlangen, was abermal eine uy» nöthige Schwächung deſſelben nach ſich ziebt.' Jcichts deſtv weniger giebt es aber auch viele Schafe, wel: e gewöhn: lich größere Köpfe, welche den Mutterſchafen bey der Lamme: xung immer, größere Hinderniſſe und Schmerzen verurſachen, Bey fortgeſebter Paarung mit ungehörnten Böcken kann man nach und nach eben ſowohl einen Schafſtamm creiren, bey wel: e' nicht allein eine Abnei- gung zur Begattung zeigen, ſondern überhaupt auch unfruchtbar bede&en, ſv ſind dieſe doch höchſt ſelten. Hingegen iſt es häu- figer, daß Schafböc>ke nur mit einem Teſtikel von der Natur be- gabt worden ſind, und doch den Begattungsact fruchtvar bege- ben. Der Autor hat jedoch bey dieſen vemerkt, daß ſie nicht ſo dauerhaft ſind, und ſehr viele Mürter von ihnen gälte bleiben, Ey 19! Chie! gucthiere 3! fangt) nicht fundig dy <" figen Schat hein ew eie jungen ; wong acht, VL (, 269, In, oder; Degcendenz j ds Vorbild! Dieſe 34 vermeidet die un ge paart d! oder uns! min und L kebchtet, WW (engeſehten! | dt vorba! rung zu ber Man 1m Hfuptarund!! deſi Cigen!) muß wd gun fenen V, 1 Alle Pharung ef bey cunſtan] [üngen hin, am und Vir | Judis e ſeht igt em Une Ihdividyen- Eamminer lithen Raſſe ZUrÜCſteben) ſt m finden dE nur auf d benſe wi,[6 bi; Ggenſhaftey ſoll aber ber 36 y dy de in Ww URieh, i et ſieht t NU ein Eigen. rh ihr Ttehde 9 | YI, 7. Abſe anz Coen m fänglich nicht ſpringen, indem der Naturtrieb noch nicht voll: Betvon Wis ſtändig bey derley Individuen bisweilen erregt iſt, Einen ſol: iriſche ih ſperre man auf kurze Zeit zu einem brunf- I(OWilit tigen Schafe, und entferne ſolches bald darauf wieder von ſel: H ier ißt m bem; wonach bey ihm eine Sehnſucht na) dem brunftigen Schafe Ein die im erwacht, En der füh Voti der Kreuzung oder Veredlung; St bey Jha: 6. 269. Kreuzen oder durchkreuzen, heißt im Grunde ver: M terſchaft zb edeln, oder zwey verſchiedene Raſſen zuſammenpaaren, um eine Sen und vod Descendenz zu erhalten, welche die beabſichtigten Eigenſchaften Ängl eine 1 des Vorbildes oder Stammindividuums in ſich vereinigt. Dieſe Zuchtart iſt der Inzucht ganz entgegengeſeßbt. Sie M hafe, wt vermeidet die Paarung in den Familien und mit Verwandten, 1; wodurd und paaret die vorhandenen eingeborenen Thiere mit gleicharti: [FE ein neu gen oder ungleichartigen, andern: oder fremden Familien, Stäm- De ein ſh men und Thieren aus andern Zuchten und Landegarten. Sie eS veftüchtiln trachtet, alle Unvollkommenheiten durch Pagrung mit den entge S Jebyit, W gengeſebten Vollkommenhbeiten zu verbeſſern, und ſucht ſich alles M,|V, nicht vorhandene Gute, das in andern vorhanden iſt, durch Päaaz= wS entfchen rung zu verſchaffen. hen, Zus Man nimmt in der Regel auch bey dieſem Geſchäfte zum nähe) junge Hauptarundſaße an; daß das Vorbild oder Stammindividuum, deſſen Eigenſchaften. erzielt werden ſollen, von Einer Raſſe ſeyn 4 x WW muß; weil Blendlinge, oder auch nur die erſt in Beredlung bes UTA, griffenen Thiere, einander nichts Conſtantes aneignen können: „Ad ſind aus Ullgemeine Veredlung wird bewerkſtelligt, durch die 3 got erfül Paarung einer höhern Raſſe mit einer ändern. Der Vater iſt bey conſtanten Raſſen als der' Erhälter derſelven=-'bey Vored- ya“, lungen hingegen, als der Erzeuger der beabſichtigten Veränderun: BE! zur Nh: gen und Verbeſſerungen anzuſehen.; 3 doh unms IndividuelleBVeredlung oder Inzucht, Hierkommt 4 zem begab es nicht darauf an, eine Raſſe durch die andere umzubilden, ge jet Samen: ſondern eine Raſſe aus ſich ſelbſt nach den vorgenommenen Zwes nt wk ſhen>en zu veredeln, nämlich durch die Auswahl der vorzüglichſten ve geh: Individuen einer und derſelben Raſſe ſolt und ſich vom Rücken ab über die Seiten bis zum Bauch hinunter zieht (der edelſte Theil des Vließes ſißt auch auf den benannten Theilen), Von hier verbreitet ſie ſich allmählig auf die hintern Theile des Rumpfes, und endigt auf der hintern Gräte oder Keule, Ein Lamm, von einem gewöhnlichen rauhwolligen Landſchaf und ei: nem Merinosbo> gefallen, beſißt in der Regel den Kopf und die feinere Wolle bis zur Hälfte des Rü>ens vom Vater, die groben Hintertheile aber von der Mutter 3; und dieſe Erſcheinun- gen, daß nämlich der Kopf und die Vordertheile ſich im Jungen mehr nach dem Vater, die Hintertheile aber nad der Mutter ar: ten, findet man allgemein- bey allen Thierveredlungen, indem alle Erſcheinungen in der Natur immer von gleichen Urſachen berkommen.; „Unſere gegenwärtigen Schafraſſen und insbeſondere ihre Con- ſolidirung haben wir mehr der Kunſt, als der Natur, das beißt, der Veredlung zu verdanken. Vergleicht man ihre dermalige Verſchiedenartigkeit gegen ihr Urbild(das Muflon), ſo bedürfen wir gar keines Beweiſes, wie viel wir der Veredlung verdanken. Das, was wir bereits erreichten, ſoll uns daher zur Aufmunte- rung dienen, nicht ſtill zu ſtehen, ſondern durc< Anwendung richtiger Paarungsgrundſäße, mit Hülfe zweckmäßiger Pflege, dem höchſten Ziele immer näher zu kommen ſtreben. wr Da wir alſo der Veredlung in dieſer Hinſicht nicht ällein alles bisher Errungene zu verdanken haben, ſondern insbeſon- dere das fernere Vorwärtsſchreiten von der Verfolgung ratio: neller Grundſäte abhängt, ſo iſt es auch nöthig, daß man hier: in nicht einſeitig, ſondern nach Erfahrung und naturbhiſtori- ſchen Anſichten zu Werke geht; daher nicht glaubt, dadurch alles gethan zu haben, daß man einige Jahre lang edle Springbö>e in die Heerde gebracht hat; oder etwa gar glaubt, hierdurch eine conſtante Veredlung errungen zu baben, wenn nach einigen Ge: nerationen das Aeußere der Thiere ſich vortheilhaft geändert hat, ohne zu bedenken, wie viele Generationen bey fortwährender An- wendung von reinen Raſſebö>en dazu gehören,':um eine Verede: lung feſt zu begründen und den Thieren die innern Eigenſchaften (nämlich das feſte Forterbungsvermögen) zu imprägniren. Da: ber iſt auch die Meinung Vieler ungegründet, welche glauben, den Gang der Veredlung nach Jahren genau berechnen zu können, indem ſich häufig unvorhergeſehene Hinderniſſe in den Weg ſtel: len, welche oft durch mehrere Generationen ein weiteres Vore« wärtsſchreiten verhindern' oder gar bey unvorſichtiger Paarun und wankelmütbigen Beredlungsgrundſäten, Rückſchritte na ſich ziehen. Auch iſt es ſtets der Fall, daß ſich bey Veredlungen die erſten Generationen mehr vom edeln Blute aneignen und an: eignen können, als dieß in den ſpätern der Fall iſt, wenn ein- mal die Thiere mehr von demſelben ererbt haben, Und ſich einer böhern Stufe von Vollkommenheit nähern 3; weßhalb auch. der Einfluß auf das veredelte Individuum nicht mehr ſo bemerkbar ſeyn kann; ja es ſtellen ſich in dieſen höhern Veredlungsperioden häufig Fälle ein, wo durch den ſiärkern Einfluß dex Mutter, die " | veſt Eigen an im we | vy mehrer! ws die wide recnungen ji füße oder) gie) welche| aet) vor dem und hiervon hn Typus Eine au tich immer zeigt, iet deim die(nl! ob die Natur ten Gang(11) Webrigens un) man fan erſconſolidit hn u nah); 2 ten Halbſchli von gem | | (, 200, 1 Wiſtermyent Landehat, vi denſelben Ot edlüng aus); iſt hothwend und) bey alle zu Zeiten fr Blute zu geht ſ afin und€ |' 6,211,| fehlirhafte) | niſſdy, ſy, wenß may he ven der eigen baft/ Aeußere Dft je der präſthtitende dur ie Ez inde fe der aneignen fin ſtimiteſtey| ſelbeh alley ian H Gru dſahe) generft ay Byrd richte | | | 7. Abſchn. Von der Kunſtzucht. 133 gt wirke; 3 bef i[Eli 3) vordere beſſern Eigenſchaften des Vaters augenbliElich unterdrückt wer- [ut wd i'! den; in welchem Falle ein höherer Anreiz von genetiſcher Kraft y 16 ſich x durch mehrere Jahre erforderlich iſt, das wieder hinaufzubilden, PARAT j/ was die widerſtrebende Natur herabgebildet hat. Derley Be- "unta jj rechnungen ſind ſchyn aus der Urſache unzulänglich, weil ſich die mnten Thei ſtärkere oder ſchwächere Dispoſition, Temperament, Kraft, Ener- tern They gie, welche der männliche oder weibliche Theil im Begattungs- Ww Reul, j act vor dem Andern entwickelt, nicht vorher beſtimmen laſſen, mdſchof uy) und hiervon doch die Annäherung des männlichen oder weibli- ). den&yf yt 1 forterben| werden ſoll, durch langjähriges Kreuzen mit Stammthieren, von une vmm Mem Erbſchlag oder von Originalthieren, vy 60 ihren) Zur möglichſt ſchnellen Erhaltung des Erbſchlages iſt darauf zu ſehen, daß man ſtets die beſten gleichartigſten Jndividuen zU- ſammenpaart, und ſie gleichſam als eine Stammheerde betrach» tet, ſolche vermehrt und die Zuchtthiere für die übrigen Heerden davon wählt. Iſt der erbliche Schlag einmal conſolidirt, ſo hat er das Zeugungsvermögen, ſeine veſigenden Eigenſchafien und Ei: gentbümlichkeiten durch ſich ſelbſt fortzupflanzen und rein zu er- halten, weßhalb ſich ſolcher ftets=- glei einem Originalthier= durch einen feſtgebildeten Charakter, als ein Prbild in ſeiner Art, ganiſation euzung im )nſchaffen m m gleichen 1 üUnſtige verſe Yoſſethier, od ih ſelbſt: durd | einwirfendy 'd ves Chyt |), hne Wel! ae IF nict Cereyen zu 1 aſtzücht bey! auszeichnet, hehandelt Von der Inzucht, When 6. 274, Wie in den zwey vorhergegangenen Yaragraphen en und| erwieſen worden iſt, hängt von der reinen Inzucht nicht allein WEBIS. die Erhaltung der Raſſen, ſondern auch die Erſci&e des Ganzen Nachtheil bringen), oder wo in einer Heerde gar keine feſt ausgeprägte Form, Figur, Bild, Vorbild, Merkmal, das zu einem. Muſter dienen ſoll, oder Typus zu erkennen iſt, und ihr Charakter in ibren Eigenſchaften und Eigenthümlichkeiten ganz verloſchen iſt, Einer ſolchen Heerde iſt nur durch eine plan: und zweckmäßig geleitete Kreuzung aufzuhelfen, indem man mit Inzucht das Ende“ des Zieles nicht abſehen könnte, im Gegen? theil immer eher tiefer herabſinken, als zu einer ſteigenden Bil- dung kommen würde. Mittelſt reiner Inzucht kann man durch Vermiſchung zweyer ſelbſtſtändigen Raſſen, bey begünſtigender Localität, die verſchie: denartigſten Formen und innern Eigenſchaften den Heerden an- eignen und endlich dadurch einen ſelbſtſtändigen Erbſchlag erzeu: gen. Unverkennbar haben auch hier die Engländer in Europa durch ihre Kunſtzucht der Thiere den erſten Anſtoß zur Auf- k'ärung, nach dem Beyſpiele der Araber, gegeben; und wer könnte bey dieſer Gelegenheit die gebührende Achtung Bakwell verſagen, daß Er in England das erſte Beyſpiel gegeben hat, das Schaf durch Inzucht und richtige Paarungsgrundſäße, in ſeinen Formen und innern Eigenſchaften, dem menſchlichen Willen größtentheils unterzuordnen, Der veredelte Halbſchlag. 59.275. Entſteht aus gemiſchtem Blute, und der“Srund dazu wird durch die Kreuzung mit edlerm Blute gelegt. Er iſt zwi- ſchen dem erblichen Schlage und denjenigen Thieren, bey denen die Veredlung erſt angefangen wird, in der Mitte; und erſt dann als wirklicher Halbſchlag anzuſehen, wenn er wenigſtens 16 Ge: neration hedarf„ per Halb gganiſh! führten felbſt jo! (him) ſhenlih Falle de! pylation | S2 jehelten d Jfolch zwe (Erbaltun jtütgehen jfönnen) |Tyail R |Fale RX ewa 1 „will; 1 ſmo hhomen Jerfreuen vn als mh Blyte, Die hl ihn€ die Yl Blute, Wenſeht hümli ſind, 4] Yaarut ihre J "'. ſant WWE wn NU un) Zl inden ſind, die 9 bor| n » Widd 7. Abſchn. Von der Kunſtzucht. 4 187 (437) Sy, Weil| nerationen zurüsgelegt hat, und ſo conſolidirt iſt, daß er keinex | Kreuzung mehr, ſondern nur von Zeit Es Zeit einer Auffriſchung H, Man(Oh: bedarf, um die eingezüchteten edlern Sigenſchaften feſtzuhalten 3 Eidurch, wend der Halbſchlag hat jedoch weder einen gan permanenten Typus elften vet organiſcher Bildung angenommen, noch iſt er aus dieſer ange- E en führten Urſache fähig, ſich mit nachhaltendem Erfolge in ſich dung der 4, ſelbſt fortzupflanzen und die äußern Formen und innern Cigen= 5 unh thümlichfeiten feſtzuhalten, indem hierzu nach Umſtänden wahr- Sivig jw ſcheinlich 20 bis 30 Generationen erforderlich ſind; in welchem = vf dieſc Hy) Falle derſelbe dann in einen erblichen Schlag bey richtiger Mani- g' aſm iy Ppulation und günſtigen Conjuncturen übergeht. WAL Die veredelten Schafe oder Meſtizen Dus beſann 6. 276. unterſcheiden ſich von dem Halbſchlag oder hochver: Sh edie Zu) edelten dadurch, daß ſie entweder a) das Product der Vermiſchung Ter auch, dy ſolch zweyer noch nicht conſtanten Raſſen ſind, welche zu ihrer Fi Gandein Erhaltung immer noch der Kreuzung bedürfen, wenn ſie nicht zu- Slloſſen, fal rügeben ſollen, daher ihre Eigenſchaften in ſich nicht forterben Storm un)„ önnen; oder b) das Product von Eltern, wovon nur der eine Shen ſich Theil Raſſethier war, und daher von dieſer Seite noc beykommen nigſtens 10! BEREI I IN DEE amin Mdr Hr AEH H re MEL A ACUHS Weg jan 37 LINKES KIAN wt va eli MeznantereIEN AEN I ELEUMENLIN Ger If m emen ddd 1388 Schafzucht. (433) j läßt, Dieß ſind jedoch ſeltene Fälle und geſchieht nur. in licher Ermangelung des Widders. Iſt aber ein Widder in Heerde zugegen, ſo wird das Schaf jeder 4 gänze= einer ; zeit einen entſchiede: nen Widerwillen gegen den Ziegenboc>> äußern und ſelben ver- ſchmäben, Eben ſo hat man ke böden bede&t-worden wären, Von dem Einfluß beider Geſchleer als N Wi der Mauleſel, behält gleichfalls das Maaß ſeiner Mutter, der Stute. ) ie Der Mauleſel hat einen dünnen Hals, einen ſchneidenden Rücken WENG=- wie ein Karpfenrü>en=- das Kreuz ſpitiger und abhängiger; an: 0 Chat: ſtatt das Maulthier ein beſſer gebildetes Vordertheil, einen ſchönern Hals, rundere Seiten, flacheres Kreuz und glättere Hüften hat, Ny der 9. Alle beide hatten daher mehr von der Mutter, als dem Vater, j nicht allein in der Größe, ſondern auch in der Geſtalt des Lei- Linpirtn 4 bes,-Es verhält ſich doch nicht eben ſo in Anſehung des Kopfes, der Glieder und anderer Ertremitäten des Körpers, Der Kopf des Mauleſels iſt länger und yach Verhältniß nicht ſo di> als H nählig der vom Eſel, und der Kopf vom Maulihier iſt kürzer und di- E 1 der, als der vom'Pferde. Sie haben alſo in Anſehung Ri der Geſtalt und des Maaßes des Kopfes mehr von Ne ith dem Bater, als von der Mutter u.ſ. w.“ In demſelben N HU Alt: Bande führt Büffon auch ein Beyſpiel an, wo ſich eine Wölfin d wichtigin mit einem Hunde begattete, S. 22, Sie warf vier Junge; ſie [der Stam: glichen vollkommen jungen Hunden, und hatten ziemlich lange Ehem, den und hängende Ohren. 0) nicht ah Außer der Geſtalt und dem Maaße des Kopfes und der Vor- dertheile des Körpers, worauf der Vater bey der Zeugung ſchon in den erſten Generationen ſo auffallend großen Einfluß auf die S werden fal: p| 9) Außen fin) "per eine dt: Bildung derſelben beurkundet, erſtreckt ſich ſolcher zugleich auch Rt Man et auf die einzelnen Theile deſſelben, nämlich die Form, Bildung, H, Die eine Größe und Stand der Augen; die Form, die Bildung, Größe vanfen der und Stand der Ohren. Ferner auf den Bau und die Form-der PEntel mißt Jaſe und des Maules, der Naſenlöcher, des Ober- und Unter- Chon immer Liefers. Auch die Hörner ſind bey verſchiedenen Thieren eben- St-if en falls als Naſſeſache zu betrachten. Die Merinvos haben unter Er immer de: allen bekannten Schafgattungen die krauſeſten Haare; die Hörner zunehmen, der Widder ſind aber auch am ſtärkſten gewunden, während die Ole Form dei Hörner unſerer Landwidder wie die der Ziegen erſcheinen. ve hohe Rit: Das Temperament ſcheint bey dem Zeugungsact den größten Jungen dy Einfluß zu üben, vb das Lamm mehr oder weniger dem Vater Find die Hir oder der Ytutter in den innern, nicht ſichtlichen(Typus von innen, an kann dy: 3... B, Geiſt, Organiſation, Stärke u. ſ. w,) Eigenſchafien nach- (7) der Ove: gerathe,„und in dem Verhältniß, als bey demſelben die durc) ) den Vor das Temperament ängeregte Reizbarkeit des männlichen oder weib- |: nicht dur) lichen Theils, in dem Moment der Empfängniß, die Oberhand aehnlich behält und ſich durch Kraft und Energie bethätigt, ſchlagen in j nwieſen Hal dem Jungen die innern Eigenſchaften mehr oder weniger nach, pr der M Von den verſchiedenen Paarungsarten. 018 Natu.. S9. 280, Die Paarung geſchieht entweder durch Inzucht, Auf- * Beobadhti: friſchung oder Kreuzung. Durch erſtere will man den Charakter einer Heerde feſthalten und durch ievtere denſelben veredeln. Die Über die Dit Manipulationen bey derſelbe ſind aber ſehr verſchieden, und es XXL Vi iſt von höchſier Wichtigkeit, bey dieſem Geſchäft rationell zu ver- „wiſchen fahren 3; indem von der Art und Weiſe, wie man bey der Paaz 3 und einen rung zu Werte geht, der Erfolg abhängt.; „gefallen vm" ZU den verſchiedenen Paarungsarten werden gezählt: in dieſer Dat a) Die individuelle PaarungovoderderSprungaus ,8 Malti der Hand, welche bey der Stamimheerde in jeder rationell Yaaß des 08 behandelten Schäferey eingeführt werden ſollte, indem hier: ('p Er SE Eu SF AIS LIESGESESS PAGER SEE GTR IPR GAREIS PE IREIN IS EEA EE SHI KIA GÖREN FTSRE R IRCNGERN GE SP REER ee ü I Dar 202 DIR Id << TERE Eine Bl Siemen Sis Zn gebn 54 x 129 Scafzucht. (490); durch dieſes äußerſt wichtige Geſchäft nicht mehr dem Zufalle quit N preisgegeben würde,;; fende ab Dieſe Begattungsart bietet ſehr weſentliche Vortheile ges Die! gen jede andere dar 3; denn 1) iſt immer nur ein Widder bey jn eine) dem zu belegenden Mutterſchaf, weßbalb derſelbe nicht in Gefahr Raſen,€ kommt, durch Kämpfen mit andern beſchädigt zu werden z denn| gidderz manche Böcke büßen ihre Kampfluſt mit dem Leben, und es iſt| in einer vft ein unerſeßlicher Verluſt, wenn dieß Unglü> gerade das beſ» mun ſere Jundividuum trifft, welches durch ſeine vorzüglichen Eigen:. mon ſchaften der Heerde einen neuen Aufſchwung hätte geben können z die Lim 2) werden die Stähre durch zu häufiges, oft zwekloſes Begat- perbleibe ten nicht ſo ſtark geſchwächt, und man fann füglich annehmen, geht. NN daß man durc dieſes Verfahren mit der Hälfte jener beym freyen und wird Sprung benötbigten Widder ausreicht; was nicht allein wegen geſchieht, des Ankaufs derſelben, ſondern auch beſonders dadurc ſebr wich-| auf die 1 tig iſt, daß man unter den Springböken ſelbſt eine viel ſtrengere| organifit Auswabhl treffen und ſo mit der Verbeſſerung der Heerden durch beſ- gärten od ſere Böke einen bedeutenden Vorſprung bekommen kann, 3) Man Verden t bat die Züchtung ganz in ſeiner Hand, und kann jeder Mutter, in 8-14 nach ihren individuellen Eigenſchaften, den Bock zutbeilen z hier=| widder? durch alſo bey manchen Individuen beſondere Eigenthümlichkei- we ten und Eigenſchaften feſthalten, bey andern aber feblerhafte verz:| eingelt) beſſern, welcher Vortheil bloß durch die individuelle Paarung zu der Negt erreichen iſt, 4) Man wird hierdurch in den Stand geſetzt, ein| imerhall genaues Stammregiſter über die ganze Heerde zu führen, worin|| tfellen, man genau den Bater und die Mutter und ihre Voreltern nach-| Ne“ weiſen kann z; was bey Stammſchäfereyen von beſonderer Wich- zk wr tigkeit iſt. 5) Da die Stähre nicht durch zu häufiges Springen ſchmat, geſchwächt werden und nur zu beſtimmten Zeiten belegen dürfen, ſo dieſer ſe ergiebt ſich von ſelbſt, daß dieſelben mehr Zeit zur Erzeugung ei-|| tim, ſi nes zeitigen Samens gewinnen, weßhalb man auch von einem Fraftvolleren Sprung, kraftvollere Lämmer, ja häufiger Zwillinge vit erwarten kann. 6) Man hat bey dieſem Verfahren vielfache Ge- die We legenheit, beſondere Beobachtungen zu machen, insbeſondere aber hit, die Stähre ſowobl, als die Mütter, in ihren innern Eigenſchaften,»s durch ihre Descendenz genau kennen zu lernen z denn es iſt oft ah zu verwundern, welche Einflüſſe die Individualität eines Spring- ven ſtähres in einer Reihe von Generationen hervorbringt; wovon We häufig ſogar die Verbeſſerung oder Verſchlechterung des Stamms Ih abhängen kann." Das Verfahren bey der individuellen Paarung iſt folgen-| des: Man beſtimmt je nach der Anzahl der zu belegenden Mut- y gel terheerde eine gewiſſe Anzahl Probierbö>e(3, B. auf 100 Mut- 065 terſchafe 2 Stü>), welche mit Leinewand um ihre Ruthe wohl| 4] verbunden ſind, wodurch das Belegen verhindert wird. Dieſe| R gehen nun mit der Heerde auf dieDBeide, und es geſellen ſich 0 dann bald die brunftigen Schafe zu ihnen z nebſidem unterlaſſen|(7; die Probierböe auch nicht, durch das Aufſuchen der Bräute bey|; andern den Begattungstrieb rege zu machen. Derley brunftige| v Schafe werden von dem Schäfer auf ver Weide gezeichnet, und| l nach der Zuhauſekunft in eine beſondere Separation gethan.|; Auch iſt es ſehr gut, wenn man einige Zeit vor dem Austreiben s die Probierbö>e unter die Mutterheerde laßt, wo ſich vann ſchon viele derley Individuen zeigen und ausgefangen werden können.| 7. Abſe jederzeit von der Mutter« Iottheile NY heerde abgeſondert. s 3 Vidder" Die brunftigen Schafe werden nun eins nach dem andern - tin Geiſt in eine beſondere Abtheilung gethan, und ſolchen nach ihren Inden; den Raſſen, Claſſen oder individuellen Qualitäten die zwe>mäßigſten 3 und 6 j Widder zugetheilt, und durch einen tüchtigen Sprung= worauf ade das by; in einer Viertelſtunde ein zweyter erfolgen ſoll=- bede&tz; wo- Ei chen Eipty nach beide Theile von einander entfernt und das belegte Schaf Shen Enfer mit einer halibaren Farbe(3. B. auf der Naſe) gezeichnet, unter El oſeß Bipts die Lämmerheerde gethan wird, wo es 30 bis 36 Stunden zu E anneh) verbleiben hat, während welcher Zeit die Brunft ganz vorüber- Fl beym from geht. Nad) dieſer Zeit kommt es wieder unter die Mutterheerde, EN oin wn und wird, falls es nicht empfangen hätte-- oder was häufig Q) ſehr wid: geſchieht, auf dem Lamm reiten wollte-- in der Folge wieder Mel ſtrenzu auf die nämliche Art und von demſelben Bo> belegt. In wohl Sin durch; organiſirten Schäfereyen ſind für dieſen Zwe> eigene Sprung- Ein 3») gärten oder Sprunghöfe zur größern Bequemlichkeit eingerichtet. Dier Mutt Werden derley Thiere wieder brunftig, ſo geſchieht dieß meiſtens S(ile; him in 8-14 oder 21 Tagen nach der Bede&ung, Wenn der Sprungs» Fihömligti widder den Sprung vollkommen vollbracht hat, wird das Num- 0 mero des Vaters und jenes der Mutter in das Sprungregiſter R atu 4 eingetragen. Ein Sprungſtähr ſoll bey dieſer Verfahrungsart in Biwfeht m der Regel täglich zwar nur ein Schaf bede>Xen, demſelben aber |; innerhalb einer viertel oder halben Stunde zwey Sprünge er- 4 in, orig theilen. Dem nech Die Vortheile, welche hierdurch bey einer Stammheerde er- 13 Wh: zielt werden, ſind ſo in die Augen fallend, daß es unbegreiflich 4 OM ſcheint, wie Manche aus Furcht vor vergrößerter Arbeit, vor Sndirfen,| dieſer ſo vorzüglichen, zum höchſten Ziele führenden Manipula- zeugung tion, ſich können abſchre>en laſſen 3 indem dieſe do< nur bloß D von Amm in der Zutheilung der Probierbö>e und darin beſteht, daß dieſes E27 Ilg! wichtige Geſchäft in der Frübe, vor dem Augstreiben-- wenn EN 4 Weiden ohnehin noc< bethaut ſind=-- unter Aufſicht Statt pondere am hat,: Ienſchafte) b) Wo der freye Sprung ausgeübt wird, und wo man bey ſehr KDE zahlreichen Heerden zuweilen Schwierigkeiten begegnet, welche Hes Gp: von der individuellen Begattung abzugehen beſtimmen 3; ſollen Fi woh die erforderlichen Sprungböc>ke jederzeit in zwey oder drey 08 Gram) Abtheilungen abgetheilt, und jeden Tag nur ein Drittheil ; dovon, wechſelsweiſe unter die Mutterheerde zum Belegen zg: ſt folgt gelaſſen. werden, damit die Zuchtbö>e geſchont und die ſchwä- denden Ir djern von den ſtärkern bey dem Zeugunggsact nicht ſo ſehr af 100 Ii: verdrängt werden können. Daher es auch nebſt der Rückſicht 1 Ruthe m auf gleiche Qualitäten rathſam iſt, derley Individuen ſo viel „wird, I! als möglich, nach gleichen Kräften, zuſammenzugeſellen. geſellen 0 c) Man»flegt auch die Heerden in beſondern Abtheilungen, 74 unter z. B. nach ihren edlern Qualitäten oder Claſſen, oder auch 6 Bräute nach ihren verſchiedenen Abſtammungen, allein hüten, und oy Want durch die ihnen zugetheilten homogenen Widder, belegen zu eichnet, u laſſen, wodurch der Zwe> der individuellen Paarung(die Flon getbu größere Schwächung der Widder ausgenommen) größtentheils n Ausfreibt! erreicht wird. Nur hat dieſes Verfahren die Unannehmlich- ß dann[0 keit, daß man jedem einzelnen Haufen einen beſondern Hütex eden fön ober einen abgeſonderten Sprunggarten zutheilen muß. WP 1 SEHE SIEGTEN REH GFZ SH SPE STRURÄK GERAIS NG BELT GES SAIUBNGS TE DERI DR EBENE RERE BEE ür AIR wn DI ue 05 nemen gen 192 Schafzucht. (492) d) Der Gebrauch, die Widder das ganze Jahr unter der Mut- terbheerde zu laſſen, iſt höchſt fehlerhaft, indem die Geſchäfte nicht allein bey der durch das ganze Jahr dauernden Lamm- zeit ſehr erſchwert werden; ſondern'es iſt auch einleuchtend, daß die Descendenzen nur ſchwächlich und zur Degeneration geneigt ausfallen können z indem bey dieſem Verfahren man- e 6. 174. 184, 198.-- der Tränke 6. 173. 184. 198.-- dem nöthigen Schutz der friſch geſchornen Schafe 6. 202.=- dem Hürdenſchlag 5. 201. und Über die Behandlung der Stallfutterſchafe 6. 166 172, und 199. ſchon alles Nöthige geſagt worden iſt, und in dieſen Rückſichten in dieſem Monat keine weſentliche Abweichung bey der Behand- u Schafe Statt hat; ſo wird hier auf dieſe Paragraphen verwieſen, Weitere Behandlung der Lämmer, 6. 282, Ueber Wartung und Pflege derſelben leſe man 6. 131, 200 und 240 nach.. Bey den Frühlämmern iſt es nun nöthig, daß die Geſchlech- ter von einander getrennt und ſolche entweder abgeſondert gehü- tet, vder im Stalle allein gefüttert werden; indem ſich bey die: ſen jungen Thieren öfters ſchon in dieſem Alter der Geſchlechts- trieb einſtellt, und wenn der Gelegenheit nicht vorgebeugt, durch dieſen zu frühen Reiz unfehlbar eine große Schwächung erfol: gen würde, Da die Schur der Spätlämmer ohne Nachtheil der Wolle nicht mit jener der Mütter vorgenommen werden konnte, weil deren Wolle bey der Schur von jenen zu kurz, daber zu den mehrſten Fabrikaten, zu welchen die Lämmerwolle in der Regel am vortheilhafteſten verwendet wird, nicht zu gebrauchen wäre z ſo hat dieſe gewöhnlich mit Ende dieſes Monats Statt, indem die Wolle bis dahin ſchon hinlänglich lang gewachſen iſt, um eine preiswürdige Waare zu liefern, Ein weiterer Aufſchub der Schur würde aver ſywohl für die Lämmer ſelbſt, als auch für die Wolle der nächſtjährigen Schur nachtheilig ausfallen, indem in erſte- rer Hinſicht die Wolle bis zum Winter zu kurz gewachſen ſeyn würde, um den jungen Thieren den nöthigen Schuß gegen die Kälte und andere Witterungseinflüſſe zu gewähren;. in anderer RÜCſicht würde ſolche aber bey der nächſtjährigen" Schur nicht ausgewachſen und gegen die Übrige Wolle zu kurz erſcheinen z; daher von den Fabrikanten entweder nicht zu einem und demſel- ben Fabrikate verwendet werden können, oder dieſe Ungleichheit ver Zin verhinden! Juf die ha (,W wäſen L yen den Abraum! nicht dur geführt 11 häufig do Ghafe zu gen laſſen mts Jo= 3 EEE liche en | dentendet 6,2 Punat hey der? ſes Geſch ſenen An zmn zu ihre Vor zahl, 1 und de möglich und qu! einm q' ſich leid tödien fi Re der Gyr Futter; de, daß rung au den dürf weil die unter de wh bem Weiten den wih widder wenig, hierdur J ſtall; zwerm borbere EL. 4 SEENEENNENEILENEN I 7. Abſmäßige Fütterung in einen kraftvollern Zuſtand geſeßt und 3] 046,11, zu ihrer Verrichtung gehörig vorbereitet werden ſollen. | BVor UÜlkem ſind ſolche in einen, nach Verhältniß ihrer An= D Geſchled: zahl, möglichſt kleinen Raum einzuſperren, um das Kämpfen dert geb: und den dadurch leicht entſtehenden Unglü>sfällen ſo viel als (| bey die möglich vorzubauen, indem die Böke bey angeregten Begierden Geſchlecht und gutem kräftigen Futter ſtets kampfluſtig ſind und hierzu in gt, din einem größern Raum einen größern Wirkungskreis finden; daher 40313 a; fich leicht durch heftiges Zuſammenſtoßen beſchädigen, ja Öfters ; tödten können. 3 der Dil! Die Einſtallung der Sprungwidder vor, während und nach der Sprungzeit iſt nicht allein nöthig, um ſie durch kräftiges 0|- ME Futter zur Begattung vorzubereiten, ſondern auch aus dem Grun- KEN de, daß ſolche entweder nah der individuellen oder freyen Paa- rung auf der Weide nicht unter die Widderheerde gebracht wer- den dürfen, indem dieß ſehr gefährlich für ſie ausfallen müßte z weil die übrigen Widder der Heerde ſogleich diejenigen, welche unter der Mutterbheerde beym Sprung geweſen, durch den Bes ruch bemerken, verfolgen und ihnen nicht allein keine Ruhe beym ichen wan; <;, indem. d! pt, um ei! 10 der Gd jr die Bol Weiden laſſen, ſondern ſie auch beſtändig bekämpfen und ermüs- m in eim den würden. Auf der andein Seite ſehnen ſich derley Sprung- achſen 0 widder auf der Weide ſtets nach der Mutterheerde und freſſen 6 gegen Ny wenig, weßhalb ihre Kräfte doppelt in Anſpruch genommen und „in anden hierdurch für den Begattunggsact geſchwächt würden.; Schur ni Da, wie bereits geſagt worden iſt, der Hauptzwe> der Ein- erſchein) ſtallung der Sprungwidder der iſt, daß ſolche durch kräftige, und dem! zwe&>mäßige Nahrungsmittel für ihre Beſtimmung vollkommen Ungleich vorbereitet=- während derſelben bey gleichen Kräften erhalten 23005 Fam LÄBSIDEE 6 EDISETKERTG MEERE 2.545-.-=== un PTH IGEHR EEE-Siemmemik7en= SEREN SF ASE Waan Cale Simbel Shi vo Ze Keller ZEE el A TERUAG SEIEN Zim 27 LAMAS SAHNE be reer rg Werre EDE EN LD erer- 194 Sdafzucnetem Klee und Hafer zu ernähren; indem unter ſolchen Umſtänden die Ernährung mit- telſt troFenen Futters derjenigen mit grünem ſtets als kräftiger nährend vorzuziehen iſt, Als Futteraufſag für einen Sprung: widder wird für dieſen Fall in der Regel nebſt hinlänglichem guten Wieſenheu oder getiro&netem Klee 5 Pfund Hafer täglich gerechnet. Es liegt. jedoch ſehr viel an der gehörigen Verabrei- mäßige Beſtimmung der Widder berede nach ihren Claſſen treffen zu können, indem der ſichere Gang nah der Veredlung größtentheils von dieſer richtigen, auf rationellen|| bon) Grundſätzen beruhenden Zutheilung abhängt.*|(uöge( Die Begattung ſelbſt geſchieht gewöhnlich auf die 6. 230 ange- zeigten Arten; und hat man die eine oder die andere gewählt, ſo| M iſt nun darauf zu ſehen, daß ſolche auf das Pünctlichſte befolgt| 777 wird. 7 wh hütet Vd Pei Hee jede; Eta Gt Sy, M Riffe wi; 0 ed 3& und Dip hährung"it | als iy Inn Gp) D hinlänglich S! Hafer Hal Cm Verhy nid, Dy =, ſicht des Geſchlechtes und Alters, geſellig, gleich den Hirſchen und Nehen, zuſammenleben und ſich vermehren 3 ſo ergiebt ſich doch ſchon aus dem Zwee der Cultur dieſer nüßlichen Hausthiere, daß dieſes Verfahren bey beabſichtigter höhern Nüßblichkeit, nach den heutigen Ver- edlungsgrundſäten nicht Statt haben kann, indem hierdurch alle im ſiebenten Abſchnitte bey der Kunſtzucht aufgeſtellte Grund» ſätze über den Haufen geworfen und die bereits verbeſſerten und veredelten Heerden durch ein ähnliches Verfahren ſich nach und nach verſchlechtern und endlich wieder dahin kommen müßten, von wo ſie in ihrer Veredlung und Berbeſſerung urſprünglich ausgegangen ſind, Bey dem kunſtgerechten Verfahren iſt daher nicht allein die Trennung der Geſchlechter zur gehörigen Zeit(das iſt, bevo* der Naturtrieb erwacht) vorzunehmen, ſondern es müſſen ſolche auch nach ihrem Alter und nach beſondern Abſichten ſeparirt ge- hütet werden; um den verſchiedenen Abtheilungen, nach ihren Bedürfniſſen und Zwe&en, zugleich auch eine ihnen zuſagende Weide angedeihen laſſen zu können. Auch darf nie außer Acht gelaſſen werden, daß, wenn die Heerden ihre complete Einwinterungszabl erreicht haben, der bey jeder Abiheilung durc Sterblichkeit, Verkauf, oder wie immer Statt habende Abgang, nicht allein durch Zuzücht, wohl berechz 196 Schafzucht. (524) net, erſeßt, ſondern dieſer auch, mittelſt einer ſachkenntnißvollen Augwahl der beften Individuen zur eignen Nachzucht, zugleich verbeſſert nachgezüchtet wird. Was die Eintheilungen der Heerden ſelbſt be- triffte, 6..287. ſo wird ſolche bey großen Schäfereyen gewöhnlich mittelſt folgender Abtheilungen begründet: a) Die Mutterheerde, bey welcher ſich nur diejenigen Indi2 viduen befinden, welche daſſelbe Jahr, ihrer Beſtimmung nach, durch Ablämmerung die Nachzucht begründen ſollen: dieſer werden in der Regel ſämmtliche Vierſchaufler und in den Hen Schäfereyen auch die ſtarken Zweyſchaufier beygege: en,'; b) Bey der Widdevheerde, weiche in Folge der in dem ſiebenten Abſchnitt feſtgeſehten Grundſätße der Kunſtzucht al- lein gehütet wird, werden jedoch bey größern Schäfereyen die Jähriings- Bo>klämmer davon abgeſondert gehalten, indem ſolc Ni ferey, E77- UOPN d! 98 BH :8, Abfe es hinlänglich mit Kohlenſtaub, .++ | gur penzeiche nicht zur 1, Claſſe nämliche IV. Clo Als der Gä dient al Zeichen auf den zeichen| Widdery ſame Tu Hfen Inner Jen dio |Genauigt ſelien zt VP oder El in ſepar ſenzeiche (augenbtt (Claſſen, [ſeht zw ſchaften! beſchneb zweyerl! den: Y tier ode und den Hals 3 Erſtere dauerha Wig Tur ſen we hehmſten ſinzde, indem et dt m ſv tiny dabey ſchiede chen d, Päſſen dicker| er nich würde, VI 8. Abſce EU Nutorn ſelien genau entſpricht. 1)(vol vm Wo die Beleguyg aus der Hand, bey gemiſchten Stämmen WG 24 den Jh vder Claſjen in einer Heerde Statt hat, da iſt, wenn ſie nicht DM fen a in ſeparirten Heerden gehalten werden, nebſt den ſonſtigen Ckaſ: ſenzeichen, eine auffallende Bezeichnung der Mutterſchafe, zur augenbliklichen Unterſcheidung der verſchiedenen Stämme und Wund Caf: Claſſen, öfters unumgänglich erforderlich und kann in dieſem Falle 19 ſehr zwe&mäßig dadurch erzielt werden, daß man den Mutter2 fä vn ht ſchafen nach ibren Beſtimmungen für die Böke, mittelſt oben DB! veſt beſchriebener Farbe, 5 Zoll große Nummern zur augenblilichen Ms finn; Erkennung auf die BVließe aufdrü>t, und ihnen hiernach die zu rung: dieſem Zwe&e ebenfalls mit denſekben. Nummern verſehenen Bö» M u ſterfarten)>e zutheilt. Sun) jem Die Numerirung der Schafe kann zwar auf mehr» fache Weiſe Statt finden 3 ſie wird aber gewöhnlich nur auf Folich den 3 zweyerley Arten bewerkſtelligt: nämlich mittelſt Tafeln von Lin- Founſtige 3 den, Buchen-, Eſchen: oder Birkenbolz, auf welchen die Num» Mie Schöfelt ner oder auch Stamm- und„andere Zeichen eingebrannt ſind, Sm, wen und den Schafen mittelſt Rebſchnüren(ſtarken Spagaths) um den 0.000, Hals gebängt werden z oder mittelſt der Obrennumerirung. erſchie! Erſtere Numerirunggart iſt jedoch keineswegs ſo verläßlich und > Gupra-Yt Dauerhaft, als letztere z indem es ſich öfters ereignet, daß zufäl- iges Zuyii) lig Nummern brechen, die Schnüre faulen, abgebiſſen oder zer: S ben win riſſen werden und verloren gehen, wodurch dann. die unange- vd und 030 nehmſten Irrungen veranlaßt werden. Sehr weicher Meſ- Brenn ſingdräaht verdient daher den Vorzug vor den Rebſchnüren, SE vgeiden indem er ſehr dauerhaft, ja gleichſam unvergänglich iſt; und da g(wenn fn. Ir zugleig) ſehr biegſam, ſich um deni Hals leicht anſchmiegt, (Farbe, mi ſv kann er auch ziemlich feſt zugezogen werden. Es iſt. jedoch pedrüdt m Ddabey zu bemerken, daß derley Meſivgdrähte immer von vers ) zugleich mm ſchiedener Länge zum Wechſeln vorräthig ſeyn müſſen, um ſol- „nehme 3 9er wird, indem ſonſt der zu enge Meſſingdraht-- weil ee beides 7 S1 nachgeben kann-- die Thiere am Halſe beſchädigen rde. VII. 54 “--- all IN SAHE IH,& br- Err Ze STEEN ZIhrER Sieden€ ZA HBGT EE KN HR EE ee var drs. Meer Anthr BEREEEN RENE, 170 200 DEPEEIARN DIC SEI EBDÄD GENG Su u TAKTET REER AETR SIR GEES PIPI GEPA ZEIREIEN NETE FEITHSEN 202 Schafzucht. (530) Die Ohrennumerirung iſt aber verläßlich und un- vergänglich; es wird bey einiger Aufmerkſamkeit dadurch auf die Lebensdauer der Scafe allen Irrungen und fernern Arbeiten begegnet. Zu jeder Ohren- Numerirungsart muß man ſich aber =- um allen Irrungen vorzubeugen= einen Schlüſſel verferti- gen, nach welchem dieſelbe Statt haben ſoll, und nach welchem man ſich nach und nach zur Erkennung der Nummern einübtz 1 den Schäfern bey einiger Aufmerkſamkeit bald ſehr geläufig ird. -"Zur Verſinnlichung einer hieroglyphiſchen Ohren« Nume- rirunggart wird hier ein Schlüſſel mitgetheilt, welcher den dießs fälligen Abſichten bey großen Heerden ſehr entſpricht. Die Aufgabe der Zahl iſt 3,999, rechtes Ohr linkes Ohr a rt es Am linken Ohr oben 7 Fünfhunderter macht a S2 1.13500 =< /"==""utten 4 Hunderter SE NWR SR ED EI 400 ----=== in der Mitte ein rundes Loch Z T 50 -- rhten= oben 4 Fünfer« 5. Z s 20 BE S= S2 2UNT CU: 4 EINE 2 ES DE 4 -..-== ein. rundes Loch-in der Mitte- 6 25 Zuſammen 3999 Die Sprung- und Ablammungs:-Regiſter 6. 290, ſind bey einer rationell behandelten und auf forts ſchreitende Veredlung berechneten Schafzucht von größter Wich- tigkeit 3 indem ohne dieſelbe die hierbey böchſt nöthigen Stamm=- regiſter nicht geführt werden könnten. Von der richtigen, pünct- lichen Führung der Sprungregiſter hängt in der Folge die Er- kenntniß des Vaters und mittelſt der Ablammungsregiſter die der Mutter von den gebornen Individuen ab; und es wird daher dADUEM der Grund zur Anwendung der Kunſtzuchts: Grundſäßte gelegt, Beide Regiſter können jedoch, wie folgendes Formular zeigt, ſehr leicht und zwe>mäßig mit einander vereinigt werden und entſprechen hierdurch dem Zwee ganz, 203 (531) regiſter, Sprung- und Ablammungs 8. Abſchu. wurde be: f Nr. hat wurde geboren Nr. 14 legt des) gelammt: des der Anmerkungen Sprung: bekam|Widder:| bekam 7 VatersiMutter widders Ip.| Lamm.|: Nr. d. 24, July 6, kd, 26, Dec, 304, A A 6, 20. rein, mit kleinen Sta- peln und fleXenlos geboren, 0. 15. SIM 2 800216, Dec;+ 1 7/07 2 21; eiwas flaumhaarig ge- boren, d. 20, Julyf 11, jd, 19, Dec.; 1 30:4 11.117 22, rein und mit ſehr ſei- denartigem“Gefühl 6 geboren, d, 26, July 4, 10,25. Dec, 619 7; 2. 23, mit kurzen rauhen ſtei-| fen Flaumhaaren ge: boven, in ſ. ZEE Zr:«ZS ZZ ZZ ZZ ZS ESE E12= ZZ 2222 ZZ GE BREL ES 2 IIe SRM EZE EI SUO R IIR ZE DR IEE IE= 4552 ie Ii ri FEI<< IDE. 1m ie SIR= SEI== Vmaaq M. MEDENE-- 7„MRM; EEE WRE WR ERD:=S Schafzucht. (532) Wenn, wie ſich dieß von ſelbſt verſteht, Lämmer täglich or: dentlich eingetragen, hierdurch zugleich in Rechnungsempfang genommen, ordentlich bezeichnet, und in der Folge richtig nyu- Merirt werden, ſo iſt die Evidenzhaltung der Stammregiſter, 6. 291. in welchen bis zu den früheſten Generationen genqu nachgewieſen werden kann, von welchen Stammeltern die Thiere ' entſproſſen ſind, keiner Schwierigkeit unterworfen. Wie wichtig aber ſolche Regiſter bey Stammzuchten und ſolchen Stammheerden ſind, wo man ſich eines reinen Original: blurtes zu erfreuen hat,- und wie beruhigend es für die Käufer von Zuchtthieren aus derley Heerden iſt, ſich durch einen authen- tiſchen Ausweis, aus den Stammregiſtern, von der Originalität und Übrigen edeln Eigenſchaften der Stammeltern Überzeugen u können, iſt zu einleuchtend, um hier mehr darüber ſagen zu dürfen. Aber auch ſelbſt für den Eigenthümer ſolcher Heerden iſt es wichtig, ja unerläßlich, ſich von den Eigenſchaften der Voreltern, ſeiner vorzüglichen Zuchthiere Überzeugen zu können, um hiernach die Fortſchritte oder Rü>kgänge in den Generatio- nen beurtheilen zu können. ;„rte Stammregiſter werden gewöhnlich auf folgende Art erfaßt. 29,001||( IUagl32g 1123 A AI Oo va wou|s MERE -5 300 =MP1322g1v =J24VID | er) D GS (533) Stammregiſter. 8. Abſchn. Herrſchaft N.; Stamtiniſchäferey N. Abſtammuiings-Regiſterx, Einge:| Laufen-. In der] Dey| Die rann:(des Nro/S= Die Abſtammung der Paular- Heerde SI Vater|Mutter tes| des|S|5 2 FYAUPZE Anmerkung 35016 A82:204=|=kvon vöterlicher|von mütterli-|von großväter-|von großmüt:] der| die 0.00) RE :.-.-.». NT c gewa? Mens[Mütter Seite= Wr FF. Von! atm„. SE NEST TERER AE TERRINE ZLIN ERREGEN ET) +2 FURTE* FAP IE RE ENEN 318 208 0504 Schafzucht, Dieſe Stammregiſter können zu ihrer Evidenzhaltung n folgenden Grundſätzen geführt PEE 39962018. nam Herrſchaft N. Stammſc 4: s ZG WK, ttt, Generationszeichen GG B.= auf der Vorderſeite dieſer Tafel 4 aber, nach ihrer Rangordnung, von Nr. 1. anfangend, laufende 02247 Nummern und darunter das Special- Generationszeichen 6 zu [M iam erhalten; weil nach dem Jahr 1817, wo die dritte Haupt- Gene= | en H ration eingetreten iſt, die im Jahr 1818 gefallene Deſcendenz IIe y mit a; jene vom Jahr 1819 mit b; folglich die vom Jahrgang I, oe I 1320 mit dem Special- Generationszeichen o bezeichnet werden ch aus) müßte B(2)(Z) En en; in UPTE 3 Dr KE AX CINE , der Urelt!. 5: 0097 Die Abkömmlinge. vom Jahr 1821 bekommen auf der Jpn SEE RIEES 4 P jänftig- Rüeite der-kleinen Stammiaſel:-+5 4- 1-4(m) NE auf der Vorderſeite derſelben«+++++(+) giftet| Im Jahr 1322, auf der Rücſeite der kleinen. beri j Stammtafel.»+ 4++++ 11 Duien JI; infa m auf der Vorderſeite derſelben d> N N y(+) M Im Jahr 1823, auf der Rüdfſeite der kleinen umge E P ſehen win Stammtafel 4.». z.+ 4(6 T auch zu OU der SVBDIDLrſeite ue u 0 052.8(+), 1 Im Jahr 18324 fängt die vierte Hauptgeneration 1V an, das fit! und die in dieſem Jahre geborenen Lämmer empfangen nebſt M0 ihrem Stammzeichen PIN oder G auh das vorerwähnte Hauptz regen Gs; p ode, 1 Generationszeichen IV auf folgende At+++(iy) MNG 208 Schafzucht, ;(536) 4 Die im Jahr 1825 geborenen Lämmer erhalten daher ihr Stamm- und Generationszeichen rückwärts von der kleinen Stammtafel, 3+;...(5) auf der Vorderſeite derſelben,.-)(=)(<) Im Jahr 1826, rückwärts auf der kleinen GESSNER 32 BE EN R IR EIENR(5) auf der Vorderſeite derſelben,,,(DM) Im Jahr 1827, rü>wäts von der kleinen Stammtafel WRE BEEREN GEIE(5) 911 Dere VBurdoyſeite derſelben... GIN(7) ; Im Jahy 18238, rü>wärts von der kleinen Stammiafel R 2 LEIN EN) auf ven Voyderſeite"derſelben+,++(FE)(2)(2) UW: Hierdurch wird man in. den Stand geſehbt, durch einen Blick bey jedem vorgeführten Widder oder Mutterſchaf zu entſcheiden: Üſtens rü>wärts, das Zeichen der Abſtammung und der Haupt2 eneration z 2tens vorwärts, die Special- Generation, ferner ie Grade der vereinigten vollendeten BVolikommenheiten nad) den laufenden Nummern(z. B. wenn das vorzüglichſte im Rang Nr. 1, das zweyte Nr. 2 u. ſ. w. erhält) und endlich das genaue Alter von jedem Thiere durch die Buchſtaben a, bO EE<5 Es (3. B. hat man in den Special: Generationen den Buchſtaben F erreicht: ſo ſind die mit a bezeichneten Thiere 5-=- mit b, 4-- mit oc, 3-- mit d, 2- und mit e, 1 Jähr alt. Bey dieſem Zeichen: Stammregiſter iſt es jedoch unerläßlich, a) daß ſämmtliches Vieh ſo viel als möglich nach der Rangord- nung ſeiner vollendeten Vollkommenbeiten numerirt und daß alljährlich bey Verfertigung der Wollmuſterkarten 4 Wochen vox der Schur alles Vieb, genau mit dieſer verglichen, revidirt, alle mindere Stücke zur Brak vorgemerkt, und nach derſelben aus- geren oder auf Höfe von mindern Wollſorten verſetzt. werden]; ey welcher Gelegenheit zugleich die Zutheilung der Sprungwid- der zu den ihnen beſtimmten Claſſen geſchehen kann. Dieſes Zeichen.- Stammregiſter vereinigt, um einen allge- meinen Ueberblick zu verſchaffen, alle Zwecke, ſowohl bey Stamm-, als Veredlungsheerden in ſich, und man kann damit die Ab- ſtammung eines jeden Thieres augenbli>lich mit der größten Vera lößlichfeit erheben,' Die Geldverrehnung 9. 293, der Schäferey: Empfänge und Ausgaben, nebſt einer klaren Darſtellung derſelben, iſt ein wichtiger Gegenſtand bey einer wohlorganiſirten Schäferey, und es ſoll in der Haupt: Wirthſchafts- Nechnung die Schäferey ihr eigenes Conto haben. Es müſſen in ſelbiger alle Empfänge und Augsgaben ganz genau ausgewieſen, und ſelbſt dasjenige hinzugerechnet und zu . Pas POE WIIRE) AANBOLWEIRC DERE RWI Geld angeſch! ſchaft, z+ Be H, durch* indem ohne d würde, Eben der Ausgabe! Gegenſtände, (te bezieht, Hey, Gtreh weiden, für indem ohne der geſammt dez denn nu loſen, gegen) ſtehenden Zl man im inf! Wo inan itig 5,204, 2 elde das IN ehfen wurde, M feh dv verabracht Ww blume oder der Frühe y Cafe nun nebſt der ve Nehren der 1 dieſe blytver, ſchlag gelegt nende, mitt fem Nebel 50 5,2, liſhen Raſer | warten trod den, und Nite den€ enz Aür bie peltwelden hof und Bahn ſieht daher' Gebrauch 1 AItbiy und) eine Verän) Weiden find . 8. Abſe, 3. B. Schwefels guhfhm bDlume oder andere auflöſende Ingredienzien, und verſäume in Cit b, 4-+ Der. Frühe vor dem Austreiben das Tränken nicht; indem die y Schafe nun die Stoppeln regelmäßig beweiden, daſelbſt häufig, RE: nebſt der verbeſſerten Weide, die zurückgebliebenen verſireuten 5 uneliiih Slehren der verſchiedenen Getreidegattungen verzehren, und durch er Rai: bieſe blutvermebrende Nahrung häufig den Grund zum Blut- hirt un) M ſchlag gelegt wird; daher durch auflöſende, das Blut verdün- | Dehm nende, mittelſt der Salzlec>ke ihnen beyzubringende Mittel dies NOE ſem Uebel ſo viel möglich vorgebeugt werden ſoll, rſelben au: 1208' ſett werde) Die Stoppelweiden Sum 6, 295. treten gewöhnlich zu einer Zeit ein, wo die natür- p lichen Raſen- und Hutweiden, durch die Einwirkungen dev | einen Ww Warmen tronen Jahrszeit, an ihrer Ergiebigkeit ſehr gelitten bey Stat haben, und in ſolchen Fällen nur eine ſehr ſpärliche tro>ens amit dv Weide den Schafen abgeben. Wo aber ein Theil der Subſis größten Zu ſtenz für die Schafe, bey den Weideſchäfereyen, auf die Stops pelweiden baſirt iſt, bietet ſolcenem Wetter; indem die Schafe ſehr gierig auf,„denſelven freſſen, und die darauf wachſenden geilern Weidegräſer, vorzüglich aber die in den Winterſioypeln häufig erſcheinenden verſchie: denartigen Kleegattungen vnter dieſen Umſtänden ſchädlich einwirken. Unmittelbar nach ſtarkem Regen ſollen die Stop pelweiden aber nie behütet werden; indem ſolche öfters das durch von Erde beſpribt und auch ſehr oft verſchlämmt wer: den, wodurch ſich öfters Coliten und Faulkrantheiten ents wi>eln. 4) Sind die Schafe aber nach und nah an die Wintergetreide- ſtoppeln gewvöhnt worden, und werden ſolche in gebvrigem Wechſel mit ven Übrigen harten Hut- und Braachweiden benußt, ſo ſchlagen ſie denſelben ganz vorzüglich an, und man wird gewiß keinen Verluſt zu fürclich mit der fer- 11107 nern Vermeidung der ſchädlichen Urſachen endigen z ſondern, 3 beſonders der Blutſchlag, nur durch Herabſezung des Vie- EC) folgt Wecn bes auf eine ſpärlichere Ernährung, ja öfters nur durch die Eher andert; Einſtallung und Ernährung mit dürrem Futter, nebſt An» H in liegen wendung zweckmäßiger, das Blut verdünnender Medica» Th aufnehn) mente, wieder aus demſelben gebracht werden kann. „it der Ory! 6) Vorzugsweiſe /theile man aber den Lämmerheerden die beſten SOlutſchlag 4 und nahe gelegenſten Wintergetreideſtoppeln zu, und ver» Ingt beſonde meide mit ſolchen die Hafer: und Gerſtenſtoppeln ganz, in- Thheilige Dü dem die Schädlichkeit dieſer Weiden früher auf die zarten Lämmer„als auf das ältere Vieh wirkt. E25 einal j) 7) Den zur Maſtung beſtimmten Schafen oder Schöpſen beſtim- Dep frodehit me man die fetteſten, ausgiebigſten Stoppelweiven, damit der Iden Affen, Zwe& der Maſtung in möglichſt kurzer Zeit erreicht werde z vorzüglich und gebe ihnen doppelte Salzportion zur Le>e, wodurch das jhen vt: Geblüt mehr verdünnt, die Weide ihnen weniger ſchädlich, fw Khadtd ind das Ziel der Maſtung eber erreicht z= nämlich daß das Yen de Gilt u verwendende Maſtfutter u. ſ. w, geſchwinder und vortheil: fn üs H after zu Gelde gemacht wird, lamm Fife In Betreff der Stallfutterſchafe bis zur Stoppel2- weide, und in Bezug auf die, auf theilweiſe Stall: fütterung geſetzten Schafheerden. " G Dinterzeinm 3) I 0 9. 296, Siehe 6. 171 und 172 nach. Beide Abtheilungen py Braas:“. E- REIT: 1 Von Schafen werden nun auf die Stoppelweide getrieben;, indem TAI erſtere, wegen Mangel an Weide, planmäßig entweder tro>en, gehe, vder grün, nur bis zu dieſem Zeitpunct im Stall gefüttert werx- gabi Den, leßtere aber auf der nun reichen Stoypelweide ſo viele Nahb- nur mit rung finden, daß ſie keines Früh zs und Abendfutters im Stalle eder Of mehr bedürfen, + dieſer[557„Auf beide Theile ſind aber diejenigen 6. 295 angeführten Vor: 0, ſo IO ſchriften zur Beweidung der Stoppelfelder um ſo nothwendiger dl) anfun anzuwenden, als beſonders die auf ganzes Stallfutter geſevten wachſen) 17 Schafe, welche dieſer Weide ganz ungewohnt ſind, anfänglich und bl durch Uebergenuß Schaden leiden könnten. Solche können daher 1ch8, zum auf eine unſchädliche Weiſe nach und nach zur Stoppelweide n Shi" Übergeführt werden, wenn man ihnen nach Gutachten, einige nte„60m Zeit, nebſt dieſer auch noch einiges Futter im Stalle vorlegen dem Gr!" läßt, bis ſie ſic) nach und nach an dieſelbe gewöhnt baben, folgt, 107 Auch wird den auf theilweiſe Stallfütterung geſezten Heerden nge m Das Früh- und Abendſtallfutter nur in eben dieſem Verhältniß (enen Vo nac) und nach entzogen, damit kein zu jäher Wechſel eine Styz or Getreide rung in ihren Verdauungsorganen verurſacht, SS RS RETN IN H aten SS SIEHE 5 Bae AEGI GWART BEEG INR&* LIAR HEHN G ks We fete Rre EE AE DLEREHNÖH DGG, iner AE "« 212 ESchafzu zu erzielen, ſind aber ſehr verſchieden, und es hängt nicht immer von der Willkür der Menſchen ab, welche man zu wählen hat, indem dieß meiſtens von den Localumſtänden bedingt wird: denn nicht allein, daß dieſe die Thierarten, welche am beſten dafür geeignet ſind, ei: gentlich beſtimmen, ſondern es hängt auch von denſelben oft die Art und Weiſe ab, wie man von einer und derſelven Raſſe den höchſien Nuten erreichen kann, Die Heexden werden im Allgemeinen benvht: a) wenn man die Schafzucht durch eigne Negie betreibt, und den Ertrag ihrer Wolle, die Milchnupung, den Früh- oder Stechlämmer- Verkauf und Düngerwinn zu erhöhen ſpe- culirt 3 Hh) ſeine Schöferey vortheilhaft zu verpachten 3 oder c) die Schafheerden an Grundeigenthümer auf getheilte NU- bung Überläßt; d) die Zucht und Veredlung der Schafe, als einen beſondern Handelsz3zweig, nach den Grundſäten der höhern Schaf- cultur behandelt; und e) die Maſtung der Schafe gewerbsmäßig betreibt, |. 7. 8. Die Schäfereyen in eigner Regie zu benußen 6. 299. iſt wohl am Allgemeinſien, und es ergiebt ſich ſchon aus der Natur der Sache ſelbſt, das ſo:che nur auf dieſe Art SIE alen.> Bae Sleth Sir I< AI SIRENE DRC EI: S5 V,9- Dohveiade 5472006 5 20050000 5 TSE€ FOAERUEN 41 8€ 2 ME CHE IKE EITRIGEN MEIEEV S4. SIG 3 AIT MR 7; R Kol 4" FH PUL. 14 IREEN! NR BISS Ee WEL DRES: FN 214 SiHafzuht. (556) im den meiſten Fällen den nachhaltendſten Nuten abwerfen önnen. Der Eigenthümer iſt in der Regel gegen den Pachter=- beſonders, wenn dieſer nicht verbältnißmäßig vermöglich iſt- zu günſtig daran, als daß hierüber ein Zweifel Statt finden könnte: denn nicht allein, daß jener ſchon dur den eigenthümz lichen Beſiß des Grund und Bodens, der Baulichkeiten u. ſ, w. große Vortheile vor dieſem hat, ſondern er kann auch zugleic an der"Verbeſſerung ſeiner Heerden mit größerer Ruhe und Zu verſicht arbeiten 3 demnach Worauslagen darauf verwenden, wel: der Schafhaltung, und er bildet, merkantiliſche Verhältniſſe ausgenommen, wo 3. B. der Zuchtviehverkauf als ein beſonderer Handelszweig betrieben wird, den Hauptzwe der Schafhaliung, - Obgleid) aber der Ertrag der edlen Wolle einer dex einträg: lichſten Zweige der Schafzucht iſt, ſv wird der eigentliche Werth dieſer Thiere do< nur durc die Eigenſchaft einer conſtanten Vererbung dieſes Vorzugs bedingt. Daher haben derley Zucht: thiere, die Gleichheit des Wollcharakiers, Uebereinſtimmung in dem Feinheitsgrade und dem ſanften Anfühlen der Wolle, Aus- geglichenheit der Vließe und Reichthbum an Wolle haven, erſt einen vollkommenen und zuverläſſigen Werth, wenn ſie dieſe ed= len Eigenſchaften conſtant auf ihre Nachkömmlinge durch eine Bererbungszuverläſſigkeit, nämlich eigenthümliche Erſcheinungen, erproben, Diejenigen Schäfereyen befinden ſich daber am beſten daran, welche eine hohe Rente aus der Wolle beziehen, und ei- nen auf reellen Ruf gegründeten Handel mit derley Zuchtvieh zu betreiben im Stande ſind. Die Oekonomie hat wenige Erzeugniſſe, welche ſo leicht und zugleich im Großen die Mittel an die Hand giebt, ſekbſt aus den entfernteſten Provinzen und unwegſamſten Gegenden ihre Producte zu trangportiren und leicht zu verſilbern, als die ver- edelte Wolle; ja gerade da, wo alle landwirthſchaftlichen Pro- ducte den wenigſien Werth haven, wirft das Schaf, auf paſſen» des Local gebracht, durch ſeine Wolle den höchſten reinen Nutzen ab; indem die verhältnißmäßig geringe Fracht derſelben auf ge: legene Abſabörter und die leichte Verſilberung des Scaffutters Gas unter dieſen Verhältniſſen öfters kaum einigen Werth hat) - durch ihre Wolle, nebſt der unkoſtſpieligen Wartung dieſer Thie: re, mit andern Oekonomiezweigen nicht verglichen werden kann, Wie viele Steppen und Gebirgsgegenden liegen bloß deßhalb Ööde und unbenutzt, weil entweder Entfernung oder unfahrbare Wege den Abſatz ver Producte faſt unmöglich machen; und wie leicht wären oft derley Gegenden mittelſt der Schafzucht auf einen ho0»- hen Ertrag zu bringen; indem die Naturproducte dur) die ver- hältnißmäßig leicht zu verführende Wolle reichlich verſilbert und vas Überſchüſſige Vieh zu Markte getrieben werden könnte. 9, Aſch Zam je m fa, Andy) Yeden, jon Grzeuguangept hoh, als in hen fommt, Das VD! ſhieden, al ſichen Wolle bezahlt wer! pon dem zu und Wartu! lage eb, 10 größeres od! der Raſſe ſel ge oder Gürz Eiſ! Ehkferey, 1 ven babſi), zu überzeue? ſt, und 1; Gewinn abt: Größe, wor! yo Wund-] jein anderes C weih 8=? hieſern) wel weniger vv Yon 1! ſe die meiſy durch eine 1 fereyen, ww an, daß A Wollertragy die Milchny( Rech dy wolligften, ſchafe ay,| ober gemeit Wollextrag| [nd nach, Das Exty (.M0, y und daz übe HAT Ofen wa fltat | NB. 6 Mr a 200| äN 1, MN 9. Abſchn. Verſchiedenartige Benutzung der Shafe. 215 7(557) Pn abwerfen Denn je weiter entlegen von fahrbaren Straßen derley Locali- täten ſind, deſto weniger Werth haven nicht allein Grund und Jahre= Boden, ſondern auch alle ſeine Producte z weßhalb auch der I Öplich it- Erzeugungspreis der Wolle unter ſolchen Umſtänden minder JStatt finden hoch, als in andern bevölkerten oder gelegenern Oertern zu ſte- Tn eitehthüne ben kommt. eite 3,7, Das Wollertragniß iſt aber immer in dem Verhältniß ver- DS auh zuglüh ſchieden, als ſolches nicht allein durch eine Raſſe von vorzüg- Dube und Zu lichen Wolleigenſchaften, welche durch höhere oder mindere Preiſe 5 venen, il bezahlt werden, bedingt wird 3; ſondern ſolches hängt auc ſehr e er Kid von dem Locale, dem Seſundheitszuſtande, von der Fütterung Diner Verb! und. Wartung der Heerden ſelbſt und von ihrer natürlichen An2 177 Unterbin lage eb, von derley mehr oder weniger werthvollern Wolle, ein 13) leiden, größeres oder minderes Gewicht, in Verhältniß mit der Größe der Raſſe ſelbſt, durch einen dichtern oder ſchüttern Stand, Län- [150 ge oder Kürze derſelben in die Waage zu liefern. Ez, und Es iſt daher das wichtigſte Geſchäft bey Etablirung einer Diz. d der Schäferey, oder wenn man die Veredlung der einheimiſchen Heer- Ehn wir den beabſichtigt ,. ſich von der Beſchaffenheit der Localität genau : zu Überzeugen, welche Schafraſſe derſelben am entſprechendſten ES der eintrüg: iſt, und welche durch ihre Wolle den höchſten nachhaltenden 4 iche Werth Gewinn abwirft: denn eben ſo gewiß, als Schafe von gleicher 19(omftanten Größe, wovon das Stü> 3. B. 1x Pfund Wolle a 3 fl. C. M, 190eh Zucht: pro Pfund= alſo für Wolle 4 fl. 30 kr. M. M. abwirft, kann Jun ein anderes 22 Pfd. ſcheeren, wovon das Pfd. nur 2.fl,€. M. 4%, MW: werth iſt=- alſo für 2x Pfund a 2 fl.= 5|. MM. Ertrag TAVERN) liefern z wodurch ſich alfo ein Mebrertrag von dem Schafe mit Q ſe dieſe& weniger preiswürdigen Wolle von 39 kr, zeigt. Py? durc) ein Von gleicher Raſſe, Alter und Körperſtärke tragen die Schöps Orrſcheinungt, ſe die meiſte Wolle, welche ſich gegen die Widderwolle zugleich (er aut befin durch eine größere Weichheit auszeichnet. Man nimmt bey Schä. Wen, undd fereyen, wo die Lämmer nur als Fleiſcherlämmer Werth haben, 5 1 Zuchtbi) an, daß ſolche gegen die Mutterſchafe mittelſt ihres größern Wollertragniſſes das erſehen, was ſol nur ver int a 20 fl, M, M. angenommen. 1); NEEF: IREN IS HAET SESAME LN PEI HG & “ NN 7] 4 "4 dD WREN Edel AUSN IE SOLE 10) 0 ELSEN LR LHG GUL PIPI H 12.20 0 I LIE IE WDS 70 DBE 654 DICE 216 Schafzucht. (558) 1000 Stü Mutterſchafe geben 3 2x Pfund Wolle= 2250 Pfund ä 2 fl... 4.... 4500 fl. 900 Stü Lämmer um den halben Werth a 10 fl. 9000|, Es verſteht ſich von ſelbſt, daß bey derley Schä- fereyen faſt alle Lämmer auferzogen und ſtatt de- ren das ältere Zuchtvieh verkauft wird, und daß die Lämmer nur zur Erleichterung der Berech- nung und. ſchnellern, Ueberſicht um den halben Werth-- wegen Sterblichkeit u. ſ. Ww.= ange- nommen woxden ſind. Es wird daher weder Lammwolle, noch Verkauf von älterem Vieh in Rechnung gebracht, 50 SUE S 4 1000 Stallzins. 3 Ä N.; 3> 3 100-- Intereſſen von dem Werth der Schafe pro 20,000 ſl. a 5 Procent ß Z 000-- NB. Der Werih' des Strohs wird gegen den Dünger» gewinn ausgeglichen. Summa dex Ausgaben 5500 ſl. NUDE+++ U-fl. 30 kr; Ein deutlicher Fingerzeig, wie ſehr man ſich bemühen ſoll, in den Beſitz von derley Originalzuchtthieren zu gelangen, indem ſich das in ſolche geſte>te Capital, unter Vorausſezung des obi» gen Werthverhältniſſes, mit 40 Procent verintereſſirt. Ertragniß der veredelten Zuchtheerden. - H. 302, Es wird hier zur Baſis angenommen, vaß ſolche eine Wolle erzeugen, welche der Centner a 100 fl. M. M. be: SI wird, die Thiere ſelbſt aber einen Werth von 6|l. M, M. efiben. 1000 Schafe geben 8 2x Pfund Wolle 25 Ctnr. 3 100 fl. 2500 fl. 900 Stü> Lämmer um den halben Preis der Mütter > d. z/ 2500 fl> N. d 50 Stük Schaffelle a 1 fl. 3> 8 2 2 50- Summa der Einnahme 5250 fl. Augsgäben:: 1000 Stü Mutterſchafe bedürfen, mit Inbegriff der Lämmer, durch 150 Wintertage täglich 20 Ctnr. Heu, macht 3000 Ctnr. KANL 0 NED. 4050.20 S4 IIR ID RINd 2250 fl. Sßeidezins. 100 Jom aB 3x 12; 30055 1 Schafmeiſter und 4 Knechte zur Wartung++ 600- Latus 3150 fl. +.. d . 9, ür Gel Scheerer! gum Anta 50 Stüs€ Stallzims Vytereſſen 5018| Folglich! ertrag vo! erhöht, 8 des Viehe? daber der 14 Yeni | Ertrazn xX af, jenigen, indem ſol; 1000 Gti ao| 900 Yin 500 Ame 50 Gs Derley 5 pm bered Beidezins 16hafm Für Salz Chur: y 50 Gihof; Gtallzin Intereſſen a2f NR! Hil; gebalten| daraus et die Unter Uher ph 8 Proty | Ey | der Sch wie ſchle | verwend, 9. Abſchn. Verſchiedenartige Benußung der Schafe. 217 0= 225) hy(959) 2600 1,;- Transport 3150 fl. H 9000|, FULL SulzzUun d IN Edan EFEL. 2.0. EA M 0 47 900, 3 Scheerer- und Waſcherlohn 3 3 kr. pr. Stü> 3 50-- iC Zum Ankauf von Zuchtwiddern jöhrlich.; 6 3 3009Z2 o 50 Stü>X Schafe als crepirt in Übſchlag 3 6 fl. i 300422 Fr Stallzins ,. 3; ö Z 2 3:: 100-- S Intereſſen von dem Werth der Schafe pro 6000 fl. 1 a 59 Procent betragen ENES SRE:2-.45€ 300-- 4 Summä der Ausgaben 4400€. | Folglich werfen 1000 Stü> veredelie Mutterſchafe einen Rein- ertrag von 850 fl. M. M. ab; welcher ſich in dem Verhältniß 62 fl, 30) erhöht, als die Wolle theurer: bezahlt und dadurch der Werth ZEITEN des Viehes vergrößert wird. Unter obigen Umſtänden würde ſich 206 daber ver Werth des in den Schafen ſte>enden Capitals mit DOE 14 Procent verzinſen. Me IN,. 2; Sicht 3000 Cry Erträgniß von einer Schäferey von der niedrigſten BE+„ill Veredlungsſtufe, PSA 9. 303, Der Preis der Wolle kann verhältnißmäßig nur > ett O7 a 50 fl. M. M. pr. Centner und der der Schafe ſelbt um den- «, W- jenigen, wie ihn die'/Fleiſcher bezahlen, angenommen werden, / 10,06) indem ſolche als Zuchtthiere keinen beſondern Werth haben. | 0 1000 Stü Mutterſchafe geben a 23% Pfund 2235 Centner Wolle 8 ER EE 1 WEISSE 3 AEN ENE BI ERS IR UR WERE SIR LIE 12E57.4 200070 100- 900 YXämmer als Fleiſcherlämmer 3 1 fl. 30 kr. 4 1350= ü(t 500 Eimer Milch a 1 fl. 30 kr. N 3: E 750-- 50 Stü Schaffeile 3 30 kr, 3| 25-- Summa der Einnahme 3250 fl. Ausgaben:; Derley Heerden empfangen gewöhnlich weniger an Heu z. daher pr. StüF im Laufe des Winters von 150 Tagen nur 2x Crnr. Ehen 600) FE bemühen 1 nn berechnet werden, macht 2250 Ctnr. a 45 kr. 1687 fl, 30 kr. ZU PYCNDEZINS ZU UE OML 24 2L fl ER 2500020 s 1 Schafmeiſter und 4 Knechte zur Wartung. 550-- ate FUr Salzrund) MedWämente 1 44 22% 200- vn. das fü Schur- und Waſchkoſten: N 3 N 90-- Tt 0 50 Schofe als krepirt in Abſchlag 3 2|.. 100-- P 7911 Stallzins A ER DEE WEIGEL EINE 100- BARK Intereſſen von dem Werth der Schafe das Stü> da mu a 2 fl,-- 2000 fl, 3 5 Procent GEE 100, 1: Summa der Ausgaben 3087 fl. 30 kr. "- 7uben.?+. 162 fl. 30 kr.' 160.05 Derley Schäfereyen können daher nur da noch mit Vortheil pme 0 gehalten werden, wo die Entlegenheit der Beſipungen und die daraus entſpringende Werthloſigkeit der Weide und Fütterung . 495 Dhybt die Unterhaltung der Heerden minder koſtſpielig machen, indem EE unter obigen Verhältniſſen ſic) der Werth der Thiere nur mit EN 8 Procent verzinſet. , 0 So augenſcheinlich ſich durch dieſe Berechnungen der Nußen EE der Schafveredlung darſtellt, und den. Landwirthen zugleich zeigt, M wie ſchlecht es ſpeculirt iſt, auf die Veredlung der Heerden nichts atus 1 verwenden zu wollen, eben ſo wabr iſt es, daß es noch viele, --- FESCH INI HEREIN ESSE Zz TET ET TRERIPGÖRET I RZES RIT ET armee end und feſt, als die von der Kuhmilch verfertigte wird. In denjenigen Schäfereyen, wo gemolken wird, werden da-ß her gewvhnlich der größte Theil der Lämmer, äls Stechlämmer, ſo früh, als möglich an den Fleiſcher verkauft, um bald in den Milchnußten zu treten z daher nur ſv viel abgeſpänt werden, als nöthig ſind, um den Stand der Heerde in ſiets gleicher Zahl zu erhalten. Es muß jedoch wenigſtens 6"Wochen vor der Sprungzeit mit dem Melken der Schafe aufgehört werden, um hierdurch denſelben Zeit zu verſchaffen, die nöthigen Kräfte zv ſammeln, um den Bo> in Kraft zu empfangen. Die Benutzung dürc< Zuwachsheerden, 6. 305, Die Zucht und Veredlung der Schafe als einen beſondern Handelszweig nach den GSrundſä- ben der höhern Schafcultur zu behandeln, erfordert eine eigne Vollblutsheerde, um theils die Reinzucht der Stamm? beerde daraus-zu erhalten, ſiehe 9. 272., theils auch um die in Veredlung ſich befindenden Heerden dadurch zu verbeſſern und zu conſolidiren, Siehe 9. 269, In derley Schäfereyen, welche ſich nicht durch die Vered- lung einen größern Gewinn aus ihren Heerden verſchaffen wol: 9, Wſs Dieſe Ar pie höhere S ver That' de! ein zwedmay en Heeiden | Rur du Und bey ei! lerhaften 31 ſich noch vt Und na< un icht conſolt Jugbratung zum Stich€ ſad; Inde rpzenen Diut Borzüge von wan in den| djoiduen aus; Ih gewöhnl ve ale Vi icht day 6 die Deerde| ſihäfte ſebr; | ebmpler iſt, 3) Werte zeh Yey Zig Yutwahl der Heede von fihden, und Yeltern nach wohnlich, chmpleten H des" lten 5 Nachwuchs| Welde zu eit Werden; inder nv 8 am m Die(ze mer, durch| ſein Zwe 4 beſunder [, ahgebr Biehnung| Ommen te] 9-40 5 vation 8 bat, und Ww falls d Vio Was die Ze daß fie[oh gefeben Wur de? und die de? Fnnen. | 1ahriger M4 1X ht8 für diy C treibt, zh DT verlor N Ch die Vi ſchaffen yy Wehen„bl MUS ſich dy) lung de Jer das lt EC Verbeſſert 3: bey hot T? Nede ſey, Ie Schaft j! im Blute ek Fl: Das Gy «8 den Zivis I und ihr des I iert zugleiß je dem Bete iG Jaſe durch Mf nieder j atur der = wehr des < tv Rel: Ss(08[DAbIid), Wi Eiplich(wenn JA alt utile » wird mel! But: ei Ruhmild fj werden das Ss(elamme x bald in de! ziwverden, Hyleichen 31 pen vors 93: a 18.11.16 en; haf! ul „grund! 1, arfocen ver Gat: » um dien ſern und zy =. 0 IRSA u EEESE HET SERRE NIN GEES EIER A AEZ PN PF ARE BRCETENN EEE 9. Abſcmäßgiges“ Verfahren ein bleibender zuverſichtlicher Werth den Heerden verſchafft werden kann. Siehe 6. 269. Nur durc< eine ſcrupulöſe Aufzucht der brauchbaren Lämmer und bey einer mit Sachkenntniß geleiteten Ausbrakung der feh- lerhaften Individuen, iſt es möglich, ine Heerde, in welcher ſich noch heterogenes Blut befindet, nach und nach zu veredeln und na und nach eine Conſolidirung zu verſchaffen. Bey noch nicht conſolidirten Heerden iſt es aber nicht immer rathſam, die Vugbrakung der Lämmer in dem Alter vorzunehmen, wo ſolche zum Stich als Fleiſcherlämmer am vortheilhafieſten zu verkaufen fiadz; indem wegen des no zweys jähriger Mutterſchafe- und 4 Stü> Widder angenommen. IX. 36 219 Ada Br ÄHM aur Sur Aber entert REKEN AI mule metro br te 220... Schafzucht. (562) Stand im 1ſten Jahre. 100 Stü> zweyjährige Mutterſchafe und 4 Stü> Widder ers zeugen 48 Stü Mutterlämmer und 47 Stü> Widderlämmer. Stand im 2ten Jahre, Die oben angenommene Sterblichkeit und der Abgang wegen gelte gebliebener Schafe wird jederzeit in Abſchlag gebracht, 95 Mutterſchafe< 4 Sprungwidder 46 Mutterjährlingk 45 Jäbrlingswidder '45 Mutterlämmer 45 Widderlämmer 186 94: Stand im 3ten Jahre. 134 Mutterſchafe 47 alte Widder 42 Mutterjährlinge 42 Widderjährlinge 63 Mutterlämmer, 63 Widderlämmer 239 152 zum Verkauf' 47 alte Widder bleiben 105 Stü. Stand im 4ten Jahre. 167 Mutterſchafe 40 alte Widder 60 Mutterjährlinge 60 Jährlingswidder 79 Mutterlämmer 79 Widderlämmer 306' 179 zum Verkauf 40 alte Widder en bleiben 139 Z HT Stand im 5ten Jahre.= 221 Mutterſchafe 57 alte Widder. 75 Mutterjährlinge 75 Jährlingswidder ET..16 105 Mutterlämmer 105 Widderlämmer ME 401 237! zum Verkauf 57 alte Widder& bleiben 180 Stand im 6Gten Jahre. 281 Mutterſchafe 71 alte Widder. 100 Mutterjährlinge 100 Mutterjährlinge 133 Mutterlämmer 133 Mutterlämmer 514 304 80 zum Verkauf 71 434 bleiben 5333 NB. Angenommen, daß derley gut gehaltene Mutterſchafe 6 Lämmer tragen, werden nun diejenigen als Brak zum Verkauf| nach und nach in Ausgabe gebracht, wie ſolct ſind, und zwar überdieß mit 20 Procent, Abzug, auf die Sterblichkeit dieſer 6 Jahre. 9, 988 Mutt! 126 Matte! 136 Mutie! Gt 68 391 Nutte 129 Nutte 186 Nutt 706 094 Ruttt 178 Rutt' 235 Nutt! 907 3% 872| 63 fet. Jauf, weld Lämmer 6! * 603 Nus 223 Myt 4 Gtüd 9 hiſſen, ivd 87 Etid da Sterbli Uſe dieſe jühny Zu Ünn; y erzieht, Gtand ds Gtand" - Vverfaufte verfaufte Letalyor: -& Widdet 1 Sberlämm, DS bhang iy M gebracht Ir Eder El „Nutterdet 7 zum Verk um Anfange! erdieß m! "6 9, Abſchn. Verſchiedenartige Benußung der Schafe. 221 (5963) Stand im 7ten Jahre, 288 Mutterſchafe 126 Mutterjährlinge 136 Mutterlämmex 548 zun Verkauf bleiben 95 alte Widder 126 Jährlingswidder 136 Widderlämmer 357 95 alte Widdex 262 Stand im 8ten Jahre. 391 Mutterſchafe 129 Mutterjährlinge 186 Mutterlämmer 706 zum Verkauf bleiben 120 Widderlätmmer 129 Widderjährlinge 186 Widderlämmerx 435 120 alte Widder 315 Stand im 9 en Jahre, 494 1738 235 907 35 872 Mutterſchafe Mutterjährlinge Mutterlämmer zum Verkauf bleiben 123 alte Widder 178 Widderjährlinge 235 Widderlämmerx 536 123 alte Widder 413 Es kommen nämlich nur diejenigen Mutterſchafe zum Ver«- kauf, welche im 1ſten Jahre geboren wurden und im 3ten Jahre Lämmer geboren haben, Stand im 10oten Jahre, 603 Mutterſchafe 223 Mutterjährlinge 286 Mutterlämmer 1112 34 zum Verkauf 10780 bleiben Durch dieſe 4 Stü> Widder bey 169 alte Widder 223 Widderjährlinge 286 Widderlämmer 678 169 alte Widder 909 genaue Berechnung ergiebt ſich: daß ſich die in Anſchlag gebrachten 100 Stück zweyjährige Mutterſchafe, nebſt guter Behandlung und günſtigen Verbälts niſſen, während 10 Jahren, nicht allein auf einen Stand von 1037 Stüc Mutterſchafe und 509 Stü>. Widder, der Sterblichkeit vermehren können, nach Abzug ſondern daß nebſtdem im Laufe dieſer Jahre 149 Stü> alte Mütter und 722 Stü> drey: jährige ZuchtböFe, zum Vortheil der Renten, verkauft werden können; wodurch ſich folgendes Summarium der Vermehrung ergiebt, Stand des" vermehrten Mutterviehes Stand der vermehrten Widder verkauftes Muttervieh verkaufte Widder 5 Ä Totalvermehrung Z . +. ++ N 1078 Stück. e 509 Stü> N 149 Siül> 6 722'Stü> 2458 Stü Fd Alanen erdui 4 JEEEEEIEEN AEH TEESDEÜ NLS FE „KIES(PEE TB IREN AUE HS DIN DUE Nee 2 5928€ De ds ud. 222 Schafzucht. (564) Die Früh- oder Stichlämmer 6. 306. werfen in den darauf baſirten Schäfereyen, bey intelligenter Manipulation, einen reichlichen Gewinn AP>In der Regel ſind ſolche am vortheilhafteſten um Weihnachten zu verkaufen, indem ſie um dieſe Zeit ſelten ſind und einen leer: haften Braten. liefern. Man muß daber. die Sprungzeit ſo ein- richten, daß das Belegen der Mutterſchafe bald nach der Schur Stätt findet. Damit aber die Mütter beym Winterfutter hinrei: en an- fangen, etwas. Salz mit Kleyen vermiſcht zu verabreichen pflegt, legt man dieſen Thierchen auch ein Stück Kreide zum Genuß in dem Stalle vor, indem dieſe die Säure im Magen neutraliz ſirt“ und hierdurch die Freßluſt befördert. Derley Fettlämmer werden zu gedachter Jahreszeit gewöhnlich das Paar a 4 Fl. Conv. Münze und darüber, in hieſiger Gegend, bezahlt, und lies fern dadurch, nebſt der Wolle: und Milchnutzung, einen namhaf: ten Handelsartikel, den Ertrag der Schafnutung zu erhöben. Der Düngergewinn; 6. 307. den die Schafe liefern, iſt für die Feldwirthſchaft in der That von ſehr großem Werthe, ſowohl hinſichtlich des ver: hältnißmäßigen Quantums, als aud wegen ſeiner beſondern Qualität; indem er, wiſſenſchaftlich behandelt, zwiſchen dem Rin» der: und Pferdemiſt das Mittel hält.(Man leſe über die Behands lung des Düngers nach:„Die wahre Philoſophie des Ackerbaues, oder ein auf die Erhöhung des Grundeigenthums geſtütßtes, gan neues Düngerſyſtem, von Bernhard Petri. Wien, bey Gar Schaumburg und Comp. 2 Theile.) Die Quantität an Dünger, welchen die Schafe abwerfen, läßt fich bey Weideſchäfereyent nicht ganz genau berechnen 3; denn dieſe Erzeugung hängt ſowohl von dem Clima- nämlich ob die Schafe in dieſer Beziehung, 3. B. ein halbes oder dreyviertel Jahr auf der Weide ernährt werden können=- der Behandlung, der Einſtreu und der Art, wie die Weiden benubt-werden, als auch von der Größe der Schafraſſen ab. Jedoch gilt auch hier die praktiſche Regel, daß gut gefüttertes fettes Vieh viel zahl- reichern und beſſern Miſt, als mageres und ſchlecht genährtes, und daß gut gemäſtetes den allerbeſten giebt. Die Schafdüngererzeugung findet gewöhnlich auf zweyerley Art Statt: nämlich. mittelſt des Stalldüngers oder durch das Thynboden Gabrungep lange Liege! Puedünjiu! beſten Fröf zur Z jährlich a0t! ſo hat 3, I, verfüttert!| Gireuſtre)' jes gewonn hungönnt, des unh ſmäßig auf einem beſtimmten Lande abzuſeten. Bey hochfeinen Schafheerden hat dieſe Verfahrungsart aus der Urſache ſelten Statt, indem man die Witterung nicht in ſei: ner Gewalt hat, und Regen, ſtürmiſche Witterung, Staub, ins- beſondere aber der feuchte Boden, ſchädlich auf die hochedle Wolle einwirken und ihren Preis vermindern. Wo aber dieſe Rü>ſich- ten nicht Statt finden, da: kann die Pferchung der Felder, in ſehr häufigen Fällen, um ſo- mehr zu einem großen Nuten gerei: er, erſpart. 7) Iſt der Pfer< dünger ſehr auflöslich und ſetzt durc ſeine baldige Wirkung das Düngercapital ſchnell um. Die Pfer gerechnet, giebt in ge- gewohnlichen Fällen, während einer Nacht, eine ordentliche Pfer- Xend und körnig iſt, ſondern dieſes Thier überhaupt durch g' Ihre Oy zweckmäßige Fütterung ſehr viel Neigung zum Fettwerden hat, ſehen, und bey den meiſten Menſchen zur Nahrung ſebr beliebt iſt: ſo M tung wird die Maſtung der Schafe in vielen Localitäten mit Vortheil 2) nicht in j betrieben, beſonders in ſolchen, wo die Gattung von Zuchtſchä- S, Etaub, jj; fereyen nicht Statt finden kann z; daher dieſelbe, als ein eigener, Jochedle Wiſ in vielen Localitäten ſich reichlich rentirender Oekonomiezweig, Dieſe Nite anzuſehen iſt; welcher auf eine leichte Art das Futter verſilbert D'r Felder,| und den Düngerhaufen vermehrt. (Nuben zus Mit gehöriger Sachkunde und Thätigkeit betrieben, kann viel I in der jj Vortheil daraus entſpringen. Nachſtehende Puncte müſſen davey 1N iſcher Bitt in Erwägung gezogen werden, a) Zu welchem Preis kann man das zu verwendende Futter auf irgend eine andere Weiſe zu Geld machen, und welchen MBE On kann man von demſelben durch die Maſtung erhals- Di 0 en| x Bn b) Jiſt das Maſtfutter von der Beſchaffenheit, daß es die Mas "6 ſtung befördert? 3 VS Feu et: c) Jſt der Verkauf der gemäſteten Thiere leicht zu bewerkſtelli- 1 gen? und zu welcher Jahbreszeit hat man von dieſem Verkauf 19)?[ Einſitey den größten Nutzen zu hoffen? ; Der Zwe des Mäſtens iſt: magere Thiere mit dem gering= FN nke ften Futteraufwande in einen dieſer Körperbeſchaffenheit entges Snaga gengeſezten Zuſtand zu verſehen. Werden Thiere mit binlänglich uten, gedeihlichen, d. h. mit gänzlich unverdorbenen, recht viel 2 Trichet 7ährſtoff enthaltenden Alimenten geſättigt: ſo gebt, wenn die Verdauunggeingeweide in richtiger Berfaſſung ſind, der genannte Nährſtoff in Menge in die Organiſation“ des Körpers Über 3; dieſe bereichern dann den Lettern mir guten Säften, ſo, daß ſie nach PU eben dein) in für Ww Maaßgabe ihrer Menge ſeine Gefäße wirklich anfüllen, und das 70 0000 durch ein wohlthätiges Auftreiben deſſelben bewirken z; das ſodann durc ſeln das Wohlbeleibtwerden eines zuvor mager geweſenen Thieres ] ur Folge hat. Die in den Alimenten enthaltenen öligen Be- nigmigig m tandtheile gehen in die für ihre Aufnahme von der Natur . dh zu ſem! eſtimmten Sefäße über, ſchwellen nach dem Verhältniß ihrer a irfung vd Menge dieſe Gefäße ebenfalls auf, und dieſes verurſacht dann eim Gin das Fettwerden des Thieres. Beides zuſammen macht den Sitzer litt Körper. des Thieres robuſt und kraftvoll, und ſeine fleiſchigen bracht 1 Theile für die Gaumenluſt des Menſähen reizend. d, giebt Wird aber die beleibt: und fettmacen der Säfte in den Gefä- A ßen entſteht. Das gebt endlich ſo weit, daß die Thätigkeit“ der 4) nt thieriſchen Natur beynahe gänzlich aufhört und hieraus bey an? Deu ſcheinend volltommenſter Geſundheit, doch ein wirkliches Krank: - wein 6 ſeyn eintritt; ſo zwar, daß, wenn die Maſtung ihren höchſten ſen= Ww 13 Grad erreicht hat, und das Thiex dann nicht ſehr bald dem M EF: ASA IRSGEN, 2 2 076 Ad meta.- IEGRDUN 226 Schafzucht, 4(568) 4 Schlachtmeſſey unterworfen wird, es in einen völlig waſſerſüch- tigen Zuſtand verfällt, und in dieſem entweder erſtickt, vder vom Schlage getroffen wird. Ans dem Zuſtande der wirklichen Ma- ſiung, den Korper des Thieres wieder zurüäzubringen, iſt un- möglich, weil dieſer ZUſfiand nur duch eine beynahe gänzliche (Att Vernichtung der Körperthätigkeit= die ohnedem ſchon durch die 4 3 der Ceitigkeit entſtandene SchlaFheit des ganzen Faſern: 4 und Fivern'yſtems äußer? geſunken iſt= hervorgebracht werden 7 Fann, und folglich, wenn dieſe auch nur einen beträchtlichen Ün:- 4 fang genommen hat, ſchon keine Wiederherſteilung des genannten, “ in Derderbniß gerathenen Syſtems mehr zu bewirken iſt, 4 Iſt es nun die Abſicht, die zum Fettmochen beſtimmten Thiere " wirklich,„und zwar auf die geichwindeſie und leichreſte Weiſe zu Z matten: ſog muß man darauf bedacht jeyn, das Thier recht baid | j in den bezeichnetefi kranken Zuſtand zu bringen 3; und hierzu trägt iG hauptſächlich vey, das dajjeive nicht nur körperlich, ſpndern auch ſelöſt geiſtig, ohne jedoch den Körper zu peinigen, in'möglichſte » Unthätigteit«verſeßt wird=- das heißt: das ihm nicht nur jede 4] förperliche Bewegung, ſy viel ſich bun läst, verwehrt, ſondern auch) ſelbſt ſeinen Augen das Lich gen wird. Letzteres dient auch dazu, daß, wenn das Thier zur Sominerzeit aufgeſteltwird, die Infectien es nicht beunruhigen. Vebrigens iſt ſehr nothwendig, ihm eine gute Streu zu geben, ſeinen Standort öfters zu reinigen und möglichſt. friſche Luftf zu verſchaffen. Das Fettwerden eines Thieres iſt verſchieden; man unter- ſcheidet das äußerliche und innerliche Fettſeyn. Aeußerlich fett nennt man ein Thier, wenn ſein gänzer Körper untex der Haut mit einer Lage Fett bete>t, oder vielmehr das unter der allge: meinen Hauiwustkel liegende Zellgewebe ſo von fettigem Weien durchdrungen und angefüllt iſt, daß es beym Drücken mit den Fingern eine mehr oder weniger beträchtliche Weichheit zeigs Bon dem Grade dieſer Fettiakeit kann der Sachkunvige ſich ſehr leicht durch das Gefühl unterrichten 3; von dem innern Feiſtſeyn aber ſind die Anzeigen ſehr unſicher; auch Giebt es Thiere, die äußerlich ſchr„innerlich aver nur wenig fett ſind; wodurch ein Käufer fehr hintergangen werden kann. Aeußerlich fett werden die Thiere ſehr bald, wenn ibnen gleich anfangs das Maſtfutte? in großer Menge gereicht wird, Beym Unterſuchen mit den Fin» gern findet ſich dann am ganzen Körper Fettigkeit; dabey bat aber innerhalb das Fettwerten kaum erſt angefangen z; wodurch der ſo viel als möglich enzo» e- - 2.+ Käufer, der viel Talg in dem ei'kguften Thiere zu finden hofft, ſehr getäuſcht wird, : Das vortheilhafteſte Alter zum Mäſten der Schafe, iſt von ; drey bis ſechs Jahre. Junge Individuen ſind zwar auch leicht feiſt zu machen, ibr Fieiſch iſt aver nicht kröftig, Aber in der vor- genannien Lebensperiode iſt das ganze Faier- und Fieberſyſtem zwar iraftig, jedvc< auch no geſchmeidig genug, um die ihm zugebrachten Yiahrungsmiitel, in und neben ſich in vollem Maaße aufzuſammein und feſtzuhalten, ſy kann es niche feß. len ,- daß, wenn dem Thiere ſöoiches Futiterä gereicht wird, das des wahren JNahrſtoFes in vorzüglicher Menge enthält, der beav- ſichrigte Zwe> vollfemmen erreicht werde. 9, M0 Zu hl en gelange Das Fetim pungemittel, 08 hewotge' yer erſten, Y Jen ſich auf weilen; 2) (igenſchaft förperlichen der Befolg! hens; um! jungämirte! gnerlßliche zelgewachſen Biehmaſter wenn er m jnehm fin den Thiere) ber nur el daſſelbe in in gleidher Damit(be wens der Fe Nunzemittel ſie auch ver ſten Grade wand zum durch den' N einer 6; enger! himmt in) ſes Berring au) die Ye ſelbe weit 1a) Woraus den ſteht, Nat der Feiſtigl durch die| Durch foldie Wir alödann Wht, mit finden, das da 5 "Y Heb 61 aTauF tät zu mj die Weide Dethaltnil ie Gd 100 inge; EIn nee we menen IEE NE ve wan 9. Abſcnem Futier an, wo- S hierzu 100) bey jedoch) das Heu nicht mangeln darf, ſo iſt"es eine beynahe DB ndern 1 Unerläßliche Nothwendigkeit, den Thieren einen Zuſatz von Wurz DT mögl, zelgewächſen und Mehlwaſſer, als Getränk, zu geben. Hat der AoE ür 14) Viehmäſter mehrere Arten Nabrungsmittel, ſv thut er wohl, St ſandy wenn er mit denen anfängt, die den Thieren am wenigſten ans Eplich ems genehm ſind, um die beſſern für die Zeit aufzuſparen, wenn bey S6 Thier in den Thieren die Freßluſt ſich zu verringern anfängt. Hat man GS ennzuhigen aber. nur ein zur Maſtung taugliches Futter, ſo iſt es rathſam, Z 48 Daſſelbe in kleinen Gaben, dafür aber deſto öfter, und immer in gieicher Wenge und beſtimmten Zwiſchenräumen, zu reichen. Damit aber die Thiere die Freßluſt nach Maaßgabe des Zuneb= mens der Feiſtigkeit behalten, muß man die vorzüglichſten Nah- „Im ma rungsmittel bis gegen das Ende der Maſtung aufſparen, und Zind j ſie auch verhältnißmäßig ſo geben, wie die Maſtung ihrem höch» 1"9 ſten Grade ſich näher“. Gewöhnlich vergütet ſich nur der Auf- | dN RÜ:: u wand zum Fettmachen, ſelten aber der des eigentlichen Möſtens "jm Sin durch den Verkaufspreis.„Denn iſt der Körper des Thieres bis tv y einer gewiſſen Fettigkeit' gekommen, ſo fangen auch die Le: 8 ze engverrichtungen an, zur Unthätigkeit ſich zu neigen, und dieſe SEIN ſieh ſeh nimmt in dem Maaße zu, wie die Fettigkeit ſich vermehrt. Dies 19 7 feifijen ſes Verringern der Lebensthätigkeit trifft nun natürlicherweiſe ) Shire, I gudh die Verdauungswerkzeuge, und es hat die Folge, daß dies Gpodurch ein ſelbe weit langſamer, als im natürlichen Zuſtande, ſich entledigen, Ife we woraus denn natürlich wieder, ein Verringern der Freßluſt ent- ; Maſtiutty ſteht. Man muß demnach, wenn das Thier zum böchſten Grade penit den Fi der Feiſtigkeit gebracht werden ſoll, nicht nur ſeinen Appetit H; dabey hi! durch die wohlſchmec>endſten Rlimente, ſondern auch zugieich 3| Wound durch ſolche reizen, die am leichteſten zu verdauen ſind; und finden bi wer alsdann den Koſienaufwand, den das wirkliche Mäſien vers urſacht, mit dem des beſſern Fettmachens vergleicht, der wird b afe, EU finden, daß das wirkliche Mäſten um ein Drittheil höher, als vp leimtiißs das Fettmachen, zu ſtehen kommt. I HEHE Mw Die Weide- vder Gragmaſt hat im Frühjahr, Sommer und Pi Nam Herbſt:Statt., Man bat hierbey ſein vorzüglichſtes A: Tieber 2 att. Van dat hierbey ſein vorzüglichſtes Augenmer P3 67m Darauf zu richten, daß die Wahl des auf einer gewiſſen Locali- in"welt tät zu mäſtenden Schafviehes mit Sachkenntniß getroffen und m a die Weide nicht überſeßt wird; indem die Größe der Naſſen in pe 0M Berhäaltniß mit der Yugsgiebigkeit der. Mattweide ſtehen ſoll. hab Orope Schafraſſen erfordern eine ſebr ergievige Weite zur Maſtz ul ee wo hingegen minder große mir einer weniger eigievigen ausrei: St eme är ti eer ane Ne dd mit Dee SIE de 228 Schafzucht, 9,0 (570) ner, weniger»3 gere( auggiebigen harten Weide ſchon ſehr gut; was auch zum Theil 3"ud Dl die Urſamge ihres wohlſchme&endern, kernigern, ſaftigern und"aß zt) nabrhaftern Fleiſches, welches ſie liefern, ſeyn mag. auf gend Kleinere Schafraſſen ſind, in der Regel, wenn ſie nicht ver- Aüterlohn Xrüppelt ſind, viel dauerhafter, und eber zur Maſtung brauchbar, für Gal) als große 3; auch begnügen ſie ſich verhältnißmäßig eher mit ei:| 6<- ui ner mindern Weide, Große Schafraſſen eignen ſich hingegen nur gls Maſivieh auf Niederungen und fetten Weiden z; haben aber 5 Ghöſ wegen der natürlichen Wirkung der ihnen entſprechenden wäß:"' yd. 1 rigen Weide, weder das angenehme, wohlſchme>ende, ſaftige, ker- PAS nige Fleiſch, no<“ dos harte, kernige Unſchlitt und Fett, wel:|(ali ive zu reizen, wodurch zugleich der Zufluß des Speichels ver:| Ln mehrt und dur die Miſchung deſjelben mit dem Futter beym M zun Wiederkauen die Verdauung befördert, der Magen erwärmt, Münze kef und durch eine ſcen läßt. Beſonders ſchüße man aber nR, Raf ie Weide beſuchenden Maſiſchafe vor zu ſchneller Bewegung durch den url ſtarkes Treiben und gegen die Sonnenbite, durch welche ſie ſebr und[0 vy leiden und bierbey von den Inſecten beunruhigt werden; daher wähnten( müſſen ſole ſo langſam als möglich gehütet und bey der Son- Die zur 7 nenhiße entweder in dunkele Stallungen oder ſonſtigen Schatten nüſſe N getrieben werden, Der Nuten, welcher aus dieſer Verfahrungs- füttern, art entſpringt, wird aus folgender Berechnung erſichtlich, bey Des welcher im Durchſchnitt angenommen iſt, daß 25 Stü> Maß-| Which ſchöpſe auf 3 Joch Land hinreichende Nährung finden.| bert M 9, Abſchn. Verſchiedenartige Benutzung der Shafe. 229 Sich zum 25 magere Schöpſe koſten zu kaufen 3 1 fl. 45 kr.= 43|f, 45 kr, A ſaftigem„ 3 Joch Weideland 3,4|. macht 12 fl.; angenommen, 14, j daß zwey Partien über Sommer und Herbſt dar: DART, auf gemäſtet werden, die Hälfte mit 2; G=wi== 0 Wu Hüterlohn..- 4. 8 s 3 2--15-- MN MER R ES 0 pa Schur: und Waſchkoſten der Herbſiſchux 3 3 tr,. 1-= 15= ZIE Wh, Summa 56 fl. 15 kr. Fliechenben yi 25 Schöpſe ſind im gemäſteten Zuſtande werth a 3|l, 75 fl. de, ſaftige) 20 Pfd. Sommerwolle 3 30 kr, 5 Z Z 8 10 jl, "Ind Fett, Summa 85 fl. (Chern any Folglich weiſet ſich von 3 Joch Weideland ein Reinertrag von DB! Natur ni 28 fl. 45 kr. aus. Diem Schw). Hierbey wurde der Dünger gegen die Zinſen des Ankaufsca- pitals und den Stallzins nicht in Anſchlag gebracht, ſo wie auch O2 der Quan nur die Hälfte der Sommerwolle eingerechnet wurde, weil ange- W fi des Boy; nommen iſt, daß auf ein und derſelben Weide zwey Maſtungen Zafi 6-1 Stait haben ſollen, und daher nothwendigerweiſe eine Halbſcheid 3 Sin Weſentli nicht zur Herbſiſchur, wegen des frühern Verkaufs, gelangen E11) die M) kann. vs"apa! ſOml Im Winter frißt ein ausgewachſener Schöps von beyläufig mals die Fi 70 Pfd. Gewicht täglich an Maſtifutter entweder gegen 3 Pfd. Ufprh Galt pes Heu, oder nebſt eiwas Heu 3--4 Pfd. Kartoffeln, oder 14=- 138 Pfd. hod veichels ver: Krautblätter, wofür er wöchentlich bey 1% Pfd. an Fleiſch und 94 zug deym Wolle zunimmt. Wenn daher dos Pfund Fleiſch 6 kr, Conv. 2) ax unent, Münze koſtet, ſo würde ſich die wöchentliche Futterverabreichung 4: dis Maſt) auf circa 9 kr, pro Stü> bezahlen. Das Heu zur Baſis ange: A) im Goin) nommen, ſo würde der wöchentlich zu verabreichende x Centner Syttergattungg Heu ſich mit 9 kr. oder der Centner mit 45 kr. C, M, bezahlen. iS um durd| Der Dünger wurde bey dieſer Berechnung, ſtatt des Salzes, der 8 andlung Hi Wartung und des Stallzinſes nicht in Anſchlag gebracht. 40 binnen 7h Es iſt nicht vortheilhäft, die Maſiſchafe bis gegen den Win- glachten get ter auf der Fettweide zu laſſen, indem die Weidegräſer durch e8/rad von j Froſt und. Neif an ihrer Nahrungsfähigkeit verlieren, daher nicht Zend der Wi mehr die mäſtende Eigenſct; wenn aber in günſtigen Verhält- ſten un); beſſern; niſſen auf Zuchtviehverkäuf gerechnet werden kann, ſo kann hier: " 14 went durch um ſo mebr auf ein verhältnißmäßig bedeutendes Superplus 4 jw" calculirt werden. Es ergiebt ſich daber nicht allein bäufig zum fi En j Vortheil des Uebernehmers-- für ſeine Sorgfalt und geringen zm ja h W Vorauslagen-- ein bedeutender Ueberſchuß nach Abzug aller Un: 1058„9e)) terhaltungskoſien der Heerde, ſondern es kommt demſelben, bey It) AAR der Theilung, ſeine ganze Antheilshälfte umſonſt zu ſtehen z; und ed un lepterer erzielt überdieß den wichtigen Vortheil, eine an Grund er CRDI AON. eeeer EI he Bermann AETOE INAN ogen um EITEIDIEEN ERNE[SIRENE 232 Schafzucht, (574) und Boden naturaliſirieH eerde zu erhalten, wozu ſein Cointereſ: ſent anfänglich, bis die Heerde ſich an die Localverhältniſſe g2: wöhnt hatte, ins Mitleiden gekommen iſt. Der Eigenihümer(der Vervachter) hingegen iſt in der ange: nehmen Lage, eine Heerde zu beſiten, welche ihm ohne bedeu- tende Mühe und Aufſicht eine alljährlich ſich vermehrende ſichere Einnahme abwirft, die daher durch ihre Vermehrung, ſowohl im Capitalswerth, als in der StüFzahl, bey rationeller Be: - HIRIEN fich in Qualität und Quantität bedeutend vergrd: ert. Das Allgemeine hingegen gewinnt insbeſondere durch dieſe Art von Verpachtung gegen diejenige, welche 6.309 beſchrieben worden iſt, daß die Veredlung und Verbeſſerung der Heerden nicht verhindert wird; ſondern daß es meiſtens die Hauptabſicht von beiden Theilen iſt, durch rationelles Verfahren den Werth der Heerde ſelbſt zu erhöhen, und zugleich mit dem überſchüſſie gen Zuchtvieh, durch Berkauf, die Heerden Anderer zu verdeſſern, und ſomit die Veredlung dieſer Thiergattung weiter zu verbrei: ten und zu befördern, Auf eine ähnliche Art werden auch derley Verpachtungen von Heerdenbeſizern an Grundeigenthümer gegen einen Drittheil Nutzen eingegangen. In dieſem Falle wird gewöhnlich die An: zahl der zu empfangenden Heerde von dem Uebernehmer, nach Qualität der zu bekommenden und der ſchon eigenthümlich be- ſigenden minder guten Heerde, verhältnißmäßig an Zahl einfach oder doppelt wiedererlegt, und ſämmtliche vereinigte Heerden find dann als ein gemeinſchaftliches Eigenthum zu betrachten. Die Bedingniſſe ſind meiſtens den oben angeführten in ſofern gleich, daß dem Uebergeber der Stammheerde nur x, dem Uebernehmer aber 2 des jährlichen Bruttonupbens gebührt; daß in dem Ver»- bhältniß, als die edle Stammbeerde ſich vergrößert, die mindere Heerde des Grundbeſigers vermindert wird und nach Verlauf-der Contractzeit die Theilung ſämmtlicher, theils Stamm-, theils durch, ſelbe höher veredelte Wiederlegungsheerde, ganz in"eben dem Verhältniß, durch das Loos Statt findet, Das Verhältniß des Einwinterungsſtandes hin- ſichtlich der Futtererzeugung und des Düngex- bedarfs 6. 311;'muß genau mit Sachkenntniß berechnet und aus: einandergeſeßt werden, indem von dieſem richtigen Verhältniſſe, der Fortgang und das Jneinandergreifen der Wirthicnen, Man muß daher den ÜBahl einfac Schäfern Vorſicht empfehlen, damit ſie ſo lange nicht austrxeiben, TAND bis ſolcher vollfommen aufgetro>net iſt. Gin D Gegen Ende dieſes Monats iſt die Untermiſchung auflöſen: ig ſofern gl der Ingredienzien unter das Salz zu unterlaſſen, und es ſind im a Uwewm Gegentbeil magenſtärfende Hülfsmittel, wegen der den Magen ZmdmY erfüblenden Nahrung, nothwendig; indem die Gräſer ſchon den 3, die. min) größten Theil ihrer Geilheit verloren baben, und nicht mehr ſo 34 Verluſt ſtarf auf den Blutſchlag und Berſiopfung einwirken. gamme, yy Mit den Stallfutterſchafen findet bey dem grünen Futter inan in noh keine Veränderung Statt, indem für diejen Monat noch M. reichlich damit vorgedacht ſeyn muß, ande h( Das Pferchen ovex der Hürdenſ» wiſſen Anzahl herrſchaftlichen Viehes den Wollnuten beziebt, 3) Bey dem nun vorgerückten Stand der verzdelten Schafzucht iſt es heutigen Tags aber faſt allgemein, daß iman dem Schä- fereyperſonal die genannte Antheiläbenuzunzg oom Viehe ent» zogen, und ſolche durch einen höhern Loba und Zutheilung von Accidenzien ſowobl von der geſchornen Wolle, dem ver- Xauftwerdenden Vieb, den abgeſpänten Lämmern, oder ei- nem Antheil von dem Reinertrag der Heerden belohnt, und die Dienſtleute bierdurch in ein der Wichtigkeit ihres Cha- rakiers verhältnißmäßiges Intereſſe gezogen hat. Dieſe Art von Salarirung iſt allerdings die zwe>mäßigſte, indem bier» durch das Eigenthum des Schäfereybeſizers am wenigſten ges fährdet werden kann, und die Schäfer zugleich in ein ver» hälinißmäßiges Intereſſe ibrer Dienſtobliegenbeiten gezogen werden. Von den Dienſipflicmten des Shafmeiſters. 9. 318, Obwohl man in den neueſten Zeiten die Wichtigkeit der Bildung von vernünftigen Schafmeiſtern eingeſehen und auch fogar hin und wieder Schäferſchulen angelegt hat, ſo wird es do) nod) lange dauern, bis dieſe Claſſe von Dienſtleuten aus einem Chaos von Vorurtheilen== welche dem Eingang beſſerer Lehren den Weg erſchweren-- vernünftig gebildet werden wird, und es iſi wirklich höchſt traurig, das wan nus zu häufig ſieht, wie oſt fi! ee! „gen des“ jaſen find, niſchen 6r! fm, wie Wobey es 1 tmn ihn im Orhan hürch die| ten Beam! Es we Zienſtpflil Allzemeint jung wan 1) Hor Hhert Würde | einwir! daß w zona nehm laſſen ſehen feine. | ſeinerſ R, Ran de 7 res 1 lein nung 2) Nit liegt worſt: Vik PI) Ewan mme, KENNEN 40. Abſc- nN N - erden ih Keim zu den meiſten Krankheiten legt. Deſto länger können | 0 20m aber die Schafe des Abends auf der.Weide bleiben, indem Q bof er hes ſie zu dieſer Zeit am beſten freſſen, und ihnen ſelbſt der SOfpähet, un) Abendtbau bey weitem nicht ſo ſchädlich' iſt, als der ſchär- IS age Ayl: I derfilh ht fere erfältende Morgenthau. 13) Beym Tränken, Salzgeben, Aus- und Eintreihen muß der En mhs Schafmeiſter ſtets anweſend ſeyn, theils um ſich zu überzeu: ME riergehen gen, daß alles ordentlich geſchieht, iheils um Beobachtun: ME lrſäden Del gen über den täglichen Zuſtand der Heerden anzuſtellen, vr Amani 14) Strenge Pflicht iſt es, daß, ſo oſt es die Muße des Schaf- meiſters zuläßt, zu verſchiedenen Zeiten den Knechten beym Mt, un) Hüien auf den Weiden nachgeſehen wird, um ſich: zu über: Fm, Difhal zeugen, vb ie ihre Schuldigkeit thun; und zugleich zu be- M im Gille 0! merken,'ob ſich die Schafe hinlänglich ſättigen, und ob ſich Endur die Zj nicht manche Stücke krank zeigen,„um ihnen ſo ſchnell, als den Gyin möglich Hülfe zu leiſten; indem derley Beobachtungen am beſten veym Weiden gemacht werden können. 15) Sorgfältig iſt darauf zu wachen, daß die Schafe ſo ſelten, als möglich, beregnet werden, indem die Wolle dadurch dem Verderben preiügegeben und ihrer Fette beraubt wird. Eine Folge des öüftern Naßwerdens der Wolle iſt, daß ſich die Wollhaare erweichen, erweitern, vergröbern, verklüften, die Spißen ſich ſpalten, und die Wolle dadurch an ihrem Werth Sp /ferß gerin anreinigt vy M nne, wien, ſv iM fob hierv ZINRTENN E, bs ſehr herabgeſetzt wird. „fh 16) Fleige oder farbige Hunde dürfen weder in der Schäfe- Fu u p rey, no< beym Austreiben geduldet werden, indem es eine gamenie betannte Sache iſt, daß, wenn ſich trächtige Schafe vor ih- Eifer ih NEN CHIONSEEN: vfters fleckige oder ſchwarze Lämmer geboren Bain werden. poeſenhei" 17) Eins der wichtigſten Geſchäfte iſt die-Wäſche und Schur F82 005 der Schafe, wobey die Verwendun3 des Schafmeiſters von PBerann beſonderer Wichtigkeit iſt; indem derſelbe hier Gelegenheit 'en zu fim hat, ſeine Umſicht und Geſchicklichkeit in der Beurtheilung ſelbe Ne der Wolle bey heiden Geſchäften geltend zu machen 3 worüber jbey dem/ in den 96. 242, bis 263. das Weitere nachzuſehen iſt, ſich gewi 13) Da der Schafmeiſter, als Vorſteher ſeiner Untergebenen, n Aufſehn, guch für alles unter ſeinem Einfluß Stehende verantwortlich dann der“ iſt: ſo liegt es in der Natur der Sache, daß ſein Haupt: ſe u ſh augenmerk darauf gerichtet ſeyn muß, das 8 täglich! NF ARE GI FSA IRETGERIN FIRSINNGEEI Kn FE brenn BIERI Tg<5. ARIDIRIDON > ia] ; N j- ' ; j j | 240 Schafzucht. 4.1 HEERES die Dienſtpflichten der Schafknechte - H; 319. von ſelben genau vollzogen, ihnen ſolche in immers währender. Erinnerung gehalten und öfters vorgetragen werden. Dieſelben beſtehen aber im Weſentlichen darin: 4)' daß ſie nebſt ſtrenger unbedingter Folgſamkeit gegen den ih: wen vorgeſebten Schafmeiſter, der ihnen anvertrauten Heerde eee: eine ſorgſame liebreiche Vflege und gute ſanfte Be» "andlung wiederfahren laſſen; daher ſie auch möglichſt vor Schaden bewahren: denn eine Heerde, welche ſchre>haft iſt, Zeigt immer einen ſchlechten, ſeine Heerde grob behandeln- „Den Knecht an; 2) Wenn auf der Weide oder im Stalle ein krankes oder traus rxiges Schaf bemerkt wird, muß dieß ſogleich dem Schaf» meiſter angezeigt werden, um ihm die nörhige Hülfe leiſten zu können, damit dem größern Uebel gleich im Entſtehen vorgebeugt wird 3-und falls ein gefährliches Ereigniß von Dieſer Art ſich auf den Weiden ereignete, ſo müßte nötbis genfalls die Heerde eingetrieben werden, um das kranke In- dividuum abzuſondern, 3) Die Knechte müſſen bey ihren Heerden im Stalle ſchlafen, und ſich nur ſo kurze Zeit, wie möglich, von denſelben ent2 fernen 3; daher, unter keinem Vorwand in der Nacht ausge2 Hen, und durch Herumſchwärmen ſich zum Dienſte bey Tage untauglich machen.. 4) Es iſt ſtreng darauf zu halten, daß die Schafe auf der Weide unter Tags nie zum Waſſer gelangen, und ihre Ges ſundheit durch unzeitige Tränke gefährden; indem es Vora ſchrift iſt, daß ſolc Vieh zu fangen und zu betaſten, noch: viel weni» ger Wolle auszureißen. Jnsbeſondere gilt dieß für Juden, Fleiſcher, Viehhändler und fremde Schafleute, welche nur zu oft, durch Vernachläſſigung dieſer Vorſchrift, ge: fährliche Krankheiten durc< AnſteXung in manche Heerden bringen können. 6) Auf der Weide mus jeder Knecht ſeine Heerde bedächtlich führen, ſic) aber nicht von derſelben dadurch führen laſſen, daß er ſelber nur mechaniſch nachfolgt, und die Heerde ſo ſchnell und willtührlich laufen läßt, als ſie will, Daher ſolt der Knecht, in der Regel, Tritt vor Tritt langſam vor- ausgehen, die Heerde ſorgfältig beobachten und von Zeit zu Zeit Halt machen, wodurch ſich die Schafe an einen langſamen“ Weidegang gewöhnen, der Körper durch keine Ermüdung angegriffen wird und die aufgenommene Nah- rung ſich gedeiblich aneignen können,: 7) BVorzüglic) iſt darauf zu ſehen, daß ſich die Heerden weder im Stalle, noh auf der Weide drängen, indem dadurch nicht allein die Wolle beſchädigt werden würde, ſondern das Vieh auch ſeldſt= beſonders die trächtigen Mutter- ſchafe=- Schaden leiden könnten. Auch das Werfen auf der Weide mit Steinen u. ſ; w., nach einzelnen Thieren= 10,36 wie dieß u erſpart glüdsfalle 8) Nur da fo Aus' olan, 1 v Weid hierdurch wird. J zu vertne gewöhnt derley 9 Lämmern entſpringt wegen, 1 ſich der: dieſe Zufö |, 9) Daß die |(wm vorhe Wetter| Heerde 1 treiben 3 ſcidlicht das Vieh und gejag wr Cn dun da | bey ſtar ſind, un ) ſtiget w der Wol bey troc bierdurch | Baſſerw | db; verun | Epihimd | Abſorbiy | VYerderhe 1) Uf Y licher Er | den die | ſelben,| iſt, und Folgen( Ni fich 11) Ia jy| ue de | hvinten 5 | ede i“. werden| Planmägi läßen| Und das 10. Abſige Verſtopfungen verurſachen, und durch SA fes oder tet vderley genoſſene Nahrung erzeugter Muttermilch bey den S1 dem hy Lämmern ähnliche, oft auf der Stelle tüdtende Zufälle EF Hülfe eit entſpringen können. Auch ſollen die Föhrenwälder dieſer» 95 im Entſeln wegen, während der Blüthezeit, vermieden werden, indem M Ereign m ſic) der Blüthenſtaub an die Weidegräſer anhängt, und BEUDIENN dieſe Zufälle veranlaßt. 68135 Pran) jz 9) Daß die Schafe nicht beregnet werden ſollen, iſt ſchon im vorhergenden 6. 318 geſagt worden. Bey bedenklichem DO alle ſilo, Wetter muß man ſich daher immer dem Stalle mit der QU Venſelbeh dah Heerde nähern, um ſogleich, wenn es nothwendig iſt, ein- js acht aufg! treiben zu können. Iſt man jedoch aus Zufall oder Unge» |V fte bey Zayt ſchilichteit vom Regenwetter überraſcht worden, ſo darf das Bieh in keinem Falle auf dem Zuhauſetrieb übertrieben 1J /e auf det und gejagt werden; indem durch dieſe Behandlüngsweiſe 1m M8 Ou der Schaden beym Vieh ſelbſt nachtheiliger, als der Wolle fi& Yeh durd) das Naßwerden ſeyn würde z; beſonders da die Schafe E30, und zig! bey ſtarkem Regenwetter obnebin ſehr ſchwer- zu treiben es en ſollen, ſind, und um ſie ſchnell vom Fle> zu bringen, ſehr geänga je Beide, 10 ſtiget werden müßten. Das Beregnen der Schafe wird Ea ung, iner! der Wolle um ſo nachtheiliger werden, wenn die Weiden 14 viel weih bey tro&enem Wetter ſehr ſtaubig waren, und die Wolle SE für Judty hierdurch früher ſtark verunreiniget worden iſt: denn das fte, eld Waſſer wäſcht den Staub und Schmut bis zur Haut hine uſdrift, q“ ab, verunreiniget hierdurch die ganze Wolle, und ſeyt die ede Heads Spitzen derſelben, durch die von dem Staube geſchehene | Avſorbirung der Fetttheile, der AugstroXnung und dem + WAN Verderben durch Wind und Sonne aus. Ehren ft 10) Auf Winterſaaten und Kleefelder darf nur mit ausdrü>» Bie Au licher Erlaubniß des Schafmeiſters getrieben werden; in- ji, DU dem die Zwe>mäßigkeit dieſes Behütens der Einſicht deſ: NIE ſelben, und nicht der Willkühr der Knechte anheimgeſtellt Bln, iſt, und unzeitiges Behüten derſelben oft die traurigſten in Folgen(3. B. Aufblähungen, Koliken, Laxiren u. ſ. w.) ves" nach ſich zieht. E amel a: 11) Da in den Mittagsſtunden im Sommer, bey großer Hitze, 4 die Heerden zum Schute gegen dieſelbe und der ſie peini- . verden weht! genden Inſecten, entweder in Stallungen, Sommerſchuppen 18 dadurd vder an einen andern ſchattigen und luftigen Ort getrieben ve,[ndert werden ſollen: ſo muß beym Hüten der Antrag„immer |;. Mutt planmäßig ſo gemacht werden, daß man ſich den beſtimmten peer ad Plätzen nach und nach noch während der Weidezeit nähert 1 ähien- und das Treiben in der Hiße möglichſt zu vermeiden ſucht; TF SEES GRIS ES MERS FSS SIE ITEPEE RÜTER EAST GÄRN RET FEHDE T ERSTERES IBELAEENEDEANN ÄEEIEDEEENIÜLN SIN Da nD 7 meme RIE WSP WEN ZER EIR EG Ves TSW Eg KLEIN HEY WEBS CE ENI I BRL H HEANPUNN wn. 2 9 90063 LIE LIS EIMER: CET KIT EET EE J607 PE 4 S0 | Wd SCEE | 4 7 242 S R (608)mäßig ver- wendet werden, Derley Hunde, wenn ſie gut dreſſirt ſind, erleichtern zwar ſehr den Knechten das Hüten der Schafez aber die Heerden dürfen deöwegen nicht durch die Faulbeit und Nachläſſigkeit der Knechte, mit derley Hunden gehett und unnötbig herumgejagt werden, 15) Die verhältnißmäßige Reintichkeit einer Heerde- Abtbei- lung beurkundet den mehr oder minder fleißigen und ſorg: ſamen Knecht, dem ſolche anvertraut iſt; indem jede Art von Unreinlichkeit bey derſelben, zur Zeit, wenn die Schafe wiederfauen und auf der Weide raſten, oder im Stalle, ehe ſie„ausgetrieben werden, von denſelben entfernt werden muß, 16) Diejenigen Schafknechte, denen daran gelegen iſt, nach und nac weiter zu kommen, nämlich im Gehalte vorzu: rücken, und ſich zu brauchbaren Schafmeiſtern zu bilden, werden ſich auch ſicherlich bemüben, in der Wollkunde und der dießfälligen äußern Beurtheilung der Thiere-- nämlich in der Stapelbildung= nach und nach, praktiſche Kennt- niſſe zu erwerben. Sie werden daber auf der-Weide bey ihren Heerden GSelegenbeit genug haben, dießfalls ihr Auge zu ſchärfen und durch Vergleichungen ſich zu belehren,; ſo wie es auch die Pflicht des Schafmeiſters iſt, dieſelbe in allen Fällen mit ſeinen Kenntniſſen zu unterſtügen und ihre Zweifel zu löſen, Hierdurch werden viele Stunden nüblich augsgefüllt und der Grund zu ihrem beſſern Fort- kommen gelegt; wodurch der Dienſt des Herrn in jedem Falle, gewinnen. mus.; 47) Tritt die Lammzeit zur Zeit ein, wo die Heerden die Weiden beſuchen, ſo wird es ſich häufig ereignen, daß Lammer auf der Weide geboren werden, weßhalb der Schafknecht zu dieſem Behuf einen Lämmerſa>,-- welcher zum Theil mit weichem Stroh, Heu' oder Grummt ange- füllt wird-- mit auf die Weide nehmen muß, worin die Lämmer ſorgfältig, bis zu ihrer Zuhauſekunft, verwahrt und mittelſt übereinſtimmender Schäferzeichen, oder hölzerner l 10, Juen yu einan! Gefen feine AÜ! fammes| oder das“ Lammis 19) Wo(85 fich die X Einſam) aw,|! puh hi! 20) Bey 11 zu ſcheiß Bare 19 die Gon] Beſchiebernt UCR harten 5 per zepf Licht dey' ſen wird; indem die mit Milc< ſiark gefüllte und angeſchwellte Euter im Gehen ſich leicht daran wund reiben und dadurch Anlaß zu Euterkrankheiten geben können, 4) Kann. man= was bey großen Schäfereyen, 3. B. Vermengung und Ausgeinanderſuchung er! AE SATUN ſ. w. von bedeutendem Nuten iſt= durch das Stutzen des Schwanzes nicht allein leichter die Schafgattungen von einander erkennen, ſondern auch bey den trächtigen Mutter- ſchafen, die Annäherung der Seburt, an den angeſchwolle- nen Wurfſlefzen leichter erkennen; ſo wie aud 5) den Gang der Geburt ſelbſt veſſer beobachten, und nöthi- genfalls leichter Hülfe leiſten z auch überhaupt die Fehler an dem Euter und diejenigen Schafe leichter bemerken, welche ihre Lämmer nicht gehörig ſäugen z indem ſich dieſes nach dem Säugen, durch die mehr oder weniger vollen Euter, bewährt.? 6) Den Zuchtwiddern ſind ihre eigenen Schwänze bey der Be- gattung dadurch hinderlich, weil es ſich öfters fügt, daß ſie während dem Act mit ihren Hinterfüßen entweder ſelbſt darauf treten, oder dieß auch von andern ſie umgebenden Thieren geſchehen könnte. Bey den Mutterſchafen hinge- gen wird bey mänchen Thieren der Act des Begattens durch den herabhängenden, oft unreinen Schwanz, entwe- der erſchwert oder gar verhindert. Aud) können ſich hitzige SprungböFe, an dem verhärteten Unrath, im Act der Bez gattung leicht an ihrer Ruthe beſchädigen. 7) Werden derley geſtutte Schafe weniger von dem After- kriecher(Oestrus haemorrhoidalis) geplagt, welche denſel- ben in manchen Gegenden viele Beſchwerlichkeiten verur- ſachen; auch ſind derley damit behaftete Individuen leich- ter zu bemerken. 8) Will man bemerkt haben, daß durch das Stutzen der Schwänze die Thiere im Kreuze viel ſtärker werden und ſich ſolches mehr dadurch rundet, indem ſich die dem Schwanze entzogenen Theile dahin verbreiten ſollen, Das Abſtuten der Schwänze geſchieht dadurch, daß man denſelben in einem Vereinigungspuncte der Wirbelbeine, vder vielmehr in einem der oberſten Schwanzgelenke=- gewöhnlich zwey Zoll vom Urſprung= mit einem ſehr ſcharfen Meſſer ab- ſchneidet, Dieſer Vereinigungspunct der Wirbelveine muß zus vor mit dem Daumen und Zeigefinger der linken Hand genau aufgeſucht, und ſodann der ſcharfe Schnitt mit der rechten Hand vollzogen werden. Hat die Operation auf beſagte Art Statt ge- funden, ſo haben äußerſt ſelten Verblutungen Statt. Wäre dieß jedoch zu fürchten, ſv binde man mittelſt eines Bindfadens (Spagath) den abgeſtutzten Schweif zu, und ſtille dadurch den Blutverluſt. Zu größerer Sicherheit kann man die Wunde zu- gleich mit Zunder oder Spinngewebe verkleiſtern; doch ſoll der erwähnte Verband von Bindfaden nicht ſo lange daran bleiben daß eine Geſchwulſt erfolgt z weßhalb man ihn gewöhnlich ng 4=-6 Stunden bffnet, und ſich von dem Erfolge überzeugt, Ü 6, 31, gttungätrieh von mehrerem Ze Körper poliſtändige?, zum Fettwen ger und von allein das 1 übeln, wider die Gſt einwirkt, ſo Einfluß auch Werhältniß b gute Behand ollein, dus| joder verba! Z Durchſchn! | jedoch der! Ghdyſe zur! Wolle in dem | Eigenſchaften! | Kit und odi Das Alter, „M,' | wf H | Seſentlichen| Ichen Operat! fegt ſind, 4 üſſen, als. Nieſelben phno ſtehende Mer) Von derley ity We Zartheit,& Näenige, ba nommen wo Vafteſen in de | Wire ein Yl, Wenger fann Glmonatlichen Mtezeit hat AO Wd im „Ane Mit bs men, Dey eine no bey ihren: Die Ye, |, 33, j | dei Alter n | dieſ Oeatig EE HE RE NTER nemmer emm wa, EE EREDIOT SEE NETERIIREEGERRIGAEREIGE WEOEE DETEN OEEE 40. Abſchn, Vön der Caſtration u, f, w, 945 (611) MM Die Caſtration (Wifi en 6. 321, hat den Zwe, daß man den Schafen den Bex Mund ie gattungstrieb entzieht und dadurch den Körper zur Annahme ZU a von imehrerem und beſſerem Fleiſch und Tette empfänglicher macht, : ND 3) Der Körper derſelben wird durch dieſe Operation nicht allein D z( M] vollſtändiger, und zeigt in allen ſeinen Theilen meßr Reigung 7 E00 zum Fettwerden, ſondern das Fleiſch wird zugleich zärter, ſafti» bend -;] ger und von feinerm Geſchwac>k. Aud) verliert es dadurch nicht ' Men v" allein das nervige, grobfaſerige und zähe, ſondern auch den '* Matt übeln, widerwärtigen, böFelnden Geſc des Widderfleiſches. Gn Da die Caſtration auf den ganzen Organigmus des Thieres 190: einwirkt, ſo kann es feinem Zweifel unterliegen, daß ſich ihr IDS un) nötht Einfluß auch auf die Qualitäten der Wolle und zwar in dem WE die Fehl Berhältniß vortheilhaft erſtre>t, als derley Thiere eine gleich YO bewerte, gute Behandlung mit den übrigen Heerden empfangen. Nicht ÖD ich Dieſes allein, daß hierdurch die Kappenwolle gegen die Wolle der "98 jr bellen Bidder verhältnißmäßig linder wird, ſondern ſie liefern auch im Durchſchnitt mehr in die Wage. Nicht ganz ſo vortheilhaft 84) WB iſt jedoch der Erfolg hinſichtlich der Wollqualitäten, wenn die SD füt, vi Schöpſe zur Maſtung verwendet werden, wodurch ſich die I eh flit SBolle in dem Verhältniß vergröbert, verſchlechtert und alle guten IT| gebendin Eigenſchaften verliert, als der Körper an Fett, Schwammigs Nave hinze Feit und Lockerheit des Fleiſches zunimmt. 198 Veguttens::: wih, entwve Das Alter, in welchem die Caſtration vorgenom» ene Kaze men werden ſoll, lati4 W Di 9. 322, kann zwar verſchieden gewählt werden, hat aber auf die Art und Weiſe, wie ſolche Statt baben ſoll, einen 18 dem At Weſentlichen Einfluß. Daß ältere Individuen bey dieſer ſchmerz= Ihe denſe) Lichen"Operation mehr leiden, und häufigern Entzündungen aus» hSitm vw geſeßt ſind, daher mit um ſo größerer Vorſicht behandelt werden (Erdym li: Müſſen, als junge, liegt in der Natur der Sache; daher man dieſelben ohne beſondere Urſache um ſo weniger, bis in das ſtill: | Spftuhen di ſiehende Alter der Thiere, zu verſchieben pflegt, weil das Fleiſch 'X den unt von derley im höhern Alter verſchnittenen Thieren nicht mehr D. den die Zartheit, Saſtigkeit und den feinen Geſchma> vekommt, als NN dagjenige, bey welchen die Caſtration in früherer Jugend vor- (ESN, genommen worden iſt; daher wird dieſes Geſchäft am vortheil- mE, vf H VPafteſten in der Zeit vorgenommen, wenn die hierzu beſtimmten Wb Ww Thiere ein Alter von 3--4 Wochen erreicht haben; nichts deſto ; gewöhn" weniger Fann dieſe Operation auch ohne Gefahr erſt in einem 5 bis TC 11 Miſt 6 monatlichen Alter vorgenommen werden. Die Witterung und Fne mj Jahreszeit hat aber hierbey einen bedeutenden Einfluß 3; man ſucht Shand iM wo möglich im Frübjahr, fobald die Witterung temperirt wird, ſol» echten d des Thieres dem gegenüber ſtehenden Schäfer ganz frey zur Operation entz gegen liegt, und zugleich durc dieſe zuſammengedrü>te Lage die Hoden ſich mehr aus dem Körper ſenken. Die Spitze des Hodenſa&s wird nun von dem Schäfer an ſeinem unterſten Theil, mit einem ſehr ſcharfen Meſſer, abgeſchnitten, derſelbe ſodann in die beiden Hände genommen und die beiden Teſtikel auf einmal etwas herausgedrü>t, ſo daß ſie zur Hälfte aus dem abgeſchnittenen Hodenſa> hervorſteben z endlich einer nach dem andern mit den Zähnen langſam berausgezogen und zu» gleich im Zuge abgeriſſen, aber nicht abgeſchnitten 3; indem die Erfahrung lehrt, daß die Heilung ſchneller vor ſich gebt, und nicht ſo leicht eine Entzündung erfolgt, wenn man die Samen= nerven durch einen gleichen Zug abreißt, als wenn ſolche ab- geſchnitten würden. Zuletzt wird der leere Hodenſa>, wenn man will, mit etwas ungeſalzner Bütter eingeſchmiert, oder auch ohne dieſes Fett mit den Fingern gelinde zuſammengedrüc>t. Dieſe Verfahrungsart iſt in mehreren Ländern Üblich. Obwohl dieſe Operationsart, bey Lämmern, ſelten mit Ver- luſt verknüpft iſt, ſo iſt ſolche doch bey ältern Widdern immer mit Gefahr verbunden, und man ſchneidet bey ſolchen häufi die HodenſäFe auf der Seite auf, nimmt die Hoden einen na dem andern beraus, und verbindet= um Verblutungen zu ver- hüten= die Samennerven entweder mit einem Zwirn», oder Seidenfaden und ſchmiert die Wunde innerlich mit ungeſalzner Butter oder Schweinfett ein. Bey ältern Widdern zieht. dieſe Operation immer Geſchwulſt und ſtarke Spannung der Hinter- theile nach ſich, weßhalb man ſolche zur Linderung vfters mit kaltem Waſſer beſpriven kann..; Nach der Operation wird die Wunde von außen mit ver- mengtem Theer und Kohlenpulver eingeſchmiert, um die Fliegen davon abzuhalten und ſelbſt das eigene Bele&en zu verhüten. Bey ältern Widdern verdient das Abbinden der Hoden den Vorzug, indem es mit weniger Gefahr für die betreffenden Jnudividuen verbunden iſt. Es wird hierbey folgendermaßen vorgegangen: Man nimmt einen ſtarken Spagath(Bindfaden), und unterbindet=- nachdem man die Teſtikel ſo viel möglich aus dem Leibe zu ziehen ſich bemüht hat= ſelbe ſo hoch und feſt als möglich, damit die Circulation des Geblütes in ſoles, von der Di>e eines Zolles und ( 3-4 300 2 jeh Ef derſelben 1m0 ſhräg geän emm am wan die Klit jurh verſelb jiner Roſſe! blauem Bitt hem Zeig fü ſommengebut | tor ſich hal! | ſt; Dann au die&lu! wf. | wwe | hep Mohind ne ſehr zim och hin unt ſc vertro>net 13909 und zw nun wegen des gehemmten Blutumlaufs, und wird, wie oben JH) inder Dit beym Abbinden, nach einiger Zeit abgeſchnitten. ! Ahh, und. Obwohl das Zermühblen oder Zerquetſchen der Hoden wer ve Gawen: eine ſehr grauſame und gefährliche Operation iſt, ſo hat ſie doch 2 wide: noch bin und wieder Statt. Man nimmt hierzu zwey ſchneidende, Sinſt, wm ſcharfkantig geſchnitzte Hölzer, faßt damit oberhalb der Hoden 4EEt, oder aud den SaF von beiden Seiten, ſo daß er zwiſe auf beſagte D then wwe Hölzer, die Samenſtränge abgeſprengt und die Hoden ſelbſt mit ei- wig Winfy nem hölzernen Hammer zwiſchen zwey Breter zerquetſcht, worauf VZ ARNGEN! ſie vertro&nen und die Widder hierdurch zur fernern Zeugung un- [Enn uw tauglich gemacht werden.' SW, Eben ſo ſchmerzvoll und gefährlich mag auc< das Ausdre- Stuſhm hen oder Verdrehen der Teſtikel ſeyn, eine Operation, wel» FE zie diy De man in Spanien und einem Theile von Frankreich befolgt. en der hin: Dieſes Verfahren beſteht darin, daß man den Hodenſa> ober- 16119 öftas ii balb der Hoden ſo ſtark dreht, bis hierdurch die Samengefäße zu einem langen Stri> ausgedehnt werden; wodurch die Commusz fijen wit vit nication mit den Hoden unterbrochen wird und ſolche vertro>nen. Meg Von der Caſtration der Mutterlämmer, WH) 6. 324, Obwohl dieſe hierdurch ein weit feineres und ſaftrei- |, heben)t, STER und faßt es dann mit der linken Hand unten am Beine ſo feſt, daß jon de 4 es ſich nicht rühren kann z; ein Anderer tritt nun demjenigen, wel- py“ Es Mn,-. LAHE GS HSSS AN AURSAEGES ERNE EPE SERRRIN ENG AHH TE GÜDE AA TÖGRE SEHT RGCTAENZZ UEG RUUE R DIIGO Sl=< ÜI Ber 202 DI Ig<> MRERIIEIR DINE 2D“ KASS CL Ehm je 4 & “ ij 4 58-78 OE LAN UKE NIS| 590 Zb Schafzucht, (614) Höhe gezogen, und eine Falte damit an der Stelle gemacht, die eben ſo weit vom Nabel, als vom oberſten Theile des, Hüftbei: nes, abſtehen muß. Der Schäfer zur linken Hand dehnt dieſe Falte ebenfalls mit der linken Hand bis zu den kurzen Nippen aus, Nun wird die Falte mit einem"DOEN Meſſer durchſchnit: fen, jedoch ſo, daß der Schnitt über 13 Zoll lang wird, und - 27 nad einer Linie geht, die man vom oberſten Theile es Hüftbeins bis zum Nabel ziehen wollte. Sobald die Oeff- nung gemacht iſt, ſchneidet man nach und nach durch das Fleiſch bis auf die Eingeweide, jedoch obne dieſe zu berühren oder zu verleßen, was unfehlbar den Tod des Individuums nach ſich iehen würde. Nun ſteckt man den Zeigefinger in den Leib des Zammes und ſucht den linken Eyerſto>, welchen man, ſo wie man ihn fühlt, ganz ſanft zur Oeffnung herauszieht. Mit dem Eyerſto> treten zugleich die breiten Bänder, die Mutter und der andere EyerſtoX heraus. Die beiden Eyerſiv>e ſchneidet man ganz weg, und läßt dann die Mutter mit den beiden Bändern wieder hineinſchlüpfen; worauf die Wunde mit einigen Stichen wieder zugenäht wird, wobey man jedoch Acht zu geben hat, daß man mit der Heftnadel bloß durch die Haut, und nicht durch bas Fleiſch ſticht. Man läßt beide Enden des Fadens herausg- hängen, und ſchmiert die Wunde mit etwas Talg, Wenn ſich nad 10-- 12 Tagen eine Narbe an der Wunde angeſetzt hat, ſchneidet man die Heftfäden in der Mitte der geweſenen Wunde durch, und zieht die Fäden heraus, Iſt die Operation glücklich vollzogen worden, ſo leiden die Lämmer nur den erſten Tag bedeutend daran, indem ſie ſteife Füße bekommen und nicht recht freſſen wollen. Von außen wird die Wunde entweder mit Theer, oder Steindl beſchmiert, um die Fliegen und anderes Ungeziefer von derſelben abzuhalten, Derz ley caſtrirte Zibben- oder Mutterlämmer erzeugen ein weit des licateres Fleiſch, als die Widderlämmer, und ſolches wird deßwe- 54 u viel theurer in den Gegenden des vogeſiſchen Gebirges ezahlt. Die Leithammel oder abgerichteten Schöpſe 6. 325 ſind verſchnittene männliche Individuen, welche man vorzugsweiſe zur Leitung der Heerden augswählt, weil ſie ſich we- gen ihres ruhigern Temperaments leichter zur Führung der Heer- den abrichten laſſen. Eine an Leithammel gewöhnte Heerde wird denſelben ſtets, wo ſie ſich hinwenden, überall hin folgen, und es wird durch ſolche-- wenn ſie gut abgerichtet ſind-- ſowohl das Hüten, wie das Treiben, ſehr erleichtert. Sie ſind gewöhn= lich mit Schellen behangen, auf deren Schall die Heerde aufs merkſam iſt, ſich ſtets danach richtet und über alle ungewohnte Stellen, Waſſer, Klüfte und Übhänge gehen, wenn ſie den Nuf der Glo>Xe und ihre Wegweiſer vorausſehen, Durch" eine zwe>&mäßige Behandlung kann man die Leitham- mel ſo abrichten, daß ſie dem Schäfer auf jedem Tritt folgen, und alle ſeine Winke verſtehen. Man muß ſie für dieſen Zwe> ſanft und liebevoll behandeln, und ſie dadurch vertraut: zu machen befliſſen ſeyn, daß man ihnen öfters ſchmeichelt, und Brod, Salz oder Hafer aus der Hand freſſen läßt, wodurch dieſe Thiere ſo zahm werden, daß ſie ihrem Wohlthäter auf jedem Schritt fol: | | | ' DN--------- 1 DIISEIN""u 40, Ub ay und jede! dnn Aund tete Leitha! ſo darf derſel! führen wil, behrlich, um? nehmlichfeite! einer Heerde, fen find, 41) (, 326,| guten Abrig! der Deerden d Zeinem Falle! Opighandlung jen Hunden| unas unerſa Der eig! Herden geg! die Erleichte Mieſen, Bj Bieſen Fällen Stel eines 1 derſelben vie! den Beyſtan: hätten behi) gleich einem! es nothwen) werden„da ſteht, und d) gar bald Den! leiſtet ihm 4 aber jederzeit venniehen 1 Benut 0. 327, digen unge) jah der Und daß auf helezt wird, berſicht fich| Degenzeſehten ur Darauf In der mögl; m gan: re Cigtnth durch ihre 3 inde Rezel 1) Yor€ " SSQL+5. SSSCHEE TEEN EEE EEE IIR ESSENS IN EREN 10. Abſchn, Die Shafe auf Reiſen zu behandeln. 249 Z;::(615) a pet, Nn gen und jeden Ruf ihres Namens und Wink oder Pfiff-- gleich 5 6 Nfthel einem Hunde-- verſtehen lernen. Da ſich demnach gut abgerich- SI dier tete Leithammel ſtets um die Perſon des Schäfers aufhalten, Ue Ader ſo darf derſelbe nur immer dahin gehen, wohin ex die Heerde e dur ſn führen will, die ihm unverzüglich jedesmal willig folgt, ſobald Mtb m der Ruf der Glocken von den Leithammeln ihn begleitet. Bey I erſten half dem Transporte von kleinen und großen Heerden, ſo wie bey ald WF ausbrechendem Feuer, ſind gut abgerichtete Leithammmel unentz X 9 das Zl bebrlich, und ihr Abgang wird gewiß jederzeit mit vielen Unan- „hem obe 3 nehmlichkeiten empfunden werden. Gute Leitbammel ſind bey Zw ned jj einer Heerde, wo keine, die Schafe freſſenden Thiere zu befürch» den Zeib dy ten find, unentbehrlicher und wichtiger, als Hunde. Ahn, ſo hy). M), Tit Die Schäferhunde iter Und Dy 9. 326. ſind in manchen Fällen unentbehrlich, und von ihrer IV hneldet H guten Abrichtung hängt oft die gute Haltung und das Gedeihen | en Bänden der Heerden ab. Schlecht abgerichtete Hunde ſind hingegen in I'm Gtiden Zeinem Falle zu dulden, indem die Heerden durch Uebertreibung, 18(1m hat, daß Mißhandlung, Herumſprengung u. ſ. w. um ſo mehr bey ſchlech=- ni vg ten Hunden leiden, als ſie zu gleicher Zeit, unter der Aufſicht dens heraus eines unerfahrnen oder ſaumſeligen Knechtes ſtehen.. 5 Benn ji Der eigentliche Nuten der Schäferhunde beſteht darin, den CNN Heerden gegen reißende Thiere und Diebe Schut zu leiſten und ID nem Bund die Erleichterung des Hütens, beſonders auf ſchmalen Weiden, Wieſen, Wäldern, zwiſchen Saaten u. ſ. w. zu befördern. Jn „M leiden die dieſen Fällen vertritt ein wohlabgerichteter Hund nicht ſelten die PRRETEN Stelle eines zweyten Knechtes bey einer Heerde, und es können am wi) derſelben viele reiche Weideplätze zugute kommen, welche ohne gt, um den Beyſtand eines Hundes und ohne Schaden anzurichten, nicht 3 halten, In hätten behütet werden können. Ein guter Schäferhund muß, Zu ein Weit H gleich einem Jagdhund, durch liebreiche Behandlung, und wenn Qi wirddeim es nothwendig befunden wird, auch mit Strenge, ſo abgerichtet phen Obing Werden, daß er jeden Wink und Ruf des Schäfers genau vera ſteht, und die ihm angewieſene Linie abwehrt. Die Heerde lernt EE gar bald den Zwe> eines wohl abgerichteten Hundes kennen, und Shöpſe leiſtet ihm Folgſamkeit. Schwarze und fleckige Hunde ſollen. 6, welche Wi! aber jederzeit bey Zuchtheerden, aus 6, 318 angeführten Urſachen, zu ſe fh m vermieden werden. er Du:- 2 Keie Wenn die Schafe große Neiſen machen müſſen, On folgen, 1) 9. 327. iſt es ein nur zu häufiger Fall, daß ſolche auf derley bind-(0 langen ungewohnten Trieben, durch die Unkenntniß und Unacht- » find ani ſamkeit, der. ſie begleitenden Schäfer großen Schaden leiden; ie Gees vis und daß auf denſelben der Keim zu unheilbaren Krankdeiten oft 18 ungen! gelegt wird. Daß aber bier von Schlächtervieh keine Rede iſt, « wenn few verſteht ſich wohl von ſelbſt, indem bey demſelben faſt die ent» 1] gegengeſepten Verhaltungsmaßregeln zu beobachten ſind, und vie zehen nur darauf geſehen werden darf, daß es das Ziel ſeiner Reiſe m vie in der möglichſten Wohlbeleibtheit erreicht. | DE Ein ganz anderer Fail iſt dieß bey Zuchtheerden, welche ih- ir 7 xew Cigenthümer nac der Ankunft an ihrem Beſtimmungsorte, A EEE durch ibre Fortpflanzung, nützen ſollen. Es ſind demnach fol- nd Bio 0 ieſe Zee m Gun gende Regeln dießfalls ſorgfältig zu beobachten. 1) Vor allem ſollen die Thiere in den erſten Tagen auf der " muna VIDDSESNTGREGRR SIRCHS. u R€-=. än EE IN FP: AO IESE SN MEERI EE SS EEE RER DREHEN EEIEESMÜN GET PERE Ä GS DRETUTK EÜ S CI0GS rmer egen RI RR ge+. 230 Schafzucht. ;(616) 5 Reiſe nicht zu ſtark angegriffen werden, indem ſie hierdurch “=- des längern Gehens noch ungewohnt-- für längere Zeit und zuweilen für eine ganze Reiſe geſe täglich zurü: legen z; indem ſie ſonſt=- beſonders bey warmer Jahres- eit=- zu ſtark angegriffen würden, und bey längerer Dauex er Reiſe eingehen. Selbſt die von dem angeſtrengten Ge: hen der Mütter erhitzte Muttermilch iſt ihnen gewöhnlich ſchädlich) und tödtlich, Auch die Widder haben auf langen Reiſen viel weniger Ausdauer, als die Mutterſchafe, wozu die bey dieſer Gelegenheit ſich verlängernden Hodenſä>e, wel: uns» 80016 getriebe gen die Ausdünſtungen der Haut zu ſehr befördern, folglich 021g, an 6: dieſe Thiere ſchwächen würden, und anderntheils bey anhal» 19 wietwnit b tendem Regenwetter ihnen gar bald die Näſſe bis auf die FR aht Haut dringt und die Luft dadurch abgehalten wird, ſolche | 18 Frühid u trodnen; daher durch dieſen verlängerten Zuſtand von Sy begünſtigt H 8 die Geſundheit dieſer Thiere ſehr gefährdet werden Spe Wit alt)'onnte, NChe Meilen 4 10) Ohne Noth laſſe man nie viele Widder unter den Schafen Fo eabſichtigt| treiben, indem ſich beide Geſchlechter erhißen, durch unzei- by fglid zu tiges Begatten ſchwächen,„oder die Widder wenigſtens an» Yurmer Jah fänglich die Heerde in beſtändiger Unruhe erhalten würden, j Angerer Das Iſt aber wegen zu geringer Anzahl der Widder dieſes nicht ſtrengen 6 leicht zu vermeiden, ſo unterbinde man ſolen können. Geſchaft, vy 11) Auf lange dauernden Reiſen unterlaſſe man nicht, die Heer- Oudenſamd 1 de, wenn es kein naſſes Wetter iſt, alle 8 Tage pr. Stü> eles bers 3 Loth Salz zu verabreichen; welches im Nothfalle“auf Bre» van üp tern, Steinen u, ſ. w. geſtreut werden kann, Eben ſo iſt " auch ſchwächlichen Thieren eine Unterſtüßung von Hafer(z. B, vy die WW) täglich ein halb Pfund) zu verabreichen, erforderlich; wo- uch der hp? bey jedoch, um Indigeſtionen zu vermeiden, die Vorſicht ) zeigen fü! nothwendig iſt, daß derley Individuen jederzeit vor-- und Man 3) 4 unmittelbar nach dem Haferfutter, getränkt werden „vy Urſen.;:| 7 1 ufh) 12) Ehe eine Heerde die Reiſe antritt, ſoll ſolche mit(den fie dHlicen Sn) begleitenden Schäfern ganz unbekannten) geheimen Zeichen verſehen, und ſolche an dem Orte ihrer Beſtimmung genau W je Gy) controllirt werden, um abſichtliche Veruntreuungen zU verz Faube Dep hindern und auf die Spur zu kommen. Ueberhaupt aber EE EAF: IBER INTEN GEES SEES SI ETHEHEPRE GRRSEN NG LAN EE AGEN KAM DORE 5 PEST HOSEN TESZAUIG BANGE IRG"bern Sam IG Beene IDE REREE gn << E5n EF [A > 2 4 Ky M M zl : 4 SIA 67 WIE. CNS A WORIN 28 1 Hh Eu LD Is WERET I 00 262 Schafzucht, (618) haben die Schäfer auf der Reiſe, wegen Vermengungen oder Vertauſchungen, Tag und Nacht auf ihrex Hut zu ſeyn. 13) Wenn die Heerde ihren Beſtimmungsort erreicht hat, ſo iſt es gut, wenn ſolche-- falls es die Jahrszeit erlaubt-- in „fließendem Waſſer geſchwemmt wird.; Dieſes Waſchen hat „vielfältigen Nuten, indem es a) die Hibe aus den von der Reiſe ermüdeten Körpertheilen zieht; folglich das Vieh das durch, und daß man es von dem Staube befreyt, erfriſcht wird; b) für die Wolle iſt es ebenfalls- gut, daß der ſchäd= liche Staub von ihr und den Hautorganen gewaſchen wird, indem er, die Fette abſorbirt und ſie an. der Entwi>kelung ih2 rer guten Eigenſchaften hindert. 6) Endlich kann durch die: ſes Shwemmen, eine auf einer langen Reiſe geweſenen Heer- de zuweilen von den zufälligen empfangenen Keimen einer anſteXenden Krankheit befreyt werden. 44) Uebrigens iſi es eine kluge Vorſicht, wenn die fremde Heer- de einige Zeit, ehe man ſie den Übrigen Schafen nad) ihrer Ankunft beygeſellt, allein gehütet und-genau beobachtet wird, ob ſich nicht etwa eine auf der Reiſe ererbte Krankheit.an ihr zeigt, welche ohne dieſe Vorſicht der ganzen Schäferey mitgetheilt werden würde, Dieſe Aufſicht muß daher einem verläßlichen ſachverſtändigen Schäfer anvertraut werden. 15) Jede Umſiedelung in veränderte Climaten, oder dahin, wo hinſichtlich der Localitäten, gegen den frühern Aufenthalts2 ort, große Abſtände in der Ernährunggsart u. ſ, w. Statt finden, nimmt. um ſo mehr Einfluß, wenn die angekommene Heerde nicht mit aller Sorgfalt auf der Reiſe behandelt wor den iſt. Daher muß man ihr anfänglich eine um ſo ſorgſas mere Pflege angedeihen laſſen, bis ſie ſich an dieſe örtlichen Umſtände gewöhnt hat; beſonders aber die Widder ſo lange nicht zum Sprung verwenden, bis ſie ſich vollkommen ausge» ruht und an die Localität gewöhnt haben, Die Vernachläſſi2 gung dieſer Vorſiht würde unfehlbar um ſo mehr eine ſcenen Wieſen =- beſonders mit dem zum Verkauf für den Fleiſcher beſtimmten Brak» 9der Maſtvieh, behütet, Da daſſelbe nun am beſten ge: nährt ſeyn ſoll, auch in ſpäterer Jahrszeit entweder die Weiden, wegen Reif und Froſt, viel von ihrer Nahrungsfähigkeit ver- lieren, oder die Einſtallung ſelbſt erfolgen muß, ſo ſind beide Fälle der beſſern Aufnahme der Fettſchafe nicht günſtig 3; deß:- halb man nach Umſtänden, entweder mit Anfang, oder Ende 40, diefes Mont! aufen pflegt: Da, bf! naſſe, neblig nict oder! has Zieh. zu jher ein ve fie hmmſtände ſeberhaupt| Berhältni߀ ſen, als die as zu erſe eide finde! [imd Nahrun heit und 0? pefonmmene Gerſau al 0 Za ind Wu auf fen rechnet werd terung zu| handeln Die 6 | 0, 328, ahd ve hinz ward| fanz zah bey dem Ey | hierüber ,. Die 61 Nähe der 6 ferm Deutſch: ten; daher| gehöriger Aal gotten merkt Krankheiten Folzen davo' nige Zuchtbt wendet und fige Beobach fen leben8g Plute oder 5 When; dahe Aem Zufande Ipringt un)€ die 330, heſes Monat Nahrung da jetweiſe 9) Waden Iny MSchG+26. WEESEN NNN EEE ZEICHE 10. Abſchn. Geſchäfte inz Monat Octoder, 2093 (619 en im Stalle zu füttern, im zweyten Falle 8 08 Vieh) aber ein verhältnißmäßiges Frühfutter von Heu, und wenn es - M7 ih die Umſtände erfordern, auch ein Abendfutter von Stroh zu geben. “ Ueberhaupt iſt es aber eine Hauptregel, den Schafen in vem "m BWerhältniß eine Unterſtüßung mit Stallfutter angedeihen zu laſ- ; Widelung ſen, als die Herbſtweide weniger und kraftloſer wird; um ihnen u burhh das zu erſeßen, was ſie an Nahrungsgehalt weniger'auf der "Weſenen Aen Weide finden, damit die Heerden in einem ſtets gleichen Kraft's K Jein ein und Nabrungszuſtande erhalten werden; was zu ihrer Geſund» | beit und Gedeihen eine Hauptbedingung iſt, indem eine herab» I frettde Hen„gekommene Heerde nicht ſehr leicht wieder hinaufgebracht, das H nach ird Denn aber im ganzen Jahr nicht mehr nachgeholt werden Svachtet wird, aun.; EOS DERE A Frantheit an Da in den meiſten Localitäten in unſerm Clima in der Re- Zum Gchöfny Sel auf keine Grünfütterung mehr für die Stallfutterſchafe ge» 5 daher in rechnet werden kann, ſo ſind ſolene Fütz Zo werden, kerung zu ſetzen, und ſo wie im Frühjahr und Winter zu bes Dyer behin. im andeln, Wi Ayfenraltg: Die Sprungzeit für die Spätlämmerzucht Wf, 1, Gitt 9. 329. nimmt zegen Ende dieſes Monats ihren Anfang, 3 Ingefomnent nachdem die Sprungbö>e, laut 56. 314, gegebener Vorſchrift, gez N/vndek wr Görig durch Kraftfutter dazu vorbereitet„worden ſind. Da ein Sun dk ganz gleiches Verfahren, bey dieſem wichtigen Geſchäfte, wie „ſveß öd! bey dem Sprung zur Frühlämmerung; Statt jindet, ſo ſehe man Sie un Hierüber 9. 284 und 285 nach. HEEE Die Schafe bo>en in dieſer Jahrszeit= wenn ſie durch die mm Nähe der Sprungböe angeregt und gut genährt ſind=-in un- ſv mehr a ſerm deutſchen Clima ſtärker, als in den frühern Sommermonas2 vem die Ww tenz daher man vorzüglich darauf ſehen muß, daß die Böe in | Sräfte Ey gehöriger Zahl vorhanden ſind und nicht durch zu häufiges Be- gatten merklich geſchwächt werden; widrigens ſchwächliche, für Krankheiten empfängliche Nachkömmlinge die unausbleiblichen Folgen davon ſeyn würden; weßhalb beſſer zu viele, als zu we: | nige ZuchtböFe bey dieſem wichtigen Geſchäfte in der Regel ver» wendet und dieſe ſehr gut genährt werden ſollen 3; denn langjäh» ) rige Beobachtungen berechtigen zu der Bebauptung, daß die meis e bezogen m ſten lebensgefährlichen Krankheiten der Jungen von ſchlechtem ten Zo Blute oder Zeugungsmaterie der Eltern und ihrer Schwäche ber: len Wein rühren; daher der Keim von vielen Krankheiten der Jungen von ihrend min dem Zuſtande der Begründer gleich in dem Erzeugungsact ent» denen DN ſpringt und gelegt wird. 0.100 E: Et Die Futterüberſchläge für den Winter ox die eid! 9. 330, ſind nun zu verfaſſen, indem in der zweyten Hälfte gfähigft dieſes Monats meiſtens dex Uebergang von der grünen zur troenen fo ſind Het Nahrung dadurch Statt hat, daß den Heerden, nach Umſtänden, günfigs by zeitweiſe oder regelmäßig, ein Früh- und Abendfutter gegeben 1, a( werden muß z ja ſogar in vielen Localitäten, mit Anfang des M IE AHERN EIRSIGEE RS ARIE STEHE R SANR RARE ZR IRS BÄR TE GEGSERNHGRRGG ET IT ÖTDR IEE Ir ÜÄN aue hen Zaun [] (620) nächſten Monats die volle Einwinterung Statt findet. Es iſt daber nothwendig, daß man den Futtervorrath. revidirt und den Deredn 9m den verſchiedenen Nahrungsbeſtandtheilen deſſelben| exec f Meide u D ie S< a z U< t. Ping durd| UL itt, ſondo [8 vd aß geg! m Meh wird AE Zufund 1967 Eilfter Abſchnitt. ry), 8. ye 1 Gut ji Meber den Einfluß des Climas, der Localitäten„-der "el Wirterung und der Nahrung auf die Schafe Af, daß etwai und deren Wolle, 90) Der Einfluß des Climas 9. 332, iſt auf dieſe Thiergattung nicht größer, als bey den - meiſten europäiſchen Nutthieren, indem ſie durch die Natur 622 447) gen dje meiſten äußern ungünſtigen Einflüſſe=- beſonders gegen Ee ebgeſöft die Kälte,-- mit einem ſehr guten Pelze geſchüßt worden iſt. Semmal vs Die Kunſt hat, wie die Erfahrung beſtätigt, in der Acclimati» 3 Derſelbe m ſirung der Merinos allbereits unglaubliche Fortſchritte gemacht, 4 Binterſaal! und wenn man früher wähnte, daß dieſe Raſſe nur für den ſpa- fraufen gefül niſchen Himmelsſtrich tauglich ſey: ſo werden z, B. von den aofeinlichteit! Thereſienfelder- Stammraſſen allbereits ſchon ſeit vielen Fahren HENN alljährlich bedeutende Heerden Merinos in die feuchten Gegen- 104 den der Oſtſee, ſo wie auch in alle Theile des nördlichen und ! ſüdlichen Nußlands angeſiedelt, und zwar bey einiger Aufmerk» ſamkeit und Sachkenntniß mit dem beſten Erfolg.' Da es den Menſchen vorbehalten war, die Hausthiere über- baupt nach ihren Zweden zu zähmen und zu benutzen, ſo wurs den auch die Schafe an die verſchiedenartigſten Climate 6ewöhnt. Doch dürfen dieſe der Natur dieſer Thiere nicht ganz entſchieden entgegen ſeyn, indem ſonſt die Möglichkeit ihrer Naturaliſirung in eine mehr oder weniger zweifelhafte Lage kommen, und ihre Zucht doch wenigſtens mit ſo vieler Gefahr und Koſten verknüpft ſeyn würde, daß ſie dem Zwe> ihrer Haltung=-- nämlich ihrem Eigenthümer Nutzen abzuwerfen,-- nicht entſprechen könnte. Da die Manchfaltigkeit der Schafraſſen unendlich verſchieden iſt, ſo treffen wir ſolche auch in allen jenen Weltgegenden und Climaten mehr oder weniger zerſtreut an(ſiehe 2, Abſchnitt), welche ihnen nah ihren individuellen Eigenſchaften mehr oder Aomls- HN em en bAH- 4 ANNE amber Bürde 2 2,55 1 18 Mea P IRRE nE: 9 nderen men min 256- Schafzucht. (464) weniger zuſagen 3 viele davon bezeugen ſich für manche vorge« faßten Zwe&e productiver und nüßlicher, andere entſprechen ſol: ſicht des vollkfommenern Products, auch den größten Nußen ab 3 denn nicht allein, daß ſie ſich in einem ge- mäößigten Clima in der Regel einer vorzüglichern Geſundheit zu erfreuen haben, ſondern es iſt auch der Einfluß deſſelben auf ihr Hauptproduct=. die Wolle-- aus oven angeführten Gründen, von großer Wichtigkeit und entſchiedenem Einfluſſe, Diejenigen Climate find daher allerdings zur Schafhaltung am vortheilhafteſten, welche gleich Spanien, einem Theile von Italien und der europäiſchen Türkey bey ihren verſchiedenartigen Temperaturen Gelegenheit darbieten, däe Heerden durch Wande: rungen das ganze Jahr auf-der Weide zu erhalten, und, ſie hier- durch möglichſt den ſchnellen Abwerhslungen der Temperatur zu entziehen, daß man ſie nach Umſtänden im Winter in wärmere, im Sommer aber in kühle Gegenden wandern läßt. Aber nichts deſtoweniger ſind auch diejenigen Climate zur Schafzucht ſebr erſprießlich, deren Temperaturen ſich ſowohl in der Wärme, als in der Kälte-- während der betreffenden Jahrszeiten, in denen die eine oder die andere Statt findet= ununterbrochen, oder DOU oft und ſchnell auf einander folgende“ Abwechslungen erhalten. ' Daß Europa hinſichtlich des Climas„der Schafzucht vor- züglich günſtig iſt, beweiſt ſchon. die große Anzahl der in den verſchiedenen Ländern lebenden Schafe(man ſehe 6. 5.), Aber vorzüglich Mitteleuropa und insdeſondere Deutſchlands Clima ſcheint für die Zucht der hochfeinen Schafe vorzüglich begünſtigt zu ſeyn, obwohl=- was insbeſondere die Wohlfeilheit der Er- zeugung betrifft= hierin Ungarn, Volen und Rußland Vor- theile gegen uns haben. Es iſt daher nothwendis, daß wir die: ſen Wink der Natur benutzen, und unſer Augenmerk auf die Verbeſſerung unſerer Schäfereven vielmehr, als auf deren Ver- mehrung richten 3 venn das Wenigere, aber Beſſere, was wir dann anbieten, wird geſucht werden, und ung mehr on baarem Gelde eintragen, als das Viele und Schlechte, was manche an- dere Länder noc< überdieß wohlfeiler erzeugen können. Nur aus- gezeichnete Waare muß es ſeyn, die wir produciren, und ſie wird ſtets ihre Käufer und zwar zu lohnenden Preiſen finden ,' beſon- | | 11, ers wenn is Fung verg fo 333, if jexbon: die 31 nd Oedeihen | Jnder R Jeit entweder derſelben, ode der Ghafe, in ndem ſolche| Lage auf Hul on teinen, fl en geſunden X Matiſchen Wint egenden, feu hn, und der hir die Afex v 1 A en nicht einn Venen, ſhattiy igen Oegende! angel an ge t Cdafhalty' WM ORttzerh! guweßen ve 6 1 Zuſt altigere, fol! duch daſelbſt: eratur und 1 enden au8ge Geſundheit, d ohſcmedend Wärter, elaſtiſch | I wan| Hinſicht Vinf Ongſtlich geha Dltniſſen auf tige, richtig deſen Fällen) jeh diefe 4 Kenntniſſen ih Eten fh ze Der dne Hay (Alität mit 6 1, un ihre wird, Ven| Ufer fem 6 1|0 Wiſſe miſtens vn richt bd Wwärden,' R WE 34. 4.0.7 SEEREENIEIEE TS /a0ß[höhlt EI ve Teipy Weh AUS ES eſſenſhin vn 12 108 und if EA Bolle hh: 18 fen inl| SB Qis8, auh" JM) i0 einen 1: FSE) eTundeit 4 ZE lber auf ih (E31 Sründer, Fu ) AÜ Nefheltung em Tule voy [ZNOSOWUN| Fh Vandt und ſie hit == MNG ST in wärn) W| Nhe nid) WE bafzucht feh ZZ Warm,| » Diem ES rochen, ih ZS owechglih! 5 hafzucht ht We)! der ina JI), 5), 1 eußland W & daß wir aunert aufw 5 f deren je, was m yy an batt 3 mand 1. Nur „und ſi[1 unden/ W| 11. Abſchn. Einfluß der Localität auf die Schafe. (465) ders wenn man ſie in andern Ländern, wegen unſeres Vor: ſprungs, vergeblich ſucht, Der Einfluß der Localität 9. 333, iſt nebſt dem des Climas der weſentlichſte, indem Hiervon: die zwe&mäßige Ernährung, fol„ich das Fortkommen und Gedeihen der Schafe abhängt.? us In der Regel ſind diejenigen Gegenden, wo viele Feuchtigs keit entweder unterhalb der Aererde, oder auf der Oberfläche derſelben, oder aber im Dunſtkreiſe ſich befindet, der Haltung der Schafe, insbeſondere aber den feinwolligen, nicht zuträglich 3 indem ſolche im Gegentheil erhabene tro&ne Gegenden, ſonnige Lage auf Hügeln und Bergen lieben,-- wo durch den Zutritt von reiner, friſcher Luft ſowohl die Bedingungen einer den Scha: fen geſunden Weide, als auch zu Erzeugung eines kräftigen aro» matiſchen Winterfutters geleiſtet werden 3; daher alle ſumpfigen Gegenden, feuchten Thäler, in denen die Luft, nicht circulixen kann, und der Thau faſt den ganzen Tag die Erde bede>t;z fexs ner die Ufer von Gewäſſern, deren Strömung gehemmt iſt; alle nördlichen Abhänge, auf welche die wohlthätigen Sonnenſtrah- len nicht einwirten können z; alle dicht mit hohem Holze UmMgea benen, ſchattigen, daher meiſtens feuchten Weiden z; endlich dieſe: nigen Gegenden, die entweder ihrer Beſchaffenheit nach, oder aus Mangel an gehöriger Cultur ſaure und herbe Gräſer tragen= der Schafhaltung für die meiſten Zwecke ganz entgegen ſind, Auf Gebirgsrücken und manchen freyen, offnen, tro&nen Ebenen genießen die Schafe nicht nur der ihnen ſo gedeihlichen reinen, geſunden Luft, und deßhalb auch beſſere, nahrhaftere, roblenſtoff2 Haltigere, folglich ſpecifiſch ſchwerere Pflanzen: ſondern ſie ſind au daſelbſt in der Regel weniger der Abwechslung der Tem- Yeratur und dem Drucke der Luft, als in niedrig gelegenen Ge- genden ausgeſebt. Hierdurch bekommt ver Körper eine feſtere Geſundheit, das Thier wird daher feſter, dauerhafter, das Fleiſch wohlſchmed>ender, und die Wolle unter dieſen Umſtänden kerniger, ſtärker, elaſtiſcher, überhaupt in ihren Eigenſchaften ausgebildeter, . Da man aber in den wenigſten Localitäten alles in dieſer Hinſicht Wünſchenswerthe vereinigt findet: ſo wäre es wohl zu ängſtlich gehandelt, wenn man vieſerwegen in manchen Vexr- hältniſſen auf die Zucht der Schafe verzichten wollte, Eine um- fichtige, richtige Behandlüng und Pfiege dieſer Thiere müſſen in dieſen Fäßten den Fehlern der Localitäten entgegen wirken, wo» durch dieſe nüßliche Thiergattung, bey den fortgeſchritienen Kenntniſſen ihrer Vehandlung, an Himmelsſtriche und Locali- täten ſich gewöhnte, wo man es früher für unmöglich hielt. Aber eine Hauptregel iſt es jederzeit,- daß- bey Beſetung einer Localität mit Schafen auf die für dieſelbe geeignete Raſſe geſe: hen, und ihre Behandlung dem Clima und Local angemeſſen wird, Wenn daher die Merinos in Spanien Tag und Jacht unter freyem Himmel zubringen, und Winter und Sommex bey ihren Wanderungen auf vortrefflichen Weiden ihye Nahrung fin- den, ſo müſſen ſo35e im Mittel- und dem nördlichen Euroya meiſtens des Nachts in wohlverwahrte und geſunde Ställe ge2 bracht, und im Wintex mit unſilich getro&netem Futter ernährt werden,' XI. 39 2 r 9 7 aF: LABIFEB- ZSE In KRZR Z RA BEIT CNECIS dem€ IMME EHKIBB ASE DeR B MEERAnSDEEESES DEE AE EL DDR INN RR or TL HTER: Ak eld Siem EEN SD DEER Bene H hn ZEE EIT 258? Schafzucht. (466) Die Art und Beſchaffenheit des Bodens 9. 334, hat nebſt der örtlichen Lage einen weſentlichen Ein: fluß, ſowohl auf die Quantität. und Qualität der Weide, als auch auf das darauf wachſende Winterfutt*y=- daber als wir» kende Urſache auch auf die Geſundheit und Ernährung der Schafe, ſo wie auch auf die Qualität und Quantität ihrer Wolle; ſo wird 3; B. a) leichter erhabener Lehmboben eine ſehr vor: zügliche und zulängliche Weide für feinwollige Schafe liefern, und dieſe werden ſich darauf bey einer zweckmäßigen Behand- lung ſtets geſund erhalten und ein verbältnißmäßig hohes Alter erreichen. In dem Verhältniß, als derſelbe mehr oder weniger Zuſaß von Kalktheilen bat, wird er auch ihrer Geſundheit zu- träglicher ſeyn. Eine auf ſolchem Local erzeugte Wolle wird alle der Raſſe eigenen wünſchenswerthe Vorzüge haben, ſich bey der Pelzwäſche verhältnißmäßig gut waſchen und auch nach der Waſche ihre angeborene Sanftheit und Lindigkeit beybehalten. b) Der gebündene Sandboden iſt wohl für die Natur der feinwolligſien Schafe der zuträglichſte und wird auch meiſtens mittelſt Schafvieh benußt. Wegen ſeiner ſchwächern Productionskraft iſt derſelbe aber nicht fähig, in Verhältniß des Flächenraumes, ſo viele Schafe zu ernähren, als der gehaltreichere leichte Lehmboden. Dieſem Nachtheil muß man daher durch den Anbau von Futtergewächſen, die der Natur dieſes Bodens ent= ſprechen, verbeſſern. Bey den Weiden auf Sandboden iſt nebſt» dem zu bemerken, daß der leicht beweglicje Sand, beſonders bey ſtürmiſcher Witterung, ſich den Vließen mittheilt, hiedurch die Wolle yerunreinigt und dur< die Abſorbirung eines Theiles ihrer Fette ihren Werth beeinträchtigetz auch von zu ſtarker Verſiaubung und Verunreinigung der Vließe auf Flugſandweis- den, der regelmäßige Stapelbau beſchädigt und durch die ans bängende natürliche Schwere des Sandſtaubes, in ſeiner Länge, an manchen Körpertheilen, unnatürlich ausgedehnt wird, Dieſe ſüdlichen Einwirkungen vermehren ſich in dem Verbältniß ſtär» ker, als in dem Sandboden vorzugsweiſe, Kalktheile enthalten ſind. Man weiß aus Beobachtungen, die ſich auf genaue Er» fahrungen ſtüßen, daß derley Wolle bey der Pelzwäſche nie die ſchöne weiße Farbe und Reinheit erreicht, wie dieß bey den meiz ſten andern Weiden der Fall iſt, und ſie wird gewöhnlich aus dieſer Urſache von den Käufern auch nicht dure den vollen Preiswerth einer Wolle von ähnlicher Süte, aber von einer hellern Farbe, gewürdigt. c) Der Thonboden iſt von kalter, waſſerhaltender Na: tur und daher mehr als andere Bodengattungen geeignet, ſaure, ſchwammige Gräſer zu erzeugen, nicht minder in den Vertie- fungen ſeiner Oberfläche auch ungeſundes ſtebendes Waſſer auf- zuhalten; indem ſeine waſſerhaltende Beſchaffenheit das Durch- ſickern nicht leicht geſtattet. In derley feuchten ſumpfigen Ver- tiefungen wachſen daher gewöhnlich die den feinwolligen Bergs ſchafen ſchädlichſten Pflanzen, durch dere Beweidung unter ihnen der Grund zu tödtlichen Faulkrankheiten=- Egeln, Lun- genfäule, Waſſerſucht u. ſ. w.=- gelegt werden. Den Niede- rungsſchafen hingegen entſprechen dieſe Localitäten. 11. Wf kemnah Qhonboren 11 ber hochfeinen hiß und vn ſvichen Umſtät bengeführt Wi juinwamt, u folg) die d und zoe her und gere! einem Ylaß"e it mehr Mi! ſſt, dahin getr find, ganz ven! Jiedern Stelle Wadcſen, gan? für Kieberung! finet Volle, 1 hem nachthe! Gchafe in? Haſtartigen, 1 ihre Wolle vol froher Wityl Jegende feine M4 4 der Biſur iy mat d) Det f dn ſich, und) frudneten Zus hingegen der u liefern; dj] ven wird, jj ſhwemwmungen * Wodurch fie ebd für fenwollign gatiung in by Wirtungen desp auperordentlid Und die hier; ; bien Eigenſey | Walitäten Zojt |& Diel Nhtigen; inde, dir Chfweide Auf bie Offund aa) hat der€ wird die% Gtand heſe ſelbe fann enn er eh ſtarken Ih bb) Ehen tj vm hun 49 DI he fehr zy ME hafe liehy 1S igen Beha SS? 6 hohes Yy [EN der wen SS Veſunteit ys Solle Wird) Sr, ſich bb Stach 1 1 LE Syeybehilhy, FI wohl fü 1 Did wid que EE er(wicht! 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Kräuter wachſen, ganz auszuſener Witterung durch Winde aufgeregte, ſich in die Wolle legende feine Thonſiaub, die Tette derſelben abſorbirt, und ſolche nach der Wäſche minder ſanft-- daher auch weniger preiswür- dig macht.: d) Der humoſe Boden hält auch die Feuchtigkeit gert an ſich, und erzeugt dadurch Üppige, geile Producte, die im ges trockneten Zuſtande ſich zwar unſchädlich bewähren„ im friſchen bingegen der Natur der hochfeinen Merinos nicht ſehr entſpre- wen. Dieſe Bodenart iſt dahex geeignet, die reichſte Schafweide zu liefern 3; da ſolche aber in der Regel in Niederungen gefun den wird; ſo unterliegt. ſie in dieſem Falle entweder Uober- ſchwemmungen, oder hat doch meiſtens eine feuchte Lage, wodurch ſie eher zur Maſt-, als zu einer gewöhnlichen Weide, für feinwollige Schafe geeignet wird. Wo aber dieſe Boden- gaitung in höherer, trockner Lage gefunden wird, die den Ein- wirkungen des Sonnenlichtes offen liegt, läßt ſie zu einer guten, außerordentlich. ergiebigen Schafweide nichts zu wünſchen übrig, und die hierauf erzeugte Schafwolle entwickelt alle ihre ange= erbien Eigenſchaften z; aber der Blutſchlag iſt in dieſen Üppigen Localitäten keine ſeltene Erſcheinung unter den Merinos. e) Die Unterlage der Dammerde iſt ſehr zu berüE- ſichtigen; indem von ſolcher nicht allein häufig die Ergiebigkeit der Schafweide, ſondern auch die Wirkung derſelben in Bezug auf die Geſundheit der darauf weidenden Schafe abhängt; denn aa) hat der Sandboden eine Unterlage von Gebundenzeit, ſoy wird die Weide auch ergiebiger ſeyn, weil er hierdurch in Stand geſetzt iſt, die Feuchtigkeit linger aufzuhalten. Der- ſelbe kann aber auch als Weide ſogar ſchädlich werden, wenn er entweder ganz, oder 1hoilweiſe zur Unterläge-einen ſtarken Thon hat und ſich dadurch naßgallige Pfüßer bilde"; bb) Eben dieſes ift ſowoh! bey leichtem Lehm, als auch bey vem humoſen Boden ganz in dem nämlichen Verhältniſſe 30,*% 2569 260 Schafzucht, (463) der Fall, als nach Beſchaffenheit eine mehr oder weni ſtarke Unterlage von Thon ſich vorfindet. Iſt HINGEAEN EMI ſandige Unterlage vorhanden, ſo werden derley Weiden wohl geſünder für die feinwolligen Schafe, aber wegen ihrer troFenern Natur, bey dürrer Witterung, auch viel weniger ergiebig ſeyn, cc) Bey Thonboden kann der ganz entgegengeſebte Fall dann eintreten, wenn ſolcher zur Unterlage Sand, Grand, oder auch theilweiſe ſteinigen Boden hat z dadurch wird ſeine waſſerhaltige Eigenſchaft ſehr gemildert, indem er das Regenwaſſer nicht ſo lange auf ſeiner Oberfläche erhält z er kann dann in vielen derley Fällen um ſo mehr eine gute Schafweide liefern, als er unter dieſen Umſtänden weniger ſaure und herbe Gräſer producirt; beſonders wenn ſich derley Localitäten zu. gleicher Zeit in einer freyen, offes- nen, der Luft und Sonne auggeſetzten Gegend befinden. Die meiſten Localitäten können durch den Anbau von Futterkräutern und Gräſern, . 9. 335, ſowohl hinſichtlich ihrer Ergiebigkeit, als auch Nüblichkeit ſehr verbeſſert, ja manche Gegenden bloß dadurch allein zur Schafzucht vorzüglich geeignet gemacht werden; weßs balb es hierher gebört, diejenigen Futterpflanzen abtheilungsweiſe für mehrere Bodenarten und mit Beſtimmung des zum Anbau pro niederöſtreich. Joch*) nöthigen Samenquantums anzufüh- ren, welche den Schafen als am gedeihlichſten und nüplichſten | bewährt befunden worden ſind. Im ſc14 rath im Zellengewebe und den Zufluß der fettigen Flüſſigkeit Sind ihv 9 durch die Poren der Haut vermindert; weßhalb ſich die Haar: Kiten; den zwiebeln den zur Ernährung und zum Wachsthum der Wolle CE de hinnid nöthigen Nahrungsſaft nicht aneignen können-- daher die Wolle Much deren ſiets kurz und kraftlos bleiben muß, Derley Thiere werden deß- Nin halb auch immer weniger Wolle in die Wage liefern, und man 'E du; nennt ſolche insgemein Hungerwolle, M2105: 20 übt,| Das Gegentheil tritt aber bey zu maſtiger Nahrung ein, in- Bt oder woj dem der zu ſtarke Zufluß der Säfte den Umfang des Thiers, mithin PD men ein) auch die es umgebende nachgiebige Haut ausdehnt, daher die 123 ſtehende| Poren und die zum Durchbruch und Bildung der Wollfäder be- he dafür, 1 ſtimmten Oeffnungen verhältnißmäßig vergrößert erſcheinen. Da- H den Cy vur< und durch die dem Haare aus der Wurzel zuſirömenden ver- FÜS eerden beit mehrten Nahrungstheile werden die Haarröhren weiter ausgedehnt W821) geſunden,+ und die Erſcheinung eines Wollfadens, von ſtärkerm Durchmeſſer, W 8 bey Final d. i. eine gröbere Wolle bewirkt; welche auch zugleich, eben 0/10, Stühjahrs dieſer den Wachsthum begünſtigendſten Umſtände halber, auch län- Dy Suznaht ger erſcheint, und ſomit alles dazu beyträgt, daß derley über» [S, jnihe ven flüſſig genährte Schafe auch mehr Wolle in die Wage liefern, FE iomwen, D Obwohl jedoch eine übermäßige Fütterung, welche dieſe Thiere NE 0) durchadn) zur Fettigkeit disponirt, ihnen hinſichtlich der Edelheit ihrer Wolle ye, wo ſol! nachtheilig iſt, ſo iſt dieß doch, bey einer durch Futtermangel X(Nahrung| entſtandenen Abmagerung, in jeder Hinſicht ein weit ſchlimmerer 1Q zu zetweiß Fall. In einem, ſv wie in dem andern Falle, leidet die Geſund- Re fütter heit des Thieres dabey. dn, mi. Au das Waſſer, welches den Schafen zur Tränke dient, hat Jie Herde, einen weſentlichen Einfluß auf den Wuchs und die Wäſche der gaſſi,| Wolle. So wird 3. B. eine Heerde, welche früher mit weichem me fehler! Waſſer getränkt wurde und ſich durch beſondere Sanftheit ihrer geſi| Wolle augszeichnete, bey verändertem Locale und fortwährender as zu md Tränke mit hartem, kaltem, eiſenhaltigem Waſſer=- bey ſonſt glei: 55 des akſichtigungs- k u 4. u 1, PN. werth, als bey den Schafen z indem von ihrer nachtheiligen Ein- ihen Ouny! wirkung häufig die Exiſtenz der Heerden gefährdet, und ihre 3, das Wolle dem Berderben preisgegeben wird, Vorzüglichen Einfluß 7 jedod) bey der Zucht der Schafe haben: rm a) Der Thau, beſonders der kalte Morgenthau. Es e; m) Oi c 7|; ie „ fand iſt ſchon öfters erinnert worden, daß jede ſtarke Näſſe den Scha- y' der D! fen ſchädlich iſt, und durch dieſe ſehr oft der Grund zu unbeil- Ner duf baren Krankheiten gelegt wird. Dieß iſt aber bey dem kalten RN Sh EEx Zi Aike KE wd Eb | 264 Shafzucht, (472) Thau um ſo mehr der Fall,„indem diefer atmoſphäriſche Nie- derſchlag, wegen ſeiner ſcharfen äßenden Beſchaffenheit, vorzugs- weiſe nachtheilig auf die Geſundheit dieſer Thiere einwirkt, be- ſonders wenn er nüchtern von ihnen genoſſen wird. Deßhalb ſoll der Thau ſtets vermieden und. nicht eher augsgetrieben wer: den, bis ſolcher nicht durch Luft und Sonne aufgetro>net iſt, In manchen Locolitäten erfordert es dießfalls ſogar die Noth- wendigkeit, daß den Schafen faſt täglich ein kleines tro>enes Morgenfutter vorgelegt werden muß. Nebſt dem, daß der Thau mittelbar auf die Wolle dadurch ſchädlich einwirkt, daß der Geſundheitszuſtand davon zum Theil abhängt, ſo wirkt er auh auf ſolche Heerden unmittelbar nachtheilig ein, wenn- ſol-2 nenden Winden verklüften, geſpalten werden und u Dieß iſt auch ganz der Fall, wenn man die Heerden nicht vor b) ſtarkem Regenwetter zu ſchüßen ſucht. Zu den oben ſchon genannten ſchädlichen Einflüſſen auf die äußern Theile des Bließes tritt bey öfterm ſtarken Beregnen, nebſt einer weiter ein= greifenden Erweichung und Ausgtehnung der Wollhgare ſich erge2a benden Vergröberung der Vließe von oben, auch noch der Nach: theil ein, daß der ſich angehängte Staub, den innern Vließen inniger, ja öfters'bis auf die Haut mitgetheilt und hineinge2 waſchen wird, wodurch die Fette der Wolle abſorbirt, und ih rer Sanftheit und des zarten Gefühls verhältnißmäßig bes raubt wird. Nebſt der durch das Beregnen bey den Vließen ex regten Rauhſpivpigreit, wird der Wolle auch aus oben angeführ- ten Gründen eine ungleiche Feinheit des Haars verurſacht, ſo daß ihr zu allen edlern, feinern Fabricaten dieſe Spitzen abge: ſchnitten werden müſſen, woraus ein großer Verluſt an Gewicht und Zeit für den Fabricanten entſieht, welcher daher eine ſols pvende Winde: der Wolle um ſo nachthei- M eedpe M liger- als ſie gewöhnlich das Mittel ſind, den Vließen den ih- 247 di eh nen nahthbeiligen Staub beyzubringen„und die Spitben der Haare II;; En auszutro>nen. Bey ſehr beftigen Stürmen ſoll um ſo weniger Eth der M ausgetrieben werden, als die Schafe dadurch ohnehin am Freſz el DEN ſen gehindert werden. Auch hat man viele Beypſpiele in Stür- ſw van men ausgeſehten Gegenden(3. B, in Ungarn), daß ganze Heexrz : 56 1' den, ſowohl Schafe, als Hornvieh, von denſelben fortgetrieben, Fe rettungülos zu Grunde gehen mußien G: | 48 Di d) Die heftige Sonnenhibpte wirkt eben ſo nachtheilig ur beſon auf die Geſundheit der Schafe, als auf die Wolle; weßhalb es DE Meide in allen wohlgeordneten Schäfereyen gebräuchlich iſt, die Heex2 M... 0 den den ſchädlichen Einwirkungen derſelben dadurch zu entzies 8 hen, daß man ſie im Sommer, während der heißen Mittags2 1ER ve Heerden ſtunden, in Stailungen, Schupfen, oder andere ſchattige Oerter eintreibt, Starke Sonnenhite wirkt vorzüglich nachtheilig und EB den obit austro>nend auf diejenigen Vließe ein, welche keine feſte Sta2 JM2 Theile dei yelbildung von Natur beſfiten, und die zugleich nicht gegen die IS! weiter ift Einflüſſe der Feuchtigkeit geſchüßbt worden ſind, wodurch fie ei- Ur fid ett nestheils ihres Schweißes, welcher ſie vor der, Berührung der 4| der Tad ausfro>nenden Sonnenſtrahlen ſchübßen ſollte, beraubt werden. - H c) Strenge kalte Winde und ſtürmiſche kalte Wit«- + ME Ferugg iſt der Wolle eben ſo nachtheilig, als die nat Sot %, ANN nenhibe, und bewirten ganz die bey derſelben angeführten Er- UH zwißig, vis ſcheinungen; weßhalb in unſerw Clima im Winter die edle Wolle / Vl Dom yu 5 2 | tragenden Schafe, ſowohl dieſerwegen, als auch wegen ihrer Gez ) ſundheit, in wohlverwahrten geſunden, troFenen und lichten 3 10:41 Staliungen gehalten werden müſſen. PSS apißen abt: Es an Ori AU Geſchäfte im Monat November, 1: GEES.. eföhonung hv Fortlaufende Geſchäfte, zd Du.. H. 333, In Beziehung auf den 6. 323. wird insbeſondere 5 0, Reiben 1! hinſichtlich der Weide, ſo wie auch wegen der ſtets verhältniß= eat indem mäßig en M zu gebenden Unterſtüßung SIE | gezogen wi erinnert: daß nun in wenigen Localitäten in unſerm Clima 1 ah vy mehr auf eine hinreichende Ernährung im Freyen gerechnet wers / den kann, und daß daher, ſelbſt in den günſtiger gelegenen, wo >:e Boll, man in der Regel nod) dieſen Monat auf den„Austrieb rechnen EE verſchlätv kann, den Schafen regelmäßig ein kleines Frühfutter von Heu g(tigen ZI und ein Abendfutter von Stroh verabreicht werden muß. Bey eiten bey!) dem Weidetrieb leiſten“ nun tro>en gelegene Wieſen, und, wenn 5 alle im) es hinreichend gefroren iſt, die Saatweiden- Sroße Aughülfe. hten 7 pi. 408 hat aber in den meiſten Localitäten gegen Ende 0900 auh ieſe onats Boll dat die vollkommene Einwinterung bey den Schafen ZU Tual 9. 339, Statt, und es muß nun mit genauer Erwägung BENENNT und mit Zuhäülfenehmung der Futterüberſchläge(ſiehe 6. 330). won) die Ernährung der Heerden, für den ganzen Winter beſtimmt 266 u „Shafzucdt: 11. Abſchn. Geſchäfte im November. (474) 16,25 werden. Bey Schäfereyen, wo die Spätlämmerzucht eingeführt iſt, iſt es Regel, daß man im Anfange der Winterfütterung die mindern Beſtandtheile der Futtergattungen, in gehöriger Ab» wechſelung mit beſſerem, zuerſt verfüttern läßt, das beſte Fut: ter aber ſtets bis zu Ende der Winterfütterung und bis zur Annäherung der Lammzeit aufovewahrt, um den Schafen im Laufe des» Winters eine immerwährend geſteigerte beſſere Fütte» rung zufließen laſſen zu können; wodurd ihnen, nebſt einer täg: lichen Bewegung im Hofe und zur Tränke, die ihrer Natur nicht ganz angemeſſene rubige Lebengart im Stalle, ſo wie auch die Einwirkung, welche der längere Aufenthalt in demſelben auf ihre GSeſundheit nimmt, weniger ſchödlich wird. Ueberhaupt aber muß es ſtrenge Regel ſeyn, die Stallungen fleißig zu lüfz- ten, um die ſchädlichen Dünſte, welche die Luft verunreinigen und das Futter vergiften, daraus zu vertilgen. Bey denjenigen Schäfereyen aber, wo die Frühlämmerung eingeführt iſt, und ſolct werden,. * 6. 4 EEE „Z>SFD8 ZZ SSS SSER 028- ER rieren EE Die Schafzucht Zwölfter. Abſchnitt.- Bon Zuchk-, Stamm- und Staatsſchäfereyen im Allgemeinen, und den Gegenſtänden, welche auf die innern Einrichtungen der Stallungen Bezug haben, Unter Zuchtſchäfereyen 9. 341. verſteht man alle jene, wo es als Hauptzwe> be- irachtet wird, durch rationelle Vermehrung der Heerden, mittelſt Aufziehung der weiblichen Lämmer, dieſelben zu vermehren, oder wo ſie bereits complet ſind, ſolche durch die Nachzucht nicht allein in immer gleicher Anzahl zu erhalten, ſondern auch durch Ausdrakung der in der Wolle mindern oder kränklichen und zu alten Judividuen, möglichſt zu verbeſſern. Bey Schäfereyen " hingegen, wo man, wegen noch nicht erreichter conſtanter hoher Veredlung, auf den Verkauf weder von Zuchtſchafen, no02 00 | 4 y | 638 Schafzucht. (540) ſo oft ſolcher, durch den Verkauf gemäſteter Thiere, einen Ab- gang erlitten hat. Unter Stammſchäfereyen 6. 342, werden nur ſolche verſtanden, wo eine oder meh- rere nübliche Schafraſſen von ausgezeichnetent,=- ſondern man wird dadurch zugleich=- was ebenfalls eine Sache von hoher Wichtigkeit iſt-- in die beruhigte Lage verſetzt, kein Blut aus dunkler und zweifelhafter Abkunft, durch derley immer fort dauernde koſtſpielige, einſeitige, vfters ſehr gewagte Ankäufe von männlichen Individuen, in ſeine Heerden miſchen zu müſe« ſen, und dadurch die Traber- und andere erbliche Krankheiten,- pft um theure Preiſe, einzuführen. Das überwiegende Forterbungsvermögen iſt es alſo, was derley Stammheerden JUN . 2 RO Gutetiſ adern m E53 bon hy! I Blut 1 gemein ee Anti j7 zu m rann ; av, m wieſe Ch 4 tiere[iegt Synheit, un 4 ſichtlichen iht fichtir 12. Abſk Electa- Widder von 8 Grad Dollond feiner Wolle 25 Fr. EN GEE ZE TE<=< DE 224 8 -- 50 2 iE REZ El 811 221 AND 0522 5 0008 IE 8-2= 1 4 26.290022 IEE En I SRI E0 00 225 200 54 10 SE 3 u iE<< ZDS EU HAD IE: Ein Mutterſchaf(ebenfalls vom beſten Alter) koſtet vie Hälfte weniger, als die nach dieſen Feinheits8graden fixirte Wid- derpreiſe betragen. Nachdem aber nicht jeder, der Veredlung der Schafe befliſ- ſene Landwirth, theils das Bermögen beſipbt, ſich eine Stamme- heerde oder die ihm nöthige NRaſſewidder, zur Verbeſſerung ſei- ner Heerden durch Ankauf zu verſchaffen, auc derſeiben ſeyn, durch öffentliches Verfahren, ein Vorbild, ja eine Muſterſchule für die Staatsbürger= nicht allein bey dem Veredlungsverfahren, ſondern auch bey der War- tung und Pflege der“Schafe, im Sommer und Winter, im ge- ſunden und Krankheitszuſtande, dann bey den Woll-, Schur- und Waſchgeſchäften zu werden; wo der Wißvegierige alles ohne Rückhalt ſehen-und beobachten ,' ſich unterrichien und bey Zwei- - fel Raths erholen dürfte.] Veberhaupt muß eine Muſter: Staats: Stammſchäferey, in allen ihren einzelnen Theilen, als wahres Muſter dienen kön- nenz jeder Landwirth muß darin alles: finden, was er mit Vortheil auch auf ſeinen Localitäten anwenden und nachmachen kann, und man muß in derſelben auch alles das wirtlich treiben und leiſten, wovon män wünſcht, daß es in den“ meiſten Pro- vinzen eines Landes ausgeübt werden möge.» Daraus folgt, daß eine Muſter- Staats- Stammſchäferey in einer ſoichen Loca- lität angelegt werden ſollte, weiche den Localitäten des größten Theiles der Ackerbau treibenden Bewohner entſpricht und ähn=- lich iſt, wo möglich in einer Gegend, welche haufig von Land-= wirthen und Güterbeſibern be ut wird, damit die Verfah: a eie derſelben Nachahmer finden und ſich leichter ver- reiten. Die Luft muß daſelbſt geſund, der Umfang der Ländereyen nicht zu klein, der Boden theils fruchtbar, theils mitielmäßig, iheils ſchlecht ſeyn 3 man muß daſelbſt augenſcheinlich die Wir- kung der Kunſt vemerken; denn eine Anſtalt, wo die Natur alles thut, kann nuar wenig Belehrung gewähren. Ueverdieß muß die Lage verſelben theils Ebene, theils hohe Gebirge darbieten z au< müſſen daſelbt Naturereigniſſe und Wirkungen des Zufalls vorkommen, um die Landwirtibe zu belehren, wie man Boriheil daraus zu ziehen ſuchen müſſe, ohne deßha'b die Cultur der Schafe, auf welche ſie Ich ereignen, aufzugeben. Keine Vorliebe muß bey Errichtung einer ſolchen Muſter» Staats- Stammſchä- ferey, für dieſe oder jene Schafräſſe zum Grunde liezen, ſon- dern man muß dabey die Localität zur Richtſchnur nehmenz die Veredlungstheorien müſſen hier factiſch an das Licht treten. Die Regierung muß bey Gründung einer ſolchen Muſter- Staats3 Stammſchäferey grade ſo verfahren, wie ein reicher und ein- ) N ochtgbollet es anlegt en reinen Reiner Man ſeht dieſer Art' ſyxus und pebauden 1 Bequemlich Wirthſcha!! kunſt und tet werden fönnen, Das; aum in ein wohl für! nöthige Zel 6, 344, jtiom der W jeintn ſehr | ſelbſt dar: jw man it | Dollertrag größter Wid ive Ah dieſem bede | Verkauf de Standes u muſter:, 0 Nan| ret Wolle, ren Wolleq Fennen fan dud bloßes entweder a1 Gi) geführt vibenen€ Pas dj en Thiere Opf hoch 1 ſher veinlich Ange auf "8 Weide Y en hi, 1) jjäherun zin quen, Oder Ipſſen, Ohne Eilein für diel * Dil do Hen M ein hint 8 Und Ch), Ml he3 Pyth) PE nüiten weh DE Deſen by On und deby HE lten oſlty She Stamit: B:bt die über 39 lite zugleid 7] UAW: FEE fahren ein WS= hihi 1941!) der Var: Z ter, im Ww 1: Gur: IM alles oh! 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Abſchn, Vom Schafhandel, 271 (543) ſicht8voller Landwirth, der ein Capital zum Betriebe ſeines Guy= tes. anlegt; mit dem einzigen Unterſchiede, daß der Privarmann den reinen Gewinn davon für ſich-- die Regierung aber den Reinertrag für Beamte und zu neuen Verſuchen verwendet.== Man jieht hieraus, daß ein einmal eingerichtetes Inſtitut von dieſer Art der Regierung in der Folge wenig oder nichts koſtetz Luxus und Pracht müſſen verbannt werden z bey den Inſtituts= gebäuden muß Einfachheit mit Dauerhaftigkeit, Sparſamkeit mit Bequemlichkeit verbunden ſeyn z; Ställe, Scheuern und olle Übrige Wirthſchaftsgebäude müſſen nach den Negeln ländlicher Bau- kunſt und mit der möglichſten Erſparniß erbaut und eingerich=- - werden, damit die Landeigenthümer ſoiche leicht nachahmen önnen. Das Reſultat der Beobachtungen ſollte jährlich dem Publi- cum in einer beſondern Schrift mitgetheilt werden, welches ſyo- wohl für die Negierung, als die Einwohner des Landes, eine nöthige Belehrung darbieten wür.:, Vom Schafzandel, 5. 344: Obwohl die Schafzucht als Hauptzwe>& die Produc- tion der Wolle vor Augen hat, ſo bietet ſviche voch, nebſi dieſer, einen ſehr anſehnlichen Ertrag durch den Verkauf der Schafe ſeibſt dar: ſo zwar, daß ſolcher bey renomirten Zuchtſchäfereyen, wo man im Beſiß einer guten einträglichen reinen Raſſe iſt, den Wollertrag in der Regel bedeutend überſteigt. Es iſt daher von größter Wichtigkeit, ſich ſowohl des Ein- als Verkaufs balber, die nöthige Umſicht und Sachkenntniß zu verſchaffen, um aus dieſem bedeutenden Ertragszweige Nuten ziehen zu können. Der Verkauf der Schafe zerfällt gewöhnlich, nach Verſchiedenheit des Standes und der Verhältniſſe einer Heerde, in den Zucht:, Aus- muſter:, Brak- und Maſtviehverkauf. Man kauft und verkauft die Zuchtſchafe in der Regel in ih- xer Wolle, indem man nur in diejem Zuſtande die Thiere in ihz ren Wollequalitäten und äußern Eigen'hümlichkeiten richtig er- kennen kann, Die innere Raſſeeigenſchaften zu beurtheilen, iſt durch bloßes Anſchauen ſehr ſä wer, und man muß ſich dießfalls entweder aus den Abſtammunggsregiſtern=- wo ſolche regelmä-= ßig geführt werden-- zu überzeugen trachten, oder auf den ex- worbenen Credit des Verkäufers Vertrauen ſeßen, Was die äußern Kennzeichen von Geſundheit der zu faufen- den Thiere betrifft, ſo iſt darauf zu achten, daß das Schaf den Kopf hoch trage, lebhafte Augen, eine trockene Schnauze, ſeuchte aber reinliche Naſenlöcher, einen guten leichten Athem„ eine kräftige auf der: Haut feſtſitende Wolle, feſte und kraftvolle Füße, eine weiche rothe Haut, und beſonders rothe Adern in den Auz gen habe. Man muß ferner beobachten: ob die Schafe, bey An= näherung eines fremden Gegenſtandes, eine rege Aufmerkſamkeit äußern, oder ob nicht manche ganz ſorglos alles um ſich geſchehen laſſen, ohne aufgeregt zu werden; ob nicht einige den Kopf hänz= gen laſſen ohne zu freſſen; ob das Spiel mit den Ohren gehörig ausgeübt werde, oder vb ſolche ſchlaff herabhängen; ob ſie friſch Über kleine Gräben ſpringen und durch eine frohe laute Stimme, Kraft und Geſundheit verrathen; ob keines forttrabe und über den Kopf zuſammenſtürze; ob ſich nicht einige mit den Hinter= ZIER IRENE NL Ke€ LEBE GG IGC HECRHIES Ki San 2 EN Bn da 7 STEI IN(ID. ee AIB STRE WE EIS) ON 2-NH 7.74 272 Schafzuer vder tro>en, leicht oder beſchwerlich, von einem oder keinem Auswurf aus der Naſe begleitet ſey, nicht widrig ſtinke u. ſ. w. 3 ob, wenn man bey einem verdächtigen Schafe vie beiden Hände hinter die Schultern zu beiden Seiten des Bruſtkörbes legt, der Schlag des Herzens nicht, oder nur an der linfen, oder auch an der rechten Seite fühlbar ſey; ov er der Zahl nach mehr be ſchleunigt oder vermindert ſey; ob er der Zeit und Stärte nach gleich oder ungleich ſich ausnehme, oder gar ausſete; ob ſich Überhäufte Thränenfeuchtigkeit aus den Augen ergieße, und ſol: cern z ob der Miſt gut oder ſchlecht verdaut, feſt oder mehr feucht ſich zeige; ob er mit Schleim umhüllt oder dünn und ſtinkend ab- gehe; ob der Miſt oft oder ſelten, leicht oder mit Zwang'abge: ſeht werde; ob die Schnauße blaß oder roſenroth, das Zahne fleiſch welk oder blaß, hochroth oder gelb ſey; ob die Zähne feſt vder lo>er ſizenz3; ob die Thiere wohlbeleibt oder mager find, oder etwa ein einzelner Theil des Körpers vorzugsweiſe abma- gerez ob Borfälle, Brüche, oder Knochenbrüche durch das Geſicht oder Gefühl zu entde>en findz ob man keine Blattern oder Ge- ſchwüre finde; ob die Wolle von einer fetten Feuchtigkeit innig durchdrungen oder ſolche tro>en iſt; ob die Thiere begierig freſ: ſen und nicht manche darunier ſind, welche öfters und mehr als andere ſaufen; ob ſie einen geſunden geruchloſen Athem haben z ob man den Schlag des Herzeus ausnehmen könne 3; ob ſie ruhig liegend zwanzigmal in einer Minute athmenz endlich ob die et- wa bey einer Heerde entdeckten Gebrechen, den Koſtenaufwand zur Heilung rathſam machen oder nicht? Ein praktiſches geüb- tes Auge wird jederzeit bey dem allgemeinen Ueberbli& einer Heerde ſich Überzeugen, ob ibr Geſundbeitszuſtand von der Art uf es rathſam iſt, ohne Nachtheil uns ſelver Zuchtthiere zu aufen. Das Ausmuſtervieh beſteht gewöhnlich aus den üÜber- zähligen mindern Individuen einer Heerde, und kann in den meiſten Fällen noch von andern Schöfereyen, die auf einer min- dern Stufe ſtehen, größtentheils zur. Zucht verwendet, daher auch beſſer bezahlt werden, als 4; das Brakvieh, worunter die zur Zucht untauglichen Thiere verſtanden, daher auch um mindere Preiſe, meiſtens an den Flei: ſcher, verkauft werden. 2 Unter Maſtſchäfen werden gewöhnlich die Kappen(S 1DU'n, oder: Winach mh Md Stärke) vy 8ſete; eh 95 jeße, und) 53 bilde; 1) M, durchſit) 1SFEit ſey 3 hh 1 ſam abſiäy | Atehr feucht! 198 1,d ſtinken) är: Zwang(| E70, das Zi WW die Zähne! ry mager ft FA 2veiſe abn | 1068) das Geſit DE oder 0 |(ES tigkeit int Be bezierig fü FS und mehr(a x SI Ithem haben 48; 0 ſeruh 1S ich ob die& | EE vſtenauftwol vie Fiſches gel | werblid eint 4 vn der Ar Sezuchtihiere zu 18 den über: = jn den eS I uf einer WIN ep end haber uliden Sf m vm D+ Dole | ; yven(60)!| Fnpuen| 12. Abſchn. Votn- Schafſtall. D4349:€ eine geſuchte Waare iſt und das magere in einem verb EN: ßig, niedrigern Preiſe gegen jenes ſteht,' Der Schafhof 73 6. 345.- iſt in der Negel von den nöthigen Stallungen für die Unterkunft der Schafe, der Wohnung des Schafmeiſters, dann verſchiedenen Gebäuden zur Unterbringung des Futters,- der Sch äferey- und Wirthſchaftsgeräthſchaften, der Streu, und ge- wöhnlich auch von den dem Hofe zugetheilten Feldern umgeben, Von der Zweckmäßigkeit. feiner Lage hängt nicht allein== hinz: ſichtlich der leichtern Verführung des Düngers und Cinbringung des Futters„und der Feldfrüchte, der leichtere oder ſchwerere Betrieb der übrigen Wirthſchaft, ſondern auch häufig die Ges ſundheit der Schafe ab; denn hat der Schafhof in einer Niede- rung eine naſſe Lage, oder iſt ex von den Weiden weit entfernt und kann„man nur auf langen, öfters ſtaubigen, ſchmußigen, oder zuweilen gar verſchlämmten Triften dohin gelangem: dans muß allerdings die Geſundheit der gegen dieſe widrige Einflüſſe ſehr einpfänglichen Schafe darunter leiden 3; abgerechnet, daß bey weiten Triften, die Thiere ſehr oft. der ſchlechten Witterung auss geſeßt ſind, wodurch nebſt ihrer Seſundheit auch ihre Wolle dem Verderben ausgeſetzt iſt. Wo demnach weit entfernte Weiden einem Schäfhöf zugetheilt ſind, ſollen bey wichtigen Schäfereyen Sommerſchuüvpfen auf entſprechenden Localitäten errichtet wer: den, um die Schafe jederzeit, ſowohl gegen Schauer und Näſſe," als Sonnenhite„“ Stürme u, ſ. w. verwahren zu können, und ihnen zugleich'ven weiten Trieb auf dieſe entfernte Weiden'zu erſparen; indem ſie' dürch' das zwekloſe Hin-'und Heytreibew nicht allein geſchwächt werden, föndern guch hierbey ein bedeu- rendes Düngerquantum auf den weiten Triften unnüße verloren geht, und den, Schafen auf devley langen Treiben, die beſte Zeit zum Wiederkauen zugleich entzogen wird.; Bey Erbqutng eines neuen Schafhofes, erhabene ,/ trgckene, den Stürmen. ſo we ſeßte Lage; ſehr zu berückſichtigen. Ueberhaupt iſt die landwirth= ſchaftliche Baukunde, ſo weit ſelbe“ auf Situation,"Wahl. des Plates, Art der Stellung ,„ Raum und Einrichtung der Gebäude Bezug hat, eine Wiſſenſchäft, welche man nicht vom Architecten vder Baumeiſter, ſondern von dem Oekonomen erwarten muß, welcher den Geiſt und Zuſammenhang und das Jneinandergreifen ſeines Gewerbes einſehen, und demnach auch Ort,"Plag; Naum, Stallung und iunere Einrichtung der Gebäude, angeben muß. j Der Schafſtäll ſelbſt 6. 346. ſol jederzeit“ eine, in Verhältniß des Schafviehes woylüberdachte Größe haben; denn iſt er in dieſer Hinſicht zu groß, ſd ift nicht allein da's"'hierauf verwendete Kapikal unnöth!g ausgegeben worden, ſondern man oyerixt dadurch die Wirthſchaft mit überflüſſigen Unterhaltungs?oſten= auch werden in dieſem Falle im Winter die Stallungen, wenn ſie nicht hinlänglich mit Sdafen beſest werden, zu kalt, Iſt der Schafſtall aber zu klein, ſv fann'er dann entweder die nöthige Anzahl von Schafen nickt faſſen,„oder ſie ſtehen in dieſem Falle zu gedrängt auf einander, und brüten, durch dos Überreizte Schwiven, Krankheiten aus; XIT 35 es, iſt jederzeit eine n'!g als möglich ausge- SENER TRES ERR an «273 7 274 Schafzucht. (0546)... "denn nicht die kalte Temperatur eines Stalles iſt es= wenn ſie au ziemlich ſtark wäre-- welche den Schafen leicht ſchäd- lich werden könnte, ſondern der Uebergang und jähe Wechſel von „„Hib2 auf Kälte, welcher ſo viele Thiere tödtet. - Man rechnet pro basi für"4 Stück Mutterſchafe und ihre "Lämmer einen Stallroum von 1 Quadxraitklaiter; indem ein Mut- terichaf, im. ausgewachſenen Zuſiande, im Durchſchnitt 3/3“ und ein Kapp vder Widder 4: lang iſt.. < Wo 6'Siü>k Mutte:ſchafe mit ihren Lämmern zum Futter- bahren geſtellt werden können, haben auch 8 Stück Kappen oder 12 Stü> Jüngvieh Naum. In einem Stalle, wo 500- Stü> Mutterſchafe untergebracht werden, können 666 Kappen oder Wid- “der„ oder 1000 Stück Jungvieh Unterfunft finden,*; Man bat in neuern Zeiten den Schafitallungen alle mög- liche: Formen gegeben, ja ſol, die Erneuerung der friſchen Luft in den Stallungen zu befördern; ſondern auth einen verhältnißmäßig hinreichenden Einfall des Lichtes in ſolche zu verſchaffen. Reine geſunde Luft und Licht iſt halbes Leben, holbe Nahrung und haibe Arzeney '„für die Schafe. Mangel an Licht und reiner Luft verhindert nicht allein die Entwickelung der Lämmer, ſondern macht ſelbſt die Schafe und ihre Wolle kümmerlich und ſchwächlich. Die nächſte Folge dieſer Mängel iſt die Bleichſucht, welche von der Einathmung dieſer verdorbenen Luft gewöhnlich herrührt, indem der Sauerſtoff ſich in zu großer Menge in ihnen anhäuft, und durch den Mangel an Lit, dieſem großen Neizmittel der Na- tur= die Ausſcheidung deſſelben nicht gehörig ſtatt haben kann. Ein Stall, der vorzüglich au der Morgen: und Abendſeite mit vielen Fenſtern verſehen iſt, kann jederzeit von. übeln Dünſten gereiniget werden. Auf der Nordſeite pflegt man gewöhnlich nur kleine Fenſted. anzulegen, um im Sommer der Luft einen Durchzug zu verſtatten.:| -“ Auf den Gütern Sr. Kaiſ, Hoheit, des Erzherzogs Karl, ſind Stallungen von neuer Art, durch Hu. Edeln y. Wittmann und Donglacz, Obertegenten ſämmtlicher Güter S. K. H. erxrich- tet und eingeführt worden, die ſich durch vorzügliche Zwe&mä- figkeit auszeichnen, und von dem Verfaſſer, wegen ihrer Wohl: feilheit und Solidität, für ſehr empfehlend gefunden worden ſind.;; Ba Senn, FE EN EISERN melden ZV Sr Auf Ingarn,| gun, un gedort,& Gerrſchaft zie Dächtt „ſh. Die€ rpeichung pie! wohlf auf den 3 - Ghatſtally herechyet, . Glhafe ſa! einem Jola) , aufgeſtellt; [aus die G jeder Wan zw Reih Sind ſie nach ji fönnen,| Joldher(ef Irecnet, ein [aher die Vs [ilt wr drettlaſter „lihen Rau von 22* 84 terſchafe eil ablammen haben, un Am Dorenwd zy auf de "men, ſet Art. zeh 2 Länge 1 Jacht einen, nad eil henuft Ur 250 Et, Ni nehmen 18 der land ann von 7 vem Ditz IFM Pi= weih eicht dd: Bedi ven Ei und ihn FE in ein Niyt: PR 3 31 ved k ASB um Futter: FI appen ober DE 00-6tüd Enn oder Wid: „F! 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Dort hat man, ſtatt mit Schindeln, die Dächer mit 2 langen Bretern gede>t und ſolces viel einfacher, viel geſünder, viel wohlfeiler, als die gewöhnlichen, anlegen könne. Mam" hat auf-den Herrſchaften Aitenburg, Bellye, Sellowiß u.| w. Schafſtallungen(neuer Bauart) jedeswal für 250 Stü Mütter berechnet, welche 222 long und nur 21“ breit ſind, und wo die Schafe ſammt ihren Lämmern hintänglich Raum genteßen. In einem ſollen Stalle. ſind die Schafe in vier Reihen beym Freſſen aufgeſtellt; mitten im Stalle laufen die Bahren 1%' breit, wor» aus die Schafe von beiten Seiten der Länge nach freſſen; an jeder Wandſeite iſt ein ſolcher Bahren angebracht, wo ebenfalls zwey Reihen Schafe freſſen und ſich keineswegs beengen. Sind in einem Stalle die Bahren aber ſo eingerichtet, daß ſie nach jeder Abfütterung gegen das Dach aufgezogen. werden fönnen, ſv vermehrt ſich der Lagerraum zum Ueberfluß. Ein ſolcher Stall dietet, die Bähren und den Thorraum mit einge rechnet, einen Flächenraum von 77 Quadratklafter dar. Wenn man aber die Bahren und den Thorraum in Anſchlag bringt, ſv ents fällt ein Flächenmaaß von 62 Quadratklaftern, ſo daß auf 1 Ouä- dratklafter 4 Stü Mutterſchäfe zu ſtehen kommen, welche hinläng= lichen Raum haben. Man bat aber auch Stallungen dieſer Art von. 22? Länge und 19' Breite,: worin ebenfalls 250 Stück Mut- terſchafe eingeſiellt werden, und auh da, wie im vorigen Falle, ablammen können, und mit ihren Lämmern hin'änglichen Platz haben, ungeachtet auch die nämliche Bahbrenaufſtellung, wie im vorerwähnten Falle, nämlich ein Bahren in der Mitte und zwey auf der Seite, Statt findet, Man hat hier pro basi ange: nommen, ein Stall für 230 Stück, Schafmütter müſſe, nad) dies ſer Art. gebaut, 22* Länge und 19“ Breite als Minimum, oder 24? Länge und 21' Breite als Maximum, groß feyn. Nach dieſen voräusgeſchicten Anſichten, wollen wir hiermit einen, nach vorbeſagter Art gebauten, ſehr einfachen und wohl: feil herzuſtellenden, mit 24? Länge und 21“ Breite, für 250 Stü> Mutterſchafe und deren Lämmer beſtimmt, in An- ſicht nehmen und analyſiren, ſo wie ſolcher. im 5. Hefte, Seite 78 der landwirthſchaftlichen Hefte, von Hun. Edeln von Witt- mann von Donglacz beſchrieben und voi, dem Verfaſſer an meh: rern Orten ausgeführt=- genau befunden worden iſt. Tab. 1. Fig. 1. zeigt den Längenaufriß eines ſolchen Stalles. . Fig. 2. zeigt den Grundriß. Die Mauern a. b. ſind 53“ hoch, mit Erdanſchüttung des Stalles bleiben eigentlich nur 4' Höhe. Das Da iſt, von der Mitte des Stalles bis an den Firſt ge: rechnet, 113“ hoh. 0. d. e. f. find die vier Ein- und Augireibthore. Jene c. d. find 7x“ breit und eben ſo hoch, dieſe e. f. find 5“ breit und 6“ hoh.: 35* ERL AI 4 LAS ÄMEAS NAG Z A net eka Deng ER Ar rene Schafzucht. (548) 282g8g ſind die kleinen Fenſter mit einem Schieber von außen, 1Z/ breit und 1“ hoch. Die Mauerdi>e iſt 1',(In kältern Climaten, und beſon- ders, wenn die ganze Länge des Stalles gegen die Nordſeite geſtellt werden muß, iſt es räthlich, die Di>e der Mauer auf „4x wenigſtens gegen die Nordſeite anzutragen.) Alle Klafter weit iſt ein 13“ dier Mauerpfeiler, zur beſſern Befeſtigung des Gebäudes und Haltung des Dachſtuhles, Das Dach iſt ohne Bundtrem, und der Stall iſt bis zum Firſt offen, ohne Bodeneinlage, gleich einer Schupfe, Das Dad ſelbſt hat oben einen Firſt 1. durch die ganze Länge, welche durch acht hölzerne, nur wenig überhatte, ſtehende, und mit dem Firſt verbundene Säulen 1 getragen wird, und auf welchen der ſehr geringe und leichte Dachſtuhl ruht, Die Mauerbönke ſind von unausgehacktem Holze, die Rafen von weichem Aubolz, übrigens das ganze Dach mit Rohr oder Stroh feſt und gut gedeckt. Durch die ganze Länge des Stalles iſt auf jeder Seite der Mauer fortlaufend ein Schafbahren k, 4“ oberer Breite, angebracht. WL. In der Mitte des Stalles, ſind ebenfälls ſole des Stalles, wie Fig. 3, zeigt, aufgeſtellt, DI der Gang und Plaz für das-Bett und Geräthe des "Knechtes.€ -" 2. Jſt ein Gang, an welchen ſich recahren, un) 165 ſo dez m Es Plas bitt Sch Nütit! 2 ie man bi Fir auf einm! ole, und h 7 Bidde! « 50 u Sſonac au E, Faue Weib" << wen m „ Züll cf-ZPrJfrÖie SSS-.=---eemeemmumgmeren neunen genere 90 DEERE IT nE TITTEL Gd alan 00 1eS TERE DEELE ZEE AIEERWAN GWD verg TE IEDENR a mern gen DIE 12, AbſHn, Vom Schaffiall. ;;(549) auc< nur jeden dritten Tag belegen laſſen wollte. Es würden Faum 3=4 Knechte für eine ſo kleine Heerde hinlangen, die Schafe mit der Anſäugung, Fütterung und Übrigen Aufſicht zu beſorgen, da hingegen, wenn man die Belegung ſo einleitet, daß täglich beyläufig 8--19 Stü> Lämmer geboren werden, man mit 24 Kauhürteln hinlänglich betteht, und die Ablämmerung doch längſtens in 30--35 Tagen beendet ſeyn kann, wodey ein einziger Knecht alles» beſorgt, wenn. man ihm auch höchſtens auf einige Wochen. einen ſogenannten Wochenknecht zu Hülfe geben müßte,: Nebſt dem, daß nämlich die Sonderung der Heerden in klei- nere Adbtheilungen„“ beym Muttervieh in 250 Stu>, und dann ſpäter mit Lämmern 500 Stü> groß-- beym Geltvieh aber von 500 Stück, große Vortbeile gewährt; iſt ferner zu berückſich: ligen: a) daß das Schafvieh vom den Knechten viel beſſer beſorgt werde, als wenn ein größerer Stall voll Vieh, in Gemein- ſchaft von mehrerern Knechten und Schafmeiſtern, beſorgt wird 3. daß Hb) jedes Gebrechen bey einer kleinen Heerde, in Abtheilungen geſtellt, leichter entde>t und glles leichter dirigirt und über- ſehen werde 3; daß man c) von einem großen Schafzucht- Inhaber, zu einem mehrfäls tig kleinern werde, und in die Vortheile, die kleinere Schafe zucht- Inbaber voraus baben, eintrete, naen ſich die Koſten" eines ſolchen Stallbaues nicht über 1000|l, W, W,(oder 400 fl. Conv, Münze*). Zweytens ſind ſolche Stallungen vorzüglich der Geſundheit der Thiere für die Sommer- und Wintermonate ſehr zuträglich z im Sommer geben ſie, wegen ihrer vielen niedern kleinen Fenſter, und da ſie keine Bodende>e haben, viel mehr Kühle und ge- ſunde Luft, als ſonſt gewöhnliche Stallungen, die mit Boden- de&>en verſehen ſind; für den Winter geben ſie aber nicht die Übergroße Hie, die man in gewöhnlichen Ställen findet, und die den Thieren ſo ſchädlich wird, indem ſie eine angemeſſene Temperatur, die den Schafen wohlthut und ihrer Natur angez- meſſen iſt, halten; die Thiere hauchen nie mepbytiſche Ausdüne- ſtungen ein, und ihre Wolle wird von dieſen nie angegriffen; ſie freſſen mit ungleich beſſerem Appetit ihr Futter und verzehren *) Wovon ſich. der Verfaſſer zu Kovatſi, in Ungarn, bey dem Herrn Grafen Svjeph von SGomogyi zu überzeugen Gelegenheit gefunden hat. 277 DIGITA 27 AIRE WISE Rub idne neg dn. ree H 200er DIRIE Schafzucht. (550) Mnehr, als Thiere in andern gewöhnlichen Stallungen; allein eben das zeigt von ihrer Geſundheit, und ſie gedeihen bey halb Strob- und halb Heufutter beſſer, als andere Schafe bey blo- ßem Kleefutter, die von der Hitze und Ausdünſtung zu warmer Stglle leiden. . Die Wolle wird nie gelb, ſie erhält oder bekommt eine vor- zügliche Weiße, welche Qualität der Käufer und Fabrikant ſehr ſchäßt 3; auch iſt die Ausbeute an Wolle größer, als von andern Thieren, die in zu warmen Stallungen gehaiten werden. Die Kämmer ſind kräftig, munter und geſund, - Das Futter befindet ſich nicht über dem Stalle; daher eine Ausgdünſtung der Thiere in das Futter, das ſie unter ſolchen- - Umſtänden mephytiſch geſchwängert, feucht genießen ſollen,=- was bey Stallungen, worüber das Futter lagert, mit aller Vor: ſicht nicht zu vermeiden iſt-- hier gar nicht eintreten kann. Man hat Proben gemacht, daß Heu, das man über Nacht in den Stall legte, x an Gewicht zugenommen hat, was allein von. der Feuchte und Ausdünſtung der Thiere entſtanden iſt. Man hat in dieſem Betracht Verſuche gemacht und gewogenes Heu auf den Stallboden- durch einige Tage gelegt, worauf ſich das Gewicht um 75 vermehrte, Die Thiere werden ſonach, wenn man ihnen das Futter nicht aus ſeparat ſtehenden Hevdepoſito- xien reicht, mit Quantität und Qualität deſſelben betrogen z kein Wunder! daß ſie dunn oft am Ende des Winters kaum mehr ſich fortſchleppen können, während Thiere, die ordentlich und geſund genährt werden, mit Ende des Winters ſo ſtark Und oft noch ſtärfer ſind, als ſie im Herbſte eingeſtellt wurden. Drittens iſt bey Etabliſſements von werthvollen Schäfereyen vorzüglich auf die Verminderung der Feuersgefahr zu ſehen. Bey Auseinanderſtelung der Schäfereygebäude in angemeſſene Abtheilungen, iſt eine Feuersgefohr kaum möglich, oder von Feinem ſo großen Belange des Schadens, wenn nur ein Theil eines Gebäudes, oder nur eine Heerde zu Grunde gebet. Die Löſchung eines ſolchen. in Brand gerathenen Stalles, wie der beſchriebene, iſt, da er eine ſo geringe Höbe hat, ſo leicht, daß man bey der erſten Entſtehung ſelbiges beynohe mit der Hand niederſchlagen kann. Ein ſolches Schäfereygebäude bietet alſo Wohlfeilheit, Geſundheit und Sicherheit dar; lette. res um ſo mehr, wenn man das Dach mit Schindeln oder wohl gar mit Ziegeln deen wollte. Jm lettern Falle aber müßte ſelbiges inwendig mit Laden verſchallt werden, weil im Sommer die Hie durch ein ſolches niedriges Ziegeldach zu ſtark auf die Schafe wirken würde.; | | | R 25 => -.- Svvuugn | 1310 Raw 11 Ma | 1! H jr(1 Mau ||: Handl 1311 Nau 1? Nat | 7 Hand | | 1? han 2 Nu 2 Het vie Tin en Wh halß fe bey bie ' zu Warne 13; pt eine bye Chrifant ſhe ; von anden Fierden, Dh [! daher ein S'nter ſolchen KN ſoflen,- at aller Lüt: reten Fan, iar Nacht it D! was allei ſtanden iſ EK(ewogene & worauf ſi S0nach, wenn p APeudepofito:, S1 betrogen; Finters Faun Ky ordentlich ! 4 1 Fart pp wunden, bo Cchaferehen N1t zu ſehen, angeieſſen EB, oder vn 91:1 ein Thel Fi bet, 4m Gtalleh ge hat,| 5 bene m! < fereygevauy Y: dar;[eh 5(n oder wol! 3: aber wühlt im Summ art au 3 ä 4 ( ( 12. Abſchn. Koſtenanſc Rohbrdecer erhält täglich 1 fl, der| Zad| Rebe > Zabl Malttermacher 40 kr., der Handlan:| Fuhren| Materiale Vn ger 30 kr. W. W. oder Papiergeld: : ü er krs Maurer: Arbeit. 11 6 Maurer j49 5/5'' Körpermagß, Grundmanuer: 1x Malt. werk aus Ziegeln, jede Klafter an Maurerarbeit und Malter: MUM. 42 200055 6 fl-50kr.|= 1:| 33[303 8 Handl. an Handlanger++++-4fl.( 19[365 4=|=- z jz Maurer|42'55' Körpermaaß, Erdausgra: | bung, jede Klafter an Maurer: 240 NW AN EEE SI SE SCREEN A RANGE 2 127% -|3 Handl. an Handlanger“- 1 fl. 30-kr.| 7[3 3=|= z|2 Handl. 1119 5/5“ Körpermaaß, Erdumſchüt:: tung, jede Klafter für die alle:: nige Abplanirung an Hand!an| JELÜPPE HEU CS NA fR 5= 1== 2|9 Maurer|102 4/2'“Körpermaaß, Ziegelmauer- 17 Malt. wert zu ebener Erde, jede Klafter 5 an Maurerarbeit und ven Mal: termacher. 9: A: 50 Wi(em 4803 12925 11. Händl.| an Handlanger. 5 fl. 30 kr.1 88 49%: 8= 1= 2|1 Maurer 139 4' 0“ Längenmaaß, Geſims: Mauerwert, jede Klaſter an. -|5= Maurerarbeiten PI 29052. 120 ! Handl. an- Handlanger: 2. Da+ 7.30 be 2 00 4-10= 2|1 Mauter|42 3' 6““ Flächenmaaß, quadrirter Verpuß, jede Klafter an Mau- rerarbeit, nad) Plan gebbürig auszuſchneiden.««+ JJ-|=| 4/35 2 Handl. 15 an Handlanger:+4.» 20287. 1|315 4=|= 1x Maurer| für die Verſetzung der zwey klei: nen ThorſtvFe an Maurerar beit..... 1 ft. 30 tr er 5 3 irerf 121 Handl:| au HAaudlanaen 4%.+ aar 1130 k-|.= 2 Maurer| für die Verſehung der 32wey großen Thorſtöcke an M zurer: Arbeit'...... 2 üg. Ir TE GT: 4 bad 2'Handls 1 an Handlanger. a En EZ 1) Summe der Mauxerarbeit 1105 132134198(224 IME SKT ERÄEIT ÄR.. REN EEE 2 iibanelahäkemtn iin Äs Sin Zed dl üben He enen Kine eten& EEN VUR ZE guvitamas 3 2 2 "“Handlan- ger und Fuhren' Profeſſiv- niſten und Mäteriale VSE IO) Ola Z- Handl, 5 51mm, I, Handl. „= Handl, 8 Zimm, Mater: Materiale. 39000. Stü>, Mauyuerziegel/ 1124 lang& 53“ breit, 2 dice, jedes TN EGET EG SOHE NOSET AIDE; 8400,50 an Führlohn von N. bis auf den Bauplaß jedes 1000, a 3fl 434 Cubikſchuhb gelöſchten Kalk, je: 139 Fuhren Bauſand, zu 8 Kubik: ſ.>15. 189 Fubren Erde zum Augsſchütten des Stalles, zu 8 Kubitſchuh, Zz imm. y jede: FÜHLE 3) 1.4.4409 4215 40 denSchuh ſammt Beyfuhr 3 26 kr.]. ers fl. Oo = AS & fü. 624 2) Summe des Maurermaterials Zimmerwerkts- Arbeit... 8 Säulen, jede Klafter außzu: hauen, abzubinden, bobeln, dann „vollkommen auszuarbeiten, an Simmermanngarbeit. 40,kr, On Handlanger 22 I1."Er: 742 1/6 Längenmaaß, ſtarkes Dach: Gehölz, jede Klafter auszubauen, 'abzubinden, dann vollkommen auszuarbeiten, an Zimmerwerks: EU DEE EGG RIE ISB 2XT- an. Handlängek 2.+ 412 kr. 1172 0“ 0“ Längenmaaß, ſchwaches Dachgehölz, jede Klafter ausz2u: bauen, abzubinden., dann voll: kommen auszuarbeiten, an 3:m: imerwWerkgarbeit" 5. 0.17 Maudlänger 4.11 kr, 202 5/6. Slächenmaaß, Einrah: mung(od, Einlaitung) jede Klaf- ter an Zimmermannearbeit 5 kr. (0 9ANbLanger+ 2 2424 0 52188 2 Thorſtöc>e zu den 2 Mitteltho: ren, jeder in der Lichten 5“ breit, einem ganzen Cirkelſtiurz u. einer gefälzten Doppelthüre aus zwey Slügeln, mit Verſchallungslei- jien, alles Hobeln u. ſ. w., an Zimmermanngarbeit.>.; 8 fl Latus 15" 24 0“Längenmaaß, Eichenholz zu. TDZELS 6“ hoch, aus 7“ Eichenholz miti- G& vw| [218) jd Go wind Os 16 833 10 37 tr. --- JV Viz STe y 225 3 = 12 Zit Gaofars T. in LZT Brofeſhge iſten und Mäteria Ww t Ewen bB> WERT:- ZE 12. Abſ t. ZIE it. EN a Er. Transport 9|393233 102|407% 12. Zimm,|2 ThorſtöFXe in die. Giebel, jeder m Lichten 72“ brett; 7x boch, aus “Eichendvlz, mit einem Noma- ve vogen ſammt Ueberlegholz, u. einer gefalzten Doppelthür aus 2 Flügeln, mit VWerſchallungslei- ſien, alles:Höbeln u. ſ..w“, an Zimmerwerkgsarbeit 7%. 412 fr.|=|=- 4 24|= 8 Säulenlöcher, 4' tief, 3' im|[] ausgegraben, dann die- Säulen gut zu verſtoßen+ nN FR A Ib| 3 3) Summe der Zimmerwerksarbeit| 13 139221126|40& EI Zimmerwerks- Materiale. 8 Stamm. 5“ Eichenholz, 4 jed en 15/ lang zu den Säulen...« 2fl.30 kr.|1=|!=- j 18[40 9x Stamm 82 Floßbaum 2“ zum ſiarfon Dachgeböz..-. 6fl.|=|=) 57|-2 17 Gtü>k 72?"Kehrbaum' 3"“ zum : ſchwachen Dachgehölz 2|.(I-|-) 47 138 164 Stück 52 ord. Rafen.+++.1-=. 1:=- 1 24|36 20 Cürrenttlafter 7“! Eichenholz für Thmſtüke>; 1. MI= 1:= k7 201 5 9 Stück 15“latige, 10 breite, weiche Weiſerladen zu den T Thboren 45 Fr.[=|= 6/45 4 4St. 18“ lange, 10“ br. deßgl. 54 fr. 1:|- 3:36 TiGte15t lange, 9“ breite Spiter-. ][4BETSDeHOL,.- 5 0 4 5 530.X1.1.Z-: 15-42 3.420 20. SPZGmzuanagel.=.€ 30-81. 1 202027130 40.05 StsewEUfren, dus 210002247“ M-N ZZ 1 22052148 19: weyſpännige Zügfubren, welche das ausgearbeitete Materiale von N. auf den Bauplat fähren, jede GUBLSEIT Me ME 1523500445405 30: 8.[5 29 2120508: 21 1. 5 4) Summe| 28|30 f187 11 des Zimmerwerks- Materials. Rohrde>er- Arbeit. 3 17= Rohrd, 1120* 5'6“Flächenmaaß, Nohrbeda- dung, jede Klafter an Rohrde- Wer: ZUFDe IE 2 EE er 8 a 4 20 E10 50|227x 2 Handl, ANS HANDLANSEP= 4 1 142.220: 07. 1 AUENLS 29: 175 58) Summe der Röhrdee>er-YArbeit| 40[183 9 50|22xx SSER SERIEN LEET SASER ehe 232 (554) Schafzucht. ZVV Zahl Handlan- ger und Fuhren Prufeſſtv- niſten nnd Mäteriale Rohrde&>er- Materiale. 111 Schober geputten Nohr(jede Garbe 6'“ im Durchmeſſer), jeder Schober ſammt Beyfuhr. 3 fl. 9 Bürtel De&ſtangeln pr. 60 33, 15 tr. 6 Bürtel Weiden, pr. 300 St. 18 kr. 6) Summe des Nohrde>ermatertals|. Diſ durchgelochte Fenſtergit- ter aus 11!ſtangigem Eiſen, mit ' 2 aufrechten und einem Durch- NUE 2 244424. 2230.81 10 St. Klampfen, 15“ lang 30 kr, 8) Summe der Schmiedearbeit | SP DIe ne ſammt Materiale, 9 Mittelthore, jedes mit 4 Kegeln, 4 Bändern,+ MiCgeln) und an ei: nemein franzöſiſches Schloß, mit altem Zugebör zu beſchlagen, im Durchſchnitt“..+ 16f1l.12kt. 9 Thore in die Giebel, jedes mit 4 ſtarken Kegeln, 4 Bändern u. 3 Riegeln nun. ſ. Ww, im Durch: ſchnitt..... 16 fl. 42 ky: 16 Fenſter zu beſchlagen 1 fl. 12kr.|= 9) Summe der Schloſſerarbeit fl.+ | „fr. fü. wre 19333|=- G&G & = Gs 60|.-- 6021| 41|36 [>] NS OO & > 32 j24 [3 5 JU M * MW Oie) | | j E:| | | [| IM h| ]| 1| | 412. Abſchn. Koſtenanſchlag eines Schafſtalls, 233 “./(555) | Proyfeſſy,? 1] RE Zz 4 Handlan/ Y Prvofeſjiv- 24 Materiale= Zahl ger und finiſten und E| 3 2 j* Fuhren'E Materiale om(A :'- fü. fr, fl. fr. 4 Glaſerarbeit ſammt Ma: ? R: terpall:e: 3333|= 16 Fenſter mit kleinen.-Tafeln zu 2 verglaſen, jede 13“ ho<, 13“ breit, UM jedes 2x, Flächenmaaß,zuſammen ES 118 35“ Flächenmaaß, jeder Schub in; E 57137 Holz zu.verglaſen++3) 30 kr,|==|-> 4 47/30 E|- 10) Summe der Glaſevarbeit|=|= jf 47/30 2| Summariſche Wiederho- lung ſämwtlicher Bau- foſten,|; E|| 1): MIUrerArbeit 4 es 08. S1 205913 20 LM 5812222 8| 60|= 2) Maurermateriale.+«++| 199)=] 833|44 S We 3) Zimmerwerkgsarbeit.«+«| 13139378 1261405 | 4) Zimmerwerksmateriale.,. 28|30 J 187|1 5): Röhrde>Ferarbeit.; 5...++ 4011824 501222% j 6) Rohrde>ermateriale...|=|-- j 33713 7) Diſchlerarbeit ſammt Materiale i=|=||-- M| 41 3! 3) Schmidearbeit deß3l....|=|=| 4636 |= 9) Schloſſerarbeit deß8sl« 5+«+|=|= 85- 4 106 10) Glaſerarbeit deßgsl.+++|-=|= 17,30 | j 2 Somit| 4871 32 1902 174 ||=< Zz-- rr" | Total- Betrag: 2389 fl. 18372 kr. 32 24 | vt 33 8 jj N48|- | ..." Wea SETS SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSNN 284 Fi (556) Vorausmaß B. Schafzucht, 6-18 Ueber den in N. N. neu zu erbauenden Schafftall, nach beuürgen dem Plane Tab. I. nozlak „Die Zulage am Frontiſpice it,,. Maurerarbeit,? Grund-Mauerwerk aus Ziegeln, Die“3wey Hauptmauernz jede lang 249 3“ 6“ ZUſÄMMICH ET 6 WINS M Lee M 0220 10-00 1RND breit lang j ven tief Die zwey Stiermauern, jede lang 29.30“, zu: ſammen GET 404001 1BSHENS 0 005 4120058 18"lang tief tief! breit! "-Sumtte des Grundmauerwerks aus Ziegeln Erdaugsgrabung. Dieſe iſt gleich) dem Grundmauerwerk mit. Summe der Erdausgrabung Erdanſchüttung. Der GEE GR AGE EE MI 2LAUG breit hoch NB. Die aus dem Fundament ausgehobene Erde iſt an die Mauern außen herum, nach Plan, an: und abzuplaniren, mit. ,.. Summe der Erdanſchürtung Ziegel-Mauerwerk zu ebener Erde. Die zwey Hauptimauern,+ jede lang 242 0' 0“ ZUN ÜCNIMe ed OE 51: 05. 1 4.000042 3 zan < breit ED 5% hoch Die Zulage äm Frontiſpice iſt.;..« lang breit ge hoch Die höhere Aufmauerung deſſelben.. lang ' breit hoch Von der Mauergleiche bis as das Horizon- taſta 6.02 GL B2067>4Qu0 Der Giebel am Fr ontiſpice iſt NIE. breit verglichen hoch Maurerarbeit, Die Zulage beym hintern Thor iſt.. 1998 17404 hoch Latus - j Körpers Maaße| nache EE 74 7 49| 110 oel 407 01:21 1 2,316 j 01 01 91! 06) ol:s 0| 2) 03) 51:00 oj 2010,42 0| 2| 64)| 74] 5155 Real 5118 4| 515 41'010 31310 700 01016; „ju 41.5116 11| 51.5 481.010 vj 1) 0 61 al. 0 01:51 0 21'310 ol 1) El: o) 2 4 0) 5) 0?) 91 3/0 444 0, 20], 01 8/4 0,40 9) 416 0168012 0| 11 94) 9) 2| 312 0 6010 JE 1 M ib eyliegen: RKEETEEIEENEEEER Korper: maaße,. 0| /j“ M VORNE IEE 10/087)"8998 7 5977 199 Dey<= BI Wt neg uu«ememmemmenmmmmmmnn <= [= << S:020 508 jd GO Die 6 Pfeiler an der Hauptfronte, jeder 2", zuſammen SE 2 24 00 0425 lang 152 / boch| 0 Die 2 Edpfeiler deßgl.-, 2“ 6“, zuſammen lang| 0 0 1 1 Die Fronte mit Abſchlag des Thores. Die Fronte über dem Thore..., Quadrirter Verputz.; 0| ZD/ 490 1244 Schafzucht, EE= Ä Cinzeln j2uſammen z'. Zimmerwerks-Arbeit, Längenmaaß , AWEL Nebe der S2 SAUL 0.0.1 4 4 0 2400 45| 2,0 Summe des Eichenholzes; ] Starkes Dachgehölz. Jede der 2 Mauerbänke an der Frontenſeiteiſt lang 0| 68 221 110 Y“ 2 z42--== hintern Seiteiſt lang 5| 31 231 41 6 HLS 5- Gepiuice iſt lang 0105 0/0 Der Ober firſt ift 3 GIN ELIE LANG 24/20 Derſelbe am Frontiſpice PE 2 242 0 122 ZLO00 2120170 Summe des fiarten Dachgehölzes 74, 1i 6 Schwaches Dachgehölz. Jeder der 12 Dachſparren(wele is eben dieſer Seite, am Gro tiſpice ſind zuſammen+ 5++++ laß 07 verglichen breit| efs Die 2 Dachſeiten über dem Frontiſpice ſind zu:- ſammen verglihen 5«++++++ lang(| 31 31'909 ZUE breit y Die hintere Dachſeite iſt..«+«« lang' 60 5] 0 breit ANER. Summe der Rohrdad)- Einrafnung 120] 5| 6 Rohrde>er- Arbeit, Dieſe iſt gleich der Einrafnung mit,,„- 120| 5] 6 Summe der NRobrbedachung 120| 5 h.. hen fil rere Vt lich[ey ſpreihelt den ml ey in| Ai v" Nothſtä |E 15h 61 richtung Ma wehr vd Jig ſin), j 158 aw | Pi n |«bloßer! terem 5 beſchrie pieligſt Der bofa den mi ) jederzeit herahſin Dill m, ten Gd | wur um fn zen Zelte| ſryction ſ, od ſm ſien (1 Kette tur 31 | bird; ir Auch bor Gomer N wf, wv vn 12. Abſ(559) "dl..„ Armer Die innere Einrichtung der Schafſtälle SE aan ume 6. 347, hängt meiſtens von den Verhältniſſen ab, in wel- Tnmagßmäßigen Bahren vder Raufen zur Fütterung O voy.. RENDEL ein Hauptbeſtandtheil der innern Schafereyein- richtung. 12420; Mon bat verſchiedene Arten von Bahren erfunden, welche Z| 400 mehr vder weniger koſtſpielig und in ihrer Anwendung zweckmä- 74 1,8 ßig ſind. Die Art der Fütterung und ihre Beſtandtheile, haben einen weſentlichen Einfluß darauf, zu welcher Saitung Bahren man ſich zu beſtimmen hat; indem ſelbige bey HäFſel-, Erdäpfel: vder Körnerfüiterung anders conſtruirt ſeyn müſſen, als es bey % bloßer Raupfütterung, für Heu und Stroh, nötdig iſt, In leg: DD 1.2.00 terem Falle jind wohl die in B. Petris-- Ganzes der Schäfzucht, beſchriebenen Bahren die einfachſten, zwermäßigſten und unkoß- ſpieligſten. Da ſie bloß aus vier, mittelſt Schwingen an einan- 0Q 14 1 der befeſtigten Bäumen, in der Form beſtehen, und der Bo- p 8.40 den mittelſt zwey Bretern gleichſam einen Sattel bildet, wodurch /8 8,40 jederzeit auch das kleinſte Futter na) und nad) gegen vorne OD 100 herabſinkt und von den Schafen berausgenommen werden kann. E17|= Will man aber kurzes Futter z. B. Erdäpfel mit Häckſel u. ſ. w. =!7ädm den Schafen füttern, ſo braucht man dieſe bewegliche Sattel | jm nur umzuſtürzen, daß nämlich der obere Theil deſſelben nach'un:: (---- ten gerichtet wird., wodurch der bequemſte Grund zu dieſem Zwede vörhanden iſt; und da dieſe Bahren, wegen ihrer Con= ſtruction kein: Futter auf den Rücken der Schafe herabfahlen laſz ſen, wodurch alſo keine Wolle verunreinigt werden kann, ſo laſ- ſen ſie nichts zu wünſchen übrig; um ſo mehr, wenn man ſolche KIES (< 2 B >. 1= SN y0 an Ketten mit Haken auf eine zweckmäßige Höhe aufhängt, wov- | durch zugleich ſehr viel Raum in den Stallungen gewonnen wird; indem die Pläte, wo ſolche hängen, nah dem Abfreſſen, S|) 30 l'9 auch von den Schafen zum Liegen benußt werden können. Im =h 93 Sommer, nämlich in der Jahres8zeit, wo nicht gefüttert werden 260) 50 darf, werden. ſolche ganz in die Höhe, an der Decke des GStal- 4/08 les aufgehängt, wo ſie bequem und gut verwahrt ſind, ohne 1120055 anderwärts durch das beſchwerliche Hin-“ und Hertragen einen Raum einzunehmen;= in den Stallungen nicht irren, und doch zum jedesmaligen Gebrauch, augenbliklich in Bereitſchaft vorhanden ſind. Im Falle man Körnerhä>ſel oder Erdäpfel SIE füttern wollte, ſo leiſten, in Ermangelung dieſer ſehr zwe>mä- j 6 ßigen Bahren, Gründe oder Krippen, welche von drey Bretern zuſammengeſchlagen und in einer verhältnißmäßigen Entfernung, vben mit einer ſtarken Latte verſehen ſind(damit keine Schafe hineinſpringen und das Futter verunreinigen können) vollkom: men gute Dienſte, und erſeten hinreichend, die von Vielen ein- ( geführten koſtſpieligen, complicirten, vielen Reparaturen und mei» wem ES ra ZEI<€ x? t 288.. Schafzucht. -(560)| ſtens großen Nauta erfodernden Bahren,„In randen Stallungen| Ein ſind hingegen nachgehend beſchriebene runde Bahren ſehr zweck-| iin ver! mäßig und Raum erxſpärend 3„ſolche. ſind cirkelrund, meiſtens 3-- 4 Schuh im Diameter, und ruhen auf einem 1 Schuh.ho-; "hen drey oder vierfüßigen Geſtelle. In der Mitte iſt ein hohex 1.03 Sattel, welcher wegen ſeiner Form oben ſpit zuſammenläuft,| gelegent Zwiſchen dem Sattel und dem äußerſten Ende des Cirkels ſind| Weide! 3 Schuh hohe Stäbe in einer ſolchen Entfernung unten einge- jviduen| ſchoben und oben mit Wieden zuſammen verbunden, daß wie./ aus'm Schafe, wie bey andert Bahren, mit dem Maule bequem bins| thellize einreichen und das Futter herauefreſſen können.. Wenn dergleis| zu folg