4 14 2 ne 1 4 4 A eA 2, 8 9* Ugiv.-Bibl. Giessen . M⸗ 1 ELTEN-'- ÜEEESETGZUEN STEINE 2 „Zubau der Feldgewä ſey I SECH des Getreides, der Hülſenfrüchte, der Wur „und Knollengewächſe, und der verſchiedenen Ab- theilungen der Handelspflanzen. Deren Behandlung während der Vegetation, Beſchübung vor Unfällen, ihre Erndte, Zugutemachung und Bereitung zu Kaufmannswaare, und Aufbewahrung derſelben, bearbeitet von Heinricg Sce, hindern alle Fortſchritte des Pflanzenlebens, Er iſt der eigentliche Zeityunct, wo die Erd- läche in ihrem tiefften Winterſchlafe begraben ift; denn ſelbſt im December, wo dem Einwintern gewöhnlich immer eine naſſe Periode vorangeht, iſt ſie noch thätig und treibt einzelne Pflan= zen; und im Februar, wo die Wirkung der Sonne ſchon mächti- ger iſt, erwacht alles Pflanzenleben mit erneuerter Thätigkeit. Selten findet in dieſem: Monate Thauwetter Statt, oder wenigſtens nicht ſo anhaltend, daß die der Erde anvertrauten Winterſaaten, wenn nur für eine gehörige Ableitung des Waſs: ſers aus den Feldern geſorgt wird, dadurch Schaden leiden könnten, und ſelbſt alle die verſchiedenen, den Feldfrüchten auf den Feldern, nachtheiligen- Thiere können in dieſem Zeitpuncte am wenigſten ſchaden. Jn dieſem Monat bekümmert ſich dex Landwirth um Alles, was das Feld betrifft, am wenigſten, und er iſt daher derjenige Zeitpunct, wo faſt alle Arbeiten, welche dieſes Kapitel in ſich faßt. ruhen. Nur das Dreſchen und die anderweitige Zuhereitung einiger Feldfrüchte, ſowohl, um ſie zum eignen Bedarf, oder zum Verkauf tauglich zu machen, ſo. wie die Aufſicht über. die vorhandenen Vorräthe von Feldfrüchten kom= men in dieſem Monate„vor z jedoch aud) dieſe nehmen nicht die allgemeine Aufmerkfamkeit in Anſpruch., ſondern dieſelbe wird hauptſächlich auf eine. Menge anderer, die Landwirthſchaft be- treffender Gegenſtände geleitet, beſonders auf Ein- und Verkauf, auf den Transport der eingekauften und verkauften Gegenſtände, und in Waldgegenden ganz vorzüglich auf den Holzeinſchlag. Es iſt daher, da es der Plan dieſes Werkes iſt, jedes in dem- ſelben vorkommende Kapitel in 12 Abtheilungen zu theilen, von denen jede die Beſchäftigungen enthält, die, in Beziehung auf das Kapitel, in jedem Monate vorkommen, wohl am zweck: Bau der Feldfrüchte.+] (294): MEL mäßigſten in der erſten Abtheilung, welche den Monat Januar“iS umfaßt, eine. allgemeine kurze Darſiellung des ganzen Kapitels| vf E, u"geben, welches zu einer vollſtändigen Ueberſicht und VWVer- ve Hanau desjenigen, was in den folgenden Abtheilungen vor- DE getragen werden muß, dient."' | Sh En SD! Einl ertun.5|"S | ze eine kurze allgemeine Ueberſicht. der Lehre vom Bau der|"ez drr» 1 vm Feldfrüchte enthaltend,|„is Die Natur, dieſe große Werkſtätte alles Lebens, hat auf| DBD dem Erdreiche eine große Anzahl verſchiedener Gewächſe und"SS Thiere verbreitet. In dem vdürrſten Sande,; der unter einer|(M| täglich gleichmäßigen Sonnengluth' liegt, in den kälteſten Ge- we genden, auf den kahlen Felſen und im Waſſer iſt ihr lebendiges| NB» Wirken ſichtbar, und nur an den Polen, diejen bisher noch ſ0'Wi unentdeckten Geheimniſſen der Erde, ſcheint daſſelbe ſpurlos zu|"m verſchwinden, bi Der wichtigſte Theil der lebendigen Wirkung der Natur iſt|("m unſtreitig das Pflanzenreich, denn es iſt, wenigſtens auf dem|(M Lande, die hauptſächlichſte Bedingung alles thieriſchen Lebens,| mW und ohne daſſelbe würden alle Landthiere ſehr bald ausſterben.| vis Selbſt der Menſch iſt pA OG auf das Pflanzenreich hinge-| 8! wieſen, und daher iſt auch das Pflänzenreich' derjenige Gegen-| UM| ſtand, dem von jeher die größte Aufmeriſamkeit gewidmet wor-| 52 den iſt, und der auch die größte Aufmerkſamkeit verdient,| ws| Das Pflanzenreich faßt eine Menge verſchiedener Geſchlechter| Vit 'und Arten in ſich, die nur unter ſehr verſchiedenen Bedingungen| fm| und Verhältniſſen fortkommen, ſo daß jeder Himmelsſtrich, jede|"M Gegend, ſeine eigenthümlichen Pflanzen hat. Obwobl es nicht j 35] u verkennen iſt, daß die Natur unter. der großen Anzahl von| DS flanzen keine hervorbringt, die nicht einen beſtimmten Zweck| jp erfüllt, ſv iſt doch nur ein kleiner Theil für die Zwecke des iM I| Menſchen tauglich, die meiſten werden in dieſer Hinſicht als"iE| nublos, oder zum Theil als ſchädlich betrachtet.|"m; Die nutzbaren Pflanzen nüßen dem Menſchen entweder un-| m mittelbar, indem ſie ſelbſt die nöthigen Bedürfniſſe des Men-(05 ſchen befriedigen, oder mittelbar, indem ſie nur ais Mittel zu| 113 andern Zwecken betrachtet werden. Zu erſteren gehören aile Ge-<3 by H treidearten und die mannichfaltigen andern Pflanzen, die dem| KD Menſchen Nahrung und Kleidung geben; zu letzteren gehören| inh 7 alle diejenigen Pflanzen, von denen der Menſc< ſelbt unmittelbar| Wies keinen Gebrauch macht, die er aber zur Ernährung der ihm eben- NE falls nothwendigen Hausthiere, zur Düngung u. ſ. w. anwendet.| ee J Die Zahl der erſtern iſt beträchtlich geringer, als die der letztern,| ins und“ die Natur in ihrem freyen Watten bringt, wenigſtens in| 5 den nördlichen Climaten, nur hauptſächlich dieſe hervor.|"2 Wollte der Menſch in den nördlichern Gegenden ſich nur| M auf das beſchränken, was die Natur von ſelbſt hervorbringt, ſo|“2 würde'er nur hauptſächlich von der Viehzucht leben, und eine+| me >>;> 1" EETZESETG 0 ofwion:(> 17 /Cor| 4 Menge jeht bekannter Bedürfniſſe unbefriediget laſſen müſſen.| 68 ! | GE LIEHE 387 E71 anuar Yitelg Ver: 1 vor: 1 der t auf » und einer n Ge: "diges ' noch 08 zu tur iſt f dem bens, erben, hinge: egen: t Wor: fechter ungen „ Jede - nicht jl von Zwe fe des ht als er un: Men- tol zu (e Oe: 10 dem M ttelbar 1 eben: venden, eber, ens 11 Ih nur gt, 10 mea me nüſſen, .für 7 Cinleitung, (295) Nächſtdem würden aber auch in Folge des alleinigen Betriebes der Viehzucht, von einer gleichen Fläche, eine be rächt ge: ringere Anzahl Menſchen leben können, als jetzt in den Ländern des nördlichern Europas vorhanden ſind. Es iſt daher eine Lei- tung dey productiven Kräfte der Natur nöthig, damit eine grö- gere Menge nußbarer Pflanzen, beſonders Nahrungspflanzen hervorgebracht werden. Dieſe Leitung der“ pyoductiven Kräfte der Natur zu» einex vermehrten Production" nüblichek und un; nibehrl icher Pflanzen geſchiehet entweder dur< den Anbau fremder Gewächſe, oder indem man die nach den climatiſchen und 0 ſ igen'WV erhältniſſen: bereits HUNN nußbaren Pflanzen zu einey größern Voll-'? kommenheit zu bringen ſucht. Der Anl au der Pflanzen erfolgt, in APEN oder auf Fel- dern. Sowohl in den Gärten, als auch auf den Feldern müſſen alle im wilden Zuſtande vorhandenen fangen vertilgt werden, damit die productiven Kräfte des Bodenv einzig und altein- in diejenigen Pflanzen übergehen können, welche angebaut werden ſollen. Dagegen werden auf Wieſen und Hutungen nur die minder nubbaren oder ſchädlichen Pflanzer vertilgt, um dämit die den climatiſchen und ſonſtigen Verhältniſſen eigenthümlichen, bereits vorhandenen nußbaren Pflanzen ſich um ſo mehr aus- breiten und vervollfommnen können. In den Gärten werden vorzüglich nur ſolche Vfianzen'ge- baut, welche einer ununterbrochenen 2 jam freit und Pflege und hauptſächli) eines beſondern Schutzes gegen Witterung und Thiere bedürfen. Sie aue ſich deßhalb ie zum Anbau im Kleinen, und ſind unter den Nahrungspfläanzen derjenige Theil, welcher me die feinſten Nahrungsmittel liefert, die aber in Beziehung auf die Criftenz des Menſchen am meiſten entbehrt werden ERBEN. Man wird daher den Anbau der Gartengewächſe nur vey mehr cultivirten Völkern finden, die durch Betriebſam- keit Alles zu einem höheren Grade der Vollkom menheit gebracht haben, dadurch wohlhabend geworden und für den Luxus mehr geneigt jimd, Die Wieſen und Hutungen enthalten nur Futterpflanzen, welche zur Ernährung der mehrſten* und nüslichſten Hausthiere dienen. Die Wieſen- und' Hutungespflanzen bedürfen der wenig- ſten Pflege indem ſie als in dem Boden und Elima eigenthüm- liche Pflanzen ſich ſelbſt überlaſſen werden. Sie gedeihen aber nur Unter gewiſſen Werhältniſſen, und wo dieſe nicht Statt fin- den, iſt es zwec>mäßiger, 08 Wieſen- und Hutungsland zu Feld zu machen. Obwohl der Wieſenbau und die Hutungen nicht unbedingt nothwendig zur Er nährung der Hausthiere ſind, wie dieß durch viele Gegenden dargerhan wird, wvo gar"bite Wieſen und Hutunzgen vorhanden ſind, ſo iſt doch beſonders der Wie- ſenbau, wo die Verhältniſſe günſtig ſind, von großem R ae indem er die Production des Feldes ſehr weſentli) u1 Men Ja es giebt ſogar gewiſſe Verhältniſſe, wo der Feidbau vhne ihn gar nicht SEIEN kann. Auf den Feldern werden hauptſächlich diejenigen Pflanzen gebaut, die eine nicht ſo außerordentliche Aufmerkſamkeit und ununterbrochene Pflege bedürfen, als die HMERSEENEE und ich daher hauptſächlich zum Anbau im Großen-eignen. Unter 4 Van dex Feldfrüchte, 4 (296):„a ihrer nicht unbeträchtlichen Anzahl ſind mehrere, welche zur| we Exiſtenz der Menſchheit am unentbehrlichſten ſind, und ihr An«| we bau iſt daher der am meiſten ausgebreitere, Es ſind jedoch auch| 9 ſolche Gewächſe in den Feldbau aufgenommen, die vermöge ih=| die 8 rer ununterbrochenen Aufmerkſamkeit und Pflege, ſy wie des| dei! beſonderen Schutzes wegen, gegen Witterung und Thiere, den|"En Gartengewächſen gleich zu achten ſind; allein ihr Anbau iſt„m PD: ſeltner, und kann nur,'wenn der Feldbau eine hohe Stufe der 4 3ah 5! Vollkommenheit erreicht hat, und unter beſonders günſtigen| Mt Verhältniſſen Statt finden, wo dann der Feldbau gartenmäßig| nu En betrieben wird. Die Feldgewächſe ſind in Hinſicht ihrer natür- j lichen Beſchaffenheit eben ſo verſchieden, als auch eine große| tm, Mj Verſchiedenheit in Hinſicht ihres Anbaues Statt findet; denn| dig /I ſie verlangen nicht nur eine verſchiedene Behandlungsart, ſon-| Yer As dern auch verſchiedenen Boden, verſchiedenes Clima und eine' ſnd/A9 mehr oder weniger ſorgfältige Bearbeitung des Bodens,| haft?20 Wenn in den beiden vorhergehenden Abſchnitten der Land» gears| wirthſchaftslehre, welche im Allgemeinen die Anleitung zum| Iny| Anbau nüblicher und unentbehrlicher, mittelbar und unmittelbar j Jiyu| dem Menſchen nützender Pflanzen giebt, in der Bodenkunde.| Flu die Kenntniß des Bodens in Hinſicht ſeiner mannichfaltigen Bez| 10 ſtandtheile und ſeiner ſonſtigen Eigenſchaften, und in der Acker-| N(9! || beſtellungskunde, die Art und Weiſe, wie jeder verſchiedene Bo-| eſer 1; den bearbeitet und behandelt werden ſoll, um'zur Aufnahme|(00 x und möglichſt vollkommenen Hervorbringung der anzüubauenden 4 MED, Gewächſe geeignet zu ſeyn, als unumgänglich nothwendig zur| ſun WW)| Kenntniß des Pflanzenbaues ganz ſpeciell vorgetragen worden H: ſind, ſo enthält dieſes Kapitel, Anbau der Feldgewächſe, die| NZ) Art und Weiſe, wie dieſe verſchiedenen Gewächſe nach ihren ver-| in fh| ſchiedenen Eigenſchaften gebaut werden ſollen, um einen ſichern des Anbaues der Feldgewächſe iſt,| TD wie bereits im Vorſtehenden angeführt worden, eine größere de[9594 Menge von Producten hervorzubringen, welche die Bedürfniſſe|= des Menſchen befriedigen, als die Natur ohne die beſondere Lei-| Ing tung der productiven Kräfte des Bodens hervorzubringen vermag. SOSE Die meiſten und unentbehrlichſten Bedürfniſſe des Menſchen werz| 14 3 den durch den Anbau der Feldgewächſe befriediget, und daher A 65; bleibt der Feldgewächsbau der wichtigſte Gegenſtand für die ge:' win ſammte Menſchheit. Aber auch für.den Landwirth bleibt er dev mie Gegenſtand von der größten Wichtigkeit, denn nur durch einen ſſt| we&mäßigen Feldgewächsbau, der der Hauptpfeiler iſt, auf den%0.2 ie verſchiedenen andern Zweige, der Landwirthſchaft hauptſäch- wr) lich begründet ſind, wird er im Stande ſeyn, den“höchſten Gez 0| winn von ſeinem Gewerbe zu erreichen.| wir Nach der verſchiedenen Vollkommenheit des Ackerbaues und Abis den bey demſelben Statt findenden, verſchiedenen günſtigern teh vder Ungünſtigern Verhältniſſen iſt die Bezeichnung derjenigen welch Gewächſe, welche man Feldgewächſe nennt, ſehr mannichfaltig; Ehe, Fenn in manchen Gegenden wird der Feldbau wirklich ſo garten:“ Pai GEE SEAR ISIS GEG RR EIIIE-. IEE, eä zur An: auch e ih: des den iſt der igen äig tür: roße enn ſon: eine ande zum [bar nde, Bez ter: 0: me den 100. ver: her €: der nen den ad): Oe: und zem gen 193 ien: b] Einleitung. (297) mäßig. betrieben, und die Verhältniſſe ſind für ihn ſo günſtig, daß in ihm ſelbſt die meiſten Gartengewächſe aufgenommen wer- den können, während er in andern Gegenden ſo weit zurück iſt, die Verhältniſſe ſo ungünſtig für ihn ſind, daß manche Gewächſe daſelbſt nur in den Gärten bey der ſorgſamſten Pflege fortkom- men, die in andern Gegenden-ohne Weiteres auf den Feldern im Großen gebaut werden, Daher kommt es, daß unter die Zahl der Feldgewächſe eine gxoße Anzahl aufgenommen und zum Anbau im Großen empfohlen worden ſind, von denen viele ſich nur unter ganz beſondern Umſtänden zum Anbau auf dem Felde eignen. Ohne jedoch auf die verſchiedenen Verhältniſſe zu ach-= ten, iſt es der Vollſtändigkeit dieſes Kapitels wegen nothwen- dig, aller der Feldgewächſe Erwähnung zu thun, die zeither mit Vortheil in Deutſchland in den Feldbau aufgenommen worden ſind, oder nach ihrer Beſchaffenheit und Natur, als unzwei“el: haft vortheilhaft, aufgenommen zu werden verdienen. Diejenit2 gen, die nur in Folge einzelner, zum Theil nicht mißglücter Anbauverſuche empfohlen worden ſind, deren Zuläſſigkeit beym Anbau im Großen auf den Feldern, ſo wie deren Iuußten als Feldgewächſe noch problematiſch iſt, kann hier um ſoy weniger Erwähnung geſchehen, indem ihre nicht unbeträchtliche Anzahl dieſes Kapitel zu weitläuftig machen würde, und es der Zwe dieſes Werkes iſt, die Landwirthſchaft in Beziehung auf Deutſche laud in ihren gegenwärtigen vollkommenen Verhältniſſen darzu: ſtellen, nicht aber Raiſonnements über problematiſche Gegenz2 ſtände zu führen. Man theilt die verſchiedenen Feldgewächſe nach ihrem vers ſchiedenen Gebrauch und den Bedürfniſſen, welche ſie gewähren, in verſchiedene Abtheilungen 7 von denen jedoch diejenigen, wels ers überall 10 1) hauptſächlich nur nach der Ertragsfähigkeit des Bodens, in Hinz 111504 ſicht des Getreides, berechnet. Die Körner des Getreides tragen)(mn aber nicht allein unmittelbar zur Ernährung der Menſchen bey, vt ſondern auch mittelbar, indem ſie ſelbſt, oder ihre Abgänge, den(297 Hausthieren ein ſehr nahrhaftes Futter geben. ty Nächſt den nahrhaften Samen dient aber auch das Stroh uns des Getreides, theils zur nothwendigen Aushülfe bey der Vieh- Enſſiy fütterung, theils zur- Streu, theils zu verſchiedenem häuslichen dera Gebrauche, und iſt daher in den meiſten Fällen eben ſo unent-(O1(EST - behrlich, als die Körner für die menſchliche Eviſtenz ſind. Enie Hülſenfrüchte ſind diejenigen Gewächſe, deren Blüthen hee eine Aehnlichkeit mit den Schmetterlingen haben, und deren Sa- df 94 men in hohlen Gehäuſen(Schoten) enthalten ſind. Sie haben dies nebſt den-Haarwurzeln auch eine Herzwurzel, und dringen deß- Nus halb tiefer in den Boden. Sie treiben keinen aufrecht ſtehenden(nh Halm, ſondern Ranken, und haben breite ſaftige Blätter, Hier- 4 DS her gehören die Erbſen, Wien, Linſen, Feldbohnen,(dne Pferdebohnen. ES8 ſcheint ohne Zweifel zu ſeyn, daß der mn Anbau der Feldfrüchte eben ſo alt in Deutſchland ſey, als der 4 Gh' Getreidebau. Sie ſtammen mit Ausgnahme der Wicken, welche GD: ſich in Deutſchland wild finden, und durch die Cultur zu einer Ma 3: größern Vollkommenheit gebracht worden ſind, aus entferntern* 10 Hd 4 ſüdlichern Climaten, und haben ſich an das nördlichere gewöhnt,"M obwohl einige unter ihnen“ noch nicht die Empfindlichkeit gegen wS die Kälte ganz abgelegt haben. Sie ſind nicht nur eben ſo, wie us das Getreide zur menſchlichen Nahrung tauglich, und noch nahr-(“8 hafter als dieſes, ſondern werden auch in großer Quantität: da- ie X zu gebraucht, ovwohl jedoch die Wicken und Pferdebohnen:haupt- hr 1 ſächlich zu Viehfutter gebraucht werden. Obwohl ſie nahrhafter 6,0 ſind, als das Getreide, ſy iſt ihr Bedarf dv< nicht ſo allge- Tm mein, und ſie werden ſowohl deßhalb, als auch, weil ihr Er- ww] -"8 R Ig FE GBIT ZZ IDES EE)-.. ES EED Ner IN erranr re räd Bren mar Fg ae mama=S SDSES EIS Em. voher Ren: durch abze- edene -(ls [tige durch ſäch: nicht 1 bü: üden (om, ſtand außer bau, 'and- erall Hin: agen bey, den "troh Vieh: ichen ent: then Sa- aben deß- nden Hier: nen, ß der 8 der velche einer ntern ohnt, zegen „wie nahr- 1 da- yaupt: hafter allge y Er: Cinleitung. (299) trags unter vielen Umſtänden unſicherer iſt, als. der des Getrei- des, in geringerem'/Maße gebaut. Ihr Stroh iſt, da es durch die reifenden Früchte ſelten ſo ſtark ausgeſogen wird, wie das Getreideſiroh, ſondern noch Saft und Leben enthält ,. wenn ſie geerndtet werden, zu Viehfutter beſſer und nahr-hafter, als"das Getreideſtroh. Dex Buchweizen oder das Haidekorn gehört zwar we- der unter die DUL ichte, nod) unter die Getreide rten; va er jedoch in Hinſicht der Cultur mit erſteren vieles LUNE ae ſo wird er unzer der, Abtheilung, Hülſenfrüchte, ſeinen Platz finden! Die W Urze el: und Knollen-Gewäcl yſe, ſo wie die| y:h[- arten ſind diejenigen, welche in' oder an der Erde ihren nuß- baren Theil habe en,"um DET len fie hauptſächlich"gebaut werden, und ſie werden ſowob»l zur menſchlichen Jahrung,-al8 zu Viehfutter gebraucht, Hierher gehören die verſchiedenen H 9 Hf- und Rübenaxten, die Möhre em, Paſtinaken, vie Kar- toffeln und die.Erdäpfel, oder Topinamboun PL In Hinſicht ihrer Nahrhaftigkeit ſtehen ſie den Hülſenfrüchten und auch dem Getreide beträchtlich nach, weßhalb ſie von ven Men- ſchen, die Kartoffeln in neueren Zeiten ausgenommen, nie als Hauptnahrung, ſondern nur als Nebenſpeiſe gebraucht werden, und mityin unter die zur menſchlichen Epſtenz entb 2hrlichern Nahrungsmittel„gehören, und hauvtſäen muß, ſv muß er auch dabey en| darauf Rü>ſicht nehmen, in wiefern ſie.guf den ganzen Betrieb Jue der Landwirthſchaft, beſonders auf den Feldbau ſelbſt einwirken.“DO Die Lehre vom Anbau der Feldfrüchte zerfällt demnach in zwey Wins Hauptabtheitungen, nämlich:"je in die Lehre von der zwe&mäßigen Wahl der Feldgewächſe Aa 3 zum Anbau nach allen Statt findenden verſchiedenen NE landwirthſchaftlichen Verhältniſſen, und."NS in die Lehre von dem Anbau der einzelnen Gewächſe. 0. 0 NNN 39 : wt Wahl der Feldgewächſe zum Anbau, welche nach den Statt 1:8 findenden Verhältniſſen nicht nur die ſicherſten und ergiebig- gering ſten, ſondern auh die einträglichſten ſind, Wegen iE Es iſt hier nicht der Zweek, eine Anleitung zu geben, in ſten, welchem Verhältniſſe die verſchiedenen Zweige der Landwirthſchaft va 00 1108 Goal Genf, die Saflor, 8 der H0- der Küm: tſchiedenen ie und die iten, das hnen ſind, Deutſchland ), bder auf: weinen Ex: Feldern eig: veifel gehegt nden[mms he Gewächſe 3 allein dieß der Feldbay daher anneh t eignen, verſchiedene n Etatt fine vnnen, un ngen, Me here oder je 14 mit mehr iſt, ſind ſie t Landwirthe (wirthſchaft Wichtigkeit, len, welche fü amm geeig: Ochſen Oe: "nd, H ts inen dauern: - auch dabey zen Betrieb ſt einwirken, ach in zwe 4 5 + ; reldgewächle verſchiedenen ahſt den Statt 1d ergiebig? d, geben, In dwirthſwanl SABEL 1 Einleitung, -(301) u einander ſtehen ſollen, um unter allen Umſtänden von dem Betriebe Der Landwirthſchaft den höchſten Gewinn zu erreichen, was der Gegenſtand der Haushaitungskunde iſt, ſondern nur in einer kurzen Darſtellung auf dasjenize aufmerkſam zu machen, wodurch eine Auswahl der verſchiedenen Gewächſe bedingt wird, die unter allen Umſtänden am paſſendſten und geeignetſten, und gucdie Begetäz: tion mehr vder weniger begünſtigende Witterung, worin in je: dem Jahre eine große Verſchiedenheit herrſcht, hierbey einen ſehr weſentiichen Antheil hat, ſv wie auch verſchiedene ändere ſehr mannichfaltige Umſtände in Betracht gezogen werden müſſen, als 3 B. die in ſehr bevölkerten Gegenden mehreren in der Atmo ſphäre enthaltenen, den Pflanzen Nahrung gebenden Stoffe, ſo wie auch das Folgen der Gewächſe auf einander, oder der Frucht: wechſel 3; man hat jedoch gewiſſe allgemeine Grundſätze, welche die Erfahrung hinlänglich beſtätigt hat, und auf die Abtheilungen Ss verſchiedenen Feldgewächſe im Allgemeinen in Anwendung ommen. Die genaueſten Verſuche und Beobachtungen: hat man wit dem Getreide angeſtellt, und dieſes dient bey den andern Feld- gewächſen zum Maßſtab. Die Getreidearten hab'n einen rohrartigen Halm, mit ſchmä- len glätten und wenigen Blättern, die bald nach der Bluüthe vertrocknen, und eine mehlreiche Frucht. Sie können daher, ver: möge ihres"geringen Blattorganes, wenig Nahrung aus der At- moſphäre ziehen, und ſind hinſichtlich ihrer Nahrung häuptfäch= lich auf die Bodenkraft hingewteſen, da ſie ihrer mehlreichen Kör: ner wegen am meiſten erſchöpfen. Die verſchiedenen-Getreidear- ten verhalten ſich in Hinſicht dex Erſchöpfung dex Bodenkräft. ſo, wie ihr Gewicht und ihre Nährungsfähigkeit, ſo daß: der Wei- zen, welcher-am ſchwerſten wiegt, am meiſten, der Hafer, der am wenigſten wiegt, am. wenigſten erſchöpft. Ihre Rückſtände nach der Aberndtung, die faſerartigen Wurzeln und Stoppelti, geben nur ſehr wenig Moder, ſv wie auch die abgefallenen"Blät: ter nur ſehr wenig betragen. Ihre Körner werdet größtentheils verkauft, nur ſehr wenige derfelben kommen in jeder Wirthſchaft, durch Selbſtconfumtion, dem Düngerhäufen zu Gute; und nur die wenigen Hülſen der Körner geben ein nahrhaſtes Futter; wo2 gegen das Stroh nur hauptſächlich Streumaterial giebt, däher ſie im Gänzen nur wenig und größtentheils-nur geringes Dünz: germaterial geben, Das Stroh des Getreides iſt als Streumäa- terial; zur Auffangüng des Düngers; nicht nur das beſte; ſon: dern bleibt in dieſer Hinſicht in jeder Wirthſchaft immer unent- behrlich, und iſt von größer Wichtigkeit. Die Getreidearten ge: ben daher durch ihre Rückſtände, die dem Bodeti zu Gute kom- men, im Vergleich ihrer Erſchöpfung/ nur einen Feritigen Erſatz, . und der Getreidebau kann daher durch ſich ſelbſt nicht beſtehen, ſondern verlängt, wenü er in großer Ausdehnüung betrieben wird, ein beträchtliches Verhältniß an anderweitige? Erzeugung vott Düngermaterial, 1. 20 Bau der Feldfrüchte, 306 ( 2 Hülſenfrüchte haben einen faftigen Stängel oder Ranken mit aroßen und vielen Blättern, die mehr rauh ſind, und ſv lange grün und thätig bleiben, bis das Gewächs den Samen ausgebildet hat. Ihre Samen ſind noch nahrhafter, als die des Getreides, und man nimmt an, daß ſie das Nahrhafte- fte ſind, was die Natur in Hinſicht der Pflanzen zu erzeugen vermag. Sie ſaugen vermöge ihres Blattorganes einen großen ME Theil ihrer Nahrung aus der Atmoſphäre, und ſcheinen beſon- 3 Aut ders auch viel Waſſer zu ihrer Orgamſation aufzunehmen. Sie(5.200 erſchöpfen daher den Boden minder, als Getreide, bringen viel= M mehr durch ihre dichtere Bede>ung des Bodens, auf der Ober-| Fläche derſelben, eine Arſch dyfte ; und ob: „ fo gebet ſindgnich des, ſon: ! Samet, mer Saft, den,(Giebt „ hinſicht: Nan nennt ewehl un: erſchöpfen, und durch de wied wenn|! re Samm n verfauf ſe enthal: 3 Blattor-: : Nahrung Subſtanz olcher Oe: < der all: Getreide: der Natur fommnen 1 wären ze der ſie Subſtan: Rimmt ide in del Raſſe nah: ſo erſcht“ achſe zum Aufwande mene dem gar nicht? zwar von Cinleitung. '(307) mehreren derſelben ein nahrhäfteres Futter geben, beträgen- in Bergleich ihrer übrigen Subſtanz, nur ſehr wenig als Erſaß, Am hauptſächlichſten werden aber dieſe Sewächſe zu Futter ge: bäutz; und wenn alle ihre Beſtandtheile dem Düngerhaufen zu Gute kommen, ſo beträgt der von ihnen gewonnene Dünger ſehr beträchtlich mehr/ als nöthig iſt, die entnommene Bodenz- kraft zu erſetzen, Die Handelsgewsä< ſe ſind ihrer Natur nach ſehr ver- ſchieden, indem ſie entweder ein größeres oder geringeres Blatt- organ haben, vermöge deſſen ſie mehr oder weniger Nahrung aus der Atmoſphäre ziehen, als auch, indem ſie nach ihrer Aberndtung dem Boden mehr vder weniger an Rückſtänden zU- rücklaſſen, und je nachdem alle ihre Beſtandtheile, oder nur ein Theil derſelben verkauft werden, und ſie mithin mehr oder we- niger Düngermaterial geben. Auch find ſie in fofern ſehr verſchie: den, indem ſie zu ihrer Ausbildung an und für fich die Boden- kraft in- einem höheren oder geringeren Grade erſchöpfen, Im Allgemeinen känn man annehmen, daß ſie alle die Bodenkraft ſehr beträchtlich erſchöpfen, dagegen nur ſehr wenig durch Rücke ſtände nach ihrer Aberndtung und durch Düngermaterial zurück- geben, und daher bey der Wahl ihres Anbaues ein beträchtliches Düngerverhältniß vorausſeten. Wie ſie ſich in dicſe“ Hinſicht zu den Getreidearten verhalten, werden wir in der Folge, wenn von dem Anbau, jeder dieſer Gewächſe ſpeciell abgehandelt werz den wird, nach ihrex Beſchaffenheit zu ermitteln ſuchen, Nächſtdem, in wiefern die Feldgewächſe die Bodenkraft er2 ſchöpfen, und das Entnommene zurückerſtatten, iſt aber auch noch ihre Natur in der Hinſicht zu berückſichtigen, ob ſie ohne eine friſche Düngung, oder nur in friſcher Düngung gebaut werden können. Manche Feldgewächſe, und beſonders ein gro- ßer Theil der Handelsgewächſe, gedeihen wohl in einem ſehr kraftvollen Boden; allein ſie werden vollfommner, wenn ſie friz ſche Düngung erhalten, wodurch die Triebfähigkeit des Bodens verſtärkt wird, ohne deßhalb denſelben“ mehr zu erſchöpfen, Bez ſonders iſt dieß bey denjenigen Gewächſen der Fall, die aus ſüd- lichen Climaten ſtammen. Es wird in der Folge das ſich hier: auf Beziehende bey jedem einzelnen Gewächs angeführt werden, Die Arbeitskräfte, Manche Feldgewächſe verlangen einen aufs ſorgfältigſte ges Yulverten und gelockerten und von Unkraut gereinigten Boden, indem ihre zarten Keime nur in dieſem! Wurzeln ſchlagen kön2 nen, und das Unkraut ſie ſehr bald überwältigen und unterdrü- den würde; wogegen andere einen ſtärkern Keim und größere Kraft haben, Wurzeln in den Boden einzuſchlagen; der daher minder gelockert ſeyn darf, ſo wle ſie auch ein ſo Überaus fräf- tiges Wachsthum haben, daß ſie das Unkraut. überwachſen und Unterdrücken. Mehrere bedürfen, wenn ſie einmal geſäet ſind, keiner weitern Behandlung bis zur Erndte, ſondern ſie bleiben ſich während des Wachsthums ſelbſt überlaſſen, wogegen an- ere, während ihres Wachsthums, einer vielfältigen Behands lung,'als öfterex LoFerung des Bodens, mehrmaliger Rus]&e tung des Unkrautes, ſo wie mancherley Arbeiten an den Pflan= 20* einen menden-SEREESRENENNN EIENR. e--= vinden dens angeweſſen",'den höchſten Gewinn hältniſſe finden nur in ſeltenen Fällen, in, der Nachbarſchaft» gr0-| torten Gegenden Statt. Im All-| Bau det Feldfrüchte.| (308); NEE:!; N NE zen ſelbſt bedürfen. Auch iſt ihre Erndte mit mehr oder weni-„) ger Arbeit verbunden, ſo wie ſie auch mehr vder weniger Ar-; md beit bedürfen, ehe ſie in den Zuſtand verkaufbarer Waare ge- pin bracht ſind. Die Feldgewächte erfordern daher mehr vder went- 6„md ger Arbeitskräfte, ſowohl ſolcher, die auch das Zugvieh verrich- 0 iet, als auch ſolche, die. nur durch Menſchenhände geleiſtet wer- NN den können." In ſofern es die Verhältniſſe vortheilhaft machen,| m das Zugvieh zu vermehren, ſo wird der Landwirth ohne groß DUN Schwierigkeiten eine Vermehrung deſſelben bis zu einem gewWil- 1p0.. fen Verhältniß bewerkſtelligen können; ſchwieriger. iſt es dage- jm 070 gen, die unter allen Umſtanden erforderlichen Arbeiter haben zu kn, können. In jeder Wirthſchaft muß ein, gerechtes Verhältniß| dhe: zwiſchen Ertrag und Arbeitsxoſten beſtehen, ſo daß nach Abzug wm ver letzeren ein beſtimmter Gewinn aus erſterem hervorgehen Unwrt) muß, wodurch ein beſtimmtes Verhältniß der disponiblen Ar-(mm Ly beitsfräfte in jeder Wirthſchaft begründet wird. Der Landwirth Lea wird daher nur ſolche Gewächſe zum Anbau wählen müſſen, Kann welche die disponiblen Arbeitsträfte im Aligemeinen nicht Über- vom Fu freigen, wenn er den höchſten Gewinn von ihrem Anbau errei- Verdepon hen will. Da übrigens die Scatzeit der verſchiedenen Gewächſe, 00 ihre Behandiung bis zur Erndie, die Erndte. ſelbit und ihre Dei Behandlung zu Käaufmannswaare in verſchiedene Zeiten fallen, Ju ſo. wird ver Landwirth/ bey der Wahl der Gewächſe, auch dar- auf RüFſicht nehmen müſſen, daß wo möglich eine durchs ganze. Jahr gleichmäßige Vertheilung der Arbeitskräfte Statt findet. wn Ui ' 7 Das AFerbauſyſiem.|(0n Wenn dem Landwirth die unter allen Umſtänden erforderli-| u 0 chen Arbeitsfräfte zu Gebote ſtehen, uns derſelbe hinlänglichen| 9) ih Dünger, ohne ihn in der Wirt durch den Anbau von Fut- Mf ter und Streu erzeugen zu 1, haben kann, ſo wird dei-| u felbe nach unumſchräntter Wilttühr ſolche Gewächſe bauen kön=| NA' nen, die dem Clima und der narürlichen Beſchaffenheit des Bo-|(40 Zewinn abwerfen. Dieſe Ver-| 1066 faA0 fp Kei, ßer Städte, und in ſehr bevöo!l Bl Mh vt gemeinen ſtehet dem Landwirty nur beſtimmte verhältnipmäßige|. Arbeitskräfte zu Gebote, und er muß ſich den nothwendigen| Minden, Dünger ſelbſt erzeug«1. Nach dem Verhältniß der Arbeitskräfte, M Wee und um den nothwendigen Dünger zu erzeugen, muß der Landz x Neo + :; LIEREN?.erbau nicht nur eine jolche Einrichtung treffen, 00 Nds daß der Betrieb deſſelben in einem, gerechten Verhältniſſe zu den Wund, Arbeitskoſten ſteht, ſondern, daß durch dieſelbe auch ein gerech- Vinht 4 tes Verhältniß der Dünzutntg begründet wird, wenn er den iln höchſten Gewinn. vom Betriebe des Ackerbaues ziehen wills AUE Dieſe Einrichtung läßt ſich nicht durch beſtimmte Regeln, die| WI unter allen Umſtänden paſſend ſind, beſtimmen, ſondern es laſ-- EN ſen ſich nur gewiſſe aligemeine Grundſäte aufſzellen, die na)| Wu ver Verſchiedenheit des Climas, des Bodens in Hinſicht ſeiner| Wh Beſtandtheile, Lage, ſo wie hauptſächlich nac, zu welchem ſie gebaut werden, vollkommen zu erfüllen, iſt dagegen der In= halt dieſer Abtheilung, und muß bey jedem einzelnen Gewächs genau erwogen werden. Welchen Boden und welches Clima die Feldgewächſe vers langen, und wie der Boden zugerichtet ſeyn muß. Daß jedes Gewächs einen eigenthümlichen Boden und be- ſonderes Clima verlangt, wenn es zur Vollkommenheit gelangen ſoll, iſt bereits bey der Wahl der Feldgewächſe zum Anbau an- geführt worden, ſo wie, daß, wenn Clima und Boden der Natur des Gewächſes nicht entſprechend ſind, daſſelbe, auch bey der ſorgfältigſten, Anwendung alter Culturmittel, nur unvollfommen wird. Es iſt aber nicht genug zu wiſſen, in welchem Boden und Clima die Pflanzen nach ihrer Natur zur Vollkommenheit gelangen, ſondern es iſt auch nöthig zu wiſſen, welche Einwir2 ungen dieſelben nach ihrer Verſchiedenheit auf die Qualität der- jenigen Theile der Pflanzen äußern, welche gebraucht werden, weil nur durch die beſte Qualität, verbunden mit der größten Quantität des zu erzielenden Productes der höchſte Reinertrag vom Feldbau erfolgen kann. Ein beſtimmtes Normalclima und ein beſtimmter Normal- boden für jedes Gewächs laſſen ſich nicht annehmen: denn die Erfahrung lehrt, daß Gewächſe in verſchiedenem Boden und Cli= ma bey ſorgfältiger Cultur zu gleicher Vollkommenheit gelangen 3 es giebt jedoch gewiſſe Normen, unter welchen dieſelben nicht ſtehen dürfen, wenn aus dem Anbau eines Gewächſes ein bes ſtimmter Gewinn. hervorgehen ſoll. Nächſt der natürlichen Be- ſchaffenheit des Bodens iſt bey der Pflanzenculiur auch. darauf Rückſicht zu nehmen, in wiefern er" verunkrautet iſt, das Wachs- thum der Unkräuter begünſtigt, und welche Unkräuter die vor» 19 = Sen ERT bp Gi SS SCGRLE ngen ww 2 3 R AS GIERIG SSS I En FNGEISESTENGESEEETG SEEN=eee79 EEE IREIEAEI TEESE AED TETE EE menden FERRE iE Anbau der Feldgewächſfe, (312). herrſchenden ſind, weil die verſchiedenen Gewächſe durch das U&- kraut mehr oder weniger beeinträchtigt werden, und manche Un- kräuter manche Gewächſe gänzlich vertilgen,|; Die Zurichtung des Bodens,* d. h. ſeine Bearbeitung, die Düngung, ſo wie die Form, in welcher er bearbeitet feyn muß, um ſowohl zur Aufnahme der Feldgewächſe geeignet zu ſeyn, als auch um dieſelben vollkommen ausbilden zu können, iſt bey der Pflanzencultur ein vorzüglich in Betracht zu ziehender Gegen- ſtand,. Jeder verſchiedene Boden muß wach der Beſchaffenheit des anzubauenden Gewächſes, wenn dieſes die vollrommenſte Ausbildtung erhalten ſoll, beſonders zugerichtet ſeyn z und da die Saatzeit der verſchiedenen Gewächſe in verſchiedene Zeiten fällt, ſo' muß auch. die Zeit, in welcher die Zurichtung des Bodens vollendet ſeyn muß, um das Gewächs aufnehmen zu können, berückſichtigt werden, Platz im Feldbau und Fruchtfolge. Da der. Feldbau ſich auf die Yusüvung eines beſtimmten Wirthſchaftsſyſtems begründet, welches eine beſtimmte Ordnung im Anbau der Feldgewächſe, wie ſie auf einem beſtimmten Felde hinter einander folgen müſſen, bedingt, ſo iſt die Natur des Ge- wächſes zu beachten, in wiefern es die Statt findende Ordnung, ohne diejelbe zu ſtören, aufgenommen werden kann, wodurch ſein Plaß im Feldbau beſtimint wird. Die Erfahrung lehrt,!daß manche Feldgewächſe nicht gera- then, wenn ſie unmittelbar nach gewiſſen Gewächſen folgen, wo- gegen das unmittelbare Folgen nach andern Gewächſen ihnen ſehr günſtig iſt; ſo wie auch manche Gewächſe auf mehrere nach- folgende eine nachiheilige Wirkung äußern. Das Folgen der Ge- wächſe auf einander in dieſer Hintſicht, ſo wie in Folge des Statt findenden Wirthſchaftsſyſtems, iſt zwar der Gegenſtand der Haus- haltungskunde, wo die Lehre vom Fruchtwechſel das Nähere im Allgemeinen enthält; es iſt jedoch nöthig, daß ſich auf die ein- zelnen Gewächſe ſpeciell Beziehende hier in Erwägung zu ziehen, und bey jedem Gewächs ſowoßhl diejenigen anzuführen, welche als Vorfrucht voriheilhaft wirten, als auch diejenigen, welche eine nachtheilige Wirkung äußern. . Vom Satnen. Die urſprüngliche Entſtehung aller Gewächſe iſt aus Satnen erfolgt, und die meiſten Feldgewächſe werden durch dieſen fort- gepflanzt, Die Natur hat aber einigen Gewächſen das Verms- gen gegeben, ſich auch auf andere Weiſe zu vermehren, als durch Wurzeltriebe, Kyospen, 3wiebeln, Knollen u. ſ,. w., und-unter den Feldgewächſen ſind mehrere, welche auf dieſe Weiſe fortge: dfläanzt werden. Der. Same ſowohl, als diejenigen andern Theile, durch wel- ; 15 Zur Beförderung eines ſchnellern und kräftigern Wachs- thums der Pflanzen, und zur Verhütung mancher Krankheiten, pflegen Landwirthe den Samen mit verſchiedenen Sachen einzu- weichen(Imprägmiren), und man gebraucht dazu Mancherley und hat Vielerley als ganz vorzüglich empfohlen; allein es wird dadurch offenbar die Keimkraft überreizt, und die Wirkung da- von iſt den jungen Pflanzen nicht günſtig, indem ſie ſchwächlich und kränklich davon werden, Das Einquellen des Samens, wo- durch ein ſchnelles Keimen"befördert wird, iſt bey manchen Samen und unter manchen Umſtänden nüblich; bey trocknem Wetter, und wenn das Land zu ſehr ausgedörrt iſt, iſt es jedoch ſchädlich.;: Man wendet auch mancherley Manipulationen bey dem Sq2 men an, um denſelben zu verbeſſern, welche zum Theil ſich auch auf ſeine: Aufbewahrungsart, zum Theil auf manche mit ihm vorzunehmende Vorrichtungen begründen, von denen die Erfah- rung zum Theil lehrt, daß ſie nicht ganz UnzweEbmäßig ſind, Bey denjenigen Gewächſen, welche nicht durch den Samen, ſondern durch Wurzeln u. ſ. w. fortgepflanzt werden, kommt es eben ſowohl, wie bey denjenigen, die durch Samen fortgepflanzt werden, darauf an, daß diejenigen Theile, durch welche die Fortpflanzung erfolgt, die, nach ihrer verſchiedenen Beſchaffen- beit erforderliche Vollkommenheit haben müſſen,. wenn voll- kommne Pflanzen aus ihnen hervorwachſen ſollen. Ob eine Er- neuerung durch den Samen dieſe Gewächſe nicht vor Ausartung ſchützen und verbeſſern könnte, darüber hat man noch zu wenig ein genaues Reſultat gebende Verſuche und Erfahrungen; aus: gemacht iſt es jedoch"daß ſie durch die Vollkommenheit derjeni- gen Theile, durch die ſie förtgepflanzt werden, eben ſo verpoll- Tommnet werden können, als andere Gewächſe durch vollfomm- nen Samen, ſo wie, daß ſie unter manchen Verhältniſſen aus- arten und eine Erneuerung ihrer fortpflanzenden Theile nothig iſt. Dieſe Sewächſe haben die Eigenthümlichfkeit, daß ſie, wenn ſie durch Samen fortgepflanzt werden, eine längere Zeit zu ihrer vollkfommnen Aushbildung bedürfen, als wenn ſie auf die gebräuchliche Weiſe fortgepflanzt werden, was auch die Haupt: Urſache der letztern iſt,; Von der Saak. Wenn der Boden erforderlich zugerichtet iſt, ſv iſt die Vor- arbeit, welche die Pflanzencultur erheiſcht, vollendet, und es ex- folgt nun die Saat, durch welche der Samen, oder die fort- pflanzenden Theile, der Erde anvertraut werden, um zU ſeiner Zeit die möglichſt reiche Erndte zu erhalten. Die verſchiedenen Gewächſe bedürfen nicht nur einer längern oder kürzern Zeit zu ihrer vollkommnen Ausbildung, ſondern ſie haben auch eine längere oder fürzere Perivde, in welcher ſie geſäet werden können, wenn ſie zur vollkommnen Reife gelan- gen ſollen, Es muß daher bey der Saat zuvörderſt die Zeit der Ausſaat in Betracht gezogen werden. Man theilt die Feldge- wächſe in Winter- und Sommergewächſe.? erſteren müſſen Die e L ſt - „yy Bin EN UMad( » vm py ms vy MA je wd, ip uu ft, vm „ww R gbjohre, 08 M Mufin dis 9 We Gat(NI Gut wind 1 in WefeN' Zuſtand A Win 1! wihnnd der Gandh I uſm 7 Milt Wan Da! miſter Falle Galipeiede, jf als vie Zie O1 = jÄicht Aw depen die Ah Wuöbildyng! Wert, und We: Wmf gan WDNKt fi), 0 Inh War 0 41 Ne Many Sſdtithy| egt, ent: | Wacht: amüeiten, en ein 130: (ancherl ley 1 es 1 rung da- hwächl ih Jens, lvo: manchen trocknen es jedoch dem G Gt: ſich auch mit ihm ie Erfah: ſind, Samen, mmt es epflanzt [en und Täten vermindert, mithin Arbeit erſpart wird 3; daß man den Boden um. ſo beſſer zurichten, und man denſelben unter(190: , den man bey Anwendung der Säe- maſchinen vor Augen hat, iſt eine gleichmäßigere Vertheilung des Samens, als bey Samen, der dicht ausgeſtreunt werden muß, mit der Hand möglich iſt, und mithin„Erſpa arung deſſel- ben. Die Vertheilung,- des Samens mag ZU Maſchinen, oder mit der Hand erfolgen„ſv erfolgt ſie ennweder breitwürfig/ oder in Reihen, ove„der Samen wird gelegt, oder geſte>t. Die hauptſächlichſte Bedingung bey der Ausſtreuung des Sqa- mens. iſt gleichmäßige Vertheilung deſſelben. Die breitwürfige Saat erfolgt bey ſolchem Samen, der ſich leicht. vertheilen läßt, und iſt bey ſolchen Gewächſen in Anwen- dung, welche nach der Saat weiter keine beſondere Behandlun und Bearbeitung bed dürfen, ſondern ihrem Wachsthum überlaſſen werden: Die breitwürfige Saas mit der Hand iſi die gebräuch- lichſte, und am leichteſten in Anwendung zu PNÜGEUBE Gleich: mäßiger und Samen erſparender iſt die be eitwürfige Saat mit der breitwürfigen Säemaſchine.; Das Säen in Reihen(vergl. in der Actexbeſtellungskunde, die Drilleultux) kann unter beſtimmten Umſtänden auf ale Ge- wächſe in Anwendung"gebracht werden 3 gewöhnlich wird es aber nur bey denjenigen angewend et, die während ihres Wachs- thums mancherley Arbeiten erh eiſchen, welche durch ihren Stand in Reihen um ſo leichter und vollkommner verrichtet werden können. Das Säen im. Reihen kann ebenfalls mit der Hand vollführt werden, am zweckmäßigſten erfolgt es aver mit Ma- ſchinen.; Das Stecken vder Legen des Samens geſe hieht e De in Reihen ,. um die Arbeiten, welche die Gew<ſe während d Vegetation bedü Urfen, um ſo leichter und zweckmäßiger Ericheon ZU können, und iſt bey ſölchen“ Gewächſen in Anwe Dung wel- dmäßigſte Lage verſeßt iſt, in"der er keimen und her- vorwachſen kann, und man wird da, da man die gleichmäßige Vertheilung des Sämens mehr- in ſeiner Gewalt hat, ungleich weniger Raum bedürfen. Dagegen bedarf man bey der breitwür- figen Saat eine ungleich größere Quantität an Samen, als nöthig wäre, wenn aus jedem Samen ein vollfommenerx Keim hervorginge, damit das Feld hinlänglich mit Pflanzen be- ſet ſey, weil durch das breitwürfige Ausſtreuen des Samens, auch bey der größten Geſchicklichkeit, eine ſv gleichmäßige Ver- theilung deſſelben, daß nur ſoxviel auf einen beſtimmren Raum xomme, als nöthig ſey, nicht zu bemerken iſt, und bey der Un- torbringung der breitwürfigen Saat mittelſt der Egge viele Sqa- men. oberflächlich liegen bleiben, und wegen Mangel an Fetch- tiakeit nicht keimen: können, oder von den Vögeln verzehrt wer= den, vermittelſt des Unterackerns aber eine eben ſo große Anzahl derſelben ſo vergraben werden, daß ſie gar nicht keimen, oder ſchwächliche, bald abſterbende Pflanzen liefern. Man muß da- her bey der breitwürfigen Saat ſo di ſäen, daß nicht leicht eine Stelle zu dünn befallen werde, und dann die Verdünnung der überflüſſigen Pflanzen der Natur überlaſſen, oder den Ueberfluß in der Folge wegnehmen. - ec) Die Güte und Beſchaffenheit des Samens hat auch Einfluß auf das Maaß der Einſaat. Sind alle Samen geſund und vollkommen, ſo daß jeder derſelben eine Pflanze liefern kann- 26 Anbau der Feldgewächſe. (313)|„M Weib ſo kann die Ansfaat dünner gemacht werden, wogegen ſie ver-|„wenn ſtärkt“ werden muß, je nachdem mehr oder weniger ſchwächliche|„an Samen darunter ſind. Die Samen deſſelben Gewächſes ſind 19040 größer oder kleiner, ohne daß die Verſchiedenheit der Größe einen NH Einfluß auf die Voxtkommenheit behauptet/ und man wird an MENG kleinen Samen ein geringeres Maas der Ausſaat bedürfen, als ME an größern.| NE d) Da der Erfolg der Saat hauptſächlich von der günſtigen DOEN Witterung, welche die Pflanzen zu ihrer erſten Entwickelung be- In M dürfen, beſonders von einem gerechten Feuchtigkeitszuſtande des N hal! Bodens abhängt, ſo wird man bey dem Ausſaatimaaße ſehr 444 Rückſicht auf dieſelbe nehmen und daſſelbe bey nicht günſtiger vpm Witterung, wo viele Samen an der Entwiikeiung des Keimes Oierad gehindert werden, verſtärkten müſſen, bey vollkommen günſtiger hy dV Witterung es dagegen vermindern können. und eme t e) Auch bey der ſorgfältigſten und gleichmäßigſten Bearbei- CR kung wird derſelbe Boden, in Folge einwirkender PUmitände,* zu Bl nicht immer einen gleichmäßigen Grad der Gaare und Reinheit unde erlangen, ſo wie die Beſchaffenheit des Bodens ſelbſt auch vft| Wuym von: der Art iſt, daß er ſelbſt bey der ſorgſältigſten Bearbeitung| Wah nie ganz klar wird, und es wird dadurch die Keimung und An-| M) wurzelung der Pflanzen mehr oder weniger begünſtigt, wonach|| nd Nhe das Maaß der Ausſaat verſtärkt oder vermindert werden muß,|, MEN ' FF) Je kraftvoller der Boden iſt, eine um ſv größere Menge MK von Pflanzen nährender Materie: hat derſelbe, und je mehr die| An Pflanzenwurzeln davon einſaugen können, um ſo voilkommner| inl und raumfüllender werden die Pflanzen, und um ſo mehr er-|"WVC folgt bey denen, welche der Beſtaudung fähig ſind, dieſelbe;) des Gamen: iim umgekehrten Falle wachſen die Pflanzen dagegen ſchmächti-| foam ger, werden minder vollfommen und raumfüllend. Es iſt| Nodh alſo ſehr natürlich, daß ein kräftiger Boden dünner beſäet wer-| wih den müſſe, weil jede einzelne Pflanze, und beſonders bey denen,| fin it eh die ſich beſtocken, einen größern Raum füllt, wogegen ein min-| Wut ſh4/ der kraftvoller Boden ſtärker beſäet werden muß, weil jede ein-| Wdh elne Pflanze kleiner und ſchmächtiger bleibt, und eine mindere| fühlich aus; Bof UDng erfolgt, und auch durch die dichtere Saat das Wu-|"verden e die hauptſächlichſten Bedingungen des erſten Wachsthu- mes der Pflanzen, Waſſer, Wärme und Luft, ſo lange auf den Keim in einem ſchilichen Maaße einwirken, bis die junge Pflanze ſich ſowohl über, als unter der Erde genügend entfaltet hat, und dadurch vor dem Verderben geſchützt iſt. Der ober- flächlich ausgeſtreute Samen keimt zwar bey günſtiger Witte- rung, verdorrt jeddch bey trocknem Wetter, weil ſeine ausg.etrie- benen. Wurzeln noch zu wenig tief eindringen konnten, ura vor dem Austrocknen geſchüßt zu ſeyn. Die Samen der verſidiede- nen Gewächſe müſſen- nach Verſchiedenheit ihres Bedarfs an Feuchtigkeit und Wärme ,'nach Verſchiedenheit des Bodens, nach der Saatzeit, und nach ihrer größern oder geringern Kraft, den Kein durch die Bedeckung durchzutreiben, bald mehr, bald weniger tief in die Erde kommen,'wenn ſie ſo ſchleunig als möglich feimen und fortwachſen ſollen. Iſt die Bede>ung zu ſtark, ſo verhindert der geringe Zutritt der Wärme und der Luft das Keimen, oder erſchwert das Hervordringen des Blattes; it fie ZU ſchwach, ſo verdorrt die junge Pflanze aus Mangel an Feudytig= Feit, vder wird leicht durch Wind und Sturm von der zu leichten Bedc>ung entblößt, oder ihre Wurzeln werden durch den SFroſt empvrgehoben und dem Verderben„preis' gegeben. Ein allge- meiner Grundſatz iſt es, daß große Samenkörner bey gleichen Berhältniſſen tiefer kommen müſſen, als- kleinere, weil ſie rnehr Seuchtigkeit bedürfen, als dieſe, und einen ſtärkern Keimt-rieb 27 SES-+-2ipezerran RISI TENERIIN EI DIE 0m green ehr ie ieee Ee 6 a... ; 93 Anbau der Feldgewächſe. ſ:(320) 4. ; haben. In dem mehr gebundenen Boden müſſen die Saatkörner„gad M | bey gleichen übrigen Verhältniſſen ſeichter, im lockern Boden„rhg AU aber tiefer kommen, Weil erſterer die erforderliche Feuchtigkeit„ feen | mehr erhält, dagegen die Wärme und Luft ſchwerer eindringen vin A 1 y läßt, und auch dieſer Boden dem Hervordringen des Keimes„ls 0 ZU 4 mehr SchwiSigkeiten entgegenſtellt, bey letzterem die oberflächliche ved I Feuchtigkeit ſich leicht verflüchtiget, und fich nur tiefer erhält,„ws dagegen das Eindringen der Wärme und Luft leichter geſtattet nE) “und dem Durchdringen des Keimes weniger Schwierigkeit ent-| zum vw gegenſteht. Bey denjenigen Gewächſen, welche keine Pfahlwur-„weh, zel treiben, ſondern die Wurzeln.nur oberflächlich verbreiten, iſt(inn Ca beſonders in dem mehr loſen Boden eine tiefere Unterbringung| Oi" : des Samens nothwendig, weil die zu oberftächlich verbreiteten M Würzein den Pflanzen feinen. feſten Standpunct gewähren, wo-"3) durch dieſelben leicht umfallen und das ſv nachtheilige Lagern„I verurſacht wird. ü NANDONRA | Das Clima und die Jahreszeit, ſo wie die Witterung wäh: UREuN 8,7 rend ver Sgatzeit hat ebenfalls Einfluß auf das ſeichtere odex| m, 4 tiefere-Unterbrinden des Samens.' Je wärmer, trockner, vorzüg-| ue i 4 lich aber windiger das Clima iſt, je tiefer muß, unter übrigens| Cim 1 X gleichen Verhältniſſen, die Saat untergebracht werden. Näſſe UN AD S; und kalte Witterung erfordert ein ſeichtes'; 3rockne, heiße Zeit ein 08.10008 11S7 tieferes Unterbringen. des Samens. Im Frühlinge kann es oft |: gerarthen ſeyn, die Saat etwas tiefer unterzubringen, während ' die Herbſtfaat bey gleichen übrigen Verhältniſſen immer ſeichter| Wdiw,.N j gelegt werden muß. Hiernach. muß man ſich bey der Unterbrin-| m Ni (M7 gung. der Sqat richten, jedoch Extreme vermeiden und unter| um, 4 allen 1Imſtänden lieber die Saat etwas flächer, als tiefer unter-| mMn M bringen. Beſonders iſt bey kleinen Sämereyen die größte Vore| Wün it y ſicht möthig, weil ſie leicht viel zu tief/'mit Erde überde>t wer-/ PWildre .| den können. Eine flache Unterbringung der Saat nennt man jene,| deinen geht WB die mr mit einer ein viertel oder halben Zoll dicken Erdſchicht| A Werd 4 bedec>!: iſt; eine mitteltiefe Saat, wo'die Erddecke einen: bis an-|(0, bie mi j dertha lb Zoll di> iſt; und eine tiefe Saat jene, die von gndert-| Wh ieweber | halb lis drey Zoll und darüber in die Liefe geht. 8 voburdh das Tie Unterbringung der Saat erfolgt. durch Untereggen des Oude Samens," wobey auch die Walze in Anwendung kommt, durch Mela : das Unterpflügen mit den gewöhnlichen Pflügen, durch das Un- NN terbringen mit.- dem Schaufelpfluge, vder mit andern Ma-| 4,244 ſchinen. ,*Bermittelſt der Egge erfolgt die flache Unterbringung des breiitvürfig augsgeſtreuten Samens, und man hat es in ſeiner Gewalt, ihn tiefer unterzubringen, indem /man den Samen auf die rauhe Pflugfurche ausſtreuet, und ihn mit ſchweren Eggen ix.- mit'mehrern Strichen untereggt z oder ihn flacher unterzubrin- | gen, wenn man den“A>er mit der Egge erſt ebnet; dann den Samen äusſtreuet und ihn nur mit einem Striche untereggt, und leichtere Eggen in Anwendung bringt, Bey ganz feinen Säm ereyen wendet man zum Theil die Egge nur dann an, wenn dieſe ibe mit Dornen durchflöchten iſt, wodurch der Samen am wenigſten bedeckt wird.- Yüch wendet man bey kleinen Säme-- reyein nur die Walze an, wo der Samen auf: den vorher ge- eggten Boden ausgeſtreut und durch den Druck derſelben leicht bedoickt wird, Wenn der Boden ſehr kloßig iſt, und die Klöße| NENNEN u www In EN 10, Welche| EAS SOSSEN NGASCHR EIIIE ARRRS ERGE WRE ERR ESR AS GARS GSB SAR SISER= Saafförne 1 Buden Jenhtigkeit eindringen cs Reimes erflächliche fer erhält t geſtattet (gfeit ent: VWahlwur reiten, iſt vorinzung erbreiteten hren, wo: ige Lagen ung wäh: htere oder ', vorzüg: übrigens n. Näſſe Zeit ein n es oft während r ſeichter nterbrin: ad unter ey unter: vßte Vor- deft wer: man jen, Exdſchicht mi bis an: n andert: agen des at, dur ) das Un: dern M: gung des in ſein amen auf en Eggen terzubrin: dann dey mtereggn 13 feinen an; wenn amen ain on. Samt: vorher ge: [ben leicht die Kloße 14. Abſc, den Samen durch die Egge unterzubringen, oft nicht erfüllt, indem dieſelbe die Klöße nicht zu zerkleinern und den Samen nicht zu bedecken vermag. In dieſem Fall muß die Walze, welche die Klöße zerdrückt, ebeu- falls zu Hülfe genommen werden, oder man muß.auf eine au- derweitige Unterbringung des Samens bedacht ſeyn? Die Egge erfüllt den Zweck, den Samen unterzubringen, nicht ganz voll- kommen, ſondern es bleiben, auch bey dem ſorgfältigſten, Eggen immer viele Samen unbedecet, und ſie erfüllt den Zweck um ſo weniger, je größer und runder die Samen ſind. Bey den- jenigen Samen, welche eine tiefe und vollkommene Bede>ung mit Erde verlangen, iſt daher die Egge nicht vortheilhaft an- wendbar. Beym Unterpflügen mit dem gewöhnlichen Pfluge erhält der breitwürfig ausgeſtreute Samen eine ſtärkere und vvilſtändigere Bedeckung mit Erde, und je nachdem ſeichter oder tiefer gepflügt wird, eine ſchwächere, oder ſtärkere. Das Unterpflügen iſt be- ſonders im leichten Boden-bey trockenem Wetter und warmem Clima, und bey rundem und größerem Samen, der eine tiefere und vollkommnere Bede>ung mit Erde verlangt, in Anwendung zu bringen. Derjenige Acker, wo die Saat uutergepflügt wird, muß möglichſt gelo>ert ſeyn, und man muß dabey die Vorſicht brauchen, nur ſchmale Streifen zu pflügen. Auch iſt dabey zu beachten, daß der Boden nicht zu feucht und ſchmierig ſey. Um das Ausſäen dex Furchen, welches das Maaß der Ausſgat vermehrt, zu vermeiden, muß man keine Beete pflügen, und den Pflug mit beweglichem Streichbrett anwenden. Das Unter- pflügen iſt auch mit dem Nachtheil verbunden, daß ein großer Theil der Saat mit einer zu hohen Erdſchicht überdeckt, und am Keimen, gehindert wird; auch werden die Körner in den Furchen zu Übermäaßig gehäuft, und kommen dadurch in Reihen zU kie- gen, die mit den Erdſtreifen gleiche Breite haben, zwiſchen ve- nen entweder gar keine, oder nur wenig Pflanzen ſich befinden, wodurch das Wüchern des Unkrauts befördert wird. Zwecmäßiger, als mit der Egge und dem Yfiuge, wird die breitwürfige Saat mit dem Schaufelpfluge untergebracht 3; venn da dieſes Werkzeug ein Mittelding zwiſchen diefen beiden iſt, ſv kann man vermittelſt deſſelben die Saat tiefer und gleichfor- miger und mit minderer Mühe mit Erde bedecken, als dieß mit ver Egge möglich iſt, ohne daß damit die Nachtheile verbunden find, welche das Unterpflügen begleiten, ZU denjenigen beſondern Maſchinen,' mit welchen man die Sgat unterbringt, gehören beſonders diejenigen Säaemaſct werden.; WO Was diejenigen Gewächſe betrifft, welche nicht durch den 4" Samen, ſondern durch andere Theile fortgepflänzt werden, ſv."ei"| xommt bey ihrer Saat, oder dem Legen der fortpflanzenden Gand dt Theile, zum Theil auch das in Betracht, was im Vorſtehen-„6 wäh den von der Saat des Samens geſagt worden, zum Theil kom- mw du men aber auch bey jedem einzelnen Gewächs beſondere Regeln 41) 8 in Anwendung.! vun ie M NAFNAK Von der Beſchüßung der Feldgewächſe während ihres Wachs-(ermnz thums vor Unfällen, und ihrer Behandlung bis zur| im Kitzeln Erndte. rte Derm ;«; N üſſen(Den Die Feldgewächſe ſind unmittelbar nach der Saat, während EE; ihres. Keimens und während ihres Wachsthums bis zu ihrer Ww die 3 „ Reife vielerley Unfällen, welche der Landwirth mehr oder weni- HEN. ger zu beſeitigen vermag, unterworfen, ſd wie ſie auch verſchie- dene Arbeiten zur Beförderung ihres Wachsthums und Ausbii- dung derjenigen Theile, welche hauptſächlich von ihnen gebraucht die gffriget Ie Wühenpert nuten Gale werden, bedürfen. NE Zu denjenigen Unfällen, welchen die Pflanzen während ih- j 4 res Wachsthums unterworfen ſind, gehören die, welche durch ldi' Witterung, durch Krankheiten, durch Unkräuter und durch ſchäd- 104 daher '!| liche Thiere verurſacht werden. Zu den durch die Witterung verurſachten Unfällen ſind zu rechnen, Näſſe, Dürre, giftige Nebel, Kälte, Froſt, Schnee, Winde, Platzregen, welche die Saaten zum Liegen bringen, und „Ai, ky 1300 ſcon by) u Pfonpen w00 well Hagel. Mv * Ein beſtimmter Grad von Feuchtigkeit des Bodens und dr Vb Atmoſphäre iſt zum Wachsthum der Pflanzen unumgänglich“m nothig 3 iſt dieſe jedoch in einem überflüſſigen Grade anhaltend hen m vorhanden, ſo daß wirkliche Näſſe erfolgt, ſo wird ſie für das Ne ve) Wachsthum der Gewächſe nachtheilig, oder dieſelben gehen da-» tei bey wohl gar zu Grunde, Die verſchiedenen Feldgewächſe ſind Wa Ny gegen die Näſſe empfindlicher, oder können ihr mehr widerſtehen.| dit Am nachtheiligſten wirkt die Näſſe dam auf alle Gewächſe,„4 Bil, wenn ſie förmliche anhaltende Uieberſchwemmungen verurſacht. 17 fn Die nachtheiligen Einwirkungen der anhaltenden Näſſe- auf die 0 I: Vegetation kann zwar der Landwirty nicht ganz unſchädlich„Vil machen ,. aber er kann die nachtheiligen Einwirkungen durch ge-[hd]] horige Ableitung derſelben aus dem Felde, und je nachdem die Ma verſchiedenen Feldgewächſe derſelben mehr oder weniger unter- mu)| worfen ſind, durch die Form, in welcher er den Boden bear-"wn| beitet„- mildern, ſo wie er ſich auch gegen die Nachtheile der- Thy Ueberſchwemmungen durch Dämms zu ſchüßen vermag.(Das Colon(py Nähere hierüber in der Ackerbeſtellungskunde,) W0f Die Opp Die Dürre wirkt eben ſo nachtheilig auf die Vegetation, als Ot ay" zu große Näſſe, und um ihre nachtheiligen Wirkungen, wenn DNN ASE TIES Spe Hürm SETE ARSEERSES SAN EUCFFEIGS<<<<.... IESE wie SE AIKEERGESTO GSE EWI ERGE GERE MCE Marg Saat verſchie en, Anpflanzungen von Bäumen und Erdwälle, ſoviel als möglich, zu ſchüßen ſücht, Gegen leichte Nachtfröſte hat man manche Mittel, dieſelben minder ſchädlich zu machen; ſie tau- gen jedoch zu feiner allgemeinen Anwendung im Großen und vmmen nur im Kleinen bey manchen Gewächſen, welche einen Hohen Werth haben, und in keiner zu großen Ausdehnung gze- baut werden, in Betracht. Winde und Stürme ſchaden nicht nur, indem fie den, den Samen oder die Wurzeln bedeckenden Erdboden verwehen, wor- auf die Vertroknung der Pflanzen erfolgt, wogegen eine tiefere Saat zu empfehlen iſt, ſondern drücken und werfen die ſchon aufgewachſenen Pflanzen platt darnieder, wodurch ſie an ihrer 21.7 31 Anbau der Feldgewächſe. (324) Ausbildung ſehr gehindert werden, vder ſie zerbrechen ſie, wv- durch ſie ganz vernichtet werden. Je mehr ſich die Pflanzen ſchon ausgebildet haben, um ſo nachtheiliger iſt die Wirkung - der Stürme. Beſonders ſind auch Winde während der Blüthen- zeit nachtheilig, weil ſie den befrüchtenden männlichen Blüthen- ſtaub verwehen, wodurch die Blüthen taub bleiven. Um die Nachtheile der Winde zu vermindern, denn ſie ganz zu verhüe ten, iſt nicht möglich, muß man an den Seiten, von welchen dieſelben am ſtärkſten wehen, einen Schut von Hecken, Bäu- mein oder Erdwällen zu bewerkſtelligen ſuchen. Platzregen, unmittelbar nach der Saqaat, können den mehr gebundenen Boden ſv feſt zuſammenſchlagen, daß das Keimen der.Saat ſowohl, als das Durchdringen des Keimens gehindert wird. In dieſem Falle muß man, wenn der Boden abgetroc>- net iſt, für. eine Auflockerung deſſelben eben ſo ſorgen, wie wenn ſich eine Kruſte bey der Dürre gebildet hat. Aud) wer- den, wenn der Boden ſehr lo>er iſt, durc ſtarke Plapregen viele Samen unter der Decke hervor geſpült, und es muß dann für eine neue Bedec>ung derſelben Sorge getragen werden. Gegen diejenigen Nachtheile, welche das Zuſammenlaufen. und Abſchwemmen des Waſſers bey ſtarken Regengüſſen verurſacht, kann man die Saaten. zum Theil durch gehörige Waſſerabloi- ungen ſchüben. Am nachtheiligſten wirken ſtarke Regengü]12, wenn ſie die ſchon vorher erwachſenen Pflanzen umlegen, ſv daz; ſich vieſelben förpilich lagern; und hiergegen iſt kein anderer Schuß, als das Beſtreben einer vollkommenern Cultur, weil kräftige Pflanzen weniger zum Liegen kommen, und ſich eher aufrichten, als ſchwächere, Die Wirkungen des Hazels ſind die verheerendſten, weil fie oft alle Pflanzen anz vernichten, und noch außerdem„auf einem verhagelten Felde, ſelbſt die nachfolgende Saat, unter ſonſt günſtigen Umſtänden, nicht gut geräth. Man hat in neuern Zeiten die Hagelableiter als Mittel dagegen vorgeſchla gen 3; um ſich jedoch gegen den durch den Hagel verurſachten Verluſt zu ſchüßen, bleibt wohl der Beytritt zu einer, Hagel: aſſecuranz am beſten und ſicherſten, Die Pflanzen ſind während ihres Wachsthums manchen Krankheiten unterworfen, die ſich mehr vder weniger auf faſt alle Gewächſe erſtrecken, zum Theil jedoch nur gewiſſen Pflan- zenarten, zum Theil nur einzelnen Pflanzen eigenthümlich ſind, . Manche Krankheiten rühren nur aus einer fehlerhaften Beſtel- lungsart her, und können leicht vermieden werden, andere Wwer- den jedoch durch die Witterung und verſchiedene andere einwir- kende Urſachen erzeugt, und' zu ihrer Heilung und Verhütung ſtehen dem Landwirth mehr vder weniger Mittel zu Gebote. Es iſt nothwendig, bey der Cultur jeder Pflanze diejenigen Krankheiten anzuführen, denen ſie unterworfen iſt, und die Mittel anzugeben, durch welche dieſelben vermieden und geheilt werden tönnen. - Die Unkräuter, alle diejenigen Pflanzen, die ſich unter die mit Fleiß angebauten Gewächſe drängen, oder wachſen, wo ſie der Landwirth nicht haben will, hindern das Wachsthum der angebauten Gewächſe, indem ſie ihnen Naum und Nahrung fepähnung| Juh 6 Bimer, Ü (auh hh wis R, huh Vit Juon (inden), ten Ca Gad fa AIN), (an EN, hu, zeiWw, aeh zan) Oren ve Maßregeln Nandy OJ) Wot as 4 AO AMSSOCN Witung bey Ahrens Wi ſonde einen Weſer Ihen Wo fe und; (uf dien Y M Bel Ne aber 1 Nnpen When N WIN vV ) hen fle, wo: die Pflanzen die Wirkung der Blüthey- hen Blüthen- en, Um die NZ zU verhüc „von welchen eden, Bau: '1n den mehr das Keimen 18 gehindert en abgetrof: ſorgen, wie Auch wer: fe Plazregen 8 muß dann jen werden, Haufen und verurſacht, Waſſerabloi: Regengüſſe, gen, ſo daß ein. anderer ultur, Weil wd fich eher ndſten, wil ßerdem aum| Saat, uni! Nan hat in 1 vorgeſchit: verurſacht einer, Hat: m8 mand jiger auf fa viſſen Pfa jümlich fi, aften Beſte: andere we: qdere einwir d Verhütun) zu Gebot, e diejenigen t, und di und gehen < unter di! fen, wo I höthum di! d Nahrun) 1. Abſmäßig, dieſem Gegen- fande einen beſondern Abſchnitt zu widmen, wo wir die Natur dieſer Thiere„ und die Art und Weiſe ihrer Vertilgung, und wie ſie unſchädlich gemacht werden können, angeben und uns auf dieſen Abſchnitt berufen werden. Die Behandlung der Pflanzen während ihrer Vegetations= periode oder ihrer Pflege iſt ein ſehr wichtiger Gegenſtand bey der Pflanzencultur. Man verſteht nicht nur alle jene Arbeiten darunter, deren Zweck die Beförderung des Wachsthums der Pflanzen iſt, ſondern auch ſolche Arbeiten, welche an den Pflan- zen vorgenommen werden müſſen, damit diejenigen Theile der- ſelben, welche hauptſachlich gebraucht werden, ſich am vollkom- menſten ausbilden. Diejenigen Arbeiten, welche zur Beförderung des Wachs- thums der Pflanzen angewendet werden, ſind? das Behacken, das Walzen, das Behäufeln und das Jaten, Das Behaen der Pflanzen, vder jede Lo&erung des Bo- dens um die Pflanzen herum, iſt, unter gewiſſen Umſtänden, 33 EN SES NEE Re Za är SSF An AIT INE Anbau der Feldgewächſe,- (326) dem Wachsthum derſelben beſonders günſtig. Die Lebhaftigkeit des'Wachsthums der Pflanzen hängt, bey gleichen übrigen Ver- hältniſſen, davon ab, daß die Pflanzen hinlängliche Nahrung im Boden finden, und ſich derſelben mit Leichtigkeit bemächtigen können. Der ältere Humus ſowohl, als der ſich aus dem friſchen Dünger'bildende Moder, wird aber nur dann im Waſſer auf- löslich und zu pflanzennährender Materie(Extractivſtoff) gebil- det, wenn ein verhältnißmäßiger Zutritt des in der atmoſphäri- ſchen Luft enthaltenen Sauerſtoffs Statt findet. Dieſer Zutritt der Luft zu den Beſtandtheilen des Bodens in einem gerechten Verhältniſſe wird durch die Lockerung deſſelben ganz vorzüglich befördert; und in dem Verhältniſſe, als der Boden immer in einem lockern, den verhältnißmäßigen Zutritt der Luft begünſti- genden Zuſtande erhalten wird, löſt fich der Moder leichter auf, und die Pflanze kann mehr Nahrung anſaugen und ſich leichter darin verbreiten. Je öfter daher das Lockern des Bodens wie- derholt wird, je größer iſt die Wirkung davon auf das Wachs- thum der Pflanzen, und beſonders in einem mehr bindigen Boden. In einem ſolchen Boden wirkt aber auch das Loc>ern dadurch vortheilhaft, daß das Ausbreiten der zarten Wurzeln, welchen der feſte Boden einen ſtarken Widerſtand darbietet, mehr beſchädigt wird, und ſo die Pflanzen, indem ihre Wurzeln die Nahrung aus einem größern Umkreiſe und mithin in größerer Menge aufnehmen, vollkommener werden. Das Lockern des Bo- dens darf jedoch nicht bey zu warmer und trockener Witterung vorgenommen werden, weil dadurch die nöthige Feuchtigkeit ver- dunſtet, und die Wurzeln der Pflanzen beym Mangel derſelben von der zu großen Wärme leiden, vder wohl gar verdorren, und die Pflanzc kränkelt, oder, beſonders wenn ſie noc< jung iſt, abſtirbt. Wenn jedoch der mehr bindige Boden bey anhalten- der troener Witterung auf ſeiner Oberfläche ſo ausgetrocknet iſt,"daß es den obern Wurzeln an Feuchtigkeit zu mangeln an-= fängt, und ſo hart wird, daß ſelbſt der Thau nicht einzudrin- gen vermag und verdunſtet, ehe er von den Wuxzeln aufgenom- men wird, ſo kann ein vorſichtiges flaches LoXern des Bodens in den Abendſtunden, wodurch die nächtliche Feuchtigkeit bis zu den Wurzeln zu dringen vermag, von großem Nuten ſeyn z indem die Wurzeln durch die eingeſogene Feuchtigkeit, die ſie bey der folgenden Hiße- des Tages nicht fahren laſſen, geſtärkt, das Fortwachſen der Pflanzen, wenn auch nur gering, doch. be- fördern, während ſie unter andern Umſtänden oft ganz eingehen. Bey zu feuchter Witterung iſt das Lockern des Bodens, indem er dadurch nur zuſammengeſchmiert wird, nachtheilig. Die auffallenden Vortheile des Lockerns kann man in den Küchengärten bey den Küchengewächſen beobachten) die alle acht Tage gelo>ert- werden, und ſichtlich dabey an Umfang zue- nehmen. Obgleich das Lockern allen Pflanzen ſehr wohl bekommt, und ihr Wachsthum bey allen gleichförmig befördert wird, ſo leidet es doch gewöhnlich nur bey ſolchen Pflanzen Anwendung, die einen großen Raum zu ihrer Ausbildung nothig haben, der ſich mir Unkraut erfüllt und gejätet werden muß, wo man das Jä- ten und LoFern mir einer und derſelben Arbeit verrichtet. Nach dem mannichfaltigen Zuſtande dex Culkur und hergebrachter Ge- WEER SSER FRG ESN SIGHTS E56 SSS R RN INGE GS IE NEE GEES | | 1 Ey NEU 140 0m [3 FUN ve I Fppiel! ple vn h" vn webu jeh Fa fn, NE Gaftan, M NF NNN NN Zy wo dr du !"m 0,4 1 Kadfay jen zu dean A 5 Wer Re Aft iW Ma 4 ") “ x" vin Y' 0. WUR Jud) "itfigen€ Cbhaftigfeit ngen Ver: - Nahrung 'emächtigen em friſchen Baſſer auf: toff) gebil: Em oſphäri: ſer Zutritt 1 gerechten vorzüglich Immer in f begünſti: ichter auf, Ich leichter dens Wie: as Wachs: 7 bindigen (q8 Locker Wurzely, etet, mehr urzeln die 1 größerer des Bo- Bitterung gkeit ver: derſelben ren, und jung if, anhalten: Sgetrodnet ngeln an: einzudrin: Ufgenom: 3 Bodens igfeit bis hen ſeyn; „ die ſie geſtärkt, doch. be: 'ingehen, ,„ indem in den alle acht fang zU“ amt, un) ſo leidet ung, die „ der IId n das Tt: tet, Nach achter Oe: 1. Abſcern gebräuchlich iſt, und nur bey der Drillcultur iſt ein Loc>kern aller Gewächſe in Anwendung. Das Lockern erfolgt am gewöhnlichſten durch Menſchenhände mit der Handhacke 3; da dieß jedoch in den meiſten Fällen eine ſehr koſtſpielige Arbeit iſt, ſv ſind die ſogenannten Pferdeha>en, welche von Pferden, vder wohl auch von Ochſen gezogen wer- den, wodurch man mit geringem Kraftaufwande und Koſten die größten Felder bearbeiten kann, mit mehr Vortheil zu gebrau- ke iſt jedoch nicht bey allen Pflanzen anwendbar, ſondern bey manchen, als z. B. dem Safran, muß die Lockerung durch Menſchenhände mit beſondern Werkzeugen erfolgen, weil die geringern Arbeitskoſten in keinem Berhältniſſe mit dem den Pflanzen zugefügten Schaden ſtehen würden. Durch das Lockern mit der Hac>ke durch Menſchenhände, wo der Boden rings um den Stamm der wachſenden Pflanze, ja wohl unter den Wurzeln ſelbſt gelockert werden kann, wird die Arbeit am vollkommenſten verrichtet; ſie iſt jedoch bey ihrer großen Koſtſpieligkeit nur auf kleinen Flächen, und bey ſolchen Gewächſen anwendbar, welche durch einen hohen Preis die Ko- ſten zu deen vermögen. Die Pferdehacken lockern zwar die Zwiſchenräume zwiſchen den Pflanzenreihen, aber die nächſt dem Stamme liegende Erde bleibt ungelockert 3 denn man darf die Hackeneiſen nicht ſo nahe ſtellen, daß ſie die Wurzeln berühren, weil ſonſt die Verwü- ſtung zu groß würde, die ſolche Werkzeuge an den Pflanzen an- richten würden, wenn ſie nur im geringſten zur Seite ausglit- ten, was, da man dieſe Werkzeuge nie ſo ſicher führen kann, als die Handhacke, auch bey der größten Aufmerkſamkeit unver- meidlich iſt. Dieſe ungelo>erten Stämme müſſen daher bey ſol- men Gewächſen, welche eine Lo>erung um ihren Stamm un- mittelbar erfordern, noch mit der Handhacke nachgelo>kert wer- den. Auch werden durch dieſe Werkzeuge manche Pflanzen, wenn die Zugthiere einen Tritt aus der Reihe machen, vertilgt, ſo wie auch dadurch, daß die Pferdeha>en immer etwas Erde zur Seite ſchieben, manche Pflanzen damit Üüberworfen und mit- hin zu Grunde gerichtet werden. Aber dennoch iſt die Anwen- dung der Pferdehac>en, bey ihrem geringen Kraft- und Koſten- aufwande, in den meiſten Fällen von großem Nuten, indem man zwar den Zweck der Lockerung nicht völlig, aber doch zum größten Theil erreicht, und der durch ſie verurſachte Pflanzen- verluſt durch das um ſo vollkfommnere Gedeihen der andern Pflanzen überwiegend entſchädiget wird. Seit der Einführung der Säemaſchinen hat man die Pferdeha>encultur auch) auf die Getreidearten, und zwar mit dem größten Vortheil, in Aus- übung gebracht; es iſt jedoch dazu ein beſonders lockerer, ebener und von Unkraut und Steinen reiner Boden erforderlich, Auch wird Behufs der LoFerung, beſonders bey den breit- würfigen Saaten, die Egge angewendet, die, obgleich ſie die 39 Anbau der Feldgewächſe. (328) Lockerung des Bodens minder vollkommen vewerkſtelligt, doh von großem Nuten iſt, Sie zerſtört zwar viele Pflanzen, die nicht recht feſt eingewurzelt ſind, weßhalb zu empfehlen iſt, die Saat, wenn die jungen Pflanzen geeggt werden ſvllen, etwas ſtärker zu machen 3 dafür koſtet aber guch die Arbeit nur eine Kleinigkeit, und der Nutzen iſt gegen den Pflanzenverluſt um ſo überwiegender, Gewöhnlich findet man, daß nur die Kartoffeln, wenn die Keime, herauskommen„“ und das Getreide geeggt wer- den, und unter dieſem ſeltner die andern Arten, als nur der Winterweizen, beſonders der untergepflügte, und glaubt, daß das Cgagen im Frühjahre die weſentlichſte Bedingung ſeines Ge- rathens ſey, In manchen Gegenden kennt man jedoch dieſe Ope- ration gar nicht, und hegt den Glauben, bey ihrer Anwendung die ganze Saat zu zerſtören, Vergleicht man ſolche Gegenden, die übrigens unter gleichen Verhältniſſen ſtehen, wo das Auf- eggen des Getreides gebräuchlich iſt, gegen ſolche, wo es nicht der Fall iſt, ſo wird man ſich ſehr bald von den Vortheilen des Eggens überzeugen z und es iſt daher in einem nicht zu lokern Boden das Aufeggen aller Getreidearten und Hülſenfrüchte wohl zu. empfehlen. Nur beym Buchweizen iſt es nicht zu rathen, weil die jungen. Pflanzen, hauptſächlich ihrer breiten, ſehr wei- erung ſowohl durch die Hand- ha>e, als die Pferdehacke, oder durch Eggen Statt finden ſoll, iſt bey den Gewächſen ſo verſchieden, daß bey jedemi das Nähere beſonders angeführt werden muß, Aud) bedürfen mehrere einer wiederholten Lockerung, Das erſte Lockern des Bodens fällt ge- wöhnlich in die erſte Entwickelungsperivde der Pflanzen über der Erde, Bey den Winterſaaten iſt hierzu der Zeitpunct, wenn ſich die durch den Froſt aufgehobene Erde wieder geſezt, und die Pflanzen ihre vollkommene Feſtigkeit im Boden durch den RusStrieb neuer Wurzeln und Blätter erlangt haben.“ Die Som- merſaaten werden dany geeggt, wenn ihre Wurzeln ſich ſoweit verbreitet haben, daß ſie die Pflanzen in ſofern im Boden be- feſtigen, daß ſie durch die Egge nicht gar zu leicht herausge- riſſen werden. Das Walzen, wodurch die AceroberFäche durch die Anwen- dung der Walze zuſammengedrückt wird, iſt unter gewiſſen Um- ſtänden dem Wachsthum der Pflanzen eben ſo förderlich, als vas Lvckern des Bodens, Denn nur ein mäßiger Zutritt der Luft in der Oberfläche des Bodens iſt den Pflanzen gedeihlich, und iſt dieſer zu ſtart, ſo daß die Wurzeln ſelbſt der unmittel- baren Berührung der Luft und Sonnenſtrahlen ausgeſetßt ſind, ſv verdünſten ſie zu viel Feuchtigkeit, fie verdorrenz3 und die Pflanzen kränkeln oder ſterben gänzlich ab. Jſt daher der Bo- den nach der Saat zu loſe, oder iſt ex es durch den Froſt ge- worden, ſo verhüret ein Zuſammendrücken der Oberfläche das Verdorren des Keims,, oder der Pflanzen. Zuvörderſt befördert das Walzen das Keimen der Saat un- ter allen Verhältniſſen, indem durch das Zuſammendrücken des Erdbodens die zum Keimen erforderliche Feuchtigkeit um ſo beſ- ſer erhalten wird, beſonders in einem lvc>ern Bodenz und da ws Ww „um! u ft,! mD dum die Nat NENN ſhine hh Vir? y veſn 7 Mittag Anten MONE Hind 6 Dh Gin der MN bn NÜENN, by Buaf 1 NENE! Bachöthuns vie fich in De beitung pra vi iets 1 wien dv| Nen EON NN (j. Vie Uher vd, wodurd NnFbeile Dir hrt Werden 1 WETEN Selge Kit Wieden 10 Sora; ligt, doch anzen, die [en iſt, die len, etwas It Dür eine "luſt um ſy Kartoffeln, jeeggt wer: [8 nur der laubt, daß ſeines Ge- ] dieſe Oye: i'wendung Gegenden, ) das Auf- 00 es nicht weilen des zu lodern chte wohl zu rathen, ſehr wei: ſtart zer: ie Hand: nden ſoll, 8 Nähere vere einer 3 fallt(ze: zen über het, wenn ſet, und urch den ie Sot: ich ſowe! Boden be: herausge: » Nintwen- ſſen Um: ich, als tritt der deihlich, immittel: gt find, und die der By: Froſt ge: äche das Sqat Un: ücfen des m ſv bel: ; und da » 1. Abſchn. Januar. (329) beſonders bey der Frühjahrsſaat ſehr viel auf ein gleichförmiges Hervorkommen derſelben ankommt, damit eine gleichmäßige Nei- fung erfolge, ſo iſt die Anwendung der Walze bey ihr, un- mittelbar nach der Saat, ganz vorzüglich zu empfehlen. Das Walzen der Winterſaat im Herbſt 1iſt jedoch, da es bey dieſer weniger auf ein gleichförmiges Keimen ankommt, indem ſich die Pflanzen im folgenden Frühjahre mehr ausgleichen, ohne beſondern Vortheil, Aber auch das Fortwachſen der gekeimten Saaten in einem ſehr loſen Boden, wenn Trocniß Statt fin- det, fördert das Walzen, weil dadurch die dazu erforderliche Feuchtigkeit um ſo mehr erhalten wird, Beſonders wichtig aber iſt die Anwendung der Walze im Frühjahr, den durch den Winterfroſt aufgetriebenen und zerborſtenen Boden, auf dem die Pflanzen zum Theil aus der Erde herausgehoben lie- gen, wieder zuſammendrücken, und die bey dett ſcharfen Früh- jahr8winden dem VWerdorren nahen Pflanzen wieder in eine nähere Verbindung mit dem Boden zu bringen. Man muß in. dieſem Faile eine möglichſt ſchwere Walze in den Nach- mittagsſtunden, wenn der- Boden etwas abgetrocknet iſt, in Anwendung bringen, und nur dadurch iſt der oft ſo unver- meidliche Verluſt vieler Pflanzen bey der Winterſaat zu ver- hindern. Das Behäufeln der Pflanzen, wodurch man rings um den Stamm der wachſenden Pflanzen Erde anhäufelt, iſt beſonders dann nothig, wetn die fruchtbare und loc>ere Erde zu ſeicht für den Bedarf der Pflanzen iſt, und hauptſächlich bey ſolchen Pflanzen in Anwendung zu bringen, bey denen die Größe des Wachsthums nur von der Menge auflöslicher Nahrung abhängt, die ſich in dem Bereiche ihrer Wurzeln findet, und die der Aus- breitung ihrer Blätter und Aeſte und des, nöthigen Einfluſſes des Lichtes wegen in weitern Zwiſchenräumen gebaut werden müſſen, als ihre Wurzeln im Boden Raum bedürfen und ein- nehmen können. Hiernach beſteht der weſentlichſte Vortheil des Behäufelns darin, daß jene Erde, die ſonſt von den Pflanzen- wurzeln nicht erreicht würde, dadurch zur Vermehrung des Pflanzenwachsthums beytragen muß, daß ſie an den Stamm auf die über den Wurzeln liegende Erdſchichte herangezogen wird, wodurch die darin befindlichen Pflanzen nährenden Be- ſtandtheile durch den Regen den unterliegenden Wurzeln zuge- führt werden können, die ſonſt nutzlos im Boden verbleiben, vder nur den Unkräutern. zu Gute gekommen wären, oder ſich verflüchtigt hätten. Außerdem gewährt das Behäufeln aber auch noch manche andere Vortyeile, die theils geradezu zur Beförderung des Wachsthums der Pflanzen beytragen, theils auf indirectem Wege ſie begünſtigen. Zu den erſtern ſind zu rechnen: der be- glnſtigte Austrieb von Kronenwurzeln bey den gragartigen Gez wächſen, die ſich in die neue Erdſchicht verbreiten 3 die mehrere Feuchtigkeit, welche die dadurch tiefer gekommenen Wurzeln vor dem Ausdorren' ſchüßt, und eine gut behäufelte Pflanze weniger abhängig vom'Negen macht 3; zu den letteren iſt die Vertilgung des Unkrauts zu zählen, welche durch das Behäufeln vollſtänz dig bewirtt wird. 387 Pflanzen; Hand. Anbau der Feldgewächſe. (330) Das Behäufeln geſchieht, wie das Behacken, entweder mit der Handhaue durch Menſchenhände, vder mit andern Werkzeu- gen, beſonders dem Schaufelpfluge, die durch Thiere gezogen werden, wo aber die Saat in Reihen geſäet ſeyn muß. Durch das Behäufeln mit dem Schaufelpfluge wird die Arbeit eben ſo vollkommen verrichtet, als durch die Handhaue mit Menſchen- händen, und es hat, da es durch die Anwendung von Zugthie- ren ungleich wohlfeiler iſt, unbedingte Vorzüge vor jenem, Durch das Jäten wird dasjenige Unkraut, welches durd) die Vorbereitung des Ackers nicht vertilgt werden konnte, aus-= gerottet. Es iſt von großer Wichtigkeit, da die Pflanzen in ei- nem durch die Unkräuter zu ſehr beengten Naume nicht gedei- hen, indem ihre Ausbreitung dadurch gehindert wird, und be- ſonders bey höher wachſendem Unkraut in den Schatten geſeßt, des zu ihrer Ausbildung ſo wohlthätig- wirkenden Einjluſſes des Lichts beraubt werden, Überdieß aber auch die Unkräuter ihnen Nahrung entziehen. In jedem V>er kommt, ſelbſt bey der ſorgfältigſten Vorbereitung, Unkraut zum Vorſchein, und wenn auch viele Gewächſe bey einem dichten Stande manche Unkräuter überwachſen und unterdrücken, ſo ſind doch viele in der erſten Periode des Wachsthums ſo ſchwächlich, daß ſie faſt von jedem Unkraute leicht überwältigt werden, ſo wie auch manche Unkräuter einen ſo kräftigen Wuchs haben, daß fie alle angebauten Futtergewächſe überwachſen und unterz= drücken. Bey den in Reihen geſäeten Saaten erfolgt das Zerſtören des Unfrauts durch das Loern des Bodens und Behäufeln der bey den breitwürfigen Saaten muß es dagegen mit den Händen ausgezogen werden, und dieſe Arbeit wird im näch- ſten Sinne des Worts das Jäten genannt, Obgleich das Jätert mit dex Hand eine ſehr koſtſpielige und mühſame Arbeit iſt, ſo wird doch dadurch der Zweck der Unkrantvertilgung am beſten erreicht, und manche Saaten können. auf keine Weiſe anders von dem Unkraut gereinigt werden, als durch das Jäten mit der : Da jedoch unter den Unkrautpflanzen viele ſind, die ein ſehr gedeihliches Viehfutter geben, ſo bezahlt fich die Arbeit dadurch, beſonders in grasarmen Gegenden, doch einigermaßen. Bey dem Loc>ern des. Bodens und Behäufeln wird es jedoch nur im Wachsthume geſtört und verfanlt guf dem Felde, Von der Erndte, “ Die Erndte der Feldgewächſe iſt der Inbegriff aller der Ar- beiten, welche das Abbringen der Pflanzen pon deim Felde ver- urſacht. Sie iſt ein ſehr wichtiger Theil der Pflanzencultur, der eine ganz beſondere Aufmerkſamkeit erheiſcht, denn von dem glücklichen Vollbringen derſetben hängt der Ertrag des Feldbaues hauptſächlich ab. Nüßglückt dieſelbe, ſo wird der Ertrag nicht nur ſehr geſchmälert, ſondern die Gewächſe können dabey aud) ſoy unbrauchbar werden, daß ſie gar keinen Ertrag gewähren, und zu nichts als zu Dünaer zu gebrauchen ſind. Das glüFliche Vollbringen der Erndte hängt zum Theil vom Landwirth ab, nämlich von der Wahl des richtigen Zeit- puncts, welcher dann eintritt, wenn entweder die Pflanzen ihre EE EE ESIS SEAES „dm KSE. Jahn) vit je M Mp MERN NUE Ia je vn uns WG (hit Noon: mmh him LINEN NOBNNN ONNEN Dl Auſten Edie uml vom elbe fyp) EME Wundt iy Wien Werbe, RE EEN 10 weber 103 10h. NnhiliH 0 On ppady peln auff ve Orp un 10 Np, Pe pen aben 6 Wh, Uy) aut Me Uh "M hr)! „hy M ay On m Wiha "" wa) ") ; Nur ih "belge; AÜwedey mmi m Werkzeu: eve gezogen 103, Durch beit eben ſy 4 Menſchey- von Zugthie: jenem, elches durch Onynte, aus: Lanzen in ei: hicht gedit: rd, und be: arten geſeßt, n Einfluſſes ie Unkräuter „, ſelbſt bey ſchem, und de mance doch viele 0, daß ſie 1, ſowie aben, daß nd unter: 8 Zerſtören häufeln der agegen mit rd im näch: ) das Jatei! beituſt, ſv am beſten anders von en mit der nd, die ein die Arbeit nigermaßen, ) es jedoch (de, ſer der Ar: Felde ver: nzencultu, n von den Feldbau trag nim dabey aus) gewähren, zum heil - Amt hiigen IE flanzen 190 4. Abſchn. Januar. (331) Ausbildung vollendet haben, die Samen reif ſind, oder diejeni- gen Theile der Pflanze, welche hauptſächlich von ihr gebraucht werden, als die Wurzeln, Blätter, der Baſt des Stängels und die Blüthen zu dem erforderlichen Grade von Vollkommenheit gelangt ſind. Wenn dieſer Zeitpunct eintritt, ſo muß die Erndte unverzüglich eintreten, wenn nicht Verluſt an Qualität und Quantität der Pflanzentheile erfolgen ſoll. Hauptſächlich aber hängt die glüliche Vollbringung der Erndte von der günſtigen Witterung ab. Wenn auch der Landwirth dieſe nicht in ſeiner Gewalt hat, und er den dadurch entſtehenden Verluſt nicht zu hindern vermag, ſo kann ex doch manche Mittel ergreifen, die Nachtheile, die durch ungünſtige Witterung während der Erndte- zeit verurſacht werden, zu mindern. Nächſt der Treffung und Beobachtung des richtigen Zeit- puncts der Erndte ſind die Art und Weiſe, wie das Erndtege- ſchäft vollbracht wird, das heißt die Kenntniß aller Werkzeuge und deren Anwendung, ſo wie die verſchiedenen dabey zu beob- achtenden Vorkehrungen, Handgriffe und anderweitigen Mani- yulationen, durch die die Gewächſe, oder nur die brauchbaren Theile derſelben, in demjenigen Zuſtande eingebracht werden, in welchem es nöthig iſt, von der größten Wichtigkeit, Da übrigens die meiſten Feldgewächſe nicht in dem Zuſtande zum Gebrauch tauglich ſind, in welchem ſie vom Felde kommen, ſondern erſt durch mancherley Arbeiten dazu tauglich gemacht werden ,. die nicht unmittelbar nach der Erndte erfolgen können, ſo müſſen die Feldgewächſe bis zu der Zeit, wo ihre weitere Bearbeitung zum Gebrauch eintreten kann, aufbewahrt werden, Dieſe Aufbewahrung der unzubereiteten Gewächſe hängt mit der Erndte unmittelbar zuſammen, indem ihnen beym Einbringen vom Felde ſogleich derjenige Plat angewieſen werden muß, wo ſie einſtweilen verbleiben, Bey dieſer Aufbewahrung kommt es hauptſächlich darauf an, daß ſie in einem guten Zuſtande erz halten werden,;; Bey der großen Mannichfaltigkeit der Feldgewächſe laſſen ſich weder in Beziehung des richtigen Zeitpuncts der Erxndte, noch hinſichtlich der Erndtegeſchäfte ſelbſt, ſo wie hinſichtlich der einſtweiligen Aufbewahrungsart allgemeine Grundſätße und Regeln aufſtellen, ſondern dieſe ſind nach der Mannichfaltigkeit der Gewächſe und derjenigen Theile, durch welche ſie hauptſäch- lich nüßen, ſehr verſchieden. Nur bey deny Getreidearten und einigen andern Gewächſen iſt das ganze Exndtegeſchäft ziemlich gleichartig, und es wird daher in der Folge in dem betreffenden Monat die Art und Weiſe der Erndte des Getreides, als des hauptſächlichſten Theils der Feldgewächſe, als ein beſonderes Kapitel behandelt werden. Bey denjenigen Gewächſen, deren Erndteart der des Getreides ähnlich iſt, wird ſich im Haupt- ſächlichſten auf dieſes Kapitel bezogen werden z bey den anvern Gewächſen muß jedoch alles das, was ihre Einerndtung betrifft, beſonders angeführt werden, Von dem Zugytemachen der Feldgewächſe, ur wenige Feldgewächſe, oder ihre verſchiedenen Tyeile, durch welche ſie nüßen, ſind in dem Zuſtande, in welcheia ſie 39 40 Anbau. der Feldgewächſe.| (332)/| geerndtet werden, zum ſofortigen Bedarf tauglich, ſondern die| et meiſten müſſen erſt durch eine beſondere Bcarbeitung zum B-«|,„yt darf tauglich gemacht werden. Dieſe Bearbeitung oder Zuberei-| mn wn tung der Feldgewächſe oder ihrer einzelnen Theile, zum eignen|„41 Gebrauch, vder zu Kaufmanns8waare, iſt die Zugutemachung| 17 pl der Feldgewächſe- Bey mehrern Feldgewächſen, namentlich bey den Getreidearten, beſteht die Zubereitung derſelben nur darin,| 9. die Samen- aus den Hülſen zu trennen und von allen fremd-| pe artigen Theilen zu ſcheiden, indem ihre gereinigten Samen die| upm allgemein begehrte Kaufmanns8waare ſind. Das geſchieht ge- ail wöhnlich durch das Dreſchen und die damit verbundene Neini- M u gung des ausgedroſchenen Samens, wiewohl die Trennung des ni 4"al Samens bey manchen Gewächſen durch das Dreſchen nicht ber| u werkſtelligt werden kann. Da die Trennuns" des Samens aus| MENN den Hülſen und ihrer Neinigung, bey dem größten Theil der- En jenigen Gewächſe, welche des Samens wegen gebaut werdens| durch die Mänipulation. des Dreſchens erfolgen kann, und da dieſe Gewächſe die Mehrzahl der angebauten bilden, ſo wird in der Folge das Dreſchen und die damit' verbundene Reinigung| | der Samen als ein beſonderes Kapitel behandelt werden, und es wird bey allen Gewächſen, auf welche. dieſe Beziehung ha- ben, hinſichtlich ihrer Zugutemachung darauf verwieſen werden. Bey denjenigen Gewächſen, wo die Gewinnung der Samen jes| 00 doch nicht durch das Dreſchen erfolgen kann, muß die Urt und| 1 m) Weiſe der Samengewinnung beſonders angeführt'werden, 80 Es werden jedoch außer den Samen auch noch andere Theile| jiiwih, der Feldgewächſe gebraucht, und dieſe müſſen, wean ſie nicht FANGEN gleich bey der Erndte beſonders gewonnen werden, erſt durch m" wn 4 beſondere Vorrichtungen von den andern Theilen der Pflanze| ſym getrennt werden. Aber auch dieſe abgeſchiedenen Theile müſſen| VENN zum Theil, ehe ſie zum Gebrauch tauglich ſind und begehrte| im nN! Kaufmannswaare werden, noch beſondern Vorbereitungen un-| jw by de terworfen werden, und da dieſe nach der Mannichfaltigkeit der| 59(0 N NENE verſchiedenen Gewächſe ſehr verſchieden ſind, ſo muß dasjenige, was die Zugukemachung derſelben anbetrifft, bey jedem Gewächs beſonders angeführt werden.| Die Zugutemachung der Feldgewächſe iſt für den Landwirth ein ſehr wichtiger Gegenſtand, indem die größere oder geringere Di ih Vollkommenheit derſelben den größten Einfluß auf ihren Preis Weed fü behauptet. Sie iſt bis zu einem gewiſſen Grade mit dem land- 077100707; wirthſchaſtlichen Betriebe ſo innig verbunden, daß ſie nur vom 1 1 Nfjenies Landwirthe beſorgt werden kann. Ein großer Theil der Zube-| EN zeitung iſt jedoch nicht weſentlich mit dem landwirthſchaftlichen| With, Betriebe verbunden, indem das Product auch ohne dieſe verkäuf- Uſe lich iſt; allein fie iſt für den Landwirth, wenn ſie auch beſon-| Wibry dere Vorrichtungen und Werkzeuge erfordert, doch von ſo gro-|"nD ßem Nuten, indem ſie durch die Preiserhöhung des Products| NGL die darauf verwandten Koſien, Arbeiten und Mühe ſv reichlich Den ay; bezahlt, und kann in ſeinen Verhältniſſen ſo füglich verrichtet Vet werden, daß es das Beſtreben jedes Landwirths ſeyn ſollte, NN ſeine Producte in keinem andern Zuſtande zu verkaufen, als er, ährend va) „obtye gerade in das Fabrikweſen einzugreifen, ſie in ſeinen"werb Verhältniſſen durch die Zugutemachung herzuſtellen verinag,. M), 103) hrt » ſonderh die and zum Be. oder Zuberej: zum eignen (autemachung amentlich bey en nur darin, allen fremd: n Samen die geſchieht de: "dene Reini: vennung des en nicht be: Oamens qus n Theil der: aut Werden, nn, und da , ſv wird in o Reinizung erden, und ziehung Nz: verden, vw fie nicht erſt durch der Pflanze heile müſſe! nd begehrte tungen un: altigfeit der ß dasjenigt, m Gewahs 1 Landwirth er geringere ihren Preiß - dem land“ ie nur vom» der Zube: ſchaftlichen ſe vertäuf: uch beſon: on ſo gr? 3 Produ ſy veichlic) 1 vernichtet ſeyn ſou, en, as m ſem 1 verinag: 4. Abſce, als auch die Felder von der Schneedecke befreyt werden, und der Froſt mindeſtens aus der vbern Fläche des Erdbodens heraus gezogen wird. Die Vegetation beginnt nun, und Thiere, die ihren Aufenthalt den Winter über in einer größern Tiefe in der Erde hatten, kommen nun an die Oberfläche. Durch ſcharfe Winde und die größere Wirkung der Sonne wird der aufge- thaute Erdboden oft ſehr bald ſo tro>en, daß man gegen Ende des Monats ſchon die Ackerarbeit beginnen kann. Verſpätete ZUSENDEN Ue können nun noch nachgeholt werden, ſo wie auch mancen ſollte, zu kurz werden würde, ſo wird da8jenige, was die Auf- bewahrung des Getreides betrifft, hier als ein beſonderes Kapi- tel behandelt und ſich in den folgenden Monaten darauf bezo- gen werden. Eben ſo wird hier das Weſentlichſte der Ueberdün- 44 Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar. (266) auf bezogen werden. IEE Uebrigens iſt. hier noch zu bemerken, daß, da im Januar öfters ſo gelinde Witterung Statt fipdet, daß die Vegetation beginnt, und ſelbſt das Ackerland ſo abtrocnet, daß in demſel- ben gearbeitet werden kann, alles das, was in dieſem Monate angeführt iſt, mit Ausnahme der Sommerſdat, auch auf jenen Anwendung hat. Zweyter Abſchnitt. Anbau der Feldgewächſe, Getreide. Winterroggen. Man hat Beyſpiele, daß bis Ende dieſes Monats, ja ſelbſt im Anfange des Märzes, noch gemeiner Winterroggen, deſſen Einſaat im Herbſt verhindert wurde, geſäet worden iſt, und manche Erfahrungen beſtätigen es, daß vfters eine ſolche Rog- genſaat eine faſt eben ſo gute Erndte gegeben hat, als diejenige, welche zur gewöhnlichen Saatzeit im Herbſt erfolgt iſt. Die meiſten Erfahrungen ſtimmen jedoch darin überein, daß eine dergleichen Roggenſaat nicht den Ertrag gewährt, als die Herbſt- roggenſaat. Betrachtet man dieſen Gegenſtand aus dem natur- gemäßen Geſichtspuncte, und vergleicht die darüber angeſtellten Beobachtungen mit Erwägung der Statt findenden Nebenums» ſtände, ſo ergiebt ſich folgendes: Man kann den gemeinen Winterroggen bis zu Ende dieſes Monats ſäen, ohne befürchten zu dürfen, daß er ausbleibt z denn wenn auch ein ſtarker Froſt die Noggenſaat in der Milch trifft, ſo ſchadet er dieſer, wenn der Boden nicht zu ſehr mit Feuchtigkeit von friſch gethauetem Schnee angefüllt iſt, und das Samenkorn nicht zu viel Feuchtigkeit eingeſogen hat, und da- durch zu ſehr aufgetrieben iſt, ſo leicht nicht. Eine ſolche ſpäte Saat giebt unter übrigens gleichen Umſtänden öfters einen faſt eben ſo ſtarken Strohertrag, als eine ſolche, welche in der ge- wöhnlichen Herbſtſaatperiode geſaäaet worden z; niemals kommt ſie aber im Ertrage der Körner der Herbſtſaat gleich, Der Grund hiervon liegt in der Natur der Roggenpflanze. Der Roggen ſchoßt nämlich im Frühjahre ſehr zeitig. Iſt die Saat zu gehö- riger Zeit im Herbſt gemacht worden, ſo hat die Roggenpflanze ſich gehörig bewurzeln und die gehörigen Seitentriebe machen können. Tritt nun im Frühjahre die Schoßzeit ein, ſo werden die Pflanzen um ſo kräftiger und maſtiger, weil nächſt den at- moſphäriſchen Theilen, welche die Pflanzen, vermöge ihres thä- tigen Blattorgans,. ſich aneignen,„auch zugleich die vollkommnere Bewurzelung ihren Wuchs fördert. Dergleichen. ſtark bewurzelte Pflanzen widerſtehen auch der ungünſtigen Frühjahrswitterung aum ſo. kräftiger. Hinſichtlich des- Samenertrags-und--dex- voll- kommenen Ausbildung. der Samen kommt es, weil dann die Pflanze die erforderliche Nahrung größtentheils nur aus dem KS SETE EN ERNE erw ek Zun AUSSEN ARG mie mm ZEND ZE dr Ga RAR DE 5 eig er REER Hum Feva 1 GALASETE gung der Saaten angeführt und im Speciellen in der Folge dar- „ud? N Gantz t vi wl) 4 Ge md S u) wn 1 In Wai (aulig EY „x di ausgeſäet werden, weil er ſich ſtark beſtaudet und, zu dicht ge- baut, leicht lagern würde 3; übrigens verträgt er eine frühe Aus- ſaat eben ſo gut, wie eine ſpätere. Verfaſſer dieſes hat zwar nicht ſelbſt Gelegenheit gehabt, dieſen Roggen zu beobachten z jedoch von einigen Landwirthen, welche denſelben einige Jahre gebaut haben, die Verſicherung erhalten, daß er in ihrem, dem Winterroggen- günſtigen Boden demſelben zwar im Ertrage un- ter gleichen Verhältniſſen nicht gleich komme, jedoch unter al- len Sommergetreidearten die ergiebigſte ſey. Nur ſoll das Mehl dieſes Noggens ſich nicht gut zum Brodbacken eignen, Die Benupung der Körner des Sommerroggens zu Brod, zu mancherley Speiſen, zu Brantwein, zu Viehſutter, als Kaf: feeſurrogat U. ſ. Ww., ſo wie die ſeines Strohes zu Viehfutter, ur Streuung, zur Bedachung, zu Strohſeilen in der Erndte u. | w., wozu er eben ſo gut.zu gebrauchen iſt, als der Winter? roggen, iſt zu allgemein bekannt, als daß ſie hier beſonders er- wähnt werden dürfte, und es wird auch in dieſer Hinficht auf den Winterroggen, im Monat September, wo das Nähere anz geführt werden wird, verwieſen. Wahl des Bodens und der climatiſchen Verhältniſſe. Nach der allgemeinen Erfahrung geräth der Soimmerroggen in einem mehr mit Sand gemengten Lehmboden, ſo wie Übera haupt in jedem lockern Boden beſſer und ſicherer, als in einem mehr gebundenen Boden. Durch die Cultur iſt er jedoch an ſo mancherley Bodenarten gewöhnt worden, daß er ſowohl in dem mehr thonigten Boden, in welchem Weizen mit Vortheil ges baut werden kann, der gewöhnlich Gerſtenboden 1ſter Claſſe, oder ſtarker Gerſtenboden genannt wird, als auch in dem ſan= digen und dürren Boden, der nur ſo viel Gebundenheit hat, daß er vom Winde nicht verwehet wird, wo weder Hafer noch Gerſte wachſen wollen, fortkommt. In einem ſehr ſtrengen tho= nigten Boden iſt jedoch ſein Gerathen ſehr unſicher. Wenn der Boden reich und kräftig iſt, ſo iſt ſein Ertrag um ſo größer 5 er giebt aber auch in dem magerſten Boden einen größern Ers trag, als jede andere Getreideart, außer dem Winterroggen. Als eine ſchneilwüchſige Pflanze bedarf er zu ſeiner erſten Ausgbildung viel Feuchtigkeit, und er geräth da am vorzüglich= ſten, wo kühle und feuchte Frühjahre Statt finden und der Bo2= den einen hinlänglich feuchten Untergrund hat. Hat der Boden eine Beymiſchung von Kalk oder Mergel, ſo iſt dieß dem Soms merroggen um ſo erwünſchter.. Vermöge der Eigenſchaft, daß der Sommerroggen in ſo verſchiedenem Boden fortkommt, iſt er eine allgemein anzuems= pfehlende Frucht, die nirgends unbekannt ſeyn, und überall wes nigſtens in der Ausdehnung gebaut werden ſollte, um ſtets eis nen Samenvorrath zu haben, um ihn dann, wenn die Einſaat der Winterung verhindert worden, oder dieſelbe ausgewintert iſt, anſtatt derſelben, die er am beſten vertritt, anzubauen, und dadurch dem oft ſo empfindlichen Ausfall an Winterung zu bez gegnen. In dem ſandigen tronen Boden, wv Hafer und Gerſte Unſicher fortkommen, da leiſtet der Sommerrvggen die trefflich 47 <<<= u imd pm MT= t 438 u nE 2 pmepeneengnn nemen SSS SNN STERREGEN„6 wein» M Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar. (270) ſten Dienſte, und iſt recht an ſeinem Plate; und in ſolchen Ge- genden ſollte er ganz vorzüglich gebaut werden, obſchon er in vielen ſolchen Gegenden Deutſchlands zum großen Nachtheile der Ackerbauer gänzlich unbekannt iſt. Beſonders iſt aber ſein Anbau in den bergigen oder hochge- legnen Ländern, ſo wie in dem movrigen und torfigen Boden zu empfehlen. In erſteren finden gewöhnlich kühle und feuchte Früh- linge Statt, welche dem Wachsthume des Sommerroggens vor- züglich günſtig ſind, wogegen der Winterroggen wegen der zeiti- gen Fröſte im Herbſte, und der ihm oft ſchädlichen Frühlings- näſſe, unſicher geräth, und der Sommerroggen in der Regel ei- nen ſichern und höhern Ertrag giebt. In dem movrigen und kor- figen Boden iſt der Anbau des Winterroggens immer mißlich, indem dieſer Boden bey der Näſſe ſchwammartig aufſchwillt, und 'von dem Froſt ſo in die Höhe gezogen und zerriſſen wird, daß die meiſten Pflanzen des Winterroggens zu Grunde gehen. Auch iſt in einem ſolchen Boden die Feuchtigkeit im Frühjahr dem Winterroggen oft ſchädlich. Alles dieß trifft den Sommerroggen nicht, oder ſchadet ihm weniger. In demjenigen Boden, wo der Winterroggen ſicher geräth, und Gerſte und Hafer gut fortkommen, iſt der Anbau des Som- merrvggens in größerer Ausdehnung nicht zu empfehlen, weil er im Durchſchnitt einen geringern Ertrag giebt, als der Winter* roggen, und auch Gerſte und Hafer im Durchſchnitt eine mehr ſichere und gewöhnlich auch größere Erndte abwerfen. Sommerſtaudenroggen und der Roggen aus Aegypten kommen in einem zu loſen und trocknen Boden nicht gut fort, ſondern verlangen, wenn ſie gerathen ſollen, einen mehr bündigen und feuchten Boden. Düngung. Obwohl der Sommerroggen auch in dem magerſten Boden fortfommt, wo außer dem Winterroggen keine andere Getreide- frucht einen lohnenden Ertrag giebt, ſo gedeihet er doch in einem kräftigen Boden um ſo beſſer; und der Sommerſtaudenroggen und der Roggen aus Aegypten verlangen durchaus einen kraft- vollen Boden, wenn ſie nicht einen gänzlichen Rückſchlag geben ſollen. Daß der Sommerroggen übrigens einen kräftigern und friſcher gedüngten Boden haben muß, als der Winterroggen, wenn er dieſem im Ertrage nicht nachſtehen ſoll, gehet daraus hervor, daß'er als-eine ſchnellwüchſige Pflanze, bey dem fkürzern FEHPERT, ſeines Wachsthums, eine größere Menge leicht auf- völicher Nahrung im Boden vorfinden muß, wenn er vollkom- men gedeihen ſoll, wogegen der Winterroggen längere Zeit im Boden zubringt, langſamer ernährt wird, und von dem allge: mach ſich auflöſenden ältern Humus zehrt. Friſcher Düngung be: darf er jedoch nicht. Dieſelbe iſt vielmehr aus zweyerley Grün: den nicht zu empfehlen. Zuvörderſt enthält der im Frühjahr ausgefahrne friſche Miſt eine Menge keimfähiger Samen von andern Sommergewächſen, welche unter der Sommerroggenſaat mit emportreiben, und denſelben oft ſo verunreinigen, daß er ein Mengekorn wird. Dann iſt der iim Frühjahr ausgefahrne Miſt gewöhnlich noch ſo wenig zerſebt, daß er einen Theil der hißi- epos! „hihun) m meſa! FN(m mf MANt LUDI 1 Bito vo Ge m zum Gon he a18 Geh | göiwet, dn! den, Miſt im gef “« | wedurh 1 vn | leiht aufst | Geo | hindu m fer(acht 1! Kocfehu handlung! kungurd bräunen, aht aufder fe) Qurgfee vs 1 eroggen Wel Jnwendund u lean Geze (em Cms fen JUwÖhnld pen geringer Ding ungut ber Dort oho vo(hnedler 0 Do de Wbt wird, | ſabe eußpenrt Aitterungsfeh Wohnt ih) Wehr 9,: bene, in ſolchen Gy Dbſchun ey Nachtheile be oder hoy: zen Boden 1x feuchte Fri. troggeng vr gen der ef: Nn Frühling: der Regelt: Igen und tir: imer mißlih, chwillt, in) n wird, dy zehen, Auß rÜbjahr dy mimerrogu cher geräth, | des Som: cn, Weile er Winter eine mehr en fommen t, ſondern ndigen un) ſten Boden e Getreide: < in einen udenroggen nen kraft: hlag gebet igern und terroggen, jet daraus m fürzem eicht auf: vollkom: e Zeit im em allge: gung be“ (ey Grun: Frühjahr amen von voggenſaat daß er en hrne Miſi ( der bibi: Anbau der Feldgewächſe. Sommerroggen. (271) gen Gährung noen unmöglich iſt, dieſelben vielmehr in dem gelockerten Boden um ſo mehr wu- en und die Agroſtigarten wachſen um ſo üppiger, M und unterdrücken den Sommerroggen. Bey der reinen Dreyfel: im dis derwirthſchaft, wo nach der Sommerung eine Brachbearbeitung When! erfolgt, kann zwar der Boden durch dieſe wieder gereiniget wera puß 1 den 3; allein es bleibt doch immer der Nachtheil, daß er durch gar die wuchernden- Unkräuter ſehr erſchöpft wird, die angebaute[iſt 95 Frucht dagegen wenig Ertrag giebt. Bey jedem andern Wirth« wildem€ ſchaftsſyſteme, iwo nach der Sommerung keine Brachbearbeitung ju) eimDo erfolgt, iſt es durchaus nachtheilig, den Sommerroggen in dieſer| mn Ordnung folgen zu laſſen, weil der Boden dabey ſehr verwildert,) Jurh9Q und. von Unkraut erſchöpft wird; derſelbe müßte dann durch ſorg jd,! fältige Cultur ſehr rein von Unkraut ſeyn, und man verwendete nd(019S im zeitigen Herbſt die gehörige Aufmerkſamkeit auf ſeine Beare jn 11071 beitung. Wenn man den Sommerroggen nach der Brache fol-(10.0007 7x gen läßt, ſo kann man mit Sicherheit auf einen guten Ertrag Ib OE rechnen, es wäre jedoch) Verſchwendung, ihm dieſen Platz anzu- Indery! 30 weiſen, da er gegen den Winterroggen gewöhnlicd) immer im Ers EE trage nachſtehet.| mſt Am vorzüglichſten geräth er nach Kartoffeln, ja er giebt,| hm 736 nach dieſen gebracht, oft einen Ertrag, der ſelbſt dem gedüngten| WIE Winterroggen gleichfommt, oder ihn wohl gar übertrifft; und| WB dieß iſt wohl unſtreitig ſein beſter Plaß zum Anbau, und ex Nen IE verdient dieſen Plaz mehr, als die Gerſte, welche ihm, wenn ſie 10907 auch noch ſo gut geräth, im Ertrage nicht gleichkommt, zumal, DEN da der Klee, unter den Sommerroggen geſäet, eben ſo gut fort- fe, 1997 kommt, als unter der Gerſte. Auch uach allen andern behackten ved(uh! Srächten, ſo wie nach allen ſolchen, welche einen lo>ern und| Jm reinen Boden hinterlaſſen, geräth er gut. Nach Lein ſchlägt er furhenä jedoch gewöhnlich nicht ein. Rach Winterung, beſonders wenn drfen di der Boden zu gehöriger Zeit bearbeitet worden iſt, geräth er jeitiger vai auch ſo ziemlich 3 doch nach) Winterroggen noch beſſer, als nach 47 Winterweizen. Nach anderm Getreide iſt ſein Ertrag ſehr unſiz M mäßigſten, im vorhergehenden Jahre das Feld ſo nige zuzurichten, als wenn man Winterſaat ſäen wollte; nur muß' 0 Hie EDEBÄSE weng rde ER iran NE ee, 072 MER R bg GAR bag eb EREN NSRAS ERIERRE SHS EHE SERGEI SE DR IIEE ar, M Unter: Uppiger 1 Dre arbeitung Niget wers ß er durch angebaute tn Wirth arbeitung nh in dieſer verwildett, durch ſor: verwendete ene Vequ Zrache fol: ten Ertrag Dab anzy: ner im Er er giebt, edüngten fit; und und er wenn ſie - zumal, gut fort: hehaFten Fern und ſchlägt ex ers wenn geräth er als nach ehr unſi: ers nache: achſe fol: en Boden (iche Zeit ine friſche jt in dem mehr als arbeitung den, wo nd dany, ß, wenn ehr bun: ten, und hen, it aut wird, 1) Feld ſy nur muß Anbau der Feldgewächſe. Sommerroggen. (273) die Zurichkung nicht zu zeitig vollendet ſeyn, weil ein zugerich» teter Aer, der lange Zeit liegt, endlich wieder verwildert. Wenn er in die Winterungsſtoppeln geſäet werden ſoll, ſo müſſen dies ſelben bald nach der Erndte flach um ebrochen werden, und es muß noch während der tronen Herb witterung eine ordentliche Bearbeitung mit dem Haken erfolgen, damit die Que>en möge lichſt herausgebracht werden, Nur dadurch wird man dem Ver- wildern des Bodens unter dem M TIER begegnen, und ſich einen lohnenden Ertrag von ihm ſichern können. Wenn der Sommerroggen jedoch, wie dieß leider ſehr häufig geſchieht, auf 2 Furchen geſäet wird ,. wovon die erſte im Spätherbſt gegeben wird, und die andere im zeitigen Frühjahre,„wenn der Boden noch ſehr feucht iſt, erfolgt, wo derſelbe wenig gelo>ert, ſon= dern nur zuſammengeſchmiert wird, dann darf man ſich freilich keinen geſegneten Erfolg verſprechen, das Verwildern des Box dens aber und das Mißrathen keinesweges dem Gewächs ſelbſt, ſondern nur der fehlerhaften Beſtellung zuſchreiben. Unter allen Umſtänden iſt es am gerathenſten, die Zurichtung im vorhergehen» den Herbſt erfolgen zu laſſen, weil wegen der nothwendigen zeie tigen Ausſgat des Sommerroggens im Frühjahre nicht die erfors derliche Zeit dazu bleibt, und auch durch die Bearbeitung des Bodens im Frühjahre, bey den ſcharfen austrocknenden Winden, die dem Sommerroggen zu ſeinem Gedeihen unentbehrliche Feuch figkeit zu leicht verdunſtet, Die Saatfurche muß jedoch im Frühz jahre erfolgen, weil der Boden ſich den Winter über zu ſehr ſebt, und bey mangelnder Lockerheit die Nahrung weniger leicht und ſchnell auflöslich wird, als es der Sommerroggen verlangt. In dem M RCN Boden iſt es jedoch gerathen, auch die Saat- furche im Herbſt zu geben, weil der Voden dadurch ſeine Win- Terfeuchtigkeit um ſo mehr erhält, der Sommerroggen um ſs zeitiger geſäet werden, und vor dem Beginnen der warmen und tronen Witterung ſich ſo ausbilden kann,- daß ihm dieſe weniger ſchadet, übrigens dergleichen Boden durch das Liegew den Winter über nie zu feſt wird. Man kann die Saatfurche ſowohl mit dem Pfluge, als auch mit dem Haken geben. Ir. dem mehr bündigen Boden iſt lezteres mehr zu empfehlen, nur* müſſen die Furchen möglichſt eng gezogen werden, Die Bear- beitung braucht, weyn es die Bodenkrume zuläßt, nur in einer mittlern Tiefe zu erfolgen, weil der Sommerroggen ſich mit ſeinen Wurzeln nicht ſehr in die Tiefe erſtreckt, er es lieber hat, wenn ex ungerührten feuchten Untergrund findet, und mehr die in der Oberfläche der Krume ſich befindliche Nahrung conſumirt. Hinſichtlich der Form, in welcher der Boden bearbeitet ſeyn ſoll, ſind etwas gewölbte, doch mehr breite Beete nur in einem fehr feuchten Boden zu empfehlen, in dem ſandigen Boden iſt es am beſten, das Feld in eine Fläche ohne Beetfurchen zu bearbeiten. Die in einigen ſandigen Gegenden gebräuchliche Art, dem Boden im Herbſt eine Hakfurche zu geben, ihn in der rauhen Furche den Winter über liegen zu laſſen, und im Frühjahr dar= auf den Sommerroggen zu ſäen, wodurch der Sandboden aller= dings die Winterfeuchtigkeit um ſo länger erhält, iſt durchaus nicht zu empfehlen: denn die Kämme der Furchen tronen bey einigermaßen tro&nem Wetter, oder bey anhaltenden Blachfröſten ſv ganz aus, daß der Wind den ſich darin befindlichen keichteu II. 13 Il 52 Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar.: (274)| yulverigen Moder leicht wegführen kannz dagegen in den Furchen„Q ſich ofi ſo viel Feuchtigkeit ſammelt, daß dieſe förmlich erſaufen, im.Z wodurch) bey der im Spätherbſt, bis zum Einfrieren, und im"8 Frühbjahre nach jeder erfolgten Thauperiode immer thätigen Ve- vs getatiovn. der Wurzelunkräuter, die Queen ganz beſonders in 110.4 den Furchen wuchern, jW (494 Samen und Saakf.)"Ep Zur Saat muß ein vollſtändig reifes und reines Saatkorn| M| 4 genommen werden, welches ſich im Haufen vorher nicht erhitzt nf hat, oder dumpfig geworden iſt. Sch werz führt jedoch im+ Im Iten Bande ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ackerbau, Seite Wt 267, Folgendes an:„„Ein Landwirth in Dellbrü> behauptet, daß"m der zum Säen beſtimmte Noggen, der nicht zur vollfommnen 8 Reife gekommen, der beſte ſey, und nicht nur leichter aufgehe 1 18 ſondern ſich auch beſſer mache und halte. Das ſtieße alſo eine(48 hergebrachte Meinung, die ſich für die Todreife des Samen-"Ee korns ausſpricht, um. Die Sache iſt des Verſuchs werth.“ vn Man wählt vorzugsweiſe zum Roggen am liebſten friſchen Sa- vz men von der letzten Erndte, und ältern nur im Nothfalle, Dieſer VM Gebrauch iſt ſo allgemein, daß ihm wohl ſehr triftige Urſachen| zun zum Grunde liegen mögen. Daß die Urſache dieſes Verfahrens| huß1 darin liege, daß friſcher Samen wegen ſeiner Friſche einen beſ-|[017 ſern Ertrag, älterer Samen aber wegen ſeines Alters einen 0 ſchlechtern Ertrag gewähre, ſcheint jedoch ſehr zweifelhaft zu 0 04 ſeyn/ Obgleich der Samen einiger Gewächſe nur im friſchen Zu-| iE ſtande am tauglichſten zur Saat iſt, indem er ſich nicht lange M: keimfähig erhält, ſv iſt dieß doch keineswegs beym Sommerrog:| digen gen der Fall, da der Samen deſſelben ſich nicht nur zu einer 919! langen Aufbewahrung eignet, ſondern auch ſeine Keimkraft meh:| 10) 10 rere Jahre lang erhält. Es iſt alſo dieſer Gebrauch, nur friſchen-| 1 Samen zu ſäen, ganz gegen die durch die Erfahrung begründete|"Et Theorie, daß älterer Samen, vorausgefeßt, daß er vollkommen Ml|, reif geweſen, nicht zu alt,- und gut erhalten ſey, nur geſunde Je08 JEU; Keime treibt, aus denen nur vollfommne Pflanzen werden, de-"t Cin nen Nahrung und Raum durch keine Schwächlinge geraubt wer- ſig 4 den, indem die unvollkommnen und kümmerlichen Samen ſehr ene bald, ihre Keimkraft verlieren. Die Urſache, warum man friſchen 16 Ey Samen zur Rogagenſaat wählt, ſcheint vielmehr darin zu lieget(enden daß man den Roggen, außer demjenigen, welcher zum Samen vol by beſtimmt iſt, gewöhnlich vor der ganz vollendeten Reife mähet 2406 In wodurch natürlich, wenn er älter geworden, ſehr viele Samen- Wa ges körner ihre Keimkraft verlieren, und man im Verhältniß zu dem ben friſchen Roggenſamen eine zu große Quantität Samen bedarf| iE Würde man jedoch ältern Sämen, der vollkommen zur Reife ge: NT langt war, zur Saat nehmen, ſo würde man dabey gewiß eben| Dil ſo Fut fähren, als bey manchen andern Gewächſen.| Ä „Wie lange der Söommerroggen ſeine Keimfähigkeit behalte|"0 darüber hat man keine beſtimmten Angaben, und es kommt da-| h ii bey au< wohl ſehr viel auf die Qualität und. die Behandlung| äh] deſſelben während der Aufbewahrung an... Samen von tröcknewn 147[5 Jahrgängen, der kleinkörnig, feinhülſig und mehlreich iſt, hält| 44| ſich länger keimfähig,, als ſolcher von feuchten Jahrgängen, der km| x eS GiR Mt bb rwe Li rin Ib ae me ED ZR b DARGE» ir rnb iE | Furchen ) erſaufen, |, Und im aigen Ve: jonders jn Saaten ncht erhigt jedoch im au,"Seite Uptet, dz Ufommuy er aufgeht, e alſo ein! 8 Samey: 8 werth," ſchen Gy: e, Dieſet Urſachen erfahrens inen beſ: 18 einen [haft zu ſchen Zu: ht Lang! wamerrog: x zu eint fraft meh: m friſchen yegrundeit (fommen 17 geſunde vden, de: aubt wer: amen ſehr n friſchen u Legett; 1 Samen e mähet, Samen: ) zu dem 1 bedarf; Reife qe: wiß ebe 4 behalit, eommt ehandlun m trod h iſt,(mt augen; de (nbau der Feldgewächſe. Sommerroggen. 275 gewöhnlich großkörniger iſt und eine ſtarke Hülſe... u. Mehl hat. Man hat wohl vollfommen zur Reife gelangten vier oder fünfjährigen Noggen geſäet, und er iſt nicht ausgeblieben; ob aber der Errrag von einer ſo alten Noggenſaat; wegen des nothwendig ſehr beträchtlich vermehrten Ausſäaatmaaßes, in ei- nem gerechten Verhältniſſe gegen das geringere Ausſaatmaaß des friſchen Röggens ſtehe, iſt durchaus zu bezweifeln, ja es iſt viel- mehr mit Beſtimmtheit anzunehmen; daß es nicht der Fall ſey; und es wird daher, wenn man ältere Samen ſäen will, gergz= then ſeyn; nur eimjährigen zur Sgat zu wählen. Däs Wechſeln mit dem' Samen iſt, ſo wie bey andern Ge- treidearten, auch beym Sommerroggen zu empfehlen 3; man be- pbachie aber dabey, daß män den Samen von kälterem und ma- gerem Boden auf wärmern und reichern Boden, aus tro>knerem in feuchteren bringe ,- und nicht umgekehrt, Bey deim gewöhn- lichen Sommerroggen iſt; da er ſich nicht ſo leicht austrägt, eine vftere Wechſelung des Samens, wenn män nur die erfor- derliche Aufmerkſamkeit auf ihn verwendet, nicht ünbedingt nö- thig 3; bey dem Sommerſtaudenroggen und dem Roggen äus Aegypten möchte jedoch eine vftere Wechſelung des Samens ſehr zu empfehlen ſeyn z da erſterer, längere Zeit in einem Boden gez baut; an Beſtaudungsfähigkeit verliert und in den gemeinen Som- merroggen außartet, von letzterem es wohl anzunehmen iſt, daß er, wie jedes durch einen längern Anbau noch nicht hinlänglich S0 Gewächs; leicht augarter und im Ertrage zurück: teht. - Die Zeit der Ausſaat beſtimmt ſich nach der Beſchaffenheit Des Glimas, des Bodens; und je nachdem das Frühjahr zeiti- ger vder ſpäter eintritt, ſehr verſchieden. Eine beſtimmte An- nahme der Saatzeit läßt ſich daher nicht feſtſeben. Unter allen Umjtänden wird man wohlthün, im zeitigen Frühjahre, dann, wenn der Boden ſo hinlänglich abgetrocknet iſt; daß er ohne zu ſchmieren, bearbeitet werden kann, die Saat des Sommerrog- gens vorzunehmen; denn Fröſte ſchaden ihm ſo leicht nicht, und die Erfahrung beſtätiget es im Allgemeinen, daß die frühe Saat beſſer'und ſicherer geräth, als die ſpätere, die wohl zuweilen an Stroh, aber nie an Körnern ergiebig iſt. Eine ſpätere Saat, äls in der Mitte Aprils, iſt, außer in den höhern Gebirgsge- genden, ſelbſt im nördlichen Deutſchland nicht zu empfehlen, weil die gewöhnlich im May eintretende Hiße und Tro>niß das Wachsthum des Sommerroggens, wenn er noch nicht ſo em- porgewachſen iſt, daß er ſich genügſam beſchatten und den Bo- den dadurch feucht erhalten kann, ſehr. zurückhält; und oft ſeiw gänzliches Mißrathen verurſächt. Als das Medium. der Ausſgat- zeit kann man ſowohl im ſüdlichen, als im nördlichen Deutſch- land den Monat März annehmen, wiewohl er in ſehr vielen Jahrgängen, beſonders in erſtern, gegen das Ende des Februars geſäet werden fann. Der Sommerroggen liebt es nicht, in einen ganz friſch zu- bereiteten Aer geſaet zu werden, ſondern es iſt immer gerä- then, den Boden ſich vorher erſt etwas ſetzen zu laſſen. Der Acker muß vorher, ehe der Samen ausgeſtreut wird, vorgeeggt werden, damit er geebnet ſey, weil die Saat ſonſt von den Kämmen. der Furchen abſpringt und in die Vertiefungen fällt, 48: 93 54 Bau der Feldfrüchte, 2, Abſchn. Februar, L| 276)|. 9 aii ein in dieſen zu dichter Reihenſtand der Pflanzen er- NN) folgt. Der vor Winter ſchon zur Saat gepflügt geweſene Bo» a den muß vor der Saat mit ſchweren Eggen aufgeeggt werden, 154 damit er friſche Krume erhalte, wobey auch viele Queen noch|“ herausgebracht werden, die vox dem Ausſtreuen des Samens 6, abgerecht werden müſſen. Uebrigens ift ihm, außer im Sand(m Ä boden, eine tro>ne Einſaat zuträglicher, als eine feuchte; eine| W) 5 naſſe muß gänzlich vermieden werden( As Für, den Sommerroggen paßt die breitwürfige Saat, ſowohl vj" mit der Hand, als auch mit der breitwürfigen Säemaſchine am| WE beſten 3 zur Drillcultur iſt er dagegen nicht zu empfehlen, weit"| bey dem Stande in Reihen und bey der nachherigen Bearbeis- We tung mit der Pferdeha>e, die dem Sommerroggen zu ſeiner ers(00 ſten Ausbildung ſo nöthige Feuchtigkeit leicht verdunſtet, woge- ol; gen bey einer gleichmäßigen breitwürfigen Saat eine durchgän-|(a ige Beſchattung des Bodens erfolgt, wodurch die Feuchtigkeit Gil Ich um ſo mehr erhält, Auch muß der Boden bey der Drill-| jut cultur ſo rein von Unkraut und ſo gehörig ausgetroc>net und Ju gelockert ſeyn, daß dazu eine Frühjahrsbeſtellung nothwendig iſt,|(SW wodurc die Saat zu ſehr verſpätet würde. Jedoch kann in dem| vo! mehr bündigen Boden, der die Feuchtigkeit beſſer erhält, wenn 1,007 der Sommerroggen nach Kartoffeln folgt, ihm das Drillen ſehr(id! zuträglich) ſeyn. 17m Das Quantum ſeiner Einſaat richtet ſich nach der Beſchaf-| fenheit des Bodens und der Zeit der Ausſaat. In dem kraft-| vollen und hinlänglich feuchten Boden, wo er ſich mehr beſtau-| Jey den kann, muß er dünner, in dem weniger kraftvollen und 8 tronen Boden, ſo wie bey einer ſpätern Saat muß er dichter? eſäet werden, weil die Pflanzen ſich dann weniger beſto>en| 84 önnen, ſondern vielmehr nur einhalmig aufwachſen. Von gue= Jen tem, friſchen, zur vollkommenen Reife gelangten und gehörig 5e- 110 168 reinigten Roggen, von welchem der preuß. Scheffel 80 bis 90 ME fund preuß. Gewicht wiegt, wird man nach der Verſchieden- Wpt heit des Bodens, der frühern oder ſyätern Saat, bey einer mwg gleichmäßigen Saatvertheilung, auf den Magdeburger Morgen(NN u 180 rheiniſchen Quadratruthen 16 bis 20 Meben bedürfen."9 Von ältern Samen muß man mehr nehmen, von kleinkörnigen,(0 vt mehlreichen, von trocknen Jahrgängen, wird man mit weniger NETT auslangen, An Sommerſtaudenroggen und dem Roggen aus 0 Jen Aegypten wird man, da ſich dieſelben ſtark beſtauden, 12 bis"ahr 16 Meten bedürfen. Das Nähere über das Einſaatquantum Won vergleiche Winterroggen im Monat September, Noch ſey es[mI aber vergönnt, hier anzuführen, was Burger in ſeinem Lehr:(10 buche der Landwirthſchaft 2te Aufl. im 2. Bande S. 36 hierüber[WW 19 ſagt:„Man ſollte zwar meinen, daß man den Sommerroggen big dichter, wie den Winterroggen, ſäen müſſe, weil er ſich weniger,|[vniſſs wie dieſer, beſio>t und jede einzelne Pflanze weniger Halme aus- ves treibt. Weil aber von den aufgegangenen Pflanzen bey den ders Sommerſaaten„weniger zu Grunde gehen, wie beym Winterge- wn treide, ſo gleichen ſich dieſe mehreren Pflanzen gegen ihren(1! nen Wirthſchaften, wo eine vernünftige, nicht aber eine ver- ſchwenderiſche Ausfaar beym Winterroggen Statt hat. Jn je- nen Gegenden, wo man 4 Meten Winterroggen für das Jahr| wfmag | | ſchmächtigern Wuchs aus. Doch verſteht ſich dieß nur von je-|"ge SEREN SEIST AIRE R NE ERT KE IZ ENERG WIEGT HF NG NE NGA NI GIT NSH RÖÜR GT Faud WWWttpFyFbemggwtwtyggywwggggggnnEnnnngnmnnmn ST TTS ATH REEG IGT ERR 6 flanzen et: ſene Biu zt werden, jeden noh 8 Samenz im Sand: Ichte; eine at, ſowohl aſchine ain hlen, weil 1 Bearbeis - ſeiner et: iet, Woge: durchgän: jeuchtigkeit der Drill: vdnet und pendig iſt in inden lt, wenn iIten ſehr Beſchaf: m kraft: x beſtau: en und er dichter beſto>en Von gl ehörig zt: 0 bis 9 rſchieden: bey eine - Morgen bedürfen, körnigen, t weniger gen aus „12 bis quantum ) ſey es m Lehr: hierüber erroggen weniger, (me aus: hey. den Winterge- gen ihren ar von|“ eint ven: DIE: 7 Jahr Behandlung und Beſchüßung der Feldgewächſe. (277) ausſäet, wäre es bäarer Unſinn, eben ſo viel Sommerroggen auf dieſe Fläche zu ſäen z und darum gilt die Regel: den Som- 'merroggen dünner, wie den Winterroggen, zu ſäen.“ Der Sommerroggen verträgt keine ſtarke Bedeckung mit Er- de, weil der zarte Keim ſonſt nicht durchkommen kann und das Korn fault. Nach ſorgfältigen Beobachtungen bat es ſich erge- ben, daß von den Saatkörnern weit mehr dadurch zurückgeblie- ben ſind, daß ſie zu tief gekommen, als dadurch, daß ſie oben- auf gelegen haben. Das Unterpflügen des Sommerroggens, ſelbſt mit dem Erſtirpator, iſt daher nicht zu empfehlen, ſon» dern man wird immer am beſten fahren, ſich zur Unterbringung der Saat leichter Eggen zu bedienen. Wenn, ehe die Saat aus- geſtreuet worden, vorgeeggt iſt, ſo werden zur Unterbringung des Samens zwey Striche, einer in die Schräge oder Quere, und einer in die Länge hinlänglich ſeyn. Bey der Unterbringung des Samens muß man, beſonders in dem mehr bündigen Boden, möglichſt trocknes Wetter wahrnehmen, weil dem Roggen nichts nachtheiliger iſt, als wenn er in den Boden eingeklebt wird. Viele ſind der Meinung, daß man den Samen weder im Thau, noch im Nebel ausſtreuen und unterbringen dürfe, ſondern daß man dazu nur die tronen Nachmittagsſtunden wählen müſſe. Ein nach der Saat eintretender Regen ſchadet dem Sommerrogs gen, wenn er nur tro>en eingebracht worden, nicht, Vegetation der Feldgewächſe, Behandlung während der Begetation und Beſchüßung vor Unfälen. Die Vegetation iſt in der erſten Hälfte dieſes Monats, wenn ſie nicht durch ſehr warme Sonnentage an den Orten, wo der Schnee weggeſchmolzen iſt, hervorgelo>t wird, noch ganz unthätig 3 nur nad) der Mitte des Februars, nah der er= folgten Hauptthauperiode, wenn der Froſt aus dem Erdreich heraus iſt, beginnt ſie, und Unkräuter und die Winterſgaten fangen nun an, zu treiben, jedoch noch ſo wenig bemerkbar, daß Über die Vegetation ſelbſt noch ſehr wenig zu ſagen iſt. Da alſo nunmehr die Winterſaaten aus dem Winter treten, ſo iſt es wohl hier ganz am rechten Orte, dasjenige anzuführen, was ihre Durchwinterung, ſo wie die Unfälle und Gefahren, welchen fie den Winter über ausgeſeßt ſind, und die Beſchüßung vor den- ſelben betrifft, und auch zugleich zu bemerken, was man den Winter über zur Beförderung ihres Wachsthums und Gedeihens anzuwenden vermag. Es würde jedoch zu weit führen, zu vie- lerley Wiederholungen Veranlaſſung geben, und die Culturbe- ſchreibung vieler Gewächſe zu ſehr zerſtüken und ausdehnen, wenn hier aller derer Gewächſe Erwähnung geſchehen ſollte, welz e, ſo iſt die Einwinierung am günſtigſten 5 denn die Saaten erhalten ſich nicht vur ſehr gut darunter, ſon: 57 SEEN NGEN--2ugpwewengern== 2ER EEEL 0: EEE age wen menue un GE IR TEIIIIE ÄN Ie Eg-- Zingg SEE WESEN 53 au Bau der Feldfrüchte. a. Abſchn. Februar.| H dern ſie wachſen fort, die noch nicht aufgeganae(M darunter hervor, und der Winterfroſt mag un 21 SRWUDUEE 0- 4 tend und ſtreng ſeyn, ſo leidet die bedeckte Saat nicht dabey.|"L j Verzögert ſich die Einwinterung ſehr lange, und es findet| z(it/B feuchte und warme Witterung Statt, ſo kann dieß den Winter- ih ſaaten nicht nur dadurch nachtheilig werden, daß dieſelben ſich vor|„zW dem Eintritt des Winters zu ſehr überwachſen, lagern und faulen,| m M didi es wuchert dann auch das Wurzelunkraut ganz vorzüg=| win, ich, und manche Thiere, beſonders Mäuſe, Maulwürfe und| mHS 088: fügen den Saaten beträchtlihen Schaden zu. Man| wih im zwar durch das Schröpfen der Saaten ihren Ueberwuchs| Wulf; die agerung und Fäulung hindern; allein es iſt dieß nur unter vi ep eſondern Umſtänden räthlich,(Vergl. hierüber Behandlung der M 099) "78:55 7-00 EAD SIEG Vertilgung der Mäuſe, wh Thiere 0 December vergleiche das Capitel: Schädliche NN 0 - Der nach der Einwinterung folgende Gang de i„0 14 1 ebenfalls einen ſehr großen Einfluß auf die Minterſagten= vp) ſt es ein tro>ner Winter, wo die Felder von keinem Schnee uohfum! 4! bede>t werden, und ſtarker anhaltender Blachfroſt Statt fins ws| Det, ſo leiden gewöhnlich die Winterſaaten ſehr beirächtlich, und idm fen häufig treten nach ſolchen Wintern die Saaten ſehr dünn in M j E. Frühjahrswachsthumsperiode, oder ſind wohl gar gänzlich zw de fs h runde gegangen. Es drängt ſich bier ſehr natürlich die Frage(710-008| Aufs SEM ELER 2807 NEUEN wirklich erfrie= IEEE R e 4%[ mit„„Nein!“ zu beant!: 1|(why einmal bey uns acclimatiſirten ABUELG EDE alen HP""D; Dura Die Sprengung der Caen Me a und ame IE !'engung der Saftgefäße nicht zerſtört we j a 1m ie Sommergewächſe, ſondern daß ihr Wachsthum WE EN 7"| en nur unterbrochen wird. Die Winterpflanzen gerathen in eine 97| Erſtarrung, in welcher ihnen der bloße Froſt, wenn er auch noch| it pe ſo ausdauernd iſt, nicht ſchaden kann, er ſey ſv ſtark, als er nur|| M| E18 wolle, Dieß hat ſich durch vielfältige Erfahrungen beſtä: je-| Duct wo bey dem heftigſten Blachfroſt, der nicht nur in den||f| oden bis zu einer großen Tiefe eingedrungen war, ſondern von| ih 5 dem auch die Winterpflanzen nothwendig ganz durchdrungen|[9m»| ſeyn mußten, denſelben kein Schaden'durch das Erfrieren un-| W| mittelbar ſelbſt zugefügt wurde, ſondern dieſelben ſich nach dem| 154 inter, wenn jie auch noch ſo unſcheinlich waren, dennoch er-| i' A balten haben. Auch müßten dann, wenn die Winterſaat bey fe ſtarkem anhaltenden Blachfroſt auswintert, und dieſes Auswin«- Is m kern durch das Erfrieren der Pflanzen erfolgt, alle Pflanzen zu ae runde gegangen ſeyn, was doch gewöhnlich nicht der Fal if| eu ſondern man findet vielmehr immer noch durchgewinterte Pflanz|(Nw zen, nur freilich nicht genug, als daß das Feld ſo dicht von 66.000 Si beſtanden würde, daß nicht eine Sommerſaat lohnender vn 4 Ww re.„Im Ganzen genommen erweiſt es auch die Erfahrung daß 4 981 EEE] 23 Widen nach ſtrengen Wintern, wenn nicht beſondere' Int DS ere Umſtände nachtheilig wirken, immer am beſten gerathen mE Zn Erfrieren unmittelbar im Winter bey anhaltendem ſtarken ie Deachfroft find daher die Wintergewächſe nicht ausgeſett, ſon» fri CB ern die Nebenumſtände, welche dieſen Froſt begleiten, ſind es,|(6. welche den Pflanzen ſchädlich werden, Der Boden wird nämlich; A Cp ERSTES WIEK uner SEESTR GIT EIRGE SEPA SSE SE 2m 4 I-<2 GIF LAIR RENE GG KR EHS -; Är Urn ewe wm BER BIR SR LÄ» air REN RES aAäN ÄR, KR RTR D 25 0 BR I IERS Bani er es 3) ir, | Fominen ſv anhal , es findet 1 Wintex: en ſich vor nd faulen, 13 vorzüge vürfe und zu, Mat berwucht, nur unter dlung de er Mäuſe, Schädliche inters hz ten, m Schne tatt fin: Iich, und dünn in nzlich zu ie Frage t wird, und die herausgehobenen Pflanzen, die bey trocknen Winden und Sonnenſchein verdorren müſſen, oder verwehet wer» den können, mit dem Erdboden wieder in nähere Verbindung Fommen. Denjenigen Pflanzen, deren Wurzeln zerriſſen ſind, Hilft dieß freilich nicht; aber die herausgehobenen werden doch dadurch größtentheils erhalten. Gelinde Winter, wo die Witterung ſehr wechſelnd iſt, ſind den Saaten auf ſehr mannichfaltige Weiſe nachtheilig. Bey dem ſteten Wechſel zwiſchen Froſt und gelinder Witterung, ſo wie bey ununterbrochen dauernder Näſſe, gehen ſehr viele Pflanzen zu Grunde, indem ſie verfaulen und von dem immer wiederkehren» den Froſte zu oft herausgehoven und in ihrem natürlichen Stand2 puncte verändert werden, als daß ſie nicht mannichfaltig leiden ſollten. Das Unkraut, beſonders das Wurzelunkraut wuchert den ganzen Winter hindurch und unterdrückt ſehr häufig im Früh- jahre die Saaten. Auch Maulwürfe, Mäuſe und Schnecken ver» Urſachen vielfältigen Schaden, indem ſie die Wurzeln und den Kern der Pflanzen benagen, oder ſie ganz wegfreſſen, und den Boden durchwühlen und die Saaten verſchütten.' Oft fällt ſtar- ker Schnee, der ſich alsbald in Waſſer auflöſt, welches ſich wes niger ableitet, als in den Boden einfrißt, und wegen ſeiner ſcharfen Säure den Pffanzen nachtheilig wird, wobey auch der Boden verſauert, und ſelbſt auf die im Frühjahre folgende Ves getation nachtheilig wirkt. Tritt bey ſolchem Schneewetter Froſt ein, ſo werden die Felder mit Glatteis Überzogen, oder der Schnee friert mit dem Boden zuſammen, und es entſtehen dann dieſelben Nachtheile dadurch, deren ſchon beym Einwintern Er? wähnung geſchehen iſt. Dergleichen Winterwitterung wirkt in dem loſen, humusreichen und poröſen, ſo wie im Torfboden, ſo wie auch in jedem Boden, der an und für ſich ſehr feucht iſt, anz beſonders nochtheilig, und die Winterrübſamen und Naps- aaten, welche dabey am meiſten leiden, wintern oft gänzlich aus. Gute Waſſerableitungen ſind die einzigen Mittel, die Nach- theile ſvicherx Winter einigermaßen zu mindern z äber felbft die 39 4 Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar. (232); beſten Waſſerableitungen ſind oft nicht zureichend, die Näſſe ganz abzuziehen, beſonders, wenn ein ſtarker Regen ſich in Schnee verwandelt, wie dieß häufig geſchieht, der, wenn etwas Froſt Hinzutritt, ſehr leicht gefriert, ſv daß die Waſſerableitungen gänz- lich verſtopft werden, und die Näſſe keinen Abzug findet. Auch verſchlämmen bey der immerwährenden Näſſe Waſſerfurchen, ſelbſt Gräben, oft gänzlich, und der Landwirth wird in ſolchen Win- „ Tern faſt täglich in Anſpruch genpmmen, die Waſſerableitungen offen zu erhalten, ohne es jedoch bey der unausgeſeßteſten Auf- merkſamkeit verhindern zu künnen, daß dennoch viele Saaten nicht gänzlich gugwintern. s Sv wohlthätig übrigens bey regelmäßigen Wintern eine Schneede>e auf die Saaten wirkt, ſo kann ſie doch naththeilig werden, wenn ſie zu ſtark iſt, und warme Witterung eintritt z denn die Saaten werden dann durch ſie ſo erwärmt, daß ſie aus Mangel an freyer Luft, welche nämlich die Schneede>e von ih- nen abhält, leicht anfangen, zu ſto>en, zu modern und gar zu faulen. Die zeitigen, ſtark beblätterten Saaten leiden hierbey mehr, als die ſpätern, weniger beblätterten. Auch verträgt es die Saat keine8wegs, wenn der Schnee auf ihr zuſammengepreßt wird, ſondern ſie geht darunter ein; weßbalb Fuß- und Fahr- wege auf dem Schnee über Winterſaatfelder. durchaus verhütet werden müſſen.; Beſonders wichtig für die Winterſaat iſt die Periode des Aufgehens des Schnees und Froſtes. Wenn der Schnee ſcern verläuft ſich das Waſſer zwar ſchnell; aber hier wird durch vas Verſchwemmen, Einreißen„und Abſchwemmen vft beträchtlicher Schaden zuge fügt, wenn die Waſſerfurchen nicht gehörig geleitet ſind. Aber auch bey den mit aller Sorgfalt, in gehörigen Krümmungen, auf ſolchen Feldern angelegten Waſſerfurchen, iſt das Augreißen der Gräben und Waſſerfurchen unvermeidlich, wenn man nicht die Vorkehrung trifft, dort, wo die Waſſerableitungen eine Krüm- mung bilden, und. die Gewalt des Waſſers am ſtärkſten ein- dringt, dieſe durch Wiſche von Wirrſtroh zu ſchützen, welche-an Pfählen feyegemacht ſind, welche die Gewalt des Waſſers brechen, [uft ji. fuß 1 Im jf im(M | five 01 | und(55M bes ps jtei fhn ve Sil tue Oe yn (igefa ſnd, 4 erſte: 1 ſind'S' m wen jr, Näſſe ganz in Scher vas Froſt igen ganz: et, Auch hen, ſelbſt chen Win: bleitungen efien Auf: le Sqgten tern eine tachtheilig ) Eintritt; aß ſie aus te von ih: nd gar zu en hierbey erträgt> TCngepreßt nd Fahr: verhütet iode des ehet, ſv en Stel: ableitung im ſolchen ige Statt ſind, daß die größte äften den ich, Auf as Waſſer nn jedod) ) ex durch Hoffnung auch auf - nur ein die Win- en gehen nige Ab- ſich das vemmen, en zugt d. Abe! gen, Wu eißen det nicht die me Sum feſten en welchean 18 brechen Beſchützung der Feldgewächſe. Durchwinterung. (933) unnd in welche ſich auch der abgeſchwemmte Boden einſchlämmt, und das Verſchläammen der Waſſerleitungen größtentheils gehin- dert wird. Folgt eine ſolche Thauperivde im Januar, und es folgt där- auf noch ſtrenger Froſt, ehe ſich das Waſſer verlaufen han 0 iſt" dieß um ſo nachtdeil igey; denn wenn ſich dieß zuſammenge laufene Waſſer durch das Einziehen in den Untergrund einen Ab- fluß gebahnt haben würde, ehe die Saaten noh erſtickt ſind, ſo gefriert nun das»Waſſer', und bildet eine“ Eisdecke, unter welcher die Saaten, wenn ſie lange bleibt, exſticken müſſen vder die Pflänzen werden, indem ſie das Waſſer beym Gefriert4 in die Höhe zieht, heraussehoben und zerrit ſen.| Wenn dage= gen die Thauperivde in der zweyten Hälfte des; Tebyuars Statt findet„ſo vflegt ſie gewöhnlich nicht nur anh«(Feindes TU SoÜHR ten, ſondern es find Pa 6 ud) gewöhnlich keine ſo ſtarken Fröfie mehr zu befürchten, daß das Einziehen des Waſſers dadurch g2- MEDE würde, ſtärkerer Sonnenſchein und Winde trägen viel- mehr zur ſchnellen Verdünſtung des Waſſers viel bey. Noch gefährlicher'wixd“ jedv< die Auft hauungsperiode der Saat, wenn. es langſam. und“ wechſelnd damit geht, Iſt der Boden mit einer ſtarken NEE ME bedeckt, und es tritt Wärme ein, ſy daß ſich der Schupee nur allmählig und langſam auflöſt, ſo kann die Saat, von der Sch URC zu ſehr ex wärmt, wie ſchon angeführt, erſticken, Hauptſächlich ſchädlich iſt aber die Art der Aufthauung, wenn am Tage warmer Sonnenſh ein iſt, welcher den Boden aufrhaut, nd in der Nacht Froſt darauf folgt 3 und um ſo ſchädlicher," wenn dazwiſchen Schnee fallt, der bald voin der Sonne weggeſchn olzen wird."Durch den warmen Sonnenichein und die lauen Frühlinaslüfte werden die Saft 3e- fäße der Pflanzen erweicht und GUSgebehut? und ſv der Saft und die Feuchtigfeit in ihren volten Umtried gefest. Wenn nun des Nachts der Froſt ſie wieder gewaltſam zuſamnenz ieht, ſo zerreißen und zerplatzen ſie leit der Pflanze ſteht, indem der Theil, der inder| mm vbern erweichten Fläche des Ackers ſich befindet, wenn er nun mit|„vm| derſelben durch den Froſt gehoben wird, von dem Theile, der noch in dem unerweichten Froſtacker feſt ſtet, gänzlich abgeriſſen, und| ſo die ganze Pflanze gänzlich zerſtört wird. In dieſem Falle kann|(4%| nichts die Saaten retten, ſie werden ſchwarz, oder fahlgelb, verfau»|„GS len, und verſchwinden endlich ganz und gar. Die Gefahr einer ſol»' zm 15)| ern, poröſen Bo- jm ire bh den für die Winterſaaten um ſo größer; in feſtem trov>nen Boden| iin Mer Mi Dogegen weniger groß, und ſie trifft den Weizen mehr, als den| hn, Rvggen, vorzüglich aber den Winterrübſamen und den Rapsſamen.|"DW Ni Wenn dieſer Umſtand bey der Aufthauungsperiode Statt gefunz"MN den bat, ſo darf man auf die Winterſaat keine Rechnung mebr|" N machen, ſondern man wird dann immer am beſten thun, das| u" Feld ſo bald als möglich zur Sommerſaat zu benuten.| hs Die nach der Aufthauungsperivde folgende Witterung hat DED 104 auf die Winterſaaten einen ſehr wichtigen Einfluß, und ſehr oft| Ani Ie rafft dieſe dahin, was früher verſchont geblieben; doch iſt dieß| M! mehr der Gegenſtand des folgenden Monats, wo das Nähere luttin Darüber verhandelt werden wird; hier ſey nur noch eines Um| je hy ſtandes erwähnt, der bey den im Februar oft noch ſtarken Frö»| wg|! 136 nach der Aufthauungsperiode, in dem ſtaubigten, ſehr porös» mg en und lo>ern feuchten Boden, dem Weizen und Noggen ſehr| W48; fü gefährlich und nachtheilig iſt. Man findet nämlich in einem ſols win nen des Niſt 199? ganzen Stoc>ks verurſacht wird.| ninlugnt) H Erwägt man alle Nachtheile und Gefahren, welche die Win» irodan! 8 terſaaten beym Einwintern, beym Durchwintern und bey dem| fMbendShn| Austritt aus dem Winter ausgeſett ſind, ſo wird man finden,| en daß die meiſten und gefährlichſten derſelben durch Näſſe verur=|| m ſacht werden z; und die Erfahrung lehrt es auch im Allgemeinen, m 18 daß in dem naſſen Boden und in naſſen Wintern das Durchwin-; u'4 tern der Winterſaaten immer unſicherer iſt, als in trocknen. mD Die erſte und hauptſächlichſte Abhülfe der Gefahren, denen Win= wS terſaaten den Winter über ausgeſett ſind, beſteht daher in gehö: in 9 xiger Abwäſſerung und Trockenlegung des Bodens, und in dies"“| ſer Hinſicht muß man es, ſelbſt in dem mehr trocknen Boden, ede nicht für überflüſſig halten, die erforderlichen Waſſerfurchen zu'w6i iehen. Alle andern Nachtheile degegen ſind ſo ſehr in den natür- Eil as ichen unabwendbaren Gang der Natur verflochten, daß nach fui dem Standpuncte unſeres gegenwärtigen Wiſſens alle im Großen hn 4| ausführbare Mittel dagegen durchaus unzureichend ſind; und ied Teig! man vermag dieſe Nachtheile nur durch eine im Allgemeinen vers tib. y beſſerte Cultur, und die richtige Wahl der Saatzeit, in ſofern + NSE-- SSE GERITTEN IIS IRTRE RTE ITCKRS DÄ„+5- 52ern Tertur des Bodens ſogar auf beſtändig verloren*). Beym ÜUeberſtreuen oder Topdreſſing hingegen müſſe er beym Eindringen ſämmtlich die Wurzeln der Pflanzen berühren, und. ſeine ganze wohlthärige Wirkung auf ſelbige äußern, ſo daß faſt nichts davon verloren gehen tönne, Man brauche daher bey dieſer Methode ungleich weniger Dün- ger, und“ werde do größere Wirkung davon wahrnehmen. Die Hälfte, behauptet man., ſey hinlänglich/ und man fönne, ſtatt 50 Acker, 100 bedüngen. Die Erfahrung habe die Landwirthe in vorbenanntien Gegenden ſchon ſeit üundenklichen Zeiten gelehrt, daß es keine vortheilhaftere Art, den Dünger zu benutzen gebe, als dieſe; Die Topdreſſings erſesten nicht nur den Mangel: der Bordüngung, ſondern ſie gäben ſchwachen und dünnen Saaten; die durch ſchlechte Saatzeit/ durch Froſt, ſpäten Schnee u. drgl. gelitten, neue Kräft, ſich“ zu beſtanden, und brächten fte vft beym übeiften Anſchein zu unglaublicher Voltkommenheit. Die Herfordſhirer Farmers wüßten von feinen fehlgeſchlagenen Ernd- zen, und verdankten ſie bloß der"mägiſchen Kraft ihrer Tope dreſſings.. Die Wirrung des Düngers-. trete hier gerade in dem Augenblicke ein, wo die wiederkehrende Wärme die. Lebenskraft der Pflanzen. rege mächt, und wo ſie einex reichlichen“ Nahrung gm meiſten hedürfen,.“ „„I< bin ,„““= fährt Thaer fort== von der größen Wir- Fung einer ſolchen Frühjahrsüberdüngung ſehr überzeugt; und jede gute Wirthſchaft ſollte einen Vorrath ſolches mit Kalk in völlige Verweſung gebrachten und niit Erde innigſt vermiſchten Düngers in Bereitſchaft halten, um kümmernden Saaten damit aufzuhelfen,- JInsbeſondere iſt dieſe Methode für leichten ſandi- gen Boden vortrefflich und auf ſelbigen immer anwendbar.“ x) Die Beſvxgniß, daß die kräftiqſten Dütngertheile durch die Winterfeuch- tiqteit tiefer; als die Wirkung der Pflanzenwurzeln reicht, hinuntergeſpült werde; hält Thaer für ungegründet„wie dieß auch neuerdings erwieſett iſt, und führt dafür folgende Gründe an: Man finde etliche Zoll unter der beaderten Krume nie eine Spur von beygemiſchten Diümngertheilen 3 felbſt nicht im leichteſten Sandboden:. Die Scheidung, wie weit der Bo- ven von Hanus durchdrungen, zeige ſich ganz beſtimmt. Eine Grfahrung, vie er äuf der Miſtitelle ſeines Viehhofs gemacht, habe ihn noch mehy dä- von überzeugt. Seit 8 Jahren habe nämlich Dünger auf. dieſem Plaße gelegen und aller Abſtuß aus den. Ställen habe.ſich dort geſammelt. Er ließ diefen Piatz fo tief ausaraben, als die Erde vom Müſte gefärbt war; ällein es fand ſich nur auf' einen und einen halben Fuß ſchwarze Erde;' etliche Zoll tiefer war reiner weißer Sand; ſo rein, wie er aus der Tiefe der Grde gegraben werden kann; Habe nun dieſe Anhäufung von Dünger und Zauche in ſs vielen Jähren nicht tiefer eindringen können, ſv werde es eine gewöhnliche Düngung noch weniger thun. Gr führt ferner qm: Wenn wmau einen Bluimentvyf, der die fertteſte Düngererde enthalte, mit inehrerem Waſſer begieße/ als ſolche an ſich halten könne ,.[pv laufe das Waſer aus den Löchern des Bodens heller und reiter ab, wie nman es darauf gegvſſeit- Alſv,/würde das/ was durch“ die früchtbare Krünie des- Reers hindurchdringe; bloßes Waſer feyn, die Düngertheile aber davin' bleiben. Wie lange müßte auch nicht. fchvn die Fruchtbarkeit der Ober- Kies des Grdbudens erſchöpft ſeyn, wenn man annehme, daß die frucht- Tar madyenden Stoffe in die Eingeweide der Erde hinabgeſchwemmt wer; bey. eönncen?; SR EST F28 Ennen«DR INEZ Wen eme IEE ISE CSS Gau fi en> ub ÖDE D I DER a nehty fut- MIC 117) Giat Ay 4" „E (u 101 Pilhß 1 du M Of|] 17100 9 dis vs! WETEN vs Va WOGEN Im hod) Dy [00.006 fhrun H Auto 149) hſc Ms UME fmer I DN "yar, vor jeder an. (zemein, un) es Ztzers „vom Regen: MÜ Die eiyy u Jogan auf Copdreſſin „Dutzuln de! Wirkung ay gehen 10 Vehiger Dip: tehmen,- Jie „fönne, füt Audwirthe in eiten gelöht, enen gebe, | Manzel et nen Saa "mee 1, NW fer Jie nheit, Die enen Ernd: ihrer Top: de ii dem Cebenstraft 1: Nahrung roßen Wit: zeugt; und mit Falt in vermiſchten naten damit ne Auffahren den Wicken nachtheilig wäre. Die Ex- fahrung ſpricht für den Erfolg, Innerhalb 4 Wochen haben bey guter Witterung die Wicken den Dünger beynahe vollkommen Überſchättet, und in kalten und tro>nen Sommery jind über- dÜngte Wicken; wie überdüngte Hülſenfrüchte Überhaupt; weit ſeltner deim Mißrathen ausgeſeßt, äls die, zu welchen der Dün-= ger untergepflügt worden. Auch alle nachfolgenden Getreide- ſaaten gedeihen der Erfahrung nach; auf vorhergegatigene über: duüngte Wicken, beſſer, als anders.“; ;»"Das Ueberdüngen des ſchon geſäcten Hanfes findet matt häufig in der Schweiz. Das des Klees und der Wieſen iſt al- lenthalven gebräuchlich: Das des Noggens im Herzogthüme Weſtphalen: Es ſchüßt die Pflanzen bey dem Auffrieren des Bodens, dem beſonders die Gebirgsgegenden unterworfen ſind.“ ;- Indeſſen iſt nicht zu leugnen, daß das Ueberdüngen einige Nächtheile habe. Verläßt man ſich darauf; ſo geht ſolches auf tro>nem oder gefrornem Boden ganz gut 3 iſt aber derſelbe zu feucht oder im Winter offen; ſo mächt der ſchwere Dungwägen darauf nachtheilige Gleiſe. Jn feuchten Fahren zumal richten die Schnecken auf einem überdüngten Felde leicht unglaublichen Schaden an, indem ſie bey Sönne und Kälte unter dem Miſt einen ſichern Zufluchtsort finden. Man mache alſv aus einem ſolchen Aushülfemittel, ſo trefflich es auch imnanchmal zuſagen mag; keine Regel, ſöndern benutze es nur nebenher.“ 65 66 Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn, Februar. 7] 288 a ( ie führt im 1. Bande ſeines Lehrbuchs der Lands„"B! wirthſchaft, 2te Auflage, Seite 164 und folgend, Folgendes an?(mt Du| „Je feuchter und kühler das Clima iſt, je vortheilhafter iſt EN unter 0113608 gleichen Bedingungen die oberflächliche Anwens(u EU| dung des Düngers, ſo wie in einem entgegenſetßzten heißen, bes uf ſonders aber tronen Clima die-Saaten mehr Nuten vom Düne„(M| ger ziehen, der mit Erde bede>t iſt, die ſeine allgemache Auf-| uf"Wi löſung begünſtigt, und worin auch der Dünger durch ſeine waſz|(eM| ſeranziehende Eigenſchaft mehr zum Pflanzenwäachsthum beytra- wade 194 gen kann, als wenn er über der Erde liegt.“ 0 ns.! „„Daß aller Dünger nur in der Oberfläche des Bodens die"7 N größte Wirkſamkeit äußere, erhellt aus der Beobachtung, daß" 8; die thieriſchen Excremente, wenn ſie nicht mit ganzen Pflanzen»„08 1 theilen gemengt ſind, eben ſo wie der Moder, d. h. der Pflanz 8(8 zenhumus, den Wachsthum der Pflanzen mehr befördern, wenn id Un ſie über die Erde geſtreuet, als wenn ſie untergepflügt werden.|" Et 11 Es ſind dieſe Subſtanzen ſchon zum Theil auflöslich, und wer 4 m| den es bey der freyen Einwirkung der Luft, der Wärme und des 8 Mv, h Waſſers bald ganzz und da jener Theil dieſer Subſtanzen, ſo Gf N wie er im Waſſer auflöslich geworden, auch durch den Regen vy 4 In den Boden gebracht wird, und bey ſeinem Einſinken irgend m.| eine der Wurzeln nothwendig antrifft, die ohnedieß, beſonders Dp Die Nahrung einſaugenden, nur oberflächlich ſich verbreiten, und IE weil wir endlich bey dieſer Art zu düngen die Saaten nur dann„9 mit Nahrung überſtreuen, wenn ſie derſelben bedürfen, nämlih|||| In der Frühlingsperiode, und alles nubloſe Verdünſten und Ver-|(iW ve I Faulen im Herbſt und Winter dadurch verhindert wird; ſo ers batte. M Hellt hieraus, wie viel vortheilhafter die Ueberdüngung der Saa» war M Fen Überhaupt und alſo auch mit ſolchem Dünger gegen das ſtoß Mid UÜnterpflügen deſſelben ſey, Darum erweiſet ſich auch der Stall- gefahnfit 3| Miſt der Schafe, der nur wenig Streu überhaupt enthält, wirke| de My ſamer zur Ueberdüngung, als wenn er untergepflügt wird. Daß| wind| Wwohlzerſezter kurzer Stallmiſt, über die Saaten gebreitet, von| I fulSSE: 6 größerer Wirkſamkeit ſey, iſt eine längſt erwieſene Thatſache, im(OE Und die Schriften der engliſchen Spe ſind voll von dem lden 156: Lobe dieſes Verfahrens-- Topdreſſing. Ob es aber nicht ſchäde ſh ing| lich und minder vortheilhaft ſey, halbrohen Dünger über die bes Nn fäS ſäeten Aec>er zu ſtreuen, hierüber ſind verſchiedene Meinungen. jwirlte iim| -- Daß eine Verflüchtigung nicht ſowohl von riechenden Stof«- bam Mga fen, die beynahe gewichtlos ſind und keine Berückſichtigung ver« 6 5 3 Dienen, ſondern auch von Kohlenſäure und gekohltem Waſſer hin EG und Stickſtoffgas überhaupt bey der Fäulniß Statt habe, und(uy] Daß dieſe Verſlüchtigung um ſo größer ſeyn müſſe, als die Fäuls 8 4 niß mehr begünſtigt wird, iſt keinem Zweifel unterworfen. Nun wm Wird aber die Fäulniß des Düngers mehr begünſtigt ,- wenn er. 4m unter, als Über der Erde liegt, und es kommt von einer gege= Ny benen Menge Dünger in den folgenden Jahren den Pflanzen 0 Mehr zu Gute, wenn die Zerſehung des dem Stallmiſt beygege- AN benen Vegetabils im erſten Jahre nicht zu ſehr befördert wird 3„en) und da die oben über mit Stallmiſt gedüngte Saat von den wu 8 leicht auflöSlichen thieriſchen Theilen deſſelben im erſten Jahre fin 5 M7 Hinlänglich genährt. wird? ſo ſcheint es vortheilhafter zu feyn, imm 0 das unnüße Faulen des Miſtes in den Ställen und Miſtſtätten Wi„il fo ſehr als möglich zu verhüten, und ihn ſobald als möglich"D 7 SE: 54----=- r.. 7 rZE ET 2X TE ele 8 028 m I NEE EO 2 0... ENIE WESSEN=; 4200 aT TRIED REA we IRE R AES nb IREN RER DIS Rome DHA ER NEB rg Zwe I EINES LÄ Du m War, der Yank Igendes an» eilhafter if (che Anwen: heißen, bi: 0 vom Dik emache Auf h ſeine wij thüm been: | Bodenz hie htung, bz jen Pflan h, der Pte eder, Wenn fügt werden q), und Witz time und hs Oſtanzen,! den Ret "ten irgend - beſonder reiten, und 1, Nämlich 1 und New: dz ſ? ew 13 der Sau gegen das ) der Stall: hält, wirke vird, Da reitet, bon Thatſache, (1 von dem nicht ſchäd« über die bes Meinungen, enden Etof: tigung vet [tem Waſſet habe, und (8 die Faul: orfen, Nun t, wenn€ 1 einer gege ven Pflanz! niſt beyer ördert win) aaf von vw! erſten Jah fer zu FCD | iſiſätten als mg Beſchüßung der Feldgewächſe. Ueberdüngung. (239) auf beſäete oder unbeſäete Ae>er zu bringen, je nachdem. es die climatiſchen Verhältniſſe erfordern, um die geſammte organiſche Materie durch langſames Faulen im Waſſey auflvslich zu mäa- er können zu jeder Zeit mit rohem vder halbzerſeztem Stallmiſt überführt werden; be-, ſäete Aecker können aber nur mit ſolchem Stalimiſt Überſtreuet werden, der in Haufen ſich ſo weit zerſetzt hat, daß die beyge- mengte Streu hinlänglich mürbe geworden iſt, ſv daß ſich der Miſt leicht und vollkommen zertheilen läßt.=- Von der. Ueber- düngung der beſäeten Felder wird man aber nur dann auſfal- lenden Nutven wahrnehmen, wenn eine hinlänglich naſſe Witte- rung die Auflöſung und Auslaugung dieſes Düngers bewerk- ſtelliget. In trocknen Jahren ſind die Üüberdüngten YeFer min- Der fruchtbar, wie jene, wo der Dünger untergepflügt worden iſt. Darum wird das Ueberdüngen der Saaten in Deutſchland nie jene Vottheile verſchaffen, wie in England, weil unſer Clima viel trockner iſt.“ Scig und|; 8 horſtig ſtehet, an einigen Stellen zu mager, an andern zu geil ml 1 treibt, welches Letztere bey den Winterſaaten ſehr oft das Aus-| Ii.' wintern verürſacht. Mäuſe und Inſecten haben an ſolchen Stel:| vnn len, wo der Miſt ſo klumpig liegt, ſehr gern ihren Aufenthalt“0 4 und zerſtören die umſtehenden Pflanzen. Beſonders iſt das Un- vv... terbrinzen des mehr unzerſezten Miſtes mit der letzten Furche"3 zur Winterung oft von ſehr nachtheiligen Folgen. Der Aker wird v 41 namlich dadurch bollig, oder er kann ſich nicht ſezen. Wenn 3 wit: [| 7| 1 War, der Wagen all geſehen, ) aufgezehrt /* 0 Sonnen: ſchon beſge: 1ebige Ernd: | dann(1, rchaus feine . fleine zu ſpät ze: horden i (it verſpürt, wäre, Hat de binnen zumal wenn or Rezel de al fortſchl: die gut 8 € viele ann: rgiebt ſich, x manchen og es aber m beſonders Miſtes vor: en; fann, als [be mit der "aut folgen iſt, beſon 6 gewöhn: hren wird, wo immer ) ſorgfaltig 1 die größte Zuſammen: wodurch er erhißt, an < mehreren ) nur ſchwit ſchediz un) dem zu zel ft das Aus: (olchen Sit: Aufent if das (ebten Furl! Yer Aer wind fehn, Dam Beſchützung der Feldgewächſe. Ueberdüngung. (291) feuchte warme Witterung eintritt und die Einſaat früh geſchehen iſt, der Miſt dadurch noch vor Winter in Gährung kommt, ſo entſteht leicht ein Uebertreiben der Saat, ſie wird geil, aber ſchwächlich, hält den Winter nicht aus, ſondern fault und ſtirbt ab.- Kommt dieſer Miſt vor Winter nicht in Gährung, ſo be- wirkt er, wenn Wärme und, Trockniß im Frühjahr eintritt, leicht das Verſcheinen der Saaten, indem dieſe bleich werden und ab-= ſterben. Aber auch bey der Frühjahrsſaat kann ſehr leicht der Nachtheil entſtehen, daß der Miſt, wenn er die hißige Gährung noch im Boden beſtehen muß, dadurch die vorhandene Feuchtig= keit ſo ſehr conſumirt, daß die zum Keimen erfoderliche man= gelt. Allen dieſen Nachtheilen kann man dadurch vorbeugen, wenn man den Miſt erſt nach der Saat zum Ueberdüngen der- ſelben verwendet, Ja man erlangt dadurc) noch den ſehr weſent= lichen Vortheil, daß man ſowohl die Herbſtſaat, als die Früh- jahrsſaat zeitiger einzubringen vermag, was immer von großer Wichtigkeit iſt, da letzterer die Winterfeuchtigkeit des Bodens zur Entwicklung: vor der tronen und warmen Periode um ſo mehr zu Gute kommtz erſtere ſich noch vor dem Einwintern gehörig auszubilden und dadurch die Nachtheile der Durchwinterung leich= ter zu überſtehen vermag, indem die Winterſaaten im Herbſt zu ihrer Ausbildung weniger Bodenkraft verlangen, ſondern dieſelbe vielmehr erſt im Frühjahre beym Schoſſen hauptſächlich in An- ſpruch nehmen,| 2) In Gebirgs8gegenden, vder überhaupt, wo das Auffrieren des Bodens Statt findet, wodurch viele Pflanzen der Winter- ſaaten zerſtört werden, iſt das Ueberdüngen der Winterſaaten beſonders zu empfehlen, indem der Boden, wenn der Miſt nicht untergebracht iſt, weniger locker wird, und daher das Auffrieren minder nachtheilig wirken kann. Ueberſtxent man die Winter- ſaaten in ſolchem Boden vor der Einwinterung mit Miſt, ſo verurſacht der von der Feuchtigkeit ſchwere Miſt eine den Boden belaſtende Dee, welche ihn mehr zuſammenpreßt, was doch ei nigermaßen vor dem Auffrieren ſchüßbt. Iſt der Miſt noch nicht ganz zergangen geweſen, ſv friert der ausgebreiteie feuchte Miſt faſt gleichſam zu einer Decke zuſammen, die an vielen Stellen an den Boden angefroren iſt, welche den Saaten nicht ſchadet. das Auffrieren des Bodens aber, indem ſie eine Spannung über demſelben erhält, hindert. 3) In einem leichten Boden, der beſonders ſehr thätig iſt, iſt das Aufbringen des Miſtes nach der Saat ungleich vortheilhaf- ter, als vas Vordüngen und Unterbringen deſſelben z; weil ein ſolcher Boden vermöge ſeiner Thätigkeit, die durch den unterge brachten Miſt noch erhöhet wird, die pflanzennährende Materie ſehr ſchnell in denjenigen Zuſtand bringt, in welchem ſie gleich unmittelbar in die Pflanzen übergeht, die entweder nur denr Unkraut zu Gute kommt, oder ſich verflüchtiget, und daher der Boden, ehe noch die Saat darauf IE iſt, beträchtlich an pflanzennährender Materie verloren hat, wogegen bey dem Ue- berdüngen der Saaten alle nahrungsfähige Materie nur dieſen zu Gute kommen muß. Iſt ein ſolcher Boden bey der Dürre dem Austroc>nen ſehr ausgeſeßt, ſv verhindert die Miſtdecke das Ausdünſten der Feuchtigkeit gar ſchr, und man wird finden, daß 19* 69 70 Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar. 292 Es 3 ſolcher Boden, wenn er mit Miſt überdeckt iſt, immex länger feucht erhält. 4) Zu den Vortheilen, welche das Ueberdüngen der Saaten gewährt, iſt auch die Abhaltung mancher, den Saaten ſchädli- er iſt, und der Wagen und die Tritte des Zugviehes zu tief einſinken. Durch das Auffahren des Mi- ſtes auf beſtellten Boden, wo der Wagen natürlich um ſo tiefer einſchneiden, wird aber nächſt dem auch die Arbeit fürs Zugvieh bey der Miſtfuhre nicht nur ſehr beträchtlich erſchwert, ondern auch vermehrt, weil die Miſtwagen icht ſo ſchwer beladen werden dürfen, und man mithin weit mehr Fuh- ren hat. 5) Endlich ſind auch unter die Nachtheile der Ueberdüngung zu rechnen, die Begünſtigung der Schne>en und anderes Unge- ztefers, welche unter dem Miſte Schub finden, und die Saaten wegfreſſen, oder auf andere Weiſe nachtheilig ſind; und bey den Winterſaaten, wenn dieſe ſehr herangewachſen und vor Win- ter überdüngt ſind, daß ſie bey ſchlaffen Wintern, beſonders wenn eine Schnede&e Statt findet, wodurch. die Wärme unter I vermehrt wird, leicht faulen. 8 Reſultat über das Ueberdüngen der Saaten mit Stall- miſt 1461 ſich daher Folgendes annehmen. Man mache es, ſo trefflich es aucer, welche auf die ſpätere Herbſtdüngung verwieſen ſind, von größerm Umfange, als daß «ſie alte überpfercht werden könnten, und man muß dann zum Das Ueberdüngen Ueberdüngen mit Miſt ſeine Zuflucht nehmen, „ im Winter, oder im folgenden mit Miſt kann nun im Her Frühjahre erfolgen. Im Herbſt kann nian zwey Wege einſchlagen, entweder man düngt unmittelbar nach der Saat, ſo daß dieſe durch vie Miſt- de>e durchwächſt, oder man überdüngt die bereits berausgefom- mene Saat. Unter allen Umſtänden iſt es immer am beſten, die Ueberdüngung unmittelbar nach der Saat folgen zu laſſen, ehe noch dieſelbe gekeimt hat, weil durch die beym Auffahren des Miſtes verurſachten Wagengleiſe, die Tritte des Zugviehes, ſo wie durch das Vertreten beym Breiten des Miſtes nur wenig, kaum bemerkbarer Schaden für die Saat erwächſt, hingegen beym Ueberdüngen über ſchon emporgewachſene Saaten dadurch ein ſehr beträchtlicher Theil derſelben zu Grunde gerichtet wird, Außer- dem hat das Ueberdüngen unmittelbar nach der Saat, vor dem Ueberdüngen der ſchon herangewachſenen Saat, noch den Vor- zug, daß, während der ſpitzige, mehr durchdringende Keim ſich urc< die Miſtdec>ke leicht durcharbeitet, dieſe vom Negen nahe an den Boden angeſpült wird, ſo daß bey der fernern Ausbildung die Pflanzen ſich mit ihren Blättern unmittelbar über der Miſt- de>e befinden und dadurch den Pflanzen den Winter über, unter der Schneede>e, durch die, bey der Zerſetzung des Miſtes, er: folgte Gährung, kein Schaden, oder nur höchſt unbeträchtli- e über ihm bilden, wodurch die Fermentation deſſelben befördert wird, ſo ganz, daß er weder dann ein Faulen der Saat verurſachen kann, noch auch den Aufenthalt der Mäuſe, Schne- >den und anderes Ungeziefers begünſtiget. Allein es mangelt gewöhnlich im zeitigen Herbſte an Miſt, und man hat dann gewöhnlich ſo viel ander» unaufſchiebliche Arbeiten, beſonders das Saatpflügen zur Winterung, damit ſich der Boden vorher noch ſezen könne, ſv daß die Miſtauffuhre dann gewöhnlich un- terbleiben muß. Man kann zwar die zu Überdüngende Saat in den'Spät- herbſt verſchieben, und unmittelbar den Miſt darauf auffahren z allein es wind dann, weil der Boden gewöhnlich im Spätherbſt ſchon ſehr feucht iſt, der Saat durch die Gleiſe bey der Dünger- fuhre, das Vertreien des Zugviehes und der Miſtbreiter ſchon beträchtlicher Schaden zugefügt, indem der Boden zuſaimnmen- geknetet wird, was der Saat durchaus ſehr nachtheilig iſt. Au bleib“ der Miſt bis zum Einwintern mehr unzerſebt, und ge- währt Mäuſen und Schnecken und anderem Ungeziefer einen ge- wünſchten Aufenthalt, beſpynders wenn der Miſt ſehr ſtrohig iſt. Der Saat ſchadet dieſe Miſtde>e' gewöhnlich nicht, denn ſie wächſt durch dieſelbe durch und breitet ſich über derſelben aus, und ſie kann daher nicht ſv leicht an Fäuiniß leiden. Es ſind jedoch nicht alle Jahre ven Mäuſen günſtig, und in vielen Gegenden findet man gar keine Schnecken 3 und unter dieſen Umſtänden, und beſonders wenn der Herbſt mehr trocken iſt, iſt die Spät- herbſtſaat, und das unmitrelbare Ueberdüngen nach ihr wohl zu empfehlen, und ganz beſonders, wenn man mehr zergangenen Miſt nimmt. Die Decke des nvch nicht ganz zergangenen Mi- ſtes kann auch vey Blachfröften, und beſonders bey der ſehr kritiſchen Periode beym Aufthauen, wo warmer Sonnenſchein mit ſtarken Nachtfröſten wechſelt, und mithin jeder Boden dem Auffrieren ausgeſeßt iſt, den Saaten beſonders nüblich ſeyn. Das Ueberdüngen der Saaten unmittelbar vor Winter iſt, beſonders in höhern Gebirgsgegenden ,- und wo der Boden dem Auffrieren ſehr ausgeſetzt itt, ſehr zu empfehlen, wiewohl der Erfolg deſſelben auc) unter allen andern Umſtänden, außer wo viel Mäuſe und Schnecken find, ſehr günſtig iſt. Wer ſeine Winterſaaten mit Miſt zu überdüngen geſonnen iſt, der ver- ſäume ja nicht, es im Herpſt unmittelbar nach der Saat 3u 73 Bau der. Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar. Se“ N. 5.04 7 | (296) GEIE 1. m thun; denn wenn auch die Düngerfuhre in dem lo>ex bearbeite: pe ten Boden beſchwerlich iſt und mehr Arbeit verurſacht, ſs wird fü dieſer Nachtheil doch durch höhern Ertrag überwogen, Das M Ueberdüngen mit Miſt ſchon herangewachſener Saaten im Herbſt mf! unterlaſſe: man jedoch unter allen Umſtänden.| Wbunf / Das Ueberdlüngen der Saaten im Winter iſt in ſofern unz:| ju ſicher, indem in manchen Wintern'gar kein ſo ſtarker Froſt|| NM Statt findet, daß man mit dem Mijtwagen aufs Feld kann, vier,(M und daher das Ueberdüngen mit Miſt entweder gänzlich unter-|"zu II! bleiben muß, oder man es nur auf die Gefahr unternehmen fernt x kann ,. daß der Sagt durch die Miſtfuhre und das Breiten des 7,991 Miſtes, ſo wie bey immerwährender Näſſe im Winter durch My Fäulniß, größerer Schaden zugefügt wird, als die Wirkung des(iM+ Überſtreuten Miſtes zu erſezen vermag, Iſt es ein regelmäßi-(M ger Winter, wo das Erdreich feſt gefroren iſt, ſo kann man M n dann ebenfalls zwey Wege einſchlagen, nämlich den Miſt zu 0, I Anfange des Winters oder im Berlauf deſſelben auf die Saat vz zu bringen, oder mit der Miſtfuhre bis furz vor der Thaupe: ve M rivde zu warten. vo -"Das Auffahren des Miſtes im Anfange des Winters odex"z im Verlauf deſſelben, wenn der Boden feſt gefroren iſt, iſt eben fie 108: ſo wenig zu empfehlen, als das Ueberdüngen der ſchon heranz j"". gewachſenen Sgaten im Herbſt; denn wenn auch durch die kn 1 Miſtfuhre auf dem harten Boden und das Ausſtreuen des Mi- We 4 ſies den Pflanzen nur höchſt unbeträchtlicher Schaden zugefügt 7 wird, und wenn quch dadurch die Arbeit bey der Miſtfuhre ſehr M 4 erleichtert wird, und in eine Zeit fällt, wo keine andern Feld= vm; arbeiten verſäumt werden, ſo kann doch, wenn, wie dieß häu» a fig Statt findet, nach dem erſten ſtrengen Theile des Winters 12] 4 gelinde Witterung oder eine ſtarke Schneedec>e erfolgt, eben der 4+ Nachtheil den Saaten erwachſen, als durch das Ausſtreuen des.l Miſtes über die ſchon hevrangewachſene Squt im Herbſt, indem ae die in Gährung gerathene Miſidecke auch die Überdecten Pflanz» u, ub zen mit Fäulniß anſte>en kann.- Außerdem ziehen ſich aber hot auch in den im Winter ausgefahrnen friſchen Miſt die Mäuſe DL aus„einem großen timfreiſe zuſammen z; und wenn man nicht jams 1 gelinde Tage zur Miſtfuhre wählt, wo freilich durch dieſelbe| 0 008 "und das Breiten des Miſtes den Pflanzen größerer Schaden zu- fey iG 1 gefügt wird,-ſo kann ſelbſt, wenn das Breiten des Miſtes un- A 1,904 mittelbar nach dem Abladen erfolgt, eine genque Zertheilung WEINE! des Wiſtes nicht. bewirkt werden, weil der Miſt ſchon während("ffn| ver Rusfuhr und- des Abſchlagens zuſammenfriert, Nur wenn( m 0 je anhaltende Blachfröſte Statt finden, kann die Miſtde>e von ei:| ey 8 UH nigem. Nuten ſeyn, M ei Wenn man dagegen die Miſtfuhre bis unmittelbax vor der 41-8! Thauperiode verſchiebt, fo werden die angeführten Nachtheile u vermieden, Der gewöhnlich die Thauperiode begleitende pdes die 3.00 nach) der Thauperiode folgende ſtarke Regen ſpült den Miſt un- hüße: ſt; mittelbar zwiſchen den Pflanzen hindurch an die Erde an, die boſe yd Pflanzen erheben ſich bey der bald darauf eintretenden Begeta- N eini) tion ſehr bald über denſelben, und wachſen dann, indem die Ewig. nunmehr thätigen Pflanzenwurzeln die in den Boden eingezo: 2 „9867 EIENR IESE IETI Nor. fe Vapbgite [0 wird 1 ſofern Uns Niarter Fioß Jed: Fann, Djilch Unter: Unternehmen reiten des vinfer durd Virkung des 4 Tegelmaßi: 0 fann man den Kiſt NN uf die Gat der Thau inters ody ſt, iſt eben on heran: durch die | des Mi- 1 zugefügt führe ſehr dern Feld: » dieß haus 8 Winters „ bey der Freuen des ſt, indem en Wflanz ſich aber je Näuſe nan niht < dieſelbe haden zu: Niſtes un: ertheilung 1 während Nur wenn fe von eis ar vor der Rachtheil! tende ody Miſt ur de an, en Vogtl: wd F77097111919 Beſchükzung der Feldgewächſe. Ueberdüngung. (297) genen abgeſpülten düngenden Theile alsbald erfaſſen, ſehr ſchnell fort. Die im Winter aufgelegte Miſtde>e wirkt in dem leichten tro&nen Boden immer in ſofern vortheilhaft, daß ſie die leichte Verdunſtung der Frühjahrsfeuchtigkeit verhindert; dadurch kann ſie aber in dem naſſen Boden manchmal ſchädlich werden. Bey der Ungewißheit der Winterwitterung vermeide man es daher, ſich auf» die Ueberdüngung der Saaten mit Miſt im Win- ter zu verlaſſen 3; und bey ordentlichen regelmäßigen Wintern unternehme man es erſt kurz vor der Thauperiode, Das Ueberdüngen der Winterſaaten im Frühjahre kann nicht eher erfolgen, als bis der Boden von der Frühjahrsnäſſe ſo abgetroc>net iſt, daß'er nicht mehr breyartig iſt. In dem wes niger bündigen leichten Boden erfolgt dieß ſchneller, in dem mehr bündigen dagegen ſpäter. Gewöhnlich iſt aber dann die Begetation der Winterſaaten ſchon ſo weit vorgerüt, daß man, ohne denſelben den größten, Schaden zuzufügen, es nicht mehr wagen kann, ſie noch mit Miſt zu überdüngen. Die Ueberdüns» gung der Saaten mit Stallmiſt iſt daher im Frühjahre nicht anwendbar, ſondern man muß, wenn man die Ueberdüngung bis dahin verſchoben hat, den Stallmiſt zu ganz feinem Com- poſt bereiten, um dieſen über die Saaten mit der Hand aus- ſtreuen zu können. Es müſſen daher zu dieſem Behuf die Com- poſthaufen im Hofe angelegt werden, wo man dann den Com- poſt zu den zu überdüngenden Feldern hinfährt und ihn ſofort mit der Hand ausſäet, oder man kann dieſe Compoſthaufen gleich in der Nähe des zu überdüngenden Feldes anlegen, wo mant die Miſtfuhre zu jeder bequemen Zeit, wo man mit an- dern Arbeiten nicht überhäuft iſt, vornehmen kann; dieß ver- dient wohl den Vorzug, da man im Frühjahre mit den Hand» arbeiten weniger ins Gedränge kommt, als mit den Spyannar= beiten, Dieſer feine Compoſt wirkt, wenn nämlich hinlängliche Feuchtigkeit Statt findet, nach der allgemeinen Erfahrung ſehr ſchell und vortheilhaft auf die Saaten, weil er von der Feuch» Hgkeit leicht aufgelöſt und in den Boden geſpült, die am leich teſten auflösliche Pflanzennahrung darbietet, und ſeine Anwen- dung iſt in dieſer Hinſicht ganz vorzüglich zu empfehlen, Es laſſen ſich jedoch gegen die Anwendung dieſes Compoſts folz gende Bedenken aufſtellen, Abgeſehen davon, daß, wenn nicht der erforderliche Regen Statt finder, der die Düngung auflöſt und in den Boden einſpült, dieſe nur wenig Wirkung äußert, ſv iſt es wohl entſchieden, daß durch die gänzliche Zerſezung des Miſtes in Haufen gegen die Verwendung des friſchen Mi- ſtes an Düngeſtoff ſehr viel verloren gehtz; und dann verurſacht das Ausſtreuen dieſes Compoſtes mit der Hand 1mmer beträcht- lich mehr Koſten, als das Breiten des Miſtes, So gegründet dieſe Bedenken der Natur der Sache nach zu ſeyn ſcheinen, ſo müjjen jie doch im Allgemeinen nicht ſo erheblich ſeyn, da man dieſe Art der Ueberdüngung nicht nur in England, ſondern auch in einigen Gegenden Deutſchlands ziemlich allgemein findet. Erwägt man Übrigens die mannichfaltigen, zum Theil dur) unvorhergeſehene Zufälle bey dem Betriebe der Landwirthſchaft 75 man„ v we rr I 7200002 y 7 y Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar. 298 I üs Umſtände und die Combination auch der am beſten eingerichteten Wirthſchaft, ſo wird man finden, daß man nicht immer das Vortheilhafteſte auszuführen vermag, ſondern viels mehr oft aus der Noth eine Tugend machen muß z;: und daber Xann, ungeachtet dieſer Bedenken, die Ueberdüngung der Win- terſaaten im Frühjahre mit ſolchem feinen Compoſit dennoch vor- theilhaft ſeyn. So viel bleibt übrigens entſchieden, daß eine dergleichen Ueberdüngung auf die erſte Frucht, bey genugſamer Feuchtigkeit, immer ſehr ſicher und vortbeilhaft wirkt, wenn auch die andere Düngung nicht ganz gut anſchlägt. In ſehr fro>nem Boden und bey einem trocknen Clima vermeide man jedoch dieſe Ueberdüngungsart. Bey der ileberdüngung der Sommergewächſe iſt Fol- gendes zu beachten. Wenn man mit Stallmiſt überdüngen will, fo wählt man ebenfalls den Zeitpunct unmittelbar nach der Ein- ſaat, ſv daß die Pflanzen durch die Miſtdec>ke durchwachſen. Bey zeitigen Saaten wirkt dieſe Ueberdüngung gewöhnlich im= mer vortheiihaft, weil es da an Feuchtigkeit nicht mangelt, wel-= t werden, ſchadet dieß zwar nicht 3; aber bey den Getreidefrüchten iſt eine ſolche Verunreinigung der Saar immer nachtheilig, und man wähle daher, wenn man dieſe zu Überdüngen genöihiget iſt, nur den zergangenen Miſt oder Com- poſt, Schon herangewachſene Sommerſaaten können nicht mit Stallmiſt überdüngt werden, wenn man ihnen nicht den 320ß2 ien Schaden zufügen will, und will man dieſen Saaten eine Düngung zukommen laſſen, ſo verwende man dazu den Conms- poſt, der- hinlänglich feuchter Witterung gute Wirkung lei- ſtet, außerdem aber weniger, als bey den Winterſaaten wirkt. Anderer Dünger, als Jauche oder Gülle( der Harn der Thiere, oder die in der Miſtgrube ſich ſammelnde Feuchtigkeit), Geflügelmiſt u. ſ. w. ſind gewöhnlich in den Wirthſchaften in Feiner großen Quantität vorhanden; ſie eignen ſich jedoch zum Neberdüngen der Saaten ganz vorzüglich, wie dieß auch bereits in der Lehre von der Düngung angeführt worden iſt, und ſind Unter allen Umſtänden ſehr empfehlende. Aushülfsmittel, um küm- mernden Saaten, beſonders Winterſaaten, auf magern Acckern aufzuhelfen. Das Nöthige über die Art und Weiſe und die Zeit ihrer Anwendung wird an ſeinem Orte angeführt werden, Das Ueberſtreuen mit Düngungsmitteln, als Aſche, Sei- fenſiederauswurf, Düngeſalz, Kalk, Gyps u, ſ. w. iſt hier eben- falls in Betracht zu ziehen, obgleich dieſelben mehr zur Beför- Ee II NSN ERTE SALLE M0 I ww | vf An DI Din! "6 0 NE '. Fr 3 "it 1 1! u(100 61 ih"D Woh NNEN 0 ZU 1 Duhd "m E mah; ' 0 vum geni 1 [3 Oryar, der ahn beſten 0 Wan ih „ſondern viß bz. und baby ung der Dip dennoch vm: m, das eie ) Genug fame NIE, wenn 96 In feht ermeide man he iſt Fol: Wingen Will, Nach der Eins Dun, eivohnih vy: mangelt, wil: In Die Eide t Oute fos Ie Verdun: vo gewöhn Irfung die: 1 Gtallmiſt ce, die ſich vo ſie fich (8 Watraus d allen dens Vegetation t; aber bey ) der Galt qt dieſe zu oder Com: nicht mit den größe wt eine | den Com: dirtund(el ten wirft, Zam dit uchtigkeit), ſchaften 41 jedoch zum wh bereits 4 und ſind el, um tüm: zen Vet! umd die 30 Jede, , ft hier ae Aufbewahrung der Feldgewächſe. (299) derung des Wuchſes des Graſes und der Futterkräuter, als bey den Feldgewächſen angewendet werden, indem dieſe Dlingungs- mittel nicht nur ebenfalls ſehr gute Aushülfsmittel ſind, um die Vegetation der Saaten zu befördern und ſchwächlichen Saqa= ten aufzuhelfen, ſondern ſie nüben auch in anderer Hinſicht, um manchen Unfällen, denen die Saaten unterworfen ſind, vor- SUD S Nähere hierüber iſt zum Theil in der Lehre von der Düngung angeführt worden, wir werden aber auch an ſeinem Orte das unmittelbar auf die Pflanzencaltur ſich Beziehende anführen, Wir kehren nunmehr zu dem zurück, was das Ueberdüngen der Saaten in dieſem Monate andetriſſt.: Man kann ſowohl im Januar, als auch im Februar, wenn der Boden feſt gefroren iſt, die Ueberdüngung der Saaten mit Miſt vornehmen z; nur muß man dazu gelinde Tage wählen, wo der Miſt nicht alsbald zuſammenfriert, und ihn ſofort nach dem Abſchlagen breiten. Wenn eine dichte Schneedecke liegt, ſo iſt das Ueberdüngen nicht anzurathen, weil durch das Zuſamz menpreſſen des Schnees über der Saat dieſelbe leidet, die Miſt- fuhre beſchwerlich iſt, und von dem auf den Schnee gebreiteten Miſt bey plötzlichem Thauwetter viele düngende Theile aus- gelaugt und wegaeſpült werden, ohne daß ſie in den darunter fich befindlichen Boden einziehen können. Am beſten iſt es, wie im Vorſtiehenden über die Ueberdüngung der Saaten anges führt worden iſt, mit der Ueberdüngung bis kurz vor der Thau- periode zu warten, die gewöhnlich in der zweyten Hälfte dieſes Monats Statt findet. Man verſchiebe aber dieſe Arbeit nicht u lange, denn das Thauwetter ſteilt fich oft ſehr plößlich und M ſtart ein, daß der Boden in ſehr kurzer Zeit, wenigſtens in der Oberfläche aufgethauet wird. Auch mit Miſtjauche oder Gülle kann man die auf magern Boden geſäeten Winterſaaten im Januar und Februar üÜberdün- gen, und man kann die Jauche ſelbſt auf den Schnee bringen, und wird davon eine gute Wirkung haben; nur muß man es vermeiden, die Jauche auf den nicht mit Schnee bedeXten Bo= den beym Froſt aufzubringen, weil ſonſt-die Jauche beym Zu- ſammenfrieren ſehr leicht die Pflanzen aus dem Boden heraus- Heben vder zerreißen kann. Obaleich durch das Ausfahren der Jauche im Winter, wenn der Boden gefroren iſt, der Saat kein Schaden durch Gleiſe und Pferdetritte verurſacht wird, und ob- gleich die zu dieſer Zeit ausgefahrne Jauche eine ſehr gute Wir- ung leiſtet, ſo iſt es doch beſſer, die Ausfuhr der Jauche zum Ueberdüngen der Winterſagaten auf eine ſpätere Zeit zu verſchie- ben, weil ſie dann von größerer Wirkung iſt, wie wir im fol: genden Monat anführen werden. Aufbewahrung der Feldgewächſe. Die Aufbewahrung der Feldgewächſe iſt ein ſehr wichtiger Gegenſtand in der Landwirtöſchaft 3; denn nicht nur, daß der Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar. (300) Landwirth ſeine erbauten Producke von der Erndte bis zum Berkauf, his zur Saatzeit, den jährlichen Hausbedarf von ei» ner Erndte bis zur andern, und in einer gut eingerichteten Wirthſchaft für den Fall einer Mißerndte,. auch noch einen Vor- rath über den jährlichen Bedarf, aufbewahren muß, er iſt auch, wenn in Folge mehrerer hintereinander folgender ſehr reichlicher Erndten ein Ueberfluß an Producten vorhanden, der Abſatz ex- ſchwert iſt, oder der Preis zu niedrig ſteht,' als daß er, ohne den größten Schaden zu. erleiden, verkaufen könnte, genöthigt, ſeine Producte mehrere Jahre aufzubewahren. Leiden die Pro- ducte bey der Aufbewahrung, ſo verlieren ſie beträchtlich im Preiſe, ſind oft gar nicht verkäuflich, ſind zur Fortpflanzung untauglich, ja ſie können ſogar in der Maaße verderben, daß ſie nur in den Miſthaufen verwendet werden können. Aber nicht nur durch die Beſchädigung der Producte bey der Aufbe- wahrung erwächſt Nachtheil, ſondern es kann auch dadurch) gro2 per Verluſt erfolgen, wenn man nicht bey dor Aufbewahrung ſeine Aufmerkſamkeit auch dahin richtet, daß ſie vor dem Entwenden geſichert find. Alle Mühe, alle Koſten der Production, der Feldertrag ſind dann verloren, wenn man nicht ſorgſam bey der Aufbewahrung ſeiner Producte zu Werke geht. In ſehr vielen Landwirthſchaften. verwendet man unſtreitig auf dieſen Gegen- ſtand viel zu wenig Sorgfalt, und der Schaden, der dadurch ex- wächſt, iſt in vielen Fällen auf nicht unbeträchtliche Summen zu veranſchlagen. Im weiteſten Sinne beginnt die Aufbewahrung der Producte unmittelbar nach der Erndte, und begreift daher auch die Ein- ſcheuerung derſelben in ſich; da dieſe jedoch mit dem Erndtege- ſchäft zu ſehr in unmittelbarer Verbindung ſteht, fo wird dar- Über bey der Erndte unter der üGeberſchrift„„Einſcheuerung“ ge- handelt werden, und wir begreifen daher unter Aufbewahrung nur die der zu Gute gemachten Producte, welche ſchon in dem Zuſtande ſind, wie ſie als Kaufmannswaare begehrt werden, oder zum Gebrauch tauglich ſind, und diejenigen Producte, die unmittelbar vom Felde in dem Zuſtande geerndtet werden, daß ſie 408 weitere Vorrichtung zum Verkauf oder Gebrauch taug: lich ſind.-; Eben ſo verſchieden, als dieſe Producte in Hinſicht ihrer Beſchaffenheit ſind, eben ſo verſchieden iſt auch ihre Aufbewab- rungsart, und es läßt ſic hierbey nichts im Allgemeinen an- führen, ſondern, es muß das ſich hierauf Beziehende bey den meiſten Gewächſen beſonders angeführt werden, Die Aufdvewah- rung der meiſten Sämereyen und beſonders der Getreidearten iſt ſich jedoch im Allgemeinen ziemlich gleich, und daher wollten wir in Betracht deſſen, da in dieſem Monate wohl unſtreitig in jeder Wirthſchaft die meiſten Vorräthe vorhanden ſind, da das Getreide doch immer den Hauptgegenſtand der landwirth- ſchaftlichen Production ausmacht, und als Nahrungsfrüchte auch der wichtigſte Theil iſt, und da deßhalb von ihm immer größere Vorräthe aufbewahrt werden, als von andern landwirthſchaftli- nung des Getreides, oder die Wegſchaffung alley über» flüſſigen natürlichen Feuchtigkeit, die in jedem Korn an ſich enthalten iſt, und die, ſobald das Getreide durch das Aufein- anderliegen erwärmt wird, gar leicht zu einer Gährung in den Mebhltheilen deſſelben Veranlaſſung giebt, die dann das Korn ungeſund, dumpfig und moderig zu machen, oftmals ganz zu verderben pflegt, hauptſächlich beyträgt 3; daß es auf der andern Seite durch zu große Austro>nung nicht zu ſehr an Gewicht verliert 3 daß-die dem Getreide nachtheiligen Thiere, welche viel Schaden und Verluſt anrichten können, abgehalten z; und daß es Tueubaupt vor jeder Entwendung geſichert, gut aufbewahrt werde. Wir wollen nun die hauptſächlichſten verſchiedenen Aufbe: wahrungsarten, denn von denen,'deren günſtiger Erfolg noch zweifelhaft iſt, kann nicht die Rede ſeyn, anführen z bemerken, was dabey zu beobachten ſey, um die vollkommne Aufbewäah» rung zu bewirken, welche Vorzüge oder Nachtheile die verſchie- denen Aufbewährungsarten haben, und unter welchen Umſtän- den ſie am zuträglichſten ſind. Die gewöhnlichſte und beſonders in Deutſchland gebräuch- lichſte Aufbewahrung des Getreides erfolgt auf kleinen Gütern auf den Getreide-, Schütt- oder Korynböden, auf Herr- ſchaften, Domainen und auf großen Gütern in beſondern Korn- oder Getreidehäuſern oder Kornſpeichern, Erſtere ſind, wie aus dem Begriffe des Wortes zu entnehmen iſt, nur Räu- me unter dem Dache von Gebäuden, welche zu anderem Behuf dienen, und bilden gewöhnlich nur einen Boden, oft aber auch zwey Böden Übereinander, und ſind der gewvöhnlichſte Aufbe- wahrungsort des Getreides 3 letztere ſind dagegen beſondere Ge- bäude, welche hauptſächlich nur zur Getreideaufbewahrung ge- baut ſind, und haben mehrere Etagen übereinander, ſind jedoch ſeltner. Auf die Einrichtung dieſer Getreideböden und Getreidehäu- ſer kommt ſehr viel an, und wir wollen daher das Nöthige hier- Über in der Kürze anführen 3; verweiſen jedoch im Hauptſächlich- ſten auf das Kapitel„Landwirthſchaftliche Baukunde.“ „Die Getreideböden müſſen ſo angelegt jeyn, daß haupt- ſächlich folgende Zwecke erreicht werden 7v 80 ir Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar. (302 .> das Getreide gegen das Verderben jeder Art geſchüßt ſet 3 6; 2) das die dem Getreide nachtheiligen Thiere abgehalten wer- denz 3) daß ſie völlig dicht ſeyen, gehörigen Naum haben, um die erforderliche Quantität von Getreide zu faſſen, und nach allen Stellen auf denſelben bequem gelangen zu können z und 4) daß jede Entwendung möglichſt verhütet werde, und der Getreideboden, ſo viel als möglich, vor Feuersgefahr ges ſichert ſey. Um das Getreide vor dem Verderben zu ſchüßen, muß jeder Kornboden an einem Orte angelegt ſeyn, wo er vor feichten, ſchädlichen Ausdünſtungen geſichert iſt, Er ſollte daher nicht, wie dieß leider ſehr häufig Statt findet, auf Stallungen, außer wenn ſie gewölbt ſind, oder an einem feuchten Orte, in der Nähe von Waſſergruben, oder zwiſchen vielen, Schatten geben- den, Feuchtigkeit verurſachenden und die Verdunſtung verhin- dernden, hohen Bäumen angelegt ſeyn, weil, ſo feſt auch der Boden geſpundet wäre, der Broden aus den Ställen doch durchz= dringen, und eben ſo die an dem Waſſer und in dem Schatten hoher Bäume Statt findenden feuchten Dünſte eindringen, und zur. Verderbniß des Getreides Veranlaſſung geben können. Er muß ſo gelegen ſeyn, daß die lange Seite deſſelben ge- gew die troenſten Winde kommt, weil feuchte Winde auf der langen Seite um ſo leichter durchdringen können und nachthei- lig werden, nämlich in einer ſchrägen Richtung gegen Norden und Oſten, weil von Weſten die feuchteſten Winde und die mei- ften Regen kommen. Doch richtet ſich dieß ſo nach der Local- lage, daß es an andern Orten rathſam ſeyn kann, die Fronte nach audern Winden zu richten. Die lange Seite gerade gegen Mittag iſt jedoch durchaus nicht zu empfehlen, weil ſonſt der Bodenraum von der geradeauf ſcheinenden Sonne zu ſehr er- wärmt wird, was dem Getreide nachtheilig iſt, und die dem- ſelben ſchädlichen Inſecten begünſtiget, auch dabey vas Getreide zu ſchr eintroc>net.:: Ferner muß ein Kornboden mit einem dichten Dache verſe- hen ſeyn, was weder feinen Regen, noch Schneegeſtöber durch«= läßt. Cin gutes doppeltes, gehörig verkalktes Ziegeldach iſt hier beſonders zu empfehlen 3 jedoch ſind auch Stroh- odex Rohrdä= cher recht gut, indem ſie im Sommer die Hitze am beſten ab- halten; nur müſſen ſie, um alle Unreinlichkeiten, welche das Stroh und Schilf durch immerwährendes Bröckeln verurſachen, inwendig mit Bretern verkleidet ſeyn. Yuch ſind Lehmſchindeln, wenn ſie gut gemacht ſind, ſv daß ſie den Negen nicht durch= laſſen, zu empfehlen. Weun man gegen die Strohdächer etwas einwenden könnte, ſo iſt es, daß fie nicht feuerſicher ſind, und den dem Getreide ſchädlichen Thieren Schlupfwinkel gewähren. Die Giebel müſſen nicht gebrochen, ſondern gerade in die Höhe gehend und gemauert ſeyn. Nächſtdem muß aber auch ein guter Kornboden überall Licht und Zugluft haben, weit durch leßtere die Feuchtigkeit aus dem SES ÜR NR 2 nd NI AN H Za S4 3 | E E | guit| (Ne!| |(mi 90) ht DY, p pete 27| falt IO| Miſe JOE| jen EE | y a E50 I y y | men|, Nen 19 vj dam Mm | Is(S0 |) wn 99! A | J aufſchlys vat | Wacht: || ve Nf! 7 | want:)/! den Ait| WENN | 00 Dv 110 |( wm Sil! (0 din ( Jeliab Ih und wig 10 NUTZER In VIDE eno denn DH be in fe d8k iy iv“ EB 8. nt 917] MN GETTE Or aub Ee DH Nußfär bh 4 on Ih 0 vf Dh 1 ; 0 di in USG D, | 10 AE" [very W| eit a"7! Nat, At Weſchüht Öehalten wer: aben, un be 1, und. nd | ZU fönnen; de und der WerSpefah je 0, WB jeder Dor Feuchten, e daher nicht, Ne, aufer Orte, in der haiten zeh: tung vin feſt auch dt doch dur: m Schatt ngen, un) en eſſelben ge: "de auf der Ww nachtheis zen Norden Ind die mii: 1) der Local: - die Front erade gegen il ſouſt der yu ſehr er: d die deim: 8 Getreide Jache verſt: über durch: ach iſt hiel er Nohrda: heſten ab: welche das verurſache mN) nicht durch: äche um x find, u ( gewahrt wen Ü er di (ofelt 908 7 Aufbewahrung des Getreides. Getreideboöden. (303) Getreide am beſten! abgeleitet und zugleich die dem Getreide ſchädlichen Thiere abgehalten werden, Es müſſen daher in den Getreideböden, wenn ſie nämlich die gehörige Richtung nach den Himmelsgegenden haben, in den Giebeln, und wenn der Boden lang iſt, auch auf der Längenſeite große Fenſter ange bracht werden, durch welche hinlängliches Licht verbreitet wird, dieſe jedoch mit dicht ſchließenden Laden und Drath- oder Holz= gittern, durch welche das Eindringen der Feuchtigkeit und Vd- gel aller Art abgehalten werden, verſehen ſeyn, Auf der Länz= genſeite müſſen, um den erfoderlichen Zug zu bewirken, eine Menge Luken oder Luftlöcher angebracht werden, und zwar ſo, daß die Luft in nicht zu großer Höhe Über der Diele des Bo- dens ſtreiche, Da man gewöhnlich das Getreide, ſelbſt dann, wenn es gehörig ausgetroc>net iſt, nicht über eine Elle hoch aufſchütten darf, ſo dürfen dieſe Luftlöcher nicht höher ange bracht ſeyn, damit der durch ſie verurſachte Zug die obere Flä= he des aufgeſchütteten Getreides zu beſtreichen vermag, Wenn man zwiſchen jedem Sparren ein ſolches Luftloch hat, welches den ganzen Zwiſchenraum zwiſchen den Sparren einnimmt, ſo iſt dieß um jo beſſer 3 es iſt jedoch auch ſchon ſehr viel gethan, wenn dieſe Löcher einen Sparren um den andern angebracht ſind. Die Luftlöcher müſſen einander gerade gegenüber ſtehen, und wenn ſie eine Elle hod) ſind, ſo iſt es um ſo beſſer; niedriger als eine halbe Elle dürfen ſie jedoch nicht ſeyn. Um Vögel al= ler Art abzuhalten, müſſen ſie mit Holz- oder Drathgittern, und um Regen, Schnee und das Eindringen feuchter Nebel ab= zuhalten, mit dicht ſchließenden Klappen verſehen ſeyn, welche in die Höhe herauf von inwendig aufgemacht werden können 3 denn dieſe haben vor den nach außen gehenden und von der Seite zu üffnenden Klappen den Vorzug, daß man dadurch, indem man mittelſt Vorrichtung die Klappen höher oder niedri- ger ſtellt, den Zug nach der Höhe des aufgeſchütteten Getreides höher vder niedriger ſtellen kann, daß ſie bequemer zum Auf- und Zumachen find, und daß ſie endlich dem Verderben weni= ger ausgeſeßbt ſind. Der Fußboden eines Kornbodens muß ſo gehörig dicht ſeyn, daß auch das kleinſte Geſämig nicht durchzufallen vermag, und eben ſv müſſen die die verſchiedenen Abtheilungen ſcheidendew und längs dem Dache hingehenden Breter dicht an den Fußbo- den anſchließen, damit nicht eine Vermiſchung der verſchiedenen Sämereyen erfoigen kann. Ein guter Eſtrich iſt zwar allen Die- lenfußböden vorzuziehen; indeſſen es ſind die wenigſten Gebände ſo feſt, daß ſie einen Eſtrich nebſt der Getreidelaſt zu tragen vermüchten, und ſo werden die Dielenfußböden meiſt vorgezogen. Der Fußboden muß möglichſt glatt ſeyn und keine Kanten ha- ben, weil dadurch die Arbeit mit der Schaufel erſchwert wird. Uebrigens muß auf einem Kornboden alles, was den Naunr verengt, möglichſt hinweggeſchafft werden, weil dadurch die Ar= beit gehindert und erſchwert wird; und'es iſt daher beſonders zu empfehlen, die Kornböden nicht mit einem ſtehenden, ſon= dern mit einem liegenden Dachſtuhle zu verſehen. . Hinſichtlich des Raumes, welchen das aufgeſchüttete Ge- treide bedarf, ſo muß man auf einen Berliner Scheffel 1x Qua= 81 Bay der Feldfrüchte. 2. Abſchy. Februar. (304; dratfuß oder auf einen Scheffel Dresdner Maaß 3 Quadratfuß rechnen, wobey aber der nöthige Raum für Gänge, Abtheilun- gen und zur Aufſtellung der nothigen,„auf den Schürtboden ges hörigen Geräthſchaften mit inbegriffen iſt. Die auf den Schütte boden führende Treppe muß gerade ausgehen, nicht zu ſteil ſeyn und feine hohen Stufen haben.- Um Entwendungen zu verhüten, iſt hauptſächlich Folgendes in Betracht zu ziehen: Der Getreideboden muß ſo gelegen ſeyn, daß er vvn dem Wohnzimmer aus überſehen werden kann. Ein SD iſt zwar feſter, als ein Strohdachz doch iſt es bey eiden, der Sicherheit in dieſer Hinſicht wegen, zu empfehlen, den Boden auf der inwendigen Seite des Daches mit Bretern zu verkleiden, welche zwiſchen den Sparren eingefalzt ſind, wodurch+ das Durchbrechen in den meiſten Fällen unmöglich ge- macht wird. Die zum Boden führende Treppe muß von allen Seiten feſt mit ſtarken Bohlen verkleidet ſeyn, ſo daß ſie nicht leicht aufgeriſſen werden können, und es iſt daher eine doppelte Verkleidung, wovon die eine in die Länge, die andere in die Quere geht, beſonders zu empfehlen, Die Bodenthür muß»von ſtarten, gehörig in einander gefügten Bohlen mit ſtarken Quer- leiſten gemacht ſeyn. Die Krampen der Angeln müſſen nicht nur ſtark ſeyn, die Köpfe der Angelhaken gegen einander gerich- tet werden, um das Augheben der Thür zu verhüten, ſondern „ſie müſſen auch ganz durch und durch gehen, und dann umge: ſchlagen, oder am beſten inwendig mit einem Schraubenkopfe ver ſehen ſeyn. Ueberhauypt müſſen die Krampen der Angeln, ſo wie die Angelhaken auf der inwendigen Seite der Thür ſeyn, und dieſe muß ſich nach innen zu öffnen. Govrzügliche Aufmerkſam- Feit bat man auf das Schloß der Thür zu richten, wozu man nicht gewöhnliche Fabrikſchlöſſer, ſondern beſondere, von einem tüchtigen, wo möglich entfernten Schlöſſer gemachte Schlöſſer, wozu man ſich gleich zwey Schlüſſel machen laſſen muß, um, im Fall einer verloren geht, von dem Schüttboden nicht abge- ſperrt zu ſeyn, den andern nehmen muß. Vorlegeſchlöſſer ſind weniger zu empfehlen, als inwendig feſt angebrachte Thürſchlöſ: ſer. Auf den Schlüſſel vom Schüttboden muß man ſorgfältig ächten, daß er nicht in fremde Hände komme, weil er von Die- ben leicht in Wachs abgedrückt und nachgemacht werden kann. Geht ein Schrttbodenſchlüſſel verloren, ſo muß man alsbald mit dem Schloſſe wechſeln. Auf das Dach, auf die Verklei- dung der Treppe, auf das Schloß, auf die Feuſterladen und Luftlöcherflappen, auf den Fußboden muß man ſtets genau Ach- tung geben, damit ſie ſtets in gutem Zuſtande ſind; und- be- ſonders auf letzteren, indem die ſich in den Dielen befindlichen Knörnexr leicht ausgeſtoßen oder Löcher gebohrt werden können, wo das Getreide herunterfällt. Der DES IRErNa wegen iſt es nothwendig, zu beachten, den. Kornboden auf einem ſolchen Gebäude anzubringen, wel- ſind, leicht durchgebrochen werden kön- nen. Auch Ratten und Mäuſe können ſich durch ſie leicht einen Weg bahnen. Sowohl auf den Kornböden, als auf den Kornhäuſfern müſ- ſen folgende, zur richtigen Behandlung des Getreides und ſonſt nöthige Gegenſtände vorhanden ſeyn.' 1) Alle in der Gegend gebräuchliche Getreidemaaße, von größten bis zum kleinſten. 2) Mehrere größere und kleinere Schaufeln, theils zum Zu- ſammenbringen, theils zum Umſtechen des Getreides, wozu kleine Schaufeln beſſer ſind, als große, weil dadurch das Getreide mehr gerührt wird; theils aber auch um das Getreide in das Maaß einzuſchütten.; 3) Ein großer mit langen Zinken verſehener Nechen, um das Getreide damit durchzurechen und zur Lüftung und Abtroc>2 nung deſſelben beytragen zu können, ERN Zn FÄL ERES 25 0a dm ZIE Li u Rau 8 kml zellen, gte zt! 4 t p7 R „vH jd?! „192[0 ie jl [1.4.00 wal EE)| id Mh 10 IQ Kid Nad pin pm M:[Zt dits Mö Ind| ſe, Dim Cz 6 8 0, N her 9x! fä! jo 1 uh yy Ds NI „4 mms Größe 0 Sed zeh 8 0' yt, ij Wr it, 1 Of Ande das[WBäD Jble 3U je Km RC m MiD! Aen ft 1C Yuh So 130 Dy Tr Gut NIG 10 Vein di! Wei 1 96 1 vy| ande Nit EN! Bahry Ner gb Nein; „WtgE) ey Wein 38 0 Drs On Hän ohio en FE Eon Wenn är| 064 mi Un meg UN es Oefen X „Ui(E) „| bige, 1Spefahr, von „Ie auch def: m Aufenthalt gerathen, die Übertünchen, Kellern und „dein oberſten lten Getreide: | nnen 3y "Inde Thür nes Yodens maniſch im Vs Vorterre Nus, Weil Uſt unmittel: | NaN zu uU Wen er Oedt: pen Ihm Na Vat iman noh en anbringen Wiler führen, | Wenabgeſchüt: 0 Oltern he die unſtreitig den von ehim roßen Feldſtel: ttes, von al: en, Zepter pibt aber im: 1 bey ſolchett ner iſt hier und trocden gegen bieter Cehmwande, werden fün: leicht einen uſer müſs und ſonſt ße, von [8 zu ZU: wozu fein! etrade mh 4.068 Mas Rechen, 1 und Ihied: Aufbewahrung des Getreides. Getreideboden. (307) 4) Einige Beſen, ſowohl zum Zuſammenkehren des Ges kfreides, als auch um ſonſt Reinlichkeit zu erhalten. 5) Einige mit einem langen Stiele verſehene breite Streichs hölzer, um damit das Getreide ebnen zu können, und mehrere Streichhölzer zum Abmeſſen des Getreides; welche jedoch weder einwärts, noch auswaäarts einen Bauch haben dürfen, ſondern ganz gleich ſeyn müſſen. 6) Die erfoderlichen Getreideſäke, welche das landübliche Maaß, und wenn dieſes ſehr klein iſt, das doppelte Maaß hals ten müſſen. Die Getreideſä>ke müſſen numerirt und mit dem Ort8snamen und auch andern Zeichen gezeichnet ſeyn z und um fie, wenn ſie gefüllt ſind, leichter zum Stehen zu bringen, iſt es am beſten, ſie unten dreyeckig zu machen. Zum Aufhängen der Getreideſä>e müſſen mehrere Stangen vorhanden ſeynz da. jedoch die aufgehangenen Getreideſäcke leicht entwendet werden können, ſo iſt es beſſer, ſie in einem verſchloſſenen Kaſten zu bez wahren. Naſſe Getreideſäcke muß man nie auf den Schüttbodew bringen, weil ſie die Luft feucht machen, und dieß dem Getreide - NDachtheilig iſt. 7) Eine Wage, um ſowohl ſein Getreide zu prüfen, wie: es Gewicht hält, und demnach dort, wo der Abſatz nach dem Gewicht Statt findet, daß Meſſen einzurichten, als auch um das in die Mühle zu fahrende Getreide und zurückgebrachte'Mehl zu wägen, weil man dadurch am beſten den Betrügereyen der Müller begegnen kann. 8) Gewöhnlich hat man aud auf den Schüttböden und Kornſpeichern eine Getreidefege, um das Getreide, was zum: Verkauf, zur Sgat und zum Bedarf beſtimmt iſt, nochmals zu reinigen 3 allein eine Kornfege gehört eigentlich in die Scheune; weil der Staub und andere, durch das Fegen abgehende Un= reinigkeit dem andern Getreide mitgetheilt wird, was in Hin= ſicht der Aufbewahrung demſelben nicht dienlich iſt. Man follte daher durchaus kein anderes, als nur ſchon in der Scheune rein gefegtes Getreide auf die Schüttböden und Speicher bringen z allein wo das Dreſchen durch die Fröhner verrichtet wird, wel: en eingeſcheuert worden und trocken in der Scheune liegt, einige Feuchtigkeit, und zieht ſelbſt beym Dreſchen und Reinigen auf der Tenne, wenn dieſe auch noch ſo trocken iſt, Feuchtigkeit aus der Luft an ſich. Wollte man nun dieſes feuchte Getreide nur ſo auf den Schüttboden hinwerfen, ohne ſich wei- ter darum zu bekümmern, ſo würde es nicht gehörig abtrocknen können, ſondern es würde bald ſtark ſchwitzen, ſich erwärmen, dann mulſtrig werden, und durch den Geruch ſchädliche Jnſec- ten herbeylo>en. Es iſt daher das erſte Erfoderniß, um das Getreide vor Verderben zu ſichern, das friſch gedroſchene zuerſt auf dem Schüttboden abzutroc>nen, was durch ein ſeichtes Auf- ſchütten und häufiges Umrühren und auf das Getreide geleite- Fen Zugwind erfolgt.| Alles friſch gedroſchene Getreide darf daher zu Anfang nicht höher, als ungefähr 5 oder 6 Zoll hoc) in horizontalen Schei- ben vder Betten aufgeſchüttet werden, und dabey müſſen bey trocknem Wetter alle Luftzüge aufgemacht und ſo geſtellt werden, daß der Zug unmittelbar über das aufgeſchüttete Getreide hinweg gehet. Bey feuchter und neblichter Witterung, bey Regen und Schneegeſtöber iſt es jedoch immer gerathen, ſowohl jett, als in der Folge die Klappen zu ſchließen, weil ſonſt das Getreide noch mehr Feuchtigkeit an ſich zieht, oder wieder feucht wird, wenn es bereits tro&en war. Anfänglich muß es im Sommer wenig- ſtens zweymal wöchentlich, im Winter einmal in einer Woche ſorgfältig mit der Schaufel umgeſtochen werden. Sommerge- treide darf anfänglich nicht höher'aufgeſchüttet werden, als daß man mit einem, etwas lange und breite Zähne habenden Rechen ganz IEEE kann, und mit dieſem muß es anfänglich wes: nigſtens über den andern Tag durchgerecht werden. Weizen, Roggen und Hirſe erfodern im Anfange das ſeichteſte Aufſchüt= ten, und das häufigſte Durcharbeiten, nächſtdem Gerſte und dann Hafer, Die Hülſenfrüchte können am länaſten ungerührt gelaſ- ſen werden. Nach Verlauf von einigen Wochen, wenn das Ge- treide ganz abgetro>net iſt, braucht es nicht mehr ſo oft durch- gerührt zu werden, und es braucht dann im Sommer alle Wo- nen und vom Maaße zu ſehr verlieren würde. Nach Verlauf eines halben Jahres kann man auch das Getreide höher und nach Verlauf eines ganzen Jahres eine Elle hoch, aber nie Höher aufſchütten, Auch braucht es in der Folge noch ſeltener H jah m F+(w! 7„Im 0 M0 Kab “8 WE (M+4 Aud) m (uuf 777008 AUG per od ANE, 0 Our me fü!(Wiſch! (nE oba [m]"ege d vn telbar Höhn eine Al ED 1 feudiw pb) Io mch POM! Suan 10 Fry alpipen, wl uf dem; au dae Der 109! WAREN NEE JW, Wi MIE Mint (My kde 17 EEN [Aub 3 Dinge); VBE eite ED Opfern Iv WEINEN 11 400 1m er ü fis Kihn a unten WE bin 0 0 uy Drfolge 08 (Nl Een ve iG Ir Ei (0977 ar. e ihm dy ſchädlicy en Wwerdy Verluſt 4x oder Gy In Der au es aud. ! Scheu ſchen und roden iſt, 8 feuchte ſich wei- »trodnen wärmen, "e Tuſec: | vm das "ve zuerſt tes Aufe 'e geleite: 19 nicht ' Cchei: ſen bey werden, "hinweg m und „wn "ide hoh ), wenn | enig: ' Woche merge: als daß Rechen lich we: Weizen, (ufſchüt: nd dann t gelaf: vas Oe: durch:) le Wo- trenger |, im Felde rühren an das ann zu „ Nach e höher ber nie ſeltene Aufbewahrung des Getreides. Getfreideböden. (309) umgerührt zu werden. Getreide, welches längere Zeit zu Samen aufbewahrt wird, darf jedoch ſelbſt dann, wenn es gehörig aus= getrocknet iſt, nicht über eine halbe Elle hoch aufgeſchüttet wer= den, und bey dieſem iſt auch ein öfteres Umſtechen erfoderlich. Nach dem Verlauf eines Jahres muß das ſämmtliche vorräthige Getreide Über eine Staubfege gelaſſen werden, weil ſich in die= ſer Zeit in dem Getreide viel Staub anhäuft, welcher daſſelbe leicht dumpfig machen kann. Man muß dazu einen tronen, luf2 tigen Tag wahlen, und dabey alle Luftlöcher aufmachen, damit der Staub um ſo beſſer verwehet werde, Beym Aufſchütten und Durcharbeiten des Getreides iſt fol- gendes zu beobachten? Man lege die Getreideſcheiben oder Betten ſo"an, daß ſie nicht unmittelbar an das Dach oder an die Wand kommen, ſon-= dern ſtets eine Elle davon, weil das Getreide ſonſt den Einwira Eungen der feuchten Witterung zu nahe ausgeſett iſt. Man brin= ge nicht Korn neben Weizen, oder Hafer neben Gexyſte, damit ſich deren Samen, nicht vermiſchen und ſo das Getreide auf dem Felde verunreinigen, ſondern Sommerfrucht neben Winterfrucht, weil dieſe auf dem Felde nicht mit einander fortkommen. Aber auch jede andere Vermiſchung einer mindern werthhabenden Gez treideart mit einer, die höher im Werthe ſteht, muß man zu verhüten ſuchen, weil ſolches vermiſchtes Getreide beträchtlich im Preiſe verliert, Ueberhaupt müſſen die Getreidebetten verz ſchiedener Getreidearten durch gehörig angelegte Scheidebreter ge= trennt und ſo angelegt werden, daß man wo möglich überall zu denſelben hingelangen kann. Dieß Letztere iſt auf Schüttböden an der Dachſeite nicht möglich, wenn man nicht zu viel Raum unnüß aufopfern wollte; und man mache deßhalb diejenigen Betten, welche an das Dach kommen, nicht zu breit. Das Bette muß gleich beym erſten Aufſchütten mit dem an einer Stange befindlichen Streichbrete vollkommen geebnet, und an den Ränz= dern oben und unten, mit wenig in die Augen fallenden Zeichen, gezeichnet werden, was auch nachjedesmaligem Umſtechen, Ab- oder Zumeſſen erfolgen muß. Es wäre zwar beſſer, das Getreide in einer unebenen Oberfläche liegen zu laſſen, weil da die Luft beſſer einzuwirken vermag, und dadurd) auch eine größere Fläche des Getreides der Einwirkung der Luft augsgeſeßt wird; allein man könnte dann keinen Entwendungen auf die Spur kommen, welches man nur bey einem gehörig geebneten und gezeichneten Getreidebette vermag. Außerdem ſetzt aber auch das Ebnen der Betten in den Stand, ſofort zu bemerken, wenn Rite oder ſone- ſtige Oeffnungen unter dem Bette in dem Fußboden entſtanden find, indem Über ſolchen Oeffnungen gleich eine Vertiefung in dem Bette entſtehet, wo dann alsbald, ohne daß der dadurch entſtandene Verluſt groß iſt, Gegenvorkehrungen getroffen wer-= den können, Auch vermag man durch das Ebnen der Getreide- beiten ſehr leicht zu bemerken, ob das Dach irgendwo ſo ſchad- haft iſt, daß Waſſer durchtröpfelt, weil auch ſchon ſtarke Trop- fen Vertiefungen in dem Bette verurſachen. Das Umrühren des Getreides erfolgt zum Theil mit einem Rechen, gewöhnlich mit der Schaufel. Man darf hierbey das 87 Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn.„Februar. 4310)::: AHetreide, beſonders das Sommergetreide, ja nicht zu ſehr angreifen 31nd herumwerfen, um nicht den Keim vorn abzuſtoßen, oder zu beſchädigen, weil dergleichen Getreide nicht gehörig aufgehen kann. Das Umſtechen muß mit der größten Genauigkeit mit kleinen Schau- Feln erfolgen, ſo daß alles Getreide in einem Bette gehörig umge: Wendet wird. Es iſt hierbey genaue Aufſicht über die Arbeiter n0ö- big, und um zu erfahren, ob das Umſtechen auch überall gehörig Und richtig erfolgt ſey, ſo ſte>e man an verſchiedenen Stellen des Bettes, ehe noch die Arbeiter auf den Schüttboden kommen, fin- gerslange Enden eines mäßig di>en Stockes tief, bis auf die Dielen, an mehreren Stellen hinein, ebene das Bett hierauf wie- der gehörig, gebe den Arbeitern die Anzahl derſelben an, und taſſe ſich ſelbige nach verrichteter Arbeit abliefern. Hierdurch iſt der Arbeiter genöthiget, ſeine Arbeit genau zu verrichten, und -e8s wird immer das Unterſte der Scheibe zu oberſt kommen. Die Arbeiter dürfen ſowohl bey dieſer, ſo wie auch bey jeder andern Arbeit auf dem Schüttboden, keine mit Hufeiſen oder Sweden beſchlagene Stiefeln anhaben, ſondern ſie müſſen dieſelbe Wo möglich barfuß oder in Schuhen verrichten. . hat man in Hinſicht der Schüttbodengeſchäfte noch Folgendes zu beobachten. Man muß den Schüttboden minde=- ſtens einmal täglich revidiren, und alle Gänge zwiſchen den Ges freidebetten, ſo wie jeder andere Raum auf dem Schüttboden and die Treppe müſſen ſorgfältig rein gehalten werden. Alles verſtreute Getreide, wenn es mit anderem vermengt iſt, muß auf einen Haufen zuſammengekehrt werden. Wenn ſich in dieſem „Haufen einige Quantität geſammelt hat, ſo reinige man das mit Staub ſehr vermiſchte Getreide und verwende es alsbald in die Wirthſchaft. Beym Auf- und Abmeſſen muß man darauf achten, daß das Getreide weder zu langſam in das Maaß zeſchüttet werde, weil fich dadurch nie hohle Räume bilden, und man weniger Körner in demfelben hat, noch daß es zu ſchnell in das Maaß geſchüt- tet, oder gar das Maaß dabey angeſtoßen oder ſonſt erſchüttert Werde, weil fich dann die Körner zu ſehr in dem Maaße anein- anderfügen, und fich das Getreide dabey zu ſehr einmißt. Wenn man Getreide zum Verkauf, oder wenn es bereits verkauft, ein= mißt, ſo muß man, um ſich keine Unannehmlichkeiten, oder einen Üblen Ruf zuzuziehen, immer reichlich meſſen. Beym Abſtrei- en ausſchütten, ſo muß man darauf ſe- hen, daß ſie den Sa> gehörig ausſchütteln und nicht die Enden deſſelben zuſammenkneifen, weil ſonſt viel Getreide in den Sä- >en zurückbleibt. Um in dieſer Hinſicht allen Betrügereyen zu begegnen, ſo iſt es immer am beſten, wenn man bey Abliefe- xung von Getreide das Abmeſſen und Augſchütten in Gegen- wart der Ablieferer durch einen Schirrmeiſter(Meyer oder Vogt) erfolgen läßt. Wenn man, wie dieß öfters nicht zu vermeiden iſt, des Abends Getreide ein- oder abmeſſen muß„ſo muß man zu dieſem Behuf wohlverwahrte Blechlaternen haben, die gan frey aufgehangen werden. Wenn kothiges Wetter iſt, ſo mill man diejenigen, welche auf den Schüttboden kommen, anhalten, ihr Schuhwerk an der Bodentreppe gehörig zu reinigen, weil ſie ſonſt mit den naſſen und mit Koth betklebten Stiefeln viel Ge- treide verſchleppen, zu welchem Ende man an der Treppe eiſerne Abſtreicheiſen und Kehrbeſen haben muß. Ohne Wiſſen des Landwirths darf niemals Getreide vom Schüttboden genommen, oder hinaufgethan werden, ſondern derſelbe muß nicht yur von Allem wiſſen, ſondern er muß auch ſtets bey jedem Auf- und Abmeſſen gegenwärtig ſeyn. Man muß auch richtige Bodenregi- ſter halten, worin alles auf die Böden gebrachte und von den Böden genommene Getreide richtig verzeichnet wird, nach den Tagen, der Quantität und der Beſtimmung, wann, in und zu welcher es auf oder heruntergebracht worden iſt. In großen Wirthſchaften kann der Wirthſchaftsdirigent den Schüttboden oder Speicher nicht unter eigner Aufſicht halten, ſondern er muß ihn einem beſondern Schreiber anvertrauen. Ju Hinſicht der Controlle, welche über dieſen zu führen iſt, iſt hauptſächlich folgendes zu bemerken. Man muß beym Aufmeſz- ſen des Getreides es nie geſtatten, daß ein Kamm gelaſſen wer- de, wie dieß ſehr häufig Statt findet, ſondern es muß ganz glatt geſtrichen werden. Die Schüttbodenregiſter müſſen mit der größ ten Genauigkeit geführt werden, und die Nechnungsbeſtände mit den SPUFYODeULSrTAID en oft verglichen werden. Hierbey iſt es nicht nöthig, das Getreide umzumeſſen, ſondern man kann es durch einige Uebung ſehr leicht dahin bringen, nach dem cubiz ſchen Inhalte eines Scheffels Getreide, den Jnhalt eines ganzen Bettes ziemlich genau zu berechnen. Da Übrigens das Getreide durch das Eintrocknen an Quantität verliert, es auch bey der größten Sorgfalt und Aufmerkſamkeit nicht ganz zu verhindern iſt, daß kein Getreide durch nachtheilige Thiere, oder auf andere Weiſe vom Schüttboden verloren gehet, und da übrigens auch bey jedem Ummeſſen eines Getreidehaufens ſich ſchon eine be- ſtimmte Quantität einmißt, ſo iſt es billig, deßhalb ein beſtimm- tes jährliches Bodenminus in Anſchlag zu bringen. Man nimmt gewöhnlich dieſes Minus beym Noggen und Weizen im erſten Jahre auf 4 Procent an, bey der Gerſte auf 5 Procent, und beym Hafer auf 6 Procent. Wird das Getreide länger, als ein Jahr aufbewahrt, ſo iſt das Minus in den folgenden Jahren 89 Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar. 312 M; 6 weil es dann nicht mehr ſo ſehr eintro>net, and man kann es bey Weizen, Roggen und Gerſte auf 1, beym Hafer auf 13 Procent anſchlagen. Bey der Aufbewahrung des Zins- getreides iſt unter allen Umſtänden ein größeres Minus zu geſtat- ten, als von ſelbſt aufgemeſſenem Getreide, Wenn das Getreide erſt auf dem Schüttboden durch die Windfege gereiniget wird, ſo müſſten. die Abgänge beſynders gemeſſen und in Abrechnung ge- bracht werden. Wenn der Schüttboden nicht gehörig eingerich= tet, oder der Zutritt ſchädlicher Thiere leicht geſtattet iſt, ſo muß ein größeres Minus angenommen werden. IE Endlich iſt auch noch bey den Schüttbodengeſchäften die Be- ſchüßung des Getreides vor ſchädlichen Thieren,„welche daſſelbe aus8-, an- und wegfreſſen und es dadurch zur Saat und als Brod= getreide, ſo wie zu jedem andern Bedarf untauglich machen, oder es auch ganz verzehren, ein Hauptgegenſtand der Beobachtung. „Dieſe ſchädlichen Thiere ſind: der weiße, ſchwarze und ro- the Kornwurm, Mäuſe, Ratten und verſchiedene grö- ßere und kleinere Vögel, Wir verweiſen hinſichtlich der Be- ſchreibung und Vertilgung dieſer Thiere auf den Monat Decem= ber, wo die dem Feldbau ſchädlichen Thiere und die Mittel zu deren Vertilgzung in einem beſondern Capitel zuſammengefaßt werden, und wollen hier nur das nöthige über deren Abhaltung « von den Koxnböden anführen. Die Kornwürmer aller Art werden hauptſächlich durch den dumpfigen Geruch des Getreides herbeygelo>t, und das beſte Mittel zu ihrex Abhaltung iſt-die Verhütung des Dumpfigwer- dens des Getreides. Diejenigen Mittel, welche zur Verhütung des Dumpfigwerdens angeführt worden ſind, Reinlichkeit und TroFenheit des Bodens,„Erhaltung der Kühle und Zugluft auf ſelbigem, und häufige Umarbeitung des Getreides, ſind auch die- - Jenigen Mittel, durch welche die Kornwürmer am beſten abge» Patten werden 3 denn alles dieß vertragen dieſelben nicht. Die Schlupfwespen ſind natürliche Feinde der Kornwürmer, indem ſie dieſelben ſehr gern freſſen, und man hege alſo deren Neſter auf den Schüttböden, anſtatt ſie zu zerſtören. Aber aller ange- wandten Mühe und Sorgfalt ungeachtet wird doch der Korn- wurm durch gekauftes vder Zinsgetreide auf den Schüttboden gebracht, und es iſt daher die genaueſte Unterſuchung des zU kauz fenden vder abzuliefernden Zinsgetreides zu empfehlen. Das vom Kornwurm einmal angefreſſene Getreide muß man möglichſt bald zum Gebraud), oder zum Verkauf verwenden. Zur Abhaltung der Mäuſe und Ratten hat man zwar viele Mittel vorgeſchlagen z allein ſie erfüllen alle den Zweck nicht canz. Das ſicherſte Mittel iſt, Katzen ſo viel als mvglich auf. Len Schüttboden zu gewöhnen, denn die Ratten und Mäuſe witiern den Geruch derſelben, entfernen ſich ſchon dadurch), und kommen nur, von der höchſten Noth getrieben, zum Vorſchein, Die Katen verunreinigen zwar das Getreide mit ihrem Unrath, und verurſachen, indem es mit demſelben zuſammenbä>t, einigen Verluſt; allein dieſer iſt im Vergleich-gegen den, welchen Ratten und Mäuſe verurſachen, in keinen Betracht zu. ziehen. Um den Katen freyen Zutritt auf den Schüttboden. zu geſtatten, ſy ane 190) Veſontg 6 dern 03Wnn nß vm jem, 9 das(Mir (183 My | nan zuſariäe Feuer» 19.7017 JS; Berthegd AUD 3 bis vm) wur u | den, u Ey! qm Ni 1 leicht, nls falle au IE nt Weagn [on Oetreide hr im'E| 18 Dm| Nügen, t OE M M X "" gd lichen WE Inge vf N E het, ar) m Dafer Fes Zins: zu geſtat: Getreide D'wird, j X ung 00: Aingerih: E1 iſt, ſh 41 die Ve: DN daſſplbe 11; Yrod- Fl, oder [Elhtung, = WERS EAR LT der Ye: H Decett: Zittel zu angefaßt 8 Daltung ID durch anm heſte 4 Cfiwer: Jorhütung En teit und = lujt auf Sud) die: 9 1 abge: ti, Die a indem 3 Neſter yy ange: (yr Korn: = ittboden ZT zu-fl: „as vom 3 ſt bald jn zwar x nicht fs I auf ej) Mäule Fi, und prſchein, 3) Unrat), S, einm „1 Ratten ig Im den pm, jo Aufbewahrung des Getreides. Getreidebsden. 313 bringe man unten an der Schltthodenthür ein Loch an, pub welches dieſelben durchkriechen können. Zu Abhaltung der Vögel iſt nichts ſicherer, als alle Oeff- nungen des Schüttbodens mit engen Gittern zu verſehen, und ihn auch ſonſt gehörig zu verwahren. Erfahrung und geſunde Vernunft haben gelehrt, daß es weit beſſer und leichter ſey, alle dieſe Kornfeinde durch zweckmä- ßige Vorkehrungen abzuhalten, als zu vertilgen, wenn ſie ſich einmal einquartiert haben. Man hat, um das Getreide beſſer aufbewahren zu können, eine Austrocknung deſſelben durch Feuer erfunden und angewandt. Beſonders iſt dieß Verfahren in mehreren nördlichen Küſtenlänz2 dern gebräuchlich/ wo zur Zeit der Erndte das Wetter kalt und naß iſt, wo man beſondere Fruchtdarren, Frucht- oder Hitwie- gen, oder große gemauerte Gebäude hat, in welchen nicht nur das Getreide in den Garben vor dem Dreſchen, ſondern auch das ausgedroſchene Getreide, ehe es aufgeſchüttet wird, auf ſoge» nannten Hürden, welche entweder von Drath oder Holz, eng zuſammengefügt ſind, und den Malzdarren ähnlich ſind, durch Feuerhie und Rauch, die durch gemauerte Feuerzüge oder Noh»= ren gehen) getrocknet wird. Dieſes Darren des Getreides gewährt allerdings folgende Vortheile: das gedarrte Getreide kann ſehr lange, 40 bis 50 Jahr, aufbewahrt werden, ohne nur im mindeſten zu leiden, Es kann bis drey Ellen hoch aufgeſchüttet werden, und braucht dabey nur ſelten, nur etwa zweymal des Jahres umgeſtochen zu wer- den, und es wird daher viel Platz auf Kornböden und beträchtlich an Arbeit erſpart. Es leidet von den Kornwürmern nicht ſo leicht, indem ſich dieſe in dem trocknen Getreide nur im Noth- falle aufhalten. Die früher gehegte Meinung nämlich, daß das gedarrte Getreide ganz ſicher vor dem Kornwurme ſey, hat ſich nicht beſtätiget; indem es die Erfahrung gelehrt hat, daß der ſchwarze und rothe Kornwurm in Ermanglung von ungedarrtem Getreide auch Über das gedarrte hergehen. Nur ihre Fortpflan- zung iſt in lepterem in ſo fern gehindert, daß ſie in das durch as Darren harte Korn ihre Eyer nicht hinein zu legen ver- mögen. Dagegen iſt das gedarrte Getreide zur Saat nicht tauglich, indem es die Keimkraft verloren hat; ſo wie auch die Herſtel- lung'einer Darre und das Darren ſelbſt mit nicht unbeträcht- lichen Koſten verbunden iſt. - So unſtreitig das Darren des Getreides ein ſicheres Mittel zur beſten Zubereitung alles desjenigen Getreides iſt, welches ſehr lange zu Brod aufbewahrt werden ſoll, ſo iſt es im Allge- meinen für den deutſchen Landwirth, aus folgenden Gründen, nicht zu empfehlen. Die Verhältniſſe der deutſchen Landwirthſchaft ſind von der Art, daß das Getreide immer ein Hauptgegenſtand der land- wirthſchaftlichen Einnahme iſt; weßhalb der deutſche Landwirth durchaus nicht wohl thun würde, wenn er ſein Getreide gar zu lange aufbewahrte, ſondern er immer vielmehr am beſten thun 91 agr Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. Februar. 314 . n nicht ein großes Capital todt liegen zu haben, welches doch vielen Gefahren ausgeſeßt iſt, ſo viel als möglich von ſet- nem jährlich erbauten Getreide zu verkaufen. Man pflegt ge- wöhnlich zu ſagen, eine gut eingerichtete Wirthſchaft ſolle eine Erndte auf dem Felde, eine in der Scheune, und eine auf dem Schüttboden, mithin eine zweyjährige Erndte auf dem Schüttbo- ven haben 3 und dieß iſt nach den Verhältniſſen unſerer meiſten Wirthſchaften die höchſte Annahme der aufzubewahrenden Vor- rätbe. In den meiſten Wirthſchaften iſt jedoch ſelbſt der zwey- jährige Getreidebeſtand nicht groß genug, daß die Koſten, welche das Darren, wegen Erbauung einer-Darre und wegen der, bey den theuren Holzpreiſen, koſtſpieligen Feuerung, verurſacht, ge= deckt würden z; noch iſt die zweyjährige Aufbewahrung des Ge- treides, auf gewöhnliche Weiſe, ſo ſchwierig und unſicher, daß man deßhalb zu der Procedur des Darrens ſeine Zuflucht neh men müßte. Nur auf ſehr großen Gütern, wo die aufzubewah2 renden Vorräthe ſehr groß ſind, und in öffentlichen Landesma= “gazinen kann das Darren empfehlenswerth ſeyn z indeſſen fragt es ſich doch, ob auch dort der Nuten ſo erheblich ſeyn ſollte, Nur dort, wo das Clima ſo feucht iſt, daß der Landwirth ſein Getreide auf keine andere Weiſe, als durch künſtliche Austroc>k- nung, ſo trocken bekommen kann, daß es ſich zur längern Aufz bewahrung eignet, iſt das Darren ganz zu empfehlen. Der deutſche Landwirth wird dagegen bey ordentlich einge richteten Schüttböden und bey einer gehörigen Behandlung des aufgeſchütteten Getreides, auch ohne jene Yustrocknung ſeine Vorräthe mehrere Jahre gehörig aufbewahren können. Will er jedoch einen Vorrath von gedarrtem Getreide zu einer längern Aufbewahrung anſammeln, ſo benuße er dazu gelegentlich die Backofenwärme, wenn der Backofen zu Brod, öder zu anderem Behuf geheizt worden iſt, Nächſt den Getreidehäuſern hat man auch die in Sch we- den und Rußland gebräuchlichen Getreidemagazine.in Deutſchland empfohlen, und auch an mehreren Orten angelegt. Dieſe Magazine beſiehen aus großen, ganz maſſiven Gebäuden, in welchen die Getreivebehälter wie Schornſteine, von vben bis unten hinabgehen, die ganz vollgeſchüttet) und dann oben gegen den Zutritt der Luft ganz feſt verſchloſſen werden, Dieſe Behäl- ter haben unten Oeffnungen, durch welche ſie ausgeleert werden. Sie gewähren den Vortheil, daß das Getreide darin viele Jahre ſehr ſicher gegen alte und jede, beſonders auch gegen Feuersge- fahr, aufbewahrt werden kann, und gar nicht umgeſiochen zu werden braucht. Das Getreide muß jedoch, ehe es in die Be- Hälter geſchüttet wird, gehörig ausgetrocknet geweſen ſeyn; und wenn dieſelben geleert werden, ſo müſſen ſie auf einmal ganz ausgeleert werden. Auch dieſe Kornmagazine paſſen nur für große Güter und zu Vffentlichen Magazinanſtalten; für gewöhnlich iſt jedoch de- xen Aufbau nebſt den Schüttböden, die dabey, um das Ge- treide gehörig abzutroc>knen, nicht entbehrt werden können, zu koſtſpieliga- Wo man altes Mauerwerk, beſonders bey alten Burgruinen Thürme hat, welche anderweitig nicht benutzt wers bet)("D „1, EH feen 17 je nid'ER | liegen, 25 ue| wer 4 7 terin] Dieſe A! ng Dt Ungar Gat Ey Korn. 19) Boden x nur Mit: dem Mit:| (es Mi;| tent| den, M (ED (1).(198 m(163 BaF) (0000 Riſen vſe ffm| 0: Durga 1 Brodiſßin vinger Hal) Bodens x 78 > bn U ſ neuen (ndr 1 fihrungs| ſeht 018 ver Ve 9 "d 1.S bil ne f de Wwe ſhmila! d==== ZZ fines R “AB 3, Welden E) von ſei: Iyflegt ht: 2) ſolle ein 2 auf den SSO hüttby: Ey Meiſten „den Vor: Mer Zwe: ZU, welche Eder, bey Aqcht, zt: Ky des Ot: Elber, dj Licht nehs p zubewahs Znmdeöm: Aen fragt (m ſollte, T1!rth ſein WI uStrod: Ain Auf: ü Al) einge: "hing des H ſeine 5 Bill er 3 längert 5 lich die anderen HI dW: hein ongeledt, banden, Oben bis n gegen “7 Behal: s verden, » Jahre merger hen zu H Be: fd) und „il gan „ter und jdoh de“ 1das Oe: nen, zu vy alten abt wet: Aufbewahrung des Getreides. Getreideböden. (315) den, und auch gewöhnlich nicht anderweitig benutßt werden kön- nen, da unterlaſſe man es ja nicht, dieſe, da man der Aufbau- koſten überhoben iſt, zu ſolchen Magazinen einzurichten, wenn ſie nicht außer dem Bereiche einer ſteten Aufjicht zu entfernt liegen. Die Einrichtung kann ohne außerordentliche Koſten ver- mittelſt hölzerner Abtheilungen, die belicbig groß eingerichtet werden, leicht erfolgen. Endlich hat man zur Aufbewahrung des Getreides auch un- terirdiſcheGetreidemagazine, Korngruben, Silos. Dieſe in den früheſten Zeiten gebräuchliche Art der Aufbewah- rung des Getreides findet au“u noch gegenwärtig in Rußland, Ungarn, in der Uiraine, in Spanien, Portugal, in Italien u. ſ, w. Statt; in Deutſchland iſt ſie jedoch größtentheils unbekannt. Dieſe Korngruben ſind entweder in Felſen gehauen, oder in trocknem Boden ausgegrabene und ausgemauerte Gruben, oder es ſind nur in thonigtem Boden ausgegrabene Gruben, in welchen, vor dem Einſchütten des Getreides, einige Tage hindurch ein mäßie- ges Strohfeuer unterhalten wird, um die Feuchtigkeit der Sei- tenwände herauszuſchaffen, wodurc) dieſe zugleich ſteinhart wer- den. Man ſchüttet das Getreide, welches jedoch ganz trocken ſeyn muß, unmittelbar in dieſe Grube, oder bekleidet den Boden und die Seitenwände der Gruben vorher mit Stroh, damit das an dieſe kommende Getreide nicht von der Feuchtigkeit leide. Wenn die Gruben voll geſchüttet ſind, ſo werden ſie oben mit Stroh und Erde ſo ſtark und hoch bede>kt, daß weder Luft, noch Naſſe durchdringen kann. Viele Nachrichten, welche man über dieſe unterirdiſche Aufbewahrungsart des Getreides hat, ſtimmen darin Überein, daß es ſich ſehr lange, ja wie es einzelne Fälle dargethan haben, über 100 Jahre, vollkommen brauchbar zu Brodgetreide erhalten habe, und nux in einigen Fällen ein ge: xinger Theil an der Oberfläche, den Seitenwänden und dem Boden von der Feuchtigkeit verderbt geweſen ſey, Die beſten Silos ſind unſtreitig die gemauerten und die in dem Felſen ausgehauenenz; wobey man jedoch den Felſen genau unterſuchen muß, daß er keine Riſſe hat, durch welche Näſſe eindringen kann. Nach den vorhandenen Nachrichten und Er- fahrungen erhält ſich jedoch das Getreide auch in den Silos ſehr gut, die in einem trocknen Thon- oder Lehmboden auf ei- ner Anhöhe, wohin kein Waſſer gelangen kann, ausgegraben und deren Seitenwände durch Feuer gebrannt worden ſind. Die beſte Form dieſer Silos iſt unſtreitig die flaſchenförmige, ſo daß die obere Oeffnung den Hals bildet, und mithin beträchtlich ſchmäler iſt, als unten, Ein ſolcher Silo wird dann ganz voll- gefüllt, und anſtatt Stroh und Erde darüber zu decken, iſt es am beſten, über die Oberfläche des Getreides ungelöſchten Kalk zu ſtreuen. Die Luft löſt dieſen bald zu Pulver auf, und er- hibt ſo das Getreide, daß die Körner nahe an der Oberfläche auswachſen und lange Blätter treiben. Die Blätter verwelken bald, und bilden zuſammen mit dem Kalke eine harte Kruſte, durch welche weder Luft noch Feuchtigkeit durchdringen kann, und das andere Getreide vollkommen vor Schaden bewahrt. Die Hauptſache bey dieſer Aufbewahrungsart iſt, daß der Raum eines ſolchen Silos ganz vollkommen mit Getreide ausgefüllt 93 Bau der Feldfrüchte. 2. Abſchn. Februar. (316) and feine Luft darin vorhanden ſey, weil die eingeſchloſſene Luft leicht verderben könnte, und dann auch das andere Getreide ver- derben würde, und daß die Silos eine gehörig trockne Lage ha- ben. Wird eine ſolche Grube geöffnet, ſo muß freilich das ganze Getreide auf einmal herausgeſchafft werden. Da dieſe Aufbewahrungsart des Getreides in'den Silos unſtreitig die am wenigſten koſtſpielige und bey einiger Aufmerk- ſamkeit auch ſicher iſt, ſo hat ſie in neueren Zeiten beſonders die Aufmerkſamkeit deutſcher Landwirthe erregt, und man hat Unter andern auch zu ihrer Verbeſſerung vorgeſchlagen, dieſelben mit Bleyplatten vder Zinkplatten zu überziehen, wodurch ſie al- lerdings nicht nur vollkommen luftdicht werden, ſondern auch gar keine Feuchtigkeit eindringen kann. Da die Anlage von der- gleichen Silos gar nicht koſtſpielig iſt, da ſie in beliebiger Größe erbaut und ſehr leicht an einem ſolchen Orte im Hofe, ja ſelbſt unter jedem Schuppen angebracht werden können, wo ſie unter ſteter Aufſicht ſind, da ſich das Getreide ganz gut in ihnen er- bält, und da ſie endlich auch ganz feuerſicher ſind, ſo verdienen ſie wohl allgemein von den Landwirthen beachtet und dann an- gewendet zu werden, wenn man genöthiget iſt, einige Vorräthe aufzuſammeln, die vielleicht auf dem Schüttboden zu übermäßig hoc) aufgeſchüttet werden müßten. Dieß ſind die verſchiedenen hauptſächlichſten Aufbewahrungs- arten des Getreides, von denen unſtreitig für den Landwirth die Aufbewahrung auf Schüttböden oder Speichern, und die in den Silos am meiſten zu empfehlen ſind. 4 nN || | Et | ſtändy jun) JA (folgen, IEE [M0 61: jah; R! (Req en jicht Uefa jauStro fa [welche 8) denn difhd Weachtet,"4 (NGNE R . Mp "meg hihung.31 M, ondy Amer wenden je dier K' C ſene ff T(ide ver „ZU 198 gan Zn Gil 2"ufimer: ÄAeſonderg han ha Dt ieſelben 5, ſie al: Lirn auch Lon der: E Größe ja ſelbſt Be Unter Si nen er: Q dienen Enn an: prräthe EN hunds: (äh die Gn den Bau der Feldfrüchte, M 00 3 Dieſer Monat gehört in dem deutſchen Clima zu den unbe- ſtändigſten. Nicht ſelten haben wir im März ſehr warme Tage und laue Nächte, auf welche Fröſte, kalte Regen oder Schnee folgen. Der von der Winterfeuchtigkeit mit Näſſe ſehr angefüilte Boden würde bey dem fortdauernd ſtarken Niederſchlage der Feuchtigkeit, bey den in dieſem Monat ſo bäufigen Nebeln und Regengüſſen, von Näſſe überfüllt werden und ſchwimmen, weny nicht die, um die Aequinoctialzeit Statt findenden Stürme ihn austrockneten. Ueberhaupt hat die Märzluft eine große Scharfe, welche die Auflöſung der Feuchtigkeit im Boden ſehr befördert; denn das ſchnelle Abtro>nen des Akers in dieſem Monat, un- geachtet der oft ziemlich anhaltenden naſſen Witterung, iſt im Vergleich zu den andern Jahreszeiten ſehr merkwürdig. In den meiſten Gegenden Deutſchlands beginnt hauptſächlich in dieſem Monate die Acerarbeit, und dauert dann ohne Unter- brechung fort. Die Aecker werden nicht nur zur Saat zugerich- tet, ſondern es folgt auch die Saat eines großen Theils der Sommergewächſe, theils unmittelbar auf dem Felde, theils in beſondern Samen- oder Frühbeeten, wo die in ihrer Jugend gegen die Kälte ſehr empfindlichen Pflanzen, bis zu ihrem Ver- ſehen oder Verpflanzen ins Freye, verbleiben, und vor der rau- hen Witterung geſchüßt ſind. In hohen Gebirgs- und feuchten Niederungsgegenden wird jedoch die Ackerarbeit und die Saat der Gewächſe im freyen Felde oft bis in den April verzögert, weil in erſtern der Schnee vft erſt zu Ende dieſes Monats weg- thauet, in letztern der Acker im Verlauf des März nicht ge: nug abtrocnet.; Für die Wintergewächſe iſt der März ein ſehr entſcheidender Monat. Die in die Frühjahrsvegetation getretenen Pflanzen lei- den von den ſcharfen Winden und der zu ſehr abwechſelnden Witterung auf mannigfaltige Weiſe; viele Pflanzen, die ſich zeither erhalten haben, gehen nun ein-„vdex bekommen doch eine Anlage zur Schwächlichkeit, von der ſie ſich nicht leicht wieder erholen. Schwächlichen Saaten kann durch die Ueberdüngung ſehr aufgeholfen werden, 5577 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. 23: (+ die vorhandenen Vorräthe der Feldfrüchte hat man in dieſem Monate beſondere Nückſicht zu nehmen. Was die Auf- bewahrung der Getreidearten anbetrifft, ſo verweiſen wir auf das Capitel„Aufbewahrung des Getreides“ im vergangenen Mo= nat. Hinſichtlich der Aufbewahrung anderer Feldfrüchte werden wir, um den Jubalt dieſes Monats nicht zu ſehr auszudehnen, das Nöthige. darüber bey der Culturbeſchreibung der einzelnen Gewächſe bemerken. Demnach umfaßt der Inhalt dieſes Monats: 1) Den Anbau derjenigen Gewächſe, welche ohne Gefahr im freyen Felde geſäet werden können, und die Saat verſchiede- ner Gewächſe in die Früh-- oder Miſtbeete. 2) Die Beſchüßung der Wintergewächſe vor Unfällen durch Wit- terung und Thiere, ſo wie ihre Behandlung während der Vegetationsperiode. - In Hinſicht des Letzteren bemerken wir hier, daß wir, wie in dem betreffenden Capitel im vergangenen Monat geſagt worden iſt, nur die gewöhnlichen Winterſaaten zuſammenfaſſen. Der Beſchüßung vor Unfällen und der Behandlung anderer Feld- gewächſe während der Vegetationsperiode werden wir dagegen 0 der Culturbeſchreibung jedes einzelnen Gewächſes Erwähnung un. i Dritter Abſt ſie ſich unge- mein ſtark, ſo daß jedes Samenkorn 10 Halme mit eben ſo viel Aehren treibt; und nach mehreren Verſicherun- gen ſoll ihr Ertrag ungleich höher, wie von der gemei- nen Gerſte ſeyn. Zur Ausſgagat nimmt man von ihr den 4. Theil weniger Samen, wie von anderer Gerſte, ihr Samenkorn iſt auch kleiner, wie das von der gemei- nen zweyzeiligen Gerſte. Die Gerſte vollendet mit ei- ner unglaublichen Schnelligkeit ihre Vegetation, und zwar dermaßen, daß, wenn ſie auch erſt zu Anfange vder wohl gar zu Ende Juny ausgeſäet wird, ſie den- Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (233) noch mit andern im April beſtellten Gerſtenarten gleich: zeitig reif wird. In Thüringen ſoll dieſe Gerſte häu- fig gebaut werden, und jeder Landwirth wird ſie mit Vortheil cultiviren, der niedrige Gerſtenfelder hat, wo andere Gerſtenarten nicht fortkommen wollen, dieſe aber einen hohen Ertrag gewährt.|: 2) Die zweyzeilige na>te Gerſie, auch Kopfgerſte, nate Ger- | ſte, z3weyzeilige Himmelsgerſte, große Himmelsgerſte ge- nannt, Hordeum distichon nudnum.' 3) Die Pfauengerſte, auch Neißgerſte, Bartgerſie, Rheingerſte, Riemengerſte, Fächergerſte, deutſcher Reiß, türkiſche Pfauen- gerſte, venetianiſche Gerſte, javaniſche Gerſte, Wuchergerſte, Fechtelgerſte, St. Petersgerſte, Dinkeikorn, Hammelkorn ge nannt, Hordeum zeocriton. 4) Die vierzeilige Gerſte, auch gemeine Gerſte, kleine Gerſte, vierzeilige Sommergerſte, vielzeitige Gerſte, Sandgerſte, Zei- lengerſte, Spätgerſte genannt, Hordeum vulgare. Sie wird auch als Winterfrucht gebaut. 5) Die vierzeilige nackte Gerſte, auch Himmelsgerſte, Grieß- gerſte, Thorgerſte, Himmelskorn, gemeine nackte Gerſte, agyp- tiſches Korn, ägyptiſcher Roggen, ſibiriſches Korn, Jeruſa- lemsforn, Davidskorn, wallachiſches Koxn, Neißgerſte, Kern genannt, Hordeum coeleste, und 6) Die ſechszeilige Gerſte, vielzeilige Gerſte, Rollgerſte, Sto>- gerſte, Herbſtgerſte, Nothgerſte, Wintergerſte, auch Bären- gerſte genannt, Hordeum hexastichon. Sie wird aud) als Winterfrucht gebaut.; Abarten davon ſind:|:' k a) Die ſchwarze gemeine Sommergerſte, Sie unterſchei- det ſich bloß durch die ſchwarze Farbe der Aehren, und ſoll mehr Zukerſtoff enthalten. b) Die große ſechszeilige. Sommergerſte aus Tunis, mit graugelben Samen. Sie dürfte ſich dadurch empfehlen, weil ſie gegen Spätfröſte nicht empfindlich iſt, ſich ſtark beſtaudet, und nach mehreren, jedoch wahrſcheinlich nur im Kleinen angeſtellten Verſuchen, einen 20fachen, ja, noh höhern Ertrag liefert. c) Die ſechszeilige norwegiſche Gerſte, auch geradehin die |: Gerſte aus Norwegen, mit weißlich gelben Körnern von 1 mittlerer Größe*),. j Dieſe verſchiedenen Gerſtenarten unterſcheiden ſich nicht nur „im in der Geſtalt der Pflanze und des Samens ,, ſondern auch da- durch, daß ſie einen verſchiedenen Boden und verſchiedene Saat-= zeit erfordern; daß ſie der Kälte und der ſonſtigen Witterung mehr oder weniger unterworfen ſind 3 daß ſie eine längere oder 01) Fürzere Periode zu ihrem Wachsthume bedürfen z daß ſie einen M höhern vder geringern Ertrag an Körnern, oder an Stroh ge- 1] ben, und daß die Körner, ſo wie das Stroh, ſehr verſchieden in der Qualität ſind. Am meiſten ſcheint die kleine vierzeilige und FE nächſt ihr die große zweyzeilige Gerſte verbreitet zu ſeyn. (138*) Das Ausführliche hierüber in dex bkonomiſchen Votanik, S. 32, u. f+ | Encyklopäd. Bd. 1, S. 130 uU, f. SSE SEE LLL IIIS SN Gr AIEID Er BUDE WIEMER 7 DARIN EHR NL „M 7] 2 Algen; feine ZE) eat'n fj: 10(E3 in [1000| ij dele| nit(Fp 1 ng in'I3 Ni 4 | weſtl Jew fR fn (DENN 79: EN ith 8 | 0060 Im! 1m 1" | My!€ | || joey ef 100777000707 (bifn ar 1671 864 Iv im 1 . 1080 Efi ENNM 7 0 CE 0“ n. Elen gleich: - IE häu: 5 d ſiem LE hat, ww S dieſe abe Ze Get: Iherſie ze: =| eingerſte, A Pfauen: yergerſte, Atforn ge: MM, Gerſte, Miſt, Zel: p"Ce wird ES, Orieß- S)(e, d9yp: 1G Teruſa: Die, Kern 9, Stof: H Beten: EG wi) MS eS| ferſchet: 3, und Qs, mit )(fehlen, pid ſtart Fs 0 nur ES in, 1a = zdehin de nen we micht nur is aud) dN: > jul Saal: Eitterung Acre ode Sie einen Etro) 0: Schieden ilt = lige und Fn. 4,159, We ſr ie" Anbau der Feldgewächſe. Gerſte. (239) Um Weitläuftigkeiten und Wiederholungen zu vermeiden, wol- len wir erſt die Cultur der Gerſte vortragen, in wiefern ſie im Allgemeinen auf alle erwähnte Arten, hauptſächlich aber auf die kleine vierzeilige und die große zweyzeilige Gerſte paßt, und die Statt findenden Eigenthümlichfeiten der andern Arten, wodurch ſie von einander abweichen, und daher beſondere Rückſicht erhei- ſchen, die hauptſächlich in der Auswahl des Bodens und des Cli- mas und der Saatzeit beſtehen, dann in der Kürze beſonders an- führen. In Hinſicht der Behandlung während der Vegetationspe- riode, Erndte u. ſ. w. kommen alle genannten Gerſtenarten mehr mit einander Überein, und wir wollen ſie daher dann in dem Vor- trage zuſammenfaſſen, und nur des ganz beſonders Merkwürdi- gen einer Art Erwähnung thun. Wahl des Bodens und des Climas. Es iſt ausgemacht, daß die Gerſte weniger, als andere Som- mergetreidearten vom Clima abhängt, als vom Boden. Man findet ſie auif den höchſten Gebirgen am Abhange der Gletſcher, wo nur. überhaupt noch A&>erbau Statt findet, und ſie iſt dort die ſicherſte und werthvollſte Frucht, weil ſie wegen ihrer kurzen Vegetationsperiode zur Reife' gelangt, wenn Win- ter- und Sommerroggen und Hafer wegen der oft zeitig eintre- tenden Kälte nicht völlig reif werden. Burger führt in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft an: „Die zu höchſt liegenden im Möllthale in Kaärnthen, än den Abhängen der Gletſchergebirge geben Ger- ſte als ihre ſicherſte Frucht an. So fand ich auch in den höch: ſten Wirthſchaften des Müllſtädter und Gmündner Ge: birgs in Kärnthen, daß die Gerſte früher reift, wie der Win- terroggen, was in. den Dhälern nirgendwo geſehen wird.“ Aber auch in den nördlichſten Climaten findet man ſie verbreitet. Linne führt im 1. Bande der Abhandlungen der ſchwedi- ſchen Academie der Wiſſenſchaften Seite 23 an, daß im Jahre 1732 in Lulea Lappland 67*:20/'N. B. die große Gerſte den 31, May geſäet und den 28. Julius reif eingeerndtet wurde, alſo in 58 Tagen reifte. Es ſcheint jedoch dieſes Jahr eine be- ſondere Ausnahme in der daſigen Gegend gemacht zu haben z denn der Pfarrer Hollſten giebt in den Abhandlungen der ge- nannten Geſellſchaft im 30. Bande Seite 83 in einer Tabelle nach 17jährigen Beobachtungen die mittlere Saatzeit am 23. May, die Erndte aber am 24. Auguſt an. In ihrer Jugend verträgt die Gerſte einen ziemlichen Grad von Kälte, wovon zwar die Spiten ihrer Blätter angegriffen werden, ſie ſelbſt aber nicht ſo leicht leidet. Doch iſt die kleine vierzeilige Gerſte gegen den Froſt empfindlicher ,/- als die große zweyzeilige Gerſte, und wird in warmen Niederungögegenden oft von einem Froſt ganz zerſtört, der der großen Gerſte gar nicht ſchadet, Die kleine Gerſte kann zwar durch eine immer frühere Ausſaat auch ſehr gegen die Kälte abgehärtet werden, ſie bleibt aber doch immer empfindlicher, als die große zweyzeilige Gerſte. Dafür kann aber auch die kleine Gerſte, da ſie ihre Vegetations- perivde weit früher vollendet, und früher reift, als die große Gerſte/ um ſo ſpäter geſäet werden; 100 Bay-der-Feldfrüchte..:3.. Abſchn, März.|€ So wie in den kälteſten Climaten, eben ſo gedeihet die Ger- UM| j ſte auch in den wärmſten. Sie wird in Arabien und Aegypten| JI 20 eu 1] ebaut. Wenn man ſie jedoch in den nördlichen Ländern häu-|| def e Aae als in den ſüdlichen findet, ſo liegt der Grund davon ny|| 1 M darin, daß man in lepteren edlexe und werthvollere Gewächſe deri! Ze zur Auswahl hat. 5| jynden; M Daß die Gerſte daher in Hinſicht des Climas in Deutſchz|[ſiem | land überall gebaut werden kann, iſt außer Zweifel.| 4(mE) ; Dagegen iſt die Gerſte mehr, als alle andern Getreidearten,|„x Jun Fm vom Boden abhängig, und hat ihre Eigenthümlichkeit in dieſer| jim 200 „Beziehung, ungeachtet vielfältiger und langjähriger Anbauver»- je iv ſuche, nicht abgelegt. Daher wird auch bey. der Claſſification des|wyrfgys) Bodens diejenige Bodenart, welche der Gerſte vorzüglich; zuſagt,|» Na Sim vorzugsweiſe Gerſtenboden genannt, und dieſe Bodenclaſſe gez| vum 390; hört wohl auch unſtreitig zu den gewünſchteſten und werthvol:"0. ſten, weil ſie faſt für alle Feldgewächſe günſtig iſt. Doch iſt||. es 4; die große zweyzeilige Gerſte in Hinſicht des Bodens noc< ems 1064| pfindlicher, als die kleine zweyzeilige Gerſte;| ſert Mh ß Ein mürber, von Unkraut reinex Boden, der 50 bis 60 Pro- jauren ad cent Sand und übrigens größtentheils Thon enthält, der nicht wo dea! 4 zu naß und nicht zu trocken iſt, viel alten milden, leicht auflös- jen n 240 lichen Humus enthält, dabey aber auch in gehörigem Düngungs-|"> hr 44 zuſtande iſt, alfo ein Boden, in welchem: bey guter Cultur noh| Ww" 08 mit Vortheil Weizen gebaut werden kann, iſt für die Gerſte am| Tgl: H zuträglichſten. Die große zweyzeilige Gerſte kann jedoch auch in| WINE:& einem mehr Thon enthaltenden Boden,'den man nach. der ge- NEN 1 wöhnlichen Claſſification Weizenboden erſter Claſſe nennt, wenn der Rofl Hj EEN derſelbe in gutem Dungſtande iſt, viel alten milden Humus,| Gerftaifily! 17 der ihn loFer erhält, oder eine Beymiſchung von Kalk hat, der wm 4 ; nicht nur die Lockerheit des Bodens befördert, ſondern auch das|[ider(ieh y 1E Verſauern deſſelben, was der Gerſte ſehr nachtheilig iſt, ver- Doge Deſin 4 12] hindert, mit Vortheil gebaut werden.- Eben ſo kann auch die füts mien 8.50 Xleine vierzeilige Gerſte in einem mehr Sand enthaltenden Bo- Ne Gnnffr b | den noch recht gut fortrommenz doch wird ihr Anbau dann uns| Inders Es| ' ſicher, wenn der Sandgehalt im Boden über 75 Proc. ſteigt,| trg;| p7 beſonders in trocknen Jahren. In feuchten Sommern, oder| 7%.| ) wenn durch die Umgebungen ein ſtarker Niederſchlag von Feuch- Wirf.!' tigfeit erfolgt, kann ſie jedoch in einem ſolchen Boden noch recht"W-| gut und ſicher-gerathen. Hr ver E' Schweren Thonboden, wenn derſelbe auch mit Vortheil Wei-"95"S| zen trägt, verträgt die Gerſte nicht, weil ſie ſich mit ihrem zar- ki, Ne ten Keim durch den zähen Boden nur ſchwer durchzuarbeiten| NE| vermag, und daher viele Pflanzen gänzlich erliegen. Wenn aber 3 ein ſolcher Boden bald nach der Saat durch ſtarke Regengüſſe| Überſchwemmt und zuſammengedrückt wird, und bey darauf fol:| Nl 55 gender Tro>niß eine feſte Rinde erhält, ſo vermag der zarte NUNN 7 Gerſtenkeim gar nicht durchzudringen. 10 In zu loſem Boden, wenn derſelbe über 75 Procent Sand|, des enthält, kommt die Gerſte, da dieſer Boden ſeine Feuchtigkeit ii zU bald verliert, auch nicht fort. Sie geht darin zwar ſchnell 155 und ſchön auf, wächſt auch die erſten Wochen, ſo lange der Bo- den noch hinlängliche Winterfeuchtigkeit hat und bey den kühlen iM Frühjahrsnächten noch ſtarker Thau fällt, vielverſprechend fort,"en Din Ehr fängt nachher aber an, gelblich zu werden, bleibt niedrig und Onde in 00 3 Dt: die Of: ZP Aegypm ndern hin: EU davon m ZJ. Gewähh SS Deutch |-4; ED veidearten ISC in dieſe 'S[Anbauyew IM cation dj (M3 ch zuſagt 1QEnclaſſe ze [BA'werthvoll: [3 Doch iſ WBB noch ems HC 3 60 YPry: (muO der nicht TA 1 auflös: P ftingungs: Dh iur noch gferſte am 1a) auch in Es) der he: f(t, wenn | Humus, M hat, der VS aud das Mä, ver: eegnauch die Twen Bo- jegann uns E, ſteigt, Em, der zu Furch: wS) 1 Heil Wei: Firein zar: Dayarbeiten 2 naber 2% ggenguhe j„auf ſoi: Hur zart want Sand 2 achtigteit „ar ſchnel 1 der Dv: „1 fühlen wee vend OV DB 2011) und Anbau der Feldgewächſe: (241) Flein, und giebt einen den Anbau nicht lohnenden Ertrag. Ei» nen Boden, der viel ſcharfen Kies enthält, verträgt die Gerſte -ebenfalls nicht. In dem nördlichern kältern und gewöhnlich feuchtern Clima Deutſchlands kann die Gerſte in einem loſern Boden gebaut werden z; in dem ſüdlichen warmen Deutſchland dagegen verlangt ſie einen bindigern Boden, der die Feuchtigkeit länger hält. In einem magern, wenig Humus enthaltenden und in ſchlech: ier Dunglraft ſtehenden Boden, wenn er auch nach ſeiner ſon» ſtigen Beſchaffenheit für die Gerſte geeignet wäre, kommt die- ſelbe nicht gut fort; denn ſie iſt eine ſchnellwüchſige Pflanze, und verlangt daher einen größern Beſtand von Pflanzen nähren» der Materie,-als ſolche Gewächſe, welche einen längern Zeit- raum zu ihrer. Augsbildung bedürfen. Einen Boden, der ſich oft mit Waſſer voſlfüllt und ſich nicht bald deſſelben wieder zu entledigen vermag, mithin ver- ſauert, verträgt die Gerſte eben ſo wenig, als einen Boden, der ſauren oder gerbeartigen Humus enthält. In Heidegegenden, wo der Boden viel Heidehumus enthält, und“in Torfboden, dey gewöhnlich ſauren Humus hat, iſt daher die Gerſte übel ange- racht, Auch kommt ſie in einem Sandboden, dex in nicht zu großer Tiefe eine moorige Unterlage hat, nicht fort. Im Allgemeinen kann man annehmen, daß ein Boden, der das Mittel zwiſchen Weizen- und Roggenboden hält, der bey gehöriger Düngung einen reichlichen Weizenertrag giebt, wo aber der Roggen beſonders ſicher und gut zeräth, ein vorzüglicher Gerſtenboden ſey. Wenn nächſtdem ein ſolcher Boden noch die warme Sommerlage hat, einen ſteten Niederſchlag von erforder» licher Feuchtigkeit erhält, oder eine feuchte, nur ja nicht naſſe Lage hat, und wenn dabey das Clima mild iſt und nicht durch ſtets wechſelnde Witterung und gewöhnlich bewolkten Himmel die Einwirkung der Sonnenwärme, welche der Gerſte ganz be- ſonders günſtig iſt, dem Boden entzogen wird: ſo iſt ein ſol- en, werden ſchwächlich und lagern ſich. Zudem con- ſumirt der friſche Miſt bey ſeiner letzten Zerſezung im Boden die Feuchtigkeit gar ſehr, ſo daß es, beſonders in dem mehr leichten und trocknen Boden, wenn die Witterung nicht feucht iſt, ſehr leicht an der der Gerſte zu ihrem Wachsthum erforder- lichen Feuchtigkeit mangeln kann. Die Üppig aufgewachſenen Pflanzen bleiben dann beym Schoſſen zurü>, und treiben nur kümmerliche Aehren. Dann werden aber auch durch den friſchen Miſt eine Menge keimfähiger Samen anderer Feldgewächſe in den Boden gebracht, welche mit der Gerſte zugleich aufgehen, dieſe als eine zarte Pflanze zum Theil verdrängen, verunreini- gen und im Werthe vermindern. Dieſen Uebeln kann man. nun zwar dadurch zum Theil vorbeugen, daß man gehörig abgefaul- ten Miſt nimmt z; aber immer bleibt der Uebelſtand, daß die Gerſte in einem friſch gedüngten Boden zu Üppig wächſt ,- ſich leicht lagert, und mehr ins Stroh, als in Körner treibt. Ueberdieß macht man der in friſchem Miſt, beſonders in Schafmiſt gebauten Gerſte den Vorwurf, daß ſie beym Malzen nicht ſo ſchnell, wie die ungedüngte, keimt, weßhalb ſie die Brauer» nicht gern kaufen. Wer Gerſte in friſchem Dung und ohne Dung baut, der muß ſich ja hüten, nicht beide unterein- ander zu mengen,'weil eine ſolche gemengte Gerſte ein zwey- wüchſiges Malz giebt, und man dadurch auf dem Markte mit ſeiner Waare in einen üblen Credit kommt. Ich habe in verſchiedenen Gegenden die Beobachtung ge- macht, daß die Gerſte, wo ſie in Dung geſäet worden, im Durchſchnitt einen geringern Ertrag und unvollkommnere Kör- ner gab, als wenn ſie in die zweyte Tracht geſäet worden. Nur in ſolchen Gegenden, wo lehmigter Boden zwiſchen Waldungen und auf der nördlichen Seite der Gebirge liegt, wv ein mehr kühles und feuchtes Clima Statt findet, und der Boden ſelbſt mehr kalt und feucht iſt, habe ich in friſcher Düngung ausge- zeichnet ſchöne Gerſte geſehen. In einem ſolchen Boden, der ewöhnlich: etwas träg iſt, kann die Erhöhung der Lebensthätig- eit durch den friſchen Miſt nur wohlthätig auf die Gerſte wir- ken. Es ſchien mir jedoch, wiewohl dieß zufällig ſeyn kann, daß alle gedüngte Gerſte mehr Staubbrand hatte, als die ungedüngte. | === Fie 0] werden? y aten NOH | wide jug"ND "ſv IS; fen WI: mißia 9; bn 1197 voypelſth! wahrei96 ede 1891! eine (ws dvIBO 0173 derer! am! Ging lohnt (0/B find, Bin Vnuk uu, ubrig| zi„'d| ""4| 0 Wu hah Wird Shy Nuhr durd(hy am gl || zuneeu im 90 At Nufgebr pes) LEN Niniget 7 BE!) zur Ge S'bensthhiiz is gerechte D tractivhg Dat die Oft: D vorgeht, 4 Zn fie nit M terie aufzl; Sreln vermag F(vahrnehnmn zum At: 1 Wird yum I düngt, ſ) höht, ſot: Fi noh ji: Fd dann zu | bewurzeln Zudem(on: | jm Boden = dem mehr „Nicht feucht Wi! erforder: Yiwvachſenen Gweiben nur hin friſchen fhächſe in =S) wuſgehen, Eveunreini: 5) man nun |(bgefaul: € das die pſt, ſich Wl 4 nds in 4 Ralzen fel fie die Lung und es| unten: rein zwey: geſat mi Weontung gf rden, im gane Kdr: em. Nu ga valdungen ein meh! „oden ſelhſ ng aue we oden, di bensthätiy: S5 Verſie wit: kann, ds 2) ngedüngi Anbau der Feldgewächſe. Gerſte. (243) Die Düngung zur Gerſte kann- alſo nur da gerechtfertigt werden, wo der Boden nicht die erforderliche Pflanzen nährende Materie hat, und man dennoch Gerſte bauen will. Der Ertrag der Gerſte kann aber in Betracht anderer minder ſchnellwüchſiger Gewachſe in keinem Verhältniſſe ſtehen 3; denn die ſtärkſte Dün- gung iſt nicht vermögend, ſo viel ſchnell auflösliche Nahrung in ſo kurzer Zeit darzubieten, als die Gerſte zur vollfommene-= ſten Ausbildung bedarf; und eben ſo wenig iſ eine ſo gleich- mäßige Vertheilung des Miſtes denkbar, daß jede Gerſtenpflanze den erforderlichen Antheil an Rahrung fände. Sie wird daber doppelwüchſig, ein Theil kümmert, der andece ſteht zu fett, und während der eine Theil ſchon reif iſt, iſt der andere noch grün. Jede andere minder ſchnellwüchſige Getreideart wird daher in einem magern Boden nad) einer friſchen Düngung mehr lohnen, als die Gerſte. Sind jedoch die Statt findenden Verhältniſſe von ſo beſotts derer Art, daß die Gerſte, wenn ſie auch keinen ſo reichlichen Ertrag als andere Getreidearten giebt, dennoch den Anbau vers lohnt, indem ſie im Verhältniß zu ändern Getreidearten ſehr hoch im Preiſe ſteht, was beſonders in ſolchen Gegenden Statt finden wird, wo viele Brauereyen ſind, und in einer weiten Umgegend der Boden zum Gerſtenbau nicht reich oder günſtig genug iſt, ſo wird es gerathen ſeyn, den Miſt vor Wititer aufe- zubringen und flach unterzupflügen. Hat man im Frühjahre Zeit, und die Verhältniſſe geſtatten eine vermehrte Bearbeitung, ohne daß der Boden dadurch ſeine Feuchtigkeit zu ſehr verliert, ſo würde eine Wendefurche, welche etwas tiefer, als die Stürz= furche wird, wodurch der Miſt unterfahren und beraufgebracht wird, nach der Wendefurche tüchtiges Eggen und hierauf eine Ruhrfurche und dann die Saatfurche ſehr rathſam ſeyn. Das durch wird der Miſt am beſten mit dem Boden gemengt und am gleichmäßigſten vertheilt. Der im Winter zergangene Miſt iſt zum unmittelbaren Uebergange als Nahrung in die Pflanz zen geeignet, und die Gerſte wird durch die mit dem Miſt aufgebracyten Unkrautſamen, welche vor Winter keimen, und durch Froſt und die Bearbeitung zerſtört werden, nicht verun- reiniget,' In einem mehr loſen, die Winterfeuchtigkeit nicht lange erz haltenden Boden, in welchen die Gerſte zeitig geſäet werden kann, ſo wie überall, wo ein mehr feuchtes Clima iſt, iſt die Ueberdüngung der Gerſte unmittelbar nach der Saat ſehr zu em- pfehlen. Die aus dem aufgeſtreuten Miſt ausgelaugten düngenz den Theile ſind von der Art, daß ſie von den Wurzeln aufge: faßt unmittelbar zu Pflanzennahrung dienen, indem ſie mit der Feuchtigkeit, welche ſie ausgeſpült hat, Extractivſtoff bilden. In einem leichten Boden verhindert die Miſtde>e das ſchnelle Verdunſten der Feuchtigkeit; wenn jedoch nicht genugſamer Re- gen fommt, der den Miſt auszuſpülen und die düngenden Theile nicht den Wurzeln zuzuführen vermag, ſo nüßt die Ueberdün- gung nicht viel. Bey einem feuchten Clima dagezen, wenn der Boden nicht an und für ſich zu feucht iſt, wird das Ueberdün- gen immer eine größere Wirkung auf die Gerſte zeigen, als das 103 Unterbringen des Miſtes.(Vergleiche hierüber im vorſtehenden* Monat in dem Capitel:„Vegetation der Feldgewächſe, Behand- 16* IR RSS IIIA SIE Bau der Feldfrüchte... 3. Abſchn. März. (244) lung während der Vegetation und Beſchüßung vor Unfällen, die Ybhandlung: Peberdüngung der Saaten.“): : Am wirkſamſten möchte es wohl ſeyn, die auf magern Bo- den geſäete Gerſte mit Miſtjauche oder Gülle, zu überdüngen, wenn ſie bereits den Boden überzogen hat; und man kann da- mit fortfahren, bis ſie in Halme ſchießt. Die Jauche geht nicht nur unmittelbar in Pflanzennahrung über, ſondern ſie bindet auch"den mehr leichten Boden und. erhält ihn feucht.(Das Nä- here hierüber, ſo-wie über die Anwendung der Jauche, ſiehe im Nachfolgenden: Vegetation der Feldgewächſe, Behandlung wäh: rend der Vegetation und Beſchüßzung vor Unfällen.) Sch werz führt in ſeinen Beobachtungen über den Aker- bau der Pfälzer eine ſehr bemerfenswürdige Weiſe, das Land für Gerſte zu gewinnen, an, welche in mehreren der fruchtbäar2 ſten Gegenden. der. Pfalz Statt. findet. Sobald nämlich das Winterkorn, dort Spelz, das Feld geräumt hat, werden Wicken darüber hergeſäet und mit der Spelzſtoppel flach umgepflügt, Man ſäet ſie gern dicht, damit ſie nicht zu grobſtänglicht wer- den, wo ſie ſchwerer rotten würden. Sind ſie über der Erde, ſo gypſt man, damit ſie recht rankig werden und möglichſt geil wachſen. Nicht zur. Benutzung- ſondern zur Verbeſſerung des Bodens beſtimmt, läßt ſich der Pfälzer, ſie ſeyen auch ſo üppig, wie ſie mögen, nicht verleiten, ſie dem Feld zu entwenden. Deßhalb, ſobald der Froſt oder ein Reif ſie zu drüken anfängt, benußt er eine naßkalte Witterung, die er eigends dazu wählt, um ſie unterzupflügen. Sollte er auch, von dem Winter über: raſcht, von dem Unterpflügen abgehalten werden: ſv ändert das nichts an ſeinem Entſchlüſſe, ſie auf dem Felde ſrehen zu laſſen, das ſie erzeugte. Auf die ſo untergeypflügte Wikennarbe wird im folgenden Frühjahre ohne weiteres die Gerſte ausgeſäet und flach untergepflügt. Eine ſolche Gerſte iſt beſonders ſchwer, und wird ausnehmend gern gekauft.' Daß eine ſolche Düngung die Bodenkraft beſonders berei- .; Zuve tom: Als ausgemacht nachtheilig für die Gerſte ſind die ſogenann- ga beſyndets ten Stoppelrüben, welche, wenn die Gerſte nad gedüngter Win- get elhaft zu terung kommt, als Zwiſchenfrucht gebaut werden, zu betrachten. E= Düngung„„Es herrſcht“= ſagt Shwerz=-„„hierüber in allen Gegen- te Frucht, den, die ich kenne, nur eine Sprache 3 daher auch kein guter FE obachtune Wirth, weder in den Niederlanden, noch im Elſaß, ſich' eine Zlingen ſolcer vorbeygeht, der ſieht es ſchon der R, enthält, Gerſte im folgenden Jahre an, Die Urſache davon liegt wohl + ſd tant nicht fern. Gerſte und Rüben ſind beide gleich gierig auf Hu- X, haupt! mus. Ziehen nun die Stoppyeirüben, als früher geladene Gäſte, Tngten Bl die humoſen Theile, welche das Wintergetreide im Boden zu- . Sommet: rück läßt, an ſich: ſo hält die arme Gerſte nur ſparſame Tafel.“ H gau, en„Auch will die Gerſte“= ſagt derſelbe=„nach Winterge- zer vüngenden treide, welches in Kleeſtoppeln geſäet worden, nicht gut gedeihen = y den O6 und leidet oft am Wurmſtich.“ 78 hat,|! In manchen Gegenden findet man, daß die Gerſte nah ge- „gepflügien düngtem Brachroggen beſſer geräth, als nach gedüngtem Brach- ahrung 38 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (246); weizen, obgleich lehterer immer auf das kräftigere und vorzüge- licher bearbeitete Land angewieſen wird. Dieß beſtätiget auch Schmalz. Man bört in dieſen Gegenden zum Theil ſagen== „„die Weizenſtoppel ſey zu hitßig für die Gerſte.“== Was die Urſache davon ſey, laßt ſich nicht wohl ausmitteln. Vielleicht daß die rohrartigen, nur langſam vermodernden Weizenſtoppeln wirklich etwas enthalten, was der Gerſte nicht ganz zuſagt, wor- auf ſich das angeführte Sprichwort gründen mag. Vielleicht kann aber auch die Urſache darin liegen, daß dergleichen Weizen- boden zu gebunden iſt, oder daß er ſauren Humus enthält, oder daß er vielleicht einen moorigen Untergrund hat. Obgleich einige Angaben vorhanden ſind, daß die Gerſte, auf ſich ſelbſt folgend, einen ſtets guten Ertrag gebe, ſo iſt dieſes Vorfahren doch nicht zu ewpfehlen, es müßte denn das erſtemal die Gerſte in Dünger geſäet worden ſeyn, oder dex Bo- den müßte einen hohen Grad von Reichthum haben und ſehr thätig ſeyn. Die Gerſte iſt vermöge ihres ſehr geringen Blatt- vrganes hauptſächlich auf die im Boden enthaltene Pflanzen- „nahruags"ubſtanz gewieſen. Nun iſt aber immer nur ein Theil der nahrungsfähigen Subſtanz durch die Bearbeitung und die natürliche Thätigkeit des Bodens ſo aufgelöſt, daß ſie Extrac- tivſtoff bildet; um ſo mehr, je reicher der Boden an und für ſich iſt, und je weniger er nach einer friſchen Düngung Früchte getragen hat. Dieſer aufgelöſten Nahrung bedarf die Gerſte, als eine ſchnellwüchſige Pflanze, in einem kurzen Zeitraume mehr, als ſolche Gewächſe, welche eine längre Periode zu ih- rem Wachsthum erfordern, und conſumirt daher dieſelbe ganz vorzüglich. Daher und daß die Gerſte überhaupt den Boden ſehr ausſaugt, läßt ſich die Erſcheinung erklären, daß die meiſten auf die Gerſte folgenden Gewächſe, beſonders Getreidearten, wenn ſie auch keinen ſchnellen Wuchs haben, weniger gedeihen wollen, als nacy anderm Getreide, Folgt nun aber Gerſte auf Gerſte, ſo kann dieſe noch weniger gedeihen, als minder ſchnell: wüchſige Gewächſe, weil ſie nicht nur den Boden Überhaupt er- ſchöpft, ſondern auch bereits alle ſchnellauflösliche Nahrung con- ſumirt hat. Es wird zwar durch die wiederholte mehrfurchige Bearbeitung zu Gerſte wieder Pflanzennahrungsſubſtanz aufge- löſt, ſo wie die Gerſte ſelbſt, vermöge ihres'ſehr thätigen Lebens2 organivmus die Auflöſung befördert, jedoch nicht in der genugſaz men Maaße, als ſie zu ihrem vollkommnen Gedeihen erfordert. Außerdem wird aber auch der Boden durch einen zweymaligen Bau der Gerſte hintereinander außerordentlich entkräftet. Eine Augnahme kann jedoch, wie geſagt, dann Statt finden, wenn die Gerſte in friſchen Dung geſäct worden, oder wenn der Boz- den ſehr reich und dabey thäatig iſt. Wenn die Statt findenden Verhältniſſe es vortheilhaft machen, Gerſte auf Gerſte zu bauen, ſo wäre es wohl am gerathenſten, wenn der Boden dazu geeignet iſt, zuerſt die große zweyzeilige Gerſte zu ſäen, und dann die kieine vierzeilige Gerſie folgen zu laſſen. Die kleine Gerſte nimmt nicht nur mit einem minder reichen Boden vorlieb, ſondern es kann auch, da ſie ſpäter ge- ſäet werden kann, im Frühjahre durch wiederholte Bearbeitung des Bodens um ſo mehr Prlanzennahzungsſtoff aufidslich ge- macht werden, ſo wie überhaupt ouch die Vegetationsperivde 4| | Rinde 484)| [echte 700 HE ſick NSN| 0 Bearlſfmun| wird.| ie(SM) gün| odertlOm) fen, M7 1 13.0008 vie IMh03) 11 nac bn| dino iE y 0.0007 zuu| nach pe tt ſeie MM 1 giebt dw von Lfd die GEF Nah u mindefun| Vode pe); u m ber, NE St hindert Gy)! be, 1613 | ind dirlo Auſt ge dB wenbaign Nadin ea Wezugs Hie 5 I Wir Hie! Uher 4 Wün IS| 8er und von Unkraut rein iſt, namentlich nach beha>ten Früch- ZS und ſeht ten. Vorzüglich gerathen Klee und Gerſte nach Runkeln, Kar- Sn Blatt: toſfeln und Kraut. In vielen Gegenden betrachtet man es als EH Pflanzen: die weſentlichſte Bedingung des Gerathens der Gerſte, daß ſie ZB(in Theil nach dieſen Gewächſen folge, und Viele haben daher die unbe- DA und die dinate Meinung aufgeſtellt, daß dieſe. Gewächſe überall die vor-= M Ertrac: züglichſten Vorfrüchte für Gerſte ſind. Obwohl der Boden nach Wrund für dieſen Gewächſen allerdings in dem für die Gerſte erwünſchteſten 38 Früchte Zuſtande iſt, ſo findet man doch aber auch ſehr häufig, daß die 18| Gerſte, nach gedüngter Winterung, beſonders Roggen und Spelz, ge- ; Hitraume ſäete Gerſte der nach beha>ten Früchten geſäeten nichts nach- 1f92 zu hs giebt, wenn nämlich der Boden durch eine ſorgfältige Cultur [EE CN(anz von Unkraut rein iſt, Schwerz führt an, daß in der Pfalz FFden ſehr die Gerſte nach) Runkeln nichts vor der nach Spelz voraus habe. ' meiſten Man hat aber auch Fälle, wo die Gerſte nach beha>ten SIA 'S Üdearten, minder geräth, und dieß iſt beſonders in einem mehr indigen "V/gedeihen Boden der Fall. Ein ſolcher Boden iſt nach beha>ten Früchten erſte auf zu locker, er zerſließt bey der Näſſe in einen förmlichen Brey, jet) ſchnell: der, wenn er wieder abtro>net auf ſeiner Obexſläche eine harte gau er Rinde bildet, durch welche das Wachsthum der Gerſte ſehr 822 [xda(on: hindert wird. Nach Winterung.iſi ein ſolcher Boden mehr mür- paa rfurchige be, als locker und pulverig, zerläuft mithin bey Näſſe nicht ſo, ff aufe: und die rohrigen Stoppeln, welche eine ſtete Einwirkung der S1 Leben? Luft geſtatren, verhindern, daß er bey Trockniß gänzlich zuſam- =S zenugſt: menbac>en kann, Das unbedingte Folgen der Gerſte nach be- 15 Pr fordert. hackten Früchten iſt daher nur in einem verunkrauteten Boden tg maligen vorzugösweiſe zu enipfehlen.; 459). Eine Hier in der nächſten Umgegend von Dre8den wird in einem am, wenn mehr thonigten Boden gewohnlich die Gerſte nach gedüngtem eg uder Bos Winterroggen oder nach Weizen gebaut, und ſie übertrifft ge- wöhnlich die nach behackten Früchten. vQ maden, In einigen Gegenden ſäet man auch in einem mehr leichten Sipivenſten Boden Gerſte in zweyjährige Dreiſchfelder. Schwer z führt in veyzeilgt ſeiner Anleitung zum praktiſchen A&erbau an:„Dreiſchägerſte““= Ey vigen zU ſagt ein Holſteiner=„„geräth zuweiien ganz vorzüglich; ſie 8 in min nimmt aber den Boden zum Nachtheil aller folgenden Saaten mm pater ge außerordentlich mit, und ſchließt beſonders auch nur mittelmä- = arbeitung ßige Getreideerndten aus, wenn nicht erſt wieder gebraacht und mg Sti ve ſtark gedüngt wird.“ net Werde 3; da ein Boden ſich in den verſchiedenen Tabrszeiten nach ſeiner verſchiedenen Beſchaffenheit und dex auf ihn einwirkenden Umſtände beſſer oder ſchlechter behandeln, und mehr oder weni» er vom Unkraut reinigen läßt; da der Boden nach den ver- bieden Früchten, nach welchen die Gerſte gebaut wird, in einem verſchiedenen Zuſtande iſt; da diejenigen Früchte, auf welche die Gerſte folgt, früher oder ſpäter geerndtet werden, und daher eine Bearbeitung des Bodens ſchon im Herbſt zuläſ- fig iſt, oder dieſelbe nur erſt im Frühjähre erfolgen kann; und da endlich die Gerſte hald früher, bald ſyäter geſäet wird, ſo iſt die Art und Weiſe der Bearbeitung des Bodens, ſv wie die Zeit ſeiner Bearbeitung, ein Gegenſtand, der nach! den Statt fin= denden Verhältniſſen eine ganz beſondere Beachtung verdient: denn eine Furche mehr oder weniger, ſo wie die Zeit der Begr» beitung und der Saat, verurſachen bey ſonſt gleichem Boden oft einen Unterſchied von mehreren Körnern im Ertrage. „Ueber weniger landwirthſchaftliche Verrichtungen“-- ſagt S< werz in ſeiner Anleitung zum praktiſchen Re>erbau=-„ſind die Meinungen und Erfahrungen weniger getheilt, als darüber, wann und wie die Bearbeitung des Gerſtenlandes zu unterneb- men. Dieſe nicht gewöhnliche Uebereinſtimmung begründet die Regel: dem Boden ſo viel möglich noch vor Winter die völlige Zurichtung zur Aufnahme der Gerſte im Frübjahre zu geben.“ Dieſe Regel wird atierdings in der Mehrzahl der Fälle ſich als bewahrt finden;. denn ſchon der Umſtand, daß der Froſt ei: nen vor Winter umgebrochenen Boden ganz vorzüglich lockert, das in ihm enthaltene Wurzelunkraut zum Theil vertilgt, daß 7 SERIES R IDEE Kean 5 FAZIT DI 23.20 Sox A ZINS LS NIZ 5 <==<=== ies Berr 7 3 (nD) mel| „ pi mh| und) EINE Wal MON 8 1 [Kelhfe: 1 (00! 09877 erge 10 [9 1.0000 M 17000007 tem)! ſuff 1 UME (0 199) 14 (7 1308 FN M 1 a EE 4. IE. EN M. Anbau der Feldgewächſe. Gerſto.* 109 “In won?: 5.:, 3(249) SE rüchtigl ein voy Winker bearbeiteter Boden ſeine Winterfeuchtigkeit am Bedien längſten erhält, und daß die Frühlingsluft eineu ſolten Früchten und beſonders nach ermög, Kartofela folgt, ſo hat man mit der Zubereitung des Bodens |S. als ai am wenigſten zu thun. Dieſe Früchte ſind gewöhnlich im Früh» SA o7zuglih jahre in friſchen Miſt geſäet, von welchem, auch nach ihrer Ab-= WAlie nicht erndtung noch ein großer Theil im Boden zurückbleibt, der nun» dy Boden mehr ſich ſo zerſezt hat, daß er eine vollkommene, leicht auflös- woterhalte, liche, unmittelbar Extractivſtoff gebende, pflanzennährende Ma» ) Arad von terie bildet. Aber auch der ältere Humus iſt durch die in Zwi» PENEENN ſchenräumen wiederholte Rührung des Bodens,„welche bey den jeEtrocnet meiſten Gewächſen, welche behackt oder behäufelt werden, eben Siem nah ſo viel beträgt, als eine Braachbearbeitung, gehörig aufgelöſt, BE irtendin ſo daß ein ſolcher Boden die für die Gerſte bereits aufgelöſte, Mee. weni zum unmittelbaren Uebergange in Extractivſtoff geeignete Nah- fäden ver: rung in genugſamem Maaße enthält. Bey den Kartoffeln, die Wird, ausgegraben oder ausgepflügt werden, worauf geeggt und, um Ee, auf die Kartoffeln völlig zu gewinnen, noch einmal gepflügt und „Me werden, geeIgt wird, erhält der Boden noch bey ihrer Erndte eine vor2 Sſ u Ügliche Bearbeitung. Bey einer nicht zu feuchten Beſchaffen Mi: heit und Lage und nicht zu bindiger Erdfrume iſt daher der Bo- Ed, vi den zur Gerſte 19 M08/0M Sd die EEE RETE ſv ME(ie die genugſam aufgelöſt und ſo von Unkraut gereiniget, aß er im M: jatt fit Frühjahre, wo Winterfroſt die Lo>erheit noc< mehr befördert | bat, gar feiner Bearbeitung mehr bedarf, ſondern es hinläng:- j lich iſt, wenn derſelbe mit ſchweren Eggen aufgeeggt wird. In einem mehr bindenden Boden, der ſich im Winter ſehr ſest und fs verdient Ejer Beat? E Boden durch die ſcharfen Frühjahrswinde auf der Oberfläche zuſammen: ; 1000 trocknet, iſt zwar ein Rühren der Oberfläche nöthig; allein es E95 ſatt braucht dieß nur flach zu geſchehen, weil der Boden weiter un- 16„nd ten lo>er genug iſt, und es kann mit vieler Zeiterſparung mit Fedarüber, einem mehrſchaarigen Erſtirpator oder Schaufelypfluge erfolgen. gamtemneh: Ein ſolcniß (Shire völlige weniger, weil die ſehr gelvc>erte Erdkrume ſelbſt den Thau um aucb“ ſv leichter bis an die Wurzeln der Gexſte durchdringen läßt. ur äl fie Ueberdieß kann die Gerſte, beſonders die große zweyzeilige, ſo Se Froſt eis zeitig gejaet werden, als es nvthig iſt. EN ERES E 1 lodett enn Jedoch ein lehmigter Boden an und für ſich die Feuche- Silat, de tigkeit ſehr anhält, und wenn er beſonders durch einwirkende SE ammer 2 WEH 110 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. 5; (250 nn im Frühjahre ſehr lange feucht bleibt, und dadurch ſich ſehr ſet und zuſammenballt oder waſſerhart wird, ſo iſt es doch vthwendig; ihm im Frühbjabre noch eine, oder vielleicht auch zwey Furchen zu geben, damit er ſowohl locker werde, als auch damit die überflüſſige Feuchtigkeit um ſo leichter ausdünſten könne. Denn obwohl die Gerſte einen gewiſſen Grad von Feuch- tigbeit im Boden liebt, ſo iſt ihr überflüſſige Feuchtigkeit doch nachtbeilig, indem ſie anfänglich zwar üppig aufſchoßt, jedoch nur ſchwächliche Halme treibt, leicht lagert und wenig Körner anſeßt. Wird die Gerſte in Wintergetreideſtoppeln gebaut, ſo iſt eine vermehrte Bearbeitung des Bodens allerdings nothwendig, weil derſelbe nach dieſen nie ſo locker iſt, als nach beha>ten Früch- ten, ſondern er hat ſich vielmehr, da er ein ganzes Jahr lang nicht gerührt worden iſt, um ſo mehr geſetzt, als er auch durch die Erndtearbeiten und die Behütung der Stoppeln zuſammen- gedrü&t worden, und iſt mehr oder weniger verunkrautet. Hier muß man eine vermehrte Bearbeitung Statt finden laſſen, um die pflanzennährende Materie ſo auflöglich zu machen, den Bo- den ſv zu lockern und von Unkraut zu reinigen, als für die Gerſte nöthig iſt. Dieſer Zwe kann aber nur dann erreicht werden, wenn der Boden in der wärmern Jahreszeit, und wenn er tro>den genug iſt, zugerichtet wird. Es muß daher eine ſol- er gleich kommt, ja daß er durch die untergepflügten Stoppeln, Raſen und Weidedünger noch einen größern Grad von Reichthum have, iſt ohne Zweifel, und die in ihm gebaute Gerſte giebt der nach Kartoffeln nichts nach, Der Boden muß jedoch in dem Zuſtande ſeyn, daß ex weder an und für ſich zu feucht iſt, noch daß er durch einwirkende Umſtände im Frühb- jahre zu lange feucht bleibt, noch darf er ſehr verunkrautet ſeyn. Wenn jedoch ein Boden feucht iſt, im Frühjahre lange feucht bleibt, und viel Unkraut enthält, ſo iſt es für die Gerſte zUträg= licher, wenn er im Frühjahre zugerichtet wird, Denn, wenn ein ſolcher Boden auch durch die Herbſtbearbeitung und den Winterfroſt genugſam gelockert und aufgeſchloſſen iſt, ſo läuft er, und vorzüglich der„ welcher mehr thonigt iſt, im Frühjahre bey der Feuchtigkeit augeinander, ballt ſich zuſammen und wird waſterhart. Die Einwirkung: der Frühjahrsluft, welche den Bo» den vollends auflöſen und aufſchließen ſoll, kann dann nicht Statt finden, und er wird träg. Die ihm lange inwohnende Naſſe; wenn ernicht wiederholt gerührt wird, verſpätet oft die Saat. der großen Gerſte mehr, als ihr zuträglich iſt. Hat ein Bv. en dagegen viel Unkraut, beſonders viel Samenunkrqut, und unter dieſem viel Hedrich, 10 wird dieſes durch die Bearbeitung im Herbſt weit weniger hervorgeloc>kt und. vertilgt, als im Früh- ZZ 2 Z= ſin ZT = Gu <8, Ott 1967 juno alten 91) wih (ner M4 lima) amſhy liegen Mh ganz M! dieß M1 un) Al ſehr 9490 kngefe x 170519 ueh 113; er Gn EN H jahöbyfäht Verpa ind I Dart m Oed (190041) Viren | Nod 1 open Ag „Nurijs| (hen Die ( VIE do wem 28 Mühjahre 44 ver Vinten | Übe, |, hadyrh ſh iſt es deh leicht auß 9, als auß Szugdünſte Non Feu: gkeit deh "bt, jedoh* ) nig Kitty E[0 iſt eit! Cndig, wil Iten Frit: 84 Jahr lanz yp auch durch Dauſammet: Zitet, Hit Z2aſſen, um EE den By: a 8 für dy & 1 erreicht Ihnd wenn AInleine ſol: 4 ven Früh „Dioßes dr » G va) Abs er Hoden as, den Oels E oders cult: 28 Bodens gguoden dem +eizepflügten x Hem Ord 10 gebaut! =gioden mu nſür ſich zu ee im ul Ee geiuter Jep inge fd = ſte zum: = ün, wm u m 6, ſv(WM Frühjah! zr und zue dn a dann m 5 wohn! ZEUG MUD +, Hai en faut, u mum Bearbei „gim zm Anbau der Feldgewächſe. Gerſte. (251) jahre, Wird daher der im Herbſt zugerichtete Boden im Früh- jahre noch einmal zu Gerſte gelv>ert,[v treibt mit der Gerſten ſaat zugleich ein Heer von Unkräutern hervor, welches dieſe ſehr beeinträchtiget, oder gar unterdrückt. Aver auch das Wurzelun- kraut und beſonders die Queen wuchern in dem geloc>erten Bo» den bey der dem Einwintern vorhergehenden Näſſe, und da der Froſt nur die oberflächlich liegenden zerſtört, ſo treiben die im Boden verbliebenen um ſo üppiger, und man findet beſonders nach ſchlaffen Wintern einen Boden, der vor Winter zugerich- tet worden iſt, weit mehr verquekt, als wenn er nicht zuges richtet worden. Ein mehr thonigter Boden, der arm an altem Humus iſt, und nur durch wiederholte Düngung in Cultur er- halten wird, der keine Beymiſchung von Kalk oder Mergel hat, zwiſchen Wäldern oder Sümpfen und Seen liegt, und wegen ebner Lage der Feuchtigkeit nur wenig Abzug gewährt, wo das Clima gewöhnlich immer kälter iſt, und wegen der ſpätern und langſamern Einwirkung der Frühjahrsſonne der Schnee länger liegen bleibt, nur allmählig aufthauet und das Schneewaſſer ganz in den Boden eindringt, und wo gewöhnlich noch über- dieß ein ſteter ſtarker Niederſchlag von Feuchtigkeit Statt findet, und die Einwirkung der ſcharfen austrocknenden Frühjahrswinde ſehr gehindert iſt, ein ſolcher Boden hat gewöhnlich die oben angeführte Beſchaffenheit, und hier iſt die Zurichtung zu Gerſte im Frühjahre unerläßliche Bedingung. Der Boden wird da- durc< weit eher von der Überflüſſigen Näſſe befreyt, lo>erer und der Einwirkung der Atmoſphäre mehr ausgeſebt, mithin mehr aufgelöſt und thätiger, und beſonders kann das Untraut mehr vertilgt werden. Allerdings wird durch eine vollſtändige Frühs jahrsbearbeitung die Saat der großen zweyzeiligen Gerſte oft ſo verſpätet, daß ihr Gerathen zweifelhaft wird 3 allein man muß ſich dann nicht unmittelbar an die Saat der großen zweyzeili- en Gerſte binden, ſondern es wird dann immer gerathen ſeyn, Hieige vierzeilige Gerſte zu wählen. Wir kommen nun auf die Bearbeitung des Bodens zur Ger- ſte nach den verſchiedenen Verhältniſſen, wenn ſie in Getreide= ſtoppeln geſäet wird, Nur in einem beſonders lo>ern, thätigen und von Unkraut reinen Boden wird die Gerſte auf zwey Furchen geſäet. Es wird der Boden nämlich zuerſt geſtürzt und dann die Saatfurche entz= weder mit dem Haken gegeben, oder es wird zur Saat mit dem Pfluge gewendet, Ob dieſe beiden Furchen vor. Winter oder eine im' Herbſt und die andere im Frühjahre zu geben ſind, hängt davon ab, ob der Boden die Feuchtigkeit im Frühjahre genug= ſam anbält, oder nicht. Jm erſten Falle wird es immer beſſer ſeyn, die zweyte Furche im Frühjahre zu geben, damit der Bo= den, der ſich den Winter hindurch ſehr zuſammengeſeßt hat, ei- ne ſriſche Krume erhalte, was die Gerſte beſonders liebt. Man muß dann aber im Frühjahre ſo ſeicht als möglich pflügen, da- mit die obere Schicht der Krume, welche viele aufgelvjie Nah- rung enthält, nicht zu tief vergraben werde, weil die Gerſte ihre Fahrung weniger aus der Tiefe, als in'der Oberfläche des Bodens ſucht. Hält jedoch der Boden die Winterfeuchtigfeit im Frühjahre nicht lange, ſo iſt es nothwendig, ihm beide Furchen vor Winter zu geben, und die Gerſte, beſonders die große zwey» 111 EC Sf Ban der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (232) zeilige, ſo zeitig als möglich zu ſäen, wo dann der Boden vor der Saat mit ſchweren Cgagen gelv>ert wird. In vielen Gegenz den wird auch bie Gerſte in einem Boden, der die Winter» feuchtigkeit nicht lange hält, flach untergepflügtz; es muß. dann aber die Stürzfurche durcnet, läßt mant e fur!- SELTEN.. Z WIr ibn, um die Winterfeuchtigkeit um ſo. mehr zu erhälten, den Winter hindurch in der Ruhrfurche liegen, und eggt dieſe nur erſt unmittelbar vor der Gerſtenſaat ein, welche ſo zeitig als mög= lich erfolgt. Wenn dagegen der-Umbruch der. Stoppeln bis in den Spät- herbſt verſchoben wird., wo der Boden wegen der größern Näſſe nicht ganz flach gepflügt werden kann und die Furchen ſchmie- ren, ſo können wegen der kältern Lufttemperatur und der über2 flüſſigen Näſſe die wohlthätigen Veränderungen im Boden nicht erfolgen, die ihn zur Aufnahme für eine folgende Frucht em- pfänglich machen müſſen. Man findet vey der folgenden Bear- beitung im Frühjahre die Stoppeln und die Grasnarbe unverweſet, und die Furchen werden durch die Gewalt der Egge nur in klei- Suren bi: 00 bald als 1! fals, alß 4" der Ger: melbar nach jur 4 Wy- m merh fiſcht ſchöne aſm p die Garen dafür dy ne Stücke zerriſſen. Die durch Luft, Wärme und Feuchtigkeit al: 31 imbruh kein zu bewirkende Mürbheit fehlt dem Boden, und die große vel: ut) zweyzeilige Gerſte wird bey den ſcharfen Frühjahrswinden größ= PRIEN tentheils nur in rohes Land gebracht. 7: hinta) Noch ſchlimmer iſt es aber, die Stoppeln zur Gerſte erſt im [15 aud iv Frühjahre umzubrechen. Der Boden iſt dann ganz verwildert; amen, die naß gepflügten Furchen verhärten, die Stoppeln und die Ra- GOtt WEIN ſen können, da die Bearbeitungsfurchen zu ſchnell auf einander pere folgen müſſen, nicht faulen, und der Boden bleibt auch bey wie- m Gera derholter Bearbeitung roh, und wird, was der Gerſte gar nicht 3 anhehi; zuſagt, kloßig. Auf den Anbau der großen Gerſte muß man enb) M dann ganz verzichten, und ſelbſt der Anbau der kleinen Gerſte jp?, ode wird, ungeachtet der Boden bey ihrer ſpätern Saat noc< mehr eiten, Ipod Gahre bekommt, mißlich, wenn der Boden nicht ganz beſonders ng im Fu mild iſt. zun aud Wenn man die Gerſte nach Schotenfrüchten ,„- Erbſen oder fetempennn Wien baut, ſo iſt das unmittelbare Umbrechen der Stoyppeln hr dem w/w derſelben eine unerläßliche Bedingung, da, wie bekannt, der Acker, e Statt ſi ſo mild er auch unmittelbar nach ihnen iſt, dann, wenn er längere iger die pr Zeit ungerührt liegen bleibt, mehr verraſet, als ein anderer Bo»2 100, Ey den, und. dann ſchwieriger zu bearbeiten iſt, Wenn der Boden ven Uno nicht zu bindig iſt, ſo wird er nach dieſen Gewächſen mit zwey Furchen hinlänglich zur Gerſte vorbereitet ſeyn, wo dann nach Be- vor Wint ſchaffenheit der Umſtände die zweyte Furche auch noch im Herbſt, aterfeucht) vder nac) dem Winter gegeben werden kann, Nur in dem ſeby an unf g dezematnht Ce 114 Bau der Feldſrüchrs. 3.. Abſchn. März. (254) bindigen Boden werden auch nach dieſen Gewächſen drey Fur- wen nöthig ſeyn. Uebrigens wird es immer beſſer ſeyn, dieſe Gewächſe als Vorfrüchte der Winterung, als der Gerſte zu brau: hen, weil der nach ihnen lvekere Boden der bald darauf folgenden Winterung wohl ſehr gut ohne beſondere Zubereitung zu Stat- ten kommt, den Winter hindurch ſich aber wieder ſo ſehr ſchließt, daß er zur Gerſie wiederholt gelo>ert werden muß, und dadurch die Arbeit vermehrt wird. Da die Gerſte vom Unkraut ſehr leidet, ſo muß man bey der Bearbeitung des Bodens auf die möglichſte Vertilgung deſſel- ben ſein Augenmerk richten. Der Haken und die Egge müſſen daher zur Vertilgung des Wurzelunkrauts mit aller Sorgfalt an- gewendet werden, und um das Samenunkraut hervorzulo>en und zu zerſtören, muß man die Bearbeitungsfurchen nicht zu Seeen einander folgen laſſen, damit es Zeit zum Keimen abe. Die Bearbeitung des Bodens darf, da die Gerſte ihre Nah- rung mehr in der Oberfläche ſucht, nicht zu tief erfolgen, und beſonders muß die Saatfurche möglichſt flach gegeben werden, da- mit die leicht auflöslich gemachte, ſich hauptſächlich in der Oberflä- en in der Saat, in welchen ſich ſehr bald Unkraut einfindet, ſo leiden dabey nicht nur die zwiſchen dem Unkraut einzeln ſtehen- den, ſondern auch die in der Nähe deſſelben ſich befindlichen Pflanzen; ein Beweis, daß die Gerſte eine größere Unverträglich= keit mit dem Unkraute hat, als andere Getreidearten, deren Pflan= zen, wenn ſie einzeln auch ganz umgeben von Unkraut ſtehen, doch um ſo vollkommener werden. Nachſtdem treiben aber auch die ſhwächlichen Samen nur ſchwächliche Pflanzen, welche entwe- der bey der Schwächlichkeit der andern Pflanzen aus vollkomme- nen Samen gänzlich unterdrückt werden, oder doch zu ſehr zu- rückbleiben und noch grünen, wenn jenue bereits reif ſind, wäh- rend ſich die Spätlinge bey andern Getreidearten mehr ausgleichen, Bey keinem Getreide wird aber der Werth durch Doppelwüchſig: | < 2 LPS | halt, 90) mad! lih(034 ſieb Bode: lige 03 | und 1004 bald Ili! Rot zeitihulg ends mien Fohl m Die 1 190y „han hegt jm R! fü Cy zy Fal 103 (00077 en ha bende (migen Aol SNN (1.991) Nr Ger ds ſe und F+ eden(is 6 ns NEN N Allge gal 1) das ee MME Wem In 1 "in 6, Ee 4 3) MURET |, wis und vw. ir). ſen drey" ſeyn,) 3 und dady' man bey h Ilgung dj CEgge mij) Sorgfalt y Irvorzuleh Nen nict 4 Szum Koſh Ee ihre Yk folgen, un) Z verden,)z (der Oberſt: Dafür min: 6 ht werde, Qeitet wer: 0 oder das Einweichen ah die Witt 0, wenn det „ne Flic! Einen wun Dorthe H lichſt val: Sx18 vollfon: 41, ſv ſu) p) noh a: td ſteht) 0, Sind Zir 4 einfindet, poln ſtehen: ehfindlichen fg rträglich ven Pflan: mut ſtehe!) aber au De entwi „ollfomn u ſehr zu „ſind, ww“ pg Sgleichm Celwücng Anbau der Feldgewächſe. Gerſte. (255) keit ſo vermindert, als bey der Gerſte, weil ſie dann wenig zum Malz taugt, indem fie ungleich keimt. So wie die verſchiedenen angebauten Gewächſe ſich mehr oder weniger an die Berſchiedenheit des Bodens gewöhnt haben, ſo iſt es auch mit der Gerſte der Fall. Man findet, daß die große zweyzeilige Gerſte in manchen Gegenden in einem mehr loſen rov>nen Boden, bey einem eben nicht zu feuchten Clima ſehr gut fortfommt, während man ſolchen Boden in andern Ge- genden unter denſelben Verhäitniſſen gar. nicht geeignet für ſie halt. Eben ſo findet man auch die kleine zweyzeilige Gerſte in manchen Gegenden in Boden, den man in andern recht eigent= lich großen Gerſtenboden nennt. Auch findet man in den ver- ſchiedenen Gegenden, die Ich in Hinſicht der Beſchaffenheit des Bodens und Climas gleich ſind, daß ſowohl die große zweyzeiz lige, als die kleine vierzeilige Gerſte baid früher geſaet wird, und gegen Kälte und Naſſe: mehr. oder weniger abgehärtet iſt, bald ſpäter geſäet wird und gegen Kälte und Näſſe ſehr emz pfindlich iſt. In jenen Gegenden betrachtet man eine möglichſt zeitige Ausſaat als ein unumgängliches Erforderniß des Gera- thens; in dieſen dagegen glaubt man, nur auf die ſpätere Saat mit Sicherheit rechnen zu können. Dieß iſt nur lediglich die Folge einer langjährigen nach und nach erfolgten Eingewöhnung, die entweder zufällig, oder abſichtlich erfolgt iſt, nicht aber, wie man in manchen Gegenden. fälſchlich glaubt, die Folge des Cli: mas und Bodens, als geſtatteten dieſe keine frühere oder ſpä- tere Sgatz; obwohl es manche Verhältniſſe giebt, wo dieß der Fall iſt. Für den Landwirth iſt dieß ein ſehr wichtiger Umſtand, indem, er dadurch Gelegenheit hat, ſich ſogleich mit ſolchen Sa- men zu verſorgen, wie er ſeinen Abſichten und den Statt finz denden Verhältniſſen“ am angemeſſenſten iſt, ohne erſt den ſei- nigen, oder den in der Umgegend gebräuchlichen Samen durch langjährige Anbauverſuche eingewöhnen zu dürfen, Ein Wechſeln des Samens von Zeit zu Zeit iſt auch bey der Gerſte ſehr zu empfedlen, obwohl die große zweyzeilige Ger- ſte und die kleine vierzeilige Gerſte, wenn ſie nur in kraftvollen Boden und zu gehöriger Zeit, geſäet werden, weniger auSsarten, als andere Eetcreidearten. Beym Wechſeln des Samens 1ſt es anzurathen, Gezſte aus ſolchen Gegenden zu wählen, wo ſie im Allgemeinen Feitiger geſäet wird; und der Boden. trockener und das Clima-röübver iſt. Bey den Samen ſelbſt hat man darauf zu achten, daß ſie möglichſt groß, voll, mehlreich und egal und vollkommen von allem Unkraut geroinigt ſind, Da die Samen der Gerſte an den beiden Enden faſt dreyeckig zugeſpitzt ſind, ſo dürfen dieſe Spi- ben, und beſonders die obern, an welchen die Granne iſt, nicht zu ſchnell abfallen, ſo daß das Samenkorn mehr kurz und dick iſt, weil man«dieß für ein Zeichen einer ſchon lange gebauten und verſchlechterten Gerſtenſaat, die ſtarkhülſigt und wenig mebl- reich iſt, annimmt; ſondern das Korn muß mehr langtici), oval und weit bis an die Spitze heraus mit Mehl gefüllt und dünn- bülſig ſeyn. Die Samengerſte muß gehörig abgegrannt ſeyn, weil ſie ſich ſonſt ſchlecht und unegal ausſtreuen läßt. Auch hält man dafür, daß die hellere Farbe ein Zeichen ſey, daß die Sa- men feinhülſiger und mehlreicher ſind, 115 Bau der Feldſrüchte. 8. Abſchn. März. (256);.;: Die Saatzeit der Gerſte richtet ſich danach, ob ſie an eine frühere oder ſpätere Saatzeit gewöhnt iſt, und mithin Früh» oder Spätgerſte iſtz nach den Verhältniſſen des Bodens und Climas, nac der Statt findenden Witterung, und ganz natür- lich danane Ac>er werden in den beſten Wirthſchaften im März, naſſe aber im May beſäet 3 denn es verträgt die Gerſte die Näſſe Feinesweges, und man muß dem Acker Zeit laſſen, ſich derſelben zu entledigen, ehe man ihn damit beſtellt.“ Sch werz ſtimmt in ſeiner Anleitung zum praktiſchen A>er- bau auch ganz für eine frühe Saat, und führt in ſeiner Beſchrei: bung des Ackerbaues der Pfälzer und Elſaſſer an, daß 0. vielen Orten daſelbſt die Gerſte wo möglich im Fe- ruar ſäe. Auch andere praktiſche Schriftſteller Deutſchlands ſind der Meinung, ſo wie es auch die meiſten praktiſchen Landwirthe be- ſtätigen, daß die ſpäter geſäete Gerſte in einem mehr feuchten und bindigen Boden wohl öfters im Stroh beſſer gerathe, als die früher geſäete, dagegen aber minder ſcheſfele und die Körner minder vollfommen wären. meme, I agree ehe 100 Gewan| Cm ſt) Wer ly Trup| yt] wir 11 1% uſmhäne eine| 50 119971 Verdu Nn ſol, Ad! 4 eine Mad de Def | ven Hit! jier din Fh| jim WED!| [Ihe 190 wi am ln pme iin u ge ZZ=== -= Ef .r 525 ZE = == [7] <= <= 1 = => - ie Närk, .0b fie amy / mithin 34 Bodens, d ganz vy Bodens ſil man be) en, Weil Zz rößerer I verdunſtet Find ihr 4 Andliche(; 33feit der) 7 dagegen) oicht bloß) wien Qerſt) T2der es u 1108 auch iy au beſonty (Durchſchit (ht beſondy TU Ertrag 96 ie früh at us, 1 wirthſchaft 30 weiner iy, Kom, dl Stzeilgen Ot nnen, wi) (t Über Wit "0 Über 4: und 4 ) Man fn Ey ſelbſt 1 Sen, Wo if iſt, Ii geht leicht! Naymon Fa im Mi) DI ſte die N1 ich derſtlt! giſchen At ner Beſa ger m, galich imi (ds ſind adwinhen giehr feu „zerathe, 1) 1) die Fi Anbau der Feldgewächſe. Gerſte. :(257) Es iſt wohl alſo keinem Zweifel unterworfen, daß die frühe Saat der Gerſte, ſowohl der kleinen vierzeiligen, hauptſächlich aber der großen zweyzeiligen, wenn nämlich nicht beſondere Um- ſtände eine, ſpätere Saat erheiſchen, unbedingt den Vorzug vor der ſpatern Saat verdiene, Wir wollen nun die Umſtände anführen, wo eine ſpätere und frühere Saat der Gerſte nothwendig iſt. Dieſe liegen haupt- ſächlich in der Beſchaffenheit des Climäs und des Bodens. Je weniger ein Boden ſeine Winterfeuchtigkeit erhält, und je mehr er überhaupt die Feuchtigkeit durchläßt, ſo wie bey ei- nem tro>nen Clima, iſt die möglichſt zeitige Gerſtenſaat, ſowohl der großen zweyzeiligen, als der kleinen vierzeiligen Gerſte zu empfehlen, damit ihr die Winterfeuchtigkeit ſo viel als möglich zu Gute komme, und ſie heranwächſt und ſich Schatten giebt, ehe die wärmere und trockene Frühjahrswitterung eintritt. Die Bewerkſtelligung der früheren Saat iſt hier um ſo leichter, da Clima und Boden der zeitigen Einſaat keine Hinderniſſe in den Weg legen, indem der Boden, wenn er noch eine Furche im Frühjahre erhalten ſoll, ohne Nachtheil gepflügt werden kann, und eben ſo das Eggen, ohne daß der Boden zuſammengeſchmiert wird, ohne Nachtheil erfolgen kann. Bey einem mehr gebundenen und die Feuchtigkeit länger an- haltenden Boden, der beym Abtrocknen nicht zerfällt, ſondern zuſammenbäckt, und bey einem regneriſchen Ciima, iſt dagegen eine ſpätere Ausſaat der Gerſte nöthig, weil ein ſolcher Boden erſt gehörig abtro>nen und ſeine überflüſſige Winterfeuchtigkeit verdunſten muß, ehe er mit dem Pfluge oder mit der Egge ge- rührt werden kann, wenn er nicht zuſammengeſchmiert werden ſoll. Ein ſolcher Boden erfordert überdieß gewöhnlich auch noch eine wiederholte Frühjahrsbearbeitung, wenn er in dem Zuſtan- de der LoFerheit ſeyn ſoll, wie ihn die Gerſte verlangt, weil er, wenn er auch im Herbſt bearbeitet worden, doch durch den Win- ter hindurch ſo feſt geworden iſt, daß er beym erſten Pflügen im Frühjahre nur in Klumpen bricht, und dann die Gerſte nur ſchwer keimen und ſich einzuwurzeln vermag. Auch iſt in einem Boden, der viel Hedrich enthält, eine ſpätere Ausſaat der Gerſte nöthig, weil derſelbe durch eine Beax- beitung im Herbſt, wenn dieſe auch noch in der wärmeren Jah- reszeit erfolgt iſt, weniger hervorgelockt wird, als durch die mil- de, die Vegetation belebendere Frühjahrswitterung. Eine zWey- malige Bearbeitung des Bodens im Frühjahre wird mehr zur Zerſtörung des Hedrichs wirken, als drey oder mehr Furchen im Herbſte, und ſelbſt dann, wenn man, um die Winterfeuchtig- u Dm zu erhalten, den Boden nur wiederholt mit der Egge Überzieht. Ein Haupterforderniß bey der Beſtimmung der Sqaatzeit der Gerſte, iſt auch wohl unſtreitig der Umſtand, daß der Boden in 1 Wey Grade abgetrocknet ſeyn muß, wenn die Gerſte ge- det wird. Man hat zwar in vielen Gegenden Deutſchlands ein ſich darauf beziehendes Sprichwort, daß, wenn die Sommerung in feuchtes, die Winterung dagegen in ſtaubiges Land geſget würz de, man.um ſd ſicherer auf ihr Gerathen rechnen könne, und man befolgt auch in vielen Gegenden dieſen Grundſatz ſo viel UL.+7 a wenn= emm SEIEN 1:4:7 - 413 Bay der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. 258 als 06 Auch führt S&nen Wetter gleichſam eingemauert wird z ſo kann die Blattſpite dieſe Borke nicht durchdringen. Das Wet- ter muß alſo gut, und der Boden etwas abgetroc>net ſeyn, wenn geſäet werden ſoll.“ Daß man Übrigens unter dieſem Abtro>nen nicht das gänz- liche Tro>Xenwerden des Bodens, ſondern nur denjenigen Zu- ſtand der Abirocknung verſtehen muß, daß er bearbeitet werden kann, ohne zu ſchmieren, verſteht ſich von ſelbſt. Außer dieſen Umſtänden, welche eine frühere oder ſpätere Saat der Gerſte veranlaſſen, liegt aber auch einer ſpätern Saat ſehr oft der Umſtand zum Grunde, daß der Landwirth, ungeach- tet aller Thätigkeit, es oft unmöglich machen kann, ſein Feld zu einer früheren Saat fertig zu machen, ungeachtet dieſe durchaus zuträglich wäre« Er muß dann zu einer ſpätern Saat ſeine Zuflucht nehmen, weil er dem Boden erſt den erforderlichen Grad von LoFerheit und Gaare geben muß. Man darf dann je- doch, wenn der Boden nicht allzu zäh, zu naß und zu verunkrau- tet iſt, der vollfommenen Pülverung und Lo>erung des Gerſten- bodens wegen, die Gerſtenſaat, beſonders die der großen zweyzei- ligen Gerſte nicht zu lange hinaus verſchieben; denn ſowohl der berühmte engliſche Schriftſteller Arthur Young, als auch Schmalz in ſeinen Erfahrungen aus dem Gebiete der Landwirth- ſchaft, ſo wie mehrere andere geachtete Schriftſteller und prakti- ſche Landwirthe, ſind dex Meinung und beſtätigen es durch die Erfahrung, daß man bey der Gerſtenſaat mehr verliert, wenn man ſie zu ſpät macht, als man durch die mehrere Frühjahrsbearbeitung gewinnt. Nur wenn Klee unter die Gerſte gejäet werden ſoll, und der Boyden nicht fein genug'iſt, kann es ein triftiger Grund ſeyn, die Gerſtenſaat weiter hinaus zu verſchieben. Wenn man den Boden ſonſt gewöhnlich mit 3 Furchen, ei- ner Stürz-, Ruhr- und Sagatfurche bearbeitet, ſo wird man in. dem Falle, wo man durch eine vollkommene Bearbeitung die Saat zu weit hinaus verſchieben würde, die Gerſte auch auf El 0 Di fet) y m P> fund-; zu(0/28 ME ve AE fui I mE| hut OD:| (099; 1 ſe iptv iR von(art Id graph MI m joder p" ſ bCbemfD zu zr Fenbifäd 7 Grüß) (iet Bi) 19; Genf? 1. Aude gebiNun 4 199 bk 9907 je Tafonly: 14! (in[e6 Mf) Jähn en jebwfſt 7 vw (099707) 907 ehr fid an lag 1 May 40 ehr bm) 6 ird 33 h 1100976] k | mt ve uh Wey ME 4 Acet ie| 05 Aufieeg) 1 Wd ie ht(in N WENN N E 902 0 es de UD, 1] a=> Warmen iigfie 5 ) Als(ins Zurich"NN , tür), Schreibung) TX daß man j 9: des Phy > af im En Verſt) 3 Satzens) Er Zeit geſi Aie allgem) Thmieren FAlzer fü T| mehr iy Z| ſeiner vi/h Hnbädt ſy E liert. hh pl“ bey der Oy Kvarten, 1) Sid des Elſy) Snde8:„Zun Fits Wett " zur Hälft Urzogen un) flnuert wird; 6 Das Wet: Wen, went H das(an: > jeizen Zu Sie werde! 4 =, nder ſpit! S pätern Gu Stb, unge: 4 ſein Feld Zo eſe durchs pe: Gad ſw WEr forderliht Spoarf dant): zu verunftt S| des eſt * ßen zw! 8 denn ſo) a, x Landin! 27 und pm es dyn Sept, wenn | Sbearveiht) werden|) ifriger Ou L), 1 + Furche! 7 wind mw arbeitung ſte au Aubau der Feldgewächſe. Gerſte, (259) zwey Furchen ſäen können, Es wird jedoch dann ſehr gerathen ſeyn, die Stürzfurche mit tüchtigen Edgen wiederholt zu eggen, und die Saatfurche mit dem Ruhrhaken zu geben, und die Ruhr- furchen ſv eng als möglich zu ziehen. Sollte der Boden jedoch zu roh, rloßig und verunkrautet bleiben, ſs muß man die Gers jtenſaat lieber noch verſchieben und eine Furche mehr geben, weil verſpätete Saaten mancnet und auf der Oberfläche mehr krüm: lich wird und eine Zeit lang bleibt, weil ſie dann um ſo ſchnel: ler und leichter hervorfommen kann, ſondern ſie verträgt es auch nicht, wenn der Boden beym Eggen zuſammengeſchmiert wird, was unausbleiblich iſt,' wenn es bey der Einſaat regnet. Hat man daher das Säen der Gerſte angefangen, und es droht un: vermuthet ein Regen, ſo iſt es durchaus nöthig, die Arbeit ſo- gleich zu unterbrechen. Die Nichtachtung dieſes Umſtandes iſt oft Urſache, daß Gerſte von demſelben Samen, in'gleichen Bo- März. | nteyf DE! |[50:3 | fund(294 hin af 8 [un(1S 694.110 Oe AIS MENN| eine 10/00 |tie mordet| jur 01199 qm FH); im Emm! Worauy| vonn 100 6 DEE ſehr verfänh Qrrſte Jan ena Felt Degängt| und bean dadurch fu Und gebläh4 | Tiles ENTE Wmüſe, 49361 Orüer fneas Wen, Watt| a; unt» Giite 4, VB Nite UN LN Mitel 66,124 En Ars är), x oder(pb age m Inter zu bs Thringen, vy) Nn Teri 4 det ſelbt 4 Blätter 0% 4 bemertig E Verſt, h te nicht dy | ] " W 2 Und fes Wigliche Gy I Froſt hety heil im) Tn( E. nachthy Anfange y SN 0ggen Hf die Ach) jeten größt | ab viel, Dan nach de ligen Gerft Zymt man a [46 Suns j Id vn Dy p je zwey) „3: nachdem! H! Zeitpuniy gwird, : Gerſte it! e die Witti eie der nad > zwar nid - Unterbtit aermeide eNegen vm p iſt es dd! „wählen, 1! aß es 10) ei denn diz? 3! Krume! phe mehr 1 um ſo Wi erträgt en yſchmient! 1& regnet,! ) es droht! 7 die Arb « Umſtanm 1 gleichen? Anbau der Feldgewächſe. Gerſte. :.(261) den geſäet, bey einem Unterſchiede von nur wenigen Tagen früher oder ſpäter einen beträchtlichen Unterſchied im Ertrage verurſacht. „„Weniger indeſſen“= ſagt Sch werz--„hat es bey dem Unterpflügen des Samens zu ſagen, wenn Regen drohet und wirklich folgt, als beym Eineggen deſſelben; da das gepflügte Land ſchneller wieder abtrocknet, als das geeggte, und da ohne- hin erſteres noch geeggt werden muß, welches ſich ohne Anſtand um einige Tage verſchieben läßt.“ In einigen Gegenden erachtet man beſonders diejenigen Ta- ge als vorzüglich günſtig für die Gerſtenſaat, wo die Dünſte eine wallende Bewegung über der Oberfläche des Bodens bilden, die man beſonders des Vormittags wahrnimmt. Es findet dieß nur bey beſonders warmem und heiterem Sonnenſchein Statt. Im Frühjahre iſt es gewöhnlich ein Vorbote von gutem Wetter, im Sommer dagegen ein Zeichen einer"feuchten Atmoſphäre, worauf gewöhnlich Gewitter oder Regen folgt. Man pflegt dann zu ſagen, der Boden blüht oder ſchwitzt. Das Säen. bey Nebel hält man allgemein für nachtheilig, ſowohl weil der Nebel auf das, Samenkorn in Hinſicht der fol- 95% Vegetation nachtheilig wirken ſoll, als au<, weil der ebel ,* wenn er ſteigt, ſich ſehr bald in Regen auflöſen kann, ſelbſt aber beym Fallen den Boden ſehr durchnäßt, ſo daß der- ſelbe beym Eggen ſchmiert. Das Einbeizen und Einquellen der Saat, welches Viele mit ſehr verſchiedenen Gegenſtänden thun, um den Brand in der Gerſte zu verhindern, ohne doch immer ihren 3we> dadurch zu erreichen, iſt, da die Gerſte ohnedieß bey genugſamer Feuchtig- Xeit des Bodens als eine ſchnellwüchſige Pflanze ſehr bald keimt und bervorkommt, nicht zu empfehlen; denn ihr Wachsthum wird dadurch Überreizt, die Pflanzen gehen ein, oder fie lagern ſich und geben viel Stroh und wenig Körner, In Beziehung auf das Ausſaatmaaß der Gerſte ſind die Mei- nungen ſehr verſchieden. Daß ſie dem Maaße nach ſtärker ſeyn müſſe, als die des Weizens, iſt ausgemacht, weil ihre Körner größer ſind, und vermöge ihrer Spitzen in dem Maaße mehy hohl werbe und weil die Gerſte bey gleichen Umſtänden ſich weniger ejiv>t. 2 Burger führt in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft Bd, 2. Seite 41, über die Gerſtenausſaat Folgendes an:„Eine Wiener Mete zweyzeiliger Gerſte wiegt zwiſchen 64 und 72 Pfund. Im Mittel 66,4 Pfund. Ein Wiener Pfund enthält nach der Zählung des Grafen Podewil 8.„ 12,746 Körtner -==-= des Herrn von Walberg 14,972-- =- meiner eignen Zählung von der Pfauengerſte 13,824= 11,584, Ich habe gefunden, daß man in guten Aeckern, wo die Wei- zenpflanzen im Durchſchnitt 6 LQuadratzoll einnahmen, nur 5 Quadratzoll auf einen Gerſtenſto>, und in ſchlechteren Aec>kern gar nur die Hälfte hiervon rechnen durfte. Hiernach würden auf dem Joche im erſten Falle 1,658,880, und in letzterem das Dopz pelte an Körnern geſäet und mit einem Zuſchlage von 502 wür- den nach meiner Zählung 180 Pfund Samen=2,71 Meßzen, und auf magerem Boden 5,42 Mebten erforderlich ſeyn.“ = 02 Lennie zoe eme EEE--ker. Z n. 3 9. 65; nod) Derſelbe für nicht gedüngte;? E:: 4, 80. da M1) fer In 3 SD DR BERSERT EH nimmt derſelbe 1667 die dl ür leichten Boden. 3 X 1. bi Um Im Durchſchnitt verſchiedener Bodenarten MR BIESEN 7] 0D| PANNE 744 SS04, SLR: 1860 036 42.-.25767. DiR-3557) 1790/10000 u M alehſhnitt ee auf den Hectar, odex m a 22% ner Meßen auf den I M;- 0 17 drätruthen rheiniſch, ſ agdevurger Morgen zu 180 Qua- m| inen beträchtlichen Unterſchied in Beziehung auf da- 4". ſaatmaaß der Gerſte machen die Kraft vos Wobens HE MU di 1| bereitung und die frühere oder ſpätere Saatzeit. 0!" In einem kräftigen Boden, wo die Pflanzen ſich mehr be- wur ftoFen, und mithin einen größern Raum erfodern, muß die Ein-' zw M pi; faat, wenn man den Samen nicht verſchwenden will, dürr gez"4 N macht werden, wogegen ſie einen magern Boden, wo ſie die Ofen m Kraft, ſich zu beſto>en, nicht haben, ſondern nur einhalmig welle(0!| wachſen, ſtärker gemacht werden muß. finm.ags j In einem Boden, der zur Gerſte nicht genugſam vorbereitet Irn'| War, ſondern noc = Ausſaatn ſäet.“ .) geſeht 1) Schwerz führt an: ,;A. Young machte den Verſuch, bis 4 volliomn 6,77 Hectoliter auf den Hectar in ungedüngtes Feld zu ſäen, und 55 nach ſein! gerade da erhielt er den höchſten Ertrag. Das war gut für ein veit wenht! Tahr. Der Ertrag, den ich ſelbſt bey 3,90. Hectolitern Einſaat =S vertilgtelh von einem nicht allzufetten Möhrenlande erhielt, verhielt ſich zu dem, der bey 2,28 Einſaat von einem fetten Rapsiande: hervor= ging, an“ Körnern. wie 52 zu 51', und'an Stroh wie 208 zu M37.1 In der Umgegend von Dresden ſäet man gewöhnlich. 24 Ber- =ienſtellt, J Sauen! Frae Sagen H r 4 MUM) liner Metzen auf den Magdeburger Morgen von der großen zwey- BS eaut nd zeiligen Gerſte und. hat im Durchſchnitt einen hohen Ertrag 2 MET) nur daß maw ſehr häufig Lagergerſte findet. j - Baile Thaer führt dagegen in ſeinen Grundſäßen der rationellen Landwirthſchaft'an:-„„Wenn man gutes Saatkorn in einem = KI jep Win ZE;. Kp OLEG OL 2420 Je ehörig vorbereiteten Lande wählt, ſo giebt eine dünne Ausſaat, Bmi eſonders der großen Gerſie, von 12 bis 14 Berliner Metzen auf 2 BE den Magdeburger Morgen, ein dichteres Feld, als eine ſtarke - Wihoen von 20 bis 22 Meten, weil ſich dieſe Gerſte ſtart beſiaudet, Ze eſaet win ee enen SE 124 Dau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März.: (264)=. wenn ſie Raum hat; aber ſchwache Pflanzen. macht, wenn es ti) A' daran fehlt. Die kleine Gerſte muß dichter geſäet werden, weil m"m ſie ſich weniger beſtaudet.“: um) 4 Dieſer Meinung ſtimmen auch andere Schriftſteller und viele Zul)'D, praktiſche Landwirthe bey.; ſein Betrachtet man das Ausſaatmaaß aus dem naturgemäßen Ruben DCR Geſichtspuncte, ſo ergiebt ſich wohl, daß eine etwas ſtärkere DE Ausſaat der Gerſte, jedoch keine zu ſtarke, immer beſſer ſey, als da3 9500! als eine dünnere; denn bey günſtiger Witterung wächſt die Gerſte Jwendun199| ſehr ſchnell empor, ohne ſich genugſam beſto>en zu können, oder hiten(M!| die ſpäter folgenden Seitentriebe gelangen nicht zur Reife, Wenn[Ohyleiv MMO)- die Gerſte nun dünn geſäet iſt, ſo bleibt ſie dünn, und die große ſo darf Vollkommenheit der Pflanzen und Körner iſt nicht vermögend, ſonſt 19 3) 1 den Ausfall zu decken. Gewöhnlich wuchert aber auch in einer wan WW inp) 4 dünnen Saat das Unkraut um ſo ehr, unterdrückt zum Theil auch Män)) die Gerſte, gelangt zur Samenreifung, und der Boden wird, ohne doch Mid einen lohnenden Gerſtenertrag von ihm erhalten zu haben, eben man Mu 1 ſv ausgeſogen, als wenn er eine vollkommene Gerſtenerndte ges» vollkom 4 geben hätte. Oft iſt zwar die Witterung von der Art, daß die ſonſt 889) Gerſte am ſchnellen Auftreiben gehindert wird, und dann ihre Oder a Wurzeln und Wurzelgetriebe um ſo mehr erſtartken und ſich zu be- zu ſadly 4 ſtocken vermag, und bey einer dünnen Saat genugſame Halme in' treibt; allein man wird auch in dem Falle von einer dünnen Wei! Dial) 10 Sqat unter gleichen Umſtänden keinen bemerklichen Unterſchied etage aby. 1 gegen eine ſtärkere Saat finden, weil bey der Schnellwüchſigkeit ſint 8 6 H er Gerſte die ſchwächlichen und unvollkommenen Pflanzen ſehr und bey bald unterdrückt werden, ohne daß ſie den andern vollkommnern Auld elan h Pflanzen Nahrung rauben, und mithin«auf dem Gerſtenfelde fat if! nicht mehr Pflanzen fortkommen, als Platz und Nahrung haben. zu ep Bey einer dünnern Saat erwächſt daher nur der Vortheil der Furche| Samenerſparung, durch die man aber im Durchſchnitt der Jahre hod[0 pm| im Vergleich der höhern Erndten, welche ſtärkere Saaten geben, liche Eiffäu 4 nur verlieren wird. baute Gi 3)| . Am richtigſten wird man wohl dann verfahren, wenn mon Bitterwgg' die Saat der großen zweyzeiligen Gerſte um ein Drittel ſtärker feuchtem 443) 1 dem Maaße nach macht, als die des Winterroggens, vorausge- jün bong eßt, daß die Saat zu gehöriger Zeit und in einem kraftvollen erf| vden erfolgtz denn bey einer ſpätern Saat und in einem minder| jhhmy uE kräftigen Boden muß man allerdings etwas mehr nehmen. Von(tie Big der kleinen vierzeiligen Gerſte, obgleich dieſelbe kleinere Körner„ 10dn gn| bat, als die große zweyzeilige Gerſte, wird man, da ſie ſpäter Wel dere, geſäet wird und ſich minder beſtaudet, 1x Mal ſo viel bedürfen, jlpert 1, als. Winterweizen, f Wit Cre ys Ein ſehr wichtiger, bey der Gerſtenſaat znoch zu beobachten- wi Debes der Gegenſtand iſt die Unterbringung des Samens. Man hat Nd dreyerley Arten der Unterbringung der Gerſtenſaat, nämlich das fim„s! Unterpflügen des Samens mit dem Pfluge, mit dem Erſtirpa- emi vn tor und das Unterbringen mit der Egge. Dabey kommt auch noch der Vibs.' die Walze in Anwendung. Es iſt nicht gleichgültig, welche von bey ahi. 3 dieſen Arten der Unterbringung man wählt, und ob man dabey die ſene in), 78 Walze in Anwendung bringt oder nicht, ſondern es ſind dabey vm die Statt findenden Verhältniſſe in Betracht zu ziehen. Gef In einem leichten, mehr ſandigen Boden, der die Winter- indem 1,81 feuchtigkeit nicht lange erhält, und beſonders bey tro>ner Wit- den andy nN ZU Anbau der Feldgewächſe. Gerſte. 125 Wl;;(265) We terung und einer ſpäten Saat iſt das Unterpflügen der Gerſte mit dem Pfluge vor jeder andern Art der Samenunterbringung Dep und 6 zu empfehlen, und faſt eine Bedingung ihres guten Gerathens,. : m Durch das Unterpflügen kommen die Samenkörner nicht nur beſ- ſer in den Boden, ſondern erhalten ſich auch in einem ſolchen FN Boden feuchter, und keimen eher und gehen gleichförmiger auf. 31 beſſer j Dagegen erfordert aber das Unterpflügen beträchtiich mehr Arbeit, Eſt die Ges als das Eineggen des Samens, und es kann daher nur in An=- DEL: wendung gebracht werden, wenn keine andern dringenden Ar= Mee beiten eine Beſchleunigung der Arbeit im Allgemeinen erheiſchen. UE Obgleich die Gerſte eine ziemliche Bede&ung mit Erde verträgt, Sand die aej ſo darf man ſie doch nicht zu tief in den Boden vergraben, weil DS! vermögen ſonſt der Keim erſtikt. In einem ganz leichten Boden kann FS uch In ein! man beym Unterpflügen der Saat, die Pflugfurche 4 Zoll und Sti zum Ih! auch etwas darüber, in einem ſich mehr bindenden Boden, je- mit doc) nicht viel über drey Zoll tief,“ nehmen. Der Pflug, den = haben, en man zum Unterpflügen des Samens gebraucht, muß die Furche Bp eerndie gu vollfommen horizontal abſchneiden und gehörig umwenden, weil Wirt, dah di ſonſt die Saat, wenn der Pfaug eine ſchräge Furche ſchneidet, S5 dann iht oder, wie man es zu nennen pflegt, Kanten macht, in Reihen 1| fich zu be: u ſtehen kommen würde, zwiſchen denen ſo breite leere Zwi- Bfme Halme T WIAFARHE bleiben würden, als die Pflugfurchen breit ſind, was, 3 Her dünnen weil die Pflanzen in den Reihen zu dicht ſtehen, dem Gerſten- nöfnterſchied ertrage durchaus nachtheilig iſt. Auch muß der Pflug ſo“ con- etfoüchſigtelt ſtruirt und geſtellt ſeyn,-daß er nur ſchmale Furchen nimmt; pP ganzen ſeht und beym Pflügen ſelbſt hat man zu beobachten, daß man das f/ Ftomwynern Feld in möglichſt breite Beete legt, oder das Feld in eine Fläche Fs derſenfeldt pflügt, wozu der Pflug mit beweglichem Streichbret beſonders Zun haben, zu empfehlen iſt, weil ſonſt durch das nothwendige Beſäen der =S Vortheil ds Furchen die Arbeit vermehrt wird, und man, wenn man es auch MQ der Jahr noch ſo genau einrichtet, immer etwas mehr, als das gewöhn: JF:aten gebe liche Einſaatmaaß bedarf, und weil auch die in den Furchen er-= baute Gerſte immer minder vollkommen iſt, und bey tro>ner Eis wenn hi Witterung gegen die untergepflügte zurüFbleibt, oder ihr bey rittel ſtärlt feuchtem Wetter zwar im Wuchſe voraneilt, aber um ſo länger =, voni grün bleibt und Doppelwüchſigkeit verurſacht. <= kraftvoll!- Aber nicht nur in dem mehr leichten Boden, ſondern auch nem min in dem mehr ſchweren Boden, wenn derſelbe durch eine ſorg- ze men. Du fältige Bearbeitung genugſam gelo>ert iſt, iſt das Unterpflügen SDrere Fim! bey tro>ner Witterung und einer verſpäteten Saat zu empfehlen, a ſie ſpät! weil derſelbe, bey tro>ner Witterung geeggt, mehr floßig, als gez p( bedürfit pülvert wird, und die Gerſtenſamen keine hinlängliche Bede>ung mit Erde bekommen, und ihnen in der ausgetroc>neten Oberfläche > beobadtit des Bodens die erforderliche Feuchtigkeit zum Keimen mangelt. = Nau In einem Boden, der viel Unkraut hat, gewährt das Unterpflü- SS rämlic gen der Gerſtenſaat auch noch den Vortheil, daß man die Saat m Erſtitt etwas hinaus verſchieben kann, ohne befürchten zu dürfen, daß p= t aud) 1! der Bvden zur Gerſte zu ſehr ausgetroc>net würde, wodurch das =. weldt M" bey erhöheter Frühjahrswärme mehr und zahlreicher emporgewach- Em dab fene Unkraut vollkommner vertilgt zu werden vermag. „find dab) Zn manchen Gegenden vereinigt man das Unterpflügen der Gerſtenſaat mit dem Obenaufſäen und Eineggen des Samens, dit Wint! indem man vorher einen Theil des Samens unteryflügt, und vd>ner Di den andern obenauf ſäet; allein zu empfehlen iſt dieſes Verfah- m Sammet amn aim 126 Bau der Feldfrüchte. 3, Abſchn. März. (266) ren theils deßhalb nicht, weil bie Gerſte doypelwüchſig wird, tbeils deßhalb nicht, weil man dann genötyigt iſt, das Obenz auffäen unmittelbar nach dem Unterpflügen bey jeder Witterung folgen laſſen zu m Üſſen. < werz führt hierüber folgendes an:„Auf dem Erdſtriche Des Elſaſſe8, wo der foſtbare Boden die Mitte zwiſchen dem leichten und ſchweren Boden hält, pflegt man beide Methoden zugleich anzuwend en, das heißt, man ſäct zuerſt x des Samens aus und pflügt ſolches unter; ſäet dann die übrigen 3 über den Acer her, und egget ſie ein. Jn wie weit ſdlcne Witterung nicht ein alsbaldiges Ein- eggen, ſv kann man es in einigen, ja ſelbſt erſt in acht Tagen vornehme, oder in dieſer Zeit die Morgen- und IÜbendſtunden beym Thau dazu benutzen. Jn einem mehr bindigen Boden, Ter nach einem Regen leicht verſchlämmt und bey nachheriger -Trokniß eine hart jedem Falle beſſer, ſolcher Boden, we liegt, mürber wird e Rinde auf der Oberfläche bildet, iſt es in das ſpätere Eineggen abzuwarten; weil ein un derſelbe eine Zeit lang in krauſer Furche ; und fällt nach der Saatzeit Regen ein, der den Boden zuſammenſchlämmt, worauf eine harte Rinde erfol2 gen würde, durch die die Gerſtenkeime nicht durchdringen könn- ten, ſo wird dieſe durch ein ſpäteres Eggen gebrochen. Das Unterbringen der Sgat mit dem Exſtixpator iſt beſon- ders dann zu empfehlen, wenn man vie Gerſte in einem mohr Lindigen Boden nach behackten Früchten, beſonders nach Kar- foſfjeln folgen läßt, und dieſelbe zeitig im Frühjahre unterbrin- gen will. Dergleichen Boden iſt ſchon im Herbſt. vollkommen zugerichtet, ſo daß feiner zeitigen Beſäung im Frühjahre nichts im Wege ſteht, als ſeine erforderliche Avbtrocknung. Er iſt ge- Io&ert, genug, als bedürfte; nur auf cine Rinde, welche daß er nod) einer volliommenen Pflugfurche ſeiner zujammengelaufenen Oberfläche hat er gebrochen werden muß, wozu aber die Egge in vielen Fallen nicht hinlänglich iſt, Unter diefer zuſammen- gebacknen Rinde pflegt der Boden gewöhnlich) noch ſo feucht zu ſeyn, das ex beym PfÜügen tuit dem Pflug zuſammengeſchmiert ß Z wir!'S 0) NG? A , We| NWYAE> un ZG iZ muS,| Bit Hn 1 pm ws den ligt Min); (6 11 ju 0 har) Dini 1d Frühtäng 0 | vu 11 je verw) N';" Vfw 9 in | 0807 verl dd bur fEMAEN mir wf hit vn Onur Eme [brnaGn 3 M wih 1831) 7408 nöth u Ge mmm| den miſs 1) 4 pit 38%) m By m q DuD| UMWE! Ne Gag 4 (nh 19! „ett| Oeſte(E86 vi Daten| de. S0 (dingt Ue (inten ies; WS ſihmd In “Vs Ey 121] , das Oh er Wittiy Lom Erdſhl wiſchen)y de Meth) DZ) oder ſpit 230dens u) M Eitreggn UW! eingeegg: vanüdhalt, we ld), un: M ich zu At: nl aſſen (gt.& win IF, vnd at viterung db Anldiges 1! j acht Leztt Öbendſtun Fägen Bod! „3 nache! Bi iſtein 51) well uſer Fun = en my inde em Bingen fn -„NEIEN) Sr iſt bn > einem mv es) nad u 5€ unten =) vollfomm! = jahre m 1 Er Er 5 y 7] 1 OTu0: = KENN gier die Ci uſm Z ſo feucht)! we eſu & Anbau der (267) würde. Hier iſt die flache Unterbringung der Sgak mit dem Eiſtirpator ganz am rechten Orte: denn es wird durch ihn nur die tro>ne Oberfläche der Krume tebrochen, ohne daß der tiefer liegende feuchte Boden gerührt wird, und die Gerſte bleibt auch mehr in der Oberfläche, wo ihr die meiſte leicht auftvsliche Nah- xung zu Gute kommt. Das Eineggen der Gerſtenſaat muß Statt finden bey einen ſchweren Boden, bey einem feuchten Zuſtande deſſelben und der Witterung, ſo wie auch bey dringender Arbeit. Wenn der Bo- den nicht zu ſehr austrocknet) ſo iſt es gut, wenn man ihn, ehe man ihn beſäet, einige Zeit lang in rauher Furche liegen läßt, weil er dadurch mürber und ſein Zerfallen befördert wird. Es giebt jedoch zähe Bodenarten, die, wenn ſie nicht unmittel- bar hinter der Saatfurche beſäet und geegagt werden, bey der Frühjahrstro>enheit ſo zuſammen tronen, daß die Pflugfurchen pur in große Schollen brechen, die die Egge nicht zu zwingen vermag. Hier iſt das Säen und Eggen unmittelbar hinter dem Pfluge Bedingung. Man muß zum Eineggen des SamenLs nicht zu'leichte, ſon- dern mehr ſchwere Eggen wählen, ſo daß der Boden gehörig durchgegriffen und mürbe gemacht wird, und die Gerſte eine ſtärkere Bedeckung mit Erde erhält. Bevor man den Samen ausſtreuet, iſt das Voreggen mit einem Strich in die Länge, damit der Samen nicht in Reiben, ſondern gleichmäßig komme, enzurathen. Um den ausgeſtreuten Samen gehörig unterzu= bringen, werden mindeſtens 8 Striche mit der Egge, einer in die Länge, einer in die Quere vder Schräge, und wieder einer in die Länge oder auf die entgegengeſetzte Seite in die Schräge nöthig ſeyn. Oft muß man 4 Striche und no" mehr mit der Egge geben, bevor der Samen gehörig eingebracht und der Bo- den nur einigermaßen klar geeggt iſt. Ein öfteres Eggen be- a ſich bey der Gerſtenſaat ſehr reichlich,'wenn man dadurch en Boden nicht zu ſehr austrocknet. Zum Eineggen der Gerſtenſaat iſt es ſehy zu empfehlen, ei- nen etwas feuchten Zuſtand des Bodens zu wählen, weil ſich die Gerſtenſamen, wenn der Boden trocken iſt, nur ſehr ſchwer durch die Egge unterbringen laſſen. „Will man auf tronen Boden und bey tro>ner Witterung Gerſte ſäen und ſie eineggen“= ſagt Schwerz--„ſo muß das Land unmittelbar vor der Saat, wiewohl ſeicht gepflügt werden. Man wirft den Samen über den rauhen Acker und bringt ihn mit der rüwärts eingehakten Egge, alſo mit ſchlei- fenden Zinken(es iſt hier von einer Egge die Rede, die ſchräg eingelaſſene Zinken har) über die Länge und Breite des Feldes fahrend, unter. Darauf wird leicht gewalzt, vorwärts geeggt, und wieder leicht zugewalzt.“ Man mag nun übrigens die Saat wit dem Pfluge oder der Egge unterbringen, ſo iſt bey trockner Witterung das Verfah- ren, welches in mehreren Gegenden Statt finder, und auc von mehreren landwirthſchaftlichen Schriftſtellern angerathen iſt, ſehr zu empfehlen, die Gerſte des Abends im Thau zu ſäen und in den Morgenſtunden des andern Tages unierzupflügen oder ein: zueggen. Nicht"nur,"daß das Samenkorn die Feuchtigkeit des Thaues ſelbſt einſau+ und um ſo ſchnetter keimt, ſo wird auch = M Gaunielitet amen nlmn€ 2 Feldgewächſe. Gerſte. 127 128 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (263)| dem Boden ſelbſt durch Sonne und den ſpäter am Tage ge- wöhnlich Statt findenden Wind die Feuchtigkeit nicht ſo ent- zogen. Die Schwängerung des Gerſtenkorns durch den Thau ſcheint aber auch außer dex Feuchtigkeit deſſelben noch auf eine andere, bieher noch nicht bekannte Weiſe, vielleicht durch be- ſondere Beſtandtheile, die der Thau enthält, ſehr vortheilhaft zu wirken; denn nach angeſtellten Beobachtungen und Verſiche- rungen mehrerer praktiſchen Latidwirthe hat die vom Thau gez ſchwängerte) Gerſte ſelbſt dann-den Borzug vor der andern, die gleich darauf den andern Morgen geſäet und mit jener zugleich Untergebracht wird, wenn es nicht an hinlänglicher Feuchtigkeit mangelt. Dieſes Befeuchten durch den Thau hält man in man- kte Samenkorn keimte ſchneller, (a 07 das Pflänzchen deckte die Oberfläche ſchneller, und beſchattete |) den Zh ſich früher, als wenn man gar nicht oder erſt ſpät gewalzt hätte. 100 Win Man glaubt zwar, daß der Boden, welcher mit Unkraut behaf- Ben, tet, nicht ſogleich gewalzt werden ſollte, um Letteres nicht zu ) viv; begünſtigen 3 allein ich denke, daß das Unkraut auch ohne Wal: nd Verſt zen zurecht kommt, und daß das, was dem Unkraut frommt, Im Thau) auch der Gerſte frommen möge.“ andern, Von dem großen Nutzen des Walzens unmittelbar nach der ener zug Saat iſt man auch, außer in einem Boden, der viele Riſſe be- 1 Feucht kommt, welche durch ein zeitiges Zuſammenpreſſen des Bodens Inan in wu nach der Saat ſich noch eher zeigen, und wo man daher das Gerſte, 4 ſpätere Walzen, um dieſe Riſſe einzuebnen, vorzieht, im nörd- t dieſes lichen Deutſchland ſo allgemein überzeugt, daß man es, wo nur En Jeyn- ſol) die Walze im Gebrauch iſt, allgemein findet. 5 Verſie u Wenn die Saat völlig eingebracht iſt, und es erfolgt, ehe 4 wohl inh die Gerſte noch aufgegangen iſt, in einem bindigen Boden nach Eirund zu hk anhaltendem“ Negen, veſonders nach Plagpregen, das Einſchläm- E chern, bi men des Bodens, worauf ſich bey nachfolgender Sonnenhiße Pe, daß(dj eine harte Rinde auf der Oberfläche bildet, ſo iſt es, die Gerſte 34 im leßter mag ſchon im Keimen begriffen ſeyn oder nicht, nothwendig, )(theil ven dieſe Rinde durch abermaliges Eggen zu brechen, weil ſouſt die Se ſehr be: Blattſpiven, welche ſich unter der harten Rinde krümmen, nicht ſten Jah: Hervorkommen könnten, Man zerſtört zwar dadurch manchen nihſchaften Keim z allein es iſt immer beſſer, einen Theil der Saat aufzu- fi gebracht opfern, ehe man ſie ganz verliert. Beſſer jedoch noch als die H da Gerſte Egge iſt zur Brechung der Rinde eine Walze mit vielen kurzen, Ei ve Eh! vben eiwas ſpitigen, unten aber di>en Stacheln, weil dadurd) FE jeder Zank: weniger Keime zerſtört werden. 5 SEE' D 6 bey td Bey dem beſtellten Gerſtenfelde müſſen Waſſerfurchen mit Ergen eint! aller Sorgfalt gezogen werden, ſo daß das Waſſer überall leich- Srachten Wl ter Abzug hat, weil die Gerſte ſehr bald eingeht, wenn ſie auch ' nur kurze Zeit unter Waſſer geſtanden hat, K eren feld GE R EIS RI RE Benn Was die Cultur der andern Gerſtenarten anbetrifft, ſo wol- Zbl, Du[en wir hier Alles ſich darauf Beziehende in der Kürze zuſam- „de m menfaſſen, ſo daß wir im Verlauf des folgenden Vortrages nur S Fine[| noch von der großen zweyzeiligen Gerſte und der kleinen vierz „Folz eiligen Gerſte handeln werden. Das von ihnen zu Erwähnen- f Ny 5 v s 25.527 im de bezieht ſich im Allgemeinen auch auf die andern Gerſten- E: jm arten, Fg 1.- Die große zweyzeilige nackte Gerſte, Nackte Gerſte. 8 Geſt ij Hordeum distichon nuadum. Wir haben über dieſe Gerſtenart 5" noch keine genauern Nachrichten, wie ſie ſich beym Anbau im S ebe Großen verhalten, ſondern die verſchiedenen Nachrichten über 3 Wil! ſie erſtreen ſich hauptſächlich nur auf Verſuche im Kleinen. 20 iu Wir wollen hier mehrere Angaben über dieſe Gerſtenart zuſain- 6 j menſtelten.; BN Burger ſagt:„Das Korn dieſer Pflanze iſt das größte p jeldes 9: unter allen Gerſtenarten, und unterſcheidet ſich ſowohl dadurch E„va von der kleinen nac>ten Gerſte, als daß es an der innern Seite Sn un 4 zur Hälfte dunkler gefärbt iſt, Die Gerſtenart hat einen hö- ]1, habe! hern Halm, als die gemeine zweyzeilige 3; fie wird um eine 18 entw! < AE Samanent amm emm 2 Bau des Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (270) 7 Woche früher reif, wie die nackte vierzeilige, und verträgt auch heftigern Froſt in ihrer Jugend, Ihr Korn iſt ſehr mehlreich und feinſchalig. Die Cultur derſelben iſt in reichem Boden vors theilhaft. Je) habe dieſe Gerſte- durch mehrere Jahre cultwirt, und baue auf paſſenden. Stellen noch alljährlich fo viel, als ich zum Hausbedarf nöryig habe; denn als Marktwaare iſt ſie noch zu wenig bekannt, wird nicht geſucht und zu wenig gegen gez meine Gerſte bezahlt. Ein.Wiener Meten wiegt 84x Wiener Pfund(die-Leſte« zweyzeilige Gerſte nur 72 Pfund), Ein Loth enthält 321 Körner.. 2x Meten Ausſaat per Joch, breitwürfig geſaet und eingeeggt, gaben mir von 16 bis 183 Metzen Erz trag.“| IIM: führt in ſeinem Werke über den Anbau der Ges treidearten, Wien 1819, Folgendes an:„Dieſe Gerſienart ver- langt einen guten Mittelboden““--(hierunter iſt wohl ein vor» züglich reicher und guter Gerſtenboden zu verſtehen, der aller= dings bey der allgemeinen Claſſification der Bodenarten Mittels boden genannt werden kann)--„und ſie trägt dann noch län» gere Aehren und größere Körner, als die Himmelsgerſte, ſchütz tet dennoch faſt immer, aber weniger. Obſchon ihre Samener, der das vorige Jahr Hafer ges n den by tragen hatte, dieſe Gerſte angebaut, und erhielt davon einen re(uli zwölffachen Ertrag an Körnern, wie auch ziemlich viel und gu- 16.00) tes Stroh. Auf der Herrſchaft 3Zwin genberg im Neckars» 4 iſt fle thale erhielt man 1824 den ſiebenfate Gerſte -) gemeiner trägt in gutem 10 wohlgedüngtem Boden eben ſo reichlich, als inen früher die gewöhnliche Wenzel Gerſte, die ſie im Gewicht noch Übers aim Brannt: trifft. Doch hinſichts ihres Gebrauchs ſteht ſie, wenigſtens in „and zielt Deutſchland, der behülſeten großen Gerſte nach. Jedoch liefert 4 ex Hauöhul: Ner m Vermiſch ung von Roggen, ein nahrhaftes Brod. Das Tr Eritag u Stroh iſt kurz. Sie muß nicht in den Mittagsſtunden zuſam: Fillt ni mengebracht werden, und kann nur in ſtarkem Froſtwetter ge: gi ſehr ſh hw droſchen werden. Jn England iſt ſie von Herrn Haliday im Evn) ent Jahre 1767 unter dem Namen ſibiriſche Gerſte(Sihirian- >, weil in or-Haliday- Barlay) eingeführt, und von der Londoner Acker2 ut; zerſdie a EU 2 ſehr vortheilhaft gefunden und beſtens empfohlen worden.“ FE) Aus dieſen ſich widerſprechenden Nachrichten, ſo wie aus > uad) der Natur dieſer/Pflanze, die unter allen Gerſtenarten die größte Siterfruht Vollkommenheit erreicht, ſcheint hervorzugehen, daß ihr Anbau geendet;| nur in einem ſehr reichen, loFern und von Unkraut reinen Bo-= 5, Geſt! jew den mit Vortheil Statt finden kann, woſelbſt ſie, weil ſie ſich E| gerin) ſtark beſtaudet, dünn geſäet werden muß, wo ſie aber unter.al- Et wan 1 len Gerſtenarten, ſowohl im Stroh, als auch in Körnern viel: leicht den hö) ſten Ertrag in Quantität und Qualität giebt. = vn8n Da ſie übrigens gdgen den Froſt nicht empfindlich iſt, und ſo- E EE wohl in wärmern, als in kalten Gegenden gebaut werden kann, 450 Gt da ſie ſich zu einer zeitigen Saat eignet, und da endlich ihre Weinen Vorzüge zur Brauerey, Branntweinbrennerey und zu Brod un- - M3 zweifelhaft zu ſeyn ſch einen, ſo verdient ſie wohl einer beſon» g Fut; dern Beachtung und ihr Anbau könnte in geeignetem Boden 5 Mül von großer Wichtigkeit werden. en, Deb 2. Die Pfauengerſte, Hordeum zeoocriton. Pfauengerite, Burger ſagt von ihr:„Sie unterſcheidet ſich von der ropen zweyzeitigen Gerſte durch die längern und ausgebreiteten - 6 1 Wint) agen, m ee een men 132 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn.. März. (272) Grannen, die ihr das Anſehen einer Pfauenfeder geben. Bey gleich guten Verhältniſſen mit der großen zweyzeiligen Gerſte wächſt ſie höher, hat einen ſtärkern Halm, und größere, ſpecifiſch ſchwerere Körner. Sie bedarf aber eines mehr gebundenen Bo- dens, wie die erſtere, und verträgt in der Jugend ebenfalls den ſtärkſten Frühlingsfroſt, Sie wird um eine Woche ſpäter reif. Meine Erfahrungen über Gerſtencultur im Großen beſchränken ſich größtentheils auf die Pfauengerſte, die ich nach verſchiede: Un Verſuchen meinem Boden im Lavantthale am angemeſſenſten and. Wagini führt an:„Dieſe bisher nur als Sommerfrucht gebaute Gerſte beſtaudet ſich, wenn ſie in einem guten, dem Weizenlande nahe kommenden Boden cultivirt und nur dünn ausgeſäet wird, ungemein ſtark, und giebt einen ſehr hohen Er- trag 3; ſie treibt gewöhnlich aus einem Korn 10=- 15 Halme und eben ſo viel Aehren empor, deren jede 24 bis 30 Körner ent- hält. Im Großen gebaut gab ſie einen 22fältigen Ertrag, wenn jener der gemeinen Gerſte 12fach geweſen iſt. Sie hat das Gute, daß ſie ſich) immer, auch bey Wind und ſtarkem Regen, aufrecht er- hält, und daß ihr wegen der ſtark ausgeſpreiteten Grannen die Spexr- linge nicht beyfommen können, im beſten Boden nicht ins Stroh vegetirt, und auch beym Veberreifen nicht ausfällt; ihre Cultur eignet ſich übrigens auch für kältere Gebirgsgegenden z ſie giebt ein ſehr ſchönes Mehl und Graupen, auch taugt ſie vortrefflich für Bierbrauerey, vorzüglich zu Weißbier, wozu ſie in England häufig gebaut und benußt wird; ſie muß jedoch allein gemalzt werden, weil ſie, mit anderer Gerſte vermiſcht, nicht gleichförmig keimt. Ihre Samen ſind zwar etwas. kleiner, aber ſpecifiſch ſchwe: xer, wie jene der gemeinen zweyzeiligen Gerſte, In Deutſchland iſt ihr Anbau im Großen bis jetzt noch zu wenig verbreitet. In Vöſendorf fand man, daß ſie ſehr gut ſchüttete, aber ſchwer aus den Aehren gehe, und ihr Stroh für Futter etwas grob ſeyz ihr Anbau wird aber daſelbſt fortgeſeßt, weil ſie ſeliner, wie die gemeine Gerſte, fehlſchlägt.“ Mebger ſagt:„Die Pfauengerſte iſt vor mehreren hundert Jahren in Deutſchland häufiger, als jetzt, im Gebrauch geweſen, und es ſcheint, daß der ökonomiſche Werth, den ihn neuerdings mehrere Landwirthe beylegen, durch ihr Verſchwinden ſich nicht bewährt hat, und dadurch die im. ſüdlichen Deutſchland allge: mein verbreitete gemeine große zweyzeilige Gerſte, als vorzügli- t, Spätfröſte aushält und mit der zweyzeiligen Gerſte reif wird. Sie hat das Gute, daß ſie ſich immer, auch bey Wind und ſtarkem Regen, aufrecht er- hält, und daß ſie wegen der ausgebreiteten Grannen dem Vo- gelfraß nicht ausgeſetßt iſt. Sie liefert weniger Stroh, als alle Übrigen Gerſienarten, weil der Halm ſehr furz iſt; dahingegen giebt ſie ſchönes Mehl und gute Graupen. Der Ertrag an Kör- nern ſteht dem der zweyzeiligen großen Gerſte ziemlich gleich, das wenige und harte Stroh aber, was ſie giebt, mag wohl die Haupturſache ſeyn, daß dieſe ſchöne Gerſtenart nicht allge- mein gebaut wird,“ (>| „Ey ME 10(12) werdent jh ZU und| as| nv, Sy würde DU 19h)) NNEN hne di füm 09) 1 eſu wit(öh! fet aufii 1) 1 unterfff 161 Heino 3! ji 1 tem(IW von(Aw 7 taugt by 1 gbr dy 11000) GEMEN | Ain| ' q Wen WgOZ im vo gd( bah mſyß Gendennd 1| jd 1e/M| DM Derſte dot AOA, SZ Melhen„4. WRE JT Yung 5 :“ Or NY| Wim 3 1, ärz, "geben, 1 ligen Or ere, ſpe andenen H Pbenfalls 3 ſpater 1 € beſchritt 0 verſchik Tigemeſſeny : Ommen I guten, bs ) nur din 1y hohen 6 - Halm 1) Korner ut Ertrag, win St das Out BD aufrecht) A die itt TÜ ins Gitt) Whre Cult ft ſie iel | vortrefflich it England 0[a zumal NNN fwd Iewt 2 Deutſchlan) breitet,|! FS aber[Aws X 98 gtob ſd) Fer, wn Sten hun Ee gewin BE needin Sm ſich ml Shand dl; (8 voni! > mmer = ME Suhan 5 Oute, . aufregt? Sn dem 3" e dahin Ea 4) > nlid) gi > mag m) pu ie Anbau der Feldgewächſe. Gerſte. (273) Auch Ther führt an:„Dieſe Gerſte iſt längſt bekannt, und vormals ſchon in Deutſchland häufiger, wie jett, im Gebrauch geweſen. Sie beſtaudet ſich ſtark, muß deßhalb dünn geſäet und in allen Stücken wie die große zweyzeilige Gerſte behandelt werden. Einen Vorzug vor dieſer kann ich ihr nach meinen Ver- ſuchen nicht beymeſſen, es ſey denn, daß ſie ſich ihres niedrigen und ſtarken Strohes wegen auf ſehr reichem Boden nicht lage: re, auf welchem ich jedoch. immer die Himmelsgerſte vorziehen würde. Von Witten ſagt Folgendes:„Die Pfauengerſte treibt mehrere Halme, die an der Wurzel mit einer weißlichen Scheide ohne Blatt, oberwärts aber mit vier bis fünf ſehr breiten Blät- tern verſehen ſind. Die Halme ſind gleichſam wie mit Puder Überſtäubt, die Aehre iſt zweyzeilig, lanzettförmig, glatt und mit langen auggebreiteten Grannen verſehen; die Samen ſind 133 eſt an einander gedrü&Xt, und von verſchiedener Größe, Die [7] unterſten ſind die ſtärkſten, weiter hinauf werden ſie immer tleiner. An Güte der Samen kommt ſie der gewöhnlichen zwey- zeiligen Gerſte gleich, man zieht ſie aber in England in fet- tem Boden jener vor, weil ſie ſich nicht lagert, und das da- von bereitete Malz ein vorzüglich gutes Bier giebt. Das Stroh taugt jedoch nicht ſo gut zur Verfütterung, da es kürzer und gröber iſt. Auch möchte ſie im Ertrage ſchwerlich der zwey: zeiligen Gerſte an die Seite zu ſetzen ſeyn.“ Hieraus ſcheint hervorzugehen, daß ſie im Ganzen genom- men im Körnerertrage keine beſondern Vorzüge vor der gemei- nen vierzeiligen Gerſte habe, im Strohertrage, ein weſentlich zu beachtender Gegenſtand bey der Landwirthſchaft, ihr durchaus nachſtehe. Ihr Anbau ſcheint daher vorzüglich in ſolchen Ge: genden zu paſſen, die einen reichen Boden, aber ein windiges und regneriſches Clima haben. 3. Die HimmelLgerſte, vierzeilige na>te Himmels; Gerſte, Hordenm coeleste. gerſte« Von ihr ſagt Burger:„Sie ſieht der gemeinen vierzeili- gen Gerſte völlig ähnlich, und unterſcheidet ſich bloß durch die nicht mit den Spelzen verwachſenen Körner. Sie iſt für die Kälte: nicht ſo empfindlich, wie die gemeine vierzeilige, und wird in hohen Bergen und nördlichen Gegenden mit Sicherheit 32: baut. J< habe ſie in den hohen Bergen, welche Kärnthen von Steyermartk trennen, zu Preitenegg in der Pack an= getroffen. Sie iſt früh reif, I< habe am 8, April 1807 in denſelben Aer geſäet große zweyzeilige nackte Gerſte, Hordeunm distichon nudumz; Himmelsgerſte Ä FU LISI EM AC OD ELESTES große zweyzeilige Gerſte 48 2558 A3StiCH On: Am 13. July war die erſte Gerſtenart reif; am 18. die zweyte und am 23, die dritte. In den Bergen verſicherte man mir allgemein, daß ſie um 10 Tage früher reife, wie die große zweyzeilige, Die Körner dieſer Frucht fallen leicht aus, und die Bögel ſtellen derſelben ſehr nach, ſo lange ſie nicht voll- kommen reif iſt. Ihr Ertrag an Körnern iſt dem der zweyzei- ligen nackten Gerſte faſt gleich, an Stroh aber geringer. T< habe im Jahre 1807 einen Acker zur Hälfte mit der zweyzeili: I. 18 = M6 aman am aime LE ENEN Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (274) gen, den andern mit der vierzeiligen naten Gerſte am gleichen Tage beſäet. Das Joch der erſteren gab 138,81, der andern 17,40 Mepen.“ Wagini ſagt:„Man vermuthet, daß ſie aus der gemei2 nen vierzeiligen Gerſte entſtanden ſey; es haben ſie deßhalb auch die Botaniker, außer Arduino, nur für eine Abart derſelben angeſehen*), ſie unterſcheidet ſich auch wirklich von der gemeie- nen Gerſte in ihrem ganzen Baue nur dadurch, daß ihre Aehren zur Zeit der Reife die Grannen oder den Bart verlieren, und ihre Samen nackt in der Spelze liegen und nicht mit ihnen ver- wachſen z man will jedoch auch ſelbſt wieder die Beobachtung gemacht haben, daß dieſe Gerſte in naſſen Jahren die Grannen nicht fallen ließ, und das Korn mit den Spelzen verwachſen iſt, wodurch ſie in die gemeine Gerſte überging.“ „Dieſe Gerſte fordert einen beſſern Boden, wie die gemeine vierzeilige, iſt dann aber auch bedeutend einträglicher. Sie wird im zeitigen Frühling gebaut, denn ſie leidet von Spätfröſten nicht leicht, und vollendet in kurzer Zeit ihre Vegetation z wegen ihrer ſtarken Beſtaudung wird ſie dünner geſäet, ihre Erndtezeit aber ſehr genau wahrgenommen, weil ſie leicht ausfällt, und auch dem Vogelfraß ſtark ausgeſett iſt. Eine anhaltende Dürre und naſſe Witterung hat auf ſie auch nicht ſo bald den nachtheiligen Ein- fluß, wie auf die gemeine vierzeilige Gerſte, Man machte bey der Cultur dieſer, Gerſte auch ſchon die Bemerkung, daß ſie in gutem Boden ſechszeilige, in ſchlechtem aber zweyzeilige Aehren trug, und ſo iſt es ſehr. wahrſcheinlich, daß ſowohl dieſe, als die zwey: und ſechszeilige nackte Gerſte, bloß durch Cultur in einander übergehen, mithin von einandex nicht ſo verſchieden ſind, als man ſie ſonſt geglaubt hat.“ „„Nah beha>ten Früchten findet ſie, wie alle Gerſtenarten über- haupt, ihren rechten Plat, ſie beſtaudet ſich alsdann ſtark, ſchießt gleichmäßig auf, macht zwar keine ſo hohen, aber ſtarke, ſteife Halme, lagert ſich daher nicht leicht, und ſett ſehr ſchöne, oft 5 Zoll lange Aehren an, deren jede bis 70 Körner enthält, die jedoch kleiner ſind, wie bey der gemeinen vierzeiligen Gerſte, Bey Verſuchen im Kleinen gab ſie ſchon hie und da einen 21= 32fältigen, im Großen aber auf mittelmäßigem Höhenboden, wenn die andere Gerſte durch ungünſtige Witterung mißrathen iſt, einen neunfachen Ertrag.“ „„Der Nutzen der Himmelsgerſte iſt mannigfaltig, ihr Mehl vertritt bey Speiſen füglich die Stelle des Weizenmehls, mit der Hälfe Roggenmehl giebt es auch ein ſehr gutes Brod, zur Stärke taugt ſie weniger, weil ſie im Verhältniß zu den Übri- gen Kornarten, wie aus der Einhofſchen Analyſe hervor- geht, zu wenig Stärkemehl enthält, das noch überdieß ſchwer von den Hülſen zu trennen iſt. Beſſer taugt ſie zu Bier und zur Branniweinbrennerey, weil ſie viel Schleimzu>er mit ſich *) Crome ſagt in ſeinem Handbuche der Naturgeſchichte für Landwirthe: „„Gs iſt möglich und ſv3zar wahrſcheinlich, das die Himmelsgerſte erſt durch die Cultur aus der gemeinen vierzeiligen Gerſte entſtanden iſt; indeſſen iſt das in der Frucht begründete Unterſcheidungömerkmal bey ihr bleibend, und theils deßhalb, theils wegen des auffallenden Unterſchiedes, welcher zwiſchen den Beſtandtheilen ihrer Körner und denen der vvrigen Art Statt findet, unterſcheide ich ſte als eine eigne Art.“ Galle 18 1 pw | me 1m h fun iy def! tod indeß Veſliſt Qerſis| Nahr dlt |„19: [Aufmeide» JC(ma 12! anat erl jWepzene| Auf den fcb Ney Nerig ESN] 17) 407 = Opener 1 e art, > A eihy » der aby 318 der Det) deßhalb au) Zart derſelty Qn der aon) 3 ihre Aehy Dieren, 1 Kit ihnen bs E Beobachtung FE die Granny El ewadſen 1! die gele) It, Giehl) >) fröſten ni BT egen Ih! aadfezeit abt S1'1d auch di C! und neſ! Htiligen Eit: Mmachte bey daß fie in (tnmge Aehren at ve, 4 0 Cult 1! E() verſchied Menarten hs | ſtart, ſhi) E 1(tarte, jr ſchöne, Es enthal! ligen Of! =S 1 einen = Ahe SENEN =ig, iM SS mmehlß,! <= zu den 10 S alyſe(at derdieß ſn zu Viet! Ede m für Candi Sert 67 ve Een Ihr blei! - ,doß weir ſchiedes, 4 er vorige! Anbau der Feldgewächſe. Gerſte. (275) führt, und man benußte ſie daher in Norwegen und Schwe: den ſchon lange zu dieſen Zwe&en. Auch in Deutſchland fing man an, ſie zu Malz zu benutßenz allein dieſelbe lieferte ein zwar angenehmes und Garen, aber trübes Bier 3 es ſcheinen uns daher die rechten Handgriffe beym Vermalzen nicht bekannt zu ſeyn; ihr Stroh liefert ein ſehr gutes Viehfutter, ſowohl im geſchnittenen, als ungeſchnittenen Zuſtande,“ „„Die Himmelsgerſte enthält, nach der Einhofſchen Ana- lyſe, an Hülſentheilen 17,25 Procent, an wäßrigen Theilen 10 Procent, an ſüßlichem Schleim 10,34 Proc,, an Stärtemehl 35 Proc., an einer grauen Subſtanz(welche ihm in ihrente gemeine Gerſte kann ſehr früh, aber nur dünn ausge- ſäet werden, indem die jungen Pflanzen die Frühlingsfröſte exs tragen, und ſich alsdann beſſer beſtauden. Sie verlangt einen beſſern Boden, als die gemeine Gerſte, dahingegen iſt aber auch ihr Ertrag weit bedeutender, der zweyzeiligen Gerſte gleich, Au nährenden Beſtandtheilen übertrifft ſie die zweyzeilige Gerſte, weßz halb ihr Nuten ſehr mannigfaltig iſt z Einige wollen die Qualis tät des Mehles dem Weizenmehl gleich ſtellen, dieſes iſt aber, obgleich daraus, beſonders mit Roggenmebl gemetigt, ein gutes 135 Brod geba>en werden kann, nicht ganz demſelben gleich, An“ Stroh liefert ſie irgend mehr, als eine andere Gerſtenart, welz - Teich ph' früchten der Fall iſt, kann ich nicht beſtimmen, da ich und mei- im 189 ne Freunde ſie nur nach dieſen Vorfrüchten gebauet haben. Aber je met bär| auch möglichſt früh will ſie geſäet ſeyn, damit ſie Zeit habe, NN|; ſich ſtark zu beſtauden, bevor die Wärme ſie in die Höhe treibt. niht 14)| Spätere Saat iſt Verſchiedenen fehlgeſchlagen. Ein Froſt ſcha- ju ſede| det ihr, wenn ſie jung iſt, nicht merklich. Sie wiegt mehren- 0„D| theils dem Roggen gleich, und überwiegt ihn oft. Einige Ver-" 8 ſuche damit mißglückten den Brauern; das Bier war kräftig, aber Ing "1 nicht klar. Nunmehr brauen aber Andere ein vorzügliches Bier min.| "1 daraus. Bon den Branntweinbrennern wird ſie ſehx gejuchts no Ihr Werth iſt dem des Roggens wenigſtens gleich.“ wins 9 0E Von Witten ſagt:„Die Himmelsgerſte machte vor eini- Wr I 1008. 9 ger Zeit ungemeines Aufſehen. Man fand jedoch bald, daß ſie 2% ji: nur in vorzüglichem Boden gedeihe, und daß ſie höchſtens zu"91 3 42 Berliner Metzen auf den Magdeburger Morgen geſäet wer- fe, Ms 19 den könne, daher ihr Ertrag, den man auf 12 bis 15 Körner m 3 u' angab, ſich hierdurch ſehr ermäßigte, Sie unterſcheidet ſich von weiden 0 Der vierzeiligen kleinen Gerſte durch ihre längere Achre und Gran- folgend 1 nen, ſo wie auch durch ihre nackten, ſich von der Hülſe ablöſen- 35 den Samen. Auf Boden,"der für die kleine Saatgerſte paſſend Chiu iſt, würde es keinesweges vortheilhafst ſeyn, ſie ſtatt jenex bauen vſe,; 7 vnd ven ' vt(71 [D(307 (IM| as (M j 477 2! Anbau der Feldgewächſe. Gerſte. 137 1 ſie für%:(277) Nd| zu wollen, da ſie im Wachsthum und in der Ergiebigkeit jener „deten alu nachſteht, In Norwegen baut man ſie unter dem Namen der tr daruny Thoregerſte. Bey uns wird ſie wenig geſucht, da'ſie zum PB ind ahh Malzen nicht vorzüglich iſt, und ihres ungleichen Keimens we- Ce nicht en leicht bitteres Bier liefert. Die Graupen von dieſer Ger- H aufteiny Kenn kochen ſchwer weich, Branntweinbrenner, die gutes Waſs» | überhau ſer beſißen, können dieſe Gerſte noch am beſten gebrauchen. Sonſt 3 1a8 Gens verwendet man ſie zu Viehfutter, oder in Vermiſchung mit Nogs= (ch dieß 1h gen zu Brod. Sie muß früher geſäet werden, um ſich gehörig Fn vietzi beſto>en zu können. Sie fällt übrigens leicht aus, bricht bey "taudet u) der Erndte ab, und läßt ſich dennoch ſchwer angsdreſchen. Daß € und gli) die Himmelsgerſte gewöhnliche feſthülſige Gerſie hervorbringen Als derb Fönne, iſt ein Jrrthum z es haben zu dieſem Wahn unreife SNierzeilig, Samen, welche fich„von der Hülſe noh nicht getrennt hatten, UM 1087) die Veranlaſſung gegeben,“ 1, und dy Nach dieſem Vorſtehenden ſcheint es wohl außer allem Zwei- 1d dann fel zu ſeyn, daß die Himmelsgerſte eine ſehr empfehlenswerthe E() befomit Frucht iſt, die einer vorzüglichen Beachtung verdient z doch möchte St/len, N es wohl gerathen ſeyn, ihren Anbau nur in dem Falle der bis2 S1 das iht her eingeführten und gut gerathenden Gerſtenart vorzuziehen, wg verbrei: wenn man einen ſo reichen Boden hat, daß andere Gerſte nur aMerathens Lagerxtreibt. Jch hatte Gelegenheit, den Anbau dieſer Gerſte an „biey, Gie einigen Orten zu beobachten, und habe gefunden, daß ſie unter 3 gpfehlene gleichen Verbältniſſen dem Ertrage der großen zweyzeiligen Gerſte 1413, Gt: nicht gleich kam. Vielleicht war der Boden ,- obgleich er zu den rau Kd: reichern gezählt wurde, und die große Gerſte das 6, bis 8. Korn Eh, Wk gab, dennoch zu arm für die Himmelsgerſte, oder vielleicht war „St Verhält die Saat mit jener zugleich, in der Mitte oder Anfangs April H einen zu zU ſpät für dieſe. Die von ihr gemahlenen Graupen wollten we= „moſ! der Geſinde, noc< Tagelöhner gern eſſen, obgleich ihnen andere I dem Lit Gerſtengraupen ein willfommnes Eſſen waren. Man klagte über 3 nach H: Weichlichkeit des Geſchmacks, Einige ſogar über Uebelkeit nach und ihrem Genuſſe, und daß- ſie den Leib ſtark auftrieben. Ich habe DE ven, Ih! ſe mehrere Male auf verſchiedne Weiſe zubereitet gegeſſen, und FE Zeit hi) vbgleich ich Gerſtengraupen recht gern genieße, ſo war ich doch 55(he tr nicht im Stande, mich an den Graupen der Himmelsgerſte ſatt roſt ſd zu eſſen, ohne daß ſie mir widerſtanden hätten. Auch mir ſchien S tzt mh es, daß ſie ſtark blähet und ſchwer im Magen liegt. Es möge nige Br nun aus dieſem Grunde, oder weil wenige Bauern ſie zu be- t ſich dort ſehr ſchlecht und bringt wenig und magere Samen. Um das Fallen auf dem Felde zu vermeiden, wollen einige Landwirthe ſie untermengt mit der zweyzeiligen Gerſte gebaut wiſſen, dieſes geht aber, vermöge 8 Tage verſchie: dener Reifezeit nicht wohl an. Die Samen wiegen weniger, als die der zweyzeiligen Gerſte; zu Mehl und Graupen ſind ſie tauglich 3 ob ſie hingegen zur Bierbrauerey dienen können, dars über ſind die Stimmen noch getheilt.“ - Von Witten ſagt:„Die ſechszeilige Gerſte iſt eine nüh» liche Frucht, welche nicht in jedem Jahre, geſchweige an allen Orten, geräth. Wer ihr nicht einen ſehr kräftigen, erwärmten Boden geben kann, thut wohl, auf ihren Anbau Verzicht zu leiſten. Sie wird in der Regel ſchon im Auguſt, von Einigen im Februar geſäet, und von Andern als Sommergerſte behan- delt, Da ſie lange auf der Erde verweilt, ehe ſie in den Schoß- balken tritt, und deßhalb, als Sommergerſte behandelt, leicht vom Unkraut unterdrückt wird, ſo iſt es am angemeſſenſten, ſie vor dem Winter zu ſäen. Man hat Beyſpiele, daß ſie einen ſehr reichlichen Ertrag geliefert hat; ſie wird aber eben ſo oft untergepflügt werden müſſen, weßhalb ihr Anbau im nördlichen Deutſchland nur auf wenige Gegenden beſchränkt iſt. Sie bleibt kurz an Stroh und Aehren, und iſt zum Bierbrauen, ihrer flachen Samen wegen, nicht gut tauglich. Da jedoch die Erndte derſelben ſchon Anfangs July eintritt, ſo kann ſie zu einer Zeit zu Markte gebracht werden, wo es an beſſern Gerſtenarten zu mangeln pflegt. Daß Übrigens die ſechszeilige Gerſte, als Some mergerſte gebaut, in die vierzeilige übergehe, iſt ungegründet, Die Yehre, der Halm, das Wachsthum, und die Zeit der Reife ſind und bleiben durchaus verſchieden. Sie bricht leicht bey der Z en,& un 0] Sy pez S (m ieS d/90 ven bO fen Zu 7 haut; . 117200 ritt On; u Fim j welch! er bull 1! zu Cm)| verdi) the M) in nug nud My mend zd) EGER iw hy) NNEN Aeht WFE) Bee a“| f 0 vii. WWotzieh 9 NENNEN ht him]S41 wehr 01 N vn Voliere Aft(ag! bym Dg u ie N' Giite s Nude IE vj VE Went, 1p Anbau der Feldgewächſe. Hafer.- 139 ;(279) 8 hal by Erndte und iſt als ein Getreide, welches zuerſt ſeine Reife er- | langt, den Anfällen der Vögel und Mäuſe ungemein augsgeſett.“ Seiten rü Hieraus. ſcheint hervorzugehen, daß dieſe Frucht als Som- lige Achrey mergewächs, außer in ſehr fetten und warmen Niederungsgegen= *h8 Reihy den keine beſondere Beachtung verdient, 11 gemeinſy SASE Mann Der Hafer, Avena. 1407 Der Hafer Eu zu den älteſten Getreidearten. Nah ver, das j; den hiſtoriſchen Nachrichten wurde der Hafer ſchon in den älte2 ain in) ſten Zeiten, theils für die Menſchen, theils für deren Hausthiere 4 als Ern ebaut. Unſere alten deutſchen Vorfahren betrieben einen ſtars | als[eln en Haferbau, und gebräuchten ihn auf mäncerley Weiſe zubes Zhen ein reitet zur Nahrung. Obgleich der Hafer jeht hauptſächlich nur uu zu Futter für die Hausthiere, und beſonders für die Pferde, welchen er das beſte und geſündeſte Futter iſt, dient, ſo wird 2 bling früh er doch auch zur menſchlichen Nahrung benübt, und beſonders EF Der fn zu Grüße, welche eine vorzüglich ſchmackhafte, nahrhafte, leicht bien Gerſte) verdauliche und beſonders bey vielen Krankheiten empfehlenswerz2 (0 Ausſeche the Speiſe giebt, Zum Brodbacken wird er in Deutſchland nur ' berlangt in roggenarmen Jahren benutt. Doch giebt es in Europa heut 9m Niede noh Gegenden, wo der Hafer mit den Hauptgegenſtand der ſü ſehr fals menſchlichen Nahrung augsmacht 3 als in den Schottiſchen jg als von Hochlanden, und zum Theil in Schweden und Norwegen, yrſte nicht Zum Bierbrauen ſcheint er von unſern alten deutſchen Vorfahren (wd bäufiger benutzt worden zu ſeyn, als jetzt 3 er wird jedoch auch Ude) jeht an verſchiedenen Orten dazu verwendet, und beſonders in ZN neuern Zeiten mehr, als früher, indem das von ihm gebraute leichte Er verſchi: Weißbier immer mehr Beyfall findet.= 5ER 3 wenige) Das Haferſtroh giebt ein dem Vieh gedeihliches Futter, 50m find ſy welches Viele dem Gerſtenſtroh an die Seite ſeen, oder es gar pen, Deb vorziehen. Dieß letztere kann jedoch wohl nur in dem Falle ſeyn, wo man den Hafer nur auf eine Furche ſäet und das Land unz- gjeine tür ter ihm viele Unkräuter treibt, wo das Haferſtroh allerdings an allen mehr Gras enthält, als das Stroh der Gerſte, welche auf ei- 4 enten nen vollkommen zugerichteten Boden geſäet wird z; oder wenn der Diät u Hafer ſehr doppelwüchſig iſt, oder wenn er ſehr zäh iſt, ſo daß HUM" beym Dreſchen viele Körner im Stroh verbleiben. Als Futter= M A ſtrob kann. man das Haferſtroh unbedingt dem Gerſtenſtroh an BT Sieh die Seite ſehen, wenn der Hafer nicht zu lange im Schwaden EN auf“ dem Felde gelegen hat, wie dieß in vielen Gegenden ge- elt, 13 bräuchlid) iſt, damit er ſich beſſer dreſchen laſſe. Den Vorwurf, KUG daß das Haferſtroh beym Milchvieh die Milch bitter mache, 3 iN vn verdient es wenizſtens nicht mehr, als das Gerſienſtroß, Die aben NN Milch von beiden Stroharten wird jedoch nur dann bitter, wenn ; nvrdli" man ſie dem Milchvieh als Hauptnahrung verabreicht, wenn ſie Ei Git n jedoch nur als Beyfutter bey anderer kräftigen Nahrung gegeben ums werden, ſo'merkt man der Milch nichts an. q die Em)! Das Vaterland des Hafers wiſſen wir eben ſo wenig als s, ein 4 das anderer Getreidearten auszumitteln. Man hat verſchiedne etenarien Länder als ſein Vaterland angegeben, ohne es jedoch genau er- | dE mitteln zu können. Die Vermuthung derjenigen, daß er aus Engegrünm einem nördlichern Clima ſtamme, weil das Wort Avena ein nor- a diſches Wort ſeyn ſoll, ſcheint, abgeſehen davon, bey Erwägung 4: ,* 140 Ban der Feldfrüchte.- 3. Abſchn. März. (280)= der Eigenſchaften des Hafers wohl die richtigſte zu ſeyn, und| demnach könnte man wohl annehmen, daß der mittlere Theil Atiens, ſo wie die höhern Gebirge dieſes Welttheils, diejenigen Gegenden waren, von woher ſich der Hafer verbreitet hat.- Der Hafer vereiniget ſehr weſentliche Borzüge in ſich, Ex verträgt mehr, äls jede anvere Getreideart ein-verſchiedenes Elima, und kommt in dem verſchiedenartigſten Boden, ſowohl in. dem fet teſten und feuchteſten, im Haide: und Moorboden, ſo wie in dem trockenſten und magerſten Boden, den man für jede andere Ges treideart zu ſchlecht hält„fort. Er nimmt mit geringerer Bear- beitung vorlieb, als jede andere Getreideart, und giebt'dennoch verhältnißmäßig reiche Erndten, und verträgt ſowohl eine frühere, als ſpätere Einſaat. Dieſer Vorzüge wegen und weil der Hafer zu Pferdefutter am tauglichſten iſt, gehört er unſtreitig zu den ausgebreitetſten Getreidearten. Ungeachtet dieſer weſentlichen Vorzüge iſt doch der Hafer diejenige Getreideart, die von den meiſten Landwirthen am we- nigſten geachtet wird, der man den magerſten Boden und den ſchlechteſten Platz im Feldbau anweiſt, und zu der man die wes nigſte Arbeit verwendet. Die meiſten Landwirthe, die nur ei: nen, einigermaßen der Gerſte zuträglichen Boden haben, ſchätzen ſich glücklich, wenn ihnen ihre wirthſchaftlichen Verhältniſſe ei- nen erweiterten Gerſtenbau zulaſſen. Ja die Geringſchätzung des Hafers geht in manchen Gegenden ſo weit, daß man ſich nicht einmal die Mühe nimmt, den Samen zu erneuern, ſondern den zu Barthafer ausgearteten Samen immer wieder ſäet, und Ha» fer erndtet, der nicht viel mehr wiegt, als Spreu. Man tlagt Dann, daß der Hafer teinen lohnenden Ertrag gebe, daß das Land von ihm augsgeſogen werde und unter ihm verwildere, und man würde am Ende gar keinen ſäen, wenn man dem ausgeſo- genen, verwilderten und unvorbereiteten A>er etwas anderes änz vertrauen könnte, und man nicht den Hafer für unentbehrlich zu Pferdefutter hielte. Es iſt wohl ausgemacht, daß die Meinung, die Viele hegen, daß der Haferbau keinen lohnenden Geldertrag gewähre, und auch in wirthſchaftlicher Hinſicht keine Vorzüge habe, ſondern der Gerſte weit nachſtände, in vielen Fällen nur auf Vorurtheilen beraht, und ſich zum Theil aus ältern Zeiten und von dem Drey- felderſyſtem herſchreibt,; Früher hatte der Hafer einen nur geringen» Werth, oft weit Unter der Hälfte des Roggens, Auch im Verhältniß zur Gerſte, deren Anbau bey dein Düngermangel vieler Dreyfelderwirthſchafs ten nur in geringer Aus dehnung betrieben werden konnte, batte er einen. ſehr niedrigen Werth, und ſein Anbau war daher al: lerdings nicht einladend, Hiezu kam noch, daß man bey der Dreyfelderwirthſchaft den Boden zu Hafer nicht gehörig bearbeis 'Ien konnte, ſondern das-nach Winterung verwilderte und er» ſchöpfte Land nur auf eine Furche beſtellie/ und den Hafer, um die Beſtellung zur Gerſte nicht zu ſehr zu verzögern, oft ſehr ſpät ſäete.. Aber auch noch heut wird der Haferbau in vielen Gegenden nicht anders betrieben. Daß der Hafer unter dieſen Umſtänden feinen lohnenden Ertrag geben kann, iſt eben ſo ausgemacht, als daß die Gerſte, die wan gewöhnlich immer beſſex behandelt, auch im Verhältniß iT ieee mann ud 1 über Mf! bey Fur u mor| teten 0 zu(Km! viele id Ort)! füg ul 1 jhm 199% 4 doch(ſh) 4 Weng€ Sori eine a NN EEE Du96)| md das dy) ſhrug gern ug: dange! ande S4 0 ür) Wiel hee is dy ſuires! Ine 5 ſm(67 mt j| art, zu ſeyn, vy mittlere Thy (6, Viefenbyg „tet hat 2 in ſich,| eden Clin hl in.den Ih 0 Wie indy ve andere(4 | Ingerer Dith Liebt denn) ſovgenen Ae>ern, da ſie die Reihe trifft, noch einmal beſäet zu werden, doch noch einigen Ertrag zu haben. Man vernachläſ- ſiget daher ſeine Cultur ganz und beſchränkt ihn nur auf die ſchlechteſten Aecker, indein man diejenigen, die noh etwas Kraft haben, zu Stoypelroggen oder Sommerroggen verwendet. In neueren Zetten hat jedoch der Hafer in den meiſten Ge- genden Deutſchlands einen beträchtlichen höhern Werth erlangt, und ſteht im Verhältniß zur Gerſte und dem Noggen oft weit über ſeinen natürlichen Werth. Man bemerkte, daß der Hafer bey einer guten Cultur einen ſehr reichlichen Ertrag giebt, und man wurde aufmerkſam auf ihn. Manche Landwirthe behaup- teten nun, vom Haferbau größere Vortheile, als vom Gerſtenbau zu haben z ja einige, beſonders in der Nähe großer Städte, wo viele Luruspferde, ſind, wollen in den letztern Zeiten, wo die Getreidepreiſe ſehr niedrig waren und der Hafer verhältnißmäs ßig unter allen Getreidearten den höchſten Preis behauptete, von ihm unter gleichen Umſtänden einen höhern Ertrag, als von der Gerſte gehabt haben.: Sy entſchieden es iſt, daß der Hafer unter manchen Um» ſtänden den Vorzug vor dem Gerſtenbau verdient, ſo. iſt dieß doch nicht allgemein, und es iſt daher wohl nicht unwichtig, wenn wir, ehe wir von der Cultur des Hafers handeln, ſeine Vorzüge und die der Gerſte vergleichen, und zugleich im Allge meinen die Verhältniſſe betrachten, unter welchen ſein Anbau vorzüglich vortheilhaft iſt.,. S Daß der Hafer in Hinſicht der Beſtandtheile des Bodens und dev in ihm enthaltenen Kraft genüÜgſamer, als die Gerſte iſt, iſt bereits bemerkt worden, Aber er gedeiht auch bey einem ge- ringern Feuchtigkeitsgrade, als die Gerſte bedarf, und verträgt doch auch mehr Näſſe. Er leidet ſowohl im ganz jungen ZuU- ſtande in den Blättern, als auch ſchon im erwachſenen im Hals me von den Spätfröſten, denen Gerſte und Sommerweizen unz terliegen, nur wenig, und man kann daher von ihm auf eine ſichrere Erndte rechnen, als von der Gerſte. Ex iſt deßhalb in den ſandigen Gegenden des nördlichen Deutſchlands, wo die Gerſte nicht gebaut werden kann oder einen geringen und un- ſichern Ertrag giebt, nächſt dem Roggen, die ſchäßbarſte Gez treidefrucht. Aber auch in höhern Gebirgsgegenden paßt ſein Anbau eben ſo gut, als der der Gerſte; denn, wenn er auch einer längern Periode zu ſeiner vollkommenen Ausbildung bes darf, als dieſe, ſo kann er dafür um ſo früher geſäet werden, leidet von den jähen Veränderungen der Temperatur, von kalter Luft und Tro>kniß, ſo wie auch von der Näſſe weniger, und wird von den Herbſtreifen nicht getödtet. Nur wenn in hohen Gebirgen zeitig Schnee fällt, der liegen bleibt und den Hafer im Schwaden trifft, wie ich ſolches im Rieſengebirge gefundeu = 487 Lamel inen terne€ 141 - 142. Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn, März. (282); habe, iſt freilich. ſeine Erndte verloren. Jn ſolchen Jahren iſt es daſelbſt aver auch gewöhnlich um die Gerſte geſchehen. Der Hafer enthält zwar weniger Nahrungstheile, als die Gerſte, wie dieß aus der Analyſe beider Getreidearten, die ſpäs ter gegeben wird, zu erſehen iſt; allein er giebt dafür in vielen Fällen der Scheffelzahl nach, unter gleichen Umſtänden, einen um ſo größern Ertrag, als die Gerſte, ſo daß die von einer gleich großen Fläche mehr gewonnene Scheffelzahl des Hafers, als der Gerſte, eben ſo viel, oft auch nom mehr Mehl giebt, als dieſe, Man kann annehmen, daß in ſehr vielen Fällen der mehrere Ertrag des Hafers der-Scheffelzahl nach, gegen die Gerſte, von einer gleichen Fläche unter gleichen Umſtänden, ſich wie 9 zu 6, oft noch höher verhalte, Der Marktpreis des'Hae fers, gegen die Gerſte, verhält ſich an vielen Orten, wie 3 zu 4, hier in Dresden war er öfters wie 4 zu 5, wonach alſo der Has ferbau eine beträchtlich höhere Geldeinnahme gewährt, als der Gerſtenbau, Dabey giebt der Hafer noch eine weit größere Maſſe an Stroh, mithin mehr Düngermaterial, als die Gerſte, und beym Haferbau wird daher der Boden minder erſchöpft, als beym Gerſtenbau. Hinſichtlich der Erſchöpfung des Bodens ſchreibt Thaer in ſeiner Geſchichte der Landwirthſchaft zu Möglin, in ſeiner Beantwortung der Frage:„In welchent Verhältniſſe ziee hen die verſchiedenen Früchte die im Boden befindlichen vegetabie liſchen Nahrungstheile aus 2“=- dem Hafer, wie der Gerſte, gleis enſten Boden, der ſicherſte ME und lohnendſte iſt, 8 2. Der ſchwere engliſche Hafer iſt eine durch Cultur von <| inip dem vorigen erzeugte Spielart. Er wird auch reicher Hafer ges AE nannt. Avena anglica, Er zeichnet ſich bey guter Cultur durch ſeine größern Rispen, ſtärkere Halme, breitere Blätter, größere = dew! und ſchwere mehlreiche Körner vor dem gewöhnlichen Hafer Simm aus. Er darf nur dünn ausgeſäct werden, und ſein Ertrag S1 der 0! War, nach Wagini auf der Herrſchaft Altſohl 42fältig, nach 4) den andern Verſicherungen ſogar ſchon 60fältig, Auch der Stroherz Z-und hin. trag iſt ſehr reichlich, Auf feuchtem moorigen Boden wird er gin eint zwar groß, aber ſehr grobhülfigt und nicht ſchwer. Er ſoll auch Z| Aubilt als Winterfrucht gebaut werden; doch mangeln über ſeinen An- = Und mi bau als ſolche zuverläſſige Nachrichten. yedarf; 1! 3. Der dreykörnige Hafer, auch Klumphafer, Avena tri- =1 enthal perma. Er hat zuweilen, aber nicht immer, drey reife Kör» neignet/! ner in einem Balge, ſcheint aber darum nicht einträglicher zu 51 Oeſte M ſeyn, indem bey dem andern Hafer, wenn er vorzüglich gut be» +; oder 1 handelt und auf einem ihm beſonders zuſagenden Boden gebaut toffe in 10! wird, auch hin und wieder das dritte Korn zur Reife kommt. j' Qegenſi ) der Win 2) Ausführlicher ſind dieſe Haferarten abgehandelt in der Dekon, Botanik GE; S. Cneyklopäd« 8+ VB. SD. 137 U. fs EEE IEE 144 Bau dev Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (234 iw Der weiße frühzeitige Auguſthafer, Avena praecox. Er zeichnet ſich durch ſeine frühe Reife aus, indem ex ſchon im Auguſt reif wird, Ex iſt ſehr mehlreich, nimmt mit einem mit- telmäßigen Boden vorlieb, und paßt vorzüglich für Gebirgsge: genden, wv anderer Hafer erſt im September und ſpäter zur Reiſe gelangt und oft vom Schnee aquf dem Felde ereilt wird. Er ſoll aber den Nachtheil haben, daß er bey der Ueberreife leicht ausfällt. 5, Der glatte ſchwarze Hafer, mit ſchwärzbraunen, leicht ausfallenden Samen, Avena Sativa nigra. Er verlangt einen guten Boden und paßt hauptſächlich für Niederungen. Er giebt einen ſehr reichlichen Ertrag, ein ſchweres, mehlreiches/ diinn» ſckigt ſind, und daher auch bunter Hafer genannt wird. Er giebt bey guter Cultur eis nen großen Ertrag an großen und mehlreichen Körnern, die je: do eine harte Schale haben, weßhalb er ſich als Futter für alte Pferde nicht beſonders empfiehlt. Ex bleibt vom Wilde mehr verſchont, und ſein Anbau eignet ſich daher ganz vorzüglich für waldige und gebirgigte Gegenden. 8. Der Rauhhafer, Purhafer, Sandhafer, Grauhafer, ge- ſtreifter, auch Barchafer, Avena Strigosa. Er hat ſchwärzliche, raub anzufühlende Samen mit ſtarken Grannen, weßhalb wenige Körner in ein Gemäß gehen. Er iſt dickſchälig, wenig mehlreich und leicht. Man findet ihn in Deutſchland unter Saaten, an Wegen, Zäunen und kleinen Gehölzen ſchon hie und da wild wachſend. Er iſt mit dem ſchlechteſten Boden zufrieden, ver- trägt ungemein viel Kälte und kommt in dem ſandigen Boden, auch bey Dürre; ziemlich gut fort, weßhalb ſein Anbau dort oft am vortheilhafteſten iſt..Es wollen Einige behaupten, daß dieſex Hafer nur eine Abart des gewöhnlichen Rispenhafers ſey, und bey beſſerer Cultur in dieſen wieder übergehe, wogegen der Rispenhafer bey ſchlechter Cultur in ihn ausarte; Andere halten ihn dagegen für eine beſondere Species. So viel iſt gewiß, daß er bey guter Cultur breitere Blätter und einen ſtärkern Halm befommt, und mehlreichere, dünnſchäligere Körner und einen reichlichen Körnerertrag giebt, daß er aber ſelbſt nach einer mehr- jährigen aufmerkſamen Cultur ſeine Grannen, die zwar unbe- deutender wurden, nicht verlor, und man lieber, um guten Sqa- men zu bekommen, den kürzern Weg des Samenwechſels wählte. 9. Der Fahnenhafer., Kammhafer, Säbeihafer, Tannenha- fer, orientaliſcher, türkiſcher, ungariſcher, ruſſiſcher Hafer, Ave- va orientalis. Er hat eine mehr gedrängte Rispe, und die Aehrcte Hafer, tartariſcher Hafer, tartariſcher Grüße für Hafer, Sandhafer, Spinnhafer, Avena nuda. Dieſer Hafer nimmt mit einem ſchlechten Boden vorlieb, er beſtaudet ſich » wie, y ziemlich ſtark, und darf darum auch nur dünn ausgeſäet werden. 7 Omwinzid Er reift ſo ſchnell, daß er, im May ausgeſäet, ſchon im Auguſt 4 öhalb wi Seerndtet werden kann. So ſchwer ſeine Samen beym Druſch vig wehln) us den Hülſen gehen, ſo leicht ſchlägt ſie der Wind aus, wenn <1 Garten. x Dieſer Hafer auf dem Felde nur etwas zur Ueberreife kommt. M ind dem Seine Samen ſind ganz nackt, und etwa halb ſo groß, wie ein Z 100n„ Roggenkorn, weßhalb ſie auch weit beſſer zu Hafergrüße, als zigen Zen ZU Einem andern haus- oder landwirthſchaftlichen Gebrauche LI Inh taugen. In Kornwallis in England wird dieſer Hafer Pil- hien jj Lis oder Pilure genannt, und zu Graupen eben ſo theuer ND bezahlt, als Weizen, An einigen Orten wird er zum Bier2 baus brauen, in Schottland aber ſehr häufig zum Brodbacken verz I woe wendet, Er wird zwar hin und wieder in Deutſchland, beſon2 SInder dt ders in Oeſtreich, gebaut, an vielen Orten hat man aber ſeinen St 90 Anbau wieder aufgegeben, weil er einen weniger lohnenden Era Marien mW trag, als andrer Hafer giebt, und ſein gewöhnlich ſehr kurzes Er mm Stroh vom Vieh nicht gern gefreſſen werden ſoll. es) einen) Man unterſcheidet no< mehr Haferarten, die ſich entweder zwar 1 durch Reichhaltigkeit des Körner- und Strohertrages, oder durch m guten vorzüglich ſtarkes Beſtauden, durch Dünnſchäligkeit und Mehl- Eiſes wi reichthum der Körner, ſo- wie dadurch auszeichnen ſollen, daß 5, Tann fie eine kürzere Periode zu ihrer Ausbildung verlangen 3; allein =) Hefe, 3! theils ſind ſie weniger bekannt, theils fehlen uns über ſie zuver: Spe, und! Läſſige Culturnachrichten.! SE EE EEEIEG S daß er Alle dieſe verſchiedenen Arten weichen in Hinſicht ihrer For- m Orient! derungen auf Cultur unter ſich nicht ab, ſo daß das, was wir der durh! von der Hafercultux im Allgemeinen anführen werden, auf alle 2! Arten paßt, 3! haben, < gebaut, 146 Bay der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März, 7 (286) ati! Wahl des Bodens und Climas. M 0 Der Hafer wächſt, wie ſchon angeführt, faſt in jedem Bo-| mb"Yy den. Er mag noch ſo ſandig und tro>en ſeyn, ſo daß andere|(mms Getreidearten, außer dem Roggen, nicht gut in ihm fortkom:| umi") 2 men wollen, der Hafer wächſt doch noch in ihm. Auch in dem| Yi! kalten thonigten Boden, im Moorboden, ſo wie in jedem Bo:| tinlih|? den, der an Näſſe leidet und gewöhnlich viel Säure enthält,| Jnhu 2 die andern Gewächſen nachtheilig iſt, kommt der Hafer fort, und|(rt M giebt oft ſehr lohnende Erndten. Der Boden mag noch ſo ab- ſeinen IM: getragen und mager ſeyn, der Hafer ſcheint ſo ſtarke Organe zu|(ſſe wi,' haben, daß er Nahrunggstheile auflöſt und an ſich zieht, die|| mW andern Getreidearten aicht mehr fruchten. In einem rauhen,| ind wo! feuchten, unbeſtändigen Clima, wo gar keine Winterung gebaut pv; LE werden kann, und ſelbſt die Gerſte oft unterliegt, iſt der Hafer ehr im die ſicherſte und oft die einzige Getreidefrucht, die angebauet| jebundm werden kann. Kurz der Hafer wächſt in Boden, der für andere(der Wor Getreidearten, außer dem Roggen, zu tro>ken und loſe, zu naß|) zem(A und ſauer, zu arm an pſlanzennährender Materie und zu gee(mtwediſn bunden und roh iſt, und wo ein Clima Statt findet, dem die wechſel Im andern Getreidearten gewöhnlich unterliegen. nen, 6 Man muthet ihm jedoch öft mehr zu, als man zu erwarten Der Darina berechtiget iſt. Man ſäet den Hafer noch in Ae>er, die gar ſpecht 504 nicht mehr beſäet werden ſollten, und giebt dem Acker dadurch Werſe, 140! vollends den Reſt, ſo daß er für viele Jähre, bis er durch Ru:| findz) y he, Beraſung und Weidedünger, wieder einige Kraft geſammelt| ſa iſcht hat, zum Feldgewächsbau ganz untauglich iſt. Man bringt fer- jeht, Vim ner den Hafer Öfters in ſo naſſes oder dürres Land, was ſich pur den] gar nicht zur Feldcultur eignet, und verlangt doch noch, daß er Nehren ny) wachſen und eine lohnende Erndte geben ſol. Man bedenkt inehr Fh zu nicht, daß der Hafer, ohne einen gewiſſen Grad von Feuchtig- Jüber wih| keit und pflanzennährender Materie, ſo genügſam er auch im: der Haid mer iſt, nicht gedeihen, und daß er in Boden, der von Näſſe 0+ ſchwimmt, nicht fortkommen kann. Daher ſind die Erndten des ich tg Hafers oft ſo gering, daß ſie nicht einmal die Culturkoſten de« hi Förg Fen, und dennoch ſind Viele ſo befangen und undankbar, daß 14, doo fie dieß dem Hafer ſelbſt zuſchreiben. hae(1 So genügſam der Hafer iſt, ſo verſchmähet er den beſten| hin deg Boden und das günſtigſte Clima um ſo weniger, und lohnt in ir NOSE dem Verhältniſſe, als man aufmerkſam für ihn iſt, oft beſſer, hverh. als andere Getreidearten.. Mn Es iſt bekannt, daß jedes Gewächs vorzugsweiſe einen Boe| ity; T den und Clima liebt, in dem es zur größten Vollkommenheit ge:| 0 Ne 66 langt. Oft ſind es uns ganz unbekannte Umſtände, welche den|[zh in Boden für dieſes oder jenes Gewächs ſo ganz vorzüglich paſſend Whnlih k machen, indem wir, nach unſerem Wahrnehmungsvermögen, in ME einem andern Boden, wo dieſes Gewächs minder geräth, gar größ 62 keinen Unterſchied in den Verhältniſſen bemerken. Oft nehmen einm ju wir ſogar Verhältniſſe wahr, welche dem Gewächs nicht ganz M: LIE zu ſeyn ſcheinen, und denno geräth es im Durch- Mittheily, en, mehr 1 der für aa) oder weniger verunkrautet,- und hat einen größern oder gerin- 1 loſe, un gern Grad von pflanzennährender Materie. Das. Clima iſt ie und zu entweder mehr trocken, oder feucht, rauh oder mild, oder höchſt Net, den wechſelnd und unbeſtändig. Die Gerſte geräth bald in der e!- nen., bald in der andern dieſer Bodenarten beſſer und ſicherer. tau ertvat Der Hafer geräth zwar auch in demſelben Verhältniſſe beſſer oder jer, die) ſchlechter, aber unter den meiſten Umſtänden ſicherer, als die ider dadur Gerſte. Doch giebt es unter dieſen Bodenarten welche, die be- 1; durh Ra Atändig ſicher Gerſte tragen, und wo die Gerſte einen, dem Ha- Wo! Fer faſt gleichen Ertrag an Körnern von einer gleichen Fläche zhbmatſ! giebt, indem das Feld ſo dicht mit Halmen beſtanden iſt, als 8, WW nur der Raum geſtattet; und die Halme die vollkommenſten E nod, dj Aehren haben. Der gleich dicht ſtehende Hafer wird aber immer J Nan hey mehr Körner geben, als die Gerſte, weil er nicht nur im Stroh (von Feu höher wird, als dieſe, ſondern auch die vielen Seitenäſte, welche pin er au jeder Halm bildet, an denen die Körner anſetßen, weit mehr Kör«- ider vonn ner treiben, als der gedrängte Naum der Gerſtenähre, wenn ſie 6 Erndie! auch noch ſo groß iſt, zu faſſen vermag, Dieſes Mehrverhältniß zul) des Körnertrages des Hafers gegen die Gerſte, iſt ſo beträcht« (dankbar, 4 lich, daß, obgleich die Haferkörner viel kleiner, als die der Gerſte ſind, und faſt x mehr in ein gleiches Maaß gehen, der Yer den 0) Hafer doch von einer gleichen Fläche, unter gleichen Umſtänden, = und(hi! immer noch mehr an Gemäß giebt, als die Gerſte. Allein das eſt, fjiß Mebrverhältniß des Maaßes an Körnern vom Hafer ſteht in j keinem zu dem der Gerſte, ſowohl in Hinſicht des wirklichen = iſt einm? Werthes, als auch des Marktpreiſes. In ſolchen Bodenarten, mmh wo die Gerſte ſo außerordentlich geräth, welche ſich auch gewöhn- Se, well! lich zum Futtergewächsbau vorzüglich“ eignen, und wo es ge- e üglic pu wöhnlich nicht an Dünger fehlt, wird die Gerjte durchaus einen g verm au8gedehntern Anbau vor dem Hafer verdienen, weil ſie einen t geräth,| größern Geldertrag abwirft, Es giebt mehrere Gegenden, die . pft nw einen ſolchen Boden haben. . So führt der Dr. Schweißer in dem erſten Bande der 3.08 im Zu Mittheilungen„aus dem Gebiete der Landwirthſchaft, in ſeinem Eher die Aufſaße=>„Einige Bemerkungen über den Hafer, ſeinen land: RIEN 7 wirthſchaftlichen Werth und Anbau“= an, daß man in der Ge- I| MW Send von Weimar ſagt:„Der Acker iſt zu gut für Weizen.-- 9(weide Das Gut hat ſo ſchlechte Felder, daß es nichts als Weizen '| = 275 Qntal 148 Bau-der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März, 288 € Mir trägt.“ Dieſe Aeußerung hat- ihren auten Grund in der Erfahrung, daß der Roggen dort auf guten Feldern ungleich ſicherer und beſſer gedeihet, als Weizen, der darauf faſt nie einen ſolchen Reinertrag giebt, und meiſtens nur dürftige, mehle« arme, bäufig ſogar brandige Körner liefert. Auch die Gerſte ges deiht doxt mit aroßer Sicherheit und giebt einen ſehr hohen Er- - trag, und obgleich 20 Weimariſche Scheffel Hafer vom das ſigen AFer kein ungewöhnlicher Ertrag ſind, ſo meint man doch, es ſey Schade, das Feld damit zu beſäen, und giebt der Gerſte den Vorzug.:; Betrachtet man den Boden in den verſchiedenen Gegenden, wo ein vorzüglicher Gerſtenbau Statt findet, ſo wird man zwar mannigfaltige Verſchiedenheiten finden, und finden, daß der Bo» den in Hinſicht der Beſtandtheile, die man von einem vorzüge lichen Gerſtenboden verlangt, oft abweicht 3; allein im Allgemei- nen wird man das Reſultat folgern können: daß die Gerſte in dem mehr ſtrengen Weizenboden nicht ſo ſicher geräth und im Verhältniß keinen ſo hohen Ertrag abwirft, als dex Hafer, und dieſem hier der Vorzug gebühre, Derſelbe Fall wird dann Statt finden, wenn der Boden, wenn er auch ſonſt nach ſeinen Be- ſtandtheilen- der Gerſte zuträglich wäre, entweder wegen ſeiner Lage oder des Climas zu naß vder zu trocken iſt. Hier wird der Hafer, der Näſſe und Dürre mehr verträgt, immer einen ſichern und höhern Ertrag geben. Eben ſo wird es in einem Boden der Fall ſeyn, der viel Unkraut hat, welches der Hafer leichter überwindet; ſo wie in einem Boden, der weniger leicht auflöSliche, pflanzennährende Materie hat; ſo wie endlich in einem Boden, wo die Gerſte leicht lagert, was der Hafer weni» ger thut. Es verſteht ſich- jedoch, daß der Marktpreis des Has fers nicht ſo Überwiegend niedrig gegen die Gerſte ſtehen darf, daß er, ungeachtet ſeines höhern und ſichrern Ertrages, dieſer dennoch in Hinſicht des Geldertrages nicht gleich kommt. In Boden, der ſehr gebunden iſt, im ſtrengen Weizenboden, iſt. der Hafer das vorzüglichſte Sommergetreide. In einem ſehr an Näſſe leidenden Boden kommt der Hafer beſſer, als irgend eine andere Getreideart fort. Nur wenn die Näſſe zu anhaltend iſt, geht er endlich ein. Ja, der Hafer erholt ſich ſelbſt dann noc<, wenn er bey Ueberſchwemmungen einige Zeit unter Waſ: ſer geweſen, wo andere Sommergetreidearten unfehlbar verlo» xen ſind, und deßhalb paßt er vorzüglich in Teiche, die abwech- ſelnd beſäet und bewäſſert werden, wo die Näſſe nie ganz abge- leitet werden kann, und wo bey ſtarkem Platregen Ueberſchweme- mungen nie ganz verhindert werden können. Jm Neubruche, der für andere Getreidearten zu roh und zäh iſt, kommt der Hafer ganz vorzüglich fort, und iſt eine gute Vorbereitungs: frucht für andere Gewächſe, indem das rohe Land unter ihm mürbe wird. In dem ſandigen, trocknen, humugarmen Boden, wo ſelbſt der Roggen nicht recht gut fortkommen will, iſt der Hafer nächſt dem Buchweizen die einzige Frucht, welche gebaut werden kannz denn*iſt er nur einmal ſo weit, daß er ſeine Blätter entwickelt hat, wozu er bey einer zeitigen Saat leicht gelangt, ſo verträgt er viel Dürre, und giebt einen größern Ertrag, als der geringe Grad von Humus erwarten läßt, woraus hervorgeht, daß ex die Wi bie Bu in raf Nit, iZ jun ſoll, 91! m Dio Kommt m Fru wachs eod! (eich un 1 Deus) frohen] in des Bm durch ſil wären 0! tho? fj AÜ fi. wih d er Vim) 0 bedufinf Ingen, 980 Kon Nn Grill reicht aufil ed [ffe 141 Sha opf einmdgd Yi Ge eln(Gt 0, fi WiR , Y echt 31 "dg Ie 4 ic a" NMED WR va 3 Nhlan vo! als(hmm. AU DSK:| 1 Zr f nicht, wet ud giebt|, Ww DSlicher UW. är, ten Grun)| (dern Una arauf faſt) "Urftige, m ) die Geh; ehr hoh) Yafer bon) Int Han hy! ebt der Gj en Gegen UEBUNEN 1, daß der H einem bop | im Alzens | die Get) VN erath und Oy Hafer, x ) dant Eis 1) feinen% Wegen ſein 1! Hier vy Ihmer eint 1 in einen | der Hafer me aht | mh 1 + Heft Wet) gruß des Dv € ſtehen di | 10908, II bim, (Betzenum 1 eineni 3,(lS IIM 6 au anbahnt h felbſt du t unt Y 18) 3, die att ie gan Meberſchi! 1 Neun „ fommi orbereitun d unte "4, wo Hafer nt verdi fat er en ) ſo ver der gem / daß[1810 Anbau der Feldgewächſe. Hafer. (239) Eigenſchaft hat, ſich mehr luftförmige Stoffe anzueignen, als alls übrigen Getreidearten. Doch ſind es nicht allein die Veſtandtheile des Bodens, welche es beſtimmen, ob Hafer, Gerſte, oder ein anderes Ge- wächs geſäet werden ſoll, ſondern die vorhergegangene Frucht, die Zubereitung des Ackers, der größere vder geringere Grad von Kraft und leicht auflöslicher Nahrung, die in ihm Statt findet, die Witterung, die Frucht, die unmittelbar darauf fol: gen ſoll, wie dieß aus der druchtfolge des Hafers und aus ſei: nem Plate im Feldbau näher zu erſehen iſt, ſo wie endlich die geſammten wirthſchaftlichen Berhältniſſe, bald für eine der bei: den Fruchtarten, für Gerſte oder Hafer, oder für ein anderes Ge- wächs entſcheiden können, wie dieß Alles aus der näheren Ver» gleichung der Gerſtencultur und der Hafercultur zu entnehmen iſt, Düngung. Der Hafer vermag wegen ſeiner ſtarken Organe auch die groben und ſchwer auflöslichen pflanzennährenden Beſtandtheile des Bodens, welche andern Gewächſen nichts fruchten, oder erſt durch Zeit und' Cultur für andere Gewächſe auflösbar geworden wären/ ſich anzueignen, ſo daß jeder Boden mehr Nahrungs: theile für ihn enthält, als für eine andere Frucht. Ex. eignet ſich-während ſeines Wachsthums mehr lufiformige Stoffe aus der Atmoſphäre an, als Nahrung, wie jede andere Getreideart, und bedarf daher, um zu einer gleichen Vollkommenheit zU ge- langen, weniger pflanzennährende Beſtandtheile des Bodens, Näöächſtdem gehört der Hafer auch zu den langſam wachſen- den Gewächſen, und. er bedarf. daher keinen ſv großen Grad leicht auflöslicher pflanzennährender Materie im Boden+ als die ſchnellwüchſigern Gewächſe, indem er die eingeſvgenen Nahrungs- ſtoffe langſamer in Pflanzenmaterie verarbeitet, ihrer nicht ſo viel auf einmal bedarf, und vermöge ſeines längern Wachsthums Zeit genug Übrig hat, ſich auch der im weitern Umkreiſe der Wurzeln befindlichen Nahrung zu bemächtigen, wozu ihm ſeine vielen, ſich an den Wurzeln weithin auusdehnenden Wurzelfaſern behüiflich ſind, während die ſchnellwüchſigen Gewächſe nur auf die leicht auflösliche pfianzennährende Materie, die unmittel: bar in der:Nähe ihrer Wurzein iſt, hingewieſen ſind. Der Hafer kommt daher in einem Boden, der auch weniger pflanzennährende Materie hat, beſſer fort, wie eine andere Sommergetreideart 3; in einem Boden aber, der genugſam vege- tabiliſche Rückſtände«oder alten Humus enthält, die ſchwer auf- lSSlich ſind, deren Auflöſung er aber beſchleunigt, und ſich die- ſelben als Nahrung aneignet, wo andere, ſchnellwachſende Ge- wächſe der erforderlichen leicht auflöslichen Nahrung nicht ge: nugſam vorfinden, geräth der Hafer in. eben dem Verhältniſſe, ais ſchnellwüchſigere Gewächſe, wenn ſich ihnen genugſam leicht aufiösliche Nahrung dardietet, Der Hafer bedarf daher einer friſchen Stollmiſidüngung nicht, wenn er nur genugſam Pflanzennahrungsſtoff vorfindet, und giebt in demſelben Boden dennoch einen eben ſo lohnenden Ertrag, als ſchnellwüchſige Gewöchſe, denen der Mangel an leicht auflöslicher Nahrung durch friſcen Miſt erſest werden muß. IT: 19 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn.- März. (290)| Es wäre daher überflüſſig, zum Hafer-unmittelbar zu düngen, wenn der Boden nicht zu arm iſt, ſondern es iſt vielmehr au: gemeſſen, den Miſt, wenn man deſſen nicht überflüſſig hat, zu andern, ſeiner mehr bedürfenden Gewächſen. zu verwenden. Nichts deſto weniger verträgt der Hafer eine friſche Miſtdün: dere Gewächſe, die ſich, im friſchen Miſte gebaut, leicht lagern, roſtig und brandiag werden. Wenn es daher auch in vielen Fäl- len nicht angemeſſen wäre, zum Hafer f es zweckmäßiger iſt, den friſchen Miſt andern Gewächſen zu Theil werden zu laſſen, ſo kann es doch in andern Fällen ſehr vortheilhaft ſeyn. Wenn ein Boden ſehr reich iſt, und bey einer friſchen Miſt- düngung die Thätigkeit deſſelben ſo erhöht wird, daß er leicht auflösliche pflanzennäßhrende Materie im Ueberfluß darbietet, ſo daß viele Gewächſe nach einer friſchen Düngung ſich lagern und andere Nachtheile, die einen zu üppigen Wuchs begleiten, erleiden würden, ſo iſt es ſehr angemeſſen, wenn man die Geil- heit des Bodens dadurch mildert, daß man zuerſt eine Hafer- erndte von ihm nimmt. Man verwendet gewöhnlich den Rüb- ſamen und Rapsſamen, die Bohnen und andere Gewächſe dazu 5 allein in vielen Gegenden, beſonders, wo man viel Lein baut, deſſen Samen das benöthigte Oel giebt, baut man dieſe Ge- wächſe gar nicht, und kennt auch die Bohnen und dergleichen ſtarke Düngung vertragende Gewächſe nicht, und man verwen- det dann am zwe>kmäßigſten Hafer zur erſten Saat. „In vielen Gegenden, bey uns ſowohl, als auch anders- wo“= ſagt Burger=„„düngt man zum Hafer ſtark, und baut in deſſen Stoppeln Weizen.“ Auch in ſolchen Gegenden, wo Mangel an Streu und Fut- terſtroh Statt findet, kann es ſehr gerathen ſeyn, wenn der Bo- den nicht zu mager iſt, den Hafer in friſche Düngung zu ſäen, weil er im friſchen Viiſt beſonders ſtark ins Stroh treibt, und im Verhältniß deſſen, was er dem Boden entzieht, mehr Stroh, als andere Getreidearten giebt, den nachfolgenden Gewächſen aber nicht ſv viel entzieht, daß ihr etwas geringerer Ertrag nicht durch die Vortheile der größern Strohgewinnung hinlänglich aus- geglichen würde. Da aber, wo man den Miſt nicht überflüſſig hat, ſondern ihn ſo vertheilen muß, daß ihn nur diejenigen Gewächſe erhal- ten, die deſſen am meiſten bedürfen, wäre es nicht gerathen, den Hafer in friſchen Dünger zu bringen, wenn man nicht eine durchaus verbeſſernde Wirthſchaftseinrichtung, mit Aufopferung eines Theiles des gegenwärtigen Ertrages einführen wollte. Die Düngung mit Kalk, Mergel, Aſche u. ſ. w., zeigt auf den Hafer immer eine außervrdentliche Wirkungs. - Scer zu Winterung vorzubereiten. Man bricht dann die Klee- ſtopveln ſo zeitig als möglich im Herbſt um, und pflügt den Hafer im Frühjahre flach unter, wie er dann nicht nur einen ſehr reichen Ertrag giebt, ſondern auch die nach ihm folgende Winterung ſehr gut geräth. „Ju den Mecklenburgiſchen Koppelwirthſchaften“=- ſagt Thaer in ſeiner rationellen Landwirthſchaft=„Fommt der"Ha» fer als letzte Frucht nach Gerſte. Einen angemeſſenern Platz ha- ven ihm die Holſteiner angewieſen, wenn ſie ihn in die um- gebrochene Dreiſch oder Grasnarbe ſäen, und ſie haben dieſe Methode beybehalten, wenn ſie auch im folgenden Jahre eine Braachbearbeitung geben. Denn in umgebrochener, noch nicht zeyſehter Gragnarbe geräth er vorzüglich, beſonders, wenn er mvglichſt früh geſäet wird.“ In jedem Falle braucht man um den Platz des Hafers im Feldbau nicht verlegen zu ſeyn, indem man ihn überall leicht einſchieven kann, ohne dabey den Gang der Wirthſchaft zu ver- wirren, und man kann ihm nach Umſtänden bald einen beſſern, bald einen ſchlechtern Platz einräumen.; Aus den Eigenſchaften des Hafers, daß er ſich die gröbern, ſchwer auflöslichen pflanzennährenden Beſtandtheile des Bo- dens, die andern Gewächſen nichts fruchten, aneignet, daß er ſelbſt aus unorganiſchen Subſtanzen einen Theil ſeiner Nahrung zu ziehen im Stande iſt, daß er mehr als andere Getreidearten, vermöge ſeines Organismus, luftförmige Theiie als Nahrung aus der Aimoſphäre zieht, und daß er in einem erſchöpften Bo- den noch gebaut werden kann, der eine andere Getreideart nicht mehr zu tragen vermag, und doch noch einen verhältnißmäßigen Ertrag giebt, geht hervor, daß er mit allen Fruchtarten, er mag nad) ihnen gebaut werden, oder dieſe auf ihn folgen, ſehr ver- träglich ſeyn muß, Dieß iſt auch in der That der Fall, denn die-Erfahrung lehrt, daß man Alles auf ihn folgen laſſen kann, daß er nach Allem, ſogar wiederholt auf ſich ſelbſt folgen kann. Dieß Ulles freilich mehr oder weniger nach der Beſchaffenheit des Bodens und der mehr oder weniger in ihm enthaltenen Kraft. - Wir haben bereits angeführt, daß der Hafer, in gedüngte Kleeſtoppeln geſäet, den darauf folgenden Weizen, der gegen jede andere vor ihm gebaute Getreidefrucht, wenn der Boden nicht Übermäßig reich iſt, ſehr empfindlich iſt, nicht beeinträchtiget, ſondern daß ex vielmehr die dem Weizen oft nachtheilige Geil: 200% u przügi K- wagen ZS wind. 7 m 6/46! diner fr 058 ſoa3n/90) fe den 101) if deXer nicht ſo abgeſäet ſeyn darf, daß er durch den Hafer vollends den Reſt erhält, was leider zu oft geſchieht, und man den Hafer unſchuldiger Weiſe für eine Frucht häit, die den Boden zu ſehr ausſauge: denn wo der Hafer nichts vorfin- det, kann er auch nichts hinterlaſſen, ja er zieht vielmehr die ſchwer auſlösliche pflanzennährende Materie, die ſich mit der Zeit auch für. andere Gewächſe. aufgelöſt hätte, vollends heraus. Auf der andern Seite kann der Hafer nach allen Gewächſen gebaut werden, und nach denen, welche die auflösSliche Nahrung des Bodens ſehr conſumiren, als nach Gerſte, Lein u. ſ. w. iſt der Hafer die einzige Getreidefrucht, welche am wenigſten zu- rücſchlägt. „Auf ſich ſelbſt“= ſagt Sch werz=„kann der Hafer in reichem Boden mehrere Jahre hintereinander folgen, bevor man einen Rückſchlag bemerkt, welches bey keiner andern Halmfrucht, es ſey denn, daß zu ihr gedüngt würde, der Fall iſt, Der Hafer läßt am Ende wohl einen verwilderten, aber nicht leicht einen ganz erſchöpften Acker zurü,“ Es iſt daher ausgemacht, daß der Hafer diejenige Getreide- frucht iſt, bey der man auf den Stand in der Fruchtfolge im All- gemeinen, ſowohl ais Vorfrucht, als auch als Nachfrucht, die wenigſte Nückſicht zu nehmen hat, die unter allen Verhältniſſen vie paſſendſte iſt, und die, man mag einen Fruchtwechſel wäh= len, wie man nur immer will, Überall leicht eingeſchoben wex- den kann, und überall einen ſehr lohnenden Ertrag giebt, außex wenn der Boden ſchon zu ſehr ausgeſogen iſt. Die einzige Rück= ſicht, die man zu beachten hat, iſt, daß der Hafer ein ſehr ver: wildertes Land hinterläßt. Sv verträglich aber auch der Hafer im Allgemeinen in Hin- ſicht der Fruchtfolge iſt, ſo ſind die Statt findenden Verhält» niſſe zu berückſichtigen, wo man ihn in der Fruchtfolge ein= ſchiebt. Auch geräth er nach verſchiedenen Vorfrüchten beſſer vder ſchlechter. In der Dreyfelderwirthſchaft wird der Hafer, außer in den angeführten Fällen, wo man ihn nach Klee folgen läßt, was jedoch nur immer einem geringen Theile deſſelben widerfährt, immer nach Winterung, ſeltner in der zweyten, gewöhnlich aber immer in der 4. und 6., und wenn in der Braache eine Braach- frucht in Dünger gebaut worden, zur 7, Tracht geſäet. Auf ihn folgt Bräache mit einer gedüngten Braachfrucht oder Winterung in Dünger. Daß der Hafer in der 6. oder 7, Tracht keinen be- ſondern Ertrag geben kann, und um ſo weniger, wenn als 2. 153 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (294) oder 3. Tracht auch eine Gerſten: oder Leinſaat genommen wor- den, iſt durch die allgemeine Erfahrung bekannt. Allein man muß in ſolchen Dreyfelderwirthſchaften, die ſehr düngerarm ſind, aus der Noth eine Tugend machen. Der Acer iſt in der 8. oder 7. Tracht nun einmal Sommerfeld, und muß beſäet werden, und noch etwas rragen, es mag auch noch ſo wenig ſeyn, weil man, ſonſt einen Ausfall an Stroh erleidet; der zu empfindlich iſt, und ſelten auf eine andere Weiſe gedeckt werden kann. Nun kann man aber dem abgeſäeten Acker keine andere Frucht zumu- then, als Hafer, der freilich den Boden vollends erſchöpft, aber doch noch einiges Stroh und einige Körner giebt. In Gegen- den, wo Heidekorn geſäet wird, nimmt. dieſes gewöhnlich den Diab des Hafers ein, was allerdings noch zwe>mäßiger iſt, al: ein in den: meiſten Gegenden Deutſchlands iſt das Heidekorn nur dem Namen nach bekannt. Dergleichen-Wirthſchaften wer- den freilich nach einem jeden Umlauf, nach einer friſchen Dün- gung, immer ärmer an Bodentraft; allein es geht nun ein- mal nicht anders, wenn man nicht zu beſondern Hülfsmitteln ſeine Zuflucht nimmt, oder eine von Grund aus verbeſſerte Wirthſchaftseinrichtung einführt. Leider giebt es, beſonders im nordöſtlichen Deutſchland, noch ſehr viele Wirthſchaften, die in einem ſolchen Zuſiande ſind, und troß der Aufklärung, die über den Feldbau erfolgt iſt, noch ſehr viele Landwirthe, welche hartz näckig auf den Ruin ihrer Wirthſchaft losarbeiten, In der Schlag:, Koppel: und Fruchtwechſelwirthſchaft mit Stallfütterung, wo man die zwe>mäßigſte Fruchtfolge wählen kann, kommt es auch ſehr auf die Verhältniſſe an, wie man den Ha- fer folgen läßt. Die Hauptrückſicht iſt auf den Boden zu nehmen. Der ſehr bindige Boden hat, wie bekannt, einen geringen Grad von Thätigkeit, ſchließt die Pflanzennahrung feſt in ſich ein, und läßt den Wurzeln nur diejenige zukommen, die ſich in der unmittelbaren Nähe derſelben befindet. Die Pflanzenwurz- zeln können ſich auch in einem bindigen Boden nicht ſo ſehr ausbreiten, und derſelbe muß daher mit vieler pflanzennähren«- der Materie angefüllt ſeyn, wenn die Wurzeln, auf einen klei- nen Raum eingeſchränkt, die benöthigte Nahrung finden ſollen. Nun findet in einem ſolchen Boden auch immer der Fall Statt, daß wegen ſeiner geringen Thätigkeit ein Theil der friſchen Dün:- gung als ſchwer auflösliche Nahrung zurückbleibt, die den mei- ſten Gewächſen, da ſie nicht Organe haben, die ſtark genug ſind, ſie zu zerſeen, nicht zu Gute kommt, und die ſelbſt durch die erhöhete Thätigkeit des Bodens nach einer friſchen Düngung nicht zerſezt wird, ſondern ſich erſt nach und nach durch wieder: holte Luftausſezung auflöſt. Alle Getreidearten bedürfen der höheren Thätigkeit des Bo- dens mehr, als der Hafer, damit ſie keinen Mangel an leicht'auflöslicher Nahrung haben, wenn ſie gerathen ſollen. Auch müſſen ſie, da ſich ihre Wurzeln in dem bindigen Boden nicht ſo ſehr ausbreiten können, die hinlängliche Nahrung in einem kleinern Raume vorfinden, der Boden muß alſo einen größeren Grad von leicht aufiöslicher pflanzennährender Materie enthalten. Der Hafer dagegen weiß ſich nicht nur die ſchwer auflösliche und andern Getreidearten nichts früchtende Nahrung anzueignen, und bedarf daher einer mindern Thätigkeit des Bo- vt ms (M Tv hörigen"2 ud br we dD ire 8 us die hatigt 2 jolie dürfen iſchen MM po ju) vera nen GI vere "ew"M wand in feh hunußt 108 Juſten UI) ge nu19 je 150 je Ih nah deſh einer FO zennäab löſt fie M4 ad) Ihr ung erfurd oden fr wr Oos Ife hx nder EE wer am endes EM tere, em Caviig ſen Zie Weterial 15 NEN! Vinf WINE 8 DUN friſchen 1; gera vw Naſenna) ſeht fie; telbar de, iſt das nigt ſchi (ar 6-4 ) Anbau der Feldgewächſe. Hafer, 155 : 295 nom: 6 . dens, ſondern ſeine Wurzeln breiten ſich auch in eile pia: ingen. gen FAP mehr aus, als die andern Getreidearten, und er in jh gie t daber. 700 einen verhältnißmäßigen Ertrag, wenn jene t wetden p SEE EAT wollen, NR- 547 WAN[0 geh dri aen B e 0 b eit N. I: 5% n r 06: s Thät M: eit'Ganb ene(02 ' u vs IE leicht auſiösliche vflanzennährende Materie, Es FEU wäre alſv„unwirthſchaftlie",„den Hafer als eine der erſten hn Früchte nach einer friſchen Düngung zu bauen, ſondern man | 0 AIRIS PEEL en: daß diejenigen, welche die FON 4 DIAET ONEN INNA FCHEEE SMatENT A 0080 2 0N EINES ei19 PIE FUN D DAA EIEG in demſelben am meiſten 38 Ae Mich en 000 CE 0 ABI und der Hafer muß nach einer Kihn.ten Früchten geräth der Hafer zwar O'rlichte nad ganz vorzüglich 3; doh ſcheint er, nach vielen Beobachtungen, gent: in den Stopyeln eines gedüngten Getreides beſſer zu gerathen. ( Diingunm Der Grund davon mag wohl in Folgendem liegen. Nach Ha>- trag gielt, früchten iſt der Boden ſehr rein von Unkraut und erzeugt auch 10 den Hg: Pis zum Umbruch zu Hafer- keine Gragsnarbe; dagegen ſind die y re Sabre Getreideſtoppeln immer mehr oder weniger beraſt, und der Has fete Dafoe fer findet mehr grüne vegetabiliſche Nahrung, welche ihm ſo be- material, ſonders zuzuſagen ſcheint, T dem Dh: Man kann überhaupt annehmen, daß es nicht zwe>mäßiger Hef mh iſt, beſonders in dem mehr thonigten Boden, als den Hafer By mud) eine nach ſolchen Gewächſen folgen zu laſſen, unter welchen der Bo- Siſter aub) den den meiſten Raſen erzeugt; denn wenn eine andere Fracht 3 11 die ni): in dem verwilderten Boden nicht gut fortkommt, und von der Cl einen Pr Untergepflügten Grasnarbe, welche eine ſchwere auflösliche pflan= 6 en Thill zennährende Materie iſt, nicht viel Nutzen zieht, ſo zerſetzt ſie 5 er dadir) Dagegen der Hafer, eignet ſich den größten Theil derſelben an, viel auftt und giebt einen guten Ertrag. Daher geräth auch der Hafer im Sachſen 11) Neubruch ſo ganz vorzüglich, und man hat dieß ſo allgemein be= x deit Dil! merkt, daß man ſelten etwas anderes in ihm baut, außer, wenn dem Daly jich der Boden dazu eignet, Lein, der allerdings einen noch gya ihm„Döheren Ertrag giebt, aber auch den Boden um ſo mehr er- aß mehr) ſchöpft. Der cultivirte Boden verwildert zwar unter dem Hafer ih erfin noch mehr; wenn jedoch nach ihm eine Düngung und ordentliche S ine Mey Bearbeitung erfolgt, ſo iſt er dann für die nächſte Frucht um gutem[0 kräftiger. Aver auch alle ſolche Gewächſe, welche durch ihre 3 Wurzeln viel vegetabiliſche Nahrung im Boden zurücklaſſen, als ema Esparſette, Luzerne, ſind vorzügliche Vorfrüchte des Hafers. 31 eher 10) 7ach ſolchen Gewächſen, welche die leicht auflösliche pflan- Crermater zennährende Materie des Bodens beſonders conſumiren und Ot, jeh überhaupt den Boden erſchöpfen, als z, B. Gerſte und Lein, nach welchen nach der allgemeinen Erfahrung ſelbſt der genüg= Treitig dt ſame Roggen nicht gut fortkommen will, iſt der Hafer die ein= zige Getreidefrucht, die noch den höchſten Ertrag giebt; und dau ſhäptt wenn man nach ihnen nicht friſch düngt, ſo ſollte immer Hafer iten, nach ihnen folgen. Der Hafer begünſtiget nicht nur den Raſens ben Hi wuchs, ſondern ex giebt guch- das meiſte Düngermaterial, wvo- | 1 Bau. der Feldfrüchte.“ 3. Abſchn. März. (298) n; dur< dem Boden am leichteſten und“ ſicherſten. ſeine. verlorene Boödentkraft wieder erſeßt werden kann, Bearbeitung des Bodens. So mannigfaltig die Verhältniſſe ſind, unter denen der Ha- fer m Hinſicht der Answahl des Bodens, der Düngung, des Plates im Feldbau und der Fruchtfolge gebaut wird, ſv verſchie: den er in Hinſicht ſeines"Werthes, ſowohl im Umfange der gan- - Ee zen Wirthſchäft, als. auch in Hinſicht des Marktpreiſes iſt, und' er daher mehr. oder weniger geachtet und mehr oder weniger Sorgfalt auf“ ſeine Cultur verwendet wird, eben ſo mannigfal- tig verſchieden iſt auch die„Bearbeitung des Bodens zu Hafer, In einigen Gegenden findet man den Acker mit mehreren Furchen ſorgfältig zu Hafer beſtellt,'in anderen wird der Hafex Ftets nur auf eine Furche geſaet, und dieſe noch obendrein in ſo großen Pflugſtreifen und ſo unvollſtändig verrichtet, daß man ſie kaum für eine Beſtellung annehmen kann. Zwar geräth der Häfer vft bey der ſchlechteſten Beſtellung über alle Erwartung, und giebt dagegen bey der ſorgfältigſten mehrfurchigen Beſtel- lung keinen Ertrag, der den mehreren Culturkoſten entſpricht; allein dieß iſt nur Folge der Witterung, der Saatzeit und an- derer zufällig einwirkender Umſtände; denn, ſo wie im Allgemei- nen jede Frucht bey einer beſſern Zubereitung. des Bodens einen Höheren Ertrag giebt„*ſo iſt es auch beym Hafer der Fall. So wie jedoch Umſtände vorhanden ſeyn können, daß der Aer durch eine zu ſorgfältige Zubereitung der-Frucht weniger entſprechend wird, als wenn er minder zubereitet worden wäre, ſo auch beym Zafer. Clima, Witterung, die Beſchaffenheit des Bodens, die Borfrüchte haben, ſo wie bey allen Feldgewächſen, auch beym Hafer einen großen Einfluß auf ſeine Beſtellungsart und die ' Zeit derſelben./ Hierzu kommt noch, daß, wenn auch bey der Wirthſchafts- vrganiſation dem Hafer eine mehrfurchige Beſtellung zugedacht iſt, dieſe doch oft wegen Zeitkürze, bey einer zeitigen Einwin- terung und ſpäten Auswinterung, oder anderer Urſachen wegen, ihm nicht gegeben werden kann. Man ſäet dann, da es allge- mein bekannt 4ſt,- daß der Hafer in Hinſicht der Beſtellung ge- nÜgſamer, als eine andere Frucht iſt, ihn getroſt auf eine Fur- he, und läßt lieber andern Gewächſen die ihnen nach Verhält- piſſen nöthigere Bearbeitung zukommen, weil man ihren Aus- fall mehr ſcheuet/ als den des Hafers, und weil man weiß, daß ſie bey mangelnder Beſtellung im Verhältniß noch mehr zurück- ſchlagen, als dieſer..' Bey Umſtänden, welche außer den Gren- zen menſchlicher Berechnung liegen, und“ die der Landwirth un- geachtet aller Anſtrengung nicht zu umgehen vermag, läßt ſich Dieſes Verfahren allerdings rechtfertigen,-denn es iſt nicht Re- gel, und man. läßt im Nothfalle das Mangelnde nur der Frucht entgelten, welche es am meiſten ertragen kann; aber leider giebt es viele. Wirthſchaftein, wo man wegen Mangel des Geſpanns in der Herbſt- und Frühjahrsperivde-es ſich ohne alle Berückſichti- gung zur Regel gemacht hat, den Hafer nur auf eine Furche zu beſtellen,- Am häufigſten findet man dieß in der Dreyfelder- wirthſchaft, die einen Theil ihrer Bragache beſömmiert 3 man kann neſen 1197 (htet 1190 eich dD! Memel), jiht fie! 19! wegen bit ſt, wendy Nn Vet fige, VM ben tas Yu 1 Beſtell vy jn die Ny DA (urg vos Weil hB Ei nn fn und1940 m. wol aer norN Gommel Zeit einnägn Veſtellut ht jan ung(90 tig geſahrt ole beh Fis | UnenygF uu Anbau der Feldgewächſe. Hafer. 159 (299) dann aber in der Regel annehmen, daß ſolche Wirthſchaften nicht im beſten"Zuſtande ſind, Da nun der Hafer unter mannigfaltigern Umſtänden gebaut wird, als andere Gewächſe, und da die mannigfaltigern Umſtände Fine verlimm Denen der" auch eine ſehr mannigfaltige Zubereitung des Bodens erheiſchen, Tingung,); ſo halten wir es für beſonders wichtig, nähere Erörterungen M![0 verſh) darüber zu geben, wie unter manchen Umſtänden, die in den Ee der(1 meiſten Fällen als Richtſchnur dienen, das Land zu Hafer zuge» Joiſes it richtet werden ſoll, um von ihm den höchſten Ertrag im BWBer- €) der wink gleich der auf ihn verwendeten Arbeitskoſten zu erzielen. Eine €) mann allgemeine, für alle Umſtände paſſende Beſtellungsart zu Hafer M(18 31 fyp läßt ſich, der unzähligen von einander abweichenden Verhältniſſe wegen, nicht geben, ſo wie es auch ſehr ſchwer zu beſtimmen Enit mehr.;:- | me iſt, welche unter den Beſtellungsarten, unter'den Statt ſinden- ms, den Verhältniſſen, die beſte ſey, indem dieß, nur durch ſorgfäl- 1 MEINE tige, von der Oertlichkeit entnommene Erfahrung beſtimmt wer- Bt Ww pen kann. Weh Man kann in Hinſicht der gewöhnlichen Feldbeſtellung die Wr. Gef Beſtellungsart zu Hafer im Allgemeinen in die einführige und 5 jm NG in die mehrführige eintheilen. A entſprict Die einführige Beſtellung zu Hafer findet ſehr häufig, am 1m? und di Häufigſten wohl aber in der Dreyfelderwirthſchaft, welche einen I Allgeme: Theil ihrer Braache bebaut, Statt. Im Herbſt haben dieſe y vens einer Wirthſchaften mit der Vorrichtung des Bodens zu Braachfrüch- 1 val Et ten und andern Sommergewächſen ſo vollauf zu thun, daß ſie Hihi don an- nichts anders denken- können 3 im Frühjahre bleibt ihnen „bnc aber noch weniger Zeit übrig, weil ſie bey der übermäßig ſtarken eS aud bar Sommerſaat möglichſt eilen müſſen, um nur alles zur gehörigen Sm, Seit einbringen zu können. Daher findet man die einführige FA auh bit Beſtellung zu Hafer oft den Verhältniſſen ganz unangemeſſen. FE un Man kann im Allgemeinen annehmen, daß die einführige Be- ſtellung in einem leichten, mehr tronen Boden, wo der Hafer LS Birth ſo zeitig geſäet werden muß, in einem Boden, der mit Hederichſa2 10 zu men und überhaupt mit Samenunkraut erfüllt iſt, ſo wie nach f allen behac>ten Früchten und überhaupt ſolchen Früchten, wel- cen Cin - m de einen lo&kern Boden hinterlaſſen, und endlich bey Neubruch da(8 1 am zweckmäßigſten iſt, Sie theilt ſich in die einfurchige Bez Ere ſtellu| ſtellung vor Winter, und in die einfurchige Beſtellung nach ERuf ein) Winter, Jede dieſer Beſtellungsarten hat nach Umſiänden Vor- = ZUE I EEG AE EE: IG = ihr! Die einführige Beſtellung vor Winter iſt hauptſächlich unter 1 weiße folgenden Verhäitniſſen angemeſſen..;; Deneht Der loſe trockne Boden, beſonders der ,- welcher. viel Kalk- » dert theile enthält, verliert bekanntermaßen ſeine Winterfeuchtigkeit wit)! ſehr bald, wenn er, ſelbſt im zeitigen Frühjahre, gepflügt wird, '. fftN erhält dieſelbe aber um ſo länger, wenn er vor Zbinter bearbei- Be nidt! tet worden. Da ſolcher Boden gewöhnlich wenig Wurzeluntraut Fim? hat, nach einer Pflugfahre die nöthige Loc>erheit erhalt, und . wipe der Hafer in ihm möglichſt zeitig geſäet werden muß, ſo iſt - FAW! eine einführige Pflugfurche vor Winter. zum Hafer am zwe&>mä- BO ßigſten, Wird der Hafer in dieſen Boden nach Getreide geſäet, ſo. niuß die Pflugfurche zum Hafer zur vollrommnen Tiefe gege- ben werden, weil ſic der Boden den Winter hindurch ſehr ſebt, und der Hafer, da er eine tieſe Unterbringung verlangt und „50075 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (300) Sia Ev| mit ſeinen Wurzeln tief einſchlägt, ſonſt auf rohes Land kom- men würde, Auch würden bey einer flachen Umpflügung die Stoppeln und die Gragnarbe mehr oberflächlich über die Wur- zeln des Hafers kommen, wo ſie demſelben nur wenig nüßen würden, weil ſie dann die Wurzeln des Hafers nicht aufzulö- ſen vermöchten, indem ſie dieſelben nicht berühren, und da ihre Aufvjung durch die bloße Thätigkeit des Bodens, ohne Mit- hulfe der Organe des Hafers zu langſam vor ſich gehen würde, ſo würden ihre wenigen aufgelöſten, durch den Regen in den Boden. geſpülten Theile dem Hafer nur wenig Nahrung geben.- Viele Wurzelgräſer erhalten ſich auch in ſchlaffen Wintern leben- dig, und der Boden verwildert dann unter dem Hafer. Da Übrigens die Stvoppeln und die Gragnarbe in einer größern Tiefe zu ihrer Zerſezung einer längern Zeit bedürfen, als wenn ſie flac) untergebracht ſind,'der Hafer aber doch einen gewiſſen Grad ihrer Zerſezung ſehr gern hat, ſo muß die Pflügfurche nicht zu ſpät im Herbſt erfolgen, damit bey der warmen Witz terung dieſe Zerſetzung noch genugſam vor ſich gehen kann. Wenn der Hafer nach behackten Früchten folgt, ſo iſt eine Pflugfurche hinlänglich, weil der Boden nach ſolchen: Früchten loc>er genug iſt und auch die Que>en durch das wiederholte Lo- dern deſſelben nicht ſehr auffommen können. Dieſe Furche wird am beſien im Herbſt gegeben, weil dann der Hafer am zeitigſten im Frühjahre geſäet-werden kann, und ſich der Bo- den den Winter hindurch gehörig ſetzt, was- dem Hafer lieber iſt, als wenn der Boden bey ſeiner Einſaat zu ſehr gepülvert iſt.- Wenn übrigens auch der ſehr gelo>erte Boden durch die Winterfeuchtigkeit zuſammenläuft und im Frühjahre eine Rinde bildet, die manchen andern Sommergewächſen nachtheilig ſeyn würde, und im Frühjahre durch eine wiederholte Pflugfurche erſt gebrochen werden müßte, ſo ſchadet dieſe Rinde dem Hafer, da er ſo zeitig geſäet werden kann, ehe dieſe Ninde volliommen erhärtet, und da er mit ſchweren Eggen, welche dieſelbe bre- er würde einige Bodenarten zu loſe machen, wodurch der an ein nüchternes Le- ben gewöhnte Hafer übermüthig werden, zu viel ins Stroh ſchie: ßen und nur wenig Frucht anfeten würde.“ Folgt ver Hafer nach Erbſen vdex Wicken, ſo iſt die einfüh: „rige Herbſtbeſtellung in einem nicht zu bindigen Boden zwe: mäßig. Der Boden iſt gewöhnlich nach dieſen Früchten ſehr mürve und rein von Unkraut; doch muß er unmittelbar nach ih- rer Aberndtung umgebrochen werden, wenn er nicht in kurzer Zeit verwildern ſoll. Der umgepflügte Acker verraſt zwar auh nod) vor Winter, aber die Raſennarbe wird zum Theil durch den'Froft zerſtört, zum Theil bey der Haferſaat durc) tüchtiges Saft("1 7 vun aum erdeß im Vu hpjer pfl) nötig. 1 ſimmen! 1 vyohl am eben MM u(aſſet und fo der fs made, vm NEE ſahre uin M vr Dofus fe vaten | AF 3 ſm. yn in Flandy iſt, hat Ne Styl ZI tief 46 legem mi ) nod 6 diſen fle 4 Wſioppel, (Uſt 4 Venn 4 fommt Wiilzenbeng | Wnwnglic Vie Furchj UNENEN ſchl dir “ Nd, wd: vorbetgn; LUng eine, | gehörig it, fin, wie| Fraönarbe: - Biſe umz , Mirz, Agzbhau der Feldgewächſe. Hafer. 161 .(301) hes Zrdy Eggen- vertilgt, und der Boden verbleibt hinlänglich locker. mpflügun Die Stoppeln dieſer Gewächſe können ſich in dieſer Zeit genug lüber die 3 ſam zerſeven, ſv daß ſie dem Hafer vollkommne Nahrung ge- x Wetig 1 ben. Wollte man nach dieſen Gewächſen erſt im Frühjahre zu | nicht auf Hafer pflügen, ſo würde der Acker bis dahin ſo verwildern, daß, H und hy; wenn man nicht ſeine gänzliche Verwiiderung unter dem Ha2 (8, own fer berbeyführen wollte, er mit mehrern Furchen beſtellt werden | geben 1) müßte, Wodurch die Arbeit nur unnöthigerweiſe vermehrt Roden Würde, 0 Wenn der Hafer nach Klee folgt, und der Klee, er mag ein- Vinten., oder zweyjährig ſeyn, vollkommen geſtanden Hat, ſo n Haf. 1 daß der Boden nach ihm gehörig lo&er und mürbe und rein von einer ae Unkraut iſt, ſo iſt zu ihm eben ſo, wie zu andern Gewächſen, ofen, als 15 welche nah dem Klee folgen, nur eine einführige Beſtellung Oi nöthig. Wenn der Boden nicht zu zäh, zu naß,„und dem Zu- ES. j ſammenlaufen und der Abſpülung unterworfen iſt:; ſo0- iſt es M Tt MÄN< BMW wohl am zwedmäßigſien, die Pflugfurche noh im Herbſt zu Min geben und den Aker den Winter über in rauher Furche liegen -](-Äth zu laſſen. Dex untergepflügte Klee zerſetzt ſich dann um ſo eher, < 1% uh und kommt dem Hafer um ſo mehr zu gute. Auch befördert 8 Fü! der Froſt die Zerſetzung der Kleewurzeln, und-es iſt ausges verpuit«: macht, daß eine in angeführtem Boden vor Winter umgepflügte / Wes Kleeſtoppel vorzüglichern Hafer giebt, als wenn ſie erſt im Früh- | 0, 4 jahre umgebrowen. wird. Die Kleeſtoppeln müſſen jedoch, da Imwh'der Yo: Her Hafer einer tiefgelo>erten Boden liebt, zur volikommnen 0 0 kon GSTiefe untergebracht werden. Dan eten Hierbey iſt eines Verfahrens, den Hafer in Kleeſtoppeln zu Enduh! ſäen, zu gedenken, welches Schwerz anführt:„Zu Voorde F WE in Flandern, wo der Boden eher ſchwer, als leicht zu nennen rhei Ww ift, hat man eine eigne Art, den Hafer nach Klee zu beſtellen. 10 Wi! Die Stopyeln des letztern werden vor Winter flach, etwa drey Ey: dem di Zoll tief umgepflügt, und bleiben in dieſem Zuſtande über Win- S5) volon rer liegen. Im Frühjahre wird 3=- 4mal geeggt, dann geſäet F+ dieſelbe und noch ſec bar nah! gehörig umgelegt ſeyn und aneinander ſchließen, und nicht tlaf- 48 in EU fen, wie dieß häufig bey ſchlechtem Pflügen, beym Pflügen der eſt zwar a Gragnarbe zu geſchehen pflegt. Sind die Pfiugſtreifen auf dieſe = heil dum Weiſe umgelegt, ſo iſt die gauze Gragnarbe gehörig bedeut, eh tü Bau der Feldfrüchte.--3. Abſchn. März. (302). 4 und es befindet ſich“ unter, jedem Pflugſtreifen. ein hohler Rauty, wodurch' die Zerſet 0| 1 ſi] wird, Ein fvicher zu gehöriger Zeit im Herbft umgebrochener für den Hafer. erforderlichen Grad von Loderheit haben, und die Gragnarbe wird genugſam zerjeht ſeyn, um ihm die gehörige 8; 8 Zerjeht fer Nahrung" zu. geb weit leichter durc)' wenn man. dieſelbe erſt im Frühjahre umvpflügt, wo fich ein 1. Auch wird die umgewendete Grasnarbe e LY, 1 1 FRI 225,S rr « pas 3. Ca) ) E (6m] 2 cr ++ “> .+ * = .D 7%u A GG > -., ZZ daw) GS EI 2 IS et = >>| =] * nN bey iſt e8-jedoch unerläßlich, im Frübjahre bey der Haferſaat die ſchwere. Walze in Anwendung zu bringen, um die Furchen nieder ßen, wo ſie keine Nahrung- finden, Wenn der Dreiſch jedoch aus einem bindigen naſſen] Boden beſteht, der viele LLurzelgrä- ſer enthält, die erſt durch ein mehrmaliges Pflügen: gezwungen werden, ſv muß eine mehrfurchige Beſtellung erfolgen, wovon wir in der Folge reden werden. Kommt der Hafer in Neubruch, ſo wird man wohl unter allen Umſtänden am- beſien thun, den Ac>ker. nur auf eine Fure- err, vollkommen mürbe ſeyn wird, Wenn man Teiche hat, die abwechſelnd bewäſſert, mit Fi- ſchen beſetzt und beſäet werden(gewöhnlich werden fie drey Jahre hinter einander bewäſſert, und dann drey Jahre hinter einander beſäet, welches wohl unſtreitig, ſowohl in Beziehung der Fiſche- NN,net. Dieß iſt auch, wie bereits angeführt worden, beym Teichgrunde dex Fall, wenn er nicht gehörigen Abzug hat.: In einem bindigen zähen kalten Boden iſt zwar gewöhnlich eine mehrfurchige Beſtellung anzurathen 3 allein, wenn ein ſol: er zu pflügen, wenn H. 20 März. Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. (306) er noch ſehr naß iſt und ſich wie Butter ſtreicht z denn derglei- erten Boden zeigt ſich das Samenunkraut weit thätiger, als in einer feſten Krume, und beeinträchtiget daher den Hafer gar ſehr, oder unterdrückt ihn zum Theil gänzlich. Thaer ſagt:„I< habe gefunden, daß, nach dem Durch» ſchnitt der mir ſeit. 15 Jahren bekannt gewordenen Erfahrun: gen, der einführige Hafer beſſer geworden iſt, als der zweyfüh: rige. Es war aber alles Land ſolches, was mit Hedrich und anderem böſen Unkraut angeſaamt war. Dieſes kam weniger in dem einfurchigen Acker auf, und entzog dem Hafer weniger Platz und. Kraft.“ Da Übrigens die Samenunkräuter in dem lo>ern Boden hauptſächlich wuchern, ſo wird man um ſo weniger Anſtand nehmen dürfen, den Hafer in dieſem auf eine Furche zu ſäen, indem das Land dadurch genugſam für ihn gelo>ert wird. Uebrigens wird man, da der nur mit einer Furche beſtellte Bo- den unter dem Hafer ſehr verwildert, unter allen Umſtänden ſehr wohl thun, wenn man, um das Verwildern/ des Ackers nach dem Hafer zu verhindern, die Stoppeln deſſelben bald nach ſeiner Aberndtung umbricht, und überhaupt dem Acker zur nache folgenden Frucht eine ſorgfältige Beſtellung giebt.' Die mehrfurchige Beſtellung zu Hafer iſt in dem mit vielen Unkräutern angefüllten Boden, ſo wie in einem bindigen, zähen, Lalten und feuchten Boden nöthig. Je nachdem das Wurzelun- Xraut in dem Aker mehr oder weniger überhand genommen hat, oder der Acker mehr oder weniger feſt, zäh und naß iſt, werden zwey oder mehrere Furchen nötbig ſeyn, um denſelben zu Hafer ſo zuzubereiten, daß er den möglichſten Ertrag giebt, und der Aer zum Nachtheil. der folgenden Gewächſe nicht zu ſehr unter ihm verwildert, fer unt190 ſie es IN des 1,8 huf diho antom? wähnuft wie dit) ſey, 116 führiath 00 und fund Dur (4 mag er niVODEN Ji nem jg hr vers be devfo jen Tod 8 Wihreni Hafer zk age nuf yt, vy im vue Wiitigen 19 NNUBON Jmiraun Hateggtuß dn Ader, 0 Ts ved durd (zeitig,| Märk, denn ban. „en Foßm Wbey dan iv nenden Gy ] 5 1 Werden by S den ſechs Dh Si ber aufe CN! ſtelligen fin I| deutlich ih er dieſen Ih Sl gehörig ah QU nziehen; dy ED) Ader mant 1 die beſtimm BB aber der% ZIT ſaet Worb» SEL nuch eis nati dergleidt (30 Beſtellun 1 A nach den 1) die mehr 08 zeigt fich | Yien Reut, fa wotedrn fü dem Dich Gt Erfah! |8S der zweyſt oE Hedrich 1 1 Went! vA wenige! Bum Dil we iger Inſt Darche zul lodert 1 ww abeſtellie) = 1 Imſt Zn des We en bald! fer zur ein miel EE digen zi 48 Butt ? auf die Nachfrucht, Anbau der Feldgewächſe. Hafer. (307) Sehr oft findet die zweyführige Beſtellung Statt, wo eine Furche im Herbſt, eine Stürzfurche und die Saatfurche im Früh- jahre gegeben wird, Viele Landwirthe glauben hiermit genug Serum zu haben, und wenn der Hafer nicht geräth und der Acker nach ihm verwildert, ſo ſchreiben ſie dieß- lediglich dem Hafer ſelbſt zu, ohne zu berückſichtigen, daß bey einer ändern Berfahrungsart hinſichtlich der Zubereitung des Bodeys zu Ha- fer ein anderes Neſultat Statt finden würde, Obgleich die angeführte zweyführige Beſtellungsart zu Ha- fer unter manchen Umſtänden ſehr zweckmäßig ſeyn kann, ſo iſt ſie es do< nicht immer, indem hiebey auf die Beſchaffenheit des Bodens, ſo wie auch auf die Vorfrucht, zum Theil auch die nach dem Hafer folgen ſoll, ſebr viel ankommt. Wir wollen nun zuerſt derjenigen Verhältniſſe. Er- wähnung thun, wo die zweyführige Beſtellung paſſend iſt, und wie dieſelbe nach den Statt findenden Verhältniſſen einzurichten ſey, und dann derjenigen Umſtände gedenken, wo eine mehrs« führige Beſtellung nöthig iſt. Man findet ſehr häufig, daß ein nicht ſehr gebundener, an und für ſich auch nicht ſehr feuchter Boden dennoch mit ſo viel Wurzelutikraut, beſonders mit Queen, angefüllt iſt, daß man es nicht wagen darf, den Hafer auf eine Furche zu ſäen, wenn er nämlich nicht nach behackten Früchten oder ſolchen Sommer- gewächſen, zu denen das Land ſehr gut zubereitet worden iſt, ſondern in Wintergetreideſtoppeln folgt, weil das Land ſonſti zu ſehr verwildern würde. Durch eine Frühijahrsbeſtellung würde aber dem Boden nicht nur die Winterfeuchtigkeit zu fehr entz0= gen, fondern die Haferſaat würde auch zu ſehr verſpätet werden, während es. in einem ſolchen Boden ſehx angemeſſen iſt, den Hafer zeitig zu ſäen, Da ein ſolcher Boden das Eindringen der Egge nach einer Furcen werden zum Theil durch den Winterfroſt getödtet. Der gebälkte Acker tro>net dabey im Frühjahre zeitiger ab, als wenn er förmlich geſtürzt worden wäre, und geſtattet eine frühere Beſtellung. So bald der Aker troFen genug iſt, werden die Balken mit einer tüchtigen Egge zerriſſen, wobey viele noch lebendige Queen herausgeriſſen wer- 20* 167 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (308); EID. den. Dann wird zu gehöriger Tiefe zur Saat gepflügt und der Hafer bald darauf geſäet. 2 Der mehr ſchwere, kalte, zum Theil naſſe Boden enthält zwar gewöhnlich nicht ſo viel Wurzelunkräuter, als der mehr. lockere Boden 3; dennoch muß aber der Hafer in ihm auf zwey Furchen beſtellt werden, wenn er die für ihn benöthigte Lo>er- heit erhalten ſoll. Unter allen Umſtänden wird es angemeſſen ſeyn, die erſte Furche im Herbſt zu geben und rauh liegen zu laſſen, weil der Winterfroſt das Mürbwerden des Bodens be- fördert, im Frühjahre, wegen minderer Zubereitung, eine frühere Saat Statt finden kann, und die vorhandenen Unkrautwurzeln größtentheils getödtet werden. Es verſteht ſich jedoch, daß die erſte Furche, die Stürzfurche, flach ſeyn muß, damit ſie bey der Saatfurche, Wendefurche, gehörig unterfahren werden kann. Einen ſolchen Boden richtet Dr. Sch weißer(vergl. deſ- ſen Aufſatz in dem 1. Bande, der Mittheilungen aus dem Ge- biete der Landwirthſchaft) folgendermaßen zu:„I< laſſe“-=- ſagt er=-„jederzeit die zu Hafer beſtimmten Wintergetreide: felder im Herbſt ganz umbrechen, im Frühjahre ſorgfältig in die Länge und Quere eben eggen 3; dann zur Saat mit ſo ſchmalen Furchen, als nur zu erzwingen ſind, a>kern, den Hafer bald darauf ſäen und recht tüchtig eineggen. Es" iſt auffallend, wie der Ertrag des Hafers durch dieſe Beſtellungsart gehoben wird.“ In jedem feuchten Boden iſt es übrigens ſehr. dienlich, wenn man bey dem Stürzen im Herbſt die Ausſtreichefurchen als ei- nen nicht zu ſtarken Kamm, der leicht von der Egge zerriſſen werden kann, ſtehen läßt, dabey in nicht zu breiten Beeten ſtürzt, und die Waſſerfurchen eben ſo gut, wie bey einem Saat- felde aufräumt, weil dadurch das Anſammeln überſlüſſiger Feuch: tigkeit und das Waſſerhartwerden, dem ein ſolcher Boden un- terworfen iſt, verhindert wird, und er um ſo eher im Frühjahre abtro>net. Wenn wan mehrjähriges Dreiſchland mit Hafer beſäen will. und daſſelbe mehr gebunden und feucht iſt, und viele, weniger leicht zu zerſtörende Wurzelunkräuter hat, ſo werden zu Hafer zwey Furchen erforderlich ſeyn. Man giebt dann die erſte Fur- net iſt, wird tüchtig geeggt, und dann zur voll: xommenen Tiefe zur Saat gepflügt, ſo daß die im Hexbſt um- gelegte Raſennarbe mit einer Schicht Erde aus dem Untergrun- de überde>t wird. Das Land wird auf dieſe Weiſe genugſam zu Hafer vorbereitet und gelokert ſeyn, und er wird an der inzwiſchen genügſam zergangenen Grasnarbe die gewünſchteſte Nahrung finden. Auch wird der Dreiſchacker nach dem Hafer nicht ſo roh ſeyn, daß er für andere Gewächſe einer vollſtändi- "M ſ0 vr Hoßig M)! dringent! Stürzeilſ) nun mint weinen und 100 40 EN CH did freu oe, 7 ql wid 160 ,. Ihen 6 | 604 reitung 2 Vortheil) für die 1034 eliebigents ifrung uren m Und zf Uſter(Ty amm vn (Ommen "' mr Wen 18 Grihjhre? V 19 ſehr bind5 Ampfehlin WU einem" Wu einer| ft in den? den Hafen, Anbau der Feldgewächſe. Hafer. (309) Braachbearbeitung bedürfte, wie dieß ſehr oft bey der ein- igen Beſtellung des Dreiſchhafers der Fall iſt, wenn man Beſchaffenbeit des Bodens und den vorhandenen Grad von *“?€> ? 2 z2 5535 a] Wurzelunkräutern nicht berückſichtiget. EEE;: Viele Landwirthe ſtimmen ausſchließlich für die Zurichtung -[LY des Bodens bey einer zweyfurchigen Beſtellung zu Hafer vor CL Sv ſagt Sers zur Saat gepflügt, und dieſer war hos mal der beſſere, ſelbſt, wenn er uur einmal gepflügt werden k Jetzt verfahre ich dabey folgendermaßen. So früh, als es BEE Erndte und Winterſaatgeſchäfte geſtatten, wird geſtoppelt. X der Aer ſo 4--6 Wochen raub dagelegen, ſo wird geeggt, und (Y um ſo tüchtiger, als der A>er vorhin unrein war. Iſt er ſehr Floßig und ſch wac ie de inn tergebracht. Dieſer Hafer geht ſehr ſchnelk au auch freudig fort, während der, wozu im worden, bey tro&>ner W itterung ganz 3 Keſſbleib gel wird er höher an Stroh, ergiebiger an Korner! ſicherer, als die) S< werz ſac t hierüber Folgendes:* des Bodens vor Winter bat. 18, daß man dadurc) Segel DIGUE gewinnt z zweyt ie Erde bringen kann, wodu Umſtänden. DIRDbE Di er Wird 3 den Es= ESKWMEARUELGNF den Hafer dabey weniger gefährden. ſtere lieber den durch das Lieget über Win zeſ| den nicht, leß |. Fr 1 Sm + 23 . *.„; 1-4 “%= +"-. ere ſind zum Theil über Winter zum gefommen, und durch den Froſt geſtört worden, oder werden vs no&net, mochte man wobl oft in den Fall kommen, daß auch die tüchtigſten Cggwertzeuge Un =-.€ 169 dem Hafer nicht genug Krume verſchafften, und genörhigt ſeyn, ' ABEs+ FEN 27 GESELÄREERS. 0.5 ves 7 5] Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. Qärz.) (310)*| A noch eine beſondere Pflugfurche zu geben. I< kann es aus eig» nh ner Erfahrung beſtätigen, daß ein nicht allzuſchwerer Lehmbo»[ELT den, der ſich ſonſt recht gut bearbeiten ließ, vor Winter geſtürzt u und zu Hafer zur Saat gepflügt, nah ſchlaffen Wintern mit qt) 2 wenig Schnee und Froſt, wo im zeitigen Frühjahre ſcharfer an= ENE haltender Sonnenſchein und ſcharfe Oſtwinde Statt finden, der» of maßen zuſammengelaufen und zuſammengebacken war, daß ihm Fir ſelbſt die ſchwere Nuhregge nicht viel anhaben konnte; es mußte dingt 15 vielmehr eine wiederholte Pflugfurche Statt finden, bey welcher ten der Acker in großen Klößen brach und auch nach dem angeſtreng- JE teſten Eggen ſehr kloßig blieb; wogegen der über Winter in flas dimit(1290 ern. Denn in einem ſehr verque>ten Boden iſt es| Mihr 8 1. ſchwer, den Hafer zur gehörigen Tiefe und gleichförmig einzuegs= Nm nch gen, weil durch die Quecken der Boden und mit ihm der Hafer"ht,= |.&n vieien Stellen zuſammengeſchleppt und das Eindringen der 4) 4 Egge gänzlich verhindert wird, wobey viel Hafer vberflächlich ſm,(1 ON liegen bleibt, und viele Stellen ganz von Samen entblößt wer» Wer 17 den: Iſt der Hafer dagegen untergea>ert, und es ſind noch Oder Tete 3 107 viele Queen im Boden, ſo kann man ſie durch ſorgfältiges Eg» and uts 114 gen um ſo mehr beraugbringen, ohne zu befürchten, daß dabey 3) 9,9 vn der Hafer mit verſchleppt wird, Jn dem die Feuchtigkeit minder- ſv vflüge 15 115 haltenden Boden, der durch eine mehrfurchige Beſtellung ſehr m Frühja, 190 gelv>ert worden iſt, iſt Überdieß die tieſere Unterbringung des din quedenn j Pafers, wo ex mehr Feuchtigkeit findet, ſchr rathſam. Jn der 4 | 3. I 4 Anbau der Feldgewächſe. Hafer. 171 - MAENN;(311) En 0 dh Nächſtdem führt noch Schwerz eine beſondere Beſtellungs- Ter Rhin art zu Hafer an, welche er die gerodete Beſtellung nennt, SD worunter das Rajolen oder Rigolen des Bodens zu verſtehen iſt. 8 ſd WE Er ſagt hierüber Folgendes:„Wenn in Flandern das Land - FIG gerodet wird, welches im Waeslande und der Gegend von mm. Aloft alle 6--7 Jahre Statt hat, ſo wird es vorzugsweiſe mit | W vf Hafer» beſtellt. Das Roden wird mit dem Spaten vollführt, und 25(8 uhh dringt 15-16 Zoll tief ein. Es geſchieht allemal nach Winter. je dey welhn Nachdem das Land eine Weite rauh gelegen hat, und anfängt IS Angeſt grün auszuſchlagen, wird'.es eben" geeggt und flach umgepflügt, Inter in fu damit ſich der Boden ſchließe und ſee. Darauf wird wieder 1W9? mt geeggt und Miſt aufgefahren, der Hafer über den gebreiteten SM Ungen wn Miſt geſäet und beide zuſammen untergepflügt. Darauf wird ge- Cigien un) walzt. Man wird ſich. wundern, daß da zu Lande ſv viel Com» 158 feine Zh plimente mit-dem Hafer. gemacht werden, den man anderswo IM ingen On) auf einen 5, oft nur 3--Zoll dicken„ einführigen Schnitt ſtreuet 3 (Ste, dem Ih: und fürchten daher, daß die dadurch bewirkte Ertragsvermehrung ſolche Rodekoſten nicht deen könne, und man hat in ſo. weit J8hde imm nicht Unrecht; aber der Flammänder hat nicht ſowohl den Ha- „vm ohe fer- 818; den, auf„den Hafer, folgenden Lein und mehr noch die 1:19 Ärderlichen ganze Zeit ſeines Fruchtumlaufes zum: Ziel, und dieſes Ziel. et- M beſtelt reicht er in hohem Maaße.“ In Hinſicht der Form, der Tiefe der Beſtelkung und der Veſtellungszeit zu Hafer, kann man im Allgemeinen annehmen, daß es am beſten ſeyn wird, den nicht zu feuchten Aker, wo möglich ohne-Beetfurchen in eine Fläche', den mehr feuchten in möglichſt breite Beete zu pflügen 3 die Beſtellung in jedem Bo- 7 NUNN 17) WRANC 0 AEN) NFM DA ZU, 4 5 | vie den zur möglichſten Tiefe zu geben, da der Hafer mit ſeinen | jm Wurzeln tief eindringt und ein tief gelo>ertes Erdreich liebtz Een fi und die Beſtellung ſo zeitig als möglich im Frühjahre zu vollen- Wer fn Den, damit der Boden-ſich vor der Saat noch gehörig ſetzen, | DUM die Saat ſelbſt aber ſo zeitig als möglich eingebracht werden JOE NEU Fann,"weil der Hafer-/- als ein langſam wachſendes Gewächs, |. Fh eine zeitige Ausſaat erfordert. WYE ACCIOM DB.„„ ir wen |>(zm,| Zum Schluß halten wir es nicht für überflüſſig, noch fol- "SS. ſtens ei gende Beſtellungsregeln beym Haferbau, von Dr. Schweißer, |= nebſt Zugaben von Sch werz," welche arößtentheils mit dem, I von uns über die Beſtellungsart des A>ers zu Hafer Geſagten 14 Billi a übereinſtimmen, zu geben. - DUG 1) Will man mit Gewißheit einen lohnenden Ertrag von - NAU dem Hafer erwarten.:: ſo muß die Art ſeiner Beſtellung ſich. vor Phy vr SE IEENIE AUDI IM A M9 Allem nach den Vorfrüchten und der Beſchaffenheit des Bodens 1 Se richten. I 4080 2) Jſt der Boden ſchwer und die Vorfrucht Getreide, gewes | M) ſen, ſo breche man deſſen Stoppeln im Herbſte um und yflüge verf 13 wenigſtens einmal im Frübjahre, ſäe den Hafer auf die rauhe, SEM oder ſollte das Land ſehr kloßig ſeyn, auf die abgeeggte Furche |> I und egge den Samen ſorgfältig ein. .„Mie 3) Hat man unter den angegebenen Umſtänden 8 genug, Mt ſo pflüge man, beſonders wenn der Acker verqueckt iſt, zweymal - WiN im Frühjahre, oder beſſer, man bediene ſich, im Fall der Bo- 5 Altun) nN den queckenlos iſt, ſtatt des zweyten Pflügens, des Unterbrin2 ME gung“ gens der Saat durch den Schaufelpflug, Sollte die Saat da- ZD eee een ne NNN Innen=neonr 1er 172 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (312) durch auch etwas verſpätet werden, ſo wird man ſich doch gut bey dieſem Verfahren ſtehen. 4) Iſt der Boden locker, tro>en und in Kraft, vielleicht auch mit etwas Samenunkraut angefüllt; ſo bleibt es am rath- fſamſten, im Frühjahre nicht zu pflügen, ſondern den Hafer auf die Herbſifurche zu ſäen und mit der Egge unterzubringen. 5) Vortheilhafter iſt es für den eben gegebenen Fall, dem AFer voy Winter zwey Furchen zu geben.' 6) Jn dem Falle, daß der vor Winter zweymal gepflügte Boden(von dem einführigen gilt das um ſv mehr) durch einen un- gUnſtigen naſſen Winter ſollte zuſammengeſchlämmt worden ſeyn, iv thut ein Pfligen im Fruhjahre Noth, oder doch das Unter: gFern der Saat, lettres, wenn der Boden von Natur lo>er iſt. . 7) Tſt der Boden ſehr feucht und der Herbſt ſo naß, daß die Pflugarbeit dadurch erſchwert und nicht gut wird: ſo ſcheint es häufig am gerathenſten, in dieſer Jahreszeit nicht zu pflügen z ſondern die Stoppeln erſt nach Winter umzubrechen, und ſo: gleich auf die rauhe Furche bey den erſten günſtigen Tagen den Hafer zu ſäen und einzueggen, 8) Nach beha>kten Früchten aller Art wird es, wenn im Derbſt ſorgfältig gepflügt wurde, am gerathenſten ſeyn, den flug im Frühjahre ganz wegzulaſſen, und den Samen unter- zuſchaufeln oder einzueggen. Nur ein ſchwerer naſſex Boden macht davon eine Ausnahme, 9) Nach Hülſenfrüchten, auf nicht ſchwerem Boden ausge- nommen, ſcheint ein mehrmaliges Pflügen nach Winter zum Hafer nothwendig z weil nach ihnen meiſtens die Felder ſehr feſt Werden und feucht bleiben.: 10) Nach Klee darf nur einmal, entweder vor Winter, oder nach Winter gepflügt werden. Auf lockerem, dem Zuſammen:- ſchlämmen unterworfenen Boden iſt das Nachwinterpflügen dem Herbſtpflügen vorzuziehen. 1 Eine überjährige, meiſt verque>te Kleeſtoppel wird am ſicherſten gezweyfurcht. i 12) Esparſettfelder, Luzernfelder, werden am beſten vor Win- ker umgebrochen. Daſſelbe gilt auch für Neubrüche, es ſey denn, an EIE feuchte Lage hätten, Im Frühjahre wird nicht wei- er gepflügt.:: 13) Obgleich der Hafer einen tief erbrochenen Boden liebt: ſo muß dieſer ſich doch nachher wieder geſchloſſen haben, wenn der Hafer nicht Lager werden ſoll. Daher lohnt es ſich, wenn man öfterer eggt, als man zu thun gewohnt iſt, 1 Samen und Saat. Eine gehörige Auswahl des Samens iſt beym Hafer, da ex Dey ſeiner großen Doppelwüchſigkeit immer einen beträchtlichen Theil unreifer und unvollkommener Körner enthält, ein“ höchſt nöthiges Erforderniß, wenn man eine gute Erndte erzielen will. Immer muß man bey dem Hafer in Hinſicht des Samens vor: ſichtiger ſeyn, als bey andern Getreidearten, da er ſich, da ihm gewöhnlich immer der geringere Boden angewieſen wird, minder als dieſe beſto>en kann, und die durc) unvollkommenen Samen entſtandenen Lü>en nur durch um ſo üÜppigeres Unkraut aus: alihen 9 4 Alnh 7 jeham g4Y0E jb by dor Dum (ibo Art 7 0 gehe upfallen, I (avs ls eine mit 108 nE win Zie 6 ehh) fiüdende tt Weil de 5 Gheunch 1 verfürte! niht mit geerndiog, untern 1 wid, LM Linge au] M ſet vreſhFo fOnmenſuas Nmp8; tu He AEN Crfahrun fl ſamen jin9n lid in ej aber(4 11 beſereigg bleibt dab | ſt beſials ! nöthigd vn Zeit 4 Anbau der Feldgewächſe. Hafer. 173 1 geglichen werden. Man muß daher beym Dreſchen des Hafers Eraft, vj das Abnehmen des Samens nicht bis zuletzt laſſen, ſondern von ht es M jedem gehörig reif gewordenen Hafer, während der ganzen Dreſch: 4 zeit, den ganz vorderſten Wurf abnehmen und ſammeln, ihn vor F übrig dem Dumpfigwerden bewahren, und vor der Saat auf jede mög= 0) liche Art vom Samenunkraut reinigen. Dumpfig gewordene Sa- men gehen zwar:auf und treiben auch ſchwache Pflanzen, die aber keine Körner anſeten, ſondern gewöhnlich in der Blürbe Oytal% umfallen.. Die Reinigung von Unkrautſamen iſt um ſo nvöthiger, Qurd ein da das Land ohnedieß unter dem Hafer ſehr verwildert und durch Hie eine jg Samenunkraut. angefüllte Haferſaat vollends verunrei- "Wh nigt wird. Fi atur Indy: Die Urſache, warum man in vielen Gegenden- in großen St ſv 15, Wirthſchaften ganz ſchlechten Hafer findet, der nach den Statt Ebird; vi findenden Umſtänden ungleich beſſer ſeyn fönnte, liegt zum ht zu vf Theil darin, daß man den zuletzt geerndteten, reifſten, in der Eichen, un) Scheune im Panſen vbenauf liegenden Hafer mit den Pferden F101 Toy) Verfüttert, und an. den Samen erſt dann denkt, wenn man . nicht mehr viel zu dreſchen hat, wo er dann von dem zuerſt 4, wett geerndteten, der noch nicht die gehörige Reife hatte und in den 191 ſeyn, 1 Untern Altern des Panſens dumpfig geworden iſt, genommen WWimen um Wird. Oft iſt aber auch die üble Gewohnheit, den Hafer zu ſer Bod lange auf dem Felde im Schwaden zu laſſen, damit er ſich beſ: - fer dreſchen laſſe, wo dann ganz natürlich dis reifſten und voll- anon au) kommenſten Körner ausfallen oder auswachſen, die Urſache davon. ot Bitt 3: Dem Augarten ſind die beſſern Haferarten, wenn auf ihre 56a(zr) QCultur keine beſondere Sorgfalt verwendet wird, oder die Ver= | bältniſſe ſie nicht ſehr begünſtigen, ſehr unterworfen 3 denn die » Winter| Erfahrung hat es genugſam beſtätigt, daß auch der beſte Hafer- j; Zu ſamen in einem ſchlechten Boden und. bey ſchlechter Cultur ends - PMSG lich in den ſogenannten Barthafer ausgeartet iſt. Dagegen iſt X) pflügen! es aber auch bekannt, daß ſich der Hafer bey beſſerer Cultur und »ypel wis- beſſerem Boden bedeutend verbeſſert; und das beſte Mittel 9,pp bleibt daher, um guten Hafer zu erzielen, demſelben die mög: |; lichſt beſte Cultur angedeihen zu laſſen. Demnach iſt ein Wech- (0) ſeln des Samens, oder eine Erneuerung der angebauten Art 1008 durch einen auswärtigen vollkommnen Samen von Zeit zu Zeit Zein nh fehr nöthig: denn nicht nur, daß eine Erneuerung des Samens Bebel von Zeit zu Zeit dem Hafer eben ſo zuträglich iſt, wie jedem t, um ihn nicht - Untra! im Freyen aufzuſchobern. 174 Bay der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März, 314 ( der Auswahl des Samenhafers iſt hauptſächlich darauf Rückſicht zu nehmen, daß man von ſeinen verſchiedenen Arten eine ſolche wählt, welche dem Boden, dem Clima und den Cul- turverhältniſſen angemeſſen iſt. Dieß iſt beym Hafer nöthiger, als bey andern Getreidearten, da man ihm im Ganzen genom: men immer mehr den ſchlechtern und magern, als den reichern und beſſern Boden anweiſt; und wenn man daher eine Hafer» art wählte, welche einen kräftigen Boden verlangt, ſo würde dieſe zwar auf dem guten Acker einen lohnenden Ertrag geben, auf dem ſchlechtern aber um ſo mehr zurückſchlagen. Wählt man dagegen eine Haferart, die einen minder kräftigen und guten Boden verlangt, ſo wird man von dem ſchlechten Aer immer eine verhältnißmäßige Erndte erhalten, auf dem guten Acker wird dagegen dieſe um ſo vollkommner und auch hier einen ſehr loh« nenden Ertrag geben; denn eine geringere Haferart aus einem magern ſchlechten. Boden in reichern und beſſern Boden geſäet, nimmt an Vollkommenheit mehr zu, als' die geringere Art ir2 gend eines andern Getreides." Je beſſer im Allgemeinen der Bo» den- und die Cultur ſind," wird man' eine“ beſſere und ſchwerere Haferart wählen können.- Wo der Hafer ſpät geſfäet werden muß und die, die Vegetation begünſtigende warme Periode nur Eurze Zeit dauert,“ werden die Frühhaferärien den entſchieden: ften Vorzug verdienen.; Da der Hafer ſchwer und langſam keimt, ſo iſt es von 4102 ßer Wichtigkeit, nur den leichten und ſchneller keimenden Hafer von der einjährigen Erüdte- zur Saat zu benüten.'Zweyjähri- ger Samen giebt zwar vollkommnen Hafer; allein er muß, wenn er nicht zu dünn ſtehen ſoll, ſo di> geſäet werden, daß gegen das: vermehrte Ausſaatmaaß kein Vortheil, ſondern nur vffen- bärer%achtheil zu erwarten iſt, Es ſcheint Überhaupt, daß der Hafer ſich nicht lange tauglich zur Saat erhält; denn ich weiß mich eines Falles zu erinnern, daß von Ddreyjährigem, ganz voll- kommenem und gut erhaltenem Hafer, bey einer mehr feuchten, als tronen Witterung, nur etwa ein Drittel aufgegangen war. Faſt in allen Wirthſchaften gehört der Hafer zu denjenigen Gewächſen, mit denen man im Frühjahre die Saat anfängt. Er iſt- aber auch dasjenige Gewächs, deſſen Ausſaat man, wenn die günſtige Saatperiode anderer Gewächſe eintritt, bis dieſe ein= gebracht ſind, ohne weiteres aufſchiebt, und man wird daher be: ſonders in den größern Wirthſchaften immer eine ſehr zeitige und“ eine ſehr ſpäte Haferſaat finden. Auch der ganz ſpät geſäete Hafer'giebt vfi einen guten Ertrag, und es ergiebt ſich daraus, daß der Hafer eben ſowohl eine frühe, als auch eine ſpäte Aus- ſaat verträgt, und daß die Periode, in welcher er geſäet werden Fann, länger dauert, als die irgend eines andern Gewächſes.- Doch beſtimmt ſich dieß ganz natürlich nach den Statt finden- den Verhältniſſen: denn nicht unter allen Umſtänden wird man die Saatperivde des Hafers auf gleiche Termine feſtſezen kön: nen, ſondern ſie wird bald früher, bäld ſpäter erfolgen müſſen, wenn der Ertrag nicht bloß von zufälligen Umſtänden abhängen ſoll. Boden, Clima, diejenigen Umſtände, welche eine zeitigere oder ſpätere Zurichtung des Bodens bedingen, und ein zeitige: res vder ſpäteres Frühjahr beſtimmen die Saatzeit des Hafers, ſo daß ſte bald früher, bald ſpäter erfolgen kann und muß. / otlaid? niſe minde! man haher* ww den Zutalet€ boß der DO fſfimmte€ bergrößten€ muß der ZU im othfals ſüßen ta 8 aw nicht 1 ſofte(M fer)[0 wil lenfanderni Wir vt nah den M ge janführn Betratftt nen Eigen tigfeit, um Et fam Mad zeitgfien 6118 fill; bf ems ee Wenigſten [ihn Ord 75 bien Sol, a Geht vari! mit Gidberliüg tigen Frübnn Hgfit ence unzu ſeines mun der zeln Dire und Hi ſhoen Fann 44 3 ſeineg; ; ehr fey Ddey jein bol ſe hindot Wipfmeine aus 0 eit; Deneg fn vw Song fat Hafer 41 mor Ae Y DÄ bern dein Gitt; in Ni, Weih auf wa Wo der Jol 7 worden, finn 3 p) ;„over"| 76 In feinem «iG ſeine f / I für, Anbau der Feldgewächſe." Hafer. 173 8 ächlich|;(315) Miedenenk, Obgleich der Hafer bey einer ſehr ſpäten Saat im Verhälts El Und)| niſſe minder zurückſchlägt, als andere Sommergewächſe, und Stof m Man daher im Nothfalle. die Haferſgat der Saat anderer Som» Wa mergewächſe am füglichſten kann nachſtehen laſſen, wenn man | WE den Totalertrag der ganzen Wirthſchaft berüFſichtiget, ſo hat Sy eim 1... doc) der Hafer eben ſo gut, wie jedes andere Gewächs, eine iD 4% beſtimmte Saatperiode, von der man den günſtigſten Erfolg mit SG,"1 der größten Gewißheit erwarten kann, und dieſe wahrzunehmen, “ Ws muß der Zwe jeder gut eingerichteten Wirthſchaft ſeyn. Nur er Dik im Nothfalle bey beſonderen Jahrgängen und bey beſondern Um» VS" und ſtänden kann es rathſam ſeyn, abzuweichen 3 man muß es ſich [FM Ader im aber nicht, wie dieß leider in vielen Wirthſchaften bey einer VE min Schlechten Einrichtung der Fall iſt, zur Regel machen, den Has» Zen ſhy fer, jo wie in jeder andern Hinſicht, auch in dex Saatzeit, al» Dit aw den andern Gewächſen hintanzuſeten. ED oden 930 Wir. wollen nun Über. die geeignetſte Saatzeit des Hafers "Bz M1 nach den Statt findenden Verhältniſſen: das Nähere und Nöthiz- Ste dy ge anführen. S1) ſchw? Betrachtet man den Hafer nach.den ihm von Natur verliehe» " Wet ww nen Eigenſchaften, ſo ergiebt ſich, daßer zum Keimen viel Feuche- (umerioten tigfeit, und zum Aufgehen lange Zeit bedarf; daß-er ein lang» WOntſchiet fam wachſendes Sommergewädys iſt, deſſen Erndte auch bey der : zeitigſten Saat immer ſpäter, als die der“ andern Getreidearten AM bon gw fällt 3 daß er gegen..den Froſt nicht ſehr empfindlich iſt, und daß en Hſt er wenigſtens in ſeiner erſten Wachsthumsperiode einen beträcht» 3walt Lichen Grad. von.Feuchtigkeit bedarf, wenn er ſich gehörig aug» 9 Mw, Wr bilden ſoll, Hieraus folgt nicht nur, daß der Hafer eine zeitige ya daß zm Saat. verträgt, ſondern daß er ſie auch verlangt, wenn man 96 m ff mit Sicherheit auf ſein'Gerathen rechnen will: denn nur im zei- Weedt, vi! tigen Frühjahre, wo der Boden noch ſeine ganze Winterfeuch- (Bin i0w tigkeit enthält, findet er die nöthige Feuchtigkeit zum Keimen 181, zan und zu ſeiner erſten Ausbildung, bis er ſich ſelbſt Schatten giebt: Fähr fudy nur der zeitig- geſäcte: Hafer vermag ſich vor der gewöhnlichen Fiangmn Dürre und Hiße des Sommers ſo:auszubilden, daß ihm dieſe nicht Es. deju ſchaden kann, und er zur gehörigen Zeit reif zu werden vermag, JD at anis. ſo daß ſeine Erndte nicht zu ſpät in die kurzen Tage und in F= OUR die mehr feuchte und ungewiſſe Witterung hinaus verſchoben, S6 dic oder fein vollfommenes Reifwerden nicht durch zeitige Herbſtfrö- Sd dehib ſte gehindert wird. Für eine„zeitige Haferſaat ſtimmt'auch die PS ſeht zm allgemeine auf Erfahrung gegründete Meinung älterer, als neues > ſpät rer Zeit 3; denn gewöhnlich giebt der zeitig geſäete' Hafer„voll» [Sifich dew kommnere Korner und ſchürtet auch beſſer;' wogegen der ſpät ge: iS(iw fäete Hafer zwar manchmal im Stroh beſſer wird, und auch „Stſwtww. mehr Körner giebt, die aber weit unvollkommener ſind, und in u» Gewi Hinſicht der mehligen Subſtanz jenem ſo nachſtehen, daß man Sit fu! dem Gewicht nach von einer gleichen Fläche immer weniger ernd» E. wird Ten wird. Außerdem geht auch der ſpät geſäete Hafer ſehr un- fegen 1 gleich auf und wird ſehr doppelwüchſig. Manche Ausnahmen, EA miſy wo der ſpät geſäete Hafer durch beſondere Witterung begünſtigt EN ah Worden, können nicht als Regel gelten. |. Fb Zwar habe ich manchen Landwirth darüber klagen gehört, 1 410"eit daß in ſeinem lehmigen Boden der Ertrag des Frühhafers, ob» ES 1 vod gleich ſeine Körner vollkommner würden, in keinem Verhält H auf Riſſe zu dem des Späthafers ſtände z allein ich habe einigemal ] 76 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (316) den Grund nur darin gefunden, daß man den Boden nur auf eine Furche beſtellte, dieſe im zeitigen Frühjahre gab, wenn der Aer noh ſo. naß war, daß er ſchmierte, worauf er, ehe er geeggt werden konnte, von der Sonne und ſcharfen Winden ſv zuſammentrocknete, daß die gewöhnlichen nicht zu ſchweren Eg: gen den Hafer nicht einzueggen, und ihm gehörige Krume zu verſchaffen vermochten. Der Hafer ging daher nur dünn auf, indem ein großer Theil vermalzte, und kränkelte ſo lange, bis er ſich, nachdem der Boden durch wiederholte Regen aufgeweicht war, einwurzeln konnte. Es iſt ganz klar, daß unter dieſen Umſtänden nicht die zeitige Saat, ſondern nur die fehlerhafte Beſtellung die Urſache von dem Mißrathen des Hafers ſp 5 Die meiſten Schriftſteller ſprechen ſich entſchieden für die frühere Saat aus, Burger ſagt in ſeinem Lebrbuche der Landwirthſchaft: „„Die frühe Saat hat Vorzüge vor der ſpätern, ſie giebt die ſchwerſte Frucht, und in leichtem Boden ſoll man vor allem ſich bemühen, ſie ſo früh als möglich zu machen, weil die ſpätere ſchwer und ungleich aufgebt, und mehr von der Dürre leidet, als die frühere. Man kann den Hafer bis in dem Juny ſäen, In unſerm hoben Gebirge verzögert ſich in manchen ſpätern Jah: ren die lezte Sgat des Hafers bis in die letzte Woche des May. Solche Saat iſt aber dann ſehr gefährdet, denn ſie wird häufig nicht zeitig, und bringt immer mehlarme Körner. In den Ebe: nen wird ſie zwar immer zeitig, wenn ſie auch Anfangs Juny geſäet wird, ſie iſt.aber dann ſchütter, dünnſtänglich, kurz und leichtförnig.“.; Sch werz ſagt in ſeiner Anleitung zum praktiſchen Aer: bau:„„Die einzige Regel, welche ſich für den Hafer aufſtellen läßt, iſt die, ihn ſo früh zu ſäen, als Zeit und Umſtände es erlauben. Sicherer in der Regel und ergiebiger, oder doch ſchwe- rer(und leßteres will beym Hafer viel ſagen) wird ſeyn der früh-, als der ſpät geſäete. Da der Hafer überdem die Spätfröſte veſ: ſer als jedes andere Sopmyiergetreide verträgt; ſo läuft man bey einer ganz frühen Ausſaat keine Gefahr 3; denn nicht nur wider- ſteht er in ſeinem gragartigen Zuſtande dem Froſte, ſondern auch dann, wenn ex ſchon in Halme geſchoßt iſt, welches die andern Getreidearten nicht thun. Wird der Hafer ſpät geſäet, ſo gebt er ſchwer und ungleich auf, und leidet mehr von der dürren Witterung, als der frühere; dabey bleibt dieſer dünner und ſchmächtiger.“ Es iſt alſo, wie aus Vorſtehendem erhellt, gar kein Zweifel, daß die frühe Saat des Hafers unbedingte Vorzüge vor der ſpä: tern Saat hatz und bey einem leichten Boden, einem windigen; tronen Clima iſt die möglichſt zeitige Saat eine unerläßliche Bedingung, wenn man auf einen ſichern Ertrag rechnen will. Eine beſtimmte, für alle Verhältniſſe paſſende Zeit, wenn man den Hafer ſäen ſoll, läßt ſich nicht annehmen, da dieß von dem Jahrgange, dem Boden, dem Clima und, wie bey der Bearbeitung bereits erwähnt worden, von der vollkommenern Zubereitung des Bodens abhängt. Jn manchen Gegenden nimmt man an, daß es dann Zeit ſey, den Hafer zu ſäen, wenn die Bir- ken anfangen zu grünen, over wenn der Weißdorn zu blühen anfängt; allein dieß iſt eine ſehr unſichere Beſtimmung, indem ] wan in? weider 9 "9! füher gele uft[don S (ifm ZD in, II pep im IE piſſen 201 Gegende niht get wegen zi innen, I er, wend bey Der 1194 ſhut 1& auß das VoYEs u, wenn 1 Simer we zeh Ah bert tunit zum För] Gpätalh ſevohl im] nſſen Botg eim erſten ff ime| Wider Wai Wies Zuther Vurüberlaß' 10 ſehr ins 4] verſchieben 4 Obwohl; „ mien vert SIMir), Anbau der Feldgewächſe. Hafer. 177 317 HE Boden w. man in vielen Gegenden zu dieſer Zeit no nicht ins zb in. 'gab, ww Weil der Boden noch nicht erforderlich tro>en iſt. M uf erh Im. ſüdlichen Deutſchland wird man in dem leichten, auf I 1 fen Vinny Höhen gelegenen Boden, bey einem trocknen Clima, den Hafer Su ſchwm/ oft ſchon im Anfange des März einbringen können; im nörd- Drige Fw. lichen Deutſchland, unter denſelben Verhältniſſen zu Ende des PCnur dim. März. Die gewöhnlichſte Saatzeit in den meiſten Bodenarten ID(0 ly, Pflegt im ſüdlichen Deutſchland das Ende des März und der zen aufew Anfang des Aprils 3 im nördlichen Deutſchland der Anfang bis vß untrhy gegen Ende April zu ſeyn. In vielen Gegenden, in den Ebe- INOX die fly mNnen des nördlichen Deutſchlands hat man das Sprichwort, daß Dafs ii, aus Mayhafer kein Hafer würde, ſelbſt in ſolchen, die einen ſE Shieden fi mehr gebundenen feuchten Boden haben-- ſo ſehr iſt man alſo von der Nothwendigteit einer zeitigen Haferſaat überzeugt. Ju indir, Vielen Gegenden, die ein feuchtes Clima und einen gebundenen 1S ſe zim: naſſen Boden haben, ſo wie in den hohen, kalten, gebirgigten Fl vor elm) Gegenden, wird man gewöhnlich vor dem Maymonat den Hafer «eil die ir Picht ſäen können, und eben ſo in den Teichländern, weil man KX Düne) Wegen zu großer Näſſe nicht füglich eher wird ins Feld ziehen 4 9 Jun können. Hier ſchadet übrigens die ſpäte Saat dem Hafer weni- onſpätern 3 SEL weil er noch Feuchtigkeit genug im Boden vorfindet, und „Wye des M Ley der wärmeren Temperatur der ſpätern Jahreszeit um ſy ; wird ar SChneller wächſt; aber doch iſt ſein Gedeihen immer unſicherer, ain den Ch als das des unter andern Verhältniſſen früher geſäeten Haäafers 3 ] fhtangs Ja und wenn er. auch reichliches Stroh giebt, ſo werden doch ſeine müh in W Körner unvollkommner, und er ſchüttet auch, da die Haferpflan- 4'1 zen ſich bey dem ſchnellen Wachsthume bey wärmerer Tempera- tur'nicht genugſam bewurzeln können, und daher minder Kraft zum Körneranſaß haben, gewöhnlich immer ſchlechter. ve hh | WEN Später/ als in den erſten Tagen des Junius ſollte man, 1 Nom ſowohl in den gebirgigten, als auch in den ſtrengen, bindigen, ebi dm Naſſen Boden enthaltenden Ebenen den Hafer nicht ſäen, weil Wa erin erſteren nur ſelten zur Reife gelangen wird, in leßteren In fein Körneranſatz in die Zeit fällt, wo die Tage ſchon kurz und ] en weniger warm, die Nächte dagegen ſchon kühl und ſehr feucht wm Werden, wodurch dieſelben, bey der ohnehin geringen Bewurze- EN lung der Haferpflanzen, ſo unvollkommen werden, daß ſie größe SI,, tentheils unter die Spreu fallen, und man alſo von dem Hafer St ſy 8! nicht mehr, als den Strohgewinnſt hat, welches unmöglich die Simm GCulturfoſten bezahlen kann, 125 dieſer dus Am beſten fährt man unſtreitig in Hinſicht der beſten Saat- |. deit des Hafers dann, wenn man ſeinen Acker, ſobald er gehö- fin rig zubereitet und ſo trocken iſt, daß er dem Eagen keine Hin: Sv derniſſe in den Weg legt, und man nach der Regel der Jahr- „m"" gänge keine ſehr ſtarken Fröſte mehr zu befürchten hat, ohne wei- e un" teres zu beſäen anfängt, und wo möglich die Haferſaat in einem » gehn" Zuge binter einander einbringt. Man wird dabey im Durch: we 3 ſchnitt immer ſicherere Erndten erzielen, als durch ein ängſtli- EN" des Zaudern, wo man oft den beſten Zeitpunct der Haferſaat es wie vorüberläßt, und dann mit der ſammtlichen Frühjahrsbeſtellung pollfomin" fo ſehr ins Gedränge kommt, daß man die Haferſaat bis zulett ged" verſchieben muß, wo ſie immer am unbeſtimmteſten geräth. even dies- Obwohl der Hafer, unter allen Sommergetreidearten es am -M787 pl meiſten verträgt, wenn er eingeſchmiert wird, indem er mit ſei: 10088 478 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. 318) „ ſtarken Keime ſich doch durcharbeitet, und man es" in vie: len Gegenden zum Sprichworte hat, er müſſe eingeklebt werden, wenn er gerathen ſoll, ſo iſt es doch immer räthlich, mit der Saat ſv lange zu warten, bis der wehr bindige Boden gehörig abgetroc>net iſt, und dazu einen Tag zu wählen, wo es von oben tro>en iſt; denn der Hafer liebt eine gehörige Unterbrin- gung und etwas loc>ere Krume, kann aber, wenn es zu. feucht iſt, nicht gehörig eingebracht werden, ſo wie er dann auch keine Krume erhält, und da der mit der Egge« zuſammengeſchmierte Boden ſehr leicht auf der Oberfläche eine ſv harte Rinde erhält, daß der Hafer nicht durchbrechen kann. In dem leichten ſay» digen Boden iſt es dagegen ſehr gut, ihn dann zu beſäen, wenn er feucht iſt, weil der Hafer in dem trocknen ſandigen Boden ſich ſchwerer mit der Egge unterbringen läßt. Das Einbeizen oder Einquellen der Saat findet beym Hafer nur ſelten Statt, Bey einer ſehr zeitigen Saat iſt es, um ſein Aufgehen zu beſchleunigen, unnöthig, indem der Hafer dann ge: nugſame Feuchtigkeit vorfindet; ja es kann ſogar nachtheilig werden, wenn der durch einen Ueberreiz bervorgebrachte Keim von einem Froſt getroffen wird, indem er dann ſeiner Schwäch- lichfeit wegen ſehr leicht getödtet werden kann, während der nur ſo ausgeſäete Hafer dieſen ohne Nachtheil verträgt. Aber auch unter allen. andern Umſtänden iſt es nicht zu empfehlen, weil die Haferpflanzen dadurch geſchwächt werden, und dann allen Ungünſtigen Begegnungen um ſo weniger widerſiehen können. Das Maaß der Ausſaat iſt ſo wie bey andern Gewächſen, ſelbſt unter gleichen Umſtänden, ſich nicht überall gleich, ſon» bald ſtärker, bald ſchwächer, je nachdem es die hergebrachte Ge: wohnheit, oder die individuelle Meinung beſtimmt. Bald fin: det man. es den Statt findenden Verhältniſſen angemeſſen, bald zu ſtark, bald zu ſchwach, aber unter allen Umſtänden ſäet man vom Hafer auf eine beſtimmte Fläche dem Maaße nach, mehr, als von einer andern Getreideart. Burger ſagt. in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft hier- Über Folgendes:„Vom Hafer bedarf man auf dieſelbe Fläche, bey gleichen übrigen Verhältniſſen nicht mehr an Körnern, wie von den übrigen Getreidearten. Weil er aber, der ungleichzeitigen Ausbildung wegen, mehr blöde Körner enthält; ſo. muß in die: ſer Hinſicht auch mehr geſäet werden.“ „„Vorzüglich aus zwey Urſachen ſäet man vom Hafer mehr, wie von der Gerſte; weil man glaubt, daß er ſich weniger, wie die Gerſte, beſtoXe, und weil ſein Same viel mehr blöde Kör: ner enthält, wie das übrige Getreide. Die erſte Meinung iſt falſch, denn Jedermann weiß, daß der Hafer in gutem Boden einen größern Stoc> bildet, wie die Gerſte; die letztere aber. rich: tig, und wir bedürfen beym Hafer eines etwas größern Zuſchla: ges 65 berechneten Saat, wenn dieſe nicht zu ſchütter ausfal: en ſoil. „„Eine Wiener Metpe vollkommner Hafer wiegt 48=-- 50 Wie: ner Pfund,“- „Ein Pfund Hafer enthält nach meiner Zählung von ſehr ſchönem.| von gewöhnlichem.. s+ 18112-- uach der Zählung des Grafen Po dewils 24144= 16920 Körner, ; un Dafs Gum 4 puwiit de anzeine Pa uſchlog 66 ven Reg h Ran bei mehr ſo11h viertel ZU Dopp, 0 „Jhs "m ud Inu Fd zwerk n da 0 My Oreſ e) urn Ihr berührt Ty Cnglanl Y Jani 4 den Yol N daſelb| vetfalte, y je ſey, als nEinfann Vrnag ji S! Mitt, ER th dh Dtgelleht vu LO ithlich, SD! Boden(8 Sy, wo(4 Bride Uns € in es zy) 5 dann aus! ES nmengeſhn DS€ Rinde) ) Em leichte) [ED beſen ES andigen H | Abet bein(| 1Siſt 06, un) (CS Nafer dan, Tar na PH ebrachte| Sifiner Git NW rend. der: je Aber 4; 13 Wehlen, I 003 dann all WSC Föhnen, 91 BSTNWONN 90) wah,| ] Siebrecht! gfänt, Zelt 1) Siemen| (EEinden ſhef 1954 nach, 1) € 2 NND Vt iefelbe Zu 11 Rürnet)) ISS Cngleicy M0 wu "EN.00040 JE wend! EN hr blöd! 3 1! Mit |D guten 3 „tere abw Sofern 300 üg hüte = 18-11 > 0 Fo NE Mg Anbau der Feldgewächſe. Hafer. 179 (319) Mein Hafer wog 49, jener des Grafen von Podewils von Guſow 49x Pfund. Gewähren wir dem Hafer nach Verſchie denheit der Güte des Bodens denſelben Flächenraum für jede einzelne Pflanze, wie beym Weizen, und bringen aber ſtatt 502 Zuſchlag 602 in Rechnung, weil er mehr blöde Körner enthält, wie die Gerſte; ſo bedürfen wir, wenn wir die erſte Zäblung um Grunde legen, im guten Boden oder friſcher Düngung 23 Meben, in zweyter oder dritter Tracht 4 Metzen, und in der ſchlechteſten Lage, wo man jeder Pflanze nur 3 Quadrätzoll Raum zurechnen kann, 55 Metzen.“ „„Wenn ich mit der Fellenbergſchen Maſchine 3x Meßen auf das Joch ſolchen Hafers ausſäe, von dem 18112 Körner auf ein Pfund gehen; ſo iſt die Saat für einen magern Boden di> ges nug. Sie würde zu ſtark ſeyn für einen kräftigen Acker.“ S< werz ſagt in ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ackerbau 2 „Wie bey andern Getreidearten, ſo iſt auch das Maaß der Ein- ſaat bey dem Hafer nach den Orten verſchieden. Die allgemei: nen Regeln für das dicker oder dünner Säen gelten auch für ihn. Man beachtet beſonders die Vorfrucht, und die weniger oder mehr ſorgfältige Beſtellung, So nimmt man nach Klee einen viertel Theil Saamen mehr, und nach einführiger Dreiſche das Doppelte, was man für Hafer nach Getreide zu nehmen pflegt.“ „„Rach Berechnung von Burger bedarf man von recht ſch6s- nem Hafer für den Hectar auf gutem Boden oder bey, friſcher Düngung N: 3 2. 6 2, 85 Hectoliter« In zweyter oder dritter Tracht GENE 47428-- In der ſchlechteſten Lage< Ä 5,70--- Bey Graf Podewils, nach langjährigem Durchſchnitt, im Bruche m 01210707./00- A. Young hält für angemeſſen auf reichem Boden.... I. 30 bis 4, 23 EITER Auf armem 5 S- 3 3: 5, 35-- Der berühmte Duket drillte>. 3 4,41=- In England überhaupt Z ß 5, 35 bis 6, 95- Burger ſelbſt drillte. 7 35.74-- In den Niederlanden zu Edeghem ſandiger Boden. d In den Poldern. Noch' daſelbſt. Campine N S * DD [s)] < 2 [>] . » D> dd. d 0-0».02 . . +. . S0 7m00.10%70) 2.7272... >.**. Voorde 3 Weſtflandern 2 Sy.% S F Das Medium der Einſaat von allen dieſen Angaben beträgt alſo 4 Hectoliter auf den Hectar, oder 30 Berliner Meten auf den Magdeburger Morgen zu 180 LQuadratruthen Rheiniſch, das von den Niederlanden insbeſondere 2,86, oder 21 Berliner Mex» ben auf den Magdeburger Morgen, Letteres ſtimmt vollkommen mit dem, was Burger für. guten oder friſch gedüngten Boden an- giebt, Nehmen wir das Medium der Angaben, ohne die nie= Dderländiſche: ſo findet man, daß die. Einſaat der Übrigen ſich verhalte, wie 100 zu 61, und daß lettere noch bedeutend gerin= ger ſey, als die zwey angegebenen mit den Säekoſten abgefertig= ten Einſaaten, Cin Beweis, was eine gute und kräftige Cultur vermag!“ Dd wWwWwurw «=* O OO (==)> SUE DIET ie 2 EEE WESEN NSEIGE NEN Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (320); „Vergleichen“ wir zuleßt das Geſammtmedium der Angaben für den Hafer mit dem für den Noggen“(wobey wir in dem betreffenden Monat auf das Kapitel„Saat des Roggens““ verwei- ſen):„ſo finden wir, daß das Saatquantum dieſes letztern ſich zu dem des erſtern verhalte, wie 5 zu 11; daß man im Allge: meinen alſo mehr als noch einmal ſo viel Hafer zur Einſaat ver- wendet, als Noggen. Vergleichen wir endlich die Ausſaaten beider Fruchtarten, wie ſie in,den Niederlanden Statt hat, un- ter ſich: ſo ergiebt ſich ein weniger bedeutender Unterſchied, Die Hafereinſaat verhält ſich nämlich zu der des Roggens wie 94zu19:' Daß die Ausſaat des Hafers nach dem Reichthum des Bo- dens, nach der mehr oder weniger vollſtändigen Zubereitung des- ſelben, nach der frühern oder ſpätern Einſaat, nach der Beſchaf- fenheit des Samens, und günſtigern oder ungünſtigern Verhält- niſſen der Unterbringung, bald ſtärker, bald ſchwächer gemacht werden muß, verſteht ſich von ſelbſt. Da übrigens der Hafer unter mannigfaltigern Verhältniſſen, als jede andere Getreideart, gebaut wird, ſo iſt auch das Maaß der Einſaat weit verſchiedner; und es läßt ſich daher beym Hafer ſchwieriger, als bey andern Getreidearten, ein Mittelquantum ſeiner Einſaat angeben, ſo wie nach andern Getreidearten beſtimmen. Am füglichſten kann man nocner Witterung gar nicht zum Keimen kommt, oder wenn er endlich gekeimt und ſich eingewurzelt hat, doch nur ſchwäch liche, den andern ſehr nachſtehende Pflanzen treibt. Man wird daher finden, daß die ſchlecht untergebrachte Saat immer weit doppelwüchſiger iſt, als eine ſolche, die gehörig untergebracht worden iſt. Die Unterbringung der Saat kann mit dem Pfluge oder Exs ſtiepator, oder mit der Egge erfolgen. Nach den Statt finden den Umſtänden kann dieſes oder jenes angemeſſener ſeyn. Das Unterbringen des Samens mit dem Pfluge oder Erſtire pator wird in einem mehr leichten, tro>nen und ſehr lockern Bv»? den, bey trockner Witterung, am zweckmäßigſten ſeyn, ſo wie es au in dem gebundenen Boden, wenn dieſer eine vollſtändige Bearbeitung erhalten hat, und die Haferſaat verſpätet iſt, ſehr anzurathen iſt, Der-Hafer findet in der tiefen Lage weit eher die zum Keimen erforderliche Feuchtigkeit, als in der oberflächlis er und aufgetrieben iſt. In dem mehr bindigen Boden iſt das Eggen vor der Saat, beſonders, wenn er etwas feucht iſt, vorzuziehen z indem derſelbe durch das Walzen nicht genugſam geebnet werden könnte, und auch einem ſolchen Boden, der ſich vermöge ſeiner natürlichen Schwere und bey jedem NRegenguſſe ſehr bald ſett, eine üftrere Auflockerung nöthig iſt. In wie fern es rärhlich iſt, den Hafer unmittelbar nach der Ausſaat unterzupflügen, oder wie Sc werz in ſeiner Anlei- 777 21 182 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. 322) 4 zum practiſchen AFerbau empfiehlt, den Hafer zuerſt ein: zueggen und nach ein paar Tagen das Land flach und innet ſeyn, weil ſonſt die Furchen geſchmiert und viele Körner ſo eingekledt werden, daß ſie gänzlich erſtiken. Mögen doch Viele ihren Ha“ fer in dem Giauben einſchmieren, daß es ihm nicht ſchadet, und mögen ſie auch manchmal gute Erndten dabey erzielen z einen ge wiſſern und größern Ertrag wird man immer von dem nicht ein geſchmierten Hafer haben.; „Das Unterbringen der Saat mit der Egge muß bey der ein: führigen Beſtellung auf zähem, ſchwerem und ſteinigtem Boden, 'S 4 fw bv dem Cp'D wn als 1 4 Jof im Ers or feinen nterbrin mint Jen, “w“ zin itz ers bey ſtan. m, dE zaen"R oben 10) been) | im Gh! Hafero)Y der(ri, der. 51 jen mund Nan unt ung un dn flbar vid Peden Mt huthwe mens, 1) m die 5 W erſteng Une Emedendi wein ſky Wies hr die(4 MM wing Wade, ent,| JE ne Dey, Pinſich|, Weender erdient| m Dotz, fir, 1 Ain Efe zum, „EN Und in fh > thyn, dy; WB Dam 16x',: Beh TZ In" Unte) AM ingen; by vODenn de 3 [Mä em Zuſint „folgt dvs FCB ewig) PE fin Gru) JE(hieben; 4 DB Affe, je , It DB Fegenlaſy WA werden,| vl, bey du 9 ont,| 1 bfr Nad | nagt(aſſen,| dA Auöftv | Znf Macht aus Jef auc bei | 1Mffäh Wow 1 | 7 gt wahih! 7 ZNO 6 Rebel En enth (189) wenn dy gin den ffn, dl 15 C)ofere m SE m With veg un - MUCH Bi Serſchie/ „EF achten, > zim) „pennt gt zu WWW [eye Dub pgetro6n )==[11] Ir„Biel um ! 1 dem m „uf bey 4 -„inigtem 9 Anbau der Hülſenfrüchte. Erbſen. (323) fo wie bey feuchter Witterung erfolgen.- Man ſey dabey mit dem Eggen nicht geizig, ſondern egge die Saat mit ſv viel Stri« wen als möglich ein. Ein Strich zu wenig kann oft die Erndte des Hafers um x oder die Hälfte vermindern, wie ich dieß aus eigner Erfahrung beſtätigen kann z ein Strich zu viel wird un- ter keinen Umſtänden ſchaden. Um den Hafer zu gehöriger Tiefe unterbringen zu können, ſo bediene man ſich der ſchweren und langzintigen Eggen, In vielen Wirthſchaften hat man doppelte Eggen, die Stürz- und Nuhreggen, die ſchwerer ſind und läne gere Zinken haben, und die Saateggen, weiche leichter ſind und Eürzere Zinken haben. Zum Eineggen des Hafers und beſon ders bey der einfurchigen Beſtellung, bediene man ſich nur der erſtern. Vor dem Augsſtreuen des Samens muß vorgeeggt wer- den, damit die Saat um ſo gleichmäßiger falle. Bey dem Eine eggen des Hafers hat man, ſo wie bey dem Unterpflügen deſe ſeiben zu beobachten, daß der Boden bis zu einem gewiſſen Grade abgetrocknet ſey. Ueber: die Anwendung der Walze nach der Saat, ſagt Sd werz:„Ob man das Land ſogleich nach der Einſaat des Hafers, oder erſt dann walzen ſoll, wenn dieſer 3-- 4 Zoll über der Erde iſt, wird durch die Witterung und den Boden entſchie: den. Iſt dieſer zugleich ſchwer und feucht, ſo dürfte das Wals2 zen nur nachtheilig durch die Bildung einer feſten Borke wirken. Man unterläßt es alſo und nimmt es ſpäter vor, wenn Wittee rung und Boden tro>ner geworden ſind. Auf leichten, auch tro>nen Feldern bey guter Witterung bleibt das Walzen unmitoe telbar nach der Saat mit Vortheil anwendbar, und auf lockerem Boden bey tro>ner Witterung, oder äuf friſch gedüngtem Aer nothwendig. Das Walzen beſchleuniget das Keimen des Saq- mens, und bezweckt ein gleichförmigeres Aufgehen aller Pflans zen. Beides ſo wichtig beym Sommergetreide,“ Hülſenfrüchte. DF iE LbT 0 Prein; Die Erbſe behauptet unſtreitig unter den Hülſenfrüchten den erſten Rang. Sie giebt einen ſehr reichlichen Ertrag an Körnern, welche den Menſchen dine der nahrhafteſten, wohl: ſchmec>endſten und gedeihlichſten Speiſen gewähren, die faſt all- gemein ſehr gern gegeſſen wird, die aber auch ein eben ſo vor- zügliches und gedeihliches Viehfutter ſind. Als letzteres wird zwar die Erbſe bey uns weniger gebraucht, die Engländer ſchä: ben ſie aber als das vorzüglichſte Maſtfutter, beſonders für Schweine. Obgleich das Mehl der Erbſen allein nicht zum Brodbacken taugiich iſt, ſo giebt es doch„emit Roggenmehl ver- mengt, ein ſehr ſättigendes- nahrhaftes Brod z; und in vielen Gegenden findet man auf dem Lande kein Brod, welches nicht eine Beymiſchung von Erbſen enthielte, welche man in dieſer Hinſichr für vorzüglicher, als Gerſte und Hafer hält. Jn den Gegenden, wo Brod die Hauptnahrung der Menſchen ausmacht, verdient die Erbſe als Zumiſchung zu demſelben auch unbedingt den Borzug z denn dergieichen Brod ſättiget mehr, iſt weit nahr- hafter, und hält bey der arbeitenden Claſſe weit länger wieder, 20.7 1383 184 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (324 DUH W EME die Brodconſumtion beträchtlich vermindert wird, die Arbeiter aber bey dem Genuſſe eines kräftigern Brodes um ſo kräftiger werden. Nächſtdem giebt aber auch die Erbſe einen ſehr beträchtli« te Erbſe wird auch die Preußiſche, Oſtpreußiſche, Polniſche Erbſe *) Das Ausführlichere hierüber ſ. in d. ökonomiſchen Botanik, Cneyklop« II. Bd. S,. 50. u, f. gh 0 NAILS Gim, S KONNG- 4% 1 1000 (wohnt innen„99 Biehfut| rien 4201 igt wß! inem(199) (u m(; jchtige 1010) oden) 11 [| TW! wan 117.0) letter A! wegn fiſchen IN (in)! rau en TENEN futter"eG 4 wS je Rho) zeitig vid! dabey(9 1 pls die! Dien 3! rbſe„ts reiten ie Urb| nd wohifert m Boiftn ien auß| | rauejgn WE ELN Ane | Die(iE (ENE= ſud vie 5 Gi vim di m vertagt 3 den,| Nm IH die da 13 Dit in 1X „en dieſs „Die 5 börigen 5 L, Anbau der Hülſenfrüchte. Erbſen. 135 S(325) Stel genannt, weil ſie in Oſtpreußen und Polen jenſeits der Weich- ZE Drodi; ſel gebaut wird. Sie blüht violett und hat braunrothe, zum . Theil gefieckte eckige große Körner.» Sie erfordert einen ſtrengen 7?„betih lehmigen oder thonigten reichen Boden, und ein mehr feuchtes E"den 1 Clima, wird zeitig geſäet und giebt einen beträchtlichen Ertrag 7 vfütty an Stroh und ſchweren Körnern, die zwar von den Oſtpreußen IE) 00) und Polen ſehr gern gegeſſen werden, einem an andere Erbſen [SD zum 7; gewöhnten Gaumen aber, wegen ihrer Herbheit, nicht behagen 4! Nah) können, weßhalb man ſie auch in andern Gegenden für beſſeres DV(en Viehfutter als menſchliche Nahrung hält, Auf manchen Boden- FE Onbeitit arten gebaut, kochen ſie entweder ſehr ſchwer, oder ſind gar Df fe) nicht weich zu kochen. Mehrere behaupten, daß dieſe Erbſe in [EShtlid! einem andern Clima als dem Preußiſchen augsarten und ihr An- HEI hf| bau nicht einträglich ſeyn ſoll, was wohl jedoch dahin zu be- DES hint richtigen ſeyn möchte, daß ſie überhaupt nur in einem feuchten 1;- MN Boden gut fortkommt. Efoſten, Thaer bemertt in ſeiner rationellen Landwirthſchaft, daß (et Uh man in den Leine- und Weſergegenden eine graue Erbſe mit vio- My Y1) letter Blüthe, aber faſt nur zu Viehfutter und ihres Strohes wegen baue, und glaubt, daß dieſes eine Abart von der Preu- ange ßiſchen Erbſe ſey. 190 dy Eine beſondere Abart der vorgenanten Art iſt die kleine "" 1 graue Erbſe. Sie iſt kleiner, als die vorige, hat graue KUEN ſprenklichte ſehr conſiſtente Samen, die zu Schweine- und Pfexr- [Eſn defutter beſonders, zur menſchlichen Nahrung aber wenig taug- lich ſind. Sie bedarf eines weniger kräftigen Bodens und eig= 1700] net ſich beſonders für den kalten ſchlüffigen Boden. Sie wird LEN zeitig und dünner, als die vorhergehende Erbſenart geſäet, giebt „(us 1 dabey aber einen eben ſo hohen Ertrag an Stroh und Körnern, 2 JUNG als dieſe. Die weiße, auch große weiße Erbſe, weiße Feld- ) It, erbſe genannt, iſt eine ſehr ausgebreitete Frucht, die wohl Jh bein unſtreitig unter allen Erbſenarten am häufigſten gebaut wird. Sm Sie blühet weiß und ihre Samen ſind weiß, groß und voll, JAN und wohlſchmeckend z; doch haben ſie den Fehler, daß ſie, in man- galt!erten Boden, als die gro2 [Spt 0 ße graue Erbſe, im Ganzen genommen eine mehr zeitige Saat, fe(m und giebt einen reichlichen Ertrag an Stroh und Körnern. gul Abarten von der großen weißen Erbſe ſind: Em et Die kleine ſpäte weiße Erbſe.. Sie iſt kleiner, als 7-10 die vorige, und Übrigens in Farbe und Geſtalt ihr ähnlich; nur SKM ſind die Samen gewöhnlich dickſchäliger und kochen ſchwerer. ge)! Sie nimmt mit einem minder lo>ern und weniger kräftigen Bo- =D ve) den vorlieb, rankt dafür aber auch nicht ſo ſtart, als die vorige, S, iw* verträgt eine ſpätere Saat, muß aber etwas dichter geſäet wer- Su den, und giebt weder im Stroh, noch in Körnern einen der vo- SENG rigen gleichen Ertrag. Jhre Erndte fällt gewöhnlich ſpäter, als : die der großen weißen Erbſe, und bey einer verſpäteten Saat echt oft in den Vorherbſt. Yus manchen Bodenarten ſind die Sa- H1UX men dieſer Art auf keine Weiſe weich zu kochen. 5 Die kleine weiße Sommererbſe. Sie iſt von der [7] vorigen in Farbe und Geſtalt der Körner wenig verſchieden, Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (326);. WE zeichnet ſich aber durch ein langrankigtes und ſehr blätterreie en ſind, eine mehr grüne, oder blaßgrüne Farbe, haben eine weit dünnere Schale, mehr Süßigkeit, und kochen unter allen Erbſen am ſchnellſten, ſo wie ſie auch in Hinſicht des Samens unter allen Erbſenarten den vorzüglichſten Rang behaupten, und am theuerſien bezahlt werden. Die grüne Erbſe erfordert einen => 2= =-Z-=- => =I--z=Z ==. ZZ. ZZ == Z= +a (3 hen I m" Chins diem 1 ZM ſoft: 1 werden Ihn Wfarze0m 1.117011. Dier) zer DEG ge HH dv m Abd immer dm ſpäter abt . Wr geſi nger» Ir Un 159 auh Ee 1 ef Ad ENES ' NES n( | Vys 7 ACR Wir) Ds De Nbg Ie RS mann en(wwg 19 ber für Pmma% < ebe; vn fdh Anbau der Hülſenfrüchte. Erbſen. 4187 (327) E| bättm Aut geloerten und kraftvollen Boden, in welchem ſie aber einen Abis inh[Vr anſehnlichen Ertrag an Körnern und Stroh giebt. Sie Ea) ann bis zu Anfange des May geſäet werden, ohne daß ihre D(in Erndte zu ſpät fallt, indem ſie ziemlich ſchnell wächſt. Mone(| In der Umgegend von Dre8den baut man an einigen Orten Di nyy eine ſebr ſchöne große, und vollkornige Art grüner Erbſen, die S0 Erh) das vollfommne Grün der Schoten behalten, einen Überaus M1 Gehm angenehmen Geſchmac> haben, und ſo ſchnell kochen, daß ſie nur Sel di einmal überwallen dürfen, wenn ſie nicht zerfahren ſollen, Sie HQ att jim Werden in der erſten oder zweyten Hälfte des April geſäet, geben IA ih einen ſichern und reichlichen Ertrag an Stroh und Körnern und ) 5%, werden noch ein halbmal ſo theuer, als der Weizen, bezahlt. [2S* jetany! Auch von der grünen Erbſe giebt es eine frühere und eine nicht ſpätere Art. 4 126 Vitt). Die Kronenerbſe iſt eine beſondere Abart der großen Sti.) weißen Erbſe. Sie unterſcheidet ſich dadurch, daß ſie einen di- Swim">ern Stängel hat, niedriger bleibt, und ihre Schoten rings Bim Um die Spiße in Form eines Büſchels anſeßt.; Vi ſagen Burger ſagt von ihr in ſeinem Lehrbuche der Landwirth- 1 eder 1) Achaft:„„Ihre Cultur verdient deßwegen mehr auggebreitet zu hals u Werden, weil ihre Schoten gleichförmig reif werden, weil die vänlng un Pflanze weniger leicht ſich lagert, und wenn dieß auch geſchieht, 43mm jedo bekommen, leicht kochen, und regelmäßig auch einen reichlichern Ertrag geben; wogegen ſie in anvern Bodenarten, ſie mögen Eigenſchaften haben, die wir für andere Gewächſe vorzüglich ſchätzen, auch von dem beſten Samen, nur ſchlechtere rucht giebt, und ſehr bald gänzlich ausartet, Es kommt da- er in Hinſicht des Bodens für die Erbſen, wenn man nämlich auf einea vortheilhaften Samenertrag rechnen will, weniger darauf an, daß derſelbe einen großen Grad von Reichthum be» ſiße, oder-daß er durch eine ſorgfältige Cultur ſehr locker und rein an Umfraut ſey, ſondern, daß er gewiſſe Beſtandtheile in genugſamem Maaße enthalte, welche die Erbſe vorzugsweiſe liebt. Dieſe Beſtandtheile ſcheinen Kalk, Mergel und auch Gyps zu ſeyn; denn es iſt, nach der allgemeinen Beobachtung, ein gewiſſer Antheil dieſer mineraliſchen Theile im Boden nicht nur allen ſchotentragenden Gewächſen, ſondern unter ihnen au< ganz vorzüglich den Erbſen, nothwendig, oder doch wenige- ſtens ſehr zuträglich. In dem kalkhaltigen Boden ſiebet man die ſchönſten Erbſen, die auch gewöhnlich von der beſten Qua- "«hität ſind, Wenn ein Acker gefaltt oder gemergelt, oder wenn der Klee gegypſt worden iſt, ſo iſt die Wirkung hiervon auf die Erbſen auffallend günſtig; ja man hat in einigen Gegenden ſv: gar die Erfahrung gemacht, daß der Erbſenbau nur auf denjent: gen Aeckern glüce, die, wenn auch nur einmal, und zwar vor ſehr langer Zeit, gefalkt oder gemergelt worden ſind. So un- h Dre! 170 orden 99) c ebei Dau iat, 0 der nu/eu affe wa! nd iſh! ntferni0n Atereid Hrächtling! gung(M4; AEN Gd » Gut ven, Eis ider 10853 hinſicht I 1 ſein wig Juf Erbſen lit mand eng! ewehS 1 Oendenten Gn[,.88) rung 0194 m zem 1 Erbſe Mg t wen; Ne gefangen ilt, V/E4S dv auf m Sy 8 Vege; Nhher 44 ſt, wi zugeh len Drtpy' Wären, hi Daß 134| We der(5,3? wi jr ir: em 8 NIE Anbau der Hülſenfrüchte. Erbſen. 189 Den Ceh 15 Mi.:. 29) we verkennbar unter allen Umſtänden die vortheilhafte, Wirkung die: 0 ſer. mineraliſchen Beſtandtheile auf die Erbſen iſt, ſo ſcheinen doch auch noch andere, noch nicht genugſam erforſchte Beſtand- Op Men theile des Bodens, oder g wiſſe Beſtandtheile, die ſich nur un- en abba ter gewiſſen Umſtänden aus der Atmoſphöre entwickeln, die die Erbſen vermöge ihres ſtarken Blattorgans um ſo leichter einſau- gen, einen ſehr großen Antheil an ihrem Gerathen, beſonders D in Hinſicht der Qualität zu äußern. : In Auf mehreren Anhöhen des linken Elbufers in der Nähe | 1 von Dresden gerathen die grünen Erbſen, wie bereits angeführt PZ Ble worden, aber auch die weißen Erbſen, nicht nur ſicher, ſondern We ſie geben auch einen beträchtlichen Ertrag von vorzüglicher Qua-. v Th lität. Der Aer, ein mehr ſtrenger Lehmboden, hat gar keine jeho vder nur unbeträchtliche Zumiſchung von Kalk, iſt auch nie ge- -» eim kalkt worden, erhält aber reichliche"Düngung mit Stadtdünger, Minſel und. iſt in Folge deſſelben! ziemlich lo>er. In. einigen etwas 17 finde) entferntern Orten, die vermöge etwas höherer. Lage ein etwas VB nen verh kälteres Clima, übrigens aber denſelben Boden nur mit einer bes 19h langjähn trächtlichen Zumiſchung.von Kalk haben, wo auch die Kalkdün- AAN verk gung vfters in Anwendung kommt, der Fruchtwechſel übrigens 16 Pern By ganz derſelbe iſt, der Boden ebenfalls reichliche Düngungen mit FB itznarten 4 Stadtdüyger erhält und nur die Saatzeit um einige Tage ſpä- uD tät gebet ter Statt findet, gerathen die grünen Erbſen ſowohl, als die 9 tur nie er weißen, zwar auch ganz vorzüglich, geben aber nie einen ſo yt en Boden ſichern und reichlichen Ertrag an Körnern, und dieſe ſieben, in ENEN Hinſicht der Süßigkeit und des ſchnellen Weichkochens. den exr= Fm 8, y ſtern unbedingt nach. 1Q51 Ww, Auch findet man es nicht ſelten, daß von Ae>ern, wo die „geben Erbſen nie gut fortfommen wollten und nicht weich kochten, in 1e zim manchen Jahrgängen, bey einer- ſonſt gleichen Behandlung, nicht AN) aul( gewechſelten Samen, ein bedeutender Ertrag an guten, weich 19088 Boden kochenden Samen gewonnen worden iſt, wehe Get In dieſer Hinſicht kanit ich folgenden Fall aus eigner Er- Zu ſchledt fahrung anführen. Im Jahre 1817 wurde in einem Braacha>er fommt) im zeitigen Frühjahre, auf die Haferſtoppel Miſt gefahren und penn m die Erbſen bald darauf, Ende März, untergepjlügt. Dieß war die [l, Www) Art, wie die Erbſen gewöhnlich beſtellt wurden. Der Acker war ZAN nie gekalkt worden, und enthielt auch keine Beymiſchung von u(0 Kalk. Während des Einpflügens fiel Schnee, und gegen Abend, € andi nach vollendetem Einpflügen, kam ein ziemlich ſtarker Froſt, und YE DNS darauf mehrere Tage hintereinander wiederholtes Schneegeſivver aS|| und mit Regen vermiſcht, ſo daß. die Erbſen erſt den neunten Tag Foe eobad nachher geeggt werden konnten. Nach der einſtimmigen Aus- 155 Boden ni! ſage, auch der älteſten Dreſchgärtner, waren auf dieſem Acker die Erbſen nie gut gerathen, und kochten nicht weich. Der ausge- Si unte = do 10) ſäete Samen war von derſelben Beſchaffenheit, und dennoch wurde Te ſiehet m von dieſem Aker eine, gegen den ſonſtigen Ertrag, ungewöhn- Eheſet h" liche Erndte an- ſüßen, ſich leicht kochenden Samen gewonnen. ES od In der ganzen Umgegend war übrigens das Jahr 1817 ein vor- ZM u zugliches Erbſenjahr, und gleiche Erſcheinungen ſanden an vie- ES gender) len Orten Statt ,' wenn auch die Eroſen ſpäter geſget worden auf do WAREN; 4;: Dus - FWT Daß Übrigens der Kalk und der Mergel auf die Vorzüglich- EU 6 keit der Erbſenſamen, in Hinſicht: der Süßigkeit und des, Weich- 40 1909 Bay der Feldfrüchte. 3. Abſchn, März. 330) E08; keinen ganz entſchiedenen Einfluß behaupten, geht dare aus hervor, daß mau nicht an allen Orten, wo der Boden viel Kalk enthält, oder häufig gekalkt und gemergelt wird, Erbſen von vorzüglicher Qualität findet, wenn man auch Samen von vor- züglicher Qualität gewählt hat, Die Erbſen gerathen zwar in dergleichen Bodenarten ſicherer, und'geben auch einen beträcht- lichen Ertrag an ſchönen großen Samen, die aber nicht ſelten Xeinen vorzüglichen Geſchmack haben und nur ſchwer weich kochen. Nach der allgemeinen Erfahrung gerathen die Erbſen in ei» nem lockern Lehmpoden, der nicht arm an altem Humus und nicht ſehr verunkfrautet iſt, am beſten und ſicherſten. Enthält der Boden eine verhältnißmäßige Zumiſchung von Kalk, ſo kann » man mit deſto größerer Beſtimmtheit auf ihr Gerathen rechnen. In dem ganz leichten Boden, der aber nicht weniger Thontheile enthält, als erforderlich ſind, um ihn in die Claſſe des lehmig- ten Sandes zu ſeen, denn in dem ganz ſandigen Boden kom- men die Erbſen nicht fort, kann man nur dann Vortbeil vom Erbſenbau erwarten, wenn er genugſam alten Humus enthält und nicht zu dürr iſt,, In dem ſchweren, mehr thonigten Boden, wenn derſelbe nicht humusarm iſt, geräth zwar die Erbſe oft ſehr gut bey gün- ſtiger, mehr tro>ner Witterung 3 gewöhnlich iſt aber ihr Gera- then, wenn der Boden nicht eine verhältnißmäßige Zumiſchung von Kalk hat, oder Kalk: oder Mergeldüngung erhält ,. in ſo- fern unſicher, weil ſie zu üppig ins Strob treiben, ſich lagern, nur wenig Schoten anſetzen, indem der größte Theil der Blü- then verfault, und immerwährend blühen. Wenn man nach den Erbſen Winterung baut, ſo kann der Erbſenbau auf dieſe in ſofern nachtheilig wirken, weil dergleichen Boden, beſonders wenn er eine feuchte Lage hat, oft erſt ſehr ſpät beſäet werden kann, die Erndte der Erbſen ſo ſpät hinausfällt, daß nicht mehr genug Zeit übrig bleibt, den Boden zur Winterung noch gehö- rig vorzubereiten, und dieſe dann zurückſchlägt. ? Die Haupturſache, warum die Erbſen in dem mehr leichten Boden, ſo wie in demjenigen, der, viel Kalk enthält, ſicher und gut gerathen, liegt unſtreitig darin daß ſie. in demſelben zeitig geſäet werden können, und dann dem Mehlthau und andern Giften weniger unterworfen ſind. Auch wird dergleichen Voden nie zu ſehr von Näſſe überfüllt, und trocknet auch ſchneller aus, was die Erbſe beſonders liebt; denn obgleich ſie als eine ſaftige Pflanze viel Feuchtigkeit bedarf, ſo verträgt ſie doch keineswe: ges große Näſſe des Bodens, weil ſie ſonſt zu leicht von unten zu faulen anfängt. Säure im Boden vertragen die Erbſen durchaus nicht, weß- halb ſie in Torf- und Moorboden, die gewöhnlich viel Säure enthalten, nicht gut fortkommen. Auch der zerbeartige Humus ſagt den Erbſen nicht zu, und deßhalb, weil der Kalk die« Säure im Boden auflöſt und den gerbeartigen Humus zerſetzt, iſt die ADT eheiig Wirkung deſſelben auf die Erbſen zum Theil zu erklären..; Obgleich die Erbſe, als eine ſafiige Frucht, einen beträchtli- en iſt, ein mehr tro>nes vy (17)"M M pf Im puchtigte! EB epn betr ; nhig"Ls| bare"Zu Ama wS/ hoten IEE aht, We€ , Crbſenst at fte äs Daß jim DEE dich hreckas ONE) wiehrere Vid nungen lh8g! eben[0 913 ſdet finde, M8 Meinungergeu Jure Wen ber 88a linge Giſpn Immne R A5r uid weil NE 111078 dam tu 8 Erbſen, VE! BUN dn Noba | ru Agenten dan, Wenn; Whſen fol, Nicher Dih üejogen[15 En, ; Anbau der Hülſenfrüchte. Erbſen. 191 I, zh ih(331) Clima, indem ſie, vermöge ihres ſtarken Blattorganes, ſehr leicht I Erhſmm jede*Feuchtiakeit aus der Atmoſphäre einſaugt und dieſe, wenn Sn vmw. das/ lima nicht zu tro>ken iſt, immer die für ſie erforderliche Ahe wh Feuchtigkeit enthält. Aus dieſem Grunde verträgt auch die Erbſe Chen bei, einen beträcht:ichen Grad von Dürre, der andern Gewächſen, die ! nicht ww die nöthige Feuchtigkeit mehr aus dem Boden, als aus der At- Qveih dim moſphäre ziehen, nachtheilig wird. Bey einem ſehr feuchten BW rbſen ij Clima wächſt die Erbſe hauptſächlich nur ins Stroh, ſet wenig Shuniiw Scdqoten an und hat beſonders den Nachtheil, daß ſie beſtändig S(1, mw blüht. Auch fallen Mehlthau und andere Gifte, gegen welche Falt üm die Erbſen beſonders empfindlich ſind, in dem feuchten Clima Shen ww Weit öfter, als in dem tronen.;:; y Daß Übrigens auch das Clima einen entſchiedenen Einfluß EM]: 7 M" 7=.'» - Min auf die Erbſen behauptet, geht daraus hervor, daß dieſelben in * EN manchen Gegenden, wo ſie ſonſt ſehr gut geriethen, gegenwär- Wp tig gar nicht mehr gerathen wollen; während ſich in Hinſicht 08 en des Feldbaues gar nichts geändert hat. In manchen Gegenden, "W wo die Schafzucht ſehr zugenommen hat, und man ihretwegen den Erbſenbau ſehr ausgedehnt hat, könnte jedoch die zu häu- Wr berfh füge Wiederkehr der Erbſen auf dieſelbe Stelle, die Urſache da= by 1902 von ſeyn, wie wir weiter bey der Fruchtfolge ſehen werden. 40 Nihr Wett u miſchun) Düngung. Mv wan. Ob man zu den Erbſen mit Miſt friſch düngen ſoll, um da- /2 wm Yi durch ihren Ertrag zu erhöhen, oder ob man ſie erſt dann folz 0 gen laſſen ſolle, wenn von der Miſtdüngung bereits eine oder M. mehrere Früchte genommen worden ſind, darüber ſind die Mei- Fa him ungen ſehr getheilt, und man wird vielleicht in Deutſchland Ith wm eben ſo viel Erbſen in friſchen Miſt, als ohne denſelben, gez SE niht nd ſäet finden. Wir wollen hierüber einige, auf Gründe geſtübte 184 no a Meinungen anerkannter Männer anführen. | Vurger ſagt in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft:„Die ſ Erbſen vertragen keinen ſtark gedüngten Boden, weil ſie dadurch bie u lange Stängel bekommen, ſich zu früh lagern und wenig voll: EF O0 Johne Körner hervorbringen: indeſſen dürfen ſie auch nicht in - MAN ganz entkräftete Aecker geſäet werden, und ihr Erträgniß wird - 45 4 um ſv größer ſeyn, je mehr ihr Wachsthum durc) nährende oder „UCH Nahrung vermittelnde Subſtanzen befördert wird. Finden die „NN“ Erbſen Ueberfluß von Nahrung im Boden, ſo wächſt jede Pflanze aw" zu einer ungewöhnlichen Länge und Größe. Dieſe rankenden „im«Gewächſe halten ſich eine Zeit lang gegenſeitig in die Höhe, aber Si wi mittlerweile wird ihr Stängel zu ſchwach, ſie fallen zuſammen, -. und weil dieß unter ſolchen Umſtänden zu früh geſchieht, ehe 5 ni noch die Körner in den Schoten ſich ausgebildet haben: ſo giebt H vw dann der ſtark gedüngte A>er wohl viel Stroh, aber wenig elit m Erbſen. Wenn man ſie in ein Feld bringt, das nach der Dün- (dive gung ein. paar Erndten abgetragen hat, ſo gedeihen ſie am beſten,“ = ht, M- Kreyßig ſagt in ſeinem Handbuche zu einem natur- und Dm Ze eitgemäßen Betriebe der Landwirtbſchaft: ,,Die Erbſen erfor- 4 ern, wenn fie viel Schoten anfezen und nicht zu ſehr ins Stroh m bet wachſen ſollen, einen nicht zu reichen Boden, und da, wo nach ſo" friſcher Düngung zwey bis drey Getreideerndten von dem Acker ehr zm gezogen ſind, iſt, wenn Beſtellung und Witterung ihrem Ge- 192 Bay der Feldſrüchte, 3, Abſchn. März. 332 20 Ni zu ſehr entgegenwirken, die gedeihlichſte Stelle für ihren Körnerertrag. Dieſer Erfolg entſteht daher, daß die Erb- ſen nicht aufwärts wachſen, ſondern ſich ranken und legen, Wachſen ſie nun von zu reicher, oder zu ſehr aufgelöſter Bo: dentraft ſtark ins Stroh, ſo überzieht dieſes den Acker ſo dicht, daß eine Menge der Blüthenzweige der Pflanzen, in GOED Schatten zu liegen kommt, wodurc jed Befruchtung der Blü- the und Ausbiidung der Schoten unmöglich gemacht wird; und nur die emporſtehenden obern Blüthenſpiten können Schoten er- zeugen. Wo man, wie im Kleinen im Garten, den Erbſen Ge: legenheit geben kann, ſich an etwas Feſiem in die Höhe zu ran- ken, da ſchadet auch eine größere Bopanfpatt dem Schotenanſaß nicht, weil Luft und Sonne dann nicht ganz von den SWIſMen- räumen abgehalten ſind.“ Thaer ſagt in ſeiner rationellen Landwirthſchaft dagegen Folgendes:„„Manche beſorgen bey den Erbſen im Dünger einen zu Üppigen Trieb des Krautes, ſo daß ſie keine Schoten anſe- ben, immerfort wachſen und'blühben möchten, ohne zu reifen, IBer einen ſv kräftigen Boden hat, daß dieſes im Durchſchnitt der Jahre zu beſorgen ſtebt, muß ihnen allerdings keinen Dün- ger geben. Aber dieſer Fall iſt ſo häufig nicht, und im Allgemei: nen iſt eine lebhafte Vegetation der Erbſen, um des ſo ſchätbaren Strohes und der dichten fruchtbaren Beſchattung willen, erwünſcht, wenn auch der Ertrag der Körner etwas ſchwacher ſeyn ſollte, Auf gewöhnlichem Boden haben die gedüngten Erbſen, im Kor- ne, wie im Strobe, immer den Vorzug, und hinterlaſſen dann den Boden in einem beſonders günttigen Zuſtande für die fol: gende Frucht; wogegen er befanntlich unter ſchlecht ſtehenden Erbſen verwildert und trautig wird. Indeſſen iſt es ſelten rath- ſam, den Erbſen eine ſehr ſtarte Düngung zu geben, Mit je- dem Jahre überzeugen uns mehrere wiederholte COO PAIEE Ver: ſuche, daß eine, nach der Saat oben auf geſtreute Düngung, es ſey mit ganz friſchem ſtrohigen oder zergangenem Miſte, den Erbſen auf ſandigem Lehmboden nicht nur wohlthätiger ſey, als eine untergepflügte, ſondern daß auch die folgende: Winterfrucht beſſer danach gerathe. Die Erfahrung lehrt uns dieß ſo augen: ſcheinlich, daß alle ſcheinbar entgegenſtehenden theoretiſchen Gründe dagegen verſtummen müſſen. Jedoch kann ich dieß bis 156 nicht auf ſtrengen Boden ausdehnen, auf welchem noch eine Verſucye meines Wiſſens darüber angeſtellt ſind. Der Dün: ger kann ſonſt ſehr gut mit den Erbſen zugleich untergepflügt werden, indem man dieſe auf den zerſtreuten Dünger ſäet. Sch werz ſagt in ſeiner Anleitung zum practiſchen Yeker- bou:„„Daß die Erbſen in der zweyten Geile, das iſt nach ei: ner gedüngten Vorfrucht, am veſten gerathenz; daß ſie aber in einem, durc mehrere Früchte erſchöpften Boden nicht fyrtfom: men,"daß es alſo im letzten Falle nothwendig ſey, unmittelbar zu den Erbſen Dung aufzubringen, welcher ſeinerſeits nach der folgenden, autch wohl der zwe itfolgenden Frücht frommen wird. Keine Speculation ſcheint übt er,"als die, Eröſen in einen bey- tave erſchöpften Boden zu ſäen, um dieſem. vollends den Reſ zu! eben. Denn nicht allein hun dann die Erbſen das, und geben dem Boden wirklich) den Re ſt, durch das Augsziehen feiner noch übrigen Kraft, ſondern ſie richten ihn auch auf eine heil: i by(4 NT. del)"EZ E: abwerſe En| uz IS der fan! 1 er"EZ hnig b! jet. 160 m ms (athefts Shotelft em Life uöbein ur<"0 nitig!(9! ine 3/61! BBl il die Feli! ten Zu 1 mindentiay ſen Fr%gr (at ver EM Juöy! Fuer: nn, 8) wv was fldad, tas) NNEN Gepflügfhn Niſt 1 N jen(Wi 000 | Schu 1! Nan zuge oge By ; Wa Wen dE 1 Betr i54t unh| z jerſehet(Än (hs her ve WENNS 7 Ar Ti ( ( ) ( | | | | | 1150 wms ſen Ny Chon; N mo ſten gen+7 One frie diy man 3 flogen, WA ZU 1voj ! "hb Anbau der Hülſenfrüchte. Erbſen. 493 fte Gil;-: DIE Be(333 M daß die 6 loſe Weiſe zu Grund, indem ſie der Verwilderung dur) man ! ziehe NN] zu klagen, oder ihn durch die Geile des friſchen Miſtes vermeh- ; mh ren zu wollen, „31 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (334) In einem magern Boden kommen die Erbſen ohne friſche Düngung nicht gut fort, ſie bleiben kurz und dünnrankig, ſeten aus Schwäche wenig Schoten an, deren Samen klein und un: vollkommen bieiben, und geſtatten dem Unkraut, welches ſie ver« mvge ihrer Schwächlichkeit nicht überwältigen können, um ſo mebr, zu wuchern. Beſonders finden ſich bey einer zeitigen Erbe ſenſaat eine Menge Kornblumen, bey einer ſpätern beſonders der Hedrich ein, welche den Acker oft ſo überziehen, daß man von der Erbſenſaat gar nichts gewahr wird, und ihn außerordentlich erſchöpfen. Hier wird es aus doppelten Rückſichten angemeſſen ſeyn, die Erbſen in friſche Düngung zu ſäen. Einmal, damit die Erbſen genug Nabrung vorfinden, um vollkommene Pflanzen zu treiben, die vermögend ſind, genug Schoten und Samen anzuſetzen, und die zugleich Stärke genug haben, das Unkraut zu unterdrücken. Dann wird aber auch bey einem ſolchen Bo- den eine Vermehrung des nabrhaften Futterſtrobes und eine Vermehrung des Düngermaterials ſehr zu wünſchen ſeyn, und dieß erlangt man gewiß, wenn man die Erbſen in friſche Dün- gung ſäet, denn die mehrere Strohmaſſe der in friſche Düngung geſäeten Erbſen wird weniger auf Koſten der friſchen Düngung erzeugt, als dadurch, daß die Erbſen, wenn ſie üppig ſtehen, um ſo mehr Blattorgan haben und dann um ſo mehr atmo: ſphäriſche Nahrung an ſich ziehen können.. Auch entziehen die Erbſen, wie die Erfahrung lehrt, von der friſchen Düngung den nachfolgenden Früchten nicht viel, ſondern ſie erſehen das Ente nommene zum Theil durch ihre Wurzeln und abgefällenen Blät- ter, ſie geben aber auch durch ihr Stroh weit mehr Material zu friſcher Düngung, als ſie entnommen haben. Man wird dae- her in dem magern Boden im Ganzen genommen weit mehr Vortheil vom Erbſenbau im friſchen Dünger haben, als ohne denſelben. In dem mehr leichten Boden wird das Düngen nach der Saat, wenn es nicht zu ſpät erfolgt, mehr Nutzen bringen, als das Unterbringen des Miſtes, weil der Boden unter der Miſt deXe um ſo länger feucht bleibt, und ſich dann, wenn die Erb- ſen bereits Schoten geben ,- der Miſt genugſam zerſetzen kann, um bey jedem Regen in den Boden eingeſpült werden zu können, In dem zähen, kalten, feuchten Thönboden, der die Pflan: zennahrung feſt in ſich ſchließt, wachſen die Erbſen ohne friſche Düngung nur ſparſam. Sie geben daher weder einen großen Ertrag, noc< bekommt der Boden unter ihnen, wegen Mangel an gehöriger Beſchattung, die gewünſchte Mürbheit; er überzieht ſich vie!tmehr mit Unkraut, bildet eine zähe Grasnarbe, und ver: ballt ſo ſehr, daß eine wiederholte Bearbeitung nöthig iſt, um ihm die für andere Gewächſe nöthige Lockerheit zu geben. Um in dergleichen Boden Vortheile vom Erbſenbait zu haben, iſt es angemeſſen, ſie in friſche Düngung zu ſäen und den Miſt un: terzubringen, wodurch er mehr und beſſer wirkt, als bey einer oberflächlichen Aufſtreuung, Um die Saat deßhalb im Frühjahr nicht zu lange zu verzögern, iſt es wohl am angemeiſenſten, den Miſt im Herbſt ganz flach unterzuſtürzen und im Frübjahre die Erbſen unterzupflügen, wobey man aber den Miſt gehörig unterfahren muß. Die den Miſt bede&ende Erdſchicht wird dur den Wiaterfroſt und die Gährung des Miſtes ſo mürbe gewor“ 'Z as) wm (urhz/8 ſo mu) EE freitih 0 me ſe 105 WS | hinder"| die av. Mit) folgen) 0, haute 994, vfehleie Buffl 90) dem 1170( glei als di8 de)! Erbſutun| vanf Eun erfpruik €%. MDT demie 191119: 00 hm 150 h DR (0004077) 1Chy 4 „voy 1) ver DiBa! 7018 fenſiet WETEN jn;+ u a aa NE I I<<< AES Rn bſi dam 3 (rbſen 38) en ham "m nibh: Wer zeitian; Kn beſonda, D. df I, BE(Ue en ane BS Siymal, vy Amen Ay Kl und dy = WUWEN) EA old] ZUTENE Sen ſehn, Sy) friſche] Fiſche Zi en Di 1 Mppig fl | Mmehr WIM ntziehen „mybüngung| 09" das Ei ah(ann D 38x Rat „Inſam wird! rä wi Dm, Wt SD zm m (7931 brin!) [7 MORNE fE wenn dv: 7 NANUE PPG SS der di SS Wp ein uvm It m ep nar un TENE eben, y haben» zi dm - als hiys Shin p' eb gem 00164 1 Mf| --((hi wos " SE; mühe Ww WIT WS Anbau der Hülfenſrüchto. Erbſen. ?(335) den ſeyn, daß man das Unterpflügen der Erbſen wird ohne Scheu wagen können und nicht befürchten dürfen wird, daß ſie ſich nicht durchzuarbeiten vermöchten. Hat man im Herbſt keinen Miſt, ſo muß man denſelben im Winter aufbringen, wo man es aber freilich in dem ſehr zähen Boden in Ueberlegung ziehen muß, 4 0 die Exbſen mit. dem Miſt unterpflügen, oder obenauf den ſoll, j Um das- Ueberwachſen der Erbſen im friſchen Miſt zu ver« hindern, geben Mehrere nur eine halbe Düngung, und bringen die andere Hälfte des Miſtes auf die Erbſenſtoppel zu der nach= folgenden Frucht, Um das Zuſammentagern der im Miſt ges bauten Erbſen zu verhindern, wenn ſie zu üppig wachſen, em- pfehlen Einige, unter die Erbſenſaat Hafer oder noch beſſer die Buffbohne(Vicia faba) zu ſäen. Manche verwerfen dieß aus dem Grunde, weil dadurch die Erbſenſaat verunreiniget würde z allein dieſer Grund iſt ſehr nichtig, da ſowohl die Haferkörner, als auch die der Buffbohne ſehr leicht beym Reinigen von den Erbſen zu trennen ſind, und ſie durch Aufrechthaltung der Erbſen= ranken und dadurch vermehrten Schotenanſatz in der That ſehr erſprießlichen Einfluß auf einen höhern Erbſenertrag äußern, Nach mehrſeitigen Bemerkungen ſoll der Schaf- und Pfers demiſt feinhülſigere und leichter kochende, der Schweins- und Rindsmiſt dagegen ſtarthülſigere und ſchwer kochende Erbſen ges ben. Von lepterern habe ich es nicht gefunden, Die Kalk- und Mergeldüngung bekommt den Erbſen, wie bereits angeführt worden iſt, ſehr wohl.„„Der Gyps“'-- führt S< werz in ſeiner Anleitung zum praktiſchen A>erbau an= „„befördert zwar ihren laubigen Wuchs, dagegen ſind die Körz ner der gegypsten Erbſen ſchwer weich zu kochen.“ Auch der Auswurf von den Potaſchſiedereyen und die Sei«- fenſiederaſche bekommen den Erbſen gut. Hinſichtlich der letzte- ren ſagt Burger in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft:„„Jcer erzeugt, und der nicht unbeträchtliche Abfall an Werdedünger, des auf den Erbſenſtoppeln, geweideten Viebes bereichern den Aer allerdings genugſam, um eine vorzügliche Winterungs» erndte zu geben. Allein die Erfahrung hat es genügſam beſtä-- tiget, daß, wenn.man den Acker vor und nach den Erbſen ge- nugſam. bearbeitet, wenn man ihnen ein kräftiges Land anweiſt, und die Erbſen nicht zu oft anſtatt. der Braache bringt, was ohnehin, wie weiterhin erörtert werden wird, nicht geſchehen kann,“ man keinen, oder nur unbeträchtlichen M'Rüctſchlag der Winterung wahrnimmt. Denn je kräftiger und dichter die Erb- ſen ſtehen, um ſo mehr hinterlaſſen ſie den Boden in der ge- wünſchteſten Eigenſchaft; um ſo größer iſt ihr Blattorgan, ver- möge deſſen ſie ſich um ſo mehr atmoſphäriſche Nahrung aneig: nen können; um ſo mehr hinterlaſſen fie Wurzeln, Stoppeln und Blatter, die das dem Boden Entnommene größtentheils wieder zurückgeben 3; und um ſo mehr und nahrhafteres Stroh geben ſie, welches beträchtlich mehr Dünger giebt, als nöthig iſt, dem Boden die entnommene Kraft wiederzugeben. Der Er- trag der Erhſenſamen Überwiegt aber beträchtlich den etwaigen Ausfall der Winterung. Man wird'alſov im Umfange der gan: zen Wirthſchaft weit größern Vortheil haben, wenn man die Erb- ſen bey gehöriger Bodenveſtellung in genugſam reichen Boden in die Braache ſäet, als ins Sommerfeld. - In. neueren Zeiten, wo man bey den Vortheilen, die die Schafzucht gewährte, den Viehſtand im Allgemeinen vermehrt bac, und wo man bedacht ſeyn mußte, nebſt dem Körnerertrage, vom Feldbau auch zugleich eine um ſo größere Maſſe nährenden Futters zu gewinnen-, haben viele Dreyſfelderwirthſchaften den Erbſenbau in kräftigem Boden, in der Braache ſehr erweitert, und man frage in dergleicy)en Wirthſchaften nach, ob man, un- geachtet: der überwiegenden Düngung mit dem ſlüchtigen Schaf: iß M ELZ prnoms I ſand 1 ZE hen ZIM nd 3019 jeht US ims zW:/ m Fefaat aufeln uE GN 3 at iübHl erding m 0 em M 1 ber, My( geſät), haben fw); 1 angew| MN 1 fn| Oaften 15 ww 8,07! ſnha 85! m Rho Ky 171.000 zu deni eyn Dilh| ENEN ET UE elbe mg vf ji AEO N Viet 1 6 ſech 19) (bm Ih! mehrisu vd man Jill ey, 440 (ng 3 dj Ms Nm ſe Sy Niſſen 6 5% UNE: "m 5 Ven! ehen 2 10''D- lär) y e e> Anbau der Hülſenfrüchte, Erbſe, 197 Sehr Ohly,; j(337) Dian den I miſt; einen Rückſchlas im Körnerertrage der Winterfrüchte ſowohl, Una den 6 als aller Halmfrüchte im Umfange ihrer ganzen Wirthſchaft wahr- Doſen inn genommen hat, oder ob ſich im Allgemeinen der Düngungszuz Sah hin ſtand nicht verbeſſert hat? Auch hat ſich manche Wirthſchaft, Herden| die einen minder kräftigen Boden hat, dadurch gehoben, daß Kiruna a) ſie den Erbſenbau in der Braache im friſchen Dünger erweiterte, M vb, Un) hy Jur dann, wenn die Erbſen, wie dieß in einem feuchten Iden, vy zähen Thonboden wohl öfters der Fall iſt, immerwährend blühen und zu ſpät reif werden, ſo daß nach ihrer Aberndtung nicht mehr die erforderliche Zeit zur gehörigen Bearbeitung des Bo- dens zur Winterung verbleibt, und der Boden unter den Erb= ſen feſt bleibt, kann es angemeſſen ſeyn, die Erbſen im Som= merfelde zu bauen. DEE . Sn der Koppelwirthſchaft wurde den Erbſen der Plaß lange Zeit im Nach- vder Abtrageſchlage angewieſen, wo ſie dann al- lerdings im ausgetragenen und nur noch wenig Kraft enthaltenz den Acker nur ſchlecht geriethen. Die ausgemachten Vortheile äber, die die Erbſen dann gewöhren, wenü ſie in kräftigeres Land geſäet werden, ſo wie die Erfahrungen über den Früchtwechſel, haben ihnen in neueren Zeiten allgemein einen beſſern Platz angewieſen. j - Koppe ſagt in ſeiner Reviſion der AFerbauſyſteme:„In jeder Dreyfelderwirthſchaft, nicht weniger in den meiſten Koppelwirth2 ſchaften kommen die Erbſen in der Regel als dritte Frucht nach zwey Kornſaaten.-Wo die Erforderniſſe: alte Dungkraft und Reinheit des Bodens atgetroffen werden, da bemerkt man kei: nen Mißwachs der Erbſen bey dieſer Folge.“ In Hinſicht der Fruchtfolge gehören die Erbſen unſtreitig zu denjenigen Früchten, bey welchen män weniger bedenklich ſeyn darf, als bey andern 3; denn wenn ihnen nur der Boden zu- ſagt; und ſie genugſame Bodenkraft vorfinden, ſo laſſen ſie ſich nah Allem bringen; ohne eine Mißerndte zu geben, wenn die- ſelbe nicht in Folge der Witterung zuwege gebracht wird. Nur uuf ſich ſelbſt folgend, wollen die Erbſen nicht gut fortkommen; und Viele nehmen ſogar an, daß, wenn ſie in einem kürzeren als ſechsjährigen vder zehnjährigen Zeitraume wieder auf dem- ſelben Acker folgten, ſie durchaus nicht geriethen, ſondern ſich vielmehr austrügen. Dieß wird zwar von Mehreren beſtritten; und man will es aus der Erfahrung erweiſen, daß es nicht der Fall ſey, wenn dazwiſchen eine Düngung und vollſtändige Bear2 beitung gegeben worden. Daß. die Hülſenfrüchte gewiſſe Subſtanzen im Boden, aus denen ſie das Eigenthümliche ihrer Samen bilden; in einem ge- wiſſen Grade bedürfen, wenn ſie gerathen ſollen, ſcheint wohl ausgemacht zu ſeyn, da ſie vorzugsweiſe in matichen Bodenar= ten ganz vvrzüglich gerathen. Daß dieſe Subſtanzen zum Theil dur) Düngung und Bearbeitung ergänzt werden, geht daraus hervor, daß beym Gartenbau die Erbſen an demſelben Plate ge= baut werden, ohne zu mißrathen. Im Feldbau aber, wo weder eine ſolche Bearbeitung des Bodens, noch ſo häufige Düngung deſſelben Statt findet, können dieſe Subſtanzen durch eine zu ven es vfte Wiederkehr der. Erbſen allerdings ſo ſehr conſumirt werden; 3 00 M daß ſie deren nicht ſo viel vorfinden, als ſie zu ihrem vollkom- Neigen€ menen Gerathen bedürfen, Ein Boden kann jedoch deren mehr 11; 22 198 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (338) enthalten, als ein anderer, und vielleicht auch, daß unter mane durch dieſes Verfahren ſtets erreicht werde, und bin | in den DA Oeſte, PE1 110E ZU 0 T MES| H die 1 fige DEE merh!| then JE GIE je Enyäm) ag eis mn dm de Einw;| | | 9) BIE Erbſen? daß ſay Gelbſt zu horherig a hie we S3 hirden, 187 id iS Alon 40 Er| Dodens 314 11 führigenffal Yann au en Yes Boy zy Wan Wil: 8 Ing zu 398 ae Wola Jae 1 0, unten ij J ſIm wir 3 1 ISB: Quten Gy); 1Ddarf, win WSten, felt) On gew SS) wieder) M8 Dlap 4) vite Gul ) M unmit „ins eine 3 „26 Ürethen, 1 4 Ws Erbſen 6 | She) a wN M wollen, IS(und uw ZB Klee un | An Erbſet! pern Zu cht zu I artofen Fiſchen 1 Win, ve Zz 200 (EInwiſ Ceiſtt,): ! KUH 198 1) Gu: E mw jg) fan üg eg Öſte:" eben mn ZS rtelbat 1) % der huf „de, um y Anbau der Hülſenfrüchte. Erbſen. (339) in den meiſten Fällen dafür, nach den Kartoffeln unmittelbar Gerſte, und nach dieſer letzteren erſt Erbſen folgen zu laſſen.“ Allerdings ſind dieſe Vorfrüchte auch dem Getreide ganz beſonders günſtig, und deßhalb nimmt man nach der Regel des Fruchtwechſels gern eine Halmfrucht dazwiſchen, wo dann frei- lich die Erbſen nicht ſo ganz ſicher gerathen; wenn man jedoch triftige Gründe hat, die Erbſen vorzuziehen, ſo thue man dieß immerhin; denn auch die Erbſen ſind dann, wenn ſie gut ge: rathen, keine ſchlechte Vorfrucht für die Halmfrüchte. Im Dreiſch ſollen die Erbſen ganz vorzüglich gedeihen, und die Engländer wählen hierzu ihr zweyjähriges Raygras. Man mag eine Fruchtfolge wählen, wie man ſie nur immer will, ſo kann das Beginnen des neuen Umlaufs nach dem Dreiſch mit den Erbſen in keinem Falle nachtheilig ſeyn. Bearbeitung des Bodens. Sehr häufig findet die Meinung Statt, daß man zu dew Erbſen den Boden nicht beſonders vorbereiten dürfe, ſondern daß ſie vielmehr auf eine Furche geſaet am beſten geriethen. elbſt dann, wenn man die Erbſen unterpflügt, will man keine vorherige Zubereitung. des Bodens, ſondern die Erbſen ſollen ohne weiteres auf die Getreideſtoppeln geſäet und untergepflügt werden, Man pflegt in vielen Gegenden zu ſagen, daß die Erbſe durch eine Schuhſohle durchwachſe, Allerdings braucht die Erbſe, da ſie einen ſehr ſtarken und ähen Keim und ſtarke Wurzeln hat, weniger Zubereitung des Bodens, als das Getreide, und man findet auch bey der ein= führigen Beſtellung oft genug ſchöne Erbſen 3„allein man iſt dann auch in den meiſten Fällen ungerecht, über Verwilderung des Bodens und Rückſchlag der Winterung zu klagen; deni man will es nicht anders haben. Sich die einführige Beſtel: lung zu Erbſen unter allen Umſtänden zur Regel zu machen. wäre wohl nichts anderes, als ſie ohne Berückſichtigung ihren Schikſale zu überlaſſen; wenn ſie gerathen ſollen, gerathen ſie doch, und wenn es nicht ſeyn ſoll, wird doch nichts daraus, Daß die Erbſe einen gelockerten Boden nicht verſchmähet, ſehen wir an den Gartenerbſen, und daß ſie, wie vorſtehend er= wähnt worden iſt, in der Kleeſtoppel und nach Kartoffeln gut geräth. Daß bey der Felderbſe eine zu große Lockerung des rei» wen Bodens dadurch nachtheilig werden kann, daß ſie zu lange Ranken treibt, ſich zu ſehr lagert, und dann zum Theil fault und wenig Schoten anſegt, iſt zwar nicht zu läugnen z allein eine ſolche Lo>erung des Ackers wird bey dem Platze im Feld«= bau und der Fruchtfolge der Erbſen in den mehr bindigen Bo- denarten nur durch mehrere Furchen bewerkſtelliget, wozu bey der zeitigen Saat der Erbſen nicht die hinlängliche Zeit bleibt, . Daß die Erbſen unter manchen Umſtänden ohne Gefahr auf eine Furche geſäet werden können, ja daß mehrere Furchen ih- ren Ertrag ſogar gefährden würden, iſt ſehr. richtig; daß ſie aber unter vielen Umſtänden bey einer ordentlichen Behandlung und BodenloFerung beſſer gerathen und ein beſſeres Winterges treide zur Folge haben würden, iſt eben ſo ausgemacht, 22% 199 DME Bu WEP WREN DENT 157100 2200202, 900 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. 340) JE ( Im Allgemeinen katin mat annehmen, daß die Erbſe einen zmürben Boden liebt, Derjenige Boden aber; der beym Pflügen ganz pülverig iſt; ſo daß der Pflugſtreifen keinen Zuſammenhang behält, ſondern ſich durchgängig ſchüttet, iſt der Erbſe nicht ganz zuträglich:; Schwerz faägt hierüber Folgendes?„„Mati muß bey der Bearbeitung überhaupt von der Regel ausgehen, daß die Erb: ſen ein etwas rauh liegendes Land lieben; daher man dieſes weder dukf< Yflug; üoerig. Werden die Erb: ſen dann, wenn ſie bereits heraus ſind, geegät: ſo werden die Hö>er von der Egge zerriſſen und Boden an die Pflanzen her: angebracht, Dieß iſt hauptſächlich der Grund, daß die Erbſen ſelbſt in dem mehr bindigen Boden bey der. einführigen Beſiel: lung vft ziemlich gut gerathen, wenn ſie auich dann, wenn ſie bereits heraus ſind, nicht geeggt werden. Allein, wenn in der erſten Vegetationsperiode nicht genugſamer Regen erfolgt, wo“ durch die rauhen Furchen geebnet und Boden'ati die Pflanzen herangebrächt wird, ſo werden die Erbſen nicht vorzüglich, Jn dem leichten Boden wird eine Furche zu Erbſen hin: länglich ſeyn, indem er bey einer mehrfurchigen Beſtellung zu lo>er werden würde. Dieſe Furche iſt auch erſt im Frübjahre Unmittelbar vor der Saat nöthig, oder man pflügt die Erbſen gleich mit einer Furche unter; Went die Erbſen in dem bindigen Boden unmittelbar nach behackten Früchten oder auf eine Getreidefrucht folgen, die nach beha>ten Früchten, gebaut war, wo der Boden noch hinlängliche Lockerheit hat, ſo werden ſie ohne Gefahr auf eine Furche ge:| ſäct werden können, Eben ſo können ſie nach Gerſte, wenn diepll! 1 ein[ZU ihn biß zu fh ul ninde"I inen fi M3 Sinter/ Fe 9! m naden inzt 81 ige Buy Forde hnürbe 81 09| I [6] as Zah| Jeicht Min Ed"! bu: IN als m des P991 jm Du, Gonne ur ine iges 1196! 00 deo! nah Vins: führig 194) beſtelle Getreibig wm Cis (wagt, 9 nt, 43 ung U]6N jet Ünteetn wfit el WENNDE) WEM: Wird die n Ady m" 5 5 Oe HF zeitig) Doſt enn as Erbſen 14 den mei hebſt WET BE.. Anbau der Hülſenfrüchte, Erbſen. 201 wot(341) AAO dieſelbe auch in Winterungsſtoppeln geſäet worden war, ſich mit 10 Erbſe 1 einer Furche begnügen, weil der Boden im vorhergegangenen en WW. Frühbjahre zur Gerſte ſehr ſorgfältig bearbeitet worden war, und. ZB uſammok bis zum nächſten Frühjahr zur Erbſenſaat noch die hinlängliche er Erbſe; Lo>erheit behält.; imm Nach Winterung werden die Erbſen in dem bindigen Boden muß by mindeſtens einer zweyfurchigen Beſtellung bedürfen, wenn man D; tei ve; einen ſichern Ertrag und keine Nachtheile auf die nachfolgende Bei wan) Winterung erwarten will, | ND Koppe ſagt in ſeiner Reviſion der Akerbauſyſteme:„„Erb= wn ſen nach Roggen und Weizen, zu welchen in der Braache ge- MD ird dais düngt wurde, gerathen ebenfalls ſehr gutz jedoch iſt die einfüh- PS ächten rige Beſtellung bey dieſer Folge nicht immer genügend, Land, DEE viel 31h) welches zwey Winter über ungerührt gelegen hat, iſt nicht ſo HO eigen uf mürbe, als die Gerſtenſtoppel. Stand die Winterung vorher Sch mein! ſchwach, und hatten ſich Wurzelunkräuter eingeniſtet, ſo kann MU), weih) das Land durch den Erbſenbau nach der einführigen Beſtellung MM 0 habn leicht verwildern.““ | 19 ſie int Sch werz ſagt in ſeiner Anleitung zum praktiſchen A>er- uder Eid! bau:„Die einführige Beſtellung iſt mehr'nach Sommergetreide, |„n8Wadutd als nach Wintergetreide anwendbar 3 denn obgleich die Stoppeln bj mt ſegen NW des Wintergetreides, wegen größern Vorraths von alter Kraft lO ufelnts im Boden, den Erbſen mehr zuſprechen, als die Stoppeln des win gednlt GSommergetreides: ſo wird doch das Land nach letteren, das Mfj:d ebenfa nur einen Winter unerbrochen gelegen hat, durch ein mehrfüh- UNT SAMEN riges, Pflügen lo>erer werden, als eine Wintergetreideſtoppel, | 17 Fi Aehbut wo der Boden zwey Winter über geſchloſſen lag. Wer Erbſen [17 tet allen nach Winterfrucht ſäen will, der wird am beſten thun, ſie zwey= | IEn qm)! führig, oder, wie man es auch nennen könnte, dreyführig zu Koſt bey fü beſtellen. Hierzu wird das Land bald nach der Aberndtung des | Sd de Getreides dünn abgeſtoppelt(geſchält), darauf veregagt, und Js Dm beym Eintritte des Winters tief gepflügt. Im Frühjahre wird ze leit( geeggt, die Erbſen geſäet und mit dem Vielſchaufler unterge= WE ZNUNCE bracht, oder in dem Falle der gepflügte Aker im Winter mit 1 erden! Dung überfahren worden, werden die Erbſen über dieſe herge: puſh ſäet und ſammt ihm mit dem Pfluge untergebracht,“ Dy Wan! Wenn man in dem bindigen Boden nach Winterung die en ms Erbſen auf zwey Furchen beſtellen will, ſo muß das Stürzen 10S Ihrigen 2 im zeitigen Herbſt möglichſt flach erfolgen, damit die Raſen- : oO narbe gehörig faulen kann. Verſäumt man dieß, und man ſtürzt ZE), wm den bindigen Boden im Spätherbſt, wenn er ſchon viel Feuch S7 ef tigkeit eingeſogen hat: ſo kann es nicht flach genug erfolgen, Sri die der Acker wird zuſammengeſchmiert und die Stoppeln und die HEI Raſennarbe können nicht faulen. Beym Wenden im Frühjahre ARN wird die unzerſetzte Raſennarbe wieder beraufgeholt, und der I els Aker zeigt ſich widerſpenſtiger, als wenn er nur auf eine Fur- JENnung dergleichen im 0) Herbſt. zuſammengeſchmierten Bodens, der ſvyäter abtroc>net, als MH wenn er nicht geſtürzt worden wäre, nicht abwartet, und die PTN Erbſen noch obendrein in den rohen Boden einſchmiert. Da in Ig) MW den meiſten Dreyfelderwirthſchaften das Stürzen erſt im Spät- (eh Pino" herbſt erfolgt, ſo iſt es ganz natürlich, daß man häufig von Seite ful! = 1 Deniv/| < A ammelin amen ne - SIM EY. WZ, ZU YYY! 75% Tico y EE EE ECE NESTER 7 22070 WIE EE BADE IGC NENDE 202 Bau der Feldfrüchte. 3. Abſchn. März« 342 4. Y eine Furche geſäeten einen beſſern Ertrag erhält, und ſich zu der Meinung berechtiget glaubt, daß die Erbſen im All- gemeinen auf eine Furche beſſer geriethen. Wird dagegen das Stürzen flach und wo möglich nach Aberndtung der Winterung beſorgt, ſo kann ſich die Raſennarbe gehörig zerſetzen, und der dadurch und den Winterfroſt mürbe gewordene Acer trocknet auch im Frühjahre um ſo eher aus. Zu dieſem Behuf eggt man auch die Stürze nicht vor Winter, ſondern nach Winter, Wenn es nöthig iſi, den bindigen Boden mit drey Furchen zu beſtellen, ſo muß die zweyte Furche, die Wendefurche, vor Winter erfolgen. Es wird dann tief gepflügt, ſo daß die um: geſtürzte Raſennarbe gehörig untergriffen und in der Hälfte dex Dicke der Furche zu liegen kommt. Rauh bleibt der Acker den Winter hindurch liegen, und wird im Frühjahre tüchtig geeggt, Um deſſen Abtrocknung zu befördern. Hat der ſehr bindige Boden die Eigenſchaft, daß er den Winter hindurch zuſammenläuft und im Frühjahre auf der Ober- fläche ſehr verhärtet, ſo werden im Frühjahre zwey Furchen, eine Nuhrfurche und eine Saatfurche, nöthig ſeyn. Die Erbſenſaat wird dadurch allerdings verſpätet, und die ſpäte Aberndtung der- ſelben geſtattet dann kaum die erforderliche Zurichtung des Ackers aur Winterung. Man muß in dieſem Falle, wenn man die Erb- en in der Braache baut, eine ſehr zeitig reifende Erbſenart wäh. len, oder wenn man dieſe nicht haben tiann, ſie ins Sommer- feld bringen. Wehn die Erbſen nach Hafer folgen, ſo möchte in dem mehr bindigen Boden die einführige Beſtellung um ſo weniger anzu- rathen ſeyn, da der Hafer mehr als die andern Getreidearten ein verwildertes Land hinterläßt, welches„bey der einführxigen Beſtellung unter den Erbſen vollends verwildern würde, Samen und Sqgak. Man vermeint in mehrern Gegenden, aus welchem Grunde, iſt mir unbekannt, keine beſondere Auswahl des Erbſenſamens treffen zu dürfen, ſondern man nimmt gewöhnlich die beſten Erbſen zur Verſpeiſung und zum Verkauf. Daß dieß ganz feh- lerhaft ſey, iſt einleuchtend; denn ſo wie jede Frucht nur aus einem vollſtändigen Samen eine vollkommne Pflanze treibt, ſo iſt es auch entſchieden bey der Erbſe der Fall. Ja bey den Erb- ſen muß man um ſo ſorgfältiger auf eine beſondere Auswahl. des Samens ſehen, da ſie immer eine Menge unreifer Köxner enthalten, und da ſie von den Maden ſehr beimgeſucht werden, und man oft die vollkommenſten Samen halb ausgefreſſen fin: det, die aber immer noch Schwere genug haben, um beym Wurfen mit unter den Vorderfall zu fallen. Einen ganz voll: kommnen Samen wird man bey den Erbſen durch die gewöhn: liche Neinigungsart des Getreides nicht erreichen, ſondern dieſe Fann nur durch ein ſorgfältiges Leſen bewirkt werden, wie man es in manchen betriebſamen Wirthſchaften findet. Wer das Le- ſen der Erbſen durch das Schwingen auf einem Teller gehörig verſteht, der kann in kürzer Zeit eine beträchtliche Quantität rein geleſener Erbſen liefern, In jedem Falle bezahlt ſich die Arbeit reichlich. / | GinOQ eit IMM führt in 181 (0 Gri dud nid zu (BE) RET Wr ſogar Fü ferſelhe 11941 anden 19) Weſſen Ga aus ſint] an haihgt Boden 1901 Mpliche 467 | tm jm, wa Wenden: m, 19 bum, Vs dings Ie NEE Ane auer ug anſehen 4 erſt danys dann NW Wuchſe dem Vu hens wwe. ars, Anbau der Hülſenfrüchte. Erbſen. 203 (343) erhält uy Das Einquellen der Erbſen vor der Saat findet man wenis- *bſen in 1; ger, als es bey den Getreidearten, vornehmlich beym Weizen und - dagegen by; bay andern Gewächſen geſchieht und dennoch iſt es den Erbſen ir Winti beſonders zuträglich; indem die Erbſe zum Keimen viel Feuchtigs en, und eit bedarf, und bey der Stärke des Erbſenkeimes keine Schwäche "eder imm lichkeit dadurch zuwege gebracht wird, wenn duch das Samenkorn | Behyf ich vor der Saat voller Feuchtigkeit geſogen hat, ſondern viels < Vinny Mehr dadurch ein um ſo ſchnelleres Hervorkommen der Erbſen bes dreh Zif wirkt wird, wodurch ſie nicht nur das Unkraut um ſo beſſer über- MOHN wachſen können, ſondern auch, was bey den Erbſen von Wichtig: da We y Xeit iſt, ihr frühes Reifen bewerkſtelliget wird. Beſonders iſt das ver Hilf" bey den ſpät geſäeten Erbſen zu empfehlen.| 4 vn Eine ZI ME 1008 vder Erneuerung des Samens von Zeit Eh zU Zeit, mit den beym Samenwechſel zu beobachtenden Vor- Eg 0 füchtsmaßregeln, iſt bey den Erbſen, da ſie von ſo verſchiedes k ner Qualität ſind, höchſt nöthig. Es ſcheint bey den weißen, 1 de eh gelben und grünen Erbſen ein Zeichen zu ſeyn, daß ſie ſich in uf der einem Boden ausgetragen haben, wenn ſich viele violett blühende DZ urchen, ij Pflanzen zeigen, die graue Samen tragen. Erbſenſy; Die Erbſen behalten ihre Keimkraft tange Zeit, Sch werz Cndtung by führt in ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ackerbau an, daß von 4! des Ac 40 Stü> vierjährigen Körnern, die er zum Verſuch geſte&t, hn die Erk auch nicht ein Korn gefehlt habe. )»nart wäh Die Erbſe verträgt eine ſehr frühe Ausſaat, indem ihr der 4 Gommet: Froſt weniger, als andern Samengewächſen ſchadet; ja es ſchadet ihr ſogar nicht, wenn unmittelbar nach der Saat Schnee fällt, und 4 dew weht derſelbe längere Zeit liegen bleibt, man hält dieß vielmehr in (ger Anl: manchen Gegenden für zuträglich, und erwartet dann eine um ſv gn etreidearn beſſere Erbſenerndte. Selbſt dann, wenn die Erbſen bereits hers 8 einfübelgn aus ſind, ſchadet ihnen Froſt und Schnee nicht ſo leicht, und jide, man hat ſogar Verſuche gemacht, und Späterbſen in trocknen Boden im Herbſt geſäet, und ſie haben nicht ſelten eine vor- zügliche Erndte gegeben, 4 In vielen Wirthſchaften iſt die Erbſe die erſte Frühjahrsſaat, vem Orn) und man empfiehlt auch im Allgemeinen, die Erbſen ſo früh als 10644 möglich zu ſäen, Die frühe Saat gewährt den Vortheil des frühern Reifens, welches in dem Falle, daß Winterung nach je ganz den Erbſen folgt, von großer Wichtigkeit iſt, indem dann der > It nur Acker zur Winterung noch gehörig beſtellt werden kann, und die Te treibt,| Cinſaat der Winterung nicht zu ſpät erfolgt. Auch kann man de dener dann, wenn die Erbſen zeitig das Feld räumen, in' warmen cre Au Gegenden in reichem Boden, wenn es die Verhältniſſe erhei- 'eifer Jun ſchen, noch eine Zwiſchenfrucht, Stoppelrüben, nach ihnen acht win bauen. Viele behaupten auch, daß eine frühe Saat einen durc: pgefreſen gängig ſtärkern und ſicherern Ertrag an vollkommenern Kür- (, um WW! nern gewähre, indem die Erbſen ſich in der kühlen Periode des m gan anfangenden Frühlings nicht übertreiben, ſondern die Pflanzen 1 die gewi! zuerſt erſtarken, und dann weniger leicht lagern, mehr Schoten gondern! anſeben und weniger vom Mehlthau leiden, indem dieſer ſie m, wien erſt dann befällt, wenn ſie bereits Schoten angeſetzt haben, und Wer des! dann der Frucht nicht viel ſchadet, wenn er gleich dem fernern eller geh) Wuchſe' des Krautes ein Ende macht. Auch ſoll die frühe Saat ve Dum dem Wurmſtich und dem Nachtheil des immerwährenden Blü- ahlt ſh hens weniger ausgeſett ſeyn, 204 Bau der Feldfrüchte, 3. Abſchn. März. 344. ( 5: iſt jedoch nicht immer der Fall, ſondern man hat viel- mehr, beſonders in dem bindigen feuchten Boden, von einex ſpä- ten, erſt in der Mitte des Mays erfolgten Saat, oft einen eben ſo großen Ertrag an Körnern, als von der, frühen Saat, und gewöhnlich mehr Stroh. Auch ſind die ſpätern Erbſen oft we- niger wurmſtichig, und leiden vom Mehlthau weniger, weil dieſer die Pflanzen dann trifft, wenn ſie in voller Kraft des Wachsthums ſind, und die Nachtheile derſelben um ſo leichter Überwinden, als frühgeſäete Erbſen, deren Wachsthum dann größtentheils ſchon vollbracht iſt. Es empfehlen daher Mehrere, um gewiſſe Erndten der Erb: ſen zu erzielen, mehrere Sgaten in Zwiſchenräumen von 9 bis 14 Tagen zu machen, von denen doch wenigſtens eine gut gera: then würde. In Gegenden, wo die Erbſen nicht ganz vorzüg: lich gerathen, iſt dieſes Berfahren ſehr empfehlenswerth. Das richtige Treffen der günſtigſten Saatperiode hat banz entſchieden einen großen Einfluß auf die Sqat;z allein dieſe läßt ſich eben ſo wenig beſtimmen, als man die folgende Witterung voraus ſehen kann, und man wird daher unter allen Umſtänden am beſten thun, ſeinen A>ker in gehvriger Zeit vorzubereiten, und wenn die Umſtände günſtig ſind, zu beſäen. Im Allgemei- nen iſt noch Zuſammenſtellung vieler Beobachtungen und Erfah: Xungen auch vey den Erbſen der Grundſaß richtig, daß die frü- Here Saat ſicherer iſt, als die ſpäte, welche letztere jedoch oft mehr Stroh giebt, Dieß geht auch aus der Natur der Erbſe von ſelbſt hervor. Die Erbſe verlangt zum Keimen und erſten Wachsthum viel Feuchtigkeit, und findet dieſe im zeitigen Früh- jahre ſicherer, als im ſpätern, wo oft trockne Perioden eintreten. Sie iſt eine Pflanze mit vielen Blattorganen, und fällt daher ihre erſte Aasbildung in die ſpäte warme Veriode, wo die At- moſphäre viel Nahrungstheile enthält, ſo wächſt ſie im Anfange zu Üppig und Übertreibt ſich. Auch iſt ſie eine langſam wach: ſende Pflanze, bedarf zu ihrer vollkommnen Augsbildung lange Zeit, und ſcheint vermöge ihres ſtarken Blattorganes von dex Natur hauptſächlich mit auf die in der Atmoſphäre enthaltenen Nahrungstheile hingewieſen zu ſeyn. Dieſe findet ſie aber in der Atmoſphäre unbeſireitbar vor Johannis in weit größerer Quan- Fität, als nach Johannis; und je mehr ſich daher bey einer frühen Saat die Pflanze vor Johannis ausbiiden kann, um ſo vollfommner wird ſie, und um ſo unvollkymmner wird ſie in Hinſicht der Samen, wenn ihre Hauptausbildung erſt nach Jo- hannis fällt; obwohl ſie bey der mehreren Feuchtigkeit durch die in dieſer Zeit häufigen Gewitterregen gewöhnlich im Stroh um ſv üppiger wird, Wer Urſache hat, den größern Strohertrag der Erbſen, mit Aufopferung einiges Körnerertrages, zu berückſichti- gen, der kann jmmerhin einige ſpäte Saaten machen, ſonſt iſt aber immer die nach Umſtänden frühere Saat vorzuziehen. Nad) den Statt findenden Umſtänden wird die Zeit der AUs- ſaat bald früher, bald ſpäter Stati finden können, Im leichten und im trocknen Boden wird man die Erbſen- ſaat, ſowohl im ſüdlichen, als im nvrdlichen Deutſchland, früher oder ſpäter im März einbringen können. In dem die Winter- feuchtigkeit leicht fahren laſſenden Boden iſt dieſe Sgatzeit ganz zweämäßig, (422 pg SI j1, 1 fun Giſh S5 qui)(IS Miz(ES und ha 127 (he 3090 nbi? 1 finn, 19! winner lin tige GIt! Jaber 0 haltniſin hund dit; folg hM) nad Ue Hierncum ynd wird 101 den man Montan 1100908 31 18 zu YEt4 ondenfeg! MUG] NENNEN der Ri Pewöhnit| pft auh) eözeit 83 Wl Dandan hon[1:39 |e Chog 4 Gmd Vebgd Anzaben 188 eils 18 Ey hies FIUunge gG Winner ſhy ehr finn Diandy m3 Oh ehr mürbe 54, Ene Jans des Untnd weicht wer Jen, ſich N Kuben| Wierliegenn Venn em Gaatj ys, "7 Anbau: der Hülſenfrüchte. Erbſen. 205 5e M auf(eis) | von 16" Im bindigen und feuchten Boden wird die Sgat ſpätey ey- of dy 1 folgen müſſen, weil ein gehöriges Abtrocknen deſſelben abzuwarten M Gat. iſt, was ſelten im März erfolgt. Die Erbſe verträgt DN eine Stbſen kn. feuchtere Einſaat, als viele andere Gewächſe; doch liebt ſie das Den 1040) Einſchmieren in den Boden durchqus nicht. Zwar findet man es 1 81 y auch in ſolchem Boden ſehr häufig, daß die Erbſen ſchon im in Seſt) März geſäet. werden, wenn derſelbe noch von Näſſe ſchwimmt, 1 10 lid] und hat keinen andern Grund dazu, als weil es die herkömm: höthun 1 liche Zeit der Erbſenſaat iſt, und weil man durch das ſo zeitige Einbringen der Erbſen, wo ſonſt im Aker nichts gethan werden ? dien de() kann, zu der nachfolgenden Frühjahrsſaat um ſy mehr Zeit ge- gien von 0 winnen will. Oft glaubt man aber auch, nur durch eine ſo zei- Bene gut d1 tige Saat ſich den Ertrag der Erbſen ſichern zu können, bedenkt gan 00h aber dabey nicht, daß eine zeitige Saat, wenn ſonſt die Ver- werth, hältniſſe nicht günſtig ſind, eher nur ſchader, als nußen kann, ZS 1ode haf zu und daß die Zeit der Ausſaat, wenn man einen günſtigen Er- ein dieſe Ih fols haben will, ſich nicht nach dem Calender, ſondern nur da- De Witte nah beſtimmen läßt, wenn Boden und Witterung geeignet ſind. 17 Umſtän) Hiernach modificirt ſich frühe und ſpäte Saat ſehr mannigfaltig, Morzubereit und nur hiernach iſt ihr Zeitpunct zu beſtimmen, Gewöhnlich «im Allgem wird man in dem mehr bindigen und feuchten Boden im ſüdli- git und Erft) den und nördlichen Deutſchland die Einſaat im Verlauf des Daß die fil Monats April einbringen können z; ſoll der B&>er aber noch eine a jedoch dj Frühjahrsbeſtellung erhalten, ſo wird fich die Ausſgat auch wohl Nl der Erd| bis zu Anfange oder Mitte des Mays verſchieben, wo es aber, fü: und eſt beſonders dann, wenn man die Erbſe in der Braache baut und fen Fri Winterung darauf folgen läßt, gerathen iſt, Früherbſen zur Sgaat ft euntreh), zu wählen. Die Erbſen, ſelbſt wenn es Früherbſen ſind, nach I fällt dih! der Mitte oder Ende Mays zu ſäen, bleibt bedenklich, weil ſie S| wo die h gewöhnlich wenig und ſehr unvollkommuüe Körner liefern, und 4 im Anfany oft auch, da ihre erſte Vegetationsperiode in die trockenſte Jah- Snoſam reszeit fällt, im Stroh nicht beſonders werden. Ihre Erndte pa i(dung(a fäilt. dann gewöhnlich auch in den Spätherbſt, wo die Witierun Ones vom ſchon ſehr feucht iſt, und ſie daher nur ſchwer tro>en werden, 8 enthaltin! die Schoten gewöhnlich platzen, und die Körner auslaufen ,„ ehe gi fie aht) das Stroh die erforderliche Tro>enheit eclangt hat,; So erer Dur Ueher das Quantum der Einſaat hat man ſehr verſchiedene Ee bey dal Angaben, theils weil die Samen größer dder tleinförniger ſind, Bann vn theils weil die Bodenkraft und andere Urſachen baid eine ſtär- 7: wird ſie! tere, bald eine ſchwächere Einſaat erheiſchen. Jedoch ſind die rſt nah) Meinungen auch darüber getheilt, ob man überhaupt dichter oder Seit dur! diinner ſäen ſolle, Von einer dünnern Saat behauptet man en Girehu! mehr Körner zu gewinnen, weil die Erbſen bey einem dünnern S obern! Stande mehr Schoten anſeßen, wogegen die dichtere Sgat mehy + berüdſt Stroh geben, und dev Boden reiner von Unkraut und in einem 5m, ſon! mürbern Zuſtande hinterlaſſen ſoll. Einige wollen auch„durc =„ziehen, eine ganz dichte Saat eine um ſo vollſtändigere UnterdrüFung Ei der W des Unkrauts bewirten, obwohl dieſes dadurcer unter ihnen, be:|(hl, xommt nicht die nöthige Lockerheit, ſondern wird feſt und ballt| das Zun ſich zuſammen, und es wird dann aus den Erbſen und aus der| WE nachfolgenden Winterung nichts, Bey einer früheren Saat wird| Juinung man weniger Samen bedürfen, um ein glei dichtes Erbſenfeld| 2609 zu haben, als bey einer ſpäten, weil dann viele Samen, wegen wöhnlidle mangelnder Feuchtigkeit, nicht aufgehen. Wenn die Kleinkörnigs Berlins keit der Erbſen nicht aus Unvollkommenheit des Samens her- 1 ive rührt, ſondern ſie dabey dünnſchälig und gehörig voll ſind, ſo dis aui) iſt ein geringeres Maaß der Ausſaat nöthig, als von großför- ſha win nigen Erbſen; doch wird dieß nicht immer der Fall ſeyn, denn han fie 0 vit ſind die kleinen Erbſen kurz und dünnrantig. Es kommt Wiele ob) Au auch darauf ſehr an, ob die Erbſen breitwürfig geſäet oder ge- hd die) drillt werden. In letzterem Falle wird man 3 des Samens exr- aus dend ſparen können. Werden die Erbſen obenauf geſäet, ſo wird hebr. 1) 1 man immer etwas mehr Samen bedürfen, als wenn ſie unter: leicht hm) gepflügt werden, weil ſie ſich vermöge ihrer Rundheit ſchwer in der 2/4 eineggen laſſen, und die oberflächlich liegen gebliebenen entweder„€ nicht keimen, oder ein Raub der Vögel, beſonders der Tauben,„WB der Inſecten, oder anderer Thiere werden, welche alle den Erb= Nuß dug Arife un ſen ſehr nachgehen. Je mehr dergleichen den Erbſen ſehr nach- did 7 NO+ DU ſtellende Thiere an einem Orte ſind, um ſo dichter muß die Saat gemacht werden, wenn man ein gehörig beſtandenes Erb- ſenfeld haben will. Auch iſt zu berüſichtigen, ob die Erbſen während ihrer Vegetationsperiode geeggt werden: ſollen. Iſt dieß Ty Itt der Fall, ſo müſſen ſie etwas dichter geſäet werden, weil durch Orundiaindt das Eggen viele Pflanzen herausgeriſſen werden, die übrig blei: als zu dus; benden durch einen kräftigern Wuchs die entſtandenen Lücken von dena nicht ſo auszufüllen vermögen, als das Getreide, welches ſich ſ) fann 1035 beſtockt, da die Erbſen ſich nicht beſtoXen, ſondern nur eine dinner mE Ranke aus einem Samenkorn treiben. Heile dom Wir wollen hier einige Angaben über das Ausſagatmaaß Die dann 4 angeben.? 5'; ſit der mile Burger ſagt in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft: vl Infrarde „Man ſäet 6 bis 12 Körner auf den Quadratfuß, je nachdem der it vn Boden mehr oder weniger Kraft enthält, und je nachdem die ſi auch N Erbſenart, die man cultivirt, größere oder kleinere Stängel bil: 1 nhl det. Nach Podewils wiegt ein Wiener Metzen Erbſen 953( vw it Wiener Pfund, meine Erbſen wogen 95,6 Pfund. Bey ihm| hhell" waren 354,600 Körner in der Mete, bey mir nur 221,264; denn niht"n ich baue nur die großkörnigen Kronenerbſen. Er hält 2 Meßen nig für das Joch, wenn auch friſch gedüngt wird, für nothwendig, hin M ZN und bringt alſo 12,2 Körner auf den Quadratfuß. J< ſäe auch line mw I 2 Meßen auf das Joch z es fallen aber bey mir nur 7,6 Körner ſin zi = auf dieſelbe Fläche- Jedes Korn bekommt einen Raum von A I 19 Quadratzoll, und da man nicht auf alle Rechnung machen+ Iod SE kann, ſo kommen wohl 24 Quadratzoll auf eine Pflanze, Ww? rr, fet E durch. jede einzelne einen angemeſſenen Raum bekommt. In Magdeburg einen kräftigen Boden würde ich weniger ſäen. Bey dex breit- Owäch'en würfigen Ausſagt werden faſt überall 2 Mebhen per Joch au8s&|"Wingen ini= IEE Gn tz, Anbau der Hülſenfrüchte. Erbſen. 207 6 verfahrt,(347) 1 dichte 3 ſäet, was oft viel, oft wenig iſt, je nachdem in der Mete mehr leßerem fw oder weniger Körner enthalten ſind.“ pen in einm S auf einen Quadratfuß fallen, welches noc< überflüſſig S ſeht m ſeyn würde, wenn man ſie gleichmäßig vertheilen könnte, Wenn 3 Gs hmm: man ſie auf die Furche ſäet, ſo iſt es nicht zu verhindern, daß 3 050 viele obenauf liegen bleiben, die ein Raub der Vögel werden, + I und dieſe oft ſo ſtark hinlo>en, daß ſie nachher die Erbſen ſelbſt iW 2 aus dem Boden hervorziehen. Bey vem Unterpflügen wird dieß X ſo mehr, wenn gleich nicht völlig vermieden, weil die Erbſen ſo Ye um eicht herausſpringen. Dieß macht alſo ſchon eine Abänderung 4767 in der Quantität der Ausſaat.“ 1 SI Von Witten ſagt in ſeiner höhern Landescultur:„Das 04 den Eb Maaß der einzuſäenden Erbſen läßt ſich nicht genau angeben. Mehr nach: Größe und Güte der Erbſen machen hierin einen großen Unter« chi maß die ſchied. Von kleinkörnigen, nicht angefreſſenen Erbſen iſt ein „Äh Ert Berliner Scheffel pro Magdeburger Morgen hinreichend. Von 7 wh Andern gebraucht man 13 bis 1x Scheffel.“ Ro. St Im Allgemeinen kann man bey der Erbſenſaat immer von dem FS weil did Grundſaße ausgehen, daß es beſſer iſt, die Saat etwas dichter, Z üb als zu dünn zu machen, da die Erbſenſaat ſich nicht beſto>t, und E pnen Win von den Thieren ſehr heimgeſucht wird. Steht die Saat zu dicht, ple Id ſo kann man ſie immer durchs Eggen, oder auf jede andere Weiſe - SIE dünner machen 3; ſteht ſie dagegen zu dünn, ſo ſind die Nach- | theile doppelt, einmal in Beziehung auf die Erbſenſaat, indem zuſam Dieſe dann nur einen geringen Ertrag giebt, und. dann in Hin- | ſicht der nachfolgenden Frucht, welche in dem verwilderten und zue ih von Unkraut erſchöpften Boden nicht gedeihen kann. Die dichte nachdem! Saat wird auch, wenn ſie nicht zu übermäßig dicht iſt, wenn “ MU ſie auch etwas weniger Körner geben ſollte, im Ganzen genom= zg tan men, durch ihr mehreres Stroh, und weil ſie den Boden in ei- =;(bſi. nem ſo erwünſchten Zuſtande hinterläßt, immer einen größern 4. Dy m Vortheil gewähren. Nur. muß man gehöriges Maaß und Ziel 12641 nicht aus den Augen ſeßen, wenn man: den Samen nicht un: „(x 2 NM nöthigerweiſe verſchwenden will. Nach den verſchiedenen Anga- nen 3 denn die Erbſen bedürfen zu ihrer er- ſten Ausbildung, bis ſie ihr Blattorgan entwickelt haben, einen gleichmäßigen beträchtlichen Grad von Feuchtigkeit. Die Erbſen verlangen aber auch eine tiefere Unterbringung der Saat, als die Halmfrüchte, weil ſie ihre Wurzeln mehr in der Tiefe aus- breiten, als dieſe; mehr ihre Nahrung von dorther ziehen, und die ihnen nöthige Feuchtigkeit in der Tiefe ſicherer, als in der Oberfläche finden. Erbſen, die ganz flach untergebracht ſind, ver- tronen bey einigermaßen trockner Witterung ſehr leicht, ehe ſie ihre Wurzeln in die Tiefe getrieben und ihr Blattorgan entwiz- >elt haben, oder geben nur ſchwächliche Pflanzen, Eine vollſtändige und gehörig tiefe Unterbringung der Erb- ſenſaat kann nur durch das Unterpflügen mit dem Pfluge oder dem Exſtirpator, oder durch die Drillmaſchine erfolgen 3; und deßhalb findet man das Unterpflügen auch ſy allgemein in An- wendung, indem durch das Eggen die Körner bey ihrer Rund- beit ſich weder gehörig einbringen, uoch auch ſeibſt mit den ſchwerſten Eggen gehörig tief unterbringen laſſen. Ja dem ſchwe- ren, nicht gehörig vorbereiteten Boden, der leicht eine harte Borke bildet, könnte jedoMm das Herauskommen der Erbſen, ungeachtet ihres ſtarken Keimes, ſelbſt bey einem möglichſt flachen Pflügen gehindert werden, indem ſie im Keimen erſticken z und in dieſem Falle wird es, allerdings gerathner ſeyn, die Erb- ſen obenauf zu ſäen und einzueggen. Wenn man die Erbſen in Neihen ſäet, ſo bringt man die Reihen in einer, Entfernung von 1 bis 13 Fuß auseinander, ſo daß ſie mit dem Schaufelpfluge gehörig behäufelt werden fön: nen, 3 - Bey der breitwürfigen Saat hat man darauf zu achten, daß der Boden bey der. Ausſaat nicht zu trocken iſt, weil ſonſt die Erbſen zu ſehr abſpringen, ſich in den Vertiefungen ſammeln und'an manchen Siellen zu dicht, an andern zu dünn fommen. (E8 iſt auch deßhalb ſehr zwe&mäßig, den Boden unmittelbar vor der Saat, man mag die Erbſen unterpflügen, oder untereggen, mit der Egge zu Überziehen, wodurch friſche Krume heraufge? bracht wird und die Saat um ſo gleichmäßiger wird. Das Unterpflügen der Erbſen erfolgt, je nachdem der- Boden lo&erer und troner, oder bindiger und feuchter iſt, in einer Tiefe von 3 bis 5 Zoll. Eine tiefere Unterbringung kann den Erbſen gefährlich werden, indem ſie ſonſt im Keime erſti>en. 00108 Gum| mil) pit E aub wen€ ſen 8 ue mem I femi m, ID den di onder tj (folg des Wa fer ee geſchl 1 (90LE daß(08 0108 (fete IH kmpfehls bie vnotg JWvar WAS 130 NUs naue ſo tielti zut G/48 jvollſian jwählt n39 rode iF ſhwerli; wier dih eer hs [30| Und mie de be bar ding Gruhn ay In borb, bald mi. figkeit| fohlen| ſie nachh, Nene fich frz, j Anbau der Hülſenfrüchte« Erbſen. 209 aet Näh ay.(349) | SEhn Man hat beym Unterpflügen der Sqaat zu beobachten; daß die 0 venni Pfluaſtreifen gehörig umgewendet werden, daß möglichſt ſchmale u dy y Furchen gepflügt werden, und daß man Beetfurchen ſo viel-als 9) der vhm möglich vermeidet- Die Kämme oder Anſchlägefurchen müſſen zander mis hilt Übereinander gelegt werden, ſo daß ſich unter ihnen ein 3elger wah ungerührter Balken befindet, worauf die Erbſen minder gut fort EMaaBeß ve kommen und der Aer verwildert, ſondern die Kämme der Beete j müſſen ebenfalls gelv>ert werden, weßhalb die erſte Anſchlage- Jang der Gyr furche ganz flach gegeben, und gehörig untergriffen und wieder Dine Bett) umaewendet werden muß, vder man ſich zum Anfahren eines zum Fei Hakens bedienen kann, der Rinnen bildet, in welche die Fur- > nicht finnung Ster Tiefe(tt des Unfrautes iſt es ſehr förderlich, wenn das Eggen erſt ſpä- J ziehen, 1 ter erfolgt, weil das Unkraut in dem, in rauher Furche mehr es als in! geſchloſſenen Acker weniger aufkeimen kann, bey) dem ſpätern (Yyt find, 1 Eggen aber die Erbſen bereits einen ſo großen Vorſprung häben, Wicht, ehe| daß ſie es gar nicht auffommen laſſen. iAltgan ent Um beym Obenaufſäen der Erbſen eine vollkommtere utid „ tiefere Bedeckung derſelben zu bewirken, iſt das Verfahren zu afühg der Erh empfehlen; den AFXer zur Saat zu ruhren und die Erbſen auf 96 Mae A! die ungeegagte Ruhrfurche auszuſtreuen. Sie kommen dadurdc) Nz 1! zwar in Reihen, und die Reihen werden hin und wieder etwas Hawn in 1 zu dicht ſeyn; allein durch das Spalten der Ruhrkämme und EF hier Nit nachherige Zueggen der Ruhrfurchen, erhält die Erbſe eine um dme ſo tiefere und vollſtändigere Bedekung. Wenn mit dein Pfluge 8 dem ſir zur Saät gepflügt worden iſt; ſo können die Erbſen nicht ſo Weine hn vollſtändig untergebracht werden. Zum Einesggen der Erbſen er der(! wählt man einen Zeitpunct, wo der Boden nicht zu ſehr ausge- tro>tiet, ſondern ſo feucht iſt, daß das Esgen nicht gerade be- Es I NOI 8-41: ZEE s- = nen eſt ſchwerlich iſt, weil die Erbſen in dem feuchten Boden ſich beſſer Syn, ve unter die Erde bringen läſſen, als im tro>nen, wo ſie immer MW wieder herausſpringen: nat ww Nach dem Eineggen iſt die Anwendung der Walze vortheil- D einandt, haft, weil die nur wenig bede>ten Samen dadurch um ſo mehr = M in die Erde gedrückt, und der Boden um. ſie angedrückt wird, wodurch ſie bey einem ſtarken Regen weniger leicht ausgeſpült werden, und die oberflächlich liegenden zum Theil durch das An-= 2 achten! 7||;' „eil fat! drücken an den Boden und das Zerdrüen der Klöße eine Bede- D.gen fad!>unz mit Erde erhalten. Wenn der Acer nach dem Untera>ern w) der Erbſen ſehr kloßig und rauh iſt, ſo iſt das Walzen unmittel: aun fol!;>: Waldo! bar darauf zu empfehlen. Auch in dem loc>ern Boden, der die vy unte) Feuchtigkeit nicht lange hält, iſt es angemeſſen: ad In England legt man zum Theil die Erbſen mit der Hand =S me he.. -4% j in vorher dazu in Neihen gemachte Löcher, und bede>t ſie als- Eva bald mit Erde. Dieſes Verfahren kann aber bey der Zwe>mä: Bn en ßigkeit der Drillmaſchinen, da es ſehr koſtſpielig iſt, nicht em? We pfohlen werden. Wer die Erbſen in Neihen bringen will, um 8 a ſie nachher zu behäufeln, und keine Drillmaſchine haf; der bes jim diene fich des Schaufelpfluges, den man zum Behäufeln des =< AR amin iman 2 2 210- Bauder Feldfrüchte. 3. Abſchn. März. (350) Kartoffeln hat, ziehe damit flache Rinnen in gehöriger Weite,- lege die Erbſen in dieſe, und bede>e ſie dann durch das Spalten der Kämme zwiſchen den Ninnen, welches ſehr gut geht, wenn die Streichbreter des Schaufelpfluges enger oder weiter geſtellt werden können. Dieſe Operation wird den Zwe> der Retihenſaat vollkommen erfüllen; und wenn ſie auch etwas koſtſpieliger und langweiliger, als das Drillen mit der Maſchine iſt, ſo wird ſie dom ungleich wohlfeiler ſeyn, als das Legen mit der Hand in ücher, vw * "1 tiert ti en nie wohn März, jehöriger 9) rh das Gry; x Weiter 8 * der Reihy Eoſtſpieligy ay/ ſv Win iE der Day Dau der Feldfrüchte, Rip: 14-1, Gewöhnlich macht man dem April den Vorwurf, daß die Witterung in ihm am unbeſtändigſten ſey, und hat davon das Sprichwort: veränderlich wie Aprilwetter, entlehnt; allein der April kommt in Hinſicht der Unbeſtändigkeit der Witterung, ſetvſt im nördlichen Deutſchland, wo das Frühjahr ſpäter eintritt, gewöhnlich dem März nicht gleich. Die Winterſaaten leiden da- her auch im März am meiſten. Dagegen iſt der April derjenige Monat, in welchem im Allgemeinen die meiſten Sommerſaaten eingebracht werden, und wo auch die Vegetation der Winter- ſaaten faſt ohne Unterbrechung fortdauert. Man pflegt daher in den wärmern Gegenden des nördlichen Deutſchlands zu ſor= gen,-daß zu St. Georg, den 23ſten April, der Winterroggen ſchon ſv weit herangewachſen ſeyn müſſe, daß ſich eine Krähe darin verſtecken könne, In vielen Jahrgängen findet dieſes auch Statt, und nur in ſehr ſpäten Frühjahren, wo dann gewöhnlich die erz ſte Hälfte des Aprils ſehr rauh zu ſeyn pflegt, iſt der Winter- roggen um dieſe Zeit noch ſehr zurück.. Aber nicht allein die Wintergetreideſaaten, ſondern auch alle andern Wintergewächſe beleben ſich in dieſem Monate zum kräftigen Auftriebe, und von den meiſten derſelben kann man annehmen, daß ſie durch den Winter zerſtört ſind, wenn ſich zu Ende dieſes Monats kein Treib findet. Wir haben in dieſem Monate, als des Hauptgeſchäftes, der Saat derjenigen Gewächſe, deren Anbau nunmehr erfolgt, Er- wähnung zu thun, in ſofern dieſelben nicht ſchon in dem ver» gangenen Monat, mit der Angabe, daß ihre Saatzeit auch in dieſem Monate erfolgen, kann, abgehandelt ſind. Nächſtdem ha- ben“wir aber auch der Behandlung der Wintergetreideſaaten, während ihrer Vegetation, ſo wie ihrer Beſchüßung vor Unfäl- len zu gedenken. Wenn wir in dieſer Beziehung im vergange» nen Monate gar nicht geſprochen baben, ſo wollen wir nunmehr in dieſem Monate, unter der Ueberſchrift: zweifelhafter Zuſtand der Winterſaaten im Frühjahre, da ſich derſelbe erſt in dieſem >< AM Lien USCHI 54m Sur ATE SKILEHRER DASL E LEE SERGETEEGENN GENS SA k e% EZ GELN ELIE .„In 212| Bauder Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. EEE SEIP AGE Monate entſcheidet, das Nöthige über die Winterſaaten nach der Thauperiode erwähnen.;; Was die in dieſem Monate auf die vorhandenen Getreide: vorräthe nöthige Aufſicht anlangt, ſo verweiſen wir in dieſer Beziehung auf das betreffende Kapitel: Aufbewahrung des Gez treides im Februar.; A Da Übrigens der April derjenige Monat iſt, wo die Saat der meiſten Sommergewächſe erfolgt, ſo iſt es einleuchtend, daß er bey gegenwärtiger Bearbeitung einer der ſtärkſten Monate- werden muUß« Vierter Abſchnitt, Anbau der Feldgewächſe. 1) Getreide. Sommerweizen, Er unterſcheidet ſich nicht durch irgend einen botaniſchen Charakter vom Winterweizen, ſondern nur durch eine angenom» mene, aber wieder abzuändernde Natur, wonach er ſchneller. in die Halme treibt, im Frühjahre geſäet, noch in demſelben Sommer reif wird, und mithin eine kürzere Zeit zur Vollen- dung ſeiner Vegetation bedarf. Aber auch dieſer Unterſchied kiegt nicht in der Pflanze ſelbſt, ſondern in der ſtufenweiſen An- gewobnheit. Auch kann man den Sommerweizen wieder in Win- terweizen umwandeln, und eine Art, der ſogenannte Wandel: weizen, wird abwechſelnd als Winterfrucht und als Sommer- frucht gebaut, beſonders in neuern Zeiten aus ſüdlichen Clima ten eingeführt. Es giebt mehrere Arten des Weizens, welche als Sommerfrucht gebaut werden; Ohne uns jedoch mit der Aufführung der verſchiedenen Arten hier zu befaſſen, in welcher Beziehung wir auf die ökonomiſche Botanik verweiſen, bemer ken wir hier nur, daß meiſtens der Bartweizen, deſſen Aehren mit Grannen bewaffnet ſind, als Sommerfrucht cultivirt wird, indem er in einer kürzern Zeit ſeine Ausbildung vollendet, ſelt: ner dagegen der Kolbenweizen, der eine längere Zeit zu ſeiner vollkommnen Ausvildung verlangt, als Sommerfrucht gebaut wird. Der Kolbenweizen verſchlechtert ſich auch nach und nach gar ſehr, als Sommerfrucht gebaut, wenn er nicht von Zeit zu Zeit durch das Säen vor Winter wieder aufgefriſcht wird. Der Weizen ſtammt unfehlbar aus einem ſehr ſüdlichen Clima, weil er den geſchichtlichen Nachrichten zufolge, ſchon den älteſten, ſich hauptſächlich im ſüdlichen Climaten aufhal: tenden Völkerſchaften bekannt war. Dieß ſcheint auch haupt» ſächlich daraus hervor zu gehen, daß der Weizen eine ſchr lange Periode warmer Witterung bedarf, um ſich vollkommen ausbil» den zu können, und daß er dort, wo dieſe nur eine kurze Zeit dauert, aber andere Getreidearten noch ihre gehörige Vollkom- menheit erlangen, nur ſehr unvollfommen wird, oder gar nicht mebr fortkommt. Der Winterweizen iſt unſtreitig diejenige Wintergetreideart, welche die längſte Periode zu ihrer Rusbilz | dut 0 7] lt MUR MIE (yl! S mv ELL zen 119194 META 00100, Nehl Kr urf vbs “= SES ZT SEELE, Wir in hiv | Wo di& euchtend, [ſten Metz 1 botaniſch de angenn fer ſchnel Dy demſelb Eur Volley gu Unterſchit) Hwojen Ir q.de in Bir Ente Wan 81.18 Got I ichen Clin EX; ens, wl do mitt! Bl iw Sie(m eſſen Ahl! DT pflendet, W peit zu ſi Stutz ae ud 55 bon ZW) pid hr ühlt! folge, IM aten a 3 auch hau Anbau der Feldgewächſe. Sommerweizen, 213 (257 dung verlangt; denn wenn er auch gleichzeitig mit anderm Wins tergetreide geſäet wird, ſo bleibt er doch im Frühjahre ſpäter in den Schloßbalken, blühet ſpäter, und ſeine Erndte macht ge: wöhnlich den Beſchluß der Winterungsgetreidearten. Der Som- merweizen hat zwar, wie bereits erwähnt worden iſt, durch die Cultur die Natur angenommen, ſeine Vegetation ſchneller zu vollenden, als der Winterweizen, und einige Arten deſſelben - ſchneller, als die andern, dafür wird aber auch der Sommers weizen in den Körnern viel unanſehnlicher, kleiner, di>ſchäliger, weniger mehlreich und im Gewicht leichter, als) der Winterweizen, In der Güte des Mehles ſtehen jedoch die meiſten Sommerweizen» arten dem Winterweizen nicht nach, und wiewohl viele dem Mehl vom Sommerweizen den nicht ganz ungegründeten Vor- wurf machen, daß es ſich beym Backen nicht gut verhalte, in- dem der Teig ſehr auseinanderläuft und das daraus gefertigte Backwerk ſtreng wird und Riſſe bekommt, ſo giebt man dage» gen dem Sommerweizen bey der Stärkefabrikation den Vorzug. Beym Bierbrauen verhält ſich zwar der Sommerweizen beſſer, ais die Gerſte, doch geben alle Brauer dem Winterweizen den Borzug. Der Preis des Sommerweizens iſt gewöhnlich niedriger, als der des Winterweizens, doch ſteht er in manchen Gegenden, wo entweder viele Stärkefabriken ſind, oder weil der Winterwei zen nicht gut fortkommt und unvollkommen wird, mit dieſem in gleichem Preiſe. Im Körnerertrage ſteht der Sommerweizen im Durchſchnitt dem Winterweizen faſt immer nach, beſonders iſt er mehr als die» ſer dem Brande unterworfen. Im Strohertrage kommt der Som- merweizen zwar öfter dem Winterweizen gleich, gewöhnlich iſt aber ſein Stroh kürzer und dünner. Jm Allgemeinen macht man dem Sommerweizen den Vorwurf, daß er eine uiſichere Frucht ſey. In der Cultur weicht der Sommerweizen in mehre- xer Hinſicht von dem Winterweizen ab; die verſchiedenen Som- merweizenarten kommen jedoch im Ganzen mit einander in der Cuitur überein. Wahl des Bodens und des Climas, Da der Sommerweizen ſeine Vegetation ſchneller vollendet, als der Winterweizen, in der Qualität der Körner aber dieſem nicht ſo ſehr nachſtebt ,. als die Gerſie, ſo geht daraus hervor, daß er zu ſeinem Gedeihen einen, viel leichtauflösliche pflanzen- nährende Materie enthaltenden, thätigen Boden, der- ſich nicht leicht zu feſt ſchließt, und ein warmes, aber hinlänglich feuchtes Clima verlangt. "Der Sommerweizen verlangt daher keinen ſo gebundenen Boden, ais der Winterweizen, ja er kann in einem wenig Thon enthaltenden leichten Boden, in welchem der Winterweizen gar nicht fortkommt, mit Vortheil gebaut werden, wenn es nur fol- eln, in der Nachbarſchaft von Seen und Teichen, ſo wie an den Geſtaden des Meeres ,- findet man im leichtern und ſchwerern, aber mehr durchläſſigen Boden gewöhnlich ſchs- nen Sommerweizen, und man klagt daſelbſt über ſein Mißra- then nur in ſehr naſſen und kalten Jahren, Am ſicherſten ſcheint jedoch der Sommerweizen in höhern Gebirgsgegenden, wo es an Feuchtigkeit nicht mangelt, auf den ſich nach Morgen und Mittag neigenden Abhängen, und in Gebirgsthälern, die der Einwirkung der Sonne recht auggeſett ſind, zu gerathen. Man findet unter dieſen Verhältniſſen in mehrern höhern Gebirgen Deutſchlands ſtets ſchönen Sommer- weizen, wo Winterweizen und Winterroggen nicht gut fort: kommen.-;; . Uebrigens muß der Boden zum Sommerweizen möglichſt rein von Unkraut ſeyn. Er kommt zwar auch in einem Boden mit flacher Krume fort, doch. lagert er in demſelben leicht. Enthält die Bodenkrume eine Beymiſchung von Kalk oder Mer- gel, ſo iſt dieß dem Sommerweizen um ſo zuträglicher. Düngung. Da der Sommerweizen ſeine Vegetation in einer kürzern SASE 31m zu Jil) Derffih 100 fun! 1/48 1 Itt Nau 1 Ih wenne Ih 0 15.9007) pelt 1,7) Dit!| 2t bonln! waß 1 19 „4 N] | irt 04 mun Imſt dal 4: I'm funde ws 7 he ENTEN diy( prif, | welchen ritt der 3 ebundenn), female er Feuchty 1 Zuftit h tigfeit dez? zehindert 6 in erfordal nnährend') Wurzeln 1m mr ber Gn Ür den Ahn ath, mh [ag an Feith Dnen und hi zen ſeine] Uma und Üngt zu ſeh Nd: Sonn, Ff der Gut lt in der H i'd, Bot in gar nid m in Hiſs Hl: 30 beri) Gee Anf Fane niht I ſehr ungen ſe und vs nim Leid vo oprlih" Er ſein I) Eien in(ij7 g 1 wv" Jem, u recht aus) rhältniſt! Omen Gon! ficht au Ww zen nin einem 2 u ſelben v „(k oder u" „ichtt s einer Hin" Anbau der Feldgewächſe. Sommerweizen.' 216 9 Zeit vollenden muß, als der Winterweizen, ſo muß dex eine größere Maſſe leichtauflvslicher Pflanzennahrungsmaterie enthalten, als zum Winterweizen nöthig iſt, der in der längern Me mehr alten Humus auflöſen und mit ſeinen Wurzeln ein- augen kann. In dem leichten thätigen Boden, der einen beträchtlichen Gehalt':an mildem Humus enthält, und der ſich nach erfolgter Bearbeitung nicht bald zu feſt zuſammenſch! ießt, fann durch er= forderliche Lo>erung und Pü!lverung des Bodens, und durch die dadurch ungehinderte Einwirkung der atmoſphäriſchen Stoffe, die für. den Sommerweizen erforderliche aufgelöſte; z zum unmit= telbaren Uebergange in die Pflanzenwurzeln gee ignete Nahrungs= materie zuwege gebracht. werden, wenn nach einer friſchen Düngung nicht ſchon ſo viele Früchte gewonnen worden ſind, daß dieſelbe beynabe erſchöpft iſt z der Boden muß dann aber ſehr reich an Humus ſeyn. In dem bindigen B Boden, der ſich bald nach der Bearbei=- jung feſt ſchließt, und wodurch die geringere Einwirkung der armoſphäriſchen Beſtandtheile, die Y(uflöſung des altern Humus zu friſcher, unmittelbar in: die Wurzeln der Pflanzen übergehen- den pflanzennährenden Materie, in einem mi indern Grade" ey= folgt, und, wo die Pflanzenwurzeln, weil ihre Ausbreitung minder geſtattet iſt, die'nöthige Nahrung in einem kleinern Raume vorfinden müſſen„ iſt es.nothwendig, friſch zu dlingen, wenn. es dem Sommerweizen in“der kurzen Zeit ſeiner Vege= EH HI nicht an aufgelöſter Nahrungsmaterie mat eln ſol . Hat der leichtere Boden nicht einen ſehr beträchtlichen Grad von mildem Humus, oder wird der Sommerweizen nicht als weyte Frucht im friſchen Dünger nad) einer ſolchen Frücht ge fe, die die friſche Düngung in nicht zu hohem Grade conſus mirt, ſo muß. man es ſich zur Negel machen, den Sommerwei- zen nie ohne friſche Düngung zu ſäen, wenn man. einen den Umſtänden entſprechenden Ertrag von ihm erwarten will. Der Sommerweizen verträgt nicht nur die friſche Düngung, ſondern er bedarf auc< unter den Sommergetreidearten derſel-= ben in den meiſten Fällen am nöthigſten, um einen entſprechen= den Ertrag zu geben. In einem leichten thätigen Boden iſt es angemeſſen, den Miſt bereits im Herbſt unterzubringen, weil. durch die Zerſetzung des im Frühjahre untergebrachten Miſtes, die dem Sommer- weizen ſo nöthige Feuchtigkeit in einem trocknen Frühjahre zu ſehr conſumirt werden könnte, wogegen dieſe Zerfezung im ſpä- ten Herbſt und Winter erfolgt, ohne daß der Boden zu ſehr aus- getro>net wird. Iſt der Boden ſehr bindig, ſo wird es gerathen ſeyn, die Unterbrißgung des Miſtes erſt im FSEMEn Frühjahre erfolgen zu“ laſſen, weil der tbonigte Boden durch die Unterbr ngung ves friſchen Miſtes eher erwärmt wird, der Acker eher austrd>- net, um zeitiger beſäet werden zu können, und weil der tho- nigte Boden durch den weniger zergangenen"Miſt lo>erer erbals ten und dadurch die Einwirkung der Atmoſphäre befördert, und Überhaupt der Boden. thätiger wird. Man wähle in dieſem Boden zur Düngung weder einen ſehr SECHANMCHEN) noch auth 125,2: ee TITER IEE IWEEGSAÄG WEnn ae R RTR mii 916 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April.?. (260);| u friſchen Miſtz und iſt der Boden kalt, Schaf«'oder vi u erdemiſt. 0 EE WW .; Das Ueberdüngen, nach vollbrachter Saat, iſt beym Som:-"= merweizen, in dem leichten, die Feuchtigkeit nicht lange haltens mie den Boden, beſonders aus dem Grunde ſehr anwenddar, weil"DE der. Sommerweizen in einem Clima gebaut werden muß, wo uws ein ſteter Niederichlag von Feuchtigkeit Statt findet, und es atſo;(alhen DS! nicht fehlen kann, daß bey genugſamer Feuchtigkeit, die aus j COLE dem Dünger ausgelaugten Nahrungstheile den Wurzeln ſtets|[wl zugeführt werden, dabey aber auch durch die Miſtdecke die Ver-| wede-| dunſtung der Feuchtigkeit aus dem Boden um ſo mehr gebins"FE dert wird.;;| nS 1 Die HUNkang mit Kalk, Mergel, Aſche, Seifenſieder- und| LEE Potaſchauswurf bekommt dem Sommerweizen beſonders dann EW: ſehr gut, wenn der Boden an Humus reich iſt, oder wenn ſie und ft) in den thonigten Boden mit der Miſtdüngung zugleich untergez dew| bracht wird.[vn Plaß im Feldbau und Fruchtfolge, wt 7' Es bauen'Mehrere den Sommerweizen anſtatt der großen Vrac Gerſte nach behackten Früchten, zu denen friſch gedüngt worden, dieſet! als nach Kraut, Kartoffeln, Rüben, Tabak u. ſ. w.* Er ge- dE| räth zwar nach dieſen Gewächſen unter den für ihn günſtigen bie Dime| - Verhältniſſen, wenn nämlich der Boden nicht zu troFXen, dabey|(WED| aber ſchr reich, und das Clima mehr feucht iſt, ſebr gut, und Wi) 1 ſein Ertrags8werth iſt dann allerdings größer, als der der Gerſte z/ kw allein er erſchöpft dafür auch den Boden um ſo mehr, und alle| m wun) auf ihn folgenden. Winter- und Sommergewächſe werden um ſo| mt geringer, wenn nicht zu ihnen friſch gedüngt wird, Allein es See ft iſt wohl zu berückſichtigen, daß der Sommerweizen in dem. auf d3feß größten Theile des deutſchen Clima dem Mißwachs mehr unter| je bin worfen iſt, als die Gerſte; indem dieſe in dürren oder ſebr| heritch Ih kalten Sommern, wo der Sommerweizen durchaus mißrätb, noch| eilen y eine mittelmäßige Erndte giebt; indem die Gerſte in Jahren| Wivlbpn bey warmer mit vielen Regen abwechſelnder Witterung, unge| m Alo) ; mein. geräth, wogegen ver Sommerweizen unter dieſen Umſtän-| AInzan den oft Über die Hälfte brandig wird. Es ſind daher mehrere ſem Landwirthe, welche einen gewöhnlichen Ackerboden haben, von. Mina dem Anbau des Sommerweizens, nac) behaten Früchten, wies der abgegangen, indem ſie gefunden haben, daß ſie im Durche-“ht BD ſchnitt von der. Gerſte einen höhern und ſicherern Ertrag hatten,- Mw Jſt der Byden jedoch ſehr reich, nicht zu bindig, hat man Dün-; Mytwas ger genug, und das Clima entſpricht den Anforderungen des| Tann Sommerweizens, ſo iſt es nicht nur lohnender, nach behackten| Im OS Früchten, anſtatt der Gerſte, Sommerweizen zu bauen, in- Naps dem man von ihm einen ungleich höheren Geldertrag gewinnen finn wird, ſondern man kann ihm dann auch keinen beſſern Platz bey 1 D; anweiſen, weil der Sommerweizen einen ſehr lockern Boden] fimmugig liebt, und weil der bey dem Anbau ſolkerte Boden mehx als'ein anderer, nach gewöhnliher|? -. Bearbeitung, aufgelöſte, zum unmittelbaren Uebergänge in 1:5 die Pflanzenwurzeln geeignete Nahrung enthält.| bitey 18 In dem ſehr bindigen Boden würde es jedoch nicht gerae/ u" uns then ſeyn, den Sommerweizen nach beha>ten Früchten zu bauen, rung pril. Anbau der Feldgewächſe. Sommerweizew. 217 Echt,|(261) Mh weil dergleichen Boden, nach dieſen zu ſehr aufgelo>ert, bey der Näſſe breyartig zuſammenläuft, bey ſcharfen Winden und Sonnenſchein aber auf der Oberfläche erhärtet, ſich feſt zuſam menſchließt, und die pflanzennährende Materie ſo feſt einſchließt, ſt beym dy t lange hei HE daß dann die Wurzeln des Sommerweizens nicht die erforderliche 4 Mi Nahrung bekommen. Jn dergleichen Boden iſt, es vielmehr ge- EN rathen, den Sommerweizen, nach Winterung, deren rohrartige 5810 Wet Stoppeln den Boden nicht nur lo>er erhalten, ſondern durc 7" 1. y welche auch eine Verbindung mit der Atmofphäre erhalten wird, . ear dieb welche die Thätigkeit des Bodens befördert, zu bauen. Iſt ſo micht zh der Boden reich, ſo kann man ihn als zweyte Tracht nach ge=' M düngter Winterung im Sommerfelde bauen 3; hat der Boden WR DEE Ble Mein be Dus NEE SIEMENS H&) t y. ſ 5.) cn- | oder win) und in mehrern Gegenden, wo man den Klee bey der Dreyfelz „gleich unty derwirthſchaft unter Sömmexung ſäet, ihn zwey Jahre lang, j nämlich im Brachjahre und Winterungsjahrce, benußt, weiſt yt, man dann. dem Sommerweizen ſeinen Plaz im Sommerfelde, nach Klee an. Nach dem Sommerweizen baut man dann im tft der(ity Brachjahre, in friſcher Düngung, Schotenfrüchte, und läßt auf | ingt word) dieſe Winterung folgen, bey welcher die Erſchöpfung des Bo: tw. rh dens durch den Sommerweizen nicht bemerklich wird, wogegen yn günſtiy die Winterung, welche unmittelbar auf den Sommerweizen folgt, foden, dab! gewöhnlich mertlich zurückſchlägt. Ie aut, un- Der Sommerweizen hat außer dem Lein und der Gerfte I: ver Ger keine auf ihn nachtheilig wirkende Vorfrucht, wenn der Boden (dt, undd nur reich genug iſt. Nach dem Sommerweizen ſchlagen aber, verden un wenn nicht friſch gedüngt wird, oder nach dem Sommerweizen d, Meity Klee gebaut wird, alle mehr ſchnellwüchſigen und hauptſächlich preizen ind auf die Bodenkraft hingewieſenen Gewächſe merklich zurück, weil 343 mehr un er die leicht auflösliche Nahrung zu ſehr conſumirt. Klee ge- 3 en ober geräth nach dem Sommerweizen recht gut, und um den Nach- mißt) 1 theilen auf die nachfolgenden Früchte vorzubeugen, iſt es ſehr te in u gerathen, nach dem Sommerweizen unter paſſenden Verhältniſſen erung, 11) nur Zuure DEA ue(7 WEAndeE Nb S: 2 deſen Wmf m unverträglichſten unter einander ſind Sommerweizen un Ehe mh Gerſte. Man mag den Sommerweizen nach gedüngter Gerſte, En haben, vder nach ungedüngter Gerſte in Dünger folgen laſſen, er ſchlägst Zern ſelbſt in einem reichen Boden merklich zurü>, und ſo auch umz fie im ZU gekebrt die Gerſte. Die Urſache davon iſt, daß beide Gewächſe Fer Ai! ſchnellwüchſig ſind, und beide hauptſächlich im Betreff ibrer Eat 10 Nahrungsſtoffe nur auf die leicht auflöSliche pflanzettnährende E erung Materie bingewieſen ſind, und dieſe ſich gegenſeitig in zu ho- aach beh! hem Grade entziehen.; Nach dem vorſtehend Angeführten wird man unter allen Um- Nw ſtänden den Plat des Sommerweizens im Feldbaue und die da- Pin M bey zu beobachtende Fruchtfolge leicht am angemeſſenſten be- fü a ſtimmen können. jjw Bearbeitung des Bodens, | ew Da der Sommerweizen eine ſchnellwüchſige Pflanze iſt, und ebergan) dabey hauptſächlich auf eine große Maſſe völlig aufgelöſter, | igt zum unmittelbaren Uebergange in die Pflanzenwurzeln geeigneter dh mt Nahrung hingewieſen iſt, ſo gehet daraus hervor, daß der Bo- zem zu hus Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (262) N den möglichſt geloFXert und der Einwirkung der Atmoſphäre üfter ausgeſebt geweſen ſeyn muß, wenn die Aufiöſung der pflanzennährenden Materie zu ganz leicht aufzunehmender Pflanzennahrung in hinlänglichem Grade erfolgt ſeyn ſoll, Der Ac>er muß daher ſorgfältig mit mehrern Furchen beſtellt werden, und zwar zu einer Zeit, wo weder zu kalte, noh zu naſſe Witterung die Aujloſung der pflanzennährenden Materie indert. ! Man muß daher, wenn der Sommerweizen nicht nach bez ha>ten Früchten, ſondern in die Stoppeln eines andern Ge: wächſes folgr,- ſchon im zeitigen Herbſt das Land nicht zu tief umbrechen, und da der Sommerweizen nicht zu ſpät im Früh- jahr geſäet werden darf, es vor Winter zuriczten. In einem lockern, mehr tro>nen Boden iſt die Zurichtung im Herbſt von um ſo weſentlichern Nuven,' weil ver den Winter hindurch bearbeitet gelegene Boden, und beſonders dann, wenn er eben geeggt worden, die Feuchtigkeit im, Frühjahre um ſo länger erhält. Der thonigte Boden dagegen, der im Frühjahre ſpäter abtro>net, muß in rauher Pflugfurche den Winter hindurch lie: gen, weil. er dann ſchneller avtro&Xnet, und ſich leichter erwärmt. Die Saatfurche muß aber ſelbſt in dem lo>ern Boden im Früh- jahre erfolgen ,, weil der Sommerweizen ein gehörig getrocknetes Erdreich verlangt, und der über Winter völlig zugerichtet gewes ſene Boden durch bloßes Aufeggen nicht lo>er genug werden würde.'Im thonigten Boden iſt eine Ruſlo>erung des Bodens durch die Saatfurche um ſo nötbiger, In jedem Falle muß dex A>er zum Sommerweizen min- deſtens mit drey Furchen beſtellt werden... Jn dem leichten Bo» den ſtürzt man im zeitigen Herbſt, haakt hierauf den Boden, ebe nocE= net auch. im Frühjahre eder ab.- Sopald der Boden trocken iſt, wird eben geeggt, und zur Saat gepflügt, wozu'ganz beſonders der mehrſchaarige Exſtirpator zu empfehlen iſt. Jn denjenigen Gegenden, bie einen thonigten Boden haben, wo der Winter ſv zeitig eintritt, daß es. unmöglich wird, dem Acker noch vor Winter drey Furchen zu geben, und wo zugleich die: Näſſe im Frühjahre lange ausdauernd iſt, als in den hohern gebirgigten Gegenden, da ſtürzt man im Herbſt, eggt die Stürze, wendet hierauf vor Winter und"läßt den Acker in der Wendefurche liegen. Im Frühjahre, ſobald es angeht, eggt man die. Lbene defurche, haaft den, Acker, läßt ihn bey trockner Witterung ei- bige Tage in vffner Haakfurche liegen, egagt dieſe und ac>ert dann hald darauf zur Eqat.. Durch- dieſe) ſchnell auf einander folgende Bearbeitung wird, nicht nur der Termin der Sommer- weizenſaagt nicht zu ſehr hinausgeſchoben., ſondern die Augtroc>- uung des Bodens und deſſen Erwärmung im Frühjahre befördert. jen M 1 lhnen vel| run „Bra 6! malt;! auf!/ eh) (08%- gef Mm 4 Dein) opta 1 vue gw);| wen 8 7 | ocker | || | tom 02%: t aub lonn geſät 3 1 fol1.d60 ]g| |(up| | Jm" vn| Bs 6| ber ie. (ELE Men„pia my ſale, 84 wüſt fan UE SZ ge I, Anbau der Feldgewächſe. Sommerweizen. 219 9263), Die Bearbeitung zum Sommerweizen darf. nicht M7 es uffn ww 1 Folgen„ und beſonders muß man die Saatfurche nicht zu tief ZUN nehmen, damit die, die größte Maiſe aufgelöſter Nahrung ent= yn ſell, Jh haltende Oberfläche des Bodens nicht zu tief vergraben wird. ſtellt wen Daß man bey der Bearbeitung zum Sommerweizen auch oh zu 1 anz vorzüglich ſein Augenmerk auf die Vertilgung des Un- den Ritt rauts und beſonders auf die Herausbringung, der Wurzeln und | Kräuter bedacht ſeyn muß, verſteht ſich von ſelbſt. | hend Samen und Saat. . nicht zu 4) Man muß zur Sommerweizenſaat ganz vorzüglich volla (pat im Alk kommenen Samen wählen, denn nur vollkomwne Samen fönz 01, TU ein ven Pflanzen geben. Obwohl auch. der vollfom- m Herbſt im menſte reifſte Samen, wenigſiens nach unſerer zeitherigen Beur- fer hindu) theilung, vor dem Brande nicht ſchübt, ſo lehrt doch die Erfah- Twen er rung, daß bey einem unvollkommenen Sommerweizenſamen der 51 ſo(Ay Brand ſich häufiger und ausgebreiteter findet, als wenn| hjabre foi man vollfommenen Samen wählt. Uebrigens verweiſen wir hindurd Ik auf alles das, was den Brand im Weizen betrifft, und was Nor erwar, ſich zur Verhütung des Brandes, als in vielen Fällen bewährt On im Fill gefunden hat,. auf die Abhandlung, Winterweizen im Monat Ügeerodnt October, wo unter dem Kapitel: Samen und Saat, das Nöthige Üchtet gew abgehandelt werden wird. Aber auch abgeſehen davon, daß dev ug werde: vollfommene Same eine größere Sicherheit gegen den Brand 1108 Bodens gewährt, ſo iſt er auch deßhalb um ſo nöthiger, weil der Som- merweizen ſeine Vegetationsperiode in einem kürzern Zeitraum Ee wir vollenden' muß, und durch keine Kränklichkeit der Pflanzen, welche Dichten Zu ous unvollfommenem Samen entſpringt, in ſeinem Wachsihum 3 den Yeh geſtört werden darf, wenn ex ſeine Vollkommenheit erlangen 4 ſoll. Man empfiehlt daher, beym Sommerweizen vorzugsweiſe h!. Z. WCHA zweyjährigen Samen zu wählen, indem in dieſem Zeitraum die 0) unvollrommenen Samentörner ihre Keimfähigkeit verloren ha- fährt bierb) ben und in dieſer Zeit um ſo leichter geworden, ſich leichter NEND/IG von den vollfommenen Samen ausſcheiden laſſen. I NEN Die Zeit. der Ausſaat des Sommerweizens wird ſich nach Satfure der Verſchiedenheit der climatiſchen Verhältniſſe und dey Bes d(AFL IN! ſchaffenheit des Bodens nicht auf einen gleichen Termin beſtim Bierfuumd men laſſen. Die Meinungen ſind überdieß auch darüber, ob gſa man den Sommerweizen zeitig im Frühjahre, oder ſpäter ſäen ſolle, ſehr verſchieden. Viele behaupten, der Sommerweizen müſſe, um vollkommen zu gerathen, in ſeiner Jugend einige WE Fröſte bekommen. Andere ſind dagegen der Meinung, dex ) der Zum Sommerweizen müſſe erſt dann geſäet werden, wenn keine gde nD Fröſte mehr zu befürchten ſind, indem ihm Fröſte ſchaden, und S die Nohl er dann unvollkommener im Stroh wird, und flachere, einge- gn gebingn ſchrumpftere Körner bekommt. Sie wollen daher, daß man vor Anfangs May den Sommerweizen nicht ſäen ſolle, Betrachtet man dieſe verſchiedenen Meinungen aus dem, aus den Eigenſchäften des Sommexrweizens entſpringenden ng- turgemäßen Geſichtspuncte, ſo wird dich Folgendes ergeben. Der Sommerweizen bräucht zu- ſeiner Augsbildung ſteis 28 nen beträchtlichen Grad von Feuchtigkeit. Bey einer zeitigen Gum Saat wächſt er vor der Hie des May und Junius ſo weit her- ie ve aa, daß er den. Aer genugſam beſchatten kann, um das Bex po pre veivn SEHERS NE" A ZNONEY: -; Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. '(264) Ddunſten der Feuchtigkeit zu verhindern. Hierzu kommt noch, daß der Acker bey einer zeitigen Saat durch die Saatfurche und das Eineggen, da'es in eine Periode fällt, wo die Sommers wärme weniger austro>nend und die Atmoſphäre, wenigſtens in den Nächten, viel feuchter iſt, weniger ſeiner LBinterfeuchtigkeit beraubt wird, und dieſe alſo ſchon an und für ſich länger er» hält. Bey einer ſpätern Saat in einer wärmern Periode wird dagegen durch die Arbeit des Saatgeſchäftes der Boden nicht nur mehr ausgetro>net, ſondern die trockne Periode im May Und Juny tritt heran, ebe der Sommerweizen ſich zu beſchatten vermag, Der der Feuchtigkeit beraubte Boden ſchließt ſich um ſo feſter, und ſelbſt die im Juny ſo woblthätigen Gewitterregen,. welche gewöhnlich Gußregen ſind, können der Saat wenig nübßen, weil das Regenwaſſer in den feſt geſchloſſenen trocenen Boden Weniger eindringen kann, als in einen in mäßiger Feuchtigkeit ſich befindenden, vielmehr ſchneller abläuft, und ſich auch ſelbſt auf den weniger auggebildeten Pflanzen weniger Negentropfen auffangen und zurückbleiben, welche bey einem nachherigen Win= de auf den Boden fallen und dieſen befeuchten. Der zeitig geſäete Sommerweizen bleibt bey der fühlen Witterung, die in ſeine erſte Vegetatiwnsüperiode fällt, länger in, den Federn, und bat alſo um ſv mehr Zeit, ſeine Wurzelaus- bildung zu vollenden. Er beſto>t ſich daber nicht nur um ſo ſtärker, ſondern die mit vollkommenen Wurzeln verſebenen Pflanzen des Sommerweizens, der doch hauptſächlich auf die im Acker enthaltene Nahrung bingewieſen iſt, treiben auch um ſo Fräftiger und können die Saamen zu größerer Vollkommenheit bringen. Der ſpäter geſäete Sommerweizen dagegen, der bey der warmen Witterung, ohne lange in den Federn zu bleiben, bald in den Schloßbalken treibt, vermag ſeine Wurzeln minder quszubilden, und wächſt einſtieliger, dünnhalmiger, und kann ſchon deßhalb keine gleiche Vollkommenheit erlangen. Einzelne Jahrgänge, die von der gewöhnlichen Witterung abweichen, köne nen bierbey nicht in Betracht kommen, da ſie ohnehin ſelten ſind. Man wird daher in denjenigen Gegenden, wo man den Sommerweizen ſpät ſäet, unter Übrigens gleichen Uwſtänden, gewöhnlich finden, daß er in Körnern weniger vollkommen, wes niger ins Gewicht fallend, und weniger meblreich iſt, und übers haupt weniger ſicher geräth, als in denjenigen Gegenden, wo er zeitig geſäet wird,: Uebrigens iſt hier nicht davon die Nede, daß man den Som- Mmerweizen zu zeitig ſäen ſolle, und ihn gleich dem Sommer«- roggen einzubringen, ſo bald es die Frühjabrswitterung geſtat: tet, welches nicht ſelten ſchon im Anfange des März, im ſüd» lichen Deutſchland wohl auch noch zeitiger wird Statt finden können; denn eine ſo zeitige Saät, wo noch ſehr ſtarke, tief in die Erde eindringende Fröſte unausbleiblich ſind, kann allerdings den Nachtheil verurſachen, daß, wenn der Sommerweizen in der Milch betroffen wird, ihm ſebr ſtarke Fröſte ſchaden“können, oder daß der durch warme Witterung hervorgelockte Sommer- Weizen zum Theil dadurch zerſtört wird, daß er mit dem Boden vom Froſt in die Höhe gezogen wird, wo dann die Pflanzen entweder zerriſſen, oder bloß gelegt werden. Uebrigens nüßbt ei: ne ſv ſehr zeitige Sommerweizenſaat auch aus dem Grunde man 10 forte] Gomm/ßen m 9 ſqm X 1 (Gagat) Mah nad)| ſchr hn abge ile und 101 [19900000 es, Ihn (optuſa | IM! öfen Wend db Ihm, 30| Genihig! dereng Ju „Bintifiy nern Arn der Y En herbal 1 hedarf. 85) ee 100098; 11) rühnet einr nder tut, IS Gunten EE) wo ſn 64) ' Goms IRC ive tach ve übrig jj Beſte' Eis had, N wehr,* pril, Anbau der Feldgewächſe. Sommerweizen. 224 Eon u-. Jn?(265) aatfurde m nicht, weil er doch nicht eher kräftig auftreibt, bevor der Boden die! Comm. nicht gehörig erwärmt iſt, und die Pflanzen, wenn ſie bereits Wenig» im zeitigen Frühjahre herausfommen, eine längere Zeit allen Merfeld nachtheiligen Begegniſſen der zeitigen Frühjahrewittertung unters is ph worfen ſind, und daher eine größere Anzahl eingehen, | erin) mu Zur Beſtimmung der Saatzeit des Sommerweizens läßt ſich | Boden keine beſſere Regel geben, als wenn man ihn ſo zeiti:3 ſäet, als ode im N es die Zurichtung und gehörige Abtro>nung des Bod ens geſtatz zu beſchan, tet, indem er es nicht liebt, wenn er eingeſchmiert wird, und man dabey annehmen kann, daß. die Sommerſaat ihren ungez ſtörten Fortgang haben wird.. Man fange daher- nächſt dem Sommerroggen die Sommergetreideſaat mit dem Sonimerweizen jedne a an. Im ſüdlichen warmen Deutſchland wird man ihn häufig Feudi ſchon im März ſäen können3 am häufigſten wird aber ſeine LE; pi Saatperiode in den April fallen. Den Sommerweizen ſpäter als PO aud vi nach der Mitte des. Mäy zu ſäen, bleibt unter allen Umſtänden E egen ſehr gewagt, 4 herigen Bt Zur Saat wählt man einen Zeitpunct, wo der Voden ſo | der füh abgetroc>net iſt, daß er, ohne zu ſchmieren, geeggt werden kann," 4 und die Witterung von oben trocken iſt. Neblichte Witterung ließt ſich un Dewittemon T wenig nig "Bh vermeide man durchaus bei der Saat. Der Sommerweizen liebt Mn iv' es, in mehr feuchtes, als zu troc>nes Land zu kommen, In n perfeheng lepterm liegt er ſehr lange, ehe er keimt. - Man muß vom Sommerweizen auf eine gleiche Fläche eine nuch umf! größere Menge Samen ſäen, als vom Winterweizen 3; denn, fiommenke; wenn auch vom Sommerweizen weniger Pflanzen zu Grunde gez Et ber M ben, ſo beſtoFt er ſich dafür weniger, wegen ſeiner großen 5. Höhn Schnellwüchſichkeit, und treibt überhaupt ſchmächtigere Halme, N eln Nin deren auf einen gleichen Naume /mehr Platz haben, als vom Er un) fn Winterweizen. Da aber der Sommerweizen in den Samenkörz 3 Gini nern kleiner iſt, als der Winterweizen, ſv wird ſich der Bedarf pien H der Ausſaat, dem Maaße nach, nicht in demſelben Verhältniſſe „tm Mh verhalten, als man an Samenkörnern der Anzahl nach mehr 8"! 2 bedarf. Es ſäen zwar Einige aus dieſem Grunde den Soms ES merweizen: nicht ſtärker, als den Winterweizen, dem Maaße DU nach, allein dieß iſt offenbar zu wenig an Ausſgat. Denn, amen rechnet man auch, daß vom Winterweizen im höchſten Falle(bes Fi, und ſondere Jahrgänge, wo der Winterweizen größtentheils auswin» genden, 1 tert, können hier nicht in Betracht kommen) 3x Pflanzen zu 5 Grunde gebt, und daß der Winterweizen in einem gleichen Sn denen IMNaaße x Körner weniger enthält, weil er größer und vollkom- (m Gommy mener iſt, ſo kann man daaegen annehmen, daß er ſich um ſo erung jn ſtärker beſtoc>kt,- und daß ſich dieſes Mebrbeſto>en gegen den 3 I Sommerweizen wie€ zu 2 verhalte. Rechnet man nun, daß „Statt R von den Pflanzen des Sommerweizens 5 zu Grunde geht, fo gare m würde ſich folgende Berechnung ergeben. WORD Eine gleiche Fläche mit Winterweizen beſäet, giebt von oelzen nach der Durchwinterung und der nachtheiligen Frühjahrüperiode PaM Übrig gebliebenen geſunden Pflanzen, nach dem Verhältniſſe der UBE Beſto>ung zu 8, 23 Halme. ie Punt Eine gleiche Fläche mit einer gleichen Menge, dem Maaße nach, mit Sommerweizen beſäet, giebt, wenn man+ Körner „eng übe e- „ens 1 mehr, und 3 auf zu Grunde gehende Pflanzen rechnet, 5 Pflan- dem[NN .- Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (286) zen» Rechnet man dieſe nun nach dem Verhälniß der Beſtaus. dung zu Z,- ſo geben dieſe.2 Pflanzen an Halmen ebenfalls nur 27, Da nun aber die Halmen des Sommerweizens viel ſchmächs liger ſind, als die des Winterweizens, und auc viel kleinere und zunvollfomntenere Aehren haben, ſo geht daraus hervor, daß vom Sommuzerweizen auf einer gleichen Fläche eine größere Men- ge/ Halme"Platz haben, als vom Winterweizen, und daß man alſo, um einen verhältnißmäßig gleichen Stand mit dem Winz: terweizen zu bewirken, auch dem Maaße nach dichter ſäen müſſe, wobey avei! wegen der größern und vollkommnern Aehren und größeren Körner, in der Regel, der Winterweizen immer noch einen höher:n, Ertrag geben wird. Die meijten Angaben über hierüber gemachte genaue Verſys: net bey mangelnder Beſchattung leichter aus, und dos fich findende Unkraut Überwältiget um ſo leichter den Sommerweizen. Es ſt hierbey jedoch vor einer zu dichten Saat zu warnen. Der Sommerweizen wird gewöhnlich breitwürfg geſäot. 4 Der Samen verlangt eine gehörige Unterbringung, denn in einer gehörigen Tiefe findet er die ihm nöthige Feuchtigkeit fiche- rer 7 als in der Oberfläche. In vielen Gegenden pflegt mon das Her den Sommerweizen, wenn man ihn nach behaten Früchten, oder in einem Boden, der ſehr lo>er iſt und die Feuchtigkeit leicht verdunſten läßt, bauet, unterzupflügen, und dieſes Ver- fahren iſt beſonders in dem lezten Falle ſebx zu empfehlen, wo ze EDU 4, 118)| 0.208 fizen(dd heey M) ten. 00|! henſay! achim!! Gon 1 Umſtfm d pere Mu! en My; 1! Deifiiy Dlaff 7 71 der 0 1 (mit St it, M habe M!) A [77 0" kal dell, (+27 =< <>% = DiE << DEE- 7 == vn Achen 1) On Umer 9 Maehaue Vik d(hen Auöſy en beträhilg EU nterwein, - Überein, N 2 dan ſeht) jener Mig 9: ſo wie bin Y8 Somit Wiſſe, iſt(4 Wimen, das fl und Düh H. dem Mes 1, wird, 9 Eternit 8) vom Go oſama is jen im Dh 14' Siberein, 4 en Gotti) Zenn aud W" S3 fey(im M Owädlin d alle m Ser) haben, 1! om erw = dagegen 1 D Augldihty eder inv 6 ſich find EEN| Sy IW zel v *= AR Alanen iden€ um en Anbau der Feldgewächſe. Sommerweizen. 223 (267) man aber nach dem Unterpflügen anſtatt der Egge die Walze in Anwendung bringt, wodurch der R>er zuſammengepreßt wird und ſeine Feuchtigkeit um ſo beſſer erhält, Aber nicht nur allein in dem leichten loXern Boden iſt das Unterpflügen des Sommerweizens gebräuchlich, ſondern ich habe es auch in mehrern Gegenden im ſtrengen Thonboden gefunden. Man läßt nach dem Unterpflügen des Sommerweizens den Aer nur einmal mit der Eage Überziehen, ſo daß er, nur wenig geeb2 net, mehr in rauher Furche bleibt, und führt für dieſes Ver- fahren folgende Gründe an: Wenn der thonigte Boden im zeiz tigen Frühjahre, wo noch viel Näſſe zu vermuthen iſt, klar geeggt wird, ſo fließt er bey anhaltender Näſſe breyartig zuſams=' men. Folgen nun hierauf ſcharfe Winde von anholtendem Sons» nenſchein. begleitet, ſv ſchließt ſich der AFer auf ſeinex Obexs fläche zu einer barten Rinde, welche das Durchbrechen des Sommerweizens entweder ſehr erſchwert, oder unter manchen Umſtänden gänzlich verhindert. Bleibt der Acey jedoch in raus herer Furche, ſo vermag er nicht nur weniger zuſammenzufſlies ßen, ſondern ſchließt ſich auch auf der Oberfläche weniger feſt. Wenn die Sommerweizenſaat ſo weit heraus iſt, daß ſie ihre Blätter entwickelt hat, ſo wird nochmals geeggt, um den Bos den zu loFern, und die ſich gebildete Kruſte zu brechen, welches mit weniger Mühe erfolgt, wenn der Boden noc< mehr za iſt, als wenn er vorher ſorgfältig eingeegat worden war, Ic habe bey dieſem Verfahren in dem thonigten Boden ſtets weit ſchönern Sommerweizen geſehn, als wenn es nicht Statt fand. Das. Unterpflügen des Sommerweizens erfolgt nach der Beſchaffenheit des Bodens-3 bis 4 Zoll tief. Man bedient ſich am beſten dazu des mehrſchaarigen Sgatyfluges. Zum Eineggen des Sommerweizens muß man nicht zu leichte Eggen nehmen, damit der Same nicht zu ſehr in der Oberfläche bleibt, ſondern tiefer untergebracht wird, wo das Samenkorn zum Keimen, und der entwielte Keim zur Bildung der Pflanze die erforderliche Feuchtigkeit ſicherer findet. Auch muß man dafür Sorge tragen, daß alle Samen unter die-Erde gebracht werden, weil die oberflächlich biegen gebliebenen zwar keimen, der Keim aber bey trockner Witterung ſehr bald verirocknet. Man muß die Sommerweizenſaat mit mehrern Reihen eineggen, und um die Sqa- men gehörig unterzubringen, wählt man zum LEineggen derſelben am liebſten einen Zeitpunct, wo der Ackex mäßig feucht' iſt, weit ſich die mehr runden Samen des Weizens in einem etwas feuch2 ten Boden beſſex eineggen laſſen, als wenn derſelbe ſehr trv>en itt. Der Emmer, Triticum amyleum. Er wird auch Ehmer, Amer, Amerkorn, Amel- korn, Immer, Romaniſcher Weizen, NReißdiniel, Aegyptiſcher Reißbdinkel, Sommerſpelz genannt, und gehört unter das Geſchlecht des Weizens, er hat aber, gleich dem Spelz und dem Einkorn, die Eigenſchaft, daß die Körner beym. Dreſchen in den Hülſen ſigen bleiben, und daher, ehe ſie gemablen werden können, exſt abgehülſet werden müſſen. Ey it im ſüdlichen Deutſchland, und beſoaders im Würtembergi- |] Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (263) ſchen ſchon ſeit 300 Jahren bekannt und angebaut; doch ſcheint ſich ſein Anbau in neuern Zeiten ſehr vermindert zu haben. Man baut vom Emmer 3 Arten, den weißen, den ro» then und den ſchwarzen Emmey. Von dieſen verträgt der ſchwarze Emmer auch den ſirengern Winter, und wird am baupts ſächlichſten als Winterfrucht gebaut. Nach Sch werz Anlei tung zum praktiſchen A>kerbau, haben jedoch in Würtemberg mit deſſen Anbau angeſtellte Proben gezeigt, daß er dem Mehlthau mehr, als andere Weizenarten, unterworfen iſt; worauf die Aehre ſich zwar noch vollkommen u entwickeln ſcheint, aber viele taus be, magere und ſchlechte Körner anſeßt, welche oft keine Keis mungsfahigkeit mehr haben. Der weiße und der rothe Emmer, letßterer jedoch noch ſiche» rer, können zwar auch als Winterfrucht gebaut werden, jedoch nur im Clima, wo der Winter nicht ſtreng iſt. Unter dieſen verſchiedenen Arten ſoll der rothe Emmer der ergiebigſte ſeyn, und nach S< werz ſoll ſein Ertrag an Köre nern: den als Sommerweizen um x übertreffen. In Würtems berg findet man den rothen Emmer mit dem weißen ſehr häufig untermengt. Der weiße Emmer giebt dagegen ein feineres und weißeres Mehl, als der rothe und ſchwarze, und liefert eine ſehr ſchöne weiße Stärke, Der Emmer wird als Mehlfrucht benutt, doch ſtebt er als ſolcher dem Spelz nac<. Dagegen iſt er wegen der NReichhaltigs keit an Schleim ſehr vorzüglich zu Graupen in die Suppen, und zu dieſem Gebrauch unſtreitig die erſte Frucht, die im deutſchen Clima cultivirt wird. Das Stroh des Emmers kann als Vieh» futter benutßt werden, es wird jedoch, wenn er in ſehr kräftigem Bodgn gebaut wird, zu ſteif und als ſolches unbrauchbar. Ba der Emmer eine Frucht iſt, welche in Deutſchland nur - fn geringer'Ausdehnung gebaut wird, und da es auch den ver? ſchiedenen Nachrichten zufolge immer noch ſehr ungewiß bleibt, ob ſein Anbau, ſelbſt im ſüdlichen Deutſchland= im nördli- dien ſcheint deſſen Anbau nicht empfehlenswerth zu ſeyn-- vor andern Getreidearten den Vorzug verdient; denn Wagini ſagt: - daß nach den in Oeſtreich gemachten Anbauverſuchen faſt aile Landwirtbe ihn hinter die Gerſte ſetzen, und da er hauptſächlich nur als Sommerfrucht gebaut wird, ſo wollen wir hier in der Kürze dasjenige über die Cultur des Emmer darſtellen, was darüber Sch werz in ſeiner Anleitung zum praktiſchen Acer» baue ſagt.|: Cultur des Emmers, Hiernach hat der Emmer vor den übrigen Weizenarten den Vorzug, daß er mit- trocknerm und ſchlechterm Boden vorlied nimmt. Er lagert ſich nicht, und die Meinung, welche dieſe Eigenſchaft dem Dinkel oder Spelz, der ſie doch nicht hat, zu: ſchreibt, möchte wohl von dem Emmer herrühren. Als Som» merfrucht dient er, Hafer und Gerſte auf dem Felde zu erſeten. Er kommt daher nach dem Wintergetreide vor, Willkommner, als dieſe Stelle bey den Dreyfeldern, möchte ihm eine im Frucht: wechſel ſeyn; am liebſten die wahrſcheinlich nach Klee, und bier wäre zu verſuchen, ihn mit Hafer. auszuſäen, bey dem er das Lagern unter ſolchen Umſtänden verhindern könnte. Noch bleibt alwi ZJ 4 Zu 5 4 Y E pu 1X? nit um fu) 0; pt)(St yet G/S h m+ j.„187 ged IM Jud 199 er(ie Dy ji er 0 andere Zu, als M! außer Bintl ilt/ Vintl| ve Mw eine VD (tejien aw (Qurfie 1 du nicht 91987 jw 04m) 2189! (nococ|„m Jund hiſt Gift Orten 4 Viteng 9) ſh dur UENEN eh NEN 3 WET N Und Hhrureen finn, iS ſ und reifen etwas ſpäter, als die folgende. Man findet 49) ſie mehr in den wärmern niedern Gegenden. < a erſeh. 2) Die Saubohne oder Schweinbohne hat etwas gekrümmte ) Hülſen und weißgelbe, auch röthliche, gefle>te, größere Samen, im Fu! welche von beiden Seiten etwas platt gedrückt ſind. Sie iſt diz | und ſchäliger und etwas herber von Geſchma>, giebt einen größern (0 zw Ertrag dem Maaße und dem Gewichte nach, reift früher und ) weh pul eignet ſich daher beſſer für kältere, hochgelegene Gegenden, ; << SB LDE EEN ee. Glinik idm nean energe ee SEEING Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (270)( ;( In Hinſicht der Cultur und ihrer ſonſtigen Eigenſchaften, außer den angeführten, haben ſie Alles ſo ziemlich gemein mit einander, ſv daß man ſie als gleichbedeutend annehmen kann. Als das Vaterland der Buſſbohne, unter welchem Namen wir beide Arten begreifen, wird Perſien und Aegypten angegebey, Ungeachtet dieſes ſüdlichen Urſprungs, hatt ſie ſich auch in den kältern Gegenden Deutſchlands äcclimatiſirt und findet, ungeach- tet der Naühigkeit des Climas faſt Überall einen guten Fortgang. / Sie gehört mit zu den nahrhafteſten Feldgewächſen. Zur menſchlichen Nahrung wird ſie ſeltner und nur von armen Leu- ten oder als grobe Geſindekoſt benußt. Nur im Nothfalle bes dient man ſic) ihrer zum Brodhä>en. Deſto geeigneter iſt ſie aber zu Pferde- und zu Maſtfutter, beſonders für Schweine, Den Pferden bekommt ſie ganz und uneingeweicht ſehr wohl; als. Maſtfutter empfiehlt man ſie gekocht zu verabreichen, Sie giebt einen ſehr reichlichen Ertrag an Körnern, und obwohl ſie maneet ihn 8 eignete it dadurch und durch ihre ſtarke Beſchattung und erhält ihn vom S ir Ghmiy Unkraut rein. Deßhalb geräth auch der Weizen ſo vorzliglich nach EOt ſehr vy ihr. Zugleich gewährt ſie auch den Vortheil, daß fie, auch in (breichen,?) dem fetteſten Boden wegen ihrer ſtarken Stängel nicht lagert. End obe Aber auch in einem minder thonigten Boden, wenn der- Elten umi ſelbe überhaupt nur noch zum Weizenbau geeignet iſt, kommt 9 Ole han die Buffbohne gut fort, wenn derſelbe nur reich: iſt, und ein Yg8theilt 1 nicht zu tro>nes Clima hat. Säure im Voden verträgt ſie Wde ein nh nicht, ſie wird gewöhnlich roſtig davon, Range: In Hinſicht des Climas liebt ſie es, wenn daſſelbe mehr Wu feucht und etwas kühl iſt, wiewohl ihr allzu große Näſſe nicht Neid, u zuträglich iſt, indem ſie dann kurz bleibt, immerwährend blüht Wt dab und ihr die nöthige Lo>Ferung des Bodens und Behäufelung 1 nicht zu Theil werden kann. es Wl 0 A füt man Düngung. I Zrauf! Die Buffbohne verträgt unter allen Hülſenfrüchten, und El rm 0 auh überhaupt unter den Feldgewächſen, den meiſten Dünger. FP und mihl Man ſagt ganz. eigentlic, man könne den für ſie beſtimmten 4, dab zh! Acker nicht überdüngen. B 27 Forty! Es iſt allgemein angenommen, daß die Buffbohne um ſo beſſer gerathe, je ſtärker zu ihr gedüngt worden iſtz denn wenn in den Beh andere Gewächſe, die keinen ſo di>en Halm haber, als der Fldehnung! Stängel der BufFbohne iſt, von der zu übermäßigen Geilheit Eien vo des Bodens zu üpvig wachſen, lagern, wenig Körner anſeßen ; und ſogar bey feuchter Witterung faulen, ſo“ erbält ſich die EG) verdient) Buffbohne: vermöge ihres dicken Stängels, der beym üÜppigſten Eribre(inſy Wuchſe auch um ſo ſtärker wird, aufrecht, wächſt böher und WUNEUL ſebt mehr Schoten und Körner an.; Seſnbau vy- Doch iſt es nicht ganz unbedingt nothwendig, die Buffbohne 11, wel in friſche Düngung zu ſäen, um dennoch einen beträchtlichen 4 Ihres Zu Ertrag von ihr zu haben, wenn der Boden nur an und für ſich SE€ und reich genug iſt.; SIE 4 Sung ew Die meiſten deutſchen. Landwirthe ſtimmen darin Überein,- S ht, daß, wenn man vom Buffbohnenbau Vortheile haben. will, man Sohne dt! ſie in friſchen Dünger ſäen müſſe. In einem von Natur ſehr gedehnt reichen Boden, der durch die friſche Düngung eine für den Weis» L1rfache| un und für die meiſten andern Feldgewächſe zu große Geilheit ) je Buff) exommt, ſo daß dieſe nur Lager geben, kann mon nichts gönnen zwe>mäßigeres thun, als dieſe Geilheit für die Buffvohne zu E'; mie benutßen, der ſie renet, daß er mit dem Miſtwagen befahren werden kann, die Miſtdec>ke des im Winter aufgefahrnen Miſtes aber die Ab» troFnung des Bodens ſo ſebr verſpätet, daß die beſte Zeit zur Saat ungenüßt vorüber gelaſſen werden muß. Bey einer frühen Saat verträgt es übrigens die Buffbohne, wenn ſie in den eben erſt ausgefahrenen Miſt geſäet wird. Ob die mineraliſche Düngung der Bufſbohne zuſage, darüber finden ſich keine Angaben; es ſcheint aber mit Gewißheit anzu- Dehnen ZU ſeyn, da dieſelbe allen Schotengewächſen ſehr wohl efommt. Plaß im Feldbaue und Fruchtfolge. Aus dem bisher Geſagten: daß die Buffbohne hauptſächlich in friſchem Dung gebaut zu werden verdient, und eine vorzüg- iche Vorfrucht des Weizens iſt, ergiebt es ſich von ſelbſt, daß - Pie in der Dreyfelderwirthſchaft keinen andern Plat, als den in Der Brache und anſtatt derſelben finden kann. Bey der Koppelwirthſchaft empfehlen Einige, die Bufſbohne fn erbrochenen Dreiſch zu ſäen z allein, obwohl ſie die alte Gras» narbe recht gut verträgt, ſo iſt dagegen einzuwenden, daß das Dreiſchland in dem thonigten Boden wohl zu zäh iſt, und im Felde die Bohnen in Reihen geſäet und behäufelt werden ſollen, was immer am zwe>mäßigſten iſt, ihre nachberige Behandlung U ſehr erſchwert wird. Hafer oder andere altes Grasland lieben- e Gewächſe, unter denen ſich die Raſennarbe zerſezt und der Boden gemürbet wird, werden unſtreitig zwe>mäßiger im auf» 4 eld) |ſv00,40 0 |wh00 j | | vorh Mi 6 Dem Vyp! 1 veboſfig oden„ft "Friis WiatteG 17 Wi gel Fan| 0 zu(fe MENN em jdm 5 wu, Gt die Aue: ſpitung ZU; bm, TE pril, „ſchen Dum, tr Ertte) N| | [en die Schtlich ey fn iht fin «, Wieden E aller Alühty rüchte ah ſich Deriiy BS) als Teh Uptfruct,| IC bielfihy EN Wein) SE friſcher) BE ſondere Stelzen zu) hie man) WÖeben;, R Ittorganv wübbäre zi a9030odens| Jha der By töbſen, N aH unterſt 4 wur ſpi FSnverden fin Sj aber die) (Beſte Zt! EL einer fil Es in den ZUE > 11000 Sm ſehen + 0% He hauptſi) Ep eine 00 us| ſelbſt, W SE(„as m =„uf" Be Zuſi ie alte Sm Biſt, u erden"Ww Shan geil T fegt un) ige ji" nN] Ge 45477 GIDNIEIEG Anbau der Feldgewächſe. Die Buſſbohte. 973) 229 gebrochenen Dreiſch ſeyn. Hierauf wird gedlingt und die Boh- nen geſäet, auf welche Weizen folgt. Sie haben dann den nach den Regeln der Fruchtfolge zwe>mäßigſten Plaß zwiſchen zwey Halmfrüchten, und man kann ſich einen vorzüglichen Ertrag von ihm verſprechen. In Hinſicht der Fruchtfolge iſt die Buffbohne nad allen ein ſtimmigen Nachrichten ſehr verträglich. Sie kann auf jede Frucht folgen, wenn nur friſch gedüngt wird. Denn friſche Dün- gung iſt ihr Element. Die Buſſbohne iſt nicht nur für den Wei- zen, ſondern auch für alle Getreidearten und für ſolche Gewächſe, welche einen kraftvollen und lo>Xern Boden verlangen, eine gaute Vorfruücht, und ſie kann daher beym Fruchtwerhſel überall einges ſchoben werden, wenn ſie nur friſche Düngung erhält. Doch mühte es nicht zu rathen ſeyn, was ohne dieß-gegen die Ne- gel der Fruchtfolge iſt, Schotengewächſe nach ihr folgen zu aſſen. „Rach mebrjährigem Klee oder Kleedreiſche“, ſagt Skerung des Bodens zu bedürfen ſcheint, ſo geht daraus nicht hervor, das ihr- eine gehörige Lockerung des Bodens nicht zuſage. Einige ſäen zwar mit gutem Erfolge die Bohnen unmittelbar auf die Getreideſtoppeln,, über welche vorher Miſt gebreitet worden, und ackern ſie ohne weiteres mit dem Pfluge unter, wo ſie mithin. nur auf eine Furche beſtellt werden, und führen als die Urſache davon an, daß der Thon- boden, wenn er im Herbſte geſtürzt würde, nicht früh genug im Frühjahre abtro>nete, um eine frühe Saat der Bohne zu geſtatten; allein wo dieß nicht die unumgängliche Nothwendig» keit geſtattet, wird man gewiß beſſer thun, eine Furihe vor Win- ter zu geben. Es wird dadurch, wenn die Bohnen in Reihen geſäet werden, nicht nur ihre nachberige Behandlung erleichtert, fondern es. iſt auch entſchieden, daß.in einem mehr gelo>erten Boden das Aufgehn beſchleunigt, und mithin eine ſchnellere Vollendung des Wachsrhums bewirkt wird, als in dem zähen Boden. Und wenn daber auch durch das Stürzen im Herbſt die Ausſaat etwas verſpätet werden ſollte, ſo wird dieſe Ver- ſpätung aus dem angeführten Grunde nicht viel zu bedeuten has ben. Wenn man übrigens den Aker im Herbſt flach ſtürzt und dabey den Miſt mit unterbringt, die Vorſicht braucht, das Land in nicht zu breite Beete zu pflügen, ſo daß die Feuchtigkeit in ver Beetfurche genugſamen Abfluß hat; dabey im Frühjahre, ſobald als es zuläſſig iſt, tüchtiges Eggen nicht verabſäumt wird; ſo wird es mit der Abtrocknung keine Noth haben, indem die bey der Frühjahrswärme erfolgte Zerſetzung des friſchen Mi- ſtes ſchon ſehr viel zur Austro>nung des A>Fers beyträgt. IBenn man im Herbſt nicht düngen kann, ſo empfiehlt man, den Aer zur vollkommenen Tiefe umzupflügen, im Winter den IV. 18 7= AR er En Kinn Eu ae mn buen bd üer ne gen ina amara in 200 ek 2 20200, M rermand 202 EE ELESEIEEIIEETEEEEEEEEEEEEN en SN- Gene iZ 2 7 j] SEEDER ZDSVIAR WALT IUR 230 Bau der Feldfrüchte, 4. Abſchn. April, (274) Miſt darauf zu„bringen und ihn ſammt den Bohnen flach utn- terzupflügen. Die Bohnen treffen dann unter ſich lockeres Erde reich, bewurzeln ſich um ſo leichter und wachſen ſchneller. Samen und Saat, Eine gehörige Auswahl des Samens iſt bey den Bohnen von großer Wichtigkeit: denn nicht nur, daß man von einem unvollſtändigen Samen, der zum Theil gar nicht keimt und nur ſchwächliche Pflanzen treibt, nur einen unbedeutenden Ertrag zu erwarten hat; ſo hat demnächſt auch der ſchlechte Stand der Bohnen auf die nachfolgende Frucht einen nachtheiligen Einfluß, weil der Aker durch Mangel an gehöriger Beſchattung nicht mürbe werden kann, ſondern erhärtet, verballt und verunkrautet. Um einen vollſtändigen Samen zu erhalten, muß man die Bohs- nen leſen. Die Bohnenkörner erhalten zwar ihre Keimkraft mehso xere Jahre; doch wählt man vorzugsweiſe lieber den Samen von der vorjährigen Erndte, weil er ſchneller aufgeht. Zur Be- RE EE des Aufgehens empfiehlt man auch das Einquellen der Saat. Die Bohnen vertragen eine ſehr zeitige Saat, ſie können aber auch ſpäter geſäet werden. Ein Froſt, der ſie ſelbſt dann trifft, wenn ſie bereits aufgegangen ſind, ſchadet ihnen nicht. Ihre Blätter werden dann zwar gelb, ſie treiben aber wieder bervor. Man hat ſogar Verſuche gemacht, und ſie bey offenem Ze December geſäet, und dieſe Verſuche ſind nicht ganz mißglückt. 20 Allgemeinen hält man die frühe Saat für vortheilhafs ter: denn ſie ſoll weniger vom Roſt und den Inſecten leiden, und zwar kürzeres und weniger nabrhaftes Stroh, aber um ſo mehr und vollkommenere Kürner geben, und überhaupt in Hine ſicht der lehtern ſicherer gerathen. Doch haben viele auch von der ſpätern Saat oft einen gleichen Körnerertrag und mehr und beſſeres Stroh gehabt. Die hauptſächlichſte Bedingung des ſichern Gerathens der Körner iſt eine kühle und etwas feuchte Witterung während der Blüthe, wodurch das Verblüben um ſo langſamer vor ſich geht, und daher der Schoten- und Kürnerane ſatz befördert wird. Treffen die Bohnen während der Blüthe dieſe Witterung nicht, ſo wird der Körneranſatz nicht lohnend, ſie mögen nun früh oder ſpät geſäet ſeyn. Da die zeitig geſäes ten Bohnen ſchon im Juny, die ſpäter geſäeten aber erſt im July und Auguſt blühen, die beiden lehtern Monate aber, im Durch» ſcers zur nachfolgenden Frucht und ihre frühere Einſaat erfolgen kann«: Wenn es die Verhältniſſe geſtatten, ſo kann man die Bohe- nen ſchon im März ſäen, was jedoch, da ſie einen bindigen Boden verlangen und dieſer erſt ſpäter im Frühjahre abtrocknet, nur ſelten Statt finden können wirdz denn obwohl die Bohnen an | ws wenn oui mms' wal s NA meds Gtrob199): rau)+! h 0 ſich biliy fiz ſant, rächt 1 Baut 9% niger nn bedü! 31m "8 m ſchwant teil Junge NOU |(dem IGgn |(Gams | kwh |(eke 4) habe 9 Khon 0 den Nigol! beſtan? zur Men Igens ML| batte, 4) fimmeg we IE, "Fran 4 oOen Im 81) Simalirern| N h d ' v t ) " ] 0 ' ( [| h nN ( | Iy ( 1 | | | April Anbau der Feldgewächſe. Die Buſſbohne. 931 ohnen führ;:(275) ich Iod 6 bey der Stärke ihres Keimes mehr als andere Gewächſe eine | ſchnell y„Feuchte Einſaat vertragen, ſo iſt ihnen denno< nicht zuträglich, wenn ſie zu ſehr eingeſchmiert werden. Die Hauptperiode ihrer Saatzeit iſt daher der April. Man kann ſie noch bis in die ey den Dus Mitte des Mays ſäen, aber eine ſpätere Saat iſt nicht rathſam, € man vod 0» weil ſich dann ihre Reife zu ſehr in den, Spätherbſt verzögert, R HGG aber auch oft durch zeitige Fröſte gehindert wird, wo dann die Kiv8 Eu Körner einſchrumpfen, ſehr unvollkommen und wenig nährend | iht 230) werden. Auch trocknet bey der feuchten Herbſtwitterung das "ir VN Stroh ſelten gehörig aus und iſt zu Futter gar nicht ZU ges S heiligen(it brauchen. Teſchattun 1 Die Quantität der Bohnenausſaat dem Maaße nach richtet Ind Verun ſich hauptſächlich danach, ob man ſie in Reihen oder breitwür- E 3 an di: fig ſäet, und ob man die kleinere Pferdebohne, von weicher be- 3 Zeimtaſ trächtlich mehr Samen in ein Maaß gehen, oder die größere ver den Cm Saubohne wählt, von welcher ein gleiches Maaß bedeutend we- fgeht, Zu) niger Körner enthält, ohne daß daraus eine einen größern Raum 3 das Ein bedürfende Pflanze hervorgeht. IE| Bey der breitwürfigen Saat iſt eine genaue Beſtimmung at, fief ſchwieriger, da es theils auf die Güte und Größe des Samens, ſie ſelbſt) theils auf die Beſchaffenheit des Bodens und ſeiner vorherge: )) et ihnen! gangenen Zurichtung ankommt. In dem zähen, weniger vorbe- Fen aber ht reiteten Thonboden werden mehr Samen zurück bleiben, als in wie bey offi dem lockern, mehr zugerichteten Boden, und man wird daher mehr Bind nicht| Saamen bedürfen. Jn dem magern Boden muß die Ausſaat j etwas ſtärker gemacht werden, als in dem reichen, weil in dem gor vorihen erſtern die Pflanzen ſchmächtiger, als in letterm werden. Ich Oaſen babe in einem mittelmäßig reichen und gehörig zugerichteten =,h, aber 1 Chonboden, bey einer Ausſaat. von 3 Berliner Scheffeln auf haupt ih) den Magdeburger Morgen, an Saubohnen ein vollkommen dicht EN viele auf beſtandenes Feld gefunden, aber auch manche Meinung vernom- E Und mi men, wo man dieß für zu wenig Ausſaat hielt. Wie ſich übri- 4 Bedingun gens das Verbältniß der Saubohnen zu den Pferdebohnen ver- Sch etwas fu halte, läßt ſich bey ihrer verſchiedenen Größe nicht füglich be- Erblühen! ſtimmen. Der Zahl nach wird man auf eine gleiche Fläche, von 4. und Röm! jeder Art, eine gleiche Menge an Körnern bedürfen, da ſie rend derb im Kraute unter gleichen Verhältniſſen gleich ſtark und Üppig 13 nicht[cht wachſen. RN ef: S die zeitl! Um das Verhältniß des Ausſaatmaaßes richtig beſtimmen „iber erſtin zu können, wird es am beſten ſeyn zu ermitteln, welchen Raum „aber, im! ede Pflanze nach der Beſchaffenheit des Bodens bedarf, und E" an Hiernach den erforderlichen Bedarf an Körnernx auf einer be- SENEN: Leis 2.;, die früh ſtimmten Fläche zu berechnen,„und dieſe aufs Gemäß zu redu- gie ide ciren. Da jedoch nicht alle Körner aufgehen und auch manche pub vi jungen Pflanzen bey ungünſtigen Begegniſſen eingehen, ſo D wieder! wird man unter allen Umſtänden, vorausgeſept, daß man einen EM 3 guten Samen gewahlt hat, den vierten Theil als Zuſchlag rech- y ji) nen müſſen. Jn dem minder reichen Boden, wo die Pflanzen ce geh!| dünner werden, wird man 25 Quadratzoll auf eine Pflanze rech» Fund ip nen können; in dem reichen Boden dagegen, wo die Pflanzen war ib ſtärker werden, wird eine Pflanze 36 Quadratzoll Raum bedür- R 17 hi) fen. Wenn die Bohnen bey der breitwürfigen Saat beha>t wer» e j Gro ahl) den ſollen, ſo müſſen ſie einen größern Raum haben z man wird We pu dann aber beſſer thun; ſie in Neihen zu ſäen. yohl 0 w. 18* < AR arl EE Zier 4 vum m an dud mining Kunt ameri= 00000 vn maar DES emarmtn 2= LEES LISI üb il SEES WEEK 1.24. 2008 2 | Ap: Ww ib biet PES WIT 22 3 6. DE MADE UE WAPICH ENE üs 1 LAUBEN SDS1 232 Bau der Feldfrüchte. 4, Abſchn. April. 976) ( Eine möglichſt genaue Augmittelung des Samenbedarfs bey den Bohnen iſt von um ſo größerer Wichtigkeit, da bey einer zu dünnen Saat ein vollkommen beſtandenes Feld nicht erreicht werden kann, der Aker dann unter den Bohnen nicht die erfor: derliche Beſchattung und Mürbheit erhält, ſondern verunkrautet und“ verwildert, und mithin ein Ausfall an der Bohnenerndte und der nachfolgenden Frucht erfolgt. Bey einer zu dichten Saat kümmern dagegen die Pflanzen, und man verſchwendet bey der Größe der Bohnenſamen dem Maaße nach eine zu große Menge ſehr nährender Beſtandtheile, die man entweder als iahrung für Menſchen oder Vieh hätte benutzen können. Da die Bohnen der mancherley Krankheiten wegen, denen ſie unterworfen ſind, oft gar nicht gerathen, ſo pflegen viele Unter die breitwürfig geſäeten Bohnen Erbſen zu ſäen, um im Falle des Mißrathens der Bohnen wenigſtens eine Erbſenerndte zu gewinnen, Das Maaß der Bohnenausſaat muß dann alley: ings etwas vermindert werden, aber nicht in dem Verhältniſſe, als man Erbſen dazu nimmt, da nach der allgemeinen Erfahrung der Aer von einer gemengten Sgat weit mehr Pflanzen zur Vollkommenheit bringt, als wenn die Früchte bloß für ſich ges ſäet werden.; Bey der Reihenſaat kommt es darauf an, wie weit die Reihen von einander, und wie weit die Pflanzen in den Reihen von einander abſtehen z ob die Bohnen mit der Hand in Rinnen oder Löcher, oder mit der Maſchine geſäet, und ob ſie mit der Pferdeha>e oder mit der Handhac>e behäufelt werden. Hiernach wird das Maaß der Ausſaat bey der Reibenſaat ſich ſehr vere- ſchieden modificiren, aber immer getiauer ermitteln laſſen, als. bey der breitwürfigen Saat. Die ausgeſäeten Bohnen müſſen gut untergebracht und ganz mit Erde bede>t" werden, denn die oberflächlich liegen gebliebe- nen, oder nur halb bedeckten keimen zwar bey genugſam feuchter Witterung, die jungen Pflanzen davon gehen aber gewöhnlich ein. Bey der Größe und Rundheit des Samens iſt die gehörige Unterbringung mit der Egge nicht zu bewirken, ſondern die Boh- nen müſſen untergepflügt werden, und ſelbſt beym Unterpflügen wird es nicht gänzlich zu vermeiden ſeyn, daß nicht einige Kör? ner oberflächlich liegen bleiben. In dem ſehr zähen bindigen Boden iſt eine 3 Zoll tiefe Unterbringung hinlänglich, in dem lodern gut zubereiteten Boden können ſie 4-- 5 Zoll tief unter2 gebracht werden, indem ſie in dieſer Tiefe die zum Keimen ers forderliche Feuchtigkeit ſicherer, als in der Oberfläche finden. Das Eggen der untergepflügten Bohnen braucht nicht un- mittelbar nach der Saat zu erfolgen, ſondern es iſt vielmehr beſſer, es einige Zeit nachher zu thun, indem der in rauher Furz er weniger zuſammenſchlämmt und auf der Oberfläche erhärtet, als der geeggte, und daher das Herauskom- men der Bohnen bey einem ſpätern Eggen erleichtert wird. Die Reihenſaat iſt unſtreitig die zweckmäßigſte Art, die Boh- nen zu bauen, indem ſie dabey nicht nur am ſicherſten gerathen, ſondern der Boden auch zu der nachfolgenden Frucht durch die Lo>erung, die er während der Vegetationsperiode der Bohnen erhält, am beſten verbreitet wird. Zwar wird die Arbeit, durc ment! Ju ſil hen Dy Ham a0) wo Än fille 1) Schuh| einandiv einſaer Ei Shmi dem 1m| plug) Ahl! bend( 461) ſtreutips ymfah An) P159 ſelben 19 34 ſih 108 beſſer En ſtat wes! der Haf djs den, 1 Sh en, Er hn Bh iE] iy ID Ihm Sh wil, TE! min ſen dE 1 7u3 Eh und 113g ein Bw (wird dit vr Vier „ Siehing ſprit, Anbau der Feldgewächſe. Die Buſſbohne. 233 (277) ) eh die Reihenſaat, beſonders dann, wenn die Bohnen mit der 5 niſt ve) Handhacke behäufelt werden, ſehr beträchtlich vermehrt, ſo wie nicht Mo auch das Stroh von den in Reihen geſäeten Bohnen zu Vieh- En fe futter minder geeignet iſt, als das der breitwürfig geſäeten, in- WR m dem die Stängel unten härter und holziger werden und die tes Eh Blätter mehr abfallen, und man auch überhaupt von der Rei- zu Ni henſaat weniger Stroh gewinnt. Allein der höhere, oft dop- rſchwende pelte Körnerertrag der in Reihen geſäeten Bohnen, die beträcht? 400 My liche Samenerſparniß, und die Vortheile, welche bey der Rei Ei eM henſaat der Bohnen in Hinſicht der nachfolgenden Frucht ers Penne, wachſen, entſchädigen hinlänglich dafür. 2 Wegen, dm Die Vorzüge der Reihenſaat der Bohnen ſind ſo allgemein x 0 pflegen 1) anerkannt, daß man ſie nicht ſelten in ſolchen Gegenden findet, ſäen, um3 wo man von der Reihenſaat anderer Körnerfrüchte nichts weiß, ye Erbſen) und nicht einmal die zur Reihenſaat erforderlichen AFerinſtrua ws 1] mente beſibt. en- Man hat verſchiedene Methoden, die Bohnen in Reihen zu S0 07m ſäen.*) Die gemeinüblichſte iſt die, die Bohnen, je nachdem die Ret- - SALER hen weiter oder enger von einander kommen. ſollen, mit der 05 für ſi) Hand in die zweyte, dritte oder aud) vierte Päugfurche zu ſtreuen; zoo dann der Scnitt der nachfolgenden Furche die beſäete „pie weit! füllt und die Bohnen ÜberdeXt. Oder man macht mit dem rt) den Reih Schaufelypfluge in der Entfernung, in welcher die Neihen von Uhd in Rin einander kommen ſollen, Ninnen, in welche man die Bohnen iho fe mit! einſäet und ſie durch das Spalten der dazwiſchen liegenden On, Hie! Kämme mit Erde bedeXt. Das letztere Verfahren möchte wohl 9 fich ſehr 1 dem erſtern unbedingt vorzuziehen ſeyn, da es bey dem Räder= E10(aſſen, 4) pfluge nicht zu verhindern iſt, daß durch das in der Furche ge= Hende Rad, ſo wie durch den Pferdetritt, viele von den ausge= Sht und 41 ſtreuten Samen zerquetſcht werden, welche dann zum Keimen Segen geb unfähig ſind. j;: gſa fed Bey der Reihenſaat der Bohnen mit der Hand ſtehen die- er gewöhn ſelben aber in den Reihen an vielen Stellen ſehr di> und können 1 die geht) ſich nur nach der Seite ausbreiten, und es wird daher weit 2 dern die Dl beſſer ſeyn, ſie mit einem Säekaſten zu ſäen, wobey die Aus- Es ſaat weit regelmäßiger erfolgt und man gegen das Säen mit E 4 einige dh ver Hand mehr als ein Drittel an Samen erſparen wird, S fähen bini Der Abſtand der Reihen von einander muß in kräftigem Bo2 S lic, i den, wo die Pflanzen Üppiger wachſen, weiter ſeyn, als in dem S oll tief un magern, und in dem ſchweren Boden macht man ſie, der nachheri= am Sein gen Behandlung wegen, ebenfalls weiter, als in dem lo&ern. Auch = he find iſt bey der Entfernung der Reihen zu berüFſichtigen, ob man die Jacht mä 0 Bohnen mit der Pferdeha>e oder mit der Handbha&e behäufeln 1 1 vit will. Im erſten Fall muß für das Geſpann gehöriger Raum ſeyn und SE„jp man wird die Reihen 1x bis 2 Fuß weit von einander machen 8! 19 müſſen. Zum Behacken mit der Hand iſt die Entfernung von BE 1 Fuß zureichend. Man macht auch Doppelreihen, wo je zwey KUEN und zwey bis 8 Zoll von einander kommen, zwiſchen welchen - KAMEN ein Zwiſchenraum von 2 Fuß folgt. Zwiſchen den Doppelreihen "Ei ve wird dann mit der Hand geha&t, die Zwiſchenräume aber mit ps ie der Pferdeha>e ausgefahren. Bey dieſer Methode ſoll man einen Ma .e der Dir*) Siehe Eneykl« B. Ill. S,. 484 UU. fe 1 Arbeit, wu I> ', Tp NEE ERFIN N007,2/707 802% 234 Bau dev Feldfrüchte, 4. Abſchn. April. (278) größern Strohertrag gewinnen und das Land ſoll reiner werden;* es gehört aber dazu ein ſehr reicher Boden, In den Reihen müſſen die Bohnen in reichem Boden wenige ſtens 3 bis 4 Zoll von einander kommen, damit ſie Plat haben, ſich gehörig ausbreiten zu können; in dem magern Boden könz= nen ſie enger kommen, weil ſie da nicht ſo ſtark im Kraute werden. Man empfiehlt es, die Bohnen in den Reihen:- nicht in einer ununterbrochenen Kette zu legen, ſondern, wie es zum Theil in England Statt findet, in einer Entfernung von x bis einen ganzen Fuß, je nad dem der Boden reicher oder ärmer iſt, in den Reiben 4--5 Körner auf eine Stelle zuſammenzulegen, ſo daß die Bohnen nachher kleine Horſte bilden, wo ſie dann beym Behacken um ſo vollfommner behandelt werden können. Bey der Reihenſaat hat man hauptſächlich darauf zu achten, daß die Reihen und die Pflanzen in den Reihen nicht zu weit von einander kommen, indem dadurch der Ertrag geſchmälert wird und zin keinem Verhältniſſe zur Arbeit ſteht. Man muß aber auch die Zwiſchenräume nicht zu klein laſſen, weil die Boh nen bey einem zu dichten Stande ſchwächlich wachſen, und die Arbeit des Behäufelns mit Hülfe des Geſpanns nicht erfolgen rann, was bey der Reibenſaat von ſehr weſentlichem Vortheil iſt, indem dadurch die Koſten der Urbeit gegen das Beyac>ken mit der Hand beträchtlich vermindert werden, Die Wic>e, Yicia 5ativa, Es giebt Sommerwicken und Winterwi&en. Von leßtern werden wir, mit hauptſächlicher Hinweiſung auf die Cultur der Sommerwi>e, mit der ſie ſehr überein kommt, im September Erwähnung thun, hier aber die Sommerwicken abhandeln. Die Wicke iſt ein einheimiſches, wild wachſendes Gewächs, von dem es mehrere Arten giebt, in welcher Beziehung wir auf die vbkonomiſche Botanik verweiſen. Beſonders unterſcheiden ſich zwey Arten Sommerwicken, eine im Kraut und in Körnern klei« nere, früher reifende, und eine im Kraut und in Körnern größere, ſpäter reifende Art, die durchaus früh geſäet werden muß, wenn ſie zur Vollkommenheit gelangen ſoll. Die Wicke wird nur in wenigen Gegenden, und nur im Nothfalle zur menſchlicen Nahrung benutzt, wo ſie gemahlen und mit Noggen- und Gerſtenmehl zu Brod verbacken wird. Dergleichen Brod iſt aber ſehr ſtreng /und bat einen herben Ge» ſchma. Hauptſächlich dient die Wicke mit ihren Saimen und ihrem Stroh, als auch im grünen Zuſtande, als eine vorzügliche Nahrung für die Hausthiere, Die Samen ſind allen Hausthie- xen ein ſehr willfommnes und nahrhaftes Futter, und zur Mäs ſtung des Rindviehes zieht man geſchrotene Wien den Erbſen vor. Das Stroh ſteht in Hinſicht ſeiner Nahrhaftigkeit nicht viel hinter dem, Heu, und muß in vielen Gegenden den Pferden und Schafen daſſelbe erſetzen. Man ſäet in vielen Gegenden die Wien nicht allein, ſon- dern mit Halmgewädhſen, beſonders mit Hafer und der Buſſ- bohne, von denen ſie mehr emporgehalten werden. Ein großer Theil des Pferdefutters wird als Wien- und Hafergemenge ge- baut, und man gewinnt von dieſem Gemenge SIVSPLUE von einer gleiczen Fläche weit mehr und nabihafteres Futter, als e pF 17.1008 1% wirs y 16-4 ſaat 1993 je(0703 Multy 6I wih"2221 | zf guter bn Mj 1 in ded R AE als M (lim äh pur 9 m ſäen immer neue Ranken trieben, und ſtets blühten. Ein Boden, der über 60 Procent Sand bat, trägt nur dann he und vd Z::;: - 10000 mit Sicherheit Wien, wenn er ſehr feucht liegt. Im magern S-paden mi und trocknen Boden kommen die Wien nicht fort, ſie ver- 1 heb tro>nen in tro&nen Sommern oft ſo ſehr, daß ſie gänzlich 8 Gann abſterben. Die Wicke verlangt einen erforderlichen Grad von alter Kraft im Boden, und kommt in einem an Humus ſehr armen Boden, ſelbſt bey gegebener friſcher Düngung, nicht gut fort. Aus den 8a vorzu den Aah! . MW En eh meiſten im Acker enthaltenen Unkräutern macht ſich die Wicke En 64 M nicht viel, indem ſie dieſelben größtentheils überwächſt und uns = Aut terdrückt, die ſtarkhalmigen Unkräuter ihr aber als Stüße dienen, EN Dini ſo daß ſie weniger lagert. Aber ein Unkraut giebt es, welches . fein, D fich um Johannis findet, welches in kurzer Zeit auch das kräf- 8 M tigſte Wickenfeld dergeſtalt unterdrü>t, daß bald die ſämmts2 19 0) lichen Pflanzen eingehn.. Dieß iſt die ſogenannte Flachsſeide, ? 10 auch Vogelſeide, Filzkraut, Teufelszwirn genannt, TUN eine Schmarobterpflanze, welche auch dem Lein gleich ſchädlich S wohn it, die ſic) um die Wieenrauken ſchlingt uad mittelſt kleinex | Fut, WW SELEN DEZE DIE MENG O3: 238 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (230) Faſern alle Nahrung aus denſelben ſaugt, ſich mit ihren Rans ren ſehr verbreitet, in ihrem Umtkreiſe alle Wi&enpflanzen um- ſpinnt, und endlich ein großes Filznets bildet, in welchem jede Wicke oder Leinpflanze umkommen muß. In feuchten Sommern wächſt ſie ſo Üppig, daß nur wenige Pflanzen erforderlich ſind, um ein ganzes Feld einzuſpinnen, Sobaid ſie ſich mit ihren Fäſerchen feſt geſaugt hat, vergeht der untere Stamm und die Wurzel, und ſie lebt hinfoxt nur von dem Nahrungsſafte der Pflanzen, die ſie umſponnen hat; weßhalb dieß zu dem Glau- ben veranlaßt hat, daß ſie gar keine Wurzeln habe, ſondern ohne dieſeiben und der Erde Beyhülfe, unmittelbar an andern Pflanz: zen entſteht. Ob dieſes Unkraut, welches auf die Wicken und den Flachs gleich verheerend wirkt, auch andern Gewächſen ſchäd: lic) ſey, weiß ich nicht, ſo viel kann ich aber aus Erfahrung anführen, daß daneben ſtehende Erbſen und Getreidefrüchte ver: ſchont blieben. Am häufigſten wird dieſes Unkraut durch den Samen verbreitet; doch weiß ich aus Erfahrung, daß es ſich in Wien fand, deren Samen ganz rein waren, wo aber 9 Jahr vorher Lein geſtanden hatte, in welchem dieſes Unkraut war. Es ſcheint alſo, daß ſich die Samen der Vogelſeide viele Jahre teimfähig im Boden verhalten, und daß ſich dieſes Unkraut nur dann bemerklich zeigt, wenn es mit Pflanzen in Berührung Fommt, deren Säfte ihm als Nahrung zuſagen, Düngung. Die Wien geben zwar nicht ſelten in einem Boden, deſſen Kraft ſchon durch mehrere Früchte erſchöpft iſt, einen ſehr an= ſehnlichen Ertrag, bey genugſam feuchter Witterung 3; man daxf aber deßbalb nicht glauben, daß ſie in einem an friſcher Düng- kraft erſchöpften Boden, der auch'nicht viel alten Humus hat, gut fortkommenz ſie werden vielmehr in einem ſolchen fo dünn: rantig und ſchwächlich, daß ſie bey der Yusbildung der Schoten entweder ganz eingehen, oder nur wenig und höchſt unvolls Fommne Samen bringen. I< habe geſehen, daß auf erſchöpften Reckern, wo das Heidekorn noch eine mittelmäßige Erndte gab, die Wicken ſo unvollkommen wurden, daß es ſich nicht der Mühe verlohnte, ſie abzuerndten, obgleich die Witterung zu ihrem Ge: deihen günſtig war. Die Wurzel der Wicke hat ein großes Vermögen, ſich auch die weniger leicht auflösliche Pflanzennahrung des Bodens an: zueignen 3; zugleich hat ſie auch ein ſehr thätiges Blattorgan, vermöge deſſen ſie ſich viel Nahrung aus der Atmoſphäre aneig»- net, ſie bedarf daher in einem humusreichen Boden keiner fri» ſchen Düngung, um einen entſprechenden Ertrag zu geben. Sie Fommt jedoch im friſchen Dünger ſehr gut fort, und ihr Ertrag, beſonders der des Krautes,'wird durch friſche Düngung ſehr beträchtlich erböht. Da das Stroh der Wicken für Pferde und Schafe ein vorzügliches Futter iſt, und in wieſenarmen Gegen- den das Heu hauptſächlich erſeßen muß, ſo werden auch die Wien am häufigſten in friſcher: Düngung gebaut. Baut man die Wien bloß des Samens wegen, ſo empfiehlt mati, in-ei- nem kräftigen Boden ſie ohne friſche Düngung zu ſäen; weil ſie dann weniger üppig wachſen, und mehr Schoten anſetzen; wogegen ſie bey der Ueppigkeit des Krautwuchſes, im friſchen pien Di mn 1,7 Di H: ML Md E. ſof 10 499: feht jo M7 under 9 vngen. I on Wir G yn 1019) fet gebn 3 un 1 06e/M0)! Soden Mi! en Ge Di Jen ſeh [1 Yehy im Ira, 0 den gutt! Aufnah Eu BOE) Wet, IE OFEN! pp 1907 Uno Deifähl iſt es 119 Juch inn Er Dies ) neßfaſy | AÖt Delfin d auch 4541 | ffe zu(hy vt[0w3g henden By / u(rah Venn Fiu iA möſe IE | ems) vi Buhr Winte Nm S "ne Dg. pril, Vit ihren 1, Anpflanzen u . welchen 4 Eten Goh 1 dtderlich jy Zich mit ihn „amm un) DZ Ungöfafieh Et dein Oly ſondern Phndem Yy Wich 1) en gehörten dort unter die am ſicherſten gerathende Brachfrucht. Das Ueberdüngen der Wicen, nach erfolgter Saat, iſt ih- nen ſehr zuträglich. Platz im Feldbau und Fruchtfolge, Bey der. Dreyfelderwirthſchaft werden die Wicken gewöhnlich im Brachfelde, in friſcher Düngung gebaut. Gerathen die Wie Fen gut, ſo machen ſie durch ihre Beſchattung das Erdreich zur Aufnahme der darauf folgenden Winterfrucht ſehx einpfänglich; mißrathen ſie jedoch, ſo wird der Acker ſehr verwildert und ents träftet, und man darf dann keine günſtige Hoffnung von der nachfoigenden Winterfrucht hegen, wenn die Wien nicht ſo zeitig das Feld räumen, daß noch erforderliche Zeit zur'Bereis tung des Ackers verbleibt. Wo die Wien nicht ſicher gerathen, iſt es beſſer, ihnen ihren Plas im Sommerfelde anzuweiſen. Auch in dem kalten, thonigten, naſſen Boden, wo die Erndte der Wien ſehr ſpät erfolgt, und der A>er zur Winterung ſpät und naß beſtellt werden muß, darf man von der Winterung nicht viel erwarten, wenn auch die Wien gut geſtanden habenz und auch unter dieſen Umſtänden iſt es beſſer, ſie im Sommexa felde zu bauen, Wer die Wien ins Brachfeld bringt, der wird nicht ſowshl der Wicken ſelbſt wegen, als hauptſächlich der nachs folgenden Frucht wegen, ſehr wohl thun, ſie ſo üppig als mögs lich zu erzeugen, und mithin zu ihnen friſch zu düngen. Wenn man die Wien mit einem Gemenge von Halmfrüch- ten ausſäet, ſv wird man ebenfalls am beſten thun, die Wicken im Sommerfelde zu bauen, weil die reifenden Halmfrüchte in der Brache einen bedeutenden Nachtheil der darauf folgenden Winterung zufügen, was jedoch weniger ſchadet, wenn dieſes Gemenge im Sommerfelde gebaut wird, und darauf entweder reine Brache ,.odev eine Brachfrucht folgt. In Hinſicht der Fruchtfolge ſind die Wien ſowohl mit ih: xen Vorgängern, als auch mit ihren Nachfolgern, wenn ſie näm= lich gut geſtanden haben, ſehr verträglich. Hat der Acker nur binlänglich alte Kraft, ſo können ſie nach allen Früchten, ſelbſt na) Lein folgen; und gerathen ſie gut, ſo ſind ſie für jede nach- folgende Frucht eine durchaus günſtige Vorfrucht. Daher leiſten ſie auch bey dem Uebergange aus, einer Feldeintheilung in eine andere, als Einſchiebſel, gute Dienſte, Rach von Witten 238 Bau dey Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. 282 DENE Banert ſollen jedoch einige Verſuche, die Wi>ken nach beha>ten Früchten folgen zu laſſen, nicht geglückt ſeyn. Auch mit ſich ſelbſt ſind die Wicken ſehr verträglich, und ſie können ohne Nachtheil mehrere Male auf demſelben Plaße ges baut werden, Bearbeitung des Bodens. Die WiFe kommt auch im weniger zubereiteten Boden gut fort 3 ſie macht aber durch ihre Beſchattung auch den zähen Bo» den mürbe, und unterdrükt das Unkraut. Deßhalb wird ſie ſehr häufig nur auf eine Furche geſäetz; und da ſie einen feuchs ten Boden liebt, ſoy geben viele dieſe Furche im. zeitigen Früh« jahre, um dadurch den Boden weniger auszutro&nen. Es iſt aber kein Wunder, wenn unter dieſen Umſtänden die Wie häus fig mißräth; denn wenn ſie-guch einen ſehr gepülverten Boden nicht liebt, ſo hat ſie es do gern, wenn der Boden mürbe iſt. Der im Frühjahr naß gepflügte und geſchmierte thonigte Boden wird aber feineswegs mürbe, ſondern er erhärtet bey troc>ney Witterung ſo ſehr, daß er jede Vegetation der Wicken hindert. Hat man einen mehr lockern, die Feuchtigkeit im Frühjahrs leichter verdunſtenden Boden, ſo kann es zwar dann, wenn mant die Wien ohne friſche Düngung baut, und der Acker nicht ſehy verunkrautet iſt, in ſehr tro>nen Frühjahren rathſam ſeyn, die Wien nur auf eine Furche zu ſäen z allein unter allen Umſtäns MEG es doch immer rathſam, die Wien auf zwey Furchen u ſäen, : In dem thonigten, naſſen, im Frühjahr ſpät austro>nenden Boden ſtürzt man vor Winter, läßt den Acer bis zum Frühs jahre in rauher Furche, und eggt die Stürze dann, ſobald es angeht, ein. Werden die Wien in friſcher Düngung gebaut, ſo wird nun der Miſt gefahren. Iſt der Boden durch den Win= Ferfroſt gehörig mürbe geworden, und iſt er nicht zu naß, ſoy' kann man die W:>en mit dem Miſt unterpflügen. JIſt der Bo» den aber noch zäh und feucht, ſo pflügt man den Miſt unter, und ſäet die Wicken obenauf, oder man bringt ſie mit dem Ex- ſtirpator unter. 5 In dem mehr lokern und weniger feuchten Boden eggt man die Stürze vor Winter ein, und pflügt im Frühjahre die Wien unter. Nur wenn der Acer viel Quecken hat, iſt das Eggen vor Winter nicht zu rathen, weil dadurch die Queen nicht zere ſtört werden.: 5 In jedem Falle muß man die Stürzfurche im Herbſt nicht zu ſpät geben, damit das Unkraut hervorgelo>t, und durch den Winterfroſt zerſtört wird. Dean wenn auch die Wien den rögten Theil des Unfrautes unterdrüFen, ſo werden ſie doch im nfange durch daſſelbe in ihrem Wachsthume ſehr zurück gehal- ten, und bilden ſich nicht ſv aus, daß ſie vor dem Eintritt dex tro>nen Jahreszeit den AFer gehörig beſchatten könnten. Samen und Saat, Man muß bey den Wien ſtets auf einem ganz vollkom menen Samen ſehen; denn wenn man ſchlechten Samen ſäet, der nur ſchwächliche Pflanzen treibt, ſv hat man nicht nur ei- nen ſehr empfindlichen Ausfall bey der WiFenerndte ſonderu Kien et, m| Di) werde 8]! erſte 3! 1111087 M30 19170) 90 Ahten 2,1| 0 beda dan ua 5 a8 Vahl! 1 enen Didem Shy 1, Z/08 be, Tft ) im. IEE we y win frühe j* wiſſt leihen, j "April, Anbau der Feldgewächſe. Die Wicke. 239 Ihe, die 7)(283) 1: gezlüct 1, das Feld verunkrautet auch unter ſchlecht ſtehenden Wien ganz big, ih außerordentlich, wird von den Unkräutern ausgeſogen, und jede deben Mas auf dergleichen Wien folgende Frucht mißräth. Man zieht den -' friſchen Samen von der vorjährigen Erndte vor, obwohl ſich der Same mehrere Jahre keimfähig erhält. Von einem dreyjäh« F, rigen Samen blieben nur wenig Körner zurück, Ate Body, Der Same muß von allen kleinen Unkrautſämereyen gereis 3 den jimny Kiget werden. Beſonders hat man dieß bey gekauften Samen - halb min) zu beächten, um ſich nicht die ſo nachtheilige Seide ins Feld zu bringen. Der Same der Seide iſt nicht größer, als dex Sy zeitigen Mohnſame, und röthlichbraun von Farbe, Ex iſt daher durch = roten,(6 ein feines Sieb ſehr leicht auszuſcheiden. | die Vic! Da die Wien ihre Vegetation weit ſchneller vollenden, als 8 Ulverten H die Erbſen, ſo bedürfen ſie auch keiner ſo frühen Augsſaäat. Soden mich Eine ſehr zeitige Ausſaat der Wicke iſt ſogar nicht einmal räths Athonigte h lich, da ſie durch kalte Witterung.im Wachsthume ſehr zurücke BStet bey it gehalten werden, und es findet ſich dann häufig eine Made, die iden hin ſich in ihre Knoxspe einfrißt, und ſie völlig zerſtört, ſo daß ſie Lg im Fuih guf minder reichem Boden gar nicht zur Blüthe kommen. In In, wenn: Dem reichen Boden Überwinden ſie das Uebel manchwal, und 1(er niht: treiben wieder aus, wenn die Zeit der Made vorüber iſt. 16m ſem, Die ſpäter hervorkommenden Wicken werden aber von dieſex „yen Umft Made, deren Zeit früher vorüber geht, gar nicht angegriffen, 9 13wey Jar und bilden ſic) auch überhaupt, wenn ihr Wachsthum nicht | ſto>t, um ſo vollkommener aus. JEM wöttoht Die große, ſpäter reifende Wi>enart muß früher geſäet Zabis zun Werden, als die kleine, Die beſte Saatzeit der erſtern iſt die aun,[oh erſte Hälfte des April, Jm ſüdlichen warmen Deutſchland "ängung wird man ſie auch früher ſaen können, Die kleine Wicke kann pa Cdurch di? in den wärmern Theiien des nördlichen Deutſchlands ſelbſt in der ht zu 1 lebten Hälfte des May noch geſäet werden. iE. St to) Da die Wicken beträchtlich kleiner im Korn ſind, als die Erbſen, Eve Miſs ſo bedarf man auch auf eine gleiche Fläche ein geringeres Maaß an Sie mit hm Ausſaat, Man kann im Allgemeinen darüber Folgendes annehmen Das Berhältniß der Saamenkörner der Wien gegen die Erbſen, <3 oden in einem gleichen Maaße, wird ſich verhalten, wie 3 zu 2, an iahre dies Wickenſamen gehen alſo in ein gleiches Gemäß x mehr,- als Erbs m ſy ſen. Dieſes Verhältniß wird ſich bey großen Wicken und großen eden ni Erbſen, und bey kleinen Wien und kleinen Erbſen gleich bleie ben. Nun treiben zwar die Wicken kleinere Ranken und Bläts» ge im Aub ter, als die Erbſen, und bedürfen mithin einen kleinern Naum z = und dw Dagegen müſſen aber die Erbſen, da ſie weniger ſchnell wachſen, die Dit früher geſäet werden, und wegen dieſer frühern Saat, und pr den feh weil ſie bis zur Reifung einen längern Zeitraum auf dem Felde Zebr zurüf bleiben müſſen, muß man bey den Erbſen einen größern Zuz es em(init ſchlag auf zu Grunde gehende Pflanzen rechnen, als bey den Wien, welche in einer ſpätern, die Vegetation mehr begünſtie genden Witterung geſäet werden, die wegen ihres ſchnellern Wachsthumes, bey einem kürzern Bleiben auf dem Felde, im -+ gan 0 Verhältniß eine geringere Einbuße von Pflanzen erleiden. Auch 5" Samt ſtellen die Tdiere den Erbſen mehr nach, als den Wicken.| zen iht Betracht deſſen wird man, um im Verhältniß gegen die Erbſen Erdl von den Wien einen gleich dichten Beſtaud auf dem Felde zu - SIDE 1 240 Bau der Feldfrüchte. 4, Abſchn. April. (284 Haben) das heißt, wenn auf einer gleichen Fläche, untev glei er genug iſt, ſehr oft untergepflügt. Man muß ſie aber möglichſt flach unterpflügen, weil ſie bey ei» Ne HEU als einer drey Zoll ſtarken BedeXung mit Erde ſchwer auffeimt. In ſchwerem bindigen Boden muß man die?Wicken unter- eggen. Man bringt ſie aber wegen der Rundheit des Samens mit der Egge weniger vollkommen unter. Am beſten bringt man ſie nod) unter, wenn man ſie über die rauhe Furche ſäet, Hierauf mit ſchweren Eggen einige Striche giebt, aber nicht klar eggt, weil die Wien beym Klareggen, wegen ihrer Rundheit, leicht herausſpringen. Nach dem Eggen bringt man eine ſchwere Spule in Anwendung, um die Klöße zu zerdrücken, und da: durch den Wicken noc< mehr Dee zu geben, Die Kicher, Cicer arietinum. Sie wird auch Kichererbſe genannt, mehr im ſüdlichen - Deutſchland gebaut, und iſt nur bie und da im nördlichen in geringer Ausdehnung gebaut zu finden. Im Ganzen wird ſie nicht häufig in Deutſchland gebaut.' Die Samen der Kicher baben einen herben Geſchma>; und werden nur ſelten zur menſchlichen Nahrung, und dann, gleich den Widen, gemahlen zu Brod benußt. Jn frühern Zeiten ge Y eſſer Gio; Zoll ti ie Sicfiil! fiche amn Crhſe, ihn Git iD Juguf ME 08 1! ", lüht jun iht(183 Wi Cy n aht Ad + = Gis fucht; 4 4 lands in fe nod Z April, äche, Uhhg) flanzengätmn von den Y; mit den 6; en bedürny, ) 3 Wetign, det, Wey br Vorzipls Steer I nimmt 211 Verhält) ofindet Diepih Iman e8 Ai Dm Samy Cr Pflanzung 5 Gtroherty) Dattet den) ſonſtigen) Pin alfo fü Bbey jedod fi die Nit | Strohgen m bſen, D [fbſäet,(01 ) nicht in abm, dv! Flv Raum 3 wenn fü! mit Ei Deßhalon unterge zeil feh Fnit Erde[1 - ANON Ses Gum 2 beſten in) Dre SUN S nein[hw = SONEN | ie[ÜbG im nöd 5. Dann 0 [5 mar Nj] 194 Ny ge Zei y < EN Wenk Ei uf Anbau der Feldgewächſe. Die Kicher. 241 (285) brauchte man ſie aufg als Kafſeeſurrogat 3 doch iſt ſie jezt auch als ſolches durch andere Gewächſe verdrängt worden. Als Viehfutter ſtehen ihre Samen und ihr Stroh den Wien gleich 3 doch ſtehen ſie im Ertrage beider hinter denſelben, Cultur der Kicher, Sie verträgt einen tro>wern und magerern Boden, als die Wike, und kommt auch in einem dürren und trocknen Clima fort, giebt aber dann nur einen ſehr geringen Ertrag, Nur in dem Falle, daß unter dieſen Umſtänden weder die Erbſen, noch die Wien fortkommen, könnte der Anbau der Kicher zu emz pfehlen ſeyn. Soll die Kicher aber einen verhälinißmäßig reis ert und gepülvert, mithin beſſer bearbeitet feyn. Man ſäet ſie im April, und pflügt ſie 3 Zoll tief unter. Durch die Unterbringung mit der Egge erhalten die Kicherſamen nicht die nöthige Bede>ung mit'Erde, Da die Kicherpflanze einen etwas größern Raum einnimmt, als die Erbſe, ſo muß ſie auch etwas dünner geſäet werden, als dieſe. Sie blühet im Juny, und bringt ihre Samen im July und Auguſt zur Reife. Wenn die Stängel und Samenblaſen gelb werden, ſo iſt es Zeit, ſie zu erndten. Man ſchneidet ſie dann ab, läßt ſie auf dem Felde gehörig trocken werden, bringt ſie ein, driſcht ſie alsbald, und reiniget den Samen von den Hülſen. Die Samen ſehen anfänglich hochgelh aus; wenn ſie aber ein Jahr alt geworden, erhalten ſie eine ſchwarzbraune Farbe. Die Linſe, Eryvum Lens. Sie iſt eine in Deutſchland allgemein bekannte Sommer frucht; doch wird ſie nirgends auf dem Felde in großer AuUsdeh= nung, und in vielen Gegenden nur als Gartenfrucht gebaut. Ihre Samen ſind eine allgemein beliebte Speiſe, und enthalten unter allen Hülſenfrüchten die arößte Quantität der ſo nahr= haften thieriſc)- vegetabiliſchen Subſtanzz doch ſind ſie ſchwer zu verdauen, und werden deßhalb nicht häufig genoſſen, und baben auch keinen großen Abſaß. Sie können auch gemahlen, zu Brod, mit anderm Mehle vermiſcht, verbacken werden, Al- len Haugthieren ſind ſie ein ſehr gedeihliches Futter. Jhr Stroh iſt ſehr nahrhaft uud wird dem Heu gleich geſchäßt. Man hebt es gewöhnlich für die Kälber und Lämmer auf. Als eine kleinere niedere Pflanze giebt ſie jedoch einen beträchtlich geringern Ertrag an Stroh, als Erbſen und Wirken, und deßsz balb, und weil ſie ſehr empfindlich gegen das Untkrout iſt, wird ſie auch weniger cultivirt. Uebrigens haben die Linſen in den meiſten Gegenden Deutſchlands einen hoben Mäartkrpreis, und werden in den mir bekanuten Theilen des nördlichen Deutſch= lands immer ſo theuer bezahlt, als der Weizen, Oft ſtehen fie noch höher im Preiſe, Die Linſe gehört zu den älteſten cultivirten Feldgewächſen. Man baut hauptſächlich zwey Arten, die kleine gemeine, auch deutſche Feldlinſe, und die große, auch Pfennig2 linſe genannt, welche leßtere beträchtlich größere Samen, als die erſtere hat, ſich jedoch in der Faxbe nicht unierſcheidet, Zi nein dä eren reh>den rd IEE NE NR ne emm 942 Bau der Feldfrüchte, 4. Abſchn. April. (286) 5 leztere gehet in die erſtere über, wenn ſie mehrmals in ſchlechtem und magerm Boden cultivirt worden. Da die Linſen in Deutſchland in keiner großen Ausdehnung gebaut werden, und ſich ihr Anbau auch wahrſcheinlich nicht vermehren wird, ſo wollen wir ihrer Cultur in der möglichſten Kürze gedenken, Cultur der Linſen, Die Linſe kommt in einem leichtern Boden fort, als die Erbſe. Im thonigten Boden mißräth ſie häufig. Hält ſich der Boden mehr. feucht, ſo kommt ſie auch in einem trocknen Clima gut fort z; wird ſie jedoch in einem leichten, die Feuchtigkeit leicht verdunſtenden Boden gebaut, ſo muß es, wenn ſie ge: rathen ſoll, nicht an dem erforderlichen Niederſchlage der atmo» ſphäriſc] Rec mäßiger, ihn in beſondern Samenbeeten zu erzielen. Die allge: ge Linſen zb meine Meinung und Erfahrung ſpricht auch ſo ſebr dafür, daß, egenden 1 ſoviel mir bekannt iſt, der Kohl in Deutſchland nur auf dieſe 7„aufen Weiſe gebaut wird. 28;; imfen eint Der Kohl gehört übrigens unter diejenigen Gewächſe, wel: 4 Gina zbkenen Ort., läßt ſie luft2 trocken werden, bringt ſie bey beginnendem Froſt in den Keller, Und ſtellt ſie in trokenen. Sand aufrecht neben einander. In einem feuchten Keller bey einem nicht zu kalten Winter ſchoſſen zwar die Köpfe, und die äußeren Blätter faulenz dieß ſchadet jedoch nicht, ſobald nur das Herz des Kopfes, etwa von dem Umfange eines Huhneyes groß, gut bleibt. Im Frühjahre, ſo- bald man feine Fröſte mehr zu befürchten hat, werden dieſe Kopfe ins Land geſetzt. HAGE: Andere in Deutſchland gebräuchliche Methoden, den Kopf- Fohlſamen zu erziehen, ſind folgende: Man ſticht einige Wochen vor der Kopfkohlerndte, etwa ge- en Ende des Septembers, mehrere ſchöne Köpfe mit deim Meſ- er aus und bricht die untern Blätter ab. Sobald die Sonne den Schnitt abgetrocknet hat, beſtreicht man ihn mit Baum:- wachs 3; damit die Feuchtigkeit keine Fäulniß'verurſacht, Nach einigen Wochen ſind die Strünke wieder ausgeſchlagen, kraus Und voller Zweige, man zieht ſie auf und ſchlägt ſie im Garten ins Erdreich ein. Wenn die erſte Kälte eintritt, deckt man erſt etwas kurzen Pferdemiſt, nachher Stroh darüber. Sie erhalten ſich leicht. Im Frühjahr werden ſie verpflanzt, und man erhält viel Samen.; Oder man zieht die ſchönſten Köpfe aus, und nachdem ſie eiwas luftiro&en geworden ſind, bindet man ſie an den Wurzeln zuſammen und hängt ſie an einem nicht zu kalten/ jedoch tro>» nen Orte auf. Im Frühjahre bricht man die abgeſtorbenen Blätter alle ab, hauer die Wurzel weg und ſept die Köpfe in den Garten. Sind die Köpfe noen geworden, gräbt man ſie zwey Fuß von einander in das Land und deckt vier Zoll Erde darüber. Wenn Froſt kommt, Erzichtg ſo det man noch Stroh darüber, Sobald es warm wird, kom: ier di men die Herzen herausgeſchoſſen. Dieſe Methode iſt jedoch nur Syliue in einem ſehr warmen Clima und bey einer geſchüßten Lage ans WEN wendbar, indem ſonſt der Froſt die Köpfe ſo beſchädigen würde, Mh, 1 daß man auf ibre Schoſſen vergeblich warten würde, Die ſicherſte Methode unter dieſen angeführten iſt diejenige, welcher zuerſt, als der gemeinüblichſten, Erwähnung geſchehen iſt. Viel leichter iſt die Erziehung des Samens der Blatt- Syſt M kohlarten. Man verfährt dabey gewöhnlich folgendermaßen. um diy Man bricht im September von geſunden vollkommenen 3 enichn, Pflanzen die Herzen aus, bewahrt ſie den Winter hindurch im en ei Keller, im tro>enen Sande, wo ſie ſich ſebr gut erhalten, und amen, ſteckt ſie im Frühjahre in die Erde, wo ſie fich ſehr bald ein- nau wurzeln, in die Höbe ſchoſſen und vielen Samen tragen. An- ſtatt der Herzen bewahrt man auch, was viel ſicherer iſt, ganze 1.O7ps Pflanzen bis zum künftigen Frühjahre im Keller. Viele ſte>en devot die Herzen auch gleich im Herbſt in die Erde, Sie ſchlagen 1Fa090) alsbald Wurzeln aus und erfrieren nicht ſo leicht, weil ſie nie: 1990) drig ſteben. Aus Vorſorge, um das Erfrieren zu verhüten, be- 050) det man die gede>ten Herzen beym Eintritt des Froſtes mit 1 1 Baumlaub, oder Stroh. 5090 IN Zum Samenbeete wählt man im Garten ein gegen Winde nE) geſchüßtes Pläßchen, welches aber der Einwirkung der Sonne ier(My vſffen iſt, mit einem, reichen, aber nicht zu leichten, ſondern etz 06(hal was gebundenen, aber lo>ern Boden. Dieſes dünge man vor 1.000 Winter, überwerfe den Miſt flac) mit Erde, und grabe es im via Frühjahre, wenn der Boden erforderlich abgetro>net iſt, gehörig 49) um. Zum Düngen wählt man am liebſten einen gehörig zer- EEN gangenen Rindviehmiſt."Den mehr treibenden Schaf- und Pferdemiſt wenden Viele nicht gern an, weil dieſe Düngerarten „den Amm die Samenträger zu ſebr ins Kraut treiben, die dann weniger u und minder vollkommenen Samen anſeten ſollen. M Wenn man von mehrern Kohlarten Samen erziebet, ſo muß Eden m man es vermeiden, die Samenträger, welche zu gleicher Zeit WE blühen, neben einander zu pflanzen, weil durch die Vermengung 1100 M des Blüihenſtaubes verſchiedener Arten eine Augartung erfolgt. nd Allein ſelbſt durch eine beträchtliche Entfernung der Kohlarten 1 0 von einander, ſie mag ſo groß ſeyn, als ſie nur immer ein im Om Garten geſtattet, wird die Augsartung nicht verbindert; denn tt mm wenn auch dadurch eine Vermengung des Blüthenſtaubes durch ie em Thau und Winde verhindert wird, ſo erfolgt dieſe doch durch man| Inſecten, beſonders die Bienen, welche zur Zeit der Kobl- 4 lüthe noch wenig andere Nahrung haben, von einer blühenden nagen" Pflanze zur andern fliegen, und den Blüthenſtaub von einer en Durzel| Pflanze auf die andere tragen, edoc imm, Der Herr Verfaſſer der Beſchreibung der Kohlarten und geſtorben ihrer Cultur im Landwirth Band 1, Heft 3, ſchlägt, um die ie Spe) Augartung des Kohls zu verhindern, folgendes Verfahren vor, pant ein welches allgemein anzuempfehlen iſt:„Da der Kohlſamen fünf inen 699) Jahre zum Säen tauglich iſt, ſo wähle man von den verſchiede- | nen Kohlſorten einige der tauglichſten für ſeine Wirthſchaft, | IV. 19 une. meer eee eee Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchy.; Kpril:. (2805-5; erziehe von. einer, Art den. Samen auf 4 Jahre, das Folgende Jahr von einer andern Sorte auf dieſelbe Zeit, und das dritte und vierte Jahr abermals ſo. Dann fange man wieder von vorn an, wv das Uebel der Ausartung gehoben ſeyn wird, ins dem jedes Jahr nur eine Gattung blüht, und alſo keine Ver- miſchung des Blüthenſtauvbes Statt finden kann. Doch nicht allein einzelne Gutsveſiter müſſen dieſe Methode vornehmen, ſondern ganze Gemeinden. E38. müſſen in jedem Doxfe ein ge- wiſſer Garten zum Samenbau erpxrichtet und dem Schullehrer zur Aufficht übergeben werden. Der Schullehrer würde die Gemeinde mit Samen. verſehen, die Nachbarn ſind aber alsdann verpflichtet jährlich einen Tribut an Gemäie zu Erreichung jenes Zwaas an den Schullehrer abzuliefern. Vom Fe!dkohl(Pras- Sica campestris rapa und Napus) hat man feine Vermiſchung u befürchten. Dieſer blühet gewöhnlich früher, und wenn zur lüthenzeit der“Kohlarten im Garten einige Blümchen am Naps ſichtbar wären, ſo ſtehen ſie zu weit entfernt, und bis die Bie2 nen in den Garten zurück kommen, haven ſie ihre Rüſſel ſchon zehnmal wieder in andere Blumenkelche gejte>t und den Begats tungsſtaub des Raps wieder abgewiſcht,“ Die Samenträger der Winterkohlarten dürfen nicht im Kele- ler aufbewahrt werden, ſondern man läßt dieſelben den zweyten Winter hindurch auf dem Felde, hebt ſie im Frühjahr aus, und verſetzt ſie ins Samenbeet. Die Zeit der Auspflanzung der Samenträger. der Sommer- kohlarten darf nicht eher erfolgen/ bis man vor Fröſten ſicher zu ſeyn glaubt, Gewöhnlich erfolgt das Auspflanzen in der lepten Hälfte des May. Man mog nun entweder ganze Pflan« en, oder nur die Herzen der Blattkoblarten auspflanzen, ſo dat man darauf zu ſehen, daß ſie gehörig in die Erde geſeßt werden, und nicht zu dicht neven' einander ſtehen, damit ſie Platz haben, ſich mit ihren GSeitenäſten gehörig augzubreiten. Man-nimmt für jeden Samenträger als erforderlichen Raum zur gehörigen Ausbildung 13 bis 2 Quadratfuß an. Stehen ſie enger, ſs hindern ſie einander am Wachsthum, und man ge: winnt dann weniger und minder vollkommenen Samen. Wegen der während der Vegetation erforderlichen Behandlung muß die Pflanzung in nicht zu breiten Beeten erfolgen. Während der Vegetationsperiode muß man den Boden von allem Unkraut rein erhalten und ihn, ſobald er ſich zu ſchließen und hart zu werden anfängt, mit der Handhaue lo>ern und die Pflanzen ein oder auch zweymal behäufeln. Da die Pflanzen gewöhnlich ſehr fett und mit ſtarkem Laube emporwachſen, ſo ſind ſie bey ſtarkem Regen und nach erfolgtem Schotenanſatz dem Umlegen und Um- brechen ſehr unterworfen, und um dieß zu verhindern, ſtängelt man ſie.:„3: Das Stängeln geſchieht entweder in der Art, daß man je- der einzelnen Pflanze einen ſie haltenden Ste>en- giebt, oder man macht gewöhnlich ein Geländer um jedes Samenbeet, an welches ſich die Pflanzen anlehnen können. Wenn. die Beete zu breit ſind, und ſich die Pflanzen nach einer Seite legen, ſo kommen ſie zu ſebr auf einen Haufen, und ein großer Theil der Schoten erſtik:. Man ſollte. ſich daher die Mühe nicht verdrießen laſſen, jeder Pflanze ihren eigenen Stängel zu geben. | u B 179-1 han b)/ Ih LLE wirt? 3 1 ie bel 4) tangas| je beſo) Unbontun es fü (180 188! ufbew. Äh ver 6 950) 6 | Lily; | | neh 1 40 100 0 enig 74 be An Aah 7| ehen Epl ien hi (wre Su IEM JEN 1v "dee Gain a TS TE TIEIN Anbau der Feldgewächſe. Der Kohl. 247 das folpn>.(291) 1 Das his Die Reifung des Samens erfolgt im Auguſt, Da nicht alle wiede Schoten zugleich reif werden, und man eine allgemeine Reife "wid; nicht abwarten darf, wenn man den frühern, gewöhnlich beſ- 0 Feine dy ſern Samen nicht verlieren will, ſo ſchneidet man dann, wenn Dol 11 der größte Theil der Schoten reif iſt, den ganzen Stängel ab, vorn ſtreift entweder die Schoten davon und läßt ſie an einem luft- Dorfe en tro>nen Orte auf einem ausgeſpannten Tuche nachreifen, oder Schult) man hängt auch wohl die ganzen Samenſtängel an einem lufts tronen Orte 4 bis 6 Wochen lang auf, um das Nachreifen zu aber zit bewirten. Viele halten dieſe letztere Art aus dem Grunde für eichung aj die beſte, weil die Samen noc< alle övlichte Theile aus dem Vfobl(u Stängel anziehen, und um ſo vollkommener werden. Manche, Veriniſy die beſondere Aufmertſamkeit auf die Erziehung des Kohlſamens HAW verwenden, ſchneiden auch die einzelnen reifenden Schoten be- hen aw ſonders aus, Der Zeitpunct der Reife des Kohlſamens findet bjs die H dann Statt, wenn die Schoten anfangen weiß zu werden. Rüſſel". Das Autbringen der Samen geſchieht entweder, indem mat EE mit einem Steen die tro>nen Stängel über, einem ausgebreite- AU ten Tuche ausklopft, oder indem man die Schoten mit der Hand reibt. Beym Ausklopfen mit dem Stecken bleiben viele x Würd 04"| unvolikommene Samen in den Schoten zurück, und man hält ras u es für beſſer, um vollfommenen Samen zu gewinnen. M: Der Same wird in kleinen Säckchen an lufttro>nen und E00 vor Mäuſen geſchüßten Orten in ſeiner Spreu, oder gereinigt GE 40 aufbewahrt.»Er erbält ſich bey einer ſorgfältigen Aufbewahrung NO Über 6 Jahre keimfähig. nzen im Viele halten den Samen der Herzſtängel für den beſten und jane Vf glauben, daß er weniger Schälke treibe. Sie ſammeln ihn das pflanzen,| ber beſonders und verkaufen entweder den von den Nebenzweis- : Erde(ih) gen, oder benutzen ihn zu Oel. 1, dam! In manchen Gegenden wird der Samenbau des Kohls, des autumn. Handels wegen, in größerer Ausdebhnung betrieben, und er i lichen Ju dann ein nicht unwichtiger Gegenſtand der Einnahme, indem an, Ett von einer guten Kohlart oft das Pfund mit 2 Thlr,- und und wan) darüber bezahlt wird. Des eigenen Bedarfs wegen, kann man nen, Dyt von einem mäßigen Gartenbeete eine ſo große Menge Samen ung mu erziehen, daß mit den davon gewonnenen Pflanzen„mehrere Wahrend Morgen bepflanzt werden können. Da ſich der Same Übrigens Untraut mehrere Jahre keimfähig erhält, ſo iſt es immer beſſer, etwas irt zumin mehr zu erziehen, als man braucht, und" einigen Vorrath von 13m eint einem Jahre zum andern aufzubewahren, indem der Kohlſame lich| nicht alle Jahre ſicher geräth. fg Erziehung der Kohlpflanzen. ern, fw Da der Kohl gewöhnlich verpflanzt wird, und das Ver- pflanzen auch, wie früher angeführt worden iſt, am zwe>mä- daß mm ßigſten iſt, ſo kommt es bey der Kohlcultur hauptſächlich) auf giebt, 0" zeitige und geſunde Pflanzen an. nenbert, 9 Man wählt zum Pflanzenbeete einen nicht zu ſchweren, aber die Mw!| auch nicht zu leichten, lo>ern und weichen Boden, der nicht zu 6 leh! feucht, aber au< nicht zu trocken iſt, in einer vor rauhen Winz roßer MW) den möglichſt geſchüpten Lage.. Mühe 1 Schon im Herbſt muß das Pflanzenbeet mit dem Spaten ol zu gil" Umgegraben werden 3 man macht, es, aber M klay, ebnet es 248 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn, April. 202 “< 7 dem Spaten etwas und läßt es ſo den Winter hindurch liegen. In mehrern Gegenden iſt es gebräuchlich, die Pflanzenbeete zu düngen. Man wählt dazu gehörig gefaulten Rindviehmiſt. den man im Herbſt aufbringt und entweder gleich untergräbt, oder man läßt ihn den Winter hindurch ausgebreitet liegen, und bringt ihn erſt im Frühjahre unter. Schaf: und Pferdemiſt hält man, als zu ſtark treibend, für nachtheilig und eben ſv, went man erſt im Frübjahre düngt. Manche übergießen auch im 3 Herbſt das Pflanzenbeet mit Jauche. Sehr Viele tadeln das + Düngen zu den Kohlpflanzen, indem die Pflanzen dadurch zu Üppig treiben, mehr ſchwächlich werden, den Unfallen beym Ver- pflanzen mehr unterworfen ſind, und überhaupt im Felde, wo der Boden mit weniger Dünger- und Humugstheilen durchmengt iſt, als in den Pflanzenbeeten, in ihrer Triebkraft zu ſehr un- terbrochen werden, und weniger ſtarke und unvollkommene Pflan- zen ausbilden, Sie wählen daher zu den Pflanzenbeeten am liebſten alte Grasnarbe, dtlingen aber nicht friſch. Jm Grasboden gedeihen die Pflanzen nach der allgemeinen Erfahrung ſehr gut, leiden weniger vom Unkraut,. und ſollen auch von den Erdflö- hen mehr verſchont bleiben. In Sachſen, Schleſien und in ei- nem großen Theile Thüringens iſt man größtentheils darüber einverſtanden, daß zu den Kohlpflanzen nicht gedüngt werden darf. Daß dieß beſſer ſey, indem die Pflanzen dann, wenn ſie auf den gedüngten A>ker ins Feld kommen, um ſo kräftiger wachſen, iſt außer Zweifel; doc möchte es in vielen Fällen ſchwierig ſeyn, alljährlich Naſenland zu den Pflanzenbeeten in einer erforderlich geſchübten Lage wählen zu können 3; vielmehr iſt man in vielen Wirthſchaften genöthiget, die Pflanzenbeete alljährlich an demſelben Orte anzulegen., wo es dann allerdings nothwendig iſt, den Boden von Zeit zu Zeit zu düngen, wenn er nicht endlich erſchöpft werden ſoll. Unter dieſen Umſtänden würde das in der Umgegend von Dregsden gebräuchliche Verfah- xen zu empfehlen ſeyn. Man düngt nämlich dann, wenn die Pflanzen das Pflanzenbeet geräumt haben, und benußtt die fri- ſche Düngung zu andern Gewächſen. Dieß geſchieht entweder alljährlich oder um das andere Jahr, und die Kohlpflanzen I LSD dann zwar in kräftiges Land, doch nicht in friſchen M Unger.* Das im Herbſt umgegrabene Land braucht, wenn es nicht zu ſehr mit Unkraut angefüllt iſt, nicht mehr im Frühjahre ume gegraben zu werden z denn die Pflanzen lieben einen mehr lo- EE S Fern und mürben, als einen zu pulverigen Boden. Bey, dem I Wu gabolfen Graben im Frühjahre wird aber der Boden ſehr 2. pulverig, TN Die Saat des Kohlſamens erfolgt ſo zeitig im Frühjahre, als die Abtro>nung des Bodens und die Fröſte es nur immer 3 geſtatten. In warmen Ländern oft ſchon Ende Februars, ae N wöhnlich aber im Laufe des Monats März. Die zeitige Saat : bat den Vorzug, daß ſie nicht nur frühere Pflanzen zum Ver- |: pflanzen liefert, was bey der Kohlcultur von großer Wichtigkeit 2 iſt, ſondern ſie iſt auch dem Erdfloh, der ſich erſt dann findet, wenn er den Pflanzen nicht mehr viel anhaben kann, weniger ausgeſebt. Um mit Sicherheit auf Pflanzen rechnen zu können, H Die Wd Gde waar 2 hen ine zu m treib 0 eijen 7009) Mul| vd u Kopf u1um wird(i1M1 Gj 14190 itmmig 880 enfant verden JIhp henna Ae WO 1 Au hmm NWflonzeß m hen, Mn ſämmi/iG erſchieugg 1 fog, Ii! anche(I8y Webung 144 Imt hs tihter, 4 4 Vielyfs buten 1h4E 6 fetten pes dr Dub E je R 7 MMR T-: Cm nN TW vn 4 pftehlt| ſeten, 1% Init der Ihe hm; mi Femig wee ganeen en Wetter, ſo zieht ſich die Made 18 den En)j der Küblung nach und geht in die Wurzel 3 hier entſteht ein ſſs) und in Kopf und man ſagt: das Kraut hat den Knollen. Die Pflanze Jets ils dard wird blau und verdirbt. Dieſem Uebel wird durch das dünne 434 nat wert Säen vorgebeugt 3; auh werden Pflanzen, welche einfach. ſtehen, 1104, wenn| ſtämmiger und ſchöner.“ Uebrigens iſt vor einer zu dünnen Saat mnie fräftig ebenfalls zu warnen, weil die Pflanzen dann zu niederſtämmig jielen Fäl! werden, dergleichen niederſtämmige Pflanzen geben nach der all- FFlzenbetn! gemeinen Erfahrung nicht nur unvollfommene Pflanzen, ſondern wein; viel) ſie wurzeln ſich auch nach vem Verpflanzen ſchwerer ein. ZEV flanzenbi! Auf eine gleichmäßige Saat kommt ſehr viel an. Wenn die Din allerdin! Pflanzen an einer Stelle zu dicht, an der andern zu dünn ſtea ingen, WW hen, ſo werden ſie zu dünnuſtänglig oder zu ſtark und nieder- 3 In Umſtn)! ſtämmig. Dieß giebt auf dem Felde ungleiche Gewächſe, weiche mms liche Bitft! verſchieden behandelt werden möchten, und vermindert den Er- +0, win! trag. Um eine gleichmäßige Saat zu erlangen, bedienen ſich emußt die!) manche eines blechernen Löffels mit kleinen Löchern. Wer durch ebt enn Uebung nicht den rechten Griff beym Säen des Kohlſamens er« == eSoblyfan langt hat, der ſäe der gleichmäßigen Saat wegen lieber etwas jezt in fü) dichter, und verdünne dann die zu dicht ſtehenden Pflanzen. | Viele ha>en den ausgeſtreuten Samen flach unter 3; Andere „wenn eu barken ihn mit dem Rechen ein. Nod) Andere laſſen den ausges zepeübjahe 1 ſtreueten Samen obenauf liegen, und klopfen ihn dann, wenn men wn der Boden abgetro&>net iſt, mit einem Bret ein. In jedem , ZM Falle iſt es ſchr zweckmäßig, nachdem der Same ausgeſtreut m Dv 0] iſt, den Boden des Pflanzenbeetes durch Klopfen oder Treten - 04 etwas feſt zu machen, weil Froſt, Nebel und andere nachtheilige = Früh Einwirkungen in einem feſten Boden weniger eindringen können. =58 nur| Auf naßkaltem Boden empfehlen Viele Tauben- oder Hüh»- = brua, 7 nermiſt mit dem Samen zugleich unterzubringen. Sonſt em- = zeitige< pfiehlt man auch zur Abhaltung der Erdflöhe und anderer In- zn zum 3 ſecten, das Ausſtreuen von Ruß, Gyps und alter Gerberlohe iS! Wich mit der Saat zugleich. Wo man das Pflanzenbeet noc< nach- = dan 0] her benußen will, wenn die 108 wegkommen, ſäen Viele Sn, weng mit dem Kohblſamen zugleich Möhren odex andere Samen aus ii: zu(im) mR NE tÜÜDÜHOeReEeReGweOewwenuewweereene eds Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn, April. (294) und dieſe Gewächſe gedeihen nach Verpflanzung des Kohls ſehr wohl. Nach der Saat bedeXt man das Pflanzenbeet mit Stroh, legt zu deſſen Feſthaltung einige Stangen darüber und begießt bey trocknen, ſcharfen Winden das Pflanzenbeet öfters. Wenn jedoch der Same aufzugehen beginnt, ſo muß man das Stroh bhinwegnehmen, und man det nunmehr Reiſer, am beſten Tonnenreiſer, darüber, um die Pflänzt ſind, unterſcheivben. 0 Nys Dieſe verſchiedenen Varietäten, von denen nach Einigen die 41 das iw ſchon ſeit lange in Gärten gebaute Beta vulgaris. von rother Wel" Farbe, von Andern die Beta cicla oder die weiße Runkelrüde HM Ww die Stammmutter ſeyn ſoll, mögen wohl von einer Baſtardi2 Undy rung beider Arten abſtammen, 20 Sie gehören unter die zweyjährigen Gewächſe, welche im -SHLUEN erſten Jahre ihre Wurzeln augbilden, im zweyten Jahre aber guf FEN Unkoſten der 2:57,08 Samen treiben.' Malih. Die Runkelrüben werden ſowoh! zur meaſchlichen Nohrung, KI als Salat in Eſſig eingemacht, hauvtſächlich aber zu Viehfutz Mor den(% ter gebaut. Da ſie unter ailen deutſchen Pflanzen den meiſten -4 auf eint Zuckerſtoff, enthalten, ſo werden ſie auch zur Fabricativn des = Sbildungiy Syrups und Zu>kers angebaut. m flegen Nh Als Futtergewächs werden ſie ihrer ſüßen, den Thieren ZE wiſchen by ſehr angenehmen und zuträglichen Fütterung wegen, welche die DS und wn Wurzeln, ſo wie die Blätter, deren ſie eine beträchtliche Menge, Mauch, H und wenn ſie abgeblattet werden, wiederholt treiven, in vielen '61 Mittel 3 Gegenden ſehr geſchätbt. Da übrigens ihr Ertra3 an Futter nn die eini ſebr beträchtlich iſt, ihre Cultur nicht ſchwierig iſt, auch die 108 zuſammen Pflanzen von Jüaſecten und Würmern nicht leiden, ſy verdienen )„det mat ſie als Futtergewächs eine allgemeine Aufmerkſamkeit. Wäre » bizen Lagey die Aufbewabrung ihrer Wurzeln im Winter nicht ſehr ſchwie. Fätnander a) rig, indem ſie vom Froſt zerſtört werden, und in zu warmen I Hen vor de! Kellern leicht faulen, ſo würden ſie zu den ausgezeichnetſten (S'Ctäbe, un Futtergewächſen zu rechnen ſeyn... Ruh halten ſie ſich nicht f 3:0 lang un) lange im Frühjahre 3; denn ſobald ſich der neue Trieb zeigt, was SE faſſung ds im Febrxar, und wenn der Januar warm iſt, oft ſchon in dies CI Lagen| ſem Monate erfolgt, ſo ändert ſich ihre Grundmiſchung, der 5 zen Röhm Zucerſtoff geht in Schleimzuc>er über, verliert ſich am Ende gänzlich, und ſie taugen dann weder zur Zuerfabrication, Std der noch zu Viehfutter, noch ſonſt einem andern Zehuf. Die Friſt drs für ſeht des Verbrauches ihrer Wurzeln erſtre>t ſic) daher nur auf den November, Deceraber und den Januar. Ihre Blätter find das << t, 0 gegen im Herbſt, zu einer Zeit, wo Mangel an grüner Füttes- Zz die Ma rung eintritt, ein ſehr erwünſchtes Futter für das NMilchvieb. =S den zu im Außerdem werden auch noh die Runkelrüben als Kaffeeſure 5 ſo vil rogat und zum Branntweinbrennen benutßt. Unter allen Kaf= ==> viele Fu feeſurrogaten ſind ſie wohl, wenigſtens unter den Landleuten, das Ide weng! augsgebreitetſie. 1 Yin Nach Einhof enthält ihre Wurzel <<, Jehan an wäßrigen Beſtandtheilen«+-- 865 -- zu kriger Materie 7 7 Ä 5 10 2 213 ED 2007.....». 9 F ZU Sie ſtehen demnach an Nahrhaftigkeit, ſo wie im Geſchma- &e, den Möhren und Paſtinaken nach; dafür iſt aber auch ihre Cultur weniger mühſam, leichter im Großen auszuführen, und ſie geben einen ziemlich ſichern und großen Ertrag. Die in Deutſchland im Feldbau vorkommenden Spielarten der Runkelrübe ſind folgende: - die ſich!! - oval, 0 = 103 KARREE dungen nnn eee renn IE: Gann ag tr R. 8 MD = E eg ESEL nE Zr ZIE SEA Zain 23 252 ..„ Bau dev Feldfrüchte. 4. Abſchn, April. (296) 1) Die weiße Runkelrübe, mit weißer Wurzel, hell: und glänzendgrünen Blättern, welche weiße ſtarke Rippen und Adern haben, Die Wurzel hat eine weiße Schale, auch das Fleiſch iſt im Ganzen weiß; nur zeigen ſich bey einer Spielart blaßröthliche Streifen oder Ringe darin; dieſe ſind zuweilen ſo blaß, daß ſie kaum merklich ſind. Auch findet man ſie mit hochgrünen Blättern, welche weißgrüne Nerven haben. Man findet ſie von verſchiedener Form, größer und kleiner, und mit ihren Wurzeln mehr in oder über der Erde. 2) Die gelbe Runkelrübe hat eine runde kopfförmige Wurzel, mit einer dunkeln citronengeiben Schale. Inwendig findet man beym Zerſchneiden abwechſelnde weiße und gelbe Rin- ge und das Tnnerſtie oder der Kern iſt gelb. Die Blätter ſind grün, aber die Rippen derſelben gelbgrün oder grüngelblich. 3) Die roſenrothe oder incarnatrothe Runkel: rübe mit ganz weißem Fleiſch. Bey der Würzel zeigt ſich nur von der Schale einwärts ein 3 Zoll Jncarnatröthe, das Übrige Fleiſch iſt weiß, jedoch ſo, daß weiße und etwas dunklere Ringe abwechſeln. Sie gebört zu den ſaftigſten und ſüßeſten und hat ein zartes Fleiſch, wird auch verbältnißmäßig ſehr groß an Maſſe, Sie hat ein hellgrünes Laub mit blaſſen weißgrün: lichen Nerven; 4) Die roſenrothe oder incarnatrotbe Runkels rübe hat eine ſchönrothe helle Schale. Das Fleiſch iſt mehr Dbder weniger weiß und hat ſtarke incarnatrothe Ninge und eben einen ſolchen innern Kern, Die Blätter ſind hell grasgrün, mit etwas hellrothen Nerven.| 5) Die hochrothe Nunkelrübe, Jhre Geſtalt iſt faſt wie ein großer Apfel, ihre Farbe mehr oder weniger dunkelpur- purroth. Sie treibt viele auf ſtarten ſaftigen Stielen ſtehende ey: runde, glatte, ein wenig rundliche oder gefaltete Blätter, deren Farbe gemeiniglich braun iſt, oder dunkelröthlich mit purpurro« then Rippen und Adern. Man hat von ihr mehrere Spielar: ten, die ſich durch eine hellere Farbe des Fleiſches und der Ringe, durch dunkelrothe, ſtarkgrüne, oder bronzgrüne Blätter unterſcheiden.; Außer dieſen angeführten Spielarten giebt es noch mehrere, welche zwiſchen ihnen in der Mitte ſtehn, und bald von jener, bald von dieſer Art mehr gemein haben. Auch findet man bin und wieder eine Runkelrübe mit gelblichgrüner Wurzel. Nach der allgemeinen Erfahrung werden die bleichrothen Arten. unter gleichen Umſtänden am größten und geben das meiſte Product, weßhalb ſie auch zu Viehfutter am hſufigſten gebaut werden. Man unterſcheidet von ihnen wieder baupiſäch- lich zwey Arten, wovon die eine mit ihrer Rübe ganz in der Erde bleibt, die andere aber die Neigung hat, aus dem Boden heraus zu wachſen.: Alle röthliche Arten ſind ſaftiger, aber weniger conſiſtent, en weniger Zuckerſtoff, und ſind gegen den Froſt em» pfindlicher. Die weißen und gelben Runkelrüben, ſo wie auch die grü- nen, und die mit rother Shale und weißem Fleiſch, haben zwar vor den rothen den Vorzug, daß ſie zur Zucker« und Syrupfa- brication, ſo wie auch zum Branntweinbreunen tauglicher, daß eien gr- | 91 XI Aufi Nan Da em Ian je StE 1 NietDd! nier diE 0 jefige 4 0, 2187 wohn!| uv ſ<1 1 en ſch MoH berzie in uch ny erden Om y den zuu 1 ze ſieh Un füher Gf: und mi/96 heit AMY [6 der Uf! WINNIE jW BE RUH ober zu ith allein 49944! Untrautiänh Nachtheigd macht 61% eriode Hs le ſich chin“ Im 113 eee Ze ethode ey erpen ff 0 ns m, vs ue weten WW 4] an hey JZ Lich volifeer In Hee 33 JUNE ; M 7 Wehen x0 zerfällt QA n m, 057] EEE Run a SS SE pril, Anbau der Feldgewächſe. Die Runfelrübe, 253 +(297) fie conſiſtenter und gegen den Froſt etwas härter ſind 3 in Be« tracht zum WEPNſEFENHen Gebrauch wiegen ſie aber doch durch DAN EN ie 4 Rippen" Bine bn 0 GIT LRS die größere Maſſe nicht auf, die jene röthlichen 7.6 ve rten geben. En Ad In der Art und Weiſe der Cultur kommen alle Arten der ba»"0 Runtkelrüben völlig mit einander überein.,; Fane, Man kann ſie auf dreyerley Weiſe anbauen: entweder, ins „u dem man ſie breitwürfig ſäet, oder indem man die Samen auf Be die Stelle, wo ſie bleiben ſollen, in Reihen legt, oder indem e gelo>ert A und ſiſch werden, und dabey iſt es nicht zu verhindern, daß viele von ig ſehr 4 den zarten Runkelrübenpflanzen Schaden leiden, Die Pflano AU weiß) zen ſtehen bey der nicht zu bewirkenden Gleichheit der breitwüro figen Saat an einer Stelle zu dünn, an der andern zu dicht, 3 Runke, und müſſen daher verzogen werden. Durch alles dieß wird viel 6 ſh iſt m) Arbeit verurſacht, man braucht beträchtlich an Samen mehr, Me und ebi als der Beſtand von Pflanzen erfordert, und die Pflanzen in ihrer Nydearün, 1 Vegetation ſehr gehindert, bilden weder große Wurzeln, noch n viel Blätter. Dieſe Culturart verdient alſo keine Beachtung. Ziſtalt iſt) Beſſer iſt zwar die Methode, die Samen in Reihen zu legen, Er dunfehn pder zu ſte>en, wovon wir im folgenden Monat ſprechen werden z ww| ſtehende allein auch dieſe Methode iſt nur auf warmem, mürbem und von Slätter, din Unkraut reinem Boden zu empfehlen. Sie hat beſonders den GAUS 7achtheil, daß die Saat, der Fröſte wegen, nicht zeitig genug Eg ere Gli gemacht werden kann, und alſo die Pflanzen auf eine kürzere ws Nes und Periode hinſichtlich ihrer Ausbildung hingewieſen ſind, wobey er ün Bli ſie ſich oft nicht vollkommen ausbilden können.: Am beſten iſt unſtreitig die Erziehung der Pflanzen in Pflatn- aw 10 mh zenbeeten und ihr Ueberſezen ins Feld. Beſonders hat dieſe [d von jitt) Methode den Vortheil: daß man durch zeitige Erziehung der det man hi Pflanzen, dieſelben in einem bereits ſo ausgebildeten Zuſtande En zel, ſchon ins Feld bringen kann, wenn erſt die Samen gelegt wer» mE blei den, daß ſie einen großen Vorſprung behalten, daher eine läu- = d gebn 08 gere Periode zu ihrer Ausbildung haben und mithin vollkomm- we 1 fui ner werden. Man iſt auch allgemein darüber einverſtanden, daß mer er hap man bey der Erziehung der Pflanzen in Pflanzenbeeten gewöhn» = an m) lich vollkommnere Früchte erndtet.| Uebrigens gilt auch hier SZ, dem WW)+ in dieſer Beziehung alles das, was über die Vortheile des Ver- pflanzens-beym Kohl geſagt worden iſt.;;; Der conf Da die Runkelrübe eine zweyjäbrige Pflanze iſt, diE erſt int n Fro zweyten Jahre aus ihrer Wurzel den Samenſtängel treibt, ſo genf SER R Vorſtehendem die Cultur der Runkeb ZE dif] i 8 Sud die zw xüben, wie die de ob18, 1) in die Samenerziehung,: 2) in die Erziehung der Pflanzen itt Pflanzenbeeten, und 3) ia die Cultur auf dem Felde, und zwar 5, haben 1 jmd Syrup uglichet/ h) mama<= Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. 998; a) in das Steck>en oder Legen des Samens auf dert Plate, wo die Pflanzen ſtehen bleiben ſöllen, wovon in folgen» „dem Monat gehandelt werden wird, und; b) in das Verpflanzen der Pflanzen. Hier in dieſem Monat wollen wir die Samenerziehung und un SS E21001Mg der Pflanzen“ in beſondern Pflanzenbeeten abs» andeln, Erziehung des Samens der Runkelrüben, Zu Samenträgern wählt man ſchon im Herbſt die ſchönſten Runkelrüben aus:, und verwahrt ſie an einem trocknen vor dem Froſt geſchübten Orte bis zum künftigen Frühjahr auf. Zum Samenbeet erwählt man einen vor rauhen Winden geſchübten Platz mit einem kraftvollen, nicht zu ſchweren und nicht zu naſs ſen Boden. Whiſiling führt in ſeiner ökonomiſchen Pflan» Ze Theil 1. S. 133. an: daß der Plat, wo man die Runs elrüben zu Samen pflanzt, die Morgenſonne nur bis etwa um 11 Uhr haben dürfe. Die Samenträger werden im Frühjahre, wenn keine Fröſte mehr zu befürchten- ſind, 2 Fuß weit von eins ander gepflanzt, Übrigens aber eben ſo behandelt, wie bey dex Samenerziehung ves Kohis geſagt worden iſt. Um das Augar2 ten und Baſtardiren, der verſchiedenen Arten durch den Blüthens2 ſtaub zu verhindern, muß man entweder die Samenträger der verſchiedenen Arten in einer genugſamen Entfernung von einan-= der bringen, oder in einem Jahre nur den Samen einer Art erziehen. Bie Blüthe kommt im Juny oder July und die Sa- men reifen im Auguſt und September, aber nicht auf einmalz daher man die Samenerndte entweder dann, wenn der größte Theil reif iſt, oder in verſchiedenen Zwiſchenräumen vornehmen muß. Die Samen bleiben bey einer guten Aufbewahrung bis zum 4. Jahre keimfähig. Erziehung der Nunkelrübenpflanzen. Es iſt bey der Runkehrübencultur eine Hauptſache daß ſie ſv. zeitig als möglich in einem gewiſſen Grade der Ausbildung, und dann in die volle Vegetation treten, wenn dieſe durch Fröſte und kalte Witterung auf dem Felde nicht mehr gehindert wird. Ein Unterſchied von 14 Tagen bis 3 Wochen ſpäter hat in dieſer Hinſicht oft einen ſo großen Einfluß, daß er den Exre- trag der Runkelrüben um+x oder die Hälfse vermindert. Bey der Empfindlichfeit der Runkelrüben gegen den Froſt iſt es das ſicherſte Mittel, um ſie ſo zeitig als möglich in die Vegetation auf dem Felde zu bringen, ſie in beſondere Pflanzenbeete, wo ſie gegen die rauhe Witterung weit beſſer geſchüßt werden kön- nen, ſv zeitig zu ſäen, daß ſie dann, wenn die Vegetation auf dem Felde nicht mehr gehindert wird, verpflanzt werden können. Zu dieſem Ende pflegt man den Samen ſchon im Spätherbſt in ein wohl zubereitetes, gedüngtes, und in erforderlichen Schuß gelegenes Gartenbeet zu ſäen, ſo daß er bey der niedrigen Tem- peratur des Winters gleichſam nur ſchlafend in der Erde liegt, und dann bey der erſten warmen Witterung im Frühjahre keimt z allein der geringe Vorſprung, den dieſe Pflanzen im günſtigſten Falle erhalten, exſest die Gefahren nicht, denen die Samen in per(0 ſ; porgelod mim |"e hewis"EE| Wurptgen EEN| mogen N|) "3 WW fe, M Whthunbg 1 hen Fel Jey em 1 Wlanzertan| ven ſOMbh) 7 Jey eins Uw Yflanzel big) göthige 030; ihre Ve him| mithin 1840 In fsi 190720) hm, 16 fanzen! 9 nd Rt) ws| Gefaht VASE Erich 185. fecten, A fob! ah Sie | gen)? 1 Deu (toßen 3 (EN pr];. pril,"Anbau der Feldgewächſe. Die Möhre. 255 uf den 9;(299) vonn 0. der Erde von Mäuſen und JInſecten ausgeſehbt, und denen die ih durch oft ſtattfindende außergewöhnliche Wärme im Februar herz vorgelockten Keime bey nachheriger eintretender Kälte unterwor»2 | fen find.: erziehung) Einige ſäen auch den Samen in ſogenannte kalte Miſtbeete nzenbeetn bereits im Anfange oder in der Mitte des Märzz„allein auch hiergegen läßt ſich einwenden, daß die in dergleichen Miſtbeeten erzogenen ſehr zärtlichen Pflanzen den im freyen Felde Statt fins f„ erüben, denden nachtheiligen Begegniſſen weniger widerſtehen können 3 ſt die ſchl) daß ſie, von Jugend auf, an einen großen Grad von Bodenz- Ennen vor) reichthum gewöhnt, in den meiſten Fällen, in vem weniger rei- hr auf,% ſcheinen rden fön jedoch mehr von Cultur und Boden herzurühren, als in der Art e>pätherhf begründet zu ſeyn. In den Gärten erbaut man noch mehrere lichen S0) Arten, die uuter verſchiedenen Benennungen bekannt ſind. [„drigen Ta„Sie ſind zwar an Geſchma> ſüßer und feiner, als die Felds v. Erde lit) möhren, eignen ſich aber zur Feldcultur nicht, weil fie keine -viahr? felt) großen Wurzeln bilden, Uebrigens räth man es allgemein an; en günſtig „€ Samt N*) S. Encyklopäd. Bd, I, S, 65, Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April, (300) ur Cultur der Möhren auf dem Felde Samen von einer ſolchen rt zu wählen, die groß und lang wird, und den Samen zu erneuern, ſobald ſie augarten. Die Möhre gehört unſtreitig zu den nüblichſten Gewächſen, wel von Sommerbutter. Au das Fett der damit gemäſteten Thiere be: kommt ein gelblicheres Anſehen, als von anderm Futter. Selbſt den Pferden ſollen die Möhren ein eben ſo gedeihliches Futter, als der Hafer, abgeben. In England werden die Arbeitspferde ſehr bäufig nur mit Möhren gefüttert, und auch in Deutſchland hat man mehrern Nachrichten in landwirthſchaftlichen Zeitſchrife- ten zufolge die Möhrenfütterung mit Vortheil bey den Pferden angewendet." Man wendet die Möhren auch als Kurmittel für erhitzte Pferde an. Nächſtdem benutzt man ſie auch zu Möhren- ſaft, den man bis zur SyrupsdiFe einkochen läßt, welcher ſo« wohl als ein löſendes und erweichendes Mittel bey manchen in2 nern Krankheiten benutßt wird, als auch im Hausgebrauch die Stelle des Syrups vertritt. Aud) zum Branntweinbrennen ſind ſie ſehr tauglich, und in vielen Gegenden geben ſie in Würfel geſchnitten und getro>net ein ſehr beliebtes Kaffeeſurrogat ab. Ihre Blüthen werden ſehr gern von den Bienen beſucht, Aber nicht nur allein die Wurzel der Möhre iſt brauchbar, ſondern auch das Kraut giebt ein dem Vieh ſehr. angenehmes und zu- trägliches Futter. Dabey iſt ver Ertrag der Möhren ſo reichlich, daß man von ihnen von einer gleichen Fläche unter gleichen Ume- ſtänden mehrFerndtet, als von andern Wurzelgewächſen. Auch ſicher iſt der Ertrag, da ſie als eine einheimiſche Pflanze an den Seon gewöhnt iſt, und von Jnſecten nicht beſchädigt-wird. Dax- ey kann ſie ſo zeitig als möglich geſäet werden, und verträgt es auch, zwiſchen andern Gewächſen angebaut zu werden. Ihre Aufbewahrung im Winter iſt, da ſie dem Froſte mehr widerſte- hen, als andere Wurzelgewächſe, weniger ſchwierig, nur muß win ſie vor einer zu hohen Temperatur bewahren ,.weil ſie ſonſt aulen. Ungeachtet dieſer Vorzüge iſt der Möhrenbau in größerer Augdehnung, als Futtergewäcige Wurzeln zum FE" Wurzeln y Samentragen zu wählen, weil dieſelben Samen erzeugen ſollen, E! vorzüglit 4 der wieder za>kige Wurzeln bildet. Dergleichen zac>kige Wurzeln Dannichfihn enthalten nicht nur eine geringere Quantität an Wurzelſubſtanz, Sich gelb ſondern ihre Einerndtung iſt auch, da ſie mit mehr Wurzelſpt- End eſchmat y pen in der Erde feſthängen, ſchwieriger.) Eten Thiftts Einige pflegen die zum Samentragen augerwäbhlten Wurzeln Eifutter, 64 ſchon im Herbſt in ein gut gedüngtes und gehörig gelo>ertes m hliches Tu Gartenbeet in einer geſchützten Lage zu ſehen und bey ſtrenger Arbeitäuig Kälte mit Stroh zu bedecken 3; allein empfehlungswerth iſt dieß Br Deutſc nicht, weil Mäuſe und andere Thiere den Wurzeln im Winter gen Zeitit nachgehen und ſie beſchädigen, und Übrigens auch ſtarke Fröſte DJ den Viv den durch die Cultur verweichlichtern Möhren ſolchen Schaden a UW urmittl) zufügen, daß ſie im folgenden Frühjahre ausbleiben, wenn 138 zu Möhn auch die wilden Möhren nicht leiden. EEE DEE M) Welcher| Sicherer iſt die Aufbewahrung der Wurzeln in einem trode- 59 manchen 1 en Keller den Winter hindurch, wo man ſie in tronen Sand unfzebrauch t einſchlägt. Im Frühbjahre, wenn man keine ſehr ſtarken Fröſte 19 Mrennen f! mehr zu befürchten hat, etwa um die Mitte Aprils, verpflanzt et3le in Witt iman ſie einen Fuß weit von einander.: MIG 346(utrozet(458 Der Same reift im Auguſt, jedoch nicht gleichmäßig, weßs x eſucht 06E. balb man ihn dann exndten muß, wenn der größte Theil des PEIN zuerſt reifenden reif iſt, weil dieſer der beſte iſt. Man ſchneidet Ie 40 die Samen ſammt dem Stängel ab, und hängt dieſen an einem ERN(6 vidi lufttro>nen Ort auf, damit die nicht völlig reifen Samen nach- MU leihen reifen können. Einige pflegen die Samen, nachdem die Stängel - MET einige Wochen gebangen haben, abzuſtreifen, und in leinenen = LAIEN Säckchen bis zur Saat aufzubewahren; allein dieſer'Same, der - KN mit ſeinen kleinen haarigen Haken ſich ſehr aneinander hängt, [Stwin,& wird in den Säckchen ſo in einander verballt, daß er ſelbſt dann, zus und"u wenn er ganz trocken iſt, klumpig bleibt, und ſich ſchlecht ſäen Een,. läßt. Es iſt daber beſſer, wenn man den Samen an dem Stänz- ZUE gel ſo lange läßt, bis er gebraucht wird z die Stängel dann AIMEE entweder in der Sonnenwärme, oder bey einer zeitigen Möhren- fe weil fie ſaat, bey einer mäßigen Zimmerwärme troken werden läßt, den Samen abſtreift, den man ſogleich dünn zertheilt und bis un- ie in j mittelbar zur Ausſaat trocken erhält. Um Übrigens die an den 18gebreit Stängeln befindlichen Samen vor den Mäuſen zu ſchüten, iſt SS, um es nothwendig, die Stängel an einen Bindfaden zu reihen und =enen Orte, wo kein ſtarker Luftzug Statt fin- | zer Han den kann, ſchwebend aufzuhängen. Unmittelbax vor der Saat muß der Same, damit er ſo loſe als möglich werde, fleißig ; mit den Händen gerieben werden, „ſchs etſil!< - 58 Anbau der Möhren. ED tur daſ Da man die Möhren ſowohl zwiſchen andere Gewächſe, als auch für ſich allein ſäen kann, ſo theilt ſich der Möhrenbau - in den Stoppel- und Brachmöhrenbau, Wix wollen des Stop- SRE NSE EIE EINE NEE WEER Neee 200 a RS=== Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. 382 Phi in denjenigen der verſchiedenen Kapitel, in welche die Cultur jeder Pflanze zerfällt, Erwähnung thun, in welche dieſer Gegenſtand gehört z namentlich bey der Sagt und bey ihrem Plate im Feldbau und Fruchtfolge. Wahl des Bodens und des Climas, In einem kräftigen lehmigten Sandovoden und ſandigen Lehm, wenn derſelbe einige Beymiſchung von Kalk hat„ kommt die Möhre allen einſtimmigen Nachrichten zufolge am beſten fort. Der Boden muß ſowohl von Steinen frey, als auch von Unkraut möglichſt rein ſeyn, weil Steine die Ausbreitung der Wurzel hindern, das Unkraut, welches mit der Hand auggejä- fet werden muß, die Culturkoſien zu beträchtlich vermehrt, Sie Xomimen jedoch auch in jedem mehr thonigten Boden gut fort, wenn derſelbe nar kräftig und lo>er iſt, bey der Dürre nicht zu ſehr zuſammen bäckt und ſich überhaupt leicht pflügen läßt, In ſchwerem Thonboden iſt das Gerathen der Möhren ſehr un- ſicher, weil ſie weder fortkommen, wenn. derſelbe zu naß iſt, indem ſie dann faulen, noch groß werden können, wenn er tro>en und hart iſt, indem dadurch die Ausbildung der Wurzeln gehindert wird. Der Boden zum Möhrenbau muß aber auch eine möglichſt tief reichende lo>ere Krume haben, weil die Möhre mit ihrer Wurzel tief in den Boden eindringt, und ſich um ſo vollkom- mener ausbildet, je tiefer ſie eindringen kann 3; dagegen klein bleibt, wenn dem Eindringen ihrer Wurzel Schwierigkeiten ents gegenſtehen. Ein, lo>erer Boden, wenn er auch noch ſo reich iſt, der in keiner großen Tiefe einen ſteinigten oder ſehr ſtreng thonigten Untergrund hat, paßt daher zum Möbhrenbau nicht. Ein Acker, der nicht gegen eine Elle tief lo>ern Boden hat, iſt zum Möhrenbau nicht geeignet. Als eine ſehr ſaftige Frucht liebt die Möhre, da ſie in ei- nem lockern, die Feuchtigkeit nicht ſehr haltenden Bodex! gebaut werden muß, ein mehr feuchtes, dabey aber warmes Clima, Findet dieſes Statt, ſo gedeiht ſie auch bey der anſcheinend zu großen Trockenheit des Bodens, indem ſie mit ihrem, im Ver- bältniß zu ihrer Wurzel ſehr ſtarken Krautbüſchel die in der Atmoſphäre enthaltene Feuchtigkeit ſehr leicht einſaugt. Deß: balb ſcheint ſie auch in dem Clima von England am vorzüglich- ſten zu gedeihen, weßwegen ſich auch dort, namentlich in Suf- folk, die Cultur derſelben ausnehmend vergrößert hat. Uebri- gens hat ſich aus dieſem Grunde mitunter die ſehr irrige Mei- nung verbreitet, daß die Möhren in ganz trocknem Sande, ſelbſt bey einem trocknen Clima, mit Vortheil angebauet werden Xönnen, obgleich ſie ein warmes, trocknes Clima gar nicht ver- tragen. Ein kühles und feuchtes Clima begünſtiget den Möh- renbau aus dem Grunde nicht, weil man den Aker nicht im Stande iſt von Unkraut rein zu erhalten, und dieſes die Arbeit bey der Möhren- Cultur zu ſehr vermehrt, zum Theil aber auch die Möhren ſelbſt, wenn ſie noch jung ſind, beeinträchtiget, vder wohl gar unterdrückt. - In tronen Jahrgängen gedeiht die Möhre nicht ſo gut, als in feuchten, Sie verträgt mehr Feuchtigkeit, als manche « | ven dt wenn 3 , gu uy u wut aber) 1" juten Er 7Q! ſhear Mien! emehrt 09 Jntrautſ! 80 Jen Unt1981 yäne 1190) jofeit HN il aud Rührer Mn WUR ſhon 14! friſcher Min u[14] 0? ſie verd! NEIN enfuſt,» inder DiE: one ſt, ud im DP ( Diiiohy hdern hh Dir wohl! enn ie fehn SPütbige Jy 1 EM anfühn 4 | Die Mi 1 nm LM rein EG en if | Mit werdg | Mi nine nah Vil I "u SS; friſchen 79 mpfinbid rein ift, 5 behacten 5% Gade barbeites 7 Ntort word Z fen. Als "ih den 915 iht| vB W) IN April, Anbau der. Feldgewächſe. Die Möhre. 259 (303) en Kepit| andere Knollen- und Wurzelgewächſe, und erhält ſich gut, nung thun, wenn dieſe ſchon zu faulen anfangen.; ). der Gat»,; 0. My- Düngung. Wenn der Boden kräftig iſt, und nah einer friſchen Dün- E UE guns nur ein oder zwey Früchte getragen hat, ſo bedarf es kei» 3 und ſathy ner aberimaligen friſchen Düngung, um von den Möhren einen falt hat fm guten Ertrag zu erhalten. Sie werden im Gegentheil, in fris Sgt am by ſcher Miſtdüngung gebaut, etwas beißig von Geſchmac>z man J, als auß h vermehrt durch die im friſchen Miſt auf den Acker gebrachten NuSbreitun) Unirautſamen und in der friſchen Düngung um ſo mehr wuchern- E Hand aui) den Unkräuter die Arbeit des; und!der leichte, mehr 4 vermehrt,; tro&ne Boden wird, da die Gahrung des Miſtes ſeine Feuche Boden gut tigkeit conſumirt, für die Möhren zu troFen. und hivig. Man S Dürre ni will auch bemerkt haben, daß die in friſchen Miſt gebauten Ss pflügen| Möbren mehr ins Kraut, als in die Wurzel treiben.; Yöhren ſhry Iſt der Boden, in welchen man die Möhren ſäen will, She zu ni nicht kräftig genug, und es find nach. einer friſchen Düngung nen, wen ſchon mehrere Früchte genommen worden, ſo daß ex wenig an G) der Vip friſcher, leichtauflöSlicher, pflanzennäbhrender Materie hat, ſo muß freilich friſch gedüngt werden, weil die Möhren, obgleich eine mög ſie vermöge ihres vielen Krautes viele Nahrung aus der Ats E, DE moſphäre ziehen, doch ohne einen gewiſſen Grad von alter Bo» * 14.00 dentraft, als aud) an friſcher, leicht auflöSlicher, pflanzennäh- m[0 volltr yender Materie nur klein bleiben, und ſich des Anbaus nicht Nazegen il verlſohnen. Man wähle dann aber einen völlig zergangenen dnn vw AMiſt, und bringe denſelben wo möglich vor Winter unter die Hwd| Erde, Fer ſehr ſti?;- EE hrenbau ik Plaß im Feldbau und Fruchtfolge. 4)oden hat,| Wir haben bereits erwähnt, daß die Möhren ſowohl unter E andern Gewächſen, als auch allein für fich gebaut werden. ep], da ſieit Wir wollen zuerſt über ihren Platz im Feldbau und Fruchtfolge, == Boden gh wenn ſie allein für ſich gebaut werden, ſprechen, und dann das armes Gim Nöthige über ihren Anbau als Zwiſchenfrücht mit andern Früch« = nſcheinmdy Ten anführein.: AE rem, im.. Die Möhren lieben, wie im Vorſtebenden geſagt worden Sl die iN iſt, einen kräftigen, gehörig gelo>erten und von Untraut mög= ſamt. M lchſt. reinen Boden, wenn auch derſelbe nicht friſch gedüngt m vorige Worden. iſt, Hieraus. erhellt, daß ſie nach ſolchen Früchten gez = ich in 11: baut werden müſſen, die den Acer in der für die Möhren er= =. hat, Ws forderlichen Eigenſchaft hinterlaſſen. In der Fruchtwechſel- und = r irrige M Schlagwirthſchaft, kann man ihnen einen ſolchen Platz ganz Dinem Ei Nach Belieben einräumen ,. zumal da ſie, wenn der Boden S baue watt nur einigermaßen kräftig iſt, zur. zweigen Tracht nach einer 5 nicht vt! friſchen Düngung gebaut, in Hinſicht d& Vorfrucht gar nicht an Mit empfindlich ſind, wenn nur der Boden locker und von Unkraut EE."idti rein iſt, Man kann ſie alſo nach Nüben, Kartoffeln und andern HEHN beha>ten Früchten, zu welchen friſch gedüngt, der Boden tief zu ver uh bearbeitet, und wo durch die Cultur das Unkraut größtentheils zer» Z HEER) ſtört worden iſt, bauen, und ihres Gerathens ſicher gewärtig eintrag ſeyn. Alleiw hierbey würde Kur einzuwenden ſeyn, daß man nach den Regeln der Fruchtfolge gern eine beha>te oder Blatt- 50 frucht zwiſchen eine Halmfracht einſchiebt, um das Land von Be m GEES Aid owl EE Cann ä wil in>- ge klini enten enen FRIE DME ZD 260 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. 304) 0 Bau der Halmfrüchte ſich erholen zu laſſen. Wer jedoch die Möhren als Futtergewächs baut, und ſeine Wirthſchaft überhaupt mehr auf Futtererzielung berechnet hat, der wird, bey dem ſebr reichlichen Ertrage dex Möhren an Futter, bey dieſer Fruchtfolge nicht ſchlecht fahren 3; denn einmal geben die Möh- ren im Verhältniß zu ihrer Bodenerſchöpfung, da ſie vermöge ihres Blattorgans viele Nahrungstheile aus der Atmoſphäre ziehen, nicht nur weit mehr an Fütterungsmitteln, als viele andere Futtergewächſe, ſondern ſie geben auch demnach eine ſo große Menge Düngermaterial, daß man in Folge des mehr be: xeiteten und beſſern Düngers den aus dieſer Fruchtfolge entſprine DEN Nachtbeil durch vermehrte Düngung ſehr leicht ausgleis- en kann. Will man die Möhren als 8wiſchenfrucht nach einer Ges treidefrucht einſchieben„. ſo würden ſie immer ihren Platz beſſer nach gedüngter Winterung, als(Sommerdüngergerſte ausge- nommen) nac) der Sommerung finden. Deun der Acker wird nicht nur zur Winterung beſſer vorbereitet, und iſt nach derſel: ben von Unkraut reiner, ſondern die zeitigere Aberndiung der Winterung geſtattet auch eine um ſo beſſere Vorbereitung des Ackers zu den Möhren. Die Gerſte erhält zwar auch einen ſehr gut zubereiteten Boden, der auch nach ihrer Aberndtung ziem» lich rein von Unkraut iſtz allein, wenn ſie nicht in friſcher Düngung, ſondern zur zweyten Tracht gebaut worden iſt, ſo würde wohl der A>er, wenn er nicht einen ſehr großen Grad von Kraft hätte, für die Möhren ſchon zu ſehr erſchöpft ſeyn, um von ihrem Anbau den beabſichtigten Nuten ziehen zu kön: nen. Daher kommt auc Eier Winter) ruht, wil) <ig, wie es ein zur Que&enerzeugung geneigter lockerer Boden gewöhnlich nach Winterung zu ſeyn pflegt, ſo muß man vor dem Tiefpflügen auf die Herausſchaf- fung der Que>en bedacht ſeyn, weil dieſelben in einem tief ge- lvoc>erten Boden' nur um ſo mehr wuchern, während das Sa- menunfraut bey einer tiefen Bearbeitung größtentheils ſo tief vergraben wird, daß es nicht keimen kann. Samen und Saat. Ueber den Samen haben wir bereits bey der Sommererzie- lung geſprochen, hier ſey nur noch erwähnt, daß es am beſten iſt, den Samen vom vorhergegangenen Jahre, als ältern, zu wählen, weil dieſer mehr zuſammengebalit iſt, und ſich ſchwe- rer ſäen läßt. Unmittelbar vor der Saat muß man den Samen in dem möglichft trockenen Zuſtande mit der Hand abreiben, ſo daß ſich die Haken, mit welchen er an einander hängt, ab2 ſtreichen und er lockerer wirt. Man muß dafür Sorge kragen, daß er bis ins Säetuch zu unmittelbarer Ausſaat tro>en erhalzs ten werde, weil ſich die Hätchen nie ganz wegbringen laſſen, und der Same-dann, wenn er feucht iſt, um ſo mehr in Klum- pcn verballt. Da der Same nicht zu dick geſäet zu werden braucht, und er an und für ſich ſehr klein iſt, ſo vermiſcht mon ihn entweder mit» trocknen Sägeſpähnen, oder mit Aſche, reibt ihn mit dieſen Beymiſchungen gehörig durch. einander, und ſäet ihn ſo aus, Nach zuverläſſigen Nachrichten, welche ſich auch auf mehr- jährige Erfahrungen gründen, bedarf man, um eine vollfommen veſtandenes Feld zu erhalten, an gehörig gelo>erten Samen 5 Pfund auf den Magdeburger Morgen. Dieſe Samenquantität wird in zwey gleiche Theile getbeilt, und das.Möhrenfeld da- 261 init zweymal, einmal in die Länge, uud dann in die Quere- beſäaet. Dabey wird die Ausſgaat allerdings an manchen Orten etwas klumpig und zu dick ſeyn; allein es iſt beſſer, dieſem Ue2 bel" durch ein Verdünnen der Möhren beym Jäten vorzubeugen, als ein noch grvßeres Uebel zuwege zu bringen, wenn. die Möhren an vielen Orten zu dünn ſtehen, wo denn Queen und Samenkräuter wuchern, die Arbeit des Jätens vermehren und, ohne einen Nuten zu bringen, den Boden erſchöpfen. In einem fräftigen Boden rechnet man zur vollkommenen Ausbils IV. 20 262-Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (306) dung einer Möhre von großer Art im Durchſchnitt 35 bis 40 Quadratzoll Raum."8 Die Saat"erfolgt ſo zeitig als möglich im Frühjahre, im Februar oder März, ſelbſt wenn no< Schnee liegt. In einem nicht ſehr leichten und fich bindenden Boden, iſt aber anzura: then, es abzuwarten, bis der Boden ſeine Überflüſſige Winter: näſſe'ſo weit verdunſtet hat, daß er zwar feucht, aber nicht breyartig iſt. Man muß zur Sqat windſtilles Wetter wählen. Die Unterbringung des Samens muß möglichſt flach erfol: -gen, weil ex bey einer nur etwas zu tiefen Unterbringung ſtockt, Viele eggen“ ihn daher weder ein, noc< bringen ſie ihn mit einer Harke unter, ſondern überlaſſen die Unterbringung dem “Regen und Winde. Dennoch kommen die: Samen aber, wenn ſie nicht gehörig mit Erde bede>t ſind, nur ſehr langſam, und „viele-bleiben ganz aus, und es iſt daher immer rathſam, ihn mit leichten hölzernen Eggen, welche mit Dornen durchſlochten ſind, deren man bis 4 und mehr an einer Stange befeſtiget, vor welche ein Pferd geſpannt wird, einzueggen, oder einzu: walzen, Beym Anbau' im Kleinen pflegt man den Samen mit einem Klopfer. einzuklopfen. Wenn die Witterung nicht beſon: ders warm und feucht iſt, brauchen die Samen bis 4 Wochen und darüber zum Aufgehen, Ueber die Reihencultur der Möhren führt Schwerz in „Feiner Anleitung zum. praktiſchen Akerbau Folgendes an:„,Da die Mohren ſich nur an. Ort: und Stelle, und nicht wie die RNunkelrüben und Koblrüben verpflanzen laſſen, erſt nach 4, ja- 6 Wochen aus der Erde herovorkommen, wäbrenddem das Un: kraut Zeit findet, den Aer zu überziehen z; da die Pflanzen im Anfange ſo winzig und von ein Paar Unkräutern begleitet wer: den, die gleich Anfangs viele Aehnlichkeit mit ihnen haben: ſo- macht das erſte Jaten, und das nachherige Behyacken wegen unordentlichen Standes der Pflanzen viele Arbeit und. Beſchwer- niß. Um- Beides zu erleichtern, ließ ich die Möhren in 2 Fuß enifernten. Reihen bauen, dieſe mit dem Furchenzieher anfer- tigen, den--Samen von den achtſamſten Arbeitern einwerfen, und. vorher leicht zuſchleifen. Daß das Land vorher fleißig. und eſs gepflügt' und ſehr gut gedüngt worden war, wird man enten. ſeichten Furchen hat ſeine Schwierigkeiten z dagegen fällt das nachherige Jäten um ſo leichter, indem die Reiben den Jäte- rinnen zur Richtung dienen, und' bloß die Reihen und nicht die Zwiſchenräume gejätet werden dürfen. Großen Vortheil ziehet man nachher von der Anwendung des Schaufelpfluges, wiewohl er/ die Handha>e das erſtemal nicht ganz entbehrlich macht. Es iſt ſelbſt zu rathen, das erſtemal bloß mit der Hand zu beha>ken,; und nur beym zweytenmal die Geſpannhacke zu ge: brauchen. Endlich macht das Reihenſäen es dem Pfluge mög: “lich, die Möhren bey der Erndte unbeſchädigt aus per Erde zu bringen, welches meinen Erfahrungen nach äuf ſtark rhonigtem Boden bey trockner Witterung mit Spaten, Karſt oder Forke kaum möglich iſt. Went man glauben wollte, daß durch eine „Entfernung von 2 Fuß die Möhrenreiben zu weit augeinander fallen würden, welches auch in den erſten zwey Monaten ſo Das Einwerfen des ohnehin bös zu ſäenden Samens in die verwen Edan Gendnaine HE IINEEELEIN [pril, Anbau der Feldgewächſe. Die Möhre. 263 '|(307) niet 33 bihy ſcheint: ſo kann ich verſichern, daß, bey gehöriger Cultur, ſie nach- | her mit ihrem Kraute ſo zuſammengewachſen ſind, daß man Srühiehn kaum zwiſchen den Reihen durchgehen kann, 150 Zu einem guten Erfolge iſt die Beobachtung folgender Re- Uüſſige A gen 19a: ht, ab 19 1) Der Same werde auf das ſorgfältigſte getro>neten in den | lan wn Möbrenreihen auszufüllen, '“ H 4) Man ſäe nicht zu früh, um den Acker vorläufig recht rei- Dit durdih nigen zu können, und decke das Geſäete nur mit ſehr ange beſiſy wenig Erde. Der Same gehet auf, wenn er nur den [ENIM Boden berührt,; Een Sam 6) Man jäte die Neihen zuerſt mit der Hand, und bae Ng nicht vi alsdann die Zwiſchenräume mit der Handha>e. Ein aubis 4 Vit Stoßeiſen, ſo wie man ſich deſſen zur Reinigung der Wege in den Gärten bedient, iſt dazu ſehr zweckmäßig. 10> hwer) Der Unterſchied zwiſchen der Ha>- und Stoßarbeit liegt des an: darin, daß bey erſterer der Arbeiter ſtets auf das Ge: ſ nicht wie hate tritt, indem er vorwärts ſchreitet, der Stoßer oder Hſt vac) 4- Schaufler hingegen ſchreitet rückwärts, und tritt dahbex Bilden das| das Geſchaufelte nicht, wie der Erſtere, feſt ay den Bo» +“ Yflanzt uH Dieſer Umſtand iſt bey einiger Feuchtigkeit ſehr 1 begleitet! DUDA 4 ii ha) 6) Sobald das Unkraut von Neuem um ſich greift, werden Ebehaden m die Reiben mit der Handha>e, die Zwiſchenräume mit S und Biſt der Pferdehacke beſchrofft. Die allzu dicht ſtehenden öpren in 24 Pflanzen werden jetzt weggehauen. Suenzieher 1 7) Wenn die Möhren anfangen, Kraft zu gewinnen, werden Stern einw die Reihen mit der Hand zum zweytenmal behackt, dabey her fei! alle Pflanzen, die nicht auf einen balben Fuß getrennt ar, mi ſteben, ohne Nachſicht von der Erde weagehauen. Die wiſchenräume werden nun mit einem„Pfluge, der ein Gat in eilförmiges Schaar hat, oder beſſer mit einem Meſſer: jegen fil) pfluge, durchbrochen. Soiben din" 8) Man nehme ſich in Acht, das Jäten nicht bey zu trocknem, oihen undi" und das Ha>en und Schaufeln nicht bey naſſem Boden roßen Zu vorzunehmen, wenn dieſer lehmigt oder thonigt iſt, SITU 9) Man verlaſſe ſich nicht allein auf die Geſpannwerkzeuge, Ian M ſie ſind weder auf den Reihen, noch dicht an denſelben Ei mit 440 anwendbar, und. können folglich die Handha>e nicht ganz En in entbehrlich machen. Eu der m!) 10) Sollten die Möhren den Schein annehmen, als wenn far! hon ſie mit ihrem Kraute den Aer nicht zureichend in Schat- verſt oder(0 ten ſeven würden; ſo kann man unmittelbar vor dem A daß dure) lezten Hacken Waſſerrübenſamen über das Feld auswerfen. eit außen 20* 0" Mona! CC ECS ERN Gabi ELN eben- ei bA RDNR ? Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. 11) Der Freund ſeines Feldes durchzehe daſſelbe im Sommer“| einigemal, um die Samen ausſtreuenden einzelnen Un- kräuter, ſo wie die aufſchießenden Möhren auszuziehen. 12) Mon ſchreite, beſonders nach einem tro>nen Sommer, ja nicht zu früh zur Möhrenerndte, aus Furcht, ſpäter durch ungünſtige Witterung daran gehindert zu werden, s« Man wird dadurch den Ertrag bedeutend vermindern, und die Mühe beym Ausheben der Wurzeln nur erſcerheit und Reinigkeit vom Unkraut zu verſchaffen, wenigſtens eine Furche im Frühjahre gegeben werden muß, und wo der Boden ganz abgetrocknet ſeyn muß, wenn die Samen nicht in den Reihen verklebt wer- den ſollen, würde die Saat unſtreitig viel zu ſpät Statt finden, als daß die Möhren ſich ſo weit auszubilden vermöchten, um ſich in der Sommerhitze Schatten zu geben, vielmehr würde in dieſe Periode ibre vorzüglichſte Ausbildungsperiode fallen, ſie würden aus ermangelnder Feuchtigkeit klein bleiben und könnten bey der früher eintretenden Winterkälte, wo ihre Ab- erndtung im Herbſt, wo ſie ſich noc< erholen könnten, ſchon ("Ww ze S jm, 9/03 hie Solin einzeln'W»v viele Din. ti berworfu t ſich ir19) gelblich 41 gewon) 5 ner an ber, alfa))! diger, Mb(9 zeidmu 0| einande St! | Imi | was (ae We elbe 1) Nm | ( nba in ſymm y ſch mu welche Dh ſtammt Om!| deutſchegun| rÜBere (m Dif m -8 Ville Ihen fegen Wwindge jg % Dy (den, Sy ) Pebnarh ink Vie 2 wl VOSS als whrS! FNC ) Ja' rüben'E |"1; ! 67 pu. 0 Anbau der Feldgewächſe. Die Kohlrübe. 265 JEU VIRN(309) Mu" etfolgen muß, überhaupt ihre Ausbildung nicht gehörig voll: 'auStuihn enden:;-|; inen Com Die Kohlrübe, Brassica vapobrassica. TFurcht ih Man nennt ſie auch Erdkohlraben, Ste>rüben, at ZU Wohn Krautrüben, Dorſchen. Man hat von dieſem Gewächs, Cyminden, y welches eine Nübenkohlart iſt, die ihre Wurzeln unter der Erde Dur erſhwuy ausbildet, und nicht viele und kleine Blätter treibt, mehrere ED tober in" Arten, in welcher Hinſicht wir auf die ökon. Botanik verweisz ſen.*) Thaer ſagt in ſeiner rationellen Landwirthſchaft über recht ut die Kohlrübenarten:„Es iſt gewiß, daß durch die Auswabl Handwertyg einzelner abweichender Pflanzen zu Samenträgern noch ſehr =(chſene Ay viele Varietäten erzeugt werden können, und auch alljährlich E| einem Ain hervorgebracht werden. Dieſe verſchiedenen Arten unterſcheiden m Kraut| ſich in ihrer Farbe, die bey einigen ganz weiß, bey andern Sicht zu gelblich, aber oft unbeſtändig iſt, ſo daß aus den von weißen E nden Sajty gewonnenen Samen einige gelbe und umgekehrt entſtehen: fer= 1 ner aber auch in ihrer Conſiſienz 3 indem einige feſter und der: M irten 9Mih ber, andere ſc unterſcheiden, den. | Unterſchied aber kaum verſtändlich mit Worten ausdrüc>en kann, h Arbeit,| weil es auf ein Mehr oder Weniger ankommt.“ Man hält im Foiweges aeg Allgemeinen die weißen Kohlrüben für feiner zur Speiſe, als (4, in well die gelben, und die conſiſtentern zur Fütterung für die beſten. I ezetann!) Als eine der vorzüglichſten Abarten der Kohlrübe wird die Ei). Cd font ſogenannte Rutabage, oder Rotabage, au ſch wedi- Zie verh ſcher Turneypys, engliſche Nübe genannt, betrachtet, Sgrüßern Ert welche jeht ziemlich allgemein verbreitet iſt, aus England BRON) ſtammt, und durch Thaers und Shwerz Bemühungen dem er beitgfrät deutſchen Publicum bekannter geworden iſt. Sie treibt etwas 4 England,! größere Blätter, als die andern Arten, nimmt mit eiwas leich» 5 des ſidi] term Boden vorlieb, und treibt die Rübe, welche ſehr groß und = Möhren 6--8 Pfund ſchwer wird, etwas über der Erde. Die Rübe hat = den Wert)! einen feinern Geſchma> und wird als Rübe mehr geachtet. Auch >: Soſten iu verträgt ſie die Kälte am beſien. Setationgp" Ob die Kohlrüben mehr holzig ſind, ſchwerer oder leichter = eine ſn Xochen, oder gar nicht weich kochen, liegt zum Theil in der S(ny um Bodenart, zum Theil aber auch in zu lange in denſelben Bo- I ſind, 07 den geſäeten, Samen. „MDD Die Kohlrübe iſt ein ſehr nüßliches Gewächs, welches ſo- ſaat, NU wohl den Menſchen eine angenehme und beliebte Speiſe giebt, “ geinigE als auch allen Thieren ein ſehr gutes Futter, eben ſo zu Ex: Kun) zeugung der Mild, als zur Maſtung gewährt. S1 eic? 5 Nach der Einhoffſchen Unterſuchung enthalten die Kohl: MN 2770 1760 xuben EIER an wäßrigen Theilen== 0,875. 108"Ww-- zukerigen=== 0,065, BP eib/= Eyweiß-=“== 0,003 ZI ei 4 i“ 575 wv m x) S. Eueyklopäd. Bd, Xl. S«. 64+ gönnten | GN A emit inn wein 1 wan dudde 266 Bau der Feldfrüchte. 4, Abſchn. April. (310) Hiernach ſcheint zwar den Nunkelrüben; als nährender, der Vorzug zu gebühren, doch werden von Vielen die Koblrüben vorgezogen. I< weiß, daß erfahrne Viehmäſier die Kohirüben um+ beſſeres Futter höher ſchätten, als die Runkelrüben, Beide haben ihre Vorzüge.„Die Kohlrübe, da ſie gegen die Kälte weniger empfindlich iſt, kommt auch in kältern und hö- beren Gegenden fort. Auch verlangt ſie einen mehr bindigen Boden, in welchem die Runkelrübe nicht gut fortkommt. Unter günſtigen Umſtänden iſt ihr Ertrag oft hoher und ihre Cultur nicht ſchwieriger, Wenn daher der Runkeirübe in den ebenen Gegenden in einem leichten: und lo>ern Boden der Vorzug ge- bübrt, ſo behauptet dagegen die Kohlrübe ihre Vorzüge in dem zäheren, rauhern Boden, bey einem feuchtern und kältern Cima. Nur den entſchiedenen Nachtheil hat die Koblrübe, daß ſie von den JTn“ecten ſehr leidet, weiche der Runkelrübe wenig anhaben. Die Aufbewahrung der Koblrübe iſt dagegen viel leichter, als die der Runkelrübe, weil ſie vom Froſt nicht leicht leidet. Man kann ſie ſelbſt auf dem Felde einfrieren laſſen, wenn man im Herbſt nicht Zeit hat, ſie herauszunehmen, Nur dann, wenn ſie im Winter in den Behältniſſen friert, ſo iſt ſie nach dem Auf: thauen zwar nicht weich und zerſeßt, wie die andern Wurzeln, und bat im Geichmac> nicht aelirten: geht aber in einigen Wochen nach dem Auftbauen in Verderbniß über, weil ſie durchgefroren iſt, und ihr Leben entweder darüber oder durch das jähe Auf- thauen eingebüßt hat. Da die Kohlrübe eine zweyjährige Pflanze iſt, welche erſt im zweyten Jahre aus der Rübe ihren Samenſiängel treibt, ſo muß man auf die Samenerziehung bes, ſondere Aufmerkſamkeit verwenden. In Hinſicht ihrer ſonſtigen. Cultur kommt ſie mit der Run: Felrübe vollig überein, nur daß das Säen an Ort und Stelle bey den Koh!rüben, wegen der großen Gefahr, welcher ſie durch die Erdflöhe und andere Inſecten ausgeſetzt ſind, nicht zu wagen iſt. Sie müſſen daher in beſondern Pflanzenbeeten erzogen und verpflanzt werdet, Erziehung des Samens der Kohlrüben, Wir verweiſen hier auf das, was wir beym Kohl und den Runkelrüben über die Sämenerziehung erwähnt haben, indem ſie ganz dieſelbe iſt, und bemerken bier nur, daß man die Samen:- tröger verſchiedener Arten entfernt von einander halten muß, um Baſtardirung zu verhüten, und daß man die Samenträ: ger-auch von denen des Kohls entfernt pflanzen muß, Die Samen bleiben über 4 Jahre keimfähig, Erziehung der Kohlrübenpflanzen, Die Erziehung der Kohlrübenpflanzen kommt ganz mit der des Kohls Überein, Man kann ſie jedoch ſpäter als jene ſäen, in: dem ſie von der Kälte weniger zurückgebalten, zum Verpflanzen ſchneller tauglich werden. Auch: darf man wegen des Erfrierens der Pflanzen nicht ſo beſorgt ſeyn. Dagegen leiden. ſie an den Erdflühen ganz außerordentlich, und um dieſe von ihnen 50 halten, empfiehlt man, die Samenbeete entweder unmittelbar an einem Fluſſe, oder Teichwaſſer anzulegen, odex die Pflan- zeh; E Ruthe 5 M nim 1078 „und war Wan! jung 201 jings 0.9 fühmt Dw) Kindvi'n | N dJ| EN Jrocent"Mn rot En Anten 05) vie 190 „00.7 Gutteräfblt | Dif elde 4 Au dannhig je iſt vH! ehr 190% inen gi ie refer Un Harm) dir Erdyela jahre ver nhn m ehr Sv Ge Teh 1S ww vi H Bf Wollen fb! EN "| M. „ſchon 1149 | aut 3 / aazaaemas FE |*)G,| l il. n| Ihrende, die Koblihy Ne Rohinih 7 Runteltim Me gegn IItern undh, Saehr bindiy Commit, Ihy d ihre Cuy In den bin x Botz p Dyrzüge nn Falten Chy 4, daß ſi"W eng anbah I leichter,| B leidet, Ty Denn mann Bdann, S< dem| Wurzeln, u 9 gen Woh! M urchgefron! (bs jähe Au! ft zweyjährt Rübe ihn eric ehung Dy nit der M att und Eil ge(her ſte dy „, als die Möhren. Sie werden als ein zum Theil ſehr beliebtes Gemüſe zur menſchlichen Nah- rung verbraucht. Sie ſind aber auch ein ſehr vorzügliches Fut- ter für die Hausthiere, ſelbſt für die Pferde, welche ſich ſehr leicht an ſie gewöhnen, und ſie gern freſſen. Auch ihr Kraut, von welchem. ſie eine beträchtliche Maſſe liefern, iſt ein nah mehrſeitigen Verſuchen milchergiebiges Futter., Das Kraut ſchlägt wiederholt aus, wenn es abgenommen wird 3; es werden dann aber die Wurzeln um ſo kleiner... Es ſind zwar Einige der Meinung, daß das Kraut der Paſtinake von den meiſten Thieren verſchmähet werde; allein dieß ſcheint wohl nur bey dem Kraut von der wilden Paſtinake der Fall zu ſeyn, welches aller» dings eine dem Vieh unangenehme Schärfe bat. In England rühmt man die Paſtinake als ein vorzügliches Maſtfutter für Rinvvieb, Nach Cromes Unterſuchung lieferten die Wurzeln: an wäßrigen Theilen 79,45 Procent, an grauem Stärkemehl 1,76 Procent, an Eyweißſiof 2,09 Procent, an Schleimzu>er 5,47 Procent,"an Schleim und Extractivſtoff 6,11 Procent, und an Pflanzenfaſern 25,12 Procent. Beſonders an Schleim, Schleimzucker und Eyweiß iſt alſo dieſe Wurzel ſehr reich, und es ergiebt fich hieiaus ihre vor- zugliche.Nahrhaftigkeit. Viele ziehen ſie auch den Möhren als Futtergewächs vor. Die Paſtinake wird in Deutſchland /nicht häufig auf dem Felde gebaut, ſie iſt vielmehr hauptſächlich nur als Gartenfrucht bekannt, Doch verdient ſie eine größere Aufmerkſamkeit; denn ſie iſt nict ſchwieriger zu cultiviren, als die Möhre, hat viel- mehr in der Cultur mit dieſer ſehr vieles gemein 3 ſie giebt oft einen größern Ertrag, ſie wachſt ſchneller und unterdrückt, weil ſie ihre breiten Blätter früher entwickelt, das Untraut leichter. Ein Hauptvorzug der Paſtinake iſt aber, daß ſie den Froft in der Erde, ohne alle Beſchädigung, aushält, und erſt im Früh- jahre verbraucht werden darf, wo ſie zu einer futterarmen Zeit ein ſehr erwünſchtes Futter giebt. Sie iſt eine zweyjährige Pflanze, welche erſt im zweyten Jahre aus ihrer Wurzel den Samehſtängel treibt, und man muß daher ihren Samen beſonders erziehen. Da ihre Cultur mit den Möhren ſehr übereinkommt., ſo wollen wir derſelben nur in der Kürze Erwähnung thun, und verweiſen im Speciellen auf die Möhren, Erziehung des Paſtinakenſamens. Man kann die zu Samenträgern beſtimmten Paſtinaken ſchon im Herbſt in das Samenbeet verſeßen. Man verſtutt das Kraut etwas. Man kann auch von den, den Winter hindurch Anbau der Feldgewächſe. +) S, Eneyklopädie Bd. ll. S, 65. TT irenanmeenem m mm 0m 268 Bau der Feldfrüchte, 4. Abſchn. April, (3192), auf dem Felde gebliebenen Wurzeln die Samenträger ausſüchen, Am beſten und ſicherſten bleibt es aber, die Wurzeln den Win» ter hindurch in einem trocknen Keller in Sand einzuſchlagex, und im Frühjahre ins Samenbeet zu verſetzen, Die Paſtinake blüht im July und Auguſt, und die Samen reifen im Sep-. Fember, Cultur der Paſtinake, Die Paſtinake liebt, gleich den Möhren, ein lo>eres Erdreich, mit einer tiefen Krume. Im Boden mit flacher Krume wird ſie kurz und dünn, und giebt eine geringe Erndte, Deßhalb paßt ihre Cultur nicht in alle Gegenden. Das Clima darf nicht zu naß ſeyn; doch geräth die Paſtinatke bey einey mäßigen Feuchtig: Xeit beſſer, als wenn es ſehr trocken iſt. Der Boden muß mög= lichſt tief im vorhergehenden Herbſt gelockert werden. Alter Bodenreichthbum ſagt ihr mehr zu, als friſche Düngung, Sie kann eben ſo früh geſäet werden, als die Möhre.- Man ſäet te für fich allein, oder wie die Möbren, unter andere Früchte; eſſer iſt aber, ſie allein zu ſäen. Da ihr Same glatter iſt, als der der Mohren, ſo können ſie auch beſſer in Reihen geſäet wer» den. Man bringt die Pflanzen"in den Reihen 8 Zoll weit von einander. Die Samen vertragen eine tiefere Bedeckung mit Erde, als die Möhrenſamen. Man kann die Paſtinake in ihrem Jugendlichen Zuſtande auch verpflanzen. Topinambur, Helianthus tuberosus. Dieſe Frucht, wird auch Erdapfel, Stangenerdapfel, am richtigſten wohl aber knolligte Sonnenroſe genannt. Sie iſt ſchon ſeit länger, als 200 Jahren, aus Braſilien zu uns ges bracht. Sie treibt einen oft vis 12 Fuß hohen beblätterten Stängel, und an ihren Wurzeln eine Menge Knollen„. oft über 40, von der. Größe mittlerer Kartoffeln. Sie iſt in früheren Zeiten ſehr empfohlen und häufig angebaut, in ſpäteren Zeiten durch die Kartoffeln verdrängt, und in neueren Zeiten wieder ſehr empfohlen worden./ Die Knollen dieſer Frucht werden ſowohl als Gemüſe zur menſchlichen Nahrung,>ls auch„zu Biehfutter benutt. Nach der Einhoffſchen Unterſuchung enthalten ſie Waſſer== 75 Proc, MSTATFeIN eh 175027 Eyweißſtoff 1 bis 14=“ SCHLEM ZIL An Nahrungsfähigkeit ſtehen ſie weit hinter den Kartoffeln, und in großer Maſſe genoſſen, ſind ſie dem Menſchen, wie dew Bieh, ihres vielen Schleims wegen, ünverdaulich, und haben eine blähende Eigenſchaft. Als /Beyfutter ſind ſie jedoch dem Vieh, wie mehrere in Sachſen und anderwärts gemachte Ver: ſuche gezeigt haben, ein ſehr willkommnes Futter. „„„ Die Stängel und Blätter haben ſich, nach in Sachſen mehr- jährig angeſtellten Verſuchen, als ein vorzügliches Schaffutter erwieſen. Wenn ſie gehörig getrocknet worden ſind, ſo werden fie von den Schafen bis auf eine Kleinigkeit des untern Theiles des Stängels ganz aufgefreſſen. Ibr gehöriges Abtrocknen iſt jedoch mir Schwierigkeiten verbunden. 6| | er ID| haben I9m Y m 001121108! faten UU Kartof 3 fnollig108» 1 einen DW). ihr ei n eit Mon) 7! pP 9 fw d iſt, ſ0 Ay[1] Knolle? ml pur ima KONL28' ef 1 fe1b ildert 93! ſe 418 644 1 jun 98 7 Gewach den affgt ſchöpba33 7 ol| (8 19 Inficht' TB| je fnol3 3| oden 4; e die 19m Yung. fey 6er nez Win,'B "(ZM Ge 2. ZISCHEN GE IIC IDE EREN IGE SOLIS] .. Anbau der Feldgewächſe. Die Sonnenroſe. 569 |(313 Man hat dieſe Frucht in neueren Zeiten den Kartoffeln 1. die. Seite, ja wohl gar über dieſelben geſeßt. Ohne uns hier auf eine nähere Unterſuchung darüber einzulaſſen, bemerken wir nur im Allgemeinen, daß die Kartoffeln, unter gleichen Umſtän= : den, an Kuvollen eine größere und nahrungsfähigere Maſſe geben. Ob übrigens die knolligte Sonnenroſe mit ihren Knollen und ihren. Stängeln und Blättern nicht eine eben ſo große, er ANKH (eln den Yy, | En uſchlg TDie Paſing Feifen im 8 Ed un vder größere Maſſe nahrungsfähiger Materie geben ſollte, als | ve Ceh die Kartoffel, dieß iſt noch nicht entſchieden. Beide Gewächſe 4 Dum baben unter gewiſſen Berbhältniſſen ihre entſchiedenen Vorzüge. 4 LN Im Allgemeinen wird zwar nach den bisher bekannten Reſul= 4 darf niht) taten die knolligte Sonnenroſe, unter allen Umſtänden, nie die Eigen Feuhh Kartoffel verdrängen, unter vielen Umſtänden aber wird die Sm muß mh Xnolligte Sonnenroſe ,/ wie ſich aus' Nachſtehendem ergeben wird. Zerden, TW einen Platz neben der Kartoffel verdienen, und es iſt gewiß, daß Ungung, 61 ibr eine größere Aufmerkſamkeit gebühret, als ihr zeither zu De, Mania Theil geworden iſt. "dere Früdy Obgleich die knolligte Sonnenroſe eine ſehr ſüdliche Frucht Matter iſt, 4 iſt, ſo hat ſie ſich doch ſo an unſer Clima gewöhnt, daß ihre 19 geſäet hy Knollen in der Erde auch die ſtärkſten Fröſte aushalten, ohne 3 vll weit 1 nur im Geringſten zu leiden. Sie werden bey uns durch ihre „"dedung m Knollen fortgepflanzt, denn ihre Samen gelangen nicht zur Fonte in Ihr Reife. Es. wird wenige Gegenden in Deutſchland geben, wo man ſie nicht in einzelnen Plätzen in Gärten zum Theil vera wildert antrifft. Ihre Unempfindlichkeit gegen den Froſt wacht E* ſie als Futtergewächs deßhalb ſehr ſchäßbar, weil ſie im Früh» Erdapfel, jahre als Beyfutter benußt werden können, wo andere Futters Ent, Gie gewächſe zum Theil ſchon untauglich, oder ſehr knapp zu wer- BN ZW uns 1) den anfangen. In holzarmen Gegenden ſind die Stängel ein 0 brölatten ſchäpbares Feuerungsmaterial. En Wahl des Bodens und des Climas, 2(id Eypareren Ze Es giebt unter allen Feldgewächſen kaum eins, welches in Seiten win Hinſicht des Bodens und des Climas ſo genügſam wäre, als : die knolligte Sonnenroſe. Jm trocenſten, ſo wie im feuchteſten 13 Oiſe! Boden und Clima kommt ſie fort. In ihrer Jugend verträgt genu ſie die ſtrengſte Kälte. Ihre Blätter hahen ein ſo ſtarkes An- ſaugungsvermögen der Feuchtigkeit, daß ſie ſelbſt in dem völlig ausgetrockneten Boden ſich friſch erhalten, und in der trockenſten Jahreszeit, wo andere Gewächſe eingehen; ſich bald wiedey ex2 Holen, weny die Atmoſphäre nur etwas feucht wird, gon Kartof);; DUMB UN 200 chen, wiel? Die knolligte Sonnenroſe giebt im fräftigen Boden auch h umd hah! ohne friſche Düngung eine reichliche Erndte, indem ſie viel ii“ fedod) 0! Nahrung aus der Atmoſphäre zieht. I< habe in einem Gar2 emadhte Dt tenlande, wo dieſes Gewächs ſeit länger als 20 Jahren verwils Pn dert ſtand, und nur im Herbſt einige Knollen ausgegraben m wurden, um als Gemüſe benutt zu werden, alljährlich deſſen : Schaffi! Üppigſten Auftrieb geſehen„ ohne daß je gedüngt worden wäre, d, ſo wd und dennoc< war der Erdboden immer voller Knollen. Uebris gens vertragen ſie; die friſche Düngung nicht nur ſehr gut; ſon» dern fie geben auch einen um ſo größern Ertrag, Beſonders werden die Stängel und, Blätter ſehr großz und wem es um ntern Till Ybtrodum 270 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (314) dieſes ſchäßbare Futter zu thun iſt, wird bey einer reichlichen Düngung um iv vielmehr davon gewinnen, Sie bedarf keine ſv ſtarke Düngung, als die Kartoffel; ſie verträgt aber auch die ſtärkſte Düngung beſſer, als dieſe, Man kann den Miſt vor der Saat, mit der Sgat zugleich ein:-, oder nach der Saat un- terbyingen.-* Platz im Feldbau und Fruchtfolge, Die knolligten Sonnenroſen können nach jeder Frucht unbe: denklich folaen, ſelbſt nach ſolchen Gewäcyſen, weiche den Bo» den ſchr aubſaugen, und nach welchen andere Gewächſe ſehr zurückſchlagen 3; fie geben dennoch, wenn nur erwas gedüngt wird, einen reichlichen Erirag. Da ſie jedoch auch bey der größten Aufmerkſamteit bey der Erndte nicht ganz aus dem Acker zG bracht„worden können, da das wiederholte Bearbeiten des Bo- dens, und der Winterfroſt die im Acker zurü&gebliebenen Knöllen nicht hindern, im nächſten Frübjahre auszuſchlagen, und ſich als der riachfolgenden Saat nachrheiliges Unkraut auszubildenz da ferner ihre Averndtung erſt im ſpäten Herbſt, oder im Frühe jahre erfolgt, ſo ſind ſie dadurch den auf ſie folgenden Früchten läſtig. Man empfiehlt, daber bey der Dreyfelderwirthſchaft, die knolligten Sonnenroſen, im Sommerfelde zu bauen, wo dann durch die folgende Brachbearbeituag der größte Theil der im Acker zurü&gebliebenen vertilgt. wird; man verliert aber dadurch eine Sommerfrucht, deren Ausfall in ſtroharmen Wirihſchaften ſehr empfindlich iſt. Bey der Fruchtwechſel.-, Schlag- und Kovppel- wirthſchaft kann man ſich zwar. eher helfen, und den Sonnen- xoſen einen angemeſſenen Platz anweiſen; allein immer bleibt es eine ſchwierige Sache, daß nach. ihnen mit Vortheil keine Sommerung gebaut werden kann, weil dieſelbe durch die aufs: treibenden Sonnenroſenſtängel ſehr ünterdrückt wird, und man Übrigens bey dem Anbau einer andern Frucht zu ſebr von den Regeln der Fruchtfolge abweichen muß. Es iſt daher wohl am beſten, da die knolligten Sonnenroſen, der Erfahrung nach, auf einem Plate, wv ſie einmal ſteben, viele Jahre lang ausdauern, und ohne ſich auszutragen, und von friſchem geſäet werden zu dürfen, immer reichliche Erndten geben, wenn nur von Zeit zu Zeit gedüngt wird, ſie in beſondern Schlägen oder Plantagen fo lange zu laſſen, als ſie nur fortkommen wollen, Man hat dabey den Vortheil, daß man ſich die Bearbeitung des Bodens und die Arbeit der Saat durch viele Jahre erſpart. Man muß aber unter dieſen Umſtänden die knolligten Sonmnenroſen alle zwey Jahre düngen, wenn man nicht nach den erſten Jahren einen 1. geſchmälerten Errrag haben will. Uebrigens ſaugen ſie den Bo- den nicht ſehr aus, da ſie vermöge ihres ſtarken Biattorganes viele Nahrung aus der Atmoſphäre ziehen, und man kann nach ihnen, wenn ſie nur gehörig vertilgt ſind, ohne Bedenken, jede ' dem Boden angemeſſene Frucht folgen laſſen. Gerſte und Klee gerathen nah. ihnen eben ſo gut, als nach Kartoffeln, wenn auch zu ibnen nicht ſo ſtark gedüngt war, als zu den Kartoffeln. Um ſie ſo bald als möglich auf dem Plate, wo ſie geſtanden Haben, zu vertilgen, bauet man in einigen Gegenden, nad) den Fnolligten Sonnenroſen, Kartoſfeln, die recht gut gedeihen, und wo durch die während der Vegetation der Kartoffeln nötbige hurd) 4 Menge"Aan! lend ) ine gar bh Dimon) | karbeitiug) fnoller Ihm Jiche Zul: hm ſo MOH) mehr 1 Ar dens, 9 m en me u E13 | beſtellen 1683, geben fichte"194 ju DEO Hubt 28| pod half Julhs (50 NoName ur dargas on ihn! je feind) 1 Jem dian] nd, einlam mal 24 664 den 8 ammer, Wm(Es zu NNEN ſe zn ſehn, IS ji [my 5| ill, WME Wo Frühhng Wm deim), l | E eme PN SSW SSS be nn ri, | Anbau der Feldgewächſe. Die“Sonnenroſe. 971 ner reiht(315) e bedarf bi Bearbeitung die Ausſchläge der knolligten Sonnenroſe mit den gat aber ay Kartoffeln mit- geerndtet werden z da aber dieſeiven als Samen | den Mit y verunreinigt werden, ſo iſt es am beſten, dergleichen Kartoffeln | der'Stty nur zu Fütterung zu benutzen.„Am beſten=- ſagt Sch werz-= wird der Zwe> der Vertilgung der knolligten Sonnenroſe durch ige eine Ausſaat von grün zu verfütternden Wien erreicht, unter 3 welche zur nachfolgenden Benußung Klee geſäet wirv. Schon 9? Frucht 1) durch das zweymalige Abmähen der Wicken, werden eine große welche den Menge Pflanzen der knolligten Sonnenroſe vertilgt, im darauf TOewachle| folgenden Jahre erleiden ſie aber durch das Abmahen des Klees Tedüngt vt eine gänzliche Niederlage,“ 1 Bearbeitung des Bodens, Soiten des) Die knolligte Sonnenroſe kommt zwar auch in einem minder Ebenen Sil bearbeiteten Boden fort, doch iſt ihres größeren Ertrages an hen, und Knollen und ihres ſicherern Fortrommens wegen, eine vrdent: 12 auszubil liche Lo>erung des Bodens anzuratben. Dieſe iſt auch deßbalb der im Fd um ſo nöthiger, weil ſich ſonſt zwiſchen den Pflanzen um ſo den Früd! mehr Unkraut zeigt. Bey einer geringen Bearbeitung des B0ö=! Ketbſchaft, dens, wenn derſelbe Übrigens nicht arm iſt, ſcheinen die Pflanz 80 dann di! en mehr in die Stängel zu treiven, als Knollen anzuſeten. er im Ad Nan muß den leichten Boden wenigſiens mit zwey Furchen ß dadurch el beſtellen, Im bindigen Boden müſſen mindeſtens 3 Furchen Midaften fe gegeben“ werden. Wenn es zuläſſig iſt, thut man wohi, den vjund Soyy leichten Boden vor Winter zu bearbeiten, und gehörig einzuegs= 1 ven Gonn gen. Den bindigen naſſen Boden ſtürzt und wendet man im Eimer hl Herbſt, läßt ihn den Winter hmdurch in rauher Furche liegen, Eortheil und haakt im kommenden Frühjahre, BE durch die! Auswahl der Samenknollen und Legen der ird, undy Knollen, jr 00 Es iſt bereits angeführt worden, daß, da der Same dex Fraher m) knolligten Sonnenroſe bey uns nicht zur Neife gelangt, ſie nur „ung madl durch das Legen der Knollen fortgepflanzt werden, und dieſe der FENDE von ihnen fortpflanzende Samen ſind. Man kann dazu auch Jeet Werd i u die kleinſten Knollen nehmen, und ſelbſt diejenigen, die, nach: yt von ay dem die Knollen einige Wochen außerhalb der Erde geweſen oder Pan ſind, ein welkes Anſehn haben, wenn man ſie vor dem Legen gien, My 3mal 24 Stunden in Waſſer, dem etwas Miſtjauche beygemengt 1!4 des I worden iſt, einweicht. Man muß dann aber mehrere Knollen Fit. Mim zulammenlegen, im Fall. einige darunter waren, die nicht mehr meno Men um in der Plantage keine Lücken zu haben. Am beſten en Jahr" zur Fortpflanzung ſind jedoch die großern und mittlern Knollen z gen fie dens ſie geben fräftigere Pflanzen, die mehr und größere Knollen an: ge! Dian ſetzen. Das Zerſchneiden, wie es bey den Kartoffeln zum Theil eman fans gewöhnlich iſt, vertragen die knolligten Sonnenroſen nicht gut, 1 Bedenkt) indem ein großer Theil der zerſchnittenen Stücke nicht aufgeht. erſte und) Man muß daher von den zerſchnittenen Stü>ken mehrere zu- rtoffeln, 1) ſammenliegen, wenn man keine Lücken im Pflanzenſtande haben will, und erſpart dadurch nicht an Samen, braucht wobl ſogar deſſelben noc< mehr, Man kann das Legen der Knollen ſowohl im Herbſt, als im Frühjahre vornehmen. In dem lockern, trocknen, beſonders aber in dem dürren ſandigen Boden ziehen Viele das Legen im Herbſt BER NN mere wee<===== 1 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April.» (316; vor, 7 der Boden dadurch ſeine Winterfeuchtigkeit um ſo ſicherer erhält, als wenn im Frübjahre in ihm gearbeitet wird, und die vor Winter gelegten Knollen bey der erſten Wärme des Frübjahrs auftreiben, und die bis zum Eintritt der trockenen Jahreszeit mehr emporgewachſenen Pflanzen den Boden um ſo mehr beſchatten und feucht erhalten. In dem, naſſen bindigen Boden iſt das Legen der Knollen im Frühjahre vorzuziehen, weil dergleichen Boden durch die Vollendung der Zurichtung im Frühjabhre um ſo lo>erer wird. Die Haupturſache, welche bier aber für das Legen im Frühjahre entſcheidet, iſt die, daß der: gleichen Boden im Frühjahre ſich oft ſo feſt auf der Oberfläche ſchließt, daß das Auffeimen der im Herbſt gelegten Knollen das durch gehindert wird. Im Herbſt kann man die Knollen von Ende Octobers, bis zum Einwintern legen. Die Frühjahrsle- gung- der Knollen darf nicht nach der Hälfte des Aprils erfol: gen, weil dann die Knollen zu keimen anfangen und zur Fortz- pflanzung minder tauglich ſind. Das Legen der Knollen erfolgt entweder mit dem Pfluge, mit dem Haken, oder in ſlach aufgeſtochenen Gruben in Reiz ben. Da das Legen der Knollen der knolligten Sonnenroſe mit den Kartoffeln vieles gemein hat, ſo verweiſen wir hier auf die Kartoffeln im folgenden Monat, wo. wir darüber ausführlicher “ſprechen werden. Man darf die Knollen der knolligten Sonnen roſe nicht ſo tief legen, als die der Kartoffeln. Ein 3 Zoll ties fes Legen im lo>ern Boden iſt hinlänglich. Auch müſſen die Inolligten Sonnenroſen, da ſie-einen ſtarken Horſt- von 7--9 Trieben bilden, einen größern Naum haben, als die Kartoffeln, Man legt ſie daher im reichen Boden, wo ſie um ſo mehr Auf- triebe bilden, in den Reihen 1x Fuß weit von einander und macht vie Reihen ſo weitläuftig, als es die nachherige Bearbei» tung mit dem Schaufelpfluge geſtattet. Im magern Boden angt man ſie eine Elle nach allen Richtungen. weit von-ein- „ander:; Dem Maaße nach läßt ſich die Quantität der augzulegen- den Knollen ſchwer beſtimmen. Ich habe bey einer Austaat von 8 Berliner Scheffel auf den Magdeburger Morgen zu 180 rhei- niſchen Quadratruthen, an mittleren Knollen, ein vollkommen dicht beſtandenes Feld gefunden. 4. Handelsgewächſe. FEM 0ER TE pf Lan En. Der Tabak Dieſe- durch die doppelte Art ihres Genuſſes merkwürdige und bey allen Völkern, wv ſie bekannt worden iſt, ſehr be- liebte Pflanze iſt in Deutſchland ſo allgemeinen bekannt, daß es wenige Gegenden- giebt, wo man nicht einige Spuren ihres Anbaues finden wird. - Man hält allgemein America für das Vaterland des Tä- baks 3; man bat aber darüber keine ganz beſtimmten Nachrichten, und es läßt ſich eben ſo gut annehmen, daß Aſien, wo er unter den älteſten Völkerſchaften ſchon ſeit lange im Gebrauch iſt, ſein Vaterland ſey: Noch iſt es nicht ermittelt, wo dieſe Pflanze (Nicotiana). ai GetX, das- Geld im Lande zu behalten, erreicht 4(0 wehr Y werden ſoll. GERT ESSAT: M einander 1!- Die Tabakspflanze trägt blreiche Samen, welche zu Ge» Sgerige Beat winnung des Oels verwendet werden können, und ſie ſind nicht Sign H+ nur ſehr reichhaltig an Oel, ſondern daſſelbe ſoll auch, wenn g weit von es kalt geſchlagen wird, nicht nür einen guten, dem Baumok gleichen Geſchmac> baben, ſondern auch als Brennöl ſehr tauglich Dr auzuhn ſeyn, und beym Verlöſchen einer Lampe keinen Geſtank hinter= = 7 Auſa laſſen. Der Anbau des Tabaks zu Oel iſt jedoch in Deutſchkand En zu 1301 wenig gebräuchlich, und die doppelte Benuvung deſſelben als Sin vollfom! Fabrik- und Oelgewächs würde ſich auch ohne große Erſchö= 3 pfung des Bodens und ohne Nachtbeil auf die Blätter zur Be= nußung zu Schnupf- und Rauchtabak nicht füglic vereinigen laſſen. ; Die Blätter der Pflanze ſind es, welche, als Rauch- und ie Schnupftabak: benutzt, den Hauptnutßen gewähren. Sie haben zwar einen ſcharfen und widrigen Geruch und einen beißenden Geſchmack, und werden daber von den Hausthieren und wilden | werbuid) Thieren verſchont, inzwiſchen hat man doch: in Schweden beob- Ey" +(mh achtet, daß die Schafe dieſe Pflanze gern und ohne Schaden + 4m freſſen 3 man läßt daher die Tabaksfelder nach geſchehener Erndte Ir DERBI durch ſie vollends abweiden. Es iſt faſt nicht zu bezweifeln,- daß unſere deutſchen Schafe ebenfalls-ohne Nachtheil an den ve 1 Genuß der Tabaksblätter gewöhnt werden könnten.: jn.44) In der Arzneykunſt lobt man den Extract von Tabak in EG) Huſten und Engbrüſtigkeit, äußerlich aver als ein gutes Wund- 1 wnn mittel, unreine Geſchwüre, böſe"Köpfe und andere Ausſchläge, 8 ohy,[jj N) j fe" z. B. die Raude der Schafe und Hunde, zu heilen, Als Kly- | 7 Spur) 8 Ai vam amar<äen„eäf worn>= eer beten Dennie enen Bau-der Feldſrüchte. 4. Abſchn. April. -(318) ſtir bedient man ſich der Abkochung von Blättern in hartnäcis2 gen Verſtopfungen, bey Erfrornen und Ertrunkenen als eines ſtarken reizenden. Mittels, und im Miſerere macht man eben- falls von Tabaksrauch- die Klyſtire.. Es werden in Deutſchland eine große Menge verſchiedener Arten des Tabaks gebaut, deren Samen ſowohl aus America, als aus Aſien, aus Africa und aus der Inſelwelt, herſtammen, und welche durch Vermengung des Biüthenſtaubes- und Ver- ſchiedenbeit in der Cultur in eine große Anzahl Abarten zerfals len. Es haben ſich dadurch ſo verſchiedene Arten gebildet, daß man ſie faſt als eigenthümliche deutſche Arten annehmen kann, indem ſie keiner der bekannten, außer Europa cultivirten Arten gleichen. Die Abweichungen der Tabaksarten von einander, ob- gleich ſie zu einer Gattung geboren, ſind eben ſo mannichfaltig, als die beym. Kohl. Alle dieſe verſchiedenen Arten-des Tabak unterſcheiden ſich ſowobl durch verſchiedene Beſchaffenbeit, durch ihre„-Süte, und durch einige Verſchiedenheit in der Cultur. Diejenigen von ihnen, welche zur Cultur, nach des Herrn Geh. Rath Hermbſtädts Verſuchen, vorzüglich empfohlen zu werden verdienen, ſind in der öfonomiſchen Botanik*) angeführt, auf welche wir hier verweiſen. Im Weſentlichſten kommen ſie in der Cultur alle mit einander überein. Nur in Hinſicht der verſchiedenen. Arten des Düngers, mit welchen zu ihnen gedüngt wird, kommen bey verſc beym Tabaksbau: Ge- winnung der Blätter und des Samens, ohne auf Unkoſten des einen oder des andern betrieben zu werden, nicht füglich vereinigen läßt, ſo.muß man«uf die Erzeugung der Samen und auf die Erzeugung der Blätter, auf jedes beſonders Rückſicht nehmen. Da man Übrigens beym Tabak eben ſo, wie bey andern Ge: wachſen, um aus einem vollfommenen und guten Samen voll- kommene Pflanzen zu erziehen vermag, ſo iſt es von um ſo gr0- *) Siehe Encyklopädie. B. Il. S. 86. EN nnn Nai Nie en emen 5 he inen zh jels(EY) hand [48 7 (m) gen, 108 ereithyn Mebertüttity 1 hunt 7 gen. Mal) Fomy)! um vRl j "R|] unte) Gn nur 1105) ſn nE| eden En ka wurd vunigS| Wg!) Gamut| Miſty| beitetao| wecht 199)| ls mbH ſhivugn) peld, 81 eines Affi ener 934) wähle jay (NEE? WINDE zu vn 1058 wß Wen ft an des Viſiere: wn was au) 143) men ne EE Boden„5 ſchr"ls der Eini Vottenb We u Mpril, En in hem Innen als| „Idt man, Se verſchih EX aus Am a herſtam ves un)! ZNbarten 1 ) gebildet Innehmen;; + tivirten 4 ZL einandet ES mannidh) Indes Zy) zum fenheit, 1 1r Cultur, uch des A <> inpfohlen KE“) angefü NU fommen 3 Hinſicht) ) Ninen gedün Mte Reſulta „Spie wir vo gte werder 8 wwtnaſſt! 188. Wachen Se etation vw PO Blattes u) M if, als diy 28)1 und geg! WS dauert;) egen Zeitun! M 0 ſind, 1! ZJ onnenwim DAiſt, ſow DE 1em geiſt =S ür ibn zw ZB fan or Fi zug ive 8 5daß fic!) wu f80a0: 5 antaſten h verein? Eumnd auf ht neh uw(anden ramen du Em um 108 nani» 02 5 ZE ELEIENIEN Anbau der Feldgewächſe. .|(319) ßerer Wichtigkeit, die Samenerziehung des Tabaks von der ander» weitigen Tabakscultur zu trennen, und ihr beſondere Aufmerk«- ſamkeit zu widmen. Demnach zerfällt die Cultur des Tabaks in die Erziehung des'Tabaksſamens, in die Erziehung der Tabakspfanzen, und in die Cultur des Tabaks auf dem Felve. Hier in dieſem Mo- nate wollen wir der Erziehung des Tabaksiamens und der Era venen der Tabakspflanzen gedenken, die Feldcultur des Das aks aber in dem betreffenden Monat, beym Berpflanzen„abs handeln. Erziehung des Tahbaksſamens, Es-wird bey der Tabakscultur ſehr häufig der Fehler begatt- gen, daß man die Samenerzeugung mit der Blätiererzeugung vereiniget, und dabey gewöhnlich verſchiedene Arten des Tabaks neben einander oder untereinander hat, wo durch. die Vermi- ſchung des Blüthenſtaubes Baſtardirung und Augartung erfols gen. Die Samen werden bey der Bliattgewinnung weniger voll- Fommen, ſie reifen ſpäter und ſehr ungleich, müſſen aber doch, um die Pflanze nicht der Zerſtörung durch den Froſt preis zu ges ben, auf einmal geerndtet werden, wodurch nur ſchwächliche, unreife und höchſt unvollkommene Samen gewonnen werden, die nur unvollfommene und ſchwächliche Pflanzen treiven,€Es laſs ſen zwar Viele die Stängel mit dem Samen allmahlig trocken werden, und glauben dadurch ein Nachreifen des Samens bewirz ken zu können z allein ein wirkliches Vollkommenwerden eines unreifen. Samens kann dadur< nicht erlangt werden. Um guten Samen zu gewinnen, iſt es nothwendig, die zu Samenträgern beſtimmten Pflanzen ſo zeitig als moglich in Miſtbeeien zu erziehen, und ſie in gut gedüngtes und gut bear. beitetes Gartenland, was der« Einwirkung der Sonnenwärme recht ausgeſebt und vor rauhen Winden geſchübt iſi, ſo zeitig als möglich zu verpflanzen. Das Verpflanzen auf Land in ges ſchübter Lage wird weit früher erfolgen können, ais ins freye Feld, was aber, da der Tabak zur vollkommenen Ausbildung feines Samens weit längere Zeit bedarf, als zur Ausbildung ſeiner Blätter, auch um ſo nöthiger iſt. Zu den Samenträgern wähle man die geſündeſten Pflanzen, von der Stärke eines Gänz-= ſefederkieles/ hebe ſie behutſam aus, damit ſie alle Wurzelfaſern behalten, und pflanze ſie 3 bis 4 Fuß weit von einander. Went man von verſchiedenen Tabaksatrten Samen erziehen will, ſo muß man entweder die einzeinen Arten in ſo großer Entfernung für ſich beſonders verpflanzen, daß man von der Vermengung des Blüthenſtaubes keine Baſtardirung zu befürchten hat, oder man muß, da der Tabaksſame ſich mehrere Jähre zur Foripflan2 zung kauglich erhält, alljährlich von einer Tabaksart den Sa: men erziehen. Während der Vegetationsperiode der Samevträger muß der Boden einigemal gelo>ert, vom Unkraut rein erhalten, und bey ſehr tro>ner Witterung öfters begoſſen werden, weil der loFere, der Einwirkung der Sonne ſebr ausgeſehte und ſtart gedüngte Gartenboden ſehr leicht zu ſehr austrocknet, wenn auch der mehr geſchloſſene Feldboden nod) Feuchtigkeit genug hat. Man laſſe nur" von den erſten in der Krone der Tabatkepflanze jh <<< 20 Shi allet Ei ink Blaine Za kur Ee I aan nen a m I 2 I EEE Der Tadak. 27.8) 276 Bau dex Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (320) zeigenden Blumenrispyen 6 öder 8. zum Samentragen ſtehen, und breche die ändern, die ſpäter kommen, ſorgfältig ab, weil die Seitenzweige weder vollkommenen Samen geben, noch zur gewöhnlichen Reife gelangen, damit der von den gelaſſenen Blymenrispen um ſy beſſer werde. ihren Kronen ſehr hoch zu wachſen yflegen, ſo. muß man ſie auch, wenn es nöthig iſt,-durc ZU „Esty| 1SSt: Oarteni 1 iſt, füt! 48 Gam 25 wie fie m, Ez Ji -. zyft gens = weider Ed > fahr, M (Se nzt WI ea es noh ateſtene lr ES er.die 35 Anbau der Feldgewächſe. Der Tabak. 277 (321) bakspflanzen gegen-die- Kälte fehr: empfindlich ſind, ſo iſt es nicht genügend, die Pflanzen in Gartenbeeten in geſchützter Lage zu erziehen, wenigſtens iſt ibr Forthommen in dieſen ſehr ungewiß, ſondern ſie müſſen in Miſtbeeten, welche die Gärt- ner. faite-Maſtbeete nennen, erzogen und in dieſen Miſtbeeten aufs ſorgfältigſte vor der Kälte geſchüßt werden. Dieſe Mitſtbeete- werden im ſüdiichen Deutſchland ſchon zu Anfange oder in der Mitte des März, im nördlichen Deutſch» land in der Mitte des März bis in die Mitte des April ange- legt. Man nimmt bey der Anlage zuerſt darauf Rücfſicht„-/ih2 nen eine ſolche Geſtalt zu geben, daß die ſich darin entwickelnde Ißärme in einem gehörtiaen Grade gleichmäßig entwickelt und er- halten werden kann.. Dieſen Zwe> erreicht man, wern man ein jedes Miſtbeet 8 Fuß 6 Zoll lang und 5 Fuß 2 Zoll breit, nach rheinländiſichem Maaße, ſo anlegt, daß ſeine Flache gegen Mirtag etwas geneigt bleibt. Die lange Seite des Muſ1beetes muß von Morgen nach"Abend geben, ſo daß.ſie aeFem Mittag ſteht. Manche pflegen auch die Längenſeite des Miſtbeetes--(o anzulegen, daß tie mehr nach. Morgen, als nach Aben gerich= iet iſt, und dann von. Südweſt nach Nordoſt gebt„* und zwar aus dem Grunde, weil man im Frühjohre. mehr Tage- hat, wo die Sonne des. Vormittaas, als des Nachmittags ſcheint, und man daber der Sonnenwärme mehr. Gelegenheit zur Einwirkung giebt. Dieſer angeführte Raum wird: gegen zwey Fuß tief. ausz geſtochen. Der Grund: und die Seitenwände dieſer Grube wer- den mit Bohlen, eng an einander gefügten Stangen, mit Flachs- ſchewen, vder auch mit-dicht in einander gefügten Tannenreiſern, belegt, um dadurch Maulwürfe und. anderes Ungeziefer abzu- Halten. Hierauf wird in die Grube eine Schicht von 1x Fuß friſcher Pferdemiſt, ſo wie er aus dem. Stalle kommt, gleichmä- ßig auSäaebreitet und feſt getreten. Ueber dieſe Miſtdecke wird- 3 bis 4 Zoll hoch gute geſiebte Erde geſireut. Der Zweck des fri- ſchen Mistes ift, durch die hitzige Gäbrung, in welche derſelbe geräth, Wärme zu- erzeugen, weßholb alter, der Luft: ſchon ausge ſett geweſener Miſt, der ſeine bivige Gährung zum Theil ſchon überſtanden hat, oder anderer Miſt, als Pferdemiſt, deſz ſen hizige Gäbrung weniger Wärme entwickelt, nicht angewen= det werden kann. Zu der über den Miſt kommenden Erdtage wählt man am kiebſten Boden von demjenigen Lande, auf wel- e bereit ſeyn, um dadurch die Rahmen hober oder niedriger ſtellen zu können, damit, zufolge der kälteren oder wärmeren Witterung, der innere Raum des Miſtbeetes gelüftet, der erforderliche Luft: wechſel unterhalten und die Temperatur im inneren. Naume re- gulirt werden kann. Das Lüften der Rahmen muß nicht gegen den Wind, ſondern nach der entgegengeſezten Seite erfolgen, Die. Wärme in den Mittbeeten darf nie 30 Grad Reaumur über: ſteigen 3 wird ſie größer, ſo müſſen die Rahmen geöſſnet wer: den, um die Wärme, die dann nachtbeilig wird, zu mildern, Wer kein Thermometer hat, der muß die Wärme nach ſeinem Gefühl beurtheilen, und wenn er bewerkt, daß ſie die eines beißen Sommertages überſteigt, ſo iſt das Lüften nothwendig, Das Miſtbeet darf weder bey Tage, noch bey Nacht, außer bey Froſtwetter, ganz mit dem Nahmen verſchloſſen werden und wenn anhaltend warmer* Sonnenſchein iſt, müſſen die Fenſter mit Strohmatten belegt werden, weil ſonſt die Hiße in dem Miſtbeete ſo groß werden würde, daß Alles verdorren müßte. Man bedient ſich auch anſtatt der Papierfenſter, zum Be- de>&en der Mittbeete, nur der Strohmatten/ zwiſchen welchen man, um den Pflanzen das nöthige Licht zu verſchaffen, ſchmole, Über die ganze Breite des Miſtbeetes gehende Glasfenſter ein» ſchiebt. Die Strohmatten müſſen gehörig dicht, von ganz glei: ung bildet. Man muß dabey darauf ſehen, daß das Stroh 'ey anden) ganz gleich iſt, und genau mit den Sturzelenden in den Beetz Chölzem! Wy furchen ſteht, weil daſelbſt die abgeleitete Kälte ausſtrömt. Es Impaſſen, iſt auch zu empfehlen, zwiſchen die Beetfurchen Gefäße mit Waſ- + Zu jeden ſer- gefüllt zu ſetzen, indem das Waſſer als Ableiter des Froſtes ie Gti"dient. Die Pflanzen werden zwar in dieſen Landbeeten oft recht Eiger Atel gut, und zwär ſpäter zum Verpflanzen tauglich, aber deſto Jeren Wittuy beſſer und fräftiger 3 allein ungewiß bieibt ihr Fortkommen im- Aforderlice| mer, und es iſt die Art der Pflanzenerziehung beſonders, bey Stren, Raum! den beſſern..Tabaksarten, welche gewöhnlich zärtlicher ſind, nicht nuß nidt 4 zu empfehlen, wenn man ſich nicht der Gefahr ausſeten will, Bs eite mi gänzlichen Mangel an Pflanzen zu haben, SN eaumut Außerdem erzieht man auch die Pflanzen in den ſogengann- Ü gedfnetr ten Tabakskutſchen. Es ſind dieß hölzerne Käſten, welche auf Wl, zu mily Gerüſten ſtehn, die, ſo wie die Miſtbeete, unten eine' Lage fle nach ſet Pferdemiſt haben, über welche Boden gebreitet iſt, und die eben & ſie die ei ſo mit Papierfenſtern oder Strohmatten bedec>t werden können. jW! nothwent Dieſe Tabakskutſchen haben zwar den Vortheil, daß man ſie an 2(pt, auß jedem beliebigen Orte' in der geſchübteſten Lage anbringen kann, 6 weiten; und"daß die Pflanzen gänzlich von allem Ungeziefer verſchont erm die ij bleiben 3; ſie ſind jedoch, da man Miſibeete leichter antegen Hibe in! kann, nur da zu empfehlen, wo der Tabaksbau in keiner großen vorren mit Ausdehnung betrieben wird, und. wo man zur Anlegung der „ler, zun] Muiſtbeete keinen ſchiklichen Plaß hat.|: oiſchen mil Eine gleichmäßige Ausſaat des Tabakſamens in dem Pflan- zenbeete iſt höchſt nötbig. Um dieſe bey der Kleinheit des Sa- Kn affen, ſm;).|,;: PT mens zu bewirken+ empfiehlt man, denſelben mit gut geſiebtem „von qa) Sand oder Aſche zu vermiſchen, und vermittelſt eines Haarſie- Zcmen dam bes, welches den Samen und die pulverige Beimiſchung mit D efleitende du gleicher Leichtigkeit durchläßt, auszuſirenen, indem man das . Ynterfipy Haarſieb in einer gleichmäßigen Bewegung ſanft mit den Hän- abmen mt den ſchwingt. | [111] Die Einſaat darf nicht zu dicht und nicht zu dünn erfolgen, BO weil im erſten Falle die Pflanzen nicht gut wachſen und ſich 4, Wie durch den Mangel an Raum nur in die Höhe augsbreiten kön- MFE nen, ſpillig werden und dann zum Verpflanzen nicht viel tau- We 0" genz; im letztern Falle aber die wenigen Pflanzen die Koſten ihrer Erziehung nicht de&en, und die zu dickſtäammigen Pflanzen Mon zum Verpflanzen' ebenfalls nicht recht tauglich ſind. Man gaſer nimmt an, daß jede Pflanze einen LQuadratzoll Raum haben yer dE müſſe. Die früher angeführte Größe des NMiſivbeetes, 8 Fuß „ein(m 6 Zoll lang und 5 Fuß 2 Zoll breit, giebt einen Flächenraum En wN von 6324 Quadratzoll, und'es wären mithin an guten Sa- S0 10040 menkörnern, von denen jedes aufginge, die genannte Zahl der Um die 3" Quadratzolle an Körnern nothwendig. Da jedoch einerſeits - FU die Samenkörner nicht alle aufgehen, andererſeits die Saat nicht =„für fo genau einzurichten iſt, daß gerade nur auf einen Quadratzoll Een ein Samenköornhen komme, ſo wird man immer den vierten ein 91% Rer Veer enmeeewwenEneReneewe ; MTA LICK WEN OPTI R 94 PECH MIET€ SS AES LEE ETTA SDA RT Vs ANKE: EN SEI ile 49 2 M3 1 WAGE LOS UPLDENT us R LA SIE NET EL 230 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April, (324 Theil N. genannten Summe an Samenkörnern mehr rechnen müſſen. Wo die Pflanzen zu dicht ſtehen, können ſie nachher immer verdünnt» werden. Um die Quantität des auf ein Beet erforderlichen Samens zu beſtimmen, zähle man eine gewiſſe Anzahl Körner ab, wäge ſie, und beſtimme nun die- erforder2 liche Quantität nach deim Gewichte. Bemerkt muß jedoch hier= bey werden, daß man Samen von gleicher Größe haben muß, Um nun den nöthigen Bedarf an Pflanzen zu erlangen, iſt es nothwendig, ſich einen Ueberſchlag zu machen, wie viel man deren bedarf, um danach die Anzahl der Pflanzenbeete zu be ſtimmen. Man rechnet auf einen Magdeburger Morgen von 480 LQuadratruthen rheiniſch 6000 Pflanzen. Dieß wird ſich jedoch nach der Art des Tabaks, je nachdem ſie zur vollfom= menen Aughbildung einen größern oder kleinern Raum erfordert, verſchiedentlich modificiren, Wenn-man nun annimmt, daß nicht älie von einem Beete gewonnenen Pflanzen brauchbar ſind, daß nach dem Verpflanzen noch manche Pflanzen eingehen, an deren Stelle nachgepflanzt werden muß, ſo wird man, um ſich ſicher zu ſtellen und keinen Mangel an Pflanzen. zu haben, uf Verluſi den vierten Theil rechnen müſſen. Mati kann alſo, auf den Magdeburger Morgen 7500 Pflanzen annehmen, und dann nach dem Flächenraume des mit Tavatk zu bepflanzenden Landes ſehr leicht den erforderlichen„Flächenraum an Pflan:ens beeien berechnen können- Hinſichtlich der Entfernung der Pflan= zn von einander verweiſen wir auf das Verpflanzen des Tas 8,; Man ſäet den Samen, nachdem die Miſtbeete etwas ver- dunſtet haben ,. wie bereits bey Anlegung derſelben bemerkt worden iſt, vom Anfange Marz bis gegen die Mitte April. Es empfehlen Einige, den Samen, bevor er ausgeſaet wurd, einz zuquellen, dämit ſich der Keim zu entwiceln anfange, ehe der Same ins Land kommez allein es iſt dieß nicht zu empfehlen, zeil der Saw? zu ſchnell treibt, leicht ſchwächliche Pflanzen giebt, und man den rechten Zeitpunct, den gefeimten Samen ins Land zu bringen, indem er ſchon zu ſehr gekeimt haben kann, leicht verſäumt, und. man doch weiter nichts dadurch gewinnt, als daß die Saat etwas früher aufgebt. Um jedoch den tauben Samen abzuſondern, iſt es zu empfeblen, ihn im Waſſer zu ſchwemmen und den leichten, obenauf-ſchwimmenden abzu- raffen. Wenn der Same ausgeſtreuet iſt, ſo ſiebt man ewa einen Viertelzoll hoh gute Erde darüber, und drüt dann mit einem Bret den Boden ganz ſanft an, damit der feine Same ſich deſto leichter mit dev Erde verbinde und aufgeben könne. Viele halten das Ueberſchütten des Samens gar nicht für nöthig, poder bedienen ſich eines leichten Rechens, um denſeiben etwas mit Erde zu bede>Xen, und ihn noch gleichmäßiger zu vertheilen, Nach erfolgter Saat müſſen die Samenbeete begoſſen wer- den, wozu män ſich am beſten eines weichen Flußwaſſers bes dient, welches einige Tage vorher im Zimmer, oder an einem andern Orte, der warmen Luft ausgeſetzt geweſen iſt, um eine gemäßigte Temperatur anzunehmen. Sehr gut iſt es, wenn man etiwas Schafmiſt, Tauben- oder Hühnermiſt darin ein» weicht. Das Begießen muß anfänglich oft wiederholt werden, damit es den Pſlänzcen, iſt es gut, v M Pflan weiin man bald ta dem jedesmaligen Jäten wieder etwas jmährder Pflat gießt, vder etwas feine Erde über die Pflanzen ſiebt. Rn SU Von den Samenbeeten muß man die Kaßen abhalten, von deren Unrath die Pflanzen gelb werden und vergehen, ſo Sr gehwas hi auch die Maulwürfe, Mäuſe und Sperlinge- Um die Pflan- Ben ban zen gegen den Erdfloh zu ſchüßen, ſtoße man Schwefel zu [WH April, 0 Staub, feuchte den zu ſäenden Samen mit etwas Del au, ed wird,(in freue den Schwefel, oder anſtatt deſſen auch Gypsaſche darüz X ber, miſche Alles wohl untereinander, und ſöe ſo den Samen ; y aus. Die kleinen weißgrauen Erd- oder Robſchne>en, die die D(e Wan Tabakspflanzen oft wegfreſſen, vertilgt.man am beſten dadurch, = Samen daß man hin und wieder grüne Hollunderreiſer auf die Beete ES aben iw. legt, auf welche ſich dieſelben in der Nacht ſeven. Früh des ich gewin Morgens, beym Thau, nimmt man Fe mit den Schne>en zU- jaa den 197 gleich weg« Gegen einige andere Unfälle, beſonders das Gelb-= Waſ werden der Pflanzen, kann man fich durch Aufmerkſamkeit bey ES aden wr Anlegung„der Miſtbeete= daß der dazu verwendete Boden XD 6 man(0 nicht zu mager iſt, daß der Miſt überall gleichmäßig feit ges zit damm treten wird, und nirgends hohle Räume bildet, und daß die = eine Eu Miſtbeete gehörig verdunſtet ſind, wenn'man den Samen SS rben fön FAG Er und dur ſorgliche Behandlung, beſonders durd) er= |=S für vu forderliches Begießen zu gehöriger Zeit, ſchüßen. Gegen die |= Iben ei ſchwarzen, weißen und gelben Maden, die ſich in manchen | 177 vertheilt Jahren in das Mark der Pflanzen einfreſſen und dieſe dann Dgoſſen 1) den Keim zum Tode ſchon aufs Feld bringen, kann man nichts Ez waſſetöt! tyun, als daß man die Vorſicht braucht, die Saqaaten in den M an eint Pflanzenbeeten zu verſchiedenen Zeiten zu machen, und einen AM ain Vorrach von ſpätern Pflanzen zu haiten, um die eingegangenen =S es, mi nachpflanzen zu können, und vaß man lieber eine Erndte von ſpätern, minder voiſrommen werdenden Pflanzen nimmt, als WS darit SS olt wenn == 200012 uy) daß dieſelbe gänzlich fehlſchlägt. Nach der Pflanzzeit nimmt man den Grund aus dem Miſtbeete beraus, weil ſonſt allerley riere BE R eee 282 / Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (326) Ungeziefer ſeine Wohnung darin aufſchlägt, welches im kom: menden Frühjahre den Pflanzen gefährlich werden kann. Die Kardendiſtiel, Weber- oder Tuchkarde MDipsa- cus fullonnm). Die Kardendiſtel iſt eine Pflanze, welche erſt im zweyten Jahre ihre Vollkommenheit erreicht. An der Spitze des Sän- gels und der Aeſte erſcheinen dann einzelne eyrunde große Blumenköpfe, zwiſchen deren Blümchen lange, ſteife Spreu- blättct, oder in Pflanzenbeeten- erzogen und verpflanzt werden. Die Meinun- gen ſind darüber, welches die zweckmäßigſte Art der Cultur in Abſicht des Gerathens der Karden ſey, getheilt, und die dar- aus erfolaten Reſultate ſtimmen dahin, daß es ganz einerley ſey, welche Culturart man wählt, indem die Karden unter 1e: den Umſtänden gut gerathen, wenn man auf ihre Cultur nur die gehörige Aufmerkſamkeit verwendet, und die Witterung ihre Vegetation begünſtiget. In denjenigen Gegenden, wo die Karden häufig gebaut werden, wo man große Sorgfalt auf ihre Cultur verwendet, und aus welchen ſich die Karden durch ihre Güte augzeichnen, werden ſie gewöhnlich in Pflanzenbeeten erzogen und verpflanzt. Für das Verpflanzen ſcheint Folgendes zu ſprechen: Die Karden nehmen dabey ihren Plat im Feide ſpäter ein, ſo. daß das Land vorher um ſo beſſer zugerichtet, oder zu einer Vor: frucht benußt werden kann; ſie laſſen ſich, da ſie bey dem Verpflanzen in regelmäßigen Reihen ſtehen, während ihrer Ve: getationsperiode um ſo beſſer behandeln, und die während des Wachsthumes eingehenden Pflanzen können bey dieſer die bey einer bey uns im nördlichen- die Cultur auch an das Clima des nördlichen, 2m Re wham= eum en€ wes ' Gultu wm n Bit pfad: 14 hyftvolle17En (wel; N m zum: ; nicht) vMMtomt le ite Dy id dem"0 tip ſey!(IN oft gent betracht 80) wo ma m Karden 1139 19 der 19,80 Gonhd! 188 zh. wilder 06 9) De 50 | Sordenbiiy: tagen, hy gen iſt iM Ze fn dünat ji ver freie zu UU| Ugliche 168 fiſh 1 den GE Ww mym, iE WERE onen„S Wie GIF Rarden« 3 dem Ye) fann m3 wenn m3 jahre wis zz 2> R LA ZIE nl.| Anbau der Feldgewächſe.- Die Kardendiſtel. 933 Ache im)| N(327) Eta" Eulturart am beſten erſeht werden, ſo daß man immer ein wie: vollkommen beſtandenes Feld hat. Mrde Wir werden dieſer verſchiedenen Culturarten, bey der 5' Abhandlung über die Saat der Karden, Erwähnung thun. ARN Wahl des Bodens und des Climas,. VE Die Karde verlangt, gleich andern Diſtelgewächſen, einen ST we kraftvollen, nicht zu lo>ern, ſandigen, tronen, aber auch nicht + EN; zu ſchweren, naſſen, thomigten, ſondern vielmehr einen mürben, I ner mäßig feuchten, lehmigten Boden mit einer tiefen Krume. In 4 15, eu einem zu lo&ern und tro>nen Boden werden die Karden, wenn SE ene hy ſie nicht von einer feuchten Witterung begünſtiget werden, unz Eder hahn vollkommen; in“ dem ſtrengen, thonigten, naſſen Boden können m Blüh ihre Wurzelw ſich nicht gehörig ausbreiten, oder ſie faulen, Sgewahl oder ſie werden vom Winterfroſt zerſtört. Doch kann man MU 17 nd big in dem ſtrengen Thonboden noch eines ſicherern Ertrags gewär-= - UU fim tig ſeyn, als in dem tronen Sondboden, wenn man erſtern ES Bürſ) oft genug auflokert; wodurd) aber freilich die Culturkoſten ſehr WE, uf beträchtlich vermehrt werden. In der Umgegend von Nürnberg, Es den, vy wo man ſeit lange her den Boden ſtark düngt, werden die Opern al) Karden in einem mehr ſandigen Boden mit Sicherheit gebaut z Es und Zu in der Umgegend von Lommatſc) werden ſehr gute Karden mit - Vortheil in einem mehr ſtrengen, thonigten Weizenboden ex-= SSvild; j| zogen. Am beſten iſt zum Kardenbau ein alter Grasgrund, welcher vorher Lein getragen hat. Nin Kn' Die Karde liebt ein mäßig feuchtes, warmes und nicht win- un-.--„ Tum Gy diges Clima. Daher paßt ihr Anbau mehr in ebnen Gegen=- je 4 amd den. Jn bergigen Gegenden, wo im Winter der Aer oft c Nähe! durch den Wind von ſeiner Schneede>e entbloßt wird, paßt der Kardenbau nicht, weil die Karden den offnen Froſt nicht ver- EE tragen. Auch das Abſchwemmen des Bodens bey ſtarkem Re- - M gen iſt ihnen nicht zuträglich. (X' & werd) Si Ee Düngun g.: ES =„Der für die Karden beſtimmte Boden braucht nicht friſch en gedüngt zu werden. Viele behaupten, daß die Pflanzen nach I der Ci einer friſchen Miſidungung herzfaul werden, und daß fie, wenn, MN ſie zu üppig wachſen, mehr ſpröde, weniger in den Fabriken == MIE taugliche Karden anſeen. Auch entwickeln ſich die Pflanzen =(1 amm in friſcher Düngung im erſten Jahre zu ſehr, treiben zu ſtark SD in den Stängel und erfrieren dann leichter. In den Gegen- BE Cut" den, wo die Karden häufig gebaut werden, baut man ſie zur - ZUN zweyten, und in einem ſehr kräftigen Boden ſelbſt zur 3. an, w! und 4. Tracht nach einer friſchen Miſtdüngung. Ein gut zer- Zelt u gangener vegetabiliſcher Dünger, Teichſchlamm, Lehmſchutt von En dun alten Stallgebäuden und gut gefaulter Compoſt ſagen den (anzenn Karden ſehr gut zu. Hat man dergleichen Dünger, und trauet 2 7 dem Boden, der die Karden trägt, nicht genug Kraft zu, ſo Sohm: kann man auf einen ſichern Ertrag dann ganz gewiß rechnen, we din wenn man dieſen Dünger im zweyten Jahre im zeitigen Früh- „ einer 30 jahre auf die durchgewinterten Pflanzen ſtreuet, wien Platz im Feldbau und Fruchtfolge. -M NE Es iſt nicht bekannt, daß die Karde auf eine Frucht nach- geile I, theilig wirkte, oder daß ſie nach einer Frucht nicht gerathe. by SES ZZZEEINS SSIRS AS EN ZI SAIA Dk ee 234 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (328) Sie kann alſo deßhalb, und da ſie ohne friſchen Dünger ge: baut werden kann, willkührlich in jeden Fruchtwechſel aufge: nommen werden, und ihr Plaß im Feldbau iſt nach den Statt findenden wirthſchaftlichen Verhältniſſen leicht zu beſtimmen, Da ſie jedoch als eine zweyjährige Pflanze im erſten Jahre nicht allzu ſpät geſäet werden darf, ſo wählt man ſie, damit die erforderliche Zeit zur Bearbeitung des Bodens bleibt, nach Winterung, oder nach gedlingter Gerſte, Ganz vorzüglich gera: then die Karden nach Klee, Wo der Boden fräfrig genug iſt, daß die Karden zur dritten Tracht gebaut werden können, iT bey der Dreyfelderwirthſchaft die Brache ihr beſter Plaz. Fn Hinſicht des Ausfaungungsvermögens der Karden rechnet man ſie gewöhnlich dem Weizen gleich, und hiernach beſtimmt man bey ihrem Anbau das Verhältniß der Düngung und die Anzahl der Früchte, die: man nah einer Düngung nehmen kann. Es iſt unfehibar, daß. die Karden bey ihrem beträchtlichen Blatt- vermögen/ und da ſie gewöhnlich die Samen nicht zur Reife bringen, feinesweges ſy viel entziehen, als der Weizen. Rach der Verſicherung mehrerer Kardenbauer müſſe man dieſelben war in Hinſicht des benöthigten Bodenreichthbums, um ihres erathens. gewiß zu ſeyn, dem Weizen gleich rechnen, das "beißt, der Boden müſſe ſo kräftig ſeyn, als zum Weizen z; allein in Beziehung der Bodenerſchöpfung könne man ſie nur dem HDafer gleich rechnen, Bearbeitung des Bodens, Der für die Karden beſtimmte Aer muß, wenn man ſich einen ſichern Ertrag von ihnen verſprechen will, müglichſt gelo- Fert und von Unkraut gereiniget werden. Doch muß man bey der Bearbeitung in dem lehmigen Boden darauf Rückſicht nehmen, daß der Boden zwar mürbe, aber nicht pulverig wird, weil der: gleichen pulveriger Boden nach einem Regen breyartig zuſam: men läuft, und bey nachheriger Trockniß leicht auf der Oberfläche zuſammendorrt, ſo daß er für die Karden zu ſehr geſchloſſen wird. Da nun aber der lehmige Boden, bey der. Bearbeitung mit mehrern Furchen, in tro>ner Witterung, ſehr leicht pulverig wird, ſo iſt es anzurathen, den Boden zu derjenigen Frucht, welche den Karden vorangeht, um ſo ſorgfältiger zu bearbeiten, und ihn dann zu den Karden ſelbſt wo möglich nur auf eine Furche zu beſtellen, wodurch man ein mürbes, aber nicht pulve- xiges Land erhalten wird.: Die Bearbeitung muß möglichſt tief erfolgen, weil die Karde ein hochwachſendes Gewächs mit einer tief eindringenden Wurzel iſt, und alle dergleichen Gewächſe um ſo beſſer gerathen, je tie- fer der Boden geloFert worden iſt. Da Übrigens die Karden zu ihrer erſten Angsditdungsperiode einen angemeſſenen Grad von Feuchtigkeit verlangen, ſo muß man bey der Bodenzurich« tung darauf Rückſicht nehmen, daß er durch dieſelbe“nicht zu ſehr ausgetro>net wird. Man empfiehlt daher auch, um die Feuchtigkeit im Lande um ſo beſſer zu erhalten, in Hinficht der Form der Bearbeitung, breite Beete, oder das Land in eine Fläche zu pflügen, wohn ſtau 4 iM) yn(Em WLE 1 ſey) 00] vento ben(ÜR! Der GM a) nen hm den) abgebun 1 die Fi! gen Vr teife IE in(tft ""8 1 it I [WT whs funf! ſchem am „ph gleich 11841 Come 1 ud(110)? nd daſſgt! NENNEN] DUM EEE R AMT 4202. 0220...<> IEEE py, Anbau der Feldgewächſe. Die Kardendiſtel. 285 FME(329 Wd ER ES SUM MU DL SORTE.) Mich den€ Gehörig reifer und vollkommen ausgebildetey Same iſt ein Si heſtie. Haupterforderniß bey der Kakdencultur.,„Viele ſammeln zwar M erſten 4 den wäbrend der Erndte und aus den Blüthentöpfen ausfallen- Dian ſe| den Samen, oder nehmen den, welcher in den Fabrifen wäh- Ehl Ae rend der Anwendung der Karden ausfällt 3 allein da die Karden -3 E00, gewöhnlich vor vollendeter Samenreife abgenommen werden, ſo - SHOE iſt auch der auf dieſe Weiſe erhaltene Same größtentheils unreif. -"4 gen Es itt daher anzurathen, von den am vollfommenjten ausgewache» -„nnen, ſenen Samentköpfen ſo viele ſtehen zu laſſen, und das völlige er Plat,| Reifen des Samens abzuwarten, als man zur Saat benöthiget es rent 1 zU ſeyn glaubt. Der Same wird an einem und demſeiben Sga- ED)eſtimmt menkopfe nicht zu gleicher. Zeit reif, indem die Blüthe zuerſt =. An) pben am Kopfe ſich zeigt, und ſich nach und" nach berunterzieht, MW 71 tan,| Der Same erlangt ſehr bald nach dem Verblühen ſeine Vollfom- Sichen Zh menheit, und zwar an der Spitze des Kopfes früher, als unten dizuh an demſelben. Bald nachher, wenn der unterſte Theil des Kopfes Yelzen, abgeblüht hat, muß man, da der reife Same ſehr leicht ausfällt, Son dieſel! die Köpfe abſchneiden, ſie auf Tücher, auf einen tro>nen, lufti= WEU, um iht gen Boden ausbvreiten und bfters umrühren, wodurch der ganz Üehnen,| reife Same herausfällt, der nicht vollkommen gewordene aber Bhnizen; all in den Samenköpfen“bleibt, ſo lange dieſelben nicht ganz tro- W nur hy>en ſind. Der augsgefallene Same wird, ſobald er- gebörig tro- Fen iſt, in Beuteln oder Mulden an einem trocknen Orte, wo er vor den Mäuſen, die ihm ſehr nachgehen, geſichert iſt, ouf- +" bewahrt. Der Same erhält ſich zwar länger als zwey Jahre ( keimfähig, do; wählt man vorzugsweiſe am liebſten den friz jW) ſchen Samen, von der vorjährigen Erndte. vwl Wir haben bereits angeführt, daß die Karden breitwürfig - mh gleich an dem Orte, wo ſie bleiben ſoilen, geſäet, oder deren Samen in Reihen geſte>t werden können, und daß ſie zugleich auch in beſondern Pflanzenbeeten erzogen und verpflanzt werven, und" daß dieſe letztere Art ihrer Cultur als die gebrauchlichſte, die IS Sicht neh Es d, wn JSI rtig zu «(Mhorf 5 |[n vorzüglichſte zu ſeyn ſcheint. [anon E: ji Vearbeit Breitwürfige Saat. ZU END Bey der breitwürfigen Saat muß man nicht zu dicht ſäen,' EZEEE und für eine wöglichſt gleiche Vertheilung des Samens Sorge 1 beab tragen. Jn einem kraftvollen Boden, wo- fic) die Pflanzen mehr Enur an gusbreiten, müſſen dieſelben zwey Fuß weit, in einem minder WW nicht pu" kraftigen Boden 13 bis 2 Fuß weit von einander ſtehen. Wenn ; man nun eine gewiſſe Anzahl Samen wägt, ſv kann man, nachz eil diet! dem man den Pflanzenbedarf auf eine beſtimmte Fläche berech den Bul net hat, ſehr leicht den nöthigen Samenvedarf nach dem Gez =D 1 wichte beſtimmen. Unter allen Umſtänden wird man aver ein ] NOU Drittel des Samens. als Zuſchlag auf unvollkfommnen Samen, = Min und auf beym Aufgehn zu Grunde gehende Pflanzen rechnen au müſſen. Wenn die Saat aufgegangen iſt, ſo werden. die Pflanz | zen dort, wo ſie zu dicht ſtehen, ausgezogen, und an die wn, Stellen, wo ſie zu dünn ſtehen, verpflanzt. Um übrigens für M die auch noch ſpäter eingehenden Pflanzen eine Pflanzſchule zur BS vini W" Ergänzung zu haben, iſt es anzurathen, einen kieinen Theil dex ZUEH zum Kardenbau beſtimmten Fläche dichter zu beſäen, davon die Erſabpflanzen ſo lange zu nehmen, als es nüthig iſt, und dann en Saa RI IgE Baa der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (339)( die Pflanzen, wenn ſie no< zu dicht ſtehen, zu verdünnen. Der ausgeſtreute Samen wird vollkommen eingeeggt. Man ſäet die Karden bey der breitwürfigen Saat ſchon im März 3 man kann ſie aber auch noch im Juny, bey genugſamer feuchter Witterung, ſäen, und man hält allgemeiv dafür, daß die ſpätere Saat hauptſächlich. deßhalb ſicherer ſey, weil dabey die Pflanzen im,erſten Jahre minder hoch wachſen und fich we: Uiger ausbilden, und mithin von der Wintertälte weniger eiden. Ste>en der Samen. Das Ste>en der Samen erfolgt in regelmäßigen Reihen, welches die nachherige Behandlung der Karden ſehr erleichtert, in. der bey der bre!'twürfigen Saat angegebenen Entfernung, oder, wenn man zwiſchen den Reihen den Schaufe!pflug anwenden will, in der dazu erforderlichen Weite. In dem leichten Boden kann das Ste>en mit einem Stekholze verrichtet werden 3; in- dem mehr bindigen Boden zieht man es vor, mit einer kleinen Haue zwey Zoll tiefe Löcher zu machen, und die Löchen, nach- dem der Same eingelegt iſt, mit der Haue wieder zuzuha>en, Dadurch bekommen die Samen eine uim ſo lockrere Bedeckung. Aufmerkſame Kardenbauer pflegen auch, wenn der Boden nicht ſehr reich iſt, in jedes Loch über den Samen etwas gut zergan- -'genen Gompoſt, Schlamm, oder dergleichen zu ſtreuen. Man muß die Vorſicht brauchen, immer zwey Samen zuſfammenzules- gen, damit keine Pflanzen zurükbieiben.„Keimen beide Pflan- zen bervor, ſo wird die ſchwächere abgebrochen. In Hinſicht der Zeit des Ste>ens gilt daſſelbe, was bey der breitwürſigen Saat geſagt worden iſt. Erziehung der Kardenpflanzen in Samenbeeten., Man wählt zu den Pflanzenbeeten der Karden ein kräftiges Land im Felde, oder beſſer in einem Garten, gräbt es gehörig im vorhergehenden Herbſt und läßt es rauh den Winter hindurch bis zur Saat liegen. Im erſten Frühjahre bis Ende Aprils ſäet man- den Kardenſamen in die Pflanzenbeete gleich dem Krautſa- men aus, harkt ihn mit der Harke gut unter und behandelt die Pflanzen während ihres Wachsthums eben ſo, wie beym Kohl angeführt worden iſt. In dieſen Pflanzenbeeten verbleiben die Pflanzen bis in den Auguſt oder September, und müſſen wäh- xend dieſer Zeit, wenn der Boden zu trocken wird, begoſſen wers den. Man hält dafür, vaß die Pflanzen nicht zu dic> ſtehen dürfen, damit ſie um ſo ſtärker werden, weil die ſtärkern Pflan- zen ſich ſchneller in den Boden einwurzeln und anwachſen. In Hinſicht des Pflanzenbedarfs nimmt man an, daß 4 rheiniſche Quadratruthen Pflanzenbeete den Bedarf für einen Magdevur- ger Morgen zu 180 rheiniſchen Quadratruthen liefern. „Ueber das Verpflanzen der Karden, über ihre Behandlung während der Vegetation Überhaupt, ſo wie Über ihre Erndte, verweiſen wir auf den Monat Auguſt. .-mmupeeade Anf, jm CS aulit je bey! x von Mi GptelartiM! nf nier DO! Werden MD Algen 1) DM! Vin 9) Zihl Ina Weitmi'd Z |, Zim Jad; IE 4 001,7) Dyn E00 Vinchy Anbau 1101 jamen, hy den Aral Jen, ieſhE 7 it, Wl m meſa n) diengan Nan gifs| andelnnad: ame aue ; I Bi "Man ſhlazen- Wt ns NRCET ſt, vnn il,< Ee Anbau der Feldgewächſe. Der Mohn. 2387 jÜnnen,|„Bt(331) | 5. ODelgewgachſe. 0047 Der Mohn Eapayer). " 40794 Von dieſem allgemein bekannten Gewächs giebt es mehrere (We Arten,„Unter weichen der gemeine Mohn, Gartenmohn,'Mag- 19 ih ſamen Wapaver s0mniferum) derjenige iſt, welcher gewöhnlich HENN) cultivirt wird, und auch unter diejenigen Gewächſe gehört, welche '- eine beſondere Aufmerkſamkeit bey der Cultur verdienen. Man hat von dem Gartenmohn mehrere Spielarten. Bey einer dieſer Spielarten öffnen ſich die Köpfe bey der Reifung des Samens igen ej von ſelbſt; bey einer andern bleiben ſie dagegen verſchloſſen. "6 iH Unter den verſchiedenen Spielarten, welche in Gärten gebaut vun werden, kommen in Hinſicht auf die Feldcultur, hauptſächlich E etnung, folgende Arten in Betracht. E13 an 1) Der graue, geſchloſſene Mohn, welcher unter den geſchloſ: Dichten By ſenen Mohnarten der allerergiebigſte iſt. € Werden; 2) Der weiße geſchloſſene Mohn, welcher zwar große Köpfe Deiner fle bildet, jedoch wenig Samen darin enthält z aber am theus"' 3 ichen, mi erſten bezahlt wird, S) znzuha 3) Der blaue, offne, oder Schüttemohn, welcher unter allen 4: Bedeu Mohnarten der allerergiebigſte iſt. 363oden nit Der Mohn ſtammt aus Aſien; er iſt jedoch bereits ſo ein- Ouyut zergat heimiſch in Europa geworden, daß man ihn mitunter wild fin- |E nen. Ma det. Die Samen ſind ſehr ölreich, und haben einen ſüßen Ge- c mmenzul! ſchmack 3; die die Samen einſchließenden Köpfe enthalten jedoch Zed Nu eine, betäubende-Kraft, und man kann aus dem Safte derſelben 2 Hinſicht 1! Opium gewinnen. Suſie Su Wir rechnen den Mohn zu den Oelgewächſen, weil er beym Anbau im Großen hauptſächlich zu Oel benutt wird. Die Mohn- : ſamen, welche jedoch von der betäubenden und Schlaf erregen- M nbeet den Kraft der Mohnköpfe nichts haben, wie Viele fälſchlich glau- ben, dienen jedoch auch als Speiſe, auf mannichfaltige Art zuberei- Binn tet, und gewiſſermaßen als Gewürz zu manchen Bacwerkten. - 306 I. Im mediciniſchen Gebrauch hat er eine erweichende Eigenſchaft, Win und dient eben ſo, wie die Mandeln, wider Huſten und Fieber. 5 10 Man giebt ihn gemeiniglich in einer Milch mit Melonen und AUM Mandeln oder Kürbiskernen verbunden. Nächſidem wird der Syehanta! Same auch als Futter für die Stubenvögel gebraucht. m bey a- Das aus dem Mohnſamen gewonnene Oel giebt an Güte - NOWE dem Mandel- und Baumöl nichts nach; nur müſſen beym Delsz mü ſchlagen alle Geräthſchaften ſehr reinlich ſeyn, weil das Oel deg leicht einen Beyſchma> annimmt. Auch muß das Oel kalt dia WW gepreßt werden. Es iſt ganz klar und hell, und wird noch rei- zitben pd ner, wenn man es mit geröſtetem Salz vermiſcht. Es hat einen ZNO] eben ſo guten Geſchma>, als das beſte Provencerbl, wenn man 5 4 them beym Preſſen einige Schnitten von Borsdorfer Aepfeln bey» = Matt miſcht. Beym Brennen ſvll es weniger Ruß anſeßen, als Rüb- “418 ſen-, Lein- und Baumöl, weniger riechen, auch bey der Kälte Behandit) nicht ſo leicht gerinnen und daher vorzüglich zu den Lampen in Ehr Emy Fabrifen dienen. Auch die Maler bedienen ſich des Mohnöls häufig zu den Oelfarben, weil es geſchwind tro>net und nicht ſo leicht gelb wird. Wenn man das Mohnöl mit Rinds- oder Hammeltalg über gelindem Kohlenfeuer vermiſcht, und dann in Töpfen zum Gebrauch aufbewahrt, ſo hat man ein wohlſchme- En NO WO min NEAR Eee Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April.| (332); Fendes Surrogat der Butter, welches dem Gänſeſchmalz gleich Fommt. Die Oelkuchen von dem. kalt gepreßten Mohn enthalten noch viel Oel 7 welches man gewinnt, wenn man die Kuchen pulvert, erwärmt und dann wiederholt preßt. Dieſes Oel iſt aber nur zum ganz ordinären Gebrauch tauglich. Die nach dem Preſſen veröleihenden Theile ſind ein ſehr gutes Viehfutter. Der blaue Mohn iſt am wenigſten reichhaltig, der weiße Mohn dagegen am reichhaltigſten an Oel. v Es iſt in Deutſchland wenig"gebräuchlich, den Saft der Mohnktpfe zu Opium zu benupen, wie dieß im Orient der Fall iſt, wo der Mohn hauptſächliä) zu dieſem Behuf gebaut wird. Man behauptet, daß das von dem in Deutſchland, und ſelbſt in Frantreich und Engkhand gebauten Mohn gewonnene Opium , ſchlechter ſey, als das orientaliſche; indeſſen ſcheint es wohl, Mobn auf die Unterlage an: daß ein nicht ganz angemeſſenes Verfahren, bey der Gewinnung des Saftes, mehr die Urſache davon ſey, daß das bey uns ge- wonnene Opium ſchlechter ſey, als das orientaliſche, als in-der Beſchafſenheit unſeres Mohns liegt.: Schon Johann Ball zu Willton, in der enzliſche Provinz Williton, gab Nachrichten und Anweiſung, Opium zu be- reiten, und erhielt deßhalb eine Belohnung, und das auf dieſe Weiſe bereitete Opium ſoll in mediciniſcher Hinſicht dem morgen ländiſchen ganz gleich und in Rückſicht der Reindeit demſelben vorzuziehen ſeyn. Aud) die Engländer Cowley undStaines haben in neuern Zeiten ein ſehr aufmunterades Beyſpiel gege-" ben, daß dex Mohn ein ſehr einträgliches Gewächs iſt, wenn man bey deſſen Cultur mit der Gewinnung der ölichten Samen, auc die des Opiums verbindet. Die Yerzte fanden das englis> ſche Ipium ſo vorzüglich, daß das Pfund um zwey Schillinge tbeurer verkauft wurde, als das beſte orientaliſche. Wir werden. am Schluſſe der Abhandlung über die Mohn- cultur, unter der.Ueberſchrift: Bemerkungen, das Nöthige über die Gewinnung des Opiums anführen. Wahl des Bodens und des Climas. Der Mohn kommt in jedem kräftigen, warmen, von Un- krauc reinen Boden, der nicht zu naß und nicht zu gebunden iſt,-gut fort, Man kann ihn ſelbſt im Sandboden bauen. Hauptſächlich“ kommt es bey der Auswahl des Bodens züm iſt dieſe eine ſtrenge Thonſchicht, velche dem Eindringen ver Mohnwurzel, welche'gern tief geht, Schwierigkeiten entgegenſeßt, ſo ſchlägt die Erndte größtentheils fehl, Man kann bey einer ſoichen Unterlage den beſten Boden wählen, und die größte Aufmerkſamkeit. auf die Mohncultur verwenden, der Mohn ſchlägt doch größtentheils fehl. Das den MMobnyvau begünjtigende Clima muß warm, nicht zu feucht und möglichſt windſtiil feyn, 2 Düngung, - So wie alle Oelgewächſe, verträgt auch der Mohn, ſelbſt in dem reichſten Boden, friſche Miſtdüngung. mit ſeinen vielen und breiten Blättern beträchtlich viel Nahrung aus der Atmoſphäre, und conſumirt ſowohl den ältern Humus, gis auch die aus der friſchen Düngung ſich bildende pflanzen: pu; Er zieht zwar“ j nährende! weng in der) Jahr Wer IN (zur" h ſgzeitig 1: Miſt we 1 Deh in die 70 Gerſte. evy böreitet 107 und 1 liche 30 M Nah 7: M ſener iS 0 9007100/ Nan M Teſter Friſs uid wat niht 0 119: Zeit zur 110 den Wl RÜbſam ab mit Vortſß näch Keul Shchtbeilng Defrechi den Nehh Eindten 19 Nobren, ß 10, Im GMK ſchpbot Doig dej Mohn S Wit 1 hift weten ien""e ſichen og ſhenfan ts M OO EEE EEE EEE EEE EEE April, Anbau der Feldgewächſe. Der Mohn. 289 03333) jeſchmalt W nährende Materie, im Verhältniß des Ertrags ſeiney Sa! mein, Roh hn en; WEBE als andere Oelſamen tragende Gewächſe; aber er muji an die Ay in der. Nähe ſeiner ſpindelförmigen Wurzel viel concentrirte Dieſes 9 yy Nahrung vorfinden, und deßhalb muß man zum Mohn düngen, Die my wegn man Bortheil von der Mohncultur erlangen will. Die „Siehfutia, Stärke dev Düngung inuß in der eſt erfolgen; als may Zig, der 1 ſcarf zu düngen pflegt. Der Mohn liebt mehr den zergangenen, I Eu als den friſchen, unzergangenen Miſt, und man muß daher denz ? den Ott) ſelben entweder ſchon im Hervoſt unter xvringen, oder wen'xr 4" Orient dir man im Herbſt nicht düngen fann, im Frühjahre den Dünger f gebaut x ſo zeitig als möglich unterbringen, und den mehr zergangenen I und; Miſt wählen. Ohno Ow Ein Plaß im Feldbau und Fruchtfolge, Syer Gewinn Der beſte Platz für den Mohn bey der Dreyfelderwirthſchalt 18 bey un iſt die Brache, und zwar auf. einem Acer„der im Sommerfelde Bihe, als in) Gerſte. getragen hat, weil der Acker zu Gerſte beſonders gut zu: bereitet wird, derſelbe nach ihrer Aberndtung noch ſehr locker iſt 5 6 der engli! und Well die Gerſtenerndte ſo zeitig erfolgt, daß noch hinlängs= DD yium. u Liche Zeit zur Bearbeitung des Bodens im Herbjti verbleibt. tdas auf)) cach Hafer iſt der Nä>er in der Regel etwas verwildert; und Biden mort ſeiner ſpäten Aberndtung wegen wird auch die Zeit-zur ferner13 zo it deinſelh Vorbereitung ſehr abaekürzt,; ÜdStain! Man kann den Mopn, da er, außer nach dem Lein, nach LWONT 0,0 keiner Frucht mißräth, wenn der Boden nicht zu ſehr ausgeſaugt Les| m Und»verwildert iſt, und wenn die Abern dtun a der Borfrucht PECH nicht ſo ſpat erfolgt, daß im Herbſt nicht mehr die exforderiiche Sten das ni Zeit zur Vorbereitung des Bodens verbleibt, ſehr willi übrlich t jeh Schily in den Feidumlauf bringen z; und auch nach dem Mohn können ' Rübſfamen, Raps, Weizen, ſo wie die mex ifien andern Bewachſe, or die I mit Vortheil gebaut werden. Ganz vorzüglich geräth der Mohn es Nöthige nach Klee... Auf ſich ſelbſt fann der Mohn mehrere Male ohne Nachtheil folgen. | Oefters werden unter den Mohn, wie wir auch bereits bey =(8, den Möhren angeführt haben, Möhren geſäet, um ſo zwey Erndten von einem YUcker zugleich zu 402 AUSELEUT Adſicht der Möhren, welche ſich noch dann, wenn der Mohn abgeernd tet EN, = en, hon AU iſt, im Spätſommer und Herbſt, vollkymmen ausvilden fönnen, -4 Rdn dieß Untereinanderbauen dieſer Gewächſe nicht; aber auf 1 Swiwu den Mohn haben die Mohren gewohnlich keine vortheilhafte Eins N SNN wirkung, indem der Mohn dann der Möhren wegen nicht be- Mi! Ha>t werden kann, was doc zu ſeinem Gerathen ein Haupters EF gp forderniß in einem mehr gebundenen Boden itt, Wo man eines =“ beſien 2 ſichern Gerathens des Mohns gewärtig ſeyn kann, iſt die Zwiz Ea 2 ſchenſaat der Möhren durchaus nicht zu empfehlen, S zu feucht! Bearbeitung des Bodens. Der Boden muß zum Mohn ſo klar als möglich bearbeitet, und von Unkraut gereiniget werden. Die Bator ieuns muß der zeitigen Saat im Frühjahre wegen ſchön im vorhergehenden 5 Mohn Herbſt vollkommen erfolgt ſey... Die Bearveitung muß mög Er zu zu lichſt tief erfolgen. an empfiehlt es veſond ers, die Saatfurche E viel NM im Herbſt zur möglichſten Tiefe zu geben ut 7d den Acer den [tern Zun Sinter hindurch in rauher Furche liegen zu laſſen, Beſonders eiende pfa 990 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (334) 7„4 iſt dieß in einem mehr bindigen Boden anzurathen, weil dex: ſelbe in rauher Furche liegend im Winter weniger zuſammen- läuft, und im Frühjahre weniger geſchloſſen, als der geeggte, leichter Krume giebt. Ein ſich durch den Winter ſehr ſchließen- der Boden muß die Saatfurche im Frühjahre erhalten. Jn Hinſicht der Form der Bearbeitung, ſind, weil der Mohn be- hackt und gejätet werden muß, flache und nicht zu breite Beete am beſten. Samen und Saat. Man muß bey der Auswahl des Mohnſamens ſehr ſorg: fältig zu Werke gehen, und ſchon während der Erndte zum Sq- men die vollfommenſten Köpfe wählen.'Man empfiehlt hierbey nur die großen, runden und etwas gedrückten, pommeranzen- förmigen, nicht aber ſpitige und citronenförmige Köpfe zu wäh- len, weil nach der Erfahrung jene beſſern Samen liefern, als dieſe. Die Samenköpfe werden an einem tro&Fnen, aber nicht ſonnigen Orte getrocknet, mit den Stielen an Fäden gereihet, an einem nicht zu zugigen und tro>nen Orte aufgehangen, und bis zum künftigen Frühjahre ungeöffnet gelaſſen, weil ſich die Samen iün- den Köpfen am beſten erhalten. Einige Tage vor der Saat werden die Samenköpfe einer mäßigen Ofenwärme aus- geſebt, und'wenn ſie ganz dürr ſind, der Same herausgenom:- "men. Auch die Samen werden einige Tage vor der Saat in eine mäßige Zimmerwärme gebracht, und öfters umgerührt. Bey dergleichen gehörig ausgetrockneten Samen laſſen ſich nicht nur die unvollkommenen Körner beſſer ausſcheiden, ſondern ſie ſollen auch kräftigere Pflanzen treiben. Der Mohnſame hält ſich zwar über zwey Jahre fkeimfähig, der friſche Same- von der vorjährigen Erndte ſoll aber den Vorzug haben. ſ Man kann den Mohn ſchon im Anfange des März auf den Schnee ausſäen, wo dann die Samen beym Avthauen des E cnees fich mit in die Erde einziehen. In einem lodern, leich-. ten Boden kann dieß ohne Nachtheil geſchehen; in einem mehr bindigen Boden aber, der ſich den"Winter hindurch ſchließt, und deſſen Oberfläche bey den ſcharfen Frühjahrswinden leicht feſt wird, dürfte die Einwurzelung des Mohnfamens doch ſehr ungewiß ſeyn, und man würde einen ſehr ungleichen, an vie: len Stellen zu dünnen Pflanzenbeſtand erhalten. Bey dergleichen < Boden iſt deſſen Abtro>nung, ſo daß er mit der Egge ſcharf aufgeeggt werden kann, abzuwarten, und die Mohnſaat nöthi- gen Falles bis in den April zu verſchieben. Wenn die Saat: furche der zu großen Bindigkeit des Bodens wegen erſt im Frübjahre gegeben werden kann, ſo empfehlen Viele, die Saat: furche unmittelbar vor der Mohnſgaat zur geben, und den Samen auf die rauhe Furche auszuſtreuen, wo er durch das Seßen der Furchen mit Erde bedeckt wird und ſich um ſo leichter ein- wurzeln kann. Es iſt dieß jedoch nicht zu empfehlen, weil bey vorkommenden ſtarken Regen die rauben Furchen zuſammenge: ſchwemmt und viele Samen ſo tief mit Erde bedeckt werden, daß ſie gar nicht auffeimen können z vielmehr anzurathen, wenn man auf eine egale Saat rechnen will, den Acker erſt gleich zu eggen, und dann den Samen auszuſtreuen, ZZ zz = -> '<-: Etde R mD Fino" fi, nger 7 1 10 MANOEL aun Fi | in(851 er ws > nn es Sft), rth WM! ZEN Freuehing bn) 1 Fu Zu die 46 EMEN WW it 4 M0 30 ha, 51! am 19 fet vf fen iſt 400) JeſtanY zu zuratbihd| GR 40 mon 0.384 höfe Mit Come M deen Fd Zand M 1 die an4 ei 093] inis Lek | Ws Und die! Sl OE] Dber voni mer made! ewa gn Häunit a din in bag „Das Ze iſt abus (mis eM IE nl,| Anbau der Feldgewächſe. Die Sonnenblume. 291 335 en, Weil Da die Mohnſamen nur eine ganz ſchwache 84 N. er BU pmwy Erde vertragen, ſo überlaſſen Viele das Unterbringen der Sa- S der ey men dem Winde und dem Regen. Allein Wind und Regen ſeht Oli können ſo lange ausbleiben, daß die beſte Keimperiode vorüber- enhalten, 3 gebt, und der größte Theil des Mohnſamens wegen zu ge- "der Mehr| ringer Berührung mit Erde nicht keimen kann. Es bleibt da- (y breite Zy her der Sicherheit wegen immer gerathen, ven Mohn mit einer leichten Harte mit etwas ſcharfen eiſernen Zinken einzuharken, Kann man die Saat unmittelbar vor einem Regen machen, ſo .| iſt in einem leichten Boden das Einharfken nicht nöthig. Wenn 8 ſeht ſy der mehr gebundene Boden nach einem Negen, von ſcharfen die zun& Sonnenſchein und Winden, zuſammenbäckt, ſo iſt ein nachheri- pfichlt hin) ges Harken, wodurch der Boden wieder gelo>ert wird, um ſo Emmen vortheinhafter. ENG„Bey der Kleinheit des Mohnſamens und der beträchtlichen En 1947 Größe der Mohnpflanzen, muß der Same nur dünn au8gez En zir-ſtreuet werden. Man nimmt an, daß die Mohnpflanzen in ge- HENN wöhnlichem Boden 6 Zoll, in einem ſehr kraftvollen Boden aber E weil ih! 1 Fuß weit von einander ſtehen müſſen, Steht der Mohn zu Pe Tett dicht, ſo bekommt er nur kleine Köpfe, die einen unpollfommes- Wi nen Samen enthalten, Einige rechnen, daß 3 bis 3 Pfind Same Mues auf einen Magdeburger. Morgen von 180 rheiniſchen Qua- BTANEg dratruthen hinlänglich ſind, um eine gehörige dichte Saat zu Ader Ceat haben, Dieß möchte aber wohl bey der Unvollkommenheit vieler 3) umg Samenkörner, und da ein großer Theil derſeiben, ehe ſie ge- giſon Ahn! keimt und ſich gebörig eingewurzelt haben, Unfällen unterwor- Ml fen iſt, eine zu geringe Ausſaat ſeyn, um ein vollkommen dicht Ohnſame i beſtandenes Mohnfeld-zu erhalten, und es iſt daher immer an- Fe Game zurathen, das Ausſaatmaaß zu vergrößern, und 1 bis 11 Pfund "MOR 21 Samen auf den Morgen auszuſäen. Nach andern Angaben ſoll 5 März mu man auf jede Ruthe zu 16 rheiniſchen Quadratſchuhen 3 bis 4 Eilothaum Eßlöffel voll Samen, nehmen. Eine gleiche Vertheilung des D lodern Samens iſt höchſt nöthig, und wenn man nicht recht geübte < nm m Säeleute hat, ſo iſt es nöthig, den Samen mit getro&>neter Erde, Er und ſo Sand oder Aſche zu menaen, und zweymal,, in die Länge und gg winden in die Quere, ſäen zu laſſen. Wenn man mit dem Mohn zu- ens dud gleich Möhren ausſäet, ſv muß das Ausſgatmaaß nach Ver- : ien, hältniß verringert werden. 1 Die Sonnenblume(NVelijianthus annuus). er Copen) S hufoat 11 Sie wird auch jährige Sonnenblume, Sonnenroſe genannt, Syn die und dieſe ibre Benennung ſcheint entweder von der Größe und gegen(ml rundſtrablenden Figur der Blume, und von ihrer gelben Farbe, zo(0, die 6 vder von der Eigenſchaft derſelben herzurühren, daß ſie ſich im- Dd den Si! mer nach dem Stande der Sonne wendet. Die vorkommenden as Schm! Abänderungen dieſer Pflanzen beſtichen darin, daß die Blumen ſeichter! entweder gold- oder ſchwefelgelb, und. die Samen entweder fen„ wal) bräunlich, weißlich oder grau aeſtreift ſind. Die Stängel wer- . zuſamm) den in kräftigem Boden bis 8 Fuß hoch und 13 bis 2 Zoll ſtarb. wede wi Das Vaterland der Sonnenblume iſt Peru und Mexiko; Furaihn ſie iſt aber ſchon ſeit 200 Jahren in unſeren Gärten einheimiſch, > erf a und kommt auch öfters im Feldbau vor. Man findet ſie in einem milden Clima- bie und da auch ſchon verwildert, EE WT ABOS L- dür 1 EE KEL ER EE DES) VUE EO EO GE 128 10 ROE, 5 "DE: as EA WE IS ESA LCHONL 22.010.907 799 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April: 336)| ( Dieſe Pflanze gewährt einen mannichfaltigen Nußen; am häufigſten werden aber ihre großen Samen zu Del benußt." Sie ziefert an Samen eine beträchtliche Anzahl, indem jede Pflanze mehrere Bilüthen treibt, von denen manche oft an 2000 Samen- xörner enthält. Das von vem Sonnenblumenſamen gewonnene Oel hat ein ſchönes, helles, goidgelbes Anſehen, und übertrifft an Conſiſtenz und Fettigkeit das Provenceröl, ſo daß 3 deſſelben 2. Provenceröl gleichkommen.: Wird das Oel kalt geſchlagen, ſo fommt es auch im Geſchmac> dem Provenceröl g!eich. Man muß übrigens bey dem Oelſchlagen die arößte Reinlichkeit be- pbachten, weil das Oel. leicht einen Beyſchmack bekommt, und ſic) dann auch nicht lange hält, ſondern bald einen ſcharfen Geſchma> und ranzigen Geruch bekommt. Die Oelkuchen vor dem Samen der Sonnenroſen ſind ein ſehr nahrhaftes und beſ- ſeres Viehfutter, als die vom Lein- und Rübſamen.. Vor dem Delſchlagen muß man die. Samenkörner auf einer Mühle ab-= hülſen läſſen, weil die harten Schalen das Oelſchlagen erſchäve: zen und das Oel ſo in die Hülſen einziehet, daß nur wenig davon abläuft, Die Samen werden von den Indiattert zu Mehl geſtampft und zum Brodbacken verwendet; auch werden ſie auf andere Weiſe zur Speiſe benupt. Sind ſie geröſtet, ſo haben ſie einen kaffeeartigen Geruch und geben ein angetiehmes, demſelven ähn= liches Getränk.: Aus ven Blüthen bereiten die Bienen eine Menge Honig, Wachs und Vorwacbs. Au können die gelben, um den Frucht: boden herumſtehenden Blüthenblätter zum Gelbfärben ange: zvendet werden. Die Blätter liefern eins der beſten Tabaksſurrogate, und ſind auch nebſt den Wurzeln ein ſehr gutes Schweinefutter, nach welchem dieſe Thiere ſehr begierig ſind. Die Stängel können even ſo gut, als Reißholz, zum Bren- gen gebraucht werden, und geben eine zur Pottaſchengewinnung ſehr. vorzügliche Aſche, In dieſer Beziehung verdient der An- bau der Sonnenblumen beſonders in denjenigen holzarmen Ge- genden einer beſondern Beachtung, wo man genöthiget iſt, Miſt zum Brennen zu verwenden. Auch können aus dem Stängel dem Hanf ähnliche Faſern gewonnen werden z; die Trennung dies ſer Faſern iſt jedoch, des zu dien Stängels wegen, mit Schwie: rigtfeiten verbunden. Wahl des Bodens und des Climas. Als ein ſtarfſrängliges, hochwachſendes und viele ölige Sas men tragendes Gewächs verlangt. die Sonnenblume einen kräf? tigen, nicht zu- loern, ſondern mehr- feſten Boden, weil die Pflanze: ſonſt keinen: feſten Standpunct erhält/ ſondern leicht vom Winde umgeworfen! wird. Sie verlangt zu ihrer Aus- bildung viel Feuchtigkeit, und man hat von ihr die Erfahrung gemacht, daß ſie ſogar im bloßen Waſſer zum Sawentragen geianat, was wenigen Pflanzen, wegen Mangel an Kobtenſtöff; möglich iſt, Der Boden muß daher feucht, dvder wenigſtens dem Yustrocknen nicht zu ſehr ausgeſebt ſeyn z weßhalb matt am beſten einen Boden für ſie wählt, der überwiegende Theile von Thon enthält, indem derſelbe minder leicht austro>net« | un m(7400 | urfung"DI Goltenzig 90| ſanze hy,| jiger 0409 (hattigirQ| theibt 396 19) Stängel gn werden MM00n Ob1Miy Ind eta Nach mmi der modi ſ2huny 11ES fat(00) EU fhglich 1SA (NE ENEN EN abn Wolfe! bringt 0909; den Buß! / Enis, Über deimfein vder Gd) fe ja! N NR 117) ElhnenbHl an irähtlihe/Q finden mi] unſireitig S (hen EN|“ „MS viele(ih do viel Füh Wi We ha, ivd vj 4 UNE Ordde etſch: pril;| Aubdku“vder. Feldgewächſe:' Die Sonnenblume. 293 337) | Nuby; Man kann ſie auch“in: Moorboden bauen“, wenn SIIER ad benußt,6 ſauern Humus hat und durch zu häufige kalte Nebel:die„Tems= 1 jede Yu Peratur nicht zu ſehr erkältet und die Einwirkung der Sonne zu 2090 Ey ſehr gemindert wird. en gewin 5 Das Elima muß nicht windig ſeyn weil die Pflanze bey < und übm. Pren großen Blumenſcheiben vom Winde ſehr leidet... Es kann TJoß 2 dew. Zwar feucht-ſeyn, aber dabey muß: es warm ſeyn, und die. Ein-: (t' geſdlm Wirkung der Sonne muß nicht durch. häufige Nebel und ſtarke b gleich, J Wolkenzüge gehindert werden, denn'als. eine urſprünglich ſüdliche peinlich Pflanze verlangt ſie viel Sonne. Je“feuchter, wärmer und ſon zvefomnt,x iger„die Lage- iſt,“ deſto ölhaltiger werden die Samen, Ar beinen im ſchattigen Orten kommt die Sonnenblume: nicht gut fort; fie Sdelfuhimny zwar bey genügſamer Feuchtigkeit einen hohen und ſtarken Zafies um. Stängel, und ſett auch viele Blüthen an, aber die Samen 51. Yh Werden unvollſtändig ſehr di>ſchälig und wenig vlreich. 2't Mühl) Düngung. El agen eri;: 5 u' Es Obgleich: die Sonnenblume ein ſehr kräftiges und humoſes 3“ Land erfordert, ſo verlangt ſie“ doh"keine friſche Düngung. Nhl geſlan Nach mehrfältigen Beobachtungen, iſt ihr ſogar friſcher Dünger - 100) u der nv< nicht gehörig zergangen iſt, ſondern ſeine lette Zer iet fie 7 ſezung im Boden bewertſtelligen' muß, wobey deſſen Feuchtigs» Ei felben h keit conſumirt wird, nachtheilig, indem die Pflanze zwar ans weben a Fänglich ſtark treibt„ aber nur kleine Blumen mit wenigen.uns Kae boi Löllkommenen Samen ausbildet,''Glaubt man jedoch'den Bo= 4 Eu den zur Erzeugung der Sonnenblume nicht kraftig genug, ſo ' ve Fu kann man mit gut zergangenem Compoſt düngen, oder matt ZE Ww bringt gut zergangenen Miſt ſchön im vorhergehenden Herbſt in , den Boden, der ſich bis zum Frübjahre gehörig zerſeßen kann« Erogat, u Einige„die die Samen der Sonnenblume ſte>en, pflegert Yweineun über den Samen etwas gut zergangenen Compoſt, Straßenkoth;; vder Schlamm zu ſtreuen, Ed zum Di;. DS emgewin- Plaßtim Feldbau und Fruchtfolge, eien den Da es nicht nöthig iſt, einen kräftigen Boden zu der zam" Sonnenblume friſch zu düngen, dieſelbe aber dennoch einen be- St trächtlichen Grad pflanzennährender Materie im Boden vor3 ziem St finden muß, ſo iſt bey dem Dreyfelderſyſtem ihr beſter Plaß erennunyw Unſtreitig im Sommerfelde, nach gedüngtem Brachweizert oder =mit 61 Roggen. Glaubt man jedoch, zu dieſem Gewächs düngen zu . müſſen, ſo wird- ſein beſter. Plag in der Brache ſeyn, wo aber, Ww wie ſchon angeführt, der Miſt im vorhergehenden Herbſt unterx= BE gebracht: ſeyn muß.; [e olige er- Obgleich die Sonnenblume eine ſehr große Pflanze iſt, und = Ye enmiv' viele ölichte Samen. giebt ,' ſv erſchöpft ſie, da fie hauptſächlich =, wil). viel Feuchtigkeit zu ihrer Nahrung bedarf und ein ſtarkes Blatt- = ndem kW. vrgan hat;"den Boden nicht in dem Grade, als andere Oelge- bret VW Wächſe, und? vielleicht ſelbſt weniger. als der Mohn; Sie wirit „e Erſah)"daher auf“ keine“nach'ibr folgende Frucht nachtheilig, ihrer ſpa- Tzamentnl ten Aberndtung' wegen werden aber wohl in den meiſten. Fällen Fohlen nur-Sommerftlichte näch ihr folgen können.. Die Sonnenblume -4 wenigſ! Fann nach jeder Fruchtfolgen,"die"den Boden nicht in zu' hohem „eghald 1! Grade" erſchöpft- und bie entweder den Boden hinlänglich locer id ahi! PHinterläßt„oder"deren?!Aberndtung'ſo„zeitig: enfolgt ,:: daß."gur 4 aug TV. 22 I GE vale El nine 7 Tua kulti mien nit a aaer m DI Bau der Feldfrüchte.' 4. Abſchn;4 April. (338)| Bereitung des Bodens: im Herbſt noch erforderliche Zeit übrig bleibt, da die Sonnenblume nicht nur eine zeitige Saat im Frübjahre verlangt. ſondern, da ſie auch viele Feuchtigkeit er: fordert, und der im Herbſt zubereitete Boden dieſelbe beſſer ers hält, als würde er im Frühjähre zugerichtet: Man kann die Sonnenblume auch zwiſchen anderen Früchten; ais Kohl, Nü- ben und Kartoffeln bauen, und man. findet ſie auch zwiſchen dieſen Früchten nicht ſeiten. Die Erfahrung lehrt auch, daß ſie zwiſchen dieſen Gewächſen, zwiſchen weldye:ſie gepflanzt werden muß, recht gut gerathen z nur muß män ſie nicht zu dicht pflan: zen, wenn man auf die unter ihnen ſtehenden Gewächſe keinen Nachtheil verſpüren will./ Bearbeitung des Bodens.- Der Boden muß zu den Sonnenblumen zwar gut bears beitet und gehörig tief gelockert werden; dom muß man ihn nicht zu ſehr pulvern, weil dergleichen Boden ſehr leicht ſeine Conſiſtenz zu ſehr verliert, als daß er der großen Pflanze einen hinlänglich feſten Standpunct verſtattet. Wenn man die Sons neunblumenſamen ſäet, oder ſteckt, ſo muß die Bearbeitung ſchon im vorhergegangenen Herbſt vollendet ſeyn, und man läßt den Acker den Winter hindurch in rauher Furche liegen. Vor dem Säen oder Stecken wird der Aer ſcharf aufgeeggt. Wenn man die Sonnenblumen verpflanzt, ſo kann man in einem Boden) „der dabey nicht zu ſehr austro>net, die Bearbeitung bis zum nächſten Frühjahre verſchieben, Samen und Saat:? Schon im Herbſt muß man die vollſtändigſten Samenſchei: ben ausſuchen, und nur von dieſen den Samen zur Saat neh- men. Man läßt den Samen bis zum nächſten Frühjahre in den Sametſcheiben, reihet dieſe mit ihren Stielen an Fäden und hängt ſie an einem tronen, nicht zugigen Ort äuf. Im Früh- jahre werden die Sonnenſcheiben in mäßiger Zimmerwärme ge- trocknet und die Sämen heräausgemächt. Hierauf werden die unvollkommenen Samen, am beſten durchs Leſen, entfernt, und der Same einige Tage. vor der Saat einer mäßigen Wärme aus- geſeht. Der getro>nete Same keimt zwar etwas ſpäter, giebt aber um ſo kräftigere Pflanzen. Die Säat kann auf mehrerley Art vollbracht werdet.- Man ſaet breitwürfig, oder in Reihen, oder man ſteckt die Samen, oder mari ſäet den Samen in Pflan- zenbeete, und verpflanzt die Pflanzen. Breitwürfige Saat, Der im Herbſt zugerichtete, und den Winter hindurch in rauher Furche gelegene Boden wird etwas vorgeeggt, der Sa- me ausgeſtreuet und mit tüchtigen Eggen gut eingeeggt, weil er eine ſtarke Bedeckung mit Erde verlangt» Die Sgat muß ſehr dünn gemacht werden, weil die Pflanzen, wenn ſie ſich vollkommen ausbilden ſollen, eine Elle weit von einander ſtehen müſſen: Da die Sonnenblume eine langſam wachſende Pflanze iſt., und da ſie in ihrer Jugend nicht von der Kälte, wenn dieſe nicht zu heftig wird, leidet, ſo iſt eine zeitige Saat zu empfeh- len. In wärmeren Gegenden erfolgt die Sagt„ſchon im Märzz 0/0 Opiate 01S Aw) Fs fuge 09 8 15 EM! un von 991 en Fall Yo! innen 941 amen Im pat ein ) Dachs acht m Dil elcher IM rübchendt j Zoll 1478 Und zieitd Gut€ 906 1934 fuern(EE m a Fen en berſed x Dhw38.) Wehr zu Ay 18" Wähnung 84m Den Orp eis I'd, ſein werden, 1%: heile, 18 Jamen zj Welöl klein pere Aufgg der Umpegi wern Wirth| Jutchen nis 00 wan 1. Auf en"> Oedaht iS Viehfutter Schwein ſeine Jaht 5 | Wwächs vid | Und dany| Se- mall JT dl 4 lun 1 111 NNN NNN NNN PEE il Anbau der Feldgewächſe. Der Kürbis. 995 ZIA(339) Ne Zit ih) in der erſten Hälfte des Aprils muß ſie überall erfolgen, wenn ue 1 die Samen ihre Vollkommenheit erlangen ſollen.? (he bit. Reihenſaat und Ste>en der Samey, ſan hm! Die Reihenſaat erfolgt folgendermaßen: Nachdem der über 8 Sohl, Winter bearbeitet gelegene Acker im Frühjahre, nach erforderlicher aud) zv Abtro>nung, ganz gleich geeggt iſt, werden mit einem Schau- aud, dy felpfluge zwey Zoll tiefe Rinnen, in einer Entfernung von 1 pflanzt wn bis 1x Ellen von einänder, gezogen. In dieſe Rinnen legt man zu dicht 113 nun von Elle zu Elle zwey Samenkörner neben einänder, für wachſe hy den Fall, daß eins ausbleibt, und ſtößt hierauf die Nänder dex Rinnen mit dem Nücen einer Harke in dieſelben, ſo daß die Samen damit bede>t werden, Der Boden muß bey der Reihen- ſaat einen erforderlichen Grad von Trockenheit haben. war ui H Das Stecken der Samen erfolgt ebenfalls in Reihen. Matt muß m mächt nämlich mit einer kleinen Harke, in der Entfernung, in ehr leicht| welcher die Reihen an einander kommen, in geräder Linie kleine „Pflanze Grübchen oder Stufen, eine Elle weit von einander und zwey man die Zoll tief, In jedes dieſer Grübchen legt man zwey Samen beitung|! und ziehet dann den ausgeworfenen Erdboden wieder in die man läßt! Stufe.:: on, Vor) Das Erziehen der Pflanzen in Pflänzenbeeten und Ver- , Bennt pflanzen gewährt in Abſicht auf das Gedeihen der Sonnenbluz inem Bod! men gar keinen Vortheil gegen die Reihenſäatz es geſchiehet in vag bis 3 eben derſelben Entfernung, als das Stecken der Samen, Der Kürbis, Cucurbita. Obwohl. der Kürbis kein eigentliches Oelgewächs iſt, ſondern en Gamen! mehr zu menſchlicher Nährung und zu Viehfutter zebaut wird, zur Gat! ſo verdient er doken von der Höhe von x Elle, Ieh Ani der oben aber platt und wenigſtens eine halbe Elle breit iſt. In die Seitenfurchen und als Unterlage dieſes Rückens bringt man gut gefaulten Pferdemiſt. Auf dieſe Rücken werden nun die Kürbiſſe in einer Entfernung von einer Elle gepflanzt. fn Die Kürbiſſe werden, da ſie zwiſchen ihren Ranken viele ben Yun leere Stellen laſſen, nie allein, ſondern immer zwiſchen Kohl 1000) und Rüben gebaut. 16 din reichen au zZ: A 6. Färbepflanzen. Mdip a) Nothfärbende Pflanzen, höng ih Der Krapp, Rubia tinctorum. Ih Ding Er wird auch Nötbe, Färberöthe genannt. Man nennt auch Ie auf die vorzugsweiſe" diejenige Nöthe, welche mehrere Jahre im Aer Dachten Mj bleibt, Krapp; dagegen diejenige, welche ein Jahr darin gelaſſen En, als zu wird, gewöhnlich nur Rötrhe. Dieſes Gewächs wird wegen ſei- de, die fb ner Wurzel, die von der Di>e eines Gänſekieles, oder«uh Jer ins W| noch dier wird, und eine rothe Farbe giebt, in mehrern Ges ehr zu genden Deutſchlands, beſonders in der Pfalz, in Thüringen und ) der Stell in Schleſien in einzelnen Gegenden in ziemlicher Ausdebnung 11 oder mi ebaut. Obgleich die Cultur des Krapp an und für ſich nicht des ſt Wurzeln getro>net, und beſondere Mühlen. und Stampfen, Soode gew auf welchen ſie gemahlen und geſtampft werden können. Das pd Kraut der Röthe kann als Viehfutter benutßt werden. Wird es ſtark gefüttert, ſo bekommt die Milch eine hochgelbe Farbe. 5 ſv lt 1 j » gefüllte 3 Wahl des Bodens und des Climas, und Zurich- ZU tung des Bodens, Ba het Die Färberöthe hat eine tief in den Boden eindringende 16Y j und ſich ſehr ausbreitende Wurzel. Von der vollkommenſien ZN| nn Ausbildung der Wurzel hängt der Ertrag dieſes Gewächſes ob. 1 W Die Röthe verlangt daher einen Boden, der genugſam locker ! ae iſt und eine tiefe Krume hat. Zugleich bedarf ſie aber nächſt 3 iſt Gal eines beträchtlichen Grades von Bodenreichthum auch einen zorg in. W ziemlichen Grad von Feuchtigkeit zur vollkommenen Ausbildung 3:"el der Wurzeln, und das Clima muß daher mehr feucht ſeyn.' jn dm Da ſie eine urſprünglich ſüdliche Pflanze iſt, ſo müſſen auch ewa der Boden und das Clima warm ſeyn, und ihr Anbau paßt | 298 494-Bau der Feldfrüchte. 4, Abſchn, April, 9!* t Y- 4/ -. Daher hauptſächlich in die warmen Ebnen, die ein verhältnißs- py M mäßig feuchtes Clima haben. Man kann die Röthe ſowohl in 560 dem mehr lo&ern leichten, nur nicht ſandigen Boden, wenn er Me eine die Feuchtigkeit erhaltende Unterlage hat, reich, und das Ne j Clima genugſam feucht iſt, bauen, als auch in dem mehr bin: IE; digen Boden, wenn derſelbe nicht zu ſtrenger Thonboden iſt, u/ wodurd) die Ausbreitung der Wurzeln erſchwert wird, indem me ein ſolcher Boden auch nach der beſien Bearbeitung, wenn er fre ſich ſetzt, feſt und hart wird. Im lehmigten Boden werden Mad 9 die Wurzeln vollkommener, als im leichten, mehr ſandigen, ive 1 Auch im reichſten Boden-muß zur Nöthe gedüngt werden, va Man wählt gut zergangenen Miſt, indem der friſche, ſtrohige my tt Miſt den Pflanzen nicht recht zu behagen ſcheint. Man muß let, ve den Miſt mit dex erſten Bearbeitungsfurche unterbringen, das 00 mit er ſich gehörig zerſeht und mit dem Boden gehörig vermiſcht,| jen] “ Der Acker muß mit der möglichſten Sorgfalt bearbeitet werz|;"" den, und die lette Bearbeitung muß unmittelbar vor dem Lea| jait hoy j gen der Röthe erfolgen, damit die Wurzeln in lockeres Land kommen, Am beſten iſt es, das zu Röthe beſtimmte Land zu j: graben. Einige Röthebauer ſind jedoc< gegen das tiefe Umgra-| a ben, und wollen den Boden nur mit dem Pfluge bearbeitet wiſ- k 3 ſen, weil ſie behaupten, daß die zu große- Leichtigkeit, mit der m"2 die Wurzeln in einen tief gegrabenen Boden eindringen, die wih" 4 Urſache ſey, daß ſie zwar länger, aber weniger farbehaltig würzs| id ame denz; wogegen in einem gepflügten Boven, durch die Härte der|"ER Pflugſoble, die Wurzeln in dem Eindringen etwas aufgehalten 0[6 IEA? und dadurch di>er und farbehaltiger würden. Man muß die ohe Geile; Bearbeitungsfurchen in angemeſſenen Zwiſchenräumen geben, das der zwi mit das Unkraut gehörig ausſchlagen und vertilgt werden kann,| 1X Plat im Feldbau und Fruchtfolge,| thentipfs) - Wenn man die Röthe nur ein Jahr im Boden läßt, ſo haben 19 kann man ſie in der Brache anſtatt einer behackten Brachfrucht lümderg] bauen. Es kann jedoch der ſpäten Aberndtung wegen keine ante f| Winterung nach ihr folgen, ſondern» man muß eine Sommer abe bind! frucht nach ihr ſäen. Bey jedem andern Wirthſchaftsſyſiem eien TH kann. man ihr ſehy leicht den nach Umſtänden angemeſſenen„Der ih Platz anweiſen, hiringch0 Bleibt jedoch die Nöthe mehrere Jahre im Boden, ſo muß jen iE man ſie in beſondern dazu beſtimmten Plantagen bauen.:| ilid Nie ! Es iſt nicht bekannt, daß die Röthe eine ganz beſonders Pml. nachtheilige Vorfrucht hat, nach der ſie, ſelbſt wenn eine ſtarke| iſh friſche Düngung gegeben wird, einen merklichen Rückſchlag im| wimH Ertrage giebt, Man kann jedes geeignete Feld nach jeder Frucht; Imd hing zum Röthebau nehmen, wenn nur der Boden nicht durch viele durch dul nah einer friſchen Düngung genommene Früchte zu ſehr ev mehr darye ſch öpft und nicht zu ſehr verwildert iſt, Daß jedoch nach als ſes einenadg len den Früchten, die den Boden lo>er erhalten und ein ſtar-/ emm, 6 kes Blattorgan haben, als nach Klee, Rübſamen und Raps:| ſeine Cu ſamen, Erbſen, Wicken u. ſ. f., der Boden um ſo mehr die für| Aufmaſy die Nöthe erforderliche Eigenſchaft hat, und daß dieſelbe nach| 0 ſolchen Früchten um ſo gewiſſer geräth, iſt außer Zweifel, ſo Ertrages* wie, daß die Getreidefrüchte, als Vorfrüchte, minder günſtig Indte ni ſind. Da jedoch in der Fruchtfolge die Erfahrung begründet iſt, hi ſchlech“ ? EEE nun) 44 444«aden 100 2ER EE all üm... m. vam viv IN„Anbau der Feldgewächſe.-Der Saflor; 299 6(343) 1 verhält) daß gleichartige, Gewächſe ſo„auf einander folgend, einen min- he ſowehl; dern Ertrag geben,, als wenn ungleichartige Gewächſe in der en, Wenn Fruchtfolge abwechſeln, ſo. würde doch wohl zu rathen ſeyn, ic, und hy die Röthe nicht nach Wurzelgewächſen folgen zu laſſen z. denn em mehr bh obgleich ſie von dieſen Gewächſen ſehr. verſchieden iſt ,.-ſo hat Thonboden j fie mit ihnen doch das gemein, daß ihre.edelſten Theile inder wird, inn Wurzel enthalten ſind, und die, Wurzel derjenige Theil des ang, Wenn) Gewächſes iſt, der am meiſten Nahrung bedarf und dieſe Nah- Boden weh rung nur hauptſächlich aus dem Boden zieht,] ſandigen, Nach der Röthe kann man Alles bauen; nur würde man düngt wen nach ihr, aus eben erwähnten Urſachen, die Wurzelgewächſe nicht tiſche, ſtrehy bringen dürfen.'Ganz vorzüglich gerathen nach ihr Gerſte und it, Many Klee. Auch ſich ſelbſt kann die Rothe mehrmals folgen 3; doch ebringen, 1 hält man dafür, daß es angemeſſener ſey, die Röthe erſt nach Orig vermiſt; Verlauf von 3 Jahren wieder auf denſelben Platz zu bringen. bearbeitet Ueber das Legen der Röthe werden wir im folgenden NN 02 'y vor den j- nate handeln,: D: loderes fun E ime Land| hb») Gelbfärbende Pflanzen. tiefe Umgu Der Saflor(Carthamus tinctorius). learbeitet Ny |feit, mit V) "dringen, N yehaltig wi Er wird auch gemeiner Saflor, Bürſtenkraut, wilder Safran, deutſcher Safran genannt, Sein Vaterland iſt Aegypten;. er wird aber ſchon ſeit lange im ſüdlichen und nördlichern Deutſch- Die Härte de land gebaut, und hat ſich ſo an das deutſche Clima gewöhnt, 3 auſgehaltt daß ſein Fortkommen dort ohne Zweifel iſt, wo nicht durch zu Ran wuß) hohe Gebirgslage das Clim2 ſo rauh iſt, daß ſelbjt mehrere ' der gewöhnlichen Feldfrüchte nicht gebaut'werden können, naoh|» Er iſt eine Art Diſtelgewächs, Line einjährige Pflanze, und | Werten I treibt an der Spitze des Stängels und der Aeſte rundliche Blü- [66 thentöpfe, deren Kelchſchuppen ein völliges blattartiges Anſehen oden 1öt;) haben und ein ſafranfarbiges Blümchen einſchließen. Dieſe " Bracft) Blümchen liefern das unter dem Namen Saflor allgemein bez Wut kannte gelbe Färbematerial. Man kann daraus auch eine rothe HA um Farbe bereiten, und die Blümchen werden eben ſo häufig zu 194 ir dieſem Behufe, als zum Gelbfärben benußt,; SG Der Saflor wurde früher in Deutſchland, beſonders in | angewen Thüringen, häufiger:als Färbematerial gebaut, als es jett der - Fall iſt, indem man ſich gegenwärtig in den Färbereyen haupt= "oden, ſächlich des orientaliſchen bedient„- der ſchönere und dunklere bauen, y Blumen bat. Nach glaubwürdigen Berichten ſoll jedoch viel anz NO deutſcher Saflor von guten Jahrgängen für orientaliſcher ver enn eint kauft werden. Der Grund, warum der Saflorbau in Deutſch= | Rüctſchin)' land abgenommen hat, liegt aber wohb. weniger darin, daß er < jede! pu durch den orientaliſchen Saflor verdrängt worden iſt, als: viel» icht durd!' mehr darin, daß während der Zeit der hoben Getreidepreiſe dies te zu ſeht! ſes einen böhern Ertrag gewährte. Es iſt auc allgemein an- edoch nat erkannt, daß der in Deutſchland gebaute Saflor, wenn nur auf 1 und ein ſeine Cultur und auf ſeine nachherige Behandlung die gehvrige en und H Aufmerkſamkeit verwendet wird, dem orientaliſchen nicht nachſteht. o mehr die Da bey dem Saſlor die Blüthen der Hauptgegenſtand des ; dieſelbe" Ertrages ſind, ſo verſteht es fich von ſelbſt, daß die Samen- er Zwiſt erndte nicht von großer Bedeutung ſeyn kann, indem man nur nn M"- die ſchlechteren und die ſpäter kommenden Blüthen ſtehen läßt. egen)„ BW mee eme 300 Bau der"Feldfrüchte: 4. Abſchy.'April. (344) SEEL SEEGER Moan benutzt den Sämen in den Apotheken als! Arzneymittels er hat viel Oel und ein flüchtiges Salz z“er führt durch den Stuhlgang die zähen Feuchtigkeiten"und das Waſſer, ſehr: ſtark ab, und wird auch in Waſſer: und Gelbſucht, in Lähmung der Glieder: und-im Gliedweh angerathen. Man macht auch eine Purgiermilch aus dem Samen:«Auch können die Sämen zu: Oel benutzt werden 3 aber ſie geben weder viel Oel,'noch' Oel von be- ſonderer Güte, welches“nüt als'-Brennöl»"benußt werden kann, Von den Hausvögeln werden die Samen ſehr gern'gefreſſen. „Die. Blätter. des Saflors geben ein gutes Winterfutter für die. Schafe und. Ziegen,„und die Stängel können. anſtatt Neis-| rüde holz.zur Feuerung verwendet. werden. Man hat vom Saflox Jon Feith! Zwey Abarten, eine mit ſtachlichen Stängeln und großen. Bläte veilig, tern, welche die Landleute den Mönch nennen z und eine mit| 8 Xleinen Blättern und ohne, Stacheln, die man die Nonne nennt,| K welche letztere größere und mehr Blüthen giebt. BOEH||. Dt: Wahl des Bodens und des Climas, Wis> Der Saflor verlangt. einen. lokern, warmen Boden mit eiz(is ner tiefen Krume. Der Boden muß, vermöge einer die Feuchtig: muß a0D3s Teit nicht leicht verſiegen laſſenden Unterlage, ſtets einen gerechz gereinigd9» ten Grad von Feuchtigkeit haben, oder*das Clima muß von ſol: M Derbe net iſt, ederſchiu entweder in Tonnen, oder in-Sä>en bis zur Saat aufbewahrt. lichſten,(! Man empfiehlt es auch beym Saſlor, ſo. wie bey den meiſten zucht, wi) andern. Oelſamen tragenden Gewächſen, den Samen vor der icht. mil! Saat gehörig augtro>nen zu laſſen, weil die Pflanzen dann um 1 Gritg ſo kräftiger, beſonders aber die Blüthen um ſo beſſer werden Die Saat kann breitwürfig. und in Reihen erfolgen. Die breitwürfige Saat, werden.) Die breitwürfige Saat wird Ende März bis Mitte April ( pi vi) gemacht. Der über Winter in rauher Furche gelegene A>ker bra hi mird mit ſcharfen und ſchweren Eggen gut aufgeeggt, dann der zu pa? Same bey tro>ner Witterung ausgeſtreut, und mit leichten Eg2 gen eingeeggt. Die Saat muß ſo dünn eingerichtet werden, daß Trum.: 1007, 4 enen iſdn die Pflanzen mindeſtens einen Fuß weit von einander kommen, EG damit ſich die Saflorſtauden gehörig ausbreiten, mehr Zweige filtert austreiben, und an denſelben mehr Blüthen anſeßen können. alls jn Auch iſt ein gehöriger Abſtand der Pflanzen hauptſächlich deß- „die IM Ww halb nöthig, damit die Sonne während der Blüthenzeit um ſo die Gun beſſer einwirken kaun, indem die Blüthen zu ihrer gehörigen Aus- <<<<-2008 Se ezeee Ek ein Zell eki ken 302 Bau der Feldfrüchte, 4, Abſchn, April, (346)? bildung viel Sonne verlangen. Eine ſpätere Saat, als im April, iſt aus der Urſache nicht räthlich, weil dann die Blükhen in den Auguſt und September fallen,'wo die Einwirkung: der Sonne ſchon ſehr vermindert iſt, und dieſelben unvollkommener werden, Obgleich die breitwürfige Saat nicht ſelten eine erwünſchte Ernd- te giebt, ſo iſt ſie doch mit dem Nachtheile verbunden, daß durch den unregelmäßigen Stand der Pflanzen ſowohl die Be- handlung während der Vegetation, als guch das Einerndten dex Blüthen erſchwert wird, GE: 15 Die Reihenſaat, Die Reihenſaat hat vor der büeitwürfigen Saat den Vor» zUs, daß durch den regelmäßigen Stand der Pflanzen nicht nur alle Arbeiten erleichtert werden, ſondern daß auch die Arbeiten während der Vegetation um ſo beſſer verrichtet werden können, was auf das Gedeihen der Pflanzen einen großen Einfluß bat.. Der.Boden wird, ſobald er gehörig abgetro>net iſt, völlig gleich geegagt. Man zieyt hierauf mit einem mehrſchaarigen Marqueur, Deſſen Schaare einen Abſtand von 1% bis 2 Fuß von einander has ben, etwa. 2: Zoll tiefe Rinnen, ſo daß der Abſtand der Reihen 1x bis 2 Fuß von einander beträgt. In dieſe Rinnen werden in dem Abſtande von einem Fuß von einander immer zwey oder guch mehrere Samenkörnexr- zuſammengelegt, damit wenigſtens ein darunter iſt, welches um ſo weniger ſchwies rig iſt, da. die Samen die Größe eines Gerſtenkornes haben. Der aus den Rinnen herausgeſtrichene Erdboden wird hierauf mit einem ſcharfen eiſernen Rechen, wobey auckte Erde wieder darüberzieht. Die Reihenſaat erfolgt zwar, da der Boden gehörig abgetroc>net ſeyn muß, ſpä: ter, als die breitwürfige Saat; da aber dabey die Samen weit beſſer in die Lage gebracht werden, wo ſie beſſer und ſchneller kei- men können, ſo bolt ſie nicht nur die früher gemachte breitwürfi- ge Saat ſehr bald ein, ſondern ſie überholt ſie no<. gewöhnlich. Um der Sonne die möglichſte Einwirkung während der Blütbens2 zeit zu geſtatten, müſſen die Reihen in der Richtung von'Nore den nac) Süden gemacht werden, c) Blaufärbende Pflanzet Der Waid satis tinctoria), Man findet den Waid zum Theil in Deutſchland, ſo wie auch in Frankreich wild wachſend. Aus dieſem wilden Waid, deſſen Blätter ebenfalls als Färbematerial gebraucht werden, iſt durch die Cultur der zahme Waid satis sativa latifolia) ent2 ſtanden, der eine größere Maſſe von färbender Subſtanz enthält, als der wilde Waid. Man hat von dem zahmen Waid wie- der zwey Arten: den gemeinen deutſchen oder thüringi- ſchen, und den languedoker Waid, welcher letztere jedoch iin | vg | forte 3 j 1" Y| | Jud|[3 [unge y | guat jan Vo 193! 9 digo un) Jaidhe M) ndigo/N! pfer do| DiE | ft, Du it deni! | Bed 81 DIE! gewählt Dur hy un)(m 4 | Zeäs! N wt 198! eina Wen bat, Gynt 4 Iſt, eGK nicht tis! | thälik w/ aero boden, Ms] d ihv fett Daum ſher fe vs mig d iy 4 ve viele 1x We Bly i Amate Ya biel ji ſtatt 1; ſv deß 194 MOR. UErügl Eff Weſſen zw nders€ Wid eine 5 N Auöbig April, |; Anbau der Feldgewächſe. Der Waid. 303 tals imy SIE 2, Blüthen 1 Vorzüge vor dem thüringiſchen hat, und in Deutſchland ſehr gut ung der 6) fortfommt. Ihmener Ww) Die Blätter des Waid geben eine blaue Farbe, welche dem wünſchte h) Indigo ſehr ähnlich iſt. Man hat beſonders in Frankreich ges Zerbunden; lungöfie Verſuche gemacht, aus den Waidbläitern Indigo zu bes ſowohl dz) reiten, und dieſer Indigo ſtand dem indiſchen Jndigo, der aus Z Einemiiwm Einer andern Pflanze bereitet wird, nicht nach; allein es iſt. ges - HAINE: bey dem herabgefalleren Preiſe des indiſchen Jndiao ein Vortheil bey der Jndigobereitung aus.Waidblättern. Der Waid wird daher gewöhnlich als Zuſaß beym Blcufärben mi? -?a8t dny Indigo benutzt, Früher, ehe dex Indigo bekannt war, war üer „nzen vidi: MWaidbau in Deutſchland ſehr ausgebreitet; durch die Einfuhr des Dh die Ih Indigo iſt jedoch ſein Bedarf zwar bedeutend vermindert worden, Wr verden fw Aber doch noch imme» ziemlich beträchtlich,; we inflyj Die Blüthen des Waid werden von den Bienen gera be- St; völlig 9; ſucht. Die Samen geben zwar Oel, welches viel Aehnlichkeit Eien Mte mit dem Leinöl hat z; ſie ſind indeſſen ſo wenig ölreich, daß der = Map Waid den Anbau des Oeles wegen nicht verdient. 4 Sh1d der Jh Der Waid kann als Sommergewähs und auch als Winters ww gewächs gebaut werden, indem die, obwohl zarte rübenartige - 6 Weih Wurzel, doch als eine einheimiſche Pflanze den Winter aushält, + Nn und im Frühjahre von friſchem ausſchlägt. n > eniger ſt Wahl des Bodens und des Climas. Sorneß jm Der Waid verlangt ſeiner rübenförmigen, tief eindringenden = awind hi GSWBurzel wegen, einen lockern, dabey aber reichen Boden, mit SD) H einer tiefen Krume, der nicht zu naß iſt, und eine warme Lage E ß dieſel! hat. Strenger Thonboden, beſond&s wenn derſelbe mehr feucht SL) ſie ſü). iſt, iſt ihm nicht zuträglich, da in demſelben die zarte Wurzel = 7e Jew nicht tief eindringen und ſich gehörig ausbreiten kann. Auch em an enthält der in dergleichen Boden gebauete Waid weniger Färbe- SEtleinen Dd material. Ein kalfhaltiger Lehmboden, oder ein humoſer Lehm- znm HGoden, ja ſelbſt lehmigter Sand, wenn er Reichthum genug hat, =' Reih. Find ihm am zuträglichſten.; A EF no muß Das Clima darf zwar nicht feucht ſeyn, doch muß ein mä- SS Zam 099 ſteter Niederſchlag von Feuchtigkeit Statt finden. Beſon- ES ſchnell!» ers muß die Einwirkung der Sonne durch ſtete Wolkenzüge eit breit und häufige Nebel nicht gehindert werden, Wenn der Waid ob- EEG eöh ne viele Sonne und in großer Feuchtigkeit wächſt, ſo enthalten EE er Dith die Blätter, obgleich ſie. größer werden, doch weit weniger Färxs = 3 vw bematerial. Düngung, - Wenn der Waid eine reichliche Erndte von Blättern, welche viel Färbeſtoff enthalten, geben ſoll, ſo muß zu ihm möglichſt ſtark gedüngt werden. Der Miſt muß aber völlig zergangen ſeyn, „jd,[00 ſo daß er den Waidwurzeln eine hinlängliche Maſſe leicht aufs 4 =[den Dal zunemehnder Pflanzennahrung darbietet, Rindviehmiſt iſt ibm am we werd! zuträglichſten; Schaf- und Pferdemiſt wirken nach-vielfältigen - 1folia)(1 Erfahrungen nicht nur in ſofern nachtheilig auf den Waid, daß 3,13 enth deſſen zarte Wurzeln von der Schärfe dieſer Düngerarten, bes „Waid 1m! ſonders wenn ſie noch nicht ganz zerſetzt ſind, angegriffen wird, „hüring!! uud eine Art brandiger Flecke bekommt, wodurch die vollkommes» „tere jew) ne Ausbildung der Pflanze gehindert wird, ſondern dieſe Dün- :304 Bay der: Feldfrüchte, 4, Abſchn. April. (343) gerarten-haben:auch den Einfluß, daß die: gewonnenen Waidblät: ter weniger reichhaltig an Färbematerial ſind. Gänſemiſt wirke faſt tödtend auf die Waidpflanzen. Jc< kann hierüber Folgendes anführen. Es waren in einem Garten einige Beete mit Waid bepflanzt. Nachdem er das- erſte Mal abgeſtoßen war, Wmen durch ein Berſeben Gänſe auf die Beete, welche ihren Miſt auf dieſelben fallen. ließen, Einige Pflanzen, auf die unmittelbar, oder „an deren unmittelbarer Nähe"der Gänſemiſt gefallen war, waz xen dem Eingehen näher, erholten ſich nur erſt ſpät nach einiz gen fiarken Gußregen, und gaben nur uoch eine ſehr geringe "Erndte' von. ſehr unvollkommenen Blättern. Der Miſt muß mit der erſten Bearbeitungsfürche, und wenn der Waid als Soms mergewächs gebaut wird, ſchon im Herbſt untergebracht werden, - damit er ſich gehörig zerſeze. Neine Holzaſche ſoll eine ſehr vora -Fheilhafte Wirkung auf den Waid äußern veſonders ſollen die „Blätter ſehr reichhaltig-an Färbematerial werden. Plaß im Feldbau und Fruchtfolge. - Da der"Waid einen gut bearbeiteten Boden verlangt, ſo wird. in dem Falle, daß man denſelben als Winterfrucht baut, bey. der Dreyfelderwirthſchaft unſtreitig ſein beſter Plaß das Win» terfeld ſeyn. Wird er als Sommerfrucht gebaut, ſo kann man ihm ſeinen Ylaz im Sommerfelde nach Winterung oder in der Brache anweiſen, wo er auf Gerſte, welche zeitig abgeerndtet iſt, folgt. Da zum Waid ſtets friſch gedüngt werden muß, ſo iſt es nicht bekannt geworden, daß er, außer denjenigen Gewäch- ſen, welche die Bodenkraft ſebr ausſaugen, und welche ſelbſt auf den Hafer nachtheilig wirken, eine nachtheilige Vorfrucht habe. Dod) iſt es rathſam, ihn- unter allen Umſtänden nur nach ſolchen Gewächſen folgen zu laſſen, welche einen ſehr lo>ern Bo- den hinterlaſſen, oder nach welchen ſich der Boden nicht zu feſt Schließt, und deren Aberndtung ſo zeitig erfolat, daß noch bin- längliche Zeit zur Bearbeitung des Bodens, verbleibt. Der Waid iſt, da er dem Boden nicht viel an Nahrungstheilen entzieht, und einen lo>ern Boden hinterläßt, faſt ohne Ausnahme für alle Gewächſe, welche nach Beſchaffenheit der Umſtände gebaut werden können, eine ſehr günſtige Vorfrucht, Demnach kann alſo der Waid ſehr beliebig in den Fruchtwechſel gebracht werden. Bearbeitung des Bodens. Man muß zum Waid den Boden fleißig bearbeiten, um ein loFeres und möglichſt von Unkraut gereinigtes Land zu erhalten. Die Bearbeitung des Bodens muß möglichſt tief erfolgen, weil die Waidwurzel in einen geloc>kerten Boden uin ſo tiefer ein- dringt, und eine kräftigere Pflanze treibt. Wenn man den Waid im Frühjahre ſäet, ſo muß der Boden ſchon im vorhergehenden Herbſt zugerichtet ſeyn, weil die Waidſaat zeitig erfolgen muß. In einem mehr gebundenen Boden,.der ſich den Winter über ſehr ſeht, und im Frühtahre ſich feſt ſchließt, muß die lebte “Furche im Frühjahre gegeben werden; ſonſt aber wird, um dem Waid Krume zu verſchaffen, ein ſcharfes Aufeggen im Frühjahre hinlänglid) ſeyn.; In Hinſicht der Form, in welcher man den Boden beſtellen ſoll, iſt bey dem Waid, der über Winter geſäet werden ſoll, die« aint äl Da MH ſolverdictt| pulng, füm) ſo] viele 19 1 forderlicd in Fru) my man zugfml worden das no! Ziiht. Da S heilen enhy! 4 JAusnahn! g mſtände ji 5 Dema : nes Land und mehr trockne Witterung für die Erzeugung dex Waidblätter um ſo günſtiger iſt, da dieſelben dann um ſv mehr Färbeſtoff enthalten, ſo werden dabey doch öfters die Samen ſebr unvollkommen z; indem es denſelben an der erforderlichen Feuchtigkeit gemangelt hat. Es iſt daher, um vollkymmenen Samen zu erhalten, gerathen, die Samenerzeugung des Waid von der Blattgewinnung deſſelben zu trennen, und ihn in be- ſondern Beeten zu erbauen, wo er die zur gehörigen Samenaus- bildung erforderliche Feuchtigkeit vorfindet, 9der wo man, im Falle die Trockenheit zu groß wird, durchs Begießen ohne große Mübe nachhelfen kann. Wenn die Samen reif ſind, ſd werden die Stängel abge: ſchnitten und auf einem luftigen Boden getro>net, Der Same gebet leicht ab, und kann entweder mit den Handen abgeſtreift, oder mit einem Stocke ausgeklopft werden. Man bebt den Samen bis zum künftigen Gebrauch am beſten in ſeiner Spreu an einem trocknen, und vor dem Zutritt des Rauches geſchüß- „ten Orte auf, indem ihm der Rauch die Keimkraft benimmt. Vor dem Gebrauch ſchwingt man den Samen in einer Mulde, um die unvollkommenen Körner abzuſondern. Der vollkommene Same muß von dunkelgelbex Farbe, voll und ſc. nen. Der Same bleibt zwar mehrere Jahre keimfähig, man wählt aber vorzugsweiſe den friſchen Samen, weil derſelbe ſchneller keimt, Breitwürfige Saat. ? . Der Waid wird ſehr häufig breitwürfig geſäet. Man kant Ihn, wie bereits angeführt worden iſt, im Herbſt und im Frühs« jahre ſäen. Die Herbſtſaat leidet zwar manclich durchkommt, einen um ſo größeren und an Färbeſtoff reichhaltigern Ertrag an Blättern, Die Herbſtſaat kann im Laufe der Monate September und Octo- ber eingebracht werden. Die Frühjahrsſaat muß ſo zeitig als möglich erfolgen. Viele ſäen den Waid ſchon im Januar oder Februar auf den Schnee aus, und eggen ihn dann, wenn der Schnee geſchmolzen und der A>er abgetrocknet iſt, unter. Zu verwerfen iſt dieſe Methode in einem ſich nicht zu bindenden Boden nicht, da der Waidſame 4 bis 5 Wochen liegt, ehe er Feimt, ſeine Keimperiode dann in eine Zeit fällt, wo der Waid Durch nachtheilige Begegniſſe nicht mehr ſehr leidet, und eine dergleichen Saat einer Herbſiſaat in Hinſicht der Qualität der Blätter faſt gleich kommt. Man muß zur Augsſaat ganz wind- ſtilles Wetter wählen, weil der&latte, breite Samen von dem Luftzuge leicht mehrere Schritte fortgewehet wird, wenn er ihm die breite Seite darbietet, und mithin eine ungleiche Saat er- folgt. Der Same wird mit mittelſchweren Eggen gut unterge: eggt. Die Saat darf nicht allzu dicht gemäht werden, indem die Pflanzen, um ſich) vollkommen mit den Blättern ausbrei- fen, und der Einwirkung der Sonte recht theilhaftig werden zu können, einen Raum von 9 bis 12 Zoll um ſich herum haben müſſen. Die Quantität des auszuſäenden Samens richtet ſich hauptſächlich nach der Beſchaffenheit deſſelben. Iſt er vollkom«- .men, ſo wird man mit dem dritten Theile deſſen, was man an Winterweizen auf eine Fläche ſäet, langen z iſt er nicht ganz vollkommen, ſo muß man mehr haben. Reihetiſäaat. Sie iſt weniger gebräuchlich, obwohl ſie wegen Erleichte2 rung der Arbeiten, die der Waid während der Vegetationsperio- de erheiſcht, und wegen der größern Bequemlichkeit der Blatter- erndte, der breitwürfigen Saat unbedingt vorzuziehen iſt. Be- ſonders wird die Arbeit dany ungemein erleichtert, wenn man Geſpanniverkzeug, durch welches das Unkraut in den Reihen vertilgt, und der Boden uni die Pflanzen herum gelo>ert wird, anwendet. Zu dieſem Behuf iſt beſonders die in Sachſen ge: bräuchliche Furchenegge zu empfehlen. Man macht die Reihenz- ſaat auf folgende Weiſe: Man zieht mit einem Marqueur nicht zu tiefe Ninnen, die einen Fuß weit von einänder ſind. In dieſe Rinnen ſtreuet man inder Entfernung von 9 Zoll von einander mehrere Sämenkörner, damit keine Pflanze ausbleibt, und recht die Rinnen mit einem Rechen mit eiſernen Zinken ein. Weil dieſe Saat; wenn matt den Waid als Sommergewächs baut, wegen der erforderlichen Abtrocknung des Bodens ſpäter erfolgt, als die breitwürfige Saat, ſo empfieblt man, den Sa- men vor Einwes N S Wahl AED autegen 121 qunbeetos iir viel vide 1, ſo17t0 eine 03 arbeſt 6) 1338 I |. IG (45 Di Surog 14 weldes Bh im mE "mE Su, 6 haut, 3E| vn 085) Ah 1(09 in. jebeib! mit E60 fertig; ut) Gtödend 1 We Ze ſhlehta den Gebie wegen iG (> ) 6, us (peil, UINENEN eimfähtg," 1 Weil da jet, Man iy t und im hy mal im Yhy mmt, eins ag an Biity mber und); uß ſo zeit; Zim Janu Inn, wenn) Fiſt unte,| tt zu binde) pn liegt D, vo der Y Aidet, undy 4" Dualität) Nat ganz wi ymen von y WU wenn er| pyiche Saat| ).(ut unten Herden, im ztfeen außh! Eftig werden! h herum hat! Zens richtet [ſt er vollty ſſen. was m er nict) yegen(eli - getationg" Zt der ZU ehen if alt, wennd zn den M | gelodert m in Sachſt| echt die el „Marque ſind; 1) [ von eina! „bleibt, 4 en Zint gonmmergun! / Bodens 1 man, den? a allen 1. SEETETEEEEN Anbau der Feldgewächſe. Der Hopfen. men. vorher in Waſſer einzuweichen. Einige wählen auch zum Einweichen Aſchenlauge«.; Verpflanzen des Waid, Da die Waidpflänzen verpflanzt werden könnett, fö iſt es wohl ſehr die Frage, ob man nicht beſondere Waidplantagen anlegen könnte, in welche der Waid, nachdem. er vorher in Sa- menbeeten erzogen worden, verpflanzt würde, Da wenigſtens ſehr viele Pflanzen dadurch vollkommener werden, wenn man ſie verpflänzt, als wenn ſie auf ihrem Standpuncte ſtehen blei- ben, ſo könnte dieſes Verfahren bey dem Waid vielleicht wohl 307 zu einer verbeſſerten Culturart führen, durch die die Blätter an“ Färbeſtoff. ſo reichhaltig würden, daß die Bereitung des Indigo daraus lohnend würde, d) Spezerey- und Gewürzpflanzen, Der Hopfen MHumulus lupulus). Dieſe bey der Bierbrauerey ſo unentbehrliche, und durch keit Surrogat zu erſeßende Pflanze iſt ein einheimiſches Gewächs, welches ſelbſt in vielen Gegenden des nördlichen Deutſchlands im wilden Zuſtande angetroffen wird. Der Hopfen wird auch in mehreren- Gegenden ohne beſondere Aufmerkſamkeit in der Cultur, in den Graſegärten, unter dem Namen Raſenhopfen,- gebaut, woöbey man folgendermaßen verfährt: Matt ſchafft in einem Graſegarten in einer Entfernung von 3 Schuhen, unge= fähr 1 Schuh breit in der Rundung, den Räſen hinweg, ſteckt in jedes ſolche Loch einen Hopfenſchößling und bede>Xt denſelben mit Erde oder dem auUsgeſtochenen Räſen, So iſt die Anlage fertig; die nun weiter keine Wartung erhält, als daß män den Stöc>en im Herbſt die dürren Nanken abſchneidet, und die jun: gen an beygeſtete Stangen anbindet und hinauf laufen läßt. Der auf dieſe Art cultivirte Hopfen iſt zwär zum Bierbrauen brauchbar, jedoch wenig kräftig.: j Aus dein wilden Hopfen haben ſich durch die Cultur, unter dem Nätmen Garten- oder Feldhopfen, auch Ackerbopfen, Gra „behopfeit, Hahopfen genannt, verſchiedene Varietäten gebildet, in welcher Hinſicht wir auf die ökonomiſche Botanik verweiſen,*) die jedoch it Hinſicht der Cultur im Allgemeinetnt mit einander Übereinkommen..:; Im Allgemeinen unterſcheidet mart dett Späthopfen oder Septemberhopfen, der ſpäter reif wird und mit einem ſchlechtern Bodeii und geringerer Düngung vorlieb nimmt, und den Früh- Hopfen, auc) Auguſthöpfen genännt; der um 14 Tage früher blühet, aber einen kräftigern Boden und ſtärkere Düngung ver: langt, und dabey den Krankheiten und dem Mißwachs mehr unterworfen iſt, als jener. 78 Der Hopfen iſt eine vori denjenigen Pflattzent, wo die Ge- ſchlechter getrennt ſind, indem es männliche und weibliche Pflan- zeu giebt. Die Fruchtzäpfen der weiblichen Hopfenpflanzen, die wegen ihrer Aehnlichkeit. mit Tännenzapfen ſo genannt werden, zwiſchen deren Schuppen ſich ein gewürzhafter Staub befindet, *) S, Eneyklopäd, Bd, I1. S, 92, EEE NN NR R IE BN INES WORT 26. 8 Nene mni< 9 308 H [7 - Ban der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (352) IRRE HERE HERR EISE 777 ER SIEREN der ihnen hauptſächlich“ die würzige eigenthümliche, Eigenſchaft verleibet, ſind es, welche als Gewürz zum Bier befutt werden, wogegen die männlichen Hopfenpflanzen keinen andern Nuten gewähren, als die weiblichen Blüthen zu befruchten. Da man den Hopfen nicht durch Samen, ſondern nur. durch Wurzel: ſchößlinge fortpflanzt, die nicht befrüchteten weiblichen Samen: zapfen aber den gewürzhaften Staub zwiſchen den Schuppen ebenfalls haben,'ſo bäut man hauptſächlich wur den weiblichen Hopfen, und häufig findet man gar keinen männlichen darunter, Es haben jedoch vielfältige Erfahrungen erwieſen, daß die weib: lichen Zapfen beſſer und größer werden, und zwiſchen ihren Schuppen mehr des gewürzhaften Staubes enthalten, wenn ſie befruchtet werden, und man balt es daher für angemeſſen, eine gewiſſe Anzahl männlicher Hopfenpflanzen zwiſchen" den weib- lichen zu haben.;;; Die zärten Wurzelſproſſen, ſowohl des wilden;“ als des cul: tivirten Hopfens, ſind'ein beliebtes,:dem Spargel. im Geſchmac> ähnliches Frühlingsgemüſe, welche auch ſo wie dieſer zuberei: tet werden. Aus den Ranken kann män einen Baſt. gewinnen, welcher zu StriFen und groben Zeuchen verwendet werden kann. - Der Hopfen iſt eine ſehr einträgliche Frucht, die überall, wo Brauereyen ſind, einen guten Abſatz findet, und iſt auch ein wichtiger Handelsartikel. Sein Anbau verdient daher alle Auf- merkſamkeit, und es iſt wirklich zu verwundern, daß man ihn in vielen Gegenden, wo er recht gut fortkommen würde, nicht findet, und nicht unbeträchtliche Summen dafür. ins Ausland ſendet. Den augsgedehnteſten Hopfenbau findet man in Böhmen und Bayern.; TLM Wahl des Bodens und des Climas. Ein lod>evrer, warmer, nicht zu feuchter Boden, der eine ſtarke Beymiſchung von Humus hat, begünſtiget den Hopfenbau z dagegen iſt ihm ein ſehr gebundener, kalter Thonboöden nachthei- lig. Ein lehmigter Sand- und ein ſändiger Lehmboden ſind zum Hopfenbau am Yaſſendſtei, In dem lockern Thon- und Lehm: oden geräth er zwar öfters, und giebt. dann einen ſehr großen Ertrag, aber ſein Gedeihen iſt in dergleichen Boden doch immer unſicherer. In jedem Boden, ivenn. es nur tticht Moorboden iſt, der viele Kalk- oder Merxgeltheile enthält, oder einen kalk: ſteinigen und ſtark merglichten Untergrund bat, geräth der Ho? öfen ganz vorzüglich. Yuch liebt er altes. Gras: oder Gärten- land, wenn es in. guter Düngung. gehalten worden, ganz be- ſor ders. Der Boden muß, da die Hopfenwürzeln bis 3 Fuß tief eindringen, eine tiefe Krume haben, und von Steinen und Unkraut rein ſeyn. Obgleich der Boden in Hinſicht ſeiner Be: ſtandtheile einen Weſentlichen Antheil an dem. Gerathen des Hopfens hat, und ſich derſelbe in geeigneterm Boden veredelt, ſo darf man doch. in der Auswahl deſſelben nicht zu ängſtlich ſeyn, weil man auch einen minder für den Hopfen geeigneten Boden, durch die Cultur, dennoch zu Hopfenland, tauglich machen, und durch beſondere Aufmertfamtelt beyin Hopfenbau auch in einem minder geeigneten, Boden recht guten Hopfen" mit Sicherheit erzielen kann. Wien M II ."-"% opfen) 31 14ge do] nn md jcht fu94 1 ; EM eſtäng m natürli man(40 währen 44 jen Gel A den, DI E Juf mam 4 WINNIE] d Vufu 870 (0 aB 7 Dad) Und 106) Zu Sicherheit niedrige mier Helge Ww"7 ename 6 7) m vB| diſſen 0: RODE IE = Auf die Äißern Ne 4 y,* Mil. ;, Eizet/hg ubt weih andern Yu ten, Da m durch Yu, lichen Sam den Shine den Wweiblij fichen darun *,.daß die Ww | zwiſchen hy "ten wen! Ingemeſſen, 1 Then den 8 1 als des 1 Ll im Oeſch [| dieſer zühn Paſt gewinn 1 werden fn Mie überall, 1 iſt auch| "her alle A [daß nan fj würde, a 1: 18 Auela 4 1) Boh! | 108, 7 ben, der(0 Zn Hopfenh) x voden nad)! Erehimboden S ort: undi en ſchr gi! Fön Dod) Im)! 7 ht Month! der ein? r Zzeräth den 4 oder Om) aden, fa geln bis 37 y| Greina opfun) en Hopfen le Shame un 0 SSEN (353) Die Lage des zum Hopfenbau beſtimmten Bodens iſt von Wichtigkeit. Man wählt am liebſten eine ſich ſanft gegen Mit- fag neigende Fläche, wo die Strahlen der Sonne den größten Theil des Tages einwirken können, die zugleich durch die Um- beſtimmte Platz durch gegenüberliegende 2 Gegenſtände auf der Südweſtſeite geſchübt iſt. Auf den Ab- Zangen nach Norden und Weſten kommt zwar in geſchübter age der Hopfen auch fort, aber er giebt dann eine geringere Erndte an Quantität und Qualität. Obgleich übrigens der Hopfen eine geſchüßte Lage verlangt, ſo darf es der Hopfenan: lage doch keinesweges an erforderlichem Luftzuge fehlen, weil er dann mißräth. Steile Abhänge und die nicht für den Hopfenbau, weil Plaßregen den Boden zu ſehr abſchwemmen, und Sturmwinde oft große Verwüſtung in dem beſtängelten Hopfen anrichten. In ebenen Gegenden, wo kein Sicherheit auf den Ertrag des Hopfens rechnen will. Eine zu niedrige Lage, die Nähe von Seen und Sümpfen, wo ſich im- mer viele Dünſte entwickeln, die die Einwirkung der Sonne bin2 dern, und auch Krankheiten beym Hopfen erregen, iſt der H02= Wo die Obſtbäume ſehr gut gedeihen, und wo man an (den Hopfen findet, dort ſind Boden, deſſen Läge und das Clima für den Hopfen günſtig, Düngung, Der Ertrag des Hopfens richtet ſich hauptſächlich nach der Stärke der Düngung. Er verträgt eine ſtärkere Düngung, als die meiſten Feldgewächſe, und wer mit Sicherheit auf den Ho» pfenertrag rechnen will, der muß alljährlich zu ihm düngen. Er verträgt zwar, jede Düngerart; doch iſt es angemeſſen, die ver: ſchiedenen Düngerarten nach Verſchiedenheit des Bodens anzu2 wenden. Jm leichten Boden hält man gut gefaulten Rind- und Schweinmiſt, und gut zergangenen Compoſt für die beſten Düngungsmittel, Jm gebundenen Boden paſſen Pferde- und Schafmiſt beſſer. In dieſem Boden empfiehlt man auch weni- ger leicht verwegliche Subſtanzen, die den Boden lo&er erhal: ten, als GSärberlohe, Sägeſpäne, Tannennadeln u, ſ. w. Beſon- ders empfiehlt man unter dieſen Umſtänden Lumpen, welche auf die Qualität des Hopfens eine beſonders gute Wirkung äußern ſollen, XY. 23 2-40 Ged ndl Elke ian ie Za kate Raben NES aD IE 309 ; 310 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April.| : 4 u Stärke der Düngung, ſo wie die Art ſeiner Unter-|(urge 0 ; bringung, richtet ſich nach dem Miſtvorrathe der Wirthſchafr.| 0/9 Hat man genug Miſt, ſo iſt es angemeſſen, in dem leichten Bv- den eine ſtarke Düngung vor der erſten Bearbeitungsfurche aufzu:|„(8 : ingen und ſo tief als möglich unterzubringen, ſv daß er durch|„SS 4 EINE TA 577)[Bearb iUnGEUEOL ni wieder herauf gez| 8 7 3 bracht wird. Vor der letzten Bearveitungsfurche dünigt man 7;(8S . noch einmal, bringt dieſen Miſt aber nur zur gewöhnlichen finn 8. E Tiefe unter.;, p.: E 4 Im mehr gebundenen Boden gräbt man Gräben von 3 Fuß vy : Breite, thut in den Untergrund eine ſtarte Schicht MW"2 vr auf einen halben Fuß Erde, dann wieder eine Schicht A und, aber ; einen Fuß Erde, und giebt zulezt noc< eine Düngung SIE ie in E die man zur gewöhnlichen Tiefe unterbringt. Die Miſt- und n.'v ] die Erdſchichten müſſen gehörig feſt getreten werden. So gräbt bas nils ; man Graben um Graben, bis das 9903 zur Hopfenpflanzung wolfi | beſtimmte Land umgegraben und gedüngt iſt. rait iht 5 In dem mehr ſtrengen Boden gräbt man ebenfalls ſolche woher Äh ! Graben, und düngt eben ſo; man thut aber noch zwiſchen jede wo 19) 4 Miſtſchicht eine Lage von Gärberlohe, Sägeſpänen, u. ſ. vs ſichen, 18% : Hat man Kalk oder Mergel, ſo kann man die Erdſchicht 2 ſeen, 3) ; mit durchmengen. Auch die Untermiſchung des Sandes iſ der Vita: : ilhaft.; BED 2"ju 4 ZE GEEN non nur eine mittelmäßige Quantität Miſt zum 4 4 Hopfen verwenden, ſo verfährt man auf folgende Weiſe: Nachs vine vn ; man die Stellen, wo die Hopfenſeßlinge gelegt werden, und wid, 13 macht dort, wo ſie hinkommen ſollen, ein 3 Fuß tiefes und femme 2 Fuß breites Loch. In den Untergrund thut.man eine ZD vorher gas Miſt, auf dieſe Erde- wieder. eine Schicht Dünger, u. ſ, f., bis:| iv das ganze Loch vollgefüllt iſt, Die Miſt» und„Erdſchichten bent 10 werden gehörig feſt getreten. In den ſtrengen Boden thut die Holen man zwiſchen die Miſtſchichten noc< Lagen von Gärberlohe u. 15 mg ſ. w. Dadurch coucentrirt man den Düngev mehr um die m algS, Wurzeln herum, und wenn auch die ſich weiter ausbreitendemw(nta nicht viel Nahrung finden, und dadurch der Ertrag des Ho« nd rin 4 pfens vermindert wird, ſo wird doch der gewonnene Ip vertagt dem an Güte nicht nachſiehen ,' der bey vielem Dünger erzeug der Bobek ird. H | Kann man nur wenig Miſt. zum Hopfenbau verwenden, 009 ſo gräbt man ähnliche Löcher, wie vorſtehend angeführt wor» un es | den; man thut aber nur in den Grund eine Miſtſchicht, und ON j bringt obenauf eine Schicht von Compoſterde, in welche man NEE ; die Hopfenſetzlinge legt. vide I ' Bey der Anläge einer Hopfenplantage rechnet man 30 1%)* ; vierſpännige Fuhren Miſt auf den Magdeburger Morgen 30 nicht 19 499 N 180 rheiniſchen Quadratruthen als eine ſtarke, 20 eine NE auß vi 3 lere und 15 eine ſchwache Düngung. Im lebtern Falle iſt u Kraft iti ? räthlich, den Miſt erſt kurz vor dem Legen des Hopfens un- Haeffrü) 2 ferzubringen. Bey der Vertheilung des Miſtes muß man| bauen; S Gleichheit deſſelben beachten. 250;| Bwiſchen : In den folgenden Jahren nimmt wan alljährig bey einer niht dies ſtarken Düngung 8 vierſpännige Fuhren Miſt auf den Magde:| wr;y L SII SEDE Kk SSEN+x WH H REN Übe ne mmi der it, Anbau der Feldgewächſe. Der Hopfen. 311 + ſeiner Uy burger Morgen, im geringſte Falle aber 4 0 UWE RIEN 1 MODI au Se SE ba |, leiht 4 den Hopfen als nöthig an. Nfurhe auf; Plab im Feldbau und Fruchtfolge, BN ve Der Hopfen wird im erſten Frühjahre nach dem Legen nicht Evian vollkommen, und giebt oft nur einen unbedeutenden Ertrag, ex EB DUNE mi trägt vielmehr dann erſt mit Sicherheit, wenn ſich die StöFe ZE gewöhnlih nach einigen Jahren gehörig eingewurzelt haben. Der Hopfen S nimmt alſo den Plaz mehrere Jahre ein, rund er paßt daher Zn vn 33 nice dauern Zht Miſty zwar na" mehrfäaltigen Beobachtungen 60 bis 80, Fahre aus z 3 ung chin; aber nach der Zeit von 15 Jahren dringen die Wurzeln zu + ie Miſt: 1) tief in die Erde, und geben dann unſichere und ſchlechte Erndao Ba, Gl vj) ten.. Zu alte Stö>ke ſind ohne Zweifel ſehr oft die Urſache, = enn daß man ſo ſehr über die Unſicherheit des Hopfenertrages klagt. Swölf bis funfzehn Jahre bleiben die StöFe in HENEONUNED en D nfalls hh Kraft und tragen in dieſer Zeit am ſicherſten) man ſoll ſie Miſchen Daher nicht älter werden laſen, In England läßt man dort, -G|[4 wo der beſte Hopfen erbaut wird, die Hopfenſtö>e nur 8 Jahr Brbſchicht) ſteven. Man darf die neuen Stö>e nicht an denſelben Ort M Sande| ſehen, wo die alten geſtanden haben, ſondern man muß mit den Pflanzen wechſeln. Hat man in geeigneter Lage Hopfen Hän Miſt: z! land genug, ſo iſt am gerathenſten, bey Erneuerung der Stöcke RET Die Plantage auf einen ganz andern Platz zu verſeten, und die zeit 0509 herige Plantage zum Feldfruchtbau zu benutzen, bis ſie bey + 10 Nen der nächſten Erneuerung der Stöcke wieder mit Hopfen bepflanzt Egyden,! wird. Da die Hopfenſtö>ke erſt im dritten Jahre eine volle Zee xommene Erudte geben, ſo muß man die neue Anlage 2 Jahre Baden vorher anlegen, ehe man die alte eingehen läßt, wenn man nicht in einem Jahre einen gänzlichen Ausfall der Hopfens- 4 Erſch erndte haben will. Iſt man der Verhältniſſe wegen genöthigt, 4 Boden die Hopfenplantage immer auf demſelben Plate zu laſſen, ſo = Oarberloſel muß man bey der Erneuerung der Stö>e in die Zwiſchentäume ZUN der: alten Stö>e die Hopfenſetlinge legen. Man legt in der =< Plantage von Jahr zu Jahr eine gewiſſe Strecke neue Stöcke, trag und richtet es ſich ſo ein, daß die Stöcke alle 12 bis 15 Jahre ge unene am erneuert werden. Durch dieſes Abwechſeln wird wenigſtens zünger us der Boden in den Zwiſchenräumen ſich etwas ausliegen kön- nen, und kräftigere Stöcke treiben; allein ſo vortheilhaft iſt Nl verwen die Wirkung nicht, als wenn man die Plantage auf einen Erngefühn m ganz andern Plat anlegt.: = ſiſt, 1 Wenn man aus dem Feldumlauf einen Plat zur Hopfen welche 1! anlage wählt, ſo thut man dieß am liebſten nach Futterge» wächſen,.als Klee, Es8parſette, Luzerne oder Futterwi>en, „net man? deren lezten Schnitt man unterpflügt, weil dieſe Gewächſe Motzi! nicht nur den Acker rein von Unkraut erhalten, ſondern ihn 0. eint 1 auch nicht ſehr erſchöpfen, er vielmehr nach ihnen in voller Su Falle it! Kraft iſt, Auch empfiehlt man, die Hopfenanlage nach gedüngten =< eopfens Hakfrüchten anzulegen. Nach'dem Hopfen kann män alles =; muß bauen; doch iſt es angemeſſen, die Hopfenplantagen in der Z Zwiſchenzeit, wo man ſie mit andern Feldfrüchten beſtellt, per(in) nicht durch ſtarken Körnerbäu zu entkräften, ſondern vielmehr Be Ma nur in dieſer Zwiſchenzeit Futtergewächſe zu bauen, welche E.| 93* 8% AMC eam arr& ou> unte de üg eeern und mit Nahrungstheilen geſchwängerten Boden verlangt, kommt nach dem Hopfen ganz vorzüglich fort, und giebt eine ſehr reichliche Futtererndte, Bearbeitung des Bodens, So wie aus Vorſtehendem erhellt, ſo verlangt der Hopfen einen ſehr gut gelo>erten Boden. Man bearbeitet den Acker zuerſt mit den gewöhnlichen AFerwerkzeugen möglichſt tief, vertilgt das Unkraut ſo viel als möglich, und lieſt alle Steine aus der Krume. Bey der Unterbringung. des Miſtes gräbt man, wie bey der Düngung angeführt worden iſt. Hat der Boden in nicht zu großer Tiefe einen kalkigen oder merglichten Untergrund, den man aber mit dem Pfluge nicht erreichen kann, ſo iſt es gerathen, gleich zu graben, und ſo viel als En Kalk oder Mergel aus dem Untergrunde heraufzubringen. Au in dem gebundenen Boden iſt es angemeſſen, zuerſt zu graben, und dabey die untere Schicht des Miſtes unterzubringen, wenn man nämlich Miſt genug hat, durchgängig zu düngen, und hierauf noch einige Bearbeitungsfurchen mit den gewöhnlichen Ac>kerwerkzeugen folgen zu laſſen, denn dergleichen Boden exs Hält dadurch am erſten die für den Hopfen geeignete Gare, Wahl der Hopfenſetblinge und Legen des Hopfens. Die Fortpflanzung des Hopfens erfolgt gewöhnlich durch Wurzelſchößlinge, die man auch Fechſer, Senter nennt. Man kann jedoch den Hopfen aud aus Samen ziehen; allein es dauert dann ſehr lange, ehe die HopfenſtöFe zum Tragen kom- men. Es behaupten zwar Einige, die Verſuche gemacht zu ha- ben, den Hopfen aus Samen zu ziehen, daß derſelbe ſchlechter geworden ſey, als der derſelben Art, von welcher der Same war; es iſt jedoch ſehr die Frage, ob nicht von Zeit zu Zeit eine Erneuerung des Hopfens durch Samen, bey einer riche tigen Behandlung in beſondern Pflanzſchulen, vortheilhaft ſeyn ſollte. Auch kann man von jungen, etwa 2 Fuß herange: wachſenen Hopfenranfen, welche man wie Nelkenzweige in die Erde biegt und abſenkt, Senker zur Fortpflanzung des Hopfens erziehen 3 allein dieſe ſollen den Wurzelſchößlingen ſehr nach ſtehen. Die eigentlichen Wurzelſchößlinge, oder Senker, welche man zur Fortpflanzung des Hopfens gebraucht, ſind Wurzelne- benſproſſen der Hopfenſtöke, von denen ſie beym Lüften der- ſelben, welches alljährlich erfolgen muß, abgeſchnitten werden. Die drey- bis zwölfjährigen Stöcke geben die beſten Wurzelſchöß- linge. Es fommt bey einex Hopfenanlage hauptſächlich auf die Güte dieſer Setzlinge an. Die Eigenſchaften guter Sets linge ſind folgende: Sie müſſen friſch, weißgelb im Schnitt, nicht holzig, und nicht mit vielen Nebenfaſern beſetzt, ſon- dern glatt, fingersdick, 5 bis 7 Zoll lang und mit mehrern guten, geſunden-, recht“ hervorſtehenden Augen verſehen ſeyn. Die Rinde oder Schale darf nicht geriſſen ſeyn, und eben ſo wenig dürfen die Setlinge inwendig hohl ſeyn, Wenn man eine Hopfenplantage anlegt und ſich Setzlinge aus einer frem- inn 011.10 zur 0072 dem him: linge iF! ſtigung 381 wirfun vs|! hod dt fopfenb Ee 0 ff wines wan v9 1 legt, 0 fallenentgg men unh gen InifhS% die weingd jirrig, 1DN Na] WU [Lage 01/49 Hungen ee Jaud) ane Hopfen|E ſhe de/FZL Wiühtaies WU ſen, tin,& WE ann War der Do Luftzug bon ein DB in de neh N2 „vt am beſtigl den Hoy; Mlanzen „ LT rit, | Anbau der Feldgewächſe. Der Hopfet. 313 d da fem(357) * Futter dy den Plantage anſchaffen muß, ſo hat man hauptſächlich darauf jufen den H, zu ſehen, daß ſie von einer guten Hopfenart ſind, daß ſie nicht lefen, lfm von verſchiedenen Arten ſind, indem ſich dann durch Baſtardis den verl) rung neue Spielarten erzeugen, und daß Boden, Clima und and giebt(iy Düngung nicht beſſey ſind, als in der anzulegenden Plantage, Beſonders hat man ſich davor zu hüten, daß man nicht das durch betrogen wird, daß man nur Wurzelſchößlinge vom männz- lichen Hopfen bekommt, wovon man keinen Hopfen erndten kann. Man empfiehlt, die Setzlinge nicht gleich zu legen, ſon möglicht 4 dern ſie etwa 14 Tage lang bis zum Legen in einem Keller ſt" br aufzubewahren. Ueberhaupt iſt es gut, wenn man ſie an ei- ; Mie 0 nem fühlen Orte auf angefeuchtetes Moos legt, und hierdurch |„Miſtes zu bewirkt, daß die Augen bis auf x Zoll Länge austreiben. Au) 1gt der Hoh eitet den Ieh 10 Hit empfehlen Einige, ſie in friſche kühie Erde 3 Zoll tief einzugrä» der Merglidt ben, oder ſie einige Stunden ins Waſſer und nachher in Sand "erreichen im u legen. Wenn man die Seblinge weit transportiren muß, (iel als mold io iſt es nöthig, ſie in Stroh oder Moos einzupacken, Nächſt» "ringen, I dem hat man es ſehr in Betracht zu ziehen, ob man Schöß= eſt zu giobt linge von Früh- oder Späthopfen wählen ſoll. Unter Begüns Shngen, win ſtigung eines milden Climas lege man Späthopfen, bey Eins „düngen, uy wirkung eines rauhen aber Frühhopfen z denn ungeachtet erſte gewöhnlidt rer nur 14 Tage ſpäter reif wird-, als letzterer, ſo machen den- |'n Boden 1 noch dieſe wenigen Tage ſchon einen großen Unterſchied beym |:e are, Hopfenbau aus.;: GE 3 Hoyfens In Hinſicht des Verhältniſſes, in welchem weibliche und Opnlich dus! männliche Schößlinge gelegt werden ſollen, nimmt man an, daß 1 vent. Mu man unter 20 bis 25 weibliche Schößlinge einen männlichen ens allein 1 legt. Die männlichen Stöcke vermehren ſich durch den ausge- > 1 Trajen hi fallenen Samen, da ſie viel leichter, als die weiblichen, fortkom- ema uh men und dieſe verdrängen, ohnedieß beträchtlich, und verdrän- 3(be ſWlodiy gen in wenig gepflegten Hopfenanlagen endlich faſt gänzlich ele| 20 die weiblichen. Deßhalb glaubte man in früheren Zeiten ſehr her der Zim ixrig, daß ſich die weiblichen Stö>e in männliche verwandelten. yn Zeit zu 37 Man kann die-Hopfenſetlinge ſowobl im Herbſt, als im „bey"Welti Frühjahre ſeen, und in beiden Fällen werden ſie etwa 14 8, vn age vorber von den Stöcken abgeſchnitten. Die meiſten Meis Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. Apriſl. (358) in der Form des Quincunx, ſo daß auf ein Viere> an jede EXe ein, und in der Mitte ein Seling kommt; ailein dieß iſt durchaus nachtheilig, weil 00087 die Einwirkung der Sonne gehindert wird. Dieſer von ſo Vielen empfohlenen Art, die Hopfenſchößlinge zu legen, ſind häufig die Krankheis ten des Hopfens und ſeines Fehiſchlagens zuzuſchreiben. Man bringt zwar mehr Pflanzen auf einen beſtimmten Raum; allein daran kann nichts gelegen ſeyn; denn will man die Pfoanzen dichter ſtehend haben, ſo macht man die Reiben enger, und bringt die Schößlinge näher an einander. Eben ſo nachtheilig iſt die Art, den Hopfen ſo zu legen, daß zwey Reihen dicht nebeneinander kommen, zwiſchen denen eine breitere Gaſſe kommt, Da die Pflanzen nicht immer auf dem Yuncte heraus- kommen, wo die Seßlinge gelegt ſind, ſondern oft'8' bis 10 Zoll davon, ſo kommen die Reihen endlich ſo in Verwirrung, Daß an eine gehörige Einwirkung der Sonne und erforderlichen. Kuftzug gar nicht mehr zu denken iſt, und der Hopfen größten- theils fehl ſchlagen muß.;; Das Legen der Hopfenſetzlinge geſchieht auf mancherley Art. Die gewöhnlichſte Art iſt die, daß man die Stellen, wo die Setzlinge hinkommen ſollen, mit Stäbchen bezeichnet, um die Stäbchen, 6 Zoll weit von ihnen ab, einen Ringelgraben, der eine Hand breit und fünf, Zoll tief iſt, macht, und in denſelben mehrere Sezplinge, mit über ſich ſtehenden Augen, in gleicher Diſtanz einlegt, die aufgeworfene Erde darauf bringt, und von den Seiten noch welche ausſticht, und ebenfalls dar- auf bringt, ſo daß über dem Sekling ein Hügel entſteht. Die Erde tritt man mit den Füßen an. Nach einer andern Meo: thode macht man um die Stäbchen herum Löcher von 10 bis 12 Soll Tiefe, legt in dieſe die Setzlinge, ſchüttet dann die aus» eworfene Erde wieder in die Löcher, drückt ſie an die Schöß»- inge an, und thut noch einige Zoll Erde darguf, Eine dritte Art beſteht darin, daß man die Setlinge mit einem Pflanzen- ſehholze ſeht, Die erſten Methoden paſſen beſſer im gebunde- nen Boden, die letztere iſt im lo>ern Boden anwendbar, Man iſt der Meinung, daß man, um ſtarke Siö>e zu bekommen, mehrere Setzlinge zuſammenlegen müſſe, die einen StoFX bilden. Es nehmen daher Einige 5 bis 6 Seplinge zu einem Stoke, die ſte jeden beſonders neben einander legen z Andere nehmen deren 3 bis 4, binden ſie ganz leicht mit Baſt zuſammen, und ſtecken ſie auf den zu ihrer Aufnahme bezeich» neten Fle>, Sehr gebräuchlich iſt es auch, 3 Seßtlinge trian» SPEE um den Sto> ſo herum zu ſeßen, daß derſelbe zwi-' e und zwar genau neben dem, den Legeplat bezeichnenden Stäbchen, perpendiculgair zu 15474 Ein ſtarker geſunder Sekling bildet einen eben[o ſtar en Sto>, als mehrere, treibt galle Jahre 8 und auch meh» SEEN: TEESE j 8 (4.01 ider eis und 18! faus| 101 nigte 100) oder WU ghrig. 08 einen 149%) us 1 pin " 3 Zuder zA9 Wan(UO! ihm. DN Veſa ollen 04 tandedg den Jem) +T I62 der gefl Boden! Au nen Lys; ſv beſſ19g Des€ 0) und vs Oebirgare Giett f UE SE EEE dus 24 dil SSEN Zn ROHREN CCN IIS RERE>>=<00< 000 pril, Aubau der Feldgewächſe. Der Coriander. 315 ;(3359) wered an iy rere Ranken, wiewohl man gewöhnlich nur 2 laufen läßt, und c3 QMlein Ni treibt dieſe, da ihnen die Nahrung ſämmtlicher Wurzeln zu Nwirtung WW Theil wird, um ſo kräftiger. Nur dann, wenn die Seplinge 1 empfehlung ſchwach ſind, kann es rathſam ſeyn, zwey neben einander zu 3 die Franfhh legen. Für den Fall, daß Sebplinge eingehen ſoliten, ſchlägt reiben, Ny man welche in Vorrath ein, und erſcht aus dieſen die aus- Raum; jlh bleibenden. Dieſe Augshelfer legt man an einen etwas ſchatti- 1. die Many gen Ort, damit ſie mit den andern. Schößlingen im Wachs- 20 enger, tbume nicht gleichen Schritt halten. Beym Herxrausnehmen und 4[0 nadhthih Verpflanzen iſt jedoch, wenn ſie ſchon ſtark getrieben haben, W Reihen iz große Vorſicht nothwendig. DRINN vn Der Coriander(Coriandrum Sativum).; (7 öff H Er iſt eing Samenpflanze, die einen äſtigen Stängel treibt, ün Ber 0 der eine Höhe von zwey Fuß erreicht, Am Ende des Stängels n 20 und der Zweige wachſen viele lockere Dolden weißer Blumen, ) erforderlih aus denen'fich rundliche, geſtreifte, je zwey und zwey vereiz Fb opfen größ nigte“ gelbliche Samen bilden, deren innere Fläche etwas hohl : oder glatt, die andere gewölbt iſt. Die Samen, ſo wie die If manche) Übrigen Theile der Pflanze, haben, wenn ſie noch friſch ſind, 1: Ofellen, einen widernatürlichen Geruch, der ſich jedoch durchs Tro>nen zeichnet, u verliert. Die getro>neten Samen haben einen, angenehmen, MNingelgrabn gewürzhaften Geruch und Geſchma>, der in vielen Gegenden er überzogen, als Magenſtärkungsmittel gebraucht wird, harauf bring Man gebraucht den Samen auch, um das Bier ſtark zu mas 4 ehenjalls daern, humoſen Lehmboden, p!96M m der genugſjame Feuchtigkeit hat und von Unkraut rein iſt. Die EN Bodenkrume darf nicht flach ſeyn, weil der Coriander mit ſei: HR, nen Wurzeln ziemlich tief in den Boden eindringt, und um jarte Cy ſo. beſſer geräth, je tiefer er mit denſelben eindringen kann. müſſe, diem Das Clima darf nicht zu naß ſeyn, es muß auch mehr warm | 6 Geplin und regelmäßig ſeyn. Deßhalb kommt der Coriander in hohen ginander Gebirgsgegenden, wo ein neblichtes, feuchtes und kübles Clima leicht mi'% Statt findet, nicht fort, und eignet ſich nur für die ebnern, Fn wärmern Gegenden. ß verſie, Düngung BÜ 5. | Der Coriander verträgt keine friſche Miſtdüngung, ſondern iteſten vm!" 1! j. 4?| iteſ er liebt mehr den aus älterm Humus bereiteten Nahrungüſtoff. (nion u"0 Hat man jedoch gut gefaulten Schlamm, Compoſt, ſo kann nten zuſam! man damit, wenn man dem Ader nicht Kraft genug zutraut, "amn düngen, denn dieſe Düngerarten, ſo wie eine vegetabiliſche 4"1 die W Düngung, bekommen dem Coriander ſehr wohl... Die Kalk-, unde und? Aſche- und Mergeldüngung iſt dem Coriander ſehr zuträglich. 1d zwar 97 Platz im Feldbau und Fruchtfolge, , perpendim Da der Coriander friſche Düngung nicht verträgt, ſo wählt einen I man ſeinen Plas im Sommerfelde nach gedüngter Winterung. und aun R MI Twen ne er=€ Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. Apriſ. (360) Vorzüglich geräth“er nach Klee und im Neubruch, Er kann Übrigens nach jeder Frucht gebaut werden, die den Boden nicht zu ſehr erſchöpft, und ein verwildertes Land hinterläßt. Nach em Coriander darf man, wenn man nicht friſch düngt, nur ſolche Gewächſe folgen laſſen, welche nicht zu viel Düngſtoff bedürfen, weil derſelbe den Boden eben ſo ſtark, als Weizen, - erſchöpfen ſoll, Man ſäet auch unter den Coriander Möhren, Bearbeitung des Bodens, Der Boden muß zum Coriander ſchon im vorhergegangenen Herbſt bearbeitet worden ſeyn, weil man zeitig im Frübjahre ſäen muß, indem er ſowohl zum Keimen, als zu ſeiner erſten Ausbildung viel Feuchtigkeit braucht, und dieſe in dem über Winter bearbeitet gelegenen Boden um ſo gewiſſer findet. Man muß den Boden möüglichſt tief bearbeiten und ihn möglichſt lo&ern und von Unkraut reinigen. Man läßt den zubereiteten Boden den Winter hindurch in rauber Furche liegen, und eggt ihn im Frühjahre mit ſchweren Eggen vor der Saat auf,. Samen und Saat, Man muß zur Saat den beſten Samen wählen, und ihr in ſeiner Spreu bis zur Ausſaat an einem tro>nen Orte aufbes wahren. Als ein Zeichen eines vollkommenen Samens nimmt man die dunkelgeibe Farbe deſſelben an. 'Die Saat muß erfolgen, ſobald der Froſt aus dem Boden heraus iſt, und der Boden ſo weit abgetrocknet iſt, daß er. geegat“werden kann. Man ſäet den Coriander gewöhnlich breitwürfig und eggt ihn nach der Saat mit leichten Eggen gut unter. Die Stärke der Saat richtet ſich danach, ob der Corian- der allein, oder mit Möhren zuſammengeſäet wird. Im erſten Falle muß die Ausfſagt ſtärfer ſeyn, und man rechnet 3 deſſen, was man an Roggen auf eine gleiche Fläche ausſäet 3 im zweys ten Falle muß man etwas dünn ſäen.. Der Senf(Sinapis Sativa). . Dieſe allgemein bekannte Pflanze, deren Samen zu Möſte rich zu Speiſen, zu Del, und in der Medicin zu mancherley Gebrauch, beſonders aber zu Zugpflaſtern gebraucht werden, findet man hin und wieder in Deutſchland auf Dämmen und Feldrändern wild wachſend.? Es giebt zwey Arten dieſes Gewächſes, den weißen Senf, der weiße Samen trägt, und den ſchwarzen„Senf, der ſchwarze Samen trägt. Die Schoten des leptern ſpringen leich: ter auf, er giebt einen höhern Ertrag und wird von Vielen vor« gezogen, Beide Arten enthalten eine reizende Schärfe, die ih- nen die Eigenſchaft als Möſtrich giebt, und weßhalb ſie in der Medicin benutzt werden, die ihren Sitz in der Samenhülſe bat. Der weiße Senf hat jedoch dieſe Schärfe in einem höhern Grade, als dey ſchwarze, Dieſe Schärfe wird jedoch beym Oel nicht bemerklich, welches beiſer als Rübſamenöl iſt, indem es nicht ſo ſchnel wegbrennt, weniger dampft und riecht und eine hel- lere Famme giebt. Doch macht man ihm den Vorwurf, daß d e Spiße des Dochtes ſich in der Flamme erbärte, oder ver- pußbe, und daß dieſe Verhärtung öfters weggenommen werdea nit adh Shireen Mäe 42 aar | wuſt! falt gi) 9730 vs Gurt] IN- Wyſe a 0 jd), uh 0 (le, Der 17 faut ve bidarf tel nüchtheil 9 ein Yl) 1 nir ſold uhd den 1 Hinfiuh zu betrau; noctbeilig den Zote ſorafälty 18 D9 der Gruft ah 0 009 j die HE hun watt 119 | aufzeſreo | einander ft | bteiten fh | nittelſhnJ Jährend 1 önnen, ih Het Ji Den warn deſchübte fe, nicht an Zy; ieh Boden find ibm 4 Jergangenen Ih daber 6. gung ſj üden nicht wen CSS SII hee 100 meme 1ER NINIÄNES TRR FHH ÖH>den ",| Anbau der Feldgewächſe. Der Anis. 317 361 YM müſſe, wenn die Flamme nicht erlöſchen ſoll. Wenn 2 LE 0] erläßt. 5 kalt geſchlagen wird, ſo iſt es auch zum Speiſen brauchbar. v'"4! Der Senf wird nicht häufig und in vielen Gegenden wur ! Unt, 1 als Gartenfrucht gebaut, wo er. dann gewöhnlich zu Möſtrich vw Ug benutt wird. Er verdient jedoch auch als Oelfrucht eine größere 1085 Deihy Aufmerkſamkeit. Die beiden Senfarten ſind ſich in der Cultur er Mhz,» gleich, über welche wir im Nachſtehenden in der Kürze handeln | wollen, | Cultur des Senfs. erge: i im Frühen Der Senf verlangt einen lockern, nicht zu näſſen, von Un- | ſeiner m Fraut reinen, reichen Boden, der eine tiefe Krume hat. Er BE inden bedarf keiner friſchen Düngung, dieſe iſt ihm vielmebr deßbhalb . findeß, 1 nachtheilig, weil er dann von den Erdflöhen um ſo mehr leidet. ihn mögl Sein Plat im Feldbau wird daher als zweyte Dyacht, nach eis 1 zubereiten ner ſoichen Frucht, die die Düngung nicht zu ſehr conſumirt, Jon, under und den Boden nicht zu verwildert binterläßt, am beſten ſeyn. >|(uf, j In Hinſicht der nachfolgenden Früchte, iſt er als Vorfrucht fo zu betrachten, als der Roggen, indem er aaf keine Nachfrucht nachtheiliger wirkt, und vermöge ſeines ſtarken Blattorganes wn, und H den Boden nicht mehr erſchöpft. Der Boden muß zum Senf 4 Orte aum orgfältig bearbeitet und vom Unkraut gereinigt werden; und 3 jens nim 24 der Senf eine zeitige Saat im Frühjahre verträgt, dieſe auch | um ſo nöthiger iſt, wenn er dem Erdfloh entwachſen ſoll, ſo Dam Bebe muß die Bearbeitung im vorhergehenden Herbſt erfolgen. Die in, dh! Bearbeitung muß möglicht tief erfolgen. Die gewöhnliche „Wm"j- Saatzeit iſt der Anfang Aprils. Der Same muß ſehr dünn A wi werden, ſv daß die Pflanzen mindeſtens 6 Zoll von a IH einander ſtehen, damit ſie ſich mit ihren Aeſten gehörig aus« «di A breiten können. Der ausgeſtreute Same muß vermittelſt einex B: 30"m mittelſchweren Egge gut untergebracht werden. Um den Senf EN avährend ſeiner Vegetationsperiode um ſo beſſer behandeln zu Ei WiN Fönnen, iſt es am beſten, ihn in Reihen zu ſäen.; Der Anis EPimpinella anisum)d. =;en zu N) Die Samen dieſes Gewächſes ſind von einem lieblichen, u mand) Ggewürzhaften Geruch und etwas ſcharfen Geſchmack. Er wird Jucht wd) von Liqueurfabricanten,„Zuc>kerbäckern, Pfefferküchlern und in Dämmen den Apotheken bäufig gebraucht, und beſonders zu dem Schiffs- jö' zwieba> genommen, weßhalb er in den Seeſtädten ein geſuchter - ißen 6! Artikel iſt. Auch wird aus dem Samen das bekannte Anisöl P Senf, 1 gezogen. Das Stroh der Pflanze iſt ein gutes Viehfutter, pingen Cultur des Anis. Vielen.;.: "5 vie Der Anis verlangt einen lockern, reichen, yom Unkraut rei: (6 fie inl dei, warmen Boden, der eine vor den Nord- und Oſtwinden =venbülſe Seſchübte ſonnenreiche Lage hat, Es darf dem Boden jedoch 2 m Gb Nicht an Feuchtigkeit fehlen, weil der Anis in einem ganz dür- pop ww ren Boden mißräth. Ein ſehr feuchtes und neblichtes Clima 4„em ſind ihm nicht zuträglich. Friſchen Dünger, außer einem gut 4 ine zergangenen Compoſt, verträgt der Anis nicht, und man muß jund N v hn daher bauptſächlich in der zweyten Tracht nach einer friſchen Deny,(1 Düngung ſäen. Er kann nach allen Gewächſen folgen, die den NE wav. Boden nicht iu zu hohem Grade erſchöpfen, beſonders zuträglich ( 318 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (362) iſt es ihm aber, nach Klee zu folgen. Als Vorfrucht wirkt ev zwar nicht nachtheilig auf irgend eine nachfolgende Frucht; doch muß man bey der Wahl der Nachfolger berückſichtigen, daß der Anis den Boden eben ſo ſtark erſchöpft, als der Weizen, Der Boden muß mit gehöriger Sorgfalt'bearbeitet und von Unkraut gereinigt werden, und es iſt anzurathen, die Beſtel: lung ſchon im Herbſt zu vollenden, weil der Anis eine zeitige Saat verlangt, und weil der im Herbſt beſtellte Boden die ' Winterfeuchtigkeit länger im Frühjahre erhält. Der Boden muß tief gelockert werden, und deßhalb empfiehlt man auch, ihn zu graben. Bey der Samenwabl muß man ſehr ſorgſam zu Werke gehen, und es iſt am beſten ,] ihn zu leſen. Man zieht den mehrjährigen Samen dem friſchen vor. Der Anis, obwohl er als eine ſüdliche Frucht gegen den Froſt ſehr emyfindlich iſt, muß deßhalb zeitig geſäet werden, weil die Samen oft ſehr lange liegen, ebe ſie keimen, weßhalb er als ein langſam wach- ſendes Gewächs bey einer verſpäteten Saat oft nicht reif wird, Es pſlegen deßhalb Viele, wenn ein langer Nachwinter Statt findet, den Anisſamen auf den Schnee auszuſtreuen, und ihn dann, wenn derſelbe abgethauet und der Boden etwas abges froknet iſt, einzueggen. ELS iſt ſehr zu empfehlen dea Anisſa- men einige Tage vor der Saat in weichem Waſſer einzuzguellen, wo ex dann im Boden früher keimt, und etwas ſpäter geſäet werden kann. Die gewöhnliche Saatzeit iſt Ende März bis in die Mitte April. Der vor Winter zugerichtete Boden wird vor der Saat mit ſchweren Eggen aufgeeggt, hierauf der Sate ausgeſtreut und mit mittelſchweren Eggen untergeeggt. Nach der Saat wird gewalzt. Man muß auf eine gehörige Unter: bringung des Samens bedacht ſeyn, weil der oberflächlich lie- gen gebliebene gewöhnlich nicht keimt. Deßhalb, und weil der nis während ſeiner Vegetation einer ſorgfältigen Bearbeitung bedarf, empfiehlt man ganz beſonders, ihn in Neihen zu ſäen, wo die Samen weit ſicherer in die Lage kommen, wy ſie kei- men können. Da der Anis eine hdhe Pflanze mit vielen Ne- benäſten bildet, ſo darf er nicht dicht geſäet werven. Man ſäet ihn bey der breitwürfigen Saat gewöhnlich um 3 Viertheil dünner, als den Roggen... Nach andern Angaben nimmt man auf einen Magdeburger Morgen zu 180 rheiniſchen Quadrats rxuthen 6 bis 3 Pfund Samen. Da der Anis öfters mißrätb, ſo pflegt man gewöhnlich Möhren unter ihn zu ſäen, wo man dann etwas weniger Anisſamen nimmt. Der Fend. Die halbreifen Dolden der Samen werden zum Ein- machen der Gurken gebraucht, die Samen werden als Gewürz zu Speiſen und Backwerken angewendet, und. dienen auch in er Arzeney. Die jungen Wurzeln des Fenchels können als Gemüſe gegeſſen werden, und eben ſo die jungen Wurzelſproſ ſen. Die Blüthen werden von den Bienen ſehr geliebt. Cultur des Fen hat, umgeben iſt, iſt rund, inwendig gelb, im tro>2 zſeihen zuſt- nen Zuſtande runzlicht, und hat einea angenehmen Geruch und m, wſiil ſüßen ſchleimigen Geſchma&. Dieſe Wurzel wird in den Apotheken git vw auf.mancherley Weiſe benutßtz am häufigſten wird der bekannte awd," verdickte Lakrizenſaft daraus bereitet. Auch wird die Wurzel zum 3 Zw" zu einer braunen Saftfarbe verwendet. Das Süßholz wächſt mt? im ſüdlichen Europa wild, wird jedoch an mehrern Orten Deutſchlands, ſeiner Wurzel wegen, angebaut. Die Cultur des Süßholzes iſt ſehr einfach. Cultur des Süßholzes.- Es verlangt einen milden, lehmigen Sandboden, oder ſandie gen Lehmboden, der eine tiefe Krume und eine vor rauhen Win2 js vat! den geſchüßte, der Sonne offne Lage hat, reich und von Uns - anz In kraut rein iſt. Er muß ſo tief als möglich und ſchr EN aum ME bearbeitet, und auch mit der erſten Furche gut zergangener Mi den zu-„“- Untergebracht werden. Man empfiehlt auch vorzüglich, den Bo- mn Den zu graben.'Da das Süßholz den Boden mehrere Jahre Eien einnimmt, ſo kann es nicht in den gewöhnlichen Feldumlauf pis Wm kommen, ſondern muß in beſondern Plantagen gebaut werden, 1 Butzen" Dieſe Plantagen müſſen, da die Schweine den Wurzeln des „gelieot Süßholzes ſehr nachgeben, eine gute Umzäunung erhalten, weil ſonſt außerordentlicher Schaden entſteben kann. Das Fortpflan- on ehmbes 0 des Süßholzes geſchieht durch die Wurzeln« Man ſct ſie mit der herausgeworfenen Erde, ſo daß die obern Spitzen der Senker noch eine De>e von 2 Zoll Über ſich haben. Hierauf ' gräbt man neben dem erſten Graben einen zweyten in der Ent- fernung von 25 Fuß, in derſelben Maaße, legt die Sehlinge eben ſoy, und ſo fort durch die ganze Plantage. Nach der zweye ten Art macht wman mit einem Pflanzenſeßho!ze in geraden Ret» ben Löcher, die 2 Fuß und die Neihen 2x Fuß weit von einan- der entfernt ſind, ſetzt die Schößlinge hinein und drückt den Erdboden um ſie herum an. Die Löcher müſſen ſo tief ſeyn, daß die Senker noch zwey Zoll mit Boden üÜberdeckt werden können. Obgleich dieſe Art einfacher und weniger koſtſpielig iſt, ſo empfehlen do die Meiſten die erſte. Das Legen kann ents weder im October, oder im Frühbjahre zu Ende März, oder Ans fangs Aprit erfolgen. In"beiden Fällen wählt man einen Zeit» punct, wv der Doden etwas feucht iſt, damit die Schößlinge um ſo leichter keimen können. Es iſt ganz gleichgültig, zu welcher Zeit man ſie legt, und man kann ſich hierbey ganz nach ſeinen wirthſchaftlichen Verhältniſſen richten. Man läßt das Süßholz 3 bis 4 Jahre im Boden ſieben, Die Rhabarber(Rhenmd. Diejenige Pflanze, welche die gute ruſſiſche und üb|| Anbau der Feldgewächſe. Die Siebenzeiten. 321 (365) ab, wi. ſo wenig tauglich, indem es da der Wurzel zu leicht an der er«- Weiſe ww forderlichen Feuchtigkeit mangeln kann. Er ) einen Gr). Da die Nhabarber den Boden mehrere Jahre einnimmt, ſo t, 1231 muß ſie in beſondern Plantagen gebaut werden. Die Fortpflan- ie ſhri>. zung kann ſowohl durch Samen, als auch durch Wurzeln erfok« und 147 gen. Im erſten Falle kann man wieder zwey Wege einſchlagen z ein Gyn Indem der Same entweder in ſogenannte faite Miſibeete geſäet baben[0 wird, und die Pflanzen im zweyten Frühjadre nach der Ausſaat, yten in b. Wenn keine Fröſte mehr zu befürchten ſind, verpflanzt werden, eat die Gw was in einem rauhern Clima zu empfehlen iſt; oder man legt Rach vy den Samen im Frühjahre alsbald ins freye Feld. Man macht " dann in geraden Reihen, 3. Fuß von einander, mit einem klei- EEN nen Häkchen kleine Löcher, ebenfalls 3 Fuß weit von einander, (04 Wid" In jedes dieſer Löcher legt man von dem, 24 Stunden vorher 70 fo: ji eingeweichten Samen mehrere Körner, ſo daß ſie einen Zolk iberdect ww ef unter die Erde kommen. Um den Platz, wo die Körner ges En legt ſind, macht man einen kleinen Ringelgraben, in welchem 8 OMe ſich die Feuchtigkeit ſammeln kann, weil der ſchwer keimende Legen fan) Same, im Anfange, viel Feuchtigkeit bedarf. Bey trocknem März, ov! Better muß man mit Flußwaſſer gießen. Wenn die Pflanzen man ema aufgegangen ſind, müſſen die Überflüſſigen vertilgt werden. Im die Sh: zweyten Falle, den man aber nur in Anwendung bringen kann, Jleichgültiy/ wenn man ſchon eine Rhabarberplantage hat, trennt man, ent» „tbey ganz v weder von zweyjährigen, oder auch ältern Pflanzen, ein Stü> Man läßt| mit Wurzel und Blatt ab, und verſebt es; oder man ſenkt eis nen Zweig aus der Krone„einer ſchon großen Wurzel ab, läßt ihn Wurzeln ſchlägen, ſchneidet ihn dann, wenn er dieſe getrie2 » und hint ben hat, vom MutterſtoFe los, und verpflanzt ihn, ſſen glaubt 7 Die Siebenzeiten(Trigonella foenum graecum). WEHE Die Pflanze iſt auch unter den Namen Bo>shorn, Zies nd“TT genhorn, griechiſch Heu bekannt. Sie wird zu mancherley '"Rheuntb Arzneymitteln, beſonders aber zu Pferdearzneyen unter das «4 Druſenpulver, in nicht unbeträchtlicher Menge gebraucht, Ihre Samen beſizen auch einen gelben Färbeſtoff, und werden in den Jauſe: M Särbereyen, zum Gelbfärben, und weil fie ſebr ſchleimig ſind, MINN um manche Farbenbrühen ſcerer, viel alten Humus enthaltender (ds ge| Boden, in einer warmen Lage, ſehr willkommen. Derſelbe muß ſich 00 beſonders ſorgfältig von Unkraut gereinigt und gehörig gelo>ert jen wir jw werden, Wenn der Boden kraftig iſt, ſo bedarf es keiner friſchen Düngung, und man baut daher gewöhnlich die Siebenzeiten, da ſie ' Sommerfrucht ſind, als zweyte Tracht, nach Winterung, im „als gebun" Sommerfelde. Im Fruchtwechſel kann man ſie, da ſie den Bo« ' geſchügie 3)" Den in demſelben Grade erſchöpfen, wie den Roggen annehmen. ume hab+" Die Saatzeit erfolgt im April, wenn der Boden gehörig abge- + und ut? tronet iſt, bey trockner Witterung, Man ſäet bey der breite “9 wi! würfigen Saat 3 bis 4 Berliner Metzen auf den Magdeburaer ih„wi Morgen zu 180 rheiniſchen Quadratruthen, und ſtreut den Saxe je ſiyw men in der Maaße aus, daß die Pflanzen nach allen Seiten tigt 9 Hin in einem Abſtande von 10 Zo kommen. Mehr als das f 322 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. (366) breitwürfige Säen iſt das Säen in Reihen, wo der Schatfel- yflug während der Vegetation angewendet werden kann, zu em- pfehlen. Die Samen dürfen nicht tiefer, als 1 Zoll, unter die Erde kommen.: Die römiſche Chamille(Anthemis nobilis). Dieſe Pflanze, welche von der wild wachſenden Chamille verſchieden iſt, wird hauptſächlich ihrer Blürhe wegen gebaut, die in der Medicin ſehr häufig gebraucht werden-und als ein in vielen Fällen wirkſamer Thee in jeder Haushaltung bekannt find. Man nimmt ſie auch als Surrogat des Hopfens häufig unter das Bier, und benubt ſie mitunter auch in den Färbe»- reyen. Sie wird ziemlich ſtark gebraucht und in mehreren Ge: genden Deutſchlands häufig gebaut. Sie hat eine ausdaurvende Wurzel und nimmt den Boden mehrere Jahre ein. Cultur der römiſchen Chamille. M Sie liebt einen lockern, warmen Boden in geſchüßter, ſon- nenreicher Lage, der reich iſt. Der Boden muß gut, bearbeitet und mit zergangenem Miſt gut gedüngt werden. Da die Cha» mille den Plaß+ mehrere Jahre einnimmt, ſo baut man ſie in beſondern Plantagen. Man kann eine ſolche Plantage nach ei- ner jeden Frucht anlegen, und hat dieſe den Reichthum des Bodens in einem höhern Grade conſumirt, ſo düngt man um ſo ſtärker. Nach der Chamille darf man nur ſolche Gewächſe folgen laſſen, die nicht ſehr viel Nahrung bedürfen, weil ſie den Boden beträchtlich ausſaugt. Die Fortpflanzung kann entweder durch Samen, vder durch Wurzelſchößlinge, welches allgemein iſt, erfolgen. Den Samen ſäet man im April in Gartenbeete und verpflanzt die Pflanzen in Reihen, die einen Fuß weit von einander fommen, und bringt die Pflanzen in den Reihen 8--410 Zoll von einander. Zu den Schößlingen nimmt man im Frühjahre ewurzelte Zweige und pflanzt ſie in derſelben Entfernung in Reiben. Vegetation der Feldgewächſe, Behandlung während der Vegetation und Beſchüßung vor Unfällen, Wir haben bereits im Eingange des Monats März und in dem des April bemerkt, daß die Zeit dieſer beiden Monate ein ſehr kritiſcher Zeitpunct iſt. Ueber die Vegetation der zeit. ber gemachten Sommerſaaten läßt ſich noch nichts ſagen. H dem wir im Februar über die Durchwinterung der Winterſaaten, bis nach erfolgter Thauperiode geſprochen haben, haben wir nun eine Darſtellung des Zuſtandes der Winterſaaten im Früh: jahre bis zum vollkommnen. ununterbrochenen Eintritt der Vege» tation, welcher Zuſtand gewöhnlich bis in die Mitte Aprils dauert, zu geben, welche im Nachſtehenden unter der Ueberſchrift: AAN SEE Zuſtand der Winterſaaten im Frühjahre“, enthal: LACHT/; Von Thieren, welche im März und April den Saaten au troänen Stellen oft beträchtlichen Schaden zufügen, iſt der Maulwurf zu bemerken, welcher die Oberfläche des Bodens mit ſeinen. Gängen durchhöhlt, wodurch die über den Höhlungen ſte- E H] henden Pflanzen, indem ſie mit ihren Wurzeln auf einen leeren SPNZED 9 - Raum | fend haufen mit 01/5 hell, wid[/9 NU|S ZM|] der fn urzeli uſch ſonderags binöthat/3 (ji jr Gi 4 z M ſnes Nen,(0,5 | vr! Z€ pril Begetation der Feldgewachſe und Behandl. während derſ. 323 der Shy- ug(367) IMF: Raum ſtoßen, eingehen; auch verſchüttet er durch das Aufſto- RN LH ßen der Haufen viele Pflanzen. Die aufgeſioßenen Maulwurfs: Zr Iny baufen müſſen al8bald augeinander geſtreut werden, theils, da: nobilie mit die unter demſeiben verſchütteten Pflanzen nicht erſticken, IREEN rheils, damit das Erndtegeſchäft durch die Unebenheit des Akers e den ha nicht erſchwert wird. Das Auseinanderziehen der Maulwurfs- Degen ph haufen muß mit einem Rechen mit eiſernen Zinken erfolgen. I Die Feldmäuſe, wenn ſie auch im Herbſt ſebr zahlreich ge- kei? weſen ſind, werden doch gewöhnlich durch den Winter ſehr ver- eOptens 18 tilgt, und wenn deren auch durch einen für ſie! günſtigen | m dei Winter eine Menge durchgewintert ſind, ſo ſind ſie nunmehr I mehren) für die Winterung weniger gefährlich, da ſie ſich in diejenigen ve aui elder ziehen, welche wit Sommerung beſtellt werden. Es iſt v ſehr rathſam diejenigen Winterſaaten, welche von den Mäuſen (6, im Herbſt und Winter ſehr gelitten haben, ſobald der Boden Keſchübt.% genugſaim abgetrocknet iſt, zu eggen, damit der durchwühlte br aut bis Aer geebnet werde, und die zum Theil von Boden entblößten Ee Da die Wurzeln eine Bede>ung mit Erde erhalten. Da Übrigens die En Mäuſe auch den Boden unterhöhlen, ſo iſt auch, um den Bo= Mage: md HE zuſammenzudrüFen, die Anwendung der Walze zu eicmthum IZR EN.< S hee;- Ueber die Vertilgung der Mäuſe und Maulwürfe verweiſen 1 Genl wir auf das Kapitel:„„Vertilgung der den Feldgewächſen ſchäd= M weilfie) lichen Thiere“ im Monat December. gfu entw! Zweifelhafter Zuſtand der Winterſaaten afl es algen im Frühjahre. 14: Gartens Die Vegetation der Winterſaaten beginnt zwar ſchon im Sj wir März, allein ſie wird in dieſem Monate und in der erſten Sfb: Hälfte des April durch Fröſte und kalte Witterung noh oft un» - ZEA ferbrochen. Die Fröſte zerſprengen die bereits wieder gefüllten Fenin und ſehr zarten Saftgefäße der Wurzeln, und zerſtören dieſe, beſonders, wenn durch warmen Sonnenſchein im Tage die Le» | bensthätigfeit der Pflanzen um ſo mehr erregt worden iſt, oder I; währ) fie ziehen die Pflanzen ſammt den Wurzeln in die Höbe, wo Infäle dann dieſelben, von dem ſchenden Erdreich entblößt, durch „ZU Sonne, Wind und Froſt gänzlich zerſtört werden., Auch häufiger SSPNOLUL Schnee in dieſem Zeitraume iſt den Winterſaaten nachtheilig 3 ven Mt„Denn der bereits erwärmte Erdboden löſet denſelben alsbald in "ds Waſſer auf, welches in den Erdboden eindringt, und vermöge - Meh) ſeiner Schärfe, we des vielen Salpeters, den zarten Pflanz agen,), Wegen des vielen Salpeters, den Z al n= 5 Vinterſau" zenwurzeln nachtheilig wird. Bleibt der Schnee mehrere Tage ham 8 liegen, ſo iſt dieß noch nachtheiliger, weil die Pflanzen nicht 3 G nur durch die Erfältung der Schneede>e leiden, ſondern auch E44 de 3 wegen Mangel an Luft leicht ſto>en.€ Eil er)- Auch leiden die Winterſaaten im erſten Frühjahre auf man= . eberfh nigfaltige andere Weiſe, Beſonders werden die in dieſem Zeits nN“ raume ſehr ſcharfen und häufigen Morgenwinde den Saaten ſehr ille gefährlich. Dieſe Winde tronen die Oberfläche des weniger ges SE Sutil undenen Erdreichs gänzlich aus, ſie wird ſtaubig und leicht DE S4 verweht, ſo daß die Wurzeln der Pflanzen bloß liegen; oder Bm das augsgetro>nete Erdreich bekommt, wenn es bindig iſt, Riſſe, 5 Bm wodurch die Pflanzenwurzeln nicht nur ebenfalls von Erdreich „“"'0 Tt 3! ad entblößt werden, ſondern viele derſelben werden auch durc< das - 3 Ea warde Elan eum 1 mire er Pa 324 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April, (368) Aufreißen des Bodens zerriſſen. Die von Erde entblößten Wurs zeln, der Einwirtung ſcharfer Winde, dem Sonnenſchein und dem Froſt preis gegeben, gehen zu Grunde; und Saaten, die oft das ſchönſie Anſehen haben, werden in kurzer Zeit außeror- dentlich dünn und ganz unſcheinlich. In dem weniger gebunde- nen Boden ſind aber auch alle andern ſtarken Stürme den Sag- ten nachtheilig, wenn ſie auf eine vorher gegangne tro>ne Pez= riode folgen, und nicht viel Feuchtigkeit mit ſich führen, weil ſie den durch den Winterfroſt ſehr gelockerten, und durch die noch wenig ausgebildeten Getreidewurzeln, oder die Wurzeln des ſich bildenden Raſens, wenig zuſammengebaltenen Boden verwehen, die Wurzeln vom Erdreich entblößen, oder wohl gar die nicht ſtark eingewurzelten Pflanzen augreißen und mit fortführen.:;; JIricht ſelten leiden aber auch die Winterſaaten in dieſem Seitraume durch anhaltende Näſſe, beſonders wenn ſie ſehr dicht aus dem Winter kommen, wo ſie dann faulen. Kommt auf die Näſſe Froſt, ſo werden die Saftgefäße der Pflanzen, welche von der vielen Feuchtigkeit ohnedieß ſehr aufgetrieben ſind, um ſo leichter zerſprengt, und die Pflanzen gehen einz oder. ſie werden in dem von Feuchtigkeit ſchwimmenden Boden vom Froſt in die Höhe gezogen. Eine große Menge der aus dem Winter getre: tenen Pflanzen verſchwinden dann, und die ſchönſten Saaten werden dünn, vergelben von der Näſſe und Kälte und werden unanſehnlich. Oft ſind die Winterſaaten aber auch ſchon im Winter zer« ſtört worden, und ſie baben dann zwar nach dem Austritt aus dem Winter, ſo lange kalte Witterung dauert, noch ein friſches und ſchönes Anſehen; aber ſobald die Vegetation beginnt, fau= len die Pflanzen und ſind in kurzer Zeit verſchwunden. Man kann es, ob die Pflanzen im Winter gelitten haben, einige Tage nach der Aufthauungsperiode, daramw erkennen, wenn man unz: terſucht, ob ſie noch feſt in den Bodeu eingewurzelt ſind, Jſt dieß nicht der Fall, ſondern ſie laſſen ſich leicht ausziehen, ohne daß die Wurzeln daran bleiben, oder die Wurzeln haben ein ſchmierig weißliches, glänzendes, gallertartiges Anſehn, ſo iſt dieß ein ſicheres Zeichen, daß die Pflanzen im Winter zerſtört worden ſind.: Das Verſchwinden der Winterſaaten, beſonders bey den Ge- treidearten, iſt jedoch noch kein Zeichen, daß dieſelben gänzlich verloren ſind z denn oft ſind nur die Blätter abgefault, das Herz der Pflanze iſt aber noch friſch, und es zeigt ſich in der Folge no ein vollkommen kräftiger Auftrieb der bereits für verloren geachteten Saaten. Auch darf man bey einer dünnen Winterge- treideſaat in dieſem Zeitraume noch nicht beſorgt ſeyn, daß das Feld nicht genugſam mit Halmen beſtanden werden wird;. denn wenn der Boden kräftig iſt, ſo beſtauden ſich die dünn ſtehen2 den Pflanzen bey nachberiger günſtiger Witterung um ſo mehr, und geben eine hinlängliche Menge Halme mit vollkommnen Aehren, Beſonders iſt dieß beym Weizen der Fall, wo man oft im erſten Frühjahre keine Spur von Weizenpflanzen ſiebt, und ſich dennoch in der Folge noch ſo viele Pflanzen finden, daß der gleichen nichts zu erwarten berechtigende Weizenſaaten ſich öfs ters noch in der Folge lagern, | | || [Beet 13 Ginte? dieſe nach!: (1, mE 4 BYE "> dus m Ane Daf vübaln beſtehult pltur/ on 51 en, u u fik iin zen du guszufg ern win Jahr? zus Emmi? 195 im un) Vs muh um 0% die Vu fölgendeh ie Feineie lich prey Falle zun bödeden| Fann aus niht zu 4 zenen u dſt mit 13 auch;ugl8 Nölgenden 3 Dienen ſe Nidty Ahendung im dem we) den Zupth ij dieſer) Wenn wan Iſtdei nenen| dert wird, Verwehen en, ſy iſt | Zihfen, 1 der hon d | ſelhen bey ] April, entblößt nenn nd Gaaty| er Zeit Wh dENIger phy tUrme des nahe froh Iich führen) , und dus) der die Zy ehaltenen% 1, dder wiy beißen un). Naaten it) hn ſie ſeh) [omm(y Jen, wel! Pn ſind, 1 Aoder ſie wy dm Froſt it 3 Winter y| vnſten Ey „ je und wi Gim Winter 1 Austriti Zo ein fü E 11 begint,| M wunden,| EIn, einigt! 4 wenn m ES(zelt ſin] - Cußzlehm,| Sjzeln hh! 4 Unſcht,| Winter j/ | - 207) bey Ww) = ſelben zi) E fault, da h in de es für Einen Wi =,n wird)! dünn ft! >43 um ſy) 4 vollfomn 2l, wo mn „hen ſieht,! „47den, do 4 (agten ſh! CEI Kite aalen ERL Cain SE ir 5> wider be ESTERN INE I neee= IP DEeEeERONITINNN ARI ÜR A DNIIIEIT Fis FEH Üben. Vegetation der Feldgewächſe und Behandl. während derf. 325 369 Weniger iſt von einer dünnen und unſcheinlichen I des Winterrüovſamens und Winterrapsſamens zu erwarten, da ſich dieſe Gewächſe nicht beſtauden, und auch bey der günſtigſten nachherigen Witterung ſich nicht ſo vollkommen auszubilden ver= mögen, daß ſie die entſtandenen Lü>en ausfüllten, Dieſe durch den unveränderlichen Gang der Natuy zuwege gebrachten Uebel vermag zwar der Landwirth nicht abzuwenden; doch: hat er aber Mittel, die üblen Einwirkungen zu mindern, und durch dieſelben manche Winterſaaten zu retten, die ohne de- ren Anwendung gänzlich verloren ſeyn würden. Das hauptſächlichſte Mittel, um die den Winterſaaten im Frühjahr zuſtoßenden Nachtheile minder nachtheilig zu machen, beſteht überhaupt in einer ix jeder Beziehung ſorgfältigen Felds cultur, beſonders aber, daß der Boden in einen gehörigen Grad von Kraft geſetzt ſey, damit die Pflanzen um ſo kräftiger wer= den, und den nachtheiligen Begegniſſen um ſo beſſer widerſtehen zu können, und daß, im Fall die Saaten durch nachtheilige Witterung ſehr dünn gemacht werden, die Übrigbleibenden Pflan- zen durch einen. um ſo kräftigern Wuchs die entſtandenen Lücken auszufüllen vermögen. Auf magerxn und ſchlecht cultivirten Fel: dern wird unter gleichen Umſtänden bey den den Saaten im Früh- jahre zuſtoßenden nächtheiligen Begegniſſen der Ausfall bey der Erndte im Berhältniß immer größer ſeyn, als auf gut cultivir- ien und kräfrigen Feldern. Werden die Pflanzen vom Froſt in die Höhe gezogen, und dadurch ihre Wurzeln von Erde entblößt, ſo ſind ſie, da Sonne und ſcharfe Winde ihnen dann um ſo nachtheiliger werden, indem die Wurzeln vertrocknen, oder deren Saftgefäße durch den nach- folgenden Froſt gänzlich aus einander geſprengt. werden, ſo daß ſie keine Function mehr verrichten können, der Zerſivrung gänz= lich preisgegeben. Das einzige Mittel die Saaten in dieſem Falle zu retten, iſt, die entblößten Wurzen wieder mit Erde zu bede>en und ſie mit derſelben in Berührung zu bringen, Dieß kann auf keine Weiſe beſſer erfolgen, al18 durch das Walzen mit nicht zu leichten Walzen, welche den von Froſt in die Höhe ge- zogenen Erdboden nebſt Pflanzen eindrükt, und vadurch.letztere wies ber init dem Erdboden in Berührung bringt und Überde>t, und auch zugleich den Erdboden ſo befeſtigt, daß er von einem nach: folgenden Froſte minder leicht in die Höhe gezogen werden kann. Diejenigen Pflanzen, deren Wurzeln bey dem Aufziehen vom Froſte nicht zerriſſen ſind, werden von ihrem Verderben durch die Anwendung der Walze am ſicherſten gerettet, Es werden zwar in dem weichen Boden, durch den Tritt des die Walze ziehen= den Zugthieres, viele Pflanzen zu Grunde gerichtet; indeſſen iſt dieſer Verluſt in Betracht desjenigen, der dann entſteht, wenn man das Wälzen unterläßt, in keinen Betracht zu ziehen. Tſt der Boden im Frühjahre durch ſcharfe Winde und Son- nenſchein ſo feſt zuſammengetro>net, daß die Vegetatiotn gebin- dert wird, vder iſt derſelbe ſo tro>en geworden, daß durch das Berwehen deſſelben die Pflanzenwurzeln von Erde entblößt wer- den, ſo iſt das Eggen der Winterſaaten mit Eggen mit eiſernen Zinken, wodurch die ſich gebildete Borke gebrochen wird, und der von den Pflanzenwurzeln verwehete Boden wieder an die- ſelben herangebracht wird, ganz beſonders zu empfehlen; Das IV. 24 326 Bau der Feldfrüchte. 4. Abſchn. April. 370 M der Winterſaaten im Frühjahre iſt überhaupt nach den vielfältigſten Beobachtungen und Verſuchen überall ſehr wirkſam befunden worden, wenn es nach erfolgter Abtro>nung des Bo- dens in Anwendung gebracht wird. Cs muß aber ſo kräftig gez ſcheben, daß der ganze Acker mit einer friſchen Krume bedeckt wird. Es iſt in jedem Falle anwendbar, außer in dem, wo die Pflanzen durch den Froſt in die Höhe gezogen werden, wo die Anwendung der Walze Statt finden muß. Man darf nicht be- ſorgt ſeyn, daß man durch das Eggen die im Frühjahre ſchwächz lichen Winterungspflanzen zerſtört, wenn man auch ſieht, daß eine große Anzahl der Blätter abgeriſſen werden z die Herzen der Pflanzen leiden dabey nicht, ſondern ſie treiben um ſo kräftiger. Uebrigens verſteht es ſich von ſelbſt, daß man das Eggen unter- laſſen muß, wenn der Boden naß iſt. So wohlthätig das Auf- eggen im Frühjahre allen Winterſgaaten iſt, ſo findet man es doch in Deutſchland nur in einzelnen Gegenden und am hauptz ſächlichſten nur beym Winterweizen in„Anwendung.- So viel Ländwirthe, als mir bekannt ſind, welche das Aufeggen dex Winterſaaten nach erfolgter Abtrocknung des Bydens und vor vollendetem Aufirieb derſelben unternommen haben, haben ſich von den Vortheilen ſo ſehr überzeugt, daß ſie ſich das Aufeggen der Winterſaaten zur Regel gemacht haben. 4 Gegen die nachtheilige Einwirkung der Näſſe im Frühjahre, von welcher die Saaten in einem Boden mehr leiden, als in ei: nem andern, müſſen ſchon im Herbſt die nöthigen Vorkehrungen, gewölbte Beete, erforderliche Waſſerfurchen und zwiſchen den Beeten gut ausgeſtrichene Beetfurchen,; welche dem ſich ſammeln: den Waſſer einen leichten Abzug gewähren, getroffen werden. Im Frühjahre hat man dann nur darauf zu achten, die Abzüge der Feuchtigkeit offen zu erhalten. Man muß deßhalb beſonders bey ebener Lage der Felder dieſelben oft durchgehen, und Abhülfe leiſten, wo es nöthig iſt. Nicht ſelten verſchlämmen ſich die Waſſerabzüge, wo man, um. dem Waſſer Zug zu verſchaffen, ſich nicht ſcheuen muß, durch Hinwegräumung des verſtopfenden Erd- reichs lieber einen Theil der nächſten Pflanzen durch Veberde- >Xung zu opfern, als das ganze Feld in Gefahr zu bringen. Häufig werden auc die Waſſer- und Beetfurchen durch Maul- wurfshaufen verſtopft.; ' Es iſt für die Winterſaaten am günſtigſten, wenn die Witz ferung in der erſten Frühjahrsperivde mild, mehr tro>en, und nicht zu ſtürmiſch iſt. Auch die kränklichen Pflanzen erholen ſich dann, und bilden einen kräftigen Sto>. Dieſe Witterung iſt auch zur Vorbereitung des Ackers zu den Sommerſaaten ſehr günſtig, und man ſagt daher in vielen Gegenden März- und Aprilſtaub ſey halbe Düngung für Winterung und Sommerung,. | EN EE EK IEE"SBS Zus Nat,&& 018 NE hit, verf NEN ah aol! m Sü Ohnligg 41 en Felhu April, haupt nah Il ſehr Wik knung de) 7 ſv Eröff y Krume(( än dem, yy Ierden ,.y M darf nid 2 bjahre ſh nuch ſieht,; Edie Hetzy; Stm ſo triſt 8 Eggen 1 Lhätig das! wv, Dau der Feldfrüchte, Sung,» Gl = Mufedgn dens und =, haben S das Auſt May, ve Tyihiy Dex May iſt faſt in ällen Theilen Deutſchländs verjenfge Fiim Frühji Mona: Even. als't tk, wo. die Natur den“: Üppigſten"Trieb eiitwikelt, Alles/ “ Vorkehrut, was von der Winterkälte erſtarrt war, belebt ſich in dieſem Mv- JRE, nate: und was kein Leben in dieſem Monate zeigt, iſt als ein- -- Reh fap gegangen zu betrachten, Im nördlichen Deutſchland iſt der Tn May gewöhnlich der Monat, in welchem die Baumblüthe erfolgt. Bine Ww Im ſüdlichen Deutſchland pflegt man im warmen Clima ge- 21,; M wöhnlich in dieſem Monate die Saat der' im Frühjahre zu ſäen- Z halb ih den Feldgewächſe zu beendigen z im nördlichen Deutſchland wird 21, und“ may nur.in zeitigen Jahren im May mit der Sommerſaat ferz Simm m digy ja: es giebt Jahrgänge, wo man im bindigen Boden die S verſchafitt Sommerſaat erſt in dieſem Monate beginnt, wie z. B. in dem Stopfen laufenden Jahre 18238, wo man in dem größten. Theile des obe- =sdurch M rern Sachſens, wegen'zu großer Näſſe, erſt in dieſem Monat die gr zu in Frühjahrsſaat beginnen“ konnte, Es Fällt daher in dieſen Monat = dur 3 noch ein beträchtlicher: Theil der Sommerſäät. wf„Die Wintergewächſe ſtehen nun in volley Vegetation, und - Hh 4 einige derſelben, als der Winterrübſamen und Winterrapsſamen 1! be treten in"dieſem Monate ſchon in die Blüthe.* Auch zeitige BREU: Sommerſaaten begrünen nunmehr, Dennoch finden im nörd- S Diem ſichen Deutſchland in dieſem Monate nicht ſelten Fröſte Statt, Symerſagn und die beiden Tage Pancratius und Servatius, den 12. und 43. 231 Mi May., hält man für eritiſche Tage; an denen es oft ſtark reift, Zy) Gomni poder wohl gar friert; wodurch den jungen Pflanzentrieben großer Schaden zugefügt wird. Nach Urban, den 25, Nay, glaubt man vor Reifen geſichert zu ſeyn, Man hält dafür, daß die Witterung in bieſem Monäte, wenn man ein geſegnetes Jahr erwarten ſoll, mehr feucht und kübl ſeyn müſſe, damit die Sommerſaat die erforderliche Feuch- tigkeit zum Keimen häbe, und die Winterſaat"ohne zu ſchr in die Halme zu treiben, ſich mehr in ihren Wurzeltrieben ent: wickeln könne,. Bau der Feldfrüchte. 5. Abſchn, May. (190)| Wir haben demmach" zuvörderft in dieſem Motiäte" der Saat derjenigen Gewächſe Erwähnung zu thun, deren Saat in dieſen Monat fällt, und"deren nicht ſchon in den früheren Monaten Erwähnung geſchehen iſt. Was die Vegetation der Winterge- wächſe anlangt, ſo haben wir nunmehr von denjenigen, welche im Wachsthum am weiteſten vorgerückt ſind, des Winterrübſa- mens und Winterraysſamens, dasjenige- ſpeciell anzuführen, was ihre Vegetation und Behandlung bis zur Erndte anlangt. Das Specielle der andern Winterſaaten paßt in den folgenden Monat. Ueber die Vegetation der Sommerſaaten läßt ſich, da ein großer Theil erſt im May eingebracht wird, noch gar nichts ſagen. “ S“+6 2% +. Fünfter Abſchn tts EF“2 i Anbau der Feldgewächſe, Getreide. Der Muis, Zea Mais. -„Ex. wird: auch türkiſcher Weizen, Kukvyut, Welſchkorm Fenannt. Es. ſind durch die allgemein gewordene Cultur in Europa dieſes aus“ America«zu 0181 gebrachten: Gewäcdhſes verſchiedene Abarten entſtanden, die; fich jedoch in botaniſcher Hinſicht" nicht unter- ſcheiden„in landwirthſchaftlicher Hihſicht“ſich aber in den großen und- kleinen Mais, zwiſchen welchen es jedoch no viele Mit- telſorten giebt, eintheilen laſſen D,; 0 iGO R 1. -. Der große. Mais. wird im warmen Elima und: im kräftigen Boden oft ſehr“ hoch ,- liefert ſehr ſrarke"ſaftige Halme, Blätter und Kolben, welche eine. Menge großer'Samen enthälten/ bedarf aber„zur Neifung dex Samen eine. 1ange Zeit,' Unter! den ver= ſchiedenen Abarten des großen Mais zeichnet ſich beſonders" der amexicaniſche/ Zea americana","auch: NRiefenmais„“ durch ſeine außerordentliche. Größe,«die er im" warmen" Clima Italiens er- langt, wv er oft--bis 16 Fuß hoch wird“;-aus. Seine''Samen ſind weißlich, und unter.den verſchiedenen Arten des"Mais"die epeiſen,„Da. ex. jedoch im ſüdlichen Clima 6-Monate-zurfeiner vollkommenen Ausbildung verlangt,-ſo paßt er in die nördlicherin Climate nicht, indem er daſelbſt gar nicht zur Reife gelängt. Der kleine Mais- treibt kleinere: Hälme;/ Blätter, Kolben und Samen, welche letztere oft nur von der Größe der Erbſen ſind. Da er die Samen in kürzerer. Zeit zur Reife bringt, ſv bedarf er kein ſo-warmes Clima, als: der große Mais Mehrere Arten des kleinen Mais: vollenden indem ſüdlichen Clima ihre Begetation ſchoumrän-40;;750.bi8- 60 Tägenz" und werden im Ita- lien nach der Zeit, welche ſie zur Neifung des Sämens bedürfen, Quarantino, Cinquantino etc. bezeichnet.. 5| ae Durch den vielfältigen Anbau- des-Mais in Europa haben! "die Körner deſſelben verſchiedene. Farben erlangt. Man hat Kör- ner von goldgelber ,„ weißlicher, gelber,„brauner, violetter und *) S. Encyklop» Bd. 2, S« 33 de pre,( 4 ner Viehfy: IW a(s8 Viag | M 7 | NCE 4 WE| igt, 1/7 "ß ern (ANALE ens 3491 Mais«hs ih Eing 1 plelmehhn | dir Bof! "M. die jam | alf einem | ſich ein fürn gfofer 71641 dyp ſie 1 E00 | bini dia | Fm 5 | MCE 77 |[Def AUSN dD 1, vpenog Ed, Chlpelhg voindu ie ZU Ctäriihgn fuhden, 180! -<87-- 2300.<55---==-- SETZES 1/1,De 11,245 weder wn ten ver; | bräucht Wwe 7 7 | ZI"nUNES: Ne u et 4 apl es ſhu weiden,„ZU a , Voftich ſth "1m May, N ötnaterdt 1 Sagt iy) üheren Ay in der Win L jenigen,| a68 Winte Einzuführen I" anlangt, 'Igenden Y KB, da ein) Sichts ſag, Se, [Söyforn gend F 1 Europa'y M edene Abc Wi nicht u! WW iv den(zit Eo) viele 1 Sid im fröfh <= = thalten/ b) Inter" deh! 4 beſonde! 5, dur" p= 13 talen = Seine Gi + des"Mit g= nate zun ge ie nord fe gelangt Sitter, ==>)(je der€ = ife bring! = 1i8: M0 =D Cim) Sperden 07 u CC bed uro vl Yan ha! dy iE: violetter er Is Shiek aa bi eS inn ar Fini To REESE SEE Üben Immen mme de; Dema der SINNE ENER Anbau" der Feldgewächſe; Mais. (191) röthlicher Farbe'; und“ durch Vermengung des Blüthenſtaubes erzeugen ſich noch immer neue'Nüancen der Farben, Die Farbe der. Samen iſt jedoch nicht dauernd, ſondern ſie wechſelt. untex verſchiedenen Umſtänden. Mit der Farbe der Körner wechſelt auch die Farbe der Blätter und des: Stängels, welche bald, ein helleres oder: dunkleres' Grün, oder ein röthlich- oder braungrü: zes Anſehen haben.+. IN: 31207 Der Mais wird„in dem nördlichen“Clima bey dem Mangel von: Wärme, welche deſſen Entwickelung ganz vorzüglich begünz ſtigt, in allen ſeinen Theilen kleiner,“ als im ſüdlichen Climax Während er in. dem-lettern gewöhnlich eine Höhe von 8, bis 12 FUß erreicht, und. große Kolben mit vielen Samen anſetzt; er: latgt- er in demerſteren gewöhnlich nur. eine Höhe von"2;: höch- ſiens 3 Fuß, und--ſeßt kleinere„Kolben an. Dexi- Ertrag des Mais an Samen: im ſüdlichen und nördlichen.Clima ſteht. aber in einem Verhältniſſe zu deſſen verſchiedener Hohe ,.-es giebt vielmehr der kleiner werdende Mais: im nördlichen Clima; wenn der Boden nur» reich iſt, im'Verhältniß eine eben ſv ſtarke; Erndte, da die Pflanzen einen geringern. Natm, einnehmen, und deren auf einer gleichen Fläche mehr Plat haben. Nur dadurch ergiebt ſich ein Unterſchied im Ertrage„daß im nördlichen«Clima» ein großer Theil der-Samen des Mais“ unvollkommen. werden;: und daß ſie mithin.in der Qualität nachſtehen; Im nördlichen Clima bedarf der Mais auch eine längere-Periode zu ſeinter;/Ausbildung, als im ſüdlichen. 002; Der Mais gewährt ſehr mannigfaltigen Nuten. Die Körner«dienen: zur"Nahrung für Menſchen und-die Hausthiere, und enthalten mehr nahrungsfähige Subſtanzen, als die andern Getreidearten.“ Vorzüglich wird ein ſehr beliebter Suppengries daraus: bereitet. Das Maismehl wird zu manchen Mehlſpeiſen ganz“ vorzüglich geſchäßt;; es kann jedoch nur 4n Berbindung mit änderem Getreidemehl verbacken werden, Auch zur'Stärkebereitung"hat man die Maisförner ganz vorzüglich ge- funden, und 98 Pfund Maiskörner geben nach angeſtellten! Verz ſuchen:30 bis 34 Pf. ſehr) feine Stärke; Als Maſtfurter haben die. Maiskörner für. alle Hausthiere ohne Ausnahme, einen ſchr großen„Werth.: Den Schweinen kann! man die ganzen Kolben mit den Körnern geben. Geſchroten ſind die Maiskörner ein vorzügliches Futter» für die Arbeitspferde. Man kann: ſie auch zum Bierbrauen gebrauchen, ſo: wie ſie auch einen vorzüglichen Branntwein: geben. „Die halbreifen Kolben des Mais werden als Gemüſe. ente weder gebraten, oder in Eſſig eingemacht, genoſſen. Die Dec>blät2 ter der: Maiskolben FXönnen zum Ausſtopfen von, Matratzen ge: braucht werden. Das Stroh des Mais giebt ſelbſt im ganz trocknen Zuſtande ein vorzügliches Viehfutter, da'es- mehr Zucker, Schleim“ und Stärke enthält, als /das Stroh der andern Getreidearienz; nur läßt: es ſich ſchwer) ſchneiden, undzes- muß entweder abgebrüht werden oder ein:!Paar Tage mit kaltem Waſſer übergoſſen,.im Bottich ſtehen.“ Auch die bey dem Ausmachen der Körner abgehenz- de Spreu, ſv wie das Mark der Samenkolben ſind ein ausgezeich- netes Viehfutter. Das Maisſtroh kann, da es ſehr ſtarxkhalmig iſt, auch als Brennmaterial benutzt werden, und giebt nach mebre- Zoutiäerine zend nd Di en 329 330 May, Bau. der Feldfrüchte, 5, Abſchn. 92) xen angeſtellten Verſuchen eine“ große Menge Pottaſche- Nach einem Verſuche geben 1000 Pf. Maisſtängel 88 Pf. Aſche, wör2 aus 17 Pf. Alkali gezogen wurden, Nach> einem andern Verſu- er genug iſt, vder ei- nen kraftvollen ſandig lehmigen Boden wählen; im ſüdlichen Deutſchland wird man ihn im gebundenern Boden bauen können z wiewohl man ini den ſüdlichern Nheimgegenden ſeinen Anbau auch nur hauptſächlich in dem leichtern Boden findet. Neubrüche, in welchen die Raſenkrume gehörig, zerſept iſt, tro>knes kräftiges Teichland, ſv wie Niederungen, wv eine Ab- lagerung von kräftigem Schlamm erfolgt, wenn ſie eine warme Lage haben, ſind dem Mais ſehr willkommen. Der Boden muß von Unkraut möglichſt rein ſeyn. Ein ſehr ſteinigter Boden paßt deßhalb zum Maisbau micht, weil dann das Behäufeln nur unvollkommen Statt finden kann. Das Clima muß warm, und mäßig feucht ſeyn, denn einer ſv ſaftigen Pflanze, als der Mais, darf es nicht an erforderli- ert und von Unz als jh, kraut gereinigt ſeyn. Baut man den Mais nicht nach ſolchen vächſen 4) Früchten, nach welchen der Boden ſebr lo>er und rein von Un- harakte| kraut zu ſeyn pflegt, ſondern in Getreideſtoppeln, ſo iſt eine Min he mehrmalige Bearbeitung des Ackers unerläßlich. Man empfiehlt tigſte| es ganz beſonders, die erſte Furche möglichſt tief im Herbſt zu als"W geben, und den Acker in rauher Furche den Winter hindurch lie- ; DT gen zu laſſen. Da der Mais ſpät geſäet wird,'ſv hat man im Frühjahr Zeit genug, um den Acker gehörig vorzubereiten. Man empfiehlt es, die Bearbeitungsfurchen erſt in der ſpätern Frühb- jahrszeit zu geben, wo es warm iſt, damit ſich der Boden durch die Bearbeitung um ſo mehr erwärme. Selbſt der loſe Boden, wenn derſelbe nicht durch eine ſorgfältige Cultur ganz rein von Unkraut iſt,'muß mit mehrern Furchen bearbeitet werden, weil er ſonſt zu unrein ſeyn würde, und man mit der Vertilgung des t, zum nach einer ſtarken Düngung zu Üppig aufſproſſenden Unkrauts zu ten; eint große Mühe hätte. ; 3. WW Samen und Saat, 108 Da der Mais eine große Pflanze iſt, die nicht zu dicht ſte- 07 NG hen darf, wenn er ſich vollfommen ausbilden, und die nöthige thige Nah Jahrung finden ſoll, ſo iſt ein ganz vollkommner Same, der Theil di eine vbllig geſunde Pflanze treibt, um ſv nöthiger, weil jede Gißeil M Lücke einen um ſo größern Ausfall verurſacht. Man muß ſchon NUE im Herbſt die ſchönſten glänzendſten Samenkolben, deren Körner I deni ſich durch eine gewölbte Oberfläche auszeichnen, auswählen,. NEE Man empfiehlt es, die Samen bis zur Saat in den Samenkoiben eichtern D zu laſſen, und dieſe bis" dahin an einem luftigen Ort aufzuhän- Saat 1) en jedoh ſelten Zy im Boh! als dem! en, Schwerz ſagt in ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ac>er- vlg! au B. 2. S. 275:„„Die Bedingung des Nichtentkörnens des Aberndiu) Mais vor Winter iſt zwar nicht durchaus nvthig, wird auch oft eriode mn Unterlaſſen z allein zweißeln läßt ſich wohl nicht, daß es ſo beſſer elderwirt ſey, indem die Frucht noch immer einige Kraft aus dem Frucht: ngen. I boden zieht.“ Die Körner an dem obern und untern Theile des oſten fi! Kolbens muß man, da ſie unvollkommen ſind, ausſcheiden. n kann, 1 B urger ſagt in ſeinem Lehrbuch der Landwirthſchaft Band 2. nm Weiz S. 59:„„Man darf den Mais nicht früher ausſaäen, bevor man ht. qui 9 ſic) nicht von ſeiner Keimfähigkeit überzeugt hat, Eine Menoe en Nah eigner und/ fremder Erfährungen hat mich) belehrt, daß ſich der or Bod! Mais oft vollkommen ausbildet, und doch im Frühjahr lauter 119.8 todte Körner hat, Entweder mangelte ihm die Kraft der Befruch2 ven, vel tung ſchon urſprünglich, oder er enthält ein ſv hinfälliges Leben in den Körnern, daß es über Winter wieder erliſcht," h' Das. Einweichen der Körner vor der Saat findet man bäufig. vod Iſt'der Boden während der Saat feucht, ſv iſt es nicht nöthig z ac) vn von Nubven iſt es aber, wenn derſelbe bey der Saat ſehr trocken iel iſt. Man läßt ihn dann 24 Stunden im Waſſer liegen. Schwerz jedoch nd ſagt in ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ackerbau B, 2, S, 275: Be„Sn dem Elſaß wollen ſich Einige wohl dabey befinden, den vm Samen ein Paar Stunden in Waſſer zu legen, und ihn darauf en fog mit Gyps zu überſtreuen. Dieſe Vorrichtung hat wenigſtens das eſſenen 5 Gute,-daß ſich die leichten unvollkommnen Körner in dem Waſſey von'den ſchweren abſondern, und fich leicht wegnehmen laſſen, 13* Rn NI SETS EEE EINEN WEENER Reen 334 Bau der Feldfrüchte, 5. Abſchn, May. (196) So mag aul) der Gyps die Körner gegen Mäuſe uind Reitwüre- mer in der Erde ſchüzen. Nach Parmentier bedient man ſich in dem ſüdlichen Frankreich zu demſelben Zwecke„einer Lauge von Holzaſche, und überſtreut den Samen nachher mit Schwefelblüthe, Man bedient ſich auch eines Abſudes von Coloquinten, oder weißer Nieswurzel(Veratrum album), oder Stechapfelſamen, Matura Stramoniuam)d; durch letztere werden die Vögel, die den gepflanzten Körnern ſo ſehr nachſtellen, bey dem Genuſſe betäubt, und fönnen dann leicht erſchlagen werden, Auch auf die Mäuſe wirkt eine ſolche Beize nachtheilig.“ Der Mais darf nicht früher geſäet werden, als bis man keine Nachtfröſte mehr zu befürchten hat, welche dem Mais, als einer ſüdlichen Pflanze, die keine Kälte verträgt, tödtlich werden, Im ſüdlichen Deutſchland ſäet man ihn ſchon nach der Mitte April; im nördlichen Deutſchland wird man ihn erſt im May ausſäen können, Ihn ſpäter, als nach der Mitte May's zu ſäen, iſt nicht räthlich, weil der Mais in günſtigen warmen Jahren 4, in kältern auch 42 bis 5 Monate zu ſeiner Vollendung bedarf, und dann ſein gehöriges Reifwerden vor dem Eintritt der Herbſit- fröſte nicht Statt finden könnte, Man hat zwar mehrere kleine Maisarten, wie Eingangs erwähnt worden iſt, die ihre Vegeta: tion in einer weit kürzern Zeit vollenden, und die in den ganz ſüdlichen Climaten in die Stoppeln anderer Gewächſe geſäet wer? den 3; allein dieſe Maisarten geben einen ſo geringen Ertrag, daß ſie nur als Stoppelfrucht lohnend ſind, als welche ſie aber im deutſchen Clima nicht zur Vollkommenheit gelangen, unter an: dern Umſtänden aber gebaut, keinen im Verhältniß zu ihren Cul- turkoſten entſprechenden Ertrag geben, Mati muß zur Saatzeit eine warme und mehr trockne Wit: kerung wählen. Der Boden darf bey der Saat nicht zu naß ſeyn, Man- bringt den Mais auf mannigfaltige Weiſe in den Bo- den. In manchen Gegenden ſäet man ihn breitwürfig, wodurch jedoch' die Koſten des Beha>kens, welches dant nur mit der Hand Statt finden kann, ſehr grvß ſind,- Man pflügt ihn bey der breitwürfigen Saat flach unter, wodurch jedoch großer Ver- luſt entſteht, weil die von dem Pferdetritte und dem Drucke des Aerinſtruments zerquetſchten Körner nicht aufgehen. Man bringt auch die breitwürfige Saat mit dem Häufelpfluge hügel: förmig in Kämme unter, wo dann die Pflanzen in Reihen ſtehen. Am beſten iſt es, den Mais in Reihen zu ſäen. Man kann dieß ſowohl mit dem Säekaſten, als auch auf mannigfaltige an- dere Weiſe vollbringen. Wir verweiſen hier im Allgemeinen auf das, was von der Reihenſaat anderer Gewächſe bereits geſagt worden iſt; hauptſächlich aber auf die Reihenſaat der Buffbohne, im vorigen Bande, mit der die Reihenſaat des Mais ſehr über- einfommt, und bemerken hierbey nur, daß der Mais dünner ge- ſäet werden muß, da er eine größere Pflanze treibt, und daß er keine ſtarke Bedeckung mit Erde verträgt. Die Stärke der Ausſaat des Mais, dem Maaße nach, läßt ſich nicht im Allgemeinen beſtimmen, indem ſich dieſe nach der Größe der Samen, und der Verſchiedenheit der Verhältniſſe, nach denen die Maispflanze bald größer, bald kleiner wird, und mithin einen größern oder geringern Raum einnimmt, richtet. RZ id, un Op G40N EEN hide jy(egtev/DD Puts; N pe 0 bis 05 Ronate 1813 wo9 Und 57 in hemnach 6 Fuß Zw ven gelen dinem(1) Hieruntem hoh wir 189 ß Zull(ſw By aber r eben 019/M 1900 10491 IKV wo dt IB ZN 118 ien 1961) weil es 16 Vorzügen Vepetaticſim günſtiger 1044 tief gelgS 1 Gamen n/Et ſIhr pat 1) ſhheint da dfn 1 Kan yn ader Geiſt igen 21907 uhd nicht„45 dire Entiiks Fie imm, EE Waris fd R ſchaften, 3 ven FelyEe Vufoohagge Ataut und 8 Deuring Wey Hau VEENN: s 3 Nay, Und Reh nf man ner Lau Schwefelh Quinten, tech apfel) Vögel, h enuſſe hi; auf die] dem Mit; odtlich wi“) nach der] a erſt im) May's zu "men Jahn endung bi) ett der Hit inehrere fl , Ihre Veet: (| in. den dt We geſäet [1 Ertrag, d 2 ſie aber| H AEN tu hm u 4: trodne I fi zu naß, em dn Cifig, We Ei ür ME pflügt ih)! E) großem (m Dun Wy wichen, 7 >[pfluge 1) greihen E; Me jp gntgfalgen + gemeinen »ereits am 41 Puffvon 16 ſehr 1 "8 dunne ; und 0)! „nach, 11 eſe mac 1! erhält e wird mt, os Ere dE ES ESR BIE SEN ze AIN GAG SÄNRAINLND Anbau der Feldgewächſe, Hirſe. (197) Burger ſagt in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft B. 2. S, 60: „Die Neihen dürfen nicht überall gleich breit ſeyn. Wo die Pflanze hoch und mächtig wächſt, bedarf eine von der andern 2x Schuh Abſtand 3; in gewöhnlichen Fällen ſind 2 Fuß hinläng- lich, und wo ſie nur niedrig bleibt, tx Fuß zureichend. In der Linie ſelbſt müſſen die Pflanzen nach den gleichen Rückſichten eine verſchiedene Entfernung beobachten 3 im erſten Falle einen Fuß, im lezten genügt vft*ein halber. Won dem hieſigen großen Mais gehn 50 bis 58 Körner auf ein Loth. Vom Gailthaler 60 bis 65, Der Wiener Meben wohl augsgetrockneter, ſieben Monate alter Mais wiegt 83 bis 86 Wiener Pfund. Im Jahre 43818 wog ein Metßen Mais meiner eignen Erzeugung 833 Pfund, und 52 Körner gingen auf ein Loth. In. einem Metzen waren demnach 138,528 Körner enthalten. Wenn die Saatreihen zwey Fuß Zwiſchenraum haben, und alte 6 Zoll ein Korn in den Bos den gelegt wird, ſo bekommt jede Pflanze einen Flächenraum von einem gevierten Schuh, und der Saatbedarf iſt 0,4 Mebpen. Hierunter iſt aber beym großen Mais, wenn er 6 bis 7 Schuh hoch wird, der nvöthige Saatzuſchuß ſchon verſtanden z; denn auf 6 Zoll Entfernung in der Linie dürften die Stämme nicht ſtehen. Wo. aber der Mais einen niedrigern Stamm bildet, als den ſo eben angegebenen, da müſſen ſie dichter zu ſtehen kommen, und man trägt wohl auf eine dichtere Saat an, die aber dem Maaße nach nicht größer iſt, weil dieſer Mais kleinere Körner hat.“ Der Mais verträgt nicht nur keine tiefe BedeXung mit Erde, ſondern dieſelbe iſt auch aus dem Sxunde nicht zu empfehlen, weil es bey einer ſv langſam und. ſpät reifenden Pflanze ganz vorzüglich darauf ankommt, daß ſie ſobald als möglich in die Vegetation tritt. Nach Verſuchen, die Burger im Juny, bey günſtiger Witterung im Garten angeſtellt hat, gingen die 1 Zoll tief gelegten Samen, nach 3x Tagen, die 4 Zoll tief gelegten Samen na 13x Tagen, und die tiefer gelegten gar nicht, vder ſehr ſpät auf. Eine 1 bis 2 Zoll tiefe BedeXung des Mais ſcheint daher am zwecmäßigſten zu ſeyn, Man baut in den Räumen zwiſchen dem Mais auch noch andere Gewächſe. Wenn der Boden reich genug iſt, man üÜber- flüſſigen Dünger hat, und man dieſe Gewächſe nicht zu dicht, und nicht zu ſehr in die Nähe der Maiswurzeln bringt, wodurch deren Entwielung gehindert wird, ſo kann dieſes Verfahren, da dadurch dem Boden ein ungeheurer Ertrag abgewonnen wer- den kann, wohl zu rechtfertigen ſeyn, doch paßt es, va dadurch die Arbeit beträchtlich vermehrt wird, indem dann das Behäu- feln des Mais mit der Hand erfolgen muß, nur für kleine Wirth- ſchaften. Am beſten paſſen zu ſolchen Zwiſchenfrüchten die klei- nen Feldphaſeolen, Zwergbohnen, oder Zwergphiſolen, und die Buffbohnen. Andere Zwiſchenfrüchte, als Kürbiſſe, Kartoffeln, Kraut und Rüben erſticken den Mais.. Der Hirſe, Panicum. Man nennt ihn auch in mehrern Gegenden des ſüdlichen Deutſchlands Pfennich oder Fennich. Es werden in Deutſchland zwey Hauptarten der Hirſe gebaut, der Rispenhirſe, und der Kolbenyirſe, der im ſüdlichen Deutſchland zum Unter- 335 336 EEN DIL WA MEILEN ZEE Bau der Feldfrüchte, 5. Abſhn. May. (198) ſchiede von dem Nispenhirſe, welcher Hirſe heißt, Pfennich oder Fennich genannt wird, welche wieder mehrere Abarten enthalten, die ſich durch die Farbe der Samen unterſcheiden. Der Nispenhirſe hat größere Samen, fällt leichter aus, und wird zur Zeit der Neifung von den Vögeln mehr heimge: ſucht, als der Kolbenhirſe. Er kann ſpäter geſäet werden, und reift dennoch früher, da er ſchnellwüchſiger iſt, verträgt auch ein kälteres Glima und einen leichtern Bodens, giebt aber unter glei- net werden, was mit manchen Schwierigkeiten verbunden iſt. Da der Hirſe in keiner großen Augsdehnung gebaut wird, und ſich auch ſein Anbau wahrſcheinlich nicht vermehren wird, ſo wollen wir über die Cultur deſſelben im Nachfolgenden in dex Kürze handeln. Ueber die Cultur des Hirſe, Der Hirſe verlangt einen mehr lo>ern leichten Boden, mit alter Kraft. Neubruch, trockne Teichländer, die vielen Schlamm enthalten, und ein kräftiges Moorland ſagen dem Hirſe ganz be- ſonders zu. Er geräth nur in einem warmen Clima, und ver- trägt die Dürre unter allen Getreidearten am beſten. In dem mehr ſandigen Boden, wo andere Gewächſe bey ſehr trockner Wit- terung ganz außerordentlich leiden, wächſt der Hirſe ungeſtört fort, und giebt dann immer reichlichere Erndten, als in feuchten Jahr- gängen. Er verträgt zwar den friſchen Miſt in beträchtlicher Quantität; doch baut man ihn am häufigſten nach einer Frucht, zu der friſch gedlingt war, indem er dann weniger dem Brande unterworfen ſeyn ſoll, Der Boden muß zum Hirſe ganz vor- Üglich gut gelockert und vom Unkraut gereinigt werden, Man aut deßhalb den Hirſe ſehr häufig nach behac>ten Früchten. Auch in einer reinen Kleeſtoppel kommt er ganz vorzüglich fort. In den gewöhnlichen Dreyfelderwirthſchaften baut man ihn im Sommerfelde nach gedüngter Winterung. Man muß dann und eben ſo, wenn man den Hirſe nach Klee bringt, den Boden wenigſtens mit 3 Furchen bearbeiten. Man hält da- für, daß es angeineſſen ſey, den Boden vor Winter zuzurichten. Die Anforderungen von einem zu Hirſe vollfommen zugerichteten Boden jind: daß ex nicht nur ganz rein von Unkraut, ſondern daß er auch vollfommen gepülverr und nicht tkloßig ſey, weßhalb =< = = 8 = "5 Gi SETE > Zz= her| 148% 1560 5 y er, 00 0 iſt Ahn? ſeht Mp 0 Ayrim:!) der, nw ye fr' 7 ft; (0 007 |(ww 0!' 6117090 eggs Ih: beinalß| ganz Mim 1 Cu .-- = 4 = [G-] Abart Ff) dieſer I'S4 (ne(14 / Iii", Sit in, Ner ni", ju VS Zu En hiufig epd kel iſt, .(fsi die ſI beliebt Dy phaſeols; farbigem 2... DEE ISIS SIEGES vn„nnen egen a. Anbau der Feldgewächſe, Feldphaſeole, 337 (199) Wenhid j hey der Zurichtung die Anwendung der Egge und Walze nicht ten enth) eſchont werden darf. ß Es der Auewahl des Samens muß man ſehr vorſichtig :[eicht x ſeyn, da der Hirſe ſehr oft brandig wird, was hauptſächlich ei- mehr hy nem unvollkommenen Samen zugeſchrieben wird. Man muß werden,; ſchon bey der Erndte die vollkommenſten und geſündeſten Kolben frögt auf pder Rispen wählen, deren Erhitzung ſorgfältig vermeiden, und ber unt: ſie an einem luftigen Orte bis zur Saat aufbewahren, wo man h einen ſy), die Körner erſt ablöſt. Da die Samen ſehr klein ſind, ſo rech- oh des Ful net man im höchſten Falle drey Berliner Meten auf den Mag» t, beſſer;| deburger Morgen zu 180 rheiniſchen Quadratruthen.*Von dem Vorzug.| Xleinern Kolbenhirſe kann man noch etwas weniger nehmen. aus, Ty) Den Kolbenhirſe muß man, da er langſamer wächſt, frü- var in Zy her ſäen. Da er fünf Monate zu ſeiner vollfommenen Ausbil- 1 allen. Oy dung verlangt, ſo muß man ihn ſchon Ende April, wenn keine r die Vügtl röſte mehr zu befürchten ſind, ausſäen, damit er im Septem- wo. ſein I 48 vor dem Eintritt der Herbſtfröſte, zur Reife gelangt. Er Iſe geben| iſt ſowohl in ſeiner Jugend, als auch ſpäter gegen den Froſt armer ky ſehr empfindlich, und wo die warme Witterung ſpäter als Ende en, undy April eintritt, iſt ſein„Anbau unſicher. Man nimmt an, daß ſen. Deſt der Kolbenhirſe dort nicht mehr fortkommt, wo der Wein im tender My Freyen nicht mehr gedeihet. hfutter; Der Rispenhirſe iſt zwar eben ſo empfindlich gegen den werden, x Froſt 3 doch, da er zur Reifung nur 3 Monate bedarf, ſo kann er in der wormern Periode des Mays geſäet werden, und kommt aehaut lange vor dem Eintritt der Herbſtfröſte zur Reife, wehren 1 Die Unterbringung des Hirſe darf nur flach erfolgen. Man genden eagt ihn mit leichten Eggen ein, oder bedient ſich zur Unter- bringung auch nur der Harke, Das Walzen nach der Saat iſt . ganz beſonders zu empfehlen. 1 Boden, 1 37 jelen Schl€ Be EE Hülſenfrüchte. lima, un! Die Feldphaſeole, Phaseolus nanus. ele Man nennt ſie auch Zwergphiſolen, Vitsbohnen, Schmink- EH bohnen, Erbsbohnen, Eyerbohnen. Die Feldphaſeole iſt eine UNGE Abart der gewohnlichen Gartenphaſeole, und unterſcheidet ſich von feu" dieſer hauptſächlich dadurch, daß ſie ſich nicht rankt, ſondern 1 betran" einen äſtigen aufrechtſtehenden Stängel von 1 bis 2 Fuß Höhe y en, treibt. Sie kommt in vielen Gegenden nur als Gartenfrucht DEN vor, wiewohl ſie ſich wegen der Eigenſchaft, daß ſie ſich nicht Dire Je rankt, auch zur Cultur auf dem Felde eignet. Man findet ſie werden,“ auch in mehreren Gegenden als Feldfrucht, und im nördlichern feen IO Deutſchland, beſonders in der Gegend von Erfurt, wird ſie mz(478 häufig gebaut, indem ſie daſelbſt ein bedeutender Handelsarti- en DAF el iſt. „MD 4 E giebt unter den Feldphaſeolen eine Menge von Abarten, Slee Wid die ſich in Hinſicht der Größe und Farbe der Samen, ſo wie Man hn" in dem ſchnellern oder ſpätern Reifwerden unterſcheiden. Die oy gun beliebteſten und im Geſcham> am beſten ſind die weißen Feld- phaſeolen; doch ſoll ihr Ertrag unſicherer ſeyn, als der der hunt- rau, jn farbigen. Die buntfarbigen werden von den Kaufleuten und Con: (ey WOH NSE EEE RIEREN RIERT III REREN NiiG AA; Bau der Feldfrüchte. 5, Abſchn. May. (200) ſumenten hauptſächlich deßhalb nicht gern gekauft, weil ſie beym “Kochen kein ſo gutes Anſehn bekommen, Die dunkelgelben Phaz- ſeolen reifen am ſchnellſten.;: Die Phaſeolen geben unter allen Hülſenfrüchten die ſchmack: hafteſte und nahrhafteſte Speiſe. Sie werden auf mannichfaltige Weiſe, ſowohl im grünen, als im reifen Zuſtande häufig und gern"genoſſen. Sie enthalten nach der Einhofſchen Unterſuchung an Stärke und Faſern 0,39, *-- Kleber, 4 0,1675 =- Hülſen, 8 0,08. =-- Feuchtigkeit, 0,16, Das Stroh und die Hülſen der Phaſeolen ſind ein ganz vorzügliches Futter für die Schafe, Wird ihnen- ein Bündel von dieſem Stroh. vorgelegt, ſo laſſen ſie nichts davon übrig. In der Cultur kommen die verſchiedenen Arten der Feldphaſeo:s len mit einander überein, Wir wollen, da ihre Cultur mit derz jenigen anderer Gewächſe, welche hauptſächlich in Reihen ge- baut werden, ſehr übereinkommt, hier in der Kürze das Haupts ſächlichſte ihrer Culturart erwähnen, t Cultur der Feldphäſeolen, Sie kommen ſowohl in dem mehr leichten, als in dem mehr gebundenen Boden gut fort, wenn die Witterung im erſten Falle nicht zu tro>en, im letzten Falle nicht zu naß und kalt itt, Sie vertragen einen großen Grad von Dürre, und kommen in einem warmen Clima ſicherer fort, als in einem kältern. Dex Boden muß nicht nur locker, ſondern auch rein von Unkraut ſeyn. Sie verlangen ein kräftiges Land, und wo ihnen dieſes gegeben werden kann, kommen ſie auch ohne friſche Düngung gut fort, In den Gärten baut man ſie gewöhnlich ohne friſche Düngung, Da jedoch der Gartenboden nicht nur kräftiger, wes gen reichlicherey Düngung, als der Feldboden iſt, ſondern auch in den Gärten weit öfter, als auf dem Felde gedüngt wird, und der Gartenboden daher einen größeren Grad von Thätigkeit hat, ſo möchte es doch wohl in dem nördlichern kältern Clima gerathen ſeyn, zu den Feldphaſeolen friſch zu düngen, Die Feldphaſeolen werden ſowohl für ſich allein, häufiger aber zwiſchen andern Gewächſen gebaut. Im erſten Falle bringt man ſie in die Bragche, oder in einem kräftigen Lande ins Soms mevrfeld, Obgleich ſie den Boden nicht ſehy erſchöpfen, ſo ſollen- ſie doch keine guten Vorgänger des Getreides ſeyn, und es wäre dann allerdings ihr Anbau im Sommerfelde dem in der Bragache vorzuziehen. Die Haupturſache, warum die Feldphaſeolen in Deutſchland ſelten allein für ſich gebaut werden, iſt darin zu ſuchen, daß ſie, gegen die Kälte ſehr empfindlich, oft mißrathen, 'und einen geringen Strohertrag geben, weßhalb man die Cultur der Erbſen für vortheilhafter hält. Deßhalb findet man auch ihren Anbau am häufigſten zwiſchen dem Mais, dem Mohn, den Topinambours, dem Kohl u, ſ. w., Sie begnügen ſich zwiſchen dieſen Gewächſen nicht nur mit einem engern Naume, vbne ihnen viel von der benöthigten Rahrung zu entziehen, oder 4(Größe delbS Meeäkiinn jute LT| furhen 20) 5 Kft| 3 om, VIM)! ander 0! y hen, vB | Beſon? und eM vfiehleb) 1; 7 ſuchen My 1! DIN! wan 113) ten ze vg Mitte M! May(BD? 1041, 1, Im| m und| Wwe m| ven Gulf 2! ZP:| von hf tig behagt)| Sheilhof fn lber GH? | Uh ji UMUNENN er zum ffn Mynls dr vir nip Ind Die(Seat m ag hene 6 M; Nee, WE |"SS di Furien DICHT 1! vn vn a Ee unt GE; Tach 4 hält man|.| für ſchrz in | rühjahr 12| lügt m 3“ feinen 78 BE Ke ds EEN SINS FRESSEN ATINEEZE OR EGETEH 43 Anbau der Feldgewächſe, Feldphaſeole, 339 veil fie h:. N 200"(000 [gelber 4 ſie durch ihr Ausbreiten und Beſchatten in ihrer Ausbildung zu ges 1 fährden, ſondern geben au) einen im Verhältniß reichlichen Ertrag. 4; Der Acker muß zu den Feldphaſeolen ſorgfältig und tief be- 1 die ſhy ſtellt werden. Deßhalb gerathen ſie auch nur zwiſchen ſolens der Runkelrübenſamen auf dem Platze, wo die Pflanzen ſtehen bleiben ſollen, und des Ber- pflanzens der erzogenen Pflanzen zu gedenten, Ste>en der Runkelrübenſamen. Das Stecken der Runkelrübenſamen auf den Ort, wv die Pflanzen ihre Vegetation vollenden ſollen, kann nur unter den Umſtänden in Anwendung gebracht werden, wenn das Clima nicht zu rauh iſt, und die warme Witterung im Frühjahre nicht zu ſpät eintritt, wenn der Boden gehörig geloc>ert und vom Un- Fraute gereinigt, und der Miſt vor Winter aufgebracht und ge- hörig mit der Krume durchmengt worden iſt. Durch ein reich- liches Begießen mit Jauche oder Gülle im zeitigen Frühjahre kann man auch den Miſt erſetzen. In dieſer Beziehung ſagt Thaer in ſeiner rationellen Land» wirthſchaft Bd. 4. S. 228:„Dieſe Methode iſt nur auf war- mem, mürbem und von Unkraut reinem Boden zu- empfehlen. Denn der Keim durchbricht die harte Schale ſchwer, es dauert lange, ehe das Pflänzchen mit ſeinen ſchwachen Samenblättern um Vorſchein kommt, und der Acker iſt dann ſchon hoch mit nfkraut bewachſen. Oft wird auch das Keimen unterdrückt, wenn entweder das zu hoch liegende Korn nicht zureichende 2 1EEE hat, oder das zu tief liegende von der Erde einge- allt wird. Gegen das Unkraut kann man ſich nur dadurch ret- ten, daß man die Reihen bezeichnet, worin die Körner liegen, um es, noch ehe die Pflanzen ſichtbar werden, durchs Schait- feln vertilgen zu können, was aber doch immer große Aufmerk- ſamkeit erfordert. Man hat ſie auc wohl breitwürfig ausge- ſget, und dann durch Jäten und Beha>en ſo verdünnt, daß die 12 geber 80)| MUL /„„„s| fuge"ON! me le Bs oder 30 Y Ilm d161907|! die erſ190) 1! verſch) 31 Es weh m 0 Überſchfläm werde 3 Nach Ow) 0 rollt, 42, 7? lih, By) me wm ober än x es 10:6 hem(06, I0 11 Vaſ| 8; tuden 86 x daf ij im ſeum| Yiche Wm| „u| vollauf Fim) ſondern 1 den diyfrd zufolge in die Ga! auf die Ieh tung dgl Wurzel Gs was fn s die us hmde% | GI ““ sS [NED 37 -- Zz 2? = 8,3 >“% 2. M! Die Ir Unfraut. EENEEEEEENNTENTNNNNNNNETENTSTKHHNKEEKENNHSHEENER:» lay, Anbau der Feldgewächfe, Runtkelrüben. 341 telt 4);| ieß i Ge em! FMüben einzeln zu ſtehen kommen 3 dieß iſt aber unter allen die 45 100 beſchwerlichſte und koſtſpieligſte Methode.“ aben. Ueber die Art, beym Stecken zu verfahren, ſagt Sch werz [, andere j in ſeinem Lehrbuche des praktiſchen Ackerbaues Band 2. S, 577 Loworfen| Folgendes:„„Nachdem das Feld im April zum letztenmal ges | Es wi; pflügt worden, wird nicht abgeegagt. Zwey Perſonen folgen dem Y ME Pfluge unmittelbar, wovon die eine in den aufgeworfenen Schnitt Ber Zeit in eine kleine Grube mit der Hand macht, in welche die andere ein 6 Cape he) oder zwey Körner einlegt und einen Zoll hoch mit Erde bedeckt. 986 Um die Körner in eine gleichmäßige Entfernung zu bringen, iſt ehen ah die erſte Perſon mit einem Maaßſtab von anderthalb Fuß Länge Siededunn verſehen. In der Pfalz beträgt die Entfernung drittehalb Fuß. BE aehöp Es werden jevesmal ein, auch zwey Schnitte von den Pflanzen SON EM überſchlagen, je nachdem die Furchen breit oder ſchmal gezogen WERE werden, Die Entfernung der Reihen von 2 Fuß iſt die paſſendſte., > Unt Nach dem Stecken wird das Feld mit einer ſchweren Walze über- rollt, Wäre der Boden der Näſſe unterworfen: ſo iſt es nüße= lich, das Feld vor dem Stecken auf Käimme oder ſchmale Däm- me zu legen, welches entweder mit einem gewöhnlichen Pfluge, I, pder mit einem Häufelpfluge geſchehen kann. Bey letzterem wird es nöthig, den Furchenzieher vorangeben zu laſſen.“ ;;„Da bey den Runkfelrüben viel auf ein ſchnelles Hervorſte- ) viehung| hen ankommt, ſv iſt es gut, den Samen ein Paar Tage vorher wer Nun m Waſſer zu werfen, dann aber ihn feucht zu ſäen, bevor er ) nndelt, trocken wird. Das Waſfer dient zugleich zur Abſonderung der L]0G| darauf ſchwimmenden ſchlechten Samen. Um- die Körner leichter „Id ds H im feuchten Zuſtande zu ſtreuen, durchpudert man ſie mit Gyps, Aſche, oder Mehlkalk.“:; |„„Es haben Einige vorgeſchlagen, den Miſt, es ſey, daß man 5 vollauf damit verſehen wäre, nicht über das ganze Feld zu ſtreuen, Ert, ſondern ihn unmittelbar unter den Schnitt zu bringen, auf wels vunung mit mmenblai Erde iſt am zuträglichſten. Iſt der bindige Boden während des on Dom Legens der Samen etwas feucht, ſo dürfen die Samen eine nur euter ganz flache Bede>ung mit Erde erhalten, und es genügt dann Suren oft, wenn ſie oberflächlich liegend nur etwas in den Erdboden D Erde" eingepreßt ſind. daduru 1 5 Ener IM Verſetzen der Runkelrübenpflanzen, SEH Wahl des Bodens und des Climas. fe Die Runkelrübe verlangt einen mehr lo&ern Boden, der von Jb 1] Unkraut rein iſt und viel alte Kraft enthält. Im kältern Clima, epi/ IEEE EEN RELAIS IRISETTE R öÖN Sr ES LEN CE | “- 342 Bau der Feldfrüchte, 5. Abſchn. May. 304):. ES es En feucht iſt, kann man die Runkelrübe ſelbſt in einem Boden, der nur 20 Procent Thon hat, mit Vortheil bauen. Einen Boden, der Säure enthält, verträgt ſie nicht, und auch der trocken gelegte Mvoorboden, wo die Kohl- und die Kohlrü- enarten gut gerathen, iſt ihr, wie ich aus eigner Erfahrung weiß, nicht zuträglich, indem ſie in dieſem Boden noc vor vollendeter Ausbildung zu faulen anfängt. Im thonigten Bo- den fommt die Runkelrübe nicht gut fort, indem die im Ganzen wenig conſiſtent, mehr weiche Rübe zu vielen Widerſtand bey ihrer Ausbildung findet. Jc< habe den Runkelrübenbau am vors theilhafteſten und am ausgebreitetſten in einem Boden von 30 bis 40 Procent Thon bey einem mäßig feuchten und warmen Clima gefunden, wogegen in einem mehr Thon enthaltenden Boden und feuchtern und kältern Clima der Kohlrübenbau vors theilhafter und ausgebreiteter iſt. Wo der Weizen no reif wird, kommt auch die Runtelrübe noch zur Vollkommenheit. : Düngung. Man empfiehlt, zu den Runkelrüben, wenn man ſie zur Zuerbereitung cultivirt, nicht friſch zu düngen, weil ſie dann ſchwammiger werden und weniger Zuckerſtoff enthalten, der durch den größern Ertrag in friſcher Düngung nicht erſet wird. Bauet man ſie dagegen zu Futter, ſo darf die Düngung nicht unter- bleiben, weil in Hinſicht auf Fütterung der geringere Ertrag der ungedlingten Runfkelrüben nicht durc) mehr Zuckerſtoff enthalten- de Wurzeln gede>t wird. Man macht den Runkelrüben mehr- ſeitig den Vorwurf, daß ſie bey einer allzu ſtarken Düngung von friſchem Miſt zwar groß, aber wäßrig und inwendig hohl wer- den, und daß ſie gegen ſchnelles Anfaulen faſt gar nicht zu ret- ten wären. Friſchen Miſt vertragen die Runkelrüben allerdings nicht gut, wie ich Gelegenheit zu beobachten hatte; an gut zerz gangenem Miſt vertragen ſie jedoch eine große Quantität, und das Verhältniß ihres Erirags ſteht mit der verwendeten Düngung gewöhnlich in einem Verhältniß. Man muß den Miſt, wenn möglich, ſchon im Herbſt unterbringen. Nindsmiſt und gut ge- faulter Menſchenkoth ſagen den Runkelrüben am beſten zu. Platz im Feldbau, Fruchtfolge und Bearbeitung des Bodens, Die Runkelrüben werden gewöhnlich in der Braache gebautz doch findet man ſie, beſonders, wenn man ſie zur Zucerberei- tung. anbauet, im reichen Boden auch zur zweyten Tracht im Sommerfelde. In der Koppel-, Schlag- und Wechſelwirthſchaft wird ihnen neben den Hackfrüchten ihr Plaß in dem zum Fut- terbau beſtimmten Schlage angewieſen. Da ſie das Feld früher räumen, als die Kohl- und Kohlrübenarten, und auch gewöhn- lich in einem. leichtern Boden gebauet werden, ſo ſind ſie für die Winterung eine geeignetere Vorfrucht, als jene, indem de- ren Ausſaat nicht zu ſpät erfolgt, und ſie ſich noch vor Winter gehörig bewurzeln und beſtoXen känn, um den im Winter und 0: Statt findenden nachtheiligen Begegniſſen um ſo beſ- er widerſtehen zu können. Es machen zwar Einige den Nun- kelrüben den Vorwurf, daß ſie den Boden ſtark ausſaugen 3; dem widerſprechen aber nicht nur viele andere Erfahrungen, ſondern 90E, 1 jmfraul000;) EE 140 Ertrag) 4 flüge ot yy ege 3 laſſen 1961 fen M0! Gum m Rune fü:! zuhy 13480 ze mh es iD (098 hha a(OK 1 NN) 1 hm| nicht of42 1 200. gel) zen(al| Pflanzen hen hal Jaroß uE |» 1068 Kppig aufein | Veiſiyy fnuß main Periode>< feucht 1, dos NfS Weiden, Dy W Zeteiho hungen Nin 54 Weiden ig gn VH Agere EN en jew den werd den die Witt N ſhaft, 8 den und ü“ ay das K Kfallendege GR ISEer genug, ſo kann man die Pflanzen mit Vorſichk Fn herausziehen. Iſt der Boden jedoch erhärtet, ſv muß man die at Pflanzen ſpatenweiſe ausſtechen. Die ausgeſtochenen Spatenſtiche Fe"“w Werden auf die Seite gelegt, und es werden die Pflänzen mit as vt vw großer Behutſamkeit, damit die feinen Spitzen der Wurzeln nicht aud jn abgeriſſen werden, von der Erde abgeſondert. Die Blätter wer- den gewöhnlich etwas verſtußt: Die herausgenommenen Pflan- 1e, io; zen werden ſorgfältig handvollweiſe in Körbe gelegt, und wenn nung zu ſichern, auch um den zarten Wur- zelfaſern ſoglerch eimige Nahrung zu reichen. So verwahrte flanzen fönnen es allenfalls aushalten, einige Tage außer der Srde zu ſeyn, wenn man fe weiter verſenden will, Doch iſt eine unmittelbare Einpflanzung allerdings beſſer, Man wählt zum Verpflanzen einen Zeitpunct vor einem muthmaßlichen Regen, vder wenn man dieſen nicht abwarten xann, einen ſolchen, wo der Boden hinlängliche Feuchtigkeit hat, ſo daß die Einwurzelung der geſetzten Pflänzen um ſo leichter erfolzen kann. Iſt der Boden jedoch zu naß, ſo muß man deſ: ſen gehörige Abtro>nung abwarten,. Iſt jedoch die Periode vore- Handen, wo man mit dem Verpflanzen nicht länger mehr an- ſtehen kann, und es iſt dabey ſehr trocken oder ſehr naß, ſo darf man dennoch mit dem Verſetzen nicht zögern 3 denn eine zu ei: ner ungünſtigen Periode erfolgte Pflanzung giebt im Ganzen und in den, meiſien Fällen doch immer noch einen höhern Ertrag, als eine zu ſpät erfolgte. Iſt es ſehr tro>en, ſv leiſtet das Auffahren von Jauche un- mittelbar vor dem Pflanzen ſehr gute Dienſte, indem dieſelbe nicht nur den Boden mit leicht aufzunehmender Pflanzennah= zung befeuchtet, ſondern auch befruchtet und längere Zeit feucht erhält. Auch muß man in ſehr trocknen. Perioden mit Aufbie= tung aller arbeitenden Kräfte das Pflanzen nur in den fühlen Abend- und Moxgenſtunden vornehmen. Eine die Koſten des Pflanzens Art, bey großer Dürre: zu pflanzen, iſt die, den Boden dort, wohin die Pflanze kommen joll, mit ei- nem nach Verhältniß der Krume tiefen Spatenſtiche ſo umzu- ſtechen, daß die obere trockne Erde unten, und die untere feuchte oben kommt. Iſt es ſehr naß, ſo empfiehlt man das Aufführen des Ackers in Kämme oder Nücken, welche mit dem großen doppelten Streichbretpfluge angeyſlügt werden. Der Aer trocknet in die: ſen Kämmen, auf welche die Pflanzen verpflanzt werden, um ſv leichter aus. Dieſe Methode paßt jedoch für einen leichten, leicht austrocknenden Boden nicht; denn wenn nach dem Ver: pflanzen trockne Witterung eintritt, ſo tro&nen dieſe Kämme zu leicht aus, ſo daß es in der Folge den Pflanzen zur gehöriget Ausbildung an der erforderlichen Feuchtigkeit mangelt. Auch hat dieſe Methode den Nachtheil, daß dadurch die nachherige Vertilgung des Unkrauts ſchwieriger wird, Wenn der Boden keine tiefe Krume hat, ſo wendet man das Pflügen des Ackers in Rücken ebenfalls an, und man pflegt dann«auch vor dem Pflanzen dieſe Rücken der Länge nach mit der Walze zu überziehen, um ihre Spitzen etwas platt.zu drü- >en. Die Bauart hat, wenn Boden und Witterung nicht zu tro>en werden, gewöhnlich den beſten Erfolg, da die Wurzeln | Many€ jenig ME» 1 nach iw. ſtal; MICE u DDI „trod nes (aw 1ö! Afar lic ed(' 1 EG| entfer) 906 0 Muh 1€ hauer(3 fe (nare dv gemaſgen a ſrumift un it gement 0 1 1 gate aa 0 unmit| 0 Reihen Arbeit by 1 vie Coe 7 1 ten das pus! 7 ſie in fbr| Arbeit iy| Oemachin Veſna: m NM der They nicht 1,55 SSEN SIR wö Denen TZ EÜR IRON ZIÜR ANIIIT NIT EUREG LEE ty, Anbau der Feldgewächſe, Runkelrüben,. 345 ;.(207) der webe durchaus lo>ere und fruchtbare, Erde bis zu einer beträchtlichen haffenhait| Tiefe treffen, und ſich deßhalb ſehr verlängern können. 1" Faſern is- Das Berpflanzen erfolgt entweder, indem man die Pflanzen n vn Yi. gleid) hinter vem Pfluge, oder mit dem Pflanzſto>e pflanzr. NN Min Zum Verpflanzen hinter dem Pfniuge muß man ſtärkere Pflan- ſchon m zen haben. Mean zieht mit einem Pfluge ghne Streichbret eine 162 AU Furche, und pflügt an dieſe eine tiefere Furche mit einem Pfluge Iſſer verbin WEI mit einem Streichbret. Gegen dieſen letzteren Furchenſchnitt 8 40 werden die Pflanzen angelegt, etwas angedrückt und durch eine vill a dritte Pflugfurche gede>t. Hierauf zicht man wieder mit einem Vu DN Pfluge ohne Streichbret eine flächere Furche, pflügt mit einem ) Streichbretpfluge eine tiefere an, legt die Pflanzen däran u. ſ. f. ict vor ein Mean richter es ſo ein, daß die drey Pflugſtreifen zuſammen die- Dicht abw jeuige Breite einnehmen, in welcher die Reihen der Pflanzen De uchtigfeit| yach Beſchäffenheit der Umſtände entfernt von einander kommen hum ſo ld ſollen. Bey ſehr tro>ner Witterung iſt dieſe Art des Pflanzens muß an nicht zu empfehlen, weil durch das Pflügen der ohnehin ſehr «e Yen* trockne Boden vollends austrocnet. nger mehr 4 Gemeinüblicher und mehr zu empfehlen iſt das Setzen der y naß, ſo) Pflanzen mit dem Pflanzenſto>. Man bedient ſich dazu gewöhn» 1 eine zu lich eines hölzernen Sto>es, der einen bequemen Handgriff hat. 4! Ganzen INan macht den Stock ſo lang, als die Pflanzen in den Reihen Ö) Ertrag, 1 entfernt von einander kommen ſollen, wodurch der Pflanzer den Haaßſtab der Entfernung der Pflanzen von einander um ſo ge- E. voudhe 1 nauer beſtimmen kann. Man bedient ſich zum Yochermachen bees 14GUNN ſonderer Jnſirumente,„durc<) welche mehrere Löcher auf einmal Wanzen gemacht iwerden. Die Erde wird durch die Anwendung dieſer In- 9050 ſtrumente nicht ſo ſehr verballt, als es durc einen runden holz gi 200)-zernen Sto> geſchieht. In mit Zu Man pflanzt entweder auf den zugerichteten, völlig eben ge- In dn eggten Acker, oder man pfiügt den zubereiteten Yeter und pflanzt gie Sue) unmittelbar hinier dem Pfinge. SENDEN Im erſten Falle bezeichnet man mit einem Furchenzieher die 4 ſoll, mt Reihen, in welche die Pflanzen koinmen ſollen, und vertheilt die Se 10. W Arbeit gleichmäßig zwiſchen denen, welche mit dem Prlanzſto>e EURE die Löcher machen und die eingeſetzte Pflanze mittelſt eines zwey- ten daneben gemachten Einſtiches andrücken, und. denen» weiche Fen des Ie ſie in die Löcher hinein falten. Die Leute müſſen aber zu dieſjex 5 fen dN Arbeit genau geübt ſeyn, widrigenfalls läßt man das Lys zr odene ein ſenkrechtes Loch ſo tief, als die Wurz ung. zel lang iſt, hält die Pflanze in ſenirechter Richtung hinein, ſte>t | die Du KD CD 2. WRG H 346 Bau der Feldfrüchte. 5. Abſke ſo zugeſtoßen, daß eben eine kleine Vertiefung an der Seite der Pflanze bleibt, in welcher ſich um ſo leichter die Feuchtigkeit ſammeln kann. Män hat ganz vorzüglich darauf zu ſehen, daß die Pflanze ganz ſenkrecht und nicht tief in der Erde ſteht, und daß auch die Herzblätter nicht zmit Erde verdeckt werden, weil ſonſt leicht der Saft ins Stoc>en geräth. Viele pflegen auch die untere feine Spie der Wurzel abzuſchneiden, damit ſie ſich nicht beym Einſtecken in das Loch frümme, in welchem Falle man keine vollkommene Nübe zu ex- warten hat. Das Abſchneiden muß alsbald beym Herausnehmen der Pflanzen aus dem Pflanzenbeete erfolgen. Das Verſtutßen der Wurzel muß init einem ſcharfen Meſſer, aber nicht durch das Abkneipen mit dem Nagel oder durchs Abreißen erfolgen z; denn eine glatte geſchnittene Wutide verwächſt weit eher und die Pflanze geht ſchneller an; wogegen die durch das Abkneipen oder Abreißen verkürzten Wurzeln haufig anfaulen und nicht ſo gern fortwachſen, Damit die Pflanzen ſich gehörig anwurzein können, iſt es noth- wendig, daß ſie feſt genug in die Erde zu ſtehen kommen. Man ergreift gewöhnlich zur Prüfung, ob die Pflanzen feſt ſtehen, den Rand eines Blattes mit den Fingern feſt, und zieht dann ſchnell daran. Wenn das Blatt, oder ein Stück daraus«abreißt, wah- xend die Pflanze ihren feſten Standpunct in der Erde behält, ſo iſt die Pflanzung als gut gerathen anzuſehen 3; wird ſie hingegen herausgezogen, ſo nimmt man an, daß die Pflanze nicht feſt genug geſtanden und ſchwerlich angegangen ſeyn würde, Dieſe Prüfung iſt jedoch in ſofern unzuverläſſig, indem die Blätter der verſchiedenen Pflanzen nicht gleich zähe jind, und die Pflan- zen im leichten lockern Boden, ohne daß die Blätter abreißen, Herausgezogen werden könneng während ſie doch, um anzugehen, in der nvthwendigen Berühkung mit Erde waren. Man ver: pflanzt die Pflanzen gewöhnlich nur ſo tief oder nur wenig tie: fer, als ſie in den Pſjlanzenbeeten geſtanden haben. Nur bey ei- ner ſehr zeitigen Pflanzung bringt man die Pflanzen tiefer in die Erde, damit jie den ſcharfen Winden und der Kälte um ſo beſſer widerſtehen. Iſt es nach der Pflanzung ſehr tro>en, und man vermuühet anhaltende Tro>niß, ſo müſſen die Pflanzen, um ange: hen zu können, begoſſen werden. Da es ungeachtet der größten Vorſicht beym Verpflanzen nicht zu verhindexn iſt, daß mehrere Pflanzen nicht angehen, ſo muß man, um die entſtandenen LüÜ- ten ergänzen zu können, eine Anzahl Pflanzen zum Nachpflan: zen in den Pflanzenbeeten zurückbehalten.; 2 Die Entfernüng der Reihen von einander richtet ſich nach der Kraft des Bodens und deſſen Gehundenheit. In dem fkräfti- gen Boden, wo die Wurzeln und die Blätter größer werden, müſſen die Pflanzen einen größern Raum haben. In dem ge: bundenen Boden, wo die Wurzeln. mehr Widerſtand bey der Augsbreitung finden und klein bleiben, muß man die Pflanzen nä- her an einander bringen. Wenn die Pflanzen eiten großen Raum einnehmen, ſo macht man die Reihen 2 Fuß weit von einander, und bringt die Pflanzen in den Reihen 13 Fuß weit entfernt, | | die M ny wah Red Mm ent y Nf eO 0 Way de Vorl Du verelfn 4 v yd: je 3 an wd) wer MW 15 [008 179 NA rü onen Er pD| 00-7008 8 ECE EN und(by|V! meh 1150 EINdfiBE De tabalftl 7 de| den fön mt, ſv iim 138| fort, Sg: NM zel fun 1 10 Wi im fehn 4 Wend E07 fer tigen Id Feuch ans BUN EN Wms: m(99 7) Fine) 1 hab] ſparen aN Geſch) Gle('t her, 1 vor deg ver Ans TEE V. Anbau der Feldgewächſe. Kohlrüben, 347 ie Erde, 279 ur die Die Reihen näher als 1x Fuß an einander, und die Pflanzen in einen 4; den Reihen näher als 1 Fuß zu bringen, iſt nicht räthlich. Den Pflanze j Acker unmittelbar vor dem Pflanzen zu pflügen und die Pflanzen vv 10. in friſche Pflugfurche zu ſetzen, iſt beſonders dann räthlich, wenn ht M; vi„der Boden ſich geſchloſſen hat, oder wenn er nach der Bearbeitung Mat 1. ſtark mit Unkraut bewachſen iſt. Bey. ſehr trockner Witterung iſt FAUN M es jedoch in dem leichren Boden zu unterlaſſen, weil derſelbe da- 3 ſentreht„durch ſeiner Feuchtigkeit zu ſehr beraubt wird, die ſich) in dem erzblätter) gleich geeggren Boden beſſer erhält. Das Pflanzen geſchieht auf 5 mM die oben erwähnte Art in den eben umgelegten Schnitt. Zur [" 1 Bedienung eines Pfluges braucht man 10 Perſonen. Davon tra- en imd! gen zwey 1 die Setzlinge zu, zwey ſtreuen ſie zum Behuf der Pflan- Ine Abe 4 zer der Furche entlang aus, und die ſechs übrigen pflanzen. 2 HevauSnth Von dieſen Perſonen befindet ſich die eine Hälfte dieß-, die an- as Verf dere jenſeits der zu bepflanzenden Feldabtheilung, um das Hin- Stht dur! und Herlaufen zu vermeiden. Stellt man mehr Pflüge auf einmal Srfolgen;) an, ſo muß die Zahl der Pflanzer und ihrer Gebülfen vermehrt Sd die M werden. A vder Abe) 5 1 fortwo Verſeben der Kohlrüben- Pflanzen. Bilan Wahl des Bodens und des Climas., Mi ſtehen, Die Kohlrübe liebt, wie wir bereits früher bemerkt haben, 8 dann KC einen bindigern Boden, als die Runkelrübe, Der Boden muß auch B eigt) feuchter ſeyn. Wenn die Runkelrübe in einem Boden, der 30 „72 behält Procent Thon enthält, bey gehörigem Reichthum einen freudigen 4) ſie Nit) und Üppigen Wuchs hat, ſo wird die Koblrübe, wenn nicht ein ln niht! mehr feuchter Jahrgang Statt findet, nur klein und unvollkommen. Si rde, 7 Eine Ausnahme hiervon macht jedoch) die ſchwediſche Kohlrübe, Ro- aind MW tabage, welche auch in einem leichtern und weniger feuchten Bo- nd die Ih den fortkommt. Obgleich die Kohlrübe ein lockres Erdreich liebt, >(tor ahr! ſo kommt ſie doch auch in dem zähern und rauhern Boden gut zm eh fort, indem die Feſtigkeit des Bodens der Ausbreitung, der Wur- En, ann zel kein ſo großes Hindermiß entgegenſtellt, als der Runkelrübe, zr we Das Clima, in welchem WE gedeihen ſoll, müs 4 Nur 1 feuchter ſeyn, als das, welches die Runkelrübe liebt, indem ſie =) tief weniger UE treibt,"als Dieſes und daher mehr auf die Feuch- Eun kh tigkeit des Bodens hingewieſen iſt, indem ſie die atmoſphäriſche Ei, N Feuchtigkeit ſich weniger anzueignen vermag. Sie kommt auch Te 6 in dem kältern Clima fort, Deßhalb iſt die Kohlrübe in den Zt der 0! höhern Ge birgsgegenden, die einen tältern und feuchtern Boden = a und ein kälteres und feuchteres Clima haben, eine ſehr ſchätbare » ſtanden) Frucht, „m Nah Düngung, e tet fi9 1 Wenn man von den Kohlrüben einen entſprechenden Ertrag 1 den fi haben will, ſo muß man zu Den friſch düngen und den Miſt nicht ir wer! ſparen, Außer dem Schafmiſt,- nach welchem ſie einen beißigen ve) Geſchmac> bekommen, kann man jeden Miſt zu ihnen verwenden, Nn jl Sie“ lieben vorzugsweiſe den friſchen Miſt, und man empfiehlt lan! zen vaher, den Miſt erſt im Frühjahre, und wenn möglic Dh et furz | eien N vor dem Berpfianzen. at ifzubringen. S<< wie rz ſagt.im 27. Bande der Anleitung zum praktiſchen Ackerbau S. 02; He Die hefe Art, den Miſt auf die Kohlrüben zu verwenden, 114 das Obenaufdüngen V. 14 2 von einen ) if en Fam 1 6 ameri- ZELTE> ee=<==<== ER NSC EIN EEE NESTER ENINGEN M Z . E 4 :N I SEN Mo rt vr] E Z 4 348 Bau der Feldfrüchte, 5. Abſert und von Unkraut gereiniget werden. Man muß zu dieſem Ende den Aer ſchon im zeitigen Herbſt ſtürzen, und ihn den Einwirkungen der Winterfröſte in rauher Furche überlaſſen, wodurch er um ſo mürz ber, und das ſich in ihm befindliche Wurzelunkraut zerſtört wird, Iſt der Boden mehr trocken, ſv empfiehlt wan, um die Winter- feuchtigkeit zu erhalten, die Bearbeitungsfurchen ſchon im Herbſt zu geben 3; iſt er dagegen feucht, ſo iſt die Zurichtung deſſelben im Frühjahre vorzuziehen. Verſetzen der Pflanzen, Ueber das Verſeten der Pflanzen dev. Kohlrüben gilt im Alle gemeinen das, was Über das BVerpflanzen der Runkelrüben geſagt worden iſt. In ſpecieller Hinſicht iſt nur zu bemerken, daß die Kohlrüben auch ein ſpäteres Verpflanzen, ſelbſt kurz vor Johane nis vertragen 3; daß das Verſtuten der Hauptwurzel bey den Kohl- rüben als weſentlich nöthig erachtet wird, indem dann die Knollen vollkommner und runder werden, und einen größern Ertrag ge- währen 3 daß die Pfianzen nicht eine ſenkrechte, ſondern etwas ſchräge Lage beym Berpflanzen erhalten, weil ſie in derſelben weit beſſer fortkommen 3; daß man die Kohlrüben, da ſie kein ſo ſtarkes Laub treiben, als die Runkelrüben, etwas enger pflanzen kann 3; und endlich, daß die Kohlrüben beym Verpflanzen tiefer in die Erde, bis beynahe unmittelbar an das Herz, gebracht wer- den müſſen. Das Begießen der Pflanzen unmittelbar nach dem Verpflanzen iſt um ſo nöthiger, je tro>ner die Witterung iſt, Die Kartoffel, Solanum Tuberosum. - Sie wird auch Erdtoffel, Erdapfel, Erd-Grunde- birne, auch wohl nur geradezu Knolle genannt. Dieſe ſeit zweyhundert Jahren aus America zu uns gebrachte, und erſt in der leßten Hälfte des vorigen Jahrhunderts allgemeiner ver: pu en Aus ſ0 W ulf 4: Uy iy„Wl -„, T2! vy EH jeih 1||! pwaht 207! ij wum jonutgen em | HouptWau 3 Weino SD»! | die allöny€ Getre Mos 4 ſonden wd | einenläu, m) id) Welich)+ 270 Hiufien 0 00 Vubeftnw|, fich fen Ius llen WE 3 C ||, ME EBy I We R fe WE M als Vit 1, | = 2-I es 8 Vihr ben ue Gtärte 61 Cähn a, | halten 196 EETESDÄNHTGE FRAGE ÄN Domnowo 0000 mem emden 8).- Anbau der Feldgewächſe, Kartoffeln. 349 (24 DRS: MT DREN- 10) 3 vem Mit breitete Frucht hat in dem kurzen Zeitraum ihrer allgemeinen | biindt ny Ausbreitung, als Nahrungspflanze für Menſchen und Thiere, Shn über) ſv wie in mannigfaltiger anderer Hinſicht, eine Wichtigkeit er- . langt, wie wenige andere Feldgewächſe. Such dann)„ZSie iſt in SEES„der allgemeinen Wirthſchaftsverhält- „3 Mſi, iſſe von großer Wichtigkeit geworden, indem ſie einerſeits, da E hinengt) n ſich als eins der ergiebigſten und vorzüglichſten Futtergewächſe EE or dem Du ewährt hat, unter allen Hakfrüchten am hauptſächlichſten und oft nur allein zu Futter für das Vieh in großer Ausdehnung M gebaut, andererſeits aber auch wegen ihrer Wohlfeilheit als =(tbeiin Hauptnahrung für die ärmere Volksclaſſe, ſo wie zum Branntsz weinbrennen, in beträchtlicher Quantität erzeugt wird. Durch M Tolthu die allgemeine Einführung der Kartoffeln iſt daher nicht nur der Eifel» GÖOetreidebau zum Theil vermindert und eingeſchränkt worden, EN richt id) ſondern viele Wirthſchaftseinrichtungen ſind hauptſächlich auf Ser Tv inen ausgedehnten Kartoffelbau fundirt, und könnten, da die Ph Kartoffeln faſt in jedem Boden fortkommen, ohne dieſen gar VELDEN- mipi ventebolne SV inden! Als menſchliche Nahrung ſind ſie nicht nur als Gemüſe ſehr iF en Ned beliebt, ſondern ſie vertreten auch bey den ärmern Volksclaſſen „Hes ity äufig die Stelle des Brodes und der andern gemeinüblichſten 169 1 zu hf Nahrungsmittel, ſv daß man nicht ſelten Familien findet, die Wert und: fich faſt nur ausſchließlich mit Kartoffeln. ernähren. Sie ſind Y vedn& allen bisherigen Erfahrungen zufolge eine eben ſv geſunde Speis wwtätungen! fe, als das Brod, und die andern gewöhnlichen Nahrungsmit«- ! dun jon tel, und Menſchen, welche faſt nur ausſchließlich von Kartofs enzeſönm feln leben, genießen derſelben phyſiſchen Stärke und Geſundheit, € dew als diejenigen, welche hauptſächlich Brod und andere gewöhnli: FP mind die Nahrunggmittel genießen. 3 ung dſh* EH verſchiedenen d: Gm Stärke und Eyweiß, die als tro>kne Subſtanz in Hinſicht ihrer Di 3 Ernährungsfähigkeit dem kleberloſegn Buchweizenmehl gleich ge- ete, u halten werden müſſen. Bau„der Feldfrüchte, 5. Abſchn. May. (212)?;| - Nach andern. Annahmen hält man. dafür, daß die beſſern Kap« toffelarten, die zur menſchlichen Nahrung, gebaut werden. etwas mehr nährende Beſtandtheile, nämlich 25 Procent enthalten, Betrachtet man jedoch Menſchen, welche„ſo. lange ſich die Kayx- toffeln zum Speiſen tauglich) erhalten, faſt nur ausſchließlich, von dieſen, dann aber von, Brod, Gräupey., Erbſen. u. ſ. w.. leben, und vergleicht diejenige Quantität, welche ſie von Kartoffeln, und diejenige, welche fie von andern Speiſen genießen, betrachtet. aber äuch dabey ihr phyſiſches Wohlbefinden und ihre körperlichen Kräfte, ſo ſcheint es faſt ohne Zweifel, daß den Kartoffeln, im Vergleich zu“andern Nahrungsmitteln, eine größere Nahrungsfähigkeit zu- zuſchreiben ſeyn“dürfte/ als die Zzeitherigen Unterſuchungen er mittelt haben. EE SEHE UR/ 1aplts: 34 Als Futter für die Hausthiere haben ſich die Kartoffeln für alle Thiergattungen bewährt, und zwar eben ſo gut, als Milch« futter, als auch als Futter, um andere thieriſche Production zu, erzielen, und hauptſächlich auch als Maſtfutter.. Sie. werden von dem Rindvieh, den Schafen, den Ziegen und den Schwei= nen nicht nur ſehr gern gefreſſen, ſondern ſie bekommen ihnen auch"ſehr gut. Selbſt die Pferde gewöhnen ſich ſehr leicht.:am die Kartoffeln, und ſie freſſen ſie dann nicht nur gern, ſondern ſie halten ſich auch gut dabey, Auch das Geflügel gewöhnt ſich ' ſehr bald an die Kartoffeln, und man kann. es ohne ein Korners beyfutter ſehr gut bloß von Kartoffeln, erhalten. Man nimmt gewöhnlich än, daß"bey der Viehfütterung die Kartoffeln dem Gewichte nac um die Hälfte dem beſten Heu gleich ſtehen,..2 Pf. Kartoffeln= 1 Pf. Heu. Viele ſeen die. Kartoffeln aber; auch noch höher, und behaupten, daß bey der Mäſtung täglich 560 Pf. Kartoffeln, nebſt 5 Pf. Heu für einen großen Majtochſen hin-, reichend ſind, und daß er davon eben ſv ſtark anſetße, als wenn ex täglich 35 Pf. Heu erhielte, wonach denn 30 Pf. Heu und 50 Pf. Kartoffeln gleichen' Werth haben, würden. Die: Viehhänd- ler geben anch die Ochſen lieber in eine dergleichen Maſt, als in bloße Heumaſt. s; Nach der Berechnung engliſcher Viehmäſter, giebt ein Bexr- liner Scheffel Kartoffeln zu 100 Pf.- Gewicht in reiner-Benupung den Werth von 3: Pf, Rindfleiſch,? Zum Bräanntweinbrennen haben ſich die Kartoffeln als brauch: bar bewährt, ſo daß gegenwärtig in dem größten Theile von' Deutſchland hauptſachlich nur die Kartoffeln zu dieſem. Behuf VERWeNnDer. Werden dn) - Auch in vielfältiger anderer Hinſicht, als zum Verbacken zu Brod mit anderem Mehl, zur Bereitung eines ganz feinen Meh- les, welches zu den feinſten Bac>werten, tauglich. iſt ,. zur Berei- tung einer dem. Sagv gleich kommenden Zuthat in die Suppen, 19 wie zur Bereitung von Wein und.andern Getränken, und zu» vielfältigem anderen Behuf haben ſich die Kartoffeln als durchaus vortheilhaft bewährt, de SGi - Dey dieſen'großen Vorzügen, welche die Kartoffeln in Hin- ficht ihres mannichfaltigen Gebrauchs gewähren, vereinigen ſie auch nd die grogen Vortheile, daß. fie faſt in jedem Voden/ und' in dem trocknen und kältern Clima eben ſo gut forrkommen, äls andere Gewächſe, und im Durchſchnitt nicht nur- ſicherex ge= Fathen, fondern auch an nahrüungsfähigen Theilen von einer | Maſſi! gema iw ſpeiſe]+ vie 9! y Reprthug mö! May fimy die oder Mays ut Rnoldfim 2) m ſich M| 101214 (ls GIER | eſche! ſel m 0 X daß On) die My: 6 Behaffir 0 ſtati= m | mißie 1 Gefehl Räu 10 Ertraghft 1 4 zum 2 1 m ZP) 7h Haufigefs 10 | Imo Din Gamen ey h [dener SEN Ive A>: (h6.10e9 tw M u VEG vie eS m 9 Änder gg de Af Efe hur iB „Tua SSER 0227 Eon 1 SII 2 4 1 SES EEN NGN May, ee I Anbau'der“Feldgewächſe." Kartkoffeln, 351 3 die eſſen RS(213) LN gleichen Fläche mehr geben, als die Getreidearten, und. viele cent enth andere Feldgewächſe. Sie laſſen ſich auch, wie die neueren Me- ae fich dit thoden dargethan haben, ohne große Schwierigkeiten den Winter vöſchließlid hindurch, bis zu der Zeit, wo ſie gelegt werden, die Speiſekay- |G 1, 1,1 foffeln ſogar bis zu Johannis, aufbewahren, ſo daß ſie bis da- - Kartoffel) hin ſowohl zuryViehfütterung, als zur Speiſung für Menſchen H betrachte tauglich! ſind. Wenn man die Kartoffeln gehörig wäſcht, dann verlichen in Würfel ſchneidet, dieſer geſchnittenen Kartoffelmaſſe durch |! im Yy Kali und Waſſer ihre freye Säure, ihren Extractiv.- und, Färbe- I ngöfählght ſto, ſo wie einen Theil ihres gefärbten Eyweißſtoffes entzieht, E ferſuchungn und ſie dann bey mäßiger Wärme tro>net, ſo erhält man eine Maſſe, welche ſich Jähre lang aufbewahren läßt, und wenn ſie » Kartoffh gemahlen wird, einen guten Sttppengries, ſo wie ein zum Ver- Jt, als Y ſpeiſen, ſy wie zum Brodbacken ſehr taugliches Mehl zJiebt. | Productin Ein ſehr großer Vortheil der Kartoffeln iſt auch ihre große EE. Git. Reproductionskraft, welche allen Theilen der Pflanze eigen iſt. nd den Eh Man kann die bloße Schale, wenn ſie nur Augen hat, legen, > Eominen ij AE LRNIUM: Zweige ſeven, und man wird davon eine > ſehr leid nollenerndte gewinnen.; Stgern, ſon In Betracht aller dieſer Vorzüge, welche die Kartoffeln in 3! gewöhnt ſich vereinigen, haben ſie ſich in kurzer Zeit zu einem unſerer Le ein Fön unentbehrlichſten Feldgewächſe gemacht. Sowohl Landwirthe, 3; Man nin als Staatswirthe betrachten ſie als eins der ausgezeichnetſten Aanofen 1 Geſchenke der Natur, und die letteren behaupten, daß die Kar- LT: ſehen, 2 toffeln, in größerer"Ausdehnung gebaut, die Hauptgrundlage Eien aber; ſeyen, auf welcher die möglichſt größte Population beruht, und - täglich 301 daß man bey einer großen Bevölkerung nur in den Kartoffeln - die gültigſte Gewährung für Mangel und Hunger finde. Dieſe Sia ftochſen| wrung fu +“ 4:0 Behauptung hat ſich in einigen der lettverfloſſenen Jahre be- E M, O0" 1 ſtätigt 3 indem bey den in Europa im Allgemeinen ſehr mittel: mäßigen Getreideerndten es weder an erforderlicher Nahrung gefehlt hat, noch die Getreidearten einen, im Verhältniß zu ihrem Ertrage ſtehenden Verkaufspreis erreichen konnten, was man zum Theil dem ausgedehnten Kartoffelbau zuſchreibt, Durch- den langwierigen Anbau der Kavtoffeln/ durch die „10: Viehha Sy Miſt,| NBD „lebt ein Y ov Ben) 6.: Wia häufige Erneuerung derſelben aus verſchiedenen Gegenden Ame- MN ricas und Europas, ſo wie durch ihre Fortpflanzung aus den En als bt RPE IRAR LEU 4„HUGO 765 1;- AT ER fit| Samen der Sämenbeeren, haben ſich eine-große Menge verſchie- En 4 dener Arten gebildet, welche in Hinſicht der Geſtalt und Farbe BE EID des Krautes, der Blüthen, der Farbe dex'Haut und des Flei- ſches- der Knollen, in Hinſicht der Größe, Ergiebigkeit, des Wohl: 3 Muefay AE IE SPAUE AERISTE SE 1 Verhitt! geſchma>s, der Wäßrigkeit, der Conſiſtenz ,, des Mehlgehaltes 6 q E/ feigen und der größern oder geringern Schwere der Knollen, ſo. wie in MLA vieler anderer Hinſicht unterſchieden ſind. Einige Arten verlangen 3 die Ou ein tiefes Legen, weil ſie ſich tief einwurzeln, andere können Fenfen, uy flacher gelegt werden, weil ſie ihre Knollen weniger tief unter s(8 dur der Oberfläche des- Erdbodens ausbilden. Einige verbreiten ihre DIME 7 Samenſtränge/ an denen ſich die Knollen anſetzen, weit, andere geln im nur furz. Auch liebt jede Art ihren beſondern" Boden. oe In der Monographie der Kartoffeln von Putſche und dem 0) Bertud) werden 33 verſchiedene Arten angeführt. Daß es de- » forte ren in Deutſchland eine noch viel größere Anzahl giebt, iſt ausge- 1 OBEN wacht; denn nur in der Umgegend von Dre8den findet mau 0077/08 Kartoffeln, welche unter keine der 33 Arten gelbren. ? 22.009.004 920208 15 79: „H: Sr RET M a EIER AES UE »2 Bau der Feldfrüchte, 6. Abſ ſind, und weniger Nahrungstheile enthalten, ſie doch, vermöge ihres überwiegend größeren Ertrages, von einer gleichen Fläche eine größere Menge Futter geben, als die kleinern zwar beſſern, aber weniger ergiebigen Arten. Alle Arten ſind dem Augarten ſehr unterworfen. Dieſe Augartung fgußert ſich nach Beſchaffenheit der Umſtände auf verſchiedene Weiſe, Am häufigſten verlieren die Knollen ihren guten Gez ſchma>, ihre Conſiſtenz und ihren Mehlgehalt, ſie werden wäßriger, leichter, bekommen eine ſtärkere Schale, ein gröberes Fleiſch, und gehen in der Ergiebigkeit des Ertrags zurück. Auch verhalten ſie ſich beym Kochen verſchieden. Dagegen verlieren ſie öfters nur die erſten Eigenſchaften, nehmen dafür aber ane fänglich an Größe der Knollen und Ergiebigkeit des Knollener- trags beträchtlich zu, bis ſie endlich auch in dieſer Hinſicht zu zUFgehen, Nicht ſelten arten ſie auch dadurch aus, daß ſie mehr ins Kraut treiben und weniger Knoilen anſepen. Diejenigen Arten, welche ihre Knollen dicht um den Wurzelſtock Jun arten oft dadurch aus, daß ſie. längere Samenſtränge treiben, und die Knollen mehr in der Tiefe und vom Wurzelſto>e ent- fernt anſeßen, Dieſe Augartung hat im Boden, im Clima, in der Jahreswidkterung und in der Culturart ihren Grund. So ſehr die Kartoffeln dem Augarten unterworfen ſind, ſo bat man dafür um ſo ſicherere Mittel, ſie in ſich ſelbſt zu ver: edeln, und eine ſeinen Verhältniſſen angemeſſene gute Art zu erzielen. Wir wollen über dieſe Mittel zur Veredlung der Kar- WE das Nöthige unter dem Kapitel Samen und Saat er: ähnen,; ; Die Culturart der verſchiedenen Kartoffelarten iſt im Allgee meinen dieſelbe, Wahl des Bodens und des Climas. Die Kartoffel kommt faſt in jedem Byden fort, wenn der- ſelbe nicht durch ſto>endes Waſſer zu naß und verſauert iſt. Bey einer reichlichen Düngung geben die Kartoffeln in dem dürrſten Sande, der beynahe Flugſand iſt, einen ziemlichen Er- trag. Auch im Thonboden, wenn. derſelbe nicht gar zu ſtreng iſt, kommen ſie, wenn er gehörig zubereitet wird, fort, und geben oft bey entſprechender Witterung einen ſehr großen Ertrag. Im ſtrengſten thonigren Weizenboden iſt der Kartoffelbau ſehr un- ſiches und nicht lohnend 3 denn der bey der Hitze ſich ſehr bin- dende Thonboden hindert die Ausbreitung und Augbildung der Knollen, wogegen dieſe bey großer Näſſe leicht faulen. Jm und win finden M0| AM! ſo an IV ſeyn ſtal! Snelhy ves alm 1 Keintrlüat“ ſondern IN jen ZM! ff, DE fich bey 1945 von Zr 65! ark 90) m Fund! im RAB Zofen großen! dt Herbſt du einem NSN Relie 8) |denn es Fel Wielmehifht YE achtet 19 filtern as Wela, 3 " ( ( | rr-=zZ--“ | wa Hy eſa NES) jug, 4 Um,;Ä Fung Vogt I(ng Gif WI- SITES IRREETRBEL eee 5 REIEN May, Anbau der Feldgewächſe, Kartoffeln. 353 (215) er verſchiedy, wenn derſelbe gehörig tro>en gelegt worden iſt, in vir auf de; gehörig abgetroneten Teichländereyen, ſo wie im Neulande, ges nur, din rathen die Kartoffeln ſowohl in der Qualität, als in der Quanz: auptfächlig tität ſehr gut, Selbſt im ſteinigten Erdreich kommen ſie zur /Gpeiſetarin Noth fort, wiewohl in dieſem ihre Pflege, wegen des nöthigen 0, die inw, nur unvollkommen ſeyn kann; doch ſind die kalkſteiz " knnen. 5 nigen Felder weniger zum Kartoffelbau geeignet, als die thon2 . Die Eyy; ſnen Jahren in jener Lage weit mehr, als in dieſer, ausgedörrt wird, Regengüſſe vvn dem Knollen, ſobald die ingleichen daß, wenn das Erdreich durch Kartoffelſto>e abgeſchwemmt wird, die Sonne und das Licht auf ſie wirkt, eine grüne Farbe annehmen, und einen ſo unangenehmen und häßlichen Geſchmack befommen, daß ſie ſelbſt von den Schweinen verſchmähet werden. Dieß Alles findet nun. freilich bey einer nördlichen Neigung des Bodens micht Statt, und mithin werden hier allemal die Kartoffeln beſſer . gedeihen, als auf ſüdlichen Abhängen. € ; Düngung, Die Kartoffeln kommen zwar in einem reichen Boden auch ohne friſche Düngung fort, und geben einen ziemlichen Ertrag z; doch ſteigt ihr Ertrag in dem Verhältniſſe des aufgefahrnen Miſtes. Da die Kartoffeln in neueren Zeiten in den Fruchtwechſel aufgenommen worden ſind, und am häu- figſten in und anſtatt der Braache gebaut werden; da ſie nach der allgemeinen Erfahrung den Acker nicht unbeträchtlich aus- ſaugen, und daher auf die nachfolgende Frucht ungünſtig ein- "wirken, wenn. nicht noch hinlängliche pflanzennährende Materie im Boden zurück bleibt; und da ſie endlich, wenn ſie verfüttert werden, die ganze Wirthſchaft beträchtlich an Düngkraft be- reichern, ſo ift es wohl am angemeſſenſten, die Kartoffeln nur in friſcher Düngung zu bauen; theils um im Fruchtwechſel weniger beſchränkt zu ſeyn; theils um keinen Ausfall an den nach den Kartoffeln. folgenden Früchten zu erleiden; und endlich, um von einer kleinern Fläche, mit geringerer Arbeit, nicht nur den möglichſt höchſten Ertrag zu erzielen, ſondern auch um die möglichſt größte Maſſe von, die Düngkraft der geſammten Wirth- ſchaft bereichernder Production zu gewinnen, Einige hegen den Glauben, das die Kartoffeln in friſcher Miſidüngung einen unangenehmen, widerlichen Geſchmack an- nehmen; allein dieß iſt nur dann der Fall, wenn mit Schaf- miſt vder Menſchenkoth gedüngt wird, wonach die Kartoffeln allerdings einen beißenden Geſchmac> bekommen. In andern Düngerarten gebaute Kartoffeln haben dagegen nach vielfältigen Verſuchen einen nicht minder guten Geſchmack, äls die in Unge- dungtem Boden gebauten. Man wird gegenwärtig, wenig Fälle ausgenommen, es allgemein finden, daß die Kartoffeln nur in friſcher Düngung gebaut werden, und man iſt ſogar der Meinung, daß man zu den Kartoffeln nicht zu ſtark düngen könne. Wahr iſt es, daß die Kartoffeln“ eine ſehr ſtarke Düngung vertragen, und daß nur wenige Wirthſchaften in einem ſo günſtigen Düngungszuz- ſtande ſind, daß, unbeſchadet der andern Feldfrüchte, eine Peber- düngung zu'den Kartoffeln zu beſorgen wäre; allein es findet auch bey den Kartoffeln ein Maximum in Hinſicht der Düngung Statt, Über. welches hinaus man nicht gehen darf, wenn man nicht haben. will, daß ſie ein zu Üppiges Kraut treiben, welches jich' entweder" lagert ,. oder bey ſtarkem Regen zuſammenbricht, und'wewig Knollen anſetzen.! Man kann jeden Dünger zu den Kartoffeln verwenden. Mergel, Kalk, Gyps, Aſche,„Ruß, Compoſt, Teichſchlamm, der Menge und Züte pi/wSr „hrung 04| ehr 1/20 Jin it am ſtig,| 0 Befall) Daar BP zeit| offen jb 1 (011110 nit gut! dem inden| von juO w | m; einen jf Lu EK! ut IE: Dv DD Qriffä!! toſch nv VorthenD hen Uy| Nusbroß zn - diſſt Dinu 1 halo ofein 490 eine 3 Eh vie der fe er Sar F 0.1, Ky jeh"is "em, EN OTHER Wie j E funzen 1,88 v jEEN; Mob hm iE 1 Pi jeih diy 41 Wartofeh 8 M " Anbau der Feldgewächſe. Kartoffeln, 355 eißen, oE 4(217 18gedbm w Hornſpäne, wollne Lappen u, ſ. w. haben ſich als brauchbare düſe vm Düngung zu den Kartoffeln bewährt, 1. Soboß; Die Düngung mit Kalk, Mergel, Gyps und dem Aus- aude aneh. wurf von den Pottaſch- und Seifenſiedereyen geben den Kartof- mad befm, feln einen ſehr feinen Geſchma>, zur Vermehrung ihres Ertrages den. Ns 9 tragen ſie aber nur in einem ſehr reichen Boden, oder mit Ver- 19 des Dus miſchung anderer, nach ihrer Zerſevung unmittelbare Pflanzen- Kattoffel 1 dahrung gebenden Düngerarten bey. Ihre Anwendung paßt '"% mehr im bindigen, als im leichten Boden. - Die reine Holzaſche wirkt faſt in jedem Boden auf Quatn- tität und Qualität des Ertrages der Kartoffeln beſonders gün- ſtig. Von der Steinkohlenaſche hat man eine minder günſtige lichen m 2Birkung verſpürt. In der Umgegend von Dresden behaupten Ronge und| ſogar einige Landwirthe, daß ſie auf denjenigen Fle>en, wohin AUE Steinkohlenaſche gefommen wäre, einen Rüsſchlag in der Kar- amen m+06ffelerndte verſpürt hätten. h und am)- Gehörig zergangene Compoſtdüngung, ſo wie die Düngung Jen; da ſieh mit gut gefaultem modrigen Teichſchlamm, geben beſonders in hen Yodet 4 'etächtlic| dem'mehr leichten Boden einen beträchtlichen Ertrag an Knollen „gun: von gutem Geſchmat, SIE rende Mat Hornſpäne, Ruß u. dergl. in die Furche geſtreuek, bringen nh Jie verfün einen Üppigen Kartoffelwuchs hervor, 2 Düngkraft Lumpen, beſonders wenn ſie vorher in Miſtjauche einge- Kartoffeln| taucht worden, ſind in dem leichten, leicht austroc>knenden ) Fruchtwet Boden eine ganz vorzügliche Düngung für Kartoffeln. Nu8fall an Gerberlohe und Sägeſpäne wirken, wenn ſie mit den Kar- In; und en) toffeln zugleich eingebracht werden, in dem bindigen Boden ſehr beit, nicht! vortheilhaft wuf den Ertrag der Kartoffeln, indem ſie derglei- in auch um)ende Speiſekar- enn mit Gf ioſſein erziehen wollen, nicht leicht zu einer andern Düngung die Kartuh ſeine Zuflucht nehmen. Der Schafmiſt und der Schafpferch, ſo n. Tu a wie der Menſchenkoth, erzeugen zwar einen ſehr üppigen Wuchs ach vielfälty der Kartoffeln, ſie bekommen aber, wie bereits angeführt wor- [8 die 11 1 den iſt, einen beißenden Geſchma>. Die Pferde und das Rind- vieh freſſen in dergleichen Düngung erzeugte Kartoffeln„nur zenommn, ungern. Alle andern Miſtarten geben jedoch wohlſchmeckende ſcher Dim Kartoffeln. In dem kalten, bindigen, feuchten-Boden thut der daß mit friſche Pferdemiſt die beſten Dienſte. Die in der Pferdemiſt- hr iſt 3) Düngung erzeugten Kartoffeln haben ſich nach meinen Beobach- ven, un tungen in einem bindigen Boden ſtets als die ergiebigſten und - Dinu wohlſchme>endſten gezeigt. io eine MN.„Man düngt entweder ſchon im Herbſt, oder im Winter, oder „Mfoiß es AU im Frühjahre vor dem Legen. Einige pflegen einen Theil des WELCH XS I TELE IEE IGE I<- GEIGES ENPHTHR: zt 4 7. 56 Neiſtes ſchon im Herbſt, den andern Theil' erſt im Frühjahre der Dun.;:; KR GERING SERER MPE)" aufzubringen. Andere bringen den Miſt mit den Kartoffeln zu- UNA welt gleich! em, und noch Andere, düngen erſt nach dem Legen der 4144190012800 Kartoſſeln.; SUE SEE Das Düngen vor Winter iſt beſonders in einem mehr bin- digen Boden zu empfehlen, der übrigens reich iſt, in welchem ſich der Miſt nicht leicht zerſcht. Der vor Winter aufgebrachte Sommers +: verwen Teich ſch 1m| nE NSN AE NEEL WEA ES AEI RENE ERR 358 Bau der Feldfrüchte, 5. Abſchn. May. (218) und ſeicht untergepflügte Miſt zerſetzt ſich nicht nur bis zum Kartoffellegen gehörig, ſondern derſelbe trägt auch dazu bey, daß ein dergleichen Boden im Frühjahre um ſo mürber wird. Am beſten iſt es Übrigens, in dergleichen Voden einen Theil des Miſtes im Herbſie ,, und den andern Theil im Frühjahre unters zubringen. 4 2 * Das Düngen im Winter kann ſowohl in dem leichtern, als auch im mehr bindigen Boden Statt finden. Im leichten Boden verhindert die Miſtde>e die Verdünſtung der Wintero feuchtigkeit bey den ſcharfen Frühjahrswinden, was in ders gleichen Boden, hinſichtlich eines gleichmäßigen Aufgebens der Kartoffeln, von nicht unerheblicher Wichtigkeit iſt, Der mehr bindige Boden wird dagegen unter der Miſtde>e um ſo mür« ber, und läßt ſich zu den Kartoffeln um ſo beſſer verbreiten. Eine Hauptbedingung beym Düngen im Winter iſt jedoch die, daß der Boden nicht zu ſehr verunfrautet ſeyn darf, weil das, durc die Düngung, im Frühjahre um ſoy mehr wuchernde Uns» kraut die Arbeit der Unkrautvertilgung beträchtlich vermehrt. Das Unterbringen des Miſtes im Frühjahre iſt im kalten, bindigen, naſſen Boden zu empfehlen. Man wählt dazu den friſchen, noch wenig zerſezten Miſt, und beſonders Pferdemiſt. Das zeitige Pflügen 1m Frühjahre trägt nicht nur zur Erwär« mung und Austro&nung des Bodens bey, ſondern der unzere ſetzte Miſt erwärmt auch durch ſeine Zerſezung den Boden z conſumirt dabey viel Feuchtigkeit, und befördert das Mürbeo werden deſſelben,: Beym Unterbringen des Miſtes hat man darauf zu ſehen, daß es nur flach erfolge, denn die Kartoffeln eignen ſich mehr die in der Oberfläche, als in der Tiefe des Bodens ſich befinde liche Nahrung an.) Das Düngen beym Legen der Kartoffeln iſt ſehr üblich, pbwohl es ſicher iſt, daß die Kartoffeln in einem zergangenen Miſt einen beſſern Geſchma> annehmen, als in ganz friſchem. Man düngt entweder, wie gewöhnlich, gleichmäßig über das ganze Feld, oder man bringt den Miſt nur in die Reihen, in welche die Kartoffeln gelegt werden, oder gar nur auf den Plat, den ein Kartoffelſtoc> einnimmt. Beabſichtiget man die nach den Kartoffeln folgende Frucht, ſo iſt das gleichmäßige Ueberdüngen des ganzen Feldes vorzuziehen. Nimmt man aber auf dieſe weniger Rückſicht, als auf den Ertrag der Kartoffeln, und hat man des Miſtes nicht viel vorräthig, ſo daß man mit demſelben ſparen muß, ſo kann es angemeſſen ſeyn, nur die Reihen, in welche die Kartoffeln, oder die Plätze, wohin die Kartoffelſtv>e kommen ſollen, zu düngen. Auch in dem leichten, ſehr thätigen Boden, in welchem ſich der Miſt ſehr ſchnell zers ſest, und die daraus bereitete pflanzennährende Materie ſich bald verflüchtiget, wenn ſie nicht von Pflanzenwurzeln aufge- nommen wird, iſt dieſe Art zu düngen zu empfehlen, weil, wenn über die ganze Fläche gleichmäßig gedüngt wird, der ſich auf den leeren Plätzen zwiſchen den Reihen der Kartoffeln be- findliche Miſt, bey dem vftern Behäufeln der Kartoffeln, um ſo leichter verflüchtiget, ohne den Kartoffeln vder einem nach- folgenden Gewächs zu gute zu kommen. Bringt man den Miſt ait den Kartoffeln zugleich unter, ſo hat man darauf zu achten, E|: daf in'D1! weit ds beſſe! ws foi, DI vie It| ygeben 70(d pit(an(1S 1) Alt Dal, id nüblich 199) Ie in dem" hut au! ai(an eine ſd 1, th oberfia abs Di bringt 8 ws if anfanglih x 3 währt Fw: m Fann, Of) jn une 1 def und felfum) 1 E10 py muß) Ew H m Dm|, nd foffeln m Wh ſie faſt etl in feucht NAG Indem ab wh prbeitungag 7 Y hüpft m 3 1 meiii8 1! wn Anj 1 Olagt 37 1 6 nter dD 37 id zur 1 Aberifau ebf hi DS; (NUNN: 9 Nx ST Ane die In ZL gelten„Ey [je fc Der von Fon helden terungöp fs 1 Sf: aur FeineagSg 18 Nie vis Jönglich ja2 1022. ER EEN AIRE % SGT FN FEIERE SGR 20220 er meEeweereenw"==" Sn gin ag A NTER Rä PÜREE P>nen> 0wvp word 200 2m emm May, Anbau der Feldgewänetz im leichten tro&nen Boden hat "rühjahn 1 man dagegen darauf zu ſehen, daß der Miſt über die Kartoffeln ; j Fomme, weil die über den Kartoffeln ſich befindende Miſtſchjicht dem leiww die ſchnelle Verdunſtung der Feuchtigkeit des die Kartojfeln 71, Jm lm Bodens verhindert, und die eingeſogene Feuchtige 4 Der Ei keit länger erhält und ſehr leicht wieder Feuchtigkeit einſauat, ce, was jd)- Das Ueberdüngen der Kartoffeln wird von Vielen als ſehr N Aufgehen), nüblich geprieſen; es iſt jedoch nur in dem mehr leichten, als Ziſt, Nr in dem feuchten bindigen Boden zu empfeblen, Cs äußert nicht te um vm ur auf die Kartoffeln, ſondern auch auf die nochfolgende Frucht ſſe WIE eine ſehr vortheilhafte Wirkung. In trocknen Jahren wirkt die ie iſt jedoeh oberflächliche Düngung jedoch weniger auf die Kartoffeln. Man darf, wil bringt den Miſt dann auf das Kartoffelfeld, wenn dieſelben 9 WUEEN anfangen aufzugehen, und geeggt ſind. Das Ueberdüngen ge- ch vermen Währt den Vortheil, daß man die Kartoffeln auch dann legen ) vm Fann, wenn man keinen Miſt vorräthig hat. BE iw Man wendet auch die Miſtjauche zum Ueberdüngen an, goähli"m und ſie gewährt im leichten trocknen Boden großen Nuven. R|218 Pfertt Was die Stärke der Düngung zu den Kartoffeln anlangt, Jur zu tw Fg muß man es ſich, wenn man die Kartoffeln in und anſtatt Am der der Braache baut, zum Grundſatz machen, ſtärker, als zu an= 4; den V dern Braachfrüchten zu düngen, weil ſie den Boden mehr ere eit daes W Fchöpfen, Frarauf zu Platz im Feldbau und Fruchtfolge, Fign fi In den meiſten Dreyfelderwirthſchaften hat man den Kare A ens ſich 1 toffeln ihren Plat in- der Braache angewieſen, und man rechnet ſie faſt allgemein unter die Braachfrüchte. Da ihnen keine Vor«- E iſt ſeht 1) frucht nachtheilig iſt, der Boden müßte denn ſehr yerque>t ſeyn, zi Zeta indem eine verhältnißmäßige friſche Düngung und gehörige Be- S(anz fim arbeitung des Bodens hinlänglich iſt, um die Nachtheile einer p jiafig Heb erſchöpfenden Vorfrucht auszugleichen, und da die Kartoffeln die Reih! die meiſten Zwecke der Braache erfüllen, ſo eignen ſie ſich auch ' pur Wi zum Anbau in der Braache. Allein in dem gebundenen Boden Fotiget 11! ſchlägt nach überwiegenden Erfahrungen: die Winterung, und 18 Gleis unter dieſer beſonders der Roggen, nach den Kartoffeln merk: imm m lich zurück," und zwar hauptſächlich aus folgenden Urſachen. =; dir Furtf Die Aberndtung der Kartoffeln wird gewöhnlich ſo ſpät in den 40 daß m? Herbſt hinaus verſchoben, daß die Saat der Winterung zu ſpät 8 ſeyn, m erfolgt. Späte Winterſaaten gerathen nach allgemeinen Erfah» 37991118 rungen nur ſelten. Dann iſt aber auch der Boden nach den an dem led Kartoffeln ſchon an und für ſich ſehr lo>er; er wird aber durch - ſehr ſchn! die Art der Kartoſſelausbringung, noch wiederholt ſo ſehr auf- E. Materi!| gelo>ert, daß er ſich vor Winter nicht mehr zu ſeßen und zu wurzeln Men ſehr geneigten Boden und kalten Clima eines Theiles in Oberſchleſien, habe ich durch mehrere Jahre die Beobachtung gemacht, daß Gerſte und Klee am vollkommenſten nach Kartvffeln geriethen. Gerſte und Klee, beſonders der lebtere, wären nie ſo ergiebig, wenn. ſie nach ge- düngter Braachwinterung gebaut wurden, wenn auch, was män dort allgemein beobachtete, zu der Winterung, nach welcher dieſe Gewächſe folgen ſollten, ſtärker, als zu andern, und eben ſo ſtark, als zu den Kartoffeln gedüngt wurde. Den Ausfall an Winterung im Winterfelde ſücht man dadurch zu decken, daß man im Sommerfelde eine verhäuitnißmäßige Fläche mit'Stoppel: winterroggen'beſäet.' DIRIE In dem leichten, mehr ſandigen Boden ift die Winterung nach Kartoffeln weniger unſicher, ja ſie giebt'oft einen ſehr'an- ſehnlichen Körnerertrag, obwohl ſie im Strohertrage nie fehr ergiebig iſt. Mati findet daher in mehreren Gegenden, die einen ſandigen Boden haben, ſo wie auch in ſolchen, die einen ſehr lockern und die Feuchtigkeit leicht durchlaſſenden Boden und ein 'w.armes Clima haben, daß nach den Kartoffeln nur Winterung gebaut wird.. UEHSNEN 44 "Da Viele: die! Winterung in! der Braache bey der Dreyfelder- wirthſchaft nicht gern aufopfern, und da im Ganzen immer mE (00 oan zit wb ho fügun Vonage | ſu! feldern 771 hur FE(EINS Witterakel wd | Foßgen är five | Jan wachen hr 11007: 208 8 90) DK AOE 1708 8 (TUNE) 208 NE 1. mum Gw; e„MUT Rif, db ift ellho/k 187 M | feln mi) ie nd iM it Oy. SOD 60)(ed diet M y | /broppel| Bin)[1 0 70| ie bey mh | Ih bhD.y| | je, verlag| NVS UNITE iſn YD. als in'D die Fare n Weather EN | Sze Wb ww M 4 nglced) jechfolge Ne[ J Aditkkanirauien ARRAN < demain je dau Wige 6 por 7 Fi lbrig; GS ENEN INNENTASCHE. My, Anbau, der) /Feldgewächſe,""7 Kartoffeln. anat 359 ih der Sey ein Rüſchlag„der Winterung. nach Kartoffeln erfolgt 3--da die Wou Mh.„Stoppelwinterung: den Ausfall nicht. deckt, ſv bauen viele ſtrenge 3 y 4 4 4 SEE|! 5..." My 5 „mmm 3-Dreyfelderwirthe, die„Kartoffeln- nicht. in. der Braache, ſondern wen im, Sommerfelde„ und düngen, wenn der Boden nicht ſehr reich ) iſt,„etwas dazu:-. Auf- die| Kartoffeln. laſſen ſie in dex. Braache Erbſen oder. andere den Boden nicht ſehr ausſaugende Braach- früchte, denen. die Lockerheit des Bodens ſehr zuſagt, folgen. ein Sy4> Schwerz ſagt. in ſeiner Anleitung zum prattiſchen Acker- KE.„Daa S,..613:25„leich den gewerbsverſtändigen Elſaſſern bringen Wieder 1)„wohlgeordnete Feldwirthe die Kartoffeln ins- Sommerfeld, und yfeldemwinhs„Taſſen auf ſie im Braachjghre Bohnen oder Tabak. folgen, Da |'""„beide behackt werden, da beide eine vortreffliche Vorfrucht für 1 beh fob den Weizen ſind, ſo verdient: dieſes, Berfahren nicht bloß den (gefunden» Borzug vor dem. Anbau der Kartoffeln. in. der Braache, ſondern [obhend, ww FE 1t auch wahrhaft-das Mittel, den. Voden zu veredeln, und winder hw Ahn für einige. Jahre. pom Unkraut, namentlich dem Hedrich, zu minder ao! zeinigen.“! Ei?;; chen"04„In mehreren. Theilen Sachſens-bringt. man bey;der Drey- 0„Felderwirthſchaft nach. den Kartoſſeln Sommerroggen, der nicht 1 SON nur oft beſſer gerath, als der Winterroggen, ſondern auch die ſyſteme:„3 Winterung weit mehr erſetzt, als die Gerſte. In den Sommer- 8 ditim Joggen kommt Klee; der ſehr ſchön wird. Ai häufigſten baut | indeſn? man nach den Kartoffeln Winferweizen, Das Folgen des Som- hem, 012'merroggens näch'den Kartoffeln wird jedoch immer allgemeiner em li„und felbſt in dem fruchtbaren Boden um Dregsden herum, bauen wahr m znehrere Bauern'"fchon ſeit mehreren Jahren nach Kartoffeln wlegenheinr Sommerroggen, und ſtehen ſich dabey beſſer, als beym Win- in mit zim„In. einer Rittergutswirthſchaft, in.-Sachſen(Vergl.-19te dingte Ww Lief, der Schriften und Verhandlungen„der, ökonomiſchen Ge- jr nach Fu ſellſchaft. im Königreich Sachſen: Sc. 54.) baut man: die Kartof- 0,77 Siel! Fein in gedüngter Braache„' düngt näch den Kartoffeln etwas, "„Und... ſäet-«Winterroggen, in«welchen. im März des künfti- | geneigten 0 gen. Jahres Klee, kommt, welcher„ſobald der Roggen abge- 1, habe 10! erndter iſt, geeggt wixd.. Von- dieſem Klee nimmt man einen Oerfie m'/- Stoppelſchnitt ,. und. ſäet dann„Winterweizen hinein ,- der das Gerſte und) 45te Korn giebt. Man findet mehrere Wirthſchaften in Sachſen, vert fie die bey einer ähnlichen Fruchtfolge einen eben ſo hohen, odex 1 aud), Ws!+ nod) höhern.. Ertrag. geben, und es iſt in der That alles Mög: 4, na liche, was man dem Boden abzugewinnen vermag.' ern, und In dex Schlag, Koppel- und Fruchtwechſelwirthſchaft hat Den Aff man einen weit größern Spielraum,“ die Kartoffeln auf; dem geeig= zu ded! netſten Plaße anzubringen 3 ſowohl in Beziehung ihrer ſelbſt, che mie als in Hinſicht auf. die nach ihnen Folgenden Früchte. Obwohl ' die Kartoſſeln, ſich aus ihren Vorgängern nicht viel machen, ſo 7 die Wini gerathen ſie doch um fo beſſer, wenn. man ſie in die Klee= und ; einen ſe Luzernſtoppeln, odex nach einer: Dreiſche bringt, wo ſie nicht ortrage m! Ur viel alte Kraft vorfinden, ſondern auch den Boden in bin= „„den, die! länglicher Kraft, zurücklaſſen,[ov daß man in Hinſicht der auf ſie ; die eine! nachfolgenden Früchte nicht verlegen ſeyn darf. Bey den- auf Boden u die Kartoſfeln folgenden Früchren hat man beſonders zu berüc- Minh ſichtigen, daß fie bey dem„großen Grade mehlhalriger Stoffe, welche fie gewähren, den Boden: auch beträchtlich ausfgugen. der Ds Daß„übrigens die Kartoffeln den Boden nicht in dem Werhält- Ganzen nur Win RN NS SCA ENIE WESSEN TIR 360 Bau der Feldfrüchte. 5. Abſchn. May. (222) niſſe ausſaugen, als es die Getreidearten bey einem Rn Ertrage von nährenden mehlhaltigen Stoffen thun, iſt ſchon deßhalb außer Zwoeifel, weil die Kartoffeln ein ſehr ſtarkes Blatt» organ haben, vermöge deſſen ſie ſich viel atmoſphäriſche Nahrung aneignen. Daß die Kartoffeln übrigens vermittelſt ihres Blatt: organs ſich nicht unbeträchtliche Nahrung ats der Atmoſphäre aneignen, ſcheint aus den mir von vielen Landwirthen beſtätig: ten Beobachtungen hervorzugehen, daß die Kartoffeln dann, wenn ihr Kraut vom Hagel zerſchlagen iſt, den Boden", wenn ihr Ertrag auch geringer iſt, im Verhältmſſe mehr ausſaugen, als wenn ſie bey einem vollkommen ausgebildeten Kräutig einen rößern Ertrag geben. Auch in dem Falle, wenn die Witterung ſehr tro>ken iſt. vder wenn durch anderweitige Umſtände die Ausbildung des Krautes ſehr gehindert wird, erſchöpfen die Kartoffeln, wenn ſie auc) eine geringere Erndte geben, den Bo- den mehr, als wenn ſie bey gehörig ausgebildetem Kraute eine verhältnißmäßig größere Erndte liefern. Auch erſchöpfen die Kartoffeln einen Boden mehr, als einen ändernz den leichten loXern Boden bey einem gleichen Ertrage mehr, als den mehr bindigen Boden. Dieß ſcheint vornehmlich ſeinen Grund darin zu haben, daß in dem leichten mehr thätigen Boden durch die öftere Auflo>e- rung, welche den Kartoffeln zu Theil wird, mehr Nahrungsſtoff aufgelöſt wird, als den Kartoffeln unmittelbar zu gute kommt, der ſich in Ermangelung von Gewächſen, deren Wurzeln er ſich mittheilen könnte, verflüchtiget. Viele ſchreiben den Kartoffeln eine ſehr große ausſaugende Eigenſchaft zu-L Kopp? ſagt in der Reviſion der Aerbauſy« ſteme S. 129:„„Nur darin kann ich den Lobrednern des Kar- Foffelbaues nicht beyſtimmen, wenn ſie den Kartoffeln geringe ausſaugende Eigenſchaft beymeſſen." I< glaube vielmehr, daß es faſt keine Frucht giebt,“ die im Laufe eines Sommers ſo viel. Miſt conſumirt, als die Kartoffeln. Wenigſtens ſcheint es mir ganz ausgemacht, daß keine Halmfrucht das Land unmit« telbar ſo angreift, als eben ſie,“ Viele andere meſſen dagegen den Kartoffeln nur eine ſehr geringe ausſaugende Eigenſchaft bey. Daß man in dieſen beiden entgegengeſeßten Behauptungen zu weit gehe, bin ich, mit Hinweiſung auf das oben Angeführte, durchaus überzeugt, Beſonders hat ſich mir aber dieſe Uebers eugung durch die Beobachtung mehrerer kleiner Häuslerwirth- Echaften aufgedrängt, wv bey einer nichts weniger als ſtarken Düngung von nicht beſonderer Qualität der dritte Theil des AFers alljährlich ſeit langer Zeit mit Kartoffeln in friſcher Dün- 3 gung beſtellt wird, die beiden andern Drittel aber größtentheils Z alljährlich mit Halmfrüchten ohne friſche Düngung beſäet wer: 4 den z und wo ſowohl die Kartoffeln, als die Halmfrüchte ſtets einen nach Maaßgabe der Verhältniſſe reichlichen Ertrag geben. Ich glaube daher, daß, wenn unter gleichen Umſtänden ein Acker ſo viel Kartoffeln trägt, als er zu tragen vermag, derſelbe Acker, wenn er an Weizen verhältnißmäßig eben ſv viel GE hätte, durch die Kartoffeln, obgleich ſie dann von derſelben Fläche im: IX 6" IEE SETE 23 mer einen größern Ertrag an nahrungsfähiger Subſtanz geben, als der Weizen, nicht mehr erſchöpft wird, als durch dieſen. gp);| wa DEE; 0) a 6 641]| pet 0€ NEO Ind, 1770 qQ jaß DN| je a ndert t hne M0 edu abrdfffen nen My m Gero 9 0“ u ul etraig 1(tt, ag0D 1) Hirt auf Mey| Die Man) 111) |(Mw 4| '' SD aÜ m EN | 1 ww: R JUR DI JUN hg (Erb) fu! ch (Ov fhu? ide ene fofe hd" dv fem Kab! 6; fo 14 OTN en ie be Deaf ut UNTEN 7 WE| u"'0p7!" | bn OE n fg pal die Vit Vein! Debt fp foffehs vn ſeyn, 9) 4 Veſand 4! MWlt gpg g3g3yg3BPRRtWBtBtbBttBeBVBÜeBeBk, RÜ WWII SITE NINITRTEEEIRNnwnzemegnz=unie Mey, Anbau der Feldgewächſe, Kartoffeln.(223) a ". 2 (6 ij Wir haben. bey der Culturbeſchreibung die verſchfedenen Ges hr ſtarhsz wächſe bereits bemerkt, welche gern nach Kartoffeln folgen, und riſche Ty werden das Nöthige auch noch ferner bemerken. telſt ihwzj Auf ſich ſelbſt können die Kartoffeln mehrere Jahre folgen. 3 der Amm Swe EIL hierüber in ſeiner Anleitung zum praktiſchen wirthen y| AFerbau Band 2.'S. 614, Folgendes an;„Wie verträglich die Kartoffel| Kartoffeln, auf einem ihnen angemeſſenen Boden, mit jich ſelbſt en Bedin. ſind, ergehet aus meinen Beobachtungen, die ich darüber im wehr aufs Elſaß gemacht habe. An einem Orte traf ich einzelne Felder an, on Sricfy die ein Jahr über das andere damit bepflanzt werden; an einem nw die iv andern bringt man ſie 4 bis 6 Jahre hintereinander aufs Feld, 190 Ufink ohne daß ihr Ertrag abnimmt, in ſofern alle zwey Jahre dazu pe gedüngt wird. Zu Meiſtrazheim ſprach man von Feldern, die 6 0. Win Jahre hintereinander ungedüngt Kartoffeln getragen haben. Nach | g H ihnen hatte man dann bey dem Schluſſe noch überaus ſchöne "oem Im Gerſte, An einem andern Orte bezeichnete man mir einen Acker, m erf der in 20 Jahren einmal Gerſte und neunzehnmal Kartoffeln 7 den 1 getragen batte, Dagegen erzählte man dann auch von einem vr, als M Jäger in Würtemberg, der 32 Jahre hintereinander dieſe Frucht auf demſelben Flecke gebaut hat, und alle Jahre dazu düngte. 11 zu heb Die Kartoffeln wurden aber am Ende nicht dicker, als Nüſſe.“ 1» vftere Ji Gewöhnlich iſt man der Meinung, daß die Kartoffeln, wenn hr Rehn! ſie ſich nicht austragen ſollen, in einem für ſie günſtigen Bo« 9: zu aub) den uicht unter 3 Jahren auf denſelben Platz. kommen dürfen. & Burzet Bearbeitung des Bodens, ; Da die Kartöffel Wurzelſtränge treibt, an denen ſich die Izroße aui jungen Knollen in einem Kreiſe um den Stock herum anſeßen, jn der Ki und dieſe jungen Knollen, die anfänglich nicht größer, als eine hrednem by Erbſe, und ſehr zart und weich ſind, ſich zu einer beträchtlichen Kartoffeln y Größe ausbilden, ohne einen ſehr conſiſtenten Körper zu bekom- be viel)! men, ſv iſt daraus erhellend, daß der Boden, in dem die Kar- mes Goi toſſeln ihre Ausbildung gehörig vollenden ſollen, ganz locker Tigſtens[0 ſeyn müſſe. Es iſt daher ſelbſt in dem mehr leichten Boden, da vas Zah)! NEE ſelbſt wenn er faſt Sandboden iſt, immer ſett und te meſſenerung nöthig. In dem bindie gende Ei gen Boden, der ſich um ſv feſter ſchließt, iſt eine wiederholte eh Beh! Bearbeitung um ſo nöthiger, und man muß daher den Acker / oben Inv! zu den Kartoffeln unter allen Umſtänden mit mehreren Furchen - aber diet! beſtellen, Je bindiger der Boden iſt, und je mehr er ſich ſchließt, ver Dane um ſo ſorgfältiger muß er beſtellt werden. Aber nicht allein eniger a)" die Lo>erung des Bodens muß man bey der Bearbeitung zu dritte Zy den Kartoffeln im Auge haben, ſondern man muß auch auf ſorg« 1 ih friſcht fältige BVertilgung des Unkrautes dabey Bedacht nehmen, weil ber gröjt! die Kartoffeln in ihrem erſten Wachsthume von demſelben ſehr gung beſt! veeinträchtiget werden. Nächſt der erforderlichen Lo>erung des Galmfrüdt Bodens und der Unkrautvertilgung muß man auch, da die Kar- en Ert)! toffeln zu einer beträchtlichen Tiefe eindringen, darauf bedacht ſtänden ſeyn, die Bearbeitung ſo tief als möglich erfolgen zu laſſen. derſlh! Beſonders dann, wenn nach den Kartoffeln Klee erfolgt, eme 1 pt! pfiehlt man die tiefe Bearbeitung.; 11 fil Bey einer ſorgfältigen Cultur der Kartoffeln habe ich gefune Subſtatz!/ den, daß man ſelbſt in dem ganz leichten Boden es nicht für urch(iel überflüſſig hält, mit 3 Furchen zu beſtellen. Man pflügt zu dem SS RI EATER EITER IE Re eä EIE EE „nach Beſchaffenheit der Umſtände zwey Hakfurchen. - . Bau der Feldfrüchte. 5. Abſchn."May. (224) Ende vor Winter zu einer ſolchen Tiefe, als es nur die Boden- Xrume und die Beſchaffenheit der Pflugwerkzeuge geſtattet, da- mit der heraufgebrachte rohe Boden durch den Winterfroſt und die atmoſphäriſche Einwirkung milder werde, Im zeitigen Früh- jahre pflügt man wiederholt und bringt dabey den, entweder im Winter, oder im Frühjahre aufgebrachten Miſt flach unter, Hierauf"durcharbeitet man den Acker gehörig mit dem Haken, und eggt ihn ſorgfältig, damit alles Wurzelunkraut herauf ge- bracht werde. So läßt man den Boden bis zum Legen der Kartoffeln liegen. Iſt er bis dahin vom Samenunkraut ſehr be- grünt, ſv bringt man zur Vertilgupg deſſelben noch einmal die Egge in Anwendung. In dem bindigern, ſo wie in dem mit vie- Lem Wurzelunkraut- durchwachſenen Boden iſt man mit einer dreyfurchigen Beſtellung noch nicht zufrieden, und rührt in dem Falle den Boden wiederholt mit dem Haken auf, und eggt um ſv fleißiger. In dergleichen Boden pflügt man vor Winter nicht tief, weil der vor Winter tief gepflügte bindige Boden nur ſchwer im Frühjahre austrocknet, die im Acker ſeyenden Wurzelunkräuter aber durch ein tiefes Pflügen ſo tief vergraben werden, daß ſie der Froſt nicht zerſtören kann. Nan läßt in dieſem Falle das tiefe Pflügen vis nach Win- zer. Man ſtürzt dann gewöhnlich ganz flach im Herbſt, und wendet hierauf den Aer im zeitigen Frühjahr ſo tief, als mög: lich. Nachher pfilügt man den Miſt, wenn man denſelben vor dem Legen der Kartoffeln einbringen will, flach unter, und giebt Da die Kar- toffeln nicht zeitig im Frühjahr gelegt werden, und ſie überdieß auch ein ſpäteres Legen vertragen, ſo hat man hinlängliche Zeit zur erforderlichen Bearbeitung des Ackers."Auch ſchadet es den Kartoffeln nicht, wenn ſie in den ſo eben erſt zubereiteten Boden gelegt werden 3 es ift ihnen vielmehr, wenn der Acker nicht zu fehr ausgetrocknet iſt, zuträglich. Ueber das tiefe Pflügen zu.den Kartoffeln ſagt Sch wexrz in ſeiner. Anleitung zum praktiſchen Ackerbau/ Theil 2,4S- 615 und 61621" An: ſchweren"Boden pflegt man in Flandern ſich nicht mit einer einzigen tiefen Pflug- art zu begnügen z ſondern giebt ihrer zwey. Je früher in der Zeit die erſte dieſer Pflugarten Statt hat, um ſo beſſer iſt es. In Brabant, wo man in der Regel nie mehr, als zwey Pferde anſpannt, fand ich 4 Pferde vor dem Pflug, die den ſandigen Boden 415-- 16 Zoll tief: umreißen z nie aber wird der Miſt. mit dieſem tiefen Pflügen untergebracht. Soll dieſes geſchehen, ſo geſchieht es durch Zweyfurchen; welches ich' an der Landſeite maß, drang 12, und an einem andern mehr ſandigen Orte 16 ZvUl in die Tiefe. Dabey ging ein Pferd an dem pordern und 2 ferde an dem hintern Pflug.“ In der ſächſiſchen Oberlauſit verfährt man theilweiſe bey der Zurichtung des Ackers(Vergl. Schriften und Verhandlungen der Lfonomiſchen Geſellſchaft im Königreich Sachſen 19. Lief. S. 66.) folgendermaßen. Man ſtürzt den mehr bindigen und mehr feuch- ten Boden zeitig im Herbſt, und. bearbeitet ihn ſpäter mit dem Exſtirpator oder mit dem Haken. Hierauf legt man den Acter mit dem Kartofſſelhaken in hohe ſpitzige Rücken, zu 13 Elle breit, und ſo tief, als es der Boden erlaubt.- Dex Reker wird, durch die hohen ſchmalen Rücken der Luft und dem Froſte mehr ausg22 ſekt, 1 den Fl wiſche! eſ,"NN aufein! vj, 8 [uh I 0' vs =S ZJ lage! m M jen, 9 üb iſi„1900; und f/1i91 dem mM | hit(406) EIE SERSRENSE SOT ERESEN u I " M e Snol 7 we VeÜ M3! Chin ſie nimh EnoSpetig Laſſen zol er Fun en an,]93C vaſen Es Verfah 7 padie dis um Gait j vo" Ie Us 3 * is; (NE 7 hd dung 4 39 und Nip | . vn Sni artof6 1! ) Q | ( N J| 1 "ANN ERReeRRRRRttmnmREeEeEbwweneEnwoenemwern,ewneegennanza STS SSR May, Anbau der Feldgewächſe, Kartoffeln. 363 1500(225) „ur die Sw fegt, mehr mürbe und loder, und beſonders für den nachfolgen= | geſtattet, den Klee 1ganz vorzüglich geeignet. Im Frühjahre bringt man interff: wiſchen dieſe Nücken Miſt, legt die Kartoffeln unmittelbar auf < Keitigen| ieſen, und wirft dann die Rücken mittelſt. des Kartoffelhakens den, ei augeinander. Einige Landwirthe pflügen" die Nücten erſt im Früh- Taſt flach 19 jahre. Im ſächſiſchen Erzgebirge beobachtet man in. dem mehr „dmm)J4 Feuchten, und mit vielem Naſen durchwachſenen Boden ein ähns= Haut beny liches Verfahren bey der Zurichtung des Ackers zu den Kartoffeln. S um Ven Man ſtürzt den Acker im Hexbſt und überegat ihn, damit der Situ w- Raſen um ſo beſſer faule, vor" Winter. Im Frühjahr pflügt man Stoch einn zum zweytenmal tief, und bringt bey. der driiten Beſtellung Un dem das Land in ſogenannte Dämmchen, die aus zwey zuſammenge= SE nan mit ſchlagenen Furchen» beſtehen. Auf dieſe Dämmchen bringt man d rührt) den Miſt, ſtreut ihn in die Furchen zwiſchen denſelben, legt die BU und(jl! Kartoffeln darauf, und ſpalter hierauf mit dem Haken die Dämm- wv Winter)es ſind, der durch das Legen der Knollen erzeugt wor- den iſt, von. dem die Samen genommen worden. Man nimmt daher faſt allgemein, die Fortpflanzung der Kartoffeln durch Sa- men, als ein ſicheres Mittel. an, neuere beſſere und ergiebigere Kartoffelſorten zu erzeugen. Es behaupten zwar Einige, daß bey der Fortpflanzung der Kartoffeln durch die Knollen, wenn man mehrere Sorten neben einander baut, vermöge der Vermengung des verſchiednen Blüthenſtaubes, bey der Befruchtung, Augax- tungen der Kartoffelſorten erfolgten? allein nach den vielfältigſten Beobachtungen findet dieß nicht Statt, vielmehr erhalten ſich die verſchiedenen Sorten bey der Fortpflanzung durch die Knollen unverändert in ihrer. äußern Geſtalt, Wachsthum und andern Unterſcheidungszeichen, und es erfolgt nur in ſofern eine Aus- axtung, daß die Knollen kleiner oder größer und in der Qualität ſchlechter werden. j In der Monographie' der Kartoffeln von Bertuch und Putſche wird hierüber S. 30 und 31 Folgendes geſagt:„Wäre dieſe Meinung die Augartung der“ durch Knollen fortgepflanzten Kartoffeln, gegründet, ſo würde ſich ſolche Veränderung zuerſt, und noch auſſallender an den Samenbeeren ſelbſt, ja ſogar an den Obſtbäumen würde ſich dieſe Erſcheinung jährlich zeigen müſ: ſen, indem durch Winde und Jnſecten der Samenſtaub von den Blüthen des einen Baumes auf die Blüthen des andern über- tragen wird, Wir würden alſo, alles Pfropfens und, Copulirens ungeachtet, dennoch nicht verſichert jeyn können, eine gewiſſe bee ſtimmte Obſjtſoxte von unſern veredelten Bäumen zu erhalten. Allein weder das Eine, noch das Andere findet Statt. Unſere veredelten Obſtbäume tragen, troß der gegenſeitigen Befruchtung, immer die nämlichen Früchte, und die durch Würzelknollen forte gepflanzten Kartoffeln liefern auch immer die nämlichen Sorten, vbgleich unter. verſchiedenen Arten eine Geſchlechtsvermiſchung vorgeht. Jch habe ſeit mehr als 20 Jahren, die engliſche rothe NierenkartofFel, die gelbe edle, und die wilde Kartoffel immer auf einen Acker unter und durcheinander gepflanzt, und nie eine Veränderung an ihnen wahrgenommen, ſo daß ſie noch jetzt von einander geſchieden werden können. In dieſem ganzen Zeitraume iſt mir nicht die geringſte Spur von der Kräuſelkrankheit vorge- kommen, daß;ich daher Simons und Stockmanns Behauptung: daß die gegenſeitige Befruchtung verſchiedener Kartoffeln auf die Wurzelknollen„wirke, ſchlechterdings nicht beypflichten kann.“ „„Sobald hingegen die Kartoſſeln durch den Samey fortge- pflanzt werden, ſobald zeigt ſich auch eine Veränderung der Wur- elknollen, indem durch die wechſelſeitige Befruchtung verſchie: ener Arten untereinander der Grund zu einer ganz neuen Orga- niſation gelegt wird. Die auf dieſe Weiſe erzeugten neuen Sor- ten vereinigen die Eigenſchaften ihrer Stammeltern in ſich, und Übertreffen ſie gewöhnlich an Vorzügen. Die Verſchiedenheit wird aber noch größer, wenn die Befruchtung von mehrern Sor- ten zugleich untereinander geſchehen iſt. Man bemerkt dann zu- weilen ſowohl an dem Stängel, dem Laube und der Blüthe, als auch an den Wurzelknollen eine gänzliche Abweichung von allen bekannten Arten und erhält nicht ſelten ein ungemein ſchäöpbares Product, Alle Varietäten derſelben ſind eben ſo wie beym Obſte per(m) A114 080 Mit Ders Goten 1; GBG birdy 180131)! unzerE Sorte 11 Früht ft fnderoe fbgerd! it 9fw' ſellſch M0; einem daß 148 zeugten hielet 081 fiber M) Manz fid) ei IF jw 76 iw VS Git fun 3009 maße hält Jän hebngs Drüctiign | heile| Manchys Leichte) füh AUS Net, 9/ fufoeh a IUßt NT x jahre vpS4 | Khmeen: met 91 Zu Vid WE Gatte) GerÜn mehr| ein Gong äbgetn M den be 3 Wnd doll vo N5N m, IE Ne UE NN, Pop pg z Nay, a[8 die Aydy Zehen . My vim feln durh 6; UND enplchiy "Einige, daz) Tn Wend hy [er New Ihtung, Ah den vil Jehalten ſh) Zh die Iich im und ip Afem nh In der Zuſt EB ertud| BS jeſogt: 3 WM fortgepfun Fuderun St, ja Nit! Eich zeigen 4 ſtaub v) anden! Smd Cop Fine gewin 2 zu en 7 Statt, 1 31 Befr) 2 zeltnollen it M ichen Gy eIhtsvenniing de engliſhe m =(artoffel im tofeln a <= DOME es Samy m ep run We e5)tun EE SEEN . verft dann, EESTI Rennen Ser Anbau der Feldgewächſe. Kartoffeln; 5,1090 auf dieſem Wege erzeugt worden. Es- iſt daher allerdings der Mühe werth, dieſe Verſuche weiter fortzuſetzen, da ſich nicht behaupten läßt, daß bereits das vollkommenſte Product dieſer Art vorhan? den ſey.“ 7 Eben ſo wird in dem 2ten Theile der engliſchen Encyklopädie der Landwirthſchaft von Lou don S. 205 angeführt: daß Herr Knight die Blüthen der aus Samen erzeugten Fruchtkartvffeln mit dem Blumenſtaube anderer, theils frühzeitiger, theils ſpäter Sorten auf die Weiſe befruchtet, auf welche die Viehzüchter durch Kreuzung ihre Viehraſſen verbeſſern, und es iſt ihm ge- lungen, Varietäten zu erziehen, frühzeitiger als die ſpätreifen Svrten, auch größer und- ergiebiger, als irgend eine ihm bekannte Frühkartoffel. Dieſe baute er auf dem Felde, und zog ſie allen andern Sorten. vor, weil ſie ſpäter gelegt, und doch frühzeitiger abgeräumt werden können, In den Schriften und Verhandlungen der ökonomiſchen Ge- ſellſchaft im Königreich Sachſen 19, Lieferung S. 38 wird bey einem Verſuche, Kartoffeln aus Samen zu erziehen, angeführt, daß man die Bemerkung gemacht habe, daß die aus Samet er- zeugten Kartoffeln mehr Anbang haben, wie die gelegten, Ihre vielen grasartigen Wurzeln, den Queen ähnlich, waren oft über eine Elle lang, und. ſchienen den aus Samen erzeugten Pflanzen vorzüglich eigen zu ſeyn. Man fand dieſe Ranken zwar äuch einzeln bey den gelegten Kartoffeln, doch verloren ſich dieſe immer mehr, je länger' ſie ausgelegt wurden, von der Erzeugung aus dem Samen an gerechnet, und man fand ſie bey einigen Stöcken nur noch einige Zoll lang. Die Erzeugung der Kartoffeln aus Samen geſchieht folgender: maßen: Die Samenbeeren, deren eine oft über 300 Samen ent- hält, werden im Herbſt, ſobald als ſie eine weißliche Farbe an- nehmen, ehe ſie vom Froſt getroffen werden, abgenommen, zer: drückt, und der kleine Same, welcher na Befreiung der Schleim? theile zu Boden ſinkt, durch öfteres Waſchen ausgeſchieden: Manche bringen die Samenbeeren auch, um die Samen um ſo leichter von den Schleimtheilen abzuſondern, in Gährung. Der ausgewaſchene Same wird auf Leinwand oder Löſchpapier getro>- net, und bis zum künftigen Frühjahre an einem trocknen Orte aufbewahrt. Man reihet auch die Samenbeeren auf Schnuren; läßt ſie im Zimmer trocken- werden, und zerkleinert ſie im Früh- jahre vor der Saat z allein die mit dem getroc>kneten Schleim um- gebenen Samen gehen ſehr ſchwer auf, indem es lange Zeit ey- fordert, ehe dieſer Schleim durch die Feuchtigkeit erweicht wird. Zur Aufnahme'des Samens wählt man entweder ein kaltes Miſt- eet, vder ein kräftiges im vorhergegangenen Herbſt gedüngtes Gartenbeet, welches vorher gehörig geloc>ert und vom Unkraut gereinigt worden iſt. Man wählt keinen bindigen, ſondern einen mehr lo>ern, trocknen, nicht zu naſſen und der Einwirkung der Sonne gehörig ausgeſezten Boden. Wenn der Boden gehörig äbgetroc>net iſt, und der Winterfroſt heraus iſt, ſo härkt matt den bereits gelockerten Boden mit einem Nechen klar und eben, und ſtreut den Samen ſo darauf, daß die Samenkerne zwey Zoll von einander kommen. Hierauf harkt man den Samen flach ein, und klopft das Beet bey trockner Witterung mit einem Brete zuſammen, Iſt jedoch der Boden noch feucht, und man 15* 365 366 Bau der Feldfrüchte. 5. Abſchn. May. 998) NS17 naſſe Witterung, ſo unterläßt man das Zuklopfen, Es treiben bald kleine Blätterchen hervor, die zwar anfänglich dem Erdfloh ſehr unterworfen ſind, demſelben aber bald entwachſen. Die jungen Pflänzchen ſind ziemlich hart und leiden nicht leicht von einem Nachtfroſte, er müßte denn ſehr ſtark ſeyn. Man hält die aufgegangenen Pflanzen von Unkraut rein, und verdünnt ſie dört, wo ſie zu dicht ſtehen. Man läßt die Pflanzen im erſten Jahre entweder in dem Beete, in welches ſie geſäet worden wa- xen, vder man verpflanzt ſie dann, wenn ſie etwa die Höhe von 5 Zoll erreicht haben, in andere. gut zubereitete. und gedüngte Beete, etwas tiefer, als ſie geſtanden haben, in einer Entfernung von 1 Fuß oder ſo weit von einander, als. die Kartoffeln auf dem Felde gelegt werden. Man muß die Pflanzen, um den feinen Wurzeln nicht zu ſchaden, ſorgfältig herausheben, und ſie etwas feſt pflanzen. Die in den Gartenbeeten erzogenen Pflanzen wird man im Juny, die in Miſtbeeten erzogenen dagegen ſchon im May verpflanzen können. Im Herbſt nimmt man die an den Wurzelfaſern angeſeßten Knollen heraus, und verwahrt ſie bis zum Legen im künftigen Frühjahre an einem vor Froſt geſchübten Orte. Gewöhnlich erreichen die Knollen im erſten Jahre nur eine geringe Größe, und nur die in Miſtbeeten erzogenen, und in ein ſehr kräftiges Land veryflanzten Pflanzen geben Knollen von der Größe der Mittelkartoffeln, die aber noch wäßrig und. ſchlif- fig ſind. Die im erſten Jahre erzeugten Knollen werden im zweyten Jahre gleich den andern Kartoffeln ins Feld gelegt, und ie geben dann ſchon einen ſehr anſehnlichen Ertrag; allein erſt im dritten Jahre erlangen ſie ihre Vollkommenheit. Die auf dieſe Weiſe“ erzeugten Knollen muß man bis zum dritten Jahre ſorgfältig ſortiren, weil ſich viele darunter befinden, die inwene- dig rothe Ringe haben, und beym Kochen ſchwarz und ekelhaft werden. Man kann dieß ihnen ſchon äußerlich anſehen, und man lernt ſie bald unterſcheiden, wenn: man einige aufſchneidet und andere damit vergleicht.; Fortpflanzung mittelſt gezogener Pflanzen, Im Weſentlichſten wird in Putſche und Bertuchs Mo- nographie der Kartoffeln S. 64, und 65. über dieſe Fortpflane zunggart Folgendes geſagt: Man pflanzt ſeinen kleinen Vorrath von Samenkartoffeln, die man in zwey oder mehr Theile zer: ſchneidet, gleich an den Ort, wo ſie ſtehen ſollen, nachdem das Land durch zweymaliges Pflügen und Düngen gehörig vorberei- tet worden iſt; doch muß ſolches zu Ende April, oder Anfangs May geſchehen. Nach 6 bis 8 Wochen werden die Kartoſſeln ihre Keime getrieben haben und ſtänkmige Pflanzen liefern. Von dieſen ziehet man von jedem Sate, nachdem er ſtark oder ſchwach iſt, 2 bis 3 Pflanzen behutſam aus, und ſetzt ſolche; gleich den Runkelrüben, mit dem Pfluge auf ein gehörig zube- reitetes und gedüngtes Land. Das Pflanzen geſchieht ſv, daß die Pflanzen ganz ſchräg! in die Erde gelegt, ihre Wurzeln feſt eingedrückt und Alles ſo mit Erde bede>t wird, daß die grünen Blätter der Pflanze nur höchſtens 3 bis 4 Zoll hoch Über der Erde hervorſtehen, Dieſe hervorſtehenden grünen Pſlan- zen müſſen aber auch eine von der andern eben- ſo entfernt ſeyn, wie jede bepflanzte Reihe von' der andern, ſo daß, wenn die Rei- | ein gulä1; 191! | Shmi Mm! KHREÄN KRENN aw (m DS 4" EEN; 01. SN, 60/8 9 NE MI MH 1"he NTM SAU. (zt nv einant9 3! TELE fie m EI Muttis fe zur Ju: gu ſie al pf fü 3(lilo von Murs iu 0 dazu ZE per ſhaft 19 je fem folges/ 1 ſr! ſin,("ZU M (uß zu M9 pt NOVE NG wh o: XN zu, Mi m man(80 m ME hel Gepfaluhe ,d ſaft 18m ven ſchmactghy und (4819001)(E6BUO Zeit b'KAl) eh ve ah Verſehhinn tf Fertig! dr ; NEN, wit VES Ahne Dr WD wi vs, "yn 1 Niunp ftii Veden| großes Bi NS. VE Seller 1 1884 we, Be in. 8 Sie EE GIB ngen Ie eu SI IS Ri PE May, Anbau der Feldgewächſe, Kartoffeln, 367 3 Zuflopfen,(229) ; anfänglich) hen eine Enkfernung von 2 Fuß 6 Zoll haben, die Pflanzen bald entwi; ſelbſt eben ſo weit von einander ſeyn müſſen, Dieß iſt nothig, den nicht) um ſie leichter behacken und häufeln zu können, und das ſart ſeyn,) Schräge, faſt Liegende der Pflanzen, um mehr Stöcke zu gewin= „NW, und verb nen. Wer hingegen glaubt, ſeinen zuerſt ausgepflanzten und im Vflanzen im boffnungsvollſten Wuchſe ſtehenden Kartoffeln durch das Aus- >[aet worde, ziehen der Pflanzen Schaden zu thun, der kann ſich dieſelben va die höh auf einem eignen: Veete nach Lentins Vorſchrift ziehen. Man Sie, und geh legt nämlich die in zwey Theile geſchnittenen Kartogeln auf> - einer Eyify ein gut gedüingtes und bearbeitetes Land, und zwar ſo, daß die »mtofeln m Schnittſeite an den Boden, und die Stücke ſelbſt ganz nahe an 5(m den; einander gelegt werden, und bedeckt ſie mit Erde. Sobald die 21, und für Pflanzen eine Höhe von 4 bis 6 Zoll erreicht haben, hebt man zu Vany fie mittelſt des Grabſcheites vorſichtig aus, trennt ſie von dex Eagegen ſh Mutterkartoffek, die, weil ſie noch friſch und unverdorben iſt, noch iman dem Zur Fütterung des Viehes verwendet werden kann, und pflanzt verwahn j; fe auf das für ſie beſtimmte, gut zubereitete Land in Reihen, 5 Froſt geſhh zZ Ellen weit von einander. Bey dieſem Verfahren müſſen die ag 7 Fahre 11: Wurzeln mit möglichſter Vorſicht geſchont und deßhalb die Löcher 7 ozenen, 1 dazu tief und weit genug gemacht werden. Kann man dieſes Ge- ien Stoll ſchäft kurz vor einem Regen vornehmen, ſo iſt man des guten Erz pSrig und: folges um ſo mehr verſichert ſollte aber trockne Witterung einfal2 Sen wein(en, ſv würde man das Bekleiben der Pflanzen durch einen An= Field gele! güß zu vefördern fuchen müſſen. Dur das Verſetzen der jungen p 103; alle Pin treibt die Wurzel mehrere neue Fantken, und an jedem EB nheit, Y derſelben bildet ſich eine große Knolle, und dieſe haben den Vor- zug» daß ſie alle zu gleicher Zeit reif werden. Die Erndte, die 2.0: em dim man auf dieſem Wege erhält, iſt daher ſehr beträchtlich, Even, Nie Die Vortheile dieſer Fortpfianzungsart ſind: Erſparung von Dum“ Seßtartoffeln, die man zu anderweitigem Behuf in der Wirth. Afehen, m ſchaft verwenden kann z daß dieſe Früchte größer, vollkommener, Eſc+Fehmackhafter und. nahrhafter werden, als auf gewöhnliche Weiſe erzeugte 3 und daß mati bey einem ſpäten Frühjahre um ſo mehr Zeit behält, den Boden zu den Kartoffeln vorzubereiten, und alſo SV Lann die andere Frühjahrsſaat um ſo eher einbringen kann, indem das Wi Verfeten nicht früher, als im Juny erfolgen kann, leſe Ju) gfleinen Zu Fortpflanzung durch das Abſchneiden der Zweige, „ehr Thal Um den Stöcken nicht durch das'Ausziehen der Stängel Te, Nan mit den Wurzeln zu ſchaden, hat man das Fortpflanzen durch a ehdrig vu Abſchneiden der Zweige, ehe die Stö>e zu blühen anfangen, „ oder Inv) verſucht. Das Verfahren beym Verpflanzen der Zweige kommt gd anm! mit der vorher beſchriebenen Methode gänzlich überein, nur iſt gn liefen dazu darauf folgende feuchte Witterung, oder das Angießen dex 3) ſtart Pflanzen unentbehrlich. Dieſe nur im bindigern und feuchtern und ſeht[00 Boden zu empfehlende Fortpflanzungsart hat zeither noch kein =1 gehöng 1% großes Glü& gemacht. ſchieht 10, 7" "ime Buy! Fortpflanzung dur< Keime. > wit), dj 1- Wenn man die gegen das Frühjahr, beſonders in warmen :g 4 Zu Kellern ausgetriebenen Keime, die in mehrere Glieder getheilt . gfüne ur ſind, in kleinere Stücken zerſchneidet. und in einen lvc>ern Boden entfernt I) legt, ſo treiben dieſe ebenfalls Stängel und ſeten Wurzelknollen wenn die 00 an. Man kann aber auch alle kleinern Keime, wenn ſie nur FZ IETI HET 1 TITRE" SEELE SSE SS ENEN ESE INES SSS ESE SSE SS SSS RR TTK RTTRTKKKHK H WW RE I emunen ohnehin und gehen verloren, Fortpflanzung mittelſt der Schalen, Man ſchneidet von der Kartoffel die Schale einen Meſſer: rücken di> ab, zerſchneidet die Schale in mehrere mit Augen verſehene Stü>ke, und legt dieſe gleich den ganzen Knollen in gut zubereitetes Land, ieſe in Zeiten der Theuerung häufig angewendete und in dieſem Falle auch zu empfehlende Methode ' Hat mitunter einen ſehr anſehnlichen Ertrag gegeben; wo man ſie aber nur immer angewendet hat, iſt man, wenn es die Noth nicht erfordert, wieder davon abgegangen, indem, im Ganzen genommen, die Erndte beträchtlich geringer war, als von gan: zen vder in Stücke zerſchnittenen Knollen, Fortpflanzung durc die ausgeſto= ver Faris| WI WEH! Dr Ww wS| | Er den vai . 76 84 ens pal Statt H Geſchm Fea tofel, dd ſchneida Einige BW | Mey, Anbau der Feldgewächſe« Kartoſſjeln. 369 WREN| 4;;(234) h vffans| gänz oder zerſchnitten gelegt würden, einen größern Ertrag ge- tig(04, währten, als ändere Kartoffeln.: KN Ueber das Fortpflanzen der Kartoffeln durch die, Augen 1199 ſn wird ebendaſelbſt S. 83 geſagt: daß die geringe ,' dem ausge- 1 ven m ſtochenen Auge anhängende Kartoſffelmaſſe in trocknen. Boden ſich zu ſchnell verzehrte, und die Keimkraft des Auges nicht e, eine wohl dreymal dichtere Den eine)! Auslage, als bey den Köpfen, welche kräftige, mit vielen Stän- Ter Größ geln oder Schößlingen verſehene Stöcke treiben, nothwendig. I Rand ſch Der Ertrag habe ſich immer, und oft ſehr ſtarf zum Nachtheirl B inen hö) der Augen erwieſen. Anders könne ſich dieß verhalten, wo ein er Größ! humusreicherer Boden und ein milderes Clima die Vegetation SE mehren mehr unterſtüße, als dieß bey ihm der Fall ſey. S Ommen, 1 j 3 194) Die Fortpflanzung durc ſogenannte Brütkarxr- hr anſch, FNugen vt In einer kleinen Schrift:„Uneigennütige Mittheilung einer En tägglig) beym Kartoſſelvau gemachten neuen Entdeckung von TCT eben. Altona, 1828“ wird angeführt, daß Kartoſſeln, von der ſoge- Be aroß Sfrtrag zu nannten größen engliſchen oder Gibraltaer Sorte, welche keine Samenbeeren trägt, wenn ſie im Winter in Bergen oder Mie- < 10 vo mh 118:( E tm ten aufbewahrt werden, durch die ſich entwickelnde Warme, in =) Vorthil allen kleinen Zwiſchenräumen kleine junge Kartoffeln erzeugen, ren welche eine ſehr. unregelmäßige; e>ige Form und Geſtalt haven, F: Geſellſch und ungeachtet ihrer größern Weichheit und Wäßrigkeit doch mit großem Vortheil zum Auspflanzen und zur Vermehrung & als Eri)!;:: ; 1pfohiin der Kartoffeln gebraucht werden können, indem ſolche nicht nur || einen weit größern Ertrag, ſondern auch weit größere Kartoffeln, 26 als die in Stücken ausgelegten geben, jm und Fortpflanzung durch die Köpfe der Kartoffeln. 16"' In den bereits mehrerwähnten Schriften und Verhandlun- Od“ en"der ökonomiſchen Geſellſchaft im Königreich Sachſen wird Pär ge S. 76 und folgend angeführt, daß in mehrern Gegenden Sach- Ieh, vs ſens die Fortpflanzung der Kartoffeln durch Küppen oder Köpfe 10077 00 Statt findet. Einige verſtehen unter Kuppe oder Kopf einen ab- ſlicen&! geſchnittenen mit gehörigem Fleiſch verſehenen Theil der Kaxr- LUHE toſſel, der mehrere Augen enthält, welcher gelegt wird. Man In, MW 3 ſchneidet von jeder Kartoffel nur einen ſolchen Theil ab, und vie aus dn Einige balten den mit weißen Augen verſehenen für den beſten nächſten ne CE EE HES LAG Wem 2 ESCHE= 4 SE Lunar WRE NE enen DESERT 370 Bau dev Feldfrüchte. 5. Abſchn, May. (232) zur Fortpflanzung, andere dagegen ſind dex Meinung“, daß dex Theil, welcher die wenigſten Augen enthalte, der beſſere zur Fortpflanzung ſey. Andere nennen denjenigen Theil der Kar- ivffel, welcher dem Wurzelende entgegengeſezt ſtehe, wo die gröpte Menge der kräftigſten Augen dicht beyſammenſiten 5:2 DEN Kopf, ſchneiden dieſen ab und verwenden den Übrigen Theil der Kartoffel, welcher 2 oder 3 ausmache, zur Fütterung. Dieſe Köpfe der Kartoffeln gewähren nach übereinftimmenden Nach- richten einen ſehr ſichern und reichlichen Ertrag der Kartoffeln, und die Erſparnit an Kartoffelmaſſe, welche zur Fütterung oder anderem Behuf verwendet werden kann, iſt nicht unbeträchtlich, Fortpflanzung dur< die Wurzelknynollen, „In den Wurzelknollen iſt das Fortpflanzungsvermögen unz reitig im concentrirteſten Zuſtande anzutreffen." Deßhalb iſt die Fortpflanzung durch die Wurzelknollen auch unſtreitig die den Iufäallen am wenigſten unterworfene und ſicherſte. Sie iſt auch die älteſte, die leichteſte und die kürzeſte Fortpflanzungsaxt, Ob man die größten/ mittlern. oder kleinern Knollen wahlen, und die großen oder mittlern zerſchnitten oder ganz legen ſoll, darüber. ſind. die Landwirthe noch nicht einig. Betrachtet man dieſen Gegenſtand aus dem naturgemäßen Geſichtspuncte, ſo würde ſich Folgendes ergeben. Unter den Knollen ſind diejeni- gen, welche am größten geworden ſind, unſtreitig die am voll- kommenſten ausgebildeten, und ſie: haben daher auch die kräf= tHgſten Keime, welche kräftige Pflanzen treiben„- die ſich mit ihren Wurzeln in der Erde gehörig ausvreiten, und viele Wurzel- Enollen anſeen können. Kräftige Pflanzen bilden ſich auch frü- ber aus, als ſchwächliche, und ſeben daher die Wurzelknollen früher an, und können dieſe zu einer beträchtlichen Größe treiben, Minder vollkommen, jedoch nod) mit kräftigen Keimen verſehen, jind die Mittelkartoffeln. Die kleinen Kartoffeln ſind dagegen der Nachwuchs, und haben eben ſo, wie bey dem Getreide die Samen bey den ſpäter kommenden Pflanzen,'nur ene geringe Keimkraft, und treiben daher ſchwächliche, mit ihren Wurzeln ſich weniger ausbreitende, und weniger Wurzelknollen anſetzende Pflanzen. Da auch die ſt, oder ver: trv>net. Es ſind daher die untern Keime der Kartoffel beym Legen ganzer Knollen ganz nußlos, und auch auf der obern Seite dürfen deren nicht mehr. vorhanden ſeyn, als Nahrung und Feuchtigkeit im Boden vorfinden, um gehörig auftreiben zu können. Daß die Kartoffeln zum kräftigen Treiben der Keime leicht auflöSlicher Nahrung und Feuchtigkeit in genugſamer Maaße bedürfen, gehet daraus hervor, daß ben feuchter Witterung im Allgemeinen mehr Augen ausſchlagen, als bey trockner, und daß in einem kräftigen Boden von den“ vorhandenen Augen mehrere und kräftigere Keime treiben, als unter übrigens glei- ner, mithin kräftiger find, ſich auszubreiten. Icun behaupten zwar Viele, daß die Kartoffelkeime ihre erſte und hHauptſächlichſte Nahrung aus dem Fleiſche der Mutterkare- tofjein ziehen, und um ſo kräftiger werden, je. mehr ſie von dem Körper der Kartoffel vorfinden. Daß dieſe Meinung nicht vhne Grund iſt, hat die Erfahrung. beſonders bey dem Fortpflan- zen der Kartoffeln durch die Schale oder die bloßen Augen erwieſen, die um ſo beſſer und ſichrer fortkommen, wenn ſie eine verhältnißmäßige Maſſe von dem Fleiſch der Kartoffeln-be- halten; allein gewiß ift es, daß dieſer nothwendige Antheil von Sleiſch der Kartoffeln weit weniger beträgt, als die ganze Knolle von demſelben enthält, Dieß geht nicht nuw daraus hervor, daß der Ertrag von einzelnen, mit wenig Fleiſch verſehenen Augen und Schalen, im Berhältniſſe dieſes Fleiſches, gegen das der ganzen Knolle, gewöhnlich beträchtlicher iſt; ſondern man wird auch finden, daß in dem mehr bindigen Boden, bey mehr trock- ner Witterung, die Samenkartoffel jich noch ziemlich. unverſehrt zeigt, wenn ſie auch bereits eine Menge Knollen angeſcht haben, die einen. ſehr reichlichen Ertrag geben. Ja man findet unter dieſen Umſtänden ſelbſt bey der Erndte, unter Stöcken, welche eine ſehr große Augbeute an Knollen geben, nicht ſelten-die MutterkartoFeln noch ſo wenig angegriffen,«daß ſie auch noch zu Biebfutter tauglich ſind. I< babe in Oberſchleſien, jo wie in der Umgegend von Dres8den, wo man gewöhnlich unzerſchnits EE Er EISEL EF: eln mee enen Eutemidiin mmm Ammann mu mun m uren IEZ LIE menen mem rennen mr 5 372 Bat der Feldfrüchte, 5. Abſhn. May. 934 R I IEE EE legt, in tro>nen Jahren dieſe Beobach- tung vfters gemacht. Burger ſagt in dieſer Beziehung in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft Theil 2. S. 134, Folgendes: ,,Zerſchneidet man jede Knolle in 4 Stü>e und legt ein ſolche8 Stück, das 2 vder 3 Augen haben wird, auf 6 Zoll Entfernung in der Linie; ſo fFommt man mit der Hälfte der Saat aus, ohne dadurch im Ertrage verkürzt zu werden, was durch tauſendfältige Verſuche erwieſen iſt. Der Einwurf, daß dieſe widernatürliche Zerthei- lung dem Gedeihen der Kartoffeln unmöglich zuträglich ſeyn Xönn&, iſt aprioriſch betrachtet ſehr einſeitig; denngwir ſäen ja nuch nicht die ganzen Aepfel und Birnen aus, und pflanzen wir nicht Bäume durch das Oculiren fort? und in der Erfah- rung zeigt ſich der Ungrund erſt vollfommen.“ Es iſt alſo mit Beſtimmtheit anzunehmen, daß das Zer- ſchneiden der Kartoffeln den Ertrag derſelben durchaus nicht beeinträchtiget, und in dieſem Falle wäre es ſehr unwirthſchaft: lich, eine große Maſſe nahrungsfähiger Subſtanz aufzuopfern, die weiter keinen Nutzen gewährt, als daß ſie ſich nach ihrer erſezung in pflanzennährende Materie verwandelt, die jedoch 155 der Verfütterung durch die Animaliſation des Miſtes noch vermehrt worden wäre, Den vielfältigſten Erfahrungen nach geben die mit mehrern Augen verſehenen, von großen Kartoffeln abgeſchnittenen Stücke, nach dem anerkannten Grundſatze, daß die größten Kartoffeln zur Ausſaat die beſten ſeyen, einen größern und ſichrern Erirag, als die von kleinern Kartoffeln abgeſchnittenen, wenn auch eben ſo großen Stücke. Man wird daher ohne Nachtheil zu haben, die großen Kartoffeln in mehrere Stücke trennen, die mittlern Kaxtoffeln aber nur in zwey Stücke zerſchneiden können.- Beym Zerſchneiden der großen Kartoffeln hat man darauf zu achten, daß das Fleiſchende nicht keilförmig ſey, weil ſonſt bey dem Legen derſelben die Augen in einer ſchrägen Nichtung oder wohl unterwärts kommen, wodurch ihr Keimen erſchwert wird, oder ſie wohl zar ganz erſticken. Um dieſes zu vermeiden, muß man Kartoffelſtücke an den Fleiſchenden gleich ſchneiden, ſo. daß ſie beym Legen eine ſolche Richtung bekommen, das die Augen oberwärts ſtehen. Das Zerſchneiden. der Kartoffeln muß mit einem ſcharfen Meſſer erfolgen, weil der glatte Schnitt weniger leicht Fäulniß veruyſacht, als der mit einem ſtumpfen Meſſer geriſſene, Auch hat man darauf zu achten, daß jedes Kartof«s felſtück 3 bis 4 gute Augen behalte. Man muß übrigens ſchon während der Zeit der Kartoffelconſumtion in der mehr wärmern Periode um das Frühjahr darauf Bedacht nehmen, nicht nur die ſchönſten Knollen zum Samen zu wählen, ſondern aud) Überhaupt von den Knollen nur- diejenigen Theile abſchneiden, welche die kräftigſten Augen haben. Die abgeſchnittenen Stücke bewahrt man in einem guten Keller bis zur Legezeit ſorgfältig. Vor dem Legen bringt man die Samenkartoffeln einige Tage an die Luft, damit ſie ein wenig abtrocknen und eine Art von neuer EE bekommen, welche ſie vor der Fäulniß in der Erde im Freyen nicht mehr cultivirt wird, einige Mal Kartoffeln mit dem beſten Exe: folg gebaut.: Das Legen der Wurzelknoltken. Die Kartoffeln lieben es, in einen friſch geloFerten Boden Bean zu werden. Man giebt daher-beſonders in dem mehr indtgen Boden die. lette Bearbeitungsfurche gern unmittelbar vor der Saat. Beym Legen ſelbſt wählt man in dem mehr bin- digen Boden trockne Witterung, weil die Kartoffeln das Ein- ſchmieren nicht vertragen.| -„Die Kartoffeln, werden ſowohl mit Handwerkzeugen, als mit Geſpannwerkzeugen, auf ſehr verſchiedene Weife gele3t. Das Le- gen mit den Handwerkzeugen paßt mehr für kleine Wirthſchaften bey einem Anbau der Kartoffeln im Kleinen, da es beträchtlich mehr Arbeit verurſacht; das Legen mit Geſpannwerkzeugen yaßt dagegen in größern Wirthſchaften bey einem au8sgedehnten, Karz toſſeibau, indem die Arbeit dabey beträchtlich leichter und ſchnel- ler von Statten geht, Wenn Burger in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft Band 2, S. 134 ſagt: daß man beym Legen der Kartoffeln häufig mehr Zeit und Mühe verwendet, als noth- weudig iſt: ſo müſſen wir, da wir die verſchiedenen, mitunter ſom wr 7 WE Vers 4 Daly nd geän) hach Amy en fe! NUN ficht US! Erde(fh artofid 1 tan“2 Erde 16 1 eh:[! is om 9 An N It 110000 9Y 6 mpu) WANN 7 Ou 1 je Due [1100 1778 zur Hand ſtehen.“ “Sch werz ſagt hierüber in ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ackerbau Bd. 2. S. 628:„Außer dem Pflüger ſind dabey 6 Ein2' leger, oder bey 2 Pflügen 12 Einleger erforderlich. Man belegt eine Furche über die andere, oder jede dritte, im Fall die Schnitte ſchmal ſind. Weiter als' 2 Fuß dürfen die Reihen nicht von einander obſtehen, weil ſie ſich ſonſt nicht völlig mit den GeſpannwerkzEugen häufeln laſſen. Unter ſich läßt man die Kar- toffeln im Verhältniß zur Größe des Sgaatguts oder ihrer Be- laubung auf 6 bis 12 bis 18 Zoll von einander folgen. Auf dürrem Boden thut man am beſten, die Kärtoffeln in den Win- kel zu legen, den die Sohle der Furche mit ihrer ſenkrechten Wand bildet 3; auf ſchwerem oder feuchtem Boden würde dieſes Anlegen auf die feſte Sohle in naſſen Jahren Nachtheil zuzie- hen. Man bringt daher die Setlinge auf die entgegengeſetzte Seite, und drückt ſie ein Paar Zoll über die Sohle in den auf- geworfenen Schnitt. Dadurch kommen ſie in den aufgelockerten Grund zu liegen, und können von dem vorſchreitenden Geſpanne nicht aus ihrer Lage verrückt werden. Wäre man genöthigt, die Kartoffeln auf einen der Näſſe unterworfenen Boden zu brin- gen: ſo muß man ſie ſo boch, als möglich, alſo obenauf, und hehe 1/8! nicht in n geld[em wie fit haben. j en! - 0 DZ Guy!„"S et"M , wo y| ntgegert) Statt,„BU| Gammhgy:| | hen gel)! ofelreit m; Kamm| Gleit,? yy) 0 | fettſcha My! cin (6(inh| | Diete) 83| Fi ſber vw: (3 100; (aht, 195 MIND die Sofey fertig daha! ſehr umßhy): | Dif? heil, fh eit] 1] Jur 0,68 12199 iu| m, Na uh vit 1 m reine eihen| Ip der JE (ache 119» N Steg ENE Che| fan, vd Toffen bias „3 migen Dffelroih Mos Werden D nicht zu ej Y y Welt is 9 Welter iy D "May, TEjeURe mit beiden) ? Shy geln D bſchaft Yyy) er Furch nigen iht Twerden'5 4 Eeltellt, 1) Ihnen beit 2, Dm B Furche dh Zeger miſſy! m er ange 2 an der Gy 5:, und dis ZD iſt wichty » den Gilt! Bd ſie blik 3 Pferd! Envird, Ener die 5 vem vu My anden 1 Dieſer W Es ſte Fur! zuſchreiit! ZI vermied) dN flüge un >) Quad! SS uf ab Enzum aun 1d dabey6! ).. Mw Ee mu gie Reih! E| volli) mit! S| mand = oder Ihn; gt fol! dan in de „ter ſenf „in würde! griachheil entgegen Sy(6 iM Dns “ aufgelow! „nden 0 y genöthig) „oden zu“ » obenauf," EE: nn FEE M in M BES mm diE inen dd 5 2 ed int ewz emi dH A dtn ür SaÄ R Ai 0 SIS SS SE SSS Anbau der Feldzewächſe. Kartoffeln. 377 239 nicht in den Boden zu pflanzen ſuchen. Zu dem Ende Ee- Feld fertig gepflügt, und die Sepkartoffeln reihenweis angelegt, wie ſie jeder zweyte Schnitt vezeichnet, ohne vorher geeggt zu haben. Sollten ſich aber die Schnitte nicht deutlich genug zei- en:' ſo wird vorläufig abgeeggt, leicht gewalzt, und das Feld DD Länge nach mit einem Furchenzieher überfahren, deſſen Füße oder Stiele 1 Fuß Entfernung haben. Mean belegt nün- mehr die bezeichneten Rillen, eine über. die andere, und durch- fährt die nicht belegten unmittelbar darauf mit dem Häufelpflu- ge, wodurch! die SetzfartoFeln Überdeekt werden» Gerade das entgegengeſetzte Verfahren hat in Flatidern auf tro>knem Boden Statt."Das Land wird vorläufig auf Hohlfuhren, ganz ſchmale Kämme, gepflügt, und die Kartoffeln in die offen ſtehenden Fure- ert den Boden von neuem auf. Das Legen ins Gevierte hinter dem Pfluge hat den Vor? theil, daß man die Kartoffeln auf breiten Stücken nach allen Seiten bin behäufeln kann. Es hat aber auch Nachtbeile. Burger ſägt in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft Band 2. S. 135: daßtz Diejenigen, welche die Kartoffeln ins Gevierte le: gen, nächſt ver mehrern Arbeit, die ihnen das Legen verurſacht, auch vielen Raum am Acer verlieren, und ihn weniger leicht iin reinen Zuſtande erhalien, als die, die Kartoffeln in langen Reihen bauen.= Td) habe mehrſeitig gefunden, daß beym Lex gen der Kartoffeln ins Quadrat die Erndte von einer gleichen Fläche unter gleichen Umſtänden nicht größer war, als wenn die Kartoffeln nur in Reihen ohne Beachtung der Quadrate ge- legt waren. Legen mit dem Haken. Eben ſo gebräuchlich und wenigſtens in Sachſen noch häu- figer, als das Legen hinter dem Pfliuge, iſt das Legen der Kar- toſſeln hinter dem Haken, Man zieht auf dem eben geeggten Acter mit einem Haken in dem Abſtande, in welchem die Kar- toffelreihen ſiehen ſollen, und in der Tiefe, in welcher ſie gelegt werden ſollen, Ninnen, wobeTman beobachtet, daß die Rinnen nicht zu breit, ſondern mehr ſchmal werden. Man bedient ſich hierzu eines gewöhnlichen Ruhrhafens, veſſen Ohren nicht zu weit abſtehen, oder des Kartoſfelbehäufelhakens mit enger oderx weiter zu ſtellenden Streichbretern. In dieſe Rinnen legt man ieder gi erin I DENE ne ea nn äl Zerti nme 4 WWE N-X 25 PI M E 3 >; b; 2 MT GWT EIE TGRED 378 Bau der'Feldfrüchke. 5. Abſchn. May. 240) gie Setkartoffeln, und bede>kt ſie durch das Spalten der ſtehete gelaſſenen Kämme mit dem gewöhnlichen Haken, dem man keit Vordergeſtell giebt, oder mit dem Behäufelhaken, von dem man das vordere Rad. mmmt, und deſſen Streichbreter man ſo weit ſtellt, daß ſie erforderlich weit ausſtreichen, um die Kartoffeln gehörig mit Erde zu bedecken. Das Verfahren, welches man dabey beobachtet, iſt folgendes: Man zieht mit einem Geſpann verſt eine Anzahl ſolcher Rinnen. Sind dieſe gezogen, ſo fül: iin die Leger ihre Körbe oder Tücher mit den Legekartoffeln, jeder nimmt eime Rinne ein, und legt in dieſe die"Kartoffeln: Hie Legekartoffeln ſind an beiden Enden des Gewendes abgela: den, tamit das Aufnehmen um ſo ſchneller erfolgen kann. Iſt das Gewende lang und ſchmal, ſo ladet man auch noch von der Seite deſſelben Kartoffeln ab, und ſtellt in jede Rinne 2 Ein« leger an, von denen jeder die Hälfte derſeiben beſorgt. Ein weytes Geſpann, welches die Samenkartoffeln aufs Feld ge- racht und inzwiſchen abgeladen hat, wenn die Leger einmal durchs Gewende durch ſind, folgt nun mit dem Behäufelhafen, und bedeckt die KartoFeln mit Erde, In Sachſen ſind dit. mei- ſten Landwirthe der Meinung, daß dieſe Art des Legens 8 beſte and ſchnellſte fey. In einem Boden mit einer ſeichten Krume iſt das in meh- reren Gegenden Sachſens- übliche Berfahren, die Kartoffeln zu legen, zu empfehlen.- Es wird hierüber in der 19. Lieferung der Schriften und Verhändlungen der vkonomiſchen Geſellſchaft im Königreich Sachſen S. 88 geſagt: daß man in einem ſeichten Boden mit dem Haken Legefurchen zieht, die gelegten Kartoffeln aber mit dem VPfiuge überde>Xt, indem man die Hälfte der Ruhr- kämme gegen einander acert, ſo daß die Pflugfürchen einander Überſchlagen. Man thut dieß ſowohl aus dem Grunde, um mehr fruchtbaren Boden über die Kartoffeln zu häufen, als auch hauptſächlich deßhalb, weil bey dem Spalten der Kämme mit dem Muhrbaken, da daſſelbe, der ſeichten Krume wegen, nicht tief ex- folgen kann, die Bedeckung der Kartoffeln nicht ſo vollkommen erfolgen würde, als dieß bey dem, die Furche weiter abſtreichen- den und überſchlagenden Pfluge geſchieht.: Man mag nun die Kartoffeln legen, auf welche Weiſe man will, ſv muß man dafür ſorgen, daß bey"zerſchnittenen die Au- gen und bey unzerſchnittenen derjenige Theil, welcher die kräf- tigſten Augen hat, ſtets nach oben gerichtet ſind, und in dieſer Lage die Bedeckung mit Erde erhalten, weil ſie dann am leich- teſten und kräftigſten keimen. Legt man ſie hinter dem Pflug, odder hinter dem Haken, ſo muß man darauf achten, daß jeder Leger die Legekartoffeln etwas in den Boden eindrückt, damit ſie in der gegebenen Lage verbleiben. Tiefe des Legens, Wie tief die Legokartoffeln in den Boden kommen ſollen, „richtet ſich nach der Tiefe der Akerkrume, und nach Beſchaffen- heit des Bodens, Geſtottet es':b-2 A&Xerkrume, ſv muß man ſie in dep leichten, trocknen, warmen Boden tiefer, in den mehr feuchten, bindigen, kalten Boden flacher legen, weil in dieſer Lage die Pflanzen von der Frühlingswärme früher hervorgeloc>t werden, Unter allen Umſtänden muß man die Kartoffeln wenig: Z ſens 5 ihnen W|, ſien) WBl fell„?; lon ain 11108 fiefeit 10) 1 nöthige 020 | fe vaſen| NN anden| Hefereglan| ficht(983, nachti ſchein Imm), kann 0 Wu Rage, MED| bon dim 120 leicht(Mw! (M1 0. VW18 Berliner Scheffel aufzubewahren. Was von dieſen zur Saat aufbewahrten Kartoffeln, von denen man nur die beſten nimmt, nicht darauf gebt, bleibt immer als Viehe futter unverdorben.: Handelsgewächſe, Gewebepflanzen. Der Lein oder Fla 174000000 Fd genom, [ein betnit Zu 1 Die Gat ES(en On! 18] gebraut! En gewin EE werben je die Gat! tz; Als CD 5 dehnt Fomint, vehſchaft M M7 brau Sn gebaut! Zounit vn 450g thut| = ezum Ww 5. ur der a -h 2 verſch <| ei, un) y La SIRI dE ESSEN IEEE EEE EEEEEEEEIEEEIEN Anbau: der Feldzewächſe. Lein. 381 (243) "Der Klang- vder Sprinzglein hat kürzere und äſtigere Stängel, größere Blätter, Blumen und Samenkapſeln, als der Dreſchlein, Seine Benennung rührt daher, weil die Samenkap- ſeln, wenn ſie reif ſind,„in der Sonne getrocknet mit einem Klange oder Kniſtern von ſelbſt aufſpringen, Er giebt zwar einen kürzern, aber feinern, weißern und weirhern Flachs, als der Dreſch- lein, trägt auch mehr und hellere Samen, welche: eher reif werden, aber leicht auf dem Felde ausfallen, wodurch oft ein großer Ver- luſt entſteht, Er verträgt auch keine ſehr frühe Einſaat und wird in manchen Gegenden Spätlein gehannt. „Der Dreſch- oder“Sch ließlein; deſſen Samen ausge- dröſchen werden muß, hat höhere und nicht ſo äſtige Stängel, und giebt einen längern, grünlichen Flachs, deſſen Faſern nicht ſo fein und weich ſind. Die Blüthen ſind dunkelblauer, und die Samen mehr bräunlich. Er verträgt eine frühere Einſaat. Man bält ihn allgemein zum Anbau für vortheilhafter, als den er- ſtern, und: er wird auch in Deutſchland nicht nur viel häufiger gebaut, als jener, ſondern es wird auch von ihm,"bey einer gehörigen Behandlung, das beſte Product gewvnnen,' I< habe mit dem Anbau beider Arten. zwey Verſuche in zwey auf einander folgenden Jahren gemacht. Der Same des Springleins war dreyjährig, was vortheilhafter iſt, und voll- kommner, der des Schließleins nur zweyjährig und weniger voll- kommmner. Im erſten Jahre wurden beide Sorten nach der Mitte des Mays auf daſſelbe Stü in gleicher Quantität neben einan=z der geſäet, Beide Sorten gingen gleichmäßig auf, doch blühte der Springlein um 8 Tage früher, die Blüthen kamen aber nicht auf einmal, ſondern an den Spitzen früher, an den Seiten ſpä= ter, ſv daß beide Arten faſt zugleich abgeblüht hatten. Von beiden Sorten wurde: eine gleiche Fläche zu"Samen gelaſſen. Der ändere Theil wurde vor vollendeter Samenreife gerauft, der Springlein, weil ſich ſchon mehrere reife Samen zeigten, 8 Tage früher, Der Springlein war um 4 Zoll kürzer, und hatte am untern Theile des Stängels mehr Aeſte, Der Springlein vollendete im Thau bey troFXener Witterung die Röſte um 4 Tage ſchneller, als bey einer etwas feuchtern Witterung der Schließ- lein. Bey der Waſſerröſte unter Dach und Fach, bey einem gleichmäßigen Einlegen in zwey verſchiedene Bottiche, mußte der Schließlein 36 Stunden länger liegen. Bey der nachherigen Bearbeitung des Flachſes, gab der Springlein um" ein Drittel weniger Baſt, und unter dieſen faſt um die Hälfte mehr Werg, als der Schließlein. In der Feinheit des Baſtes war zwiſchen beiden Sorten kein Unterſchied bemerklich, nur eine größere Weichheit und ein ſeidenartigeres Anſehen hatte das vom Spring: lein, und die Spinnerinnen erklärten ſich beym Spinnen für dieſen. Das Garn vom Springlein bleichte etwas früher und befam ein weißeres Anſehen z es zeigte ſich jedoc<4 beym nächhe- rigen Gebrauch, bey einem gleich ſtarken Faden, nicht ſo haltbar, Von) den zu Samen ſtehen gelaſſenen Sorten reifte der Springleitt um 8 Tage früher, aber ſo ungleich, daß, während der größte Theil ſeine Reife erlangt hatte, der von den zuerſt aufgeblüheten Samenknospen bereits ausgefallen war. Von ei- ner gleichen Fläche gab der Springlein zwar um ein Viertheil mehr Samen, als. der Schließlein, dem Maaße nach; derſelbe 40:76 SAAR ENTEN EF I IERSSIGR GR ARIE R TG HPI RINSCIE ES NRS ET IIEEUI TIE SIE HRS ER NW WEA 4 4 LM IT DUNE Ke R 6 LZ IBIEE R Hb 4 WELD--WIEE- 573 Set eng net 4 382 Bau. der Fekdfrüchte, 5. Abſchn. May. 944 IEE viel mehr unvollkommene Samenkörner,[o daß der Ertrag, dem Gewichte nach, ſich faſt gleich kam, woraus Frh ſchließen läßt, daß der Springleinſamen nicht viel mehr Oel ges geben haben würde, als der Schließleinſamen. Im zweyten Jahre wurde dieſer gewonnene Same wieder zu. gleicher Zeit neben einander ausgeſäet, und es ergaben fich in Hinſicht der Baſterzeugung dieſelben Reſultate 3; nur hatte in dieſem Jahre der Springlein von einer gleichen Fläche 3 mehr Samen gegeben, als der Schließlein, und der Same wär auch vollkommener, als im erſten Jahre. Die Witterung im zweyten Jahre war im Allgemeinen wärmer und trockner, als imerſten, Jahre. Wenn man den Hauptertrag vom Lein durch die Gewinnung des Baſtes erzielen will, was auch beym Leinbau die Hauptſache iſt, ſo ſcheint aus den gemachten! Verſuchen hervorzugehen, daß im nördlichen Deutſchland der Schließlein den Borzug verdiene, Man theilt übrigens beide Sorten: nach der verſchiedenen Augsſaatzeit, an die ſie ſich gewöhnt haben, wieder in Früh-, Mittel- und Spätlein ein. Auch giebt man dem Lein, je nach- dem er ſich an die Verſchiedenheit des Bodens und des Climas gewöhnt hat, verſchiedene Benennungen, als 3. B. demjenigen, der in ſeichtem, auf Felſenuntergrunde ruhenden und mit vielen Steinen durchmengten Boden fortkommt, der gewöhnlich immer ein ſehr feines Bajt giebt, Steinflachs. Eine beſondere, jedoch wenig vorkommende Art des Leins iſt der perennirende oder ſibiriſche Lein, deſſen Vaterland Sibirien iſt. Wir wollen hier in der Kürze das Hauptſächlichſte ſeiner Cultur anführen. Er verträgt viel Kälte, und hat wegen ſeiner Dauer den Namen; indem die Wurzeln mehrere Jahre aushalten und immer neue Stängel treiben. Er beſtaudet ſich ungemein ſtark, und treibt aus einem Sto> oft 10 Stängel; daher man nur den 5ten Theil gegen den gewöhnlichen Lein aus- ſäen darf. Der Same iſt ſchwarz, klein und wenig ölreich, ges Het ſpäter auf, als der gewöhnliche Lein, wächſt aber weit höher, iebt ein längeres und mehr, aber gröberes und nicht ſo weißes aſt, als dieſer, und iſt auch, ſeiner ſtarkholzigen Stängel we- gen, ſchwer zu bearbeiten. Er wird nicht gerauft, ſondern ge: ſchnitten, weßhalb er einen von Unkraut reinen Boden haben muß. Der neue Ausſchlag kommt ſchon im Herbſte zum Vor- ſchein, und bringt immer mehr Stängel hervor, die bey uns jeden Winter aushalten. Wenn ein warmes, zeitiges Frühjahr erfolat, ſo kann er auch in einem Sommer zweimal geſchnitten werden. Im Herbſt ſtreuet man etwas kurzen Miſt zwiſchen die Stauden, weßhalb es ſehr gut iſt, wenn er in Reihen, einen Fuß weit von einander, geſäet wird, wodurch er auch um ſo mehr Naum zum Beſtocken erhält. Ex liebt vorzüglich einen lo>ern, mehr ſandigen, aber reichen Boden. Man hat den An: bau dieſes Flachſes, Behufs der groben Leinwand und Stricke, auch ſeiner wohlfeilen Erzeugung wegen, empfohlen, und ſein Anbau verdient auch in manchen Gegenden, da er dem Miß- wachs weniger unterworfen iſt, als der andere Lein, und da ex mehr- Baſt giebt, wohl berücſichtigt zu werden, Bey der Röſie erfordert er längere Zeit, als der andere Lein, ?? zu 1S | uſtd)"DB m (071111| vont 0 1:4 ( Ty | Di GIA) en un ſ 1, WU 10:| ſicher„1 3m nein AOL] tigeeuun | felt findes+); | ÄhloſſenenitEn dn inde| bipdigen- 89/1 Bfden[09 1 he hat, 63! mehreren (inen 202 0000: 38 behan IM| NON 170 der Lein diE) 17 ſchr genel Dede unf dieſes Vuh hfeit font hellen b'193 find dem 1647 Wamnmengun NO nicht ſeiysy hehdes Dir 1 vit dem I Sty Wihun,[oden vd de Zan vd RerzebD; | binaft, da 54 | Sedum ahn; Uhier Ve 130) Neuhruh, 36 RN Dohle Deſt, 5 | be, wie he DIN 16 Rull: jn des Ge. 10 Steine dhe | 177% 4 - My, Ener, 0, fam, wityl - Wiel mehr), he Stim wp es ergab) ate; mur hen Fläche: Der Game hy „tierung 13 Sher, dh reh die Omnt 2 bau die Dy Schevorzugk m Vorzug &) der verſh 3, wieder 1) Indem vein Qs und dy! 8;,-V,(in) Qn und 1) D gewohn! ' ' pe Art det 5, deſſen 2 E08 Daus Pt und meln meh. ws|(1(eſl! < oft 10 SS phnlichen 3 geni u ſt aber mit gend nid igen EN D-pauft,[u Serbſte zu Bor dien „(tino Mh 2« zeitiges ju veimal 930" zn Miſt in Reihe! ch er au j vorzügld Man hat nd und 3 da er den, 7 Zum, am 5 Bey der? EEE I RENENEE nR I DO WERNEDERE IEEE TÜ ÄENTEETITTEREIEE Anbau"der Feldgewächſe. Lein, (245) Da dex Scließlein derjenige iſt, der hauptſächlich gebaut 383 wird, und auch die meiſten und beſten Producte von ihm gewon- nen werden, ſo ſey ihm ausſchließlich der Abſchnitt über den Leinbau gewidmet. Die Cultur des Springleins kommt im We- ſentlichſten mit der des Schließleins überein, und. daſſelbe findet auch im Allgemeinen mit der Zubereitung deſſelben Statt. Wahl des Bodens und des Climas, Die Erfahrung lehrt, daß der Lein im mehr bindigen, ſo wie im leichten Boden gut fortkommt, wenn der Boden nur kräftig, rein. von Unkraut, und nicht zu düry iſt. Ein kräftiger Lehm- boden und ein ſandiger Lehmboden ſind ihm jedoch am zuträglich- ſten. Im. ſehr bindigen Boden iſt der Ertrag des Leins deßhalb unſicher, weil ſich derſelbe bey der Dürre zu feſt ſchließt, die ſich nur in der Oberfläche verbreitenden Wurzeln dann in ihrer Lebens2 thätigkeit gehindert worden, und nicht die erforderliche Feuchtig- keit finden. Auch wird das Raufen des Flachſes in dem ſehr ge- ſchloſſenen Boden ſehr erſchwert. Iſt jedoch die Witterung dem Lein günſtig, das'beißt, iſt ſie mehr feucht, ſo giebt er in dem bindigen Boden einen um ſo größern Ertrag, Im ſehr ſandigen Boden kommt der Lein nur dann fort, wenn derſelbe eine feuchte Lage hat, und das Clima mehr feucht iſt. In Flandern, ſo wie in mehrern ſandigen Gegenden Schleſiens, erbaut man ſehr ſchönen Lein. Jm Moorboden kommt der Lein nicht gut fort,. weil“ derſelbe bey der Dürre zu ſehr austrocknet, bey Näſſe dagegen zu ſehr aufgeſchwemmt wird, wodurch die flach ſich ver- breitenden Leinwurzeln leicht in die Höhe getrieben werden, und der Lein dann leicht umbricht. Jeder Boden,„der 53m Verquecken ſebr geneigt iſt, und beſonders derjenige, in we : net und dex Flachs kurz und hauptſächlich ins Werg fallend wird, Die Nordoſtlage iſt dem Leinbau, wenn die ſchärfen Nordoſtwinde nicht durch entgegengeſetzte Anhöhen gemildert werden, ebenfalls nicht ganz günſtig, weil beſonders der Frühe lein beym Aufgehn ſehr leidet, wenn ihn ſcharfe Nordoſtwinde ſtark treffen. Auch diejenigen Lagen, wo der Wind nicht frey durchſtreichen kann, liebt der Lein nicht, weil er bey der Feuch: tigkeit ſich leicht lagert und von der Luft nicht leicht abgetro>: net und aufgerichtet wird. Wird der gelagerte Lein von ſcharfer anhaltender Sonnenhite getroffen, ſo erhärten die beym Uinbie: gen ſich gebildeten Kniee ſehr bald, die Stängel verfilzen ſich, und man bekommt dann nichts, als Werg. Im Gegentheil fault der gelagerte Lein bey der Näſſe leicht. Was das Clima anlangt, ſo liebt es der Flachs, wenn ſolches mehr kühl und feucht iſt. Daher findet man auch in den nürdlichen Küſtengegenden Deutſchlands, und in den an hohe Gebirge anſtoßenden Mittelgebirgen, ſo wie in den mit vielen Flüſſen, Seen und Teichen durchſchnittenen Ebenen, wo das Clima mehr feucht: iſt, und die zu ſtarke Einwirkung der Son« nenhiße durch ſtete Wolkenzüge gemildert wird, und wo auch immer der erforderliche Luftzug Statt findet, den beſten und ein: träglichſten Leinbau. Dieſe Gegenden ſind aber nicht allein aus dem Grunde dem Flachsbau günſtig, weil derſelbe um ſo beſſer eräth, ſondern ſie bieten auch um ſo größere Vortheile in Hins icht des Röſtens dar; indem ſie einerſeits, indem ſie waſſer- reich ſind, die Waſſerröſte begünſtigen; anderer Seits für die Thauröſte günſtig ſind, indem im feuchtern Clima eine Üppigere Beraſung Statt findet, welche dem ausgebreiteten Flachſe um ſo günttiger iſt, und die Feuchtigkeit ſelbſt die Thauröſte erleichs tert und befördert. Düngung.| Der Lein wird nach der allgemeinen Erfahrung in friſcher Düngung wohl länger und ſtarkhalmiger, er giebt aber kein ſo feines und ein ſpröderes Baſt, als der in kräftigem Boden ohne friſche Düngung gebaute. Der Samenanſatz iſt jedoch im,ge- düngten Boden ſtärker, ſo wie die Samen auch ölreicher und volltfommener werden. Da man jedoch beym Leinbau hauptſäch: lich die Baſtgewinnung berückfichtiget, ſo wird auch der Lein am häufigſten, als zweyte oder dritte Tracht nach einer friſchen Düngung gebauet. Sind jedoch die Verhältniſſe von dey Art, daß man zum Düngen ſeine Zuflucht nehmen muß, ſo wählt man vorzügsweiſe den mehr vegetabiliſchen zergangenen Miſt, vderx gehörig gefaulten Stallmiſt, und am liebſten Rindsmiſt, Man bringt den Miſt ſchon im vorhergegangenen Herbſt unter. Beym Stallmiſt iſt dieß um ſo nothiger, damit die ſich in ihm befindlichen Unkraut- und andere Sämereyen aufſproſſen und vertilgt werden können, bevor der Lein geſäet wird, indem ſonſt die Arheit des Jätens vermehrt wird." Man muß den Miſt flach unterbringen und bey der nachherigen Bearbeitung darauf wenig ahn) | fr wirthi) irfende 1941 jan Huge Yüben OD abr meh ve jim(ww| 8 zu(9987 a, wo y Wor 7 | Gaſen, 19 1 Pern, 10) ehdigen| dr | apben,(id 0% 9ſ: Und je nügnn ih"'"| Hee Jari Aachöſtay/ a) 30 Goin yn gun Ahe zu(92 (anz 4: heilen, pe! Pn eg NE Jeſt, Din meht, al Sy liches Ge its In der 3 Ee " My.| Feinbau au E abfallen Ahnen ſog) Su ſeht(nik -46 In ju in die(hy S höhen än |"ders de 7 3 fe Rochehy 44CVind niſt - 4040 u[eicht(hit . von he Sie bem hk WO! verfühy) 9 SONN BE Flic) San auh) Sin den) 1 D2 den Mi) DEE enen Nj FEitung 1 „EE, undd 3 beſten 11 Sienict dl T abe um)! 1 ortheilen! IE dem fe SS Geil ſ Ma ein ih) 15: Ff Swen eim ef II bt beri! xn De! ; jede)|] Eg DINI! S7 bau jau) fene ds ga "LNK Su un RSG (WS;(1) Rinn es Derb Bein E wp, 2 inde Miß da 7 Spei TIL dro SSEEETEEEEEEIININIEIEN Anbatt der Feldgewächſe, Lein, 385 (247) ſehen, daß er in der Oberfläche des Bodens bleiht, weil den nicht tief gehenden Pfahlwurzeln des Leins nun die in der Ober- fläche ſich befindliche pflanzennährende Materie zu gute kommt. Geſtatten es die Verhältniſſe, ſo kann man nichts beſſeres thun, als den Miſt im Herbſt auf den Ader bringen und ihn ober- flächlich liegen laſſen. Der Boden bekommt unter dem Miſt eine Mürbheit, wie ſie der Lein ganz beſonders liebt. Die Düngung mit Geflügelmiſt, ſo wie die mit Aſche, iſt dem Lein ſehr zuträglich, nur muß man ſich hüten, ſie nicht zu ſtark auf- zubringen, weil ſonſt der Lein leicht lagert, Auch die Kalk- Düngung, wenn ſie zu den vorhergegangenen Früchten einge: bracht worden, iſt dem Leinwuchs zuträglich, beſonders hat man von ihr den Vortheil, daß der Boden vom Unkraut gereiniget wird, und man alſo nicht ſo viel jäten darf. Betrachtet man den Leinbau, wie er in einem großen Theile Deutſchlands Statt findet, ſo wird man mit Grund den ſo häufigen geringen Ertrag von demſelben, ſo wie, daß häufig nur ein ſchlechtes Geſpinnſtmaterial gewonnen wird, in einer zu wenig aufmerkſamen Cultur finden. Das Mangelhafte der Cul- tur wird nicht durch einen, ſondern durch mehrere zuſammen- wirkende Fehler hervorgebracht. Einer der hauptſächlichſten, den man häufig begeht, iſt der, daß man dem Lein zu wenig.reichen Böden giebt. Der Flachs wird dann nur kurz und äſtig, und giebt mehr Werg und ſchlechtes Baſt. Denn nicht alle Faſexn geven beym Flachsſtängel von unten herauf in gerader Richtung is zur Spitze, ſondern nur der kleinere Theil derſelben. Ueber: all, wo der Flachsſtängel ein Blatt anſeßt, no< mehr aber, wo ex einen Seitenzweig treibt, endigen ſich eine Anzahl von Faſern. Es hat demnach jeder Flachsſtängel kürzere und längere Faſern. Diejenigen, die ſich bey dem erſten Blatte oder Zweige endigen, ſind die kürzeſten z die bis oben hinauf in die Spitzen gehen, ſind die längſten. Je mehr nun der Flachsſtängel Blät- ter und Aeſte treibt, um ſo weniger enthält er lange Faſern, und je niedriger der Anſa der Blätter und Aeſte Statt findet, um ſo mehr nimmt die Anzahl der ganz kurzen Faſern zu, Die kurzen Faſern, ſo wie diejenigen, welche die Seitenäſte des Flachsſtängels enthalten, gehen bey der Zubereitung des Baſtes zu Spinnmaterial faſt gänzlich verloren. Der im magern Bo- den gebaute Flachs hat, wegen mangelnder Triebkraft in die Höhe zu ſchießen, vorzüglich die Neigung, ſchon ganz unten am Stängel Blätter anzuſeßen, und ſich bald darauf in Aeſte zu zertheilen. Ein zu lange in demſelben Boden geſäeter Lein hat "pie hiervon eitten nicht unbeträchtlichen Antheil, dennoch be- ommt aber auch dieſer im kräftigen Boden weniger Blätter und Aeſte, Da nun aber der Lein vorzugsweiſe den alten Humus mehr, als die friſche Düngung liebt, wie dieß ſein ausdrü>- liches Gerathen im Neubruch darthut, und daher am häufigſten in der zweyten Tracht nach einer friſchen Düngung gebaut wird, ſo ſollte man, wenn man nicht einen ſehr reichen Boden hat, auf diejenigen Felder, wo Lein hinkommen ſoll, billig ſchon bey der Düngung Rückſicht nehmen, und ſie nicht nur ſtärker als gewöhnlich geben, ſondern auch dafür ſorgen, daß die pflanzennährende Materie mehr in der Oberfläche der Erd- kxrume concentrirt werde, weil die Wurzeln des Leins uicht tief Soi Gundi eli linen d wn duni 2 vie earn ann DÄ rai wh Zr tk dn 0m eminem mn wä ur rer ur ZER wog Mad mrn meer rä ume urn dm AERA, BIRNE DETE 9.207 SI wd MSE SEE BONES IS KU LEN 386 Bau der Feldfrüchte, 8. Abſchy," May. (243) in den Boden eindringen. Um. das Lagern des. Leins und das, dann unausbteibliche Faulen deſſelben zu verhindern, wenn er durch die Witterung begünſtiget zu hoch wächſt, ſo ſollte das Ländern deſſelben, wovon wir bey Behandlung während der Ve- getationsperivde ſprechen werden, allgemeiner eingeführt ſeyn, nicht aber bey ſo vielen'Landwirthen die Meinung begründet ſeyn, daß man dem Lein keinen zu kräftigen Boden anweiſen dürfe. Plat im Feldbäu und Fruchtfolge, Viele Dreyfelderwirthe bauen den Lein in der Braäche, ent: weder zur dritten Tracht nach einer friſchen Düngung, mitunter auc) wohl im friſchgedüngten Lande. Dieſer Platz iſt aber höchſt unangemeſſen; denn wenn der Boden nicht ſehr reich iſt, ſo iſt näch zwey Halmfrüchten das Land ſchon größtentheils ſo ab- getragen, daß der Flachs ſelten vollkommen geräth. Denn der Boden iſt nach zwey Halmfrüchten, die er nach einer Braach- bearbeitung trägt, größtentheils ſo verwildert, und verunfrautet, daß es ſchwer hält, ihm, beſonders zum Frühlein, die erfor- derliche Gare bis zur Leinſaatzeit zu geben. Säet man dage: gen den Lein in der Braache in friſche Düngung, ſo verfürzt man, da der Lein eine ſehr ausſangende Frucht iſt, den Extrag alley nächſtfolgenden Früchte. Auch erleidet man einen ſchr beträchtlichen Ausfall an Stroh, mithin an Futter- und Düna germaterial, von welchem der Lein faſt nichts erſetzt. Es iſt daher weit angemeſſener, den Lein bey der Dreyfeldex- wirthſchaft ins Sommerfeld zu nehmen und ihn in zweyter Tracht nach einer friſchen Düngung zu bauen. Der Lein findet dann nicht nur einen kräftigern Boden, ſondern derſelbe iſt auch nach der Winterung weniger verwildert, man behält bey der zeitigen Aberndtung der Winterung hinlängliche Zeit, den Boden noch im Herbſt vorzubereiten, und man vermindert endlich durch die auf den Lein“ folgende Braache die auf die nachfolgenden Früchte nächtheiligen Einwirkungen, In der Schlag-, Koppel- und Fruchtwechſelwirthſchaft kann man dem Lein den beſten Platz anweiſen. Da. er eine zergan- gene Raſennarbe ganz vorzüglich liebt, ſo.möchte ihm wohl vor- zugsweiſe dasjenige Feld eingeräumt werden, welches mehrere Jahre der Beraſung überlaſſen worden. Was nun die Fruchtfolge beym Leinbau anlangt, ſo iſt da- bey eben ſo ſehr auf ſeine Vorfrüchte, als auf ſeine Nachfrüchte Bedacht zu nehmen. kö I 710E0 Früchte, nach welchen der Lein aut geräth, ſind vlgende: 5 Hanf iſt einerſeits deßhalb eine gute Vorfrucht, weil zu thm ſtark gedüngt werden muß, und er dennoch ein kräftiges Land hinterläßt 3; andererſeits deßhalb, weil der A>ker nach dem Hanf rein von Unkraut iſt. Im ſüdlichen Deutſchland läßt man gewöhnlich Lein auf den Hanf folgen. Der Klee, er mag nun ein oder zwey Jahre benußt worden ſeyn, iſt, wenn ex gehörig geſchloſſen geſtanden hat, eine der vorzüglichſten Vorfrüchte für den Lein. Pflügt man den Klee dann um, wenn er etwas bervorgewachſen iſt, ſo kann man um ſo ſicherer auf das Gexathen des Leins rechnen. Läßt man jn 4 4 auch! z ſ erſpar! AU! 0," 50 2 1S pin, DE| werdeu| yWE| frz 1900 hinen /Iur';€ 9 id dem|W) 1! | p 04) top iw 7 81 1 nach HSN 1 deni | 10.90.0007 | MdB welctfä| (bereß! [u| hyverwSgr 0 Nus|| Jura henfiegt H Dinas 3% 0 | der Ubit! 14 beme Kby 3 planm y die Gy wt vein in!) Erbſeyst 1€ Nicht di ſen, Ibu) vit 13 ſonder zs 7 Bendern€ 1:83| bm 0 9 Jhrd 5)| is(Es G,'" aui Auiny ) My, 3, Lind un Indem, Ww Oſt, ſv feh währen) hi ] Ongeführ = Inung bm E Body(1 Erfolg, ler Zucht SS NOU hi = 1 iſt abn) r red ij, Mrtentheil| 1 räth, I < einer H 1 nd verun = hlein, 12 Set mit ZURN vy! 11, den) FPS nan ein M iter: 1) beet, der I Sn zwe lein find Ebe iſt au) EE bey der en Bedi Eg ndl Du D[gend ju A vintbſhjl 5 er eint! ED hm ww) Evel m ent, py Stine Nad aut geri)! orf Zi ein iw „Acker mal land, 199! ge benupt 5, hat,(em g| nan des Eſo fan! 7.008... Anbau der Feldgewächſe,+ Lein, 387 249 den Lein auf Klee folgen; der dicht geſtanden hat, ſo KG 7 auch noh den Vortheil, daß man an Zurichtung des Bodens. erſpart, indem derſelbe nach dem Klee weit eher. die für den Lein erforderliche Gare annimmt. Alle behackten Früchte, als Mais, Tabak, Kohl, Kartof- feln, die Rübenarten u. ſ. w., wenn zu ihnen friſch gedüngt worden, ſind dem Lein günſtige Vorfrüchte. Nach Rübſamen und Rapsſamen, ſo wie nach andern Wins Tergewächſen, welche ein ſtarkes Blattorgan haben, und zu, denen ſtark gedüngt wird, ſind dem Lein zuträgliche Vorfrüchte. Nach Wintergetreide Fgeräth der Flachs gut. Beſonders iw dem mehr bindigen, ſich leicht ſchließenden Boden läßt mar den Flachs gern auf Winterung folgen, weil derſelbe durch die Stoppeln loc>erer wird. Der. Lein geräth nicht nach den Hülſenfrüchten, beſonders 30 Zen nicht, wenn au< zu denſelben ſtark gedüngt, wor= AUBE Man muß es ſic) bey der Leincultur zu einer Hauptregel Machen, ihn nur nach ſolchen Früchten folgen zu laſſen, zu welchen ſtark gedüngt worden iſt, zu denen man. den Aer gut Üübereitet hat, und die denſelben lo>er und rein von Unkraut DREHTE. Dieß, wird ſehr häufig nicht beachtet und iſt ein anderweitiger Grund des häufigen unvollfommenen Leinbaues, Nach dem Lein ſchlagen, ſelbſt wenn eine friſche Düngung gegeben wird, die meiſten Früchte merklich zurück. Nur bey ſolchen Gewächſen, welche ſich hauptſächlich die aus der friſchen Düngung gebildete pflanzennährende Materie aneignen, wird der Rückſchlag, wenn tiach dem Lein friſch gedüngt wird, nicht bemerklich. Diejenigen Gewächſe, welche die leichtauflösliche pflanzennährende Materie des Bodens ſehr-conſumiren, als die Gerſte und der Sommerweizen u. ſ. w., ſchlagen nach denx Lein gänzlich zurück. Am beſten gerathen noch nach dem Lein Erbſen, Hafer, Heidekoru und Klee, wenn auch nach ihm nicht friſch gedüngt wird. Am zuträglichſten möchte es wohl ſeyn, nach dem Lein Klee folgen zu laſſen z; denn der Klee giebt nicht nur, unter den Lein geſäet, einen leidlichen Futterertrag, ſondern es werden auch dadurch die Nachtheile auf die nachfol- genden Früchte gemindert,; Auf ſich ſelbſt darf der Lein nicht folgen, denn er mißräth dann gänzlich.- Gewöhnlich nimmt man an, daß er nicht untex 9 Jahren auf denſelben Plaz kommen dürfe. Sch werz führt zwar in ſeinen Beobachtungen über den Ackerbau der Pfälzer S. 51. an, daß um Mutterſtadt der Flachs- alle 4 Jahre auf leichtem Mittelboden vorkommt; ja daß kleine Bauern den Flachs Über das andere Jahr auf daſſelbe Feld bringen, und er dennoch gut geräth; allein dieß iſt, wie er ſelbſt geſteht, eine beſondere Ausnahme von der Regel und Merkwürdigkeit der Natur, Bearbeitung des Bodens, Der Boden muß zum Lein, ſo wie zu allen kleine Säatnen enthaltenden Gewächſen gut gelo>ert werden, Da Übrigens der Lein nur eine Pfahlwurzel hat und durch Nebenwurzeln die Nahrung nicht weit im Boden ſuchen kann, ſondern dieſelbe vielmehr in der Nähe finden muß, und da er zügleich viel Rah- & Si Waren El eine are Ld diene R een Doe taien 4 mme är Zr Ae wm vb nne mä ren AE ÜR Nennt end Zarte nnen rn m ER R SHE(EEE UESEAN M Lai ZUE Nee 388 Bau der Feldfrüchte, 5. Abſchn. May, (250) rung braucht, die ihm nur dadurch zu Theil werden kann, wein der Boden, der die Lebensthätigkeit erregenden Einwirkungen ganz aufgeſchloſſen iſt, ſv iſt die möglichſte LoXerung des Bo«s dens um ſo unerläßlicher. Aber auch zur Vertilgung des Una Frautes iſt eine» wiederholte Bearbeitung nothwendig. Bauet man den Lein nach Winterung, ſo iſt die dreyfurchige Beſtel: lung die gewöhnlichſte. Oft iſt ſie noch nicht hinreichend, dem Boden die vollſtändige Gare und Neinigkeit vom Unkraut zu geben, und man muß dann ſeina Zuflucht zu einem wiederholten Bearbeiten mit dem Haken und der Anwendung der Egge nehmen. In dem mehr bindigen und feuchten Boden ſtürzt man im Herbſt, läßt den Boden in rauher Furche liegen, und läßt die Bearbeitungsfurchen erſt im Frühjahre folgen. Im leichten, mehr tronen Boden muß man dahin trachten, die Zurichtungsfurchen' ſchon ſo viel als möglich im Herbſt zu geben, damit dergleichen Boden durch die Frühjahrszurichtung nicht zu ſehr ſeiner Winterfeuchtigkeit beraubt werde, Rach beha>ten Früchten, nach denen der Boden ſehr lo>er und rein vom Unkraut iſt, iſt weiter keine Bearbeitung erfor derlich, als daß man den Aker im Frühjahre kurz vor der Saat vflügt. 4(Säet man den Klee in Neubruch und altes Grasland, und es wird ein regelmäßiges Pflügen nicht durch viele vorhandene Steine und Wurzelhörſte gehindert, ſondern das Land kann in regelmäßige, ſich gebörig deXende Pflugſchnitte gelegt wer« den, ſo iſt die einfurchige Bearbeitung für den Lein hinlänglich. Die umgebrochene Raſennarbe darf jedoch, damit ſie von den Leinwurzeln erreicht werde, nicht tief vergraben werden, ſondern das Umpflügen muß möglichſt flach erfolgen. Es iſt um ſo beſſer, wenn es im Herbſt erfolgen kann, wo man dann den Acker in rauher Furche den Winter hindurch liegen läßt, weil der Winterfroſt den Aker um ſv mürber macht, und die Raſey« narbe bis zur Leinſaat um ſo mehr zergehet. Man darf Üübri- gens nicht befürchten, daß der Acker deßhalb für den Lein zu roh würde, oder daß die noch nicht völlig zergangene Raſen«= narbe nicht hinlänglich aufgelöſte Nahrung darbieten würde z denn die Leinwurzeln haben eine ſehr große Lebensthätigkeit, beſon- ders die Raſennarbe zu zerſezen und ſich als Nahrung anzue- eignen. Wenn man nach dem auf eine Furche geſäeten Hafer beym Stürzen nach deſſen Aberndtung einen großen Theil der Raſennarbe noch ziemlich unzerſezt und die umgelegten Pflug- ſtreifen noch wie durch einen Filz zuſammengehalten finden wird, ſo wird man nach dem Lein nur noch wenig von der Gragsnarbe und die umgewendeten Pflugſtreifen ganz außerors dentlich mürbe finden. Von der Bearbeitung der Kleeſtoppel gilt das ſo eben Geſagte, vorausgeſept, daß der Klee gehörig, dicht geſtanden hat. Man mag nun den Acker mit einer oder mehreren Furchen beſtellen, ſo iſt es Hauptregel, die Beſtellung ſo flach als mög: lich zu geben. Da die Leinwurzel nicht über 4 Zoll tief in den Boden eindringt ,. ſo darf die Bearbeitung auch nicht tiefer ge- geben werden. Eine noch flachere Bearbeitung ſchadet nichts, und Viele ſind der Meinung, nur 3 Zoll tiefe Lo>erung des Bo- dens erfolgen zu laſſen. Schon bey der Vorfrucht und der tnteb 0 gend unt nud wer OE 6 dem | pit,(iw! hey der Du Podenb'Bin um(0 191 Jdüngt,190 (ät zihtun9 8) teten 700 er deri geweſen) 7 die eM Dieſer Mh der un8! halb,"| der GIS unten BA Wurzeln„St lingliche En [untern 504 Wt, m in die 195) Mas bel 1 JD aer ibi Hindige All wölbt, 9 1 | das Ff 1 Beete 168) - Zifti fine amn Aud(0% 31 mme wi vg Nins ws hd? Det m vn und OI glühende en,“ und dh Qöffelß N man au nander Wingen 1 24. 402.000. EEE 1 May, au Anbati der Feldgewäcnenden Boden pflügt man 2 Man ds das Feld in eine gleiche Fläche, und macht die Abtheilung der EE für den' Beete nur vermittelſt ganz flacher Furchen, gangen! S nebleten 1! amen und Saat, zm hätigfeit Das günſtige Ergebniß des Leinbäues hängt mehr, als bey ZI Nahrung! einem andern Gewächs, von einem vollkommenen Samen ab. = geſät); Auch muß man den Samen, da der Lein ſehr bald die Neigung r'oßen ZW annimmt, kurz, blätterreich und äſtig zu werden, wenn er immer gelegten 1) aus demſelben Samen, auf demſelben Boden gezogen wird, Srgehalten 1! vfters wechſeln. M6? Eigenſchaften des guten Samens, Muri Die Eigenſchaften eines guten Sämens ſind folgende: Er + das„4 muß goldgelblich, oder hellbraun von Farbe, glänzend, ſchwer t geſtandtt! und Blreich ſeyn 3; im Waſſer bald zu Boden ſinken, und auf M vert fuß glühende Kohlen 20 Diel Feuer AUNLCE und Dus 1 j zt ern, vdex wenn man etwas in einen blechernen Löffel thut, Bn, 1. dieſen auf Kohlen legt, ſo müſſen beym Heißwerden des -A pt if! Löffels alle Körner aus demſelben ſpringen. Vorzüglich muß | Date pit man auch darauf ſehen, daß alle Körner an Farbe und' Größe Die des! einander gleich ſind; beſonders aber hüte man ſich vor den Gat- euch und tungen des Leinſamens ,/ die ſehr großkörnig, von einer ſchwärz- ne ÄR a En Ze eu in Dan die Birte. es. ud MEIN NEE ESA BT SEIN CUE a 390 Bau der Feldfrüchte. 5. Abſchn,'. May. (252) Lichen Farbe, und mehr breit und di>/ als-länglich. ſind; denn ein ſehr vft geſäeter und nie qusgeruheter Leinſamen giebt<. leichen. Samen 3; oder man hüte ſich vor Ffolchen Samen, die chr kurz,"die und rund ſind. Nächſtdem muß. man bey frein- den gekauften Samen, beſonders, wenn derſelbe einige Jahre alt, oder wenn ex getrocknet worden iſt, die Keimprobe vornehmen. Wechſelung des Samens, In Betreff der Wechſelung. des Samens hält man allgemein Dafür, daß derſelbe, um gutes Baſt zu: gewinnen, alle 3 bis 4 Jahre durc den bekannten Rigaiſchen Tonnenlein erneuert wer- den müſſe. Die Erfahrung lehrt es allerdings, daß unſer Sa- me ſich immer mehr verſchlechtert, je öfter er ausgeſäet wird,, und beſonders niedrigern,-blätterreichern und mehr in die Aeſte treibenden gröbern Flachs gebe; allein es iſt wohl anzunehmen, daß größtentheils nicht dey Boden und das Clima dieſen Rück: ſchlag bewirke, ſondern daß die Urſache davon hauptſächlich darin liegt, daß man auf die Samenerzeugung zu wenig Aufmerkſam- Feit verwendet, und bey der Flac scultur gewöhnlich die"Baſier- zeugung mit der Samenerzeugung vereiniget, wodurch der Same weniger vollfommen werden kann; oder den Samen gar nicht. berücſichtigt, und nur auf die Baſtgewinnung Bedacht nimmt, und den Flachs dann rauft, ehe der Same gehvrig reif iſt. Ein gewöhnlicher Fehler bey unſerer Leincultur iſt:aber auch, daß man den Samen nicht gehörig alt werden läßt, ſondern: den vorjährigen Samen ſäet. In Kurland, Liefland- und Lithauen, von woher wir den beſien Leinſamen beziehen; und wo der Sax menverkauf ein beträchtlicher Erwerbszweig ift, trennt- man die Cultur des Leins, Behufs der Samenerziehung: von der, Behufs NISOAN SE YEN und opfert bey- erſterer das Baſt größten- theils, bey letzterer dagegen nimmt. man auf den. Samen wenig Bedacht, Auch ſäet man in dieſen Gegenden nur 2 oder 3jäh- rigen. Samen, der, wie die allgemeine Erfahrung lehrt, ein voll- kommenes Gewächs giebt, und behandelt auch den Samen ganz beſonders. Man kann daher den Leinbau in zwey verſchiedene Abtheilungen theilen z in den Leinbau, Behufs der Samenerzie- lung, und in den Behufs der Baſtgewinnung. Wir wollen“hier das Nöthige über die Samengewinnung anführen, um im Ver läufe des folgenden Vortrags nur hauptſächlich von der Leincul- tur Behufs der Baſigewinnung zu reden. Samenerziehung und Behandlung deſſelben. In den Oſtſeegegenden ſäet man dew Lein, Behufs der Sa- menerzielung, dünner als“ gewöhnlich, auf gutes, fettes und ſtark gedüngtes Land aus, und läßt ihn ganz vollkommen reif wer- den. Dann ſchneidet man die Samenköpfe mit einem einige Zoll langen Stiel vom Samenſtängel ab, welches dadurch geſchieht, daß der in kleine Bündel gebundene Flachs auf eine ſenkrecht in einem Klove befeſtigte ſcharfe Senſe geſchlagen wird, oder dadurch, daß die Knoten mit einem Beil vom Stängel getrennt werden, Die Knoten werden entweder mit Baſt ſchraubenförmig um eine Stange gewunden und die Stangen aufgeſtellt, wodurch der Sas me, der noch nicht ganz reif war, völlig nachreift, oder die Knoten werden auf ein Rad ,- das ein Paar Fuß über der Exde | Ihen M0 fen eh M „hat ie! DX | Iher oF [zu le nicht IM mit ala Gind R Famil | bey 1'186 501 dem 9 aur Dy „Mito bünddlß ne „it 046) | ſofort 1199) ſurfer) Si die warn bleibt ve BNE 67) wird YE 1 Zimt Leinſau 8 Eröftigin mit vi komme werder öſt | gehört! Inicht 365 J endlich)&s nehme, en jder Gj Weil Verfas [noh[0 4 Juin 1G winn 5 WE: ſv zuge verſept 5 jede mis (0 is RITEN 3 II NIREIERGENENNNNGIEN Än Ney.'7% Anban der Feldgewächſe. Lein: 391 H ich. find: Ww: ME;(253) Eien aicht y auf einen Pfahl geſtec>t iſt,-in'Pyramidenform ſo“ hoch, als möge 8) Gamen| lich, aufgethürmt, und dieſer Haufen mit einem Bund Stroh, deſ- EIman bey hy ſen Band.bis an die Aehren zurückgeſchoben und dort feſt gezogen Size Th u iſt, wie mit einem Regenſchirm überdeckt; und ſo bleibt der Hau- ES voin 0 fen mehrere Wochen ſtehen. Beym Anbau des Leins im Großen ehm hat man zu dieſem Behuf> ordentliche bedeckte Gerüſte, Wegen 4 der Stiele Xommen die Samenköpfe nicht zu? dicht auf einander 0 an zu lie en, alſo können ſie nicht: ſchwiven, und der Same ſich net und dann gedro- vnde ſchen werden. 3( anzunchn In'Lithauen' ſchneidet man die Samenköpfe nicht ab/ ſon- Ws! dieſen Jh dern bindet den Flachs, während des Raufens in kleine Gebunde, 15 acht bi nur einige Zoll im Durchmeſſer ſtark. CEbe die Arbeiter. des 18 Aufweht Mittags, oder des Abends nach Hauſe gehen, werden dieſe Ge- (Wich die Df bünd Same) pt) gehörig abtro>ne/ damit ſie nicht ſchwitzen, und ſich der Same verſchied nicht brenne und eine braune Farbe annehme;z und daß man 1 Gam endlich das Enthüljſen des Samens bey trockner Witterung vor: DEE joollnb nehme. In Ermangelung erforderlicher Anſtalten zum Dörren Slim im Ds der Samenköpfe muß man mit dem Dreſchen möglichſt eilen, WO der Zin! weil die Stängel und die Samenköpfe, ſie mögen auf dem Felde - aalen noch ſo trocken ſeyn, in der Scheune, auf dem Haufen wieder aufleben und zu ſchwißen anfangen, indem in den Samentöpfen GS ſelhi immer einige Feuchtigkeit zurückbleibt, die man äußerlich nicht 7; ver Gb wahrnimmt und die leicht zum Schimmeln Anlaß giebt. - Bis uy Bey der Anwendung dieſes Verfahrens wird man zwar eben ».- 70) ſo guten Samen erziehen können, als der Nigaiſche iſt; allein 1004)| denſelben Erfolg, als von jenem, wird man dennoch nicht haben z Es Oh denn die Erfahrung lehrt, daß auch der ganz vollkommene in- Bh ländiſche Same nicht nur weit ſchneller augartet, ſondern auch FNS keinen ſo vollkommenen Ertrag an Baſt giebt. Dieß hat ſeinen ever dad) EI 4 meld Grund darin, daß der Nigaiſche Leinſame aus einem nördlichen Km nE We Clima in ein milderes und oft auch in ganz verſchiedenen Boden. ; 1, 2: Ä& 4!!) um i. verſetzt wird,'in welchem er um eben ſo viel beſſer geräth, als Eid NE jede andere Frucht, deren auf“einem. kältern Boden erzeugter SE ra Same in einen wärmern und reichern geſget wird; der nicht 133 I in 0 4 4 OSI IE EINES 0- 4 a SR R AIN SEERREZ IAN ANSE TINE 44 875 DESSEN SS FREIGE DEES 7 SSG SPIRI R STR ES TART OHERRE GEIE 55 PSE PI GIRIIIP ETI SSEN OIINNDDS"2>- 392 Bau der Feldfrüchke- 5. Abſchn... May. (254) nur eine vollkommene Frucht giebt, ſondern auch dem Augarten minder unterworfen iſt. Dem zufolge müßte man bey der Selbſterziehung des Samens.'auf einen, ähnlichen- Wechſel be: dacht ſeyn, und müßte denſelben auf größere Diſtricte erſtrecken. Bey der ſo verſchiedenen Höhenlage Deutſchlands und dem daraus folgenden verſchiedenen Clima, würde es jedoch nicht ſchwer hal- ten, für jede Gegend eine andere paſſende zu finden, aus der ſie ihren Samen erhalten könnte, und für die ſie den Samen lieferte 3 und nur dadurch könnte man es dahin. bringen, einen eben ſo guten Leinſamen zu erzielen, als der Nigaiſche iſt, und dieſen entbehrlich machen.!- Der Einwand, daß der Lein dann, wenn man ihn um des Samens wegen baut, nicht den Ertrag giebt, als wenn man ihn um des Baſtes wegen baut, iſt in dem Falle nicht unge- gründet, wenn man den Preis des gewöhnlichen Leinſamens und den Ertrag deſſelben, wenn man Samen und Baſterzielung ver- bindet, in Anſchlag bringt. Allein der Lein giebt, wenn er in Fräftiges Land und dünn geſäet wird, und zur vollkommenen Reife gelangt, nicht nur einen ſehr anſehnlichen Ertrag an Sa- men, ſondern guter Saatlein wird auch um ſo beſſer bezahlt, ſo daß der Ertrag von einer gleichen Fläche bey der Samenerzielung, „vorausgeſetzt, daß man guten Samen erbaut, bey geringern Ar- beitskojten, dem von der Baſtgewinnung erlangten Ertrage nicht nachſtehen wird. Um den gewonnenen Leinſamen zu veredeln, iſt das Dörren deſſelben zu empfehlen. Der Rigaiſche Leinſamen iſt in den ſo- genannten Hißreigen gedörrt, und die allgemeine Erfahrung lehrt es, daß auch unſer Leinſame dann, wenn er gedörrt iſt, län: gern und feinern Flachs giebt. Am beſten geſchieht das Dörren noch in den Samenknoten auf beſondern Darren. In Ermänez delung deren kann man den Samen aud) im Backofen dörren 3; es iſt aber dabey große Vorſicht nöthig. Damit der Same durch zu große Hitze nicht die Keimkraft verliere, ſo muß man ihn erſt nach einiger Zeit, wenn das B1od aus dem Backofen heraus iſt, in denſelben thun, und zwar, wenn die Wärme nicht höher, als 40 Grad Reaumür iſt. Der Leinſame wird dann 4 Finger hoch in den Ofen aufgeſchüttet, einigemal mit einem Nechen umgerührt, und ſo lange darin gelaſſen ,'„bis er ganz abgekühlt iſt. Nimmt man ihn heraus, wenn er noch warm iſt, ſo ſchwitt er und leidet Schaden.; Auf eine andere Weiſe veredelt ſich der Leinſame dadurch, wenn er mehrere Jahre alt wird, Zweyjähriger Leinſame giebt feinern und längern Flachs, als einjähriger. Viele behaupten, daß der 6 und 7jährige Leinſame der beſte ſey. Wenn zedv die ſo lange Aufbewahrung- des Samens einerſeits mit großen Schwierigkeiten verbunden, und es dennoch bey der größten Aufs merkſamkeit nicht zu verhindern iſt, daß in dieſem langen Zeit: raume ein Theil deſſelben ſeine Keitnkraft verliert 3 andererſeits die Anſchaffung des Samens auf ſv viele Jahre einen um ſo größern Verlag an Betriebseapital erfordert, ſo wird es ſchon hinlänglich ſeyn, wenn man dreyjährigen Samen hat. Der Ri- gaiſche Leitiſame hat, ehe er bey uns zum Gebrauch kommt, gewöhnlich. dieſes Alter. Der mehrere Jahre alte Same ze- währt. nicht nur den Vortheil, daß er beſſer trägt, ſondern die Unbru/I2 ais vlt Feinan"SS! des[e1'S1 Hinweg? geit ihv0ES/ MTL pon gew In %,00 ſinoten 131 lerheiſch M1 dieß di Jempfehll 3! fi) 31h | jam(09! werden 01 dem nw nicht(hi) wird, 3 Gamen 4 Berlyſt/zä" Eyyy 1S Muſe|S EUNEE| un NotG, Ant, diff der Vo würg! Aufbe borher m Man[46| ſichete zul die Golitety Lein einher tan dim) pi EL. Unter dd) 1 welche Wan (Gegen doiggan wants Tehran- Kun; Genn IZT TIER 22 Nate, x | 4. May, Anbau der Feldgewächſe. Lein, 393 IM-(253) „ em Iihy Unkrautſämereyen, welche weniger öligte Theile enthalten, Lv by als der Leinſamen, und deßhalb auch keine ſo lange Kraft zum Dien Det Keimen haben, ſterben, während der mehrjährigen Aufbewahrung N nete ſhy des Leinſamens, ab, Auch die ſchwächlichen Samen, die. nur Eun den dy kümmerliche Pflanzen gegeben haben würden, verlieren in dieſer Z nicht ſch) Zeit ihre Keimkraft, und man bekommt von abgelegenen Leinſa- I finden, au men ein gleichmäßigeres Flachsfeld, was Behufs des Baſtertrags Ve fie den Gy von großem Vortheil iſt. 2 bringen, 1 Viele haben die Gewohnheit, den Leinſamen in den Samen- M 1gaiſche if; Xnoten, oder in der Spreu, bis die Ausſaatzeit ſeine Reinigung ; erheiſcht, an tro>nen Orten aufzubewahren, und behaupten, daß => RE dieß die beſte Art ſey; allein dieſe Aufbewahrungsart iſt nicht zu D, als win! empfehlen, weil die Knoten und die Spreu jede Feuchtigkeit an S Falle nict ſich ziehen, und daher bey jeder feuchten Luft, die auch in die ZD Leinſamen am beſten verwahrten Speicher und Böden eindringt, feucht m ſteril) werden, wo es dann auch bey der dünnſten Ausbreitung und Sieht, win dem wiederholten Umrühren nicht zu vermeiden iſt, daß ſich Z Car volliom nicht endlich Schimmel einfinde und der Same etwas dumpſig 3 Ein Ertiag 0 wird. Ueberdieß gehen Mäuſe und ſelbſt die Marder den ſüßen; M beſſer bez)! Samen ſehr nach, wo oft durch das Aufſchütten bedeutender| FE Cel Verluſt entſteht. Die Aufbewahrung in den Knoten oder in der 24 Dey gering! Spreu in Säcken, an luftigen Orten ſchwebend, ſo daß die Eigen Grip! Mäuſe nicht VE ENE können, wendet wohl dieſe Nachtheile ab; indeſſen es iſt auch dieß nicht zu empfehlen, weil die Spreu SSE ENEN und die Knoten, auch wenn ſie dem Anſchein) nach ganz dürr Zhen ſtink ſind, doch noch immer einige Feuchtigkeit in ſich haben, und ==>; Grfahun der ſo zuſammengepackte Lein ſich etwas brennt.„Die ſicherſte „ gedont il Aufbewahrung des Samens iſt daher in Tonnen, in welche dex Sp icht das 1 vorher gereinigte und dann getrocknete Lein eingeva>t wird. Seen, Tin Man ſtellt die Tonnen an einen tro>nen, vor den Mäuſen ge- ZE Badifen ſicherten Ort, bewahrt ſie vor brennenden Sonnenſchein, weil mit dw die Sonnenwärme, ſo wie bey andern Oelſämereyen, auch beym ſo muß Lein eine nachtheilige Einwirkung verurſacht. Alle Jahre wendet - 8 dufen(u) man die Tonnen einmal um, Um den Wurmfraß zu verhindern, zun ift ," Miſcht man auch" unter den Leinſamen, bevor er gepackt wird, Sim M unter einen Centner 1 Loth Kampher und 7 Loth Knoblauch, - 0 M0 welche Ingredienzien vorher klein geſtoßen werden. Jn manchen E74. ap Gegenden nimmt man auch zu ſelbigem Behn auf eine gleiche as in' Quantität Leinſamen 2 Pfund Pottaſche, löſet ſelbige in ein we Ib 01 Paar Maaß Waſſer auf und ſprengt damit den Leinſamen an, welcher vorher dünn ausgebreitet werden muß, mengt ihn ei- anja vi nige Tage lang gehörig durch einander und packt ihn dann, wenn Mein) mang laubt, daß das Phlegma verdunſtet ſey, in die Tonnen. „„Bielt a Der Rigaiſche Leinſame wird auf dieſe Weiſe aufbewahrt. m, Bam| Vor der Saat muß der Leinſame auf der ſogenannten Lein- g=)(its mn Hool gehörig von Unkraut gereiniget werden. Au iſt das Fe- = en gen des Samens auf einer Windfege, wodurch alle leichte Sa- 5(tt M men abgeſondert werden, zu empfehlen. arts A; e einen IN Zeit der Ausſaat. wird 81 Es läßt ſich in Hinſicht der Zeit, in welcher der Lein geſäct =; hat M werden ſoll, keine beſtimmte Feſtſezung machen. Sowohl der -„hrauch iw Jahrgang, als auch das Clima und der Boden beſtimmen den Scalte Gam Zeitpunct der Sgat bald früher, bald ſpäter. Da übrigens dex BORN B- MAE NL 38 3190292, & Wia 3 (! PI 088.00 Ne 394 Bau“ dex Feldfrüchte. 5. Abſchn, May. (256) Flachs vom Froſte ſehr leidet, ſo iſt eine zu zeitige Saat nicht u empfehlen. Man empfiehlt es beym Flachs, ſo wie bey viee 8 andern Gewächſen, mehrere Saaten zu machen, indem die unvorherzuſehende Witterung, welche nach der Einſaat folgt, ei: nen entſcheidenden Einfluß auf das Gerathen des Leins hat, und man dann doch von einem der gemachten Leinſaaten Zu einer bee ſtimmten Erwartung berechtigt iſt. Im Allgemeinen muß man es ſich zum Grundſatze machen, mit der Leinſaat den Anfang zu machen, wenn man mit der Zurichtung des Ackers fertig, der Boden gehörig durchwärmt und erforderlich abgetrocknet iſt, und wenn keine Nachfröſte mehr zu befürchten ſind. In vielen Gegenden, nimmt man als ein Zeichen der Leinſaatzeit das Here? vorkommen des Laubes der Eichen und Buchen an, welche un- ter unſern Laubhölzern am ſpäteſten ausſchlagen. Im ſüdlichen Deutſchland wird dieſer Zeitpunct in der Mitte April, im nörd= lichen in den meiſten Jahren erft im May Statt finden. Ge- wöhnlich gerathen die frühern Saaten beſſer, als die ſpätern, weil ſie dem Erdfloh weniger unterworfen ſind. Hat man ſich zu mehreren Saaten entſchloſſen, ſv ſaet man von 4 zu 4, von 8 zu 8, oder von 14 zu 14 Tagen. Der ſpäteſte Termin der Leinſaatzeit iſt Ende Junius, Nur in einem warmen Clima, wo ſich die Fröſte im Herbſte ſpäter einſtellen, kann man noch die Saat im erſten Theile des July wagen. In ſolchen Lände reyen, wo der ſcharfe Oſtwind ſehr einwirkt, ſo wie in ſolcnet iſt, weil ſonſt der Lein leicht vere mälzt 3; aber auch einen zu naſſen Zuſtand deſſelben, wo das Erdreich beym Eggen ſchmiert, vermeiden. Am„beſten iſt es, wenn man den Aer nach einem mäßigen Regen pflügt, und den Leinſamen in die friſche feuchte Krume ſäet. Ganz vorzüg- lich iſt beym Leinſamen das Ausſäen des Abends, um ihn der Einwirkung des Thaues zu Überlaſſen, zu empfehlen. Hat man etwas dumpfigen Samen, ſo iſt es unerläßliche Bedingung. Stärke der Ausſaat. Was die Stärke der Einſaat anlangt, ſo kommt es haupt- ſächlich darauf an, ob man den Lein bloß um der Baſtgewin- nung, um der Baſt- und Samengewinnung, oder bloß um der Samengewinnung ſäet. Im erſten Fall muß die Saat am ſtärk- ſten gemacht werden, weil dann die Flachsſtängel ſchlanker, we- niger beblättert und äſtig in die Höhe treiben und feineres Bar | | ebm, 8 vie GS | ai Raaßes 11 zogene nh Wei 1001 mms 6 ME fat,[0'M | gewinnollon | Drittheitny | be OM! Bu4) Pan) 2X 7 ſymm! gm ride 5 wa) ID Praban 7 Adi vet 150 ſchäfte 307) wils 1 Er muß 30 äftig iſt) Ir droße led Kn verurſach> T06 Verände Feſtn hy deins ge „Benn bs Wlomnegg uf die ſh EN mm INNEN ſichtigt;( 1 Chitſe Du S lofter aß Erfordert| der find ſäcte im 4 ? Men wiegen, 17 vicht ben? 8 Mey, Zzeitige Six FE[., 10 wie hi achen, inh» Einſaat fey 8 Leins hi ZM aten ZA meinen mil Z ſaat den h = Ns Vs n- md wm 0m Anbau der Feldgewächſe, Lein, 257) eben. Im zweyten Fall muß man etwas dünner un damit ie Stängel Raum haben, um Samenknoten anzuſezen, Jm lezten Fall muß die Saat möglichſt dünn gemacht werden, das mit die Stängel gehörig ſtark werden, und es ihnen nicht an erforderlichem Raume fehlt, aus dem ſie ihre Nahrung ziehen, und auf dem ſie ſich gehörig ausbreiten können. Auch die Güte des. Samens beſtimmt eine ſtärkerg odder ſchwächere Einſaat. Man nimmt gewöhnlich ait, daß man von gutem rigaiſchen Lein in dem Fall, wenn man die Baſt: und Samenerzeugung ver binden will, auf eine gleiche Fläche drey Viertheile desjenigen Maaßes ſäen müſſe, was man an Weizen bedarf. Von ſelbſt gezogenen guten Samen müſſe man ſo viel nehmen, als man an Weizenſaat dem Maaße näch bedärf, and von minder voll= kommenen Samen müſſe man dem Maaße nach ſv viel, als atx Gerſte ausſäen. Wenn man bloß die Baſterzeugung berückſiche tigt, ſo müſſe man, je nachdem man feineres vder gköberes Baſt ewinnen wolle, das Ausſaatmaaß um ein Viertheil oder ein Drittheil vermehren, und bey der bloßen Samengewinnung un eben ſv viel vermindern. Burzer macht in ſeinem Lehrbüche der Landwirthſchaft Band 2. S. 155 Über das Ausſgaatmaaß des Leins folgende Zu- ſammenſtellung:„„Män ſäet 2 bis 3 Wiener Mebtpen auf das Öſtreichiſche JoHm, Yvung, Marſhäll und Dieſon ſäget, daß mann in England nur 138 bis 2 Meßen pro Joch ſäe. Die Brabanter ſäen im Durchſchnitt nach Sc werz belziſche Ländwirthſchaft Theil 2. S. 113 2 Metzen prov Joc<. Gericke in ſeiner praitiſchen Anleitung zur Führung der Wirthſchaftsge- ſchäfte Theil 2. S, 349 nimint 32 Metzen pr. Joch, Podex= wils aber ſäete, gleich unſern Bauern, 6 Metzen pr. Joch. Er muß dicht geſäet werden, weil die Pflanze kleitt und nicht äſtig iſt, und darum deucht mir; daß weniger als 2 Metzeti zu roße leere Zwiſchenräume laſſen; 5 bis 6 Metzen aber Ver= er gemeſſen 72 bis 75, ſtark eingerüttelt 80 bis 82 Wiener Pfund.“ In den mitgetheilten Neſultaten über den Flachsbhau nach Riederländer Art in Böhmen und Mähren für 1820 und 1821, wird 9. 6. angeführt, daß ſich 8 Loth Samen auf eine nieder: Vſtreichiſche Quadratklafter als am vortheilhafteſten gezeigt hät- ten, und deßhalb dieſe Quantität überall angeordnet worden wäre, und ſich davon ein guter Erfolg gezeigt habe. Mehrere an verſchiedenen Orten'und von verſchiedenen Jahr- gängen angeſtellte Verſuche haben mir das Reſultat gegeben, daß man, wenn man bey. der Leincultur ein gutes Baſt erzielen will, ohne jedoch den Flachs zu ländern, auf den Magdebur- ger Morgen zu 180 Quadratruthen rheiniſch im Durchſchnitt 3 Berliner Scheffel an vollkommenem Samen ſäen müſſe. Bey ſehr günſtiger Witterung beym- Aufgehen hätte ich gewünſcht, weniger, bey weniger günſtiger Witterung aber mehr geſäet zu haben. Bey einem Verſuche mit geländertem Flachs in einem ſehr kraftvollen Boden gaben 4 Berliner Scheffel auf den Mags: Deburger Morgen geſäet einen ſehr ſchönen dünnhalmigen langen Flachs von großer Feinheit. Eine große Hauptſache bey der Saat iſt eine gleichmäßige Vertheilung des Samens, ſo daß der Flachs überall gleichmäßig geſchloſſen ſteht. Selbſt bey geübten Säeleuten iſt das Abthei- len der Samenquantität in zwey gleiche Theile, und das Säen in die Huere und Länge zu empfehlen. Um den Erdſloh unſchädlich zu machen, empfiehlt man die Untermiſchung des Samens mit kleinen Knoblauchſtücken ,. oder die Einſprengung deſſelben mit ſtarkem Knoblauchabſud unmittel- bar vor der Saat. Unterbringung des Samens, Bey der Unterbringung des Leinſamens muß.man ſehr vor- fichtig ſeyn, denſelben nicht tief zu vergraben, weil ſon“ der zarte Keim der Leinpflanze ſich nicht durchzuarbeiten vermag. Man eggt daher vor der Saat gut vor, und bringt den Samen nur mit leichten hölzernen Eggen unter. In dem mehr bindigen feuchten Boden muß man den Samen flacher, in dem leicht aus- tro>nenden lo>ern Boden etwas tiefer unterbringen, damit es den Samen nicht, an- erforderlicher Feuchtigkeit zum Keimen mangelt. Wenn der Boden gut vorgeeggt iſt, ſo wird ein ] j j | ) lich 2031 han) Np then,(Gt (en, 1/08 1)(0/8 velpud| Zis hier DG! Tor8N) Orzen Ss Taue, Mm ſo unn bey[oä ſv feingeQ „arößernd Bedar fn! wahrt 8 (hm a08M [ien, NASH hon Ds - Vitae 6/0148 für Y04 WOGEN Zul Wil SD Dai(fs: en| qd: AEN von 1.57 hat ſd 91 aber jj 1! debau ib Rieſel) vurger M 8 hi, rothe es ] May, 1" Aefat, 1 'm Ay We Nh | hrſcheinlif, - "her Uhenh in im ie IN niiy wenu = NAN W when, Ys Wiete" S 1 MH| Streich! x en Neten] rt eingeri) *" Flachöhu x 180 0): EH auf ew Weſt etien(ey) Stabe, jpeordnt un Gi vſchiedt Sieſultat > iE tes. Zi den Nut im Zu js eh mi Es ic. de v mehr SW Flachy 11! I(l un(a!„" FE MN E| es| ſi ds? ai fim,| E em Il ale 07 110) 1) YE pfiehl 1911708 Fend /Z jabſud 1 > 4:070000 g O+ Eng den Gw m eh bin dem[un 108 dam ine gl NB Anbau der Feldgewäcner Witterung iſt die Anwendung der Walze nach der Saat unter allen Umſtänden zu empfehlen, Sobald die Saat LING F OLG HE,„müſſen die Beerfurchen ausgefurcern Boden beſſer fort, als im| jar Nett? 4 ſehr gebundenen. Im letztern wird er mehr holzig und weniger(8 aint IT . reichhaltig an Baſt. Da er eine Pflanze iſt, die eine beträchtli- het: 7erer Lehmboden, der mit Sicherheit Weizen und| Nieders| 2 Gerſte trägt. Iſt das Clima ſehr warm und man kann den Hanf| hy, zum 5 ſpät ſäen, ſo verträgt der Hanf einen ziemlich naſſen Boden.|| ſym 3 Die Hie des Sommers erhält die Oberfläche des Bodens hin-|(lem NSW N länglich tro>en und warm, und man erhält dann oft die reich:| hens lichſte Ausbeute. Nur muß der naſſe Boden nicht verſauert ſeyn, j'. 8 A Gleich-angemeſſenſten hält man für den Hanf abgewäſſerte, jedoch M 1S nicht torfige Brüche und abgelaſſene moderige Teiche, Der Mo- mae 7 der darf jedoch nicht ſchlüffig, lettenartig oder ſauer ſeyn. Es nt Sf : ſchadet übrigens nicht, wenn auch ſolche Teiche durch ein ſtar- und 1099 Xes Sommerwaſſer überſchwemmt werden, indem der Hanf, wenn er nicht zu lange unter Waſſer ſteht, nicht merklich leidet,| MD Scende, in Seitenzweige getheilte Wurzel des Hanf als Hanfes, die in Betracht der Größe der Pflanze nur klein iſt, ſo rchgang 1 May, 2; 5 land liefen mein deny (iwas, ſſer fort) I[zig und y DIe eine hy 2, und die) = Boden behy 318 der Zub Danfwurzh; 1 Stängll CH, wenn) =(fort; doh - verlangt 1 Sen iſt den! =] RE NLB FNR RR ES Eis GEFREES IRIS STEUER GET RWEERSSERT D6 GANS HEESE BITS GRI EEITUEN: FF 400 Bau“ dex Feldfrüchte."5. Abſcn. May, (262) In dem fetten Schlammboden abgelaſſener Teiche, ſv wie in dem kräftigen Neubruch, bedarf der Hanf keiner friſchen Dün- ZUNG Piaßb im Feldbau und Fruchtfolge, Unter vielen, Verhältniſſen kommt der Hanf gar nicht in den gewöhnlichen Feldumlauf, fondern man hat einige Pläße, welche dem Hanf beſonders zuſagen, und bauer ihn auf vieſen abwechſelnd mit andern 1 RN weiche einen mehr feuchten Boden be- durfen."Bey dem. Höh hoden» der gewbhnlich immer trpc>ner, als der Niedexungsbovden iſt, wird man ſehr wohl thun, die dem Hanfbau günſügen Flecke, WelWe eben ſv günſiig für den Lein: bau, den Kohl u, a. ſind, voa dem gewshnlichen Feldumlaufe abzuſondern, und ſie als beſonder re M2 EDDI, den auf ihnen zu erbauenden Gewächſen entſprechend, zu behandeln. Der gr0z- ße Geldgewinn, welchen Lein und 8 mf abwerfen, werden die verwendete Mühe und Koſten reichlich bezahlen. Wenn man den Hanfbau ay dei 1 gewöhnlichen Feldumlauf bringt, ſo weiſt man ihm bey der Dre eyfelderwirthſchaft gewöhn- lich ſeinen Platz in der Braache an.. Man wählt dazu ſolche Pläße, wo der Boden zur Sommerung gut zubereitet worden war, nämlich nach Sommerweizen oder Gerſie. Bey jedem qan- dern Wirthſchafssſyſteme kann man den Hanf nach den Statt fin- denden Verhältniſſen auf den beſten Plaz bringen, und. man braucht dabey auf die Vorfrucht weniger Rückſicht zu nehmen, weil 1 Zanf,.wofern nur der Boden lo>er und reich iſt, außer nach Lein, nach allen gewöhnlichen Feidfrüchten folgen kann. Sch werz ſagt in ſeiner Beſchreibung der La 4 wirthſchaft im Niederelſaß S. 381...„„Die weiſern Landwirthe laſſen be9 der Dreyfeldwirthſchaft den Hanf durchge ehends nach Kartoffel n, Mais und Kopffkohl' folgen, und nehmen deim zufolge dieſe lebten Ge- genſtände ins Sommerfeld, mit Weglaſſung der Gerſte. Dieſes it gewiß ein unverbeſſerlicher Fruchtwechſel für den" Hanf. Eben ſv 7 und noch beſſer geräth er nach überjährigem Klee, Mari hat alsdann-1)-Wetizen, 2) Klee, 3) Hanf, 4) Weizen, 3) Gerſte, 6) Bohnen.“ Am beſten geräth der Hanf nach den beha>ten Früchten, nach welchen der Boden tief gelockert iſt, und nach Klee, und nac) der Luzerne. Auf ſich ſelbſt kann der Hanf wiederholt folgen, und man hat Fälle, daß er bey einem wiederholten Anbau um ſo beſſer ge: räth.. Schwerz führt in ſeinem"Werke S, 457 und 381. an, daß er.im ZUE ERIEOEn und auch anderswo Fel: der geſunden habe, die ſeit Menſcher(Ie DENEN alle Jahre unun- terprochen Hanf tragen und daher aud) Hanfſftiücte heißen, So verträglich der Hanf mit ſeinen Mobfrüchten und mit ſich ſelbſt. iſt, eben ſo verträglich iſt ex mit. ſeinen Nachfrüchten/ Denn pbgleid) der Hanf eine große ſtartſtängl! iche Pflanze treibt» und viel Nahrung im Boden vorfinden muß, ſo erſchöpft er doch den Boden nicht in. dem Grade ,' als dex Lein. Die Haufpflanze verlaygt ihrer vielen langgeſtielten Blätter wegen einen beträchtlich großen Raum, ſie zieht vermöge d dieſer Blätter viel Nahrung aus der Atmoſphäre, und nimint, im Verhältniſſe ihres großen obern Umfanges, mit thren Wurzeln Rahm? zeln N I 4. T €""(| wir 01% ve ind, NUN M ven zur! der yall ſphäre 4 zus| 20 ie, IW verfü Halfte! is; Pflanz Zeder und Wim den 10 NEN] vor 8 der(EE: kaum VE Ad ven Kl287 nah 168 7 Hanf 184 ſelbe(9601 EE) Sehr vlan rung ad nicht iE mögli der Ats [et Umi 0% WegneS ligung fautes Se Rheſ aW we Wir iW, Y[; iſt die; Chw- Niedy 5 nod ve 3 00! Vin.5 |. 1568 | pflügt te“ EEN» Anbau der Feldgewächſe. Hauf. 401 Side'*»*. 5(263) ZN uE nur einen. geringen Raum! im Boden ein, aus dem ſie ihre vo] Nahrung. zieht, ſo daß ein großer Theil des zwiſchen den Wur- Z zeln der Hanfpflanzen ſich befindlichen Bodens: an pflanzennäh« =) l6, render Materie gar nichts verliert. Wird dieſer in voller Kraſt ES x nict gebliebene Theil des, Bodens, bey der nachherigen Bearbeitung, - MUW mit dem Boden, die Wurzeln der Hanfpfianzen geweten jüind, vermengt, ſo. iſt durch die ganze Bodenkrume noch eine hten Zh große Maſſe pflanzennährender Materie verbreitet, und der Bo- ZS nb den zur Aufnahme einer andern Frucht noch. reich genug. Daß El tw. der Hanf eine beträchtliche Maſſe an Nahrung aus der Atmo- - Bi ſphäre zieht, ſcheint nächſt ſeinem ſtarken Blattorgane auch darz 00 Fel aus hervorzugehen ,. daß' die in ſeiner Rähe befindlichen Früch- ME 06 Dey denen die Haufwurzeln keine Nahrung entziehen fönz 0: Del zurückſchlagen. Veryjöge der dichten Beſchattung, des Box -A(09 dens durc) den Hanf, können fich keine pflanzennährenden Theile ern, damit durch die um ſo leichtere Einwirkung Mu, ZIELEN der Atmoſphäre die pflanzennährende Materie um ſo beſſer zer- 40.30 ſebt und zum unmittelbaren Uebergange in die“ Pflanzenwurzeln ZA geeignet werde. Bey der Bearbeitung muß man auf die Ver- 40208; tilgung des Unkrautes, und beſonders auf die des Wurzelun> Sum ps rautes, welches den Hanf ſehr beeinträchtiget, ganz beſonders il Wert Rückſicht nehmen. Den mehrsFeuchten Boden im feuchten Glima pA muß man im Frühjahre, den mehr troenen im Herbſt bearbei- ZUR ten. Eine Hauptregel bey der Beſtellung des Landes zu Hanf ee Nee iſt die, zu jeder-Bearbeitungsfurche troc>knes Wetter zu wählen, eten un! Scchwerz ſagt in ſeiner Beſchreibung der Landwirthſchaft im RU0 Niederelſaß S. 381:„Ein Hanffeld kann nie zu viel gepflügt, dne m noch ſeine Krume allzuſtart gepulvert werden. Ein fünfmaliges ppf yy Pilügen iſt im Elſaß allgemein; Manche pflügen ſogar ſechsmal. MUH Zwey dieſer Pflugarten werden vox Winter, die andern nach zv ſiielin« Winter gegeben. War es nicht möglich„das Feld zweymal vor > verm) Winter. zu pflügen, ſo holt man es im Frühjahre nach und 10 nin pflügt einmal mehr. Man pfiügt für den Hanf nicht ſo tief, ze: hien W TOON E90 402 Bau der Feldfrüchte, 5, Abſchn. May. (264) als für den Tabak, Jch bin aber überzeugt, daß man ſich beſ: ſer dabey ſtehen würde, die letzte Pflugart vor Winter ſo tief als möglich auszuführen, und den langen Dünger darüber aus: gebreitet liegen zu laſſen. Der durch Luft und Froſt gemilderte Grund würde dann im Frühjahre zu einer mittlern Tiefe unters gebracht werden müſſen. Die zwey letzten Pflugfurchen werden unmittelbar vor dem Säen mit Recht ſo ſeicht, und in ſo ſchma- len Furchen, als möglich, vollführt, weil ſie bloß dazu dienen ſollen, die Oberfläche auf das vollkommenſte zu pulvern.- Mary beobachtet gewiſſenhaft, nie bey naſſem Wetter zu Hanf zu pflügen, Folgt der Hanf nach Klee, ſo werden die Stoppeln von dieſem vor Winter flach umgebrochen, vereggt, gedüngt, und der Miſt untergepflügt. Nach Kartoffeln wird das Land abgeeggt, Miſt aufgebracht, und nur einmal vor Winter Ge: pflügt. In Hinſicht der Form, in welcher der Boden beſtellt werden ſoll, ſind, da der-männliche Hanf gewöhnlich früher ge: rauft wird, nicht zu breite Beete zu ewpfehlen, zwiſchen deren Furchen der Arbeiter beym Ausraufen des männlichen Hanfs ſeinen Standpunct nehmen kann, ohne dadurch den andern Pflanzen zu ſchaden. Die Beete müſſen flach ſeyn, weil in die- ſen ſich die Feuchtigkeit länger und ſicherer erhält, und es iſt am beſten, das ganze Feld in eine Fläche zu pflügen und die Abtheilungen der Beete erſt nach der Saat zu machen, Same und Saat, Same und Samenerziehung. Zur Saat muß man beym Hanf, ſo wie bey jedem andern Gewächs, den beſten Samen wählen. Da man gewöhnlich den weiblichen Hanf, der den Samen trägt, noch vor der gänzlichen Reife deſſelben rauft, um beſſeres Baſt zu gewinnen, ſo pflegt man gewöhnlich die Cultur des zu Samen beſtimmten Hanfs von Der zu Baſt zu trennen. Man ſäet deßhalb in manchen Gegenden entweder zwiſchen die behackten Früchte, oder um dieſelben her- um, nicht allzu di>, einen Nand von Hanf, und behackt ihn mit dieſen zugleich. Durch dieſe Einfaſſung beabſichtigen auch Viele die Abhaltung des Viehes, denen der Hanf widerlich iſt, von dem mit behac>ten Früchten beſtellten Felde, ſy wie auh die Abhaltung der Kohlraupen vom Kraut, indem man dafür Hält, daß der Geruch des Hanfes die Schmetterlinge(papilio Hrassicae) abhalte, ihre Eyer auf die Kohlblätter zu legen, Dies ſes allerdings nicht unwirkſame Mittel ſcheint jedoch aus dem Geſichtspuncte zu betrachten zu ſeyn, daß der Geruch des Hanfes viele Vögel herbeyzieht, welche die Kohlraupen verzehren, Viele vermeiden dieſe Art der Sameyerziehung des Hanfes gus dem Grunde, weil die demſelben zunächſt ſtehenden Früchte zurüc>- ſchlagen, Schwerz führt in ſeiner Beſchreibung der Lands wirthſchaft im Niederelſaß S. 385, an, daß man auf einem Ta- bafsfelde im der Nachbarſchaft des Hanfes das Rückſchlagen des Tabaks 5 bis 6 Fuß weit wahrgenommen habe. Es bleibt wohl am gerathenſten, den zu Samen beſtimmten Hauf an einen be: ſondern Plaß dünn in Reihen, die 1 bis 12 Fuß weit von ein» ander ſind, zu ſäen, und den Hanf zu behacken, oder mit der Pferdehacke zu behäufeln, wodurch er um ſv vollkommenern und mehr Samen anſetzt. Hroßw' fü! wählen || 66 |[mb 0) | Obaleittiy) | ſeht 110% Gewinns ratchlictn0 ſeiner 9 4 ] hen un Maden, | ZUB | 6,1) Zu bf 380 Y 000 Ho will aufer! ſchaft WON Menze; | bloß Cifiar | Hanf nf Qoth(4131) auf doh67 Zoll eino] femte Gn Je UED Sch habn Wezel Yoden 165 Yſende IIS ſro,"| . bis WAS] ſym 10'55 pro R in 9 Hanf DB alß Öuee NE Verhältg ſatt, ſys niht 6 fe Voll „Ney,|. ) Anbau der Feldgewächſe, Hauf, 403 - ß man fh iE(265) A Dihtet 1; Man hält den vorjährigen Samen für den beſten zur Saat z Ie darim. denn wird er älter, ſo wird das Oel in ihm ranzig und er ver- Ifroſ ai liert an Keimkraft. Man wählt nur den vorderſten Vorſprung Em Tww veym Würfen. Ein guter Same muß mäuſegrau von Farbe, E(füm m und voll und ſchwer ſeyn. Die grünlichen und weißlichen Sa- =5VEN 06 men taugen nicht viel. Man hält den Rheiniſchen Hanfſamen =S 8 daum. für den beſten, und es iſt zu empfehlen, den Hanf durch den- = vulven. ſelben von Zeit zu Zeit zu erneuern, weil er bey einer langen St 3 yi Saat außartet, und beſonders kurz und wenig baſtreich wird. SS die Ein. Wo der Hanf keinen ſtarken Trieb und nicht Neigung zum E vg" Großwerden hat, muß man die hochwachſenden Sorten nicht | Bu M“ wählen.! Mei Bin Zeit der Augsſaat. ES Beel Man ſäet den Hanf gewöhnlich, ſelbſt im wärmern Deutſ- Enid fir land, erſt im May, im nördlichern wohl auch erſt im Juny. = iiher. Obgleich ihm ein leichter Reif nicht ſchadet, ſv hält er ihn doch | Mem ſehr im Wachsthum zurü>, wodurch das Unkraut Vorſprung ie When gewinnt. Später als in der Mitte des Junius iſt es nicht Tdh den z! räthlich, Hanf zu ſäen. Da der Hanfertrag ſehr von der nach ?* 1 wern ſeiner Saat Satt findenden Witterung, die man nicht vorher ſe 1S[t, w)4 hen kann, abhängt, ſv iſt es zu rathen, mehrere Hanfſaaten zu SI fügen 1), machen. Es hen, Stärke der Ausſaat. Burgeyr ſagt in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft B. 2. S. 159 über das Ausſaatmaaß des Hanfes Folgendes:„Man ;| bedarf 2x bis 3 Wiener Metzen für das DOeſterreichſche Joch. 5 jedem an Y vung ſagt, daß 2x bis 23 Metßen geſäet würden. Schwerz 18) etvohn)] will aber nur 1,38 bis 1,50 Metßen ſäen(Belgiſche Landwirth= Je der it ſchaft 2. Thl, S. 128 und 133.); was ganz gewiß eine zu kleine 1 ZI Menge iſt, wenn unſere Abſicht dahin geht, viel Baſt und nicht 1 2001000 bloß Samenſtängel zu erzeugen. Eine Wiener Metze ſchöner EE hen Os Hanf wog, nach meiner Unterſuchung, 572 Wiener Pfund. Ein 2 dieſel! Loth enthielt 1510 Körner. Werden 3 Meßben ſolchen Hanfes << behan! auf das Joh geſäet: fo kommt beynahe auf jeden gevierten Je ſichtigt! Zoll ein Korn, was freilich zu viel wäre, wenn jedes Korn Sf wide) Feimte, und jede Pflanze fortwüchſe. Da dieß aber nicht der W-, ſow) Fall iſt, ſo thut man wohl, etwas mehr, als weniger zu ſäen. BE im mm T< habe öfters 3x Metzen per Joch geſäet, allein ich habe mich SS inge(7) Überzeugt, daß 3 Metzen in einem nicht außerordentlich fetien Dr lh; Boden vollkommen genügen z in dieſem mögen 2x Meten eine mo NE paſſende Ausſaat ſeyn. Unſre Bauern ſäen 5 bis 6 Metßen per 7:0) 1). 7 fh“ Schwerz ſagt in ſeiner Beſchreibung der Landwirthſchaft = 10 il im Niederelſaß S. 387, daß daſelbſt die Stärke der Ausſaat zwi: Dw rh ſchen 125 bis 300 Liter pro Hectar(zwiſchen 10 und 22 Mebven ;" v. Pro Morgen) ſchwanke, = fn Im Allgemeinen kann man annehmen, daß, wenn man <„elan? Hanf zu groben Arbeiten erzielen will, man denſelben ſo ſtark, .. j; Gibt 1! als Gerſte, will man feineres Baſt gewinnen, ſtärker ſäen müſſe. E an int- Man hat bey der Hanfſaat ganz beſonders auf ein gerechtes - AEN Verhältniß des Ausſagatmaßes zu achten. Wird er zu di> ges Ea m! ſäet, ſo werden deſſen Stängel mager und ſchwach, weil ſie SD. pt nicht Säfte genug bekommen, daß ſie zu dem rechten Grade ih- Be rer Vollkommenheit gelangen können. Säet man ihn hingegen Sad Sr EHREN BE kb IG ZIA Zl I m viren nz Ziemer ER eä Zarin mant Me meenentng men nmmn n 404 Bau der Feldfrüchte, 5,'Abſchn. May. (266) zu dünn ſo bekommt jeder Stängel gar zu überflüſſige Nah- xu1ng, ſeine Faſern. wachſen zu derb zuſammen. und: formiren ein Gewebe, welches ſchwer auseinander zu bringen iſt, woraus ſich kein tauglicher: Hanf hecheln und fein feiner und ebener Fa- den ſpinnen läßt; daher er höchſtens nur zu groben Seilen zu gebrauchen iſt. Denn der Peberfluß der Säfte und] der- Nah- rung, welche fich in einem kreisförmigen Umlauf an den quer- gehenden Faſexn längshin bewegen, giebt ihm alsdann eine Con- ſiſtenz, welche die der Länge nach laufenden Faſern durch eine Art Gummi, welches ſie. umgiebt, zuſammenleimt und Häut- - ßige Vertheilung des Samens iſt höchſt nöthig, damit dex Hanf überall gleichmäßig und geſchloſſen. ſtehe; und er das Unkraut um ſo leichter unterdrücke, Vor der Saat wird vorgeeggt. Unterbringung der Sqaat. Der Hanfſame darf nicht tief untergebracht werden, weil er ſonſt fault, und weil er beym Aufgehen ſeine Saäametſchalen oder Hülſen mit hervorbringt, wodurch ſein Aufgehen bey eine zu ſtarken Bede>Xung mit Erde erſchwert wird,„Da ex. jedoch zum Aufgehen einen erforderiichen Grad von Feuchtigkeit bedatf, und da ihm die Vögel ſehr nachgehen, ſv muß er gehörig mit Erde bede>t werden, und man muß ihn. daher mit leichten Eg- Gei„ZUt- eINeggen; Schwerz ſagt in ſeiner Beſchreibung der Landwirthſchaft im Niederelſaß S. 387:„„Wie Alles,-ſoy wird im Elſaß auch der Hanf zum dritten Theile vorgeſäet,. Dieſes geſchieht. vor dem letzten Pflügen, Die Furchen werden dabey ſo ſchmal und. ſeicht, als möglich, gezogen. Die Übrigen zwey Drittel Samen werden demnächſt über den rauhen Acer hergeſäet, eingeeggt, und manchmal noch etwas leicht gewalzt. Nach der Saat werden die Beetfurchen ausgeſtrichen, und der aus den Furchen an die Ränder des Beetes aufgeſtrichene V Same mit einem Rechen vertheilt, Die ſyriſche Seidenpflanze, Ascleplias, sYriaca. Dieſe perxennirende Pflanze, weiche"auch ſyriſche: Schwalben» wurzel, oder nur ſchlechtweg Seide genannt wird, gehört. in Deutſchland nod nicht zu den allgemein berannten- Gewächſen. Die Samenbehälter haben eine Länge von 4 bis 6 Zoll, ſind im Durchmeſſer 4 bis 2 Zoll diek, und endigen ſich in eine gebo- gene ſtumpfe Spiße. Die darin befindlichen Samen ſind glatt, gefiedert und braunroth, und haben: eine lange, ſehr feine ſei: denartige Haarkrone, welche als Seide geſammelt wird. Man kann dieſe Seide verſpinnen 3 doch macht man dem daraus gefer tigten Zeuche den Vorwurf, daß er ſich, wegen der ſehx kurzen Faſern der Seide, leicht ausfaſere, und nicht haltbar ſey. Man hat ſie auch zum Verfilzen gebraucht, und dabey ein recht gutes Product erhalten z doch ſoll fſie-zu gefärbten Filzen, in der Ber- mengung mit thieriſchen Haaren, nicht anwendbar ſeyn, weil | zum W Aube» ; ind T ter mt auf tous bnd gros zel, As WB! giebt wm ſie ſich j1 0 Bir 191 jm der 5,9 ) | Die CIE jem ern MRM!> (Ww tem Gun bothige dem Greif) vida fen Dodo ſeicht fü! Pflanze 45 Ehlahm4 wiſt. find; Butzen] Weberſtreuif wohnln den, in; v Z- WENT dur Py, Jahr, nid fürcht/ Und mind Dena man feine | Twen H 4 Ny, überflüſſig: ZURN = ven ift bn Sund ehim» A toben Gly 2: und des Ef an dez, > 18dann ein) Anery. dur ES/eimt undi; BE Eoin, zu dind 0) jedem) =S ein Quih 3 Eine.elh FA damit di) ME ei des hh) DA vorge (=| IO Werdt)| DF e Smi GS fachen(0! (BK. I 1 BS Ofigfety 2 A0100) Soſchieht Fontal un Es Gomun eingeht! u Feſtig) 1ES(8 Uſe 1125. 51110 Wehe Si Bind, Je va tei Ö 05) Zul, ) in ee >> MVRND ZU GIES Sit wid EE 1.001088 „ader ſeht har ſey,? - ein echt| =210 n Wi > jem, EEE EIIIE RD nl w0gm 207 me wude, : ut wn menen<<< 777 00ER DE INGRBRR, een öde Ine 0m um Anbau der Feldgewächſe. Seidenpflanze. (267) ſie einen widrigen Einfluß auf die Farbendarſtellung. haben ſoll. Man hat in Dresden vor einigen Jahren aus dergleichen Seide Hüte gefertiget, welche den aus„thieriſchen Haaren gefertigten in jeder Hinſicht an die Stelle geſtellt werden" konnten. Am tauglichſten- iſt dieſe Seide zur Bereitung von Watte, zum Ausſtopfen und Füttern von Polſtern für Stühle, Kana- pees, leichter DeFen und. dergleichen. Die Stängel enthalten ein dem Flachs und Hanf ähnliches Baſt. Da die- Stängel eine Hohe von 5 bis 7 Fuß.erreichen und ganz ohne Zweige ſind, ſv geben ſie ein ſchr langes Baſt, Der ſehr ſcharfe Milchſaft der Pflanze kann als Fliegengift be- nubt werden. Eine Art der Seidenpflanze, welche ſich im Gattungscharak- ter von der vorigen nicht unterſcheidet, iſt die in Deutſchland auf trocknen Hügeln und an Bergen, vornehmlich an ſteinigten und' grobſandigen Orten wildwachſende gemeine Schwalbenwur- zel, Asclepias vincetoxicum. Sie wird nicht ſo groß, und giebt weniger und nicht ſo feine Seide 3; zur Baſchenupung ſoll ſie ſich jedoch noch beſſer eignen, als die ſyriſche Seidenpflanze, Wir wollen das Nöthigſte über die Cultur der Seidenpflanze in der Kürze abhandeln.: Cultur der Seidenpflanze, Die Seidenpflanze nimmt mit jedem tro>nen Boden vorlieb, wenn er nur gedüngt wird, und das Clima warm iſt. Dieß ſtimmt einerſeits mit dem ſüdlichen Urſprunge der ſyriſchen Sei- denyflanze, ſo. wie damit, daß die Blätter derſelben auf der un- tern Seite filzig ſind, wodurc) ſie um ſv leichter die der Pflanze nöthige Feuchtigkeit aus der Luft ziehen können, andrerſeits mit dem Standypuncte auf tro>nen Pläßen, welche die einheimiſche wildwachſende Seidenpflanze beſonders liebt, überein, Im feuch- ten Boden kommt ſie deßhalb nicht gut fort, weil die Wurzeln leicht faulen, Sie bedarf, da ſie den Boden als perennirende Pflanze mehrere Jahre einnimmt, einer wiederholten Düngung. Schlamm, gut-gefaulter Compoſt, und gehörig abgefaulter Rinds- miſt, ſind ihr zuträglicher, als der friſche Stallmiſt. Um die Iurzeln vor dem. Erfrieren zu bewahren, empfiehlt man das Veberſtreuen mit. Miſt im Herbſt, Man bringt ſie nicht in den gewöhnlichen Feldumiauf, ſondern baut ſie in beſondern Plan- tagen, in welchen ſie ſich, einmal angepflanzt, bald einniſiet, in- dem ihre Wurzeln gleich den Queckeit eine ſtarke Reproductions- Fraft haben. Es iſt ihr keine Vorfrucht nachtheilig, und nach ihr konnen alle deim Boden, auf dem ſie geſtanden hat, entſpre- henden Früchte folgen z nur muß man zur nachfolgenden Frucht eine Braachbearbeitung folgen laſſen. Der Boden muß zu einer gehbrigen Tiefe"gelo>ert und von Unkraut gereinigt werden, Man kann die Seidenpflanze fowohl durch Samen, als auch durch Wurzelſchößlinge fortpflanzen. Der Same wird im Früh- jahre, nicht-allzu dicht, wenn keine Nachtfröſte mehr zu be- fürchten ſind, breitwürfig, oder in zolltiefe Furchen geſtreuet, und mindeſtens- 3- Zpll mit Erde bedeckt. Wenn man die Sei- denpflanze durch Wurzelſchößlinge fortpflanzt, ſo darf man, wenn man keine alten Stücke hat, von denen man die Schößlinge nehmen kann, fie nicht cher verpflanzen, bis ſie ein Alter von 405 406 Bau der Feldfrüchte, 5. Abſchn. May. (263) zwey Jahren erreicht haben. Man ſchneidet die ausgelaufenen Igurzeln mit einem ſcharfen Meſſer ab, theilt ſie in 6 bis 7 Zoll lange Stücke, von denen jedes einige Augen haben muß, und legt ſie in Reihen 15 Fuß weit von einander und 4 bis 5 Zoll tief. Die Zeit des Verpflänzens iſt entweder im Herbſt, wenn der in der Pflanze ſich befindliche häufige Milchſaft vertrocknet iſt, oder im Frühjahre, ehe er ſich wieder verdünnt. Von der Frühjahrspflanzung hat man im laufenden Som- mer keine Erndte, während die Herbſtpflanzung ſie gleich im Mn Jahre gewährt, weßhalb dieſe auch jener vyrzuzies en iſt, Oelgewächſe. Der Leindotter, Myagrum z5ativum. Er wird auch Flachsdotter, Finkenſame, kleinex Oelſame,/ Schmalz genannt. Er wächſt in vielen Gegene den Deutſchlands wild und findet ſich ſehr häufig im Lein, als ein nachtheiliges Unkraut. Als Oelpflanze verdient der Leindotter Berückſichtigung, indem er nicht nur ein zum Brennen eben ſo taugliches Oel, als der Rübſamen und Rapsſamen giebt, ſondern das Leindotteröl übertrifft auch in Hinſicht der Fettigkeit und des Geſchmackes das Rübſamen- und Rapsſamendl. Cultur des Leindotters. Er wächſt in jedem Boden, der nicht ſtreng und zu naß iſt, wenn er nur nicht ſehr mager iſt, am beſten kommt er aber in ſolchen Ländereyen fort, wie man ſie zum Flachs wählt, wo er einen hohen Stängel-mit vielen Aeſten, voller Schoten treibt. Der Boden muß eben ſo ſorgfältig, als zum Lein bearbeitet, und wenn er nicht reich genug iſt, gedüngt werden, Man bauet ihn im Sommerfelde nach gedüngtem Braachweizen, vder Noggen. Er hat feine nachtheiligen Vorgänger, wenn der Boden nur nicht zu ſehr ausgeſaugt iſt. Wie alle Oelgewächſe erſchöpft er den Boden beträchtlich bey einem reichlichen Ertrage, und er iſt vaber eine minder geeignete Vorfrucht für andere Gewächſe. Als eine einheimiſche, wild wachſende Pflanze darf man bey der Wahrnehmung des Zeitpuncts ſeiner Ausſaat nicht zu ängſtlich verfahren. Man kann ihn vom April bis Johannis ſäen, und da er vom Froſt nicht leicht leidet, und ihm die Inſecten keinen Schaden zufügen, ſo iſt ſein Ertrag immer ziemlich ſicher. Der Boden wird vor der Saat vorgeeggt, dann der Same dem Maaße nach doppelt ſv ſtark, als der Rübſame ausgeſtreuet, und mit leichten Eggen nicht zu tief untergebracht, Der Chineſiſche Oelrettig, Raphanus chinensis oleiferns. Dieſe aus China ſtammende Pflänze ſcheint unſere Sommer- radieschen zur Stammmutter zu haben, wenigſtens hat ſie mit dieſen viel Aehnlichkeit; nur ſind die Stängel und Zweige weit ſtärker, die Blätter breiter und mehr behaart. Sie ſeht auch viel mehr Schoten an,'und hat überhaupt einen weit üppigern Wuchs. Der Anbau des Delrettigs hat in Deutſchland kein großes Glück gemacht, und man ſevt ihn hinter den Rübſamen | pW aufg! 110 Brun EG gewinnt B3 Ys MN einen ly 1 en fa AE((] derungen ſeyn,(90! Jahru fs) einigen M ) imNot) worden Ii eine halllC folde ha.6% ſehr ven jeht| oden(M1 ive Wu EU pftaut(FFH UNE Ray. 81 zen nene Orſtarfemnfteng Votzu/f jh gel ID0 3Ht Dagegen dbd Witteru13ss rauhen fl Jreitwinid ſend 10v4E Nüſſen, es ar burns Weihen ed x Welche derfat: 1 4 WDE IE Wh DE hen fe wf: viele Yeſt äl den, Wings Rechen"4 Gain Un' man brin in ſm; geſtreute K Und die 37 Vehandlunl I Y'm; 1) Anbau der Feldgewächſe. DOelrettig. 407 Ele QUShelum. s E(26 9) Ne in 8 biz) und Rapsſamen, da ſein Gerathen unſicherer iſt, Die Samen Alhaben muß. ſind ſehr ölreich und geben, wenn ſie kalt geſchlagen werden, ein „Lund 4 hig 1) beynahe dem Mohnöl gleich kommendes Oel. Wenn man beym Brennen des Oelrettigvis den Rauch in langen, über den Lam- pen aufgeſetzten Trichtern ſich anſeßen läßt, und ſammelt, ſo gewinnt man daraus ein gutes Material zu ſchwarzer Tuſche, [aufendy 3 Cultur des Oelrettigs. Cim Herbf,» = lihſaft vein) S inyt D Eng fie 464? N? -3E0EN. Als eine urſprünglich ſüdliche Pflanze verlangt der Oelrettig " einen loFern, mehr tronen warmen Boden, der eine freye, ge- gen ſtarke Winde geſchübte, aber nicht zu ſonnige Lage hat. Er wächſt auch im Sandboden, beſonders, wenn derſelbe in Nie- derungen etwas im Schatten liegt. Das Clima muß warm ſeyn. Er liebt mehr den alten vegetabiliſchen Humus, als den 10m, Näahrungsſtoff von friſchem Dünger, und wenn der Boden nur Samt,! reich iſt, ſo darf er nicht gedüngt werden, Nur a) in viel H im Nothfalle düngt man, weil der Oeirettig, zu welchem gedüngt I fig in 1, PVorden, dem Erdfloh mehr unterworfen iſt. Man giebt nur <= 11 der Vi. eine halbe Düngung. Man bauet ihn am liebſten im Sommer- Nh felde nach gedüngtrer Braachwinterung. In der Fruchtfolge iſt er - FE ſebr verträglich. Mit ſeinen vielen und ſtark behaarten Blättern hr Tetp zieht ex viel Nahrung aus der Atmoſphäre, und hinterläßt dem . y AN Boden einen bedeutenden Rückſtand an Düngermaterial durch 8810, ſeine Wurzeln. Der Boden muß ſorgfältig bearbeitet und vom S4 Unkraut gereinigt werden. Man kann ibn im Frühjahre oder im p- uns Herbſt ſäen. Im Frühjahre ſäet man ihn im Laufe des Monats < eiommt May. Die Herbſtſaat muß zeitig erfolgen, damit ſich die Pflan- M6 wihlt.| zen noch vor dem Eintritt des Winters gehörig bewurzeln und EE Schow erſtarken können, Die Herbſtſaat hat vor der Frühjahrsſaar' den üs Vein bil Vorzug, daß ſie von den Erdflöhen minder leidet, weil die Pflan«- t genommen, oder man voll. fü Is läßt bey der Erndte eine Anzahl junger IS8urzeltriebe im Boden Beet zurück, und nimmt ſie im künftigen Frühjahre unmittelbar zum af"m| Verpflanzen aus demſelben. Wenn man die Wurzeln verſchneit: doch eri 1 det, oder ſie von dem Mutterſtoc>e löſet, iſo muß dieß mit einem ime|' ſcharfen Meſſer geſchehen,| er Ww,“Anbau der Feldgewächſe. Krapp. 409 (274) Die Fechſer werden zu Ende April oder im May, nachdem ſie* vorher im Waſſer eingeweicht geweſen, auf folgende Weiſe gelegt. Man pflügt zur it H 4 bis 5 Fuß breite, etwas h'Ean4 erhabene, aber nicht gewölt 10 Beete.'Quer über dieſe: Beete M macht man einen Fuß weit von einander entfernte und einen 09 uo halben Fuß tiefe Furchen, legt“ in dieſe, ungefähr einen Fuß weit von einander, die Fechſer, hede>t ſie mit Erde und Min NEE dieſe um die Pflanzen herum ſanft an. Die Furchen müſſen| fetgenben tief gemacht werden, daß die Fechſer nicht nur ganz hineingehen veoh ſondern auch noch 1 bis 2 Zoll hoch mit Erde bede>t werden [he vorh önnen, Es iſt zu empfehlen, immer zwey< Sechſer zuſammen2 / Wed n zulegen, weil ſich öfters welche finden, die nicht f eimen. It WERE manchen Gegenden macht man anſtatt der Furchen auf jedem erfolgt im! Beete 4 Reihen Löcher, welche in der Reihe 6 Zoll von einan= Beete mit) der abſtehen, mit einem gewöhnlichen Pflanzverſetholze ſchief 0 ſint, N in den Boden und pflanzt in dieſe Löcher, Die Löcher müſſen 0 werden ſy nicht nur in den LR ZenLeen ſondern auch quer über in gera= h. Si den Linien ſeyn,.. dadurch die Arbeit erleichtert wird. Nm ausgejint wählt zum Legen der Fechſer einen Zeitpunct, wo es nicht "ert want trocen iſt, und wo möglich iurz vor, oder nach einem NEG ven Föhn In Sch leſien, wv um Brieg, Ohlau, Bresgslau und orgfalt 1 Liegnit viel Rothe erbaut wird, iſt das Verfahren des Legens ben, vint der Röthe an den meiſten Orten folgendes: Die Fechſer, dort noch häufiger« Schüßlinge, werden 4 bis 6 Zoll von einander Öt zu(m) in Reihen, die 8 bis 12 Fuß von einander entfernt ſind, 6 bis 1, wn 10 Zoll tief auf folgende Art eingelegt, Nachdem der Acker in woblahi) 12fürchige Beete gelegt worden, nimmt man die Fechſer, welche beton den Winter über im Boden verblieben waren, behutſam aus der jf 130 Erde 3; am Ende des Beetes, TI 1 Fuß vom Ende, macht ein chen if Mann mit einer Hacke quer über das Beet eine Furche, 10 Zoll PE tiefz in dieſe Furche legt eine zweyte Perſön die Fechſer, je 4 1 des fi!„bis 6 Zoll von einander, ein 3 während deſſen geht die erſte Per- n6 dur" ſon aufs zweyte Beet, und macht dort mit der Hake eine Fur- „m, un he; die zweyte Perſon, folgt ihr, und legt in dieſe Fuxche eben- nd 3 ne falls Fechjer. Während dieß geſchieht, kehrt die erſte Perſon n deſſelht&Füfs Gerſte Beet zurüG, acht mit der Hate die zweyte Furche in der Art, daß der aus der zweyten Furche ge zogene Boden, in der erſien Furche auf die Keime zu liegen fommt., Mit einem Rruppfeht Fuße tritt der erſte Arbeiter den Boden auf der gelegten Pflanze wel! feſt, und mit dem andern rückt er in der zweyten Furche fort. "Zun Nun reinigt er den zweyten Graben, und bringt ſo viel Bodey Samm il. aus demſelben auf„die Fechſer, daß fie einen ſtarken Zoll damit hahe mw bedeckt find, ebnet den Boden, 7 ihn aber nicht feſt, ſondery JU]) däßt ihn lo&ter auf der Pflanze liege n. Er geht nun zum zwey- . oe! ten Beete über und der zweyte Arbeiter legt in die zweyte Furche ' des erſten Beetes Fechſer ein. Auf dem zweyten Beete verfährt „ei der erſte Arbeiter, wie auf. dem erſten Beete, und der zweyte | Arbeiter folgt ihm nach. Svo wird fortgefahren, bis beide"Beete „har vo! y DAU NO: uf voll. ſind.= Die Fechſer jede man nicht bis an den Rand der 1.08 ml Beetfurchen, ſondern bleibt davon“ Zoll entfernt und pflänzt 10200 auf dieſen leer. gelajſenet NE allerhand Wurzelgewächſe ,- je unmit M doch erſt alsdann, wenn die Röthe geſteckt worde! zu 51 e8> ſchr „oly DONG 2 4 FE 3 jen troen, ſo begießt man die mit der Hacke gezogenen Furchen dieb mittelſt einer Gießkanne mit Waſſer, ehe man die Fechſer einiegt, m. GIES- CEA DHE ERBen loszieht. Dieſe Schößlinge wachſen im Frühjahre und werden im May oder in der Mitte Juny von den Hauptſtöken der Pflanzen ge- trennt und eingelegt. Sie dürfen aber von der Wurzel, aus wel- t werden, das übrige Kraut des Schößlings aber unbede>kt bleibt, Man empfiehlt, immer zwey Schößlinge neben einander u legen. Im Uebrigen geſchieht das Legen der Schößlinge eben D wie das der Fechſer. Herr Profeſſor Weber ſagt über das Legen des Krapps in ſeinem Aufſatze:„Ueber den Anbau der Röthe bey und um Bres- Lau“ 18. Lieferung der Schriften und Verhandlungen der 0fo» nomiſchen Geſellſchaft im Königreich Sachſen S. 113, Folgendes? „Man legt hier nur die von den über den Winter im Lande gez bliebenen oder eigends wieder ins Land gelegten Nöthepflanzen, im Frühjahre oben augsgetriebene 6=- 8 Zoll langen Pflanzen:- Xeime, vder Kiele, die ſogenannten Dalen, Daulen aus, die man daher ein paar Zoll unter der Erde abſticht, worauf dann die Wurzeln, die ſogenannte Sommerröthe, herausgegraben wer- den, Und zwar geſchieht das Legen der Keime im May, um die Mitte deſſelben. In das wohlgegrabene und bearbeitete Beet werden nämlich alle Fuß weit(in Entfernung von 12 Breslauer eg mit der Ziehha>e(einer kleinen, am Stiele etwas ſchräg ehenden Hacke) kleine Gräben gemacht, und die Keime, einer an den andern, ſchräg eingelegt(weil ſie leicht abbrechen), und darauf wird mit der Ziehhacke Erde daran gebracht, ſv daß ſie zur Hälfte nur herausſtehen 3; ſie erheben ſich nachher, ſtehen erſt gerade, und legen ſich dann mieder.“ Verbeſſerte Art des Legens. Da die vorbeſchriebenen Arten des Legens der Krappfechſer und Kräppſeblinge nur auf die koſtſpielige Handarbeit berechnet iſt, und äuch die nächherige Arbeit nur mit der Hand erfolgen kann, und ſie daher nur mehr in kleinen Wirthſchaften und beym Anbau im Kleinen anwendbar ſind, ſo haben Mehrere eine ver- beſſerte Culturart, die mit weniger Koſten verbunden iſt, emz pfohlen, und auch mit günſtigem Erfolg angewendet. Sc werz beſchreibt dieſe verbeſſerte Culturart, die er auch ſelbſt bey der Anwendung vortheilhaft gefünden hat, in ſeiner Belgiſchen Land- wirthſchaft Theil 2, S. 203 u. ſ. f. im Weſentlichſten folgender- maßen:„Es werden, wenn der Boden gehörig bearbeitet iſt, mittelſt eines Pflugs mit doppeltem Streichbrete Furchen gezogen, wodurch ſich Kämme bilden, welche mit der Vertiefung etwa 20 Zoll breit ſind. Auf dieſe Kämme wird gepflanzt, Ein ek- wächſener Knabe ſticht mit einem kleinen Spaten eine Grube aus, und ein Arbeiter pflanzt knieend mehrere Schößlinge oder Fechſer, und drückt den Boden um die Wurzeln ſanft an.“ S Feldbau und der Fruchtfolge, ſo wie in Hinſicht der Erſchöpfung des Bodens, kann man ſie den Kartoffeln gleich"annehmen. Der Boden muß ſorgfältig und tief gelockert werden, weßhalb man ſchvyn im Herbſt tief ſtürzen muß. Das Unkraut muß ſorg- fältig vertilgt werden, und der Boden muß gehörig gepulvert - feyn, weßhalb Egge und Walze fleißig in Anwendung gebracht werden müſſen. Samen und Saat. Man wählt zum Fortpflanzen die runden und größten Knol- len von der vorjährigen Erndte, oder höchſtens zweyjährige, und weicht, da ſie ſchwer keimen und oft' 4 bis 5 Wochen in der Erde liegen, ehe ſie hervorkommen, erſtere 24 Stunden, letztere 48 Stunden vor dem Legen in Waſſer ein. Um das frühere Auffkei- men zu befördern, empfiehlt man auch, etwas Salpeter unter das Waſſer zu thun. Das Legen der Knollen kann auf zweyerley Weiſe geſchehen? Im warmen Clima theilt man den Aker, wenn er gehörig bearbeitet worden, in 4 Fuß breite Abtheilungen, oder Beete. Auf jedem dieſer Beete werden in gleicher Entfernung von einan- der 3 Furchen mit einem ſchmalen Neihenzieher 2 bis 235 Zoll tief gemacht. Wenn keine Fröſte mehr zu fürchten ſind, gewöhn- lich Ende April oder Anfangs May, werden die Knollen 8 bis 10 Zoll von einander entfernt, in die Furchen eingelegt, und dieſe init dem aus der Furche geſtrichenen Erdboden bedeckt,: | zu M | 431'M Bmi] | Sitew'S hot wer 8 dur"S1 ih der WIEN Sym yenwerg| Zl wiel! Unter 0 gie CGich M0 auf NU! Blutw/ſn Wahl 8!| yd 091,07 vn 31 eil dien; (len 19 (cht 31 /FQ3 Yz viel 197: Ja vm lic) 34 Ory indige6s es(111911 er Cuy en un 18m dem an! öthiae inge (dew! erung ein HEy gell als(A ſchöpft, AQ vf die Jm Jt 30 156 WENN. | Vf ſer ein, Wodurch die Emis Weit voy Wuibidug Ander zus Onander Same"8 Üchorie| Wehrere 63 aw“wf en FT<<< KE HIBE-. Mimaki, DEERE May, Anbau. der Feldgewächſe, Cichorie. 413 [5(275) Ülgung Im kältern. Clima legt man die Knollen, in der Mitte März, erze 3 Zoll von einander in kalte, wohlverwahzte Miſtbeete, begießt 2 006, WW) die Miſtbeete vfters mit lauem Waſſer, überdeckt ſie bey kalter femi, Witterung, und lüftet ſie bey warmer, Man erhält dann Pflanz zen, die im May, in eben der Entfernung wie die Knollen ge- legt werden, verpflanzt werden können. Die Pflanzen erhalten dadurch einen großen Vorſprung, und können ihre Ausbildung 2) 5 5- 2;. Ein. in der wärmſten Jahrszeit vollenden und volliommener werden. NTVALiy N 3 Renge hy Die Cichorie, Cichorium intyhus. nder Ori Sie wird auch Wegwarte, Wegeleuchte, Hundsläufte, Son- gen, aue nenwendel genannt. Thre ſpindelförmige, fleiſchige, weiße Wur- m Blüh, zel wird als Kaffeeſurrogat, ihr Kraut als Viehfutter benutzt. Unter allen Stellvertretern des Kaffee, hat ſeit vielen Jahren hem'Zw die Cichorie den Vorzug behalten, und wird in allen Gegenden ern, kraft= S1 fie qe vollen, von Unkraut reinen Boden, mit einer tiefen Krume, Qidem bſy weil die Wurzel, welche der Haupttheil der Pflanze iſt, oft über 3 Ellen tief eindringt. Im ſchweren Boden iſt der Cichorienbau ZFeldhy/ nicht zu empfehlen, weil die Wurzel derſelben beym Eindringen 5, Bodi! zu viel Widerſtand finder, und auch die Erndte erſchwert wird. Da, un Kalk und mergelhaltiger Boden ſagen der Cichorie ganz vorzüg:- = Gini lich zu, und eine ſtarke Düngung mit dieſen macht auch den E(ig feu bindigern Boden zum Cichorienanbau tauglich. Cin mäßig feuch- 18040 tes Clima liebt die Cichorie vorzugsweiſe. Friſche Düngung iſt =S miſt, m der Cichorie nicht zuträglich, weil die Wurzeln davon roſtig wer= „red Jm. den und einen ſehr ſcharfen Geſchma&> bekommen, und iſt man Sherif in dem Falle, daß der Boden nicht kraftvoll genug iſt, dazu ge: jw.- DOthigt ſo wählt man einen gehörig zergangenen Miſt, und (834 w/ bringt ihn im Herbſt unter. Man baut die Cichorie in der Drey- - NN felderwirthſchaft gewöhnlich im Sommerfelde, nach gedüngrer Win- = in ed terung, und läßt auf ſie wieder reine gedüngte Braache folgen, weil hong die in vem Boden nach der Erndte zurückbleibenden Cichorienwur- Se mdun wi zeln als Unkraut wuchern, und weil die'Cichorie den Boden ſehr erſchöpft. Man hat daher beym Cichorienbau weniger Rückſicht „uk auf die Vorfrüchte, als auf die nach ihr folgenden Früchte NRück- ZW: ſicht zu nehmen. Der Acker muß mit aller Sorgfalt möglichſt Spen, tief gelvFert werden, Se wu Samen und Saat.: Een, iis Den Samen weicht man 24 Stunden vor der Saat in Waſ: frühen ſex ein„„und ſäet ihn hierauf breitwürfig, oder beſſer in Neihen, =yet ww wodurch die nachherige Behandlung während der Vegetation und . ug"h. die Erndte erleichtert wird. Man macht die Reihen einen Fuß eiſe gi"- weit von einander, und legt den Samen ſo, daß die nachher ſich mir ausbildenden Pflanzen in einer Entfernung von 6 Zoll von ein- 1 8"ander zu ſtehen kommen. Dieſe Entfernung der Pflanzen von png wm einander iſt auch bey der breitwürfigen Saat zu beobachten. Der S2 bb Same muß ganz flach untergebracht werden, Die Saatzeit der < find, 0 Cichorie iſt der April und der Anfang Mays. Man empfiehlt es 3 ollen 8% mehrere Saaten zu machen, weil bald die frühere, bald die ſpä wot, mD tere Saat beſſer wird, : db 13* 0! ib bk Orb ak 1 2 800 en ed iE 4-07 Et ade Bau der Feldfrüchte. 5. Abſchn, May. (276) Die Kaffeewi>e, Astragalus bhaeticus. Sie wird auch ſchwediſche Kaffeewicke genannt, weil ſie aus Schweden ſich zu uls verbreitet hat. Jhre Benennung: Wicke, iſt ganz fälſchlich, weil ſie nicht unter das Wic>engeſchlecht ges hört. Sie wächſt in Spanien und im ſüdlichen Frankreich wild, und iſt in letzterm ſchon ſeit lange als Steilvertreter des Kaffee im Gebrauch. Der jetzige König von Schweden hat-ſie aus dem füdlichen Frankreich nach Schweden kommen laſſen. N1s Kaffee: ſurrogat hat ſie zeither große Aufmerkſamkeit im Deutſchland ex- regt, und obgleich ihr Schickſal noch nicht entſchieden iſt, ſo ſcheint es dv<, daß ſie als ſolcern, mehr ſandigen, aber ſehr reichen Boden in einer warmen Lage. Friſche Miſtdüngung iſt ihr nicht zuträglich, wohl aber muß der Boden mit gut zergangenem Com:- poſt, oder mit völlig gefaultem Miſt im vorhergegangenen Hervſt gedüngt werden. Man weiſt ihr den Plas im Sommerfelde und Überhaupt nach ſolchen Früchten an, welche einen kraftvollen, lodern, und von Unkraut reinen Boden hinterlaſſen. Da ſie ein nicht unſbeträchtliches Blattorgan hat, und daher viel Nahrung aus der Atmoſphäre ſich aneignet, ſo evſchöpft ſie den Boden nicht zu ſehr, und iſt daher keine nachtheilige Vorfrucht für eine der nachfolgenden. Der Boden muß mit aller Sorgfalt gelockert, und von Unkraut gereinigt werden. Die Saat erfolgt im May, wenn man vor Fröſten geſichert zu ſeyn glaubt. Man legt die Samen in Reihen, 12 Zoll von einander und höchſtens einen Zoll tief. Die Samen müſſen vor dem-Legen in Waſſer eingeweicht werden, Vegetation der Feldgewächſe, Behandlung während der Vegetation und Beſchüßung vor Unfällen, Im May erfolgt das Schoſſen der Winterſaat; Nur dex Weizen iſt oft noch am Ende dieſes Monats ſehr zurück, und erhält ſich erſt beym Eintritt der trocknen, warmen und recht ſonnigen Witterung. Schwachen Weizenſaaten ſucht man durch eine Peberſtreuung mit getrocknetem Tauben- und Hühnermiſt aufzuhelfen. Am meiſten rüs >en im May der Winterroggen, welcher bereits ſeine Aehren ent- wielt, und der Winterrübſamen und Winterrapsſamen, welche bereits blühen, in der Vegetation vor. Ueber den Winterrübſamen und Wintkerrapsſamen wollen wir in dieſem Monat das Specielle in Hinſicht ihrer Vegetation anführen, über den Winterroggen aber im folgenden Monate, wo er blüht, das Specielle ſeiner Begeta- tion bemerken, wo wir auc) das Speeielle anderer weiter vorge rückten Winter- und Sommergewächſe abhandeln werden, Sollen die Wintergetreideſaaten gerathen, ſv muß die Wit- terung im Laufe dieſes Monats mehr kühl und mäßig feucht ſeyn. Die Getreidewurzeln können ſich in der durch mäßige Feuchtigkeit in einem milden Zuſtande erhaltenen Bodentkrume gehörig qaus- breiten, ſo wie die jungen Nebenſproſſen um ſv leichter» auftrei- ben können. Die kühle Witterung hindert das zu ſchnelle Em- yvortreiben der Halme, es können ſich daher die Wurzeln um ſo mehr ausbilden und erſtarken, und die aufgetriebenen Halme rhalie!) är ſi os vid di: W erfuhr, r hols 1 S ', WE Jelen GOED wenn. Sein wn nur Jehren, 19 en beruft! ſtöre,[1999 füg aufſ9e ren ein(DB! en undd n, un) Halme 196 iſt wf dV der Achutft | fülgen, I Achten 118 jede) dE je ſch BE 7 üer winn Ie alp Wh8 gem u! ſchüttet Itt vas Get 5 Hhe mt ſich beynäfb? ſonders cf müſſen öfen Wms 54 agen 81) Und et Epipen[6 brett, 01.143 Under ENTENTE '/ m Tea 5 „2200200 ÜR RE ZAUN / Kaan IEEE aa wok EIÄE UMME“ Met, dis Verbot ſonders„5 Butzeln 5 mus 0 Unge vernge Vie Fon „Me 4 Jeiben als Watt,( (y, h Vegetation der Feldgewächſe und Behandlung derſelben. 415 15. ue 0 00979 » Will; erhalten dann zum kräftigen Auftreiben vm ſo mehr Nahrung. nung n dagegen die Witterung im Anfange des May ſehr warm, und ageſchlhl wird die Triebkraft der Pflanzen durch fruchtbare Gewitterregen anfreig erhübet, ſo treiben die Getreidepflanzen. ſchnell und ſpit in die ter di ih, Hohe, und es erfolgt kein dichter Stand in Halmen und im Aeh- at-fie wbl ren, wenn auch in der Folge ſich noch Nebenhalme, die man in 1, Akiy. vielen Gegenden Maypflanzen nennt, finden; denn dieſe Halme, Deut)... wenn fie einmal gegen die Haupthalme zurückgeblieben find, wer hiedn jk! den nur dünn und ſchwächlid, und treiben ie vollkommenen „ wk Aehven.. Der dichte Stand des Getreides in Halmen und Aeh- ren: berühet nicht auf einer großen Menge vorhandener Pflanzet- ſtöe/ ſondern darauf, daß viele Sproſſen des Stoc>s gleichmä- ber fink Big aufſchießen, wodurch ſich iin Halme und im Beſate der Reh- ng ſink ren ein gleich ſtarker und' gleichmäßiger Stand bildet. Die dün- ganz: nen und ſchnell aufgeſproſſenen Halme treiben keine ſtarken Aeh- gangs zen, und lagern fich leicht. Je langſamer das Aufſchießen der omm) Halme und das Hervortreiben der Acehren erfolgt, um ſo ſicherer men fw iſt auf. das Gedeihen des Getreides zu rechnen. Das Austreiben ſen, Nj der Aehren muß möglichſt gleichmäßig über das ganze Feld er- rv folgen, weil dann eine um: ſo gleichmäßigere Ausbildung der je my) Aehren und gleichmäßige Reifung der Samen erfolgt. Zeigen fich orfruhtz) Jedoch die Achren ungleich, einige zu früh, andere zu ſpatz ei: ongfaliy) mige ſehr lang, andere ſchr kurz; einige an ſehr hohen, alle anz dern überragenden Halmen, andere an niedrigern Halmen, fo darf Fröfun! man keine ſehr günſtige Erwärtung von der Erndte hegen, denn u: 0. alſs ſtehendes Getreide lagert leicht, reift ungleich, wird in Kör- men wl fern unvolliommen, rückt beym Binden ſehr zuſammen, und ſchüttet beym Dreſchen ſchlecht. Man nimmt gewöhnlich an, daß das Getreide beym Heraustreiben der Aehren die Hälfte ſeiner Höhe erreicht hat. Eine eine gute Ernte verſprechende Saat muß 119 N? ſich beym Schoſſen in den Halmen verhälinißmäßig lang, di, be- vn ſonders am untern Theile des Halmes, darfrelen. Die Aehreu Unfäln müſſen in einem rechten Verhäliniſſe zum Halmen ſeyn,=- mant nimmt an, die rechte Länge der Aehre müſſe doppelt ſv viel Zoll [93]„0 5 40 betragen, als der) Halm zur Zeit des Schoſſens an Fußen mißt Ne= und beym Eintritt der Blüthe' eine ebene Fläche mit hre gem I)|, Spitzen bilden. Die Knoten der Halme müſſen die>, die Blattev berfireun breit, dunkelgrün und ſteif ſeyn. Amm md Unter den in dieſem Monate ſchädlichen Thieren ſind vornehm- inem) lich. die Maykäfer zu bemerken. Die Käfer ſelbſt ſchaden zwar STAN den Feldgewäachfen, nicht, ſondern nur den Bäumen, aber ihre Ginpenns gelblich weißen Larven, die man Engerliüge, auc) A>erwürmer t das 0 nenut, die mehrere Jahre im Boden zubringen, ehe ſie al8 Kafer een hervorfkommen, ſind dem Getreide und andern Feldgewächſen, be- ſeiner 34 ſonders aber dem Kohl ſehr nachtheilig,/ weil ſie fich von deten ' weite! Wurzeln nähren, und oft große Verwüſtungen anrichten. Man werdn muß alſo auf das Vertilgen der Maykäfer ,' wodurch'die Enger- muß v linge vermindert werden, möglichſt Bedacht nehmen. Ji iE SNLIES 7 ju Winterrübſamen und Wintexrapsſamen. gebun] Vegetation und Behandlung während der Vegeta- dE“"a«ionnac» tigen Früh hackt, uh "vfzeuge Win n&, neh wer! J- HEDI Ss „erhald Un Jn der Regel iſt dieſer Monat mehr tro>en, als naß; doch „daß ww" giebt es auch Jahrgänge/ wo er der näſſeſte Monat iſt, Bey Slatfer 1) der Näſſe leiden die Feldfrüchte ſehr, und gewöhnlich pflegt auf I: geſchehn» einen naſſen Juny Theurung zu folgen. Die Vegetation iſt in E| NEE dieſem Monate, wenn abwechſelnd Regen erfolgt, noch ſehr Üppig. 3 es Mithſm Die meiſten Feldgewächſe bilden fich in dieſem Monate aus, an, wel" und nach Ablauf deſſelben läßt ſich eine beſtimmte Vermuthung 5 jungen Ur über ihren Ertrag hegen, Späte Fröſte kommen nicht ſelten in dieſem Monate und richten unter den ſich bereits mehr ausge- „men, m", bildeten Feldgewächſen großen Schaden an, Häufig finden auch die Blüm Gewitter Statt, die von Hagel begleitet ſind, der die Hoffnung Eee des Landmanns oft gänzlich vertilgt. Der durch die(Gewitter gige Fu erzeugte ſchnelle Wechſel der Temperatur ſchadet den Pflanzen zung iſi" durch unterdrückte Tranſpiration und Sto>ung der Säfte, und 3 ſalt, m" erzeugt mancherley Krankheiten, welche die Erzeugung nachthei- Fröſten 1 Jiger Inſeeten zur Folge haben. Auch finden ſich in dieſem Monat 4) nicht hut viele den Feldgewächſen ſchädliche Inſecten. Am günſtigſten iſt ſtark ſm! die Witterung in dieſem Monate, wenn ſie mäßig warm iſt, J5ewächt"""und abwechſelnd Negen erfolgt. 50 ihr Om) Im Anbau der Feldgewächſe bildet dieſer Monat, von 02 „Bald mi? Hanni an, gewiſſermaßen einen Stillſtand 3 denn man nimmt itte mer WW im Allgemeinen an, daß alle zur dießjährigen Erndte Veſtimmten bis zu Johanni untergebracht ſeyn müſſen. Nur dflob, wi" die als Zwiſchenfrucht gebauten Feldgewächſe, welche ein ſehr gerufen ſchnelles Wachsthum haben, machen hiecvon eine Ausnahnie, S(ß feine Man ſollte ſich auch im Allgemeinen beſireben, die Sommerſaat ey tterlingt". bis zu Johanni vollendet zu«haben 3 denn die allgemeine Erfah- zen einr rung lehrt es, daß die nach Johanni geſäeten Sewächſe, wenn zu deren W fie auch noch ſo ſchnellwüchſig ſind, minder voltfommen werden, zel im Mw indem der Vegetationstrieb der Ratur, nach Johanni, weniger Üppig iſt. - Bau dev Feldfrühte. 6. Abſ] fan I E eerndtet m zterte Wu „it, gie SC; von ut = Mehl an in hohem! >(yvelzens y a feine Bul Bande ſa je eimal hf der Gul! igen[ve | EN NN WEGE rä fee SLZ< LD INGEN „Anbau der Feldgewächſe. Buchweizen, 419 (263) Der Buchweizen iſt- nicht nur eine ſehr allgemein in Deutſch- land verbreitete, ſondern auch eine ſehr nühliche Frucht, deren Samen einen nicht unbeträchtlichen Gehalt an ſehr nahrhaftem Mehle enthalten, und deren Kraut ſowohl grün gemäht, als auch nach vollendeter Reife der Frucht als Stroh ein gutes Viehfutter giebt; Dabey nimmt er mit einem trocknen Boden und Clima vorlieb, und da er ſeine Vegetation inder warmen ahreswitterung ſehr ſchnell vollendet, ſo kann er nicht nur ehr ſpat,'nach vollendeter Saat der andern Sommergewächſe, pndern auch im warmen Clima in die Stoppeln anderer zeitig abgeerndteter Gewächſe geſäet werden; weßhalb er beſonders dann eine vorzügliche Aushülfe gewährt., wenn durch ein naſſes Frühjahr die Sommerſaat ſo ſehr verſpätet wird, daß nicht mehr alle Felder mit der gewöhnlichen Sommerſaat, weil es ſie zu ſäen zu ſpät. ſeyn würde, beſtellt werden können, wo dann: der„Aus- all an Halmfrüchten durch den Buchweizen noch gedeckt werden kann. Zu dieſem Behuf ſollte in jeder Wirthſchaft ſtets ein Vorrath von Samen vorhanden ſeyn, Das Mehl, welches die Buchweizenſamen geben, wird mit zu dem nahrhafteſien gerechnet, was das Pflanzenreich erzeugt; In Burgers Lehrbuch der Landwirthſchaft Dheil. 2. S. 88, werden die Beſtandtheile des Buchweizenſamens, nach Söllners Verſuchen folgendermaßen angegeben. In 1000 Theilen ſind 2 in kaltem Waſſer auſlösliche Theile- 4„05083, in ſiedendem Waſſer auflvsliche Theile t 6:.15207340; in Waſſer unauflösliche s 8 6 8. 0,175. Kleyen;..... d 4 0,260. Waſſer. 0,137, Zum BrodbaFen taugt das Mehl des Buchweizens nicht, und mengt man es unter Getreidemehl, ſo geht der Teig nicht aufz dagegen wird aus den Buchweizenſamen eine Grüße gewonnen, welche jeder andern vorgezogen wird. Zu Viebfutter, beſonders aber zur Maſt, iſt der Buchweizen ganz vorzüglich. Das Fleiſch jedes. Thieres, welches mit Buchweizen gemäſtet wird, bekommt einen ganz vorzüglichen Geſchmack. Bey den Hühnern ſoll der Buchweizen das Eyerlegen vermehren, Die mit Buchweizen gefütterten Pferde nehmen zwar ſehr bald an Fleiſch zu, ſchwitzen äber ſehr davon. Merkwürdig bleibt die Behauptung Einiger, die von mehrern Seiten beſtätigt worden iſt, daß das ſowohl mit Buchweizen- körnern, als mit grünem! Buchweizen gefütterte Vieh, und Un- ter dieſem beſonders das weiße, wenn es, ſo lange dieſe Fütte- xuns nicht gänzlich" verdaut iſt, in die Sonne kommt, eine Art Krämpfe bekomme und taumlich wird, was jedoch ſogleich) nach ließe, ſobald es aus dem Sonnenſcheine wäre. Die. Schafe ſol: len davon ſogar die Köpfe bekommen, Ueber das Siroh des Buchweizens ſind verſchiedene Behaup- tungen vorhanden, Cinige betraten es gar nicht als Futter- ſtroh, ſondern nur«ls ein Einſtreuungsmittel, indem ſie ihm den Vorwurf machen, daß die damit gefütterten Kühe leicht ver- kalben, weniger Milch geben, die weniger Rahm anſebt, und die geſche>ten Kühe. auf ven weißen. Fle>en einen raudigen Ausſchlag befommen» welcher ſich jedoce Köpfe bekommen, die Wolle verlieren, und auf andere Weiſe mannichfaltig leiden. Andere legen dagegen dem Buche weizenſtroh einen nicht unbeträchtlichen“Werth als Futter bey. In Oberſchleſien, wo viel Buchweizen gebaut wird, habe ich von dieſen Nachtheilen, wenn der. Buchweizen gut eingebrächt wurde, nichts bemerkt, ich habe vielmehr das Buchweizenſtroh, wenn es vor Weihnachten gefüttert wurde, als ein ſehr gutes und nahrhaftes Futter für Kühe und Ochſen gefunden, und da- mit war man dort allgemein einverſtanden. Kühe und Ochſen fraßen es ſo gern, daß ſie jedes andere Stroh, ſelbſt das ſaure Heu liegen ließen. Mit der Spreu vom Buchweizen wurde ſehr ſchonend umgegangen und dieſelbe als eine beſonders gute An: mengung zum Melkfutter ſo lange gehalten als möglich. Den Schafen wurde es dort nicht gefüttert, weil man all- gemein den Glauben hegte, daß dieſelben bey der Fütterung mit Buchweizenſtroh die Wolle verlieren. In der Lauſis, wo auch viel Buchweizen"gebaut wird, hält man das Buchweizenſtroh, nach mir gegebenen mehrſeitigen Verſicherungen, ebenfalls für ein gutes Futter, ja man hat mir ſogar die Verſicherung gege- ben, daß ſelbſt die Schafe mit Vortheil mit Buchweizenſtroh ge: füitert worden ſeyen, Daß das Buchweizenſtroh ein nahrhaftes Futter ſeyn muß, geht daraus hervor, daß der Buchweizen einen ſaftigen und ſtark beblätterten Stängel treibt, und daß er, da er gewöhnlich dop- pelwüchſig iſt, gehauen werden muß, ehe er noch ſämmtlich reif iſt, wodurch in dem Stroh viel grüngetrocnete Halme befindlich ſind, die die nahrungsfähige Maſſe des Strohs beträchtlich ver- mehren, Das Buchweizenſtroh trocknet allerdings ſehr ſchwer, und bey der gewöhnlichen Erndtemethode den Buchweizen auf dem Schwaden zu tro>nen, iſt man oft genöthigt, um den Körner- ausfall zu verhindern, den Buchweizen feucht einzubringen. Das Stroh verdirbt dann und iſt-als Futter ſchädlich. Die nachthei- ligen Meinungen über das Buchweizenſtroh mögen ſich wohl GEE von ſolchem feucht eingebrachten Buchweizen hero chreiben. Grün habe ich den Buchweizen in Oberſchleſien ſelbſt öfters gefättert, ohne einen Nachtheil bemerkt zu haben, und auch ane« derwärts*habe ich unter dem Gemenge viel Buchweizen gefunden, aber von irgend einem Nachtheile nichts vernommen. Man pflügt den Buchweizen auch als-grüne Düngung unter, Wahl des Bodens und des Climas. Als eine aus einem ſüdlichen Clima herftammende Frucht verlangt der Buchweizen einen warmen, mehr lockern„“nicht zu bindigen Boden, Vermöge ſeines ſtarken Blattorganes zieht er viel Feuchtigkeit aus der Atmoſphäre, und kommt deßhalb in et- nem Boden, der für andere Feldfrüchte zu tro>en iſt, recht gut fort. Deßhalb findet man ihn auch vorzüglich in den trocknen ſandigen Heidegegenden am häufigſten, und er ift dort gewöhnlich die Hauptfrucht und giebt, wenn die Witterung nicht zu troc>en iſt, einen Ertrag, wie keine andere Halmfrucht, weßhalb*er auch den Namen Heidekorn erhalten hat. Jn Moorboden gedeiht er ganz vorzüglich, und beſonders wenn derſelbe gebrannt iſt: Da er fich viele Nahrungstheile aus der Atmoſphäre aneignet, ſv DR [> 2 jmwt(D1 | wl tin'B wih[7 9 ſieh imd | ver Zul Si | Pod"By 1 ß | dem 300 8 ne gien, | Jubi (yd find 70! Mos a Achwacſlai pan ſolE 1 gehbrig f M! | Auch ſol verſauten fommi M eht vorm! Mima„fi Ohh| verträgt, 186 Yeſonder 61 def 135 | Minze 30 ſgenndtog ii. Ver gain Untrbf dem 134 | Boden 10 1 nicht au'4h1 | ud die 1961 | angezogen Gan | dikſelbe hid | Atmoſphanden deforn vehans wechſelnd) mat einem mean Groh, zm| D08 Mas „v 1 hij Nima zihht auchy wird auwöb T: un den Cine gebaut; Er fehchten uns nähnnag“g nigen" Sütner ande [enen obj vn M das He frücht wis aber mar bs ) Anbau der Feldgewächſe, Buchweizen, 421 (265) nder kommt er auch in einem minder kräftigen"Boden fort, und ge: Buche deihet in dieſem, da er nicht ſo Üppig ins Kraut wächſt, gewöhne vey,| lich in den. Körnern um ſo beſſer. Nichts deſto weniger kommt be ich| der Buchweizen in dem kräftigern, mehr bindigen und feuchtern bracht Boden ebenfalls ganz vorzüglich fort, und wenn er auch in ſol- ſtroh,erten Zuſtande, und an Wurzeln, die ſich ſehr bald zerſezen, und Stoppeln, nicht unbeirächtlichen EBE Iuch unterdrückt der Buchweizen die meiſien almunkräuter, wenn dieſe nicht zu ſtarkhalmig find, als 3, B. die Diſteln. Der Hedrich und der Ackerrettig überwachſen ihn ebenfalls, und in einem Boden, wo ſich dieſe Unkräuter häufig finden, muß man durch die vorhergehende Bearbeitung dieſelben ſorgfältig vertilgen. Beachtet man dieſes Verfahren nicht, ſv ieht man kein weis-und röthlich blühendes Buchweizenfeld, Daten ein gelbblühendes Feld, und: man erndtet anſtatt Buch- weizen nur Hedrich und AFerrettig, die den Boden beträchtlich ausſaugen. Die Wurzelunkräuter vertilgt der Buchweizen größ- tentheils, und ich habe das Buchweizenfeld von Quecken reiner gefunden, als ſelbſt nach einer Braächbearbeitung.. Eine Be- dingung für das Gevrathen der nachſolgenden Frucht iſt es, das Buchweizenfeld bald nach der Grndte umzupſiügen, weil ſonſt der Aer erhärtet: und bey feuchter Witrexung die unterdrückien Wurzelunkräuter fich ſchr bald erholen. Es iſs nicht bekannt, | aje 60 54 |(A, 4 | Di Eiopy] 12 (aß vai Dy Porful W Dung" verſihen? | nn| eſſer NE[) mD ſeten För 8 310400 Getreide 27? ||, untl bos Hein | Benn DW! roth hat lich,[00 far zu 61i Zwiſchenäfh! Mahi ehr fd abfgeht M0 Uhter dom 11) Minde IB: bi aufpr u hen ve Roran EEN 2 des Buchel! bald unit Der fib! den, Eh nothig, In Die gewi it] wenigiint mögl hir Zurchh) 3 Furchen Ers welas T fchen in 383: | 1(67: PATD X vertilgen E Pau al„Nu 1390 SENE: nh ene 5 N„ 8] NIE Wt 3.0: ſb Ma 8 beſchaffte) num ſy; Dheſtrebey,| 118 wenig:| Vüngt, ſv| Ing, und| I Das iſt| 3,1 ver: E itteung| | Mdvihniſ eli lieht|| Sung mi I Düngung „Jnan dieſ|| Amit dew Een Miſt, En Herbſt Fnen Miſt|| Ee) dir: fs: Frucht,| wöhnlich T hiwedh:|| =refrüchten!| pi ahrun E: und „ter den erten Bo- den. Eine vollfommene Lockerung deſſelben iſt beſonders danm nothig ,„,-Wenn man den Buchweizen anſtatt der Braache baut. Die gewöhnliche Beſtellung beſteht aus 3 Furchen, wovon man in weniger bindigem und feuchtem Boden: eine Furche im Herbſt möglichſt tief giebt, und den Acker den Winter hindurch in rau= her Furche liegen läßt. Im feuchten Boden giebt mat alle 3 Furchen im Frühjahr, wozu man bey der ſpäten Saat des Buchweizens um ſo mehr Zeit hat. Man muß die Bearbeitungs- furchen in-gehörigen Zwiſchenräumen folgen laſſen, damit-das Unkraut gehörig ausſchlagen kann. Die Egge muß man häufig in Anwendung bringen, um das Unkraut hervorzulo>en und zu vertilgen. Diejenigen, welche auf die Cultur des Buchweizens große Sorgfalt verwenden, beſtellen den Boden auch mit 4 Fur- "DiE INTERES EZ FAIRES WEIN EE SI RRC GER HIS A IERS ÖGZ WR ITR INIS ER SS DN E CIE RATE SIEG 19: 424 Lau der Feldfrüchte. 6. Abſmäßig vorſtellten, und ließ den Vorder: em Hot 1 wurf ausſäen 3 aber ich wurde Überzeugt, daß nicht die Güte des jeht 10 Samens, ſondern das glückliche Treffen des Zeitpunctes der hinder 6 Sqaat den Ertrag von Heivbekorn beſtimmte. Ich habe einigemal ſäen, 199! den ganz vollkommenen Samen ausgeſäet, aber nicht mehr, Untrau 167 vielmehr im Durchſchnitt weniger Körner geerndtet, als von den trächtiv Ait minder vollfommenen Samen 3 dagegen war das Stroh höher(311,0 und beblätterter und ſtarkſtänglicher. Ich ſäete daher in der GBeſchai19 Folge eben ſo, wie alle Andern, den geringern Buchweizen, und bey derägni benutte den vollkommenen zu Grüße. Jeh ſäete in der Braache| hrauch! ſy von ganz leichtem Buchweizenſamen, der nur wenig Mebhltheile Sams enthielt und ungemein leicht war, etwas zu Gemenge. Die Saat troffen, um ging dicht auf, und ein Theil des ſtehen gelaſſenen Gemenges Feimen, 190 gab, wenn er auch im Stroh nicht ſehr ergiebig war, einen vere2 NES | Hältnißmäßig ſehr anſehnlichen Ertrag von meiſt ſehr vollkomme- 00.100 | nen Körnern. Auch wurde mir mehrſeitig verſichert, daß man 1 wii in der Lauſip zur Saat nur die mehr leichten Samen nehme, Wwe! und dieſes für angemeſſener halte. Es ſcheint demnach, daß die Mitzns 1 Buchweizenſamen eine ſehr große Keimfähigkeit beſiven, die nicht der bile: allein durch den ſtärkſten Mehlgehalt der Körner bewirkt wird,| jn miſſy wie bey den Getreidefrüchten. Wir wollen hiermit feineswegs Wienerifu die Negel gegeben haben, nur den Abgang vom Buchweizen zu dere Il 1 ſäen 3 wir glauben jedoch, da der Ertrag hauptſächlich von dem leichter. glüclichen Treffen einer günſtigen Saatzeit abhängt, es iin Ganz| Sima) 3r zen zweckmäßiger ſeyn würde, die vollkommenſten Samen des Vor- ſind;%34 derwurfs zu Grüße zu benußen, den Mittelwurf dagegen gehd-< he Sf: rig gereinigt zur Saat zu verwenden.: 4(af Da der Buchweizen als eine ſüdliche Frucht ſeine große Eit- dyrch Ge) pfindlichkeit gegen den Froſt noch nicht abgelegt hat, ſo darf ſeine pewöhnlit Saatzeit nicht früher Statt finden, bevor man nicht glaubt, daß Ma man vor ſpäten Fröften und Reifen gänzlich geſichert ſey. Im"nüt I nördlichen Deutſchland wird er nicht vor Ende Mays, gewöhn- em 5 j lich um die Mitte Junys geſäet. Im warmen Clima ,cwo die hhwis 3 Septemberwitterung noch regelmäßig warm und ohne frühe Reife hm"4| | it, kann man den Buchweizen noch bis gegen das Ende des dicht M" / Julius ſäen. Eine ſpätere Saat iſt unſicher, weil die Neife und aine N! ; Fröſte den bereits körnerangeſeßten Buchweizen ebenſo zerſtören, Dberſchlu ; als wenn er noch ganz jung iſt. Während bey den andern Som- hom Node “ merſaaten gewöhnlich die frühern Saaten weniger Stroh und dieſen ; mehr Körner geben, ſcheint es beym Buchweizen der umgekehrte den . Fall zu ſeyn z denn meiſtens gerathen die um die Mitte Junius dehurger 4 ! gemachten Saaten am beſten jn Körnern. Es kann möglich ſeyn, ine in 4 1 daß die um dieſe Zeit Statt findenden Gewiiterregen dazu beytra- hur he' gen, das die jungen Heidekornpflanzen ſich gleich anfänglich ſo enen ie ; kraftig ausbilden, daß ſie eines großen Körneranſates fähig ſind, Angehen ;|"pt Anbau der Feldgewächſe, Buchweizen. 425 (269) ] dabey äber bey der ſtarken Hitze und gewöhnlich mehr trocknen 43 Ez: Witterung im July und Auguſt, nicht zu üppig ins Kräut trei« " ehauy: ben. Burger ſagt in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft 13 Wi Band Il. S: 50:„Es iſt eine allgemeine Eifahrung, daß der berſchl: früh geſäete Buchweizen zwar größere Pflänzen, der ſpätere aber ZiEfallen: eine reichere Körnererndte giebt,“;: Eeveiniget Da der Buchweizen als eine Halmfrucht eine äſtige Krone Zu Wi treibt, an deren Spißen ſich die Samenkörner aüſeten, ſo darf er = dieſes| nicht ſö dicht geſäet werden, als die Getreidearten, die an ib2 € Zorde:| em Halme nur eine Aehre anſetzen, wenn die Zweige der Krone Aut ds| nicht. in einander wachſen ſollen, wodurch der Körneranſaß 6e= Die da| hindert wird. Dennoch darf man ibn aber auch nicht zu dünn > nige ſäen, weil er dann den Boden nicht gehörig beſchattet, und dem ii meh, Unkraute Naum zum Auftreiben giebt, und durch dieſes beein- = von den trächtigt und unterdrückt wird, „höhe|-- Es komint bey der Beſtimmung des Ausſgatmaaßes auf die EE: in de| Beſchaffenheit des Samens, und auf den Zuſtand der Witterung Den, un| bey der Saat ans Von kleinkörnigen und vollkommenen Samen KC Brach braucht man weniger, als von großkörnigen und unvollkommenen - ehltheil Samen,- Sind der Boden und die Witterung bey der Saat ſehr + ie Gaal troFen, ſo muß man mehr ausſäen, weil dann viele Körner nicht vmenges keimen, ſondern vermälzen;; en ber:| Burger ſagt in ſeinem Lehrbuche der Landwirthſchaft B. Il. Ü ommne: S; 90. über das Ausſaatmaaß des Buchweizens Folgendes?„Man 3 tian ſäet nach Verhältniß der Güte des Bodens, der Art, den Samen Bn| unterzubringen, und der Größe der Körner, 3 bis 1x Wiener Zhdaß die|| Meten auf das öſterreichſche Joch, Eine Metze Buchweizen, von Si nict| der Abart mit kleinen, gerundeten Körnern, wiegt nach meinen, ait wird| in mehrern Jahren vorgenommenen Unterſuchungen 64 bis 69x Z jeßwegß Wiener Pfund, Ein Loth» enthielt 953 bis 978 Körner: Die ans Foizen zu dere Abart mit größern, ſcharfdreyſeitigen Körnern iſt ſpezifiſch Ion dein leichter. I< habe ihn die leßten zwey Jahre mit der Fellenbergiſchen 214 Gat:|| Säemaſchine geſäet, in Reihen, die 3,38“ von einander entfernt 08 Vor: ſind. In der Linie war ein Korn vom andern 13 Zoll abſtehend; En jeht)|.) bedurfte 0,87 Metzen pr. Joch. Auf einem ändern Aer ſäete ich eine Mete, wodurch die Saat zu dicht ward, und ße Et: durch Eggen wieder-zerſtört werden mußte, Unſere Bäatiern ſäen Eiſ ſeine gewöhnlich 135 Metzen pr. Joh.“- ght, dap| Man nimmt iü ſehr vielen Gegenden au, daß der Buchweis- 4% Jin zen nur halb ſo ſtark, als der Winterroggen geſäet werden dürfe; „zwöhn-| wenn er nicht zu dicht ſtehen ſolle, Mich habein mehrſeitige Bex 3 vo die/ vbachtungen überzeugt, daß dieſe Ausſaat zu dünn ſey, und daß ge Riſe nur bey einer für den Buchweizen ſehr günſtigen Witterung ein ade des|| dicht geſchloſſenes Buchweizenfeld erfolgt. Richtiger iſt die An: ife und|| nahme, den Buchweizen halb ſo ſtark zu ſäen, als den Hafer; In zerſtören, Oberſchleſien wurden von einer kleinern Buchweizenart, aber nicht ep Som|| vom Borderwurf, ſondern von den mehr breiten Körnern, wenn 3 oh und)| dieſelben gehörig von Unkraut gereinigt waren, je nachdem der Bos igefehtte|| den und Witterung feuchter oder trvc>ner waren; auf den Mag: ; Junius deburger Morgen zu 180 QAuadratruthen rheiniſch 20 bis 24 Ber- rich ſu]|+ Liner Meßen ausgeſäet,'Die Saat war gehö»i geſchloſſen, und a beyttt nur. bey ſehr günjtiger Witterung ſo dicht, HOE lagerte,"Bey mali 10| einem günſtigen Treffen der Saat wurden von dieſer Ausſaat oft hig ſid| ungeheure Erndten gewonnen, SPECIES AEBI AT EC E 2 ZIRKEL io ZEN E. SES SE walli ESE EEE II EEE bi AE beikommen ing AE Iund mie anm 426 Ban der Feldfrüächke, 6. Abſchn. Juny, -. KQ70) Eu:: Die Saat darf nicht tief untergebracht werden, darf aber auch nicht oberflächlich liegen bleiben, weil ſie ſonſt bey tro>ner Witz terung leicht vermalzt, Man eggt den Acker mit einem Strich Eggen unter. Man findet zwar hin und wieder das Unterpflü: Boden nicht gut, weil er zu tief untergebracht wird und ſchwey und ungleich teimt; Ruch das Walzen na< der Saat bekommt dem Buchweizen nicht, denn er liebt es, nur flach unter lo>erex Erde zu liegen, wenn er bald keimen ſoll."45 Man wählt zur Buchweizenſaat gern einen Zeitpunct kurz vor einem Regen. Doch macht es dieß nod) nicht aus, um eine ſichern Ertrags gewärtig zu ſeynz ſondern es wirken ſchon bey der Saat höchſt wabrſcheinlich uns noch völlig unbekannte Um- : ſtände ein, welche auf das Gerathen des Buchweizens den größa ten Einfluß haben. Die Saat einen Tag früher vder ſpäter ges macht, wo ſich bey der nachherigen Vegetation beider Saaten kein | merklicher Unterſchied zeigt, hat einen großen Einfluß'auf den Ero DB trag an Samen z/ wiewohl die Stroherndie ſich immer ziemlich ; gleichmäßig bleibt. Das Treffen des günſtigſten Zeitpunctes der ' Saat iſt ſo ſchwierig und unſicher, daß man es als in vielen Gea genden zum Sprüchworte gemacht hat: der Buchweizen gerathe nur alle 18 Jahre einmal, gebe dann aber einen Ertrag, wie keine andere Halmfrucht. Es iſt daher ſehr zu empfehlen, die Saat des Buchweizens in verſchiedenen Zeiten zu machen, um wenigſtens mit einer Saät einen günſtigern Zeitpunct zu treffen. Da es beym Buchweizen übrigens auch ſehr darauf ankommr, daß er ge3 8 hörig gleichmäßig geſchloſſen ſteht, ſo iſt eine ganz gleichmäßige ;4 Saat höchſt nvthio, Aucdy bey geübtern Säeleuten wird es nicht 48! überflüſſig ſeyn, das Samenquantum in 2 gleiche Theile zu thei: ISE len und in die Länge und Breite ſäen zu laſſen. Kohl-, Wurzel- und Knollengewächſe. Der Kohl. Verſeben der Kohlyfläanzen.." Wir haben über die Erziehung des Kohlſamens und der Kohle- pflanzen bereits im April das Nvrhige erwähnt, und haben nune mehr das Berſezen der Kohlyſlanzen ins Feld, und was dabey zu beovachten, zu gedenten. Wahl des Bodens. und des Climas.: Man findet den Anbau des Kohls, als eines faſt unentbehr: lichen NahrungLgegenſtandes-der Menſchen, unter. den verſchieden» ſten Verhältniſſen, im ſchweren, ſo wie im leichten Boden, wenn er nicht'zu ſandig iſt, im tro>nen und warmen, und im feuchten und kühlen Clima, Freilich gedeiht der Kohl nicht überall gleich; der Unterſchied im Ertrage' und: in der Quantität iſt ſehr beträcht= lich, und ſein Anbau iſt mit größerer oder geringerer Mühe ver: bunden, J< weiß Gegenden, wo man auf die Erzeugung des Kohls fo viel Sorgfalt. und Mühe verwendet, und dabey doch immer ſchlechten Kohl erzielt, daß man ihn anderwärts viel billiger und beſſer kaufen kann.z-aber man: ſcheut die Geldausgabe, und rechnet die darauf verwendete Mühe nicht hoch an. Würde man auf vor, ſtreut darauf den Samen aus, und eggt ihn mit leichten. gen des Buchweizens, aber er verträgt dieß ſelbſt in dem lockern", G+ Fpbhl,"W' u dir in 7 m dm Haſelbe 1,001 1qglich 90 ni wS! icher) 101 qucht 190 gießen 6 deft Dod 160g 00] hmady| ſ gnet(M0 donde a dlnd 1'Mt De 1 nw di/A!! "8 3 Wir36g10E am Witte 000) /2] betraten eil wird Abf Deuffly | Smftby dum; mt ere Win | f b d e e ſ e y rh, 19000 [, vat anat, fe 0 der hä Uſgt ve Mu ſaher 1400 lihem EK| em 137 amm|S Je vihg für den(59 Cipengen,= q "NUhtheilias iman bey 0: nicht zu 38 E |) d ß k e Auch| ) VfK | Auf dieſen 197 Ven nic ae CI IIR TE EEN EEE IETI NEE ERN Nua wi jw Anban der Feldgewäcern Lehmboden,. hem HA der eine feuchte Unterlage hat, und nicht ſehr verunkrautet iſt. Bund A In dem ſehr bindigen Boden kommt er nur dann gut fort, wenn St| derſelbe durch wiederholte Bearveitung und ſtarke Düngung hin- iW( Fin länglich gelockert iſt. In dem ſehr lockern Boden, wenn derſelbe "Dm nicht unter 20 Procent Thon hat, kommt der Kohl nur dann mit Syunet im Sicherheit fort, wenn ex ſehr feucht liegt und das Clima mehr . i7w" feucht iſtz man müßte ihn denn, wie es häufig geſchieht, ſehr oft 3 ſoih begießen, was jedoch die Culturkoſten beträchtlich erhöht, ohne R 1000 daß deßhalb der Kohl einen entſprechenden Ertrag giebt, weil (5 wj er dody): nur klein bleibt, und der nur durch häufiges Begießen 5"7 gj] erzogene Kohl gewöhn"ich hart und von keinem beſondern Ges E; pater zu) Fchmack iſt. Wo der Boden nicht durchgängig zum Kohlbau ge» 15m wit) eignet iſt, ſucht man die für ihn ſich vorzüglich eignenden Srücke af den W| Heſopnders aus, und. baut den Kohl mit wenigen Früchten avwech- Wlan ſelnd nur auf dieſen, Ee 0s Der Kohl liebt ein mehr kühles und feuchtes Clima 3; doch 3 gerahe| muß die Witterung in dem Zeitraume, den er auf dem Felde zus | bringt, nicht ſo kalt ſeyn, daß es friert, weiler ſonſt an ſeinem ie feine| Wachsthume gehindert wird. In dem wärmern Thälern höherer Ein| Gebirgsgegenden, ſo wie in den Mittelgebirgen, kommt der Kohl 7% Dares| am beſten fort und giebt den höchſten Ertrag, In ſehr war» maß er 6) men und feuchten Niederungen gelangt der Kohl zwar zu einer ichmäßigt beträchtlichen Größe und wird in der Qualität ſehr gut z, aber E) es nim)|). er wird dort von den Inſecten mehr heimgeſucht, und fault leicht € zu thb auf dem Felde, S Im feuchten Clima kann man den Kohl in leichterem Boden bauen; im trocknen und warmen Clima dagegen iſt ihm der bins» digere Boden zuträglicher.-Dev Kopfkohl verlangt einen kröftie Ä gern, gebundenern Boden und feuchteres Clima, als der Blatte- kohl, welcher auch“ im leichtern Boyden eine beträchtliche Größe erlangt, wenn die Witterung nur einigermaßen feucht genug iſt, . wo der Kopffohl dennoch nur klein bleibt, Säure im Boden ver- ger Sohl: P trägt der Kohl nicht. Im Moor- und Torfboden, wenn ſie nicht en nun ſauer ſind, kommt der Kohl ſehr gut: fort und giebt einen anſehn= 6 dabey] lichen Ertrag/ beſonders wenn dergleichen Boden gebrännt weyz den kann. Jn abgelaſſenen Teichen, beſonders wenn ſie viel ;|] Schlamm abgelagert haben, gedeiht der Kohl ganz vorzüglich, „entheht: Die Augdünſtungen von benachbarten ſtehenden Sümpfen ſind ſchieden! für den Kohibau nicht günſtig, weil ſie mancherley Krankheiten 1, wenn erzeugen, und auch bey großer Wärme'ſich eine Menge dem Kohl feuchten-nachtberliger Inſecten finden. Hat man eine Lage des Feldes, das dt gleich; man bey trockner Witterung leicht wäſſern kann, ſo wird man es geträcht: nicht geeigneter,"als zum Kohlbau verwenden können, ljhe ver: Düngung. 28 Kohls Auch in dem reichſten Boden muß man zum Kohl düngen, ) imm|| da feine Wurzeln nur. einen kleinen Naum einnehmen, und er iger und| auf dieſem die möglichſt größte Menge Nahrung finden muß,> „rechnt|! wenn er ſich vollkommen augbilden ſoll. Ovbglek< der Kohl den pan af|| Boden nicht ſehr außerordentlich, und minder als Kartoffeln, Mats | Bau. der Feldfrüchte, 6, Abſchn. Juny. (272) - und Bohnen, und, wie ich zu glauben berechtigt bin, ſelbſt min: der, als die Kohlrüben erſchöpft, ſo verlangt er doch aus dem Grunde, weil ſeine Wurzeln die Nahrung in einem kleinen Raum concentrirt finden: müſſen, eine ſehr ſtarke Düngung, und man kann eigentlich den Boden zu Kohl nicht Überdüngen. Nichts deſto weniger kann'man in einem an Humus armen Boden den Kohlbau bloß durch ſtarke Düngung nicht erzwingen 3 der Kohl bleibt vielmehr ohne einen hinlänglichen Humusgehalt im Boden nuch bey der' ſtärkſten Düngung kleim, und beſonders der Kopf- Xohl ſchließt keine feſten Köpfe. Thaer bemerkt im 4. Bande ſeiner rationellen Landwirthſchaft S. 241, daß die Düngung zum Kohl vielleicht mehr auflöſend, als nährend wirke 3; und dieß ſcheint wirklich: zum Theil der Fall zu ſeyn. Obwohl man im Teich: grunde, der viel Schlamm enthält, ganz vorzüglich großen und geſchloſſenen Kohl auch ohne friſche Düngung erlangt, ſo enthält dieſer Teichſchlamm eine ſv große Maſſe leicht auflöslichen, zum unmittelbaren Uebergange als Nahrung in die Pflanzen geeigne: ten Humus, daß eine Auflöſung deſſelben durch friſche Düngung nicht erſt nöthig iſt. I -.- Nach der allgemeinen Erfahrung iſt es ſehr zwemäßig, wenn man zum Kohl zweymal düngt, einmal entweder im Herbſt, oder im zeitigen Frühjahr; und dann unmittelbar vor dem. Verpflanzen Dünger auffährt und denſelben unterpflügt. Man giebt auch anſtatt dieſer leßten Düngung einen ſtarken- Schafpferch, den man unterpflügt, oder man überfährt den Aer ſtark mit Jauche. Der zeitig untergebrachte Miſt zerſeßt ſich bis zum Pflanzen des Krautes, und giebt leicht von den SUrieM aufzufaſſende Pflanzennahrung 3 der untergebrachte friſche Miſt wirkt dagegen zerſezend auf den Humus. Kann man nicht zwey- mal düngen, ſv iſt es nach der allgemeinen Erfahrung am beſten, 'den Miſt kurz vor dem Verpflanzen unterzubringen. Schafmiſt und Pferdemiſt, und letßterer beſonders in dem mehr kalten und) feuchten Boden, ſind dem Kohl zuträglt- '*er,; als der Rindsmiſt, weil ſich dieſer minder ſchnell zer: ſet, und weniger auflöſend wirkt. Die Jauche wirkt ebenfalls ganz vorzüglich auf das Kraut, und beſonders angemeſſen iſt Düngung damit auf mehr trocknem und leichtem Boden, Man düngt ſo ſtark, als es der Düngervorrath nur geſtattet. Man 1 den Miſt, den man unmittelbar vor dem P,.anzen unter: ringt,'nicht zu tief unterpflügen, weil ſich die Wurzeln der Kohlpflanzen anfänglich nicht tief verbreiten und die Nahrung mehr in der Oberfläche finden müſſen! Wenn die Wurzeln tiefer gehen, ſo wird ihnen die Nahrung von dem Miſt durch die Feuch- tigkeit, die den Miſt zum Theil ausſchwemmt, zugeführt. Von der Düngung mit Aſche gewinnt man einen ſehr fein ſchme&enden Kohl.' 4 -. Der Kopfkohl verlangt, wenn er ſich gehörig ausbilden ſoll, vine ſtärkere Düngung, als der Blattkohl. 7 Platz im Feldbau und Fruchtfolge, . Die Meinüngen über die Erſchöpfung des Bodens durch den Kohl ſind ſehr getheilt. Einige rechnen ihm eine ſehr große Er? ſchöpfung, Andere eine mindere als Kartoffeln, Mais, Bohnen und ſelbſt als Kyhlrüben zu, Ich ſtimme der lesten Meinung| ZEIT | hey» u"'B Birth 5 hüt folgt,! erſte[47 | Apbend 3e7 1"e pt far it dem! 40 din, wa by (4 außertfty! daß bey 41 beiden f/0n) vor den | mB Soblbaulty Weiſt mit und" matt! | wöhnlich ün | Win 191 | een Zedll Weil der[AW | tin uhr Ad Sinterune| mati 5 MENGEN |! Boy Dat, narf laſſen, yn die einen langen, 196 4 Rohl teilt Niger alp gb Gy in | watte! andern Ni Z daß GNS EUS der Zinfe is nid dem dir ſees erw WIE ſepfhti | Jus 1:1 8 hn bei Verp 1| | Auf Det vnde". |, Anbau der Feldgewächſe, Kohl, 429 I(273 ſelbſt wig: bey, und zwar aus dem Grunde, weil ich in WE 08 h aus den Wirthſchaften, wo zum Kohl nicht ſtärker, als zu Kartoffeln ges E hen Raum dürgt wurde, wo nach dem Kohl und den Kortoffeln Gerſte DN Und may folgte, nicht nur nach dem Kohl ſchönere Gerſte, und nach der Eli, Nichts!- Gerſte ſchönern Klee, und auch die nachfolgenden Früchte beſſer Soden den ſtehend geſehen habe, als nach den Kartoffeln, ſondern weil ich ZE, der Kohl! auch bemerkt habe, daß auf ſogenannten Kohlſtücken, wo eben Cm Boden nicht ſtark gedüngt wurde, der Kohl immer recht gut ſtand, die D| der Kopf:| mit dem Kohl abwechſelnden Früchte aber ausnehmend ſchön ſtane 4, Bande den, was doch beides nicht Statt finden könnte, wenn der Kohl = zung zum ſv außerordentlich erſchöpfte. Zugleich habe ich auch bemerkt, Dieß ſcheint daß bey gleicher Düngung zu-“Kohl und zu Kohlrüben; die nach pT im Teich: beiden folgenden Früchte dort, wo der Kohl geſtanden hatte, ſich Mroßen und vor denen, wo die Runkelrüben geſtanden, auszeichneten,. D ſo enthält In den Dreyfelderwirthſchaften, wenn man nicht die zum' Ehen, zum Kohlbau geeigneten Stü>e ganz beſonders aufſuchen muß, En Geel: weiſt man dem Kohl gewöhnlich ſeinen Platz in der Braache an, J Düngunz und“ man hat da auch keinen andern Platz. Man läßt dann ges iv wöhnlich auf den. Kohl Winterung folgen. Jn dem mehr bindis - wednäbig gen Boden ſchlägt die Winterung gewöhnlich beträchtlich zurüce, Weder im weil der Kohl ſehr ſpät abgeerndiet wird, der Boden in der ſpäs Ttielbar vo ten Jahreszeit naß, gepflügt werden muß, und die Saat der , 4Winferung ſo ſpät erfolgt, daß ſchon deßhalb ihr Gerathen pros S 1 fiarfen| blematiſch iſt. Im leichten Boden ſchadet die ſpäte Saat dex Gen Auer| Winterung weniger. Ießt ſich Beſſer iſt es auch unter allen Uinſtänden, wo es nur ausführe -| Borzeln bar, nach dem Kohl Sommerung, beſonders Gerſte, folgen zu „iſche Miſ laſſen. Uebrigens kann man auch viele andere Sommergewächſe, icht zwe): die einen lo>ern, kraftvollen und von Unkraut reinen Boden ver: um beſte) langen, nach dem"Kohl folgen laſſen. Der Lein geräth nach dem E| Kohl beſſer, als nach Kartoffeln, weil der Boden nach jenem we- 98 in den! niger pulverig iſt, als nach dieſen.' z|| Sch werz ſagt im zweyten Bande ſeiner Anleitung zu „Zhnell zu| raktiſchen Ackerbau, S. 684:„Zn den Feldern hat män keinen p( ebenfall) andern Nachrheil an dem auf den Kohl folgenden Dinkel bemortt, meſſen ii) Als daß er weniger Stroh als nach Klee abwerfe, im Korn aver ="1, Mil! keineswegs zurückſtehe; pferche man aber zum Dinkel, ſo gebe Ft, Man| der Dinkel dem Kleedinkel in keinen Stücken nach. Wenn man =" unter| Anderswo einen bedeutenden Rückſchlag des Wintergetreides G zeln der||.- nach dem Kohl bemerkt, ſo hat dieſes auf ſolchem Boden Statt, 5 Nehrung|)„der ſeines Thongehalts wegen das ſpäte Säen nicht verträgt, Sn tiefet|| oder wo man nicht zureichend zum Kohl düngt; oder ihn nicht „die Feuch:| ſorgfältig genug behackt; oder in naſſen Herbſten.“; "vrt“| Aus ſeinen Vorfrüchten macht ſich der Kohl nicht viel, da 0 zu ihm do friſch gedüngt werden muß, und man, ſeines ſpäten pe) ſchr fel) Verpflanzens wegen, hinlängliche M hat, den Boden gehörig | vn fal vorzubereiten. Auch mit ſich ſelbſt. iſt der Kohl ſehr verträglich, da gilden 10% er auf den ſogenannten Kohlſtüken nicht ſelten ein Jahr ums andere vorkommt. PEOEN]| Bearbeitung des Bodens... er! Der. Boden muß zum Kohl ſorgfältig bearbeitet werden, da 19 ohne) er mit ſeinen zarten Wurzeln nur in einem gehörig gepulverten Meinung Boden angeht, und nur in dieſem die erfgrderliche aufgelöſte, 43 VI.: 18 2, PELE EE SCR EI Ie d 3677„AB GIEES SIERRE) CIE AIRE-. E= EITER Rn SEINE 6 Gei eie ün Selk wm vb nb nen di Lb ARE a M ZE re ar 25 rea mn menm M ZN I ui 430 Bau der Feldfrüchte. 6. Abſchn, Juny. (274): leicht aufzunehmende Nahrung findet, in dem rohen Boden das« gegen nicht gut fortwächſt. Eine dreyfürchige, auch eine einfurchi- ge Beſtellung iſt in dem mehr gebundenen und feuchten Boden nd: hig. Jm mehr lo&ern und feuchten Boden iſt eine zweyfurchige Beſtellung augreichend 3 wo man die erſte Fukt werden, und der Boden ganz klar wird. Obwohl der Kohl mehr einen feuchten Boden liebt, ſo iſt ihm dd< viel Näſſe nachtheilig. Wenn der Boden daher ſehr feucht iſt, ſo empfiehlt man das Aufführen ſchmalfurchiger Beete, auf welche der Kohl verpflanzt wird. Im tro>nen Boden ſind dagegen flache Beete, oder das Feld in eine Fläche gepflügt, em- pfehlenswerther. Verſetzen der Pflanzen, Peber das Verſezen der Pflanzen des Kohls gilt im Allge- meinen das, was über das Verpflanzen der Runkelrüben im vori: gen Monat geſagt worden. In ſpecieller Hinſicht über das Ver- ſezen der Kohlpflanzen iſt Folgendes zu bemerken: Man pflanzt nur in den friſch umgepflügten Boden, damit die Pflanzen ein Feuchtes und kühles Erdreich finden, und um ſo leichter angehen können. Iſt die Witterung zur Zeit des BVerſeßens tröen, ſo nimmt man es nur in den Abendſtunden vor, und pflügt nicht mehr auf, als man alsbald zu verpflanzen vermag. Bey dem Her« ausnehmen der Pflanzen aus den Pflanzenbeeten muß man ſehr behutſam verfahren, damit die Wurzel nicht beſchädigt wird. Man ſieht es bey dem Kohl ſehr gern, wenn an den Wurzeln Boden aus den Pflanzenbeeien hängen bleibt, und dieſer mit eingepflanzt wird. Man erhält daher das Pflanzenbeet vor dem Augraufen der Pflanzen etwas feucht. Das Anſchlämmen der Wurzeln iſt beym Kohl ganz beſonders zu empfehlen. Das Verſetzen des Kohls darf nicht zu zeitig erfolgen. Selten wird er, außer einem kleinen Theile, um zeitig Kohl zum Speiſen zu haben, vor Ende Mays, gewöhnlich im Juny, im warmen Clima, ſelbſt noch im July verſebt. In vielen, ſowohl nörd- lichen, als ſüdlichen Gegen Deutſchlands ſagt das Sprichwort: Maytraut kein Kraut! Iſt das Wetter beym Verpflanzen ſehr Fro>en, und man hat die Wurzeln nicht ängeſchlämmt, 5 pflegt man die Setgrübchen, in welche die Pflanzen eingeſetzt werden, vorher mit Waſſer anzuſchlämmen, Von Vielen wird jedoch die: ſes Verfahren getadelt, und zwar aus dem Grunde, weil die an- geſchlämmte Erde, wenn der Boden nur einigermaßen bindig iſt, leicht feſt zuſammentro>net, und das Angehen der Pflanzen dadurch nur erſchwert wird, Dieß iſt nicht ohne Grund, und pflanze 0(EN NENE Anale Hagen) Zh hn | dir< fim üm, jp):| Anbau der Feldgewächſe, Sqgatrübe, 431 | Boden dy|-.(219) "9 einf| zweckmäßiger iſt es daher, die Pflanzenwurzeln anzuſchlämmcn, ]: Boden| oder wie es in der hieſigen Umgegend gebräuchlich iſt, die Pflan- tvepfurdis n erſt nach dem Verſehen mit verdünnter Jauche anzugießen. erbt iE eym Verſetzen hat man darauf zu achten, daß die Pflanzen ge- bn 8. hörig gerade zu ſtehen kommen, weil die ſchräge Nichtung nicht N H günſtig iſt, Da die Pflanzen ſchon im Pflanzenbeet von einen Mun MUN Inſect heimgeſucht werden, das ſein Ey in den Stiel der Pflanze iü 0 einlegt, aus welchem ſich eine Made entwickelt, die die fernere Binerfou Ausbildung des Kohls ſehr hindert, ſo'muß man beym Verſepen 20 10) jede Pflanze prüfen, ob jie am Stiel einen-Fle> habe, denn in 16 v dieſem Falle iſt ſie madig, und taugt zum Verſetzen nicht, Man NW muß die Erde um die eingepflanzten Pflanzen etwas andrücken, 8.) ih und um den Stiel herum Line kleine Vertiefung machen, damit HN ſich die Feuchtigkeit in dieſer ſammeln kann, und der Pflanze 1] 54 um ſo ſicherer zu gute kommt./ Die Entfernung, in welcher die | werden, Pflanzen von einander verſegt werden ſollen, richtet ſich nach dex | Größe der gebauten Kohlart, ſo wie nach der Kraft des Bodens, Sieht, 04) der die Pflanze mehr oder weniger ausbilden kann. Iſt die Kohl- E daher ſh]' art klein und der Boden nicht beſonders kräig, ſo giebt man 3) 1er Beet! jeder Pflanze auch unter 2 Quadratfuß Raum; bey einer großen 2 3oden 0 Kyhlart und in kräftigem Boden, auch über 3 Quadratfuß, Mau oflügt,(m pflanzt die Pflanzen gewöhnlich in nicht zu breite, ame Beete, | und ſäet in«der hieſigen Gegend die Furchen mit Wi en: und || Hafergemenge aus. In dem ſehr feuchten Boden pflügt man + ws|+ ſOmale Rücken und pflanzt auf dieſe, Man muß Sorge dafür , im Allge tragen, daß die Pflanzen in geraden Reihen kommen, um die In mw nachberige Bearbeitung zu erleichtern, und auch, wenn es DAUN S MN durch Anwendung des Schaufelpfluges die Bearbeitung zu erleichs FENN EID Lern: zen(WM:: MEN| Die Saatrübe, Brassica Rapa. p4 tröden,|)| Sie wird auch, da ſie unter allen Rübenarten die wäßrigſte S) flüge nig iſt, Waſſerrübe genatnt, ſo wie man ihr auch den eilen y dem He amen Turneps beylegt, obgleich man unter Turneps auch g 3 man ſeh eine durch die Cultur entſtandene ſehr große Art verſieht., SF odigt wn Es giebt von dieſer Rübe mehrere Abarten, die ſich jedoch m Bun" nur. durch verſchiedene Farbe, Geſtalt, Größe und feinern oder py diefer m gröbern Geſchma> unterſcheiden, In der Farbe findet man weiß= pt vor dw| Tiche, grüne, gelbe, violette und ſchwarze. In Hinſicht der mme Geſtalt findet man welche, die kugelrund ſind, und eine dünne jen DW PPfahlwurzel haben, andere die ſpindelförmig zugehen, und ſich Wen Wi; allmählig in der Wurzel endigen, Einige wachſen mehr über y Speiſt)/ den Boden, andere vergrößern ſich dagegen unter der Oberfläche. m warnen Die erſtern Arten laſſen ſich zwar lei ter erndien, ſie faulen vohl nüt): aber leichter und widerſtehen dem Froſt weniger. Die Größe iſt zpricwö"n" durch beſondere Aufmerkſamkeit in„der Cultur entſtanden, und anzen ſch! der von ihnen gewonnene Satne treibt unter weniger günſtigett "." pflegt) Culturverhältniſſen zwar durch mehrere Generationen große RÜ= cyt werd" ben, dieſelben werden aber immer kleiner, und endlich nicht gröz 3jedoch“| ßer, als die gewöhnlichen Nüben. Die größten Waſſerrüben eil die 1)| find in England, wo ſie oft zu einer Schwere von 40 bis 60 en bind) Pfund gezogen werden, woher man auch den"Samen bezieht; ex Pfunje" obwohl man deſſen durch ſorgfältige Cultur enthoben ſeyn öntn- andy 10 te, indem auch unſern Rüben die Neigung, groß zu werden, nicht 13* 432> Bau der Feldfrüchte, 6, Abſ findet man ſie ganz ſüß, oder grobſchmes Beides rührt hauptſächlich vom Boden her, Es giebt Waſſerrüben, die ſo beißig ſind, daß ſie zur Speiſung nicht benutzt werden können. Die feinſten im Geſchmack find die in der Mart Brandenburg um Teltow gebauten ſogenannten Teltower Rüben. Der Nübenbau war ſonſt in Deutſchland viel häufiger, als gegenwärtig, Wo er durch die Kartoffeln ſehr ver» mindert worden iſt. Dennoch wird es wohl auch gegenwärtig - wenige Gegenden geben, wo ſie nicht noc. gebaut werden, wenn, auch nicht in der Ausdehnung, als ſonſt, und hauptſächlich als Swiſchenfrucht. Am häufigſten findet man ſie in ſandigen Ge» enden. E' ? Die Rüben ſowohl, als ihre Blätter werden hauptſächlich zu Viehfutter gebaut. Sie geben dem Vieh, wenn auch keine ſehr gehaltvolle, da ſie ſehr viel wäßrige Theile enthalten, doh eine ſehr angenehme Nahrung, und ſind beſonders deßhalb ſehr willkommen, weil ſie dann zur Fütterung gelangen, wenn der Klee aufhört, die Kohlrüben und das Kraut aber noch nicht ge: füttert werden können. Die Milc< der mit Waſſerrüben gefüt: terten Kühe wird dünn, und wenn es-nicht eine ganz beſonders ſüß ſchmec>ende Art iſt, wird"die daraus gemachte Butter etwas „beißig. Sie werden ſowohl vom Rindvieh, als von den Schwei« nen gern gefreſſen. Auch Schafe und Pferde freſſen ſie gern, und ſie ſind ihnen ein gefundes Futter. Jn manchen Gegenden des Elſaß werden die Pferde eine lange Zeit nur von Waſſexrrüe' ben erhalten. Als Maſtfutter werden ſie in Deutſchland ſelten gebraucht, weil ſie in zu großer Quantität gefüttert werden müſſen; in England wird jedoch mit ihnen ſehr häufig gemäſtet, und man behauptet allgemein, daß dieſe Maſt ein ganz vorzugs liches Fleiſch gebe. Mix haben-erfahrne Viehmäſter die Ver» ſicherung gegeben, daß ſie die Waſſerrüben nur bey der Vormaſt zwe&mäßig, und mehr beym Nindvieh, als bey den Schweinen gefunden hätten. Näch der Einhoffſchen Unterſuchung beſtehen die Waſe ſerrüben aus: (276) fehlt. Im Geſchma >end und beißig. wäßrigen Theilen««+ 0,917. zu>kerigen IE EAGLE?.». 0,048. Faſern HURE EE WERT ZDEER X= 25 0,028. Eyweiß WRE LIIR EEN TE 0700.97 NE Nach Davy: IEEE 4 Schleim...... 0,007. Zucker CHIR 2m 7 2-58<> 0,034. Eyweiß 0,001 thalten die Rüben durchaus nicht, und es iſi aus vorſtehenden Unterſuchungen ihr geringer Nahrungsgehalt erſichtlich. In Hinſicht ihrer Nahrungsfäbigkeit ſind nach ver- ſchiedenen Angaben 100 Pfund Waſſerrüben gleich nach 4007-*' 22 Pfund" Hen Blo 18,75 Murre Stärkemehl en 15 M iE„“ Midleton 12,50 Sie ſtehen alſo den Kartoffeln, weiche in einer glei wichtsmaſſe über die Hälfte nahrungsfähiger Theile, dem Heu gleich enthalten, beträchtlich nach, Nach mehrern Verſicherun hem Ger. 1' HV! werten Mt! |' iſt 6,30! | ihres 69m 4| Gel! | Felde[en | ſhon I 4 / won 1981 H! Jen, GEG allein a919/ | wm zg | frühjihäin jeltigen JA | | vt Vn | dm jul | ww 4 vie die(98! / wöntis/ my | Gm “| dahin | den Gal 1 ] gunz mif die Rübſhtt Peſch fp j | 1 Zu 0 AUS, UNySY fem MiiSan ver YeduFs UMA) 21 INAN Sy Werden,(Spl ? mehre! „Sſm G ers „4 viele p(arobſchmä A) oden her, S Gpeiſun| mat ſind! Tenanntn EI land vie | ſehr ven); SC Zenwärtig| as den, Wenn! Z lichlich als - digen Oo - Uptſächlic! Bauch foi! EL itel, dec halb ſchr At wenn va TJ nicht ze u Ven gefüh| Un beſonder! ECter etwa 8"Schwei! nSſie gern, ftS)egenden ra Baſſexrüe| [= jd ſelten) E 1t werd! 14 gemäßeh| ES 3 vorzu! SI die Pep SD Vorm Ze 1chweinw =>(die Wal EJ „nd gif ngögehölt ga We EIE D- RH E AI EIIIE a in SUE INE ÄCKER< STEGE TÜRE Pn. wnn Eoin Anbau der Feldgewächſe, Saakrübe, 433 t(77) gen, die ich nicht zu bezweifeln Urſache habe, ſollen von den gewöhnlichen zu Futter gebauten Stoypyelrüben nur 3 Pfund ei- nem Pfund Kartoffeln in„Hinſicht der Nahrungsfähigkeit gleich kommen. Es mag hierbey allerdings ſehr auf die Waſſerrüben anfommen; denn man findet ſie wäßriger und conſiſtenter und von ſüßerem Geſchmack. Wenn die Waſſerrüben auch in. Eng- lang eine ſehr große und wichtige Rolle ſpielen, ſv ſind ſie doch in Deutſchland mit Necht den Kartoffeln nachgeſebt worden, und wo es die Verhältniſſe nicht ganz beſonders erheiſchen, möchte ihr Anbau wohl nur als Zwiſchenfrucht in die Getreideſtoppeln zu empfehlen ſeyn. Da die Waſſerrübe eine zweyjährige Pflanze iſt, die erſt im Ze Jahre aus der Rübe einen Stängel und Samen treibt, jo iſt bey ihr, wie bey den andern Rübenärten, die Erziehung ihres Samens von der andern Cultur getrennt.; Samenerziehung, Gewöhnlich läßt man von den Waſſerrüben einige auf dem Felde ſtehen, die dann im folgenden Jahre in den Stängel ſchoſſen und Samen anſezen. Man hat jedoch bemerkt, daß, wenn man den Samen, ohne ihn zu erneuern, oft aus den auf dem Felde gelaſſenen Nüben gewinnt, die Rüben immer kleiner werden, und endlich nur noch eine kleine ſpindelförmige Wurzel, wie die Rübſamen, treiben, dabey aber ſtärker im Kraute wer= den. Es nehmen daher Viele die zu Samen beſtimmten Rüben im-Herbſt heraus, verwahren ſie den Winter in einem Keller und verpflanzen ſie im kommenden Frühjahr in ein beſondres Samenbeet. Die Rüben von dieſen Samen werden zwar größer z allein auch hier hat man die Bemerkung gemacht, daß die Rüben dadurch gegen den Froſt empfindlicher werden, je länger man den Samen auf dieſe Weiſe gezogen hat, und beſonders die Nei- gung annehmen, bey nur einigermaßen feuchter Witterung von unten zu faulen. Man empfieblt daher, vorausgeſeßt, daß. man die Rüben immer aus demſelben Samen zieht, den Samen ab- wechſelnd von den auf dem Felde gelaſſenen/ und von den im Frühjahre verpflanzten Rüben zu nehmen.- Zu Samenrüben ſucht man die kräftigſten und geſündeſten aus, und verpflanzt ſie in ein gut zubereitetes und gut mit al: tem Miſt gedüngtes Gartenbeet, in der Nähe des Hauſes, im zeitigen Frühjahre, wenn der Froſt aus der- Erde heraus'und ex Boden etwas erwärmt iſt. Man hält das Beet von Un- kraut rein, und empfiehlt es, den Boden um die Stängel etwas anzuhäufeln. Die Samen reifen gegen Johannis, müſſen aber vor den Vögeln, die ihnen ſehr nachſtellen, ſorgfältig gehütet werden. Da die Samen nicht älle zugleich reif werden, die rei: fen aber leicht ausfallen, ſo muß man auf das Einſammeln der xeifen Samen' ſorgfältig Achtung geben, Wahl des Bodens und des Climas. Die Waſſerrüben verlangen einen mehr lo>ern ſandigen Bo- den, der jedoch nicht zu dürr ſeyn darf, wenn ſie gut gerathen ſollen 3; wenigſtens werden ſie in dem leichten, mehr tronen Bo- den beſſex von Geſchma&. Im ſehr naſſen, bindigen Boden fom- men fie nicht gut fort, ſie finden ſchog beym Aufgehen Schwie- 434 Bau der Feldfrüchte, 6,. Abſchn. Juny, (278)! rigkeiten, können ſich mit ihren Wurzeln nicht gehörig ausbrei- ten und faulen leicht, Jm Moor- und Torfboden, wenn der- ſelbe durch Entwäſſerung gehörig ausgetro>net und nicht zu fauer iſt, kommen die Waſſerrüben ſehr gut fort. Jch habe in ſolchem Boden Rüben von beträchtlicher Größe geſehen, Wenn man die Waſſerrüben in die Stoppely ſäet, ſo muß man, da man dann weniger Zeit zur Bearbeitung AED einen Jeichtern Boden wählen. Baut man die Waſſerrüben in der Braache, wo man hinlängliche Zeit zur Lockerung des Bodens bat, ſo kann man ſie auch in dem mehr bindigen Boden bauen. Obgleich die Waſſerrüben ſehr wäßrig ſind, und zu ihren Beſtandtheilen viel Waſſer aufnehmen, ſo kommen ſie doch in einem magern. Boden nicht fort, denn ſie bleiben darin klein. Ie mehr der Boden leicht auflöslichen Humus enthält, um ſo mehr wird ihr Wachsthum beſchleunigt, ſie nehmen um ſo mehr Waſſer zu ihrer Subſtanz auf, und werden um ſv größer, Gez wöhnlich ſind aber die größeren Nüben wäßriger, und enthalten eine größere Menge grobfaſeriger Theile, als die kleinern, Die Waſſerrüben vollenden ihr Wachsthum ſehr ſchnell und Xommen daher, da ſie bey vorgerüekftem Wachsthum auch gegen den Froſt weniger empfindlich werden, in dem kältern Clima don fort. Obgleich ſie einen mehr tronen Boden lieben, ſo arf das Clima doch keineswegs ſehr trocken ſeyn 3; denn wenn es ihnen an erforderlicher“ Feuchtigkeit zur Aufnahme ihrer Sub- ſtanz fehlt, ſo bleiben ſie klein und werden ſehr holzig. Auf trocknen Anhöhen, die den tro>nen Winden ſehr ausgejett ſind, kommen die Waſſerrüben nicht fort. Jm trocknen durchläſſigen Boden und feuchten Clima finden ſie- dagegen das yollkfommen- ſte Gedeihen. 5; Düngung. 1507 Wir haben bereits bemerkt, daß die Waſſerrüben in einem ſehr humugarmen Boden kein Gedeihen finden, und wenn man daher den Acker nicht kräftig genug glaubt, ſo muß man, wenn Man vom Waſſerrübenbau genugſames Futter gewinnen will, düngen. In England, wo man die. Waſſerrüben in der Braache baut, düngt man.gewöhnlich dazu. Jn Abſicht auf ihr Gedeihen iſt ihnen der zergangene Miſt zuträglicher, als der friſche. Der Schafpferch bekommt ihnen ſehr gut, beſonders aber bekommt ihnen die Jauchendüngung, man mag die Jauche vor der Saat, Dvder nach der Saat aufbringen. In dem mehr bindigen Boden vertragen ſie die Kalk- und Mergeldüngung ſehr gut. Plab im Feldbau und Fruchtfolge und Beſtellung des Bodens. ; Da die Waſſerrüben als Braach- und als Zwiſchenfrucht ge- Haut werden, ſo wollen wir ſie von dem beiderſeitigen Geſichts- puncte betrachten. Werden die Rüben in der Braache gebaut, fo. ſind ſie Stell: vertreter derſelben, Man muß dann den Boden gehörig bear- beiten und düngen, und während ihrer Vegetation ſie ſorgfältig behandeln, damit der Boden nicht verwildere, Obgleich ſie ſich viel Waſſer als Subſtanz aneignen, ſo erſchöpfen ſie dennoch den Boden nicht unbeträchtlich, beſonders eignen ſie ſich die leichtauflösliche Nahrung an, Die Winterung ſchlägt daher nach den Du ves (inen 6 dinge SS u ND negelinap19 Ed laſſen dam 1034 nhcht 044,20 fid daber Jima EM! hbau 0/90! (nds Ww) und ſe N910 noc ve 3) Dennoch vorteil! in der(91; bau den! 0 wird, 9E Baſſer fordernig Bt (Frydte Wm Vinlänyl 0 den Früh9S1 ehrt, 27 fim, DC! de Diafs! | auf wog j ſchäften 1901 ) Veit Verhim dein me beſtellen, 10 in Frül 97) Godt, | Viel nden fin den 11 Shy NENTE AU a10501984 Jil 9.8 in E| MUNZ] WARS dur yn a Anm Zh Bhf" Dur tip Ww m 9 Auf diE TSN Froh ELE SI, Nowe€ 2002 SEESEN Aubau der Feldgewächſe, Saatrübe, 435 |;;(279) Tivenn V: den Waſſerrüben merklich zurü>, und mehr der Weizen, als dev I! icht 0 Roggen. Obſchon ſie, wenn ſie ſorgfältig behandelt werden,* Ih hae“ einen nicht unbeträchtlichen Ertrag geben, ſo iſt doch die Fes n düngte Braache mit andern Braachfrüchten weit vortheilhafter S.[0 my zu benuten. Zudem iſt ihr Gerathen, wenn das Clima nicht | ien regelmäßig feucht iſt, in tro>nen Jahren ſehr unſicher, und ſie Ein in V laſſen dann denjenigen, der mit dem Futter auf ſie Rechnung ge- ß ww., macht hat, nicht ſelten ganz im Stiche, Die Braachwaſſerrüben ß||' Me] ſind daher in Deutſchland nicht ſehr beliebt. In dem feuchtei 740 40 Clima Englands, wo ſie ſicherer. gerathen, mag allerdings ihr Fe doc| Anbau vortheilhafter ſeyn z» in den meiſten Gegenden Deutſch- fein He. lands werden ſie aber wohl nie in der Maße ihr SlüX machen, JI 6 und ſie verdienen dieß auch in der That nicht, ſo-lange man ZIE noch bey dem Anbau anderer Braachfrüchte Vortheil findet, El"M Dennoch kann der Braachrübenbau unter manchen Verhältniſſen A ethaln vorthcilhaft ſeyn. In großen Wirthſchaften, wo man gewöhnlich - Aiabh m in der Erndte zu ſehr beſchäftigt iſt, um an den Stoppelrüben- orgfältig| auf die Nachfolger kann man entweder durch eine zweckmäßige p)) ſie fich| Fruchtfolge, oder bey genugſamem Düngervorrath durch friſche denno| Düngung nach ihnen vermeiden.: ghd Gewöhnlich baut man die Stoppelrüben in den Winterungs- her na)| ſtoppeln, nach Winterung, zu der friſch gedüngt War, zur zweyÖ- er 3% ou R EEE nn VI EE ii“ nu El SEE Wm ate Zinn 0057 ASE ENE GAC 5 BI I HNESSCBERGHE I I a Mies fel a bilan nee ger än bi Zee eiae Bari Rai Immen MEASLIST;-/«1.."00.09 216.00" FUNC WEIS BEBE OL NCE SEE. DME 8 SP WAN 127 9 Mb ao 3> 7 BO 7 836 Bau der Feldfrüchte. 6, Abſchn, Jung. (280) ten Tracht. Eine unerläßliche Bedingung iſt es dann, den Pflug unmittelbar nach der Aberndtung der Winterung folgen zu laſſen, damit ſich der Boden nach abgebrachter Winterung nicht zu ſehr ſchließt, und nicht zu ſehr verraſe. Die umgebrochenen Winterſtop: peln eggt man alsbald tüchtig, und bringt die ausgeeggtehn Stops peln auf einen Haufen und verbrennt ſie, und ſtreut die Aſche aus, oder man läßt ſie dem Miſthaufen zukommen. Unmittelbar nach dem Eggen ſäet man den Stoppelrübenſamen, Die Stoppelrüben fiüden zur zweyten Tracht nach Winterung geſäet den Boden noch kräftig genug, um gut zu gerathen, wenn ſie von der Wit- terung begünſtigt werden. Man empfiehlt auch, die Stoppelrü- ben nach Gerſte zu bauen, deren Aberndtung zeitig erfolgt, und nach welcher der Boden, da er zu derſelben gut zubereitet wore- den, 1o>er genug iſt, um durch eine Furche* die erforderliche Lokerbeit für die Stoyppelrüben zu erhalten. Die Stoppelrüben erathen jedoch nach der Gerſte, da ſie die leicht auflösliche cahrung des Bodens ſtark conſumirt, wenn der Boden nicht ſehr reich iſt, nicht vorzüglich, und es iſt in dem Falle gerathen, den Stoppelrüben eine Jauchendüngung, wenn ſie auch ſchwach iſt, zu Theil werden zu laſſen. Die, Stoppelrüben gerathen nach allen ſolchen Gewächſen, als Bwiſchenfrucht gebaut, gut, die den Boden loer, kräftig und rein von Unkraut hinterlaſſen, ſo daß eine einfurchige Beſtellung denſelben hinlänglich lo>ert, Nach den Stoppelrüben hat iman ſolche Früchte zu vermeiden, die die leicht auflösliche Nahrung des Bodens ſehr bedürfen. Gerſte, Sommerweizen und auch der Lein gerathen nach den Stoppelrüben, ſelbſt wenn friſch ge: düngt wird, nicht gut; Hafer und die Hülſenfrüchte gerathen je: doch nach den Stoppelrüben recht gut. Samen und Saat, Man' muß den Samen vor der Saat gehörig reinigen und die leichten, unreifen Körner abſondern. Man ſäet gewöhnlich den friſchen, eben erſt gewonnenen Samen. Viele halten dieß nicht für gut, und behaupten, daß der ein Tahr alt gewordene Same größere Rüben gebe, Man ſäet den Samen auf das friſch gepflügte Feld; denn fie lieben ganz beſonders die friſche Krume. Die Braachrüben werden gewöhnlich um Johanni geſäet, die Stoppelrüben unmit- telbar nach der Erndte. Im leichten Boden im warmen Clima kan: man die Saat bis zur Mitte Auguſt verſchieben. Später geſäete Rüben geben einen unſichern Ertrag, Die Stoppelrüben werden breitwürfig geſäet, und bey uns aud) gewöhnlich die Bragachrüben. In England ſäet man die Braachrüben in Rei- hen, und hat hierzu eine beſondere Sdemaſchine, welche von ei- nem Mann geſchoben wird. Man muß die Saat nicht zu dicht machen; denn die zu dicht ſtehenden Nüben können ſich nicht ge- hörig ausbreiten. Man kann ſie zwar verdünnen; aber zu dicht aufgegangene Rüben leiden ſchon in dex erſten Wachsthumsperiode, ebe man zu dem Verdünnen kommen konn. Man ſäet auf. den Magdeburger Morgen, zu 180 rheiniſchen Quadratruthen, nach Beſch Fenheit der Güte des Samens, 1 bis 2 Pfund Waſſerrü- benſamen, Um eine gleiche Saat zu erhalten, iſt das Abtheilen des Samens in zwey gleiche Theile und das Saen in die Länge 18 fo fidlig 1 7 u[Mw oedung ZU Ran"vB d walz 200 in" Gm (egen, 0 ma in einem | Miſt ooo? Dir ex! des E96 helf, und iSt fu 001: 1x Mw KJ yF! des Lubiſf| j nehm? aher Ni A50 WER j en, Vie FN) Benehmens Labatöſyf 17 enehmenggn! | WEN | doch deriät gar dur 834 werden, 9 4 „0 na ab nB Chirfe(ies wehr fieſes i Rabat dopag und er 55 muß; da 55 beit vs' halb v 1% M| en iſt,? Wenigen Preis bez PD tOnSEyfs Ne Gin CEST SSEN: Duo 00 pg gm || :| Anbau der Feldgewächſe. Tabak, A37 4 ben fn|-„Q80 D zu Mi und Quere zu empfehlen. Man eggt vor der Saat gut vor. D hf Wſſet, In manchen Gegenden iſt es gebräuchlich, den Samen auf die EN ſeht rauhe Furche auszuſtreuen und ihn nur leicht einzueggen 3 allein to erſte es kommen dann viele Samen zu tief, viele bleiben zu ober- Fs flächlich liegen. Man muß den Samen nach der Saat mit nicht 6 aus, zu ſchweren Eggen gut untereggen, denn er liebt eine mäßige Si nad ede>ung mit Erde, und keimt dann ſchneller und ſicherer. „merüben| Man wählt zur Saat einen Zeitpunct, wo es mehr trocken iſt, we und walzt nach der Saat. Im leichten Boden pflügt man auch <| ew Dit:| den Samen flach unter, und läßt den Aker in rauher Furche "toppelrh:| liegen. Auch iſt es in einigen Gegenden gebräuchlich, den Sa- , und| men mit dem Miſt zugleich unterzupflügen z allein dieß kann nur E titet wor:| in einem leichten Boden, und wenn man ganz gut zergangenen Men Miſt oder Compoſt aufbringt, angemeſſen ſeyn, =; E(uflögliche WERETGIE TIE =»(ch. e Wi: Handelsgewächſe, >) ſchwach| Fabrikpflanzen. 1.8| Verpflanzen des Tabaks, Echſen, al| Wir haben bereits im dritten Bande im Monat April über x[99 und| das Erziehen des Tabaksſamens und der Tabakspflanzen gehanz | veſfellung| delt, und haben nunmehr des Verſetens der Tabatöyſlanzen ins = ARR| Feld und der nöthigen Vorbereitung des Akers zu gedenken. y|» End auß| Wahl des Bodens und des Climas. S fei 0||! Da der Boden einen weſentlichen Antheil an der Qualität athen je:|) des Tabaks hat, ſo iſt daher auf ihn ganz beſonders Rückſicht | zu nehmen. Nicht die Ueppigkeit des Tabakswuchſes beſtimmt jj aher die Wählbarkeit des Bodens, ſondern die Qualität der =| ewonnenen Blätter. Dieſe dürfen keine zu große Schärfe ha- „igen und|| en, die beym Rauchen auffällig iſt, und dürfen keinen unan- zwöhnlid||| genehmen Geruch verbreiten. Faſt alle in Deutſchland gebauten [ten dieß|||. Wabaksſorten haben eine gewiſſe Schärfe und einen mehr unan- = Jewordene| genehmen Geruch, den man fuslich, wenzlich nennt, der dem | americaniſchen und ſonſtigen ausländiſchen Tabak nicht eigen iſt 3 Dd den| doch der eine mehr, als der andere. Dieſe Schärfe kann ihm Ee achrüben zwar durch die Fabrication, vermittelſt ſtarker Beizen, genommen 0 unmit| werden, und man kayn ihm dadurch auch einen guten Geruch 41 Clima| EI indeſſen ganz kann man ihn doh dem io Später| abak nicht. gleich machen! Da nun dieſes Wegbringen der Spelrüben|? Schärfe in der Fabrication nicht ohne Koſten iſt, und um ſo eralich die| mehr koſtet, je größer dieſe Schärfe iſtz da dem ganz ſcharfen Ein Rei: Tabak das Fusliche im Geſchma>'gar nicht zu benehmen iſt, 2) von Gj:| und er daher nur zu ganz ſchlechten Sorten fabricirt werden 3 zu dicht muß z; da Übrigens der Tabak, wenn er wiederholt und ſtark ges nicht 4: beizt worden iſt, ſo leicht wegbrennt, daß er in der Pfeife kaum 1, zu dicht| balb ſo lange wiederhält, als der americatntiſche, ſo iſt hieraus - periode,| zu entnehmen,.daß danach der Preis des Tabaks ſehr verſchie- + auf den|| en iſt. Der Fabricant kann für ein Material, aus dem er mit oh, Nad wenigen Koſten ein beſſeres Fabricat liefern kann,. einen hoöhern Baſſerrl: Preis bezahlen„als für dasjenige, auf welches er viel Fabrica- Wotheile tionsfoſten verwenden muß, um es nur einigermaßen zu glei- Je Zangts rührt zwar nicht allein vom-Boden her, ſondern die Düngung und Bec bandlung des Tabaks hat daran einen weſentlichen Antheil; aber dennoch iſt der Einfluß, den der Boden darauf. ausübt, auch nicht unbeträchtlich. Die Erfahrung lehrt es, daß der Tabak in dem fetten gebundenen Boden, der ſehr feucht iſt, in dem er zwar ſehr üppig wächſt, die Schärfe und das Fusliche in einem weit höhern Grade bekommt, als in einem mehr leichten, WUIer gebundenen, ſandigen Lehmboden, oder lehmigen Sande vden. Der von Natur am beſten geeignete Boden zum Tabak iſt daher ein leichter, warmer Boden, der 30 bis 40 Procent Thon hat. Der Boden muß dabey reich an altem Humus ſeyn, der dem Tabak mehr zuſagt, als der von friſchem Miſt erzeugte Nahrungsſtoff. Er geräth daher auf Neubruch ganz vorzüglich, und beſonders, wenn der Naſen gebrannt iſt. Man hält dafür, daß darin mehr, als in andern Verhältniſſen, die Güte des ames ricaniſchen Tabaks begründet ſey, der hauptſächlich in Rodeland, auf welchem die Bäume und Sträucher mit ihren Wurzeln aus- gebrannt werden, gebaut wird. Uebrigens darf man in der Wahl des Bodens zum Tabak nicht zu ſebr beſorgt ſeyn, wenn man nur ſonſt den Tabaksbau vortheilhaft findet, indem man eines Theils das Nachtheilige des Bodens durch die Düngung und Behandlung des Tabaks mindern kann, andern Theils ſich der, auf mehr naſſem und gebundenem Boden erbäauete, mehr ſcharfe Tabak um ſo beſſer zu Schnupftabak eignet, und man kann den Tabaksbau zu dieſem Behuf ſelbſt in einem Boden, der 70 Pro- cent Thon hat, mit Vortheil betreiben. Naſſen und kalten Bo- den und der einen ſauren Humus. hat, muß man zum. Tabaks- bau nicht verwenden z; denn der Tabak kommt in demſelben nur ſpärlich fort. Ein Kalk und Mergel enthaltender Boden iſt da- gegen ſehr vortheilhaft zum Tabaksbau, ie Da der Tabak ais eine ſüdliche Pflanze viel Wärme ver- langt, um gut zu werden, und da wir bey uns den Beweis darin ſehen, daß der Tabak in tronen, warmen Jahren. beſſer wird, als in naſſen und feuchten, ſo muß man, um dem Tabak die möglichſte Wärme zu Theil werden zu laſſen, ſolche Lände- reyen wählen, die etwas nach Mittag geneigt und der Einwir- kung der Sonne recht ausgeſezt ſind. Stark nach' Mittag ab- hängende Lähnen taugen jedoch nicht zum Tabaksbau. Auch muß das Tabaksfeld vor ſcharfen und kalten Winden geſchütt ſeyn, und um dieſe abzuhalten, iſt es zu empfehlen, die zum 20674 EIE beſtimmten Ländereyen mit lebendigen Zäunen zu umgeben. Das Clima Behufs des Tabaksbaues muß zwar mehr tro- FXen und warm ſeyn 3; dennoch darf aber die Atmoſphäre wegen häufiger ſcharfer Winde nicht zu tro>en ſeyn, denn der Tabak wächſt dann nicht groß und treibt nur kleine Blätter. Jn fol: 000 |,|- Anbau der Feldgewächſe. Tabak, 439 DN(283) Tiefert, 94|| kenzüge Statt finden, die die Einwirkung der-Sonnenwärme at zu ip|| hindern, wird der Tabak von nicht guter Qualität. Die Aus- I Material, dünſtungen benachbarter Sümpfe ſchaden dem Tabaksbau. Sol- T ſchlechten zuſammenſtellen. “1 und Pr| Wo der Wein noch ſüße, Früchte im Freyen treibt, da gedeiht El eil; aher) auch noch der Tabak z im kälteren Clima iſt ſein Gedeihen un- übt, aud|| gewiß, und die ſich an„daſſelbe gewöhnten Tabaksſorten ſind Eder Teh!|| nur von ſchlechter Qualität, 100 din Düngung. Fir[eichie. Auch im reichſten Boden muß man zum Tabak düngen, da- Mien Sinh| mit derſelbe um ſo mehr Triebkraft bekomme und Pflanzen von | | vorzüglicher Größe treibe; denn nur durch die größte Maſſe von 1 Qebel.it| erzeugten Tabaksblättern kann man bey der Tabakgcultur, die Elont Thot| viele Koſten verurſacht, einen entſprechenden Ertrag erlangen; jim WW Auf die Qualität und Quantität der erzeugten. Tabaksblätter 60 hat die Art des Düngers, die man wählt, einen ſehr großen Ep| Einfluß, Größere Ausdehnung des Blattes in die Länge oder öd',| if Dafür Breite, Abänderung in der Farbe, größere Höhe des Stängels, Seh ein reicherer Ertrag der Blätter, und endlich eine Grundmi-, BO aa|-des Blattes, welches ſeine Qualität beſtimmt, ſind Fol: Tiodeland,| en, welche von der Natur des Düngers abhängig ſind. Durch 10| ieſe Wirkung der verſchiedenen Düngerarten auf den Tabak kann: man daher auch einen Boden zur Tabakscultur um ſo geeigneter ji „mmm| wachen, und ihre Beachtung iſt daher von der größten Wich- En Uns| digfeit, Es war ſchon früher im- Allgemeinen bekannt, daß 2.103| Nindsmiſt und Pflanzendünger von verfaulten Pflanzen dem | ſich der| Rauchtabak einen'angenehmen Geruch und Geſchma> geben, E41 ſcharf! und daß[dieſe Düngerarten hauptſächlich dem Rauchtabak an- Bann den gemeſſen ſind; wogegen Schafmiſt, Pferdemiſt und. Schweins- x 70 Pros miſt dem Tabak Schärfe und beym Rauchen übeln Geruch ge- ze Ve: ben, ſo daß ey zum Rauchtabak gar nicht, ſondern nur zum Ww Tehats:| Schnupftabak geeignet ſey; allein daß jede Düngerart auch auf - NEM jede Tabaksart verſchieden wirke, war faſt gänzlich unbekannt, an iſt de:| indem man dieſe Verſchiedenheit hauptſächlich nur dem Boden & uſchrieb, Es ſind daher die Verſuche, welche Hr. Geheimerath Se ver H. Hermbſtädt gemacht hat, und die er in ſeiner gründe „Beweis lichen Anleitung zur Cultur der Tabakspflanzen. gn beſer' v, ſ, w. S. 109 u. fg. mittheilt, ſehr wichtig, Wir theilen von 5 Tabel dieſen Verſuchen diejenigen mit, welche mit den in Deutſchland I Lande:& am häufigſten gebaueten Tabaksarten, hinſichtlich deren Beſchrei- dEinwit:| bung wir auf die ökonomiſche Botanik verweiſen*), gemacht Sita wb:| worden find. € Auch Herr Geheimerath Hermbſtädt theilte gleichmäßige Beete geſchüht ab, von denen jedes 110 Quadratfuß Flächenraum hatte, auf die zum deren jedes 25 Stück einzelne, gleichgroße und geſunde Pflanzen =nen zu geſeßt wurden, Die verſchiedenen Düngerarten waren vorher auf ) die krone Subſtanz in lufttro>nem Zuſtande reducirt, und daz „ehr iw nach erhielt jedes Beet eine gleiche Düngung. Dex Boden, in =] 6| welchem die Verſuche gemacht wurden, iſt ein ſandiger Lehmbo= x Tam 1 M|*) Siehe Encyklopädie Theil I1. S.,90(86). Bj" 77 „7 GAGE; in 8"Sais SIE EEN II NN IE a 2 10 TEE Sei anni einne ig M tb een A nä ir ün En Wreki nt 10m rü gi nnen- DA SSE 440 Bau der Feldfrüchte, 6. Abſchn. Juny. (284) den; die Düngung erfolgte im Herbſt z; der Miſt war gehörig gerottet und der Boden gehörig durchgegraben. Die Reſultate 5jähriger Verſuche waren folgende Beym gemeinen Tabak(Nicotiana Tabacum). 1) Mit reinem Pflanzendünger, Die cultivirten 25. Stück Tabakspflanzen producirten Blätter, von welchen die größten eine Länge von zehn, die kleinſten hingegen nur von acht Zoll annahmen. Die Farbe derſelben. zeichnete ſich durch ein ſchönes, ins Gelbe ſich hinneigendes Grün aus. Nach dem Tronen war ſie ein ſchönes hellbräunliches Gelb; nach dem Fermentiren und Trocknen der Blätter war die Farbe nur ein wenig-dunkler geworden. Der Geſammterirag an reifen, tro>- nen und fermentirten Blättern betrug 5x Pfund 3 welches von „einem Magdeburger Morgen zu 180 Quadratruthen, in derſelben Diſtance bepflanzt, etwa 9 Centner Blätter darbieten würde. Das Blatt zeigte, ohne weitere Vorbereitung erhalten zu ha- ben, beym Rauchen einen ſehr milden Geſchma> und angeneh- men Geruch, 2) Mit durcnen und Fermentiren mit.den vorigen von gleicher Qualität. Der Geſammtertrag von Blättern betrug 6 Pfund 3; welches alſo für den Magdeburger Morgen 9 Centner 90 Pfund beträgt. Die Blätter zeigten ſic) beym Rauchen der- ſelben ſehr mild und verbreiteten einen recht angenehmen Geruch. 3) Mit einem Gemenge von Tauben- und Hüh- nermiſt. Die producirten Blätter kamen in ihrer Länge mit den vorigen gleichfalls überein. Die Farbe derſelben zeigte ein etwas höheres Grün. Nach dem Trocknen und Fermentiren wa- ren ſie hellgelb. Der Geſammtertrag betrug 53 Pfund 3; alſo vom Magdeburger Morgen 9 Centner 45 Pfd. Milde des Geſchmac>s beym Rauchen, derſelben und. Annehmlichkeit des Geruchs ließen nichts zu wünſchen Übrig. 4) Mit Kuhmiſt. Dieſe Düngung producirte eine größere Ausdehnung der Blätter in die Länge 3 die größten erreichten die Länge von 12, die kleinſten bis 9 Zoll, Die Farbe war gelb- lichgrün. Nach dem TroFnen und Fermentiren erſchienen ſie elbbraun von Farbe, Der Geſammtertrag betrug 65 Pfund; al- o vom Magdeburger Morgen 10 Ctnr. 25 Pfd. Beym Rauchen zeigten ſie einen guten Geſchmac>.; 5) Mit Schafmiſt. Die Pflanzen dehnten fich ſo ſehr in die Länge aus, daß die größten Blätter eine Länge von 15, die kleinern von 11 Zoll beſaßen. Ihre Farbe war ein lebhaftes Dunkelgrün, und ſie waren ſehr fert und ſaftreich. Nach dem Troc>nen war die Farbe ins Dunkelbraune ſich hinneigend, und ſie hatte ſich nach der Fermentation noch etwas mehr verdunkelt. Der Ertrag an trocknen Blättern betrug 73 Pfundz alſo vom Magdeburger Morgen 11 Ctnr. 72% Pfd. Der Geſchma> und Geruch waren beym Rauchen von'der Art, daß ſie allen vorher- er em| "MW TEN 90 181 har arl|! 8) „de PD?) j z- Öf! | MEER) 1 67 kr Bla; bie: M Sort 18 berei fänpz 18 trail fr: NI! zen 100 Ez DME > 7:4 wine ha: Dy 4 774 Ernht 278) zuin! ral dem fh qu ven Mi Lez FE fid Dent IK! bewz m: Emi -| iw N SE fet ef Sbm ty cs 41 ci m em k kis. 1. 5 M..4 8 648 wern emanemenmenrg=== EREN 5 SSEN a, |' Anbau der Feldgewächſe. Tabak. 441 dr bir;(285) = Reſultat gehenden darin nachſtehen mußten z indeſſen kann man ſie deſto beſſer zum Schnupftabak gebrauchen,: Sum). 6) Mit geronnenem Blute. Es zeigte, ſo wie es in den Zuterraffinerieen abfällt, eine noch weit kräftigere Wirkung FN'ultivir auf die Ausdehnung der Blätter, als jene, Die größten derſel= - : elchen dy ben erhielten eine Länge von 16, die kleinern von 13 Zoll. Ihre R vn Farbe war ganz dunkelgrün, der Wuchs üppig und das Blatt : UE durd| ſehr fett und ſaftreich.. Nach dem Trocknen und Fermentiren der S Tech den Blätter betrug das Gewicht derſelben 8 Pfund z; alſo vom Mag: nach din| deburger Morgen 13 Etnr. 10 Pfund. Die Farbe der trocknen . eu| Blätter zeigte ſich der vorigen gleich. Jm Rauchen zeigten ſie M, ft| viel Schärfe und einen unangenehmen Geruch. Dieſe Düngungs- E[ches vm| art qualificirte ſich alſo nicht für Rauchtabak, wohl aber zu „ derſelhn| Schnupftabak ganz vorzüglich. -Ü De- 7) Mit verweſetem Pferdemiſt. Die damit culti»- I BU virten Pflanzen zeigten keine große Ausdehnung in der Blatt- + angeneh| länge. Sie betrug bey. den größten Blättern nur 10, bey den Minze] kleinern 8x Zoll.-Die Farbe derſelben war grün, wie bey den - 0) mit Kuhmiſt cultivirten. Nach dem Trocknen und Fermenti- di| ren zeigten ſie eine ziemlich hellgelbe Farbe. Der Ertrag war M 08] 6z Pfund z alſo vom Magdeb. Morgen nicht mehr als 10 Ctnr,. Ble 5x Pfund. Beym Nauchen zeigten ſie Geſchma> und Geruch von M minderer Qualität, ſo daß die Blätter nur allein für Schnupfs WL Deien tabak brauchbar ſeyn möchten. GE vonizen X j'1 vettug a: ty!| 8) Mit verweſetem Menſc und Geruch zeigten ſich beym Seien| Rauchen äußerſt ſchlecht. Dieſes Düngungsmittel wird daher nie alo von für Rauchtabak anwendbar ſeyn, deſto: beſſer aber zu Schnupf- Seſchmatß tabak. = ch8 ließen| Beym großblättrigen Tabak(Nicotiana macrophylla, > z größen|:- auch Nicotiana altissima). Ä reichten 1) Mit reiner Pflanzenerde. Die Augdehnung der gear gelb:| damit cultivirten Blätter betrug bey den größten in der Länge erenen fü 14 und in der größten Breite 9 Zoll. Die Farbe der Blätter war + und; al: ein helles Apfelgrün, ins Gelbliche ſich hinneigend. Nach dem Rauch Troc>nen und Fermentiren war ihre Farbe ein ſchönes Goldgelb, = MEIN Der Ertrag berrug 6 Pfund, alſo vom Magdeburger Morgen 9 ſehr it Centner 90 Pfund.-Beym Rauchen zeigten ſie ſich ſehr mild im Z 1 15, di Geſchmac> und im Geruch angenehm.:; - lebhaft) 2) Mit Pflanzendünger und Kuhurin,. Die Blät- 1 ter waren in der Ausdehnung nach der Länge und Breite von A 0 E 3 Ea in den mit reiner Pflanzenerde cultivirten nur wenig abweichend. „punkt| Ihre Farbe kam der vorigen gleichfalls nahe. Nach dem Tro>- E alſo vow! nen und Fermentiren wog das erhaltene Quantum 65 Pfund z E na und alſo vom Magdeburger Morgen 10 Centner 25 Pfund. Beym “"' Rauchen derſelben zeigte ſich der Geruch ſehr angenehm. und der 1 vorh Geſchmack ſehr mild, M SRE< EAR ENTSES 4 EI GEEST BEEG GREISE IR RERE RIET HOI GEÜRIGE HR Ze.- 442 Bau der Feldfrüchte. 6. Abſnen und Fermentiren derſels ben zeigten jie ein ſchönes Goldgelb 3; ſie wogen, wie die bey der vorhergegangenen Düngung, und gaben alſv vom Magdeburger Morgen den gleichen Ertrag. Geſchmac> und Geruch beym Rau- und Geruch beym Rauchen derſelben müſſen ſie zwar den vorigen nachſtehen z aber ſie können doch immer als ein guter Rauchtabak benußt' werden, j 5) Mit Schafmiſt. Die Cultur mit Schafmiſt hat einen außerordentlichen Einfluß auf den großblättrigen Tabak. Der- ſelbe erreichte eine Ausdehnung in der Länge von 15 und in der Breite von meiſt 10 Zoll, Die Farbe war dunkelgrün, ins Bläu- liche ſich hinneigend. Nach dem Trocknen und Fermentiren wa- ren die Blätter braun. Der Geſammtertrag beſtand in 83 Pfund, alſo vom Magdeburger Morgen 13 Centner 32x Pfund, Beym Rauchen zeigten ſie einen ziemlich ſcharfen Geſchmack und einen nicht angenehmen Geruch. Der daraus bereitete Nauchtabak wird ſich daher nicht vorrheilhaft auszeichnen, deſto beſſer were den ſid aber ſolche zum Schnupſtabak qualificiren, , 6) Mit Blut. Der davon cultivirte Tabak zeigte ſich in der Ausdehnung der Blätter, ſv wie in der Farbe derſelben, mit' dem durch Schafmiſt cultivirten in allen Stücken völlig gleich. Auch nachy dem Trocknen und Fermentiren der Blätter war kein Unterſchied zu bemerken. Der Ertrag war 83 Pfund, welches alſo für den Magdeburger Morgen 13 Centner 77x Pfund betragen würde, Im Geſchmac> und Geruch beym Rauchen war gegen den vorigen kein Unterſchied bemerkbar. 7) Mit Pferdemiſt. Die Blätter zeigten eine geringere Ausdehnungz denn die größten hatten nur 12 Zoll in der Län- e und 8 in der Breite, Jhre Farbe war ein gelbliches Grün. tach dem Tro>nen und Fermentiren war ſie gelbbraun, Der Ertrag an Blättern war 7x Pfund, alſo vom Magdeburger Mor- gen 11 Centner 95 Pfund. Geſchma> und,Geruch beym Rauchen waren ſchlecht..; . 8) Mit verweſetem Menſcnen und Fermentiren erſchienen ſie hellgelb, Der Geſammt=- CC deburgy ertrag betrug nicht mehr, als 4x Pfund; alſo von einem Magde- ym Rate burger Morgen 6 Centner 105 Pfund. Beym Nauchen zeigten iE als by| ſie' einen Überaus milden Geſchma> und recht angenehmen Ge- || rxuch, ſo daß ſolche zu einem Rauchtabak von ganz vorzüglicher DE! Ntshh: Qualität anwendbar ſind. lte, Ie 2) Mit Pflanzenerde und Kuhburin. Die mit die- S)elbe ſich ſem Dünger cultivirten Pflanzen bildeten ſich etwas mehr aus. ZE| fie gelb: Der Längendurchmeſſer der größten Blätter betrug etwas über debug 5 3oll. Ihre Farbe war ein blaſſes Gelbgrün, und nach dem FE Oeruh Trocknen und Fermentiren waren ſie ziemlich hellgelb. Der Ertrag M Ofteheh; der Blätter war 55 Pfund; alſo vom Magdeburger Morgen ZO behyht 8 Ctny. 425" Pfund. Beym Rauchen zeigten ſie einen ſehr mil- 171 den Geſchma>, ſo wie einen höchſt angenehmen Geruch, wodurch Eat eihen ſie zum Nauchtabak beſonders geeignet ſind. St, Det 3) Mit Tauben- und Hühnermiſt, Dieſer Dünger zeigt k dinde auf die Blätter zwar eine ſehr wohlthätige Wirkung; doch ver- | vf Bläy:* dient er dem mit Kuhurin vorbereiteten Pflanzendünger in kei- 1ftSven Was nem Betracht vorgezogen zu werden, Die Größe der damit er- 3 1 Pfund,| Nn Blätter, ſo wie auch die Farbe derſelben, war den vorher ſrt1 Deyn| eſchriebenen durchaus gleich, und nach dem Trocknen und Fere- Ad einen| mentiren war die Farbe ein ziemliches Hellgelb, Der Ertrag 2 uchtabet| war 5 Pfund; alſo'vom Magdeburger Morgen 8 Centner 20 Pfd. (Ier Wers| Geſchma&> und Geruch ſind untadelhaft, können aber dem vorie mW| gen nicht vorgezogen werden, Sie ſind zum Rauchtabak ſehr 1Se ſich it Fualificirt. [Szen n 4) Mit Kuhmiſt. Die Blätter erreichten eine Längenaus- M9 glei dehnung von 53 Zoll, Ihre Farbe war ein ziemliches Hellgrün. va fein| Rach dem Trocknen und Fermentiren erhielten ſie ein dunkles are al Gelb. Der Ertrag war ganz wie oben. Beym Rauchen zeigten „abetraget ſie einen ziemlich milden Geſchmat; der Geruch iſt aber weniger <= gend, als bey den vorigen. 5) Mit Schafmiſt, Er zeigte eine überaus kräftige Ein- Singe| wirkung rückſichtlich der Größenausdehnung der Blätter. Der E08, | größte Längendurchmeſſer betrug über 6 Zoll. Die Farbe war ein H Di ſattes Dunkelgrün. Nach dem Trocknen und Fermentiren war ſie ..+ Mot: 8 ein gelbliches Braun. Der Ertrag der Blätter war 7x Pfund, Sen| alſo vom Magdeburger Morgen 11 Centner 95 Pfund. Beym BEA Rauchen zeigten ſie ſich ſchr auffallend auf der Zunge und von = ünguty keinem angenehmen Geruch. Die mit Schafmiſt cultivirten Blät= Aby in ter werden daher nur allein zu Schnupftabak verarbeitet wer2 Erhe' den können.; KN 6) Mit geronnenem Blute, Die Blätter zeigten mit pit 0 den durch Schafmiſt cultivirten die größte Uebereinſtimmung. Fn Gryße der Blätter, die Farbe derſelben im friſchen und trocknen -[ſo 0| Zuſtande, ſo wie auch der Ertrag waren mit jenen völlig übers Nau y| einftimmend. Geſchma> und Geruch beym Rauchen waren eben =) 3 57| ſo unangenehm, als bey den vorigen z daher ſie nyy zu Schnupfe Bere| tabak beachtet zu werden verdienen, | | %I ALI Maa GE RG WÄR IRE wb nE iE Än SENN DE I I R mien in... 7 db EEE Ö 444 Bau. der Feldfrüchte. 6, Abſchn. Juny, (253). R 7) Mit Pferdemiſt. Die Blätter erlangten einen Längen« Durchmefſer von 5, und einen Querdurc und Ges ruch beym Rauchen waren nicht von der Art, daß ſie zu Rauch« tabak empſohlen werden können 3 dagegen ſind ſie aber zum Schnupftabak brauchbar, 8) Mit Menſc und Geruch, ſo daß ſie nur einen ſehr ſchlechten Rauchtabak darbieten können. 2) Mit Pflanzendüngerund Kuhurin, Die Bläte ter bekamen von dieſer Düngung eine etwas größere Ausdehnung, als von der vorigen 3; auch war die Farbe derſelben etwas grauer z nach dem Trocknen und Fermentiren waren ſie ziemlich hellgelb. Der Ertrag war 53x Pfund, alſo vom Magdeburger Morgen 8 Centner 31x Pfund. Geruch und Geſchmack waren beym Raus und Geruch beym Raue- nen und Fermentiren war ſie braun. Der Ertrag war 65 Pfundz alſo vom Magdeburger Woch 4 qual€ 1 in ein N je(mt EE: DEC ed | Wnwerda'fre Ofyalitat. a 7) 0 Wanzen My! fön. und ISE dürch&u An Geſchmas Om daß fe m | 98| die Wlan! der Blat itoj Ohre Farm .- Uhd Ferntämi alſo vom Buh tobat nige 3 tegie) ji EN | 1! NED u 5 bre)| Un 07 + 03 1367| Wund,||| ſchlecht, n 190 Fatnen eihgf gen Jldhhn Velb, 249 gen 9 Cay xx WalRÜHSH: PEE 11 wie 06 Wer ju 59m | vw"| Vi 8 - UB je bejjert I. hier ei nt m nung in rbe ws m; war je Ee debug 43 024094001 SESIS EEE EREN Anbau der Feldgewächſe, Tabak. (2389) Morgen 10 Centner 25 Pfund. Zum Rauchtabak find ſie nicht qualificirt, wobl aber zu Schnupftabak von minderer Qualität, 6) Mit gerotinenem Blute, Es zeigte auf die, Pflan- en eine mit dem Schafmiſt vollfommen gleiche Wirkung, fo daß |: damit cultivirten Blätter, weder in der r Ausdehnung, 1yo< in der Farbe, vor und noch dem TroEnen, von jenen unterſchie- den werden fonnten. Auch war der Ertrag der Blätter und ihre Qualität wie die vom Schafmiſt, 7) Mit Pferdemiſt. Die mit dieſem Dünger„ultivirten Pflanzen zeigten in dex Ausdehnung und. Farbe nach dem Trock- nen. und Fermentiren; ſo wie auch- im Gewicht, ſich mit den durch Kuhmiſt cultivirten vollkommen gleich. D a9egen waren Geſchma& und Geruch beym Nauchen derſelben ſehr ſchlecht, ſo daß ſie nur zu ordinairem Schnupftabak benust werden können. 8) Mit verweſetem Menſcnen und öe rmentiren ein dunkles Braun. er Ertrag war 53 Pfund, alſo vom Magdeburger(Npxgen 9 Gn 5 Pfund; Zum Nauch: taba: jind ſie nicht brauchbar, veil SE)mac und Gzruch uner träglich ſind, wohl aber zu EE nem Schnupftabak, Bey dem Bauerntabak IEEE rustica). 1) Mit Pflanzenerde., Die B!:atter wurden 3 Zoll lang und 5 breit. Ihre Farbe war ein helles Geldgrün;. nach dem Trocknen und Fermentiren waren ſie bellb: aun Der Cxtray war 53 Pfund, alſo vom Magdeb urger Morgen 8 Centner 87 Pfund, Geſchma> und Geruch beym Rauchen waren nicht 3013 ſchlecht. 2) Mit Pflanzenerde und Kuhurin. Die Blätter be- kamen eine etwas größere Ausdehnung; ihre Farbe war- den vori- gen gleich, nach dem Trocknen un7 Fermentiren ein angenehmes Gelb. Der Ertrag war 6 Pfund, alſo vom Magdeburger Mor- gen 9 Centner 90 Pfund.(Sei und Geſchma& beym Rauchen qualificirten dieſe Blätter zum ordincgiren Rauchtabak: 3) Mit Tauben- und Hühnermiſt. Die Blätte ten eine kleinere Ausdehnungz ihre Farbe war;. nach dem Tro>nen und Fermentiren waren ſie braungelb. Der E war 6 Pfund, alſo vom M agdeburger Morgen 9 Centner 90 Pfund Beym Rauchen kamen ſie im Geſchma> und Serum den v»0rigen ziemlich gleich. 4) Mit Kuhmiſt. Er zeigte auf dieſe Tabaks t eine ganz günſtige Wirtung. Die Blätter erhielten eine bedeutende Augs- dehnung in. der Länge und Breite. Ihre Farbe war gelbgrün; nach dem Trocknen und Fermentiren ziemlich GEDEHNT Der Ertrag wär 6 Pfund, aljs vom Magde burg: r Morgen 9 Centher 90" Pfund. Beym Nauchen derſelben zeigten jte einen ziemlich milden Geſ ſnen und Fermentiren ein Braungelb, Der Ertrag war 63'Pfund z alſo vom Magdeburger Morgen 10 Centner 25 Pfund. Geſchma> und Geruch beym Rauchen waren von der Art, daß die Blätter nur zu Rauchtabak verarbeitet wer: den können. 6) Mit geronnenem Blute, Dieſer Dünger zeigte ei: nen mit dem Schafmiſt völlig gleichen Erfolg, rükſichtlich der Ausdehnung der Blätter; aber ihre Farbe war ein noch duntkle- res Grün; nach dem Trocknen und Fermentiren ein ziemlich dunk: les Braun. Der Ertrag war 63 Pfund z; alſo vom Magdeburger Morger 10 Centner 472 Pfund. Die Blätter ſind zum Schnupf- tabak anwendbar.:? 7) Mit Pferdemiſt. Es zeigte ſich ein merklicher Unter- ſchied gegen. die mit vorigem Düngungsmittel cultivirten Blätter. Ihre Ausdehnung in die Länge und Breite kam den mit Kuh- miſt cultivirten völlig gleich. Ihre Farbe war ein lebhaftes Grün; nach dem Trocknen und Fermentiren waren ſie hellbraun, Der Ertrag war 6 Pfund 3 alſo vom Magdeburger Morgen 9 Cent» ner 90 Pfund. Sie ſind nur zu Schnupftabak anwendbar. 8) Mit verweſetem Menſc<nen und fermentirten Zuſtande war ſie dunkelbraun. Der Ertrag war 65 Pfund, alſo vom Magdeburger Morgen 10 Cent- ner 302 Pfund. Sie ſind nur zu Schnupftabak brauchbar. Rächſt den hier erwähnten Düngungsarten führt Herr Dr. Hermbſtädt an: daß alte Wolle und Thierhgare, zerſtampfte Knochen, altes, äbgenußtes Leder, Hautabgänge, wie, ſie in den Ledergerbereyen, den Pergamentfabriken und den Leimſiede- reyen abfallen, Hufe und Klauen von Thieren, ſo wie Hornſpäne aller Art, in Hinſicht der Wirkung dem Blute ganz gleich wä» ren. Den Schweinsmiſt empfiehlt er nur im Nothfalle anzu- wenden, indem er nur Blätter zum ordinairen Schnupftabak giebt. Der gefaulte menſchliche Urin, vorzüglich von Menſchen, die viel Fleiſch eſſen und ſtarkes Bier trinken, äußert eine unge- heure Triebkraft, iſt aber nur zur Erzielung von Schnupftabak anwendbar; wogegen aber der Urin von grasfreſſenden Pferden und Nindvieh ſich beſonders zum Rauchtabak qualificirt; weß- halb es zu empfehlen iſt, ihn beſonders zu ſammeln, welches ſehr leicht geſchehen kann, wenn man den Thieren einen ſolchen Stand giebt, daß der Urin, ohne ſich mit den feſten Excxemen- ten zu vermengen, in beſondere Behälter abjließen kann. Was die Stärke der Düngung anlangt, ſo muß man ſich unter allen Umſtänden beſtreben, ſo ſtark zu düngen, als es nur die Verhältniſſe erlauben. Der auf den Tabak verwendete Dün- ger bezahlt ſich nicht nur durch den Tabak, ſondern derſelbe kommt auch, da der Tabak den Boden nicht außerordentlich er- ſchöpft, da er nicht zum Saamenanſatz kommt, und vermöge ſei- nes ſehr ſtarken Blattorgans viel Nahrung aus der Atmoſphäre zieht, den nachfolgenden Früchten zu Statten. Der Miſt muß gehörig gefault ſeyn, und die Zeit ſeiner Ausfuhr iſt am beſten im Herbſt, damit er bis zum Pflanzen des Tabaks, um ſo beſſer zergangen und mit dem Boden durchmengt iſt,- Die Kalk-, Mexr- gel und Aſchendüngung geben einen ſehr preiswürdigen Tabak, agen!; | '" mehr v! DELE rd,(10 u je 191 etab Dl hy Jun der Why Füchtf reini M nze M hrigetü aht ihn, fl dann(Mt bling Finn| nd in) 9] [5 'D OD= Zz darauf am ms u ſMaf160 00: Whit vf) 1090,00 ihm weh! Dy WU bmi R| WE 39, NE Na+ 3 1,3 EEN qr wir ve mil hin) 4 i Uhl 0 1, Wo. WEESEN IESE SSIEIEEEEEEEEEENEEEEINEEEENENNENN HN 2NEHNGTHNTTLNTE NET THEIEGRRET eU <<),) b.. Anbau der Feldgewächſe, Tabapk, 447 E Sm(291) . Motzen 1 und tragen ſehr viel dazu bey, ihm einen milden Geſchmack und Sichen wany)| angenehmen Geruch zu geben, weßbalb dieſe Düngungen in dem DS'beitet wi mehr gebundenen Boden, zur Exzielung des Rauchtabaks, einer 2| ganz beſondern Beachtung verdienen. Iſt der Boden jedoch: nicht M deigte reich, ſo ſind dieſe Düngungsmittel wenig wirkend, und man Sichtlich Ww!"kann ſie in dem weniger reichen Boden nur mit animaliſcher und. SW'och duni;) vegetabiliſcher Düngung gemeinſchaftlich anwenden. Heng Plat im Feldbau und Fruchtfolge, S1 Cm)..„In den Dreyfelderwirthſchaften wird der Tabak gewöhnlich M in der Braache gebaut, Man bringt ihn am liebſten nach“ folchen Scher Unt!) Früchten, zu denen der Boden gehörig gelv&ert und von Unkraut FO Vlityy| gereimigt worden iſt. In denjenigen Wirthſchaften, wo nicht die = nit fu ganze Braache gedüngt wird, und alſo das Feld nicht in drey- >[ebhafty jährigem Dünger ſteht, muß. man den Tabak nicht zur lepten FF bellbrau Tracht nach einer friſchen Düngung bringen, ſondern man muß DI:en 9 Cob ihn, obgleich zu ihm friſch gedüngt wird, der Boden müßte Sxdhar denn außerordentlich reich ſeyn, wenigſtens zur dritten Tracht -» Düngt bringen. In der Schlag-, Koppel- und Fruchtwechſelwirthſchaft Im Schif:- kann man ihm jeden beliebigen Plat anweiſen 3; nur muß man Win: ih Darauf achten, daß er, weil er unter beſtändiger Aufſicht ſtehen Win /M muß und er viel Behandlung erfordert, nicht zu weit vom Wirth- 198110 Gent: ſchafishofe kommt, weil dadurch die Aufſicht erſchwert und die | Arbeit vermehrt wird,„Auchy muß man darauf Rückſicht nehmen, Wie 4 daß das Tabaksfeld einen freyen Zugang hat und der Weg zu ihm nicht durch das Vertreten umijtehender Früchte erfolgt. tami|| be.„Der Tabak kann nach jeder Frucht folgen, die den Boden S Veimſiehe nicht in zu großem Grade erſchöpft hat, und die den Boden in E oma) einem loc>ern reinen Zuſtande hinterläßt. Einige wollen zwar Sijleih wel] bemerkt haben, daß Hülſenfrüchte dem Tabak keine guten Vor- M le ant!) gänger ſind, indem er nach ihnen nicht nur zurückſchlagen, ſon- Smnuvpfahnl| dern auch in der Qualität ſchlechter werden ſoll, Beſonders BE nſch gut gedeiht der Tabak nach beha>ten Früchten, und nach Klee z Eline ung: und da er die vegetabiliſche Düngung liebt, ſo kann man nicht =S nupftaht! beſſer für ihn ſorgen, als wenn man den Klee nach dem letzten 1 Yferden Schnitte Überdüngt, und den Klee erſt dann umpflügt, wenn S7 vw er durch den Miſt wieder emporgewachſen iſt. Nach dem Tabak E21 kann man jede Frucht, die einen lo>ern und kräftigen Boden iB|! 9; verlangt, folgen laſſen, und es iſt nicht bekannt, daß irgend - My eine Frucht nach dem Tabak zurü&kſchlägt. Der nach Tabak » folgende Weizen übertrifft vft den gedüngten Braachweizen. ZI. ih Mit ſich ſelbſt iſt der Tabak ſehr verträglich, und man kann ihn je 0 viele Jahre auf ſich ſelbſt folgen laſſen, ohne einen Rückſchlag Sie Di zu bemerken. In mehreren Gegenden, wo man» Tabak von vor- Bl züglicher Güte baut, ſchreibt man die Güte nicht allein der Auf: 44 lid er merkſamkeit in der Cultur, ſondern hauptſächlich dem Umſtände mil" ZU, daß der Tabak oft auf ſich ſelbſt folgt, und man behauptet, En daß er um ſo beſſer würde, je länger er auf demſelben Platze gez 5 mov baut würde. In Amerika wird er in friſchem Rodelande bis 15 EYiift m| mal bintereinander gebaut. Es iſt dieß ein großer Vortheil für 1"ü| den Tabaksbau, indem man zu ihm beſondere Plantagen anlegen 3 0 Tu kann, wozu man den geeignetſten Boden in der Nähe des Wirth- Ey ze ſchafshofes in der geeignetſien und geſchüßteſten Lage wahlen cf 31 Zah kann. In dieſen Plantagen muß man Übrigens zum Tabak auch 19* SEEN S Ei RR RR SRE WI SERN WEIS EI ETHER DARIN II| 23 IS AEN BISSE HE BEI ZRES Y 52% Bau der Feldfrüchte.-6. Abſchn. Juny. (292); GEN alljährlich düngen 3 nur kann man die Düngung ſchwach geben. Am beſten iſt es, mit der Miſt: und Kalk: und Mergeldüngund abzuwechſeln. Der Boden ſammelt it dieſen Plantagen durch die Zeit,"die er mit Tabak beſtanden iſt, alljährlich an Reiche +hum, und es iſt daher wohl zweckmäßig, die Tabaksplantage von Zeit zu Zeit zu verlegen, und in der Zwiſchenzeit den ge- ſammelten Bodenreichthum durch andere Gewächſe zu benuzen, „ die dann ganz vorzüglich gerathen. 09 Bearbeitung des Bodens, Der Tabak verlangt einen ſehr gelo>erten und von Unkraut völlig gereinigten Boden. Die Lo>Xerung des Bodens muß fo tief erfolgen, als es die Bodenkrume zuläßt. Jn der tiefen Bd2 denkrume wird ſich das tiefe Umgraben des Bodens durch eine reichlichere Tabakserndte bezahlen. Jin dem mebr lockern und leichter austro>nenden Boden muß man die Bearbeitungsfurcen. Der Vortheil, der dadurch erzielt wird, iſt mehrfach;| denn 1) erſpart man dadurch viel an Dünger, nämlich) die Hälfte; weil ihn nur diejenigen Theile des Bodens erhälten, auf wels en betrifft, ſo TE ldängun| macht man am beſten eine jede etwa 12 Zoll hoch und 16 bis 18 Eu m gol breit; in welchem Falle, da die dadurch gebildeten Vertie- Ei ungen„eben ſv breit werden, die Pflanzen in der Entfernung Ex den 4 von 3 Fuß von einander zu ſtehen kommen, welches das rechte ! Wiehe) Maaß iſt. Man hat zwar ſonſt geglaubt,'daß nur alkein in einem 3| ſumpfigen Boden der Gebraud) der Rinnen zuträglich ſey; in | Holland hat man es aber beſtätigt gefunden, daß ſolche ſich für jeden Boden qualificiren, der nicht Übermäßig ſandreich und da- ner Entfernung von 18 Zoll von einander kommen. In dieſe | Ünluy| durch zu lo>er iſt,“; MUN Verpflanzen des Tabaks, zumin"NR-- mie:. is V Die Pflanzen haben dann die gehörige Ausbildung zum Ver- : 4 ein pflanzen erreicht, ſobald die Blätter derſelben die Größe eines E em un Ychtgroſchenſtückes, und die Stiele die Dicte einer Krähenfeder 7 Gefurc| erlangt haben, gegen 3 Zoll lang ſind, und das 5te bis ste Blatt M abröben| etrieben haben. Sind die Pflanzen größer, ſo taugen ſie zu 1420 e n d di zen größer,| ugen ſie zum M5 wert] Verpflanzen nicht, weil die Wurzeln zu bart- ſind; und ſind ſie = rübjhre| Fleiner, ſo widerſtehen ſie der Tro>kenheit und Näſſe zu wenig. Zu iung"| Die Verpranzzeit richtet ſich hakptſächlic) nach der vollendeten ==, umd Ausvildung der Pflanzen z doch pflanzt man nicht vor der Mitte ve Beats Nays, ſelbſt im warmen Clima, weil vor dieſer Zeit dex Boden 17 9en; ſo noch nicht gehörig durchwärmt iſt, und auch wohl noch ſpäte „Kin kann, Reife: zu fürchten ſind. Die gewöhnliche Pflanzzeit iſt die erſte FÜ zen, 10 Hälfte des Junius. Später zu pflanzen, iſt nicht räthlich, weil D ſich ſouſt die Blätter vor den eintretenden Herbſtfröſten nicht Lal Vell| ausbilden, und von dieſen getroffen, alsbald in Fäulniß überge- = erforden! hen. Iſt man der Witterung wegen, die das Pflanzen vft ver: u era ſchiebt, genörhigt, größere Pflanzen zu gebrauchen, ſo ſtecke man Enn dan ſie bey etwas trockner Witterung aus, damit ſie nicht gleich ſo ſchnell fortwachſen und durchſchießefi. Da ſie tiefer zu ſtehen gorühe vu, kommen, ſo gehen ſie leichter an, als die kleinen, die mehr Zy Uhl) feuchte Witterung zum Angehen verlangen. Zum Augspflanzen zee wähle man. eine ſtille ruhige Witterung, nach einem Negen, da- =| Rin) mit die jungen Pflanzen in einen feuchten Boden zu ſiehen kommen, =(| eine Einen Zeitpunct, woman vorausſehen kann, daß es einige Tage = Spatz| hintereinander unmittelbar nach dem Berpflanzen fortregnen =3en(fil! wird, muß man vermeiden, weil ſonſt die jungen Pflanzen in nehrfel) ihrem Standpuntte geſtört und mit Schlamm bedeckt werden, 000 der: darauf erhärtet und ſie vertrocknen läßt, IV vw,| v TD„. N. 5 =< auf wi). Das Verpflanzen des Tabaks geſchieht, ſo wie es bereits im atter dit Reihen ab, die in gerader Linie gehen, auf welche die Pflanzen jey herab| kommen. Dieſes geſchieht am beſten mittelſt, eines Reihenziehers, g rung ſl| der 4 oder'5 Zähne hat, weiche vie Reihen bezeichnen. Um die =yreinigen| Reihen recht gerade zu veriommen, zieht man die erſte Reihe ver: eimdem ſe mitteiſt einer Schnur, Die die Reihen bezeichnenden Zähne müſ- p beſchidi: ſen 18 Zoll von einander entfernt feyn, ſo daß die Reihen in eis 7 : 450- Bau dev Feldfrüchte, 6, Abſen, dit(a 6 ſv empfiehlt man, die Reihen, in welche die Pflanzen kommen, 2 00 Z. vor dem Einpſlanzen zu begießen,/ Wenn der mehr bindige Bo- Euli' den ſich durch das Begießen geſetzt. hat, ſo iſt dann beym Ein-] m NE| pflanzen das Vorſtechen zu empfehlen, welches darin beſteht, daß/ Qliyr 1984 ein geübter Arbeiter den Platz, wo die Pflanze hinkommt, ver-) 4 mittelſt eines Spatens auflo>ert, und der Pflanzer die Pflanzen Maſt alsbald in den ausgeſtochenen Boden einſet. Dieſes Vorſtechen nicht zu füh. iſt überhaupt, wenn es die Wirterung geſtattet, ſehr zu empfeh- Gand, 1 Bat len, weil dadurch der Boden um ſo mehr geloert wird, und ſjet den 130 zugleich auch die dem Tabak feindlichen Jnſecten auf eine lange j ';)[| Ier Noe Zeit aus ihren Wohnungen vertrieben werden, unterdeſſen die E,(5 +""] Pflanzen ſo erſtarken, daß ſie bey ihrer Wiederkehr denſelben zu j Den N alt ſind, und wenn ſie auch angegriſſen werden, dem dadurch.| wg Gy| entſtandenen Schaden um ſo mehr widerſtehen können. Das einigen 205 Berpflanzen muß ſv ſchnell hinter einander erfolgen, als es nur zeitigen Dw möglich iſt; und bey größern Plantagen muß es an geübten Leu- N m| ten dazu nicht fehlen.| vy wn Wenn man vorzüglichen Rauchtabak gewinnen will, ſo be- zer heralch! dient“ man ſich des erzeugten Federviehmiſtes ſehr zweckmäßig ſchr durds4 „ auf folgendes Weiſe dazu. Man macht zuerſt ein Loch in die in ſochenögy Erde, legt darein ſo. viel Federviehmiſt, als die Größe einer EMU Wallnuß beträgt, thut. darüber einen Zoll hoch Erde und ſept“ Der Gift dann die Tabakspflanze darauf, deren tiefer eindringende Wur- p- zel Gelegenheit findet, die nährende Kraft des Federviehmi-! | ſtes einzuſaugen. Man düngt dann mit einer geringen Ouan-| Ptrilil 03 tität ſolchen Miſtes ſehr weit. Nur muß man die Vorſicht Halten Wis 431 brauchen, den Federviehmiſt mit Erde zu Überdec>ken, ſo daß The 1:0 die Pflanzenwurzeln nicht vorher, ehe ſie ſich eingewurzelt ha:- Gilt vDN ; Die unmittelbar darauf kommen, weil ſie ſonſt eingehen wür- 4 dü„- fs-. 1 mds Auch) hat man beym Verpflanzen darauf zu ſehen, daß die ſalhen ut Pflanzen beym Einpflanzen eine gerade in die Höhe ſtehende Ertrag,(9: Richtung bekommen, denn ſchief geſetzte Pflanzen wachſen ſchief, hielmehr und kommen dann mit andern in nachtheilige Berührung. Auch muß man die gelben Blätter der zu verpflanzenden Pflanzen mit wit ven[Es Behutſamkeit abbrechen, damit ſolche nicht auf die Wurzeln zu Dt liegen kommen, wodurch das leichte Angehen derſelben verhin: s Durm vn] dert wird,|; (ereanme EI EIDER munen KIN dae 2 ZE EIIIE| ey:: I Anbau der Feldgewächſe. Sommerrübſen. 451 „a.(295) * 11 Oelgewächſe, ZZ ſolchen: Derengliſche Shnittkohl, -4 dieſe Dieſes Gewächs, welches die Kohlrübe, Brassica napobras- MBl ica, zur Stammmutter haben ſoll, nach Andern durch eine Vermi- weiſt, ſchung des Winterrübſamens, Brassica napus, und des Winter- ="mnreid: rapsſamens, Brassica oleracea, entſtanden, und ſich nun als M niht| fruchtbarer Baſtard fortgepflanzt haben ſoll, wird hin uud wie- „eres, von Unkraut reines, aber ſehr kräftiges Dt NN Land, welches man friſch düngt und gehörig bearbeitet. Man . Ws ſäet den Samen, etwa 2 Berliner Metzen auf den Magdeburger 4. Me Morgen zu 180 rheiniſchen Quadratruthen, gleichmäßig aus, Wen| und bringt ihn mit einer leichten hölzernen Egge flach unter, . WEH| Die Saatzeit beginnt nach der Mitte Juny, und kann den July A 4 und bis Ende Auguſt fortgeſebt werden, Stehen die Pflanzenzan - M8 einigen Orten zu dicht, ſo können ſie verzogen werden. Von der X IN zeitigen Saat können die Blätter 2 auch 3mal abgeſchnitten und L ZUNG: zu Futter benubt werden, Den lezten Schnitt muß man noch E bey warmer Witterung nehmen, damit die Blätter noch vor Win- HT ſo be: ter heranwachſen und Dee geben. Oft leidet der Schnittkohl es imäbig ſehr durch den Winter, weßhalb ſein Anbau hauptſächlich nur Fn de in ſolche Gegenden paßt, die ein warmes Clima haben. EI einer| eid ſeht Der Sommerrübſamen(Sommerrübſen), Brassica cam- Er Wut:|| pestris. = iehmt:| Dieſe Pflanze, welche gewöhnlich für die Sommerfrucht des S Quan: Winterrübſamens, mitunter auch für den des Winterraps ge- aorſicht halten wird, hat den Feldkohl, der auch hin und wieder in Sv. das Deutſchland wild wächſt, zur Stamiamutter. Er iſt durch die Ji 1 Cultur vervollfommnet worden z; beſonders ſind die Samen vlrei- fs, wür: cher geworden. Man findet ſeinen Anbau in mehreren Gegen- 2 den Deutſchlands, und beſonders in ſolchen, wo der Wintexrrüb- aß die ſamen und Winterrapsſamen augwintern, Er giebt nicht den <= hende Ertrag, als die beiden genannten Arten, leidet durch Inſecten 7 chief; IF vielmehr Schaden und die Samen ſind auch weniger ölreich, ge- = Yu ben dafür aber eim um ſo beſſeres Oel. Jn der Cultur hat er Senmit| mit den beiden genannten Arten Vieles gemein, weßhalb wir im zeln zu| Hauptſächlichſten auf dieſe hinverweiſen, und hier ſeiner Cultur = verhin: nur in der Kürze gedenken wollen, Cultur des Sommerrübſamens. Er kommt in tro>nem und weniger reichem Boden fort, als Winterrüb s und NRapsſamen, Man muß den Boden gut zus Bn| 6 We SZ G 452 aus Batt der Feldfrüchte. 6, Abſchn. IJuny, 296; bereiten. Man baut ihn in gedüngter Braache, oder auch||| zeigt Sommerfelde nach gedüngter Winterung. Auch finde bp iv8(/ mim in den ausgewititerten Rübſamen- und Rapsfeldern, Er wird| die auf SM | 111 y im Junius geſäet. Man ſäet 1x bis 2 Berliner Metzen auf den uml 18 Magdeburger Morgen, und eggt den Samen mit leichten Eggen" ME 125-- EN;-; Wir 28) unter. Während feiner Vegetation leidet er unter allen Delgee 3). vr wächſen am meiſten. Zuerſt wird er vom Erdfloh fehr heimge« 3%, I 4 we e*? Ä 5 4 E 0.378, T3( ſucht, dann findet ſich im July eine grüne Raupe, hierauf eine 6 30“WU ſchwarze Raupe, aus welcher nach der Verwandlung die Blatt-|. ME (en, 9 1 wes8ye wird, und zuletzt'der ſogenannte Pfeifer. Trockne Witte- dier, als AN, rung, bevor er ſo weit herangewachſen iſt, daß er den Boden ges. 1 Mr. nugjam beſchattet und feucht erhält, ſeyt ihn oft auch ſehr zue 7 rü, ſy daß ſein Ertrag oft ſehr unbedeutend wird. 32 10500 br Rel mmer theile bB ; D; 468 f; im Fru| Vegetation der Feldgewächſe, Behandlung während| tinzu ll) der Begetation und Beſchüßung vor Unfällen,> dum| - Wir haben in den frühern Monaten über die Vegetation dex| und dali| Winterſaaten und deren Behandlung nach dem Yustritt aus dem tigteit 18 1| Winter im Allgemeinen geſprochen, und nur das Specielle dar-| pbäre Gy! über beym Winterrübſamen und Winterrapsſamen im vergange: bloß gel 2008 nen Monat angeführt, weil dieſe Gewächſe bis dahin am mei- 09000 17 ſten in der Vegetation vorgerüt waren. Da aber nunmehr die fiſche C19H Winterſaaten und auch ein Theil dex Sommerſaaten fehr bedeuz/ khnyl+| tend im Wachsthum vorgeſchritten ſind, ſo wollen wir nunmehr- fin Ww irn| ' auic<4 das Specielte während des Wachsthums der verſchiedenen ganz vip Früchte, und was deren Behandlung bis zur Erndte anlangt, Boden, fah! 1 - anführen. IWM Wende für 3| des Beſt) ' Getreide,; die Soft j Winterweizen,| Nigernaß 1; ; Vegetation und Behandlung während der Vegez Mmm 1 tation nach dem Auswintern bis zur Erndte.„4 |. Der Weizen verträgt untev den Wintergewächſen die Wins» Anſehn ſhy 4; kepfenchtigkeit am beſten, und er>treibt oft noch an ſolchen Stel- ene WA 4 44] 1 len aus, wo eine längere Zeit Waſſer geſtanden hat. Oft ſieht debe, 4 4; | pj das Weizenfeld nach dem Winter ganz kahl aus, ſo daß man dn 10 der 47"' keine Pflanze darauf entde>en kann; aber man darf vor dem Perwogg ]„MENA) Eintritt der warmen Witterung, vor Ablauf des Mays im nörda HI 10 64 11:4 1 1 190008 lichen Deutſchland, die Hoffnung noch nicht aufgeben. Es ſind+ NEWs 140 ZENGWF- 4 viele Beyſptele vorhanden, daß ein vor Ende Mays umzeyflügtes] di EEN 140 DEN. 37 ganz kahles Weizenfeld, auf den ungepflügten Stellen noh ſehr /|"Wſdgg 4 EM ſchönen Weizen trug, Fängt jedoch das Weizenfeld im Anfange eb, Rebe 144]„15152 Zunius nicht an zu begrünen, ſo iſt die Hoffnung auf das Nach: Melt"aw | 1 1? kommen des Weizens vergeblich, und finden ſich nachher auh|| jh| no einige Pflanzen ſo ijt die Erndte doch kaum lohnend. Es 1]| bleibt dann nichts übrig, als das Weizenfeld umzupflügen und | 1 eine andere ruht hinein zu ſäen. Gewöhnlich ſäet man kleing | 1334 Gerſte, Id) habe mehrmals auf umgepflügten Weizenfeldern den| 9 j ſchönſten Hafer gefunden„ der ſowohl durch ſeine Körnererndte| Pin, 0 10 einen höhern Ertrag gewährte, als die Gerſte, beſonders aber"B' 4 den Ausfall an Stroh mehr als dieſe dete, 417 5 NdeEs ,y lin| ul Witte 10den db BF. ſchr zU: (hren) Jen, M[100 Des DS 118 dem Stile dar: 1 gange: NN els 1883 br die 15) beden:| ' Aimmehr [SE(edenen| Sia Peg ege 510, ! Wit| <=>) Gtel: + ſicht 0 man "x dem +;norde sſind > Müßte 5< ſeht nfange 4 Rach: 3: aud m Zn umd| << fleitt = um den a vernte 18 abe “- Vegetation der Feldgewächſe, Behac>en des Weizens. 453 ;(297) Der Weizen verdient mehr als die Getreidearten einer beſon« dern Aufmerkjamkeit während der Vegetation, und er belohnt die auf ihn verwendete Mühe reichlid,. Das Durcheggen des Weizens im Frühjahr, Wir haben bereits im erſten Bande der Encyklopädie bey der Lehre vom Anbau der Feldgewächſe im Allgemeinen S, 327. und 323. Über: die Vortheile des Eggens der Saaten, und Band 4. S. 369, Über die Borcheile des Eggens der Winterſaaten geſyro- en. Hierdurch wird aber auch an die ſich nun ausbreitenden Kronenwurzeln friſche Erde gebracht, wodurch die Beſtaudung der Pflanzen vers mehrt wird. Das Eggen des Weizens iſt Haber in dem fraftie gen bindigen Boden, wo der Weizen nur dünn geſäet wird, ganz vorzüglich zu empfehlen. Aber nicht allein im bindigen Boden, ſondern in jedem Boden iſt das Eggen des Weizens an? wendbar z; nur die Stärfe des Eggens iſt nach der Beſchaffenheit des Bodens verſchieden. Man nimmt das Eggen dann vor, wenn die Vegetation beginnt, der Boden gehörig abgetrocknet und ei- nigermaßen durchwärmt iſt, Ende Aprils oder Anfangs Mays. Man wählt dazu einen heiteren Tag. Das Eggen muß obne Beſorgniß in der Maaße erfolgen, daß der Boden beynahe das Anſehn eines friſch beſtellten bekommt. Werden dadurch auch eine Menge Blätter abgeriſſen, die Pflanzenſtö>e leiden nicht dabey, und der ihnen ſcheinbar zugefügte Nachtheil wird durch den nach etwa 14 Tagen um ſv kräftigern Auftrieb des Weizens Überwogen. Wenn ſich im Früjahre keine Spur von Weizen" zeigt, ſo wird er durch das Eggen bald hervorgeloc>kt, und manz t iſt, und die entſtandenen Niſſe verdeckt ſind. Jäten und Beha>en des Weizens. Das Jäaten des Weizens iſt ſebr allgemein. Weny man es auch nicht um des Weizens ſelbſt willen thut, ſo ſchickt man doch die Mägde in den Weizen zum Jäten, um einiges Grünfutter zum Melten. für die Kühe zu bekommen, Selbf in vielen großen Wirthſchaften findet man es, wenn es in dieſen auch nicht mit der Sorgfalt verrichtet wird, als es geſchehen ſollte, Wo, es nicht Statt findet, da unterlaſſe man es doch ja nicht, und wenn 0| 454 Bau der Feldfrüchte, 6, Abſchn. Jnny. (293) j man es nur auf Ausſtechen der Diſteln, das Ausraufen des wil- den, Mohns, der blauen Kornblume und. der Vogelwicke, be: ſchränken ſollte. Die auf die Vertilgung dieſer Unkräuter, welche den Weizen ſo ſehr beeinträchtigen, verwendete Mühe wird ſich durch einen höhern Ertrag des Weizens gewiß bezahlen. Das Jäten giebt nicht nur ein ſehr willkommenes Frübjahrsfutter, welches das Vieh auf die grüne Fütterung vorbereitet, ſondern man reiniget auch das Land vom Unkraut, erhält reinen Weizen, und vermehrt, da der Boden. durch das Augreißen des Unkrauts gelo>ert und Erde an die Halme angebracht wird, die Beſtau- dung des Weizens. Uebrigens iſt zu bemerken, daß man, wenn man das ausgejätete Unkraut zu Futter benutzen will, den wil: den Mohn ſorgfältig ausſcheiden muß, weil derſelbe dem Vieh ſchädlich, in großer Menge gefüttert, ſogar tödtlich iſt, In England- pflegt man anſtatt des Jätens das Beha>en des Weizens anzuwenden, und beha>t ihn ſogar zweymal. Man findet das Behacken in kleinen Wirthſchaften auch in manchen Gegenden Deutſchlands 3 man verrichtet es mit einer unten brei- ten Hacke. In großen Wirthſchaften möchte wohl das Beha>en nicht anwendbar ſeyn, ſelbſt wenn man es anſtatt des Eggens verrichten wollte, und zwar weniger aus dem Grunde, weil es zu koſtſpielig iſt, indem der höhere Weizenertrag wohl die Ko- ſten zu decken vermögend ſeyn würde, als aus dem Grunde, weil es an den dazu nöthigen Arbeitern mangeln würd«, Bey der Drillcultur verrichtet die Bearbeitung mit der Pfer- dehacke den Zwe des Beha>kens vollkommen, und deßhalb gez: währt die Drillcultur auch einen um ſo größern Ertrag. Ueberſtreuen des Weizens mit Dünger. Man kann durc die Ueberſtreuung des Weizens mit Dünger einen doppelten Zwe erreichen, nämlich das Lagern des zu Üp- pig aufſchießenden vermeiden, oder dem kümmernden Weizen zu einem Üppigern Triebe aufhelfen. Jm erſten Falle nimmt man zur Ueberdüngung. Ruß, Kalt oder Aſche, wodurch das Stroh des Weizens eine ſchilfartige Steifheit erhält. Beſonders iſt der Ruß in dieſer Beziehung zu empfehlen. Man nimmt das Ueber- ſtreuen unmittelbar na< dem Eggen vor, Um kümmernden Wei- zenſaaten aufzuhelfen, nimmt man eine Ueberſtreuung mit Hüh- ner- oder Taubenmiſt vor, den man zur Hälfte mit Aſche dur- mengt. Ein Berliner Scheſfel dieſer Düngung auf einen Mag- deburger Morgen Weizen ausgeſtreut, verurſacht ſchon eine ſehr bemerkliche Wirkung. Man wählt zum Ueberſtreuen eine etwas feuchte Witterung im May. leiſtet ſehr gute Dienſte. Man muß ſich übrigens von einer ſolchen Düngung durch den zu dünnen Stand des Weizens nicht abſchre>en laſſen 3 denn der Weizen hat eine oft ans Unglaubliche gehende Beſtaudungstkraft, und der dünnſte Stand der Weizenſtsöc>e giebt dennoch, wenn der Boden kräftig iſt, ein völlig dicht beſtandenes, Weizenfeld, von dem man um ſo weniger Lager zu befürchten hat. Das Schröpfen des Weizens, Wenn der Weizen einen zu Üppigen Wuchs hat, ſo daß man Lager zu befürchten hat, ſo giebt es zwey Mittel, dieſem vorzu- beugen: nämlich das Schröpfen des Weizens und das Abhüten mit dem Vieh,; u 157. Auch) das Ueberfahren mit Jauche au DN 1 . 28 M Alam DB iſt, Na! 4 ſehende ZE rühren, In | man niht EH) | vile den 99881! ) durch ſe! zum GOV IN 10h wirt(0S| Fröft genäbg beachten; M0 - Bachsihi| ger nicht Em gens deo1giE gelagert 19( dann rauen / ſehr dun/ſity - die Blas | ſchlingen Mü ET Cchröpfer eihen Zit XV j weil EE bald nach JEM:| NEN 00 ür vonne leichter 16 das Guſe dem ei| Wenn eb dent | mes Zul flttere wl den, Ting| haute"yt hävor, 1 . Weben ay ten Iund gendes; Ju 85) 10) aus fen: V BP Nm j be| Ä !| M SEE ZESEZLEN - M Em = === Onder|| ma Beizen,|? frug|| jup Bt| 30p|, Wehl p wil: S1 Viz) > hacty | Ran aneh St brei: s hacken SE ogen| <=il| | 1 Kv: "Et weil ;ad Per: 4 780 aw: --| K Srünget| WSU Üp:|| Sen N Ey mah| (Sti = iſt de|| 1 Ueber:| = R] Pelt| +. ME (= durd:| „1 Mat:| ue ſeht| Ei etws| 3 Jaud! gjolchm pred = ehen Zenden =| hal. 40:07 Dei aoputm|| Vegetation der Feldgewächſe. Schröpfen des Weizens. 455 (299) Das Schröpfen erfolgt dann, wenn der Weizen mit ſeinen Blättern dicht durchwachſen, der Halm aber nod nicht ſichtbar iſt. Man ſchneidet mit der Sichel oder mit der Senſe die vor- ſtehenden Blätter ab, ohne jedoch das Herz der Pflanze zu be- rühren, es iſt daher bey dieſer Arbeit Vorſicht nöthig, wenn man nicht dem Weizen Schaden zufügen will. Das Schröpfen hält den Weizen in ſeinem Wachsthum zurück, und mindert da- durch ſeinen üppigen Wuchs. Man muß übrigens, ehe man ſich zum Schröpfen entſchließt, ſehr genau prüfen, ob man vom Wei- zen wirklich Lager zu beſorgen hat, und daher mit der Boden- kraft genau bekannt ſeyn und den Stand der Pflanzen genau beachten 3; denn da der Weizen durch das Schröpfen in ſeinem Wachsthume ſehr zurückgehalten wird, ſo kann es bey nachheriz ger nicht ganz günſtiger Witterung die Urſache des Zurückſchla- gens des Weizens ſeyn, der ſich, ohne geſchröpft zu ſeyn, nicht gelagert und vollkommener ausgebildet hätte. Es iſt daher nur dann rathſam, zum Schröpfen zu ſchreiten, wenn der Weizen ein ſehr dunkelgrünes Anſehn bekommt, die Sproſſen ſehr dick und die Blätter ſehr breit und fett ſind und ſich ſehr in einander ver- ſchlingen und ſtark kräuſeln. Jſt dieß nicht der Fall, ſo iſt es zweckmäßiger, das Schröpfen zu unterlaſſen. Man muß das Schröpfen bey guter Witterung vornehmen; beſonders muß man einen Zeitpunct vermeiden, wenn Nord- und Nordoſtwinde wes ben, weil ſonſt die Pflanzen gelb werden. Vermuthet man, daß bald nach dem Schröpfen ſchlechte Witterung eintreten wird, ſo unterläßt man es lieberz denn der geſchröpfte Weizen wird dann nur dünnhalmig, und von dem ſtarken Regen im Juny und July leichter niedergedrückt, als der.ungeſchröpfte. Auch muß man das Schröpfen nach einem Reife, oder wenn ſtarker Thau auf dem Weizen liegt, vermeiden. Die Weizenſchröpfe iſt fürs Vieh, wenn es ſie mäßig genießt und nicht darauf trinkt, ein angeneh- mes Futter z da ſie jedoch ſtark laxirt, ſv darf/ſie nicht allein ge: füttert werden, ſondern man muß ſie mit Stroh zu Häckſel ſchnei- den. Trinkt das Vieh darauf, ſo wird es ſtark aufgebläht. Be- Wie oder bereifte Schröpfe bringt allemal eine ſtarke Blähung ervor,. Ueber das Schröpfen des Weizens ſagt Schwerz im zwey- ten Bande ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ackerbau S. 94. Fol- gendes:„J< glaube ſogar nicht, daß man dabey ſo ängſtlich zu verfahren habe, wie es die gedru>ten Vorſchriften wollen, wie 1 64 folgenden unwillkührlich gemachten Erfahrungen ſchlie: en muß.“ „„S< hatte im Frühherbſte 1822 ein Stü> mit Roggen be- ſäet, beſtimmt im folgenden Jahre als Grünfutter zu dienen. Neben ibm ſtand ein ſchmaler Streifen Tälaweraweizen, der auf demſelben gewöhnlichen Felde, auf gewöhnliche Weiſe beſtellt und zur gewöhnlichen Zeit geſäet worden war. Das Roggenabfüt- tern wurde im Frühjahre' zu lange verſchoben, ſo daß er ſchon lange in Yehren ſtand, als die Senſe ihn vom Felde rief. Dey daran ſtoßende Weizen hatte nun zwar noch keine Aehren, doch aber eine Höhe von 2 Fuß, Die nichts ſchonende Senſe des nichts ſchonenden Arbeiters griff zu meinem Verdruſſe mit in den Weizen ein und ſtreckte einen guten Theil-vor ſeiner Zeit hin. Dem ungegchtet ſchlugen die abgemäbeten Stücke von neuem id dä Neun Wik a em vnd nn ne rg ÄR ÄÖ ÄN Än Ze ee u u ig ien neun, 04 54 4“. 456 Bau der Feldfrüchte. 6, Abſchn. Juny, * (300) aus, trieben Halme und Aehren, die etwa 14 Tage nach dem nicht abgemäheten Weizen reiften. Die Körner waren ohne Taz del, nur etwas kleiner, das Stroh kürzer. Hätte das Abmähen „um 14 Tage früher Statt gehabt, fo würde auch dieſer Unterſchied wiſchen beiden Weizen verſchwunden ſeyn, Daſſelbe beſtätigte ſich auch im Frühjahre 1824 ay einigen Weizenpflanzen, welche ufältig unter Noggen gekommen waren, und abgemähet wurden, 8 der Noggen ſchon Aehren zeigte. Ich zog eine Weizenpflanze aus, die acht, und eine andere, die außer zwey unvollkommenen noch zehn vollkommene Aehren hatte.“ - In einigen Gegenden, wo das Schröpfen des Weizens, we- gen der großen Kraft des Bodens, zur Regel geworden iſt, nimmt. man es im zeitigen Frühjahre, im April, ehe noch der Halm ſichtbar iſt, vor, und mähet den Weizen mit dex Senſe dicht am Boden ab. Dieſes Schröpfen ſoll dem Weizen weit zuträglicher ſeyn, als wenn in der Folge bloß die Blätter verſtutt werden. Eine andere Art des Schröpfens iſt das ſogenannte Auskläs ren. Es beſteht darin, das man ſpäter, wenn der Weizen ſchon mehr herangewachſen iſt ,/-aber die Aehren noch nicht ſichtbar find ,. den bereits im Weizen höher emporgeſchoſſenen Noggen, der die Aehren bereiis ausgebildet hat, und die aufgewachſenen Koxnblumen mit der Senſe oder mit der Sichel abmäht. Man ſchneider nur ſo tief, daß nur die Spitzen des Weizens berührt werden. “ Anſtatt des Schröpfens iſt in einigen Gegenden das Behüz- ten des Weizens im Frühjahr gebräuchlich. Man treibt Pferde, Kühe, Schafe und Ochſen auf das Weizenfeld, obwohl Viele das Abhüten nur mit den Schafen ausgeführt wiſſen wollen, und den Auftrieb andern Viehes für ſchädlich halten, weil daſſelbe- mit ſeinen ſtumpfen Zähnen die Blätter nicht abbeißt, ſondern mehr abreißt, uno dadurch yiele Pflanzen zerſtört. Dieſes Ab« Hüten darf jedoch) auch nur Statt finden> wenn man gegründete Urſache hat, Lager zu befürchten. Es erfolgt gegen Ende Aprils, und man wählt einen Zeityunct dazu, wo der Boden und die Witterung tro>en ſind. Man beobachtet dabey, daß das Abhüx- ten ſy ſchnell als möglich erfolgt, und treibt daher eine Menge Schafe auf ein Weizenfeld, welche es auf einmal abweiden. Man hält mehrſeitig dieſes Abhüten für zwe&mäßiger, als das Schry- pfen, und legt ihm beſonders noch den Vortheil bey, daß durch den Auftrieb der Schafe die Mäuſe verſcheucht und viele ſchädli: en, ſv bleibt der. Weizen kurz, vie Nebenſproſſen bilden fich nicht gehörig aus und er wird dop- pelwüchf), wrd un)'E vor MM 1] „Dumme vorthelgeit en pitat wi id 11, und an ſeum(oi deſs wahr!| ms, fro/m us | der Blürhähti) | Vollendut 49! vf, > Zfeiiie tigſten, 10) 040 Atsl ausbilder9 9 beh. 20009 dag |! Diejehh% wird, uni] 4 Wit wertifs) dens iin 21908 handling Ei |(ie SM! jn |.:0 igel | 7.8 deſſelben! jn Frühjaht fegh Wärter Wefgay 3: eee fim Nörter bo fos Übgen TE Dipfelbo 14 Verurſacht(Dy nI enfin Ehihen j X 008 Zurchem verfährt RE ee<< 2 GEIE AISRSE L| SEIN S5 1425190990 SRE SEEN rnmeennenmmegnuumin, IE 3| Vegetation der Feldgewächſs. Winterſpelz. 457 ||(301) Qa den velwlichfig. Naßkalte Witterung ſett ihn ſehr im Wachsthume 2'0hne Ty zurück und verſpätet ſeine Erndte. Eine mäßig kalte Witterung FE: Abmähn vor dem Auvfſchoſſen iſt jedoch dem Weizen in einem ſehr kräftie E nterſchiz) gens Boden, wenn ſie nicht zu lange anhält, aus dem Grunde beſtätigt vortheilhaft, weil ex dadurch an dem zu üÜppigen Aufwuchſe ge: 5! Weldy hindert wird, ſeine Wurzelausbildung um ſv mehr vollenden 1 wurde,) kann, und dann bey günſtiger Witterung mit ſeinen Nebenſproſ: = ypflan:| ſen uni ſv kräftiger aufwächſt. Nach dem Schoſſen und beſon- Emmen|| ders während des Blühens liebt der Weizen ganz vorzüglich war: | mes,'trovc>nes und nicht windiges Wetter. Feuchtes Wetter ini EN en3, we| der Blüthe hindert die Befruchtung. Nach dem Anſatze bis zur Fit, nimmt Vollendung der Körner iſt ihm mäßig feuchtes Wetter am gün- Elter Haly| ſtigſten, indem er bey anhaltender Trockniß und ſtarten austrock: ME dicht am nenden Winden zu ſchnell reift, und die Körner nicht gehörig = rögliche| ausbildet, die auch ſpröde werden und kein ſo vorzügliches Mehl Styverden,| eben. Zu feuchte Witterung beym Anſatz der Körner verurſacht 4 Anllh| ickſchäligen Weizen und den Staubdrand.|: = en ſcho- Diejenige Krankheit, von der der Weizen häufig befallet 5 ſichthy| wird, und die ſeinen Köknererträg ſehr ſchmälern, iſt der Brand; Rogen| Wir werden das Nöthige hierüber bey der Saat des Winterweiz Dachſen ens iim October anführen, weil die Mittel dagegen in der Bes Er May. andlung und Wahl des Samens hauptſächlich begründet ſind. eSberühnt Cine andere, dem Weizen, ſv wie auch den andern Getreides | ärten. nachtheilige Krankheit iſt der Honigthau, wovon weiter 5 Behle| unten, iS: Werdt,|| Der Winterſpelz, E Siel das| Vegetation des Spelz und Behandlung deſſelbett L"vag| bis zur Erndte, EE anden Da der Spelz eine Weizenart iſt, ſo kommt die Behandlung - MID deſſelben ganz mit dem Weizen Überein, Das Durchesgen im ME ründeh| Frühjahr verlangt er noch mehr, als dieſer, weil er ſich noch BE)| ftärter beſtaudet. Das Jäten und Behbacken bekommt ihm eben: =, April“: SG SIRI|; . M6) ſowohl. Das Ueberſtreuen mit Hühnermiſt over Aſche/ und das Uebergießen mit Jauche iſt dem Spelz, weil er ſic) dann um ſs Abh: n 2 DICHT 5 2 kb| I ſtärker beſtaudet, noch) zuträglicher. Auch muß er bey einem zu = MM Üppigen Wuchſe ebenfalls, ſo wie der Weizen geſchröpft werdet, - ZM; Dieſelbe Witterung, die das Wachsthuim des Weizens begünſtigt, = Sfb verurſacht auch das beſſere Gerathen des Spelzes; nur ſcheint er

erbau S. 108 Folgendes:„Keiner Frucht bekommt endit Eb| das Durcheggen im Früßjahr ſv wohl, als dem Dinkel, beſonders "hm naß wenn er ſtart verunkrautet iſt, vorausgeſebt, daß wan dabey ſo =. Fail, verfährt, als wenn man alles mit der Egge zerſtören wollte, =//8hum!| Da man ſich vox nichts mehr, als vor dieſer Frühjahrsoperation „itterun|| fürchtet: ſv erlaube mir der Leſer, ſie durch ein paax Beyſpiele "pefers| von meiner Bekanntſchäft zu bekräftigen.“: „igen er|„. 13m Frühjahr von 1817 fand Hr. Vouand, Poſthälter in 89 feine! Simmern, einen ſeiner Spelzä>er ſo ſeby mit Unkraut verwachſen, M ii| daß er ſich nichts davon verſprach. Er verfiel guf den Gedanten, =„1/fut) ihn eggen zu laſſen, und zwar mit eiſernen Eggen. Der Knecht, 477)"7 dem der Auftrag gegeben war, wollte ſich nicht. zur Ausführung 453 ' Bau der Feldfrüchte, 6. Abſchn, Juny,. 302 Ee. E 4. 500 bis daß der Herr ihn verſicherte, der AXer ſolte nache her umgepflügt und mit Gerſte beſtellt werden. Nun ging es auf das Zerſtören los, da der Knecht nichts mehr zu ſchonen hatte, Nach einigen Tagen gab es Regen, und, als nach ein paar Wochen der Knecht den Acker wieder zu Geſicht bekam, war der Spelz ſv ſchön, daß er ſelbſt ſeinen Herrn bat, ihm doch das Leben zu laſſen. I< ſelbſt habe dieſen Spelza>er im Sommer geſehen. Er ſtand vortrefflich.“- „„Im Jahre 1818, wo der Wurmſtich den Roggen auf einer Kleenarbe zerſtört hatte, ließ Herr Heegen/ bey Coblenz den Acker im Spätherbſt mit eiſernen Eggen verreißen, mit Spelz be- ſäen und ihn einpflügen. Im folgenden Frühjahr zeigten ſich die Samenblätter des Spelz nicht häufig 3; dennoch ließ ex den Acer, auf welchem ſich noch viele Grasklötte befanden, mit ei- ſernen Eggen tüchtig eggen, eine Verrichtung, die, als in da- ſiger Gegend nicht üblich, zu mehreren, die Sache nicht genehmi- genden Discuſſionen unter den Bauern Anlaß gab; bis im darauf Xommenden Sommer der Erfolg dem Proceſſe ein Ende machte, Und für das Berfahren auf eine triumphirende Weiſe entſchied." Man hält es beym Spelz für einen großen Vorzug vor dem' Weizen, daß er nicht lagert. Herr v. Schw.erz ſagt aber im Gegenrheile im 2ten Theile ſeiner Anleitung zum praktiſchen A&erbau S. 109 darüber Folgendes:„So einſtimmig auch die auswärtigen Schriftſteller, welche die Sache nicht aus eigner Erfahrung kennen, darüber ſind, daß der Dinkel dem Lagern nicht unterworfen ſey, ſo muß ich leider! aus genauer Bekannt- ſchaft mit ihm, zener Aeußerung geradezu widerſprechen. Frei- lich wohl mag da, wo man dem Dinkel kaum nöthigen Lebens- unterhalt reicht, derſelbe ſich aus Feiſtigkeit nicht lagern, ſo wenig als Roggen auf dürrem Sande, Unter günſtigen Verhält- niſſen aber lagert er nicht weniger, als Weizen und Gerſte, Die Gefahr, fich zu lagern, iſt gegentheils beym Dinkel ſo ge- wöhnlich, daß nicht leicht ein Jahr iſt, in welchem er demſelben nicht ausgeſet wäre 3; daher man ihn auch in der Regel alljährlich ſchröpft. Im Jahre 1823 wurde in Hohenheim ein Feld, das nicht geil war, das aber einen tüchtigen Dinkelboden hat, zwey- mal geſchröpft, und zwar das erſtemal, als die Schoſſen ſich ſchon im Kiele bildeten„! und doch lagerte ſich dieſer Dinkel in der Folge*). Das Schröpfen, als, Präſervativ gegen das Lagern, iſt beym Dinkel ſo herkömmlich und allgemein, daß man dieſer Berrichtung den Namen Dinkeln beylegt.““ Dem Brande iſt der Dinkel weniger ausgeſett, als der Wei- zen. Der Dintelbrand kündigt ſich ſchon auf dem Felde durch einen ſtärfern Geruch an,. Das Einkorn. A Vegetation und Behandlung während der Vege:: tation bis zur Erndte, . Das Einkorn kommt in der Behandlung während der Vege- tation ſehr mit dem Dinkel überein, nur braucht es, da es we- *) Gr iſt vielleicht durch das zweymalige Schröpfen zu dünnhalmig gewor- den, und hat ſich vielleimt aus dem Grunde gelagert, wie zu ſpät und zu ſtart geſchröpfter Weizen bey ſtarten REgenNUNEN es thut./ | Dbal f - pftation(985 | immer dD im word | Jer'ißg! dem auß! ſynders M! ſd nuthiit Weizen DA | Deiſfoh fir, wen Roggen) z eher vonitän hat, unhm zümen CIF Winterfrlent lier 7, Zt 40 0m Ded fers; Weizen Din mehr uit Frühſfuhfu ſeht hindyf; verabſäuhm ſiehe, Wm „7 dem Aon When, 4 4 tigendes ew fänn, daß) heren" Orgenden hy ſitht, bel eo) merndgs Uiſfrauts nD TR(mig (ing Wieſe|"A jahnen 47 by ihm 063] [y 10 Häufget N vad.( viele 8 4,5 einiges 9,50 werden, DS| fehchtmn 3 1 Wörfen iſ k3 Wirth ii Wil fie dj m OAE FEHSE GEIRRT v s| ma R. SIR EÜ eÄmErTRwIERRE NNEN RIETEN Iwo R|| Vegetation der Feldgewächſe. Winterroggen. 4359 ||(303) Sollte vad.| niger lagert, nicht geſchröpft zu werden. Zur Begünſtigung ſeiner Zn ging| Vegetation ſcheint es eine mehr feuchte Witterung zu bedürfen, Eden Der Winterroggen | Vegetation und Behandlung während der Vege- tation nach dem Auswintern bis zur Erndte, Obgleich der Roggen manchen Gefahren während ſeiner Ve- getation ausgeſett iſt, ſo bleibt er doch unter den Getreidearten EF(uf eine|| immer die ſicherſte Frucht und die den climatiſchen Verhältniſſen DW blen3 din im nördlichen Deutſchland entſprechendſte. FiOpel; h:| Der Roggen kommt gewöhnlich in einem beſſern Zuſtande, ? doch dy; Sot igten ſh|| dem äußern Anſehn nach, aus dem Winter, als der Weizen, be- |, mit ſo nöthiger, weil er nicht die Beſtaudungsfähigkeit hat, als der ßer| ſonders iſt die Noggenſaat immer viel dichter. Dieß iſt auch um 18 in des| Weizen, und die Lücken nicht ſo ausfüllt, als jener. ZD genehmt|| Das Eggen ſelbſt in dem mehr leichten Boden, nach dem Win- Am daray|| ter, wenn der Boden ſich ſehr zuſammengeſetzt hat, iſt auch dem <= macht)|| Roggen ganz beſonders zuträglich. Man muß das Eggen nicht Siiſchied,/|| eher vornehmen, als bis ſich der Roggen gebörig feſt gewurzelt Davor det|| hat, und im leichten Boden muß man es nur mit leichten höl- >| aber ij!) zernen Eggen verrichten, Wenn jedoch der Roggen durch den . nftiſchen Winterfroſt in die Höhe gezogen worden iſt, und der Boden ſo Biuch die| locker iſt, daß er vom Winde leicht verweht wird, ſo iſt das 0 eigner|) Walzen zu empfehlen. 56 Uoen Das Jäten findet beym Roggen weniger Statt, als beym FS)etannt:| Weizen, weil derſelbe ſchneller emporwächſt und das Unkraut Z|, Fiel:| mehr unterdrückt. Es findet ſich jedoch auch im Noggen im € Lebens:| Frühjahr beträchtlich viel Unkraut, was deſſen Emporwachſen DS emm,(0! ſehr hindert, ſo daß das Jäten nicht überflüſſig iſt. Beſonders 5S Berhält:|| verabſäaume man es nicht, die Diſteln aus dem Roggen auszu- Es erſt ſtechen, denn ſie verurſachen viel Beſchwerlichkeit in der Erndte. Eſo ge:|| In dem Noggen findet ſich hauptſächlich in dem mehr feuchten Spmſelhen|| Boden, und beſonders in naſſen Jahren ein ihn ſehr beeinträch- M jährlich|| tigendes Unkraut, welches durch das Jäten nicht vertilgt werden 1(d, dis| kann, da es anfänglich den Roggenpflanzen ähnlich ſieht, ſich OE we:|| aber erſt ſpäter entwickelt. Dieß iſt die Trespe. Man findet =S ſen ſich Gegenden, wo faſt die Hälfte der Roggenerndte aus Trespe be- Srmfel in ſteht, beſonders in ſolchen Feldern, wo der Roggen durch die a adern,| Winternäſſe ſehr leidet,'Die einzige Art der Vertilgung dieſes peel dieſer Unkrauts beſteht darin, daß man immer von Trespe befreiten :|> Noggenſamen jäet. Aber auch dadurch wird man die Vertil- =) Wei:| gung dieſes Untrauts nur langſam erreichen, weil der Trespenz2 = dur|5 ſamen viele Jahre lang ſich im Boden keimfähig erhält, und erſt 0| bey ihm günſtiger, feuchter Witterung aufgeht. Dieß hat den -| ſo häufigen Glauben veranlaßt, daß jich der Roggen in Trespe :| verwandle. Da das Trespenſtroh dem Roggenſtroh gleich kommt, „Vege:|| viele es als Futter noch höher ſchätzen, da die Trespenſamen .. einiges Mehl enthalten, und geſchroten als Viehfutter benußt Det| werden, ſo macht man ſich in vielen Gegenden, beſonders im 1,7460: M feuchten Boden, wo der Roggen dem Auswintern ſehr unter- KEG| worfen iſt, aus der Trespe nicht viel. Jc< habe ſogar Land- = wirthe kennen gelernt, die die Trespe nicht vertilgen wollten, Ee weil ſie durch dieſelbe, wenn der Noggen durch den Winter ſehr ISE Leis Ze av drr 2 SI REIIIEN WE NE Les NIN 3 GA ZID EE ME SIDES Ä TNG 460 Bau der Feldfrüchte. 6. Abſchn. Juny.; 0394)' elitten batte, doch noc< ein vollbeſtandenes Feld erhalien und einen Ausfall am Stroß erleiden, und den Ausfall an Roggen« körnern durch die Trespe zum Theil erſeht erhalten. Hier kann man nun freilich nichts anders ſagen= als Jeder nach ſeinem Belieben! FENN;; Die Schädlichkeit des Berberißenſtrau hs, auch Saner: dorn, Dreydorn, Berberis vulgaris, auf den ihm zunächſt ſte: henden Roggen iſt eine durch die Erfahrung allgemein erwieſene Sache. Die dem Berberißenſtrauche zunächſt ſtehenden Roggen: pflanzen leiden äm meiſten, die entferntern weniger, Die nach: theilige Wirkung dieſes Strauchs auf den Roggen erſtreckt ſich bis auf 20 Schritie weit. Die Art der Wirkung auf den Roggen iſt weder ein Verbleichen, no<4 Verſcheinen. Weder das Stroh, noch die trüben Aehren werden weiß, ſondern mit einer Art von braunem dien Schmut überzogen, der einem fadenartigen Aus«- wurfe von Gewürme gleich ſieht. Man ſchreibt vorzüglich den unter ſeinen Blättern ſich befindlichen Schwämmchen dieſe nach: tbeilige Wirkung zu 3 es iſt dieß jedoch nicht erwieſen, und es iſt leicht möglich, daß die ſtarke Ausdünſtung dieſes Strauchs, die man beſonders zur Blüthezeit ſo lebhaft bemerkt, und die im Geruche eine Aebnlichkeit mit dem thieriſchen Samen hat, Ano theil an dieſer ſchädlichen Wirkung babe.; Da der Roggen zeitiger, als die andern Getreideanten auf: ſchoßt, ſy wird er auch häufiger, als dieſe, von ſpäten Nachtfrö« ſten heimgeſucht und zerſtört, Wird der Roggen noch vor der Blüthe vom Froſt getroffen, ſv ſchadet es weniger, er ſchlägt dann noch zum Theil friſch aus und treibt neue Hälnie, die eine ſpätere, wenn auch nicht ſo reichliche Erndte gewähren z findet der Froſt jedoch während der Blüthe oder kurz zuvor Statt, ſo iſt es um die Noggenerndte geſchehen. Die Aehren bleiben leer, die Halme verwittern ſchon auf dem Felde, und fallen zum Theil um, und das geerndtete Stroh paßt zu nichts, als zur Eine ſtreuung. Im Jahre 1818 traf äm 6. Juny in einem großen Theile des nvrdlichen Deutſchlands ein nicht unbeträchtlicher Froſt- vielen Roggen, beſonders den zwiſchen feuchten Wäldern ſtehene den. Der im Auguſt vergangenen Jahres geſäete Staudenroggen, der gerade zu der Zeit zu blühen anfing, wurde dadurch größten: theils zerſtört, So vielverſprechend er war, ein ſo ſchlechtes Anſehn bekam er nach dem Froſte, welches von Tage zu Tage- immer ſchlechter wurde, Die Halme wurden fahl, die Aehren gelb, viele Halme brachen noch vor der Erndte ein; und das Stroh war ganz mürbe, Nur. die ſich weniger ausgebildeten Halme ſetzten in den Aehren noch einige Körner 31, die aber größ: tentbeils noh unvollfommen waren. ſtarke Gebunde kaum einen halben Berliner Scheffel. Der ſpätere Roggen litt weniger, obwohl er auch beym Druſche viel weniger SEINEN gab, am wenigſten hatte der ganz ſpäte Roggen gelitten. Ueber die Behandlung des erfrornen Roaggens wird im zwey- ten Jahrgange der landwirthſchaftlichen Zeitung für Kurheſſen; April 1824. S. 73. Fölgendes geſagt:; WERNE 22 37 -„Auf einem Vorwerke des Auslandes, deſſen Ae>er ringsum mit Waldungen eingefaßt find; einen Torfmoor: und Sandboden haven, und daher häufig durch Nachtfröſte leiden, hatte man Beym Druſche gaben 69 % s 4 4 | 4 9 durch AE NU08 8 Blühen. vem ND deh von 19 erfah, 18! jeht Ent FW! ' Ehwaden9n fand ſich 30 digen 6 101 welcher[9 m ler, WiIeAMDN blieben ſchlechte 991% doh warm» etwas pM! „dimm Feſtgeniellady Cdhaden 1 dem alsdis| beſſere zutfm Froſtung!198 auf eidg Eid, mie ii"Di | nm! | undd fü ) mit Nepffsh! | einem Sie 1 des erfin wo Vee 4 babptfchlin det, iſt 406 niht eberfhn dieſer Zein .„&"' JBT wirft ing Eitzelne,"hy m ur Je det der 9:8' zenh und 4 Cttbbeut H Wm Ener M tem Wetter 3« ſpeßen wih Uden wee| widerſteht 35. als ſchwing 4- ehen haf | hedſtayb Al Zion und| BE ohe| M6 vier fany| T)) ſeinen| ID) Satt: Shſt ſü FE wieſen! FP(Roden = ſw hal M vet ſh D Rogz 3 Sttoh, (8: Art von zu eh Ju: : Ztlich de! eſe nach: ad eg iſt) 125 h8, dit [X] die in Wit, Ah vSten dif: ? Fiachtfrde Bävor der| )„

  • der Roggen ungemähet ſtehen bliebe. Dex Acer, auf welchem dieſer Verſuch den Erwartungen entſprochen hat, iſt Sand, mit ſchwarzer Erde vermiſcht, ohne Lehm oder Thon; ex iſt jedoch nicht durch Anbau entkräftet, da er, nach einer viere jährigen Ruhe als Weideſchlag, nur eininal Hafer getragen hatte, und den Herbſt/ wo der Hafer geerndtet wurde, gedüngt und mit Nogaen beſtellt worden war. Es möchte indeſſen wohl be einem Boden, der nicht ſo in Kraft iſt, das Wiederausſchlagen des erfrornen und abgemäheten Noggens einen nicht ganz ſs günſtigen Erfolg haben.“. Diejenige Periode, welche über den Ertrag des Roggens hauptſächlich und mehr, wie bey andern Getreidearten entſcheis det, iſt die Blüthezeit, Man kann Über den Ertrag der Körner nicht eher entſcheiden, als bis dieſe vorüber iſt. Ein Reif zu dieſer: Zeit vernichtet oft alle Hoffnung, Eben fo nachtheilig wirkt in dieſer Zeit eine anhaltend regnichte feuchte Witterung, Einzelne, auch oft wiederkehrende Regenſchauer ſchaden nicht, wenn nur zwiſchendurch trockne, warme Stunden kommen 3 denn der Roggen verſchließt während des Regens ſeine Spels zen, und wenn darauf warmer Sonnenſchein folgt, treten die Staubbeutel mit Macht hervor, und der Samenſtaub überzieht in einer dichten Wolke das Feld, Allein bey anhaltend feuche tem Wetter verdumpfen endlich die Staubbeutel in den Samen- ſpelzen und faulen; es geht feine Befruchtung vor, vder das Körnchen wird von der Fäulniß mit ergriffen. Kraftvolle Saat widerſteht den Einwirkungen äußerlicher Schädlichkeiten mehr, als ſchwächliche. Starke Winde während der Blüthe ſind dem Roggen ſehr nachtheilig, weil dadurch der befruchtende Blü- thenjtaub entführt wird, ohne daß eine Befruchtung erfolgt. Hat ſich der Roggen vor der Blüthe gelagert; ſo erfolgt die Be fruchtung nur unvollſtändig, und er giebt dann gewöhnlich we- nig Körner, VI. 20 SENE FÜS A EIER S SE GIER SSS T2077 KEES ERS DRESTATE .. Dag SEGEN Bau der Feldfrüchte, 6. Abſne und zuſammenhaltende Subſtanz zeigt, die meiſt geruchlos iſt, aber manchmal einen widrigen Geruch hat. Die- ſes Mutterkorn, in geringer Anzahl vorhanden, ſchadet nicht; in großer Menge aber und beſonders im friſchen Zuſtande, er- zeugt es Schwindel, bey Menſchen und Vieh hauptſächlich die Kribbelkrankheit, ja ſogar tödtliche Krankheiten. Man vermu- thet, daß ſich das Mutterkorn durch die Näſſe während dex Blüthe, wo die nicht befruchteten Spelzen verdumpfen, erzeuge. Mittel, ihm vorzubeugen, ſind nicht bekannt. Auch hat der Noggen unter den Inſecten viele Feinde 3 die Larven der Braach- und Maykäfer verzehren ſeine Wurzeln; die Werre, Werle, Reutwurm, auch Maulwurfs- grille, die ſich in dem Erdboden gleich dem Maulwurf Gänge gräbt, ſchadet theils dadurch dem Roggen, theils dadurch, daß ſie ſeine Wurzeln anfrißt. Auch finden ſich mehrere Inſecten, welche in die Knoten des grünen Roggens ihre Eyer einlegen, aus denen ſich Maden bilden, die den Halm am Knoten"ganz abfreſſen, ſo daß derſelbe aus der Scheide über dem Knoten leicht. herausgezogen werden kann. Auch die Heuſchre>en verheeren ihn oft gänzlich. Unter den vierfüßigen Thieren ſchaden ihm ganz beſonders die Mäuſe und Hamſter. Ueber alle. dieſe Thiere, die auch andern Feldgewächſen ſchädlich ſind, werden wir ſpäter han- deln, und die bekannten Mittel zu ihrer Verminderung und Ver: tilgung angeben. Je mehr ſich der Noggen ſeiner Ausbildung nähert, einen um ſo gleichmäßigern Stand muß derſelbe in den Aehren haben, wenn er einen lohnenden Ertrag geben ſoll, Sind viele Halme ſehr kurz oder ſehr lang, dünner oder dier, ſo iſt ſowohl im Stroh, als in Körnern kein ſonderlicher Ertrag zu erwarten, Findet man viele Halme, die die andern ſehr überragen, die aber die Aehren gerade in die Höhe ſtehend haben, ſo iſt dieß eine gewöhnliche Bnzeige von ermangelndem Körneranſat. Jn vielen Gegenden nennt"man ſolche Halme die Aufkäufer, und will damit ein Steigen des Roggens 1m Preiſe bezeichnen. Hängen die Aehren dagegen nach unten, ſo daß der obere Theil des Stängels gekrümmt iſt, ſo darf man ſich eines guten Körner: ertrags verſichert halten. 7 GH Bett au 42 Zie DHS he Näſſe 1 : din iſt vo X dien ſoll, I ds, wn zu bemertehs ſien rait vor dieſem 80 Pegetainn Der Gate! feuchte Witſti und geſchlug 1 des Gymm'iſdy dige Aufehae Guat uner IO oberflächlich 18x WE Nama di Kachus auch der Nh: feine gehineß Verdünſtun| 48 ſy leichter 4 4 DUngöfähigung Jaufen der(4) 4 Aufgehen bd es, wenn ey getwwfeny ſv leidet erm iſt und ſeng fühle Bitten, der fich in 908 vw fo mehr i8 , WWeßt,[v EB als dem Mit, Witterroggn" ung; wur JE dur ie 3a Fädlihn Stttatigg Beh zit. | ſchnel"" GEISELN SE SEETEEIIEEBEIIEN Tre-waeaeEnrn egen Nen SRI EIIIE I P>eve 3 Vegetation der Feldgewächſe, Sommergerſte. 463 E| 307 = u Die Wintergerſte. Gs : eu Vegetätion ttach dem Austritt aus dein Winter elt hat, ſo wünſcht man ihm eine mehr = ater hit Xühle Witterung, ſo daß er nicht zu Uppig in die Höhe ſchoßt, ſon: und Vt dern ſich in den Wurzeln erſtarke und kräftigere Pflanzen treibt und um ſo mehr beſtaudet; Wenn ſich der Boden ſehr feſt zuſammen = 4 eint)! ſchließt, ſo iſt dem Sommerroggen das Eggen eben ſo zuträglich, =00 wr als dem Winterroggen. Im Uebrigen findet dasjenige, was eym en js| Winterroggen geſagt worden,-auch auf den Sommerroggen Bezie: ws[€"m hung; nur iſt hier zu bemerken, daß alle äußern Einflüſſe, die wh, durch die Jahreswitterung hervorgehen, dem Sommerroggen ems m findlicher ſind, als dem Winterroggen, weil er eine zartere und Sid ſchwächlichere Pflanze iſt, als dieſer, zg(th, 7 Die Sommexrgerſte. Summ PBegetation und Behandlung während der Vege: - Mh tation bis zur Erndte, ; Bey günſtiger Witterung keimt die Gerſte bald und geht En Sm ſchnell auf, Ei ſchnelles und gleichmäßiges Aufgehen iſt bey -. 20* -en, ſo liegt die Gerjte ſehr lange, ehe ſie auf» geht. Die tiefer liegenden Samen keimen bey dem größern Grade von Feuchtigkeit, den ſie finden, früher, die oberflächlich liegen- den keimen nur dann, wenn ſie genugſame Feuchtigkeit erhalten, die Saat geht ungleich auf, und bleibt bis zur Erndte doppyel- wüchſig. Obgleich die Gerſte ſchneller, als jede andere Getreides art bey einer mäßigen Feuchtigkeit keimt, ſo vertrocknet dagegen der Keim beym Mangel an genugſamer Feuchtigkeit auch um ſo ſchneller, und iſt daher kein Getreide dem Vermälzen ſo ſehr unterworfen, als die Gerſte. Ein leichter Froſt ſchadet der aufe gegangenen Gerſte nicht leicht z' denn erfrieren gleich die Blätter, ſo ſchlägt ſie doch wieder von neuem aus. Am nachtheiligſten iſt der Gerſte nac) dem Aufgehen anhaltend feuchte Witterung. Wird ſie gelb, ſo iſt die Hoffnung auf ihr Gerathen größtentheils vernichtet z denn nur bey nachher folgender ganz außerordentlich günſtiger Witterung erholt ſich die gelb gewordene Gerſte, Wenn unmittelbar nach der Saat der Boden durch einen ſehr ſtarken Negen zuſammengeſchlämmt worden, und er bey nachheriger Tro&niß auf der Oberfläche zuſammentrocknet, ſo iſt das Eggen unerlaßliche Bedingung, um die Kruſte zu brechen, weil die Spitze des Gerſtenblatts durch dieſelbe nicht durchdrin: gen kann, ſondern ſich unter derſelben krümmt, wo es dann um die Saat geſchehen iſt. Das Eggen nac) einem. ſtarfen Res gen iſt aber auch aus dem Grunde nöthig, weil viele Sauien in die Hohe geſpült werden, die, wenn ſie keine Bede>ung mit Erde erhalten, vermälzen. Ueber das Eggen der bereits aufge» gangenen Saat ſind die Meinungen gethbeilt. Viele halten es aus dem Grunde für bedenklich, weil die jungen Pflanzen ſehr ſpröde ſind und leicht abſpringen, und weil durch das Eggen das Unkraut um, ſo mehr hervorgeloc>kt wird, Andere ſtimmen dagegen für das Eggen der Gerſte; nur müſſe man es mit leich» ten Eggen verrichten, und nur nach einem Striche eggen, weil dadurch die Pflanzen. zwar niedergedrücät würden, aber nicht leicht abſpringen. Was das Hervorlockern des Unfrauts durch das Eggen anlangt, ſo leugnet man dieß keine8swegs ab3 aber man verſichert dagegen, daß die Gerſte nach dem Cggen um ſo Fräftiger würde, und das Unkraut um ſo eher unterdrücke. JI) habe in mehrern Gegenden Schleſiens das Eggen der Gerſte in dem mehr bindigen Boden dann, wenn ſie etwa 2 Zoll hoch iſt, allgemein gefunden, und ich habe daſelbſt ſtets ſchöne Gerſte, die nicht ſelten lagerte, geſehen. Man nimmt das Eggen ge? wöhnlich nach einem ſtarken Regen vor, wenn der Boden nur wieder einigermaßen abgetrocknet iſt. Findet in dieſer Periode kein ſtarker Regen Statt und die Witterung iſt abwechſelnd feucht und trocken, ſo daß der Boden nicht erhärtet, ſo unterläßt man das Eggen auch, indem die Gerſie dann den Boden genügſam beſchattet und feucht erhält, Iſt die Gerſte länger, als etwa 2 Zoll, ſo hält man das Eggen für nachtheilig. - Da die Gerſte ſehr leicht vom Unkraut unterdrückt wird, ſo iſt es ihr ganz beſonders zuträglich, wenn ſie gejätet wird. Beſonders ſind es zwey Unkräuter, welche ſie ſehr beeinträchtis- gen: der Hedrich und das Klapperkraut oder- Hahnenkamm, EL] terdrüdt 8 in nid Q vertigen IF Span jater 17 uſe ſeh193 ; wenteidet 9% überſehen 2? Jur v/G| frachtigengy 0 Bortbaln um ſo it 190 Ds iW naſſen 2 M zeigt f909) drängt bitt k Das Ju erſt dann Al ſteht. ZW ſeine Gal x ſchen, 11'SM! Bewegungen [oy, und VEEN | Ymvp WW, ud für wii ver 675 zu OK bey Ihrer 19r14 (ls vine Ae! His AC! eine abw Weil fie Epi zu Upy1 61; nachfomng, der Nehragsi zu dieſer 1 4 ſehen zu tung, das Jemeſſen, Kn ſelnde zul fle und IS NN 4 hend, WIr Ltzleich 155 ſie dec 14) ENG lichen An)| ta). 9 Hundt. py nN=== IAI IEEE ZENSIERT I' Vegetation der Feldgewächſe- Sommergerſte, 465 |;(309) R We Der Hedrich kommt mit der Gerſte zugleich hervor, und un- ſea terdrückt dieſelbe mit ſeinen breiten Blättern oft gänzlich, wenn m On ihn nicht Nachtfröſie vder ſeine erklärten Feinde, die Erdflöhe, C) eg| vertilgen. Auf Feldern, wo ſich der Hedrich ſtark findet, bleibt Berhaltey, zur Rettung der Gerſte kein anderes Mittel, als das Jäten. Ei: dop tan jätet zu Anfange Junius oder auch ſpäter, ehe noch die 8 Zetreidu|, Gerftie ſehr ſtark in die Höhe getrieben iſt. Ein früheres Jäten 8 dagen|* vermeidet man, weil noch viele Hedrichpflänzen zu klein ſind, >| Ui Überſehen werden ,- und ein mehrmaliges Jäten nöthig machen. DI) ſv ſeht Durch dieſes Jäten wird die Gerſte nicht nur von dem ſie beein- der auf trächtigenden Untraute befreyt, ſondern es erwächſt auch der m Blättet| Bortheil für ſie, daß ſie in dem dadurch aufgelo>kerten Boden >"eiligſten| um ſo kräftiger aufwächſt. 5 itterun,| Das Klappertraut, welches ſich hauptſächlich nur auf mehr M tentheilß naſſen Wieſen findet, die einen mehr bindigen Boden haben, - ärdentlih zeigt ſich gleichwohl nicht ſelten auch in der Gerſte, und ver- >(0, rängt dieſe mit ſeinen ſich ausbreitenden ſteifen Seitenäſten. Sch eint Das Augsziehen dieſes Unkrauts iſt um ſo beſchwerlicher, da es FU er bet erſt dann recht ſichtbar wird, wenn die Gerſte bereits in Aehren Wt, ſviſ ſteht. Das Augsziehen deſſelben iſt aber um ſo nöthiger, weil D brechen, ſeine Samen, deren es eine beträchtliche Menge in runden Ta- 1: MEIN ſchen, in denen Fe, wenn ſie ſich der Neife nähern, bey einer ms dann Bewegung klappern, erzeugt, vor. der Gerſie reifen und ausfal- FF fon Nes len, und dadurch den Boden ganz außerordentlich verunreinigen. 194: Sayten.| Wenn die Gerſte ſehr geil wächſt, ſo iſt Lager zu befürch- 3m mit ten, und man muß dann zum Schröpfen mit der Senſe oder er 6(wfge mit der Sichel ſeine Zuflucht nehnien.;. Ehe man ſich jedoch da- ES ly u entſchließt, iſt ſorgfältige Ueberlegung nöthig, weil die Gerſte Sitzen ſeh! ey ihrer Schnellwüchſigkeit von einem unzeitigen Schröpfen mehr, ND Ezptt als eine andere Getreideart leidet, 3;; ES ſtimw- Bis zur Ausbildung der Aehren und Blüthen liebt die Gerſte Sit leich eine abwechſelnd feuchte, im Ganzen aber mehr kühle Witterung, S1, wil weil ſie dann ihre Wurzelbildung um ſo mehy vollendet, nicht 104) zu Üppig aufſchoßt, und indem die ſpät aufgegangenen Pflanzen : nachkommen, um ſo gleichwüchſiger wird. Bey der Ausbildung “8| 190) der Aehren liebt ſie mehr feuchte und warme Witterung. Iſt es | 0 /h zu dieſer Zeit ſehr tro>en, ſo ſchlägt ſie auch beym beſten An- -.: 4 ſehen zurüFf. Während der Blürthe iſt ihr mehr tro>ne Witte- | M7| rung, damit die Befruchtung gehörig vor ſich gehen kann, an- Wh ift, gemeſſen. Bey der Augsbildung der Samen verlangt ſie abwech- j: 4 Gerſte,| ſelnde Feuchtigkeit, weil dieſelben bey ſehr tro>ner Witterung 4"69 klein und unvollfommen bleiben,; ji| Die Hauptkrankheit der Gerſte iſt der Flug- oder Staub- EE Votiod! brand, wogegen bisher noch kein Mittel erfunden worden iſt. ; py!" Obgleich dieſe Krankheit die Gerſte faſt alljährlich trifft, ſo iſt Bde/ ſie. doch nicht ſo allgemein, als der Brand beym Weizen, und - Fi verurſacht, auch wenn ſie ſich häufig findet, keinen ſehr bemerk- M0 lichen Ausfall im Ertrage. BE ls eim Auch ſtellen der Gerſte mehrere Inſecten nach, beſonders 0 eine Art Erdfloh(Chrysomela polygonum), und eine Art der Sind Schnake, auch Krautſchnake, Langfuß genannt(Tipula olera- RAUHEN cca). Man findet von den Larven dieſer Fliege oft mehr als m| Hundert in den Blaätiſcheiden eines Gerſtenhalms. Sie freſſen 466 Bau der Feldfrüchte, 6. Abſig, hin und hergebogen und ſtirbt ab, Dieſes Uebel findet ſich gewöhnlich Ende Julius oder Anfangs Auguſt, wenn die Gerſte ſchon beynahe ausgewachſen iſt. Die benagten Halme werden weiß, fallen um, und das Gerſtenfeld gleicht einem verhagelten Felde, wo noc einzelne grüne Halme hervorſtehen. Wenn man das Daſeyn dieſes Uebels in der Gerſte bemerkt, ſv bleibt nichts übrig, als dieſelbe grün abzumähen, wodurch auch dieſes Inſect vertilgt wird. Der Sommerweizen, Vegetation und Behandlung während der Vege: tation bis zur Erndte, Der Sommerweizen gebt auch ſchnell, aber minder ſchnell auf, als die Gerſte, Darüber, ob ihm nach dem Aufgehen Fröſte nachtheilig ſind, ſind die Meinungen getheilt, Einige behaupten, er könne den ſtärkſten Froſt vertragen; Andere hehaupten dages gen, er ſey gegen den Froſt ſehr empfindlich, Es kommt hierbey darauf an, ob der Sommerweizen an eine frühere oder ſpätere Ausſaat gewöhnt iſt. Jm erſtern Fall iſt er mehr abgehärtet, und leidet von dem Froſt nicht leicht; im letztern Fall dagegen, wo er verweichlicht iſt, ſchadet ihm ein Froſt nicht unbeträcht: lich. Wo ich den Sommerweizen zu beobachten Gelegenheit ge- Habt habe, wurde er ſpät, gewöhnlich um die Mitte des Mays g'ſäet, wo nach ſeiner Saat keine ſehr ſtarken Fröſte mehr Statt fiiden, und er dater von dieſen, ſo lange ich mich zu erinnern wiß, nicht gelitten hat. Späte Neife ſcheinen jedoch auf ihn na htheiliger einzuwirken, als auf die große zweyzeilige Gerſte z denn er blieb danach länger gelb, als dieſe. Der ſogenannte Wandelweizen, der abwechſelnd auch über Winter geſäet wird, leidet vom Froſte nicht. Das Eggen, wenn der Sommerweizen fingerslang iſt, bekommt ihm ſehr wohl. Wenn er zu geil iſt und Lager zu befürchten iſt, ſo iſt auch das Schröpfen anwend bar; man muß jedoch) beym Schröpfen die Verhältniſſe noch viel ſorgfältiger erwägen, als beym Winteyweizen, weil man ihm, als einem ſchnellwüchſigern Gewächs, durch unzeitiges Schröpfen den größren Schaden zufügen kann. Das Jäten iſt beym Som- merweizen eben ſo nöthig, als bey der Gerſte. Gegen die Wit- terung iſt der Sommerweizen empfindlicher, als die Gerſte; denn er mißräth in Körnern, wenn der Jahrgang mehr feucht oder warm iſt, wo die Gerſte ganz außerordentlich geräth. In ſehr trocknen und feuchtkalten Jahren mißräth er ebenfalls, und ganz beſonders, wenn es naßkalt zur Zeit der Entwiklung der Aeh- ren und zur Zeit der Blüthe iſt. Soll die Witterung dem Som- merweizen zuſagen: ſv muß ſie abwechſelnd feucht und trocken, dabey aber nicht zu heiß ſeyn. Dem Staubbrand iſt der Som- merweizen mehr, als der Winterweizen unterworfen, Der Hafen Vegetation und Behandlung während der Vege: tation, - Der Hafer verlangt zum Keimen viel mehr Feuchtigkeit, als die Gerſte, und ec geht daher ſpat auf, Die oberflächlich liegen ZM: |“3 gehieweg 1 der M fer,) ji!Q! y peru" y 7/87 her Sa0D03 ſ + menſchl Nd ſ irig(Dy In Bae 4] etwa eh m denn 10) ſofa? M 10 den u! O0 Yorſy!(wt des u/o 1019 Shot! de! ſo waſh ih Walze 3894 1 Walzt vem vn ben. tw ef! Beſtoe94% huf deſfele(3 arm das G1 Di3t fr' breiten by In Walz! 6) 6 des Lan vor Ww 1 n| des Hb Ir der H hy ein do) 108.3 de ſy ven dw an doc| Bam wel elfe! fir By denn 9 0) mehrſg au er gepflügg 3 10 er bali ie War Tits ye Integ ih 4 Werds ij . VHB Er Ubenfygn h gnbeöian dh emfalb em Vqfers ij; ndert 1 Une Ze 65) Bücher| Vafer ep| RN| Vegetation der Feldgewächſe, Hafer. 467 be(311) MEIM gebliebenen Körner vermälzen, oder gehen ſehr ſpät auf, ſo daß 2 Ww, der Hafer gewöhnlich immer ſehr doppelwüchſig iſt. Cs iſt dem 3500' Hafer ſehr zuträglich, wenn bald nach ſeiner Einſaat ein warmer : ſi, Di Regen erfolgt, wodurch ſein gleichmäßiges und dichtes Aufgehen 465 verurſacht wird, was beym Hafer um ſo wünſchenswertber iſt. Tr Gei Das Egzen des Hafers iſt ſehr gebräuchlich. Findet nach mähen,|| der Saat ein ſtarker Regen Statt, der den Boden ſehr zuſam- "|: menſchlämmt, ſo eggt man. alsbald, wenn der Boden nur ge- > börig abgetro>net iſt, und walzt hierauf mit einer ſchweren Walze. Gewöhnlich eggt man aber den Hafer dann, wenn er > Begt:| etwa einen Finger lang iſt. Das Eggen bekommt ihm ſehr wohl 3 | denn wird auch ein Theil der Pflanzen herausgeriſſen, ſo bes 1 ſchnell! ſtoXen ſich die übrig bleibenden um ſo ſtärker, ihre Halme wer- » zn Fröf den um ſv ſteifer, und der Hafer"gewinnt einen bedeutenden 40 Vorſprung vor dem Unkraute. Gänz beſonders iſt das Eggen Zn v vl des untergepflügten Hafers zu empfehlen. E fi| Hat man den Hafer nicht unmittelbar nach der Saat gewalzt, 4E) ſyätere| ſo walzt man ihn dann, wenn er einen Finger lang iſt. Dieſes > härtt| Walzen des Hafers iſt in Sachſen ſehr gebräuchlich, und man WM 1agegen,| walzt dann, wenn die Pflanzen anfangen, Nebenſproſſen zu trei- DI eträchte ben. Man befördert durch dieſes Walzen ganz beſonders das YD eit ge:| Beſto>en des Hafers, und verhindert das allzu ſchnelle Schoſſen 6 Mays deſſelben bey warmer Witterung, indem durch das Niederdrücken das Streben der Pflanzen nach der Höhe vermindert, das Aus: . Deed breiten nach den Seiten aber vermehrt wird. Man nimmt das 5 Ef ihn Walzen bey trockner Witterung, und bey einem tro>nen Zuſtande ) 3/Gerſte; des Bodens vor, und wählt dazu nicht zu ſchwere Walzen, FE mann Unter den Unkräutern iſt der Hedrich ein beſondever Feind St wird, des Hafers. Trifft man es mit dem Eggen ſo glücklich, daß pP irweizen| der Hedrich ſein erſtes Samenblättchen entwickelt hat, was 1e* 2 E geil if doch nur von der das Eggen-begünſtigenden Witterung abhängt, mE mend ſv vertilgt man den Hedrich größtentheils. Hat der Hedrich 1e- erbau S. 247 hierüber Folgendes:„„Auffallend iſt fol: erung des Bodens S1, em. befördert auch das Wachsthum der Erbſen, beſonders wenn der M1 dieſes thonige Boden durch einen ſtarken Negen ſehr jzuſammenge- Es Hafet ſchlämmt worden iſt. Burger ſagt im 2. Bande feines Lehr- 1S Bande| buches der Landwirthſchaft S. 77:„„Das Uebereggen der Erbſen M8 we:| habe ich oft und mit Nuten verſucht;-es geht in einem leichten m rtſame|| Boden am beſten für ſich, wenn der Aer nach der Saat nie- 4 S-egumg dergewalzt worden iſt. Unterläßt man das Walzen, ſo reißt die Spi en Egge zu viele Pflanzen aus. Der thonigte Boden ſett ſich wohl em| von ſelbſt feſt genug zuſammen, beſonders nach Regen, um der eit vt:| ſchweren Walze nicht zu bedürfen.“ Man muß das Eggen nicht Ee vor| zu ſpät'verſchieben, und es in jedem Falle vornehmen, ehe die „Yieſes denn ſind fie größer, ſo zerſtört die Egge ſebr viele derſelben, er es und das Unkraut iſt dann auch ſchon zu feſt gewurzelt, um von es ih| jungen Erbſenpflanzen die Höhe von zwey Zoll erreicht haven z 5 der Egge merklich zu leiden. Am zweckmaßtigjien iſt, die unter= € ghllen gepflügren Erbſen gar nicht unmittelbar nach der Saat zu eggen, iS, dei| ſondern damit zu warten, bis die Erbſen„aufgegangen 1007 UD fan Juden ſich entwi&Felt haben. Yuf dem in rauher Furche liegenden Acker aber| treibt wenig Unkraut hervor, und dieſes wird dann durch das »* Eggen um ſo leichter zerſtört 3 das nach dem Eggen aufgehende 5 die 5 Unkraut wird aber durch, den Vorſprung, den die Erbſen genom:- u ith, mcn haben, um ſo leichter unterdrückt.: = Auch|! Anſtatt des Eggens empfiehlt man auch, die Erbſen nach 8 EE), ſe 1 oder 10 Tagen wieder zu umpflügen, worauf fie ſchneller und LS nag| von Unkraut reiner hervorkommen, auch einen ſehr anſehnlichen zw el Körnerertrag geben ſollen. 3 -=ern, empfiehlt man das Behacken mit der Handhacke, v. Schwerz ſagt hierüber im 2, Bande ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ackerbau S. 330 Folgendes:„Vollkom- mener ohne Zweifel, als das Eggen, erfüllt das Behac>ken mit der Haue den doppelten Zwe des Reinigens und Auflo>erns z aber freilich mit mehrfacher Arbeit. Ein Muſter in der Erbſencultur, wie in dem Feldbau überhaupt, ſtellen die gewerbsfleißigen Be- wohner des Dorfes Hördt auf. Sind die Erbjen zwey Zoll über ihrem Sande, ſo werden ſie geeggt, mit vier Zoll Höhe werden ſie zum erſtenmal, und bevor ſie in einander wachſen, zum zwey-= tenmal behact. Die Haue hat nicht mehr als 2 Zoll Breite und 1x Zoll Höhe.“ Wenn die Erbſen in Reihen geſäet ſind, ſo müſſen fie be- bat werden. Das Behaken erſpart dann aber viele Unkoſten, indem es viel leichter erfolgen kann, als bey der breitwürfigen Saat. Es findet in England ſehr häufig Statt, und man behaup- tet dort, daß ſich das Beha>en bey keiner Frucht beſſer bezahle, als bey den Erbſen. Sind die Reihen weitläuftig genug, ſo ver- richtet man das Behacken mit der Pferdehacke. v., Schwerz ſagt im 2. Bande ſeiner Anleitung zum praktiſchen AXerbau S. 331 hierüber Folgendes:„Soll das Behac>en mit der Pferdeha>e vorgenommen werden, ſo gehört. eine Entfernung von wenigſtens anderthalb Fuß zu den Neiben. Man kann die Arbeit ein paar- mal hinter einander wiederholen. Ob dieſe Methode aber eben ſv große Vortheile, als Schwierigkeit darbiete, daran möchte ich faſt zweifeln. Was bey ſteif aufrecht ſtehenden Gewächſen recht gut anwendhar, iſt es wenig oder gar nicht bey rankenden. Gelangen weit von einander ſtehende Erbſen nicht zu einem ſehr vollſtändigen Wuchſe: ſo kommt das Unkraut um ſo leichter da- zwiſchen auf, der Boden wird nicht überwölbt, die Erbſen hän- gen ſich nicht zuſammen und können aus demſelben Grunde ſich nicht aufrecht erhalten, legen ſich an die Erde an, und geben nur eine geringe Ausbeute, Weit räthlicher bleibt alſo das . Handha>en, wobey ein Zwiſchenraum von 8 bis 10 Zoll hinrei- <-- "es 0.4 Affrid 4 Vilahze 4x 3 nd auh|| S fen mit| be ſeine - zollfom: Itmit de|| Dis; ab|| Pant, „Szen Ve: Ell über| EI werden| + UED = ite und|| | | Ft ſie be:| ene Witterung günſtig, wobey ſich die Samen vollkommen augsbilden. Bey naſſer Witterung behalten die Erbſen die Neigung zum Fortblü- ben, lagern zu ſehr auf den Boden und faulen dann leicht. Uebrigens ſcheint zuweilen auch ein beſonderer Luftzuſtand vor- banden zu ſeyn, der auf eine noch unbefannte Weiſe das An- ſezen der Erbſen verhindert z denn oft iſt die Witterung dem Ge- deihen der Erbſen anſcheinend ganz günſtig und ſie mißrathen dennoch, Um das Lagern der Erbſen zu verhüten und durch eine freyere Einwirkung der Luft das Anſeten von Körnern zu vermehren, iſt das Stiefeln mitunter gebräuchlich. Man hält es jedoch beym Anbau der Erbſen im Großen nicht für ausführbar, und beſonders aus dem Grunde, weil die Erndte dadurch ſehr erſchwert wird. v. Sch werz ſagt hierüber im zweyten Bande ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ackerbau S. 331 Folgendes:„Eine ſehr lohnende, nur leider im Großen ſchwer ausführbare Pflege, die man den Erbſen angedeihen laſſen kann, iſt das Stiefeln oder Beſtecken mit Reiſig, wobey Stroh und Körner ſehr gewinnen, Es erx- ſchwert aber auch nicht wenig die Erndte, Man verhindert Letz: teres und erreicht denſelben Zwe, und zwar mit wenigen Ko- ſten, wenn man ſtatt des Reiſigs einfache Ruthen, Gerten, nimmt, ſie ſchräg in den Boden ſte>t, und ſie oben etwas einz: knickt, Dabey wird an Holz erſpart und die Erndte bey der Ar: beit erleichtert.“ Ein beſonders den Erbſen ſchädliches Unkraut iſt der ſogenann- te Erbſenwürger, Orobanche major, eine Schmarobterpflanze, die ſich hauptſächlich an den Wurzeln der Erbſen, aber auch anderer Hülſenfrüchte anſetzt, und ihnen die Nahrung entzieht, Dieſe vflanze treibt einen 6 bis 7 Zoll langen, blätterloſen markigen FIRNIS ER SSS SSS NS SSS ESSENER IIR SES S NES ESI DRUNTER 471 Ga ein mme 54 I 472 Ban der Feldfrüchte. 6. Abſ 3; ſie werden aber von ihnen ganz ausgehöblt, und dann kommen ſie als kleine Käfer, oft erſt im folgenden Jahre hervor. In heißen Sommern vermehrt ſich dieſer Käfer ſehr ſtark und richtet oft die ſchönſten Saaten zu Grunde. Die Buffbohne. Vegetationund Behandlung während der Vegetga- ; 41.07 Die Buffbohne liebt nach der Saat eine mehr. feuchte Witte- rung 3 denn ein ſo großes Samenkorn verlangt viel Feuchtigkeit, ehe es von derſelben ſo durchdrungen wird, daß der Keim her- ausgetrieben wird. Ein Froſt, der ſie während des Keimens, oder ſelbſt dann) wenn ſie bereits aufgegangen ſind, trifft, ſchadet ihnen nicht merklich. Jm lebten Falle werden zwar die Blätter elb, aber ſie treiben dennod wieder hervor und man verſpürt einen Nachtheil davon. Zum Gerathen der Bohnen iſt das Eggen, wenn ſie hervor- ekommen ſind, eine unerläßliche Bedingung. Sie vertragen ein tarkes Eggen ſehr gut, und ſelbſt wenn durch das Eggen mit eiſernen Zinken ihre Köpfe geſpalten, oder abgeriſſen werden, ſo xommen ſie doch wieder hervor. Man unternimmt das Eggen ewöhnlich zwey oder drey Wochen nad) der Saat, wenn die ohnen bereits heraus ſind, und. wählt dazu bey einem trocknen Tage gern die Mittagsſtunde, wo die Pfianzen von der Hitze et- was welk ſind, indem ſie dann von der Egge weniger leiden, Man wiederholt das Eggen gewöhnlich, wenn ſie 6 Zoll hod) find, wenigſtens iſt ihnen das wiederholte Eggen ganz beſonders zuträglich. Die Vertilgung des Untrautes wird man durc) das wiederholte Eggen in einem nicht zu verunkrauteten Boden, 8e- wöhnlich erreichen 3 zeigt fich jedoc< nach dem Eggen noch viel Unkraur, welches die Bohnen-zu überwachſen und zu unterdrü&Fen droht, ſo muß man zum Jäten ſeine Zuflucht nehmen; Beſſer noch, als das Eggen, bekommt den Bohnen das Be- backen 3 denn fie lieben nicht nur einen während der Vegetation gelo>kerten Boden, ſondern es behagt ihnen auch ganz beſonders und trägt weſentlich zu ihrem Gedeihen bey, wenn ſie etwas be- häufelt werden. Die breitwürkg geſäeten Bohnen können nur 195 4 ver Si d wir ohfür 12 10:0 djeſes 314911 ird be! gfführt, 190; vlrfahet a wenn(199 Hierauf! 3 das Gals ſ has fel Mi jd dD den diE Man nt ehe dieftil ſie in 081 ertlid am | Untfüf Benannu tür Juo) bpben, 119 4.(198 tI R Sibia ferm Set nähen Ohne diſh! | lelhiy ſät v, Id tiſchen. ds Warnen Biy tin Sei) l z yy 2-Z2-Z-Z= ſen; dh! NN reiny wd dept ahnend Dhdten„My ud fahr ze d y,/“! | Net | NN armen Hah ſie Nin Mund verg. 1) Sert EG 362 an das Yehe" I 91 Jandhuh 4;;| NN A zeigt, Ai unbe: 15478 zeit >'" Tah: E| fältige D' ausgt: Zilen auf Zz rhſy|+ I yfreſſa, HS) en let „S| Tegen EE ven dn = yten(t Tir einn 908 De => getgin -<ſond Zwo| ae UE! ENERG BÜ i00 Vegetation der Feldgewächſe, (317) mit der Hand beha>t werden, und obgleich dieſe Arbeit mühſam und koſtſpielig iſt, ſo findet man ſie doch in mehrern Gegenden und wird durch den um ſo größern Ertrag der Bohnen reichlich dafür entſchädigt, Uebrigens macht das Beha>en das Eggen nicht entbehrlich; man eggt vielmehr gewöhnlich vor dem Behacken um dieſes zu erleichtern. Wobhlfeilex, wenn auch nicht ſo vollſtandig, wird bey ver Reihenſaat das Behocken durch die Pferdehacke aus- geführt. Man ſchaufelt die Bohnen gewöhnlich zweymal, und verfährt am beſten dabey folgendermaßen: man eggt die Bohnen, wenn ſie herausgekommen ſind, und ſchaufelt dann ganz flach. Hierauf eggt man nochmals, aber in die Quere, ſo daß die durch das Schaufeln entſtandenen Furchen wieder geebnet werden, und ſchaufelt dann nochmals, aber tiefer, als das erſtemal. Wenn nah dem Schaufeln noch Unkraut auf den Kämmen, auf wel: en, noch das Schaufeln, Selbſt durch das Jä- ten iſt ſie nicht wegzubringen, und wenn ſie ſich einmal in 9102 pern Neten zeigt, ſo bleibt nichts. übrig, als: die Bohnen abzu- mähen, ehe dieſes Unkraut ſeine Samen ausſtreut 3 denn ſie gehen ohne dieß, von vieſem Unkraute umſponnen, ein. Ueber ein anderes den Bohnen ſehr nachtheiliges Unkraut ſagt v. Sch werz im zweyten Bande ſeiner Anleitung zum prak: tiſchen- Y>erbau S, 361 Foldendes*„„Aus Erfahrung, muß ich warnen ,“ auf. einen mit Ackerfuchsſchwanz angefüllten thonig- ten Acker ſich bey den- Bohnen nicht auf das Hacken zu vere- laſſen; ſondern ihn vorher durch eine wohl bearbeitete Braache zu reinigen, und auf dieſe Bohnen folgen zu laſſen, dann wird der-Acker rein werden. 1823 ſäeten: wir, Unglück nicht ahnend, auf ein ſo eben übernommenes Land Bohnen, hand= hackten, zogen Unkraut aus, erndteten nicht der Arbeit werth, und ſahen uns genöthigt, 1824 alſo hinter einander zu bragez ene Witterung ſeßt ſie im Wachsthume ſehr zurü>, Beſonders 7w machte"| dann! fine CN ur EE Gin 7 7] ſe"A! Haden 194 Y/16 Iden 2018 | wertt 109) mähen 19. des HE mw) Sie wiſt| daß ſim 34)| und wit m Jund Wm 1 dieſen by aber UE 1 1 nichts zin feine(Ar:| nen 0 1| früßgelt a| lindem zum| hm an937| Veguy | dim! ihrer Gem Un( enn jh [inwue je You Ihnen Aim Neger iman Vehade;el ve 1 EE) wee andelt +. is EONUN ve vſt Big vem fe uE Wt, «. ENGE g ESEERSSERIEN TIEREN 3| Vegetation der Feldgewächſe, Linſen, 475 ;(319) E den ſih nachtheilig iſt dieſe Witterung während der Blüthe, die ſich ben eint dann nicht vollkommen entwickelt, und wo dann die Pflanzen S1 Und def keine Schoten anſezen. Auch der ſchnelle Wechſel der Tempera- „Lirderbey, tur iſt den Wicken nachtheilig, weil dänn die Circulation ihrer ND'i ziehen Säfte ſtockt, und ſie. im Wachsthum ſehr zurückgehalten werden. erliche In ſehr trocknen Jahren vertrocknen die Wicken in ſehr trocknem DI iſt die:|) Boden größtentheils. M als| Von den Unkräutern iſt die bereits angeführte Flachsſeide "m ſch| den Wien am gefährlichſten.- Svbald man dieſes Unkraut Tzicht, ſd merkt, bleibt nichts zu thun übrig, als die Wien ſofort abzu: DE Opp mähen. M Zn Unter den Inſecten wird den Wien beſonders die Made ! EN des kleinen Wikenrüſſelkäfers, Attelabus craccae, ſehr gefährlich. SEU Sie niſtet ſich in die Blüthenknospen ein und zernagt dieſe, ſo ZU Bohne daß ſie gar nicht zur Entwickelung kommen. In kräftigem Aer, ME hahen und wenn nach der Made, deren Zeit nicht lange währt, feuchte EU ehm) und warme Witterung eintritt, überwinden die Wicken oft noch DSen Zl: dieſen Nachtheil, indem jie von neuem ausſchlagen. Hat man * fed aber dazu keine Hoffnung, und die Made iſt häufig, ſo bleibt z 8 nichts übrig, als die Wien abzumähen, weil man dann doch Ec: keine Samen zu erwarten hat. Dieſe Made findöt ſich in tro>: (Sten an nen Jahren am häufigſten, und man behauptet, daß ſie den 19, durd frühgeſäeten Wicken nachtheiliger ſey, als den ſpäter geſäeten, m 150. indem dann ihre Zeit, wenn die Wicken zu blühen anfangen, + n" in| ſchon größtentheils vorüber ſey, . H] Die Linſe. Mirek| Vegetation und Behandlung während der Vege- : FEI tation, ) Hauel; * FN.. Die Linſe verträgt nach den mehrfeitigſten Verſicherungen in ed fed) ihrer Jugend die Kalte; doch iſt ihr warme und maßig feuchte Witterung in der erſten Vegetationsperiode am zuträglichſten, denn ſie geht dann ſchnell und gleichmäßig auf, und wird vom Unkraute weniger leicht überwachſen. Die Linſen vertragen, wenn ß jie noch jung ſind, das Eggen mit leichten Eggen, und es iſt Mw ege ihnen beſonders dann angemeſſen, wenn der Boden durch den Regen zuſammengeſchlämmt worden, Nüßlicher iſt ihnen das SSt ſich Bebacken, wobey man zugleich das Unkraut ſorgfältig ausjätet, + laſſet, indem es die Linſen ſehr leicht überwächſt und unterdrü>t, Bez zepte Bit:| hate Linſen gerathen immer beſſer, als bloß gejätete. Wenn 5m Adu|| ſie in Reihen geſäet ſind, ſo werden ſie mit der Pferdeha>e be- Sa jedes| bandelt, wobey jedoch das Nachjäten nicht unterbleiben darf. auf, Die Linſen gerathen bey einer mäßig feuchten, oder warmen St dann Witterung am beſten. Beſonders nachtheilig iſt ihnen anhaltend on, naſſe Witterung während der Blüthe, Uebrigens ſcheint auf die E eF* de! Linſen auch ein beſonderer Zuſtand der Luft nachtheilig zu wirken, Edas Ut denn ſie gerathen ſelbſt bey anſcheinend günſtiger Witterung nichs aid. jj immer, „an u en em ES rs in: ſonder| 6 Bau der Feldfrüchte. 6. Abſchn, Juny, (320) Handelsgewächſe. Oelgewähſe, Der Mohn, Vegetation und Behandlung während der Vege- tation bis zur Erndte. Wenn der Mohn aufgegangen iſt, ſo muß man die zu dicht ſtehenden Pflanzen verdünnen. Die Pflanzen dürfen nicht dich» ter, als 6 Zoll, und in kräftigem Boden einen Fuß weit von einander ſtehen. Steht der Mohn zu dicht, ſo treibt ex nur kleine Köpfe und geringe Samen. Wenn der Mohn ſo weit her- angewachſen iſt, daß er 3 bis 4 Blätter hat, ſo muß er ſorgfäls tig gejätet werden, Das Bebaen iſt dem Mobn ſehr zuträglich, und beſonders dann, wenn man um die Mobnſtaude unten herum etwas Boden anzieht. Zeigt ſich nach dem erſten Jäten und Beba>en viel Unkraut, ſd muß wiederbolt gejätet und be» backt werden. Der%ohn verlangt zu ſeinem Gedeiben eine mäßig feuchte und mehr warme Witterung. Näſſe in der Blü- the iſt ſeinem Gedeihen höchſt nachtheilig. Starke Stürme be- ſchädigen den mehr herangewachſenen Mohn, und ſtarke Re» gengüſſe verurſachen deſſen Lagerung, weßbhalb man in einigen Gegenden, um dieß zu verhindern, die Mohnbeete mit einem Geländer von Stangen umgiebt.„Wenn ſich der Mohn ſeiner Reife nähert, ſo gehen ihm Mäuſe, welche den Stängel unten zernagen, ſo daß er umfallen muß, und die Vögel ſehr nach. Die Vögel muß man durch aufgeſiellte Vogelſcheuchen abzuhals ten ſuchen. Die Sonnenblume. Vegetation und Behandlung während der Vege: tation. bis zur Erndte. Die Samen gehen nach 3 oder 10 Tagen auf, und die Pflans zen ſehen beym Aufgehen den Gurkenpflanzen ähnlich. Wv die Pflanzen zu dicht ſfiehen, muß man ſie herausnehmen und an die zu dünn ſtehenden Stellen verpflanzen. In dex erſten Ves getationgperiode liebt die Sonnenblume eine mehr feuchte Wit- terung; und wenn es- daher ſehr trocken iſt, ſo muß man die Pflanzen begießen. Das Jäten und Behaen, wobey man etwas Boden um die Pflanzen herum anzieht, iſt durchaus nötbig. Wenn man in Reihen geſäet hat, ſo kann man auch den Schau- felpflug in Anwendung bringen. Haben die Pflanzen die Höhe von 2 oder 3 Fuß erreicht, ſo nimmt man ihnen alle ſchwachen Febenſtängel, und alle aus den Blattwinkeln oder dem Haupt- ſtamme hervorkommenden Augen, ſo daß der ganze Stamm nur etwa 4 bis 5 Blrimen hervorbringen kann. Sobald ſich die Blu- menſcheiben ausgebildet haben, iſt der Sonnenblume mehr trockne und warme Witterung angemeſſen. Auch Stürme ſchaden ihr dann ſehr, und die Pflanzen werden, wenn die Sonnenſcheiben ſehr groß ſind, nicht ſelten gänzlich umgeworfen. Wenn die Samen zu reifen anfangen, ſo muß man ſie vor den Vögeln, die ihnen ſehr nachgehen, ſchüßen. 00; uz hehe, M wird„IM| teh DB: fich 301 angela; ſo wm nur M! Früd ip fie mi! [eich fäl! feu 11 ſept 199 dann 0 Pep Iſs (WEN Wiele und jh behäutht nörhiG der Ney 489 07 ud hp aud iS Luderig 1 um Uhl härtet"v Falle Mhh ga19 u die Eve Aw Dey nam» (NUNN Um ſy gin Dect] feil ieee Oſer 4] M Venn“Eb 10 E PBege: > 11 dicht m ht diche (5"it von Ser mu| SB eit her:| =| orafäls |zStäglich, BE! unieh| Eh Jäten ==und bes =2n eine pr Blü- i== müthig, |=S Cdau- je Höhe H wachen| 5 Naupte im nur ED. Blu- D= trodne Zen ihr zw ſ(heiben wenn die + Vegetation der Feldgewächſe, Waid. 321 Der Kürbis,(220 Vegetation und Behandlung während der Vege- tation bis zur Erndte, Wenn die Witterung trocken iſt, ſo muß man die Kürbige- pflanzen öfters begießen, bis ſie an den Ranken Blätter angeſett haben. Da jedoch der Boden durch das öftere Begzießen hart wird, ſo muß man ihn um die Pflanze herum, damit man je- doch die Wurzeln nicht beſchädigt, mit Sorgfalt loc>ern. Das ſich zeigende Unkraut muß ausgejätet werden. Wenn die Früchte angeſetzt haben, bricht man die männlichen oder tauben Blüthben, ſo wie die zu viel angeſetzten Früchte, ſo daß an jeder Pflanze nur 2, höchſtens 3 Früchte verbleiben, ab. Unter die jungen Früchte legt man ein Stü> Schiefer, oder einen Ziegel, damit- ſie nicht mit der Erde in Berührung kommen, weil ſie dann leicht faulen. Der Kürbis verlangt zu ſeinem Gedeihen mäßig feuchte, aber warme Witterung. Kalte und ſehr naſſe Witterung ſezt ihn ſehr im Wachsthum zurück, und die Blüthen verfaulen dann leicht. Der Saflor, Vegetation und Behandlung während der Vegee tation bis zur Blüthe. Der Saflor verlangt, um die Blüthen gehörig ausbilden zu können, eine warme Witterung mit abwechſelndem Regen, aber vielen Sonnenſchein. Ein wiederholtes Jäten und Behacken, und bey letzterem darauf geſehen, daß die Pflanzen auch zugleich behäufelt werden, iſt dem Saflor zu ſeinem Gedeihen durchaus nvöthig. Durch das Beha>en wird der Boden der Einwirkung der Atmoſphäre aufgeſchloſſen und lebensthätiger, und die Pflan- zen treiben dann um ſo mehr Seitenzweige, an denen ſich mehr und kräftigere Blüthen anſeben. Bey der Reihen“aat kann man auch den Schaufelpflug in Anwendung bringen. Man muß die Lo>kerung des Bodens jedesmal vornehmen, wenn der Boden um die Pflanzen zu feſt wird, er ſey nun durch Trockenheit ere härtet, oder durch ſtarke Näſſe zuſammengeſchlämmt. Jm erſtern Falle findet die atmoſphäriſche Feuchtigkeit um ſo leichter Eine gang zu den Wurzeln. Bey ſehr trockner Witterung muß man die Lo>erung des Bodens nur in den Abendſtunden vornehmen. Bey naſſer Witterung werden die Blüthen zwar größer, aber ſie enthalten weniger Farbeſtoff, und gelten dann im Verhältniß um ſo weniger, Naſſe und kalte Witterung ſetzt den Saflor im Wachsthum ſehr zurü, und fällt ſolche Witterung in der Blü- the ein, ſv wird die Entwickelung derſelben ſehr gehindert. Das Gypſen ſoll die Blüthen des Saflors farbenreicher machen. Der Waid. Vegetation des Waids und Behandlung während der Vegetation bis zur Erndte der Blätter. Oft liegt der Waidſamen 4 bis 5 Wochen, ehe er aufgeht. Wenn er vier Blätter entwielt hat, ſo werden die Pflanzen bey VI. 21 478 Bau der Feldfrüchte, 6. Abſchn. Juny. 3 j / (322) em im Frühjahre geſäeten Waid dort, wo ſie zu dicht ſtehen, ;elichtet, ſo daß ſie nur in der früher angegebenen Diſtanz ſte- ien, Zugleich wird dabey das Unkraut ſorgfältig ausgejätet. Bey er breitwürfigen Saat thut man dieß gewöhnlich mit einem Stvoßeiſen, welches ſchaufelartig, an der Schneide 3x Zoll breit iſt und einen eiſernen, 7 Zoll langen Stiel hat, der oben mit einem hölzernen in die Quere ſtehenden Griffe verſehen iſt. Mit dieſem Inſtrumente werden die überflüſſigen Waidſtauden ſowohl, als das Unkraut weggeſchafft, indem man ſelbige abſtößt und ſo auch den Boden lockert. So oft ſich in der Folge Unkraut zeigt, ſo muß dieß immer ſorgfältig weggeſchafft werden, weil die Un- krautblätter, wenn ſie unter die Waidblätter kommen, deſſen Farbe und Güte verſchlechtern. Der in Neihen geſäete Waid wird entweder behackt, oder noch beſſer mit dem Schaufelpfluge bearbeitet, und nach Umſtänden mehrmals bearbeitet. Das ſich auf den Kämmen zeigende Unkraut muß übrigens ſorgfältig aus- gerauft werden. Den im Herbſt geſäeten Waid überläßt man gewöhnlich ſich ſelbſt, und verdünnt nur die Pflanzen dort, wo ſie zu dicht ſte- - hen. Wenn der Waid im Herbſte zu üppig heranwächſt, ſv kann man ihn ſchröpfen und die Schröpfe zu Viehfutter benußen. Einige nehmen auch noch eine vollfommne Erndte von den Blät- tern 3 allein die gewonnenen Blätter ſind nur wenig reichhaltig an Farbe, und es erwächſt für den Waid der Schaden, daß er ſeiner ſchübenden Dec>e beraubt, von der Witterung im Winter und Frühjahr mehr leidet. Im folgenden Frühjahre wird dieſer Waid ſo behandelt, als der'im Frühjahre geſäete. Sollen die Waidblätter vollkommen werden und viel Farbe- ſtoff erhalten, ſo darf es an abwechſelndem Regen, oder noh mehr an ſtarker Einwirkung der Sonne nicht mangeln. In naſ- ſen Jahren und bey mangelndem Sonnenſchein werden die Waid- blätter zwar groß, aber wenig farbenreich. Der Coriander. Vegetation und Behandlung während der Vege- tation bis zur Erndte, Der Coriander liebt beym Aufgehen eine mehr feuchte Wit- terung, bey der Blüthe und beſonders bey Ausbildung der Sa- men aber eine warme Witterung, Wenn die Pflanzen an man- ſehr wohl, und wenn man ihn in Reihen geſäet hat, ſo kann HI und man ihn mit dem Schaufelpänge ſchaufeln. ZU ſeinem Sedeihen =, 0 verlangt der Senf mehr tro>ne und warme Witterung, Et zeigt, - WIE Der Anis Ei, deſſe!; Ae Ae M Vegetation und Behandlung während der Vege- EN felpfluge tation bis zur Erndte, „Das ſich Der Anis liegt bey trockner Witterung oft bis 6 Wochen, P ztig aus: ehe er aufgeht. Sobald ſich Unkraut zeigt, muß, ſelbſt wenn der Anis noch nicht aufgegangen ſeyn ſollte, gejätet werden, Szilich ſich Man muß das Jäten bey trocknem Wetter vornehmen, und da- Siicht ſte: bey darauf achten, daß dem keimenden Anisſamen kein Schaden Fd ſo kann zugefügt wird, Man pflegt auch, um ſich des Jätens zu über- =5)enuben, veben, die Schafe auf das Anisfeld zu treiben, ehe der Anis 11 Blät: noch aufgegangen iſt, Man bedient ſich zum Jäten eines ſpitzigen x hhaltig Hvlzcern, Dieſes letztere wird, wenn die Pflanzen einen Fuß hoch Gt garde:'nd, nochmals wiederholt. Beym Aufgehn liebt der Anis war- jh no"ne Witterung, Trifft ihn dann, wenn er mit ſeinen zwey ga- RS elförmigen Sproſſen herausgekommen iſt, ein Froſt, ſo ſpringt r, wie man zu ſagen pflegt, ab, und die Pflanzen gehen ein. „p&ter, wenn ſic) ſeine zarten, runden, za>kigen Blätter aus- jebildet und eine grüne Farbe angenommen haben, ſchaden Fachtfröſte dem Anis nicht leicht, Während der Blüthe iſt der et Vege: Inis großen Gefahren ausgeſeht, Viele feuchte, neblige Witte- ang, noch mehr aber die ſchwüle Gewitterluft, und wie man = 0 Witt erſichert, auch das„Wetterleuchten ziehen die Staubgefäße zU- we St: ammen,'erzeugen eine widernatürliche Gährung in den Samen 71 man: nd Befruchtungswegen, verhindern die Aufnahme des befruch- Mn und 3 nden Blüthenſtaubes und die Blüthe wird ſchwarz und taub, IQ und| ſtan pflegt dann zu ſagen, die Lohe hat den Anis befallen. Ein j dr gefährlicher Feind des Anis iſt die Raupe einer Motte, wel- -'e ein Fingerglied lang wird, das Mark der Anigskörner ver- hrt und ſie zum künftigen Aufenthalte der Verwandlung um- innt, Man hält dieſes Inſect für die Phalaena tinea anisella T Bege“ Jebaueri, auch Anistnotte genannt, die von dem ſogenannten feifer. verſchieden iſt. Dieſe Motte findet ſich zu Ende Septem- „10 Wit:'x8, ſchwärmt auf den Böden, wo der Anis aufbewahrt iſt, =, Wenn mher, und legt ihre Eyer in die Aniskörner. Mit dieſen wer- ht fte:'n dieſelben im Frühjahre dem Boden anvertraut, wo dann die ar gant ngen Mäupchen herauskriechen, die Pflanzenſtängel beſteigen, Wen di? h nähren und verpuppen, und endlich die Motte exſcheint, 24. X “en, ſo muß man die Saat begießen. Die überflüſſigen Pflanzen werden vertilgt. Man muß, ehe ſich die Pflanzen gehörig entwickelt haben, ſorgfältig jäten, und den Bo- den lockern. Später, wenn ſich die großen, ziemlich weit aus- breitenden Blätter entwickelt haben, unterdrü>en dieſe das Un- kraut. Obgleich die Rhabarberſtöcke im Winter nicht leicht exrfrie: xen, ſo empfiehlt man doch, ſie im Herbſt mit kurzem Miſt zu bedec>en, und dieſen im kommenden Frühjahre um die Pflanzen berum einzugraben. Die ſtarken Pflanzen fangen im kommen- den Frühjahre ſchon zu blühen an. Die Hauptblüthe kommt aber erſt im dritten Jahre. Man muß den reif gewordenen Sa- men ſorgfältig ſammlen, damit er nicht ausfällt und zum Nach- theil der ältern Pflanzen aufgeht. *) Siehe Encyklopädie Band 4. S, 362, |„Wi! „Bi| |(1993 | CN fi: | Imm h0y Dv (0% h. | wn H ge I BERN GE ee mee RIN NE IST RÜH EIS ET) Vegetation der Feldgewächſe. Römiſche Chamille. 431 SEN 6(325) SE! Erndt; Die Siebenzeiten. „npfiehlt Vegetation und Behandlung während der Vegeta» M taupe tion bis zur Erndte, = 08 Nach dem Aufgehen muß man die zu dicht ſtehenden Pflan- | tte ab: zen verdünnen, ſo“ daß ſie nur in einer Entfernung von 10 ; Zoll von einander ſtehen, Gegen das Unkraut ſind die Sieben- r eiten ganz beſonders empfindlich, und ſie muß daher ſehr ſorg- | Fältig gejätet werden. Auch das Behac>en und Behäufeln iſt BE: vet ihnen ſehr zuträglich, und. wenn ſie in Reihen geſäaet ſind, ſo „Getg:| kann man ſie mit dem Schaufelpfluge ſchaufeln. Die Siebenzei- ten gerathen in mäßig feuchten, aber recht warmen Jahren am [|= daraus beſten. at mat; D= einge: Die römiſche Chamille. 6 der!| Vegetation und Behandlung bis zur Blüthe. 4 u Die Chamille muß während ihrer Vegetation rein von Un- - M9 hol| kraut gehalten, und wenn der Boden ſich ſehr geſeßt hat, be- 8 1| hackt werden. Sie liebt eine feuchte, aber mehr warme Witte- er Ae rung, indem ſie dann die Blüthen zu einer beträchtlichen Grö=- | ße treibt. Naſſe und kalte Witterung hindern die Entwickelung der Blüthen, dieſelben werden klein und faulen bey unagusges ſezter Näſſe leicht an der Biüthenſcheibe, SIF et,/ -: Der Honigthau und der Mehlthau, (is: Nor Es ſind über den Honigthau verſchiedene Meinungen vor- | iam Bode! handen. Am richtigſten möchte wohl die Meinung ſeyn, daß der Jen zwi Honigthau eine Krankheit. ſey, in deren Folge ein Ausſchwiten „bauen,| eines ſüßen klebrigen Saftes erfolgt, nach welchem ſich bey ei- IPS in di) nigen Pflanzen ſehr ſchnell Blattläuſe zeigen. Auch folgt häufig K=: Vor danach der Roſt. Er äußert ſich durch Abſonderung einer zä- 7 hen, ſchmierigen Subſtanz auf den Stängeln und Blättern der Pflanzen, welche ſüß iſt, wie Honig, und auch deſſen Conſiſtenz hat 3; vorzüglich) bemerkt man ihn, wenn heiße Tage mit kalten Nächten abwechſeln, in den Monaten Juny und July. Rach der Yet Meinung der meiſten Naturforſcher iſt der Honigthau nichts als eine Ausdünſtungsmaterie der Gewächſe, welche durch den ſchnel- jz. T len Wechſel der Temperatur in dieſer Geſtalt erſcheint; daher jm: DD! zes er ſich auch vorzüglich an der Unterſfläche der Blätter, wo hw ekanntlich die Ausdünſtung am ſtärkſten iſt. Nicht alle neben- "= 10 einander ſtehenden Gewächſe werden vom Honigthau befallen, == aus| Oft leidet eine Pflanzenart allgemein vom Honigthau, und die- 3 Ut ſelbe danebenſtehende Pflanzenart, die zu einer verſchiedenen Zeit de-erfik geſäet worden iſt, wird davon nicht befallen. Mittel gegen den jeſt 31 Honigthau ſind nicht bekannt. (anz Auch der Mehlthau iſt eine Krankheit der Pflanzen. Es 1 NEE SU erfolgt zuerſt ein Ausſchwiten klebriger Tropfen, die vorzüglich 4 mm aus den Blättern, aber auch aus den Stängeln hervorquellen „| mr St und hernach in eine weiße mehlartige Subſtanz verwandelt wer- jpzial:| den. Einige Naturforſcher glauben, der Mehlthau entſtehe durc Inſecten 3 andere halten ihn für kleine Pilze 3; wahrſcheinlich iſt ] er aber keins von beiden, ſondern, ſo wie der Honigthau, eine / DGS 7 ne v SER Z GEEÄEEGEE 482 Bau der Feldfrüchte. 6. Abſchn, Juny, (326) Ausdünſtungsmaterie, die aus geſchwächten Organen hervortritt. Der Mehlthau trifft beſonders Hülſenfrüchte, entſteht dann7!am häufigſten, wenn nach anhaltender Näſſe Dürre eintritt, und zeigt ſich vorzüglich auf ſtark gedüngten Plätzen, Die Gewächſe verlieren davon ihr friſches Anſehn, welken allmählig, verküm:- mern und ſezen weniger Früchte an, wie gewöhnlich. Man hat das Ueberſtreuen mit Gyps der mit Mehlthau befallenen PYflan- zen als ein zum Theil helfendes Mittel empfohlen, Von der Erndre und Zugutemachung der Feldge- wächſe, Oelgewächſe, Rübſamen und Rapsſamen. Erndte und Ausdruſch, Gewöhnlich reift gegen die Mitte dieſes Monats der Rüb- ſamen und etwa 14 Tage ſpäter der Rapsſamen. Was Erndte und Ausdruſch dieſer beiden ODelgewächſe anlangt, ſo kommen ſie in dieſer Hinſicht ganz mit einander überein. Da ein gleiche zeitiges Reifen aller Schoten nicht erfolgt, ſo iſt die Wahrneh- mung des richtigen Zeitpunctes der Erndte von großer Wichtig- keit.„Wenn die erſten Schoten braun und durchſichtig werden und, die Samenkörner ſich ſchwarzbraun zu färben anfangen, ſo muß man mit dem Abbringen eilen, indem man durch ein län- geres Stehenlaſſen, da die reifen Schoten leicht aufſpringen und die Samen auslaufen, einen ſtarken Ausfall an Körnern erlei- det, Die Erndte iſt nicht ohne mancherley Schwierigkeiten, da dieſe Früchte eine ſehr vorſichtige Behandlung erfordern, wenn man. nicht eine große Menge Samen verlieren will. Das Abbringen erfolgt entweder mit der Senſe, oder mit der Sichel,- Man muß eine Senſe ohne Geſtell wählen und ab- raffen laſſen. Beſſer iſt das Schneiden mit der Sichel, weil da- bey weniger Körnerverluſt iſt. Iſt die Witterung ſehr trocken; ſv muß man zum Abbringen nur die Morgen- und Abendſtuns den wählen. Man kann das Erndtegeſchäft und den Druſch auf ZWeyerley Weiſe vollbringen. Man kann nämlich die geerndteten Gewächſe in die Scheune einbringen und däſelbſt dreſchen, oder man kann das Dreſchen auf dem Felde beſorgen. Das Einbringen in die"Scheune paßt mehr bey kleinen Quantitäten dieſer Gewächſe, und wenn ſie von Gras rein ſind, Man bindet ſie dann, wenn ſie abgemähet ſind, in kleine Ges bunde, wobey man jedoch, damit kein Körnerausfall erfolgen kann, ſv behutſam als möglich verfahren und das Aufbinden auf einer untergebreiteten Plane verrichten muß, und man thut am beſten, hierzu nur die Morgen- und Abendſtunden während des Thaues zu wählen. Dieſe Gebunde werden in Haufen zU- ſammengebracht, wo ſie bey gutem Wetter 5 bis 6 Tage ſtehen bleiben, damit die Samen gehörig erhärten, und die noch nicht (2 gm MN Gifien 1 m VS Vans y ſ NIEREN Wr EE vm WE werden M: großer E00 prachten"9 0 weil da 486 ves Cie 00 zündung. dumpfig'M? Be! 7 0; "EIE duch»! gende 269) 8 uf ni M in beng den gel ant 9 wan 08 R! Auufen IG!| Drſchen ZI A EEN! wan js| überbebirg 4 nige 361128 t (m: 8 NK [===> EEE folgendes gehörig 4933| hacht. 7 ebreitent Rand 8 1 Einfoſſug den Ham um Soutar j ve Warg 79h Dey denis?| NMONEE 2 ſet wen bey den iE zem 168 8 Drs; dur" Y 9 Früchttnifers den der FE dem Einde je Iiheys4 Jendern eb N ſebi ſhledtt| mü nnn 7D Daa E WT TAINTRERARETITNGRE EGGEGEEGEHNTÜRG Een Erndte der Feldgewächſe, Rübſen und Raps. 433 Iyrtritt,;;;; 2(327) lam ganz reifen, indem ſie die noch im Stängel vorhandenen vligten I, und Säfte anziehen, nachreifen. Dann werden die Gebunde auf ei- D Wächſt nem Wagen, in welchem, um Körnerverluſt zu verhindern, eine rfüm: Plane vder Segeltuch ausgeſpannt iſt, in die Scheune gebracht. IWenn in der Zeit, wo die Gebunde in Haufen ſtehen, Regen- ES edu r y En wetter eintritt, ſv muß man die Haufen ungerührt ſtehen laſſen, 11“ denn die Körner leiden nicht, wenn auch das Stroh dumpfig is werden ſollte, wogegen dur) das Umlegen der Gebunde ein ſehr | großer Körnerverluſt verurſacht wird. Die in die Scheune ge- brachten Gebünde müſſen ſobald als möglich gedroſchen werden, Er weil das Stroh noch ſehr zäh und feucht iſt, durch ein länge- O9 res Liegenlaſſen im Haufen in der Scheune ſehr leicht eine Ent- zündung entſteht, und die Körner dadurch leiden, beſonders aber dumpfig werden. Werden dieſe: Gewächſe in großer Ausdehnung gebaut, ſo iſt es empfehlenswerther ſie auf dem Felde zu dreſchen, indem dadurc< die Arbeit ſehr vermindert wird. Es geſchieht auf fol- | gende Weiſe. Sobald die Früchte vom Halme ſind, werden ſie | auf nicht zu große Hauſen gebracht, wenn nicht zu viel Gras 0:| in denſelben iſt, ſonſt werden ſie einige Tage auf dem Schwa- = mn| den gelaſſen... In manchen Gegenden ftellt man beſondere Fei: Sileiche| men auf, die eine Bede>ung von Stroh erhalten. In dieſen 4S|neh: Haufen bleiben nun die Früchte ſo lange liegen, bis man zum [Whtig: 1“ Dreſchen ſchreiten kann. Wenn die Witterung gut und beſtän- owden!| dig iſt, und man mit dem Dreſchen bald anfangen kann, ko kann %- man„ſich auch der Mühe, die Früchte in Haufen zu bringen, - Ms überbeben, indem man ſie vom Schwaden weg, auf dem ſie ei= - und nige Zeit getro>net haben müſſen, zum Dreſchen nimmt, - ji Um das Dreſchen vollführen zu können, wird auf dem Felde El, dv folgende Einrichtung getroffen. Es wird ein Platz von Steinen wan DCN gehörig gereiniget, und die Stoppeln mit einer Schaufel abge- bracht. Auf dieſen Plab wird ein großes, ſtarkes, linnenes Tuch ms ii gebreitet, ſtraff angezogen und mit Pflöken befeſtiget. Der EE ah:| Rand dieſes Tuchs wird in die Höhe gezogen, ſv daß er eine aus dit: Einfaſſung um die Tenne bildet, Die Früchte werden nun von x fen dem Haufen oder vom Schwaden, mit der möglichſten Sorgfalt, Ds Hthle um Körnerausfall zu verhüten, auf Wagen gebracht, über wels aufen ge- worden iſt; aber auch dann iſt noh öfteres Umſchaufeln noth- wendig. Mit dem Verkauf, oder dem Ausſchlagen zu Oel muß man möglichſt eilen, weil man ſonſt am Maaß und Gewicht viel verliert, wenn der Same lange liegt. Man bewahrt auch die Samen dieſer Gewächſe bis zum Berkauf, wo man ſie erſt reinigt, in der Spreu„und man ſchüttet ſie dann dünn auf und wendet ſie oft. Man glaubt„ dadurch das Eintrocknen- der Samen“ zu verhindern, Es iſt dieß nur bey ſehr großem Bodenraum und beym Anbau im Kleinen zu empfehlen, Ertrag, Der Ertrag dieſer Gewächſe iſt in Hinſicht der Körnerver- mehrung ſehr groß, indem man nicht ſelten 80 bis 160 Körner erndtet, Burger im 2, Bande ſeines Lehrbuchs der Landwirthſchaft S. 162 giebt den Ertrag beider Gewächſe folgendermaßen an: „„Der Ertrag kann im Durchſchnitt auf 24 bis 30 Wiener Meßen angeſchlagen werden. Nach einer Angabe in Thaers nieder- ſächſiſchen Annalen(I1. Jahrgang 4. S. 340), erndtet man in Nie- derſachſen gewöhnlich 27, in günſtigen Fällen wohl auch 31 Metzen pro Joch. Rixen erzählt(Thaers Annalen 1810, S. 307,), daß man in Holſtein im Durchſchnitte 41, manchmal auch wohl 50 Metzen vom Joch erndte. Podewils(1. Thl. S. 86.) ex- hielt 24 Metzen. Marſchall ſevpt in der Beſchreibung vyn York, hire(I1. Thl, S. 114.) den Mittelertrag auf 26, und den dient 008 handel Ni, | m NIED | vireiduft | mhr.160 | WO) | ze ain | rechnet| | mithirp4 if, pb| Witthifim? dep don| zur E 1541 verfaug ET ud Ce enn ng thäm 4 bau Ue df füm Alon Sn ſhe | N|.: e. | j5 Erndte der Feldgewächſe. Rübſen und Raps, 485 It, vder| 4“ 2 2(329) "4| höchſten auf 33 Metzen. Die Mete wiegt 75 Pfund und giebt vn| 18 Pfund Oel.“ Tehmen,|. er Gi:| Thaer in ſeiner rationellen Landwirthſchaft(Band 3. S. ÜDreſh| 166.) ſagt über den Ertrag dieſer Gewächſe Folgendes:„Der Er- hlechts| trag beym gewöhnlichen Anbau ſchwankt zwiſchen 5 und 12 Schef- E| Felde| fel vom Magdeburger Morgen. Auf kräftigem Boden iſt er vom ür- Rapſe ſtärker, als vom Rübſen. Der Preis dieſer Saat iſt ſchwan- Einh, fg kend. Der Raps ſteht immer in höherem Preiſe, wie der Rübſen. Wind das| Wer den Bau im Großen treibt, geht am ſicherſten, wenn er dW.| ſelbſt eine Oelmühle anlegt, weil er dadurch nicht nur unab- | hängig von den Kaufleuten und Oelſchlägern wird, ſondern auch A) Hau:| die zur Viehfütterung ſo nußbarcn Oelkuchen behält, die ſonſt =? en auf mehrentheils von den Oelſchlägern zurückbehalten werden. Cine TN jedoch eigne Oelpreſſe ventirt bey einem einigermaßen erheblichen Anbau braune| ſehr hoch.“ „tfolgt| Eben daſelbſt wird ferner geſagt:„„Das Stroh dieſer Ge- 7 9 wächſe iſt freilich von keinem ſehr großen Belange 3 indeſſen ver- 6 M, dient es, wenn es gut eingekommen iſt, nicht ſo verächtlich be- zdurch handelt zu werden, wie es gewöhnlich geſchieht, da man ſich m hlaſſen deſſelben nur durch das Verbrennen zu entledigen ſucht, und s 7 mU: die Aſche dann freilich nützlich ausſtreut, Die Schafe freſſen S1 zer: die Hülſen und Spitzen der Aeſte ſehr gern, und das Uebrige thut IW nE im Miſte recht gute Dienſte.“ = 000 Bemerkungen über den Rübſamen- und Raps- == noth: ſamenbau, Ee l muß Man kann im Allgemeinen rechnen, daß man vom Nübſamen ewicht von 4 bis 6 Maaß, je nachdem die Körner vollkommener und 73h die üblreicher ſind, ein Maaß Oel gewinnt; vom Rays noch etwas OSeinigt, mehr. Man nimmt nach den verſchiedenen Preiſen dieſer Ge- EE Soendet wächſe im Durchſchnitt den Reinertrag ſo hoch, als vom Wei- => en zu zen an, und in großen Wirthſchaften, wo man ſehr viel darauf =n und rechnet, daß'die Erndte vor der Getreideerndte fällt, und man ſie mithin, da man zu dieſer Zeit weniger mit Arbeiten gedrängt iſt, wohlfeiler bewerkſtelligen kann, noch höher. Jn kleinen Wirthſchaften rechnet man den Ertrag von dieſen Gewächſen Server: deßhalb höher, weil man durch ſie das nöthige Betriebscapital EEE rner zur Erndte erhält, indem man ſie gewöhnlich noc vor dieſer | verkauft. Gewöhnlich nimmt man an, daß de? Bau dieſer Ge- uz wächſe den Boden ausſauge, indem ſie durch Stroh, Wurzeln 1=iſchaft und Stoppeln nicht das an Bodenreichthum erſepten, was ſie Zl an: entnehmen, und wenn auch die nach ihnen folgende Winterung »