—,— A A 7 14; „1 1 8 . . . 8 weilG dr n der 199. unr 6 Georg Ernſt der entworfen von SE WTEHB UDE 9 Kar yz pn 4. X 20 UFS N .* Wilhelm Crome, weiland der Arzneigelahrtheit Doktor, Kön.-Preuß. Profeſſor, Lehrer der Naturwiſſenſchaften am ofonomiſchen Inſtitute zu Mögelin z; der Regensburgiſchen botaniſchen Geſellſchaft Ehrenmitgliede, der Wetterauer naturforſchenden Geſellſchaft correſpondirendem Mitgliede, und der Leipziger ökonomiſchen Societät 8 mmmmpifie nim f MEUTE zn Dritfen und leßkten ZH Erſter Band? +4 Naturgeſchichte für Landwirthez; Zoologie oder Thierkunde, Hannover bep den Brüdern I8S163;3 NN SE SRE ST R WTE INE POLE Bs RT (IT mm.| A] 8. DD BT BENN X DD. KÖNTGLICHEN ACADEMTE| YES EXNSBBAUKS| ZV„ot GI Glinleitung 197 Vie*"Z0GLNM 0 0 4 4„eie. 8 Erſter Abſchnitt. Von den Thieren über: PiN UP. a. EE WE iE R R ILE Zweyter Abſchnitt. Von den Säuge- 2) AM 1245700 4 S0 M0 274 2 WOGE E38+12 De-“ 40 TI. Anatomie und Phyſiologie der Säüdelhlfere: 25(7 A. Von dem Knochengebäude oder Ge- rippe der: SauFethiele 4 5. a.--= B. Von den Muskeln der Säugethiere..= 6z C. Von den Freßwerkzeugen der Säuge: thiere. DI SUNLINE EEE 4: 252-- S1 D. Von den Verdauungswerkzeugen der Sauerei-= 88 E,. Bon den Organen der Unmöbfänberung und dem Urin der Säugethiere.,.== x10 HF. Bon den Reſpirationswerkzeugen der Säuugethieme.+ Zw. SEE IIS G. Bon den Circulationswerkzeugen und dep" Gireulatiom ſcp 4 u 40-- 122 H. Von den Empfindungsorganen und den Sinneswerkzeugen der Säugethiere.--= 137 T. Bon den Geſchlechtstheilen und der Fortpflanzung der Säugethiere..<.<== 170 KHK. Bon den Brüſten und Zißen der Saugethiere u. u me m,--=- 188 LL. Von den äuſſeren BedeFungen der ES auge niere ne BE ve 12 0e+ 2 402 IV> Bios Eintheilung der Säugethiere.=+-+« Seite 195 2. Bon den Sgugethieren insbeſondere,»=- 198 Dritter Abſchnitt! WoW. 5 0Me 5 2283 Anatomie und Phyſiologie der Vögel.„---=- 1% LandvLgbk 5+8€.=- 302 BE: IMaſſervdäel.- 3 We 41<= 305 2. Von den Vögeln insbeſondere. Land- ZERO MARIN 10 R REER 2 EEE Bierter Abſchnitt.,»AmpHiibien+ ew 84,005 - I. Von den Amphibien im Allgemeinen.+.=- - 2. Beſchreibung der einzelnen Amphibien.+= 404 Vine Abſchnitt JFUſME«4 wu 2.C5 - Von den Fiſchen im Allgemeinen..---- - 2. Von den Fiſchen insbeſondere,,»+-- 439 “> Zoologie oder Th eL EN DD€ Crome's Handb, 111, TI K aun 3 (62655; "* Sb ==eeakeEEIEEEEEE: ACOCOACATADEXDOOSOTDEXIDOMRRI ZKA Miimmeweonnp---------onbnb. Einleitung in die Zoologie. G.25 PV; haben nun die erſte große Sphäre der orga- niſirten Körper, die Pflanzen, kennen gelernt, und wenden uns jeßt zur zweiten, zu der der Thiere. Die Wiſſenſchaft, welche uns mit der Natur der Thiere im Allgemeinen bekannt macht, und eine jede Thierart von der andern genau kennen und rich- tig unterſcheiden lehrt, nennen wir Zoologie oder Thierkunde. Sie zerfällt, ſo wie die Botanik, in zwei Haupttheile: 1) in die Lehre von den Thie- ren im Allgemeinen, und 2) in die Beſchreibung der einzelnen Thierarten. Die erſtere macht uns mit dem äußeren ſo wie dem inneren Baue des Thier- körpers bekannt, entwickelt uns die chemiſchen Be- ſtandtheile, aus denen er zuſammengeſeßt iſt 3 lehrt uns die Verrichtungen der einzelnen Theile des Kör- pers kennen, und giebt uns Aufſchluß über die Ent- ſtehung, Ernährung, allmählige Ausbildung und Fortpflanzung der Thiere, indem ſie uns eine ge- treue Darſtellung aller Erſcheinungen, welche ſich 1* 4 EEN uns während der Lebensdauer der Thiere darbie- ten, liefert 3 zugleich fommt es ihr zu, alle be- Fannte Thiere nach beſtimmten Grundſäßen in na- türlicße Familien oder künſtliche Syſteme einzu- theilen. In der Pflanzenfunde machte auch die Lehre von den Krankheiten einen Abſchnitt dieſes allgemeinen Theils ausz dieſe kann aber in der Zoologie nicht mit abgehandelt werden, da ſie ſchon zu einer beſonderen Wiſſenſchaft erhoben wurde, de? ren genaue Augeinanderſeßung uns zu ſchr von dem vorgeſteckten Ziele entfernen. würde 3 ich-werde dä- ber hier immer den geſunden Zuſtand des thieriſchen Körpers berückſichtigen, und nur, wo es die Ge- legenheit giebt, auf einige merkwürdige Verände- rungen hinweiſen, welche der. thieriſche Körper im Franken Zuſtande erleidet. Der zweite Hauvpttheil beſchäfftigt ſich mit: der genauen Beſchreibung der einzelnen Thierarten 3 er lehrt uns daher eine von der andern richtig unter- ſcheiden, macht uns mit ihrem Wohnort„- ihrer Nahrung, Lebensweiſe u. ſ. w. bekännt, und theilt uns die Erfahrungen über ihren Nußen und'Scae- den mit.| In der Pflanzenkunde habe ich: dieſe. beiden Haupttheile von einander getrennt, und jeden für ſich abgehandelt; hier aber wird es zwe>mäßiger ſeyn, ſie mit einander zu verbinden, da bei den verſchiedenen Thieren ſo endloſe Verſchiedenheiten in Hinſicht der Zuſammenſeßung ihres Körpers und „AR „| - peſſäß wes 'z aude jn 117 weiſen! zg, went x 38 (and/E WME ſho) Me ange. "ni der Je eer feine 95! wir niht (mad und 6% Vil fen, n Gee dieſexs 1zu- die eſes der hon des dem da: hen Oe nde: | itt & === elbiöo een 5 deſſen Verrichtungen, ſo wie in Hinſicht ihrer Lebens- weiſe, vorfommen. MEI22 Die Zoologie ſteht, ſo wie die Botanik, mit anderen Wiſſenſchaften, Künſten und Gewerben in inniger Verbindung, und kann auf dieſe vorzugs- weiſe angewandt werdeit, Wir werden ſie hier vor- züglic) auf das landwirthſchaftliche Gewerbe an- wenden, und uns daher mit der ökonomiſchen Zoologie beſchäfftigen. Dieſer kommt es zu, dem Landwirthe nicht allein eine Kenntniß der,„Thiere im Allgemeinen(ſo viel ihm davon nothig iſt? zu ver- ſchafſen, ſondern ihn auch zugleich mit der Ratur und Beſchaffenheit ſeiner Haugthiere und anderer ihm nüßlichen Thiere, ſo wie derer, welche ſcha- denbringend'auf ihn, ſeine Haugthiere oder ſeine angebauten Gewächſe einwirken, bekannt zu machen. Von dem wohlthätigen Einfluſſe dieſes Zweiges der Naturgeſchichte auf die Landwirthſchaft wird ſich jeder Landwirth leicht überzeugen können. Will er ſeine Hausthiere gehörig behandeln und benußen, will er ferner bei etwaigen Krankheiten derſelben nicht müßig da ſichen: ſo iſt es ndtyig, daß er eine genaue Kenntniß des thieriſchen Körpers überhaupt, und vorzüglich des, dieſer ſeiner Gefährten beſiße. Will er ferner kräftig dem Schaden entgegen wir- fen, den ihm, ſeinen Hausthieren und angebauten Gewächſen, manche Thiere zufügen, ſo muß er auch dieſe genau kennen zu lernen ſuchen. Aber auch 6 nami»«ifa außer dieſem Nußen, muß er das Vergnügen und in die Unterhaltung berückſichtigen, welche ihm das| we Studium der Zoologie in ſeiner iſolirten Lage auf jm> dem Lande gewährt. Die Botanik, ſo wie die Lehre WE von den anorganiſchen Körpern werden einen weit leid S größeren Reiß für ihn gewinnen, wenn er ſie mit en 4 der Zoologie verbindet 3 denn durch dieſe Verbin- Es dung lernt er den wunderbaren Zuſammenhang ken- Yee nen, der im ganzen Naturreiche herrſcht. Dazu(iM kommi noc die Verſchiedenheit der Neigungen z NG Mancher fühlt ſich mehr zu dieſem, ein Anderer X mehr zu jenem Zweige der Naturgeſchichte hinge- 4tQ zogen 3 wen die Botanik nicht intereſſirt, den zieht he oft die lebendigere Thierwelt anz und wer dieſe bei-(916| den Fächer nicht beſonders liebt, der beſchäfftigt ſich-5(8! oft um ſo eifriger mit der Mineralogie, und ihren| ms Schweſtern-- der Chemie und Phyſik.| els Gong(my Das Studium der Zoologie iſt, ſo wie das der va Botanik, ohne den Unterricht eines Lehrers nicht Iny leicht, und es gehören mehrere Hülfsmittel, näm-[122] lich gut gewählte Schriften, getreue Abbildungen, obegr vor allem aber Luſt und Liebe zur Sache dazu, wenn„«|"EE man einige Fortſchritte darin machen will. In den ii= vorliegenden Blättern, welche ich als Leitfaden zu meinen Vorleſungen benuße, werde ich es verſuchen,| 1“ auch dem, welcher ſich ohne mündlichen Unterricht hir mit dieſer Wiſſenſchaft beſchäfftigen will, darin zu Gin Hülfe zu kommen. Dieſen Anfängern, welche diere uid fen* keine Lehranſtalt benußen können, rathe iH, zuerſt mit den bekannteſten Gegenſtänden anzufangen; ha- ben ſie ſich erſt eine genaue Kenntniß der allgemein bekannten Thiere erworben, ſo werden ſie um ſo leichter Fortſchritte in der Kenntniß der übrigen Thiere machen. Vor allem werden ſie ſich aber erſt mit den Thieren im Allgemeinen bekannt ma- hen müſſen, deun ohne dieſen allgemeinen Ueber- blick über"das Ganze der Thierwelt, iſt das Stu- dium der einzelnen Thiere nur Stückwerk. Auch in der Zoologie wird man nur dann gehd- rige Fortſchritte machen, wenn man die Thiere ſelbſt beobachtet, genau'zergliedert, und ſich eine Samms- lung derſelben anlegt. Dieſes eigne Beobachten giebt erſt der ganzen Beſchäftigung Reiß und Leben, und eine ſelbſt in der Natur gemachte, genaue Beobachtung prägt ſich dem Gedächtniſſe lebendiger ein, als eine ganze Reihe ſchöner Abbildungen und das Durchleſen der beſten Beſchreibungen. Die Anlegung einer„Thier- Sammlung iſt freilich be- ſc aiim 9 Die Amphibien, deren Anzahl; vorzüglich in Deutſchland, nicht groß iſt, bewahrt man am be- ſten in Spiritus auf. Cben ſo verfährt man auch mit den Fiſchen< Indeſſen laſſen ſich einige der grö- ßeren aus beiden Klaſſen auch) abziehen; und man kann denn ihre Häute entweder leer oder ausgeſtopft aufbewahren. Weide Klaſſen werden aber den ei- gentlichen Landwirth nur wenig intereſſiren, we- nigſtens nicht in dem Grade, wie die beiden erſten Klaſſen. Mehr Intereſſe gewährt ihm wieder die Klaſſe der Inſecten, wegen des Schadens, den ſie ihm häufig zufügen, und er thut ſehr wohl, wenn er auch die übrigen Thiere nicht ſammeln ſollte, ſich eine Inſectenſammlung anzulegen 3“ denn die Zahl der Inſecren iſt Legion 3 man lernt ſie nur gründlich Fennen, wenn man ſie ſelbſt beobachtet 3 das Sam- meln derſelben iſt wohl mit einiger Mühe, aber doh im Ganzen mit wenigen Schwierigkeiten ver- Fnüpft, und eine ſolche Sammlung, die man ſelbſt als Auszierung der Zimmer benußen kann, nimmt nicht vielen Raum ein. Bekanntlich bewahrt man ſie am beſten auf, indem man ſie aufſpießt, und vermöge des Brennens der Nadel ſchnell tödtet. Die Käfer ſticht man am paßlichſten durch eine der Flügelde>en, und die Schmetterlinge viirch das Bruſtſchild. Die leßteren ſpannt man aus, damit die Unterflügel ſichtbar werden, und trocknet ſie ſo. Cin genaues Austronen dieſer Thiere iſt überhaupt e=25502 ZBD- TO nöthig, ehe man ſie der Sammlung einverleibt, weil ſie ſonſt bisweilen faulen und verderben. Will man ſich eine genaue Kenntniß dieſer Thiere verſchaf- fen, ſo thut man wohl, ſie ſelbſt aus den Raupen und Maden aufzuziehen, weil man ſie denn am be- ſten in ihrem, ſo verſchiedenen Zuſtande kennen lernt. Auch von ihnen muß man ſowohl das männliche wie das weibliche Thier zu erhalten ſuchen, weil beide Geſchlechter in Hinſicht ihrer Größe, Farbe und Zeichnung oft ſehr von einander abweichen. Unter der Klaſſe der Gewürme ſind auch meh- rere, beſonders die Eingeweidewürmer des thieriſchen Körpers, deren Kenntniß dem Landwirthe ndöthig iſt. Dieſe Thiere laſſen ſich wieder am beſten in Spiri- tus aufbewahren. -> zw, etleit, Wil hof lauen am bes p lerht, he Wie | beide be und mehr eſ hig v EN IT Erſter Abſchnitt. Von den Thieren überhaupt. S. 5- Früher ſhon(1. Th. ß. 18.) habe ich die Merk- male auseinandergeſeßt, wodurch ſich die Thiere von den Pflanzen unterſcheiden. Ehe wir nun zu der genaueren Betrachtung der verſchiedenen Shier- klaſſen oder Familien übergehen, wird es nöthig ſeyn, uns einen allgemeinen Ueberbli> über die Zuſammenſeßung ihres Körpers, und die ihnen im Allgemeinen zukommenden Eigenſchaften, welche ſie beſonders als Thiere bezeichnen, zu verſchaffen. 6. 6. Alle Thiere haben einen künſtlich(organiſch) gebildeten, belebten Körper mit einander gemein, deſſen Bildung und Bauart uns bei den verſchiedenen Thierarten die größte Mannigfaltigkeit darbeut. Dieſer Körper iſt aus verſchiedenen Thei- len zuſammengeſeßt, die wir am zwekmäßigſten no< in die chemiſchen und die organiſchen Theile unterſcheiden können. Unter jenen verſtehen wir die einfachen Beſtandtheile, welche wir durch die chemiſche Zerlegung der Thierkörper erhalten; 12=> Zr unter dieſen hingegen die ſowohl flüſſigen als feſteren Theile des Körpers, welche wir als Producte der Lebensfraft und jener einfachen, chemiſchen Beſtand- theile anzuſehen haben, und die nun noch wieder, a) in einfachere flüſſige oder feſte Beſtandtheile, und b) aus dieſen zuſammengeſeßte Theile, oder Glie- der, unterſchieden werden können. Wir wollen alle dieſe verſchiedenen Theile hier zuerſt etwas näher betraten. SG. 7 a) Von den chemiſchen Beſtandtheiten ver Thicerforper. Die einfachen chemiſchen Beſtandtheile der Thier- körper ſtimmen größtentheils mit den einfachen Be- ſrandtheilen des Pflanzenreichs, welche ich im xte Theile 5. 176 bis 187. näher abgehandelt habe, überein, und ich werde, um Manches dort ſchon geſagte nicht wiederholen zu dürfen, auf jene 55 oft verweiſen. Cs ſind nämlich der Kohlenſtoff, Waſſerſtoff, Stickſtoff, Sauerſtoff, Phosphor, Schwefel, einige Erden und Metalle, welche in Verbindung mit dem Wärmeſtoff den thieriſchen Körper zuſammenſeßen. Wir bemerken aber gleich den wichtigen Unterſchied zwiſchen den einfachen Stoffen des Thier- und Pflanzenreichs, daß in den Thierkörpern der Stickſtoff einen vorherrſchenden Beſtandtheil ausmacht, wogegen im Pflanzenreiche vorzüglich der Kohlenſtoff den Haupt-Beſtandtheil ausmachte. Doch: es wird nöthig ſeyn, daß wir jeden dieſer Stoffe noch etwas genauer betrachten. „Sl NEE) dr des "re er der nd er, nd (ez alle her S.i8: Der Stickſtoff(1. Th. 4. 180.) macht, wie beſagt, die Hauptgrundlage der Thierkörper aus. Er iſt in bedeutender Menge in der thieriſchen Faſer und.in allen den Theilen, welche aus dieſer gebil- Det ſind, enthalten. Daher finden wir ihn vorzüg- lich in den Muskeln(Fleiſch), in den Häuten, dem Blute der Thiere 2c. Auch in mehreren, bald in flüſſiger, bald feſterer Form vorkommenden thieri- ſchen Theilen, wie im Eyweiß, der Gallerte, dem thieriſchen Schleim 2c. finden wir ihm. Bei der Fäulniß und Verweſung der Thierkörper verbindet er ſich. vorzüglich gern mit dem Waſſerſtofſe und erzeugt damit das Ammonium oder flüchtige Laugen- ſalz, velches daher nicht als ein wirklicher Veſtand- theil der Thierkörper, ſondern nur als ein, aus den beiden ebengenannten Stoffen bei der Fäulniß gebildetes Product angeſehen werden muß. 65619; Auch-der Kohlenſtoff(1. Th. 6.177.) macht einen Hauptbeſtandtheil der Thierkörper aus. Wir finden, ihn wieder in allen den, im vorigen|. ge- nannten Theilen. In bedeutender Menge liegt er in dem ſogenannten venöſen Blute, welches wir ſpäterhin noch genauer kennen lernen werden; außer- dem finden wir ihn häufig im thieriſchen Fette. Bei dem Athmen der Thiere wird er in Verbindung mit dem Sauerſtoff als kohlenſaures Gas gusgeſchieden. Auch bei der Fäulniß der Thiere entwickelt er ſich häufig, tritt gewöhnlich mit dem Waſſerſtoff in Verbindung und erſcheint dann als gekohlres Waſ- ſerſioffgas« 02.102 Der Waſſerſtoff(1. Th. ß. 179.) findet ſich ebenfalls häufig im thieriſchen Körper. Da er in Verbindung mit dem Sauerſtoffe das Waſſer bildet, ſo finden wir ihn vorzüglich in den flüſſigen und weicheren Theilen der Thiere, welche immer eine größere oder geringere Menge wäſſeriger Theile ent- halten. Aber auch in der,|. 8. genannten Faſer der Thiere, und in den Theilen, welche aus ihr gebildet ſind, macht er einen, wenn aud) nur ge- ringeren Beſtandtheil aus. Ueberdem liegt er, mit dem Kohlenſtoffe verbunden, in bedeutender Menge im thieriſchen Fette. GS%L14 Der Sauerſtoff(1. Th.|<. 178.) liegt nur in geringerer Menge, als die vorhergehenden, im Thierkörper, iſt'aber ſowie jene allgemein verbreitet. So macht er, mit dem Waſſerſtoffe verbunden, einen Theil der Flüſſigkeiten und der weicheren Theile der Thierkörper aus. WVorzüglich liegt er noch im Ar- terienblute, dem er beim Prozeſſe des Athemholens mitgetheilt wird, in der Milh, im Magenſafte, mit dem Phosphor verbunden in den Knochen 2c. GPTZ: Der Phosphor(1. Th. 5. 182.), deſſen ich eben ſchon erwähnte, macht nur einen geringen Theil tes FA denn FH aus(JE! un! fehlt 157 (1.34 ſha der vas Vifereg| Feitigt haf verm 9 der Thierkörper aus, findet ſich aber in mehreren ſeiner Theile ,. und zwar immer mit dem Sauerſtoff zur Phosphorſäure verbunden. Als dieſe, ſekt ex mit der Kalkerde die Grundlage der Knochen zu- ſammen, macht mit Eiſen verbunden einen geringen Theil des Bluts aus, und kommt auch noch in einigen anderen Theilen vor. FRITZ, Seltener finden wir den Schwefel(1, Th. 9. 181.) im thieriſchen Körper 3 indeſſen iſt es er- wieſen, daß er im Eydotter und Eyweiß enthalten iſt, und außerdem liegt er wahrſcheinlich noch, wenn auch nur in ſehr geringer Menge, in einigen anderen Theilen, da er bei der Fäulniß der Thiere häufig in Verbindung mit dem Waſſerſtoffe als geſchwefel- tes Waſſerſtoffgas entwickelt wird. Wir müßten denn annehmen, daß er erſt während der Fäulniß aus anderen Beſtandtheilen gebildet würde, worüber es uns aber noc< an hinreichenden Beobachtungen fehlt. 9: 14 Unter den Erden iſt es vorzüglich die Kalkerde (1. Th. 5. 185.), welche wir ſehr häufig im thieri- ſchen Körper antreffen. Sie macht die Grundlage der Knochen und der Schaalen der Thiere aus. Außerdem iſt ſie ſelbſt in einigen thieriſchen Flüſſig- Feiten enthalten, aus denen ſie zuweilen im krank- haften Zuſtande abgeſondert wird. Sie ſcheint vermöge des thieriſchen Organismus erſt aus den 16 übrigen einfachen Beſtändtheilen gebildet zu werden, und ſchon dieſes läßt uns vermuthen, daß ſie kein einfacher Stoff ſey, welches auch durch die neueren Entdeckungen in der Chemie ſeine Beſtätigung er- hält. Von den anderen Erden finden wir keine im Thierkörper, wir möchten denn die Kieſelerde aus- nehmen,(aaa in ſehr geringer Menge in der Zür- beldrüſe des Menſchen liegt. S6 Rit| Selbſt die Metalle machen einen+ wiewohl nur ſchr geringen Beſtandtheil der-rhieriſchen Körper aus; undzwar iſt es vorzüglich das Eiſen(1. Th. GC. 187-)»"welches wir in ihnen antreffen... Mit Phosphorſäure verbunden, macht es. einen Beſtand- theil des Bluts aus, und theilt dieſem die rothe Farbe mit. Man kann es darch Sinäſcherung und Glühen des Bluts, ſo wie der meiſten] thieriſchen Theile, welche Blut enthalten, gewinnen. Seltener ſchon kommt das: Brau Üſteinmetall, aber auc immer mit Sauerſtoff oder Säuren verbunden, iin den Thierkörpern vor. ;(94 26166 bv) Von den organiſchen Beſtandiheilen der Thiere- Aus den vorhin genannten einfachen Stoffen werden nun durch Hülfe des thieriſchen Organismus mehrere unmittelbare Beſtandtheile gebildet, welche wieder den übrigen zuſammengeſeßteren; bald flüſ- ſigen bäld feſteren Theilen des Körpers zur Grund» lage dienen/ und von denen'wir nur die wichtigeren auf!9 daß ''S WE S! (010 8 ma finden (7 In vm ME wi will Lu in en dae "OM 0 bi (6% ſieh Ot hald CH Im ei a“ 24) 1 Viel gb fas Cr erd, Fein jeren Q et 1e im >»(uß- Zü: ([ nur örper 1, 2]: Mit eſtande „rothe 19 und tiſchen eltener x aud) en, in te“ Stoffen yiömus „welche Grundy iehtigeren ausheben wollen. Es gehören hieher vorzüglich: das Syweiß, die Gallerte, der thieriſche Schleim, der Faſerſtoff, der thieriſche Extractivſtoff, und das Fett oder Oel. 92 47: Das Cyweiß oder'der Cyweißſtoff iſt un- ſtreitig am allgemeinſten im thieriſchen Körper ver- breitet; vorzüglich rein und in bedeutender Menge findet man es in den Eyern der Vögel: es iſt aber auch in' vielen'anderen'feſten und flüſſigen Theilen der Thiere enthalten.""So macht es einen Haupt- beſtandth&il.des Fleiſches, des Bluts, der Miilch 1c. aus, findet ſich“ in der Gallo, im männlichen Saa- men,“ im Speichel 2c2" In Hinſicht ſeines chemiſchen Verhaltens ſtimmt:es völlig mit dem Eyweißſtoffe überein, welcher ſich!'aus vielen Gewächſen“ und Gewächstheilen ſcheiden läßt 5 daher ſage ich hier nichts''weiter darüber, ſondern verweiſe auf das, was ich früher(1.-Th. F. 191.) darüber geſagt habe. 1 50 ORY SSCS, Nächſt dem- Eyweiß finden wir die Gallerte (Gelatine"thieriſcher Leim) am'allgemein- ſien imthieriſchen Körper verbreitet.- Sie: kömmt bald aufgelöſt in den flüſſigen, bald“mehr zU- ſammengezogen und erhärtet in den feſteren Theilen vor; in der erſten Geſtalt finden wir ſie im Blute, in der Milch 20. ,1 in der leßten in der Haut, im Fleiſche, den Knorpeln, Hörnern, Klauen und Knochen. Crome's Handb. I1l. dd? Ihr beſtes Auflöſungsmittel iſt das reine Waſſer und ſie läßt ſich durch dieſes aus den Theilen, worin ſie enthalten iſt, abſcheiden. Jm reinen Zuſtande iſt ſie geruch- und geſHmad>los und durchſichtig. Wenn man ſie im Waſſer auflöſt, ſo bildet ſie eine klebrige Flüſſigkeit, welche ſich, wenn nur wenig Waſſer genommen wurde, in Fäden ziehen läßt, und in der Kälte zu einer Gelee erſtarrtz3 ſeßt man dieſe Auflöſung einer gelinden Wärme aus, ſo geht ſie zuerſt in ſaure Gährung, nachher aber- in eine ſtinkende Fäulniß über, wobei ſich Ammonium ent- wickelt. Vermöge des Gerbeſtoffs(1. Th. 9. 201.), und aller der Gewächſe und Gewächstheile, welche dieſen enthalten, wird ſie aus ihrer wäſſrigen Auf- löſung in der Geſtalt unauflöslicher Flocken nieder- geſchlagen. Auf dieſe Sigenſchaft des Gerbeſtoffs gründet ſich das Gerben der Häute oder die Berei- tung des Leders. Als Nahrungsmittel wird uns die Gallerte ſehr wichtig 3 ſo macht ſie 3. B. den Hauptbeſtandtheil der Fleiſchbrühe(Bouillon) aus. Außerdem bedienen wir uns ihrer häufig in den Künſten und Gewerben in der Geſtalt des Tiſch- lerleims, welder größtentheils aus' ihr; beſteht, zum Leimen. METER Ga Auch der thieriſche Schleim, welcher zuerſt von Fourcroy und Vaucquelin unterſchieden wurde, macht einen nicht unbeträchtlichen Theil der Thier- körper aus. Er wird auf allen ſogenannten Schleim- " (M 183) (as) ubs) wie, UW 6 (!' ii uſe) >|(“PB | es || Ws | Nl UT? | Nigl ' | ' | | ? Voſſe - worn uſtande hſichtig, | ſie eine x wenig en läßt, eßt man - ſo geht „in eine ium ent- .201,), welche yen Auf- | niedet- rheſioffs » Verei- jrd uns B, det nn) aus. in den Liſch- 7 beſteht, her zuerf Nn wurde, ex Zier“ „Schleim“ häuten, im Darmkanal, Magen, in den Harn- werkzeugen u. ſ. w. abgeſondert, und veranlaßt die Schlüpfrigkeit derſelben. Außerdem findet er ſich auch auf der Oberhaut, und ſcheint hier das zarte Oberhäutchen gebildet zu haben ,. wo er aber noch mit etwas Fett verbunden iſt, wodurch die Haut ſo undurchdringlich für das Waſſer wird. Er macht ferner einen Beſtandtheil der hornartigen Theile, der Nägel, Haare, Wolle, Seide, Federn 2c. aus, und findet ſich im aufgelösten Zuſtande im Speichel, Magenſaft, im Urin, der Galle, Thränenflüſſig- Teit“ U+f.0: Im reinen Zuſtande bildet er eine ungefärbte, fadenziehende, klebrige Flüſſigkeit, die ſich fettig anfühlt, beim Schütteln ſchäumt, und ſich durch gelindes Cindi>en(ohne zu gerinnen) zu einer halb- durchſichtigen, brüchigen Maſſe bringen läßt, welche auf Kohlen ſchmilzt und mit Horngeruch verbrennt. Flüſſig löſt er ſich im Waſſer auf; getrocknet wird er nur vom warmen Waſſer erweicht, aber nicht aufgelöſt. In den Säuren löſt er ſich leicht auf. Bei der trokenen Deſtillation giebt er Ammonium und brandigtes(empyreumatiſches) Oel. Ex ſcheint demnach eine Subſtanz zu ſeyn, welche mit dem Pflanzenſchleim(1. Th. F. 194.) viele Aehnlichkeit hat, aber mit etwas Stickſtoff verbunden, und ſo gleichſam verthiert(animaliſirt) iſt. 2* CG. 1207 Der Faſerſtoff macht vorzüglich einen Be- ſtandtheil des Bluts aus, und kann leicht aus dem Blutkuchen gewonnen werden 3 man findet ihn aber auch im Fleiſhe, in den Knochen 2c.- Er löſt ſich ſo wenig im kalten und im kochenden Waſſer, wie im Weingeiſt und den Oelen auf. Sein eigentliches Auflöſungsmittel ſind die feuerbeſtändigen Alfalien und die Säuren. Cinigermaßen kommt er mit dem Kleber des Gewächsreichs(1. Th. 5. 189.) überein, und geht auch wie dieſer, im angefeuchte- ten Zuſtande leicht in eine ſtinfende Fäulniß über. Im Feuer verbreitet er einen ſehr unangenehmen Geruch, wie verbrennte Haare oder Horn. Bei der tro>enen Deſtillation liefert er Waſſerſtoffgas, Fohlenſaures Gas, kohlenſaures Ammonium und ein dickes empyreumatiſches Del. Er beſieht vor- züglich aus Stiſioff, und nächſtdem aus Kohlen- ſtoff, Waſſerſtoff, Sauerſtoff, Kalkerde und Phos- phorſäure., (R2325% G Der thieriſche Extractivſtoff iſt vorzüg- lich im Fleiſche enthalten. Man erhält ihn, wenn man das zerkleinerte und mit Faltem Waſſer durc tüchtiges Abwaſchen und Durcharbeiten von ſeinen darin auflöslichen Theilen befreite Fleiſch mit ver- dünntem Alkohol digerirt, wodurch dieſer Extractiv- ſtoff aufgelöſt wird. Zum Theil löſt er ſic) auch im Waſſer auf. Er hat einen eigenthümlichen Geſc| com) unt juj4W UE [iden ufer] Praten Fuchs 1318 7 HauRes ſeed M0) (nde vn 1946 UE) in; 196 in 1,0 wn 4 | 1 GOH48 (hy NE fre (Omitg eint 6 Uſa jen Vis 118 dem hn aber (öſt fich Y, Wie entliches Alkalien er mit . 189«) efeuchte- iß über, enehmen "m. Vi rſtoffgas, imm und ſicht vor- 3; Rohlen- nd Phos- | vorzüge ha, wenn ſſer durch von ſeinen! h mit vs (Eytrachv? x fih aud) thümliche" / Geſchma>, welcher, wenn man ſeine Auflöſung concentrirt, ſcharf und bitterlich wird; von ihm rührt der Geſhma>, Geruch und die Farbe der Fleiſchbrühen her. Wirft man ihn auf Kohlen, ſo bläht er auf, ſchmilzt, und verbreitet einen ſäuer- lichen, ſtechenden Geruch, ungefähr wie gebrannter Zucker. Er iſt es, welcher den eigenthümlichen Bratengeruch veranlaßt. An der Luft zieht er leicht FeuchtigFeit an, geht in Gährung und bald darauf in Fäulniß über. G-. 22. Das thieriſche Oel oder Fett iſt wieder ein häufig verbreiteter Beſtandtheil, welcher in ſeiner feſteren Form häufig unter der Haut, im Zellen- gewebe, ſo wie auch zwiſchen den Eingeweiden ab- geſondert wird; in flüſſigerer Form und nicht ſo rein findet man es auch im Ohrenſchmalz, Mark 2c. In Hinſicht ſeiner chemiſchen Eigenſchaften ſtimmt es ſehr mit dem fetten Oele des Pflanzenreichs über- ein; ich verweiſe daher auf das, was ich darüber im 1. Th. F. 196. geſagt habe. Bei den verſchiede- nen Thierarten iſt aber das Fett in Hinſicht ſeiner Dichtheit, noch verſchieden.» Bei den pflanzenfreſſen- den Säugethieren iſt es ziemlich feſt, und man nennt es bei ihnen Talg oder Unſchlittz das der fileiſch- ſreſſenden Thiere und der Vögel iſt dagegen mehr ſchmierig und heißt Schmalz. Ganz flüſſig er- ſcheint es bei den großen Säugethieren, die im Waſſer leben, den Wallfiſchen, und wird bei ihnen I"=<=2009 Gz dar det Thran genannt. Auch das Alter der Thiere, und die Stelle, wo man es bei ihnen findet, ändert häufig die Dichtheit(Conſiſtenz) des Fettes abz ſo pflegt es bei jüngeren Thieren ſchmieriger zu ſeyn, als bei alten, u. ſ.w. Ver 2222 0 c) Von den zuſammengeſeßteren organiſchen Theilen der Thierkörper. Aus den vorher genannten Subſtanzen werden nun eine Menge ſehr verſchiedener organiſcher Theile gebildet, welche den thieriſchen Körper zuſammen- ſeßen, und die wir am zwekmäßigſten in die flüſſi- gen und die feſteren eintheilen können. Zu den erſteren gehören das Blut, die Lymphe, die Milch, die Galle, der Speichel 2c., zu den leßteren das Zellengewebe, die Gefäße, Nerven, Muskeln mit ihren Flechſen und Aponeuroſen, Bälge, Cinge- weide, Drüſen, Knorpel, Knochen, Hörner, äuße- ren Bedekungen 2c- Wir werden hier nur die für uns wichtigen beſonders herausheben und etwas näher betrachten. OED 22.48 Die im Körper enthaltenen und zu ſeiner Zu- ſammenſeßung gehörigen Flüſſigkeiten können wir wieder in Kreislaufs-Flüſſigkeiten und Abſonderungs- Flüſſigkeiten unterſcheiden. Zu den erſteren gehören vorzüglich das Blut und die Flüſſigkeit der lymphatiſchen Gefäßez zu den leßte- ren hingegen die übrigen, nemlich die Milch, Galle, der Speichel u. ſ.w. NN Auperl NT utvet Jap wir R und d'G funde eöwe pelt (ben 19 Moſes MN | my |"tl4 | vis NE wirs vw Dt: iO bert“ | kivet eg jein 0 54 | 190? a | M€ (s W J ORI) Were har"mz e, yd ändert b; ſo | ſeyn, 1 der werden - heile immen- je flüſſt- Zu den e Milch, ren das eln mit Einge- e, Auße: » die für d etwas ner Zur nen wir en und rſcheiden, t und die den leßtt <, alle, <= 22555 GBI 23 O2 25: Bei allen Thieren werden die aufgenommenen Nahrungsmittel, wenn ſie im Innern ihres Körpers mannigfaltige Veränderungen erlittten haben, größe- tentheils in eine Flüſſigkeit verwandelt, welche die Nahrungöſtoffe in einem veränderten, ihnen ſchon mehr verähnlichten(aſſimilirten) Zuſtande enthält, und die wir Blut nennen. Das Blut iſt im be- ſtändigen Kreislaufe im lebenden Körper begriffen, es werden durc daſſelbe die verſchiedenen Theile des Körpers erhalten und wieder erſeßt, und aus dem- ſelben mehrere zu ihrer Selbſterhaltung nöthige Flüſſigkeiten abgeſondert. Bei den ſogenannten vollfommneren Thieren(den Säugethieren, Vögeln, Amphibien und Fiſchen) erſcheint uns das Blut von rother, bei den Inſecten und Gewürmen aber von weißer Farbe. Daher nennen wir dieſe weiße- blütige, jene hingegen rothblütige Thiere. Das rothe Blut, welches wir im eigentlichen Sinne des Worts nur Blut zu nennen pflegen, unterſcheidet ſic) bei den verſchiedenen Thieren noh in Hinſicht ſeiner Temperatur z3 bei den Säugethieren und Vö- geln beſißt es nämlich eine Wärme von ungefähr 1002 Fahrenh.(+ 30% Rr.), bei den Amphibien und Fiſchen hingegen iſt es beträchtlich kälter, indem es ungefähr nur die Temperatur des Mediums annimmt, worin ſie leben 3 daher nennen wir dieſe leßteren auch kaltblütige Thiere, jene hingegen warmblütige. Gu 267% Friſch aus der Ader eines Säugethiers oder Vogels gelaſſen, hat das Blut eine rothe Farbe, eine ſchleimige Conſiſtenz, und einen faden, ſchwach ſalzigen Geſchmac>. Seine Farbe iſt aber nach den Stellen, aus denen es genommen wurde, noch ver- ſchieden? das aus den Venen oder Blutadern ge- nommene iſt nemlich ſ befikt, und ein Drittheil, höchſtens die Hälfte des Bluts ausmadht. Es beſteht größtentheils aus Gallerte und Eyweiße- ſtoff, enthält aber außerdem noch etwas Natrum. Jer dar, 17] N joff1' Cywl hur) 8 70 vs SEE Wint Wied Weber ver ms WATT Blues ſieden; ng 8 Hellion Vhnde Vie? ven 198 WOB yet y. eite jur jp efteg 3 odet Farbe, hwach Ih den ;h ver: en qe“ Schlage trachtet göglaſe, ſſtgfeit, Kügel- NEON: vme be- ßt man an der Zuſtand, ſcheidet ne gelb“ jängende lüſfigeit Serum), je, mehr welche und ein mömaht: ) Eyweiß/ 3 Netty «==» Elium 25 Der Blutkuchen läßt ſich auch noch in 3wei verſchie- dene Theile zerlegen, nemlich in den faſerigen Theil des Bluts(welcher mit dem|. 20 erwähnten Faſer- ſtoff übereinſtimmt), und in eine Flüſſigkeit, welche Eyweißſtoff und phosphorſaures Eiſen enthält, wo- durch das Blut ſeine rothe Farbe erhält. Die gegenſeitigen Verhältniſſe aller dieſer Theile des Bluts ſind nicht allein bei den verſchiedenen Thierarten, ſondern auch bei einer und derſelben Thierart verſchieden, je nachdem ſie männlichen oder weiblichen Geſchlechts, alt oder jung, mit dieſen oder jenen Nahrungsmitteln genährt war. : ÖbT3 2% Soll das Leben der Thiere unterhalten werden, jo muß das Blut beſtändig mit friſchen Portionen von Sauerſtoff geſchwängert, und dagegen aus dem Blute eine gehörige Quantität Kohlenſtoff ausge- ſchieden werden. Jenen Sauerſtoff nehmen ſie ver- möge des Athemholens theils aus der Atmoſphäre, theils aus dem Waſſer auf, und der Proceß des Athemholens ſelbſt geſchieht bei den rothblütigen Thieren vermittelſt der Lungen oder Kiemen, bei den weißblütigen aber vermittelſt anderer Organe, welche ſich gewöhnlich an der Seite ihres Körpers öffnen.. Aus dem Blute werden nun mehrere Flüſſig- Feiten durch beſondere Organe abgeſchieden, welche zur Erhaltung der Thiere und ihrer Nachkommen- ſchaft dienen. Da dieſe aber bei den verſchiedenen Thieren verſchieden ſind, und da mehrere von ihnen nur einigen Thierklaſſen eigenthümlich ſmd, anderen aber wieder abgehen, ſo werden wir ſie zweckmäßi- ger betrachten können, wenn wir die verſchiedenen Thierklaſſen beſonders betrachten. 0.209.287 In Hinſicht der feſteren Theile des thieri- ſchen Körpers bemerkt man, daß ſie theils aus länglichen Fibern beſtehen, die ſich bald zu größeren oder kleineren Bündeln verbunden haben 3 bald platte oder cylinderförmige Gewebe, bald Häute von verſchiedener Dicke bilden 3 theils ſind ſie mehr aus Blättchen zuſammengeſeßt, oder aus kurzen, breiten Fibern, welche ſich denn, ſo wie auch jene länglichen, auf eine äußerſt mannigfaltige Weiſe untereinander verbinden, und viele kleine Zwiſchen- räume übrig laſſen, die nun wieder, bald mit feſten, bald mit flüſſigen Subſtanzen ausgefüllt ſind. So mannigfalrig nun auch die verſchiedenen Theile des Körpers gebildet ſind, ſo werden wir ſie doch alle unter den folgenden Abtheilungen näher betrachten können. 02.202 Das Zellengewebe- Das Zellengewebe zeigt ſic, beſonders dem bewaffneten Auge, als ein weiches, biegſames und ausdehnbares, aus ſehr zarten häutigen Blättchen gebildetes Gewebe, welches eine Menge kleiner, bald mit flüſſigen, bald mit feſteren Subſtanzen fi Furs wer 6 Wa (ld is frf8 id vo 18 6 y H Kati (eve won 0Ma04 (u (nw Öfrt ſnuſth jm E fm ju g603 ihn deren näßi- enen hierj- 3 aus ſeren bald Häute mehr uz, < jene Weiſe ſchen: feſten, edenen en wir „näher -g deim 108 und (ättehen Ffejnet, bſtanzen gefüllter Zwiſchenräume enthält. Es iſt im ganzen Körper verbreitet, durchdringt alle Organe, dient ihnen zur Baſis und verbindet ſie untereinander. Cs iſt in den verſchiedenen Organen, und nach dem Alter, Geſchlehte und Temperamente der Thiere bald ſtärker bald ſchwächer, bald hart, ſteif und ſtraff, bald mehr weich und ſchlaff, in ſehr ver- ſchiedenen Graden. Jm belebten Zuſtande iſt es von einer Kraft durckungen überzogen wird 3 2) aus einer feinen, ſchleimigen Haut, weiche dicht unter der Oberhaut liegt, von mehreren zarten Blutgefäßen und Nerven durchdrungen iſt, und die man das Malpighiſche Neß(rete Malpigni) nennt z und 3) aus einer dien, feſteren: Haut, welche man die Lederhaut(cutis) nennt, und unter der ſich viele mit Fett und Schleim gefüllte Schläuche(Bälge) befinden. An den Offnungen des Körpers ſchlägt ſich die Oberhaut nach innen um, und geht unmittelbar. in die inneren Häute des Darmkanals, der Luftröhre, Harnröhre 2c. über. Außerdem giebt es aber noch mehrere ſelbſiſträndige Häute, im Inneren des Kör- vers, welche theils die Höhlen einſchließen, wie die harte Hirnhaut, die Lungenſäcke, der Herzbeutel 2c., theils aber die Cingeweide überziehen, wie die weiche Hirnhaut, die äußere Haut der Nieren u. ſ. w. da8t deft 180 %18 WEH "We ws Umde men: den, heile Cine Thiere t oder [) aus haut bildet, jen iſt, erzogen „ weldhe ' garten md die ig) Haut, , und gefüllte ſich die elbar itt ftröhre, er noh 8 Kdr- wie die ute ze weiß! uw <> Gina 29 S4 ZI: Gies ferm ſies Unter den Gefäßen verſteht man häutige, weiche, ausdehnbare Behälter, welche meiſtentheils hohle Kangle bilden ,.. die ſich ſtig verbreiten, und zur Aufgahme„und, Fortleitung der Flüſſigkeiten durch den ganzen Körper dienen. Wir unterſcheiden ſie in Blut=.und 2ymphgefäße. Die Blutgefäße, welche alle mit dem Herzen in Verbindung ſtehen, und. von dieſem aus, ſi) baumförmig zeräſteln, theilen wir wieder in Arterien und Venen. Die Arterien oder Schlagadern nehmen das Blut aus dem Herzen auf und führen es durch den ganzen Körper 3 ſie beſtehen aus einem feſten, elaſtiſchen Gewebe, und unterſcheiden ſich von den Venen vorzüglich dur< das Vermögen, ſich wechſels- weiſe zu erweitern und zuſammenzuziehen, wodurch der Pulsſchlag hervorgebracht wird. Ihre Erweite- rung nennt man Diaſtoll; und ihre Zuſammenzie- hung Syſtoll. Sie. vertheilen. ſich/ indem ſie ſich in alle Theile des Körpers verbreiten„in eine uü- zählige Menge. von größeren und" kleineren Äſten, von denen die leßten ſo. Flein ſind, daß man ſie nur mit bewaſſnetem»Auge ſieht.-“Dieſe leßteren Äſte verbinden“ſich oft"wieder untereinander und gehen endlich wieder'in die Venen über. Die Venen vder Blutadern führen das Blut aus den verſchiedenen Theilen des Körpers dem Herzen zu. Ihr Gewebe iſt nicht ſo feſt und Z=> mon 39 ſo elaſtiſch, wie das der Arterien, von denen ſie ſich auch noch dadurch unterſcheiden, daß ſie in ihrer Höhlung Klappen(valvulae) beſißen, welche ſich nach dem Herzen zu öffnen, ſo daß ſie den Hinfluß des Blurs nach demſelben geſtatten, den Rückfluß deſſelben aber verhindern. Sie entſpringen da, wo die Arterien aufhören, vereinigen ſich mehr und mehr und fließen endlich in einigen Hauptſtämmen «zuſammen, welche ſich in das Herz ergießen. Die lymphatiſchen Gefäße ſind ebenfalls feine, äſtige, mit Klappen verſehene, etwas ela- ſtiſche Kanäle, welche den Nahrungsſaft und einige andere Flüſſigkeiten, die in den verſchiedenen Höhlen des Körpers, und im Zellengewebe abgeſchieden wur- den, zum Blute führen. Jhre Anzahl iſt ſehr be- deutend. Gewöhnlich liegen ſie in der Nähe der Ve- nen, und bilden durch ihre Vereinigung häufig be- ſondere knotenartige Gewebe, welche man lym- phatiſche Drüſen genannt hat.| Sie vereinigen ſich-alle in zwei Hauptſtämme, die ſich in der Nähe des-Herzens. mit den großen Venen verbinden, und „In dieſelben ihre Flüſſigkeiten ausleeren. 424 328 Eingeweide.(Viscera) Unter dem Namen der Eingeweide verſteht man ſehr mannigfaltige Organe, welche in den großen Höhlen des Körpers enthalten, zu ſehr verſchiedenen Zwecken beſtimmt, und eben daher von mannigfal- riger Bildung ſind. Sie beſtehen größtentheils aus hos dk me (6(€ fk nw def! (8 Vent NOD! Dus (M 7) Wid werdig tä Wiedugs Wit>: Wig T| I) emen fte in ihre de ſich inf ükfluß 4, Ww hr und ämmen benfalls as ela- d einige , Höhlen en wur: ſehr be- der Ver ufig be- 1[ym- veinigen ex Nähe Yen, und teht man 1" großen ſchieden! vannigft theils aus Zellengewebe, welches mit Gefäßen durchwebt und von einer äußeren Haut umzogen iſt. Es gehören hieher 3. B. das Herz, die Lungen, die Leber, der Magen, die Gedärme u.ſ. w. S- 33+ Drüſen.(Glandulae) Mit dieſem Namen bezeichnet man mehrere zur Abſonderung eigenthümlicher Flüſſigkeiten beſtimmte Organe, welche ebenfalls aus Zellengewebe zuſam- mengeſeßt und mit vielen Gefäßen durchflochten ſind. Es entſpringen aus ihnen immer ein oder mehrere Kanäle, welche die abgeſonderten Flüſſigkeiten auf- nehmen und ſie entweder aus dem Körper oder zu den Organen leiten, wo ſie noh andere Veränderun- gen erleiden ſollen. Je nachdem ſie zu verſchiedenen Verrichtungen beſtimmt ſind, ſind ſie in Hinſicht ihrer Größe, Farbe, beſonders aber ihres inneren Baues ſehr verſchieden. Bald beſtehen ſie aus klei» nen zuſammengehäuften, Fkörnerartigen Theilen, welche durch Zellengewebe mit einander verbunden werden, und hieher gehören 3. B. die Speicheldrüſen, Thränendrüſen, Bauchſpeicheldrüſe u.ſ. w.z; bald - wieder.aus einem Geflechte von Gefäßen, welches mit: einer Membran umfkleidet iſt, wie die 5 die Nieren, die Hoden u.ſ.w.« 6. 234- Nerven.(Nervi) Die Nerven ſind in ihrer äußeren Geſtalt den Adern(5. 31.) ähnlich, indem ſie ebenfalls aus Aan 1; Vamd mehr oder minder feinen, zeräſtelten', gewöhnlich runden Fäden beſtehen, welche ſich überall: durch den Körper verbreiten. Sie unterſcheiden. ſich aber dadurch von den Adern, daß-ſte:nicht hohl, ſondern dicht, und mit einer Markſubſtanz gefüllt ſind, welche man das Nervenmark nennt. Sie beſtehen aus ſehr zarten Fäden, welche durch Zellengewebe zuſammengehalten werden, und mit einer feinen Membran umſchloſſen ſind, Sie entſpringen. theils aus dem Gehirne, theils gus dem Rückenmark; da aber dieſes ſelbſt eine Fortſeßbung des Gehirns. iſt, ſo Fann man annehmen, daß ſie alle mit dem: Ge- hirne-ein Ganzes ausmachen.. Sie dienen, theils dazu. um die Seele mit dem Körper in eing: genaue Verbindung zu ſeßen, und ihr die äußeremSindrü>e auf den Körper durch die. Sinne mitzutheilen, theils, um durch ihre CGinwirkung auf die Mus- keln(mitdenen ſie ſehr innig verbunden-ſind), dieſe „in Bewegung zu ſeben. ae GS. 35. Mus keln, Fleiſch.“(Musculi) Dieſe beſtehen aus rothen, markigen Fibern, welche durch: Zellengewebe unter einander zu größe- ren oder Fleineren Bündeln vereinigt ſind, um ſich mit den Knochen oder'den. anderen feſten Bedeungen der Thiere durch die ſogenannten Flechſen(ihre Endſtücke) verbinden: Sie ſind mit vielen Nerven und Gefäßen durchflochten, und bisweilen noh von eigenen Häuten(Aponeuroſen) umhüllt. Sie haben eim (htl)! wic! Wie nit fps fn(6 |E vers ſonden; welch es ur Cie vieh nD "; 8 (Ams ner fen, pl ERF! Croz vöhnlich |! durh d) aber ſondern t ſind, beſtehen gewebe r feinen oy theils ark; da jens iſt, dem Öe- 1 theils 98 evaue indrüde gtheilen, je Mas- d)„dieſe 1" Fiery, zu größer ), um ſic) ede>ungen ſen(hr (en Reen FE GSiehaben SPEHGEE. 33 das Vermögen, ſich zuſammenzuziehen, und dadurch die Bewegungen des thieriſchen Körpers und ſeiner einzelnen Theile hervorzubringen. Bei den roth- blütigen Thieren machen ſie diejenige Subſtanz aus, welche wir Fleiſch nennenz und nur bei einigen Thieren auf den niederen Stufen können wir ſie nicht von den übrigen gallertartigen Theilen ihres Körpers unterſcheiden. Die mehrſten dieſer Mus- keln ſind dem Willen der Thiere unterworfen, und daher die Bewegungen, welche durch ſie hervorge- bracht werden, willkürlich. Cs giebt aber auch einige, welche ſich, dem Willen nicht unterworfen, bewegen, und'deren Bewegungen wir unwill- Fürliche nennen. Ein ſolcher Muskel iſt z. B. das Herz, welches- ſich während des Lebens fort- während, ohne zu ermüden, bewegt, und den Um- lauf des Bluts bewirkt. ONTEZ/07 Knochen und Knorpel. Unter den Knochen verſiehen wir jene harten, wenig biegſamen, nicht ausdehnbaren, aber( be- ſonders im jüngeren Zuſtande) elaſtiſchen Theile, welche den übrigen weicheren Theilen des Körpers zur Grundlage und zur Feſtheftung dienen. Gie beſtehen aus einem feinen Zellengewebe, welches mit phosphorſaurer und Fohlenſaurer Kalkerde (Knochenerde) gefällt iſt. Nach außen ſind ſie mit einer feſten, pergamentartigen, weißen Haut umzo- gen, welche man die Knochenhaut(periosteum) Crome's Handb. 111. 5 34<< ban nennt. Ihre Geſtalt iſt ſehr verſchieden. Viele von ihnen beſißen inwendig eine bald größere bald klei- nere Höhle, deren Wand mit einer Haut überzogen iſt, in welcher ſich das Mark(|Y. 22.) befindet. Sie ſind auf eine ſehr Fünſtliche Weiſe durch ſtarke, faſerige, elaſtiſche: Bänder(ligamenta) mit ein- ander verbunden, welche aus einem ſehr feſten, zähen, elaſtiſchen Faſergewebe beſtehen, und bald die Endigungen der Knochen ſac>- oder kapſelartig umgeben, bald wieder runden oder breitgedrücten Stri>en gleichen, welche einen Knochen an den anderen befeſtigen. Den Knochen nähern ſich die Knorpel, welche zwar weniger hart als die Knochen, aber feſter als die übrigen Theile des Körpers, biegſam. und ela- ſtiſch ſind, und eine weißliche, milchähnliche Farbe beſißken. Sie beſtehen aus Zellengewebe, welches mit verdi>ter Gallerte gefüllt iſt. Ihre Oberfläche iſt mit einer zarten Haut, der. Knorpelhaut, überzogen. Da mehrere Knorpel während des Lebens, indem phosphorſaure Kalkerde darin abgeſeßt wird, in Knochen verwandelt werden, ſo unterſcheider man die Knorpel vorzüglich in ſolche, welche in Knochen verwandelt werden, und in bleibende Knorpel. S8, 37- Aeußere Bede&ungen. Hieher gehören, außer der im 5. 30. ſchon er- wähnten Haut, noch mannigfaltige andere Theile, mit denen dieſe bedeckt iſt, 3. B, die Hagre, und und day Anlie finn: auf 1190 "Bre: It 8 NO x) her zu Es nit vs i" Y| füt! :(ee, ve "Ge Nhe Een Hils une; Gruß EN ind van deng, tele von [d Elte zogen findet, ſtarke, it ein ſeſien, nd bald Yelartig drücten an den - welche feſter als nd elaz “ Farbe welches berfläche | h aut, öfebens, bt wird, ider man Knochen 'horpel. ſchon et gart; und <<«ÜB Dnunn: 335 ihre verſchiedenen Arten, die Federn, die Schup- pen 2c. 3 gewiſſermaßen können wir auch die Klauen und' die Hörner hieher rechnen. Da aber keiner dieſer Theile den Thieren im Allgemeinen, ſondern nur beſonderen Thierklaſſen zukommt, ſo werden wir ſie gehörigen Orts näher kennen lernen. 04.2282 Alle diefe künftlich gebildeten, und auf mannige- faltigze Weiſe mit einander im lebenden thieriſchen Körper verbundenen Theile nennt man in Hinſicht der Verrichtungen, welche dadurch während des Le- bens hervorgebracht werden, Werkzeuge(organa), und daher ſolche Naturkörper, welche aus ihnen oder ähnlichen zuſammengeſeßt ſind, organiſirte Körper. Dieſe Organe ſind im thieriſchen Körper auf eine bewunderungswürdige Weiſe mit einander in Verbindung geſeßt, und wir können den ganzen Körper als einen Inbegriff oder ein Syſtem dieſer Organe anfehen."Mehrere dieſer Organe ſind fer- ner zu beſtimmten Zweden und Verrichtungen näher mit einander verbunden, ſtehen in Rückſicht auf ihre Beſcimmung in näherer Beziehung auf einan- der, und machen auf dieſe Weiſe unter ſich wieder ein Ganzes aus- So. machen 3. B. die Knochen, welche durch Knorpel und Bänder, theils beweglich, theils unbeweglich mit einander verbunden ſind, die Grundlage des Körpers der meiſien Thiere aus, und wir nennen den Inbegriff derſelben das Kn 0- hengebäude, Gerippe oder Skelett des 3*k 36 SE<< IIN Körpers. An dieſes legen ſich die zur Verbindung und Bewegung dienenden Theile des Körpers ,- die Muskeln oder das Fleiſch. Beide, Knochen und Muskeln, ſeßen theils mit den Nerven und den verſchiedenen Gefäßen die Glieder des Körpers zuſammen, theils umgeben ſie die Höhlen, in denen die Gingeweide liegen. Zu manchen anderen Zwek- ken und Verrichtungen ſind wieder andere Organe verbunden 3 ſo unterſcheiden wir 3. B. die Freß- werkzeuge, welche zur Aufnahme, Zerkleinerung und Weiterbeförderung der Nahrungsmittel beſtimmt ſind; die Verdauungswerkzeuge, welche die weitere Verarbeitung der eingenommenen Nahrungs- mittel bewirken z die Reſpirationswerkzeuge, wodurch das, aus den Nahrungsmitteln bereitete Blut mit dem Sauerſtofſe in Verbindung geſeßt, und der überflüſſige Kohlenſioff des Körpers ausgeſchieden wird; die Excretionswerkzeuge, welche zur Abſcheidung des Harns, der Excremente 2c. beſtimmt ſind; die Fortpflanzungswerkzeuge, die Sinneswerkzeugeu.ſ.w. S. 39. Es iſt aber nicht allein der ſo künſtlich gebildete Körper, welcher die Thiere von den übrigen Natur- körpern auszeichnet, ſondern die wunderbare Kraft, welche alle Theile des Körpers bildet und erhält, und die Thätigkeit, welche in ihnen herrſcht, oder das Leben, welches ſie als Thiere characteriſirt. Wir können zwar auch den Gewächſen ein Leben nicht in gers jabents 0 NK I| 1 z8 ve tfh finden 10 mt in UE Ordung: eſche || bohtno u m"uf: en 4 | deg vel micht 4, N: über] H Wen he bindung 06; de Knochen und den Körpers in denen 1 Zwef- Organe eFreß- leinerung beſtimmt velche die ahrungs- zeuge, bereitete ſeht, und zeſchieden velche zur „beſtimmt Ie, die d gebildete zen Natut- are Kraft, und erhält vſcht, gracterfitt nv bebe nicht ==zti2 Eben 7-7 Öl, abſprechen, aber das Leben der Thiere iſt von hs- herer, vollfommnerer Art, und ſie ſind während dieſes Lebens mit Kräften und Fähigkeiten geiſtiger Art ausgerüſtet, welche jenen abgehen; dieſe Kräfte, welche Feine genauere Erklärung geſtatten, begreifen wir unter dem Namen der Seelenfähigkeiten der Thiere. Sie ſind den Thieren in verſchiedenen Graden mitgetheilt: den, auf den höheren Stufen der Ausbildung in höheren, den auf den niedrigſten, in geringen Graden. Jhre höchſte Vollkommenheit haben ſie im Menſchen erreicht. G-- 40: Mehrere dieſer Fähigkeiten, 3. B. die VBorſtel- lungsFraft, die Aufmerkſamkeit, das Gedächtniß, die Sinbildungskraft 2c./ kommen den mehrſten Thie- ren, zugleich mit dem Menſchen, zu. Andere, 3. VB. die ſogenannten Naturtriebe oder Inſtincte, finden wir dagegen beim Menſchen nicht, oder doch nur ſehr geringe Spuren davon, und dieſe ſind vor- züglich den Thieren in größeren oder geringeren Graden eigen. Unter dieſem Inſtinct der Thiere verſtehen wir ihr Vermögen: aus einem ihnen ange- bohrnen, unwillkürlichen, inneren Drange, ohne al- len Unterricht, von freien Stücken verſchiedene Hand- lungen zu unternehmen, welche zu ihrer Erhaltung oder der ihres Geſchlechts abzwe>en. Es fehlt uns nicht an Beweiſen, daß dieſe Handlungen wirklich unüberlegt, und bloß den Naturgeſeßen gemäß, von ihnen vollzogen werden. Vorzüglich merkwürdig find uns unter den thie- riſchen Trieben die ſogenannten Kunſitr jiebe, welche oft nur Einmal während ihres Lebens von ihnen vollzogen werden, und daher Anfang und Meiſterſtück zugleich ſeyn müſſen 3 ſo 3- B. die oft ſo künſtlichen Wohnungen, Neſter, Gewebe 2c., welche ſie ſich zu ihrer eigenen Sicherheit, zu der ihrer Brut, zum Fange 2c. bereiten. CG. 42492» Bei dem Menſchen finden wir außer dem Ge- ſchlechtstriebe nur geringe Spuren von Inſtinct und gar keine ihm angebohrne Kunſttriebe. Für dieſen ſcheinbaren Mangel iſt er aber durch die nur ihm zufommende Vernunft hinreichend entſchädigt. Vermöge derſelben ſteht ihm die ganze Erde als Wohnplaßt offen 3 überall ſiedelt er ſich an, und weiß ſich in jedem Klima diejenigen Bedürfniſſe zu verſchaffen, welche zu ſeiner Erhaltung nothwendig ſind. Durch ſie hat er ſich die Herrſchaft über die übrigen Thiere erworben 3 er hat ſelbſt die furcht- barſten und ſchädlichſten beſiegen und zähmen ge- lernt, und denjenigen unter ihnen, welche ihm we- gen der mannigfaltigen Bedürfniſſe, die ſie ihm liefern, wegen ihrer Stärke und Kunſtfertigkeit vorzüglich nüßlich ſeyn können, ihre Freiheit ent- zogen und ſie ſich als Hausthiere gleichſam zu eigen gemacht. ven Ait: ebe, ens von h4 und die oft ebe 26, zu der em Oe tinct und ir dieſen mur ihm ſchädigt, vyde als m, und xfniſſe zu thwendig - über die je fur hmen 9 e ihm wer je ſie ihm fertigte eeihent em (eichſtn 30 ät EEERG SE, WRE 2 Eintheilung der Thiere. Die ſämmtlichen Thiere laſſen ſich nach dem Linne'ſchen Syſteme am zwe>mäßigſten in folgende ſechs Klaſſen eintheilen: 1. Kl. Säugethiere.(Manmmalia), Thiere mit warmem, rothen Vlut, welche ihxe Jungen lebendig zur Welt bringen, und ſie danü eine Zeit- lang mit Milch an den Brüſtenernähren. II. Rl. Vögel(Aves), Thiere mit warmem, rothen Blut, welche Eyer legen und mit Federn bedeckt ſind. HL Kl. Amphibien(Amphibia), Thiere mit kaltem, rorhen Blut,.welche durc< Lungen athmen. IV. Kl. Fiſche(Pisces), Thiere mit kaltem, rothen Blut, welche durch Kiefern, und nicht durch Lungen athmen. V. Kl. Inſecten(Ingecta), Thiere mit kaltem, weißen Blut, welche.Fühlhörner(antennae) am Kopfe, und-eingelenkte, größtentheils horn- artige Bewegungsorgane haben. VL Kl Gewürme(Vermes), Thiere mit Falten,„weißen Blut, welche feine Fühlhörner, ſondera: meiſtens Fühlfäden(teniacula), und Teine eingelenkte.Bewegungsorgane haben. Rach dieſer Häupteintheilung wollen wir nun jede dieſer verſchiedenen Klaſſen genauer durchgehen. Zweiter Abſchnitt. Von den Saäaugethieren. T) Anatomie und Phyſiologie der Säugethiere. A. Bou dem Knochengebaude oder Gerippe der Saugethiere» S. 43+ Durch die Knochen(F. 36.) wird das Gerippe der Säugethiere zuſammengeſeßt, welches den übrigen weicheren Theilen zur Grundlage dient, und von deſſen Geſtalt die Totalform des thieriſchen Kör- pers, ſo wie ſeine größere oder geringere Gelenfig- keit, abhängt. S- 44. An den verſchiedenen Theilen des Körpers ſind aber die Knochen ſelbſt, in Hinſicht ihrer Geſtalt, noch ſehr von einander unterſchieden.- Im Ganzen genommen, theilt man ſie in 3 verſchiedene Arten: 1) Flache Knochenz ſie haben nur einen ſehr geringen Durchmeſſer, und eine mehr oder minder flache Form 3 inwendig beſißen ſie ein ſhHwammiges, mit Mark gefülltes Zellengewebe(Diploe). Sie finden ſich 3. B. am Hirnſchädel, an der Knie- ſcheibe u. ſ, w. P p3 0 „ve iO. H [TN H (4, 5 LL qe, Nn mig (Wf Ne (1) jan gethiere, gethiere wippe der „ übrigen und von en Kür- Yelentig- rpers find y Geſtalt, m Ganzen je Arten: einen ſchr ver minder vammiges 06). Gr der Sils 2) Röhrenknochenz ſie ſind. im Verhältniß ihrer Breire beträchtlich lang, bald rund oder cylin- derförmig„: bald platt, endigen ſich meiſtentheils in die Köpfe, und enthalten gewöhnlich Marek in ſich. Zu ihnen gehören 3. B. die mehrſten größeren Knochen der Gliedmaßen u. ſ. w. 3) Rundliche Knochen; ſie ſind bald rund- lich, bald vieleckig, überhaupt ſehr verſchieden g2- formt 3 inwendig haben ſie, ſo wie die flachen Kno- den, ein ſhHwammiges, mit Mark gefülltes Zellen- gewebe. Sie befinden ſich 3. B. unten am Fuge der„Thiere u. ſ. w. Es giebt übrigens noch mehrere ſonderbar ge- formte Knochen, welche man kaum zu einer dieſer 3 Arten rechnen kann. S.1945: Dieſe verſchiedenen Arten der Knochen ſind theils unmittelbar, theils durch die Ligamente(ſ. 36.) auf mannigfaltige Weiſe mit einander verbunden, und jenachdem nun dieſe Verbindung gar Feine, eine ſehr geringe, oder eine freiere Bewegung zu- läßt, giebt man ihr verſchiedene Namen, So un- terſcheidet man: 1) Die Verbindung ohne Bewegung (Synarthrosis), Hieher gehören 3. B. die Nath, oder diejenige Verbindung, bei welcher die zackigen Ränder zweier Knochen genau in einander greifen, 3+ B. bei den Knochen des Schedels 3 ferner die 4[9<=<ühe M End Einkeilung, bei welcher ein Kochen wie ein Keil in der Höhle eines anderen ſtet, wie bei der Einkeilung der Zähne in die Kinnladen u. ſ. w. 2) Die Verbindung mit Bewegung (Diarihrosis), Dieſe Verbindung iſt wieder ent? weder hal b beweglich, oder ganz beweglich(frei). Im erſteren Falle iſt die Bewegung ſehr beſchränkt, indem die Verbindung durch Knorpel oder ſehr furze Fnorpeligte Ligamente hervorgebracht wird. So ge- hört 3. B. hieher die Art der Verbindung, welche unter den Knochen der Wirbelſäule Statt findet. Im leßteren Falle iſt die Bewegung ziemlich frei, und zwar ſind hiebei zwei Knochen ſo mit einander verbunden, daß a) eine ſchr freie Bewegung nach allen Richtungen Statt findet, wie bei der Verbin- dung des oberen Schenkelknochens mit dem Be&en- Fnochen u. ſ. w.3 b) zwei Knochen ſich ſo verbin- den, daß nur eine Bewegung nacH zwei Richtungen erfolgen kann, wie bei der Verbindung des'Schienz beins mit dem Sprunggelenk- Knochen u. f. w.3 c) daß die Bewegung nur in einem halben" Zirkel ' geſchehen kann, wie die Verbindung des erſten Hals- wirbels mit dem zweitenz vder d) daß nur zwei Knochen mit ihrer ebenen Fläche einander berühren, und über einander hingleiten, ſo daß nut eine ſehr einfache Bewegung hervorgeht. ß. 46.; Man theilt das ganze Knochengebäude des Thiers in 3 Theile 1' nemlich in den Schedel, den Rumpf „.iß EE je M 18 j zu 1181 Wold 7 | ep; | | dE wie en hei det v, egung der ent? (frei), hränkt, x kurze Go ge- , welche - findet, (jh. frei, einander ung nah Verbin Beſen? ) verbin- ichtungen 3; Schien- 1. ſw “ Zirkel ſien Hals? „nur zwei berühren, e eihe ſehr aui afin 43 I und die Gliedmaßen, Jeder dieſer Theile iſt una noch aus einer Menge von Knochen zuſammengeſekt, Es würde mich zu weit führen, wenn ieh alle eins zelnen Knochen dieſer Haupttheile genau beſchreiben wollte 3 ich werde daher nur die vorzüalichern der- ſelben, und die Cigenthümlichfeiten, welche unter ihnen, beſonders bei den uns intereſſanten Thieren Statt finden, herausheben*). SG. 47» Vom Scedel,. Der Schedel iſt der Behälter der Sinnesorgane, des Gehirns und der Freßwerkzeuge. Man theilt die bedeutende Menge von Knochen, welche ihn zu- ſjammenſeßen, in die der Hirnſchaale und des Ge- ſichts. Die Hirnſc), woraus nach- her das Geweihe hervorwächſt, welches jährlich ge- wechſelt wird. 0 487 2) Den oberen Theil des Scig, auf der Seite gewöhnlich rück? wärts gebogen, und liegen zwiſchen den Stirn- beinen, den Schläfenbeinen, und dem Hinterhaupts- bein. Dieſe beiden Knochen verwachſen, beſonders | u; | Ii 1! | Di (M ) deth977 denis das! Un ſey | jug| yy I 0" eh being (0'184 "ehg Chie "7 xs "H: "3 is WE Ierhim) . Zu trennt, nander uf die- Orne ierlage rtſaße, igt ſich eite jehdren, „Ww. et e qußere deſſen et, und n wird, den vet? , uſe vexwand- zu einem aus nach“ hrlich ge hilden die Stirnbeine nlih rude ven Sti ater 907.00 bei den größeren vierfüßigen Thieren ſchon früh zu einem Knochenſtücke. Bei manchen Thieren beſte- hen ſie im jüngeren Alter aus mehreren Stücken, z+ B. beim Pferde aus 3, bisweilen ſogar aus 4, bei den wiederkäuenden Thieren und den Schweinen hingegen nur aus 2 Stücken. 3) An die Scheitelbeine grenzt hinten das Hin- terhauptsbein, ein unpaariger und in ſeinem ganzen Umfange von auſſen nach innen gekrümmter Knochen, von ungleicher Die, Er ſieht außerdem nod) mit den Schläfenbeinen, dem Keilbeine und dem erſten Halswirbel in Verbindung. Er bildet den oberſten und hinteren Theil des Kopfs, enthält das kleine Gehirn und den Fortſaß deſſelben, das verlängerte Mark, und beſißt, um dieſes durchzu- laſſen und mit dem Marke im Kanal der Wirbel- ſäule in Verbindung zu ſeßen, eine große Oeffnung. Die Lage und Richtung dieſer Oeffnung zeigt ſich von mannigfaltiger Verſchiedenheit. Statt daß ſie beim Menſchen weit nach vorne und größtentheils horizontal liegt, ſo befindet ſie ſich bei den mehrſten vierfüßigen Thieren am Ende der Grundfläche des Schedels, und zwar in ſo ſchräger Richtung, daß der hintere Rand mehr oder minder aufwärts gez kehrt iſt. Bei vielen, und auch unſeren Hausthieren, befindet ſich auf dieſem Knochen eine Fammähn- liche Erhabenheit, welche mehreren Musfkeln zum Anſaße dient, und gewöhnlich im beſtimmten Verhältniſſe zu der mehreren oder minderen Stärke des Gebiſſes ſieht. Dahe» iſt ſie am ſtärkſten bei den reiſſenden, fleiſchfreſſenden Thieren. Bei ganz jungen Thieren beſteht dieſer Hinterhauptsknochen auch noch aus mehreren Stücken, welche aber bald zu einem Stücke zuſammen wachſen. S- 49- An jeder Seite des Schedels bemerken wir noch ein ſogenanntes Schläfenbein(Schlafbein). Sie ſind von unregelmäßiger Geſtalt und ungleicher Ober- Aäöche. Beſonders bemerfungswerth ſind ſie uns, weil ſie ſowohl die äußere Oeffnang für den Gehör- „„ gang, ſo wie auch die inneren, zum Sinne des Ge-- hörs erforderlichen Organe enthalten 3 außerdem dienen ſie zur Anlage der untern Kinnlade, und ſind mit einem ſtarken, bogenförmigen Fortſaße verſe- hen, den man den Jochfortſaß oder das Jochbein nennt, und der zur Anlage mehrerer Muskeln dient. Bei den Raubthieren iſt dieſes Jochbein oft von ungeheurer Stärke. 65.505 7och zählt man zu den Knochen der Hirnſchale das Keilbein und das Siebbein. Beide liegen im Innern des Schedels, und werden erſt ſichtbar, wenn man ihn auseinander nimmt. Das Keilbein, ein unpaariger. Knochen, zeichnet ſich vorzüglich durch ſeine beiden flügelähulichen Fortſäße aus. Cs macht zum Theil die Baſis der Hirnſchale, zum Theil auch: die obere Wand der: Rechenhöhle aus-« fet Se Fell St 7| fac ID (us 19 Witti 1]„2 (0089 | 4v || 0,50 | uta |(vie |(408) 2 Soft ohg ae ds We ds WO Ames füm Y 9 | den"G a Heibeig 1 beiden ei ganz Enochen er bald wir tfh ju). Gie er Ohet- ſie uns, außerdem und ſind ße verſe Tochbein (14 Vent. oft von Hirnſchal? Zeide liegen vf ſichtbar 8 Keilbein, ) vorzug6e ße auS+ 6 hole, zu eogöhe 0 47 Im jugendlichen Alter beſteht es aus zwei Stücken, welche aber ſehr bald mit einander verwachſen. Auch, das Sieb bein iſt ein unpaariger Kno- djen, welcher jo zwiſchen den Stirnbeinen und dem Keilbeine liegt, daß er die Oeffnung aus der Hirn- ſchale in die Naſenhöhle verſchließt. Er beſteht aus einer Verbindung mehrerer zarter Knochen- blätthen, welche durch eine Fnöcherne Scheidewand in zwei Haufen getheilt, und an einer mit vielen Löchern durchbohrten-Platte befeſtiget ſind. CG: 5X: Von den Knochen des Geſichts. Der vordere Theil des Schedels oder das Geſicht enthält beſonders die vorzüglichern Sinnes- Werk- zeuge, und wird wieder aus mehreren, ſehr ver- ſchieden gebildeten Knochen zuſammengeſeßt: nem- lic aus(gewöhnlich 4 Knochen) der obern Kinnlade, 2 Naſenknochen, 2 Thränenknochen, zwei Joch- Fnochen, zwei Gaumenknochen, vier Düttenknochen, einem Pflugſchaarknochen, und der untern Kinnlade. Alle dieſe Knochen, welche zuſammen genommen das Geſicht bilden, ragen bei den mehrſten Säguge- thieren ſehr ſtar? hervor, ſtatt daß ſie beim Men- ſHen eine ziemlich gleiche Fläche mit den Stirn- Fnochen bilden, wodurch man auf den erſten Anblick den menſchlihen Schedel vom Thierſchedel unter- ſcheiden kann. S. 52.: Die obere Kinnlade, welche beim Menſchen aus zwei, vorn unter der Naſe zuſammenſtoßenden Knochen beſteht, welche alle oberen Zähne enthalten, zeichnet ſich bei den übrigen Säugethieren dadurch aus, daß dieſe noch durch einen(einfachen oder ge- paarten) ſogenannten Jauterm axillarknochen getrennt ſind, welcher gleichſam zwiſchen ſie ein- gefeilt iſt, und bei den Thieren, die mit oberen Schneidezähnen verſehen ſind, dieſelben enthält. Man findet ihn aber auch bei den Thieren, welchen dieſe oberen Schneidezähne abgehen. Die beiden großen Seitenknochen der oberen Kinnlade haben einen großen Umfang und eine be- deutende Länge 3 ſie fangen am Grunde der Augen- höhlen an, laufen längs der oberen Wand der Mund- höhle bis zu den Hakenzähnen hinab, enthalten die oberen Backenzähne, und bilden, indem ſie einen Theil der Mund- Augen- und Naſenhöhlen zu- ſammenſeßen, den größten Theil des Oberkiefers. Bei den einhufigen Thieren(Pferden 2c.) iſt die äußere Fläche dieſer Knochen, ſo lange die Backen- zähne wachſen, gewölbt. Dieſes geſchieht ungefähr bis zum ſiebenten Jahre 3 nachher aber verliert ſich dieſe Wölbung nach und nach, ſo daß ſie im hohen Alter eine ausgehöhlte Beſchaffenheit annehmen. Bei den wiederkäuenden Thieren verlängern ſich dieſe beiden Knochen bis in den Grund der Augenhöhlen durch 8 PIE | wv | Dele | mus | ven MG || a ie || wehr. | Wiereäl DE Vieren! NiattenEn oven iE Nuſeub 9) bedeute 9 nie,&s derten "" 0) 9) Anhy durch: q Wenerlop "ed UE!| Crom 4 enſchen ßenden halten, dadurch oder ge: oden ſie ein- - oberen enthält, welchen x heren eine be Augen? - Rund- alten die ſie einen ohlen zu? erfiefers. „y iſt die ie Baden | ungefähr erhiett ſich , im hohe" gnnehm!, vu fh dt (ugenpöp jO durch eine große rundliche Erhabenheit, welche aus einer dünnen Knochenplatte gebildet iſt. Der mittlere und vordere Theil des Oberkiefers (Intermaxillarknochen) beſteht bei den meiſten Säuge- thieren aus zwei Stücken, welche zwiſchen den bei- den großen Seitenknochen liegen, ſich bis zu den Naſenknochen hinauf verlängern, die Schneidezähne (bei den Thieren, welche ſie beſißen) enthalten, der Oberlippe zur Befeſtigung dienen, und die untere und äußere Wand der Naſenlöcher bilden. Geine Form und Größe iſt bei den verſchiedenen Thier- arten ſehr mannigfaltig; ſo0-iſt er 3. B. bei den mehrſten reiſſenden Thieren nur klein, bei den Nage- thieren hingegen von bedeutender Größe. SG. 53. Die Naſenknochen beſtehen bei den mehrſten Thieren aus zwei dünnen, länglichen Knochen- platten, welche zwiſchen den Stirnknochen und der obern Kinnlade liegen und die vordere Wand der Naſenhöhle bilden. Bei dem Pferde ſind ſie von bedeutender Länge, haben die Geſtalt einer Pyra- mide, und endigen ſich in eine Spiße. Bei den wiederkäuenden Thieren ſind ſie bedeutend kleiner, und verwachſen nie vollkommen mit den andern Knochen. Beim Ochſen iſt das untere Ende noh durch einen Cinſchnitt getheilt. Bei dem Schweine bemerkt man am unteren Ende der Naſenknochen noch einen kleinen, Furzen rundlichen Knochenanſaß, Crome's Handb. 111. 4 50«arialiPy ük „welcher in der Mitte eine tiefe Furche beſißt, auf der knorpligten Scheidewand der Naſenhöhle ruht, „und. die Grundlage des Rüſſels bildet. S. 54. Die Thränenknochen ſind dünne und platte Knochen, welche im Naſenwinkel des Auges liegen, und den Thränenſa>, ſo wie einen Theil des Thrä- nenkanals in ſich aufnehmen. Bei den wiederkäuen- „den Thieren ſind ſie von ziemlich beträchtlicher Größe. Bei dem Pferde bemerkt man an dem auſſer der Augenhöhle befindlichen Theile-eine kleine zißen- förmige Erhabenheit, welche der Thränenfortſaß „genannt wird. Die beiden Joh kno en liegen ihnen zur Seite, bilden einen Theil der Augenhöhle und des Jochbogens. Dieſe Knochen zeigen ſich bei den ver- ſchiedenen Thieren von ſehr mannigfaltiger Verſchie- denheit. Bei den Raubthieren und Nagethieren ſind ſie, zur Befeſtigung der, zur Bewegung des Unterkiefers beſtimmten Muskeln zum Theil von ausnehmender Größe und Stärke. Bei den wieder- Xäauenden Thieren beſteht das obere Ende des Joch- 'beins aus zwei Äſten, von denen der eine ſich mit "dem Schläfeknoen. Man 06 52=D dz unterſcheidet dieſe Knochen in die vorderen und hinte- renz bei den Pferden ſind die vorderen größer als die hinteren 3 bei den wiederkäuenden Thieren findet grade der umgekehrte Fall Statt. d) Der Pflug- ſhaarknochen iſt ein einzelner langer und dün- ner Knochen, welcher den mittleren Theil der Naſe bildet, ſie in zwei Hälften theilt, und wegen ſeiner Ähnlichkeit mit einem Pflugſchaar ſeinen Namen erhielt. (5 8 Ein wichtiger, noch zu den Knochen des Geſichts gehöriger Knochen iſt die untere Kinnlade oder der Unterkiefer. Er bildet den unteren Theil des Schedels, ſeßt mit dem Oberkiefer die Mund- oder Rachenhöhle zuſammen, und nimmt in eigenen dazu beſtimmten Höhlen die untere Zahnreihe in ſich auf. Gewöhnlich berrachtet man ihn als einen un- gepaarten Knochen, obgleich er im jüngeren Alter der Thiere gewöhlich aus zwei Stücken beſteht, welche erſt nachher mit einander verwachſen. Er iſt bogenförmig gekrümmt, und ſeine beiden End- ſtücken, welche bei den verſchiedenen Thieren ſehr verſchieden geformt ſind, ſind im Schläfefnochen eingelenkt. Der Unterkiefer der Säugethiere. zeichnet ſich von dem des Menſchen ſogleich durch den Mangel des vor- ſtehenden Kinn's aus, welches einen Hauptcharakter des menſchlichen Schedels ausmacht. Seine Ein- lenkung iſt nach der Verſchiedenheit des Gebiſſes ſchr N: m | ZWE | nm ſm get ir : fs mog hingegt jug |(elden 180 judern A) ſhobentgt || vhnl46 || Verte füh || aun 1 9 “ if j 193 10 hinte 'Ber al) 1" findet Vflug- nd dün- er Raſe en ſeiner Ramen Geſichts de oder en Weil e Mund- 1 eigenen he in ſich nen un ven Alter 1 beſteht, ſen. Et iden End- ieren ſeht dfeknochen net ſich 901 el des v0!- pichaaft Seine Eine es Gifs ſehr mannigfaltig. Wei den fleiſchfreſſenden Thie- ren liegt er meiſtentheils in gleicher Linie mit dem Oberkiefer, ſo daß die Zahnreihen ziemlich genau in einander faſſen, und ſeine beiden Endſtücke paſ- ſen genau in die Gelenkvertiefungen, ſo daß eine auf und nieder gehende, aber keine Seitenbewegung möglich iſt. Bei den kräuterfreſſenden Thieren hingegen, zumal denen mit geſpaltenen Klauen, iſt er gewöhnlich ſchmäler wie der obere, ſo daß die beiden Zahnreihen nicht genau auf einander paſſen, ſondern erſt bei dem Wiederkauen an einander ge- ſchoben werden 3 auch faſſen bei dieſen Thieren ge- wöhnlich die Endſtücken nicht ſo genau in die Gelenk- vertiefungen ein, ſo daß eine freiere Seitenbewe- gung möglich wird. S. 57. Die, in den beiden Kinnladen enthaltenen Zähne zeichnen ſich in Hinſicht ihrer Subſtanz und ihres Gefüges von den übrigen Knochen auffallend aus. Die Glaſur, oder der Schmelz, womit der obere Theil derſelben überzogen iſt, hat eine ſo aus- nehmende Härte, daß er zum Theil am Stahle Fun- ken giebt. Bei mehreren Thiaären, 3. B. manchen unter den Wiederkäuenden, iſt die Glaſur der Backen- zähne nicht weiß, ſondern braun oder ſchwarz. Zu einer allgemein paſſenden Eintheilung der Zähne paßt ihre Lage beſſer als ihre Form, und man Fann ſie am beſten unter die drei Abtheilungen: der Vorderzähne, Eckzähne und Backenzähne vertheilen. 54 =D Bez Unter Vorderzähnen verſtehen wir in der dberen Kinnlade diejenigen, welche im JIntermaxil- larfnochen ſiken, mit dieſen zuſammen paſſen. Form iſt ſehr verſchieden. ſie in einer oder anderen Kinnlade gänzlich 3 ſo feh- len ſie 3. B. den wiederkäuenden Thieren. in der obe- ren Kinnlade. Da ſie den nagenden Thieren vor- züglich zum Zerſchneiden, den reiſſenden vorzüglich zum Fange dienen, ſo nennt man ſie bei jenen auch wohl Schneide- bei dieſen Fangzähne. Beim Pferde und Schweine ſind ſechs derſelben in jeder Kinnlade, bei den wiederkäuenden Thieren hingegen S-, welche nur in der unteren Kinnlade ſiken. Die Vorderzähne der unteren Kinnlade zeichnen ſich bei allen Säugethieren überhaupt dadurch aus, daß ſie eine'mehr oder minder ſchräge Lage haben, wo- gegen ſie beim Menſchen aufrecht ſtehen. Die EXzähne(Hakenzähne) ſind im oberen Kiefer diejenigen, welche nahe am Intermaxillar- knochen ſiken, und im unteren die, welche dieſen Bei den reiſſenden Thieren ſind ſie gewöhnlich von furczähne gänzlich ab. Bei un- ſeren Hausthieren finden wir vier derſelben, wovon zwei in der oberen und eben ſo viel in der unteren gegenüber ſtehen. Kinnlade ſißen. Die Ba>kzähne ſien im hinteren Theile der Kinnlade, ſind größer wie die übrigen, und zeichnen und in der unteren die, welche Ihre Zahl und ihre tanchen Thieren fehlen i4 0 uin s 10)(0% te 0 MEL hier janz, Is 01€ NN 8 m, IK 3/1 1Es Wiedert9 (hen an DIEN! woduiß wird. 19€ fte hum M eten 4: in et ermayil: welche nd ihre n fehlen ) ſo feh- der obe- ven vor- orzuglich nen aud . Veim in jeder 1 hingegen em, Die 1 ſic) bei 18, daß ven; Wo im oberen vmayilat- (che dieſen hieren find Den Nage? 3 Bei un? en, woven der unten! » Epl bet und eignen ſich gleich durch ihre breitere"Krone von den übrigen aus. Beim Menſchen, den Affenarten und den reiſſenden Thieren iſt ihre Krone ganz mit-Schmelz überzogen, dagegen zeigt ſich. bei den einhufigen; wiederkäuenden, nagenden und mehreren: anderen? Thieren, auf ihrer oberen Flääje auch. Knochenſub- ſtanz, welche mit dem geſchlängelten, etwas hervore-' ragendem Schmelz durchzogen- iſtz- Bei einigen Fräuterfreſſenden, aber nicht wiederkäuenden Thie- ren, 3. B. den Pferden, liegen die Oberflächen dieſer Zähne meiſtens horizontal auf einander. Vei den wiederkäuenden Shieren hingegen ſind die Ober- flächen ſchräge, ſo daß an den: oberen der äußere, an den unteren der innere Rand etwas höher ſteht, wodurch das Geſchäfft des Wiederkäuens erleichtert wird. Bei einigen Thieren, 3. B. den Pferden, ſind- ferner die CX- und Backenzähne durch Zwiſchen- räume von einander abgeſondert, wogegen ſie bei, anderen nahe beiſammen ſtehen. Außerdem theilt man die Zähne noch ein: in Milch- oder Wechſelzähne, Erſaßzähne' und bleibende Zähne. Die erſten von ihnen bleiben nur- eine gewiſſe Zeitlang, fallen dann aus und“ werden durch die zweiten wieder erſeßtz; die leßtereti hingegen werden niemals gewechſelt. Meh- reres über dieſen Gegenſtand, ſo wie über einige andere. Eigenthümlichkeiten der Zahne bei unſeren Hausthieren, werde ich'zwedmäßiger ſagen können, wenn ich von ihnen beſonders rede. *% OX: 5585 Vom Rumpfe des Gerippes der Saugethiere. Der Rumpf zerfällt in drei Haupttheile? nem- lich in das Rückgrat, das Becken und den Thorax oder Bruſtkaſten. Das Rücgrat iſt der allgemeinſte Theil des thieriſchen Gerippes, der allen Säugethieren ohne Ausnahme zukommt. Man verſteht darunter die Fnöcherne Säule, welche ſich vom Kopfe bis zum unteren Ende am hinteren Theile des thieriſchen Skelets herunter zieht, und die Grundlage des Halſes, Rückens und des Beckens bildet. Site iſt aus einzelnen, über einander liegenden, und unter ſich durch Ligamente verbundenen Knochen zuſammen: geſeßt, welche man die Wirbel(und daher. das Ganze die Wirbelſäule) nennt. Die Wirbel ſelbſt ſind ungepaarte, kurze, dicke, mit mehreren Fortſäßen verſehene Knochen, welche alle ein großes 2och haben, das durch ihre Zuſammenſeßung einen langen Kanal bildet, wodurch ſich das Rückenmark herabzieht. Dieſes ſchickt, durch beſondere in den Wirbeln befindliche Löcher, Nervenbündel aus, welche ſich in dem Körper vertheilen. Man theilt dieſe Wirbel ein, in: Halswirbel, Rücken- oder Bruſtwirbel und Bauch- oder Lenden- wirbel. Die Zahl der Halswirbel iſt bei allen Säuge- thieren gleich 3 ſie beſißen nemlich alle, ſo wie der Menſch, ſieben derſelben. / E10, m dem 1) | Wire M 1] Fug| | hindygy | bei 8 hlen 4 77 e? fett: 1 Worax Theil dez ren ohne unter die bis zum hieriſchen lage des Sie iſt und unter yſammen: aher das Wirbel mehreren in großes ung einen jdenmar? ere jn den adel aus, Nan theilt Rüden? fenden? ien Saug!“ ſo wied! Die Zahk der Bruſt- oder Rü>Xenwirbel iſt dagegen verſchieden, und richtet ſich nach den Rippen- paaren. Der Menſch hat 12 derſelben. Bei den langhalſigen Säugethieren, 3. B. dem Pferde und mehreren wiederkäuenden Thieren, ſind die ſogenann- ten Dornfortſäße dieſer Wirbel von beträchtlicher Länge. Die drei bis vier längſten Dornfortſäße bilden das bei unſeren Hausthieren, was wir den Widerrüſt nennen. Die Bauch- oder Lendenwirbel unterſchei- den ſich in ihrer Geſtalt wenig oder gar nicht von den übrigen 3 aber auch ihre Zahl iſt bei den verſchiede- nen Thieren verſchieden. So hat das Pferd 6, der Eſel 53/uoſsw7 S- 59. Das Be>en wird aus den beiden Hüft- Fnochen(Becenbeinen, ungenannten Beinen) und dem Kreußbein(heiligen Bein)[an welches ſich bei vielen Thieren noch die Knochen des Schweifs ſeßen] zuſammengeſeßt. Dieſe Knochen ſind durch Knorpel und Ligamente ſehr innig mit einander ver- bunden und bilden eine Höhle, welche man die Be&xenhöhle genannt hat. Den Namen Been erhielt dieſer Theil, weil er bei dem Menſchen eine Beckenform hat 3 bei den Thieren ſollte man es aber eigentlich nicht ſo nennen, da bei keinem weiter dieſe Knochen bekenförmig zuſammen ſchließen. Jeder der beiden Hüftknochen iſt nach auſſen mit einer Gelenthöhle verſehen, welche zur Aufnahme des 58 Bn oberen Schenkelknochens(Backbein) dient, und die Pfanne genannt wird. Bei den jüngeren Thie- ren ſind die Hüftfnochen noch aus mehreren einzelnen Knochen zuſammengeſeßt, welche aber nachher mit einander verwachſen. Das Kreußbein, welches hinten gleichſam zwiſchen die beiden Hüftknochen eingeſchoben iſt, und die Beckenhöhle bilden hilft, kann man als eine Fortſeßung der Wirbelſäule anſehen. Im früheren Alter beſteht es aus mehreven(gewöhnlich 5) ein- zelnen Stücken, welche ſpäterhin mit einander ver- wachſen, und mit dem Wirbelbeine einige Ahnlich- Feit haben. Bei den wiederkäuenden Thieren iſt es länger und mehr gefrümmt wie bei dem Pferde z bei dieſem zeichnet es ſich aber durch große flügel- förmige Seitenfortſäße am vorderen Ende gus: Das Kukusbein macht das lekte, Gnde der Wirbelſäule aus, ſeßt ſich an das Kreuzbein, und wird bei den geſchwänzten Thieren zur ſogenannten Scwanzrippe verlängert, welche bei vielen aus einer großen Anzahl kleiner Knochen beſteht, die mit den Wirbelbeinen noch einige Ähnlichkeit haben, und da ihre Enden eine knopfähnliche Geſtalt haben und nur durch Faſerknorpel mit einander verbunden ſind, eine große Beweglichkeit zulaſſen. C. 60. Der Bruſtkaſten oder Thorax wird hinten von demi, zu ihm gehörigen Theile der Wirbelſäule (8. 53), vorn von dem Bruſtbeine, und zur Seite EN 18 | wy 4 |"Wer det 43 mivgd! undd | ny hit zelnen er mit Ihſam ſi, und [5 eine "heren ) ein- er vet (hylich“ eren iſt Pferdes flügel? 6; de der n, und nannten len aus die mit : haben, lt haben 6 ybunden ed hint! relle ) zut Gele von den Rippen gebildet. Er iſt bei allen Thieren ſchmaler, zuſammengedrückter und nicht ſo gewölbt wie beim Menſchen. Das Bruſtbein iſt ein ungepaarter langer, bei den mehrſten Thieren cylinderförmigey Knochen, welcher vom Halſe an bis ungefähr zur Mitte der Bauchhöhle ſich erſtre>t, ſchief von vorn nach hinten liegt, und zur Stüße der vorderen Rippen dient. Das vordere Ende deſſelben läuft bei einigen Thie- ren, 3. B. beim Pferde, in einen ſchnabelförmigen Fortſaß aus- Den wiederkäuenden Thieren fehlt dieſer Fortſaß. Die Rippen ſind paarweiſe liegende, lange, etwas platte, bogenförmig gefrümimte Knochen, welche zu beiden Seiten der»Bruſt in regelmäßiger Entfernung von einander liegen, nach- oben mit den Rückenwirbeln, nach unten aber, theils mittelbar, theils unmittelbar mit dem Bruſtbeine verbunden ſind. Die Zahl der Rippenpaare iſt verſchieden, und richtet ſich nach der, der RüFenwirbel. Der Menſch hat 12 Paare, die mehrſten Thiere beſißen mehrere 3 ſo hat 3. B. das Rindvieh 16, das. Pferd 18 2. Man unterſcheidet die Rippen in. wahre und falſche, und zählt zu den erſteren die, welche mit dem Bruſtbeine unmittelbar verbunden ſind, zu den leßteren die unteren oder hinteren, welche nur mittelbar damit verbunden ſind. er miiifli> WERE: Die, durch dieſe ſämmtlichen Knochen gebildete Bruſthöhle umſchließt die oberen Eingeweide, wie das Herz, die Lungen uU. ſ.W« 653 618 Bon den Gliedmaßen oder Extremitaten. Die vier Gliedmaßen des thieriſchen Körpers werden nach ihrer Lage in die beiden vorderen und die beiden hinteren unterſchieden. Gie tra- gen den Rumpf und ſind aus einer Menge von Kno- k] "( „'S WWv (2. DENE q (mu verdien jo 2; falls WE ſen 197) qen190! On peln |(heit MN 0;€ ND[7 ven je | feind) Kohtete Nit is drpers deren je tia: 1 Kn0- tein gerin: aer eint m und horde lier- breiter y Bruſt 3 hinten yfhöhle Bei vie? „hlattes 11, wel: ynd der bekannt bei all 8 haun) benubens ===>«Minen 61 daher beim Maulwurf, dem Igel, Cichhörnenbeins. Mit dem Knie ſtehr nun zuerſt das Schien» bein(das Bein, der Röhrenknochen) in Verbin- dung. Dieſes beſteht bald, 3. B. beim Pferde nur „aus einer einzigen Hauptröhre, an deren hinteren Seitenrändern ein Paar weit kürzere Nebenröhren (die Griffelbeine) wie angewachſen ſißen z bald, 3. B. bei den wiederkäuenden Thieren vor der - Geburt, aus 2 dicht an einander liegenden Röhren, welche nachher zu einer gemeinſchaftlichen Röhre zuſammenfließen 3 bald endlich, wie beim Schweine, aus vier dicht zuſammen liegenden Röhren. Auf dieſes folgt das Feſſelbein(die Köte, das Kötenbein', ein kürzerer, walzenförmiger, dicker Knochen, welcher, ſo wie der vorige, bald einzeln, bald in doppelter oder vierfacher Zahl da iſt. Auf der hinteren Seite des Gelenks zwiſchen .dem Schien- und Feſſelbeine bemerkt man noch einige kleine, faſt dreie>ige, durch ein ſtarkes, Xurzes Band-zuſammengehaltene Knochen, die Kn 0- <+hel oder Gleihbeine, in deren Gegend bei „den wiederfäuenden Thieren noch ein kleines runz des Knöchelchen vorkommt, welches dem Sporn zur Baſis. dient. Unter dem Feſſelbeine erſcheint noch ein kurzer, .di>er, faſt-viereckiger Knochen, den man das Kro» nenbein.nennt'(weil in dev Gegend dieſes Knochens gm Fuße ſich der unter dem Namen der Krone | het et. (u NE NENE 74 (eiu: vn iL (upſet: || mi Ml mon 107 1 NOE iln BET SIE Ei | Veit! WS | MM A" "4 eie " An hej 4 | wdh fie As Wint ti bv". Db et, y N he H bie 0 erik hien» zerbin- rde nur jinteren ohren 1 ſißen; vor der hren, Rohre hweine, Rote, vmiger „ bald Zahl da zwiſchen an ng farkes, dieKud- egend hei ines vun? Gporn in Ewe) das Kr : Sy der Fu beFantite Haarbüſchel feſtſeßt) 3 bei dem Pferde be- ſteht er aus einem, bei den wiederkäuenden Thieren aus zwei und dem. Schweine aus 4 Stücken, welche im ſpäteren Alter mit einander verwachſen. Den unterſten Theil des Fußes bildet das Huf- beinz ein ſchwammiger Knochen, welcher, je nach- dem der Huf oder der unterſte Theil des Fußes über- haupt verſchieden geſtaltet iſt, eine verſchiedene Form annimmt. Bei den einhufigen Thieren bemerkt man am oberen Seitentheile des Hufbeins noch zwei, aus bandartigen, ſehr elaſtiſchen Knorpeln beſtehendes Fortſäße, welche ſich bis zum Gelenke zwiſchen dem Feſſel= und Kronenbein erſtre>en. Bei den wiederkäuenden Thieren beſteht es gus zwei, bei den Schweinen aus 4 Knochen, 0.171027 Die hinteren Gliedmaßen theilt man ein: in die Hüfte, den Oberſchenkel, Unterſchenkel und den Fuß. So wie der Schulter der vorderen Gliedmaßen das Schulterblatt zur Grundlage diente, ſo ſind es bei den hinteren Gliedmaßen die beiden Hüft» Fnochen(5. 59), mit welchen die Knochen der- ſelben verbunden ſind. Die oberſten dieſer Knochen nennt man den Oberſchenkelknoct. Sie erſcheinen uns als röthliche, weiche, verſchieden geſtaltete Bündel, welche ſich größten- theils in Flechſen oder ſehnigte Ausbreitungen endi- gen, und mit vielen Nerven, Gefäßen und einer Menge Zellengewebe durchwebt ſind. Ihre Farbe iſt roth oder röthlich 5; beſonders finden wir diejenigen lebhaft roth gefärbt, welche häufig bewegt werdenz3 andere, welche ſeltener in Thätigkeit geſeßt werden, ſind dagegen von bläſſerer Farbe. Auch iſt die Farbe nach der Conſtitution, dem Alter und der Beſchaffenheit der Thiere ver- ſchieden: bei erwachſenen, kräftig genährten Thie- ren iſt ſie von lebhafter Röthe, bei jüngeren, ſchwächeren hingegen blaß und weißlich 3 daher er- ſcheint das Rindfleiſch rorh, das Kalbfleiſch hinge- gen bleichroth. Cin äußerer, anhaltend auf ſie einwirkender Druck, 3. B. vom Geſchirr 2c. macht ſie weiß und dünne, und auch in mehreren Krank- heiten, 3. B. bei der Waſſerſucht, verlieren ſie die ihnen eigenthümliche Röthe. Crome's Handb. I11, S 66 enn S. 64. - Betrachten wir ihren inneren Bau, ſo finden wir ſie hauptſächlih aus Faſern(Muskelfibern), Zellengewebe., Gefäßen und Nerven zuſammen- geſeßt. * Die Muskelfibern ſind ſehr zart und mehr oder minder langz3 berrachtet man ſie unter einem Ver- größerungsglaſe, ſo findet man dieſe Faſern noch aus mehreren Faſerbündeln zuſammengeſeßt, und dieſe Bündelform ſcheint ins Unendliche fortzugehen. Im lebenden Zuſtande ſind ſie von ausnehmender Stärke und ſchwer zu zerreißen, wogegen ſie nach dem Tode leicht zerriſſen werden können. Zellen- gewebe(F. 29) finden wir in ihnen und auf ihrer Oberfläche häufig verbreitet 3 es dient dazu, um die einzelnen Faſern und wieder die aus den Faſern ge- bildeten Bündel zuſammenzuhalten, ſo wie auch die Gefäße und Nerven mit ihnen zu verbinden und die Zwiſchenräume auszufüllen. Die Gefäße, von denen ſie in großer Menge durchdrungen ſind, ſind vorzüglich Venen, welche theils die zu ihnen laufenden Arterien begleiten, theils auf ihrer Oberfläche verbreitet ſind. Zugleich "mit dieſen Blutgefäßen finden wir aber auch mehrere lymphatiſche Gefäße in ihnen. Nerven laufen in großer Menge zu ihnenz ſie dringen an verſchiedenen Stellen in das Innere der- ſelben ein, und folgen gewöhnlich den Arterien. IJ qu Ds NN (peg jen Dt au) 008 bingen 31: 8 | | giwehe R AEG | IE Weite, IE | ud die) |"01(MMD | | Vt | Nuitelz] | nig 93 | vie Beinigs bringen 436 )[vinich/O ||Oube, 31 zim 9: ea | der us | Dugi Reiz ſo fidyy elfibery), ſammen nehr oder nem Ver- ſern noc et, und zugehen, jehmender 4 ſie nah +. Zellen: d auf ihre 1, yum die Faſern ge- je auch die en und de ger Menze en, weide begleiten, , Zugleid) uch mehrere ihnen; 1! Sunere (ever «manila«ffm 67 Cara OS Die Flechſen oder Sehnen, worin die mehr- ſten Muskeln ſich endigen, und. durch die ſie mit den Knochen verbunden ſind, beſtehen aus weißen, ſilberglänzenden, innig zuſammen verbundenen Fi- bern. Gewöhnlich ſind ſie rund, bisweilen aber auch platt und dabei von verſchiedener Länge. Sie dringen bald mehr bald weniger tief in das Muskel- gewebe ein, und ihre feinſten Sndigungen verlieren ſich in den Muskelbündeln. Unter den Aponeuroſen verſiehen wir dünne, breite, hautartige Ausbreitungen, von ſehr feſtem und dichtem Gewebe, worin verſchiedene(beſonders die platten 0) breiten). Muskeln ſich, endigen, Bis- weilen überziehen ſie guch einzelne Theile der Mus- Feln ſchei Se 6. 66. Vorhin(6435) bemerkten wir ſchon,'daß die Muskeln, ſo lange das Leben fortdauert,'das Ver- mögen beſißen, ſich zuſammenzuziehen, und dadurch die Bewegungen des. thieriſchen Körpers hervorzu- bringen 3 dieſes kommt zwar auch einigen anderen thieriſchen Theilen zu, aber keinem in ſo hohem Grade, wie den Muskeln. Auf die Zuſammen- ziehung der Muskeln folgt immer ein Zuſtand der Erſchlaffung, welche um ſo größer iſt, je anhalten- der und ſtärker die Zuſammenziehung war. Die Wirkung der Muskeln iſt eine Folge ihrer Reizbarkeitz dieſe wurde früher mit der Lebens- 5 x 68 amb af NRa Eraft verwechſelt, ſie kann aber nur als eine, nur den Muskeln zukommende Modification derſelben angeſehen werden. Durch anhaltende Thätigkeit wird die Reizbarkeit der Muskeln geſchwächt, durch Ruhe(beſonders während des Schlafs) und durch Fräftige Nahrung aber wieder geſtärkt und erneuert. Der Grad dieſer Reizbarkeit iſt bei den verſchiedenen Thierarten, nach den verſchiedenen Organen, nach dem Alter und ſelbſt bei den verſchiedenen Indivi- duen verſchieden. So hat 3. B. unter unſern Haus- thieren unſtreitig das Pferd die ſtärkſte Reizbarkeit. Im jüngeren Zuſtande iſt die Reizbarkeit am ſtärk- ſten 3 im Alter vermindert ſie ſich mehr und mehr z dieſe Verminderung tritt um ſv ſchneller ein, wenn die Thiere unmäßig angeſtrengt oder ſchlecht genährt werden. Bei den willkührlihen Muskeln(F. 35) wird die Reizbarkeit durch die Nerven erregt; die Reizbarkeit ſelbſt entſteht aber dur< die Nerven nicht, ſondern ſie wirken nur als Reizmittel auf die Muskeln ein. Wirken die Nerven auf dieſe Weiſe auf einen Muskel ein, ſo verkürzen ſich ſeine Fibern, er ſchwillt an, wird hart, und entfärbt ſich; ſo wie der Nervenreiz aufhört, verlängern ſich die Fibern wieder, der Muskel wird wieder ſchlaff, weich, und ſeine vorige Röthe kehrt wieder zurü>. Dieſe Er- ſcheinungen der Zuſammenziehung und Ausdehnung (Bewegung) der Muskeln folgen oft ſo ſchnell auf aua mi „m | jen 56 ſein ISt ſm S wie 790027 dim? bededilthn Wiel 00981 (090%) wie OG ungeh, (fe uds [ih bers) jar vie Viten 19 Eudfi 1 Chie ZE: OE UNT Gna weldgg were eie, wut derſelben ht, durch nd durch erneuert,' ſchiedenen en, nad 1 Tudiyj- en Haus: izbarkeit, am ſiätf- md mehr; jn, weht 4 genäht |(J, 35) vegtz die je Rerven tel auf die » auf einen bern, ſich; fo wie die Fibery weich, um Dieſe Cyödehnun 8172.01 einander, daß man ihnen mit den Aagen nicht fol- gen kann. Bei einigen Krankheiten erfolgr ein ſchnell auf einander folgendes, unwillfürliches Zuſammen- ziehen und Ausdehnen der Muskeln, und dieſe Er- ſcheinung nennen wir Zu&>ung, Krampf, Convul- ſion 2. Oft erfolgen auch ſolche Vewegungen un- willkürlich im geſunden Zuſtande, wenn der Mus- kel ſehr an; eine beſtimmte Bewegung gewöhnt war. SA 167: Die Anzahl der Mugskeln iſt ſehr bedeutend z; ſie bede>en und umgeben nicht allein das Gerippe des thieriſchen Körpers bald in einfacher, bald in dop- pelter oder dreifacher Lage, ſondern es befinden ſich ſelbſt mehrere von ihnen im Jnnern des Körpers, wo ſie die Gefäße, die Schlagadern, die Gedärme 2c. umgeben. Vorzüglich an denen, welche die Ge- lenke umgeben, unterſcheidet man drei Theile: nem- lich den Körper, den Kopf und den Schwanz 3 und zwar verſieht man unter jenem den mittleren ver- di>ten Theil, unter dieſen beiden die verſchmälerten Endſtücke, worin er verläuft, und die ſich in eine Sehne endigen. Der Kopf iſt ihr oberer Theil, gleichſam ihr Haltungs- oder Ruhepunkt, womit ſie an einem oberen Gelenke beſeſtiget ſindz der Schwanz hingegen verbindet ſie mit dem Gelenke, welches bewegt werden ſol. Cs giebt aber auch mehrere Muskeln, welche ſich in zwei oder mehrere 70t, und da mehrere von ihnen ſo mit einander verbunden ſind, daß ſie vereinigt wirken. Ich würde zu weitläuftig werden, wenn ich hier die ſ9 zahlreichen, verſchiedenen Muskeln näher be- ſchreiben wollte, beſchränke mich alſo auf das, was ich im allgemeinen darüber geſagt habe, und werde nur noch eine allgemeine Ueberſicht der Muskeln mittheilen, wobei ich einige Gigenthümlichfeiten im Musfkelbaue unſerer Hausthiere herausheben werde. 6168.| 2. Muskeln des Kopfs. Am Kopfe befindet ſich eine bedeutende Anzahl von Muskelnz die mehrſten von ihnen ſind ſchlank und dünn, und ſie liegen theils an der vorderen Seite des Kopfs, theils um das Gelenk der hinteren Kinn- lade, vorzüglich aber am Kehlgange. Man unter- ſcheidet ſie in 9 Parthien. Zu der erſten gehören, außer einem dünnen Muskel, welcher ſich in eine ſehnigte Haut verliert und den oberen Theil des Kopfes bede>t, der Schläfemuskel, welcher beim Kauen mitwirkt, | 3 und 1? wri [71108 8 MEN „nN 13: Ye| x LE verſi 8 Y34: Wine Bewe he fd, IM an dap M | ve S6 „m Nus hzen hald ihre Methode weama- ß; denn pt genau Seile et- einander 1 ich hier näher be- 48, was nd werde Musfeln eiten im de Anzahl nd ſchlank eren Seite open Rin an unte m dünn wut verlie et, m 4 mitwitv 1:0 und der beſonders bei den wiederkäuenden Thieren ſehr ſtark iſt, und mehrere zur Bewegung der Ohren beſtimmte Muskeln. 7 Zu der zweiten gehören außer vielen kleinen, zur Bewegung der Augen und Augenlieder beſtimmz- ten Muskeln, der Stirnmuskel. Die dritte enthält. die Muskeln der Lippen und: Naſenlöcher 3 ſie ſind ſämmitlich nur klein und von verſchiedener Geſtalt. Die vierte begreift die Muskeln im Umkreiſe s Unter- oder Hinterkiefer- Gelenks, welche zur Bewegung deſſelben beſtimmt, und ziemlich ſtark ſind. Unter ihnen iſt der Jocenband, ein langes, breites, elaſtiſches Gewebe, welches ſich vom heiligen Bein über den Rücken bis zum Kopfe hinzieht, auf die rechte und linke Seite des Körpers vertheilt. Einige von ihnen gehen vom Halſe zu den vorderen Glied- maßen, andere entſpringen am Rücken und endigen ſich am Halſe oder Kopfe, und noch andere tiefer liegende verbinden die Halswirbel unter einander. Am unteren Theile des Halſes befinden ſich gemeiniglich zehn Muskelpaarez die mehrſten von ihnen entſpringen an der Bruſt und enden theils am Kopfe, theils am Luftröhrenkopfe und dem Zungen- beine 3 andere liegen wieder tiefer zwiſchen den Hals- wirbeln. Sie ſind, ſo wie die oberen, noch von dem Hautmuskel des Halſes umgeben. (52707 c- Musfkeln am Rüden. Dieſe Muskeln bilden mehrere, über einander liegende Schichten 3 ſie laſſen ſich wieder nach ihrer Geſtalt und ihren Befeſttgungspunkten in zwei Par- thien theilen: r) Musfeln, welche von den Fortſäßen der Rücken- und Lendenwirbel ausgehen, und ſich theils am Schulterblatte, an den vorderen Gliedmaßen und den Rippen befeſtigen. Sie ſind größtentheils dünn und breit, liegen übereinander und ſind noch von dem Hautmuskel der Bruſt bedet. Einige von obe ſu) 4 muvert (fads 2)6 entwi NENE EE fltiafl gj vom, IM wiel gs ve Berg ur dez breites, en Bein auf die Einige n Ölied- ove tiefer ander, nden ſich ſten von theils am | Zungen“ den Dal: boy dent ' einander nach ihrer zwei Pat ſäßen der ) ſich theils jliedmaßen vftentheils 1d find 10) Einige wie un man ET„2 (O9 oberen Theile der vorderen Gliedmaßen befeſtigen, ſind zur Bewegung dieſer Theile beſtimmt. Die anderen, welche ſich mit den Nippen verbinden, befördern das Reſpirationsgeſchäfft. 2) Muskeln, welche auf den Rücken- und Len- denwirbeln liegen, und ſich zum Theil bis an die Halswirbel erſtreXen. Sie liegen unter den vori- gen, ſind nicht ſo zahlreich, aber zum Theil dafür deſto ſtärker. So befindet ſich unter ihnen ein ſehr langer, ſtark ſehnigter, dier Muxskel, einer der ſiärkſten am ganzen Körper, welcher ſich über alle Zenden- und Rüenwirbel bis an die des Halſes ausdehnt, und deſſen Wirkung, wegen dieſer viel- fältigen Verbindung, ſehr ausgedehnt iſt. Zugleich gehören hieher noch kleine ſchief von hinten nach vorn, auf den Fortſäßen der Rücken- und Lenden- wirbel liegende ſogenannte Quermuskeln, welche die Bewegung der Wirbelſäule befördern, (LAIE d. Mußsfeln der' Bruſt. Auf der Bruſt befindet ſich ebenfalls eine bedeu- tende Anzahl von Muskeln, welche zum Theil be- trächtlich ſtark ſind. Wir können ſie am beſten un- ter zwei beſonderen Abtheilungen betrachten. 1) Muskeln, welche mehr auf der Oberfläche des Bruſtkaſtens liegen, und ſich größtentheils an die vorderen Gliedmaßen endigen. Zu dieſen gehören ſieben Muskelpagre, welche auf beiden Seiten der Bruſt vertheilt ſind. Viere 74 am von ihnen ſind beträchtlich di> und ſtarf, liegen über einander, gehen vom Bruſtbein aus zu den Gliedmaßen und ſind zur Bewegung derſelben be- ſtimmt. Die drei übrigen befinden ſich an den Rip- penz einer von ihnen, welcher auch noch ziemlich breit und ſtark iſt, geht zum Schulterblatt und iſt zur Bewegung deſſelben beſtimmt 3 die anderen beiden verbreiten ſich ausſchließlich auf den Rip- pen, und dienen zur Beförderung des Reſpirations- geſchäffts. 2) Muskeln, welche mehr im Inneren des Bruſt- kaſtens liegen, und die innere Wand deſſelben bil- den helfen. Hieher gehört vor allen das Zwerchfellz ein ſtarker, breiter, am Umkreiſe fleiſchiger, in der Mitte hingegen ſehniger Muskel, welcher im Jn- nern des Körpers eine Scheidewand bildet, die ſich quer von hinten nach vorn zu, und von oben nach unren durch den inneren Raum des Körpers erſtre&t, und die Bruſt und Bauchhöhle von einander ſcheidet. Es dient theils zur Scheidung und Befeſtigung der Eingeweide, theils nüßt es bei der Reſpiration; beim Einathmen dehnt es ſich aus, und erweitert auf dieſe Art die Bruſthöhle, beim Ausathmen hin- gegen hebt es' ſich wieder empor, verengert die Bruſt- höhle und erweitert die Bauchhöhle. Die übrigen hieher gehdrigen Muskeln liegen theils zwiſchen den Rippen, theils zwiſchen dieſen und dem Bruftbein; ſie ſind klein und flach, durch- FP und 19] 319 jm ſind; 36 (ie(00 fehn, WEL 0 Tuch Wetten ſs (ne(X; ju Oe | e Bifs 349! wede al We EEN (nd(1,48 jn(IS) hem[47 ſie he t3 (eting" Wim lien zu den 'en be- 1 Rip- jemlich und iſ nderen 1 Rip- ations- Bruſt jen bil- N0Fei in der m Jur die ſich eh nad erſireät, ſcheidet, zung der yiration) erweitert men hi: je Bruſt (u liege! hen die M) N u Freuzen ſich, ſind zu zweien übereinander gelagert, und füllen den Zwiſchenrgum zwiſchen den Rippen aus. S. 72 e, Muskeln des Bauct, wodurch die untere Wand des Bauchs überall gleich di> und fleiſhigt wird. Der vierte iſt lang, zuſammengeſeßt, ſtark ſehnigt, und erſtreckt ſich von vorn näch hinten, längs der Mittel- linie des Bauchs. Alle dieſe Muskeln dienen theils zur Haltung der Eingeweide, theils zur Bewegung der Bekenknochen. Zu den leßteren gehören ebenfalls vier Paare, welche zuſammengenommen eine Fleiſchmaſſe bilden, die auf der unteren Fläche der Lendenwirbel liegt, und ſich bis ins Becken erſtreckt. Zwei von ihnen ſind beträchtlich ſtar?, gehen aus der Bauchhöhle heraus- und endigen am Backbeine, deſſen Bewegung ſie befördern helfen; die andern beiden find von geringerem Umfange und zur Bewegung des Beckens beſtimmt. TA0)= Widen S-. 73» (Minor einne Des ZB Edens, Dieſe kleinen, ziemlich zahlreichen Muskeln zerfallen 1) in die des Schweifs und 2) in die des Aſters* und der Zeugungstheile. Zu den erſteren gehören vier Paare, welche von dem Becken aus ſich über die Schweifwirbel erſtreFen, dieje umge- ben und die Bewegung des Schweifs bewirken. Die leßteren ſind bei den beiden Geſchlechtern verſchieden 3 bei den männlichen Thieren ſind drei gepaarte und drei ungepaarte kleine, dünne, ſehnigte Musfkeln da, welche theils zur Aufhebung, Offnung und Schließung des Afters, theils zu den Functio- nen der männlichen Geſchlechtstheile dienen. Wei den weiblichen Thieren ſind nur zwei gepaarte und zwei unpaarige Muskeln dieſer Art da, welche zu ähnlichen Zwecken beſtimmt, und nur, wegen der Verſchiedenheit der Geſchlechtstheile anders gebil- det ſind. S. 74 >, Muyuskeln der Gliedmaßen. Im Ganzen genommen, ſind die Muskeln der Gliedmaßen nicht ſo zahlreich, als die des Rumpfs, aber ſie ſind dafür verhältnißmäßig länger und ſtär- ker. Die oberen unter ihnen ſind vorzüglich di> und fleiſchig 3 die unteren hingegen ſehnig und von ſtarken häutigen Scheiden umgeben. Wir unterſcheiden die Muskeln der vorderen und die der hinteren Gliedmaßen. enT win ul| 0 je, NE ſhe's qm 19Ä zum Ds (wegw3G Flags! 00: fh vp WE nan 164 WDE u6feln die des en aus umge 'h, echtern 1d drei ehnigte ſſnung Fynctio 0" Pei tte und (he zu gen der 3 gebil Sfeln der Rumpf, und ſiät glich diä z und 901 ederen NN Km M mgl =>J I. Muskeln der'vorderen Gliedmaßen, Dieſe zerfallen wieder a) in die Muskeln am Schulterblatte, b) in die Muskeln am Oberarm- beine, c) die Muskeln am Vorarm, und d) die Muskeln, welche den Fuß umgeben. a. Das Schulterblatt iſt ſowohl auf der äußer ren, als auf der inneren Fläche mit Muskeln ver- ſehen 3 auf der äußeren Fläche befinden ſich vier die, am unteren Ende ſehnigte Muskeln, welche alle zum Oberarm(Querbein) laufen, und zur Be- wegung deſſelben beſtimmt ſind. Auf der inneren Fläche liegen nur drei, nicht große, aber ſtark ſeh- nige Muskeln, welche ebenfalls am Oberarmbeine ſich endigen und zur Bewegung deſſelben dienen. b, Die Muskeln des Oberarmbeins unterſcheidet man wieder in die auf der hinteren und die auf der vorderen Seite dieſes Knochens z ſie ſind ſämmtlich von dichtem Gewebe, di> uvd fleiſchig. Auf der hinteren Seite liegen ihrer fünfe von verſchiedener Größe, welche ſich am ſogenannten Ellenbogen- fortſaße des Vorderarms endigen und die Ausſtrek- Fung deſſelben bewirken. Auf der vorderen Seite liegen nur ihrer zwei, welche ſich am oberen Ende des Vorarms endigen und denſelben beugen. c. Der Vorarm(Kegel) iſt von ſtark ſehnigen, nicht beſonders fleiſchigen Muskeln umgeben, welche wieder auf die vordere und hintere Seite deſſelben vertheilt ſind. Auf der vorderen Seite liegen vier Muskeln, welche von einer gemeinſchaftlichen Scheide 78 m 7 umgeben ſind. Zwei von ihnen enden am Scien- beine und ſtreen daſſelbe ausz3 die anderen beiden verlängern ſich durd) Flechſen, welche über rollen- artige Vertiefungen weggehen, und dort von ring- förmigen Bändern umgeben ſind, bis zu den unter- ſten Knochen der Gliedmaßen, und bewirken die Ausſtreckung des Feſſel-, Kronen- und Hufbeins. Auf der hinteren Seite liegen fünf, ſtark ſehnige Muskeln ſchichtweiſe übereinander, welche theils die Beugung des Schienbeins, theils die der unte- ren Knochen bewirken. d) Am Fuße befinden ſich Feine eigenthümliche Muskeln, ſondern die Sehnen mehrerer der vor- hin genannten Muskeln verlängern ſich bis zu dieſen Theilen, und bewirken die Bewegung derſelben. SG. 75- 2: Musfeln der hinteren Gliedmaßen- Wir unterſcheiden dieſe Muskeln wieder a) in die, welche an den Hüftknochen liegen und ſich am Oberſchenkel endigenz bd) in die, welche den Ober- ſchenkel umgebens o) in die, welche den Unterſchenkel 'umgeben, und d) in die, welche den Fuß umgeben. a) Zu den erſteren gehören drei ſehr ſtarke Mus- feln, welche zuſammen genommen eine große Fleiſch- maſſe bildenz ſie ſind als die vorzüglichſten und Fräftigſten unter denen zu betrachten, welche die Gliedmaßen nach hinten bewegen. b) Die Muskeln, welche den Oberſchenkel um- geben, ſind ſehr zahlreich 3 ſie liegen nach drei beſon- deri4 Fn E 7] "5 WDunl 0 Yen mis jind 118! 1): | /S | Bil8! NN) ſnd/Zy khn neg v | meta | nih36 | Wine Nus € ü fi)(Sy CH ve Van "WIGE ves w 18 VefitE Untentey Wera Chitt- beiden rollen: 1 ting | Uhiet- fen die fbeins, ſchnige theils yx unter umliche der vor- zu dieſet bet), M er a) in d ſich am en Ober erſchenfel umgeben wle Mus“ ße Fleiſchy jen und welche di henkel Wr ) ds viſa deren Richtungen. Auf der vorderen Seite des Knochens liegen nämlich ſechs Muskeln, von denen drei zur Knieſcheibe gehen 3 die übrigen kommen vom Hüftknochen und endigen ſich an verſchiedenen Punkten des Backbeins. Sie ſind vorzüglich zur Bewegung dieſes Knochens beſtimmt. Auf der hin- teren Seite liegen vier Muskelnz drei von ihnen ſind bedeutend lang, liegen dicht neben einander, endigen ſich am Schenkelbeine, und verlängern ſich bei den größeren Thieren aufwärts bis zur oberen Wölbung der Kruppe. Die vierte iſt ſchlank, liegt unter ihnen und endigt ſich am Backbeine. Alle ſind zur Bewegung des Schenkels beſtimmt. End- lich liegen noch an der inneren Seite des Backbeins mehrere(6 bis 7) in der Geſtalt und Größe ſehr unter einander verſchiedene Muskeln über einander, welche theils am Backbeine, theils am Schenkel- beine ſich endigen. c) Das Schenkfelbein iſt zwar nicht mit ſo vielen Muskeln umgeben, als das Backbein, aber ſie ſind länger, feſter und ſehniger, und von einer ſtar- Fen Scheide umgeben, welche durch die Vereinigung der Aponeuroſen aller der Muskeln entſteht, die ſich vom Becken aus bis zum Unterſchenkel verlängern. Sie zerfallen wieder in die auf der vorderen und die auf der hinteren Seite. Auf der vorderen Seite befinden ſich vier Muskeln, welche oben nur fleiſchig, unten ſtark ſehnig, übrigens aber in Hinſicht ihrer Inſertionen und ihrer Richtung bei den verſchiedenen 30 aaa ara ITEE. Thieren ſehr verſchieden ſind. Sie dienen größten- theils zur Bewegung der uüteren Theile der hinteren Gliedmaßen. Auf der hinteren Seite des Schenfel- beins befinden ſich 6 zu einer Maſſe vereinigte Mus- feln. Zwei von ihnen endigen am Sprungbeine und ſtre>en das Schienbein ausz drei verlängern ſich bis zum Fuße und bewirken die Bewegung ſei- ner einzelnen Theile, und der leßte liegt auf dem Gelenke zwiſchen dem Ba>- und Schenkelbein. d) In Hinſicht der Muskeln des Fußes tritt wie- der eben der Fall ein, den ich bei dieſen Muskeln d6r vorderen Gliedmaßen angab 3 es ſind eigentlich nur ſehnige Verlängerungen der früher ſchon ange- gebenen, von den oberen Theilen herabkommenden Musßfkeln.? Zu den Eigenthümlichkeiten im Muskelbaue der mehrſien größeren Thiere dieſer Klaſſe, welche ſie vor dem Menſchen und den Affenarten voraus ha- ben, gehört noch vorzüglich der große Hautmus- Fel des Rumpfs, welcher auf der unteren Fläche ihrer Haut ausgeſpannt iſt, und die eigene Bewe- gung derſelben bewirkt, welche ſie zuweilen machen, um ſich 3. B. die Inſecten 2c. abzuwehren, der aber auch wieder einigen unter ihnen, unter andern dem Schweine, abgeht. | Wfhif-0s 6! Nat „diem Wee janz | Nhe | ufig | ymdig Gl | jn, 19 | jmd | Fußugt zuge Ins |, 18 | Veiterlfexl mittel(tt le I Orößitt hinteren henkel: ie Mus- mgbeine rlängern ung ſei auf demn ein, ritt wier Nusfkeln eigentlich on anger mmenden baye der welche ſie raus he vutmus ven Fah! jene Dew? on machen „ deraber ndern dem C. Von den Freßwerkzeugen der Säugethiere, 6439176. Nachdem wir nun das Gerippe der Säugethiere und die Muskeln, welche ſich zunächſt um und an dieſes Gerippe legen, näher betrachtet haben, wird es am zwe>mäßigſten ſeyn, wenn wir zu den Ver- richtungen des thieriſchen Körpers übergehen, welche zu ſeiner Selbſterhaltung und der ſeiner Art noth- wendig ſind, und ſowohl die dazu beſtimmten Or- gane, wie dieſe Verrichtungen ſelbſt, etwas näher betrachten.- Unter dieſen ſollen uns nun zuerſt die Freßwerkzeuge und nachher die Verdauungswerk- zeuge, ſo wie das Geſchäfft der Verdauung ſelbſt, beſchäfftigen. Unter den Freßwerkzeugen verſtehen wir diejeni- gen, welche zur Aufnähme, Zerkleinerung. und Weiterbeförderung der eingenommenen Nahrungs» mittel beſtimmt ſind 3 es gehören hieher die Mund- höhle mit den Zähnen, und die Zunge. S- 77- Die Mundhöhle wird durch den Zwiſchen- raum gebildet, welcher ſich zwiſchen der oberen und unteren Kinnlade befindet. Cs liegen in ihr die Organe des Käuens, des Geſchmackes und der De- glutition(des Schluckens). Vorn wird ſie von den Lippen, hinten von dem Gaumenſegel, oben vom Gaumengewölbe, unten von der Zunge, und an Crome*s Handb, 111, 6 beiden Seiten. von den Backenzähnen und den Wan- gen begrenzt. In dieſer Höhle erleiden die eingenommenen Speiſen durch das Kauen die erſte Veränderung 3 ſie werden zerrieben und mit dem Speichel(den wir bald näher werden kennen lernen) gemiſcht. Vorn an der Mundhöhle bemerken wir zuerſt die beiden Lippenz ſehr weiche, leicht bewegliche Theile, welche die Mundhöhle verſchließen, die Nahrungsmittel ergreifen, und beim Käuen ſo wie zur Bildung der Stimme mitwirken. Bei vielen - Thieren iſt die äußere Fläche mit Haaren beſeßt, um das Thier dadurch von der Annaherung fremder Körper zu benahrichtigenz ſo 3. B. beim Schafe, dem Hunde, der Kaße 2c. Es giebt indeſſen auch einige, bei denen ſie ganz haarlos, dagegen aber mit einem ſchleimigen Safte befeuchtet iſt, wie beim Rindvieh und den Schweinen. Unter den, von der Mundhöhle eingeſchloſſenen Theilen verdienen zuerſt die Zähne unſere Aufmerk- ſamkeit. Da ich aber früher, bei Gelegenheit der Knochen, im Allgemeinen ſchon etwas darüber ge- ſagt habe(5. 57), ſo kann ich ſie hier übergehen, und werde vielleicht ſpäterhin bei der Beſchreibung der einzelnen Thiere noch einiger Eigenthümlichfeiten erwähnen. Sie werden unten, wo ſie aus der Kinn- lade hervorragen, von dem Zahnfleiſche umgeben, welches wir als eine Verlängerung der ſchleimigen | | Zu hör( Ml 0 „9 (ÜL wende | vo u] | Ofuun3s höhle 9 | qm 3 | ws wd vhb Yar pn, 1 (häh wan | Omodith NIL | Chua |" HIE | wens 13 | nö 5 Quizs Wi ein die u fi öfad Cim den Yy- ommenen ndelung; (den wir vir zuerſt veweglicht pen, die jen ſo wie Ber vielen en beſeßt, 19 fremde y Gafe, ſſen auch aber mit wie heim eſchloſſetet e Aufmerk genheit det darüber je übergehen eſchreibun) umlichreit! 8 der Fin n unede ye ſhimig Haut anſehen können, welche überhaupt die Mund- hohle auskleidet. Die Seitenwände der Mundhöhle werden durch die Wangen gebildet, welche aus. Muskeln und Häuten beſtehen 3 inwendig ſind ſie von der Schleim- membran der Mundhöhle überzogen, Sie erſchei- nen uns als längliche Taſchen, welche ſich von der Offnung des Mauls an bis in den Grund der Mund- höhle evſtre>en, und worin ſich der Ausführungs- gang einer der größten Speicheldrüſen öfnet,. Unter dem Gaumen verſichen wir den gewölb- ten Raum, welcher ſich zwiſchen'den beiden Zahn- reihen des Vorderkiefers befindet, und die obere Wand der Mundhöhle bildet. Er iſt mit einer dich- ten, gefäßreichen, weißlichen Schleim- Membran bedeckt, enthält viele Nerven,. und ſcheint, nächſt der Zunge, eins der vorzüglichſten Organe des Ge- ſchmacksſinnes zu ſeyn. Im Grunde der Mundhöhle, da, wo dieſe in die Schlund- oder-Rachenhöhle übergeht, bemerkt man eine häutige Wand, welche mit dem Ende des Gau- mens verbunden iſt, ſich bis zum Lufiröhrenkopfe ausdehnt, und die man den Gaumenvorhang (GSaumenſegel) neunt. Er ſcheidet die Mund- von der Rachenhöhle, und dient vorzüglich dazu, die eingearhmete Luft nach der Stimmriße zu leiten, die Nahrungsmittel von den, in der Mundhöhle ſich öffnenden Naſenöffnungen abzuleiten, und die Stimme mit zu bilden. 6* 84 EE wel | 02. 1782 In der Mundhöhle bemerken wir ferner die, in vieler Hinſicht uns ſo merkwürdige Zunge. Sie iſt ein langes, größtentheils muskulöſes, äußerſt gelenkiges Organ, welches ſeine Form auf die man- nigfaltigſte Weiſe verändern kann, am Grunde mit dem Zungenbeine in Verhindung ſteht, und un- ten durch mehrere häutige Verlängerungen in ihrer Lage gehalten wird, von denen die mittelſte lange und dünne das Zungenbändt, welche vor- züglich zum Abrupfen der Pflanzen zu nüßen ſchei- nen. Die Zunge des Pferdes zeichnet ſich noch durch zwei runde, an ihrem Grunde liegende, und mit einem Hau“en ſchwammiger Wärzchen gefüllte 1. und 9 6p00 MINER! gewebe Id | pen jd) FJ“ | lage vo EE | wi mit di! Drifehhn | binen SU | Audio 398 | inder(MS) NENE! | verwen(33 wied er m: vt L die Sifu Gat demn Ie Dime eine"eg fifenar Velen j x die, I 0"Gi! ußerſt die man- unde mit und un- in ihrer fie lange nt wird, je einige neMenze hr untet ein ſchlei er Zunge enn man je Zunge m Men? ugethiete 4, beſon? dvjeh und hr feſt und ngeſpißtet, velche 01? ben ſcher vo dur) », wm jen pf Vertiefungen aus. Bei den fleiſchfreſſenden Thie- ren, namentlich bei denen aus dem Kaßengeſchlechte, ſind die Wärzchen ſehr ſcharf und beinahe ſtachligt. SG. 79. Außer der Zunge haben wir nun noch die in der Mundhöhle liegenden oder doch in ihr ſich öſſnenden Speicheldrüſen zu betrachten. Sie beſiehen aus mehreren kleinen Drüſen, welche durch Zellen- gewebe mit einander verbunden ſind, und unterſchei den ſich bloß durch ihren Umfang und ihre beſondere Lage von einander. Die größte unter ihnen iſt die ſogenannte Ohrſpeicheldrüſe, welche am Grunde des Ohrs in dem Winkel liegt, welchen der Kopf mit dem Halſe bildet. Jede ihrer kleinen, zahlloſen Drüſen, aus denen ſie zuſammengeſeßt iſt, hat einen Fleinen Ausführungsfanal, und alle dieſe kleinen Kanäle vereinigen ſich zu einem großen, welcher ſich in der Gegend des dritten Backzahns in der Mund- höhle öffnet, um ihr den aus dem Blute abgeſon- derten Speichel zu überliefern. Noch einige klei- nere Drüſen dieſer Art finden wir an anderen Stel- len: ſo liegt eine unter der vorigen, nur noch näher aun die Mundhöhle grenzendz; eine andere an der Seite der Zunge, und eine dritte in der Gegend der hinteren Backenzähne. Alle dieſe Drüſen ſind zur Bereitung des Speichels beſtimmt. Dieſer iſt eine wäſſrige, farbenloſe, geruchloſe, gleichſam ſeifenartige, leichtgeſalzene Flüſſigkeit, welche außer vielem Waſſer, etwas Schleim, Eiweißſtoff und 86«ama» pern einige Salze, nemlich etwas Kochſalz, phosphor- ſauren Kalk und Ammonium enthält. Er iſt übri: gens völlig neutraler Art,"im geſunden Zuſtande der Fäulniß widerſtehend, auflöſend, und gleichſam als ein Mittel anzuſehen, welches die eingenomme- nen Vegetabilien in eine gelinde Gährung verſeßt. Die Bereitung des Speichels iſt in Hinſicht der Menge und Güte manchen Veränderungen unter? worfen. Am häufigſten wird er bei hungrigen Thie- ren und während des Käuens abgeſondertz es iſt aber nicht bloß der mechaniſche Dru>, welcher ihn hervorlo>t, ſondern bei hungrigen Thieren ergießt er ſich ſhon, wenn man ihnen von weiten Nahrungs- mittel zeigt. Auch hat man bemerkt, daß er bei . Jungen und alten Thieren häufiger abgeſondert wird, als im Mittelalter. Eben ſo findet inan ihn in ſeiner Beſchaffenheit bei einer Thierart oft verſchieden, indem er bald mehr wäſſrig, bald mehr zähe und ſchleimig iſt. Im krankhaften Zuſtande kann er auch bögartige und ſogar giftige Cigenſchaften annehmen, wie die- ſes bei der Hundswuth und einigen anderen Seuchen der Fall iſt. Bisweilen ſeßen ſich auch Steine aus ihm ab, welche aus phosphorſaurem Kalk beſtehen, die Epeichelgänge verſtopfen und ſchlimme Krank- heiten erregen. Er iſt übrigens eine zur Verdauung durchaus nothwendige, unentbehrliche Flüſſigkeit, und die Verdauung wird geſchwächt, ſobald er nicht faut 48 gun E01 | Intel | km wich des Atel | nd Mhm | nie di ||(ald) || ws |(AN0NAEN adore ät | Vjra6 | wid Gind)'S wand ſet, itt) Inh hRt We sf me ſich eg: | Weiten | 'h 08h: ' iſt üb; Zuſtand) gleichſam enonimne- erſet, inficht dey on Unter? gen Thie? 13. 06 1 elcher ihn en ergießt Kahrungs- daß er bei dert wird, hafſenheit wer bald leimig ift ) bdöartige n, wie die“ on Geuchen Steine aus I[f beſehen) wwe Krani: /Berdaun Süſſe vald 19 in gehöriger Menge mit den Nahrungsmitteln ge- miſcht wird. GS. 80: Durch alle die vorhingenannten Organe und den Speichel wird nun die erſte Veränderung bewirkt, welche die eingenommenen Nahrungsmittel beim Kauen erleidenz3 dieſes: Kauen ſelbſt wird durch die Bewegung des Unterkiefers zum Oberkiefer bewirkt. Dieſe Bewegung iſt, vermöge der Sinlenkung des Unterkiefers, ſehr freiz vorzüglich findet dieſes bei den wiederkäuenden Thieren Statt, welche während des Wiederkäuens den Speiſebrei mehr zerreiben und zermalmen, als zerkauen. Theils durch die mit den Kinnladen verbundenen Muskeln, vorzüg- lich aber durch die ſo außerordentlich gelenkig? und bewegliche Zunge, werden die Speiſen beim Kauen gehörig im Munde umgekehrt, und jedes Mal eine andere Portion derſelben unter die Zähne gebracht. Während des Kauens ergießt ſich der Speichel, und wird nun innig mit den Nahrungsmitteln gemiſcht: Sind die Speiſen auf dieſe Weiſe in einen Brei ver- wandelt, ſo werden ſie dem Schlunde überlie- fert, indem ſich dabei die Zunge mit ihrer Spiße nach ihrer Wurzel beugt, dabei ſieifer wird, eine Höhle bildet, in welcher die Svyeiſen ruhen, und nun den Biſſen dem Sclunde überliefert, wobei ſich die obere Offnung deſſelben in die Höhe zu ziehen ſcheint, um den Biſſen zu empfangen. 88 GEZEDD AEEi=== D. Won den Verdautingswerkzeugen der Säugethiere, Fi8. 87% Zu den Verdauungswerkzeugen der Säugethiere gehdren der Magen mit dem ihm„anhängenden Schlunde, der Darmkanal, die Leber mit der Gal- lenblaſe, die Bauchſpeicheldrüſe, die Milz“ und einige zur Befeſtigung und Haltung dieſer Organe beſtimmte Theile, wie das Gekröſe und das Ne;ß6. Unter dem Sch lunde verſtehen wir den mus- Fulöſen,„häutigen Kanal, welcher ſich von der Ra- cenhöhle durch den Hals und die Bruſthöhle hin- ter der Luftröhre bis zum Magen hinab erſtreckt. Wir unterſcheiden an ihm den Schlundfopf(Pha- rynx) oder ſeinen oberen Theil, und den eigentli- den Schlund(Oesophagus). Ferner umſchließt die Rachenhöhle, und beſteht aus zwei übereinander liegenden, durch Zellengewebe verbundenen Häuten, der Muskel- und Schleimhaut. Dieſe leßte iſt mit vielen Falten verſehen, in denen eine Menge Schleim abgeſondert wird, welcher die innere Wand des Schlundfopfes überzieht. Der Schlund ſelbſt iſt mit vielen, theils nach der Länge, theils nach der Quere laufenden Musfkelfaſern umgeben,' welche, wenn ein Biſſen in den Schlund befördert wird, ſich ſogleih über demſelben zuſammenziehen, und ihn auf dieſe Weiſe hinunter drängen. Die Weite des Schlundes iſt bei den verſchiedenen Thieren verſchieden 3 vorzüglich weit iſt er bei den bloß (tl des GE 7, pine"08 : wi wil |(ie 34 | jxſltS | ſh"M Nil 1 ſehen Zi! denen dy bnc “| M || Ghl8 ege | Wiihe vem Des Ws Wid[es ( jy'; | beth N || wn(X | Witig, EE pt | näm E nahme öffn 0 DAUN ugethiere jngenden - der Gal- Nilz und r Drqane 5 Nyb. den musß- nder Ra- hohle hin b erſireltt, Opf(Pha- n eigentli: umſchließt einander n Häuten, ebte iſt mit ge Schlei Yand des d ſelf if [8 nach der n,"welche, dert wird, hen, un) Die Weit en hin 4 de jf ſce in der Bauchhöhle fortgegangen zu ſeyn, in den Wanſt. Auf eine ähnliche Weiſe ſteht er auch bei den Schweinen mit dem Magen in Verbindung. O7 82. Der Magen iſt ein häutiger Behälter, welcher gleich hinter dem Zwerchfelle zwiſchen den übrigen oberen Eingeweiden in der Bauchhöhle liegt, und einem Sake gleicht, welcher in der Mitte etwas zuſammengedrückt, und an ſeinen beiden Enden etwas gefrümmt iſt. Er iſt mit zwei Offnungen, nämlich der Schlundöffnung(Cardia) zur Auf- nahme der Nahrungsmittel, und der Darms» dvffnung(Pylorus) odex dem Pförtner, zur 90 nanaetiäen GbE Entlaſſung des Speiſebreies verſehen. Er hat, je nachdem die Organiſation und die Nahrung der Thiere verſchieden ſind, eine ſehr verſchiedene Form und Textur. Bei den mehrſten Thieren iſt er ein- fach, bei anderen, wie den wiederkäuenden, mehr- fach. Er iſt aus drei verſchiedenen Häuten zuſam- mengeſeßt: die erſte derſelben, welche ſeine Ober- fläche umgiebt, nennt man die allgemeine oder ſerdſe Magenhaut, weil ſie durch eine, auf ihr beſtändig ausgeſchiedene Flüſſigkeit feucht erhalten wird; die zweite iſt die Muskelhautz ſie beſteht aus meh- reren in verſchiedenen Richtungen ſich durchfreuzen- den Muskelfaſern, welche das Vermögen haben, ſich zuſammenzuziehen, und dadurch die Bewegung des Magens bewirkenz die dritte und innerſie iſt die ſogenannte zottige oder Schleimhautz ſie iſt mit vielen feinen, warzenartigen Verlängerungen be- ſeßt, aus denen ſich ein Schleim abſondert, welcher die innere Fläche des Magens überzieht. dem iſt der Magen mit vielen Blut- und Lymph- gefäßen und Nerven verſehen. In dem Magen ſelbſt wird, theils aus den, auf ſeiner inneren Fläche befindlichen Gefäßen, theils aus einigen in ſeiner Nähe liegenden Drüſen eine beſondere Flüſſigkeit, der ſogenannte Magenſaft(8uccus gasiricus) abgeſondert, welcher in Verbindung mit den übri- gen hinzutretenden Flüſſigkeiten: die Verdauung ſehr befördert. Außer-. /E dit 4 NL! (iG |; fm (teint.3E weilen FS IM m 52 |[hte fir 07) ws im(pn || zum || ſehr far ! hat, rung de ne Form | er ein- 1, mehr: " zuſam ne Dbet- der ſerdſe beſeändig ird; die zus meh- hfvenzen en haben, Bewegung nnerſe it je iſe mit ingen be- „ welcher . Außet- 1d Winphy ogen felbf ven Fläche y in ſeine Flüffigfeit, vaglricus) rden übri guung fd! G483 Wie ich vorhin ſchon ſagte, iſt der Magen bei den verſchiedenen Thieren ſehr verſchieden gebildet. Bei den einhufigen Thieren, namentlich beim Pferde iſt er verhältnißmäßig ſehr klein, und ſtark ge- Frümmt, ſo daß er beinahe halbmondförmig er- ſcheint. Auf ſeiner inneren Fläche findet man zu- weilen, beſonders im Frühjahr, eine Menge Larven der Pferdebremſe(vestrus equi), Der Ma- gen des Schwein's hat im äußeren Baue einige Ähn- lichfeit mit dem des Pferdes, iſt doch aber verhält? nißmäßig etwas größer. Bei den mehrſten fleiſchfreſſenden Thieren iſt er im Ganzen genommen dem menſchlichen Magen ziemlich ähnlich, nur ſind ſeine Häute gewöhnlich ſehr feſt, und ſeine Geſtalt erleidet mehrere Abän- derungen. Von beſonders merkwürdiger Beſchaffenheit iſt der mehrfache Magen der wiederkäuenden Thiere, den wir, weil uns dieſe zunächſt angehen, etwas genauer betrachten wollen. Bei dieſen Thieren beſteht der Magen aus vier Abtheilungen, von denen jede als ein beſonderer Magen angeſehen werden kann. Den erſten dieſer Tägen nennt man den Wanſt, den zweiten die Haube, den dritten den Pſalter und den vierten das Laab. Der erſte Magen(der Wanſt, Panſen oder Panzen, Rumen) iſt, zum wenigſten beim 092 emmailäſl> Gian erwachſenen Vieh, der größtes er iſt länglich, etwas breitgedrückt und von außen in zwei ſackförmige Er- höhungen, inwendig aber in vier Höhlungen ab- getheilt. Seine innere Fläche iſt mit einer großen Menge harter Warzen beſeßt, welche aber in Hin- ſicht ihrer Geſtalt und Größe nicht ſämmtlich über- einſtimmen. Sie ſind nach verſchiedenen Seiten hingerichtet und beſißen das Vermögen ſich zuſams- menzuziehen und aufzurichten. Die gewöhnliche Länge dieſes Magens pflegt bei einem ausgewachſenen. Rindvieh etwa 3 Fuß, und ſeine Breite 2 Fuß zu betragen 3 er nimmt daher beinahe drei Viertheile der ganzen Bauchhöhle ein. Über ſeine Verrichtung, ſo wie die Verbindung, in welcher er mit den übrigen Mägen ſteht, werde ich. ſpäterhin reden. Bisweilen finden ſich beim Rindvieh(ſo wie auch bei einigen anderen wiederkäuenden Thieren) in die- ſem Panſen eigenthümliche Concretionen, welche unter dem Namen der Haarballen bekannt ſind. Dieſe beſtehen aus ihren eigenen Haaren, welche ſie ſich ableckten, und die in dieſem Magen gleich- jam zuſammengefilzt wurden. Hin und wieder fin- det man auch harte und ſcharfe Körper, 3. B. Nägel, Stecknadeln 2c. darin, welche aber immer von einer Fleiſchmaſſe umwickelt werden. Der zweite Magen,(die Haube, Mübe, das Garn, Neß, reticulum, olluata) iſt der kleinſte von allen, hat eine rundliche Geſtalt, liegt mn dyn mib uſb ſine! Ms verſie ee wa 28 7 4 iet, 8 ſs vus) if rigen(Dh Wimgz1 Kon | iy R | ven(ait | jejen 53] ji„Ih der in dy 0707; 7) UN fnnigee |(beh. 5 "im NN je | Gin 8 vorbns Vefes Mys (itt unig Dh, eng mige Er gen ab- r großen in Hin- dh über- 1 Geiten ) zuſam Älegt bei 18, und nt daher dhle ein, dung, 0 verde ic). wie auch 1) in die , welde mut ſind, , welche en gleiche ieder fit- Z, Nägel, von einer Ruß! a) jj 0 falt,(oy! «=auBÄr Kipa 93 vorn am linken'Sa>e des Panſen, unter der Mün- dung des Schlundes in denſelben, ſtößt an das Zwerchfell, und ruht auf dem hinteren Ende des Bruſtbeins. Vorzüglich ausgezeichnet iſt er wegen ſeiner inneren Fläche, welche mit einer ſtarken, in verſchieden geformte, ſcharf- und vielfantige Zellen getheilten Haut überzogen iſt. Seine Länge beträgt etwa 20, und ſeine Breite 12 Zoll beim Rindvieh. Der dritte Magen(das Bah, der Pſal- ter, Blättermagen, Faltenmagen, Man- niäfalter, Löſerz echinus, centipellio, oma- sus) iſt in Hinſicht ſeiner Größe wenig von dem vo- rigen verſchieden, aber er iſt weniger abgerundet und länglicher. Sein Durchmeſſer beträgt beim Rind- vieh etwa 12 Zoll. Er liegt zwiſchen der Haube und dem Laabmagen. Seine innere Fläche iſt mit einer großen Menge(beim Schafe gegen 40, beim Rind- vieh gegen 100) blätterförmiger Verlängerungen der inneren- Haut überzogen. Die Blätter ſelbſt bilden-verſchiedene Parthien, laufen der Länge des Magens nach, und ihre Oberfläche iſt mit kegel- förmigen, ſpißen, zum Theil ſehr harten Warzen beſeßt. In dieſem Magen erleiden die eingenom- menen Nahrungsmittel die vorzüglichſte Verände- rung; ſie werden nemlich mit den eigenthümlichen Säften des Pſalters vermiſcht, und zur Verdauung vorbereitet. Bei der Viehſeuche werden die Blätter dieſes Magens dürre und trocken, ſtatt daß ſie ſonſt zart und weich ſind, und die innere Haut des Magens 94«=> GBp löst ſich zugleich mit ab, wenn man ſie abnehmen will; daher hat-man jene Krankheit auch die Löſer- dürre genannt. Der vierte Magen(das Laab, der Lab- ſa>, Rohm, Fettmagenz Alvomasus, ven- triculus Intestinalis) hat eine längliche, birnför- mige Geſtalt, iſt nächſt dem Panſen der größte, in- dem ſeine Länge beim Rindvieh etwa 2 Fuß 5 Zoll und ſeine Breite 8 Zoll beträgt, und liegt in einer ſchiefen Richtung hinter dem Pſalter, zwiſchen dem Zwerchfelle und dem Panſen, mit dem er durch einen Theil des Neßes verbunden iſt. Auf ſeiner inneren Oberfläche findet man weiche, mehr odex minder von einander: entfernte Blätter von verſchiedener Größe. Dieſe innere Fläche iſt überhaupt ſehr zart, ſammtartig und mit feinen Wärzcen ſie ſchnell nieder. Hiebei iſt die vorhingenannte Rinne offen, und das noch halbrohe Futter fällt, wie in ein Ma- gazin, in den Panſen. Hier wird es durchweicht, und erleidet eine Art von Maceration, ſo wie ſie ungefähr die Nahrungsmittel der körnerfreſſenden Vögel im Kropfe erleiden, mit dem der Panſen einige Ähnlichkeit hat- Iſt dieſes geſchehen, und 96 F=€ hat das Thier Ruhe zum Wiederkäuen, ſo zieht ſich der Panſen zuſammen, und treibt das Futter nach und nach in die Haube.'In den Pſalter kann es nicht gelangen, weil die vordere Offnung deſſel- ben zu klein iſt, um das grobe Futter durchgehen zu laſſen. Aus der Haube wird es nun in kleinen Portionen, vermöge einer eigenen Bewegung, zum Maule zurü&befördert, wo es denn von den Zäh- nen lange und langſam zermalmt und aufs neue ver- ſchluckt wird. Bei dieſem Schlu>en ſchließt ſich die Rinne zur Röhre, und die zermalmten Biſſen gelangen nun gleich in. den- Pſalter, wo ſie durch deſſen Blätter ſtärker zerrieben, mit dem eigenthüm- lichen Safte deſſelben vermiſcht, und endlich dem Rohm oder Laabmagen überliefert werden, welcher ſie vollkommner verdaut.| Anders verhält ſich die Sache bei den ſaugenden Kälbern und Lämmernz bei dieſen geht die Milch gleich in den Pſalter über; eben ſo gelangen auch bei den erwachſenen Thieren die Flüſſigkeiten, welche ſie ſaufen, gleich in den Pſalter. GU 855 Der Darmkanal Wir verſtehen darunter einen langen häutigen Kanal, welcher ſich vom Magen bis zum After erſtreXt, und' dazu beſtimmt iſt, den Nahrungs- brei aus dem Magen aufzunehmen, ihm einige Säfte zuzumiſchen, den Nahrungsſaft daraus ab- zuſcheiden, und die übrig gebliebenen Subſtanzen fertzuſh Bau! MH 1 PAL (ge 74 |(unger vy fais vide(Sj nlite! | Aidol 08 hin auS) |. Raſt |(onen daW | beein |„Au 10 | Antione |(zmine.N NAME Ae! teilrtSy (Duodeopu imnde "We verd) UPE Y L nen denen <= We mittz' Cro ä ſo zi as Futte IIter Fann ng deſſel- urhgehen im leinen ung, zum den Zäh neue ver- ließt ſich en Viſſen ſie durch Wenthüm- hdlich dem , Welder ſaugenden die Mil gen au) en, weldt 1 Aautigen zum ſie Rahrungs ihm ein daraus dbr Subſtanzen fortzuſchaffen. Ex iſt vermöge des Gekröſes in der Bauchhöhle befeſtigt und nimmt einen beträchtlichen Theil derſelben ein. Sein Durchmeſſer iſt verſchie- denz bald enge, bald weit. Er hat eine bedeutende känge. und beſchreibt auf ſeinem Laufe viele Win- dungen und Krümmungen. Am längſten iſt er bei den pflanzenſreſſenden Thieren 3 bedeutend kürzer bei den fleiſchfreſſenden. So nimmt man ſeine ge- wöhnliche Länge beim Pferde an: zu 99 Fuß, beim Rindvieh zu 164 Fuß, beim Schweine zu 71 Fuß, beim Hunde zu 8x Fuß.u,ſ. w. Man theilt den ganzen Darmkanal in zwei Por- tionen, nemlich in das dunne Gedärme oder die obere Portion, welche mit dem Magen in Verbin- dung ſteht, und das di>e Gedärme oder die untere Portion, welche in den After übergeht... Im all- gemeinen iſt bei allen Thieren der dünne Darm län- ger als der die. Den dünnen Darm theilt man noch in drei Abtheilungen, nemlich in den Zwölffingerdarm (Duodenum), den Leerdarm(Jejunum) und den Krumm- oder Hüftdarm(Üoum);z indeſſen ſind dieſe verſchiedenen Abtheilungen nicht bei allen Thie- ren deutlich zu ſehen. Der di>e Darm wird ebenfalls in 3 Portio- nen getheilt, welche wieder beſondere Namen erhal- tenz; ſo erhält die erſte, zunächſt an den Magen grenzende, den Namen des Blinddarms(coecum), dje mittlere den des Grimmdarms(colon) und die Crome's Handb. I11, 7 98<<) dritte, welche in den After übergeht, den des Maſt- darms(rectum). Unter ihnen iſt der Grimmdarm der längſte, der Maſtdarm hingegen der kürzeſte. In Hinſicht ſeines Baues iſt der Darmkanal wenig vom Magen unterſchieden. Man findet ihn eben ſo wie jenen aus drei Häuten? der äußeren oder ſerdſen, der Muskelhaut und der inneren oder Schleim- Membran zuſammengeſeßt. Die äußere dient vorzüglich, um die Ausdünſtung der Gedärme zu unterhalten. Die Muskelhaut hat in vorzüg- lichem Grade die Eigenſchaft, ſich zuſammenziehen zu können, wodurch die ſogenannte wurmförmige Bewegung der Gedärme(auf die wir ſpäter noch zurü&fommen) hervorgebracht wird. Auch die in- nerſte oder die Schleim- Membran iſt von der des Magens wenig unterſchieden3 indeſſen zeichnet ſie ſich bei dem dünnen Darm darin aus, daß ihre Oberfläche mit einem ſammtartigen Überzuge ver- ſehen iſt, der, unter dem Vergrößerungsglaſe be- trachtet, aus einer Menge von Saug- und Abſon- derungsgefäßen beſteht, welche ſich in dieſem Theile des Darmkanals öffnen 3 im dicken Darm verlieren ſich dieſe ſogenannten Darmzotten, und man bemerkt ſie in den leßten Portionen deſſelben gar nicht mehr. Außerdem laufen mehrere Blut- Lymph- und andere Gefäße, ſo wie mehrere Nerven, zum Darm- Fanale. Nach der verſchiedenen Nahrung der Säugethiere funden wir auch in dieſen Theilen einige Verſchieden-- | heiten das pm? ww pedut 4 Aepfel ML (inh€ | Pfad 198 | und die 9] eile JAI Vm | Dum Bld , Im, 10 | TN |„X | His Hoe Opt (oft bild (ede 1 nfo wufgen a Ww ice 0 xG Web ü des Miſe mmdatn rzeſte, wmbanal indet ihn eren oder eren oder ie außer Gedärme 1 votzüg- nenziehen wfdrmige peter noh uch die in: nh der des ichnet ſte daß ihre zuge vet“ Solaſe ber nd Abſon- ſem Theile h verlieren au bemertt nicht mehr mp) und um Darm Saug Berſpe nenne 99 heiten bei ihnen. So habe ich ſchon vorhin bemerkt, daß der ganze Darmkanal bei den fleiſchfreſſenden Thieren weit kürzer iſt, als bei den pflanzenfreſſen- den, weil die Nahrung der erſteren weit ſchneller verdaut werden kann. Der Blinddarm fehlt manchen fleiſchfreſſenden Thieren gänzlich, dagegen iſt er bei manchen pflanzenfreſſenden, wie beim Haſen und Ka- ninchen, von ausnehmender Länge und Weite. Beim Pfexde iſt dieſer, ſo wie der Grimmdarm ſehr groß, und die blaſenformigen Abſchnitte, in welche er ge- theilt iſt, bilden inwendig klappenähnliche Falten. Bei den wiederkäuenden Thieren iſt der ganze Darmkanal ſehr lang und dabei ziemlich enge. Der Blinddarm iſt ſehr lang, cylindriſch und ohne Beu- len, wogegen ſich in ihrem Grimmdarm auch einige blaſenförmige Abſchnitte befinden. Das Gekröſe, welches zur Haltung der Ge- darme beſtimmt iſt, und ſie auf ihrem ganzen Ver- laufe begleitet, beſteht aus zwei auf einander lie- genden Blättern, wodurch die zu dem Darmkanale laufenden Gefäße und Nerven gehen. Bei den ein- hufigen Thieren iſt es beträchtlich lang und enthält nur ſelten Fettz bei den wiederfäuenden Thieren und den Schweinen ſeßt ſich dagegen in dieſem Theile eine bedeutende Menge Fett ab. 02867 Die Leber, Die Leber iſt ein ſehr blutreiches, drüſenartiges Drgan von beträchtlichem Umfange, welches vorzüge? 7* 100 amp lich dazu dient, die Galle aus dem Blute abzuſondern, und' dieſe dem Speiſebrei zuzuführen 3 daher hat auch die Gallenblaſe, ein blaſenförmiges Ge- in ihr. ſei- fäß, worin die Galle ſich abſondert, nen Sikß. | Die Leber liegt vor dem Mädl und den Gedär men, zwiſchen dieſen und dem Zwerchfell, und dehnt ſich vorzüglich nach der rechten Seite aus.+ Sie iſt von vorn näch hinten platt gedrückt, unten in meh- rere Lappen getheilt, an dem Zwerchfelle befeſtigt, und beſteht aus einer graulich ſchwärzlichen, körni- gen, ziemlich feſten Maſſe.-Auf ihrer oberen Fläche bemerkt man zwei Vertiefungen, von denen die oberſte die Blutgefäße, die untere die Gallenblaſe aufnimmt. Die in ihr bereitete Galle wird theils durch eigene Gefäße nahe bei dem Pförtner in den dünnen Darm geleitet, theils in die zur Aufnahme derſelben beſtimmte Gallenblaſe ergoſſen, welche ſie unter gewiſſen Umſtänden wieder in den Darmkanal 'entleert-. Die Galle ſelbſt iſt eine ſeifenartige, bittere, mehr oder minder klebrige Flüſſigkeit, von gelblich grüner Farbe und einem eigenthümlichen, oft moſchusartigen Gerüche. Sie enthält außer Ei- weiß, Schleim, Oel und einigen Salzen, einen ei- genthümlichen bitteren Stoff. Bisweilen ſeßen ſich aus ihr im krankhaften Zuſtande ſteinige Concretio- nen ab. Sie iſt zur Verdauung unentbehrlich, und dient vorzüglich mit zur Bildung des. Nahrungs- ſaftes, k | y 2[3 p/L GiB Wan A (aher 108 ader IIS ph 300 ae OR jeh 0028 laufe 1991 uw 0! 01,70 3D: NEG | Wi Venjag wegt beg N I 6 ew oge L Jime tor, 58 NEN uſo, daher hit higes(er 0 ihr. ſei- en Oedät- und dehnt „ Gielf 1 in meh: befeſtigt, 0, förni- venFlähe „denen die Yallenblaſe ird theild ver in den (yfnahme welche! anmfana ifenartige gfeit, vo0 hümlichen, „außer Ei- „ einen el 1 ſchen ſich Concteti hrlich, un NG Zu den Verſchiedenheiten, welche in Hinſicht der Beſchaffenheit dieſer Organe bei den verſchiedenen Säugethieren vorkommen, gehört vorzüglich die, daß bei einigen Thieren die Galle unmittelbar aus der Feber in den Zwölffingerdarm geleitet,-bei anderen aber in der Gallenblaſe angeſammelt wird. So fehlt z. B. die Gallenblaſe dem Pferde gänzlich, und alle Gallengefäße vereinigen ſich bei dieſem Thiere außerhalb der Leber in einem einzigen, beträchtlich weiten Kanale, welcher ſich nach einem kurzen BVer- laufe nahe am Pförtner in den Zwölffingerdarm ergießt. Bei den wiederkäuenden Thieren iſt die Leber nur in wenige Lappen getheilt, und ſie liegr bei ihnen ganz auf der rechten Seite, zwiſchen dem Zwerch- felle und dem Pſalter.“ Beim Schafe findet man öfters in der Gallenblaſe Würmer, welche unter dem Namen der Egeln(fasciola hepatica) befannt ſind. Auch in der Leber des Pferdes wollen Einige ähnliche Würmer gefunden haben. Beim Schweine iſt die Leber von rötherer Farbe, von größerem Umfange und ſtärker getheilt, wie bei den wiederkäuenden Thieren. Die Gallenblaſe liegt bei ihnen tiefer in der Subſtanz der Leber, und der gemeinſchaftliche Gallengang iſt kürzer. Ubri- gens kommen in Hinſicht der Größe der Leber bei Thieren von einerlei Art manche Verſchiedenheiten vor ,“ welche: von ihrer Individualität, ihrer Nah- rung und Lebensweiſe abhängen. CG:4:87% Die Bauchſpeicheldrüſe.- Die Bauchſpeicheldrüſe oder das Pankreas iſt eine Drüſe von körnigter gelblicher Beſchaffenheit, welche it der Quere hinter dem Magen und unter dem Zwercfelle liegt. Sie dient zur Bereitung einer eigenthümlichen durchſichtigen Flüſſigkeit, welche einige Ähnlichkeit mit dem Speichel hat, und daher Bauchſpeichel genannt wirdz dieſe Flüſ- ſigfeit dient mit zur Bereitung des Nahrungsſaftes, das Pankreas iſt daher mit einem Ausführungs» Fanale verſehen, welcher ſich in der Nähe des Gallen- ganges, bisweilen gemeinſchaftlich mit ihm, in dem Darmfanale öffnet, und hier ſich ſeiner Flüſſigkeit entleert. 572 88. Dd27 Millyzi Die Milz iſt ein weiches, ſhwammiges, ſehr Hefäßreiches Eingeweide von gewöhnlich röthlicher, bisweilen etwas violetter Farbe 3 ſie hat eine längs» liche, breitgedrückte Geſtalt, liegt an der linken Seite in der Nähe des Magens, und wird durch Verlängerungen des Neßes an den Magen und den Grimmdarm befeſtigt. Früher hatte man noch keinen klaren Begriff von ihrer Function, bis uns kürzlich erſt genaue, vom Engländer Home angeſtellte Verſuche dar- über belehrt haben. Aus dieſen ſcheint hervorzuge- hen, daß die Milz ſehr thätig bei der Verdauung wih Ws (un NE Nd ht GM Daum ſafe „iw uw m | wahn lette 1] Ih„0 10/074 NEE 0 "9/96 ve| 10007 8 | eine 4" | 236 | bin zu Me)| vs 4: Zuſe: Vlutyn hEreas if offehheit, und unter Veteitung lüſfigfeit, iel hit, jeſe Flüſ: ngöfaftes, führungs- es Gallen: im in dein Slöſſigfel ges, ſehr vothlichet, eine länge der linken wird durch) jen und dei en Vegtif vf genaus ſuche dv“ hervor , Beru ==» GBI TOI I mitwirke, indem ſie vorzüglich als Behältniß zur Aufnahme der in dem Magen beſindlichen überflüſ- ſigen Flüſſigkeiten beſtimmt iſt. Er nimmt au, daß die Verdauung in zwei verſchiedenen Regionen des Magens verrichtet werde, welche er die Region der Schlundöffnung(portio cardiaca) und die der Darmöfſnung(portio pylorica) neunt. Die Flüſ- ſigkeiten werden in der erſteren eingeſogen, um dann in die Milz gebracht und deren Subſtanz angeeignet zu werden, die Speiſen aber gehen zu der leßteren. Bei jungen Thieren iſt die Milz groß, roth und weichs im Alter wird ſie feſter und erhält eine vio- lette vder auch weißliche Farbe. Bei den einhufigen Thieren iſt die Milz beträcht- lich größer, als bei den übrigen Hausthieven, und in ihrer Form einer Senſe nicht unähnlich. Bei den wiederkäuenden Thieren iſt fie länglich und überall von gleicher Breite 3 ſie zeichnet ſich bei dieſen außer- dem noch durch ein eigenes zellenarriges Gefüge aus, ſtatt daß ſie bei den mehrſten anderen Säugethieren einen adrigen Bau hat. Bei.der unter dem Namen des Milz brandes bekannten Krankheit des Rindviehes, findet man die Milz entzündet und. brandigt. Beiläufig muß ich bemerken, daß ſich bei dieſer Krankheit ein ſehr heftiges thieriſches Gift in dem Körper der damit befallenen Thiere erzeugt welches die ſchre>lichſten Zufälle erregt, wenn es unter die Oberhaut ins Blut kommt. Man hat ſich alſo beim Schlachten 104"2200 DI AI ſolcher Thiere nicht genug fm Acht zu nehmen, daß keine Verleßung der damit umgehenden Menſchen, und eine Mittheilung dieſes Gifres entſtehe. Die hieraus entſtandenen Unglücksfälle ſind in neuerer Zeit nicht ſelten beobachtet, und noch kürzlich ſind uns aus Preußen bei der dort herrſchenden Milz- brand- Epidemie mehrere derſelben mitgetheilt. Sg. 89- s DU 00 E 50.87 Das Neß iſt eine mehr oder minder ausgedehnte, fette Verlängerung des Bauchfells, welches im Um- Freiſe des Magens, ſo wie auf dem Darmkanale liegt, und ſich an mehreren Eingeweiden befeſtiget. Es ſcheint außer zur Befeſtigung jener Eingeweide noch dadurch zu nüßen, daß es die Ausdünſtung in der Bauchhöhle vermehrt, und dadurch die Ge- ſchmeidigkeit derjenigen Theile unterhält, welche es umgiebt. . Bei den einhufigen Thieren verbindet es den Magen, die Leber, die Milz und den Grimmdarm unter einander; bei den wiederkäuenden Thieren hingegen ſteht es mit der Milz in keiner Verbin- dung« Beim Schweine iſt es ziemlich lang, ent- hält beſonders vieles Fert, bedeckt die ganze Maſſe der Gedärme und verlängert ſich bis in das Becken. Übrigens ſcheint ein wahres Neß nur ausſchließlich den Säugethieren eigen zu ſeyn. i' „EL ME [t'3G 116|S UX 1 | Gig | 1utp491 | geheilt dd je 4: per 90 „* GEE m x es iu iergt veldhugt men, vg Menſche, he,. Die 1 neuerer lich ſind en Milz: eilt, gedehnte, 4 im Um anmfanale 1 befeſtigt, ingeweide mfeung in die Oe- , weldhe det es den eimmdarin en Thieten x Verbin lang, ent“ anze Maſſe 48 Been Jöſchlieft) in TO3Z E44190: Von der Verdauung. Nachdem wir nun die, zur Aufnahme, Zer- kleinerung und weiteren Verarbeitung der Nah- rungsmittel beſtimmten Organe näher kennen ge- lernt haben, wird es zwe&mäaßig ſeyn, wenn wir uns über das Geſchäft der Verdauung ſelbſt etwas genauer zu unterrichten ſuchen. Die Verdauung beſteht darin, daß diejenigen Subſtanzen, welche wir unter dem Namen der Nah-' rungsmittel kennen, und die zum Erſaße der ab- gehenden Theile des Körpers beſtimmt ſind, verſchie- denen Veränderungen unterworfen werden, welche ſie zu ihrer nachherigen Aſſimilation mit dem Kör- per vorbereiten, N Die Nahrungsmittel der Thiere ſelbſt ſind ver- ſchieden, je nachdem die Organiſation und Beſchaf- fenheit derſelben verſchieden ſind 3 dieſe nehmen ihre Nahrung bloß aus dem Pflanzenreiche, jene bloß aus dem Thierreiche, und andere wieder aus beiden zugleich 3 hiernach theilt man die Thiere ein: in pflanzenfreſſende, fleiſchfreſſende und allesfreſſende. Außer dieſen Nahrungsmitteln nehmen ſie alle, als Getränk, Waſſer zu ſich, welches vorzüglich zur Auf- löſung der eingenommenen Nahrungsmittel dient. Zu der Aufnahme ſowohl der eigentlichen Nah- rungsmittel, als auch des Waſſers, werden die Thiere durch eigenthümliche Gefühle angetrieben, welche man den Hunger und den Durft nennt. Man glaubt, daß der erſtere durch das Aneinander- - reiben der Magenwände entſtehe. Kein Gefühl iſt ſo ſtark als der Hunger 3 alle moraliſchen Gefühle, aller Ekel werden durch ihn überwunden. Cinige Thiere können, ihrer eigenthümlichen Beſchaffen- heit nach, länger hungern, als andere. Übrigens bemerken wir, daß die Thiere um ſo weniger den Hunger aushalten,-je ſtärker und kraftvoller ſie ſind 3 je ſchwächlicher hingegen, um ſo beſſer. Das- her können im allgemeinen alte Thiere den Hunger auch beſſer aushalten, als junge- Das Gefühl des Durſtes iſt im Ganzen genommen noch hefti- ger, als das des Hungers 3 es ſcheint vorzüglich ſeinen Siß in der Mundhöhle, im Schlundkopfe und in dem Magen zu haben. Es wird nicht immer durch das wahre Bedürfniß, ſondern bisweilen durch Frankhafte Zuſtände des Körpers veranlaßt. Außer dieſen Gefühlen bemerken wir bei den Thieren noch einen beſonderen Inſtinct, welcher ſie antreibt, vorzugsweiſe dieſe oder jene Nahrung aus- zuwählen. Auch dieſer ſcheint vorzüglich im Magen ſeinen Siß zu haben. Bei dem cultivirten Menſchen iſt dieſer Inſtinct größtentheils verſchwunden, aber bei den Thieren, hauptſächlich den wilden, bemer- ken wir ihn in ausnehmendem Grade, und zwar nicht allein im geſunden, ſondern auch im krank- haften Zuſcande. Daher wählt ſich ein wildes Thier, wenn es erkrankt, oft ganz beſondere Nahrungs- mittel ams. ments Wervolh vt, de VO Im(1-0 Bew fn Reh Muſſt 1/4 NTN0K81 (verl 4 TEE wie(Sh (ii) en 1 0CE 19% ſeg ht O3 meina: Gefühliſ 1 Gefühle, ; Einige Veſchaffet- Übrigens iger den ftvoller fü eſſet, Dee den Hunz das Gefihl n nod hefti: x vorzüglid hlundfop icht imer eilen durc) it. je bei det welcher fi hrung aus: h im Magen m Renſchen aden, abet ven, beet“ , und zwa! h im frau: wildes Yi" & Rehn 107 Die gänze Verrichtung der Verdaunng zerfällt in das Kuguen, das Schlucken, die Berei- tung des Nahrungsbreies, die Bereitung und Ausſcheidung des Näahrungsſaftes und die Ausſcheidung der Excrvemente., Dur das Käuen werden die harten oder zuſamt- menhängenden Nahrungsmittel durch die Zuge wie- derholt unter die Zähne gebracht und hier zerklei- nert, wobei die Zunge ſowohl, wie die Lippen und die Wangen ſie gehörig unter die Zähne zu verthei- len ſuchen. Während dem wird, theils durch die Bewegung der unteren Kinnlade, theils durch den Reiz der Speiſen, eine Menge Speichel in die Mundhöhle ausgeſchieden und mit den Nahrungs- mitteln vermiſcht. Sind ſie auf dieſe Weiſe in einen weichen Brei verwandelt, ſo werden ſie dem Schlunde überliefert, oder niedergeſchlu>t und in den Magen geſchafft. Hier ſammeln ſie ſich in der Ordnung an, wie ſie niedergeſchluckt ſind, indem ſie den Magen ausdehnen. Durch dieſe Anfüllung und Ausdeh- nung des Magens wird ein gewiſſes behagliches Ge- fühl hervorgebracht, welches die Sättigung verräth z indeſſen dauert dieſes nur eine kurze Zeit, und es folgt bald eine gewiſſe Beſchwerde darauf. Im Magen erleiden nun die angeſammelten Nahrungsmittel bedeutende Veränderungent einmal wird ihnen hier der Magenſaft zugemiſcht, welcher die Auflöſung der Speiſen befördert, und zweitens werden ſie durch eine eigenthümliche Bewegung des X08 exufawi» Gam Magens, welche durch die wechſelſeitige Zuſammen- ziehung ſeiner Länge- und Querfaſern bewirkt wird, von allen Seiten gedrückt und gewendet, ſo daß dadurch eine vollFommne Vermiſchung der feſteren Theile mit den flüſſigen entſteht. Hiedurch werden ſie mehr und mehr aufgelöſt, flüſſiger, nehmen einen ſtärkeren Geruch und eine dunklere Farbe an, . und werden zu einer breiartigen Flüſſigkeit, die man den Nahrungsbrei(Chymus) nennt.“ Dieſe Einwirkung des Magens erfordert bei allen Thie- ren einen bedeutenden Kraftaufwand, und es folgt daher bald auf das angenehme Gefühl der Sätti- gung ein gewiſſer Grad von Ermüdung, welcher ſo lange anhält, als der Magen thätig auf die Nah- rungsmittel einwirkt. Hernach verſchwindet ſie, und es kehren nun die Lebhaftigkeit der Sinnes- verrichtungen und Kräfte erneuert zurück. Nun gehen die Speiſen, in Speiſebrei verwan- delt, in den Darmkanal über. Hier werden ihnen die Galle und der Saft aus der Bauchſpeicheldrüſe zn den oberen Theilen des Darmkanals zugemiſcht, wodurch ſie noch mehr aufgelöſt und verändert wer- den 3 auch treten hier noch mehrere Säfte aus den ſogenannten zuführenden Gefäßen zu ihnen, wodurch eine gewiſſe Gährung in ihnen bewirkt wird. Durch dieſe, ſo wie durch eine eigenthümliche Bewegung des Darmkanals, welche man die wurmförmige nennt, wird der Speiſebrei immer flüſſiger, inni- ger gemiſcht, und nimmt eine weißliche Farbe an. Befi!| dvieſ 5 fuß I ung E ju (hy ſpe 0/4 nm TE mehr vt (m me Welgeltn Wo MM fon | mii | vertu CB | 116 ui | Im | ſm 6 ind ve Ft aß n L den Jg hf; jean jr die Cu 1 Kra jaltend hon diE Uſe: irt pit), ſo daß t feſteren h werden nehmen Farbe au, , die mah ' Dieſe [en Ihe ) es folgt ex Gatti , wilder fdie Nah: inder fie, Sintegz „verwan“ den hnen ieheldrüſe ugemiſcht, ndert wet? te aus den , wodurch 1d. Durch Bewegun) emform)) iet, 1 » Far Befindet er ſich in dieſem Zuſtande, ſo wirken nun die 5. 85 erwähnten einſaugenden Gefäße des Darm- kanals auf ihn ein, und ſaugen daraus die Nah- rungöſtoffe ein. Dieſe nehmen die Geſtalt und die Farbe der Milch an, und werden Nahrungsſaft (Chylus) genannt. Die Fleinen einſaugenden Ge- fäße vereinigen ſich, ſo wie ſie aus dem Darmkanale treten, zu größeren Kanälen, gehen noc< mehrere Drüſen im Gekröſe durch, worin ihr Chylus noch mehr verändert wird, vereinigen ſich dann mehr und mehr, und gelangen in einen Hauptſtamm, welcher in der Gegend des Rügrades liegt, und wo ſie mit den lymphatiſchen Gefäßen zuſammen kommen. Dieſer Hauptſtamm führt den Chylus endlich in die große Hohlader, wo er mit dem Blute vermiſcht und dem Herzen zugeführt wird. So wie ſich die, nach der Abſonderung des Chy- lus zurücgebliebenen Theile dem Ende des dünnen Darms und dem Maſtidarme nähern, nehmen ſie ſchon einen unangenehmen, widrigen Geruch an, und werden dichter und feſter 3 ein Beweis, daß etwas von ihnen eingeſogen wurde. Gelangen ſie in den Maſtdarm, ſo nehmen ſie ſchon mehr die Beſchaffenheit der Excremente an, aber auch hier ſeken ſie noch einige Nahrungstheile' ab. Iſt hier die Einſaugung zu ſtarF, ſo entſtehen oft eigene Krankheiten, z. B. Hautausſchläge 2c., wie bei an- haltenden Verſtopfungen, welche verſchwinden, wenn man die Offnung wieder herſtellt. Endlich werden 110 Fe en dann die unverdaulichen Überreſte der Nahrungs- mittel, verbunden mit abgenußten Theilen des Kör» pers, in der Geſtalt der Excremente ausgeſchieden. Der Verlauf dieſer verſchiedenen Verrichtungen iſt bei den mannigfaltigen Thierarten verſchieden z bei den fleiſchfreſſenden Thieren geht er in der Regel raſcher, als bei den pflanzenfreſſenden, weil bei jenen die Nahrungsmittel ſich ihrem Körper leichter aſſimiliren als bei dieſen. Bei den leßteren gehen ungefähr 18 bis 24 Stunden darüber hin, ehe die Speiſen ihren Durchgang durch den Darmkanal voli- enden. Geſchwinder geht dieſes bei einigen Krank- heiten, 3. B. bei Diarrhoen 2c., ſo wie auch durch Purgiermittel vor ſich 3 dann gehen die Speiſen oft unverdaut ab, und die Abſonderung geſchieht ſchon n 3 bis 4 Stunden. Die Gigenthümlichkeiten in der Verdauung, welche bei den wiederkäuenden Thieren Statt fin- den, ergeben ſich ſchon aus dem, was ich im 5. 83 und 84 über den beſonderen Bau ihres Magens und die Verrichtung des Wiederkäuens geſagt habe. E. Von den Organen der Urinabſon- derung und dem Urin ver Säugethiere, 5. 9. Zu den Organen, durch welche die unter dem Namen des Urins oder Harns bekannte Flüſſigkeit I : Ne| W- des th de m 0 jo zu 7 | Neuf! | unter de ud jut. | het ln bm Ki | Wuöſos: (0 bohne (|| unt FEN Wird nenhän uw vi FN | Mme tiv: yöfe IM ji Qn ä | imyes Nenn weide j abtun des Köt: chieden, idtungen ſchiedenz der Regel weil bei er leichter ven gehen , ehe die anal voll m Krank: auch durh Speiſen oft jieht ſchon ydauung, Statt fin- 1 im Y. 33 tagen umd habe, „yaſo? gethüen je unter te FE des thieriſchen Körpers abgeſondert und ausgeſchie- den wird, gehören die Nieren, die Nebennie- ren, die Harnleiter und die Harnblaſe mit den zu ihr gehörenden Theilen. Die Nieren, deren die Thiere, ſo wie der Menſch, zwei beſißen, liegen in der Bauchhöhle unter dem Zwerchfelle, zu beiden Seiten des Rück- grats, aber hinter und außer dem Sacke der Bauch- haut. Die rechte pflegt dem Zwerchfelle etwas nä- her als die linfe, und bei einigen Thieren, 3. B. dem Rindvieh und dem Pferde, in einem eigenen Ausſchnitte der Leber zu liegen. Sie haben in der Regel eine längliche, platte, bohnenartige Geſtalt y eine dunkelrothe oder roth- braune Farbe und einen drüſenartigen Bau. Cine jede Niere iſt von lo>erem Zellengewebe umgeben, wodurch ſie mit den angrenzenden Theilen zuſam- menhängt. Gewöhnlich ſeßt ſich darin eine bedeu- tende Menge Fett ab, welches der Niere zur wei- en befindet. Dieſe Höhle entſteht durch den Zuſammenfluß aller in der Niere befind- lichen Harngefäße, welche.ihren Harn darin ergießen. Sie iſt mit einer feinen Schleimhaut überzogen und geht allmählig in den Harnleiter oder Harn- gang über. Dieſer bildet einen häutigen Kanal, welcher aus einer Spalte im innern ausgehöhlten Rände der Niere hervorgeht, dann, an der Bauch- haut befeſtigt, nach der Be&enhbhle zuläuft, und ſich bier in der Harnblaſe öffnet. Die Nieren enthalten eine Menge Blutgefäße, welche von lymphatiſchen Gefäßen und Nerven be- gleitet ſind. Bei den mehrſten Thieren iſt der Bau der Nie- ren ſo, wie ich ihn vorhin beſchrieben habe; indeſ- ſen kommen doch hin und wieder ſelbſt bei unſeren Hausthieren einige Verſchiedenheiten vor: ſo ſind ſie z.B. beim Rindvieh in mehrere Lappen getheilt, von denen jeder ſein beſonderes Been und ſeinen eigenen Ausführungsgang hat. Alle dieſe Ausfüh- rungsgänge vereinigen ſich dann in einer länglichen Höhle, aus welcher der Harngang hervorgeht. Beim Schafe ſind die Nieren eirund. Ü jn 0/7 MIE, NSE i je 004 79 Game] ie fi wier 9 | opa von IE von DN een 8 Win 40 jf m Ns) |(fd 5, | Jens Zj | 1); fü /ntr4g | ben VA beiden 15 8 Dit en Blut liegen in e nach der genannte e entſteht ye befinde | ergießen, zogen. und tr Harn- en Kanal, ögehohlieh der Bauch: ft, und ſich utgefäße, Rerven be- u der Nie- bez indef hei unſetet rs ſo ſm pen| getheit) pn. und ſeinen ieſe AuSfüh et(anal! ogeht. B" ===>> 13532 Vor den Nieren liegen noch die Nebennieren in Geſtalt eines länglichen, plattgedrücten, brau- nen Körpers. Über ihren Nußen weiß man noch nichts Beſtimmtes, und man vermuthet nur, daß ſie vorzüglich beim Fötus eine Verrichtung haben. Die Harnblaſe, worin die vorher genannten Harnleiter ſich öffnen, bildet einen häutigen Behäl- ter für den Urin, und liegt in der Schaamgegend unter dem Maſtdarme und den inneren Zeugungs- organen. Ihre äußere Haut iſt weiß, elaſtiſch und von muskulödſer Beſchaffenheit z die in ihr enthaltez nen Muskelfaſern bilden an der vorderen Offnung einen Kreis, welcher dieſe verſchließt, damit der Urin nicht beſtändig ablaufe, Jhre innere Fläche iſt mit einer weißen, weichen Schleimhaut Üüber- zogen, welche einen mehr oder minder dien Shleim. abſondert, der die Blaſe gegen die Einwirkung des Urins ſchüßt. Die Geſtalt der Blaſe iſt länglich» rund z man theilt ſie ſelbſt ein in den Grund, den mittleren Theil oder den Körper, und den Hals. Vor dem Blaſenhalſe liegen, nicht weit von einander, die beiden Offnungey der Harnleiter, und der Hals ſelbſt endigt ſich zuleßt in eine häutige runde Röhre, die Härnröhre. Dieſe iſt beim männlichen Ge- ſchlechte länger, als beim weiblihen, durchläuft bei jenen den Penis und öffnet ſich an der Eichel, bei dieſen hingegen öffnet ſie ſich vor der Klitoris, indem ſie eine häutige Verlängerung bildet, die ſich über die Mündung legt, und ſie„ale Crom es Handb. 111, Der Nußen der Blaſe beſteht darin, den in den zumal Nieren abgeſonderten Urin aufzunehmen, zu ſam? de 11] meln und ihn längere oder kürzere Zeit zurückzu? 1] halten. Hat ſich eine beträchtliche Menge deſſelben| zit? angeſammelt, ſo entſteht eine beſondere Empfindung, vie 8 welche das Thier antreibt, ſich des Harns zu ent-| ME: ledigen. Dieſe Entledigung geſchieht nur dann mit ſei 8 - Leichtigkeit, wenn das Thier in Ruhe iſt, und eine| Gift« beſondere Stellung annimmt, welche die: Mitwir- wf kung einiger hiebei thätiger Muskelkräfte möglich| vm pus macht.| Blaſen In Hinſicht der Größe der Urinblaſe finden wir ſnd. golf! noh den Unterſchied bei den Thieren, daß ſie bei pod ats | den reiſſenden, fleiſchfreſſenden Thieren nach Ver»| pſi | hältniß beträchtlich kleiner iſt, als bei den pflänzen- Vfcht freſſenden. Vorzüglich groß iſt ſie bei den wieder-| Vſmzy fkäuenden Thieren.| Mein, ds ' Dor Mein falbe Begebtugröätenthails aus Waiſe“ 1[78 ſer, worin etwas. Schleim, Ciweiß, ein eigen-| | thümlicher Stoff, der Harnſtoff, und einige Salze| |(Fohlenſaurer Kalk und, kohlenſaures Natrum,| 7 | phosphorſaurer Kalk, ſalzſaures Kali und Natrum, if 1 benzoeſaures Natrum 2c.) aufgelöſt ſind. Das | Miſchungsverhältniß dieſer Theile iſt aber nicht al- | lein bei den verſchiedenen Thierarten, ſondern auch| ve 1000 bei einer und derſelben, je nachdem die Nahrungs- ie | mittel verſchieden ſind, verſchieden. Anhaltende Wh Bewegung, verminderte Hautausdünſtung und vieles den in bn , zu ſatt: zurückzu: deſſelben pfindung, 18 zu ent- ' dann mit „und eine » Mitwit- te moglich finden wi! daß fie bei 1 nach Vet: 1 pflanzen en wiedetz u Vale ein eigen jnige Salze ; Rat, nd Rattum find. 208 her nicht al- onder au) » Rohrung? Yuhal ung u) vid >00 eien"as zumal geſäuertes oder ſalziges Getränk vermehren die Urinabſonderung. Nicht ſelten ſeßen ſich aus dem Urin beſondere ſteingrtige Coneretionen ab, welche man bald in den Nieren, bald den Harngängen, bald auch in der Blaſe findet, und die oft ſehr ſchmerzhafte Kränk- heiten erregen. Sie ſind von verſchiedener Geſtalt, Größe und Farbe, beſtehen aber doch größtentheils aus Kalk, einigen' Säuren und Harnſtoff. Bei den Pferden kommen ziemlich häufig Nieren- und Blaſenſteine, oft von beträchtlicher Größe, vor 3 jene ſind. grünlich oder gelblich, von verſchiedener Geſtalt, und aus mehreren. übereinander liegenden Schichten zuſammengeſeßt3 dieſe hingegen ſind weißlich, und beſtehen größtentheils aus Kohlenſaurem Kalkes Die Blaſenſteine des Rindviehes ſind- gewöhnlich. nur Flein, glatt und glänzend; und von grauer, gelbli- el der Stimm: riße. Der Schildknorpel, welcher einige Ähnlich- Teit mit einem Schilde hat, iſt der größte von ihnen, und liegt oben an der vorderen Seite des Luftröhren- Topfes, unter dem Zungenbeine und über dem Ring- Tnorpel. Der Ringknorpel erhielt ſeinen Namen wegen ſeiner Ähnlichkeit mit einem Ringez er bildet die Grundlage des Luftröhrenkopfs, und ſteht mit dem erſten Reife der Luftröhre durch ein elaſtiſches Band in Verbindung. Die beiden dreie>igen Knor- pel ſind die kleinſten 3 ſie liegen neben einander am oberen Rande des Ringknorpels, und legen ſich mehr vder weniger über die Stimmriße zuſammen. Dieſe diene! NE ni (uy? S wu ws Na"| jh diE (drie wied Wit 4 und fet anf eid! u 90.008 hung 5% jm 296 00000443 m whg " 0] ſb |(mhs bm 3 NET uv durc) 2 Abſt, 9 ett, Tah die Ctim rohe, er das vot- ht, bildet det ſich im iey mit dem 8 mehreren nt einander Yffnung bil nennt. Zi Kingfnot: iden drei: r Gtimm: ge Ahnlich! te von Ihneh 8 Luftröhten er dem Kinz; einen Nawe nge) er bildet und ſieht mi ein aft jakigen Ki yy ewmander ſezn fi) vw Game 7 dienen theils dazu, um den Eingang zur Luftröhre gegen den Druck zu ſchüßen, weichen die hinter ihm niedergleitenden Speiſen veranlaſſen, theils zur Bil- dung der Stimme. Der Deckel der Stimmriße ſicht den dreieckigen Knorpeln gegenüber, iſt am oberen Rande des Schildknorpels befeſtigt, und neigt ſich über die Stimmriße. Er kann erhoben und nieder» gedrückt werden, und veranlaßt dadurch mit den dreieckigen Knorpeln die Erweiterung und Ver- ſchließung der Stimmriße. Er nüßt vorzüglich beim Niederſchlu>en, um die Stimmriße zu ſchüßen, und ſenkt ſich alsdann, damit die Speiſen und Ge- tränke darüber fortgleiten können 3 ſonſt ſteht er auf- gerichtet, um der Luft freien Zugang zu den Lungen zu geſtatten- Durch die beſondere Art der Verbin- dung dieſer Knorpel entſteht nun eine Offnung, welche zum Durchgange der Luft dient und die Stimmriße genannt wird. Die Lage und die Geſtalt dieſer einzelnen Theile des Luftröhrenkopfs. iſt bei den Thieren verſchieden, und es entſteht dadurch die ſo mannigfaltige Stimme derſelben. Da uns aber die Hervorbringung derſel- ben hier wenig intereſſirt, ſo übergehe ich die beſon- deren Einrichtungen, wodurch ſie bei manchen Thie- ren hervorgebracht wird. S- 95- Mit dem Luftröhrenkopfe verbindet ſich unten, durch den Ringknorpel deſſelben die Luftröhre ſelbſt. Sie bildet einen weiten, feſten, elaſtiſchen 120 er Kanal, welcher aus einer Menge knorpligter, nach hinten unterbrochener, durch eine feſre Membran unter einander vereinigter Reifen zuſammengeſeßt wird. Sie liegt an der vorderen Fläche des Halſes und endigt ſich unten in die Lungen. Hier vertheilt ſie ſich zuerſt in zwei große Äſte, von denen eine jede Lunge einen erhältz der rechte von ihnen iſt kürzer, aber weiter, der linke länger und enger. Die Aſte zertheilen ſich nach und nach in immer kleinere Zer- öäſtelungen in den Lungen, verlieren dabei ihre knorp- ligte Beſchaffenheit, und gehen endlich ganz in die Lungenbläschen über. Durch die Luftröhre und de- ren Äſte wird nun die eingeathmete Luft in den Lun- gen verbreitet, und erleidet hier gewiſſe Veränderun- gen, welche wir bald näher kennen lernen werden. OG 96. eO ee FUE 0 es Die Lungen ſind das vorzüglichſte Werkzeug der Reſpirationz ſie füllen den größten Theil der Bruſt- höhle aus. Jede von ihnen wird von einem häuti- gen Säcke umſchloſſen, den man den Lungenſac> Wleura) nennt, und den ſie genau ausfüllen. Sie hängen durch die Luftröhrenäſte und die großen Blut: gefäße, ſo wie durch die innere Bekleidung der Bruſt: höhle, mit der ſie hinten verbunden ſind, mit den Übrigen Theilen des Körpers zuſammen. Eine jede von ihnen wird durch mehr oder minder tiefe Ein- ſchnitte in Lappen getheilt. Die rechte iſt gewöhnlich otwas größer als die linke. Ihre Farbe iſt beim paw Gln ſu 49 (de m(vH Need nd un WEN „a u aut 908 abe 18 Dee Dutch Guf u un | wdr 8 | Beiſel | hmm(z | unddie | fate | 110 die (in] inen) (u 2 dh tet Hören, gter, ih Membrat mengeſeht des Halſes r vertheilt 1 eine jede iſt Fürer, Die Me einere Zet: hte fnorp- ganz in die ye und de: im den Zut- Veränderun: 11 werden, erfzeug de! il der Vruſi- jp Haut ungenſa füllen. Git grogen Blut: og der Bruſt d, wit det 1, Ginejit er tiefe iq gewips“? erbe 1! hin Fötus violett, bei erwachſenen geſunden Thieren blaß roſenroth, im Alter etwas bleicher5 bei gewiſ- ſen Krankheiten aber verſchieden, bald ſehr blaß, bald hochroth. Sie beſtehen aus einem ſehr lo>e- ren, ſhwammigaen Zellengewebe, welches eine große Menge von Fächern bildet, worin ſich die Blut- und Luftgefäße endigen. Dieſe leßten Endigungen der Blut- und Lufigefäße vereinigen ſich in ihnen nicht unmittelbar, ſondern werden durch eine zarte Haut getrennt, welche wohl die luftformigen Stoffe, aber nicht das Blut durchläßt. Die Verrichtung der Lungen beſteht darin, das Blut aus dem Herzen aufzunehmen, es mit dem Sauerfſtoffgaſe der eingeathmeten Luft in Verbindung zu ſeßen, hiedurch verändert zum Herzen wieder zurückzuführen, und den Reſt der eingeathmeten Luft wieder auszuſcheiden. Hiebei findet ein beſtändiger Wechſel von Ausdehnung und Zuſammenziehung in ihnen Stattz ſie dehnen ſich aus, wenn ſie das Blut und die Luft aufnehmen, und ziehen ſich wieder zu- ſammen, wenn ſie das Blut wieder zurückführen und die, ihres Sauerſtoffs beraubte Luft ausſchei- den. Dieſer beſtändige Wechſel von Ein- und Aus- athmen der Luft, und die damit verbundene Schwän- gerung des Bluts mit Sauerſtoff, welche gleich nach der Geburt der Säugethiere anheben, ſind zur Un- terhaltung des Lebens durchaus nothwendig, und hdren erſt mit dem Tode auf. G. Von den Circulationswerkzeugen und der Circulation ſelbſt. E97 Von den Reſpirationswerkzeugen, welche eine ſo bedeutende Veränderung im Blute bewirken, kön- nen wir am paßlichſten zum Blute und den Gefäßen, worin es ſich bewegt, ſo wie zu den übrigen Flüſ- ſigkeiten, die iim Körper einem Kreislaufe unter- worfen ſind, übergehen.' Zu den Circulationswerkzeugen gehören das Herz mit ſeinen Anhängen, die Arterien und die Benen, welche zur Bewegung und Vertheilung des Bluts, und die lymphatiſchen Gefäße, welche zur Fortlei- tung und Vertheilung der lymphatiſchen Flüſſigkeit beſtimmt ſind. In Hinſicht ihres Baues und ihrer Verrichtung ſind alle dieſe Organe verſchieden, indeſ- ſen ſtehen ſie doch alle dur< das Herz mit einander in Verbindung. 0EP7087 205 H eH 2320 M7 Das Herz wird von einem eigenen, häutigen, aus zwei über einander liegenden Blättern beſtehen- den Sa>e umſchloſſen, den man den Herzbeutel (pericardium) nennt. Er dient vorzüglich dazu, das Herz in ſeiner Lage zu erhalten und eine dunſi- förmige Flüſſigkeit abzuſondern, welche zur Ge- ſchmeidigkeit dieſer Theile nothwendig iſt. Das Herz iſt ſelbſt ein muskuldſes, mit mehreren Höhlen verſehenes Eingeweide, welches ungefähr die] vom up. puer 1 und zie iy mi eid m er H | fumyf | Cuſht% | vmduif | nah ve | ſenen (uf 0 fet(108 rg Ihen(jg | Üingert, 4 "(a FEgeuan ſt velche eine Fen, fön 1 Gefäßen, igen Flüſ: uſe Unterz n das Her) die Venen, des Vluts, zu Fatlel: m Fluſfigfel 18 un) ihre jeden, Indeſ wit einandet 1, Aae ern befichtt jerzbeu fel glich Wp y eine dunft- he zu Öl "ii wehr (amt ves un die Form eines durchſchnittenen Kegels hat, und von dem Herzbeutel umſchloſſen, in der Mitte der Bruſthöhle liegt. An ſeinem ſtrumpfen Theile(basis), welcher am Bruſtbeine und den Knorpeln der aten und z5ten Rippe der rechten Seite liegt, verbindet es ſich mit den großen Blutgefäßen, wodurch es zu- gleich in ſeiner Lage erhalten wird, indem ſein übri- ger Theil frei im Herzbeutel liegt." Die Spiße iſt ſtumpf abgerundet, hat in der Mitte einen kleinen Einſchnitt, wodurch zwei kleine Hügel entſtehen, von denen jeder eine Herzkammer bede>t, und liegt nach dem Knorpel der z5ten und 6ten Rippe zu. Von ſeinen beiden Flächen iſt die untere flach, und ruht auf dem Zwerchfell, die obere hingegen gewölbt. Das Herz hat vier Höhlen, von denen zwei arsö- ßer ſind, nach ſeiner Spiße zu liegen und die Herz- fammer(ventriculi) genannt werden; die ande- ren beiden ſind kleiner, liegen nach oben, und heißen die Nebenkammern oder Vorhöfe(atria), Cine jede dieſer beiden Nebenkammern wird von einer gewölbten Seitenwand und einer gemeinſchaft- lichen Scheidewand gebildetz die Seitenwand ver- längert ſich in einen Anhang, den man das Herz- ohr(auricula) nenntz die Scheidewand befteht aus einer dichten Muskellage. Cine jede Neben- Fammer hat zwei Offnungen, eine obere und äußere, und.eine innere, nach unten gerichtete. Die rechte Nebenkammer iſt nach vorn gekehrt, beträchtlich größer als die linke, nimmt in ihrer oberen Offnung die beiden Hohlvenen(venae cavae), die Venen des Herzens und die Bronchialvenen auf, und ſieht durch die untere Offnung mit der rechten Herzkammer in Verbindung. Die linke kleinere Nebenkammer liegt am hinteren Theile der Baſis des Herzens, nimmt in ihrer oberen Offnung die Lungenvenen auf, und verbindet ſich durch die untere Offnung mit der linfen Herzkammer. Beim Fötus befindet ſich in der Scheidewand dieſer beiden Nebenkammern ein Loch, wodurch ein Theil des Bluts des noch ungebornen Thiers läuft, weil die Lungen noch nicht die gehörige Menge deſſel- ben aufnehmen können. Erſt nach der Geburt fängt das Thier an zu athmen 3 nun werden die Lungen zur Aufnahme des Bluts fähig, und das Loch ver- wächſt nach und nach. Die beiden Herzkammern ſind durch eine dicke, muskuldſe Scheidewand von einander geſchie- den. Eine jede von dieſen Höhlen hat ungefähr eine Fegelformige Geſtalt und zwei Öffnungen, von denen die eine obere zu den Nebenkammern, die andere untere zu den Arterien führt. Man bemerkt in ihnen mehrere fleiſchige Fäden, welche von einer Seite zur andern gehen. Außerdem ſind ihre beiden Offnungen mit Klappen verſehen, welche ſo gelagert ſind, daß ſie eine freie Bewegung des Bluts von den Nebenkammern zu den Kammern, und von dieſen zu den Arterien zulaſſen, eine rückgängige Bewegung hingegen verhindern. ] | | | | | q weh“ M. Hr verſie eid,! benpeited ME (om ers Aen (unent NUR wiedol | fc) wi jn | vod 11: | ſhieden'D EN vie Werl YE Ning NE done Zu] liegend; ? Wid aj“ die Vitt und ſieht t3fammet "ammer Herzens, enen auf, q mit der jeidewand dur ein ers lauft, nge deſſel: burt ſant die Lungen 5 Loch ver? durch eine ex geſchie eſähr eine von denel die andete bemerkt in e von einet ihre heiden „ſo gelagert Bluts 901 „udn vat «=» Gi DEe a T25 Außerdem erhält das Herz nom mehrere Adern, welche zu ſeiner Ernährung beſtimmt ſind, ſo wie mehrere Nerven. Der innere Bau des Herzens iſt ſich bei den verſchiedenen Säugethieren im Allgemeinen ziemlich gleich, nur Fommen hin und wieder einige Verſchie- denheiten in Hinſicht ſeiner Lage vor. Das Herz bildet den Mittelpunkt der Circula- tionz es empfängt aus den verſchiedenen Theilen des Körpers das Blut durch die Venen, ſchickt es in die Lüngen, wo es verändert wird, nimmt es von hier aus zum zweiten Male auf, und vertheilt es nun wieder im Körper durch die Arterien. Zu der Ver- richtung dieſes Geſchäffts beſißt es das Vermögen, ſich wechſelsweiſe zu erweitern und zuſammenzuzie- hen. Wir werden auf dieſes merkwürdige Geſchäfft noch wieder zurückkommen, wenn wir erſt die ver- ſchiedenen Gefäße betrachtet haben, wodurch das Blut dem Herzen zugeleitet, und wieder von ihm in die Theile des Körpers entführt wird. G21299 Die. Gefäße, welche zur Fortleitung des Bluts beſtimmt ſind, kennen wir unter dem allgemeinen Namen der Adern. Sie bilden ſämmtlich Kanäle von verſchiedenem, bald weiterem, bald engerem Durchmeſſer, welche aus mehreren über einander liegenden Häuten beſtehen, ſich vielfach zeräſteln und überall im Körper verbreiten. Man unter- 1268=uz0ie Genn ſcheidet ſie in die Artevien oder Schlagadern und die Venen oder Blutadern. Die Arterien(Schlagadern, Pulsadern) ent- ſpringen aus den beiden Kammern des Herzens, und vertheilen ſich zuerſt in große Äſte und Zweige, nach- her ia immer kleinere, welche zuleßt ſo fein werden, daß man ſie mit dem bloßen Auge riicht mehr ver- folgen kann. Dieſe lebten Endigungen derſelben verbinden ſich theils mit Sndigungen der Venen, theils bilden ſie eine beſondere Ordnung von Ge- fäßen, welche man die ſerdſen Gefäße nennt, die nur den wäſſrigen, mehr flüſſigen Theil des Bluts aufnehmen, und auf der Oberfläche der Häute in den Höhlen des Körpers und den Zellen des Zellen- gewebes eine dunſtförmige Flüſſigkeit aushauchen. Sie ſind dichter und feſter wie.die Venen, und ha- ben das Vermögen, ſich wechſelsweiſe zuſammen zu ziehen, wodurch) die Vertheilung des Bluts. in den ganzen Körper und der ſogenannte Pulsſchlag bewirkt wird. Sie bilden zwei große Hauptſtämme, welche aus den beiden Herzkammern entſpringen. Der, welcher aus der rechten Herzkammer entſpringt, heißt die Lungenarterie(Arteria pulmonalis); er vertheilt alles Blut, welches aus den verſchiede- nen Theilen des Körpers dem Herzen zugeleitet wird, in die Subſtanz der Lungen, indem er ſich in dieſen in unzählige Äſte verbreitet, und übergiebt es dann, wenn es die ndöthigen Veränderungen erlitten hat, m di/? gu 0,9 ufer 5 6416 jug as (a mie jw ve |(ehen 1 963) 00006 2] und 41 NORD feine 9! Fever Dv! MEN wie Wei H Bug] | Ni (mm 8 em fl"R, m Cas Kuhs "il UNTE [agady dern) ent: zens, und 192, Nay in werden, mehr ver- | derſelben er Venen, | von Oe: ße nennt, „Well des ye der Haut! 1 des Zellen: öhaucen. 1, und ha- zuſammen lut in den lsſchlay me, wilde nge, Der, - eutſpringt ulmonalis)) on verſchiedt: geleitet win) fich im diz yeht d dam » eli an die Lungenvenen, durch welche es wieder zum Herzen zurückgeleitet wird. Der zweite große Hauptſtamm, welcher aus der linken Herzkammer hervorgeht, heißt die große Schlagader(Arteria Aorta), Er iſt der An- fang aller übrigen Arterien, welche vom Herzen aus ſich in die verſchiedenen Theile des Körpers verbrei- ten, und dieſen das zu ihrer Erhaltung und zum feben nothwendige Blut zuführen. Er ſteigt in ſenk- rechter. Richtung aus der linken Herzkammer empor, und theilt ſich nach einem kurzen Verlaufe in zwei große Äſte von ungleicher Größe, von denen der eine Fleinere die vordere, der andere größere die hin- tere Aorte genannt wird. Die vordere Aorte vertheilt ſich ſehr bald in viele Äſte, welche das Blut dem Halſe, Kopfe, den vorderen Gliedmaßen, dem vorderen und unteren Theile der Bruſthöhle und den. unteren Theilen des Bauchs zuleiten. Die hintere Aorte bildet bei ihrem Urſprunge einen Bogen, tritt durch eine Offnung des Zwerch- fells in die Bauchhöhle, und läuft nun an der lin- ken Seite der Wirbelſäule bis. zum Anfange der Beckenhöhle fort, wo ſie ſich denn in vier große Äſte vertheilt, welche als der Anfang ihrer übrigen Ver- zweigungen anzuſehen ſind. Man unterſcheidet an ihr überhaupt zwei Portionen, nemlich die Bruſt- und die Bauchportion. Die erſte giebt nur einige unbeträchtliche Arterien an den Schlund, die Luft- [] 128 Sie röhre, und die Zwiſchenräume der Rippen abs die zweite größere hingegen ſchi>t ihre Äſte in das Zwerch: fell, an die oberen Singeweide,(den Magen, die Leber, Milz, das Pankreas 2c.), ins Gekröfe und den Darmkanal, die Nieren, die inneren Geſchlechts- theile, die äußeren Geſchlechtstheile, und die unte- ren oder hinteren Gliedmaßen. Es würde mich zu weit führen, wenn ich hier den Verlauf und die Namen aller dieſer Verzwei- gungen der Schlagadern genauer angeben wollte; ich begnüge mich daher damit, ihre Vertheilung im Allgemeinen angegeben zu haben. GLA100: Die Venen oder Blutadern ſind. weicher, als die Arterien, weniger zuſammengeſeßt, beſißen die Fähigkeit, ſich zuſammenzuziehen, nur in einem ſehr geringen Grade, und unterſcheiden ſich von den Arterien ſogleich dadurch, daß ſie inwendig mit Klap- pen verſehen ſind, Sie entſtehen aus den feinſten Zeräſtelungen der Arterien, und bilden an' ihrem Urſprunge äußerſt feine Kanäle, welche ſich unter- einander verbinden, dadurch immer größer werden, und endlich zu großen Hanptkangälen zuſammen flieſ- ſen, die alles das Blut, welches nicht zu den ver- ſchiedenen Abſonderungen benußt wurde, wieder zum Herzen zurückleiten. Sie ſind zugleich beträchtlich weiter und in zahlreicherer Menge da, als die Ar- terien 3 übrigens haben ſie im Allgemeinen mit dieſen „verl Ihnen! (YL ffe(4 (m v8 ae beſch des im 1108 | ganlic 4 | Oehlvet |, Zum ( DENE |"une 10 de aB wiede Zu zun ZN | v6(498 |" NE h jeh || Jun beſos DENN vm| t imb&; M Ire On ſich"3 mhle vb en ab; Ww das Zwer: (agen, dii Jekröſe und Yeſchlechts- d die unte ont ich hier r Verzwei: jen wollte; Vertheilung ind. weiche, kt, beſihen nur in einem ſich von de! jg mit Klap- 3 den feinſten ven an ihren he fic) unter er werden, ſammen ſieh t zu den M1 0, wieder zun ah beten as War [] us einen m uiiter 1 Zhen 129 einerlei Verlauf, und laufen bald über bald neben ihnen her. Wir können die ſämmtlichen Venen des thieri- ſchen Körpers in drei verſchiedene Gattungen einthei- len, von.denen jede einen eigenthümlichen Bau, eine beſondere Lage und eine beſondere Beſchaffenheit des in ihr enthaltenen Bluts beſit. Cs ſind dieſes nemlich die Lungenvenen, die Pfortader und die Hohlvenen. Die Lungenvenen entſpringen aus den fein- ſten Zeräſtelungen der Arterien, welche ſich in der Lunge verbreitet“haben. Sie nehmen das durch die eingeathmete Luft in den Lungen veränderte Blut wieder auf, verbinden ſich nach und nach zu größe- ren Zweigen und Kanälen, und führen durch fünf bis ſechs Hauptſtämme das Blut wieder zu der lin- ken Nebenkammer des Herzens zurü>. Sie be- ſiken feine Klappen, und ihre Wände ſind dicker, ſiärker und elaſtiſcher, wie die der übrigen Venen. Unter dem Namen der Pfortader begreift man ein beſonderes Syſtem von venöſen Gefäßen, wels- ches den Berdauungswerkzeugen angehört, und ais den Venen der Milz, des Magens, des Darm- Fanals und der Bauchſpeicheldrüſe gebildet wird. Dieſe Venen vereinigen ſich nach und nach zu einem großen Hauptſtamm, welcher in die Leber eindringt, ſich hier verbreitet, und ein ſ dia I33 (ſ. S. 100), wodurc< der ſchon veränderte Nah- rungsſaft und die lymphatiſche Flüſſigkeit dem Ve- nenblute zugemiſcht, und mit ihm dem Herzen zuge» führt werden. Dieſes Venenblut hat eine ſbeins3 eben ſo kann man ihn auch.au der Kopfſchlagader fühlen. G"1039 Das Blut dient, als allgemeines Vehikel der tahrungsftoffe nur vorzüglich dazu, die verſchie- denen Theile des Körpers zu ernähren. Dieſes ge- ſchieht theils unmittelbar, indem es zu den Theilen hingeleitet wird, welche eines Erſaßes bedürfen, theils mittelbar, indem gewiſſe flüſſige und feſtere Subſtanzen durch eigenthümliche Organe aus ihm abgeſchieden, und zu beſonderen Verrichtungen ver- wendet werden. Die aus dem Blute abgeſchiedenen Subſtanzen ſind aber noch verſchieden nach der Art der Organe, wodurch ſie abgeſondert werden. Man unterſcheidet vorzüglich die' Abſonderungen durch Häute, durch Bälge und durc Drüſen. Die Abſonderungen durch Häute, welche auf allen Oberflächen des Körpers, in den Höhlen der Eingeweide und ſelbſt in den Zwiſchenräumen des Zellengewebes Statt finden, werden durch die ſoge- nannten aushauchenden Gefäße bewirktz ſie ſind aber noch verſchieden in Hinſicht ihrer Beſchaffenheit und ihres Nußens. Einige ſind wäſſriger Art, und T.36 üm werden auf den Häuten der Eingeweide abgeſchie- den, um dieſe ſchlüpfrig zu erhaltenz ſie werden hier aber wieder von den auf dieſen Oberflächen anfan- genden Sauggefäßen aufgenommen, und dem Blute wieder zugemiſcht 3 andere werden auf der Oberfläche der Haut und der Lungen abgeſondert, und hier als überflüſſig ausgeſchieden 3 noch andere endlich, welche in den Zwiſchenräumen des Zellengewebes abgeſchie- den werden, ſind öliger Art, und bilden hier das Fett. Über die Beſchaffenheit deſſelben habe ich frü- her im FC. 22 ſchon geſprochen 3 es findet ſich vor- züglich in dem Zellengewebe unter der Haut, zwi- ſchen der Bauchhöhle und der Bauchhaut, an den Rioren, dem Gekröſe 2. Die Abſonderung deſſel- ben wird beſonders durch kräftige und leicht verdau- liche Nahrung und durch Ruhe befördert 3 eine über- mäßige Fettbildung tritt aber erſt bei den Thieren im reiferen Alter ein, im früheren hingegen werden die eingenommenen Nahrungsmittel noch zur Aus- bildung des Körpers verwendet. Cine zweite Art der Abſonderungen geſchieht durc) die Schleimbälge 3 aber auch in dieſem Falle ſind die abgeſonderten Subſtanzen verſchieden nach der Art der Organe, und dem Nußen, welcher durch ſie beabſichtigt wird. Einige von ihnen find ſchlei- mig, und befinden ſich vorzüglich auf der Oberfläche ver Oräane, welche zur Aufnahme und Verarbei- tung der Nahrungsmititel beſtimmt ſind, wie im Schlünde; Magen; dem Darmkanal 2c. 3 ähnliche | | | | finde!| gl? mot! (m Zuge ber 08 (14 Ae vem Nigg Vari Went 8 weg nig wag M betta: ihre e abgeſhe verden hit hen anfa: dem Blute Oberfläche nd hier als lich, welche 7; abgeſchie- n hier das abe ich frü- et ſic) vor- Haut, zwi wt, an det erung deſſel oicht verdaur ; eine über- den Vieren egen werden 4 zur Aus: gen geſchieht „ dieſem Falt „ſchieden nac) welcher dur „ ſind ſchl) ot Oberflat! und Verar / find, m (46) ji bie E37 finden auch in den Lungen, der Urinblaſe, den Ge- ſchlechtstheilen 2c. ſtatt 3 andere ſind wieder bliger und fettiger Art. Endlich werden durch die Drüſen verſchiedene Flüſſigkeiten aus dem Blute abgeſchieden, welche aber ebeafalls untereinander ſehr verſchieden ſind. So gehören hieher mehrere, welche wir bereits ken- nen gelernt haben, wie die Galle(5. 86), der Spei- hel.(S. 79) und der Saft der Bauchſpeicheldrüſe (5. 87), und wieder andere, welche wir noch aus- fährlicher betrachten werden, 3. B. die Milch, der Same, die Thränenflüſſigkeit u,[ſ. Ww. H. Von ven Empfindungvorganen und den Sinneswerkzeugen der Säugethiere. Gs„104, Die Organe der Empfindung kennen wir unter dem Namen der Nerven, über die ich früher im 5. 34 ſchon etwas im Allgemeinen geſagt habe. Sie gehen theils aus dem Gehirn, theils aus dem Rücken: marke, einer Verlängerung deſſelben, hervor, und ſtehen daher alle mit einander in Verbindung. Ehe wir dieſe Theile, aus denen ſie ihren Urſprung neh- men, ſo wie die verſchiedenen Nerven ſelbſt näher betrachten, wollen wir ſie im Allgemeinen, ſo wie ihre Wirkungsart, näher kennen zu lernen ſuchen. 138<2eamiis erw Die Nerven entſpringen in ziemlich dicken Bün- deln, welche größtentheils, außer dem Geruchs- nerven, paarweiſe hervorfommen 3 ſie verbreiten ſich nachher in die verſchiedenen Theile des Körpers, zeräſteln ſich dabei außerordentlich, und werden end- lich ſo fein, daß die kleinſten von ihnen nur unge- fähr 55% 55 des Durchmeſſers eines Haars betragen. Während ihres Verlaufes verbinden ſich oft mehrere ihrer Äſte wieder, und bilden Knoten(Ganglien), die von einigen Phyſiologen als Sympathien gewiſ- ſer Theile unter einander angeſehen wurden, welches ſie aber nach den neueren Beobachtungen nicht ſind. Die Nerven ſind die Leiter des Gefühls, zugleich aber auch die Erregungsorgane der Bewegungen z denn wenn eine Nerve unterbunden oder. durchſchnit- ten wird, hört das Gefühl des Theils, wohin er läuft, auf; zugleich wird aber auch die Bewegungs- fähigfeit dieſes Theils dadurc< aufgehoben. Cine Bewegung bemerkt man an ihnen nicht, ſondern ſie haben nur das Vermögen, die Bewegungen der Musfkeln zu erregen, auf welche ſie einwirken. Über die Wirkung der Nerven ſind die Meinun- gen getheilt? Ginige glauben, es ſey eine ſehr feine, flüſſige Materie, von electriſcher oder galvaniſcher Art in ihnen enthalten, und dieſes ſcheint viele Wahre ſcheinlichkeit für ſich zu haben 3 Andere nehmen ein gröberes materielles Nervenfluidum darin an, wel- ches aber nicht wahrſcheinlich iſt. .D' wö fo MW, Y Gufe] (tend jben 0.4 (je«10 | gnöhn3 | ig Im (vj Die | Gol D wißt | Gele ld | jen dE jm IH | Pen | pets aid |Iufcu Viel NNEN (en Ner (us (| inly betlhy| jen un vun) 4 (Fet Vi: | Gerücht: verbreiten Körpers, erden end- nur unger betragen, ft mehrere Janglien), jen gewif: 1, welches iht ſmd. [3, zugleich wogungen; urcſchmt: wohin er ewegungs? ew Eint ſondern ſi gungen ds virfen, vie Meinte ſchr feint» galvaniſch „viel Bahv e vehmen on ej M vv I39 Die EmpfindlichFeit der Nerven kann durch eine mäßige Reißung bedeutend erhöht werden 3 daher Fann man mehrere Sinne, 3. B. das Geſicht, Ge- hör, den Taſtſinn 2c. zu einer ſo ausnehmenden Stärke erheben. Dagegen af man wieder durch übermäßig angebrachte Reiße die Nerven gegen die- ſelben abſtumpfenz ſo iſt es bekannt, daß ſich Men- ſchen an ſchädliche und ſogar giftige Subſtanzen gewöhnen können. Vielleicht entſteht es auch aus dieſer Abtumpfung der Nerven. gegen gewiſſe Reibe, daß Menſchen und Thiere einige Krankheiten nur Einmal in ihrem Leben befFommen. Wird ein Nerve an einer Stelle ſehr heftig ge- reißt, ſo ſcheint ſich auch die Nervenkraft nach dieſer Stelle vorzüglich hinzuziehen 3 um einen ſolchen hef- tigen Reiß von einem Theile des Körpers zu entfer- nen, bringt man oft Gegenreiße, durch ſpaniſche Fliegen, Haarſeile 2c. an anderen Theilen des Kör- pers an, und bewirkt dadurch, daß ſich die Nerven- Fraft von jenen gereißten Theilen zu dieſen hinzieht. Wie ich vorhin ſchon ſagte, ſtehen mehrere Ner- venfaſern untereinander in Verbindung z wird daher ein Nerve an einer Stelle des Körpers heftig gereißt, ſo wirkt dieſer Reiß oft zugleich auf einen ſehr ent- fernten Theil des Körpers ein, mit dem jener Nerve in Verbindung ſteht. So entſteht 3. B. bei Kopf- verleßungen häufig Erbrechen, und wieder bei Std- ßen und Schlägen auf die Magengegend Betäubung z durc) Kißeln im Halſe wird Erbrechen, durch eine Reißung der Naſennerven Erſchütterung des Zwerch- fells bewirkt 2c- Bei ſehr heftiger Reißung eines Nerven entſtehen oft ſchrekliche Wirkungen auf den ganzen Körper, 3. B. Epilepſieen und Krämpfe. Auf das Herz haben die Nerven keinen eigent- lichen Einfluß, aber deſſen ungeachtet wirken ſie auf die Circulation des Bluts ein, indem ſie mehrere Arterien umflechten und dadurch den Pulsſchlag bis- weilen vermehren. Gleichfalls haben ſie auf die Abſonderungen des Körpers einen bedeutenden Cin- fluß 3 ſo werden 3. B. durch Reißung der Geſchma>s- nerven die Abſonderung des Speichels, durch ſchmerz- hafte Empfindungen die der Thränen, durch unan- genehme Empfindungen eine zu ſtarke Abſonderung der Galle 2c. bewirkt. Bisweilen nehmen denn dieſe abgeſonderten Säfte eine widernatürliche Beſchaffen- beit an, wie der Geifer des tollen Hundes 2c. OZ 105%; 5710 METEO)Z EN NETE? Das Gehirn iſt in dem Schedel der Thiere ein- geſchloſſen. Nimmt man dieſen ab, ſo bemerkt man zuerſt mehrere Häute von verſchiedener Beſchaf- fenheit, welche dazu beſtimmt ſind, die Maſſe des Gehirns zu umhüllen und die Blutgefäße aufzuneh- men, welche in dieſelbe eindringen. Man unter- ſcheidet drei ſolcher übereinander liegender Häute. Die äußerſte heißt die harte Hirnhaut(dura mater); ſie iſt von feſter, ſehnigter Beſchaffenheit, und von weiſſer Farbez ſie kleidet ferner nicht allein die gu! verl vy ör ht? Ailton, 1 fip am 60 Ziſchen! | Alter 7 fas gelt | um Sint "wK | wiſſens | ſon | 0) | jim 901x | ves ily | Wutſch 7 ung Vin dm Gi) In Ane nN han eb, des Zh: Bungy eim gen auf dey rämpfe, en eigent- ien fie auf ſie mehrete Sſchlag bis: ſie auf die tenden Ein- Geſchmats- uh ſce): dur unn: Mbſonderunz en deim Dieſe » Veſchaffen- Y8 Ur er Whiere eit dener Beſchaf die Maſſe des füße guſunche Ray unte gender Hau" „haut(8 1 Beſchaf" MA) wre gen die ganze innere Fläche des Schedels aus, ſondern verlängert ſich ſelbſt durch das große Loch des hinte- ren Schedelknochen, und erſtreckt ſich durch den Ka- nal der Wirbelbeine, um das Rüc>enmark einzu- hnllen. Sie beſteht aus zwei Blättern, welche ſich an einigen Stellen von einander entfernen, und Zwiſchenräume übrig laſſen. Das innere dieſer Blätter verlängert ſich an verſchiedenen Stellen in die Höhle des Schedels, und dringt zwiſchen die Subſtanz des Gehirns, um den Dru> der verſchie- denen Theile deſſelben aufeinander zu verhüten. Bei einigen Säugethieren bemerkt man eine Verknöche- rung dieſer Verlängerungen. Die erſte und wich- tigſte dieſer Verlängerungen wird der Sichelfort- ſaß genannt. Er erſtre>t ſich von der Stirne bis zum Hinterhaupte, ſteigt ſenkrecht von oben herab in die Maſſe des großen Gehirns, und theilt daſſelbe gewiſſermaßen in zwei Hälften. Cin anderer Fort- ſaß erſtre>t ſich in der Quere durc< den Schedel vom Hinterhaupte nach vorn zuz er trennr das kleine Ge- hirn vom großen, und wird die Sheidewand des kleinen Gehirns genannt. Ein dritter Fortſaß erſtreckt ſich von dieſer Scheidewand nach dem großen Loche des Hinterhauptbeins zu und theilt das kleine Gehirn in zwei Hälften z man nennt ihn den Sichelfortſaß des kleinen Gehirns. Unter dieſer erſten feſten Hirnhaut bemerkt man eine zweite, von ausnehmender Feinheit, welche man eben deswegen die Spinnewebehaut (Arachnoidea) genannt hat+- Sie überzieht das Gehirn in der Geſtalt eines Schaums. Die unterſte Haut heißt die weiche Hirnhaut (piaimater)z fie ruht unmittelbar auf der Maſſe des Gehirns, und iſt ſo genau damit verbunden, daß man ſie ohne Verleßung des Gehirns nicht ab- nehmen kann. TG: 306. Man unterſcheidet die ganze im Scedel enthal- tene Gehirnmaſſe in mehrere. einzelne Abtheilungen, nemlicht in das große Gehirn(cerebrum), das kleine Gehirn(cerebellum), die Brüc>e (pons'Varolii) und das verlängerte Mark (medulla oblongata); alle dieſe Theile werden wir nachher noch genauer betrachten. Außerdem bemerkt man,'das die ganze Gehirumaſſe noch aus mehre- ven Subſtanzen zuſammengeſeßt iſtz3 man unter- ſcheidet nemlicht? 4) die graue oder Rindenſub- ſtanzz ſie hat eine grauweißliche Farbe, eine ſehr weiche Beſchaffenheit, umgiebt die übrigen Theile des Gehirns und liegt nach außen 3 unter ihr liegt die mittlere oder gelbe Subſtanzz ſie iſt gelb- lich, etwas conſiſtenter, und ſcheint den Übergang zu der folgenden am tiefſten liegenden Subſtanz zu machen, welche man die weiße oder Markſub- ſtanz nennt,'indem ſie weißer und feſter iſt als die'übrigen. Das. große Gehirn macht den größten Theil der Hirnmaſſe: aus 3 es nimmt den oberen Theil der | | | Shed abg! 1975 (un)) wander wieder( ber At erf | VE | puede] | mfen. 1 | jh m! bſandeß wan by Vea werd; zurſeg vad au gran), aher b, le bay, erzieht vy Hirnhaut f der Mäſſe verbunden, uns nicht ab: hedel enthel: Votheilunget, ( cerebrun), , die Brie erte Matt le werden dem bemertt aus mehte- wan unter“ Indenſub- be, ene ſeh! origen Zeil! unter ihr 1109! ;; ſei zh den Übergan) 4 Subſtanz y Rarkſud » fee iE 0 » ep" heren «ul AER 143 Schedelhöhle ein, und hat eine eiförmige, unten abgeplattete, nach vorn ſchmälere, nach hinten etwas breitere Geſtalt. Cs beſteht aus zwei Stücken, die durch den Sichelfortſaß der harten Hirnhaut von einander getrennt ſind. Jedes dieſer Stücke beſieht wieder aus zwei Lappen, die man beſonders auf der unteren Fläche deutlich bemerkt. Auf ſeiner Oberfläche bemerkt man eine Menge Vertiefungen, die etwas in die Subſtanz eindringen und nach ver- ſchiedenen Richtungen in einer geſchlängelten Lage laufen. Im Innern des großen Gehirns befinden ſic) mehrere Höhlen und Gänge, ſo wie mehrere beſonders gebildete Theile der Markſubſtanz, denen man beſondere Namen beigelegt hat, deren genaue Beſchreibung uns hier aber zu weit führen würde. Das kleine Gehirn, welches bedeutend klei- ner iſt, als das große, liegt in der unteren Ver- tiefung des Hinterhauptfnochen, und wird durch die früher genannte Scheidewand vom großen Gehirn getrennt. Cs beſibt. gleichfalls Windungen und Furchen, die aber regelmäßiger laufen, wie im großen Gehirn. Auch bei ihm bemerkt man zwei Abtheilungen, welche durch den Sichelfortſaß gebil- det werden. Die Markſubſtanz iſt in ihm in gerin- gerer Menge.enthaltenz ſie erſtreckt ſich zugleich mehr nah... außen, zeräſtelt ſich, wird immer: von der grauen Rindenſubſtanz umgeben, und. man bemerkt daher bei einem ſenkrechten Durchſchnitte deſſelben die baumförmige Ausbreitung der Markſubſtanz, 144== welche man den Baum des Lebens(arbor vitae) genannt hat. Mit dem Namen der Brü>e bezeichnet man eine große weiße Erhabenheit am Grunde des großen Gehirns, welche dieſes mit dem kleinen Gehirne verbindet. > Bei dieſem Theile fängt zugleich die Fortſeßung des Gehirns an, welche ſich durch das große Loch des Hinterhauptknochens erſtre&Xt, durch den ganzen Kanal läuft, welchen die Wirbelbeine bilden, und die man das Rückenmark(medulla 8pinalis) neunt. Man theilt es in zwei Stü&>e, neunt nemlich den oberen Theil, welcher ſich noch innerhalb des Sche- dels befindet, das verlängerte Mark, den an- deren hingegen eigentlich das Rü>enmark. Es "wird, ſo wie das Gehirn, von der Fortſeßung der harten Hirnhaut umhüllt, und beſteht größtentheils aus Mark, welches nur mit weniger Rindenſubſtanz umgeben iſt. GIEEMOZ« Vorzüglich aus der Gehirnmaſſe, zum Theil aber auch aus der Verlängerung derſelben, dem Rückenmarke, gehen nun die verſchiedenen Nerven hervor, deren Urſprung und Hauptverlauf uns hier nur beſchäfftigen ſoll, weil eine genaue Verfolgung ihrer feinſten Äſte und Verzweigungen uns zu weit führen würde. Die mehrſten von ihnen, außer dem Geruchs- nerven, entſpringen paarweiſe, treten aus eigenen, zu ihn bofiu De we june Orfinä! | Difun/ gungöne fier die 5 | pia ! | 14) | Mnatonß ſchiede ſpring iN: | actor vr Guß | um Gil Melle ft | Aniſe - Ier Chy u] 006] ry we; Bethe fäden, verbind jder di | Crom, inet Hat des großen 1 Gehitne Yortſeßun große Loc) en ganzen (den, um 1) nennt, vem dy h des Schi: FE, den aM nar EG tſeßung det eoftontheils Wenſubſtan zm Yi ſelben, dt yon Nerv! auf uns Wi! » Verfolgu 90:40 dem Guus ap 088 zu ihrem Durchgange im Schedel und den Wirbeln befindlihen Löchern hervor, und verbreiten ſich in die verſchiedenen Theile des Körpers. Ihrem Ur- ſprange nach theilt man ſie ein? a) in Nerven des Gehirus, und db) Nerven des Rüenmarksz ihrer Wirkung nach hingegen in Sinnesnerven, Bewe gungsnerven und gemiſchte Nerven, Wir werden hier die erſte Eintheilungsart wählen, weil ſie die faßlichſte iſt, A. Nervein des Gehirns, Man zählt deren gewöhnlich neun(einige neuere Anatomen auch wohl eilf) Paare, welche an ver- ſchiedenen Stellen gus der Baſis des Gehirns ent? ſpringen. 1iſtes Paar: der Geruchsnerve(Nervus olfactorius). Er entſpringt mit drei Wurzeln aus der Grundfläche der vorderen Gehirnlappen, läuft zum Siebbeine(5. 50), verdit ſich hier und zer- theilt ſich nun in eine Menge Äſte, welche durch die Zwiſchenräume des Siebbeins dringen, und ſich auf der Schneiderſchen Membran(welche das Junere der Naſenhöhle auskleidet) verbreiten, otes Paar: der Sehenerve(N. opticus). Er entſpringt im Jnnern des Gehirns aus einey weiſſen Erhabenheit der Hirnmaſſe, welche man das Bette des Sehenerven nennt, läuft dann zur Grund»- fläche des Gehirns, wo ſich das Paar miteinander verbindet, dann wieder trennt, und worauf nun jeder durch ein hinter der Augenhöhle befindliches Crome's Handb. 111. IO 146 20 a Loch in dieſelbe eindringt, und hier die ſogenannte Neßhaut des Augapfels bildet, welche wir noch ken- nen lernen werden. 3tes Paar: der bewegende Augennerve (N. oculo möotorius). Er entſpringt da, wo das große und kleine Gehirn ſich vereinigen, aus dem ſogenannten Stiel des Gehirns, tritt auch durch eine, in der Augenhöhle befindliche Spalte, und theilt ſich in zwei Hauptäſte, welche zu den Muskeln des Aug- apfels laufen. 4tes Paar? der Rollnerve(N. trochlea- r18), Er entſpringt ebenfalls im Innern des Ge- hirns, dringt gleichfalls in die Augenhöhle und ver- breitet ſich im ſchiefen Muskel des Augapfels. 5tes Paar: der mittlere ſympathiſche Nerve(N. 8ympathicus medius), Jn Hinſicht ſeiner Zeräſtelung iſt er einer der größten. Er ent- ſpringt aus dem hinteren Seitentheile der Varoliſchen Brücke(FC. 105) und beſteht, ſo wie er hervorkommt, aus zwei Portionen, die ſich aber nachher wieder mit einander verflechten. Nach dieſer Verflechtung ſpaltet er ſich in drei Hauptäſte, welche wieder eine Menge Nebenäſte abgeben. Der erſte Aſt läuft zur Augenhöhle und vertheilt hier ſeine Nebenäſte an die Stirn, die Augenlieder, die Thränendrüſe und die Naſe. Der zweite Aſt breitet ſich mehr in der oberen Kinnlade ausz er vertheilt hier ſeine Äſte ſowohl in den oberen und äußeren, als auch in den inneren Theilen derſelben, ſchi>t einige in den Gau! umd! lm Au Obi Kegendet Zu)| 0 blue Rider ſinn V einene Hals) mitn fung 4 den Di dur dy | ih je | 0 | ih aus | din jeho ſogenann t no Fot): gennerbe ), wo das dein durc eine, ) theilt fich | des Auge trochlea- en des Os ple und vers pfols, athiſche 4 Hinſicht , Erent- Baroliſchen voor) hher wiede Verflechtung wieder ein e Nf(uft » Nebenäſte hränendrüf ih mehrt 178(1112,.008 eee 147 Gaumen, das Zahnfleiſch, zu den Zähnen ſelbſt, und andere zu den unter den Augen liegenden Thei- len des Geſichts. Der Z3te Aſt geht zur unteren Kinnlade, und vertheilt hier ſeine Nebenäſte an die Gebißmuskeln, ans Kinn, die Zunge und die um- liegenden Theile derſelben; auch ſchit er einen Zweig in die Schläfe und zum äußeren Gehörgange. 6tes Paar? der ableitende Nervel(N. abducens). Er entſpringt da, wo das verlängerte Rückenmark gleich hinter der Varoliſchen Brücke ſeinen Urſprung nimmt, läuft nach vorn, und giebt einen oder zwei Äſte ab, welche durch den Kanal der Halsſchlagadern herabtreten, und, indem ſie ſich mit einigen andern Nervenäſten vereinigen, den An- Fang des großen ſympathiſchen Nerven bilden, auf den wir ſpäterhin zurückkommen. iachber geht er durch die obere Spalte der Augenhöhle und zertheilt ſich hier in einem der Augenmuskeln. '71e8 Paar: dieſes Nervenpaar beſieht eigent- lich aus zwei ganz verſchiedenen Nerven, von denen ein jeder ſeinen eigenthümlichen Urjprung, Fortgang und Nußen zeigt. Den einen nennt man die weiche Portion, oder den Gehörnerven(N- acusticus), welcher im Innern des Gehirns entſpringt, und ſich in die ſämmtlichen inneren Gehörwerkzeuge verbrei- tet. Der andere heißt die harte Portion, der kleine ſympathiſche Nerve oder der Geſichtsnerve (N. communicans faciel eto.). Er entſpringt aus der Varoliſchen Brücke, vereinigt ſich zuerſt mit dem LON 148 vorhergehenden, geht mit ihm durch einen. Theil des Gehörganges, giebt hier Äſte ab an die inneren Theile des Ohrs und ans Trommelfell, und ver- breitet ſich dann am äußeren Theile des Geſichts. Das 8te Paar beſteht wieder aus zwei ver- ſchiedenen Nerven, welche ihren eigenthümlichen Ur- ſprung und Verlauf haben. Der eine heißt der Zun- gen- und Schlundnerve(N. glos80 pharyn- geus); er entſpringt mit mehreren Wurzeln aus dem oberen Theile des verlängerten Marks, ſteigt mit dem folgenden durch eine Offnung des Scedels herab, und giebt ſeine Äſte theils an die Zunge, theils an den Schlund ab. Der zweite wurde von den Alten der herumſcennerven entſpringen aus den Wir: beln zwiſchen dem Schedel und der Inſertion der erſten Rippez. ſie verbreiten ſich. in die Hals- und oberen Rükenmuskeln. Die RüCennerven kom- men aus den ſämmtlichen Rückenwirbeln hervor, und verbreiten ſich in die Rücken- und die zwiſchen den Rippen liegenden Muskeln. Die Lenden- nerven entſpringen aus den Wirbeln zwiſchen dem erſten Lendenwirbel und dem heiligen Beines ſie ſind ſtärker und dier wie die Rücennerven, und ver- breiten ſich theils in die Geſchlechtstheile, theils in die Bauch- und oberen Schenkelmuskeln. Die Ner- ven des heiligen Beins kommen aus dem Ende des Rückenmarks im heiligen Beine hervor, und verbreiten ſich ſämmtlich in die inneren und äußeren Geſchlechtstheile. ; C. Nerven der Gliedmaßen, a. Nerven der oberen oder vorderen Gliedmaßen. Die vier unteren Halsnerven und der erſte Rük- Fennerve vereinigen ſich unter dem Halſe, und bilden ein großes Nervengeflecht(plexus brachialis), wel: iger Durchgang befindet. Bei anderen, 3. B. den Hunden und Pferden, beſteht es qu1s 3 von einander abſtehenden Stü>en, von de- nen das eine von oben und hinten, die anderen bei- den aber ſeitwärts, als Verlängerungen des Felſen- beins in die Hirnhöhle hinein ragen. Von den Sinneswerkzeugen, FS. 109. Bom Geficht Das merkwürdige Werkzeug, wodurch die Em- vfindung des Sehens im menſchlichen und thieriſchen Kykper bewirkt wird, iſt das Auge, welches wir (ed hu? wwe fe' fu! jm)! pong Ü NEE eme ver(at) Vs Ys ſener nähern al | Augelfönf jmundh (diz dj duch ue | halo) |' Di When: +[8,4 wm "Wt hin Nett welt Gie be (web veſonden ier Tl jen Uhie- „ daß er Feinheit Auch if thältniß tenmar? und flel- coßen ey neten ein j 3,8, die und Bis 1 welcher befindet, x beſteht 1, von de deten be!- 03 Felſet! el „h die Ew d hier w( ve yy" ZIE 153 bei allen rothblütigen Thieren in zweifacher Zahl an ihrem Kopfe finden. Jedes Auge liegt in einer eige- nen, am Schedel befindlichen Höhle, welche wir früher(5. 54) unter dem Namen der Augenhöhle kennen gelernt haben. In dieſer Höhle befinden ſich mehrere Löcher und Spalten, welche zum Durch- gange der zum Auge laufenden Nerven und Blut- gefäße beſtimmt ſind. Ihre innere Fläche iſt mit einer Haut ausgekleidet, welche als eine Fortſeßung der harten Hirnhaut anzuſehen iſt. Wir werden hier zuerſt den ſo zuſammengeſeßten Augapfel ſelbſt, nachher aber die Theile, welche zu ſeiner Bewegung, ſeinem Schuße 2c. beſtimmt ſind, näher betrachten. Das Uuge erſcheint uns als ein“mehrentheils fugelförmiger Körper, welcher aus mehreren Häue ten und Feuchtigkeiten zuſammengeſeßt iſt, und theils durch die Fortſeßung ſeiner äußeren Haut, theils durch mehrere eigenthümliche Muskeln in ſeiner Lage gehalten wird. Die äußere Haut, welche den Ball des Auges größtentheils umgiebt, wird die weiße Haut(Sclero- tica 8. albuginea) genannt. Sie überzieht den hin- teren und die Seitentheile des Augapfels, und läßt nur hinten ein Loch zum Durchgange des Augen- nerven offen 3 vorn grenzt ſie an die Hornhaut, welche den vorderen Theil des Augapfels überzieht. Sie beſteht aus einem ſehr feſten, elaſtiſchen Zellen- gewebe, und iſt, beſonders nach hinten zu, ziemlich 134 El dic 3 gegen die Hornhaut hin wird ſie dünner 3 auch bemerkt man bei einigen Thieren, welche abwech- ſelnd bald in der Luft, bald im Waſſer ſehen müſ- ſen, daß ſie von ſehr abwechſelnder DiXe, und wahrſcheinlid durch Ausdehnung und Zuſammen- ziehung fähig iſt, die Axe des Auges zu verlängern und zu verkürzen. Der vordere, durchſichtige Theil des Augapfels wird von der Hornhaut(cornea) bedeXt, welche- da anfängt, wo die weiße Haut aufhört. Site iſt nach außen bald mehr, bald minder gewölbt, nach innen coucav, und beſieht aus mehreren, regelmäßig übereinander liegenden, durchſichtigen Blättchen. Sie iſt von ſehr feſter Beſchaffenheit, ſchüßt den vor- deren Theil des Auges, und nüßt zugleich dazu, die Lichtſtrahlen dur 1I0- Wir hätten nach dieſer Beſchreibung der inneren Theile des Auges nun noch die äußeren Theile deſſel- ben zu betrachten, welche theils zu ſeinem Schuße, theils zur Bewegung, theils zu anderen Zweden daſſelbe umgeben. Jedes Auge wird durch ſechs Muskeln in ſei- ner Lage in der Augenhöhle gehalten, wodurch zu- gleich ſeine ausnehmende Beweglichkeit bewirkt wird. Viere derſelben bewirken die Bewegung des Aug- apfels in grader Richtung nach oben und unten, und den beiden Seiten, die beiden anderen bewegen ihn in ſchiefer Richtung nach oben und außen, und nach innen und unten. Außerdem erhält der Augapfel mehrere Blut- gefäße und Nerven z die Nerven, welche zu ihm gelangen, ſind ſehr zahlreich, und zwar gehören hieher das 2te, 3te, 4te und 6te Paar, und der erſte Aſt des fünften Paares(ſ. 5. 106). Noch ſind uns die ſogenannten Thränen- organe des Auges merkwürdig, welche man in die Abſcheidungs- und Einſaugungsorgane unterſcheidet. Zu den erſten gehört a) die Ver- | anne nme. genen bini! Ver eh, ies, fürn D hit, W jmht,! km uf; [m ſel | fihebat | 11 lis) ail der 4. Tyr, | jeher 48 FID: bts DENN dur) 1 feen Dy erhalteng Wind; "dere jh: 1gen beiy en eigent: e ſind mit in die Jef der Inten eile deſs) new Ghuße eren Zuefen feln inh wodutt) 1 vines win des Vug: unten, un bewegen ih! oy und 10) ehrt Dit velhe zu „war(ehh! zwar 1| gat, un Ww 0). hren welche m" ung80" : a) dy pe bindungshaut(«conjunoctiva). Sie iſt eine Verlängerung der inneren Platte der beiden Augen- lieder, und überzieht ſowohl die weiße Haut des Auges, wie die Hornhaut. Im geſunden Zuſtande führen die Gefäße derſelben eine wäſſrige Feuchtig- Feit, welche einen Beſtandtheil der Thränen aus- macht, und man ſieht ſie daher nicht 3 nur im kran- ken Zuſtande, 3. B. bei Augen-Entzündungen, fül- len ſie ſich bisweilen mit Blut, und werden nun ſichtbar. b) Die Thränendrüſe(glandula lacryma- 1is) giebt einen bedeutenden Antheil zur Bildung der Thränen. Sie liegt in der oberen Gegend der Augenhöhle, hat eine rundliche Form, beſteht aus einer Menge kleiner Klümp ſelbſt, ſo wie die Kanäle liegen in einer tiefen Rinne, welche ſich an der oberen Kinn- lade nahe am Auge befindet 3 ſie endigt ſich in dem Naſenkanal, welcher die Thränen aus dem Thrä- nenſa>e in die Naſenhöhle leitet. Zum Schuße gegen das Licht und das Eindrin- gen verleßender Körper, iſt jedes Auge noch mit den Augenliedern umgeben, welche man in das obere und das untere. unterſcheidet. Sie ſind als eine Fort- ſeßung der Haut. anzuſehen, welche den vorderen Theil des Kopfs überzieht. Beide ſind mit meh- reren Muskeln verſehen, welche ihre Bewegung be- wirken. Außerdem bemerken wir an ihrem Rande eine Reihe von Haaren, welche unter dem Namen der Augenwimpern bekannt ſindz dieſe befin- den ſich aber nicht bei allen Thieren an jedem Augen- liede, ſondern bei vielen iſt nur das obere damit verſehen, und dem unteren, welches bisweilen, wie beim Pferde, ſehr klein iſt, fehlen ſie häufig. OL M1T12 Von den Gehörwerkzeugen. Die Gehörwerkzeuge liegen an der Seite der Schläfe, und der vorzüglichſte Theil derſelben iſt von dem ſogenannten Felſentheile(pars petrosa) des Schläfenbeins eingeſchloſſen. Man unterſcheidet ſie in das außere, mittlere und innere Ohr, | Vell 1 M peln! Yu 91 ſit Wa Wobenpet hſande9 ven(uf dieſe 8X fimmah ym del form[1 en R na) di de nerd [M ve Nh I aw | 0 |€ jf€ ihnen. Dull: Is well n führ,) ſip bas btihni Crom, , jh If: 7 Offi €[legen I! eren Kit: 1) in det) demn Zil: - < mit de! das obere eine Fott- 1 verden) d mit mi): wegung bi: rom Ran! m Natten eſe befitt em Augen bere dam) vellen, 1) ufig , Geite de! derſelben 3 pero) unterſg“ get"6 Zan 161 Das: äußere Ohr beſteht aus den Ohrknor- peln, dem äußeren Gehörgange und dem Paufen- oder Trommelfell. Die Ohrknorpeln liegen an der äußeren Seiten- fläche des Kopfes, und ſind mit verſchiedenen Er- habenheiten und Vertiefungen verſehen, denen man beſondere Namen gegeben hatz ſie hängen unten mit dem äußeren Gehörgange zuſammen, ihr übriger Theil iſt frei. Bei den verſchiedenen Thieren ſind dieſe Knorpel von vielartiger Bildung, indeſſen ſtimmen ſie doch bei allen darin überein, daß ſie, um die Schallſtrahlen aufzufangen/ eine Trichter- form beſißen. Zu eben dem Zwede ſind ſie mit meh- reren Muskeln verſehen, wodurch ihre Bewegung nach dieſer und jener Seite 2c. bewirkt wird. Auch den menſchlichen Gehörknorpeln fehlen dieſe Mus- feln nicht3 ihre Wirkung wird nur gewöhnlich durch die dicht anſchlieſſenden Kopfbede&ungen vermindert vder auch ganz aufgehoben. Die mehrſten vierfüßigen Thiere ſind mit dieſen Ohrknorpeln verſehen, und es giebt nur wenige un- ter ihnen, 3. B. die Robbenarten, die Seekuh, den Maulwurf 2c., denen ſie fehlen. Der äußere Gehörgang beſteht in einer Rohre, welche zu den tiefer liegenden Gehörwertkzeugen führt, am Grunde der Ohrknorpel anfängt und ſich bei dem Trommelfelle endigt. Man unterſchei- det ihn in den knorpligten und den knöchernen Theilz Crome? s Handb. VI, LL 162 n= jener liegt nach außen und iſt noch als eine Fort- feßang der Ohrknorpeln anzuſehn, dieſer hingegen liegt mehr nach innen und befindet ſich“ im Schläfen- beine. JIuwendig iſter mit einer feinen, empfind- lichen Haut ausgekloidet, unter welcher ſich' mehrere Fettdrüſew befinden, welche das Ohrenſchmalz abſondery. Bei manchen im und am Waſſer leben? den Säugethieren iſt'er' mit einer beſonderen Klappe verſehen, welche ihn verſchließt, ſobald ſie unter- tauchen. Übrigens iſt er in Hinſicht: ſeiner Länge, Weite: und Richtung: bei den! verſchiedenen Thieren von/mannigfaltiger Bildung: Das Trommelfell'oder Paukenfell beſteht aus einer ſehr feinen, durchſichtigen Membran, welche am: Ende: des äußeren Gehörganges ausge- ſpannt iſe, und ihn von dem-mittlerew Ohye tvennt. ES verſchließt die Offnung völlig. Sein. Nußen beſteht darin, die Schallftrahlen aufzufangen, und durch die Erſchütterung, welche es dabei erleidet, ſie den tiefer liegenden Gehörwevfzeugen- mitzutheilen. O.. M1! Das mittlere Ohr wird aus der Pauken- höhle, den kleinem G'ehsxkuoke führt, und worüber eine dem Trommelfell ähnliche, feine Mem:- bran ausgeſpannt iſt. Im hinteren Theile der Höhle befindet ſich eine Grube, welche zu vielen kleinen Knochenzellen im Zißenfortſaße des Shläfenbeins führt. Bei vielen Thieren, namentlich den Kaßen, Hunden, Mardern, Haſen 2c. bildet dieſes Organ eine hohle knöcherne Blaſe: Bei dem Schweine und dem Rindvieh hingegen iſt dieſe Höhlung durch viele Knochenblättchen in längliche Zellen getheilt. Die ganze Paukenhöhle iſt mit einer ſehr feinen Haut ausgekleidet, welche. einen wäſſrigen Dunſt abſondert, der dazu nüßt, die Beweglichkeit der Gehörknöchelchen zu unterhalten. Dieſe drei kleinen Gehörknöchelhen, welche in der Paukenhöhle liegen, nennt man ihrer Form nach, den Hammer, Amboß und den Steigbügel. Der Hammer, welcher einer Keule gleicht, iſt mit ſeinem ſchmäleren Theile(dem Handgriffe) an das Trommelfell befeſtigt 3 ſein di>erer Theil(der Kopf) beſfißt eine Gelenkflähe, welche ſich mit dem Amboß verbindet. Dieſer hat ungefähr die Ge- ſtalt eines Bakenzahns, und liegt hinter dem Ham- imer; ex verbindet ſich dyrch eine Gelenkfläche mit LEX 164 ae» Garan dem dritten und hinterſten Gehörknöchelchen, dem Steigbügel, welcher die größte Ähnlichkeit mit dieſem Inſtrumente hat. Sein Fußtritt ruht auf dem eifdrmigen Loche der Paufenhöhle, und durch ſeinen oberen Theil(den Knopf) iſt er mit dem Am- boß verbunden. Alle dieſe drei ſehr kleinen Knd- dhelHen, welche allen Säugethieren zukommen, hän- gen durch Ligamente unter ſich zuſammen, und ſte- hen mit dem äußeren und inneren Ohre zuſammen. Sie werden durch mehrere eigenthümliche Muskeln bewegt, und dienen vorzüglich zur Fortpflanzung des Schalls. Durch die vorhin ſchon genannte Cuſtachiſche Röhre, welche ſich im Felſentheile des Schläfen- beins befindet, ſteht das mittlere Ohr mit der Na- ſen- und Mundhöhle in Verbindung. Sie ſcheint vorzüglich dazu beſtimmt zu ſeyn, Luft aus der Naſe in die Paukfenhöhle zu leiten, damit das Paukenfell nicht vom Drue der äußeren Luft leidez auch kann ſie den Shall dur) den Mund und die Naſe zum mittleren Ohre leiten. GS. I33. Das innere Ohr beſteht aus dem Vorhofe, den Bogengängen, der Schnee und der in- neren Gehörvffnungz alle dieſe Theile pflegt man auch wohl den Labyrinth zu nennen.| Mit dem Namen des Vorhofes bezeichnet man eine kleine Höhle, welche ſich hinter der Pau- Fenhöhle befindet z er macht den mittleren Theil des (abyt! Gut bude 17,1 piederd4 m M | wih] |(mut T (9) mh | FanlelNt mhs Gie jl egen dit vyfot % GE nh werb in us fp Cie[nis Wr NK iger Jae ' well),[8 Tem& hi Ve us mart ug nge il (qual det, m Iichfeit"Wt t ruht au und durch [ dem Am ien Rnd: Men, häu , ynd ſie Uſammen, wflanzung Euſtachiſche ; Cafe: it der Nas Sie ſcheint 3 der Raſe Paufenfel auch Fann » Noſe zum Rot)|] fe' ddr in heile pflegt je. ! er der Py "En R<= nl 165 Labyrinths aus, ſo daß nach vorn und innen die Schne>e, nach außen und hinten die Bogengänge daran ſtoßen. Durch das vorhin erwähnte eiförmige Loch hängt er mit der Paufenhöhle zuſammen, und wieder durch andere Offnungen mit den eben erwähn: ten angrenzenden Theilen. Außerdem entſpringt aus ihr ein Waſſergang(Aquaeductus Cotunni), den wir-ſpäterhin kennen lernen werden. Die Bogengänge liegen hinter dem Vorhofe nach außen. Es ſind dieſes drei runde gekrümmte Kanäle, welche ſich im Vorhofe öffnen. Man un- terſcheidet ſie in den oberen, unteren und den kleinen. Sie ſind mit Beinhaut ausgekleidet, und in ihnen liegen häutige, mit einer klaren, wöſſrigen Feuch- tigfeit gefüllte Röhren.“ Die Se liegt in einer ſhrägen Richtung nach vorn vor dem Vorhofe, ſo daß ihr Grund nach innen und hinten gegen den inneren Gehörgang ge- kehrt iſt,'ihre' Spiße hingegen nach vorn und außen. Sie hat ganz die Geſtalt eines Schne>enhauſes; durch ihre Mitte erſtreckt ſich e:n hohler, Fkegelfsr- miger Körper(das Säulchen, modiolus,«olu- mella), welcher den Hauptkanal für den Lauf der Nervenmaſſe bildet, und' um den zwei'und eine halbe Windung laufen. Alle dieſe Kanäle enthalten außer dem Nerven- mark und den häutigen Behältern eine klare, wäſſe- rige Feuchtigkeit, die man das Gehörwaſſer (aquula acustica) nennt, und welche dazu nüßt, die weiche Nervenmaſſe feucht zu erhalten, damit ſie den Cindru> des Schalls lebhaft empfinde. Sie wird durch die aushauchenden Gefäße der zum in- neren Ohre laufenden Artexien erzeugt, und ihr Überfluß wird durch eigene Kanäle wieder abgeführt, welche man die Waſſergänge nennt. Einen der- ſelben, welcher im Vorhofe entſpringt, nannte ich vorhin ſchonz der andere entſpringt in der einen Windung der Schnecke, und-öffnet ſich an der un- teren Fläche des Felſentheils im Schläfenbeine. Auf der hinteren, dem Gehirn zugekehrten Fläche des Felſentheils liegt-ein tiefes Loch, welches man den inneren Gehörgang nennt. Im Grunde deſſelben befinden ſich drei kleine Gruben, von denen die eine zur Schnecke, die andere zum Vorhofe, und die„dritte..in"den ſogenannten Fallopiſchen Kanal führt., In dieſen inneren"Gehörgang tritt nun das ſiebente Nervenpaar, welches, wie ich früher ſchon ſagte, aus zwei ganz verſchiedenen Nerven beſteht, von denen der eine den Gehörwerkzeugen nicht gehört, und durch den Fallvpiſchen Kanäl nach idem unteret Seitentheile. des Kopfs geleitet wird. Der andexe iſt der eigentliche Gehörnerve.3 er ſpaltet ſich“ in der Grube in zwei Theile, von denen der eine zum Vor- hofe und zu den Bogengängen, der andere durch die Schnecke läuft von hier venbreiten fich beide Theile weiter in dievorſchiedenen Gehörwerkzeuge. Im Ganzen genommen iſt der Bau des Ohrs bei allen. Säugethieren, wie ich ihn hier beſchrieben habe,, eis . I Ss MGL ſuſe.' Wirft, uw+ URL), (0) daz G9e) innert Ma few Wir leut ha 9) 7 kn. 16 Geh 99| Suhl feen Sia Widen 89 Mine ums Ww Ww Verf hen) "VE Gtirn 4; ett, dim me, Cy x zum ih: und iht abgeführt, Einen det hanhte ich der einen wm der une eine, rte Flache he m Im Gru , Aol den orhofe, un) hon Kanal je mun de früher ſhot „ven beſteht nicht gehört dem ute Der andett at fih in der pe zum Let: ere durh di vide H 7720 u de 1% je Wp habe,«ur bei den im'Waſſex. lebenden Xommen einige Unterſchiede vor- die ich hier übergehe. aue 6 Von den Geruchswerkzeugen. Das Werkzeug, wodurch der Sinn des Geruchs bewirkt wird, Fennen wir.unter dem Namen der Naſe. Inſofern ſie-als Reſpirationswerkzeug mit- wirkt, haben wir ſte früher ſon im'S. 92 betrach- tetz hier müſſen wir fie in diefer Beziehung noh etwas näher Xennen lernen. Die weſentlichſten Theile des Geruchsorgans ſind das Siebbein, die Muſcheln, die Nebenhöhlen der inneren Naſe, die Stirnhöhlen und die Schleim- Membränz"-aus'dem'Baue dieſer"Theile, welche wir theils im 9. 92, theils früher ſchon kennen ge- lovnt haben, läßt ſich ſchon"am Schedel die größere oder geringere Stärke ihres'Geruchsfinnes beuvthei- len.“ Vorzüglich künftlich gebildet finden wir das Siebbein beim Igel- Maulwurf, dem Hunde- und Kaßengeſchlechte, den mehrſten Thieren mit geſpal- tenen Klauen X."alſo überhaupt bei ſolchen, welche wegen ihres ſcharfen"Geruchs bekannt ſind. Eben ſo künſtlich ſind bei dieſen Thieren die Muſcheln im Wunern' der Naſe' gebildet. Die Stirnhöhlen finden wir'von ausnehmender Größe beim Elephanten, und dem ſcharfwitteinden Schweitesz bei vielen mit Hörz- nern verſehenen Thieren, namentlich dem Rindvieh, evſwveben ſie ſich ſelbſt bis in die Hornzapfen des Stirnbeins. 168=< 2050kenhöhle ein- geſchloſſenen ein 3; zu jenen gehören der Hodenſa>, die Hoden und die Ruthe, zu dieſen die Vorſieher- drüſe, die Saamenbläschen, die Saamenſtränge und der Ausführungsgang. Der Hodenſa> iſt der häutige Behälter der Hoden. Er beſteht aus einerſehr feſten, gekräuſel- ten, gewöhnlich behaarten Haut, welche. beſoaders viele Fettbälge enthält, und“ zur Aufnahme. ſo wie zum Schuße der Hoden dient. Unter dieſer äußeren Haut findet man no eine zweite, ebenfalls feſte, elaſtiſche Haut,„welche die innere Oberfläche des Hodenſa>s überzieht, und in ſeiner Mitte eine Scheidewand bildet, welche ihn in zwei Säcke theilt, von denen jeder einen Hoden enthält. Wenn gleich ein ſolcher äußerer Behälter der Ho- den den mehrſten Säugethieren zukommt, ſo finden wir ihn doch bei mandhen nicht 3 ſo fehlt er z.B.'den im Waſſer lebenden großen Säugethieren(den Wall- fiſchen 2c.), dem unter'der Erde lebenden Maul- wurf und einigen anderen Thieren, welche fich bei der Gefahr kuglich zuſammenrollen, wie der Jagel u.ſ, w. Bei anderen Thieren, 3. B. dem Hamſter, tre- ten die Hoden nur zur Begattungszeit hervor, und man bemerkt ſie ſonſt nicht. In dieſem äußeren Behälter liegen nun die is den ſelbſt, und nur bei den ebenerwähnten Thie- ren, welchen er fehlt, finden wir ſie im Innern des Körpers. Sie ſind aber außer dieſer äußeren Be- de>ung noch von mehreren zarten-Häuten umſchloſ- ſen, welhe man die Sheidenhäute nennt. Nimmt man dieſe Scheidenhäute weg, ſo kommt der Hode ſelbſt zum Vorſchein. Er beſteht noch aus zwei Theilen, nemlich dem eigentlichen Hoden und der Nebenhode. Der Hode ſelbſt iſt aus einem wundervollen Geſchlinge von Saamen- Blut- Lymph: gefäßen, Nerven und Zellengewebe zuſammengeſeßt, und zeichnet ſich immer durch ſeine eiförmige oder rundliche Geſtalt aus. Neben dem Hoden liegt die Nebenhode, welche eine wurmförmige Geſtalt hat, und auf eine ähnliche Weiſe zuſammengeſeßt iſt, wie der Hode ſelbſt. In den Hoden geſchieht die Bereitung des männ- lihen Samens. Sie ſind deshalb mit einem Ka- nale verſehen, durch welchen ihnen das Blut, die lymphatiſche und die Nervenflüſſigkeit, welche zur Bereitungdes Samens nöthig ſind, zugeführt wer- den, und wodurch ſie zugleich mit den inneren Thei- len des Körpers in Verbindung ſtehen. Dieſen Ka- nal, welcher aus Blutgefäßen, lymphatiſchen Ge- fäßen und Nerven beſteht, nennt man den Samen: fran! ſogen] zur jus (yi pw Auf, i den, 1034 van neh D ſchr Feu Wo ſch 4 Harn mige il vent, 8 frier h oſe, Ii Kb'G binden verſchlug jr(13: | we Wide"] lh Vik ve lihndy 7"| H,| Weiſg den Gey, ſter„W tor, un 1 die Ho- hten Zhi: innerh des ßeren Ber umſchloſ [€ hennt, ſo fommt x. noch aus Hden und (us einen lutz mph: nengefeht, mige oder oy liegt di! Zeſtalt hat ht if, Wi des NG + einen A 3; Put) die welche zu führt weir? weren ht Dieſen 87 paniſchen den Gan EEE I73 ſtrang. Außerdem iſt ein jeder Hode mit einem ſogenannten Ausführungsgange verſehen, welcher zur Fortleitung der in den Hoden bereiteten Samen- flüſſigkeit dient, und ſich in der Harnröhre öffnet. Bei mehreren Säugethieren, namentlich dem Hengſt, Widder, dem Hunde 2c. liegt auf dem Ho- den, nach der Nebenhode zu, ein Streif von ver- dichtetem Zellengewebe(corpus Highmori), dem mehrere ältere Anatomen einen ſehr kunſtreichen Bau zuſchrieben, welchen er aber nicht hat. Ferner findet man bei den mehrſten Thieren da, wo ſich der Ausführungsgang der Hoden in der Harnröhre öffnet, zwei kleine, längliche, ſafor- mige Behälter, welche man die Samenbläserem, ſchwammigen“* Zellengewebe beſteht. Unter der zarten Haut, von welcher ſie umgeben iſt, liegen mehrere Fettbälge, welche eine ölige ſtarkriehende Materie abſondern, um die Oberfläche der Eichel ſchlüpfrig zu erhalten. Außerdem iſt die Ruthe größtentheils von einer feſie- ren Haut umhüllt, die man als eine Fortſeßung der äußeren Bauchhaut anſehen Fann, und welche bei der Aufrichtung und Anſchwellung des Gliedes größ- tentheils zurück tritt. Die Ruthe erhält mehrere Arterien, Venen, lymphatiſche Gefäße und Nerven 3 außerdem iſt ſie noch mit mehreren Muskeln verſehen, welche zu ihrer Aufrichtung, zur Forttreibung des Urins und der Samenfiüſſigfeit dienen. Bei einigen Thieren, z. B. den Hunden, deren Paarung einer ziemlich langen Zeit bedarf, ſce. Die Schaamlefzen bilden vorzüglich den außeren Theil der weiblichen Geſchlechtstheile; ſie ſind eine Verlängerung der äußeren Haut, welche von dem Unterleibe und den Schenkeln herabſteigt z man unterſcheidet ſie in die äußeren und die inneren Lefzen oder Nymphen. Dieſe leßteren liegen unter jenen, ſind von zarterem Baue, und man bemerkt ſie erſt, wenn man die äußeren zurücſchlägt. Jede | / der Wf (uß Ww der dufu py 4 „yet Pms ve wl ſhade, 1 | ieren IM vein fe emiglt aber balls ſihlicty Wißt, 9 | nen eis jmpfindl)€ Aue,& Inh ws» W3E ſhe 83 Muftandene Wing mg H Nly? Crom ſo befilt 1, umd en, in det enformig ſen, deit neſchleht 0 verſch ung beide eſchäffis 31 werfzenht y aus mh velde man tz zu den (itoris un) ſieren hit bärmuttt!) züglich m theile; M Wt, welde erahfteigt; die inner (iegen um! an bei? (lag( IE Ka. 177 der äußeren Lefzen beſteht aus zwei Platten, der gußeren und inneren. Jene hat die Beſchaffenheit der äußeren Haut und iſt häufig behaart, dieſe hin- gegen iſt zarter, röthlich und durch eine Feuchtigkeit, welche darauf abgeſondert wird, feucht. Von den Lefzen bedeckt, finden wir die Clitoris, die Offnung des Uringanges, und die der Mutter- ſcheide.' Die Clitoris, welche man bei allen Säuge- thieren bemerkt, liegt zwiſchen dem oberen Ende der inneren Lefzen. Jn Rückſicht ihres Baues hat ſie einige Ähnlichkeit mit der':männlichen Rüthe, iſt aber bei weiten kleiner und unterſcheidet ſich haupt- ſächlich dadurch von ihr, daß ſie keinen Harngang beſit. Sie iſt ein mit vielen Nerven und ſelbſt einigen eigenthümlichen Muskeln verſehenes, ſehr empfindliches Organ, welches, ſo wie die männliche Ruthe, während der Begattung anſchwillt. Unter ihr befindet ſich die Offnung des Uringan- ges, und unter dieſer die der Scheide. Beim Men- ſchen iſt die Offnung der Scheide im jungfräulichen Zuſtande durch ein zartes, vorgeſpanntes Häutchen (das Jungfernhäutchen(hymen) ſehr verengt; bei den Thieren bemerkt man dieſes nicht, und die häu- tige Klappe, welche man 3. B. vor der Mündung der Harnröhre der Stute und anderer Thiere in der Scheide findet, iſt doch noch ſehr vom Hymen ver- ſchieden. Crome"s Handb. 111. T2 173<< Die Mutterſkenhöhle, welcher den Uterus den ſie nach hinten umfaßt, mit den äußeren Geſchlechtstheilen' in Verbindung ſeßt, ſich vorn zwiſchen den Lefzen öffnet, und dazu dient, bei der Begattung die Ruthe aufzunehmen, und bei der Geburt'den Embryo'herauszuſchaffern. Die Mütter- ſcheide der Thiere unterſcheidet ſich hauptſächlich durch ihre: Richtung und ihren Bau von der menſchlichen. Bei ihnen liegt ſie nemlich mit dem Uterus, oder wenigſtens ſeinem Halſe faſt in gleicher Axe, ſtatt daß. ſie beim Menſchen etwas gekrümmt aufwärts ſteigt,"und einen Winkel mit der Axe des Uterus bildet." Die innere Haut, womit ſie ausgekleidet iſt, bildet ferner bei den Thieren keine zarte Quer- furchen, wie beim EREUNDEM? ſondern“iſt» bloß: in der Länge gerunzelt. Eins der wichtigſten hieher gehdrigen Organe, welches wir noh näher betrachten müſſen, iſt der Uterus oder die Gebärmutter. So vielartig auch. die Bildung und Textur dieſes Theils bei den verſchiedenen Säugethieren iſt, ſo bildet er doch im- mer einen Behälter, welcher zur Aufnahme der jun- gen Frucht(oder Früchte), ſo lange ſie im Mutter- :[eibe verweilt, dient, und der durch eine nach unten oder hinten gekehrte Offnung mit der Scheide in Ver- bindung ſteht. Er wird durch eine ſtarke Haut, das ſogenannte Mutterband, in ſeiner Lage erhalten, und iſt am hinteren Ende mit zwei Kanälen(den Fal)? frug! 9,1% [7](„ts fun jf vo funden DIY nahe hid Z Berſhilen deb KhlHG! mt 8 eifoufa! (fer 18% „n Zi (ehen ZN fen ih" vem bisd (aß[ wh für tt ) wih, ildet dmm 0, Welch , Wit den | ſekt, ſich dient, ei nd'bei der e Mutter? lich durch ihlichen, tus, odep Me, fait x auſwarn des Nirtus auSgefl zarte Zur iſbloß 1 en Duft ſen, jp So Wela) peils wd ter doh hne der Ju im Mutiet e nach uni jide nV! 138) W Fallopiſchen Röhren) verſehen, wodurc< das be- früchtete Ti von dem Eierſtoc>ke in ihn geſchaſſt wird. Beim Menſchen hat der Uterus eine Flaſchenform z ſein ſchmäleres Ende, mit einer ſpaltenförmigen Offnung verſehen; iſt nach unten gerichtet; und er iſt von ſehr ſtarker;-musfaldſer Textur. Judeſſen finden wir. ihn von dieſer Stärke und Bildung bei- nahe bei feinem einzigen Säugethiere, ſondern er iſt bei: den meiſten dünnhäutig und darm-ähnli . df 180<58 Gawen Dieſe verſchiedenen Formen des Uterus erleiden "aber im trächtigen Zuſtande mannigfaltige Abän- derungen, welche ich hier vorläufig in der Kürze angeben werde. Bei den Thieren mit einfachem Uterus ohne Hörner liegt das junge Thier ungefähr in der Mitte deſſelben, und der. Uterus ſelbſt dehnt ſich nach allen Seiten aus, ſo daß er ſeine ei- oder birnförmige Geſtalt beibehält. Bei den Thieren mit einfachem, zweihörnigem Uterus iſt ider Fall verſchieden, je nachdem ſie nur ein Junges oder mehrere werfen. Bei der Stute liegt 3. B. die Frucht bloßin der Höhle des eigentlichen Uterus; bei der Kuh zugleich in einem damit zuſammenhän- genden, erweiterten Horne. Bei. denen. hingegen, welche mehrere Junge werfen, wie beim Hunde, Schweine2c., ſo wie bei denen mit doppeltem Uterus, liegen.die Früchte in beiden Hörnern, welche, nach der Zahl der darin befindlichen Früchte, durch flache Einſchnitte getheilt werden, und, die ſich, wenn ſie vorher, wie beim Hunde, grade, waren, im träch- tigen Zuſtande krümmen.. Die Fallopiſchen Röhren babe, ich„mln ſchon genannt 3 ſie beſtehen in zwei häutigen Kanä- len, welche ſich am oberen Seitentheile des Uterus befinden, durch eine ſehr kleine Offnung mit ihm in Verbindung ſtehen, vorn hingegen mit einer wei- teren Öffnung verſehen ſind, welche mit einem ge- Fräuſelten Rande umgeben iſt, an dem ſich kleine franzenartige Fortſäße befinden. Dieſe Offnung befinde! umd u eam dieb Gelten mel jühre.€ je eÖfſem nit Orfißt 4 haken meh ve 158 155 it , und dient dazu, das befruchtete Ei aufzunehmen und es in den Uterus zu leiten. Die beiden Eierſtö>e ſelbſt liegen zu beiden Seiten neben dem Uterus, unter jeder Fallopiſchen Röhre. Sie haben bei den meiſten Säugethieren eine eiförmige Geſtalt, beſtehen aus einem feſten, mit Gefäßen durchwebten Zellengewebe, und ent- halten mehrere kleine runde, häutige Körper, die ſogenannten Samenbläschen oder Graafi- ſchen Bläshen, welche eine helle Feuchtigkeit einſchließen. Gewöhnlich liegen dieſe Samenbläs- kes verſteckt 3 bei einigen Thieren aber, z. B. beim Schweine, ragen ſie nach außen hervor, ſo daß der Cierſto> dadurch mit kus- ligten Buckeln beſeßt ſcheint. Die Anzahl dieſer Blägchen ſcheint ungefähr mit der Menge der Jun- gen übereinzuſtimmen, welche ein jedes mütterliches Thier während ſeines Lebens hervorbringen kann. O."VIN Von der Zeugung und Empfangniß. Damit die Thiere fortgepflanzt und neue hervor» gebracht werden, erwacht bei allen Thieren, wenn ſie das mannbare Alter erreiken, wie den Haſen, Kaninchen, Mäuſen 2c. erwacht er mehrere Male zu beſtimmten Zeiten. Auch bei den mehrſten unſerer Hausthiere findet noch eine beſtimmte Begattungszeit Statt, indeſſen laſſen ſich einige, 3. B. das Nindvieh, auch dazu gewöhnen, uns zu allen Zeiten im Jahre Junge zu liefern. Wenn der Geſchlechrstrieb rege wird, ſo vermehrt er vorzüglich den Andrang des Bluts zu den Geſchlechtstheilen 3 die männliche Ruthe ſchwilit dabei gn, wird ſteif und richtet ſich aufz eine ähnliche Veränderung geht auch in den weibli- s an und wird röthlic 3 endlich berſtet ein Bläschen des Cier- ſtocks, die in ihm enthaltene Feuchtigkeit(der erſte Keim des künfrigen Thiers) quillt hervor, und wird durch die Fallopiſchen Röhren in den Uterus geführt, wo es nun ſeine weitere Ausbildung erhält. Indeſ- ſen geſchieht dieſe ganze Veränderung, vom Ans ſchwellen des Blä8chens bis. zum Gelangen des weib- lichen Zeugungsſtoffs in den Utexus nicht ſogleich während der Begattung, ſondern ſie wird erſt ge- xgume Zeit nachher vollendet. C.«1120. Weitere Ausbildung der Frucht. Bald nach der Smpfängniß befindet fich nun der Embryo, noch von einem hautigen,. mit Waſſer gefüllten Behälter umſchloſſen, in der Höhle des geſchwängerten Uterus. Dieſer Embryo mit ſeinem Behälter, welche man zuſammengenommen das Ei nennt, muß. wohl von den früher erwähnten im CierſtoFe befindlichen Bläschen, unterſchieden werden., Zuerſt ſind es aber die Häute des Behaäl- ters, welche ſich gleich nach der Empfängniß. aus- bilden 3 der.Embryo ſelbſt, welcher vermittelſt der Nabelſchuur mit jenen Häuten und dem Uterus in Vorbindung ſieht, wird erſt nach einem beſtimm- ten Zeitraume ſichtbar. Wir werden hier deshalb zuerſt die. Eihgute,- die von ihnen eingeſchloſſenen 184<=0000«MWn Subſtanzen, und die übrigen zur Ausbildung der Frucht nöthigen Theile, und dann erſt die Frucht ſelbſt näher betrachten. Das Ei bildet einen rundlichen Sa>, welcher aus mehreren Häuten zuſammen zeſeßt wird. Zu- nächſt um den Embryo befindet ſich eine dünne, durchſichtige, aber dennoch feſte Haut, welche man die Shafhaut oder Waſſerhäut(amnion) nennt; beim Menſchen iſt ſie blutlos, bei mehreren Thieren hingegen, 3. B. bei der Kuh, zeichnet ſie ſich gleich durch ihre zahlreichen Blutgefäße aus. Sie ſchließt eine wäſſrige Feuchtigkeit(das Schaf- waſſer, Liquor amnit) ein, welche größtentheils aus Waſſer, etwas Eiweißſtoff, Kochſalz und Na- trum beſteht 3 dieſe vermehrt ſich gleichmäßig mit dem wachſenden Embryo, dehnt die Eihäute und den Uterus allmählig aus, verſchafft ſo dem Embryo Raum, und erhält ihn gleichſam ſhwimmend. Sie wird von einer zweiten, etwas dieren Haut umgeben, welche man die Lederhaut(chorion) nennt. Zwiſchen dieſen beiden Häuten findet man bei den mehrſten trächtigen Säugethieren eine dritte, welche man die Harnhaut(allantois) genannt hat. Den Namen„„Harnhaut“ erhielt ſie, weil ſie ver- mittelſt der Nabelſchnur mit der Harnblaſe der Frucht zuſammenhängt; den Namen;, allantois“ hinge- gen, wegen der Wurſtform, welche ſie bei den Thie- ren mit geſpaltenen Klauen und dem Schweine, zeigt. Dieſe Seſtalt hat ſie aber nicht bei allen Thieren. 4) j jr Zau] feine 1 M wahl Mors (hen, 0 dieſe 0 eine dei Welden 198) heiter, 8 ven Vu Ih a“ bebt R uf 8 bu Cue um,| dinz WS deb huf Wfieity (placa.| Dut erh bildung die Fruct [, weldet vitd, Zus ine dünne, velche mah (amninn) i mehreren zeichnet fie ſaße aus, das Schaf größten al; und Nw mäßig, mi ihäute und am Embry! mend, deren Na 4(churivm) | find“ mv p eine di genannt weil fie 91 ſe der Frud ois“ hin" ei den V weint uy: en Zy

förmigen Mutter- Fuchen vorſtellt. Sie iſt, vorzüglich in der zweiten Hälfte des Trächtigſeyns, mit zahlreichen Äſten der Nabelſchnur- Adern durchzogen, und mit vielen ſcige, an der Auße! fag] [ifa fame hefe DZ mani fen un)3. und des 20019 af ips | L Nut | den 3 umbilizg | Dt: I unh jut 9 beri Giupeng NE wir3 omg "(dg : en Ging it City wwfere Da jen Muttet, der zweiten 4 Aſien der mit viele j& der Inht 1 wirkliche ßen Meng: hunden ſind, dem Jos, » ſeinem Dw; (äche des Ut eſes Muttet jerarten nod „beim Ret ) wieder au hei der Mur förmig. Di det fi) uu) am Ende des im Infang- ine zehlreict veitt vorzu) Klauen 1 yneren Fit ene fap adi ==aazm M T87 Außenfläche der-Lederhaut des Eies befindliche, Ge- fäßbundel eingewurzelt ſind,„wodurch. das mütter- lihe Thier und der Fötus zuſammenhängen. Die erſteren ſhrumpfen, wenn die Frucht zux Welt be- fördert iſt, wieder ein, die leßteren gehen hingegen mit der Nachgeburt ab, Die Geſtalt und Anzahl dieſer Auswüchſe iſt bei den verſchiedenen Thieren mannigfaltig abweichend 3 ſo ſind ſie bei den Scha- fen und Ziegen 3. B: napffdrmig, beim Rindvieh und der Hirſchkuh hingegen knopfformig, und ihre Zahl ſteigt bei den Kühen und Schafen bisweilen auf hundert. SG. 122 Das Organ, wodurch nun der Fötus mit dem Mutterfuchen verbunden wird, kennen wir unter dem Namen des Nabelſtranges(funiculus umbilicalis), Er beſteht aus einem Geflechte von Blut- und Schlagadern, und ift mit einer Hülle umgeben, welche als eine Fortſeßung der erſten Ci- haut anzuſehen iſt. Die Länge dieſes Stranges iſt verſchieden, indeſſen zeigt er ſich wohl. bei keinem Säugethiere verhältnißmäßig ſo lang ,. wie beim Menſchen, bei dem er 18 bis 22 Zoll mißt. Er enthalt zwei Arterien, und bei den mehrften Säyuge- thieren auch zwei Venenz nur heim Pferde, findet man(wie beim Menſchen) eine Nabelyene. 07492422. Die Bildung der Frucht ſelbſt zeigt ſich bei den Säugethieren immer erſt eine geraume Zeit nach der 188eren Zellengewebe und Fett, der weſentlichſte Theil der Brüſte, die Brufrdrüſe. Sie beſteht aus einer Menge unter- einander innig verbundener Blut- Lymph- und Milchgefäße, in denen die Abſonderung der Milch vor. ſich geht. Alle dieſe Gefäße haben kleine Aus- führungsgänge, dieſe fließen zu größeren Äſten zu- ſammen, und bilden endlich die ſogenannten Mil- gänge, welche von allen Seiten her nach der Mitte der Bruſt zu laufen, ſich um die Warze drängen, und durch kleine Mündungen auf derſelben öffnen. Lage und Zahl. der Brüſte ſind ſehr verſchieden. Bei einigen Thieren liegen ſie, wie beim Menſchen, vorn an der Bruſt, bei anderen an den Seitentheiley des Leibes, und bei den mehrſtein, 3. B+ den wie- derkäuenden Thieren 20:5 zwiſchen den Hinterbeinen, Was ihre Zahl betrifft, ſo nimmt man ſonſt ge- wöhnlich als Regel an, daß die mütterlichen Thiere meiſtens noch einmal ſo viele Zißen hätten, als ſie Junge zur Welt brächten, indeſſen erleidet auch dieſe Regel manche Ausnahmen. Auch bei den männlichen Thieren bemerkt may ähnliche Theile, wie die Brüſte der weiblichen Thiere, aber nicht in''dem Grade ausgebildet, oft auch. ju geringerer Anzahl und an anderen Stellen, und.es fehlt nicht an Beiſpielen/"daß es mänuüliche, Stiere, Böcke, Hutide, Kaßen.2c. und ſelbſt Menſchen giebt, bei denen ſich Milch in dieſen Theilen abſondert. CG 425 Die in den Brüſten abgeſchiedene Milch bildet eine mattweiße, undurchſichtige Flüſſigkeit, von einem angenehmen, milden, ſüßlichen Geſchma, und einem geringen, eigenthümlichen Geruche. Sie beſteht aus Eiweißſtoff(Käſe), Fett(Butter) und Molke, und dieſe wieder aus Waſſer, worin außer dem ihr weſentlichen Milchzucker noch etwas Gallette und einige andere Salze aufgelöſt ſind. Das BVer- hältniß dieſer Theile iſt aber in der Milch der ver- ſchiedenen Thiere verſchieden, und ihre Milch un- terſcheidet ſich daher noch von einander in Hinſicht ihrer Conſiſtenz, Schwere und anderer Eigenſchaf- tens ſo iſt 3. B: die Eſelsmilch die ſchwerſte, auf dieſe folat die Schafmilch, dieſer-die Kuhmilch, und dieſer Gy pl), 9 PN nid,| | M feine; mer mitt Vuh au! die ger! 1 att jet| 1008 ta Gnuf mini] fine ge ſhe Go angenehn! Infändy ben aud fm VB, deb Me jnterbeinn nan fon db ichen Thien ten, al erleidet aus jemerbt ma ichen Zhiett oft aud.3y (en, undes he ER), Koſh geh gbſondert Milch bit ſfigfeit, 1 en Geſchm Geruche: 8 (Butter) ut , wot uupe! -aöGilitt ' Milch der V0' ht Nile) 4 de in 4 ewt Ei +(huet! 4 gufmig" f Zus Vit diöſer endlich die Pferdemilch und Ziegenmil der Frühjahrsmilch von der minder angenehmen WintermilH<. Noch mehr wie jene Umſtände wirken Krankheiten, und: bei dem Men- ſchen auch die Gemüthsbewegungen auf die Eigen- ſchaften der Milch ein. L. Von den äußeren BedeFungen der Säugethiere, GE E12,07 Die im 5. 30 ſhon näher beſchriebene Haut macht die Grundlage aller übrigen äußeren Bede>ungen aus.. In Hinſicht der Stärke dieſer äußeren Haut kommen die mannigfaltigſten Verſchiedenheiten bei den verſchiedenen Thieren vor 3 ſo findet ſie ſich 3. B. ſehr zart in den Flügeln der Fledermäuſe, und wie- der von beträchtlicher Stärke und Unempfindlichkeit beim Schweine. Die verſchiedene Farbe der Haut entſteht von der, ebenfalls früher(5. 30) ſhon genannten Malpighi- ſchen Schleimhaut. Sie varjirt bekanntlich, be- ſonders unter unſeren Hausthieren, bei den verſchie- denen Individuen einer Art und ſelbſt einer Rave ſehr, und wir können uns die Urſache dieſer verſchie- denen Farbeveränderungen noch nicht genügend er- klären. Merkwürdig iſt uns hiebei noch die ſonder? bare Übereinſtimmung, worin oft bei manchen ge- flec>ten Hausthieren, zumal den Schafen, der Gau- men und zuweilen ſelbſt der Augenſtern mit dem Felle ſieht, ſo daß ähnliche FleXe, welche an dieſen Theilen vorkommen, ſich auch auf der Haut finden. Man ſieht deshalb auch bei der Auswahl junger zur Zucht beſtimmter Schafe, dieſen Thieren ins Maul, weil ſich hier die Fle&>e oft früher, wie auf der Haut zeigen, | Surde) Die nr Wlan 9m! jäh,| fungen 0 kid! (fen 3 unchen wid Yi doß die wehr 0 oltigfien(8 |, 6% WE Wfa, 1 iht un din der jenige Wen ih hu) bo hamhz) Mihry deren,; 01) beſtit Wanne "ne Eu Haut mat Zededungen geren Haut heiten bei e ſih z.B. » und wie: pfindlichfeit Seht von) 1 Rah 1 lid), by: den verſchie einer Rah eſer verſchiv genügend ch die ſonde! manden 92 el) der Oau“ m it Vm (de au dieſet Haut finden Gl junger 3 cen ins Mas wie(uf! ERS“ Die Haut dient übrigens, außer dem Schuße der unter ihr liegenden Theile ,. wenigſtens für die roth- blutigen Thiere als ausſcheidendes und reinigendes Organ, indem ſie eine Menge kleiner Öffnungen enthält, woraus der Schweiß und andere Ausdün- ſtungen abgeſchieden werden,: und- es. können oft, bei den Thieren wie beim Menſchen, die nachthei- lichſten Folgen entſtehen,- wenn dieſe wohlthätige Function: der Haut auf irgend eine Weiſe geſtört wird.::) GS. 127-!) Wir können wohl ohne Ausnahme: annehmen, daß die Haut bei allen erwachſenen Sgugethieren mehr oder minder mit Haaren überzogen iſt. Dieſe HaarbedeXung erſcheint uns aber unter der mannig- faltigſten Geſtalt, bald ſehr fein, dicht und gefräu- ſelt, als Wolle beim Schafe, bald gröber und un- gefräuſelt.am größten Theile des„Körpers beim Pferde, dem Rindvieh, dem Hunde 2c., bald noch ſtärker und hornartiger, als Borſten beim Schweine, und in der Mähne und dem Schweife des Pferdes 2. Bei einigen Thieren ſind die Haare an einzelnen Stellen ihres Körpers von beſonderer Beſchaffen- heit und beträchtlich verlängert, wie 3. B. die Bart- haare bei der Ziege, die Spürhaare der Kaße, die Mähne und. der Schweif des Pferdes 2C. Bei an- deren, 3. B. dem Pferde und dem Hunde, ſtoßen ſie an beſtimmten Stellen in entgegengeſeßter Richtung zuſammen, und bilden ſogenannte Näthe. Die Crome's Handb. IU, 13 Haare ſelbſt beſtehen, wenn man ſie genauer betrach: tet, gewöhnlich aus cylinderförmigen Röhren, welche aus einem dieren, abgerundeten Theile, ihrer Wurzel, hervorgehen 3 dieſe Wurzel wird von einem Fleinen, ovalen, aus dichtem Zellengewebe gebil- deten und mit Blutgefäßen und Nerven verſehenen Sae umſchloſſen. In der Röhre der Haare befin- det ſich ein Zellengewebe, welches eine öligte Feuch- tigkeit, das Haarmark ,' enthält. Blutgefäße und Nerven erhalten ſie ſelbſt niht. Cs kommen aber auch hin und wieder anders geformte Haare vor; ſo findet man ſie zuweilen plattgedrü>t und gleich- ſam zweiſchneidigz in anderen Fällen erſcheinen ſie gleichſam knotig oder gegliedert. Die Haare gehören zu den unverweslichſten Thei- len der Säugethiere 3 ſie bleiben nicht allein eine geraume Zeit nach dem Tode der Thiere unzerſtört, ſondern wachſen ſelbſt noch eine Zeitlang. Sie be- ſißen eine ausnehmende Reproductionskraft, indem ſie nicht allein nach dem gewöhnlichen Haaren oder Mauſern der Thiere, ſondern auch wenn ſie abge- ſchnitten oder auf eine andere Weiſe verleßt wurden, wieder erſeßt werden. Bei einigen Thieren, na- mentlich der Kaßengattung, ſind ſie ſehr electriſch, ſo daß ſich Funken daraus entwi>eln, wenn man die Thiere mit der tro&nen Hand ſtreichelt. Außer dem Schuße und der Bede>kung, welche ſie'den un- terliegenden Theilen geben, ſcheinen ſie vorzüglich ls müßen jw dy mh Ihe; » fifus! fet Retdt „fehr fin (6! Ae 10149) ieren we Ny vſe Vit ein Nah dadurh,| eing 0 09 ju | Iilige “ jet Wt min auf) gründ, das Or Jenlih« Nauer bn); Ohren, nh Weile, ihn jed von eint gewebe geh) en verſehen Haare befi vligte Feuch: [utgeföße m fommen ab! te Haate vet ut ud ie (en erſcheinen eölichſten V) icht allein 1 jere unger ſang. Sit nöfraft, im ven Zuazen wan fie abt! petloßt wurd? | Wieten, 1' „ſeht ele? m, wenn waihelt 7 velche ſt u von fe 9 litis: a“ als Abſonderungswerkzeuge(Excretionsorgane) zu nüßen. Ihre Farbe bleibt ſich nicht immer gleich; bei den mehrſten ändert ſie ſich mit dem zunehmenden Alter 3 bei andern hat ſelbſt die Witterung einigen Einfluß darauf, indem ſie durch die Kälte(im ho- hen Norden jährlich im Winter, bei uns aber nur in ſehr ſtrengen Wintern) grau oder weiß werden. GG. 2282 Eintheilung der Säugethiere. Ältere und neuere Naturforſcher haben uns meh- rere künſtliche Eintheilungsmethoden der Säugethiere mitgetheilt. Ariſtoteles, und nach ihm mehrere neuere Naturforſcher wählten die Zehen und Klauen dieſer Thiere zum Eintheilungsgrundez Linne und ſeine Nachfolger hingegen wählten die Zähnez+ aber dadurch, daß man auf dieſe Weiſe nur ein allge- meines Merkmaal aufſuchte und dieſes der Einthei- lung zum Grunde legte, entſtanden mehrere unna- türliche Trennungen und Verbindungen. WBlumen- bach hat uns dagegen eine natürlichere Cintheilungs- art der Säugethiere mitgetheilt, welche ſich mehr auf den Totalhabitus und die Bewegungsorgane gründet, und in der nur in den Unterabtheilungen das Gebiß der Thiere berückſichtigt iſt. Man hat ſie ziemlich allgemein als die zweckmäßigſte angenommen, 1207: 196<> Goa. und ich folge ihr daher auch hier. Nach ihm zer- fällt die ganze Klaſſe der Säugethiere in neun Ord- nungen. I. Ordnung: Bimanus. Der Menſch mit zwei Händen. Il. Ordnung: Quadrumana. Thiere mit vier Händen, wie die Affen, Paviane 2c. III. Ordnung: Chiroptera, Säugethiere, de- ren Vorderfüße Flatterhäute bilden, wie die Fledermäuſe 2c. IV. Ordnung: Digitata. Säugethiere mit freien Zehen an allen vier Füßen. Dieſe Ordnung zerfällt nach der Verſchiedenheit des Gebiſſes in folgende drei Unterabtheilungen? iſte Familie: Glires. Nagende Thiere mit mauſeähnlichem Gebiſſe, wie die Mäuſe, Cichhörnhen, Haſen 2c. ate Familiet! Ferae. Sogenannte reiſſende Thiere und einige andere mit ähnlichem Gebiſſe, wie die Kaßen, Hunde 2c. 3te Familie: Bruta: Säugethiere ohne Ge- biß oder doch ohne Vorderzähne, wie das Faulthier, die Ameiſenbären 2c. V. Ordnung! Solidungula. Sqäugethiere mit feſtem Hufe, wie das Pferd 2c. VI. Ordnung: Bisulca. Wiederkäuende Thiere mit geſpaltenen Klauen, wie das Rindvich, Schafe:c. Nach ihm: vII. Ordnung! Multungula. Meiſtentheils in neun) große oder unförmliche, borſtige oder dünn- behaarte Säugethiere mit mehr als 2 Klauen, nſch mit zy wie das Schwein, der Elephant 2c. VvIIL, Ordnung: Palmata. GSäugethiere mit hiere mit 1 Schwimmfüßen. Sie zerfallen wieder nad) nen, der Verſchiedenheit ihres Gebiſſes in 3 Fa- ugethiete, 1 milien: (den, wiel ſie Familie: Glires. Nagende Thiere dieſer Ordnung, wie der Biber 2c. jetemit fee„te Familie: Ferae. Reiſſende Thiere, wie Deſt Id der Seehund, die Ottern 2C. it des O4„te Familie: Bruta. Thiere dieſer Ordnung gen? ohne Gebiß, oder doch ohne Vorderzähne, 1de Zhiete p wie das Schnabelthier, Wallroß 2c. je die May) IX. Ordnung: Cetaceae. Gänzlich im Waſſer lebende Säugethiere, wie die ſogenannten anne reiſſe! Wallfiſche 21.| mit ahuligt unde 4 hie ohne Ot ime, wie "E 5 hugethiere kauende H" das Aim s* nE ABE M(cl in I98 2- Von den Säugethieren insbeſondere. I. Ordnung? Bimanus, Zu dieſer Ordnung gehört allein die Menſchen- gattung, von der Blumenbach nur eine Art (Homo Sapiens) annimmt, dieſe aber noch in fünf Ragen, nemlich die caucaſiſche, mongoliſche,&thio- piſHe, americaniſche und malayiſche unterſcheidet. Andere Naturforſcher, 3. B. Rudolphi 2c. ſind ge- neigt, dieſe Ragen als eigene Arten anzuſehen. Schon im äußeren Baue unterſcheidet er ſich vor- züglich durch ſeinen aufrechten Gang, den freien Gebraud zweier vollkommener Hände, ſein hervor- ragendes Kinn, und die aufrechte Stellung ſeiner unteren Schneidezähne von den Thieren, Hiezu kom- men noch einige Eigenthümlichkeiten des weiblichen Geſchlechts, nemlid) der periodiſche Blutverluſt, das Hymen und die eigenthümliche Form des Buſens (in der Blüthe des Lebens), welche ihnen vor den Thieren ausſchließlich eigen ſind. Vor allem aber erheben ihn ſeine Seelenfähig- reiten über die Thiere. Fehlen ihm gleich die, jenen zukommenden Kunſttriebe, und hat er nur geringe | | | | 90: |' gew) Badi iſe, den Gyure! ih in erfurdu 0,7 Jm zum "WL jyſc) | 64 Paviane bung 17) ! NNEN Fiatechy Vent, (0 | Ze! ve Ointot vz, u Velten Kinnl, Menſchen weine ht ex woc in fü goliſche, dei e unterſch, h126 find) en anzuſch! 978008, ), den fel >, fein herb Stellung ſeit! m, Deu Eo dez weibliche! fytverluſt, dv! „ des Buſe! ihnen vor 1 e Geelenfiy) etch di jm Spuren von Inſtinct, ſo iſt er dagegen ausſchließ- lich im Beſiße der Vernunft, und der von ihm ſelbſt erfundenen Sprache. Die ganze Erde, ſo weit ſie bewohnbar iſt, iſt ihm zum Wohnplaße angewieſen, und er verſchafft ſich, da er ſich an die mannigfaltigſten Nahrungs- mittel aus der organiſirten Schöpfung gewöhnt hat und gewöhnen kann, überall Nahrung und die nd- thigſten Bedürfniſſe. II. Ordnung: Quadrumana, Es gehvren zu dieſer Ordnung bloß die Affen, Paviane, Meerkaßen, Mati's 2., deren Beſchrei- bung ich hier, da ſie uns nicht intereſſirt, übergehe. III. Ordnung: ChiroPptera Bei dieſen Thieren ſind die Finger der Vorder- füße, den Daumen ausgenommen, länger als ihr ganzer Körper, und zwiſchen denſelben iſt die zarte Flatterhaut ausgeſpannt, welche ihnen zum Fluge dient. T. Vespertilio, Fledermaus. Der Daumen der Vorderfüße und die Finger der Hinterfüße ſind kurz, die übrigen hingegen ſchr lang, und durch eine feine Flatterhaut mit einander verbunden. Man unterſcheidet dieſe Gattung in zwei Unter- abtheilungen: a. Mit vier Vorderzähnen in jeder Kinnlade. Unter dieſer ſtehen. mehrere ausländiſche Arten, die.ich hier übergehe. | b. Mit vier Vorderzähnen in der obe- ren, und ſechs in der unteren Kinnlade. I. V. murimnus. Die gemeine Fleder- maus.(the rearmouse Engl.) Bei ihr ſind die Ohren etwas kleiner als dev. Kopf, die Schnauze iſt lang und ziemlich breit, auch.die Naſe iſt breit. Der Schwanz hat beinahe mit dem Leibe gleiche Länge, liegt aber ganz in der Shwanzhaut. Die Farbe iſt größtentheils hell aſchgrau, nur am Schwanze hin etwas gelblih. Man unterſcheidet zwei Spielarten:' ' a) Eine größere, welche etwas über 3 Zoll lang iſt und deren ausgeſpannte Flügel. 1 Fuß und 5 Zoll meſſen.“ Sie lebt nur paarweiſe, nie in Geſellſchaft, und lebt vorzüglich hinter alten Bretterverſchlägen, in hohlen Bäumen 2c. Ihre Nahrung beſteht vor- züglich in Inſecten. Sie heckt nur einmal im Jahre und das Weibchen bringt nur ein Junges.= bd) Eine kleinere,. welche. bej uns die.gemeinſte iſt,. und nur ungefähr 2x. Zoll lang, wird.„Das Männchen von ihr iſt ſchlanker ,- als das Weibchen, welches längere Ohren hat. Sie leben gewöhnlich in großer Geſellſchaft. Auzähne. 202«uz 2if0833. SEEL I Sciurus, GCichhorn, Sie haben in der oberen Kinnlade zwei keil- förmige, in der unteren zwei“ ſpißere Vorderzähne, außerdem oben 4 und unten 5 Backenzähne. Die Beine ſind kurz, die Pfoten lang und an den Vorderfüßen vier, an den hinteren 5 Zehen. Die Ohren ſind eiförmig und kürzer als der Kopf. Der lange Schwanz iſt an den Seiten ſtark behaart, und die Haare ſtehen zu beiden Seiten ab. 1. S. vulgaris, Das gemeine Cichhörn- hen.(L'ecureuil Franz. 5 the Squirrel Engl.) Der flache Kopf iſt beinahe vieredig, di> und ſpiß zulaufend, die Naſe hochſtehend. Die großen ſchwarz: braunen. Augen ſtehen hervor. Die Ohren haben an der Spitze einen Haarbüſchel. Rücken und Schwanz find von gleicher Farbe. Die Länge des Körpers beträgt etwa 8, die des Schwanzes 9 Zoll. Seine gewöhnliche Farbe iſt fuchs- oder braunrothz Kehle, Bruſt und Bauch ſind weiß. Indeſſen iſt dieſe Farbe nicht unveränderlich. Es giebt außerdem ſchwarze, weiße, graue, braunſchwarze, gelbe und ſche>ige Eichhörnchen, von denen vorzüglich die vier erſien in anderen Ländern vorkommen. Das Weibchen iſt kleiner als das Männchen, und ſein Schwanz hat. kürzere und weniger dichte Haare. Es lebt häufig in unſeren Laub- und Nadel- waldungen, nährt ſich von Haſel- und Wallnüſſen, Eicheln, BucheFern und anderen Baumfrüchten, frißt aber auc) Baumrinden und Knospen, ſcharrt | große mus6a, Qi made Nuff Ga um jedoch Es wird, ſeine* 5 „v| Inden ve Wi ſprint), aufder und de) 1 1877 mſod deſi NE ihn | » aWel Pols otderzähn) ne ng und hn 5 Zehen, der Kopf, vf behaart, h. Globo wre Cn) „6 uh eeßen ſhit) hren haben und Gchwan des Körpet Zel, Gei roth) Reh iſi dieſeFatl vdem ſh 'e und(hi die vier ein Maäntichet) y >. 203 den ausgeſtreuten Samen der Waldbäume aus, und verurſacht dadurch, wenn es ſich ſehr vermehrt, den Waldungen einigen Schaden. Es begattet ſich zweimal im Jahre, und das Weibchen wirft drei bis ſieben Junge. Vom Baum- marder, dem Fuchs, den Gabelweihen, Eulen und Mäuſefalken wird es ſehr verfolgt. Sein Balg verdiente als Pelzwerk mehr benußt zu werden. Das Fleiſch kann gegeſſen werden, ſoll jedoch einen etwas ſüßlichen Geſchma> haben. Es läßt ſich, wenn es noch jung eingefangen wird, ziemlich gur zähmen, und beluſtigt durch ſeine Munterkfeit und ſeine poſſierlichen Bewegungen. Den Forſtleuten dient es als Wetterverkündiger, indem es einen halben Tag vor eintretender ſtürmi- ſcher Witterung wie raſend auf den Bäumen umher- ſpringt, und an ſeinem Neſte den Cingang, wenn er auf der Seite war, wo der Sturm herzieht, verſtopft, und dagegen an der anderen Seite einen öffnet. IIT. Myoxus, der Schläfer.(Glis) Die Zähne ſind wie bei der vorigen Gattung z eben ſo die Zehen. Der Schwanz iſt faſt ſo lang als der Körper, ſtark und am Ende dicker behaart, platt und die Haare nicht ſo deutlich zweireihig, wie beim Cichhörnhen. I. M. Nitela. Der Gartenſchläfer. Die große Haſelmaus(Mus avellanarins; Le muscardin Franz.; the dormouse Engl. Seine großen Augen ragen etwas hervor, die Ohren ſind efrund, etwa 2 Zoll lang und fahl; die Schnauze iſt etwas ſpißig und die Bartborſten kür- zer als der Kopf.- Der obere Theil des Kopfs iſt bis zur Naſenſpiße fuchsroth, und hinter den Ohren befindet ſich ein ſcern, Haſel- nüſſen, Fichten- und Tannenſamen, mehreren Beeren, Getraide, Obſt 2c. Er ſucht aber auch Vogeleier und junge Vögel auf und verſchont ſelbſt die Taubenhäuſer nicht. Eine ſeiner Lieblingsſpeiſen u m" | fü, lab | det fahrt wude Apt" eä Er (pf, 1 dur 3 bas Foe,| 4) "4 y oje 1, zuoße| Cob din 18 em hervor, y 1d Fahl; dy borſten Et: 6 Kopfs if ' den Ohren led, Zur 4 Chan: ſind rothe „wuß, M Streſa bis wierfüge(m Own! vanzes 4 ZU get, ßer und(el hn niht ſei 1 Lndern, 1 v bewohnt ya größeren u wehe an Bi Pintets ſpl affe und ander? „fe Za a, mehren cht ab! u verſchom! ji Geplingin"" iſt der Käſe, dem er ſehr nachgeht. Nach Bechſtein ſoll er im Sommer auch auf den Viehweiden umher wandern und die Miſtkäfer im Miſte aufſuchen. Er begattet ſich im Mai, das Weibchen geht 3x Woche trächrig und bringt 5=- 6 Junge zur Welt. Er hält an abgelegenen Orten einen Winter- ſchlaf, der aber nicht beſtändig fortdauert, ſondern durch gelinde Witterung unterbrochen wird. Seine Feinde ſind der Baummarder, die wilde Kaße, das Wieſel und der Uhu. IV. Mus, die Maus. Die Zähne und die Zehen find ſo wie bei den vorhergehenden Thieren dieſer Ordnung. Dieſe Gat- tung unterſcheidet ſich vorzüglich durch ihren ſchlan- fen, langen, runden, faſt nackten Schwanz. 1. M. decumanus. Die Wanderratte, große Waldratte.(Le 8urmulot Franz.) Ihr Kopf iſt aſchgrau oder röthlichgrau, die Schnauze dunn und mit ſehr langen weißen und einigen kür- zeren ſchwarzen Bartborſten verſehen. Die Vorder- „zähne ſind braungelb und die drei Backenzähne, welche auf jeder Seite in jeder Kinnlade ſtehen, viereckig gereift. Die Augen ſind groß und ſchwarz, und neben ihnen ſtehen lange Borſtenhaare 3 die ei- förmigen kahlen Ohren ſind hervorragend. Der Oberleib iſt röthlich mit ſchwarzen Stachelhaaren z der Unterleib weißlich. Zwiſchen den Zehen der Vor- der- und Hinterfüße findet ſich am Grunde eine Haut, 206<> BD welche zum Schwimmen dient. Der lange ſpißige Schwanz iſt ſchuppig, und zwiſchen jeder Schuppe befinden ſich kleine Borſten. Das Weibchen iſt auf dem Rücken mehr grau als röthlih und am Unterleibe weißer, auch ſind bei ihm die Ohren länger. Cs hat an der Bruſt 6 Sgugwärzc gewohn] 19 18 Oſtindiet ſeyts Jeht 4 Deuh hh. Der 1, am Ufer di en hölzernen inden Rüh: hx in die Ö! und boöhaf ſehr zut- jetz ie a die thriſche fib Junge jm Ghweine ngen(amme! de vorzug] weilen. 3 Iv Zun Es ſcheint ſich zu beſtätigen, daß ſie, wo ſie ſich hinzieht, die Hausratte vertreibt, indeſſen iſt der Schaden, den ſie anrichtet, nicht geringer, vielmehr noch beträchtlicher, als der dieſes Thiers. Ihre Feinde ſind die Kaßen, das große und kleine Wieſel und der Uhu, 2. M. Rattus. Die Hausratte, dieRatic. (Le rat Franz.z the rat Engl.) Dieſes allge- mein bekannte, ſchädliche Thier, unterſcheidet ſich von den übrigen Arten dieſer Gattung durc< den langen naten Schwanz, welcher länger iſt, als der Leib, und dadurch, daß die Vorderfüße mit einem Daumenanſaß verſehen ſind, auf dem ſich ein ſtumpfer platter Nagel befindet. Bei dem Weibchen iſt der Kopf ſpißer und der Leib breiter, wie beim Männchen. Cs hat am Unterleibe 10 Saugwarzen. Außer der gewöhnlichen hell- oder dunkel- aſch- grauen Ratte findet man bisweilen weiße, gelblich- weiße, und grau und weißgeflecte. Sie iſt, wie die vorige, ein ſehr zorniges, beißiges, äußerſt gefrä- ßiges Thier, welches nicht allein den Getraidevor- räthen nachgeht, ſondern Fleiſch, Spe&, Butter, Käſe, Milc<, Obſt, Wurzelgewächſe, ſelbſt Vogel- eier und junge Vögel, im Nothfalle auch Leder, Bü- nen Some- mern ſehr ſtar?, da die Begattungszeit gleich nach dem Verſchwinden des Schnees beginnt, und das Weibchen jedesmal vier bis zehn blinde, nackte Junge wirft, deren Augen ſich nach 12 Tagen öffnen. Die Zeit der Trächtigkeit dauert etwa 3 Wochen. - Ihre Nahrung beſteht in allerlei Feld- und Waldfrüchten, vorzüglich geht ſie aber dem Getraide nach, und der Schaden, den ſie da, wo ſie ſich ſehr vermehrt hat, anrichtet, iſt ſehr bedeutend. Ihre Feinde ſind der Fuchs, Marder, Jitis, das Wieſel und mehrere Raubvögel. Außer dem allgemeinen Nußen, den ſie dieſen-Thieren als Näh- rungsmittel bringt, hat ſie für den Landwirth doch noch den, daß ſie die Samen des Hederichs(Ra- phanus Raphanistrum) ſehr gern frißt,“ und daher zur Vertilgung dieſes Unkrauts etwas beiträgt. M weldeg" "] u! wee" Ofieart | 0(m | mung eden ber hr(43 /; y NE „aus qt, IE „Alejnen 10 jedem(It Feine M PT 04788 0| Ww, ve Gem, M vſbun fn zieht; nien br), endg? (farb On| Oe 1 dn ſt| Den ah Hl Weite( inen ſpin et Man Weih (arten, jen oder ſert Erde gräh, es Menſche yt. elt fie Way h vr Zeit de evadeaus(het tronen Get jeit gleich mb nnt, unn inde, nac Tagen fi) 3 Wochen, et Felde m | dem Orta) wo fu M eytend« tarder, ZU [ Außer jeten a16:I) Gandwirth derigi at u 18 beiti) Die zu ihrer Vertilgung vorgeſchlagenen Mittel, welche größtentheils in Schlingen, Fallen 2c. beſte- hen, dürften ſchwerlich im Großen anwendbar ſeyn; indeſſen pflegt ſich gewöhnlich, wenn ſich eine ſolche Thierart ſehr ſtark vermehrt, die Natur ins Mittel zu legen, und ihr endlih durch ungünſtige Witte- rung oder eine ſchr ſtarke, gleichzeitige Vermehrung der ihr feindlichen Thiere Grenzen zu ſebßen, 5. M. agrarius, Die Brandmaus, Korn- maus,“A>ermaus. Ihr eirunder Kopf iſt roth- grau, die Schnauze ſpißig, das Maul weit, die kleinen ſchwarzen Augen ragen hervor, und über jedem ſtehen auf zwei Wärzchen eine große und eine Fleine ſchwarze Borſte, Die kleinen, ſtark abge- rundeten Ohren ſind außen beinahe kahl, inwendig mit vielen gelblichen Haaren beſeßt. Der Hals iſt kurz, der ganze Körper di&. Der Oberleib, die Seiten, Schultern und Schenkel ſind im Sommer roſtbraun, im Winter graubraun, Über den Rük- Fen zieht ſich vom Kopfe an ein ſchwarzer, etwa zwei Linien breiter Streifen, der kurz vor dem Schwanze ſich endigt."Der Unterleib iſt weiß, und die Füße fleiſchfarbig., Der lange, dünne, weißbehaarte Schwaänz iſt oben mit weißen Schuppen beſeßt, Sie iſt kleiner wie die vorige. Das Weib- und rund, die Schnauze kurz und ſtumpf, die Naſe kahl und fleiſchfarbig 3 die mittelmäßig großen, ſchwarzbraunen Augen ſtehen hervor3 die dünnen Ohren ſind breit und in den Haaren verſteckt 3 der Hals iſt ſehr kurz, der Leib di und faſt walzenförmig. Die dicht über einan- der liegenden Haare des Kopfs, Rückens und der Seiten ſind am Grunde ſchwarzblau und an den Spißen braun 3 Bruſt und Bauch ſind roſtfarbigz Kehle, Unterhals und die Aftergegend aſchgrau. Die Vorderfüße haben außer den vier Zehen einein Daumenanſaß mit einem ſtumpfen, länglichen Na- gel; die fünf Zehen der Hinterfüße ſind, ſo wie die der Vorderfüße, durch eine kleine Haut verbunden. Nr Gh mit 61) ſchw) un 05 D ohen Dellea Clo) Gb fo jow und dl Geiſt? vnd Tini! uf dem Heils aud! den, welt des Daſſ mt fe fiwerten 1x ; udn "geh B (ehm, wf den im Dey E NM Mt fo ih Wiſe, W ENT 1. damm 4. Wh, ae unſ y vg(nge) ße Verheety er aud ni vorigen Got Feldfrü dfn daher fie fi nzieht, Gi 1 deren Gy) zue Letrarps göweiſe mi Iben Fein 'aſſerman Keuzman; Schnauze ku farbig;) fich ait und in 0! furz, der 2 ht über einatt (fand und de! ud an det nd woſrfarbi end ofehgen x Zehen ew (angliche! v (nd,)„wt vont vet Der Schwanz iſt nur halb ſo lang als der Leib, dicht mit Schuppen und Stachelhaaren beſeßt, oben ſchwarz und unten ſhmußig weiß. Das Weibchen hat einen etwas dünneren Kopf, einen hell-aſchgrauen Unterleib und oben röthlichen Schwanz. Es kommen auch ganz ſchwarze, weiße, weiß- graue und gefleckte Spielarten von ihr vor. Sie iſt in ganz Europa, dem nördlichen Aſien und Amerika zu Hauſe. Ihr Aufenthalt iſt theils auf dem Lande, in Gärten, Feldern, Wäldern 2c., theils auch an den Ufern der Flüſſe, unter Gebäu- den, welche am Waſſer liegen 2. In der Nähe des Waſſers wohnt ſie immer am liebſten. Sie macht ſich einen mit Stroh, Heu, Laub 2c. aus- gefütterten Bau, der einige Fuß tief unter die Erde geht, und mit einigen anderen Gängen in Verbin» dung ſteht, welche zum Waſſer oder anderen Pläßen gehen, wo ſie Nahrung findet. Dieſe Gänge wer- den im Herbſte erweitert, gewöhnlich noc< Neben- gänge zu Baumwurzeln 2c. angelegt, und in ihnen hält fie ſich im Winter auf. Man bemerkt auch, daß ſie, wie der Maulwurf, Haufen wirft, welche ſich aber dadurch von den ſeinigen unterſcheiden, daß die Erde darunter immer einen Fuß tief zuge- dämmt iſt. Ihre Nahrung iſt ſehr mannigfaltig: beinahe alle unſre auf dem Felde und in den Gärten zur Nah- rung angeſäeten Gewächſe werden von ihr gefreſſen 5 214 ema Summ zua ſie verſchont aber auch auf den Wieſen die Gras- wurzeln und in den Wäldern die Baumfrüchte nicht z das Waſſer liefert ihr mehrere Waſſergewächſe und Inſecten zur Nahrung, und känn ſie ſonſt nichts erhalten, ſo nimmt ſie ſelbſt mit Aas fürlieb. Für den Winter ſammelt ſie ſich Vorräthe in ihren Gängen. Ihre Begattungszeit dauert vom April bis zum October; während dieſer Zeit riechen beide Geſchlech: ter ſtark nac) Biſam. Das Weibchen wirft 5 bis 7. blinde, dünn behaarte Junge, mit denen es 4 Wo- ; die Bruſt, der Bauch, das Hintertheil und die innere Seite der Schenkel ſind ſchwarz 3 die Kehle, Füße und die Schwanzſpiße weiß. Die Vorderfüße haben vier Zehen und einen kaum merklichen, mit einem ſtum- pfen Nagel verſehenen Daumen z die etwas höheren Hinterfüße haben 5 Zehen. Seine Länge beträgt xo bis 12 Zoll, und die des Schwanzes faſt 2 Zoll. Das Weibchen iſt etwas kleiner als das Männ- lichfeit, und man hat be- obachtet, daß er in xo Minuten eine 3 Ellen lange Röhre graben kann. Er iſt ſehr muthig, zornig und beiſſigz. ſowohl gegen größere Thiere, als auch gegen den Menſchen ſekt er ſich, wenn er angegriffen wird, zur Gegen- wehr, Die mehrſten Hunde fürchten ihn deshalb, und nur wenige gehen auf ihn ein. Aber auch un- tereinander leben ſie häufig in Streit, welcher nicht ſelten mit dem Tode des Schwächeren endigt. Seine Nahrung beſteht vorzüglich aus Getraide und Hülſenfrüchten z er frißt aber aud) andere Feld- Wald.- und Gartenfrüchte, wenn es ihm an jenen fehlt. Außerdem verſchmäht er auch thieriſche Nah- ruugsmittel nicht, und frißt, wenn er ſie erhaſchen ( fan),| größt Wu u Keulen jm Einf yrs 7 fillt fu Init, w ehe fend, dy wf wl deöhall tödten) (] feinen 4 NOC: Beal] ibid ſiſt WW We "ſien y vs Tely Jett day utd, fm ht fd Oy NH NAN ih 118, Erbe ie M Mh vie Orbe ds | Dee 1pflod de) en, pn | und 14 Di 104 des Quidt je des Minh (ihr: Ky ine aufn und mt) ne 3 lui d beiſig; I ven den Maſt vd, zur Öl ien ihn eihe Aber au) at +, wget ncht 1 auß Getraid h ander Te ; ihm an Weiſe x fü a 2409; kann, Feldmäuſe, Ratten, junge Haſen'2:. Dey größten Theil des Winters bringt er in ſeinem Baue zu, und ſammelt, um ſch dort zu erhalten, einen bedeutenden Vorrath von Getraide 2c. ein. Bei die- ſem Einſammeln zieht er die reifen Ähren einigemal durchs Maul, ſtreift dadurch die Körner ab, und fullt ſo nach und nach ſeine großen Bakentaſchen da- mit, worin er das Getraide zu ſeinem Loche trägt. Die Vorräthe, welche er anſammelt, ſind ſo bedeu- tend, daß man oft 60 Pfund bis 1 Centner Getraide u. ſ.w. in einer Höhle findet. Ärmexe Leute ſachen deshalb im Herbſte ſeinen Bau auf, verjagen oder tödten ihn, und nehmen ihm ſeinen Vorrath. Gegen Ende des Octobers. verkriecht er ſich in ſeinen Bauz er verſtopft dann die Zugänge deſſelben größtentheils, und lebt nun eine Zeitlang von ſeinen Vorräthen.. Nimmt aber die Kälte zu, ſo verkriecht er ſich in den unterſten Theil ſeines Baues und ver- ſinkt in einen tiefen Winterſchlaf, welcher 3 Mo- nate anhält, und aus dem ihn ſelbſt die ſhmerzhaf- teſten Verwundungen nicht erweXen. Gegen Ende des Februars erwacht er nach und'nach wieder, ver- zehrt dann den noch übrig gebliebenen Vorrath, und dffnet dann, wenn kein harter Froſt mehr einfällt, ſeinen Bau wieder. Hat er ſeinen alten Bau ein- mal verlaſſen, ſo benußt er ihn nicht wieder, ſon- dern gräbt ſich einen neuen. Er begattet ſich zweimal im Jahret das erſte Mal gegen Ende des Märzes und den April hindurch, 220 007 3 IEEE und das zweite Mal am Ende des Junii. Das Weib- , im Quedlinburgiſchen und Hal- berſtädtſchen ſogar gegen 100000 Stü> Hamſter ge- tödtet hat. Der bedeutende Schaden, den er bis- weilen bei ſtarker Vermehrung anrichtet, läßt ſich hiernach berechnen. Man ſucht ihn durch vergiftete Getraidekörner, die man in ſeine Löcher wirft, zu vertilgen 3; auch gräbt man ihn aus, oder ſchüttet, wenn man Waſ- ſer in der Nähe hat, dieſes in die Röhren, treibt ihn dadurch heraus und tödtet ihn. Sein Fell giebt ein ziemlich gutes Pelzwerk und könnte mehr benußt werden. Auch wird ſein Fleiſch von einigen Perſonen gegeſſen. Nachgeſtellt wird ihm von den Kaßen, Füchſen, Wieſeln, Mar- dern, vorzüglich aber vom Iltis und mehreren Raubvögeln. py! wn 27 (iegen 12 dut 1'% (Le 19 alper] abril Gp pern ſher. vy (9 vr em jf ten uns einen Er Aube,| Dey Cunyj Wl: ew hat WW von 1, und Ivy Das Web wirft jedek Tage blin) an zu gt Mutter ſe ie, welt 1 fich noch Das Alter, hſtens 6 his m gungen 8 abnehmen her in eint hen und DW Hampſier gt: den er bis t, laßt ſi) traideforn filgenz aus m man Dur hte, geiht jewert und d fan Fle weft win ſeln! Pur nd weht Trittein warmer Sommer und eine frühe Ärndta ein, ſo ſterben bisweilen Tauſende vor Hunger, weil ſie das Eintragen verſäumten. VI. Lepus; der Haſe. In jeder Kinnlade befinden ſich bei dieſer Gat- tung 2 Vorderzähne 3 hinter den oberen größeren liegen noch 2 kleinere. An den Vorderfüßen befin- den ſich 5, an den Hinterfüßen hingegen 4 Zehen. 1. L. timidus. Der Haſe, Feldhaſe. (Le lievre Franz., the hare Engl.) Dieſes allgemein bekannte Thier unterſcheidet ſich von den übrigen hieher gehörigen Arten durch die an den Spißen ſchwarzen Ohren, den langgeſtrecten Kör- per und die langen Hinterfüße mit behaarten Fuß- ſohlen. Der Rammler(das Männchen) unterſcheidet ſich von dem Seßhaſen(dem Weibchen) durch einen ſtärkeren, runderen, wolligern Kopf, länge- ren und ſtärkeren Bart, kürzere und breitere Ohren, einen kürzeren Leib, breitere Lenden und eine röthere Farbe. Die Jäger unterſcheiden noF den Berg- und Sumpfhaſen, welche aber nur in Hinſicht ihres Aufenthalts verſchieden ſind, und von denen der erſtere größer und dier iſt, und ein bräuneres Haar hat als der andere. Es kommen auch Spielarten von rothgelber oder erbſengelber, von ſchwärzlicher und weiſſer Farbe vor. 222«anal Clien Er lebt“im größten Theile'von Europa, Aſien und Nordamerika. Vorzüglich hält er ſim in un- ſeren Getraidefeldern auf, und hier gräbt er ſich feine länglichrunde Vertiefung von der Länge ſeines Körpers, aus welcher, wenn er darin ſißt, nur ſeih Rücken-hervorſfieht. Dieſe nennt-man in der 'Jägerſprache ſein Lager. Er nährt ſich vorzüglich von Getraide, nächſt- dem von»Baumknospen, Baumrinden, Wurzel- gewächſen, Kohlu:!ſ.w, In gelinden Winternifängt ſeine Begattungszeit ſchön: im Januar uud Februar, ſonſt aber gewöhn- lich'im'März an. Das Weibchen iſt:30 bis-31/Tage trächtig, und wirft. das:erſtemal 2 bis 3: Junge, "welche es 20 Tage: ſäugt. Den. 6ten Tag nach der Geburt begattet es ſich ſchon wieder. C's ſet dann :zum zweiten'Male im Mai, zum dritten; im Juli „und zuweilen zum“vierten: Male im September, jedesmal 3 bis 4 Junge. Dieſe bleiben)in der Ge- gend, wo'ſie geboren wurden, trennen ſich aber bald von.den!Alten. Seine Feinde ſind die Wölfe, Hunde, Füchſe, "Wieſel und mehrere|Raubvögel. Wegen. ſeines ſchmackhaften Fleiſches und. ſeines “Pelzes wird ihm ſehr nachgeſtellt, und er vermehrt ſich ſelten ineiner Gegend ſo ſehr, daß er bedeuten- den Schaden anrichten. könnte. 2. TL.'Cuniculus,:Das Kaninen des Jahrs vier Mal, wenn die Wit- terung nicht zu ungünſtig iſtz in wärmeren Ländern wohl 7 Mal. Das Weibchen, welches 4 Wochen trächtig iſt, wirft 4 bis 9 Junge, die neun Tage blind ſind. Im 8ten Monate ſind die Jungen ſchon wieder zur Fortpflanzung tüchtig. Sie vermehren ſich bisweilen erſtaunlich, und der Schaden,. den ſie dann anrichten, iſt beträchtlich, indem ſie nicht allein 224 EIE viele Früchte conſumiren, ſondern auch die Felder untergraben. Ihr Pelz wird benußt und ihr Fleiſch gegeſſen; jndeſſen kommt es dem Haſenfleiſche nicht gleich. Verfolgt werden ſie vorzüglich vom Fuchſe, dem Frettchen, der Kaße, dem Marder und mehreren Raubvögeln. B. Das zahme Kaninchen ſtimmt in ſeinen übrigen Eigenſchaften mit dem vorigen überein, un- terſcheidet ſich aber durch ſeine Farbe, welche ſehr verſchieden, nemlich weiß, ſchwarz, grau, ſcheckig 2c., vorkommt. Seine Nahrungsmittel, Lebensweiſe, Feinde, Benußung 2c. ſind dieſelben, wie beim vorigen, Gewöhnlich hält man ſie in Viehſtällen 3 da ſie aber nicht allein das Futter durc< ihre Haare und ihren Unrath verunreinigen, ſondern auch gern den Boden untergraben, ſo iſt es beſſer, ihnen entweder eigene Behälter einzuräumen, oder einen ſogenannten Ka- ninchenberg für ſie einzurichten. Sie vermehren ſich erſtaunlich. terkwürdig iſt uns noch die unter dem Namen des angoriſchen Kanini- gen Vorderzähnen und meiſtentheils nur einem E>xzahn auf jeder Seite, der aber bei den mehrſten von bedeutender Größe und Stärke iſt. Cs gehören hieher die eigentlich ſogenannten reißenden und ei- nige andere Thiere mit ähnlichem Ge- biſſe. WIT.“ Erinaceus-"5021: Dieſe Gattung zeichnet ſich gleich durch den mit Stacheln bedeten Körper aus. In der oberen und unteren Kinnlade befinden ſich ſechs Vorderzähne z Hundszähne ſind in der oberen 3, in der unteren nur einer, und Backenzähne in jeder Kinnlade 4. 1: KE. europaeus. Der gemeine JTgel, Zaunigel.(Le heris30n Franz.z; the hedge- hoy Engl.) Dieſes allgemein bekannte Thier un- terſcheidet ſich von den übrigen Arten dieſer Gattung Crome's Handb. 111, I5 226 EE durch die breiten runden, unter den Stacheln ver- borgenen Ohren und durch die Naſenlöcher, deren umgebogener Rand kammförmig hervorragt. Kopf und Füße ſind an der Spike behaart, die leßteren ſchwarz und fünfzehig, und der ganze übrige Theil des Körpers, den Unterleib und die Bruft ausge- nommen, mit Stacheln beſeßt. Man findet ihn überall in Curopa und den an- grenzenden Ländern, nur nicht in den nördlichſten Gegenden. Er lebt in Wäldern, Gebüſchen und Gärten, und nährt ſich vorzüglich von Baumfrüch- ten, Wurzeln, nächſtdem aber auch von Mäuſen, Inuſecten, Gewürmen 2c. Die oft bezweifelte Mei- nung, daß er ſich unter Obſtbäumen umherwälze, und das an ſeinen Stacheln aufgeſpießte Obſt in ſein Lager trage, hat ſich in neueren Zeiten beſtätigt. Da er viele Mäuſe und andere ſchädliche Thiere ver- tilgt, ſo hat man ihn gern in Gärten. Im Winter hält er in hohlen Bäumen und an anderen abgelegenen Orten einen Winterſchlaf. Er begattet ſich im Frühjahre., und das Weib- t. Auch die'Ohren liegen verſteckt und können, ſo lange das Thier unter Waſſer iſt, durch eine Klappe verſchloſſen werden. Die Hinterbeine ſind länger als die Vorderbeine, und zwiſchen den Zehen befinden ſich zu beiden Seiten ſteife Härchen, welche die Füße zum Rudern geſchi>t machen. Der Schwanz iſt geſchuppt, und unter ihm läuft ein Streifen von Stachelhaaren. Der ganze obere Theil des Thiers iſt glänzend ſchwarz, das Hintertheil iſt grau z3 Kehle, Bruſt und Bauch ſind, mit Ausnahme eines ſcDer Maulwurf. die Sharrmaus.(Lataupe Franz.z the mole Engl.) Dieſer Feind des Landwirths iſt zu allgemein befannt, als daß er einer genauen Beſchreibung bedürfte. I< bemerke hier nur, daß er ſich von den übrigen Arten durch ſeinen kurzen Schwanz, ſo wie dadurch auszeichnet, daß man kein äußeres Ohr an ihm bemerkt; ſtatt deſſen ſieht man nur einen etwas erhabenen Rand, von dem die äußere Gehöröffnung umgeben iſtz und dem ungeachtet hört dieſes Thier äußerſt ſcharf. Auch ſeine Augen ſind ſo klein und verſteckt, daß man ſie nur bei genauer 220+ m=hl265 Efie 0) Vetrachtung gewahr wird. Sein ganzer Körper iſt zum Graben eingerichtet, wozu ihm vorzüglich ſein ſpißer Rüſſel und ſeine fünfzehigen, breiten ESchaufelpfoten nüßen. Seine gewöhnliche Farbe iſt bekanntlich glänzend. ſt ihn indeſſen ſo ſehr, als eine plößlich eingetretene Waſſerfluth, welcher er aber, wenn er ſeinen Bau ſchnell genug verläßt, bisweilen durch Schwimmen und Auffklettern an Bäumen entrinnt. Sein Pelz fühlt ſich ſehr weich und ſammtartig an und könnte vielleicht beſſer benußt werden. X u-Nluste la Die zu dieſer Gattung gehbrigen Thiere zeichnen ſich durch ihre furzen Füße und den langgeſtrec>ten Körper aus. In ihrer oberen Kinnlade ſtehen 6 ſpike, aufgerichtete abgeſonderte Vorderzähne; in der unteren eben ſo viele ſtumpfere, die aber dicht an einander ſtehen und von denen zwei einwärts ge- richtet ſind. Ihre Zunge iſt glatt. 1. M. Martes. Der Baummarder, Edel- marder, Tannenmarder, Feldmarder, Waldmarder, Viehmarder, Lichtmarder 26.(La marte Franz.z; the pinemartin CC ngl.) Man unterſcheidet ihn von den übrigen Arten durch die ſhwarzbraune Farbe ſeines Körpers und ſeine gelbe Kehle. Er hat die Größe einer Kaße, iſt aber langgeſtreckter. Er lebt in Europa und bewohnt vorzüglich die Schwarzwaldungen. Den Tag über hält er ſich in hohlen Bäumen auf, und des Nachts geht er auf < 232==> EUMiwoom ſeinen Raub aus. Seine Nahrung beſteht in Mäu- ſen, Eichhörnchen, Vögeln, Vogeleiern 2c.-. Im Sommer bleibt er gewöhnlich in den Wäldern, im Winter beſucht er aber die ländlichen Wohnungen, ſchleicht in die Hühner- und Taubenhäuſer und rich- tet oft große Verwüſtungen in ihnen an. Er begattet ſich ſchon im Februar 3 das Weibchen geht 9 Wochen trächtig und wirft in hohlen Bäumen 3 bis 6 Junge, die blind auf die Welt kommen. Sein Fell wird als Pelzwerk ſehr geſchäßt, und es wird ihm deshalb, ſo wie wegen ſeines Schadens,* den er anrichtet, ſehr nachgeſtellt. 2. M. Foina, Der Hausmarder, Stein- marder.(La fouine Franz.; the - martin Engl.) Er ſtimmt in Hinſicht ſeines äußeren Körper- baues völlig mit dem vorigen überein, unterſcheidet ſich aber durch die etwas braunere Farbe ſeines Kör- pers, und dadurch, daß er eine weiße Kehle hat. Er lebt in Deutſchland, Frankreich, England und den übrigen ſüdlichen Ländern von Europa, und hält ſich in alten Gemäuern, Steinhaufen, Scheu- nen, Ställen 2c. auf. Bei Tage verkriecht er ſich, und nur des Nachts geht er auf ſeinen Raub aus, der in Mäuſen, Maul- würfen, Vögeln, Vogeleiern 2c. beſteht 3 ganz vor- züglich liebt er aber unſer zahmes Geflügel, und ſucht ſich daher, wo er nur kann, in die Hühner- und Taubenhäuſer zu ſchleichen. Er wird uns durch ſeine) weht W iD Ga pur) zu priplind zn Del 7 Zune Wl vorzu hond ders) | ie| | OC | fimmf Gm 4 je 19 | lingetog Maul df |Sheldet 4 vijigeg Kps Ur Uebe, ſeine N größer] efteht in Vi eiern 6, 3 Wäldern, in Wohnungen uſer und tide ; 45 Weibchen hlen Bäumen fommen, geſchößt, un) es Cad, eder, Gti: Franz; Ü ßeren Kötyt: , unterſchei) rbe ſeines Fit e Kehle hat, eic, Engin) 1 Gutopy ud aufen, Opel ur des Racht? Haufen, Raus ht; gan) vo Gef, 1] in die u wird un8 0007 ſeine Räubereien um ſo ſchädlicher, da er die Thiere mehr erwürgt als verzehrt, und ihnen vorzüglich das Blut ausſaugt. Seine Begattungszeit ſcheint das ganze Jahr durch zu dauern, denn man bemerkt ſowohl im Frühlinge wie im Herbſt junge Marder. Die jun- gen Weibchen werfen 3 bis 4, die älteren 6 bis 7 Junge zur Zeit. Man ſtellt ihm durch Fallen nach, und ſacht ihn vorzüglich im Winter zu fangen, weil dann ſein ſchönes Fell, welches aber doch dem des Baummar- ders nicht gleichkommt, am beſten bezahlt wird. 5 Ma PutoriusuaDer, gl ti652 51... RB; Stänkerraß.(Le putois Franz.z the fitchet, polecat Cngl. Er iſt etwas kleiner als die Marder, hat einen dikeren Kopf und ein ſpißeres Maul 3 übrigens ſtimmt er im äußeren Baue mit ihnen überein. Sein Schwanz iſt kürzer, und ſeine Barthaare ſind län- ger. Seine Grundfarbe iſt lichtgelb, und nur die längeren Haare ſind dunkel kaſtanienbraun. Das Maul und die Ohrenſpißen ſind weiß. Noch unter- ſcheidet er ſich von dem Marder durch einen uner- träglichen, biſamartigen Geruch, der auch dem ab- gezogenen Felle anhängt. Er hat mit dem Marder Vaterland, Wohnort, Lebensweiſe und Nahrung gemein, und richtet durch ſeine Räubereien unter dem Federvieh beinahe noch größeren Schaden an. 234<= Seine Begattungszeit fällt in den Februar, und das Weibchen, welches 9 Wochen trächtig geht, wirft 5 bis 8 Junge. Als Spielart unterſcheidet man vom Iltis das Frettel(M. faro, Le furet Franz.z the ferret Engl.), welches ſich durch ſeine gelblichweiße Farbe und rothe Augen auszeichnet, und vorzüglich gut zum Ratten- und Kaninchenfange dient. 4. M. vulgaris, Das gemeine Wieſel. (La belette Franz. z; the weesel Engl.) Auch dieſes bekannte Thier unterſcheidet ſich in ſeiner Bauart wenig von den vorigen. Es iſt aber bedeutend kleiner, der Schwanz iſt kürzer, ſeine Grundfarbe rothbraun, und Kehle und Bruſt ſind weiß. Es lebt wie die vorigen in Europa und den an- grenzenden Ländern, und hat mit ihnen Wohnort, Lebensweiſe und Nahrung gemein. Das Weibchen wirft im Frühlinge 6 bis 8 Jun- ges da es dieſe bisweilen im Maule umher trägt, ſv entſtand daraus die alte Fabel, als wenn es ſie auf dieſem Wege zur Welt brächte. So ſchädlich uns alle die zu dieſer Gattung ge- hörigen Thiere dur<ß ihre Räubereien werden, ſo läßt es ſich doch nicht läaugnen, daß ſie uns durch die Vertilgung anderer ſchädlichen Thiere, wie der Ratten, Mäuſe, Maulwürfe, Fledermäuſe, Ham- ſter 2c. wieder einen bedeutenden Nußen bringen. fas | ſpfud€ (ang Geitih uns(M uf falen 63 füt+| un; | |(Le(94 jeg wf, dur 8 7 i ve Sapa 1 Ff dinge. ehruat, m (9 geht, with n Jitis das the feppet weiße Farbe üglich gut e Weſch esel Cndl.) heidet fic in , Ebiſceht fünzer, fein! „yd Bruſt fin 1 umd den aw yen Wohnen 6 6 bis 8 Tu uenher tmigb 3 wenn öf y Oattung 4? , werden, 1 ie uns dur ete, wi dt emu Haw em bringe" NERN 35B NEN. 3 058 Bei dieſer Gattung befinden ſich in der oberen Kinnlade ſechs Vorderzähne, von deneti die zur Seite befindlichen, längeren abſtehen, die mittleren aber vorn breit ſindz die ſechs in der unteren Kinnlade befindlichen Vorderzähne ſind alle breit z die Seiten? zähne(Hundszaähne) ſtehen einzeln und ſind einwärts gekrümmt. I. C. familiaris-. Der Hund.(Le chien Franz.; the dog Engl.) Als Unterſcheidungsmerkmal dieſes allgemein be- fannten Hausthiers Geht man den nach der linke Seite gekehrten Schwanz an. Übrigens bietet er uns in Hinſicht ſeiner Forin, Färbe und Größe die auffallendſten Verſchiedenheiten dar, ſo daß es ſchwer fallen würde, eine allgemein paßliche Beſchreibung für alle bis jekt exiſtirende Hunderacen zu entwerfen: Unter dieſen mannigfaltigen Hunderacen ſind für uns folgende die merkwürdigſten a) Die engliſche Dogge. C. tf. mastivus. (Le dogue Franz.; the mastiff Engl.) Sie zeichnet ſich durch beträchtliche Größe, ſtumpfen Kopf, hängende, lappigte Oberlefzen und glattes Haar aus. Ihr Gebell iſt dumpfig und kurz. Mä hält ſie hier und dort zur Bewächung des Hofes. b) Der Jagdhund, Spürhund, C., Sagax.(Le chien courant Franz.) Sein Körper iſt lang und di>, der Hinterkopf eingefur behaart. Seine Farbe iſt verſchieden, und er wird danach in zwei Ragen unterſchieden. Bei . der einen iſt das ganze Fell gelbbraun und die Spiße des Schwanzes(die Lunte) iſt weiß. Dieſe nennt man Birkfüchſe, und ſie ſind die gemeinſten. Seltener kommt die andere vor, welche auf dem Rücken graues und am Bauche ſchwarzes Haar hat, und deren Ohren, Schwanzſpiße und Läufe eine ſzähne und 24 Back- zähne, von denen die erſten nur gewechſelt werden, und zwar erfolgt dieſe Wechſelung 3 Mal. Die erſte erfolgt, wenn ſie 2x Fahr alt ſindz3 es fallen ihnen um dieſe Zeit die beiden Vorderzähne aus, und die hiedurc< entſtandene Lücke wird bald durch zwei neue Zähne ausgefüllt, welche eine ſchmußig gelbe Farbe haben, oben ausgehöhlt und in der Höhlung ſchwarz ſind 3 dieſe ſchwarze Höhlung nennt man die Bohne. Im 4ten Jahre wechſelt es mit den beiden zunächſt ſtehenden Zähnen auf eine ähnliche Weiſe, und im 5ten Jahre mit den beiden lebten Schneidezähnen eben ſo; Die E>zähne(Hunds- oder Hafenzähne) bekommt nicht ein jedes Pferd. Bei den Hengfien erſcheinen ſie gewöhnlich im 4ten oder 5ten Jahre, bei den Stuten bleiben ſie aber bieweilen ganz aus. In eben der Ordnung, in welcher die Schneide- zähne gewechſelt ſind, verlieren ſie nun auch wie- der ihre vorige Beſchaffenheit. Im ſiebenten Jahre verſchwindet nemlich die braune Farbe der beiden mittelſten Vorderzähne, und ſie füllen ſich mehr und mehr aus; im Zten Jahre geht es den beiden zu- nächſt ſtehenden eben ſo, und im gten verliert ſich auch die Farbe der beiden äußerſten Zähne. Nach dieſer Zeit läßt ſich das Alter des Pferdes nicht mehr genau nach den Zähnen beſtimmen; die Vorder- zähne werden immer weiſſer, länger, ſpißiger, ſchärfer, und brechen zum Theil ab, die C>zähne hingegen werden immer ſtumpfer und dier. Mit dem xoten Jahre pflegt ſich der erſte Schwanzwirbel etwas von dem leßten Rückenwirbel abzuſondern, und dieſes nimmt mit dem Alter des Pferdes zu. Zugleich werden bei dem alternden Pferde die Gru- ben um die Augen tief, der After ſenkt ſich, die Lippen ſchließen ſich nicht mehr, und die Breite des Hufs wird ſtärker als die Länge. Über die Nahrung des Pferdes ſage ich hier nichts, da ſie allgemein bekannt iſt, und mehr in das Kapitel von der Pferdezucht-gehört. Auch der vielfache Nußen,, den uns dieſes vortreffliche Haus- thier gewährt, iſt zu allgemein bekannt, als daß er einer genaueren Auseinanderſeßung bedürfte. Wir begnügen uns damit, nurdie Kräffte dieſes ſtarken Thiers zu benußen,- andere Nationen eſſen aber auch das Fleiſch, benußen die Milc< und bereiten ein geiſtiges Getränk daraus. Auch noh nach ſei- nem Tode liefert es uns durch ſeine Haut, Haare, den Huf, die Sehnen 26. ſehr nüblict ſich auf 25 bis 30 Jahre. Jm dritten Jahre iſt er zur Fortpflanzung geſchit. Die Cſelin trägt beinahe 1 2 Monate, und wirft gewöhnlich nur ein, ſelten 2 Füllen. Seine Nahrung ſtimmt mit der des Pferdes überein, in- deſjen pflegt man ihm ſelten ſo gutes Futter zu geben. Wir benußen ihn vorzüglich als Laſtthier, ſel- tener zum Zuges“ er kann aber, beſonders wenn er nicht zu ſchlecht gehalten wird, ſehr gut dazu ge- braucht werden. Nach ſeinem Tode wird vorzüglich die Haut benußt, woraus das bekannte Pergament bereitet wird. Bekanntlich laſſen ſich Pferde und Eſel zuſam- men begatten, und es entſtehen zwei verſchiedene Baſtarde daraus, welche nur in ſehr ſeltenen Fällen fruchtbar ſind. Aus der Vermiſchung des männlichen Eſels mit der Stute geht der gewöhnlichſte dieſer Baſtarde, das Maulthier(mulus, le mulet Franz.) hervor. Seltener ſchon ſind die Baſtarde vom Hengſte und der Eſelin, welche man Mauleſel(hinnus, 18 bardeau Franz.) nennt. Beide werden hier und dort gezogen und vorzüglich als Laſtthiere benaßt. Eine Fabel iſt es übrigens, daß es Baſtarde vom Pferde und dem Rindvieh geben ſolle, welche von älteren Schriftſtellern unter dem Namen des Ochſen- eſels oder Ochſenpferdes€] umar, Jumarre) auf- geführt werden. Web Jef ume Fim hingeg ganzlid 1:1 | ihe MM ſa Og An,/ finn d Einyy dy Ar| Camtſt Hauſe| Wndeſſet vie amm( ft Geha, "w, y fw, yl ſiteitig wahrſ wir eih Monate, 1) ien, Gin Überein, it ter zu geben, afithier, fl ders wenn er qut dazu ger ed vorzhrlih te Pergament nd Eſel zu ei verſchied ſeltenen Fäl [iden Eſelö m y Baſtarde, dt van) jen xn Hengſte un [(hunnw, l eder hier und pier benußt- Baſtarde 00! 18, wele 7 ven des M" Jumarre) y Wa VI. Ordnung: Wiederkäuende Thiere mit geſpaltenen Klauen. <= dr<< uu kb Bisulca, XING 4Gi.01040:786 Dieſe Gattung zeichnet ſich durch ihre hohlen, runzlichen und rauhen Hörner aus. In der oberen Kinnlade ſind keine Vorderzähne, in der unteren hingegen 83 auch die EX- oder Hundszähne fehlen gänzlich. I. C. Ovia. Das Schaf.(Le brebis Franz.z ihe ſheep Engl.) Von den übrigen Arten die- ſer Gattung unterſcheidet es ſich durch das bartloſe Kinn, und durch die zuſammengedrückten, mond- förmig geerümmten Hörner. Cinige Naturforſcher halten das Argali oder den Argail(0. Argail), welches in Sibirien, Kamtſchatka und dem nordweſtlichen America zu Hauſe iſt, für das Stammthier unſeres Schafs. Indeſſen hat dieſe Meinung manches gegen ſich, und die am allgemeinſten angenommene iſt die, daß un- ſer Schaf ſich nirgends mehr wild finde, und kaum no<4, wie andere unſerer Hausthiere, verwildern fönne. Auch vom Schafe, welches als Hausthier un- ſtreitig mit dem Pferde gleiches Alter hat, und wahrſcheinlich noch früher gehalten wurde, kennen wir eine Menge der verſchiedenſten Racen, von 254 ena denen wir die uns zunächſt angehenden etwas ge- nauer betrachten. wollen. A. Spaniſche Schafe. Man theilt ſie hauptſächlich ein: a) in Merino's transhumantes, ſogenannte Wanderſchafe, welche in bedeutenden Heerden: in verſchiedenen Gegenden von Spanien umbhergetrieben werden; b) in Estan- tes oder ſogenannte ſtehende Schafheerden, welche nur an einem Orte gehalten werden. Die äußere Geſtalt der Merino's iſt folgende: Die Bö>e(Stähre, Widder) haben einen gro- ßen, ſtar? bewachſenen, aber wohl geſtalteten Kopfz ihre Hörner ſind ſpiraiförmig gewunden, und ragen 16 bis 18 Zoll weit an der Seite des Kopfs hervor z mit den Krümmungen gemeſſen, ſind ſie oft 2 Fuß lang. Die Ohren, von mittlerer Größe, ſind wohl geformt und wenig oder gar nicht hängend. Die Augen ſind braun, ſchön gewölbt, aber um die Hälfte größer, als bei anderen Schafen. Der Hals iſt diE, aber doch nicht unverhältnißmäßig, faſt horizontal geſtre>t, und mit einem herabhängenden ſtarken Kader verſehen,(vorzüglich zeichnet ſich hierin die Race von St. Paular aus). Die Bruſt iſt breit, dex Rücken platt, der Bau des ganzen Kör- pers gedrungen; die Beine ſind ſtark und kurzz die Vorderbeine ſind bis ans Kuie dicht mit Wolle be- ſeßt; von hier bis zu den Klauen ſind ſie haarig, die Hinterbeine hingegen ſind bis an die Klauen mit einer Furzen Frauſen Wolle bede>t. Der Leib iſt durc) vorſ] put WW puſen, md || mögt Fuße bi! N hort; | Höhe, | Bien V: hinauf Jorge und Die 4 vem dic! Muang) gehalten) Qtaueß| der gat] | nit Hh, Weiſt,| Vb,. i" hh ein ſhy (ch 80 My Ördfe| en eto )i1 Merino; hafe, welde en Gegenden b) in Estan- den, welche | folgende: ben einen gee ſtalteten Kopf) deb, und va Ropfs heret ) fie oft 2 Fh fe, find woh) (ugend. Di ber umi fen, Ze fu penäßig, 19 jerabhäng inet ih pie Die Bruſt 10 4 gauze KÜ? und furz; 0 PA Yl hy ind feh) die Slo De(0 y 7 «050 GÜTE 255 durch eine etwas unförmliche, an beiden Seiten her- vorſtehende Bauchung verunſtaltet. Dieſe Bauchung hat bei einem Widder, des Morgens nüchtern ge- meſſen, ungefähr einen Umfang von 52 Rheinl. Zol- len 3 die Länge von der Bruſt bis zum Schwanze beträgt ungefähr 30 bis 36 Zoll, und die Höhe vom Fuße bis zum erſten Rückgratswirbel etwa 25 Zoll. Die Mutterſchafe ſind in der Regel unge- hörnt 3 ſie haben nicht mehr als ungefähr 22 Zoll Höhe, aber ihr Leib iſt länger geſtreckt, als bei den Böcken. Von den Naſenbeinen an zwiſchen. den Augen hinauf iſt der ganze Kopf, ſowie auch der ganze übrige Körper, bis an die Knie der Vorderbeine und die Klauen der Hinterbeine bei beiden Geſchlech: tern dicht mit Wolle bede>t. Dieſe Wolle hat von außen auf den Thieren, ſelbſt wenn ſie ſehr reinlich gehalten werden, kein weiſſes, ſondern ein ſel- ſchafe oder Za>en, welche ans Ungarn abſtam? men, und b) die feinen böhmiſchen Schafe, welche jekt ebenfalls durch ſpaniſche veredelt werden. F. Ungariſche Schafe, welche aus Kreta abſtammen ſollen? G. Polniſcher Schafe, mit hohen Beinen, einem Furzen'Leibe, langen Halſe, ganz glatten Kopfe bis hinter die Ohren, und ſehr weniger Wolle unter dem Leibe. H. Podoliſche oder langgeſchwänzte Schafe. I. Holländiſche Schafe. Sie ſollen theils aus Lincolnſhire und Leicesterſhire, die beſten aber aus Oſtindien abſtammen. K. Belgiſ wih mehren y. theilt fe wo) 1, Klement) 1, unter Wav! feine Bele h vfallen wied! dſerreih paniſche Gh! eſhenz im Heideſhm! theils gepnt Wolle, it 1 mt Eutt weiſſer) Vel (Gueburgi? nigen Gey burger, WW quen 59 4 E11 Sia 259 Augen aus, woher: fie ihren: Namen erhalten ha- ben ſollen. e) Sächſiſche Schafez eine ſehr gemiſchte Race, welche aber durch die:Veredlung mit ſpani- ſchen Schafen ſchon zu einer bedeutenden Feinheit gebracht. iſt. f) Fränkiſche Schafe. Meiſtentheils ſtam- men ſie von den Spiegelſchafen ab. Cs giebt aber dort noch eine ziemlich feinwollige aber weichliche Race unter dem Namen der Zeubelſchafe. g) Preußiſche Schafe. Cbenfalls eine ſehr gemiſchte Race, welche aber jet durch eingeführte ſpaniſche Schafe ſehr verbeſſert wird. h) Shwäbiſche Schafe. Mau unterſchei- det ſie noch a) in eine kleine Race mit langer, haari- ger Wolle, welche man Zeubelſchafe nennt, die aber von der Fränkiſchen ſogenannten noch unterſchieden iſtz b) in Flammiſche, und c) Bergamasker. 1) Heſſiſche Schafez auch dieſe nicht vor- züglichen Schafe, welche aber jeht ebenfalls veredelt werden, unterſcheidet man noch. a)„in eine kleine Furzleibige und b). eine langgeſtre&te Race. k) Holſteiniſche Schafe. Dieſe zerfallen wieder in mehrere Racen: a) Die frieſiſchen Schafe, eine große Race, welche von der alten Race in Leicesterſhire abſtammen ſoll. 1727 260 Gen dann b) DieEiderſrädter Schafesz ebenfalls ſehr große Schafe, mit langer, weiſſer Wolle. Bei guter Weide ſolten ſie häufig zwei Lämmer bringen. c) Dittmarſer Schafez ſie ſollen von der holländiſchen und der engliſchen Race von Lincoln- ſhire abſtammen, und lange Wolle haben. d) Die Geeſtſchafe, welche von der däniſchen Race abſtammen. Das Alter der Schafe rechnet man auf 12 bis 14 Jahre 3 die Merinoſchafe leben etwas länger, entwickeln ſi aber auch etwas ſpäter. Um das Alter der Schafe zu beſtimmen, dienen uns wieder die Vorderzähne zum Kennzeichen, deren das Schaf befanntlic) 8, und zwar nur in der unteren Kinn- lade beſikt. Man theilt dieſe noh genauer eint in die beiden mittelſten, oder die eigentlichen Vor- derzähne(pinces)z die, welche ſich' neben dieſen an jeder Seite befinden, nennt man das erſtePaar Mittelzähne(premieres mitoyennes), auf dieſe folgt das zweite Paar Mittelzähne (Secondes mitoyennes); und die beiden Zähne, welche am Ende einer jeden Seite ſtehen, heißeu die C4zähne(coins). Das Schaf wird ſchon mit dieſen 8 Zähnen ge- boren, oder wenn ihm noh einige fehlen, ſo brechen ſie do< bald hervor. Im erſten Jahre behält es dieſe mit au! | zahn ten Zh fit M haßt dat | vöpwen | Wt ihm (8 ebe wd zähnet' vertaufd mit 20 nig(e! v me JÖ, diefe evo: gv 3 Jehle einiger fütmmen Ihen,| de zu, vom aufe ſt; Gln ſo bes abjeſd zuneht Geſtal ebenfalliih (le, Def zu Fingen, ollen von dy von Lincoh- ben, der Aniſchen nan auf 120 | etwoß lat ter, Im en uns wit) ven das Gh unteren Kl! jenguer ein! ptlichen Dv! ih neben 0! ab erſieht verwes), iW Nittelzähn: heiden Z6h hen 168 0.8 20900 (ey, N(10 0977 11.108 261 mit auf die Welt gebrachten ſogenannten Milh- zähne, und heißt ſo lange ein Lamm. Im zwey- ten Jahre verliert es die beiden Vorderzähne und erhält dafür zwey andere, merklich breitere, Es heißt dann ein Jährling, und gegen das Ende des zweyten Jahrs ein Zeitſchaf. Im zten Jahre fällt ihm das erſte Paar der Mittelzähne aus, wel- beſpringt dabey mehrere Schäfe, und gewöhn- lich rechnet man auf 25 bis 30 Schafe einen Bock, obgleich es nicht an Beiſpielen fehlt, daß ein Bo in der Sprungzeit 100 Schafe oder noch' darüber beſprungen hat. In der Regel geht das Schaf 5 Monate oder 150 Tage trächtig 3 indeſſen iſt. die- ſes nicht ganz beſtimmt, und die Trächtigkeit dauert bald etwas fürzer, bald etwas dänger. Gewöhnlich wirft das Schaf nur ein, ſeltener zwey Lämmer. Das Lammen ſelbſt geht gewöhnlich ohne Schwierig- Feiten vor ſich, dauert aber bisweilen etwas lange. Das Lamm kommt dabey mit der Schnauze auf den Vorderbeinen liegend hervor. Eine künſtliche Hülfe iſt nur in gänz widernatürlihen Fällen nöthig, und iman thut in den gewöhnlichen Fällen am beſten, dieſes Geſchäfft ganz der Natur zu überlaſſen. Sechs bis ächt Wochen pflegt man die Lämmer ſaugen zu laſſe. Die' getabil YOhen)! veg! 1/1014 et ſat! mh den j ſieden, Rahrunz? u öh] pn| wendig,| giebt, ih Jer hat etwa uf, wot uft “ füt 6 Dal olaf) daf Y Hin 4 wohnte At manch Hod" ſtatt da jeſiben, pi gebr: fer als vm, geben; ver mehr el 19 zieht ji) den gewöhne | Monate zu "amd! beide 0 nander, Ei „und gewöhn fe einen Du, daß ein I nod datiht f das Cy deſſen iſt di! ptifelt Dam - Gewöhrli Wey Var ne Giry 1 etwas 10 auge auf den vſe Ayſe nöthid, uy (am beſte! (aſſet), Gt ae Fo emm 263 Die Nahrung des Schafs beſteht blos aus Ve- getabölien, und zwar ſind ihm die Futterkräuter der höheren, tro>neren Pläße die liebſten; die der Nie- derungen liebt es nicht ſo ſchr3 auch können ihm dieſe leßteren, beſonders bey feuchter Witterung, leicht ſchädlich werden. Übrigens iſt ſeine Futterung nach den verſchiedenen Wirthſchaftisweiſen ſehr ver- ſchieden, und man kann es an die mannigfaltigſten Nahrungsmittel gewöhnen. Salz liebt es ſehr, und es ſcheint ihm, mäßig gebraucht, gut zu be- kommen, indeſſen iſt es ihm nicht durchaus noth- wendig, da es mehrere vortreffliche Schäfereien giebt, in denen die Schafe kein Salz erhalten. Der, der Wolle anhängende Schweiß des Schafs hat etwas Seifenartiges, und löſt ſich in dem Waſſer auf, worin man ſie wäſcht. Cin ſolches, hiemit getränktes Waſſer dient vorzüglich als Reinigungs- mittel für andere unreine Wolle. Man kann daher das Waſſer eines kleinen Teiches vorzüglich zum Wollwaſchwaſſer geſchi>t machen, wenn man die Schafe jedes Mal darin wäſcht. Hin und wieder kommen unter den Schafen ſo- genannte Zwitter vor. Betrachtet man ſie genauer, ſo findet-man, daß es Mißgeburten, gewöhnlich männlichen Geſchlechts, ſind, denen entweder die Hoden oder die Ruthe fehlen, und die.an dieſer Stelle ſtatt der Ruthe nur einte Offnuna des Uringanges beſißen. Natürlich ſind dieſe Thiere nicht zur Zucht zu gebrauchen. 264==n22020d einn 7 Auch das Schaf iſt einer Menge von Krankhei- ten unierworfen, deren nähere Beſchreibung aber nicht hieher gehört. Über die in ſeinen Cingeweiden lebenden Würmer werde ich ſpäterhin noch reden. Es giebt unter unſern Hausthieren wohl keins, welches uns einen größeren Nußen brächte, als das Schaf. Während ſeines Lebens liefert es uns die treffliche Wolle, Milch und den Fkräfſtigen Dünger, und nach ſeinem Tode benußen wir nicht allein das Fleiſch, Talg und das Fell, ſondern auch die Därme zu Saiten, und die Klauen, Hörner, Flechſen Kyorpel 2c. zum Leim u. ſ.w. 2. C. Hircus. Die Ziege.(La chevre Franz.z the goat Engl.) Sie unterſcheidet ſich vom Schafe vorzüglich durch das mit einem Barte verſehene Kinn und durch die bogenförmig gefrümm- ten, gerinnelten Hörner. Die Zähne ſind wie beim Schafe. Wahrſcheinlich ſtammt unſere Hausziege von einer im Kaukaſus und den angrenzenden öſtlichen Gebirgen einheimiſchen Ziegenart(aegagrus) ab. Sie verwildert leicht wieder. So wie unſere übri- gen Hausthiere, iſt ſie ſehr allgemein verbreitet. Das gewöhnliche Alter der Ziege rechnet man auf 12 Jahre. Im zweyten Jahre wird ſie zur Fort- pflanzung fähig. Cin Bock verſieht dabey eine be- deutende Heerde von Ziegen. Gewöhnlich äußert ſich ihr Begattungstrieb im September und dauert bis zum November. Die Ziege geht fünf Monate | und 3 facht Rh] zen det Baur Ban] dude] ſind 4 ferdels ve hem 19 [, 1] Jeehn Deſto j hes ein on Kraiih. eibung dy ECitgeweidy od) reden, wohl Fong, te, als dai te uns die zen Dünger, x allein da h die Ny ner, Fehſe (La che nterſheidt ji) feinem Bt nig gefrüm hne ſind 1 DauSpiege M enden Öfiigt egagrus)| je unfete It verbreitet, 1000 fie zur Fet) aber eine ly hnlich(uft ver und du“ : fünf Zi ==emiles GE RBaes 265 trächtig, und wirft häufig zwey, bisweilen aber auch nut ein, ſeltener 3 bis 4 Junge. Ihre Frucht- barkeit dauert gewöhnlich bis ins 7te Jahr. Das Weibchen iſt in der Regel ungehörnt, in- deſſen Fommt es auch bisweilen mit Hörnern vor. Sie liebt vorzüglich die gebirgigten Gegenden, und wird daher beſonders in dieſen, ſelten in den flachen Gegenden und den Niederungen gezogen. Ihre Nahrung beſteht aus den aromatiſchen Futterpflan- zen der bergigten Gegenden 3 ſie frißt aber auch gern Baumfknospen, Laub, ſchält die Rinde der jungen Bäume ab, und zernagt die jungen Sproſſen. Man duldet ſie deswegen in den Forſten nicht. Überhaupt ſind ſie etwas ekel in Hinſicht des Futters, und er- fordern viele Reinlichkeit bei der Haltung im Stalle. Ihre Milch iſt ſehr fett und wird von Einigen ſehr geſchäßt. Worzüglich wird ſie zur Bereitung vortrefflicher Käſe benußt. Das Fleiſch iſt für Man- 5Bo8 51: Rind. Die Hörner ſind hohl, mondförmig gekrümmt, und glatt. Die Zähne ſind wie bey den vorher- gehenden Gattungen. T. B. Taurus. Der Stier.[Das Rind- vieh.](Le boeuf Franz.z the ox Engl.) Das Unterſcheidungsmerkmal dieſer Art ſind die glatten, runden, auswärts gefrümmten Hörner, welche ſo- wohl dem männlichen wie dem weiblichen Geſchlechte zufommen.' Für das Stammthier unſeres zahmen Rind- viehes hält man den Auerochſen oder Wald- ochſen(Urus, Bonasus), welcher jeßt noch in den Waldungen von Polen, Lithauen und Sibirien gefunden wird, und ehemals auch in Deutſchland zu Hauſe war. Dieſer Auerochſe iſt größer und ſtär- fer, als unſer zahmes Rindvieh. Sein Geni>, die Schultern und die Bruſt ſind ſtark behaart 3 vor- züglich har er an der Stirn einen ſtarken gefräuſel- ten Haarbüſchel. Seine Hörner ſind kurz, ſehr gekrümmt und ſchwarz. Auch die Hauptfarbe ſeines ganzen Körpers iſt ſchwarz und nur über den Rük- ken läuft der Länge nach ein mäuſefarbener Strich. Von unſerem zahmen Rindvieh ſind, durch die Verpflanzung in die verſchiedenen Gegenden, und die Vermiſchung verſchiedener ſchon erblich geworde- ner Stammracen, mehrere Ragen entſtanden. Man kann dieſe am zwekmäßigſten unterſcheiden? A. in das Marſch- oder Niederungsvieh, wel- ches in den Stromniederungen gehalten wird, B. das Land- oder Geeſtvieh, welches im flachen Lande, und C. das Bergvieh, welches in den gebirgigten Gegenden gezogen wird. Unter jeder dieſer Abthei- lungen ſichen mehrere eigenthümliche Ragen. | A. 0 Ni(ys weib, zum Fet j a) im ein jtößeren Zu diſche Wiere und wel t | qut zu) || feviel und 0) von erfah) MuSed die vorl] put gebe) die glatt ) welche ſe Geſchlecht nen Rind tr Walde pt no in d Sibirien Deutſchland er und füt Zein Os, jehdart; on gebraut , IN tfarbe ſein et den Rit ener Grid) d, durc d! genden, u lich gewotty anden. Ii oden A 1 pieh, wel! vird, B.da chen Land nN pebirgip" dieſer A) Rag A. Das Märſch- oder Niederungsvieh. Es iſt größer und von ſrärkerem Knochenbau, als das Landvieh, hat vorzüglich eine weiche Haut, weiches, aber grobfaſriges Fleiſch und iſt beſonders zum Fertwerden geneigt. Man unterſcheidet es noch a) in eine Art mit kleinen, und b) in eine Art mit größeren Hörnern. Zu der erken gehdrt vorzüglich das frießlän- diſche Vieh(die Oſtfrießiſche Race). Dieſe Thiere ſind groß, diknochig, mehrentheils ſchwarz und weißgefleckt oder getiegert, ſehr milchreich und gut zur Maſtung geſchickt. Sie wollen aber, wenn ſie viele Milch geben ſollen, eine ſehr gute Weide und vorzügliche Behandlung habenz3 erhalten ſie dieſe nicht, ſo fallen ſie ab, und verſchlechtern ſich ſehr. Zu der zweyten Art mit größeren Hörnern gehört vorzüglich die holländiſche Race, welche ſich ebenfalls durch ihre Größe und Milchergiebigkeit auszeichnet. Sie iſt ſtärker und dauerhafter als die vorhergehende, verlangt aber auch, wenn ſie gut gedeihen ſoll, gute Nahrung und Behandlung. Außerdem gehbren hieher noch die im Oder- bruuche einheimiſch gewordene Race und das Danziger Niederungsvieh. Von den außerhalb Deutſchland befindlichen Racen verdient hier noch das Podoliſche Vieh einer Erwähnung; eine ſtarke, gedrungene Race von mehrentheils ganz grauer Farbe, welche ſich 268<< e vorzüglich zur Maſtung eignet, und jährlich in bedeutenden Heerden eingeführt wird. Cs liefert ein ganz vorzügliches Fleiſch, iſt aber durchaus nicht milchergiebig. B. Land- oder Geeſtvieh. Es iſt in der Regel kleiner und von feinerem Knochenbau, als das Marſchvieh, und eignet ſich nicht ſo gut zur Maſtung. Durch die verſchiedene Behandlung, und die verſchiedenen Zuchtſtiere, die man zu ſeiner Veredlung auswählte, haben ſich eine Menge von Unterracen darunter gebildet, welche ſich aber nicht genau unterſcheiden laſſen. Gewöhn- lich iſt es braun, oder auch weiß und braun gefleckt. Bisweilen hat man es in die Marſchgegenden ver- pflanzt, und hier hat es ſich denn ſehr verbeſſert. Eine der beſten hieher gehörigen Racen iſt das Jütländiſczähne da. elde es 1. C. Dama. Der Dammhirſch, Tann- 1d die nach hirſch.“(Le daim Franz.z3 the buck, fallow- vetſchiden deer Engl.) Er unterſcheidet ſich durch ſeine wenig (ßen dieſes äſtigen, platten, an den Spißen handförmig aus- iw Wit gebreiteten Geweihe. Er iſt kleiner als der gemeine dieSih Hirſch“ und gewöhnlich von rothbrauner Farbe, heiten, Vene zuweilen aber auch weiß geſtreift und gefleckt. ' Er lebt im gemäßigten Theile von Europa, und 8 der Alf: kommt nicht ſelten in unſeren Waldungen vor. ſich theils 1 2. C. Elaphus. Der Sdelhirſcs, welche jähr- lich, ſo wie die des Hirſches gewechſelt werden, erhal: ten höchſtens nur 4 bis 5 Enden an jeder Stange. Das weibliche Thier(die Ricke, Rehgeis) hat eben- falls feine Hörner. Die Brunſtzeit des Rehes fallt in den October und November; die Ricke trägt etwas über 5 Mo- nate, und ſeßt am Ende des Aprils oder im May ein bis zwey Junge(Küzchen). In unſeren Gebüſchen und Waldungen iſt das Reh nicht ſelten 3 es nährt ſich vorzüglich. von Gras und wilden Futterkräutern 3 außerdem liebt es aber auch das zarte Laub, die Knospen und die junge Rinde der Bäume, und fügt dieſen oft einen bedeu- tenden Schaden zu. Sein Alter ſhäßt män un- gefähr auf 15 Jahre. Das Fleiſch des Rehes giebt bekanntlich einen vortrefflichen Braten, und das weiche Fell wird zu Handſchuhen, Beinkleidern 2c. verarbeitet. IS* 376 re yu. Ordnung: Multungula, Thiere mit mehr als zwei Klauen an jedem Fuße, "XVII. Sus, Schwein. Der hervorſtehende Rüſſel iſt abgeſtußt und be- weglich. In der oberen Kinnlade befinden ſich viex, gegen einander gerichtete, in der unteren 6, etwas von einander abſtehende Vorderzähne. Außerdem ſtehen in der oberen Kinnlade an beiden Seiten zwey Fürzere, in der unteren zwey längere, gekrümmte, hervorragende E>Xzähne. 1. S8. Scrofa. Das Schwein. a) Das wilde Shwein.(Le Sanglier Franz.z; tine wild boar Engl.) b) Das zahme Schwein...(Le cochon Franz.; the hog Engl.) Das wilde Schwein(Schwarzwild) iſt in der Regel etwas größer als das zahme,' hat eine längere Schnauze, längere Hauzähne(oft'8=“ 9 Zoll lang), aufrechte kürzere und ſpißere Ohren, dickere Füße und einen mehr zugerundeten Rücken 3 auch iſt ſeine Farbe faſt immer ſchwarzgrau oder ſchwarz- braun, wogegen unſer zahmes Schwein gewöhn- lich gelbgrau erſcheint. 2 undh m ufs ud übel |(inde Z4 Eomint(4 unſeren I [bedeute derſelbe das Zau Ge" Zur Bit geſhi tw ew idw 68 und wife p' bis 118: Ze n ſeiner aus ji gelwöH Wlufferen; pay) pepe Dy"| liche nN Remy, oder M 16 Volh N heißer gula, Klauen 4 fußt und bes wen ſh Viet ven bd,(ej 2, Wifetdenn en Gelten zit de Gefah, ei (Le anl yal.) (L8 cochit geld) ii me, at eim ft8 90 hren, didit Rüden; au 4 der ſchw? wein gu 0 SEE ko rr ür CHE Das wilde Schwein lebt in unſern Waldungen und hält ſich gewöhnlich in Haufen(Rudel) beyſam- men. Cs nährt ſich vorzüglich von Wurzeln und Baumfrüchten, frißt aber auch Inſectenlarven, und überhaupt Fleiſch. Den Tag über hält es ſich in den Dickigten der Wälder auf, und des Nachts Fommt es zum Vorſchein. Der Schaden, den es unſeren angebauten Gewächſen zufügt, iſt oft ſehr bedeutend, da es nicht nur eine beträchtliche Menge derſelben verzehrt, ſondern auch durch ſein Wühlen das Land verdirbt. Sein Alter rechnet man etwa auf 20-25 Jahre. Zur Begattung ſind ſie ſhon nach dem erſten Jahre geſchi>t. Cin Eber(Keuler). hält ſich dabey zu meh- reren Säuen(Bachen). Die Begattungszeit fällt in den Spätherbſt; die Sau geht 4 Monate trächtig, und wirft, nur einmal des Jahrs, im Frühlinge 10. bis 14 Junge. Das zahme Schwein unterſcheidet ſich in ſeiner äußeren Bildung wenig von dem wildenz es iſt gewöhnlich etwas kleiner, länger geſtre>t, hat ſchlaffere, hängende Ohren und heller(ſcymußig gelb- grau) gefärbte Borſten. Beym zahmen Schweine nennt man das männ- liche Thier: Eber, Bär, Beier, Hackſch, Hauer, Kempe, Meß 2c., das weibliche hingegen: Sau oder Mutterſchwein. Die Jungen heißen bis ſie 16 Wochen alt ſind, Ferkel. Sind ſie darüber alt, ſo heißen ſie bis zu einem Jahre: Fajelinge oder Wir 0000te Arr mit kurzen Beinen und weicher Haut. Sehr weſentlich unterſcheiden ſich noch die ſogenannten Andaluſier oder ſpaniſchen Schweine, mit ſchwarzer, ziemlich glatter Haut und hängenden Ohren, bei denen aber das Spek mit Fleiſch durchwachſen iſt. Der Begattungstrieb äußert ſich bey den zahmen Schweinen ſchon, wenn ſie 8 bis 9 Monate alt ſind, man läßt ſie gewöhnlich aber erſt 13 Jahr alt wer- den, ehe man ſie zu einander läßt. Cin Eber kann dabey 20 und mehrere Säue beſpringen. Man läßt ſie bald nur einmal, bald auch zweymal im Jahre Ferkel bringen. Die Sau geht, wie die Bache, 16 Wochen trächtig(ältere bisweilen eine Woche länger) und wirft xo bis 16 Ferkel. Dieſe ſaugen 3 bis 32 Woche. Einige Säue haben die nächlheiſtge Gewohn- heit, ihre Ferkel aufzufreſſen 3 hierauf muß man zenay zur Zu pon ann het hatb 15 ful | wffeln |. Mi Fommelt Gewold | vldell fugen 4 Wh Ghwir: fern „hicht bers einen Ii | vn eng wf Ching | by, 5 die Wh NHR . Mt nd ge jahr volley verſchnitten orfenſchwei "ML find mehnt; bt aber nod figet hat, fo vmijcht, und chen den ve) mitte kin een Deinen u mterſcheden oder ſpan! y glatter 4! ber das€! bey den zah! Monate alt 1 Jahr ait Gin Cher fa gew Mar biß pine im Jah! wie die Bil m eine Di . Diſe ſu le 677 jerauf 087 ei< 279 genau achten, und- auch keine Schweine und Eber zur Zucht wählen, von denen man' weiß, daß ſie von einer Mutter abſtammen, welche dieſe Gewohn- heit hatte. Das Schwein nimmt mit den verſchiedenſten Nahrungsmitteln fürlieb, und nimmt ſie, wie das wilde, ſowohl aus dem Pflanzen- als aus dem Thierreiche. Auf der Weide nährt es ſich vorzüg- lich von Wurzeln und Inſectenlarven, im Stalle hingegen mäſtet man es mit Küchenabfall, Kar- toffeln, Schrot, Erbſen, Bohnen, Mais u. ſ. w. Auch das zahme Schwein frißt, wenn es ſie be- kommen kann, Thiere, und manche haben die üble Gewohnheit, dem jungen Hausgeflügel nachzuſtellen, welche man ihnen ſo früh wie möglich zu benehmen ſuchen muß. Außer mehreren anderen Krankheiten, ſind die Schweine der ſogenannten Finnenkrankheit un- terworfen, welche ſich aber nur bey dem zahmen, nicht bey dem wilden Schweine zeigt, und die von einem Wurme entſteht, den wir ſpäterhin noch ken- nen lernen werden. Außer dem vielfältigen Nußen, den uns das Schwein durch ſein Fleiſch, Spe>, ſeine Borſten 2C. bringt, wird es uns noch dadurch nüßlich, daß es die Wurzeln vieler Unkräuter und die Larven vieler ſchädlicher Inſecten auf der Weide vertilgt. Noch'gehören in dieſe Ordnung mehrere bedeu- tend große ausländiſche Thiere, wie der Elephant, 280-=emuiln ABDa das Nashorn, Nilpferd 2c,,. deven Beſchrei- bung wir hier übergehen. “ VIIL Ordnung:.Palmata., Säugethiere mit Shwimmfüßen., A. Glires, Mit meißelformigen Nagezähnen- Hieher gehört vorzüglich der Biber(Castor Biber), deſſen Beſchreibung ich hier übergehe. B- Ferae, Thiere mit dem Gebiſſe der reiſſenden Thiere. XVIE„dü tram? Ot tex: Bey dieſen Thieren befinden ſich in jeder Kinn- lade 6 Vorderzähne, und auf jeder Seite unten und oben ein EXzahn. Außerdem befinden ſich in der unteren und oberen Kinnlade auf jeder Seite 5 3ak- Fige Backenzähne. Die Vorder- und. Hinterfüße haben 5 Zehen, die durch eine Schwimmhaut ver- bunden ſind. IL. L. vulgaris... Die Fiſchotter.(La Joutre Franz.; the otter Engl.) Dieſes Thier ha? ungefähr die Größe eines Dachſes. Der Kopf iſt dik und breit, die Schnauze ſtumpf, die Augen Flein, die Ohren kurz und rund. Der Hals iſt ſehr Furz, der Leib langgeſtreckt, die Füße kurz"und die Vorderfüße unbehaart. Dex diFe, hinten nur ſpiß zulaufende Schwanz iſt halb ſo lang als der Leib. Die Rückenhaare ſind hellkaſtanienbraun, die des Vat auchs und der Bruſt bräunlich weiß. Di Gann| niht un 2 Yoſſert? fan, 1 fann 10) | unter dJ aushal! um Zul K/0: eden jitg K6 Ves wirft 31h Nan fh Fiſchen) 008, dem bezahlt 16 Ufer WINE (, Ius Hel ubi“, "ren Bu Veh Veſchy ta, FÜßen, WICH» er(Castor Ah nden. Shia, in jeder Site eite une u en fich in dt t Geite 5 1d Hinterfi) immhaut 0 otter.(Ü Dieſes 208 ,. Ze Sy f, die Jugen + juif ht jeht » kyrs undd! wie(yt pi j | als ver 0 au NN y 4 ) Die Fiſchotter lebt in den milderen Gegenden der ganzen nördlichen Erde und iſt auch in Deutſchland nicht ſelten. Sie hält ſich am Ufer der Flüſſe, Seen und Teiche auf, wo ſie ſich einen verborgenen Bau gräbt. Für die Fiſchteiche iſt ſie ein ſehr gefährliches Raubthier, indem ſie ſich vorzüglich von Fiſchen nährt; indeſſen frißt ſie auch Fröſche, Krebſe, Waſſerratten, und wenn ſie dieſe nicht erhaſchen Fann, im Nothfalle Gras und Baumrinden. Sie Fann ſehr geſchi>t tauchen, und fängt die Fiſche unter dem Waſſer, kann aber nicht lange darunter aushalten, ſondern kommt bisweilen in die Höhe um Luft zu ſchöpfen. Ihre Begattungszeit fällt in den Februar z ſie locken ſich dazu durch einen grellen, pfeifenden Laut. Das Weibchen geht 2 bis 2x Monate trächtig und wirft 3 bis 4 Junge, die ſie 6 bis 3 Wochen ſäugt. . Man ſtellt ihr wegen des Schadens, den ſie den Fiſchen zufügt, und auch wegen ihres ſchönen Bal- ges, der von den Kürſchnern mit 6 bis 8 Rthlx. bezahlt wird, ſehr nach. Außex der Otter gehört zu dieſer Ordnung noch der Seehund, C. Bruta, Thiere ohne Gebiß, oder doch ohne Vorderzähne. Hieher gehören bloß das Wallroß, die See- Fuh 2c. und das ſonderbar gebildete Schnabelthier, deren Beſchreibung ich hier übergehe. | 1 “IX. Ordnung: Cetacea. In dieſer Ordnung ſtehen bloß die ſogenann- ten Wallfiſche, Pottfiſche, Delphine 2c., die uns hier nicht intereſſiren können. um j 4| | Vos | ſo fudoge | mehr Ue 0 7 ' ß< inder | JE den Chy || wS 04, MEETS GRETE FET ie Ogeltatt [phine x,-„ Dritter Abſchnitt, Vögel I. Angtomie und Phyſiologie der Vögel. S. 129.„5 a« Bom Gerippe der Vögel. Wergleichen wir die Vögel mit den Säugethieren, ſo finden wir ſchon im äußeren Baue der erſten weit mehr Übereinſtimmung, wie in dem der leßteren, und eben dieſe größere Gleichförmigkeit herrſcht auch in der Zuſammenſeßung ihres Gerippes. Ihr Schedel. zeichnet ſich, zum wenigſten bey den Erwachſenen, gleich dadurch aus, daß. ſeine einzelnen Stücke nicht, wie bey den Säugethieren, durch Näthe von einander getrennt, ſoudern, wie zu einem Stücke verwachſen ſind. *) In der Anatomie und Phyſiologie dieſer und der übrigen Thierklaſſen werde ich mich fürzer faſſen, weil ſie. den. Land- wirth weniger intereſſiren; ich werde mich darin haufig auf den Bau der Saugethiere beziehen, und, fahre daher auch, um keine Irrung zu veranlaſſen, in der dort abgebrochenen Paragraphenreihe fort. 284en Gedärmen, vielmehr ſind ſie bey einigen am Anfange weiter, als gegen das Ende. Übrigens finden wir auch bey ihnen, wie bey den Säugethieren G. 85), einen merklichen Unterſchied in Hinſicht der Länge des Darmkanals, je nachdem ſie ſich mehr von Fleiſch oder von Ge- wächſen nähren, indem derſelbe bey den fleiſchfreſ- ſenden bedeutend kürzer iſt, als bey den pflanzen- freſſenden. Die mehrſten Vögel unterſcheiden ſich auch noch dadurch in dieſen Theilen von den Säuge- thieren, daß ſie zwey Blinddärme beſißen, welche bey einigen, beſonders den hühnerartigen und den Waſſervögeln, von beträchtlicher Länge findz ſo ſind ſie 3. B. beym Huhn etwas über 6 Zoll lang, und beym ſchwarzen Waſſerhuhn(Fulica atra) fand ich jeden derſelben ſogar x Fuß und 2 Zoll lang. Es iſt Crome's Handb, 111, T9 ſchwer auszumitteln, wozu dieſen Thieren dieſe be- trächtlich langen Blinddärme nüßen. Der Maſt darm. endigt. ſich bey den Vögeln, gemeinſchaftlich) mit den Harnleitern und den Ge- ſchlecht8organen, in die ſogenannte Kloake, welche eine ſchlauchartige Erweiterung deſſelben darſtellt. Die Vögel unterſcheiden ſich alſo hiedurch hauptſäch- lich von den Säugethieren., daß. ihr Harn mit den übrigen EGxcrementen in der Kloake zuſammentritt, und daß ihre Geſchlechtswerkzeuge(zu welchen wir nachher noch Fommen werden) ſich mit in dieſem gemeinſchaftlihen Gange befinden, und nur zur Begattungszeit. hervortreten. Die Leber(F. 86), welche bey den Vögeln mehr nah vorn und nach der linken Seite zu liegt, ſcheint. bey ihnen verhältnißmäßig. größer. zu ſeyn, als bey den Säugethieren. Auch iſt ſie bey unſerem Hausgeflügel, beſonders wenn es gemäſtet wird, auffallend größer, als bey den wilden Vögeln, ſo daß die Mäſtung einen ſehr auffallenden Einfluß auf ihre Vergrößerung zu haben ſcheint. Die Gallenblaſe feht mehreren unter ihnen gänzlich, und es kommen ſogar Fälle vor, daß ſie einzelnen Individuen einer Art fehlt, welche ſonſt damit. verſehen iſt. Die Bauchſpeicheldrüſe (5. 87) iſt bey den meiſten Vögeln doppelt, und beſibt mehrere Ausführungsgänge. In der Regel iſt ſie bey den fleiſchfreſſenden Vögeln kleiner, als bey den pflanzenfreſſenden. Die Milz der Vögel det 1X dy Vb* ren. fre denen 18 | den bit wirbel Jipgen; 8 gäwzl)& dur) die Womit H i 10 || Deff Giimmg juhums WET vj] daduth| an bey (0. 99 Hie; ei) ven Dieſh den Vögel hd den(0 Fe, well 1 darſtellt, ) hauptſüch- en den amen welchen wt ot I Dee MEN py. den Bit Zelte zu(it) fer zu fes » bey unſet! emäſtet im 1 Vögeln,| nden Einf) ſ. pudel! wr, da fe welche jon iheldrüſ! appel, w) “wp u der| fene," lz dum 3 GEE 291 (6. 88) iſt verhältnißmäßig kleiner, als die der Säugethiere, hat eine beynahe nierenförmige Gez ſtalt, und liegt mehr nach der rechten Seite hin. CG... 132: d. Bon den Urinwerkzeugen der Bögel. In Hinſicht dieſer Organe findet ſich ein bedeu- tender Unterſchied zwiſchen den Säugethieren und den Vögeln. Mit Nieren(F5. 9x) ſind dieſe leßte- ren freilich verſehen, ſie ſind aber weſentlich von denen der Säugethiere verſchieden, indem ſie eine doppelte Reihe abgeſonderter drüſenartiger Körper- el, aber ſtatt deſſen befinden ſich zu beiden Sei- ten derſelben kegelförmige Fleiſchfaſern. Die zweyte Stimmriße hingegen befindet ſich im unteren Theile der Luftröhre ,. wo ſie durch quergeſpannte Mem- branen gebildet wird, und bey einigen Vögeln auch init einer Schilddrüſe verſehen iſt. Der Bau dieſer Theile iſt übrigens bey den verſchiedenen Vögeln ſehr mannigfaltig, und es ſind einige noch. mit be- ſonderen Theilen verſehen, welche zur Verfrärkung der Stimme dieren 3 ſo haben die Männchen meh- rerer Waſſervögel dazu eine Enöcherne Blaſe am un- teren Kchlkopfe, welche ſich 3. B. ſchon bey unſerer gemeinen Ente findet.| "Die Luftröhre der Vögel 48: 95) gleicht im äußeren Baue der der Säugethiere, nur iſt ſie ge- wöhnlich etwas länger und ihre knorpligten Ringe ſind beträchtlich ſtark. Ihre Lungen(5.96) ſind verhältnißmäßig Flein, flach, hinten am Bruſtkäſten feſtgewachſen, und in die Zwiſchenräume der Rippen eingefugt. Außerdem finden wir aber theils in ihrer Bruſt-, theils in der Bauchhöhle mehrere membranöſe Luft- ſäcke, welche mit den Lungen in genauer Verbindung ſtehen, und nach dem Bedürfniß der Vögel mit Luft gefüllt und wieder davon entleert werden können. “Noch merkwürdiger iſt es, daß ſelbſt ein Theil ihres Gerippes(zum wenigſten bey den meiſten) zu Luft- behältern beſtimmt iſt. Vorzüglich gehören hieher ihre Ghult! beine; Fuoen 1 Aifetuod) fer den er! des Bruſt 1 „yudurc) 1! Re dark? gen(aſſet! fnochen! wund beyn] ſpulen, 1) gefallt, 1 ihnen zuf gungen iM A | Hil dos ders Nodurc auf hie bey dei Andern Mi m Nu dieſe der mit nen' Fammet 4 Veſe nict vm Eing 1 der beiden Gt; Die ziert teren Zhi) unte Met Bögeln auc Dau dieſer nen Bhzeln (oh mit h Reſte unden eh Blaſe(aw 0 bey unſat 5) gleidt 1 ur if Fe ligten Aly rhältmiginiht feſthewach ven eingefugt her Brufer hanf uſt + Verbindun) Gel mit u weden konn) im Weil it? en) 3007 ven Wie) Shulter- und Schenkelknochen und die Schlüſſel- beine; außerdem aber auch mehrere flache und eckige Knochen ihres Rumpfes, 3. B. das Bruſtbein, die Hüftknochen, Rü>enwirbel 2c.3 dieſe ſind nemlich bey den erwachſenen Bögeln markleer, und an dem der Bruſt zugekehrten Ende mit Öffnungen verſehen, wodurch ſie mit den Lungen in Verbindung ſtehen. Die darüber angeſtellten Verſuche und Beobachtun- gen laſſen keinen Zweifel übrig, daß. dieſe Luſt- knochen den Vögeln zur Erleichterung beym Fluge und beym Schwimmen dienen. GSelbſt die Feder- ſpulen, welche nur bey den jungen Vögeln mit Mark gefüllt, bey den älteren hingegen hohl: ſind, dienen ihnen zu Luſtbehältern, und“ erleichtern ihre Bewe- gungen in der Luft. S- 134. f, Von den Circulationswerkzeugen der Bögel. Das vorzüglichſte der hieher gehdrigen Organe, das Herz(5. 98), zeichnet ſich bey den Vögeln dadurch aus, daß. die. rechte Kammer deſſelben nicht wie bey den Säugethieren mit einer häutigen Klappe, ſondern mit einem feſten, ſtraffſgeſpannten, faſt drey- eigen Muskel verſehen iſt. Wahrſcheinlich dient dieſe ſonderbare Einrichtung dazu, daß das Blut mit einem größeren Nachdrucke aus der rechten Herz- Fammer in die Lungen getrieben werden rönne, da dieſe nicht ſo ſtark, wie bey den Säugethieren, bey dem Ginathmen ausgedehnt werden können. Die Circulation ſelbſt geht übrigens bey ihnen eben ſo. vor ſich, wie bey den Säugethieren. G- 4352 g. Von den SEELER und Sinneswerkzeugen der Vögel. Das Gehirn(F. 106) der Vögel ſtimmt im Ganzen genommen mit dem der Säugethiere über: ein, indeſſen Fommen doh einige Abweichungen vor. So iſt 3. B. die Oberfläche deſſelben glatt und ohne Windungenz der Sehenerve entſpringt nicht aus dem Innern des Gehirns, ſondern aus einem kug- ligten, hinter demſelben. befindlichen, Anſaßez3 auch fehlen mehrere Theile, welche man in der Hirn- maſſe der Säugethiere bemerkt, wie z. B. die BrüFeu.ſ:w.' Was die Sinneswerkzeuge betrifft, ſo fin- den ſich folgende Eigenthümlichkeiten bey ihnen: Die Augen ſo wie die Augenhöhlen(FC. 109) ſind im Verhältniß zu ihrem Kopfe von ſehr bedeutender Größe. Außer den, bey der Beſchreibung der Säuge- thiere angegebenen Theilen des Auges, welche wir auch alle bey den Vögeln wieder finden, bemerken- wir bey ihnen noch einen eigenthümlichen Theil, den ſogenannten Fächer. Er beſteht aus einer vier- eigen Haut, welche mit zahlreichen Blutgefäßen verſehen, mit Pigment geſchwärzt iſt, entſpringt aus einer Spalte der Reßhaut, dringt ſchräg in den Glaskförper, und dient wahrſcheinlich zur Ver- minderung des blendenden Lichts. Ty durd/ unta bt ") pyr Matt enth [ieder nur hre: v id fogla Jun mehretet fretsfot) ||Ghallf! Wr leere Ze] Dung, wenden(4 einz. M Wegen bey; Hhieten,(4 und es fet Tom ſeiden&4 hein fehlt deluge lohn ſu ſchumhilz Uhr bey den( veſprode jens bey Ju hierey, Sinnen SOgel fit; Ougethien Wein m glatt mbh ringt M aus eini , Ayſehu) 000/80 wie 3,4) betrifft, 1% bey ihnen! 100) fü! pr bedeuten! ung der Gi 8, wehe I en, Oatetfet "| all den g einer Yet! Blutgefäß! , wiſpein 1 ſar)| dah zu Ihr Auge wird, wie bey den Säugethieren, durch zwey Augenlieder geſchüßt, von denen das untere bey einigen, namentlich bey dem Hahn, Pus- ter, der Ente, Gans 2c. ein eigenes kleines Knochen- blatt enthält 3 mit Wimpern ſind dieſe beiden Augen- lieder nur bey wenigen Bögeln beſeßt. Ihre Gehörwerkzeuge(Y. xx11) zeichnen ſich ſogleich dadurch aus, daß ihnen die äußeren Ohrknorpeln gänzlich fehlenz dagegen haben bey mehreren die Federn am äußeren Gehörgange eine Freisförmige Stellung, welche die Auffangung der Scallſirrahlen erleichtert. Ihre beiden Paukenhöhlen ſtehen durch mark- leere Zellen der Hirnſchaale mit einander in Verbin- dung, und ſtatt der drey den Säugethieren zukom- menden Gehörknöchelchen(F. 112), haben ſie nur eins. Die Bogengänge des Labyrinths(FJ. 113) liegen bey ihnen ferner nict, wie bey den Säuge- thieren, in der Knochenmaſſe verborgen, ſondern frey, und es fehlt ihnen die jenen zukommende Schnecke. Ihre Geruchswerkzeuge(ß 114) unter? ſcheiden ſich dadurch, daß ihnen ein eigentliches Sieb- bein fehlt; die Geruchsnerven treten bey ihnen durch die Augenhöhlen in die innere Naſe, und ihre Naſen- löcher öffnen ſich an verſchiedenen Stellen des Ober- ſchnabels. Über ihre Zunge- als das Geſchma>sorgan bey den Säugethieren, habe ich früher ſchon(5. 131) geſprochen. 296==> Der Taſtſian(FF. 116) kommt wohl nur weni- gen von ihnen,. und zwar einigen Waſſervögeln (den Enten, Gänſen 2c.) zu, deren Schnabel mit einer ſehr empfindlichen, nervenreichen Haut über- zogen iſt, vermöge deren ſie im Schlamme nach ihrem Futter umher taſten. VP41202 k. Von den Geſchlechtstheilen und der Fortpflanzung der Bögel. Sehr auffallend unterſcheiden ſich die Vögel in dieſen Theilen von den Säugethieren. Die Hoden (S. 117) der männlichen Vögel liegen tief im Körper verſtekt, neben den Nieren, und ſind mit Samengängen verſehen, welche bis zum hinteren Theile des Körpers herablaufen und ſich in der Kloake(F. 13x) öffnen. Hier befinden ſich bey den meiſten zwey kleine Wärzhen, in welche die Samen- gänge ſich endigen, die die Stelle der männlichen Ruthe vertreten und zur Begattungszeit anſchwellen; ſo iſt es z.B. beym Hahn, Puter, Tauber 2c, Nur wenige haben eine einfache Ruthe, welche außer der Paarung in der Kloake zuſammengeſchlagen liegt, und nur zur Begattungszeit hervortrittz ſo iſt es 3+B. beym Enterich, bey welchem ſie eine wurme- förmige Geſtalt hat, und bey dem man ſie noch eine Weile, nachdem er getreten hat, hervorhängen ſieht. Bey den weiblichen Thieren dieſer Klaſſe zerfallen die Geſchlechtstheile in 3 Hauptabtheilun- gen, nemlich in die äußere Mündung der Geſchlechts- theile, den Geſchlechtskanal und den Syerſtock. Die finder ſpule, [fs dm“ ift, Ze ] | führt» un | fhnh» (den unte! 118) del er iſt bey! und hat Weil, 4 inwendig ſchen 114 Giuafi) We, damm knie; de wahr) yerſhal] nde und, her n fnüc heft dub ) undhz) zählige Y fen bey Mopf jün (ETON Voſſeoiy Chnabel 4; "1 Daut het Maine uh zung der izt die Vel it Die Hedy legen tief und find 1) zum hin nd ſc m eh fich bebt he die Gum er männ je anſteht; über x, In Ihe aufer dut ſchlagen Db im pe ahne Wurms je noch eint ngen fich! wieſer Alo gotabeeilu gp Geſcleh? Sperl Die äußere Mündung der Geſchlechtstheile be- findet ſich in der Kloake, in der Geſtalt einer Quer- ſpalte„welche ſich,“ von zwey Lefzen bedeckt, links von der Offnung des Maſtdarms in der Kloake öffnet. Der Geſchlehtskanal, zu welchem dieſe Spalte führt, und der ſich vor dem Eyerſto> endiger, läßt ſich noch in drey beſondere Theile unterſcheiden: a) in den unteren, welcher ſich mit der Mutterſcheide(CF. ITS) der weiblichen Säugethiere vergleichen läßt z er iſt beym Huhne etwa 1x Zoll lang, ſehr dehnbar, und hat eine geſchlängelte Lagez b) den mittleren Theil, welcher ungefähr eben ſo lang, aber weiter, inwendig. geſpalten und mit fleiſchigen Wänden ver- ſehen iſtz man kann ihn mit der Gebärmutter der Säugethiere(F. 118) vergleichenz c) den oberſten Theil, welcher bey dem Huhne wohl 13 Fuß lang, darmförmig gewunden, und deſſen innere Haut mit unzähligen warzenartigen Zäpfchen verſehen iſt, wel- die wahrſcheinlich dazu dienen, die Kalkerde für die Syerſchalen abzuſcheiden. Er verſchmälert ſich am Ende und öffnet ſich in den ſogenannten Trichter, welcher zur Aufnahme der Dotter aus dem Cyer- ſtoe beſtimmt iſt. Der Eyerſto>, welcher unter der Leber liegt, und das Anſehen einer Traube hat, enthält eine un- zählige Menge kleiner Dotter, von denen die klein- ſten bey einem Huhne etwa ſo groß wie ein Nadel- fnopf ſind. Jeder Dotter it noch von einer beſonderen 298 ru Haut umhüllt, die vermittelſt eines kleinen Stiel- ungen der Sautgethiere. Die äußere Haut der Vögel, welche, ſo wie die der Säugethiere(5. 30), aus drey verſchiedeney | ] | | | Häuten delt peffpet Ziſhen 4-8, Dept ver Bruſt dF humlichm auh uh find, 10 warmen) 10m, di zwar hit Vig 14 „ven Hno) ehältet, 4 endlich gelt Hiee, 3 dinfunge] dadureh[4 „Ihre j , Ndt ale wh bey 4 nd ben 0 oE 1, Uther H t, dls Dieſs Jure zu le tritt, Beh wertet Zuge Fothen außs erbt mandie (ugen, An Gingewei)) ex ſth, Thier 1 ſih en ſchon eim bildung m: zB. der hs „Am 1 es am ne eine Grim! hhbridt es dt Opel we M. vin Un ggethiert: de verſchie Häuten beſteht, iſt bey allen mit Federn be- deckt. Manche Vögel ſind freilih mit Haaren verſehen, indeſſen finden ſich dieſe immer nur in Büſcheln an beſonderen Stellen des Körpers; ſo 3. B. beym Raben am Schnabel, beym Puter an der Bruſt u.ſ. w. Die Federn unterſcheiden ſich durch ihren eigen- thümlichen Bau ſogleich von den Haaren 3 außerdem auch noch dadurch, daß ſie, wenn ſie abgeſchnitten ſind, nicht wie jene wieder wachſen. Außer der warmen Bede>kung, welche ſie den Vögeln gewäh- ren, dienen ſie ihnen a) mit zur Bewegung, und zwar hiezu vorzüglich die Schwungfedern der Flügel und die Steuerfedern des Schwanzes 3 b) die- nen ihnen die Spulen der größeren Federn als Luft- behälter, worüber ich ſchon früher geſprochen habe z endlich gehören ſie 6), ſo wie die Haare der Säuge- thiere, zu den Excretionsorganen, indem die Aus- dünſtungsmaterie; und bey einigen beſondere Stoffe dadurch fortgeſchafft werden. ;: Ihre Farbe iſt äußerſt mannigfaltig, und zwar nicht allein bey den verſchiedenen Arten, ſondern auch bey einer und derſelben, nach dem Geſchlecht und dem Alter, ſo daß der ausgewachſene Vogel oft ein ganz anderes Gefieder beſißt, als der junge. Die Vögel behalten ihre Federn, ſo wie die Säugethiere ihre Haare, nur eine Zeitlang, und verwechſeln ſie mit dieſes Wechſeln der Federn'(Mauſern)' geſchieht bey den mehrſten nur einmal im Jahre, und zwar gewöhnlich im Herbſte, bey einigen wenigen aber auch zweimal, im Früh- ling und im Herbſte. 62.139: Eintheilung der Vogel. In Hinſicht der ſyſtematiſchen Cintheilung der Vögel folge im unſeren beiden berühmten deutſchen Ornithologen, Meyer und Wolff, ſo wie dieſe ſie uns in ihrem trefflichen Taſchenbuche der deut- ſchen Vögelkunde mitgetheilt haben. Die ganze Klaſſe der Vögel zerfällt in die beiden Hauptabtheilungen der Lan d- und Waſſer- vögel, und jede derſelben begreift nun wieder meh- rere Ordnungen unter ſich. A. Landvögel:(Aves terrestres) mit kurzen Gang- oder Kletterfüßen, welche we». üſgſtens bis an das Knie befiedert ſind, und mit einer leichten Federbede>ung. Sie leben auf dem Lände und nähren ſich meiſtens von Säugethieren, Vögeln, Inſecten und Sämereien. I. Ordnung: Raubvögel, Acipitres, mit kurzen, ſtarken Schnäbeln, an denen der Ober- ſchnabel über den unteren herabgekrümmt iſts mit Furzen, ſtärken, etwas unter der Ferſe befiedertetn Füßel) gefräm 11, dD) nit etwas gefrümmt nig za Euren, 7 |frepen 3 TI, Ort | 1] in mit gew) mittem | Enzo,| Pifet!" || | IV. 96 mit feel] geh, Meh Ennlade 4 über die 9 Un Fihen; Gir Wl yi: mit mig Wugeſpiht, venen der, eſte Ne 1 Derbſy, im Fu ell de n deutſchen 0 wie die! ? der Dey die Deiden Daſſer: der wehe res) veldhe yd mit auf de, ethieten, Pes, ey Ohe iam 77,108 «maln Gann„ 393 Füßen, völlig freyen Zehen, und großen, ſcharfen, gekrümmten Krallen. II. Ordnung: rabenartige Vögel, Co- races, mit etwas zuſammengedrückten, mehr oder minder gekrümmten, oben erhabenen, meiſtens meſſerför- mig gerändeten Schnäbeln- von mittlerer Länge, und kurzen, zum Gehen. eingerichteten Füßen, mit völlig freyen Zehen. III. Ordnung: ſpechtartige Vögel, Plici, mit gewöhnlich geraden, ſelten etwas. gekrümmten, mittelmäßig langen und ſchmalen Schnäbeln, und Furzen, meiſtentheils zum Klettern eingerichteten Füßen, welche über die Ferſe herab befiedert ſind. IV. Ordnung: Singvögel, Os8cines, mit Fegelförmigen, bey einigen etwas walzenförmi- gen, meiſtens ſhwachen Schnäbeln, deren Ober- Finnlade unbeweglich iſt, und mit ſhwachen, bis über die Ferſe befiederten, zum Hüpfen eingerichte- ten Füßen, deren Zehen völlig frey ſind. Sie zerfallen noch:| a) in die ſperlingsartigen Vögel, mit meiſtens ſtarken, kegelförmigen, ſtumpfen oder zugeſpißten, geraden, abgerundeten Schnäbeln, an denen der Oberſchnabel unagusgeſchnitten iſt. b) in die droſſelartigen Vögel, mit meiſtens etwas meſſerartigen Schnäbelnz und c) in die Pfriemenſchuäbler, mit pfriemenförmigen Schnäbeln. V. Ordnung:: ſh; walbemartige Vögel, Chelidones, mit kleinen, ſpißigen Schnäbeln, bey denen der Oberſchnabel vorn gekrümmt und an der Wurzel breit iſt, und mit kurzen, mit ſcharfen Nägeln be- ſehßten Füßen. VI. Ordnung: Tauben, Columbae, mit dünnen, geraden, am Grunde häutig aufge- triebenen und an der Spiße gekrümmten Schnä- beln, und kurzen Gangfüßen, deren Zehen bis an die Wurzel getrennt ſind. VIL Ordnung: hühnerartige Vögel, Gallinae, mit ſtarken Schnäbeln, deren Oberſchnabel erhaben, etwas gefrümmr, und an den Seiten über die un- tere Kinnlade etwas herabgezogen iſt, und mit kur- zen Füßen, welche mit vier freyen Zehen verſehen, und von denen die drey vorderen an dem erſten Ge- lenfe von der Wurzel an mit einer kleinen Haut ver- bunden ſind. BP, vil, mitm ſoßen mehr eder am Grun hunden,| (1X, Ord Ihr Füße mi! nur eint Jauch nur: Gie| 3) in) mit Fogelet Wige, det gebrümmt! oder 4 Zet | bald einen | b) inh Wit ftarfof | Iöit 4 dw Ray Wife hy eine am) | den Weih zu all; rome, denn ve et Im Ng hae, 14 aufge Ce 0 018 an | veel,| erhabett - die ut mit Fut verſehen| ſien O7 aut B. Waſſervögel(Aves aquaticae). VIII. Ordnung: Sumpfvögel, Grallae, mit meiſtens langen, walzenförmigen, ſtumpfen oder ſpißigen Schnäbeln, und langen, über dem Knie mehr oder minder unbefiederten Füßen, deren Zehen am Grunde gewöhnlich durch eine kleine Haut ver- bunden, ſeltener ganz frey ſind. IX, Ordnung: Shwimmvögel, Natantes. Ihre Schnäbel ſind verſchieden geformt; ihre Füße mit einer Shwimmhaut verſehen, welche oft nur einige, öfter alle Zehen, ganz oder halb, oder auh nur ſehr wenig verbindet. Sie zerfallen noch: a) in die Kegelſen 3 der Oberleib iſt aſchblau, die Kehle mit länglichen Flecken verſehen, der Unterleib iſt weiß 3 die Seiten ſind roſtroth, mit vielen braunen Wellenlinien und Strichen 3 der Schwanz hat 5 breite ſchwärzliche Binden 3 die Füße ſind gelb. Das Männchen iſt 1 Fuß, das Weibchen 1 Fuß 2 Zoll lang. Er lebt in den mehrſten Gegenden Deutſchlands in bergigten Wäldern, in deren Nähe Wieſen und Felder liegen, und bleibt gewöhnlich den Winter über bey uns. Seine Nahrung beſteht aus Maulwürfen, Feldmäuſen, jungen Auer- Haſel- und Binkhüh- nern, kleinern Vögeln, Käfern, Heuſchre>en 2c. 3 L.O- Gh Durch". die Vertilgung jener ſchädlichen Thiere wird er uns. nüßlich. Er lebt einſam und. in der Ein- weiberey, niſtet auf hohen Bäumen, und legt 3 bis 6. ſtz' die Zehen ſind nur wenig be- fiedert. Die Länge des Thiers beträgt 9 Zoll. Es lebt in ganz Deutſchland in alten Gemäuern, Thürmen 2c., niſtet ebenfalls in alten Neauern oder auch in hohlen Bäumen und legt 2 bis 4, ſelten nur mehrere weiße, rundliche Syer. Seine Nahrung beſteht vorzüglich in Haus- und Feldmäuſen, Fledermäuſen, kleinen Vögeln und Jnſecten, durch deren Vertilgung es uns ſehr nüß= lich wird. Weil es ſich gern im Gemäuer alter Kirchen aufhält, nur in der Nacht und beym Mondenſchein umher flattert, und bisweilen, durch das Licht ge- blendet, gegen“die noch ſpät erhellten Fenſter der Krankenzimmer fliegt 3 ſo wurde und wird es noch von abergläubiſchen Perſonen als ein Unglüksvogel betrachtet„ und Todtenvogel genannt: Dieſe thörigte Meinung bedarf bey vernünftigen Perſonen Feiner Widerlegungz wir ſollien uns vielmehr freuen, wenn es ſich in unſerer Nähe anſiedelt, weil es ſo viele, uns ſchädliche Thiere verfolgt!-- III. Gattung: Lanius, Würger. Der Schnabel iſt ohne Wachshaut, ziemlich grade und an den Seiten ſehr zuſammengedrückt z; der Oberſchnabel iſt an der Spiße hakenförmig ge- Frümmt, und hat vor derſelben einen zurücktreten-“ den Ausſchnittz am Grunde des Oberſchnabels befinden ſich einige ſteife Borſten. Die Füße ſind mittelmäßig hoch und ſtark, unbefiedert und ganz geſpalten. Die Flügel ſind ſehr kurz, und der Schwanz lang und keilförmig. I. L. Excubitor. Der graue Würger, die Bergälſter.(la pie-grieche grise Franz.z ihe great ſhrike Engl.) Sein Oberleib iſt aſhgrau, an der Stirne ins Weißliche übergehend, au die Seiten ſind weiß, die Flügel ſhwarz, mit zwey weißen Flekenz der Schwanz iſt keilförmig und die äußerſten Federn deſſelben weiß. Die Länge des Thiers beträgt 9 Zoll. Er hält ſich im größten Theile von Deutſchland in kleinen Gehölzen, Gebüſchen und in Gärten auf, und bleibt gewöhnlich den Winter über bey uns. Seine Nahrung beſteht aus Mäuſen, kleinen Bögeln, Amphibien und Inſecten. Er legt ſein | "| | Jundande; | Reſt a! | bem) fee€ Ge farbig) find ſch?! roth, d! Länge b) Er] bie Decl gängen, 3 Gen! ven feſ feine% Goin. wd[et: Weiße, 10 Ped Gattung vieler ſj zieh 1gedrüc; [Otmig NG vd nah Füße fid Ind zw) und ve ytger, 1 arte ) fiehe 108 nd weiß fen; da hettögt ſchland ten auf 18, Flotal gat fel = FrfE 313 Neſt auf hohen Bäumen an; und legt fünf bis ſie- ben weißgraue, blaß olivengrün und aſchgrau ge- fle>te CEyer. 2. L. Spinitorquus Bechst. I, Collurio Linn. Der rothrüc>kige Würger, Neun- tödter. L'ecorcheur Franz.; tlie red bocked ſhrike En gl.) Sein Kopf iſt aſſfedern der Flügel ſind ſchön rothbraun 3 der Unterleib it ſchwach roſen- roth, der Schwanz iſt beynahe keilförmig. Seine Länge beträgt etwas über 6 Zoll. Er hält ſich häufig in Deutſchland auf, bewohnt die Hecken und Gebüſche, welche an Weidepläße gränzen, und gehört zu den Zugvögeln. Seine Nahrung beſteht größtentheils aus Käfern und anderen Inſecten, die er zum Vorrath an Dor- nen feſtſpießtz ſeltener macht er ſich an Mäuſe, fleine Vögel und Amphibien. Sein Neſt baut er in Dorngebüſche und He>en und legt 5 bis 7 ſtumpfe, grünliche oder gelblich- weiße, roſtgelb und aſchgrau gefleckte Eper. Beide Vögel, ſo wie noch einige andere dieſer Gattung, werden uns durch die Vertilgung ſehr vieler ſchädlicher Thiere ſehr nüßlich. Zweyte Ordnung: Rabenartige Vögel, Goraces. Alle hieher gehörige Vögel leben ſo wie die Raub- vögel in der Einweiberey, halten ſich aber häufig geſellig beyſammen. Sie niſten gewöhnlich auf ho- hen Bäumen und in Gemäuern. Bey dem Brüten löſen ſich beide Geſchlechter einander ab. Sie näh- ren ſich. vorzüglich von Juſecten, Gewürmen, dem Unrath anderer Thiere, aber auch von Pflanzen und deren Früchten. IV. Gattung! Corvus, Rabe. Der Kopf iſt klein oder von mittlerer Größe, der Schnabel am Grunde grade, di>, zuſammen- gedrückt und meſſerförmig nach vorn abwärts ge- bogen 3 die Naſenlöcher ſind mit borſtenartigen Federn bedektz die Zunge iſt knorpelig und vorn geſpalten. Die Flügel ſind lang, die Federn zu- geſpißt. Ihre Füße ſind zum Gehen eingerichtet. Die mehrſten Raben ſind ſchwarz oder grauz ſie zeichnen ſich durch ihren ſehr ſcharfen Geruchs- ſinn au8« Die meiſten von ihnen leben geſell: ſchaftlih. Sie nähren ſich von JInſecten und de- ren Larven, Gewürmen, anderen lebenden und todten Thieren, Pflanzen und deren Samen. Was ſie nicht gleich verzehren. können, verbergen ſie an einem verborgenen Orte. Außerdem haben ſie die Eigenſchaft, glänzende Sachen in ihr Neſt oder an andere Orte fortzutragen. W jan€ aws Jef | vr Ghiv jekt 2) |als das Er) | nen Oy | 1en Geh fey über Gei ſen, ju „The, Gein Nel Felſen un | atün, 4 verſehene Den [Raub ei fact„ fe ihn Zh Vögel, die Rauh: Her hauf 4 auf ht: (m Vet | Sie nh: men, bn | Pflatzet he, je Of, Suſann warts ge Pnattigen und vorn (eder zu richtet, „der geol) (Geruht jen geßle , um de den und ef, Wes en fie dm y fie F ober 47 eam GEIE 3I 5 I. CO. Corax, Der Kolkrabe.(De corbeau Tranz.z; the raven Engl.) Das ganze Thier iſt dunkelſchwarz mit purpur- rothem Schiller; der Schnabel iſt an der Spiße etwas gefrümmt, und ſo lang als die Fußwurzel; der Schwanz iſt keilförmig zugerundet, Seine Länge- beträgt 2 Fuß. Das Weibchen iſt etwas kleiner,. als das Männchen. Er hält ſich ſowohl in den bergigten als den ebe-. nen Gegenden Deutſchlands in Wäldern und Fleine-. ren Gehölzen auf, und bleibt gewöhnlich den Win- ter über bey uns. Seine Nahrung beſteht aus Maulwürfen, Mäu- ſen, jungen Haſen, Hühnern, Enten, Gänfen, Fiſchen, Amphibien, Inſecten, Aas, Früchten 2c. Sein Neſt legt er auf hohen Bäumen oder gohen. Felſen und Gemäuern an, und legt 3 bis 6 ſc lichen Thiere. 2. C. Cornix, Der Nebelrabe, die Krähe, Nebelkrähe, Haubenkrähe,(La corneille mantelee Franz.; the hooded crow, the royston crow Engl.) Er iſt größtentheils aſhgrau, nur der Kopf, die Kehle, die Flügel und der Schwanz ſind ſchwarz. 316 enam Naz Das Weibchen iſt etwas kleiner als das Männchen. Seine Länge beträgt 13 Fuß. Es kommen mehrere Abänderungen in Hinſicht der Farbe von ihm vor. Er bewohnt mehr die Gehölze der ebenen Ge- genden Deutſchlands, welche an freies Feld, Wie- ſen und Sümpfe ſtoßen 3 hält ſich aber auch in Gär- ten und Dörfern auf, welche mit hohen Bäumen verſehen ſind. Im nördlichen Theile Deutſchlands iſt er das ganze Jahr hindurch, im ſüdlichen und mittleren nur im Winter. In Hinſicht ſeiner Nahrung ſtimmt er mit der vorigen Art überein. Sein Neſt baut er auf hohe Erlen und Eſchen, und legt 4 bis 6 hellgrüne mit dunkel-graubraunen Strichen und Flecken verſe- hene Eyer. 32. C. frugilegus. Der Saatrabe, Ka- rechel, die Saatkrähe.(Le freux, Ja frayonne Franz.; the rook Engl.) Er iſt ſhwarz, mit ſtahlblauem Schiller 3 ſein Schnabel iſt grade, zugeſpißt, ſtumpfſchneidig und gekerbt, bey den Alten an der Wurzel mit einer weißlichen Haut umgeben; der Schwanz iſt zuge- rundet. Seine Länge beträgt 13 Fuß. Die Farbe des Weibchens ſchillert nicht ſo ſchön, wie die des Männchens. - Er hält ſich. in kleinen Gehölzen, Gärten- und mit Bäumen beſekten Dörfern Deutſchlands auf, bleibt anden! Gy un) den Gr! Juhl: | gün, hm |. Ne | welche: | Engerl | Giever erſehen den ſie pie verf ſo beriht fe aufe | jim, wn | [NE m find wei Ihe khr wenig| Kopf fj | Iwarz Kännd, 1 mehren 9m vor, enen Ou "ld, Wile h in Ot: 0, Baum utſchlany | Lichen un) ger mid 3: auf hohe . grüne mit Ten verſe: N!, K1: 8 freux, ng) oller; fä eidig un) ait einer „iſt zugt“ je Farbe je die dvs ete u nds au) RE 3:17 bleibt in einigen Gegenden den Winter über, aus anderen zieht er fort. Seine Nahrung beſteht aus Mäuſen, Inſecten und deren Larven, Gewürmen und Getraide. Er niſtet(gewöhnlich geſellſchaftlich) auf hohen Nadel- und Laubbäumen, und legt 3 bis 5 blaß- grüne, mit großen dunkelbraunen Flecken verſe- hene CEyer. Dieſer und die vorige Art ſind es vorzüglich, welche dem Pfluge des Landmanns folgen, um die Engerlinge und andere Jnſectenlarven aufzuſuchen. Sie vertilgen unzählige, uns ſehr ſchädliche Thiere, erſeßen dadurch vollfFommen den mäßigen Schaden, den ſie der Saat zufügen, und man ſollte ſie deshalb nie verfolgen und vertreiben. Die als Landwirthin ſo berühmte, verſtorbene Frau v. Friedland, ließ ſie auf einigen ihrer Güter im Winter förmlich fut- tern, um ſie herbeyzulocken. 4+ CO. Pica. Der Gartenrabe, die Ael- "ſter, Aßel, Aegerſte, Heiſter.(1.a pie Franz.; the mag pie, piapet Engl,) - Sie iſt größtentheils ſchwarz, mit rothem und grünem Schiller; der Bauch und die Sculterfedern ſind weißz der Schwanz iſt lang und keilförmig. Ihre Länge beträgt 18 Zoll. Das Weibchen iſt nur wenig kleiner als das Männchen; Schnabel und Kopf ſind etwas kleiner, die Bruſt iſt nicht ſo ſchwarz und die weiße Farbe weniger ſchön. "Gegenden!hingegen iſt ſie ſelten. Zkr8 EE LEER In den Anehrſien Gegenden Deutſchlands iſt ſie um die Städte und Dörfer gemeinz3 in anderen Sie bleibt den Winter"über bey'uns. 'Sienährt ſich.von Mäuſen, kleinen Vögeln und Vogeleyern, JInſecten, Gewürmen, Getraide, „Baumfrüchten, Aas., Miſt 2c. Durch die Vertilgung mehrerer ſchädlicher Thiere „wird ſie.un8»nüßlich., indeſſen ſtellt ſie auch häufig „unſerem. jungen Hausgeflügel nach, und wird uns dadur ſchädlich. "Sie legt ihr Neſt ſehr künftlich auf hohen Bäu- “men(Erlen, Pappeln, Linden 2c.) an, und legt '3'bis 6 längliche, weißgrüne, mit aſchgrauen und /olivenbraunen Fle>en verſehene Eyer. - Außer dieſen vier genauer beſchriebenen Arten „gehören zu dieſer Gattung noch: der Holzheher, Nußbeißer, Herrenvogel oder Marcolph (C..Glandarius).,.und dex Nußh eher(C. Caryo- „catactes), dieſich häufig. in unſeren Waldungen auf- haltet,; und ſich größtentheils. von den Früchten der Waldbäume, Inſecten, und Gewürmen ernähren. V. Gattung; Coracias, Rade. “Der"Schnabel"iſt ſtar?, gräde, zuſammey- „Hedrüt, 1meſſexförmig znd an der'Spikße-etwas;: ge- Xrümmt."' Die Naſenlöcher Find unbede>t. Die Enorplige, ſchmal-danzettförmige Zunge iſt ander | Gpiht fund zu " Outung 1,0 y Ein! tentheil! die Gh! gelb. 1! Weib! Be A bie Zu duden Wi am Korn zur Erzi: (ft fü entſtand Cie) amd Fleitl der rnit ſuch) (ey, da ſtunde 4 angefuelt mö Wies 4 lands 1 in andy bleibt dy Vögeln u) |'Gettah (icher Ty auc) Huf) id wird u) ) hohen Bits (1, un lett geen u h jen Aten y(zhehet, Karol) 4(0, Caryo- dungen auf Früchten det ernjhten, 0. ufa + etwas Ir dt iſe ms Spiße und den.Seiten braun gefaſert. Die Füße ſind zum Gehen eingerichtet. In Deutſchland giebt es nur eine Art dieſer Gattung. I. CG. Garrula L, Die Blaura&>&e, Rade, 'Mandelkrähe, der Birkheher.(Le rollier Franz.z; the roller Engl.) Einer der ſchönſten deutſchen Vögel 3 er iſt größ- tentheils blaugrün, der Rück2n iſt röthlichbraun, die Schwungfedern ſind ſchwarzgrün, und die Füße gelb. Seine Länge beträgt etwas über 1 Fuß. Das Weibchen hat ganz das Anſehen des Männchens. Beſonders im nördlichen Theile von Deutſchland iſt die Mandelkrähe häufig 3 ſie hält ſich vorzüglich In-den Waldungen der ebneren Gegenden auf, welche an Kornfelder und Weiden grenzen. Vorzüglich zur Erntezeit, wenn das Getraide in Mandeln ſteht, läßt ſie ſich häufig auf den Feldern ſehen 3 daher entſtand ihr Name. Sie nährt ſich bloß von Inſecten, Gewürmen und kleinen Amphibien, und die frühere Meinung der Ornithologen, daß ſie auch Getraidekörner freſſe, iſt durch Leisler's genaue Beobachtungen wider- legt, der dieſes Thier im jüngeren und älteren Zu- ſtande gezogen, und' viele genaue Verſuche damit angeſtellt hat. Wir haben ſie daher'als einen ſehr nüßlichen Vogel anzuſehen,"der“viele üns'ſchädliche Thiere vertilgt, 320«uau5iEd GiR Sie gehört zu. den Zugvdögeln. Ihr Neſt baut ſie in Baumhöhlen, und legt vier bis ſieben glänzend. weiße Syer. VI. Gattung: Oriolus, Pirol. Sein fiarker Schnabel iſt kegelförmig ,„ meſſer- förmig und ſehr ſpißz die obere Kiunlade iſt etwas gekrümmt, ausgeſchnitten und wenig länger als die untere, Die Naſenlöcher ſind unbede>t. Die Zunge iſt ſpibig und geſpalten. Die Füße ſind zum Gehen eingerichtet. Wir haben in Deutſchland nur eine Art dieſer Gattung. 1. O. Galbula. Der gelbe Pirol, Bü- low, Kirſcku>, 'aſchgraue Ku>uck.(Le coucouFranz.t the ouckow"Eh gl.) Er iſt größtentheils dunkel aſchgrau 3“ſein Unter- leib iſt weiß, mit vielen ſcten) Syer, welche er im Frühjahre legt, nie ſelbſt aus, ſondern legt ſie einzeln in die Neſter kleinerer Vögel, nament(ich der Grasmüden, Bachſtelzen, des Zaunkönigs 2. zwiſchen die übrigen Eyer.' Hier werden ſie von dieſen kleineren Vögeln ausgebrütet, und das Junge groß gefüttert. Der junge Ku>ku> wächſt ſehr ſchnell, und wirft, weil es ihm an Raum, gebricht, die übrigen, zugleich mit ausgebrüteten Bögel aus dem Neſte. Dem Landwirthe dient. ſeine Ankunft zugleich als Zeichen des wieder eingetretenen Frühlings. VIH. Gattung: Upuüpa, Wiedehopf. Sein ſchwacher Schnabel iſt lang, bogeuför- mig, faſt dreykantig, und die innere Fläche iſt platt. Die Naſenlöcher ſind ſehr klein. Die Zunge iſt ſehr kurz, ſtrumpf, dreye>ig und ganz ohne Cin- ſchnitte. Seine Füße ſind Gangfüße. 1. U. Epops. Der Wiedehopf, Kothhahn. (La hupe Franz.z; the hoopoe Engl.) Er zeichnet ſich gleich durch ſeine, der Länge nach. fächerförmig aufgerichtete, orangegelbe, ſchwarz- gefled] hat ain! i fipe 111 | wibliſ. EN ef daven,l wärmen jandwiritt 6 und Mitt | ſhenforah ave) | jo! uv |Dritte n Dieß v ſy (eben vy | ing m Huy eigenthlng Vuh Ing Cie habe; ? ſ Un ſelig u ) deten by: Vieles hy Ehümlihg, und beit | 0dev ae vünen, ver, Weid Vonder I | namen Con eben fe vl 1) dos Sumy! Schr[amel wicht, di 490g aus nt zugleich |: 1098+ hop y bogen 1 Flade 8 Die Zuge „thhaht gl) inge md 17 [a == 0035 GEBEI== 82 gefleckte Haube aus 3 ſein ſchwarzer, gerader Schwanz hat eine weiße Binde. Seine Länge beträgt ungez fähr 1 Fuß. Bey dem Weibchen iſt die Farbe et2 was blöäſſer. Er iſt in unſeren Waldungen und in der Nähe der Dörfer nicht ſelten, und gehört zu den Zug vögeln. Seine Nahrung beſteht aus. Käfern. und deren Larven„. Grillen, Ameiſen und ihren Puppen, Gez würmen 2c. Wir haben ihn daher als einen, dem Landwirthe nüßlichen Vogel anzuſehen. Sein Neſt baut er in die Löcher alter Bäume und Mauern, häufig auf eine Unterlage von Men- ſchenfoth, und legt 4 bis 5 grauweiße, ſchmuBig angeflogene Eyer. Dritte Ordnung: ſpechtartige Vögel, Pici. Die Unterſcheidungsmerkmale dieſer Vögel ſind früher ſchon angegeben. Die mehrſten von ihnen leben von Inſecten, und ſind daher als ſehr nüßliche Thiere zu betrachten. Sie halten ſich größtentheils an Bäumen auf, an deren Rinde ſie vermöge ihres eigenthümlihen Körperbaues auf- und abklettern. Auch ihre Neſter bauen ſie in die Löcher alter Bäume. Sie haben einen ſtarken Muskelbau, und ihr Kör- per ift mit harten Federn bede>t. Sie leben un- geſellig und in-der Einweiberey. 27008 GD 4 Ww «Ia IX. Gattung: Picus, Specht. Ihr grader, pyramidenförmiger Schnabel iſt vielſeitig) und nach der Spiße zu keilfbrmig. Die eyrunden Naſenlöcher ſind mit borſtenartigen Federn bedeckt.* Ihre lange, wurmförmige Zunge iſt an der börſtenartigen Spiße mit Widerhäfchen ver- ſehen. An ihren Kletterfüßen ſind die beiden vor- deren Zehen bis zur Hälfte des erſten Gelenks zu- ſammen“gewachſen. Der Schwanz iſt ſteif und elaftiſch; und dient dieſen Bögeln zur Unterftüßung beym Klettern an den Bzumſiämmen.| "Ihre merfwür dig gebauete Inge iſt ganz zum Fange der Jüſecten eingerichtet. 1 Das Zungenbein verläuft ſich nemlich in zwey ſehr lange, Ffederharte, grätenähnliche Knorpel, welche zu beiden Seiten von hinten nach vorn über den ganzen Hirnſchedel unter der Haut liegen, und ſich nahe an der Scnabel- wurzel endigen. Wermöge dieſer Knorpel, welche elaſtiſche Federn: vorſtellen, ſchnellen ſie ihre"Zunge hervor und ziehen ſie eben ſo. geſchwind. wieder zu- rück.+. Zugleich haben fieinwendig an: jeder Seite des Kopfs eine lange Schleimdrüſe,; die einen kleb- vigen Schleim abſondert, welcher die Zunge ſhlüpf- rig macht, und ſo wie die Widerhäkfchen-zur Cr- leichterung des Inſectenfanges dient. 1. P. Martius.- Der Schwarzſpecht, gemeine Specht,: die-Holzkrähe, 1 ur] wh gef!| 3| Er 3 | Jands vd | wälder 6,4 ſecten ut46 teyen, Ri IE fopf nf Vordere 4 ve Gat; h.| vJ3 ho ſe, 1 vs lands Nn hält, 4 ht, Schnabl tmig, Y igen Feet junge ifa beiden | Gelen ft ff u nterfüfun 4] | ift gan) au "A ungenbeit „federhatte, Selten von (ed unter 14 Zul" „(pieder zu jeder Gote onen Elebz je ſoll vlüpf- mauer 3ſpehv (fre Seine Nahrung iſt wie die'des vorigen; vor- züglich trägt er Vieles zur Vertilgung des Borken- fäfers, des Weidenbohrers und der Engerlinge bey. Er macht ſein Reſt auf faulem Holze in hohlen Bäumen, und legt 5 bis 8 weiße Eyer, 3+ P. major. Der große Buntſpecht, Rothſpecht.(L'epeiche, pic varie Franz.z; ihe wir wall Gngl.) Er iſt ſchwarz und weißbunt; das Männchen hat am Hinterkopfe ein Farmoiſinrothes Querband, welches dem Weibchen fehlt; der After iſt ebenfalls Farmoiſinroth, und an den Spißen der vorderen Schwungfedern hat er einen eyrunden, weißen Fleck. Seine Länge beträgt 9 Zoll. Er iſt häufig in Deutſchland, bewohnt mehr die kleineren Waldungen, hält ſich auch in Gärten auf, und bleibt den Winter bey uns. Seine Nahrung beſteht aus Maykäfern, Miſt- Eöfern, anderen Inſecten und deren karven, Cicheln, Haſelnüſſen u.“ w. N Sein Neſt bereitet er in Baumhöhlen auf fau- lem Holze, und legt 4 bis 6 weiße Eyer. -„ X. Gattung: Yunx, Wendehals. Sein Schnabel iſt kurz, ziemlich grade, Fegel- förmig und zugeſpißt. Die Raſenlöcher ſind unbe- de>t. Seine Zunge iſt ſo wie die der Spechte, hat aber Feine Widerhaken. Die Füße ſind zum Klet- tern eingerichtet. uf „4 7 8 Ge Foffaoi wit feind | digen S | wb | Fiete |(6% |(inis | yen Li | Dine (m un) e5.009 eU: | vv yet, Can | mw em | meiſegd | de Bix Venn SVE ſicht 1/19 vorige auch, js niht 19 ntſpeh, | pio yar |.) | Minh ? Durban) ift ebf ber Gordon Teige Zi, ohot mehr jn Gärten en, Miſt 0, Cidelt, 1 auf fals (7: de, fegele ind unbe? hte, jut um Ale ==: Sz hals, Natterwindel.(Le torcol Franz.; the wryneck Engl.) Sein grauer Oberleib iſt ſchwarz, weiß und roſtfärbig gefleckt; der Unterleib iſt roſtgelb, und mit feinen ſchwarzen Wellenlinien, ſo wie mit drey- eckigen Fle&en verſehen. Sein platter Schwanz hat 4 braune Bänder z es fehlt ihm aber die Steifig- keit der Spechtſchwänze. Er bewohnt ſowohl die ebenen, wie die ge- birgigten Gegenden Deutſchlands, hält ſich in Flei- nen Waldungen und den Gärten auf, und zieht den Winter fort. Seine Nahrung beſteht vorzüglich aus Ameiſen und einigen anderen Inſecten. Er niſiet in Baumhöhlen, und legt 5, 6 bis 10 glänzend weiße, an beiden Enden abgeſtumpfie Eyer. Seinen Namen erhielt er wegen der ausneh- menden Gelenkigkeit ſeines Halſes. Noch gehören in dieſe Ordnungs die Blau- meiſe oder der Blauſpecht(Sita europaea), ver Baumläufer(Certhia familiaris), der Bieuenfreſſer oder Immenwolf(Merops3 apiaster), 20. die.ich aber, theils weil ſie in Hin- ſicht ihrer Lebensart, Nahrung 2c. Vieles mit den vorhin beſchriebenen Vögeln gemein haben,. theils auch, weil ſie, wie der leßte, bey uns ſelten ſind, nicht näher beſchreibe. 328, oben und unten gewölbt; die un- tere Kinnlade iſt am Seitenrande eingebogen. Hieher gehören zuerſt die ſogenannten Kreuß- ſhnäbel, wie der Kreußſ. curvirostris), der nur im Winter brütet, und den ich nicht näher be- ſchreibe, weil er blos die Gebirgswaldungen be- wohnt; dann die eigentlichen Kernbeiſſer. I, L, Chloris, Grüne Kernbeiſſer, Grünfinf, Grünling, Grün- J | N] cl Sph(E (Angeb) libem | ſyga | j | Deutſch | |„glied| | ier die (in! ter 2, fü ſomen'J 6] biſchen Fh Eye, || gemeinäg: | me ich num | Wfbhglt ag kinder Z : 4] TE Wepißt die eh) lin 301163 ] Sie näht Omer, ' mehr); ume, „bäuden 1 w | ShreJw nahel, 6% eln, Zh| 3, UN) DM Pinne, “- 1'/ſer,| 1, ander pts die wn NZN m Kreu: hel ew » der mut näher ber ungen be iſſet, beiſſet, Ort 220"SB 329 ſc- tem, dierem, etwas ſtumpf zugeſpiß- tem Schnabel, welcher im Umfange rund iſt. 1. F. coelebs. Der Buchfink, Roth- fink, Gartenfink, Waldfink.(Le pincon Franz.z3 the caftinch Engl.) Seine Flügel ſind ſchwarz, mit zwey weißen Ouerſtreifen 3 der Schwanz iſt ebenfalls ſchwarz, und die drey äuſſerſten Federn haben einen längli- 3 der Unterleib iſt bey dem Männchen roth, beym Weibchen röthlich grau. Seine Länge beträgt 6x Zoll. Er iſi überall in Deutſchland zu Hauſe, hält ſich in größeren und kleineren Waldungen und in Gärten, an denen ſich Waſſer befindet, auf, und bleibt in einigen Gegenden den Winter über, aus anderen zieht er fort. Seine Nahrung beſteht bloß aus Sämereyen, und zwar ſowohl denen der Waldbäume, als auch aus Rüben- Kohl- Senf- Salatſamen, Hirſe, Hafer, Hanf u.ſ.w. Sein Neſt baut er auf Bäumen, und legt 4 bis 5 hellbläulich-grüne, Faffeebraun punctirte Eyer. Er raubt uns freylich einige Sämereyen, er- göbt uns aber dafür durch ſeinen munteren Sclag- | ub ven 8 | hraut, C Binde, C mann doch„1: in Ihiſn den F 1 0! (2 | feht guat | GuadZ |>? Neft 9196 | Moterggi | Chwal x | oſſene Nn We ihm de?( "geſttel: Ugeſpiß: Umfan 2, Ruth: inf,(ls Endl) tiveh Weißen aÜ8 Shan, einen Kap iſt bey det! HHlid) At „uſe, Dält py und 10 , uf, und | Aber, aus Samet „ als au) en, Dieſs und lett 1 puncäit venen en Git ..ee 331 2. F.domestica.“Der Sperling, Spaß, Hausfink.(Le imoincau Tranz.3z the Sparrow Engl.) Sein Kopf iſt aſchgrauz der Oberleib roth- graubraun und ſchwarz gefleckt 3 die Kehle iſt ſchwarz; die Flügel und der Schwanz ſind dunkel- braun, und über den erſteren befindet ſich eine weiße Binde, Seine Länge beträgt 5 Zoll. Es kommen mannigfaltige Spielarten in der Farbe vor. Sr iſt überall in den Städten, Dörfern und Gärten Deutſchlands zu Hauſe 3 indeſſen ſoll es doch einzelne Gegenden geben, 3. B. manche Orte in Thüringen, wo er ſich gar nicht findet. Er bleibt den Winter über bey uns. Seine Nahrung iſt ſehr ausgebreitet, und be- ſteht aus Inſecten, beſonders Raupen, Mayköfern, Setraide, Gartenſämereyen, Baumfrüchten u.ſ.w. Er brütet mehrere Male im Jahre, legt ſein Neſt"gewöhnlich unter Dachſparren, Ziegeln, in Mauerlöchern u. ſ.w. an, vertreibt auch wohl die Schwalben aus ihren Neſtern, oder nimmt ver- laſſene Gchwalbennefter ein, und legt 6 bis 3 grünz- lihweiße, aſchgrau und braun punctirte Eyer. Ss läßt ſich nicht läugnen, daß dieſer Vogel dem Landwirthe ſowohl auf. dem Felde, als in den GSärten vielen Schaden zufügt, indeſſen vertilgt er doc) auch wieder viele ſchädliche Inſecten, und wird ihm dadurch nüßli. ' 3283„ig iin | 3 VENEN b) Hänflinge, mit kürzerem, Eurzz- view (1,9)| zugeſpißtem,"im Umfange runden diele 140 Schnabel. wf| 1 PI;" ||. 3. F. caßnabina, Der Hanffink, Hänf-| un WK AN(BEBE 2 Sni PIE EAE AEN| AD 9) ae Jenes NENDEN anne| ji 1400: Euals| au4d 000)' Seine vorderen Schwungfedern und der Schwanz| u 7 | 1,0 ſind ſchwarz und die Ränder derſelben weiß; die bit] 10014) Bruſt des alten Männchens iſt blutroth, die des 04"E ||| Weibchens röthlichweiß und graubraun gefle>t.(6) VE Dy Seine Länge beträgt 5 Zoll.€ | j) Er hält ſich ſowohl in den gebirgigten, wie fumpilt ]|| in den ebenen Gegenden Deutſchlands auf, und ge- haf |, hört zu'den Strichvögeln.|(mans ||| 1 Seine RN ahrungz beſteht größtentheils aus den|+s BUNT Samen unſerer Olgewächſe, und denen einiger Un- 6; T Bi] Fräuter., wie des Wegebreits, Löwenzahns u.ſ. w.| 0 BN Er niſtet in Bäumen und Gebüſchen, und legt|„n EY 4 bis.6 ovale, bläulichweiße, mit fleiſcen und Adern verſehene Eyer. - 2«+ BE. Hortulana. Die Gartenammer, Fettammer, windſche Goldammer, der Drtolan, Kornfink.(LDortolan Franz.z the black bunting Engl.) Ihr Kopf und. Hals ſind graulich olivengrün H die Kehle iſt ſchwefelgelb 5; der Schnabel und die Füße ſind fleiſchfarbig5 die Schwanzfedern ſind emm Reen IDI ſchwärzlich„“ und die beiden“ weißen Seitenfedern nach auſſen ſchwärz:“ Ihre Länge'beträgt 63% Zoll. "Gs kommen mannigfältige"Abänderungen in der Farbe dieſes Vogels vor. Sie iſt nicht ſelten in Deutſchland, hält ſich in Gärren, Hecken und'Gebüſchen auf, die in der Nähe von Wieſen liegen'/"und gehört zu den Zugvögeln. Ihre Nahrung beſteht vorzüglic< aus Hirſe, Buchweizen, Hafer und JInſecten. ' Sie niſter in Gebüſchen, und legt 4 bis 5 graue oder grauröthliche mit braunen Strichen PENN Eyer. Im Herbſte wird ſie ſehr fett, und liefert. einen ſeht ARE NAREREERSGG Braten. 3 B=.Droſſelartige.Bogel. XIV. Gattung: Turdus, Droſſel, Der gerade Schnabel iſt abgerundet,"etwas meſſerförmig, am Grunde zuſammengedrülft; die öbere“Kinnlade iſt:an der Spiße niedergebogen und an den Seiten ausgeſchnitten."Die- Naſetilöcher ſind eyrund und bloß. Die faſerige Zunge iſt an der Spiße ausgeſchnitten. Die mittlere Zehe der Füße iſt an der Wurzel mit der äuſſeren verbunden, Alle hieher gehörige Vögel ziehen im Herbſte nach den wärmeren Gegenden. Sie nähren ſich von Inſecten, Beeren, haben einen hüpfenden Gang, eine angenehme Stimme, des Fleiſch. und ein wohlſchmecen- ve qs |(ebmont; der RY der Flüpr uw Gl' der Gey jim den" | Gy Mufif EL fen | if let 361 großen jf: et, 1 ettenfedey R 67 2, A uh gen I | Galt ſich"" 4 der Nähe Piobzeln, Dus Hirf: Ja18 5 tw M vehen Fefe pm" Ciſels Pt, etws gorüifts di gebogen u SNafchlöet enge I an 4, Zehe der perbundet "U Herbſt en ſc) vo (den at), Aſhe TREE 337 I. T. vigscivorus: Die Miſteldroſſel, Shmnarre, der' Ziemer, Miſtler. (La draine Franz.; the ſhrite, the missel bird Engl.) Ihre Kehle iſt mit dreyeckigen, der Bauch mit halbmondfdrmigen, ſchwärzlichen Fle>en verſehen; der Rücken iſt olivenbraunz die größeren Deckfedern der Flügel und die drey äußeren Schwanzfedern ſind an der Spiße weiß. Ihre Länge beträgt 11 Zoll. Sie iſt in den waldigen Gegenden, beſonders der Gebirge, ziemlich häufig, hält ſich aber auch in den ebenen Gegenden Deutſchlands auf. Sie nährt ſich von Heuſchre>en, Raupen, Maykäfern, Gewürmen, Miſiel- Wachholder- und anderen Beeren.| Die Miſiel wird durch ſie fortgepflanzt. Sie niſtet auf Fichten und Fuhrenb&umen, und legt 3 bis 5 ovale, grünlich weiße, mit einzelnen großen violetten und rothbraunen Flecken verſehene Eyer. 2. T. Pilaris. Der Krammetsvogel, die Wahholderdroſſel.(La litorne, tourdelle Franz.z; the fieldfare Engl.) Der Kopf und der Unterrü>en ſind aſchgrau; der Rücken iſt kaſtanienbraun mit weißen Flecken 5 die unteren Flügelfedern ſind weißlich; der Unter- leib und die Bruſt ſind ſchwarzbraun gefleckt 3 die Crome's Handb. 111, 22 Be<< 338 Schwanzfedern ſind ſchwarz, rund die äuſſeren am - Rande und der Spiße weiß. Seine Länge beträgt 10 Zoll. Er bewohnt die Schwarzwälder des nördlichen Europa, und niſtet auch dort, kommt aber im Spätherbſt in ungeheuren Schaaren. beſonders in die nvrdlichen Gegenden Deutſchlands, wo er ent- weder überwintert, oder noch weiter nac) Süden zieht.| - Ernährt ſich von Wachholderbeeren, Vogel- beeren, Inſecten und Gewürmen. Er brütet zwey- mal im Jahre, baut ſein Neſt auf hohen Bäumen, und legt 4 bis 6 meergrüne, IE DN punctirte Cyer. Bekanntlich fängt man ihn in üs Menge in Schlingen(Dohnen), und ſchäßt ihn als. einen vorzüglichen Braten. Auſſerdem. gehören zu dieſer Gattung:noch die Sangdroſſel, Weindroſſel oder Weiß- droſſel(T. musicus), die Rothdroſſel oder Zipdroſſel(T. Uliacus), die Schwarzdroſſel oder Amſel(T. Merula) 2c., welche in Hinſicht ihrer Lebensart, Nahrung und Benußung größten- theils mit den vorigen übereinſtimmen, und die ich deshalb nicht näher beſchreibe. Zu einer anderen Gattung(Ampelis) gehört der ſchöne. Seidenſchwanz(A Garrulus), wel- ige Schnabel iſt niedergedrückt z die obere Kinnlade hat einen etwas auſſtehenden Rand, und der Rücken derſelben liegt faſt in glei- her Ebene mit dem Scheitel. Die Naſenlöcher ſind oben mit einem Rande verſehen. Die mittlere Zehe der Füße iſt mit der äuſſerſten bis auf das erſte Glied verbunden. I. St. vulgaris. Der Staar, die Sprehe. (L'etourneau Franz.; the stare,- ling Engl.) Er iſt ſchwärzlich, mit ſtarkem purpurrothen und grünem Schiller3 der Unterleib. iſt weiß ge- tüpfelt 5 ſein. Schnabel und die Füße ſind gelb, Seine Länge beträgt 8x Zoll.“ Er iſt häufig, beſonders in den-ebenen und hüglichten|Gegenden Deutſchlands„ hält ſich vor- züglich gern auf Viehweiden auf, und. gehört zu den Zugvvgeln. Er nährt ſich vorzüglich) von Maulwurfegrillen, Heuſchre>en, Raupen, Gewürmen, und mehreren Inſecten 3 doch ſoll er auch Sämereyen freſſen. Sein Neſt baut er gewöhnlich in Baumhöhlen, und legt 4 bis 7 längliche grünlichgraue Eyer. Er begleitet gewöhnlich das Vieh auf den Wei- den in großen Schaaren, um die Inſecten zu haſchen, welche daſſelbe begleiten; überhaupt vertilgt er viele uns ſchädliche Inſecten, 22 /* 340 Tg I Zu C. Pfriemenſchnäbler. XVI. Gattung: MuScIlcapa, Fliegen- ſchnäpper. Sein dünner Schnabel iſt an der Wurzel breit, dreyeckig 3"die Spiße des Oberſchnabels iſt etwas nach unten gekrümmt, und an ſeinem hinteren Rande iſt er mit ſteifen Borſten beſeßt. Die rundlichen Naſenlöcher ſind mit ſteifen Haaren umgeben. Die „Zehen der Füße ſind meiſtens bis up Geilen ge- trennt. 1::M. atricapilla.- Der ſt: Die Zunge iſt häutig und vorn zerſchlißt. Zu dieſer Gattung gehören ſehr viele Arten, welche größtentheils von JInſecten lebenz beynahe alle ſind Zugvögel. Man hat ſie in mehrere Fa- milien getheilt. Iſie Familie: Grasmücen. Idr Schnabel iſt ſtärker als bey den übrigen, und auch die Füße ſind ziemlich ſtark. Ihr Gefieder iſt weich. I. S. Luscinia, Die Na beſchreit | milien N pfriems den fid tig wd e Aten, beynahe tete Fas Übrigen, v Gefieder (Le 108. » Engl.) Intorloih te Länge nian Garten) tenzen pelt, Tuſeciett jannis Bauttt- und[ey 8 2, 8. hortensis(Motacilla Cuyrruca). Die graue GrasmüFe, der Heden- ſchmaßer, Weidenzeiſig.(Ta fauvette Franz.; the hedge sparrow En q44)- 7+: Ihr Oberleib iſt röthlichgrau, der Unterleib weißgrauz die Füße ſind bleyfarbig. Ihre Länge beträgt etwas über 5 Zoll. Das Weibchen hat eine etwas hellere Bruſt. Sie iſt ziemlich häufig in unſern Gärten und Feldhölzern, und gehört zu den Zugvögeln. Ihre Nahrung beſteht vorzüglich aus Inſecten und deren Larvenz ſie frißt aber auc< Hollunder- Johannis- und einige andere Beeren. Sie niſtet in Gebüſchen, und legt 5 bis 6 rund- liche, hellweiße, etwas ins Blaue ſpielende, braun und grau gefleckte Eyer. Die zu den übrigen Familien dieſer Gattung gehörenden Vögel intereſſiren den Landwirth zu we- nig, als daß ih eine oder die andere Art näher zu beſchreiben nöthig hätte. Zu einer der leßten Fas milien gehört unter andern einer der kleinſten deut- ſc 3 der. Schwanz iſt, mit Ausnahme der beiden mittleren Federn, an der Wurzel weiß und am Ende dunkelbraun. Seine Länge beträgt 5 Zoll. Es iſt häufig in den hügligen Gegenden Deutſch- lands, in Gärten und Wieſen, gehört zu den Zug- vögeln, bleibt aber auch bisweilen den Winter über bey uns. Seine Nahrung beſteht aus Käfern, Bienen und andern Inſecten. Es niſtet in Gebüſchen oder im Graſe, und legt 5 bis 7 bläulichgrüne Eper. XX. Gattung: Alauda, Lerdhe. Der grade Schnabel iſt walzenförmig zuge- ſpißt; die beiden Kinnladen ſind von gleicher Länge und am Grunde etwas auseinander ſtehend. Die eyrunden Naſenlöcher ſind mit Borſten beſeßt. Die Zunge iſt geſpalten. Die Zehen ſind bis zum Ur- ' 119110 Tiefen] nſch (uſſereſh mein der iu | braun. ch genden 4 die Ife | ingöweg | der far vk lotven Kj Ibs wii) | Kh | wieder | ſeinen 4 | ug,| et Cyife tra 1) Dbart, ] breast I) über en, und Chwary 1 Fedety, Felbraun, | Deutſch: en Zuge tet über Bieten ud legt| zuge vx Lange , Zie 1, Ze jm Ur -"= HI> Giſo 345 iprunge getrennt, und der Nagel der hinteren Zehe iſt länger als dieſe, und grade. I. A. arvensis» Die Feldlerche, Him- melsleren 3 die Wangen ſind braungraus die beiden äuſſeren Schwanzfedern ſind der Länge nach an der äuſſeren Fahne weiß, von der inneren hingegen iſt nur'ein Theil weißz die mittleren ſind ſpißig, an der äuſſern Seite weißgrau, an der inneren roſt- braun. Ihre Länge beträgt 7 Zoll. Sie iſt in den mehrſten, beſonders ebenen Ge- genden Deutſchlands häufig, und bewohnt vorzüglich die Ä>ker. Sie kommt ſchon in den erſten Früh- lingsmonaten zu uns, und zieht erſt ſehr ſpät wie- der. fort. Ihre Nahrung beſteht aus Inſecten und deren Larven, Sämereyen, grüner Saat, den Zwiebeln des wilden Knoblauchs u. ſ.w. Sie niſtet auf Ä>ern an der Erde: und legt 3 bis 5 weißgraue, mit graubraunen Flecken ver- ſehene Eyer. Dem Landmann erſcheint ſie, als der Bote des wiederkehrenden Frühlings, und ergößt ihn bey ſeinen„Feldarbeiten durch ihren angenehmen Ge-. ſang. Auſſerdem liefert ſie der Küche, beſonders 2653) ei 346 im Herbſte, einen vortrefflichen Braten, und es wird ihr deshalb in mehreren Gegenden häufig nachgeſtellt. 2. A. cristata- Die Haubenlerdt. Die Zunge iſt ſtumpf und am Ende mit borſtenartigen 5: (Mn. Mete | nem b! hre 2 GO in dent im Gt | ber in | bringt, | Inſecteſn | Nüſſeny e | 14 gell! | Punetey nds häufig erhe, 0bel- 3» the n. dic daß die je heiden ange bes ift ffe iM Öegel B. bey ehe, pau gr GERI 347 Faſern verſehen. Die Zehen ſind bis zur Wurzel geſpalten, und mit ſtarken gekrümmten Nägeln verſehen. I. P. major. Die Kohlmeiſe, Brand- meiſe.(La charbonniere Sranz.; the great titmouse Engl.) Ihr Kopf iſt ſchwarz, die Schläfen weiß, der Oberleib olivengrün, der Unterleib gelb, mit ei- nem breiten, ſchwarzen Streifen bis zum After. Ihre Länge beträgt beynahe 6 Zoll. Sie hält ſich ſowohl in den gebirgigten, wie in den ebenen Gegenden Deutſchlands auf,- wohnt im Sommer gewöhnlich in den Waldungen, kommt aber im Winter, den ſie mehrentheils bey uns zU- bringt, in die Nähe der menſchlichen Wohnungen. Sie nährt ſich von Käfern, Fliegen, anderen Inſecten und deren Larven, mehreren Saämereyen, Nüſſen, und ſoll ſelbſt andere Vögel anfallen. Sie niſtet in Baumlöchern, und legt 8 bis 14 gelblich weiße, mit hellröthlichen Strichen und Puncten verſehene Eyer. 2. P. coeruloeus. Die Blaumeiſe, Pim- pelmeiſe, Jungfernmeiſe, der Blaumüller.(La mesange bleue Franz.; the nun, blue titmouse Engl.) Ihre Stirn iſt weiß, Scheitel und Nacken ſind blau, der Oberleib olivengrün, der Unterleib gelb, eee Ban 1 00 m und die Shwungfedern ſind blau. Ihre Länge be- trägt 4x Zoll. Sie bewohnt die deutſchen Waldungen häufig, und bleibt in den mehrſten Gegenden den Winter über. Ihre Nahrung beſteht größtentheils aus Inſec- ten, Larven und Inſecteneyerns auch frißt ſie einige Beeren und Bucheckern. Sie niſtet in den Löchern hohler Bäume, und legt 8 bis 10 röthlihweiße, roth und braun ge- fle>Xte Eyer. Zu der Vertilgung der IJInſecten trägt ſie viel bey. Fünfte Ordnung: Schwalbenartige Vögel, Chelidones. XXII. Gattung: Hirundo, Schwalbe. Der kleine, an der Spiße gekrümmte Schna- bel iſt am Grunde breit, und öffnet ſich bis unter die Augen; an ſeiner Wurzel befinden ſich keine Borſten... Die Naſenlöcher ſind rund und offen. Die kurze Zunge iſt breit und an der Spiße geſpal- ten. Die kurzen Füße ſind gewöhnlich bis an die Ferſen befiedert 3 ihre Nägel ſind ſcharf. Die lan- gen Flügel kreuzen ſich auf dem Rüken. Der gabel- förmige Schwanz beſteht aus 12 Fahnen. N die ſhi" der bei! zeichne) ſpihig.! 6:2 (| | wohnt; gehört 4 zieht int 61 WW Flu W ' . | | ſie inne | 01, Wf getüpfen vy ane he Häufig,| Winter|' Tuſecz einige 18, ud aun de dat fü vn|M | | Ibe,| Sci feine offen, ſpol an die je[at gabel "Si 349 1. H. rustica L.(H. domestica Al.) Die Rauchſchwalbe, Feuerſchwalbe, Stradtſt, die Füße befiedert: Ihre Länge beträgt 5 Zoll. «Sie liebt mehr die nördlichen Gegenden, und zeigt ſich vorzüglich: in den Dörfern. Ihr Neſt legt ſie auſſerhalb der Häuſer unter den Dächern, an den Fenſtern, Dachrinnen 2c. an, und legt» 4 bis 6 eyrunde, weiße, braun punctirte Ever. Übri- gens ſtimmt ſie in Hinſicht ihrer Nahrung und Lebengart mit der vorigen überein. S1. TIPATTA.! DieUferſchwalbe, Erd- ſchwalbe.(L'nirondelle de riväge Franz:z5 the' Sand märtin, ſhore bird Engl.) 43 wäh Der Oberleib iſt aſchgrau, Kehle und Bauch ſind weiß, und die Füße ſind na>t. Ihre Länge beträgt 5 Zoll. Sie bewohnt die Ufer der deutſchen, Flüſſe, Seen und Teiche, baut ihr Neſt in Höhlen ſandi-- ger Ufer, Lehmgrubenwänden, in die Rißen der Steinbrüche, und legt 5 bis 6 längliche, ganz weiße CEyer.| Auch ſie ſtimmt in Hinſicht ihrer Nahrung und Lebensweiſe mit den vorigen überein. Für den Landmann ſind die Schwalben, be- ſonders die 2te Art, ſehr nüßlihe Thiere, indem ſie jährlich eine große Menge ſchädlicher Inſecten vertilgen.. Man gönnt ihnen deshalb auch gern den Plas für ihr Neſt, und verjagt ſie nien. Seine Länge beträgt beynahe I1 Zoll, 1ÖD | | . |] GEE IIR R SN UIT€ SW 352 0-25 Aiden Er hält ſich in den deutſchen Waldungen auf, welche an Wieſen und Teiche gränzen, und gehört zu den Zugvögeln.: Nur des Nachts geht er auf ſeinen Raub aus, welcher aus Maykäfern, Brachköfern, Roßkäfern, Springkäfern und anderen Inſecten beſteht. Daß er den Ziegen die Milch ausſauge, iſt eine alte un- gegründete Sage. Er niſtet auf der bloßen Erde, und legt zwey ſchmußig weiße, aſchgrau und hellbraun gefleckte Eyer. Sechste Ordnung: Tauben, Columbae. XXIV. Gattung: Columba, Taube. Der dünne Schnabel iſt gerade, am Grunde häutig aufgetrieben und an der Spie gekrümmt. Die ſchmalen Naſenlöcher liegen in einer erhabenen Haut. Die kurzen Gangfüße haben bis an die Wurzel getrennte Zehen. Die Tauben ſind ſämmtlich Zugvögel, nähren ſich blos von Sämereyen, welche ſie in ihrem großen Kropfe einweihen, und woraus ſie ihre Jungen futtern 3 ſie bewohnen die Waldungen und Felſen- höhlen, und leben immer paarweiſe. N farbe|f jedem j Mec;| Jh 6 welche| 7% früchter | Heidelb S im Jah: | weiße(1 44| ins lid, au Yiedey, gegen j Menz Nähe d Cron jen a,| ) gehönt| 1 aus, fafern, de Mt zwey gefledte 0111118 jabent au die nähren qroßen Jungen Felſet- ] I, CG. Oenas. Holztaube, Feldtaube. (Le biset Franz. 3; the 8tock dove E10) 8/06 Die Naſenhaut iſt bey ihr roth; ihre Haupt- farbe iſt bläulich, der Nacken grünglänzend; auf jedem Flügel befindet ſich ein doppelter ſ 3; die Spiße des Schwanzes iſt ſchwärzlich. Ihre Länge beträgt 13 Zoll. Sie iſt häufig bey uns in kleinen Gehölzen, welche in der Nähe von Feldern liegen. Ihre Nahrung beſteht aus Getraide, Hülſen- früchten, Hanf- und Leinſamen, Fichtenſamen, Heidelbeeren u. ſ. w. Sie niſtet in Baumhöhlen, brütet zweymal im Jahre und legt gewöhnlich 2, ſeltener 3 ganz weiße Eyer. 2. C. Iivia, Brisson. Die Feldtaube, Haustaube. Ihre Naſenhaut iſt weißlich; die Hauptfarbe ihres Körpers iſt bläulich, der Unterrü>en weiße- lim, auf den Flügeln befinden ſich zwey ſchwarze Binden, und ihre Schwanzſpiße iſt ſchwarz. Ihre Länge beträgt 12 Zoll.: Wild findet ſie ſich in Deutſchland nicht 3 da- gegen iſt ſie in Jtalien und Sardinien in großer Menge, und bewohnt dort die Felſenhöhlen in der Nähe des Meeres und im Innern des Landes, Crome's Handb, 111, 23 354

|W [5% weiße | ſhwayg Rande! m (ads jf tiv; baute, NENE Iich,| utter uns| die vet:| Abarten! 1 denen ez,| forted| elne F v ,; He] idet 7] | (le pt-| ) 64! Bruſt | „ai Gngl.)| Augen| „ſchlägt übe, j we 1" vol| e, det 157 | qube,|| | . | h EE ZIE 3535 the ſhaker Engl.) Sie iſt mit einem aufrechten, ausgebreiteten Schwanze verſehen. Die Nahrung unſerer zahmen Tauben. beſteht vorzüglich aus Getraide. Sollen ſie gut gedeihen, ſo muß man für einen reinlichen Stall ſorgen und es ihnen nicht an Waſſer fehlen laſſen. Statt daß die wilde Taube nur zweymal im Jahre brütet, brütet jene 9 bis 10 Mal im Jahre, und legt jedesmal 2 weiße Eyer. 3+€. Palumbus. Die Ringeltaube, große Holztaube, Schlagtaube, Plochtaube, Kohltaube.(Le pi- geon ramier Franz.z;z the ring-dove Engl.) An beiden Seiten ihres Halſes beändet ſich ein weißer Fle>; die Schwanzfedern ſind am Ende ſchwarz und die Steuerfedern mit einem weißen Rande verſehen.- Ihre Länge beträgt 17x Zoll. In den Nadel- und Laubwaldungen Deutſch- lands iſt ſie nicht ſelten. Sie nährt ſich von Ge- traide, Hölſenfrüchten, den Früchten der Wald- bäume, Beeren u: ſ.w1i 47 Sie niſtet in Bäymen,, und. legt 2.bis 3-läng- liche, weiße Eper. H 238 G H ZEE: A+ C-, Tuktub;,. Dios Tur'bveltäub>:«(be lourterelle Franz. 5; the turtle- dove Engl.) An den Seiten ihres Halſes befindet ſich ein ſchwarzer FleX mit 3 bis 4 krummen, weißen Querbindenz ihr Rüden iſt grau, die Bruſt fleiſch- roth, und die Schwanzfedern find an der Spiße weiß. Ihre Länge beträgt 11 Zoll. Sie bewohnt vorzüglich die Waldungen des ſüdlichen Deutſchlands. In Hinſicht ihrer Lebens- weiſe, Nahrung und Fortpflanzung ſtimmt ſie mit den vorigen Arten überein. Siebente Ordnung: Hühnerartige Vögel, Gallinae,. - XXV. Gattung: Phasianus. Der kurze und ſtarke Schnabel iſt etwas ge- bogen.5 die Augengegend iſt gefärbt, federlos und warzig; die Füße des Männct, und der zuſammengedrückte Schwanz aufſteigend. NaH Blumenbach's Meinung iſt die Stammrace unſerer Hühner in Hindoſtan zu Hauſes ſie iſt von rothbrauner Farbe, und zeichnet ſich durch flache hornigte Blättchen an den Spißen der Hals- und Flügelfedern aus. Auch von dieſem, jeßt allgemein verbreiteten und ſo nüßlichen Hausthiere, ſind durch die ver- ſchiedene Behandlung, und die Berpflanzung in die entfernteſten Gegenden, eine Menge Abarten und erblich gewordene Monſtroſitäten entſtanden. Die mannigfaltige Farbe dieſer Thiere iſt bekannt, alſo davon nichts 3 ſondern nur etwas tber die anderen, erhebliheren Abweichungen von der gewöhnlichen Geſtalt. a) Die Hollhühner, Haubenhühner, bey denen der Kopf mit einem dichten Federbuſche verſehen, und ſelbſt die Hirnſchaale unter demſelben zu einer Blaſe aufgetrieben wird. b) Die Kluthhühner, ungeſchwänzten Hühner, denen der Schwanz gänzlich fehlt. c) Die Strupphähne, Strupphühner, frießländiſche Hühner, mit krauſen, aus- wärts gekrümmten Federn, d) Dev Paduanerhahn, welcher beynahe noch einmal ſo groß iſt, als der gemeine Haus- hahn. “ e) Dex Kruphahu oder Zwerghahn, der im Gegentheil kaum halb ſo groß iſt, als unſer gemeiner Hahn. NA FX) Das Wollhuhn, aus Japan, Schina2c. deſſen Federn ſchlicht und faſt haarähnlich ſind 2c. Auch kommen Monſtroſitäten mit 5 bis 6 Ze- hen unter den Hühnern vor. Zu den merkwürdige? ſten Künſteleyen, welche man bisweilen mit ihnen vorgenommen hat, gehört unter andern die, daß man einem Hahne ſeinen Sporn abſchnitt, ihn auf dem Kopfe einpfropfte, und auf dieſe Weiſe einen gehörnten Hahn hervorbrachte. Häufig kaſtrirt man auch die jungen Hähne, und verſchafft ſich auf dieſe Weiſe die ſogenannten Kapaunen oder Kapphähnez; ſie verlieren da- durch ihre eigenthümliche Stimme, können nicht mehr Frähen, und laſſen ſich vorzügli< gut mäſtenz auch kann man ſie, wie die Glu>en, zum Führen der jungen Brut gewöhnen. Die Nahrung der Hühner iſt bekannt; ihr Lieblingsfutter iſt unſtreitig Getraide, beſonders Gerſte,«indeſſen haben ſie, in der Geſellſchaft des Menſchen, ſo wie ſeine übrigen Hausthiere, ſich ſchon on die verſchiedenartigſten Nahrungsmittel gewöhnt. Ihre vorzüglichſte- Gefiei iſt das Frühjahr; werden ſie aber gut gefüttert, ſo legen. ſie bey- nahe das ganze Jahr hindurc<, ausgenommen zur ſau gefähr hi dopp e | infehe | Gyerſied | Ghaale leßten 3 und ent | fi zu 0, | maſchine! [M | gegen Ve nicht zu | abholte Gand 0 Aüſſigen raum dieb a bewirtet gewandt y ſeht, d Weilen hahn,| 8 unſet| ar, ) 16, 69 Ier würdig: it ihnen| 2, daß| ma ſe einet| | | Dähnt,| anneh| 'en dar anch weſten) Führen x; Ihr ſonders ofi des , ſch amtl hjaht; je hey? nen zu! -== 359" Mauſerzeit, welche im Herbſte anfängt, und un- gefähr 6 Wochen dauert. Unter den Eyern kommen bisweilen ſogenannte. doppelte Eyer und Windeyer vor 3; die erſten entſtehen, wenn ſich zu gleicher Zeit 2 3 Dole vom Eyerſto>e löſen, und von einer gemeinſchaftlichen Saale umſchloſſen, mit einander verwachſen; die leßten zeigen ſich beſonders bey jungen Hühnern, und entſtehen, wenn das Ey zufällig vor ſeiner Reife aus dem Cyerſto>e geſtoßen wird. Das Brütegeſchäft übernimmt das Huhn allein; die Brütezeit dauert gewöhnlich 3 Wochen oder 2x Tage. Es iſt bekannt, daß man auch durch künſt- liche Wärme die Cyer ausbrüten laſſen kann, und ſich zu dieſer Abſicht beſonderer Brutöfen oder Brüte- maſchinen bedient. Will man die Eyer lange aufbewahren, uvd gegen das Faulen ſichern, ſo muß man ſie an einen nicht zu warmen Ort legen und den Zutritt der Luft abhalten. Man legt ſie zu dem Ende in Aſche, Sand oder Mehl u. dergl., oder man taucht ſie in flüſſigen Talg, welcher, geronnen, die S3wiſchen- räume der Schaale verſchließr. Vielleicht ließe ſich dieſes am beſten durch einen Überzug mit Firniß bewirken, den man meines Wiſſens noch nicht an- gewandt hat. Das Huhn iſt mehreren Krankheiten ausge- ſeßt, deren Beſchreibung ich hier aber nicht mit- theilen kann. Auſſerdem leidet es zuweilen viel 360 ne vom Ungeziefer, welches ſich vorzüglich auf ſei- nem Kopfe einniſtet3 durch die Einreibung einiger. Tropfen Theer ſoll man dieſes am beſten vertreiben Fönnen. Auſſer dem Huhne gehören zu dieſer Gattung noch der Faſan(Ph. colchicus), der Goldfaſau (Ph. pictus) und der Silberfäſan(Ph. Nycthe- merus), deren genaue Beſchreibung ich hier aber übergehe, da dieſe Thiere nur in den Faſanerien gezogen werden, und den eigentlichen Landwirth nicht intereſſiren. XXVI. Gattung: Meleagris. Der Kopf iſt mit ſ Naſen 70 auf fr einige treiben att faſan| Velhe- je abet (auen mdwirth Fläjhe|| den fich „Dy:| hahn,| 3,4 ke bettet) zel des an der fiſcht“ ß beptt (warze! ny fund, Opelte) <== Bam 36rx und damit einen Fächer bilden z das Weibchen, dem die Muskeln dazu fehlen, nicht. Wild findet er ſich im mittleren und nördlichen Amerika, wo er in großen Heerden in den Waldun? gen lebt. Im J. 1530 wurde er zuerſt in Deutſche land eingeführt, und wird ſeitdem häufig von den Zandwirthen mit dem übrigen Geflügel gezogen. In Hinſicht ſeiner Nahrung ſtimmt der Puter größtentheils mit den Hühnern übereinz Getraide iſt ſein Lieblingsfutter, indeſſen frißt er auch Hülſen- früchte, mehrere Wurzeln, Kräuter, Gewürme und Inſecten. Bey ſeiner Aufzucht iſt einige Vor- ſicht nothwendig, weil die Jungen manches Futter nicht vertragen, und beſonders gegen die Witterung ſehr empfindlich ſind. So fruchtbar wie das Huhn iſt der Puter nicht. Die Puterhenne legt nemlicd das ganze Jahr hin- durch zu einer Brut etwa 15 weiße, gelbröthlich punctirte Syer, welche ſie, ſo wie das Huhn, un- gefähr in 3 Wochen ausbrütet. Die Putereyer ſchmecken noch angenehmer, als die Hühnereyerz man venußt ſie aber gewöhnlich, ihrer Koſtbarkeit wegen, nicht zum CEſſen, ſondern zur Zucht. Sein Braten wird vorzüglich geſchäßt, und übertrifft den eines Huhns an Wohlgeſchmack, XXVIL, Gattung: Perdix, Feldhuhn. Der Furze Schnabel iſt ſtark gebogenz die b Maſenlöcher ſind mit einer Shwiele bedeXt, und 36 1) u=m200030ten Kanten 3 die Füße ſind fleiſchfarben, grau überlaufen, und die Ferſen ſind ganz befiedert. Ihre Länge beträgt 13 Zoll. Sie bewohnt die deutſchen Waldungen und Ge- büſche, welche in der Nähe von Sümpfen, Wieſen und AFery liegen, kommt im März und April an und zieht vom September bis zum November wieder fort. Ihre Nahrung beſteht aus Gewürmen und Inſecten. Sie niſtet in kleinen Vertiefungen auf der blo- ßen Erde, und legt 3 bis 4 ſHmußig gelbliche, roth- braun gefle>te Cyer. Bekanntlich liefert ſie einen vortrefflichen Bra- ten, und es wird ihr deshalb von den Jägern häufig nachgeſtellt.) 2. 8. Gallinago. Die Heerſ, das HaberlämmXenden-Bratens, häufig von den Jägern nachgeſtellt. XXXIII. Gattung: Vanellus, RKiebiß. Der gerade, harte, rundliche Schnabel iſt Fürzer, als der Kopf, und unten etwas hörig z die Naſenlöcher ſind ſchmal. Die Füße haben 4 Ze- hen; zwiſchen der äuſſeren und Mittelzehe befindet ſich eine kleine Hautz die Hinterzehe fißt hoch und iſt ſehr kurz. 24* | FM 4 2 N KN: 3 372 emen 1. V. cristatus Meyer.(Tringa Vanellus L.) Der Kiebiß.(Te vanneau Franz.z 4he lapwing- Engl.) „Sein Schnabel iſt ſce Schnabel iſt an den Seiten 2 zuſammengedrückt. Die eyförmigen Naſenlöcher liegen in der Mitte des Schnabels in einer Furche> Die Füße find mit 4 Zehen verſehen, von denen die 3 vorderen mit breiten gelappten Häu ten eingefaßt ſind. I. F. aira, Das ſchwarze EN oder Blaßhuhn.,(Le foulques, La “'morelle Franz; tlie ocoot Engl.) Sein Schnabel und ſeine glatte Stirnhaut ſind weiß; der Augenſtern iſt dunfelroth 5 Kopf, Hals und Oberleib ſind ſchwarz, der Unterleib aſch- lauz die Füße braungrau, mit grünlich gelben Kniebändern. Seine Länge beträgt x 6x Zoll. C's bewohnt häufig unſere Seen und Teiche, kommt im März bey uns an, und zieht im October und November wieder fort. Seine Nahrung beſteht aus JInſecten und Waſ- ferpflanzen. Im Schilfe oder in den Riedgräſern' bereitet es ſein Neſt, und legt 7 bis 8 weiße, mit rothen und braunen Puncten verſehene Eyer. EDR TS SERPHRIGEE EAN WEHEN 374== ür 2te Unferordnung: Enfenartige Bögel, Afnates. XXXV. Gattung: Cygnus, Schwan. Der Schnabel iſt etwas ſchaufelförmig, vorn und hinten gleichbreit, am Grunde höher als breit, an der Seite mit häutigen BlättHhen und an der Spiße mit einem ſtumpfen, breiten Nagel verſehen. Die eyrunden Naſenlöcher liegen faſt in der Mitte des Schnabels. Die Füße ſind ſehr breit, liegen mehr nach hinten, als in der Mitte, und haben vier Zehen, von denen die drey vorderen durch eine Schwimmhaut verbunden ſind, die hintere kleine aber frey ſteht. I. CG. gibbus Bechst.:(Anas-Olor Linn.) Der Shwan,, Elbſc<..(Le cygne Franz.z; the swan, elk Engl.) Sein Shnabel iſt rothz3 ſein Saum, die Na- ſenlöher,'der'Nagel und der HöFer ſind ſchwarz; der ganze: Körper iſt ſente. (Le canard Franz.; the duck Engl.) A. Die wilde Ente. Beym Männ- Hen iſt der Schnabel grünlich gelb, der Augen- ſtern braun; Kopf und Hals ſind dunkelglänzend- Man zieht ihn hier und dort, mehr des Ver- gnügens als des Nußens wegen, auf Seen und grün/ ind am Halſe befindet ſich ein weißer Halb- zirfelz der Spiegel(auf den Flügeln) iſt violett- grün, unten ſchwarz eingefaßt und mit weißen Spißen verſehen 3 die mittleren Schwanzfedern ſind zurückgefrümmt; die Füße ſind orangefarben. Seine Länge beträgt ohngefähr 2 Fuß. Beym Weibchen iſt der Schnabel graugrün, bisweilen gefleckt 3 der Augenſtern braunz über den Augen befindet ſich ein weißlicher, braunbeſpreng- ter FleX, und durch dieſelben geht ein ſchwärzlicher Strichz die Kehle iſt weiß; die Hauptfarbe des Körpers lerchengrauz der Spiegel iſt, wie beym Männchenz5 die Schwanzfedern ſind nicht zurü- gekrümmt; die Füße ſind wie, beym Männchen. Die Länge beträgt 22 bis 23 Zoll. Man unterſcheidet von dieſer wilden Eate meh- rere Abarten, und hat dieſen de Namen gegeben: a. Die Störente(A. Bos8chas major 1.) Sie iſt beynahe' 2x Fuß lang und m einen ruß- farbigen Rüen. b. Die Roßente(A. B. naevia'L.), mit ſchvarzem„.rötblich.- geflec>tem Rüden. 6. Die Schmalenre(A. B. grisea L.,) Ihr Leib iſt aſchgrau 3, Schnabel. und Füße ſind, ſhwarz. „Die, Schildente(A. B.nigra 1..), mit ſc&t werden. Hauptſächlich unterſcheidet man ſie a). in die glattköpfigen und b) die gehäubten oder Holl-Cntenz auſ- ſer dem ſchöneren Anſehen der lekteren iſt aber kein Unterſchied in Hinſicht der Güte zwiſchen beiden. So. wie die wilde verliert auch die zahme Ente ihre Vorliebe für das Waſſer nicht, und man wird ſie nur da mit dem größten Nußen halten können, wo Waſſer in der Nähe des Hofes iſt. Sie bleiben bey dem Aufenthalte in demſelben nicht nur geſun- der, ſondern koften auch weit weniger, da ſie einen großen Theil ihrer Nahrung im Waſſer finden. Da ſie gern in der Nähe des Waſſers ihre Eyer legen und brüten, ſo ſeßt man ihnen gern in die Mitte der Teiche ein Entenhäuschen, wo ſie zugleich gegen die Nachſtellungen ihrer Feinde mehr geſichert ſind. In Hinſicht ihrer Nahrung ſtimmen ſie mit den wilden Enten vollfommen übereinz ſo lange -das Waſſer offen iſt, bedürfen ſie nur ſehr weniger Süttet wir wife den(at Huy Wnfraub wohlfell 6, h vegetab! | fie for! | hofterel | abet 01 entzieht ZN die Rande| ji lege] loſten ſiequt 20 hiz eine au ſicheren 1 etws ) ſchlan eil ſchr ten und| Zeiche| | | te am|| wu man ſie von den IRON pfigeh| 5] 0 di ber feln| Det, 10. Ente mid| Ehnnen,| bleiben| 2.18 fe zieh ". N y legen „Mitte p gegel t ſind, fe mit o lang! vent | | | | | | | Fütterung, weil ihnen das Waſſer an ſeinen Ge- würmen, Inſecten, Amphibien, Fiſchen und Ge- wächſen hinreichende Nahrung liefert. Auch auf dem Lande ſuchen ſie ſich Schnecken„( zu deren Ver- tilgung ſie viel beytragen) Raupen, Regenwürmer, Unkräautſamen 2c. Auſſerdem Fann man ſie ſehr wohlfeil mit dem Abfall der Küchen erhalten, weil ſie, ſo wie die Schweine, faſt alle thieriſche und vegetabiliſche Überbleibſel verzehren. Will man ſie förmlich mäſten, ſo muß man ihnen ein nahr- hafteres Futter(Gerſte, Wicken, Hafer 2c.) geben; aber auch dabey muß man ihnen das Waſſer nicht entziehen, weil ſie ſonſt, ſelbſt bey dem beſten Fut- ter, abmagern. Der Zuer ſoll ihnen ſehr ſchädlich ſeyn. Ihre Paarungszeit fängt mit dem Frühjahre an, und im März und April pflegen ſie ſchon zu legen. Auf 10 bis 12 Enten hält man gewöhnlich einen Enterich, welcher dem Geſchäfte der-Fort- pflanzung ungefähr 4 bis 6 Jahre vorſtehen. kann. Da die Enten ihre Eyer gern hier und dorthin am Rande der Teiche umher legen, ſo muß: man ſie zur Legezeit des Morgens nicht eher aus dem Stalle entlaſſen, als bis ſie ihr Ey gelegt haben. Werden ſie gut gefüttert, ſo legen ſie, ehe ſie brüten wollen, 20 bis 30 Eyeyv. Das ganze Jahr hindurch legt eine gute Ente 80 bis 100 Cyer. Sie laſſen ſich, wenn man ihnen an: einem ſicheren Orte im Freyen, oder im Stalle ein Neſt 380 eä BRin bereitet, leicht zum Brüten bringen3 da ſte aber bisweilen, um ſich zu baden, ins Waſſer gehen, und dann oft feucht zum Neſte zurück kommen, ſo geſchieht es oft, daß die Eyer dadurch verderben. Beſſer thut man daher, die Enteneyer von einem Huhne oder einer Truthenne ausbrüten zu laſſen, welche dieſes Geſchäft leicht übernehmen, und die Eyer ungefähr in 4 Wochen ausbrüten. Die junge Entenbrut, welche in den erſten 8 Tagen mit einem nahrhaften Futter aus kleingehac>ten Gänſeeyern, Brodkrumen, Mehlbrey 2c. ernährt werden muß, vertraut man:alsdann der Mutterente an, welche ſie bald ins Waſſer führt, wo ſie nun ſchon anfan- gen, für ihren Unterhalt ſelbſt zu ſorgen. In China, wo die Entenzucht ſehr beliebt iſt, läßt man die Enteneyer(ſo wie in Egypten die Hüh- nereyer) in eigen dazu eingerichteten Brutöfen aus- brüten. Von Krankheiten werden ſie weniger befallen, als das übrige Hausgeflügel. Ihr Nubßen beſteht vorzüglich in dem Fleiſche, den Eyern und Federn, welche ſie uns liefern.'Das erſtere wird wegen der unreinen Nahrungsmittel der Enten für ſchwerverdaulich gehalten, kann aber durch eine gute Maſtung ſehr verbeſſert werden. Ihre Eyer geben den Hühnereyern an Nahrhaftig- keit und Wohlgeſchhma> nichts na<. Die Federn benußt man, ſo wie die der Gänſe, zum Ausſtopfen der Betten. ( dere/ (A,44 Gyiel ſpedet und ſch wilde 7 die zeh [ihm ſches 1 vorziel run! überei V zm GJ Cla) | Hals! und ſvij | je gol | ſhu: Jh fj pers; J Gefle: ſind dy; einem| (Aſſen, nd die| ej| telnet| feeyetn,| vm| wilde| | bt ſg Huh: q We falle) Weſche» 1. Ds tel vet y abet werden, rhaftiy' Jeden öftopfet = HEId Län 38I Sinige Naturforſcher unterſcheiden, als beſon- dere Art, noch die krummſcten. Schnabel; der Kopf und der Oberleib ſind dunkelbraun, und die Federn ſind röthlich-gelb eingefaßt3 der Spiegel iſt ſhwarzgrünz die Füße ſind“ wie beym Männcne Pflanzen um ſich her legen und ſich allenthalben hinſeßen. Bemerkt man dieſes, ſo verfertigt man ihnen ein Neſt, und ſperrt ſie da- bey ein, bis ſie ein Ey gelegt haben; fie pflegen dann die übrigen Eyer von ſelbſt in eben dieſes Neſt zu legen. Wenn ſie anfangen wollen zu brüten, jo rupfen ſie ſich Federn aus, legen ſie in das Neſt, und bleiben den ganzen Tag darauf ſiken. Hat man ihnen vorher die Eyer genommen, ſo muß man ſie jeßt wieder unterlegen, weil ſie ſich ſonſt wieder begatten und von neuem anfangen zu legen. Während der Brütezeit, welche ungefähr vier Wochen dauert, muß man ſie mit gutem Futter verſorgen, und es ihr auch am Genuſſe des Waſſers nicht fehlen laſſen. Die jungen ausgefrochenen Gänſe futtert man nach dem zweyten bis zum 1oten Tage mit zerfrü- meltem Brode, Weizenkleie, kleingeha>ten Eyern 2c. Dann kann man ſie ſchon mit der Mutter, wenn die Witterung günſtig iſt, auf den Raſen bringen laſſen, wo ſie die zarten Grasſpißen abfreſſen; ſind ſie 14 Tage alt, ſo ſeßt man ſie mit der Mutter auf das Waſſer, wo ſie nun ſchon anfangen, ſich ihre Nahrung ſelbſt zu ſuchen. Cine gefährliche Periode für ſie iſt noch die, in welcher ſich ihre großen Federkiele bildenz alsdann muß man ſie SE. Zl wieder mit kräftigem Futter unterſtüßen, weil ihnen die Entwickelung der Kiele viele Kraft raubt. In ihrer Jugend ſtellen ihnen auf der Weide die Krähen, Elſtern, Sperber und Weihen, im Stalle aber die Wieſel, Ratten, Marder 2c. nach, daher man ſie durch gehdrige Aufſicht und einen dichten Stall dagegen zu ſichern ſuchen muß. Vorzüglich die jungen, aber auch noch die al- ten Gänſe leiden auſſerdem bisweilen viel: von den Gänſeläuſen(Pediculus Ansgeris L.), von Flei- nen Mücken und Fliegen, die ſich um ihre Naſen- löcher und Ohren ſeßen, und von Milben. Gegen die erſten reibt man ihnen etwas Theer oder Thran auf dem Kopfe und unter den Flügeln ein 3 die Flie- gen und Mücen verlieren fich, wenn man, die Gänſe fleißig baden läßt, und gegen die Milben ſo wie auch gegen die Läuſe empfiehlt man das öftere Einſtreuen von Farrenkraut in ihre Ställe. In ihren Eingeweiden ſiedeln ſich Zen Arten von Bandwürmern an. Auſſerdem werden ſie noch von einigen Krank- heiten befailen, als: a) vom Durchfall, welcher theils von un- günſtigem Wetter, theils von ſchädlicher Nahrung unter ihnen entſteht. Man empfiehlt dagegen junge geſtampfte Fichtenzweige, welche man in das Waſ- ſer, welches man ihnen zum Saufen giebt, ein- weicht 3 b' Weld; fahrn 7 dagegen? der Em! man ſot auf da] ey | Zunge |(Peterif | 16 Del 16 Des |„I | unſerer as gef welche vefomnit veau] Öbnfelt den vi] Kopf, ſhwa |Zhr Fe nut,' eil ihm| Vt, |.t Weit hen» IN 21 Nad) CN) eiten fj, Ed vie ae > hon Del «von fet ve Naſa 7)(Oezen vy Zhi vie Fl man de Pilhen ga6 ſtet! le M| pten von + Aran Gon une Rahrung jen jug 45 De bt, ei 389 b) vom Aufſchwellen der Kröpfe, welches durch den übermäßigen Genuß der ausge- fallnen Körner zur Erndtezeit entſteht. Man räth dagegen, den Jungen, ſo wie den alten, ſchon vor der Erndte etwas altes Getreide zu geben, damit ſie ſich vorher an den Genuß deſſelben gewöhnen z c) vom Schwellen der Fettdrüſe amt Steißez dieſe ſchneidet man auf, und beſtreicht die Wunde mit ungeſalzener Butter s d) vom Schwellen des leeren Kropfsz man ſoll ihnen dagegen Brod und Kohlblätter, und auf das erſtere einige Tropfen Branntewein gebenz e) vom Pips oder der Verhärtung der Zungez dagegen empfiehlt man große Pimpinelle (Peterium Sanguisorba L.), welche man zerha>t ins Waſſer legt, darin einweichen, und ſie, ſo wie das Waſſer, von der Franken Gans verzehren läßt. Unſtreitig gehört die Gans zu den nüßlichſten unſerer Hausthiere; ihr Fleiſc), ſowohl gebraten als geräuchert, liefert uns eine vortreffliche Speiſe, welche aber nur geſunden, kräftigen Perſonen gut befommt, für zärtliche und ſt, läuft am Ende in eine boßelle Spiße aus, und die Ränder beider Kinnladen find mit rüchwärts- ſtehenden Zähnen verſehen. Die Naſenlöcher befin- den ſich in der Mitte des Schnabels, ſind klein und eyförmig. Die Füße ſind kurz 3 von den 4 Zehen iſt die äußere Vorderzehe länger, als die übrigenz die drey vorderen ſind durch eine Shwimmhaut ver- bunden,"die hintere aber ſteht frey. +54 UVM: Merganger. Der Gänſeſäaäger, Straußtau. Ihre Nahrung beſteht größtentheils aus Fiſchen, und ſie ſind für die Fiſchteiche, beſonders zur Laich- zeit, ſehr gefährliche Thiere. Sie niſten auf Baumſtrünken und an der blo- ßen Erde, legen 12 bis 14 weißliche Eyer, und brüten ſie in 4 Wochen aus. EE IE RR ET TONK ZIERUNG 5 Bierter Abſchnitt. Amphibien. I. Bon den Amphibien im Allgemeinen. Dieſe Thiere intereſſiren den eigentlichen Landwirth gar nicmt; ich werde deshalb nur ſo viel daruber ſagen, als für einen jeden gebildeten Menſchen, wenn er ſich einen Überbli über das geſammte Thierreich verſchaffen will, nothig und wiſſens- würdig iſt. Ueber den Körperbau der Amphibien im Allgemeinen. OF L407 Schon durch ihren eigenthümlichen Körperbau unterſcheiden ſich dieſe Thiere auffallend von den übrigen, indeſſen iſt dieſer doch noch zu mannigfal- tig, um ihn als ſicheres Unterſcheidungsmerkmahl zu benußen; wir berückſichtigen daher zugleich die Beſchaffenheit ihrer Reſpirationsorgane und ihres Bluts, und unterſcheiden ſie von den Sgugethieren und Vögeln durch ihr kaltes rothes Blutz von den F durd), Kyefett Y vit bel Werk! | Rumpf | vm ih | verſehs | it Ki! Idfei yhibiet otgancy | demn|! | Aſen 27-2 |; | Imphit vanmbg jn Sis | je, 9 | Jure“ | und die verſchivz find zus Chale, nd wo j ſeinen,| 1ndwirth| Caribe| [enſchet,|| att Ni ffende je werbau oy den | nigfal| rEmahl eich die d ihres pthieten ; vo den Fiſchen, denen dieſes auch zukommt aber da- durch, daß ſie no< dur< Lungen und nicht durch Kiefern Luft ſchöpfen. 141. Betrachten wir ihren Körperbau, ſo finden wir bey ihnen, wie bey den ſchon beſchriebenen Thierklaſſen die beiden Haupttheile, Kopf und Rumpf wieder; dieſe ſind aber nur bey einigen von ihnen noch mit Bewegungsorganen(Beinen) verſehen, anderen hingegen fehlen dieſe, obgleich ihr Körper auch ohne dieſe eine bedeutende Beweg- lichfeit beſikt. Wir unterſcheiden demnach die Am- phibien in die kriechenden(mit Bewegungs- organen verſehenen), und die ſchleichenden, denen dieſe abgehen. Zu den erſten gehören die Fröſche, Eidechſen 2c., zu den leßten die Schlangen. OHTm427 Die äuſſere Bede>ung des Körpers der Amphibien iſt weit mannigfaltiger, als die der warmblütigen Thiere. Einige, wie die Fröſche und Kröten, ſind mit einer ſchleimigen Haut über- zogen, welche ſehr verſchieden gefärbt iſt, und deren Farbe wieder, je nachdem das Licht darauf fällt, und die Leidenſchaften des Thiers darauf einwirken, verſchieden erſcheint. Andere, wie die Scildkröten, ſind zum Theil durch eine harte Fnochenähnliche Schale bedeckt, welche ihren Rumpf ganz umgiebt, und worunter ſie auch, wenn fie verfolgt werden, ihren Kopf und ihre Bewegungsorgane verbergen können. Noch andere, wie mehrere Eidechſen und die Schlangen, haben einen mit hornartigen Schil- dern und Schuppen bedeckten Körper, deren Rän- der zum Theil ſcharf ſind, damit ſie ſich vermöge derſelben halten und fortbewegen können. Viele von ihnen werfen dieſe Bede>ungen jährlich, bis- weilen noch öfterer ab, und erhalten ſtatt derſel- ben neue. S- 143. - Bey den mehrſten Amphibien iſt der Kopf ver- hältnißmäßig ziemlich groß und gewöhnlich ohne einen merklichen Hals mit dem Rumpfe verbunden. Das Maul iſt zum Theil bey ihnen beträchtlich groß, und kann ſich, weil die Kinnladen nicht ein- gelenft ſind, ſondern durch Bänder und Muskeln mit dem Hirnſchedel verbunden ſind, beträchtlich erweitern 3 dieſe Sinrichtung war deshalb nöthig, weil dieſe Thiere nicht kauen, ſondern ihre Beute verſchlingen. Die Kinnladen ſind ferner bey einigen (den Fröſchen, Kröten, Schildkröten) völlig zahn- los, bey andern hingegen, wie bey den Schlangen und Eidechſen, mit Zähnen verſehen. Dieſe Zähne ſind aber unter ſich noch verſchieden, und da man dadurch die giftigen Thiere dieſer Klaſſe von den giftloſen unterſcheiden kann, ſo wollen wir ſie hier etwas näher betrachten. Vorläufig bemerke ich noch, daß das, was ich über die Zähne ſagen werde, ſich bloß auf die Shlangen bezieht, da unſere hie- (Andiſ? ſehen, Ww gifelof!! eine Aud befa it by f Gefen verſchf kiefer 6 | Ghlt | tem Ni | am DJ und af Diele vn WdE |"VE wenn 81 | ihnen nt jen vag ſet 4 erer ſen un ] Chil ( Rat etmöge Viele (opf vet: ic hie hunden, vichtlid it pit wöfeln (eh ) nethiy, ve Deut 1y einigen ig zeh Mangen ſe Zähne da man von den! r ſieht merle ih en wer ſere(iv | HE REET 59,5 ländiſchen Eidechſen freylich auch mit Zähnen ver- ſehen, aber völlig giftlos ſind. Alle Schlangen, ſowohl die giftigen wie die giftlofen, haben an jeder Seite des UnterFfiefers eine Reihe, und im Oberkiefer, nach der Mitte zu, ebenfalls zwey Reihen ſpißiger Zähne. Auſſerdem iſt bey den giftloſen noch der Rand des Ober- fiefers an jeder Seite mit einer Reihe ſpißer Zähne verſehen 3 ſie haben alſo im Oberkiefer 4, im Unter- kiefer 2 Reihen ſpißiger Zähne. Den giftigen Schlangen fehlen jene beiden Zahnreihen am äuſſe- ren Rande des Oberkiefers, dagegen haben ſie vorn am Oberkiefer einige lange Fangzähne, welche hohl, und an der Spiße mit einer Spalte verſehen ſind. Dieſes ſind die Giftzähne, welche mit den über ih- nen befindlihen Giftdrüſen in Verbindung ſtehen und Ausführungsgänge derſelben darſtellen, ſo daß, wenn eine giftige Schlange beißt, das Gift aus ihnen in die Wunde ſtrömt. Wenn man daher an einer Schlange vier Rei- hen von Zähnen im Oberkiefer findet; ſo kann man ſicher ſeyn, daß ſie giftlos iſt. S- 144. Die Sinnesorgane ſcheinen bey allen die- ſen Thieren von keiner beſonderen Stärke zu ſeyn. Ihre A u gen ſtimmen, ſoweit man ſie unter- ſucht hat, mit denen der warmblütigen Thiere über- ein; bey einigen wird aber durch eine FCortſeßung der Oberhaut eine Art Fenſter gebildet, wohinter ſich der Augapfel frey bewegt. Ein äuſſerer Gehörgang geht allen einheimi- ſchen Amphibien ab, und aud ihre übrigen Ge- hörwerkzeuge ſind nicht ſo künſtlich ausgebildet, wie die der warmblütigen Thiere. Noch weniger ausgebildet, als die Gehör- werkzeuge, ſind ihre Geruchsorgane. Mit einer Zunge ſind ſie ſämmtlich verſehen, indeſſen dient ſie wohl keinem dieſer Thiere als Geſchmacksorgan. Sie iſt übrigens bey den verſchiedenen Gattungen verſchieden gebaut? bey den Fröſchen iſt ſie flach und fleiſchig, bey den Shlangen und Eidechſen hinge- gen rund, ſchlank und gewöhnlich mit einer zwey- ſpaltigen Spiße verſehen. S. 145. Auch der innere Bau ihres Körpers bietet uns mannigfaltige Abweichungen von dem der früher beſchriebenen Thiere dar. So fehlen 3. B. den Fröſchen und Kröten die Rippen gänzlich; für dieſen Mangel ſind ſie aber durch breite Verlängerungen ihrer Bruſtwirbel ent- ſchädigt. Bey den Schlangen hingegen finden wir zugleich mit den vielen Rücgratswirbeln, deren Zahl ſich oft über 300 beläuft, die mehrſten Rippen- paare, indem bey mehreren gegen 250 derſelben da ſind. Die Verdauungswerkzeuge dieſer Thiere ſind meiſtentheils ſehr einfach gebildet. Der Schlund und dy ander 7 eſe B Teils den by fat, VL GAlE fallen fe ſail 81 | hat vs Cungeltt oder Waſſehzl gen u Av | ſr 19) "CD den in | die bejtg4) | Jugendtag ÖnliGE | beiden ds | DETE | cd Ez g ange 8! zurüg, Ng] | Gattum, 1 ichen jj vohine heim| jet Oe-| et, vie Oefot-| Nit met ſen dient| Fön,| Jattungen flach und m hingez| (17:5 11.08 ete vnd e früher "ydten die d fw aht wh ent den wit , daim| Rippen derſelben jete ſind Glut) PE ME 397 und der Magen gehen gewöhnlich allmählig in ein- ander über, und der leßte unterſcheidet ſich von dem erſten durch ſeine größere Weite 3 inwendig ſind dieſe Theile, ſo wie auch der Darmkanal, welcher bey den verſchiedenen Gattungen eine verſchiedene Länge hat, der Länge nach gefaltet, und mit einer Menge Schleim überzogen. Ihre Leber iſt gewöhnlich auf- fallend groß, und auch mit einer Gallenblaſe ſind ſie ſämmtlich verſehen. Das Herz unſerer einheimiſchen Amphibien hat nur eine Kammer und ein Herzohr. Ihre Lungen ſind verhältnißmäßig ſehr groß, und von ſehr lo&erem Gewebe, wodurdy) das Schwimmen der im Waſſer lebenden ſehr erleichtert wird. Die Sce- liegen unter der Leber, und es iſt ſchwer zu erklären, wie die Eyer von hier in die Cyergänge gelangen. Die männlichen Landeidechſen haben zwey Rus then 3 den Waſſermolchen, welche ſich nicht paaren, fehlen dieſe gänzlich.| Die Geſchleytstheile“der weiblichen Eidechſen ſind ſo wie die der Fröſche, nur find ihre Syergänge weiter und kürzer. Die männlichen Schlangen haben ſehr. lange, ſchmäle Geilen, Feine Samenbläs8hen, aber dop- pelte Rathen, welche wieder geſpalten und mit. ſtach» lichen Widerhäkchen beſekt ſind. Eben ſo ſind auch die weiblichen Schlangen mit zwey«äuſſeren Offnun» gen ihrer Geſchlechtstheile verſehen 3 ihre langen ESyergänge ſind geſchlängelt und gefaltet, und-die Eyerſtö>e ſelbſt gleichen langen, mit gallertartigen Bläschen beſeßten Schnüren. Von der Lebensweiſe der Amphibien im Allgemeinen. 6. 146. Der Name dieſer ganzen Thierklaſſe ſagt ſchon, daß den zu ihr gehdrigen Thieren das Land ſo wie das 3 ſen? zugleich dew 64 (ehm andere) Wufent vollends | 9 mehrt reide lt gel,(196 ten hiifv (8: 3 ten US fid ſa indem 3! ſecten 6m Mertin uh dis das wp in Gieſe det,"z tung ſige vobley j ne fly ms, 1 blaſe Ceide It wird, | gelpunz| 4 beiden Ne egen ven, wie 11, we) Ahe Eva| heile der Troſt | 1.(ange, oer dy“| nit fta| find auch| | Offnu» e langen unddie riartigen jen =55> da das Waſſer zugleich zum Aufenthaltsorte angewie- ſen ſey. Viele von ihnen leben wirklich in beiden zugleich, und finden in beiden ihre Nahrung; an- dere bringen hingegen nur eine beſtimmte Zeit ihres Lebens auf dem Lande oder im Waſſer zu, und noch anderen iſt bloß das Land oder das Waſſer zum Aufenthalte beſtimmt, ſo daß man ſie nicht mit vollem Rechre Amphibien. nennen kann. S. 147. Iyre Nahrung iſt ſehr verſchiedener Artz die mehrſtien nähren ſich indeſſen wohl aus dem Thier- reiche, indem die größeren vierfüßige Thiere, Vö- gel, andere Amphibien 2c. verſchlingen, die kleine- ren hingegen ſich von Inſecten und Gewürmen ernäh- ren. Mur einige Fröſche nähren ſich zugleich aus dem Thier.- und Pflanzenreiche. Einige. von ihnen ſind ſehr eigen in Hinſicht ihrer Nahrungsmittel, indem ſie, wie 3. B. die Laubfröſche, lebende In- ſecten von beſtimmten Gattungen zu ſich nehmen. Merkwürdig iſt es, daß ſie ſehr lange faſten können, ohne merklich abzumagern. Eben ſo wie ihre Nahrungsmittel können ſie auch die Luft ſehr lange entbehren; es iſt bekannt, daß man lebendige Kröten in alte Baumſtämme, in SteinblöFen oder Eisſchollen eingeſchloſſen fin- det, wo ſie oft Monate oder Jahrelang ohne Nah- rung ſich erhielten. Auch können ſie lange in irreſpi- rablen Luftarten(kohlenſaurem Gaſe, Stickgaſe 2c.) aushalten, ohne daß dieſe ſehr nahtheilig auf ſie einwirkten. Überhaupt haben ſie ein ſehr zähes Leben z theils erklärt ſich dieſes durc< ihre, im Verhältniß zu ihrem kleinen Gehirne, ſehr ſtarke Nerven, wo- durch dieſe weniger abhängig von jenem werden, und die Lebenskraft mehr jedem ihrer einzelnen Theile mitgetheilt, als im ganzen Körper gleich- mäßig verbreitet wirdz3 theils durch die ausnehmend große Reproductionskraft ihres ganzen Körpers und ſeiner Theile, vermöge deren ihnen nicht nur ganze Glieder, der Schwanz 2c., welche ſie zufällig ver- lieren, ſondern ſelbſt edlere Theile, wie das Auge, wieder erſeßt werden. CG. 148, Viele ſonderbare Erſcheinungen bietet uns noch ihr Fortpflanzungsgeſchäft dar. Bey den mehrſten iſt eine innige Vereinigung beider Geſchlechter wäh rend dieſes Geſchäftes, ſo wie bey den übrigen Thie- ron nöthigz der Begattungstrieb iſt dabey ſehr hef- tig bey ihnen, ſo daß man ſie während der Paarung ſtechen ,% ſchneiden oder auf andere Weiſe verleben Fann, ohne daß ſie ſich ſtvren laſſen. Man hat ſelbſt bemerkt, daß männliche Fröſche, in Erman- gelung eines Weibchen, andere männliche Fröſche oder auch ein todtes Weibchen beſprungen haben. Das Begattungsgeſchäft dauert ferner bey ihnen ungewöhnlich lange, ſo daß ſie nicht nur mehrere Tah) Vey 0/5 feine 19 ung bloß 1 Fleinen 98 Gamers 0 hier Gie lu 1 [aichs Erde, 00 augen ſind f1d6 ohne dt vemlid S) EMI! auögen! Geſtal!| müſſe) fen, js! Füße, te | öge(SS nde erwäh"7 ihnen? y ten feZ] Ian)' im Tes Cry 3“ Nauf je| Leben; Hhältnig in, ivo werden, nele )t eid: nehmend vers und ut gane lig vet 116 iht, 8 1 wehrten ter währ zen Zhiee Ahr wel Waatung verleßen an hat| Erman Tage, ſondern ſelbſt einige Wochen dabey zubringen. Bey einigen, namentlich den Waſſermolchen, iſt Feine unmittelbare Vereinigung während der Paa- rung nothwendig, ſondern das Männchen ſchwimmt bloß um das Weibchen herum, und beſprißt die Fleinen Cyer, welche es von ſich giebt, mit ſeinem Samen. Die mehrſten von ihnen ſind ferner eyerlegende Thiere, und nur wenige gebähren lebendige Junge. Sie legen ihre Eyer(welche wir bey den Fröſchen Laich nennen) bald in's Waſſer, bald auf die Erde, wo ſie ohne weitere Beyhülfe von der Sonne ausgebrütet werden. Die auskriechenden Jungen ſind ſich gänzlich ſelbſt überlaſſen, und nähren ſich ohne Zuthun ihrer Eltern. Mehrere von ihnen, nemlich die Fröſche und Eidechſen, welche im Waſſer ausgebrütet werden, erſcheinen uns, wenn ſie eben ausgekrochen ſind, noch nicht in der vollfommenen Geſtalt, welche ſie nac AÜ: Sie wachſen übrigens ſehr langſam z3 denn man hat bemerkt, daß unſere einheimiſchen Fröſche erſt im vierten Jahre zur Fortpflanzung fähig werden. Ungeachtet dieſes langſamen Wachsthums erreichen die mehrſten unſerer einheimiſchen Amphibien nur ein geringes Ulter von 12 bis 16 Jahrenz indeſſen giebt es unter den großen Amphibien des Auslandes mehrere, deren Alter man auf 100 Jahre und dar- über rechnet. S. 149. Gegen die Nachſtellungen ihrer Feinde ſind ſie auf mannigfaltige Weiſe von der Natur geſichert z mehrere, wie die Fröſche, ſchon dadurch, daß ſie auf dem Lande und im Waſſer zugleich leben, ſo daß ſie, wenn ſie auf jenem verfolgt werden, in dieſes flüchten können; andere, wie die Scild- Fröten, durch die ſreinharte Schale, worunter ſie ſich gänzlich verbergen können 3; wieder andere ver- theidigen ſich durc< ihr Gebiß, durch einen höchſt unangenehmen Geruch, den ſie. im Nothfalle ver- breiten(wie mehrere Schlangen, Kröten und Ei- dechſey), und endlich durch ihr Gift, womit die Natur mehrere Schlangen verſehen hat, und wel- ches. in beſonderen Behältern in ihrem Rachen, über den vorhin genannten Giftzähnen abgeſondert wird. 6. 150. Ruten und Schaden der Amphibien. Der Nuten, welchen dieſe Thiere dem Men- ſchen verſchaffen, iſt ſehr eingeſchränkt; wenige nur einige (Gege fx (wil Weil freten/S! FunſIs ſens: und 19) 190; den IM noröad ſichtiQy heimat |(er(SY gugg! fart); 493 "em wn nur werden von uns gegeſſen, 3. B. die Fröſche und Vihe af einige Schildkröten; den Bewohnern der heiſſeren - werden, Gegenden liefern indeſſen die großen Seeſchildkröten, erreichen ſo wie einige. große Schlangen einen bedeutenden Dien nu Theil ihrer Nahrung. Die harte Schale der Schild- vindeſſch Fröten(das Schildpatt) wird zu manchen nüßlichen landes Kunſiwerken verarbeitet. and dar: In der großen Haushaltung der Natur dienen ſie mit zur Vertilgung der Inſecten und Gewürme, | und liefern anderen größeren Thieren Nahrung. Vein fe| Sben ſo unbedeutend iſt aber auch der Schaden, geſichert; den ſie uns(wenn wir bloß auf die Bewohner des !, vj; nördlichen und gemäßigten Theils von Europa Rück- ehem, ſicht nehmen) zufügen z denn nur wenige der ein- den, iy| heimiſchen Amphibien ſind giftig. Den Bewohnern Ehib| der heiſſen Gegenden hingegen werden mehrere ſehr we fie große Amphibien als Raubthiere und durch ihr Me ve ſtarkes Gift furchtbar. jen opf| Gr falle vet Eintheilung der Amphibien. und Gi Dieſe an'Arten nur arme Thierklaſſe läßt ſich yomit die bequem unter die beiden folgenden Ordnungen ver- und we|| theilen: oy, über I. Reptiles, Kriehende Amphibien,/ et wird mit vier Füßen. Hieher gehören die Schildkröten,) | Eidechſen und Fröſche. II. Serpentes. Schleichende Amphibien, 4 Mew denen die äuſſeren. Bewegungsorgane gänzlich feh- de| len. Es gehören hieher bloß die Schlangen, | 26* | IT. Beſchreibung der einzelnen Amphibien. Erſte Ordnung: Friehende Amphibien, Reptiles, Aue hieher gehörige Thiere haben, wenn ſie voll- kommen ausgebildet ſind, vier Füße, welche mit 4 bis 5 Zehen verſehen ſind, die wieder, nach Maß- gabe ihres Wohnorts entweder frey, oder durch eine Shwimmhaut verbunden ſind. Übrigens iſt der Bau ihres Körpers ſehr mannigfaltig: bald ſind ſie lang und mit einem Schwanze verſehen, wie die Eidechſen, bald kurz und dick, wie die Fröſche und Kröten. I. Gattung: Testudo, Schildkröte. (tortue Franz. 3; tortoise. Engl.) Ihr Körper iſt mit einer harten Schale bedeckt, und mit einem gewöhnlich kurzen Schwanze verſe- hen 3 ihre Kinnladen ſind zahnlos. I. T. orbicularis Blumenb.(T. europaea Schneidcr.). Die europäiſche Schild- Tröte, gemeine Flußſcen, kleinen Fiſchen, Waſſerpflanzen 2c.- In der Gefangen- ſchaft frißt ſie aber auch mehrere Küchengewächſe, Brod, Fleiſch u.ſ. w. Sie ſchwimmt ſehr gut, und hält ſich gewöhn- lich im Waſſer auf. Ihre Begattungszeit fällt in das Frühjahr. Cinige Zeit nachher legt ſie 20 bis 30 hartſchalige, weiße Cyer, von der Größe der Taubeneyer, welche ſie am Ufer im Sande ſeicht vergräbt, wo ſie von der Sonne ausgebrütet werden. Im Juny kriechen die Jungen aus, welche Anfangs ſehr klein ſind, und nur langſam wachſen; ihre Scale iſt Anfangs weiß, dann wird ſie roth und endlich ſ haben, aber etwas ſig und mit einer bald glatten, bald warzigen Haut überzogen z ſie haben 4 Füße, von denen die hinteren gewöhn- lich länger find, als die vorderen. JIhxv Kinnladen ſind zahnlos. TIT. R. Bufo. Die gemeine Kröte. Die Haut ihres Körpers iſt warzig, grün, grau, braungelb und ſchwarz gefle>t. Ihr Kopf iſt kurz; die Augen ſind roth 3 auf jedem Augenliede befindet ſich eine hervorragende Geſchwulſt, und eine noch größere, längliche, nierenförmige hinter jedem Auge in der Gegend der Ohren. Der Bauch iſt di> und unförmlich. An den Vorderfüßen befinden ſich vier freye und an den Hinterfüßen 5 verwachſette Zehen. Das ganze Thier wird 5 bis 6 Zoll lang und gegen 4 Zoll breit. pozige und ſcm in Scha NEE Em einiges | Ghia v' Ende 8 zatt md jahr, 61 fie beify [ih beh: Bald 1161 | fnig4y Chm3o 1207 f96 Somit Tuplbh ki: 3 1 | in bie | T | hit:[8 | fid ed Ws | Eitiyg! | tiges“u ſtalle ds et Uhr| Verfäuf:| : Fiſh er etwas 9 dutch: wött es, € in die m, ve Eun auf Wöhe| | und mit Petzen;| gewöhn vyladen €, | | |", gt|| "ſt fut;| | ine no| m Juf diet und fich vit e Zehen, and um «== 006003) SihEzame> 407 Es iſt unftreitig eins der häßlichſten, ſchauder- vollſten Thiere, welches mit ſeinem. trägen Gange vorzüglich des Abends und Nachts umher ſchleicht, und ſic) in Gärten an feuchten ſchattigen Pläßen, in Kellern, alten verfallnen Gebäuden, dumpfigen Pläßen u. dergl. überall in Deutſchland aufhält. Sie nährt ſich von Inſecten, Gewürmen und einigen Gewächſen, unter denen ſie vorzüglich den Schierling und die Salvey lieben ſoll. Gegen das Ende des 4ten Jahrs fängt ſie erſt an fich zu be- gatten. Jhre Begattungszeit fällt in das Früh- jahr, und ſchon im Anfange des Märzes trifft man ſie bey dieſem Geſchäfte, welches ſehe lange, nem- lich bey Falter Witterung oft 20 bis 30' Täge dauert. Bald darauf legen ſie ihre ECyer, welche ſchnur- förmig an einander hängen 3 man fand eine ſolche Scnur von 43 Fuß(Pariſer) Länge, und zählte 1207 Ever daran. Dieſe Eyer werden durch die Sonnenwärme ausgebrütet, und die ausgekrochenew Jungen haben das Anſehen junger Fröſche. Gegen den Winter hin graben fich die Kröte in die Erde und bringen hier den Winter in einer Stftqppung Zit. ! Giftig ſind fie, wie man fälſchlich geglaubt 74 pichb; bloß ihr Harn und ihre Hautausdünſtung ſind etwas ſcharf, und können höchſtens eine geringe Entzündung hervorbringen. Cben ſo iſt es ein ir- riges Vorurtheil der Landleute, daß ſie in die Vieh- ſtälle Friechen, und den Kühen die Milch ausſaugen 408 nn= GE ſolle. Richtig iſt es dagegen, daß ſie gern in Keller und auch in offne Bierfäſſer und andere Behälter Friecht, daher man dieſe gegen ſie zu verdecken ſu- en. Die War- zen haben alle in der Mitte einen ſt. Bey dem Männchen ſind Bruſt und Bauch grauweiß, bey dem Weibchen hingegen röthlich, braun und gelblich: An ſeinen Vorderfüßen befinden ſich' 4 freye, an den Hinterfüßen 5 durch eine Shwimmhaut verbundene Zehen. Seine Länge beträgt jWnpfchr 4 Zoll. Man findet ihn überall in Deutſchland in Gä: ten, auf Wieſen, feuchten Pläßen 2695 mur im Winter hält er ſich im Waſſer auf. Er nährt ſich von Gewürmen, namentlich u ſchädlichen Gartenſhne>e, Inſecten, Gras u. ſ. w. Mit dem Anfange des Frühjahrs geht auch ihre Begattungszeit an. Sie vermehren ſich oft in ungeh 1100 p 76 | wn ws lih 18 | 10, ſiK tegers eſe | 4) (nh | Duets Randtst | ind ſth | friſme ven Ve97 werfiß ar | hen, den der gg | bes| | zip | ſchau dis Cir | udGrpgy | VWieteggy | diger 99 Entoy"D Tyſechy md) eine ung 3 entlößt, nern me horn ven abet“ » Oraß: abe adiy, (anden Veibchen 4 froh imimhaut| ungefäht ) im Git wur im ntlich de ;"vn(0. jeht aus if amet es GD Ireeran 4i1 ungeheurer Menge ,' indem ein Weibchen gegen 1100 Eyer legt. Da vorzüglich die jungen Grasfröſche nach ei- nem warmen Regen häufig hervorkriechen, vermuth: lic um die Inſecten deſto ſicherer erhaſchen zu kön- nen, ſo hat dieſes Anlaß zu der Sage von Froſch- regen gegeben. In einigen Gegenden werden ſie gegeſſen. 5+ R. esculenta. Der grüne Waſſer- froſc<, Röling, Marxgöer. Sein Körper iſt eigt, der Rücken iſt in der Quere hö>rigt, und die Haut des Bauchs mit einem Rande verſehen.“ Sein Oberleib iſt glänzend grün und ſchwarz gefle>t, und mit 3 gelben Länge- ſtreifen überzogen. Der Unterleib iſt weiß. An den Vorderfüßen befinden ſich 4 freye, an den Hin- terfüßen 5 durch eine Schwimmhaut verbundene Ze- hen. Unter unſeren einheimiſchen Fröſchen iſt er der größte. Er iſt überall in Deutſchland zu Hauſe, und bewohnt die Sümpfe und Teiche, in denen er ſich gewöhnlich aufhält, und die er nur verläßt, um ſic) zu ſönnen oder Inſecten zu fangen. Seine Nahrung beſteht nicht nur aus Inſecteh und Gewürmen, ſondern er wagt ſich auch an größere Thiere, und ſoll, nach der Verſicherung glaubwür- diger Beobachter, Mäuſe, Sperlinge, Fiſche, junge Enten 2c. angreifen und überwältigen. 412 22450 GE Im Frühjahre, beſonders des Abends bey ſchönem Wetter, läßt er ſein bekanntes Geſchrei hö- renz das Weibchen quakt'dabey nicht wie das Männchen, ſondern grunzt nur im hohlen Tone. Dur) Licht oder Feuer am Ufer Fann man ihn zum Schweigen bringen. Er begattet ſich im Juny, und das Männchen befommt um dieſe Zeit an den Daumen der Vorder- füße ſchwarze warzige Ballen, um damit das Weib- jen deſto feſter ergreifen zu können. Nach der Be- gattung verbleicht ſeine grüne Farbe, und wird bey einigen ſelbſt etwas bräunlich; dieſe Farbenver- änderung hat Anlaß zu der Sage von der Verwand- lung der Fröſche in Kröten gegeben. Er, wird. uns. nicht nur durch die Vertilgung vieler Inſecten nüßlich, ſondern wird auch in man- jen Gegenden häufig gegeſſen. 6. R. arborea. Der Laubfroſch. Sein Körper iſt oben glatt und hellgrün, un- ten mit einer großen Menge kleiner erhöhter Warzen beſeßt und gelblichweißz dieſe grüne und gelbe Farbe ſind an der Seite durc einen gelben Strich von ein- ander geſchieden. Sein Kopf iſt kurz und breitz der Leib iſt ebenfalls nur kurz und breitz oben et- was gewölbt, unten flach. An den Vorderfüßen befinden ſich 4, an den Hinterfüßen 5 freye Ze- hen, die ſtatt der Nägel mit zugerundeten fleiſchi- gen Schild rz: 473 Das mannbare Männchen unterſcheidet ſich von dem Weibchen durch eine braune Kehle. Er iſt ganz und gar mit einem Flebrichten Schleime überzogen, welcher ihm bey ſeinem Auf- enthalte an den Baumblättern zur Feſthaltung dient. Man findet ihn überall in Deutſchland, wo er den Sommer hindurch im Graſe, Gebüſchen und auf den Bäumen lebt, im Winter hingegen ſich im Schlamme vergräbt. Seine Nahrung beſteht aus Inſecten, beſon- ders Fliegen und Mücken. Er begattet ſich im Frühjahre. Theils um dieſe Zeit, aber auc) zu andern Zeiten bey Wetter- veränderungen, zumal kurz vor dem Regen, ver- räth er ſich durch ſein unaufhörliches, gellendes Gez- ſchrey, welches er aber nur im 4ten Jahre hervor- zubringen fähig wird. Man hält ihn zum Vergnügen als Wetter- propheten in Gläſern, und futtert ihn mit Fliegen und anderen JInſecten. Der klebrihte Schleim, womit ſein ganzer Körper überzogen iſt, hat einige Schärfe; man muß daher, wenn man ihn angefaßt hat, die Hände waſchen, und ſich nicht ungewaſchen die Augen da- mit reiben, weil ſonſt leicht eine geringe Entzünz- dung entſteht. ITT. Gattung: Lacertä, Eidechſe. Ihr länglicher Körper iſt gewöhnlich geſchuppt und mit einem Schwanze verſehen 3 die vier Füße ſind von gleicher Länge. I. L. agilis- Die gemeine Cidet, und am Bauche weiß. Ihre gewöhn- liche Länge beträgt 2 bis 3 Fuß, bisweilen wird ſie aber auch 4 Fuß lang, und im ſüdlichen Europa noh länger. Sie iſt überall in Deutſchland zu Hauſe, und hält ſich ſowohl an feuchten wie an trocknen Pläßen, am Rande der Teiche, in Gebüſchen, unter alten Mauern, Steinhaufen 2c. auf. Ihre Nahrung beſteht aus Ratten, Mäuſen, Maulwürfen, jungen Vögeln, Fröſchen, Kröten, Eidechſen, JInſecten, Gewürmen 2c. Sie iſt übri- gens völlig unſchädlich, und es fehlen ihr die früher beſchriebenen Giftzähne gänzlih. Nur wenn ſie ſehr gereißt wird, ſucht ſie ſich zu vertheidigen, und dann kann ihr Biß höchſtens, ſo wie der anderer Thiere, eine geringe Entzündung hervorbringen. Sie häutet ſich jährlich, und ihre abgeſtreifte Haut, welche man bisweilen findet, iſt unter dem Namen des Natterhemdes bekannt. Gegen den WI Muſch Ginte 8 dies 20 attigen'D (yer DP | ander IM | ind! | Gon | demſel imp | arfeltsf | jedem) | GiidD | mittzg | braun Ceiten Eg | Unterlep| Geen hatte(ia In T j IFy Tati, » Otter| y UNd 60 (des Gal- en einen je auf dew Nwarz und 8 gewöhn eilen wird 1 Eutop4 fe, un! ) Wäßet,| fer alten - Muſe „ Kröten, ei uhr die frühe wenn fe jen, und anderer iet geſtreifte unter den Oeg den Winter verkriecht ſie ſich in alte Maulwurfs-, Mäuſe- und Hamſterlöcher, und bringt hier den Winter in Erſtarrung zu. Sie begattet ſich im Juny und July, und um dieſe Zeit hat ſie einen ſehr unangenehmen bo>ks- artigen Geruch. Das Weibchen legt ſeine weißen Eyer, deren 30 bis 60 perlenſchnurförmig an ein- ander hängen, auf den Miſt, auf Wieſen, oder in 2öher am Ufer der Gewäſſer, wo ſie von der Sonne ausgebrütet werden. 2:'C/Berus“ Die Viper, Otte, Kupferotter. Sie hat 146 Bauſchilder und 39 Paare Scen. Der Schwanz iſt gelblich) und hat eine harte Spiße. Ihre gewöhnliche Länge beträgt x Fuß, bis x Fuß und 4 Zoll. 0678 420==> Sie iſt in Deutſchland und den angrenzenden Ländern zu Hauſe, kommt doch aber im Ganzen genommen weit ſeltener vor, als die vorige. Ihr Aufenthalt ſind größtentheils dunkle, feuchte Wal- -dungenz ſie Fommt aber auch an trocneren, ſteinig- ten Pläßen vor. Ihre Nahrung beſteht, wie die der übrigen einheimiſchen Schlangen, aus Juſecten, Gewüur- men, fFleinen vierfüßigen Thieren, Vögeln und Amphibien. Sie begattet ſich im Juny und July, und gebiert lebendige Junge; jedes derſelben iſt zwar. anfangs. von einem Cy umſchloſſen, kriecht aber noch im Mutterleibe aus. Sie gehört zu den giftigen Schlangen, beißt äber ſelten anders, als wenn ſie gereizt oder getreten wird z ſonſt iſt ſie ſehr ſcheu und flieht den Met- ſchen, wenn er ſich ihr nähert. Ihr Biß verurſacht zwar heftige Entzündung, wird aber doh nur ſel- ten tödli<. Wird man im Walde von einer gifti- gen Schlange gebiſſen, ſo thut man qm beſten, die Wunde gleich mäßig zu unterbinden, wenn man ein ſcharfes Meſſer bey ſich hat, ſie auszuſchneiden, und dann ihre fernere Behandlung einem geſchickten Arzte zu überlaſſen. 3- C. Chergea, Die Kupferſc EDE» und plattz an ihrer Stirn befindet ſich ein brauner herzformiger Fle& 3 im Naen hat ſie größere zu- gerundete braune Flecken, welche mit der, über ih- ren ganzen Oberleib laufenden, geraden, ununter- brochenen braunen Längebinde zuſammen ſtoßen, Die Grundfarbe ihres Körpers iſt röthlicken. Der Rumpf macht den größten Theil ihres Körpers aus, und iſt, wie ih'vorhin ſchon ſagte, von mannigfaltiger Bildung. Seinen oberen Theil nennt man, wie bey den übrigen Thieren, den Rücken 3 den vorderen die Bruſt, und den unteren den Bauc<.- Den ſchmalen hinteren Theil, worin ſich der Rumpf verliert, nennt man den Schwanz. Den Raum, welcher ſich zwiſchen dem Bauche und dem Rüden befindet, nennt man die Seitenz hier bemerkt man oft eine beſonders gezeichnete Linie, die man die Seitenlinie nennt, und welche zur genauen Unterſcheidung der Fiſche ein gutes Merkmal darbietet. SG. 154+ Die mehrſten Fiſche ſind mit Schuppen be- tleidet. Dieſe beſtehen aus einer eigenthümlichen, hornartigen, glänzenden Subſtanz, und haben bey den verſchiedenen Arten ſehr mannigfaltige Formen und Farbenz gewöhnlich ſind ſie rund, eyförmig, länglich, ſpißig oder abgeſtumpft. Sie dienen zum Schuße der tiefer liegenden Theile und ſind noc< mit einem ſchlüpfrigen Schleime überzogen, welcher gus eigenen, in der Seitenlinie befindlichen 426:==. Bano Drüſen abgeſchieden wird. Wenigen Fiſchen nur fehlen die Schuppen ganz, und dieſe ſind dann mit einer feſten Schleimhaut überzogen. O9 1437 Die Theile, wodurch die Fiſche ſich bewegen, Fennen wir unter dem Namen der Floſſen-oder Floßfedern. Sie beſtehen aus knöchernen oder knorpligten Strahlen, welche durch eine zarte Haut mit einander verbunden, und durch-beſondere Kno- hen an ihren Körper befeſtiget ſind; ſie können durch eigenthümliche Muskeln ausgeſpannt, zuſam: mengelegt und nach verſchiedenen Richtungen bewegt werden. Die Zahl jener Strahlen iſt in den Floſſen verſchieden und giebt eins der weſentlichſten Merk- male, um die verſchiedenen Gattungen der Fiſche zu: unterſcheiden. Nach dem Orte, wo dieſe Floſſen figen, be- Fommen ſie noch beſondere Namen 3 man unterſchei- det ſie in die Rü>en-, Bruſt-, Bim Sterz- und Schwanzfloſſen. Die Ruc>kenfloſſen nehmen den oberſten Theil des Körpers: ein, und ſind bald in einfacher, doppelter oder dreyfacher Zahl da. Sie dienen dem Fiſche, um ſeinen Körper im Gleichgewichte zu er- halten« Bey einigen: beſtehen ſie bloß aus einer verlängerten Haut, enthalten keine Strahlen, und werden dann Fettfloſſen genannt. Gh| ſjen wöhn Y | deR| | iſt führ "g Zahl x | in. 8 diener fipen 4 4! Yaſſ!9! gi! | fid! mann) | ſobeHm dient9d! | demi? ſich 18m | 4 Du ju;& Y0126| zwe? mm) Drit x) 9; PN ſerſte a: Ctey jan einen Hen mil|| ann Hit Nevegen, 3:4. der nen ober Sete Haut Ot fige| Fonnen E zuſat: 41 bewert 1 Floſſen 0: Mert 1! Fiſche 3en, bs ufer b Gtetz: „ oberfiel (yfachet, nen dem ate zu ev u eine en, un uu 427 Die Bruſtfloſſen ſind immer in doppelter Zahl daz es ſißt nemlich an jeder Seite der Bruſt eine. Bey den mehrſten, ſißen ſie nach unten, und dienen dem Fiſche ſtatt der Ruder 3 nur bey wenigen ſißen ſie nahe am Rücken, und ſind ſehr lang, ſo daß ſich der Fiſch damit eine Zeitlang über dem Waſſer erheben kann. Die Bauchfloſſen finden ſich nicht bey allen Fiſchen, ſondern fehlen einigenz dieſe leßtere nennt man. Kahlbäuche(z. B. den Aal); ſind. ſie da, ſo bemerkt man ſie immer in doppelter Zahl. Sie dienen dem Fiſche ſtatt der Füße, um ſich damit auf dem Grunde zu halten. Nicht immer befinden ſie ſich unten am Bauche, ſondern bisweilen näher nach der Bruſt, und bey manchen nah der Kehle zuz nur im erſten Falle nennt man ſolche Fiſche Bauc. 6. 156. Bon den Sinneswerkzeugen. der Fiſche. Die Fiſche haben, wie die übrigen Thiere, zwey Augen, welche gewöhnlich an beiden Seiten des Kopfes befindlich ſindz ſeltner ſißen ſie, wie bey den Schollen, an einer Seite oder, wie bey einigen anderen, an der oberen Fläche des Kopfs. Gewöhnlich fehlen ihnen die Augenlieder. Übrigens weichen ſie in ihrem Baue bedeutend von denen der übrigen Thiere ab; ſo beſteht z. B. die Aderhaut, welche ſonſt gewöhnlich nur einfach iſt; aus- drey verſchiedenen Häuten, und auch die Neßhaut iſt in zwey deutliche Blätter theilbar. Auſſerdem'beſißen ſie noch zwey drüſenähnliche Organe, welche den übrigen Thieren abgehen. Die Kryſtallinſe iſt in der Regel vollkommen kuglig, wodurch ihre Fähig- Feit, die Lichtſtrahlen zu brechen, bedeutend ver- mehrt wird. Auch haben einige Fiſche durchſiche tige Bedeungen der Augen, hinter denen an fn bewegen. Auch der Sinn des Gehörs geht ihnen nicht ab; zwar fehlt ihnen das äuſſere Ohr, und auch ihr| in- neres weicht in ſeinem Baue bedeutend von dem der übrigen Thiere ab, indeſſen iſt es bekannt, daß ſie ein ſcharfes Gehör haben, und daß manche ſich durch den Ruf und den Ton einer Pfeife locken laſſen. Die Geruchsorgane ſind bey ihnen vorzüglich qusgebildet, und die weite Entfernung, in welcher fief daß"wb ruh b% en i! wie Det ! | Fiſche ir ihr 1; | über gt oder 10: Beutelht! ſeh; | nah an diE| 158 1 eppei ale, I |' 2 81. den, In durch 3x) tere pu ſch Y) Tren pg Außer| Uſheina, n q "hem 5 e5! + p| hielt, € Ceitm| E1e,(vj! a(WIe hey S Foſs, + Vbrizen Ehen des verh, u9 dte Sut ifi 2 beſißen Xe den NV if in Sd vet? 1 echſich S)jeſe ſich g iht ab pft vem der das ſü iche fi) m laſſet, gorzglig „welche! 'Stüenz bey anderen aber, 3. B, bey dem Hechte ſie oft ihren Köder wittern, beweiſt uns hinreichend, daß wenigſtens die mehrſten einen ſehr ſcharfen Ge- ruch beſißen. Die Naſenlöcher, welche bey man- hen in doppelter Zahl da zu ſeyn ſcheinen, liegen, wie bey den andern Thieren, vor den Augen. Mit einer Zunge ſind freylich die mehrſten Fiſche verſehen, und bey einigen iſt fie ein drüſiges, ſehr reißbares Organ, indeſſen läßt ſich wenig dar- über ſagen, ob ſie ihnen als Geſchmacsorgan oder mehr zum Feſthalten und Niederſchlu>en ihrer Beute dient. Der Taſtſinn läßt ſich bey den Fiſchen nicht nachweiſen, wir möchten denn annehmen, daß er an den zarteren HautbedeXungen, wie an ihren Lippen und der Haut ihres Bauches, ſeinen Siß habe. 05 757 Vön dem inneren Körperbaue der Fiſche. Das Gerippe der Fiſche iſt nicht aus Kno- hen, ſondern qus Gräten, welche ſich von jenen durch eine größere Biegſamkeit und Elaſticität un- terſcheiden, zuſammengeſeßtz übrigens ergiebt es ſic) von ſelbſt, daß es uns bey den verſchiedenen Arten ſehr verſchieden erſcheint, da ſchon in ihrein äußeren Baue ſo viele Verſchiedenheiten bey den "Fiſchen vorkommen. Der Schedel beſteht bey manchen nur aus ei- hem, oder den Unterkiefer mitgerechnet, aus zwey 430== und dem Barſch; iſt ex aus ſehr vielen(oft bis 80) einzelnen Stücken zuſammengeſeßt, Die mehrſten' von ihnen haben ferner einen mehr oder minder be- weglichen Oberkiefer. Die Zähne, womit nicht alle verſehen ſind, werden bey den mehrſten durch zapfenförmige Fortſäße der Kinnladen gebildet, bey anderen aber ſind ſie förmlich eingefeilt. Das Rück- grat macht den größten Theil ihres Gerippes aus, iſt bey den mehrſten aus ſehr zahlreichen(oft über 100) Wirbeln zuſammengeſeßt, und mit ihm ſtehen die zahlreichen Rippenpaare in Berbindung. Auſſer- dem beſißen mehrere Fiſche viele, zwiſchen ihrem Fleiſche iſolirt liegende, ſogenannte Gräten, welche beſonders die Bewegung zu begünſtigen ſcheinen. Bey manchen Fiſchen iſt das ganze Gerippe nicht aus Gräten, ſondern aus Knorpeln zuſammen- geſeßt, und wir nennen dieſe, zum Unterſchiede, Knorpelfiſche. Das Muskelfleiſch der Fiſche unterſcheidet ſich von dem der übrigen Thiere gleich durch den Mangel der rothen Farbe und durch ſeine aus vielen flachen Blättern zuſammengeſeßte Be- ſchaffenheit. Ihre Verdauungswerkzeuge ſtimmen ziemlich mit denen der übrigen Thiere übereinz der Schlund iſt gewöhnlich ſehr kurz3 der Magen iſt nach der verſchiedenen Beſchaffenheit ihrer Nahrungsmittel bald, wie bey den mehrſten, nur dünnhäutig und ſckel liegt eine Haut, welche, ſo wie er, noch zur Bedeckung der Kiemen dient[man hat ſie die Kiemenhaut genannt], und unter dieſer erſt liegen die Kiemen ſelbſt. Dieſe beſtehen bey den mehrſten Fiſchen aus vier zarten, zottigen Blättern, welche an beſon? deren, bogenförmigen, mit dem Zungenbeine ver- bundenen Gräten oder Knotpeln ſiken: In dieſen zarten häutigen Vlättern der Kiemen ſind, ſv wie in den Lungen der übrigen Thiere; die Blutgefäße vertheilt, und es wird hier der Sauerſtoff der'in dem Waſſer enthaltenen Luft mit dem Blute ver- bunden. Auſſerdem beſißen die mehrſten Fiſche noch ein ihnen nur eigenthümliches Drgan, die ShHwimme- blaſe, welches, wie ſchon der Natne andeutet, wahrſcheinlich dazu dient, ihre Bewegungen im Waſſer zu erleichtern; und ihnen ein größeres oder geringeres eigenthümliches Gewicht zu geben: Sie iſt bald einfac, bald doppelt,- liegt in der Bauch- höhle am RüFgrat befeſtigt, ſteht gewöhnlich mit 'dem Schlunde, bisweilen auch mit dem Magen in Verbindung, und iſt mit Luft gefüllt, welche, je nachdem die Fiſche im ſüßen oder ſalzigen Waſſer leben, einen verſchiedenen Gehalt hat. Auch in Hinſicht ihrer Geſchleel. | 1) 438 pp |||'IL/RKl,/ Branchiostegi:"Sie ſind mit Kie» j)| mendedeln verſehen. | B. Grätenfiſche(Pisces 8pinosi), deren j jj) Gerippe aus Gräten zuſammen- || 9 geſeßt iſt. "| III, Kl, Apodes, Sie haben gar keine 14 Bauchfloſſen. |" IV. Kl. Jugulares. Jhre Bauchfloſſen een 8,50 vor den Bruſtfloſſen.| || 4 V. Kl, Thoracici. Bey ihnen fiken die Bauch- | ſh), floſſen gerade unter den Bruſtfloſſen. |.| VI. Kl. Abdominales. Die Bauchfloſſen ſißen | j| bey ihnen hinter den Bruſtfloſſen. |) |. WW 11) Venzib Mang tt jelben 0 fie wern 0/8 veſhes | bytard | dembh4 | Enöchens | Orzaufst | ihres Hd | Mandyg | Orzan | | We Kötperg | fore |„v.4,00 | lich als [3 nit NI EEE | dere| meh:| t fein| II. Von den Fiſchen insbeſondere. Nen hen| E vas|| A. Die Knorpelfiſche, Pisces je Baue| cartilaginel )|!, 19 Vorzüglich unterſcheiden dieſe Fiſche ſich durch den ſ.*| Mangel an Gräten, und dadurc<, daß ſie ſtatt der- ſn| ſelben biegſame Knorpel haben, von den übrigen 3 | ſie weichen aber auch in einigen anderen Stücken von ihnen ab. So ſind ſie freylih mit Kiemen verſehen, aber dieſe ſind nicht ſo fein gefaſert, wie bey den übrigen Fiſchen, und liegen nicht an, ſou- dern hinter dem Kopfe 3 auch ſind ſie nicht an einem knöchernen Bogen, ſondern an ein röhrenförmiges Organ befeſtigt.,"und öffnen ſich an iden Seiten ihres Vorderleibes' durch ein oder.mehrere Luftlöcher. Manche'haben auſſerdem noch den Lungen ähnliche Organe. Ihre Geſtalt iſt ſehr-verſchieden 3 bald iſt ihr Körper längliche-rund, bald walzenförmig, kugel? förmig, platt, e>ig u.ſ. w. Die Bede>kung ihres Körpers beſteht gewöhn- "lich aus einer glatten oder runzlichen, ſelten mit 440 an Schildern oder Stacheln verſehenen Hautz eigent- lihe Schuppen, wie die übrigen Fiſche, haben ſie beynahe gar nicht. Die mehrſten von ihnen halten ſich im Meere, und nur wenige in den Landſeen und Flüſſen auf. Einige von. ihnen gebähren lebendige Junge, andere hingegen pflanzen ſich durch Eyer fort, I. Kl. Chondvropterygii. Sie haben keine Kiemendeckel, und bey den mehrſten von ihnen befindet ſich das Maul an der unteren Seite des Kopfs. I. Gattung: Petromyzon.(Pricken oder Neunaugen.) An jeder Seite haben ſie fiebenz. zuſammen alſo 14 Luftlöher. Dieſe hat man fälſchlich für Augen gehalten, und daher iſt der Nams„„Neun- augen“ entſtanden. Ihr Maul fißt unten am Kopfe, iſt kreisförmig und mit Lippen verſehen, ſo daß ſie ſich damit anſaugen und feſthalten können. Die Bruſt- und Bauchfloſſen fehlen ihnen gänzlich. Auf ihrem Sceitel befindet ſich eine Röhre, welche mit den Luftlöchern in Verbindung ſteht, und wodurch ihr Ein- und Ausathmungsgeſchäft vollführt wird. I. P. marinus. Die Lamprete,(La Jamproye Franz.; the lamprey Engl.) In ihrer Geſtalt hat ſie einige Ähnlichkeit mit dem Aalez ihr Maul iſt mit mehreren Reihen| und cts 1 bey den | an Det (en|| Nic für| jReyn: nien dl fen, Ü | Conen,| 1 gan: », wilde educ)|| et wird|| ] ſamteh e(|| Engl)| pft Reihe| | 208- 441 ſpißiger, gelber Zähne verſehen, und ihre hintere Rückenfloſſe iſt von der Schwanzfloſſe abgeſondert. Sie iſt größtentheils olivengrün und blau marmo- rirt, ihr Bauch iſt weiß. Ihre Länge beträgt 1x bis 3 Fuß. Sie lebt in der Nordſee, dem mitteiländiſchen und anderen Meeren, ſteigt aber auch 20 und meh- vere Meilen weit in die Flüſſe. Sie begattet ſich im Frühlinge, und um dieſe Zeit geht ſie in die Flüſſe, wo ſie denn häufig ge- fangen wird, Ihres feinen ſchmackhaften Fleiſches wegen, wird ſie ſchr geſchäßt.- 2.,V. Muviatilis, Das große Neunquge, die Pride. Sitzihrem Maule befindet ſich nur eine Reihe worziger Zähne, und ihre hintere Rückenfloſſe iſt ekig. Auf dem Rücken iſt ſie ſHwärzlich- braun, an den Seiten gelblich, und am Bauche weißlich. Sie wird 10 bis 15 Zoll lang. Sie bewohnt die größeren Flüſſe, beſonders des nördlichen Deutſchlands, wo ſie(beſonders in der Elbe) ſehr häufig gefangen wird. Man ißt ſie vorzüglich gebraten mit Eſſig und Pfeffer. Eine no< weit kleinere Art, das kleine Neunauge(P. Planeri), hält ſich in den Wald- bäöchen Deutſchlands auf, wird aber nicht gegeſſen, 442-..=-- Auſſer dieſer Gattung gehören-hieher noch die, wegen ihrer elektriſchen Kräfte merkwürdigen Ro- henarten(Raja), die den Seefahrern ſo fürc<- terlichen Arten der Hayfiſche(Squalus) und mehrere andere, zum Theil abenteuerlich gebildete Seefiſches die uns aber zu wenig intereſſiren, als daß ſie hier eine nähere Beſchreibung verdienten, IN. Kl. Branchiosteg., mit Kiemend.e>Xeln verſehene Knorpelfiſche. IT. Gattung: Acipensger. Der Körper dieſer Thiere iſt langgeſtreckt und e>igz; an jeder Seite haben ſie eine ſhmale Kiemen- öffnung. Das runde zahnloſe Maul liegt unter dem Kopfe, und kann vor- und rückwärts be- wegt werden. Der Kopf endigt mit einer ſtumpfen Spite. Vor dem Maule befinden ſich vier fleiſchige Bartfäden. 1. A. Sturio. Der Stör.(L'esturgeon Franz.z3 the 8turgeon Engl.) Von den übrigen Arten unterſcheidet er ſich durch 5 Reihen von Schildern auf dem NDR -und durch ſeine rauhe Haut. Er erreicht eine bedeutende Länge-von'18 bis 20 Fuß, und ein Gewicht von 800 Pfund und noch darüber. Die Grundfarbe ſeines Körpers iſt.blau- grünlich, am Rüden mit„braunen und an den Le peich Fly wo ers 7 als| ä et gaz! Cats u! Has) vorz hn) ſenfy! zU IE| nühsr 4. u! “u. ſie 9A' gewohn) fen his mit(ey Ihre 17 die"rh deer gs iZ wb| "Ry: 0 für: 8) und| ebildete| ew, als| Ww vet ud| Riehen|| t unter es bes| (umpſen feiſchige| | | turgeon|| m| | ſh|| umf| 178 0 und 10 iſeblat au den ==> rm 443 Seiten init ſchwärzlichen Puncten verſehen 3 der Bauch iſt weißlich. Er hält ſich in allen europäiſchen Meeren auf, begiebt ſich aber aus dieſen im Frühlinge in die Flüſſe, um hier Nahrung zu ſuchen und zu laichen, wo er denn häufig gefangen wird. Man benußt ſowohl ſein Fleiſch zur Speiſe, als auch vorzüglich ſeinen Rogen, welcher, wenn er geſalzen und gereinigt iſt, unter dem Namen des Caviars im Handel vorkommt. Auſſerdem gehört zu dieſer Gattung noch der Hauſen(A. Huso), aus deſſen Schwimmblaſe vorzüglich der bekannte Fiſchleim, oder die Hau- ſenblaſe gewonnen wird, Die übrigen in dieſer Klaſſe ſtehenden Fiſche intereſſiren uns zu wenig, als daß. ſie hier eine nähere Beſchreibung verdienten. B. Eigentlich ſogenannte Fiſche oder Grätenfiſche. III. Kl. Apodes, Kahlbäuce. % Sie unterſcheiden ſich vorzüglich dadur<, daß ſie gar keine Bauchfloſſen haben. Ihr Körper iſt gewöhnlich länglich und ſhaften Fleiſches wegen in großer Menge an den nördlichen Küſten von Deutſchland u. ſ, w. fihe; (UD L gberl/e foſe 46 inden!97 brau, gepr 39 | m vihe(h; gewitäm ſeinen (1 K] ung Mori| Meet m attiän Zuber?( beri Nn| a EE) daß"9 41| ſihen.Z und dez: aman 447 2. G,. Gallapias. Der Dorſch, Döſch. Er iſt eben ſo groß, wie der vorige, und hat (3 eis überhaupt einige Ähnlichkeit mit ihm, unterſcheidet che ih| ſich aber von ihm durch- die breite, gebogene und wih| Sefle&te Seitenlinie, ſeine ungetheilte Schwanz- | floſſe, den dickeren Bauch und eine andere Farbe, || indem ſein. Rücken ſchwärzlich- grau und dunkel- “,| braun gefle>t, ſein Bauch aber weiß und braun geſprengt iſt. Wehen..j'Er' bewohnt. vorzüglich die Küſten! der Oſtſee, ". nährt ſich, wie der vorige, von Fiſchen, Wäſſer- ' gewürmen und Seegewächſen, und- wird, wegen | ſeines" angenehmen, ſchmackhaften Fleiſches ſehr | Seſchäßt. ze if Auſſer dieſen beiden Arten gehört zu dieſer Gat- yi tung noch der Kabeljau oder Steinfiſc<(G. foſſe| Morrhua), welcher beſonders in den nördliche jhwane| Meeren vorfommt, einen ſehr wichtigen Handels- en nähe!| artikel ausmacht, und in ſeinen mannigfaltigen 120| Zubereitungen unter den Namen Sto>fiſch, La- )| berdan und Klippfiſch bekannt iſt,; eutoy|; V. Kl. Thoracici, Bruftfloſſer. Gi Sie unterſcheiden ſich dadurch. von den übrigen, : daß ihre Bauchfloſſen gerade unter den Bruſtfloſſen "4 ſißen. Sie halten ſich größtentheils im Meexe guf,; | und die mehrſten von ihnen ſind Raubfiſche, y 448«ir ü V. Gattung: Cottus, Groppe, Der Kopf iſt breiter als der Körper, und mit Warzen und Stacheln verſehen. Jn der Kiemens- haut befinden ſich 6 Graten.. Der Leib iſt ſchlüpfrig, etwas zuſammengedrückt, und endigt ſich in einen dunnen Schwanz. I. C. Gobio. Der Kaulkopf, Kaul- quappe, Gropp, Kruppe, Robße- Folbe u.ſ.w. Von den übrigen Arten" unterſcheidet er ſich durch zwey, auf jedem Kiemendeel befindliche ge- Frümmte Stacheln,. von denen die eine größer und dem Maule zugekehrt, die andere kleiner und nach dem Rumpfe hin gerichtet iſt. Der Rumpf iſt glatt und mit einer Schleimhaut überzogen, der Bauch dick und der Schwanz dünn. DÖberhalb der Seiten- linie iſt er braun und ſchwarz gefleXt, unterhalb derſelben weiß und eben ſo. gefle>t. Sein Länge beträgt nur 4 bis 7 Zoll.. Man findet ihn häufig in den Bächen Deutſche lands. Er nährt fich von Waſſergewürmen, Inſecten und junger Fiſchbrut. Seine Laichzeit iſt im März und April. Das Weibchen legt den Laich in Gruben im Sande der Bäche, und bleibt dabey, bis die Jungen ausge- krochen ſind3 daher iſt die unrichtige Sage entſtan- den, daß es ſeine Syer ausbrüte, 7] gangene) yl 4 58 | platt zur | nu(0 | haut fid | em L ſind, 0 | haben NN | Get ds den Dh | gem 2ugß | vy "I ſhw m | eine be | Wleiſchivn | Aeli |(P, Phys | Glah 4] | Stei | wand) Id Hit Ceh»| pfeil,| einm| Rau| Roß! er ſi iche ge fer und nd)|| jiglatt| Bauch eiten: terhalb 1 Zange Nuhe| wuſechet „ Ds me det auögt? entfal 449 Man fängt ihn wegen ſeines leicht verdgulichen angenehm ſchmeckenden Fleiſches. VL Gattung: Pleuronectes, Scholle, B.uUkt e. Ihr Körper iſt eyförmig oder rundlich und platt zuſammengedrückt z die Augen befinden ſich nur an einer Seite des Kopfsz in ihrer Kiemen- haut ſißen 4 bis 7 Strahlen. Son deshalb, weil dieſe die. einzigen Fiſche ſind, welche ihre Augen an einer Seite des Kopfs haben, ſind ſie uns merkwürdigz3 die eine platte Seite ihres Körpers ſtellt den Rücken, die andere den Bauch dar, ſie ſhwimmen immer in einer ſchrä- gen 24ge 5 die Augen in die Höhe gerichtet. Alle zu dieſer Gattung gehörende Arten finden ſich nur im Meerez mehrere von ihnen erreichen eine bedeutende Größe. Wegen ihres ſchmackhaften Fleiſches werden ſie häufig gefangen, und zwar vor- züglich? die gemeine Scholle oder Goldbutte (P. Platessa),'der Flünder(P. Flesus), die Glahrke oder Klieſche(P. Limanda) und die Steinbutte(P. maximus), welche ſich alle in den nördlichen Meeren aufhalten. VII. Gattung: Perca, Barſch. Die Kiemendeckel ſind bey ihnen ſägefsrmig gezähnt 3 die Kiemenhaut iſt mit ſieben Strahlen verſehen z der geſtreckte, auf beiden Seiten zuſam- Crome*'s Handb. 111, 29 450 amm mengedrüte Körper iſt mit harten, rauhen Schup- pen bede>t. a. Barſche mit zwey Rüdenfloſſen. I, P, fluviatilis. Der gemeine Barſ<, Bars, Flußbarſct 3 der rundliche Rücken iſt bräunlich, mit ſc, und ſeine gleich langen Kinnladen mit kleinen ſpißen Zähnen beſeßt. Sein Körper.iſt rundlich und mit Schleim überzogen. Der Rücken iſt ſchwärzlich gefärbt, die Seiten ſind gelblich und ſpielen in*s Grüne und Braunez Bruſt und Kehle ſind weißlich. Gewöhnlich erreicht er nur eine Länge von 6 bis 3 Zoll. Er bewohnt die Seen und Flüſſe beſonders des nördlichen Theils von Deutſchland. Seine Nah- rung beſteht aus Inſecten, Gewürmen und junger Giſchbrut. Er laicht im März und April. Man ſchäßt ihn wegen ſeines zarten, wohl: ſchmedenden Fleiſches ſehr, Auſſer dieſen allgemein bekannten und benuß- ten Fiſchen„ gehören hieher noch der Stich lin g (Gasterosteus aculeatus), der überall in ſtehenden und fließenden Gewäſſern in Menge angetroffen, aber ſeiner geringen'Größe wegen nicht benußt wird; ferner einige ſchmackhafte Seefiſche, wie | ſen"10 eM? fiſh? (yt! va '9 ſiße, des(M3; jenig!| den Mo ! IL Bu durg'4n (edler vem0] hau 46j; wobl 3000| denim hit der ml 6 Yin Rehn) ng( undiehy dieſe: Gin Qn:| enfloſſ, 1), un en Kopf ) lange , Gei et300en, 101911) ; Bruſt cht> ſendet ue Rah d junge | woh hlind tehendet etroffet) bemuht e, ww am fyp dem GENET 453 die Makrele(Scomber 860mber), der Thunn- fiſc<(Sc. Thynmnus) und die Meerbarbe (Myllus barbatus) u.ſ.w. VI. Kl. Abdominales, Bqaudcfloſſer. Diejenigen Fiſche, deren Bau&t. Die Kinnladen ſind mit vielen ſpißigen Zähnen verſehen. In der Kiemenhaut fiken 4 bis 10 ſtarke Gräten. Ihre hintere Rüen- floſſe iſt klein und ohne Gräten(eine Fettfloſſe). I. S. Salar. Der Lachs, Salm. Er unterſcheidet ſich durch einen hervorſtehenden Oberkiefer ſeines keilförmigen Kopfs, durch 12 Strahlen in der Kiemenhaut und 13 Strahlen in 456«aaa» AlBSE I der Afterfloſſe. Sein Körper iſt langgeſtreXt. Der Rücken iſt ſchwärzlich. Die ſchwarze Seitenlinie liegt dem Rüden näher als dem Baut. Der runde Rücen hat ſchwarze Fle>en, Die ſchwarze Seiten- linie läuft in gerader Richtung vom Kopfe bis zum Schwanze. Über derſelben ſind die Seiten grünlich: gelb, und unter ihr goldfarbig. Bauch und Kehle ſind weiß, Ihr ganzer Körper, den Bauch aus- genommen, iſt mit rothen Flecken in einem dunklen Felde beſeßt. Die gewöhnliche Länge der Forelle beträgt 1 Fuß, und ihr Gewicht 1x bis 2 Pfd. Sie liebt beſonders ein kaltes, klares, ſchnell fließendes Waſſer, und bewohnt deshalb vorzüglich die kleineren Flüſſe und Bäche bergigter Gegenden. Sie nährt ſich von kleinen Fiſchen, Laich, In- ſecten und Gewürmen. Ihre Laichzeit fällt in den September und October. Sie hat ein ſehr zartes, wohlſchme&endes Fleiſc), und es wird ihr daher ſehr nachgeſtellt. Auſſer dieſen beiden allgemein bekannten Arten gehören zu dieſer Gattung noch die Lachsforelle (Ss. Truita), welche fich durch ihre ſchwarzen Flek- Fen auszeichnet, der Rheinanken oder Jllan- ten(S8. IHanca), die Alpenforelle(8. Alpinus), die Stein- oder Waldforelle(3. 8y]vaticus), der Schnepel oder Weißfiſch(8. Lavaretus), die Aeſche(8. Thymallus):c,; die ich hier aber nicht näher beſchreibe, XT. Gattung: E80x, Hecht, Der Kopf iſt oben platt gedrückt, der Körper- langgeſtreckt, und die Rückenfloſſe ſißt der Sterz- floſſe gegenüber nahe am Schwanze. Die Mund- öffnung iſt groß, und die Kinnladen, von denen bald die obere, bald die untere etwas vorſteht, ſind mit ſcharfen Zähnen verſehen. In der Kiemenhaut befinden ſich 7 bis 15 Strahlen. TIT. E. Lucius. Der gemeine Hecht.(Le brochet Franz.z the pike Engl.) Sein breites Maul unterſcheidet ihn von den übrigen Arten. Sein Kopf iſt groß, und die Mund- öffnung ſo weit, daß ſie beynahe bis an die Augen reicht. Gewöhnlich iſt ſein Rücken ſchwarz z die Seiten grau und mit gelben Flecken verſehen, welche oft zu Strichen zuſammenfließen 3 der Bauch iſt weiß und ſchwarz punctirt. Indeſſen wechſelt dieſe Farbe fehr nach der Beſchaffenheit des Waſſers. Seine gewöhnliche Länge beträgt 2 bis 3 Fuß, und ſein Gewicht 6 bis 12 Pfundz indeſſen fängt man ihn bisweilen von noch größerer Länge und Schwere. Er iſt beynahe überall in den Seen, Teichen und Flüſſen von Europa zu Hauſe. Seine Nah- rung beſteht aus anderen Fiſchen, Amphibien, Waſſerinſecten und Gewürmen. Er iſt ein ſehr ge- fräßiges Raubthier, und verſchlingt ſelbſt, in Er- mangelung anderer Nahrung, kleine Hechte. Seine tieblingsſpeiſe ſind Karauſchen, und wenn man dies 19 nur errat g hiöx0 te 18 'K Y nt nate) Nat«1 (4m nent welt! NN| t ee)| Ger hy R| fh Ni 11961 deren Rörper Gietz Mund: dene| *, find | (enhaut 1,(Le ' on Den Munde Vygen 1; die welche 4 weiß Fache 6 zus . fan! ye un) Zeichen Reh hibiet, ehr gw in 7 Gein! | man Anwen vem mme 000000 NE ZIEDEID Wem 0)= LEEDER DEEN EEE= eu Dare nme] 459 dieſe in einem Teiche vertilgen will, ſo darf man nur einige Hechte hineinſeßen. Er wächſt ſehr ſchnell, erreicht nemlich im erſten Jahre ſchon ein Länge von 8 bis 10, im zweyten von 12 bis 14, und im drit- ten von 18 bis 20 Zollen. Sein gewöhnliches Alter erſtreckt ſich bis auf 30 Jahre. Er laicht vom Februar bis zum April; und je nachdem er in einem oder dem anderen dieſer Mo- nate gefangen wird, giebt man ihm verſchiedene Namen, Diejenigen, welche ſhon im Februar (Hornung) laichen und dann gefangen werden, nennt man Horn- oder Hornungshectez die, welche im März erſcheinen, Märzhechte, und die leßten, welche im April kommen, Froſch- oder Paddenhechte, weil ihre Laichzeit mit der der Fröſche zuſammen fällt. Wegen ſeines ſct. Der Kopf iſt zuſammengedrückt. Die Kinnladen, von denen bald die eine, bald die an- dere hervorſteht, ſind mit kleinen Zähnen verſehen. Die Kiemenhaut hat 38 Strahlen. Am Bauche be- findet ſich eine Reihe harter, gekrümmter Schup- pen, welche eine ſcharfe, ſägeförmige Linie bildet, I. C.Harehgus. Der Hering, Stroömling. (L'hareng Franz.; ihe herring Engl.) Er unterſcheidet ſich durch ſeinen hervorſtehen- den Unterkiefer, durch einen fleenloſen Körper und durch 17 Strahlen in der Afterfloſſe. Sein Kopf iſt nur klein, das Auge aber großz auch die Mund- vfſnung iſt klein, und die Kinnladen ſind mit ſpißi- gen Zähnen beſeßt. Der di>e, runde Rücen iſt ſchwärzlich und die Seiten ſind ſilberfarbig. Seine Fänge beträgt gewöhnlich 8 bis 10 Zoll. Dieſer im Handel ſo wichtige Fiſch, welchen ich auch nur deshalb hier beſchreibe, weil er allge- meines Nährungsmittel der reicheren und ärmeren Bolksklaſſe ausmacht, bewohnt überhaupt den nörd- lichen Ocean, und beſchäftigt mit ſeinem Fange tauſende von Menſchen. Seine Nahrung beſteht aus Seegewürmen und Inſecten. Er laicht zu verſchiedenen Zeiten, im Früh- ling, Sommer und Herbſt, läßt ſich dann in unge? heuren Schaaren an den Mündungen der Flüſſe und am Ufer ſehen, und wird hier jährlich in ſol- t. Das Maul iſt bey ihnen zahnlos. In der Kiemenhaut befinden ſich 3 Gräten. Das Naſen- bein iſt mit zwey Furchen verſehen. Einige von ihnen haben Bartfaſern, andere nicht. a Karpfen mit Bäartfaſern. I. C. Carpio»« Der gemeine Karpfen, Von den“ übrigen Arten zeichnet er ſich dadurch aus, daß die dritte Gräte ſeiner Rücken- und Sterz- floſſe ſägeförmig gezähnt iſt. Sein Kopf iſt groß, die breite Stirn blauſchwarz und die Backen blau. Seine Lippen ſind gelb; an dem Oberkiefer befin- den ſich zwey kurze, am Unterkiefer zwey längere Bartfaſern. Sein ganzer Körper iſt mit großen, der Länge nach geſtreiften Schuppen bede>Xt. Der flach) gewölbte Rücken iſt blaugrün, die Seiten ſind gelb, ins Grüne und Schwarze ſpielend; Bauch und Kehle ſind weißlich, und die gabelförmige Schwanz- floſſe gelb. Seine gewöhnliche Größe beträgt 1x bis 2 Fuß, indeſſen kann er bisweilen eine Länge von 4 bis 5 Fuß, und ein Gewicht von 60 bis 70 Pfd. erreichen; Croime's Handb. 111. 30 462 220003 GB Er bewohnt die langſam fließenden Ströme, ſo wie die Seen und Teiche des größten Theils von Curopa. Für die beſten hält man diejenigen, welche ein klares Waſſer bewohnenz ſie haben eine hellere Farbe und einen beſſeren Geſchma>, als die, welche ſich in Gewäſſern mit modrigem Grunde aufhalten, und die ſchon durch ihre ſ hat und mit vielen Gräten durchwachſen iſt. Um„die Entſtehung dieſer Baſtarde zu verhü- ten, muß man dafür, ſorgen, daß feine Karauſchen in einen Karpfenteich kommen. Als eine beſondere Art ſcheint ſich vom Karpfen noch der Spiegelkarpfen(Rex Cyprinorum) zu unterſcheiden, den man ſonſt: für eine Spielart deſſelben anſah. Cr gleicht in der Geſtalt und den übrigen Theilen dem Karpfen völlig, zeichnet ſich aber durch ſeine beſondere Bede>ung ausz er hat nemlich 3 bis 4 mal ſo große Schuppen als jener, welche nur einen Theil ſeines Körpers bedeckenz eine Reihe. derſelben läuft längs dem Rüden hin, die andere längs der Seitenlinie, und am Bauche befindet ſich eine dritte, deren Shuppen aber nicht ſo regelmäßig geſtellt ſind. Die Schuppen ſind gelb nit braunem Rände und geſtreift. Der ſchuppen- loſe Theil des Körpers iſt mit einer harten, ſchwärze- lichen Haut bedeckt. 39* 464 eme Man findet dieſe Karpfen in Geſellſchaft der übrigen 3 jedoch kommen ſie in einigen. Gegenden nur ſelten vor." Im Hinſicht ihres. Aufenthalts, Nahrung und.Lebensweiſe ſtimmen ſie guch mit dem gemeinen Karpfen überein.- Ihres ſehr. wohlſchmek- kenden Fleiſches wegen ſchäßt man ſie ſehr. '2. C. Barbus. Der Barbe. SEE Er unterſcheidet ſich durch ſeine ſtark hervor- ſtehende obere Kinnlade/ und durch 4 Bartfaſern am Maule. Sein Kopf iſt lang; ſchmal und ſtumpf'geſpißt; ſein Körper langgeſtre>t, wie beym Hechte, und dicht mit geſtreiften und gezähnz- ten Schuppen beſeßtz3' ſein Rücken iſt olivengrün, die Seiten ſind weißlich- grün, und Bauch und Kehle ſind weiß. Gewöhnlich wird er 2'bis 3 Fuß lang und 6 bis 38 Pfund ſchwer, man findet ihn 'aber auch von 12 bis 18 Pfund Schwere. Er bewohnt die Ströme von Deutſchland, hält ſich aber mehr in dem ſüdlichen als in dem nördlichen Theile Deutſchlands auf. Seine Nahrung beſteht aus Gewürmen, JInſecten, jungen Fiſchen und Waſſergewächſen. Seine Laichzeit fällt in den May, in kälteren Jahren aber erſt in den Juny. Man fängt ihn häufig, und ſchäßt ihn wegen ſeines weißen, wohlſchmeckenden Fleiſches. 3« C. Tinca. Der Schley, die Shleihe. (La tanche Franz.z the tench Engl.) Man unterſcheidet ihn durch ſeine zwey kleinen Bartfaſern, ſeinen ungetheilten Schwanz, und ſeine NE derF, iſes NUE te On une "AE Heſſat 2080| M mißt Ehr m wl lab 1 be)"v 30.005 füh) Juf| u| v ſhy! dü Nd Gy 7] On j in de Nay mit inn oft de vielen kleinen'mit Schleim überzogenen Schuppen, egenden deren Anzahl'man' auf 350009 ſchäßt;' Sein Kopf nthalts, iſt ziemlich groß, die Stirne breit 3 der ſchwarz- nit den grüne Rücken bildet einen flachen Bogen, die Sei? ſhmb| ten ſind oberhalb grünlich- unterhalb weißlich- gelb, | und die ſtarken undurchſichtigen Floſſen ſind ſchwarz» blau. Seine Farbe ändert ſich aber oft nach der betont| Beſchaffenheit'des: Waſſers ab. Ey wird x bis faſe 2 Fuß: lang und 2 bis.6 Pfund ſchwer. tal und Er liebt,vorzüglichſtehendes: Waſſer, und. man 3, wie trifft ihn in den mehrſten Seen und Teichen von Iezähne| Europa an. Seine Nahrung beſteht aus Gewür- 4534| men, junger Fiſchbrut und Waſſergewächſen. Er Sh und | lait im Juny, ſucht um dieſe Zeit die mit Kräutern | 3; zu| bewachſenen Stellen auf, um dort ſeine Cyer ab- vet hn| zuſeßen, und vermehrt ſich ſehr. bedeutend.. May | fängt ihn, häufig und ißt ihn. auf verſchiedene Weiſe ».d, hält zubereitet, indeſſen erfodert ſein Genuß. einen nicht g dlichen zu- ſchwachen. Magen. 1 0 Von ihm unterſcheidet man nöoc b. Karpfen-ohne Bartfäöſern, mit ländlichem Körper und getheilter Schwanzfloſſe. Hieher gehören vorzüglich der':Naſenfiſch (C. Nasus), die Zärthe(C. Vimbra), der Alant oder Göſe(C. Jeses); der Döbel(C. Döbula) 205 welche hier und dort in den Flüſſen und Seen Deutſchlands nicht ſelten vorkommen 3 ich beſchreibe ſie aber nicht genauer, weil ſie nicht zu den allge- mein bekannten und benußten Fiſchen gehören. 0. Karpfen ohne Bartfaſern, mit breitem Körper.' 4. C. Erythrophthalmus. Die P löße. Sie unterſcheidet ſich durch ihre ſafranfarbigen Augenringe und die zinnoberrothen Bauch- After- und Schwanzfloſſen. Ihr Kopf iſt klein und vorn ſtumpf 3 der Rücken iſt olivenbraunz' die Seiten ſind oben grünlich und unten gelblich 3 der Bauch iſt ſilberweiß. Sie iſt gewöhnlich 10 bis 12 Zoll 447 3% Zoll breit und 1: Pfund-ſchwer, In den Seen und Teichen: beſonders des. nörd- lichen Deutſchlands iſt die Plöße einer.der gemein? ſten Fiſche. Sie nährt ſich von Gewürmen, Jnſecten und Waſſergewächſen. Ihre Laichzeit fällt im April, und ſie ſeßt dannihre Eyer an.die Waſſergewächſe ab. Sie vermehrt ſich ſehr bedeutend, Ihr Fleiſch wird nicht ſehr geachtet, weil es ſo voll von Gräten iſt. Häufig ſeßt man ſie zur Nahrung der Forellen und Hechte in ſolche Teiche, worin dieſe gezogen werden. 3 T io tw wo] ung 11D Aieot lien] 1,0008 [iy unm [19| Wi FI vont 12 Vys 0] ſx zun " benjynf lihem| ſt. nfiſch Alant 'bula)| ) Geen „hreibe | allge ip Bitem (ß6| prbigen| F öſfter-| |) vom| COeiten| Bauch 633 Zol 45.07 -gjemein?" „juſecten| .. April, phſeab Ih wird aten if gien und „werdet: z..- 467 5. C. CarasSius- Die Karauſche, Kar- ſche.(Le Carassin Franz.z3; the Cru- caian Engl.) Von den übrigen Arten dieſer Gattung unter- ſcheider ſie ſich durch ihre gerade Seitenlinie, den ungetheilten Schwanz, und 10 Strahlen in der Afterfloſſe. JIhr kleiner ſtumpfer Kopf iſt oben olivenfarbig und unten gelb. Der bogenförmige Rücken iſt olivenbraunz die Seiten ſind oben grün- lich, unten gelbli<; der Bauch iſt weiß mit Roth untermiſchaf- ten Fleiſches ſehr. 6. C. Brama. Der Bley oder Brachſen. (La Breme Franz.;, the bream Engl.) Man unterſcheidet ihn durch ſeine ſhwärzlichen Floſſen und durch 29 Strahlen in der Afterfloſſe. Sein Kopf iſt klein und ſtumpf; das kleine Maul hat einen etwas vorſtehenden Oberkiefer 3 ſeine Stirn iſt ſHwärzlich und die Backen ſind gelblich- blau. 468 2000 200 Sein bogenförmiger Rücken iſt ſhwärzlichs die Sei- tenlinie iſt nac) dem Bauche zu gekrümmt, und mit ſhwarzen Puncten beſeßt. Die Seiten ſind gelb, weiß und ſchwarz» An der gabelförmigen Schwaänz- floſſe iſt der untere Theil länger als der obere, Ex erreicht nicht ſelten eine Länge von 2 bis 2x Fuß, und ein Gewicht von 12 bis 15 Pfund. Er bewohnt vorzüglich die größeren Landſeen und langſam fließenden Flüſſe beſonders des nörd- lichen Deutſchlands und der angrenzenden Länder, Gewöhnlich hält er ſich in der Tiefe auf, und nur zur Laichzeit, welche im April und May eintritt, Fommt er empor, um ſeine Eyer an die Waſſer- pflanzen abzuſeßen. Seine Nahrung beſteht aus Gewürmen, In- ſecten und. Waſſerpflanzen. Man ſchäßt ihn wegen ſeines, ſhmachaften Fleiſches ſehr, und ſein Fang beſchäftigt eine Menge Menſchen. Auſſer den eben beſchriebenen Nn gehören unter dieſe Abtheilung noch die Zope(C. Ballorus), der Güſter oder die Bli>e(C. Blicca), die Gie- bel(C. Gibelio) 2c. und einige kleinere Arten, welche ich hier aber ihres geringeren Werthes wegen nicht näher beſchreibe. Ende der erſten Abtheilung des 3ken Bandes. ne EN. Mga ggg CH m" ie Sei⸗ und mit d gelb, hwanz⸗ e. E 11 Fuß, jandſeen 3 nord⸗ aͤnder. und nur keintritt, Waſſee⸗ an, In⸗ chaften e Menge gehoren Illorus), ie Gie⸗ Arten, 's wegen 9 & Grey Control Chart Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta White Grey 1 1 Grey 2 Grey 3 Grey 4 Black Colour —. A npe renngnnnunlnä,.