4 “ — * 4* Hteit * A 1 8 1! Deutſchlands Mn Mooſe Geſammelt, beſchrieben und herausgegeben von Georg Ernſt Wilhelm Crome, der botaniſchen Geſellſchaft zu Regeusburg Ehrenmitglied, | Zweite Nachlieferung, SFwerin, 1806. Sedru>t bey I. W. Bärenſprungs Erden, Seinem | verehrungswürdigſten Lehrer und Freunde, dem Herrn Apotheker I.F Dempwolff zu Lünebyrg, als ein geringes Zeichen ſeiner vorzüglichen Achtung und Dankbarkeit zugeeignet von dem Berfaſſer, NNN NN ee<< Vorrede TD. Schonung und der Beyfall, mit denen bisher meine Ar? | beiten von dem botaniſchen Publikum aufgenommen wurden, bas ben mich wieder zu einer neuen Fortſezung meiner Mooslieferungen aufgemuntert, die ich hier den Freunden der Botanik übergebe, Ihre Einrichtung iſt den vorhergegangenen Lieferungen völlig ähn: lich 3 die darin enthaltenen Mooſe ſind alle um Schwerin geſam melt: daß unter dieſen ſich wieder zwey neue, und mehrere ſeltene und ſelten blühende Arten befinden, wird den Beſikern dieſer Sammlung nicht unangenehm ſeyn, Die kleine Aenderung des ) Titels nahm ich vor, um dadurch meine Abſicht, dereinſt noch x| alle vaterländiſchen Laub-» Mooſe in dieſem Werke zu liefern, aus: | zudrücken. EN<= Da ich um Michaelis den Ort meines Aufenthalts verän dern und von Schwerin nach Göttingen gehen werde, ſo werde ich Gelegenheit haben, den Haarz oft und von mehreren Seiten zu bes reiſen, um den Botanikern in den folgenden Lieferungen meines Werkes die ſeltenen Laub- Mooſe dieſes Gebirges mittheilen zu fönnen. Schwerin, den 5. Aug, 1805, G, E. W, Crome, Namen- Berzeichniß, (WEIR: ZES Seite Seite Blankata Z ry 7. 23| Vissidens dentieulatus 77 Breuer. n 0 Bees 277 taxifolins 2 45:19 Bryum crispum EARL EN DAT Vontinalis(Quitans 3 u 0A ---- dealbatum Drs ZU EEnaria dentata KE„35.206 »-=- fasciculare n 15! Fuscina Simplex 4 7 14.15 „= fontanum 3. 29|=== tazifolia 5 244.10 emen OVALUN s;... 14 trichomanoides FEM. 07 = rübrum..| 26| Grimmia capillata ß 425 =----, Simplex» 4 18 6)---» oblonga- 02149| == SesSile:. R Nd) emmwame OVALA, 4& 6 4H):) „=== Striatum: 4. mit m Stiiata+» 70425? EUS:%„22-“=- sylvatica 5 Rit == Sylvaticum 3. 23| Gymaostomum fasciculare». 313 == 5SquarroSunm. SEE EI| ovatum, 414 Sim(242) 5585===> Pusillum„214 -=--- turbinatum.» 4110--- truncatulum. 15 tectorum... 22| Hypnum aduncum 4 EBEN Dicranum Schreberi ES 145005= affine< BE] be 1 faxifollum. 4+18== albicans 2. 39 -- varium 3 44700=== complanatum vy, obtus. 45 Hypnum complanatum v. ß. denticulatum, ſNuitans N 1ycopodioides v. ß. DLEENS» 8 palustre praclongum E [WM BENE FEE ENIE: 3 KEIT mmm SCOrPIOLdes 2 EAI ZUISERN IEE 084 W6ES LINER PEE Stellatum 4 taxziſolium 5 trichomanoides trichoides I velutinum g Xeramp elinum- Hys50pus Salomenis»- Leskea denticulata r „-- Judosa 4 = Palustris 4 Fe Plumosa 5 5 ---- trichomanoides Dam> NHR UNA 3 4 I Luida zs»: Meesia dealbata. h Muium fontanum 4 8 2-7 FEEDS|. > SquarroSum: 2.0006) Simplex 7 4 turbinatum Seite 45 32 43 38 33 44 «35 %4,30 40 6105 170) 45 "583 .. 148 . 37 04 06, 19) NE 24 - 44 . 44 - 47 PIE 57 2) 26 „1 „- 27 0: m 2.729 16 28 Mnoium triquetrum v, 7. Neckera adunca«- albicans S == mnitens- 6 Orthotrichum anomalum crispum. === cupula tum 85 8 Striatum, gaxatile-, Paludella. 5 s Phascum truncatulum Pohlia inclinata- ä Polytrichum ap9carpym =« bryoides => minimum ----- Striatum.- en ß. Pottia cavifolia« z amd CUSEOMA+ 68 8 Weissia anomala« 4 cupuvlata; crispa 6% « ityphyla major Polytrichoides, Striata 3 y ulophylla j: „2 25M000 Ar eieE 5» EIE -- meme+" UOr 7+ 200008 Fo ELSEN m 1. Phyſiologie der Laub-Mooſt, I: den Aufſäzen vor der Hauptlieferung meiner Moosſammlung- machte ich meine Leſer mit den, bey den Laub- Mooſen üblichen Kunſt- ausdrücken bekannt, und theilte ihnen einige Bemerkungen über die Blühezeit, den Nußen und die Einſammlungszeit und Art dieſer klei- nen Gewächſe mit; in der erſten Nachlieferung beſchrieb ich genau mein Verfahren bey der Unterſuchung und Zergliederung dieſer ſchö- nen Familie von Gewächſen; jest, da meine Leſer zugleich ſchon einen Ueberblick über mehr denn hundert Moosarten erhalten, will ich es verſuchen, ſie etwas mit der Phyſiologie meiner Lieblinge zu unter- halten.| Im voraus muß ich meine Leſer bitten, hier feine vollſtändige. Phyſiologie dieſer critiſchen Gewächſe, ſondern nur einen Zuſamnmen- trag der, aus den neueren und älteren Beobachtungen gefolgerten Er- A fahrungs3fäge zu erwarten. Ueberhaupt wird einer vollſtändigen Phy- ſcologie der Laub- Mooſe jet noch manches im Wege ſiehn; theils, da unſere neueren Phyſiologen ſogar über den wichtigen Punct der Befruchtungsart der Mooſe noch in Streitigkeiten verwickelt ſind, und theils, da dieſe jezt ſchon reichhaltige Familie noch immer an neuen Arten gewinnt, und daher auch noch manches zu dieſem Ka- pitel wird nachzutragen ſeyn. Vor allem wirft ſich uns die Frage auf: was wir unter einem Laub- Moofe verſtehn; und durch welche Merkmale wir es in der fo genau zuſammengreifenden Kette der Naturkörper erkennen? Schwerlich dürfte jeht noc< die Linneiſche Definition*): hinrei- hend ſeyn, da uns Hedwig über die Geſchlechtstheile der Mooſe eines beſſeren belehrt hat: wir mäſſen ſie daher mit dieſem für cryptoga- miſche Gewächſe erklären, die ihre Saamen in geſtielten Behöltern magen, die im Anfange mit einer Müße und einem Deckel verſchn find, und in der Quere aufſpringen. Zu der Eigenthümlichkeit dieſer Gewächſe könnte man noch ihre ſtielloſen Blätter und das Vermögen rechnen, faſt auf jedem Theile des Stammes und der Aeſte Wur- zeln zu ſchlagen. j Betrachten wir den intneren- Bau der Laub- Mooſe, ſo finden wir ihn ſehr einfach; nach den neueſten Beobachtungen unſerer Pflanzen- phyſiologen beſtehen ſie ganz aus Zellengewebe: ſelbſt in den feſterett Theilen, wie iin Stengel, den Aeſten, und den Blattrippen hat wan| bey der ſtärkſten Vergrößerung nur gedrängte Büſchel von geſtreckten Ireen mm 2) Lännaei phrtosopia bot. 31763. Pa8- 41,„Musci, his Anthera absque fßlamento, 1emota a fore femineo: destituto pistillo: 3emina ./% vero propria tunioa cotyledonibusque carent.“* Zellen, und keine Schraubengänge bemerken köntnen. Dieſes Zellett- gewebe, das man vorzüglich ſchön in den jungen Blättern der Suwpf- mooſe bemerken kann, beſigt einen außerordentlichen Grad von Lok- kerheit und Dehnbarfeit, Einfach, wie ihr organiſcher Bau, iſi auch die Zuſammenſeßutntg ihrer-, derbar war mir die Bemerkung, daß die Exemplare des Mnium palustre, an denen ich jene Knöpfchen ſammelte, nur ſehr ſelten mit Kapſeln verſehen waren: ſollten vielleicht, wenn der Standort dem Mooſe nicht Stoff genug zur vollfommenen Ausbildung der Früchte darbietet, die Säfte ſich mehr in der Gegend der männlichen Blüthen anhäufen, und dort dieſe ſonderbar geformten Körper hervorbringen? Sollten auch nicht die für Blüthen angeſehenen Knspfc völlig ausgebildet, und es ſteigt dann nur eine: Vorſte aus dem: Moosfelche in die Höhe; ſeltener ſicht man 2 oder mehrere aus einem gemeinſchaftlichen Moosfelche, z. B. bey: Dicranum polysetum etc. hervorfommen. Auf der: Borſte nun ruht der Saamenbehälter= die Kapfel ſelbſt in verſchiedenen Formen und Stellungen. Unter den Formen iſt die: eyförmige. die heryſchende, und die übrigen gewöhnlich Modificationen derſelben; die Stellung: der Kapſel iſt ſich“ hängegen zu allen Zeiten nicht gleich:. jemehr der Saame reift, deſto ſchwerer wird die Kapſel; die in der Jugend aufrechte wird im Alter zur horizontal ſtehenden, fo wie die horizontale zur niederhängenden. Weislich bedeckte die Natur die kleinen Moosfrüchte no< mit zwey Körpern= der Müöße und- dem Deekel= um den jungen rei- fenden Saamen vor jeder äußeren Verlekung zu ſchüßen.=- Vom der Müßge habe ich» vorhin ſchon geſprochen; der Deckel fehlt-- ſo: wie ſie-- keinem Mooſe: um.ihn. von der reiſen Kapſel zu trennen, Hefindet ſich, in ſeiner inneren Wölbung ein fchmater, mit Schnell: kraft begabter Streifen Haut. Je mehr der Saame: nun anſchwillt; deſtomehr wird dieſe Schnellfraft verſtärkt, bis ſie: endlich der ſtärfe» ren Gewalt nachgeben und den. Deckel abſprengen muß. Bey einigen Movſen.,-z.. B. den Sphagnum 8quarrosum. geſchieht dieſes mit eineun kebhaften Geräuſch. Die. Zähne, welche den äußeren Rand der Kapſel umgeben nud deren. Oeffnung. verſchließen, ſcheizen mir mehr zu: der Herausſchaffung, des Sqamens, als zu deſſen Bedeckung. geſchaffen zu ſeyn, Wie ich fihon, oben. bemerkt habe, ſind ſie ſehr: empfindlich. für die: mindeſte Sm. TI Beränderung der Witterutg." Nur bey" heiterenr Wetter Iſſnen ſie fich und, entlaſſen die feinen Saamenkörter ihrer Gefangenſchaft, die der leifeſte Hauch der: Luft entführt und in. den, veſebendew Schoof der Erde niederlegt. Iſt num eKdlich das Geſchäft'der“ Befruchtungstheile beendigt, und der Saame entſtäubt, fo" verändert ſich. die Geſtalt der Moos- frucht merklich: die fonſt volle rundliche Kapſel fhrumpft zufammen und: fällt ab; mit ihr gewöhnlich auch die Borſte 5 ſeltener, bleibt dieſe bey einigen ausdauernden Mooſen z...B.. bey Polytrichum laterale mäht== atich noch im' folgenden Jahre ſichen» u. Beſchreibung der gelieferten Moosgarten, *) 1) Gymmwortomun farcictlare“ Hedi. Gymnostomum fasciculare. iv. Brid el Muscolog. ze» supplement» Pars I. pag. 28. 29. Hedwig, Swith, Turner. Bryum fasoieulare,: Dickſon, x 8 Truncis erectis simplicibus;»foliis Hgulatis apiculatis! Jenticula- Us, Ccapsulis Pyrifoxmibus erectis, ,6perculo' minuto., GORYeR0 obtu- SISS1110,| Die Stämmchen wachſen SI ſind.& bis. 4 Ligzien fö, einz fach, nach oben zu mit Blättern beſeßt, Die unteren Blätter ſind lanzettförmig zugeſpitzt) die des Mooskelchs zungenförmig und mit einer fleinew kurzen Spitze beſeßt beyde beſtehen aus einem fchönen netßförmigen. Gewebe, ſind mit einer: ſtarken. Mittelrippe verſehn und nach der Spike. zu gezähnt.-., An..der«Spike. des: Stämmcheus aus der Mitte dex Blätter kommt die„Boyſie einzeln hervor: fie iſt einen 14 halben Zoll und darüber lang, aufrechtſtehend!;" gelbroth und glatt. Das. kleine grüne“fegelförmige Scheidhen. iſt oben mit einem ſchwar- jen"Nande“ verſehn/1)/ Die bBräunlichgrüne" Kapfel iſt iaufrechtſtehend, rundlich, nach der Borſtie zu verengt, nud daher. beynahe birnförmig Die Müße iſt pfriemenförmig, ſang: 1) Der"Deckel iſt ſehr klein, ge- wölbt, abgeſtumpft und beſteht aus“einem ſchönen:neßartigen Gewebe, Das Maul iſt nackt, At: 002 Milt 118 100; 7510 98f! Lehmboden: an"feuchten Pläken findet man dieſes Moos im Spätherbſt mit reifen"Kapſeln. mt 8908 Wm vs e (Geſammelt am Rande eines Grabens'bey“dem;neuen Zuſchlage auf. dem Schelfwerder.)<; Anmerk. Von dem ihm nahe verwandten Gymnostomum pyriforme unterſcheidet ſich dieſes Moos vorzüglich durch die zungenförmigen ſcharfgezähnten, mit 1; einer, Mittelrippe durchzogenen. Blätket- 711) 60190 2)... Gymnotomumn-ouatym4:| «DSE Stomun ovann, Kloth yTentamen Florae Germ: T. II P- 1. P28- 123- Bridel„Muscolog, rec. T.!I1L,.P. 13. Pag. 40. 4% Tamm prods. Horde BE EINEN"Hoffmann Deutſchlands Flora"TV! Wp 27:„Hödwig 7'Swarße"4 26: 0 134% gymnrostomum pusillum;%: Hedwig, Bryum ovatum, Gmelin, Dickſon, Pottia"vavifolia.-1Ehrhaut. ban 10: wi Prunds erectis! siImplicibus), foliisi /ovatis) concavis Piliferis ,. caP- ÜO gulis 0vatis erectis3' opercuhs convexis rodstro: obliqu. "Die'Stämmehen ſind-aufrechtſtehend, einfach; nur Ix bis 2 Linien Hd<< 5" vorzüglich näch"oben! init Blättern beſekt:“' Die!'eyförmigen Blätter find3am- Rande umgebogen, ausgehölty. und“mit einer Mit- telvippe verſehen /?/diein ein langes“ weißes Haar"ausläuft.:- Die BPſättei:: des Mooskelchs gleichem. den übrigen, nur ſind ſie viel kleinet und'bisweilen ungerippt. An der Spike der Stämmeßen„- aus dev Mitte der. Blätter Fommt| die kleine röthliche, aufrechtſtehende: Borſte einzel hervor. Die' länglich eyförnmige Kapfel iſt vothbraun und auf rechtſiehend. Die kleine pfriemenförmige Müße iſt an der Seite aufs geſchlißt- Der gewölbte Deckel iſt mit einer ſchiefftehenden Spike bes ſet. Das Maul iſi nackt.| Im May und Junius findet matt dieſe3 Moos quf„lehmigen Aeckern/ an Gräben u. d: gl. mit reifen"Kapſeln (Geſammelt aufden Acckern vor dem-Mühlenthor,) 3) Gymnostomum, iruncatulume- GymmnosStomum wruncatulun. Roth Tent. flor-'German- T. II. P- 2. Pag: 224- Timm prodr. florae megap. Nr. 726. Hoffmann Deutſchlands Flora T. I], Pag. 27- Swarßt, Hedwig, Willdenow, Leyſſer, Schranck. 5,4 Pottia eusioma. Ehrhart. Phascum truncatulum. Liane, jun. Bryum truncatulum, Gmelin. Bryum trundatulum, Linne, Weiß, Weber, Necker, Pollich. HySsSopus Salomonis. Haſſelquiſt. Truncis erectis simplicibus, foliis Planis ovato Janceolatis:5! acu» minatis, capsulis obovatis, operculis cönvexis rostello“ incurvo.! Die kleinen haufenweiſe beiſammenſiehenden Stämmchen ſind einfach, aufrechtſtehend, 2 bis 3 Linien hoch, vorzüglich nach oben mit Blättern beſeßt. Die Stengelblätter ſind eyförmig lanzettförmig zu- geſpißt; die Blätter des Movskelchs- ſiehen vrofenartig neben eitiamw x6 der und übertreffen die'audern beträchtlich an Größe; beyvde ſind fla<, hellgrün, und mit einer vorſcheinenden Mittelrippe verſehn, die bis in die Spiße des Blattes fortläuft. An der Spite der Stämmehen aus der Mitte der Blätter kömmt die hellrothe, 3 bis 4 Linien lange, aufrechte Borſte einzeln, ſeltener gezweyt, hervor; Das Scheidchen iſt kegelförmig, abgeſtumpft,'gelblichroth." Die aufrechte gelbbraune Kapſel iſt umgekehrt eyförmig, und oben abgeſtumpft, Die feine pfriemenförmige Müße iſt an der Seite'aufgeſchlibt. Det Deckel iſt gewölbt und mit einem kleinen, etwas gefrümmten ,„ abge- ſiumpften Schnäbelchen beſeßt. Das Maul iſt nackt, Im Anfange des Sommers. findet man dieſes Moos häufig auf Brachfeldern mit reifen Kapſeln,; Weſammelt auf den Aecfexrn vor dem'Mühlenthore,) 4). Dicranum varium. Diceranum varium, Roth Tentamen Flor. germ. T. IIL'p.T, Pag- 370. Bridel Muscolog. rec. T: IL."p. I. pag. 169.'Timm Prodr. florae megap. nro. 791, Dispos.' syst. m. f, S. Pag. 37. Hedwig.; Bryum Simplex. Rinne, Hoffmann Deuüſchl. Flora, T. Ix. pag. 35- Schreber, Leers, Pollich, Necker, Ehrhart. Bryum 1ubrum, HSudſon, Gmelin.; Main Simplex. Gmelig. Fuscina Simplex. GSchranc>. Luida. Adanſoy. “T'rupeis erectis 5implicibus, foliis' lanceolato» subulatis, directione Variis; capsulis oblongo- ovatis, operculo GOBI obliquo, Die Die Stämmchen wachſen haufenweiſe beyſammen, ſind beyttahe aufrechtſtehend, einfach, 2 bis 3 Linien hoch, beblättert,=- Die Blät- ter, welche den Stengel von allen Seiten umgeben und ihre Rich- tung nach verſchiedenen Seiten nehmen, ſind lanzettförmig lang zu- geſpißt, die oberen beynahe pfriemenförmig, glattrandig und mit ei- ner Mittelrippe verſehen, welche bis in die Spiße des Blattes fort- läuft. Die Blätter des Moosfelchs unterſcheiden ſich nur durch ihre geringere Größe von den übrigen. An der Spike der Stämmchett fommt die Borſie einzeln hervor: ſie iſt rothbraun, 2 bis 3 Linietß lang, glatt, beynahe aufrecht. Das Sceidchen iſt braun, röhren- förmig, ſehr klein. Die länglich eyförmige Kapſel iſt braun, obets ſchief abgeſtumpft und ruht in einer diagonalen Richtung auf der Kapſel. Die bräunlichgrüne kegelförmige Müße iſt an der Seite auf- geſchlißt. Der rothbraune Deckel iſt kegelförmig, abgeſiumpft und ſchiefſtehend. Das Periſiom iſt in einfacher Reihe mit 16, bis auf die Mitte. getheilten Zähnen beſeßt. Auf thonartigem Boden an Anhöhen findet man dieſes Moos im Spätherbſt noc< mit dem Deckel verſehen, und im erſten Frühling mit geöffnetem Periſtiom. (Geſammelt an den Anhöhen vor Gör?,) *): 5) Dieranum Schreberi. Swarkß« Dicranuns Schreberi,:Swartz Dispos. system. M,€. S. pag- 37 et 88- Bryum crisputv Greber. Truncis erectis. Simplicibus; ceolatis apice capillaceis flezuosis capsulis ovatis cernuis z 0oP foliis SParsis€ basi latiuscula lan- ercule Conico acuto. € . 138„Än Bald haufenweiſe, bald einzeln wachſen die kleinen 3 bis 4 Li- 'nien hohen, gewöhnlich einfachen, ſeltener getheiltet, aufrechtſtehen- “den Stämmchen. Die hellgrünen, hin- und hergewündenen Blätter kaufen aus einer breiteren Bäſis lanzettförmig zu, verlängern ſich all- mählig in eine lange Spiße, und ſind mit einer Mittelrippe verſehen. “Die Blätter des Mvooskelchs unterſcheiden ſich nicht von den übrigen, dln der Spiße der Stämme kommt die 3 bis 4 Linien lange, auf- rechtſtehende/ hochrothe Borſte einzeln, ſeltner zu zweien neben einatt- “der hervor. Das ſehr kleine Scheid. 02.8 Bryum tectorum, Gmelin,; M4 Br yum Striatum ß, Finne. Polytrichum Striatum v. BB. Necker. Caule ramos0o, foliis lanceolatis, Zuwin-carinatis, Mmargine Fevolutis; capsula oblonga striata, Peristomio Simplici Die Stämmchen ſtehen in dichten Büſcheln neben einander, ſind I Zoll und darüber hoch, aufrechtſtehend, äſtig, und überall mit Blättera beſeßt.. Die lanzettförmigen zugeſpißten Blätter liegen dicht übereinander, ſind: mit reiney- Mittelrippe verſehen und am Rande umgebogen, Die kleine x bis 33 Littien lange gelbe Borſte kömme anfangs an den Spißen ver Stämmchen: hervor und ſcheint nachher ſeitwärts zu ſiken. Das kleine Scheidchen iſt kegelförmig. Die braune eyförmig lätigliche Kapſel iſt. aufrechrtehend' und mit tiefen Streifen bezeichnet. Die kegelförmige Müße iſt am Rande eingekerbt, an der Spike ſchwärzlich/ der Länge nach geſireift' und-'mit Gliedev- haaren verſehen, deren Spißen aufwärts gerichtet ſind.:“ Dex wenig gewölbte Deckel iſt mit einer kurzen abgeäumpften'Spiße beſetzt, Das Periſiom iſt in einfacher Reihe mit x6 häutigen, zugeſpißten, mit ihren Spißen einwärts gebegenen Zähnen befekt. An Bäumen und Steinen, häufiger an den lekteren," findet may dieſes Moos im Frühling und Herbſt mit Kapfeln, (Gſammelt im SHhtloßgarten.) 10) Orthotrichum crirpum. Orthotrichum crispum. Hoffmann Deutſchlands Flora T.„3. Pag. 25- Timm Prodr. florae megap. Nr. 732. Bridel Muscolog, reG. T. IL p. IL: pag.19. Hedwig.| WeissSia crispa. Roth. Tent. flor, germ. T. III, p, 1. pag, 222, Waivia üöphytla: Ehrhart.: Grimmig capillata, Mönch, Grimmia Sylvatica,.Willdenow, Bryum Sylvaticim. Gmelin, Blankara, Adanſon. Truncis erectis FEN IM foliis lanceolato- linearibus- Copfertis, Sticcitate crispis, capsula oboyato-Ppyriformi, operculo acumine rect, --- 24=> Die Stämmehen ſtehen in dichten Büſcheln neben einander, ſind einen Zo1 und darüber hoch, unten einfach, oben äſtisg/ dicht mit Blätterg;beſeßt. Die lanzettförmig gleichbreiten, zugeſpißten, mit einer Mittelrippe verſehenen Blätter ſind in ihrer Richtung verſchie- den und fräuſeln ſich, wenn ſie trocken werden. Anfangs an der Spiße, nachher, ſeitwärts fowimen die 1x bis 2 ginien langen,- gelbli- - nen Anhöhen mit reifen Kapſeln, (Geſammelt an den Anhöhen am Wege nach Zippendorff.) Anmerk, Ich führe dieſes kürzlich von mir erſt entde>te Moos hier als eigene Art auf, da es ſich von der Funavia hygrometrica hinreihend dur. den einfa Zoll bis 9 Linien langen, etwas hin- und hergebogenen, beynahe aufrechten, nach der Spiße zu gekrümmten, mit warzenartigen Erhaäbenheiten beſeßten, braunen Borſten, gewöhnlich haufenweiſe. Die niederſehende braune'Kapfel iſt länglich eyfsörmig, nach der"Mündung zu etwas verengt. Die ſtrohgelbe“ Müge iſt walzenförmig zugeſpißt. Der braune kegelförmige Deckel iſt beynahe ſo lang als die Kapſel und läuft in eine lange, verſchieden gefrümmte'Spiße aus, Das Petiſiom iſt doppelt: in der äußeren Reihe befinden ſich 16“braune, lanzett- förmig zugeſpißte gefranzte Zähne, in der inneren eine“in durchls- , Weiß, Weber, Necker. Hypnaum xerampelinum. Billars. Neckera adunca, Willdenow, Mönch. Surculo erecto, ramoso Pinnato 3 ramis Ppatulis apice recurvis3 foliis ovato-lanceolatis acuminatis costatis recurvis 3; gcapsulis oblon- 815 InCUTVIS Cernuis; operculo Convexo acuto- Die Stengel wachſen haufenweiſe beyſammen, ſie ſind aufgerich- tet, 4 bis 6 Zoll ho<, und erſcheinen durch die kleinen abwechſein5 nach 2 entgegengeſeßten Seiten ſtehenden, etwas übergefrümmten Ae ſie, gefiedert, Stengel und Aeſte ſind überall mit Blättern beſeßst. Die. weitläuftig ſiehenden Blätter ſind eyförmig, lanzettförmig, zug? ſpißt, ausgehölt, mit mehreren kleinen Rippen verſehn, welche- ſich ſchon vor der Spitze des Blattes verlieren, und hakenförmig gez Erfimmt. An der Seite der Stengel Fommen die eyförmig tänglichen weiblichen Mooskelche hervor: vie Blätter derſelben liegen dicht über einander, und ſind ſchmal lanzettförmig, ſcharf zugeſpißt. Die roth» gelben, wenig hin und her gebogenen Borſten kommen einzeln hervor, und ſind gegen 2 Zoll, oft noch darüber lang. Das röhrenförmige Scyeid Gewöhnlich raſenartig neben einander wachſen die niederliegen« den aufgerichteten, einige Zoll langen, äſtiigen Movsſiengel 3 dieſe, wie die Aeſte, ſind überall mit aufſtehenden Blättern beſeßt, Die Blät- ter fommen aus einer breiteren zugerundeten Baſis hervor, und lau- fen in eine lange, beynahe pfriemenförmige Spiße aus: ſie ſind geßCb- lich grün, durchſichtig, ungerippt, und glattrandig. Die weiblichen Mooskelche kommen an der Baſis des Stengels hervor: die Blätter derſelben hällen die Borſte ſcheidenartig ein, ſind lanzettförmig, lang zugeſpißt, übergefrümmt, und mit mehreren kleinen Rippen, die ſich ſchon in der Mitte de3 Blattes verlieren, durchzogen, Die hochro- then glatten Borſien ſind 1x bis 13 Zoll und darüber lang, ſchief ſie- hend, etwas hin und her gewunden. Das Scheidchen iſt gelblich, oben mit braunem Rande, cylinderförmig. Die gräulich- braune wal- zenförmige Kapſel iſt etwas gefrümmt, nach der Borſte zu verengt. Die gelbe häutige Müße iſt kegelförmig, oben abgeſtumpft. Der Dek- fel iſt gewölbt, und mit einer ſchiefſtehenden Spiße beſeßt, Das Pe- riſto1n1 iſt doppelt: in der äußeren Reihe ſtehen 16 lanzettförmige, lang zugeſpilßte Zähne, in der inneren eine netßartige, in 16 lang zu- geſpißte Verlängerungen getheilte Membrane. Auf ſumpfigen Wieſen findet man dieſes Moos im Julius mit reifen Kapſeln.€; 7. Weſammelt auf dem Kalkwerder und dem Scelfwerder,) 25) velutinum. Hypnum velutinum,. Roth TentamenTlor. germ. T. II1 p,.1, Pag. 598- Bride] Mugscolog, T. I1 p. II, pag. 105. Doffmann > cd) we 12= Deutſchl. Flora T. Il. pag. 75. Timm Prodromus florae megap. nro. 823- Dedwig, Willdenow, Linne, Hudſon, Necker, Weber, Leskeg velutina, GScranc. Surculo repente 3; ramis conſertis erectis, foliis ovato lanceolatis acu- minatfis; Setis exasPeralis 3 capsulis ovatis inclinatis, operculo conico apiculato Die Movosſtengel ſind krießend, einen Zolf und darüber lang; gewöhnlich in dichten Polſiern neben einander gedrängt: ſte ſchiefen mehrere, hin und wieder getheilte, furze, oben gekrümmte Aeſie in die Höhe, welche wie die Stengel dicht mit Blättern beſeßt ſind. Die Blätter ſind eyförmig, kanzettſörmig, lang zugeſpißt, ſiengelum- ; faſſend, am Rande fein gezähnt, ausgehö!t, und mit einer Mittelrippe verſehn, welche bis in die Spike des Bkattes fortläuft, An der Ba- fis des Stengels kommen die weiblichen. Moosfkelche einzeln hervor; vie Blätter derſelben unterſcheiden ſich vadnrc. Surculo gracili longo, ramoso, foliis oblongo lanceolatis acumi- natis remotinsculis, capsula oblonga cernua incurya; oPperculo Cour» vexo- apiculato.: Die Stengel dieſes Mooſes wachſen gewöhnlich in großen Hau- fen beyſammen, daß man ſie nur mit vieler Mühe auseinander löſen kann; ſie ſind übrigens oft gegen einen Fuß lang, vorzüglich nach oben zu äſtig, und dort wieder in kleine, an ihrer Spiße zurückge- rollte Nebenäſte getheilt, und überall mit Blättern beſeßt. Die Blät- ter umgeben den Stengel von. allen Seiten; ſie ſind unten länglich, lanzettförmig, laufen in eine lange, beynahe pfriemenförmige überge- frümmte Spiße aus, und ſind mif einer Mittelrippe verſehn, die ſich ſchon in der Mitte des Blattes verliert. An der Seite der Moos- ſtengel nach der Spiße zu kommen die weiblichen Mooskelche hervor: die blaulich grünen, unten gleich breiten, oben in eine feine lanzett- förmige Spiße anstaufenden Blättchen derſelben ſind ungerippt, und hüllen den unteren Theil der Borſte ſcheidenartig ein.. Die rothbrau- ne, qufrechtſtehende, glatte Borſie iſt oft noch über. 3 Zoll lang. F 2 Die braune Kapſel iſt länglich, etwas gekrümmt. Die ſtrohgelbe Mäüßge iſt cylinderförmig. Der Deckel iſt gewölbt und mit einer klei: nen Spike beſeßt. Das Periſiom iſt doppelt: in der äußeren Reihe befinden ſich 16 ſchmale zugeſpikte Zähne, in der inneren eine, in eben fo viele gewimperte Verlängerungen auslaufende gefurchte Mem- brane. Sehr ſchön kann man bey dieſem Mooſe mit bloßem Auge die männlichen Blüthen bemerken, die ſich in Geſtalt kleiner grüner Knos- pen ann der Spiße der Aeſte= oft über einander gedrängt== in jedem Blattwinkel zeigen, Im Junius und Julius findet matt dieſes Moos ſehr ſelten mit den alsdann reifenden Kapſeln in den Torflöchern ſchwimmend. Weſammeit auf dem Torfmoorve des Schelfwerders.) *) 27) Leskea paludosa, Roth. Leskea paludosa, Rotb Tentamen flor. germ. T, TIL p, 1. Pag. 532. HPHcedwig. LeSkea palustris, Bridel Muscolog. T. 11 p. Il pag. 38- Hypnum'palustre. Hoffmann Deutſchl, Flora T, Il. p. 64. "Schreber, Surculis repentibus ramosisz ramis erectiusculis Simplicibusz foliis dyato- lanceolatis Subsecundisz; capsulis subcylindricis nutantibus, operculo convexo ConICo. Die Moosſtiengel ſind kriechend, x bis 2 Zoll lang, und ſchicken kleine, hin und wieder getheilte, oben etwas gekrümmte Aeſte in die Höhe. Stengel und Aeſte ſind dicht mit kleinen, kurzen, eyförmig- lanzettförmig zugeſpißten, übergekrümmten Blättchen, deren Mittel- .-- 45== xippen bis in die Spike fortlaufen, beſckt. Am Grunde der Mosos- fienzel kommen die weiblichen Mooskelche einzeln hervor: die Bläxct- -