aiv.-Bibt. Giessen 1 — 5 Crere IW-, | 18 Hätidby< 7 d er Eng . Natyrgeſc D-ERE S(E AT ATH 3415 DENE" ALERT MD MEG i Beſondere Pflanzenfkunde, ARTEN a Hannover r8SI1, Bei Oes Webrädernon 10: din iv. 33 as eb * 4 La 4 F. v- T> 3 er I-+4 M== 2 4. 2 ve L2 ie Ns > aer d:. 4... ils€) m u. vun- Ar-. Ww gs= Y 3 z. dena;- de GA> CG-* Y-„. 4 g== ai“.%> | Zz- IZ- ... b.. 5 7 E M.. >. f7 j r“*. Fp» m. m=> ir Ä 4 CT t Rh. 4.- N xS nN 4 u- y] T I: N?| 4 . a..'« Yy Y 5“ Y y. M B .>-..» i> r. 4.' z T 7 + F 4, a“„i Y< 1EN „. >> j c 8 j 53,1: 70 nattlachgt 4503 0 . ME bedürfte es einer Vorrede zu dem zweiten Theile meines, ſo gütig aufgenommenen, Hand- buchs, wenn nicht die wenigen Weränderungen und Werbeſſerungen, welche ich mit meinem Pflan- zenſyſteme vorgenommen habe, einige Worte nöthig machten. Es konnte nämlich nicht fehlen, daß ich bei der Ausarbeitung dieſes Werks auf einige Ver- vollfommnungen meines Syſiems geleitet wurdez die mehrſten derſeiben werden leicht in die Augen fallen: die früher aufgeſtellte 12te Claſſe habe ich gänzlich geſirichen, und die darin aufgenommenen Pflanzen in andere Claſſen vertheilt die 15te(.i- berae) habe ich gewiß zwe mäßiger mit der r6ten (Connatae) vereinigt, jo daß beide nun eine große Claſſe ausmachen, in welcher alle Gewächſe mit zuſammengeſekten Blüthen ſichen. Auch die 22ſte und 23ſte Claſſe habe ic mit einander verbunden, Ueberhaupt habe ich mehrere Charaktere der Claſſen noch feſter zu begründen geſtrebt, und hier und dort den Namen abgeändert. Mein Syſiem hat alſo fekt nur 21 Claſſen, deren Folge und Inhalt ſich Durch die Durchſicht der vorliegenden beiden Bände ergiebt. Auch die Ordnungen ſind häufig, gewiß zum Vortheil abgeändert, ſo daß ſo viel als mög: lich jekt die natürlich verwandten Pflanzen beiſam- inen ſtehen. Die Bogenzahl des Werks iſt während der Ausarbeitung ſtärker geworden, als ich wünſchte. Der Wunſch, etwas Vollſtändiges zuliefern, nichts IV«==znillſi>«fenen von Bedeutung zu übergehen, manchen Irrthum zu rügen und aufzuhellen, die Kenntniß nüßlicher Gewächſe durch genaue Beſchreibung ihrer ſelbſt, ſo wie der mit ihnen verwandten Pflanzen, ſo viel wie möglich zu erleichtern, und mein lebhaftes In- tereſſe an dem bearbeiteten Gegenſtande ſelbſt, ver- leiteten mich oft, hier und dort ein Wort zuſagen, weiches. vielleicht für den ganz practiſchen Land» wirth hätte ungeſagt bleiben können, und biswei: len eine Pflanze zu beſchreiben, deren Beſchreibung nicht durckten Saamen. Gymnoſpermig, A. Mit einem Frudtknoten, a) Mit einem Staubfaden. I. Salicornia, Glasſchmalz. Die Blüthe beſteht aus einem-bäuchigen, vier- eckigen Kelch, mit abgeſtußter, unzertheilter Mün- dung 3 die Blumenkrone fehlt z3 ein, ſeltener zwei Staubfäden, und ein eyförmig- länglicher Fruchtkno- ten mit einem einfachen Griffel ſind von dem Kelche umſchloſſen 3 die Blüthe hinterläßt einen einzigen, im Kelche ſikenden Saamen. 11, Hippuris, Tannenwedel. Außer zwei kleinen Läpphen, welche auf dem länglich- runden Fruchtknoten ſtehen, iſt kein Kelch daz auch die Blumenkrone fehlt3 ein Staubfaden, welcher an dem vorderen Läppchen des Kelchs feſige- wachſen iſt, trägt einen halbgeſpaltenen Staubbeutelz der pfriemenförmige Griffel ift mit einer ſpißigen Nar- be verſehen 3 nach der Blüthe bleibt ein nackter Saame zurück. b) Mit 4 Staubfäden. III. Alchemilla, GSinqu. Der röhrige Kelc<, welcher nach dem Verblühen ſiben bleibt, hat eine achtſpaltige flache Mündung, mit wechſel8sweife kleineren Läppchenz3 die Blumen- frone fehlt 3 vier. ſehr: fleine Staubfäden ſind im. Kel- he feſtgewachſen.;; der Fruchtknoten iſi eyförmig3 der kurze fadenförmige Griffel iſt am Grunde des Frucht» knotens feſtgewachſen 3 ein, ſeltener zwei linſenför- mige Saamen ſind-von dem ſtehengeblicbenem Kelche umſchloſſen. IV.: Urtica, Neſſel. Die Blüthen ſind getrennten Geſchlechts, und zwar'auf einer oder zwei Pflanzen vertheilt. Die männlichen Blüthen haben vier gleich- große Kelchblätthen, keine Blume, aber in ihrer Mitte ein be Mienen 9 pfriemenförmige Güiffel3 der nußartige Saame wird von dem bleibenden Kelche umhüllt. IX. Humulnus, Hopfen. Männliche und weibliche Blüthen befinden ſich auf abgeſonderten Pflanzen. Die männlichen Blüthen ſißen trauben- förmig an den Spizzen und in. den Blattwinfeln; ſie haben einen 5blättrigen Kelch, deſſen Blättchen hohl ſind; feine Blumenkrone, und 5 ſehr kurze Staub- fäden mit länglichen Staubbeuteln. Die weiblichen Blüthen befinden ſich in eyrunden„Zapfen, deſſen dachziegelförmig über ein- ander liegende Schuppen hautartig, eyrund 5. und am Grunde röhrenförmig zuſammengerollt ſind 3 der kleine Fruchtknoten hat zwei pfriemenförmige Griffel mit ſpizigen Narbenz der rundliche mit einer Haut be- deckte Saame wird von dem Kelche umſchloſſen. d) Mit 6 Staubfäden. X. Rumex, Amhpfer. Der Kelch iſt ſechsblättrig,„und bleibt nach dem Verblühen ſißenz. die 3. äußeren Blättchen ſind abſte- hend, die drei inneren etwas größeren zuſammenge» neigt, und entweder nackt, oder auf dem Rücken mit einer kleinen Drüſe bezeihnet./ Die Blumenkrone fehlt. Die 6 kurzen„Staubfäden haben 2 köpfige Staubbeutel... Dex. dreieckige Fruchtfnoten hat 3 fe- 10====nillg- ten Saamen,. a) Mit einem Staubfaden. XV. Callitriche, Waſſerſtern. Der Kel<.beſteht.aus zwei: mondförmigen, ein» wärtsgebogenen-Blättkigen, zwei- fächrigen Kapſel eingeſchloſſen. XVI. Blitum,- Schminkbeere. Der einblättrige/ dreiſpaltige Kelch bleibt nach dem Verblühen ſißen5 die Blumenkrone fehlt. Der eine borſtenförmige' Staubfaden hat einen zweiköpfi- gen Staubbeutel. Der eyförmig- zugeſpißte Frucht- knoten hat zwei aufrechte Griffel. Der einzelne rundliche Saame wird von dem gefärbten, beeren: artig gewordenen Kelche umhüllt. b) Mit'5''Staubfaden. XVIL Glaux, Milchfraut. Der gloenförmige, bleibende Kelch iſt einblätt:- rig und fünflappig 3 ſeine Läppchen ſind unvonſtändig z die Blumenkrone fehlt. Die 5 kurzen pfriemenför- migen Staubfäden haben rundliche Staubbeutel. Der epförmige Fruchtknoten, welcher über dem Kelche ſißt, hat einen fadenförmigen Griffel. Fünf rund- liche Saamen werden von einer vunden, einfährigen, fünfflappigen Kapſel. umſchloſſen, XVIII. Herniaria, Bruchfraut. Der bleibende einblättrige, fünftheilige Kelch iſt Dam 7 BETR SENT 18- Erg dd ER inwendig gefärbt und offen. Die Blumenfrone fehlt. Unter jedem Kelchläppchen ſteht einer von den fünf ſehr kurzen Staubfäden mit einfachem Staubbeutel, und wechſelsweiſe mit den 5 Kelchläppchen ſtehen 5 Unfruchtbare Staubfäden. Der eyförmige Fruchtkno- ten hat;keinen Griffel, aber 2 ſpizige Narben. Der einzelne eyförmig-ſpikige Saame iſt von einer klei- nen Kapſel umſchloſſen. XIX. Beta, Mangold. Der bleibende Kelch iſt einblättrig und Z5theiligz ſeine Läppchen ſind eyförmig- länglih und ſtumpf. Die Blumenkrone fehlt. Die 5 pfriemenförmigen Staubfäden tragen. vundliche Staubbeutel. Dex Fruchtknoten trägt zwei kurze, aufrechte Griffel. Die nmierenformigen Saamen ſind von der vielfächri»- gen, fel Qian b) Mit 4 Staubfäden. TIT, Alchemilla, GSinqau.(Tetrandria monogynia 1.) I) A. vulgaris, gemeiner Sinau, Löwen? fuß, Frauenmantel,(CommonLadie's Mantle Angl.) Ihre-ausdauernde walzenformige Wurzel treibt unten viele Faſern, und hat friſch zerrieben einen unangenehmen Geruch ,. faſt wie Kaßenurin.. Aus derſelben entſpringen mehrere langgeſtielte, nierens förmig- rundliche, lappige, gefaltene, am Rande fein ſägeartig gezähnte Blätter, welche bald glatt, bald wieder weich behaart ſind. Zwiſchen den Blät- tern kommt ein aufſieigender, ungefähr 1 Fuß hoher Stengel hervor, welcher nach oben zu zweitheilig iſt, kleinere, beinahe ſißende Blätter, ziemlich große Af- terblätter trägt, und die kleinen gelblihen Blüthen an der Spike in kleinen Sträußen hervortreibt. Auch dieſer Stengel iſt bald glatt, bald mit feinen ſeiden? artigen Haarin bedeckt. Die Pflanze wächſt am liebſten in bergigten Ge- genden auf Waldwieſen, kommt aber auch in niedrig liegende Gegenden herab, und iſt dann an ſchattigen Pläßen und auf Wieſen nicht ſelten 3 ſie ſcheint vor? züglich einen thonigten Boden. zu lieben. Ihre Blüthe erſheint im Mai und Juni, und ihre Saamen reifen im Juli und Auguſt. 2, Vorzüglich die Kühe freſſen ſie. veht gern, und man ſchäßt ſie in der Schweiß, wo ſie auf den Alpen << BID Sweet MEIDEN SEARLES G häufig wächſt, als ein vorzügliches milchvermehrendes Futter, daher ſie dort auch den Namen Milchkraut erhalten hat. Zum Anbau auf unſeren Wieſen paßt ſie wohl nicht, es ſey denn auf ſolchen Waldwieſen, die den oben erwähnten Boden haben. Unſere guten leihtgläubigen Alten wähnten, ſie könne die verlohrne Jungferſchaft wieder herſtellen!= 2) A. arvens1s,(Alchemilla Aphanes Leers. Aphanes arvensis Linne.) Adcer- Sinau, A>er- Ohmfraut.(Pield Ladie's Mantle. Parsley Piert Angl.) Ein fleines Pflänzern und Feldern, beſonders wenn ſie drveeſch liegen, iſt dieſe Pflanze oft ſehr häufig z ſie ſcheint einen ſandigen oder lehmig-ſandigen Boden zu lieben 3 ſie blüht vom Mai bis zum September, und xeift vom Juli bis zum October ihre Saamen. O. Die Scaafe freſſen ſie recht gern. IV. Urtica, Neſſel.(Monoecia tetrandria L.) I) U. urens, Brenneſſel, kleine Neſſel, Hitterneſſel.(Small Nettle Angl.) Ihre Wur- /)"8 - 26 R nden zel iſt zaſerig- Der aufrechte, viereckige Stengel wird ungefähr einen Fuß hoch, iſt hengrün oder röth- lim, und(ſo. wie die Oberfläche der ganzen Pflanze) mit Brennborſten beſeßt. Die geſtielten Blätter ſind eyrund, /3- bis Zrippig- ſcharf ſägezähnig, auf der Oberfläche ſcharf, auf der Unterſläche aber glatt. Die kurzen, grünen Blüthentrauben ſißen in den Win- feln der Blätter. Vorzüglich in unſeren Gärten, aber auch hier und dort auf Aeckern und an Wegen iſt dieſe Pflanze eins der häufigſten Unfräuterz ſie blüht im Juli und Auguſt, und.ihre Saamen reifen im September. O. Sie liebt einen nahrunggreichen, beſonders gern friſch gedüngten Boden, und findet ſich deshalb auch häufig in der Nähe der Miſtſtätten 3 übrigens nimmt ſie mit verſchiedenen Erdmiſchungen vorlieb. Sie ge- hört zu den ſogenannten Saamenunkräutern, iſt aber nur unſeren Gartenfrüchten ſc<ädlichz auf Aeckern verbreitet ſie ſich ſelten ſo ſtark, daß ſie den Wuchs der angebauten Pflanzen. unterdrücken könnte. Die jungen Blätter laſſen ſich zum Bruſithee be- nußen, und in Schweden ſoll man ſie zum Gemüſe zubereiten. 2) U. dioica, gemeine Neſſel, große Neſ- ſel, zweihäuſige Neſſel.(Great Nettle Angl.) Ihre äſtige Wurzel krieht. Die Stengel ſind auf- rechtſtehend, viereckig, gewöhnlich 3, zuweilen aher auch 4 bis 6 Fuß hoch, und überall mit Brennborſten beſeßt- Die geſtielten, einander gegenüberſtehenden mm>>am---P- Blätter ſind herzförmig- eyfsrmig, lang zugeſpißt, ſägezähnig, auf beiden Seiten.mit Brennborſten bes ſeßt, und zeichnen ſich ſchon durch ihr dunkleres Grün von der vorigen Pflanze aus. Die grünen Blüthen ſtehen gewöhnlich in 2 oder 4 ſehr äftigen, vielblüthi- gen Trauben in den Winkeln der Blätter. Site ſind gewöhnlich ganz=-, öfter aber auch nur halbge- trennten Geſchlechts. An Ackerrändern, Wegen, auf Scutthaufen; aber auch an ſchattigen Pläßen, iſt dieſe Pflanze oft eins der gemeinſten Unfräuterz ſie blüht im Juli und Auguſt, und ihre Saamen reifen im September und October.>. Auch ſie liebt vorzüglich einen humoſen Boden, und wo man ſie auf Aeckern und an Ackerrändern in Üppigem Wuchſe und großer Menge antrifft, da kann man mit Sicherheit auf einen reichen Humusgehalt ſchließen, Nicht ſelten habe ich ſie in hohlen Bäumen, welche mit Pflanzenerde angefüllt waren, angetroffen. Sie iſt übrigens-- abgeſehen von ihrem Schaden als Unkraut== eine ſehr nüßliche Pflanze. Für das Vieh, beſonders die Kühe, iſt ſie ein geſundes milch- vermehrendes Futter. Auch für das junge Federvieh ſind die zerhackten jungen Blätter, die man unter Kleye oder ein anderes Futter mengt, eine ſehr zu- träglihe- Nahrung. An einigen Orten iſſet man auch die Sproſſen im Frühjahre als Gemüſe. Die Sten- gel enthalten einen feinen, ſtarfen Baſt, der wie Hanf zu Garn und Papier benußt werden kann. Zwar lies 22<= eſn fert er nicht, wie Einige vielleicht glauben ſollten, däs ſogenannte Neſſeltuc<, welches aus feiner Baumwolle verfertigt wird, indeſſen iſt es durch viele Verſuche bewieſen, daß man aus den Neſſelſtengeln, wenn man ſie auf eine ähnliche'Art wie den Hanf behandelt, ſtarke und ſehr feine Gewebe bereiten kann. Da die Pflanze ſo häufig bei uns wild wächſt, ſo käme es auf einige Verſuche an, ob ſich nicht vielleicht ihr Anbau mit Nußen betreiben ließe. Die Aſche der Neſſel ent? Hält eine ziemlich'beträchtliche Menge an Alkali. Das friſche Kraut giebt mit Waſſer einen grünlichen Abſud, womit man ohne Zuſaß grünlich- gelb färben kann. Einen Kapaun ſoll man dadurch zum Brüten bringen können, daß man ihm unter dem Bauch und der Bruſt die Federn ausrupft, und die entblößte Haut mit fri? ſchen Neſſeln reibtz nach dieſer ſchmerzhaften Reizung mag denn freilich wohl das arme Thier gezwungen werden, durch Niederſeen den entblößten und gereiß- ten Theil zu bede>en!=- Etwas Baumöl gleich ein- gerieben, lindert am beften die Schmerzen des Neſ- ſelftichs. c) Mit 5 Staubfäden. V. Chenopodium, Gänſefuß.(Pentandria digynia IL.) 1) C. bonus Henricus, guter Heinrich, ſiolzer Heinrich, wilde Melde, Feldſpi- nat? Werenniäl Goosefoot, Mercury Goos3e- foot Ängl.( Die dicke ausdäuerhnde Wurzel iſt äſtig 3 ſie treibt mehrere ungefähr einen Fuß hohe, vunde, aufrechte, unten'oft äſtige, oben einfahafs- tes Eſſen- welches dur< andere beſſere Gemüſearten erſeßt werden kann. 2) A, hastata, ſpießfsrxmigeMel de.(Orache Ang)l.)- Der aufrechte, fkrautartige Stengel wird oft 2 Fuß und darüber hoh, iſt viere>ig, mit weißli- errändern, an bebau- ten und unbebauten Pläßen, in Gärten, häufig auch an Salzquellen vorkommt; ſie blüht im Juli und Auguſt, und reift im Auguſt und September. O. Man findet ſie auf den verſchiedenſten Bodenmen- gungen 3 indeſſen ſcheint ſie dock- net, und ſtatt des Tabacks geraucht. Die Wurzel wird von den Schweinen begierig gefreſſen 3 die Viehs ärzte bereiten einen Abſud davon/ womit ſie das grin- dige Vieh wäſchen. Die Blüthen. werden von dent Landleuten als ein Mittel gegen den Dur. Man baut auch ihn häufig in den Gärtenz indeſſen unterſcheidet ſich dieſer zahme Sauerampfer keinesweges von dem wilden, aus dem er entſtanden iſt. 6) R. Acetogella, Fleiner Sauerampfer, Schaafampfer, Feldampfer, A>kerampfer. (Sheep's Sorrel, Angl.) GSeine friechende, äſtige Wurzel treibt einen aufrechten, äſtigen,' röthlichen Stengel empor, der nur 4 bis 6 Zoll, ſelten etwas höher wirdz ſeine Wurzelblätter ſind ſpießförmig:lan- zettartig, die Stengelblätter gewöhnlich lanzettförmig und röthlich. Die kleinen grün-röthlichen- Blüthen ſiehen in halben Ouixlen beiſammen, und bilden an dev Spitze des Stengels und der Aeſte vispenförmige Trauben z die beiden Geſchlechter ſind auf zwei Pflan- zen getrennt, Die Kelchſpelzen ſind eyförmig- ganz? randig und ohne Drüſen, Er'iſt.eins der gemeinſten Unkräuter auf Weiden und dreeſchliegenden Aeckern 3 vorzüglich liebt er einen Boden, der zwiſchen 70=- 80 p. Ct. an Sande, und das übrige an Thon enthält. Ex blüht vom April an den ganzen Sommer hindurc<, und ſeine Saamen reifen vom Juni bis zum October. 24. Für die Schaafe iſt er beſonders ein nahrhaftes geſundes Futter. Nach Bechſteins Bemerkung ſogen die Kühe nach ſeinem Genuſſe blutige Milc< bekom- men!-- Faſt zweifle ich daran, daß ſich die Sache ſo verhält. Ex enthält, ſo wie die vorige, Sauer- Fleeſalz, wird aber wegen ſeiner geringen Größe nicht angebaut. e) Mit 8 Staubfaden. XI. Polygonum, Rnöterich.(Octandria trigynia L.) *) Mit 2 Griffeln. I) P. amphibium, Amphibien- Knöterich, Weſelknöterics blättc, wird aber dennot. Die Blattanſäse ſind abgefiust, kaum merklich, geſtreift, und am Rande etwas gefranzt. Die kleinen, bleichröthlichen, aus- wendig mit drüſigen Pünktchen bezeichneten Blüthen befinden ſich in langen, ſchmalen, armblüthigen, überhängenden, ſchlaffen Aehven: an der Spike des Stengels und der Aeſte 3 ſie haben 6 Staubfäden und einen halb zweiſpaltigen Griffel." Die Saamen ſind ſtumpf dreieckig, oben zugeſpißt. An Gräben, in feuchten Niederungen, und ſelbſt auf waſſerſüctigen Aeckern iſt dieſe Pflanze oft ſehr häufig 3 ſie ſcheint noc< einen ſandigeren Boden als die vorige zu lieben. Ihre Blüthen erſcheinen im Juli und Auguſt, und die Saamen reifen im Sep- tember und October. O. - Die ganze Pflanze hat einen ſehr brennenden, ſcharfen, pfefferartigen Geſchmack, der ſich beim Trock- nen. wohletwas, aber nicht ganz verliert. Die Land- leute gebrauchen die friſchen zerquetſchten Blätter zur Heilung bövartiger Geſchwüre beim Vieh ,, und legen ſie auf die vom Sattel wundgedrückten: Stellen der Pferde. In einigen Gegenden Englands ſollen die Landleute die Blätter und. Blumenähren den Speiſen zuſeßen, um ihnen einen Pfeffergeſchmack zu geben. Von dem Vieh wird ſie nicht gefreſſen, außer von den Schweinen, welche ſie vor und nach dem Ferkeln gern freſſen. **) Mit 3 Staubfäden. 4) P. Bistorta, Natterwurs, Schlan- genwurz,(Great Bistort, Snakeweed Angl,) Sie hat eine ſtarke, holzige, kriehende und gekrümmte dunkelbraune Wurzel, welche einen ſehr einfachen, qufrechten, runden, glatten, ungefähr xx bis 2 Fuß hohen Stengel hervortreibt,. Ihre Wurzelblättex ſind eyförmig, etwas wellenförmig, weißlich oder bläuliche grün, und laufen in den ſehr langen Blattſtiel über. Die Stengelblätter ſind. ſtiellos, eyförmig- lanzett- förmig, und mit Scheiden verſehen, welche den Stengel umhüllen. Die Blüthen. erſcheinen in einer walzenförmigen, ſiumpfen, dichten, vielblüthigen, qufrechten Aehre an der Spiße des Stengels. Die kleinen roſenrothen Blüthen ſtehen immer zu 2 bei- ſammen, und zwar iſt die eine geſtielt, die andere Hingegen ungeſtieltz ſie haben 8 Staubfäden und 3 Griffel. Ihre Saamen ſind dreieckig. 46<= DIe Sie wächſt ſowohl auf bergigten' Gegenden als in: den Niederungen, aber immer auf einem ſehr hu- moſen', feuchtliegenden Boden, beſonders gern auf Waldwieſen 3: ihre Blüthen erſcheinen im Mai und Juni, und ihre Saamen' reifen: im Juli, 2. Die] Wurzel. enthält ſtärkemehlige Theile, wel- en ſind grade und un- gezähnt. Wahrſcheinlich iſt das nördliche Aſien ſein Vater> land, von woher er ſchon im Anfange des 15ten Jahr- hunderts nach Europa herübergefommen iſt; jeht wird er bei uns ſehr-häufig angebaut, und hat ſich in eini- gen Gegenden ſchon wild- verbreitet. Er blüht vom Juni bis zum'Auguſt, und ſeine Saamen reifen im September und Detober. D+ Sein Lieblingsboden iſt ein ſandiger oder lehmig- ſandiger Boden, welcher nicht zu trocken liegt, und nicht zu wenig Humus enthält3 am beſten ſcheint dem Buchweißen der ſogenannte Heid- Humus zu bekoms- men, das. heißt der, welcher'von Heide und den ihr verwandten Pflanzen entſtanden iſt.“Vielleicht ent- ſtand aus dieſer' Verwandſchaft des Buchweißen mit der: Heide“iſein:"Name Heidekforn. Man hat ihn auch: auf bindendem Lehmboden gebaut,«llein hier erreichen ſeine Stengel einen ſo üppigen,. hohen Wuchs; daß er nachher nur wenige oder ſchlechte Kör? ner anſeßt; Vielleicht könnte man ihn auf einem ſol- äbgeſtust- und ganz.»>»Die weißlich grünen Blüthemerſcheinen ander S Spiße' des Stengels-in unterbrochene; unten mit Blättern'ver- ſehenen Traübenz"ſie ſißen in fleinen) Büſcheln>bei- ſammen und hängen herab. Sie-haben:g Staubfä- den und einen Zlappigen Griffel. Die ſchwarzen, glatten Saamen ſind dreieckig. Ach dieſe Pflanze iſt ein ſehr' gewöhnliches Un- Fraut auf unſeren Aekerh", indeſſen verbreitet ſie ſich doh ſelten!ſo ſehr, daßſie! dem Getreidewuichſe be- trächtlichen Schaden zufügte." Sie kommt äuf!ver- ſchiedenen Bodenarten vor; ſcheint“ aber' döcen-Bu= 61 gedeihen. Sie blüht vom Mai bis zum Juli, und ihre Früchte reifen im Juli und Auguſt. 24. Sie iſt unſtreitig eine der vorzüglichſten Pflanzen auf den ſogenannten Salzwieſen 3 ihre ſaftigen Sten- gel und Blätter geben dem Rindvieh eine gute geſunde Nahrung, und ſollen vorzüglich die Milch der mil- . Die Wurzeln der vothen Spielarten werden auf die bekannte» Art in“ Scheiben zerſchnitten, in Eſſig eingemacht“und' als' Salat gegeſſen. Die Wurzeln der-gekben und" grünlichen Spielarten hingegen, ſo wie die Blätter, werden:mehr zur Viehfutterung be- nußt. Berde enthalten vieken Schleim und Zuckerz leßterer“ läßt'ſich' aus den Wurzeln dieſer“ Artz nod befſfer“aber“ aus' denen“ der folgenden rein darfi:llen. 2)*B. Cicla', weißer Mangold. Die ganze Pflänze hat mit der vorigen im äußeren Anſehen viele Aehnlichkeit, nur ſind ihre Wurzeln in der Re- get'weißiodergelb 3 die Blätter ſind größer, glänzend? grün; und“ mehr' gerunzelt, Die grünen Blüthen ſtehen zu 3 beiſammen, bilden aber auch, wie bei der vorigen, an den Spiken der Aeſte und Stengel lange Aehren. Die Kelchabſchnitte ſind am Grunde unge- zähnt. Auch von dieſer Art ſind durc< die Cultur einige ausgezeichnete Abarten entſtanden? a) der weiße oder blaſſe Mangoldz Scerz blüht vom Mai. bis zum Auguſt, und. ſeine. Sqaamen reifen vom Juni bis zum October..O. 2) 3. perennis, ausdauernder Knauel. (Perennial Knawel, Ang].) Ex gleicht im äußeren Anſehen dem vorigen, unterſcheidet ſich aber, außer ſeiner längeren Dauer, durch ſeine mehr niederlie- genden Stengel, vorzüglich aber durch ſeine ſtumpfen, eyförmigen, mit einem breiten, weißen häutigem Rande eingefaßten Kelchzähnchen, welche bei der Fruchtreffs ſich zuſammenziehen.! Er zeigt ſich mehr auf dreeſch liegenden Ländereien; auf dürren Hügeln 26. als.ein. gemeines Unfrautz er blüht vom. Mai bis zum Auguſt/ und ſeine Saqa- men reifen vom Juli bis zum October. 4: Beide Pflanzen, lieben den Sandboden, vorzüglich einen ſolchen, der zwiſchen,30=-:95 Px» Ct, an Sande enthält. Auf reichlich. gedüngtem Lande. bemerkte ich ſie nicht in der Menge, als auf ſolten(Gym- noſpermia), und in. ſolche mit'bede>ten Saa- men(Angioſpermia) eintheilen. nua» eM In Hinſicht der Dauer verhalten ſich dieſe Ge- wächſe verſchieden? bei den meiſten dauert die Wurzel mehreve Jahre aus; ihre Stengel ſterben jährlich ab, und ſie ſchickt jährlich wieder neue emporz einige we- nige ſind ſelbſt ſtrauchartig, und ihr holziger Stengel dauert mit der Wurzel ausz ferner giebt es ebenfalls viele zweijährige und einjährige'Gewächſe unter ihnen, allein völlig'baumartige kommen gar nicht vor. Regelmäßiges Zellengewebe und Spiralgefäße ſeßen den Bau dieſer Gewächſe zuſammen 3;'im Stengel bil- den die Spiralgefäße' ſchon mehr eine geſchloſſene Röhre„wie"bei den''Gewächſen der vorigen Klaſſe, nur iſt dieſe Röhre nicht immer rund, ſondern bei denen, welche einen viereckigen Stengel haben, auch viereckig 3“wie dieſes der Duv<ſchnitt des Stengels der Feld- Salv'iey(Salvia'pratensis) zeigt," den ich“ etwas vergrößert"auf der RITten Tafel Fkig. 10 vorgeſtellt habez bei a)'ſieht man die Bündel der Spie ralgefäße, und bei b) lockeres Zellengewebe, welches die hohle Markröhre umgiebt. In Hinſicht ihrer chemiſchen Beſtandtheile ſtimmen die meiſten dieſev Gewächſe, beſonders die mit eckigem Stengel und nackten Saämen ſehr mit einander über- ein.' Sie ſind nemlich, ſowohl in ihren Stengeln und Blättern; als auc< in ihren Blüthen reich an äthe- riſchen ODeltheilen 3 außerdem aber enthalten wohl die meiſien von ihnen einen bitteren, zuſammenziehenden E55. 7 Extractivſtoffs In den Blumen der mehrſten wird vieler Honigſaft abgeſondert. Ihr natürlicher Standort iſt ſehr verſchieden viele von ihnen lieben freilich etwas feuchte Pläßez indeſſen kommen. auch eine Menge an trockneren Orten, auf Hügeln und Bergen vor, und eine große Anzahl von ihnen iſt auf unſern Feldern und Triften an Arfer- rändern, Wegen und um unſere ländlichen Wohnun- gen zu Hauſe, Ihre Benukung. für. den Landwirth iſt ſehr einge- ſchränft5 nur ſehr wenige. dienen ſeinen Hausthieren zur Nahrungz die meiſten. bieiben unberührt von ihnen ſtehen, und viele ſind ihnen offenbay ſchädlich. Nur für die Bienenzucht. ſind. die meiſten dieſer Ge- wächſe,“wegen der„Menge des- Honigs, der in den Blumen abgeſondert. wird ,. ſehr nüßlich. Eben ſo giebt es-viele ſehr wichtige Arzeneipflanzen unter ihnen. Ihrer oft ſehr.-angenehm duftenden ätheriſchen Oel- theile wegen, ziehen. wir. mehrere von ihnen in unſes ren Gärten und Töpfen vor dem Fenſter.| Eben ſo dienen uns, dieſer. Beſtändtheile wegen, mehrere-von ihnen zur Würze unſerer Speiſen und Getränfe. Einige unter. ihnen fennemwir als ſehr gehäſſige Unfräuter.„Starke Giftpflanzen giebt:es unter ihnen eigentlich nichtz. indeſſen. wirken. doch, mehrere von ihnen ſchädlich auf unſere, Hausthiere- ein.) So, ſind alſo.in dieſer Klaſſe Schaden;4und ,Nußen. gepaart, und wir wollen es daher verſuchen, ſowohl die ſig und 5zäh- nig. Die einblättrige Blume ift unvollkommen zwei- lippig 3 ihre Röhre» welche nur ſo lang iſt als der Kelch, iſt etwäs gekrümmt; der Saum ift halbfünfe theilig3 der Schlund iſt durch feines Haar geſchloſſen. Innerhalb der Blume befinden ſich 2 oder auch 4 kurze fruchtbare Staubfäden(ſind 4 da, ſo ſind 2 länger als die übrigen): Der viereckige Fruchtknoten hat einen einfa VIIT. TLavandula, favendel.! Der eyförmige Kelch. iſt.kurz, undeutlich 5zähnig und von einem Deckblätt Die Röhre der rachenförmigen Blume iſt länger.als der Kelch; ihre Oberlippe iſt.groß und zweitheilig3 die Unterlippe dreitheilig, und ihve,rundlicblättern beſeßkt. Die rachenförmige Blume hat einen zuſammengedrück- 86== ten Schlunds ähre Oberlippe iſt nur wenig zweiſpal- tig, die Unterlippeihingegen ausgerandet. Die Saqa- men ſind rundlich und eben. XVHL. Thymus, Thymian. j Der röhrenförmige Kelch iſt zehnſtreifig und am Sclundemit rauhen Haaren geſchloſſen 3 ſeine Ober- lippe iſt drei-, ſeine Unterlippe zweizähnig. Die rachenformige Blume hat eine aufrechte, flache, abge- ſtumpfte und ausgerandete Oberlippe, und eine brei- tere, flache, dreitheilige Unterlippe, deren mittlerer Abſchnitt der größte iſt. Die vier Staubfäden ſind etwas gefyümmt. Der wiertheilige Fruchtknoten hat einen fadenförmigen Griffel, und eine ſpißige,»zwei- theilige Navbe, Vier kleine ,- rundlihe Saamen bleiben im Kelche zurück. XIX. Meliss8a, Meliſſe. Der glockenförmige trockne Kelch aſt e>ig und geſtreift. 5 ſeine Oberlippe iſt;dreizähnig, flach und zu- wückgeſchlagen3 die Unterlippe iſt kürzer, ſpißig und zweitheilig. Die rachenförmige Blume hat eine-furze, aufrechte, klappenförmige, zweitheilige Oberlippe, und eine abſtehende, flache, dreitheilige Unterlippe, deren mittleres Läppchen größer und herzförmig ift. Die Staubbeutel der vier pfriemenförmigen Staub- fäden neigen fich immer paarweiſe zuſammen. Der viertheilige Fruchtknoten hat einen fadenförmigen Griffel und eine zarte, zweitheilige, zurückgebogene
  • ten Saamenz«An? gioſpermia. a) Mit 2 fruchtbaren Staubfäden. XXIL,. Der einblättrige Kelch iſt 5theilig und ſeine Läpp»- igz der Saum iſt viertheilig5 der obere Abſchnitt deſſel- ben, welcher die Oberlippe bildet, iſt am breiteſten, ausgerandet und zurückgebogen 3 die drei übrigen, welche die Unterlippe bilden, ſind grade und von glei- ten Saamenz Gymnoſpermig. a) Mit 2 fruchtbaren Staubfäden. Kk Ly,copu 8, Wolfsfuß:.( Diandria/mono» gymnia, 1.) 1)» Tia europaeus,; europäiſcher Wolfsfuß (Water Horchound, Gypsywort, Angl.). Die Pflanze: treibtiaus. einer kriechenden, fnotigen Wurzel mehrere 1x bis 1x Fuß, ſeltener21 bis Z-FUC. hohe; aufrechte, glatte, viereckige, nach oben in gegenüber- --- 95 ſtehende Yeſte“getheilte'Stengel.+ Dies gegenüberſte- henden, Blätter ſind. eyrvund'/- lanzettförmig, etwas eunzlich.; buchtig-ſägezähnig,/. und unten mit bräun» lichen, Punkten veſtreut 3 bisweilen findet man ſie auch. ziemlich tiefs getheilt;:» und mehr odev. minder wollig, Die, weißen oder weißröthlichen Blüthen ſte- henna oben inden Winkeln dex Blätter in:vunden, dichten Quirlen. An den Ufern der Gräben„; Seen uüd Teiche, ſo wie an anderen ſumpfigen und feuchten Pläßen; iſt dieſe Pflanze durc< ganz Europa zu Hauſez ſie blüht im Juni und Juli, und ihre Saamen reifen im Juli und Auguſt. X. Ws ſie wächſt, kann man itt der Regel-auf einen att“ Humus ſehr reichen Boden ſchließen; ich fand fie unter andern auf einem Boden, welcher 70 bis' Sd pr: Ct. verbrennliche' Theile enthielt." Mit“ Eiſen giebt ſie eine ganz vortreffliche ſchwarze Färbe und man ſagt, daß'von' ihv die franzöſiſchen" ſblätter„unterſtüßt.:- Die»Blumen ſind gewöhnlich dunfelblau, bisweilen auch voth oder weiß: ihre helmförmige Oberlippe iſt"beſonders klebrig(ſo wie auch die ganze Pflanze einen klebrigen Ueberzug hat), und ſie duften ganz angenehm. An Hügeln, auf trocknen Wieſen, an Acker- xändern 2c. iſt dieſe Pflanze im größten Theile von Deutſchland ziemlic< häufig 3 ſie blüht im Mai und Juni, und ihre Saamen. reifen im Juni und Juli. 24. Wo ſie häufig wächſt, kann man ziemlich ſicher auf einen Mergelgehalt des Bodens ſchließen 3 ich habe ſie auch oft über ganzen Mergellagern angetrof: fen. Auch die weit ſeltnere quirlblüthige Salo bei(S. verticillata), und die mehr aufden Gebir- gen des ſüdlichen Deutſchlands einheimiſche Flebrige Salbei(8. glutinosa), wachſen gern auf einem ähnlichen Boden. Dieſe Wieſenſalbei wird. nur von den Ziegen und Scerſtuck- neſſel.(Corn Woundwort, Angl,) Site hat eine kleine faſrige Wurzel, einen aufgerichteten 1 Fuß und darüber hohen Stengel, welcher öſtig, und nur mit wenigen Haaren verſehen iſt. Die geſtielten Blät- ter ſind herzförmig, ſtumpf, gekerbt, auf beiden Sei» tea nur wenig behaart. Die unteren Blüthen ſißen gepaart, die oberen in ſechsblüthigen Quirlen bei- ſammen. Der Kelch iſt behaart und hat befranzte Zähne 3 die hellröthlihe Blume tritt kaum aus dem Kelche hervor. Auf Aeckern unter dem Getreide iſt dieſe Pflanze oft ziemlich häufig 3 vorzüglich gern ſteht ſie. auf Kalk- boden 3 ſie blüht vom Juni bis zum Auguſt, und reift im September. O. I< führe ſie hier mit auf, weil ſie als Merkn:aal des Kalkbodens dienen kann, Crom e's Handb. I1, 2, 8 114-=Xten Saamenz Angioſpermia. a.) Mit 2 fruchtbaren Staubfäden. XX. Gratiola, Gnadenfraut.(Diandria monogynia 1L:;) 1) G. officinalis, gebrauchliches Gnaden» kraut, Gottes Gnädenkraut, Gallenfkraut, wilder Aurin.(Gratiole, franz. 3 Hedge- Hys- 80p, Angl.) Aus ihrer kriechenden, gegliederten, weißen, hovizontalliegenden Wurzel treibt ſie meh- vere, gewöhnlich einfache, ſeltener am Grunde äſtige, viereckige, glatte, gegliederte, aufrechte Stengel, welche 1 bis Tx Fuß hoch werden, und gewöhnlich in dichten Haufen beiſammenſtehen.. Die hellgrünen, ungeſtielten Blätter ſtehen einander gegenüber, ſind gleichbreit- lanzettförmig, ungefähr 2 Zoll lang, und am Rande fein ſägeartig gezähnt. Jn den oberen Blattwinkeln entſpringen die Blüthen auf einblumi» gen Blumenſtielen einzeln 3 die Blumen ſelbſt ſind weißröthlich, bisweilen auch etwas bläulich und im Sclunde gelb behaart. Vorzüglich im nördlichen Theile von Deutſchland wächſt dieſe Pflanze hin und wieder auf Wieſen, häu- fig aber auch an den niedrigen Stellen. auf Aeckern, in. denen ſich im Frühjahre und Herbſt vieles Waſſer ſammelt. Sie blüht im Juli und Auguſt, und ihre Saamen reifen im Auguſt und September.. 2. Sie liebt einen Lehmboden und lehmigen Sand- boden. Die-ganze Pflanze hat einen ſehr. bitteun Ge- ſchmack, und bewirkt in größeren Doſen heftiges Er- brechen und Purgiren, daher wir ſie mit unter die Giftpflanzen zählen, obwohl ſie auch als Arzneipflanze vortreffliche Dienſte leiſtet. Das Vieh frißt ſie/nicht. Pferden, welche ſie mit unter dem Heu erhalten, ſoll ſie ſehr. übel bekommen.| Wo man, ſie: alſo. in Menge auf Wieſen bemerkt, thut man.wohl, ſie: auszurot- ten, odex an die Apotheker und Materialiſten zu ver kaufen. XXI111, Pinguicula, Fettfraut.(Diandria monogynia L,) I) P. vulgaris, gemeines, Fettfraut (Common Butterwort, Angl.).. Ein fleines Pflänzchen, welches aus ſeiner faſrigen Wurzel fei- nen eigentlichen Stengel, ſondern einige beinahe zun- genförmige, im Kreiſe um die Wurzel ſtehende, gelb- grüne, am Rande einwärtsgebogene Blätter hervor» treibt, welche an der Erde liegen, und wegen der ſchleimigen Feuchtigkeit, welche auf ihrer Oberfläche abgeſondert wird, ſich ganz fettig anfühlen. Aus der Mitte dieſer Blätter, unmittelbar aus der Wur- zel, kommen 2 bis 3, bißweilen noh mehrere, glatte, einfac. Wo ſie bei uns wächſt,“ pflegt ſich eine große Menge eines beinahö'torfigen Moders angehäuft zu haben. Den Schaafsh'ſoü ſie ſehr ſchädlich ſeyn 3 in- deſſen verſteht es ſich wol von ſelbſt, daß man dieſe nicht an ſolche Pläße hintrveibt, welche dieſe Pflanze vorzüglich liebt. Jhr ausgepreßter Saft tödtet das Ungeziefer beim Menſchen und beim Vieh. In Nor- wegen und Schweden, wo dieſe Pflanze häufiger wie bei uns wächſt,-benußt man die Blätter auf eine eigene, den Landwirthen gewiß intereſſante Art. Man legt nämlich einige friſche Blätter auf das Seihetuch, und gießt nun die Mild), ſo warm wie ſie von der Kuh kommt, darübeyx dur<. Nach einem oder zwei 126iger, auf? rechter, ſehr äſtiger, ungefähr x Fuß hoher Stengel. Die gleichbreiten Blätter ſind ganzrandig und ſcharf. Die Blüthen erſcheinen an dex Spiße des Stengels und der Aeſte in viereckigen, vielblüthigen Aehren, Die gelben Blumen haben einen vöthlichen Halm und einen feuyerrothen Gaumen? ſie werden von zuſam- mengelegten, herzförmigen, feingezähnten, dachzie- gelförmig übereinander liegenden, zurückgefrümmten Deckblättern unterſtüßt. Auf. trocknen Wieſen, am Rande der Gebüſche, zuweilen auch auf Aeckern, beſonders auf etwas kalk- haltigem Boden kommt dieſe Pflanze hin und wieder vor ſie blüht vom Juni bis zum Auguſt, und reift im Auguſt und September. O.- Das Rindvieh frißt ſie im jüngeren Zuſtande recht gern.. 2) M. arvense, Ader:Kuhweißen.(Peuple Cow- wheat, Angi.) Dieſe Art wird noch etwas größer als die vorige 3 aus ihrer faſrigen Wurzel treibt ſie einen aufrechten, ſehr äſtigen, rauhen, oft bis 2 Fuß hohen Stengel hervor. Ihre lanzettförmigen Blätter ſind lang zugeſpibt, ganzrandig und ſcharf. Die Blüthen erſcheinen an den Spißen des Stengels und der Aeſte in ſchönen, ſchlaffen, vielblüthigen <=- blätter ſind tief eingeſchnitten, oft etwas bläulich. Die Zähne des Kelcer ſich nur in Menge verbreitet, wenn dieſe einen Gehalt von 60=- 8op. Ct. Thon, und 7 bis 12 p. Ct. Humus beſizen 3 am häufigſten fand ich ſie an den Stegen, in deren Untergrunde ſich Eiſenocher befand, und deren Humus ſauer war. Sie gehört übrigens zu den verdächtigen Pflanzen, und wird vom Vieh nicht gefreſſen. Die Bienen be- ſuchen ihre Blumen fleißig. In der Arzeneifunde wird ſie gebraucht. **) Mit ungeſpornten Blumen. 2) A. Orontium, Orant, fingerförmiges Löwenmaul.(Lesser Snapdragon, Angl.) Die fleine faſrige Wurzel ſchickt einen aufrechten, wenig äſtigen, runden behaarten Stengel empor, welcher ſelten über einen Fuß hoch wird. Die geſtielten Blät- rer ſtehen abwechſelnd, ſind lanzettförmig und glatt. I38=> Die Blüthen erſcheinen an der Spike des Stengels in beblätterten ſchlaffen, vielblüthigen Aehrenz ſie ſind beinahe ungeſtiolt. Die Kelchläppchen ſind-gleichbreit lanzettförmig, behaart, und- länger wie die Blume. Die fleiſchrothe Blume hat voſenrothe Lippen, einen gelben Gaumen und einen ſehr kurzen, faum bemerk: baren, ſtumpfen Sporn. Die eyförmige, hockrige, punftirte Kapſel ift behaart; zweifächrig, und öffnet ſich an der Spiße mit 3 Löchern, Bald auf ſandigen, bald auf kalkhaltigen Aeckern iſt dieſe Pflanze ziemlich gemeinz., ſie blüht am Juli und Auguſt, und ihre Saamen veifen im Auguſt und September... O. Als Unkraut ſchadet ſie nicht ſehr, allein ſie iſt giftig und wird von dem Vieh nicht angerührt. Ihre ſonderbaren aufgeſprungenen Kapſeln haben ungefähr die Form des Hirnſchädels eines Aſfen. KXXI. Scrophularia, Braunwurz.(Didy- namia angioſpermia L.)| 1) 8. nodosa, Fnotige Brauwurz, Kt1o- tenwurz.(Figwort, Angl.). Sie hat eine braune, knotige Wurzel, welche einen aufrechten, einfachen, vieveckigen, glatten, beblätterten, oft bis 3 Fuß ho- hen Stengel empov treibt. Ihre geflielten,“gegen einatider über ſtehenden Blätter ſind'hevzfövmig, ſpißig; äm Rände ſägeartig gezähnt, glatt und mit Adern diuvhzogen. Die Blüthen erſcheinen an der Spike des Stengels in einer aufrechten äſtigen Traube und --- 139 die Blrthenftiele ſtehen einander"gegenüber, ſind ga- belfsrmig und'mit kleinen Deckblättehen verſehen. Die Blumen ſind braunroth 3 die Kapſeln eyförmig-ſpitzig. In Gebüſchen und au Zäunen, gern an etwas feuchten humoſen Pläßen iſt dieſe Pflanze micht ſelten z ſie blüht im Juni und Juli, und 4ihre Saamen reifen im Auguſt und September.:.. Die ganze Pflanze hat einen unangenehmen Gerüch. Ihre Wurzel wird gegen die Würmer der Schweine gebraucht» Die Bienen beſuchen die Blumen fleißig. XXXII Digitalis, Singerhuth.(Didynamia angioſpermia L.) I) D. purpurea, rotherFingerhuth.(Purple Voxglowe, Angl.). Die Faſerwurzel dieſer Pflanze treibt einen aufrechten, runden, weichbehgarten, in ruthenförmige aufgerichtete Aeſte getheilten, Überall beblätterten Stengel empor, der 3= 4 bis 6 Fuß hoch wird. Die abwechſelnd ſtehenden Blätter gehen in den Blattſtiel über, und laufen am Stengel etwas hinab, ſind eyförmig- ſpizig, am Rande eingeferbt, runzlich, mit Adern.durchzogen, und auf beiden Sei- ten, beſonders unten, weichbehaart, wodurch ſie ein weißlichgrünes Anſehen bekommen. Die Blüthen er» ſcheinen an der Spike des Stengels in einer aufrech- ten, vielblüthigen, langen prachtvollen Aehrez ſie ſind nickendz die Blume iſt purpurroth, inwendig weißlich, behaart und roth gefleckt.+ Die eyförmige ſpißige Kapſel enthält eine Menge kleiner brauner Saamen. T40. Die ganze Pflanze iſt ein ſtarkes Gift für Men- ſchen und Thiere!= Demungeachtet dient ſie uns als eine ſehr wichtige Arzeneipflanze. Sie prangt in unſeren Gärten als eine ſtolze Zierblume, man muß aber die Kinder mit ihren giftigen Eigenſchaften be- kannt machen. XXXII. Orobanche, Ervenwürger.(Didy- namia angioſpermia L.) 1) O. ramosa, äftiger Ervenwürger, (Stranglewed, Broomrape, Angl.) Seine äſtige Wurzel treibt einen mehr oder minder äſtigen, auf- rechten, blaßgelben, weichbehaarten, mit wenigen Schuppen, aber weiter keinen Blättern beſeßten Sten- gel hervor, welcher höchſtens einen Fuß hoch wird. Die Blüthen erſcheinen an der Spiße des Stengels und der Aeſte in ſpißen, vielblüthigen Aehren. Die Blumen ſind röthlichblau und haben eine gelbe Röhre z ſie ſind von 3 Deckblättern unterſtüßt, von denen das äußere größer iſt, als die beiden inneren. Der Kelch iſt bei dieſer Art vierſpaltig. Sie wächſt beſonders auf fruchtbaren humoſen Boden in den Niederungen am häufigſten als Sckenblumen(Campanaceae), denen ich noch einige, ihnen freilich nicht nahe verwandte Pflanzen mit kopfformigen Blüthen beigeſellt habe, welche jedoch. wegen. der Geſtalt ihxer Bluymenfrone hier abgehandelt werden mußten, Fexner ſtehen hiep noh die ſogenannten zweihbörnigen Pflanzen(Bicor- nes), deren Staubbeutel zwei hervorragende Spiken haben, wie z, B- die Heide 2c.5 alle dieſe Gewächſe, unter denen eine Menge ſtrauchartiger Pflanzen ſind, zeichnen ſich dadurch aus, daß ſie ihre Sagmen ent- weder in ein- oder mehrfächrigen Kapſeln, oder. in ein- oder mehrxfächrigen Beeren. tragen. Die vierte Ordnung ift nur flein, und enthält größtentheils die Gewächſe mit gedrehten Blumen(Contortae), und mit Fruchtbälgen, worin ſie ihre.Saamen tragen dex größte Theil dieſex Gewächſe gehört„aber dem Aus- lande, und intereſſirt uns hier wenig. In die fünfte Ordnung endlich habe ich einige in dieſe Claſſe gehö- rige Gewächſe gefiellt, welche ſich dur< ihren ganzen Bau, durc< ihre zuſammenhängenden Staubfäden, und ihre eigenthümlichen Früchte auffallend auszeiche nenz nämlich die ſogenannten Kürbispflanzen CCucurbitaceae). Die einzelnen Theile dieſer Gewächſe erſcheinen in 144 FE RE den maninigfaltigſten Formen? ſo finden wir. faſrige, äftige, und ſelbſt knollige Wurzeln bei ihnen; Sten» gel von mannigfaltiger Richtung und Beſchaffenheit 5 nur die Blätter und Blumen, die erſteren jedoch nicht völlig, haben viel übereinſtimmendes, indem wir in der Regel einfache, und ſelten nur gefiederte Blätter bemerken 3 die Blötter ſind ale rblättrig und 4- oder Ztheilig. Uebrigens bemerken wir, wenn wir alle dieſe Ges wächſe im allgemeinen überſehen, daß die meiſten von ihnen no< Kräuter ſind, welche nur ein oder einige Jahre ausdauern 3 nur vorzüglich in der dritten Ord- nung kommen einige Gefiräuche vor. Ihre innere Structur ſtimmt mit den Gewächſen der vorigen Claſſe ziemlich überein, nur mit dem Un- terſchiede; daß hier der Ring der Spiralgefäße ſchon vollkommner ausgebildet iſt? zum Beiſpiele wähle ich hier den Durc<ſchnitt des Stengels der gebräuchlichen Ochſenzunge(Anchusa officinalis), welcher Tab. X]. Fig. 8. etwas vergrößert vorgeſtellt iſt; die kreisför- mig geſtielten Bündel der Spiralgefäße ſind mit a. be- zeichnet. So mannigfaltig wie ihr Bau ſind auch die in ihren verſchiedenen Theilen niedergelegten chemiſchen Beſtandtheile, worüber ich ausführlicher bei den ein- zelnen Gewächſen werde ſprechen können, da es uns hier zu weit führen würde, nur das Merkwürdigere davon aufzufaſſen. Ze Ml I45 Auch über den Standort dieſer Gewächſe läßt ſich im allgemeinen nichts ſagen. Die Benußung, in landwirthſchaftlicher Hinſicht, iſt von einigen hieher gehörigen Pflanzen ſehr beträcht- lich 3 ich darf nur an die Kartoffel und den Taback ers innern, um dieſes zu befräftigen.z3- außerdem ſind aber auch unter den wildwachſenden Pflanzen dieſer Claſſe viele, welche durc< ihre Blätter und Früchte uns und unſern Hausthieren Nahrung und andere mannigfal- tige Bedürfniſſe liefern. Aber nicht minder beträcht- lich ift der Schaden, welchen uns einige als Unfkräu- ter zufügen. Au die ſchädlichen Giftpflanzen, deren genaue Kenntniß für einen Jeden ſo wichtig iſt, ſtehen mit in dieſer Claſſe. In Linne's Pflanzenſyſtem ſtehen dieſe Gewächſe in ſehr verſchiedenen Claſſen vertheilt, welche ich bei der Aufzählung der einzelnen Arten angeben werde. Ueberſicht der hieher gehörigen Pflan- zengattungen. aſte Ordnung: Stellatae, ſternförmige Gewächſe. Ihre Blätter ſind ſternförmig geſtellt, und die Saamen haben außer ihrer Rinde keine weitere Umhüllung. I. Galium, fabfraut. Der Kelch iſt ſehr klein, vierzähnig, und fteht über dem Fruchtknoten. Die kleine radförmige Blumen- Crome's Handb, I1, 2, TIO I 46=«Fem frone iſt faſt gänzlich ohne Nöhve, und hat einen vier- theiligen Rand. Die vier pfriemenförmigen Staub- fäden ſind kürzer als die Blume.. Der Fruchtknoten iſt zweiköpfig 3 die zwei kugligen Saamen ſind bald mit einer glatten: bald rauhen, bald borſiigen: forf- artigen Rinde überzogen. 11. Rubia, Nothe. Der Kelch iſt ſehr klein und vierzähnig, die glocken- förmige Blumenkrone ebenfalls ſehr klein, ohne beſon- dere Röhre, viertheilig, und beide ſtehen über dem Fruchtknoten. Vier pfriemenförmige Staubfäden ſind kürzer wie die Blume. Der Fruchtknoten 1ſt zweiföpfig. Die zwei fugligen nußartigen Sgaamen ſind mit einer glatten Rinde überzogen. III. Asperula, Waldmeiſter. Der kleine vierzähnige abfallende Kelch, und die xleine trichterförmige Blume/ welche eine ziemlich lange Röhre und einen viertheiligen Rand hat, ſtehen über dem Fruchtknoten. Die vier Staubfaden ſißen oben an der Röhre. Der Fruchtknoten iſt zweifköpfig. Die zwei kugligen Saamen ſind mit einer forfartigen, etwas runzlihen Hüle überzogen. 1V. Scherardia, Scherardie. Der kleine, bleibende, vier- bis 6zähnige Kelch, ſo wie die trichterförmige langröhrige kleine Blumen- PEE T47 frone, welche einen. viertheiligen flachen Rand hat, ſiehen über dem Fruchtknoten. Die vier kurzen Staub- fäden ſtehen oben an dex Blumenröhre. Der längliche Fruchtknoten iſt zweiköpfig. Die zwei eyförmigen Saamen ſind mit einer rauhen Hülle überzogen, und mit drei Kelchzähnkt, V. Heliotropium, Heliotrop. Der Kelch iſt 5zähnig« Die präſentirtellerförmige Blume hat eine ziemlich lange Röhre, und einen fla- Über fäden ſind ſo lang als die Blume, Die vier Frucht- Enoten haben einen fadenförmigen Griffel, und eine ſtumpfe, zweitheilige Narbe. Die vier rundlichen Saamen ſind weichſtat. IX. Symphitum, Beinwelle. Der Kelch iſt ſeitig und 5zähnig. Die gloken- förmige Blumenkrone hat eine kurze Röhre, die ſich <.- em=n T49 nach vorn zu bauchig ausdehnt 3 der Saum iſt 5zäh» nig, der Schlund durch 5 pfriemenförmige, mit deit Spißen zuſammenſchließende Strahlen geſchloſſen. Die fünf pfriemenförmigen Staubfäden ſtehen mit dieſen Fäden in der Bluine abwechſelnd. Vier Frucht- knoten tragen einen fadenförmigen Griffel mit ein- facher Narbe. Vier höcrige, faſt dreiſeitige Saas men werden vom Kelche umſchloſſen. X. Borago, Botetſch. Der Kelch iſt 5theilig, und ſeine Abſchnitte ſind lanzettförmig. Die radförmige Blumenkrone hat eine kurze Röhre, einen flachen fünftheiligen Rand, und ihr Schlund iſt mit 5 ftumpfen, vorn ausgeran- deten Hervorragungen verſchloſſen. Die 5 Staub- fäden, welche mit dieſen Hervorragungen verbunden ſind, haben einen noch längeren, gefrümmt in die Höhe gerichteten Fortſaß, wodurch die zuſammenge- neigten Staubbeutel an einander gehalten werden. Die vier Fruchtknoten haben: einen: fadenförmigen Griffel und eine einfache Narbe, Die vier vundlichen Saamen ſind runzlich. Xl. Lycops15, Krummhals. Der Kelc< iſt fünftheilig,'und ſeine Läppchen ſind ſpißig. Die trichterförmige Blumenkrone hat eine einwärtsgefrümmte Röhre, einen fünflappigen Saum, und ihr Schlund iſt durch fünf hervorragende, zuſammenſchließende kleine Schuppen geſchloſſen. Die fünf Staubfäden ſind ſehr klein» Die vier Frucht- knoten haben einen fadenförmigen Griffel, und eine ſtumpfe. zweitheilige Narbe. Die vier eyförmigen Sqaamen ſind runzlich. XII, Cynoglossum, HundSzunge. Der längliche Kelc< ift fünftheilig und ſeine Läppchen ſind ſpißig« Die trichterförmige Blumen- krone hat eine kurze Röhre, einen halbfünftheiligen Saum mit ſtumpfen Läpp an TI33 Fruchtknoten befindet/ hat eine rundliche Röhre und einen viertheiligen' Rand, deſſen Läppchen zurückge- ſchlagen ſind. Die vier Staubfäden hängen lang Über die Blume hervor. Der eyförmige Fruchtkno- ten hat einen fadenförmigen Griffel, welcher um die Hälfte kürzer iſt, als die Staubfäden, und eine ein- fache Narbe. Die eyförmige Saamenkapſel iſt zwei- fächrig, ſpringt in der Quere mit einem Deckel auf, und wird von der verwelkten Blumenkrone bedeckt. c) Die Blumenkrone iſt radfsormig. 0) Die Saamen ſind in Kapſeln enthalten. XIX. Sanguigsorba, Wieſenknopf. Der Kelch ift zweiblättrigz die Blatter ſind ſehr furz und abfallend. Die rvadformige Blumenkrone ift viertheilig, und ihre Läppchen ſind ſtumpf. Die vier Staubfäden ſind oben breiter, und von der Länge der Blumenkrone. Dev viereckige Fruchtknoten ſteht zwi- ſchen der Blume und dem Kelcig, fünf- faltig, feſt glattrandig, und nur mit fünf kleinen Zäh- nen verſehen. Die fünf pfriemenförmigen Staubfäs den ſind ſo lang als der Kelch. Der eyförmige Frucht? knoten hat einen graden fadenförmigen Griffel" und eine dicke zweiſpaltige Narbe. Die Kapſel ift rund- lich eyförmig, ſtachlich vierfächrig, vierflappig» und enthält viele nierenförmige Saamen. XXXV. H yosciamus, Bilſenfraut. Der einblättrige, glockenförmige Kelch iſt fünf- theilig, ſeine Abſchnitte ſind ſpißig, und er bleibt nach deim Verblühen ſitzen. Die trichterförmige Bly» menfrone hat eine kurze Röhre und einen fünfſpaltigen Saum, deſſen Abſchnitte ſtumpf und unregelmäßig ſind. Die fünf pfriemenförmigen Staubfäden ſind abwärts. gebogen, Der rundliche Fruchtknoten hat einen fadenförmigen Griffel und eine Fopfförmige Narbe.“ Die eyförmige Kapſel wird vom Felche um- ſchloſſen,"öffnet ſich in der Queere mit einem Deckel, hat zwei Fächer, und in jedem viele kleine graue Saamen,;) XXXVI. Nicotiana, Tabac. Der eyförmige oder längliche Kelch iſt halbfünf- ſpaltig. Die Röhre der trichterförmigen Blumenkrone iſt länger als der Kelch, und ihr offenſtehender Saum iſt fünffaltig und halbfünftheilig. Die fünf pfriemen» 77 förmigen Staubfäden ſind am Grunde zottig und ein- gebogen. Der eyförmige Fruchtknoten hat einen fa- denförmigen Griffel, und eine Fopfförmige ausgeran» dete Narbe. Die beinahe eyförmige Kapſel iſt zwei» fächrig, ſpringt an der Spike. vierklappig auf, und enthält eine große Menge ſehr kleiner mierenförmiger Saamen,. Crome's Handb. I], 2, 8 162=>. XXXVI. Verbascum, Wollblume. Der einblättrige kleine] Kelch ift tief fünftheilig. Die radförmige Blumenkrone hat eine ſehr kurze Röh- xe, und einen fünftheiligen, etwas ungleichen Rand, deſſen Abſchnitte eyfsrmig und ſtumpf ſind."Die fünf pfriemenförmigen Staubfäden ſind unten bärtig, und kürzer als die Blumenkrone, Der rundliche Frucht- knoten hat einen. fadenförmigen einwärtsgebogenen Griffel und eine dickliche ſtumpfe Narbe. Die epför- mige, längliche Kapſel iſt langgeſpißt, zweifächrig, zweiflappig- ſpringt oben auf, und enthält viele eckige Saamen. XXXVIV). Chironia, Chironie, Der einblättrige, aufrechte Kelch iſt fünftheilig. Die trichterförmige Blumenkrone hat eine ſchmale Röhre, und einen fünftheiligen Saum mit eyformiz gen Läppchen. Die fünf furzen, ziemlich breiten Staubfäden ſind oben an der Röhre befeſtigt, und ihre länglichen Stäubbeutel winden ſich nach der Ausſtreuung des Blumenſtaübes ſpiralförmig zuſam- men. Der eyförmige Fruchtknoten hat einen faden- förmigen Griffel und einte kopfförmige Narbe. Die länglich- eyförmige, zweifächrige Kapſel iſt zweiflappig und vielſaamig«. XXXIX. Phy'te uma,-NRavunzel. Der einblätttige-Kelhäſtfünftheilig. Die rad- förmige Blumenkroneiſtanfangs- gebogen 3-ſie.iſt- fünf- theilig,- und. ihre Abſchnitte ſind gleichbreit.». Die fünf zurückgebogenen. Staubfäden ſind, kürzer als. die Blume,- Der Fruchtknoten„ſit unter der Blume, hat einen fadenförmigen, umgefrümmten Griffel, und eine zwei bis. Ztheilige.zurückgerollte Narbe.- Die rundliche Kapſel. iſt. 2- bis Zfächrig., öffnet. ſich. nicht mit. Klappen, ſondern durch eine Seitenöffnurnzg; und enthält.viele kleine-xundlihe. Saamen. XL. Campanula, Glocenblume. Der einblättrige'Kelch iſt'fünftheilig. Die glofk- Fenförmige Blume iſt:halbfünfſpaltig; und am Grunde mit 5 fleinen.zuſammenſchließenden Schuppen verſes- ben, auf deren Spikßen die fünf kurzen, am Grunde verdickten, zuſammengeneigten Staubfäden ſtehen, deren längere Staubbeutel zuſammengedrückt ſind. Der eckige Fruchtknoten ſteht unter der Blume, hat einen fadenförmigen Griffel, welcher länger. iſt, als die Staubfäden, und eine dreitheilige Narbe. Die rundliche Kapſel iſt dreiſeitig, 3: bis 5fächrig, und ſpringt mit eben ſo vielen Seitenöffnungen(ohne Klappen) am Grunde auf. Sie enthält eine Menge kleiner Saamen, IL> y)./Mit x0.Staubfäden und-mehrfächriger Käpfel. XLI. Ledum, Poſt. Der kleine einblättrige Kelch iſt fünfzähmig« Die flacße Blumenkrone iſt einblättrig und tief fünſtheilig, die Läpphen ſind eyförmig, ausgehöhlt und abſiehend. Die 10" fadenförmigen Staubfäden ſind ſo lang als die Blume, und haben längliche Staubbeutel. Der rundliche Fruchtknoten hat einen fadenförmigen Grif- fel und eine ſtumpfe Narbe. Die rundliche Kapſel iſt/fünffächrig, öffnet ſich am Grunde, und enthält eine Menge länglicher, an beiden Enden ſpißiger, ſehr feiner Saamen. b) Mit. Beereti. VG 0) Die Blume ſteht unter dem Fruchtknoten. XL. Solanum, Nachtſchatten. Der Kelch iſt einblättrig und zur Hälfte fünf- theilig. Die radförmige Blumenkrone hat eine ſehr kurze Röhre und einen zur Hälfte fünftheiligen ge- falteten Saum. Die fünf Staubfäden ſind ſehr klein 3 ihre langen Staubbeutel neigen ſich gegen ein» ander, und ſpringen oben in zwei Oeffnungen auf. Der Fruchtknoten iſt vundlich- hat einen fadenförmi- gen Griffel und eine ſtumpfe Narbe. Die Frucht be- ſteht aus einer unächten Beere, welche kugelrund, fleiſchig oder ſaftig, durch eine Scheidewand in zwei Fächer getheilt, und vielſaamig iſt. XLI. Physalis, Sudenfitſche. Der Kelch iſt bauchig, halbfünfſpaltig, fünfeckig, fünfzähnig, und bleibt nach dem Verblühen ſißen. Die radförmige Biumenkrone hat eine ſehr kurze Röhre und einen halbfünfſpaltigen gefalteten Saum, deſſen Läppchen breit und ſpißig ſind. Die fünf Staubfäden ſind kurz, die länglichen Staubbeutel ge» gen einander geneizt. Der rundliche Fruchtknoten hat einen fadenförmigen Griffel und eine ſtumpfe Narbe. Die Frucht beſteht aus einer ächten kugel» vinden, zweifächrigen Beere, welche von dem auf»- geblaſenen Kelche eingeſchloſſen iſt, und viele nieren? förmige, zuſammengedrückte Saamen enthält, die mit einem rindenartigen Ueberzuge verſehen ſind, XLIV. Atropa, Tollfraut. Dev Relch iſt einblättrig, fünftheilig und höc>k- Liq. Die glockenförmige, bauchige Blumenkrone hat eine kurze Röhre, einen bauchigen Saum, und eine kleine fünfſpaltige Mündung. Die fünf pfriemen»- förmigen Staubfäden ſind am Grunde der Blumen- krone feftgewachſen, auseinanderſtehend und einwärts- gefrümmt. Dev halb eyförmige Fruchtknoten hat einen fadenförmigen" Griffel, und eine kopffsrmige, aufſteigende Narbe. Die Frucht beſteht aus einer unächten, kugelrunden, ſaftigen, markigen, zwei? fächrigen Beere,- welche von dem großen Kelche ein» 1658==> 22. geſchloſſen wird,"und eine: Menge nierenförmiger Saamen; enthält. B)„Die Blume„ſteht über. dem, Fruchtknoten. "XLV. Lonicera, Sonizere. Dev kleine Kelch. iſt fünfzähnig.„Die Blumen- Frone iſt röhrenförmig und. unregelmäßigz ihre Röhre iſt länglich und höckrig 3 der Saum iſt fünftheilig, und die Abſchnitte ſind zurückgerollt. Die fünf pfrie- menförmigen Staubfäden haben längliche Staubbeu- tel, und ſind. ſo lang als die Blume. Dex rundliche Fruchtknoten hat einen fadenförmigen Griffel, und eine Fopfförmige ſtumpfe Narbe. Die Frucht beſteht aus einer kugelrunden ächten Beere, welche bald eins zeln ftieht, bald zu zwei beiſammengewachſen, ſaftig iſt, und vier zuſammengedrückte Saamen- enthält, XLVI. Lycium, Bocfsdorn. Der kleine Kelch iſt einblättrig, halbfünftheilig und bleibend. Die trichterförmige Blumenkrone hat eine etwas gefrümmte, offenſtehende Röhre und einen fünftheiligen Saum, deſſen Abſchnitte ſtumpf ſind. Fünf pfriemenförmige Staubfäden gehen aus der Mitte der Blumenröhre hervor, und ſchließen dieſe mit einer Haarbede>ung, welche ſie bekleidet. Der vundliche Fruchtknoten hat einen einfachen Griffel, und.eine. dickliche zweitheilige Narbe. Die rundliche Beere ift zweifschrig. =-- 169 welche einfächrig und einfläppig ſind, und viele ſchup- pig über einander liegende, mit Haarkronen verſehene Saamen enthalten, die an einem freien häutigen Fruchtboden befeſtiget ſind. 5te Ordnung: Pepoceae; mit fürbigartigen Früchten, verwachſenen Staubfäden, und getrenntem Geſchlecht. LI. Cucurbita, Kürbis. Die männlichen Blüthen haben einen ein- blättrigen, glockenförmigen, fünfzähnigen Kelc<, und eine glockenförmige, fünfſpaltige Blumenkfrone, in deren Mitte ſich eine hohle, dreieckige Honigdrüſe bes findet. Die drei mit einander verwachſenen Staub- fäden ſind nur furz, und endigen ſich oben in ſcenförmige, fünftheilige Blumenkrone iſt mit ihm verwachſen. Sie enthalten 5 oben verwachſene Staubfäden, von denen 4 mit doppelten, einer aber nur mit einem einzelnen Anſaße verſehen iſt, auf welchem. dex Staubbeutel wie ein Saum auf- und abſteigt. FE 5=wärts ſcharf ſind. Die ſteifen Blättchen ſtehen zu 6 ſternförmig um den Stengel, ſind lanzettförmig, an der Baſis verſchmälert, mir einer ſteifen Spiße verſehen, und am Rande ſo wie am Rücken ſcharf. Die kleinen weißen oder weißröthlichen Blüthen kommen am Ende des Stengels und der Zweige in dreitheiligen Dol? dentrauben hervor. Die Früchte ſind ſehr klein und glatt.: An ſumpfigen Pläßen, auf. moraftigen Wieſen 2c. iſt dieſe Pflanze ſehr gemein z ſie blüht im Juni und Juli, und ihre Saamen reifen im Juli und Au- guſt. I. Da3 Bieh frißt ſie. Jh führe ſie vorzüglich des- Halb hier auf, weil ich ſie häufig in ſolchen Niederun- gen und Sinken der Felder fand, in denen ſich eine bedeutende. Menge Moder angehäuft hatte. 2) G. verum, gemeines oder gelbes Labkrautz gelbes Frauenbettſtroh(Lellow Bed-strawy. Cheese-rennet, Ang]l.),(Es hat eine Friechende, äſtige, au3dauernde, bräunliche. Wurzel, welche aufrechte und. glatte, ſtumpf- viere>ige, am Grunde ſehr äſtige, 3 bis 1X Fuß hohe Stengel em- portreibt.. Die gleichbreiten, gefurchten, ſcharfſpißie gen Blätter ſißen zu: 8 bis. x0, flernformig um den Stengel und die Aeſte.. Die- gelben wohlriechenden Blüthen erſcheinen am Ende. des Stengels und der Aeſte in gvoßen, ſehr äſtigen„dicht mit Blüthen be- deckten Rigpen. Auf trocknen Wieſen, an Ackerrändern und We- gen iſt, dieſe Pflanze ſchr gemein 3 ſie blüht vom Juni bis zum Auguſt, und.ihre Früchte reifen vom Juli bis zum September.+. Sie wmmt mit mehreren Bodenarten vorlieb. ---- x73 Jung wird ſie von'6llem Vieh gern gefreſſen. Ihre Wurzel: hat, ſo wie die der meiſten Arten dieſer. Gat- tung, rothfärbende Kräfte auch ſelbſt die Knochen derjenigen Thiere, welche man dam!* futtert, pflegt ſie voth zu färben. Das Kraut, ſo wieauch das Kraut der meiſten übrigen Labkräuter, macht, in die Milch gez legt, dieſelbe gerinnenz ſogar ſoll die Milch derjent» gen Kühe ſehr leicht gerinnen, welche viel davon freſ- ſen, wovon ich jedoch keine Erfahrung habe. Die Bienen beſuchen die angenehm riechenden Blüthen häufig. **) Mit borſtiger Frucht, 3): G. Aparine, flebriges Labkraut, Klebkraut, Klebrich(Gratteron, Rieble, franz, 5 Goose- graſs, Cleavers, Angl.). Geine Faſer- wurzel ſchickt einen ſere Bez ſchaffenheit deſſelben gleichgültig,« da ſie gleich gut auf thonigen, lehmigen und ſandigen. Boden fortkommt. Da aber ihre Wurzel ſich. erſt in einigen Jahren voll» kommen ausbildet, ſo muß man ihr natürlich einen Plaß einräumen, auf dem ſie einige Jahre ſtehen kann. Die zerſtoßene Wurzel liefert uns das unter dem Namen des Krapps oder Grapps allgemein bekannte Farbematerial, welches die vothfärbenden Kräfte der Wurzeln dieſer» Pflanzenfamilie(der Labkräuter)'in einem ſehr hohen Grade beſißt: Dieſes färbende) Weſen befindet ſich aber mehr und ſtärker in“ den ine| nern Theilen der Wurzel,+ als'in der-Rindez man ſondert daßer auch gewöhnlich die Rindentheile, welche man um einen geringeren Preiß unter dem Namen ==> de 177 Mul verkauft, von demübrigen ab. Zum Zerkleinern oder Stampfen der Wurzeln werden eigene Mühlen erfordert; welc Theils von Deutſchland iſt dieſe Pflanze ziemlich häu- fig 3 ſie blüht im März und April, und ihre Saamen reifen im Mai und Juni. 2x. In mehreren Gegenden zieht man ſie in Gärten, um ſie als Gemüſe zu benußen. Vom Rindvieh, den Schweinen! und Ziegen wird ſie gefreſſen; Schaafe und Pferde freſſen ſie nicht. Auf Wolle geben die Blätter eine gute braune Farbe, Die Blüthen wer» den von den Bienen beſucht. VII. TLithoſpermum, Gteinſaame.(Pen- tandria monogynia L.) 1) L. arvense, Ackerſteinſaame.(Corn Gromwell, Bastard Alkanet, Angl.) Die außen vothliche) inwendig weißliche, äftige Wurzel dieſer Pflanze treibt einen aufrechten x bis 2 Fuß hoben, rauhen Stengel hervor)"der mit mehreren theils ab- wechſelnd 5"theils zu mehreren beiſammen ſtehenden Aceſten verſehen iſt, welche ſich ſparrig ausbreiten. Ihre ſtielloſen Blätter ſtehen„abwechſelnd, ſind lan- zettförmig, etwas runzlich und rauh" am Ende der Zweige fliehen ſie oft gepaart? Die ſehr kurz geſtielten milchweißen oder. gelblichen Blüthen fommen.abwech- ſelnd in den oberen Blattwinkeln hervor, und die Blu,| menfrone ragt kaum über den Kelch hervor. Die Saamen ſind bräunlich, runzlich und ſcharf. Die Pflanze iſt eins der gemeinſten Unfräuter, welches ſich oft ſehr auf den Getreideäckern und Fel- == amm I83 dern verbreitetiz ſie blüht vom April bis zum Jum, und ihre Saamen reifen im Juli. O./ Auch dieſe Pflanze iſt mehr auf ſandigen, lehmig- ſandigen und Lehmboden zu Hauſe, als auf dem firen- gen Thonbodenz ſie thut ällerdings den angebauten Gewächſen Schaden/ indem ſie ihnen, da ſie oft in ſo großer Menge da iſt'Nahrung raubt. Nur ſo lange ſie jung iſt, wird ſie von den Ziegen, Scaafen und Schweinen gefreſſen, von dem übrigen Vieh aber nicht. Vorzüglich die Wurzel liefert eine vothe Farbe. b) Der Schlund der Blume iſt mit Schuppen oder anderen Ver- längerungen der Blumenkrone bedet, IX. Symphitum, Beinwelle,(Pentandria monogynia 1.) 1) 8. officinale, gebräuchliche Beinwelle, Schwarzwurz.(Consoude, Franz. 3 Common Cornfrey, Angl.) Sie hat eine ſtarke, außen ſchwarzbraune ,“ inwendig weißliche, äſtige, perennis- xende Wurzel, welche einen 2 bis 3 Fuß hohen auf- rechten, äſtigen, mit herabgebogenen ſtarken Haaren beſeßten Stengel emportreibt.“Die Blätter ſind ey* förmig lanzettförmig, oft-einen Fuß und darüber lang; und rauhz die Wurzelblatter ſind breiter und geſtielt, die Stengelblätter ſchmäler und am«Stengel herab» laufend. Die Blüthen erſcheinen an der Spike des Stengels und der Aeſte in heräbhängenden gepaart beiſammen ſtehenden Trauben 3 die Blumen ſelbji ſind gewöhnlich roth oder violett5 bisweilen'aber auch weiß oder gelblich. Am Rande-der Gräben und- Teiche, ſowie auch an anderen ſchattigen feuchten Pläßen iſt dieſe(ſchöne Pflanze nicht ſelten.z3 ſie blüht im Mai und Juni, und ihre Saamen reifen im Juli und Auguſt, 2: „Ihre Wurzel enthält eine Menge Schleim und iſt eßbar.“Auch ihve jungen zarten Blätter werden an einigen Orten dem Gemüſe und dem Salat mit beige- miſcht. Vom Rindvieh und den Pferden wird die Pflanze gefreſſen, von dem übrigen Vieh niht. Die Blüthen geben den Bienen Nahrung. X. Borago, Botretſch.(Pentandria mono- gynia L.) T) B. officinalis, gebräuchlicher Boretſch, Borragen.+(Bourrache, Common Borage, Angl.),"Die äſtige Wurzel- treibt aufrechte,"äſtige, weitſchweifige, ſaftige Stengel hervor, welche oft bis zu zwei. Fuß hoch. werden, und überall, ſo wie. auch die Blätter mit ſteifen Borſtenhaaren bekleidet ſind. Die abwechſelnd ſtehenden Blätter: ſind ungeſtielt(die oberen umfaſſen beinahe den Stengel), epyrund:längs» lic; ſtumpf, adrig und runzlich. An der Spiße des Stengels und der Zweige entſpringen zweitheilige Blüthenſträuße, deren. Blüthen nach einer Seite her- über hängen, Die Blumen ſelbſt ſind ſchön himmel- blau, ſeltener weiß oder röthlichz die Staubfäden ſind ſchwarz. Urſprünglich iſt dieſe Pflanze in' ver Levante und den ſüdlichen europäiſchen Ländern zu Hauſe z ſie wird aber häufig. in unſeren Gärren gezogen, und hat ſich von dort aus ſhon auf Scutthaufen und an Wege in die Nähe der Gärten wild verbreitet 3 ſie blüht im Juni und Juli, und ihre Saamen- reifen im Auguſt und September. O- Man ißt die Blätter als Sälat und Gemüſe. Die Bienen beſuchen die Blüthen fleißig. X1. Lycop81i5s, Kruimmhals.(Pentandria mo- uogynia 1..) 1) L. arvensis, A.ferfrummhals, Wolfs- geſicht.(Small Bugloſs, Angl.) Die äſtige Wurzel treibt einen aufrechten, zweitheilig äſtigen, ſehr rauhen Stengel: hervor; welcher gewöhnlich nur 8-- 10 Zoll, ſeltener einen Fuß und darüber hoch wird. Die un- geſtielten, abwechſelnd ſtehenden Blätter ſind ſchmal lanzettförmig, ziemlich. ſtumpf, ausgeſchweift, klein- zahnig, wellenförmig gefalten und überall mit ſteifen Haaren bedeckt 3 die oberen umfaſſen den Stengel. Die Blüthen kommen ander Spike des Stengels in einſeitigen» gefrümmten armblüthigen Trauben her» vor. Die Kelche fiehen zur Blüthezeit in die Höhe. Die kleinen gekrümmten Blumen ſind heüblau. Hin und wieder iſt dieſe Pflanze ein gemeines Un- fraut auf Aeckern, Feldern undin Gartenz ſie blüht vom Mai bis zum Auguſt, und ihre Saamen reifen vom Juli bis zum September.'O. md Ali Sie nimmt mit mehreren Bodenarten vorlieb, ſcheint aber am liebſten auf friſch und reichlich gedüng: ten Pläßen zu ſtehen, daher man ſie am häufigſten in Gärten und auf Stadtländereien findet. Sie wird vom Vieh gefreſſen, beſonders ſuchen die Schaafe ſie gern auf. Die Bienen beſuchen die Blüthen. XII, Cynoglossum, HundSzunge.(Pen tandria monogynia 1.) 1) C. officinale, gebräu. Auch dieſen. Strauch verpflanzen wir häufig der Zierde wegen in unſere Bosfets und benüßen ihn zu Hecken;' wozu er ſich wegen ſeiner dichten. Aeſte ſehr gut ſchiekt;/«Sein Holz iſt ſehr hart, dient zu'Drechs: levarbeiten und beſonders zu Schuſterpflö>en. Die daraus gebrannten Kohlen ſind- vorzüglich zart, und werden zum Schießpulver„benußt. Seine Beeren dienen mehreren Singvögeln zur Nahrung, und.wir benußen ſie in der Färberei... Die Kerne ſollen ein gutes Oel liefern. Seine Fortpflanzung geſchieht leicht, theils.durc< Ableger und Saamen, theils durch ſeine häufigen“ Nebenſchößlinge. Auch ſeine Blätter werden häufiz' von den ſpani- ſchen Fliegen zerfreſſen, XV1I1,.Daphne, Kellerhals.(Octandria mo» nogynia 1L,) I) D.. Mezereum, gemeiner Kelklevhals, Seidelbaſt, Pfefferſtrauch.(Mesereon, Franz.5 1Mezereon, Spurge-Olive, Angl.) Ein Fleiner Strauch, welcher einen ziemlich geraden, ei- Crome's Handb, Il. 2, I2 194 20: nige Zolle dicken Stamm treibt, der ſich gleich unten in mehrere, aufgerichtete, dünne, ſehr zähe und bieg» ſame, mit einer glatten weißlich braungrauen Rinde, überzogene Aeſte zertheilt, und mit den Aeſten unge- fähr eine Höhe von 4 bis 6 Schuhen erreicht. Die kurz geſtielten, lanzettförmigen, glatten und glatt randigen Blätter erſcheinen erſt büſchelfsrmig an den Spißen der Aeſte z nachher ſtehen ſie abwechſelnd. Unter ihnen, an der Mitte der Zweige, und noh vor ihrer Entwickelung kommen die ungeſtielten'Blüthen haufenweiſe hervor, indem fie vund umher den Zweig in der Länge eines oder einiger Zolle dicht befleiden. Die Blumen ſind entweder vöthlich(wie gewöhnlich) oder ſeltener weiß. Waren die Blumen roth, ſo wev- den auch die darauf folgenden rundlichen glatten Bee- ven roth, ſonſt aber /- wenn die Blumen weiß waren, gelb. In Bergwaldungen des mittlevxen und ſüdlichen Deutſerrändern, auf Wieſen und Weiden iſt dieſe eine der gemeinſten Pflanzen 3 ſie blüht vom. Juni bis zum Auguſt, und reift im Auguſt und September. I. Sie nimmt mit den mannigfaltigſten Erdmengun- gen vorlieb 3 ich fand ſie auf Boden, welcher gegen 80 Pp. Ct. Thon, und wieder auf anderm, der gegen 20 p: Ct. Humus und außerdem eine beträchtliche Quantität Sand enthielt, alſo ſehr locker war. In- deſſen ſcheint ſie auf einem ſandigen Lehmboden, wenn er'nur eine ziemliche Quantität Humus(5--6p. Ct.) enthält, am beſten zu gedeihen. Nach der Art des Bodens findet man ſie auch in mannigfaltigen Abſiu- Bn I Hl 1097 fungen der Größez die Blätter von 2 bis 3= 10 Zoll Länge, und in eben dieſem Verhältniß die übrigen Theile. Auf Aeckern verbreitet. ſie) ſich ſelten häufig, aber auf Wieſen und Weiden wird ſie.leicht ſchädlich, indem ſie die neben ihr wachſenden Pflanzen verdrängt. Uebrigens wird ſie von allem Vieh gern-gefreſſen, und die Saamen werden von den Vögeln fleißig aufgeſucht. 2) P. media, mittlerer Wegerich, haari- ger Wegerich.(Hoary Plantain,'Angl.) In ihrem Bau hat dieſe Pflanze viele Aehnlichfeit mit der vorigen, nur ſind ihre. Blätter eyförmig- lanzettartig, ſiebenrippiy, laufen in einen kurzen Blattſtiel über, liegen flac< auf dem Boden und ſind dicht mit feinen Haaren bedeckt, wodurch ſie ein graues Anſehen erhal ten. Auch ihr aufrechter, runder Schaft iſt feinbe- haart 3 er trägt eine walzenförmige, kurze Aehre blau- röthlicher Blüthen, ſtatt daß dieſe bei der vorigen Pflanze mehrere Zolle lang und grün war. Auch dieſe Pflanze iſt an Wegen und auf trocknen Weiden nicht ſelten 3 jedoch nicht ſo häufig als die vo» rigez ſie blüht im Mai und Juni, und ihre Saamen reifen im Juni und Juli. 2, T< habe ſie immer auf einem falk- oder mergel- haltigen Boden angetroffen 3 oft am üppigſten auf Boden, deſſen Hauptbeſtandtheil-Kalf war. Sie wechſelt nach dem größeren oder geringeren Humus- gehalt des Bodens ebenfalls ſehr in Hinſicht ihrer Größe, Uebrigens ſtimmt. ſie in Anſehung ihres 198 R IE Il Nubßeys und Schadens völlig mit der vorigen Pflanze überein. 2) P. lanceolata, lanzettförmiger Wege- vich, ſpißiger Wegerich.(Bibwort Plantain, Ang].) Auch er hat noch viele Aehnlichfeit im äuße ren Baue mit den beiden vorigen Pflanzen, nur ſind ſeine Blätter bei weiten ſchmäler, nämlich gleichbreit lanzettförmig, ziemlich lang(oft 6= 3 Zo) 3- bis Zrippig- und: aufgerichtet? auf ſehr ſandigen, unfrucht» bayem Boden. ſind die Blätter unten am Rande mit langen weißen Haaren bekleidet. Aus der Mitte der Blätter ſteigen mehrere, dünne, eckige, aufrechte, glatte Schafte hervor, die noch. etwas länger werden, als.die Blätter, und eine kurze pfriemenförmige bräun2 liche Aehre kleiner dichtſtehender Blüthen tragen. Er iſt eins der gemeinſten Unfräuter an Wegen, Ackerrändern, und beſonders auf ruhenden Feldern, aber auch auf nicht zu feuchten Wieſen und Weidenz ſeine Blüthen erſcheinen vom April bis zum Auguſt hin, und ſeine Saamen reifen: vom Juni bis zum September: 24. Ic habe ihn auf ſehr mannigfaltigen Bodenarten angetroffen 3 ſo z« B. auf einem ſtrengen Thonboden, welcher über 60 p. Ct. Thon, und' wieder auf Sand»- boden, welcher über: 80 p- Ct. Sand'enthielt? er ſcheint mir: aber doch den ſandigen Lehmboden) bei wei- ten vorzuziehen, da er hier viel üppiger wächſt als im' Thonboden 3+am Üppigſten- fand) ich ihn ſogar am Ab- hange eines Hügels, auf Boden, welcher 913 p:'Ct: Sand, 12 p.Ct. Humus und 74 p- Ct. Thon enthielt. Das Vieh frißt ihn bei weiten lieber, als die bei? den vorigen Arten, und die Engländer bauen ihn auch als Futterkraut. Da er auf ſo ſehr ſandigen Pläßen- (wie ich vorhin angab) noch recht üppig fortkommt, und da ſein Saame ſehr leicht aufzunehmen iſt, ſo ſollte man in der That ihn auch bei uns benutzen, um damit die ſandigen Hügel zu bekleiden. 3) P. maritima, Seeſtramds- Wegeric. (Sea Plantain, Angl.) Die Wurzel iſt ſpindebför- mig» und endigt ſich oben an einen dicklichen Körperz aus dieſem entſpringen mehrere halb.- walzenförmige» dicke, fleiſchige, glattvandige, dreinervige, am Grunde wollige Blätter. In ihrer Mitte erhebtiſich ein walz zenförmiger, unten behaarter(bisweilen auch glatter) am Grunde gebogener, ſonſt aber aufrechter Schaft/ welcher eine längliche, dichte walzenformige Aehre trägt. In ihrer Größe wechſelt dieſe Pflanze ſehr 3 ich habe die Blätter von 2 bis'8 Zou Länge gefunden; hin und wieder kommt auch eime Spielart mit gezähnten Blättern(Plantago dentata), und eine andere Spiel- art mit rispenförmig zertheilten Aehven vor. Die Pflanze bewohnt nicht allein die Seeküſten, ſondern auch alle ſalzige Pläße im Binnenlandez ſo findet man ſie in der Regel häufig an feuchten, vom Salzwaſſer dur uw ZOL knopf,'Sperberkraut, große oder falſche Bibernel!,Blutkraut2.(Sanguisorbe, franz. 3 Great Burnet, Angl.) hr aufrechter, grüner, glat- ter Stengel wird gegen 2 Fuß, oft noc< darüber hoch, ohne ſich in viele Zweige zu zertheilen. Die Blätter, welche vorzüglich unten am Stengel oder aus der Wurzel hervorkommen, ſind ungepaart gefiedert; ihr allgemeiner Stiel iſt röthlich, trägt fünf bis ſieben eyförmig- herzförmige, ſtumpfe, am Rande ſägeartig eingeſchnittene, geſtielte Blätterpaare, und endigt mit einem Blättchen an der Spiße- Die Blattanſäße ſind ziemlich groß, herzförmig und ſägeartig gezähnt. Die Blüthen erſcheinen an der Spiße des Stengels und der Aeſte in, kurzen walzenförmigen oder eyrun- den, dicht mit Blüthen bedeckten röthlihen Aehren. Auf feuchten und trockner liegenden Wieſen, be» ſonders im mittleren Theile von Deutſchland, iſt dieſe Pflanze zuweilen ſehr häufig 3 ſie blüht im Juni und Juli, und ihre Saamen reifen im Auguſt und Sep- tember.>. Sie findet ſic) am häufigſten auf kalkhaltigen Bo- den wild. Ihre zarten Blätter können als Salat ge- geſſen werden. Uebrigens iſt ſie für alles Vieh, be- ſonders für die Schaafe, ein vortreffliches Futterkraut, und verdient auf allen Wieſen, wo ſie ſich fortpflan- zen läßt, angepflanzt zu werden: Anfänger verwech- ſeln ſie leicht mit der folgenden Pflanze, von der ſie | | 202«aaltigs AIDS ſich aber vorzüglich durch. ihre Zwitterblüthen unter- ſcheidet. XX. Poterium, Becherkraut.(Monoecia polyandria L.) 1) P. Sanguisorba, gemeine Becherblume, welſche Pimpinelle, engliſche Pimpinelle oder Bibernelle.(Common Burnet, Angl.) Sie hat eine ſtarke äſtige und faſrige, bräunlich ſchwarze Wurzel, welche mehrere Stengel und Blätter hervov- treibt. Die Stengel ſind aufrecht, äſtig, etwas eckig» glatt, einen bis anderthalb Fuß hoch. Die Blätter ſind ungepaart gefiedert 3 die Fiederblätthen, welche nach und nach bis zur Spitze hin etwas größer werden, ſind rundlich) am Rande eingeſägt und bläulich-grün 3 und zwar ſeßen in der Regel 8 bis 16 Blattpaare das Blatt zuſammen, an deſſen Spiße ein einzelnes Blätt»- kig, vorn ſtumpf, an dex Baſis zu beiden Seiten etwas gelößt, ſo daß ſie beinahe pfeil- förmig erſcheinen. Es giebt auch eine Spielart mit behaarten Zweigen und Blättern. Die Blüthen er- ſcheinen an der Spiße der Aeſte in ſchlanken Trauben z ſie: ſigen einzeln, ſind geſtielt, hängen etwas über, glänzen, und ſind gewöhnlich purpurroth, ſeltener weiß. Ihr Kelch iſt doppelt z der innere gefärbte um- faßt die Blumenkrone genau, und iſt beträchtlich grö- nn mwwenwennwe Xx Fn ßer wie dieſe.| Die Staubbeutel ſind. begrannt 3 der . Griffel xagt.aus der Blume empor. Die Heide nimmt in-einigen. Gegenden, z. B.. dem Lüneburgiſhen. und Bremeſchen, bedeutende Strecken, oft von meilenweitem Umfange, ein, und erreicht;hier eine beträchtliche Größez ſie kommt aber auch im Schatten der Wälder.(vorzüglich-der-Nadelwälder) fort, und nimmt ſogut mit den trocfneren,, wie mit den feuchten torfhaltigen Pläßen vorlieb 3 in anderen Gegenden iſt ſie ſeltener, zeigt ſich nur. an einzelnen Stellen kümmextlichy und» verſchwindet/in vielen Gez genden gänzlich»«Sie blühtcim Junt und Juli; und ihve Früchte xeifen im Auguſtzund September.=|. Sie erfordert einen eigenthümlichen Boden, den ſogenannten Heideboden, welcher in. der Regel.aus einem.mit vielem zuſammenziehenden Humus gemengz ten: Sandboden oder lehmigen(Sandboden) beſteht5 derebengenannte- Humus entſteht von ihr ſelbſt; und ſie gedeiht: gewöhnlich um, ſo. beſſer, jemehr- derſelbe ſich angehäuft hat... Sie, verdrängt,übrigens die mei- ſten neben ihr. ſtehenden kleineven Gewächſe, und lei- det nur wenige, mit ihr. verwandte Pflanzen zwiſchen ſich.„Ihre Wurzeln; durct einen. dünnen,'holzigen, auf- rechten, ſehr: äſtigen! Stengel hervor, welcher einen Fuß hoch, ſelten nur.chöher wirdz die grünen Zweige ſind glatt und viereckig«.- Ihre abwechſelnd ſtehenden Blätter ſind geſtielt,“epförmig, am Rande ſägeartig gezähnt, glatt und heügrünz ſelten. etwas röthlich 3 ſie fallen leicht ab. Die kurz geſtielten Blüthen kom- men nach unten zu in den Winkeln der Blätter einzeln hervor, und ſind hell» fleiſchfarbig und kugelrund? ihr Relh iſt 4- bis fünfzähnig und ſehr klein. Die kugel- runde Beere iſt blauſchwarz, oben mit einer kleinen Vertiefung. verſehen 3 ſelten kommt ſie in weißer Farbe vor. In ſchattigen Waldungen, ſowohl.in den Niedes rungen wie auf.den Gebirgen, überzieht dieſe, Pflanze oft die ganze Fläche dex. Waldungen, und, bildet unter der großen eine kleine. Waldungz ſie blüht im Mat und Juni, und ihre Beeren reifen im Juli.-4-. Sie liebt einen humoſen, gern etwas feuchten, ſc- gerollt,„bräunlich'- grün. unten etwas, weißlichund vollfommen-ganz.., Die-Blüthen erſcheinen auf faden- förmigen, rothen Blumenſtielen, welche aufrecht, einige Zol hoch, und zan der Spiße wenig gekrümmt ſind. 7 Dio-purpurrothen Blumen ſelbſt ſind tief, vier? theilig,«und. ihre Läppen zurückgerolt, ſo daß die Befruchtungswerkzeuge weit. hervorſtehen«»Die gro- ßen Beeren ſind röthlich oder-gefleckt. Sie wächſt" blos in ſumpfigen ,' torfhaltigen Ge- genden 3 ihveBlüthen' erfheinen'im'Maryund Jum, und ihre Beeren reifen'im October'und November:<|. "Dieſe Pflanze wächſt eigentlich nicht unmittelbar auf der Erde, ſondern überzieht immer'die Sumpf- mooſe, vorzüglich die Sphagna, das Bryum palu- Stre eto. mit ihren weit umherfriechenden Stengeln. Die Beeren werden bei uns wenig oder gar nicht zur Speiſe benußt.z- dagegen ißt man ſie.in den nördlichen Ländern. häufig. Ich! habe bemerkt,-daß ſie. vorzüglich erft' dann angenehm ſchmecken,),wenn ſie einen geringen Froſt ausgeſtanden haben,«Sie dienen, vielen Vögeln und == a. 215 anderen Sumpfthieren, zur-Nahrung« Wo man die- ſes Gewächs: häufig findet, kann man ziemlich ſicher auf unten liegenden Torf ſchließen, B. Die Blumenkrone iſt unregelmäßig viertheilig. XXV, Veronica, Ehrenpreiß.(Diandria mo- nogynia L.) Dieſe Gattung iſt ſehr reich an Arten,. von denen viele bei uns in Menge wild wachſen 3 da ſie aber für den eigentlichen Landwirth nur von geringem Nuken ſind, ſo werde ich nur einige in der Kürze aufführen. a)/ Mit ährenformigen Blüthen. 1) V. officinalis, gebräuchlicher EChrett- preiß(Common Speedwell,'Angl.), Aus einer kriehenden Wurzel treibt dieſe Pflanze mehrere nie- derliegende, 6 bis 8 Zoll lange, nur mit den Spißen emporgerichtete, wenig äſtige Stengel, welche bes haart, und mit gegeneinanderüber ftehenden,“ verkehrt eyförmigen, am Rande ſägeartig gezähnten, behäar- ten, in die Höhe gerichteten Blättern verſehen ſind. In den Blattwinkeln erheben ſich einzelne, einen bis 2 Zoll hohe, behaarte, allgemeine Blüthenſtiele, welche eine eyförmig- längli rz Zern die Drehkrankheit der Scaafe empfohlen, indeſſen darf-man ſich wohl keine Wirkung davon ver'prechen. Es giebt eine andere ihr ſehr ähnliche Art, welche ſich durch einen äſtigeren Stengel» blaue Blüthen und pfriemenförmige Kelchabſchnitte von ihr unter? ſcheidet(A. coerulea), übrigens aber mit ihr über- einſtimmt 3 ich fand dieſe vorzüglich auf ſtark falfhalti- gem Boden. Vielleicht bewirkt der Kalk die blauere Farbe der Blüthe?=- XXVIII, Ly Simachia, Lyſimachie.-(Peptan» dria monogynia L..) 1) LT, nummudaria, Pfenningkraut, Pfennings-Lyſimachie(Creeping Looseſtrife, Money- wort, Angl.). Ihre frießende Faſerwur- zel- treibt riechende, viereckige, zuſammengedrückte, glatte, mehrentheils einfache Stengel hervor; welche ſelten viel über einen Schuh lang werden. Die ge- genüberſtehenden geſtielten Blätter, ſind herzförmig» rundlich, etwas ausgeſchweift- glatt und gelblich? grün. Die Blüthen kommen einzeln in den Blatt» winfeln auf Stielen, welche kürzer ſind, wie die Blätter, hervor» Die Blumen ſelbft-ſind groß und hellgelb. Dieſe Pflanze iſt an ſchattigen Pläßen, auf feuch- ten Wieſen, an Gräben und-Bächen ziemlich häufig 5 ſie blüht. im Juni und Juli, und ihre Früchte reifen im Auguſt.[+ Ich habe ſie am häufigſten und. üppigſten, immer ===> 223 auf. huntoſen Boden gefunden,:odey vielmehr in, ſolz < en; Bothengen 2 (Common Primroge, Angl.). Ihre ftarke braune Taſerwurzel treibt mehrere, in der Runde zuſammen» geſlellte, in einen Stiel zulaufende, eyförmig- längs liche, ftumpfe, gezähnte und runzliche» heitgrüne Blätter hervor. Aus der Mitte erheben ſich einige ziemlich lange, aufrechte Blüthenſchafte, welche eine Dolde von gelben, wohlriehenden, überhängenden, kurz geſtielten Blüthen tragen. Dev Saum der Blu- menfrone iſt ausgehöhlt, kurz, beinahe aufrechtſte- hend, und dev Hals der Rohre länglich. Auf trocknen Wieſen und Weiden, ſo wie an Xleinen Hügeln 2e. iſt dieſe ſchöne Frühlingspflanze durch ganz Deutſchland nicht ſelten. Sie blüht im April und Mai, und ihre Früchte reifen im Juni und Iullmneie Sie liebt einen Lehmboden und ſandigen Lehm- boden, findet ſich aber auch auf kalkhaltigem Boden. Ihre jungen Blätter werden zum Salat und Gemüſe benußt. Außer von der Ziege werden ſie von unſern Kan d IU 225 übrigen Hausthieren nur ungern gefreſſen. Die Blüthen ſeßt man dem Wein zu," um ihm dadurch einen angenehmen Geſchmack zu'gebenz3-- auch benußt man ſie zum Thee z' von den Bienen werden ſie fleißig beſucht. Eben ſo häufig wie jene kommt noch eine andere Art, die geruenwin- de, Zaungloc>e, weiße Winde(Gränd Lise- ron, franz. 3 Gread Bindweed, Anzl.). Auch ihre Wurzel iſt ſtark, zeräſtelt, ſehr zähe, und geht == Ee SZI beſonders tief in deit Boden: Ihr eckiger Stengel windet ſich ebenfalls an anderen Gewächſen in die Höhe, wird aber beträchtlich höher, als der der vovi- gen Pflanze, indem er oft eine Höhe von 6 Fuß er- reiht. Die abwechſelnd ſtehenden, geſtielten Blät- ter ſind beträchtlich größer, hängen herab, ſind pfeil- förmig, etwas breiter, und ihre Ecken ſind hinten äbgeſtußt. Die Blüthen kommen! auf einblüthiget, viereckigen Stielen in den Winkeln der Blätter her- vor 3 unten ſind dieſe Stiele von' zwei herzförmigen Deckblättern eingeſchloſſen, welche den Kel/umgeben. Die Blumen ſelbſt ſind beträchtlich groß, glocken? förmig, ſehr zart- und gewöhnlich weiß, ſeltener vöthlich. An Zäunen, in Gärten, beſonders gern än Weidengebüſchen' und an etwas feuchten Pläßen iſt auch dieſe Pflanze ein ſehr gemeines Unkraut; ſie blüht im Juni und Juli, und ihre Früchte reifen im Auguſt und September. 2. Auf die Aecker verbreitet ſie ſich ni= 233 nicht zu lieben 3 indeſſen kommt ſie do<- beſſer auf einem lockeren, als auf einem bindenden Boden fort. Urſyrünglich ſoll ſie im Orient zu Hauſe ſeyn, und erſt durch die Zigeunerbanden, welche ſie mitbrachten, ſich dur< ganz Curopa verbreitet haben. Sie iſt in allen ihren Theilen ſehr giftig, und ihr Genuß zieht die ſchrelichſten Wirkungen, ſelbſt den Tod nach ſih. Beſonders ſtarf und ſchrecklich wirkt ſie auf die Urinwege. Schon ihr ſtinfender, ſtark betäubender Geruch, der bald, wenn man ſie in dex Nähe liegen hat, un- erträglich wird, kündigt ſie als eine ſehr verdächtige Pflanze an. Wir haben leider ſhon mehrere Bei- ſpiele, daß Kinder nach ihrem Genuſſe umgekommen ſind. Auch auf unſere meiſten Hauthiere wirkt ſie giftig. Sie enthält eine Menge Salpeter, und könnte vorzüglich in Salpeterplantagen benußt wer- den. Der betäubende Geruc ihrer Blüthen tödtet ſelbſt die Bienen, welche ſic) verleiten laſſen, dieſe zu beſuchen. XXXV. Hyosciamus, Bilſenfraut.(Pentan- dria monogynia L,) I) H. niger, ſchwarzes Bilſenfraut, Tollkraut, Schlafkraut, Teufelsauge, Zi- geunerfraut(Jusquiame, Hannebanne, franz. 3 Common Henbane, Angl.) Die ftarfe, ſpindel- förmige, hellbräunliche Wurzel treibt einen aufrech- 234 IE ten öftigen, runden, dien und feſten Stengel her? vor, welcher zwei, oft auch 3= 4 Fuß hoch wird, und ſo wie die ganze Pflanze mit feinen Haaren über- zogen iſt, die einen klebrigen, bligen, ſtinkenden Saft ausſchwißen. Die abwechſelnd ſtehenden ziem- li< großen Blätter ſind ungeſtielt, länglich, am Rande buchtig eingeſchnitten, und grau gelblichsgrün. Die Blüthen erſcheinen an der Spiße des Stengels und der Aeſte in einfachen, gekrümmten, mit Blättern untermiſchten Aehren. Die einzelnen Blüthen ſind ungeſtielt unt aufrechtftehend. Die Blume iſt ſ 235 theil, und auch die Pferde können ohne Nachtheil ge- ringe Quanritäten ihres Saämens freſſen. Die Schweine werden von ihrem Genuſſe gelähmt. Auch die Mäuſe und Ratten fliehen ſcnen Boden, der eine hinreichende Menge nahrhafter Theile enthält 3 er gedeiht daher auf einem humoſen Sand» boden, wenn dieſer überdem noc< gedüngt wird, am beſten- Vorzüglich ſoll er auch auf ausgebrochenen und abgebrannten Boden gedeihen, und mit daher die Güte mehrerer Sorten des amerikaniſchen Tabacks entſtehen. Der Taback gehört allerdings unter die ſtarken, nen Wieſen, Bergwieſen, iſt ſie ziemlich häufig, blüht vom Mai bis zum Juni» und. ihre Saamen veifen im. Juli und Auguſt« 0% Sie wächſt gern. auf Lehmboden und ſandigem Lehmbodenz auch ſcheint ſie einen ganz geringen Kalk- gehalt zu lieben; Die Pferde freſſen ſie ſehr gern« FEEN? 243 3) C. Rapuneulus, Rapunzel(Räiponce, franz. 3; Rampion Bell-flower, Angl.). Sie hat eine weiße, rübenartige, ſüße Wurzel, einen auf- rechten, eckigen, 2 bis 3, oft bis 5 Fuß hohen, rauh» haarigen, mit abwechſelnd ſtehenden Blättern und nur wenigen Aeſten verſehenen Stengel.: Die ſizen- den Blätter ſind lanzettförmig, rauhhaarig, am Rande gezähnt und wellenförmig gebogen. Die Blüthen ſte: hen in einer aufrechten, walzenförmigen, gedrängten Rispe. Die Blumen ſind röthlichblau. An. Ackerrändern, auf dreeſch liegenden Fol- dern, und auch auf ſchattigen Pläßen in kleinen Wal- dungen findet man ſie hin und wieder nicht ſelten; ſie blüht vom Mai bis zum Juli, und ihre Saamen rei- fen im Juli und Auguſt..>. Sie liebt einen loc>eren, ziemlich ſandigen Boden. Ihre jungen Blätter und. Stengel, ſo wie ihre rübenartige Wurzel, werden zum Gemüſe und zum Salat benußtz die Wurzel ſcheint vorzüglich Schleim- zucker zu enthalten. Man baut ſie hinzund wieder auch in Gärten an. 4) C. Bapunculoides, räapunzelartige Glod>enblume(Creeping Bell- lower, Angl.). Ihre kriehende Wurzel ſchickt einen aufrechten, vun- den, I bis 2 Fuß hohen, oben äſtigen und beblätter- ten, rauhen, Furzhaarigen Stengel empor. Die Blätter ſind herzförmig- lanzettförmig;- am Rande x6* unordentlich ſägeartig gezähnt und rauh z die unteren ſind geſtielt, die oberen ſizend. An der Spike des Stengels erſcheinen die Blüthen in einer-lockeren Traubez ſie ſind von/kleinen Deckblättern unterſtüßt; ihre Kelche ſind ſtark behaart, und die Blumen blau. An trocknen Pläßen in Gebüſchen und Zäunen, häufiger. aber. in Gärten: findet man ſie hin und wie- der im Juli und Auguſt mit Blüthen, und im/Auguſt und September mit Früchten. 2. In Gärten pflegt ſie ſehr zu wuchern, und, oft ein ſchwer, vertilgbhares Unkraut zu werden.;"Von dem Vieh wird, ſie recht gern gefreſſen. 7) Mit 10 Staubfaden und mehrfachriger Kapſel. XLT: Ledum,: Poſt,„Kühnrtoſt:(Decandria monogymnia 1,) 1) L. pälustre ," Sumpf“- Poſt, Porſch, Tannenporſt, Kühnroſt/ wilder Rosmavin. Eine kleine Staude;'mit'ſtarker, äſtiger Wurzel, welche'2 bis 4 Fuß hoch wird. Der holzige Stamm, ſo wie' die Aeſte, worin er ſich oben zertheilt, ſtehen aufrecht,(und'die'lektern ſind in der Jugend'mit einer braunen /'' wolligen"Rinde"bekleidet-''Die Blätter Fommen nur'nach“oben hin,'vorzüglich an den Enden der Zweige hervor, ſind gleichbreit, ſpißig,- am Rände umgerollt, auf der oberen Fläche dunfel bräunlich» grün, auf der unteren mit einem roſtfarbigen Filz überzogen. Die Blüthen erſcheinen än der Spike des Stammes und der Aeſte in großen, flaßen Stiräöußen, und ſind weiß z die Blüthenſtiele ſtehen zur Blüthe- zeit aufrecht, zur Zeit der Fruchtreife hängen ſie aber nieder. Auf Tovfmöören,"überhaupt auf ſumpfigen, torf- haltigen Pläßen",“ beſonders"gern unter" Fuhrenwal- dungen, iſt dieſe“Pflanze im nördlichen Theile von Deutſchland und den angrenzenden Ländern oft ſehr häufig 3 ihre Blüthen erſcheinen im Juni und Juli, und die Früchte reifen im Auguſt und September.+. Wo man dieſen kleinen'Sträuch findet, kann man mit Sicherheit auf einen humoſen, torfigen Bo- den ſchließen. Er verräth ſich ſogleich durch einen ſtarken ,- durchdringenden, rosmarinähnlichen Geruch, der in der Ferne nicht unangenehm, in der Nähe aber betäubend iſt„-und.leicX dewKüsllen"im Gekalt'ihrers und der Süte' die erſieren vor den leßteren einen Vorzug zu haben 3 die erſte- ren liefern ferner einen geringeren Ertrag und ſind mehlreich, die leßtern liefern oft einen ſehr hohen Ertrag, ſind aber wöſſriger. Auch die Größe ſcheint hiemit einigermaßen im Verhältniſſe zu ſtehen, indem die, welche ſich der rundlichen regelmäßigen Form nähern, Fleiner, die andern hingegen in der Regel größer ſind. Mehr wie die Farbe ſcheint uns noch. die Art und Beſchaffenheit der äußern Haut ebenfalls ein ziemlich gutes Unterſcheidungszeichen zu geben. Je feiner nämlich die Haut iſt, und. je zarter die Riſſe ſind, welche man darin bemerkt, umſo beſſer halte ich. die Spielart.) Ich glaube auch hemerkt zu haben, daß ſie: bei den rundlichen. Knollen im- mer feiner und zartriſſiger,: beiden länglichen un- föxmlichen hingegen grobriſſiger iſt, oder förmlich abſchilfert. Die Farbe der Haut'iſt übrigens ſehr man- nigfaltig verſchieden? ſie geht nämlich von der ſchwarzrothen in die hellrothe Farbe, ſo wie von der bräunlich: gelben in die weißliche über;"auch giebt es wieder andere Spielarten, welche ſogar eine gefle>te, marmorirte Farbe beſißen, Ich erinnere zi/„SIe SE nähe mich nicht, bemerkt zu haben, daß dieſe verſchie- denen Farben mit der-Güte'der Kartoffeln in einem gewiſſen Verhältniſſe ſtehen: wir»beſiken dunkel? rothe Kartofſeln von ganz vorzüglicher Süte, und wieder gelbliche:oder helibräunliche, die dey erſte- ven nicht nachſtehenz ebenſo haben wir rothe und hellbräunliche(oder gelbe) große unförmliche Kar? toffeln,. welche wir wegen. ihrer, Wäßrigkeit und ih res herben. Geſchma>s'mehx zur Viehſatterung; zum Braunteweinbrennen, 26 benußen, In Hinſicht der Conſiſreuz und des Ge- ſchmä>s'der Knollen kommen wieder ſehr man- nmigfaltige Verſchiedenheiten vor. Wir haben mehl: reiche, feſte, ſchwere und harte, beim Kochen nicht zu einem Brei zerfallende Kartoffeln, welche einen ſehr angenehmen Geſchma> beſfißen, und beinahe den Kaſtanien gleichkommen.' Dagegen giebt es wieder wäßrige, weiche, leichte, ſchnell zum Brei zetfochende Sorten, welche, beſonders wenn ſie eine Zeitlang gelegen haben, einen unangenehmen Geſchma> annehmen. Die erſteren enthalten ver- hältnißmäßig mehr Stärkemehl und Eyweißſtoff, und weniger Schleim und-wöſſrige Theile, und ſind deshalb die nahrhafteſten5 die leßteren hinge- gen enthalten verhältnißmäßig.weniger Stärkemehl, en ee oft beinahe gar feinen Eiweißſtoff,"mehr Schleim und wäſſrige Theile, und ſind“minder nahrhaft: an den Pleineren"rundlichen 7 Ffeinſchaaligen und feinriſſigen Kartoffeln: bemerten wir'gewöhnlich-die Beſchäfſenheit der»erſteren,“an den" großen, läng: lichen /' unförmlichens grobſchaaligen hingegen" die der leßteren. Fn der'Art der Knollen, ſich anzu» ſeßen, findet die Verſchiedenheit Statt,"daß eis nige ſich dicht am Stamm aänſeßen, und' ſich oft aus der Erde herausdrängen, andere hingegen ſich mehr unten anſeßen ,“ und weit umherverbreiten. Bei'den beſſeren(kleineren, runderen) Sorten habe ich mehr die erſtere Erſcheinung, bei den ſchlechteren die leßtere beobachtet, An den Stengeln habe ich nur wenige Unterſchiede bemerken können; war die Kartoffel roth, ſo werden auch die Stengel braungrün, ſo wie auch die Blätter z war ſie hingegen bräunlich vder weißlich, ſo werden ſie mehr hellgrün. Ein wichiügerer Unterſchied ſcheint mir in ihrer Zeräſte- lung und in ihrer ganzen Beſchaffenheit zu liegen; bei den beſſeren Sorten ſchienen ſie mir mehr ge- drvängter) kürzer, aufrechter und ftämmiger, bei den ſchlechteren hingegen ſchwächer, ſchlaffer, wend em 2533 mehr ſeitwärts aus: einander. gebogen, und im Ganzen. genommen größer zu ſeyn. Die Blätter ſcheinen mir mehrere Unter? ſcheidungsmerkmaale zu liefern? ich'glaubenämlich bemerkt zu haben, daß bei' den» beſſeren Sorten immerzein: Paar große und. ein'Paar' kleine Fieder? blättchen mit einander abwechſeln, bei. den ſchlech- teren. hingegen wechſelten.„ein„Paar. große und zwei. Paare kleine Fiederblättchen mit einander ab,„wodurch das ganze Blatt um etwas. länger wird,. Dieſes. entſteht meiner Meinung nach. dahex, weil. die beſſeren Sorten. mehrere Kräfte und nahr- hafte Subſtanzen. zur, Ausbildung ihrer Knollen, die, ſchlechteren. hingegen. mehrere; zur Ausbildung ihres Stengels und ihrer. Blätter verwenden., Auch glaube ich die Blätter der beſſeren Sorten glat» ter, die der ſchlechteren. mehr gekräuſelt ges funden zu havbeu. Jhre Farbe iſt, wie ich vorhin ſchon ſagte, entweder mehr braungrün, bouteillen« grün, und dunkler, oder heller, gelblicher, lihter grün, und richtet ſich nach der. Farbe der Knollen, An den Blüthen habe.ich keinen erheblichen Unterſchied bemerken können 3. vielleicht ſind. ſie bei den beſſeren Sorten, etwas„größer. und-die Dolden- trauben. voller, bei den. ſchlechteren. kleiner(im 254 Verhältniß zu der ganzen Pflanze) und die Dolden- trauben armblüthiger. Ihre Farbe richtet ſich wieder nach: der Farbe der Knollenz' bei den rothen Kartofſeln ſind ſie- violett, bei den gelben weiß, und bei den Mittelſorten röthlich« Auch an den Früchten habe*ich feinen er- heblichen Unterſchied gefunden; nur ſcheinen die beſſeren Sorten mehrere und vollfommnere Früchte attszubilden, ſtatt daß ſie bei den ſchlechteren klei- ver, unvollfommner ſind, und leicht, noh unreif, abfallen: Es ſcheint vaher zwiſchen dem Knollen- änſaß und dem Blüthen- und Fruchttrieb ein gewiſ- ſes Verhältniß Statt zu finden, indem eine Sorte, welche gute und verhältnißmäßig ziemlich viele Knollen ausbildet, auch viele Bläthen und reife gute Früchte hervortreibt. / Dieſes wären die Hauptunterſchiede, welche wir bei den Spielarten der Kartoffeln vorzüglich berü>ſichtigen, und worauf wir dereinſt eine Ein- heilung derſelben gründen müſſen. Das Vaterland der Kartoffel iſt Peruz ihr Anbau hat ſich jeßt ſchon durch den größten Theil von Curopa verbreitet 3 ſie blüht im Juli und Auguſt, und ihre Früchte-reifen im October. 2. Schon im Jahre 1585/- als die Engländer Ern üg ng«cin Al Virginien entde&Xten, wurde dieſe Pflanze nach Suropa gebracht, war aber noch eine große Sel- tenheit, und wurde 1590 zuerſt von dem berühm- ten Kaspar Bauhin beſchrieben. Der erſte Verſud). mit ihrem Bau wurde am Ende des 1 6ten Jahrhunderts durch den päpſilichen Geſandten in Holland gemakkehr aus Brabant nach Sachſen z Jonas Alſtrömer führte ſie 1726 in Schweden ein, und Graham 1746 in Scott- land. Erſt in den funfziger und ſechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde ihr Anbau in Särten allgemeiner, und in ven achtziger Jahren fing man endlich an, ſie im freien Felde zu bauen. Dieſer kurze Rükbli> in die Geſchichte der Kartoffel mag uns beweiſen, wie langſam ſelbſt 256 eine gute Sache ſich verbreitet, und wie viele Hin- NN derniſſe und. Vorurtheile erſt aus dem Wege zu || räumen ſind, ehe ſie, den Beifall des großen Pu- || j|| blifums gewinnt- WWE Der Voden, welcher. dem Bau der Kartoffel vorzüglich zuſagt» ſcheint ein ſandiger Lehm.-. und ||| lehmiger Sandboden zu ſeyn. Sie gedeiht zwar vy|| auch1im Thon und dem ſtrengeren Lehmboden, jj Indeſſen erfordert ihr Bau in dieſem Boden eine jj größere Aufmerkſamkeit. Sie kommt überdem (| auch in dem humoſen Boden, und. ſelbſt. in:dem | magerſten Sandboden fort, wenn ex nur gehörig j gedüngt wird, und einige Feuchtigkeit hat. .| Ueber'den hohen Werth der Kartoffel iſt 0)! unter dey Landwirthen nur eine Stimme..:"Auch | iſt ihre mannigfaltige Benußung zur Speiſe,; zur 1 Fütterung, zur Bereitung des Stärkemehls,- des Puders, der Grüße, eines künſtlichen Sago, zum "Brannteweinbrennen 2 ſo allgemein bekannt, daß es überflüſſig ſeyn würde, hier etwas darüber zu ſagen. Cinige Worte über ihre hemiſchen Be- frandiheile, ihre Krankheiten„und Feinde werden hier dagegen nicht:amunrechten Orte ſtehen« 14 Vorzüglich Sinh of“hat uns eine ganz vor- trefflich bearbeitete- gebliebene Faſer beſteht nach E. Unterſuchung größ- tentheils aus Stärkemehl, welches ſich nur in ei- nem verhärteten Zuſtande befindet, und noch mit etwas Schleim und Eyweißſtoff verbunden iſt. Dex Eyweißſtoff macht nur"einen geringen Theil der Kartoffeln aus, indem ſeine Quantität in den beſ- ſeren Sorten ungefähr 17 p- Ct. in den ſchlechte- ren kaum 1x p- Ct. beträgt. Endlich, enthalten ſie einen bitterſchmeXenden, mit dem- eigenthümlichen Geruch der Kartoffeln verbundenen Schleim, wels» dier 4 bis 5 p. Ct. ausmacht, Außerdem hängt ihnen noch eine ſehr geringe Menge freier Phos- Crome's Handb, Il. 2, I7 yhorſäure an,"welche ſich durch die ſnen hingegen; bisweilen die Wärzeln; än denen die Knollen hängenz dieſe bilden nun ei- genthümliche Pflanzen, treiben bei eintretendex feucsdorn. Die ſiarfe kriehende Wurzel dieſes Strauchs verbreitet ſich weit umher z ſeine Stämme ſind ziemlich aufreht, werden gegen 8 Fuß hoch, und verbreiten ſich in viele krummgebo- gene, überhängende, biegſame, runde Zweige, welche häufig mit ſhwachen Dornen und kurzgeſtielten, lan- zettförmigen, ſchiefen, etwas zuſammengedrehten, glatten Blättern beſeßt ſind, Die Blüthen erſcheinen auf kurzen Stielen, bald einzeln, bald zu 2--3 bei- ſammen an den Seiten der Zweige in den Blattwin»- keln3 die Blumen ſind heünvioleit. Die länglichen mennigrothen Beeren ſind glatt und hängen herab. Dieſer Strauch wächſt im ſüdlichen Europa wildz blüht im Juni und Juli, und ſeine Beeren reifen im September und October.+. Man benußt ihn, wie die Arten. der, vorigen Gat- tung, häufig in unſeren Gärten und Bosfets zur Be- kleidung der Lauben 2c, 266 AID EDI XLV. Viburnum, Schneeballetn, Schwelle. (Pentandria trigynia I..) IT) V. Opulus, Scneeballenſtrauh, Sc< umi ER 272 büſchen.und Zäunen, blüht im Juni und Juli, und ſeine Beeren reifen im Auguſt und September, ZP. Ich erwähne ihn hierbeſonders deshalb,' weil ex nur auf. ſtark kalkhaltigem Boden wild; wächſt, und daher eine Anzeige dieſer Bodenart giebt. Seine-Blät- ter ſindeine Lieblingsnahrung'der Hirſche.„Die Bee- ren dienen den Droßeln,. Birk+;„Haſel- und Feld- hühnern zur Nahrung, und. fönnen„zur Farbe ge- braucht werden. In künſtlichen Anpflanzungen zieht man ihn häufig. ſeiner ſchönen Beeren, wegen. 4te Ordnung: Volliculitferae. Gewächſe, welche ihre Saamen in Fruchtbälgen tragen, XLIX. Vinca, Sinngrün.(Pentandria mo- nogynia L,) T) V. minor, fleines Sinngrün.(Per- venche, franz.; LesSer Perwinkle, Anzgl.) Seine Fkriecßende Wurzel breitet ſich weit aus, und ſchickt viele ſ«0 weißlicher Befruchtungöstheil iſt ſehr einfäch, indem er in der Regel aus einem rundlichen oder eyförmigen Fruchtknoten, einem einfachen Griſfel, und einer ge- wöhnlich zweitheiligen mit ihren beiden Enden umge? Ertüülten Narbe beſteht.'Auch in ihren Früchten herrſcht viele Uebereinſtimmung 3 wir bemerken nämlich bei allen dieſen Gewächſen keine Kapſeln, Schoten, Bee- ven oder andere häutige und ſaftige Umhüllungen ihrer Saamen, ſondern dieſe leßteren bleiben, kaum von dem vertrockneten Kelche umgeben, ohne weitere Be- deckung auf dem Fruchtboden zurück, ſind aber an ihrem oberen Ende bald mit einer ſißenden oder gefliel? ten Haarfrone, mit Borſten, Häkchen, Zähnchen v. dergl. verſehen, welche zu ihrer Verbreitung dienen, welchezu“ihrer“Verbreitung“ dienen, und die man, wenn man die Pflanze rioch in ihrer Blüthe unterſucht», ſchon in der Geſtalt feiner Häutchen oder Härchen vov- gebildet entdeckt- Der gemeinſchaftliche Früchtboden, auf dem dieſe Saamen ruhen, iſt bald flach; bald ver- tieft, bald erhaben, mit kleinen grubenartigen Ein» drücken verſehen, und bald glatt, bald mit Härchen, Häuten, ſpreuartigen Erhabenheiten 20. beſeßt, welche zum Schuße und zur Haltung der noch unreifen Saa- men dienen. Schon aus dem vorhin Geſagten ergiebt ſich, daß die meiſten dieſer Gewächſe zweijährig oder ausdauernd ſind 5 nur wenige vollenden in einem Jahre ihre Be- getationsperiode.| Devr-inneore. Bau dieſer Gewächſe iſt wieder eben 0= 285 ſo/"wie bei den Gewächſen der vorigen Claſſe 3 durch regelmäßiges, bald feſteres, bald mehr lockeres Zellen- gewebe„ ziehen ſich die Bündel der Spiralgefäße in der Geſtalteines Ringes oder einer Röhre ,-welct,„oder mit entfernt ſtehenden, Borſten beſekßt« B. Der Fruchtböden'iſt mit Spreublättt. 6) Die kleinen Blümchen haben einen beſonderen Kelch. XVI. Jasione, Jaſione. Der gemeinſchäftlihe Kelc< beſteht aus 10, ab- wechſelnd ſigen, ſHwach fünfzähnigen'Saamenkrone ver» ſehen. Der kegelförmige Fruchtboden iſt nackt. XXVIIL Petagites, Peſtilenzwurz. Der eyförmig- cylinderförmige Kelc< beſteht aus vielen, ſchmalen, ſpißigen, dict über einander lie- genden Blätthen. Die Blümchen ſind vöhrenförmig, und in der Regel alle Zwitter; oder es ſind in der Mitte lauter Zwitterblüthen, am Rande äber einige fruchtbare weibliche. Die Saamen find länglich,'ge- ſtreift, und mit einer gezähnten Haarkröne verſehen. Der Fruchtboden iſt erhaben, punktirt und näckt. XXIX. 1»Semwecio, Rreußfraut. Der walzenförmige ,' vielſpaltige“Kelch iſt"am Grunde notem Frudctboden. XXXIII. Bellis, Maßlieben. Der halbkugelförmige Kelch beſteht aus vielen, in doppelter Reihe über einander. liegenden, lanzett- förmig2n Blättchen. Die Blümchen der Scheibe ſind röhrenformig, fünftheilig und Zwitter; die des Strahls ſind zungenförmig, kaum dreizähnig und weiblich; beide tragen Saamen. Die Saamen ſind länglich- herzförmig, zuſammengedrückt und ohne Krone. Der kegelförmige Fruchtboden iſt nackt, XXXIV. Matricaria; Mutterkraut. Der halbkugelförmige Kelch beſteht aus dachziegel- förmig über einander liegenden, ſchmalen, ſpißigen, frautartigen Shyppen. Die Blümchen der Sceibe ſind trichterförmig, fünfzähnig und Zwitterz3 die des Strahls ſind. länglich, oft herabgebogen, dreizähnig und. weiblich 3 beide ſind, fruchtbar.| Die Saamen ſind länglich, gefurkt. XXXV. Chryganthemum;; Wucherblume. Der halbkugelförmige Kelch beſteht aus dachziegel- förmig über einander liegenden, lederartigen Schuvy»- pen, welche am Rande vertrocknet ſind ,' und mehrere Reihen bilden. Die Blümchen der Scheibe ſind trich- terförmig, fünftheilig und Zwitterz..die des Strahls ſind zungenförmig, dreizähnig und fruchtbar. Die Saamen ſind länglich, faſt vierſeitig, gefur fünftheilig und Zwitter 3 die des Strähls lanzettförmig, ziem- lich lang, dreizähnig, und enthälten 5 Staubfäden, aber ohne Stäubbeutel, Übrigens aber ein vollkomme- nes Piſtill 3 beide Arten dieſer Blümchen ſind frücht- bar. Die Säameh ſind känglich-epfsrmig und mit ei- ner langen, unten gezähnelten Haarkrone verſehet. Der flache Fruchtboden iſt tief grubig, und der Rand Crome's Handb, I]. 2.+56) = 306 eee eien der Gruben zottig gefranzt, ſo daß der ganze Frucht» boden zottig erſcheint. C. Der Fruchtboden iſt mit Spreublätt jumia aequalis) L..) 1) HL. Sativa, gemeiner Salat, Gärten: Salat; Lattich(Garden Lettuce, Angl., Tai- zue, franz.). Seine Wurzel iſt ſpindekförmig; ſie treibt viele zugeründete, gezähnelte, glatte, öft ge- Fräuſelte oder wellenförmig gefaltene Blätter hervor, welche ſich bei einigen Arten zu runden Köpfen ſchlieſ- ſen. Aus ihrer Mitte erhebt ſich.ein aufrechter glat: ter Stengel, welcher oben mehrere aufrechte Aeſte treibt, und ungefähr 1 bis. 13 Fuß hoch wird 3 ev iſt mit ſtielloſen, länglich- herzförmigen glatten[Blätz tern» beſeßt.. Die kleinen. gelben. Blüthen ſtehen in Doldentrauben an der Spike des Stengels'und dev Aeſte. Das Vaterland des Salats, kennt. man nicht mehr TEE 321 mit Gewißheit. Bei uns iſt er überall im Anbau, und blüht in unſeren Gärten vom Juni bis zum Au- guſt 3 ſeine Saamen reifen vom Auguſt bis zum October, O. Auch von dieſer Pflanze ſind durch den häufigen Anbau eine Menge Spielarten entſtanden, welche alle anzuführen, uns hier zu weit führen, und ohne- hin nicht viel fruchten würde, da viele derſelben in einander übergehen, und nur durch Localitäten ihre Vorzüge behaupten. Alle dieſe-Spielarten laſſen ſich füglich unter folgende Haupt: Abtheilungen bringen: A. Gemeiner Salat(1. 8ativa vulgaris). Er ſchließt ſich niht. Man unterſcheidet ihn in Stich- und Snittſalatz dieſer Unterſchied liegt aber blos in der Behandlungs- und Benußkungs- Art. Säet man ihn über ein ganzes Beet, und ſticht ihn aus, ſo heißt er Stichſalat 3 ſäet man ihn aber in Reihen, und ſchneidet ihn ab, ſo nennt man ihn Schnittſalat. B. Krauſer Salat, krauſe Lactuke(L.,584- tiva crispa). Er zeichnet ſich vorzüglich durch ſeine ſtark gefrau- ſelten Blätter aus. C. Kopfſalat, Kopflattich CL Sativa cas Pitata). Seine Blätter ſchließen ſich in rundliche Köpfe. Crome's Handb. Il. 2. 21 Unter allen dieſen Abtheilungen, beſonders unter die- ſex leßteren, ſtehen nun mehrere, Spielarten, welche g:ößtentheils. von den Ländern und Städten, in de- nen ſie gezogen wurden, ihren Namen erhalten haben. So ſtehen z. B. unter der leßteren Abtheilung we- nigſtens 16-20 im Handel befannte Sorten. Die Benußung dieſer Gartenpflanze iſt algemein befannt«. 2) L. Scariola, wilder Salat(Prickly Lettuce, Angl.), Er hat eine ſtarfe, ſpindelformige Wurzel, welche einen harten, aufrechten, oft gegen 3 Fuß hohen und höheren, oben mit aufrechten, ris- penförmig zertheilten Aeſten verſehenen, beblätterten Stengel emportreibt, welcher einen weißlichen Ueber- zug beſißt, leicht bricht, und nach dem Bruche eine weiße Milc< ausfließen läßtz nur hin und wieder iſt er mit kleinen Stacheln verſehen, übrigens aber glatt. Die unteren Blätter ſind halb gefiedert, an der Baſis pfeilfsrmig, am Rande gezähnt, unten an der Mit- telrippe ſtachlich(bisweilen auch am Rande), vertifal- ſtehend und ſißend. Die Stengelblatter ſind lanzett- förmig und weichſtachlih. Die blaßgelben Blüthen ſißen an der Spike des Stengels und ſeiner. Aeſte auf kurzen, mit kleinen Schuppen verſehenen Stielchen. Der Kelch iſt glatt. Es kommen Spielarten vor, bei denen die Blät- üer 323 ter weniger eingeſchnitten, beinahe vollig ganz, und eyförmig- lanzettförmig ſind. Dieſe Pflanze wächſt an Schutthaufen, an Ber- gen, Wegen, Weinbergen 2c., blüht im Juli und Auguſt, und ihre Saamen reifen im September. O+ Sie ſteht gern an trocknen Pläßen z. nicht ſelten fand ich ſie auf Boden, welcher nur wenige Procente Kalk enthielt, und ziemlich thonig war. Site gehört, ſo wie nog eine, ihr im äußeren Anſehen ziemlich ähnliche Pflanze(der weidenblättrige Salat, 1... 8a- ligna, welche vorzüglich gern an Salzquellen wächſt), au den betäubenden Giftpflanzen, IX, Scorzonera,(Sfkorzonere.(Syngenesia Polygamia aequalis 1..) I) S. hispanica, ſpaniſche Skorzonevre, S r= 3225 . Sie kommt auf verſchiedenen Bodenarten vox. Ihre Sc- Sie wird nur von den Eſeln, von dem übrigen Vieh aber nicht gefreſſen. Die Wurzeln ſind eßbar, und auch der dicke Fruchtboden, ſo wie die jungen Stengel können gegeſſen werden. Die Saamen fön- nen mit zum Oelſchlagen gebraucht werden. Die Blu- men werden von den Bicnen fleißig beſucht. b) Der Fruchtboden iſt mit Spreublättct, XVIIL Arctium, KRlette.(Syngenesia polygamia aequalis L.) 1) A. Lappa, gemrine Klette, Lutßen- klette, Roßklette, Grindwurz.(Gletteron, Franz. 3 Burdock, Clot-bur, Angl.) Ihre ſtarke, bräunliche, ſpindelfsörmige Wurzel ſchickt einen auf»? rechten, mit vielen abſtehenden Aeſten verſehenen, runden, gefurct aufrechte, runde, glatte, beblätterte, oben in vigpen- förmige Aeſte zertheilte Stengel empor, welche 2 bis 4 Fuß hoch werden. Die ſitzenden Blätter ſind etwas herablaufend, abwechſelnd fiehend, halbgefiedert, mit ungleichen, gewimperten und mit Stacheln verſehenen Lappen, und glatt. Die Blüthen erſcheinen auf kur- zen Stielchen in Geftalt' eyförmiger Köpfe in Menge an den Spißen des Stengels und der Aeſte. Die Kelchſchuppen liegen feſt an, ſind nur wenig wollig, ynd endigen ſich in einen kurzen"abſtehenden Stachel. Die Blümchen ſind purpuvroth, ſeltener weiß. Ueberall auf Aeckern, an Aerrändern, Wegen, auf Feldern, Triften 2., findet man dieſes gehäſſige Unfraut 3 es blüht im Juni und Juli, und ſeine Saa- men reifen im Auguſt.+, Von den.Boniteurs wird dieſe Pflanze in der Regel als Anzeige eines guten Bodens angeſehen, und das'mit Recht z indeſſen iſt hiebei wohl zu bemerken, daß ſie auf alen möglichen Bodenarten vorkommt, wenn ſie nur hinreichende Nahrung enthalten; ich habe ſie nicht allein auf ſehr bindendem Thonboden, welcher vielleicht zwiſchen 70=- 30 p. Ct. Thon mit einer an- gemeſſenen Menge Humus enthielt, ſondern auch auf Lehmboven und ſandigem Lehmboden, ſelbſt auf dem kockeren humoſen Boden. der Niederungen, und auf Bodenarten, welche mehrere Procente Kalk enthielten, Häufig angetroffen; ſie zeigt alſo nur einen, mit eini- gem Humus verſehenen Boden, nicht aber eine; durch ein gewiſſes Verhältniß ihrer zuſammenfeßenden Erd- arten) ausgezeichnete Bodenart an.==(So ſehr ſie Übrigens als Unkraut ſchadet, ſo können wir ihr doch einigen Nuten nicht abſtreitenz“iſt ſie nämlich zevs ſtampft, ſo liefert ſie. unſeren Hausthieren ein'anges nehmes Futter. In ihrer. Aſche. iſt eine bedeutende Menge. Pottaſche enthalten, und. man. könnteiſie da; wo ſie ſehr häufig, wächſt, und. wo, man ſien. Menge ausgejätet hat, hierauf benuben. Ihre Ausrottung iſt ſ. Te..(Sygene3ia poly- gamia aequalis L.) LT) C. Scolymus,. gemeine. Arriſho>e, Aus ihrer ſtarken, ſtigen Wurzel ſteigt ein aufvech« ter,„dicker,-geſtreifier, filziger., 6ſtiger. Stengel empor, welcher. in den Gärten 2 bis 3 Fuß, oft noch. darüber hoch wird.„Ihre großen Blätter ſind gefiedert, ungetheilt,. etwas dornig und weißlich- grün. An, den Spißen. des Stengels und. der. Aeſte erſcheinen die Blüthen in einzeln ſtehenden,'gro- ßen, bald. eyförmigen, bald mehr Fegelformigen, Köpſen.. Die. Kelchſchuppen ſind fleiſchig, eyfdör« mig, und. bald nach innen, bald.etwas. nach außen gebogen. Die, Blümchen ſind. purpurröthlich-blau: Man. unterſcheidet in..den Gärten mehrere Spielarten. Sie wächſt in Italien und. Sicilien auf Feldern wild. Bei uns wird.ſie in Gärten oder auf Fel- dern gezogen. Sie blüht im Juli und. Auguſt, ihre Saamen pflegen aber bei uns nichtzu reifen.+- .- 345 Man iſſet"bekanntlich"ihren fleiſchigen Frucht? boden, ihre Kelchſchuppen und Blattſtiele, welche man auf verſchiedene Art zubereitet, XXIV. Carthamus, Gaflor,.(Syngenesia polygamia aequalis 1..) I) C. tinctorius, gemeiner Saflor, Bür- ſienfraut, wilder Safran, deutſcher Safran 2.(Saffran d'Allemagne, Franz.) Aus einer äſtigen Warzel treibt dieſe Pflanze einen ziem- lich einfa&enblume, Korn- blume,-Roggenblume, Sichelblume, Ziegenbein:c,(Bluet, CasSelunette, Franz. 5 Corn-Blue-bottle, Angl.) Ihre äſtige, ſchwarze Wurzel treibt einen aufrechten,' ſehr äſtigen, be- blätterten, eckigen, etwas wolligen Stengel hervor, welcher 1% bis 2 Fuß hoch wird. Die Wurzel- blätter ſind eyförmig, geſtielt, halbgefiedert odev gezähnt 3 die Stengelblätter hingegen ſikßend, gleich- breit-länzettförmig, langzugeſpißt, und)== zum wenigſten die oberſten= am Rande völlig unge- theilt, und; mit einer: leichten Wolle bekleidet, Die == 347 Blüthen entſpringen an.den Spißen2 ihr Kelch iſt eyformig und hat ungleiche, lanzettförmige, am Rande, mit.weißen] Sägezähnen. beſeßte"Schuppen. Die. Blümchen ſind.azurblauz. die- Staubbeutel, ſind ſchwarz... Die ,eyförmigen ,, glatten„+ glänzenden, etwas zuſammengedrücten,, auf beiden Enden ziem» - lich ſtampfen Saamen ſind mit einer kurzen,«gelb- bräunlichen, bürſtenartigen Saamenkrone verſehen. In unſeren Gärten kommen die Blüthen'ge- füllt,enen Jahren, wenn das Getreide im Wuchſe zurü&bleibt. Sie vermehrt“ ſich nur durch ihre Saamenz dieſe rrägt ſie aber in Menge, und“fie können lange: unbeſchadet in der Erde liegen."=- Aus den blauen Blumen/kXann.man mit Alayn eine 348 blaue Makhlerfarbe beyeiten.„Die Bienen beſuchen die-Blüthen. 5) Cſeabio3a4" Scabivſen- Flod&en- blume,“Eiſenwuürzel:(Greater Knapweed, Ang.)"Ihre ſtarke; öäſtige, braune Wurzel treibt einen aufrechten!/“ſehr" ſtigen, gefurten, harten Stengel'empor, welcher zwei bis 3'Fuß hoch wird« Ihre ziemlich großen Blätter ſind halbgefiedert, dunkelgrün! auf beiden-Seiten etwas haarig; die „Blättchen ſind lanzettförmig, und öftererx gezähnt: Die großen rundlichen Blüthenköpfe xommen-an der Spiße des Stengels und der Aeſte auf. langen Stie- len hervor: Die Kelchſchuppen ſind dreieFig». am Rande braun gefranzt- Die Blümchenzſind ge: wöhnlich bräunlich-purpurroth,. ſelten nur weiß. Auch ſie kommt häufig auf AeFern, Feldern, au AFerrändern, Wegen 20. vor, iſt jedoch kein ganz ſo. beſchwerliches Unkraut. wie die vorigez- ſie blüht. vom Juli bis. zum September, und ihre Saa? men reifen vom Auguſt bis zum October. H Man findet ſie ſowohl auf dem loFeren lehmig- fandigen Boden, als auch auf dem mehr binden- den Lehm- und Thonbodenz jedoch ſcheint fie: den erſteren vorzuziehen. Jung wird ſie allenfalls vom Vieh gefreſſen, nachher aber wird ſie zu hart. ey 349 3) C. paniculata, büſchelfsrmige Floc>en: blume. Ihre braune, äſtige Wurzel/treibteinen aufrechten, harten, eFXigen,,. geſtreiften),: durch ſeine Haarbekleidung grau. erſcheinenden Stengel hervor, welcher ſich, beſonders nach-oben hin, in viele aufrechte Aeſte zertheilt,/ und.4+ bis.,2„Fuß, oft noch darüber, hoch wird. Die unteren Blätter ſind doppelt" halbgefiedert,/ die“ oberen einfach und glattrandigz zalleſind'feincbehaartzund erſcheinen dadurch grauweiß. Die rundlichen-Blüthenköpfe erſcheinen an der Spiße des Stengels und der Aeſte, und bilden“ Doldenträuben? die'Keler ver? breitet fie ſich nie. 2) A. vulgaris, gemeiner Beifuß, Bey- wich, Bu>&, Beſemkraut, Johannisgür- tel, Gänſekraut 2:(Armoize,' Artemise, Franz. 3; Mugwort, Angl.) Die äſtige, holzige Wurzel treibt einen aufrechten, gefarken,'auf Schutthau? fen, an AFexrrändern 2c,, iſt dieſe Pflanze ſehv bäufig; ſie blüht vom Juli bis zum September, '=upg= 39? und ihre Saamen. reifen in Auguſt September und October. 4. Sh habe ſie-auf- verſchiedenen Bodenarten an- getroffen, und. ſie ſcheint keine Art beſonders vor- zuziehen 3„gern wächſt ſie aber. an ſolchen Stellen, wo ſich thieriſcher Dünger befindet««Ihre getro>- neten Blüthentrauben gebraucht man in. der Küchey um ſie in die zu bratenden Sänſe zu ſfteFen. Das Vieh frißt ſie nicht» Aus den getro&neten Blät- tern läßt ſich Zunder bereiten. 3) A. Dracunculus,"Dragon- Beifuß, Dragant, Drabanu.(Bstragon, Franz-5 Tar- ragon, Angl.) Seine öſtige Wurzel ſchi>t mehrere aufrechte, glatte, 6ſtige, beblätterte Stengel em- por,„welche 2 bis 3 Fuß hoch„. und unten etwas holzig werden, Die hellgrünen Stengelblätter ſind gleichbreit-lanzettformig und glatt» die Wurzelblät- ter hingegen ſind. dreiſpaltig. Die ſehr kleinen gelb? lichsogrünen Blüthen erſcheinen an der Spiße des Stengels und der Aeſte, ſo.wie in den oberen Blatt- winkeln /" und bilden eine lange, ſchmale Traube. Wild wächſt der Dragon in Sibirien und der Tatareiz wir ziehen ihn aber ſchr häufig in unſe- ren Gärten, wo er im Auguſt-und September blüht, und im October reife. Saamen. trägt. 2» zr 353 Seine Benußung als Gewürz“ an die Suppen, zu Kräuter-Cſſigen, und zu mannigfaltigen anderen Zubereitungen in der Küche ift allgemein bekannt. XXVII, Tanacetum, Rheinfarrn.(Synge- nesia polygamia Superflua IL.) 1) T. vulgare, gemeiner Rheinfarn, Wurmfarn, Weinfarvrn, Revierkraut 20. (Tanaisie, Franz. 3; Common Tansy, Angl.) Seine ſtarke, krießende Wurzel ſchickt mehrere gerade aufrechte, rundliche, geſtreifte, kaum etwas behaarte, beblätterte Stengel empor, welche 2 bis 3 Fuß(ſelte- ner 4 bis 5) ho< werden. Die abwechſelnd ſtehenden Blätter ſind doppelt halbgefiedert, ſcharf eingeſchnit» ten, glatt, oder unten etwas behaart, und herablau- fend. Die goldgelben, halbrunden, oben flachen Blüthenköpfchen ſtehen an der Spiße des Stengels in großer Menge, in Geſtalt einer Trugdolde. An Wegen, Zäunen, Ackerrändern, in den Dör- fern 2, iſt dieſe Pflanze ziemlich häufigz ſie blüht vom Juli bis zum October. A. Eine beſondere Bodenart ſcheint ſie ſich nicht ſehr auszuſuchen 3 doch habe ich ſie am häufigſten auf einem Lehm- oder ſandigen Lehmboden angetroffen. Als Unfraut ſchadet ſie nicht, da ſie bloß an den Ader- rändern ſich aufhält. Die ganze Pflanze, beſonders aber ihre Blüthen haben einen ſehr ſtarken Geruch, und enthalten viel Erome's Handb, I1, 2. 23 3354 WERE ätheriſches Oel. Sie. iſt in der Vieharzeneifunde eins der. vortrefflichſten Heilmittel, und wird-beſonders bei Koliken und Wurmfkranfheiten der Pferde gebraucht. Ein jeder Landwirth ſolte alſo billig eine Quantität von den Blüthen dieſer Pflanze einſammeln laſſen, um ſie im nöthigen Fall zu haben. XXVIIL Petagites, Peſtilenzwurz.(Synge nesia polygamia Superflua L.) 1) P. oflicinalis(Tussilago Petasites I,), Pe- ſtilenzwurz, Neunkraftwurz, Roßpäappel, Waſſerklette.(Common Butterbur,) Sie hät eine ſtarke, dicke, kriechende, ſleiſchige Wurzel. Dieſe treibt einen Blüthenſchaft empor, welcher kaum einen Fuß hoch wird, dic, hohl, purpurröthlich, und mit länglichen Schuppen von gleicher Farbe bekleidet iſt, und an. ſeiner Spitze einen Strauß von 20-- 24 eyförmigen, herabhängenden Blüthen trägt, von de- nen die oberen an beſonderen Stielen, von den unte- ven aber 2 bis 3 an einem Stiele hängen. Die Blätter entſpringen auf beſonderen, langen, röthlichen Stie- len aus der Wurzel, ſind ſehr groß, herzförmig-rund- lich, am Rande gezähnt, oben grün, unten weiß und wollig. Auf feuchten, ſumpfigen Wieſen, am Rande der Flüſſe und Bäche iſt dieſe Pflanze nicht ſelten 3 ſie blüht im März und April, im Mai entwickeln ſich die Blät» ter, und im Mai und Juni reifen auch die Saamen. 4% EE Im 355 Die Blätter ſind oft ſo groß, daß'man die größten derſelben bei einem Regenſchauer"bequem ſtatt eines Schirms gebrauchen kann. Zerſtampft und mit Häcfer- ling gemiſcht werden ſie von dem Vieh gern gefreſſen, Wegen ihrer Größe, verdrängt dieſe Pflanze: leicht die nebenſtehenden Gewächſe, und ich würde daher vathen, ſie da, wo ſie häufig ſteht, ausrotten zu. laſſens': nur iſt dies, wegen ihrer ſtarken und tiefen Wurzel, nicht ganz leicht. Eine andere, ihr ſehr ähnliche Att;der B/aſtard- Huflattig(Tussilago.hybrida)'wächſt ſehr häufig an. den/Ufern der Ströme, ifümmt übrigens. aber ziem lich mit dieſer Pflanze überein. XXIX. Senecio, RKreußkraut..(Syngenesia Polygamia Superflua 1..) I) S. vulgaris, gemeines Kreußkraut, Grindkraut, Goldkraut ,.-Speykraut. Common Groundsel,.Simson,, Angl.) Geitie faſrige. Wurzel treibt einen aufrechten„“ äſtigen, bes blätterten, ecfig-rundlichen, ziemlich glatten Stengel hervor, welcher höchſtens nur gegen einen Fuß hoch wird. Die abwechſelnd ſtehenden Blätter ſind etwas fleiſchig, halbgefiedert buchtig, vorn abgeftumpft, ge- zähnt, bald überall glatt, bald unten wenig wolligz die Wurzelblätter ſind geſtielt, die Stengelblätter hingegen ſißend und ſtengelymfaſſend. Die eyförmi- gen Blüthen kommen an der Spiße des Stengels bald 23 zerſtreut, bald etwas'büſchelförmig auf geſtreiften Stie- len hervor.' Die Blümchen ſind goldgelb.| Beſonders in Gemüſegärten, aber auch auf reich und. friſch. gedüngten Feldern und Aeckern iſt dieſe Pflanze eins der häufigſten Unkräuter; ſie blüht bei- nahe das ganze Jahe hindurch vom März bis zum De- cember hin, und ihre Saamen reifen vom April bis zum December. O. Es kann. den Landwirthen als Zeichen. des gut ge- düngten Zuſtandes eines Feldes dienen. Won dem Vieh. wird es nicht gefreſſen. Aber die meiſten Stu- benvögel. freſſen, es gern, nur führt es, fie gelinde ab. XXX. Gnaphalium, NRuhrfraut.(Syngenesia polygamia Superflua L.) 1).Gn. arenarium, Sand-Ruhrkraut, Win- terblüm AER 359 ſie blüht im Juli und Auguſt,"und ihre Saamen reis fen im September und October. 4==+. Sie iſt eine unſerer wirkſamſten deutſchen Arzenei- pflanzen, und der Landmann gebraucht ſie" häufig als Hausmittel bei Magenſchwäche,"Würmern 2c. Dem Bier theilt ſie ihren ſehr bitteren Geſchmac> mit, macht es aber berauſchend. Die Aſche des Wermuths ent- hält eine bedeutende Menge Salztheile, welche größ» tentheils aus Pottaſche beſtehen, und wo die Pflanze häufig iſt, kann man ſie daher mit Vortheil auf dieſes Material'benußen:? nach Kirwans Verſuchen liefer- ten 1000 Pfund vollkommen trockner Wermuth 97 Pf. Aſche, und daraus wurden an ſalzigen Theilen 73 Pf. gewonnen!=- Die Bienenwärter pflegen beim"Sammeln des Honigs, und überhaupt bei den Arbeiten, wo ſie häu- fig den Stichen der Bienen ausgeſekßt ſind, ein kleines Bündel Wermuth anzuzünden, wodurc< die Bienen betäubt werden. 4te Ordnung: R adiataez mit Strahlenblüthen. A, Mit na&tem Fruktboden. XXXIII. Bellis, Maßlieben.(Syngenesia polygamia Superflua L.) 1) B. perennis, gemeine Maßlieben, Gäns» ſeblümern zieht ſie vorzüglich die niedrigen bisweilen an Waſſer leidenden Stelen vor, und'kann hier, beſonders in feuchteren Jähren, oft ein ſehr beſchwerliches Unfraut werden. Ihre Blüthen haben einen eigenthümlichen, ſtar- ken, für Manchen nicht unangenehmen Geruch, und enthalten viel ätheriſches Oel.„Ste.ſind- ein ſehr wich: tiges Arzeneimittel, und kein Landbewohner ſolte es verſäumen, ſich jährlich eine Ouantität«davon ein» fammeln zu laſſen, um ſie im Nothfall bei der Hand zu haben.) Von unſeren Hausthieren, beſonders von den Schaafen, wird die Pflanze gefreſſen. 395«2220 Angl.). Die faſrige Wurzel treibt einen aufrechten, geſtreiften; ziemlich glatten,"äſtiigen, beblätterten, röthlichen Stengel hervor, welcher 1, 2 bis 3 Fuß hoch wird." Die abwechſelnd ſtehenden, dunfelgrü- nen Blätter ſind gemeiniglich glatt, leyerförmig- dops pelt-halbgefiedert 3" die Läppchen ſind' flach, ausge- ſperrt, beinahe keilförmig; die unteren ſind beträcht- lich fqmäler als die oberen. Die goldgelben Blüthen erſcheinen an der Spiße des Stengels und der Aeſte in vielblüthigen Doldentrauben 3 die Blüthenſtiele ſind mit fleinen Schuppen beſeßt. Der cylinderförmige Kelch iſt kurz, ſeine ſchlaſfen Schuppen ſind pfriemen» förmig und an der Spiße ſ&warz- Scheibe und Strahl ſind gelb 3 die Blümchen des letzteren krüms- men ſich zurück. Auf Wieſen, Triften, an Wegen, Ackerrän- dern...iſt. dieſe Pflanze ziemlich häufig 3 ſie blüht im Juli und Auguſt, und ihre Saamen reifen im September“ 2 Sie kommt auf verſchiedenen Bödenarten vorz am häufigſten fand.ich ſie auf lehmigem Sandboden. Vom-VieHh: wird ſie gefreſſen 3 auch gebrauchen ſie einige nordiſche Nationen zur Nahrung. XXXVI, TusSilago,'Huflattig..(Syngenesia polygamia Superſiua 1..) 1) T.; Farfara,„gemeiner Huflattig, Roßhuf, Bruſtlattig, Brandlattig, Erd- krone, Märzblume2c.(Taconet, franz. 3 Colts- foot, Angl.),„Der Huflattig hat. eine ſtarke, äſtige, weit umherkriehende Wurzel; welcheſchon im Februar und. März aufrechte, einfache,"blattloſe Schäfte em- portreibt, welche ungefähr eine Spanne lang, filzig, und mit einigen, zerſtreut. ſtehenden,„glatten, lanzett» förmigen Schuppen, bedeckt. ſind.3 ſie tragen nur eine Blüthe, welche vor. ihrer Entwickelung niederhängt, zux Blüthezeitaufrecht fiebt„+ und nach-derſelben wiez der überhängt. Die flachen„glatten:Kelhſchuvpen ſind gleichbreit,| ſpißi95+ röthlich; und beugen ſich nach und nach, zurück, 4, Die, kurzen Blümchen der Sceibe,ſind, goldgelb.3. eben ſo die des. Strahls, wel- dhe gleichbreit, wenigſtens. doppelt ſo lang] als die.der Scheibe, und abſtehend ſind. Die glatten Saamen haben. eine ſißende/ weiße, glänzende| Haarfrone. Wenn die. Saamen ſchon reif ſind; treiben evſt die Blätter aus. dex Wurzel hervor, welche geſtielt, aufz recht, herzförmig- rundlich, eckig, gezähnelt, oben glatt und dunfelgrün, unten aber mit einem ſehr dich- ten weißen Filze bedeckt ſind. Auf Aeckern, an Wegen, Gräben,„auch auf feuchten, ſchattigen Pläßen iſt dieſe Pflanze hin und wieder ſehr häufigz die Blüthen erſcheinen im März und April, und die Saamen reifen im Mai. 21. Wo man dieſe Pflanze häufig findet, kann man mit Sicherheit auf Thonmergel vrehnenz ich habe ſie || Jm nicht allein auf Bodenarten gefunden, welche in ihrer Oberkfrume 6= 8 pr. Ct. kohlenſauren Kalk und | 30=- 40 pr. Ct. Thon enthielten, und in deren Un- j|“tergrunde eine ähnliche, nur mehr kalf- und thonhal- ||| tige Bodenlage befindlich war, ſondern ſie kam mir | j | ' beinahe noch häufiger in einem Boden vor, welcher wenige Zolle tief unter der Oberfläche beinahe reinen kohlenſauren Kalk, oder doh einen Mergel verſteckte, welcher 30-- 90 pr. Ct. kohlenſauren Kalk, und | das übrige an Thon enthielt.: | Auf Aeckern, welche den eben beſchriebenen Bo- || den haben, wird ſie oft ein ſehr verhaßtes Unfraut, || welches ſich wegen der tief liegenden, weit umherwus- |ig,"etwas ſeidenartig, weitlich, und mit einer Haärkrone verſehen. Dieſe Pflat!ze; welche eigentlich in Nord- Ames rifa zu Hauſe gehört, hat ſich nun beinahe ſchon ſeit einem Jahrhundert ſo ſeht in Europa und auch in Deutſchland ausgebreitet," daß wir ſie leider als ein? heimiſch anſehen könnens ſie ſteht an Wegen, Trif- ten, auf Aeckern, an AFer:ändern,"auf Schutthäu- fen, ſelbſt m Waldern 2e., blüht vom Juni bis zum Sepkember, und"ihre Saqaamen reifen vom Jäali bis in den Witter. O. Sie kommt. immer nur an trocknen Pläßen auf einem Boden voL,“ welcher über 70 bis 909 pr. Ct. Sand enthält, und män kann ſie beinäße als Zeichen eines'ſandigen oder lehmig-ſandigen Bodens anſehen. Auf die Aecker zwiſchen das Getreide und andere an- gebaute Gewächſe ſcheint ſie ſich nicht in Menge zu verbreiten 3; deſto häufiger ſteht ſie aber auf dreeſch liegenden'Aeckern und Triften'2c. Won dem Vieh Crome's Handb. Il. 2. 24 3702t. XLI. Achillea, Schaafgarbe. 3Syngenesia Polygamia Superflua L. I) A. Millefolium, gemeine Schaafgar- be, Feldgarbe, Tauſendblatt, Schaaf- ribbe, weißer Rheinfarn, Judenkraut 2c. (Mille- feuille, franz. 5 Common Yarrow, Mil- foil, Angl.). Jhre friechende Faſerwurzel ſchickt mehrere aufrechte, eckige, gefurern und Ackerrän- dern iſt dieſe Pflanze ſehr gemeinz ſie blüht im Juli und Auguſt, und ihre Saamen reifen im Septem? bw“ SO: Sie kommt auch auf den meiſten Bodenarten fort, ſcheint aber doch einen Lehmboden, oder ſandigen Lehmboden vorzüglich zu lieben. Im Getreide verbreitet ſie ſich ſelten ſo ſehr, daß ſie ihm ſchädlich würde, aber auf dreeſch liegenden Ländereien iſt ſie oft ein böſes Unfraut. JIhre Blü- then haben einen unangenehmen ſtinkenden Geruch. Den Bienen iſt dieſer Geruch zuwider, und die Bie- nenwärter pflegen de8halb, wenn ſie den Honig aus- nehmen wollen, die Hände mit dieſen Blüthen zu rei- ben, um dadurch die Bienen abzuhalten. XLII. Anthemis, Anthemis.(Syngenesia polygamia Superflua L.) 1) A. arvensis, Feld-Anthemis, Acker- Chamille(Corn Chamomile, Angl.).. Ihre Wurzel iſt oben knotig und dicklich, unten zaſerigz ſie treibt einen ausgebreiteten, ziemlich aufrechten, be- blärterten, ſehr äſtigen, durch die vielen kleinen Haare grau erſcheinenden Stengel hervor, welcher gegen einen Fuß hoch wird. Die Blätter ſind doppelt halb» gefiedert, fla< und behaart, ſo daß ſie graugrün er- ſcheinen. Die Blüthen erſcheinen an der Spiße des Stengels und der Aeſte auf nackten, ziemlich langen, einblüthigen, feinfilzigen Stielen 3 die glänzenden, an der Spiße braunen Schuppen des Kelchs ſind be- haart 3 die Scheibe iſt gewölbt, und trägt gelbe Blüm? . Sie iſt nicht ganz ſo häufig, wie die voriges auch ſie kommt auf verſchiedenen Bodenarten fort, ſcheint aber doch einen grobſandizen Lehmboden vorzuziehen. Ihr Kraut iſt geruchlos, und die Blüthen haben einen ziemlich angenehmen Geruch. Von unſeren Haus- thieren wird ſie gefreſſen. Selten wird ſie als Unz Fraut dem Getreide ſchädlich. 2) A. tinctoria, Färber-Anthemis, Fär- ber-Chamille(Ox-eye-Chamomile, Angl.). Ihre äſtige Wurzel ſchickt einen aufrechten, äftigen, eigen, beblätterten, feinfilzigen Stengel hervor, welcher 17 bis 12 Schuh hoch wird. Ihre Blätter ſind doppelt halbgefiedert, ſägezähnig eingeſchnitten, flac;, mit ſpißigen Läppchen, und unten beſonders weißfilzig. Die Blüthen entſpringen auf langen ein- vlüthigen, wolligen Stielen an der Spiße des Sten- ge!s und der Aeſte 3 ihre Scheibe iſt flach gewölbt, GERE WT TGT Pum 5507 und'trägt gelbe Blümerrändern und an ſteinigen bergigten Pläßen iſt dieſe Pflanze nicht ſel- ten; ſie blüht im Juli und Auguſt, und ihre Sa3g- men reifen im September und October. 2. I< fand ſie gewöhnlich auf einem leßmigen, ziemlich eiſenhaltigen, mit wenigen Procenten von Fohlenſaurem Kalk gemiſchten Boden, unter dem ſich ein Thonmergel fand. Theils aus dieſer Urſache, theils weil ſie im äußeren Anſehen einige Aehnlichkeit mit der Wucherblume hat(beſonders eine Spielart derſelben mit etwas breiteren Blättern), führe ich ſie hier mit auf. Mit Alaun liefert ſie eine ſchöne gelbe Farbe. AXLIV. Helianthus, Sonnenblume. - Ei(Synge- nesS1a polygamia frustranea L,) 1) H. annuus, jährige Sonnenblume, gemeine Sonnenblume(Soleil, franz.; Com- mon Sunflower, Angl). Aus ihrer ſtarfen, äſti- gen, zaſrigen Wurzel ſchickt ſie einen ſtarken, aufs rechten, nur unter dem Gipfel äſtigen, etwas eckigen, gefurchten, fein behaarten und dadurch ſcharfen Sten- gel empor, welcher gewöhnlich 6 bis 8 Shuh hoch wird, und 1x bis 2 Zoll im Durcker und etwas Eyweißz nicht ſelten finden wir auc< ſchon in dieſen Theilen einen eigenthümlichen ſcharfen Stoff, welcher mehreren dieſer Wurzeln einen pikanten Ge- ſchmack giebt. Ihre Stengel und Blätter ſind in der Regel ſehr nahrhaft, und enthalten viel grünes Sagmehl, Eyweißſiof, Schleim, Schleimzucker und Extractiv- ſtoff 3 auch in ihnen finden wir hin und wieder bald in größerer, bald in geringerer Menge jenen ſcharfen Stoff wieder. In ihren Blüthen wird gewöhnlich ziemlich viel Nectar abgeſondert. Beſonders zeichnen ſich noch ihre Saamen durch eine beträchtliche Menge eines fetten Oels aus; wir finden daſſelbe größtentheils bei allen, nur hier in größerer, dort in geringerer Menge. Außerdem ent- halten ſie noh Schleim und Eyweiß, welche die nach dem Auspreſſen des fetten Oels zurückbleibenden ſo- genannten Delkuchen zur Viehfutterung ſehr anwend- bar machen. Nicht ſelten finden wir auch in den feſte- Crome's Handb. Il. 2, 23 ren Theilen der Säamen. den ſcharfen Stoff: wieder 5 ſo: rührt z- B. die, Schärfe, des-Senfs.blos von. dieſem ſcharfen Stoffe: her, welcher) aber, nur in den feſteren Theilen enthalten iſty da es bekannt iſt, daß;man ein ganz mildes: Del davon gewinnen, und.die. Del» fuchen noch zur. Bereitung des Moſtrichs benüßen- fann. Ueber ihren Wohnort läßt ſich nicht gut etwas im. Allgemeinen ſagen; zwar lieben die mäſten von ihnen feuchte, an Humus: oder Dünger veiche Pläßesz indeſſen kommen doch:auc< mehrere an tronen, ſans digen, an Humus und Dünger armen Pläßen häufig genug vor. Ihre Benußung iſt ſehr. mannigfaltig, und'wenn gleich uns einige dieſer Gewächſe: als Unkräuter. ſeht beſchwerlich fallen, ſo iftzes. doch ausgemacht, daß, ihr Ruhen bei. weiten, ihren Schaden überwiegt. Ein großer Theil der von.dem Landwirth und' dem Gärt? ner angebauten Gewächſe ſieht im dieſer Claſſe. Die Wurzeln von mehreren derſelben geben uns, und un- ſeren. Hausthieren.Nahrung- Mehr. noh benußen wir die Blätter vieler dieſer. Pflanzen als kräftige und erfriſchende Nahrungsmittel für uns und unſeve Haus thiere- Die-Blüthen der mehrften werden von den Bienen ſtark-beſucht, und liefern uns-alſo Honig und Wachsz mehrere dieſer Blüthen. genießen wir ſelbſt als eine ſehr angenehm?» keicht, verdauliche Speiſe, <>==; 387 Ihre, Saamen ſind uns. beſonders:wegen. dev Menge des. fetten Dels, welches„ſie enthalten,«ſehr nüßlich, und ſie liefern ohnehin unſeren Hausthieren-eine kräfs tige Nahrung. Eigentliche Giftpflanzen kommen nicht unter ihnen vor 3 zwar beſizken einige von ihnen.den vorhinz genannten ſcharfen Stoff im hohen Grade der Stärke und Ouantität, alleia nie wirken ſie doch dadurch gif- tig auf uns und unſere. Hausthiere. ein. Dagegen fü- gen. einige unter ihnen. als. Unfräuter, wegen. ihrer ganz erftauniichen Vermehrung,„dem Landwirthe oft einen beträchtlichen Schaden zu. In. Linne's Pflanzenſyſteme nehmen die Gewächſe mit freuzformigen) Blumen, eine eigene(die funfzehnte Claſſe==- Tetradynamia--) Claſſe ein, und zerfal- len in-die beiden Ordnungen.? mit Schötchen,-- Sili- culosae-=, und mit: Schoten-- Siliquosae. Die übrigen Gewächſe, welche ich hier mit ihnen zuſam- menſtellen mußte ,. ſtehen theils in ſeiner 4ten, theils in der Sten und 1Zten Claſſe. Um die natürliche Familie der Pflanzen mit kreuzförmigen Blumen von den übrigen mit ihr we- nig verwandten Gewächſen abzuſondern, theile ich dieſe hier zuſammengeſtellten Gewächſe nach der Zahl ihrer Staubfäden. in vier Ordnungenz in.der erſten =- Tetrandria-- ſtehen die mit. vier Staubfaden z in dey zweiten die. mit 6 Staubfäden(die Pflanzen 25* mit freuzfsrmigen Blumen)z in der dritten die mit 8 Staubfäden, und in der vierten die mit mehreren Staubfäden. Veberſicht der hieher gehörigen Pflan- zen- Gattungen. | rſtieOrdnung:'| Mit vier Staubfäden; Tetrandrae.| [Anmerk. Dieſe Gewächſe, welche durchaus nicht in na- türlicher Berwändſchaft mit den folgenden ſtehen, neh- men hier nur'wegen ihrer vierblättrigen'Blumsn ihren Plaß einz, wahrſcheinlich-fann ich ihn in, der Folge noch verändern, wenn ich.erſt mehrere Beobachtung über den inneren Bau der Gewächſe angeſtellt, und danach eine zwe>mäßigere, ſelbſt dürch die Ordnungen des Syſtenis durchgeführte Claſſification aufgeſteilt haben werde.] 1. Cornus, Hattriegel. Die Blüthen ſind bei einigen Arten dieſer Gat-| tung von einer allgemeinen vierblättrigen, gefärbten, leicht abfallenden Hülle umgeben. Der Kel< jeder einzelnen Blüthe iſt ſehr klein, einblättrig, vierzähnig, und ſißt über dem Fruchtknoten. Die Blumenkrone beſteht aus 4 flachen, länglichen, zugeſpißten Blätt- chen„/“welche kleiner find als die Hülle. Vier pfrie- menförmige Staubfäden, welche länger ſind als die Blume, werden von ihr eingeſchloſſen.| Der rund- lihe Fruchtknoten ſißt unter der Blume, hat einen fadenförmigen Griffel und eine abgeſtumpfte Narbe. Die Früchte beſtehen aus rundlichen, zweifächrigen und zweiſaamigen Steinfrüchten: 11. Ptelea, Lederblume,.“ Der kleine einblättrige Kelch iſt, viertheilig, ſpi- big und abfallend. Die Blumenfkrone beſteht aus vier länglichen, hohlen, abftehenden, lederartigen Blätt- den, welche größer ſind als der Kelch, Site ſchlieſs» ſen vier aufrechte, pfriemenförmige, an der Spiße umgebogene, unten etwas wollige Staubfäden ein. Der eyförmige Fruchtknoten iſt ziemlich groß. und zu? ſammengedrückt, hat einen furzen zuſammengedrück- ten Griffel, und zwei ſtumpfe von einander fiehende Narben, Die rundliche, große, zuſammengedrückte, trockne Steinfrucht. iſt häutig geflügelt, zweifächrig, und enthält einige längliche Saamey. 2te Ordnung: Mit 6 Staubfäden, von.denen 2. kürzey ſind, als die übrigen; Hexandrae. (Gewächſe mit kreuzförmigen Blüthen.) A... Mit Shdt=== 406 I EIn Zweige in großen doldenförmigen Büſcheln 3 ihre Blu- menkrone iſt gelblich und lederartig. Die mit einer Haut eingefaßte, zuſammengedrückte, rundliche Stein- frucht enthält einen weißen Kern, Dieſes Gewächs iſt in Nordamerika, beſonders in Virginien und Karolina zu Hauſe, iſt aber nun ſchon ſeit langer Zeit in Europa und auch in Deutſch- land befannt, blüht hier im Juni, und ſeine Früchte reifen im October. ZD. Ich erwähne dieſes Strauchs hier beſonder3, weil ſeine Früchte im Geſchmack und Geruch ſehr viele Aehnlichfeit mit dem Hopfen haben, und vielleicht eins der beſten Surrogate deſſelben abgeben könnten. Er läßt ſich auch rekev-Täſ ore 475 häufiF auf gut und friſch gedüngten AeFern. Die ganze Pflanze hateinen knoblauch-ähnlichen Geruch, Und wirdvon unſeren Hausthieren gern gefreſſen; ſie theilt aber leiht dem Fleiſche/ und der Milch dieſer Thiere ihren Gerych mit.. Ihre Saamen können wie die des Senfs benußt werden, 2) T: campestre, Feld-Täſige, mitdem" kürzen Griffel verſehene, ölatte Schdöthen.. Überall'auf AeFern, Feldern, Gärten, Schutt- haufen 2c., findet-män dieſe Pflanze! ſehr gemein 5 ſie blüht vom Öfpril bis zum September,-'und ihre Säaameh veifen vom Mai bis zum October.-'O. Ste'liebt beſönders"einen'ni, welche ſich'durc< ihren ſtrauchartigen Stengel, ihre eckigen Aeſte, lanzettförmige glatte Blätter, und gelbe ſehv wohlriehende Blumen auszeichnet. Sie wächſt im ſüdlichen und'ſchon im, mittleren Deutſch» lande auf. alten Gemäuern," Ruinen 2c:) wild» und wir ziehen ſie einfach und gefüllt“ im Garten und'in Töpfen. 4. 9) C. annuus, die Sommerlevkoje, mit frautartigem Stengel, lanzettförmigen» ſtumpfen, faſt gezähnten, grauen Blättern, und. walzenförmig zugeſpißten Schoten. Sie-wächſt im ſüdlichen Europa wild, und wir ziehen.ſie einfach: und gefügt, häufig, Os 3) C. incanus, die Wintevlevkoje, oder bes ſtäubte Levkoje, mit faſt ſirauchartigem Stengel, lanzettförmigen, fiumpfen, grauen, ungezähnten Blättern, und zuſammengedrückten, langen, an dev Spike abgeſtußten Schoten. Sie ſon wild am Seeufer in Spanien wachſen; wir ziehen ſie ihrer ſchönen und ſehr angenehm duften- den Blüthen wegen, ſowohl einfach als gefüllt, und in den mannigfaltigſten Farben«+ XVI. Arabis, Schaafkraut.(Tetradynamia Siliculosa L.) 1) A. thaliana, gemeines Schaaffkraut. (Common Wall-Creſs, Angl.) Ihre faſerige äſtige Wurzel treibt einen gerade aufrechten, in gerade auf? ſtehende Aeſte zertheilten, runden geſtreiften, rauh- ---- 427 haarigen, beinahe nackten Stengel hervor, welcher ungefähr 6 Zoll bis 1 Fuß hot einen gerade aufrechten, ziemlich ein- fachen, oben nur in einige kleine Nebenäſte zertheil- ten, runden, glatten, beblätterten Stenge, her- 428---- vor“der oft 2 bis 3 Fuß," oft aber auch nur einen Faß hoch wird, und ſo wie die Blätter von grau» grüner Färbe iſt. Ihre Wurzelblätter ſind geſtielt,- lanzettförmig, gezähnt utd rauh; die zahlreichen Stengelblätter aber, welche abwechſelnd ſiken, und nach der Spiße des Stengels zu nach und nad) klei» üer werden, umfaſſen den Stengel, ſind pfeilfdr- mig, ganzrandig und glatt. Die kleinen Blüthen ſißen in einer langen, geraden Traube beiſammen, welche an der Spike etwas überhängt. Die ſchima- len, platten, glatten Schoten ſtehen aufrecht, und legen ſich dicht an den Stengel, Auf. troFnen Pläßen, auf Hügeln, Bergen, in Gebüſchen- ſteht dieſe Pflanze nicht ſelten; ſie blüht im Mai und Juni, und ihre Sagmen reiſen im Juni und Juli.+ Ich habe fie immer am liebſten auf kalk- oder 9ypshaltigen-Pläßen gefunden, und glaube, daß wir ſie als eine Anzeige derſelben anſehen könn- ten.== Sie. hat im'Geſchmace viele Aehnlichkeit mit der Kreſſe, und.wird.von unſeren Hausthieren gern gefreſſen, beſonders von den Schaafen. Die Bienen beſuchen die Vlüthen fleißig« ee 429 XVIII Brag8ica, Rohl.(Tetradynamia Siliquosa 1.) Vorläufig. muß ich hier bemerken, daß. unter dieſe Gattung nicht allein alle. unſere Kohl- und Rübearten, ſondern auch die Pflanzen gehören, welche bei den Landwirthen unter den Namen Raps und Rübſen bekannt ſind. Die Verwir- rung, welche in Hinſicht der leßteren beiden Ges wächſe bei den landwirthſchaftlicen und ſelbſt den botaniſchen Schriftſtellern obwaltet-. iſt erſtaunlich 3 theils entſtand ſie wohl daher, weil man von jeher mehrere Arten dieſer Gattung als Oelgewächſe an- bauete, welche ſich häufig unter einander vermiſcht und eine Menge Spielarten hervorgebracht haben, von denen ſich in der That ſehr ſchwer die Mutter- axt auſfinden läßt 3 theils aber entſtand ſie auch das her, weil Einer von dem Anderen abgeſchrieben, und ſelten einer eine botaniſche Beſchreibung der Pflanze, welche er beſchrieb, nah der Natur ko- pirt hat. So viel mir mögli war, habe ich dieſe zweifelhaften und do ſo nüßlichen Gewächſe durch muſtert, verglihen, und die darüber bekannten Beobachtungen und Beſchreibungen neben einander gehalten; ich werde hier aber nur meine eigenen, nach der Natur abgefaßten Beſchreibungen mitthei- lenz meine Vermuthungen über die Meinungen 439..«is Anderer äußern, einige Vorſchläge zu beſtimmten Namen geben, und ſo die vorhandenen Zweifel ſo viel als möglich aufzuhellen ſuchen. Was die Unterſcheidungs- Merkmaale dieſer Pflanzen betrifft, ſo glaube ich, daß die Warzeln, die Blüthen und Früchte noh die ſicherſten ſind z zugleich darf man aber auch den ganzen Habitus nicht überſehen. Die Blätter unterſcheiden ſich frei- lich oft ſehr 3 indeſſen ſind ſie zu vielen Abänderun: gen unterworfen, als daß ſie ſichere Merkmaale abgeben könntenz man darf nur die vielen Spiel- arten des Garten-Kohls(Brassica oleracea) betrachten, um ffh davon zu überzeugen. Auch die Dauer giebt uns kein beſtimmtes Merkmaal ab, da wir es ſchon von unſeren Koenarten wiſſen, wie leicht fich durch eine veränderte Behandlung eine Sommerſrucht in eine Winterfrucht, und umge- kehrt, eine Winterfrucht in eine Sommerfrucht um- wandeln läßt. Es iſt indeſſen gewiß, daß die mei- ſten dieſer Gewächſe, vielleicht eine nur ausgenom- men, eigentlich zweijährig ſind, und daß die, welche wir als Sommerfrüchte kennen, ſich erſt durch die Kultur darein verwandelt haben. 1) Br. campestris, Feld-Kobl.(Field Cab- bage, Angl.) Seine Wurzel iſt ſpindelförmig, etwas wem>> ai 431 gebogen, weißlich, und nur mit wenigen Faſern verſehen. Sie treibt einen Stengel empor, wel- igen; oben ſtumpf pfriemen»- || 1 00 förmig„auslaufenden Schnabel verſehen,. welcher WW beinabe halb-ſo lang iſt+,.als ſie ſelbſt, Die Saas ] j men. ſind ziemlich rund. dunkelbraun, und an der ND) Stelle» wo. derKeim iegt, mit einer ziemlich'ſtar? hij ken Tinbacht. verſehen. 9) Dieſe„Pflanze/wächſt vorzüglich“in England, 09) aber auch:;hier und dort/in Deutſchland auf Ae&ern | wild; blüht im/Junizund Jali und ihre Saamen 1] reifen im Juli und. Auguſt 3- im wilden Zuſtande iſt ſie einjährig.'O. | a Sie liebt beſonders“ einen Lehm- und Thon- boden. In mehreren, Gegenden wird ſie ihrer Saamen: wegen angebaut, und dieſe durch die Kal- ien 433 tur beſſer und größer gewordene Spielart führt den Namen Sommer- Rübſenz als zweijährig, oder als Winterfrucht iſt ſie mir nicht bekannt, und das,'was unter den Landwirthen, welche-ſowohl dieſe als die folgende Art und deren Spiclarten bald Raps, bald Rübſen nennen, unter dem Na- men Winter-Rübſen bekannt iſt, gehört wohl eigentlich nicht hieher. Ihre grünen Stengel und Blätter liefern ein ſehr gutes Viehfutter, und die Saamen enthalten vieles Oel/ jedoch“ nicht ſo viel, als die der folgenden Arten, welches aber von vor- züglict und ſtengeltreibend, Der Sten- Crome's Handb, I1, 2. 28 gel iſt aufrecht; ſtig 1 rundlich ,-„leicht geſtreift,- glatt3. und wie die Blätter mit einem bläulichen Reif überzogen z rer, erreicht; eine Höhe von. 2 bis 4. Fuß, oft wohl, noh. darüber, Die Blätter ſind glle..glatt, und unten vorzüglich, fahlgrün.„+ Die Wurzelblätter ſind leyerformig halbgefiedert, am Rande wellenförmig, gezähnt» und;oft-cinen halben Fuß„„oder noch. davüber,, lang 35. das. obere Läpp- Hen iſt groß,. rundlich, die ſeitwärts ſißenden läng- lich zugeſpißt, und/mit deu'Spißen, nach. unten,gez richtet 3. die ihnen. zunächſt ſißenden/Stengelblätter ſind breit.;herzförmig., ſtumpf und, zahnförmig aus? geſchweift.z, die oberen Stengel- und Afiblätter ſiken abwechſelnd„umfaſſen den Stengel, ſind. herzſöv- mig-langzettförmig, an, der. Spiße ſtumpf, und am Rande weitläuftig/gezähnt z-die oberſten Blätter endlich ſind beinahe gleichbreit, an der Spitße ſiumpf,. unten mit zwei rundlichen Lappen verſehen, mit denen ſie den Stengel umfaſſen, und am Rande ganz. Die Blüthen bilden eine lange, aufrechte, ährenförmige Traube, welche oft einen bis 13 Fuß, und darüber, hoch wird. Die an der Baſis oft röthlichen Blumenſtiele ſiken abwechſelnd, und ſtehen aufrecht. Die Kelchblättchen ſtehen etwas ab, ſind nach außen gewölbt, und gelblich gefärbt. Die Blumenblätter ſind dottergelb 3 ihre rundliche, aus- --- 435 gehöhlte"etwas ausgerandete Platte ſteht beinahe horizontal ab.' Im Grunde der Blume befinden ſich vier grüne Honigdrüſen,“ von denen zwei eiwas größer ſind. Der Stiel der“Scoten ſteht anfangs nur in einem Winkel von' 45== 5 0*vom'Stengel ab, ſenkt fich aber hernach, und beugt ſich oft herab;'er' iſt dicht“unter'der Schote'verdicktz3'die Schoten ſelbſt ſind“ wälzenförmig, etwas zuſammen- gedrückt ,''mit kleinen hervorragenden Knoten ver- ſehen, ſehr glätt, oft bis 4 Zoll und darüber lang, zur Zeit der Reife'herabgebögen,"und mit einem Furzen,"undeutlich eigen, ſtumpf pfriemenförmig zulaufenden Schnabel verſehen.'' Die Saamen ſind dunkelbraun, rundlich, größer wie die der vorigen Art, glänzender, und haben nicht eine ſo ſtarke Einbucht ia der Gegend des Keims, wie jene. Wild wächſt auch dieſe Art vorzüglich in Eng- land, Holland, aber auch hier und dort in Deutſch- land am Rande der Ae>er, und zwiſchen angebau- ten Gewächſen als Unkraut; durch die lange fort- geſeßte Kultur hat ſich aber eine zahme Art gebils det, welche jeßt häufig angebauet wird, die ſich aber nur durch ihre Größe und ſtärkere Ergiebigkeit von der wilden Art unterſcheidet, übrigens aber in allen Stü>en mit ihr übereinkommt. 28>» 436&mäßiger, es. zur. Winterfuatterung der Schagafe, oder zum Streuſiroh zu benußen. Aber wir dürfen hier auch die Feinde nicht ver: geſſen, welche dieſen Gewächſen, beſonders da, wo ſie häufig angebäuet werden, oft ſo ſehr nachſtellen, daß ganze Erndten dadurch zu Grunde gerichtet werden. In tronen Jahren vorzüglich richten die Erdflöhe(Chrysomela oleracea) oft einen ſehr bedeutenden Schaden an, indem ſie die zarten Blätter der jungen Saat zernagen... In den Blü- hen finden ſich oft. häufig die kleinen Glanzk&- fer(Nitidula aenia).ein, ſo. wie auch die Larven mehrerer. Pfeifex- Arten(Curculio),„welche ſie-zexfreſſen:;, und+ dadurch den Saamen- Anſaß verhindern.» Sben. dieſe Thiexchen, zerfreſſen auch oft die jungen noch/ungusgebildeten Schoten. Auch --- 439 die graue Madedes Exclamations8-Nachtvogels (Phalaena Exclamatoria) fügt den Pflanzen vielen Schaden-zu- Ueberdem geht. das wilde Geflügel dem Saamen ſehr nach ,. und man hat geuug zu thun, 1'm dieſe Diebe abzuhalten. Um Verwechſelungen mit anderen verwandten Ge- wächſen zu vermeiden, mögte ich vorſchlagen, dieſe hier beſchriebene Pflanze ausſchließlirübe, ſo wie au< die Rota baga oder ſcerer, lehmig- ſandiger Boden iſt für den Rübenbau am paſſendften 3 jedo< darf es ihm nicht an Feuchtigkeit und Dünger fehlen 3 auf lehmigen und thonigen Boden gerathen ſie nicht ſo gut... Vor- züglich die aus der Erde heyvorwachſenden erreichen auf dem ihnen angemeſſenen Boden"oft. eine ſehr be- trächtliche Größe3 man hat ſie in Englandzu der faſt unglaublichen Größe von 40 bis 60 Pſund.gezogen.!= Ihre Benußung iſt allgemein bekannt,| Mehrere. der obengenannten Spielarten benußen wir zur Speiſe; wogegen andere wieder zur Futterung unſerer Haus- rhiere gebraucht werden. Ihre Blätter können, ſo wieidie: der vorigen und dev folgenden Art, mit Vor- theil zur grünen Futterung des Viehes gebraucht wer- den. Die Blüthen werden von-den Bienen fleißig be- ſucht und geben ihnen viele Nahrung. Ihre'Saamen enthalten auch Oel, und es iſt. ſelbſt möglich, daß hin und wieder eine Spielart dieſer Pflanze als'Dels gewächs angebauet wird; = 443 Einhof hat uns eine chemiſche Analyſe der gemei- nen Herbſiwaſſerrüben mitgetheilt.“Nach ihm ſtehen ſie auf der unterſten|Stuffe" der|Nahrungsfähigkeit unter unſern" gewöhnlichen Wurzelgewächſen."Sie enthalten nämlich an wäſſrigen" Theilen 918 p+ Ct., an Schleimzucker 42 p- Ct; an Pflanzeneyweiß 3 ps Ct: und an Pflanzenfaſer 2Z'p. Ct. Stärkemehl"iſt alſo (ſo wenig wie in den übrigen Rübearten) in ihnen nicht enthalten, und ihre nahrhaften Theile ſind Ey- weiß und Scleimzuckerz vielleicht enthält aber auch die Faſer noh einige nährende Theile, Die Rübe hat unter den Inſeeten und Gewürmen mehrere gefährliche Feinde ,' welche bisweilen“ganze Felder ruiniren können. In ihrer erſten Entſtehungs- periode leidet auch ſie bei trocknem Wetter oft ganz er- ſtaunlich von dem früher ſchon erwähnten Erdfloh. Man"hat eine Menge Mittel dagegen vorgeſchlagen und angewendet, aber die meiſten wieder als unzweck- mäßig verworfen. Den meiſten Werth'legt man noch auf ein Mittel, welches darin beſteht, die Rüben während der Nacht zu walzen 3 hiebei leckt namlich die Walze die von dem nächtlichen Thau befeuchtete Erde, und mit ihr zugleich die Erdflöhe auf 3 die Pflan- zen werden dabei einigermaaßen von ihren Feinden befreiet, und zugleich näher an den Boden gedrückt, welches ihyen bei der trocknen Witterung, bei welcher ſic) die Erdflöhe nur einfinden, ſehr gut bekommt. 444---- Auch zugleich gegen eine“ kleine Schnecke(Dimax agrestis?), welche den Rüben ebenfalls vielen Scha- den zufügt, ſol dieſes"Mittel wirkſam“ ſeyn./ Bid- weilen„. jedoch'nicht fo'häufig-wie von den Erdflöhen; werden die Rüben auch von der. Rübenraupe(Papilio Brassicae'Bapae): befallen, welche aber erſt ſpäter, wenn die Pflanzen ſchon eine anſehnliche, Größe, erreicht haben, hinzukommt. Auch hiebei hat'man das. Ueber- ziehen mit einev Walze, das Eggen mit Dornbüſchen, und endlich die bekannte Maaßregel am wirkſamſten gefunden, eine Trift Enten in das Rübenfeld zu jagen, welche den' Raypen ſehr nachſtellen, und eine"große Menge'derſelben verſchlucken. 4) Br. oleracea, gemeiner Kohl, Garten- Kohl.(Chou, Franz: Sea«Cabbage, Calewort, Avegl.) Kaum iſt es-möglich„von dieſer Pflanze, welche inſo mannigfaltigen Spielarten. vorkommt; eine angemein gültige Beſchreibung aufzufaſſen 5/ ich will jedoch vorzüglich die Merkmaale hergusheben; dürch welche ſie ſich vorzüglich von den vorigen Arten beſonders-unterſcheidet. Die walzenförmige, äſtige, ſtengeltreibende Wurzel endigt ſich in viele haarfsrmige Faſern, und erhält oben mit der Zeit grubenförmige Narben durc< die abgefallenen Blätter. Der aufrechte, äſtige, glatte Stengel iſt rundlich oder undeutlich e>ig, treibt bei einigen Spielarten einen knolligen/ bald etwas in der Erde verborgenen, bald über ihr hervorragenden, Kör» per hervor, und erreicht eine ſehr verſchiedene-Höhe, Shehu 445 von“2- bis 6 Fuß“ Die Blätter»-erxſcheinen).in ſehr mannigfaltiger Geſtalt„bald ziemlich vundlich, ganz vandig, bald: ausgeſchweift und buchtig/: bald.auch bei- nahe" leyeriörmig» undzam) Rande j unordentlich zerriſ- ſen'zvähre Farbe geht vom heuſten Grün ins-dunkelſte» und bei einigen-Spielarten'1ins Braune Überz zimmer ſind ſie aber dick 7 fleiſchig»"glatt, und gewöhnlich mit einem fahlgrünen Staube bedeckt: 111.Die Blüthen, er- ſcheinen an-der Spike des Stengels. und. der. Aeſte in traubenförmigen Aehren» welche oft eine anſehnliche Länge erveichen 3"die Blumen ſind groß und mehr-oder minder»dottergelb. 1" Die"Schoten ruhen auf; langen dünnen Stielen, ſtehen anfangs) aufrec erhut-'Kohl oder Schwabenkräut.':Man unterſcheidet"ihn in den niedrigen frühen'Ivelcher ſchon um Johanni vollkom» men ift, und in den"großen ſpäten, welcher erſt' im Juli-und Auguſt brauchbät iſt. c) Der voth eoder blaue Kopffohl'(Br. ole- racea rubra L.); mit blaurothen oder ganz rothen Köpfen
  • "dicken Blätter ſind ſchlicht.“ Ev iſt eine der ſchlechteſten Kohlſorten; und wird vorzüglich zur Vieh» futterung benußt. i) Der Schnittkohl.. Wenn dieſer Kohl auch mit den ihm zur Seite ſtehenden Spielarten wenige Aehnlichkeit hat, ſo glaube ich ihm doch hier ſeine Stele anweiſen zu müſſen, da ich ihn mit Anderen nicht antev die Kohlrüben verſeßen kann, weil ihm der jenen zu? kommende-fnollig' verdickte untere Theil des Stengels abgeht.- Seine“ Wurzel iſt ſpindelförmig, beträchtlich dick und'nur wenig äftig-" Der glatte, rundliche Stengel zeräſtelt ſich" gleich! von unten'auf ſehr. Die Blätter ſind dunfel fahlgrün/ und glatt 5 die unteren umfaſſen den Stengel halb/'ſind'herzförmig- länglich, am Rande ſtumpf und“tief ungleich gezähnt, bisweilen leyerför- mig ,' oder halbgefiedert 3“die"oberen ſind ſchmäler, beinahe lanzettförmig" aber am Rände' ftark gezähnt. vine 449 Die Btüthen ſtehertvangdzu Spie, des, Steitgel8-und der Aeſis. in ährenföymigen. Sxauben 5 welche oft. x bis 14. Fuß und, darüber lang werden. Dieifeinen. glatten Blüthenſtiele ſtehen abz. die Kelchblätthens5ſind. etwas abſtehend» ausgehöhltz,. und am„Nandse, gelblich 5: die gelben.„Bjiumenblätter. haben. eine rundliche-»ziemlich flach ſtehende Platte, und ihv Nagel iſt eben ſo lang als die.Platte.„Die Schoten ſtehen zur Zeit.der Reife in einem rechten, Winkel ab» ruhen„auf. einem x bis I„Zoll, langen».ſchlanfen„feinen Stiel, ſind,-wal- zenförmig- etwas, platt gedrückt» glatt, durch die hervorragenden. Saamet höckrig,„und ihre. Sceidea wand-verlängert. ſich. in einen.am Grunde etwas platz ten, nachher rundlich pfriemenförmigen,.. vorn. ſiums pfen Schnabel,-5 welcher nuv. den. 5ten, b18 4ten Theil ſo lang iſt.als die Schote. I<. habe„dieſe Spielart hier etwas gentuer bes ſchriebeh ,)/weil ſie häufig nuch als Oelſaat anzebauet wird; und hin und wieder mit Unter der Benennung von Raps öder Rübſen vorfomint.: Sie läßt ſich am beſten dur< ihre Schoten unterſcheiden: Vielleicht iſt ſis. aus“einer Vermiſchung, der. BrasSica oleracea mit.dev-BrasSäca Napus entſtänden; und hat ſich hus als fouchtbarer Baſtard weiter förtgepflänzt; 3)- Kohlarten: Ähre Blüthenknospen kömmen““ Zwiſchen den Blättern verborgen;"indien. dihten' Köpfen bervor, Kk) Der-Blumenkoh'l, Käfekohl,-Carfüol Caxviuo/ly(Brasicaroleragea BotrytisTa)5 zwiſchen Crome's Handb. I1. 3, 29 <> 2 20er IRRGIS MAGIE AGILE 450=nwepann ſeine länglich-runden,«lihtgrünen, glatten, Blät- tern treibt er eine Menge, vor ihrer Entwickelung fopf- föumig zuſammengedrängte ,- gelbliche-weiße“Blütheno Fnospen hervor. Er ſoll aus Jtalien abſtammen. 1) Der Broccoli oder Spargelkohl(Bras- Sic3 oleracea asparagoides).- Er ift eine Abart des Blumenkohls8, und. unterſcheidet ſich dadurch ,. daß er feine zuſammengedrängten Blüthen in mehreren Köpfen hervortreibt. Man unterſcheidet ihn noh in den römiſchen oder purpurrothen, den neapolitaniſchen oder weißen, und den braunen oder ſchwarzen Bro: vii." Sein Bau ſchränkt ſich mehr auf die ſüdlicheren Gegenden ein; weil er in harten Wintern leicht ver- friert.' Man iſſet ſowohl“ ſeine Köpfe als auch ſeine geſchälten Stengel. Er ſtammt aus Jtalien. 4). Kohlraben oder Kohlrüben. Sie unterſcheiden ſich von den übrigen dur. die knollige Berdickung.des unteren Theils ihres Stengels [oder vielmehr den ſogenannten mittleren Stoc> (6audex intermedius), S: Iv Theil pag. 66], wel: men ünd Schoten zeichnen ſichnicht'merklich von:denen der übrigen Spielarten'au? In Deutſchland iſt dieſes vortreffliche Würzelges wachs vorzüglich durch Thaers Bemühungen befännt geworden) welcher den Saamen zuerft aus England erhielt. Sy-Die!"Ste> vr üben)lodern Stickelrüb em Ihre länglich oder unförmlich rundliche/'bald gelbliche; bald/ weißliche Knolle, exſcheint..noc< mehr unter der Erde5:ſodaß. man; ſie-faſt zu den, Rübearten.„zählen ſollte, wenn ſie niht;wegen ihrev/glatten leyerfotmis gen, Wurzelblätter, und, ihrer Scoten.zu den. Kohl- vrten gerechnet.werden:müßte, Obgleich wir-wiſſen daß die Mutterpflanze 1des Kohls in'England-urſprünglich wild wächſt, ſo müſſen vix doch aus"der" Geſchichte vermuthen;- daßdieſes nicht ſein" einziges Väterland-ſey 7! und daßer wahr: ſcheinlich in) mehreren] ſüdlichen Gegenden von Europa und''den" angrenzenden Theilen von» Aſiemzu Hauſe gehört. Schon die Griechen kannten-den Kohl 5 und wir wiſſen“aus'!den Schriften des/Pythagoräs» des Eudemus5 Theophraſtus; Ereſius 430.51 daß ſie ihn fehr'ſchäßten und'in'Z Arten, dem wilden, den glatten und den gefrausten unterſchieden; auch)»die Kohlrüben" ſcheinen ſie ſchon gekannt und'imit dem Worte oypv4us" bezeichnet zu haben2+/1 Nicht minder beliebt warer"den Römern; und»-Columella Benn 433 %.,0€ und“Cato 1 m.erwähnen) ſeiner ſs wie der Rüben öSfterer.“" Die unzählige Menge. der bekannten Spiel- arten erklärt ſich alſo mit aus dem ſchon. ſo[ange fortgeſeßten Anbau, und dex Verpflanzung dieſes Ge- wächſes. in ſo verſchiedene Himmelösſtriche. So verſchieden wie ihr äußeres Anſehen, ſind au< die Bodenarten auf denen die einzelnen Spielarten beſonders gedeihen. Die Kopfkohlarten verlangen einen an humoſen oder'do< Düngertheilen reichen mittelmäßig thonigen Boden:"Der braune Kobl nimmt ſelbſt mit einem ſchlechten ſandigen Boden vorlieb, wenn er nur nicht an Dürre leidet und gehörige Düngung erhält. Die Rötabaga verlangt einen lehmig-ſandigen, aber gut gedüngten Boden 3'die Steckrübe hingegen will durh- aus“einen thonigen oder lehmigen;+! etwas feuchten Boden haben.' Alle ſtimmen doch aber darin überein, daß ſie nach friſcher Düngung, oder-in einem. an hy- moſen Theilen'reichen Boden am beſten.gedeihen- Die Benukung dieſes Gewächſes und ſeiner Spiel- arten iſt ſehr mannigfaltig. Die Bota-Baga, ſo wie die Steckrüben und Kohlraben- über. der Erde, liefern uns ein ſehr' gutes Gemüſez die exftere wird aber auch vorzüglich zum Viehfutter, gebaut;- Die Kopffohl? und Braunfohlarten» liefern uns vorzüglich. nahrhafte und'ſchmackhafte- Gemüſe. 1 Es» giebt ganze Länder, 37 B. Polen zwin denen" der Weißkohl das Hauptnah» 454 wem vungsmittel äusmwachts die mannigfaltigen"Zubeveiz tungsarten, beſonders der. Kopfkohlarten,“ſind zu bes kannt, als daß ich mich dabei aufhalten dürfte: Auch für alle unſere Hausthiere ſiad' die Blätter aller Kohl- ärten ein vortreffliches,/ miſchvermehrendes Futter: Die unentwickelten Blüthen nicht alein des Blumen»- kobls undder dazu: gehörigen„Spielarten, ſondern auch der übrigen Kohlarten ſind„als ein ſehr. mildes, angenehmes(Gemüſe: bekannt. Die entwickelten Blü- then geben den Bienen reichlichen Stoff zu Honig und Wachs.| Die Saamen, enthalten viel fettes mildes Oel, und.ich habe vorhin ſhon eine Spielart. erwähnt, welche als. Oelſaat angebaut wird, Auch inder Kenntniß der chemiſchen Beſtandtheile dieſer Gewächſe haben wir ſchon ziemliche Fortſchritte gemacht z..Einhof hat uns. eine chemiſche. Analyſe der Rota-baga und der Steckrüben hinterlaſſen.„Nach ihm enthält die'Rota= baga.in hundert Theilen 85/93, P- Ct: wäßrige Theile, 8, 88,p. Ct. Schleim- zucker, 4, 8I P- Ct Faſerſtoff, und, 9, 83 P+Ct. Ey- weißſtoff.... Sie hat alſo dieſelben Beſtandtheile, als die Waſſerrübe,:„nur in,.;einem weit vortheilhafteren Verhältniſſe... Selbſt die Faſex darf, man. nicht-ganz unnahrhaft anſehen„. da. ſie„ſich, mürbe kochen läßt, und.einer Gährung fähig ilt. Die Steckrüben enthalten in 700 Theilen,(an wäßrigen'Theilew 875950» 1an Schleimzuc>er) 6,150, =. 455 an Faſerſtoff 5-59 und an'Pflanzoneyweiß 0,597 ſie) ftehen(alſo. 4m. Ganzen genommen der Rota-baga nur etwas nach«Einhof. verſuchte es ,4 aus Steck: rüben einen Syrup. zus bereiten; welcher aber. ſeinen eigenthümlichen Rübengeſchmack) nie,'ganz verlieren wollte. Genaue Unterſuchungen über die Blätter der Kohl» arten haben wir noch nicht 3 indeſſen wiſſen wir, daß ſie vorzüglich grünes Sakßmehl ,' Cyweißſtoff und Scleimzucker enthaltenz3 die Verhältniſſe dieſer Be- ſtandtheile in den verſchiedenen Spielarten ſind aber noch nicht ausgemittelt. Die Blüthen ſcheinen beſon- ders reich an Schleimzucker zu ſeyn, und die Saamen enthalten nächſt-dem fetten Dele: Schleim und Ey»- weißſtoff. Bei dem Anbau ſind“ dieſe Gewächſe den Verfol- gungen von einer Unzahl'ihnen ſchädlicher Thiere aus- geſeßt. Der ſchon oft erwähnte Erdfloh richtet auch oft bei ihrer jungen Saat bedeutende'Verwüſiungen anz ſind die Pflanzen herangewachſen, ſo fommen oft ganze Legionen der Kohl- und"Rübenraupen(Pa- pilio Brassicae, Rapae und Napi), und zerfioren die-Blätter bedeutender Felder in wenigen Tagen, ſo daß kaum die Blattrippen übrig bleiben, Die Wur- zeln und Strünfe des Weißfohls werden oft'inwendig von. einer mir noch unbefannten Made angefreſſen, ſo daß. ſie- bleich werden„und„verwelken,- Die Roggen- 456==> vaupe|(Phälaena'gecalis), welche ich ſen, und;boſonders3von;dem ſoſchädlichen Reitwurm. oder. Erdkrebs(Gry1lus Gryllotalpa), wel- fäden Tig.5. ein Theil des Stengels' mit einer ziem? lich reifen Schote Figy6: eins dev'unteren BlätterI Seine ſpindelförmige Wurzel iſt gelblich!“ und bricht leicht.» Sieſchickt: einen aufrechten, T bis 2. Fuß und darüber hohen vundlich eckigen, geſtreiften, mit herabgebogenen;- weißen Borſten beſeßten Stengel hervor, der ſich in viele abwechſelnd ſtehende) au?ge- breitete Aeſte zextheilt.+Die unteren, rundlich leyer- förmigen.» Blätter"gehen aumäßlig"in den Blattſtiel über, die oberen ſind ungeſtielt, eyförmig- länglich, ſtumpf» am Rande ungleich buchtig gezähnt, etwa3 Fraus, und fteßen abwechſelnd 3 alle ſind ziemlich dun- Felgrün, und mit ſcharfen Borſten verſehen. Die Blüthen erſcheinen an der Spiße des Stengels und der Aeſte in einer aufrechten, langen, vielblüthigen Traube, Die abwechſelnd ſtehenden Blümchen haben ſchmale, grünliche, weit abſtehende Kelchblätter- ſenf mehrere Vorzüge vor anderen'Unfräutern, die wir nicht. überſehen dürfen.» Von unferen Hausthieren wget 2rkid GAARA IEE =.-- 459 wird evſeht germ. gefreſſen;vundgiebt ihnen ein gutes milchvermehrendes Futterz ſelbſt zum(Gemüſe können die jungen. Blätter benußt. werden. Seine, Blüthen geben, den. Bienen, eine reichliche. Nahrung...„Die Saamen kann man faſt wie.die, des gelben Senfs. zum Moſtrich benußen.. Auch enthalten. ſie, ein gutes mil» des Del, welches man. zum wenigſten zum Brennen vortheilhaft gebrauchen kann. Aus einem Zentner Saamen pflegt man 30 Pfund deſſelben zu gewinnen. Von dieſer Pflanze unterſcheiden einige Schrift- fleder no< als beſondere Art den levantiſrig, gerippt, mit vielen Furzen, Geraden, durchſichtigen Borſten beſeßt, und Verlängern fich in einen ſchwerdförmigen, zu? ſammengedrüFien, mit kurzen Stacheln'verſehenen Schnabel, der länger iſt, als ſie ſelbſt. Sie ent- halten gewöhnlich 4 ziemlich große- glatte, gelbe Sgamen, Er findet ſich hier und dort wild auf AeXern «Sinn 461 und Feldern, in-Deutſchlandzund'“deit angränzenden Ländern; blüht vom Mai bi8»zum Jul1y;w-und ſeine Saamenvreifentim Auguſt. 5 SO- Erſcheint eine löhmigen Boden»3Zu lieben 55 wi äber auchn mwenn erngut: gedeihen ſoll; viele/humoſe odev Düngertheils- haben; May, baut ihn; in.mehres ren Gegenden /Deutſfchlands beſondersfeines Saamens wegen: Dieſer» wind, vorzüglich. zu der Bereitung.des befannten Moftrichs benukßt3 man kann. aber auch ein ſehr gutes mildes Oel daraus gewinnen, und. die zu- rückbleibenden.Oelfuchen nom zum Moftrih benußen, da die. Schärfe vorzüglich in den gelben Schaalen liegt.“ Aus einem Zentner pflegt man'36 bis 33 Pfd. Oel zu gewinnen. Die ganze Pflanze iſt für unſere Hausthiere ein angenehmes Futter; und" ihre" zarten Blätter fönnen ſelbſt als' Gemüſe zuberötet werden. InvEngland'bäaut man den'Senfförmlich zur /Futte> Leung an“und'zieht ihndem Sommerrübſen vor;, weil erxvin/ider'Regekunicht»ſovon den) Juſccten befallen wird Die Bienen: beſuchen die Bläthen) fleißig. 3)8c nigra, ſchwärzer Sietyf(Moutarde, Seneve,'franz.;.. Common Mustard,; Angl.). Seine äſtige Wurzel treibt einen aufrechten, runden, glatten, in viele'auseinander ſtehende Aeſte getheil- ten Stengel hervor, welcher 3 bis 4 Fuß hoch. wird. Die Btkätter ſind hengrün, geſtielt und abwechſelnd ſtehend 3 die unterſten ſind gefiedert 3 die Fiederblätt» ern Feldern und'Aerrändern hin: und wieder im Deutſchland wild5" blüht vom Mai bis zum Juli, und ihre-Saamen veifen im Auguſt.- Sie wähltieben die:Bodenarten; welche die vor» hergehende liebt." Auch ihre"Benußungsärt iſt im Ganzen" genommen eben ſoda ſie imahren Eigen- ſchaften“ auch mit der vorhergehenden“ Art. überein- ſtimmt nur daßvihve Saamen'nicht ganz ſo» ſcharf find, als die des gelben Senfs, und' daher auch fei- nen ſo ſcharfen Moſtrich liefern; XX. Raphanuüs, NRettig.(Tetradynamia gili- quosa. 1.) I) R. Baphanistrum,| Ackevrettig, Hede- viſcch/ Heiderich,'Knoten- Hedexich; Heiden- vettig- wilder Senf(Raifort 8auvage, franz.z Corn»-Radish,'wild»Badish,/JointedCharlock, Angl.),.[Si Tab: X. Fig. 1.2534 einzelne Theile des Acker- Hederichs, inynatürlicher) Größe. x) Eine Bluüthez“ a. die: Blumenblätter, b.der dicht+anlie- gende“ Kelch. die Staubfäden. Pig: 2... Eine Schote. as die: knotige Schote ſelbſt, b. der Stiel derſelben.- Fig. 3.»Eins der unteren Blätter.] Seine“ kleine ſpindelförmige; wenig'äſtige Wur- zel iſt: gelblich weiß, und ſchickt einen ziemlich aufrech- ten, vundlichen zv mit“ furzen, abſtehenden Borſten- haaren beſireuten; und' in viele) ausgebreitete“- Aeſte getheilten Stengel hervor, welchex-x bis 2. Fuß“und darüber hoch. wird."1Die halbgefiederten'|Wurzelblät» ter ſind leyerförmig; ſtumpf; 1: auf beiden“Seiten etwas ſteifhaarig/;-und' gehen almählig- in den Blatt- ſtiel; über 3 auch“dier unteren-und mittleren“ Stengel- blätter behalten'no t Der" Atkervektig miſt unſtreitig eins der'häufigſtett und“ſchädlichſten-Unfräuter, welche wir kennen 5 er blüht vom/Mäi'bis zum Auguft, und ſeine Saamen veifen“vom-Juli biszuim September." O- Ey lidbr: beſonders einen“lehmig- ſandigen und ſandig=leßmigen Boden; wenn dieſer auch Kur wenige hummoſe Sheile“enthält/ und iſt-deshalb vorzüglich auf dem Höheboden! zu''Hauſe,"Hier unterdrückt er oft, in 465 beſonders„bein ungünſtiger. Witterungy-»das Getreide und..die.. anderen, angebauten(Gewächſe, wenn man nicht. ſoviel. als.„möglich. für ſeine. Ausrottung. ſorgt. Wegen der, harten. Schoten... in;.denen. der Saame eingeſchloſſen iſt. kann. dieſer. oft. langezin, der Exde liegen, ebe. er aufgeht....und;man bemerkt daher,. be: ſonders. nach tiefem„Pflügen, leider. oft-.genug dieſe Pflanze in erftaunlicher Menge auf einem Aer, wenn man: au< die Saat ſoviel als möglich von ſeinen Früchten. gereinigt batte. Aber auch er hat vor mänern und überhaupt auf bebauten Feldern iſt der Feldmohn eine der gemeinſten Pflan- zenz ev blüht im Juni und Juli, und ſeine Saamen veifen im;Auguſt und September... SO. Ich habe.ihn auf verſchiedenen Bodenarten, bald in ſehy.„lo>erem„Sandboden ,. bald auf bindendem Thonboden.gefundenz wenn. er.aber freilich kein be- ſtimmtes Verhältniß der zuſammenſeßenden Beſtand? theile des Bodens verlangt, ſo ſcheint er dagegen nur auf. ſolerrändern vor er blüht ||| hier im Jum und Juli“ und ſeine Saamen reifen im 08 Auguſt und September?)"O Im. Orient bäut“man'ihnm häufig'an, um aus ſeinen noch unveifen Saamenkapſeln, indem man mit einem ſdarfen Inſtrumente einrißt, und den heraus- quellenden'Milchſaft'an der Sonne erhärten läßt, das || befannto“" Opium zu gewinnen. Die Angaben, 0! welche man in mehreren. Werken findet, daß die << mh rgrrururermaerree oon Eze 477, Pflanze. dort. bisweilen eine, Höhe von 30 bis 40 Füß erreiche»„ſind. dur emm Fäden am Grunde.ſo. mit einander verwachſen„daß 9 in einem Körper. verwachſen. ſind, der. zehnte„abey frei ſteht.z., nicht ſelten. ſind ſie aber.auch. alle zu. einem „„Köxpex„am Grunde verbunden, und hin und wieder, beſonders bei„den„ausländiſchen Gewächſen ,. fommen einige vor, bei denen. gar keine Verwachſung ſtattfin- det... Von.dieſen.Z oder. x0„Staubfäden umgeben, finden wir immev.. nur e4,0;Piſiill ,. bald etwas. länger, bald. etwas, kürzer. als: jenes„gewöhnlich„aus einem länglichen„Fritchtfroten,„einem furzen., einfachen Griffel,„und. ſtumpfer. einfacher Narbe. zuſammen» geſe8t... Die Saamen ſind bei allen.dieſen Gewächſen mit. einex Hülle„umgeben, welche in der Regel eine Hälſe(Legumen), ſeltener eine Gliedhülſe (Lomentum), bildet. übrigens aber von mannigfal- tiger. Geſtaltaſt. Dex innere Bau dieſer Gewächſe ſtimmt in ſo fern wieder mit dem der"Gewäachſe aus den vorigen Claſſen überein'/ das ſie aus regelmäßigem Zeüengewebe zu- ſatimengeſekt ſind) wodurch die Bündel der Spirale gefäßes kreibfsrmig zuſammengeſteüt ,' laufen. Auf der Äirtem Tafel Pig. 6! habe ic<'den Durchſchnitt des Stöngels der'geteinen Gartenerbſe(Pisum 84= iu etwas vergrößert abgebildet 3 die kreisförmig ſtehenden Bündel der'"Spiralgefäße ſind mit 3 bezeich- . vichtes baſtartiges"Zenengewebe mit b, und' die ohle MENN! welche den- eG u vanprhi 5 G. <200EI WIE 48 T Ueber die ehemiſchen Beſtandtheile" dieſer Ge- wächſe'häben' uns“ erſt die Forkſchritte der Chemie in den leßten- Decennien einigen Aufſchluß'gegeben 3 Einhof“ hat: die Saamen mehrerer.im Anbau bekann- ter Hülſenfrüchte unterſucht, und ich habe mich kürz»- lich evft mit der Analyſe der friſchen Stengel, Blät- ter und Blüthen verſchiedener Gewächſe"aus dieſer in- tereſſanten Pflanzenclaſſe-beſchäftiget', ſo“ daß wir'aus den'bisjeßt gewonnenen Reſultaten ſchon einigermaßen über die Beſtandtheile dieſer Gewächſe im Allgemeinen zUrkheilen' können."Die Wurzeln irgend einer Pflanze aus dieſer"Claſſe ſind meines Wiſſens noch nicht un- terſucht, und“ außer. den wenigen knotigen Wurzeln, welche in ihr vorkommen, mögten auc wobl die übri- gen feinev"genauen chemiſchen“ Unterſuchung werth ſeyn 3 es laßt ſich aber ſchon aus dem Verhalten und dem Geſchmack jener knolligen Wurzeln(zB. der des Lathyrus;.wberosus= Erdnuß---) ſchließen, daß. ſie/vorzüglich reich jan Stärkemehl und nächſtdem an. Schleimzucker ſind, In den Blättern und: Sten- geln derchieher. gehörigen. Pflanzen, welche/ ich unter» ſuchte, fand ich vorzüglich viel-grünes(Saßmehl; und außerdem Eyweißſtoff ,» Schleimzucker,:Extractivſtoff, „Hin zund wieder:etwas Harz, phosphorſauren Kalk und. Pflanzenfaſer313 dieſe leßtere enthielt ſehr vielen Kalka; In den Stengeln und Blättern dev Garten- erbſe fand Einhof: außerdem. noch Stärfemebl, wel- auch! zweijährige Pflanzen 31 im Ganzen genommen aber'nur, wenige einjährige, ſo' daß die ausdauernden und'baumartigen Gewächſe die Mehr- zahl unter-ihnen ausmachen. Ihre|Benukung äſt ſehrmannigfaltig; und“ es giebt außer den gragartigen Gewächſen wohl keine Pflanzenfamilie, welche für den Landwirth ſo wichtig iſt ,„als.dieſe, Die Wurzeln einiger hieher gehöriger Gewächſe ſind eßbar. Die Stengel und Blätter der meiſten liefern unſern Hausthieren das vortrefflichſte Futter, wobei ich nur.an die Kleearten, die Luzerne, Esparzette, Wicke, Erbſe 2c. evinnern darf; von einigen hieher gehörenden Pflanzen werden auch dieſe Theile zur Färberei benußt/ und die vortreffiichſte blaue Farbe, welche uns das Ansland» liefert, der Indigo, wird von einer Pflanze aus dieſer Familie gewonnen. Die Saamen mehrerer dieſer Gewächſe liefern uns und unſeren Hausthieren ſehr fräftige Nahrungsmittel, und können von einigen ſelbſt mit zum Brode benußt werden; als Beiſpiele dieſer Art darf'ich nur die Erbſen,'Bohnen und Linſen auffüh- ven,"Selbſt die noch unreifen Hülfen'von- mehreren 20 484... genießen wir(dlsbeliebte Gemüſes In unſeren Gär- ten ſchmücken viele von' ihnen unſere Blumenbeete, und die ſchönſten' Sträuche der Bosfets gehören mit zu dieſer»Familie.| Ohne dieſe:Gewächſe beſonders vorzuziehen, kön- nen: wir behaupten. daß ſie uns nur Nuten, und durchaus feinen. Schaden. zufügen.- Unfräuter im eigentlichen Sinne des Worts,giebt es nur ſehr we- nige, und Giftpflanzen: garnicht. unter.ihnen. In Linne's Syſteme,ſteht: der größte Theil von ihnen in der 17ten Claſſe(Diadelphia), und'nur wenige ausländiſche-kommen in der zehnten Claſſe vor. emmonmmunn Ueberſicht der hieher gehörigen Pflan- zen- Gattungen. Iſte Ordnung? Mit. wahren. Hülſen. Legumino05ae, a) Mit xo in eine Parthei verwachſenen Staubfäden. 1: Spartium, Pfrieme. Der einblättrige Kelch iſt glo>enförmig, unten dreizähnig, mit einem häutigen dürren Rande verſe- hen und gefärbt. Die Schmettexlingsblume hat eine ſehr große/ umgefehrt herzförmige Fahne, zwei ey- förmig- längliche, abſtehende Flügel,» und ein lanzett- förmig- längliches ,- zweiſpaltiges Schiffchen, Die SIEHÜFTEN 485 Staubfäden ſind anfangs von dem Sciffchen einge- ſcenförmige Kelch iſi einblättrig und fünf- ſpaltig 3. ſeine, Läppchen ſind gleichbreit, ſpißig-. und 4 ſtehen unter der Fahne. Die Schmetterlingsblume hat eine große herzförmige, an den Seiten abſtehende, geſtreifte Fahne, zwei eyförmige Flügel, welche um die. Hälfte kleiner ſind, und ein ſpibiges Schiffchen, etwas länger als die Flügel. Der längliche Frucht- knoten iſt zottig, hat einen einfachen Griffel und eine ſfiumpfe Narbe. Die ſtielloſe, ſchief eyförmige, auf- geſchwollene Hülſe iſt wenig länger als der Kelc<, mit dem zurückgebliebenen hackenförmigen Griffel verſe- hen, und enthalt wenige Saamen- v. Anthyllis, Anthyllis. Der eyförmige, bauchige, eikblättrige Kelch iſt fünfzähnig und zottig- Die Scmetterlingsöblume hat eine längliche, an den Seiten zurükgebogere Sahne, zwei längliche kürzere Flügel, und ein zu- ſammengedrücktes Schiffchen von der Länge der Flü- gel. Der längliche Griffel hat einen einfachen Grif- fel und eine ſtumpfe Närbe. Die ängeſcenförmige Kelch ift fünf» | theilig, und von ſeinen lanzettförmig- ſpizigen Läpps | den ſind die beiden unter dem Fähnchen ſtehenden |] Fürzer, als die anderen. Die Schmetterlingsblume 1|| Hat eine ſehr breite, umgekehrt- herzförmige, ausge- |D Vrandete Fahne, zwei rundliche, zuſammenſchließende |" Flügel, kürzer als die Fahne, und ein kurzes zuſam- || mengedrücktes Schiffenförmige Kelch iſt fünf- zähnig 3 die Zähne ſind gleich, die 2 oberen. aber kür- zer, Die Schmetterlingsblume hat eine große; um- gefehrt herzförmige Fahne, zwei längliche, kurze, mondförmige ſtumpfe Flügel, und-ein halbrundes; mit zweiſpaltiger, nagelförmiger Verlängerung verſe- henes Schiffchen. Der zuſammengedrückte Frucht- knoten hat einen flachen, oben breiteren Griffel, und eine zottige Narbe, Die knotenloſe Hülſe iſt lang, cylindevförmig, zugeſpißt, und enthält mehrere rund: liche oder etwas efigze Saamen. XI. Vicia, Wicke. Der röhrige Kelch iſt halbfünftheilig oder fünf- zähnig, von denen die 2 oberen kürzeren Zähn=- 491 terlingöblume hat eine große vundliche, ftumpfe Fahne, zwei länglich- eyförmige, mit einem kurzen Anhange verſehene Flügel, und ein halbrundes, zuſammen? gedrücktes, ſtumpfes Sciffchen, von der Länge der Flügel. Der cplinderförmige Fruchtknoten iſt läng? lich, und hat einen fadenförmigen Griffel, welcher unter der Narbe zottig iſt- Die große, längliche, zuſammengedrückte/ Hülſe iſt fnotig aufgeſchwollen, und enthält mehrere nierenförmige Saamen. XV. Galega, Geißltlee. Der einblättrige, röhrige Kelch iſt kurz und halb- fünftheilig 3 ſeine Zähnenförmiggewutiden ,.zundenthält-mehrere nierenförmige oder eckige Saamen. Beſchreibung der hieher gehörigen Pflanzen- Arten. Iſte Ordnung:. Mit wahren Hülſen. Leguminosae, 1. Spartium, Pfrieme.(Diadelphia decan- dria.L.); 1) S: ſcoparium; Beſenpfrieme, Haſen- geil, Bram, Ginnſt, Ginſter, Haſenbram (Genet commun, fratizöſ.;"Common'Broom, Angl.). Aus einer ſtarken, äſtigen Wurzel ſchickt dieſe Pflanze einen ſtrauchartigen Stamm hervor, wel: ki- gen; gefür Eme mehrere Hiederliegende, äſtige, geſtreifte, überall mit Knötc&ery rändern,“auf Weideny26.1,)iſt„dieſe, Pflanze. ſehr gemein 3' ſie blüht vom. Jani bis zum; Auguſt, und ihre Hülſen.reifen im Auguſt und. September..en der Aeſte nach der Spike zu 3 die einzel- nen: Blüthen ſtehen äbwechſelnd 3 ihre Kelche haben Fein Anhängſel die Oberlippe derſelben iſt ganz, und 506==> mu 1) vis untere dreizähnig)"Die lederartigenſwälzenförs mig zuſammengedrückten"etwas ſpißigen/ Hülſen ſind, fein behaart; und enthaltew eimigerrundlihzuſammen- gedrückte, und dadurch etwas eckig erſcheinende; gelbe( Saamen.) | Sie wächſt im ſüdlichen Euvopa, ſo wie im Ovient, 13 wild, wird aber in Italien häufig angebauetz. wir || ziehen ſie bisjeßt nur in Gärten, wo ſie im Juni und || Auguſt blüht, und im September und" October ihre Saamen zur Reife bvingt.""SD-! Schon zu den Zeiten der alten Römer und noch | jeht wird dieſe Pflanze in Italien zur grünen Düun- gung benutzt. Man ſäet ſie nämlich noch nach der“Ges 1| treide-Erndte, und pflügt ſie nachher unter 3 auch wird 8 NI der Saame, nachdem man ihm ſeine Keimfkraft ge- | nommen hat, um die Olivenbäume eingegraben, um 08118 dieſen eine Düngung zu geben. Ob wir die düngende Eigenſchaft dieſer Pflanze auch bei uns anwenden fons | nen, darüber müſſen uns erſt einige anzuſtellende Ver» ſuche belehren, welche ich vorläufig eingeleitet habe. Sie gedeihtjbei uns-ſehr. gut, und treibtzeine beträcht- liche Menge: Stenzel und Kraut hexvorz es-wird aber darauf ankommen ob. ſie, wenn w ür ſie erſt nach deu Erndte unſeres. Getreides ſäen, noch eine beträchtliche Höherevveicht, ſo. daß ihr. Unterpflügen etwas helfen kann. Nah, einer chemiſchen Unterſuchung, welche ich.vop einiger. Zeit mit dem grünen Kraut anſtellte, enthielt) dieſest»(am waäſſvigen Theilen 36: p- Ct: an bräunlich?grünem Säßmehl»1, 30 P+-Ct.;- an» Epweiß= ſtoff 15 761p<'Cty an Pflanzenfaſer 7, 03'P-Ct,, an Kalk mit»Eyweiß» verbunden 15 04/P- Ct. ,. und.an Extract mit ſalzſaurem Kalk 2,83 p- Ct. Dieſex: Ge? halt, von grünem Saßmehl,.Eyweiß, und Extractivſtoff iſt.allerdings im. Verhältniß zu“der geringen Menge feſter Theile, welche nach Abzug der 86. p. Ct. wäſſri- ger Theile übrig bleiben, bedeutend genug, und kann uns einigermaaßen die gute düngende- Wirkung exr- klären... Die Unterſuchung dex. Sgamen werde ich noh anſtellen. In. unſeren Gärten ziehen wir der Zierde wegen noch. mehrere Arten dieſer Gattung, namlich die blaue oder bunte Lupine(1. varius) und die gelbe Lupine u. Inteus); vießeicht fönnte die erſtexe zu eben den Zwecken, wie"die weiße Lupine, benußt werden, da auch. ſie eine beträchtliche Höhe erreicht 3 indeſſen kommt doch unter. gllen drei Arten die weiße am beſten bei uns fort. VII. Phaseolus, Phafeole. '1) P. vulgaris, gemeine Phäaſeole, ge- meine Bohne, türkiſche Bohne, welſche Bohne, Windbohne, Sneidebohne, Schminkbohne.(Haricot, Franz. 3; KBidney- Bean, Angl.) Aus einer äftigen, faſerigen Wurzel ſchicft'ſie einen glatten, äftigen Stengel empor, wels 508= kerbohnen, welche ſich durch ihren ſehr ſüßlichen Geſchmack auszeichnen. Das Vaterland. der Phaſeole iſt DEE ſie iſt aber. ſhon zu den. Zeiten der Römer nach Suropa gebracht, und hat ſich nach und, nach immer mehr vev- breitet. In unſeren, Gärten-blüht ſie-vom' Juni bis zum Auguſt, und ihre Saamen. veifen im'September und October... QO. Die Benutzung der Bohne(Ghrer Hülſen und Saa- men) zin. der Küche iſt zu bekannt, als daß ich nothig hätte, hierüber noch etwas zu ſagen? Unſtreitig ge- hören ihre Saamen zu den nahrhafteſten, aber bl&- henden und etwas ſchwer verdaulichen Speiſen: Einhof hat uns, eine Analyſe. der Saamen dieſer Pflanze gelie- fert, wona< ſie zuſammengeſekt ſind, aus3 wäſſrigen Theilen 16/p. Ct. ,. Stärkemehl 39. pCt» Schleim 2I Pp. Ct., thieviſch- vegetabiliſcher Subſtanz mit. Ep- weiß 16.p. Ct,, und Schaalen, 8.p..Ct.? beſonders reich ſind ſie demnach an Stärkemehl. und» Shlein, und übertreffen in dex-Quantitgt des lehtepen alle übrigen Hülſenfrüchte. 2). P. Danus, znted rige Bohne, Zwerg- bohne, Hörngesbohme,Kriupbohne." Ihr anfangs aufrechter Stengel iſt glatt. breitet ſich aber in viele ſeitwärts gebogene Aeſte. guys, und. ſchlingt-ſich ZIO F= mal nicht an andere" Gegenſtänden in die' Höhes'er wird nur-T'bis-2 Fuß hom. Ihre Blätter ſind langgeftielt, Gedreit,/?und'die einzelnen Blätter eyförmig-langzuge- ſpißt und glatt?“ Die Blüthen erſcheinen ebenfalls in fleinen''Träuben in den-Winkeln der Aeſtes die ein- zelnen/Blüthen ſind durc<'rundliche Deckblätter unter- ftüßt';' welche größer ſind„als die Kelche." Die Blu- nien. ſind'weiß oder etwas vöthlich. Die zuſammenge- druckten, runzlichen, berabhängenden Hülſen enthal» ten rundliche,'plattgedrückte, weiße, oder mannig- faltig gefärbte Saamen. Auch dieſs Pflanze iſt urſprünglich in Oſtindien zu Hauſe, aber durch den Anbau ſchon lange in unſeren Gärten. verbreitet 3 hier blüht ſie!vom Juni bis- zum Auguſt, und veift. im. Septembers: 1O-+ Ihre Benubungsart iſt ſo wie die dex vorigen. Zum Anbau im freien Felde paßt/ſich dieſe im Gänzen genommen beſſer, weil ſie, nicht der..mühevöllen und koſtbaren Arbritzdes.Stiefelns«bedarf. VIIL Pisum, Erbſe.(Wiadelphia decandria 1.) 1) P. gativum, gemeine Evbſe:(Gärde Pea, Common Pea, Angl.);- Aus ihrer“ äftigen und fa- ſrigen Wurzel: erhebt ſichrein rundlich eckiger, glatter; äſtiger Stengel,“welc ülenen ZL TL hinbreitet,:»Die(Aeſte. ſo wie die'gefiederten Blätter, ſtehen abwechſelnd, 3. die Blätter ſind) 2: bis Zpgamg.ge> fiedert3 die ſehr furzgeſtielten Blättchen-ſmd;eyformig, zugeſpißt und. glatt z..der Blattſtiel» verlängert ſic) an der. Spike in äſtige Ranken'3.,am, Grunde eines. jeden Blattes. befinden ſich zwei große,(unten) zugerundete und eingeferbte; eyformige,„mit einanderzverwachſene Blattanſäße.. Die Blüthen. entſpringen. auf einem ziem- ſich langen.allgemeinen Blüthenſtiel-zu 2, bis. 3," oder zu„mehreren. in..einer Trqube;,: in den Winkeln der Blätter... Die Blumen ſind, entweder weiß,„roth, fleiſchfarbig-oderzviolett,... Die Hülſen ſo, wie die Saa- met, ſind. bei, den Abarten. verſchieden. Die vorzüglichſten Abarten,. welche man beim Anbau im. Garten unterſcheidet„ſind folgende? a); Die, Friüherbſe,!- welche won untenauf blüht und.reift;; und nicht ſehr hoch wird. b) Die'Zu> everbſe. Sie erreicht gewöhnlich eine Höhe von 6 Schuh;'ihre'Hülſen ſind ſehr fleiſchig und gefrümmt, und ihre Saamen, welche ſo wie die Hülſen von ſehr ſüßem Geſchmack ſind, werden nach dem-Reifen, runzlich. c) Die Klunkererbſe: oder Föntanell? evbſes ſie wird niht über"3"Schuß hoc<-/ bat weiße Blüthen und'große wohlſchmec>ende"Saamen. d) Die Zwergerbſe'oder kleine Zuc>evs erbſe." Sie wird ungefähr 5'Fuß hoch, blüht weiß, lde Wia treibt viele Hülſen,“ und-enthält zin(jeder oft-6' bis 9:Erbſen. e): Die Krottenerxbſe,/:- Traubenerbſe, Büſchelerbſe:- Sie wächſt mehr'aufrecht als die übrigen»«unduträgt ihre Hülſen in Büſcheln 3-ſie ſind aber nur klein und nicht fleiſchig. f) Die Fel denbſe. Sie wird ungefähr 2 bis 3. Fuß hoch,- blüht gewöhnlich weiß, bisweilen auch voth z3- ihre Hülſen ſind klein, vorn ſpißig und ſchmal; unten aber etwas breitgedrückt. 2)'Die holländiſche Erbſe, Ihre getro>; neten Saamen ſind'faſt viereEig. Wahrſcheinlich ge? hört zu dieſer'auch'die ſogenanntepreußiſche Erbſe; welche-man' vorzüglich in Preußen und Litthauen an- baut. Sie ſtimmt-in ihren übrigen Theilen'volkom- men“ mit den anderen Überein, aber ihre- Blumen ſind dunfelviolett und groß, und auch"ihre“ Saamen ſind beträchtlich größer. wie die der übrigen Abarten ,/ dabei faſt viereckig, dunfelbraun/- slattund voll-fleiner Ver2 tiefungen. In-Preußen-ſchäßt man: dieſe Sorte“ ſehr; allein ſie hat eine harte Schaale und einen eigenthüms lichen herben Geſchmack, an welchen cman ſich erſt ge wöhnen muß: Auch die; norwegiſche Futtererbſe ge- hört vermuthlich zu dieſer-Spielart.,[Sie kommt] hier, und dort unter dem)-Namen„Pisum quadratunz borussicum““ vor,.] Das Väterland der Erbſe läßt ſich kaum mit Ges rem IZ wißheit angeben 5 wahrſcheinlich gehört'ſie in mehreren Gegenden, beſonders des ſüdlichen Europa zu" Hauſe. Bei uns wird ſie nebſt ihren Spielarten häufig auf Aeckern und in Feldern gezogen und: blüht und reift hier nach Verſchiedenheit der Spielarten in! verſchiedes nen Monaten. O-+ Sie“ kommt auf verſchiedenen Bodenarten fort, will aber immer gern einen mürben,“gut gelockerten Boden haben: Die Benukung der Erbſen in dev Küche iſt allgemein bekannt. Eben ſo dienen uns ihre Früchte als ein. vortreffliches, ſehr nahrhaftes Maftfutter für das Vieh.„Auch. ihr Strxoh- und-ihr grünes» Kraut liefert unſerm Viehrein ſehr.gutes Futter.; Einhof'hak uns'eine ſehr genaue ehemiſche Analyſe der Erbſen'geliefert,' aus welcig zuſammengedrückte„glatte, vöthliche, beblätterte Stenge! von einem Fuß„Höhe, oder etwas" darüber, hervor.; Ihre Blätter. ſind abge- brochen gefiedert),'an der Spike mit Ranken vetſehen, und" die Blätter deren gewöhnlich 8'da ſind; ſiken abwechſelnd: ſind egiptiſch'-"ganzrandig, glatt und'ges adert:"Die Blattanſfäße' ſind pfeilförmig,"am Grunde gezähnt und zurückgebogen. Die''purpuvrrothen Blü- then erſcheinen in einzeln ſtehenden'/*" vielbſüthigen Trauben in"den Bläattwinkeln."Die Hülſen ſind zu- ſammengedrükt, glatt und vielfaantig. Dieſe Erbſe wächſt vorzüglich in England am See- ufer, kommt aber auch in mehreren nördlichen Gegen- den von Europa am Seeufer vorz ſie blüht im Juli, und ihre Saamen reifen im September, 4. Sie gedeiht nur an-ſalzhaltigen Pläten, vorzüglich am Seeufere" Ihre Saamen fönnen gegeſſen werden, Daz SEREIEEE IT5 ünd'trugen einſt im Jahre 1555'bei einer"in England eingefallenen Hungersnoth' vieles"zur Ernährung'der ärmeren Volksfklaſſe'bei. IX, Orobus, Bergerbſe.-(Diadelphia de- candria 1..) 1) O. tuüberogus, EnolligeBergerbſe, Chriſt- wurz..(Common Orobus, Heath Pea, Ang)].) Ihre knollige, etwas kriechende Wurzel iſt außen ſchwarzbraun. Sie ſchickt mehrere aufrechte, einfache, eckige, glatte und geſtreifte Stengel empor, welche ungefähr einen Fuß und darüber hoch werden. Jhre gefiederten Blätter, welche aus 2 oder 3 Paaren ſiven- der,'gegen einanderüber ſtehender, eniptiſch» lanzett- förmiger;'glatter,"dunfelgrüner Blätthen zuſammen» geſekt ſind, ſtehen abwechſelnd, haben einen geflügel? ten Blattſtiel keine Ranken; und ſind unten mit-halb- pfeilförmigen,+ Blattanſägzen verſehen. Die röthlihen,, nachher blauen Blürben kommen in wenigblüthigen,«faſt. einſeitigen..Trauben,„an der Spike des Stengels in den Blattwinfeln hervor.. Die walzenförmigen, herabhängenden, ſchwarzen Hülſen ſind vielſaamig. In Wäldern und. auf Waldwieſen, häufig zwiſchen der Heide(Erica), iſt dieſe Pflanze in mehveren Gee genden Deutſchlands ſehr häufig, blüht im Mai und Juni, und ihre Säamen reifen im Juli. 24 "Sie liebt! beſonders erhabene bergigte Pläve, welche einen ſandigen Lehmboden/haben 3-4 Ihre ſüße, nahr- -.- iM 516=> hafte, Wurzel wird in mehreren Gegenden geſammelt und gegeſſen. Die Schweine ſuchen die Wurzeln ſehr aufz unſere übrigen Hausthiere freſſen die ganze Pflanze gern, und die Saamen werden von dem Ge- flügel gefreſſen. Die Bienen beſuchen die Blüthen fleißig« 5) O. niger, ſnet. iſt ſie ein. ſehr;gutes Futter. für. unſer, Vieh, und, man hat 2208 Ain daher auch ihre Vermehrung auf nicht zu feuchten Wieſen empfohlen, welche leicht dur< das Ausſtreuen des Saamens bewirkt werden kann. Ihre Blüthen werden von den Bienen fleißig beſucht. Die Saamen werden von dem Geflügel gefreſſen. 3) L. SyIvestris, Wald-Platterbſe, Wald»- fichern, Bulerfraut,(Everlasting Pea, Angl.; Lath.;heterophyHus alior.). Ihre äftige Wurzel treibt mehrere viereckige, glatte, äſtige, geflügelte Stengel hervor, welche oft 6 Fuß und darüber hoch werden, und ſich! vermöge ihrer Ranken an benachbar- ten Gegenſtänden halten. Ihre langgeſtielten Blätter ſind gepaart 5 die von einander ſtehenden Blättchen find mehrere Zolle lang, ſcnet" gern gefreſſen: Die Saamen' können,“ſo wie die unſerer übrigen Hülſenfrüchte, zu-nahrhaften Gemüſen, oder auch: zur Maſtung des Viehes benußt' werden und) find/ge- wiß nicht ungeſund, wofür fie von Sinigen fälſchlich gehalten werden. Unter“ andern gehört. zu dieſer- Gattung, guch noch"die-wohlriechends Platterbſe,,(L. odoratus), welche wir ihrer ſchönen),„mannigfaltig gefärbten, angenehm, duſtenden-Blüthen wegen. in unſern-Blu- mengärten]ziehenz ſie hat gepaarte, eyrund:läng- liche Blättchen, zweitheilige: Ranken, 2» bis 3bly- mige lange Blumenſtiele,, und zottige Hülſen, XL Vicia» Wicke. x):(Mit langen vielblüthigen Blumenſtielen: 1) Vo pisiformis, verbſenartige Wie. Aus einer äſtigen Wurzel treibt ſie einen e>igen, gefurchten/ glatten/"ſehr äſtigen, ſchwachen Sten gel hervor,'welcher"gewöhnlich 6/=='8 Fuß hoch wird, und an anderen Gegenſtänden emporrankt. eeIRNEEE 523 Ihre abwechſelnd ſtehenden Blätter ſind«gefiedert und glatsz'die Fiederblätichen/ deren 16-bis'.3 Paare da“ ſind/ find“ eyfdrmigs rundlich 5 ſtumpf,“ mit einer kürzen feinen/Spiße verſehen und ganzrandigz das) unterſte"Paar: derſelben iſt: ſibend;-' legt ſich dicht“an den; Stengel»und'gleicht den Blattan- ſäßen."Der"allgemeine Blattſtiel" verlängert ſich ini mehrtheilige Rauken-/ Die langen. firaſſen, vielblüthigen Blumenſtiele entſpringen in den, Win- keln der Blätter 3" und' die"bräunlich gelben; nach einer Seite gerichteten Blüthen, deren bisweilen gegem 30'daſeyun können, bilden eine-dichte Traube. Die' zuſammengedrücten", etwas bauchigen"Hülſen ſind ſehrglatt;' glänzend, und' ungefähr 1 Zoll-lang. Auf bergigten Pläten' in Gebüſchen wächſt dieſe Pflanze in mehreren Provinzen Deutſchländs''wild> ſie blüht im Juni und Juli,"und ihre'Saamen reifen im Auguſt und September." A, Sie ſcheint mix vorzüglich einen kalkhaltigen Lehmboden zu lieben:; Ihre blattreichen, ſaftigen Stengel werden. gern von unſeren Hausthieren ge? Freſſen, und) ſie iſt/von Einigen deshalb als Futter krautempfohlen 3 indeſſen zweifele. ich, daß. ſie ſich zum“ Anbau-ſchikt, idg ſie„nicht. gern ihren ſchatti- gen1Wohnplaß verläßt, eaſe Een 2) V. sylvatica, Wald-Wike.(Wood- Vetch, Angl.) Ihre, aus vielen Aeſten zuſam» mengeſeßte Wurzel ſchi&t mehrere e>ige, glatte, gefurchte, ſehr äſtige Stengel empor, welche ſich vermöge ihrer Ranken an benachbarten Gegenſtän- den halten« Die Blätter ſind. gefiedert 5 die vielen Paaxe'der Blättchen ſind oval, lang-zugeſpißt, mit einer kleinen kurzen Spiße verſehen und glatt3 der allgemeine Blattſtiel verlängert ſich in-vielheilige Ranken. Die Blattanſäße ſind bandfdörmig getheilt, und ihre Abſchnitte pfriemeuförmig. Die langen; eckigen, gefure, Vogelheu, Kra>e, Kro>.(Tufted Vetch, Angl.)! Ihre Friechende Wuarzel ſchit mehrere“fig, fein behaart und etwas gebogen, ſind,-entſpringen in den Winkeln'der Bläte ter, und tragen eine dichte. vielblüthige Traube blauer, nahe iner Seite überhängender,. Blüthen., Die glatten. geaderten.,. braunen. Hülſen, hängen herab. Als Abarten. dieſer Pflanze, welche hin und wieder.wild vorkommen,„unterſcheidet man: 'a)"die ſchmalblättrige"Voz elwi>e (V::Cracca ten uifslia)"mit'gleichbreiten ſtark! fein- behaarten /Fiederblättchen,e wächſt faſt überall an Zäunen, He>en',' in Gebüſchen, am Rande der"Wälder, auf'Waldwieſen"8%./wild', blüht vom Juni bis' zum Auguſt /lund' ihre Säamen reifen im Auguſt und Seytember.- 2. Sie'nimmt mit mehreren Bodenarten vorlieb. Dem Vieh liefert ſie ein ſehr güres Futter," wes- halb'man auch ihren Anbau auf Wieſen empfohlen hat, wo ſie gewiß einen Plaß verdient. Ihre Blü- then werden"von Hen Bienen fleißig“beſucht, und ihre Saamen frißt'das Seflügel germ 4) V. biennis; zweijährige Wi>e. Sie iſe' eins" der größten" Futtergewächſe,* welhe wir kennen- Ihr rundlich-ekiger, Fefure, gemeine WiÄ&Xe, Saat-WiXe.(Common Verch, Ang.) Sie hat eine ſtarke äſtige, mit kleinen knollizen Körnchen verſehene Warzel, welche mehrere empor- ſteigende, e>ige, gefurchte, mehr oder inder be- haarte, wenig oder gar nicht'in Aeſte zertheilte Stengel hervortreibt, welche einen'bis 2 Fuß hoch werden? Ihre abwechſelnd ſtehenden, gefiederten Blätter beſtehen aus 6='9 Paaren gegenüber- ſtehender'oder auch: abwechſeluder, umgekehrt“ lan- zettförmiger, ausgerandeter, /und. in der Kerbe „mit einer kleinen Spiße-verſehener, fein behaarter Blättchen 3: der allgemeine Blattſtiel verlängert fich neüe 529 an der Spißein eine zwei» oder dreitheilige Ranke am Grunde, der Blätter: befinden ſich kleine, halb- pfeilformige,"mehr oder minder. gezähnte, mit einem braunen Fle& bezeichnete Blattanſäße, Die Blüchen entſpringen entweder einzeln oder zu-zweien beiſammen auf ſehr kurzen Stielchen in den Blatt: winkela5+ die Blumen. ſind)roth oder violett... Die Hülſen ſtehen aufrecht, ſind lang zuſammengedrückt, ſchwerdtförmig 5 weichbehgart, braun, und-ent- halten mehrere,„ſce: der) Engländer gehört hie- her, welche ſich: von unſerer gewöhnlichen. Wie nurſo unterſcheidet. wie. der'-Winterroggen vom Sommerroggen.||; Die Wi&e"gehbdrt in Deutſchland zu Hauſe, und wächſt als Unkraut unter dem-Getveidez;'ſie-wird aber noch häufiger angebaut ihre Bläthen erſchet- nen"vom Juni-bis zum Auguſt, und ihre Früchte reifen vom Juli'bis zum. September. OS. "1 Sie kommt äuf:mehreren Bodenarten ſort, und ich: wüßte nicht, daß ſie; einer-derſelben beſonders Crome's Handb. Ik 2. 34 530 08 Südinn den: Vorzug gäbe," mur. darf der" Boden nicht gar zuſändig ſeynz- übrigens, will“ ſie, wenn ſie, gut gerathen ſoll; ein an. Dünger oder /Humus nicht;zu jgrines Land haben.“Wir. bauen. ſie theils. der. Saa- menweßens"welche von unſerem Geflügel und.;von den Pferden ſehr„gern'gefreſſen: werden; theils zur- grünen Fütterung; und zum: Heu. Zur grünen Fut- „terung paßt ſie-fich ganz vorzüglich, Nach. meiner damit: vorgenommenen Unterſuchung» wvelche/ich leider:-nicht:ganz g2vau ausführen konnte; enthält die friſche Pflanze an-wäſſrigen Theilen 77, 50 p/ Ct, an/grunem!Saßmehl 27 59 p4Cti-;1au Eyweißſtoff T5/95P- Ct: 6: cannoX der Futterwi>e. Die yurpurrothen Blumen ſtehen gewöhnlich einzeln, ſeltener gepaart in. den'Blattwinkelnm- Die gleichbreiten, zuge? ſpißten, braunen, glatten,“ wagerechten Hülſen-ſind ſo“lang“oft noh länger als"die Blätter und.ent- halten mehreve runde, ganz ſchwarze Saamen. Man bemerkt fie häufig als Unkraut unter dem Getreide wo fie'vom Juni bis zum Auguſt blüht, und ihre Früchte vom Juli bis zum September zur Reife bringt."O-+ Vorzüglich habe ich ſie auf Lehmboden und ſan- digem Lehmboden bemerkt. Als Unkraut ſchadet ſie nicht. Unſer Vieh frißt ſie gern, ſie liefert aber nicht fo vieles Futter, und wird auch nicht angebaut. Die Bienen beſuchen ihre Blüthen fleißig. DV. Lathyroides, platterbſenartige Wicke,(Spring Vetch, Angl.) Ein fleines Pflänz»- : Sie verträgt unfer" Klima fehr“gut 3“auf Lehm“ boden und' ſändigem Lehmboden;"wenn" es ihm'nur nicht: än Düngung Fehlt; gedeiht ſie-ſehx gut ,/>und liefortreine: beträchtliche:Menge: ſaftiger Stengel: und Blätter„!welc bel'an"der"Spie: Dürch den: häufigen" Anbau"dieſer'Pflätze* ſind" eine“Menge Abävten" entſtanden;"von denen utiß Ns gende'die"wichtigſten ſind's“ a) Dier FeldboHh'ne, Pferde bohne Füt- tevb'ohme>oder Roßböhne, Sie'ſtimmt in alen 558g IEEE 339 übrigen Theilen mit; den: Gartenbohnen; überein„ nur ſind; ihre Hülſen; kleinexzund;beſonders die.Saamen kleiner und.eyförmiger. b) Die. gew öhmnlich e große. Garxtenbohmne oder. Saubohney-«welct einen aufſteigenden, gleich unten gewoöhn- lich äſtigen, viereckigen, gefur. corn. tenuifolius), Er hat fleine niedexliegende Stengel, und ſehr ſshorn,»,.Die faſrige Wurzel ſchickt.einen aufrechtenzr. rundlichen, geſtreiften» hoh- len,„unten.glatten, oben-fein behagrten/ und'in we- nige-fleine Aefie getheilten. Stengel empor welcher I bis 1x Fuß hoch wird,. Die abwechſelnd ſtehenden, geſtielten Blätter ſind gedreit 3. die. Blättchen umge- kehrt eyförmig, länglich, ſtumpf, wenig ausgeranz det; flein-, aber weitläuftig gezähnt und glatt. Die lanzettförmigen Blättanfäße ſind behamt. Die weiſe ſen kurzgeſtielten Blumen erſcheinen einzeln in' den Blattwinkeln- und häufiger ander Spiße des" Sten- gels5"ihre Kelche ſind“behaart."" Die beinahe ſihenden Hülſen! ſind. bogenförmig gefrümmt//“Tzugöſpigt/ abt ſtehend„glatt und1-enthalten 0) 050509 cvunde, ſtanfriechende:Saamen. 137| Wild wächſt dieſe Pflanze“ im ſüdlichen Oivoſäz bei„uns--wird. ſie in..Gärten; und auf, Feldern ge- baut„und, blüht im: Juni. und. Julis: ihre Saamey reifen. im Auguſt. und Septeinber.. 5.07 Ihre Saamen werden-beſonders zur Pferdearz: nei; aber. auch zu anderen'Arzeneimitteln benußt, und es. wird davon in den Apotheken jährlich eine bes trächtliche Menge verbraucht." Man baut dazu die Pflarize in' mehreren Provinzen des mittleven Deutſch: landes häufig an. KVHL»As tra galu's;" Aſtragl.»1:-(4Diadelphia decändria"1: 1) A.“zlväphkyll65, ſüßblättriger Aſtra: Gel, wildes Süßhöoiz"(Sweet Milk Fetch: wild Liquorice, Ang15. Seine Tange,"äftige'Wür- zel ſchieft mehrere runde," gefürchte',"äſtige, nieder: geſtrete, hin und hergebogene, leicht behäärte'Sten- gel hervor, welche 3 bis 5"Fuß täng werden. Die Ungleich gefiederten Blätter ſtehen abwechſelnd, ſind glatt und'/hellgrün 5 ſie beſtehen qus inehreren Paaren eyförmiger, ſtumpfer, Zanzrandiger, nesförmig ge- üderter. Blättchen» Die Blattanſäße ſind. groß und epförmig=ſpitzig;. Die gelbbräunen Bitithen ſtehen 5532 2-20 Aiwa imeinertepfsrmigen> vielblüthigen Traubeibeiſammen;z welche in den Blattwinkeln hervorkommt, und'fürzer iſtt1äl68 die) Blätter. Die rundlich dreieckigen Hülſen ſind pfviemenförmig' zugeſpißt, bogenförmig SINE und" glatt. 1A Zäunen" im Gebüſchen, kleinen Bergwaäl- dungen, ſelbſt hie und da an Aerrändern iſt dieſe Pflanze"nicht ſelten 3" ſie blüht im Juni und Juli, und ihre Saamen' reifen im September: 2. Am häufigſten habe ich ſie auf kalkhaltigem'Lehm- boden bemerkt.'Von' dem Vieh wird ſie ve ten,"glatten gelblichen-Fruchthüägen ſtehen aufrecht, und beſtehen ungefähr aus“fünf«Gelenken /-“welche quer von einander ſpringen; und von'denen jedes einen großen, länglich runden,"rothbräaunen"Säämen enthält. An Akkerrändern, Wegen, auf Aec>ern ſelbſt und trocknen Wieſen iſt dieſe Pflanze in einigen Ge- genden Deutſc gefur Minen 559 60 Jahre aus. Zwar“ kommt ſie"auch auf anderen minder falkhaltigen Bodenarten! fort, dauert hier abex nuv einige-Jähre aus. Bringt man'/ſieläuf bine Bo» den welcher gar feinen Kalb enthält, ſo dauert ſie nur2 bis 3 Jahre, und ſtirbt dann ab. 'Sie iſt unſtreitig“eins ühſerex vorzüglichſten Fut» texfräuter/ welches äber durern ziemlich“ häufig durch ganz Deutſchland's" er blüht im Juni und'Juli, und ſeine'Saamen-reifen im Auguſt und September: 0: Er ſcheint vorzüglich einen“lehmigen oder thoni»- gen ſteinigten Boden zu'lieben 3 die Spielart'mit weiſ- ſen'Blumen kommt aber auch'auf Lehmböden und leh- migem' Sandboden häufig vor. Exiſt ein vortreffli: ten und vielſagmigen Fruchthüllen, 3) T. hybridum, Baſtard» Klee.) Seine ſtarke, weißliche; äftige"Wurzel ſchit- mehrere an- fangs niederliegende, dann auffteigende, Lunde,'ge- ſtreifte, äſtige"Stengel empor 5: welche 4"bis 2 Fuß lang"werden! Die gedreiten Blätter'ſißen auf langen Stielen„beſonders-die unterenz dieſehr kurz» geſtiel» ten Blätter ſind oval;“ſtumpf,'glattund-fein gezähnt die oberen ſind ſczu- 36* geſpißt, grün oder vöthlich, geſtreift/ und'mit eine weißen, häutigen Rande verſehen“"Die ſehr langen; naten,“gefurct, und enthalten 3 bis'4 vöthliche'Saämen. Es kommen Spielarten mit Blättern"die aus 4, 5 und 6 Blättchen zuſämmengeſeßt ſind, vov: Auf feuchten Wieſen- Triften, Weiden,/ und an Wegen iſt dieſer"Klee bei uns ſehr gemein; er blüht vom Mai'bis zum Auguſt' und ſeine Saamen reifen im Auguſt und September. 2 Er ſcheint vorzüglich einen lehmigen;'ſandig- lebe migen) etwas kalkhaltigen Böden zu lieben, welcher einigermaaßen Humus enthält5 denn'an dieſen Pläzen gedeiht er am beſten,""Er iſt ein vortreffliches'Futter- kraut, paßt ſich'aber ſeines niedrigen Wuchſes wegen beſſer zur Weide,"als'zur Houwerbung: Die“ Biu- men, welche fehr vielen Nectär'enthälten/werden'be- ſonders von den Bienen beſucht. Seine Blätter breiten" ſich bei' warmem'troc>nem Wetter aus, legen ſich aber bei jeder Wetterveränderung wieder zuſammen.* Nach meiner kürzlich mit ihm an- geſtellten chemiſchen Analyſe, wozu ich Stengel, „ Blätter und Blüthen zugleich nahm)" verhält er ſich Blaiaibe 505 nicht ſo.guty als der Wieſenklee3 ex enthalt nemlich: an wäßrigen. Theilen, 81. pr. Ct. an dunfelgrünem Saßmehl 1,23x.p2C.». 8m Pflanzeneyweiß 1,51 p+ Ct., an. harzigen Theilen 0,2 1-pr. Ct., an, Schleimzuckerx L/52 Pr4Ct,»3.a0, pho8phorſaurem. Kalk mit erhärtetem Eyweiß 9,83 Pr-4Ct. ,. an;Extractivſtoff. und Schleim mit.etwas;ſalzſauvem Kalk 2,49.B5Ct.,. und an Pflan- zenfaſex) 4 1,40,Pr.4 Ct. 5) T.4 montanum, Bervgflee, lange, dicke; ausdauernde„Wurzel ſchickt einen. aufrechten, einfachen,„nur an der Spike getheilten, eckigen, ges ſtreiften» fein behaarten Stengel. empor„ welcher 1 bis: 1X Tuß hoch wird.+ Die Blätter ſind gedreit 3 die der Wurzel. ſind langgeſtielt die des Stengels.aber faſt-ſtiello83 dieſe leßteren. entſpringen aus ſcheiden- artigen, grauen, geſtreiften,„behaarten, lanzett- pfriemenförmigen Blattanſäßen; ſie beſtehen aus ey- förmig» lanzettförmigenz. zugeſpißten, heügrünen, untenyſeidenartig-behaarten, am. Rande fein und ſcharf geſagten Blättchen.„Die eyförmigen, blatktloſen und furzgeftielten"Blumenköpfe ſtehen» an; dex. Spiße des Stengels in.;den..obexen Blattwinfeln.- Die weißen Blumen-baben ein pfriemenförmiges Fähnchen. Die fleinen, glatten Fruchthüllen. ſind einſagmig, Auß: tvocknen buſchigten. Hügeln„und. Bergwieſen - iſl»dieſev-Kleeibei uns; häufig;z. er. blüht vom Mai bis zum. Juli- zund/ſeine. Früchte-xeifen im Auguſt und September. A. Ich: habe ihn. immer; auf, einem kalkhaltigen Lehm- boden oder ſandigem Lehmboden angetroffen.(Ss lange er jung iſt; giebtrer"beſonders) den Schaafen ein gutes Futter 3 im»Alter wird er ihnen zu hart/ Seine Blüthen werden von''den'Bienen beſucht.'Zum' An- bau'“paßt er ſich nicht. *%*%) Häſenkleearten"mit"rauh- zottigen Kelchen. 6)-T. Fubens, röthlicher Klee, lang» ohriger Klee: Seine ſtarfe,“ausdauernde"Wur- zel ſchickt einen aufrechten, runden, glatten, oben etwas zuſammengedrückten, einfähen Stengel-em- por, welcher 1 bis TX'Fuß ho< wird."Die gedreiten Blätter ſind mit kurzen, ſcheidenförmigen Blattſtielen verſehen 3 ihre Blättchen ſind lanzettförmig, am Rände ſcharf geſägt„glatt und gerippt. Die großen Blatt- anſäße ſind lanzettförmig, an der Spike ſägeartig ge- zähnt., Aus den. oberen Blattwinkeln kommen einige furze Blumenſtiele, welche, eine. faſt fingerlange, ey- förmig- walzenförmige.,„anſehnliche Blumenähre tra- genz"die. ſtielloſen Blüthen, haben„einen Kelch 5 wel- el ver? ſchloſſenen Kapſel, welche ganz von dem zurüc>geblie- benen Kelche umſchloſſen wird, und nur einen beinähe nierenförmigen Säamen enthält. Er wächſt auf trocknen Wieſen, Weiden, Triften, an Aerrändern 2c. wild, blüht vom Juni bis zum September, und reift vom Ayguſt bis zum October. F- 568 WE Er nimmt mit.mehreren Bodenavten fürlieb,-ge- deiht.jedo en(Sprengſels)'(GryUus Verrucivorus etc.) am meiſten, von denen ich ahn bisweiten! ganz" abgefreſfem bemerkt“ häbe.=" Die Bienen'beſuchen'die-Blürhen diefer! Kleeart!| nur ſehr ſparſam 1 und finden gewiß“iniden Blüthen der übri: gen Arten weit mehr'Nectar, 9) T. medium D/3"Tfexuosum Jacg, mittz lever Klee;'/gebo gener Klee(Zigzag[refoil, Angl.). Seine braune; ſtarke, perennivende' Wurzel iſt mit wenigen Faſern'beſeßt» geht. ſchief in. den Bo- den“ und Frieht darin-forts"ſie ſhit aufſteigende, unten dreiſeitige, oben rundliche, glatte,"äſtige; fnie» förmig hin- und bergebogene Stengel empvr 5 welche 1'Fuß oder"etwas" darüber" hoh werden.“Die. Aeſte entſpringen abwechſelnd"aus"einer Verdickung an“ den Ecken dev Biegungen, umd find oft-vöthlich?»'Die ge- dveiten Blätter ruhen nur auf kurzen Stielen, welche ben" nach der Pflanze zu“ immer kürzer werdens" die Blättchen ſimd!eyförmig-lanzettförmigy"dieobeven' ganz fanzöttförmig/1lamn Rande fein)gezähnt /"-mit'langen, jangedbeticktenm,"feinen«Haaren verſehen, nur) ſchwach genervt"und*Untea grauge"nng»% Die pfriemenförmigen Blättanfäße" ſud gefränzt/ gegeneinander" gebogen, anten ſcheidenarigut? Die Blüthen erſcheinen in einer afifangs kugelründen, nachher ovalen: ſchlaſfen, kurj- geſtielten Achte: am ber Spiße'des Stengels 3 die wohl- riechenden;"purpurvothen"Blumen; haben eine zuge fpißte"Fäßnes voniden'5 behaarten Kelckurz: be- haart.;/- und laufen ineinen; Büſchel Haare: ander Spiße au?:2/»/An der Spiße/ des Sten gels.» erſcheint) die furzgeſtielte'; einzelneiioder geptarte- vundliche,, nach dem Verblühen längliche Blüthenähre, welchenit zwei entgegengeſeßten, häutigen;eyfbrmig-langlichen;Blatt- 574 in änſäßen umgeben iſt."Die Blumen ſind»dunkelrothiz von: dein fünf Kelchzähnen"iſt einer ſehr langs“ zwei etwas Lürzer„» und) zwei ſehr“ kurz;- Die zuſammen- geduttekte/Fruchthülleienthält einen: Saamen. Auf trockneny bergigtenzwaldigen Pläßen wächſt vieſs Pflanze nicht ſeitenz ſie blüht im Junvund Juli, und' ihre Saamew- reifen im Auguſtund September, X- Ai"liebſten ſteht ſie aufveinem Lehmboden odex ſandigen Lehmboden; welevietwas'Kalk enthält. Sie iſt, beſonders wenn ſie jungiſt, ein nahrhaſtes,'ge- ſundes'Futter-für unſere Hausthierez"nachber wird ſie zu hart-"Zum Anbau mögte ich ſiexindeſſen:nicht em» pfehlen da ſie gewiß von'den: beiden vorigen Arten übertroffen wirdz höchſtens, könnte man ſie aufden benannten! Pläßen durc<. Ausſäen verbreiten. Ihve Blütheniwerden von den Bienen fleißig beſucht. TU) /T. arvense,/Feld-Kile e, Hiaſen- Kle, Haſeumpfsötheny Kakzen-Klee, Käßelkraut. (Lia/|Patte de-Lüevre, franz:3 Hare's-foot/Trefoil, Angl.). Seine/bleine, weißliche-Wurzel 1iſt ſpindel- förmig/aundsunten/ äſtig. 1» Sie ſchicktreinen aufgevich- teten„ſehr äſitgen,' runden, weichbehaarten;- weiße- jiden Stengel“empör 51“ welche?) bibis 81 Zoll hoch wirds Seine-gedreiten-Blätter“ſind»fürzgeſtielt und von! ſchmalen, pfriemenförmigen, zuſammenſchließeti» deny zottigen. Blättanſäten umgeben; die verfehrt eyförmigen;ſck- nen Wieſen 26. Er blüht vom Juni bis zum Auguſt, und ſeine Saamen veifen vom. Auguſt bis zum Octo- ber. O4| Er findet ſich am liebſten auf Sandboden oder leh» migem Sandboden ein.: Dem Vieh giebt er nur eine ſchlechte7 geringe' Nahrung, Als Unkraut ſchadet er nicht. 12)'T. äncarnatum, Incarnat- Klee. Seine kleine, faſrige Wurzel ſchickt einen aufrechten, einfa» errmrammeui-I IN Stn 577 Dieſer Klee wächſt"auf feuchten Wieſen und Trif- ten häufig in!Deutſchland 3 män' überſieht ihn nur oft, indem man ihn mitdem kriechenden Klee verwechſelt; er binght im Juli und Auguſt, und ſeine Saamen rei- fen im Auguſt und September, 2) Am Häufigſten habe ich ihn auf einem/ſalzhaltigen, humoſen"Sandboden angetroffen 7 und auch die Beob- achtungen mehrerer) Floriſten ſtimmen-hiemit überein. Evriſt- ein«gutes» nährhaftes Viehfutter„- welches un- gefähr'dem frießenden Klee, gleichzuſchäßen iſt. x Sei- nen'Namen- erhielt ex wegen. dev täuſchenden-Aehnlich- feit',"welchen ſeine aufgeſchwollenen Kölchköpfe mit einer Erdbeere,*odev vielmehr"ein'erHimbeer&haben. Heyr Pohl hat unsreine genaue Beſchreibung deſſelben im Th aes: Annalen: geliefert. X*X xx) Hopfenfleearten, mit abwartsgebogeney Fähnchen der Blumcnkrone. 14) T, agrarzum, Atker-Klee, goldgelber Klee. Seine kleine, öſtige Wurzel ſchickt einen quf- rechten, runden, öſtigen, etwas behaarten Stengel empor, welcher Ibis 13 Fuß hoch wird. Die furz geſtielten Blätter ſind gedreitz ſie ſind von lanzettför- mig-zugeſpißten, geſtreiften Blattanſäßen umgeben: die Blättchen ſind umgekehrt lanzettförmig," oben ſtumpf,- biöweilen etwas ausgerandet, und bis über die Mitte ſchwach gezähnelt. An. der Spiße des Sten: gels und der Aeſte, entſpringen die eyfsrmigen, blatt- Crome's Handb, Il, 2. 37 loſen Bläüthenköpfenflee, Hopfen-Luz'er'ne:(Bläck Medick, Nonesuch, Angl.):[S: Tab.X1.:/ Figo 1.“den Hopfen Scnek- kenflee» in natürlicher Größesz“ 13). Blüthenköpfchen 3 b) Früchte's Vig. 29 eine Blüthe,- vergrößert vorge. ſtellrz/ Fig: 35 die nierenfoörmige Fruchthülle/ ver größert, vorgeſtellt]; Seine ſtarke" faſerige"Wurzel ſhit mehrere, dicht an den Boden gedrückte, äſtige, etwas eckige, glatte Stengel hervor, welche bisweilen gegen I Fuß und länger werden können. Die gedreiten, kurz geſtielten Blätter ſißen abwechſelnd 3 ihre Blätt- hen ſind umgefehrt eyförmig, oft beinähe rauten» förmig, an der Spikße gezähnt,"und ziemlich glatt. Die Blattanſäße ſind gezähnt... Die Blüthen er- ſcheinen in ziemlich langgeſtielten;, eyförmigen Aehr- &en, von denen jede | einen Saamen. einſchließt, und die. mit einer Boxſte an der Baſis des ſcern. und Feldern, ſo wie an Wegen und AFexrändern, iſt dieſe Pflanze ſehr gemein z ſie blüht vom. Mai. bis zum Auguſt, und ihre Sag- men reifen vom Juni bis zum September. 0. Sie liebt beſonders einen ſandig-lehmigen, odex lehmig- ſandigen Boden, Von unſeren Hausthie- ren, vorzüglich von den Schaaſen wird ſie gern gefreſſen, welche an ihr auf der Stoppel eine gute Nahrung finden. Die Blumen werden von den Bienen. fleißig.>beſucht, In dieſe Ordnung gehört"auch unter unſern Gartengewächſen die allgemein bekannte und be» liebte gemeine Paſſionsblume(Paszillora Crome'ös Handb. Il, 2. 38 coernlea L..), welche urſprünglich in Braſilien zu Hauſe gehört. 2te Ordnung: Mit ſieben Staubbeutelnz Heptandrae. 11, Pelargonium, Kranichſchnabel.(Mona- delphia heptandria 1.) Ohne mich bei der Beſchreibung vieler, zu die- ſex Gattung gehöriger Pflanzen aufzuhalten, er- wähne ich hier nur, daß zu ihr der größte Theil der unter dem Namen der Geranien bekannten Ge- wächſe gehört, welche ſich erſt in den lebten Des cennien in Europa's und auch in Deutſchlands Gär- ten ſo allgemein verbreitet haben, und jekt, zum Theil wegen ihres angenehmen Geruchs, zum Theil auch ihrer ſchönen Blüthen wegen, zu den beliebte- ſten Topfpflanzen gehören. Man Fennt jeßt ſchon über 1 50 Arten dieſer Gattung, welche ſämmtlich am Vorgebirge der guten Hoffnung zu Hauſe ſind. Sie laſſen ſich in der Regel ſehr leicht durch Ste>- linge fortpflanzen. Namentlich führe ich hier nur das Roſen- Geranium(Pel. Radula), das Gürtel-Geranium(Pel. Zonale), das ſo an- genehm duftende trauernde Geranium(Pel. triste), das wohlriechende Geranium(Pel. 42----- ATHEN 395 odoratissimum) auf, welche man gewöhnlich in Töpfen am Fenſter findet, 3te Ordnung: Mit zehn Staybbeuteln; Devandrae, IIT. Geranium, EStorchſchnabel..(Monadel- Phia decandria L,) 1).G. pratense, Wieſen-StovrIſcern, || an Wegen, auf Triften und in Gebüſchen vorkom» WIA men, deren genauere Beſchreibung ich aber hier | übergehe, weil ſie kein beſonderes Intereſſe für den | Landwirth haben. J8.908| gte Ordnung 7 Mit vielen Staubbeuteltnz | Polyandrae.. 03 1108) IV. Malva, Malve.(Monadelphia polyan- | W" dria 1..) 1) M. rotundifolia, vundblättrige Malve, Käſepappel, Gänſepäappel, Haſenpappel. (Dwarf Mallow, Angl.) Ihre ftarke, äſtige Wurzel ift weißlich; ſie ſchickt mehrere, rundlich- eckige, nieder- geſtreckte, wenig äſtige, weichbehaarte Stengel em- por, welche 1 bis 13 Fuß, und darüber, lang werden. Ihre langgeſtielten Blätter ſind herzförmig- rundlich, gering fünflappig3 die Lappen ſind gezähnelt, auroſe(A. rogea), welche wir in ſo häufigen Abänderungen der Farbe ihrer Blumen in unſeren Gärten ziehen. In dieſe Ordnung gehören unter den auslan* diſchen Gewächſen auch die verſchiedenen Arten der Baumwolle(Goss8ypium), weld)e uns das ſo wichtige Material zu unſeren Geweben liefern, Auch der) dickſte Baum.in. der.Welt„der; Affen- brodbäaum oder Baobab(Adansonia digitata) ünd/einige der'höhſten Bäume, welche wir kennen, die verſchiedenen Arien des Wollbaums'(Bom= bax), gehören hieher, b; Die. Staubfäden ſichen frei," oder? ſie ſind(nur bei wenigen Gattungen) in mehrere Bündel verwachſen. a) Die Blüthen ſtehen in Dolden, enthalten 5 Staubfäden, und die Saamen ſind nur vonn einer"löichten Haut umhüllt. Ahtzehnte Claſſe: Doldengewächſe.(Pentapetalae, Um- bellatae). Allgemeiner Charakter dieſer Gewächſe Dieſe Gewächſe tragen wieder einen ſo ausgezeichneten Charakter an ſich, daß ſie eine der natürlichſten Pflan- zenfamilien ausmachen, und von dem, welcher ſie eins mal genau beobachtete, leiht wieder von den übrigen Pflanzen unterſchieden werden können. Ihre Wurzel iſt in den meiſten Fällen ſpindel- förmig, oder doch ziemlich ſtark und in dicke Aeſte zer» theilt. Ihre Stengel ſind nie holziger Art, ſondern immer krautartig, häufig zeräſtelt, rundlich, geſtreift, gereift, ſehr oft eine hohle Markröhve einſchließend, oder mit lo>erem Marke gefüllt. Die Blätter ſind in der Regel zuſammengeſeßt, und zwar auf die man- nigfaltigſte Art 3 einfache, völlig unzertheilte Blätter können wir als Seltenheiten anſehen. Sehr ausge- zeihnet ſind? ihr Blüthenſtand, ihre Blüthen ſelbſt, und ihre Früchte. Dev erſtere ift nemlich immer eine Dolde, und zwar bald eine einfache, bald eine zu- ſammengeſeßte 3 es kommen alſo bei der Beſchreibung dieſer Gewächſe vorzüglich, die: Ausdrücke vor, welche ich bei. der näheren Augeinanderſeßung: der Dolde im Iſien Theile 5, 88. Pag- LZ8 m 140, mitgetheilt: habe. Die Blüthen ſelbſt haben in. der-Regel einen.ſehr klei» nen Kelch, den man oft ganz überſieht ,. der immer einblättrig und fünfzähnig.1ſt,, und beſtändig über dem Fruchtknoten ſteht.„Die- Blume beſicht immer aus fänf Blättern, welche. gewöhnlich eine verkehrte Herz» form haben, und gewöhnlich=- aber nicht immer-- von gleicher Größe ſind. Staubfäden. ſind immer 5 da, wel=-- 603 in der.2ten Ordnung der fünften Claſſe,„Pentan- dria digynia. Unter den vielen Eintheilungs- Arten dieſer ſo ſchwer von. einander zu unterſcheidenden Pflanzen ſchien mir noh die Linneiſche, welche auf das Daſeyn oder den. Mangel der Hülblätt 609 flac<ß<«. Die Blüthen,/ſind- gleichförmigz 5 die Blumen» blätthen ſind ſtumpf„zzweiſpaltigundzeinwärtsgebos gen. Die elliptiſchen Saamen ſind höckrig und ſcharf geſurer- ſyrups benußt werden. Vielleicht ließen ſie ſich ſelbſt auf Zucker benutzen. Wie alle an Zucker und Schleim veiche Vegetabilien, laſſen ſie ſich auch zum Brannte- weinbrennen benußen. Hin und wieder dörrt man die in kleine Würfel zerſchnittene Wurzeln, und mi- ſchet ſie unter den Kaffee. Die Bienen beſuchen die 616== Bluthen fleißig.„und auch andere Inſecten trifft man gewöhnlich in: großer Menge auf ihren Blüthen anz ſonſt leidet ſie von den Inſecten wenig. V. Conium, Scdcierling. 1)„C.. maculatum, gefleckter Schierling, großer Schierling; Erdſchierling(Cigue, franz; Common. Hemlock, Ang]l.): Seine. ſpin» deiförmige, etwas. äſtige- weiße, fleiſchige. Wurzel enthält, wenn. ſie jung ifty einen. Milchſaft.; Im erſten Jahre treibt er nur Blätter, im zweiten, hinge- gen ſchießt ein.:3 bis 4 Fuß hoher oft noc<- höherer, aufrechter, runder, hohler,.gefurdter, glatter, glänz zender, mit kleinen purpurbräunlichen Flecken.beſpreng- ter Stengel empor, der ſic<-beſonders oben in. ſehr viele Aeſte zertheilt.. Die glatten Blätter. ſind drei» fach gefiedert, die Fiederblättlihen Zu- fällen den Tod. Eben ſo iſt ſie für Hunde, Schweine, Schaafe und Kaninchen, auc< für das Federvieh, fviſch genöſſen'; ein ſehr ſchädliches Gift 3 getro>net ſchadet ſie'hingegen den Scaafen nicht, und auch auf das Rindvieh, die Pferde, Ziegen und einige andere Thieve ſoll ſie nicht ſo ſchädliche Wirkungen äuſſern. Man müß ſich alſo genau mit ihr bekannt machen, um den Unglücksfäßen vorzubeugenz kat man ſie einmal genau beobächtet, ſo iſt eine Verwechſelung mit eines anderen Pflanze ſo leicht nicht möglich. Beſonders chavafteriſivt ſie ſich'noc< im friſchen Zuſtande durch ihven'eigenthümlichen, unängenehmen, dem Kaßen- Urin ähnlichen Geruch, der ſich vorzüglich beim Zer- reiben der Blätter entwickelt, und ſchon den mit ihr Undekannten'vor dem Genuß wärnt. VI. Selinum, Silge. Tr) S.“palustre, Sumpf:-Silge; Elſenich, ODelniß(Marsh Milky Parsley, Angl.). Ihre ſpindelförmige"Wurzel ſchickt einen aufrechten, 2 bis 4 Fuß hohen„hohlen, gefurkern,"an Ackervändern und Wegen ein Fehäſſiges Unfraut 3 im ſüdlichen iſt ſie ſeltener; ſie'blüht im Juli und Auguſt, und ihre' Saamen reifen im Auguſt und September,"+. Sie liebt einen Lehmboden und ſändigen Lehm- boden, vorzüglich wenn er wenige! Procente Kalk ent- hält.- Sie iſt anerdings ein ſchädliches Unkraut, wel- des fich durch ſeine ſtarke kriecßende Wurzel ſehr ver- äl 621 mehrt» und. dem Wuchſe dex angebagten Pflanzen ſehr ſchadet. Eben; wegen«ihrer ſtarken Wurzeln ift ſie- aber auch ſchwer auszurotten-. Am beſten gelingt dieſes noch durch! die Schweine,» welche. ihren dicken, fleiſchigen Wurzeln. ſehr gern nacker. Nach einigen Angaben ſoll Marggraf aus einem halben Pfunde dieſer Wur- zeln 3 Loth, nach anderen, mir glaubwürdigeren, nur 3 Quentin Zucker erhalten haben."Wäre auch nur das leßtere ganz richtig„" ſo verlohnte'es ſich' gewiß, Verſuche mit dieſer Pflanze"anzuſtellen, ob ſie ſich nicht zur Zuckergewinnung benußen ließe'z denn 3 Qt. aus x Pfd. betragen beinahe ſchon 5 p- Ct. 5' ein Er- trag, den uns die Runfelrübe im Durſchnitt lange nicht liefert!== IX. O,enanthe,; Rebendolde. 1) QufiStulosa,"röhrige Rebendolde, Waſſer-Filipendel.' Eine Waſſerpflanze,"deren lange kriehende Wurzel aus ihren vielen Gelenken Zaſern hervorſchikt 3 oben'an ihr hängen viele kno- tige, friehende Sproſſen, wodurch ſich die Pflanze ſehr vermehrt 3 ſie ſchickt mehrere aufrechte, äſtige, vundliche, glatte, geftreifte,'hohle Stengel empor, welche 1 bis 3 Fuß hoch werden." Ihre Wurzelblät- ter ſind unter dem Waſſer verſenkt und doppelt gefie- dert-- mit flachen, keilfsrmigen,„gelappten Fieder- blätthenz die abwechſelnden Stengelblätter ſind nur einfach. gefiedert, und die Fiederblättchen cylinderför- mig und ausgehöhlt. Die Dolden erſcheinen aufrecht an der.Spiße auf langen abwechſelnd ſtehenden Ste- len die erſten haben nur 3, die übrigen viele Strah- len. Die Döld 627 det, hält man dort für eins der vorzüglichſten Milch- kräuter. XII. Scandix, Rörbel. 1) 8. Cerefolium, gemeinet Körbel, Gatv- tenfkörbel, Kerbelkraut(Cerfevil, fr.z Cher- vel, Angl:): Seine fürze, kegelförmige, weiße, unten faſrige Wurzel ſchickt einen aufrechten, glatten und geſtreiften, äſtigen Stengel,. von x Fuß Höhe und darüber, empor. Die Blätter ſind zwei bis drei- fach gefiedert, die Fiederblättc=- ÖZL erſten Jahrs heräusgenommen wurdes Sie lieferten mir: an wäſſrigen Theilen 79, 45 P-Ct., an grauem Stärkemehl 1,76 p. Ct., an Eyweißſtoff 2, 09 p- Ct.; an Schleimzucker 5,47 P-Ct.; an Schleim und Ex- tractivſtoſf. 0, 11-p- Ct., und'an Pflanzenfaſer 5,12 P- Ct.. Beſonders an Schleim;| Schleimzucker und Eyweiß iſt alſo dieſe Wurzel ſehr reich, und es ergiebt ſich ſchon hieraus ihre vorzügliche Nahrbafrigfeit. XN. Anethum.,. Tit 1) A. Foeniculum, Dill-Fendhel, gemeis- ner Fen, eyformig, ganz, öder mondförmig-zweihörnig ſind. Zwölf vdex meh- vere gegliederte Staubfäden brechen zu verſchiedener Zeit hervor." Der ſtumpf dreiſeitige geſtielte Frucht- knoten hat 3 zweiſpaltige Griffel. Die dreiköpfige, geſtielte, Zfächrige Saamenkapſel'ſpringt elaſtiſch auf- und enthält einzelne faſt xyunde Saamen. 646 Beſchreibung der hieher gehörigen Pflanzen-Arten. 1ſte Ordnung: Mit 5 Staubfäden; Pontandrae. SEE A DE WU . Alsgine; Meyerich-(Pentandria trigynia IL.) 1) A. media, gemeiner Meyerich, Miere, Vogelmiere, gemeiner Hühnerdarm.(Com- mon Chickweed, Angl.) Die faſrige Wurzel ſchickt mehrere, niedergeſtreckte, äſtige, brüchige, runde, gekniete, beblätterte Stengel von 5 bis x Fuß Länge hervor, über welche ein kleiner Haarſtreifen läuft. Die geſtielten eyförmigen, ganzrandigen Blätter ſtehen gegenüber; die Blattſtiele ſind ge- franzt- Die Blüthenſtiele kommen in den Blatt- winkeln und an der Spiße einzeln hervor. Der Kelch iſt behaart. Die Blüthen ſind weiß. Neberall auf Feldern, Aec>ern, in Gärten, an Wegen 2c., iſt dieſes kleine Pflänzchen ſehr ge- meinz es blüht beinahe das ganze Jahr hindurch, und trägt eben ſo beinahe beſtändig reifen Saas men. O-+ Es kommt auf Sandboden und thonigen Bo- den fort, liebt aber vorzuglich einen reichen Humus- oder Düngergehalt, und man kann da, wo es in Menge und üppig wächſt, mit Sicherheit auf einen ſtarken Gehalt an Nahrungstheilen im Boden ſchlie- ßen. Die ganze Pflanze, beſonders aber die Saa- men ſind für alles Geflügel ein ſehr beliebtes Futs ter. Aber auch von den Pferden, Schaafen, und ſelbſt dem Rindvieh wird es gern gefreſſen. Die Bienen beſuchen die Blüthen. Die Blumen ſind von 9 Uhr Morgens bis gegen Mittag offen, nachs her aber geſchloſſen. 11, Linum, Sein,(Pentandria pentagynia I.) 1) L. usitatissimum, gemeiner Lein oder Flachs.(Lin, Franz. 3 Common Flax, Ayvgl.) Seine faſrige Wurzel ſchi&t einen aufrechten, ziem? lich einfachen, oben in büſchelfsrmige Aeſte zer- theilten runden, glatten, dicht beblätterten Stens gel empor. Die abwechſelnd ſtehenden Blätter ſind lanzettförmig zugeſpißt, dreirippig und glatt. Die blauen Blüthen kommen zu mehreren beiſammen an der Spiße des Stengels emport ihre Kelchblät- ter ſind eyförmig zugeſpißt, dreirippig, glatt, und am Rande gewimpertz die Blumenblätter ſind um- gefehrt- eyförmig und undeutlich geferbt. Wild wächſt der Lein im ſüdlichen, aber auch im mittlexyen Suropa, 3. V. hin und wieder in 6338«ät Deutſchland,"hsufig in'England'2c7;7auf»Ae>Xern und"Feldern als. Unkraut unter der Saat. Er blüht im Juni und-Juli 7 und ſeine Saamen reifen. im September. SO. Er iſt ſchon" ſeit langer Zeit im' Anbau, und dur) die Kältur ſind vorzüglich"folgende Abarten enſtanden?; a) Der niedrigeFlachs, Springflac bekannt ſind: ich erwähne nuvs daß man im Anbau ſchon 14 Ar? ten grünlicher Trauben genau unterſcheidet. Sein Vaterland ſind wahrſcheinlich alle gemäs- ßigten Erdſtriche, denn man hat ihn in den ver- ſchiedenſten Weltgegenden wild angetroffen. Bei uns wird er angebaut, blüht im Juni und Jali, und ſeine Beeren reifen zu verſchiedener Zeit, je nachdem die Abarten verſchieden ſind.%.| Ueber ſeine Berußung ſage.ich nur ſo viel, daß er uns außer dem Wein,: noch-die ſo wichtigen Pro- dukte: Weineſſig, Weingeiſt und Weinſiein liefert, Aus ſeinen Kernen läßt ſich ein brauchbares Oel preſſen 3 aus 1 00 Pfand Kernen hat man im Durch! ſchnitt 8 bis 10 Pf. deſſelben, nach anderen An- gaben eine noh größere Ausbeute gewonnen. Ein Inſect, welches dem Weinſto> ſehr nachſtellt, und oft großen Schaden anrichtet, iſt der Rebenſticher (Curculio Bachus). IV." Ribes, Johannisbeere.(Pentandria mo- nogynia 1..) *) Ohne Stacheln. 1) R. rubrum, gemeine Johannisbeere (Common Currants, Ang].) Der befannte Sirauch mit ſtachelloſen, glatten Aeſten, fünflappigen, am Rande doppelt geſägten Blättern, gelblichen Blu- men, leinen eyformigen De&blätthen, und. her- abhängenden Trauben rother oder weißer Beeren. Wild. foll er.in Schweden wachſen män trifft ihn aber auch häufig in Deutſchland in HeFXen und Geſträuchen verwildert an. In unſeren Särten ſieht man ihn überallz. er blüht ſchon im April und Mai, und ſeine Beeren reifen im Juni und Juli. K« Auch von ihm haben wir mehrere Spielarten. Die Benußung ſeiner Beeren zur Speiſe iſt allge- mein bekannt» Man kann auch einen angenehmen Wein, beſonders wenn man bei der Sährung etwas << F 655 Zuder hinzuſeßt, auch Cſſig und Branntewein gus ihnen bereiten. Zu den ſtachelloſen Arten dieſer Gattung gehört auch noch die ſch warzeJohannis- oder Gicht? beere(B. nigrum), mit ſtark rießenden, unten punktirten, 5lappigen Blättern, behaarten Trau- ben und ſchwarzen Veeren. Sie wächſt bei uns an Zäunen und Gebüſchen, beſonders-gern an feuch- ten Pläßen wild, wird aber auch hin und wieder in Gärten gezogen, weil Mancher, ungeachtet des eigenthümlichen. Geruchs, den Genuß ihrer Bee- ren liebt. *x) Mit Stacheln verſehene Arten. 2) R. Grossularia, gemeine Stachelbeere, rauhe Stachelbeere.(Rough Gooszeberry, Angl.) Dieſer Strauch unterſcheidet ſich bekanntlich durc ſeine, zu 2 oder 3 unter den Knospen zuſam- men ſtehenden Stacheln, ſogleich von dem Vorigen. Seine Blätter ſind dreilappig, eingeſchnitten und, ſo wie die Blattſtiele, behaart. Die Blumen ſind braungrün. Die herabhängenden Beeren fißen einzeln, ſind behaart, und an Geſtalt, Große und Geſchmad bei den verſchiedenen Abarren verſchieden. Er wächſt in unſeren Waldungen, in Gebüſchen und an Zäunen wild, wird gber noh häufiger in den Gärten gezogeuz hier blüht ier im April und Mai, and ſeine Beeren reifen im Juni und Juli. ZE. 3) R. Uva crispa, glatte Stachelbeere. Er, unterſcheidet. ſich von.dem9vorigen. nur durch ſeine, mir einem'Deekblättchen. verſehenen Blüthen- ſtiele, und. durch glatte Beeren„ſtimmt; übrigens vollkommen.mit ähm überein, ſo daß man ihn kaum für eine beſondere Axt anerkennen-kann:1«Blüthe- zeit; Fruchtreife 2c hat er mit dem“ vorigen gemein. Die Benußung der Beeren beider Avien zur"Speiſe iſt bekannt."Man kaun auch'aus ihnen einen wohlſchme&>enden Wein bereiten. Außer dieſen Geſträuchen gehören noh der Epheu(Hedera Helix), der Spindelbaum oder Spillbaum(Evonymus europaeus) und mehrere einheimiſche und'ausländiſche LHe>enſträu- .(61 dern wild, wird aber auch häufig in den Waldungen angepflanzt, wo er im April und Mai blüht, und im October reife Früchte trägt. D. Sein feines, dauerhaftes. Holz wird von den Tiſch- lern und Kunſtarbeitern ſehr geſ<äßt. Beim Anboh- ren im Winter giebt er, wie die meiſten Arten dieſer Gattung, einen Saft, welcher eine ziemliche Menge Zucker enthält, und verſotten werden kann, 2) A. Sacharinum, Zuder- Ahorn, Zuder- Raßholder. Ebenfalls wie der vorige ein anſehn- licher- Baum, welcher ſich von ihm durch ſeine viel tie- fer, beinahe bis auf die Baſis. in fünf Lappen getheil- ten Blätter, und durch die längeren und ſchärferen Zähne dieſer Lappen unterſcheidet."Seine Blattſtiele ſind roth. Seine blaßgeünen Blüthen wachſen eben- fans in herabhängenden Trauben. Sein Vaterland ift Nordamerifaz er wird aber ſhon lange in Wälder! und Anpflanzungen bei uns gezogen, und verträgt ſich ſehr gut mit unſerm Klima z er blüht im April und Mai, und ſeine Früchte reifen im October. H. Dieſer Baum wird uns jeßt deshalb merkwürdig, weil ſein Saft, welchen man dur< Anbohren der Stämme gewinnt, eine ſo beträchtliche Menge Zucker enthält, daß es gewiß vortheilhaft wäre, ihn mehr zu verbreiten. Hermbſtädt erhielt aus einem Zojährigen Stamme 26 Quart Saft, und'das Quart lieferte 2x Loth guten Zucker. Seine Beobachtungen erklären auch die ältere Meinung? als ſchade das Abzapfen den Bäumen, für unrichtig. 3) A. dasycarpum, rauher Ahorn. Er hat im qußeren Anſehen ziemlich viele Aehnlichkeit mit den beiden vorigen Arten, unterſcheidet ſich aber durch ſeine tiefgetheilten Blätter, deren 5 Lappen lang zugeſpißt, geſägt, unten weichbehaart und fahlgrün ſindz ſeine grünen Blüthen erſcheinen in doldenförmigen Köpfen und ihre Fruchtknoten ſind rauhhaarig. Er wächſt wie der vorige in Nordamerika wild, wird aber auch ſchon häufig in unſeren Anpflanzungen gezogen, wo. er im April und Mai blüht, und im October reife Saamen trägt. H. Nach Hermbſtädts Verſuchen empfiehlt ſich dieſer am beſien zur Zucerfabrifation, indem ein Quart (Berl.) ſeines Safts 3 Loth Zucker liefert. Hermb» ſtädts intereſſante Abhandlung in ſeinem Archiv der Agricuiturchemie, 4. B, 2. Heft pag. 4409 26+ ver» dient hierüber weiter nachgeleſen zu werden. Wir ziehen in unſern Waldungen noch mehrere, theils bei uns einheimiſche, theils ausländiſche Arten dieſer Gattung, z. B. den Spiß-Ahorn(A. Pla= tanoides), den Feld-Ahorn oder Maßholder (A. campestre) 2c., deren Beſchreibung ich aber hier übergehe, weil ſie mehr den Forfimann als den L Rigs lien Landwirth intexeſſirt. Ww- 5te Ordnung: Mit zehn"Staubfädenz Decandrae., VIII, Agrostemma, Raden,(Decandria pentagynia L.) T) A. Githago, gemeiner Raden, Radel, Kornraden(Corn-Cockle, Angl.). Dieſes bes Fannte, verhaßte Unkraut zeichnet ſich dur< ſeine«ſtige Wurzel aus, welche einen aufrechten, runden, äſti- gen, beblätterten Stengel emportreibt, welcher 2 Fuß und darüber hoch wird, und ſo wie die ganze Pflanze rauhhaarig iſt. Die ungeſtielten, unten zuſammen- gewachſenen Blätter ſind gleichbreit-lanzettförmig, Die ſchönen, rothen, langgeſtielten Blüthen ſtehen ein- zeln an der Spike der Pflanze. Man findet es faſt überall unter der Saat, wo es im Juni und Juli blüht, und im Auguſt reifen Sag- men trägt. OD. Es giebt ſo leicht keine Bodenart, auf der dieſes böſe Unkraut nicht fortkfommen ſollte 3 ich habe es auf dem lockerſten und dem thonigſten Boden gefunden. Es ſchadet dem Wuchſe der angebauten Pflanzen unge» mein, und verbreitet ſich durch ſeine Saamen biswei- len erſtaunlich, Die Saamen haben ſchädliche Eigen- ſchaften, zum wenigſten erfranfen und ſterben bisweiz len die Schweine und das Federvieh von ihrem Genuß. Sie enthalten aber ziemlich viel Zuckerſtoff, und man kann daher den ausgeſiebten Saamen zum Brannt- 644<=> weinbrennen benußen. In Menge dem'/Brodte unter- miſcht, machen ſie. den Genuß deſſelben auch den Men- ſchen ſchädlich. IX« Lychnis, Spanis.(Decandria penta- Ania T..) T) 1. Flos Cucouli, Kucdkuks-Lyhnis, Sleiſer- Spark Cfälſchlicht Spargel), Spörgel, Spergel, (Corn Spurrey, Angl.) Seine kleine Faſerwurzel ſchickt mehrere aufrechtes augeinander geſperrte, runde,| «biete 667 glatte, äſtige, gekniete, und an den Knieen aufge- ſchwollene, beblätterte Stengel empor, welche nach obenhin ſich etwas klebrig anfühlen, im wilden Zu- ſtande gegen x Fuß, im angebauten 2 Fuß und oft no< darüber hoch werden. Die gleichbreit- pfviemen- förmigen Blätter ſtehen in Quirlen, ſind ſtumpf, di und ſaftig. Die weißen Blüthen erſcheinen an der Spiße der Pflanze in einer ausgeſperrten, gabligen, vielblüthigen Rispe. Gewöhnlich ſind die Blüthen Tomännig, oft aber auch nur 5männigz3 die Blumen- blätter ſind ſo lang als'der Kelch, und die Saamen haben keinen Rand. Dieſe Pflanze wächſt ſehr häufig auf Aeckern und Feldern als Unfraut, welche einen lehmigen oder ge- wöhnlichen Sandboden haben 3 ſie blüht vom Mai bis zum'Außuſt, und ihre Saamen reifen im Auguſt und September. Durch den Anbau dieſer vortrefflichen Futterpflanze ſind zwei Abarten entſtanden, von denen die eine klein und niedrig bleibt, und mit dem ſchlechteflen Boden vorlieb nimmt, die andere gegen 3 Fuß hoch werden kann, dagegen aber auch ſchon einen beſſeren; an Dün- ger reicheren Boden verlangt. Der Spark iſt gewiß, beſonders für ſol<>- Mahle. in. einem. Sommer ſäen Fann. Alle darüber geſammelten Beobachtungen ſimmen darin„überein, daßyer+ vorzüglich friſch„aber auch getrocknet, ein qutes,; milchvermehrendes Futter abgiebt. J< habe ihn kürzlich. X. Euphorbia, Wolfsmilch. Alle Arten dieſer Gattung, von denen mehrere auch bei uns wild wachſen, gehören theils zu den verdäche tigen, theils zu den wirklich giftigen Pflanzen, Die meiſten enthalten einen ſcharfen Milchſaftz das Vieh frißt ſie in der Regel nicht, oder doch nüx hö<ſt un- gern, und dann gewöhnlich zu ſeinem Nahtheil. 1) E. Helioſcopila, ſonnenwendige Wolfs- milc<.(Sun Spurge, Wart Wort, Angl.) Ihre ſpindelförmige Wurzel treibt einen ziemlich aufrechten, runden, glatten, beblätterten, ungefähr ſpannen- langen Stengel hervor, der bisweilen an der Baſis äſtig iſt. Die abwechſelnden Blätter ſind keilförmig oder umgekehrt- eyförmig, glatt und nach vorn zu ſägeartig gezähnt. Die fünftheilige Dolde hat drei- theilige Strahlen, welche an den Spißen zweitheilig ſind. Die großen und kleinen Hüllblätter ſtimmen mit den übrigen Blättern überein, Die Blüthen ſind gelbgrün, die Kapſeln, glatt, 2 Ea In Gemüſegärten und auf Stadtäckernuſtſie eins dev-gemeinſten Unfräuter'z; ſie blühtvom Mai bis zum Auguſt„“und' ihre Saamen reifen vom Juli bis zum September. SO. Sie liebt einen lockeren,-.aän humoſen oder Dün- gertheiten veichen Boden. Das Vieh frißt ſie, äber nicht ohne Schaden. 2) E. palustris, Sumpf- Wolfsmilcerrändern und Wegen häufige" Pflanze, der OFermennig(Agrimonija Eupatoria)/"den fan zum Gelbfäcben benußen Fann, und die Gattung Lythrum(Blutfraut), aus welcher vorzüglich eine Art, das Weidevich-Blutkraut(b, säalicaria), häufig an. Gräben, Teichen, Seen 2€. vorfommt, welches ſich durch ſeine großen rothen in langen quirle Crome's Handb, Il. 2, 43 674= förmigen; Aehren ſtehenden Blüthen, und:feinelanzett- förmigen, Blätter;auszei) Die. fleiſchigeBeere ift pundlichy““ und) enthält zwei längliche, abgeſonderte Saamen, VILL+ Sorbu35.. Ebereſche, Der einblättrige, fünftheilige Kelch iſt bleibend. Die 5 rundlichen Blumenblätter ſind dem Kelche ein- gefugt. Zwanzig pfriemenförmige. Staubfäden ſind ebenfälls dem Kelckig; geſchnäbelt„«einfächrig und“ einſaamig,; XVI, Ranunculus, NRanünfkel. Der zblättrige Kelch iſt abfallend. Die Blumen- krone iſt 5- oder mehrblättrig, und die Blättchen ſißen auf dem Fruchtboden 3 über den Blumenblättern be- finden ſich an der Baſis kleine Honiggruben ," welche mit einev Schuppe bede>t ſind?" Eine'Menge kurzer Staubfäden ſchließen“ ebenfalls eine Menge, zu einem Köpfchen. verſammelter! Fruchtfnoten.ein„deren Nar? ben zurückgeſchlagen ſind,| Die, vielen, Fruchthülen ſind eyförmig, zuſammengedrückt, glatt oder. weichs ſtachlich- einfächrig und einſaamig. Nymphaea,| Beſchreibung.der: hieher gehörigen PF la 0 416.0.- Av. te 11, 1ſte Ordnung: Ohne Kelende Blume. Dieſe Pflanze iſt in Gebüſchen.und überhaupt an ſchattigen/ etwas feuchten Pläßen ſehr gemeins ſie blüht im April und Mai, und ihre Saamen reifen im Juni. 1, Sie liebt beſonders einen humoſen. ſandigen Lehmboden, oder lehmigen Sandboden, I< er- wähne ihrer hier, weil ſie allerdings mit unter die giftigen Gewächſe gehört, deren Genuß dem Men- ſchen wie dem Vieh ſchädlich, ja ſelbſt tödtlich ſeyn kann.'Vebrigens ſhHmüdt ſie unſere Gebüſche, und iſt mit eine der erſten Blüthen des wieder erwachen»- den Frühlings. Eine andere ihr ſehr ähnliche Art, die Rao nunkel;- Anemone(A. ranuneuloides), die ſich von ihr nur durch ihre ſtumpfer gezähnten Blät- ter und. durch ihre gelben: Blumen. unterſcheidet, von denen gewöhnlich 2. bis. 3 beiſaminen ſtehen, kommt. mit der vorigen an gleichen Pläßen, vov, und blüht auch mit ihr zugleich. 1 2. Auch ſie iſt eine der erſten Zierden. des-Früh» lings. aber fie iſt beinahe noh) giftiger, wie.die vorige, ſodaß einige nordiſche Nationen ihren Saft zur: Vergiftung ihrer. Pfeile gebrauchen. il. Pulsatilla, Küchenſchelle.(Polyandria polygynia L.) 1) P. vulgaris, gemeine Küc- nen ſonnigen Hügeln, die einen grobſandigen Lehm» boden, beſonders mit einer Beimiſchung von Kalk, haben; die: Wieſenküchenſchelle kommt an noch tro>- nerven, ſandigeren Pläßen vorz. ſie. blühen beide im April und. Mai, und. ihre Saamen im Juni. ,2x. Beide»ſind giftig« Die erſtere: ſoll: dennoch von den. Scaafen gefreſſen werden: Die Bienen be- 686 be ſuchen'die Blüthen. Beſonders giftig hält man die Wieſenküchenſchelle, Beide ſind ebenfalls eine Zierde"unſerer Hüzel. IIL. Caltha, Dotterblume..(Polyandria poly- gynia L.) 1) C. palustris, Sumpf- Dotterblume, Kuhblume, Wieſenblume(Souci d'eau, franz. 3 Marſh Marigold, Ang)l.). ihre dien, am Grunde niederliegenden, dann aufrechten, glatten, gefurer- Nigelle(N.arvensis), welche ſic durch ihren ausgeſperrten, äſtigen Stengel, viel- ſpaltige Blätter, und blaßblaue Blüthen,. die mit-ſchr ſchönen Honigbehältniſſen verſehen ſind, auszeichnet, kommt hin und wieder ziemlich häufig als Unkraut zwis ſchen dem Getreide auf ſandigem Lehmboden vor, thut aber. eben feinen.Schaden 5, man bemerkt ſie gewöhn- lich erſt nach der Erndte, da ſie erft im Juli blüht. O. Ihre Saamen ſind. ölig und nahrhaft, Mehrere an- dere Arten" dieſer"Gattung, den ſchwarzen Küm- mel(Nvsativa)/[die Jungfer im Grünen], die Damaszenev'Nigelle(N.damascena) 2c: zies hen-wir zur Zierde in unſeren Gärten. c) Die Gattung Ac on4tum/(Sturmhut).“Die meiſten, Arten dieſev Gattung wachſen nur.auf höheren Gebirgen,"beſonders im ſüdlichen. Deutſchlande. Sie ſind alle: zum; Theil ſehr. giftig?=<„Einige Arten; z-/B. den blauen Sturmhut:(Venuswagen) (A. Napellus) 2c., ziehen wir.als Zierpflanzen. in den Gärten. j Auch die in.den-Gärten. ſo gemeine./und,b ekannte Aggeley(Aquilegiavulgaris) gehört hieher. 2te Ordnung: Mit einblättrigem Kelche, Calyculatae monophyllae. A. Der Kel< iſt 5theilig. IV. Amygdalus, Mandelbaum,„(IcoSandria monogynia 1.) I) A: Persica,. gemeiner-Pfixſich baum; Dieſer allgemein bekannte Baum unterſcheidet/ſic< von den übrigen Arten. dieſer Gattung durch ſeine, lanzett- förmigen, langzugeſpißten, doppelt eingeſägten Blättev. Seine roſenrothen Blüthen ſiken einzeln Seine fleiſchigen Steinfrüchte ſind-zottig. Perſien, iſt ſein Vaterland.) In- unſeren, Gärten wird.eryhäufig gezogen 5«Erublüht) im;April. und, Mai noch vor. dem-Ausbruch der Blätter, und ſeine Früchte reifen vom Ende Juli.an bis-zum(Septembex;::3h. Durch den häufigen Anbau ſind eine' Menge Spiel- arten entſtanden, welche man in ſol, und geben durc< Deſtination mit Brandtewein den beliebtenP ev- ſiko. Auch die Blätter haben dieſen Mandelgeſchmack, und. man«gebraucht„ſie ,gemeiniglicm zur Würze der Milc< 3 do<. muß man ſich hüten, nicht zu viele zu nehmen, weil ſie ſonſt leiht Ueblichfeit und Kopfweh erregen.„Das Holz wird von.den Tiſchlern und Drechss lern benußt. 2) A. nucipersica,- Nußpfirſich(Amygd. Persica 2 Linne), Er unterſcheidet ſich von dem vorigen dur< ſeine einfach:eingeſägten Blätter. und glatten Früchte., Vaterland, Blüthezeit, Reife ,« Dauer Benut zung 2c. hater'mit'dem Borigen gemein.:.. Auch-von ihm hat man einige-Abartem: Außerdem gehören noh zwidieſer Gattung? der ECrome's Handb, I1, 2. 44 6599en-der Saamenfächeren,"und in unvollſtändige, mit weis tem-Kernhaus und ohne Rippen; b) in Roſenäp- fel, c) Renetten, d) Peppings, e) Parmäs- nen, FF Kantenäpfel 8) Plattäpfel, kh) ſpite zige oder längliche Aepfel, und i) Kügeläp? fel. Dieſe Abarten: gehen beim Ausſaäen, ſo wie die zahmen Birnſorten, alle wiedex in ihren wilden Stammvater über. Sie blühen im April und Mai, und reifen in verſchiedenen Monaten des. Herbſtes. H. Ueber die algemein bekannte Benußung der, Aeps fel in unſerer Haushaltung ſage ich hier nichts. Das Holz des Apfelbaums ift weicher und ſchlechter als' das Birnbaumholz, wird aber doch zu einigen Tiſchler- und Drechslerarbeiten benußt. Unter den Fnſecten) welche ihm, ſo wie dem Birnbaum vorzüglich" nachſtellen, und vft'ganze Obſtärndten' vernichten,'nenmwe'ich biet vorzüdlich: die Raupen des Bäaumweißlings-(Pal pilio Crataegi), dieRin gelräupe(Phaläena'Nein: Stria), die ſenes Joh anm nisfraut5 gemeines Johgunisfraut.. Seite friehende-Wurzel ſchickt mehrere, undeutlich zweiſchnei- dige,„glatte, aufrechte,, äſuge Stengel empox, adie überall beblättext ſind,, und-k,bis 2, Fuß. hoch«werden. Die eyförmigen ,. ſtumpfen, glatten Blättex ſind; wie mit Nadeln| durchſtochen... Die Blüthen erſcheinen Crome's Handb. I1, 2. 45 BT Ee an. der Spiße, in äſtigen beblätterten Rispen3 ihre RKelchblätthen ſind ſchmal-lanzettformig/ und kürzer wie. diesgelben 1-am Rande gekerbten, und.mit dazwi- ſchen ſißenden ſchwarzbraunen, Drüſen bezeichneten, Blumenblätter. Auf-trocknen Wieſen, Weiden, an Aerrändern, Wegen, Zäunen 2c- iſt dieſe Pflanze ſehr häufig 3 ſie blüht vom Jum bis zum Auguſt, und ihre Saamen reifen im Herbſt.+. Wie geſazt, iſt ſie von Einigen als Futterkrant empfohlen, indeſſen verdient ſie dieſe Empfehlung nicht, da das Vieh ſie nur ungern frißt." Wichtiger könnte ſie als Farbepflanze ſeyn, da ihre Blüthen“einen harzigen, ſehr dauerhaft vothfärbenden Färbeſtoff ent- halten. Die Bienen beſuchen ihre Blüthen."Anden Wurzeln findet man bißweilen eine Art Kochenillwurm (Cocous), welcher auch zum. Färben gebraucht wer- den kann. Noch gehören zu dieſer Abtheilung in dieſe Ord- nung mehrere unſerer beliebteſten Bosfettpflanzen, 3. B. die vielen und ſchönen Arten der Spierſtaude (Spiraea), von denen ih nur die weidenb lättrige S. ft.(5. Salicifolia), die ſchneeballblättrige S./ft.(8.'opulifolia), die Ebereſchenblättrige S: ſt.(8. 8orbifolia) 2x. nennez3 auch der'ſo betiebte und“ befannte falſche“ Jasmin"oder''Pfeifen: ftrau. Ex wächſt gern auf;einem Lehmboden, kommt aber auch- auf ſandigen, Lehmboden und. lehmigen Sandbo- den fort. Gewißigehört er.zu.den ſchädlihſten Urten dieſer Gattung. Seltener wie er, kommt in Sümpfen an noch feuchteren Plätzen, aber auf ſ zweifächrige jy Jruchthüge; welche in.jedem: Fache 2 Saamen. enthält, | V.«(Fag u 8%)'Buche- Die männlich en'Blüth en ſiken. in rundli- hen: Kößchen„“welche-an längen, haarigen Stiel» ige, lederartige-Fruchthüllen einſchließt. VI. Quercus, Eide. Die. männlich en Blüthen ſißen in langen walzenförmigen. Käßchen; von einander entfernt und beſtehen aus'5ſpaltigen Schuppen, welche“6 bis r'0 ſehr»kurze Staubfäden einſchließen: Die weiblichen Blütrhen'ſißen oberhalb den männlichen,"ungeſtielt in einer Knospe"beis fammen. Sie beſtehen aus 2 Hüllen, von denen die untere napffbrmig und bleibend, die obere fechs- ſpaltig und ſehr zart iſt.“ Der"eyfdrmige Frucht» knoten hat einen kürzen Griffel und 3 zurüFgeſchla- gene Narben,“ Sie Hinterlaſſen“eine eyförmige, 46* glatte Fruchthülle, welche in der verhärteten, beken- formigen unteren Hülle der Blüthe ſißt. VIT.+ Cor yhuss Haſelnuß: Die-männlich en/| Blüth en, ſtehen in wal» zenförmigen Käßchen auf öfrigen Blumenſtielen und Äind-.aus.pergamentartigen,; nach außen Preiteren, behaarten, dreitheiligen Schuppen» zuſammengeſeßt, die eine aus 6=- 8 Staubfäden beſtehende Blüthe enthalten, Die weiblichen Blüthen.ſißen unter den männlichen, in einer Kyospe zu. 1.0 und mehreren beiſammen.„Jede, der einzelnen Blütlen hat eine lederartige,"die„. mehrtheilige Hülle- nen. rundlichen Fruchtknoten„und;;2. xothe. Griffel mit pfriemenſdrmigen:Närben.“»Sie- hinterlaſſen eine von der ausgewachſenen Hülle[eingeſchloſſene -Nuß. VIN. Carpinus, Hainbuche.: Die männlichen Blüthen ſißen in einzel- neg,„walzenförmigen Käßchen, und. beſtehen„aus eyförxmigen, langzugeſpißten,. gefranzten. Schuppen» günter denen ſich eine aus 8 bis 14 Staubfäden. ge- bildete Blüthe befindet. Die weiblichen Blüthen ſißen über. den männlichen. in. loFeren Kößhen; EEE 725 ihre Blüthen haben eine dreilappige äußere, und eine fleine ſechözähnige innere Hülle; ſie enthalten einen kleinen Fruchtknoten: mit“ 2 fadenförmigen Griffeln.". Die Früchthüllen ſind eyrund; eige nüßartig und einſaamig. Nieher gehören noch“ die Gattungen Bux"%s, Morus,|Castanea,/Juglans 2x, "b) Die Gewächſe ſind ganz getrennten SE (Dioicae)., IX. Salix, Weide. Die männlichen Bküthen“ſtehen in längli- ) 6ofte Jahr,«und erreicht eine Höhe von 80 bis 100 Fuß. Das Holz dient vorzüglich“ als Nuß» holy"und danmnur'zum Waſſerbau: wo"es beinahe unverwüſttich iſt 5 un freier'Luft hält'es*fich'faum ein Jahv-''Als?Brennholz"wird es nicht“ſehr“geſchäßt: Die Kohlen findbeſonders'gut'"zur Schießpulverbeveiz tung. Die-Aſche“täugtnicht viel:'' In Holland giebt man dadurch den Mauerſteinen eine eiſengraue Farbe, daß man Büſchel von Erlenhölz in den Ofen wirft. Die Blätter; das Hölz'und die Rinde enthälten vielen Gerbeſtoff;"und" können zum Gerben, ſv'wie 44. in der Färberei“benußt werden. Va Eag w354Buche..(Monoegia polyandria L,) 1) F> SFIlvätica, gemeine'Bücern gemacht. = 22 7735 "VL Quercus; Eiche,.(Monoecia polyan- dria L.).. 1)..Q. Robur, Steineiche,. Wintereiche, Grüneiche, Bergeiche, Loheiche,(Common Oak, Angl.; Chene rouce,.-Chene commun, Franz.). Ihre Rinde iſt aſchgrau. und riſſig5„an den äußerſten Aeſten glatt und, röthlichgrün,. Die glatten Blätter ſind geſtielt, länglich, buchtig, mit, zugerun- deten Lappen ,/ auf der oberen Seite dunkelgrün. und ſtark glänzend; auf der unteren mattgrün,. und bis- weilen etwas weichhaarig, Die Eicheln, ſind kurz, ey» förmig, beinab-. ſtiellos, und zu.2 bis 4 gedrängt bei- ſammen ſtehend, In unſeren Waldungen kommt dieſe Eiche häufig vor; ſie blüht im Mai, zugleich mit dem. Blätterays- bruch, und ihre Früchte reifen im November,„H. Ueber ihre Benyßung werde ich bei der folgenden Art ſprechen. 2) Q. pedunculata, Stieleiche, Sommext- eiche, Waldeiche, Traubeneiche, Früheiche, Maſteiche 2c.(Common Brittiſh Oak,„Ang].; Chenes a.grappes, Franz.) Die Rinde iſt wie bei der vorigen Art. Die, glatten. Blätter ſind kurzgeſtielt, länglich, gefiedext-buchtig ,. mit zugerundeten Lappen, auf. der. Oberflache. dunkelgrün. und etwas glänzend, auf der Unterfläche blaßgrün. Die Eicheln. ſind läng- lich„ lengſtielig, einzeln odey, zy.2,,, ſeltener zu-3 beiz ſammen ſtehend. Sie wächſt. mehr. in medrig l1egenden,3 die vo- rige mehr in hochliegendem Waldungen 3 ſie blüht im April und Mat, zugleich mit dem Blätterausbruch, und ihre Früchte reifen am Ende Septembers oder im Anfange des=Octobers."+2 Wenn man die Eichen auch häufig auf ſandigem Boden findet, ſo wird man do< im Untergrunde Lehm- boden, den ſie vorzüglich lieben, bemerken,. Beide angeführte Arten erreichen eine Höhe von 120 Fuß und. darüber, eine Dicke von 5-- 6 Fuß ,-.und ein Alter. von 400= 600, und mehreren Jahren. Die Benußung ihres Holzes als vortreFliches Bauholz, iſt bekannt 53„die Steineiche hat das dauerhafteſte und beſte Holz.. Das Holz, vorzüglich äber die, Rinde, ſind veich an Gerbeſtoff, und daher giebt die lektexe eine ſo vorzügliche Lohe. Auch. die Blätter kann, man zum. Gerben benußen. Die Eicheln liefern eine ganz vorzügliche Maſiung für die Schweine- Von unſeren alten. Vorfahren wurden ſie gegeſſen, und jeßt werden ſie von Einigen als Kaffee zubereitet. Durch den Stich einiger Gallwespen(Cynips) entſtehen an den Blät- tern,"jungen Zweigen und Frudhtſtielen die, unter dem Namen der Galläp fel bekannten Auswüchſe; welche in der Färbekunſt eine. ſo.wichtige Role ſpielen. Bei uns pflegen aber die Galäpfel« nicht die Vollfom- menheit. zu exreichen, wie in den ſüdlichen Gegenden. Einige. av. den Eichen häufig wachſende. Schwämme, <= 937 der Eichenbkätterſhwamn(Agaricus querci- nus) und der Zunderſchwamm(Boletus ignia- rius), dienen uns vorzüglich zur Zutderbereitung, VIL Corylus, Haſelnuß..(Monvedia polyan- dria L..) 1) C, Avellana, gemeine Haſelnuß, Haſel (Hagel nut“tree, Angl.; Noisetier, Franz.). Die Rinde dieſes kleinen, ſehr äſtigen Baums iſt in der Jugend braun und haarig, im Alter aſchfarbig und glatt. Die abwechſelnden Blätter ſind kurzgeſtielt, Lundlich, ſtumpfgeſpißt, doppelt gezähnt, am Rande und an den Adern der Unteren Seite behaart. Die Blattanſäße ſind eyrund und ſtumpf. Die Kelche ſind an der Spiße einfach zerſc=- FENEN 739 Als Abarten unterſcheidet man* a) Die vothe Lambertsnuß oder Blutnußz mit braunrothen Blättern und dunfelvothex, Haut des Kerns. b) Die weiße Lambertsnu6sz mit weißer Haut des Kerns, und Nüſſen, welche nicht. ſo;weit, wie bei der Vorigen, von der Hülle bedeckt ſind. Wild wächſt ſie in dex Levante bei uns wird. ſie mit.der Vorigen zugleich in Gärten, gezogen, wo fie im März noch vor dem Ausbruche der Blätter blüht, und im Auguſt reift. Hh. Die Benukung iſt. im Ganzen wie bei.der Vorigen, nur iſt dieſe wegen ihrex Größe vorzuziehen. VILL. Carpinus, Hainbuche.(Monoecia polyandria L. I) C. Betulus, gemeine Hainbuche, Weiß- buche, Hagebuche, Hahbuc- weide, Kra>weid'e(Ciäck. Willow! Angl.; Salix decipiens; Ho ffn!)"Ein Baum" mittle- rer Größe.“ Seine“aufrechten, glatten Aeſte-ſind gelblich, Und brechen'unten ſehr leichte“ Die'geſtiels ten Blötter werden 3 bis 5 Zoll lang; ſind lanzett- förmig zugeſpißt', am"Rande geſägt und. an den [24 mam 743 Zähnchen mit-Drüſen verſchenz, oben ſind, ſie gläu- zendz" die jüngeren ſind an.dev/Spiße gewimpert. Die rundlichen Blattanſäße,ſind.»ziemlichgroß und undeutlich gezöhnte Die Schyppen.der männlichen, hängenden Käßchen find, wollig 5uunten ihnen befin» den ſich.zweicgelbe Drüſen 5 zund 2, Staubſäden: An den Ufern der Flüſſe, Böche, Seen und Teiche; iſt auch dieſe“Art/nicht-ſelten 3-ſie.blüht im April und Mai, und ihre Früchte.reifen. im Mai und Juni. 6. Von ihr wird vorzüglich das Holz benußt. 4)'S."alba, weiße Weide,-Silbexrwei- de, Baumweides“Kopfweide,' Felber, weiße Bruchweide?2c.(Saule vulgäire blanc, Franz; Cominon' White/Wilow, Angl:). Cin beträchtlich hoher Baum: dev oft; eine, Höhe von 4.6 60 Fußrerreichtzuſein Stamm hat eine graue, riſſige. ſeine'abſteßhenden Aeſteieine braune, Rinde. Die abwechſelnden/-kurz. geſtielten». lanzettfoxmi- gen lang zugeſpißten, Blätter, ſind..oben glänzend und. weichhaarig„unten weißlich: und>ſeidenartig behgartzu;am Rande.mit ſcharfen Sägezähnen verz ſehen, von-denen die,unteren.braune, Drüſen haben, Die„Blattanſäße, fehlen gewöhnlich gänzlich., oder fie find„gleichbreitzund. fallen. bald..ab.-.. Die Blü- rhen.. der. männlichen... ſchlauen.„Käßhen. haben 2/Staubſädenmmit»gelben;s"oft an der'/Spiße:röth- lichen Staubbeuteln. 1 AnFlüſſen Bächen Grüben, Teichen, und überhaupt. am' feuchten Pläßen;"iſt dieſe*Weide'ſehr häufig) fie blüht im'Mat! mit'vem'Blätterausbruch zugleich;"undthre Früchte reifen fm Juni"!%: Sie liefext"ums von" unſren Weidenarten wohl das"beſte'Holz,"weiches häufig äts Nüusho: nicht fo ſehr als' Brennhölz verbracht wird;? Mitihrer Ritid kamm"nan" Wölle"braukroth" färben!"Die Bienen befuchen 4hre Blüthen fleißig.''" Ihre Ska- menwvolls Fann man zu Geweben und'Hüten'benüßen. MOE Ent äts, Korbweide, Buſch- Weide:"Bandweide(Common Ozier, Angl.). Sie kommt" vorzüglich als Strauch, ſeltener äls Bäum vor?"!' Ihre' Aeſte ſind ſchr läng“ äufreht, zähez die Rinde'der älteren"Aeſte"ift" hellbraun, Die der"jüngeren äſhfärbig" und fili." Die Zerſtreut ſtehenden'Vlätter fſmd*furz' geſtielt, gleichbreit-län- zettförmig, Lang Zugefpißt!""faſt" glätitrandig:“'am Rande zurü&gerollt ,"öben"Frün'und' glatt" unten filzig und filberfarbig?»"Die Blattänſaße mms'gleich- breitrund''fallen leicht abt'"Die männlichen Blüthen- käßchen haben rundliche" tumpfe,"behaärte Shüp- veh)"und'unter! jeder" 2'Staubfäden"mit"'gelben GEE 745 Staubbeutelmz die Schuppet»der männlichen... cen vielblüthigen Käßz enzhäben ſtumpfe„ſehr behaarte Schuppen; und unter jeder Staubfäden mit gelben Sraubbeus teln. Die Kapſeln. ſind etwas geſtielt, bauchig und wollig. In Wäldern, an Zäunen,"auch an Bächen, Teichen, Gräben 2c., iſt. dieſe Weide häufig; ſie blüht im April noch vor dem Ausbruche der Blätter, und ihre Früchte reifen im Juni. H==. Sie liebt mehr einen tro&neren Boden wie die Vorigen, kommt äber übrigens auc recht gut auf Sandboden fort. Ihr Holz giebt ein leichies Brenne holz, und wird auch als Nußholz gebraucht: Voxr- züglich ſhäßt man die daraus bereiteten feinen Kdh- len. Die Rinde gebraucht män zum Gerben und Färben; auch wird ſie in der Medicin als Sarro- gat der China gebraucht. Die Blüthen werden von ven Bienen fleißig befücht." Das Vieh und das Wild benagzen ihre Blätter ſehr gern. Ihren Nas men„Palmweide“ erhielt fie daher, weil in kätho» liſchen Ländern aus ihr die ſogenannten Palmbäume verfertigt werden, welche am Palmſonatage umher getragen werden, und die nachher von religidſen Fandleuten als übernatürliche Hagelabkeiter auf den Feldern umher geſtet werden!= [ 7: 747 Die: Beſchreibung mehrerer bekannten Weiden»! arten /:434 Bil der Dotterweiben(5. vitelling): dev gedhrten Weide oder. grauen. Weide (S- aurita L.; cinerea Alior.); der Dhr ämein- weide(8: babylonica)i26.%nweldeden Landmirth weniger intereſſiren.,. übergehe ich hier, X. Populus, Pappel.(Dioecia octandria L.) 1)..P. alba, weiße Pappel, weiße Asype, Albe, Alberbaum, Bolweide 2c.(peuplier blanc, Franz; Abele tree, Angl,) Cin Baum mittlerer, Größe, mit horizontalſtehenden Aeſten z die Rinde ſeiner. älteren Aefte.iſt perlfarben ,. die der jungen Triebe mit einem weißen dichten Filz be- de. Die Blattſtiele ſind weiß.„Die„abwechſeln- den Blätter ſind rundlich, eXig gezähnt, oben dun- kelgrün und glänzend, unten aſchfarbig und filzig. Die Kößchen ſind eyförmig. Um die-Dörfer, in Wäldern, an-Bächen, ſelbſt in tro>neren Wäldern iſt dieſe Pappel nicht ſelten 3 ſie, blüht im März und April ,' noch vor der Ent- wikelung der Blätter, und ihre Früchte reifen im YENI.,„DE Ihr. weiches aber zähes Holz wird zu Tiſchler und Drechslerarbeiten benukßt. Als Brennholz iſt das Holz nicht von Werth. Rinde und Blötter be- 748 m nußt mau zur Farbeo,1. Die: Blüthen. werden von dem Bienen fleißig beſacht.» 5 Die: Saamenwolle dieſer, ſo wie die der meiſten Pappelavten',- Fann man/zu'Geweben2c. Penüßen. "ng PV ien"WEHR AP albag du RB): Fa Hinficht ihrer Größe?" ſtimmt ſie'mit ver Vo? rigen vollig überein, mur ſimsäihre Blätter dreilap- pig, mit ſpißigen, ausgebreifeten Läppen 3""und untenniit eineny ſehr ſtarken,| ſchneeweißen Filz, bede&t.|! Wild"wächſt ſie im' ſüdlichen Europa und'im Orient“ſie wird aber" jeßt ſehr häufig bei uns an- gepflanzt und wuchert erſtaunlich. Blüthezeit, Däuer, Beſgußung 5C:5 Yat ſte mit der Vorigen gemein. 3),P- tremula Zittexpaypel, Flitter, eſc= 5 01-Fu&: Höhe(ey reicht; amitngräuer,;glattex,; Rinde des] Stammes, und bräunlich vaſchgrauer./Rinde) dew Aeſtec,3«Die Blätter"Nrehen! auf? längen; dütinen“,» zuſammen; gedrüten, am Gründe mit 2-Drüſen“verſehenen Stielen, find" rundlich gezähnt; e>ig, auf beiden Seiten glatt und geadert»- Die Käßchen ſind'eys PN nud 749 Fovimig Wälzenfsrmig, fark beh>ärk;"unddie Blüthein enthalten 261898 Staubfäden. 5/?Die Narben ſind dreitheilig und: yoth: In etwas feuchten- Wäldern"um die! Dörfer"2% iſt: dieſe„Pappel-häufig3 ſies blühtum März: und April, undähre/ Früchte reifen qm. Mai und Juni.„ſbaumartig] In-Hinſichtihrey Benutzung ſtimmt] ſie ſoziemlich mit.der weißen Pappel Überein, a) Pi migra, ſchwärzer Pappel: ſc, und bringt ihr Alter auf 409 Jahre. Ihre Rinde iſt rothbraun und ſchuppig aufgeriſſen. Die bleibenden, einzelnſiehenden Nadelblätter ſind pfrie- menförmig, faſt vierſeitig und zweizeilig. Die männ- lichen, hetrothen Blüthen gleichen anfangs einer Erd- beere. Die weiblichen Blüthen erſcheinen als röth- liche, nach unten gerichtete Ktospen und erwachſen. zu heübräutnen, herabhängenden, länglichen Zapfen, deren Schuppen oval, fla<, und am. Rande wellen- förmig und zerriſſen ſind. Die Saamen ſind klein, eyfdrmig, dunfelbraun; und mit breiten, gelbbraunen Flügeln« Sie wächſt. auch. nur in Hochwaldungen iſt abcr im ganzen; nördlichen. Deutſs8- dorn(Kippophat rhamnoides), die verſchiedenen „ir Arten dev Wachs ſtäumde(MFyricä), von der wir im nördlichen Deutſchlande'diegemeine'Wa“ Gaucalt3, Daf 3. Centanrea, Kö RE Cerasrium, SY ut Ceraimiume Dotaug„aude Ceratopbylium; Görner blatt L. Getraria, Cetrarie Lö Chamaemelum, RKantille' 2. Chaerophyllun, Kalber- frovf 2: GCharz, Armleuchter, Poſta. Cheinanmius;,;eecoe 2% Chenopodium, Ganſeſuße2 S. 59 67 Bd. S. Chironia, Chironie 2. 239 Chelidonium," SchoU-" fraut 1» ad Wg Chondrilla, Chondrille 2. 318 Chrysanthemum, Wu- e 2. 554 Corylus, Haſelſtrauch 2,237 Crambe, Scptohl 2,.4ö5 Crataegus, Weißdorn 52.696 Crepis, Krepis; PipaU 2, 3120 Crocus, Safrän“i Ler 446 Circum.1s, Gurte 2-L15 Cucgrbita;. Kuxbis 2: 210 Cusocuta, Flachsſaide 2,5205 Cynära, Astiſ&<>e 2::344 Cynoglossum), Hynds- zunge 2. 186 Cynaszuras, Fammaras 1. 408 Cyperus, Zypergras 1,175 D. Daotylis, Knautelgras..1+.300 Daedalea, Labyrinth- ſchwamm X1: AiO Daphne, Kellerhals 2.2.93 Datura, Stechapfel 2. 232 Daucus, Möhre 2. 613 -Delphiniua, Ritterſporn 2. 677 Dianthug, Nelke 2: 1um,. Gabelzahn, 1-3... 109 Digitalis, Fingerhuth... 2.339 Dipsacus, Kartendiſtel.,., 2. 3392 dän 147 Regifieb Bd. S. Drobae; Hungerblume, 2:. 411 Deoszera: Sonnenthau., 2 651 E, Eoliium: Natterfopf 2. 120 Elymus: Hgargras 1."386 Epilobium; Weiderich? 2. 470 EEN Scafthaim 1. 144 Erica: Heide DI 20 7 Beige Flöhkraut 2..368 Etineum: Raſenſ