—— f 14 ‿ 14— ——== E —— 6 5= —== S —=é ———————————— 2—— 3 — Kr — ————N ] 8; 0 ; EE."5! 2 > Mie Chemie | in ihrer Anwendung auf Künſte und Handwerke dargeſtellt von n (PC CE bu ve as Mitglied. und Schaßmeiſiex des Senats, Groß- Officier der Ehrenlegion, Mitglied. des National- Inſtituts in- Paris, Profeſſor Honorarius der Mediziniſchen Schule zu Montpellier u. ſ. w. Aus dem Franzdſiſchen überſeßt, Mit Anmerkungen begleitet voy Sigismund Friedrich Hermbſtädt Königl. Preuß, Geheimen Rathe u. ſ. w. jN Erſter Band welcher die beyden erſten Theile des Originals enthält, IIR Mt: ee ilF> Kup fern. Borlin, 2 KE EEE EEN INE LET LEAREREERN WETT TERE REREN IHT TRINGEN(UN ORI ÜC DITE ENID EINIGEN. BB amaag| ME 7 j E ni- 2 deb Ee I .- 4 n ie ER 2 4 de Hes Jie Hung der( Chemie y -.| Fant ſe die Piran Shunt eintn flein de by" „ üb und einige niger iba zu volim Daß des >. Ae t QDÖHLAIIEE I Dier äIeER Mr, IEA-. ig R Pad (unter ER Somiten End ne in Bee earn de 5m re bn di MES EE dare nd ÄN udn meter HSS Y Ä ] Vorberic T m materie. Bd ALIS IA di Ed inan m mm REINE Ws 2 Bde ednet dia ME HEHE D ij. ==.. SNN LEERENGNEN LT . 2 SE eee ELEGIEN ae Wanner teinunng., 40 7 4 au H S- HE THIEN<= He dm ien Lante Manatis hemite nſt ih meiſten handelt Zorbe: BPBorbericht. Eine Abhandlung von der Chemie in ihrer Anwendung auf die Künſte, kann keine Abhandlung von einer jeden Kunſt insbejondere ſeyn: abgeſehen davon, daß ein Unz- ternehmen dieſer Art die Kräfte eines einzigen Menſchen überſteigen würde, müßte ein ſolches Werk nothwendiger- weiſe ermüdende Wiederholungen enthalten; Luft, Waſſer, Wärme und Licht, wirken nach. den nämlichen Grundge- ſeßen in den Händen eines jeden Künſtlers, und es iſt alſo hinreichend, die verſchiedenen Eigenſchaften aller dieſer Wirkungsmittel und das Geſeß, dem ihre Wirkungen un- kerworfen ſind, darzuſtellen, um jeden Künſtler in den Stand. zu jeßen, die Urſachen, Triebfedern und Grund- ſaße ſeiner Operationen kennen zu lernen. Das wahre Mittel, Aufklärung in die Künſte zu. bringen, beſteht viel weniger in der Genauigkeit, mit der man eine Beſchreibung des in ihnen ſtattfindenden Verfah- rens liefern kann, als. darinn, daß man, alle dieze Ope» rationen auf allgemeine Grundſäße zurück zu führen ſucht; die Beſchreibung einer Kunſt, wie genau ſie auch ſeyn möge, iſt nie mehr, als die Geſchichte deſſen, was in ihr geſchieht; eine Charte, ſo zu ſagen ,. auf der'man. ſehen kann, was da iſt; ſie kann das Verdienſt haben, alle Künſtler, durch Mircheilung der nämlichen Erfahrungs- arten auf den nämlichen Grad von Kenntniſſen zu erhe- ben; aber es geſchieht durch ſie kein, Schritt vorwärts zur Induſtrie, während die Wiſſenſchaft, ihr Licht über jeglie >9-"% t in Ge äbiginundn- di aii eit Zuid ze Är „L3S, E- Dp j 1421 ö 4 * | „ [M8 7% Lk| |, Se Spe py 4, 16,8 n [? “4 "(4 "4,51 , x; "% 2 „-/| .] S| <> + SBU TTD Ü- ZIDEIEGEE 1. 55(amen BEREDEN rmer Reen T ASS BSCRRSÖAC EIGIND NEE I TEI GENN AGE WEN BEE ZE RE, Y ie-- I- u I IEEE- GEE AEN 7 Z ALATEST EIT DEINE LE IDE ASP Rr IAI I AI III -- VV= Eine Abhandlung von der Anwendung der Chemie auf py f die Künſte, iſt aljo ein aus Grundſäßen beſtehendes Werk, me und ich würde mir ſchmeichein, den mir vor Augen geſtan- ab! denen Zwe erre:c y be dY Anetta kiten är. nE BEE « wr vis AM ' +: 84-158 4, "8:5 „4 A, | 4 wv“ 0. Rer 2:0 al waer zepte ür, I===wmermmeree al ZEIGER€ I6(ane WENGEN DIER AE RITEN SN SIDINEE SRRECGE Duin SUD Gi ESE-A IE Ei SURE EN?>=j1. Run Are mla Dee SERIES AES EID ZIT LEHER UG IDE DIEN DI aar ARCEN SCEE EEEE A ES ÄN IG HÄ ISI IIR 7 der dabey vorkommenden Operationen 3 die Vervollkomm«- vw, nung der Extraction und Bearbeitung der Metalle; die nug Vereinfachung der Deſtillation der Weine; öconomiſchere mit Mittel zur Heißung z' neue Grundſäaße über das Werbren- Die nen des Oeles und die Erleuchtung unſrer Wohnungen„| en! durch daſſelbe, und"die Mittel, um uns in die Lüfte zu| Bas erheben und die Geheimniſſe der Natur drey oder viertau-| Gy ſend Toiſen über unſerm. Haupte zu erforſchen. bor) Bevor die Chemie die zahlreichen Operationen der In- Wl duſtrie auf allgemeine Grundſäße zurückgebracht, waren latid Fabriken und Manufakturen, ſo zu ſagen, das Erbtheil 4 einiger Nationen und im Eigenthum einer kleinen Zahl von ind] Jndividuenz3 das unumſchränkte Geheimniß breitete mig ſeinen Schleier über jegliches Verfahren 3; Formeln und man; Handgriffe vererbten ſich von Generation auf Generation, Reil Die Chemie kam, um alles zu enthüllen: ſie machte das| hie Gebiet der Künſte zum allgemeinen Eigenthum und in| dieß furzem, ſah man alle Völker, die dieſe Wiſſenſchaft culs untz tivirten, ſic) mit den Anſtalten ihrer Nachbarn bereichern, die] Die Bereitungen des Bleyes, Kupfers und Queckſilbers z w die Arbeiten in Eiſen, die Fabrikation der Säuren, die ente Appretur der Zeuge, das Drucken auf Leinwand mit Far- Eis ben, die Compoſition der Kriſtalle, der gebrannten Erden wieda - und des Porzellans u. f. w. alles dieß wurde aus dem 06 ej Dunfeln gezogen und iſt jeßt Gemeineigenthum.|(hv Seit zwanzig Jahren: hat alſo die Chemie mehrere| dep Zweige der Jnduſtrie neu geſchaffen, eine größere Anzahl| zwi derſelben vervollkommnet und faſt alle in den Künſten ſtatt« fert findenden Verfahrungsarten öffentlich bekannt gemacht.|| 4 Abev bey dem Anführen der großen Dienſte, welche ſie“| Jalz geleiſtet, und bey der Hoffnung noch bedeutendere durch Gets ſie zu erhalten, wenn durch die Fortſchritte der Kenntniſſe,(fa erleuchtete Unterſuchungen ſich mit den Künſten mehr be- diy ſchäftigen werden, können wir nicht umhin, den Künſtler dis, und Manufakturiſten vor dem Mißbrauche zu verwahren,"" den man von dem Worte Chemie macht, und ſiezu war- in| nen, Os TE ESR EIGE KPL< 4% DO M... L 4 2 4 MED+ Es EEN,"ene en eS RR Ea ERES TEE SGENG LENSSEN OU"8 2712 SSER NN= 92 Een EE Ee KEE nDper ml>) amm, le; die iſche erbren nungen fte zu NertQue er Ju: waren rbtheil| | | | | | | | | | | | | | hlvon| breitete| [n und ration, fe das and in ft culs ichern, (bers; 1, die it Far: Erden 8 dem jehrere (nzahl nſtalt« ht. Ihe ſie durch niſſe, jr be- nſtler ahren, u war. nen, « --= X= nen, weder allen Werken, die dieſen Namen an der Spitze. tragen, noc allen Jndividuen, die ſich den Titel von Che- mikern anmaaßen, ein blindes Vertrauen zu ſchenken. Die Chemie hat ihre Adepten und Charlatane, wie jede andre Wiſſenſchaft und der Fabrikant könnte leicht ſein Vermögen und ſeinen Ruf aufs Spiel ſeßen, wenn ex nach Berechnungen, im Cabinet entworfen, kleinen, in den La- boratorien erhaltenen Reſultaten, oder nach trügeriſchen Anfündigungen, ſein Verfahren einrichten, oder Specus lationen darauf gründen wollte,- Nuv mit der größten Vorſicht führe man Neuerungen in den Werkſtätten ein, wie vortheilhaft ſie auch erſcheinen mögen. Bevor man verändert, was einmal da iſt; bevor man das, was Gedeihen hat, modificirt3 bevor man eine Reihe von Operationen, die man der Verbeſſerung für fä- hig hält, aus ihrer Bahn leitet, muß die Erfahrung über die vorgeſchlagenen Abänderungen ihr Urtheil geſprochen und das neue Verfahren die Sanction des Practikers und die Billigung des Konſumenten erhalten haben. Ohne dieſe klugen, vernünftigen und durchaus noth« wendigen Vorſichtsmaaßregeln, die der Theoretiker wohl Eigenſinn, Vorurtheil und Jgnoranz zu nennen pflegt, wird das beſte Ctabliſſement bald zerſtört ſeyn; man ſieht es eine Zeitlang unter Herumtappen und Ungewißheit ſchwanfen, und nach verderblichen Verſuchen ſchäßt ſich der Fabrikant glüklich, wenn er zu ſeiner erſten Methode zurück kehren und ſeinen Ruf auf der alten Baſis wieder herſtellen kann, Aber ſo vieles 2o0b dieß weiſe Zurükhalten des Manus fakturiſten, der, für neue Jdeen faſt unzugänglich, keine Veränderung annimmt, bevor die Praxis und ſeine eigene Erfahrung ſie erprobet, auch verdient, ſo tadelnswerth iſt die Hartnäigkeit deſſen, der, ohne Prüfung, alle Vor- ſchläge die ihm zur Vervollkymmnung gemacht werden, ver- wirft, denn wer nicht mit den Künſten fortſchreitet, um ſie in allem ihrem Wachsthum zu verfolgen, kommt bald zus. as rud; WETL.ZIITEG ET 5&- e Ie%“= ve pk IR:X Ix 70 3 TEI ud 352 FHN web 20 EID Gd Häu Wart N al 0601 Wire-< T F4* ge Nr er zögiö et fire Frs 3. zu dan Ai Lal

rü; dann-ſieht er nach und nach die Produkte ſeiner Fa- we brifation in der Meynung fallen; er kann in ödconomiſcher fan Hinſicht nicht mehr mit ſeinen Concurrenten wetteifern 3 fen ſtatt ihnen nachzuahmen, tadelt er ihre neuen Verfahrungs- allet arten, indem er ſie mit dem gehäſſigen Namen, gefährliche| veſt Neuerungen, belegt; er nimmt auf Reglements-Bezug, die| beſit Einförmigkeit in der Fabrikation erfordern, er ruft die|) Macht der Jnſpektoren an, und ſucht mit lautem Schreien mihi alles hervorzuziehen, was dem aufgeklärten Gang der ve M Künſte hinderlich werden kann.| mD Um dieſer unſeeligen Verblendung willen, ſahen wir men I Etabliſſements untergehen und zerfallen, die Jahrhunderte Nat|3 geblüht und ſehen noch täglich Künſte von Stadt zu Stadt wil 4 und von Nation zu Nationen wandern. der 17x“ Der Fabrikant beſindet ſich alſo zwiſchen zwey Klip- ſahr2 4 pen; der, eines blinden Glaubens, welcher ſein Vermögen(ews es dem Ungefähr der Theorieen überlaſſend, auf das| vonne Spiel ſeßt, und der eines hartnä>igen Mißtrauens, wel-| derne; e 405 unter ſeinen Händen welken ſehen, wenn andre Unter;- 4] ßungsgründe ihr Entwickeln nicht befördern. En Wenn auch alle nöthigen Kenntniſſe zur Einrichtung nfo Mü und Leitung eines Etabliſſements vorhanden ſind, ſo gehört Ride Z| zu feinem Fortkommen doch noch eine günſtige Lage; denn+ jul |/ es iſt nicht gleichgültig und zufällig, eine Art der Jndu-"“ we zU ſtrie auf. den oder jenen beſtimmten Punkt des Erdbodens>93 +4. zu verpflanzen, einer jeden Kunſt iſt durch die Natur ihrer- vel “* Beſchäftigungen, ihre Stelle bezeichnet, jede, ſo zu ſa- 5. M0 gen, hat ihren eigenen Boden und nur mit Gefahr des(oi R größten Nachtheils läßt ſich dieſe natürliche Ordnung ver-| wig “- rüen. ver 33 Dieſe Einwirkung der Localität iſt hauptſächlich wich- je tig für die Künſte, deren Produkte nur geringe Preiſe ha- vans ben, und bey denen die Handarbeiten faſt für nichts zu"4| achten ſind; dieſe müſſen in der Nähe ſolcher Oerter aus- wol| geübt werden, die die Vorrache liefern, und unfern von(wl ſolchen, die ſie conſumiren, odex an Kanälen und Flüſſen, 8 die ihre Ausfuhr erleichtern, während eine Porcellanfabrik| ET im Mittelpuncte einer großen Stadt gedeihen kann, weil ji" hier die Handarbeitalles iſt, und die erſte Materie kaum als m Clement bey dem Preiſe des Fabrikats in Anſchlag kommt."eS Alle Künſte, die eine beſchwerliche Wereinigung von mig Menſchen, Sächen und Hülfsmitteln erfordern, müſſen| wes vielleicht anfänglich in Städten geübt werden; dort exiſti- fönnig ren die durch Bedürfniß zufjammengedrängtren, Menſchen, de 4 bloß durch Jnduſtrie, machen, ſo zu ſagen, alle ihre imm) Hülfsmittel, zum Gemeingut und theilen alle Operationen ſe foS4 unter ſich, um ſchneller zum Zwecke zu gelangen, Es nac 3) ſcheint ſelbſt, daß die Künſte, die eine große Einſicht und ment einen gebildeten Gejchma erfordern, nur ingroßen Städ- ehlteg ten gedeihen könnten, weil man dort nur die nöthigen wd Hülfsmittel zu finden hoffen darf. Rg Nicht allein ſind alle Localitäten nicht geſchit, um In vg darauf Anlagen zu machen, die ſich zur Herbeyſchaffung"UN es der 4 EONERENN Ri L 2 45: FET >. 20--nen. machen. Man trifft zuweilen auf Fabriken, die einige Zeit hindurch, das Anſehn der Büthe haben, ungeachtet ihrer kage an einem wenig günſtigen Orte iſt, Dieſe Blüche iſt dann jedoch nur ein gezwungener Zuſtand; das Ver- mögen der Entrepreneurs, die Einſicht der Vorſteher, und Begünſtigungen: von Seiten des Gouvernements fönnen ihre Exiſtenz. wohl einige Jahre hindurch friſten, aber da es nicht in der Macht des Menſchen ſteht, die immer thätigen Urſachen des Verderbens zu vernichten, ſo ſpottet die Gewalt der Dinge aller Bemühungen; und nach einem beſchwerlichen Kampfe ſieht man Etabliſſes ments zuſammenſtürzen, denen zum Gedeihen nichts fehlte, als eine beſſer gewählte Lage. So gehen Glas- und Schmelzhütten und andere Fabriken, die eine große Menge von Brennmaterial erfordern, von ihrer Entſte- hung an, zu Grunde, wenn man ſie in großer Entfer- nung von Waldungen oder Steinfohlen-Bergwerben anlegt. Wir Femme eer Jerez mEee eeemninan gegn BODNER FEC SMR IIR oTIIN3 3: 1. v I 1.26 ed. IS A 4 ER TERER IIR EIR IRRER IE===„Pan A av MIV-== Wir haben bereits bemerkt, daß die Künſte des Luxus und die Zeug- Fabriken in Städten fortkommen ' können, in denen die Vereinigung zahlreicher Individuen ihnen Huülfsmittel darbietet, welche ſich anderwärts nicht hoffen laſſen, Aber wie ſehr werden dieſe Vortheile durch die Nachtheile aufgewogen, welche mit dieſem An« häufen von Arbeitern auf einem Punkt verbunden ſind. Welch ein ſchreliches Schauſpiel bieten zwanzig bis dreißig tauſend Familien dar, deren Exiſtenz von dem Gedeihen einer Fabrikation weſentlich abhängt. Eine politiſche Revolution, eine Veränderung im Geſchmack oder in der Mode, eine hinzutretende Schwierigkeit we- gen Herbeyſchaffung der Vorräthe, eine Krieges- Erklä- rung fönnen die Thätigkeit dieſer Fabriken lähmen, und faſt in eine“: Augenbli> ſieht man die Jnduſtrie und das Leben von vierzigtauſend Menſchen, dann in Unruhe gerathen und endlich verlöſchen in den Aengſten des Elends und der Verzweiflung. Mir haben dieſe empörenden Zuſammendrängungen immer eine der größten Geißeln unter den Fortſchritten der Civiliſation geſchienen, und ich glaube eine weiſe und vorſichtige Politik muß ihnen vorzubeugen ſuchen; denn, abgeſehn davon, daß ſie in jedem Augenblicke die öffente liche Ruhe bedrohen; ſo ſeßen ſie das Schickſal der Künſte ſelbſt auf's Spiel; weil ſie ſie dem ſehr veränderlichen Er- folg aller Begebenheiten unterwerfen, die auf die Bevöl- Ferung der Städte einen ſo mächtigen Einfluß haben. Um den ausgeſuchten Geſchma>, der nur in den Städten herrſcht, mit der Leichtigkeit und der Deconomie der Handarbeiten, die man auf dem Lande findet ,. zu vereinigen, ohne ſic< den traurigen Folgen dieſes Anhäus- fens von Arbeitern auszuſeßen, von dem wir eben ge- ſprochen, ſcheint es mir vortheilhaft, wenn der Chef des Etabliſſements in' den Städten wohnt, während die Ar- beiter auf dem Lande zerſtreuet ſeyn Mittel wird der Chef in den Stand geſeßt, den Ge- ſchmack nnn EO IOO DORE 6 SIDON SEE rener en 2 Sr ed ren Were Zureden Än unne, SSE R RE können; durch dieß 7: SE Ts<> ſchmt hs' geben von! gewähr) Fann in H ver Conſt! faßte die" Gande berwt! geben et! nad den 1! Zinſen, wi zur Fehrife 1 Acfebau ni Der Arbeit Verſinfen, | Paſa. Zit in der Reel, Verändert: ande] fraß Wenden bo uhd die Etz ſtatt, jh- 34 mimen,); gli) im Ge doh, die N N. Bolfo dein die 1 arb vn, wen, ds daſe iht, die Inveſt bedim, hen [Ahr dle) XV Op tehees Ey an ſo fön ſch Unſte des rtfommen jn"dividuen 'arts nicht Vortheile jelem Atte iden ſind, anzig bis 'von dem . Eine Jeſchmad Igfeit wes 13: Erflä« nen, und frie und | Unruhe 1ten des Lgungen Thritten ' iſe und (; denn, 3 öffente (Künſte Ihen Er» B Bevöl "ben. gin den (onomie Bet, zu =(nhäu- en ger Def des (e Ar- gy dieß En Oe- hmat chma> des Conſumenten kennen zu lernen; er iſt um- geben von Künſtlern und Gelehrten, die ihm Aufklärung gewähren; er hat alle Leichtigkeit, die er nur wünſchen kann in Hinſicht der Herbeyſchaffung der Vorräthe und der Conſumtion ſeiner Produkte; unter ſeinen Augen läßt er die Materien die ihm für niedrige Preiſe auf dem Lande bereitet worden, verarbeiten oder ihnen Appretur geben; er erweitert oder ſchränkt ſeine Fabrikation ein, nach den Umſtänden und der bloßen Berechnung ſeiner Zinſen, weil er nicht fürchten darf, der Landmann, der zur Fabrifation nur die Zeit anwendet, die er dem . Acerbau nicht widmen kann, werde durch das Aufhören der Arbeiten der Jndüſtrie in tödtenden Müſſiggang verſinken, Werfen wir den Bli> auf Fabriken, die ſeit langer Zeit in Blüthe ſtehen und deren Eriſtenz den Stürmen der Revolution, dem Eigenſinn der“ Moden und der Veränderlichkeit der Geſeße und->Reglements für den Handel. troßtenz ſo ſehen wir, daß ſie ſich alle in ſolchen Gegenden befinden, wo die Unfruchtbarkeit des Bodens und die Strenge der Fröſte dem Bewohner nicht ge- ſtatten, ſich der Bearbeitung des Landes ununterbrochen zu widmen, und die Erfahrung lehrt uns,.daß wenn gleich im Schooß der Gebirge und unter. dem Hütten- dach, die Mittel zur Arbeit nur einen geringern Grad von Vollfommenheit, als in den Städten, habenz dennoch die Produkte, die man dort fabricirt, auf allen Märkten von Europa zu geringeren Preiſen ausgeboten- werden, als die in den Städten verfertigte, welches. daher rührt, weil die daſelbſt minder heure Handarbeir, die Unvollkommenheit der Mittel, deren man ſich dabey bedient, überwieget. Aber alle Vorzüge der Tage und alle Kenntniſſe des Vorſtehers können das Gedeihen eines Etabliſſements nur in ſo fern ſichern, als die Protection die Aufmunterune- gen, = 500000.== gen,'die Geſeße und. Reglements eines Staates auf das wahrhafte Intereſſe der Fabriken berechnet, ſind. Alle Regierungen haben ohne- Zweifel den Willen, die Künſte und den. Handel zu beſchüßenz aber es ſind wenige nur. die in dieſer Hinſicht ihren guten Abſichten gemäß handeln. Cine Regierung die eine wahrhafte Bejchüßerin der Jnduſtrie iſt, hat immer nur die Kunſt im Auge, und die Mittel die ſie zur Beförderung ihrer Entwicklung und Sicherſtellung ihres Gedeihens anwen» det, beſchränken ſich darauf, daß ſie ſuchen wird:. die Herbeyſchaffung der Vorräthe und die Conſumtion zu erleichtern, Prämien auf die Exportation zu ſeßen, um die Produkte der Nationalfabrikation auf allen Märkten in Europa zu verbreiten; ihren Credit bey den übrigen Regierungen anzuwenden, um zur Kenntniß der unter ihnen ſtatt findenden Vervollfommnungen und neuen Verfahrungsarten gelangen und damit ihr Land bereichern zu können; die Verbindungen und Verhältniſſe, die zwiſchen dem Arbeiter und dem Entrepreneur nothwendig ſind, mit Energie zu beſtimmen und aufrecht zu erhalten z auf den Boden, das Clima, den Character der Ein- wohner und das Jntereſſe des A>kerbaues Rückſicht zu nehmen, um nur mit Aufklärung ihren Schuß zu ver- leihen, u,ſ. w. Nach dieſen Grundſaßen muß das Gouvernement ſich weſentlich mit Woll- Seiden- Leinen- und Hanf- Manu- fakturen, mit der Fabrikation von irdenen Waaren und mit allen den Gegenſtänden beſchäftigen, zu denen der Boden ihm im Ueberfluß die erſten Materien liefert, Nur durch eine traurige Verkehrung dieſer Ordnung der Dinge, hat man vor einem halben Jahrhundert die Kattunfabriken unterſtüßt, nicht beachtend, daß das Schi>ſal dieſer Etabliſſements, welche mit ausländi- ſchen Materien verſehen. werden mußten, allen Einflüſſen der Revolutionen, allen Cabinetsintriguen, und allen Veränderungen der Zollgeſeße unterworfen ſeyn, und die eigent- FEE kene bm Nn Sni nnn 2 5 Spa be DZ ar nN en EK IG GIO eigent curren wi den udliſt! zu befeſtigt? Das(uindrin! auf dieſe va Einſicht uni Nach ein es, wn die! ſich einführe Land, duc)| Bodes und Liche Inten de! eheil wam) Nati, die| den ihrigen! Tauſhmittelh Verbindun] der Produfte werden fünne Endlich 1): Zuſtandes unh 5) 59 rede geſchehen) (inen bet) und vie| tauſend 9 Ohne Zw Aner ver) 1 mhe Nationale His di Fabrifon Nebnbuf Al Zau vn) nfo S Auf. das 1 Villen, tes ſind) Abſichten] Wahrhafte| die Kunſt) Ung- ihrer 18 anwen» vird; die Imtion zu eßen, um Märkten n übrigen| der unter nd neuen| bereichern iſſe, die thwendig erhalten; der Ein-- fſicht zu ; zu vere, ment ſich [- Manu- aren und enen der n liefert, nung der dert die daß das usländi- Finflüſſen md ällen| „und die! eigent- ERNE, O4 10 1) EUERE 56:0 eigentlichen 2ar.desfabrifen um ſo mehr unter dieſer Con» currenz würden leiden müſſen, als man, um dieſe ſtehen- den Etabliſſements aufzumuntern, zu vervielfältigen und zu befeſtigen genöthiget war, Prämien zu bewilligen, das Einbringen ähnlicher Produkte zu unterſagen. Und auf dieſe wahrhaft fremde Jnduſtrie alle Capitalien, Einſichten und Arbeiter zu verwenden*), Noch eine traurige Folge dieſer falſchen Anſicht iſt es, wenn die Regierungen alle Arten der Induſtrie bey ſich einzuführen ſuchen und nicht daran denken, daß jedes fand, durch ſeine Lage, ſein. Clima, die Natur ſeines Bodens und den Character ſeiner Cinwohner eigenthüm- liche Arten der Juduſtrie hat, die ſo zu ſagen ſein Erb- theil ausmachenz wenn ſie ferner überſehen, daß eine Nation, die alles machen und alles haben will, ſich von den übrigen Nationen trennt und iſolirt, daß ſie kein Tauſchmittel. für ſich behält und daß die wahren Handels- Verbindung? doch nur auf den wechſelſeitigen Austauſch der Produkte des Bodens oder der Induſtrie gegründet werden fönnen,. Endlich iſt es noch eine Folge dieſes gezwungenen Zuſtandes und dieſer falſchen Leitung, welche man der Indu- %) I. Induſtrie gibt, wenn die Gouvernements ſich genöthiget erſt glauben, die Einfuhr fremder Fabrikate zu unterſag2n, grit Abgeſehn davon, daß dieſe Werbots- Geſeße- unnöthig MN ſeyn würden, wenn jedes Wolk ſeine Induſtrie auf die Biſe Gegenſtände allein einſchränkte, die ihm die Natur ſeloſt 6..f9 4] beſiimmt zu haben ſcheint und daß es ſodann hinreiche1d? ſnd. wäre, ausländiſche, den Producten des Jnlandes äh" Feh liche Fabrikate, mit einem zu der Prämie der Contres einer bande in Verhältniß ſtehenden Einſuhrzolle zu belegen; tuſt ſo organiſiren Geſeße der Art, den Beirug, verbreiten py? JImmoralität unter einem Theile des Volkes und äußera ini) einen nachrheiligen Einfluß auf die Fortſchritte der Künſtez von denn der Manufakturiſt ſucht nur dann ſeine eigene Ver- wiede vollrommnung, wenn er neben ſich Produkte einer bejjern: ge! oder dconomiſcheren Fabrikation, als die Seinige, ſieht; fan wenn dieſe ihn zur Bergleichung auffordernde Gegen-|| 15 ſtände aber unterdrückt werden, wird er zufrieden mik(hie dem, was er hervor bringt, weil er es verkauft,'in den| 54 Schlaf der Mittelmäßigkeit verſinken.[*; 757] Man ſpricht täglich von der Nochwendigkeit; Fabri- geht ken- Reglements zu entwerfen und die Jnſpectionen m wiederherzuſtellen, um den Fabriken ein größeres Ge- 3 deihen zu geben, und bezieht ſich in dieſer Rückſicht auf 0] die Reglementar- Einrichtung des großen Colbert, Man 0 ſieht dabey aber nicht ein, oder thut ſo, als ob man vi nicht einjähe, daß unſre Zeit und Lage mit der Epoche, Hy in welcher jener berühmte Mann erſchien, durchaus keine 0. Vergleichung geſtatten: die Künſte waren damals ent- 4 weder now" unbekännt, oder in der Kindheit, und in 13 dieſem Zuſtande von Schwachheit mußte man ihnen, 6 1 ohne Zweifel, zu Hülfe kommen, ſie befeſtigen und ihnen 6 p Zutrauen verſchaffen, und von dem Augenbticke an, wo'aob eine gute Methode der Fabrikation als ſolche anerkannt m wurde, war es auch nothwendig, ihre Ausführung, ſo 4 zu fagen, zum Geſe zu machen, bloß um ſie zu erhalten"Ww und. zu verbrtiten; ohne dieſe. weije Vorſicht würden die 19 erſten Y 7. whg uz ÄSE NEE.» MEEREN EE eee<< Ee< 4... Ir ai I"+; L7[IT di KT aa Pm. Pp 4 zan x.„S x:«= hf 7 x AF>(6 a LE"... 50 | Dp:| -- XX uw ben Nationen verändert, die ihre Produkte conſumirtenz; oder endlich, daß der eigenſinnige Geſchmack des C>+« 4, ſumenten ſich auf andere Gegenſtände gerichtet habe.„eid Ich zweifle nicht daran daß der Fabrikant, wenn ex 1 ligt! ehrlich alle dieſe Urſachen prüft, nicht die darunter finden 8 hip" ſollte, die den Fortſchritten ſeiner Induſtrie Hinderniſſe/| Mud in den Weg legt, und daß er ſelbſt, ſtatt durch Regle-|| Nan ments den Gang der Entdeckungen unddie Bemühune-|| zur gen hemmen zu wollen, nicht dazu ſollte gelangen fönnen,| ih durch die Anwendung der neuen Verfahrungsart ſeiner| 9 Fabrik den verlornen Glanz wieder zu geben.| ſr di Man glaubte das Intereſſe des Conſumenten wahr- 1.6; zunehmen; indem man die Reglements vertheidigte; aber|:| jeblh auch dieß iſt ein Jrrchum, den man zerſtören muß,| I" die Der Conſument iſt der wahre Richter der Waare, die Wi1,5 er kauft und der Vortheil des Fabrikanten, ihn gehörig|| füh zu bedienen; die Verhältniſſe zwiſchen dieſen beiden Claſſen|| ſind aber nur ſo lange dauerhaft, als ſie ſich auf ihr N.|, hh) wechſelſeitiges Jatereſſe gründen. Die Reglements und|| Jnypectoren können wohl für eine unveränderte Fabrika- ß.| 2 tion ſtehen; aber eine unveränderte Fabrikation iſt niche|| 0? immer das, was der Conſument wünſcht; denn, wenn| Deſg er ein leichtes und wohlfeiles Zeug haben will; warum| Jede es ihm zum Geſeß machen, nur ſchwere Stoffe zu nehmen, fen die für ſeinen Gebrauch nicht paſſen?| ſl Ioch ſcheint es mir, als ob die Freyheit, gewebte 1| Wet Zeuge von allen Qualitäten und allen Dimenſionen zu| die wie machen, gänzlich zum Vortheil der Kunſt und des Han- 1.1 WE bels gereiche; denn die Jnduſtrie kann ſich nur dann ß.| Conen ; gehörig entwifeln, wenn man ihr Ausdehnung genug| ſſd gönnt, um alle ihre Methoden anwenden zu fönnen. fonnter Das Jntereſſe der Induſtrie beſteht weniger darin, ein dam reiches und foſtbares Kleid hervorzubringen, welches ſich Yo lange Zeit conſervirt, als mehrere einfache Kleider zu mii fabriciren, die mehr erſte Materie verzehren mehr Arme y erfordern und eine ſchnellere Circulation zur Folge haben. let 1 Regle- A R Jahn Genn ee LINE NGEN A SIGWESTET EU LEGEN EIG OO 3+09 2 2000 1 dA ER Eni nnd de un 25 Emir 5 |(Eb 19599 7.1.17 SC IOL.->. m Reglements ſind nur in Hinſicht der Gegenſtände »achwendig, über die der bloße Augenſchein nicht ents jcheiden kann; wie die aus Gold und aus Silber verfer- tigten Arbeiten; bey dieſen muß die Regierung den Ges halt beitimmen und die Arbeit gleichförmig machen laſſen. Aud; kann ſie noch fordern, daß jeder Fabrikant ſeinen Namen auf alle Arbeiten ſeße, damit er dem Conſumencen zur Garantie diene; aber dieß ſind auch die Schranken ihrer Befugniß. O! um wie viel verdienſtlicher handelt eine Regierung für die Künſte, wenn ſie, ſtatt Reglements zu verfertigen und Inſpektoren einzujeßen, um über die Ausübung derſelben zu wachen, lieber die unterrichteteſten Männer in die Werkſtätten ſendet, um die Mictel der Fabrikation darin zu vervollkommnen, die Verbeſſerungen, deren ſie fähig ſind, einzuführen und. die Verfahrungsarten und Mechanismen befannt zu machen, die man in den aus- ländiſchen Fabriken antrifft. Das was ich über die Reglements geſagt, findet ohne Ausnahme auch ſeine Anwendung auf Geſchworne Verfaſſungen unter den Handwerkern und Meiſterſchafts- Rechte, denn dieſe Einrichtungen drängten unter dem eitlen Vorwande, daß ſie der bürgerlichen Geſellſchaft nur ſolche Vorſteher der Werkſtätten lieferten, die durch eine gute Praxis erprobt wären, die Jndividuen zurück, die viel Talent verriethen und reißten im voraus ſchon die Eiferſucht ihrer Examinatoren, von denen ſie nun Concurrenten wurden. Was aber auffallender erſcheint, iſt, daß ſolche Einrichtungen ſo lange Beſtand haven „konnten, da doch die Erfahrung täglich ſie anklagte und verdammte. In Paris z. B. hatte ſich die Induſtrie in die Vorſtadt St. Antoine und den Tempel geflüchtet, aus dem einzigen Grunde, weil dort keine Meiſter-Rechte gelten, Nachdem wir nun auseinander geſeßt, was der Künſt- ler zum Gedeihen der Künſte vermag und was die Re- b 3 gierung „€" 8 2.2- V 1.27 Keie: 2252 fee, MÄ 32 N 2455 3 Zw BE BEE 4, „44 e ". ; ; << 8 WR eu gierung zur Beförderung dieſes Gedeihens zu thun ſchul| ſind, dig iſt; wollen wir noch mit einem Worte des Einfluſſes ihn des Conſumenten erwähnen. Da der Künſt'er nur für(yega dieſen arbeitet 3 ſo muß er ſeine Fabrikate natürlich nach ve ſeinem Geſchma> und ſelbſt nach ſeinen Launen einrich- 5 ve ten. Man kann ihn aiſo wie den wahrhaften Leiter der Ie Arbeit des Fabrikanten betrachten; er dient dem Arbeiter|| au bey ſeinen Deſſins und ihrer Ausführung zur Richtſchnur,| viej und wenn er Geſchma> hat, bildet er ihn, indem er alles,| ow? was nicht ſchön iſt, verwirft, unmerklich zur Gewöhnung im an das ſchönez ſo wie er, wenn es ihm an Geſchmack he Or und Kenntniß mangelt, ihn vom guten Wege abbringt. alpeme Der Conſument ſuche nur nichts als vollfömmene Bu Waaren und kaufe nur ſolche allein, und bald wird der| wilde. Arbeiter keine andre als ſolche verfertigen. Wenn im Wah Gegentheil aber, der Conſument nicht zwiſchen einer in-| dw Vz correcten und einer fehlerfreyen Arbeit zu unterſcheiden| Gei weiß, ſo wird der Künſtler, deſſen Jntereſſe bey ſeiner hp. NN Vervollkommung dann wegfällt, ſein ganzes Leben mit|| in ic Entwürfen hinbringen. Der Conſument bildet den Känſt-| fqaftigt ler alſo durch die Reinheit ſeines Geſchmacks, und die ſeits auf Strenge ſeiner Wahl, aber die bürgerlichen Einrichtungen| Oeſeheß bilden wieder den Conſumenten und nur, wenn eine gute| tige 4 Erziehung, das Studium der Künſte und das Vorbild dif, 9 guter Modelle eine Generation vorbereitet, darf man| Diez darauf rechnen, ihn aufgekärt zu finden,| Wein DS Ich habe lange Zeit über die Ordnung nachgedacht, why die in einer Abhandlung über die Chemie in ihrer Be- ſonden] ziehung auf die Künſte zu befolgen ſey. Zuerſt hielt ih; beſigt, es für das Zwecmäßigſte, die Künſte. zu claſſificiren| ſtudiren und ihre Operationen unter einandey zu vergleichen, um Nay auf die Grundſäße zurüzukommen. Jc< habe mich fh ders jedoch überzeugt, daß-ich mich auf dieſem Wege Wieder- Siſtley holungen ausſeßen und mein Werk zu einer unnüßen Inode; Corpultenz anſchwellen laſſen würde: da, zum Beyſpiel, berne; Luft, Feuer und Waſſer faſt in allen Künſten wirkſam die H, ſind, ENE en R ri na de amm 3 55 Eng SSER. T- me eie nnemnnimaenn üer ue, EEE GEH ET GE TEE RERE dü Ebit tek lu, 2 ALAN zt alſo die talle, de ten ſw, und Siy- Zubſtanze » Materieh 1 des Ch er Action, durch n en nüßlich atürlicher zahl von ven zu en je alſo,| Verſchie Subſtan» Sfeßt;" n NReinhei weden ges hren Erzen ßungen z die Kunſt, le Säuret) ime, Erd? , zu exttät uzurichten; n Plab" ndſaße det und Cho? fung äußert, fam es nur noch darauf an, zu zeigen, wie dieſe verſchiedenen Subſtanzen unter einander in Thä- tigfeit gerathen, und Gemenge bilden, oder Verbindun- gen hervorbringen, und in ein einziges Gemählde die Fabrikation aller chemiſchen, in den Künſten üblichen, Produkte zuſammen zu faſſen. Jndem ich dieſen/ eben ſo natürlichen als einfachen, Plan verfolgte, mußte ich nach“ und nach Hetrachten: 1x) die Vermiſchung der Gagarten unter einander. weiches mich auf die Unterſuchung der atmoſphäriſchen Luft und der Natur ihrer Grundbeſtändtheile leitete. 2) die Ver- mengung der Erden in Rückſicht auf die Vegetation und ihre Verbindung in den Arbeiten der Töpfer, Glaſer u.ſ.w. 3) die Verſeßung der Metalle, ihre Orydation und ihre Scheidung, welches zuſammen eine große Zahl von Operationen umfaßt und für die Künſte wichtige Berei- tungen fennen lehrt. 4) die Fabrikation aller Salzes ſowohl: zum Manufactur-, als häuslichen Gebrauch. 5) die Verbindungen des Schwefels, der Dele, des Gerb- ſtoffs, der Harze, Färbeſtoffe u. ſ. w. Bey der Abhandlung von jeder Bereitung aber hielt ich es für nöthig, zu gieicher Zeit, das Mittel ihrer An- wendung, die Urſache ihrer Wirkungen und die Verſchie- denheiten der Action anzuzeigen, die von einigen Modie ficationen in“ ihren Zuſammenſeßungen oder ihrer An- wendung abhängig ſind.| Dagegen glaubte ich bey jeder Kunſt nicht die zahl- reichen Details der Ausführung angeben zu müſſen, aus denen mehr die Praxis eines Arbeiters, als die Wiſſen- ſchaft eines Künſtlers beſteht; vielmehr dachte ich, daß man in einer Chemie auf die Künſte angewendet, ſich nur darauf einſchränken müſſe, die chemiſchen Principien darzulegen, auf denen jede Kunſt beruhet; ferner, daß ein Werk dieſer Art nur den Zweck haben könne, die Schritte des Künſtlers aufzuklären ohne darauf Anſpruch. zu machen, ihm einen vein mechaniſchen Weg vorzu- Cc ſchreiben, ve SIA IAN Rip eg 8.00 6:3 -S 8,- "%| urden daß ich für den ausübenden Künſtler und nicht für den| ſhreib? Lehrling ſchriebe, der in die Werkſtatt eintritt.| juche 1 Abgeſehn davon, daß dieſer Geſichtspunkt für die auf| ul die Künſte angewendete Chemie der einzige iſt, aus dem wind es möglich wird, die ganze Materie in die rechten he m Schranken zu faſſen, glaubte ich ſchon um des Willen Vefef dieſem Plane folgen zu müſſen, weil ich ſeit langer Zeit, amplb3 mich für überzeugt halte, daß die Aufklärung, die Licht nh 0 über die Praxis verbreitet, erſt auf dieſe foigen müſſe; wr 73 ich ſelbſt bin durch die Erfahrung überführt worden, daß jane derjenige, der bereits den mechaniſchen und praktiſchen Wr Theil einer Kunſt inne har, den Unterricht mit viel NE größerem Vortheil benußt, als der, welcher in den Arbei--| nil ten weder Uebung beſißt, noch daran gewöhnt iſt: alles 706 erſcheint dem leßtern abſtract, weil die ihm mitgetheilten UB Grundſaße ſich an nichts ihm bekanntes anknüpfen, weil Vy ſie bald aus ſeinem Gedächtniſſe ſchwinden, oder er ihnen Ong eine falſche Richtung dadurch giebt; während der erſtere 0 alles Licht, das man ihm mittheilt, auf ſeine eigene Er- ind 116 fahrung wirft; in ſeiner Praxis die Beſtätigung von allem Wein findet, was man ihn gelehrt; er alles, was man ihm| Wor geſagt, auf alles, was er thut, bezieht; er die Theorie| MW aus ſeinen eigenen Operationen abzieht, und ſie, ſo zu| meineg ſagen, zu eins mit ihnen macht; in einem Worte, die>| ſlm] 2ehre, die man ihm beybringt, für ihn zu einer neuen ſchung Seele wird, die allen Arbeiten ſeiner Werkſtatt Leben m;€ giebt, in welcher er bis dahin nur Bewegungen ſah, W ine ohne ihr Princip zu kennen, und Wirkungen ohne ihre fal, Urſache zu ahnen, Y Aber ic) wiederhole es nochmals: meine Abſicht war ehh, es, ein» Werk von Grundſäßen; nicht eine Sammlung ej von+ Tn 3 2 Is Wp Eg SIE vb ned de un 5 ng 2 nm en a Ba en AI R 3 Be 7 enim ein di SS dn 5 2 EN wir man inert KI nehn Nj den den, gen, den eauf dem hten illen Zeit, licht iſſe; daß Ihen viel rbei- alles lten weil hnen (tere Er- (lem ihm eorie 0 zu die uen ben ſah, ihre war (ung von Iv- = XXV11:== von"Formeln oder Verfahrungsarten bey den. Manipula- (ionen zu liefern, und mein immerwährendes Augenmerk den Künſtler, durc< Kenntniß der Urſachen aller Reſultate, die ſich ihm in ſeinen Operationen darbieten und der Na- tur der von ihm gebrauchten Materien, aufzuklären. Ich ſchreibe nicht für eine Kunſt insbeſondre, aber für alle, und ſuche ſie auf. gemeinſchaftiiche Principien zurück zu führen. Jn der That werden alle einfache Künſte, die nur in einer einzigen Operation beſtehen, oder ihre Thärig- feit nur von einem einzelnen Agens erhalten, in dieſem Werke mit aller nöthigen Ausführlichkeit entwickelt; die complicirten dagegen; das heißt, die, bey denen nach und nach oder gleichzeitig die Wirkung der Luft, des Waſſers oder Feuers auf Metalle, Erden oder organiſirte Sub- ſtanzen eintritt, konnten nicht mit dem nämlichen Detail beſchrieben werden, und ich habe mich darauf beſchränkt, nur die Grundſäße derſelben anzugeben, die man durch mehrere Kapitel vertheilt finden wird; das einzige Mittel, Wiederholungen zu vermeiden. Uebrigens wird auf dieſe Abhandlung von chemiſchen Grundſäßen in ihrer Anwendung auf die) Künſte, die Beſchreibung einiger ſehr complicirten Künſte. folgen z und ich habe mir vorgeſeßt, in Jahresfriſt: Die Runſt Wein zu machen, und die Kunſt Baumwolle roth zu färben, erſcheinen zu laſſen. In dieſen verſchiedenen beſondern Abhandlungen, die meiner Chemie in ihrer Anwendung auf die Künſte folgen ſollen, werde ich alle die nöthigen Auseinander- ſeßungen mittheilen, um die Werfahrungsarten zu erleich- tern 3; ſo daß man ſie wie eine Folge oder Folgerung aus den in dem gegenwartigen Werke aufgeſtellten Grund- ſäßen betrachten können wird. Dieß Werk aber, ſo wie es da liegt, kann als ein Lehrbuch der Chemie, ſowohl ſeinem Gange, als der Me- chode nach, betrachtet werden; es fann zum Studium dieſer <= SANVIIT== "dieſer ſchönen Wiſſenſchaft dienen, von der es alle Grund- ſäße in ſich begreift, während es zugleich die Bereitung und den Gebrauch faſt aller Subſtanzen kennen lehrt, deren Eigenſchaften den Künſten gewidmet ſind. Wenn man dieß Werk durchläuft, ſo wird man finden, T(| daß ich die Reihe der Säuren und die der Erden und 1:|' Metalle keinen Claſſificationsmetchoden unterworfen habe. Jc< habe es für nöthig geachtet, bey Beſchreibung von etwa zwanzig Körpern, die durch allgemeine Eigenſchaften ſich nahe kommen, ſie nach der Vergleichung und Analogie einiger Nebeneigenſchaften in verſchiedene Gattungen eintheilen zu müſſen. Das Gedächtniß kann von einer ſo kleinen Zahl von Körpern nicht angeſtrengt werden, 15 welche auch die Ordnung ſey, in der man ſie ihm zeigt fiwirt* und die Erfahrung hat uns gelehrt, daß die Fortſchritte| wid der Kenntniſſe mit dieſen ſyſtematiſchen Combinationen| fünC täglich ihr Spiel treiben,|;? Obgleich ich ſeit dreyßig Jahren viele Etabliſſements] iv8 eingerichtet und noch eine viel größere Zahl beſucht habe z| 50 ſo giebt es doch viele Künſte über die ich nicht ſelbſt Er-|| wihels fahrung zur- Gnüge ſammeln fönnen; und eben ſo andre,|| mB die ich nie Gelegenheit zu ſehen hatte und in Hinſicht| de Ius deren ich mehr oder minder. genauen Erzählungen oder|| 400 Berichten folgen mußte. J< bin ſelbſt genöthiget gewe- Difu 5 ſen, einige Artikel der Fabrikation mit Stillſchweigen zu 11'8 u übergehen, aus Furcht in Jrrthümer zu verfallen, oder j“| u ſolche fortzupflanzen.| u Mein Werk iſt alſo unvollkommen; aber doch halte&| gihml ich es wie es iſt, für nüßlich; und in dieſer Ueberzeugung m, vs übergebe ich es dem Publikum, Weanlahe Anwen- E' Ef R ne nt 2 wre u iu- IRE KEEN ARETE„< SEEEHR SEED EITER IKR REET NEALE- 167 < intent ihn enn. EE eä Erik 2 m KEN 2a mania f Krb und: fung ehrt, den, und habe. von often logie 1gen iner den, eigt ricte quen ents ven > Anwendung der Chemie| auf Künſte und Manufakturen. Erſter Theil. Erſter Titel, Von den chemiſchen Wirkungen. Alle Kdrper ohne Unterſchied üben unnnterbrochen eine Wech- ſelwirkung gegen einander aus, von welcher die Modification ihren Formen, ſv wie die Verändrungen ihrer Natur und Con- ſtitution*) abhängig ſind, Jene Wirkungen ſind es, von welchen die Phyſiker und Che miker die Urſachen, ſo wie die davon abhängigen Erfolge, auf eine rationelle Art zu erforſchen bemühet ſind. Der Phyſiker ſet diejenigen Eigenſchafien der Körper feſt, welche ohne Verändrung ihrer Natur ausgemittelt werden kön» nen, wie z.B. die Schwere, die Elaſticität, die Temperatur, die Bewegung 2c. Der Chemiker ſtudirt hingegen die innern wechſelſeitigen Wirkungen der Körper, und beſchäftigt ſich vorzüglich. mit der Erforſchung derjenigen Phänomene, welche aus der Verändrung ihrer Natur und Conſtitution hervorgehen. Die phyſiſchen Eigenſchaften der Körper äußern ſich ohne Verändrung ihrer Natur. Zu ihren ZT vw dn“ EZZ“-= bem wine mdr ien SE aet 2% wn H 'perli: hrend ſFande e die- invers welche laſſen, c % in FIR Ar RISE WENGE=< legung und Ausſcheidung des einen Theils aus dem der Bearbei-|"5 tung unterworfenen Körper, eine neue Quantität des Zerlegungs?|"3 mittels zuſeßt, man ein Zweytes dem Erſten analoges Reſultat| vj erhält; und wenn endlich mit dieſer Operation nach und nach,|'] fortgefahren wird, ſo daß man das Zerlegungsmittel immer nur| k ann die| ben be: daraus| yemifer, der VBe- elben im| rechnen, nder ver: jeile und bey den t, daß ſtatt ei- | würde e Zerles werden Theilen unvoll- rthollee t gemacht, Zu eivem gleichen Behuf der mechaniſchen Trennung, wender der Chemiker oft auch die Wärme an; denn ſie entfernet die kleinen Theilchen von einander, und vermindert ihre Cohäſion, Der erſte Eſfekt der Einwirkung eines Körpers auf einen andern, beſtehet alfo in der Vernichrung der Cohäſion zwiſchen ſeinen Theilen. Jit die gegenſeitige Affinität zwiſchen beyden Körpern zu ſchwach, um den Widerſtand der Cohäſion ihrer Maſſentheile zu vernichten, dann»mengen ſich ſolche bloß mit ein? ander, ohne ſich wirklich zu miſchen, nemlich jeder einzelne Kör- per behält ſeine reſpektiven Eigenſchaften bey*). u Wenn *) Ein Beyſpiel dieſer Art ſehen wir, wenn Kreide und Salpe- ter, oder wenn Waſſer und Oel mit einander DEE HSE geſchüf7 4' DL M5 43 „m k Pr TE DE: IEM I. Wa SH ] et 4] [7 | 192: << im 9- Geber emer EIERTREN GE IEEE VOTRE E05 " 5+78: <.< 2 EE 1 42 M2 AUE 8 [ 50 g di' Wenn indeſſen in dieſem Fall gleich keine Miſchung zwiſchen|- zf?) beyden Körpern Statt findet, ſo muß doch die Cohäſion zwiſchen vu jel den Maſſentheilchen eines Körpers, den man bearbeiten will, ſo fuda, 9 verändert ſeyn, daß ſolcher ſeine ganze Kraft der Affinität auf| 1m denjenigen ausüben kann, weicher ſeiner Einwirkung dargeboien|| öhm wird: das heißt, man muß denjenigen Kdrper, der mit einem;| jiner vo andern weder eine Miſchung noch eine Zerlegung eingegangen| dee leich ſeyn“ würde, zur gegenſeitigen Einwirkung prädisponiren oder| Funden j vorbereiten, Die Chemie. bietet uns tauſendfältige Beyſpiele| ſſe] ſolcher Art dar: denn faſt alle Erfolge der Löſung und Aunfld-|| 769 ſung, durch welche man die Körper zur 35 TE AEHEE WU EEE GUTE ſitvſä muß, das in den Körpern ungleichformig vertbeilt iſt*). Je-“tes nes Flnidum wird Wärmeſtoff genannt, ſo lange ſolc der Kälre oder der Wärme qusgeſeßt Sein wird, und auch durch die Compreſſion oder Verdichtung aus machn 5 den Körpern abgeſondert werden kann: mit einem Worte endlich 6 mitdeif ein Fluidum, welches ſeine eigenthümlichen Affinitäten beſißty, und alle den flüſſigen Materien zukommende eigenthümliche Ei-;„Cut! genſchaften erfennen läßt. Zwar weiß ich, daß ſehr geſchi>te Birmfh Phyſiker die Wärme nur als einen Effekt„der Bewegung be- Mte gg trachten, und die Exiſtenz einer eigenen wärmenden Flüſſigkeit Wx leugnen; ich werde mach indeſſen hier keinesweges auf eine Un- wwe 5 terſuchung der Gründe einlaſſen, auf welche ihr Syſtem geftügt„Fs iſt, weil es völlig gleich zu ſeyn ſcheinet, ob man die Exiſtenz 9 eines eigenen Wärmeftoffes annehmen will oder nicht, um die vii Ig Phänomene der Wärme daraus zu erklären, Wer ſich näher von ſv für jenen Gründen unterrichten will, findet ſolche in dem Werfe des| zuiſt Grafen Rumford über die Wärme. A. d, Y./ 11] 3; Ti KIARA Sn DiE R abe bn»> db Ae DG un, 1 antenmmz be GELEE I eren woe br u 55 Wenning ingen, miſchen ig ſind, haften häaſion, fluß ei: 3 ein in werden . Jez an ana erregt ah den 08 exi 1" Kör- Raſſene ohäſion 'eur der he Con- hängig, welche jrkungen er wirf at halte, fleinern eirt und bergehet, ausgeſeht ung aus e endlich n befißty liche Ei- geſchie>te ung des lüſfigteit eine Un 1 geftüßt » Exiſtenz um die näher von Derfe des . =< welche zwiſchen der Kraft der Cohäſion und der des Wärmeſtofe fes exiſtiren. Wir können die Conſtitution der Körper willkührlich veränz dern, indem wir ihnen Wörmeſtoff mittheilen, oder ihnen ſolchen entziehen 3 wir könn'yn daher die liquiden Subſtanzen als-ſolche betrachten, bey welchen ſich die Cohäſion und der Wärmeſtoff im Zuſtande des Gleichgewichtes befinden, wähyeud in den ſo- liden Körpern die Cohäſion, und in den gasfdrmigen der Wär- meſtoff prädominirt. Indeſſen darf man aus dieſen Grundſäßen keinesweges den Schluß ziehen, daß die Quantitäten des Wärmeſtoffes durch die Conſtitnrion der Körper feſtgeſelzt und beſtimmt ſind: denn es giebt einige derſelben, welche ihre Conſiicution durch die un» merklichſte Verändrung der Temperatur ändern, während andre jedem Mittel Widerſtand leiſten, welches die Kunſt. anwendet kann. Um dieſe Differenz zu erklären, müſſen wir den Wärme» ſtoff als ein Fluidum betrachten, welches ſeine eigenthümiichen Affinitäten beſitzt, und ſeine Wirkung vorzüglich auf diejenigen Körper ausübt, welche von einer ſehr differenten Kraft der Co2 häſion afficirt werden? ſo daß in dem einen Fall eine ſehr ges ringe Quämität des Wärmeſtoffes hinreichend iſt., um eine Ver- ändrung der Conſtitution zu veranlaſſen, während in einem ans dern Fall alle Hülfsmittel der Kanſt unzureichend ſind, den Wärmeſtoff in den Körpern anzuhäufen. Die verſchiedenen Subſtanzen welche den Erdball bilden, ſind alſo einerſeits einem allgenieinen Geſetz unterworfen, verz möge dem ſich ſolche zu nähern ſtreben; während ſolche die Wir- kung eines andern mächtigen Agens reſpettiren, daß ſie von einander zu entfernen trachtet,| Jene beyden großen Kräfte dex Natur, behaupten bey ihren Wirkungen auf die Körper beſtändig ein Gleichgewicht; und die Verändrungen, welche ſich zufolge ihrer Verhältniſſe ereignen, machen die vorzüglichſte Urſache aller derjenigen Phänomene aus, mit deren Unterſuchung der Chemiker beſchäftiget iſt. Es muß uns alſo intereſſant ſeyn, von den Wirkangen des Wärmeſtoffes auf die Körper eine zureichende Vorſtellung zu er- halten; und ich werde daher dasjenige hier zuſammenſtellen, was zur Kenntniß jenes Wirkungsmittels, weſentlich noth- wendig iſt. I. Wenn man zwey Körper von einerley Natur, unter verſchiedenen Graden der Wärme mit einander in Berührung ſeßt, ſo findet mehr oder weniger ſchnell eine mittlere Temperatur zwiſchen ihnen ſtatt, So EE. 1 IOENE" So erzeugt Waſſer von der Temperatur des Gefrierpunktes,| muß aber im noch liquiden Zuſtande, weun ſolches mit ſeinem glei-- halte in eine gleiche Quantität Waſ- H| ſer von 50 Grad Temperatur getaucht werde, und daß die Tem- HN peratur des Gemenges 30 Grad beträgt: ſo ergiebt. ſich hieraus,| 7" daß das Waſſer nur 20 Grad Wärme verloren hat, um den| KN andern Körper auf 39 Grad zu erheben, Folglich hat der zweyte| 0 v“ Körper weniger Warwmeſioff ndthig gehabt als der Erſtere, um| 30;| eine gleiche Temperatur mit jenem zu erhalten; und folglich Aen 1| ain 4 :| 4 nin, .) Nicht bloß die Metalle, ſondern auch alle übrigen nicht| :;; n| der 09 dem Waſſer unwittelbar miſchbaren Körper bringen einen Ep| fd Efekt hervor. Man menge z. B. gleiche Theile Waſſer von 100,| A WI und Leinöl von 70 Grad Temperatur, ſo wird die Temperatur| des Gemenges 90 Grad ſeyn. Hier hat ſich alſo das Waſſer unt j| 20 Grad in ſeiner Temperatur vermindert, und dieſelbe Doſis 8|„Om des Wärmeſtoffes, welche in dem Waſſer eine Temperatur- Er-| hir höhung von 10 Grad veranlaſſen konnte, war geſchit eine ml gleiche Maſſe Leinol um 20 Grad in der Temperatur zu erheben Ny Mengt, man gleiche Theile Waſſer'von 44 Grad, und OQue- ei ſilber von x10 Grad mit einander, ſo iſt die Temperatur des h'. Gemenges 47 Grad. Das Waſſer iſt alſo nur um 3 Grad in we ſeiner Temperatur erhoben worden, wogegen ſich das Lueckſilber|* bis auf 47, alſo um 63 Grad erkältet hat. Dieſclbe Quantität j p des Wärmeſtofes, welche das Queckfilber um 63 Grad in der Tem- v peratur erhob, konnte alſo eine gleiche Maſſe Waſſer nur um 3 vz. p) || Grad erwärmen, H. j:.| | lan lin og Hp- dau TERE mm=omerienmnggei 5 rt= dele Erre EEE Is-.| mandel: ehm amn Sä pat lä lam zx matt re ounktes, m glei: zt wird, “ Natur ndet die att, t ſolches ſich das peratur Metalls it dent iſſer*), ß Kdr- ititäten anmnehs des Ges it Waſ- e Zeitz eraus, m den zweyte e, um olglich muß [IN ei | 4E| EF“3 “ »"* X. 4 „EM| [] (: 3 4 ; 5 ie --- 16--- Wenn hingegen die Körper aus dem aasförmigen in den[7 liquiden, oder aus dem liquiden in den ſoliden Zuſtand einte) übergehen, ſo wird in allen dieſen Fällen der vorher gebundene ſonder Wärmeſtoſf wieder frey, und übt nun ſeine volle Wirkung auf|| mid das Thermometer aus: ja man kann ſo zu ſagen den Wärme-| iri ſtoff ſelbſt durch die Compreſſion, durch die Reibung, und durch tauchte! die Verdichtung aus den Körpern herauspreſſen*). d ſiedende Jene beyden Grundſätze über das Verſchluken und Entwickeln| venen 7 des Wärmeſtoffes, ſind ſehr fruchtbär und folgenreich, und ger|(hieß! ben die Erklärung von einer großen Anzah! Erſcheinungen,| geführ! welche die Natur und die Kunſt uns in ihren Operationen darz Gilver! bieten; wie z. B, die durch die Ausdünſtung verurſachte Kälte, ver Ot die durc an, Jngenbhouß umgab gleichförmige cylindriſche Metalltäbe an' der einen Seiie mit Wachs und tauchte die entgegengejeizte Seite eines jeden Stabes in beynähe ſiedendes Del: Er bemerkte daß däs Wachs auſ dieſen verſchies denen Metallſtäben, bey verſchiedenen Höhen ſch1:olz; und er ſchloß“ aus dieſen Erfahrungen, daß die dürch jene Metalle zuz geführte Wärme, ſich in der O; dnung darſtellte, daß erſt das Silver, dann das Rupfer, das Gold, das Zinn, das Liſen, der Stahl, und endlich das Biey folgte, V. Der Wärmeſtoff dehnet alle Körper aus, und vertheilt ſich auf eine ungleiche Art zwiſchen ihnen. Allgemein genommen übt eine gleiche Quantitä: Wörmeſioſf eine größere ausdehnende Wirkung auf die expanſib!en. oder elaſtiſchen, als auf die tropfovaren Flüſſigkeiten und die feſten Körper aus, Die tropfbaren Flüſſigkeiten differiren hiebey unter ſich, zu? folge ihrer verſchiedenen Expanſibilität, welche, weun ſie ſich dem dunſtförmigen Zuſtande nähern, der Zunahme ihrer Temz peratur gar nicht mehr angemeſſen iſt. In den bisher über die Ausdehnung der feſten Körper durch die Wärme gemachten Erfahrungen, finder man keine Ueberein- ſtimmung zwiſchen der Ausdehnung und der Quantität 5e8 Wär- meſtoffes, welchen ſie abſorbiren können. Nur allein die Mes taäe ſcheinen in ihrer Schmelzbarkeit mit ihren Ausdehnyngen im Verhältniß zu ſtehen: denn das Platin, das ſirengflüſſigſte unter allen Metallen, dehnet ſich am wenigſten, das Bley dehnt ſich am meiſten aus. Das Glas welches am ſchmelzbarſten iſt, dehnt ſich auch am leichteſten aus*). Man kann daher mit Herrn Bertholler annehmen, daß diejenigen Körper von det Wärme um ſo ſchneller ausgedehnet werden, welche den weniga ſten Wärmeſtoff erfordern, um ihre Coyſtitution zu ändern, nämlich um aus dem feſten in den tropfbarflüſſigen, over aus dem tropfbaren in den gasſdrmigen oder dunſifdrmigen Zuſtand überzugehen,; Die *) Jener Schluß ſcheint mir nicht völlig gegründet zu ſeyn, weil das Glas, wie bekannt, eine ſtärkere Hiße exfordert um zu ſchmel- zen als das Bley, H.: 245 18 amp 3 Die Herren Geyton und Prieur haben aus einer großen/ Anzahl Ertahrungen den Schluß gezogen, daß jede Gasart ihre ji eigne Ausdehnvarkeit in der Wärme behauptet, Aber Herr Gay- D Luſſac*) hat bewieſen, daß alls Gagsarten ohne Ausnahme bey| andre einerley Temperatur einerley Ausdehvung erleiden, und daß bloß| v| die Gegenwart des Waſſers in den Gasarien die Irrthümer ver- M an!aſſet hat, welche diejenigen behauptet haben, welche jene Er-| Sen fahrungen auſtellten.| gen u Herr Gay- Luſſac brachte die Gasarten die er unterſuchte,| 8 auf den höchſten Grad der TroFenheit zurück, und fand dann|'. Ds durch ſeine Verſuche, daß hundert Theile von jeder permanent Bir elaſtiſchen Gasart bey jedem Grade des Thermometers, zwi?|"eN ſchen dem Gefrierpunkte und 80 Grad, um 725 des Volums ifa' gausgedehnt wurde, ei Die Dünſte foigen denſelben Geſeßen der Dilatation al8 die* pien] Gasarten, vorausgeſetßt, daß nur die Temperatur derſelben hin- FAME reichend groß iſt, um ſolche im elaſtiſchen Zuſtande zu erhalten. die Man kann daher als einen Grundſatz annehmen,„daß die Ahücht' gasförmigen ſo wie die dunſtfdrmigen Flüſſigkeiten auf eine gleis| nährid werfen, ohne Warme zu Oyöger in veranlaſſen, und ohne die Lutt welche derſelbe durchſtreicht, zu erwärmen: ſo bald aber der Wärmeſtioſf eine Verbindung eingee het, ſo wie nach der Natur oder Farbe der Körper, auf welche|: 4452,08 derſelbe wirkt, ſo ſahe derſelbe Wärme hervorkfommen**),| id Die Gasarten erlauben dem Wärmeſtoff einen freyen Durch: ly gang, und zwar um ſo ungehinderter, je expanſibler ſolche ſind,).| M Die fly (AX», Dig .) Annales de Chimie eto. ſihn .*) Was der Verfaſſer mit Scheele hier Wärmeſtof nennt, ſcheint Ey bloß auf Koſten des Lichtes zu kommen. Die Brennſpiegel ded. reflektiren Licht und Wärme zugleich. Wenn aber das refieftirte"6 und im Brennpunkt vereinigte Licht auf ſolche Körper wirkt, de die den Lichtſtoff einſaugen, ſo muß in eben dem Maaße der We Wärmeſtioff, der vas fortleitende Prinzipium für den Lichtftof vw im Lichte ausmachte in Freypdeit geſeßt werden, und nun als" Warme wirken, H,[ großen tt ihre ' Gay; ne bey ß bloß er ver: eine Er: ſuchte, )- dann nanent ] zwi- olums al3 die en hin: alten, aß die je ales Körper bepalt [x nun 3 nens nſpies me zu t, zu einger welche . Durche € ſind, Die ſcheint ſpiegel fieftirte r wirkt, aße der chtfiof nyy ls Die tropfbaren Flüſſigkeiten hingegen, verſchlu>en ihn ſehr ſchnell. Die ſc als andre*). VII. Indeſſen iſt es nicht bloß die Verändrung der Conſti- tution der Körper, durc) welche Wärmeſtoff entbunden oder verſchlu>t wird; ſondern auch die chemiſchen Zuſammenſeßunz gen und Zerlegungen bringen 8hniiche Wirkungen hervor. Bey allen Operationen der Chemie bilden ſich neue Zuſam menſezungen, welche eine ihnen eigenthümliche Kapacitäi für den Wärmeſtoff beſizen, die nothwendig von derjenigen, weiche die Kdrper vor der wechſelſeitigen Einwirkung auf einander bez ſaßen, verſchieden iſt. Verbindet man z. B,. eine gasförmige Subſtanz mit einer ſoliden, ſo läßt die Erſte, den Wärmeſioſf welchen ſie gelöſt hätte von ſich, und behält nur ſo viel zurück, als um neuer Verbindung erforderlich iſt, Die Operationen welche eine Fixation der Gasarten zur Abſicht haben, ſind allemal mit einer mehr oder weniger be- trächilichern Ausſcheidung der Wärme begleitet, und zwar, zu- Folge der neuen Körper welche ſich bilden, Oft findet bey der bloßen Vermengung zweyer Flüſſigkei- ten, welche ſich durchdringen, eine Verändrung der Temperatur Statt, ohne daß die Natur der ſich mengenden Stoffe verändert wird. So bringt eine Vermengung von concentrirter Schwefel- ſäure und Waſſer viel Wärme hervor, oder das Gemenge nimme einen kleinern Raum ein, als jene Flüſſigkeiten, einzeln geſchägt, ausgefüllt haben würden**), B 2 Laufen *) Gerade dieſes beſtätigt den in der vorhergehenden Anmerkung angegebnen Saß, von der Zerlegung.des Lichtes, Sie ſind we- niger geneigt als helle und weiße Gegenftänve, das Licht unzer- legt zu reflektiren, fie ſaugen vielmehr eine große Quantität Lichts ßioff daraus an, und machen verhältnißmaßig eine große Quan- titat Wärmefſtoff daraus frey 3; ſie müſſen tich alſo bey dem darauf fallenden Lichte weit ſiärker erhißen/ als die farbenloſen Objekte. Die Garten- Kunſt macht von dieſer Erfahrung eine ſehr giücks liche Anwendung, indem die Gärtner die Wände an welchen Spalierobſt oder Wein gezogen wird, ſchwarz anſtreichen, und dadurch. das Reifwerden der Früchte beſchleunigen. H. 2x) Ganz unverändert bleibt die Natur der Schwefelſäure bey ihrer Vermengung mit Waſſer wohl nicht: denn es ſt augenſcheinlich, daß ſolche einen Theil des darin gebunden geweſenen Wärmeſofſfes von fich läßt, den ſie wieder annimmt, wenn ſolche vom Waſſer befreyet, und in den vorigen concentrirten Zuſtand zurück ge- führt wird, H, Laufen wir die große Reihe von Thatſachen durc<, welche wm Verbindungen und Zerlegungen zur Folge haben, ſo werden wir wh. überzeugt, daß bey allen bald eine Erzeugung, bald eine Vers un minderung der Wärme Statt findet,| y | aner 3| fünn. | das Hl Vierter Abſchnitt,| jethel Von den durc; die Wirkung des Lichtſtoffes*) veran?|" laſſeten VIodifikationen,| 4 Außer dem Wärmeſtoff, wovon hier gehandelt worden iſt,| wei exiſtirt noch ein andres Fluidum, welches die Zwiſchenräume ſit(4 ausfüllet/ welche die Körper trennen, ein Bild von. ihnen nach pg, 21 unſern Augen wirft, und auf alle chemiſche Phänomene einen wine mächtigen Einfluß hat, wohl Gehet das leuchtende Fluidum gerade von der Sonne aus? der riß oder ergießt es ſich vielleicht überall, wird es durch die Rotas- vp tion der Sonne um ihre Axe, durc) den Stoß oder die hefiige bloß 1 Wirkung der Körper gegen einander in Bewegung geſetzt? Wel-| wwf Eo Za ii R: 42 MNT be N 8. ke 2 | ; Ee ehe I: 0 F. va CE ES FE irn 3 van 5 Sn eng 5 Eee 2 de a re dai Än 1 edertmnninen ünged Pham du Si eb Ek var 2 mi EN wih maninere bK Ife den Oxydation der Metalle, bey einer ſchnellen Verbrennung des Phoephore, ſowoh! Licht als ein hoher Grad von Wärme wahr- genommen, während jene Wärme unempfindlich für unſre Or» gane iſt, weun die Oxydgtion und die Verbrennung ſehr lang- ſam vor ſich gehen, Mau kann indeſſen nicht läugnen, daß in beyden Fällen Wärme producirt wird; nur mit dem Unterſchied, daß in dem einen Fall der Ausfluß der Wärme augenblicklich vor ſich gehet, im andern hingegen die Maſſe der ausfließenden Wärme unter alle augenbli>liche Zeittheile eines ſehr langen Zwi- ſchenraumes verbreitet iſt, ſo daß ihre Wirkung nie ſehr empfind- lich werden kann, Der Lichitſioſf befindet ſich nicht immer in einer ſehr genauen Verbindung in den Körpern: ſo giebt es einige, wie der Phos9 phor, welche ihrer Natur gemäß leuchrend erſcheinen, wogegen andre, wie verſchiedene Hölzer; einige Fiſche 2c., nur erſt unter gewiſſen Perioden ihrer Zerlegung leuchtend werden. Auch giebt es einige Körper, in welchen die Verbindung des Lichtſtoffes ſo ſchwach iſt, daß ſolcher durch eine leichte Reibung derſelben entwickelt werden kann; wie der Diamanth, die Blens den, der finßſaure und phosphorſaure Kalk, der Bologneſer» ſtein, die Haut verſchiedener Thiere, welches hinreichend iſt jene Wahrheit zu beſtätigen. Ohne Zweiſfei ſind alle Kdrper ſehr geeignet, Lichtſtoff einzu- ſaugen: aber nicht alle nehmen eine gleiche Quantität auf, und nicht alle bilden damit eine gleich feſte Verbindung. Es giebt einige, welche, wenn ſie durch das Licht oder die Sonnenſtrah- len geſättigt ſind, einige Zeit hindurch die Eigenſchaft beybehals ten, im Dunkeln zu leuchten, und ſolche nur nach und nach verlieren. Es ſcheint, daß alle Körper ohne Ausnahme, wenn man ſolche mit dem Lichtſtoffe ſättiget, roth oder leuchtend werden. Metall, Kohle, Erden, ſelbſt tropfbare Flüſſigkeiten, welchen man einen höhern Grad der Wärme ertheilt, als denjenigen welcher zur Scwmelzung einiger erforderlich iſt, ſo wie die Verbrennung und Verflüchtigung anderer, ſtellen ſich in rothex Farbe dar. Es ſcheint daher, daß in dieſem Fall der Wärmeſtoff und der Lichtſtoff ſich nur bis auf einen Punkt der Sättigung mit den Körpern verbinden können, und alsdann frey oder ſtrahlend werden, Es ſcheint aus dieſen Thatſachen zu folgen, daß die Exi- ſteuz des Lichtſtoffes von der des Wärmeſtoffes unzertrennlich iſt; denn die Wirkung der Wärme producirt allemahl Licht, und wenn das Licht durch Glaslinſen geſammlet, oder a H piegel . EA piep] der an juigen heſten€ al di Scheel Sony mit un ſigi Then igt Y; mitein fe vorn new dan |; bon ein! oforbi! tige Flü gegen(1 Warm ſieg Geſu Cp der Tichy Wide gegen 19 Db Nichte, 4 Werdeſtye 07: Uto] welhere findet, 4 differen Weinen g jehen, 4 ung des te wahr: nſre Op hr lang? , daß in terſchied, tlich vor ießenden gen Zwi- empfinde genauen t Phos wogegen ſt unter ung des Reibung te Blen- logneſer» diiſt jene f einzu: if, und "8 giebt enſtrah: ybehals nd nac: n ſolche Metall, an einen [cher zur ung und ar, Es Lichtſioff Körpern erden, die Exi- rennlich t, der Sonne ausgeſezt wird, die Salzſäure von ſich lätt. Herr Bertholler ſahe, daß die Kügel- en welche ſich dabey erheben, nichts aupres als Luft waren, weiche dem ſalzſauren Silber adhärirten, und daß das Waſſer ſauer ward. Er jetzte das mittelſt dem einwirkenden Lichte ſHwarz gemachte ſalzſaure Silber in einer kleinen Retorte der Wärme a's; es ſchmolz, und es fentwicelte ſich Saizſäure: Licht und Wäyme bringen alſo dieſelben Wirkungen auf das ſalz- ſaure Silber hervor*), Herr von Rumford ſeßte mit Goldaufldſung übergoſſene RKohle in einer Flaſche eingeſchloſſen, demn Sounenlichte qus; und das Gold wurde ſehr bald reducirt; Das Silber wurde bey einer ähnlichen Behandiung gleichfalls hergeſtellet. Ein gleicher Eſſekt fand Statt, wenn man jene Auflöſungen in Cylinder von weißem Eiſen der Wärme des ſiedenden Waſſers ausſeßte. Herr Berthollet wiederholte jene Verſuche, um die Natur der ſich däbey entwickelnden Gasarten kennen zu lernen, und erhielt ein Gemenge von Kohlenſtoffſaurem-, und Salpeterhalb- ſaurem- Gas. Er ſetzte auf eine gieiche Art mit Salpeterſäure übergoſſene Kohle, ſowohl dem einwirkenden Lichte, a!s der einwirkenden Wärme des ſiedenden Waſſers aus; und hier ent- wickelte ſic< in beyden Fällen Salpeterhalbſaures- und Kohlen- ſtoſſſaures- Gas, Eben ſo wurden die mit Terpenthindl und mit Olivendl ge- mengten Aufldſungen des Goldes und des Silbers, auf eine gleiche Art reducirt, weun ſolche der einwirkenden Wärme, uyd dem einwirkenden Lichte ausgeſeßt wurden; und in dieſem Foll wurden die Oele ſchwärzlich, weil ſie eines Theii(es ihres Waſſerſtoffes beraubt wurden. In dieſen eben erwähnten Thatſachen, ſind alſo die Wirs kungen des Wärmeſtoffes und des Lichtſtoffes dieſelben; und es kann *) Keinesweges. Nur allein das Licht ſchwärzt das ſalzſaure Silber, namlich es reducirt daeſetbe, bloße Wärme thut dies nicht, wenn ſolche an einem dunfeln Orte darauf wirkt. Das Licht muß alſe ein reducirendes Weſen an das Silberoxyd abgeben, oder ſeinen dxydirenden Sauerſtoff daraus entfernen können, welches durch bloße Wärme zu bewirken nicht möglich it. Licht und Wärme müſſen alſo. verſchiedene Weſen ſeyn. H. -==-=4 77 ts De Ennen R Rene eee ERAR EEITTIKNRIE 4 AIRS FERRE WE IT IRE Sitia einn des EE ZEN 27 amen HASS Fann. dy Andy Der uweid! nud der? Einwirk findet die. hein€ ſof als Gi 8 Diſeten3 dm Bir ſhied 110 Ihtſivfſtt ſeff auf 8 digen fr9S Miderſias Von des ungen Diers (M hen, wel) liche Cog den Judt | W jedem NY! ; 0.: R en(e Meter)(; Im) NK jen ſel:| - weyn d,, die Kügel: waren, Waſſer |. Lichte rie der zſaure: 15 fal: goſſene e qus; rde bey jleicher er von . e Ratyr n, und terhalbe erſaure 1/8 der er ent Fohlen» ndl ge: uf eine Bärme, dieſem es ihres je VWir- und es fantn e Silber, t, wenn muß alſe ex ſeinen es durch ) Warne » kann daher nur in Hinſicht der Intenſität des Einen oder des Andern ein Unterſchied ſtait finden*). Herr Berthollet ſucht;annoc< mit demſelben Prinzip die Entweichung des Sauerſioffgaſes aus der oFydirten Salzſäure und der Salpeterſäure zu„vergieichen, we'che nur allein bey Einwirkung des Lichtes, und nicht bey dex der Wärme Statt findex3" und er miſſet dieſen Unterſchied dem bey, daß, wenn die Säuren. an eine Grundlage gebunden ſind, ſolche einen 952 hern Grad von Wärme ertragen, folglich dann duch Sauer- ſioffgas liefern können, welches aber nicht in ihrem Zuſtande als Säuren möglich. iſt: und woraus Er ſchließt, daß jene Differenz der Wirkung in dieſem Fall ebenfalls der Intenſität der Wirknug beygemeſſen werden muß, und kein anderer Untera ſchied untergeſchoben werden kann. Hier verbindet ſich alſo der Lichtſtoff nur allein mit dem Sauerſtoff, während der Wärme- ſtoff auf alle Grundſtoffe zugleich wirkt, und ſolche zu verflüch- tigen trachtet, ohne daß einer dem andern einen bedeutenden Widerſtand entgegenſetzt, Fünfter Abſchnitt. Von den D7odikkationen welche von den Hemiſchen Wirz Fungen abhängig ſind, welche durch den Dru> der Atmosphare veranlaſſet wird, Die Atmosphäre druckt auf alle Kdrper, und da dieſe Kraft eine couſtante iſt, ſo kann man ſolche als eine Urſache anſe2 hen, welche mitwirket, um jedem Körper ſeine ihm eigenthüms liche Conſtitution zu ertheilen; und welche zugleich geſchit iſt, den Ausbruch der Elaſticität und die Wirkung des Wärmeſtoffes in jedem Augenbli>k zu modiſficiren. Die Gewalt des Dru>es welche der Dunſtkreis ausübt, iſt dem Gewicht einer Que&ſilberſäule von 28 Zoll(oder 0,758 Meter) ſo wie einer Säule Waſſer von 32 Fuß(oder 10,396 Meter) glei; denn dieſe Höhe behaupten„jene beyden Flüſſig- *) Dieſe Folgerung iſt nichts weniger als zureichend. Oele und Kohle halten eine hinreichende Menge Lichtftoff gebunden, um ihn als reducirendes Prinzipium an die Metalloxyde abzuſeßen. Die ein- wirkende Wärme begünſtiat bloß den Erfolg; das einwirkende Licht von außen, kann alſo hiebey vollig entbehrt werden, H. Flüſſigkeiten ," und ſtehen dann gegeneinander im Gleichge2 wicht*). 9 avoiſier bemerkt, indem er die Wirkungen unterſucht, welche vom Dru> des Duuſtkreiſes abhängig ſind, daß ohne Daſeyn dieſes Druckes, die kleinſten Theilhen der tropfbaren Flüſſigkeiten fich ins unbeſtimmbare ausdehnen würden, ohne daß irgend eiwas ihre Entfernung hindern könve, wenn nicht ihre eigne Schwere ſolche zuſammenhicelt, um die Aimosphäre zu bilden. Herr Dalton beſtätigt dieſe Ausſage gleichfalls, daß der liquide Zuſtand des Waſſers nur allein durc) den Dru des Duvwvſtkreiſes erhalten wird. Er beobachtete, daß wenn man das Gewicht der Atmosphäre verwindert, der darin exiſiirende Antheil de: Waſſers nicht bedeutend vermehri wird: und zwar, wie er ſaget, weil derſelbe darin beynahe ein*iaximum von dem behauptet, was die Temperatur davon produciren und erhalren Fann; und eine Verminderung des Zufrdrudes nur die Verdunſtung beſchleunigen würde, ohne die abſolute qmenge der Wäſſerigkeit merklich zu vermehren. Herr Dais ton ſcheint hiebey die Quantität des Waſſers, welche in der Atmvsp-äre ldsbar iſt, mit derjenigen zu verwechſein, welche, wein ſie ais Dunſt dargeſtellt würde, allein eine Atmosphäre biiden mügte. Wenn wir daher ſehen, daß bey einer ſhwachen Vermin- derung im-Dru> des Dunſtkreiſes, ſie ſey durch die Lufipumpe, oder durc) Erhebung zu höhern Regionen des Erdballs bewirkt, Yether und Alkohol verdunſten, und das Sieden aller tropſbas ren Flüſſigkeiten beſchleuniget wird: ſo kdynen wir nicht leugnen, daß wenn die Aimosphare dann nicht mehr ſo wie vorher drückt, ſolches davon abhängt, daß ſie nicht mehr durch die Verduns ſtung aller uns bekannten Flüſſigkeiten erſezt werden konnte, Durch den Dru&, welchen der Dunſtkreis ausübt, werden die kleinern Theilchen der Kbrper einander genähert, und ihre Affinität vermehrt. So hat Herr Biot bewieſen, daß wenn eine verhältnißmäßige Vermengung von Sauerſtofſgas und , Waſſer? *) Bey der Feſtſtellung dieſes Saßes darf nicht aus der Acht gelaſſen werden, daß 28 Zoll Quekjilber, und 32 Fuß Waſſer- höhe, nur bey einem mittlern Dru> der Atmosphäre Statt fin- den. Da indeſſen die Dichtigkeit, und der davon abhängende Druc des Dunftkreiſes oft ſehr abwechfeln; indem wir den Stand des Queckſilbers im Barometer bald über bald unter 28 Zoll wahr- nehmen, ſo kann die obige Beſtimmung zwar als relatw, keines- weges aber als abſolut wahr angeſehen werden, H. nE C= LEET EE---- n u. GETTE CRT EIR TEINT IR III WENNENENNE mbm Sehe Br zu nF || dieſelbe 18 Daſſtſ? werdn 1! Von des 1 91€ veränd!« die Cm1F de Won vw vr Tido N€ ey men, 4 | ſm߀ dm wir | my) | Uiſechel Verbind | muß jop | enen: | irh einn | wid, 15 When | | | Gleich terſucht, daß ohne 10pfbaren| en, ohne| venn nicht mobphäre daß der Drud des enn man riſtirende nd zwar, wm von iren und 1des nur gbſolute err Dals he in der 1, welche, moöphäre Vermin- ſipumpe, bewirkt, tropfbae leugnen, er drückt, Verduns 'onnte, , werden und ihre aß wenn jas und Waſſer? der Aken vielmehr ihren eigenen Karakter denjenigen Subſtanzen ein, welche ihnen zur Nahrung dienen, und behalten ohne Verändrung ihre primi- tive Form, Die organiſchen und belebten Körper befolgen alſo eine Aus- wahl in den Materien und ihrer Aſſimilation. Sie behalten bee ſtändig ihre Form, ihren Karakter, und ihre primitive Natur bey; während. in den unorganiſchen Körpern die Zuſammenſeßung und > Crema mee= He Wenne DE bnie Nenrn ÄiN gn g 0 de MEL ff ve, EN 1 EMSER und || geuſhf || Subj) || mergeſcht || Yaſt T mllation | dßdie i | ſabend,] | den eil |, ger iſt 01 + bens, dl | dur vielt | die umt3 | ſeth, ja,4 Organe 4 || Kuzm| | Gme Fun | Gufuß 8 | Dime vs | ver ſehr | zehnt ic | ten fid | Bilung1 ſieht 4 | qu ſeth ficht hel ſih aff ber | in Wes Ahry [5 | drungen d; jW fine | Judy Mutt: 7 | Mh bon Y nun KE | Gtoßf un Unabliſg fnität 1 für einen ſo würde bloß dem ehung un: ungen der m Theile| Wirkung, e unß die e animali: ct, In dieſer Poſition nehmen ſolct, um daraus die Bearbeitung der äußern Urſachen zu obſtrahiren. Hier iſt alles belebt, und die Verän- drungen der Temperatur, der Luft, und des Waſſers, haben faſt keinen Einfluß auf die Reſultate des thieriſchen Lebens, - Fn den unorganiſchen Körpern giebt es alſo nur StoF und Affinität: alle Verändrungen welche ſie unter ſich bewirten, fome men von Außen her. Luft, Wahjer und Ißärme veranlaſſen in ihnen nur nothwendige, beſtändige und unveränderliche Wirkungen« Jn den organiſchen Körpern exiſtiren hingegen, außer dem Stoff und der Affinität, annoch die Geſetze des Lebens, welche unabläſſig die Wirkung der äußern Agentien, ſo wie die der Afs finität modificiren, Es ut = NZS 1 BRET "<| „ EBE ' 8 4[ || 19 |; 47 1a 4 MN] |] Kr€ ' E97 Ww". WE ; 5 | || ||| [| j| 7414 | SEP] j 4 ||]| | OG j | WR| | 45) |“ | | TM | 3 i L || PES! 4,478 91118 p| 01/19 4 „4 |' | 2 M | p 4 1„" RX“ ' „7 >: “in 1 d( || „ 4-27 eaunzem 30 Za 2 323 ſey EEE einen Bli auf den Effekt zu werfen, tode ',> Waſſer, und die Wärme provducire j NU Ape ſolche auf einen belebten oder einen(Efe. Mbnee wir| n"nde en, um die ganze Macht der Vitalität wahrnehmen zu tdnnen,| gin ef Wir ſeyen,.daß die Luft und das Waſſer zur Reſpiration und zur ein eſon Nahrung der lebenden Weſen diener ei ; 4 1, daß ſie in ihrei:| wn in eben dem Angenbii> zerſetzt werden, in ee SEIN BU. alle WALE ZEREIR Krafte belebt und beſeelet. Aber dieſeiben Kör-| 10 per WEINEN nach dem Tode des organiſchen Weſens, die vorzu;.j+ lichſten Agentien ſeiner Zerſetzung; und wir müſſen daher zugs. 1.1.0007 den Körper ja ohne Verändrung zu erhalten, ihn ihrer-Gin.. BE-6 kung entziehen, Wird die Wurzel einer lebenden Pfla! 0 wun Waſſer getaucht, ſo zerſeßt ſie jenes Fluidum und nähr E00 9 ſelbigem; /wogegen dieſelbe todte Wurzel, wenn fie i."8 ſer Du geſetzt wird, ſich bey ſeiner Einwirkung zerlegt u mae binn I< glaube daher, daß es keiner wei 4 .; 1 weiteren Bewei| Nep Wim u der großen Wahrheit zu überzeugen, NENNEN|(bin ms WB; und die Reſultate, welche aus der Wirkung der L 170 MN iM es Zaſſers, nnd des Wärmeſtoffes auf die organiſchen Kt ue M hervorgehen, nur allein nachdem die Körper todt oder bel Nun 0 die Vj ren, weſentlich verſchieden ſind, de EE|„ae Man.| Beeby MUTE EEE 0-4 158 3"per ificirt:| WIAt m frohe-5b69* die-Wirkinig"ver"Vitali rpern modificirt; oder vielz-| ſammenfällt, um Effekte italität mit der der Affinität zus| ui ſchaftlich hen NEE UHGE IE LINER 2) 3000 0 WE oe Aus jenem unwiderlegbaren G I NIETEN rundſalz folgt a: tet Wt, 4 Witalirät die Anwendung der ehemiſchen Kräfte bey rodien die 21 , nitat zukommen, erſeßt, aber di E u eſu; ſchwerer, als der lebende Kdrper mit| 0850008 Dip ums YM . Körper mit den Facultäten des L bin Ofſeby mehr BENE oder mehr kraftvoll begabt iſt. vebenb Ohm 3: on dem am vollkommenſten organiſir| Ihre aul -| ganiſirten Weſen;| pu): auf 5 SPE Stoff, ſiehet man den Einftuß 53 ERNE| Aehſe vm r kleiner werden, und das Vermögen der chemiſchen Affi)| Invendun; ; nach den Graden ihrer Grdße wieder zu nehmen ffir+][5 ſo da 30 it men uns indeſſen hüten, hiergus den Schluß zu zie:"; len der en Geſetz der Affinitäten zwiſchen den kleinſten Thei» vb kleinſten Theilen 0 SS EAR RRONS NED SHESEHEE fe IN ten Materie verſchieden ſey: MI Gee Hei in enden Zäln Buofibe ud SER R as[m ſiante und Unberid nen Sie producirt aber nur dann con?| Pet my j| erliche Wirkungen, wenn ſie allein auf den Wien |„W" todten| 1 werfen, iren; je per wir: 1 fönnen, 1 Und zur Organen » Wärme 7 (ben Kör- e votzüge üer, um ( Einwir: flanze in ſich von 1 Waſſer e bedarf, die Pha- der Luft, n Körper (ht war alität das oder viel: nität zu: gemein» - daß die ten Kdr- 'ß um ſo 6 Lebens herab bis Vitalität chen Affi: 1ß zu zie: ken Thei? denn er hat nur weihe! mit der rohen Materie gearbeitet; die| werfen können. Dieſes Studium iſt daber auch ſo viel ſchwe N rer, weil, wenn wir einen lebenden Kdrper durch irgend ein| hä Mittel martern, wir ſolchen aus ſeinem natürlichen Zuſtande| 1. herausſezen, und er in dieſem Zuſtande uns völlig verändert( erſcheint. Jenes Studium iſt um ſo viel ſchwerer, weil das 3 Lebensprinzipium in jeder Function des Körpers nach den Ge- h ſetzen wirkt„welche ſich durch ihre Zahl vereinigen, und welche durc 1er Kdr; ung ent: Zerquet: gentien, welchen zerkleis nden zu maliſche eſſe um 1 Theile enReibs Zortheil, irh auf ier We- en Fall ereiten, xn und en, um 6 ſolche Agath, ex Kräu: u zerri: rſer von rjenigen werden, der Kdt? yen man 1 Härte 1 Rathe en Sub- Kaum Kaum ſcheint es nothwendig zu ſeyn hier zu bemerken, daß, um die Subſtanz der Cinwirkung des Strampfers auf eine bes queme Art zu unterwerfen, der Boden des Möjerrs concav, ſo wie die Form des Piſtills convex ſeyn muß, um die Sudſtanz in allen' Vunkften zu berühren. Diejenigen Chemiker, welche ſich zwingen wollten, das Verz- kleinern der Körper durch einen gieichförmigen perpendikulairen Fall des Stampfers zu erzielen, würden nur eine ſehr unvolls kommene und ungleichförmige Zertheilung derſelben erhalten: ein Tyeil der Subſtanz würde der Pulverung udihwendig entwiſchen 5 wogegen, wenn man den Kppf des Stampferv auf der Subſtanz hin und her laufen läßt, man auch hinreichend ſtark gegen die Seitenwände drü>«t, und nach und nach alle Theilchen, welche außerdem von der Einwirkung des Sroßens abgezogen geweſen ſeyn würden, unter der Keule vereinigt. Zuweilen ereignet es ſich, daß die beſchleunigte Bewegung der Keule einen Tyeil der behandelten Subſtanz in Form von Staub entweichen läßt. Um dieſem Zufall vo: zubeugen, wels cher ofimals der Reſpiration nachtheil:ge Ausdünſtungen'vers anlaſſen kann, und in jedem Fail einen beveutend>en Verluſt der Suvſtanz veraunlaſſet, muß man Sorge tragen, daß der Mörſer mit Leinewand bede>Xt wird, in deren Mitte ſich ein Loch befinz dei, durch welches die Keule hindurch gebet, Durch dieſes Mitz tel vermeidet man jede Verſtäubung; indeſſen kann man aach ohne Unbequemlichkeit die Subſtanz etwas anfeuchten, und man erreicht denſelben Zwe, Es gibt einige Körper, deren Zerkleinerung ſehr beichwerlich ſeyn würde, wenn man nicht die Vorſicht gebrauchen wot!te, ſoiche durch einige Vorbereitungen zu erleichrern. So pflegt man die zu zerreibenden Steine vorher bis zum Rothglühen zu er- hißen, und ſolche in dieſem Zuſtande in kaltem Waſſer abzuid2- ſchen. Hierdurch werden ſolche ſpröde, und laſſen ſic) ſodann leicht zerreiben: So giebt es Metalle, wie das Zink, welche dem Hammer widerſtehen, ohne zu zerſpringen; erhißt man aber das Zink vorz her, alsdann granulirt ſich dasſelbe durch den ſchwächjien Stoß. Hat man die Subſtanz durch das Zerſtampfen auf einen gea wiſſen Grad zertheilt, ſo ſcheidet man denjenigen Theil, welcher hinreichend fein geſtampft iſt, durch ein Sieh ab, und unterwirft den Rüsſiand aufs neue der Pulverung. Durch Hülfe des Siebens wird die Operation beſchleuniget, weil die kleinern Theilchen der Subſtanz nur in ſo fern der Cino C 2 wirkung men meme mon meme epn mrn nrg nn wnrden In wirkung des Stampfers nicht entweichen können, als ſie noch nichi in feinen Staub verwandelt ſind, Da- indeſſen das Durchſieben die Verſtäubung eines ſehr zarten Theils der Subſtanz veran!äſſet, die der Reſpiration nachtheilig weröen kann, ſo entgehet man dieſem Nachtheil, indem man ein aus dreyen Theilen zuſammengeſeßtes Sieb an- wender? nämlich ein Sieb, einen De&el, und einen Boden für dasſelbe, In dieſem Fall ſchüttet man die Subſtanz in das Sieb, befeſtigt Boden und DeFel daran, und verrichtet nun die Operation des Durchſchlagens. Der Staub, welcher durch das Sieb hinpurchfällt, wird vom Boden aufgenommen, auf welchem derſelbe nach beendigter Operation herausgenommen wird. Wendet man mehrere Siebe von verſchiedenem Kaliber ihres Gewebes oder ihrer Durchlöcherung an, ſo daß man das Eine in das Andre ſetzt, ſo daß dasjenige, welches die größten Oeff- nungen beſißt, das Obere, und das, welches die kleinſten Oeff- nungen beſißt, das Untere ausmacht, ſo kann man hierdurch mit einer und eben derjelben Operation Producte von verſchiedener Zartheit gewinen; eine Merhode, nach welcher man die ver- ſchiedenen Nummern des Bleyſchrotes für die Jagd beſtimmt. Man kann auch das Durchſieben durch Hülfe des Waſſers erſetzen. Zu dem Behuf iſt es hinreichend, die verkleinerten Sub- ſtanzen: damit zu ſchütteln; zufolge ihrer Feinheit bilden ſie dann ſehr bald verſchiedene Lagen, indem die gröbſten ſich zuerſt adb- ſetzen. Man bedient ſich dieſer Operation(des Schlämmens) in den Künſten, um bey gewiſſen Zubereitungen verſchiedene Grade von Feinheit zu erhalten. Da man das Verkleinern gemeinig- lich mittelſt Mühlſieinen veranſtaltet, welche ſich in mit Waſſer gefülleten Kufen bewegen, ſo ſtdßt die Bewegung des Mühlſteins die kleinen Theilchen von einander, wovon die feinern ſich nach dem obern Raum der Kufe begeben, während die grdbern unter dem Steine beharren. Werden hingegen die in verſchiedenen Hd- hen der Kufen angebrachten Hähne gedffnet, um die über ihnen ſtehende Flüſſigkeit abzuleiten, ſo gewinnt man alle Grade von Zartheit, welche man verlangen kann. In einigen andern Operationen der Künſte, läßt man über die dem Stampfen unterworfnen Subſtanzen einen Waſſerſtrom nach und nach hinleiten? dieſes Waſſer nimmt die hinreichend zertheilten Theilchen mit ſich fort, und ſammelt ſolche in auf- einanderfolgenden Reſervoirs an, in welchen ſie ſich, nach ihrer Hinwegſcowämmung, mehr oder weniger ſchnell, abſetzen; ſo daß die erſtern Reſervoirs die grdbern und ſchwerſten, und die letzten die feinſten und zarteſten Theile aufnehmen, H; ie GEE€AASSSSSSSSS PERE beid bb nn Zb ee fbi, dee MES kai lage, DLs air PS | | | | ' art put fraud hiſſeren fr beſo die Ei trenne! A () ven)| aur a Staind! Gin) Mu bl Jelber ſhieder] welchen! NEN welmelt ohne 1? entfer ben zu phys ſcharfels Mittely) Ve Not Da 1 anzu (M) Bt Dumme hält; 14 Oewich 8 ANI ; ds Vat, 3 WE daß ſt ow Nh wen 6 | ſ vai, ſie noch| es ſehr piration achtheil, Sieb an: oden für „in das htet nun tr durch n, quf en wird, et ihres 18 Eine 1" Deff n Deff: ch) mit jiedener die ver- eſiimmt, Waſſer3 ten Suhbz- ſie dann erſt ab: zens) in e Grade meinig: Waſſer hlſteins Id) nach cn unter nen Hd ey ihnen 'ade von an über ſerſtrom reichend in auf? ach ihrer een; ſo und die Die Die Shlämmung wird nicht nur angewendet, um gleich? artige Theile von einander zu trennen, weiche bloß durch ihren verſchiedenen Grad der Feinheit differiren; ſondern man gebraucht ſie auc), um Subſianzen von einerley Grad der Feinheit, vder diſſerenter ſpecifiſcher Dichtigkeit von einander zu trennen, Das iſt beſonders auf Hüttenwerken der Fall, wo man durch dieſes die Erze und Metalle, von der mit ihnen gemengten Bergart zu trennen pflegt. Die Porphyration unterſcheidet ſich vom gewdhnlichen Pul- vern bloß durch eine grdßere Genauigkeit. Man verrichtet ſolche auf einer Platte von Porphyr, oder jeder andern ſehr harten Steinart mit ſehr glatter Oberfläche, mittelſt einem andern Stein von gleicher Härte, welcher der Reiber genannt wird, Man breitet die Subſtanz auf der Porphyrplatte aus, faſſet den Reiber mit beyden Händen, und führt ihn zirkelförmig in ver? ſchiedenen Richtungen herum, um die Materie zu quetſchen, aus welchem Grunde der Theil des Reibers, welcher auf dem Por- phyr ruhet, nicht völlig plan ſeyn darf; ſeine Oberfläche muß vielmehr eine Art Sphäre von ſehr großem Haibmeſſer bilden: ohne dieſe Vorſicht, würde die Subſtanz ſich von dem Reiber entfernen, und ſich gar nicht unter ihm vereinigen, um zerrie- ben zu werden. Iſt die Subſtanz auf der Oberfläche des Por- phyrs ſehr ausgebreitet, ſo ſammlet man ſelbige, mitteiſt einem ſcharfen Meſſer von Eiſen, Horn oder Elfenbein, nach dem Mittelpunkte zu. Von der chemiſchen Einwirkung auf einen Körper, fängt man damit an deſſen Gewicht zu beſtimmen; und dann die Mit- tel anzuwenden, welche in der Reihe der vorbereitenden Operas tionen zur chemiſchen Wirkung erforderlich ſind, Wenn man einen Körper abwägen, nämlich-wenn man die Quantität der Materie beſtimmen will, welche ein Körper ent- hält; ſo ſeßt man ihn mit einem andern Körper von bekanntem Gewicht ins Gleichgewicht, das man zu deſſen Vergleichung annimmt, Das Juſtrument, deſſen man ſich hierzu gemeiniglich be- dienet, beſteht in einem eiſernen Hebel, welcher in der Mitte aufgehängt iſt, ſo, daß ſeine beyden Arme im Gleichgewicht ſind, daß ſie eine freye ſinkende und ſteigende Bewegung haben, und alle Reibung dabey möglichſt verhütet iſt. Dergleichen Inſtiru- mente ſind es, welche: man Waagen nennt, Unter den verſchiedenen Umſtänden, daß man in dem Fall iſt das Gewicht der Kdrper zu beſtimmen, ſiellen ſich unſern Rüſich- ho 4 Ius andi: Dad s 1 37.64 8:| | F| L 4118 7 Im || EN € « e 00 u 'W| y | Pi| 1,> Be+) WWW hi NE! p:R MIS „z 1 . Vs Kr af [4 ) Y ;., ed) |, 7 ji! 7 ""| 4 4. | | |][4 | j| k] jj 4 ||| | "A| 198)| 41 Z"| 4 m ||| es 1 F- 4 “ N ) nN 1& 7] 479 = " | M!|8 | HB 2» rt N FN] 4| ERG wirk 4 * ade“ M. Sox die me I ( 7 B- m. M3. fürn Rückſichten zwey Objekte dar: das Erſte beſtehet in der Beſtim-' dif mung des Gewichtes einer Maſſe; das Zweyte in der Vergleie| m | ſh werdea-. welcher vollkommen hell, und von den freſſenden Dünz| Prebe:g ſien aus dem Laboratorio entfernt iſt, ohne welche Vorſicht ſel- Wed bige oxydirt und zerſidrt werden würden. Die Empfindlichſten Whg müſſen außerdem in einem gläſernen Schranke auſdcwahret wer- 5 uſe den, der nur ſo oft als man Gebrauch von den Waagen machen ſs will, geöffuet werden darf,:; Sollen Gasarten abgewogen werden, fo verſtehet es ih die M von ſelbſt, daß das eben beſchriebene Verfahren nothwendig mo-|„find; dificirt 2|«entw. ; Beſtim, Vergl, Dentlichet * Fleiney ' Körper daBung uen Ju: njialten, allemal nalyſen, zung der von ſind, gfeit ges 1 abzu aße ein: ß Gefäß ſe Sub: ziehen, ſe zwie- dadurc) on glei» jend tief ße, und jewöhrt n'Dün- icht ſel: chſten et wer? machen t es ſi dig 30 dificirf dificirt werden muß: denn ſo wie man liquide Subſtanzen in Gefäße einſchließen muß, um ſolche abzuwägen, eben.ſo iſt ſol2 ce ſo weit im Waſſer der pneumatiſchen Wanne. niederdrü>en, bis das Sperrwaſſer von Außen und In- nen gleich hoch ſtehet. Iſt dieß vollendet, ſo verſchließt man den Hahn, ſchraubt den Ballon von der Glode ab, und wiegt ihn aufs neue: das jetzige Gewicht, verglichen mit dem des eva? cuirten Ballons, gibt uns das Gewicht der Gagsart an, welche der Ballon enthielt» Maltiplicirt man dieſes Gewicht mit 1728, und dividirt man das Produkt mit eiver Anzahl von Cubiczollen, die dent junern Raum? des Ballons gleich ſind, ſo ergiebt ſich hieraus das Gewicht von einem Cubicfuß derjenigen Gagsart, welche der Ballon enthielt. Um zu finden wie groß das Gewicht von einem Cubicfuß der Gasart, bey einem Barometerſtande von 28 Zoll, und einer Temperatur von 10 Grad Reaumur iſt, kann man dasjenige Verfahren in Anwendung ſetzen, welches Lavoi» ſiex in ſeinem Syſtem der antiphlogiſtiſchen Chemie dazu be? ſchrieben hat. Man darf hierbey nicht verſäumen den kleinen Antheil Luft, welcher nah der Evacuation im Ballon zurüFbleibt, mit in An» ſchlag zu bringen; man ſchäßt ſolches nach der Höhe, welche das Probe- Barometer beym Auspumpen der Glocke anzeigte. War dieſe Hdhe 3. B.. ein Hunderttheil des vorigen Barometerſtandes, ſo kann man daraus ſchließen, daß der hundertſte Theil an gemeiner Luft rückſtändig war, und das Volum der abgewogenen GaSart betraf alsdann nur 0,99 des ganzen Volums des Ballons. Nach dieſen Prinzipien hat Lavoiſier folgende Tabelle über die ſpeciſiſchen Gewichte der Gasarten, bey einem Barometer2 ſtande von 28 Zoll, und einer Temperatur von 10 Grad Regum« entworfen, SEE a % 43: E -= us.... L %“«.| 7 .u ESL.„ De vübiia-FEF 71 ve. 3,+-,/ A I>. 2.120 2:„WE, NN, EIB REN Rip, I 24," 0 meme läden j IA[] 14- “"UB ]" |. ' 96.741 0 Y hM |%7 (1B4| MV] 08! E37 ?, ve] [vy 43] ka5| 4- | PT Bur| Dü | ſ 0)+| ' m2 |„A 1,9 - E; 1;+4 S% > ME | NI *. 4 4 x "1 ||[| |+. i zf -» E 3 | 157! [14 4 IEE<< 6 EIE | -=- 40== ! " LEES FRIEEE Namen derjent:' a Namen der Gasarten.| eines Cu:| Gewicht eines. Cubicfußes. BEEM EN blezolles. anſtaltet haben“ 2)! . 1 Gräne.| Unzen, Drachm. Gran. Elle! Aimosphäriſche|| wren Luft 0,460605|: 1 5 3,00| Lavoiſier+. 3. StiFgas 0,44444| I 2 48,001 Lavoiſier ſ ME Sauerſtoffgas[0,50694, 1 4 12,00| Lavoiſier 4.50 Waſſerſtoffgas 0,63539| o 2 61,15] Lavoiſier|| vv Kohlenſtoffſaures/) Beri Gas|9/68983 2 0 40,00| Lavoiſier[| | Salveterhälbſau: A]||(wl -xes Gas 1054699] T 5 q9,14| Kirwan|| Jmf j1Ammonium-Gas 5,27488!| o 6 43,00| Kirwan|| wn, 1Schweflichrſau-'| fem res Gas'T,03820/ 3 0 0606,00! Kirwan"| il Aus dem ſpecifiken Gewicht kann man das abſolute Gezwicht| r“ der Körper finden, wenn man ſolche mit ihrem Umfange dividirtz| pn vder was gieich viel ſagt: man kann das abſolute Gewicht eines| UG beſtimmten Umfanges eines Körpers dadurch finden. Um in- R vi deſſen einen feſten Vergleichungspunkt zu erhalten, bey welchem 1) lins das Gewicht unveränderlich iſt, und den man aus even dem ten y Grunde zur Einheit annehmen. kann, um die Gewichte andrer obern Subſtanzen von gleichen Umfängen, bey den Berſuchen, damit 09.270 zu vergleichen, hat man das deſtillirte Waſſer gewählt, als ei-| jn nen Kdper, deſſen Gewicht bey. einerley Volum keiner Verän-] vm OE Drung unterworfen iſt: ſo, daß wenn das Gewicht eines Vo'ums 1| Web Waſſer gleich 1 iſt, ein gleiczes Volum vom Golde gleich' 19|| ſqech ſeyn wird."up|| mif In der Areometrie beſtehet alſo die Methode, das Gewicht|| mE eines Körpers zu finden, darin, daß man deſſen abſolutes Ges|| vſn| wicht, mit dem abſoluten Gewichte, eines dem ſeinigen gleichen||"ie Bolums von deſtillirtem Waſſer vergleicht." Die Art und Weiſe,)| Mg wie ſoiches verrichtet wird, iſt nach der verſchiedenen Conſtitu- 2:| 5 tion der Körper gleichfalls verſchieden. X| Vn R Soll ein feſter, im Waſſer nicht ldsbarer Körper gewogen|"4 werden, fo wiegt man ihn erſt in der Luft, hierauf aber in Waſ-".% ſer ab.- Vergleicht man yun das Gewicht, weiches, der Körper"8 in der Luft erkennen ließ, mit dem was beym Abwägen im Waſ-|" 0 ſer verlor, ſo hat man ſein ſpecifiſches Gew' emma 44 eumua 17) daß ein in einer Flüſſigkeit untergetauchter Körper ein Volum derſelben aus der Stelle.treibt, das dem ſeinigen gleich iſt. 2) Daß das Gewicht der Waſſermenge, welche aus der Sielle gerieben wird, demjenigen Gewichte gleich iſt, welches der eingeſenkte Körper an ſeinem vorigen Gewicht verliert, Wenn die feſten Körper leichter ſind a!8 das Waſſer„' ſo be- dient man ſich um ſie unterzutguchen eines Körpers, deſſen Ge- wicht unterm Waſſer bereits bekannt, und welchen man bey der Berechuung abziehet. Das einfachſte Inſtrument zum Abwägen der feſten Körper iſt eine Waage, an deren einen Arm der Körper mittelſt einem Pferdehaar, oder einem ſehr zarten Metallfaden aufgehängt wird, May wiegt den Körper in der Luft ab, und hierauf im Waſ- ſer; man ziehet dasjenige Gewicht, welches der Körper im Waſ- ſer verliert, ab, welches dem Volum des Körpers gleich iſt: und der Unterſchied zwiſchen beyden, gibt nun das ſpeciſiſche Gewicht des Körpers au. Das Hydromeiter des Herrn TTicholſon welches portativer iſt, als eine gewöhnliche hydroſiatiſche Waage, beſtehet in einem Cylinder von Glas oder Metall, welcher unten mit einem ſchwe- ren Teller verbunden iſt, Ein anvrer Teller befindet ſich am obern Theil desſelben, und wird von einer ſehr dünnen Röhre getragen, die ohngefähr in' der Mitte mit einer Marke be- zeichnet iſt. Man ſenkt das Inſtrument mittelſt ſeinem eige- nen Gewicht bis auf den Anfang der obern Spindel ein; man legt den zu wägenden Körper auf den obern Teller, und be- ſchweret ſolchen fo lange wit Gewichten, bis ſolc I> m (M6 IZT ur ZIN X x*+ 353 Menerndt ine erin M| |“1 vu 4|? N ki .. ZM 1] 4| 1" SE i: A! | 3%, y 5081 |(1.0 | 4 '[]| 5 H | 6 ſ 4 il;- | 16.94) ' 5 1 |) E' „I| [| 4| I IEX [3]«7 [9].7.4 ig ' |] | | (Ff 11„EE ||| ZIE t| 4 j" ] / A M „" 1.) E N"| v71 „4 NA. 2 "| "I| "1 || '-' ſ'» :|) Fe uy<< met en=eaeer gear anger emen emm nnn Reer mE FPD 50 Ge R Res -- 42==| ſtanzen eingerichtet hat. Er hat ein Stü> hinzugefügt, welches| ge Er den Taucher nennt, weil ſolches dazu beſtimmt iſt, um in vs dem untern Teller placirt zu werden, Jener Taucher beſtehet 1 in einer mit Quedſilber ſo weit beſchwerten Flaſche, daß ſein Ge- juin wicht demjenigen gleich iſt, was als Zulage bis zum Cinſenken Vteon auf die Marke erforderlich iſt; plus dem Gewicht des Waſſers, d rade das dieſes Stü> aus der Stelle treibt, Quel Soll das ſpecifike Gewicht von tropfbharen Flüſſigkeiten| züge ausgemittelt werden, die ſpecifiſch leichter als Waſſer ſtud, ſv ſer eil kennet man das Gewicht des Inſtruments im Waſſer, und' lichen Xann ſolches mit ſeinem Gewicht in der leichtern Flüſſigkeit ſafe vergleichen,,- puudt! Soll eine ſehr ſchwere tropfbare Flüſſigkeit, außer dem Ne 0 Taucher, gewogen werden, ſo ſet man dem obern Teller ſo Vuſigl viel Gewicht zu, bis das Inſirument an die beſtimmte Marke| wer) eintaucht. mel Kaum iſt es ndthig, hier zu bemerken, daß man mit die- 8) ſem Jaſtrument nur ſolche Körper wägen kann, deren Gewicht 11 dasjenige nicht überſchreitet, welches man zulegen muß, um Reſt! den Hydrometer bis an die Marke einzuſenken.| beweg Man hat von Zeit zu Zeit noh andre, mehr oder weniger,| „zur Beſtimmung der ſpecifiſchen Dichtigkeit liquider Subſtanzen|: 54 geeignete Inſtrumente vorgeſchlagen. full 1. Man wiegt eine leere Flaſche genau ab. Man füllet tel, ſolche mit deſtillirtem, Waſſer, und wiegt ſie dann zum zwey- vs 8 tenmal ab. Man gießt nun das Waſſer aus, und erſeßzt|. mä ſolches durch ein gleiches Volum derjenigen Flüſſigkeit, deren vi, ſpecifiſche Dichtigkeit beſtimmt werden ſoll, In beyden Fällen ziehet man das Gewicht der Flaſche ab, und es iſt einleuchtend, daß man alsdann eine Bergleichung zwiſchen dem abſoluten ey Gewicht beyder Flüſſigkeiten, bey gleichen Umfangen hat; ein Verfahren das Homberg angegeben hat. 11. Man taucht einen unaufldslichen Körper in deſtillirtes|; Waſſer. Man beladet ihn nach und nach mit Gewichten, bis+|' er auf einen gewiſſen Punkt im Waſſer eintaucht, und beſtimmt' dieſen an einer daran befindlichen Röhre, Kennet man das Gewicht| des Inſtrumentes, ſo wie dasjenige, welches zugeſelzt werden| mußte, um ſolches bis auf den gegebenen Punkt einzuſenken, ſo| kennt man auch das Gewicht der dadurch aus der Stelle gez' triebenen Flüſſigkeit. Wird dieſes Gewicht mit dem eines glei-| d 4. Wfa 2 Lam, p/ Kxer rr zend Marie, Zed pt: (9 WIEGEN NEIL EETSANL LU DER IIED DETRGLE BEIER LE EEN ENEN GEE EFRE WEB SIED RE al ZERERTUNGE 86( E- ----- ER eZZzZzzz=<<<--m< 0=l, daß ein Salz darin M. eingetaucht wird, im Volum zunimmt. N 2) Daß hingegen, während dem Erfolg der Löſung ſein| 7y Volum vermindert wird,) karm 3) Daß folches nach erfolgter Löſang unter ſein erſtes und Niveau zurück ſinkt,>|[mY Daß Erſte jener Phänomene, iſt ein nothwendiger Effekt| HEN der Cintauchung eines feſten Kdrpers in, eine Flüſſtgfeit. gegen Das Zwevyte iſt ein unmittelbares Reſultat der Temperatur:| der 2 abnahme,- welche durch die Ldſung veranlaſſet wird.| nh! Das Dritte zeigt an, daß das Fluidum, welches allmählig|( ſeine vorige Temperatur wieder annimmt, ſich mit einer merk-|"jm baren Vermehrung ſeines Volums, und zwar zufolge des Stof»| uder! fes, womit ſolches beladen worden iſt, auf ſeinen vorigen Newer! natürlichen Zuſtand wiederherſtellt. Indeſſen ſtehet jene Vers.| wifun) mehrung des Volums keinesweges mit dem des geldſten Körpers| 069 im Verhältniß, welches anzeigt, daß eine Art von Durchdrinz-| ftw! gung oder Miſchung zwiſchen beyden Kdrpern Statt gefunden| fejättil hat,(Journal de phyſique. Tom. XIIl. P. 62).| zuver) Die Operation der Ldſung eines Salzes im Waſſer, iſt alles|| daſe] mahl mit Kälte begleitet; und die Herren Fourcroy und Paus vnd quelin haben in der That bewieſen, daß wenn man die Salze| Zwe von ihrem Kriſtalliſationswaſſer befreyet, welches ſie zur Kri-|. Jer ſtalliſation bedürfen, alsdann ihre Löſung im Wäſſer allemal Naterg mit Entwiklung von Wärme begleitet iſt 3 aber dann ſind jene| folgt) Salze auch nicht mehr in ihrem natürlichen Ziäſtande; und ſie bringen in ſo fern Kälte hervor, als man ſie in Verbindung mit ihrem Kriſtalliſationswaſſer ldſet, Wenn das Waſſer ein Salz geldſt bat, ſo kann man nun Vong dieſen nenen Körper als einen ſolchen betrachten, der mit neuen, beſonderen, und von denen der zuſammenſetzenden Materien ver- ſchiedenen Affinitäten begabr iſt: ſo läßt die mit Waſſer gemachte| dt Ldſung des Alauns, wenn man den Alaun durch die Kriſtolliſa- 6| dms tion daraus abſondert, eine Portion Thonerde'frey werden,|:| Win 96 welche ſic) zu Boden ſeßzt.| vie) Hält eine Flüſſigkeit mehrere Salze geldſt, ſo werden ſolche Wing durch die Ausdünſtung, oder die Verminderung der Tempera-| dz fur, und zwar in der Ordnung ihrer Affinität zum Löſungsmit- M fpiins tel, daraus niedergeſchlagen, Dieſe Salze ſcheiden ſich aber Ehn nur ſelten ganz rein aus, weil ſie unter ſich Aſfinitätem ausüben,| und dieſen gemäß ſich mehr oder weniger mit einander verbinden,| ige So 13 darin ng ſein | erſtes er Effekt it, wergtut: Umaählig er merkt: es Stofs vorigen ne Vers Körpers irchdrin- geſunden iſt olles jd Paus ie Salze zur Krie allemal find jene und ſie dung mit man nun it neuen, erten ver? gemachte iſtalliſa- | werden, en ſolche „empera- ngsmit? ſich aber außüben, sybinden, ES | So können ſich auch zwey Flüſſigkeiten einander ldſen, wenn ihre reſpectiven Affinitäten ihre Cohäſionskräfte überſteigen, Mengt man gleiche Theile Waſſer und Aether mit einander, ſo bilden ſich zwey Flüſſigkeiten, welche abgeſondert voneinander beharren; die eine ſteht unten, und beſieht aus vielem Waſſer und wenig Aether, die andre ſiehet oben, und beſteher aus vie- lem Aether und wenig Waſſer, Wenn man die Flüſſigkeiten ſchüttelt, ſo kann dadurch ihre gegenſeitige Löſung beſchleuniget werden; denn hierdurch wird der Theil des Waſſers, deſſen Affinität ſchon geſchwächt iſt, nach und nach hinweggetrieben, und durch eine audre Vortion erſeßt, welche begieriger zur Löſung iſt, Die Bewegung hat auch nod) den Vortheil, daß ſie auf die Oberflächen der zu ld2 ſenden Körper, eine mechaniſche Reibung augüit, wodurch die kleinern Theilchen losgeriſſen, und dem Löſungsmittel zur Ein- wirkung überlaſſen werden. Da es in einer großen Anzahl Künſte wichtig iſt, Flüſſige keiten nicht eher zu verdunſten, als bis ſte mit dem Körper faſt geſättiget ſind, mit welchem man operirt; ſo iſt es nothwendig, zu verſchiedenen Malen, neue Quantitäten devſelben Körpers in derſelben Flüſſigkeit zu löſen, bis ſolche auf einen gewiſſen Grad der. Concentration gebracht iſt. Man erreicht auch denſelben Zwed, wenn man die Flüſſigkeit durch ein dies Lager von dem» jenigen Körper gehen läßt, welchen man ldſen will; und beyde IE ſo lange in Berührung erhält, bis die Sättigung evs olgt iſt. Dritter Abſchnitt. Von der Rriſtalliſation, als Vorbereitungsmittel zur chemiſchen Wirkung berrachtet, Der Zwe faſt aller Ldſungen und Abdunſtungen beruhet darauf, die Flüſſigkeiten zu verdichten, um die Kriſtalliſation der darin geldſten Salze zu veranlaſſen. Die kleinen Theilchen, welche man einander nähert, ſind hiervey ohne Unterlaß beſtrebt, beſtimmte polyedriſche Formen oder Figuren zu bilden, Die Regelmäßigkeit jener Formen, iſt ein in der Materie gegründetes Geſetz, welches eben ſo allgemein als das Geſetz der Schwere iſt. Die Natur hat jeder Klaſſe von Körpern eine unveränder? liche Form eingedrüFt, deren Varietäten ganz insbeſondre in D den Ene nme rn Zorn mn nnn revenge rawuaR En .|“ em" GI SEHE EE DIENENDEN DOREEN UE 5% ESN Ie ee III ARENT INIT AE ENIE NEAN PEINE LAIE DEINEN- GE IRE“ ie WÜNE wam 50 ru Y den äußern Umriſſen beſtehen, die wir im erſten Augenbli>X dar-| Gi an unterſcheiden, war: Zufolge jener Eigenſchaft zeigen alle Kdrper ein Beſtreben Zul€ nach regemaßiger und conſtanter Form, welche von den Chemi- ſpurſts kern Kriſtagliſation genannt worden iſt, pfa! In den organiſchen Körpern, vorzüglich den lebenden, ſcheint! Y die Form allgemein gegründet zu ſeyn, während ſolche in den| Jangtäſ! minergliſchen Subſtanzen ziemlich gleichgültig zu ſeyn ſcheinet. fall zer? Die erſren Chemiker, welche ſich überzeugt hielten, daß die M Figur der Körper ſtets dieſelbe ſey, bezeichneten die Kriſtalle veg nach der grdßern oder geringern Aehnlichkeit, welche man zwi- jn ſchen ihnen und andern bekannten Körpern wahrzunehmen glaubte: ME: daher entſtanden die Benennungen der Kriſialle, ſargförmig, hl E digmantförmig, Freugförmig, meſſerſchneidenförmig 2c, Wried Dieſe AusdrüFe, welche nur von Körpern abgeleitet ſind, eilun 8 deren Form ſehr veränderlich iſt, können dem Verſtande uur| wn verwirreie Jdeen eindrüFen. Der berühmte Linneus ſcheint Hufen hingegen der Erſte zu ſeyn, welcher erkannte, daß die Form der un Kriſtalle vollkommen geometriſch ſey; und dem gemäß glaubte„WIE derſelbe berechtigt zu ſeyn, ſolche bey ſeiner methodiſchen Klaſſi-| Siſal fikation der mineraliſchen Subſtanzen, zur Bafis legen zu dürfen,| Wadi Roine de Zisle unterwarf alle bekannte Formen der Kri- 0 ſtalle einer rigoreuſen Unterſuchung, und glaubte in der großen| NE Verſchiedenheit der Kriſtalle, von einerley Art Körper, eine priz| NC08 mitive Form zu erkennen, von deren Modifikation alle übrige Ne Formen hervorgebracht würden.| 20:8 Herr Haüy theilte die Kriſtalle durch mechaniſche Mittel, NM und ſo gelang es ihm, in jedem Kriſtall die Exiſtenz eines pris| AM mitiven Kerns zu beweiſen. Dieſer Kern hat eine conſtante und UE gegebne Form z ſie bildet aber, je nachdem verſchiedene Theile 1.4; nach und nach zuſammentreten, faſt unendliche Modifikationen.| M; Jener berühmte Naturforſcher hat bewieſen, wie und auf welche|. wg Weiſe die kleinen Blätter zur primitiven Form zuſammengefügt| 6 at werden, wie ſie wachſen, ſich verändern, ſich modificiren und MB Taf vertauſchen. Seine Arbeit iſt ein Muſter des Scharfſinns, mit| Ambo welchem eine Kriſtallographie bearbeitet werden muß. H Wenn ſo eine ſechsſeitige Säule von Balkſpath durch pa- WE rallele Schnitte getheilt wird, ſo trennt man nach und nach alle Kin W Blätter, weiche die Bekleidung biiden, und man kommt endlich va auf einen ſich ſtets gleichförmigen Kern, welcher ein wahres fl, 0 Rhombövoid darſtellet. Nimmt man die acht ſoliden Winkel eines Gun nN Würfels vom Flußſpath hinweg, ſo erhält man ein Octaeder.| Wi", Der|| mv | - Beſtrehn| en Cheni:| den, ſcheint|, He in da n ſcheint, 1, daßdi > Kriſtal! man zwi: 1 gläanbte; gförmig, mig 26 eitet ſind, ande nur 6 ſcheint Form der 8 glaubte vm Klaſſe zu dürſen, n der Kr!: der großen ', eine pr] olle übrige t, und ihre angrenzenden Seitenflächen kdnnen nicht mehr im Niveau blei- benz; die ſecundäre Seitenfläche wird nun aus 24 iſolirten Da Dreys: 4 ITEE PSE ENDS DENG ONS? 4 55 wawaums 52 eures Dreye>en zuſammengeſeßt, von welchen ſich das Eine gegen das nej! Andre hinneigt, einm Die Abnahme der Blätter von den obern Lagen richtet ſich M allemal parallel gegen die Kanten oder gegen die Diagonale des 4; Au Kerns hin: das Erſte nennt Herr Hay die Abnahme an den Zu Ranten, das Zweyte die Abnahme an den Winkein; es gibt DB M0,8 aber auch einige, obwohl ſeltene Fälle, wo jene Abnahmen ge- Pe miſcht ſind."1 Wenn jene Abnahmen auf allen Kanten Statt finden, wie(59 beym Dodecaedron, mit rhomboidaliſcher Grundfläche, wie im darn Entſtehungsoctaeder des Würfels, ſo finden ſolche nur auf ge? vw wiſſen Kanten, und gewiſſen Winkeln Siatt. Sefa Zuweilen ſind die Abnahmen ſowohl an den Kanten als an 9] den Winkeln gleichförmig; zuweilen variirt eine Kante gegen| die andre, oder ein Winkel gegen den andern; und dieſes iſt| beſonders dann der Fall, wenn der Kern keine ſymetriſche Form a beſitzt, und wenn die Seitenflächen, z. B. durch ihre reſpektive Ii0 Neigung, oder nach dem Maaße ihrer Winkel, verſchieden ſind. Wd In gewiſſen Fäklen kommt die Abnahme an den Kanten, mit verſion der auf den Winkeln zuſammen, um einerley Kriſtallform zu| Wmf bilden. Oft folgt auch eine Kante und ein Winkel mehrern Ge- das rei ſetzen der Abnahme, von welchen eines auf das andre folget. dere Im Allgemeinen ſind aber die abgezogenen Reihen nicht ſe un veränderlich: die Abnahme findet ÖffR bey pb Me ji Seiten der kleinen Maſſentheil) AME kai egen daz ige Säule; das Dodecgedron mit rautenförmiger Grundfläche, und das Dodecaedron mit gleichſeitiger Triangu- larfläche. Dieſer gelehrte Kriſtallograph hat außerdem noch beobach- tet, daß die identiſchen Formen, die man bis jetzt als Kerne in verſchiedenen Kriſtallarten erkännt hat, von der Art ſind, daß ihnen ſtets ein vdllig,eigner Karakter zukommt: wie der Kubus, das: regulaire Ociäaedron, das regulaire Tetraedron, das Do- decaedron mit der“ Rautenfläche. Dieſe Formen, welche bey verſchiedenen Arten der Kriſtalle vorkommen, kann man als die Grenzen betrachten, in welthen ſich die Natur auf verſchiedenen Wegen begegnet, während daß jede Form, welche zwiſchen die- ſen Grenzen liegt, eine eigne Art zu behaupten ſcheint. Es bleibt uns nun noch übrig, die nothwendigen Bedingunz- gen anzuzeigen, unter welchen ein Körper zur vollkfommnen Kri- ſtalliſation gebracht werden kaun. rx) Kein Körper kann kriſtalliſiren, wenn nicht eine vorläu- fige Theilung desſelben vorausgegangen iſt, wodurch die Cohä» ſion zwiſchen ſeinen Molecülen aufgehoben,“und dieſe in einen ſolchen Zuſtand verſetzt worden ſind, daß ſie ihre gegenſeitigen Affinitäten völlig frey ausüben können. Eine ſolche Theilung wird durch die Löſung des Körpers bes wirkt. Dieſe Löſung veranlaſſet man bey den Salzen durch das Waſſer, bey den mineraliſchen Subſtanzen durch den Wärmeſtoff, bey den Harzen und einigen Oelen durch den Alkohol, 2) Wenn ein Körper in einer oder der andern dieſer Flüſ- ſigkeiten geldſt worden iſt, ſo vereinigt man die gelöſten kleinen Theilchen durch die Abdunſtung der Löſung, oder indem man das Fluidum erkalten läßt, In .“ IEEE=»>»„r 4 EN 1*% Zum np re Ir| --“ 1* WT|.“€ 4 % M%. p. D= E r | 3 er, k v - N ZS; it ME R 8. Fi.4,>„IId ni in 2Z zEAL 3 CE 4. 4.<äf, 45.. Hach dama ai +b 206 G 2< & V* Gu übern Dis MdE El .“. „. 76.571 /Im SEELE WRE NE D+ Gets p In denjenigen Fällen wo die Löſung durch Waſſer oder P Alkoho! gemacht wordea iſt, verdunſtet man das F!uidum ſo fah) lange, bis ſich) auf deſſen Oberfläche, oder an den Seitenwänden vn. des Gefäßes, kleine Kriſtalle bilden*). Man beendigt! alsdann guha! die Abdunſtung, und während die Flüſſigkeit nun erkaltet, ſo| 0/5 ſcheiden ſich viele Salzkriſtalle daraus ab. Wird die Flüſſiäkeit: alemal aufs neue verdunjiet ,. welche von den gebildeten Krijtallen abs| YU gegoſſen worden iſt, ſo kann man einen neuen Anwlichs von die Rel Kri?gllen, und durch eine nach und nach veranſtaltete Fortjeßzung des V3 dieſer Operation, kann man alles in der Flüſſigkeit geldſte Salz töglid' Wieder gewinnen. einen Iſt die Lbſung allein durch den Wärmeſtoff veranſtaltet, 3 wie bey den Metallſchmelzungen, denen des Schwefels, des vy ie] Phosphors 2c, ſo erfordert es einer andern Vorſicht, um ſie 0 zur Kriſtalliſation zu dieponiren. Läßt man ein geſchmoizenes 404 Metall erkalien, ſo ſäumt davsſelbe nicht, in ſeiner primitiven pa Form ſich wieder darzuſtellen; und ſtellt eine verwirrete, ſich Nt durch einander freulzende Kriſtalliſation dar, wie beym Spieß- füſt glanz, beym Zink 2c, Weun man aber in dem Augenblick, wo die- mmh Oberfläche des geſchmolzuen Metalls anfängt di> zu werden, die füg Dede hinwegnimmt, um die metalliſche Flüſſigkeit auszugießen, falle ſo findet man den Raum des Gefäßes mit regulairen Kriſtallen einzeln belegt, welche faſt beſtändig eine kubiſche oder achteckige Form an beſitzen. Aus dieſer.Beobachtung können wir fchließen, daß das fchlid! Meiall im Zuſammenhange gleichfalls nichts anders iſt, als ein feine(6 Aggregat von Kriſiallen, und daß das einzige Mittel, folches ds M: geſchmeidig und dehnbar zu machen, darin beſtehet, ſolches mit ſure] dem Hammer zu ſchlagen oder zu groben. ms Aus dem, was über die durchs Abdunſten bewirkte Kriſtal- did liſation geſagt worden iſt, können wir ſchließen: daß, nachdem Onde man eine ſiedende Flüſſigkeit mit irgend einer ſalzigen Subſtanz ſen Fl geſättiget hat, es hinreichend iſt, ſte erkalten zu laſſen, um ei- fißes dJ nen Abſatz von Kriſtallen daraus zu erhalten. Man wird den| fet, da| 4 Grund von allen jenen Phänomenen begreifen, wenn man ei-| ntweidt wäget, daß dabey zwey Flüſſigkeiten, nämlich das Waſſer und ſof jw.> der Wärmeſtoff wirkſam ſind, und daß, wenn eines von ſelbigen und daß. Hinweggenommen wird, man. die ganze Quantität des Salzes UNT als Niederſchlag erhalten muß, welche in der Ldſung enthal» den war,| Wird YE 3 *) Harze find in ber Regel nicht friſtallifirbar; es iſt alſo ein Irr- I khum, daß man auch dieſe durch das Abdunſten ihrer Löſung im|'? Alfohol als Krifiaile ausſcheiden kann. H. wn vmk gn eä vin MEET Ee an den Za a ln ve dend KISTEN wI 7 er oder dum ſd wänden| alsdamn| altet, ſo| lüfſizkeit|, allen abs h einer ſolchen Erſchütterung, Wärme entweicht: welches alſo zu beweiſen ſcheinet, daß der Wärme- ſtoff zwiſchen den kleinſten Theilen der Löſung adhärirend war, und daß es nur einer leichten Bewegung bedurfte, um ihn dar? aus zu entfernen 92) I ie *) Die regelmäßige Kriſialliſation eines Salzes aus ſeiner mit Waſſer gemachten Löſung, ſeßt 2) einen gehörigen Grad der Sattigung des Löſungsmittels durch die gelöfie Subſtanz; 2) vollkommen ruhige Lage der Löſung; 3) möglichſt langſames Ausdunſien des ' Löſungsmittels voraus. Befördern kany man indeſſen den 56 olg € LIIPLTIT. x M WE|"' f KEN 4,8: EE Wd FS 11 Z2 248 zt.;-.>80 7. x| EN 4-„. BEO Mareemrätelinen ie är SEARS HK LAPEHSGH 7(ali UEREDCHE SE MIER: SE ERF RSF il MEINE AR di SOI fü MEERE ua 97 UE aI 4 ed EE | | | --. 56=-] :.." Die Löſung findet nur immer in ſo fern Statt, als die Af- Me finität der Flüſſigkeit zu den Theilen'des Salzes, die Cohyäaſion ſein? Zu derſelben zu einander überſteigt; wenn aber das» Fluidum durch dre die Cvaporotion vermindert wird, ſo nimmt ihre Affinität zu Ey uh der ganzen Maſſe ab, die der geldſten Salztheile zu einander Gefah' wird aber vermehrt, indem ſie ſich einander mehr nähern: folg- LIT ſiehet lic) muß hier ein Moment eintreten, in welchem die Affin iiät Friſia der Salztheile zu einavyder, die des Ldſungsmittels zu derſeiben zerfallt überwiegt; und in dieſem Moment. wo die Kriſtalle ſich bilden, y halten ſie einen Theil der Flüſſigkeit i in ſich zurück, Dieſes Kriz ver 86 ſtalliſationswaſſer gehet a!s ein Beſtandthei!l in die Verbindung vo ein, weil man ſolches im Saize weder durch das Geſicht, noch| 1 durch das Gefühl, uo durch das Hygrometer wahrnehmen| 4 kann»% Das fügen (ED folg der Kriſtalliſation 3; a) wenn man den Zuſammenhang der uw) Löſung unterbricht, d. i. wenn man Stäbe von Holz oder Glas hineinhängt, woran die ſich gebildeten Kriftalle ſich anlegen kön- Ni nen, eine Methode die in den Künßen und Fabrifen, w9 große Salzmaſſen kriſtalliſirt werden foilen, häufig angewendet qt art wird; b) wenn man einige Kriſtalle desſelben Salzes in die Lo-| die von! ſung wirft, welche die kriſtalliſirbaren Theile daraus anziehen,| ud S1 und fie vom Löſungsmittel trennen: in beyden Fällen muß aber die Löſung in der Wärme geſättigt ſeyn, und ruhig erkal- 4 ten, ohne merkliche Erſchütterung zu erleiden, weil dieſe die| Bildung großer Kriſtalle verhindert, H.| 4 *) Wenn man ein kriſtalliſirkes Salz; z. B. Glauberſalz oder Sal- Y: peter, ja ſelbſt Rüchenſalz, deſſen Temperatur vorher bemerkt" iſt; in einer hinreichenden Quantität reinem Waſſer, gleichfalls iE] von gegebner Temperatur löſet, ſo wird allemal Kälte erzeugt. N" Wenn man hingegen ein von ſeinem Kriſtalliſation8waſſer vorher fit befreyetes Salz unter gleichen Umſtänden in Waſſer löſet, ſo| pe wird Wärtne erzeugt, und das Salz zeigt ein Beſtreben, eine yt Fritalliniſche Form anzunehmen. Dieſe Erſcheinungen beweiſen| vw offenbar, daß bey der Löſung des kriſtalliniſchen Salzes, Waärnte-| ft fioff aus dem Waſſer gebunden, beym Löſen des vom Kriftalli-|( ſationswaſſer befreyeten Salzes aber, Wärmeſtoff aus dem Waſſer| NN entbunden wird, Folglich kann nicht das ganze Waſſer, rie der EI Verfaſſer meinet, ſondern nur deſſen feſter ponderabler Grund-) theil mit der Salzmaſſe in Verbindung treten, um deren Kriſtall-| form zu bilden. Das Kriſtalliſationewaſſer muß alſo in einem| waärmeleeren, und aus eben dem Grunde völlig concreten Zu- Lande, in den kriſtailiſirten Salzen vorhanden liegen, und kann daher auch in keinem Fall hygrometriich wirken. Nur beym Zu- tritt der Wärms, mimmt es ſeine liquide Form wieder an, und daher ſehen wir auch die kriftalliniſchen Salze für- ſich in der| Hiße flüſſig werden, ohne daß ihnen Waſſer beygeſekßt wird: denn| zwiſchen dem Flüſägwerden eines kriſtalliniſchen Salzes in der Hiße,| 1|- und zwiſchen feinem wahren Schmelzen, welches eine Löſung des| vom| GEIER EEE II LIESE eren TT mum ede S die Af Cohäſion| um duch| fſinität zu einander ern folg: Affinität" | derſeiben < bilden, jeſes Kri: bindung Z: 1 S| 4 eum di Schwefelſaures Kali: 311.83 Jem abs zur: e jl! ---- Natron N 14| 22 ji--|=-| 64| wB ==... Ammonium E32 40. 0220067221508 T| Gul ...- Lalkerde 2 24|--| 19|--| 57|| vii ==. Thonerde 2,4316.2401.2, 1 28/1077 1.58||„khn - Liſen 2 20,1.=:.2521 55|| Beſs IME Kupfer? WE IEE WE M2 08 1513 gen E! ARIEN III IEE| 22|==|=| 20| 583|| hb Salpeterſaures Kali-- 30 163|--|-- 1 7 Ww === Natron 2 2| 29150|-- 1--| 21|| jm ==| Ammonium 9 46.1 40.|= 4 14||"5 --- Kalk- SI E22== 01:35|(per === Talkerde 2 36|== i 27|=| 37| ſhit Salzſaures Kali- 2: 4030, 63 1==| 7 möge) == Natron 2 33| 50 /--|-| 17 Golze] = Ammonium- 25.1752 1740 0-| 8 Ferm| --. Kalk- IEE SOSE UE WZO|| ww Es gibt einige Salze, die, wenn gleich ſolche durch die| us Ausdunſtung gewonnen worden ſind, dennoch nicht immer eine| lh gleiche Quantität Kriſtalliſationswaſſer euthalien. So hat man| 000 "bemerkt, daß das Glauberſalz, wenn ſolches durch die Abdunz-| y ſtung ſeiner Ldſung dargeſtellt wird, zum Theil als eine Kruſte 1| very niederfällt, welche frey vom Kriialliſationawaſſer iſt, wäyrend| fi die Flüſſigkeit noch eine große Quantität Salztheile geldſt hält.| il I< habe Gelegenheit gehabt, bey meiner Bitrjob aM iE, dieſes E»| jufls Phänomen im Großen zu beobachten: denn wenn die Löſung des| Schl ſchwefelſauken Eiſens bis auf 37 bis 38 Grad, nach dem Zegus[|| 'meſchen Areometer gekommen iſt, ſo fängt die Flüſſigkeit an|| 1 weißlich und trübe zu werden, und es erfolgt ein weißer Nies|: derſchlag, welcher ſich an den Seitenwänden der Gefäße anlegt, N und zwar in ſo feinen Punkten, daß man Mühe hat ſolche abzu- 24 iD: ſondern, und die größte Vorſicht anwenden muß, um die Pfan- nen nicht zu ſc wa EEE ITS ik: dE IEE IR LAR RER TEI SZ | | | wn 63== Y Da die Oefen einen ſehr ausgedehnten Gebrauch in den duc 1 Künſten haben, ſo halten wir es für nüßlich, hier einige Grund- weiße ſätze über deren Konſtruktion beyzubringen; um.al1sdann bey| den Schmelzöfen, den Evaporationgöfen und den Deſtita- einge 3 tionsöfen, eine ſpeciellere Anwendung davon machen zu können.|| 720 |' 6. 2. Allgemeine Grundſätze über die Zuſammenſetzung der Gefen.| MN Ein Ofen der dazu beſtimmt ſeyn ſoll, nicht nur das Brenn2| trieben material aufzunehmen, ſondern die Hilze zu concentriren, und| des Ih ſolche auf denjenigen Punkt hinzuleiten, der ſolche aufzunehmen Ratu y beſtimmt iſt, muß aus Subſtanzen verfertigt ſeyn, welche fol- hen diy gende drey Bedingungen vereinigen.| fih wh x) Die Oefen müſſen bey demjenigen Grade der Hißze, umwih welchen man darin veranlaſſet, unſchmelzbar ſeyn, ft,| 2) Sie dürfen weder von der Hiße berſten, noch ſi flat ſpalten, noch kalziniren, nd< ausſchlagen, za us| md 3) Die Subſtanzen woraus ſie verfertiget werden, müſſen 409 möglichſt ſchlechte Leiter für die Wärme ſeyn.|"fn Wäre es möglich, völlig reine Erden zur Erbauung der| feht dav Oefen anzuwenden, ſo würden dieſe vollkommen unſchmelzbare| wer U Subſtanzen darbieten. Die Natur bietet uns aber nichts der| wenige Art dar, und künſtlich würde man die Erden nur durch ſehr Dern umſtändliche und koſtſpielige Arbeiten auf einen ſolchen Grad| Einduc! der Reinigkeit bringen können, Die Thonerde, welche allein| Pingen 5 bey der Erbauung der Oefen als Baſis dienen könnte, weik Og nd ſie die Eigenſchaft beſitzt, im Feuer zu erhärten, findet ſich Enpeſhl mit Kalk, Talkerde, Kieſelerde und Eiſen gemiſcht, und dieſe dim je! Verbindungen ſind faſt alle ſchmelzbar,| würg b Da indeſſen die Thonerde die Grundlagen zur Erbauun m 3 ;; Eme| der Oefen darbieten muß, weil ſie die einzige iſt, die ihhieit juihen 4 die ndthige Feſtigkeit geben kann, ſo iſt man gezwungen, ſolche| bother wir aus der Klaſſe der Thonarten auszuwählen: und man wählet| 10) und| daher einen ſolchen, welcher die verlangten Eigenſchaften mögz=(Ww Cir lichſt in ſich vereiniget, nämlich einen ſolchen Thon, der bey)| wn| dem Grade der Hiße, welchen man zu geben denkt, nicht ſchmelzt,[ da Utnehy Bevor man daher einen ſolHen Thon anwendet, iſt es ihne| nothwendig, ſolchen vorher zu unterſuchen, Dieſes wird verz Wimme anſtaltet, wenn man Steine daraus formt, die man man eis web, 4 nem, demzenigen nahe fommenden Grade der Hiße ausſeßzt, mn Du welchen man dem Ofen geben will, zu deſſen Bau der Thon FE angewendet werden ſoll, Aus den Reſultaten eines ſolchen Ver? d ſuchs kann man nun nicht allein auf vie Schmelzbarfeit ſyndein 1] ide un auch|| H in den ze Grund: dann bey Deſtillg: u fönnen, der Gefen, as Brenn: ren, und zunehmey velche fol: er Hiße, noch ſich , müſſen unng der hmelzbare nichts der durch ſehr jen Grad e und ſchwer auszutroFnende Lagen davon zu behalten, Der M 2%. R IE 28. 0 vs d zz* x SER enen köder ltnedernn 1] m7:"X +-B: j 7 47.2) 15.40 .%4 j „0 45 „Ä " * 3:3 (65 7%< 1«%% N„R ar| ' H 93 Wd 7„LE IS fend MN, u 1. Lm FEI FEO N] [] « Kaan|+ " ZU RI WIESE ms 27 -- 64=-- a" Der Töpfer ſoßt ſeine Geſchirre ſogleich dem Schatten Weld aus, und unterwirft ſie nur nach und nach einer höhern Tem-„m peratur, hevor er ſelbige in den Brennofen bringt. Allemal gojm graduirt man die Hiße während dem Brennen, ſo daß der zu- wurd leizt erforderliche Grad der Hilze nur nach und nach hervor- grbjern gebracht wird.> fuuc - Durch eine ſorgfältige Vorbereitung und Vermengung mit y andern Subſtanzen, iſt man dahin gelanget, jene beyden Fehler jim y der Thonarten, nämlich das Schwinden und Reißen derſelben|| Im zu verbeſſern, Grun! Man übergießt nämlich den Thon vor ſeiner Anwendung m mit Waſſer, und läßt ſolchen in einer Grube oder einem Kübel pilerf ſo lange damit ſtehen, bis er von der Flüſſigkeit vollkommen iih 0 durchdrungen iſt: eine Operation die man das Saulen oder wnn Gähren des Thon nennt. Dieſe vorbereitende Operation zer- Noipfien theilt den Thon ſo fein, daß er einen liquiden nicht kdrnigen wan ims Teig bildet, aus welchem ſich die fremdartigen Theile nach vit fd und nach abſeßen, und die geſchwefelten Metalle, welche mehr(went oder weniger in den Thonarten enthalten ſind, ſich zerlegen. R. Diejenigen Thonarten, welche am längſten gefault haben, ſind| Buhs auch zum Gebrauch die Beſtien,| fnet Nach dieſer Operation wird der Thon zu Kuchen geformt,|| beiin die man, um ihnen die zum Gebrauch erforderliche Konſiſtenz|- 00 zu geben, an der Luft abtrocnen läſſet, worauf ſie mittelſt| vs Walzen oder Mühlen geknetet werden. vem ſh Bevor man uun den Thon gebraucht, wird derſelbe noch Thon 7 mit den Händen geknetet oder malaxirt, worauf man ihn ſo|(NE lange knetet, bis ein völlig gleichformiger Teig daraus wird, dy Vee gus welchen man alle noch darin vorhandene fremdartige Theile MERE abſondert, und ſeßt dieſe Arbeit ſo lange fort, bis der Thon| weber 9 dahin gekommen iſt, daß er alle ihm zu gebende Formen anz| Vie bir zunehmen vermag.|| ng Unabhängig von dieſer Vorbereitung, welche in vielen|| diy Operationen allein hinreichend iſt, vorzüglich dann, wenn man| welche x den Arbeiten einen'großen Grad von Feinheit, und eine glatte| Übergehy Oberfläche geben will, pflegt man dem Thon auch noch unz| Peſe ſchmelzbare Subſtanzen beyzuſeßen, welche ſich gern mit ihm Nn 1; vereinigen, und nicht ſchwindbar ſind. Man wählt hierzu ge-; -meiniglich entweder quarzigen Sand, oder weißen Quarz, oder A N auch ſchon gebrannten Thon,|"4 ] Werden dieſe Körper mit dem Thon geknetet, und gut Gmd, gemengt, ſo bilden ſie damit eine poreuſe Verbindung, in Übrig. mm amm niht m mo SL eS BREA niet, 27 anknä IT Schattey ern Tem: aß der zu: >< heer: gung mit" den Fehlet 1 derſelben wendung em Kübel Ufommen jien oder ation zer: ' förnigen jeile nach Ihe mehr - zerlegen, wen, ſind n geformt, Ronſiſtenz te mittelſt ſelbe noch an ihn ſo us wird, ige Theile der Thon tmen an: in vielen penn man ine glatte noch un- mit ihm jierzu ge arz, oder und gut dung|! welcher -- 65== welcher alle Theilchen durch das Thoncement vereinigt find. Jene Zuſäge haben die Eigenſchaft, das Zuſammenziehen der ganzen Maſſe zu vermindern, weil ſie ſelbſt keiner Schwindung unterworfen ſind; und andrerſeits geben ſie der Maſſe einen gidßern Grad von Voroſität, wodurch das Ausdunſten der Feuchtigkeit befördert wird. Hat man keinen quarzigen Sand von gehdriger Feinheit und Menge zu ſeiner Dispoſition, ſo kann man die weißen QuarzſtüFe dazu anwenden, welcke anzuwenden, muß man ſolche vorher pulvern. Zu dem Behuf läßt man ſie vorher roth glühen; und löſcht ſie dann im falten Waſſer ab, Dur) dieſes Verfahren werden ſie mürbe, und können nun mittelſt dem Hammer, einem Reitbſtein, oder einer Mühle, eicht verkleinert werden. Findet man in jenen Steinen grüne oder gelbe Adern, ſo muß man vieſe leicht ſofeus, zerbrochner Mauer2 ſteine, Bruchſtücke von irdenen Schmelztiegeln oder Retorten bedienen, Es liegt nicht im Vermögen eines Künſtlers, die Verhältniſſe des Thons und des Sandes nach ſeinem Willen zu wählen, ſon- dern ſie ſind durch) die Natur des Thons ſelbſt beſtimmt; fetter Thon kann eine größere Portion Sand. vertragen als:mogrer oder, furzer.- Iſt der Thon vorwaltend, ſo berſtet und ſpaitet die Verbindung. Jſt der Quarz zu ſehr vorwaltend, ſo hat die Matiſe nicht die gehdrige Conſiſtenz, und die Compoſition kann weder einem Stoß noch dem Transport- Widerſtand. leiſten: Hier kann nur die Erfahrung allein den beſten Wegweiſer abges ben, um die vortheilhafteſten Verhältniſſe-keunen zu lernen. Oftmals enthält der Thon einige Theiſchen von Kalkſtein, welche während dem Brennen in den Zuſtand des äßenden Kaiks übergehen, und hierauf beym Zutritt der feuchien Luft zerfallen, ſo die ſie bedeFenden Seitenwände abſplittern, und weiße Punkte zurüs laſſen, welche in Staub zerfallen, Damit endlich ein Ofen alle verlangten Wirkungen hervor- bringen kann, müſſen die dazu ausgewählten Materien durch- aus ſchlechte Leiter für die Wärme ſeyn; und aus eben dem Grunde ſind die metallenen Oefen die ſchlechteſten unter allen Übrigen. E Zur MET ESL IS. : LOREM oke ZVE362 zx: TT € (] N +3 53 m Fs 4 ] [| yh EHEIE 2- FEM OH Zur Vermindrung des Hißverluſtes hat man vorgeſchlagen,| die Maſſe, woraus der Ofen verfertigt wird, mit Kohlenpulver Ginge" zu vermengen; in dieſem Fall würde es aber nothwendig ſeyn, dr Di ſolcſicht der Hitze, welche durch die Brennmaterialien hervorgebracht wird, verdient die Steinkohle jedem andern vor- gezogen zu werden; aber der Schwefel, welchen ſie in größerer oder geringerer Menge enthalten, frißt die Oefen an, zerſtört die Keſſel, und macht alle Metalle brüchig, welche damit von dem Schmiede bearbeitet werden. In Vergleichung mit der Holz- kohle, hat die Sreinkohle ten Nachtheil, daß ſie Geruch und Rauch veranläſſet, nur in großen Maſſen gut brennet, und in ivrer Wirkung nicht mit derſelven Leichtigkeit moderirt werden Fann- wie die Ho!zkoble. Muß wan ſchlechterdings eine durc< Kohlen bewirkte Hitze anwenden, ſo gibr man den Steinkohlen eine Vorbereitung, wel- ere2, ſch vammige Subſtanz zurück, welche die Engländer Rogk nen2 nen, und welche nun die wirkliche Kohie der Steinkohle ausmacht. Der Koagk beſitzt einige Vorzüge vor der Steinkohle: Denn 1) er giot feinen Rauch mehr von ſich, welches ihn zum Gebrauch in der Hau“haliung und in den Fabriken ſehr geſchi>t macht, wo der bitumindje Rauch einige Farben verändern kann; 2) er gibt eine viel lebhaftere, gleichförmigere, und anhaltendere Hiße, Indeſſen gibt der Koak weniger Flamme als die Steinkohle, wel- Farbe iſt, brennt nicht'nur ſehr gut, ſondern er läßt auch, wenn die Flamme beendiget it, eine gute Kohle zurück, welche lange benußt nachheizt, und ſelbſt unter der Aſcye nö< foitalimmt. Die von Der| dem Verfaſſer angegebnen Eigenſchaften des Torfs, ſind bloß auf lodern, ſogenannten Faſertorf, anwendbar. Nicht aller Torf hlen eit riecht während dem Brennen, dies thun nur einige Arten. In ; r56lland, in gamburg, und an mehrern andern Dertern, be- nun hin dient man(1) des Torſs faſt allgemein als Brennmaterial in den 4 alle dier Küchen, und zwar mit vielem Vortheil. In den Stubenöfen iſt 4 he beym| er allgemein anwendbar, wenn ſie nur gutztehende Schornſieine"| 0. geit|-, und das Rauchrohr nicht früher verſchloſſen wird, als 34 ungen In wenn keine Fiamme mehr erfannt werden kann; und man hat in“4 /| een dieſem Fall gar keinen üblen Geruch zu befürchten. H.] | ) |; der Zeit alle ihre Eigenſchaften. Von der Art ſind vorzüglich diejenigen Kohlen, welche man zur Fabrikation des Schießpal- vers anwendet. und man har dadey die Bemerkung gemacht, daß ihre Guie um ſo beſſer iſt, je friſcher ſie find, Die von hartem Holz gewonnenen Kohlen, wie die vom Lij- Henbholz, vom Huchsbauim, von der Zreineiche 2c. ſind ſehr ſchwer, flingend, und von glattem Bruch, Fe brennen fehr gut, verzehren ſich langſam, hißen ſehr ſtark, und verdienen in jevem Fall da den Vorzug, wo eine lebhafte und conſtante Hiße erz fordert wird. Die Rinde der Bäume liefert eine erdige und ſchlechte Kohle: man bemühbet ſich daher auch, ſolche vorher von der Rinve zu beſreyen, wenn man eine gute Kohle gewinnen will*). Die Kohle von Slätrern und einjährigen Sproſſen iſt.ſchr lo>der, oyne Zuſammenhaug, und ſchnell verzehrbar, . Die Kohlen von Kibgen und alten Aejten ſiüd pordſe und b!äiterig; ſie praffein im Feuer, und verſprißen in Funken, vone lebhaft zu brenuen, Die drey bis vierjägrigen, von ihrer Rinde befreyeten, Stämmchen, liefern die beſteu Kohlen. Die Art und Weiſe wie das Holz verkohlt wird, iſt auf die Qualität ver daraus gewonnenen Kohle gleichfalls von bedeuten» dem Einſiuß. Man kanu das Holz in eiſerne Rdhren einſchließen, und ihm den zur Verkohlung erforderlichen Grad der Hiße geben, Um eine ſehr gute Kohle zu erhalten, verdienet dieſe Methode, jeder andern vorgezogen zu werden; ſie iſt indeſſen zu koſiſpielig, und kanu nur bey ſehr ſeinen Operationen in Ausübung geſeßt werden; in einigen Ländern operirt man ſo, um eine ſehr feine Kohle jür die Fabrikation des Pulvers zu erhalten, Man kann das Holz auch in Gruden verkozlen, in wels» t man die ganze Oberfläche mit einer De>e Erde, und verſtopft alie Zuglöcher. Auf ſolche Ait ldſcht man den Bravd, und die Ausbratung des Holzes dauert durch die einmal erregte Hißze ſo lange fort, bis das Holz zuletzt im verkohlten Zuſiande übrig bleibt, Man bat die,(während meiner Adminiſtration der Salpe- ter- und Schießpulver- Fabriken ſelbſt beſtätigte) Beobachtung gemacht, daß die Kohlen von einer und derſelben Holzart, wenn ſie in Gruben oder in der freyen Luſt zubereitet worden ſind, im erſien Fall allemal leichter und weniger hart ausfallen, als im zweyien, Außer dieſem Unterſchied in der Qualität, welche von der Methode abhängt, die man beym Berkohlen des Holzes anges2 wendet hat, unterſcheiden ſich: die Kohlen auc) noch dadurch von einauder, in wie fein ſie mehr oder-weniger friſch zubereitet ſind, Die friſch bereitetem Kohlen beſißen Cigenſchaſten, welche ſie im Alter verlieren: denn ſie verwiitern nicht nur mit der Zeit, ſon2 dern ſie ſaugen auch Waſſer ein, und werden dadurch um 20 bis 25 Procent im Gewicht vermehrt,- Eben ſo hat man ſeit einigen Jahren bemerkt, daß es bey der Fabrikation des Schießpulvers weniger darauf ankommt, für die gute Qualität des Schwefels und ves Salpeters, als für die Anwendung einer friſch bereite- ten Kohle beſorgt. zu ſeyn, weil ſolche, wenn ſie der Luft lange gusgeſeßt geweſen iſt, eine Verändrung erleidet*), Im Allgemeinen geben die Kohlen wenig Flamme, produ- eiren aber viel Hiße: ſo, daß ſolche in allen denjenigen Schmelz- operationen, dem Holze vorzuziehen ſind, wo man eine anhal- tende und lebhafte Hitze auf die Körper wirken läßt, Unter *) Nicht allein Waſſer, ſondern auch Sauerfſtoffgas, ſaugen die Kozplen ein, wenn ſolche lange der feuchten Luft ausgeſeßt blei- ben. Die Einſaugung des Waſſers, ſcheint vom Kali und der Kalkerde„abhängig zu ſeyn- welche die Kohlen enthalten, und die aus ihrer Aſche ausgelaugt. werden können. Es wurde daher zu verſuchen. ſeyn; ob nicht die von ausgelaugtem Holze zube- reiteten Kohlen/ zur Fabrifation des Schiekpulvers vorzuglicher ſeyn möchten, als die von nicht ausgelaugtem. DF. FES *% zun.!„Ww dt kon Da Sa A N..„.. 408 v 3:1. EG 7 R X: dnnn En II w Suat 20 Äs ib he] * 2 &= (ei MÜRN | -- 72-=--| Unter den Holzarten kann man aber auch eine Auswahl machen, je nachdem man Flamme und Hiße prodnciren will, Die harten Hölzer geben mehr Hitze als Flamme, und verbren? nen langſam. Die weichern Holzarten verzehren ſich ſchneller, aber ſie wärmen gut ,. und verbrennen mit ſchöner Flamme, Die harzigen Hölzer brennen gut, und geben viel Flamme; ſie-| h5 verbreiten aber eimen beym Gebrauch ſehr unangenehmen Rauch.| In allen denjenigen Manufakturen, wo man eine lebhafte, SON Flamme gebraucht, weiche ſtark und rein iſt, wie bey der Fabri-| welches farion des Kriſtallglaſes, des Porzellans, gebraucht man die| ſeiner Vorſicht, das Holz der Länge nach ſehr düun zu ſpalten, und'| jews ju ſoiches recht woh! auszutro&nen. Hierdurch verbreunt ſolches verdient! nicht nur ſehr leicht und erregt viel Hitze, ſondern fährt auch| endet nicht mehr die wäſſerigen Dänſte in den münern Raum des Ofens, fey alen weiche, außerdem daß ſie die Wirkung der Hitze auf die zu be- 157; handelnden Subſtanzen vermindern, auch die Gefäße zerbrechen,| Die welche deren Einwirkung ausgeſeßt ſind.| vy nN Kaum ſcheint es uns nothwendig zu ſeyn, hier zu bemerken,| n Auf daß das Klima,?age gegen die Weltgegenden, und Beſchaffen-| ZW heit des Erdreichs, die Qualität der Holzarten auf eine bemerk- Gehn) bare Art verändern. So iſt es allgemein bekannt, daß die ge-| weiche| gen Mittag liegenden Holzarten beſſer brennen, als die gegen| hie Norden belegenen, wenn beyde von einerley Natur ſind, Wer-| fö ei, den diejenigen Holzarten, welche im tronen Erdreich gewachſen| leichter i ſind, mit denen aus fettem und feuchtem Boden verglichen, ſo|(wä zeigen ſie denſelben Unterſchied,| wird, 1 Eben ſo haben die Jahreszeiten, in welchem man die Holz-| M arten fället, einen Einfluß auf die Verſchiedenheit derſelben,| berdie Die im Frühjahr und im Sommer gefälleten Holzarten, verder?| Kebay ben leicht, und brennen ſchlecht; nur das im Winter gefällete| wh dem, Holz bringt während dem Brennen ſtarke Hitze hervor, weil in| Vigfat im dieſem Zeitraum alle Pflanzenſäfte ſich im Zuſtande der Erſtar-| Vf einy; rung befinden. SEAN IME;| Wmliety Bey einer vergleichenden Wirkung der Koaks, der Stein- 112008| Diet Fohlen, und der Holzkohlen vom Eichenholz, weiche ſolche bey| WU Rürke der Verdunſtung einer gegebenen Quantität Waſſers ausüben, wilſch 1; haben ſich folgende Veryältniſſe ergeben*).: Aen 403 Lig| *) Eine vortrefliche Unterſuchung über dieſen Gegenſtand, welche fi faſt alle in Deutſchland übliche Holz- und Kohlenarten in ſich vs faſſet, hat der Herr Hofrath Wau zu Aſchaffenburg angeſtellt.| Aödamg, Sie iſt ſo eben im Druck befindlich, und wird im erſten Hefte| Unddie. des dritten Bandes meines Archivs der Agrtkultur- Chemie| dichter erſcheinen, auf welches Buch ich deshalb verweiſen muß, H.| | Auswahl tren will, d verbrey; ) ſchneller, Flaminye, Imme: ſ en Rauch, e lebhafte 'er Fabri: man die ten, und t ſolches hrt auch 6 Ofens, ie zu bes brechen, emerfen, Fchaſfen- ve bewert: aß die ge- die gegen d, Wer- jewachſen ichen, ſy die Holz: terſelben, , verder? gefällete , weil in “ Erſtar- ! Stein? Ihe bey usüben, 493 , welche nin ſich angeſtellt, fien Hefte „Chemie . EINE Men 403 Theile Roaks, ſind gleich 600 Theilen Steinkohlen, 600 Theilen Eichenholzkohlen, und 1029 EicHenh0di3, 5. 5. Allgemeine Grundſätze über die Wirkung der Luft in den Oefen, Von welcher Art aber auch. das Brennmaterial ſeyn mag, welches angewendet, wird, ſo muß man doch jedesmal hierbey ſeiner Wirkung durch die Luft zu Hülfe kommen; und die Kunſt, jenes Fluivum auf die Verbrennung in den Oefen anzuwenden, verdienei daher unſerſeits um ſo mehr Aufmerkſamkeit, weil ſie einen der ſchwierigſten und dennoch einen der weſentlichſten Theile bey ailen durch das Feuer zu bewirkenden Operationen ausmacht. Die Deſen ſind nährende Juſtru- nente, ſowohl für die Luft, welche die Luft dem Feuerheerde abgibt, als für die Zugrdhren und Blaſebälge, welche die Luft dem Breunmäterial zuführen. Im erſtern Fall muß das Einſaugen der Luft durch die Schorujteine gegeben ſeyn. Um aber die Wirkung zu begreifen, welche dieſe auf dem Feuerheerd ruhenden veranlaſſen, iſt es hinreichend, zu bemerken, daß die Luſtſäule, welche den Schorn» ſtein erfüllet, wenn ſie einmal durch die Wärme verdäünnet iſt, leichter iſt, als die ſie von außen umgebende Lufr, ſo daß die erwärmte Lujr, ſets von der äußeren aus der Stelle getrieben wird, welche ſich hierdurch auf dem Heerde lagert. Man kann die in einem Schornſtein, durch die Wärme verdünnete Luft als eine Flüſſigkeit betrachten, welche leichter iſt ais atmosphäriſche Luft, und welche ſich daher nothwendig, nach dem Verhältniß ihrer ſpecifiſchen Dichtigkeit, mit Schnels ligkeit im Schornſtein erheben muß, und zwar nach dem Maaße, daß ein ununterbrochener Luftzug von außen her, auf den Heerd obwaltet, um den Raum der entwichnen Luft auszufüllen. Hieraus folat alſo: 1) daß die Oefen überhaupt einen ſo viel ſtärkern Zug haben müſſen, ais die Schornſteine hdher ſind, weil ſich hierbey die Luft nach der ganzen Länge des Schornſteins „erwärmen und verdünnen, kann; denn ohne dieß, würde der Luftzug ſehr unvollſtändig ſeyn. 2) Daß der Luftzug um ſo ſtärker ſeyn muß, als die Seitenwände des Schornſteins dier, oder daß ſolche aus ſchlechten Wärmeleitern erbquet ſind: weil alsdann die Hilze in den Schornſteinen mehr zurück gehalten, und die äußere Luft weniger verdünnet wird, welche daher viel dichter ſeyu, und vermöge ihrem Dru die verdünnete Luft in . dem ---- Ne EE ERS SGERRENRINNIEN 56. HRE; 37. WE AE 1 IEE SGR| dem Schornſtein leichter verjagen muß. 3) Daß die Weite des-|| wih! Schornſteins keinen Einfluß auf den Luftzug beſißt, und daß| gluſes4 dem gemaß der Durchmeſſer deöſeiben, vem Umfang und der| mie Luftſaule angemeſſen! jeyn muß, welche den- Brennraum durcha Erfahre ſtreichen ſoll. 4) Daß man den Zug eines Schornſteins vermeh? 1709. ren kann; wenn man einen brennenden Körper hinein ſtellt,|| Cadet, Bey denjenigen Defen, bey welchen die Verbrennung außer-| a un halb dem Schorujtein, durch den Zufluß der freyen Luſt unters| DN hatten wird, 18 außer dem Feuerheerd au< no|| eſ forderlich, 4 % 16555.<-%| EE] Ein andrer Unterſchied in der Conſtruktion der bloßen Wind-"4 dfen und derjenigen, welchen ein gewalijamer Luftzug gegeben geo, wird, beſteht darin, daß maa bey den Erſiern das Brennma- Yl terial auf einein eiſernen Roſie placiren muß, damit die Luft di, 1 die Maſſe des Brennmaterials durchſtreichen, und jolches durch|(5 beſt! die Schnelligkeit ihres Zugs beleben kaun; während es bey den'|. Gen! Blaſedfen hinreichend iſt, das Brennmäterial vor dem Rohr des|| jefüenn IEA.!|' Blaſevalgs zu PREN,“ 1P5y Aus dem was hier erörtert worden iſt, erkennet man ſehr| von 35 deutlich, das die Winddfen nur durch Koh!en genährt werven| purttey xdnnen; während bey den übrigen zede Art des Breanmaterigls| 140 gebraucht werben kann,|. durh 3 |. Dy ,| 1 Ee 8 Zweypyte Abtheilung, de einf ) 3 thie; IInfere Dye Anwendung der zzitze mittelſt dem Zrennglaſe und dem""-» ) ZBlaſerohr*)-| Un, Außer den Oefen hat der Chemiſt noG andre Mittel, die“|| Hißze auf die Körper wirken zu laſſen, und hierzu bedient er ſich| 1.! mit Vortheil'des Brennpunktes eines Brenuglaſes, und des 1| 00 Blaſerohrs. Ä| Er] N;; C je Beym Aufang des leßztern Säculums(1702) machte«30m? 2 berg der Pariſer Akademie eine Anzahl Thatſachen bekaunt, Rey welche. Veſne| ; ce 358: tan) *). Der Verfaſſer gebraucht im Original das Wort Miroir ardent| by W (Brennſpiegel.) mit dem Wörte Zrenntlas als gleichbedeutend.| zuſe) Spiegel wirken indeſſen als reſlekiivende, Brennaläſer hinge- LP, gen als brechende Mittel. Der Tſchirnhauſenſche Ayparat| uſt, iſt fein Brennſpiegel, ſondern ein Brennglas daher habe ich| Erden gauch das Wort Miroix ardent, dur Byrennglas überſeßt. H.|| | | Weite de - und def gG und de gum dur 'n8 vermeh ſtellt, ung außer Cuft unten [/chenhee) urch Züge rheerd er: ßen Wind- 3 gegeben Drennma- die Luft hes durch 5 bey den 1 Rohr des t man ſehr hrt werden ninateriagls Und dem jttel, die +8 er ſich und des te HM befannt, welche zr ardent bedeutend, er Dinge € Ayparat er habe 19 erſeßt. 9 welche derſelbe über die Wirkung des Tſchirnhauſenſchen Brenn- glaſes auf die Körper gemacht hat. Geoffroy beſchäftigte ſich mii demſelben Gegenſtande, und beſchrieb die Reſultate ſeiner Erfahrungen in den Memoires der Pariſer Akademie, vom Jahr 1709. Jene trefflichen Verſuche wurden x772 durch die Herren Cader, Scijſon, Migcequer und Lavoiſier wiederholt, und nach und nach mit drey Brenngläſern veranſtaltet. Das erſie Brennglas, deſſen ſich»0mberg bediente, war das Tſchirnhauſenſche. Cs war auf beyden Seiten convex, ſein Diameter beirug 33 Pariſer Zoll(9 Decimeter), und ſein Gewicht 160 Pfund.(8 Myriagrammen). Das zweyte, welches dem Grafen de[lg Tour D'Auvergne gehörte, beſaß denſelven Durchmeſſer, Das dritte bejiand in dem bekannten Trudginiſchen Brenu- glaſe, deſſen Wirkung die aller übrigen bekannten übertrifft. Cs beſtaud aus zwey großen, faſt ſphäriſch gekrümmten Spiegels Gläſern, die au den Kanten verbunden, und mit Alfohol aus? gefüller waren."Jene vollkommen'fehlerfreyen Spiegelgläſer waren 8 Linien(0,018 Meter) di, und bildeten zwey Hauben von 8 zuß(23 Meter) Krümmung; der Darchmeſſer ihrer Central- punkte betrug 4 Fuß(12 Meter); und ihr innerer Raum enthielt 140 Pinten(140 Litres). Fläſſigkeit. Es war im Jahr 1774 durch Sernier gearbeitet, und im Jardin de VP[ufaute aufgeſtellt, Der Brenunpuuakt dieſes Glaſes betrug 10 FUß, 10 Zoll und I Linie(3,521 Meter) Entfernung vom Mittelpunkte, Er bil- dete einen Kreis von, 15 Linien(0,034 Meter) Durchmeſſer. Unſere Akademiker vermehrten noch die Wirkung des Brennpunk- tes, indem ſie vie Strahlen mittelſt einer zweyten Linſe von kürzerm Brennpunkie in einen kleinern Raum concentrirten, welche man in zem Kegel der gebrochnen Strahlen des größern Glaſes placirte, Wir wollen hier die mit jenem Brennglaſe angeſtellten Verſuche bekannt machen, indem wir die verſchies denen Grade der dadurch bewirkten Hilze auf einige Körper, am Ende dieſes Buchs in einer Tabelle darſtellen, Die Mineralogen haben uns auch noch gelehrt, mittelſt dem Blaſerobr eine ſchnelle und ſtarte Hiße hervorzubringen, Jenes Inſtrument ſcheint zuerſt durch. den berühmten Andreas Sroab bey der Unterſuchung mineraliſcher Körper angewendet worden zu ſeyn, Nach ihm haven CTronjtedr, Rinmann, Engeſtroem, Guiſt, Jahn und Scheeie, davon bey ihren Analyſen der Erden und Metalle die größten Vortheile gezogen, Der 76 Der berühmte Torbern Bergmann machte eben im Jahr 1780 eine Reihe Verſuch? be?aynnt, weiche Verſuche mit dem Blaſerohr über die meiſten Mineralien in ſich begreifen. Er wählte als Unterlagen, für die den Verſuchen unterworfenen Subſtanzen, gut brennende Kohien von Birkenholz, oder Sich 2 trenholz, welche in Form eines Parallelepipedons geſchnitten waren, ſo wie eines kleinen Löſſels von Gold. Cr bediente ſich bald des Einen bald des Andern, nac) der Verſchiedenheit der Subſtanzen, die er unterſuchen wollte, Nach der Zeit hat Mongez der jüngere, jene Verſuche ſehr vermehret, und die Reijuitaie ſeiner eignen Verſuche in den Anmerkungen ſeiner franzdſiichen Ueberſeßung, von Bergmanns Sciagraphia Regni mineralis etc. beſchrieben, . Noc< mehr iſt dieſe Arbeit durch Herrn v. Sauſſüre ver? vollkommnet worden. Da man bemerkt hatte, daß die bieher gebrauchten Unterlagen einen Einfluß auf die unterſuchten Sub- ſtanzen ausüben, ſo ſubſtiiuirte Herr v. Sauſſure im Jahr 1775 ſtatt der Unterlagen von Kohle ein gläſernes Rohr, an deſſen äußerſten Theil er ein StüFchen derjenigen€ ES bſtanz anichmo!z, welche geſchmolzen werden ſollte. Jene Röhren zeigien aber manche Unbequemlichkeit: denn ſie zerſprangen entweder von der einwirkenden Hitze, oder ſie ſcemolzen und umgaben die dem Verſuch unterworfene Subſtanz, ſo daß ſie der einwirkenden Fiamme entzogen ward; daher jener berühmie Naturforſcher fer- nerhin ſtatr der Glasrdhren, einen kleinen Streiſen oder eine Nadel von Kpyanir in Anwendung ſetzte. Dieſer Siein iſt vor dem-Blaſerohr unſchmelzbar, er läßt ſich in ſehr zarte Streifen zertheilen, und es iſt ſcon hinreichend, die Spitze des Kyanits mit Gummiwaſſcr zu benetzen, um das Stückchen derjevigen Subſtanz daran zu befeſtigen- welche man der gewaltſamen Einz wirkung der Hiße vor dem Btaſerohr gusſeßen will. Um noch bequemer mit dem Kyanit zu arbeiten, muß man deſſen äußerſtes Ende ſo mit einer Glas-dhre zuſammen ſchweißen, daß er vom Glasrohr unterſtüßt wird. Mitrelſt dieſer Werrichmng iſt es Herrn v. Sauſjüre gelungen, ſelbſt ſehr feine Biätter vom Berg- Friſtall vor dem Blaſerohr zu ſchmelzen, Herr von Sauſſüre hat ſich endlich nicht damit' begnüget, die Kunſt, mit dem. Blaſerohr zu arbeiten, zu vervollkommnen; er hat auch mit: der größten Gepgauigfeit vie Phänowene beſchrie: ben, welche die Körper während dem Schmelzen darbieten, und es. iſt ihm gelungen, ſehr verſchiedne Urten der Schmelzung feit- zuſiellen, welche man mittelſt dem Blaſerohr bewirken kann, I) Am mofa melt Draa an yt » | | | | | | || | || 1) Rug, Guth, ſparh,) 2) jamide a die Spil | na) unt 0.97 | wals 4 | heil, | WE m taſchen! Int befel ye wihe ſi auf ſeht; bn Day AE beſteht| währ) wideln| nimmt, | | | | | fültige 1; | Ghmh; | meh | Gmirath Nat wungbart, | hr erh | birfeit" Wd, 19 (ONNEN 1 im Tah ye„mit den eiten,(4 erworfen) oder Sich: geſchnitiy diente ſz" denheit de Verſuch <4e in den 'gmanns Jüre ver vie bieher ten Sub- ahr 1775 an deſſen vichwel3, gien dbey e1 von der | die dem vinfenden ſcher fer: oder eine n iſt vor Streifen Kyanits erjentgen nen Cin: IE noh ußerjteß er vom ' iſt es 1 Berg: nüget, umnenz ſchrie: n, und ng feſt: zum 1) Am IM)= 1) Am dfterſten vereinigt ſich der goſchwo!zne Theil in eine Kugel, welche größer iſt, als der nicht geſchmolzue Tyeil des Stücks, auf welchem ſie ruhet, Dies iſt der Fall beym&c1td- ſparh, beym Tait und beym Gimmer. 2) Anſtatt daß die zerſchmolzene Subſtanz ſich auf der Py- ramide anhäufen ſoll, läuft ſie zuweilen herab; und anſtatt daß die Spitze der Pyramide ſich bioß abſtumpfen ſoll, wird ſie nach und nach flüſſig. 3). Eben ſo hat Herr von Sauſjüre beobachtet, daß oft- mals die untre Fläche ver Subſtanz, welche auf dem Kyanit rheut, zuerſt ſcKilbet 6Lyd gezogenen Sauerſiofſgas veranſiältet. Davjenige,/ welches man aus dem Salpeter gewinnt, ſcheint weniger wirkſam zu ſeyy, Späterhin haben Galliſch, Sötrling, Fürſtenberg, Gei- jer, Ingenbhouß, Ehrmann und Andre mehr, mehrere Schmelz- apparare mit Sauerſioſſgas angegeben. Ehrmann inübeſondre hat ſehr zahlreiche Verſuche über die Wirkung des Sauerſtoffſgaſes auf verſchiedene Körper angeſtellr, und die Reſultate deiſeiben(in feinem Verſuch einer. Shmelz- kanſt varch Hülfe der Feuerluſt oder Lebensluft 1787) be- fannt gemacht. Herr Guyion V7orvegu hat jene Verſuche in der Ecole Polytechnique wiederholt, unddie Reſultate im Journal der- ſelben beſchrieben. Sein Apparat beſtehet in einer Blaſe, deren ODefſuning wit einem Rohr verſehen iſt, aus welchem derſelbe das Sauerſtoſgas auf die Flamme einer Kerze leitet, und nun.dem Feuerbüſchei denjenigen Körper ausſeßt, welcher unterſucht werden ſoll, Man kann ſich indeſſen begnügen, das Sauerſtoffgas auf eine leicht entzündete Kohle zu leiten, in die man eine Hdhlung gemacht hat, um die zu unterſuchende Suvſtanz darin nieder zu legen, Fünfter Abſchnitt, Anwendung der vorherigen Grundſätze auf die Schmelzofen. Man kann das Schmelzen als den Uebergang eines ſoliden Körpers in den liquiden Zuſtand, durch Hülfe des Wärme ſtoffs definiren, Die Schmelzdfen werden gemeiniglich zum Schmelzen der Metalle, der Steine, und der Glasmaſſen angewendet. Man nähre dieſelben bald mit Kohlen, bald mit Holz, je nächdem man ſich das Eine over das Andre jener Brennmaäate- rialien mehr oder weniger leicht verſchaffen kann; und je nach- dem die Natur der zu behandelnden Subſianzen verſchieden iſt, So ſchmelzt und reducirt man z,. B. die ſtrengflüſſigen Erze, wie die Eiſenerze, mit Holzkohlen, und ziehet ſolche den Stein- Fohlen vor, welche die Metalle gemeiniglich ſpröde machen, So heißt man die Oefen, in welchen weißes oder Kriſtallglas ge- ſchmolzen werden ſoll, mit tro>yem Holze; und will man ja Steinkohlen dazu anwenden, ſo muß man die ſchmelzende Zuge ſtanz 1 | | | | wem ID=. ſtanz vor der Berührung mit ihrem rußigen Rauche ſchützen, 1; 6604 man muß die Glashäfen zudecken,| finder Die Luft wird jenen. Oefen bald durch einen freyen Luftzug,| Zw bald durch Blaſebälige zugeführt. Von der erſten Art ſind die| ef Glasöfen, die Reverberiröfen 2c. Zur zweyten Art gehdren die MUTEN 20 Hohöfen, die Probierofen 2c. d if vor Dieſer Unterſchied in Oefen mit Blaſebälgen, oder mit 14% gezwungenem Luftzug, und Oefen mit freyem Luftzug, muß| 1 um ſo mehr feſtgeſtellt werden, je mehr ihre Conſtrukiion ver-|. 1. 0 ſchieden iſt, Wir wollen ſie einzeln näher unterſuchen, MERN, t| Ü ;| ihn Erſte Abtheilung.|"s Gefen mit Blaſebälgen, oder mit gezwungenem Lufrzuge«| 4 Der allereinfachſte Ofen mit dem B'aſebalg, iſt die Schmiede-| 100 94 eſſe. Ihre ſo einfach als dkonomiſch eingerichteie Conſtruktion, Wiſe 10 erlaubt dem Künſtler alle Theile einer langen Eiſenſtange nach| Ni| und nach bequem daran zu erhilzen, und ſolche mit Leichtigfeit| Maſe zu wenden, hinwegzunehmen, wieder einzulegen 2c,, ſo wie|] tf dt jeden AngenbliF den Grad der Hiße, und den ſonſtigen Zuſtand| d des Meialls zu beurtheilen.| NM Der Blaſebalg einest ihn gemeiniglich mit/ duſſy einer Kuppel(einem Dom), die in der Mitte mit einem Schorn-| Wnnlalig ſtein durchbrochen iſt. Dieſer Ofen iſt in dent PEM machen will.(Man ſehe iavp.1. big. 1.).>| E) Der Schmelzofen welchen man bey den Ofenfabrikanten kau- N fet, und in den Laboratorien gemeiniglich in Anwendung findet, 7 producirt indeſſen nur mittelmäßige Wirkungen, vorzüglich in 0 Vergleichung mit dem dreyſachen Blaſebalg, welcher anfangs nur y allein in der Bergwerks: Schule eingeführt war, gegenwärtig 4 aber in allen andern Jyſtituten angewendet wird. Die Luft; welche bey dieſem Blaſeba!g durch ſein ſehr weites Rohr ent- i weicht, ſammlet ſich hierauf in einem cylindriſchen Reſervoir|' von 0% 15 1 y e ſchühn, n Luftzug, Irt ſind di; gehdren di > oder"mi zug, mij ufiion vet, vn ufrzuge, I Ommiede ſtruktion, ange nach Wactigfeit .,(0 wie gen Zuſiand iſt von der 'y ſich das Weite, und niglich mit em Schorn: yen Labora: 1 gebraut 1 zu ſchmel: in andern terial ent: 0 geſchidt anten kau? ing findet, züguch in yſangs nur genwärtig Die Luſt Rohr ent? ) Reſervoit voy wanne SI amp von etwä 9 bis 10 Zoll Weite. Im Innern dieſes Reſervöirg finden ſich drey Röhren angebracht, wovon jede ungetähr einen Zoll weit iſt, und welche nun die Luft. durch drey verſchiedene Oeffnungen, die in der Mitte der drey verſchiedenen Seiten des Blajeba!gs angebracht ſind, auf den Heerd hinleiten. Der Ofen iſt, von feſten Steinen erbauet, und durch eiſerne Bänder zu- ſammengehalten, welche ihn von Außen umgeben, Seine Höhe beträgt 12 bis 15 Zoll, und ſeine Weite 7 bis 8 Zoll... 6 Zoll vom Bedey herauf, erweitert er ſich um einen oder zwey Zoll, Eine Übbildung davon finder man Tab. i. Fig. 2. 3.. Die Gefäße deren man ſich bedienet, um darin die minera- liſchen Köiyer der Cinwirkung des Feuers zu unterwerfen, wer- den Schmelztiegel genannt. Sie beſitzen gemeiniglich die Ge- ſtalt eines an der Spitze abgeſchnittenen Kegels, Tab. 1. Fig. 4,*). In großen Mänufakturen, wie in den Glashütren wendet man Häfen vder große. ScHmelztiegel an, die oft 8 dis 10 Centner Maſſe in ſich faſſen. Ihre Form iſt gemeiniglich meiſt cylin= driſch, weil diefe Form eines Tyeils der darin eingeſchlojſenen Maſſe am meiſten Widerſtand leiſtet, und andrerjeits am leiche teſten auszuführen iſt, Die Schwelztiegel ſind entweder aus Erde, aus Keißbley oder aus Merall augefeitiget. Man fabrieirt ſelbige aus Thon und Sand. Von dieſer Art ſind die Heſſiſchen Tiegel, die bey kei- nem Grade der Hiße" ſchmelzen., Dieſe Tiegel haben aver die Unbequemlichkeit, daß ein!3e Beſjiandeheile derſelben ſich mit den Materien verbinden, die darin behandeit werden; und zwar vorzüglich dann, wenn ſolche yon alkaliſcher, von ſaurer, oder ſonſt. von einer ſalzigen Beſchaffenheit ſind, Dieſer Umſtand hat die Chemiker gezwungen, für ſolche Subſtanzen Schmelztie- gel *) In Deutſchland bedient man ſich faſt allgemein derjenigen Schmelz- tiegel, welche zu Ailmerode in z5Zeſſen aus einem mit groben Sand gemengten feuerfeſten Thon geformt, und ſtark gebrannt werden. Außer der koniſch geformten, eine Beſtalt, die man vor- züglich den größern Tiegeln gibt, hat man auch kleinere von der Form etner dreyſeitigen an der Epite abgeſchnittenen Pyramide, Ihr Jnhalt iſt von dem Umfang eines Lothes bi3 zu einem Pfunde Waſſer. Sie ſind gemeinitglich: bey ſechs Stück in ein- ander gepaſſet, und werden Saßtiegel gevannt. Auch gebraucht man von derſelven Maſſe verfertiare Schmelzruten. Ste ſind entweder Relchförmig(Kelchtuten) oder bilden ein Sphäroid, in beyden Fällen ſind ſie.mit einem Fuze verſehen. Die Schmelz- tuten, oder Prodbiertyten, werden vorzüglich zu docimaſtiſchen Arbeiten gebraucht. H. 3 ß IN| 'G | ? NW. 7 45 Ä GI 2 * 4. KS RISSE WONNEN=<5OH > „Was ep 82 eamaz gel von Platin und von Silber zu gebräuchen; und ſich zu be- 4 gnügen, die irdenen bloß zu den Metallen anzuwenden. dient, Die Schmelztiegel von Reißbley werden zu Paſſau fabricirt.| Wf Man verfertigt ſolche aus der Verbindung jenes Foſſils mit| Wm etwas Thon, welche man zuſammenknetet, um der Vermenz| dar m gung eine bequeme Conſiſtenz zu geben, Dieſe Tiegel wider? Mtaliet ſtehen dem gewaltſamſten Feuer unſrer Oefen, und werden vor-) fitelige züglich zum Schmelzen der Metalle in den Münzen gebraucht. ſelenn Die Natur der bildenden Beſtandtheile jener Tiegel, nämlich ganz? Thou, Kohtjie, und Ciſen, macht ihren Gebrauch ſehr begrenzt, ſelbige und erlaudt es nicht, ſich ſolcher zur Behandlung der Salze zu Auöger bedienen.! tien M Die Platintiegel vereinigen die beſten Eigenſchaften in ſich. Puri Jenes Metall, welches bey dem Feuersgrade unſrer Oefen unz der dem ſ&gmelzvar iſt, widerſteht auch den Alkalien und den Säuren, geftaten Es beſitzt alſo alle die CEigenſchafen, welche eine Sgaugröhe: einn, wohn ren bildet, FNA 1, Um die lich, man r, welcher Trommel, ten Stein, wieder er- ( ves Waſ- en ablaufen läßt. Wir begnügen uns hier eine Abbildung von drey Schmelz- dfen mit freyem Luftzug zu geben, welche den beſten Effekt pro» duciren, und bey dergleichen Operationen faſt allgemein ange- wendet werden,: Der Erſte(Tab. Ul. Fig. 1.) iſt der durch Lavoiſier vers vollfommnete Schmelzofen unſrer Laboratorien. Er ruhet auf einem Dreyfuß, und nimmt die Luft durch ſeine untre Oeffnung auf.- Man bedient ſich dieſes Ofens zu Schmelzungen in Schmelz- tiegeln, mit dem größten Vortheil. Hier erſcheint ſolcher auf den zwölften Theil ſeiner natürlichen Grdße reducirt, Der Zweyte(Tad. 111. Fig. 2.) iſt ein gewdhnlich in den Münzen angewendeter Schmelzofen, zum Schmelzen der Metalle, In dieſen beyden Schmelzdfen machen der Arbeit80:t und der Feuerſa> einen und denſelben Theil aus. Die Tiegel ſind im Feuerſa> geſtellt, und mir Kohlen umgeben. Wir haben indeſſen bereits bemerkt, daß es auch'Schmelz- dfen gibt, vey welchen der Arbeitsort unmittelbar zwiſchen dem Feuerſa> und dem Ratchfang befindlich iſt, Hier ſchlägt die Glamme, welche ſich aus dem Feuerheerde erhebt, gegen den Al- tar Vr=nen Holzes hinreichend, um die günſiigſien Wirkungen zu veranlaſſen, Wird der Ofen mit Kohlen genähret, ſo wirft man ſolche von Zeit zu- Zeit durch eine Oeffnung hinzu, welche man pers pendikulair über dem Heerde, in dem ihn bedeXenden Naume au- gebracht hat. Oft werden. ſolche auch durch Seitenödſſnungen hinzugeworfen, welche nahe dem Roſte angebracht ſind, und man verſtopft dann jene Oeffnungen ſelbſt mit Kohlen, ſo daß man ſolche nur wenn es erforderlich, nach dem Feuerheerde zuſchieben darf, Die einzige Modifikation, welche der Reverberirofen noth- wendig macht, wenn ſolcher mit Holz geheilzt werden ſoll, iſt die, daß man den Roſt wegnehmen muß, weil die Flamme, die viel ſtärker iſt, ſonſt die Sohle durchdringen, und ſich zum Theil im Rauchfang verlieren kdunte,“. Sechstex Abſchnitt. Anwoendung der vorherigen Grundſäze, Kauf die Abdun- ſtungsöfen. Abdunſtkung nennt man den Uebergang einer tropfbaren Flüſſigkeit in die Dauſiform, dur * 2 4% vd PB* Du BE ENER E<:* ] == Os E ne Zz - ndthig machen. -<- 9 83| ſien; oder dahin, eine Aufldfung zu verdichten, indem'man einen Theil ihrer Flüſſigkeit hinwegnimmt, damit die darin ge? ldjte Subſtanz ſic) ausſcheiden kann, Die Abdunſtung wird in ſoſchen Oefen veranſtaltet, weiche man zufolge ihres Gebrauchs Abdunſtungsöfen nennt. k Der Abdunſtungsofen iſt allgemein aus zwey verſchiedenen| ' Theilen zuſammengeſeßt, der eine wird der Aſchenheerd, der| andre der Feuerheerd genannt. Beyde ſind durch einen Roſt Hon einander getrenner, welcher das Brennmaterial aufnimmt,| Jeder dieſer beyden Theile hat eine Oeffnung, wovon die Eine| zum Cingaug der Lauft, ſo wie zum Ausziehen der Aſche, die Andere aber die Anwendung des Brenumaterials erleichtert,| eum In denjenigen Anſtalten wo man nur Holz gebraucht, läßt| man den Aſchenheerd weg: und in dieſem Fall wird der Zugang| der Luft gleich durch den Feuerraum unterhalten, welcher fiets| mit dem entzündeten Brennmateriai geſpeiſet ſeyn muß, damit| die zutretende kalte Luft nicht die Abdunſtungsgefäße abkühle und. die: Hiße vermiudre. Der einfachſte Abdunſtungsofen, iſt der in unſren Labora- torien.&Ex beſitzt die Form eines ſich oben erweiternden Cylin- ders,| Sein oberer Ran» beſitzt 3 bis 4 Anushdhlungen oder Ein- ſchnitte, welche in den Seitenwänden des Ofens zum Feuerraum hinabiteigen, um ſo einen freyen Luftzug zu unterhalten(Tab, IV: Fig.)|: j Man bemerkt indeſſen bey den Abdunſtungsdfen, deren man ſich in den Werkſtätten bedient, eine große Abweichung. Die Geſtalt der Abdunſtungsgefäße, deren man ſich bedienet, die Naur der Subſianzen, weiche man abdunſtet, müſſen noth- wendig in' der Conſtruktion jener Oefen, manche Modifikation Wir begnügen uns hier nur die vorzüglichſten befannt zu machen, KE Die Pfannen, deren man ſich in den meiſten Fabriken be- dienet, ſind die gewdhnlichſten Abdunſtungsgefäße, Man be- dienet ſich verſetben, um Flüſſigkeiten zu verdichten, und darin> geldjte Salze und andre Subſtanzen abzuſcheiden, Ihre Form beſieht gemeiniglich in einem länglichen Viere>, zuweilen iſt ſie guch rund, 7 Bevor die Conſtruktion dieſer Oefen den Grad der Voll- fommenheit erhielt, den man ihnen jeßt gegeben. hat, begnügte man fich mit einer auf vier Mauerwände placirten Pfanne, bey welcher die Flamme, mit Ausnahme einer Kante von 3 bis 4 Zoll auf jeder Seite, mit welcher die Pfanne auf der Mauer ruhete, | ruhel! aufer pal u war di! Na tion de! 1:70" entrit fang 1 bedeut! | ve M | N | itzal | Bet denen 1 N haft gen fen des alle die! devwar y Gitt| | 1), (hißen wur Vfg | vehmen, ſchr lan dem m| dann NZ |, weide ni. ſchieden* eerd, der "inen Roſt Juſnimu, 1 die Eine ſche, die htert, icht, läßt [ Zugang her iets ß, damit e abfühle 4 Lebora: den Cylin- oder Ein: euerraum en(Tab, eren man ng. Die enet, die ſen noth- difitation üglichſten brifen be: Man bet: md dann hre Form len iſt fie der Voll: begnügte nne, bey 1 3 bis 4 x Mauer ruhe, rühete, den ganzen Boden beſtriM.» In der Mitte der einen äußern Mauer war eine Thür angebracht, um das Brennmateaz rial und die Luft einzuführen; auf der gegenüberſtehenden Seite, war der Rauchſang angebracht. Nah der Jdee, welche wir von der mangelhaften Conſtruk2 tion der ältern Oefen gegeben haben, ſieher man, daß der Luft- zug, welcher zwiſchen der Pfanne und der Sohle des Heerdes eintritt, die Hiße wegnehmen und ſolche faſt Janz in Vmn-Rauch- fang überführen muß: ſo daß dann eine lange-Zeitpzwd ein bedentender Aufwand von Brenningierial erfordert wird, um die Abdunſtung zu veranlaſſen, Die Fortſchritte unſer Kenntniſſe, und die Nothwendigkeit mit Zeit und Brenymaterial gut zu wirthſchaſten, haben die Verändrungen in der Counſtruktion der Oefen herbeygeführt, mit denen wir uns jeßt beſchäftigen wollen. Die Counſtrufirion eines Ofens kann nur in ſo fern vortheil: haſt genann werden, in ſo fern dabey die Hitze auf allen Punk- ten des Abdunſtungsgefäßes gleichförmig vertheilt wixd; und alle diejenige Wärme, welche etwa entweichen kann, nvc< aua derwärts benußt wird, Man' kann daher annehmen, daß Unvollkommenheiten Statt finden: L) Wenn man nur eine Fläche des Abdunſtungsgefäßes erhitßen kann, weil alsdann die ganze Maſſe des Fluidums nur in ſofern erwärmt wird, als der Theil des Ofens und der Flüſſigkeit, weiche die ſie durchſtrdmende Hitze unmittelbar aufs nehmen, damit in Berührang ſtehen: wodurch die Abdunſiung ſehr langweilig wird. 2) Wenn man den Schornſtein rauchen ſiehet: denm dieſer Rauch beſteht aus den Theilen des Brennmaterials, welche durch den Luftzug fortgeſch!leppr werden, und der Verbrennung ent- gangen ſind, 3) Wenn man am Ausgange des Rauchfangs eine lebhafte Hiße wahrnimmt, Durch einige Abändrungen in jedem einzelnen Theile, welche den Abdunſtungsofen bilden, iſt es uns geglückt, alle gute Ei- genſcigen Pfanne betragen, Er muß ungefähr 3 Zoll niedriger angebracht ſeyn als das Niveau der Mauer, auf welcher die Thüre ruhet, ſo daß die Mauer nach dem Roſt zu, abſchüſſig läuft. Der Roſt muß aus eiſernen Stäben gemacht ſeyn, weiche - frey ruhen, ohne daß ſie durch ein Band von demſeiben Metall ge- ſtüßzt ſind. Jene Stäbe müſſen nach der Breite, in der Entfernung von ungefähr einem Zoll von einander placirt ſeyn. Werden die Stabe befeſtigt, ſo kdnuen ſolche ſich durch die Abwechſelung der Kalte und Hiße nicht frey zuſammenziehen und ansdehnen. Die Pfanne muß 10 bis 15 Zoll hoch über dem Roſte angebracht werden; insbeſondre aber wird die Höhe durch die Natur des anzuwendenden Brennmaterials beſtimmt, ſo wie man ſolche nach dem Maaße einrichtet, als man mehr oder weniger Flamme geben, oder das Brenumaterial, mehr oder weniger lebhaft verbrennen foll. Die ſic) aus dem Feuerheerde erhebende Hitze beſitzt ihr Maximum der Wirkung bey einer Höhe, welche bekaunt ſeyn muß, welche aber na< den verſchiednen Umſtänden differirt, weiche wir anzeigen wollen. Allgemein erfordern diejenigen Brenywmateriale, welche viel Flamme geben, auch die grdßre Höhe des Brennraumes. Diejenigen welche ledhaft brennen, und wenig Rückſtand übrig laſſen, erfordern eine mindere Höhe des Brennraumes, Man muß indeſſen unter' beyden Extremen immer die zuträglichſte Höhe auswählen. Hat man eine runde Pfanne über einen Ofen placirt, ſo müſſen im Bau des Ofens einige Abweichungen beobachtet wer- den, und zwar. vorzüglich in Hinſicht des Ortes, wo der Roſt angebracht wird. Faſt in allen Werkſtätten ſeizt man den Keſſel ſo, daß die Mitte von deſſen Boden, über der Mitte des RoFes zu ſtehen kommt. Dieſe Cinrichtung würde dann die beſte ſeyn, wenn ſich die Hitze aus- dem Feuerheerde ſenkrecht emporhdbe, um den Keſſel zu berühren, Aber der Luftſtrom, welcher die Flamme durchſtreicht, und nach dem Rauchfang zu entweichen trachtet, gibt der aufſteigenden Hißze eine ſchiefe Richtung: ſo daß der Wärmeſtrom nur den, dem Rauchfang am nächſten belegnen Theil des Keſſe!s berührt. Um dieſem Nachtheil abe zuhelfen, iſt es hinreichend, den Roſt mehr vorwärts zu legen, ſo, daß die Kante des Roſtes nach dem Rauchfang zu, unter der Mitte des Keſſeibodens zu liegen kommt; und daß die Seite der a ſonſt dy herd, u) un reite,(ine ahr 3 Zu] uf welche 3 abſchüſg yn, wely Metall qt: ; fern) Berden di ſelung de ien Dit ngebract Ratur des nan ſolche rt Flamme er lebhaft beſitzt ihr kaunt ſeyn 1 differitt, diefenigent je größte brennen, dere Hdhe Extremen ſacirt, ſo *htet wet der Roſt den Keſſel es Roſes beſte ſeyt,, mporhdh) velcher die entweiht htung:(! 4 nächſt theil ab 3 zu lege) u, un ; die Seit dit der zum Feuerheerd führenden Thüre, mit der vordern Kante des Roſtes gleich ſtehet, wie man„ſolches(Tab. V. Fig. 1.) ſchen kann. Bey dieſer Stellung ſchlägt die ſich erhebende Flamme ſehr ſtark gegen alle Flächen des Keſſelbodens„ bevor ſich ſolche im Rauchfange verlieren kann. Vorzüglich hat man aber in unſern Zeiten in der Einrich» tung der Rauchfänge ſehr glückliche Veränderungen angebracht. Statt daß ſolc na. - 92=- vom Fenerheerde ausgehet, gezwungen wird, alle Oeffnungen| im Rauchfange zu durchlaufen,' Der Ofen von welchem wir ſo eben geredet haben, gewähe« ret vorzüglich dann ſehr große Vortheile, wenn man ſich des Holzes als Breynmaierial bedient, weil die Flamme, welche dadurch hervorgebracht wird, die innery Räume der Feuergänge faſt nach ihrem ganzen Umfang durchläuſt, und die Hiße alle Oberflächen der Pfanne berühren muß, So vorthei'haft indeſſen auch die gewundenen Feuergänge in den Oefen ſeyn mdgen, ſo gibt es doch Fälle, wo ſolche bey der Ausübung nachtheilig wirken können. So würde man z. B. bey einer ſolchen Einrichtung des Ofens keine Seifenſiedung veranſtalten tdnnen, ohne die Seife zu verbrennen, weil hier» bey die Seitenwände des K-ſFels zu ſehr erhitzt werden, oder man würde ein beſchwerliches Abkühlen derſelben unterhalten müſſen. Daher erbauet man auch in den Seifanſtierereyen nür allein den untern Theil des Keſſels von Kupfer, und den übris gen von Stein. Ein zwevyter Unterſchied, welchen die zur Seifenſiederey bez ſtimmten Keſſel eifennen laſſen, beſteht darin, daß der Roſt, ſtatt vorne zu liegen, auf der Seite der zum Fueiheerde ange- brachten Thüre, hinter dem Boden des Keſjels angebracdt, und der Rauchfang unmitte!bar über der Feuerihüre befindlich iſt: ſo daß die Flamine, des Brenumäterials gerade nach der Feuerthüre zu ſchlägt, um, nachdem ſie unrer dem Keſſel wegs gejirichen iſt, im Schornſiein zu entweichen 3; und dies iſt wie man ſiehet, eine der in andern Oefen völlig entgegengeſetzte Richtung der Flamme.(Tab. Vi. Fig. 1.) Man hat dieſe widerz- natürliche Conſtrufiion aber aus dem Grunde aufgenommen, weil man bemerkt hat, daß durch dieſes Mittel die Wirkung der Hißze weit gleichfdrmiger, als in andern Oeſen regiert werden kanu.- Cs iſt uns nun noch übrig, von den Abdunſtungsgefäßen zu reden, welche, wie bereits bemerkt worden, diejenigen Gez - ſchirre ausmachen, in Denen die zu verdunſtenden Flüſſigkeiten - enthalten ſind, Die Abdunſtngsgefäße ſivd entweder von Metall, von Glas, von Porzellan, oder von Töpferzeug. Mau nennt ſie bald Keſſel, bald Pfannen, bald Becken, bald Schaalen zu(atge ihrer Größe. Der Reſſel oder die Pfanne wird JOdhülich feſt in dem dazu beſtimmten Ofen eingemauert» Die Form iſt bald rund, bald bol ſe' nd) ſole! reren Foe Heſi EN wn bley! geg wl fen gü my mör 2 diffe! xs lücht wit ſolch Fom des Ä Jom | Fun due boden welche Jh (ub) Wwidt, 0 Außen | Minze huge) 3 I» Deffnungt R, gewähr an ſich des ne, welche Feuergänge b e Hike all Feuergänge che bey der man 3,3, fenſtedung weil hier den, oder mterhalten ereyen nür den übri: ſiederey bez ß der Roſi, jeerde ange wgebracht, ' befindlich ? na) der eſfel wege ies iſt wie 'gengeſehte jeſe wider: enommen, > Wirkung fen regiert gögefäßen nigen Oe| üſſigkeiten (all, von nennt ſie on zuſolgt ſi in dem zld rund, bald :-=- 93,= bald viere>igt, bald ein längliches Viere&, Man verfertigt ſie ven Kupfer, von Eiſen, von Bley oder au von Zinn, nach der Natur der Subſianzen, welche darin bearbeitet werden ſollen. Die kupfernen Keſſel werden vorzüglich in den Färbez xeyen angewendet, /und überhaupt bey allen denjenigen Operas tionen, bey weichen man mit Vegetabilien arbeitet, um einige Beſtanotheiie aus ihven zu extrahiren, Die von Eiſen ſind in den Salzſiedereyen und in denjenigen Fabriken gebräuchlich, wo man TTeutralſalze aus ihrer Aufldjung abſcheiden will. Der bleyernen, welche weniger als die eiſernen von den Salzen aus- gegriffen werden, bedient man ſich in den Algun- Fabriken, ſo wie in den Virriol und Virriolöltabrifen 2c. Won den zinnern kenne ich feinen Gebranchy*), außer dem daß man ſie in den Färbereyen zur Hervorbringung des Scharlachs anwendet; weil die dazu erforderliche ſaure Beize die andern Metalle mehr oder weniger angreift,-und die Farbe verändert, Die Form der Keſſel oder Pfannen hat mir immer ſehr in- different: zu feyn geſchienen, wenn nur der Ofet gut conſtruirt iſt**), Man muß geſtehen, daß die ruude Form eine weit leichtere Crhizung als jede andre zuläßt, und die runden Keſſel weit ſchwerer der Zerſtdrung unterworfen ſind. J< würde ſolche daher allemal..da vorziehen, wo es bloß darauf anz Fommt, abzuduuſten; wenn man aber gezwungen(ſt, im Bade des Keſſels zu ärbeiten, ſowerden die Arbeiten durch die viere>ige Form ſehr erleichtert 2"ſo daß alſo die Natur der Operation, die Form der Gefäße beſtimmt. Der platte Boden der Keſſel ſcheint mir ſtets viel Unbe? quemlichfeiten darzubieten, Denn 1) iſt es ſc | hien A! ver Def fuß, de von 4 | wm vi | bindlig vi Au; Deuce“ indofen 14 "WIE | ver fupWS muß ſes ſpaw.r0g | juzwi | Qual | gewann der fupid ſalt 3 fl hinig fui] Cijm 16 Nimmt be Fis | Rebunal“ | dr iſi | nidt ung | why ws |(eidter* der WW bhre 'di außerhalb . und der age welche els zurüd: euer, wel: e hier wes as Metall en Theilen ſt oſt das 2 oſten Vers ion eines den dar: bſtrahirt! ), um die Iben Ver: ' vortheilz auß mehr "deſſen die ung gefegt | Reſſel! zu rend einer nen, Im ), um 18 ([ wurden 1d Waſſer Nah en Pfannen) pit der nog Huantitäten onen in fl ) 16! Ziefez 8 bey großen ng der Dihe uf die Obe ucht. Din » dem Keſſel - geſtopner erm andern eicht man mgibt; vu Nach Herrn von Rumford kann man es als einen Grunde ſaß aufſtellen, daß die Erſparung an Brennmaiertal ſo viel größer iſt, als die Zeit weiche zum herankommenden Sieden ers fordert wird, größer iſt. Die Been oder Schaalen, deren man ſich in den Werk- ſtätten der Konditor, ſo wie in den Apotheken vedienet, um Säfte einzudi>ken, Abkochungen zu machen 2c, beſtehen in ile!nen trag baren Keſſeln, welche man ohne Befeſtigung über die Flamme der Oefen ſett; oder man ſeßt ſolche auch bloß auf einen Orey2- fuß, unter welchem Ho!z angezündet wird, Sie ſind entwe- der von Zupfer oder von Silber angefertiget. Die Lettern werden vorzüglich zur Verdunſtung der in der Arzneykunit gez bräuchlichen Säite oder Salzaufldjungen gebraucht; weil ſoiche das Kupfer leicht aufreſſen und aafidſen, und, dadurch die Arzneyen der Geſundheit nachtheilig machen können. Da man iudeſſen nicht allerwärts, vorzüglich bey Zubereitung der Spei- ſen, ſi!berne Geſchirre anwenden kann, ſo muß beym Gebrauch der kupfernen, die ſirengſte Vorſicht angewendet werden. Man muß ſie zu dem Behuf von allem anklebenden Roſt ynd Grün- ſpan reinigen, we'che ſich auf ihrer Oberfläche ſehr“ leicht er- zeugen. Ju dew Mittägigen Provinzen, wo man eine große Quantität Weintrauben- Cxtrakt bereitet, welches Tragubenmus genannt wird, verbeſſert man zum Theil die Unbequewlichkeit der kupfernen Geſchirre in wel der Hilze, und die Spaltung folgt den heiße- 8'"" ſten Theiien: ſo daß wenn die Spa!tung nun einmal angefan-) 6 gen iſt, man ihr mit dem glübenden Eiſen folgen darf, um 3 00 den Recipienten in zwey Halbkugeln zu theilen. Jh rathe hier» Betdu bey die Theilung nach der Richtung der Recipientendffnung zu ver dh veranſtalten, weil alsdann jede Schaale mit einem Ausgußſchnabel 1 We verſehen iſt ,/ um das Abgießen durch ſelbigen zu veranſtalten, el Ny Wenn die Gefäße durch den mit dem glühenden Stabe gez We machten Eindruck der Hitze ſich nicht ſpalten ſo kann der Erfolg NiO begünſtiget werden, wenn man mit einem naſſen Kdrper über dir(Dh vn heißeſie Stelle hinfährt, oder wenn man einen Tropfen Waſſer| ene hwv: darauf fallen läßt. zum Ih len verfertigen, ſo bedient man ſich eines eiſernen Ringes( ein| fm, fj Sprengeiſen) welchen man im rothglühenden Zuſtande auf die- jenige Stelle bringt, welche zerſchnitten werden ſoll; und die N kleinen Schaalen werden augenblicklich abgeſondert,| | 2) Will man aus einem Recipienten mehrere kleine Schaa-?| din, mt j Dieſe | *) Hier in Berlin werden dergleichen Schaalen von verſchiedner Größe| gus Sanitätsmaſſe verfertiger, die man auf der Koniglichen Por-| zellanmanyfaktur ſehr billig kauft. Sie ſind allen übrigen vor-| zuziehen, H. 4.| ) | Porzelly, ngewende jet, beſihe ner von un der Warn, d gemein: vorrazenden ſtigen,, enigen, die n Recipiey , Fann man n Recipien: 1 Stelle mit nd Haaren inem Hand: 1 glühenden n der eifor- tet ſich hier I den beiße: al angefanz darf, um rathe hier wſſnung zu gußſchnabel nſtalten, 1 Stabe qe: n der Erfolg per über dir pfen Waſſet eine Schat! Ringes(ein 1de auf die! (l; und die Dieſe jiedner Größ! jglichen Pot übrigen vo Dieſe Schaalen haben den großen Vortheil, daß ſie in allen Punkten gleic) di> ſind; ader ſie beſißen ſcharfe Kanien, welche die Hände leicht verlezen, und ſolche auch zum Zerz- ſpringen dieponiren; daher es gut iſt jene Kanien vor dent Gebrauch an einer Glaslampe abzurunden. Die gläſernen Schoalen können die unmittelbar darauf wir- kende Hißße nicht aushalten, ohne zu zerſpringen. Um dieſem Nachthheil vorzubeugen, beſchlägt man ſelbige mit einem Kitt aus Thon und Haaren bereitet, Ju dieſem Zuſtande können ſolche auch zur. Abdunſtung.über freyem Feuer angewendet werden, ohne zu reiſſen, nur muß die rückſtändige Subſtanz allemal! noch liquide ſeyn, wenn eine neue Portion hinzugegoſſen werden ſoll, . Die Schaalen von Porzellan und von Steingut ertragen die Anwendung der freyen Hilßze ohne zu ſpringen; die erſtern finden eine häufige Anwendung) die letztern weniger, weil ſie faſt immer pordſe ſind. Es gibt Fälle, wo-die Wärme, welche die Abdunſtung veraniaſſet, nur auf der Oberfläche der Flüſſigkeit wirkſam iſts wie diejenige Abdunſturg, welche an der Sonne veranſtaltet wird. Ju den mittägigen Climaten verdichtet man auf dieſe Art faſt durchgängig das Meerwaſſer, um das Seeſglz daraus zu ſcheiden*). In mehrern Anſtalten hat man verſucht, die Wärme zur Verdunſtung ſo anzuwenden, daß man einen Strom heiße Luft, über die vorher erwärmte Flüſſigkeit hingeleitet. hat: ſo vaß auf ſolche Art die Wärme in allen Flächen wirkſam iſt; und der Luft2 irom alsdann in eben den Rauchfang abgeleitet wird, welcher die Dünſie, und den Rauch aufnimmt, Auf dieje Art erfolgt die Operation unbezweifelt viel ſchneller; man muß dabey aber guch befürchten, daß viele Unreinigkeiten mit der verdunſtenden Flüſſigkeit verbunden werden;, daher dkeſe Verfahrungsart nur eine begrenzte Anwendung findet. Man könnte dieſelbe 3. B. zum Abdunſien der Langen in den Pottaſchenſiedereyen auwenz den, und anſtatt ſolche in Pfannen abzudunſten, würde es beſſer ſeyn, ſich eines Reverberirofens dazu-zu bedienen, wobey die Luft *) Daß man auch in unſerm Clima die Abdunſtung der Salzſaalen durch die Sonnenwärme bewirken kann, habe ich in einer eignen Abhandlung augeinandergeſeßt. Man ſehe darüber meinen Aufs ſaß: Obſervation ſar une methode d'evaporation[pontavce de Yeau des puits ſalans a la tewp6rature de V'atmosphere etcs In den Memoires de Academie des Sciences de Borlin. MDCCCIII, pag. 91 eto H, G TT aBSRSLETE 0:2 1 iM 'E j| | j| + iy | Luſt zugleich zum Reſervoir der Dünſte dienen würde; ſo wie derſelve Ofen.dann auch zugleich zur Darſtellung der Potta'che ſeldſt dienen könnte. Die Art und Weiſe das Feuer auf die Abdunſtungsgefäße anzuwenden, unterſcheidet ſich auch noch nach der Natur der Gefäße, ſo wie nach der Natur der Materien, welche man dar- in behandelt. j Wir kennen drey Arten der Abdunſtung: eine bey bloßem Seuer, wobey die Abdunſtungsgefäße dem Feuer unmittelbar ausgeſeizt find; die zweyre im Sandbade, wobey die Abdun- ſtungsgefäße ſich durch eine Schicht Sand'vom Feuer getrennt befinden; endlich kann man zwiſchen das Feuer und die Gefäße ein liquides Mittel ſeen, in welh bade, Man bedient ſich dieſer Verfahrungsart allema! da, wo man ein flüchtiges Fluidum von ſeiner Bermengung mit einem feuerbeſtändigern treunen; oder wenn man einer: ſehr ſubtilen Stoff aus ſeiner Verbindung mit einem andern Körper ausicheia den will; und man gewinnt dadurcd) den Vortheil gegen die erz ſtern Abdunſtungsarten, daß man die abgeſchiedene Subſtanz dadurch nicht durch das Feuer verändert erhält: Man ſiehet leicht, daß dem Geſagten zufolge, das mit Salztheilen. veladene Waſſer, welches ſich nun weniger leicht verflüchtiget, zur Deſtilla- tion anderer Flüſſigkeiten, welche ſich ſchon beym Siedpunkie des Waſſers erheben, aus dem Waſſerbade, mit Nußen angewendet werden kann.(Tab. VI big. 6.). Unabhängig von den Urſachen, welche wir voy der Feuer? beſtändigkeit der Körper erdrrert haben/ und welche ſich folglich der Abdunſtung mehr oder weniger entgegenſetzen, gibt es eine der vorzüglichſten, die faſt ſtets mit gelinder Luft wirkt, dieß iſt die atmosphäriſche Luft. Wenn, emweder mittelſt der Lufipumpe, oder indem man ſich“auf' die Gipfel hoher Berge begibt, man den Druck der atz2 mosphäriſchen Luſt vermindert; ſo ſiehet man viele liquide Subs ſtanzen in die Dunſtform übergehen, und in dieſem Zuſtarde bez harren,“Auf jenen Grundſatz geſtüßt, hat man noch mehrere Mittel vorgeſchlagen, um die Deſtillarion oder die Abdunſtung in luftleeren Räumen zu verrichten, Bis jetzt haben aber alle dazu vorgeſchlagene Vorrichtungen, den von ihren Erfindern beabſichtigten ZweF, nur unvollkommen erfüllet, Siebenter Abſchnitt, Anwendung der. vorhergehenden Grundſätze auf die Deſtillationsöfen, Die Deſtillation iſt von der Abdunſtung bloß darin verz ſchieden, daß mau dabey die ausdunſtenden Subjtanzen ſammlet, während man ſolche bey der Abdunſtung in die Luft entweiz chen läßt, Man bedient ſich der Deſtillation, um mit einander ge- mengte Subſtanzen von einander zu ſcheiden; welches aber nur dann Statt finden kann, wenn die eine flüchtiger als die andre iſt. In unſern Laboratorien veranſtaltet man die Deſtillation aus gläſernen Gefäßen, welche Netorten genannt werden; in G 2 den wnn nn di RE ÜR„Ee RET I RER. 5 4809 910| den WerkſÄten der Künſtler und Fabrikanten, wird dieſe Arbeit eipt in kupfernen Geſchirren veranſtaltet, welche man Deſtillirbia-|"E ſen nennt,| 5 4| je Erſter Artikel,: eipen :" Deſtillation aus der Retokte,/| un Obgleich der Ofen mit dem Sandbade, bey den Deſtillatio-| Rec nen aus Retorten, in unſern Laboratorien ſehr häufig gebraucht--||(em wird; ſo muß denaoch auch bey dieſer Operation, der Reverbe-- wd rirofen, als wetentlich nöihwendig betrachtet werden. Dieſer des iſt au5 vier weſentlichen Theilen zuſammengeſeßt: dem Ajchen-| nur ditrchiein Paar eiſerne|"| Sräbe trennt, welche dazu beſtimmt ſind, die Retorte zu tra-[57408 gen. Der Dohm. bede&ti den Arbeitsrgum, und iſt in der Mitte(IM durc durchſtreicht,| 5,0% einen freyen, Abzug zu geſtatten. Auf den Kanten des Dohns| 5 und des Arbeitsrgums iſt ein halbkugelförmiger Einſchnitt an- M gebracht, um den Retortenhals hindurc zu leiten(Tab. VIrt,| uon Die Netorte iſt das Gefäß, in welches man die Subſtanz| 7 6a bringt, welche der Deſtillation unterworfen werden ſoll: Sie iſt| jm E! gemeiniglich eyförmig, /und mit einem geneigten, am äußerſten wide Ende offenen Halſe verbunden(Tab. Vil. lig. 2.). Wird die| /byud Deſtillation aus einem Sandbade veranſialtet, fo wendet man ema „. Retorten an, welche auf der obern Fläche mit einer rdhrenföre| migen Oeffnung verſehen ſind: ſie ſind dazu beſtimmt, um die Yi zu deſtillirenden Materien hineinzufüllen,-ohne den Apparat aus- aut Deny einander“ zu nehmen(Tad. VIL Fig. 3.).| Ai . An den Hals der Retorte wird ein andres Gefäß angebracht,|| Imej welches. dazu beſtimmt iſt, das Produkt der Deſtillation aufzu- L| Kation nehmen, und Vorlage(Recipient) genannt wird. Die Vorlage deſſen 1 vder der Recipient, beſtehet gemeiniglich aus einer gläſernen Ku-| liier] gel mit zwey Deffnungen, deren eine weit genug iſt ,- um den Nn Ab) Retortenhals aufnehmen zu können; die andre hingegen ſehr eng Ving; iſt, um nur den nicht verdichtbaren Dünſten und Gaösarten ei- Wip- nen Ausweg zu bähnen(Tad. VU]. Fig. 4.). y Oft bringt man zwiſchen dem Recivpienten und der Retorte| vz ein andres gläſernes Gefäß an, welches Vorſtoß genannt wird,- Zwiſche und den doppelten Vortheil gewährt:' nämlich, erſtens den Re-| befinde eipienten MFE,» ſe Arbeit Uirblg: eſtillatio: jebraucht jeverbe: Dieſer Ajchen: übe oder 6 Cylin- r eiſerne ? zu trq- er Mitte ſtreicht, ) Dohnis des Feuers, und der Zuſammenhang dieſes Kittes mit der Retorte iſt ſo groß, daß, ſelbſt dann wenn die Retorte, während der Operation ſchmelzt, der Fortgang der Des ſtillation dennoch nicht unterbrochen wird. Der Kit muß in- deſſen mit Sorgfalt angewendet werden, man muß ihn langſam tronen laſſen, um ſein Reiſſen zu verhüten, Man beugt je- nem aber vorzüglich dadurch vor, daß man den Kitt nur in kleinen Portionen auf die Retorte ſtreicht, und immer die erſte Portion erſt abtro&nen läßt, Um vem Entweichen der Dünſte, während der Deſtillation, vorzubeugen, verkittet man auch noH die Fugen, weiche fich zwiſchen dem Halſe der Retorte, und dem des Recipienten befinden, Der ene en Dern 4 aN FS.; EE 603 We TEN wwe HOS:(mrs Der einfachſte Kitt, welchen man zu dieſem Behuf bisher| Ru Qngewendet hat, bejtehet in mit Leim überſtrichenem Papier,| tif Dder in najjex Blaſe, mit welchen man die Oeſſnungen bede&t.|! Da dieſer Kitt aber von den Düuſten erweicht wird, ſo fann ju dm ſolcher leicht zerſtört werden, ſo daß man in die Nothwendigkeit| vf ſo geſet wird, wieder eite neue Verkitiung aufzulegen*).>| weſent Derjenige, weichen maa unter dem Namen ferten Ritt D macht Fennei, iſt indeſſen der beſte von allen: ex befeſtiget ſich nicht| bz nur ſehr genau. an den Seitenwänden des Glayes, und wider-|| ſteht dem Yustriit der Dünſte; ſondern er widerſtehet auch der|| wilt Zerfreſſung durch ſcharfe Säuren oder deren Däwpfe. Um ſo!-|| np en zu bereiten, knetet man, durchs Kochen eingedt>tes Leinbl,| ſeu in einem eiſernen Mörſer mit fein gepulvertem Thon zuſammen,| nigt ſo lange, bis die Maſſe recht geſchmeivig worden iſt, und ſich| Die zwiſchen den Fingern gut kneten lä“t. Will man jenen Kitt aus| Finue) wenden, ſo vildet man davon zwiſchen den Fingern kleine Cylin-:|| wih Der, welche man auf die Finger legt, und nachdem mau alle| ſet Deffnangen wohl verſtopft hat, ſo befeſtigt man den Kitt noch ve mit Papierſtreifen die mit Leim beſtrichen ſind; oder noch beſſer,|" mw mit Bändern die mit einem Kitt ans Kalk und Eyweiß beſtrichen 15| aaf find. Man trägt nämlich dieſe Maſſen auf Streifen von alter-|| Mit Leinewand„ mittelſt einem Spatel auf, und befeſtigt dieſe auf fiinf den Deffnungen, Dieſer Kitt tronet ſehr ſchnell, tlebt feſt an füle3 dem Glaſe, und widerſteht den Düuſten außerordentlich ſtark,| ine Lutirt man bloß mit Papier oder naſſcr Blaſe, ſo muß,man"| if den Apparat vor dem Gebrauch gut austro>nen laſſen; ohne 4) 3 dieſe Vorſicht heben ſchon die erſten Dünſte das Lutum empor,-| mp und es iſt nun unmöglich. die nachfolgenden zurü&zuhalten,| 5 Bey Arbeiten im Großen bedienet'man ſich des bey den Ro- Dinf torten angegebenen Kittes: man trägt ihn ſehr dik auf, läßt| dre e ihn in der Wärme erhärten, und er widerſteht nun dem Aus-|| mis tritt der Dünſie.;| fis ; Da man ſich vormals damit begnügte durch den Weg der| my Deſtillation bloß Dünſte zu verdichten; ſo konnte es nicht fehlen,+|"hn es mußten immer uneinſperrbare luftfdrmige Flüſſigkeiten ent2| 1 wgg weichen, welche ſehr incommodirten, und welchen die Chemiker-, 4 nar dadurch einen Ausgang bahneten, daß ſie den Tubus des Qing ? Reci- 0000) *) Bloßes Roggenmehl'mit Waſſer angeknetet und auf Papier oder/ Leinwand gefirichen, gewährt eine gute Verkittung, ſelbſt für tp ſaure Deftillate. Man muß dabey nur Sorge tragen, daß alle rid Fugen Luftdicht verkittet werden, und die Deftillation nicht eher| IE wird; als bis die Verkittung vollig ausgetronet NN ,, :f biöher Papier, 1 bededt, ſo fann vendigteij ., tren Ritt ſich nicht 1d„wider: auch der Um ſel: s Leinl, ſammen, und ſich Kitt aus 'e Cylin- man alle Kitt noch 4 beſſer, beſtrichen von alter „dieſe auf bt feſt aut ) ſtart, muß man en; ohne 1 empor, lten, den Res uf, läßt em Aus- Weg der x fehlen, jten enta Chemiter bus des Reci- japier oder - ſelbſt für + daß allt 1 nicht eher 8getrodne Recipienten von Zeit zu Zeit dffneten, Indeſſen iſt es von Wich- rigkeit dergleichen Gasarten zu ſperren und ſolche zurüFzuhalten, wWoulfe war der Erſte, welcher uns- einen eignen Apparat zu dem Behuf bekannt gemacht hat; den man während der Zeit daß ſolcher von jenem geſchi>ten Chemiker erfunden wurde, noch weſentlich verbeſſert hat. Jch werde hier-denjenigen bekannt machen, welcher gegenwärtig in unſern Laboratorien. gea braucht wird. Wollen wir die Natur flüchtiger Subſtanzen unterſuchen, welche ſich bey der Deſtillation ausdehnen; ſo ſehen wir daß ei- nige derſelben ſehr bald den Wärmeſioſf von ſich laſſen, welcher ſie ausSgedehnt hatte, und ſich verdichten, während andre ſich nicht verdichien laſſe; es ſey denn, daß man ihnen ein liquides Mittel darbietet, mit welchem ſie ſich vereinigen oder ſich idſen können; wogegen es eine dritte Art elaſtiſcher Flüſſigkeiten gibt, weiche, weun ihre Verbindung durch den Wärmeſtoff einmal gufgevoben worden iſt, nun beſtändig die Gasform beybehalten, Im erſtern Fall iſt ein gewbhnlicher Recipienk hinreichend, um die Verdichtung der Dämpfe zu veranlaſſen... Im zweyten Fall muß man die Dünſie oder die Gaxarten durch ein liquides Mitgel ſteigen laſſen, welches ſolche einſaugt. Im dritten Fall kann man den nicht verdichtbaren Flüſſigkeiten mit Waſſer ge? füllete Gefäße darbieten, um ſolche darin aufzufangen: ſo daß in dem Maaße, daß das Gas ſich in das Gefäß hineinbegibt, das Waſſer aus ihm herausgerrieben wird Tab. VI. Fig.1. Ich werde hier eine genauere Darſiellung von einem ſolchen Ap- parate geben. Zwiſchen dem Recipienten und der mit Waſſer gefülleten Wanne 11, werden drey Flaſchen placirt, von denen eine jede drey Oeffnungen hat. Man verbindet nun die gekrümmten Rdh- ren 8585 an der Mündung des Recipienten, und an die beyden Oeffnungen einer jeden Flaſche; wogegen ſich das Ende der lets tern Röhre unter einem mit Waſſer gefülleten Becher üffnet, welcher in der Wanne ſo placirt iſt, daß die Kanten ſeiner Oefſ- nung im Waſſer eingetaucht ſiad. Der zweyte Arm eines jedeu Nohrs, ſenkt ſich bis auf den Grund des innern Raums der Flaſche, während der andre ſich gn deren Oberfläche öffnet. In der mittlern Oeffnung einer jeden Flaſche, findet ſich gleichfalls ein. Rohr angebracht, welches bis auf den Boden reicht, und ſich in der Luft dſſnet, woſelbſt dieſer Thei! mit eis nem kieinen Trichter verſehen iſt, I In der Mitte der Krümmung einer jeden der. zweyſchenfli-- der äußern Luft entſtehen kann, welcher das Waſſer der Wanne in die dritte Flaſche trei: - ben könnte, aus welcher“ ſoiches dann in die Zwevyte, und in die Erſte, und aus dieſer ſeibjt in den Recipielhien überſteigen kann. Dieſem Nachtheil, welcher mit dem» Wouifſchen Nppaz raie verbunden war, hat aber Herr Watther begegnet, indem er die Sicherheitsröhren xx x x angebracht bat; denn es iſt eins - leuchtend, daß durch dieſe Rdhren ſtcs wieder herſtellen muß, und zwar in dem Augenblick, als man ſolche über dem Waſſer in den Flaſchen empor ziehet- Da jene Röhren in der Flüſſigkeit der Flaſchen eintauchen, und diejenigen, welche auf. die- Krümmungen angeſchweißt ſind, in den Kugeln qq etwas Waſſer enthalten, ſo iſt hierdurch jeder Entweichung der Gas- arten während der Deſtillation vorgebeugt.; Wie Tab. VII. Fig. 2. lehret, kann mit dieſem Apparat auch die Deſtillation aus dem Sanvbade veranſtaltet werden. Jener„Apparat iſt eine ſehr glüktiche Vervollkommnung unſrer Laboratorien; denn er bietet uns nicht nur ein Mittel dar, aile Produkte einer ſolchen Operation zu ſammeln; ſondern er gewährt auch noch den Vortheil, daß wir ſie abgeſondert von einander erhalten. Er erlaubt kein Zerſprengen durch Erxr- ploſion; keine Verflüchtigung von äßenden Subſtanzen, welche für den Arbeiter allemal unbequem und naghtheilig zu ſeyn pflegen, Man bedient ſich dieſes Apparats bereits in großen Fabrik- unſialten: vorzüglich zur Abſcheidung der Salzſäure, des Ame moniums 2 "Die Deſtillation iſt eine von denjenigen Arbeiten, welche in denne Deſtillation ſehr intereſſant für die Künſte und Manufakturen? denn durch jene Operation ziehet man aus den Vegetabilien flüchtige Oele, riechbare Stoffe, deſtillirie Wäſſer, Holzſäure, Waſſerſtoſſgas 2c, Da indeſſen dergleichen Operationen gemeiniglich im Großen veranſtaltet werden, und einige, wie bey den Parfümeurs und Deſtillateurs, beſondre Kunſt- oder Fabrikanſtalten ausmachen, ſo bedient man ſich hierzu weit größerer Gefäße als die Retor- ten ſind: nämlich man bedient fich dazu der Deſtillirblaſen, wovon wir jeßt eine Beſchreibung geben wollen. *) Dieß iſt jedoch nur dann der Fall, wenn die Deſtillation auf dem trodnen Wete veranſtaltet wird. Bey Dettillationen auf dem naſſen Wege, alſo mit Zuſa von Waſſer, wird die Temperatur nie ſo hoch, daß eine Verändrung der Grundmiſchung in den Vegetabilien erfolgen kann. H./ Zwepyte = SI-- 6 - 4„SZ die Fals an jn einen durch di tigen) Grun well[ld Die Der „weden ju Aner die! zu bedie wurde, 1 diſchen); hohlen ging, 1 AT welchem] Weins) ſhriebe? Nod of; Dh Wit, jh zu ſteigen die Gifte hat Mans ſr Wppy ol Qing Zinſte| Oradugt flttione || ms abe y Iationby 7 breit" | | de aber ende| 19m auf dies zeugt, da| Bine vel, ertheilt nd ſich mit| [Wajten 3)+ 7 iyren Vers 0 bildet der Stoffe für 'inſtimmens t; ſo dieß x werden, 1; ja mit 1 Pflanze) fenheit der eine vorige findet man nd nur eine Ratur erhale » und wan? (€ mögen in: n, namlich ten, welche t hat; und x die Künſie et man aus „ deſiillitie ) im Großen imeurs und ausmachen, 3 die Retot? ſidlirblafen,| tion auf det! nen auf den e Temperatut chung in dw Zweit -=. 107 Zweyte Abtheilung, Deſtillation mittelſt der Deſtiltirblaſe, Die Deſtillirblaſe iſt eine Art von metallener Retorte, deren Hals an eine lauge ſpiralfdrmig gewundene Rdhre befeſtiget, und in einem mit Waſſer geſülleten Faſſe eingeſchloſſen iſt, um das durch die Verdichtung der Dämpfe zu veranſtalten, Odgleic) man die Deſtillirblaſe zur Extraktion riechbarer Stoffe aus mehrern Subſtanzen gebraucht, wie z, B. die flüch- tigen Pflanzendle 2c,, ſo wollen, wir doch hier vorzüglich die Gruvdſäße der Brannteweindeſtillation in Anwendung ſeßen, weil ſolche unſtreitig von allen Ueorigen die iniereſſanteſte iſt. Die Verbeſſerungen, welche wir dem Deſtillirapparate geben werden; können auch auf jede andre Deſtillation gus der Blaſe in Anwendung geſetzt werden, Die erſten Deſtillirblaſen, deren man ſich in ältern Zeiten zu bedienen anfing, als die Deſtillation der Weine bekannt wurde, beſtanden in einem Keſſel, der mit einem langen cylin- driſchen Hals verſehen war, der ſich in cinen halbfugeligen hoylen Kopf endigte, aus welchem ein etwas breites Rohr aus? ging, um die Flüſſigkeit in die Schlange überzuführen. Arnold von Villeneuve ſcheint der erſte geweſen zu ſeyn, welchem wir eine genaue Darſtellung von der Deſtillation des Weins verdanken; von ihm rührt auch die Form der eben, bez ſchriebenen Deſtillirblaſe mit dem langen Hals her, die man noch oft in den Anſtalten der Parfümeurs vorfinder. Die Vorſtellung daß die Produkte der Deſtillation um ſo fei- ner, zärter und reiner ſeyn müßten, je höher man ſelbige empor zu ſteigen zwingt, und ſie durc“) enge Röhren ſteigen läßt, hat die Geſtalt der Deſtillationsgeſchirre veranlaſſet: ſeit einiger Zeit hat man aber angefangen, mancherley Verändrungen mit die- ſen Apparaten vorzunehmen, Man hat jene Form wenigſtens als Hinderniſſe angeſehen, welche ſich dem Emporſteigen der Dünſte entgegenſiellen, und daß es einzig und allein von der Graduation der Feuerung abhänge, um den Produkten der De- ſiillation mehr oder weniger Reinheit zu geben, Von dem Zeitpunkie an, wo die Chemie ihre Aufklärungen in die Operation der Künſte übergetragen hat, bat man ſich aber in den Stand geſetzt geſehen, viel vortheilhaftere Deſtil2 lationsapparate zu conſtruiren, Man hat gefunden, daß der Blaſenkeſſel zu hoch und nicht breit genug ſey, ſo daß die Feuerung nur den Boden berühre, und und die Deſtillation langſam von Statten gehe; wogegen der Bodenſaß, welcher ſich während der Vervunſtung bilder, zu heftig erhißt wird, dadurch einen unangenehmen Geſchmack - befommt, und dieſen dein Branntewein mittheilt. Die Verengerung des obern Theils am Blaſenkeſſel, ſchien ſich der freyen Aufſteigung der Düuſte entgegenzuſetßen; und man hat geglaubt, daß dieſer Theil, welcher nicht mit Mauterwerk utngeben iſt, folglich mit der ängern Luft in Berührung ſtehet, ſich auch ſchneller, als in den übrigen Stellen abkühlen müſſe; folglich die Dunſtſäule, welche die obern Kanten des Keſſels berührt, ſich abkühlen, verdichten, und in Streifen.in den Keſſel"zurü&fallen mäſſe: denn man glaubte dieſen oberw Theil des Keſſels mit dem Theil einer Retorte vergleichen zu müſſen, welcher, bey der Deſtillation gus dem Sandbade, nichi mit Sand bede&Xt iſt; und da man in dieſem Fall bemerkt, daß die ſich in Dünſten erhebende Flüſſigkeit ſieh-zum Theil verd:chterg und in Streifen zurück fließt, ſo hat man geurtheilt, daß bey der Deſtillation des Brannteweins, in. dem Veſchriebenen Dez ſtillirapparat, ein ähnlicher Erfolg Statt finden müſſe. Begume hat die Verengerung, die an den alten Deſtillir- apparaten, am obern Theil des Keſſels angebracht iſt, mit einex Art Dampfkugel verglichen, aus welcher die Dünſte nur mit Gewalt heraustreten können, welches ihm zufolge, auch eine ge- waltſame Aufſieigung nothwendig macht.| Da übrigens auch die Deſtillirhelme, ſelbſt dex einwirkenden äußern Luft ausgeſeßt ſind, ſo hat man eingeſehen, daß hier alle ſct, au deſſen innerer Kante eine Rinne angebracht iſt, welche dazu diener, die an den Wänden desſelben ſich verdichtenden Dämpfe aufzunehmen, die ſonſt in den Keſſel zurüs fließen würden, und welche dadurc) in die Schylangenröhre abgeleitet werden, Der Deſtillirhuth iſt mit einem Refrigerator umgeben, welcher dazu beſtimmt iſt, kaltes Waſſer aufzunehmen, um die- jenigen Dämpfe zu verdichten, welche die Seitenwände berühren, Nach der ältern Conſtruktion war der Deſtiillirhelm mit der Schlange durch ein gekrümmtes, ſehr enges Rohr verbunden; wogegen in den jeßt vervolliommten Apparaten, von welchen wir reden werden, das. Communikationsrohr eine mit dem Helm gleiche Höhe und Weite beſißt. und nur da verengert“zu- läuft, wo ſich ſolches mit der Schlange verbindet/ in welcher dasſelbe ſich dffnet, Die Schlange iſt von der ältern bloß dadurch verſchieden, daß die erſten Windungen weiter ſind, Tab. 1X. fig. 2.*). Wir dürfen hier nicht die Vervollkommnung mit Still- ſchweigen übergehen ,/' welche man dem Boden des Blaſenkeſſels gegeben hat. Statt daß derſeibe vormals platt war, hat man ihm eine leichte Vertiefung gegeben, ſv daß er eine Kuppel bil- det, die nach innen zu erhaben iſt. Vermittelſt dieſer Form muß die Hißze in allen Vunkten beynahe gleich wirken; der Boden des Keſſels iſt färker, und wird durch die Flüſſigkeit weniger ME er *) Seitdem man weiß, daß die Verdichtung der Dünſte während der Deftillation. nur allein durc) das Kühlfaß veranlaſſet wird, hat man an einigen Orten den Gebrauch der ſv ſchwer zu reini- genden Schlangenröhren ganz abgeſchaffet, und entweder geradey untey rechten Winkeln gebogne 4 Zoll weite Kühlröhren; oder auch den vom Baron von Gedda(S. meine Sammlung praktiſcher Abhandlungen für Brannteweinbrenner ec. 2tes Heft) vorgeſchlag- nen Refrigeratoy mit vielem Vortheil eingeführt. H. [ |".] == 2 | 2 Der Bodenſaß, welcher ſich während dem Fortgang der Deſtilla-| tem SEL IHES AE IEH gegen die Seitenwände hingeworfen, be- und) te y i: jen Anbrennen Uebe. IEEE GODIN DANHer Ve. I Z|( WE: von jenen mehr oder weniger glücklichen Ab- Hint | gen, welche man der Deſtillirblaſe gegeben hat; ha: ma dem L ſich auch ſehr weſentlich damit beichsftiget, den Feuerheerd 4. GC prot| vervollkommnen; und' dieß iſt eine ganz vorzügliche Verbeſſe- E| des Fa DUB MM Der 4 der Deſtillation gegeben hat, der I.| hß rtheile verdankt| M7: pr| HE PINLL EIG ,» welche gus der neuen BVerfahrungsart|| 47 Wir haben i€;||. BED EE EE ORN DO ENEN Ganſtrufion 4) 1 nicht möglich war, daß die Wärme threr|| ag ganzen Maſſe nach, ſich dem Keſſel mittheilen konnte, ſondert Em nur den Boden des Blaſenkeſſe!s berührte. Der Lufiſtron;|| qfdt; zu ziehen, von welch-m jede Sit| 84 5 Fuß beträgt. Man erhebt nun das Mauerwerk über 2 Seit;| 0 jenes Viere>s, während man an der vierten einen Bo en-[| 4 bringt, welcher die Oeffnung zum Aſcheiheerd bildet fie) NNCH|| fbi 2 Fuß über der Sohle emporhebt, und ſich in ein 2 Fuß HE00 6.| R WIDER 12 DEM Arun der viereXigen Grundmauer 0|| ehnt. Man gibt dem Eingan i i 6| Wa die Fcuerthüte an. SAA 8 H EHSWOHAE UND bringt darauf p Auf dem obern Theil des Gewdlbes und- 3 i Np des Ofens, theilt man die Seiten des SEHEN Ed| 0. her ein, man bringt eine Deſſnung von einem Fuß ins Weben M an, welche den Roſt aufnimmt, auf den das Brennmaterial zu[4:| 7 liegen kommt," Die Stäbe des Roſtes müſſen ſo viel Ziviſchea-| Ir; Tan|| verh | | | er Deſtilly orfen, be iger dem flichen Ah. (3 hai man verheerd zu je Verbeſſe: It, der may ahrungöart onſtruftion aime thret 0, ſondern rom, wel: <ſirich die ng hinein, atte. Eine er Wärme, ton wurde Iven ſchlecht unfte erhißt il der Maſſe ſich bilden: zlichen Oe- chfolgende m Ofen ei: an ſeinem ſo fängt jede Seite r 3 Seiten Bogen an ſich etwa uß langes auer auß? gt darauf Zoll Tiefe o wie vor? 6 Gevpierte taterial zu Zwiſchen: raum = III<= raum zwiſchen ſich laſſen, als hinreichend iſt, um die Aſche und die: kleinen KohlenſtüFchen hindurch) fallen zu laſſen, ſo daß der Lufrzug dadurc) nie unterbrochen wird. Man ſieher ſehr wohl, daß nach dieſer Conſkruktion der Roſt nicht in der Mitte des Ofens liegt, ſondern in jeinem vor- dern Theil, ſo daß wenn der Bilaſenkeſſel in der Mitte ange- bracht iſt, nur die äußerſten Enden des'Roſtes unier der Miite des Keſſels zu liegen kommen, Gebraucht man Holz zur Feuerung, ſo iſt gar kein Aſ>en- heerd erforderlich: der Luftzug bildet ſich alsdann durch die Aſchenthüre, und das Brennmaterial brennt ruhiger. Aſchen heerd und Feuerbheerd fallen alsdann in Eins zuſammen, Iſt der Roſt vefeſtiget, ſo ſet man die Spitze eines Cirkels auf die Mitte des Roſies, und zwar in demjenigen Theil wel- cher vom Feuerheerde am meiſten entfernt iſt, und ziehet einen Kreis von 20 Zol Diameter; wobey immer vorausgeſeßt bleibt, daß man eine Blaſe von 2 Fuß Bodendurchmeſſer placiren wil]. Außerbälb dem Kreiſe führt man eine runde“ Mauer auf, oder man erhebt auch die viere>ige Mauer, welche den Grund des Ofens bildete, wobey aber der Theil, welcher die Feuerihüre aufnehmen ſoll, gewölbt ſeyn muß. Man gibt jenem Gemauer eine Hdhe von 12 bis 15 Zoll, je naXt, um den Theil des Brannteweins zu ſammlen, welcher ſich in Dünſten erhebt, und ſolchen mittelſt einem Rohr wieder in die Windungen der Schlange zu leiten. Jenes, Mittel iſt indeſſen, ſo ſinnreich ſolches auch ſeyn mag, doch nicht allgemein im Gebrauch gekommen, ſo ſchwer es auch ſeyn möchte, ſeine Vortheile abzuläugnen. In unſren Tagen hat die Brannteweindeſtillation np< meh rere Berbeſſerungen erhalten; und jene neuen Verfahrungsarten ſind von der Art, daß die altern Berbeſſerungen nicht mit den- jenigen Anſialten vereinigt werden können, welche nach den neuern Grundſäßen errichtet ſind. Jene Verfahrungsarten.- 6 en &r -- 114== abſichtlich zu ertheilen, h Die wahren Weine liefern, nach dem Grade ihrer Geiſtigz Feit, bald mehr bald weniger Branntewein. Ein ſehr geiſtreicher Wein, liefert bis zum dritten Theil ſeines Gewichts, Branntea wein, In Languedoc iſt die mittlere Quantität der vierte Theil. Die Hordeauer Weine liefern den fünften Theil, Die Bourz gogner geben die geringſte Üusbeute. Der aus alren Weinen gezogene Braänntewein iſt von einer welt beſſern Qualität als der aus jungen Weinen, Die ſüßen Weine liefern einen vortreFlichen Branatcwein Die verdorbenen Weine geben einen ſehr ſchlechten Bränntez2 wein, und zwar zufolge“der großen Quantität Yepfelſäure, welche nicht aus ihnen zu ſcheiden iſc. Igenn man das Mark der Weindeere in Waſſer vertheilt, und ſie der Deſtillation unterwirft, ſo erhält nan noch einen Brauns H 2 rewein, kewein, welcher Markbranntervein genannt wird, und nur ſchlecht iſt, Wird eine weinige Flüſſigkeit deſtillirt, um Braantewein daraus zu extrahiren, ſo unterhält man die Deſtillation ſo lange, bis kein Branntewein mehr öbergeht, und das Deſtillat nicht mehr entzündlich iſt, Die Deſtillateurs beurtheilen den Grad des deſtillirten Brannieweins durch die Anzahl und die Größe der Blaſen, wel- <, und durch) den Beyſaß des Zu>ers Süſrigkeit ertheilt, j Der Weingeiſt ſchüßt die vegetabiliſchen Subſtanzen vor der Eäahrung und Fäulniß, Man bedient ſich desſelben dayer zur Conſervation ver Früchte, der Gartengewächſe; ſo wie zur Aufz- bewahrung animaliſcher Objekte Behufs der NRaturgeſchichte, Alle Flüſſigkeiten welche durch die Fermentation zuckerar- tiger Materien gewornen worden ſind, liefern in der Deſtiliation Alfohol: aber ſeine Quantirät und Qualität iſt nach der Naiur jener Körper verſchieden. Der Brauntewein aus ECbſiwein, beſit von Seiten der darin befindlichen Schleimtheile, einen unangenehmen Geſchina>: wird aber die Deſtillation vorſichtig veranſtaltet. ſo gewinnt man guten Branntewein, Der aus Kirſchwein gezogne Branniewein, wird Rirſch- waſſer genannt.« Der aus ZuFerſyrup oder Melaſſe gewonnene, wird Ryuin oder Taffig genannt, Tallas ſahe bey PinbirEF aus gegohrnem Geträaide Brannte- wein aus Blaſen mit hölzernen Helmen deſrilliren. Derielbe Naturforſcher berichtet, daß die Balmuken die Wilch von Küben und Stuten, mittelſt einem Ferment von Mehl und Salz ſäuern, ; ohne vue Werner Juf! Grant! zuveſte' been) LAME (1 M1 [ug dee zuleng zahtadn man wn tosſauß laſſen; 0 ſo weirft ban die dabF (PU: O7 ENE Jenige mr gemittelt Von: ) dr Meyg Ut, ind ſenlt tobe, ſy tann ſol: auf jenen Weingeiſt> Waſſerbad d| dymiger, tat, 15 G träul e Narze, und miſje aus, die gewüz: ait alsdant 136 , um har: ngen wer: eue, denen mad, und zen vor der daher zur € zur Auf- ſchichte, 1 zuerar Yeſtiliation der Natur Tbſiwein, ile, einen 1 vorſichtig rd Rir ſch vird Ahuin ve Brannt!“ Der'elbe von Zuhen Zalz ſauer ohne vhne ſol*). Um dieſen - zu verſte>en,- deſtillirt man ihy inWermengung mit Wachholder? beeren, und gibt ihm nuu den Namen wgdtholderbfanntewein. 4 Achter Abſchnitt. Reſultate der WirFung des Wärmeſtoffes bey verſchiedenen Graden, auf mehrere mineraliſche Subſianzen, Man hat von jeher erkannt, wie wichtig es iſt, die Wir2 fung des Wärmeſtofſs bey verſchiedenen Graden, auf die Körper zu kennen und zu beſtimmen; und wir finden faſt in allen Werken „zahlreiche Erfahrungen über dieſen Gegenſtand angeſtellt. Da man indeſſen eines Theils nicht die Mittel in Händen hatte, eine fon ſtante, geichfsrmige, und hinreichend ſtarke Hißze zu veranz laſſen; und andreri;eits man in der chemiſchen Analyſe noch nicht ſo weit gediehen war, um mit reinen gleichartigen Materien, deron Natur ſtets vieſe!be war, arbeiten zu können: ſo ſind auch die dadurch gemachten Erfahrungen ſehr unzuverläſſig, und für vie Wiſſenſchaft iſt nichts durch ſie gewonnen worden, Ob die Geſteine der Alpen oder Pyreneen ſchmelzbar ſind oder nicht? Dieß zu wiſſen, iſt von keiner Bedeutung, Dass jeuige was uns indeſſen, durch gut angeſtellete Verſuche aus- gemittelt, ein wahres Intereſſe gewähren kann, beſiceht. im Folgenden: 1) Die Keunntniß von dem Verhalten einer reinen Erde, vder eines Metalls bey einem beſtimmten Grade der Hißze, 2) Die Wirkung desſeivben Feuergrades auf die Produkte der Mengung jener einfachen Subſianzen, unter bekannten Quantitäten, . 3) Die *) Wie man den Branntewein regelmäßiger, in Hinſicht ſeiner Spi- rituoſität prüfen 3 und wie man aus jeder gährungeſähigen Sub- ſtanz, außer dem Wein, einen deim franzoſiſchen ahnlichen Brann- tewein gewinnen kann, darüber leſe man meine Nbhandlung über die Verbefferung der Brannteweinbrennerey. In SNN IEEE der Agrikulturchemie ze. 2tex Band. Berlin 1806, 3) Die Wirkung der Flüſſe auf dieſelben Subſtanzen, Sind die Reſultate von ſolcher Natur gut erwieſen, ſs kann man ſolche zu jeder Zeit, und an jedem Orte wieder ver- anlaſſen; und ſie können nun als gusgemachte Thatſachen für - die Künſte angeſehen werden. Es ſchien mir nüßlich zu ſeyn, die vorzüglichſten Schmelz: verſuche in einer Tabelle zuſammenzuſtellen, welche die Merk- male angibt, durch welche ſie ſich auszeichnen; und aus dem Grunde habe ich aus dem großen Reiche, der darüber bekann- ten Thatſachen, diejenigen Reſultate ausgehoben, welche dem Künſtler oder Fabrikanten den Weg bahnen, und die Opera- tionen, welche durchs Feuer bewirkt werden müſſen, aufzuklä- ren geſchi>t ſind. Darcet war einer der erſten Chemiker„, welcher die vers gleichende Wirkung des Feuers, auf. eine große Anzahl Körper verſuchte, Er ſiellte ſeine Verſuche während 1766 bis 1768 im Porzellanofen an, in welchem die Hitze während mehrern Tagen » einerley Intenſität behielt, Lavoiſier und Ehrmann unterſuchten faſt die meiſten bea kannten Körper vor dem mit Sauerſioffgas betriebnen Blaſerohr, Herr von Sauſſüre ſiellte zahlreiche Verſuche vor ver Flamme des gewöhnlichen Blaſerohrs an,' UIgacquer bediente ſich des Breunglaſes, um deſſen Wir Fung viele mineraliſche Subſtanzen zu unterwerfen. Die Herren Guyton- Morvegu und Rirwan wendeten be- ftimmte Grade des Feuers an, um die Schmelzbarkeit vieler einfachen und gemiſchten Subſtanzen kennen zu lernen. Jene Arbeiten mehrerer geſchi>ter Chemiker ſind es, deren Reſultate wir zur Bildung der gedachten Tabelle auswählen werden. Siehet man jene Tabelle durch, ſo wird man bald über- zeugt, daß die Reſultate der von verſchiedenen Cheinikern ge: machten Erfahrungen, nicht immer mit einander übereinſtim- men; welches alſo beweiſet, daß die unterſuchten Subſtanzen entweder nicht genau. dieſelbe Natur beſaßen, oder daß die Schmelztiegel, ſo wie die Unterlagen, auf ſolche zurü& ge- wirkt haben, Da indeſſen gemengte Subſtanzen allemal ſchmelz- barer ſind, als einfache, ſo darf man urtheilen, daß da, wo eine eine 6! welde ge? Dart wolle] Gubſanz fiſten 03 dung fü; begnügen „95 NI wrd E [e ſtanzen, wieſen,| Wieder her: tſachen für en Schmelz: e die Merk; 1d aus dem ber bekann: welche dem die Opera: , Aufzullj: er die vers zahl Körper i8 1768 im tern Tagen e meiſien bea m Blaſerohr, je vor ver deſſen Wir- vendeten be- mrfeit vieler jen, 'd es, deren | auswählen 1 bald über“ jemifern gt! übereinſtim' Subſtanzen er daß die! zurüd ge? nal ſchmelz! aß da, m? eine eine Shmelzung Statt findet, die Subſtanz nicht einfach wärs welche gegenſeitig ſich allemal abſolut unſchmelzbar verhält, Man könnte daher behaupten, daß jene Tabelle ſehr un- vollkommen ſey: da in derſelben aber nur ſolche mineraliſche Subſtanzen aufgenommen ſind, welche in der Natur am häu figſten verbreitet liegen, und in den Künſten die meiſte Aywen- dung finden; ſo glaube ich, daß man ſich mit dieſer Auswahl begnügen kann*), *) Jene Erfahrungen find hier allerdings intereſſant; aber ſſe wür- den noch weit intereſſanter ſeyn, wenn der Grad der Hitze bey welchem ein Gemenge in vollkommnen Fluß kommt, mit Hülfe eines Wedgwoodſchen Pyrometers beſtimmt worden wäre, wel- hes leider nicht geſchehen iſt, H. Erſte über vie Wirkung der Hike, Erſte Ab- T q- auf meh- *uofuvn! 91 223 wouv2G6 | Beym Porzellanfeuer. Vor dem Blaſerohy mit atmosphäri- ſchet Lüſt. 030134165 Unſchme!zbar. Verglas- te an ven Puntien die mit dem Schmelztiegel in Be- rührung ſind. 3m Darcet ſahe die aus der Satpetermutierlauge ge- ) ſchiedene GC: de ſchmelzen, Die aus dem Bitterſalz ge- - ſchiedene ſchmolz nicht, Der Bergkriſtall wird brüchich, weiß, ohne ſich an den Tiegel zu hängen, und zeigt keine Schmelzung.| (Darcet), *3413)]1VZ Grrr mp Gen is Sowohl der weiße rein gewaſchene+ Thon, als auch) .die reine Thonerde, waren unſchmelzdar,(Darcet), KLIN au"olaf auta “3Q3)1640G auU13an Unſchmelzbar. Sie löſte die Sappere(Kyanit) auf, auf welcher ſie placirt war, und bildete damit ein milchweißes Glas. Unſce, ohne zu ſct es ſich mit einem ſchönen durch: ſichtigen goldgelben Glaſe. ur 6 "ume vmmmemwen 3 Vor dem Vlaſerohr mit atmosphäri: ; ſcher Luft. Die Platinkdrner hingen| Erlitt gar keine Verände» rung,(Bergmann, Scciges Oxyd.“ Y Es bildet fich ein gelbes durchſichtiges Glas, Schmelzt und verwandelt Y ſchmolz nicht, ſchien ſich aber zu verflüchtigen. Die unter dem Oxyd liegende Sappern waren gelb gefärbt. Die äußerſte Flamme färbt ſich bian, Es bildet ſich ein gelbgrünes Glas, welches ver- dunſtet, und eine geibe Farbe zurück läßt, Schmelzt mit Wallung und und bildet mit der Porzel: Funken, durchdringt endlich die Sgappere, färbt ſie ſchwarz, dann giänzend, dann matt, daun bouteillengrün. S Schmelzt, entzündet ſich, Schmelizt, entzündet ſich, und vertheilt ſich in ein und vertheilt ſich in ein weißes wolliges Oxyd, Fließt auf der Sappere, fich in ein violettes, durch: und der Flamme langſam ge- ſichtiges Glas, das nachher eine Weinfarbe annimmt, nähert, kocht es, entzündet ſich, nimmt an der äußerſten Flamme eine violette Farbe an, und bildet einen gelben Rauch, welcher ſich an die benachbarten Körper legt, und ſich in ein gelvarünes Glas umaändert, weiches nac) und nach vers raucht, und eine mattpurpur- irotbe Farbe zurück läßt. eine undurchſichtige dunfel-'nem anhaltenden Feuer, und blaue Maſſe, a, | Schmelzt nach Darcet in! Geht in Schmeizung bey ei- ibildet endlich eine ſchwsrzs violette Maſſe, | | ſy | wiß ihm die Mi |(ine ſchdyY ſO zu zel hildat viel wt icht devaglar Wneage, Brant S bildet ſchu“ Auſl,] | Ghns wit einn gert) in |(jenes O4 |(wird, | ==] it amp| Z 1.200) en ſich aby Die unte ve Sapye mi. t, amme fah der ſich ein Welches vir: gelbe Fart jallung un) ngt endlich ſie ſchwarz, dann matt, Wu zündet ſich, meinweißes , angſam ge: entzündet r außerſien eFarbe au, ben Rauch, nachbarten ſich in ein umäudert, nach vers| attpurpure laßt, ung bey ei- Feuer, und & ſchwan | Vor dem mit Sauerſtofſgas getriebenen Mittelſt dem Brennglaſe. Biaſerohyr. Die Mennige ändert ſich in] Schmelzt auf der Stelle, und eine ſchöne Bleyglaätte um, ohne'!bildet einen rdth!lichen brenvenz2 ſich zu reduciren»s Das Bley- den Rauch. Beym langſamen weiß ſ«(Ehrmann). Eben ſo, Wird roth, ſchmeizt, und brennt mit einer bläulichenFlams me, die ſich ins violette ziehet, Sinige Funken ſpringen aus dem Tiegel, 128 eren mn 'ua2uvy :qnD 32394 -| 1311v2G Im Porzellanfeuer, Vor dem Blaſerohr mit atmosphärk- ſcher Luft« RIEN ? da "Luv/b4ÄD Greiſt das Porzellan an und erweicht dasſelbe, Von 54 Gran blieb nur eine kleine Quantität oxy- dirter und verglaster Re- gulus zurüf. Das Glas iſt von ſchöner gelber, durch ſichtiger Farbe,; Schnell dem Feuer gusges» ſeßt entzündet es ſich,(Berg- mann). Cs ſchmelzt, wenn es nur dem zum Schmelzen ndthigen Feuersgrade ausge- ſetzt wird. In der äußerſten Flamme [raucht es, und farbt ſie matt- blau; zuleßt läßt es einen grünen Fle> zurück, -/4% Zwepyte Ab- Taq- über die Wirkung der Hiße auf Fm *uofuv3] :qnD 13 1211v26 eren Im Porzellanfeuer. Vor dem Blaſerohr mit atmosphärk- ſcher Luft. “vx wmvhlawo Kriſtalliſirter Gips von Montmartre gibt ein ſchd- nes durchſichtiges Glas. Es rvthet den Tiegel, greift ihn an, und löſet ihn auf. Der ſeidenartige Strahl: gips ſtellt dieſelben Phäno- mene dar, Der Strahlgips vonMont- martre wird weiß, blättert ſich, und fließt zu einer ſchnees weißen Fritte. Auf der Sap- ſichtig, durchdringt die Sap- pere, und greift ſie an, pere kocht er, wird halb durchs, (64) ww(id NE [16 alp! Fo mute [eig ju! ff, 1 hem et || weil 71) | einige zu 2- Hf Y' 09 Dit " 0. | Nina),| Wied* Z purft geb), '| iman : Unt| whey ming| Vpnett,: lity ſhe] WW y 1 Zidan atmoöpheh er außgu ),(Berg: [zt, wenn Schmelzy* de aub: 1 Slamm | ſie matt: es eine z te nb. T Piße auf | atmoßphärh ommmanmeen mem vonMont- „ blättern iner ſchne f der Sap: halb durc: t die Sap! 1e am - 129== Mitttelſt dem Brennglafe, Es ſchmelzt, raucht, und ent- weichtganz. Der kleine irdene Tiegel auf welchen der Regu- [16 gelegt war, iſt mit einer Vergläſung umgeben, welche mattgelb;; grünlich, und init einigezt ſchwarzen Fle>en dyvch- SEIEN Vor dem. mit Säuetſtoffgas betriebenen Blaſerohr. Brennt mit einer weißblauen Flamme, und verſtreuet ſich mit einem Knoblauchgeryh, Schmelzt in 10 Sekunden, ynd ſtdBt einen weißen Dampf aus, Es wird dann roth, und brennt mit weißer Flamme,(La3 voiſier), Ein Gran wird in 30 Sekunden verflüchtiget, (Ehrmatntt), ſeßt--iſt,“welche wie purpuzne [Adefnzerſcheines tbeikund, belle einige zuſammengeſeßte Subſtanzen, Mittelſt dem Brentüglaſe, 7 6 Vör dem mit Sauetſtoffgas betriebenen Blaſerohr. Der Gips von EIT GENNELILE| falzinirt, ſchwillt auf, dringt! langſam aus dem Brennpunkte hinaus, und gibt etwas Räuch. Wird er wieder in ven Brenn- punkt gebracht, ſo ziehet er ſich zuſamnten, und ſchmelzt endlich zu einer miſchweißen Maſſe, welche gleich dem Porzellan milchweiß iſt,(WMgscquer), Anmerk. Gerhard hat bemerkt, lentiegel feſt 410; ſcheint alſo, daß 2 Der Gips von Montmaetre ſchmelzt nach dem Kalziniren, (Zavoiſier), Ehemann ſahe jeden Gips ſchmelzen, den er unterſuchte, daß die Sipsapten im Kalk und Kob- während fie im Thontiegel vergläsren, Es gvoiſter ihm vorangegangen iſt, und daß, nachdem alle Schwefelſaure enzwichen iſt, der Rückſtand unſchmelze bar ſeyn mußte, (9.4 ay IRT -. 130=-- 352g 4; 2254 1.4 |: GZ Im Porzenanfeuet. Vor dem BEINEN atmosphärt:|| 3<-» Der Flußſpaih ſchmelzt Der octaedriiche, durchſich- Ze OR" hey einem mehr oder weni: tige, grüne Flußſpath, veges uc! ->=>. ger gewaltſamen Grade BENT Biumenkohl, und wird» idem T = Hiße, zufolge ſeiner Rei-!matiweiß wie Schnee, und|| dlofe' = 1 nigkeitz; und das Glas iſt/undurchſichtig, Auf der Sap- ve ..; mehr oder weniger gefärbt.|pere ſchmolz zin Stü>chen bildet =) Es greift. den Tiegel, än, zer- zum farbenloſen durchſichtigen email 5% frißt ihn, und ldſet ihn auf. Glaſe.(Sauſſüre).:* void Er ſchmelzt im Porzel--' Der durchſichtige Schwera(| >? laufeuer, rdthet den Tiegel, path verpraſſelt ohne zu nod und überzieht ihn mit Glas.|fließen, färbt die äußerſte||./jvdo .|Slamme grün, und ſchmelz| In DV dann zu einem rauhen, faſt un-(were durchſichtigen Glaſe, Auf der wm Sappere färbt er erſt die(mt Flamme grün, fließt dann|(Av) zum durchſichtigen Glaſe, das 5 eiwas gelb iſt;(Säuſſüre). Zy Rirwa€ Verſch bey beſt) hier die) fm, [11 pm] | 3) lily >| füher] |N) Qidt Epath- c) Vic vn Wt 0 Ot; Und. e) dy, Nay (hon, "Zilridn fi| OE OEpbe durchſi: th, veg undwi)>. tee, in der Col: Stüchy hfichtign Schwen hne zu äußerſt ſchmelzt „faſt un: Auf- der erſt die ßt damn Me, das auſſüre), SSS SSSGERNEIN ermmmenegen Vor dem mit Sauerſtoffgas betriebenen Mittelſt dem Brennglaſe. Blaſerohr. Der wü: fiche Flußſpath, und] Der würfliche Flußſpath flog quch der gefärbte, kamen von/zu einer durchſichtigen Kugel, die dem Tichixnhauſtſchen Brenn-|beym Erkalten undurchſichtig glaje nichr im Fluß, wenn ſie auf; wurde, und den Glasglanz des einem irdenen Tiegel lagen. Sie Spaths verloren hatte,- Sie bildeten aber eine runde weiße ſahe dem geſchmolzenen Kochſalz emaillenförmige Kugel,(La-jähnlich, und zerfiel in der Lufc voiſier). ie Pulver,(Lavoiſier), Er kalzinirt ſich auf der irde:j Er verbrennt mit Verpuffung, nen Unterlage ohne zu ſchmelzen.| Auf"der Kohle findet ſich ein Im Kohlentiegel erleidet er eine|weißer Ueverzug, der ſcharf, Art Verbrennung, und ſtößeibitter, und wie Schwefeikgli ſchwefeiige Dünſte aus. Zuleßzt|ſcender Räcjiand übrig,|»- (Lavoiſier), eau Den Herren Darcet, Ehrmann, Gupton- Morvegu, Rirwan/und mehrern Chemikern, verdanfen wir ſehr intereſſante Verſuche über das Verhalten mehrerer gemengter Subſtanzen bey beſtimmten Graden der Hilze. Ich hielt es daher für Pflicht, hier die Reſultate mitzutheilen; ſie werden denen ſehr vortheilhaft ſeyn, die ſich mit dergleichen Arveiten beſchäſtigen, 1) VerſuHe des Herrn Darcer im Porzellanfeuer, Mengungen.| 1 a) Gleiche Theile Quarz und zerzr| Cine wenig zuſaminenhän:- fallner Kalk gende Sudſtanz. b) Gieiche Maaße ſehr harter| Floſſen und bildeten eitte un- Spath und zerfallner Kalk[durchſichtige Glasmaſſe. c) Gleiche Maaße Gips, Kalk, Gaben ein undurhſichtiges und zerfallner Marmor(Glas. d) Gleiche" Maaße feiner Gips; Gaben eine halbdurchſichtige und weißer Thon weiße Ernaille, e) Drey Maaß Gips, und ein! Gaben ein hartes weißes un: Maaß gewaſchner Porzellan- durchſichtiges Glas, Eine ſchd- thon, ne Emaille,? 3 2 f) Gleis Reſultate. adde Mengungen. Reſultate.| f) Gleiche Maaße Gips und Feuerſtein g) Zwey Maaß Gips, und ein Maaß Flußjpath bh) Gleiche Maaße Gips und feiner Sand voy LTevers 1) Veht Maaß Sand von Tre: vers; und ein Maaß Fluß: ſpath-. k) Acht Maaß Flußſpath und zwey Maaß brianconer Kreide 1) Ein Maaß Feuerſtein, zwey Maaß Flußſpath, und drey Maaß Gips- m) Gleiche Maaße Gips, Thon, und harter Spath n) Gleiche Maaße feinex Gips, weißer Spath und champag: ner Kreide o) Gleiche Maaße feiner Gips und weißer Spath; und zwey Maaß champagner Kreide p) Gleiche Maaße Gips, Thon und champagner Kreide g) Gleiche Maaße Gips, Thon und Kieſelſtein x) Gleiche Theile Gips, Thon und Feuerſtein Herr Guyton- Morveau hat über die erdigen Gemenge, bey Gab eine feſte harte, ami| Stahl, Funken gebende Maſſe. Gab ein durchſichtiges ſma- rögdfarbnes Glas. Gab ein ſchönes halbdurch- ſichtiges Glas. Gab eine harte gleichförmige Maſſe: eine halbdurchſichrige Emaille, War ſchlecht gefloſſen, Ein undurchſichtiges milch: weißes Glas, Gab ein üundurchſichtiges Glas; eine gute Emaille, Gab eine weiße undurchſich: tige ſne Maſſe, die nicht 0,105 am Gewicht ver- loren hatte, ohne Spur einer Ver- merklichen Gewichts: verluſt. Eine weiße pulverige, leicht zuſammengeba>c- ne Subſianz, ohne Ge- wichtsverluſi. Eine ziemlich zuſam- mengeba>ne Maſſe, am Tiegel hing, und hatte, Eine weiße Maſſe! Eine auf der Oberflä- einigung, und ohne'rothe Fritte, deren in- Feuersgrade. Eine weiße pulverige Subſtanz, welche aun den mit dem Tiegel in Berührung geſtande- „yen Vunötzen war. Cine weiße Fritte, welche ſchwach zuſam- menhing, und 0,135 am Gewicht verloren hatte. | Ein graugrünes Glas, 'ſtall ſchneidbar, ' Eine weiße pulverige Materie, welche 0,275 am Gewicht verloren als Sil bh, dehn: Ichienen ten ſich bey der ien ſich, erflüchs! DN dad er blauen m Maaße | tt. Das Ciſen bile vobey de) 'de , Maſſe, ißblauen eeldlaue pf, und | jeralogle, rden mit! , unddie »yrometet aus! -- 135= ausſekte,"Herr AHard hat die Reſultate ſeiner Erfahrungen über!denſelben. Gegenſtand mitgetheilt;'Cs iſt indeſſen g'aublich, daß die Schmeizuagen, welche Statt fanden, oftwals der Subjtanz der Tiegel beyzumeſſen ſind. welche lange dem Porzellanofen aus? geſeßt waren. Herr Zirwan glaubte jene Fehler zu vermeiden, wenn er ein gewaltſames, aber kürzere Zeit unterhaltenes Feuer vor dem Gebläſe:anwendete« Hery. Achaxd: hat femme Verjuche mit Lobhlenſgurem Balt angeſtellt. Herr».irwan bediente ſich nur des gebrannren BalFs, welches alſo jehr verſchiedene Pro- dufte liefern mußte. Die vorzüglichſten Reſultate, welche beyde aus ihren Verſuchen gezogen haben, beſiehen in folgenden, Zweyfache Verbindungen. 3)„Die zweyfachen Verbindungen von fünf Erden(Kalk, Talkerde,. Kieſelerde„und Baryt), ſind unter allen Verhäitniſſen unſchmelzbar. außer 1) wenn gleiche Theile Ralk und Kieſel verbanden werden, welche ällein bey 1586 Grad Wedgwood und darüber eine Emaille bilden. 2) Die Verbins dung von BSäryt. und Rieſel.“ Dieſe beyde' Subſianzen wirken bey 150 Grad nur dann auf einander, wenn der Bieſel und der Baryt ins Verhältniß. wie:3 zu 15. oder"wie 2 zu'7; oder wenn Baryt und. Zieſel im Verhältniß wie 4 zu 3, oder wie 2 zu'k, angewendet werden! Sind. abegsidieſe Erden in gleichen Theilen gemengt, ſo iſt ihre Jueinanderwirkung kaum merkbar, 2) Bey der Berbindung. von fünf Erden mit Eiſenoxyd, hat man bemerkt, daß wenn der gebrannte Balk im Verhältniß iwie'q9 zu 1 oder wie 3 zu 1 oder wie 2 zu 1 mit dem Eiſenoxyd gemengt war, ſich bey 150 Grad eine Art von Fritte bil: dete, welche den Tieſjel angreift; bey der Bermehrung des Eis ſenoxyds aber ſehr flüſſig wird. EE . Der Haryt und das Liſenoxyd zeigen eine weit merkbarere Wirkung auf einander: ihre Vermengung iſt, wenn beyde Theile im Verhältniß wie 1 zu 4 genommen werden, allemal ſchmelzbar,. Taikerde und Eiſenoxyd zeigen keine Wirkung auf einander, „wenn. ſolche zu gleichen- Theilen gemengt werden. Wenn ſich aber das Liſenoxyd im Verhältniß wie 4 zu 1 mit der Talkerde gemengt findet, ſo ſchmelzt'das Gemenge vollkommen, Sind ſie aber im Verhältniß von 2 zu x gemengt, ſo'iſt die Schmele- zung unvollkommen. Thonerde und Liſenoxyd geben bey 166 Grad keine Spur von Schmelzung, wenn ſie zu gleichen Theilen gemengt find, Findet ſich aber das Eiſenoxyd im Verhältniß wie 4 zu 3, oder wie 2 zu 1 mit der Thonerde gemengt, ſo ſind die Gemenge ſchmelz ee) % 4 | 44 L7 | ik| „4 pe = Bö vw ſchmelzbar, bey jenem Grade der Hikze« Der Rieſel und das Liſenoxyd ſind allemal unſchme!zbar, wenn der ZSieſel vorwals- fet; im umgekehrten Fall iſt das Gemenge ſchmelzbar, Dreyfache Verbindungen bey 159 Srad Wedgwood, Balt, Taiferde und Thonerde, Ot 7) Die Gemenge dieſer, dvey Erden ſind ſelbſt bey 160 Grad nicht ſchmelzbar/ wenn die Talferde.vorwaltet, 970 2) Das Gemenge in-welchem der RaiF*vorwaltet;- verglast nur dann, wenn 3 Theile Balk: gegen 2 Theile Talkerde und I Theil Thonerde genommen: worden ſind, Nähern ſich- die Berhältniſſe dieſen, ſo erhält man Arten von Vorzellan oder Emaille, WIRE ER APEN -“' 3) Die Verhältniſſe in welchen die Thonexde mit den anz dern gleich iſt, oder-die eine vdex-die andre im Verhältniß! wie 3-zu I Überſteigt) liefern Pobzellan,-!: 11963 ST- Ralf, Talferde,und. Rieſel, anGHLL 1) Die„Verbindungen dieſer) Art;“in welchen:der Ralk vorwalter, ſind: ſchmekzbar, 4719 315 15- 52 024 957 2) Wenn::die«Taikerde vorwaltet„findet keine: Schmel- zung Statt.) 0 34 Gim Deze ems,| GE zan 11:13) Iſt der Rieſel vorwaitend fo. ſchmelzen die Verbindun; gen nur jehr«ſelten;a? une nen nn 4 4574 Thonerde, Talferde und Kieſelerde x) Iſt die Thonerde vornwaltend,, ſo gewinnt. man nur.eine Art von Porzellan, 0717050 4 EE „2) Iſt die Talkerde vorwaltend, ſo, erhält man Bur.eine ſehr unvollkommene Schmelzung, 1908...9041201 3) Iſt der Rieſel. vorwaltend, ſo gewinnt man in vielen Fällen ein Porzellan; und ein Glas, wenn 3 Theile Kieſel, 3 Theile Talkerde, und 1 Theil Thonerde gemengt waren.“ 7719 Ari Thonexde.,. Ralk und Rieſel.- r) Iſt der Rall: vormaltend, ſo erhält man: Glas„Pors zellan, oder eine unſchmelzhare' Maſſe, nach den Verhältniſſen der. Gemengtheilez tyform erhält, die man in kleine Cylinder von gehd- vgn: riger Länge zerſchneidet? Sind die Cylinder tro>ken, ſo paſſet| jw 7 man ſolche in den Nullgrad der. Skale ein,'Gehen einige um irr y' einige Grad tiefer hinein, ſo wird“dieß am Grunde derſelben 100.16: | bemerkt, und maiß daun, wenn man ſich derſelben bedient, vor JV 1 dem erhaltenen'Gräde der Hike abziehet. So vorgerichtet, DEU 19 3] werden jene Thounſtü>e in einem Dfen rothglühend gemacht, UN 114 um ihnen die nöthige Feſtigkeit zu geden. Die Wärme, welche| 5 | man ihnen gibt, beträgt gemweiniglich 6 Grad ,.. welches aber Viutelh | gegen die Hitze, der man die Cylinder unterwirft, wenig ſagen We"4 will, Will man geringere Grade der Hiße meſſen, ſo muß| Sue man die Cylinder im ungebrannien Zuſtande anwenden;| wife Will man ſich dieſes Pyrometers bedienen, ſo ſet man Y einen der Cylinder der Hitze aus, die man anwenden will; und Ghmehu wenn man glaubt, daß ſolcher dieſe Hiße vollkommen angenomz 6; men hat, ziehet man ihn heraus, und läßt ihn erkalten, Hier|„iN| auf ſchiebt man ihn in die Skale, indem man ihn. zwiſchen den|"7 4 beyden Flächen hingleiten läßt, bis er nicht mehr weiter rütz| 00h und man berechnet nun den Grad der Hitze mit ſeiner erlittinen| in ve Zuſammenziehung,;|| wö Herr Wedgwood ſelbſt, hat uns folgende Tabelle von ſei- 0. 4 nem Pyrometer, in Vergleichung mit dem Fahrenheitſchen Ther-"4 mometer gegeben, Hh.; ſolche) N Wim, | Un I) Am Dy menge| 2 Grade), € zum) mg, d dieſs daß hy" velcher zm Dieſe iW 4 Einſchnz en 25(ei eiche. They öS auömaht, tigen, fich Waſſer ay, (rd) er eint ' hon geht: , ſo paſſet einige um e derſelben dient, vor dgenihtet, d aemacht, me, welche elces aber venig ſagen 1;- ſo muß den; ſeht man will; und angenom? 0, Hier? iſchen den iter rüdt; r erlittned e von ſei- hen Ther: Wedgwood.| Fahrenheit, 1 1) Am Tage ſichtbare Rothalühhiße- O TO77 2; Schwediſches Kupfer(WME, z- 27 4587 3 Silber ſchmolz 2; 28 4717 ) Gold ſchmolz-- 32t. Der mittlere Raum bbbb(Fig.2.) iſt dazu beſtimmt das Eis aufzunehmen, mit welchem man den inneren Raum umgeben will; und welches im Boden durch ein gewebtes Drahtgitter geiragen und unterſiüßt wird: dieſer Raum iſt alſo vom Jn- nern bloß durch das eiſerne Drahtgitter getrennt. Nach dem Maaße daß das Cis ſchmelzt, fließt das Waſſer durch das Git- ter in die Höhlung ee(Fig. 2.), und wird von dem Gefäße e (Fig. 1.) aufgenommen, wenn der Hahn d(tig. 2.) gedſſnet H Der qußere Raum aaaa enthält das Eis welches den mittlern Raum umgibt, und ſchüßt ſolchen vor der Cinwirkung der äußern Wärme, Das Waſſer welches ſich in dieſer Hdhlung bildet, geher durch das Rooör hh(big 2.) hinweg, und ſamm- let ſic) in einem beſondern Geſäß, Dieſer Raum iſt vom mitt- Jein, durch eine Decke von verzinntem Ciſen oder Kupfer abge- ſondert, ſo. daß zwiſchen beyden keine Cymmunitation Statt finden kann, Um dieſen treflichen Apparat in Wirkung zu ſetzen, füllet man die mittlere Höhle mit geſtoßnem Eis, und eben ſo den innern ſphäriſchen De>el. Desgleichen umgibr man auch die äußere Höhle. mit Eis, und bede>t den allgemeinen Deel des Apparats damit. Man läßt nun das innere Eis auströpfeln, dann eben ſo das der äußern Höhle, ſo wie das, der gllges meinen Bede>ung gg(Fig. c.). Wenn das innere Eis"kein Waſſer mehr ausfließen läßt, ſo dffnet man den Deckel, um den zu bearbeitenden Körper hinein zu bringen, und verſchließt ihn gleich wieder; und man ſammlet nun alles abfließende Waſſer ſo lange genau, bis der Körper auf die Temperatur des Gefrierpunktes herab gefom- iſt, Es iſt einleuchtend, daß die Quantität des Waſſers, wel- el aufzunehmen. g99g. Dice der Seitenwände des Ofens. Die zweyte Figur 2 ſtellt den De>el des Ofens dar. Die dritte Figur 2 ſtellt den Roſt dar. Die dritte Sigur der erſten Tafel ſtellt den ſenkrechten Durchſchnitt des Ofens mit dreyfachem Gebläſe dar. ccc. Die Ocffnungen, durch welche die Luft mittelſt drey Rdh- ren im den Ofen tritt, ee. Grund oder Sohle des Ofens, dd. Verengerung des Ofens, um den Roſt aufzunehmen, 29. Obere Verengerung, um den De>el aufzunehmen, ffff, Dicke der Seitenwände des Ofens. Die erſte Sigur 4 ſiellt einen Schmelztiegel dar, Die zweyte Figur 4 ſtellt einen De&el des Tiegels dax, Die fünfte Figur ſtellt einen Inguß dar, Die ſechste Sigur ſtellt eine Tiegelzange dar, Zweyte nE PESGESEIINEN Turi WER fi. DY g. pl h, Dr 3, I Fertan 3923, [1 zofet dy ellt, ) . ymelzofe darſtellt, 18 dar, enfrechtet obläſe day, drey Rh: men, " dar, gels dan 1; Zwehtt 5< DI= Zweyte Tafel. Erklärung der erſten Sigur, welche eine Waſſertrommel darſtellt, 23. Hebel der Trommel. b.+ Der. Theil-des„Hebels, welcher. ſich in den Trichter öffnet, ccc. Drey Saugrdyren. dd. Bodenloſes Faß, welches im Waſſer ſteht. e. Kegelfdrmiger Stein, welcher in der Mitte des Faſſes placirt iſt,, ff. Waſſerfall, welcher die invern Wände des Faſſes beſtreicht, g. Leiter, welcher die Luft zum Ofen führt. h. Waſſerſtrom, welcher ſich in die Trommel wirft, ji. Ofen, in welchen ſich) die Luft aus der Trommel begibt. Erklärung der 3zweyten Figur„die Tromnzel welche einetz ſentfrechten Durchſchnitt darſtellt, 23. Hebel der Trommel im Längendurchſchnitt, bd. Trichter, über derſelben, cc. Zwey Zugröhren an den FIRE dd. Bodenleeres Faß, e.. Kotiſcher Stein in der Mitte des Faſſes, ff. Walſſerſtkom, in welchen das Faß mit ſeinen innern Wäns den eintaucht. g. Leiter, welcher die Luft zum Ofen führt. Erklärung der dritten Figur, welche einen Schmelzofen für die Eiſenmienen, oder ZHohenofen mir Blaſebaälgen dgrſteüt. Die vierte Figur der erſten Tafel, ſtellt einen Durch- ſchnitt dieſes Ofens dar. ce. Figur 3 und 4, Oeffnung für die Blafebälge. dg. Figur 2. Einſchnitt durch welchen das Metall abfließt, e. f. Figur 4. Innere Hdhe des Ofens. SZ.. Figur 4. Größte Weite desſeiben. Dieſer Ofen iſt von i bis k rund, der übrige Theil aber iſt viereckig, Dritte Tafel, witlärung der erſten Figur, welche den Schmelzofen eines LL aborgtoriums darſtellt, 2333.„Der Räauchfang, bb. Der Feuerſa>. Cc. Thüre zum Feuerſas, -= i44= d. Jynere Thüre des Heerdes, um ZU 208) des SH me tiegels zu beurtheilen,; eee, Dreyfuß, welcher den Oſen trägt, ff. Roſt des Ofens,: Erklärung der zweyten Figur, welche einen Windofen zum Schmelzen darſtellt, . Der- Aſchenbeerd. Der bewegliche Roſt., Die Thüre zum Aſchenheerd, Der Feuerſa>. Ausganz des Ofens, Rauchfang, h. Mauerwerk. i. Mauer,'an welche ſich der Ofen anlegt. 3:1 BD nar» Erklarung der dritten Figur, welche einen Pieler mit frefem Luftzug darſtellt, 3. Treppe nach dem Aſcheuraum,. b. Der Aſchenraäum. cc. Der Roſt im Feuerrauni. dd. Sohle, Altär oder Laboratvrium, ee. Der Rauchfang. f. Das Mauerwerk, 00. Gewvlbe zum Altar. hh. A-ußere Mauer zum Rauchfang, 41. Schieber, Vierte Tafel. Erklärung der erſten Figur, welche einen Abdampfungs» ofen darſtellt. 223. Der NAſchenheerd.- bb. TZhüre zum Aſchenheerd, cc. Feuerraum. j“ dd. Thüre zum Fetterraum,- ee, Avdunſtungösgefäß. Ertlärung der zweyten und dritten Figur, welche einen Ofen mit gewundenen„Seuergängen darſtellt, 23% Mauerwerk, in welchem der Ofen eingerichtet iſt. bb. ZFeuerfeſtes Mauerwerk über den Seiten des popſees, auf welchen der Keſſel getragen wird, Ec, Roſt ==lüäüenen me zh< Frflärs in Qu [ dv Dye Erfliey- Enn| Ünn, 923, 4 bb, „- Schme), dfn zu il Meizofen Apfuhgs» He einn lt, ſies N auf ec, Nof + cc. Roſt des Ofens. dddd. Zug der Wärme unter dem Keſſel und nach der Seite des Rauchfanges. eeee. Parallele Mauern, welche den Keſſel tragen, und den - Untern Feuergang von dem zur Seite trennen, ff. Senkrechter Rauchfang, dem Feuerheerde gegenüber, gg. Bordertheii des Oſeus«. Erklärung der vierten Figur der vierren Täfel, welche den Zeſſeiofen mit gewundenen“euergängen im ſenkrechten ; Durchichnitt darſjteilt, 223. Mauerwerk, welches den Ofen befeſtigt, bb. Durchſchnitt des Aichenheerds, . cc. Durchſchnitt des Feuerheerds dddd. Mauern, welche den Keſſel halten, und. die Feuergänge trennen. G: ee.„, welcher unter dem Keſſel weggehet. ff. Feuergang, welcher um die Seiteh des Kiſſels herumgeht, g,.5. Der Keſſel5"7 Die fünfte Figur, Tafel 7. Auſicht eines auf dem Ofen ſtehenden Keſſels, mit den Feuergängen gegen die Mauer, über dem Feueryeerd..+ » 45 Fünfte Tafel, Erklärung der erſten Figur, welche einen runden Reſſel im Bueerdurchſchnitt darſtellt, mir einem mit gewundenen Feuergängen verſehenen Ofen. 23324, Viereckige Mauer, in welcher der Keſſel angebracht iſt, bb. Durchſchnitt des Roſtes. cc, Rand, welcher den Keſſel trägt, dd. Mauerwerk unter dem Boden des Keſſels. ee. Gewundener Feuergang. ff. Aufang des gewundenen Feuerganges, 39. Anfang des ſenkrechten Feuerganges, hb, Durch Vunkte angedeuteter Keſſel. Erklärung der zweyten Sigur, welche den runden Ofcn für einen tunden Reſſcl mir gewundenen FSeuergängen, und einem Rauchfäng über der Thür des Heerdes darſiellt. 223, Mauer, in welcher der Ofen aufgeſtellt iſt. bb. TShüre zum Feuerheerd, 26 fe j C2. Fuße, =-.» 146==. y „Ywient rſiellt, te Ri '4 Retis a Durch heerdes, Att Achte Tafel. Erklärung der erſten Sigur, welche eine Deſtillation im pneumatiſch- chemiſchen Apparate darſtellt, aa« Der Aſchenhterd, bb. Die Thüre zum Aſchenheerd, cc. Der Feuerheerd. d. Thüre zum Feuerheerd, ee, Der Arbeitsraum, f. Eine durch punktirte Linien angedeutete Retorte, Deffnung, aus welcher der Retortenhäls herausgehet, hh. Der Recipient. i. Die Thüre zur Kuppel. kk, Anfang des Feuerganges, 1. Ein Theil der mit Waſſer gefülleten Wanne, m. Mit Waſſer gefüllete, und über der Wanne umgeſtülpie Becher. an. Höhe, auf welche ſich die in. die Flaſchen gegoſſene Flüſs ſigkeit erhebt. Tubulirte Oeffnungen des Recipienten in den Flaſchen, pp- Tiefe, auf welche die Röhren x in der Flüſſigkeit der Fla» ſchen eintauchen, qq. Halb mit Waſſer gefüllete Erweiterung, welche an den Röhren 85 angebracht ſind, rr. Pneumatiſche Waſſerwanne. 8588. Röhren, welche den Raum der Flaſchen und des Recipienz2 ten verbinden, und ſich mit ihren Enden unter Waſſer vffnen. xX. Senkrechte Rdhren, welche in der Flüſſigkeit der Flaſchen eintauchen, Die zweyte Figur. Sie ſtellt eine mit dem pneuma- tiſchen Apparate verbundene Deſtillation im Sand- bade dar. Die Erklärung iſt der der erſtern Figur gleich, nur mit dem Unterſchied, daß das Deſtillirgefäß ein Reci- 'pieut mit langem Halſe iſt, und daß die letztern Duuſt» oder Gaxarten, durch die leßtere Rdhre in der Luft verlieren, 000, Erklärung der dritten Figur, welche einen pneumgtiſchen Waſſerappargt darſtellt, 23233: Die Waſſerwanne. bb. AusSgehdhlter Raum, über 4 des Rqumes der Wanne. cc. Cine ec. Ein Theil der Aushdhlung, in der ganzen Tiefe. 5 Oberer Theil von co. ' Ein Bret, welches queer über da. gelegt iſt, je-Defſtung in der Mitte des Breies, g. Ausſchnitt auf einer Seite des Bretes,. bh. Oberer Theil der Wayne, welcher vur eine Tieſe-von 2 bis 3 Zoll unter dem Rande der Wanne darſtellt, 11. GEivſchnitte, um die gefrümmten Halſe der Flaſchen, odex die damit verbundenen gekrümmten Röhren aufzunehmen, kk, Veber dem obern Raum der Wanne umgeſtürzte Becher. Neunte Tafel. Erklärung der erſten Figur, welche eine Deſtillicblaſe Darſtielit, 242. Bauch des Blaſenfkeſſe!s. bbb. Eingedrücter Boden des Keſſels. Cc. Oeffnung, um die zu deſtillirende Flüſſigkeit hinein zu gießen, dd. Handgriffe, um den Keſſel aufzuheben und zu bewegen, ee. des Keſſels. EITTUNG der zweyten FSiqur, welche ein Schlangenrohr „darſtellt, 299, /'Die Schlange. bbb. Das Faß, in welchem ſolche placirt iſt. ccc. Grundlage, auf welche das Faß ruhet. dd. Hals des Schlangeurohyrs, durch welchen vie deſtillirende Flüſſigkeit fließt. e. Obere Oeffnung der Schlange, welche den Schnabel des Blaſenhelms aufnimmt. Erklärung der dritren Sigur, welche einen Ofen mit Blaſe und. Schlangenrohr darſtelt, 33. Der Ofen in dem die Blaſe angebracht iſt. db. Erweiterung am obern Theil der Blaſe, cc. DOeffnung, durch welche die Blaſe fällt, dd. Helm, welcher die Blaſe verſchließt, ee. Schnabel des Helms,! ff. Ver- 0 Tab iefe-von; It, chen, ody zunehm", Becher, itblaſe "34(ießen, bewegen, ngenrohr eſtillirendt jnabel ds mit Bloß fl, Vir = I51== ff. Verbindung des Blaſenhelms mit der Schkangendffnung, 88. Sclangenrohr in dem Faſſe, dnrc< punktirte Linien ans gedeutet. h. Unteres Ende der Schlange. 131. Rdhre, durch welche das Waſſer abläuft, wenn das Faß / zu voll iſt. bh. Rbhhre, welche dazu beſtimmt iſt, dem Boden des Faſſes kaltes Waſſer zuzuleiten, Ul. Das Faß, in welchem das Sclangenrohr angebracht iſt. mm. Unterlage für das Faß, Die vierte Sigur, Sie ſtellt das Innere des Ofens dar, S, die erſte Figur der fünften Tafel, Zehnte Tafel. Erklärung der erſten Figur, welche den Caloximeter darſtellt. 23. Hüllen des Calorimeters, bb.. Decel der drey Höhlen des Calorimeters. c. Hahn und Kanal, um das geſchmolzene Eis aus der dritten Höhlung abzuleiten. d. Hahn und Kanal, um das geſchmolzene Eis aus ver mitt? lern Höhlung abzuleiten. e. Gefäs, welches zur Aufnahme des Waſſers aus der mittlern Höhle beſtimmt iſt, f. Unterlage. g9. Großer De>el, welcher zur Bede>kung des Calorimeters beſtimmt iſt. Erklärung der zweyten Figur, welche den Calorimeter im vertifalen Durchſchnitt darſtellt, 22. Aeußere, mit geſtoßenem Cis gefüllte Höhle, bb. Mittlere, mit geſtoßenem Eis gefüllte Rdhre, cc. Höhle des Mittelpunktes, welche durch ein eiſernes Gitter von der mittlern getrennt iſt. d. Aeußeres Ende des Rohrs, welches das geſchmolzene Cis aus der mittlern Höhlung ausfließen läſſet, CE, Untertheil des Gitters, welcher das Eis der mittlern „H*lung enthält, f. DeFel .. I52==> f. Deckel des innerſten Raumes, gg. Oberer Theil des Calorimeters, welcher alle drey Spl geu verſchließt, und mit Eis bede>t iſt. hh. Kanal, aus welchem das Waſſer der dritten Höhlung abläuft, 14, Oberer Theil des mit Eis bede>ten Decels der innerſten Höhlung. Die dritte Figur, Sie ſiellt das innere Gitter dar. uu Wo enen eg] Ende der Erklärungen der Ziguren des erſten Theils,.| Anwen- || Wi v' Venn S (ießen nur rag] vi det; ſih 0" iter; jedes b4 huh. die Oni die(1) N die fön ſhaftsj Coty (| . Mey y gw| füm) Hdhlun: abläuft, ünerſten x dar, veils, Anwen» Anwendung der Chemie auf Künſte und Manufakturen. Zweyter Theil, Zweyter Titel.* Von den Rörpern auf welche einee an, wo der| iſeme Wärmeſioff, der ſie verdampftre, ſie verläßt, um ſich unter| filo 5 die ihn umgebenden Körper von nicht ſo erhöhter Temperatur zu| W(E vertheilen, ihren urſprünglichen Zuſtand wieder annehmen, wäh| Im rend die Gaſe ihren bleibenden Zuſtand behalten, welchen Grad| bym's j der Abwechſelung auch die Atmosphäre erleide,| W| | wörlt Der Kenntniß dieſer gasartigen Subſtanzen, von denen die| 1 Alten vur ſehr unvollkommene Begriſſe hatten, verdankt die“| mil neuere Chemie faſt alle ihre Fortſchritte, Man wird dieß wenig|. M aufſallend finden, wenn man beachtet, daß dieſe gasartigen Maz| Gig terien, welche unſern Erdball von allen Theilen her, drücken,| fait vey allen Operationen der Natur wirkſam ſind, daß ſie ſich N zit den meiſten Körpern verbinden, daß ſic ſich durch- alle Ver-| Df änderungen, welche in denſelben vorgehen, daraus entwieinz| fon ſo daß die Atmosphäre uud die Erde ſich in einem immerwähe-|"6 renden Zuſtande ves Austauſches der Grundſtoffe gegen einander, wech der Wirkung und Gegenwirkung befinden.|: I Die Entde>ung dieſer verſchiedenen Gasarten hat die Che» 144 miker die Körper in Rückſicht einer neuen Art zu ſeyn kennen| u gelehrt; ſie hat ihnen gezeigt, daß dieſe ungeheure Maſſe von| vm] Flüſſigkeit, welche man Armasphäre nennt, aus Grundſtoffen&| finpy von einander ſo verſchieden, als Flüſſigkeiten und Mineralien,|| hh zuſammengeſeßt oder damit vermiſcht ſey und dieſe nichts mit|"|; einander gemein haben, als die Unſichtbarkeit,-"| Die Wiſſenſchaft der Chemie kann eigentlich nur von diea| W ſem Zeitpunkte an, rechnen; vorher waren die Verbindungen|" jb der Luft unbekannt; die Gaſe, die bey unſern Operationen,| vder durch freywillige Zerſeßungen verflogen, konnte man weder[7 Gal recht kennen lernen, noc“ würdigen; ſo daß die Anglyſen immer(E07 ynvollz 6 | | toffs habn “ erweiten Grade vy t Temper: ) dann u niger Flüß WſigFeiten, pfen, de chen darn 1, Wo der ſich unter peratur zu nen, wäh: ungen nicht raubten. Uebris gens hat man dieß Gefühl faſt immer bey Sntde>ungen des erſten Ranges, die ſic) gewöhnich mit einer ſv!i| tjeſieen kohlenſoure Gas daraus zu ziehen; ſo kann man ſich einer Flaſche eiſe mit gelnümmtiem Schnabel bedienen,(Siehe Tafel 1. Figur 4.).|(jus aus Dieſer Apparat für die Gaſe iſt unter dem Namen pneus»| fmiſ inato- Hemiſcher, bhydropteumatiſcer Ipparat u. ſ.w. be- kannt. Oft ſiud die Gaſe, die man extrahirr, von der Natur, daß ſie ſich im Waſſer aufldſen, wie zum Beyſpiel die ſauren, und das Ammoniumgas. In dieſen Fällen bedient man ſich ei- nes kleinern Apparais, und nimmt, ſtatt des Waſſers, Queck ſilber. Dieſe Eigenſchaft einiger Gaſe, ſich in Waſſer aufzuld- Nb ſen, hat ein Mittel geliefert, ſich das Ammonium und einige kit. au Säuren mit größerer Dekonomie und Leichtigkeit zu verſchaffen, vf als zuvor, nämlich, wenn man dieſe Gaſe in ein gehdriges Maaß ſuf|| von Waſſer auſſängt; ſo erhält iman dieſe Produkte in einem bu( Grade von Reinheit und Konzentration die ſchwerlich dur< das VE ſonſtige Verfahren der Deſtillation zu erreichen geweſen wären, 4 H Da der pneumato-Xte der berühmte Prieſtley den erſten Auguſt 1774*). Die Natur zeigt uns das Sauerſioffgas nirgends frey, ſondern überall in Vermengung oder Verbindung mit andern Subſtanzen, von denen man es befreyen muß, Cs gibt drey befannte Mittel, es zu extrahiren: 1) Durch die Wirkung der Wärme, 2) Durch die des Lichtes, 3) Durch die der Säuren. 1) Der Sauerſtoff verbindet ſich wit mehrerer oder mine derer Leichtigkeit allen Metallen; er macht, daß ſie ihre me- talliſchen Eigenſchaften verlieren, und verwandelt ſie in Oxyde (die Metallkalke der Alten). Um den Sauerſtoff aus den Oryden zu entbinden, iſt es hey einigen hinreichend, ihre Temperatur durch Anwendung der Wärme zu erhdhen. Der Sauerſtoff trennt ſich in Gasform daraus los, und das Metall zeigt ſich wieder mit allen ſeinen Geſtalten und metalliſchen Cigenſchaſten. Wenn die Opera- tion in einer Retorte geſchieht, und man das Produkt davon in *) Prieſtley entde>te das Sauerſtoffgas im rothen Queckſilberoxyd 3 Scheele entds&te ſolches zu gleiches Zeit im Salpeter, H Rs .. 158==| | in dem hydropneumatiſchen Apparat auffängt, ſo erhä't wan| 0 das Sauerſtoſgas uad das Metall, jedes beſonders*),|| lidt N Die Metalle, welche man am ſchwerſten oxydirt, ſind die,| flaw Y welche ihren Sauerſtoff mit der geringſten Schwierigkeit von| plußen/ ſich geben; Platina, Gold, Silber, Quedſilber und Brauns)| fühlten? ſtein**) gehören zu dieſer Zahl, Die andern Metalle gehen mit L| ng dem Sauerſtofſe eine ſo innige Verbindung ein, daß man, um| 90 ihre Scheidung davon zu bewirken, dem Sauerſtoffe einen Kdrper|| drin] darbieten muß, der in einem noch ſtärkeren Verhä!triſſe zu ihm| ſpwac) . ſiehe, und man bedient ſich zu dieſem Zwecke des Kohlenſtoffes,|| ſe? | deſſen Wirkung man durch die Wärme nachhilft.|| Wuzel jh Wenn man die oxydirtſalzſauren und die ſalpeterſauren Al-|| Becötn | kalien durch Deſtillation in den Retorten zerſeßt, ſo kann man|| vy dei ) den Sauerſioff daraus in ſehr reiner Geſtalt ziehen, und ihn in|| 0 EZ IL dem hydropneumatiſchen Apparate ſammeln,| M / 2) Das, Licht wirkt bedeutend mit zur Entbindung des| Mul. 1113 Sauerſtoffs aus einigen ſeiner Verbindungen.| jd |/| Eine Flaſche oxydirter Salzſäure, wenn ſie der Sonne qus- j | geſeßt wird, läßt allen in ihr enthaltenen überflüſſigen Sauer? wenn 0 jioff fahren, und geht in den Zaſtand gewdhnlicher Salzſäure| ſunt 100 über, Die nämliche Säure erhält ſich aber, ohne ſich zu zer-“| beidt | ſetzen,. in"einer, mit ſchwarzem Papier überzogenen Flaſche,| gms wenn man ſie glei) der Sonne oder der Wärme, aber an einem| ws ' dunkeln Orte, ausſeßt, 0| mii Aber unter allen bey vem Ausfluſſe des Sauerſioffgaſes durch|| WIE die Wirkung des Lichts vorkommenden Phänomenen, gibt es| abge Fein auffallenderes, als die Erzeugung dieſes Gaſes durch Vege fi tabilien; es war im Jahre 1775, als Ingenhouß ſeine Verſuche Gy bekannt machte, durch die er zu beweiſen behauptete, daß die Ui) 5 Pflanzen am Sonnenlichte eine reine Luft, im Schatten aber| dips ein mephitiſches(Gas aushanchten, Herr Sennebier beſtätigte| Sort das exſtere Reſultat, und läugnete das zweyte, Sein Werk| WI erſchien 1782, 6 in | mh |; Um| wH *) Nur die Oxyde der edlen Metalle laſſen den Squerfiof durch||: 0 bloves Glühen von ſich; die der unedlen nicht ohne einen Zuſak IN von fohligen Subfianzen, wodurch ſolches aber als kohlenſtoff-|. 999) ſaures Gas entwickelt wird. H. prem), **) Das Braunſiein oder Vianganesmetall gehört nicht hierher.“ Es ift jo leicht oxydirbar, vaß es in der Luft gar nicht reguyliniſch mod, erhaiten werden kann, weil es fich auch ohne Wärme, von ſelbft Darin, ſo wie ini Waſſer oxydirt, Auch läßt das Mangganegoxyd der| fich nur ſchwey peduciren, H, 5| | |: | 4),| rt findhy terigfeit vm und Bray le gehen m+ ) nan, in einen Arpt niſſe zu ihn hlenſtoffe, rſauren Jh, ) Fann max und ihn ih ndung des Zone dus: zen Sauer? r Salzſäure fich zu zere 1 Flaſche, * an einem jaſes durch , gibt> r< Vege» » Verſuche ) daß die ften aber beſtätigte ein Werk Un fioff dureh nen Zuſa Fohlenfiof; Dt hierhe regyliniſc) von ſelbt 1gane80! emen 159«ui Um dieß Phänomen zu beobachten, darf man nur eine[os bende Pflanze in Waſſer ſtellen, und einem lebhaften Sonnen lichte ausſeßen; man ſieht ſodann ,, wie ſich auf den Bläötiern kleine Blaſen bilden, welche auf der Oberſläche des Waſſers platzen, und die man ſammeln kann/ wenn man ſie in umge- ſtülpten Bocalen auffängt, Dieſe Blaſen ſind mehr oder we- niger reines Sauerſioſſgas, Herr Sennebier„ der in dieſer Rüäſicht eine lange Reihe ſehr intereſſanter Verſuche gemacht hat, hat bemerkt, daß eiu ſchwach geſäuertes Waſſer die Eniwikelung des Gas erleicyiete, und ſeine Quantität vermehre, daß nur die grünen Thei(e der Pflanze ſolches ergeben; daß die Blätter, die ſich in vollem Wachsthume befinden, mehr als die jungen, davon liefern, daß der Ausfluß ves- Gas ſchneller dder langſamer vor ſich gehe, nah der verſchiedenen Natur der Pflänzen'u. ſ. w. Die Conferven ergeben viel'Lebensluft, ſo wie die grüne Materie, welche unter dem Waſſex- kntſteht, und die Ingen- Houß bloß für einen Inſektenſcmäßig, Duff |' damit anzufangen, unſere Jdeen über die Bedeutung dieſes| 5 11 Wortes feſtzuſtellen,:|| ji 4 Der gewöhnliche Menſch verſteht im Allgemeinen unter|| ja | dem Ausdru>e Verbrennen nur die Phänomene, die man auf|| Ww | dem Heerde bemerkt, und deren Rejultate jederzeit Flamme,| ſy | Wärme und Licht ſind. Der Chemiker verfährt ſtrenger bey An2|| we/ ! wendung dieſes Wortes, und nennt jede Operation Verbrennen,+|. dei? j weiche dazu dient, Sauerſtoff zu feſſeln oder zu verbinden,| birdy y] In vielen Fällen iſt es nicht genug, daß Licht und Wärme/ Meth 4 keinen Eindru> auf die Sinne machen, um dazu berechtiget zu mil a ſeyn, ihr Daſeyn zu verwerfen, und ihre Erzeugung zu läug: zu 4 nen; es iſt Thatſache, daß das Sauerſtoſſgas ſich nicht verbin- herd. 11,7 den kann, ohne daß ſich ein Theil des Wärmeſioffes, welcher es) | M im Gaszuſtande erhielt, entbinde; wenn man zum Beyſpiel ein| mn. 1 beſtimmtes Gewicht von Eiſen mit einer hinreichenden Quantität iley || von Sauerſioff verbrennt, ſo wird die Wirkung ſich gleich ſeyn s|| jb jj man nehme nun den Zeitraum einer Minute an, oder eines Mo-| fu 0 nates; aber im erſieren Falle wird das Verbrennen unter einer| je| De:; e. SIN ILI 2|| Nh ſehr merkiichen Entbindung von Wärme und Licht erfolgen, wäh-[199 rend im zweyten dieſe Summe von Wärme und Licht, vertheilt&„„s unter alle Nugenbli>e einer ſehr langen Zeit niemals einen unſere fun Sinne zu berühren fähigen Cindru>k hervorbringen wird. Aus|(inen einem ähnlichen Grunde gibt der Phosphor, wenn er bey einer| WG Temperatur von 25 Graden verbrannt wird, Wärme und Licht|| In von ſich, bey einem unmerklichen Verbrennen jedoch, und das; bil langſam an der Temperatur der Atwosphäre und in ruhiger Luft|-| erfolat, zwar ein gleiches Produkt; aber in ſofern unter verſchie:[+]' denen Phänomenen, daß, in dieſem letziern Falle, weder Wärme|. 0598 noch Licht zu fühlen ſind,-; In|| | iht zu ] Val: 1 Liſt, d, daß hnlichen er Unte, Unze, 3 Fennung enſchaft exbren: mäßig, | dieſes 1 unter zan auf (anme, bey Au: rennen, den, Wärme get zu zu lang: ' verbin [cher es ſpiel ein antität (ch ſeyn); ines M0: ter einer en, währ vertheilt n" unſere Aus ey einet nd Ucht und das ger Luft verſchie“ - Wärme - :| -- 161== In allen den Fällen und Operationen, welche Feſſelung vder Verkörperung des Sauerſtoffgaſes nach ſich ziehen, wid Wärme uud wahrſcheinlich auch Licht*) erzeugt, aber die Wärme und. das Licht ſind nur dann für uns bemerklich, wenn ſie ſich in großer Quantität und in einem kurzen Zeitraum entbinden; ſie können unſre Sinne nicht berühren, ſobald ihre Produktion ſehr langſam geſchieht, Die Produkte des Verbrennens oder der Verkörperung des Sauerſtoffgaſes, ſind verſchieden nach der Natur der Körper, mit denen es ſich verbindet; ein großer Theil dieſer Verbindune gen nimmt den Charakter der Säure an Die. Verbrennung von Pflanzenſtoffen durch Sauerſtoff bringt Waſſer oder Koylenſäure hervor; je yachdem er mit dem Wajſerjioff, oder dem Kohlenſioff in Verbindung trit, Der Sayuerſioff iſt ferner das Hauptwirkungsmittel bey thie- riſchen, Pflanzen-, oder mineraliſchen Gährungen und Zerſetzung gen In allen dieſer Fällen wird er: durch die?itmosphäre oder die Zerſezvug des Waſſers hervorgebracht. Hier verbindet er ſich mit dem Kohlenytoff; entwickelt ſich als kohlenſarres Gas, und läßt den Waſſerſtoff überwiegen, wie bey Weingährungen, dort tritt er mit dem Waſſerſtoffe und dem Kohlenſtoff in Ver- bindung und erzeuget Säuren. Im Mineralreich oxydirt er die Metalltheilchen und trennt die Maſſen; verbindet ſich mit dem mit vielen Metallen vereinten Schwefel, givr die Veranlaſſung zur Bildung der Schwefelſäure, und bringt ſchwefelſaure Salze hervor. Der SauerſtoF erzeugt aber die Phänomene des Ve: brens nens nicht allein im Gaszuſtande; ſondern er wirft ſich in vielen Fällen, wo er ſich in Verbindungen befindet, auf die ihm dar» gebotenen verbrennlichen Körper und verbrennt ſie; die ſalpeter- ſauren und die orydirten ſalzſauren Salze die man durch Kohle zerſeßzt, dienen hier zum Beweiſe. Die Verbrennungen der Oele durch Zerſeßung der Salpeter? ſaure, ſind ſeit langer Zeit bekannt. Die Cheinie ſelbſt zieöt großen Nugten aus dieſer Eigenſchaft; indem ſie den Sauerſtoſf der Salpeterſäure auf andere Baſen, 3. B, Arſenik, Molybdän, Phosphor, Campher, Zucker u, ſ, w. überträgt, nm Säuren zu bilden, In unſern Tagen ſind die Herren Weſtrumdb, Scheeie und *) Licht wird nur dann bey der Verbrennung entwielt, wenn der verbrennliche Körper Lichtſtoff erhielt.%. L -r-erinumg -- 162)= und Berxthollet'dahin gelangt, den Phosphor; Schwefel, Cam: pher, die Dele, Aikohol und den größten Theil ver Metalle in orydirtem ſalzſaurem Gas zu verbrennen, Dieſe neue Art des Verbrennens iſt, eigentlich zu ſagen, nichts als die Verdrängung des Sauerſiofſes durc“ ein Brenumaterial, welches mehr Ver- wandtſchaft mit demſelben hat, als das mit dem es ſich vereint befindet, 3) Eine nicht weaiger Erſtaunen erregende Eigenſchaft des Sauerſioffgaſes iſt, das es allein nur zum Einathmen taugt*), und wegen dieſer hervorſtehenden Cigenſchaft nannte der be- rühmte Geſchichtſhreiber der Akademie der Wiſſenſchaften, Con» dorcet, dasſelbe Lebenzluft, Alle Thiere ohne Annahme aihmen die Lebensluft ein: Herr Vauquelin hat bewieſen, daß auch die Juſekten und die Würmer ihrer bedürfen. Aber für alle Thiere iſt nicht eine gleiche Reinheit der Luft erforderlich; Vögel und Metſchen bedürfen einer reineren, als die vierfüßigen Thiere welche den Winter verſchlafen, Die Waſſerſchne>e und die auf den Wein- bergeu ſich aufhaltende Schnee treunen vollſtändig den Sauer- ſtoff in der Miſchung der Weinbeeren von dem Sti>gas und. der Kohlenſäure, ohne daß dieſe letztern ſie. beläſtigen. Das zur Neſpiration dienende Organ iſt mehr oder minder vollkommen, mehr oder weniger geſichert vor jedem Angriffe äußerer Körper, von je größerer oder geringercr Wichtigkeit cs bey den verſchiedenen Gattungen von Tyieren iſt. Esiſt in dem Mittelpunkte des Körpers verſchoſſen und durch ein Knochena gebäude vor der zerſidrenden Wirkung der äußern Körper ge- ſchüt, *) Es iſt jekt fünf und zwanzig Jahre her, daß die berühmten Che- miker Bergmann und Scheele behaupteten, das Waſſerſtoffgas ſey reſpirabel. Dieſe Behauptung beſtritten Moro3zz0 und Fontana. Die Verſchiedenheit der Anſichten der vier berühmten Männer ſcheint mir aber ihren Urſprung in einer fehlerhaften Weiſe zu haben, die Reſpiration zu betrachten; denn es iſt in der That nicht hinreichend, um ein Gas reſpirabel zu nennen, wenn man es ohne Gefahr für ſeine Perſon durch die Lungen einziehn und wieder augathmen kann; es muß dazu die Fähigkeit haben, fich in dieſem Orgäne zu zerſetzen, und darin wahrhaft digerirt zu werden; ohne dieß kann man dieſe Luft, wenn fie nichts weiter thut, als in die Bruft ſteigen, ohne ſie anzugreifen, den kleinen Sandkörnern vergleichen, die ohne Gefahr durch den Magen gehn, die man darum aber doch nicht wägt, den Nahrungsmitteln zu- zuzählen 3; das Waſſerſtoffgas und einige andere ſind aber in dem erwähnten Falie; man kann ſie zu mehreren Malen ohne Be- ſchwerde mit den Lungen einziehn, abex man verändert fie nicht, und fann alſo höchſtens behaupten, daß ſie keine Gifte find. Aum, d. Verf, beyna" Thier- vie 1) Qa) 0, pers je 8 Heobait: (400 vy 10 N bey(% j ew 3 ſpinus el, Coty,| Metalle 4| 10 Art des rdrängu| mehr Ya, ſich very nſchaft(4 n taugt), nte der ſten, Coy öluft ei ten und) nicht ein Metnſichn welche du den Wein: den Sauen 398 und. de oder minder m Angriffe htigkeit es iſt in dem 1. Knochen» Körper 9e- ſchütz, ühmten Che Baſſerfioft 010330 un) er berühtttt e fehlerhaft 1 es ift in jennen, Wi ngen einji! higfeit habt) aft diger nichts weil 17 den Flein 1 Magen geh) 198 mie d aber in dit en ohne D dert fie mid ifts find. f, =“ 1682=, ſchüßt, bey den Vögeln, bey dem Menſchen und faſt allen vier: fößigen Thieren; während es bey den Ampyibien nichts iſt, ais eine Art von Haut, die faſt aus dem Körper heraus vorſpringt und ſich erweitert und zuſammenzieht; auch kann dieſe Claſſe von Thieren eine lange Zeit hindurch die Reſpiration aufhalten, wie ich es an den Fröſchen erfahren habe, und erfordert ſie nicht beynahe ganz die nämliche Reinheit der Luft, als die übrigen Thiere? Das Luftrdhren- Inſekt zeigt uns Einathmungsorgane, die den Körper entlang herablaufen, alle Gefäße auf dieſem Laufe begleiten, und endlich in unmerkliche Poren ausarten. Dieſe Luftröhyren haben bey einigen die Oeffnung in den Magen: Herr Vauquelin hat dieſe Communikarion an der großen Heuz ſchre>e beobachtet und Draparngud ſie an allen wiederfäuenden Orthopteren nachgewieſen. Die Diſpoſition der Einathmungsorgane in den mit Luft- röhren verſehenen Inſekten bringt ſie den Vegetabilien nahe, und vermehrt ihre Berührungspunkte 7 in beyden ſind dieſe Organe über den ganzen Körper des Individuums vertheilt; nach den Beobachtungen von Fontans, voti Prieſtley, von Ingenhouß hauchen ſie alle Sauerſtoffgas' aus, ſie liefern anaivge Produkte bey der Deſtillation u. ſ. w. Um uns einen genauen Begriff von der Wirkung der Luft bey der Reſpiration zu bilden, müſſen wir 1) die Veränderungen die dieſe Flüſſigkeit in den Lungen erleidet; 2) die Veränderungen die das Thier durch den Akt der Res ſpiration erfährt, einer ſorgfältigen Prüſung unterwerfen, Erſter Areikfel, Von den Veränderungen, welche die Luft bey der Reſpirgrion erfährt. Die erſte Wirkung der Lunge auf die Luft iſt, daß ſie ihre Maſſe vermindert. Borelii hat dieſe Beobachtung gemacht z Jurin hat berechnet, daß ein Menjc< 40 Cubikz;o Luft bey eis nem mittlern Atrhemzuge einzdge, und bey dem größten 129 einz? ziehen kdnne; aber daß in allen Fällen eine Portion abſorbirt werde, HHales ſchätzte dieſe Abſorbtion auf den acht und jechbe Zigſten Theil des Ganzen. Nachdem die Analyſe der Luft bekannter worden war», bez ſchäftigte man ſich mit der größten Sorgfalt mit ahren Wirs kungen bey der Reſpiration; Wel iang lieB Bögel in beſtimm» 2 ien een reer EEE Er TOR FEn Heeg BCE Pr FIENE RENSE FITED ZE WERE Ei Gan 164<= ten Maſſen atmosphäriſcher Luft reſpirirenz Lavoiſier, wel- gas 0,80, an Sauerſtoffgas 0,18 und an Kohlenſäure 0,02 enthaltende Luftmaſſe nach dem Ausathmen 0,80 an Sti- gas, 0,05 Sauerſtiofſgas und 0,13 Kohlenſäure ergebe. Man kann aus den Verſuchen des Nämlichen ſchließen, daß die Ver» minderung des Sauerſtoffgas, und die Vermehrung der Kohlen2 ſäure in beſtändigem und fortſchreitendem Maaße in einer glei- ung des Sauerſtoffgas in den Lungen abhinge.(Siehe ſein 1777 in der Akademie der Wiſſenſchaften verleſenes Mes moire), Crawforr nahm dieſe Meynung an, und unterſtüßte ſie 1779 mit neuen Thatſachen. Dieſe Lehre iſt eine natürliche Folge der Feſſelung von eis ner Portion Sauerſtoffgas in den Lungen, Es folgt aus dieſen Grundſäßen: x) Daß die Wärme um ſo beträchtlicher ſeyn wird, als die Luft reiner iſt, 2) Daß die warmblütigſten Thiere diejenigen ſind, welche die größten Lungen haben. Alle die Bemerkungen ſtimmen mit den von deu Naturforſchern und Phyſiologen mitgetheilten That- ſachen und gemachten Beobachtungen überein, Die zweyte Wirkung, welche die Luft in der Reſpiration hervorzubringen ſcheint, iſt, dem Blute eine rothe Farbe mit- zutheilen. Lower hatte bereits dieß Phänomen beobachtet, und es als ein unmittelbares Reſultat der Reſpiration betrachtet. Jedermann weiß, daß, wenn man das Blut einige Zeit hindurch der Luft ausſeßt, ſeine Oberfläche ſich mit einer Lage von einem lebhaften Roth bedeXt, während der untere Theil ſchwärzlich bleibr. Cigna hat beobachtet, daß die ganze Maſſe die nämliche ſchwarze Farbe behält, wenn man ſie mit einer Lage Oel überde>t. Becarig hat die Erfahrung gemacht, daß das Blut im leeren Raume ſchwarz bleibt, und ſich auf der Ober- flächeroth färbt, ſobald es mit der Luft in Berührung geſeßt wird. „Zewſon hat das Venenblut roth gefärbt, indem er Luft in den durch zwey Unterbindungen begränzten Raum einer Vene ein- ſprüßte., Thouvenel bewies, daß durch das Auspumpen der Luft, die auf dem Blute ſteht ,. man ihm einen großen Theil ſeiner Farbe nehmen kann.. Edmund Goodwin der mit einem Blaſebalg die Lungen lebendiger Hunde aufblies, denen Z das ruſts -!| [ji a SEN-- 166== > MH Bruſtbein wegſchnitt, und ſodann den Stamm der Lungen- Venen"3 1:51 und Arterien entblößte, ſah, daß das aus der Lunge ſt! dmende un | Blut rorh war, in den Venen aber, wie in den Arterien" 088), ſchwarz wurde. wenn der Blaſebalg eine Minute zu blaſen| wih |' aufhörte. Man kann es an ven häutigen Lungen der Eidechſen| my 141 und Fröſche ſehen, daß das Blut rdtyer wird, wenn es durch s|. M 11 die Lungengefäße ſirdmt; aber ſchwärzlich bleibt, ſobald die| ohn 1111 Bewegung dieſes Organs ſuſpendirt wird, Herr Fourcroy hat|| vim 1111 den betannten Beobachtungen noch die hinzugefügt, daß, ſobald FN ſha / daß Venenblut durch die Berührung des Sauerſioffgaſes gez| 4 44] xdthet worden, die Farbe ſich, durch den darin verlängerten aub a" Aufenthalt des nämlichen Gas, in weinhefenfarbigen Parpur des? ſj) v'rwandelte, Es geht noch aus den Crawfortſchen Erperimen-| mi jj ten hervor:| NM jl I, daß ein Thier, welches man in eine kalte Temperatur den 1 bringt, mchr Luft in einer gegebenen Zeit verzehrt, ais wenn die u 8; es in eine warme gebracht wird.;| dym I| 2) Daß die Färbung des Biutes in der kalten, auffallender| mms 1 als in de: warmen Temperatur iſt, j Man kaun ſchon aus den oben angeführten Thatſachen ſchließen:;| 1) daß die rothe Farbe des Blutes durch den Sauerſtoff|| hervorgebracht wird.|. 2" Daß dieſe Lufr um ſo viel dichter, als die Luft reiner| J und condenſirter iſt. iudg Die direkten Verſuche von Prieſtley und So9dwin haben|"m bewieſen, daß dieſe Färbung des Blutes durch das Gewebe der| Ownn Membranen, die es enthalten, geſchehen könne; der erſte dieſer| mw bey>en Pyrſiker füllte eine Blaſe mit Blut an und ſetzte ſie der t4(iE reinen Luft aus; der Theil, welcher die Oberfläche der Blaſe bes| WiS rührte, wurde roth, während das Innere ſchwarz blieb; der| Ehnz zweyte, weicher einen Strom von Sauerſiofſſgas gegen die Mems-| dime branen der Halsvenen leitete, wo er das Blut durc< Unterbin2| Gauer dungen aufhielt, ſah, daß es eine rdthere Farbe annahm, pg| ſy, Es bleibt jelzt nichts mehr übrig, als die Natur der Ver2| d bindungen kennen zu lernen, welche das Blut mit der Luft ein-| iur geht, um den Unterricht über die Theorie dieſer Färbung damit Bech zu beendigen« Wir haben bereits geſehen, daß die ausgehauchte Dim Luft die Kohlenſäure und das Waſſer, welche ſich in den Lungen aun] erzeugen nach außen führt, wir dürfen alſo auch ſchon ſchließen, der Gj daß in der Reſpiration eine Entziehung von Waſſerttoff und Koh2-<| diey lenſtoff Statt finde, und man kann vernünftigerweiſe muth2| Ep mazen, daß das Blut ſeine rothe Farbe dem Verluſte dieſer bey»| riſhy, den | | | |» |-- 167= "Benet| den Grundſtoffe verdankt. Ein direkter Verſuch von Hamilton 'dmendt| unterſtäßt dieſe Meynung z dieſer geſchikte Beobachter hat ge- Arterien| ſehen, daß, wenn man Waſſerſtoffgas in Blut übergehen läßt, . blajen| welches durch zwey Unterbindungen in der Halsader auſgehalten Tidechjen wird„ und wenn man es eine Stunde hindurch damit in Berüh- es durch rung läßt, ſich das Blut nach dem Experimente flüſſig und faſt Wald die ſo ſchwarz als Dinte zeigt, daß, wenn man dieß Blut in der Leroy har nämlichen Zeit in den Adern auffängt, es gerinnt, ohne ſo ß, ſeval) ſchwarz zu werden, als. wenn man es mit dem Waſſerſtoffgas gaſes Qu in Berührung ſeßt. Lavoiſier, Seguin und Cravwofort haben längerten aus dieſen Verſuchen gefolgert, daß die Veränderung der Farbe n Parpur des Blutes in der Lunge aus. der Verbindung des Waſſerſtoffs "Yperimen: mit dem Sauerſtoffe herrühre, wodurch ſich Waſſer erzeugt. MEN Die Lunge kann alſo als ein Ausführungsorgan betrachtet wer- u den, durch welches die Natur das Blut von einigen Stoffen befreyt, /s wenn die, indem ſie ſich unaufydrlich darin wieder erzeugen, damit en2. Fallend digen, im Uebermaaße vorhanden zu ſeyn; während auf der an? eider dern Seite der Urin alle Salze und einige Säuren abfährt, Whatſachen Zweyter Abſchnitt. Sauerſiofſ, Von dem StiRgas. aſt reiner Das Stikgas oder Siickſtoffgas iſt der zweyte Grundbe»- ſiandtheil der Atmosphäre, von welcher es vier Fünftheile ein- vin haben nimmt. Obgleich dieß Verhältniß auf einen ſehr ausgebreiteten ewebe der Gebrauch und einen großen Einfluß desſelben auf die Phänomene rſte dieſet und Operationen der Natur und Kunſt zu deuten ſcheint; ſo iſt te fie der doch ſeine Wirkung bey weitem nichi ſo kräftig, noch ſo merklich: Blaſe be: als die des Sauerſtoffgaſes. Man zieht es ſchwerer aus dem lieb; der Schooße der Atmosphäre'und erhält es auf keine andre Weiſe, die Mem: als wenn man ſich nach und nach des demſelben beygemiſchten Unterbin' Sauerſtioffſgaſes und der Kohlenſäure bemächtiget, die es ſodann m, frey laſſen, der Ver?- Doh geht das Sti>gas mehrere bekannte Verbindungen Luſt eine ein, und man kann es durch deren Zerſeßung erhalten. Herr img damit Bertholler hat gelehrt, daß Salpeterſäure, an einer ſanften zehaucht Wärme von ungefähr 15 Graden mit dem größten Theile der au Lungen animaliſchen Subſtanzen digerirt das Sti>gas, welches einen ſchließen, der Grundbeſtandtheile desſelben ausmacht, daraus entwiele; uud Koh- die weißen und gallertartigen Theile ergeben davon wenig, das eiſe muth? Eyweiß und das Serum, mehr, und die Fiber unter allen thie» dieſer bey riſchen Theilen am meiſten, Das Fleiſch junger Mhifre. BE den LET nee SIM | | 5.„ Y NE<-<< Ee u IIm emden BEE III<= ==“ 168 55 weniger davon, als das, alter, das der Fleiſchfreſſenden iſs ein wenig reichhaltiger an Stijtoff; als das derer, die ſich von Früchten nähren. Man kann den Stickſtoff leichter aus dem Fleijche der Fiſche, als dem der vierfüßigen Thiere ſcheiden, “Wenn man AmmoniumgaäLs in eine auf Queſilber umgeſtülpte und mit oxydiriem ſalzjaurem Gas angefüllrie Glocke hineinläßt z ſo entſtoht plößztich eine levhafte, glänzende Flamme; ba!d trübt ein weißer, ſehr dichter Rauch das ganze Gefäß, es enwicelt ſich viel Wärmeſioff und nach einigen Minuten ſind die zuver ſehr iroXnen Wän“"e der Gio>e mit Waſſerſtreifen überzogen, LWenn man die oxydirte Salzſäure vollſtändig geſättiget hat; ſo findet man nur reines Stigas, weic2s aus der Zerſetzung des Ammoniams entſteht, das Waſſer und die w-nige Salzſäure, welche durch die Vecbindung des Sauerſtoffs der oxrydirten Salzſäure mit dem Waſſerſtoff des Ammoniums entſtehen, rus- hen auf der Odverfläche des Quecſi bers.) Wenn man, anſtatt die orydirte Salzſäure und den Am- monium im Gaszuſtande zu nehmen, das orydirte ſalziaure Gas durch, in einer Flaſche befindliches ligquides Ammonium ſtreichen läßt, und das im hydropneumatiſchen Apparate ſich entbindende Sti>gas ſammelt; ſo findet man nichts in der Fla- ſche, als etwas, mit reinem Waſſer durchmengte Salzſäure, und das unter die Gio>e, geſtiegene Gas iſt reines Stickgas. Herr Fourcroy, dem wir dieſen Verſuch verdanken, gibt den Rath, die Operation in Gefäßen vorzunehmen, die von einem ſtarken Lichte getroffen werden, und bey einer etwas warmen Temperatur, Er fügt hinzu, daß man mit der Operation in dem Angendblicke inne halien müſſe, wo kein Stigas mehr übergeht. Das Stikgas iſt in der Regel geruchlos, wenn es aus der Atmosphbäre gezogen wird, aber das aus animaliſchen Subſtanz zen extrahirte, wenn man es gleich gut auswäſcht, hat einen eigenthümlichen und unterſcheidenden Geruch, welcher dem von F'ſch- F!eiſch, das in Fäulnis überzugehen anfängt, nahe kommt, Dieter Geruch ſcheint hauptrſächlich einem wenig Kohlenſtoff zu- zuſchreiben, den es den animaliſchen Subſtanzen raubt; es ſetzt dieſen Kohlenſtoff, durch ein langes Ruhen auf dem Waſſer, ab, und es bildet ſich in dieſem Falle ein ſgas, in Salpeierſäure verwandle. Ju'5v t hat; ſo dem Augenbiicke wo es ſich aus den Körpern, deren Grundbe-<| bung des ſtandiheil es ausma N V ji N SZ] N Kn T Es RIE“ 1% EEMESNS 7 4 IPR gs MIER 5 cl 2.208« Fie DL Eee BLR Rie. NEE me 18. en Ee A-7207 NDidee Ki kanäle eue. 3 “4 INE en Keeper rika rike, ? -- 172= Zweytes Kapitel,' Von dem mineraliſchen Theile unſeres Planeten, Die ſteinige oder mineraliſche Maſſe des Erdbodens iſt faſt ſein größter Theil; ſie zeigt eine große Verſchiedenheit in den Körpern, aus denen ſie beſteht; aber wenn man dieſe durch die Analyſe auf ihre Grundſioffe zurükführt, und dadurch zur Er- Fenntniß der Eigenſchaften eines jeden kommt, ſo ſieht man ein, daß ſie ſich füglich in zwey Claſſen ſcheiden, von denen eine die tro>kenen, geſchma>k- und geiunchloſen Körper, von einer 4,5 nicht überſchreitenden ſpecifiſchen Schwere, die andere aber die undurchſichtigen, ſehr ſchweren, und einen% EE R 7 meigdineckien Fn fd 9.D 55 174008 7500 236| t = 404:=| Ihre ſpecifiſche Dichtigkeit beträgt 2,65,|| ter di Zergmann hatte gelehrt, daß das Waſſer die Kieſelerde 4 auflöſen kdnne; Herr Rirwan hatte behauptet, daß zehntauſend| Gerda Theile Waſſer bey der Temperatur der Aimosphäre einen Theil|| nt! Kieſelerde in Auflöſung erhalten könne, Der erſte dieſer beyden| geſhi Chemißfer, der die aus den Wäſſern des berühmten Geyſer in| die in Island ſich bildenden Inkruſtationen der Analyſe unterwarf,|| fuſe fand, das ſie die Natur der Kieſelerde hätten, und ſchloß daraus,||"iw daß vie Temperatur dieſes Waſſers, die nach den Beobachtungen| Win von Derroil und Solander erhdyter iſt, als die des ſiedeuden)! Waſſers, die Aufldſung dieſer Erde bewirken kdnne, Aber Black| ig N hat die Exiſtenz einer Portion von kauſtiſchem Natron in dieſen|[7 JE Wäſſern nachgewieſen, uud hiergus erklärt, warum'in dem Waſ-|' ſer jener Quellen Kieſelerde vorhanden ſey. um Herr Macie von der königlichen Geſellſchaft in London hat|„4 bewieſen, daß die weißliche Materie, welche man zwiſchen 0 jedem Knoten des Bambusrohres findet, Kieſelerde ſey. y Die Flußſäure ldſet die Kieſelerde auf, verflüchtiget ſi? in 46 einen weißen Dampf, und ſegt ſie auf der Oberfläche des Waſ-| in ſers ab, in welchem man dieſe Säure auffängt. 97 Die Alfalien löſen ſie auf dem tro>nen Wege mit ſehr großer;| Leichtigkeit auf, Wenn ſie in einem ſtärkern Verhältmſſe, ais in det in gleichem Gewichte angewendet werden, ſo geſchieht ihre Auf-|| fehlen ldſung leichter 3; aber-die Verbindung gewinnt dann nur eine an-| ſcheinende Feſtigkeit; ſie zieht die Feuchtigkeit der Luft an, und [dſt ſich in eine Flüſſigkeit auf, ſie iſt in Waſſer aufzuidſen, Wenn die Kieſelerde und das Alkali in gleichen Doſen gez nommen werden, ſo entſteht daraus eine flüſſige, ſehr geſchmei- dige Maſſe, die, wenn ſie warm iſt, gehämmert und geblaſen| 4 werden, und alle Arten von Geſtalten annehmen kann; ſie härtet R v) ſich und wird zerreiblich durch das Erkalten, indem ſie die ihr Om gegebenen Formen beybehält; ſie iſt mehr oder minder durchſich- H tig, je nachdem die Materien rein ſind, und ſie iſt das was|| haltenz Glas nennt,&| hy Herr von Sguſſüre ſchmelzte ein Fragment von Bergkriſtall wn Ä: vor einem Löthrohr, dieß Fragment war auf einem Faden von ue: Cyanit befeſtiget, und hatte weniger als ein Zweyhunderttheil Wide Linie an Die, auf eine zwdif Mal ſo große Länge gerechnet,(im die an der Spitze angeſchmolzene Materie läuft nach der Boſis J Hinunter and befleidet ſie mit einer glavartigen Lage; das Glas bern iſt durchſichtig, farbenlos und ohne Blaſen und greift den Cyaz hall nit nicht an, ſehen Ehrmann 4 Kieſelerde hntauſen) nen Theil er beyden Geyſer in nterwarf, daraus, Jamngen ) ſiedenden [ber Blac> 7 in dieſen dem Waſ: ndon hat | zwiſchen h, iget ſie in es Waſ- ſehr großer Itmfſe, als t ihre Auf- ar eine ans ft an, und löſen, Doſen ges ' geſchmeis d geblaſen ſie härtet ſie die ihr - | das was zergkriſiall Faden von underttheil gerechnet) ) der Boſs ; das Gla fr den Cys- ehrmenn Ehrmann verſichert den Bergkriſtall, in Xleinen Blaſen, ut» ter einem merklichen Aufſieden geſchmolzen zu haben, Lavoiſier und Herr Suyton ſind nicht dazu gelangt, ihn bey dem Strome des Sauerſioſſgaſes, noch iſt es Herrn Macquer gelungen, ihn am Focus des Brenyſpiegels zu ſchmelzen, Dieſe Verſthiedenheit in den Reſultaten rührt aus der Verſchiedenheit, die in der Compoſition der Bergkriſtalle herrſchet, her. Die Kieſelerde die ihre Baſis macht und ſie faſt ganz allein bildet, iſt an und für ſich ſelbſt unſchmelzbar; aber kann durch ihre Vermengung mit andern Erden zum Schmelzen gebracht werden, um vie Gemenge bietet oft die Compoſition des Bergtkriſtal- es dar. Die Kieſelerde macht die Baſis aller harten, quarzhaltigen, und durch das Schlagen mit dem Feuerſtahl Funken von ſich ge- benden Steine aus; ſie iſt hauptſächlich in einem natürlichen Gemenge mit der Alaunerde, dem Kalk und der Magneſia. Ihre Verbindungen haben. faſt alle eine große Härte, ihre Grundbeſtandtheile ſind oft durch Ciſen unter einander verkitter, AN iſt die Maſſe gefärbt und in der Regel weniger zer» TEetDiIM: - Die Kieſelerde gibt allen Compoſitionen, in denen ſie ſich in hervorſtechendem Maaße befinder, die Eigenſchaft am Feuers ſiaghle Feuer zu geben. Zweyter Artikel. Von der Alaunerde oder Thonerd2. Alle Erden, welche man Thonerden, Töpfererden, Mer» gel nennt, enthalten mehr oder weniger Alaunerde; ader nir- gends findet man ſie in einem Grade vollkommner Reinheit, Das am allgemeinſten übliche Mittel dieſe Erde rein zu er- halten, beſtehet darin, daß man ſie aus der Alaunaufldſung durch Ammonium niederſchlägt und den Niederſchlag mit ſiedeu- dem Waſſer wäſcht, um einen Theil des ſich in dem Bodenſaße befindenden nicht zerſeßten ſchwefelſauren Salzes daraus zu ſcheiden. Man wärmt ſodann das Reſiduum, um den wenigen, etwa no nach gallertartiges An- ſehen, Wenn man ſie in dieſem Zuſtande der Luft ausſeßt, 7 ie EBE: wzzu00 176 a. ſie zu tro>nen 3-ſo vermindert ſie ſich an Maſſe, und theilt ſich in viere>ige Stüce. Die troFne Alaunerde hängt ſtark an der Zunge an, Ihr ſpecifiſches Gewicht verhält ſich wie 2,2 zu 2,3 gegen Waſſer. t 15: Algunerde in das Feuer gebracht, nimmt darin eine ſolMt, den Töpfer- arbeiten zur Baſis zu dienen.: Sie nimmt das Waſſer ſehr begierig auf, mit welchem ſie, qvenn ſie nicht kalzinirti iſt, in eine Art von Verbindung trittz ſie hält dieſe Flüſſigkeit mit Kraft in ſich„> wenn man ſie troFX- nen läßt, und läßt ſie nur nach und nach SUREN fahren; ſo daß ſie, ſelbſt bey einer ſehr erhdöhren Temperatur davon noch etwas bey ſich behält, welches ſich vermindert, bis es gänzlich verſchwindet. In dem Maaße a!s die Flüſſigkeit verdunſtet, nimmt die Cohäſion zu, die Poren ziehen ſich zuſammen, und die Härte ſteigt bis zu einem ſolchen. Grade, daß die Alaunerde mit Stahl Feuer gibt, und im Waſſer ſich weder auflöſt noch darin zergeht..: Sie iſt in dieſem Zuſtande eine-neue Subſtanz mit ganz eigenthümlichen Tigenſchafien, und die ihre urſprüng: liche Qualität nur erſt dann wiedergewinnt, wenn man ſie in Säuren oder Alkalien aufldſt, un ſie aus dieſen neuen Veorbin- dungen niederzuſchlagen und zu ihrem erſten Zuſiande zuräck- zuführen. Die Algaunerde hat unter dem Brennpunkte des Brennſpie- gels kein Zeichen von. Erweichung gegeben, wie dieß aus“en Verſuchen von Liagcquer und Lavoiſier hervorgeht; aber wenn die Probe mit ihr durch. das Blaſerohr oder an vem Strome von Sauerſtoff gemacht wird, ſo gibt ſie einen Fluß von weißem halbdurchſichtigen Email, und nimmt eine ſolche Härte an, daß man auf Glas damit. ſchreiben kann, wie Lavoiſier und die Herren Guyron und Ehrmann bewieſen haben, Die Vermengung mit Kalk erleichtert deren She mit reinem kohlenſauren Natron nieder, wäſcht und läßt tronen und gewinnt dadurch eine fohzlenſaure Zirkonerde. Man muß das fohlenſaure Natron nicht im Uber» maaße hinzuthun, um die Zirkonerde dadurch nicht in Aufidſung zu erhalten. Dieſe Erde, wenn ſie kälzinirt wird, hat eine weiße Farbe und eine beträchtliche ſpecifiſche Schwere. Sie läßt ſich, wie die Kieſelerde, rauh anfühlen, Sie iſt in Waſſer ungufldslich, Sie hat keinen Geſchmack. Allein kann ſie durch das Blaſerohr nicht zum Schmelzen gebracht werden, Mit dem Borax gibt ſie e:n durchſichtiges und farbloſes Glas, Die mikrokosmiſchen Salze greifen ſie nicht an, Sie enthält, an der Luft getro>net, Waſſer genug, um durchſichtig zu ſeyn und dem arabiſchen Gummi zu gleichen z ſie iſt dann gelb und glaſig im Bruch, dieſe Quantität Waſſer ver? mehrt ihr Gewicht ungefähr um ein Viertheil, Die Zirkonerde, wenn man ſie unter dem ſtarken Feuer ei- ner Schmiede mit Kohlen in Berührung ſetze, ſchmiizt, und ; M 2 nimmt [1] »;| KOTÜD 2-00 ASTE SETS--: SC40= EEId IEIN: SRS RIET: x 4* De- 22-, N“= 4: 8 dl„ 24.2 iz Nay. 0. R. ns. Sa Ue| 20 4«%-"% aal IN* pet.(«SZ «ZI I. aer. WEIT“..4 2. 7."ud p 3; R t xi>. ZT3, IM+ R, der dem Geſchma& mehrerer metalliſchen. Salze ſehr nahe kommt. Unter den, Säuren ſtehen folgende wit der Zirkonerde in Verwandtſchaft: die Schwefelſäure, die Salzſäure, die Salpe- terſaure. Faſt alle Pflanzenſäuren ſtehen in grdßerer Verwandt-, ſchaft wit dieſen Erden als die mineraliſchen. Die Sauerklee»- ſäure, Weinſteinſäure, Citronenſäure, Galläpfelſäure, Milch-. zu&erſäure, bilden reiche Niederſchläge in den Auflöſungen ſchwes| felſaurer, ſalzſaurer und ſalpeterſaurer Salze. Es ſcheint daß alle Alkalien und alle Erden eine grdßere, Verwandtſchaft zu den Säuren haben, als die Zirkonerde, Sie bildet mit den Ammoniumſalzen dreyfache, in Waſſer. aufldsliche, Salze.; Sie wird aus ihren Aufldſungen durch alkaliſche, kohlen- ſaure Salze niedergeſchlagen, und ldſt ſich in einem Uebermaaße dieſer Aufldſungsmittel wieder aufs. n Sie kann aus ihren Aufldſungen durch die blauſauren Salze, durc) Schwefelwaſſerſtoffgas und durch die Gallöpfel2 ſäure niedergeſchlagen werden, welches ſie den Metalloxyden nähert, Vierter Artikel, Von der Glycinerde, Die EntdeFXung der Glycinerdc verdanken wir Herrn Vau- quelin. Er erhielt ſie gus der Anglyſe des-Aqugmarins oder" Borys, Man wieder! ein W4 dieſs Gl Gigmft ve! NACL [IL (im Ye wſhn || feu | mb"! ED | web | und all | fa | " En] ep [Wg 8 « Ane Du ſhu 18 NE Zofen) | Juhear | Stunden) | mohgelol“ |(fe die 1 vibe in) Wi, Wd H Lſung| fich zj mit Yy von der | . damit(u| x anſchl:| und bilde| naufldölih ſalzſauren, nderen die phosphor: verfleeſays ſw, ' dann gut bliFe, wo roden ges ur mittel: "en, Die Iuſammene etalliſchen ZU wn | die Salpt: 3 Verwandte 1Squerklee» re„ Milch: Ingen ſchwe ine größe knerde, 1 in Waſſet ye, fohlen: pebermaaße ghlauſauren / Galläpfel? etalloxyden Herrn Vau! marine ode! Man eum EBE emma Man ſchmolz 1095 Theile fein. pulveriſirten Beryll mit 300 Theilen kauſtiſchem-Kali;. die kalt gewordene Maſſe wurde mit Waſſer eingerührt und mit Salzſäure behandelt, Die Aufldſung der Materie ging vollſtändig vor ſich, Man evaporirte die ſalzſaure Aufldſung bis zur Tro>ens heit; gegen das Ende der Cvaporation konnte man die Flüſſig- keit in Gallertgeſtalt abnehmen; die getroF>nete Materie wurde wiederum in Waſſer zerlaſſen und ein Theil fand, ſich, wogegen ein weißes, körniges und durchſichtiges Pulver zurüblieb; dieſe. Subſtanz machte 69 Theile des Ganzen aus und hatte alle Eigenſchaften der Kieſelerde. Man goß auf die Aufldſung kohlenſaures Kali, und behan- delte den geſammelten und abgetropften Niederſchlag mit ägendem Kalis;. wodurch der grdßte Theil der Materie aufgeldſt wurde. Eine Vorrtion blieb übrig, die ſich nicht aufldſen ließ; dieſe, ge? waſchen und am Rothglühefeuer-getro>net, hatte eine graubraune Farbe und machte 9 Theile des Ganzen aus, In dieſen 9 Thei- len befindet ſich die Glycinerde, Die alkaliſche Aufldſung wurde überſättiget durc) Salzſäure und durch kohlenſaures Kali niedergeſchlagen; der getro>unete und ausgewaſchene Bodeuſaßz wog 21 Theile, Dieſe Subſtanz ſchien reine Alaunerde zu ſeyn, Die 9 in dem Kali unaufgeldſt gebliebenen Theile wurden in Salpeterſäure. aufgeldſt, die Aufldſung. bis zur TroFenheit evaporirt, und das Reſiduum in Waſſer aufgeldſt;„die Auf- ldſung nahm eine gelbröthliche Farbe an, die auf Eiſen deutete: eine Aufldſung von waſſergeſchwefeltem Kali ſchlug das Eiſen ſchwarz nieder; die auf dieſem Niederſchlage ſcen darin, und die Flüſſigkeit wurde klar wie Waſſer, Dieſe Flo>en waren ebenfalls Ciſenoxyd, Man goß ſodann auf die von allem Eiſen entbundene Auf- ldſung kohlenſaures Kali, und erhielt 12 Theile einer weißen, ſich zwiſchen den Fingern fein anfühlen laſſenden Erde die ſich mit Aufbrauſen in den Säuren aufldſte. Dieſe Erde, geſchieden von der Salpeterſäure, abſorbirte 4x Theile Kohlenſäure, weil | man i 4 &+* " 44 | ' 86 CIS (4 "? » * ß||| hy| | 4... 1923=| - 103- män auf 9, die man zu dem' Verſuche gebrauchte, 1x Eiſenoxyd|| 35 00 gewann, was 7,5 für die Erde gib. j||' | Herr Vauquetin, indem er die wenige G'ycinerde bereche| | nete, welche die aus deim Beryl niedergeſchlagene Alaunerde| 6' || mit ſich fortführt und zurückbehält; ſowie die, welche das Kali| EEN | aufldſt, fand, daß der Beryll davon 16-Theile auf 100 enthielt,| Ghwe' ;/ EEN Herr Vauquelin hat"die Eriſtenz dieſer Erde in dem Pe-| va M! Wm rnaniſchen Simnaragd bewieſen; anfänglich fanven weder er, noch Y i. 3000 Herr Rläproth ſie in demſelben; abcr nachdem Derr Zauy ihm- hat u? 111 die Beobachtung mirzetheilt; daß in beyden Subſtanzen Schwere, j : JANE Fo:m und Härte ſich durchaus gleich wären, wurde er durc) in] - 30m dieſe natürliche Annäherungen“veranlaßt eine neue Analyſe zu wohn) d] jj, verſuchen, und entdeckte ſodann die neue Erde darin, welches we * NM beweiſet, daß man nach den bloßen äußern Kennzeichen wohl zu: t.| auf die Grundbeſtandrheile ſchließen könne.|| 30 1:5 100- Die ſpecifiſchen Eigenſchaften der Glycinerde ſind:|| mhd 1. m Bi 1) Daß ſie zu>erige leicht adſtringirende Salze bilden,[| du '|| 2) Daß ſie ſehr aufldslich in Schwefelſäure ſind, ud(ef "< JUD"'3) Daß ſie die Alaunerde niederſchlagen,| wil, 111''4) Daß ſie durch Ammonium vollfommen niedergeſchlagen|| nhl I werden. KN!| Im 5) Daß ſie zu den Säuren Verwaändtſchaften haben, die die||“ 1] | 4 Mitte zwiſchen denen der Magneſia und der Alaunerde halten,"" | Ihre allgemeinen Eigenſchaften ſind folgende; Sie iſt„ 1 518 Tr) weiß. uz My 2) Geſchmadlos. i. Aſu. | 4 3 Unauflds!ich.| wir ip 114 4' Au der Zunge anhängend, 05 4 || 5) Unſchmelzbar.|> 9907 413 6) In fixen Alkalien aufldslich.| || 7) Unaufidslich in Ammonium.| 408 8 In kohlenſaurem Ammonium aufzuldſen..| SIM 9) In faſt allen Säuren, die Kohlenſäure und die Phosphor2) -HEUE ſäure ausgenommen, aufidslich.| 40 710) Mit dem Borax zn. ſchmelzen, mit welchem ſie ein. Ey N| durchſichtiges Glas bildet.(ab 1 || 11) Fähig, ein Viertel ihres Gewichtes an Kohlenſäure zu vn „IE abſorbiren. Ony; 31080- 12) Debgleichen die Alaunſa!ze zu zerſcßen. 3 Go, H 73" Durch die gehdrig geſättigten Schwefelalkalien nicht Birzt ß niederzuſchlagen, He 2U 1 6: 29 ſmn || Fünfter FE.“ DUUE ; Eiſenoxy| rde bere, he das Kah 00 enthiel, in dem Ys der er, noh Hay ihn 1 Schwen, € er durdh Analyſe zu , weches ichen wohl d; en, ergeſclagen en, die die erde halten, Sie iſt hem fie eit lenſäure zu falien nicht Fünfter I 183 ame Fünfter Artikel. Von der Nttererde oder Ggadödolinerde, Gadolin entde>te.dieſe Erde 1794 und nannte ſie Nttererde, Ekeberg analyſirte nach ihm die Erde von Ntterby in Schweden, wo Gadolin ſeine neue Erde gefunden, und gab ihr den Namen Gadolinerde, Herr Vauquelin, welcher dieſe nämliche Erde bearbeitet, hat uns ihre hauptſächlichſten Eigenſchaften kennen gelehrt. Sie iſt weiß, ohne Geruch no< Geſchma> und unaufldslich im Waſſer; ſie löſt ſich nicht in ätzenden Alkalien auf; dagegen wohl in kohlenſaurem Ammonium, ſie vereiniget ſich mit Wärme der Schwefelſäure und es ſchlägt ſich ſofort ein Salz in gläns* zenden und ſchwer in Waſſer gufzuldſenden Körnern nieder, Blauſaures Kali und Sauerkleeſäure ſchlagen ſie aus ihren Auflöſungen in den Säaren nieder, Die ſauerkleeſauren Salze der Yttererde ſind unqgufldslich und ſehr ſchwer, hierin unterſcheiden ſie ſich etwas von der Gly? cinerde die ſonſt einige Anglogie mit der Yttererde hat; aber die nicht allein durch dieſe Eigenſchaft von ihr abweicht; ſondern auc< durch die Niederſchlagung, die blauſaures Kali bey der Yttererde bewirkt, welches die Salze der Glycinerde nicht zu zerſetzen vermag. Nach der Analyſe des Herrn Vauquelin macht die Ytter- erde 35 Hunderttheile der Erde von Ytterby aus; der Reſt iſt Kieſelerde, Kalk, Eiſenoxyd und Braunſtein, Ekeberg hat ſie darin in dem Verhältniſſe von 41, und ZKlgproth in dem von 59,75 gefunden, Sechster Artikel, Von der Talkerde, So wie die andern Erden findet auch die Talkerde ſich nir gends in freyem Zuſtande. Die Erde, in der ſie mir bis jetzt noch in einem der vdlligen Reinheit am nächſten kommenden Grade enthalten zu ſeyn ſcheint, iſt die von Salinelles bey Sommieres, im Gard- Departement, in welcher, wie Herr Berard es bewieſen, ſie mit Kieſelerde in dem Verhältniſſe von 22 Theilen reiner Talkerde, 45 Theilen Kieſelerde, 1 Theile Ci2 ſenoxyd, und 32 Theilen Waſſer ſich befand, Sie 2. emmmenans 184e hervorgebracht; ſo wie die Schwe» feitäure durch das langſame Verdrennen des Schwefeis yervor- gebracht, wid, wirft ſie ſich auf die Grundbeſtandtheile des Schiefers und erzeugt ſchwefelſaure Salze von Kaikerde, Talk- erde, Aiaunerde oder Eiſen, Ich hade in den Bergen des Avey- ron Zerſezungen dieſer Yrt geſehen, in denen die ſchwefelſaure Talkerde ſo im Ueberfluſſe vorhanden war, daß ſie vor allen ans deren hervorſiach und eine vortheilhafte Benußung dieſes Mine- ra.8, um dieß Salz daraus zu ziehen, geſtattete. Herr Tingry hat die nämliche Beovachtung auf einigen Bergen, in der Nähe von Genf, gemacht,-:; Man zieht dieſe Erde gewöhnlich aus der ſchwefelſauren Talkerde; zu dieſem Ende*> bedient man ſich eines kohlenſauren Kali's und kalzinirt den-Niederſchlag, um die Kohlenſäure dare aus zu entbinden, Sie bildet dreyfache Salze, wenn man ſie durch Ammonium niederſchlägt, Dierreine Talkerde iſt ſehr weiß, ſehr leicht und ſchwammig, Umihr diejenige Weiße zu geben, die man an der bemerkt, deren ſich einige Apocheker zur Verfertigung von Arzeneyen bes dienen, muß man ſie mit ſehr reiner Pottaſche präpariren, ſorgfälz tig mit vielem Waſſer waſchen und zwiſchen Papier tronen laſſen, Ihr ſpecifiſches Gewicht beträgt ungefähr 2,332. VBei!lhenſyrup und. Maivenblüthen gibt ſie eine ſchwache grüne Farbe, Sie vereiniget ſich faſt mit allen Säuren und bildet mit ihnen faſt lauter bittere und ſehr aufldstiche Salze. Sie iſt unaufldslich in Waſſer, mit welchem ſie einen wenig geſchmeidigen Teig bildet. Die Talkerde iſt, nach den Verſuchen von Lavoiſier und Herrn GSuyton, nicht zu ſchmelzen; ſelbſt durch den Strom des Sqauerſioffgaſes nicht, Sie ldſet ſich mit Aufbrgauſen mittelſt „des *) In Verbindung mit der Salzſäure findet fich die Talkerde in der Sole vieler Salzquellen, H. des Dy auß 8 wun! Ei Stoffern Dy fier 1) tet, me daf m Nus 6 ſiam, 4 Lauworg die nim Rf umhin 4 aber(1 nur Dey worden inden aß ht| nur 7 geſchüß! Doſſer g Dy Sila in detilyg mins in ent! Zine| Ur ſh“) hz ; | | der Aly und indy| ſind, af ande» fiſ der die In jefüllter zu: die Schwe ei6 Herpot: theile des "de, Talk: des Npey: werelſaure wallen ans ſes Mine- ir Tingry 1 der Nähe moeſelſauren fohlenſauren nſäure dare ni mänſie hwammig, ter bemerkt, jeneyen be: m, ſorgfäl: 'nen laſſen, |(hwacht "bildet mit | I nen wenig diſier und (Strom des /en mitielß des » Salferds in 2 I85 emnmwams des Blaſerohrs in. boraxſaurem Natron und phosphorſaurem Urin auf, Sie, verhindert das Zerſchmelzen aller erdigen Gemenge, wenn ſie in.einem etwas ſtarken Verhältniſſe darin vorhanden iſt, Siebenter Artikel, Von der Ralkerde. Es verhält ſich mit der Kalkerde wie mit allen. erdigen Stoffen, man finder ſie ſelten frey. Die einzigen, mir bekannten Beobachtungen über die Exi- ſtenz des urſprünglichen Ka!ks ſind folgende: Falconer behaup» tet, ihn frey bey Bath gefunden zu baben; Wallerws erzählt, daß man an den Küſien von Marotko aus dem Grunde des Meeres uriprünglichen Kalk mit Natron gezogen; Monnet ver- ſichert, daß die Vulkane in Oberauvergne ſolchen ausgeworfens Laumont ſpricht von einer Quelle zu Savonnieres bey Tours, die reinen Kalk enthält*). Nach dem Zeugniſſe dieſer Schriftſteller kann man nicht umhin, die Criſtenz des urſprünglichen Kalks anzuerkennen; aber es iſt kiar, daß in allen dieſen Fällen ſeine Entſtehung nur den unterirdiſchen Feuern, durch die der Kalkſtein kalzinirt worden, zuzuſchreiben iſt, Die Leichtigkeit mit welcher der Kalk in den Zuſtand eines kohlenſauren Salzes übergeht, erlaubt ihm nicht, lange Zeit im Kalkzuſtande zu bleiben; er würde ſich darin nur dann erhalten können, wenn er fortwährend vor der Luft geſchüßzt, alſo entweder in Erdſchichten eingewickelt, oder unter Waſſer getaucht, bleiben könnte. Wenn man ſich reinen Kalk verſchaffen will, nimmt man Kriſtal!e kohlenſauren Kalks, wäſcht ſie ſorgfältig, und ldſt ſie in deſtillirter Eſſigſäure auf; ſchlägt ſie durch kohlenſaures Amz-z monium nieder, und wäſcht und kalzinirt den Niederſchlag, Da der Ka'k in den Künſten ſehr häufig gebraucht wird, indem er die Baſis von faſt allen unſern Mörteln ansmacht; ſo zieht man ihn im Großen aus den kohlenſauren Kalken, die ihn enthalten, und hat darum dieſe Ralkſteine oder kalkige Steine genannt. Aber man kann nicht alle Arten der Kalkſteine ohne Unter- ſchied anwenden; die ſehr abwechſelnde Vermengung des Kalks mit ") Die große Anziehung des reinen Kalks zur Kohlenfioffſaure, und die fete Gegenwart dieſer Säure in der Natur, läßt mit Wahrſcheinlichkeit vermuthen, daß jene Beobachtungen nicht als gegründet angenommen werden können. H. * 4 | 4 N-4- 14 "%, || „2 Bi FEN bis 186--=- mit andern Erdäarten, die Poroſität, die Schwere und die Farbe der Kalkſteine bringen unendliche Verſchiedenheiten hervor, die der Raikbrenner kennen muß,' um dadurch in der Wahl der Steine geleitet zu werden. Jn der Regel gibt man dem Kalk- ſteine den Vorzug, ver graubläulich aueſteht, tdnend und hart iſt, im Bruche ſcharfe Winkel zeigt, und nach der Kalzination ſeine Geſtalt, und faſt ſeine urſprüngliche Härie behält. Berg- mann hat bemerkt, daß faſt alle Kalkſieine, welche durch die Kalzination braun werden, Braunſtein enthalten, und daß der daraus entſiehende Kali vortrefflich ſey. vZiggies hat angezeigt, der beſte Kalk ſey. der, den man. aus dem härteſten und dichteſien Steine bereiter, welcher in kleine Stü>e zerſchlagen, und ſo lange langſam erwärmt wird, bis daß der Stein. nicht mehr auf brauſet.; 1: - 4 Die Vermengungen mit Talferde und Alaunerde ſchaden der guten Qualität des Kalks; indem die kalzinirte Taikerde mit dem“ Waſſer und dem Sande ſich zu keinem Körper bildet, und die durc< die Kalzination ſich verhärtende Alaunerde ſich nicht mehr ſo zertheilt, um einen gehdrigen Teig zu machen, Die Kieſelerde, welche die Eigenſchaft hat, mit dem Kalke Hart zu werden, wenn man ihre Vermengung durch Waſſer befdrdert, kann ſich von Natur in einem gehörigen Verhältniſſe befinden, um die Materialien zu einem ſehr guten Kitt zu bil- den; Steine, an den Küſten von 1a imManchga, und in einigen Gegenden der Cevennen geſammelt, haben die erforderlichen Verhältniſſe zu einem ſolchen natürlichen Kit? gezeigt, Wenn man eine gute Qualität des Steines ausgeſucht hat, ſv hat man nur zwey Methoden, die bey der Kunſt ihn zu kalzi- niren gebräuchlich ſind; die Natur des Brennmaäaterials, deſſen man ſich bedient, entſcheidet über die Wahl der einen oder der andern, 1) Wenn die Kalzination des Steines mit Holz geſchehen ſoll, jo fängt man damit an, ein cylinderförmiges Stü>, oder einen oben offenen Thurm von 10 bis 12 Fuß Höhe auf 6 bis 8 Fuß Breite aufzumauern, und bringt auf einem der Punkte des Umfangs der Baſis eine Oeffnung an, um das Brennmaterial hineinzuſchieben, und der Lauft Zugang zu verſchaffen. Dann baut man im Innern, und in einem vollen Bogen eine Wölbung an, in die man die dickſten Kalkſieine hineinthut; in dieſer Wdl- bung ladet man alle die Steine auſ, welche man kalziniren will, und zündet das Feuer darunter an, die Flamme ſtreicht durch die Zwiſchenräume, welche zwiſchen dieſen Steinfragmenten bleiben, ſie wickelt ſie alle, beynahe gleichmäßig, ein, und das Feuer wird wird /)' eine[tl dungen zy? fedient! gels, 0? Cingan! Yan: fohlen? amn wie] fich 10 Df I un" mt Gul 4 blei!"€ wirſt 3 Uns ew 37 ndihenn und+ fam 1% Guiſe wn go 016 di Gib Jenen let wer S jigih 3 ver, vis hen die Dipp; ſ Vehas UNE Wi "Way Vid Fr Öittre ſtär, zuw | ' | hd dieFah| hervor, dz tr Wahlda| nn dem Fall;| 1d und ha Ralzingtin; alt, Berg: he durch di und daß de f angezeigt, 1d dichteſiey en, und) nicht meh tde ſchaden ie Talkerde rper bildet, unerde ſich wachen, «vem Zelte ur< Waſſer ) Verhältniſſe Ritt zu bil: in einigen forderlichen Wt, zeſucht hat, yn zu Falzi: tals, deſſen einen oder |, geſchehen „tü, oder huf 6 bis 8 hunkte des 'znmaterial pn. Dann e Wölbung dieſer Wöl- jiniren wil) 9t durch di! „ten bleiben, d das Feu wird - 787= wird ſodann unterhalten, bis daß'man ſieht; daß"die Steine eine ſchöne rothe Farbe annehmen ,' daß das Feuer ſie wie Kohlen durchdringe, und daß die Fiamme ſehr weiß wird, 2) Wenn die Kalzination mittelſt Steinkohlen geſchieht, bedient man ſich eines Ofens in Geſtalt eines umgekehrten Ke- gels, an deſſen Spitze eine Seitenthüre angebracht iſt, um den Eingang der Luft, und die Extraction des Kalks. zu befdidern, Man ladet in dieſem Ofen wechſelsweiſe Schichte von. Stein- kohlen und Steinen auf einander, und brennt die unterſte Lage an, welche die über ihm befindliche von Steinen kalzinirt; ſo wie eine Lage von dem Brennmaterial verzehrt wird, zeigt ſich von dem kalzinirten Steine an der Thüre, und zieht man dieß heraus; die Maſſe des Ofens fepkt ſich alſo nach und nach, und man thut dana ſorgfälnig neue Lagen von Kalkſteinen und Steinkohlen hinzu, ſo daß der Ofen immer voii oder beladen bleibe, ſo daß der Ofen ununterbrochen, ſo lavge als man es wünſcht, verſorgt werden kann, Um Kalk von guter Qualität zu erhalten, iſt nicht allein eine gute Wahl des Steines, deſſen manu ſich bedient, von- ndthen, ſondern die Steine müſſen auch von einer mittlern Die, und ziemlich untereinander von gleichem Umfange ſeyn; ohnedieß kann der Brand auf allen Punkten nicht gleich ſeyn, und die Kalkſieine können von außen verbrannt erſcheinen, ohne von in- nen gar zu feyu; dieß geichieht oft, auch iſtnichts gewdhnlicher, a1s daß aus den Gruben, in denen Kalk geldſcht wird, noch Steinkerne gezogen werden, deren bloße Hüllen ſich. im Waſſer zertheilet. Noch muß der Prozeß des Brennens gehdrig geleis ret werden; denn weun die Hiße zu ſehr verlängert, und vor- züglich, wenn ſie zu heſtig wird, bringt man eine Fritte her- vor, die dem Kalk nicht mehr geſtattet, ſich zu zertheilen; dieß nennt man ſodann rodgebrannten Ralk. TJijt im Gegentheil die Hiße nicht ſtark genug, um alle Kohlenſäure zu vertreiben, ſo behält der Stein im Bruche ſein Körniges, und kann nicht gelöſcht werden, Außer dem gehdrigen Grade von Feuer muß die Hilßze noch in allen Theilen des Ofens gleich vertheilt ſeyn, damit der Brand überall egal, und zu gleicher Zeit beendiget werde, Da, man mag auc) noch ſo vorſichtig zu Werke gehen, die Hiße nahe au der Wd!bung nothwendiger Weiſe ſtärker ſeyn muß, wenn-man mit Holz heißer; ſo gebraucht man die Vorſicht, die ſtärkſten Steine dorthin zu legen, und die kleinen Stücke darauf zu werfen, Der 4„ um WD+ I 0 SD Bial| 3 wiire nden el + GMEEC; ZU Ka KE IL EINER 5.% (Zen en Ehe: 8 Mbn aun 188<< Der Kalk wird für den beſten gehalten,- welcher im Waſſer am leichteſten zergeht, und im, Zergehn am meiſten Wärme ent- Wielt; der den Feinſten Staub gibt, und-der ſich in Weineſſig aufldſt,„ohne Aufbrauſen, und ohne ein Reſidunm zurüzulaſſen, Die Eigenſchaften- durch welche die Kalkerde von allen an? dern Erden ſich unterſcheidet, ſind folgende: Sie 9at einen ſcharfen, brennenden Geſc. - Ihr ſpecifiſches Gewicht beträgt 2,3 nac< Herrn Rirwan, und 2,720 nach Bergmann. „Sie ſaugt das Waſſer begierig und mit Geziſche ein, erhißt ſich, raucht, zerſpaltet ſich, fällt in Sigub zuſammen, und » nimmt einen beträchtlichen Umfang ein. - Sechshundert und achtzig Theile Waſſer ldſen einen Theil davon bey einer Temperatur von 60 Graden Fahrenheit auf, Herr Rirwan nennt dieſe Auſldſung Salkwaſſer. Die bloße Berährung der Luft ſchlägt fie in kurzer Zeit in ein unaufldsliches kohlenſaures Salz nieder. "Die. Säuren löſen ſie auf ohne Aufbrauſen, aber mit Ent» wickelung ivon Wärme, Nach Lavoiſier iſt ſie am Feuerſtrom des Sauerſtoffgaſes unſchmelzbar 3; Herr Suyron verſichert, daß er einige davon auf einem Löffel von Plaring zu einem Email von trüber, weißer Farbe reducirt habe. Dur) ihre Beymengung wird das Schmelzen der übrigen Eiden befördert. Achter Artikel. Von der Baryterde, Man findet die Baryterde in einer natürlichen Verbindung mit den Kohlen oder der Schwefelſäure. Sie bildet in dieſem Zuſtande Steine von außerordentlicher Schwere, die faſt immer aus aneinandergeſchichteten; ſehr zerreiblichen Platten beſtehen, Scheele und Bergmann haben zuerſt vorgeſchlagen, ein Gemenge von ſieben Theilen ſchwefelſaurer Baryierde, und einem Theile Kohle in einem Tiegel zur Rothgluch zu kalziniren; ſodann das Reſiduum in's Waſſer zu werfen, zu filtriren, und Salzſäure in die Flüſſigkeit zu gießen, Es bildet ſich hiernach ein anſehnlicher Niederſchlag, deu man ausſcheidet; indem wan die Flüſſigkeit filtrirt; das durch das Filtrum dringende Nag hält | Quilt hält M man ll“ [0118 dafi 967 Beſen? daß m vb wt mit DS beid€ fön[7] nimmt und 897 mit 115 todm8 ſine /% lanoſtj 4 EE mann ev(iS „ls iG fimeh ſtet 5 Da WyF "" ſy Din; entw. von Z Yay, ' im Waſſ| Wärme en| n Weineſſy Üzulaſſe, on allen ay; n Rirwey, ein, erhilt men, und inen Theil nheit auf, Die bloße ufidsliches x wt Ent- verſtoffgaſes mige davon er, weißer per übrigen erbindung in dieſem aſt immer beſtehen, 1gen ein de, und alzwiren); ren, und 3 hiernach ndem mon de Waſſet hält hält die ſalzſaure Baryterde in Aufldſung, und. aus dieſer ſchlägt man die Erde wieder durch kohlenſaures Kali nieder; die bloße Kalzination reicht endlich hin, um die Kohlenſäure aus dem Nie- derſchlage zu verdrängen, Hahnemann und Roch haben dargethan, daß man.auf dieſe Weiſe nie reine Baryterde erhalte; aber ich habe mich überzeugt, daß man jedem Uebelſtande, den dieß Verfahren mit ſich briugt, vorbeugen kann, wenn man zwey oder drey Stunden hinterein- ander die Kalzination auf der Stufe der Rothgluth erhält; das Waſſer ldſet ſodann faſt das ganze Reſiduum auf, das ſich in dem Zuſtande eines kohlenſauren Salzes darſtellt, und ſich, wenn es kalt wird, wie die Boraxſäure in blätterigen Kriſtallen niederſchlägt. Wiegleb räth, den Shwerſpath(ſnet ſodann den unauflöslichen Theil, und[dſt ihn in Salz» ſäure auf/ filtrirt endlich die Aufldſung, und evaporirt an einem langſamen Feuer bis zur Tro>ne. Dann wird wieder in Waſſer gufgeldſt, und filtrirt und evaporirt bis zum Häutchen, und man erhält ein ſchneeweißes Solz. Man ſchlägt ſodann die Baryts erde aus dieſer ſalzſauren Aufldſung durch ein Alkali nieder, Da die Baryterde mehr Verwandtſchaft zu der Salz- ſäure hat, als die andern Erden, ſo kann man ſich dieſer Eigen- ſchaft bedienen, um diejenigen auszuſcheiden/ die etwa mit der Baryterde zugleich ſich in jener Säure aufgelöſt befinden können, Herr VYauquelin hat eine Verfahrungsart gelehrt, mittelſt deren man die reine Baryterde aus der ſalpeterſauren bequent ertrahiren kann. Man darf nämlich die ſalpeterſaure Baryt- erde nür in einer Porzellainretorte der Wirkung des Feuers ausſezenz3 dieß Salz ſchmilzt, wallt auf, und gibt viel Sauer- ſtofſgas und Stigas von ſich,: ohne faſt einen ſalpetrigen Dampf zu liefern. Sobald ſich keine elaſtiſche Flüſſigkeit mehr entbindet, findet man in der Retorte eine graue, feſte Maſſe von ſcharfem, brennenden Geſchma>, und dieß iſt die reine Baryterde, Das wr m Obr ne 1 nen IEEE NEI RDN DERBE CHE -- 190== Das ſpecifiſche Gewicht dieſer Erde beträgt über 4,0 yach. Herrn Rirwan. Durch. dieſe außerordentliche Schwere hat ſie den Namen Baryterde(Schwererde von Zagvs, ſchwer), erhalten. Die Baryterde, welche Lavoiſier dem Feuer auf einem mit Sauerſtoffaas gebeitzten Heerde ansſeßte, ſchmolz in einigen Secunden, dehnte ſich aus, ſetzte ſich an die Kohlen, und fing ſodann an zu brennea, bis das Ganze verſchwand. Dieſe'Art „des Verbrennens hat ſie mit den metalliſchen Subſtanzen ge- mein, mit denen ſie noch Aehnlichkeit hat durch ihre Schwere, durch die Adern, welche ſie in den Metall enthaltenden Gebirgen biidet, welchen ſie ſehr oft zur Begleiterinn dient, und durch die Leichtigkeit, mit der ſie am Tageslichte ihre Farben wechſelt, Die Herren Fourcroy und Vauquelin haben geſehen, daß ſie am Blaſerohr ſct, ſo ldſt ſie ſich mit einem bedeutenden Zi- ſchen darin auf und ſchießt ſodann in Kriſtallen, durchſichrigen Nadeln ähnlich, an, die ſich unter einander gruppiren. Kaltes Waſſer ldſt ein fünf und Zwanzigtheil ſeines Ge- wichtes davon auf; ſiedendes aber nimmt mehr ais die Hälfte davon in ſich, und bildet, wenn es kalt wird, einen Bodenſatz von ſehr ſchönen durchſichtigen Prismen, die an der Luft effloz- resciren und zu Pulver werden, Die Baryterde wird durch die Kohlenſäure ſchneller aus. ihrer Aufldſung niedergeſchlagen, als ſelbſt die Kalkerde, Die Barvytaufldſung zerſetzt Seifenwaſſer und ſalpeterſaures OQuedfſilber, Bley und Silber.; Malven und Veilchenblau färbt ſie mit einem ſtarken Grün,- Die Sauerfleeſäure, Citronenſäure, Phosphorſäure, phos2> phorige Säure ſchlagen die Baryterde aus ihrer Aufldtung nieder,' aber dieſer Niederſchlag wird wierer aufgeldſt, wenn man dex Flüſſigkeit eine dieſer Säuren im Uebermaaße hinzuthut,; ; ie N AE EpOIEE= | 117186| | NE Z' ay Ds | diſh? Pidal Dent nah? Pellets und[0 [ vn 0: (v die DM Ne Vena | wiltg | pi ſt"3 Wierbh dmm lenſaurS | WHY; va „vil 1533 Nor Auf einen zm einige 1, undfiy€ Dieſe ſtanzen qt: e Schwin, 1 Gebirge und durh 1 wechſelt, ehen, daß ildete, die xt Gewalt, ken ließ, bekam Erbrechen und ſtarb nach acht Stunden, Dieſe giftige Eigenſchaft hat der kohlenſauren Baryterde von Anglezart den Namen Rattengifrſtein verſchafft. Crawfort bediente ſich der ſalzſaurdn Baryterde bey ſcro» phuldſen Krankheiten mit Erfolg*), Neunter Artikel. Von der Strontionerde. Die Strontionerde iſt eine urſprüngliche Erde die nur erſt ſeit dem qren November 1793 bekannt iſt. Deren erſte Kennt niß verdanken wir Herrn Hope, Profeſſor der Chemie.in Glasgow. Dieſer Chemiker naunte ſie zuerſt Stronites. Nach ihm haben die Herren Rlaproth, Blumenbach und Sulzer ihr die Bes nennung Strontionites gegeben. Pelletier, welcher uns ſchöne Verſuche über dieſe Erde hinterlaſſen, nannte ſie Strontionerde, weil der erſie Ort wo ſie gefunden wurde, Strontion in Cars gyſhire im dſtlichen Theile des ndrdlichen Schottlands iſt, wo ſie einer Ader in einem Bleyerzgange nachzieht. Es iſt jedoch hierbey zu bemerken, daß die verſchiedenen Namen, die wir eben mitgetheilt, dem Steine gegeben worden ſind, der ein foh- lenſaures Salz iſt, und daß wir ihn hier von der reinen und aus jeder Verbindung entbundenen Erde gebrauchen. Noch hat man die kohlenſaure Strontionerde zu Leadhills in Schottland gefunden, Herr Vauquelin hat die Exiſtenz der ſchwefelſauren Strone tionerde in den Steinbrüchen von Montmartre erwieſen, Herr *) Auch Zufeland hat ihre arzneyliche Kraft beſtätigt, fie iſt aber größtentheils wieder außex Gebrauch gekommen, H. ! | ir 4 "4 m 1 4 IESE ADEL DRES Se AE SEE WIN m“ 7 .. Abit GN EIG IN. äu T: gr mer ir ze MEIS Imi EN Herr Lelisvre hat angezeigt, daß ſie fich in den Lehmgru- ben von Bouvron, nahe bey Toul, im Meurthe- Deparie- ment finde. Die Herren Guyton und Pelletier(auch Meyer in Stettin H.) haben ihr Daſeyn in den Schwerſpathen gezeigt, Um die Strontionerde vollkommen rein zu erhalten, ſchlägt Pellerier vor, 10 Theile Kohlen mit 100 Theilen kohlenſaurex Strontionerde zu miſchen, dann. bildet er, mittelſt e':nem wenig Buchbinderkleiſter eine Kugel daraus, thut. dieſe Kuge! in einen ausgefülleten Tiegel und bede>t dieſe mit Kohlen. Der bede>(e Tiegel wird dann, wenigſtens eine Stunde hindurch, einem ſehr ſtarken Feuer ausgeſetßt. Nach der Operation findet man keine Koylenſäure mehr und das Reſiduum wiegt dann nur 72,00 des utſprünglichen Gewichtes, Dieß Reſiduum ldſt ſich in kochendem Waſſer auf, und die Aufldſung, wenn ſie filtrirt wird, läßt bey dem Kaltwerden einen Bodenſaß von Kriſtallen übrig, welche die reine Strontionerde ſind, Auf gleiche Weiſe kann man die ſchwefelſaure Strontionerde bearbeiten, man ſcheidet nämlich ' die geſchwefelte Erde, welche im Gemenge mit der Strontion2 erde bleibt, durc) Waſchen in warmem Waſſer aus, - Die kohlenſaure und die geſchwefelte Strontionerde laſſen ſich in der Salpeterſäure aufldſen, die die Kohlenſaure verdrängt. Die ſalpeterſaure Strontionerde bildet achtekige Kriſtalle; man kann es dur; Wärme zerſetzen und ſo reine Strontionerde erhalten.; Die Salzverbindungen der Strontionerde geben dem Kere zen!ichte eine ſchne Purpurflamme, we!t ſich an der Luft mit einem Häutchen von kohlen» ſaurem Stronion, wie die Baryterde und die Kalkerde, Zehn- BE ee zm R SEI fur a0f beſgef Hi zenagn herg aſd ha. 1 Lehman 5 Depar,, einem wen 1ge! in einn Der bedehy . einem ſeht man fein) "* 72,00 dei 1 fochenden d, läßt bey ig, welch "n man die det nämlich Strontion- n onerde laſſen re verdrängt, ſtalle; man trontionerde ' dem Sers Jenwart dies und anzeigt, ntionerde in die Salze heidet, die ich in Waſ rohr, aber 6 Sie iſi jonerde an, hre Aufld von fohlen! erde, Zehn Zehnter Artikel. Von dem Rali, Das Rali, das Patron und das Ammonium bildeten bis jetzt eine Claſſe von Körpern, die die Chemiker Alkalien Kannten, und die ſie an folgenden Eigenſchaften erkannten; IT) An einem ſcharfen, brennenden, äßenden Geſchma>, 2) An der Eigenſchaft, die blaue Farbe der Veilchen der Schwerdlilien und der Malven grün zu färben; das durch einen leichten Aufguß von Curcuma gelb gefärbte Papier zu bräunen, die Säuren zu neutraliſiren, und mehr oder minder aufldsliche Salze mit ihnen zu bilden, ſich durch Schmelzen mit der Kies ſelerde zu verbinden, Seifen mit den Oelen zu bilden u. ſ. w. Aber die weiſten der Erden, von denen wir bisher gehanz delt, beſitzen dieje Eigenſchaften, und wir- können jeßt nicht mehr umhin, ſie mit den Alkalien zu vereinigen; die Talkerde, die Kalk- Strontion- und Baryterden ſind die, welche die mei- ſten alfaliſchen Eigenſchaften, vorzüglich die drey lezten vereint beſitzen*). Das Kali, dem man, unpaſſend genung, den Nomen Pflana zenalkai1 gegeben, wird in der Aſche aller Pflanzenkdrper, und wie die Analyſe gelehrt hat, auch in einigen Steinen gefunden, Herr Rlaprothb fand es in dem lipariſchen Bimsſtein. Der un? gariſche Por!ſtein liefert dasſelbe gleichfalls, Herr Vauquelin hat. davon 755 aus dem Lepidolith von Rohena**) in Mähren, und 7:55 aus dem grünen ſiveriſchen Feldſpath gezogen, Die Lauge der Holzaſche, wenn ſie bis zur Trockne evapos rirt wird, gibt ein. aikaliſches und ſchwärzliches Reſiduum, das man Salin nennt/ und das, wenn man es nur kalzinirt, weiß wird, und im Handel den Namen Potraſche erhält, Da dieß alkaliſche Salz eine der erſten Rollen in den Könz ſten ſpielt, und eines der hauptſächlich wirkſamen Mittel in unz ſern Laboratorien iſt; ſo werden wir in einige Details in Rücka ſicht ſeiner Fabrikation eingehen, Alle Pflanzen, mit Ausnahme derer, welche in einem mit Meerſalz angetränkten Boden wachſen, liefern Pottaſche, aber nicht alle in gleicher Quantität, Es *) Daß die Kalk-, Baryt- und Strontionerde den Alkalien einver» leibt werden müſſen, bedarf wohl keines Beweiſes, Mit dex Talk- erde verhalt es fich aber feinesweges eben ſv, H. N „dE --' 194 Kien Es geben nämlich die Vegetabilien nicht allein die gleiche Ouantität von Aſche dem Gewicht nach, aber die daraus gez wonnene Aſche iſt auch nicht gleich ergiebig an Pottaſche, Die Pflanzen welche nicht holzig werden, ſind, unter den Vegetabilien, die, welche die meiſte Aſche geben; die Sträuche liefern deren mehr, als die Bäume;. die Blätter mehr als die Zweige; die Zweige mehr als der Stamm, Die Haut oder das Stielgewebe einiger Gemüſe„und Früchte, ſo wie die Stengel von Erbſen, von Sumpfbohney, von Melonen, von Gurken, Kohl und Artiſcho>ken ſind ſchr reich an Pottaſche, - Die Blätter und die erhabenen Adern des Tabaks, welche in den Tabaksfabriken bey dem Ausribben abfallen, die Sten- gel der Sonneublumen, des türkiſchen Waißens, der Erdäpfel geben gleichfalls reichliche Ausbeute, Das Farrenkraut, das Heidekraut, die Früchte des india- niſchen Caſtanienbaums, das Pfriemenkraut und die Diſtel ſind von großem Nußen, um eine Werkſiätte von Pottaſche mit Vorrath zu verſehen. Die General- Regiſſeurs der Salpeter- und Pulveranſtals ten in Frankreich machten 1779 das Reſultat einer großen An- zahl von Experimenten über das Produkt an Aſche und Alkali bekannt, die ſie aus den verſchiedenen Vegetabilien erhalten, deren Verbrennung ſie bewirkt, und wovon ſie dann die Aſche ſorgfältig ausgelaugt hatten. Herr Pertuis hat dieſe Unterſuchungen auf einem ähnli- den Wege verfolgt, und uns mit dem Reſultate ſeiner Ar» beiten beſchenkt. Herr Rirwan hat eine Tabelle des Erträges gegeben, den er an Aſche und Alkali aus tauſend Pfunden von jeder von ihm verſuchten Pflanzengattung erhalten, und wir theilen dieſe hier mit, da ſie denen nüßzlich werden kann, die Neigung haben, ſich mit dieſer Art von Speculationen zu beſchäftigen, Namen dev Pflanzen. Produkt an Aſche, Produkt ann Alkali, Türkiſche Waißtzenſtengel 88.00 17,05 Die große Sonnenblume 57.02 20,-=- Weinreben'" 34: 5.05 Buchsbaum 29,-> 2,26 Weide 28. 2,85 Ruſter 23.05 3.09 Eiche 13.05 L0.05..- 49 wm Eſche ie gleiche raus ge; che, inter den Sträuche| t(18 die nüſe yn)| pfbohnw, ſind ſch 3, welche die Sten: Erdäpfel Yes indig- je Diſtel taſche mit beranfals großen Am: und Alkali | erhalten, | die Aſche hem ähnli: ſeiner Aro eben, den x von ihm 1 dieſe hiet mg haben, 8 e& am Alfalt, 1.05 9%= . 05 x 26 2, 85 3.09 1,05 295... 7 Namen der Pantene: Produkt an Aſche. Brodukt an Alkali, Eſche 12.02 0. 74 Buche 5.08 I, 27 Fichte 3.04 0,45 Farrenfraut vom Auguſt 36, 46 4 25 Wermuth 79.44 73:=* Erdrauch 219,-- 79. Aus den von den Regiſſeurs gemachten Verſuchen geht über hervor: 1) Daß alle Pottaſchen aus verſchiedenen Pflanzen, vera ſchiedene Farben haven, . 2) Daß die Quantität von Alkali mit der Quantität von „Uſche? in den Pflanzen nicht verhälinißmäßig ſey. "2) Daß die Aſche ſehr ver ſchiedene Verhäitniſſe an Waſſer REER ,» um erſchöpft zu werden,“ 22.0 es: 288"|=35: 2 zB 22 4200 SE SSE S5.[8521.25 ZS = 2222 2>22"2„5 | Pfund jPf..“Unz. O.. Gran! Pf K73 Unz, Q Gr.| Buchsbaum 300 23 0 0 0 216 1 12 6 24 plänz: bleyfarb Eiche 95 12 0 5 0 124 1 6 4 12 orisde lin. Buche 87 5.3 070 66 1. 4 6 otwilchfäſſefarb Haagbuche 98: 223 0 1 0 2161 Z 5 Z6neifgau Ulme 1013 24 1 6 0 300 5 15 0 co weingrätt Eſche 648 8 2.5 o 120.0 7 6 odunkelſchwart Fichte, 739. 2-7 7. 0.80 5.7.0. oſchwarz nicht ' ſchr dunkel Weide 80 22 12 5 36 200 2 5 2 28zttteßgris de ;> lin. Weinreben 800 27' 0 4 36 276 4 10 4 oqgrauweiß Sonnenblum, 200 20 2x 4 8 333 4 0 0 o qgelbl. milche ! weiß Türk. Waißen 440 39 0 0 0 612 7 212 1 56 aſchfard, Beſondere Verſuche, welche ich im Departement der Vog2 Eh: Heſen, zu der Zeit als ich General-Adwiniſtrator der Pulver- und Salpeteranſta!ten daſelbſt war, durch den in dieſem Arrondiſſe2 ment angeſtellten Lehrer der Fabrifarion der Pottaſche machen ließ, haben mir folgende Reſultate gegeben: Pfund Unzen 30 Pfund Pfriemenkrautaſche lieferten: 2 5 I0=-, Heidekrautaſche--» TI 12 I09:== Farrenkrautaiche 2 3 5 130= Fictenwurzelaſche-- 2 9 30== Bucwaißenſirohaſche== 4 3 pin.-"N 2 Wenn Män un bis 196 7 Wenn man Pottaſche aus Feldpflanzen bereiten will, muß man ſie ſorgfältig zerſchneiden und ſammeln, damit die Erde nicht daran kleben bleibe, und das Alkali beſchmutze, Dann maß man ſie in Häuflein zuſammenlegen, und zwi- ſchen dieſen Räume laſſen, damit das Verbrennen an verſchie- denen Punkten vor ſich gehe, und an Handarbeit geſpart werde. -. Man muß mit dem Verbrennen nicht früher verfahren, als bis die Pflanzen troken ſind, ſonſt geht es ſchwer, langſam und unvollkommen vor ſich, Sobald mau eine ſo große Quantität Pflanzen zuſammen und äufgehäuft hat, als erforderlich iſt, um das Verbrennen einige Zeit hindurch im Gange zu erhalten, ſo entzündet man ſie unter folgenden Vorſichtsmaaßregeln:; Man wählt ein vor dem- Winde geſchüßztes, und von allen menſchlichen Wohnungen entferntes Local, in deſſen Nähe ſich auch keine Pflanzen befinden müſſen, damit der Brand nicht um ſich greife. 4 Auf dieſen Heerd wirft man nach und nach alle zum Ver- brennen beſtimmte Pflanzen; achtet ſorgfältig darauf, nur dann erſt welche hinzuzuthun, wenn die, welche brennen, bereits in Aſche verwandelt ſind, und ſeßt mit einer Ofenkrücke die kohlige Materie auf dem Heerde ſo lange in Bewegung, hebt ſie auf und dreht ſie um, bis die Luft nach und nach alle Punkte ve- ſtreicht und eine vollſtändige Verwandlung in Aſche zu Wege bringt. Um zu verhindern, daß der Wind die Maſſe von Aſche nicht zerſtreue, oder bey dem Verbreunen keine Unordnung hervorz bringe, hat man än einigen Orten die Gewohnheit, das Ver- brennen in Gruben vorzunehmen, die man in die Erde gräbt; äber abgeſehen davon, daß dieſe Verjahrungsart weniger dko» nomiſch iſt, ſo iſt ſie auch langwieriger und unvollkommener z in- dem das Verbretnen darin gezwungen bleibt, und eine vollſtän? „dige Verwandlung in Aſche auf dieſem Wege faſt unmöglich iſt, Außer den unnüßen Kräutern des Feldes, den Sträuchen, die gewiſſe Erdſtriche ausſaugen, den Pilanzen, die bey dem Ausjäten hervorkommen, den Zweigen, die bey dem Pußzen der Bäume abfallen, bedient man ſich der Aſche von den gewdhunli- en, machen faſt alle Bewohner des platten Landes Pottaſche: Weiber und Kindex leſen abgeſtorbenes Holz auf und verbrennen es; die aT ? 4[14] männ a SERER aub in(ei ſym mitt) (auSli die WW nw u ih wl [011 ſ' wahl fü 0x us 30 mann kummt ein ſt verd ( a ve he NT 15M Wicht| ſer und) Ww ii Wat; ve dj Hh! ſeinty will, muß t die Erd! ] und zwi: 0 verſchie: dart werde,. ahren, als Ingſam und zuſammen Verbrenny et man ſie ) von alley Nähe ſich d nicht um zum Ver- WW dant dW m fe die Fohligt hebt ſie auf » Punkte te: ege bringt, 1 Aſche nicht ung hervot“ , das Vet: rde gräbt; eniger dfv? imenerz in: ine vollſtän mdglic if | Sträuche! die bey din n Pußen de! en gewöhn! ſich zur 3 ach der fett! nEreichs, 1 ben, med!) Weiber u + die. dt es; d pu aus entſtehende Aſche wird mit heißem Waſſer ausgelaugt und in kleinen eiſernen Töpfen die nur 100 Pfunde von dieſer Flüſ- ſigkeit aufzunehmen eingerichtet ſind, evaporirer, In unſern mittäglichen Departements dagegen, wo das Holz kaum zum häuslichen Gebrauche hinreicht, kauft man in Privathäuſern die Aſche auf, und verarbeitet ſie, in zu dieſem Zwecke zubereis teten Werkſtätten, Wenn man den Vorſatz hat einen Wald auszuroden; ſo iſt die Errichtung einer Pottaſchenſiederey darin faſt immer vors theithaft; indem es das einzige Mittel iſt, von allem dem düns» nen Holze, das zu keinem andern Gebrauche rauglich iſt, Nugen zu ziehen; die ungeheure Quantität von Pottaſche, die in Ame» rika ſabricirt wird, hat keinen andern Urſprung, Ju Franfreich, wo. das Brennmaterial in bey weitem weniger großen Maaße vorhanden iſt, als in den Ländern in deuen die Civiliſation nicht ſo weit vorgerückt iſt, und die folglich minder zahlreiche Fabriz ken haben, kennt man jetzt große Waldungen, deren Benußzung aus Mangel an Abſaß unmdgjich iſt; in einigen von dieſen“ har man Werkſtätten zur Bereitung der Pottaſche angelegt, und man könnte dieß in noh vieien andern thun, vorausgeſetzt, daß man ein ſv wachſames Auge auf die Benußung habe, daß eine gute Reproduktion gewiß ſeyn muß. Obgleich die Arbeit des Pottaſchenſieders in den verſchiedes nen Werkſtätten ſich nicht gleich-iſt; ſo beruhet der Unterſchied doch nur in der Art die Aſche auszulaugen und die Lauge zu verdicken, Einige nehmen zum Auslaugen der Aſche kaltes, andere, warmes Waſſer; die erſteren gebrauchen viel Waſſer, um die Aſche zu erſchöpfen, und dadurch allein werden die Cvaporatio-- nen langwierig und koſtſpielig; die andern gelangen ſchneller da- hin, geſchwängertes Waſſer zu erhalten; ſie erſchöpfen die Aſche beſſer und liefern mehi Pottaſche in einer gegebenen Zeit, Die erſte Verfahrungsart erfordert mehr Handarbeit, mehr Fäſ- ſer und mehr Zeit; bey der zweyten wird zwar ein wenig mehr; an Brennmaterial gebraucht und ſeßt einen Keſſel mehr voraus, um das Waſſer der Laugen darin zu erwärmen; aber es kürzt die Operation ab, Der Pottaſchenſieder ſelbſt muß übrigens die Vortheile und Nachtheile einer jeden Methode würdigen, und yah ſeinem beſondern Intereſſe und ſeiner Lage zwiſchen ihnen wählen. Uebrigens geſchieht das Auslaugen der Aſche wie das der Salpetererden; Keſſel ſtehen aufgereiht in mehreren Reihen; man füllt ſie mit Aſche an, die man mit. der größten Sorgfalt ſtampft; nan 35% 6 vn HES bn ng 5 GEMIS "Muc t. x k, :? E 24,5 e DEERE WO RLSA «108 2.08 SIE Ä EEG SEE GEEG emma 198 nme ſtampftz indem man ſie in vem Keſſel zurechtlegt, damit ſie von dem Waſſer langſam und gleichmäßig durchdrungen werde, Man thut Waſſer hinzu, bis ſie öben aufſchwimmr und läßt ſie einige Stunden ſiehen, damit die Maſſe gut durchziehe und die Flüſſig- Feit ſich mir Salz jane dann fame man ſie durch ein Seiheruch laufe.+ Da es nicht hinreichend iſt, die Aſche nur 6nmal mit Waſ- ſer aufzugießen, um ihr all ihr Alkali zu rauben; ſo hat man die Vorſicht, neues Waſſer auf die bereits ausgelaugte Aſche zu gießen ,. und gebraucht dieß nämliche Waſſer zur Auslangung neuer, oder wenig erſchöpfter Aſche, ſo daß man das Laugen2 Waſſer zu 12 oder 15 Graden des Baumeſchen Aerometers bringt, - Ich habe Werkſtätten von Pottaſche geſehen, in denen die Laugenkeſſel, feder 2,500"Pfund enthielten. Dieſer Umfang ſchien mir zu beträchtlich, und es iſt ſchwer, darin eine vollkom? mene Aaslangung zu" bewirken. Man kaun dieſem Uebelſtände vur zum Theil äbhelfen/ wenn man die Aſche befeuchtet, ſo wie man: ſie in den Keſſel bringt.“ - Es gibt Pottaſchenſieder, die ſtehendes und oft gar faules Waſſer zum Auslaugen der Aſche gebrauchen, Runkel behaup- tet, daß ein ſolches Waſſer das doppelte an Kali gebe, Wenn man dieſe Beobachtung in gewiſſen Fällen für richtig annimmt; ſo tann. man dieſe Vermehrung an Vrodukt nur der Quantität von Aikali zuſchreiben, die in dem Waſſer enthalten ſeyn kann. Wenn man eine ſo große Quantität von Lauge zu 15 Gras den zuſammen bat, daß man nicht mehr fürchten darf, daß es zum Behuf der Evaporation daran mangeln könne; jo ſchreitet man zur Extraction des darin geldſten Salzes, Dieſe Operation geſchieht in Keſſen, von gegoſſenem Eiſen und runder Geſtalt, und 3 bis 5 Fuß im EN 121 auf 18 bis 20 Zoll Tiefe, „Mehrere von dieſen Keſſeln werden auf eben Heexd geſtellt, Im den'ndrolichen Departements ſtellt man drey, in andern, bis fünf zuſammen, Noch bringt man ſo nahe am Ofen ,. als möglich, ein Reſervoir an, das groß und hoch genug iſt, um unaufhörlich friſche Lauge liefern, und den Verluſt an Waſſer, der durch“ die Evaporation hervorgebracht wird, erſetzen zu können, Man füllt alle K ſſel mit einer gekochten Lauge an, und bringt dieſe zum Aufwallen. Dann gießt man, ſo wie die Evaa porarcion geſchieht, neues Waſſer zu, und unterhält den Zuſtand des Aufwallens Tag und Nacht hindurch, Wenn nE==ZST= LEIN | befo! [uyfet; 7] ſo und zu LT mani u") Yebel Spat 4 Dop mit y hur)! fun! u)(1) vm M 0 [upie/ yn! von vend) ſehr ey! jen un ve ſcm) Diiitht | Jodl | ſehendn | Tien vy uh [4] % it fie ben| rde, May| ſie einige| je Flüſſig:| durch ein| wit Wal: ) hät wan e Aſche zu 16langung 5 Laugen: rs bringt, denen die Umfang ' vollfom: ebelſtande t, ſo wie zzt faules tel behand: he, Venn annimmt; Quantität ſeyn kann, zu 15 Orzs f, daß es ſo ſchreitet enem Eiſen - auf 18 bis erd geſtellt, jn andern, glich, ein aufhdrlich der durch nen, » an, und e die Cya! en Zuſtand Wenn Wenn die Flüſſigkeit anfängt, die Conſiſienz von Honig zu bekommen, ſo läßt man ſie in den am beſten erwärmten Keſſel laufen; und in dieſem beendiget man die Evaporation, während man fortfährt, neues Laugenwaſſer in den andern zu evaporiren und zu verdichten. Wenn die Materie verdiFt, und zu der Conſiſtenz gekom men iſt, von. der wir reden, ſo ſchwillt ſie leiht an, gerinnt und bildet eine Kruſte an den Wänden des Keſſels. Um dieſem Uebel vorzubeugen, bewegt und. rührt man ſie oft mit eiſernen Spateln um. Man erkennt es, ob die Pottaſche gehdrig troFen iſt, daran, daß wenn dieß der Fall iſt, die Materie unter dem Inſtrumente mit dem man ſie umrührt, beweglich wird, und an der Luft durch das bloße Kalwerden Conſiſtegz' gewinnt. In dieſem Zu- ſtande gießt man ſie in Fäſſer,"in denen ſie ſich ſchnell anſeßt, und. in denen man ſie aus der Werkſtätte trägt, um ſie unter dem Namen Pottaſche dem Handel zu überliefern, Jn mehrern Werkſtätien fängt man die Cvaporation in kupfernen Keſſeln an, und beendiget ſie in eiſernen, Dieſe Me» thode hat den Vorzug, daß mau ſich dabey Evaporationsgefäße von grdßerm Umfang bedienen kann, und iſt hauptſächlich ans wendbar in denen Etabliſſements, die von Eiſenſchmelzhütten ſehr entfernt ſind*). Die ausgelaugte Aſche iſt noch von einem bedeutenden Nußeu in den Künſten, wo fie unter dem Namen Aſcherade bekannt iſt.; 1) Kann man ſich ihrer bey der Kompoſition des ſc pal E 4 ||* |"8 I2 M | ||“ ||;- L ip “7 Z +2 Z 4 j| Fs || | ) 4 | ms “ Te<< IR<== 93 ih 11 | j 8 19.18 1] | M 1] |. | Se BOO 26 Em 3) Bereitet man daraus Kapellen zur Scheidung von Gold und Silber aus ihrer Verſetzung mit Bley,; In den meiſten Etabliſſements, zur Bereitung der Pottaſche, herrſcht ein ſchwer zu vertilgendes Vorurtheil; man behauptet nämlich, daß die alte Aſche mehr Alkali liefere als die neue, und' bedient ſich ibrer vorzugsweiſe, wenn nämlich die Umſi ände des Pottaſchenſieders ihm erlauben, Vorräthe davon anzuſchaffen. Ich ſelbſt habe geſehen, daß dieſe Meynung bis zu einem gewiſſen Grade rich':g iſt, nicht als ob ſich mit der Zeit Alkali- erzeuge; aber weil dieß Sa'z in den Zuſtand eines kohlen'auren übergeht, und durch dieſen Uwſtand allein an Gewicht und Maſſe zunimmt; dann ſche'nt in Wahrheit das Alkali in grdößerm Maaße vorhanden zu ſeyn; aber es iſt auch weniger rein. Man ſieht es noch in einigen Werkſtätten, daß man zu einem zweyten Auslaugen der Aſche ſchreitet; nachdem man ſie einige Zeit hindurch der Luft ausgeſeßt, aber das zweyte Pros duft würde null ſeyn, wäre die erſte Auslaugung vollkom- men gewejen, KEETE" Die am meiſten im Handel geſchäßte Pottaſche iſt die, «. welche eine gelbliche Farbe hat. Die Qualität derſelben iſt verſchieden, nicht allein durch die Natur der Pflanzen, ſondern auch ſelbſt nach dem Clima, Die Salze, welche ſich ſaſt immer im Gewenge darin befins den, ſind ſalzſaure und vorzüglich ſchwefelſaure, Die Pottaſche iſt ſehr aufldslich in Waſſer. Wenn ſie rein iſt, zieht ſie die Feuchtigkeit der Luft an, und ldſt ſich in Waſſer auf. Sie hat einen pikanten, ſcharfen, urinartigen Gez ſchma&X, und riecht ein wenig brandig,. Obgleich ſie von einem großen Nußen in den Künſten iſt, und faſt auf allen Punkten des Landes verfertigt werden könnte, um die Aſche unſerer Heerde, die unnüßen Pflanzen, oder die Bäume aus den Waldungen die nicht zu nußen ſind, dadurch zu conſumiren; ſo gibt es doh) nur einige Departements, in de- nen dieſe Art der Induſirie bekannt iſt; ich habe verſucht, dieſe Kunſt in den Wäldern der Lozere und des Aveyron bekannt zu machen, und zu dem Ende ein Etabliſſement dieſer Art zu St, Sauveur nahe bey Meyrueis angeſeßt; dieß Etabliſſement hat auch ſechs Jahre hindurch ſein Fortkommen gehabt, iſt aber dann durch die Revolution aufgeldſt worden. Ic Zegenden ". GG = BOB(Sa Es ſcheint mir, als ob das franzöſiſche Gouvernement, daß immer nor“ vom Auslande in Hinſicht eines Salzes ab2 hängig iſt, das die Baſis der Siedereyen von ſchwarzer Seife, in den Glasbütten, und bey der Salpeterfabrikation macht, dieſe Art von Gewerde zu populgsxiſiren ſuchen ſollte. Ih ſage populariſiren; denn da die Materialien zu dieſer Fabrikation überall vorhanden ſind, ſo bedarf es nur eines einfachen Kübels, einer kleinen Wanne und eines Keſſe/s von Gußeiſen, um Potts afche zu bereiten. Dieſe portative Werkſtätte kann überall und mit wenigen Koſten angelegt werden, und es würde vorzügl:< vortheilhaft ſcyu, ſie in den Berggegenden. bekannt zu machen, wo ſie zu einem ſehr nützlichen Zweige der Induſtrie für die Eins wohner werden könnte. Wenn das Salz durch die Kalzination eine weiße Farbe an- genommen, ſo führt es den Namen Pottaſche; dieſe Operation iſt jederzeit dann nothwendig, wenn man ſich des Alkalis bey Arbeiten bedienen muß, wo der Färbeſtoff ſc<äolich werden kann, wie in der Färberey, bey'm Raffiniren. des Salpeters, dem Ein2 ſalzen des Fleiſches, der Alaunfabrikation. Der Ofen, in welchem dieſe Kalzination geſchieht, iſt eine Art von Reverberirofen, deſſen eingedrückie Wdlbung nicht mehr a!s 14 Zoll in ihrem Mittel über ſeine Grundfläche hat, Er hat in der Regel 10 bis 11 Fuß Länge, und 6 bis 8 Fuß Breite. Der Heerd iſt an einem der Enden angebracht, und einige Zolle untervalb der Horizontallinie der Grundfläche, Der Rauchfang befindet ſich an dem andern äußern Ende, und man macht zwey Oeffnungen an den Seiten, theils um die Vottaſche hineinzuſchieben, und ſie während der Kalzination in Bewegung zu ſetzen; rheils um die fertige Pottaſche herauszuziehen, I1n Deutſchland gebraucht man Oefen von 6 Fuß im Qua- dat, die in drey Abcheilungen getheilt ſind, von denen die an den Seiten zum Heerde dienen, während die in der Mitte dazu beſtimmt iſt, die Pottaſche aufzufangen. Eine Platte gegoſſe- nes Eiſen, oder, eine. kleine Mauer von Ziegeln von 3 Zollen Dicke auf 7 Höhe auf der Grundfläche aufgeführt, macht die Scheidungen derſelben, Es bleibt ein leerer Raum von 4 bis 5 Zollen zwiſchen dieſer Scheidung und der Wdlbung des Ofens, durc< die die Flamme von dem Heerde in das Ofenloch ſteigt; jede dieſer Kammern hat eine Thür, um die Operationen im Innern des Ofens zu er'eichtern, die des Ofenlochs iſt größer, gls die beyden Seitenthüren an den Herden. Wie auch die Geſtalt des Ofens ſey, ſo geſchieht die Kalzie nation darin immer auf eine gleiche Weiſe, Man fängt damit an, Semmel 4 MIR: Sn an, den Ofen ſo ſtark zu heißen, bis die Wölbung weiß vor .Gluth wird; dann reinigt man das Ofenloch, und thut vier oder fünfhundert Pfund Pottaſche hinein. Von Zeit zu Zeit rührt/ man die Materie mittelſt einer eiſernen Schaufel, Ofenkrüken pder Spieße von dem nämlichen Metalle umz und wenn ſie an» fängt, teigartig zu werden, und feine ſchwarze'Fle>en mehr darin ſind, nimmt man ſie heraus, So wie man den Ofen leer macht, füllt ihn ein andrer Arbeiter mit neuer Pottaſche an, ſo daß die Arbeit niemals unterbrochen wird; jede Operation dauert ſechs Stunden. - Die Phänomene bey der Kalzination der Pottaſche ſind ver- ſchieden nach der Natur und dem Grade der Conſiſtenz desſelben, YBenn es ſalzſaures Natron oder ſchwefelſaures Kali enthält, ſo hdrt man ein fortwährendes Verpuffen, das nicht eher aufhört, als bis dieſe Salze ihr Kriſialliſationswaſſer verlieren. Wenn die Pottaſche zu feucht iſt, ſo ldſt ſie ſic) beym erſten Cindru> des Feuers in der Flüſſigkeit auf; in. dieſem letztern Falie bildet ſie von dem Augenblicke an, wo das übermäßige Waſſer ſich zerſtreut hat, nur noch eine ſehr feſt in einander verbundene Kruſte, die man zerbrechen und aufheben muß, um ihre Kalzi- nation zu erleichtern; es iſt gut hierbey zu beobachten, daß, wenn die Pottaſche alle ihr Waſſer verloren hat, ſie in dem nämlichen Augenbli>&e ſich entzündet, und der Färbe- und Ex- tractivſtoff ſic) verzehren. Dann iſt es Zeit ſie umzuwenden, zu bewegen und ihre Stelle zu verändern, damit die Kalzination egal werde; ſo auch. das Feuer ſo zu ermäßigen, daß ſie nur in einem dunkeln NRothglühen bleibe. Ohne dieſe Vorſicht wird ein Anfang von Verglaſang hervorgebracht, der das Kali ſchwer. macht, und in einen ſolchen Zuſtand bringt, daß es ſich in Waſſer nur wenig aufldſt. Weun die Operation gehdrig vor ſich gegangen iſt, ſo iſt das Kali leicht und zeigt blaue und weiße und zuweilen grüne Fle>en. Cs hat einen ſcharfen und ätzenden Geſchma>, ver- wandelt ſich an der Luft in einen Teig und ldſt ſich mit Leichtigs keit in Waſſer auf, T Das Kali enthält immer mehr oder weniger Neutralſalze und andre fremdartige Materien. Bey ſeinem Bruche muß es eine weiße Oberfläche zeigen, aus welcher man ſehen kann, daß die Kalzination gehdrig geſchehen. Es muß an der Luft weich werden. Wenn es tro>ken und dicht bleibt; ſo iſt dieß ein Beweis, entweder davon, daß es zu viele Salze enthält, oder daß es zu ſtark kalzinirt iſt. Der Abfall der Pottaſche bey der Kalzingtion beträgt 10 bis 25 Procent, Sobald E ju Zum 6 .| äefüh || wilne VEEN 1'/ wad ſie! ein leid ſehr v0 ben, || mni || def | || übri dj 8! | jed | Di | bedr v hinreicht (rigen! zeh, vorhau Der ü Dictig! ginn) MiD || my | wn | leinen || Im | mY Onthalto |«bt geh Ha | | am“"DOP. zw weiß vn| Sobald das Kali aus dem Ofenloche kommt thut man es vo M in Tonnen, um es in den Handel zu geben. fide Faſt alle Pottaſche des nördlichen Europa wird von Danzig u fen| ausgeführt, wovon ſie auch den Namen führt. Die, welche den meh), aus Amerika kommt, wird amerikaniſche Pottaſche genannt*). Ofen let Da die Arten der Pottaſche ſehr von einander abweichen ye an,( und ſie in verſchiedenen Graden von Güte vorkommen; ſo würde ion dau ein leichtes Reinigungsmittel derſelben für deu Manufacturiſten 1a vortheilhaft ſeyn 3; nicht allein um eine ſichere Baſis zu haa » ſind ver en, wonach er ſich bey deren Einkauf richten kdune; aber noch, desſelbe», um für ſeine Operationen eine wohl bekannte und in immer glei? thält,| her Kraft ſich bewährende Subſtanz zu gewinnen. Wir werden aufhört, über dieſen Gegenſtand alles das anführen, wovon wir glauben , Wem daß es leicht auszuſühren und für den Künſtler und Manufactus Eindruck riſten von Nutzen ſey. ie bildet Weta man die Quantität reinen Alkali's kennen lernen will, aſſer ſich die ein gegebenes Gewicht an Pottaſche enthält; ſo iſt es nicht xhundene hinreichend, die Pottaſche die man probiren will, in einer gez qx Falti- hdrigen Quantität von Waſſer aufzuldſen und den Schluß zu en, VB, ziehen, daß das Alkali darin in um ſo viel reichlicherem Maaße ſie in dem vorhanden iſt, als das Waſſer an Dichtigkeit zunimmt; denn - und Ey; Herr Vauquelin hat beobachtet, daß das Waſſer eine größere zuwenden, Dichtigkeit durch) die wenig mit Alkali geſcmuspapier mit der Spiße des Stäbchens und macht damit einen Strich darauf; oder. beſſer noch, man taucht einen Streifen von dieſem Papier in die Flüſſigkeit. Wird dieſe nicht roth; ſo gießt man auf die erſte Miſchung ein Maaß Probirſäure, rührt um und macht den. Verſuch mit dem Papiere auf die vor- hergehende Weiſe. Wird das Papier wieder nicht roth; ſo gießt man zu dem Aufguß noch eine neue Quantität Saure hinzu, und fährt damit fort,'bis daß das Papier roth wird. Es iſt lar, daß, um ſo viel mehr das Maaß von Alkali an Säure ndthig hat, um deſto mehr alkaliſcher Stoff darin vorhanden iſt, und daß die Güte des Kali's und des Natrons nach den reſpecti- ven Quantitäten von Säure, die ſie verſchlu&Xen, genau bes ſtimmt werden konn. Es iſt unnüß, zu bemerken, daß um poſtiive Angaben zu erhalten, man die Verſuche mit Aufldſungen anſtellen müſſe, die im Unduflss: ic | ethälten im Großen zubereitet worden und eben ſo immer mit den näm» "erde em lichen Gewichten von Alkali und der nämlichen Anzahl an gun Maaßen Waſſers. ni Ne- Damit die Säure, deren man ſich zu den Verſuchen bes de un dient/ immer gleich ſey; ſo bereitet man davon auf mehrere . 11 Jahre und bewahrt ſie in Flaſchen auf. NM; Herr Welter(det die Pottaſchen auf, indem er ſie auf der EN Oberfläche des Waſſers in einem eiſernen, mit einer großen An» ) zahl von Ldchern verſehenen oder aus ſtarken eiſernen Fäden gez WES machten Gefäße ſclicherweiſe, in der Nähe einer großen Weinpro« . 4 duktion befanden. So habe ich in dem ganzen mittäglichen 1 ve Jette Frankreich nur eine einzige Fabrik von Weinrebenaſche gekannt, Genanigteit und zwar in dem Hafen Cette, dem Orte, der faſt für alle Weine Maaß voll dieſer miträglichen Gegenden zur Niederlage dient und von dem 11d füllt ſd: ſie ausgeführt werdeu, man immer Um das Verbrennen der Weinhefen zu bewirken, muß man ſultate bey ſie vorher gehdrig tro>en werden laſſen 3; dieſe eiſie Operation | erhalten, geſchieht entweder durch einen ſehr ſtarken Druck auf die Maſſe, ' Auflöſung oder bloß dadurch, daß man ſie in paſſenden Gefäßen der Sonne m berührt ünd der Luft ausſetzt. Wenn man die erſte Methode anwendet; und macht ſo verwandelt man den Saft, welchen man durch das Ausdrucken ucht einen erhält, in Weineſſig, oder deſtillirt ihn, um den Branntewein dieſe nicht daraus zu ziehen, und wenn die Hefen ſo recht tro&en gewor- (ACF nE ſo formt man ſie in Brote, um ihr Verbrennen zu er- uf die vor“ eichtern. ); ſo gießt Die Hefen, die rein im Bruch ſind und dabey ein Gekniſter ure hinzu, hdren laſſen, können in dieſem Zuſtande verbrannt werden; oft v Es iſt iſt man gendthigt, um ſie zu dieſem Grade von Troenheit zu an„u hringen, ſich der künſtlichen Ofenwärme zu bedienen. NE- Das Verbrennen ſelbſt geſchieht auf vielfache Weiſe, An en reſp 4 einigen Orten bedient man ſich eines runden Ofens von 5 bis-6 genau N? Fuß im Durchmeſſer, den man aus troFenen Steinen-erbauet, hes jm ſo wie das Verbrennen vor ſic) geht und der Umfang ſich mit (ngs dem Reſiduum anfällt; an andern iſt es ein feſter Ofen„ der d | müſſe, d! / en den Zug durch eine im Boden angebrachte Thüre hat. In dieſen beyden Fällen muß man damit anfangen den Ofen mit Bänzeln von Revenholz oder einem ähnlichen leichten Brennmateriale zu heißen, Sodann wirſt man ſtark abgetro>nete Hefen hinein, läßt ſie, ſobald ſie ſich entzünden, fortbrennen, ohne ſie zu be- wegen und nährt das Feuer, indem man neue Hefenbrote dar? auf wirft, ſo daß es ſo lange fortdauert, bis der Ofen ſich mit dem pordſen Reſiduo des Verbrennens angefüllt befindet. Dieß - Reſiduum bildet eine leichte, ſ, und läßt ſich faſt vollſtändig in Waſſer aufldſen. Im Bruch muß ſich kein ſchwarzer Punkt daran zeigen, und wenn man, bey dem Herausziehn der Aſche aus dem Ofen, ſchwarze Fle>e, oder ſchlecht gebrannte Theile be: merkt, ſo ſcheidet man ſie ſorgfältig aus, um ſie zum zweyten Male zu brennen, Die Weinrebenaſche iſt im Handel in dem Rufe als das xeinſte, und am wenigſien mit Verſchiedenheit ſeiner Cigenſchaf- ven vorkommende Alkali; auch bedient man ſich ihrer Vorzugs2 weiſe zu gewiſſen delikaten Operationen, ſo wie zum Aufld/en des Sindigos, und zu einigen Farbenkompoſi:ionen, Die Analyſe har mich gelehrt, daß in der mit der allergrdßten Sorgfalt be- xeiteten Weinrebenaſche nur ein Sechzehnwtheil ungufldslicher Ma- terie enthalten ſey, die aus der Miſchung von einem Viceriheil ſchwefelſauren Kaii, und dieyer Viertheile erdiger Stoffe und Salze, ſo wie kohlenſaurer Kalk, Magneſia, und ein wenig Alaun gebildet wird, Scheele hat bewieſen, daß die Farbe, welche die Alkalien durch die Kalzination annähmen, einem wenig Braunſtein zus zuſchreiben ſey, Die andern Theile des Weinſto>s, ſo wie die Kämme und die ausgepreßten. Treitern, die Ueberbleibſel der Weinde- ſtillation, welche unter dem Namen Treſtern win der einz || iſiom | Beinſi ſtänd! di Fatim d werden) | me u fann 11 Ahe bv dD titat dy || voi Deegan Difu) Nuhn) M0 loſen,| 11187) wenige N || ziptheil a vw,| ud ni bh Neſiduy || Veinſie: hape htönen N" b|(“6 DB; Y! | wn Y | Ike R ih ? wä / Wein - Fn dieſen it Bündel dteriale zu [eint hinein, ſie zu be: brote dar- en ſich wit* det, Dieß e leicht zer: e grünliche, 'n erlangt, 8 Verbren: mmen, ſy dann nicht ebrauchen, ſundzwan« (WM, etwas 3 mYaſſer Punkt daran r Aſche aus ' Theile be: im zweyten fe als das Eigenſchaf? ' Vorzugs? ufldſen des ie Analyſe orgfalt be: licher Ma- 1 VWiertheil Stoffe und ein wenig ie Alkali unſtein zw die Kami! er Weindt x find- Weit) ewmin 20JY ume Weinſteinanſaß an den Wänden der Tonnen ſind noch Gegen- ſtände von großer Wichtigkeit, um Alkalien daraus zu ziehen, Die Weintraubenkämme, deren man ſich ſonſt zur Fabris kation des Grünſpans in dem mitiäglichen Frankreich bediente, werden jeßt überall zu nichts mehr gebraucht, ſondern faſt im» mer nur weggeworfen, wenn man den Wein abbeert. Doch kann man ſie mit Vortheil verbrennen, und die Lauge ihrer Aſche bringt ein Viertheil guten Alkalis hervor, Das Traubenmark iſt reicher an Alkali als die Kämme, Es iſt anerkannt, daß das Verbrennen deſſelben eine grdßere Quan» tität davon ergibt, Wenn man es unter der Kelterpreſſe her» vorzieht, muß man es an die freye Luft bringen, und es oft bewegen, um es zu trocknen, Man kann es in gewöhniichen Oefen brennen, und zugleic) von der Wärme und der Aſche Nußen ziehn, die das Verbrennen hervorbringt, Man muß die Vorſicht haben- das Mark nicht gähren zu laſſen, bevor es tro>netz; denn ich habe bemerkt, daß in dieſem Falle es nicht allein minder gut brennet, ſondern daß es auch weniger Alkali gibt. In der Regel liefert das Traubenmark ein Fünfundzwanso zigtheil Alkali, In den zahlreichen Brannteweinbrennereyen wirft man das, was, wenn man den Wein, aus dem man den entzündlichen und geiſtigen Stoff zieht, gehdrig verdichtet hat, im- Keſſel zus rück bleibt, und Phlegma(vinaſle) genannt wird, weg, Dieß Reſiduum, wenn es in einem Kübel der Luft ausgeſeßt wird, läßt Weinſtein und Hefen niederſchlagen; und wenn man es durch Evaporätion zum TroFnen bringt, ſo gibt es bey dem Ver2 hrennen Alkali. Noch zieht man. ein ſehr reines Alkali gus dem Verbrennen des Weinſteins,. Der Weinſtein ſeßt ſich an den Wänden der Tonnen an, in denen Wein ſtehet, welcher ſolchen in grdßerm oder geringerem Maaße enthält, Die Farbe dieſes Salzes iſt verſchieden, je nachdem der Weit roth oder weiß iſt, Dieß Salz iſt nicht ſehr aufldslich in kaltem Waſſer, in warmem ldſt es. fich in größerer Quantität auf, Wenn es von ſeinem Färbeſtoffe befreyet wird, bildet es Weinſteinrahm, ps R 21 = EERIIEET ename 208 eus . 1 Es gibt Länder, wo die Fabrikation des Weinſteinrahms,. nicht bekannt iſt, und daher dieſe Materie fait gar keinen Werth hat. Man verkauft ihn dort nur in ſehr geringen Quantitäz- ten Färbern, Apothekern und Gießern, Wenn der A>erbauer davon unterrichtet ſeyn wird, daß ſich aus dem Verbrennen des Weinſtieins ein vortreffliches Alkali ziehen läßt, ſo iſt es wahrſcheinlich, daß er einen vortheilhaften Zweig der Induſtrie nicht von ſich ſtoßen wird, Die Chemiker rathen alle, den Weinſtein zu ſtoßen, ihn in Papiertuten zu füllen, dieſe Tuten naß zu machen, und ſie auf einen Heerd, mitten unter glühende Kohlen, zu legen, um das Verbrennen zu bewirken. Die Kohle des Weinſteins be- hält die Tutenform, und man kann ſie nach der Operation in dieſem Zuſtande wieder hervorziehen. 4 Dieſe Procedur iſt allerdings zwe>mäßig, um zum Ges brauch einer Apotheke einige kleine Quantitäten von Weinſtein? ſa!z zu bereiten; wenn man jedoch die Abſicht hat, im Großen zu arbeiten, ſo muß man rach einer ähnlichen Methode ver- fahren, als die iſt, welche wir wir bey Gelegenheit der Bes reitung der Griesaſche geſchildert haben, Der Weinſtein liefert beynahe das Viertheil ſeines Ges? wichts an Aſche.: Die Apotheker laugen den Weinſtein aus, ſie filtriren und evaporiren die Aufldſung, und erhalten dann ein weißes und reines Salz, das unter dem Namen weivſteinſalz bekannt iſt, Wir werden uns mit den Mitteln beſchäftigen, das Kali zum hd<<ſten Grade von Reinigkeit zu bringen, wenn wir zuvor vom Natron gehandelt; indem die in ähnlichen Fällen übliche Verfahrungsarten beyden Alkalien gemein ſind, Zwölfter Artikel, LTatron, Das Natron nähert ſich dem. Kali durch die Eigenſchaften, die die Alkalienk verhält, Dieß Alkali iſt noch W7neralglkali genannt worden, weil, da man es haupiſächlich aus der Verbrennung von Meerpflanzen zog, man es als ein Reſultat der Zerſetzung des Meerſglzes betrachtete,:"Die „4 mm j! Oefen Procent ; auf de F brenne den mv die mw Pfa wir) weil bot einm vie dt und Det qm M4 jm,| D | wen, | Mary [y Dyn) [) friſt! (artolis niſhm! ſech Vefeu hen Dod wd (it pls ba In Viten (y 4" harte und Blaſt fomn | | | .| ſteinrahm| nen Wenh| Quantitz:| ), daß ſich ches Alfali nhulhaften ßen, ihn in und ſie auf legen, um inſteins be petation it 1 zum(Oy | Weinſtein: im Großen ethode ver: et der Bes |! ſeines Ots filtriren und weißes und z bekannt iſi, 1, das Kali vn wir zuver allen übliht igenſchöfit) veſentlic) icht die näm - Luft, zu orden, wt! Meerpflayj! 3; Meerſal! Y - 209=. Die Analyſe einiger Steine hat die Eriſtenz des Natrons in mehreren mineraliſchen Subſtanzen bewieſen, Herr Rlaproth fand 1,75. Natron in der Analyſe des Meißenſchen Pechſteins,. Der Lipariſche Steiu lieferte ihm 3 Procent davon, Der Doctor Rennedy fand es bey der Analyſe der Baſalte, auf denen das Edinburger Sch'oß ſieht, Faſt alles Natron des Hand-ls ik das Produkt. des Ver» brennens von Se-pflanzen, Die Quali:ät desſetben iſk verſctiez den nach der Natur der Pflanzen und des Clima's Die Namen, die man ihm im Handel beygelegt hat, ſind iu der R gel von den Pflanzen oder den Ländern berzenommen, aus denen es gezogen wirs, Wir werden die Hauptgattungen desſelben kennen lehren, weil von jeder-ein Gebrauch zu machen iſt, der ſich ſchwer mit einem andern vertauſchen i.8t, oder weil man niht eine durch die andre erſetzen kann, bevor:man nicht verderbliche Verſuche und Betaſtungen damit vorgenommen, oder weil die fremdartiz gen Materien, welche mit einigen Arten desſelben verbunden ſind, ſie zu mehreren- Operationen untauglich machen, Die Arten des Natrons, welche aus Spanien zu uns koms men, ſind die geſchäßteſten; ſie heißen Natron von A.icante, Natron von Carrtyageng und Natron von Maiaga, Das Alicantiſche Natron iſt noch bekannt unter dem Namen Barille, dem Namen der Pflanze, aus der es gezogen wird, Der berühmte Zinne hat die Barille folgendergeſta!te aber ſch!äat man in Binſenmatiten ein, und macht Ballen von 4 bis 505 Pfund daraus, Die LTatronſteine, welche ſchwarz von außen und grau? lich von innen au-ſchn, zerbrechen in Spiiner, weyn wan mit harten Körpern darauf ſchlägt 3 es zeicen ſich an dieſen!ebbafte und ſchneidende Winkel; im Bruche ſieht man auch die näml'chen Blaſen, wie in der pordſen Lava, der ſie in ver Farbe nahe kommt, Ihr Geſchma> ijt MEER ohne pikant zu ſeyn, Cy Dumh€ 0| &+" 16 Nd 8.508 1 a HES SIE A ENES PENG m<25 N RTZ .-- 210=- Durch das Reiben entwielt ſich ein ſtarker Geruch von Schwe- fel- Waſſerſtoffgas daraus. EE.; Die Analyſe des ſpaniſchen Natrons, welche Herr Rixwan gemacht hat, gab folgende Produkte; Kohlenſäure 960. Saft 542--86, Magneſia j 127. Alaunerde 4. IZI=- 23. Kieſelerde 249--58, Natron 1219, Schwefelſaures Natron 125. Salzſaures Natron+ 705 Waſſer 145351 4 Angeſetßzte Erde 20 . Meine Analyſen ergaben mir nicht das nämliche Reſultat in Rückſicht der Verhältniſſe; dieſe Verſchiedenheit rührt ohne Zweiz fel aus der großen Verſchiedenartigkeit der Natar des Näatrons her; ich habe mich bey meinen Verſuchen übrigens des alicanti2 ſchen Natron35, das vorzugsweiſe unter dem Namen Barille bekannt iſt, bedient, Hundert Theile ſorgfältig geſtoßener Barille, die mit ihrem vierfachen Gewicht an reinem Waſſer behandelt und dann filtrirt ' wurden, lieferten bey einer erſten, auf 38 Grad gebrachten Evas poration 15,00 an kriſtalliſirtem Natron, 17,05 ſalzſaures Na» tron und 5,00 ſchwefelſaures Salz; die Mutterlaugen, mit dem Waſſer zuſammengemengt, das zur Erſchöpfung des Nükſtandes dieſer ſalzigen Subſtanz gedient, und dann durch Evaporation verdichtet worden, gaben 35,00 kriſtalliſirtes Natron, dhne Bey» miſchung von ſalzſaurem Salze..-Die Kriſtalle des Natrons ver- loren bey dem Tro&nen:an der Luft 29,00, welches ihre Tota2 lität auf 21,00 an troFnen Kriſtallen reducirt. Der im Waſſer unaufldsliche Rückſtand wog 49,09, und enthielt 22,13 Magneſia, 19,00 Kalkerde, 5,97 Kieſelerde, und ein wenig Eiſenoxyd, Man fabricirt eine dreyfache Gattung von Natron, an der Küſte von Alicante, eine die mildes eT7atron, milde Barilte, &ratron von erſter Qualität genannt wird; dieſe hat ein aſche Farbiges Anſehn, ſcheint beſſer gegründet, und kommt im Bruch- und.im Ausſehn einer Schwefelſchla>e nahe. Sie iſt um ein Viertheil theurer als die andern, und wird hauptſächlich in Fa- briken von Kriſtall- und Flintglaſe geſucht. Die davon in Waſz ſer gemachte Auflöſung iſt einige Zeit trübe, Die ſe jj pi! NN umd woh Mie ſie) [öf geld [11] lj 1 vj m gigi hond | my | m | ber Front ber wär die( ( Pau min | Mu | Wd) reid; Whiet erhielt Lum (m 7) hw, hy! diet Win (nt M | tei | || Reſultat in ohneZweiz es Natrous We Alcantiz wm Dae Ne mit ihrem dann filtrirt rachten Cvas [zſaures Na: em, mit dem Rück ſtandes Evaporation ny ohne Bey: Natrons vet 8 ihre Toty: „' im Waſſt 3 Magneſia, jſenoxyd, tron, an de lde Barill, hat ein aſh! mt im Bru) e iſt umi! ächlich in Jt! avon inVof Di WERE 1 1: 1 Singe Die zweyte Qualität heißt Soda oder gemengte Barilles; ſie iſt ſehr hart, imBrüche rein, ſieht ſchwärzlich aus, und hat viele kleine Zelien vder Blajen im Innern. JIhi Geſchma> hat wenig auvgezeichneies,.,„Sie 1dſt» ſich. ſchwer- in Waſſer auf, und wird hauptſächlich in Seiſenſiedereyen, und bey der Baum- wollenſärberey gebraucht, Die dritte“ Qualität wird Bourde genännt, ſie enthält Meerſalz in ſich, und“ iſt mit leichten Kohlen angefällt;"die ſich auf der Oberfläche'des Waſſers zeigen, wenn man ſie aufs- ldſt. Sie iſt das Produkt des Verbrennens von zufällig" aufs geleſenen Pflanzen, Das Natron von Carthagena nimmt den erſten Rang nach der Barille zweyrer Qualität ein, der ſie an Farbe ähnso lich iſt; ihre Qualität iſt beſſer, als die der 280urde. Das alicantiſche Natron iſt für, unſre Fabriken eines der nothwendig/ten Bedürfniſſe. Als der Krieg unſre Verhältniſſe mit Spanien unterbrach, fühlten wir in dieſer Hinſicht durchgän2 gig einen großen Mangel. Man hat geglaubt, daß wir uns leicht von dieſer Abhängigkeir befreyen könnten, wenn wir die Barille au unſern Küſten am mittelländiſchen Meere culiivirten. Schon am Anfange des achtzehnten Jahrhunderts hatten die Stäude von Languedoc zu dieſem Anbau ermünterr, und die erſten, zu Frontiguan gemachten Verſuche befriedigende Reſultat? ergeben 5 aber es ſcheint, als ob die Unternehmung vernachiäſſizet worden wäre, und es blieb in Hiuſicht dieſer erſten Verſuche nichts, als die Gewißheit, daß ſie geglückt waren, Im Jahre 1782 forderte ich einen meiner Freunde, Herrn Pouget, Lieutenant General der Admiralität in Ceite, auf, ſich mit mir zur Wiederholung dieſer Verſuche zu verbinden. Der Marſchall de Caſtres, dama!iger Marineminiſier, verſchaffte uns 4 Pfund Barillekdrner, die wir in ein wohlbeſtellies Erds reich an dem Geſtade von Frontignan ansſäeten. Gewäſſer und Thiere verminderten um vieles das Produkt unſrer Erndte; doch erhielten wir aber durc< das Verbrennen eine ziemlich große Quantität guten Natrous, und bewahrten dabey noch wenigſiens ein Driitheil des Produktes auf, um die Körner daraus zu zies hen, welche wir im nächſten Jahre ausſäen wollten. Die Anas lyſe des Natrons ergab mir beynahe die nämlichen Produkte als die des Aiicantiſchen. Dieſe Verſuche wurden drey Jahre hinterz einander. wiederholt, und wir bemerkten nicht daß die Barille auSartete. Herr Pougetr wurde nad Paris an. die Seite ves Miniſters berüfen, und da er ſe'bſt den Bau nun nicht mehr lei» ten, oder ihn unter den Augen haben konniez3 ſo hörte er zum O2 zweyten HD * 2“ abn RITA WERE NE | 7,2 1] vy ||“a| 3 | H '. ||| || j?% jh 4 ]|.! jW | | S zs: Y d=“ | p' In af», j jW el || 4 | TT WW 2 "WF| a. 4 FAG „; WIES| ſy ji jj M] r* 1 4" 1 | 8 nt) e/ | BZ€ „| 8 |: W„* |„FF.| hw" 3 | WZ2G |+4 jj 4! | |, Ne Ä 9) H""5 j S 14]- | 7 „1-] |„3 [4] 1 4; aus: F ' 4 1." 4 F 1.0087 | | m ZA%:8! ( y 1.4 + |" | 7 3 ar 13 ) M 4.< (99M"<>, = ZUB=== zweyten Male auf, nachdem uns dadurch bewieſen worden war, daß der Boden und das Clima des mittelländiſchen Meeres ihm günſtig ſeyen,; - Der Salicorne oder das XTatron von L7arbonne iſt das Produkt des Verbrennenys einer Pflanze, die unter dem Namen Salicornia, an der Küſte von Narbowne gebaut wird, Bey dein Botanikern iſt ſie unter der Benennung Salicornia annua bekannt: man ſäet und erndtet ſie in dem nämlichen Jahre, Män ſchneidet ſie vach der Epoche des Fruchttragens ab; legt ſie ne: ben den Heerden, auf den ſie verbrannt werden ſollen, in Hau- fen zuſammen, und verbrennt ſie in dieſen Höhlen, wie wir- bereits bemerkt, als von der Barille die Rede war. Dieß Natron- kommt in den Handel, in Geſtalt von Bld>en, 3 bis 400 Pfund an Gewicht. Man gebraucht es hauptſächlich in Glasfabriken, in denen grünes Glas oder Bouteillenglas bereitet wird.| Jm Handel nimmt es den erſten Rang nach dem ſpaniſchen Natron ein."SWER 6... Seine. Analyſe lieferte mir auf 100 Theile: Schwefelſaures Natron 9,00 Salzſaures Natron 19,00 Natron in tronen Kriſtallen. 34,35 Kalkerde- 5,06 Magneſia 16,88 Kieſelerde.; 9,80 Kohlenſäure I5,00 Kohle FEE€ 10,91 Die Bankete oder das Natron von Aiguemortes, wird zwiſchen Fromignan und Aiguemortes an den Küſten des mit2 telländiſchen Meeres, geſammelt. Mau verbrennt jährlich ge» gen Ende des Sommers dort alle ſalzige Pflanzen, die natürlich daſelbſt wachſen; Arbeiter begeben ſich überall dahin, wo ſie ſolche finden; mähen ſie ab, und häufen ſie auf, um ſie in Gru» ben zu verbrennen; jo wie wir bereits in Rüſicht der andern Arten von Natron bemerkt haben, Das Verbrennen dauert acht bis neun Tage, der Rücſtand bildet eine teigige, faſt glaſige Maſſe, die, ſo lange das Verbrennen dauert, roth bleibt, und wenn ſie erkaltet, hart und ſchwer wird. Das Produkt einer jeden Operation beträgt 8 bis 9,0059 Pfund Natron, Dieſe Art von Natron die im mittäglichen Frankreich ſehr verbreitet iſt, iſt das Produkt der Verbrennung der Salicornia europaea, der Salſola tragus, des Statix limonium, des Atri- plex portulacoides» des Salſola kali.? ; Nach | | | 1/9 4/ ds aber! hom 4 | die Y Anw Gal) nehm des Ga [0 duft 0K » nl Y vſe?) Peiſe fand| Aſche, Yar: Neu die die der 9) zum Y . beſt | fili, W Indem Uatrot EN fin ſi uy meh dann / Tel gebr; | rden wa,| eeres ihm| ne iſt dez| m Ram| ird, By N "Dia ann hre, Mit egt ſie yz; ; in Ham: wie wir 1 Bld>en, „in denen ſpaniſchen es, wird yn des mit? jährlich 96 je natürlich in, wo ſe 1 ſie in Ort der ande! dauert a! faſt glaſiy leibt, un oduft eint! kreich ſeht Salicorn » des Att Na -- 213= Nah der Analyſe welche im von dieſen Pflanzen gemacht, gibt die Salicornia europaea am meiſten Natron, nach dieſer das Atriplex portulacoides. Am wenigſten erhält man aus dem Statix limonium. Alle enthalten Meerſalz in Ueberfluß, aber reines Natron findet man darin nur in dem Verhältniſſe von 4 bis 10 Procent, Als in Frankreich noh die Salzauflage Statt fand, zogen die Verfertiger des grünen Glaſes einen großen Nußen aus der Anwendung dieſes Natrons, weil, indem das geſchmolzene Salz auf die Oberfläche der Töpfe käme, man es ſorgfältig ab- nehmen und dann im Handel verbreiten konnte. Die Conſumtion ves Natrons+hat ſich vermindert, ſeitdem durc<;) Aufhebung der Salzauflage dieſe Neſſvurce verloren gegangen, Der Varec oder das LTatron gus der TTormandie vers dankt ſeinen Namen der Pflanze und der Provinz die es liefern, Dieſe Pflanzen gehvren zum Geſchlecht der Fucus und wachſen in Ueberfluß an den Küſten des Oceans, Wenu man ihr Verbrennen bewirken will, ſo tro>net man dieſe Pflanzen und brennt ſie auf die bereits von uns beſchriebene Weiſe au. WMacquer der die Analyſe des Varec gemacht hat, fand keine Anzeige von freyem Alkali vor der Verwandlung in Aſche, und er vermuthet, daß das, was ſich davon in dem Barec- Natron findet, aus der Zerſezung einer Portion von Neutiralſalzen/ ſchwefelſaurem und ſalzſaurem Natron herrührt, die die Pflanze in Ueberfluß enthält, Abgeſehen von' der Analyſe der Pflanze, die kein freyes Natron zeigt, führt Macquer, zum Beweiſe ſeiner Behauptung die Bildung und EntwiFelung der ſchwefligen Säure, des Schwefels und der geſchwefelten Als kalien, durch das Verbrennen ſelbſt, an, Außer den Grundſtoffen von denen wir eben geſprochen iſt in dem Rücſtande der verbrannten Pflanze, den man Varec2 tTatron nennt, ſchwefelſaures und ſalzſaures Kali, Miacquer fand an freyem Natron darin nur 25 des Ganzen, Er hält es für möglich, ein analoges Natron hervorzubringen, wenn man ſchwefelſaures und ſalzſaures Salz mit Kohlenſtaub vermengt und das Gemenge ſtark kalzinirt. Auch ſchlägt er, zur Ver- mehrung des Verhältniſſes an Alkali, vor, dieß Natron nur dann zu gebrauchen, wenn es zuvor ſtark kalzinirt worden, Das eigentliche XTatrom oder LT7atron wird in mehreren Theilen Egyptens geſammelt und von dort aus in den Handel bracht. gebrac Die SERIE SNEEN 7 SEO!% - x eps 7 En Vieille edel gm SEE=<< SiS en== 02= Simader RES Ee a Die Herren Sieard und Volney haben die Beſchreibungen zweyer-Seee gegeben, die es liefern; ſie liegen in der Wüſte Thaiat oder Sankt Macarius im weſtlichen Delta, JIyr Beite iſt ein diey-bis vier Lieues' langer, und eine Viertel Lieue breix ter Graben, deſſen Grund, feſt uud ſteinig iſt, Dieſe Seee ſind neun Monate im Jazre tro>en; im Winier aber ſchwißei ein violett-rdthliches Waſſer heraus, das den See auf 5 bis 6 Fuß Höhe anfüllt, und das bey der wiederkehrendän Hitze verdunſtet, unten vleibt" aber eine'Läage von Natronſalz, die mit eiſernen Stangen losgemacht wird. Die Farbe des Natrons iſt ein ſHmußiges Graubraun, Sein Geſchma itt falzig, es kna>t unter den Zähnen und bringt einen mit Birterfeit gemiſchten Eindruck von Meertaiz im Muvode her- vor, Die Oberſlärye der Natronſtücken, die im Handel verkauft werden"; rſt höFerig und wie aufgeblaſen. Im Bruch iſt es graultch; etwas körnig ,- jedes Fragment ha! eine leichte Durch ſihrigkeit. Auf glühenden Kohien wird es trübe und die kleinen Theilchen verpuffen, Herr BHerrhollet, welcher Geſegenheit hatte ſelbſt die Na- tronſeee in Cgypien zu ſehen, hat eine ſehr genügende Theorie Über die Bildung desſeiben aufgeſtellt. Nile Erdſtriche, in denen dieß Salz gefunden wird, ſind mit Meerſalz getränkt; wenn der Boden lehmig iſt, ſo trifft, man qauf ſeiner Oberfläche nur ſalz- ſaures Natron und ſehr wenig kohlenſaures. Wenn, im Gegen- theil der Boden viel kohlenſauren Kalk enthält, wenn er feucht iſt und. zugleich ſalzſaures Natron darin vorhanden iſt; ſo findet man darin auch viel kohlenſaures Natron, woraus Herr. Bers rholler ſchließt, daß in dieſen Seen das ſalzſaure Natron mit- telt des kohlenſauren Kalks zerſeßt wird, deſſen Wirkung wie- derum die Feuchtigkeit des Bodens erleichtert. Dieſe Lehre iſt in der vollkommenſten Uebereinſtimmung mit allen bis jezt in den Fällen, wo Natron erzeugt wird, ge 10: ten Beobachtungen. Weny man mit Waſſer das ſchwach mit Seeſalz EEN iſt, Kalk löſcht, ſo effloresciret nah einiger Zeit auf der Ober- fläche des Kalkes, kohlenſaures Natron, Das Natron wird überall da gebildet, wo Küchenſalz ſich mit kohlenſaurem Kalke im Gemenge befindet. Es iſt faſt überall in Begleitung des ſchwefelſauren Na- trons, welches dieß Alkali bey ſeiner Zerſeßung gleichfalls zu liefern ſcheint, „I< Ma pu] feine ud ſou des FZ mehrt mU bin ran -1, welches je? doch hinreicht, ihn zu erſchweren, Dieß ſchwefelſaure Salz, wenn es durch Kali zerſezt wird, gibt ein ſehr weißes und ſchwe res Oxyd, das man mit Erfo!g zu Mahlereyen auf Leinwand und auf Meubles anwenden kann. 3) Das Bley kann man durch Kohlen zerſeßen und dadurch glles darin ſich befindende Metall daraus ziehen. Dieſe Procedur zur Exrtrahirung des Natrons könnte in der Nähe von Bleygießereyen zur Anwendung gebracht werden, in denen man gendthiget iſt, das Bley in Glätte zu verwandeln, um die damit verſeizte Portion Silber auszuziehen. Dieſe näm- lichen Glätten würden zur Zerſezung des Meerſalzes dienen, und das ſalzſaure Bley ſodann in Oefen behandelt werden können, um das Metall daraus zu ſcheiden. Die zweyte, durch die Herren Carny und Guyton in Vor- ſchlag gebrachte Verfahrungsart beſteht darin: den lebendigen Kaik mit Waſſer zu löſchen, und ſodann eine geſättigte Auf- ldſung von Meerſalz hinzuzüthun, um einen Teig daraus zu bilden. Das Natron efflorescirt nach einigen Tagen in einem Zuſtande von kohlenſaurem Salze, und man ſammelt dieß Salz auf, ſo wie es entſteht, Die Operation währt fort bis zur gänzlichen Zerſetzung des Meerſalzes,. Man hat die Zerſetzung des ſchwefelſauren Salzes vortheil» hafter befunden, und die Herren Leblanc, Dize, Alban, Boura lier haben in dieſer Hinſicht mehr oder minder dkonomiſche Ver- fahrungsweiſen angegeben, Die Herren Leblanc und Dize mengen und zerſioßen 1000 Theile ſchwefelſaures Natron, mit 550 Kohle und 1000 ausge2 waſchener Kreide von Meudoa, Die Kreide thur man nicht eher hinzu, als bis das Gemenge der beyden erſten Subſtanzen geſchehen iſt. Sodann bringt man dieß Gemenge in einen Reverberirofen, der bis zur Rothgluth geheißt wird, und rührt mit einer eiſernen Orenkrü>ke um, worauf man die Entwickelung von geſchwefeltem Waſſerſtoffgas bemerkt, das ſich entzündet. Man fährt fort ſo lange umzurühren, als das Aufwallen dauert. Sodann wird der Teig flüſſiger, und wenn er überall ein gleiches Korn zeigt, ſo zieht man ihn aus dem Ofen, und bringt ihn in ein etwas feuchtes Magazin, um die EffloreScenz zu erleichtern, und ällem geſchwefelten Glas die Freyheit zu geben, zu verſchwinden. Die 219 Die Erfinder dieſer Verfahrungsart, die in ihrer Fabrik zu St, Denis im Großen ansgeführt. wird, machten drey Sor- ten Natron für den Handel:- ; 1) Das rohe, in dem Zuſtande, in dem es ſich, nachdem es efſlorescirt, im Magazine findet, 2) Natronkriſtalle, die aus der Lauge des erſtern ſich bilden, « 3) Den Rücſtand der Mutterlaugen, weun er evaporirt und kalzinirt wird. Die Analyſe dieſes Natrons zeigte den Herren Darcet, Pelletier und Zelievre, p Pfund Unzen Gran| (FoWenſanrs Natron I 14 reines Natron.- 15,:205:2 auf 5 Pfund /ſalzſaures Natron 2 I; 7 Einen erdigen Rückſtand beſtehend aus 86,00 / Kreide, 12,00 Schwefel, 1,00 Kohlenſtoff. Man ſiehr leicht ein, daß die Differenz zwiſchen der Quan- tität des gebrauchten Natrons, und der Summe der extrahirten Produkte, aus dem Kriſialliſationswaſſer herrührt, welches die Operationen der Analyſe liefern. Herr Albati, Direktor der Javellefabrik bewirkte die Zer? ſezung des ſchwefelſauren Natrons durch folgendes Verſahren: er vermengte 200 Theile kalzinirtes ſchwefelſaures Salz mit 40 Kohleyſtaub, und füllte- mit dieſem Gemenge einen. zuvor ſorgfältig gut geheizten Reverberirofen an, Dieſen Ofen ver- ſchloß er, fuhr ſort zu heizen, und rührte die Materie um, Nachdem das Gemenge geydrig geſchmolzen, that er 40 Theile Eiſenſpäne hinzu, und rührte wiedex um, und die geſchmolzene und fläſſig gewordene Materie verdichtete ſich, wallte auf, ſc& en an dit 106 nd Unzen 17 2. IM 6 1 Ve Von dieſem Natron kann man einige der Anwendungen nicht machen, zu denen das ngtürliche taugt; es enthä't Schwefel der ſich mit den Metallen verbindet, und ſulphyuriſirte Zuſame- menſeßungen hervorbringt, und dunſtet einen ſehr ausgezeichnes- ten Dampf von geſchweſeltem Waſſerſtoffgas aus; ſobald es in Waſſer aufgeldſt wird, Man beugt allen dieſen Uebelſtänden vor, wean man es aufldſjt und kriſtalliſiren läßt, Durch dieſes Mite tel ervält man ein reines, zu jedem Gebrauche anzuwendendes kohlenſaures Salz. No<“ kann man das Natron von allen Schwefel befreyen, wenn man ſorgfältig umrührr, die Doſis Kohle ein wenig vermegrt, und die Operation ein wenig in die Länge zieht, Die Herren Bourlier und Pluvinet, die in ihrer Salmiak- fabrik eine große Quantität ſchwefelſauren Natrous bereiten ,-zer- ſetzen dieß Salz auf eine ſole Weiſe, daß es ihnen ein Natron liefert, welchem man im Handel vor allen früher bekannten Gattungen den Vorzug gibt. Herr Carny hat in der Nähe der Salinen in der franche comte Etabliſſements zur Zerſeßung des ſchwefelſauren Natrons, weiches aus den Salzwäſſern durch ihre Coaporation gezogen wird, und zur Extrahirung des reinen Natrons daraus, angea legt, und ſeine Produkte finden im Handel bereits vielen Beyfall. Abgeſehen von dieſen Proceduren zur Zerſetzung des ſalz» ſauren und ſchwefelſauren Natrons kann man dieſe auf dem Wege der doppelten Verwandtſchaften bewirten; wenn man, zum Beys2 ſpiel, holzſaure oder efſigijaure Salze, entweder von Bley oder von Baryterde mit Aufldſungen von ſchwefelſaurem. oder ſalzo ſaurem Natron vermengt, ſo erhält man holzſaures oder eſſig- ſaures Natron, das man, um-die Säure da1ans zu entbinden, und das Natron abgeſondert zu erhalten, evaporiren und Falziniren kann. Das Natron, welches man durch die Vroceduren gewinnt, bey denen Eiſen oder Kalk angewendet wird, muß ſorgfältig gereiniget werden, damit man ſich deſſen ohne Gefahr bey den delicaten Operationen der Färbekunſt bedienen kdnnez vorzäglich zu dem Gebrauch nach oder vor der Galläpfelfärbung, Sovald nur etwas Eiſen darin bleibt, erfolgt eine nachtheilige Ver- änderung der Farben in ſchwarz; ſo wie ſie, im Gegentheil, weinfarbig werden, wenn man Kalk zur Zerſezung genommen. Das Natron und das Kali, wie ſie in den Handel kom- men, haben niemals einen ſolchen Grad von Reinheit, um zu delicaten Operationen oder Analyſen dienen zu können, Die ZRG: N Xx KE 1 | pe “* „35; 1 Y is | Et, | ik | hj) 8:| | 1 FE 11!) 5 | A: | fe: ||[X| | ZIELE j00p) H |* |„| |. || 417 | |]" zf | N |€ „ | al Seibold Jin abe 2 Bana. Warn ee SLIDE L je. 1. „Nep w. 24 FWTENE D 8. dd rn namen ebam => SESSEL eren... eee rr FEE HE u 1 20320 SIDE ' Die große Verwändtſchaft der Kohlenſäure zu den Alka- lien, und die Gegenwart dieſer Säure faſt überall machen, daß dieſe Salze ſelten davon frey ſind, Von einer andern Seite vermengen ſich die in den Vegetabilien enthaltene Kohlen, Salze, Erden und Metalle mit dem Alkali, und die Analyſe zeigt uns darin die Exiſtenz alter dieſer Materien. Unter der Zahl der" dem eigentlichen Alkali fremdartigen Subſtanzen gibt es ſolche, die im Waſſer aufldslich, und wie- der andere, die es keineswezzes ſind; ſo daß, wenn nan das Alkali in reinem Waſſer aufldſt, und die Auflöſung ſogleich ſorgfältig filtrirt, man Erden, Kohlen und Metalle daraus ſcheidet, das Alkali aber mit den aufldslichen Salzen im Ges menge bleibt. Aus dieſen kann man es ſodann wieder durch Evaporaiion ausſcheiden, da ſie, als weniger aufldslich, zuerſt kriſtalliſiren. Durch dieſe Procednren erhält man jedoch niemals ein reines Alkali, und die Chemiker waren gendthiget, ſtrengere Mittel zu ergreifen, um dazu zu gelangen. Um die Kohlenſäure aus dem Alkali zu ſcheiden, mit der ſie beſtändig in Vereinigung iſt, bedient man ſich des lebendigen Kalks, der die Eigenſchaft hat, ſie daraus zu eutbindemn. Es iſt hinreichend, das Alkali mit dem Kalk zu gleichen Theilen zu miſchen; man darf ſelbſt den Kalk nur in dem Verhäliniß der Hälfte nehmen, wenn man Alkalien fär den Handel bereitet. Das Gemenge wird mit wohl zerſtoßenen, und mittelſt einer kleinen Quantitär von Waſſer außerordentlich zertheiltem leben- digen Kalke gemacht, In beyden Fällen wird das Gemenge gehdrig umgerührt, und ein flüſſiger Teig gebildet, das Reſiduum aber filtrirt und-ſtark ausgepreßt, um alle Flüſſigkeit herauszuziehen. Das dann ſeiner Kohlenſäure beraubte Alkali hat einen äßenden und brennenden Geſchma>, während der Kalk in den Zuſiand eines kohlenſauren Kalks zurück tritt; und die Unaufldslichkeit, ſo wie die übrigen Eigenſchaften des Kalkſteins annimmt, Dieſe äßzende Alkalien, wenn ſie verdichtet, getro>uet, ge? ſchmolzen und dann flüſſig gemacht werden, cauteriſiren, oder löſen 3uimaliſche Materien auf, und bilden das, was man den Aegſtein nennt. Sie ſaugen ſehr begierig Waſſer ein ,- ziehen die Feuchtigkeit der Luft an, und zerfließen an derſelben, um welcher Eigenſchaft willen man auch das in dieſen Zuſiand ver- ſetzte Kali zerflojſenes Weinſteinöl genannt hat. Wenn man ſich des Natrons und des Kalis bey den Ope- rationen der Künſte bedienen will, ſo iſt man oft geudthiget ſie äßend zu machen, um ihre Wirkung zu vermehren, was zum Beoyſpiel in den Seifenſiedereyen geſchieht,. Nichts- || eb alb | lich dt) | fun 3 |[m, 10 part ZU *| mN fit zu el || Jan | few | Mhh u | das vuße | Qeije m | fü vſe | NE) | ln, Der | ahr, we | Newer | LWhhey ſahan | 5:4 Be | ver ind wh 1 | WG | aus, 7 | wwm | fub,h || linfgures | fo(erin | Hechiin | Zuſtand ; gnſhaft | VN | Ai aber Vw | EN den Ally| [ machen,| ern Seitz 1, Salze,| zeigt uns| mdartigen , und wit: | nian das 19 ſogleich le darauß nim Oe der durch d), zuerſ ) niemals ſtrengere nit der ſie kebendigen wden. Es hen Theilen altnig der el bereitet, tteiſt einer tem leben“ 1gegehdrig dum äber zuziehen, 1 üßenden en Zuſtand bbl, nm duet, ge? jren, oder ; man den 1,- ziehen ben, um ſtand ver? den Ope? dthiget ſie Nichts ===- WEIS= Nichts deſtoweniger können die Alkalien dann doch noch nicht als rein und zu den delikaten Operationen des Chemikers taug- lich betrachtet werden, dem es darauf ankommt, nur reine Sub» ſianzen“ zu gebrauchen, um ihre Eigenſchaften beſſer feſtzuſiel- len, und die 3eſultate ihrer Wirkung bey weitem weniger com» plicirt zu m.chen. Aus dieſem Grunde haf man auf ein au- deres Mitte: gedacht, um die Alkalien in ihrer ſtrengſten Rein- heit zu erhalten, und iſt auf folgende Weiſe dahin gelangt. Man verdichtet die alkaliſche äßende Lauge ſo lange, bis ſie ein wenig Konſiſtenz erhält, vermengt ſie dann mit gutem Alkohol, und zicht einen Theil davon durch Deſtillation: ab, Durch das bloße Abkalten bilden ſich Kriſtalle auf dem Boden dex Gefäße mitten in einer wäſſerigen, dunkeln, braunen Flüſſige feit; dieſe Kriſtaile ſind kohlenſaures, in Nlkohol unaufldsliches Alkali, Man e-hält ferner einen ſcne zu verdichten, oder bringt Kohlenſäure in die Auflöſung, um das Alkali in den Zuſtand eines kohlenſauren Salzes zu bringen, und ihm die Ciz genſchaft, zu kriſtalliſiren, zu geben, Das kohlenſgure Natron efflorescirt an der Luft, kohlenſaures Kali aber behalt an derſelben ſeine Geſtalt und Conſiſtienz, Die Form des kohlenſauren Natrons iſt die eines Achte>s mit rautenfdrmiger Baſis; 100 Theile enthalten 16 Säure, 20 Alkali und 64 Waſſer. Die Kriſtalle des kohlenſauren Kalis ſind vierſeitige Pris2 men, die in ſehr kurze und vierwändige Pyramiden auslaufen. Sie enthalten auf 100 Theile 20 Säure, 48 Alkali, und 32 Waſſer nach Bergmayns Angabe, Man IETI Bug -. 222== Man hat lange Zeit hindurch über die Frage geſtritten, pb die Alkalien in den„Vegetabilien ſich bildeten, oder das Produft der Verwandlung dieſer in Aſche wären, Dieſe Frage iſt jetzt entſchieden. Duhamel und Groſſe hatten im Jahre 1732. bereits be- wieſen, daß in dem Weinſteinrahm Kali enihalten jey, und nach ihnen haben Marggraf, NRouelie und Buüion den bereits be- kannten Thatſachen neue hinzugefügt, Herr Vauquelin hat aus ſeiner Analyſe der(„Iſola ſoda den Schluß gezogen, daß das Feuer nichts weiter thue, als das in der Pflanze enthaltene Natron frey machen, Man hat auch bereits viel über die Natur der Grundſtoffe dieſer beyden Alkalien geſchrieben; einige haben als Baſis des Kali's, Kalk, und des Natrons, Magneſia angenommen. Ans- dere haben den Stiſtioff als das alkalierzeugende Princip be- trachtet. Wieder andere haben die Bitidung derſelben, als Wirkung der Fixirung des Waſſerſtoffes auf einer erdigen Baſis betrachtet; aber dieſe Thatſachen waren kanm als Behavprunz gen aufgeſtellt, als ſie ſchon durch genauere Verſuche wider» legt wurden, und wir ſind bis jezt noch in einer volkomm:-nen Unwiſſenheit über die Natur der Grundbeſtandtheile der feſten Alkalien. Herr Vauquelin hat gegen Dehne, Lorgang u.ſ.w. bewieſen, daß das reine Natron keine Talkerde bey ſeiner Analyſe zeige«(Annales de Chimie July 1793). Der nämliche Chemiker hat die grdßte Analogie zwiſchen den Produkten der ſaiſola ſoda und denen der thieriſchen Körper nachgewieſen. Er hat aus dieſer Pflanze, die Blauſäure und Am moyiumgas extrahirt. Dieſe Beobachtung und alle Phänomene, welche die Bildung dieſes Alkali's begleiten, ſcheinen darauf zu deuten, daß das LTarron thieriſchen, ſo wie das Rali vegetabi- liſ bereits bz; ola fol) Ihue, zj 3rundſtoſ! Baſis des meint, As "rincip be: (ben, als igen Baſis DQduhtune ſyhe der! oNfommn le der feſte ans uſw, bey ſüver gie zwiſchet chen Kyi ureund In Phänomen, 1 darauf)! zli vegetah) handen ſin) dung. 6 ation in) ung mitt gen dara ntſteht, 0) ; Theo) und Dati Woran == WF= Theorie der ägenden Subſtanzen, Man nennt die Eigeuſchaft einiger Körper, den Theil der Haut, auf welchen man ſte aufträgt, anzunagen, zu erhißen oder zu zerſidren, die Aenbgrkeir, Zemery hat dieſe Wirkung den Feuertheilchen zugeſchrieben, die mit den Poren in den Theilchen der äßenden Subſtanzen ver- mengt ſind, oder darin ſte>en, Uleyer in Osnabrück hat dieſer Behauptung durch unzähs: lige Verſuche mit dem Kalk und den Alkalien alles Gewicht ges geben, und die Cauſticität der Feuermaterie zugeſchrieben, die einer feinen Säure verbunden ijt, welche er acidum pingue, cauſticum nennt. Er hat den Uebergang dieſes Stoſſes von ei? nem Körper in den andern verfolgt und gefunden, daß die Cauz- ſticität eine davon unzertrennliche Eigenſchaft ſey, Mehrere Chemiker haben dieſe Meynung angenommen und unterſtüßt; Begume hauptſächlich hat dem reinen Feuer, nicht allein die Cauſticität, ſondern auch den Geſchma> zugeſchriez ben, der ihm davon nur einer der erſten Grade zu ſeyn ſcheint, Herr Bla> aus Ldinburg hat ferner bewieſen, daß Kalk und Alfalien nur in ſo fern äßend würden, als ſie ihre Kohlen» ſäure verlbren, daß ſie aufhörten es zu ſeyn, wenn man ſie ihnen zurügäbe, und daß ſie es mehr oder weniger wären im Verhältniß der Quantität, welche ſie davon enthielten; woraus man die Folgerung gezogen hat, daß die Abweſenheit dieſes Grundſtoffes die Cauſticität hervorbringe, die man willführlich auf die Alkalien oder die Kalke übertragen könne, indem man ſie jenes Stoffes wiilkührtich beraube. Ulacquer ſtükte ſich auf dieſe Thatſachen, um das Syſtem des Feuers umzuſtoßen und feſtzuſetzen, daß die Cauſticität nichts ſey, als die Tendenz zur Verbindung, Doch kann dieſer Che- miker nicht läugnen, daß mehrere Thatſachen die Meynung in Hinſicht des Feuers zu unterſtüßen ſcheinen, nämlich: 1) Daß die ätzenden Subſtanzen bey ihrer Wirkung viel Wärme entwickeln. 2) Daß wenn man ſie, ihrer Natur gemäß, mit ſauren oder andern Baſen verbindet, ſich viel mehr Wärme producirt, als wenn die Körper nicht äßend ſind. Er trifft aber die Ant- wort auf dieſe Einwürfe in der Colliſion der Theile, welche durch die Wirkung der äßenden Subſtanzen hervorgebracht wird, woraus, nach ſeiner Meynung, Wärme entſteht, und in dem Auſbrauſen, welches durch die Wirkung der Säuren auf Kreide, oder nicht äßende Alkalien hervorgebracht wird, und die 7 0 inweg- | GEE 224<<+ 6T| hinwegnimmt, ſo wie er auf die Vermuthung, leitet, daß da- aut ! x; M0 von ſoviel in den nicht ätzenden, alis in den nämlichen äßenz Enth 13.5..0BARC den Subſtanzen vorhanden ſey, Dieſer Chemiker würde ſich in Gj IN großer Verlegenheit befinden, wenn er erklären folie, warum (11100000 die Aufld)ung faſt aller ätzenden Subſtanzen in Waſſer viel|/ 0 SM Wärme gebe, während, wenn ſie nicht ätzend ſind, ſich keine in j WW. ſolche erzeugt.-E 1000 +. JEN Der Irrthum U7gacquers rührt daher, daß er nicht beob-|B ' M|| achtet hat: j 12 verſch? 400) 1) Daß wenn man dem Kalk oder dem Alkali die Kohlen-| tend! - UM ſäure benimmt, man vm dafür wieder Wärmeſtoff gibt. davon, DB) 2) Daß der Wärmeſtoff darin in einem Zuſtande von Vers DG) I bindung vorhanden iſt, und daß er folglich keine Veränderu»g in| der auf | dem Thermometerſtande, ſowohl in den aßenden, als nicht aßenz| PIM || den wahrnehmen konnte. j; || EN die Fiüſſigkeit der Wärme ſich entbindet, ſobald|| 44 WW| man einen andern Grundſtoff mit dem äßzenden in Verbindung| jw “ ringt.;| fühl ;||'. Daß ätzendes Alkali oder älzender Kalk, obgleich bis zu| 10 ;| einem gewiſſen Punkte in Waſſer zerlaſſen., mehr Caoſticität bez|"8 4 wahren, ais die ſehr verdichteten kohlenſauren Kalke oder Als(vy 10 SIE.| einem 1 11 Doch iſt. die Idee Macquers über die Veran'aſſung der| felzunde DR Cauſticität, durch das Streben oder die Tendenz nach Verbin- 19,0 -- 4419 dung auf eine natürliche Weiſe mit der Lehre von den ätzenden 080 Subſtanzen zu vereinigen, denn ſie wirken in der That, nur in| WW 114 ſofern ſie ſich verbinden kdunen, Ein warmer Körper alſo, und| ſchrof 111 ein, im Feuer rothgeglühter Stein wird ſein Uebermaaß an| benen) JI UUD Wärme übertragen und eine äßende Wirkung auf den Körper| ngen) „= in" Hervorbringen, das Alkali aber, von der yämlichen Doſis Wär-| rührung, “JID meſtoff, die der Kalk in ſich hatte, du' Eder mn Fiemme- der Walzmühle aber ſich in ſehr feine Platten zerſchneiden laſſen, wie der Zink, Die Tenacität der Metalle iſt nicht den nämlichen Ge- ſetzen unterworfen, als ihre Geſchmeidigkeit. Man verſucht ſie durc) den Widerſtand, den ein Metallfaden der Wirkung einer bekannten Kraft, die ihn au einem Ende zieht, während er am andern feſtgemacht iſt, entgegenfezen kann, ohne zu reißen. Auf dieſe Tenacität iſt die Kunſt gegründet, die Metalle auf dem Zieheiſen in mehr oder weniger feine Fäden zu ziehen, Bey dieſer Operation läßt man hintereinander durch verſchiedene Ld» her, die gradweiſe herabſteigen, das Metall durchgehen, und zieht es mit einer, dem Widerſtande, welchen es leiſtet, ange- meſſenen Kraft, So reducirt man es nach und nach in feine und ſo geſchmeidige Fäden, daß man ſie wie ſeidene Flachs- oder Baumwollenfäden gebrauchen, und damit Stiereyen, Gitters werk, Vorhänge, Geflechte, Siebe u. ſ,w, In Rücſicht ihrer Zähigkeit ſtehen die Metalle in folgen- der Ordnung: Eiſen, Kupfer, Platina, Silber. Zinn, Bley. Bey ihrer Wirkung mit dem Wärmeſtoff und dem Sauer- ſtoff entwieln die Metalle noch beſondere Eigenſchaften, die zur Andeutung des Plaßes dienen kdnnen, welcher ihnen unter den Mineralſubſtanzen gebührt. Alle Metalle ſind ſcs oder Trapeziums; aber es ſtellt ſich dfier in irregulären Geſtalten, in Ramificationen, Deudriten, Faſern, Platten oder in Körnern und Flittern, dar. Die- ergiebigſten Goldminen ſind in Mexico und Peru, im ſudlächen Amerika. Man trifft es in vielen andern Gegenden; aber das Gold iſt weniger häufig daſelbſt: mehrere unſrer Flüſſe, als die Ry6ne, die Arriege und der Ceze führen in ihrem Sande reine Goldflitiern« Da das Gold fich ſchwer mit dem Sauerſtoff verbindet und in Säuren wenig aufldslich iſt, ſo finden wir es faſt überall im Zuſtande urſprünglichen Goldes oder eines Metalles; ſo daß es nur darauf ankommt, es darch Zerſioßen mit Queckſi!ber zu amalgamiren oder darin aufzuldſen und ſvdann das Amalgama zu deſtilliren, um das Queckſilber daraus auszuſcheiden und das Gold entbunden von aller Vermengung und Verbindung zu erhalten. Das Gold verſetzt ſich ſo vollkommen mit dem Kupfer, daß, nach der Beobachtung Briiſſons die ſpecifiſche Schwere der Vers ſezung größer iſt, als die Summe der ſpecifiſchen Schweren der verſetzten Metalle, Dieſe Verſetzung hat noch den Vorzug, daß ſie härter iſt, als das Gold ſe!bit, weßhalb das Geſetz die Verſezung mit eie- nem Ciiftheil Kupfer in unſern Goldarbeiten duldet, Da das Gold weder vom Feuer noch von der Luft ange: griffen wird, und nur in einer ſehr kleinen Zahl von Säuren aufgeldſt werden kann; ſo hat man es darum unter allen Me- tallen gewählt, das den Werth aller Waaren repräſentirende Zeichen zu ſeyn, ſo wie man ihm auch als Material von Ge- fäßen und andern koſtbaren Verzierungen den Borzug gibt, Seine große Geſchmeidigkeit und ſeine außerordentliche Tex nacität haben es dazu geeignet, Holz, Gyps und Metalle da: mit zu vergolden und einige unſerer Stoſſe damit zu bedecken, oder einen Theil des Gewebes ſelbſt auszumachen, Zweyter Artikel, Yom Silber. Seine Farbe iſt weiß; ſein ſpecifiſches Gewicht beträgt 10,4743+ Es iſt das geſchmeidigſte Metall nac) dem Golde und der Plating, Es Es iſt weniger hart als das Eiſen, die Platina und das Kupfer. Es kriſtalliſirt in Würfel oder Achteke; man trifft es auch in Fäden, in Platten, in Körnern, in Dendriten an. Wenn man geſchwolzenes Silber ſehr laygſam erkalten läßt; ſo bildet es Dendriten, die aus kleinen eins in das andre gepfropften Achte>en beſtehen und die zuſammengenom2 men die Geſtalt einer Pyramide haben| Das Silber iſt va<% dem Golde und. der Platina, das Veränderungen am wenigſten ausgeſekte Metall. Die Luft verändert ſeine Farbe nur auf die Länge; aber, wenn man es einem heftigen Feuer ausſetzt, ſo kalzinirt es ſich endlich, und bede>t ſich mit einer olivenfarbigen, glaſigen Kruſte wie Yiacs quer, Lavoiſier bewieſen haben, Das Silber iſt ſehr zugänglich für ſchweflige Dämpfe vder Ausflüſſe; das geſchwefelte Waſſerſtoffgas,„verändert ſchnell deſſen Farbe und verwandelt es in kurzer Zeit in ge? ſchweſeltes Silber, Dies Metall, wenn es mit Gold oder Kupfer verſeßt wird, behält ſeine weiße Farbe, Das vererzte Silber iſt gemeiner, als das Golderz. Man trifft es häufig im gediegenen Zuſtande und noch häufiger in Verſeßung mit andern Metallen, als Bley, Kupfer, Antimonium, Arſenik u. ſ, w. an. Man findet es noch in Verbindung mit Schwefel- oder Salzſäure. Die Kunſt das Silber aus dem Silbererz zu ziehn iſt verſchieden nach dem Zuſtande, in dem es ſich darin befindet, Wenn das Silber im urſprünglichen Zuſtande iſt; ſo darf man nur das Gemenge durch Zerſtoßen oder Waſchen in Waſſer ausſcheiden, um ſich alies Metalls' zu bemächtigen, Man reducirt ſodann das Bley zu Giätte durch Kalzination; man nimmt die Glätte ab, ſo wie ſie ſich auf der Oberfläche 'des geſchmolzenen Bleyes bilder, und das Silber bleibt allein und rein zurück. Wenn das Silber mit Kupfer verſeßt iſt; ſo läßt man 75'Pfund Kupfer mit 275 Pfunden Bley ſchmelzen und: formt dieſe Berſezung wie Kuchen, wo ſie dann Saigerſtd>e heißen. Dieſe bringt man in eine Wärme die hinreichend iſt, das Bley zu ſchmelzen, welches das Silber mit ſich fortzieht; das AupieR aber || MuR | Nh| die Au| aber fü Maule! win ſw, Guhr Be || war; ji oder vo!| Auris lich, und ie iges Dämpfe verändert eit in ges ſeht vnd, (dert, und ne< py, Kupſer, efel: oder ziehn iſt | befindet, iſt; ſo Zaſchen it nächtigen: [zinationz Oberfläche eibt allein läßt man und: formt &e heißen, , das Bley das Kupſet aber aber ſiebt fich und dringet durch die leeren Räume, die die Metalle darin laſſen, welche ſich davon ſcheiden.. Das Bley wird ſodann im Kapellier- Ofen ſo behandelt, wie wir es bey Extrahirung des Silbers bemerkt haben. Wenn das Silber durch Schwefel oder Arſenik mineraliſirt war; ſo glühet man das Mineral auf einem Roſie, zerſtdgt oder pocht es, wäſcht es aus, um die erdigen oder ſteinigen Materien, die das Waſſer mit ſich fortführt, da ſie weniger ſchwer ſind, als das Metall, daraus zu ſcheiden und ſchmilzt den Rückſtand mit Bley. Die Eigenſchaften die wir an dem Silber kennen gelernt haven, weiſen ihm ſogleich nach dem Golde ſeinen Rang any und um deswillen hat man es auch zu Münzen angenommen und bedient ſich deſſen als einen Hauptiſtoff des Luxus zu Meublen, KleidungsſtüFen u, ſ, w. Dritter Abſchnitt, Vom Quedfſilber, Das Que&ſilber hat eine weiße, ſehr glänzende Farbe, Sein ſpecifiſches Gewicht beträgt 13,581, Es behält ſeine Flüſſigkeit bis zum 32ſten Grade unter Null nach dem Negumurſchen Thermometer, oder dem goſten nach dem von 100 Graden, Wenn das Quefſilber gerinnt; ſo zieht es ſich in dem nämlichen Augenblicke pldlzlich zuſammen; ſo daß es in den Röhren„deren ganzen Umfang es zuvor ausfüllte ſich bis in die Kugel zuſammendrängt. Die künſtliche Kälte, die ein Ge2 menge von Schnee, ſalzſaurem Natron und Salpeterſäure hervorbringt, erzeugt leicht dieſes. Gerinnen, Da das Qued&ſilber die ſchwerſte unter allen bekannten Flüſſigkeiten iſt, und da es bey der Temperatur unſres Clima's nicht zum Gerinnen kommt; ſo hat man ihm vor allen übrigen den Vorzug gegeben, um dadurch die Atmosphäre, ihrem Gea wichte nach zu meſſen, welches nach der Hdhe beſtimmt wird, in der dieß Metall fich in einer Röhre erhält, in der man einen leeren Raum angebracht. Man bedient ſich deſſen. auch vorzugsweiſe vor allen Flüſſigkeiten zur Conſtruction der Thermometer, weil die Aus» dehnungen von. Null bis zum Siedegrade des Waſſers den raden Graden von Wärme merklich gleich ſind oder damit in Zu? ſammenhang ſtehen, Die Quedſilbererze zeigen uns dies Metall in verſchiede- nen Graden von Verbindungen: 1. Nach Herrn Deborn findet man es mit Silber amal- gamirt in den Geſpannuſchaften in Oder- Ungarn, und nach Wallerius zu Salberg in Schweden. 2. Der gewdhnlichſte Zuſtäud in welchem das Quedfſilber angetroffen wird, iſt ſeine Verbindung mit vem Schwefel. Es bildet ſovann die Subſtanz, die man natürlichen Zinnober nennt. Dies Mineral hat eine mehr oder minder lebendige rothe Farbe, die durch das Zerreiben ſich emwickelt und In- tenſität erlangt. Sein ſpezifiſches Gewicht beträgt 6,9022 bis 10,2185. ES vertheilt fich parallel an den Wänden eines ſechse>igen regulären Priema's, das ſeine urſprüngliche Form zu ſeyn ſcheint, Das geſchwefelte Que&ſilber iſt zuweilen mit Pech ver- miſcht: das Crz von Jorig liefert hievon ein Beyſpiel, in die- ſem Falle iſt die Farbe des Minerals ſchwarz und es iſt minder ſchwer. * 3. Das Quedfſilber findet ſich no<& in Verbindung mit der Salzſäure in dem Erze des Herzogthums Zweybrücen; man hat es urſprünglich) mildes. Quedſilber. oder Horns Quedſüber genannt. Es iſt perlgrau, zerbrechlich und läßt ſich leicht mit dem Meſſer ſchneiden; es verflüchtigt ſich im Ganzen vor dem Löth- Rohrz dieſe letztere Eigenſchaft unter? ſcheidet es von dem ſalzſauren Silber, welches ſich vor dem Ldth- Rohre reducirt, Da das Quedſilber ſich mit ziemlicher Leichtigkeit ver- flüchtigt, ſo extrahirt man es durch Deſtillation aus ſeinem Erze, wenn aber die Operation in verſchloſſenen Gefäßen vorgenommen wird; ſo muß man zerbrochenen und geſtoßenen Kalk mit dem Mineral vermengen, um das Ausſcheiden des Schwefels dadurch zu befördern, daß man ihm eine Baſis gibt, Zu Almaden bedient man ſich eines Ofens, in den man das Erz thut und den man durch das Aſchenloch heizet. Das ſublimirte Quedſi:ber entflieht durc) zwdif Oeffnungen, die in der Höhe des Ofens angebracht ſind, an jeder Deffnung aber befindet ſich wieder eine Reihe von Aludels die auf einer Terraſſe ſtehn und in ein kleines Häuschen auslaufen, von dem aus ein Nauchfang in die Luft führt. In den Aludels und in einer Höhlung in der Mitte einer jeden kleinen Kam? imer || | - wer fü un Yy ga 7 Ain vet ws ef? | vetgel/" bedarf 1 uid vf alles, x eing) gib 13 uf vs vii] M] ep Ch ei WW EN der"bB (334 M, 187 ds ſh.. I it in Zus | | | verſchiede-| ſchiede-| | ver amal: und nag" Zuedſilber vefel, Es Zinnober lebendige und Jy- t 6,9022 den eine he Form Pech ver: Win die- wd& if "bung mit ybrüden; er Horns und läßt t ſich im aft uhter vor dem feit ver? 8 ſeinem Gefäßen eſtoßentt eiden deb den man et, Das 4, die in ung abet auf eint fen, von n Aludels pen Kam met mer findet man nun das Quedſilber; das ſchweflichte Gas und die. Luſt des Berbrennens, nachdem ſie den nämlichen Weg gemacht, ſieigen in die Luft, Die Leichtigkeit mit der das Quedſilber ſich mit'Gold und Zinn verſeßt, macht, daß man ſich deſſen bedienen kann, um das erſte dieſer Metalle auf das Kupfer aufzutragen, das man vergolden will; denn ſobald die Verſetzung aufgetragen iſt; ſo bedarf er nur der Wärme, um das Queckſilber zu vertreiben und das Gold bleibt feſt an der ganzen Oberfläche des Mex talles, welchemnächſt man ihm durch mechaniſches Reiben eine gehdrige Politur gibt, Sein Amalgamg mit dem Zinn gibt vas Mittel, eine ſehr dünne Lage dieſer beiden Metalle auf die Oberfläche eines Kriſtalls aufzutragen und darauf zu befeſtigen, ſo daß das Licht daraus reflectirt wird und ſo wird das Spiegelglas bereitet u, ſ, w, Vierter Artikel, Vom Bleye, Es hat eine fahle graue Farbe, Sein ſpecifiſches Gewicht beträgt 11,3525, Unter deu zu gebrauchenden Metallen iſt das Bley eines der am wenigſten geſchmeidigen, harten und haltbaren, ſo wie der am leichteſien ſchmelzbaren,. Es ſchießt beym Erkalten, in kleine achteFigte Kriſialle an, die einer in dem andern ſte>ken, Das Bleyerz iſt ſehr gewöhnlich und das Metall zeigt ſich darin in verſchiedenen Zuſtänden. I. Geſchwefeltes Bley oder Bleyglanz. . Der Bleyglanz hat in der Regel eine graue Farbe, Seine Schwere beträgt ungefähr 6 bis 8, ſeine urſprüngliche Geſtalt iſt die eines Würfels, ſeine allergewdbhnlichſte die einer vier- ſeitigen Pyramide: er hat wenig Conſiſtenz und zerfällt bey dem geringſten Stoß in kleine Sträen, Man trifft den Bleyglanz noch in Platten oder Körnern an. Oft zeigt er im Bruch nur glänzende Flächen und laſſen ſich die Platten eine von der andern mit Leichtigkeit lostrennen, Der Bleyglanz iſt ſelten frey von Verſeßung. Das Silber iſt davon faſt unzertrennlic) und man findet zuweilen Auti- monium und Eiſen darin, Das | 590 || 7774 AIRE: 727, on| - M IDEE Das meiſte Bleyerz wird gefördert, um das Silber daraus 41 0 111 zu ziehn; woran es hauptſächlichen Reichthum enthält.| ar 11 BENHE II. Bley und Metalloxyde. 44 111909/ >. EE. Das Arſenikoxyd und die ſauren, chromiſchen und Mos Ouhiohe! 6 IEE t Iybdänoxyde ſind zuweilen mit dem Bleyerze in Verbindung, KF| Schwer! 9 Das Bleyerz, welches Arſenik enthält, iſt von gelber CH I || oder grünlicher Farbe, leicht zu reduciren und verbreitet einen| har N Knoblauch- Geruch, wenn es verbrannt wird,|"UE : 111 00 Dagsjenige, in welchem ſich das Bley in Verſetzung mit| ue ve dem ſauren Chromium befindet hat eine rothe, mit orange|" At jh gewiſchte Farbe, läßt ſich leicht mit einem Meſſer rißen, und| NE . 9] ſchießt in Kriſtallen an, die rechte Prismen mit einer Quadrat-| we || Baſis darſtellen, die parallel mit den Flächen zertheilt werden| DE 8 M j würden, die man durch die Diagonalen der Baſen durchgehen| Jule 11 1 MIDI ließe, Herr Yauquelin hat durch die Analyſe 63,96 Bley| as 111 Oxyd und 36,40 ſaures chromiſches Oxyd daraus gezogen.| NEN 8111 Dieſen Zuſtand des Bleyes hat man unter dem Namen rothes 13.9: JUN Bley beſchrieben, bevor man deſſen Grundbeſtandtheile kannte, 410. 0 x INE N dl 0 Das Bley iſt oft in Verbinduyg mit Sauren, als der| 100 Molybdänſäure, der Kohlenſäure, der Schwefelſäure, der WE WILEN Phosphorſäure, der Salzſäure u, ſ, w. 1) JI" Das Erz, in welchem das Bley ſich mit der Molybdän»|| 0 iE 4 12 I00DE ſäure in Vereinigung befindet, iſt gelb und läßt ſich in Acht-| I 1110 ee zertheilen, deren Pyramiden ihre viereXige Baſen haben, 170;!) 5 SITE zart und brüchig, und decrepitirt, wenn man es der Wärme| Impf 4 „' j il ausſeßt; die Analyſe hat mir darin 28,00 Molydänſäure gezeigt. ONE Das kohlenſaure Bley 1dſt ſich ohne Aufbrauſen in der|"4" Salpeterſäure auf. Seine Schwere beträgt 6,0717., 6,5585.|"WE 11 E AMTED Es iſt zart und zerbrechlich, von einem matten Weiß. Seine mn es M 03] urſprüngliche Geſtalt iſt die eines recs.|. M 118 Dieß hatten die Mineralogen bis jezt weißes Bleyerz genannt,| wen |||| Herr Weſirumb hat darin Kehlenſäure in dem Verhält- Vi Fuer 1 I SE NINK niſſe von 16,00 gefunden. Nfg eo jj Das kohlenſaure Bley iſt zuweilen in dem Junern ver-| we SIE' ſchiedener erdigen Materien von. unterſchiedlicher Farbe eni- dy 23| DENDD halten; in dieſer Rü>ſicht wird das Erz Mennig(rothes u | Bleyoxyd) Waſſicot(Bleygelb) und Bleyweiß genannt; je| jj nachdem es roth, gelb oder weiß war,| eum] ||| Die er daraus It, | | | und Moa| ndung, von gelber eitet einen eßbung wit it orange ißen, und Quadrat: ilt werden durchgehen ,96 Bleys ) gezogen, eu rohes "ante, 1, dls der ſaure, der Molybdän: h in Acht: ſen haben, er Wärme re gezeigt, ſen in der ++ 0,5585» iß. Seine 1 Achteäs. 3 genannt, 1 Verhält? junern vet: Farbe en! ig(roth nannt;!! Dit + => 235 FS Die Phosphorſäure, in welcher Bley aufgeldſt it, bildet SEHR EHE Sieyſalz, welches man in mehreren Erzen antriſſt. Die Farbe dieſes phosphorſauren Salzes iſt eine trübe weiße, oft grüne, graue oder röthliche, Es gibt vor dem Löthrohr ein nicht zu reducirendes Kndpichen. Seine ſpecifiſche Schwere beträgt 6,909 bis 6,9411. Seine urſprüngliche Gez ſtalt iſt die eines zwiefach pyramidaliſchen Zwölfeks. Es enthalt 18,75 an Phosphorſäure auf 100 Theile nach Herrn Rlaprorh; Herr Sourcroy fand nur 14,09 in dem von ihm analyſirten, Das, was man ſchwarzes Bley nennt, iſt nichts als phosphorſaures, zum Theil oder im Ganzen in den Zuſtand von geſchwefeltem Bley übergegangenes Bley, Das ſchwefelſaure Bley iſt zart und läßt ſich unter dem Nagel zermalmen; ſeine urſprüngliche Geſtalt iſt die eines Achte>Xs, Es reducirt ſich bey der bloßen Flamme einer Kerze und 1dſt ſi nicht in Salpeterſäure auf. Die Farbe deſſelben iſt klar oder gelblich. - Faſt alles Bleyerz befindet ſich, wenn es gefördert wird, in dem Zuſtande von geſchwefeltem Bley, und die Art es zu bearbeiten, weicht ſehr wenig von einander ab, Die verſchie? denen Operationen beſtehen darin: TI) Daß man das Mineral ausſucht, um das fette, reiche oder reine Erz von dem Poch« Erze oder der ſteinigen Beymens- gung zu ſonvern, 2) Das ausgeſuchte Erz, unter den Pochſtempeln zu zer» ſtampfen, 3) Das zerſtoßene Mineral auszuwaſchen, um die Bergart durch das Waſſer fortzubringen, 4) Das Mineral in einem Reverberirofen zu rdſten; indem man es ſorgfältig umdreht, um die Eoaporation des Schwefels zu befördern, Wenn die Oberfläche anfängt, teigig zu werden, bede>t man ſie mit Kohlen, rührt das Gemenge um, vermehrt das Feuer, und ſodann fängt das Bley aun, von allen Seiten zu laufen und ſammelt ſich in dem Been des Ofens, von wo aus' man es in die Formen fließen läßt, . Die Schlacken die noch viel Bley enthalten, werden im Friſchofen geſchmolzen. Das Bley iſt um ſo weicher, je reiner es iſt, Die Vers ſezung mit einer kleinen Quantität von Silbex oder Kupfer macht es 111) | iy- 240=“ 7|| 1268;/ - 1:4 1080 es ſauer und verringert ſeine Qualität, Man ſcheidet das Kupfer:0 MN daraus durch Kapellation, Aber das Kupfer ſowohl als das|| * WII Eiſen, bleiben verſeßzt darin, wenn dieſe Metalle ſich mit dems- W - 03 ſelben in dem Erze befinden, und dann wird das Bley ſauer Quali (41. 3 SBOEN und kann nur zur Verfertigung von Schrot gebraucht werden z Malen 2-11 1 3000 der Mennig und die Glätte, die man daraus bereitet, machen 4 4 “|| jp den Kriſtall bräunlich und können nicht mit Nutzen zur Com- jne3 Wl R| poſition des feinen, oder Kriſtall: Glaſes gebreucht werden.| uu wr] (098 Bley, mit ein wenig Arſenik verſeßt, iſt ſehr hart: und Wb) „1010 dieſe Verſetzung iſt es, deren wan ſich zur Bereitung des" g)| Schrotes bevient. Man ſchmilzt das Bley mit ein wenig WE 111(WIDE Arſenik und wenn die Verſezung zu einem ſolchen Grade von ja N" Wärme gebrächt worden, daß man eine Karte hinein tauchen| “M kann, ohne daß ſie anbrenne, ſo. gießt wan ſie in einen mit| win] ) glühenden Kohlen angefüllten, und durchlöcherten Löffel und H 0 ] häit dieſen Löffel über eine, mit Waſſer angefüllte Wanne, in 1] 4 400 die das Bley in Schrotgeſtalt läuft. Auch wenn man die GI j| geſchmolzene Verſetzung aus einer ſehr großen Höhe herab-| ſunt 1,+ | fließen läßt; ſo fällt es als Schrot auf den Boden nieder.; ! Man ſortirt ſodann dieß Schrot nach ſeiner G1öße nach ver- 4 - JUIU ſchiedenen Nummern indem man es durch Siebe ſiebt, deren| v Wi Löcher von verſchiedenem Caliber ſind, und die eines in dem]| Zuſa ||| andern ſte>en; ſo daß die“ mit den größten Ldchern ſich oben| Come 88 befinden,;;(611 j1 Die Geſchmeidigkeit des Bleyes macht, daß man es mit|(mcf h Leichtigkeit hingießeu, oder in Platten von großen Dimenſionen bim, 1 09] formen konn; man gießt es, nach Willführ, auf den Sand| dm On || oder auf Zwillich und mittelſt einer Laute, mit welcher man|. 5 j über die Lage des flüſſigen Metalles hinfährt, gibt man ihm wih, ken, Keſſel zur Evaporation mehrerer Salze| 01 dieß HIE und einiger Säuren daraus zu formen u, ſ, w, 12 IDEE; 8.47 4|(1.1 100 Fünfter Artikel,| M || “0 ENEN Vom Rupfer. M 3119 Dieß Metall hat eine gelbrdthliche Farbe.; 10. NN| Seine Dichtigkeit iſt geringer, als die der Plating, des Rupie 1e Goldes, des Queckſilbers, des Bleyes und Silbers, Sein ein || ſpecifiſches Gewicht deträgt 8,5844 Es oder 98 Kupfer [ als das mit dem: ley ſauer 1 werden; t, machen zur Com:» werden, hart: und eitung des ein weni Grade von in tauchen einen mit Cbffel und Panne, in | man die dhe herab: den nieder, t yah ver- fiedt, deren eines in dem m fich oben nan es mit Zimenſionen * den Sond velcher man t man ihn hervor un |. ſſen 1. ſt), rerer Sal ſating, 0 er6. Sil (4; Es iſt weniger hart, als Stahl und Platina, aber härter, als Silber, Gold, Ziun und Bley, No< dem Golde und dem Eiſen hat das Kupfer die meiſte Tenacicät; auch iſt es das wohltdnendſte unter allen befanaten Metallen. Die urſprüngliche Form des gediegenen Kupfers iſt die eines Würfels. Oft iſt die Geſtalt deſſelben verwirrt und nicht zu unterſcheiden, es zeigt ſich dann in Zweigen, Faſern, Plato ten, Kdrneru u, ſ. w. Außer dem gediegenen Kupfer, das man im Ueberfluſſe in mehrern Erzen geſunden hat, exiſtirt dieſes Meral) auch in einem Zuſtande von Verbindang mit dem Schwetel, zu» weilen iim einfachen Zuſtande eines reinen geſchwefelten, oſt auch im Zuſtande eines ſolchen ſulpyuriſirten, in Gemenge mit Ciſen, Kupſer, Nuntimoniam und Arſenik. Noch hat man es in Verbindung mit der Kohienſäuve, Salzſaure, Schwefels- ſäure u, ſ. w. geſunden, 1. Geſchwefeltes Rüpfer, Dieß Erz hat eine eiſengraue Farbe in ſeinem natürlichen Zuſtande, oder wenn es mit einem harten Körper gerieben wird, Seine ſpecifiſche Schwere iſt, nach Herrn Deborn, 4.81, Es iſt brüchig und zart, und läßt ſich gut mir dem Meſſer ſchneiden; es iſt ſelten frey von der Beymiſchung von ein wenig Eiſen, woher es kommt, daß das Kudpfchen, weiches man vor dem Löthrohre erhälr, auf den Magnet wirkt. Bey der Kalzination gibt es den Geruch der Schwefelſäure von ſich, und bildet mit dem Ammonium eine blaue Aufldſung, Es iſt das Daubgantonſche, graue, glaſige Kupfererz. Herr Rlaprorth hat aus dem von ihm analyſirten geichwe- felten Kupfer, 18,50 Schwefel, 78,52 Kupfer, 225 Eiſen und 0,75. Kieſelerde erhalten, I. Geſchwefeltes Kupfer in Gemenge mit andern Veralien, Wenn das geſchwefelte Kupfer, Eiſen nur in einem ein wenig bedeutenden Verhältniſſe enthält; ſo entſteht dara:s ein gelbes, nicht malleables Mineral von einer ſpecifiſchen Schwere von ungefähr 4,3134, deſſen Krittalle vom regu!ären Viere> ausgehen, und, das man in der Mineralogie unter vem Namen Rupferkieſe, gelbes Rupfererz3 u.|. w. kennt. Dieß Kupter- erz iſt das gewdhnlichſte, man rriſſt es in Ndern, die ſich mehr oder weniger weit erſire>en, A Maſſe, an, Die SOE ve 2-03 iN Ls 3. ER WE 5 IE Ä | . ls - 5 ſ 4 7" 16,% * | "S | Ä NN "| . N «"RU xe "dud FER Kn am 0| Wi iſt abwechſelnd nach dem Verhältniſſe der drey Grundſtoffe aus I 3 103 0000G denen es beſteht; weun Ciſen und Schwefel darin in kleiner rid 13 080HE Quantität vorhanden ſind; ſo iſt die Farbe ein azurartiges V:o-" 0:9 30| ieh) 0 x Ee. letztern Gattung hat Herrn Zlaproth Nr| |)| HEC TEEN 7 Kupfer, 12,7 Eiſen, 19,0€- ae, js 2...| SS F-32M ENEN 3 7 T910 SACRDENE 2900,4/6 Eauerſtoß a ws. Das geſchwefelte Kupfer iſt zuweilen verſeßt mit Ei' (REM. EEE:; t Eiſen und ry| 11100 Arſenik; es gibt ſelbjt Erze, in denen Bley, Tatfiohtun und N 14 1 MBUEH Silber noch mit dieſen erſten Metallen in Verbindung ſind, yy | und dieje gediegene Verſetzungen zeigen ein ſtahlgräues, leicht| y( HI DEN zu zerbrechendes Mineral, deſſen urſprüngliche Form die eines| wt 111 0 MIG regulären Vierecks iſt, und deſſen ſpecifiicche Schwere 4,8648| 00 beträgt. Dietem Erze har man die Namen graues Zuptererz,| 1. E00 ME der er CNG Antrimonial- Rupfererz gegeben; je 97] JE nachdem eines oder das andre dieſer Meia ir x die nnd) 50| ſchend war.| SEVEN SVOIHE Zule uf > 44.4 AIDED Zuweilen iſt der Arſenik in einem Zuſtande von Sä; mog eon || 4 LEE! äure mit - 11 1 DI dem Kupfer verbnuden; das Mineral hat ſodann eine grasgrüne Zul 1 I DID) oder AUD Farbe, iſt zart und leicht zu zerreiben. Gwere 18 err Vauquelin hat bey der Analyſe eines pl i jetragen F Den 2! atte- EWIGE. «MM gen arſenifjauren Kupfers darin gefunden; Pepi ud ſirh) 34 43 Arſenikſäure, Zun HID 39 Kupferoxyd, 9" in 74 (14 Härt 2 iſE-ber Seht eS abatieren J41EM rr Zelievre iſt der erſte, der dieſe Subſtanz und die vhmer 11 | 1]| Natur ihrer Grundbeſtandtheile kenuen gelehrt hat, von Yeh ] 4 14.. IMM. Zupfer und Säuren. UE 000 Ar LEANNE mit denen man das Kupfer in einem Zuſtande 6i1 „JIN; rbindung gefunden hat, ſind die Salzſäure, die K 1] |||| ſäure, die Schwefeliäure u. ſ. w, ANTE IE BEHIN ef 11310 Die Salzſäure mineraliſirt das Kupfer i 4| mäuſe STDN: upfer in dem grünen; | iy peruaniſchen Sande. Das Minera! hat eine Fein AUARÄG Farbe| 8 TENE Es färbt die Flamme auf dem Feuerl en| 10 Dihlun, 1144) 06 auf dem Feuerheerde grün und blau, und| 68, fat DEE ldſt ſich ohne Aufbrauſen in Salpeterſäure auf.|(a HT190!"hie - HIENE Hi Man man Rupferazur oder Bergblau, und Vala| 0 IEM it Ä er MIN nennt, iſt nichts, als kohlenſaures Kupfer, Ui «1| SENG er Fupferlaſur hat eine azurblaue Farbe, und ldſt ſi Huy, u JE3M.:! NW Wd | Bi St Aufbrauſen in. der Salpeterſäure auf. Seine Pe fiſhe lig;> 1111008; NEE beträgt 3,6022. Man kaun ihn mit einem harten Kdr? Fupfe" 11900 per leicht zerkraßen. Seine urſprüngliche Form iſt die eines Acht-"4 REN) eds. e g iſt die eines Acht- Veh. 4180 u mit Dettenwänden, die ungleichſeitige DreyeFe bilden. fürdy,| "| n reducirt es leicht vor dem Ldthrohre, ſind; 13, JAR Man mani, | ſtoffe aus| in fſeine| tiges V/o. Äl8proth “auerſtoff| „-- Eiſen und> num und dung find, ueb, leicht 1 die eines ve 4,864 ypfererz, eben; j 1 vorhery: Säure mit grasgrüne en. Waſer: 13 und die n Zuſtande je Kohlen m grünen rüne Farht blau, un) und Malz res Kupfet, und löſt ſic) e ſpecifiſche harten Adr eeines Acht? ede bilden Man +=. DÖR 8 Man hatte die Farbe der Turkiſe allgemein dem Kupferoryde zugeſchrieben; aber Herr Bouillon- Lagrange hat bewieſen, daß dieſe gefärbte Knochen auch nicht ein Atom davon enthielten» und ſeine Unterſuchungen haben ihm bewieſen, daß 100 Theile Turkis enthielten: Phosphorſauren Kalk 80 Kohlenſauren Kalk 8 Phosphorſaures Eiſen 2 Phosphorſaure Magneſia 2 Alaunerde IZ Waſſer und Verlüſt 63 Unter der Benennung Armeniſcher Stein hat man bald einen durc) Kupferazur biaugefärbten Quarz, bald einen durch die nämliche Subſtanz colorirten Kalkſtein verſtanden. Die Turkiſe uad die Armeni'hen Steine zeigen in der Regel ein Ge- menge von grüner und blauer Farbe, Der UWäglachit iſt vom ſchduſten Grün, Seine ſpecifiſche Schwere beträgt 3,5718. Er läßt ſich leicht mit dem Meſſer öertraßzen, löſt ſich mit Uufdrauſen in der Salpeterſäure auf, und färbt die Flamme grün. Der Matachit nimmt die ſchönſte Politur an, und da man ihn in Maſſe oder in Stalagmiten finder, ſo macht man Taſſen, Tabatieren, und Platten daraus, deren Oberfläche um ſo ängez nehmer in's Auge fällt, als ſich faſt immer eine Verzierung von herrlich nüanzirten farbigen Kreiſen darauf zeigt, die die Folge der Lagen andeuten, aus denen nach und uach der Mala- hit entſtanden. Es bildet ſich zuweilen ein ſchwefelſaures Kupfer durch die Zerſeßung, oder vielmehr durch die Efflorescenz der geſchwefel2 ten Kupfer; aber dieß Salz kann, um deswillen ſchon, nirs gends gefunden werden, als auf der Oberfläche der Erde oder in Höhlungen, die der Luft zugänglich ſind. Das Waſſer führt es, faſt in dem Augenbli>e, wo es entſieht, mit ſich fort und nimmt ſehr ſchädlice Eigenſchaften durch die Aufldſung dieſes Salzes an. Es gibt ſolches, das davon eine ſo große Quantis tät enthält, um das Kupfer mit Nutzen- daraus extrahiren zu kdunen, und dieß geſchieht; indem man es durch Eiſen nieder» ſchlägt: das Kupfer in dieſem Zuſtande wird Cementgations- Fupfer genannt. Die ſchwefligen Kupfererze ſind faſt die einzigen, die man fördert. Obgleich die Arten dabey zu verfahren, verſchieten ſind; ſo ſtimmen ſie doch ziemlich allgemein in folgenden Operas zionen überein, Q 2 Man * 6 CCN IE TT WII EG = Ox BEO EE win- Man fängt damit an das Mineral auszuſuchen, utt das fette Erz von dem magern zu trennen; man pocht ſorgfältig das; welches viel Gangart oder ſteinige Stoffe enthält; wäſcht es ſos dann, um die Gangart auszuſcheiden, die das Waſſer beſſer als das ſchwerere Mineral fortführt, rdſiet das Mineral, um ihm den Schwefel zu benehmen, und ſchmilzt es ſodann im Friſch- ofen. Deeß erſte Schmelzen gibt ſcywarzes Kupfer, das man auf dem Affinirofen nochmals ſchmilzt, und das man, während - des Schmelzeus, lange Zeit mit Kohien in Berührung erhält, um die letzten Portionen Schwefel, die mir Stärke daran haän- gen, daraus zu entbinden, Sobald das Kupfer ſehr rein iſt, läßt man es in die Form laufen,-und gießt ein wenig Waſſer auf das Bad, um das Erkalten zu befördern und eine Lage von Kupfer dadurch zu bilden, die ſich hinwegnehmen läßt, und in- dem mau dieß nämliche Manoeuvre wiederholt, verwandelt man alles in der Form befindliche Kupfer in Kupferblätter oder Plat» ten, die man unter den Hammer bringt, um ihnen die gehdrige Form,-DiFe und Politur zu geben. Es gibt Länder, wo man bis achtmal hintereinander röſiet, was hauptſächlich von der Natur des Erzes abhängt. Wenn es ſehr reich an Schwefel iſt; ſo kann man dieſen Mineraliſagior großentheils extrahiren, wenn man große Maſſen des Minerals über eine Maſſe von Brennmaterial aufführt, und deren Wände ſo mit Thon belegt, als wenn Ho!z darin verkohlt werden ſollte, Die Wärme des Brennmaterials ſublimirt den Schwefel, wel- nen Wege dieſe Operation erſetzen kaun, ;"vein Man muß daher annehmen, daß die Maſſen gediegenen Eiſens, |“ 1100 von denen man geſprochen hat. ihren Urſprung der Arbeit von We it Menſchenhänden, oder unterirdiſchen Feuern. verdanken*). ten anneh Die Eiſenerze zeigen ſich in Verbindung mit Sauerſtoff, men vermiſt Schwefel, Metallen, Säuren/ beynahe wie die andern metal- uſt haben ht liſchen Subſianzen, Herr fern m SEE; noi in 4*) Und dennoch ift dieſe große durF Pallas zuerſt bekannte Eiſen- TENDELEN maſſe in Sibirien wirkliches gediegenes Eiſen mit Nickel verbun- ES 4 erziunt« 2 den. Auch finden gediegenes Eiſen und Nickel ſich in den Me- » vorzubeng teorſteinen; es muß alſs wirklich gediegenes Eiſen in der Natur H, exißiiven. H. NE FE] L| || jj I R+4 "4281 .. I 4 vt 4“..7 zi| ſ H TE ) 4.4 4 * "7 „KE ; "4 “) EI 4„9“ 7 T s] -- 246= Herr Haüy bemerkt, daß die Erze, in denen das Eiſen am wenigſten Sauerſtoff. enthält, ohne in andern Verbindungen bes griffen zu ſeyn; natürliche Magnete bilden, und nennt die magne» fiſchen Steine, die in den Handel kommen, und die man in bes trächtlichen Maſſen in Schweden, in Norwegen, in China, in Siam, auf den Philippiniſchen Inſeln, in Corſika u, ſ, w, fin» det, 0oxydulirtes Eiſen. Der Magnet wird durch folgende Eigenſchaften characteriſirt Er hat eine ſpecifiſche Dichtigkeit von 4,2437. Er iſt nicht geſchmeidig.; Er yat eine dunkelgraue Farbe, verbunden mit einem mex talliſchen Glanze. RE; Seine urſprüngliche Geſtalt iſt die eines regulären Achte>s, Er iſt unaufldslich in Schwefelſäure, / Das Ciſenerz, dem man nach und nach die Namen Liſen- glanz. vulkaniſchen Eiſengianz u. ſ. w. gegeben hat, enthält eine weit größere Quantitär Sauerſtoff und wird viel ſchwerer vom Magnet angezogen. Sein ſpecifiſches Gewicht berrägt 5/0116; ſeine Farbe iſt ſtahlgrau, ſeine urſprüngliche Geſtalt eine längliche, etwas zugeſpitzte Raute. Die berühmteſten, zu dieſer(Battung gehdrenden Erze, ſind die von der FJnſe! E!'ba und die von Framont in den Vogheſen. In unſern naturhiſtoriſchen Sammlungen findet man zahlreiche Proven dieſer Erze, die eben ſo merkwürdig durch Lebhaftigkeit der Farbe, als durch Verſchiedenheit ihrer Formen ſind. Die Gegenden des Mont d*Or, des Puy de Döme und von Volvic liefern gleichfalls Eiſerglanz, Die Erze, weiche das Eiſen nur in einer einfachen Verbin- Dung mit dem Sauerſtoffe enthalten, werden mit Erfolg nach der Methode behandelt, die man die. caralaniſche Methode nennt. Man darf hierbey nur das Mineral ſchmelzen und es mit Kohlen in Berührung bringen, um vem Sauerſtoffe eine Baſis zu geben, während man bey der Behandlung der Allu- vionserze, nachdem man das Schmelzen bewirkt hat, noch zum Affiniren ſchreiten muß, um malleables Eiſen zu erhalten, Der Schwefel macht oft den Mineraliſator des Eiſens in den Erzen, Dieſe natürlich geſchwefelten Erze ſind bey den Na- turforſchern unter den Benennungen, Eiſenkies, Marcaſſiten U. f. w. bekannt; ihre Farbe iſt gewdhnlich bronzegelb. Die For2- men derſeiben gehen vom Würfel oder dem regulären Achte> aus. Ihre ſpecifiſche Schwere beträgt 4,1006, und ihre Härte iſt ſo groß„ daß der Eiſenkies am Feuerſtahl Funken gibt, Znweiz ---e-<---( v allininn eit einig Y-=eeeeeeeeeeeeieeEeZweeweZEeee= mme "M den Abr yum glogt ; ſq endl' puofie 1! Re! | nmgil! | men | ud 2 | ſj | my? | | | | | | || H .| fw un Zuind8 wird,(18 Gone ner huit fäche 3 mit dem | Gwen dy vim ws di wih Copen IH 7 (eehte Nau' Buds ft vin (TE fem ig Gulenog Ni, Qitleh di jh 5 Veſt Wor der" werd", die wie | tref |- | 3 Eiſen dn| dungen b6 die magn: han in bes| China, in ) 6 w; fins G aotenſirt; * einem mw n Achtes, men Eiſen: at, enthält iel ſchwerer icht berrägt Ya Geſtalt et Erze, ſind "1 Vogheſen, u zahlreiche Lebhaftigkeit ſind, me und vn hen Verhi- t Erfolg nh he Method! nelzen und!) verſtoffe eit! img der Al ft, noh zun rhalten, es Eiſens it bey den I: Marcaſſit [h, Die FU! (ären. Acht? ihre Han! " gibt, Zutwe! ...28= Zuweilen trifft man dieſen Eiſenkies in der Geſtalt von run- den Körpern. mit einer hdFXerigen und mit kieinen dreyſeitigen Pyramiden beſäeten Overfläche, die durch ihre. Baſen andern gleichgeſtalteten Pyramiden entgegenſtehen, ſich verlängern, und ſich endlich mit dea Spitzen in einem gemeinſchaftiichen Mittel- punkre veieinigen, Noc< wird der Ciſenkies ziemlich häufig in Geſtalt von klei» nen gelben Würfeln, bal: im Schiefer, bald in Thonerde, bald in Erdharzen und bald in Hölzern angetroffen, die in den Zu- ſtand von Erdharz verſeßt worden, Es geſchieht zuweilen, daß der Schwefel ſich aus dem ge» ſchwefelten Erze entbindet, welches ſodaun ſeinen metalliſchen Glanz verliert und eine ſckelung und der freye Ausgang der entſtehenden Gaſe erfahren, modificirt werden, Die langen und zahlreichen Spuren von Vulkänen, die wir mit jedem Schritte auf der Oberfläche des Erdbodens antreffen, ſcheinen mir feinen andern Urſprung gehabt zu IE ie We 1 FE Ei x << 248 Gn die vulkaniſchen'Rü>ſtände, die durch die Schwierigkeiten, die ſie jeßt dem Schmelzen entgegenſetzen, auf den Gedanken brin? gen zvilien, daß ſie bey ihrer Entſtehung die Wirkung einer ſehr . Sroßen Wärme erfahren-haben, immer in den Zuſtand kiner tei- gigen Schmeizung durch den Schweſel verjeßt werden kdunen, der, einmal evaporirt faſt nuſchmeizbare Rückſtände läßrz wie wir iu der Piagtina ſehen, die, ſehr ichmelzvar durch ihre Vera ſezung mit dem Arſenik gemacht, ihre Uajſchmelzbarkeit wieder annimmt; ſobald der Arſenik durh Wärme daraus verdrängt worden, Wenn, der Eiſenkies nur Schwefel und Eiſen enthält, ſo liefert ſeine Zerſezung nur ſchwefelſaures Salz und Ocher; das ſchwefelſaure Salz wird dur) die Wäſſer ſorigeführt, und der Ocher bieibt gelb, braun oder rdthlich nach dem Grade ſeinex Orydation, Man. rrifft den Ocher zuweilen in Schichten au, und dftier noch hier und dort umher verſtreut; man kang ihm durc die Kalzination eine lephafre rothe Farbe geben, und dann wird er rorher Ocher genannt. Wenn der Eiſenkies mit erdigen Stoffen, und andern.me- talliſchen Subſtanzen vermengt iſt, ſo erzeugen ſich ſchwefelſaure Alaunerde und Kalkerde, dergleichen ſchwefelſaures Eiſen, Kupfer und Talferde u, ſ. w.z die nach den verſchiedenen Graden ihrer Aufldslichkeit in Waſſer furigeführt, und in Schichten wie in Lägern angeſeßt werden.,- Dieſer„/* ſo viele Phänomene erzeugenden Urſache, dieſer großen Triebfeder der Bewegung, Zuſammenſeßung und Zerz ſezung, in einem Worte,„der Efflorescenz und dem Spiele der Eiſenkiesmaſſen ſind die größten Veränderungen zuzuſchreiben, die unſer Erdball erfahren hat. j Noch findet man Eiſen in Verbindung mit Kohlenſtoff, und dieß iſt es, was man Graphit, Reißvley und Fohliges Eiſen nennt. - Dieß Mineral macht auf dem Papier Flecken von metalli- ſchem Bleygrau, Sein ſpecifiſches Gewicht beträgt 2,0891. Man kann es leicht zerkraßen, und ſeine Oberfläche iſt fett und ſchmierig, Es gibt 90,9 Kohlenſioff auf 9,x Eiſen. Man trifft es in kleinen Platten von einer Weiße, wie die des Zinues, an, die der Figur nach dem regulären Sechseke nahe kommen, Zuweilen findet man es auch in Kdrnern. Ziemz lich häufig iſt dieß kohlige Eiſen aach in kohligen Schichten unter der | jn Hl |(unberl" | fanden» der Of ww) mör (ange 0 an enor wen HiugleM geſicht s die 0008 mand | OupiS | Qunmi X | WEI | wwe ze (arne D+ dieſem 94 m einand94 | m, 08 1; Vo Elſen0&x einn June 1E wöme lic der gos UE HE Wer m Olaiarn Wemberh |= 249= feiten, dw nfen brig;| einer ſehr| der-Geſtalt von Knoten oder Nieren enthalten, und darum nanns» ten es die Alten auch giebae plumbariae.' Une; Aus dem Graphit werden die Bleyſtifte gemacht, bie davon en Ednum ihren Namen haven, und die man in England im Herzogthum WERE 6 Cumberland verſertiget, wo dieß Mineral im Ueberfluſſe vor? ihrem 4 handen iſt*. Um ſie zu verſerrigen, ſägt man das Mineral in beit wiede lange und dünne Platten, die man in eine Tuge einfaßt, welche an einem hölzernen Halbcylinder angebracht iſt. Man befejtiget eine zweyte Hälfte des Cylinders an die erſte; ſv daß ſie darüber hingleiten kana, und eine Portion des Bleyſtifres dadurch btoß- nthält, f! gejtellt wird. Bey. den Bleyſtiften von geringerem Preiſe werden cher; dai die beyden Hälften ves Cylinders aneinander geleimt. Noch macht [, Und de man Bleyſiiſte von der ſchlechrern Gattung aus dem Staub des rade ſeine Graphits, dem man dadurc) Haltung gibt, daß man ihn mit jichten an, Gummi oder geſchmolzenem Schwefel zuſammentknetet. Notz iſt ihm dieſer Staub zur Verfertigung vörtrefflicher Tiegel zu gebrauchen, ven, und wenn er mit Thonerde zuſammengeknetet wird, Das Graphit dient ferner dazu, um Oefen und andere andern.me- eiſerne Sachen vor dem Roſt zu bewähren, man darf ſie zu weicht dieſem Zwecke nur ſorgfältig damit einreiben, ſen, Kupfer Man miſcht es auch mit Fett zuſammen, um bey dem An- Yraden ihter einanderreiben der Metallſtü>ke, die zu einem Räderwerk gehd- hten wie in ren, dieſe geſchmeidiger zu machen, Wir habe bereits bey der Zerſezung der Su!phuren von den che, dieſet Eiſenoryden geſprochen; aber wir. müſſen hier nod) etwas von 19 und Zet: einem Eiſenoxyde. ſagen, daß.,. mit Quarz vermengt, eine ſo Spiele der harte Verbindung bildet, um alle Körper, nur den Diamanten zuſchreiby, ausgenommen, damit zerkiaßen zu können, Es iſt dies nam» lich der ſogenannte xorhe Schimirgel. Sein ſpecifiſches Gewicht nſtoff, un) beträgt 4,0. Im Bruche erſcheint er fein- und dicht-gekdrut, ziſen nem Der Schmirge! wird nicht ſo angewandt wie das Eiſenerz; on metall: aber mon bedient ſich ſeiner zu Politur der härteen Steine, Glasarten und Metalle, und bereitet ihn zu dieſem Zwecke foigendergeſtalt: : Man zermahlt ihn auf ſtählernen Mühlen, ſcheidet ihn äche iſt fet ſodann nach verſchiedenen Graden von Feinheit; indem man ihn in Waſſer einrührt, und die grdbſten Theile zu Boden fallen läßt, um nur die dünneſten zurü&zubohalten, die ſuſpendirt bleiben, 3 2? ber Z- zulegen Me IG ELIE: e, wie dit und die man erhält, wenn man das Waſſer, nachdem es eine n / dri KN "m Sechelt gehdrig)| erm. Zie*) Auch inPotsdam exiſtirt eine Fabrik, in welcher die feinften Bley- 4 jichten unte ſtiften bis zu den geringften, jo' ſchön wie in England fabricirt Z| der werden, H.“4 BEZEL GE ENGAGIERN R ER Tin ie -.. 2ſ0= gehdrig lange Zeit über dem Bodenſaße geſtanden, davon ab- klärt. Dann werden die zuerſt zu Boden gefallenen Theile von neuem zerſtoßen, und von neuem in Waſſer umgerührt, um die dänneſten auszuſcheiden; und ſo. gelangt man durch ſucceſſive Operarionen dahin, den Schmirgel zu einem unfühlbaren Staube zu reduciren. In der Regel nimmt man zur Politur der Mez talle bivoß die Theile des Schmirgels, die nach einem Stehen von einer halben Stunde im Waſſer ſuſpendirt bleiben. Noch hat man im Schooße der Erde Eijen mit Arſenik in Verbindung angetroffen, und dann wird es weißes Arſenikerz, Mmispidel, kieſiger Arſenik, Arſenikkies u,.ſ.w., genannt. Dieß Mineral hat eine Farbe von der Weiße des Zinnes 3 es gibt mit Stahl Feuer, und dampft einen Knoblauchgeruch aus. Sein ſpectfiſches Gewicht beträgt 6,5223. Seine urſprüng? liche Form iſt die eines rechtwinkligen, rautenförmigen Privma's, Das Arſenikeiſen enthält zuweiien Silber 5 Herr Zlaproth Hat davon 12,75 in dem Erze von Andreavberg gefunden, Eine der ngrürlichen und gewdhulichſten Verbindungen des Eiſens iſt die, aus der das Eiſenſpath beſteht, Bayen hat Koh» lenſäure und. ein wenig Zink, und Hexgmann kohlenſauren Kalk und Braunſteinoxyd darin mit dem Eiſen vereint gefunden. Herr Drappier hat bewieſen, daß der kohlenſaure Kalk nur zufällig darin vorhanden ſey; er will auch nur von ein wenig Braun- ſtein wiſſen; findet dagegen aber viel Magneſia darin, Herr Descotils hat die Exiſtenz der Magneſia in demſelben beſtätiget, und von ſolcher 0,125 aus dem gezogen, aus welchem Herr Drappier 0,140 zog. Herr Descotils bemerkt übrigens, daß es das Erz, welches in großen Tafeln kriſtalliſiret, ſey, aus denen man die Magneſia erhalte, Die Aehnlichkeit der Formen des Eiſenſpaths mit denen der kohlenſauren Ka!ke, hat nicht als lein die Benennung Spath veranlaßt, die man von dem Worte Baik;parb hergenommen; ſondern ſie ſcheint auch die Meynung zu unterſtüßen, gegen die heut zu Tage die Erfahrung ſpricht, daß es nichts als ein kohlenſaurer Kalk ſey, In der Regel iſt dieß Erz leicht zu behandeln, und gibt ein Eiſen von guter Qualität. Man ſchmilzt es im Höhofen, und extrahirt zuweilen Stahl bey der erſten Schmelizung; aber wenn das Minera! Magneſia enthält, ſo iſt es viel ſchwerer zu ſchmel- zen, als wenn nur wenig davon!darunter iſt; im erſteren Falle ſetzt man es der Luft und dem Regen aus, weil die kohlenſaure Mazueſia, die etwas aufldslich iſt, durch das Waſſer aufgeldſt und fortgeführt wird, und die Kohlenſäure, welche ME NES ahren || | fahrt ) ueh | peer dr Mags | aufem | nfuß Re! | laufs |: M | qi“ | hora | miins | mitt yt Zupfetif | Ct, 3 | Wie tis | M | dw, | .| mdlil | ( |- ME | ſun] | 1finliy | bmi(€ | iſte. | Imt,c ww Ne Ny DET Ein ſy Aen] Gey | ſinß | vert, St 4 fahren läßt, indem es mehr Sauerſtoff annimmt, dieſe Wirkung M“; vu unterſtüßet. Herr Descotils hat bewieſen, daß die grdßere oder h(0 vy geringere Schmelzbarkeit des Ciſenſpaths von dem Verhältniſſe Men Ceſſy der Magneſia abhänge, auf das des Braunſteins es aver nicht 6 cn anfomme. Dieſe letztere Subſtanz hat nur auf folches Metall IK Ei- Einfluß, welches daraus entſteht, wie Srangel lehrt, ve EE Noch trifft man aufgelöſtes Eiſen in Säuren, wie in der 1 Arſenif.h Blauſäure, der Schwefelſäure und der Chromſäure an, Arſeniker Das blauſaure Eiſen, welches auch noch unter den Namen fannt. gediegenes Herlinerblau, blauer ELiſenocher u. ſ.w. bekannt, vil hat eine blaue Farbe von mehrerer vder minderer Fnteuſität. Es es Zinnes; wird im Dele ſchwarz, und gibt vor dem Ldrhrohr eine Schla>e (auchgeruh von ſchwärzlichbrauner Farbe ,* die vom Magnet angezogen wird, Min Das ſchwefelſaure Eiſen, der grüne Vitriol, das grüne BENN Zupferwaſſer entſteht aus der Zerſeßung des geſchwefelten Rlaproth Eiſens, Wir werden von dieſem Salze in der Folge ausführ» den, licher reden, dungen des Man hat chromſaures Eiſen im Var- Departement gefuns Y: j![ jen hax Sohs den, die Farbe desſelben iſt ſchwärzlich braun und hat einen nſauren Kalt metalliichen Glanz. nden, Hett Sein ſpeciſiſches Gewicht beträgt 4,0326 es iſt unſchmelza nur zufällig bar ohne Zuſaß, rißt Glas und bricht unter dem Hammer, WIRE Es hat Herrn Vauquelin ergeben: „ beſtätiget, 43,0 Chromſäure. 34,7 Eiſenoxyd. Ihem Her 20,3 Alaunerde, vH 4 ep 2,0 Kieſelerde. “ Formen Das Eiſen iſt faſt überall vorhanden. aber man nennt Eis t nicht al: ſeizer3 nur ſolche mineraliſche Anhäufungen, in deuen das Eiſen em Worte in hinlänglicd großer Maſſe vorhanden iſt, um mit Vortheil Meynung daraus gefördert werden zu können. Die Eiſenſpatherze, die 19 ſpricht, Eiſenoryde, die Eiſenram bilden, Lager von Ocher, von Eiſen? glanz, oder von.angeſchwemmtem Erze, ſind die, welche man d gibt ein in der Regel benutzt, fen, und Die Art, das Eiſenerz zu behandeln., iſt verſchieden nach ber wenn der Reinheit des Minerals, dem Zuſtande, in welchem das u ſchmel- Eiſen ſich darinn befindet und der Natur der demſelben bey: eren Falle gemengten Subſtanzen. Wenn das Eiſen ſic) in einem, der hlenſaure Gediegenheit nahe kommenden Zuſtande befindet und keine - aufgeldſ ſeine Schmelzbarkeit vermindernde oder ſich im Schmelzen mit ihm das Eiſen vermengende Materien enthält, ſo iſt es hinreichend wenn man, um fahren Eiſen IGI GEREDE TIR Eiſen zu erhalten, das» Mineral mit Kohlen bloß in Berührung ſetzt.“ Die Methode, deren man ſich in dieſem Falle bedient, nennt matt die catglayiſche«;Sie iſt hauptſächlich bey ſolchen Eiſenſpatherzen anzuwenden, die nicht viel Braunſtein enthalten; bey den Stalactit- und. Eiſenram- Erzen in denen das Ciſenz oxyd faſt rein-und- wenig mit Sauerſtoff geſchwängert; ſich ' befindet, und bey den Ciſenglanzerzen die frey von Bergart und aller Beymiſchung fremdartiger Subſtanzen ſind, Dieſe Erze liefern in der Regel mehr oder weniger Stahl bey der erſten Schwmelzüng,: 1 Die angeſchwemmten. und in der Regel alle mit erdiger Subſianz oder. irgend einer andern metalliſchen Materie ange- füllre Erze erfordern complicirtere Arbeiten und das Schwelzeu geſchieht in ſogenannien hohen Oefen, Das JInzere dieſer Oefen beſteht aus zwey vierſeitigen, in ihrer Baſis vereinigten Pyramiden z-durc) den vberen Theil wird das Breunmaterial eingeſchoben, und wenn es gehdrig im Brande iſt, wirft man das Mineral darauf, welches, in vem es durch dieſe Lage von Kohlen dringt, ſich erhißt, von ſeinem Mineraliſator trennt, erweicht und'zu fließen anfängt, je nachdem es ſich der Baſis. nähert, wo die Hilke unendlich ſtärker iſt,-weil dahin die zur Erregung des Feuers beſtimmte Blaſebä!ge mit ihren Deſinuns gen gerichtet ſind, - Wenn das Erz thonig iſt; ſo vermengt man es mit einer Art von Kalkſtein, Caſtine genaunt, umd wenn die Bergart kalkhaltig iſt; ſo thut man einen Thon hinzu der Zuſchlag genannt wird, Das Hinzufügen dieſer fremdartigen Materien erleichtert das Schmelzen, So wie das Metall zu ſchmelzen anfängt, wird es flüſſig* und ſammelt ſich in dem Grunde des Ofens von'wo man es von Zeit zu Zeit in Formen ablaufen läßt, die beſtimmt ſind, es aufzunehmen und ihm die Geſtalt'*die es bekommen ſoll, zu geben.: Fn dieſem erſten Zuſtande wird daß Liſen, Gußeiſen, Eiſengröße genannt; es iſt ſehr hart und brüchig. Man mächt daraus Kawinplatten, Töpfe, Keſſel, Rdhren und eine unendliche Menge von Werkzeugen und Gefäßen, die vorzüg= lim zum Gebrauch in den Künſten und Haushaltungen ſind, wo ſie dann Gußeiſen und geſchmolzenes Eiſen genanut werden, Durch reine und recht flüſſige'Schmelzungen iſt man dahin gelangt, dem Gußeiſen die zarteſten Formen zu geben; ſo daß man in den Künſten durch dasſelbe viele Werkzeuge und Sachen von zi. von al | geh“ 0| pe Sar jm 1 ſh| het ina17 um, ws ger noh 1 970 verſie | ho; 1G R] 11182 wre PIAUAE. md vr ſts % 3] Ale Ciſen(s Nitte€ ver bi! auh (0: 117)" l""8 li» Ünete mien 3 (ſen 1) 4 „ige dern vi It Wechs in Berührung von allen Arten zerſetzt hat, die man ſonſt aus geſchmeidigem ie bedien, und gehämmerten Eiſen bereitete, vey jolche In dieſem Zuſtande iſt das Eiſen mit einem Ueberreſte tenthaltey; von Sauerſtoff und ein wenig Kohle, zuweilen auch mit einigen das Eiſen erdigen oder metalliſchen Stoffen gemengt; von denen man 'angert; ſh ſo'igte oder platte Stangen in erie ange: verſchiedenen Proportionen daraus, Schwelzey Das Hämmery trägt viel zur Verbeſſerung des Eiſens zere dieſer bey; man nennt dieſe Operation Ciſengerberey, Man beraubt vereinigten es hinzu nicht allein der Kohie und des wenigen Sauerſtofſs, mwmaterigl die darin vorhanden ſeyn können; aber man verdichtet alle wirft man Theile, vereiniget ſie, 1äßt ſix dadurch„Cohäſion gewinnen zie vage und das Eiſen erlangt dadurch mehr Geſchmeidigkeir, Biege ver trennt, ſamkeit, Zähigkeit und eine gleichere Qualität,. yz Dus 3. Das ſorgfältige Gerben des Eiſens gibt ihm ferner eine Ihm die zur gleiche Qualität in allen ſeinen Theilen; ohnedieß ſieht man "1 Deffnune Eifenſtangen, die an einem Ende hart, geſchmeidig in der Mitte und brüchig an der andern Ertretität ſind; und dieſe Ungleichheit in dem nämlichen Eiſen, hat his jezt dem Pen Fortkommen unſerer Stahlfabriken ſo wie der Verfertigung 400 eiſerner Werkzeuge und Handwerksgeräthe, die der Künſtler R. Zuſchlag ſelbſt in feiner Werkſtätte verſtrahlt, unüberſteigliche Hinderniſſe 1 Materi in den Weg gelegt. j Um ſich eine genaue Vorſtellung von der Bearbeitung des ) es flüſſig Eiſenerzes und der Producte, die“ daraus verferriget werden, 6 man es machen zu. können, muß wan die Eiſenerze als Gemenge von mmt find, Eiſen und Sauerſtoff, vder von Ciſen und verſchiedenen fremde men ſol,, artigen Materien betrachten, die in verſchiedenen Verhältniſſen darin in Verbindungen oder Verſetzungen ſind. Zußeiſen, Im erſiern Falle darf das Erz nur auf glühende Kohlen zg. Man gebracht werden, damit der Sauerſtoff ſich entwickele und das 1 und eine Eiſen frey zurüFbleibe. Die Behandlung dieſes Erzes iſt je vorzüg: einfach und leicht; ſie erzeugt in der Regel eine vootreffliche ngen ſind, Qualität von Eiſen; ja es geſchieht zuweilen, daß ein Theil..| mt werden des Metalles ſich in Stahl verwandelt, weil das geſchmolzeve y pan dahin Ciſen in Berührung mit der Kohle, ſich in einer zu diefer"W| jen; ſo daß Verwandlung hinreichenden Quantität. mit dieſer verbindet, A| und wn Wenn 4 v0 5] IIR anner een eÜEmewweeeenegwwewenweaeeeenneneewwegn mean nemme SLM R BE= 9 Sate lnire HEC Gis ie ata IE TTC =< IZZZE 2 2 Wenn aber das Ciſen mit fremdartigen, entweder erdigen oder metalliſchen Kdrperu gemengt iſt, ſo verſetzt ſich das Ge» ſchmolzene mit einem Theile dieſer Subſtanzen. Der ſtarke Grad von Wärme, der erforderlich iſt, eine gehdrige Schmels- zung hervorzubringen, trägt dazu bey, ihr mehr oder weniger Kohle beyzuntengen; der Sauerſtoff ſelbſt entbindet ſich entweder ſchwer, over er verbindet ſich darin von neuem durch die fort- währende Thätigkeit der Blaſebälge: ein Theil der fremdarrigen Materien allein, wenn er erweicht und ſchmilzt, kommt leichter als das Eiſen, um ſich mit der Oberfläche des Metallbades zu vereinigen, auf welcher ſie eine glaſize Schla>e bildet, die SchlaFe genaunt wird, ſo daß der Guß Sauerſtoff und Kohlenſtoff und mehr oder weniger von den fremdariigen Materien enthält, die ſich mit dem Eiſen in dem Erze befuns den. Die Eriſtenz aller dieſer Körper darin iſt durch die ge- Lehrte Analyſe, die die Herren rnonges, Derthollet und Vanz dermonde davon gemacht, dargeihan worden, Der Guß iſt weiß, grau und ſchwarz nach den Verhält- niſſen, in denen dieſe Stoffe darin enthalten ſind. Der weiße | Guß enthält weniger Kohle als der graue: Die YArbeit des Affinirens, deren Beſtimmung es iſt, das Eiſen von allen Fremdartigen Stoffen zu befreyen, und ihm die Geſchmeidigkeit zu geben, die es characieriſiit, iſt ganz auf dieſe Grundſäße gegründet, und man darf uur wiſſen, daß wenn der Guß reich an Kohlenſtoff iſt, man ihn umrühren und der Luft, ſo wie dem Zuge des Blaſebalges ausſeßen muß, um ihn davon zu befreven; während, wenn er viel zu viel Sauerſtoff enthält, es ndthig iſt, ihn mit Kohlen zu kneten, um ſich deſſen zu bemächtigen. Bloße Wärme reicht in dem Falle hin, wo die Koyle und der Sauerſtoff ſich darin in gehdrigen Verhältniſſen befinden, weil ſie ſic) ſodann in dem Zuſtande von Kohlen- ſäure mit einander verflüchtigen, Man begreift hiena<, wie wichtig es iſt, wenn man dem Eiſen jeine volle Geſchmeidigkeit geben will, es von allen dieſen Stoffen zu reinigen; aber man ſieht zugleich auch, wie leicht es iſt, die Gränzen zu überſchreiten, und von neuem das Metall zu verderben, indem man ihm die Eigenſchaften wieder- gibt, die es bereits verloren, Um dem Eiſen alle gewünſchte Eigenſchaften zu geben, nächdem man im Schmelzen die leichtern Erden und Metalle davon geſchieden, die in Geſtalt von Metallſchla>en quf die Oberfläche kommen, muß man es mit der grdßten Sorgfalt ger- ben, und mit dem Stempel bearbeiten; gußerdem, daß man hie- durch ESER STE eg SNGNSGNGEE WERE RG EEG EE vL vi NN 13 der Ima" | wij miel Unab? eben J dud bert ſc zuwil Dytalion | jm br1y)! NEE ſpades 15 | guetlict | ii Eve hies ſiure auf) [1.0000 WAS Mepex 0 hhogphor erhalten figet wr bis fünf aß man en 6 | ming | deit aufe veven, j€ Urls Weh Fallen Wx Tit nm, 4 Nit erhal | lſof vy fn oj ! | mN ; W[ di wit Cuy braut; aus reinſt er erdigen| ) das G| Der ſtarfs| e Schmel| x Weniger h entweder h die fort: emdartigen mt leichter letallbades de bildet, rtſtoff und mdariigen rze befuns < die ge: und Van» n Verhält: Der weiße Yeaſt des 1 von diken ſ bekannte Verfahrungsarten gusſcheiden kann, befindet ſim) zuweilen phosphorſaures Eiſen darin, das allen dieſen Operationen widerſiehr; dieß phosphyorſaure Salz macht das Eiſen brüchig im kalten oder warmen Zuſtande: Eiſen welches dieſe üble Eigenſchaft hat, wird hartes Kiſen. oder ſprödes Eiſen und kalrbrüchiges Eiſen genannt, und hat gewvhnlich ein grdberes Korn, als das weiche. SBergmann iſt die Entde>ung dieſes phospvorſauren Salzes zu dantenz er hat es ausgeſchieden, indem er das Eiſen in der Schwefels ſäure aufldſte, deun es ſchlägt ſich aus der Auflöſung in Geſtalt eines weißen Pulvers nieder, das man Siderit genannt und das Dergmann zuerſt für ein nenes Metall genommen hatte Ss Meyer aus Stettin hat jedoch bewieſen, daß es ein wahres phoLephorſaures Salz ſey. Um dieß phosphorigure Salz zu erhalten, muß die Aufidſung bey einer milden Wärme geſäts tiget werden, ſie ſchiägt ſic) dann durch Stilleitehen in vier bis fünf Tagen nieder. Man kann ſie noch dadurch erhalten, daß man das Eiſen in Salpeterſäure aufldſt und his zur Tone evaporirt, das Eiſen wird durch dieſe erſte Operation oxydirt? neue hinzugegoſſene Salpeterſäure 1dſt allein den Sia derit auf, ohne das Oryd zu berühren; man evaporirt von neuem, verdünnt das Reſiduum mit Waſſer und das was übrig bleibt iſi Siderit. Man kann dieſen Siderir dur< Als kalien und durch Kalk zerſezzen. Wenn das Eiſen zu dem Grade von Reinheit gebracht worden, in dem es eine große Geſchmeidigkeit und vie! Zähig: keit. erhält; ſo kann man, indem man es mit ein wenig Kohs lenſtoff verbindet, ihm neue Eigenſchaften mittheilen, die ihm einen vorzüglichen Werth in den Künſten geben, in denen es ſodann den Namen Strahl oder Cementgationsſtahl erhält. Alle Eiſenarten ſind nicht geſchit, guten Stahl zu liefern, die weichſten und die geſchmeidigſten verdienen den Vorzug» In. England, wo faſt aller Stahl, den man in Europa ge» braucht, verfertiget wird, bezient wan ſich nur des Eiſens aus der Provinz Roslagen in Schweden, als des beſten und reinſten unter den bekannten, Alle 256= ! Alle Proceduren deren wan ſich bedient, um das Eiſen in Stahl zu verwandeln, laſſen ſich bis auf einige Modifica- tionen in Rücfſicht der Confiruction des Otens auf die-iu der Provinz Newtaſtle in England übliche Meihode reduciren. Nachdem unter den bekannten Eiſengattungen das beſte' ausgeiucht, das in Stangen oder Streifen in der Regel von 12 bis 3 Zoll Breite auf 6 Linien Dicke, beſteht; ſo ſchneidet man dieie Enjeuſtangen in die Länge des Kaſtens in dem fie cementirt werden ſollen; dieſe Kaſten haben in Newkaſtle eine Länge von T0+ Fuß auf 2 Fuß Höhe und beynahe even ſo viel Breite. Fn jeden Kaſten von ähnlichen Dimenſionen, wird nun Eiſen, von ungefähr zwdlfrauſend an Gewicht gethan, und da man zwey dieſer Kaſten in jeden Ofen ſchiebt 3; ſo geſchieht die Ope- ration ungefähr an vier und zwanzig tauſend, Um vum das Eiſen in dieſen Kaſten zu ordnen, welche aus Saudſteinen beſtehen, die unter einander mit Lehm ver- - hunden ſind, den man in die Fugen ſchmiert und die man in einem Ofen dergeſtalt aufſtellt, daß die Flamme alle Seiten des? ſeiben beſtreichen kann; ſo fängt man damit an, daß man auf dem Boden ein Bette von ſchwach mit Waſſer geträukiem Koh- lenſtaube macht und über dieſes eine Reihe von Ciſenſtangen, arallel mit einander und ohne daß ſie einander berühren können, legt; dieſe erſie Reihe mit einem Betie von Kohlenſtaub von 6 Linicn Dieke wieder bede>et 3 und die leeren Räume, weiche die Stangen zwiſchen einander laſſen, damit ausfüllt: ſo nach und nach fortfährt, Lage auf Lage, Eiſenplatten und Kohlen über einander aufzuführen, und endlich die leßzte Lage mit einer Hölle von Staub belegt, auf welche man wieder ein Bett von naſſem Sande legt, indem man ein ſargſdrmiges Gewölbe über dem Kaſten errichtet. Wenn die Kaſten nun angefüllt ſind; ſo verſtopft man die Oeffnungen des Ofens, durch die man zum Behaf dieſer erſten. Operationen hineingekommen, und zündet das Feuer an, das man füuf bis ſechs Tage in dem Grade unterhält, daß es den ganzen Umfang der Kaſten in Rothgluth verſeßt. Jn mehrern Fabriken reicht die Gewohnheit hin, dem Hauptarbeiter den Augenbli> anzudeuten, wo die Cementation geendiget iſt, aber in einigen Werkſtätten ſpart man in einem der Böden des Ofens eine kleine Oeffnung aus, die mit einer ähnlichen im Kaſten an2 gebrachten Oeffnung in Berbindung ſteht, und zieht" dadurch, von Zeit zu Zeit eine der Srangen heraus, um ſich von dem Zuſtande der Operation zu unterrichten, Wenn De verwandt des Jen! nim) ziehe zul den Stahl Pp? PN Eiſenſia, beſimn den, 8 der 901 in vim jmd NN MENEE Guhl I 8 ſqmeden's ant Ads Bea, un beſſern, M! vm Dad Pie ern NADINE, centres man gem und ſgm man bit jg NE ſheften 6% MO, VonSſtahly Gelaſſerg te Pidm bd. N Unt des delöuit| And by das Eiſen Modifica: auf die-in ' redyciren, 4 daß beſie „Regel von. meidet wan fle cement | Länge vy liel Beit, nun Eiſe, ad da my It die Opt: 0m, welt | Lehm ver: ydie man in ) Seiten des? 118 wan auf Shim Koh: Iiſenſtangen, Dyren können, J/ſtaub von 6 4 weiche die ND) ſo nach und 4y Kohlen über ? e mit eine qm Bett von Hyewdlbe übe! ppft man di! j)) dieſer erſet iner an, dis 8: daß es din 1 Ju mehren arbeiter di! get iſt, abt! zn des Ofen g;1 Kaſten a ficht daduyr) ſich von de! Wehn! Wenn man nun ſieht, daß das Eiſen gänzlich in. Stahl verwandelt iſt; ſo reißt man die Mauern än den Extremitäten des Ofens herunter, um das Erkalten zu, beſchleunigen, und nimmt die Stangen vom Roſte, um auch die Kohlen heraus ziehen zu köunen; wonächſt man, uach Verlauf einer Woche, den Stahl ausziehen känn, Jn dieſem erſten Zuſtande heißt der Stahl Schwellſtahl. Man ſchmiedet ihnm'mitrelſt eines Stempels und reducirt die Eiſenſtangen auf ein Quadrat von 7 bis 8 Linien Die ind un» beſtimmter Länge, läßt dieß ſodann aber an der Luſt kalt wer- den, ohne es in Waſſer zu tauchen, Die breiten Facetten die der Schwellſtahl hatte, werden in kleine Körner reducirt, und in dieſem Zuſtande heißt er gemeiner Strahl. Man gebraucht ihn zu Feilen, Sägen, Scheeren, Meſſern u. ſw, Da die Extremitäten des zu Stahl verwandelten Eiſens in der Regel Fle>en haben, und ein weniger vollkommenes Stahl liefern 3; ſo zerſchneidet man ſie, um ſie in Pakeren zu ſchmieden, und neunt dieſen Stahl, ſüßen Srahl. Man bes dient ſich ſeiner um ihn an die Extremitäten der Werkzeuge zur Bearbeitung der Erde anzuſchweißen, Man kann die Oualität des Cementätionsſtahls noh ver? beſſern, wenn man ihn, ſo wie er aus dem Ofen kommt, nimmt, um Pä&e von zehn bis zwdif Stangen daraus zu machen; dieſe Päcke erwärmt man in den Kohlen;' indem man von Zeit zu Zeit, ſorgfältig, tro>enen Lehm darauf wirft, um die Hiße zu con- centriren; und wenn das Paket gehdrig warm geworden, bringt man es unter den Hammer, um es zu ſchweißen, breit zu ſchla- gen und zu ſchmieden;- durch dieß Verfahren erhält man den ſogenanuten deutſchen Stahl. Äuf die nämliche Art verfährt man bey deſſen Bereitung in Steyermark und Newkaſile, Die Engländer legen dem deutſchen Stahl noh neue Eigens ſchaften bey,"die ihn geſchickt zur Anwendung in feinen Arbeiten machen. Zu dieſem Ende bedienen ſie ſich, um den Ceimentaz tionsſtahl in deutſchen Stahl zu verwandeln, nur der Hölzkoh!en. Sie laſſen ſodann dieſen deutſchen Stahl auf die nämliche Weiſe cementiren, wie das Ciſen, und ſchmieden es von. neuem in Päcken bey Holzkohlen, k Die Engländer ſiad faſt allein im Beſitz des Mittels,-den unter dem Namen von geſchmolzenem Strahl bekannten Hanz delsartikel zu verfertigen, Man nimmt dazu aite Feilen; oder andre ſtählerne StüFe und ſchmilzt fie mit einem glaſigein Fluſſe. R Das Ga 258<< Das Eiſen iſt fähig ſehr verſchiedene Quantitäten von Kohle aufzunehmen. Von dem Stahle an, welches vavon hd<ſtens 7 vis zum Reißbley, weiches 52% davon enthält, ſind die Mirtel- verhältniſſe ſehr zahlrei. Wenn man von dem Zuſtande als Stahl ausgeht, weicher nichts iſt, als Eiſen in Veibindung mit ein wenig Kohlenſtoff, und gradweiſe das Verhältniß dieſer leß- tern ſteigert, ſo ſieht man, wie das Eiſen nach und nach darch die Zuſtände des weißen Guſſes, des grauen Guſſes u. f. w. durch- geht, und endlich in den des Reißbleyes übergehet. So wie das Verhältniß der Kohle zunimmt, wird es immer ſchwerer das Eiſen zu ſchmieden und es im Feuer zu erweichen. Es gibt ein Ver häliniß zwiſchen dem Eiſen und der Kohle, woraus ein ſcen des Mergalls drey Mal in den Ofen zu- rü, um die letzten Portionen daraus. zu ſcheiden. Im Handel kennt man dreyerley Gattungen von Zinn: 1) Das reine Zinn, ſo wie das:von V7glacca, von Banz quas und das weiche engliſche Zinn. Das von MIgigeca wird in Formen gegoſſen ,' die ihm die. Geſtalt einer vierwinkligen abgeſtumpften Pyramide. mit einem.dünnen Rande au der Baſis geben., Man nennt es im Handel Zinn in gZüten oder in Schreibzeugform, a „23 Das engliſche Zinn iſt in großen Barren oder in Stäbe, von ungefähr 1 Zoll Die, auf 18 Zoll Länge gegoſſen, Dieß iſt das gewdhnlichſte. - 3) Das Zinn der Bleyarbeiter iſt mit Bley, und ſelbſt mit ein wenig Kupfer und Wismuth verſeßt. Die Geſeße geſtatten die Verſezung mit den beyden letztern Metallen. Durch das Rupfer erlangt es Härte und der Wismurbh läßt ſeinen Glanz wieder'hervorſcheinen, den das Kupfer trübt, und macht es hellflingender, Die Zinngießer vermengen es uoch mit Spießglanz, um es härter, und mit Zink, um es weißer zu machen. Bayen und Charlard haben bewieſen, daß die für die Ge» ſundheit ſchädlichfien Metalle, wie der Arſenik, ſelbſt künſtlich nicht dergeſtalt mit dem Zinn verſeßt werden könnten, um das- ſelbe gefährlich zu machen; ſo daß man ſich deſſen zum häuslis chen Gebrauch mit allem Zutrauen bedienen kann. Sie haben in dieſer Rückſicht alle Beſorgniſſe zerſtreut, die Marggraf erregz 6 der ſich täuſchte, indem er etwas für Arſenik nahm, was einer war, Das Zinn zeigt eine große Geſchmeidigkeit unter dem Ham- „mer. Man kann es in einem ſolchen Grade ausdehnen, um Blätter oder Platten, dünner als Papier, daraus zu bilden. Wenn man es aber auf dieſe Art bearbeiter, ſo muß man meh- rere | ! 1 | ' | | | | gere! die NU zerdjen Guns (dlug 0, ſ Ww,| ider 5 di |(iD Gei) | (r'1 (us vem) erb Vl brechen) es zuvot Qolzmi] ſym - | WWiOnt V] ginnt, Gel Gey rt: Gey iw"' m Vin fe ben äſſig wind,| herausgt:| t der es in er und An e Duarz it, 98 Erz quf bor man es 1? das Eiſen erberirofen, en Ofen zu 1 Zinn: , von Bay; gigeca wird lerwinfligen 8 der Baſis ten oder in der in Gtähe, goſſen, Die und ſelbſt m ſetze geſtatiy Durch dy - ſeinen Gla) und macht() glanz, um) die für die O0 ſelbſt Finftlic ten, um dasz „ zum häusli- Sie haben it rggraf erreg | nahm, ws er dem Hatt dehnen, 1! vs zu bild"! naß man m) 9,4 = 261== zere Platten mit einander vereinigen, die ſich dann eine. die an- dre unterſtüßen und unter dem Hammer nachgeben/ ohne zu zerreißen. Dieſer Platten, deren Die faſt null iſt, und welche Stanniol oder Zinnfolie genannt werden, bedient man ſich un Glaskugeln zu verſilbern, andre Metalle damit zu überziehen u. ſ. w. Bey der Belegung der Spiegel gebraucht man ſie viel diFer**), Achter Artikel. Vom Zink%%), Die Farbe des Zinks iſt ein leicht in das Bläuliche ſpie- fende Weiß. Sein ſpecifiſches Gewicht beträgt 7,1908. Er löſt ſich in Salpeterſäure mit Aufbrauſen auf, Er brennt mit einer glänzenden Flamme. Das Oxyd, welches aus dem Verbrennen entſteht, iſt weiß, leicht, flo>ig und fliegt in der Luft wie Spinngewebe umher, Dieß Metall iſt nachgiebig unter dem Hammer, ohne zu brechen, und man kann es nur dann gehdrig klein machen, wean es zuvor erwärmt worden. Durch den gleicheren Dru> der Walzmühle kann es in dünne und ſehr biegſame Platten zer- ſchnitten werden, X Das Zinkerz zeigt dieß Metall in einem dreyfachen Zuſtande: als Oxyd, geſchwefelt und als ſchwefelſaures Salz. Das gediegene Zinkoxyd wird Galmey, auch Galmeyſtein genannt. Sein ſpecifiſches Gewicht beträgt 3,5236. Seine Farbe iſt weißlich oder gelblich. Er iſt leicht zu pulveriſiren. Seine urſprüngliche Form iſt die eines rechtwinkligen Aht- es; man findet ihn aber auch in unförmlichen Platten, Zapfen, vder in zellenartigen, ſ "Der geſchwefelte Zink iſt bey den Mineralogen unter dem Ramen Blende bekannt, Die Farbe desſelben iſt ſehr verſchiedenartig, citronengelb, roth, grünlich, braun, ſchwärzlich u. ſ. w. Er hat immer das Anſehen eines harzigen Körpers, obgleich keine Analogie zwis ſchen ihm und dieſen Subſtanzen Statt findet, Die Blende iſ? phosphorescirend: zuweilen darf man nur mit einem leichten Körper darauf kraßen, um in der Dunkelheit Lichtſtreifen auf der Oberfläche derſelben erſcheinen zu ſehen, Ihr Gewebe iſt blätterig. Ihr ſpecifiſches Gewicht beträgt 4,1665. Wenn man den Staub der Blende in Schwefelſäure ſtreut; ſo entwielt ſich daraus ein hepatiſcher Geruch, Die urſprüngliche Form der Blende iſt die eines würfelfdr2 migen Zwölfe>s,. Man findet ſie auch in Platten, Kügelchen, concentriſchen Lagen u. ſ. w.- Die Blende iſt zuweilen mit Eiſen, Gold oder Silber vermengt. 5 Bergmann hat ſie mit Kobalt, Kupfer und Bley verſetzt gefunden, Dieß Mineral begleitet oft Bley und Kupfererze. Es bil- det zuweilen die Gangart derſelben, und iſt auch oft in Lagen oder kleinen Adern an der Seite der beyden andern Metalle vertheilt. EE Der natürliche ſchwefelſaure Zink entſteht aus der Zerſetzung des geſchwefelten 3 dieſe geſchieht zufällig, und nie kann man ein ſolches Erz dem Galmey oder der Blende zur Seite ſtellen. Da die Conſumtion des Zinks ſehr eingeſchränkt iſt, ſo hat „man deſſen Fdrderung nicht ſehr häufig gemacht, und faſt aller, welcher in den Handel kommt, wird aus dem Rammelsberg bey Goslar, im Nieder- Harze, gewonnen*). Das Verfahren, deſſen man ſich daſelbſt bedienet, um ihn aus dem Mineral zu ziehen, iſt eben ſo einfach als ſinnreich. Man ſtellt einen Stein in gebogener Richtung in dem vordern Theil des Ofens auf, in -dem man das zinkhaltige Bleyerz ſchmilzt; ein großer Theil des ſich verflüchtigenden Zinks condenſirt ſich gegen dieſen Stein, den man ſorgfältig abkühlt; und lauft ſodann in Nuwern auf | ohlen *) Der ttoslarſche, Zink iſt gerade die ſchlechteſte Art, und hält immer eine bedeutende Quantität Bley eingemengt. Reiner iſt der oſtindiſche Zink, welcher über England erhalten wird. H. Gohl€ R! dieſ fü wn NE une X KE vw Zur (zmt 69 habn) 7 zu ge 134 ful D08 | Auſh | uns in" j')8 lt 1: [ij 100194 BU Gur Wg Indem"+ De unter den vronengelh| immer dai| logie zwir tf man m r Dunkelhey zu ſehen, äure ſtreut, 6 würfelſty nentriſchet Ka Silber ) Bley verſeh rz Es bil: oft in Lagen dern Metall er Zerſeßu) ie kann min Seite ſtell» ft iſt, ſo h! ind faſt alle) melsberg by) z Verfahtt) 1 Mineral)! t einen Sti! fens auf, 0 ßer Theil di dieſen Stel - Körnern(a! Kohl Urty und! nt. Rein| alten wird-) E53 263 2 Kohlen ab ,. die unten aufgeſtellt ſind, um ihn aufzunehmen; dieſe Körner werden aber von neuem geſchmolzen, um das Me- tall im Maſſe flüſſig zu machen, Dieſer Zink iſt- weniger rein, als dex, welcher unter dem Namen Tutanego aus Indien kommt. In den Künſten macht män nur einey geringen Gebrauch vom Zink; ſeine Unfähigkeit, leicht gehämmert zu werden, und Laine Eigenſchaft ſich bey einer mäßigen Wärme zu entzünden, haben nicht geſtattet, ihm einen gusgebreiteten Wirkungskreis zu geben. Man gebraucht ihn zu Feuerwerken, wo er bey ſeiner Dee flagration, lebhajte Funken ſprüht. Man hat den Verſuch gemacht, ſich bey Verzinnung des Kupfers, ſeiner ſtatt des Zinnes zu bedienen, weil er beſſer det und härter iſt; aber da er ſich ſchwieriger auftragen läßt,„ſo läßt man. dem Zinn fortwährend den Vorzug*), Neunter Artikel. Vom Wismuth.*9. Die Eigenſchaften des Wismuths ſind folgende: Eine weißgelbliche Farbe, Ein ſpecifiſches Gewicht von: 9,0202, und. geſchmolzen von 9,8227. Er iſt ſprdde, und läßt ſich. durch den Hammer in Kör- ner zerſchlagen. Er ſchmilzt bey der Lichtflamme. Seine urſprüngliche Form ſcheint die des regulären Acht- e>s. zu ſeyn; Herr Hauy hat dieſe Figur ſehr deutlich erhalten, indem er eine Maſſe geſchmolzenen Wismuth mechaniſch zertheilte. Wenn man den Wismuth ſchmelzen läßt, und in dem Augenbli>ke abgießt, wo die äußern Oberflächen ſich eben feſt- ſeen, ſo ſieht man die Höhlung mit Kriſtallen ausgefüttert, die ſtufenweiſe in die Hdhe ſteigen, und wie aus einer Zuſam- mena2 *) Der Zink kann auch ſchon aus dem Grunde nicht zum Ueberzie- hen des Kupfers angewendet werden, weil er in ſchwachen Pflan- zenſäuren leicht auflöslich iſt; und ſeine Auflöſungen Brechener- regend find. H. "*) Man kennt das Wigsmuthmetalt auch.unfer dem Namen Bis- muth ,; MmMerkaſit und Aſchbley, mit welchen Benennungen deutſche Künfiler ſolches oft gehrauchen, H. en gefunden wird, Seine ſpecifiſche Schwere beträgt 7,7207, im Bruch iſt er höerig, feinkörnig und dicht, i Von der Salpeterſäure wird er, unter Aufbrauſen, ange- griffen. StüFe davon über die Lichtflamme gehaiten, verbreis ten einen Dampf von einem ſehr ausgezeichneten Knoblauch- . Seine gewöhnlichſte Form iſt das Achte, auch trifft man ihn in warzenartigen Maſſen. Die Verſetzung des Kobalts und des Arſeniks iſt zuweilen mit dem Schwefel verbunden, woraus der graue Robalt ent? ſteht, Seine Farbe iſt ein metalliſches Weiß das in's Graue ſpielt, Seine urſprüngliche Geſtalt die würfelfdrmige. Er 1d'; ſich in Salpeterſäure auf, gibt vor dem Löthrohr einen Knobiauchgeruch von ſich, und zuweilen Funken. wenn er am Fenerſtahl geſchlagen wird, Seine ſpecifiſche Schwere beträgt von 6,3391 bis 6,4509.: Der graue Kobalt von Tunaberg lieferte Herrn Rlaproth 44,0 Kobalt 55,5 Arſenik und 0.5 Schwefel. Herr Tatyſaert fand in dem nämlichen Erze 49,00 Arſenik, 36,66 Kobalt, 5,66 Eiſen, 2,18 Schwefel. Brandt hat zu Baſtnges in Schweden ein ſchwefliges Kobalterz ohne Verſeßzung mit Arſenik gefunden. Die Analyſe hat die Exiſtenz von Ciſen darin nachgewieſen, Wenn die natürliche Verſezung von Arſenik und Kobalt, efflorescirt oder ſich zerſeßt; ſo entſteht daraus das, was man Bobaltblymen oder Kobaltblüthe nennt, worin das Metall mit der Arſenikſäure verbunden iſt. Die Farbe davon iſt ein violettes Roth, wie Weinhefen und etwas in's Pfirſichblüth- farbene ſpielend, wenn ſie ein wenig Intenſität hat, oft findet man ſie auch in divergirenden, von einem gemeinſchaftlichen Mitte!punkte ausgehenden Nadeln, und niedliche Roſetten auf der Oberfläche der Gangart bildend, Der oxydirte Kobalt, den man in den Erzen findet, hat gewöhnlich eine ſchwarze oder blau ſchwärzliche Farbe. Man kann ihm auf allen ſeinen Oberflächen einen faſt metalliſchen Glanz geben, wenn man ſie mit einen harten und glatten Kdrper reibt. Man trifft ihn zuweilen in Zapfen, ſehr oft auch in Geſta!t eines ſchwarzen einer glaſigen und pulverarti2 gen Schlacke ähnlichen Staubes an, 4,(42? Tn 4 Auch 4 | dient | zen Au | Sqreib' | Jm | Giler/ | mwb EIN de mo mu 0 lupe 10 Nf] ſud, ls | mund4 Möpſe! N7 wider Hande) vermin einen;1 him, 5 zm viſhi fejw H u) 119 Init hig MAn 4 Hinweg„18 1010 bi 3 diä vis jeh Andes]. NE dig un 9 Tb funds Any der wz ſv ny j |- 267= rhe, wenn „rötbliches. Auch wirv dieß ſchwarze Oxyd in Gemenge mit Silber, nden wird Rikel und oft. mit erdigen Subſtanzen gefunden, woraus uch iſt py Maſſen von abwechſelnden rothen, grünlichen, braunen Far» | ben u. ſ. w. entſtehen, Man ſieht ziemlich gewdhniich das | gediegene Silber von Faſern umgeben und dieß iſt das unter vſen, änge-. dem Namen Gänſekothiges Silbererz bekannte Erz, Herr en, verbreis Schreiber, der ein StüFX davon aus dem Berge Challanches bey Knoblauch: Allemont in Dauphine analyſirt hat, zog aus 100 Theilen, 12,75 , quch triff Silber, 3,5 Eiſen, 43 Kobalt, 4,75 Queſilber, 15,25 Waſſer und Schwefelſäure und 20,75 Arſenik. ſt zuweiln Die Bearbeitung des arſenikaliſchen Kobalts, des einzigen, 'obal den man mit Nußen fördert, ſchränkt ſich darauf ein, daß [738 0:56 man das Mineral'in Reverberir- Oefen rdſtet, die in einen ae: langen Schornſtein auslaufen, welcher zum Auffangen der mige, Er Dämpfe beſtimmt iſt. Dieſe Dämpfe, welche nichts anderes AP: ſind, als verflüchtigtes Arſenikoryd ſeen ſich an die Wände an und bilden eine Kruſte daran, die von ſolce ſeines Falles in eine Menge fleinerer entzündeter Kugeln, die eben ſo viele kleine Sterne bilden, Zinn und Ei- ſen bringen eine ähnliche Wirkung hervor, Kein Metall hat mehr als dieß der Geduld der Alchemiso ſten zu ſchaffen gemacht; die, einen vers folgend, nac) und nach eben ſo zahlreiche, als abwechſelnde Spießglanzcompoſitionen hecvorbrachten, deren ſich ſodann die edicin mit vielem Erfolg bemächrigte. Dieß Metall liefert die wirkſamſten und in unſern Tagen am meiſten gebrauchten Arz2 neymittel; ihre Anwendung erfordert, ohne Zweifel, eine ſehr geübre Hand, und um deswillen glaubte das Pariſer Parlement deſſen Gebrauch unterſagen zu müſſen, Man hätte jedoch der Arzeneykunde eine ihrer grdßten Zufluchten geraubt, wenn man bey dieſem Verbote beharret wäre. Man Feneee===eeeeeeeeugn<-. mm.- r= u. em eee r=n<= eer eg 8 KEEN Man hat gediegenen Spießglanz bey Salberg in SHweden, und bey Allemont in Dauphine euide&r, wo man ihn noch mit Arſenik verſeßt gefunden, Das gewdhnlichſte Vererzungsmittel des Spießglanzes iſt der Schwefel: man nennt es in dieſem„Zuſtande graues oder ſchwefliges Spießglanzer3z. Die Eigenſchaften. dieſes geſchwes Felten Spießglanzes ſind folgende: Ein ſpecifiſches Gewicht von 4,1327++4,7165« Eine in Srahlgrau ſpielende Farbe, Ein ſchwefliger Geruch bey: dem Reiben. Zerbrechlichkeit bey dem bloßen DruF des Nagels, Schmelzbarkeit an der Lichtflamme. Theilbarkeit durch ſehr niedliche Einſchnitte nach einer Richtung«| i *-" 1Es läuft parallel-mit der Are der Kriſtalle, Der geſchwefelte Spießglanz, ſo wie der von Auvergne, lieferte vortreffiiche Kriſtallgruppen, unter: denen man Pyramie den mit drey oder vier Seiten ſah, die an ähnlichen Pyramiven anſitzen, die ſich in einem gemeinſchaftlichen Mittelpunkte ver- einigen... Die Ungriſchen, Siberiſchen und andere Spießglanze- erze zeigen zuweilen Gruppen oder Vereinigungen von divergi- xenden oder bündelartigen Fibern, die in die reichſten Farben ſpielen, oder die Politur des Stahles haben. Dieſe Erze en;hals ten gewdhnlich Silber und führen den Namen ZSeder-Silbererz. Man findetres auch in breiten blätterförmigen Platten, die zu Spiegeln dienen können ,. und aus Fragmenten von Pris- „men entſiehen,: Der Spießglanz hat ſich den Mineralogen auch im Oxyd» zuſtande gezeigt; er hat eine perlweiße Farbe; ſchmilzt an der Lichtflamme'; iſt ſehr leicht mit dem Meſſer anzuſchneiden; ver» pufft auf glühenden Kohlen, und verdunſtet vor dem Ldthrohr in einen Dampf. Herr Vauquelin hat daraus 86 Spießglanz- oxyd, 8 Kieſelerde und 3 Spießglanzoryd mit Eiſenoxyd vers mengt, gezogen. Dieß Oryd zeigt ſich noch in rechtwinkligen Platten und divergirenden Nadeln. Die Naturforſcher beſchreiben eine natürliche Verbindung von Spießglanzoxyd, Arſenikoxyd und Schwefel, die man für gediegenen Mineralkermes hielt, in dem Herr Berthollet die Eriſtenz des Spießglanzoxyds, des Schwefels und des Waſſer? ſtoſſs nachgewieſen hat, Es iſt klar, daß. dieß Erz eine Zerſetzung von geſchweſeltem Spießglauz und Arſenik iſt, welche von der | Compo « | Gomo! Mules um Mal Sandel) | oe M" dd | yer O1! | Gpuſ? um iv hur die im(5 ewa (91070 wiren |"mis | far x fe aufm mN | wg py py, 1 Predufit Lt vil,(8 zu zi; in 29 Ne Wenn mI „" )7 | 1 Schweda hu noch, Bglanzes| trgues ſes geſchin gels, nach eint 1 Auvergne, an Pyramie a Pyramiven purſe ver: e Spießglay/ 1 von diverg) hften Farben » Erze enhale x:Sülbererz, Platten, di en von Pri: ich im Dy)! milzt an dy hneiden; vt! dem Vthre ) Spießglay ſenoxyd 0 rechtwinflig! e Verbindiy die may ſs verthollet|! » des Waſ! ine Zerſekun jelche von 1 Comp! ii LIBRE!=im Compoſition, die den Kermes durch die Gegenwärt des loßten Metalles bildet; verſchieden iſt, und ſich ihm durch die Farbe und die„.idern Stoſſe wieder nähert. Man trifft den Spießglanz unter zweyen Zuſtänden im Handel, als rohen Spießglanz, ſo wie als Spießglanzkönig oder Uerall. Der rohe Spießglanz iſt nichs als geſchwefeltes, von ſei- ner Gangart befreveces Spiesglanzerz, alſo ein geſchwefeiter Spießglanz.| Die Berſahrungsarr, deren man ſich bedient, um ihn in dieſen Zuſtand zu verſeßeun, iſt höchſt einfach5 man thut das Mineral in Töpfe, die ein Loch im Boden haben, und die in andern, in die Erde vergrabenen Töpjen jteken. Man erwärmt die obern mit dem Minera1 angefüllren Töpfe, und der Spießglanz fängt an. zu ſchmelzen, und läuft in die untern, während die wenige Gangart, die dem Erz beygemengi war, im obern Topfe bieibt. Die Maſſe des geſchwefelten Spießglanzes ſetzt ſic) an, und bildet Brote von der Geſtalt des Topfes, der ſie aufnimmt; ſie. zeigt in ihrem Bruche eine Overfläche, veſäet mit Nadeln, die, eine an der andern haftend, eine Verbinz- dung davon durch die ganze Maſſe bilden, Zuweilen haben einige Spießglanzerze nicht Schwefel ge- nug, und in dieſem Falte thut man ſolchen hinzu, um dem Produkte eine beſtändige Kraft und Farbe zu geben, Wenn man das Metall aus dem Spießglanzerze ertrahiren will, ſo fängt man damit an, den Spießglanz in ein?r Pfanne zu röſten, mengt ſodann einen Theil gerro>neten Weinſtein mit zwey Theilen Spießglanzoxyd, und ſchmilzt dieß Gemenge in Tiegeln, Noch kann man den Spießglanz ſeines Schwefels berauben, wenn man ihn mit Kupfer, Silber oder Ciſen ſchmilzt*), Der *) Die Scheidung des Spießglänzkönigs aus dem rohen Spießglanze iſt die wohlfeilſte Art. Man ſchüttet zu dem Behuf anderthalb Theile eiſerne Negel in einen Schmelztiegel, erhißt ſie bis zum Rorhglühen, und ſetzt dann 4 Theile gepulverten rohen Spieß- glanz zu. Man rührt alles um, Und wenn die Maſſe in dünnen Fluß gekommen iſt, ſekt man noch einen halben Theil Salpe- ter hinzu. Man gießt dann die Maſſe in einen Gießpuckel«us, an welchem man während dem Ausgießen mit einem Hammer ſanft anſchlägt; und man finder nun unten den Regnluüs oven auf aber eine Schlacke von geſchwefeltem Eiſen, Dieſes Me- tall wird eiſenhaltiger Spießglanzk6mg genannt, weil ſolches immer eine geringe Portion Ciſen zurück behält, H. S A 274=> Der Spießglanz kommt in die Compoſition der Buchdru>er«- ſchrift, man vermengt ihn mit Bley ungefähr in dem Verhält» niß eines Fünfiheils, 7 Er gibt dem Zinn Härte, und kommt auch in die Compo- ſition der Metalljpiegel, Das. was man uuter der Benennung Prinzmetgal kannte, war eine Verſeßung von 18 Theilen Spießglanz, und 100 Zinn. Man machte Beſtecke und mehrere Geräthſchaften aus dieſem Metalle, das mit Härte eine ziemlich ſchöne Politur, und den Glanz des Silbers verband, Vierzehnter Artikel, Vom Kiel. Nachdem man nach und nach den Trikel als eine Modifi- cation des Eiſens oder des Kupfers betrachtet hat; iſt man heut zu Tage darüber einig, ihn als ein beſonderes-Metall ans zuſehen, welches folgende Eigenſchaften hat: Ein ſpecifiſches Gewicht von 9, Eine grauiichweiße Farbe. Die Eigenſchaft, durch Anziehung auf die Magnetnadel zu wirken und die Empfänglichkeit Pole zu erlangen. Das Mineral, das gewöhnlich den Nicel liefert, iſt das, welches man Rupferni>el nennt, Cs enthält, außer dem Ni Fel, Arſenik und Eiſen, von welchen es ſchwer iſt dasſelbe zu befreyen, Herr Rlaproth hat die EntdeXkung gemacht, daß der fär- bende Stoff im Chyryſopras der Nikel ſey, Das Metall, wels 6,6080,» N Der-Nickel iſt in einigen. Erzen auch noch im Orydzuſkande vorhanden, Er bedeckt zuweilen die Erze des arſenikaliſchen Kobalts„in Geſtalt einer grünen Kruſte, Man hat von dieſem Meraite bis jezt noch keinen Gebrauch gemacht, Funſzehnter Artikel, Von der Plating, „Wenn man die Platina aus den Geſichtspunkten ihres ſpex eifiſchen Gewichts, ihrer Unangreiibarkeit durch Luft und Feuer, und ihrer Unaufldslichkeit in einfachen Säuren betrracmiet, ſo muß man dieſem Metalle unter allen bekanaten den erſten Rang anweiſen. Wenn man jedoch darauf Rä>ſicht nimmt, das die Analyſe darin täglich neue Metaile entdeckt, die ſich in ngrürlis ung des Hern Vaöquelin, der ein Zehn? theil von Platina, in dem Silbererze von Gugdalcaunal, in Spa nien fand, traf man dieß Metall nur in den amerikaniſchen Golds S' 32 erzew 24.00 Cm 5.*% CY(30% N ZI Rs 5 PRE REF ae 3 ED> dg. 15 WL. SE AA= waekl iden wi kanälen emden F- « py: Gail) 276<> etzen an, Wenn man dieſe Erze von ihrer Gangart befreyt und ſich des Goldes mittelſt des Qued&ſilbers bemächtigt, ſo bleibt die Platina allein in Geſtalt kleiner Körner oder Flittern zurück; ſie behält dabey immer etwas Queckſilber in ſich, das man durch Wärme davon ſcheidet. Man kennt einige, wenn gleich. ſeltene Kdeyer der Platina, die einige Millimeter lang ſind. Herr von gZumboldr hat eines von ſeinen Reiſen mitgebracht, das wenig- ſtens ſo di> wie eine Mandel iſt Herr Gillet Laumonr beſitzt eines von ungefähr 5 Linien Länge auf 3 Linie« Breiie und von 40 Gran an Gewicht, Die Platina erleidet keine Veränderung gan der Luft, WMacquer und Beaume haben Plating mehrere Tage hin- durch dem Feuer einer Glashüite ausgeſeßt: dieſe Körner erlite ten dadurch keine Veränderung, als vaß ſie ein wenig weich wurden und einen ſchwachen Zuſammenhaug unter einander ge- wannen,. Die Platina ſchmilzt an dem Brennpunkte des Brennſpie- ge!s, und an der Hike einer durch Sauerſioſfgas erregten Flamme, -. Aber alle dieſe Mittel leiſten weiter nichts, als daß ſie die Schmelzbvarkeit der Platina beſtätigten, ohne jedoch zu geſtatten, ſie in ſo großer Quantität zu ſchmelzen, um davon in den Künz- ſten Gebrauch machen zu können, Dieß bewog die Chemiker, ſich ſo lange mit dieſem Metalle zu beſchäftigen, bis ſie dahin gelangten, es zu bearbeiten. Unter allen Verfahrungsarten, die'am beſten eingeſchlagen ſind, ſcheinen die, bey denen Arſenik vder Phosphor angewandt wird, den Vorzug erhalten zu haben, Herr. Ahard hat'vorgeſchlagen, gieiche Theile Platina, Arſenik- oxyd und Weinſtein-zu nehmen, das. Gemenge in einen Tiegel zu thun und es eine Stunde hindurch einen hefiigen Feuer aus- zuſetzen; die Platina ſchmilzt ſodann, iſt aber hart, brüchig und weniger weiß als gewdhniiche Platina; dieſe Veränderung rührt von dem Arſenik her, der damit verſeßt bleibt, und von dem man ſie durc) Wärme befreyt." So benußt man, wenn män die Platina: bearbeitet, den Zuſtand den ſie durch die Ver» ſezung mit dem Arſenik erlangt, wodurch ſie ſchmeizbarer wird, und gießt ſie in Formen, um ſie ſodann einer g-hdrigen Hiße auezuſetßzen, um allen Arſenik daraus zu entbinden. So wie der Arſenik verdynſtet, ſchlägt man die Vlating mit dem Hame- mer und vermeidet dadurch die Poroſität, die aus der Schei- dung des Arſeniks eotſtehen würde, Herr GSuyvton- Morveau hat mit. Nußen ſtatt des Arſenik» oxyds, arſenikſanres Kali angewandt, und auch ich ſeibſt habe mich deſſen mit Erfolg bedient, pell elle: EM) und 0 der Ps Zif Epießals "| Metall? man d if: aus jm new+ zur Durm (us 4 Ii ge/07 Dos nw Oels (6x ndert; 13 terſomedt Genf) Operat Beſu h ven zl tnt, E Y | femdi] zur Net von der 4 und ver Un ſeng je mit j dies Nhiigen Wendlich; wn wa Rtigt veitiog [qm M mE RET Ms Bin. 4 50 SELE ENE ed. GE ZZ 277<<| 8 'efreyt un::; eS] , ſo bleiſt Pelletier ſ ſicher Leichtigkeit und Defonomie zu manchem neuen Gebrauche würde bearbeiten können. Die Platina, die in den Handel kommt, die man bis jeßt bearbeitet und von der man alle Eigenſchaften, die bis jetzt die- ſem Metalle zugeſchrieben worden, hergeleitet hat, iſt nichts deſtoweniger mit mehrern andern metalliſchen Materien vermengt. Das Eiſen iſt faſt unzertrennlich davoa, ſo daß Huüſßfon ſie wie eine natürliche Verſezung von Gold und Eiſen betrachtete, aber heut zu Tage hat man mehrere Metalle darin entde>t, die bis jetzt nur allein in dieſer Verjezung gefunden worden, Man wußte ſeit geraumer Zeit, daß die Auflöſung der Pla- tina in ſalpeterſaurer Sa'!zſäure(im Rönigswaſſer) ein ſchwar zes Pulver niederſchlagen ließe, mit dem die Herren Sourcropy, Vauquelin und Descotils zu gleicher Zeit verſchiedene Verſuche machten, weiche ſie auf die Schlußfolge leiteten, vaß dieß Oryd, welches einen pikanten Geruc) und einen beſondern Geſchma> Hat; das flüchtig genug iſt, um mit Waſſer zur Deſtillation zu gelangen, und das ſeinen Sauerſtoff leicht fahren läßt, um ſich in ein ſehr fixes Metall zu verwandeln, einem ueuen Metalle angehöre. Herr Tennant, von den EntdeXungen der franzöſiſchen Chemifer unterrichtet; unterwarf das ſchwarze Pulver einer neuen Prüfung, indem er es nach der Methode der Herren Fourz crxoy und Vauquelin nach und nach mit Kali und Salzſäure behandelte, und gr fand, daß die Eigenſchaften, welche ver- wirrt worden ygren, zweyen ſehr beſtimmten Metallen ange- hörten, von denen eines, zm Zuſtande der Orydation ſich leich» ter im Alkali, das andre aber in der Salzſäure, auflöſt; er unterſchied die Eigenſchaften eines jeden dieſer Metalle und nannte das erſte Osmium, in Anſpielung auf die riechende Eigenſchaft ſeines Oxyds, das andre aber /r/aium wegen der verſchiedenen Farben, welche ſeine Auſlöſung durch Salzſäure annimmt, Do war der Gegenſtand noch uicht erſchdpft, und Herr Wollaſton fand, unabhängig von dem in der Aufldſung der Platina enthaltenen Kupfer, Ciſen und Bley zwey neue Metalle darin, von denen er eines LFa/ladium und das andre wegen der roſenrothen Farbe, die es der ſalpeterſauren Salzſäure mit? theilt, Rhoagiunm nannte, SL Die Reſultate des Herrn Wollaſton ſind von Herrn Deos» cotils beſtatigt worden. „ve Man ſeßt. die gereinigte Platina durch mechaniſche Mittel einer ſtarken Wärme gus, um das Queckſilber daraus zu ver- treiben, mib! perbn ANL en ||„„'G | damit | 0518 | Yum! | ww' | hut 34 Guus 9iS rz MEL ie | WyS | ul 99 | jun![- zu Vr: | nmD Gali! aber 18 währ wehr bB ( 1 neden NIE |(m | Atinrs | wii" | fim 116 els br aus | hitdais | 2 E | Gebräu| | an bis iy| 16 jeht We| - iſt nh; 1 vermeny, Fon ſie viete, a Et, dielh 1, 119 der My ein ſchw Sdurcry, ne Verſucht dieß Ory), - Geſchmad ſiillarton zu 't, um ſich u Metalle franzöſiſchen Vulver einer erren Four- ) Salzſaure welche ver allen ant: n ſich leich auflöſt;> ' und uann! Eigenſchä| verſchieden nimmt, „ und Fe uflöſung eue Metal! e wegen di! zſaure mi) Herry Dy miſch? Mitt! aus zu 0!" reibe) treiben, und läßt ſie in einer kleinen Quantität mit Waſſer verdünnter ſalpeierſaurer. Salzſäure digeriren, um das Gold davon zu ſcheiden, Sodänn ldſt man die Platina in ſalpeterſaurer Salzſäure auf, deren Wirkung man mäßiget, um ſoviel als möglich von dem ſchwarzen Staube zu erhalten, in der ſich das /riaiun: und Osmium befinden. Man ſchlägt die Aufldſung durch ſalzſaunres Ammonium uieder, welches den größten Theil der Platina mit hinwegnimmt, indem es eine gelbe Verbindung bildet. Man thut in die klare Aufldſung eine Zinkplatte, die alle metalliſche Subſtanzen daraus niederſchlägt, mit Ausnahme des Eiſens« Dieſer Niederſchlag, welcher eine ſchwarze Farbe hat, enthält Platina, Rhodium, Palladium, Kupfer und Bley; man löſt das Kupfer und das Bley“in verdünnter Salpeterſäure auf, und läßt den Reſt in verdünnter ſalpeterſaurer Salzſäure digeriren, die das Ganze bis auf einen kleinen ungufldslich bleibenden Theil aufldſt, welcher das /riäium iſt; zu dieſer letzten Aufld- ſung wird ſalzſaures Natron hinzugethan, und man läßt bis zur Trone evaporiren ,-wodurch man ein aus ſalzſaurem Na- tron und Platina, Palladium und Rhodium zuſammengeſeßtes Salz enthält; das ſalzſaure Salz des Natrons und der Platina aber, ſo wie das des Palladiums ldſt ſich in Alkohol auf, während das des Rhodiums unaufldslich bleibt, und man es daher durch dieß Mittel ſcheiden kann, Man ſchlägt die Platina durch ſalzſaures Ammonium nieder, und nachdem man die Flüſſigkeit'Ferdünnt, wird das Palladium daraus durch blauſaures Kali niedyrgeſchlagen, Es ſind alſo acen; man finvet es auch in Platten, die ſich in der Richtung ihrer großen Flächen ſehr leicht von einander theilen laſſen, glänzend und hd>erig ſind. Wir kennen dieß neue Metall nur durch die Analyſe, die Herr Klaproth 1798 davon mitgetheilt. Doch ſprach Müller nachdem er weißes Gold analyſirt, ſchon von einem-Rückſtande, der den größten Theil desſelben ausmache, und glle Eigenſchaften eines neuen Metalles habe; Herr Rirwan nahm dieß kurze Zeit darauf in ſeine Mineralogie unter dem Namen Sypivgyzir aufs; gber | |] | | | | Metdeh(!S | dem w! Im d wi ZE alpen damn ein ZI volant dunn, f5 den Folien | entſieht,I0 ? NL EE |] || | | 4/9 Einn ſa 10 Ms "ni es Ayu m vopjen 174 ſeßen, vt| ſablimit vn (olle, di 300 WE queliy(Z "vj S Deum WIES fit, IS | | mn SEED EREE aman de Fath,| aber Herr Rliaproth beſtätigte nicht allein die Eriſtenz dieſes | Metalles in den Bergwerken von Fatzbay und Offenbanya, ſon- iner ziem:| dern er wies ſie aud zuerſt in dem Golderze von Nagyag nach. ndern ein Um dieß Metal zu erhalten, erwärmt man das Erz etwas en weiße mit.6 Theiien Salziaure, und läßt, nachdem man drey Theile Salpeierjäure hinzugethan, das Gemenge auſſieden; es erfolgt aber Bleyes * m Schoofe dann ein ſehr beträchtliches Aufbrauſen, und man erhält eine H nur mit vollſtandige Aufloſung, welche iman mit ein wenig Waſſer ver? eine Ver: dünnt. Man thut ſodann zu der Flüſſigkeit eine Portion äßzen- 1 weißes den Kali's hinzu, bis daß der weiße Niederſcuet ihn, und dildet [zt ſodann wittelſt eines fetten Oeles einen Teig daraus, den man bis zur nFlamme,- Rothginth in einer Retorte erwärmt; es ſteigen darauf Metalls wah einen tropfen in die Höhe- die ſic) an den Wänden der Retorte anz aproty(zt ſetzen, und nach dem Erkalten findet man, außer dem in Tropfen | gezogen, ſublimirten, und an den Wänden der Retorte hängenden Mea Fuhapdie talle, davon noch auf dem Boden des Gefäßes. nd lieferte | 30 Gold, Siebenzehnter Artifel. Jurium hat Vom TChromium, metallgraut| Elaſticität, Im Jahre 1789 gaben die Herren M7acquart und Vaus urium 53 quelin eine Anaiyſe des rothen ſiveriſchen Bleyes, und zeigten Wife. an, daß dieß Mineral eine innige Verbindung von überoxydirtem SE Bleyoxryde, Ciſen und Alaunerde ſey, ! ISLE x''; „|. es 6- Hundert Theile pulveriſirten rothen Bleyerzes, gemengt 1. Rückſtandt, mit 300 Tyeilen geſättigiem kohlenſauren Kali ,. und ungefähr zr T1yv.;.: 7 j genſchaften 4,090. Theilen Waſſer, wurden eine Stunde hindurch dem Auf-"E 8 kurze Zeit MIE mit einander ausgeſeßt; es entſtand zuerſt ein lebhaftes k| want auf; ufbrauſen, welches lange anhielt; die orangenartige Farbe des X | |“) rr END deem AI GÖNNEN S. 282 ez Bleyes wurde ziegelroth, die Flüſſigkeit nahm eine ſehr ſchdne goldgelve Farbe an, und es blieb ein unaufldsliches metalliſches Pulver üdrig, das 0,78 wog, 22 Theile aljo waren durch das Kali aufgeldſt worden. Auf dieß wetalliſche Pulver goß man Salpeterſäure mit 12 Theilen Waſſer verdünnt; es entſtand ein lebhaftes Anſbrauſen, der grdßte Theil der Materie wurde aufs geidſt; die Flüſſigkeit nöhm keine Farbe an, und es blieb nur eine kleine Quantität von einem citronengelben Staube, Dieß Reſiduum, getrocknet und gewaſchen, wog nicht rzehr als 16 Seile? und 42 Theile kohlenſauren Ka'i's mit einer hinlänglis- t es ſid) mit einer lilafarvenen Kruſte, die bey dem Eikalten grün wird, Vor dem Löthrohr mit Borax behändelt, ſchmilzt es nicht, aber ein Theil, nachdem er fich oxydirt, löſt ſich im Salze auſ, und theilt ihm eine ſehr ſchöne grüne Farbe mit, Säuren haben auf dasſelve nur eine ſehr ſHwache Wirkung. Die Salpeterſäure iſt die einzige, wodurch es eine merkliche Vers anderang erleidet, Man verwandelt es in ein orangegelbes Puls ver, indem man, fünf bis ſec<€ re amn Aiuhemmmemuunt+0 vamp er dn nl nr Khin en Ewen ee mmer Ig IDE En EN X: 5:77 ain w7 AES Dur ilihen, Mina) || < BINZ / |<46 jj e“. | N |; jj ey j IK E jj )" ||| Z ſi. MO| Ap| +1 | R |-2! || IS || 10mm| A j| | 244! "an 4 f 2551 || 1 || | 3 j | 4 | w.. / 7 ipl ny | j% | j rL 6 j bi) |. | 7 % | 1 811](! Nd | Y 4 4]; | W 1] p- | |) X | 4 j +74 R 027 3 /| 874 4 . Due! j+| 2 + i N 87 ! Fr; » 111.10 AE 23 ie GET goß verdünnte Salzſäure auf die Aufldſung, der die nicht auf- geldſie Materie zugemengt geblieben war, Die erſten Portionen Säure ließen die Flüſſigkeit- in eine weiße, wie Brey dicke Maſſe geſtehen, die zum größten Theile wieder in neuen Qugautitäten aufgeidſt wurde. Sodann erwärmte er die Aufldſung mäßig und filtrirte ſie, wonächſt auf dem Papiere 12 Theile eines roſenfarbnen Pulvers blieven, welches noch unveränderte Rubin- Materie war Dieje wurde bey Seiie gelegt um nar den zerſeßzten Theil zu bearbeiten. Nachdem die oben erwähnte Salzſäure an einer ſanften Wärme bis zur Tro>enue evaporirt worden, goß er auf das ſalzige Reſiduum eine große Quantität deſtillirten Waſſers-.und es blieben davon nur 205 Theile von e:nem grauen Pulver, die, mit Borax geſchwolzen, diejem eine leichte grüne Farbe gaben, / Dieſe 20 Theile behandelte er mit ein wenig concentrirter Sa'peterſäure; die Flüſſigkeit nahm davon eine grüne Farbe an und der unaufibsliche Rückſtand wurde weiß, dieß Reſt» duum, nachdem es gewaſchen und getro>nei worden war, bildete 12 Theile und war eine aus dem Mörſer losgeriſſene Kieſelerde, ; Die ſalzſaure Auflöſung, ſo wie die Aufldſung durch das Kali und die Salpeterſäure lieferten bey ihrer Zerſeßung Alguns erde, Talkerde und Chromium in folgenden Verhältniſſen; Aläaunende 1... 80,20( Talbenden) eus 4. 075041.0075 Chromſäure.+*» 5,25/ Herr Vauquelin hat noch 3,50 Chromoxyd aus dem Perug- niſcyen Smaragd gezogen, Achtzehnter Artikel, Vom Titan, In dem rothen Ungariſchen Schdrl fand(Ei Rlaproth dieß neue Metall, das 7/itanium oder Tiran genannt wird. Seit der Zeit hat Herr Rlaprorh erwieſen, daß ein Foſſil des Bisthums Paſſau in Deutſchland ein Drittheil Titanu- Oxyd in Verbindung mit Kalk- und Kieſelerde enthalte, Auch haben die Herren Vauquelin und Hecht, nachdem ſie den rothen Schörl, den die Herrn Miche und Cordier in dem Canton Saint- Vrieix; im Departement Hgute- Vienne, gefun- He det| E jem zug | Gem Fu De 6 |(ſul is 8 || fuq1 9 | Bree; || m j u | ſali ſr€ | ſgt(IG | ſhon zern | us | Imme | Wem Dorf zum Ghs Geſtalt ein] | IMMans )| H | | 40 || Füßſyf| | viedegh) f | Jt(oltre | ſchend 5 | My€ | a mie hunden | im Urge Vi hg (nme weih ww ſche Viſy, wda 3 Almah- erwieſey"4 welche vy |<=" 2888<= e nicht"| gefunden", der Analyſe unterworfen, die nämlichen Eigenſchaf: | ten darin erkannt, welche der Berliner Chemiker an dem Unga» keit in iw riſchen nachgewieſen,: ſten Theſy| Eben ſo haben dieſe beiden Chemiker die Exiſtenz des | Titan- Oxyds in Verbindung mit Eiſen und Braunſiein in einem und film|“ erwieſen, das man für ein Zinnerz gehalten haite, roſenfarbug Der rothe Ungariſche Schörl exiſtirt in Boinik in einem bin- Mater vvn Lagen von Giünnmer- Schiefer durchſchnirtenen Quarzfelien, en zerjſehte Seine Farbe iſt ein helles, bräunliches Roth, Die Strü>ke-welche Herr Blaproth beſißt, zeigen die Ge- ner ſanften ſtalt eines rechtwinkligen, der Länge nach ſtark geſtreiften, ges er auf dai furchten Paralleiopipedi; die breiteſten haben einen: halben Zoll Baſſers. un) Breite; gewdönlich aber ſiud ſie dünner und. zuweilen 1riſft Julver, die man ſie.auch in Geſialt von Nadeln. Die Oberfläche der Kri- zrbe gaben, ſtalle iſt ſtreifig und ſehr glänzend; bey'm Bruch in die Quere ncentrirte erſcheinen ſie bläiterig, ſie laſſen ſich leicht zerbrechen, aber rüne Farbe ſchwer zerreiben. Ihre“ ſpezifiſche Schwere beirägt 4,180. „dieß Reſto Zweyhundert Theile dieſes Foſſils, zu Pulver geſtoßen, venen war, und mit 1,000 Theilen kohlenſaurem Kali gemengt, wurden in .(obgenhjent einem Porzelain Tiegel roth gegiüht, Das Gemenge kam leicht zum Schmelzen. Yuf eine Platte gegoſſen, ſeßte es ſich in q durch das Geſtalt einer fejten Maſſe von einem weißlichen Grau an, die zung Alguns Nadeln auf der Oberfläche zeigte und im Bruch faſerig war. (tniſſen; Dieſe wurde zerrieben und mit ſiedendem Wajſjer eingerührt. Es bildete ſich bald ein Bodenſaß von einem weißen Pulver, welches, getroänet, 328 Theile des Ganzen. betrug. Die Flüſſigkeit, nachdem ſie filtrirt, geſättigt und durch Salzſäure dem Perug- niedergeſchlogen war, gab einen Bodenſaiz von 8 Thei'en an einer ſchleimigen, halb aus Kieſelerde und halb gus Algunerde beſtehenden Erde, Die weiße, in Waſſer unaufldsliche Erde iſt das Titan- oxyd, mit ein wenig Kieſelerde gemengt, Hundert Theile rother Franzöſiſcher Schödrl wurden in ) einem Tiegel mit 600 Theilen kohlenſaurem Kali geſchmolzen, „Rlaprot) dieſe geſchmolzene Maſſe, eingerührt in ſiedendem Waſſer, ließ mt wird, einen Bodenſatz von einem weißen, etwas roſenfarbenen Pulver, ß ein Foſſil welches gewaſchen und getro>net 157 Theile wog, Die alkali heil Tita! ſche Flüſſigkeit, nachdem ſie ſorgfältig abgeklärt und analyſirt alte, worden war, enthielt eine leichte Quantität von Kieſelerde und nachdem Alaunerde und hielt äendes Kali in Aufldſung. Es iſt mithin ; dier in erwieſen, daß das weiße Pulver dem Kali Kohlenſäure entzieht, ien welche dasſelbe aufbrauſend macht, gefun Bevor SISI AD donmmnmmnmmenmnenenn> WS ARNIE TORE DERE KE VERÄN SIGL m AUEL ABG 20 bl u neben 0% ne dme Ether-- 20 wma 2er dreh nn dk. Lun vr Ie wenne emen Ir re INI NÖN EIN N || iO"== 286:= (11|„mp 14) Bevor'man no| 1m, NE: Herr Rlaprorh 0,33 Titanoxyd fand, hat die Form eines. nieder mt 00! viere>igen, rautenförmigen Privmas und eine Länge von 2 Linie jim Dy /'E jj] bis zu 3 Linien, Dieſe Kriſtalle ſind von einem mehr oder jm). 4 1110 weniger in Grün oder Grau ſpielenden Schwarzbraun, Ihre| be apm€ 1110 Oberfläche iſt glatt und glänzend. Der Bruch in die Breite die ſau vE 188/19 iſt faſt matt, der in die Länge von einem mittlern Glanze, File fd] 11.1000 Die kleinſten Kriſtalle ſind durchſichtig, die dicken ſind es nur| and ein an den Rändern und oft ſelbſt ganz trübe; dieſe Kriſtalle find| ſwr zerbrechlich und ſchwer zu pulveriſiren, man triff: ſie gewdhns- py wenig lich zerſtreut in einem großkdrnigen Felſen, deſſen Zuſammen» ſie bew! | ſezung größtentheils aus einem weißen, graulichen, oder in's Reit | Grüne fallenden Feldſpath, außerdem aber aus Hornblende, Ius || Quarz, Glimmer und Steatit beſteht, Das ſpecifiſche Gewicht jh uuf; 111118 dieſer Kriſtalle beträgt 3,510.| 8 9“ BE) Das Bayerſche von den Herren Vauquelin und Zecht| plage: IM; bearbeitete Foſſil, wird zu Bodenmais, in Niederbayern, in|„ys ji Fleinen zuſammengerollten Kriſiallen gefunden. Seine Farbe| Mp 1171000 iſt ſchwarz. Sein ſpecifiſches Gewicht beträgt 37,000 während|„78 09) die des franzöſiſchen Titans 42,000 und ſeine Farde rothbraun iſt,| y 7» UT ENENEN Die weiße Materie, welche man aus dieſen verſchiedenen| Adern 7 JIM Foſſilen durch das kohlenſaure Kali zieht, hat folgende| mmi. jW Eigenſchaften? MELLER j(dB 1] 1) Wenn ſie allein ins einem Tiegel behandelt wird, ſo Wife NiyS 1IB verliert ſie 0,25 ihres Gewichtes und nimmt eine geibe Farbe| 5) DiIE Bei j an, welche verſchwindet, wenn ſie erfalter, Sie ldi? ſich dann Viteſah„1 NSATENDE nicht mehr auf in ven Säuren und brauſt auch nicht mit ihnen auf. ds (HENSE 2) Wenn ſie vor dem Löthrohr, allein auf einer Kohle deſh 1 JIEND erwärmt wird, ſo nimmt ſie eine citrongelbe Farbe an, die ſie ein Hbwrg TENE durch das Kaltwerden wieder verliert. NIE SIE 3) Wenn ſie vor dem Lödthrohr auf einer Kohle mit phos- Lſung Bb "HTENIS phorſaurem Natron und Ammonium erwärmt wird, ſo wird blau JIN dieſe Subſtanz leicht flüſſig und bildet ein in allen ſeinen Thei ſich(wh HENN len homogenes, in ſeinen BrüchſtüFen gber violeites Kügelchen, Aufgielht 9 JI 4) Des: | | den von »evreßs Ny Mit dieſs dem ſchiny in de eichend, di bſtanzen, iy land, indy Form einz ' von 2 Linh mehr odi 'qaun, Ihn 1 die Breit "m Glanz, "ſind es nu "tiſtalle ſind ſe gewöhn: x Womens Jen, Wer ww ) Hornblen (iſche Gewiy 11 und zeh! herbäyern, 1 1 Seine Ful > 000 währ) zrothbrauk |) verſchiedent „hat folgen) pelt wird, ſd » gelbe Farb! ige Materie. 2; Dur Ammonium, auf gleiche Weiſe, 3) Das Galläpfel- Jufuſum bildet einen braunrdthlichen Niederſchlag. Dieſer Niederſchlag gleicht, weun er gewaſchen und getro>net wird, dem Mineral- Kermes,. 4) Die Arſenikſäure und die Phosphorſäure machen einen weißen Niederſchlag. 3 5) Die Weinſtein- und Kleeſguren bilden einen weißen Bodenſaß, welcher ſich.augenblilich wieder aufidſt. 6) Das durch die Aufldſung des ſalzſauren Titans nie- dergeſchlagene Zinn, hat eine blaſſe Roſenfarbe, die ſich in eine ſchdne Rubinfärbe umändert, 7) Durch den Zink wird die Farbe der nämlichen Auf- löſung in Vioiett verändert, das nach und nach in's Jndigo- blau übergeht. Durc<) Wärme wird ſie entfärbt und es ſchlägt ſich ein weißes Vulver nleder, weiches in der nämlichen Säure aufgeldſt, die nämlichen Eigenſchaften wieder annimmt. s 8) Das SETEBRAIIND dummen> At iliehe emm 288= 8)-Das'geſchwefelte Ammonium bringt, in Verbindung mit einer gleichen Aufidſung eine ſchwußzig grüne Farbe her- vor, und es bildet ſich ein Niederſchlag von einem bläulichen Grün. Weun man geſchwefeltes Ammonium auf die weiße Erde gießt; ſo nimmt ſie augenbli>klich eine grünlich blaue' Farbe an. 9) Blauſaures Kali, vermengt mit den ſalzſauren Auf- Idſungen des Titans, verurſacht darin einen grünen Nieder- ſchlag/ welcher nicht wie der vom Eiſen, an der Luſt“ plau wird, Dieſer blauſaure Titan wird, mitten in den Fiüſſig» keiten, in denen er eniſteht durc) die A'falien zerſeßt z; indem er. durch. verſchiedene Nüancen von Farben nach folgender Ordnung geht z; purpurfarben, blau und weiß. Zwey und ſiebenzig Theile kohlenſauren Titans, wurden mit Thran' gemengt. Dieß Gemenge, welches man in Geſtalt eines feinen Pulvers in einen Kohlentiegel that und während anderthalb Stunden der Wirkung eines heftigen Feuers aus- ſetzte, lieferte eine ſchwärzliche, ſchäumige Subſtanz, von der einige Punkte eine röthliche metalliſche Farbe hatten, Funfzig Theile kohlenſaurer Titan mit dreyhundert Theilen Fluß gemengt,(der aus 1 Theil ſalzſaurem Ammonium, Ix geſioßenem Glaſe, x Weinſiein, 2 ſchwarzem Fluß, 3 kaizi- nirtem Borax und x Kohlenſtaub beſtand,) wurden drey Vieriel- ſtunden mit einander geſchmolzen. Man tand auf dem Boden des Tiegels eine ſcen. Die Schwefelſäure, wenn der Titan darin aufgeſotten wird, zerſeßt ſich damit„.üynd das Metall verwandelt ſich in. ein weißes Pulver, von. dem ein Theil in der Sänre in Auf- löſung bleibt. Es wird auch ſchweflige Säure dabvey erzeugt, Der ſchwefelſaure Titan hat die nämlichen Eigenſchaften, als der, welchen man durch die Aufldſung des Oxyds in der näms. lichen Säure erhält, an, Der rothe Schdrl iſt alſo ein Titanoxyd, vermengt mit ein wenig Kieſelerde und Alaunerde, Der Titan muß zu den brüchigen und oxydablen Metallen gerechnet werden, Neuns- gebn,- BD mB€ 54/0 4 267 | Bente M ju Oeſchw vt DUS NEUE Zu4090 810] "8 Wiha 2 (RUES hn) ZUE hit pT Aal | |. | Verbindy| Farbe] m bläulih uf die ww Unlich by lzſauven 9; tÜnen Nity der Luſt" 1 den Fil rſelzt 3 indy ac) folgen 8, wurden y an in Geſt) und währe) ! Feuers aud nz, von de ien, wodert Theke | Ammonit Fluß, 2 fa) in drey Vier if dem Bed und an ſein / beweiſet, dy m, flüchtig| j/ Salpeterſiu ſen Oberflä yede>en, jin aufgeſottt! wandelt ſich 11 „Säure in Auf: dabey erzeugt, ſchaften, als in der näm germengt m alen Metall! Neu uft 289 Shi Neunzehnter Artikel, Vom Urgat. Es iſt wiederum" Herr Rlaproth, dem wir die Ente de>ung dieſes neuen Metalles verdanken. Die Natur hat es uns bis jelzt in dreyen Zuſtänden gezeigt: 1) in dem Zuſtande als geſchwefeltes Uran, 2) in dem Zuſtande eines kohlenſauren Salzes, 3) in dem Oxyd- Zuſtande.: Das geſchwefelte Uran hat eine dunkle ſchwarze Farbe; im Bruch iſt es glänzend und man bemerkt zuweilen Platten darin, Man hatte es für einen geſchweſelten Zink genommen, den man Pechbleude, wegen ſeiner Aehnlichkeit mit dieſer Subſtanz, nannte Herr Rlaproth hat deſſen ſpecifiſches Gewicht auf 7,5 aängee geben, Herr Guyron Üforveau aber es nur auf 6,3785 ausgez mitielt, und Herr H&uy der eine andere Probe davon gewogen, auf 6,5304 geſchält. Das ſpecifiſche Gewicht der Blende beträgt, nach Briſſon nur 4,1665 welches dazu dienen kann, die Blende von dem geſchwefelten Uran unterſcheiden zu lehren. Man triſſr das Oxyd des Urans auf der Oberfläche des Geſchwefeiten auf welcher es ein gelbes Pulver bildet. Es zeigt ſich auch in braunen und ſchwärzlichen Mäſſen, in denen das Oxyd des Urans mit Eiſenoxyd verbunden iſt. In dieſem Zuſtande heißt es UiranoH,- welches in der Luft 3323 Gran wog, fand Herr Hauy 3,2438 ſpecifiſch ſchwer, Noch hat man das Uran im Gemenge mit Kupfer, und mineraliſirt durch Kohlenſäure gefunden, Dieſem hat män nach einander die Namen grauer Glimmer und Horn? Zupfer und Kalkolirh gegeben. Es bildet kleine viere>ige Platten mit doppelten Rändern, Dolomieu' fand es in ſehr kleinen Kriſtallen, vie vollſtändige Achte>e bildeten, Das geſchwefelte Uravium., Went es in einer Retorte kals Zinirt wird, verliert am" ſeinem Gewichie und gibt ſchweflige Sgure und Schwefelſublimat. Wenn die Kalzination in einem Rdſtſcherben au freyer Luft geſchieht; ſo verliert das Geſchwes felte ſogleic) an ſeinem Gewichte, aber es gewinnt es wieder, wenn man die Kalzination bis zur Rothglurh fortſetzt. Die Schwefelſäure greift das Geſchwefelte wenig an, aber die Salpeterſäure zerſeßt es vollſtändig, und ſcheidet "daraus den Schwefel und eine kieſelige, eiſenhaltige Erde aus, die unaufldslich bleiben, Die Sanne zerſeßt es MEA - S, -- 290= dig, die ſalpeterſaure Salzſäure verzehrt es, und läßt als Re- ſiduum den Schwefel und die kieſelige Bergart zurück, Das kohlenſaure Kali bildet in den Aufldſungen des ſal: peterſauren oder ſatzſauren Salzes einen Niederſchlag von einem weißlichen Gelb. Man muß nur die Quantität von Alkali an» wenden, die uoihwendig iſt, die Säure zu ſättigen, um zu ver- meiden, daß die überflüſſige Kohlenſäme nicht einen Theil des Niederſchlages wieder aufldſe. Dieſe Aufidſung. gibt einen neuen Niederſchlag von citronengelber Farbe, wenn man Salz peterjäuce hinzuthut,: Die Säuren 1dſen die Niederſchläge mit Leichtigkeit auf. Dieſe Niederſchläge, welche Herr Rlaprorh mit allen bes kannten Schmelzungsmitteln behandelt har, gaben nichts als ſchwarze, glaſige Schlacken, ohne eine Spar von Regulus. Dieß gelbe Oryd gemengt mit Leindl, das in einem Bra- tenſcherben gebrannt worden, wurde in einen, mit Kohlenſtaud ausgefütterten Tiegel gethan und einem ſehr hefiigen Feuer aus- geſetzt. Man fand nichts, als eine ſchwere, nur leicht zuſaws menhängende Maſſe, die ſich zwiſchen den Fingern in ein ſchwarz zes Prilver von eimigem Glanze zerreiben ließ, Dieß metalliſche Reſiduum zerſetzt die Salpeterſäure mit Hinzutritt von Wärme, Man hatte dieſe Subſtanz gemeinſchaftlich mit dem Braun- ſteinoxyd und» auf gleiche Weiſe als dieß in beſondern Tiegeln bearbeitet, und das leßtere wurde vollkommen reducirt, welches beweiſet, daß das Uran ſchwerer zu ſchmelzen iſt, Herr Klaproth hat das unvollkommene Produkt dieſer er- ſten Reduktion in einem ausgefüiterten Probirſcherben dem Feuer außsgeſeßt, es mit kalzinirtem Borax bedeckt und den Reſt mit Kohlenſtaub ausgefüllt, Er lutirte den DeXel und leitete einen ſehr ſtarken Fenerſirom auf das Ganze, Der Regulus zeigte eine zuſammenhängende couſiſtente Maſſe in ſehr kleinen metals» liſchen. au einander klebenden“ Kugeln, von dunkelgrauer Farbe wenn man ſie ritzie, erſchien ſie blaßbraun, Man konnte ſie mit dem Meſſer anſchneiden und abkraßen,* Dieß Metall erleidet keins Veränderung vor dem Ldthrohr; mit mikrokosmiſchem Salze gemengt, erzeugte ſich auf dem ges ſchmolzenen Kügelchen ein matres, ſilberweißes Häutchen, Dieß Kügelchen färbte ſfiyzh grasgrün, Herr Klaproth beſtimmte das ſpecifiſche Gewicht dieſes neuen Metalles auſ 6,440, Der rr BuufelD VES räpa) 9) JE Gelbes Bie 7 fujuH| WEU | fie 5 |(uf 9a | Oi6/8n | he EN | Gelbeitnl Ey NNN NR D gelan) (Geromn „(a (M>! | AjiG WNTE! | j dE Mf Zi di TG "2 ford 34; hat[] 390 trenn hh läßt als Y, rüd, | gen des jz) 129 von eiten 1 Alkali qu 3, Um Zu bin 2 en Theil de E). gibt ein 1 mon CE; d/gFeit auf, Git allen bv hy, nichts al) Wegnlus, binem Bra: nmkohlenſrau) M Feuer aus: icht zuſatys Fix va Khwar- Ze mea "bon Wäry Et dem Brau Zyern Tiegel 39.8, weide inet dieſer 6 g0n dem Feytt gen Reſt mi zs leitete ein] ygulus zeigt gleiten met rauer Fark! a fonnte ſien) per Wöthroht I auf dem gv utchen, Dis Dy TIE aennen 2. -" Der nämliche Chemiker hat folgende Verſuche gemacht, um die Farben kennen zu lernen, die das gelbe Oxyd den Gläſern geben kana; es machen nämlich: Quentchen Gran Präparirte Kieſelerde 2/ Ein hellbraunes durch» Weinſteinſalz I ſichtiges Glas, Gelbes Oxyd[6] IO j O.uentung. Kurze Zeit darauf kam Beramann auf die Vermuthung, daß dieſe Säure eine metalliſche wäre, und nach ihm haben die Gebrüder Delhuyar das Metall daraus extrahirt. Dieß Metall hat ein ſpecifiſches Gewicht von 17,6 nach 'Angabe der Gebrüver Deihuyar; dieß Reſultat ſcheint jedoch zweydeutig, denn die Herren Vanquetin und Hecht konnten dasſelbe nur in einer ſc eines ſtreiſis gen Gewebes gewährt, Der Berg Puy- les: Mines, im Departement der Zaute- Vienne, enthält einen Wolfrawgang. "Das weiße Zinnerz(der Tungſtein) enthält dieß Oxyd mit Kalk in Verbindung. Sein ſpecifiſches Gewicht beträgt 6,0665. Seine Farbe iſt ein ſcyqmußiges Weiß, Seine urſprüngs liche Form, die würfelförmige. Außer den neuen Metallen, von denen wir eben gehandelt, gibt es noch mehrere, deren Natur und Eigenſchaften die Ches miker erkannt haben. Das Colombium'von Herrn HZarchett 1802 entde&t, und das Tantalium, deſſen Entde>ung Herr Ekeberg 1891 machte, gehören in dieſe Claſſe, Aber bis jeßt ſind noch ſo wenige Thatſachen über dieſe Metalle bekannt und ihre Exiſtenz erſcheint ſo beſchränkt durch die große Zahl der mi- neralogiſchen Varietäten auf dem Erdboden, daß wir nicht für ndthig halien, ihnen einen beſondern Artikel zu widmen, Es geht, deſſen ungeachtet, aus allem Geſagten hervor, daß wir, nach dem gegenwärtigen Zuſtande unſrer Kenntniſſe ſieben und zwanzig Meialie zählen, indem wir darunter die vier neuen, welche mit der Platina verſetzt ſind, begreifen. Die bey: Drittes <<=======u--< SEE IEE SuldfebRt 4 20m md Fen -- 294= "Te Drift esuR apitel 028-;"u eu Von. einigen vorzüglich verbrennlichen Subſtanzen. pi l y 1. Wir werden dieſen Titel in zwey Abſchnitte theilen, und in|"vn ' dem erſtern von einigen einfachen verbrennlichen Subſtanzen, a!s 11 MCD 1,4) Schwefel, PhoLphor, KohlenſioF, im andern aber von ondern Nu ie j||| vorzüglich verbrennlichen aber zuſammengeſeßzten, als Oelen, A MN! 144 Erdpechen, Harzen u, f. w. ſprechen, En; h'||;| verbaute 41| HANN. Erſter Abſchnitt. iojn 1.0080 SO 34 Von den einfächen verbrennlichen Subſtanzen,| ed> 1]| Obgleich die metalliſchen Subſtanzen ,. ſo wie auch der*| Pu JMON Waſſerſtoff, weſentlich zu dieſer Claſſe von kombuſtiblen Mate-||"es 08,18 rien gehören, ſv haben wir doch geglaubt, ihnen einen ändern|(a[Z Pklatz unter ſolchen Materien anweiſen zu müſſen, zu denen ſie| mve1S entweder ihren Hanuptkennzeichen, oder doc irgend einer her-| win S un vorſtechenden Eigenſchäft nach, gerechnet werden müſſen; unter| iegen"S J1151 der gegenwärtigen Abtheilung werden wir uns daher auch auf| DBE JIU 5 den Schwefel, den Phosphor und den Kchlenſtoff beſchränken,| metall? m 084);|. u 6u8 141 Erſier- Artifel..“ funzen IS (130| Rug JEN Vom Schwefel,| Ghmil j||| Der Schwefel muß eiver der erſten dieſer Claſſe ſeyn; ex| Gil [3]| hat eine gelbe Farbe, im gediegen:3 Zuſtande ein ſpecifiſches Ge-| wire IM wicht von 2,0332 und von 1,9907, wenn er geſchmo!zen iſt, eine dung 10 R|] jW; doppelte Refraction in einem hohen Grade und die ſelbſt mitten.| balt wE ASTOR Durch zwey parallele Oberflächen bemerklich iſt, eine große Zer-| 10, VT BWAN brechlichkeit, und die Eigenſchaft zu krachen oder zu ſchreyen|(u Jui j ji wenn man ihn in der Hand diu>.;| jime;R 10' Er brennt mit einer blauen Flamme und einem erſti>enden,|| u "" jj wenn gieich nicht ſtinkenden, Geruch. Die Flamme verlängert| M: NENHE Mn wird weiß im Gipfel, wenn das Verbrennen ſchlcunig 4"2 HENSE geſchieht. We || Seine urſprüngliche Form iſt die eines Achtes mit un- m 1121000 gleichſeitigen Dreyeken.| ſqnh5 Fu 81)))44 Wenn wir das leſen, was die Chemiker vor Stahl über den 7 (1: Schwefel geſchrieben, ſo können wir uns davon nur einen ſchwan- WEN | kenden Begriff machen; ſie betrachten ihn wie das einzige Prin»| 20:008 : cip der Entzündlichkeit und Färbung; und claſſtficixen ihn 4| t] 3 Ea 77-8 bſtanzen, eilen, und ſtanzen, Tl von andy , AI8 Dily anzen, vie auch de blen Mate: einen ändern zu denen ſie d einer her; mſſen Unter her dan Wi ff beſchränfe aſſe ſeyn; 1 ecifiſches Ot: olzen iſt,(in ſelbſt mitin 1e große Zit zu ſchreyt , te verlängtt nen ſchleun] Es mit un hl über den nen ſchwan! nzige Prin! en ihn unte die die drey Elemente der Körper, diezmach ihnen im Salz, Schwe- fel und DueFfſilber beſtchen, Strahl zah dem Worte Schwefel eine beſtimmtere Bedeu- tung. Aber er fiel in andre um ſo wichtigere Jrrthümer, die die Grundſäße der Chemiker faſt ein Jahrhundert: hindurch bils deren. Dieſer berühmte Chemiker glaubte in dem Schwefei die Exiſtenz zweyer Grundſtoffe, des ph.ogiſtiſchen und der Schwes feiſanre bewieſen zu haben, und nur der Wiedergeburt der Chez mie und der Entde>ung der wahrhaften Mittel der Analyſe, verdauken wir es, daß der Schwefel wieder in die Claſſe der einfachen, Körper geſeßt worden, Dieſer Gang würde als ein reirograder erſcheinen, wenn man nicht wüßte, daß es Fort2: ſchritte in den Wiſſenſchaften machen heißt, wenn man. ſeine Ideen berichtigt und Irrthümer verbeſſert. Wir finden den Schwefel in größerer oder geringerer Quan? tität in faſt allen Clajjen ver Produkte des Erdbodens.. Die Analyſe der Eyer, des Bluies, der Haare liefert in. Herv Deyeux hat ihn aus der Patientigwurzel und dem Löffelfraut ges zogen*). Der Schwefel iſt das gewdhnlichſte Vererzungsmittel der metalliſchen Subſtanzen. Er iſt im Ueberfluß in den Eiſenkieſen und Steinkohlen vorhanden; die Zerſeßung dieſer leßtern Sub ſtanzen, die ſehr oft in den Eingeweiden der Erde geſchieht, gibt Veranlaſſung zur Verflüchtigung einer großen Quantität von Schwefel. Es ſcheint, nach allen bekannt gewordenen Beobachtungen, daß der Schwefel uur in den Subſianzen von ſecuydärer Bil2 dung vorhanden ſey; die, welche die Grundlage unſers Erda balls ausmachen, wie die änfänglichen Gebirge enthalten kei- nen, und, obaleich wir nach dem gegenwärtigen Zuſtande unz ſerer Kenntuiſſe, keinen Grund haben, den Schwefel als einen zuſammengeſelzten Körper zu betrachten, ſo berechtigen uns die eben mitgetheilte und die folgenden Thatſachen doh zu dem Glau- ben, daß bieſe Mineralſubſtanz ſich täglich erzeuge, und man gewiß bald ihre Grundſtoffe entde&Xen werde: 1) Man trifft oft auf Baumſtämme, und ich ſelbſt habe ſolche geſehen, die im Sande vergraben, und in Gageth) ver? wandelt ſind, und die bey dem Verbrennen einen bedeutend ſchwefligen Geruch von ſich gaben, Ich *) Alle Arten Bumex die unter dem Namen Patientia begriffen werden, enthalten ihn nicht. Dieß iſt mit denen aus warmen Climaten der Fall, während. der rumex patientia des Sinne der im Norden oder im Süden auf Bergen wächſt, in liefern. A. d. V Vr AIIRENIIEIEG TDB DIRIE ZIBÜHN EIN 2-2 MERLIN IO zm dodo. agg n= Eun emen Biumemmunt oon ir m eden WD men Phu vem wanne eam rn » = 296-=- I< habe in den angeſhwemmten Landſtücken des Fluſſes Ceze bey Bagnols im Gard-Departement eine hölzerne Schaufel gefunden, die ganz verkohlt, und mit Eiſenkieſen bede>t war. 2) Es ſcheint, als ob die Zerſetzung der thieriſchen und Pflan? zenmaterien Veranlaſſung zur Entſtehung des Schwefels gebe, Im Jahre 1778, als man unter den Boulevards des Thores St. Antoine in Paris grub, fand man in den Fundamenten der Bruſtwehren, mitten unter den Bruchſtüken, die die Auſamm- lung des Koths des ganzen Stadtviertels gemacht hatte, ſehy beträchtliche Quantitäten von Schwefel,=; Man weiß, daß das Silber, welches den Ausflüſſen oder Ausſtrdmungen animaliſcher Subſtanzen ausgeſeßzt iſt, bald ſc hinreichend ſeyn, das Ver- fahren zu beſchreiben, welches man bey ſeiner Exiraction und ſeiner Bereitung für den Handel anwendet.| Wir haben bereits bemerkt, daß der Schwefel alle Mes talle mineraliſirt; es geſchieht ſelbſt zuweilen, daß wenn das Metall in geringer Maſſe im Mineral vorhanden iſt, die Ex- traction des Schwefels den Werth des Produktes vermehrt, und ſeine Förderung nüßlich macht, Man kennt verſchiedene Verfahrungsarten zur Extrahirung des Schwefels aus metalliſchen geſchwefelren Verbindungen, Die Deſtillation'in verſch!löſſenen Gefäßen iſt eines dieſer Mittel, und die Art, nach der man damit in Schwarzenberg in Sachſen, und zu Altenſatiel in Böhmen verfährt, iſt folgende: Man rich- ret irdene Röhren auf einer Galeere auf, die zwey Oeffnungen haben, ſchmäler werden, und ſich gegen eine Extremität hin, die ſich in einen Recipientey dſfnet, leicht neigen; dieſe Rdhren füllt man mit zerbrochenen Pyriten an, und verhindert, daß ſie nicht in den Recipienten fallen, mitzelſt eines irdenen Sternes, pen man 1|(hw 7 | Weberfalt: um vm [M ji JT: ML u"(>| I 10 MEE | ven 1 "1 15 uid| EN | h'an da hieb) Ni En NDEN NE 31(1B4 (&! M 31 Fa| NW id 15. MSE. vx Kp in man an der Ertremität befeſtiget, die dahin ausläuft; die andre ededt vu verſiopft man ſehr ſorgfältig, und macht ein mäßiges Feuer an, Wit um den Schwefel in den Recipienten fließen zu laſſen, Dieſe n"undYy Operation dauert acht Stunden, vefels gh Die von einem Theile ihres Schwefels befreyten Kieſe dies 8 des Thy, nen ſodann, um Vitriol daraus. zu bereiten, und werden in bgh dieſem Zuſtande BrenntſtdFXe genannt, MMDLE Man reinigt dieſen Schwefel durch Deſtillation bey einem [4 mäßigen Feuer in eiſernen, mit Helmen verſehenen Kolben, die Ad ſich in Recipienten von gleicher Natur dffnen. / 47“ Wenn der Schwefel in einem Mineral in geringerer Quan ! tität enthalten, und man gendthiget iſt, ihn durc) Röſten oder Dörren daraus zu ſcheiden, ſo hat man das Mittel gefunden, Ige ſchwer! durch ein eben ſo einfaches, als dconomiſches Verfahren, wel? nen Kleint;en aus dem Schmelz» es vermeht ofen vou oben herab in den Rauchfang; die Holzſchicht entzüng det ſich dadurch, die Wärme theilt ſich der ganzen Maſſe mit, Ertrahirung und nach einigen Stunden iſt ſie ſiaxk genug, den Schwefel zu erbindungen, verflüchtigen; ſodann bringt man einige Löcher in die Schicht jeſer Mittel, ves Minerals, auf deſſen oberer Fläche an, und verſchmiert die in Sachſen Zwiſchenräume gut mit Thon, worauf der Schwefel, der nicht "En id anders hinausdringen kann als durch die Wände dieſer Hdho Deffnungen lungen, ſich darin condenſirt, und im flüſſigen Zuſtande ans effn 4 ſammelt, welc nicht allein bey allen ſchwefelhaltigen Erzen anwenden, die man förvert, ſondern es gibt auch noch das Mittel an, Nußen aus allen Pyriten zu ziehen, die man, als zu unergiebig an Mes tall, vernachläſſiget. 5 FO 238 "Abgeſehen von dem Schwefel, der in den Erzen vorhanden iſt, findet man ihn auch noch häufig an allen denen Orten, wo unterirdiſche Feuer gewüthet häben. Die Zerſezung der Pytiten, die mehr oder weniger Wärme erzeugt, verflüchtigt einen Theil davon in Natura, während vie aadere zur Baſts der Schwes felſäure wird, oder ſich im Waſſerſtofſgas aufldſt, um im Zu- ſiande von geſchwefeitem Waſſerſtoffgas oder bepatiſchem Gas,(hydrotbhionſaurem Gas) zu entweichen. Die Gegenden um den Aena und Deſuv- ſind reich an dieſer Art von Phäno- menen, und liefern hinläugliche Ausbeute an Schwefel, um ſeine Benüßung zu verſtatten. Aber die ſchdnſte Mine der Art iſt die von Soifatierra bey Pozzuoli in Italien; man zieht den Schwe- fel dort durch Deſtillation aus damit getränkter Erde und Steinen, „Dieſe Operation geſchieht in Töpfen von gebrannter Erde, die im Bauche diF werden, etwa 20 Pinten faſſen, und deren Deſffnung von der nämlichen Breite iſt, als ihr Boden, Man faßt dieſe Töpfe in beyde Mauern einer Galcere ſo ein, daß ihr Bauch nach ianen und nach außen überſrehet, und zwiſchen bey- den Reihen ein Zwiſchenraum von etwa 20 dis 22 Zollen bleibt; bede>t ſodann jeden Topf mit einem De>el von gebrannter Erde, ind umgibt das Ganze von oben mit einer Wölbung, ſo daß nur eine leichte Deffnung im Boden des Ofens bleibt, um als Rauch? fang zu dienen,- Jede Reihe beſteht aus fünf Tdpfen, und jeder Topf hat, an ſeinem obern Theile und von außen, ein Loch, das eine Rdhre von 1 Zoll 10 Linien Breite auf 14 Zoll Länge, faſſen kann. Jede hre communicirt mit einem Topfe von dem nämlichen Um- fange wie die erſteren, und der an ſeiner Baſis ein rundes Loch hat, das den Schwefel in einen kleinen hdlzernen Zuber laufen käßt, der die Geſtalt eines umgeſtürzten Kegels hat. Nach dieſer erſten Operation wird der Schwefel roher Schwefei oder Steinſchwefel genänut. Man gibt ihn ſo in den Hande!, wo man ihn unter dieſer. Geſtalt auf mehrere Art gebraucht.; Um ihn aber reiner und in bequemerer Geſtalt zu erhalten, unterwirft män ihn zu Marſeille und anderwärts einigen Ope- rationen, die in folgendem beſtehen: 7) Läßr man ihn an einem ſehr mäßigen Feuer in eiſernen Keſſeln ſchmelzen, deren Oberfläche man mit einem DeFel bede>t, um |! umd!(E alp hur: „re „ 8" 4 plant muſe 7 LL] fävr 2. Eu (| da. 0| | [PM 17 die M x hae: Ym/1,2D NI fee, At wi, UPN | fimirs < DZ 8 PE | | M Ghmeld z | md(re | Vide bit 2 au | Zuſt A8f iD niht 130 iſt, 1S! EE dm 0x; nit ve Winbun DEC [EIE 27 zur M 18t, ET Quit Ea; ſwr: Une H Ing Ren M Up| die"4 der A | SRE ee 1 Whee um we SIN I. verhindern, und hält ihn im Bade, bis "PR"| aile areinigi eiten zu Boden gefäilen ſind; ſodann gießt man ihn ſ| in hdlzerne Formen, um ihn zu Rdhrenchwefel zu bilden, vörfan„.. 2) Wenn man ihn in Schwefelblumen verwandeln will, Orten" ſo hat man eine viereckige Kammer von ungefähr 20 Fuß Diz MN menſfion an jeder Seite; vou außen gegen die Wände. dieſer n ha Kammer ſtellt man. einen ſchr dicken Schmelzkeſſel von ungez: "vm hel fähr 2 Fuß im Durchmeſſer, und dieſen mauert man ſo zu, er Give daß er in ſeinem Innern zwey Gänge oder Röhren bekommt, m im Zu: die ſich in die Kammern erdFnen.(Der Rauchfang des Ofens patiſchem hat feine Communication weder mit der Kammer, noch mit dem Gegenden Umfange des Keſſels). 1" Phaäno-: Phänd ieſe Kammer hat: eine kleine Oeſſnung an ihrem SEE "E04 Thgile; aus"der die Luft, welche durch die Wärme ausgedehnt in Schwe wird ,- und die wenige ſce Schicht bildet, bevor man ipn herausnimäif, piſchen bey: Wenn das Feuer zu heftig iſt, geht der Schwefel in den Wen bleibt; Zuſtand des weichen über, nier Erde, Dieſer ſehr zertheilte Schwefel; wenn er im ein feines und ſo daß uu nicht mehr zwijchen den Fingern-zu-faſſendes Pulver verwandelt als Rauche iſt, wird Schwefelblumen und ſublinzurter Schwefel genaunt, Bon dem natürlichen Schwefel macht mau einen mehrfa- Topf hat,nen Holzes, hrere Art Stenge! von einigen Pflanzen, Schnitzel von ſtarkem Papier oder Karten u, ſ. w. hinein. Dieſe Subſtanzen nehmen eine , erhalten, Portion des Schwefels"auf, welcher ſich bald anſetzt und ſich igen Ope ſogleich entzündet, wenn man ihn an eine glühende' Kohle, oder an einen andern nur mäßig heißen Körper bringt; die Wärme m eiſernen die durch das Verbrennen des Schwefels wächſt, entzündet wiez- fel veded!, der den Körper, an welchen er gehalten wird, und man bringt um alſo -- 300== alſo durch die Berührung anderer verbrennlichen Materien mit dem leßieren die Entzündung derſelben hervor. Hierauf reducirt ſich die Verſertigung und der Gebrauch der Schwefelhölzer. 2, Da gut geſchmolzener Schwefel die Politur der Ober- fläche annimmt, auf die er gegoſſen wird, ſo verfertigen die Modelleu1s Formen daraus, um, mittelſt derſelben, ſehr ſchöne Abdrücke von geſchnittenen Steinen zu machen. Der Schwefe! iſt jederzeit in der Medicin mit Erfolg als ein anfldſendes, ſchweißtreibendes und toniſches Mittel ans gewandt worden. Die Landleute machen ihre Hausthiere fett, indem ſie ihrem Futter einigen Schwefel beymiſchen, Antonio de Zerrera erzählt in dieſer Hinſicht eine Thatſache, die bekannt zu werden verdient. Er ſagt nämlich; die Provinz Quatimala werde verzehrt von unterirdiſchem Feuer 5 und die Eroberer von Mexico hätten aus den Mündungen, die die Schwefeldämpfe ausgeſtrdömr, den Schwefel gezogen, der zur Fabrikation des erſten Schießpulvers gedient, welches Amerika hervorgebracht, Er fügt hinzu: es gäbe Seen in dieſer Provinz, die ihre Quellen in ſchwefligen Erdſirichen hätten 3; die Gewäſſer führten eine große Quantität davon mit ſich, die ſie im Ueberfluß an den Ufern abs würfen, und die Weidepläße, die von dieſen Wäſſern beneßt würden, machten die Thiere, die darauf weideten, ſo fett, das die mazerſten Pferde von dieſem Futter bald eine ayßerordent2 liche Die gewhnnen, - 4; Man hat in unſern Tagen den Schwefel häufig dazu gebraucht, um Eiſen in Stein zu befeſtigen; in dieſem Falle aber verbindet er ſich mit dem Metalle, welches er aufldſt, und bildet mit ihm einen Kies ,; der durch die Einwirkung der Luft und des Waſſers efflorescirt, und ſich vitrioliſirt„* und bald die Zer'tdrung des Eiſens und des Glanzes des Steines, als Folgen nach ſich zieht,; j 5) Die ſauren Shwefeldämpfe dienen auch. noch zum Blei- | PIC | wiſi 8 (ren, S Nas (nber 8 qu6 Ano ME |(i'd Jar z: NENE | Wingels bie man| | wr BNE vo tat dend -| den; iel | wum | QOnis qu|V 4 pb un new GE Berrh3W EZ! einm IE > Wohl€ mir im | |»..| SOL== terien| uf redu!- Dieſe ſonderbare Subſtanz wurde gegen die Mitte des fie? holzer; benzehnten Jahrhunderts entde>t. ZKraff machte vas dießfällige HH Ohe, Verfahren 1689 und.Homberg 1692 bekannt, Dieß lange, ertigen" ſchwierige und geſährliche Verfahren wurde 1743 durch dav von ſehr ſchi Marggraf erſeßt; und dieß letztere bis zur Mitte des. letzten ' Jahrhunderts befolgt, in welcher Epoche Hahn und Scheele mit Erſy die Exiſienz der Phosphorſäure in den Knochen bewieſen und Mittel qt, lehrten, wie der Phosphor daraus zu ziehen ſey. Ihiere fel Man ziehe aber den Phosphor aus dem Urin, nach der von Antoni) Homberg und 1liarggraf angegebenen Berfahrungsart, oder je befany! as Knochen nach Schyeelens Methode; ſo erhäit man immer Zuarimal ein Produkt von gieicher Natur, oberer von Nach und nach yat man die Mittel zur Extrahirung des feldampfe Phosphors vereinfacht, und ſeine Exſtenz in Steinen, Erzen, fation des thieriſchen und Pflanzenmaterien entde>kt; ſo daß dieſe Subſtanz, bracht, Er die man anfäyglich als eine bloße Naturſeltenheit betrachtet, Dellen in ENEN Rolle uater den Erzeugniſſen unjers Erddpalls zu ſpies zwe große en ſcheint. Aen. Der Phosphor bat die Conſiſtenz und die Halbdurchſichtig- ſein deneht Feit des Wachſes; man kann ihn leicht mit einem Meſſer ſchnei- ſo fett, daß denz; in lauem Waſſer erweicht er und wird flüſſig; er leuchtet ußerordent im Dunkeln und entzündet ſich bey einer Wärme von 20 bis 25 Graden; er verbreitet ein lebhaftes Licht und ein weißes Wölke )gufig dazu hen ſteigt aus ihm auf; wenn man ihn gegen einen Körper teſem Falt reibt, ſo läßt er Lichtſtreifen darauf die die Form der gezeich? ufldſt, un) neten Buchſtaben oder Figuren behalien; er 1dſt, nach Herrn 19 der fuft Berrbollets ſehr intereſſanter Beobachtung, ſich in Stickſtoff nd bald dt auf; und der weiße Rauch der von ihm aus in die Luft ſteigt, ha als Folgt einen ziemlich ausgezeichneten Knoblanchgeruch,; Von allen bekannten Verfahrungsarten zur Erzeugung des zum Blei: Phosphors werde ich hier nur dasjenige beſchreiben, welches ympoſition mir immer am beſten gelungen iſt: u bey Ge: Man katzinirt Knochen ſo, daß ihr Aeußeres weiß wird, llen diefen während ihr Juneree ſchwarz bleibt; pülveriſirt ſie ſorgfältig und thut ſie in eine Terrine, indem man dieſen Staub wit wenig Waſſer anfeuchtet; gießt ſodann 4 Theile Schwefelſäure auf 6 Tyeile pulveriſirter Knochen und rüort ſorgfältig und unaufs hdrlich um, ſo wie man das Gemenge macht.„Man zerläßt dann das Ganze, wenn es kait geworden, in 49 Theilen Waſſer, filirirt und druckt das Reſiduum aus, um alle Flüſſig? chen Sul? keit daraus zu extraviren. 55: j nden; 6 Der ausgedrücte Rückſtand wird mit einer gleichen Quan« 1570 tität Waſſer, als die erſte agusgeigugt. on ete ettOihEÖOAd Ee Vt TEEN I WEI EEE NIST SEI WNONRRANE V,""5 RP DIR VOWRSWURNGHESHIS PSR" NEFFEN NENN EIN FERIRIINEN FEINEN NÖN EI NNEN R - Dann evaporirt man dieſe Laugen in einem kupfernen Keſſel bis zur Trockne; während der Operation aver ſchlägt fich. Selenit oder ſchwefelſaurer Kalk nieder, den man durch das Filtrum abſondert. Man erhält an allem Rücſiande eine dicke Materie, die man mit Kohlenſtaub vermiſcht, bis das Gemenge zerreiblich wird und tronet ab, bis man den Boden des Keſſels zur Rothgluth gebracht, Dieſe Materie macht man klein und thut ſie in eine lutirte porzellainene Retorte, an der man einen Recipienten anbringt, in den man Waſſer thut; ſv daß der Hals der Retorte zum Theil hineinragt, Man verfährt mit der Deſtillation wie ge- wöhnlich und ſteigert die Hilze, bis daß der Phosphor durch den Hals der Retorte ausfließt. Die Deſtillation des“ Phosphors geſchieht immer begleitet von der Production vielen phosphorigen Wahſſerſtoſſs und vieler Kohlenſäure, die aus dem Apparate entweichen. Ein großer Theil des Phospyors ſieigt in Dämpfen auf, und condenſirt ſich auf der Oberfläche des Watſers, wo es eine mehr oder minder'dicfe Lage bildet, der der in Tropfen abläuft, ſtürzt in's Waſſer und kommt auf den Grund. Wenn die Operation beendigt iſt, ſo vereiniget man alle Produkte, thut ſie in eine naßgemachte Gemshaut, die man.in lauliches Waſſer taucht; und druckt dieſe, wenn der Phosphor geſchmolzen iſt, unter dem Waſſer mit der Hand, damit er durch die Poren der Haut dringe und gereiniget werde; dieſe Operation gibt dem Phosphor die Halbdurchſichtigkeit und das wachsartige Anſehn, die er, nach der Deſtillation, nur theilweiſe hat. Um dem Phosphor die Form kleiner Cylinder zu geben, ſchneidet man ihn in kleine Stüc>ken und thut dieſe in kleine gläſerne, mit Waſſer angeſäöllte Cylinder, von denen man die eine Oeſſnung mit ein wenig Kork verſiopft, dieſe Röhre hält man gerade in ſiedendes Waſſer; der Phosphor ſchmilzt dadurch ſogleich und man bringt die Röhre wieder in kaltes Waſſer, Um-den Phosphor feſt werden zu laſſen. Weim man ihn nun aus der Form herausziehn will, ſo nimmt man den Pfropf ab und ſtd8t an die Extremität des Phosphors mit einem Harten Körper, worauf er au dem andem Ende heraus kpmmt. Die Leichtigkeit, mit der der Pho-phor ſich entzündet, die Schnelligkeit, mit der er brenner, die Intenſtiat der ſich dabey entwickelnden Wärme, wachen alle dieſe Manipulationen gefährlich und erfordern viele Vorſicht. Man bewahrt ihn in Waſſer ſorgfältig auf und darf ihn nur wenig haben, muß ihn auc) von Zeit zu Zeit mit. Wajſer beuelzen. Die 7:8 fraß dur UE aujmhE „juhu 1S | beweit8 97 ARIE rt eä 1 | | | ve ve wirfung'S ſpe yiſrnd Del wS mE NUNS Wah DS du 410) Out 18 Os 11:4 der Cut ivd O3; (902 poteſt öl en, 16! Wnt134 wle 7 ferens 44) WE din 11S ewe (70 7 a WDE | puverif | VWfilirt'e 3 | Jue Wt Ius WhliS We Ih teh: ſh us; phar": bereit Fupfernen| Die Theorie des eben beſchriebenen Verfahrens zur Era er ſchlägt| frahirung des Phosphors aus Knochen iſt nicht ſchwer zu“ des ian durch| duciren, der phosphorjaure Kalk, welcher die Baſis der Knochen jande eine| ausmacht, wird durch die dabey angewandte Schwefelſaure bis das zerſeizt, die Phosphorſäure aber frey gemacht, und, indem man den Boden dieſe verdichtet und ſie mit Kohlen vermengt, um ſie ver Ein» , wirkung einer heftigen Wärme äuszuſeßen, bewirkt man ihre nen Zerſeßzung und der Sauerſtoff vereiniget ſich mit den Kohlen, aub während der Phosphor ſich im Recipienten ſammelt, tore zi Wenn man, ſtatt die Epaporation der Knochenlauge in 3 wie 06 dem Zuſtande des Extracts aufzuhalten, ſie einer Färkern Hiße hor durch in einem Tiegel ausſeßt, ſo ſchwillt der Ertract beträchtlich an, invem er Blaſen ſchlägt, die ſich entzünden; einige Zeir | nachher aber ſenkt er ſich und es b'eibt nichts im Tiegel, als r begleitet eine glaſige ſehr durchſichtige Maſſe? von einem ſpecifiſchen AN vielet Gewicht von 3 bis x. Dieſe iſt es, welche man thieriſches zin großet Glas nennt, Cs bleibt tro>en und verändert ſich nicht ait condenſit der Luft. Menſchliche Knochen lieferten mir ein Viertheil wehr oder ihres Gewichtes an dieſer Materie, aft fürzt Die Art, Knochen in Glas zu verwandeln war Bechern bereits bekannt, Homo vitrum elt, et in viirum redigl jet man al poteſt, ſicut et omnia animalia. Ex bedauert, daß die Scy- | die mann then, die aus efelhaften Schädeln tranken, nicht die Kunſt | Phosphor gekannt hätten, ſie zu Glas zu machen, Dieß Glas iſt zuz nit er durch weilen ſehr weiß und milchig colorem lacteum narciſſuli re- Operation ferens fügt Becher hinzu: aber es ſcheint, daß in dieſem pacsartige Falle'der in Knochen enthaltene Kalk nichr ausgeichieden worden, | hat, den wir bey unſrer Verfahrungsart in ſchwefelſaures Salz jzu geben, reduciren, Dieß Glas färbt ſich Türlisfarben, wenn die in kleine Evaporation in Kupfer geſchieht. j; man die Auch hat dieß Glas, wenn es geſchnitten wird, ein ſchd- zöhre halt nes Waſſer, und faſt den Glanz vom- Diamant; wenn es jt dadurch** pulveriſirt und mit der Hälfte ſeines Gewichtes an Kohle 13 Waſſer, diſtillirt wird, ſo. zerſeßt es ſich und erzeugt Phosphor, 1 ihn nun Lange Zeit war der Phosphor bloß ein Gegenſtand der yn Pfrepf Neugierde, und auch die Schwierigkeir ſeiner Bereiung ließ wit einen! den Glauben nicht aufkommen, daß er jemals zu einein ge- 15 komm, wöhnlich Gebrauche werde benußt werden kdunen. Heut zu entzünde, Tage aber, wo man das dießfällige Verfahren vereinfacht hat|. at der ſich und ihn im Handel zu einem ziemlich mäßigen„Preiſe erhals EF 4 pulationen ten kann, hat man angefangen, die Leichtigkeit mit der er 187 ahrt ihn in ſich entzündet, vortheilhaft zu benuizen, un daraus die Phos2 1] wen, mj phorferzen, phyſifgliſche Feuerzeuge und Eudiometer zu bereiten, Orit-> Die s NK a LILLE DETEN NNN dn demn IE TEEN R TTT ERR ELIE TZ TOI CONAN" ERL SEI TISESR SSTP SSS'PGE TET SG IP SSRRNESSI EIS TRSSSSFE PSIG RESIUIPEP OSI IESE 2 xx Dritter Artikel, Vom Robhlenſtoff, Die Kohle von unſern Heerden iſt nicht rein; ſie enthält vielen, davon faſt unzertrennlichen Waſſerſtoff, und einige erdige- alkaliſche und metalliſche Stoffe. Die Kohle, welche von Beymiſchung aller dieſer Stoffe aber frey iſt, wird Kohlenſtoff genannt. Der Kohlenſioſf iſt in allen größern Claſſen der Natur? produkte vorhanden? er macht die Baſis des Pflanzenreiches, deſſen allerhäufigſter Stoff er iſt, und bildet guch das Gewebe der Pflanzen; ſo iſt er eines der Elemente der thieriſchen Sub2 ſtanzen und findet ſich auch im Mineral in Verbindung mit dem Eiſen wie im Bleyerz« Es herrſcht eine große Verſchiedenheit in der Art der * Exiſtenz des Kohlenſtoffs im Pflanzenreich und im Thierreich; in dem erſtern macht er das Gewebe, die Stärke und den Zus ſammenhalt, aus;: während in dem letztern der phosphorſaure Kalk die Feſtigkeit begründet; die weichen Theile ſcheinen reicher an Kohlenſtoff als die harten. Um die Rohble zu erhalten, darf man nur die Subſtanz zen deſtilliren in denen ſie ſich befindet: die Wärme ſcheidet nach und nac) und theilweiſe daraus das Waſſer, die Oele und den Waſſerſioff und es bleibt in dem Deſtillirgefäße ' eine ſce und daß, nachdem man daun Feuer angelegt, man den Rauch durch eine im obern Theile angebrachte Oeffs nung hinausziehen laſſe, Dieſe kurze Beſchreibung reicht hin, uns zu beweiſen, daß das bey uns heut zu Tage übliche Veifahren wenig von dem verſchieden iſt, welches jener große Naturforſcher angibt. In der That faſt überall ſchichtet man das. Holz gegen eine perpendiculär in die Erde geſetzte Stange auf, legt zu den Füßen des Baumes das troFenſte und dünnſte Holz, und läßt am Boden Gänge oſſen, um Luftzüge zu bilden, die in den in der Mitte angebrachten perpendiculären Rauchfang auslaufen. Wenn der Haufen ſo aufgebaut iſt, ſo bede>t man deſſen Oberflächen mit naſſer Erde oder feſten Erdkldßen, und läßt nur diejenigen Oeffanngen unbedeFXt, durch welche die Luft hineindringen und hinausziehen ſoll, Sodann zündet. man die Blätter und das tro>ne Holz au, welche man in die Gänge gethan. Das Feuer wird durch den Zug genährt, der von den Gängen zum Rauchfange ſtatt findet, die. Wärme theilt ſich der ganzen Maſſe mit, und ein di&er Rauch ſteigt aus dem Gipfel hervor- Das Feuer wird zehn, funfzehn, auch zwanzig Stunden unterhalten. Aber, wenn der Rauch abnimmt, wenn er ſcharf wird und der Gipfel ſich merklich herabſenkt, ſo wirft der Kohlenbrenner glühende Kohlen in den Rauchfang, verſtopft ſodann ſorgfäitig alle Oeffnungen, um die Wärme zu concentriren, und deckt nach und nach einige Stellen der Oberfläche ab, um die Hilze dahin zu ziehn, und dasjenige Holz zu verkohlen, welches etwa noch nicht genug verkohlt iſt. Er ſieht, daß die Operation an allen Punkten ßleichmäßig vor ſich gegangen, daran, wenn das Herabſinken allgemein wird,'und der Rauch überall aufhört, So wie der Rauch aufgehdrt hat, ſich zu zeigen, und die zur Hülle gebrauchte Erde im dunkeln roth erſcheint, ver? ſtopft man alle Ldher, und bede>Xt die Hülle mit. einer neuen Lage Erde, um das Verbrennen vollends zu dampfen, und die wenigen Kohlen, die in Gluth gerathen ſeyn können, guszuldſchen. Man hat noch die Gewohnheit, das Holz, welches mat zu den Kohlen beſtimmt, die in die Compoſition des Schieß= pulvers kommen, in-Gruben zu verkohlen. Zu dieſem Ende gräbt man eine Grobe von 7 bis 8 Fuß Dimenſion an jeder Seite an einem tronen Orte; be!egt die Seite mit Ziegeln und brennt darin, bis daß der Umfang derſelben mit Kohle [! gu8ges EEE EEE TP NESS URD BEINE TSIGES STE SVN VSETFSERRNERSI EE TOTESTEPSHFPEPSTERGNIPEN UESTOIPESPIS SOR IP SSRNI-SIEES SENNE DIe WE EE EI Zu 306<< ausgefüllt iſt, Sodaun bede>t man ſie mit einer naſſen Dee, die man ſchleunig wieder mit einer Erdſchicht belegt, welche mit den Füßen geſtampft wird, damit kein leerer Raum zwi- ſchen der De>e und den glühenden Kohlen bleibe. Zwey Tage darauf nimmt man die Decke ab, und leert die Grube aus,; Man gebraucht die Vorſicht, von den Zweigen oder Sten- geln, die man zum Vorkohlen beſtimmt, ert die Rinde abzu: ſchä!ten und nimmt nur ſolche, die wenigſtens zwey und nicht mehr als drey Jahre alr ſind. Man zieht das harte Holz bey Verfertigung der Kohlen dem weichen vor, und gebraucht zu dieſem Zwecke nur Aeſie von einem bis drey Zoll im Durchmeſſer. Junge Schdßlinge und alte Stämme werden nicht genommen, Der Abfall den das Holz bey dieſer Operation erleidet, iſt kin Drittheil bis fünf Sechstheile ſeines Gewichtes, je nach ſei? ner verſchiedenen Qualität Die qute Kohle iſt helltönend, glänzend und im Bruche rein und glatt,'; Die leichten Holzarten liefern eine pordſe Kohle, die Funken ſprühr, wenn ſie ſich entzündet, und ſich ſchnell in Aſche ver- „wandelt. Die harten im Gegentheil geben eine Kohle, die ruhig verbrennt und ſich ſehr langſam zerſeßt. Die Kohle ſaugt die Feuchtigkeit der Luft mit großer Leich- tigkeit ein. Sie nimmt zuweilen in karzer Zeit um ein Fünftheil am Gewicht zu. Dieß iſt ſchon ein Grund der großen Verſchie: denheit zwiſchen nea fabricirten und bereiis altgewordenen Koh» len. Heut zu Tage iſt es bewieſen, daß die Anwendung der - Kohle in dieſen verſchiedenen Zuſtänden die Qualität des Schieß- pulvers auf eine erſtaunenswürdige Art verändere, Die Kohle führt noch eine andre Grundlage ihrer Verderbs niß mit ſich, ſie efflorescirt an der Luſt, und zerfällt dann in Staub. Dieß kommt von dem Vorhandenſeyn von erwas Kalk und einiger Atome von Kali in derſelben her, die in den Zuſtand eines fohlenſauren Kalkes übergehen. Die harte Kohle iſt dieſer Veränderung minder unterworfen, gls die aus weichen Hölzern gebrannte, - Die Art, wie man bey der Verkohlung des-Holzes verfährt, hat gleichfalls Einfluß auf die Qualität der Kohlen. Wenn, zum Beyſpiel vas Holz in einer Gruve gebrannt wird, wie dieß bey Bereitung der Kohlen für die Compoſition des Schießpulvers geſchieht, Nl gu jar dis ſhi pelle e1E ſyjehe Gaften'L - zm 0X Ep? 171) NIZ Def jy 4 Mi ij"S NIE Yhinon, 9, NENE die Ga«| NEE geworß 4 ſn Wbuntg "Ww! SQ vt JiEs mt(mes lim(FE AS (EG| ſchung | WWE: WE Wie Wi is Win oder Stew: Inde abzu: ) und nicht hlen den Aeſie vy Blinge un) leidet, iſ je nach ſeis w Brüche , die Furien in Aſche vet (e, die ruhig großer Leich: ein Fünfthel ßen Verſchit jrdenen Koh wendung?! x des Sit hrer Verde) xfäallt dan) on etwas 81! in den Zuſi Kohle iſt di eichen Holz! olzes verfähl hlen, Bi vird, wen Schießpu" geſg geſchieht, ſo liefert das nämliche Holz eine leichtere und weni- ger harte Kohle.] Die verſchiedenen Theile der nämlichen Pflanze bringen verſchiedene Qualitäten von Kohlen hervor; aus dem holzigen Theile erhäit man die beſte Gartung, die aus der Rinde iſt von ſchlechter Qualität, ſo auch die aus den Blättern, Früchten und Säften gewonnene. - Die Natar der Pflanzen alſo, ihr Alter, ihr Standort, das Klima, die verſchiedenen Theile der nämlichen Pflanze. die Epoche des Jahres in de? ſie geſchnitten wird, alle dieſe Grände tragen mächtig dazu bey, die Qualität der. Kohle zu verändern, und hiernach kann die große Verſchievenheit, die ſic) in ihren Wirkungen äußert, ſey es bey ihrem Gebrauch auf dem Heerde, ſey es in ihren Verbindungen mit dem Eiſen zum Behuf her wichtigen Stahlſabrikgtion, weniger auſfallend erſcheinen. Die Zerſetzung der in der Erde vergrabenen Pflanzen zeigt Phänomene, die einige Beziehung mit der Verkohlung haben x das Waſſer, welches durch ihr Gewebe dringt. zieht die Säfte, die Salze, und in der Regel alle aufldsliche Säfte heraus, ſs daß nichts übrig bleibt, als ein verdi>ies Oel und das ſct geweſen ſind und eine wahre Deitils lation erfahren haben, Die Bildung einer Art von Torf, den man in Schichten än den Ufern. einiger Flüſſe finder, hat ebenfalls ihren Hauptent2 ſtehungsgrund in der Zerſeßung eingegrabener Pflanzen. Der an den Ufern von Seen oder Sümpfen geſiochene ſcheint gleich» falls feinen andern Urſprung zu haben; ſo wie der, den man in entfernten Fluß- Anſchwemmungen oder in den Gründen findet, welche in ſehr alten Zeiten, Sümpfen oder Teichen zum Bette gedient. Die Kohle von der wir eben ſprachen, und die aus der Zer2 ſetzung“ der Pflanzen in der Erde eutſteht, iſt dem Zuſtande von Kohlenſtoff no.096» Ae 39, IDs ESE warn? 852 DS 0:78 KELLEREI | 2 | 7.3 ve“ 3a . WES =< zH vr veapi drdg 50: Danz Mpuain gereinigte Kohle wird Cogk genannt; man gibt ihr in allen den Fällen den Vorzug, wo man eine lebhafie, concentrirte und dauernde Wärme hervorbringen will, Die Kohle iſt vielleicht der feuerbeſrändigſte unter allen Körpern der Natur, die heftigſte Wärme iſt nicht im Stande, ſie zu ſublimiren nor“ in verſchloſjenen Gefäßen zu zerſetzen; man entbdindet dadurch bloß einen großen Theil ihres Wajſer- ſtoffs daraus und nähert ſie dem Zuſtande von Kovlenſtoff. Wenn man ſtark kalzinirte Koh!en ſorgfältig mit Waſſer guslaugt, das ſchwach mii Salpeterſäure geſchärft worden, ſo ſcheidet man daraus einige erdige und metalliſche Sroffe 3; ſo daß, wenn man ſie zum zweyten Maie nach dieſer zweyten Operation der Einwirkung eines ſehr heftigen Feuers ausſeßt, man eine, dem Zuſtande von Kohlenſtoff ziemlich nahe kommende Kohle erhält. Herr Prouſt hätte bereits beobachtet, daß concentrirte Salz peterſäure, auf" Kohlen die zu Staub geſtoßen worden und ſehr trocken ſind, gegoſſen, ſich zuweilen mit Entzündung, darin zerſeze. Ich ſelbji habe geſehen, daß, wenn man durch Wärme der Wirkung einer Salpeterſäure nachhilft, die zu ſchwach iſt, um Entzündung hervorzubringen, die Kohle ſich aufldſt; die "Saure eine rothe Farbe annimmt, di> wird, einen bittern und unangenehmen Geſchma> bekommt, und damit endet, daß ſie Aich entzündet, wenn man bis zur Tro&ene verdunſtet. Herr SatcHett hat gezeigt, daß ſich unter dieſen Umſtänden Gerbjtoff entwiFele und deſſen chewiſche Cigenſchaften ſo wie ſeinen Eins fluß auf Häute feſtgeſtellt, Rouelle hatte ſich überzeugt, daß die Alkalien den Kohlen ſtoff auflöſten, und dieß iſt eine Thatſache, welche die Arbeiten in den Fabriken täglich beſtätigen; denn, wenn man im Waſſer ein Natron von ſchlechter Qualität, wie das, welches man zwiſchen Aiguesmortes und Frontiguan ſammelt, aufldſet; ſo Fann man den Kohlenſtoff aus einer ſehr klaren Aufldſung nie derſchlagen, indem man das Alkali mir Schwefelſäure ſättiget, Gleichergeſtalt wird der Kohlenſtoff vom Waſſer- und vom Sauerſtoffe aufgeidſt, und durch Hülfe dieſer Aufldſungsmittel circulirt er, und geht von einem Körper in den andern über. Ih habe vey Gelegenheit einer Urbeit über die Säfte einiger Fetten Pflanzen, die in"den Memoiren des Inſtituts abge- druckt iſt, beobachtet, daß die Oele, Exitracte und Harze, außer der Portion von Kohlenſtoff, die einen ihrer Grundbeſtandtheile „ausmacht, noch eine gewiſſe Quantität von Kohlenſtoff in Auf» ldſung. erhielten, deſſen Circulation in der Pflanze ſie befdrder- ten, fw, N Gune" fw,* wm 0 en i machen 1 einem Wh het pa) vs des OM TAL NL: 1's wwe HI | wgſ |"98/9 | hien, EG | Bah | ſhoft16) 41 | ſaulept 1 nie NEE) deſi (00472 1002 1 m(St un) vs WINE wre 9.3 h' ha Gy I. ly SS WINE Ww E- hy,: Ww 35 ber'S d die m“ allen den irte und ter allen Stande, derjeßen; & Waſſet ſtoff, it Waſſer orden, ſy '; ſo daß, Operation| man eine,| hle erhält, nirte Sal: " und ſehr 19, darin h Wärme wah iy wſdt, Ve bitter) un det, daß fit ſiet, Herr n GerbſioF ſeinen Eins den Kohlen» die Arbeiten 1 im Waſſt elches man ufldſet;| fldſung mit ure ſättigt yz und von Mungömittt dern über, Säfte einigt! jtuts abge! arze, auß eſtandtheil? toff in Auf! ſie beſdrdet- fen, ei en emma- u. T=< 2-24-.- ken, und daß man.»ſie daraus durch Wärme, Sauerſtoff und Scwefelſäure, zuweilen ſelbſt durch Alkohol niederichlagen könne, wenn er in einem Oele oder Harze aufgeldſt iſt. Die erſten Verſuche wurden durch die Verfahrungsart beſiätiget, die mon entde>t hat, um das Rübſen- Oel zu reinigen und klar zu wochen, und voie darin beiieht, daß man das Oel mit ungefähr einem Hundert und fünf und zwanzigſten Theil Schwefelſäure vermengt: die Farbe des Gemenges wird grün und es klärt ſich nad) uvd nach ab, durch. den Anſatz, der ſich an den Wändey des Gefäßes in Geſtalt einer ſc zu benehmen, den er durch die Deſtillation bekomm!h3 Herr Cadet de. Veaux- der bey. einem kleinen Feuer 24 Pfund ZuFerſyrup, eben ſo viel Waſſer und 6 Pfund Kohlen mit einander auſſteven ließ und evaporirie, nach2 dem er das Aufwallen eine halbe Stunde hindurch unterhalten, und ſodann die Flüſſigkeir durc benehmen,; Herr Berthoitet hat noch bikannt gemächt, daß wenn man das Innere der großen Schiffstonnen, verkohle, das Waſſer ſich lange Zeit hindurch darin friſchy und obne einen übeln. Geruch anzunehmen, erhalten kdyne., und dieß iſt von den, Seefahrern, nach Reiſen von langer Dauer, beſtätiget. worden, Dem nämlichen Princip iſt auch, der Gebrauch zuzuſchreis ben, daß man in der Regel, die Extremität der Stämwe, die man in die Erde ſetzen will, verkohlet, und ſie durch dieß Mittel vor der Fäulniß bewahrt. No<) habe ich. bemerkt, daß, wenn alte Kaſtanien- und av? dre Bäume im Innern des Stammes angefreſſet und von ur nahen nahen Zerſtörung dur< die Fortſchritte dieſer Fäulniß bedrohet- ſind, man dieſem vadurch abhelfen kann, daß man Feuer in die Wunde bringt und all: Oberflächen derſelben verkoh!t, Aber der häufigſte Gebrauch, den man von den Holzkohlen macht, iſt der auf den Heerden in den Haushaltungen, ſo wie in Fabriken und Werkſtätten aller Art. Die Conſumtion derſelben iſt ungeheuer, und mon zieht ſie allen bekannten Brennmateria2- ken, wegen der Leichtigkeit vor, mit der ſie eine dauernde, leb- hafte und nach Gefallen zu ſteigernde Wärme geben, Zweyter Abſchnitt, . Von den zuſammengeſegzten verbrennlichen Subſtanzen. Wir werden unter dieſem Titel die Oele, Erdharze, Pflan- zenharze u. ſ.'w,, und alle die Körper, ſeyen es Pflanzen oder thieriſche begreifen, deren Zuſammenſetzung hauptſächlich aus Waſſerſtoff und Kohlenſtoff, in Verbindung mit andern Stoffen, die deren Eigenſchaften verändern, beſiehet, Erſter Artikel, Von. den Oelen, 2 Man iſt darüber einig, fette Kdrper, die ſich ſchmierig an- fühlen laſſen, mehr oder weniger flüſſig, unaufldslich in Waſſer und verbrennlich ſind, und Seifen mit den Alkalien bilden, Oele zu nennen. Der dlige Kdrper ſcheint weſentlich zu den organiſchen Sube- ſtanzen zu gehdren, und man kann ihn wie eines der einfachſten und gemeinjten Produkte der Vegetation und Animaliſation bes trachten. Er iſt in allen Saamenarten enthalten und hat ſeine Circulation in den Pflanzen mittelſt des Schleimes, welcher ihn aufldslich macht.;; Die Oele haben mehr oder weniger Feſtigkeit und brennen mit größerer oder geringerer Leichtigkeit; man unterſcheidet ſie deshalb ſeit langer Zeit in fette Oele und aetheriſche Oele. Die Erfinder der neuen chemiſczen Nomenclatur haben ſie in feſte und in flüchtige Oele eingetheilt, Die Verſchiedenheit zwiſchen dieſen beyden Arten von Oelen, beruht nicht allein in den verſchiedenen Graden ihrer Feſtigkeit; ſondern in der Art, wie ſie ſich zu den Reagentien verhalten; die feſten Oele ſind ungufldslich in Alkohol, die flüchtigen 4 7 (ne(h"E imd IE Auplen)* || In B | minder | daes wehr(0 08 ſu 91 (jun ſul | mH |. Wie Des | Winde . ds | Wit url wn we,); Wh "- , 5 fet: R führe dig iſt, 4 | SS SAUL== 3 EN| fich darin auf: Die feſien Oele haben in der Regel weder Ges»| 4; || xuch noch Geſchmack; vie flüchtigen ſind ſcharf, ätzend, und ſehr 1) x | ſta-k riechend. Außerdem brennen die feſten Oele mit weniger= Hotzfohln| Leichtigkeit als die flüchtigen, und wenn wir auf die Reſultate wm , Jo wieln der Analyſe Rüſicht nehmen; ſo ſehen wir, daß der Kohlenſtoff| 5E n derſelhy- in den feſten in größerem Maaße vorhanden iſt, in denen er ſich,| 185 unmaternw nach Lavoiſier, in dem Verhältniſſe von 71x zu 21 befindet.€ ende, leh: Wir können uns einen ziemlich genauen Begriff von dei» ", Modificationen machen, welche die Veränderungen der Verhälte|; niſſe zwiſchen dem Kohlen- und dem Waſſerſtoff in den dligen Su Körpern hervorbringen kduynen, wenn wir beobachten, was bey|! der Deſtillation einer Pflanze vorgeht: es dringt zuerſt ein dün- im "ſtanzen, nes, flüchtiges, farblojes Oel heraus; ſodann folgt ein ſchwe? ü ' reres, farbigeres Oel, und gegen das Ende hin ſieht man, wie WE 75 ze, Pflan: eine ſchwarze, fettige Materie adtropft, die feſt wird, indem ſie; en oder in den Recipienien fällt. Das erſte Produkt enthält ein wenig Jich aus Kohlenſtoff uad viel Waſſerſtoff, es iſt leicht, entzündlich und in Stoffen, klar, In dem Maaße aber, als die Deſtillation fortdauert, ver- mindert ſich das Verhältniß des Waſſerſtoffs und vermehrt ſich dasjeaige des Kohlenſtoffs; das Produkt verdi>t ſich, färbt ſich mehr und mehr und wird weniger verbrennlich und ſchwerer; Dieſe Reſultate kann man ſelbſt durch Deſtillation eines fes ſten Oeles erhalten, welches beweiſet, daß der mit dem Kohlen? ümierig ans ſtoff verſekzte Waſſerſtoſſ Produkte gibt, die, nach den Verhältz- zin Waſſer niſſen, in denen ſich dieſe beyden Grundſtoffe darin verbunden Jen bilden, finden, auf eine erſtaunenswürdige Weiſe von einander abweichen, Die Verbrennung der fküchtigen Oele iſt in der Regel von ſchen Sub- vielem Rauche begleitet, weil, da die zu ihrer Erhaltung nd2 3 einfachſten thige Wärme nur überaus ſchwach zu ſeyn braucht, ſie nicht gliſation bes hinreicht, um den Kohlenſtoff zu verbrennen, d hat ſein! Von den feſten Oelen, Sweler ihn Die feſten Oele gerinnen faſt alle bey verſchiedenen Gra- den von Kälte. Es gibt ſe!bſt ſolche, die beſtändig an der Tem- zind brenn peratur unſers Clima's eine feſte Conſiſienz haben, wie das Urſcheidet fit Wachs, die Cacgobutter u, ſ. w. So gibt es wiederum aus ele, Die dere, das TTuß5l zum Beyſpiel, die bey dem härteſten Froſtie ſie in feſit unſrer'Atmosphäre nicht gefrieren. Die feſten Oele ſind von einer ſehr ausgezeichneten Fettig» von Dele, keit; ſie ldſen ſich weder in Waſſer, no in Alkohol auf; ſie ver- „Feſtigkeit; flüchtigen ſich bey einem hdhern Wärmegrade, als der des ſies verhalten; denden Waſſers, und entzünden ſich bey einer Hitze, die fähig igen löſen iſt, ſie in Dämpfe zu verwandeln. S ſq In ttt fQr|| REET CC TENE NERN ORIEN WARNEN NENNEN NN ENT EEN -= 312= In der Regel ſind die feſten Oele in den Nüſſen, den Kernen und den Früchten enthalten, Sie ſind faſt- überall in Ver? bindung mit dem Schleime, den ſie zum Theil mit ſich hin» wegfähren, wenn man ſie durch Ausdrüen extrahirt, Die gewdhnlichſie Methode zur Extrahirung des feſten Deles beſteht darin, daß man die Frucht, welche es enthält, ziemlich ſtark preßt, worauf es herauskommt und abfließt, Um jedoch dieſe Extrahirung zu erleichtern, nimmt man zu einigen Hülfsmitteln ſeine Zuflucht, von denen einige in ſo di- rekiem Zuſammenhange mit der Chemie ſtehen, daß ſie hier einen Platz verdienen. I) Zerdrükt und knetet man ſorgfältig die Frucht, aus "der das Oel gezogen werden ſoll; dieſe vorläufige Operation zerſtört die Zellen, in denen das dlige Stoff enthalten iſt, und ſtellt ihn unter der Einwirkung der Preſſe faſt frey dar, Das Oel, welches durch das erſte Preſſen ausläuft, iſt ges wöhnlich das reinſie, und wird Jungfernöl genannt. Die ausgepreßten Treſtern benießt man mit ſiedendem Waſſer, und macht durch die/e Fiüſſigkeit das Oel nicht allein viel fließen2 der, aber ldſt auch dadurch den ſchleimigen Körper auf, der mit dem Oele im Zuſtande eines faſt ſeifenartigen Gemenges, oder einer ſolchen Verbindung abgeführt wird. x Das Del, welches mittelſt des Waſſers ſammt dem Schleim, dusgeführt wird, ſcheidet ſich zum Theil von dieſem letztern, der in Geſtalt von Flo>en, oder aufgeldſt, in der Fiüſſigs Feit bleibt,(Spes 2) Es gibt Länder, wo man die Gewohnheit hat, alle die Früchte, aus denen Oel gezogen werden ſoll, aufeinanderzuhäus fen, und ſie ſich erwärmen und gähren zu laſſen, bevor man ſie unter die Preſſe bringt. Durch dieß Mittel verbindet ſich das Del beſſer mit dem Schleime, und man glaubt viel mehr Oel zu extrahiren, weil das Produkt reichlicher ausfällt; aber die Quas lität des Oeles iſt natürlich ſchlechter, wegen der fremdartigen Stoffe, die ihm beygemiſcht ſind. Dieß Verfahren hat jedoch den Vortheil, daß die Ertraction vollſtändiger vor ſich geht, indem durch die größere Erweichung des Gewebes der Frucht, der Dru derſelben wirkſamer wird, und ſie alſo leichter und vollſtändiger geſchieht. Mehrere Schrifiſteller haben ſich gegen dieſe Art, Oele zu exträhiren, ſtark erklärt, aber ſie haben nur die Alteration bes rücſichtiget, die das Oel durch dieſe vorläufige Gährung er- ; leidet, FEELS ONNEN SNN SENN ENE RGGNEG (ett, 1 Qandmat wirs 1 ain au? pepe, DOS EN derſelben! tauglich% Yarfah buht? | Gmnn | muß M um vas; WDE ba Del df, 5 zu nens hit m/s 4)/19 großemnb preſſen 113 loren 119! Fele dit Mut wilde de Iv uf 00/58 VED rhe | | EE 31 Dae | n, dey leidet, und nicht beachtet, daß es ſehr oft zum Nußen des in Ver: Landmaunes gereichen kann, alles aufzuopfern, um die Quan- 0 hins tität zu vermehren. Uebrigens iſt der Gebrauch der Oele nicht | allein auf unſre Tafeln beſchränkt; ſie werden in den Färbe2 3 feſlen| reyen, ven Seifenſiedereyen und Tuchfabriken angewandt; vorz- enthält| züglich dieſe Etabliſſements ſind es, in denen die größte Maſſe jeſt 10) derſelben conſumirt wird, und das reine Oel iſt dazu minder 7 tauglich, als vas, welches man durch das eben beſchriebene | man zu Berfahren gewinnt. Die Vollkommenheit einer jedweden Kunſt inſo di beruht allein darin, daß man die Mittel findet die Fabrikation dem er einen RENN anzueignen, zu dem der Handel die Produkte die» | nen läßt. ht, aus 3) Da das Waſſer, welches man mit dem Teige mengt, peration um das Del mit größerer Leichtigkeit daraus zu extrahiren, es iſt, und ſchneller ranzig macht, ſo erſeßzt man es in allen Fällen, wo x das Oel in einer Art von Saamen in großem Maavpe vorhan- 15% den iſt, durch heiße eiſerne Platten, zwiſchen welchen man die t, iſt ge: zu einem Teig reducirte Materie preßt. Auf dieſe Weiſe extras hirt man das Oel aus ſüßen Mandeln, m Baſſet, 4) Wenn der Schleim in einem dligen Saamen in zu iel fließen? großem Maaße vorhanden iſt, ſo kann man durch das Auss 1f, der mit preſſen allein das Oel nicht daraus ſcheiden, es würde wie ver? ges, oder loren in der Maſſe des Schleimes zurückbleiben, Jun dieſem Falle ddrrt man den Sgamenz tro>net und verdi>t durch dieß Schleim Mittel einen Theil des Schleimes, und ſodann läuft das Oel, ' welches immer die nämliche Flüſſigkeit behält, unter dem Druck n 807 der Preſſe ab, ohne den Schleimſtoff mit ſich hinwegzuführen. er Fiüſſig: Auf dieſe Weiſe extrahirt man das Hanfödl, das Leindl, das | Bilſenkrautdl, das Mohubl u.ſ, w.*). Mt, fle dit In der Regel iſt das Oel, welches bey dem erſten Dru 09 der Preſſe ausläuft, reiner und flüſſiger, als das, welches gegen vorm das det ieh dei s) Ich habe immer gedacht, daß dieß Mittel den Schleimfioff durch mehr Del zt Trocknen oder Verkohlen zu fixiren, bey mehreren dießfälligen ber die Dut! Operationen und nicht allein bey Extraction von Helen, ſon- remdartigt! dern auch bey vegetabiliſchen Gährungen mit Erfolg angewandt 1 hat jede) werden könne. Jch habe zum Beyſpiel beobachter, daß die mei- fich geht ſten Pflanzen, die in warmen Climaten durch die Gährung ei- nige Produkte liefern, die ſie in kälteren nicht geben, zu den der Frucht nämlichen Wirkungen fähig wurden, wenn man vorläufig den eichter und Schleimſtoff dörrte, der in größerm Maaße in den nordiſchen, A gls in den ſüdlichen Pflanzen vorhanden iſt, und in den erſtern V eine faulige Gährung hervorbringt. Von dieſen Grundſäten ve t, Oele zu ausgehend, könnte man faſt überall die Färbeſioffe verfertigen,[3-3 eration bi die man durch die Gährung einiger Pflanzen extrahirt, und dieſe 14 hrung et! Bereitungsarten durch Abwechſelung und willkührliche Leitung 3 ſeide) der Gährung unendlich weiter bringen. Anm, d, Verf.! MIS S- ENG| SCHEIDEND dan URIG== MEIÄE Fr eeReEwweIeEweeEazeZeÜwwEeERweEnw=neDDeneen eee een ree neg <- HE 455 das Ende kommt; je beträchtliher der Dru> iſt, um deſto ſtärker wird das Verhäitniß des Schleimes. Ein großer Theil ſchlägt. ſich durch das bloße Stillſtehn des Oeles nieder; aber ein ande- rer bleibt in Verbindung. Der Bodenſatz, welchen die Oele mit der Zeit bilden, zeigt nichts als ein Gemenge von Sch!eim nnd Faſern; und das wahre Mittel, die Oele zn reinigen oder flar zu machen, würde darin beſtehn, ſie lange Zeit in ſehr reinlichen Gefäßen, und an ſehr kühlen Orten aufzubewahren, wenn die Zeit nicht an und für fich ſchon einen Verluſt für den Eigen- thümer mit fich brächte. Dieſe letzte Rükſicht hat Kaufleute und Chemiker darauf gebracht, ſchnellere Mittel zur Abklärung des Oeles aufzuſuchen, In Holland uimimt man einen irdenen, wohl ausgefirniß- ten Topf, und thut ein Drittheil feinen Sand, und ein Drit2 theil Waſſer mit Leind!, welches man bleichen will, hinzu. Jiachdem man das Gefäß mit einer gläſernen Calotte bede>t, ſet man es der Sonne aus, und rüttelt es wenigſtens ein Mal des Tages um, und wenn das Oel ſehr weiß geworden, läßt man es zwey Tage ſiehen, und zieht es ſodann ab. In Paris reinigt und bleicht man das Rübſendl-zum Ge- brauch in den Lampen, die dem Luftzuge ausgeſeßt ſind, mit- telſſt der Schwefelſäure. Zu dieſem Ende thut man 4 Quent- anzunehmen, der Ranzigfeit derſelben genannt wird. |! Datt- 8;:' v r ein Datt- Pn darf ſie nur an die Wärme bringen, um den pikanten * M) Geſchmack und ſcharfen Geruch aus ihnen zu entwi>eln, welche " w den Charakter der rantigen Oele ausmachen, Ans dieſem Grunde taſten ein liefern die gedbrrten Saamen immer ein mehr oder weniger ran- Ü geworden, 3iq"8 Oel. Es ſcheint, als ob der Wärmeſioff ſich hauptſächlich Cm ab, auf den ſchleimigen Theil des Oeles werfe; das Jungſerndl wird Ehl. zum Obr Faum ranzig, während die groben oder Fabrikendle eine Ranzigs?- J find, mit: keit haben, die ihnen eigenthümlich zu ſeyn ſcheint. 8 Onent» Der in ollen feſien Oelen in grdßerem oder geringerem 9) 2 Pfund Maaße vorhandene Schleim iſt ein Keim fortwährender Vers ft Dieß änderung, yn, und Es giht feſte Oele, denen man die Eigenſchaft geben kann, Fragmente fich leicht zu verdichten oder zu troFnen, indem man ſie mit ein Dan Metalloryden aufſieden läßt; Nußdl, Leindl und Hanfdl ges d das Dl bdren zu dieſer Gattung, Man hat ſie wegen dieſer Eigen? 6) Tagen gts ſchaft austro>nende Oele genannt. [13 eine nod Die Materien, deren man ſich gewöhnlich bedient, um Finwendun ihnen dieſe austro>nende Eigenſchaft zu geben, ſind Bleyoxyd, iis 108 das man Glätte nennt, Gyps und Umbererde*). Niederſchlt Das gewöhnlichſte Verfahren beſteht darin, daß man ein 3 be, welht Pfund Oel, und eine halbe Unze Glätte, eben ſo viel Bleyweiß,- ymnimmb, Umbererde und Gips nimmt. Man läßt ſodann das Oel mit zm länge! dieſen vier Droguen bey einem ſanften und gleichmäßigen Feuer aufſieden, und ſchäumt es von Zeit zu Zeit ſorgfältig ab. So ngen, un wie der Schaum anfängt ſich ſeltener zu zeigen und roth zu wers zäute, di den, hält man mit dem Feuer an, und läßt das Oel ſiehen, das 4 18. Or ſich immer mehr und mehr ſeßt, und klar wird.= PONY ie et gaanz!) 142008*) Die Bleyglätte wirkt hier allein als austrocknendes Mittel- Gyps ia Jed und uUmbre ſind völlig überflüſßg dabey. H. SCHREIE AIN D omann-* Äh debe ARI IETERT GEE TINI IIR LIGEN 2 AENA III 200 Äudl u rgb ann einn Ei inan 1 einm Dre EIE Änd HÄ Wii wr Fend eb Ir er IRENE -., 3 16== Die Bleyoryde, deren man ſich hier bedient, haben weniger den Vorthe1i:, das Oel durc Oxydirung zu verdicken, als es zum Theil aufzuidſen, und es dadurch zu einem Zuſtande zu bringen, der dem von eigigen pharmazeutiſchen Balſamen nahe kowmt, Sc habe mich durch die Analyſe von dieſer Aufldſung des Oxyds in dem Oele überzeugt, und der leichtern Aufldslichkeit dev Bleyoxyde muß man ihre Superiorität und den Vorzug zus? ſchreiben, den man ihnen in den Künſten gibt, Die Oele, welche man mit Quedſilberoryd aufſiedet, mas t iſt, wird elaſtiſch wie der Caoutnende ver- wandelte Oele, haben ſodann die Eigenſchaft gewonnen, ſich bey Berührung der Luft zu verdichten, vorzüglich, wenn man ſie in dünnen Lagen auf einen Körper aufträgt. Dieſe Wir- kung fann entweder auf Rechnung der Abſorption des Sauer? ſtoſſes kommen, die wahrſcheinlich durch die Gegenwart des : in a jn dem" dahin ft. neh paul 1001" Nan wam 0 | batt ds gupfet, 4 rm| tigen V | | gam NI | ein und 15 Ebutt» 18 mihi a weft 8 Zo63 | fegt, diE ider, 9€ fugt, ID wit eins NNCSEE | fun an we bremegn 022(tx ligen 15€ ve | M Iyf uz WWBK dier Ji d u +-- 317- wenige| in dem Oele aufgeldſten Metalloxyds begünſtigt wird, welches es zum| dahin ſtrebt, diejenige Portion von Sauerſtoff wieder aufzus ringen,| neymen, deſſen es durc) das Auſwallen mit dem Oele bes kommt.| raubt worden. Oryds| Man kann die Oele mit den Metalloxyden verbinden, fet der| 5 wenn man Seife durch Metall- Aufldſungen zerſetzt. Man ug zus| bereitet dürch dieß Mittel, eine grüne Seife mit ſchwefelſaurem | Kupfer, und eine dunkelbraune oder gelbliche mit ſchwefelſaus 10] rem Eiſen, Herr Terrhollex hat eine Reihe von ſehr wichs ake ps tigen Verſuchen über dieſe Art von Verbindungen gemacht, » geben,| Das Pflanzendl wird zur Erleuchtung unſerer Wohnun edu gen gebraucht; die fortwährende und immer gleiche F!/amme Penn eines in Oel getränften Dochres, die ſchöne K'arheit derſelben, irniſſes| und die Leichtigkeit, nach Willkühr dieſe Wirkung leiten zu | können, ſind Erſcheinungen, die unſre Bewunderung nicht | mehr erregen, weil wir daran bereits gewöhnt ſind, aber die [es aus| nie gufhdreu werden, den Chemiker und Phyſiker zu beſchäftigen. | ähren, Der Rauch, der aus allen verbrennlichen Körpern aufs Rü:| ſteigt, die die Narur der Oele haben, iſt um ſo viel beträchtz: | licher, als die Wärme, we'elung der Aichtian Oele im Wege ſiehe. Wir können alle Methoden deren man ſich bedient, um die flüchtigen Oele zu ertrahiren, auf zwey Haupt- Gattungen einſchränfen, das Auspreſſen und die Deſtillation, 1) Wenn *) Dieß darf uns auch gar nicht wundern, denn der Geruch bey den Pflanzen pflegt immer von ihrem ätheriſchen Oel abhängig zu ſeyn; dagegen der Gejchma> derſelben, von ihren gyummigen und Sei- 174 fenſtoficheilen abhängig ifi, „94 wdfh im piſſen te Tyall der' Serzuöd!! Galen| Yergamo!, hin und' amb je | wnn | entzund/ * fehl 0,| || Df || ſtin€ |(leolau? ſr gel 4 |f | We füdit eM wir Boſern | u hy | mud | Wün€ | füh, a || bchie | Wöhe Ive Nus /| Wq6t S zm Ing [| Ww Wf || 1.1, 3 iE: d= 4 == Y EI 001 Faves ern und x) Wenn das flüchtige Oel von ſehr flüſſiger Natur iſt, Und die und ſich in hervorſpringenden und recht ausgezeichneten. Behält- 1 Bly: niſſen befindet; ſo darf man nur einen mäßigen Dru auf den bſtanz| Theil der Pflanze, die es liefert, anwenden, um deſſen Pome:| Herausdringen, oder die Erirahirung. zu befördern. Die m des| Schalen der Citronen und Pomeranzen, der Cicronaden und lanzen 17 Bergamotten ſind ſämmtlich in dieſem Falle, wenn man ſie enchel,| hin und her biegt und zwiſchen den Fingern drüct, ſieht man en auf| aus jedem Bläschen derſelben Deltropfen heraus treten, welche, wenn man ſie gegen einen glühenden Körper ſpritzt, ſich darauf hieden,| entzünden, von der Oberſläche eines glatten Körpers aber, wenn 8 fü.* ſie darauf gerichtet werden, ablaufen, In der Provence und in Itglien, wo man dieſe Oele 3 voy fär den Handel bereitet, zerreißt man die Fruchtſchalen mit Ros:| Raspeln- und fängt das aus denſelben herunterfließende mms Produkt in Geſäßen auf; das ſchleimige Weſen zerſeßt ſich ratur mit der Zeit, und das Oel wird klar, tande Wenn man ein Siü> Zu>er gegen dieſe Bläschen reibt währ| ſo tränkt es ſich mit Oel an, und bildet einen Oelzucker ven,|(Oleoſacharum) welcher ſich in Waſſer auflöſen läßt, und | ſehr geſchit iſt, Flüſſigkeiten wohlriechend zu machen, eſch.| 2) In der Regel wendet man die Deſtillation an, um r als.| die flüchtigen Oele zu extrahiren; zu dieſem Zwecke thui man < in die Pflanze oder die Frucht, die dieß Oel enthalten in die Kugel des Kolbens, und gießt eine gehörige Quantität von ante, Waſſer darauf, damit. die Pflanze ſich darin baden könne, dieß und bringt dieß Waſſer zum Aufwallen, Das Oel erhebt ſich har mit dem Waſſer, condenſirt ſich in der krummen Röhre und läuft in das zur Aufnahme desſe!ben beſtimmte Gefsß; dieß Ges faß, welches der italieniſche Necipienr genannt wird, hat eine . Elt: breite Mündung und einen Schnabel der aus ſeinem untern Theile (eſe, auSgeht, und fich drey oder vier Zolle über dem oberen Rande erin der Mündung endiget; durch dieß Mittel bleibt das Oel; noc we!t, auf. welche mali einige glühende Kohlen 00: | legt. Das durch die Wärme flüſſig gewordene Oel dringt durch 0); | die Leinwand und in den Boden des Glaſes*). jahn, 18 Da der größte Theil der Pflanzen aus denen Oel gezogen|| Lerel "PUM Wird, wenig davon enthalten, und da es nur eine Jahres-|| mur 6 |||| zeit gibt, die zum Extrahiren des Oeles daraus geſchi>t iſt;|| lezten BBR! ſo würde es nicht ſehr vortheilhaft ſeyn, ſie in eine entfernte| We I Werkſtätte zu transportiren, um ſie der Deſtillation zu unter»? wal HM werfen; auch wird dieſe Operation, ſo zu ſagen, mitten im||: Topf 1 j Felde, vorgenommen. In dem mittäglichen Frankreich bringen|| wl R die Leute, welche ſich mit dieſer Arbeit beſchäftigen,. in dem|' WH Augenbli&, wo die Jahreszeit der Deſtillation günſtig wird,||| JIIUNO das heißt, gegen Ende des Sommers, ihre Deſtillirblaſe mit2|| uf WETEN ten unter die aromatiſchen Pflanzen, ſetzen ſie in einen Ofen,| L HIM den ſie mit geringen Koſten aufbauen, und deſtilliren ſo lange,| hig (M|, bis fie mit allem Vorrathe in den Umgebungen fertig ſind z|| Äuf < HUN ſodann transportiren ſie ihre kleine Borrichtung an einen andern| 100 CR[| Ort, wo ſie ſie jedoch nicht eher aufſchlagen, als bis ſie ſich|)| mh 1 4 DENEN überzeugt haben, daß er ihnen für mehrere Tage eine gute|(nl; - IM 4| Erndte gewähren werde. Auf dieſe Weiſe werden das Thymian-,|| vim SHE das Rosmarin-, das Lavendel- und Spik- Del bereitet.||"hy 1180 Es gibt Pflanzen die den angenehmſten Geruch verbreiten|' JIENIHS und doch wenig Oel bey der Deſtillation geben z; die Roſe gehdrt 41.08 JID hieher; auch iſt dieß Oel ſehr koſtbar,||. 7 Einige| *) Dieſe Methode möchte doch mit vielem Verluſt verbunden ſeyn. 5 Eis EREN Deftillation aus einey Retorte iſt empfehlungs-|| ur e+[]|| +- emma 32I ema “+ ſättigt Einige Verſuche die ich in Rü>ſicht der Erleichterung der ulöſen,| Extraction dieſer Art von Oele gemacht habe, machen mich ganze| glauben, daß man ſich dieſer dligen Stoffe durch leichte alka- Immen| liſche Laugen bemächtigen könne, aber ich habe auch bemerkt, mliche| daß unter dieſem Berfahren der angenehme oder eigenthümliche ilienz, pb Geruch diejer Oele merklich leide. Dieſe Bereitung erfordert ſiande| P noch einige Unterſuchungen, von denen man ſich nicht eher lt fie| Erfolg verſprechen darf, als wenn man ſie in's Große treibt. kann,|| Die flüchtigen Oele ſind der Verfälſchung ſehr ausgeſeßt; tv|| zu. dem Ende vermiſcht aman ſie mit feiten Oelen, oder weni- lation|| ger koſtbaren flüchtigen,“oder mit Alcohol u. ſ. w. eſteht,| Man erkennt, daß ſie durch fette Oele verfälſcht ſind: füſſg|| x) Durch Deſtillation: die flüchtigen laſſen ſich bey der man| Warme des ſiedenden Waſſers verflüchtigen. thut|| 2) wenn man ein Stü Probepapier mit dieſer Miſchung einer|| änfeuchtet und es einewſylehen Wärme ausſetzt, die fähig iſt, ohlen|| das flüchtige Oel zu vſſlüchtigen ohne das ſüße Oel anzugreifen. 6 8 Die flüchtigen Oele, welche einen ſehr ſtarken Geruch | haben, wie das Thymian- und Lavendel- Oel, werden oft mit ogen| Terpenthin= Del“ verfälſcht, Man darf, um dieß zu merken, hre: nur einen Tropfen in der Hand zerreiben, und der Geruch des 3.9908 07 leztern entwidelt ſich gleich. Feni| Die leichteſten Oele können mit ein wenig Alcohol vermengt mers werden. Man erkennt den Betrug ſogleich, wenn man einige nim Tropfen davon auf Waſſer gießt, welches augenblicklich weiß ingen dadurch gefärbt wird. M.| Die flüchtigen Oele verdichten ſich an der Luft und ver- (46| ſchlucken den Sauerſtoff. Ofen,|| Wenn man die verdichteten Dele deſtillirt 3 ſo zieht wan mg daraus"flüchtiges Oel und einen Rückſtand, der faſt alle Eigen» find; ſchaften der Harze hat, dern Die Säuren verdichten dieſe Oele, wenn man ſie langſam ſich ps mit ihnen zerſeßt und entzünden ſie, wenn die Zerſetzung gute|f ſchnell geſchieht, Die Salpeterſäure iſt am geſchickteſten, dieſe jan)| Phänomene hervor zu bringen; andre Säuren löſen ſie auf und bilden Seifen mit ihnen*), ;| Vom reiten ehdrt*) Die Salpeterſäure entzündet ſich nicht mit allen flüchtigen Oelen, ſie thut dieſcs nur mit denjenigen, weiche ſpecifiſch ſchwerer als Fini Waſſer ſind: die„andern werven bioß dadurch zu Harzen verdickt. m 0 Daß andere Säuren mit dei flüchtigen ODetien Seifen bilden jollene n ſeyy, iſt mix eine ganz neue Benzerkung. O. lungs X Vom Rampher. Der Kampher nähert ſich den flächtigen Oelen in ſo vielen Rüſichten, daß man von ihm vervünftigerweiſe- nur in der Folge ihrer handeln kann; er hat, wie ſie, einen ſiarken Ges ruc) und Geſchma>, er ldſt ſich im Alcohol auf und wird durch Waſſer daraus niedergeſchlagen; ex brennt und verdunſtet, ohne einen Rückſtand zu hinterlaſſen; von einer andern Seite aber!dſt er ſich in den Säuren auf und liefert ein Radical für die Salpeterſäure, welcßge man mit ihm zerſeßt. Die Natur hat den Kampher den flüchtigen Oelen zur Seite geſtellt, und es gibt wenige, die ihn nicht enihalten; man darf ihn nur lange Zeit in'zugepfroften Flachen aufbes wahren, um daß er ſich daraus niederſchlage, Aus dem Nelken- De! bildet ſich der vierte Theil ſeines Gewichtes zum Bodenſatz*), Herr Bouillon Lagrange, indem er den Kampher über Algunerde deſtillirte, zerſeßt ihn in zwey Grundſtoffe, von denen eines im Zuſtande eines flüchtigen Oeles in den Reci2 pienten übergeht, und der andre der mit der Alaunerde im Gemenge b!eibt, Kohlenſtoff iſt, Er ſchließt daraus, daß der Kawpher ein flüchtiges, durch den Kohienſtoff feſtgemachtes Oel ſey. Es iſt eine Art von Lorbeerbaum,(der Laurus Cam- phora) der in Ching und Japan wächſt, aus dem man bis jeßt allen im Handel vorkommenden Kampher gezogen; Reiz ſende verſichern, daß die alten Bäume ihn in ſo großer Menge enthalten, daß, wean man ſie zerſpaltet, man ſehr reine, dicke Tropfen davon darin findet, die keiner Rectification bes dürfen. Durch Deſtillation der verſchiedenen Theile des Baumes, und vorzüglich der Wurzeln, wird der Kampher dar- aus extrahirt; man thut ihn mit dem Waſſer in einen eiſernen Kolben, legt Reisfaſern in dem Helm zurecht, bringt einen Recipienten an, und deſiillirt. Eine Portion des Kamphers ſeßt ſic) an die Halme im Innern des Helmes an, während ein anderer Theil in den Recipienten übergeht. Die Holländer reinigen den Kampher, indem ſie ihn ſublis miren, nachdem ſie ihn mit einem Sechszehntheil lebendigem Kalk vermengt; ſodann nimmt er eine weiße, halbdurchſichtige Farbe und einen ſtarken Geruch an; erzeugt im Verbrennen eine weiße und ruhige Farbe, und läßt keinen Rückſtand übrig, ldſt fic) in Alkohol auf, ohne deſſen Durchſichtigkeit zu trüben u, f. w. ej Die *) Was iſt dieß für ein Bodenſatz? Kampher kann es doch wohl nicht ſeyn? den ſcheint das Nelkenö|l am wenigſten zu enthalten. H. mhal17 men ud nig wih,| Wilp ſ' MW, WF ſyw | lan, ieley Die Deſtillation der Zittwerwurzeln, des Thymians, Ros- der marins, der Salbey u, ſ, w.; man hat auch bemerkt daß dieſe (Ges:| Pflanzen viel mehr davon geben, wenn ſie getro>net, als wenn Din| ſie friſch ſind. Der Thymian und die Pfefferminze, wenn man ſiet,| ſie langſam tro&net, liefern viel Kampher; dieſe Pflanzen geben "200 WI nur flüchtiges Del, wenn ſie friſch ſind. Herr Achard hat die "ED Beobachtung gemacht, daß das Gemenge von Feucheld!l und Säuren eineu ſehr ausgezeichneten Kamphergeruch von ſich gebe. Der nämliche Chemiker hat dem Kampher ſehr ähnliche Kriſtalle 5 dus" der Einwirkung verdünnter Salpeterſäure auf flüchtiges fbes Anisdl erhalten; einen gleimen Niederſchlag erhielt er, indem den& Pflanzen- Alkali auf Weineſſig goß, der mit flächtigem Ans um gelifendl geſättiget war. m Herr Prouſt hat den Verſach gemacht, der Induſtrie der 1| Spanier eine Richtung auf einen Gegenſtand zu geben, der mit 8| dem Handelsintereſſe in Verbindung ſteht, und ihnen die Mittel 0 4 an die Hand gegeben, den Kampher mit Nutzen zu exrtrahiren, ie| der in den Rosmarin-, Majoran-, Salbey- und Lavendeldlen d A] enthalten iſt. Dieſe Oele werden im Königreich Murcia im 6| Großen bereitet und ihre Evaporation an freyer Luft in dazu wes|| eingerichteten Gefäßen, die einen Monat hindurch bey einer 197 Temperatur von 6-- 0 bis 10+ 0 erhalten wurde, lieferte m: 4 Kampher in folgenden Verhältniſſen: bis Rosmarindl EN Reis Majiorandl Z enge Salbeydl I in| Lavendeldl zZ vs 9 Das Lavendeld!l gibt ſein erſtes Produkt nach vier und zwan-| des| zig Stunden; es ſetzt ſich in durcheinander geſchlagenen Platten ji.| dar| und bey einer Temperatur von 15+ 0 ab: das erſie Produkt iis „am R erſcheint nach zwd!f Stunden, m Wenn man Kampher in Lavendeldl bey einer mäßigen Wärs pe| me auflöſt ſo ſchlägt er ſich durch das bloße Kaltwerden nieder, 1)| und nimmt eine Portion des natürlichen Kamphers den es ents h| 17|» hält, mit in ſich auf, woraus Herr Prouſt geſchloſſen hat, daß j| ublis| das Lavendeldl mit Kampher geſättiget ſey. j (ph“Das Salbey- Oel läßt ſeine Kriſtalle ſpäter abſetzen, aber| gen| ſie zeigen dann die nämliche Einrichtung. Dieß Oel läßt einen DOAB 8 Rücdſtand, der di> wie ein Syrup iſt, und dieſen muß man löſt|| ausdrüken, um den niedergeſchlagenen Kampher daraus zu fw.|| ſcheiden. D 4510 Das Majorandl ſetzt ſpäter ab, und das Rosmarindl noc< "n|| langſamer, 34.5 Der (M [7 2.0 Be STS NSE I AER TEE nme NI ITTIEE NINA IEN ENVRARRROGTSPES SPINE SNF RREIDENE IRENE ZINSEN DEINE ernennen einene ae zee> LEISE ÄR“ Ir me - 324= Der Kampher, der aus dieſen Oelen gezogen wi: den Geruch derſelben nicht bey. gezogen wird, behält Herr Prouſt hat ſodann verſucht, das Oel durch Deſtillaz tion auszuſcheiden und den Kampher durch dieß Mittel daraus niederzuſchlagen; er that das Oel in einen Kolben und deſtillirte es in einem Marienbade bey einer mäßigen und gleichen Wärme: nachdem ,man das Oel hergusgenommen, läßt man den Appa- rat zwdlf Stunden hindurch kalt werden, und der Kampher ſch!ägt ſich ſodann in Kriſtallen nieder, die man mit dem Schaum? ldffel abnimmt, Man thut neues Oel auf den Rückſtand und ' deſtillirt wieder auf die nämliche Weiſe. Drey Deſtillationen- ſind hinreichend, um das Oel von allem Kampher, den es ent» hält, zu berauben: die erſte liefert die Hälfte davon, Man muß vermeiden, die Wärme zum Aufſwallegrade zu bringen und über das Drittheil des angewendeten Oeles zu evaporiren. In Aubin Fällen würde man eine Portion des Kamphers vers üchtigen, Der Kampher kann nag Romieu's Beobachtung, durch Sublimation in ſechsſeitige Pyramiden kriſtalliſirt werden.> Er läßt ſich leiht in Alkohol auflöſen und dieſe Aufldſung wird Rampherſpirirus genannt. Wenn man den darin enthal? tenen aufldſenden Stoff ſättiget, oder ihn langſam aus dieſer Auſlöſung niederſchlägt; ſo bildet er Kriſtalle in ſechsſeitigen Platten, die an einem gemeinſchaftlichen Faden hängen. Der Kampher ldſt ſich nicht in Waſſer auf; er theilt dem- ſelben jedoch einen ſehr ausgezeichneten Geruch mit, und dieſe Flüſſigkeit kann, wenn gleich nur in geringem Grade, die Ei»2 genſchaften desſelben verdrängen. Die Säuren ldſen ihn auf ohne ihn merklich zu verändern; ſeine Aufldſung in der Salpeterſäure bildet das Rampheröl,. Es iſt jedoch hierbey zu bemerken, daß der aus dieſen Aufldſuns gen durch die Alkalien niedergeſchlagene Kampher an Gewicht und Härte zunimmt, und weniger entzündlich wird. Nach den Verſuchen von ZRoſegarten erhält man, wenn man zu wieder2 holtenmalen Salpeterſäure mit Kampher deſtillirt, eine Säure in parallelopipediſchen Kriſtallen, die alle Eigenſchaften dieſer Claſſe von Salzen hat. Man nennt dieſe Rampherſäure: Ro» ſegarten hat ſie zuerſt bekannt gemacht und Herr Bouillon Lagrange dieſe Arbeit durch eine Reihe von intereſſanten That2 en vervollſtändiget*)«+ ſach ſtändiget*) HIN *) Nach Tromsdorf kann auch aus dem Terpenthinöl durch den- Weg der Kunft eine dem Kampher ſehr ähnliche Subſtanz erzeugt werden, wenn man ſalzſaures Gas hineinftreichen läßt; die Maſſe färbt ſich erft ſchwarz, hepznach ſcheidet ſich eine kampheraxtige Materie in Kriſklleny ays. H, || ven jeh; wirs „dE ms 1 Wia ji telle 8 baueß1) Vom Caouta2 weiſe abfgallt. .-- Der Baum, welcher den Saft liefert, iſt die hoevoea guig- ne11/is von Doubler, die Jatropha elaſtica des Linne. Herr Richard hat ſie unter die Familie der Cuphorbien geordnet, Die Analyſe, welche Herr Fourcroy von einer kleinen Bou- teille dieſes Saftes gemacht hat, die der Geſellſchaft des Y>ere baues überſchi>t wurde, bewies ihm: 1) Daß das elaſtiſche Gummi in einem milchigen Safte aufgelöſt iſt, aus dem die bloße Berührung der Luft ſolches entwickelt. 2) Daß die Abſorbtion des Sauerſtoffs die Haupturſache dieſer Trennung iſt. 3) Daß dieſer Oxydation die Farbe des Gummi's zuzu? ſchreiben iſt. 4) Daß das elaſtiſche Gummi, welches Ammonium bey der Deſtillation liefert, dieß nur in Rückſicht des in ihm ent- haltenen Stickſtoffs thut. 5) Daß es ſich mehr der Rolla als den Oelen und Harzen nähere. Wir finden einige Naturprodukte, die dem elaſtiſchen Gummi nahe kommen,„ohne jedoch alle Eigenſchaften deöſelben in ſich zu vereinigen. I) Dorthes hat bemerkt, daß diejenigen Cochenillinſekten, die mit einer rauhen, einer kleinen Spreu ähnlichen Hülle'be- kleidet ſind, auch mit einem Kitt bedeckt ſind, der dem Caout- en wird. (Abhandlung über die Säfte der Pflanzen im erſten Bande der erſten Claſſe des Nationalinſtituts).' 4) Leindl, wenn es durch Aufwallen mit Glätte ſtark ein- gedit und in Schichten auf irdene Gefäße aufgetragen wird, erlangt dadurch die Weichheit, die Elaſticität, die Farbe und die Verbrennlichkeit des elaſtiſchen Gummi's. Elaſtiſches Gummi, wenn man es dem Feuer ausſeßtzt, wird weich, ſchlägt Blaſen, und brennt mit einer weißen und anhaltenden Flamme, Man bedient ſich deſſen in Cayenne um die Wohnungen zu erlenchten. Es ldſt ſic) weder in Waſſer, nod) in Alkohol auf, aber der Schwefeläthyer, die austro>nens den Oele, das Terpenthindl u. ſ, w. bilden Aufldſungsmittel, durch die wir es leicht auf Körper auftragen könuen, auf denen es einen trefflichen Firniß abgibt. Wmacquer hat uns zuerſt gelehrt, daß man es durch Aether auflöſen kdune, und auf dieſe Thatſache die Kunſt gegründet, Sonden, Catheder u. ſ.w. von elaſtiſchem Gummi zu machen, indem man auf eine wächſerne Form Schichten von dieſem Firs niſſe ſo lange aufträgt, bis ſie die gehdrige Die haben. Dieß Verfahren ſchien eines Theils ſchwer auszuführen, an- dern Theils ſehr unſicher im Erfolge. Pelletier hat die Bemer- kung gemacht, daß, um dieſe Aufldſung zu erleichtern und zuver2 läſſig zu machen, man das Gummi elaſticum an ſiedendem Waſ- ſer erweichen, es ſodann in kleine Stü&Fe zerſchneiden und noch- mals erweichen müſſe; in dieſem Zuſtande iſt es ſehr aufldslich in Aether, ſelbſt auf dem kalten Wege, Berniard, dem wir intereſſante Unterſuchungen über das elaſtiſche Gummi verdanken, hat geſehen, daß es ſich in Sals peteräther beſſer aufldſt, als im Schwefeläther*),. Wenn man das elaſtiſche Gummi mit einem flüchtigen Oele, wie mit dem Terpenthindl in Berührung ſetzt, und ſelbſt, ; wenn v) Der Schwefeläther löſt jene Subſtanz vollkommen auf, wenn ſol- = u een vm (pm zijn! „iy bene den 50 N (m NE von ſih 19 ole 10 L not me Bſt] 0,8 Ita joa] -. 327=>! Ns| wenn'man es dem bloßen Dampfe dieſes Oeles ausſetzt, ſo u alhe ſchwillt es an, erweicht ſich, und wird ſehr teigig; in dieſem 57 ef Zuſtande kann man es auf Papier ausdehnen, oder Zeuge da- R, PEE mit überziehn, aber dieſe Firniſſe tro>nen ſchwer,|[1 1 der Alkohol mit Terpenthindl vermengt, gibt ein beſſeres Auf-| CA fes R ldſungsmittel ab, als reines Oel, in ſofern, als der Firniß|= et,| dadurch troFnender wird,| es wird, Die gustro&nenden Oele-ldſen das>>l>äſtiſche Gummi unter jj 5 'e der MGirrung der Wärme auf. Man bedient ſich dieſes Mittels| 06 ſelbſt heut zu Tage, um auf Zeuge, oder andere Gegenſtände| 1 eine einen Firniß von elaſtiſchem Gummi aufzutragen. Dieß iſt das P vird, einfachſte und zugleich das dconomiſcheſte Verfahren, up| und.| Eben ſ9 ſchmilzt das elaſtiſche Gummi in gelbem, fieden- nin S dem Wachſe. Dieſer Firaiß läßi ſich leicht auf Zeuge auftragen,| ſeut, aber er hat das Ueble, daß er ſich. zu ſchnell anſeßt. y -. Herr Fabroni hat angezeigt, daß Steind!|, welches mehrere M Male hinter einander deſtillirt worden iſt, das elaſtiſche Gummi ſer, imkalten Wege vollſtändig auflöſt, und alle Eigenſchaften desſel- we| ben erhält.(Briefe von Siobert an Herrn Berthollet, Turin ya|| den 22ſten Oc:ober 1791). 0 Herr Sroſſard von Virly erweichte lange Streifen. von die. ether ſem Gummi in bloßem ſiedendem Waſſer, näherte ſie ſodann mdet, in einer Form einander dergeſialt, daß ſie zuſammenklebten oder achen; fich an einander lötheten, und erhielt durch dieß einfache Mittel 1 Fits alle Formen, die er wünſchte, Dieſe Ueberzüge haben den unſchätzbaren Vorzug, daß fie , dns nicht platzen, und daß ſie gehandhabt werden können, ohne zu mer: brechen oder abzuſpringea, ſie ſind undurchdringlich für Luft, uvere| Waſſer u. f. w. werden, von Alkohol, von den Säuren u,ſ, w. Waſ:| ncht angegegriffen, und verdienen in jeder Rückſicht, daß man"% och:| ihren Gebiauch vervielfältige, und ſie zu einem bedeutenden Ge:'. ölich genſtiande für die Juduſtrie mache. IG , 011118 das| Sal Zweyter Artikel, Von den EXrdharzen. ie Es gibt Naturerzeugniſſe, die zwiſchen den organiſchen und wenn unorganiſchen Subſtanzen die Mitte zu halten ſcheinen, und die ſo zu ſagen zur Verbindung eines Naturreichs mit einem andern n ſol- dieven; die Erdharze befinden ſich in dieſcm Falle. Sie ſind in nimm der Mitte der Erde oder der Metalle enthalten, yHd ſtellen tich| egen|, zuwei- Br SISTER NNN RENEE IE NSH SHEEPSNPHRNNT.738:P" 0 NPWOWRPER ZAF 6/08" VE NEFEERERREREIRRERERFIN ZFNIRERNE EN FRE REFIRDON GIE ZEN SENUOEENEN een I.[7 1 328 ez zuweilen in ſo dichten Lagen dar, daß die kühnſte Einbildungs- Fraft es kanm wagt, ihren Urſprung an die Zerſeßung der vrga- niichen Materien anzuknüpfen wir ſehen unter unſern Augen nicht mehr die ungeheuern Vorräthe brennbarer Stoffe entſtehen, und in“ allen. dieſen Beziehungen würden die Erdharze eine Claſſe von Produkten auszumachen ſcheinen, deren Catſiehung und Urſprung uns unbekannt iſt. * Wenn wir jedoch Darauf Rückſicht nehmen, daß. die Erd- harze alle entzündlich ſind, daß ſie Oel bey der Deſtillation von ſich geben, daß ſie in der Regel ſich nur in ſecundairen Erdſtrichen von dritter Formation vorfinden, daß ſie zuweilen Stü>e von Muſcheln, Fiſchen, Inſekien und Pflanzen in ſich trogen, ſo können wir nicht umhin, hieraus zwey ſehr natür liche Folgerungen zu ziehn; zuerſt, daß die Entſtehung derſel-- ben nicht bis zum erſien Alter des Erdbodens hinaufſteigt; ſo- dann, daß die Zerſetzung der Vegetabilien bey ihrer Entſtehung thätig geweſen ſeyn müſſe, In der That, wenn man von dem jeßigen Zuſtände un- ſerer Erde ausgeht, ſo iſt es ſchwer, die Möglichkeit der Bil- dung dieſer urgeheuren Lagen von Erdharz durch Zerſetzung der Begetabilien zu begreifen, denn es leuchtet ein, daß die Ur- ſach? uuter der Grdße der Wirkung ſteht; aber wenn wir uns mittelſt der Einbildungskraft in die früheſten Zeiten hinauf ver? ſeßen, wo die wenig bewohnte Erde faſt überall nichts weiter zeigte, als eine mit weit!äufigen Seen oder dichten Wäldern be de>te Fläche, ſo wie wir ſie noch in denen Gegenden ſehen, wo Menſchenhände ihren urſprünglichen Zuſtand nicht geändert haben; wenn wir bemerken, daß die Meere, in gewiſſen.Stria chen, fo mit lebenden Vegeiabilien bede&t ſind, daß die Schiffe ſeibit ſich keinen Weg hindurcd) zu bahnen vermögen;„wenn wir die Beobachtungen aller Reiſenden beachten, daß die Oberfläche der Meere des Nordens gegen Spißbergen, Grönland und Nova- zembla hin, mit einer ungeheuren Quantität von Holz bede&t iſt, von dem man ähnliches in den benachbarten Waldungen findet, ſo werden wir unſre Jdeen zu der Hdhe des Gegenſtandes erheben; wirklich ſind es Vegetabilien die in den Meeren wachſen, oder die von den Flüſſen. getrieben und von den Strdmen hinwegge- führt, lange von den Wellen umhergeſchleudert worden, welche “an den Ufern umhergeworfen, übereinandergeſtreut und zuſam- mengehäuft; dann aber mit Erdſchichten und Lagen von Schlamm bedeXt, und ſo zerſeßt werden, In den Seen und an den Ufern der Flüſſe finden die näm2 lichen Veraniaſſungen Statt; aber ſie ſind weniger bedeutend, und me | aum ZM! | 1a | hift | de ZulSit! | in dew8s! | Wige 71% |; 0; | | | | füh 3 | NEN 5 | f13(Gs | Wm | mö | WE | NiheS! | fm|S ngs: orga: "ugen tehen, ' eine hung e Erd: Uatton daten weilen in ſich natürs derſel: t; ſo: ehmig Ie uns t Bil- m" der die Ut- ir uns uf ver, „weiter ern be: ſehen, eändert 1 Stria Schiffe ny wir rfläche Nova- dt iſt, findet, hebenz , oder wegg!* welche zuſam? ung des Meeres zuſchreiben. Aber die Zerſezung dieſer Pflaunzenablager konnte nicht fort- während und überall die nämliche Art von Erdharz erzeugen; die Verſchiedenheit der Pflanzen muß auch eine Verſchiedenheit in dem Produkte ihrer Zerſezung veranlaſſen, der fleiſchige und dlige Theil derjeiben verändert ſic) nicht ſo, wie ihr faſeriger Theil; die Blätter, die jungen Stengel, die nicht holzig werz denden Pflanzen gehen in eine Gährung über, deren Wirkungen weſentlich von der verſchieden iſt, die der Stamm erfährt, Es liegt ferner in der. Natur der Sache ,' daß dieſe aufs „einandergehäaften Pflanzen mehr oder minder dichte Lagen bil» den, daß dieſe Lagen mit fremdartigen Materien gemengt ſind, und daß einige ſich unter dem Waſſer, andere außerhalb des- ſelben und auf dem Ufer bilden, Dieſe verſchiedenen Zuſtände, dieſe mannigfaltigen Verhältniſſe haben einen weſentlichen Ein- fluß auf die Natur der Produkte, und durch Nachdenken über die vereinte Wirkung dieſer Urſachen, kduncn wir die ſehr ab- wechſelnde Größe der Lagen, die Neinheit des Erdharzes, das Gemenge der erdigen Stoffe, die Compaktheit der Maſſen, die verſchiedenen Grade der Veränderungen der Pflanzen 1. ſ, Ww, einz ſehen lernen, Von dieſem Geſichtöpunkte aus.,.wird es auch leicht ſeyu, die Exiſtenz der erotiſchen Pflanzen in den Lagen von Erdharz, die man in den Ländern ſindet, in-denen die erſtern nicht einheis miſch ſind, zu begreifen; das Bambusrohr und der Bängnas2 baum ſind in den Kohlenbergwerken der umliegenden Gegenden von Algis vorhanden; und Herr Juſſieu hat indiſche Pflanzen in den Kohlen von Forez gefunden, Es ES IND dnnn Ee beri ENID 45 ee be dalen rn Mb enge LNGSN; AERENE BEWAEEN IF 370775 IWEIN een Es gibt Erdharze, in denen noch das Gewebe der Pflanzen, qus denen ſie entſtanden, ſichtbar iſt. In Beichliilz werden nach Herrn Jars Angabe zwey Kohlenjt und ſchwarz wird, und es bieibt in der Retorte ein fohliger Rückſtand, Die Steinkohle und der Gagat ſind unter alien Erdpechen die, welche am meiſten Kohlenſtoff liefern; ſie geben ſelbſt Am? monium. Der Bernſtein gibt viel Säure, und wenig Kohlen? ſioff. Das Steindl iſt beſtändig in flüſſigem Zuſtande*)., Man kann alſo von den Erdharzen annehmen, daß ſie aus der Vermengung von Pflanzendlen mit mehr oder weniger Koh- Lenſtoff entſteben, welche durch die Reaction verſchiedener Säuren verhärtet werden. Weyn man die bekannten Säuren auf den Feſten Oelen zerſetzt, ſo bringt man ſie dadurch in einen Zu- ſtand. der dem dieſer Erdharze ſehr nahe kommt, welches die von uns dargelegte Meynung beſtätiget 8%), Die Erdharze nehmen alſo in Rückſicht auf die feſten Oele, die nämliche Stelle ein, als die Balſame in Beziehung auf die flüchtigen; Erdharze und Balſame ſind verdi>te Oele in Verbindung mit einer Säure, Von *) Auc< das Steinöl verdit ſich nac) und nach zu einer dem Braunſtein ähnlichen Subſtanz, wenn ſolches mit Sauerſtoffgas in Berührung gehalten wird. H.. %*) Jene Hypotheſe von der Erzeugung der Erdharze kann wohl ſchwer- - lich als zureichend angenommen werden, Wären fie durch Säuren verdickte Pflanzenöle,-ſo müßte man noch Spuren von Säuren darin gegenwärtig finden, welches nicht der Fall. iſt. Vielleicht find fie Produkte der Aushratung der Vegetabilien, durch unter- irdiſche Entzündungen, die nach und nach durch die Einſaugung "des Sauerſtoffes verhärtet find. 0. pu if jein 1 ww maa'S UL „|| ver Dupls ſen, hn )| was ||(u || hilf 189 | die("A Nhe || m(iS ||: 8 | | IW us | Runz/Ts | uf FS || WE | gehe? | Bellen tet | miſcht || EE )| m ditt: | ud | Bim 31 | de M9 5 || Enſe] |M | WL || WS || Wiſws Wes "es WUTZ / mig | vy | Niſdig wie ( ) | | dens 7'| 3 |=. WII= Vflezen,| Vorn der Steinkohle. Da| Die Steinkohle iſt das allgemeinſte unter allen Erdharzen+ € enen ſie iſt in beträchtlichen Schichten faſt auf allen Punkten des Erd? Str 1 bodens vorhanden, und man hat ſie zum gewdhnlichſten Brenne 80 4 material in den Werkſtätten und Haushaltungen angenommen, HOR 7 Dieſe ungeheure Quantität von Erdharzen kann nicht aus bey dem! der Vergrabung der Pflanzen, die auf dem platten Lande wachs hten, in ſen, herrühren. Wean man ſelbſt annähme, daß ganze Wäl- 1 Bruch der durch verſchiedenen Revolutionen der Erde begraben worden, "'paudan ſo würde dieß uoch keine mit der Grdße der Wirkung in Vers worden, hältniß ſtehende Urſäche abgeben 5 überdieß würden dieſe unter die Erde vergrabene Bäume in den Zuſtand von Gagat übers ; gegangen ſeyn, und nicht dieſe Kohlenſchichten zeigen, in denen Ine zum man keine Spur von Pflanzengewebe mehr entdeckt. „immer Es iſt hinlänglich erwieſen, daß die Entſtehung der Steins Netonte kohle unter dem Meere geſchieht, und wir kdnnen uns von der Bildung derſelben einen Begriff machen, wenn wir Rücſicht dpechen darauf nehmen, daß außer den zahlreichen Pflanzen, welche Ff Am?| die Flüſſe in das Meer ziehen, ſolche in Ueberfluß in dieſem Rohlenz| ungeheuren Reſervoir wachſen, und daß alle, wenn ſie den '",| Wellen zum Spiel geworden, in Lagen aufgehäuft werden, fe.äus| und ſich zerſetzen. 205| Dieſe Zerſetzung der Pflanzen unter dem Waſſer, kann nicht Säuren von. den nämlichen Phänomenen begleitet ſeyn, als die, welche uf den! an freyer Luft geſchieht; unter dem Waſſer nämlich Fann die en Zu| Wärme nur„mäßig ſeyn, Das Gewebe der Pflanze wird durch hes die die Flüſſigkeit, in der ſie ſteht, erweicht, die aufldslichen | Stoffe derſelben hinweggeführt, und es bleibt, nach einiger | Zeit, nichts übrig, als die unauflöslichen Elemente, Oel und n Dele,| Kohlenſtoff. Ich betrachte daher die Steinkohle als das Reſul- ng auf tat der Zerſetzung der Pflanzen unter dem Waſſer, die von ihren rele in Urſtoffen nichts übrig behalten als Oel und Kohlenſtoff, weil | dieſe allein der aufldſenden Kraft dieſer Flüſſigkeit entgehen. Vn Nach dieſen Jdeen wird man nicht mehr darüber ſtaunen, in den Steinkohlen noch das Gewebe von einigen bekannten Pflano er vn zen zu finden, und ziemlich häufig Erd- und Seepflanzen darin ſtoffga vereint zu ſehen. Eben ſo wenig, wenn man in denſelben auf Abdrüe von Myſcheln und Fiſchen, und ſelbſt auf Schichten von EI Muſcheln unter einander gemengt mit Lagen von Erdharz ſtdßt, Säuren wie ich zu Dorſan(im Gard- Departement) beobachtet habe, Zielleicht Man ſieht noh deutlich aus der Natur der Berge ſelbſt, aus fi denen die Steinkohle gefdrdert wird, daß die Bildung derſelben unter “a OR ANER IND donne*> Std ARIEN TERE DÜR EEE RE GERÄ LAS 2-2 ÜBEN 2004 1-4 ne wen nne ended Engemann>. 00mm tr kd in. Hh wer Freren a ze EÜR unter dem Meere geſchehe, denn jene ſind alle entweder Schiefer, „Sandſtein oder Kalkſtein, Oft findet man den Schiefer nur angetränkt mit Erdpech; es gibt ſoichen, der ſich ſchneiden läßt, der einen gleichen Bruch zeigt, mit Verbreitung einer weißen und lebhaften Farbe brenut, und wieder verlöſcht, ohne ſeine Geſtalt verändert zu haben. In Lavencas bey. Qiilzaud im Departement des Aveyron, wird aus einem Bergwerk dieſer Art gefördert. - Noch zeigt die Oberfläche der Erde auf mehreren Yunkten einen mit Erdvarz getränkten Kalkſtein, wodurch ihm eine mehr vder minder ſchwarze Farbe mitgetheilt wird. u Ih habe Gelegenheit gehabt, bey Alaix von der Seite von Saint-Ambroix und Servas-her auf einer StreFXe von mehreren Meilen die Erde und die Kalkfelſen ſo mit Erdharz durchklebt zu ſehen, daß die Sonne dieß in Geſtalt von Stalaktiten auf den Zaden der Feiſen flüſſig macht, und daß fich Kugein daraus bilden, die zuweilen das Eiſen im Pluge anhalten, Die Steinkohle wird oft auch im'Saudſieine gefunden, und dieß wird. wenig auffallend erſcheinen, wenn man darauf ſieht, daß dieſe Berge. ihren Urſprung dem durch die Flüſſe in das Meer geführten, und durch Wellen au die Ufer geworfenen Sande ver? danken. Die nämliche Bewegung und die nämliche Urſache kdn- ven Lagen von Pflanzen mitien unter den Lagen von Sandſiein gebildet haben. Die Steinkohle. iſt faſt immer in mehr oder minder. dien Lagen vorhanden; oſt findet man in dem nämlichen Berge meh- rere, die.durch Schichten von Schiefer oder Sandſtein von ein- ander geſchieden ſind, und es iſt ſelten, daß ſie nicht alle mit ein. ander parallel laufen. Noch iſt man allgemein ziemlich einig darüber, daß die uuterſten Lagen von beſſerer Qualität ſind, als die oberen, Die erdige Baſis von jeglicher Art von Steinkohle wird gez wöhnlich. durch einen mehr oder minder kieſigen Fidtzſchiefer gebildet. Die Qualität der'Kohle iſt von dem Verhältniſſe abhängig, in dem ſie ſich mit dem erdigen Stoffe vereinigt befindet, Wenn der Schiefer vorwalter, ſo iſt die Kohle ſchwer und läßt vielen Rücjtiand, nachdem ſie ausgebrannt iſt; wenn er, im Gegeu- theil, ſich nur in geringem Maaße darin befindet, ſo iſt die Kohle leicht und fett, ſchwillt im Brennen an, und verzehrt ſich faſt ganz, ß er - |„rf 900) m juin FE |ſo zit div! (Ged 100) | uud enim" Jin de FAN | 1 das Ju? Pytmomets | Juze 3 | poſuun 0 || Je 8 tag 0 | oſite X ifo 0 bnd || Mawr) VG bey Dedile ||emtſ) 9 Eri /TD. ſqin ſe. weſen der Wms | Bim 198 Oedienn | die bir 69 Ein ME FETEN. | als SW NE [X1 | urigen | WW(wels WZ wh. INF. ne | Nins mann ve | Wo Nys 2,9 12 |. | | Schiefa,| Erdpech;| en Bruch e brenut,| en, In n/ wird| Punkten ine mehr eite von nehreren Hebt zu auf den daraus m, und wf ſcht, 46 Meer nde ver: we(dy- andſiein er. diden ge meh von ein nit ein? h einig t ſind, ird ger ſchiefer jängig, Wenn t vielen egen? iſt die verzeh! Dit > = SEK= „Der Kies iſt in der Steinkohle nicht immer im Ver- hältnis mit dem Schiefer, und dieſe Subſtanz iſt es haupt- ſächlich, welche über die gute oder ſchlechte Qualität der Kohle entſcheidet. Wenn der Kies im Uebermaaß vorhanden iſt; ſo gibt die Kohle bey ihrem Verbrennen einen ſchweſlichen Geruch von ſich, verwittert leicht an der Luft, und erwärmt und entzündet ſich zuweilen in den Gruben oder Magazinen, in denen man die aufbewahrt; auch ſind es wahrſcheinlich beträchtliche Auhäufungen von Kohlen dieſer Gattung, denen das Feuer der Vulkane, die Erdbeben und andre ähnliche Phänomene zuzuſchreiben ſind. Wir ſehen täglich vor unſern Augen Reſultate, die uns zur Einſicht dieſer großen und im- poſanten Operationen behülſlich ſeyn können; in Cranſac im Aveyron arbeitet ein erdharziger und kieſiger Schieferberg täglich an ſeiner. Zerſetzung; die Wärme iſt auf ſeiner ganzen Oberfläche ſehr beträchtlich und nur der Kleinheit der Urſache iſt es zu verdanken, daß dieſer Ort nicht das Schauſpiel eines brennenden Vulkanes ſicht; das Produkt der Zerſetzung iſt ein Alaunerz von der größten Reichhaltigkeit, In Roque- Cremade bey Dedarieux im Herault- Deparrement. habe ich einen Saudſteinberg geſehen, der durch eine kieſige Kohlenmine, die ſich in ſeinem Innern entzündet, eine Stre>e von mehr als 3929 Toiſen weit, offen ſtand, Die kieſigen Kohlen kündigen ſich gewdhnlich durch gelbe Adern an, die ſie nach verſchiedenen Richtungen durchſchneiden. Wenn man gendthiget iſt, ſich ihrer in den Werkſtätten zu bedienen; ſo gereicht dieß immer zum Nachtheil der Keſſel, die der Schwefel- Kies angreift, und in kurzer Zeit zerſtört. Ein ſolches Brennmaterial kann nur zum Brennen des Kalks angewandt werden, und das mit um ſo größerem Vortheil, als es ein Reſiduum läßt, welches zur Güte des Kalks ſelbſt beyträgt.; Die Kohle von der vorzüglichſten Qualität iſt die, in der der erdharzige Stoff am häufigſten und reinſten enthalten iſt: dieſe gibt keine Schwefeldämpfe von ſich, ſie ſchwillt an und die einzelnen Stücke kleben im Brennen an einander, ſie gibt einen Fetten Rauch, der, weit entfernt, ſchädlich zu ſeyn, ein vor- treffliches Mittel für die Bruſt zu ſeyn ſcheint: der berühmte Zoſſmann berichtet, daß alle Bruſtikrankheiten in den deutſchen Dörfern unbekannt ſind, in denen man ſich nur dieſes Brenus materials bedient, Um die Steinkohlen zu manchem Gebrauche einzurichten, wo der Rauch gefährlich ſeyn würde, unterwirft man ſie einer 2.30 DTT 8,H EP pes]+| 3 2ER. ZEND, ASE) CSE 1 I c> Ind Eat En vu„MB ſ je. c M< [] »„ | 4 | 4] | H | et : | 4 « IS=< 4 I 0.>28: | pb 7»: u e an zerſtreuen ſich eine Portion des Oeles und Waſſers in Rauchgeſtalt, und es bleibt nichts als Reſiduum, als eine leichte, ſcy/wammige Kohle, die an der Luſt 20 bis 25 Procent an Feuchtigkeit annimmt, und die, bey ihrem ruhigen Verbrennen die nämlichen Phänomene zeigt, als die Holzkohle, Sie gibt faſt keine Flamme und keinen Rauch aber viele und lang anhaltende Wärme, Die Steinkohle wird allgemein als Brennmaterial ge- braucht: ſie hat den Vorzug' vor dem Holze, daß ihre Un- wendung leichter und ihre Wirkung gleichmäßiger iſt, aber ſteht ihm nach, wegen des Rauches, den ſie hervorbringt und der Schwierigkeit ſich ihrer in geringer Maſſe zu bedienen; guch noch um des Willen, weil ſie die Nöſte und die Keſſel ſchneller abnußt. Nichtsdeſtoweniger haben ſte: die Engländer für alle ihre Bedürfniſſe angenommen,'ſie heizen ihre Woh- nungen damit; ſie gebrauchen ſie in allen ihren Werkſtätten und es iſt zu wünſchen, daß man in Frankreich ihren Ge- brauch eben ſo allgemein mache und dieß Brennmaterial benuße, „um die erſchöpften Waldungen wieder herzuſiellen, x Becher ſagt in ſeinem 1683 gedruten Werke, daß er dahin gelangt ſey, den ſchlechten Holländiſchen Torf und die ſchlechten Engliſchen Steinkohlen zum gewdhnlichen Gebrauche einzurichten. Er fügt hinzu, daß er daraus einen Theer ge- zogen habe, vorzüglicher als der ſchwediſche und daß er dieſen ſelbſt in England bekannt gemacht und dem Könige vorgelegt habe, In Schottland hat Mylord Dondonald Oefen einge- richtet, in denen man das Erdpech aus den Kohlen entbindet und es als Dämpfe in Kammern auffängt, wo die Conden- ſation desſelben mittelſt eines fließenden Waſſer geſchieht, welches den obern Theil fortwährend abkählt. Dieſe Fabrik har, während mehrerer Jahre, der Engliſchen Marine allen Theer geliefert, deſſen ſie bendthiget war, Herr | | m veni |" DIENE | v „ken Defm und wn I epi 7 | dieſen Dias || jut ib | imm | yam mi? MUM | werden ve || peditm(M || das Deb S nad Im | 6(ih | ny miy m |(iele | Doſe 4003 Ye 19: fad nur(936 1vß ut 6 9] || wm id | Durch ; vie eren as vn 6 3 || Weſche 5 JWD || Gunthu 7 || feh Imm ) Derjeb hi t Imp D UBE FEIERE 77 ADEN vefelung Herr 8auj3s hat dieß Verfahren in Paris vor dem Gous» er Stei vernewment ausgeführt, und die nämlichen Zwecke erreicht*), dem Re;| Man darf nur kegelfdrmige Oefen bauen, an der Seite deren m Holz| Xleine Oeffnungen angebracht ſind, durch die der Luftzug ſtreicht es fängt| und deren Rauchfang in eine Kammer ausläuft, die zum Rex , die in| cipienten dient und auf den Boden welcher man eine Waſſer» ie ganze|> ſchicht gießt, um die Dämpfe zu fixiren und zu cöndenſiren 3 r Erde: dieſen Ofen füllt man mit Kohlen an, die man deſtilliren will ion des und entzündet ſie von unten; ſo wie die Wärme ſich den obern ht8'als Lagen mittheilt, ſteigt das Erdharz in Dämpfen in die Höhe an der und condenſirt ſich in der Kammer; die Seitendffnangen aber nd die, werden verſchloſſey oder gedffnet; je nachdem es ndthig iſt, zu 1e zeigt, verhindern, daß der Dampf dadurc<4 nicht heragusziehe oder ) feinen das Verbrennen durch Leitung von Luftſtrömen von außen | nach innen zu befördern, ; Es ſcheint, daß für dieſen Gebrauch die Kohlen die beſte m ſind, welche in den Werkſtätten die ſch.echteſten genannt werden, te Une bi Dieſe Kohlen liefern noh Ammonium welcher ſich im at und Waſſer aufldſt und leicht vom Oele geſchieden werden kaun**), dienen;| Die tTaphta, das Steinöl, das Erdpech, der Aſphalt Seſſel|. find nur leichte Modificationen des in der Steinkohle im Uebera 79| fluß enthalienen Oeles, dy: Hätten Es iſt leicht einzuſehen, daß in allen- den Abſetzungen en Gs von kieſigen Kohlen., in denen die Zerſezung geſchieht, ſich henube,| durch eine natürliche Folge der in allen dieſen Fällen ſich ent2 wikelnden Wärme, Phänomene, ähnlich der Deſtillation, | erzeugen müſſen; das flüſſig gewordne Oel trennt ſich ſodann aß er vom Erdharz, bricht ſic) Bahn durch die kieſige Maſſe und nd die läuft heraus. Zuweilen dient das durch dieſe Lagen fich filtri- rauche| rende Waſſer dieſem Oele zum Vehikel, wie man in der er ge| Steindlquelle vou Gabian, zwiſchen Pezenas und Bedarieux 1j| ßer| ſehen kann, wo das bitumindſe Waſſer an den Fuß eines jj nige| Berges hin läuft, deſſen Gipfel vulkaniſch iſt. Die Gegenden P umher zeigen Trümmern von mehreren verldſchten Vulkanen, N und man fördert die Kohlen eine Lieuye von der Quelle; hier| einge“% kann j1 bindet*) Durch die unermüdete Thätigkeit des Königl. Pr. geh. Staats-| onden: miniſters nnd"Oberberghauptmanns, Herrn Grafen von Reeden ſchieht, Excellenz, werden auf den preuſſiſchen Sreinkohlenwerken in Schle- Fabr! ſien jährlich bedeutende Maſſen Steinkohlen in Coak verwandelt, € alu und dabey ſo wie in England ein trefflicher Theer gewonnen. H. "29 Nicht alle Steinkohlen liefern Ammonium, viele liefern auch eine neutrale ammonjaliſche Flüſſigkeit, noch andere eine Säure, H. (1198 7 EINE AIN dmm du R Reed EERRIESSSEI LIE HENG WEBSENSE SEGNE SAG GRENOESNGBES SEINE SIGE SEHNNGT IGES NING EN 4 2 E =. 288; 7 kann man alſo nicht umhin, über die Bildung des Steindls der von uns angenommenen Theorie beyzupflichten, Die Gegenden in der Nähe von Vulkanen, und die, welener und brüchiger. Er ſchwimmt auf der Oberfläche des aſphalti- ſchen, oder ſchwarzen Meeres. Der Aſphalt, welcher in den Handel kommt, wird aus den Minen von Annemore und beſonders aus dem Fürſtenthum Neufchatel gezogen: Pallas traf Quellen davon an den Ufern des SoFfluſſes in Rußland, Vom Bernſtein, Der Bernſtein(gelber Amber, Barabe, Electrum) wird in braunen oder gelben, durchſichtigen und trüben Stücken gefunden, die der Politur fähig ſind, electriſch durch Reibung werden u. ſ. w. Er iſt zerreiblich und brüchig. Es gibt keine Subſtanz, die die Cinbildungskraft der Schriftſteller ſo beſchäftiget hätte, als dieſe; Sophocles ſchon : hatte pas pl wun HN W€ NATO us"2 || foſtht> dat din 130 R iw Gil(83 que fe"C m DIF 90.07 | 77 bie w119 haben 1 |. ks ww Ju ' Weins! 04 Ch, jz “AB IE | WiS wis vt''e br ie-< DIRE I: urr: SES SE RBSSE 3 NR INNEREN SENE: 5 WRE 5)-) 77 Week hatte angenommen, daß er in Indien, aus den Thränen derin Vdgel verwandelten Schweſtern. des Meleager, die ſie ihrem | Steind( [un die, Bruder nachweinten' eutſitanden wäre, Nber eine der 0nmuz y überall| thigſten Dichtungen über dieſen Gegenſtand iſt die, zu der die s entſte:| Fabel vom Phaeton, der den Himmei und die Erde verz len doch| brannte und durch einen Blitſtrahl in die Fluthen des Erida» „IRphta,|> uns hinäbgeſchleudert worden, die Veranlaſſung gegeben; die ſo in den| koſtbaren Thränen ſeiner Schweſtern fielen nach derſeiden in ! einander| das Waſſer hinab, ohne ſich mit ihm zu vermengen, wurden feſt | darin ohne ihre Durchſichtigkeit zu verlieren und bildeten ſo ' wenn ſie| deri von den Alten ſo geſchäßten Bernſtein, [2720; Indem wir dieſe Erdichtungen über ſeinen Urſprung bey | 7184 Seite ſetzen,. ſſen wir den' Bernſtein wie ein» durch die 23 4 Reaction der jaizigen Subſtanzen gehärtetes Pflanzend! beträch: m nns ten; die Pflanzentheilchen und IJnſeeten, die man in Stäcken Mfahrie)| von Bernſtein findet; alles dieß zeigt an, daß er flüſſig gewe- 'Ufahrten| ſen ſey, und die Säure, welche man durch Deſtillation daraus ZEE| ertrahirt, erlaubt es nicht, ihn zu den Erphärzen zu berechnen, m gräbt| Man findet den Bernſtein vft auf Betten von Kiesgrund, hemmenden| die mit einer Lage bitumindſen Holzes bedeckt ſind;. ich relbſt vqtabenen| habe in dem Walde Leſerelle in Provence ein Stück von der Kalk:| ſieben Pfund an Gewicht gefunden, das ganz in grauer Kies» wird, und ein feſtes ſaures er in den Salz, welches ſich am Halſe der Retorte ſublimirt, I- Die ſaure Flüſſigkeit, welche zuerſt bey'm Deſtilliren ; 3 herausfommt, hält eine Portion" flüchtigen Salzes und ein Rußland« wenig flüchtiges Del in Aufidſung, Man hat dieß erſte Pros dukt Bernſteingeiſt genannt, leetrum) Das feſte Salz hat, wenn es in Waſſer zerlaſſen wird, 1 Stücken alle Eigenſchaften des ſauren Geiſtes; man reiniget es durch ) Reibung| Sublimation." Noch gelangt man" däzu, wenn mätt es nach Scheſfer mit Sand, nach Berginann mit Thon und nach Fraft de Spielmann mit Salzſäure deſtillirt 1... w. Eben ſo; went cles ſcho! man es, nach ZBourdelies Anweiſung, mit Salpeter verpuffen |' äaßt| hatte| wee STRN I REER RP ALINE TS STESEHEN SR BONWERETEDWES WEGE SN OHRE ENGEREN ZIE TEHEHEE FERNE IEEE NENE annum 00 20x> E55 M WER FET GE RED.--2 dzu läßt*), und wenn man es, nach einem von Pott beſchriebes nen Verfahren durch Baumwolle filtrirr, Dieß Salz wird zu Königsberg im Großen fabricirt, wo man die Abgänge des dort verarbeiteten Bernſteins dejt/llirt, Die Säure hat einen pikanten Geſchmack; ſie 1dſt ſich in ihrem doppelten Gewichte av ſiedendem und in vier und zwans2 zig Theilen kalten Waſſers auf. Sie kriſtalliſirt in dreyeckigen Prismen mit ſtumpfen Spißen, Das Bernſteindl iſt unter allen bitumindſen Oelen das weißeſte und das am wenigſten übelriechende. Man beraubt es durchaus ſeiner Farbe, wenn man es mit Thon oder bloß mit Waſſer, nac) Rouelle's Vorſchlag, deſtillirt, Das Bernſteindl bildet mit dem Ammonium eine ſeifenar- tige und weiße Flüſſigkeit, die Eau de luce genannt wird. Dieſe Bereitung bildet nach einiger Zeit einen Bodenſatz und hat dann nicht mehr ihre urſprüngliche angenehme Farbe, Um dieſen Ues belſtand zu beſeitigen, habe ich vorgeſchlagen, puniſches Wachs (Wachösſeife) mit ein wenig Bernſteindl in Alkohol aufzuidſen und darauf ein wenig Ammonium zu gießen. Dieſe Verbin2 dung, wenn ſie gehdrig gemacht worden, zerſetzt ſich nicht mehr. Der Alkohol greift den Bernſtein an und gibt ihm eine gelbe Farbe, Hoſſmann macht dieſe Aufldſung. indem er Als- kohol über dem mit feſtem Alkali zerriebenen Bernſtein digeriren ließ. Dieſe Hoſſmannſche Bernſieinfärberey wird durch Waſ- ſer nicht weiß und hat mithin einen ſeifenartigen Character, den die nicht beſißt, welche b'oß durch Einwirkung des A'kohols auf den Bernſtein gemacht worden. In den Künſten bedient man ſich des Beruſieius zur Ver- fertigung von Schmuck, Es ſcheint daß die Alten dieß Erdharz mehr gelchäßt haben, als wir, weil ſie faſt alle ihre Verzierungen daraus machten 258 :: j Dis *) Dieß ſcheint eine irrige Vorſtellung zu ſeyn. Bernfteinſäure mit Salpeter verpuſfet, wird total zerfiort Das beſte Reinigungs- mittel. für jene Subſtanzen iſt das Kochen dexſelben mit Kohlen- pulver. H. j:: **) Unter den Neuern ſcheinen vorzüglich die Franzoſen einen großen Werth auf den Bernſtein und die daraus gearveiten Sachen zu ſegen.„Die Kunſtkammer in Berlin wars im Beſitz der größten Seltenheiten aus Bernftein gearbeitet. Bey der Occupation des Landes durch franzöſiſche Truppen, find ſie alle nach Frankreich gewgndertf, 9.; || | ſteps | fäl) ||„dl gr) die DY | Biſe 0 Zu Wm Wyn 19 zu weſen 877. | fähig(92 00 Iu0B | Ibis| I Gnu 7 |(it hatt | hen 039/46 | fenen | Juma, 90 | wallen?[7] | ung vow Yeſſs (0m)= | den Indi | hiwi/B | burki dS | no IE | im IE | Reh 5 Wit GH? | Ne; hint[has y WM: || Mhh | Gyiihy bin vy von jh n TE IWRE== Die Eigenſchaft geſchnitten werden zu können, und eine | ſchöne Politur anzunehmen, mußte ſeinen Gebrauch verviels t, wo fältigen, Driebeg lit,| In der Arzeneykunſt wird er zu Räucherungen angewendet ſich in und die Apotheker machen aus Bernſteingeiſt und Opium einen zwans R Bernſteinſyrup, der als ein beruhigendes Mittel ſehr wirkſam iſt,! eigen| Der Bernſtein macht die Bäſis des Bernſteinfirnis aus. Um ihn in Leindl aufldſen zu können, fängt man damit an ihn 0.8 zu roſten/ indem man ihn in Schmelzung erhält, wodurch ihm wbt es etwas Säure und etwas Oel entzogen werden; ſodann iſt er ß mi fähig ſich in Oel aufzulöſen. Ohne dieſe vorlaufige Operation mit iſt die Aufldſung nur ſehr unvollſtändig, Dex Beruſteinfirnis iſt übrigens feſter als alle andere und fähig einer ſchönen Politur ifenar- anzunehmen, ' Dieſe Vom Gagat,; - dann Es gibt keinen reiſenden Naturforſcher, der nicht Gelegen» m Ue heit gehabt hätte, den Uebergang des Holzes in den Zuſiand Bachs| von Gagat oder Erdpech zu beobachten, Häufig und auf vers aden| ſchiedenen Punkten der Eide trifft man in die Erde gegrabene Zuhins| Baumſtämme, die in dieſen Zaſtand verwande!t worden. Faſt meh,| in allen dieſen laſſen ſich die unterſcheideuden Merkmale der Gat» 4E 1 tung von Bäumen erkennen, zu denen ſie gehörten. er Als Dieſe zerſeßten Stämme ſind mehr oder weniger zerbrechs geren| lich und mehr oder weniger fett,“nach der Natur des Baumes, h Waſ- dem Grade ihrer Veränderung und der Art des Bovens. Alle er, den| haben einen glatten und glaſigen Bruch, aber alle fönnen nicht ols auf bearbeitet werden,„Es gibt ſelbſt ſoiche, die von Kieſen durch- drungen ſind und die in ziemlich kurzer Zeit an der Luft efflores2 ciren. Daher kommt es, daß man die Lagen von Sagar oder Ir Ver- Erdpech, die man über den Erdboden ausgebreitet finder, nicht mit gleichem Vortheil benutzen kaun. haben, Die Zerſetzung des Holzes fängt von außen an, und ver- tent) breitet ſt&) nach und nach, bis in das Herz des Baumes. Dis I< habe Proben der Art geſehen und-beſite ſogar ſelbſt eure mit welche, imn'dehen der Kern noch im holzigen Zuſtande iſt und alle jigung8s Eigenſchaftön des Holzes, die Farbe ausgenommen, die etwas Kohlen:| braun geworden; zeiget, während das Aeußere aus einer Lage | von ſehr glänzendem und vollkommenem Gagat beſteht, Mere| Wenn das Gewebe des Baumes nur aus einem Bündel von pa| tro>enen Faſern beſteht; ſo iſt der daraus entſtehende Gagat fb des tro>en und brüchig, und kann nicht zur Verfertigung der vantreiß Sces befeſtiget ſind, los8macht; dieß Harz iſt zu Bordeaux unter dem Namen barras bekannt,|; Um dieß gelbe Harz zu bereiten, welches im Handel weißes Pech und in der Provence raſe genannt wird, ſeßt man auf ei- nen Ofen einen kupfernen Keſſel mit einem um einige Zoll um- gefehrten Rande, bringt an einer Seite des Randes eine Rinne von 6 bis 8 Zoll Länge an, und ſiellt unter dieſe Rinne einen au?gehdhlten Trog den man mit Waſſer anfällt, in eine fichtene Wanne,- Man | ih NL 019) vig F m GT ui ez ſi) M MUELN "R EB q: 7] diy“a (4("18 wird, vor! 07] gefüg?! ſhwißmn | WGS 4 nhve den, VE jm En 72 "> "ME 7 durch ve Wos pg "4 DZ 3 | 2 |„6. 03 8] M M Man thut ſbdann das flüſſige und feſte Harz, das man aus| 4 jene des der Fichte gezogen, in den Keſſel; dieſer Saft ſchmilzt bey einer| 4 m erſtes| mäßigen Wärme; wenn er geſchmolzen iſt, gießt man Waſſer+, „| ; darauf; das Harz ſchwillt und ein Theil läuft in den Trog, der Arbeiter trägt es fortwährend zum Keſſel hin, rührt das Ganze vernarbt|; OE| gehörig um und mengt es durcheinander und fährt damit fort, | bis alles Waſſer zerſtreut iſt. Das Schmelzen des Harzes wird am Ende ruhiger, die Farbe desſelben geht in das Gelbe über, ) Vorſicht| und in dieſem Zuſtande gießt man es in einea andern Trog, worin es ſich durch Stroy fiitrirt und in Formen läuft, die ſorgfältig im Inmenten| Sande angebracht worden. | für die| Dieſe Formen ſind runde Ldher, deren Seiten gehdrig feſt ies Ham| geſchlagen und gleichgemacht wordea, und die Harzbrote, wele |t, dann die ganze Maſſe durch, von oben angebrachtes, Feuer erwärmt, Man “8 erwärmt, und“ das ganze gegen den Boden zulaufende Harz in kleinen Graben auffängt, die es nach außen abführen, Die Oefen, in denen 6 EEG Berbrennen vor ſich geht, ſind von verſchiedener Geſta!t und Dimenſion. Aber alle bekannte Verfahrungsarten kommen in einigen, hier mitzuthei- lenden Grundſätzen und Gewohnheiten überein. Um Theer daraus zu etrahiren, wählt man das Herz des Baumes, die Knorren und glle harzige Adern, Man gibt hierbey den rothen Theilen den Vorzug, Man verwirft Rinde und Blätter die einen Theer von geringerer Güte geben, Man bedient ſich des Strohes, durch das man da? gez ſchmo'! zene Harz hat iguſen iaſſen, ſo wie der Späne, die man zur Wiedererdffnung der Einſchnitte gebraucht hat. Man nimmt zur Bereitung des Theers die Bäume, die von Harz und vorzüglich durch Alter erſchöpft ſind, ſolche, die der Wind abgebrochen oder entwurzelt hat, und die Späue, die bey der Bearbeitung dieſes Holzes abſalien, Der Theer wird um ſo viel beſſer, als die Bäume, die ihn liefern, harzhaltiger ſind, jemehr Aufmerkſamkeit man dar- auf verwendet, die Rinden und die jungen Zweige wegzuwer- fen, und um wie viel mehr Mittel man anwendet, das Bers brennen und die Verflüchtigung des Harzes zu verhindern, Um guten Tbeer zu erhalten, iſt es ferner weſentlich noth- wendig, daß man nicht zu grünes und nicht zu tro>enes Holz nehme, und es gibi einen Grad von HalbtroFenheit, den man woodlthut, zu bevußen. Man kann das Holz zu allen Zeiten ſchneiden, aber haupt- ſächlich im Herbſte fällt man es zu dieſem Gebrauch, und dea ſtiltirt den Theer im Winter. Noc< muß man das Holz in kleine und gleiche Stücke zer- theilen, damit man alles darin enthaltene Ae zu gleicher Zeit herausziehe, "Die Art der Leitung des Feuers verdient dep beſondere Aufmerkſamkeit: 5) Ein zu heftiges Feuer PINIE und zerſtreut das Harz, ) Eine zu ſiarke Wärme verflüchtigt es, und der Theer wird en troFen. 3) Eine gedämpfte und ſchwache Hiße zipßt nur einen Thei“ des Harzes heraus, und läßt in dieſem Produkte den wäſſerigen Stoff, der in dem Holze war,- in (TN jedi' gpl abe'S Me 1 gebraut| Rahel; gräbt mD jug- 11€ Raupe 01 DB fehle IK aut IS Bey ſes und1S WENN dig 197 Canal aI zu leiteniG wind, ei hat me W Rh ven jC fö u hus zim 168 (END 7 fih über NR" | Wfa aus Jig ju bis Dis wſhlef? vum Sh Vs din dü| bey 1x eini fluß) vy, fällt, 1 WE 1. GERE e+€. ä 2 Harz Ein mit recht rothem und recht harzigem Holze angefäll: 40 ter Dfen liefert ein Biertheil des Gewichts an Theer; in der v ſich Regel aber gewinnt man nur zehn bis zwdlf Procente. er q; DE. 0 t 3 vie;| Die verſchiedenen Defen, die zur Bereitung des Theers autpelz|: gebraucht werden, ſcheinen mir alle“ ihre Borzäge und ihre ; Nachtheile zu häben, erz d; 08 In den Bergen der Provence haben die Oefen die Geſtalt | großer Krüge, und ein Theil“ derſe!'ben iſt in der Erde einges | graben; ſie hahen im untern Theile achtzehn, im Bauche fer von| zwanzig, und oben zwey Zoll im Durchmeſſer, 0.06] a Man ſchneidet 04 Holz nun in Stücce von achtzehn Zoll 96"|“ange auf anderthalb Soll Breite, und ſchichtet ſie ſo auf, daß le man| ſie Rdſie bilden, deren Zwiſchenräume man mit Späuen oder mit | andern perpendiculair aufeinandergehäuften Stäckchen ausfüllt, [8 die| Bey Bordeaux macht man eine cirfelförmige Grube von e, die| ſechs und drevßig bis acht und vierzig Fuß im Umfange erriche: e, die| tei darin einen Heerd von horizonta! auf einandergeleaten und | gehdrig verkitteten Ziegeln, und bringt in der Miite einen Fleinen (die| Canal an, um den Tteer aufzunehmen, und ihy iu eine Butte mdarz| zu leiten, die der Reüexr genannt, und in der Waſſer gehalten uwe:| wird, damit ſich der Theer darin reinige; dieſen Keller aber Merz| leert man, ſo wie er ſich gefüllt, wieder aus, um dey Theer .| in Fäſſer zu füßten, in denen er veiſandt wird. Auf dieſen ne Heerd des Dfens legt man in kleine Stüen geſchnittenes Holz, 5 Holz bis zu einer Höhe von acht dis zehn Fußen. Die Seiten des 1977 Haufens werden mit Raſen und Erdfldßen belegt, und man zündet ſodann der obern Theil des Keſſels an, in den man zuz | vor eine Schicht tro>neren Holzes geſchoben. Die Wärme theilt Jaupt?| fich überall mit, und wenn das Feuer abnimmt, ſo dffnet man nd dez| die Luftlöcher durch das Hinwegnehmen einiger von den Erd- | Flößen an verſchiedenen Stellen der Seitenwände, um den Luft- e zes| zug zu beſdrdern, rt Zeit|. Wenn die Operation beendiget iſt, werden alle Oeffnungen| | verſchloſſen, und nach) einigen Tagen nimmt man die entſian-| ndere denen Kohlen heraus,' | x| IEFSE Harz«| Die Oefen, deren man ſich in Louiſiana bedient, ſind von'' Thee 1 den eben beſchriebenen wenig verſchieden; bloß der Boden iſt'"s | bey ihnen nicht mit Ziegeln bede>t, und die Abhängigkeit des „cg. 1 Erdreichs allein, welches ſehr feſt geſtampft wird, leitet den Ab- ite den fluß des Theers, der durch ſehr verlängerte Rinnen in Reſervoirs fällt, die in der Erde angebracht ſind, Ei Das WER RRRRrrfääeeet ee RBPPeeeeUUÜtel R Tn TRR PESGHE"EF BOGERGEENNSS GEHE ENGPGRREGNSNEREGEN SOESEHEENNN FERNRENNI NE ZIE ISIN NEN EE EE= ... 3,46=» Das im Walliſerlande übliche Verfahren bey Extrahirung od des Thyeers, wird dort von allen Bauern angewandt, und da es- go 46 WIEN alle Mittel in ſich faßt, um ſowohl dem Verluſte an Theer vore ny del 13. 10000 zubeugen, als ihn in guter Qualität zu erhalten; ſv werden|| Dime" 11 100 wir es mit der grdßten Sorgfalt beſchreiben, und nur der uibesz|| Vi? | deutenden Abweichungen dabey erwähnen, die Beobaciung und|| ſgt(al | Erfahrung als nothwendig ergeben haben. dn 9 | zuihl Man errichtet einen Ofen von der Form eines, auf dem|' ſpitzen Ende ſteh nden, Eves. Man kann in Rückſicht der Diz|| wm menſionen abwechſeind verfahren, je nachdem die Quantität|| Mw | des zu brennenden Holzes groß iſt. In der Regel muß er| mi zwey Mal ſo hoch als breit ſeyn, Die größten köunen neun||- ZM Fuß Höhe, fünf im Durchmeſſer, und drittehaib an der obern|| Wmf Oeffnung baben.|| ſmn Um den Ofen aufzubauen, fängt man damit an, die Di-|| duhm menſionslinien des Grundes zu ziehen, und errichtet dann ſtei-| pm da nerne Mauern bis zu zwey Drittheilen der ganzen Hdhe. Das uE &nnere füllet man wit Quaderſiü>en, oder in Ermangelung|| 8 Dieſer, mit horizontal gelegten, gehörig aneinandergekitteten| m Ziegelſteinen, aus. Der Grund iſt hohl, und muß die Geſtalt|| 1 jh des Junern einer Eyerſchale haben. Fünf Zoll vom Boden|"IN (M wird ein Loch von achtzehn Linien im Durchmeſſer angebracht,| worn welch?s ſich yach außen und unter dem Ofen hin dffnet, mit| Wa einem Abhange von ſechs bis acht Zollen, und hierin wird eine J große eiſerne Röhre, wie etwa ein Flintenlauf von ſtarkem(ime Kaliber geſte>t, um den Theer in die zu ſeiner Aufnahme bez fd | ſtimmten Barils zu leiten.;||"3 (| Zwanzig oder fünf und zwanzig Zoll vom Boden den Ofens|| mr | werden parallellaufende eiſerne Stangen errichtet, damit das||(mi,5 jW Ho'z darauf ruhen und der Theer, den die Wärme entbindet,| mH. | Ih| dadurch herablaufen könne.|"7 iy Man beendiget den Bau des Ofens mit Bruchſteinen und|| jed] ji Erde. und läßt am obern Theite deſſelben eine Oeffnung von|| hy;;.: 5|| Bilſvd BN drittehalb Fuß im Durchmeſſer, um ihn gehörig anfüllen|| wl jh zu können, s| in jj) Man verkittet ihn ſorgfältig von innen und von außen, und| iy! 11] hat die Vorſicht die Spalten und Sprünge zu verſtopfen, ſo? ib; j bald als ſie entſtehen," Es iſt unndthig zu bemerken, daß man ſtatt der angege?[| wehe] benen Materialien jede andere, die man zur Hand hat, neh?| Ww men kann,;|| den ; Noch“+ Auch | E77 Sm rähirung| jd dame 1 Noch iſt es vortheilhaft, die Wände des Ofens mit eini2 17, 9 gen Löchern zu verſehen, deren man fich ſowohl zur Beförde» eer vvre DB e'' ; rung des Luftzuges, als zur willführlichen Steigerung der (0 Warme bedienen kann. Gp )€: | Wenn man„auf dieſe Weiſe den Ofen aufgeb m||.(„die gebaut hat, ſo 9 und| ſteigt ein Menſch hinein, und legt'das in Stücke von zwey | Zollen Breite, und achtzehn Zollen Länge geſchnittene Holz in "auf dem| Schichten auf den Roſt, füllt ſorgfältig den ganzen Umfang |: der Di:| damit aus, wobey er ſein Hauptaugenmerk darauf richtet, daß want Fein!eerer Raum bleide, und belegt die Spiße des Ofens mit vie ew. 1 troFenen Spänen, ie Die obere Oeffnung wird mit platten Steinen, oder mit Platten von unverzinntem Eiſenblech oder Kupfer verſchloſſen, | ſv daß nur eine Deſfnung oder ein Rauchfang von vier Zollen im die Die| Durchmeſſer bleibt. Sodann zündet man die Spaue an, und mn ſteis| wenn das Feuer gehdrig im Gange iſt, verſchließt man die Oeff | Das| nung mit einem platten Steine, den man mit Erde bewirft, Die gelung Deſtillation geht vor ſich, der Theer läuft nach unten, und füllt Ätteten den Grund bis zum Loche an, worauf er dann durch dieſe Rdhre ) Geſtalt ab, und nach außen in den Baril fließt. | Boden Wenn die Deſtillation inne hält, muß man die Oeffnung bracht, wieder aufmachen, und ſelbſt Lufiſirdme von den Seiten 4, mit hineinziehen, "rd eine Wenn der Rauch durch die Wände ſich Bahn bricht, ſo ſtarkem hält man ihn auf, indem man die Riſſe mit eingerührter Erde, hne be: Raſen oder andern Materien verſtopft, | Man öffnet den Ofen nur erſt wieder, wenn er kalt ge- nOfens| worden; nimmt dann die bey der Operation entſtandene Kohle nit das| heraus, eben ſo die unreinen und groben Materien, die ſich auf bindet,| dem Boden angeſammelt, und füllt ihn von neuem an. Man ſieht ein, daß die Conſtruktion eines ſolchen Ofens, zen und die weder mühſam, noch köſtbar, noch ſchwierig iſt, zu keinem ing von| Verluſte Veranlaſſung gibt, daß der Theer rein darin werden anfällen muß, weil, bey der feſten Conſtruktion des Ofens, die Mate- rialien ſich mit demſelben nicht vermengen können, und weil m. und.| Übrigens in ihm dieß. Harz alle die Stoffe beybehält, welche bey em ſü den Übrigen offenen Oefen verloren gehen. | Die Koſten, die mit der Einrichtung eines ſolchen Ofens .| verbunden ſind, halten keine Vergleichung mit den Vortheilen angeg?| aus, die er gewährt; übrigens wird er in der Mitte von Wälz My neh dern, alſo mitten unter dem dazu ndthigen Material erbaut; auch bleibt er, wenn er ein Mal da iſt, feſt und dauerhaft, Noch während -- I kadifnää Shine% 3.- 1 EN NEON EE FEW Rete RR RR TTT M RTR TP PSOE."ES BOGERDEENNSS GERE ENES SS IHEREGGE ZNETEREEEN FERNEN. u -.. 348 zr 7 daraus, der ſich an die Wände anſeßt und dieſen nennt man während man die andern zu jeder Operation niederreißen, und| 4 | wieder aufbauen muß..| 3„rt | Weru man die Vorſichtsmaaßregeln bey Bereitung des|„ul 8 T'heers gebraucht, die ich angegeben habe, ſo wird er an Gäte|| (00 dem des Nordens den Rang ſtreitig machen, Der-Theer aus|]| | j Hem Theile des Diſtrikts von Les Landes, weicher Warauzin'|| 1,1)0 heißt, der im Handel 7a2- genannt wird, iſt von erſter Qualität,||' 41 NNEN Man ſammelt davon in Lev Landes ungefähr 1200 Fäſſer|(058 88 jährlich, obgleich der größte Theil der Fichtenwälder nicht ein[4 W 0000 Mal bearbeitet wird.| u 2 0, Noch macht man dort ein anderes harz'ges Präparat,| 4 DAB| welches im Handel unter dem Namen fetter Theer vorkommt;| N. 880 indem man deu Ofen wit wechſelsweiſen Schichten von grünem|| ui |||- SOdlze","von iro>nen Spaänen und von Harz oder trofnem|| E 198))8! Harz anfüllt, und als oberſte Lage mit tro>nen Spänen endigt,||“- NNN. 4UB Nan verſtopft den Canal durch den der Saft abjagufen könnte, a 4 88.08| und ſet den Ofen in' Brand.| pn 30 Man ſucht dabey mit großer Sorgfalt das Feuer zu er-| M| BE) ſticken, und eine todte Wärme hervorzubringen, die man ſieben| il jh bis acht Tage hindur erhält, Das Harz ſchmilzt, ver-|| wel SINIDN miſcht ſich mit dem Baumſaft und läuft auf den Boden des|| va JUN Ofens. Wenn die Operation fertig iſt, ſo dffnet man den| wn j j| Canal und der feite Theer fließt heraus.| 5 ?||| Man braucht zuweilen den Theer, der aus ſehr harz»?| vi jj| reichen Bäumen kommt a!s fetten Theer,| nN "4 Wenn man das tro>ne Harz mit ſehr harzigem Holze| ims IN|| vermengt, und den Abfluß- Canal nicht eher dffnet, als bis die|| Nu | j| harzige Subſtanz gekocht iſt, ſo erhält man feiten Theer.| 4 IN Um Bienruß zu erhalten, thut man die kleinen Ab-| zie | 11 oängſel von allen Harzen in eiſerne Töpfe und ſiellt den Topf| 90 HENN mitten in ein wohl verſchloſſenes und von allen Seiten mit|| ln) JEW Leinwand oder Papier beſchlagenes Kabinet, und zündet dieſe)|(nh „| 1) Harzſtücke an. Es evtwickelt ſich ſodann ein dichter Rauch 47 4 | 00 ZBienruß«.„y nE EN Man muß dieſe Operation nur an iſolirten Oertern voro:|„! || nehmen, Man gebraucht übrigens den Kienruß in der Mahle-" jj rey, Färberey, Drucerey, zu den Firniſſen u, ſ, w.|"f Viertes = re 7 IIR: 0 1, und| Viertes Kapitel, 19 des Von einigen zuſammengeſetten Subſtanzen die aus dem n Gäte Pflanzen: und Thierreiche gezogen werden; er aus| M| Erſter Adſcnem| Harz, das Oel, und der Schleimſtoff ſehr beſtimmte Eigens» endigt, ſchaften, wodurch ſie ſich von einander unterſcheiven; aber dix dnnte, Unterſchiede. in den Verhältniſſen, in den Miſchungen, der | Wärme, dem Lichte, der Luft, bringen ſolche Modificationen. wer| in allen Produkten hervor, daß die Subſtanzen, ſo zu ſagen, ſehen jeden Augenbli> Verwandlungen erfahren. Das Saßmehlk MME» nimmt in der Hitze den Character des Schleims im warwen M vas 11 Waſſer anz das Oel verdichtet ſich durch den Sauerſtoff, und Hen es gibt wenige Gattungen in den Pflanzenviodukten ,, bey denen man nicht genvihiget wäre Anhänge zu mächen. Der Indigo folgt in der Reihe dem Saßmeh!, der Caontchouc in ' harz der der Harze, der Campher in der der flüchtigen Oele u, ſ. w. 1 Es ſcheint, heut zu Tage, erwieſen, daß- Kohlenſtoff, Holze Waſſerſtoff und Sauerſtoff die drey weſenilichen Stoffe der bis die Pflanzen ſind, js Die quantitativen Verhältniſſe zwiſchen dieſen Stoffen bes mn Ab- gründen alle Verſchiedenheiten. Topf-- Die jedem. Pflanzenprodukte eigenthümlichen Eigenſchafz en mit ten, zeigen ungefähr an, ob einer oder der andre Stoff vor» t dieſe herrſchend ſey.| Rauch Die. flüchtigſten Produkte enthalten Waſſerſtoff im Ueber- My maaß, und ſind in der Negel wenig auf!dslich in Waſſer, - Die feſten die nicht reich an Waſſerſioſſ ſind, ſo wie der 18.907 Schleim, das Holz und der Extract haben Ueberſluß an Mahle- Kohlenſtoff. In den ſauren iſt der Sauerſtoff vorherrſchend, Man kann einen jeden dieſer Stoffe durch beſondre Vers fahrungsarten extrahiren und einem von den dreyen Bieſſen i Hertes jl K y(3 4 un SSS TENE EEE NN RENNEN SINN ONNNWNNS SE HOO GEENWNGGENN|"7 89 09 WERWEELNOS WOGEN NF ERRGS RENEE: SO SERENEN SEHNEN IE ed a dini an = 350 aummems die Oberhand geben, ſo daß jedes dieſer Produkte entweder den gewünſchten Character annimmt oder wenigſtens ſeinen urſprünglichen verliert. 6. Im Pflanzen- wie im Thierreiche gibt es gemeinſchaftliche und eigenthümiiche oder organiſche Säſte, Der gemeinſchaftliche Saft wird Bgaumſaft genannt. Die eigenthümlichen Säfte ſind das Reſultat der Verarbeitung des Baumſaftes in den verſchiednen Organen, wo er verſchiedene Charactere annimmt, die dargus Säfte von ſehr mannigfalti- ger Gattung bilden.| Obgleich in den Säften der Pflanzen nicht die fortwäh» rende Bewegung ſtatt findet, die im thieriſchen Kdrper das Blut in alle Theile führt, und es nac) dem Mittelpunkte hin leitet, wo der Brennpunkt aller Thätigkeit iſt; ſo kann man doM auch dem Baumſaft eine Bewegung nicht abſtreiten, durch die er in alle Theile getrieben wird, Die Bewegung des Baumſaftes iſt nach dem Grade der Temperatur der Atmoſphäre, dem Alter der Pflanze, ihrer Lage und der Jahreszeit, mehr oder weniger ſchnell. Dieſe Oſcillation desöſelben in dem Pflanzenkdrper iſt es auch, welche verurſacht, daß man ſeinen Abfluß durch Ein- ſchnitie in die Bäume veranlaſſen kaun. Die Säfte ſind in den nämlichen Pflanzen, nach dem Alter derſeiben, der Jahreszeit, ihrer Lage, der Natur des Bodens, des Klima's u. ſ. w. verſchieden. Da es wichtig iſt, dieſe Modificationen kennen zu lernen, wollen wir ſie nac) und nach anführen. Die jungen Pflanzen zeigen nichts, als ein Fleiſ<, in- dem der kolige Stoff die Oberhand hat.: Dieſer ſchleimige Stoff wird verarbeitet durc; die Ein- wirkung der Wärme und des Lichtes und es entſtehen daraus alle die Zuſammenſeßzungen, die die verſchiedenen Theile der Pflauzen bilden. Das Waſſer iſt der weſentliche Nahrungsſioff der Pflanze und in ſeiner Zerſezung und der der Kohlenſäure findet ſie galle zu ihrem Wachsthum ndthige Stoffe*). So wie die Pflanze ſich entwi>elt, ſcheidet ſi) der Koh- lenſtoff aus, um die Baſis des holzigen Produktes zu bilden, während *) Dieß iſt wohl nur in der Vorausſezung gegründet. Das wahre nährende Prinzip der Pflanzen iſt allemal der Kohlenwaſſerſtoff, ſo wie ſolcher in Fornt des Eyptractivſtoſfſes als zzumus in die Pflanzen übergehet. 9. | apm Av dv jug | Emi N| ſidnen; || Zafe || eiert |(ws | mwiwY | wS Yield || m, | W ZUN | Din LIG! | Wing). | KU | WEN | f09Z |"de || jute iG |(mh | Mürie | fn, wers | binminder || bu Uuft ig | | Why ER| ardurm | v |. ZW | ab, W | | | | | "tweder 3? ſeinen Vfiliche 1 Die 919 des öNiedene Ligfalti: "twähs ür das l'e hin | man eiten, )e der "ihrer 11ſ ( Ein: ) dem ir des ernen, hy, in | Ein- graus e der flanze et ſie Koh- ilden, hrend wahre vſtoff zus| während der Waſſerſtoff ſich mit dem Sauerſtoff und Kohlen ſtoff verbindet, um Oele und Harze zu erzeugen. Im Frühjahr kann man die Pflanzen, als im Zuſtande ihrer Kindheit betrachten, in Hinſicht der Natur ihrer Säfte, Die jungen Schdßlinge ſind durchaus ſchleimig und durch Einwirkung der Wärme bitden ſodann dieſe Säfte die ver? ſchiedenen Produkte der Vegetation, Wenn die Jahreszeit regnigt bleibt, verarbeiten ſich dieſe Säfte nicht vollſtändig und die Pflanze zeigt nichts, als ein Holziges Gewebe. Es bedarf ſodann der Wärme um Oele und Harze hervor zu bringen, Die Pflanzen, welche man im Frühjahr und in der Stärke ihres Wachsthumes ſammelt, brennen ſchwer und verkohlen ſich ſogleich; ſie vermindern ſich durc< das Tro>enwerden ſehr an Maſſe und verderben ſehr ſchnell, Ihr Geſchma> iſt fade, ihr Geruch faſt null. Dieſe nämlichen Pflanzen zeigen ſehr verſchiedene Eigen- ſchaften, wenn ſie zu dem Zuſtande von Reife gelangen, der das Ziel ihres jährlichen Wachstihums iſt, Die Urjache der Verſchievenheit der Produkte beruht gänz2 lim in den Veränderungen, die die Fortſchritte der Verar beitung der Säfte in den Pflanzen hervorbringen. Im Frühjahr iſt alles Schleim in der Pflanze; am Ende des Sommers iſt der Schleimſtoff verſchwunden und es finden ſich Oeie, ZuFer und Faſern darin, lauter vorzüglic) vera brennliche der Fäulniß unfähige und zur Verdünſtung wenig geneigte Stoffe, Der Doctor Plot hat im Jahre 1691 die Beobachtung gemacht, daß alle Bäume, welche zur Zeit des Baumſaftes gefällt werden, dem Inſectenfraße unterworfen ſind, ſich wer2 fen, wenn ſie rroFen werden, ſich anjehniich an> Gewicht vermindern und der zerſidrenden Wirkung des Waſſers und der Luft geringen Widerſtand entgegenſetzen. Plinius und Aelianus haben uns ähnliche Beobachtung gen hinterlaſſen. Julius Cäſar hatte bereits bemerkt, daß Schiffe die aus Holz während der Zeit des Baumiafres gefällt, gezimmert würden, ſchwerer und minder dauerhaft wären. Vitruv räth an, die Bäume nur zu Ende des Winters zu fällen; quia acris bhyberni vis comprimit et conſolidat arbores,| In Staffordſhire ſchält man die Bäume im Frühjahr ab, um ſie dann im Herbſte zu fällen, Buffon hat 6555 8ß „u 4 4 a.«+ Rr hne 0“ R Et alten reden ls ket flie ry GRIIETEI III HÖNIG LIE 44 IDR rr wbl ea böte 5 Ei Änneren den 5 u Win wer Fä re wun. 07 zen y %1 7 >“ es „? “Y 7 8 Wir| (| IG 1.0 4“ Ze -- 3ſ2=> daß. die Berühruvg der Laft das äbgeſchälte Holz härtet und ſchlägt dieſe Methode als voriheilhaft vor. Jederwann weiß, daß das gefällte Holz in einem nach Novden liegenden Walde weniger verbrennlich iſt, als das von gleicher Art und einem uach Mittage liegenden, das erſtere verkohlt und ſchwärzt ſich am Feuer, das andere gibt eine leite Flamme und gute Kohlen: Es ergibt ſich aus den immer gleichen Beobachtungen der Naturforſcher, daß die unter einem mittäglichen Himmel er- zogenen, Pflanzen ihren Wohlgeruch und ihren Geſchma> unter einer nördlichen Lage verlierei, Plinius hat bemerkt, daß dos Holz aus den mittäglichen YApenninen härter und dauerhafter iſt, als das aus dem Noxe den des nämlichen Gebirges. Die Lage der Garten und Baumſchulen unter dem näms lichen Clima und auf dem nämlichen Boden bringt unendliche Modificationen-in der Natur der darin gebauten Früchte und Gemüſe hervor, Die Produkte der Vegetation haben weder Geſchma&; noch Geruch,„wenn die Pflanzen an denen ſic wachſen von di> belaubien Bäumen beſchattet werden. Die Pflanzen. die man. in ein ändres Clima verſetzt, verändern ihre Natur in Hinſicht"ihrer Produkte.- Die engliz ſchen. Reiſenden haben"bemerkt, daß einige geſchmack- und geruchloſe Pflanzen aus Grönland, GeſchmaX und Geruch annahmen, nachdem ſie in die Gärten von London verpflanzt worden, -. Nach Regnier hat der blaue Steinklee, der in mittäg2 lichen Ländern penetrant riecht, in Holland gar keinen Geruch, y der Regel iſt die Vegetation in den Nordiſchen Län» In gelt 1 - dern ſtärker, äber die Produkte ſind dort weniger abwechſelnd. Der Schleimkörper, welcher ſich uuter jedem Clima ent- widelr, aber der der Wärme bedarf, um Oele; Harze 0. ſ. Ww hervorzudringen, wird, da er Unter einem kalten Climä nicht gehdrig verarbeiter werden kann, ganz in das Wachsthum Hineingezogen und bildet den bolzigen Körper. Noch- iſt der Einfluß des Bodens auf die Pflanzen von großer Bedeutung. In der Regel find die, welche in einem dürren Boden aufwachſen, reich an flächtigen Oelen, während die Vegetabilien, der nämlichen Gatiung, die in einem feuch? ten Boden ſiehen, weder Geruch noch Geſchma> haben, Alle | Nunle wo die M! pu an die jah unz im[074 nige 8 ZE wbſeiel En Feſt! nN: dis pj IE um (it in9 KE] fier G (310 fh MWE 8 hin Wanzen Jm Win 16 yr ims de Wen ſeiner 16 br üpe 3 GENZ im Nor RU We Als | | k.... SER ern+ firtet und| Alle dieſe Urſachen die einen ſo mächtigen Einfluß auf die Pflanzen haben, verändern ihre Kräjte und Eigenſchaften ent nac auf eine erſtaunenswürdige Art. Jais dds Die nämliche Pflanze hat nicht gleiche Kräfte im Früh: VS erſtere jahr und im Herbſt, je nachdem ſie jung, oder im Wachsa Dibt eine thum fortgeſchritten; in einer mittäglichen oder ndrdlichen Lage | I? gufgewachſen iſt und in einem trockenen oder fetten Boden ſteht. Ingen der Der Saft einer Pflanze iſt im Frühjahr in der Regel mel ex| wäſſeriger und fauliger, als im Herbſie. Nad une| Eine zur Reife gediehene Pflanze enthält mehr Oel und Faſer und weniger Saft,- täglich Der Künſtler und der Yrzt müſſen auf dieſe Verſchieden lem Nö: heiten Acht haben und ſich in ihrem Verfahren danach richten, Im Frühjahr, in ihrem erſten Alter ſind die Pflanzen pt näm leicht im Munde zergehend, aufldjend und gut zu verdauen, nendliche| Im Herbſte ſind ſie härter, weniger ſafiig, aber dliger, hte und| holziger und verbrennlicher, Es folgt hieraus, daß die Pflanzen des Nordens, in Hinz wſc;| ſicht auf ihre Kräfte, denen des Südens nicht gleich kommen, 'hſen von| daß folglich die Wirkungen der im Nor»en oder im Süden | ertrahirten Säfte einander nicht entſprechen kdvnen, Es gibt ) verſeßt Pflanzen die in mittäglichen Provinzen Giſte ſind, und im die engli: Norden zu Nahruüngsmitteln dienen; das aconitum napellus nad: und liefert hiervon ein'Beyſpiel. Das nämiiche, wos von den d Geruch Pflanzen, iſt au< von den Thieren bekannt, von denen einige )t nur im Süden, oder während der Sommerhiße giftig ſind. Der Arzt ſchreibt alſo nur für das Land, in dem er lebt, 4 mittäg, wenn er die Eigenſchaften einer Pflanze angibt, Die Reſultate 1 Gerud), ſeiner Beobachtungen werden nach dem Boden, dem Clima, der Lage, dem Alter u. ſ. w. modificirt. ben Lam Es verhält ſich mit allen Pflanzeunſäften ſo wie mit dem wen Saft der Weintraube, der zuFerig im Süden, ſade oder ſauer" „lima ent: im Norden iſt. ms Bew, Dieſe Bemerkungen haben ein weſentliches Intereſſe für ima nich alle Künſtler, die Holz zu ihren Arbeiten gebrauchen, die jachsthum Färber, welche den Saft daraus ziehen und im Allgemeinen, alle die Perſonen, die Vegetabilien bearbeiten. Glülichers wzen vy weiſe iſt die praktiſche Beobachtung uns in dieſer Hinſicht in einen vorausgeſchritten, und ſie allein iſt es, aus der wir die ero „ währen) wähnten Thatſachen geſchöpft haben. tem feuch? Um die Säfte aus den verſchiedenen Pflanzen, in denen aben, fie enthalten ſind, zu extrahiren, bedient man ſim mehrerer, M 3 nach EN T| |] f ) [| “: Maden: SCSI TN ERNENNEN NENTNIESEHIEOCEPEHONHEN 7.5 08 9RENURIE NES SRE ZE NPC RRDONSSIHENEDE POSIEREN FERNEN 2 link a deg ang[7 5. ANE 707 nach der Qualität der Säfte und der Natur der Pflanzen von, einguüder verſchiedenen Werfahrungsarten, Zuweilen laufen ſte von ſeibſt ab, und ſodann ſammelt man ſie auf dem Ködrper der Pflanze, auf dem ſie ſich feſt geſeßt habem: Oft iſt es hinreichend, die Pflanze einzuſchneiden, um den darin circulirenden Saft heraus zu ziehen, Oefier nocy aber iſt man gendihiget einen ſtarken Dru guf das Pflanzengewebe anzuwenden, Endiich, wenn die Säfte dem DruF widerſtehen, muß man Waſſer neymen, um ſie guſzuldjen und nach außen ab» zuleiten, Erſter Artikel.| Von der Extraction der Säfte durch Waſſer, Wenn man aus Pflanzen, deren Gewebe tro&en und dicht iſt, oder einem harten und feſten Ho!ze den Saft extras? Hiren wills ſo bedient man ſich des Waſſers 318 eines zur Darchdringung des Pflanzengewebes und zur Auflöſung der Säfte desſ'!ben, geſchiten Hülfsmi'titels. Man bringt das Waſſer unter verſchiedenen Graden der Temp-ratur an, und läßt es, nach der N tur der Säf:e, dem Grade ihrer Conſiſtenz und der Härte ves Gewebes längere vder kürzere Zeit wirken. Wenn von einer Blume die Rede iſt, deren ſehr flüchtiger und evaporabler Stoff ſich am Siedegrade des Waſſers ver? flüchtigen würde, ſo begnügt man ſich damit, ſie in lauliches Waſſer zu rhun und einige Zeit hindurch darin zu laſſen, da- mit das Waſſer ſich mit ihren Stoffen ſchwängere. Man behandelt auf dieſe Weiſe alle geruchreiche Pflanzen, und ſeßt die Dauer der Digeſtion und die Wärme des Waſſers ' mit der Flüchtigkeit und Aufldslichkeit der Stoffe in Verhältniß, welche man exrtrahiren und aufbewahren will. Wenn das Waſſer den Pflanzen ſo beygebracht witd; ſo nennt man die Operation Infuſion. Wenn dagegen das Pflanzengewebe ſehr hart iſt, und man den Verluſt irgend eines aromatiſchen und flüchtigen Stoffes nichi zu befürchten hat, ſo läßt man die Pflanze mit dem Waſſer auffieven und dieß Verfahren wird Decoction genannt. Oft bedient man ſich des Aufwalleas, um den flüchtigen Stoff aus den Pflanzen zu extrahiren, den man Gewürzſtoff nennt, und der nichts iſt, als eine Poriion von Del, in Ver- flüchti- || wee] 2 pur fah" : [0 Guſt die nip ip uE uni 1 Ne vu WE | Gmm/1E | wipoß | ſtd | hb I )| Inſihtn Nogeht 11 Buſſinel Gicht it | m" wan€ ?y! img DI hin IT || | Oer ahh der we Zus 10) Vihiot Wa 4 bitt, 3 vin |[M" '! FT ' N " ' en voy| ſammelt ich f eſt Yum den 3 Druck In, muß WBen abs p, ln und ) extras 31es zur ng der ) den Der )€, dem Qlängere ((üchtiger Ors ver: Nzuliches | zn, daz Tanzen, (Waſſers jtd; ſo jd män Stoffes it vem Genannte nächtigen ürzſtſ gm Ver flüchti» "2.„BSH€€ flüchtigung erhalten; aber in dieſem Falle wird dieß Produkt in verſchloſſenen Apparaten eingeſammelt um jeder Cinbuße daran vorzubeugen und die Operation reiht ſich dann an die Claſſe deren an, die wir Deſtillation genaunt haben. Wenn man: durch Waſſer die Stoffe einer Pflanze extras hirt hat; ſo. verdichtet man ſie durch Evaporation, um Ex tracte zu bilden, Der Ertract ſtellt in einer kleinen Maſſe alle aufldslichen Stoffe einer Pflanze dar; er gibt das Mittel an die Hand, die nährenden und arzeneylichen Pflanzenſtoffe, nach Bedürfsz niß aufzubewahren, und macht es leicht, unter allen Ciimaten und in allen Jahreszeiten, die Pflanzenſäfte anzuwenden. Die Extracte müſſen mit großer Sorgfalt bereitet wer- den; die ſüßeſten Säfte ſo wie der Traubenſaft, enthalten Säuren, welche kupferne Gefäße anfreſſen, und dem Ertracte eine ſchädliche Eigenſchaft mittheilen; wenn man den Weinbeer- ſaft verdi>r, um ihn zu ſogenanntem Weinbeermus zu machen, ſo gebraucht man, wenigſtens im mittäglichen Franfreich, die Vorſicht, während der ganzen Zeit, die über dem Aufwallen hingeht, einen oder zwey eiſerne Schlüſſel. in die kupferne Baſſine zu halten, und zieht ſodann dieſe Schlüſſel mit einer Schicht von Kupfer bede>Xt heraus, welches die Aufidſung von einem Theile des Metalles und ſeine nachmalige Nieder? derſchlagung durch das Eiſen beweiſet*), Die Apotheker können daher in der Wahl ihrer Evapo»s rationsgefäße nicht vorſichtig genug ſeyn. Silberne, gläſerne oder irdene verdienen den Vorzug vor den kupfernen, bieyerz nen oder eiſernen, Man hat den Bebrauch, die Pflanzenſäfte zu reinigen, oder abzuklären, und bey dieſer Operation verfährt man, nach der Natur der Säfte, auf verſchiedene Weiſe. Zuweilen ſchlägt man ein Weißes vom Ey mit dem Safte, und läßt ihn dann warm werden, um dieſe thieriſche Materie, die alle Unreinigkeiten aufnimmt und ſie auf die Oberfläche bringt, zu coaguliren. Auf dieſe Weiſe kann man jedoch nur die feſten Säfte die fähig ſind das Aufwallen ohne irgend einen Verluſt zu ertragen, behandeln. 32 Bloßes 73 Auf dieſe Weiſe gewinnt man zwar einen kupferfreyen Saft, aber er hält dann Eiſen aufgelöft. Zinnerne Geſchirre qualifieiwren ſich hierbey am beſten, weil das Zinn ſich nicht leicht in den Pflanzen- ſäuren auflöſt. Gläſerne, porzellainene, und Geſchirre von Sa- nitätsguth, ſchien ſich zu ſolchen Arbeiten aber allemal am vor- zuglichſten. H. R üfbadiun ZTSCHR NNEN NORGAY 77.17'8/VARRRE 94%: 28:35- 3 NIFT RRREOEOEREREEROEN. SRDEERUNNNSS"FENN 008 20770 E99 Bloßes Stilleſtehn und Eintauchen des Gefäßes, welches den Saft enthält, in laulichtes Waſſer und ſodann in kaltes, reicht bey gewiſſen aromaiiſchen Säften hin, ſie abzuklären, - Noch gibt es Pflanzen, deren Säfte man reinigen kann, wenn man die Flaſche, die ſie enthält, in ſiedendes Waſſer taucht. Der Kreſſenſaft gehdrt zu dieſen: man ſieht ſodann Flocken, die ſich losmachen und auf die Oberfläche kommen; bey dem bloßen Erkalten aber, ſich niederſchlagen; der obenauf ſchwimmende Saft wird klärer, und wenn man ihn noch abklärt oder filtrirt, ſo gewinnt er einen hohen Grad von Lauterkeit. Dieſe Eigenſchaft einiger Säfte, zum Theil durch die Wärme feſt zu werden, rührt von einer Portion Eyweißſtoff her, wel- erhalten, eben ſo ihre Farbe nicht verändert, und daß dadurch ein Mittel au» gegeben wird, jedwedes und ſelbſt Salzwaſſer zum Kochen der Speiſen gebrauchen zu können, Aber es erfordert mehr Zeit und läßt einigen Pflanzen ihren bittern GeſchmaF, ohne ihn zu verbeſſern, Zweyter | | | | ' | | | v 998 Hyd NAND ph (uur Ny- fe ID wv abd und(4: ſn VAC Afouud (00) Funl,8 (8 bi ac "mph NE Ne mps 2 gebrad Rm je ; win |== S7... vm;| Zweyter Artikel. klären, Von Extraction der Säfte durch Einſchneiden, "14 Fann, Obgleich die Circulation der Säſte in der Pflanze nicht ſs (Waſſer regelmäßig, als im thieriſchen Kdrper iſt; ſo kann man doch 1 ſodann|' nicht umhin, im Baumſafte eine Bewegung anzuerkennen, dix len; bey| ihn nach allen Punkten leitet, Aber dieſe Bewegung ſcheint, Cobmauf| ſtatt durch eine Wirkung der Lebensfräfte faſt'ganz durch die 1) abflärt Thätigkeit des Lichtes und der Wärme beſtimmt zu werden*). vrfeit, Doch iſt das Leben in der Pflanze zu ausgezeichnet, um die (Wärme| ganze Wirkung und das ganze Geſchäft der Circulation des Evel E20 1% bloß äußern Urſachen zuzuſchreiben. Wir ſind durch Unif die erſuche von Buffon und Hunter, darüber belehrt, daß ' Kälte und Wärme nicht regelmäßig und paſſiv auf die lebendige fuslichen| Pflanze einwirken, und obgleich die äußern Agentien einen aus2 Gerſchies| gezeichneten Einfluß auf ſie haben; ſo iſt man doch gendthiget, || anzuerkennen, daß er durch das Leben modificirt wird. Rails| Den Pflanzen iſt von der Natur die letzte Stufe auf der bn pe Leiter der lebenden Weſen angewieſen worden, und wir können Lafee alſd in allen ihren Functionen die vereinte Wirkung der Lebenskräfte und äußeren Agentien unterſcheiden, | Wenn alſo die RäFkehr des Frühlings die Wärme wieder herbeyführt und in der Pflanze die vom Winter coagulirte Flüſz2 Rittel be? ſigkeiten auflöſt, ſo wird auch die Reißbarkeit durch die Wärme ber Ames erwe&t, und das Spiel der Organe erregt und die Reihe von nm, Die? Functionen, welche das Leben bilden, nimmt wieder ihren Anfang« prbad ein: Sodann laufen die wieder flüſſig gewordenen Säfte durch | fleinet das ganze Zellgewebe, und wenn ihre Bewegung durch ein Hin-| ßes ihn- derniß unterbrochen wird, wenn man durch tiefe Einſchnitte| ndesſelben die Hüllen zerreißt, die ſie zurüFhalten, ſieht man ſie durch 0) werden, die angebrachten Oeffnungen bald abfließen.* zd, und Dieſes, zuweilen natürliche, dfter durch die Kunſt hervor? un pan; zum gebrachte Adfließen iſt es, welches das Mittel liefert, mehrere= Pflanzenſäfte, wie die Gummi's und die Zarze, zu extrahiren.> 3 dadurch Dieſe beyden Produkte, welche durch eine ſanfte Weime jen, eben.„Eerweicht werden können, ſind die, welche man am leichteſten Nittel aus-extrahiren kann, ohne die Natur der Pflanze zu verändern. Der nochen der Gummi ſelbſt tritt natürlicherweiſe aus dem Baume heraus, und 1; Zeit und ſetzt ſich auf deſſen Oberfläche an; wir ſehen täglich Tropfen je ihn zu 60 *) Man findet in den Schriften der Herren mirbel und Decandole die Beſchreibung- ihrer Pflanzen/ und die Theorie ihrer Funct19- Zweytet nen, mißt großem Scharffinn entwickelt. Anm, d. Vecf. 7 TESTE I<" 72 T mn LT I mn bub BEESE“NT GOSSE ERZ% wur kr ne EH HOHEN WOBGETTGGNE SG GOGE SGGG INGRENSERN SOGEN SERNNNENNEE SE REER- FS“ 36= von Gummi auf Kirſchbäumen, Pflaumbäumen und Abricoſen- bäumen. Man könnte ſagen, daß im Augenbli>ke der Entſtehung des Baumſaftes der Baum gleichſam eine Vollblütighpit an Feuch? tigkeiten bekommt, und ſich ſeines Ueberſluſſes entlediget, indem er ihn nach außen treibt, Die harzigen Säfte werden nicht immer aus den Baum» ftämmen gezogen.. Die Blätter und Früchte geben ſolche zuweilen von ſich. Tourenforr berichtet, daß die pichigen Blätter eines Ciſti aus der Levante das Ladanum lieferten 3; die Wurzeln eines Convol- „vutus geben vas ſcammonium 3; man zieht den A!oeſaft aus den Blättern des Aloe&s Vulgaris, und die Früchte der toluifera ent? halten den tolubeiſchen Balſam, Dieſe harzigen Säfte ſind nicht alle von gleicher Natur man hat ſie in drey Hauptclaſſen eingetheilt; je nachdem der harzige Stoff:arin rein, oder mit Benzoeſäure vermengt, oder mit einem Extractivſjtoff in Verbindung iſt,: Man nennt die erſtern, Harze; die andern, Dalſames; die dritten Saumharze, - Die Harze ſind gänzlich aufldslich in Alkohol aber nicht in aſſer. (235 Balſame löſen ſich im Alkohol auf. Man kann ſowohl durch Sublimation, als mittelſt Waſſers,eine Säure daraus ziehen. Die Schleimharze(Summiharze) ſind zum Theil im Waſſer, - zum Theil in Alkohol aufldslic, Sie machen das Waſſer mil» ſten Zweige zieht man den Saft heraus. Der Lerchenbaum liefert den Venetianiſchen Terpenthin z man läßt ihn aus dem Stamme ablaufen, indem man 7 pe ohrer |"we | hupen q 6, u | mis . pi mi PE | ſufi perbinf am Wos | mD |[per DIR we erd dJ wig 1): 1071 yiſ!"2 M bv mi" er nir Nit/ N 97, Ab =...“ I5'D:=. 4 Üricoſen:| x 0... 3 S 8-. Z "ſtehung| Bohrer Löcher hineinſticht, und in dieſe kleine Rinnen ſte>t, die| e | Feu den Saft in Wannen führen, 3 .! j; DOI 1) || indem- Dieſer“ Texpenthin hat eine klare, gelbe, durchſichtige Farbe, 7G einen ſtarken aromatiſchen Geruch und einen bittern Geſchma, Ps d Baums Das Strasburger- Harz und der Cangdiſche Baiſam ſind 84 aus Fichten gezogene Terpenthine. pon ſich,|: Die Fichte mit Taxbläitern, welche in den Schweißerge- 3 birgen ſehr häufig iſt, liefert das erſtere, Die Bauern ſammeln “24- Ba mi RAN Ri 9/ift AEC En es, indem ſie die Blaſen unter der Borke, die es enthalten, mit 3 aus den| der Spiße eines Hornes aufſioßen, das ſich mit dieſem Safte anfüllt, Die Deſtillation der Terpenthine eatwi>elt ein Oel daraus, das mehr oder weniger flüſſig iſt, nach dem Grade der angea2 liera ents Maur; wendeten Wärme. Wenn die Operation im Waſſerbad geſchieht; j'" der ſo erhalt man ein weißes, klares, riechendes Det, welches Ter» Nn, oder penthin-'E(jenz genannt wird; wenn die Deſtillation dagegen / am bloßen Feuer vorgenommen wird; ſo iſt das dabey gewone- he; die nene Oel ſchwerer und eiwas farbig und heißt dann weſentliches Terpenthinöl. nicht in Der Rückſtand der Deſtillation iſt der gekochte Terpenthin, wie er in den Handel kommt, ! ſowohl Der Texpenthin von Chio und der Venetianiſche liefern ziehen, die beſten Produkte. FB Das flüchtige Terpenthindl wird häufig in den Künſten gez Jer mils braucht. Man bedient ſich deſſen hauptſächiich, um Harze aufs- zuldſen und Firniſſe zu bereiten, welche man. weſentliche Zir- "braucht niſſe nennt. offe der Er hat den Nachtheil daß er weniger ſchnell tro>net, als 15IM der mit Alkohol bereiter, aber den Vorzug vor demſetiben, daß 1baume er nicht ſpringt und der Firniß eine gehdrige Geſchmeidigkeit Benen? beſit, um ihn poliren zu können, [Dis Man kann in dem Firniß alle wünſchenswerthe Eigenſchaf- ten vereinigen, wenn man A!kohol und die Terpenthin: Cſſenz in gehbrigen Verhaltniſſen nimmt, u Der Terpenthin kommt gleichfalls in die Compoſition des|“ 1 Weiß, Firniſſes, und gibt ihm Geſchmeidigkeit; ſo wie er von den an? iE ittägli- dern Harzen den Köryer oder die Farbe erhält, j| ) in die Terpenthin, an einem mäßigen Feuer mit Gummila> ver- FE- ſchmolzen, und mit Zinnober gefärbt, bildet das Siegellac>, 1% enthinz; Man macht ihn mehr oder weniger ſchmelzbar, je nachdem|) 4 wan dem man mit den Verhältniſſen des Terpenthins wechſelt, LT Behre Man 4. I SSRI SS INN R TTS ST SSPE BYDE SSD 59 SSSSSSSWEI|"85 BONGENRIEDNEN WEHE NG ERBEN GE ZN TEHENON SEHNEN N REESE ISENSE ER Man vermindert ſeine Güte, wenn man Kolophonium mit dem Terpenthin vermengt und das Gemenge mit Mennig färbt. Man kann ihn wohlriechend machen und nach Willkühr fär- ben, wenn man mit den Baſen aus denen ex zuſammengeſetzt wird, die bekannten Arome und die Färbeſtoffe der Firniſſe vermiſcht, j Dritter Artikel, Von Extraction der Säfte durch Ausdrücken, Wir baben bereits bemerkt, daß es nicht hinreichend iſt, ' wenn die Pflanzenſäfte eine gebdrige Flüſſigkeit haben, um her» auszu!aufen; ſondern daß noch eine freye Communication unter den Zellen, die ſie verſchließen, ſtatt finden müſſe, damit ſie nach dem Einſchnitte in einen Theil des Baumes reichlich ab» fließen können. Wenn dieſe Communicationen nicht vorhanden ſind, ſo kann man den Saft der Pflanze nicht anders extrahiren, als durch einen ſtarken Druck, der die Zellen zerſidrt in denen er ſich befinz det und ihn heraustreibt. Das Verfahren, deſſen man ſich in der Regel in allen dies ſen Fällen bedient, beſteht darin, daß man die Pflanze in einem Mörter klein ſtampft, um einen Teig daraus zu bilden, den man in ein leinenes Tuch thut, und ihn ſo unter die Preſſe bringt, um allen Saft daraus zu ziehen. Es bleibt hiernächſt, nach einem ſtarken Zuſammenpreſſen, nichts übrig als das häu- tige Weſen der Pflanze. Der abgelaufene Saft zieht immer ein wenig holzige Haut- theile nach ſich, welche ſich, bey'm Stilleſtehen, niederſchlagen, Wenn die Subſtanz, aus der man den Saft extrahiren will, ſehr tro>en iſt, ſo muß man ſie befeuchten, bevor man ſie uns ter die Preſſe bringt. Man kann in mehreren Fällen die Säfte durc) Wärme er- weichen, und ſie durch dieß Mittel vorbereiten, daß ſie unter der Preſſe beſſer laufen. Dieß geſchieht bey der Extraction des Mandeidls, wo man den Teig zwiſchen zwey heiße eiſerne Plat ten bringt, und wenn man das Olivenmark ausdrüt, das man mit ein wenig lautichem Waſſer beſpritzt, um einen Theil des Deles flüſſig zu machen, das ſehr feſt am Extractivſtoff und an den Hauttheilen hängt, Zweyter | | E NL hildet eim" Yol wede? uh [0.00 de jw und ji) din 7 M wenn (mim; E (ablen 9V vv wm verl %f. if deriſſ Fal zu Ir1 NEL Us pu dim« u) m um jdn Vie ju dum 0100 hilt G 1 Wan Ji wn Whmew ys js 6 4] der" FEN 361 ammo x Dum imi„2; Werten Zweyter Abſchnitt,| A Ühr für| Vom Zuer, en ngeſeht Der Zuker iſt im Ueberfluß in den Pflanzen vorhanden, und es (Firniſſe| bildet einen ihrer Stoffe, eigner Art, ir Man benutzt, zum Gebrauch der bürgerlichen Geſellſchaft, 2 nur die Pflanzenſäfte, die am meiſten davon enthalten, RE Alle ſüße und zuFerige Säfte liefern aber nicht einen Zu>er 06] | von gleicher Natur; die Herren Deyeux und Prouſt unterſchei?|* h,, den zweyerley Gattungen davon; die eine, die gewdhnlich flüſſig PE : und fähig iſt, allein und ohne einen Zuſaß zu gähren; die an- 4] hend iſi,| dere, die Kriſtalle gibt, und nur durch ihre Vermengung mit der= Mm herz| erſtern oder mit irgend einem Sauerteige in Gährung geſeßt P. in unter| werden kann, Die letzte Art von Zu>ker wird am meiſien ges EIE vmit fie ſchäzt: das Zu&Xerrohr und''die Weintrauben ſind die Vege 3% "ich abs| tabilien, die am meiſten davon enthalten, Er iſt darin immer ZN | weſentlich verbunden mit der ſüßen und zu&Ferigen Flüſſigkeit,"4 iſo Fann| von der wir eben geſprechen. FHs db duch| In faſt allen Pflanzen, die einen zuFXerigen Stoff enthalten, vw 9h vefine| iſt der flüſſige Zu>ker in größerem Maaße vorhanden, als der IW | Friſtalliſirbare, Cs gibt ſelbſt einen ſolchen, der ſich gar nicht»; jen dies| zur Kriſtalliſation bringen läßt, und der immer ſyrupartig und Wd "4 einem deliquesScent bleibt,|" 19 In, den Es fehlt uns noc< an ſolchen Erfahrungen, die uns die| 5% ie Preſſe| Natur dieſes flüſſigen Zu>ers näher kennen lehren kdunten, da|"ach! vmächſt,| dieſe Subſtanz jedoch von ſich allein in Gährung kommen kann, vas haue| und einen ſehr geiſtigen Branntewein liefert, der Rum ges nannt wird; ſo iſt es es nicht zu bezweifeln, daß ſie nicht]zue y' Haut: gleich Zuker und eine vegetvanimaliſche Materie enthalten ſollte, Hlagen, die zum Sauerteig dienet, und anzunehmen, daß dieſe vegeto- iN animaliſche Materie es ſey, die, indem ſie ſich durch die Wärme FN| verdichtet und.coagulirt, ein wenig zu>kerige Materie in ſich fie uns behält, und ſich der Kriſtailiſation widerſeßzt. Noch iſt darauf Rü>ſicht zu nehmen, daß das Verhältniß pn(vs dieſes flüſſigen Zu>ers um ſo beträchtlicher iſt, als der Saft De gleichartiger Pflanzen in einem wärmern Clima verarbeitet jon des worden. Die nämliche Traube alſo gibt, wenn ſie im mittäg- R Plat? lichen Frankreich gezogen wird, dort kriſtalliſirbaren Zucker, jas man Wenn dagegen im Norden, keinen ſolchen, obgleich ihr Saft da- zeil des ſelbſt immer ſehr zuFerig iſt. Die ſchönen Gutedeltrauben von und 91 Fontainebleau haben einen ſehr ſüßen, ſehr zu>kerigen Geſchma>X, obgleich ſie viel weniger Zucker liefern, als unrer dem Clima der Levante, woher Franz der“rſte ſie gezogen,-: wenter KR RttReBtlBlilkklllMt Mo Pt ttt EREN SENEESN PRS"18" B NENUOEPNSS VONGE"S NUPERRRGS SNN SOSSEN SERNREONIE ZIIEIN IESE SEN FEW 7 - 362== Es würde alſo hiernach ſcheinen, daß der vegetoanimaliſche Theil reichlich in der Pflanze hervorgebracht wird, daß ader die vollkommene Reife der Frucht das Verhältniß desſelben vermin» dert, und das des kriſtalliſirvaren Zu>kers vermevprt. Obgleich der flüſſige Zucker ohne fremde Beyhülfe irgend einer andern Subſtanz gähren kann, ſo producirt ſich Alkohol doch nur in ſofern, als ZuFer darin enthalten iſt; Oft kann man ſelbſt in dieſer Hinſicht durch den ſüßlichen und vorzüglich zu&erigen Geſchma> eines Weinbeerſaftes getäuſcht werden, und zu dem Glauben ſich verleiten laſſen, als ob er bey der Gährung viel Alkohol geben müſſe; jedoch dann ſehr wenig darin finden, weil er ſehr wenig Zucker enthält. Auch iſt es anerkannt, daß die ſüßeiten Trauben nicht die ſtärkten Weine geben. Der ſüße Geichma> der Gutedeltrauben iſt nicht der zuFerige der Trauben aus den mittäglichen Ländern, und die Weinprodukte beyder ſind ſehr verſchieden, ' Die Manna, die- in ſüdlichen Climaten in der Eſche, dem Lerchenbaume und dem ſpaniſchen Klee(albagi, Schildkraut) reichlich enthalten iſt, und die mau auch aus des Sepans, Fichte, dem Oelbaum, Abornbaum, Feigenbaum, Weidenbaum u.ſ.w. ziehet, enthält auch eine zuFerige Materie; aber dieſer Zuer behält eine Feuchtigkeit und einen faden Geſchmack, die faſt unzertrennlich davon bleiben, N Der Zuerahorn(acer facharinum),der häufig in Nordame- rika wächſt, liefert Zu&er für den Handel, aber dieſer Zu>er ſchmilzt nicht ſo leicht als der aus Zu&erxrohr, und zu>ert weviger*), Marggraf hatte die Eriſtenz des Zu>ers in der Runkels rübe bewieſen, und Herr Achard aus Berlin die Cultur dieſer Pflanze anewpfoblen, um den Zu>er daraus zu ziehen, Aber wie viel er auc) gethan um die öffentliche Meynung in Bes wegung zu ſeßen, ſo iſt dieß doch ohne Erfo!g geblieben, und die Herren Deyeux und Parimentier, die jeine Verſuche mit der grdßten Sorgfalt und ohne irgend ein Vorurtheil wieder- Holt haben, ſind auf Reſultate gekommen, die nicht erlguben, dieſen Gegenſtand als dconomiſch zu berrachten*%.| Es ſcheint nicht der nämliche Fall mit dem Vorſchlage des Herrn Prouſt zu ſeyn; dieſer iſt auf poſitive Thatſachen ge? gründet, die darthun, daß es ſehr vortheilhaft ſeyn 6. See jeißen *) I< habe Gelegenheit gehabt 27 Species Ahorn auf Zucker zu uns -rerjuchen, und aus dem Safte desſelben immer zwiſchen 2 und 3 Loth fürs Berliner Quart, guten brauchbaren Zucker gewonnen. H. 3%) Jh habe im Jahr 1804 in Zeit von 3 Monath 1300 Pfund guten raſfinirbaren Zucker aus den Runkelrüben producirt; ich muß alſo jener Behauprung divefte widerſprechen, H. N wije€" ſeint Pt|. do zus | M fem DJ | Bim |(nena | Ie(MIS | dM | Wiſjigord | INA | Mp | Ww me | wi. | mfd | ſid | Gif, S vim) 1 |"inve || 40% || Wis In iE nE a, Ar 0."GG I... v. |,*[4 S mali 6:6 Oimtaliſche heißen Climaten den Zucker aus Trauben zu ziehn. Er machte, BeH 3% die| ſeine Verſuche in Spanien, wo die Traubenmoscovade ihm auf+; vermine| den Zentner lieſerte, an: 176 Pfund, Unze, 0 ix| Friſtalliſirbarem ZuFer 75=> 74 |» ges| flüſſigem 24: 4/7 En vpe| Gummi 00.| E Önzigiich äpfelſaurem Kalk oo 4*-J Gen, und Er bereitet dieſe Moscovade folgendergeſtalt 2|' Währung Nachdem er den Traubenmoſt abgeſchäumt, wird, während& 0 finden, er noch ſiedend iſt, ausgelaugte Aſche zu mehreren Maien und 4 Int, daß ſo lange hineingeworfen, bis ſich kein Aufbrauſen mehr zeigt. iu| er ſüße| Man fährt fort bis zur Verwandlung in Brey zu kochen«. Wrauben| und bis zur Reduction der Maſſe auf die Hälfte, und läßt< ver ſind ſie dann kalt werden, Während dieſes Stilleſtehens ſchlagen der Weinſtein und die ):, dem| citronenſauren Salze, ſo wie der dem Traubenſaft eigenthüm« Sfraut)| liche ſchwefelſaure Kalk fich nieder, Pöt,| Der Moſt zeigt dann 25 bis 26 Grade auf der Baumeſchen ies I Flüſſigkeitswaage. kdie faſt| Man ſchlägt ihn nun mit Eyweiß oder mit Ochſenblut, ers wärmt, ſchäumt ihn ab und filtrirt ihn, und endet damit, ihn brdame- bis zur Syrupconſiſtenz einzukochen. Dieſe Moscovade har uſemilzt| einen ſüßen und angenehmen Geſchma&, ſie gerinnt in acht, ziger),| zwölf oder vierzehn Tagen. Die am wenigſten gekochten Syrupe Runkel» ſind die, welche am erſten ihren Zucker von ſic) geben, Der Ir dieſet Saft, weun er abgeklärt und ſo weit eingekocht iſt daß er nur | Aber vierzig Hunderttheile an Extract läßt, kriſtalliſirte früher, als NR| der auf 35.00 reducirte. Der Saft, welcher auf 32,00, frie b:: ib ſtalliſirte ſich nicht bey den Verſuchen des Herrn Prouſt. 67 il Das Raffiniren geſchieht: eben ſo, wie bey der Zuder? wieder- rohrmoscovade, jauben, Der erſte Unterſchied im Produkte iſt, daß der Trauben? zuFer immer ein pulverartiges Korn hat, und die Maſſen, die 1ge des er bildet, ſehr wenige Conſiſtenz zeigen. en ge? Der Traubenzucker hat, wenn er durch eine dreyfache Krie de, in ſtalliſation raffinirt wird, einen freyen Geſchma>; auch iſt er heißen ohne Geruch und Nachgeſchma>. Seine Süſſigkeit aber iſt ge? xinger als die des Zuckers aus dem ZuFerrohr, Er zu&ert nicht * us ſo ſtark bey gleichem Gewichte, und iſt nicht ſo aufldslich. nen. H. Bis jeßzt wird faſt die Totalität des in den Handel kommens 0 Pfund den ZuFers aus dem Zu&errohre gezogen, das unter allen ſehr jeirt; I heißen uE d 1 ennie uf jn ECE Ewu: ee LU HRR SCHE ESGGGNE SP GTE SNES SNGBES SEINS SIGE SERNNSESNON u am zur SST SCHIESSE IERSker daraus gezogen. Die ZuFerrdhre, wenn ſie zur Reife gelangt ſind, werden abgeſchnitten, in Bündel zuſammengebunden, und auf die Mühle gebracht, wo man ſie zwiſchen drey dicken eiſernen, hori- zontallaufenden Cylindern auspreßt. Die Röhren werden zu zwey verſchiedenen Malen zwiſchen die Cylinder gebracht, und der ausgerüFte Saft läuft in einen Trog, von welchem er, durch Canäle, in Reſervoirs abgeleitet wird, In dieſem Zuſtande nennt man ihn Rohrwein(VezouY% Seit 1725 hat man ſtatt der eiſernen, kupferne Keſſel genommen, von denen fünf auf einen Heerd geſetzt werden, Dieß Zuſammenſetzen nennt man Equipage. In dem erſien Keſſel, welcher der größte heißt, vermengt „man den Rohrwein mit Kalk. Aus dem erſten gießt man ihn in den zweyten, der der Läuterungs- Beſſel genannt wird; in dieſem bildet ſich ein Bodenſaß. Yus dem zweyten gießt man ihn in den dritten, oder den Erhell- Reſſel, um, Man verdit ihn dann zur Syrupconſiſtenz in dem vierten, dem Sprup- Reſſel und beendiget die Evaporation in dem “Fünften, welcher den Namen Rlarſch- Reſſel führt, weil das '"Aufwallen der Materie in demſelben aufhdrt, wenn man dieſe mit einem Schaumldffel ſchlägt. So wie der Schaum in jedem Keſſel in die Höhe ſteigt, wird er mit dem Schaumldffel abgeſchöpft. Wir haben bereits bemerkt, daß dieſe Keſſel in eine Reihe geſtellt werden, Der Heerd iſt unter dem Rlatſch- Reſſel angebracht; ſo daß an dieſer Stelle eine Wärme von größerer Intenſität ſtatt findet, die ſchwächer wird, je weiter ſie ſich vom Heerde WE. enn | ju(wm 8. | pu || ve Wil | wahn! vs | idm) pe hi! win | m was | Wfl | wtiE | hire | mw Roe! |„iihn |"DE | MU | Im du | Wm | Wpfihioe | Dutt || 0 | | mH | | | | | a. 1-4 Si g frog 1:9 Wenn man nur einen RohzuFer haben will; ſo ſteigert " c< mar man das Feuer dergeſtalt, daß bey'm Aufwallen der Reau- Wiſch 5 muſrche Thermometer auf 94 dis 96 Grad zu ſiehen kommt, Üfſirie ein) Will man Puderzu>er machen; ſo wird das Feuer am goten Grade angehalten. Init einer|- Wenn die gebrannte Maſſe ſo verdichtet iſt, ſo wird ſie in einen Rühl- Reſſel gegoſſen. Hierin vermengt man die 3)| Produkte gehdrig und gießt ſie in einen Kaſten um, in dem “eter von die Kriſtalliſation geſchieht, wenn man nämlich Rohzucker 1a ſie in machen will, bey'm Puderzu>er dagegen ſchüttet man ſie in irdene Kegel.- der ihren| Wenn der Rohzu>er kriſtalliſirt iſt, ſo bringt man ihn in ) nſalo de| die Reinigung und legt ihn dann zum Abtropfen in Fäſſern Mezogen,| mit durchlöchertem Boden aus, durch welche Oeffnungen die ]] werden| Uielaſſe fließt. auf die Der Zucker, wenn er ſo abgetropft und troFXen geworden en, horie iſt, wird in Barils gethan und durch Europa unter dem Na- | men RohzuFer, brauner FSarinzuFer, Moscovade u, ſ, w. )) weiſchen| verführt. Itin&vm Der ZuFer, welcher dazu beſtimmt iſt, in der Fabrik (abgeleitet mit Thon gede>t zu werden, wird in umgeſtülpte irdene S Vezol),| Kegel gethan, deren Oeffnung an der Spitze zugepfropft iſt; me Keſſel| hier läßt man ihn vierzehn Tage hindurch, abkühlen; ſodann 3 weiden,| pfropft man die Töpfe wieder auf und die Melaſſe läuft in die | Wannen aus, über welche die Kegel umgeſtürzt ſind. bermengt| Nach vier und zwanzig Stunden ebnet man den Fuß des weßt man| Zuerhutes ſorgfältig und trägt eine Schicht zergangener Thon- ; genannt erde darauf auf, Das Waſſer filtrirt ſich nach und nach durch | zwepten| die ZuFermaſſe, und die Melaſſe, die die Zucker- Kriſtalle 56 M ſcnet iſt, ſo ſubſtituirt vin dem Man derſelben eine zweyte, und fährt damit fort, bis der yeil. das Zucker die gewünſchte Weiße erhält, Dann nennt man ihn an dieſe| weißen Farin- oder Puderzu&er, Da man den zum Puderzu>er beſtimmten Zuder keiner e ſteigt, ſo ſtarken Evaporation unterwirft, als den Rohzuder, ſo iſt der di>e Syrup, welcher daraus abläuft, um ſo viel reich? Rei haltiger und man unterſcheidet ihn von dem Syrup aus.dem ne Reihe Rohzu>er, oder der Möoseovade durch die Benennung aht Dedſyrup, tät fiat! Wenn man die Melaſſe gähren läßt, ſo entſteht daraus entfern! der Tgaffis; zu dem Ende rührt man ſie mit Waſſer ein;. ;'| 0 Wenn Ee IEEE TN R Lez ddd SSSST GER OGET AO BOER SP GOGO NEOS SENN INGRES INES SINGEN SENSEO TIGER SEEN EIE WESNNEINN FEE= daß ſie 12 Grade auf dem Baumeſchen Aerometer zeigen und geht mit der Deſtillation vor, deren weinartiges deſtillirtes Produkt Rum und Taffig bildet,! Der RohzuFer und der Farinzu>er. werden, wenn man fie nach Curopa bringt, neuen Operationen unterworfen, durch die man ſie von aller Melaſſe, die darin enthalten ſeyn kann, beſreyt und das daraus bildet, was weißer Zu>er, Raſſingde' genannt wird, Um ſich eine genaue Vorſtellung vom Raffiniren des Zuckers aus Zuckerrohr zu machen, muß man von dem Grund- ſatze ausgehen: daß dieſer Saft außer dem kriſtalliſabeln Zuder eine ſüßliche und inkriſtalliſable Subſtanz nebſt einer Säure enthält, welche Lakmus- Papier rdther, und daß man dieſe beiden Stoffe zuvdrderſt vom eigentlichen Zucker ſcheiden muß. Man erreicht dieſen Zwe> durch Sättigung der Säure, mit Kalkwaſſer, alkaliſchen Laugen u, ſ. w.; indem man durch Wärme einen Theil dieſer ſüßlichen, inkriſtalliſabeln Materie coagalirt und ſie auf die Oberfläche des Bades, durch Eyweiß oder Ochſenblut treibt; dann den gezu>erten Saft durch Eva- poration ſo lange verdi>t, bis er den eigentlichen Zucker zur Kriſtalliſation bringt und endlich die zähe, inkriſtalliſable und ſyrupartige Materie mit Waſſer einrührt oder darin aufldſt. Wir haben bereits durch das Detail der erſten Operatios nen, die mit dem Zucerrohre vorgenommen werden, geſehen, daß alle auf den eben angeführten Zwe> gerichtet ſind. Wir werden nuar finden, daß die Operationen des Raffinirens in eben dem Sinne geſchehen, und wenden uns als Beoyſpiel- zum Raffiniren des Rohzuc>ers. Dieſen läßt man zuerſt in Kaltwaſſer aufldſen, klärt ihn ſodann mit Ochſenblut, und unterwirft ihn einer ſchnellen und ſehr ſiarken Evaporation; indem man ſorgfältig den Schaum abnimmt, ſo wie er ſich erzeugt.; Diefe, ſo abgeklärte Aufldſung wird klgrirter Zu>er ge- nannt. Wenn er zur rechten Zeit evaporirt iſt; ſo thut man ihn in Formen und es ſcheidet ſich ein Syrup daraus, der ungedekter Syrup heißt. Dann bedeXt man ſie mit Thonerde, die man mit Waſſer anfeuchtet und der neue Syrup welcher abläuft, erhält den Namen Dedſyrup. Der ZuFer welcher aus dieſer erſten Arbeit entſteht, iſt der Zu>ker in Hüten,; Wenn dieſer HutzuFer einer nochmaligen Raffinirung un- terworfen wird, ſo entſieht daraus ein ZuFer von außeror» dentlis Fopien' | wn" pils Dean vn didw CE m vin) Ge m Fer! || un, || Mind | min || wm | hmm I ſe ſergf 9- || de 19€ || || Dei! | || | um | py! | || „mhs Wen, VE || Gefen | Went || Ti || bug 1 || pi | IM ||"4: || WfiE || lent,|? (| Wt Werd Vi mi Jiys "ih m Zinne bir ſeh 4: duc) v | my, 1] |-- 367= "eigen und dentlicher Weiße und weißem und feſtem Korne, der Königs» Deſtillirt| zucker genannt wird, | Der Zucker ldſt ſich ſehr leicht in Waſſer und in Alkohol enn man auf, er hat einen ſüßen und angenehmen Geſchma>, auf Vn, durch| Kohlen wird er aufgeblaſen, nimmt eine ſchwarze Farbe an yn Fann,| und bildet ſelpſt eine ſchwammige Kohle; bey dieſer. letztern "offinade: Verwandlung verbreitet er einen eigenthümiichen Geruch, den man unter dem Namen>randzu>ergeruch tennt. hiten des Der Zuer'kriſtalliſirt leicht. Man darf ihn nur in 1 Orunde Waſſer aufldſen und die Aufldſung zur Conſiſtenz eines etwas Dalliſabeln di&en Syrups verdichten. Die Kriſtalle haben die Geſtalt (bſt einer von vierſeitigen Prismen, die in zweyſeitige Spitzen auslaufen, waß man So nennt man ihn Candieszu>er, en muß, Der Candieszu>er erhält ſich mehr oder minder weißs | Sture,| je nachdem„der Syrup mehr oder minder abgeklärt worden, in durch| Man kaun ihn vach Gefallen. färben, wenn man dem Syrup Materie| einen, darin auflvslichen, Färbeſtoſf beymiſcht. Die Condia vEyweiß toren machen den größten Theil ihres Candieszu>ers aus dem 'h Evas Schaum der Svyrupe und den Reſien von den nämlichen, die gude zur ſie ſorgfältig abklären, Man kann die Kriſtalle ſich auf kleine O able mid Std>e niederſchlagen laſſen, ſo daß dieſe ſich damit überziehen, auff. Der Zucer iſt' eines von den Pflanzenprodukten, die in |)peratios unſern Haushaltungen am häufigſten gebraucht werden; nicht 15 geſehen, allein, um die Säure, die Bitterkeit und das Pikante gewiſſer v."M Speiſen und pehrerer Getränfe zu verbeſſern; ſondern auch Lirens in als ein ſehr fräftiges Mittei, um dem Verderben der zu unſrer 1Beyſpiel Nahrung dienenden thieriſchen- und Pflanzen- Subſtanzen vor? zubeugen, und in dieſer letztern Röücſicht iſt der ZuFXer am Li: ips nüßiichſten und vortheilhafteſten zum Kandiren anzuwenden. Elen und Der reine, oder mit dem Aromatiſchen der verſchiedenen Pflanzen- Subſtanzen geſckers müſſen verſchieden ſeyn, je nachdem die Flüſſigkeit in der er aufgeldſt wird, mehr oder weniger di> iſt. Noch muß man eine Verſchiedenheit in den Graden der Wärme ſtatt finden laſſen, je nachdem der Stoff, auf deſſen Erhaltung es ankommt, flüchtig iſt, y Die Syrupe ſind entweder einfach oder zuſammengeſeßt; je nachdem ihre Compoſition aus einer oder mehreren Sub- ſtanzen beſteht, Wenn man die Zu>eraufldſung ſtark verdiFt; ſo gerinnt fie, wenn ſie kalt wird und in dieſem Zuſtande bedient man ſich ihrer zuweilen um gewiſſe vegetabiliſche Produkte, als Früchte und Baumrinden u. ſ. w. davon durchdringen zu laſſen, oder ſie darin einzuhüllen; dieſe werden dann tro>&ne Con? fituren genannt. Wenn man zwey Theile Zu>er in einem Theile Waſſer zergehen läßt und die Auflöſung dergeſtalt verdi>t, daß wenn man einen Löffel hineinſteXt und ſodann heftig damit in die Luft ſchlägt, die ZuFerſchicht, die ſich an ſeiner Oberfläche angeſeßt, in dünnen Häutchen davon heruntertropft, ſo ſagt man, der Zucker ſey zur 8&ederconſiſtenz gekommen, In dieſen Zucker taucht man Früchte, Baumrinden und die Siängel gewiſſer Pflanzen, die vorher aufgeſotten werden, damit ſie der ZuFer beſſer durchdringe und ſie einen höheren Grad von Troenheit errreichen. Noch iſt es ferner der ZuFer, mittelſt deſſen einige Frucht- ſäfte conſervirt und die eigentlichen Confiruren gemacht wers den. Schleimige Früchte, als Birnen, Aepfel, Abricoſen, Johannisbeeren, Quitten, ſind allein geſchi>t, Gelees daraus zu bereiten, In allen dieſen Fällen läßt man die Früchte zuerſt zu] mit! dan u 0 band erfin eſ p jew 0.10% Geſcnat Zu? ſey, yl | de duns || au:- | eue), | undo!; | uid! | fipodt"|; | iſyfuſſet; |' det WW Rar Yi 1? (amtauN M, Wi | Mt| | nimm 48 | poſen mi | Nu, || mlt | Juz 18 || Mz m (| wz dirchy |(mſd! new Gy | ſy wi | m... Su EU Mirme it dem' Zucker aufkoch d die E j 9 ſie talt zuerſt mi em"8 rd en und, wenn die Cvaporätion KE, dann zu der gehvrigen Stufe. gebracht worden, welches man und| daran erkennt, wenn man ein wenig davon auf einem'Teitex ) erſtarren läßt; ſo durchſiebt/ mar die Flüſſigkeit und- gießt Nnuß er, ſie in Töpfe. Das. Fleiſch würzt man mit Zimmet, Citronen, ſigfeits:| oder anderem Gewürze, nach..der Natur der Früchte und dem 4" Zucker| Gejchmae deſſen, der ſie einmacht, Der Zucker ſchemt ein ſehr geſundes Nahrungsmittel zu- 41 Waſſer ſeyn. Pringle hat bemerkt, vaß die Peſt fatt nie in die"Län- yren wir der. dränge, wo Zucker die: vorzüglichſte Speiſe der Einwohner Intiſchen, au“mache. Es iſt ein Irrihum, wenn man ihn als Würmex Piehaltei, erzeugend anſieht; dieß Vorurthei! hot. wahrſcheinlich ſeinen Heyn, je Grund darin, das mau ſucht, ihu den Kindern zu entziehen, vie | jr. oder gewöhnlich ſehr lecfe! danach ſind. Inſekten und Würmer kdunen ſich nicht von ihm'nähren, und wenn er mit Schleim vermengt en der iſt, freſſen ſie den letzteren ohne den ZuFer auzurühren, "H deſſen Dritter Abſchnitt, maeſeht; Vom Schleime,.' pF" Sut: Der Zuſtand des Schleimes ſcheint die erſte Veränderung , der Nahrungsſäfte der Pflanzen zu ſeyn. 1 gerinnt Wir ſehen, daß faſt alle Saamen- und Saatkorner einen u!„m| ſchleimigen Charakter annehmen; ſobald ſie aufzufeimen anfan- p'' als gen, und die jungen Bauimſchdplinge nichts als Fleiſch zeigen*). F. iy Der Pflanzenſchleim hat die größte Analogie mit den thie- riſchen Gallerten; beyde bilden die erſten Anfänge zur Com» | poſition organiſcher Weſen, die jungen Thiere, wie die zungen 9 Waſſer Pflanzen, zeigen nichts, als eine Maſſe von Fleiſch, und in bey- 3 wenn den Fällen ſieht man das Verhältniß des Schleimes abnehmen, Bis ſv wie das Weſen ſtärker nud älter wird. lad Aus dieſem Uebermaaße des Gallerts im erſten Alter der ſo agt Pflanze und des Thiers und aus ſeiner fortſchreitenden Verminde- 1 ven rung durch Alter und Zeit, würden wir!eicht den Grund einiger, götängel einer jeden Lebensperiode eigenthümlichen und nur in ihr vorkome mit ſie menden Krankheiten herfeiten können; wir würden, zum Beys ad von fpiel, dadurch einſehen lernen, warum die Kälte die Säfte von Kindern Frucht:*) Die Claſſe der harzigen Baume macht eine Ausnahme von dieſer„| pi wn; Regel.' In dieſen lestern fängt alles damit an, den Charakter ie ricoſen, der Harze anzunehmen, Und der'durin bejindliche Schleim ſcheint BEL 3) daraus nur dazu vorhanden zu ſeyn, daß dieſer Saft darin zergehn und 14 Früchte flüſſig werden könne. Anm. d, Verf, ES zue; Ag Aae zähl gl * Ba 25a-E R dd R ESL IS LINEN WE RNNTGNRESEOSRE NS GINN NNGBESS EINS SGSN SED RN ES INGEN SEGNEN EE 2 Kindern eher coagulirt, als die von Erwachſenen: warum dieſe ' Jeztern den Würmern und allen Krankyeiten, die a18 dem Gal- lexi entſtehen, weniger unterworjen find, warum junge Pflanzen früher; als andere, in Fäulniß gerathen u. ſ, w. Wir finden den Schleim faſt allein in gewiſſen Pflanzen, gls in den UT7aiven, dem Quitten-, Lein-, Saurenſenfsz Sagamen u. ſ, w. Zuweilen iſt er auch in Verbindung mit Subſtanzen, die. in Waſſer aufldslich ſind, und die er in einem Zuſtande von Emuiſion erhält, wie in den Euphorben, der Celidonig dem Convoivulus u. ſ.w, 4 Noh findet man den Schleim in Verbindung mit einigen fetten Oelen/ dem Zucker, Säuren, Neutralſaizen u. ſ. w. Der Schleim macht zuweilen den permanenten Zuſtand der Pflanze aus, wie in den Tremellen, den Conferven einigen Lichenis und den meiſten Gattungen von Champignons, - Dieſe permanente Eriſtenz im Schleimzuſtande wird auch bey einigen Thieren angetroffen, als bey Meduſen, Seeblaſen u ſ. w. Die Eigenſchaften des Schleimes ſind: Aufldslichkeit i Waſſer, woraus er durch Alkohol EAIORS(TBG Ip ein faſt inſipider Geſchma, die Eigenthümlichkeit, an der Wärme nur eine ſchwammige Kohle zu geben und nur ſchlecht und mit einer geringen Flamme zu verbrennen, Die Schleime, welche in den Handel kommen, mit Aus» ſchluß einiger, deren man ſich in der Arzeneykunſt bedient, fühs ren den Namen Gummi. Man unterſcheidet von dieſem drey- oder viererley Arten, nämlich: den arabiſchen Gummi, den Gummi- Tragant, den inländiſchen Gummi u. ſw,: Der inländiſche Gummi fließt aus einigen Bäumen un Clima's, wie der Pflaumbaum, Kirſchbaum, MU UEG U+ſ. w. Er bricht ſich eine Bahn durch die Rinde dieſer Bäume und ſeßt ſich in rdthlichen Tropfen auf deren Oberfläche au. Der arabiſche Gummi läuft aus den Acacien in Arabi MEET A IRET rabi und Egypten,„Man findet ihn im Handel in runden, UBE, durchſichtigen, von außen runzlichen und von innen hohlen, Stü>en an. Dieſer Gummi ldſt ſich leicht in Waſſer auf und 550 einen durchſichtigen Gallert der Schleim genannt Wird*).; Der 8) Der Herr Verfaſſer hat hier Schleim und Summi fü j deutend genommen. In nieiner Anleitung zur 0 Ee derung der Degetabilien. Berlin 1308 habe ich den weſent- lichen Unterſchied zwiſchen Summi und Schleim feſigeſtelt, H, | y 07 qs ier vim CE Na | wz | hahe: wm ag du; 48 zue M m ha 119 NE NUE hmm ds (ögebe! S1 1) i6) ve Apt DIQ vr JEG NE! dE, Oie 9 ?S m Dis (0.1 4 NATE 7 NE ['y m: Ine dif ben QylS 4 jb'D War en Wh, EE WE WRE Vines oe Wen m gis/ F vum dies Didem Gal,| E| Pflanzen| Pflanzen, renſenf: Tien, die inde von Telidonig, "t einigen| 'ſ, w, der 31 einigen Dns, Qquch bey hu ſw, Echfeit in Sd, ein bir Pärme 9 und mit emit Aus „Vent, führ ß ſem drey; Umi, den 18m unſers vſenbaum idr Bäume 0) aus 41 Arabien 6 weißen, ni Hohlen, „! auf und Ja genannt Der gyfür gleicht Zus Zerglit ven weſent afgefcht, H 37t Der Gummi Tragant kommt aus einem Bäumchen dieſes Namens in Creta. Er zeigt ſich in kleinen weißen, wie kleine Würmer geſchlängelten Tropfen und bildet mit Waſſer einen di>era Gallert, als der Arabiſche.- Man trifft dieſe Gummi's yelten im unvermiſchten oder reiz nen Zuſtande, Wenn man ſie aber zu delicaten Operationen gez brauchen will, ſo kann man die Körner ausſuchen, um ſie ganz rein zu erhalten. Dieſe Gummi's kdunen leicht zerſtoßen und pulveriſirt werz den; das Waſſer, welches man im Kalten mit dieſen Subjianz zen digeriren läßt, ſättigt ſich damit, und wird leimig Siea denves Waſier[dſt ſie ſchneller auf, Die ſaturirre Auflöſung der beyden erjiern Arten behält eine ausgezeichnete Flüſſigkeit, die des Gummi Tragant gerinnt und wird zum feſten Körper. Man gibt dieſem letziern überall da den Vorzug wo es auf Conſiſtenz anfommt, Der Gebrauch dieſer Gummi's in den Küänſten- iſt ſehr gusgedehnt: 1) Bedient man ſich ihrer, um die Appretur zu gebein, Die Gummi: Auflöſung gibt allen Geweben, Körper, Ap- pretur und Glanz, ohne ihrer Farbe zu ſchaden; ſie füllt die Lücken, weiche die Fäden aus denen ſie beſtehen zwiſchen einanz der laſſen, und gibt dem Stoffe ein Anſehen von Stärke und von Gäte, die ihm ohne ſie mangelt. Dieſe Stoffe verlieren ihren Gummi durch Regen und bey dem Waſchen. Weun der Regen ungleicherweiſe darauf fällt, fo macht er Fle>en wegen der Unvollſtändigkeit, mit welcher er den Gammi qausziehr, und um dieſem letztern Uebelſtande vor» gewiſſen Zeugen und Hüten . Zubeugen, pflegt man ein Kleid zu entglänzen, bevor man es dem Regen ausſeßt, Die meiſten, mit Gummi appretirten,'und dann unter den Cylinder gebrachten Zeuge, haben ein glatres, oder glänz zenves Aaſehn, weiches, um angenehm in das Auge zu fallen, über der ganzen Oberfläche derſelben gleichmäßig verbreitet ſeyn muß. Man bedient ſich heut zu Tage papierner Cylinder, um die Stoffe zu mangein; ſie haben den Vorzug vor den metalle» „nen, daß ſie ihnen einen ſammetartigen Anſchein geben, welches die metallenen hervorzubringen nicht im Staude ſind. Ein anderer Nachtheil der Bereitung mit Gummi iſt, daß wenn man die Hand beſtändig auf dem nämlichen Fle>e des Zeus ges hält, der Gummi herausgehr, und auf dem erſtern an jener f 1 Stell? Na 2 M 5ER EIIIE R R RTP SHEEP DESI O8 SPSSG8I8"RI EOIERIEENESSEIGE EN SRESSINEUE SNES BEHWRNCHE ESSEN SINS EGEGE-+7 24. I 6-09. 50 17 0,08= WRE 2 320 e S. 0. x 3 | Z zf 2-28 "8 0:27 ales aal ur Daz dean Saua] N <=; FRI- EH "ye aha Ridnaun = 378 Stelle nichts als ein Gummiſle> ſichtbar bleibt. Bey Häten und Taffenien kommt dieß am häufigſten vor, 2" Ueberzieht man das Schreibpapier mit einer Lage von Pummi damit es nicht fließe; das Druckpapier iſt von dieſem nur dadurch verſchieden, daß es keinen Gummi hat. Wenn man einen Dintenfle> dder einige Worte ausradirtz ſo muß man auf die radirte Stelle geriebenen Gummi ſireuen, wenn ſie wieder die Schrift annehmen joll. n den meiſten Papierfabriken wird das Papier mit einent Leime bereitet, den man aus Abgang vom Pergamente und von Häuten macht. 3) Die Schleime dienen allen denen Farben zum Excipien2 ten») mit denen man in den zahlreichen Fabriken von bunter Leinwand dru&t. Man gebraucht ſie auch als Excipienten für mehrere Fare? ben, die mit dem Pinſel auſgetragen werden. Es iſt übkrflüſſig, zu bemerken, daß die Farben, welche Über einem-Gummi aufgeiragen werden, nicht feſt halten, Waſſer, Waſchen, Feuchtigkeit, machen ſie leicht abfließen. 4" Gummi macht die Baſis von faſt allen glänzenden Wich» "ſen für' Stiefel, Schuhe u. ſ. w. Eine Wichſe, wenn ſie von gehdriger Güte ſeyn ſoll, muß Folgende Eigenſchaften in ſich vereinigen t ſie muß ſich leicht aus? dehven, ſchnell iro>nen, ſich nicht abſchuppen, nicht platzen, das Leder nicht tro&en machen oder verbreuuen, dem Reiben widerſtehn und einen angenehmen Glanz haben, Oelige Kdrper, wie Oele und Wallrath conſerviren das Le- der und geben ihm Geſchmeidigkeit; aver die Dele machen es pechig und wenig glänzend, und die Fette geben auf die Länge ſchmutzige Pflaſter, wegen der Schwierigkeit, ſie los8zumachen. Dinte und alle'Bereitungen der Art verbrennen das Leder ohne zu glänzen« - Eyer mit Kienyuß, geben für den Augenblick eine glänzende Wichſe, aber die Oberfläche des Leders wird das durch mit kleinen Schuppen bede&t, die vach und nach abſpringen, In Waſſer aufgeldſter Gummi allein bildet eine gute Wichſe, die nur den Nachtheil hat, ſchwer zu tro>nen. Weyn man aber die Aufldjung mit alkoholiſirtem Waſſer macht, ſo hilft man dieſem Fehler des ſchwer Trocknens ab, „ohne daß der Gummi eine von ſeinen Eigenſchaften verliert, 4 NL ii 0u/D jo) 10"! SFR vam pieno M ſan! G: Pu/G| DJZ juſfof2g vem 84 wer m 734 ff, y Bult; ſn 19| MW Z| bern wit (M füh In ws m 51 | m. AIRE. ie N NNN *y Hüten| Um eine gute ſchwarze Wichſe zu erhalten, vermiſcht man | eine Gummiauflöſung mit einer ſtarken Abkohung von Kampeche- di Cage bey holz und ihur Alkohol und Zu>ker in gewöhnlichem Maaße hin» m dieſen zu. Sodann werden einige Tropfen von aufgeldſtem, ſchweſele 3| ſaurem Eijen darauf gegoſſen. Euvrävi 5) Wird der Gummi auch noch in der Medicin da gebraucht, | ſireuey, wo man die Schleime als beruhigende und beſänftigende Mittel !| verordnet.-Man macht daraus auch die Baſis oder. den Exci- hit einen| pienten von mehreren andern Mitteln; die Schleime von Leins 0 und voy| ſaamen und aus Quittenkernen ſind die, denen man immer den | Vorzug gibt. Nreipien: |! büntit| Vierter Abſchnitt. fre Far:| vom Sagmebhl. | Die Chemie kennt unter dem Namen Sagzmebhl.- einen Pflan? ]) welche zenſtoſf, der ſchwer und, unaufldslich in kaltem Waſſer iſt, in halten, dem er als Niederſchlag zu Boden fällt, mit ſiedendem Wuaſſer jen, aber einen Leim bildet. s ven Wich» Dieſe Subſtanz circulirt in der Pfkanze mittelſt des Schleim?“ ſtoſſs; ſie ſchlägt ſich im Waſſer nieder und macht einen Bodens U, muß ſatz darin; ſobald man durch irgend ein Mittel dieſen Stoff zer bricht auß» ſidrt oder aufgeldſt hat. ii n! plaßen, Das Satzmeyl behält eine gewiſſe Zähigkeit und eine Art 1 Reiben von Durchſichtigkeit; ſo lauge es feucht iſt; aber es wird pul- verartig und bildet ein feines Pulver, von dem Augenbliä>e an; 61 das ſe: wo es troFnet. hachen es Wenn man mit einem Fingerdruck über eine leichte Schicht wie Länge feuchten Saßzmehls hinfährt; ſo hört man ein Kniſtern von der j NImachen, Art, wie es Seide und Salpeter von ſich geben, die man iy.der was Leder Hand drü&t, Cs gibt ſehr wenige Pflanzen'die kein Sazmehl enthalten;. yugenbliä Herr Parmentier welcher eine große Menge davon analy (wird dds ſirt har, um Satzmehl daraus zu extrahiren, fand dieſen Stoſf hſpringen, faſt in allen, aber die Saamen der graSartigen Pflanzen und ve Wichſe, die Zwiebeiwurzeln liefern das Meiſte, Waſſer und Gährung ſind die einzigen Agentien, deren 1 Vaſe man ſich zur- Bereitung des Satzmeh!s bedient, "(nens aby a verliert, hm Erſier - zar ZÜRN: Em Erſier Urtifel, Von der Extraction des Saymebls durch Waſſer, Wetmn eine Pflanze Saßmehl enthält: ſo darf man, um es Baraus zu extrabiren, ſie nur zerreiben und Woſer darüber gießen. Dieje Flüſſigkeit dſt den Schleim auf und führt das Saß» mehl ab, welches ſich bey dem Stilieſichen niederſchlägt. Die Analyſe des Mehles aus'den gravartigen Getraides Pflanzen, durch bloßes kalies Waſſer, liejert hiervon ein aufs fallendes Beyſpiel. Wewn man einz? LTude) von Mehl und Waſſer macht und ſie zwiſchen den Händen und unter dem Waſſer kneiet2 ſo wird, ſo wie ſich dex Schieim und der Zu&Fer in der Flüſüg2z Xeit auflöſen das Sagßmehl darin zergehen, ſie weiß färben, und fich ſog!eich niederſchlagen, und es bleibt dann nich!s in der Hand zurüE als der Theil von Colla oder vegero-gnimaliſcher Materie, die das Mehl enthielt. Es triſſi ſich häufig, daß die Säfte der Pflanze flüſſig ge- 219 ſind, um das darin enthaltene Saßmehl nach außen zu füh- ren; in dieſem Falle wird die Pflanze nar dur< mechaniſche Mii- tel zerriſſen, und ihr Gleiſch unter einen ſtarken Dru gebracht. Die Säfte, die heraus!aufen, ſind weiß und-milchig, aber nach und: uach. werden ſie durch den Bodenſatz, des-Saßmehles klar, welches man ſodann in. Waſſer auswäſcht, um es von aHen eig darin gebliebenen Umreinigkeiten zu ſäubern. Dieß Verfahren, obgleich) man es in gewiſſen Fällen an- wendet, fgnn doc) nicht als ſehr Alouomiſch betrachtet werden, weil es var einen Theil des in der Pflanze enthaltenen Sakßmehs2 kes„Liefert, Die Bereitung des Sagmehles äg3 Rartoſfeln geſchieht durch ein ſtrengeres und in jeder Rückſicht vorzuziehendes Ver- Fahren. .- Man wäſcht die Kartoffeln ſorgfältig, zerſtampſt ſie in Mörfern oder anter Mud)ſieinen, oder zeireißt- ſie auch mit Raspeln. Dieß Fleiſch thut man in ei 15 Haarſieb, welches über einen“ Kübel geſeßt wird und"wäſcht es in vielem Waſſer aus, wobey» man es ſorgfaltig unauſhvörlich ſchüttelt, bis daß das Waſſer ganz durchgeiguſen ifi. Dieß zum- Waſchen gebrauchte Waſſer ſet na and nach das Saßmehyl a9, welches es mit fich fortgeführt. Man kläxt es ſodann ab und wäſcht das Sak- mehl wehrere Male und io lange aus, bis man. es von jeder fFremdartigen Beymiſchung. beſreyt*). her Schonheit 3 aber nicht jede Art Das *) Das Sa3mehl oder die Stärke aus KartoFeln iſt von vorzuüglit- der Kartsfiein lrefert eine gleich» ME 4 (in Zu m ns au fm WE mu ns je in wi m Ds wi 1,1 gun) he!" MINES dies jan vie1/66 (ntahn vV quiche Pl wen 1131 | Ms 0"/ ſz 19 61 alta"2 lOwOs TN X Jon GIS "R . 118 it et Gaber ver uf X ie. Es:= "Das aus der Gichtrübenwurzel- kdnnte auf die Iſer,| nämliche Weiſe bereitet werden, aber man bedient ſich gewdhn- | lich folgenden Verfaiyrens? die friſchen Wurzeln der Pflanze NT, ume| werden abgeſchält, geraspelt, und das Fleiſch bringt man unter 1M64057)7 3 DIR die Preſſe, nachdem man es in einen Sa> von grober Leinwand Fas Sqhs| eingeſchiagen. Nach vier und zwanzig Stunden hat ſich dann Zit,| ein Bodenſatz von Satzwehl gebildet, welchen man ausſcheidet, Setraide invem man ſorgfältig die Portion von Saft abklärt, welche oben Zein aufs| auf ſchwimmt, In dieſem Zuſtande wirkt dieß Saßmehl als 8) Maſſer| Abführungsmittel. aber man kann ihm dieſe Kraft rauben, wenn M Eneiets| man es zu wiederholten Malen wäſcht, wodurch es einen ſchds 3 Flüßag:| nen Grad ven Weiße erhält, Die Treſtern, welche nach dem 1, und Ausdrücen zurückdleiven, enthalten Saßmehl daß nicht abführt, b) im der| und das man durch Waſſer ertrahiren kann.“ Baume hat- ers niſcher|! wieſen, daß das Gichrrübenſagmehl, wenn es gehdrig aus= | gewaſchen wird, ſich nicht von dem Stärkemehl des Handels | unterſcheide, öMfig ges| Fhufühe|-- Die Schwerdtlilie, der Aron und die Roßkaſtanie lies ye Mit- fern viel Saßzmehl, man könnte es ſelbſt mit Vortheil daraus Dehtacht, erirahiren, und es hat vielleicht einiges Intereſſe für die bür- Sher vach gerliche Geſellſchaft, die Induſtrie. auf dieſen Gegenſtand zu 18 Har, richten, weil es Verhaltniſſe geben kann, unter denen das än allen Mehl aus den gravartigen Kräutern ganz zu unſrer Subſis ſienz erforderlich iſt. Wien anz Das was man Sago nennt, iſt nichts als das Mark der Uwerden, alten Palmbäume auf den Molu>iſchen Inſe!n. Er iſt gewdhn- 1aßmehs lich in Geſtalt von kleinen Körnern, die man pulveriſirt, und in lauwarmem Waſſer zergehn läßt, wo er dann einen ſehr nahr- teſchicht haften Schleim abgibt. 96 Ver| Noch pflegt man das was man Salep nennt, ſo zu bereiten, 1 daß man durch Decoction den Extractivſtoff aus den Zwiebeln 4) ſte in aller Gattungen von Orchis auszieht, und den RüFſtand an v mit der Luft oder in der Wärme tro>net. 8 06 Die Caßavga der Americaner wird aus der Maniocwurzel gezogen; ſie wird abgeſchält, geraſpelt, und man erhält ſodann 57 das bey dem Dru des Fleiſches ein ſcharfes Gift, welches bald das Fou wenige Saszmehl, das dieſer Saft mit ſich hinweggenommen, Nn abſeßt, Das Fleiſch, wenn es von dem giftigen Safte Ve Ee 19 Gag un zn jeder 6 gleichgroße Quantität von ſelbigem. Im'2ten Bande meines / Das Archivs der Agrikulturchemie, ſo wie auch in meinen Grund» vall; ſätzen der experimentalen Rammeralchemie. Berlin 1808 fin- „4 vorzugt 3 Z ofert eine| det man die quantirativen Verhältniſſe des Kartoffelmehls, aus 4.4 leit verſchiedenen Arten Kartoffeln genau angegeben. H. Ez „Er g Kame 270g SERER RT TRR TT EITE RI BOGSHGENRS GEGEN HRROOSSRGRRGBE ZO FHHGHON HERWERNONGE NEN AENGGERNENNNES EEN EG ea und..quf heißen"Ziegeln leicht gedürrt wird, aibt das Caßgva» brod:; das gewbhulichſte Nahrungsmitiel der Neger. Der! Sprachgebran< har dem Saßzmehl, das aus den Getreidekörnern Jezvygen wird, den Namen Stärkmebhl gege- ben. Der Wäißen iſt unrer allen Getreidearten, die, welche dieß am jchbnſten und im reichlichſten Maaße liefert. Bey der Gerſie iſt es ſchwer, ſie von einer pechigen Materie zu bes freyen, die ſich dem Niederſchlage des Satzmehls widerſeßt; Haber und Roggen geben aber ſo wenig Stärkmehl, daß man ſie zur Gewinnung desſeiben gar nicht gebraucht. Man kann das Stärkmehl aus dem Waißenmehl durch Waſchen in kaltem Waſſer extrahiren. Man darf hierzu nur ſorgfältig Teig in Waſſer kneten, und das Siärkmehl färbi dann baid die Flüſſigkeit weiß, und ſchlägt ſich nieder. Noch ein anderes Verfahren hat man, das Särkmehl durch Waſſer auszuziehn. Man thut zu dem Ende guien Waitzen in Tounen, die mit Waſſer angefüllt, und denen von einer Seite die Boden eingeſchlagen ſind; ſet ſie der Sonne aus, und gießt zwey Wal täglich friſches Waſſer auf; inder man das Korn ſorgtaltig umſchüttelt, damit es gebdrig gewaſchen werde. So lkäßt man das Korn einweichen, bis das es leicht unter den Fingern auffprivgt: acht Tage ſind in der Regel hinreichend zu dieſem Zwe>e. Wenn es zu dieſem Zuſtande gebracht worden, ſo ihnt man es in Säcke von dünner, aber ſtarker Leinwand, und zerquetſcht'es zwiſchen zwey Brettern, wobey wan den Sa von Zeit zu Zeit in Waſſer taucht, damit dieſe Flüſſigkeit alles, was“ dur< den DruF herausgeht, abführe. Sobald das Waſſer ſich nicht mehr färbt, zieht man die Treſtern heraus, und bewahrt ſie in einer Weintonne auf, um ſie ſodann durch die Gährung zu behandeln, wo es dann wohl noch Stärkmehl liefert, aber von geringerer Güte, als das erſie.| Das Stärkmehl, welches man durch dieß Verfahren ge- winut/ muß ſorgfältig gewaſchen'werden, damit es ſich von alle dem reinige,“ was ſich mit ihm niederſchlägt; auch'kann wav ihm durch mehrmaliges ſorgfältiges Waſchen einen Grad von Weiße geben, welchen das durc) Gährung gewonnene nie erhält, Zweyter Artikel, Von der Extraction des Satzmehls durch Sährung, - Bis jezt haben wir uns dorauf eingeſchränkt, zu zeigen, wie Pflauzen durch mechaniſche Mittel zu desorganiſiren ſind, um [3 um un vun de!: it"z Gapneh/I7 ful vn jen je00D7 wig E dan Ww wws| gären epic gelt"Bs LE Nies Nh us D936 oin. 40 ſuerte GR) 001 vB; jo"era nw UP min 1190 mim 180 Kul) das gat /+“ us 14 NFZ NML| 1 WINE! ſis uu /für! Ain YE ml Ire I jE ns UnS WI 5 | | | RES 5 Ee SCaßavg,| um Satßmehl" daraus zu ziehen, und wir haben der Anwenz I| dung des Waſſers den Vorzug vor jeder andern Flüſſigkeit er- „Taus dey| theilt„weil man. an dieſem die Eigenſchaften gefunden, das Bibl gege:| Saltzmehl nicht anzugreifen, und.doch den Schleim, der in dex - Welche| Regel damit in Verbindung iſt, aufzuldſen; wenn dieß Verfah» I Bey der ren jedoch wegen jeiner Cinrachheit und der Güte des Produkts, WIe zu bes welches es liefer:, einigen Vortheil gewährt; ſo hat es auf der „Viderſeht; gndern Seite„auch wieder einige Nachtheile, z, B, den, daß es „Daß may nur einen Theil des in der Pflanze enthaltenen Saßmehls her? auszieht. Unſtreitig iſt es dieſe leßztere Rückſicht, die die TU! durch| Känſtler auf andre Methoden gebracht hat, und man iſt dahin | Yrzu mr| gelangt,„alles Saßzmebl aus einer Pflanze durch eine leichte Wibr dann| und modificirte Gährung au*zuüſcheiden. Man unterſcheidet im Handel zwey Sorten von Siärkmehl, wl durch| das feine und das gemeine.'; Drißen in| Da die. zur Favrikation des Stärkmehls ndihige Gährung 19 Seite ohne die Anwendung eines ſäuerlichen Vaſjers, das man gez vd gießt ſaänertes Waſſer neunt, nicht Statt haben kdöunte;, Jo bereitet 118 Korn man dieß Waſſer dazu auf folgende Weiſe: man läßt nämlich Ty, Eo zwey Pfund Sauerteig vom Becker in einem Eimer voll war? Ante den men Waſſers zergehn, und dann einige Tagen ſtehen, worauf inhend zu män wieder einige Cimer warmes Waſſer zugießt, Dieſe läßt Hiworden, man wieder einige Tage hindurch ſtehen. Die angegevene Zeit "inwand, iſt in der Regel hinreichend zur Säuerung des Gemenges, und Aman den das geſaäauerte Waſſer iſt dann vollſtändig fertig. grüſſigfeit Die Herren Parmentier, Deyeux und VYauquelin haben aus der Anaiyſe des geſäuerten Waſſers eine kleine Quautität Ainan die Alkohol und viel Cſſiazjäure gezogen, und Herr Vauquelin hat me auf, darin ein wenig Ammonium und ohosphorſauren Kalk gefunden*), fs dann Die kleine Quantität von Aikohol entſteht aus der Gährung Y te, als des Meh'zuckers mit den Bierhefen, und die Eſſigſäure hatte ſic) auf Unkoſten von einem wenig Stärkmehl gebili»t;z auch hat wiren ger Herr Vauquelin beobachtet, daß das Berhältniß des Stark- 3 Ich von mehls vor der Gährung beträchilicher war, als nachher, '<' kann Wenn man dab Srärkniehl ertrahiren will, ſo gießt man [9)rad von einen Eimer gefäuerten Waſſers in eine burgunder HZalbronne, 2 erhält, deren Boden an cinem Ende eingeſtoßen. Dann füllt man die Tonne bis zum Spundloche mit Waſſer au,:und endiger damit, das Mehl, welches das Stärkmehl geben ſoll, auf dießzu ſchütten. Dieß Hung, 2) In meiner Sammlung praktiſcher Abhandlungen für Brann- 4 zeigen) teweinorenner. Berlin 1305 erſien“Bandes erſtes Heft habe ich ren ſind, eine Methode angegeben, wie aus jenem Waſſer ein brauchbarer | um Eſfig- bereitet werden kann. 2 RE 24 MIE Dieß Gemenge läßt man, zehn Tage im Sommer, und, funfzehn im Winier beigen. Daß die Gährung den gehdrigen Punkt erreicht habe, ers Fennt man daran, wenn die Materie ſich niederſchlägt, die vbenaufſchwimmende Fiüſſiakeit klar erſcheint, und ſich auf der Oberfläche eine Art von Schaum zeigt. der fettes Waſſer genannt wird. Dann gießt man Waſſer und Schaum wez, Ueber eine reine Tonne wird ein Sa> von Haarleinwand, 18 Zoll hoch, und eben ſo breit gezogen: in dieſen gießt man die ſich zu Boden geſeßte Materie und voäſcht ſie ſorgfältig aus, indem man reines Waſſer zu mehreren Maien aufgießt, bis daß es ſich darauf nicht mehr weiß färbt./ Sodann bleibt nichts im Sade als Kieie, die man zum. Futter für das Vieh aufhebt. Die milchigen Flüſſigkeiten, die in die Tonne gelaufen ſind, ſeßen ſich nach und nach zu Boden, und nach Verlauf von zwey oder drey Tagen flärt man das dbenaufſchwim- mende Waſſer ab, und behält einen Theil davon, um als ge? ſäuertes Waſſer bey den folgenden Operationen zu dienen, Um ein ſchönes Stärkmehl zu gewinnen, läßt man den Bodenſaß in reinem Waſſer zergehn, und die Materie zwey- Tage hindurch ruhig ſtehen, Es bildet ſich in dieſer Zeit ein beträchtlicher Bodenſatz, in dem ſich drey Schichten ſehr deutz lich zeigen,] Man klärt das Waſſer ab, welches über dem Bodenſalz ſtehet, und nimmt davon vorſichtig die erſie Lage oder Schicht hinweg, die erſtes Weiß genannt wird. Dieſe beſteht nur aus den Reſien der Kleien, welche wegen ihrer Feinheit durch das Gewebe des Sac>kes dringen Dieſer Materie bedient man ſich in der Regel zum Mäſten der Schweine. Sodann«geht man zur Extraction der zweyten Lage über, “ die zweytes. Weiß genannt wird. Man läßt dieß im Waſſer zergehen, um es von vielen fremdartigen Materien zu reinigen die es enthält, und es ſtehen, bis es einen Bodenſatz bildet, Dieß iſt ſodann die gemeine Stärke« Unter dieſen beyden Schichten liegt dann noch eine dritte, welche das reinſte Stärkmeh! iſt. Es muß ſorgfältig ausge- waſchen werden, um alle die Eigenſchaften zu zeigen, die es e, und tro>net es an freyer Luft. Mon jchabt die Oberflächen, die yon minder weißer Farbe Zeinwand, ſind, verſezt das, was man davon losmacht, mit gemeiner Stärke, 5 man die| zerſtampft die übriggebliebenen Stücke, und beendiget das Trock tig aus, nen derſelben in einer Wärmekammer, wo man ſie häufig uma VBE, bis| ſchüitelt. Die Sonnenwärme, wenn ſie hinmreicht, verdient den Ot nichts| Vorzug, aufhebt,| Der Gebrauch des geſäuerten Waſſers bey dieſer Operation melaufen| ſcheint nur den Zwe> zu baden, ein fauliches Berderben des WwBerlauf Mehles zu verhindern. Es mäßigt die Bewegungen in der Hichwime| Gährung ,- ſo..daß vielmehr eine Trennung der Grundſtoffe, mils ge: als eine zerſibrende Gährung Statt findet. | nen,- Die Stärke wird zu mannigfaltigem Gebrauche in den Minden Künſten angewendet 2 Dit zwey- I) Macht man Lcime daraus, deren Gebrauch um ſo qus- Zeit ein breiteter iſt, als man ihn faſt in allen Werkſtätten kennet., und it deut: als er die Baſis von mehreren Vrofeſſivnen aguümacht. 2) Dieſer Leim mit ein wenig Smalte gefärdt, bildet das Z Waſchblau, deſſen man ſich bedient, um dem leizenen und eini- Bie gen gewebten Zeugen, Glanz, Steife, Stärke und ein Gngez 4 nehmes Anſehn zu geben. ht nur 3) Noch wird das Stärkmehl Haarpuder genannt, wegen Ih: durch ſeiner Anwendung zu dieſem Zwecke. 33 man 43 Dient es dazu, wehreren Stoffen Appretur zu geben. 5! Daß Saßzmehl bildet eine ſehr nährhafte Speiſe, Man 9» über, dedient ſich ſeiner dazu unter der Geſtalt von Sago, Salep, 4 Vaſſer Kartoffelmehl u. ſ. w. z42inigen- In einigen nördlichen Ländern beſteht die Nahrung der Aubildet, Menſchen und der nicht fleiſchfreſſenden Thiere faſt allein in verſchiedexen Mooſen. Dieſe Mooſe geben bey bloßem Mahlen, dritte nach den hierüber von der Stockholmer Atademie gemachten R au8ges Verſuchen, ein vortreffliches Saßmehl, |- 19 die es Ä: Een mit Fünfter Abſchnitt, 9: es im Vom Gallert. ii u Der Gallert, welches in den thieriſchen Körpern häufig vorhanden iſt, hat viele Aehnlichkeit mir dem Pflanzenſchleimz wie - Sobald 4 u] FN Sn nenn, NIST SI TST TRR RET FES GERET. WE BOS ESSEN SP GSGE SGGG WBGEBES GEIGEN SENN SERNNGEGTEGE NGEN IGNGENNNEEESE FW e(Zz ten, mit: ' wie dieſer, ſcheint er die erſte Stufe der Veränderung der Nahrungsſäfte auszumachem, und wie er, iſt er aufldslich im Waſſer und bildet mit dieſer Flüſſigkeit, wenn er davon gejättiget iſt, ein halbdurchſichtiges Gelee, j Der thieriſche Gallert aber ſchlägt ſich mit dem Gerbſtoff nieder, während der Schleim mit dieſem in keine Vervinvung tritt. Dieſe Eigenſchaft, wenn es auch nur die einzige aussz zeichnende wäre, würde ſchon hinreichen eine große Verſchie- denheit zwiſchen beiden Produkten zu begründen,' Die jungen Thiere beſtehen durchgängig faſt aus nichts; als aus Gallert; in dieſer Maſſe von Fleiſch zeichnen und enrwikeln ſich nach und nach die verſchiedenen Theile, die die Zuſammenjetzung des Thyierkörpers bilden ſollen,"und unver? merfter Weite ſieht man, wie ſich Fibern, Eyweißſtoff und phosphorſaurer Kalk ausbiiden, Es gibt Theile im Tyiere die den beſtändigen Zuſtand eines verhärteten Gallerts beybeha!ten, wie die Ligamente, die Membranen, die Knorpel, die Haut, die Hörner u. f: w. Der Gallert alſo macht nicht allein die erſten Anfänge des Thieres aus; ſondern bleibt auc) in demſelben in perma- nentem Zuſtande.:; Wenn man, durch ein verlängertes Aufwallen einer thie» riſchen Materie im Waſſer, allen Gallert extrahirt hat; ſo iſt der unauflösliche Rü>kſtavd in der Regel geringfügig; und wenn man die thieriſchen Subſtanzen, welche am meiſten davon enthalten, auffinden läßt; ſo. ſieht man die Abkochung, bey'm Abkalten, gerinnen und eine feſte, halbdurchſichtige Maſſe bilden, die eine zitternde Beweglichkeit hat, N - Dieſe thieriſchn Gallerte werden als Speiſen auf unſre Tiſche gebracht und machen vortreffliche Gerichte aus. Man färbt ſie weiß durch Mandelmilch, gelb, dur) Safran u, ſ. w. um Abwechslung in ihre Farben und ihren Geſchmack zu bringen, Der Gallert, wenn er. dieſen Grad von Conſiſtenz bes kommt, fault leicht und gibt viel Sti>gas bey ſeiver Zerſezung, Wenn man das Gelee ſo verdi>t, daß es eine. ganz feſte Conſiſtenz erhält, und durch ein gehdriges Ausiro>nen alles Waſſer daraus ziehet, ſo benimmt man ihm die Eigenſchaft, leicht in Fäulniß überzugehen und bildet Täfelchen daraus, die nur einen Extract der darin befindlichen Nahrungöſiofſe erhalten.; Man kann dieſen Tafel- oder tro>enen Bouillon bereſ- Kälber? „a qe ve ed Def gle ij T gewöhn nd ws NU werdn 6 pd Ss Guy 86 epa) I difu 799 NULL vi ude (Wife 103 NTER | 1 Og?! Bn mw Baſs 1 iQ bie 1 106 ſi, n188! Te di hi"eG ſine Fi WdE Jie Nie E17 UE -."BW>= rung de Käiberfüßen EN Me 4 Pfand 7: "aufldölic Rindshinterviertel. cl 125. 4004 85 Zer davon di>em Fleiſch aus dem Kalbshinterviertel 3=- pe Schdpſenkeule Em| PIO 78 NBerbſtof Dieſe Fleiſchſorten laßt man an kleinem Feuer mit einer gehd- 74 woindung rigen Quantität von Waſſer aufkochen und ſchäumt ab, wie Hs | zige qus; gewdhnlich, Der Bouillon wird mir Ausoruen abgegoſſen 8:5 4 Verſchie: und das Fleiſe< zum zweytenmale mit friſchem Waſſer auf- ex gekocht; dann ſammelt man die Flüſſigkeiten und läßt ſie kalt| 4 8 nicht werden um das Fett genau davon abzuſondern, klärt mit fünf R inen vi oder fjecen Teiges erha!ten.- Sodann breitet man die Maſſe auf 53 einen glatten Stein aus, ſchneidet ſie in Tafeln, beendiget das AustroFnen derſelben in einer TroFXenkammer, und ver? 0 Zuſtand ſchließt ſie in gut gepfropfte Flaſchen, Ente, die Man kann in die Compoſition der Tafeln auch Geflügel " 3 und Gewürze thun.- Binfelige Wenn man ſich derſelben bedienen will; ſo ldſt man ſie J4 zetma: in Waſſer durch ein ſanftes Digeriren über warmer Aſche auf. ' Die Ho&Fiac- Tafeln, weiche man in China bereitet, und mer thies die in Frankreich unter dem Namen Eſelhagutsleim bekannt iM j. find, werden aus thieriſchen Subſtanzen bereitet. En Wenn man nur allein die thieriſchen Theile, welche ganz Üg, bey'm aus verdi>tem Gallert beſiehen, anwendet; ſie in ſiedendem fle bilden, Wajſer aufldjt uvd die Aufldſung bis zur Conſiſtenz in Taf.ln verdi>t, ſo entſteht hieraus das, was manthieriſche Leime nennt. E16 anfe- Man hat im Handel drey oder viererley Arten von Leim, Man die verſchiedenen Namen führen, theils in Rü>ſicht der Unters € ſw ſchiede zwiſchen ihnen ſelbſt, theils wegen der verſchiedenen 4; 5 thieriſchen Materien aus denen man ſie zieht, Wir werden HM hier nur von den vornehmſten reden, joienz Dez rjeßUnQ«; 8 En Erſter Artifel, men alles Vom Tiſchler Leim. 0) Man kann den Tiſchler- Leim aus Abgängen von Häuten | weſieſl und Leder, den Füßen, der Haut der Kdpfe und Schwänze einiger Thiere und aus den Knochen ſelbſt bereiten, Gegerbte Felle geben keinen ſtarken Leim, weil der Gallert pn bere? in ihnen mit Gerbſtoff in Verbindung iſt, ; Leder Kalber? Mig RS RRReBBjliillllbläBKGMtPttP3 2RtBPPe I tÜPBEeCeb RR NR SPS SSPE"25 BOSSE WER ENG GINGER SEEN SEHNEN IE EE SENEN SIE REWE 7 y EEE 382 En Leder, welche durc< Alaun und durch. Talg gezogen worden, geben nur wenig und von mittelmäßiger Qualität-| Abgänge von durch Oel gezogenen Kameelhäuten können nicht georaucht werden, Haare löſen ſich nicht auf; Blut, Fett und Fleiſch ſchaden der Qualität des Leimes, Abgänge von weißem Kalbspergament und Pergament überhaupt geben guten Leim. Yuch der Haſen- Kaninchens und Biberfelle, von denen die Hutmacher die Haare abges ſchabt, kann man ſich mit Vortheil bedienen,; Es iſt anerkannt, daß alte und magre Thiere einen beſſern Leim geben, als junge und fette, Die Mahler in Waſſerfarben, Tuch- und Papierfäbrikanz ten bereiten den Leim, deſſen ſie bedürfen, ohne ihn zu tronen, Sie laſſen Abgänge von Häuten und Pergament, von abges haarten Haſen-, Kaninchen- und Biberfellen u, ſ, w. mit Waſſer auftfochen, und weun ſie merken, daß die Abkochung ſo weit ' iſt, bey'm Erkalten gerinnen zu können; ſo halten ſie dann mit der Operation inne und gebrauchen den Leim in dieſem Zuſiande.- Aber in den Fabriken, wo man den Leim für die Bedürf»- niſſe des Handels bereitet, verfährt man bey ſeiner Fabrikation in einer Reihe wohl geordneter Manipulationen, Zuerſt fängt man damit an, die Materie in kleine Bottige tauchen zu laſſen. Vier und zwanzig Stunden ſind hinreichend bey friſchen Häuten; längerer Zeit bedarf es bey tro>enen und man ſetzt ſie von Zeit zu Zeit im Waſſer in Bewegung, damit ſie ſich vollkommen anträufen. Sobald ſie gehdrig davon durchdrungen ſind; zieht man ſie aus dem Waſſer und breitet ſie auf roſtſvrmigen Bahren aus, damit ſie abtropfen, So- dann trägt mau ſie nach dem Fluſſe, um ſie gehdrig darin zu waſchen, thut ſie zu dieſem Zwecke in durchbrochene Käfige vie in das Waſſer hineinragen und rührt ſie um und bewegr ſie mit einem großzähnigen Rechen. Der Käfig wird mittelſt eines Schwengels aus dem Waſſer gezogen, um das Leder ab» rropfen zu laſſen, dann wieder hineingetaucht und wieder heraus- gezogen, und dieß Manveuvre ſo lange fortgeſeßt, bis daß die Leder gereinigt ſind und das ablaufende Waſſer klar ausſieht. Die verſchiedenen Gattungen von Leder werden beſonders gewaſchen, wei! ſie nicht alle die nämliche Sorgfalt erfordern. Die Ohren, zum Beyſpiel, haben mehr Zeit und mehr Auf- merkſamkeit ndthig, weil der Senplag zu bringen, welcher gewöhnlich ein bede&ter Schuppen iſt, in den von den Seiien jedoch die Luft überall hereindringen kann, ! Wenn der Leim halb tro>en iſt, ſo durchſticht man ſeine Blätter an einem Ende um einen Bindfaden durchzuziehen und ſo aufzuhängen, wie man es im Handel ſieht, Sind die Tafein beyrahe ganz troFen und man. macht ſie ein wenig naß um ſie mit einer feinen und neuen Leinwand zu reiben, ſv erhalten ſie eine ſchöne Politur und Durchſichtig- Feit. Obgleich wan in der Regel zur Fabrikation. des jtarken Leimes nur Flechſen, Knorpel Ohren und Abgänge der Häute von altem Vieye nimmt: ſo kann man ſich doch auch der Knochen mit Vortheil bedienen. Herr Duhamel hatte bereits Leim daraus gezogen und den Papinianiſchen Topf in Vorſchlag gebracht, um ſie darin zu kochen. Herr Grenet hat dieß Ver- Fahren mit Erfolg wiederholt und die Herren Pärmentier und Peutetier die den Auftrag erhielten, die Richtigkeit ſeiner Res ſultate zu prüfen, haben ſich davon überzeugt, daß 6 Pfund Knochen- Abſchabſel, die ſie von einem Knopffabrikanten erhal: ten und in vier und zwanzig Pinten Waſſer bis zum Kochen aufs ſotien und gehdrig verdi>ien, ihnen gaben;? durch- || Mul M MutD NE Derly jus fed! ME |"3 VE vj M4 DL Riſen€ 0 NI8 mhd "TE (I("6 hy ve19G ju, Fs ju fly NIL "Ws YDutitg vm Z = = ““ ni 7 0 4] I en Boden und Unze 2 vmolzene durchſichtiger ſtarker Leim“ IS. eM dasſelbe Mark- Leim Oo 4 M geſchehen getro>netes Mark 4 3-D 11, damit Verluſt oder Übfall--. 13 dE 404;; Aus ſechs Pfund Elfenbein- Abſchabſel erhielten ſie: "Widen, ſtarken Leim 3 Pfund Mark 4=> adrey oder Verluſt GI;;: 2 mole Dieſe von deu Furnirern probirte Leimarten ſchienen von der 10, worin beſten Qualität zu ſeyn, | Der Gebrauch des ſtarken Leims, der ſo allgemein in den 56 Künſten des Tiſchlers und Furnirers u. ſ, w. geworden iſt, hat W will, zwey Nachtheile: der erſte iſt, daß er auf die Länge ſo ein- hne an, tro>net, daß er geſtattet, daß die Platten, welche er auf €, den einander befeſtizt, ſich aus einander geben und trennen; welches M" heraus man bey. faſt allen furnirten Meublen bemerkt, deren Siücke Jymußig bey dem geringſten Stoße losgehn und herunterfallen; der zweyie, daß er in Waſſer aufldslich iſt, weshalb mon ihn nur Siindurch zu ſolchen Arbeiten gebrauchen kanu, die gegen dieſe Flüſſigkeit ihn auf geſchüßt ſind. ededier Man beugt dem erſtern dadurch vor, wenn man nur gute 19 überall Materien zur BVerfertigung des Leimes nimmt. und vorzüglich, wenn man das Abkochen desſelben nicht zu ſehr übertreibt. Dan fein Dem zweyten kann man abhelfen, wenn man den Leim in : ſoy wenig Waſſer als möglich zerſchmelzen läßt, nach und then und nach austro>nendes Leindl zugießt, und das Gemenge umz rührt, um dieſe beyden Materien gehörig mit einander zu niacht ſie vereinigen, Man läßt es troc>nen, und es iſt dann ein Leim jinwand geworden, der ſich nicht mehr im Waſſer auflöſt, ifichtig? 15550 Zweyter Artikel. j? 6 Vom flandriſchen Leim, H ver „rſchlag Dieſer Leim iſt von dem ſtarken Leim wenig verſchieden s 'ß Ber? ſtatt daß man ſich zur VBerfertigung des erſtern der Ubgänge ier und von Häuten alter Thiere bedient 3 ſo nimmt man zu dev leßiern er Res den Abfall von Hammel-, Lamm* und von den Feilen anderer y Pfund Jungen Thiere; ſo wie vom Pergameute, 1a erhal: Dieſe Materien wäſcht man ſorgfältig, läßt den Leim lange Fen auf? Zeit hindurch in Kübeln ſtehen, damit er rein werde, und | theilt ihn in ſehr dünne Blätier. wodurch ſie allein ſchön durch: Bb durch eröff dän en IE SG ana eben 4 ez agr i binen e ae 5 eribaibe rrn g„ui Ü -- 386= durchſichtiger erſcheinen, Man gibt ihnen nur eine Linie. Die in der Mitte.: Dieſer Leim hat gewdhnlich eine gelbe Farbe(blond): die Mahler in Waſſerfarben- und P+pierſabrikanten geben ihm den Vorzug vor dem ſtarken Leim, weil er ſich beym Trodken?2 werden weniger abſchuppt; übrigens verändert er die Fa'ben auch nicht ſo ſehr als dieſer, Tiſchler, Furnirer, und Verfertiger von eingelegter Ar- beit, die die Holzſtücke mit der grdßtmöglichſten Haltbarkeit befeſtigen müſſen, ziehen den ſtarken Leim vor, Für fie iſt die Durchſichtigkeit eine unnütze Eigenſchaft, Dritter Artifel. Vom ÜIundleim,. Man neunt Mundleim eine neue Bereitung det? beideit vorhergehenden Arten von Leim, wodurch er die Eigenſchaft erhält, im Munde zu zergehen und ſo ſogleich gebraucht werden zu können. Man nimmt dazu gewöhnlich den ſchönſten ſtarken Leim, bricht ihn in kleine StüFe und läßt dieſe durch ein zweytägiges Eintauchen in kaltem Waſſer, erweichen. Man klärt ſodann das Waſſer, welches oben auf ſchwimmt, ab, und läßt den erweichten Leim an kleinem Feuer ſcymelzen- Wenn er recht flüſſig geworden, thut mon die Hälite ſeines Gewichts an ges ſtoßenem Zucker hinzu, deſſen Aufldſung man durch eine beſtänz dige Bewegung befördert.' Dieſe Aufldſung aber gießt man auf ein StüX* Marmor, das man mit einem in gutem Olivendl geträntten Stüe Leinwand einreibt, und läßt dieſe Platte vier oder fünf Tage - hindurch kalt und feſt werden; dehnt ſie jodann auf einer vier? fach gebrochenen Serviette aus, bede&Xt ſie mit einer andern Servieite und legt auf das Ganze ein Breit. Durch dieß Mit tel wird ſie nicht allein platt gedruckt und compacter; ſondern es wird. auch alles Oel daraus gepreßt, welches ſie auf dem Marmor eingeſogen. Dieß Preſſen wird erueuert, indem man die Servietten erwärmt, um ſchneller den gewünſchten Zwe zu - erreichen. Sovann ſchneidet man die große Platte in kleine Tafeln oder Plättchen voy einer Linie Di>e auf 8 bis 9 Linien Breite und ungefähr 3 Zoll Länge, Man trocknet dieſe kleinen Brote, indem man ſie zwiſchen warme Leinen thut und bede>t, wie vorerwähnt, und wiederholt dieß Manoeuvre bis daß der Leim trocken wird und brüchig, [4 Vierter en "EE nimm wern WL 3| mas BAO: ede; Zie Die|: 1 G| Bierter Artikel, 7 blond);| V dD[. e 2 4| ven Fm Dorn dem Zeim aus Räalberfüßen, 78 äTroden:| Es gibt Fabrikanten welche Kälberfüße in die Compoſition 74 5 Farben| des Slandriſchep Zeimes bringen. Wenn man dieſe aber allein„PD 1 nimmt, ſo erhäit man einen kiaren und durchſichtigen Leim, der| + Igter Ar:| vhne beſondere Siärke zu beſitzen, doch ſeine Anwendung in den es = IItbarfeit Künſten findet. 07 Ie iſt die Man fängt damit an, durch ſiedendes Waſſer die Haare| J abzuldien; ſchneidet ſodann die Knochen und alle ſchleimigen| 4 Tveile aus, läßt den Ueberreſt in Waſſer aufkochen und ſchäumt Pp dies ſorgfältig ab; und wenn die kaltgewordene Abkochung die| Conſtienz eines dicken Gallerts annehmen kann, ſo ſeihet man 6. den Leim dur ein leinenes Tuch und läßt ihn langſam kalt werden. 7J Dieſer Leim iſt jehr durchſichtig; da er aber, ſeiner Güte | beideit nach, untey.dem Engliſchen und Flandriſchen ſtehet 3 ſo gebraucht Z)"ſchaft man ihn nur wenig, fraucht Fünfter Arkikel, On Reim,; Sytägiged Vom Leim aus Handſchuhleder und Pergament. 1%; NL jodann Der Leim aus Handſchuhleder wird aus den Abgängen von Gaßt den weißem Handſchuhleder bereitet, welche man mit einem unge-, 4" recht fähr ach zehn Ma! ihr Gewicht haltenden Maaße von Woſſex muy an ges bis zur Reduftion auf die Hälfte aufkocht; indem man ſie fortz 9' beſtän' während mit einem Stabe umrührt. Man verdickt ihn mehr oder minder nach Belieben, Narmet, Der Leim aus Pergament wird auf ähnliche Weiſe bereitets 2 Stücke er iſt ſtärker, aber nicht fo weiß. NT: S0 Die Vergolider in polirtem Golde gebrauchen viel von dieſen iger vier beyden Gaitungen von Leim, Site bereiten ſich auch einen Leim 11) andern aus Aalhaut und ein wenig Kalk; die Abkochung h'ervon wird (&'ß Mit: durchg: ſchlagen, und wan thut einige Weiße vom Ey hinzu; auf 1gſondern eine Schicht von dieſem Leim, tragen ſie abe: dann da“ Gold auf, N uf dem Die Papierfavrikanten bedienen ſich eines Leimes, der dies zim mon ſem faſt gleich kommt; ſie thun Abgänge von Häuten iu einen zwed zu etiernen Käfig, der mitten in einen mit ſiedendem Waſſer ange- 911 fleine füllten Keſſel gehängt wird, und ſie erkennen, daß er die gehds j03) Oie rige Stärke habe, wenn Speichel auf damit getränkiem Papiere 6 kleinen nicht mehr fließt, Man hat bemerkt, daß es ein ſchleunigeres eg bededt, Verfahren fey, die Haur ſogleich in ſiedendes Woſſer zu tauchen, 7! daß der 6!s ſie nachher in kaltes zu thun, und dieß ſtufenweiſe zum Aufz wallen zu bringen, Vierter Bb 2 Sechs Sechster Arktifel. Vom Fiſchleim(Zauſenblaſe). Die Ruſſen verfertigen den Fiſchleim, der unter dem Namen Hauſenblaſe(ichtivcolla) bekannt iſt, aus der Schwimmblaſe Die Blaſen des Sterlets liefern den ſtärkſten Leim, den man zu eingelegten Arbeiten allen andern Arten vorzieht. Man thut die friſchen Blaſen in Waſſer, wendet ſie um und ſchneidet ſie der Länge nach in Streifen, welche auf großen Baumblättern zum Trocknen ausgelegt werden; dann macht man das erſte Häuichen von ihnen los, und reibt ſie, um ſie von der Epidermis zu befreyen; und wenn dieß geſchehen, ſo rollt man die weißen und glänzenden Häute unter allen Formen zuſammen, und troFner ſie von neuem, Den Oka entlang, wo man wur Sterlets tro>net, nimmt man die Baſe von dieſen Fiſchen, ſchlägt ſie, und läßt ſie iro>nen, Man bereitet zu dem nämlichen Zwecke die vom Wels an den Ufern der Wolga z und dieſe wird bey den Furnierarbeiten ſehr geſchäßt. Man kann auch Leim aus der Blaſe der Barben machen, In der Gegend von Sinbirsk und an der Wolga entlang zieht wan aus dem Kochen dieſer friſchen Blaſen einen ſehr feinen Leim, welchen man in Formen gießt, Weun man ſich des Fiſchleims bedienen will, ſo ſchlägt man ihn mit einem Hammer, ſchneidet ihn ſodann mit der Scheere in kleine Säcken, und thut ihn in das Waſſer, wo man ihn bey einer mäßigen Wärme ſo lange erhält. bis er ſc, und ldſt ſich in warz- ur feinen mem Waſſer und in Alkohol wieder auf, - Wenn:nan ſtatt ſich der Galläpfel- Abkochung zu bedienen, N ägt man die von Gerber- Lohe nimmt; ſo wird der Niederſchlag durch 6 Scheere ſalpeter- ſalzſaures Zinn bewirkt. Aber, gehörig gewa'chen, epnan ihn iſt ſie nit mehr durch geſchwefeltes Waſſerfioffgas zerſetziich jn. Man und verändert ſelbſt ihre Farbe nicht, welches noch beweiſet, H'auchen, daß das Adſtringirende der Galläpfel durch die Galläpfelſäure| > Zern und modificirt wird, 4 No ein gelblicher Niederſchlag; Magueſia, Alaunerde und. Baryterde bilden be? ſondre Verbindungen mit ihm. Eben ſo nimmt der Gerbſtoff auch die Metalloxyde aus ihren ſauren Aufldſungsmitteln. Das Eiſenoxyd bildet mit ihm einen grünlich braunen Niederſchlag, wenn man mit ſchwefel» ſaurem Salze operirt; das Bleyoxyd in dem eſſigſauren Salze, wird in kaſfebraune Hefen niedergeſchlagen; das vom Kupfer, im ſchwefeiſauren Salze, in einen grünen 3; das vom Zinn im ſal- eierſauren in einen gelben; das vom Zink im ſchwefelſauren in einen ſchmußig grauen und das vom Quedſilber im ſalpetero ſauren Salze in einen ſebr reichlichen weißen Niederſchlag. Die Niederſchläge von Silber und Queckſilber werden, nach der Beobachtung der Akademie zu Dijon zum Theil zu ihrem Metallzuſtande zurüFgebracht, Der Gerbſtoff zieht Harze aus dem Alkohol, Die hauptſächlichſte Cigenſchaft des Gerbſioffes aber, welche dieſer Subſtanz ein ſo groß?s Intereſſe gibt, iſt die Fähigkeit, mit dem Gallert in Verbindung zu treten und einen in Waſſer unaufldslichen und der Fäulniß nicht unterworfenen Kdrper mit ihm zu bilden. Es iſt vorzüglich Herr Seguin, dem wir dieſe wichtige Entde>ung und die glü>liche Anwendung verdanken, weiche er davon auf die Theorie des Gerbens gemacht, Der Gervſtoff iſt faſt unzerſezlich durc die Gährung. Es ſcheint ſelbſt, als ob die Früchte und Baumrinden, welche am meiſten davon enthalten, die ſind, welche ſich am längſten Conſerviven. Ein ſehr ſchöner Verſuch von Herrn Hatchet, welcher darin beſteht, daß er den Gerbſtioff aus der Auflöſung irgend einer Koyle in der Salpeterſäure bildet, hat viel Licht über die Natur und die Eigenſchaften dieſer Subſtanz verbreitet. Es ſcheint in Wahrheit hienach/ daß der Gerbſtoff nichts weiter iſt, als em m fan | BälltEn | m(19)! WET? 6 jur | q, 2981 | ki | WET |- (| m(5 NF figſdun 2 orydi ſer wird Chlägt ſie 8 hervor, diexnieder,|| Im Aufi;| E(1, ſobald Pluflbſung 3elblicher IiIden bes Nigde aus Enit ihm Uichwefels 131 Salze, P fer, im Ici ſal- ANeſauren F ſalpetete Slerſchlag, nad) der Ju ihrem 03 aber, 10) iſt die nd einen ahorfenen 4ieguin, Wendung ema |„hrung. 341 welche zm ängſien Jgier darin' ind einer 4:8 Natur 3 ſcheint wiſi, dl mn l Kr Cum 39I ie | ein Kohlenoxyd und wenn man von dieſem Grundſatze ausgeht; | ſo begreift mau ſeine Unveränderlichkeit, ſeine Exiſtenz in den. Baumrinden u, ſ, w.*). *) Satchets Arbeiten ſind für den Phyſiker und Chemiker intereſe | ſant. Was er aber für Berbſtoff hält, iſt dieſer keinesweges. Für jd die Kunfie haden ſeine Erfahrungen gar keinen Werth, . Erklärung der Kupfertafel | des zweyten Theils. Eilfte Tafel, | Erklärung der erſten Sigur. Vorſiellend eine hydropteu2 | matiſche Wganne,, 233. Seiten der Wanne, bd. Brett der Wanne, Cc. Fugen in dem Brette wodurch die Röhre geht, d. Oeffnung in der Mitte des Brettes indie die Rdhre hineinreicht, Erklärung der zweyten Figur. Vorſtellend eine hydropneuz2 matiſche Wanne mir einem Retorten- Apparat, während des Experiments, 223, GSeiten der Wanne. db. Der über dem Brette umgeſtülpte Bokal zum Auffangen der Gaſe, 4 CC. Retorte auf einem Ofen. dd. Röhre, welche an die Retoxte angebracht iſt, um die Gaſe unter das Brett zu leite: ff. Ofen, Erfklä- SEEEHR TE IREN SESIS SN SOSSE SSE INGRES SEINE SGN SINN KE HE ST SNGSNE SIGE 4 111.18"m... 008. m Erklärung der dritten Sigur.„Vorſtellend eine mit einer Röhre armirre Wiedicinflayche,-? )|] a2. Die Medicinflaſche«, (| bb. Krumme Röhre an der Medicinflaſche, um ns Gas in MOR; das Waſſer einer Flaſche zu leiten, || j)| CC.„Flaſche, | 39. Tubulirung der Flaſche, zugepfropft mit einem Korkſtdpſel, ee. Krumme Röhre an der Flaſche,„um den Dawpf: durch ih- ! ren gekrümmten Schnabel unter das Brett der hydropneu» matiſchen Maſchine zu bringen, WIN f. Krummer Schnabel der Rdhre, jh Erklärung der vierten Figur, Vorſtellend eine Slaſche mit |)| krummem Schnabel. | 1) 23. Körper der Flaſche. || b. Tuhbulirung der Flaſche, iy; cc. Krummer Schnabel der Flaſche. Ende der Erklärung der Bupfertgfel zun erſten Bande, ;| Maus 15.28 | am 00:25 EN (uU || Wurz | Fus |--8 Dorffidpid, Ff: durch ih: Äydropnen SHI WH. 3ſche mit OW«DK WW I-2y R“ re 9 KN. ds zu Chaptals Chemie in ihrer Anwendung auf Künſte und Handwerke, A. MikinFung Definition. Bd. 11.022,87: - Abdunjtungsöfen. S. 88. Abdunjtungsgeſäße;; ebendaſ. Fehler beym Bau der Abduns ſtungsöfen. S. 89. Grundſätze über den Bau der- “ ſelben; ebend. u. f. Abdunſtung bey Feuer; ebendaſ, im Sandbade. Waſſerbadez bloßem ebendaſ. Abdunſtungsgefäße. Pfan- nen, Been und Schaa- cen:"Bd. 1. S. 92. Veber die beſte Form dieſer Ge, fäße..- 95. 25055 woraus ſie beſtehen. S. Verhättß zwiſchen Schnellig- keit der Wirkung und Kapazi- tät dieſer Gefäße. S. 95- ie die GEMEEEN. Schaalen zu erhalten. S-- 96. A>erbau. Siehe Vegetation, Aepfelſäure. Von ihrer EntdeFung. Bd. Ix. Sie iſt ſehr verbreitet; ebend. Verfahren ve. deren Extrahi- rung Ihre Verſchiedenheit von der Citronenſaure; ebendaſ. Pflanzen, in denen ſie fich vors findet. 7 E70: Dieſe Säure widerſegt ſim der Kryſtalliſation des Zucerſys- rups. GS. 76. Sie iſt der Grund der Verſchie- denheit der Brandteweine, die aus den mittäglichen und aus den Weinen des Nordens ges zogen werden, S. 77. Aetzzbarkeit, Definition. Bd. JT. S. 220. 223. Theorie derſelben. S. 223 Aetzende Subſtanzen. Theorie und Meinungen über dieſelbe; ebendaſelſjt. Eintheilung und verſchiedene Arten der Aeßtmittel. GS. 225== 26. Affinität. Definition, Bd. 4. S. 2- Geſetze der Affinitätz ebend. 0-51: Von dem Einfluß der. Maſſen und Zwiſchenräume auf die Affinität, S- 2- 6. Affinität, complicirte. Was man darunter verſtehe. S. 10. v Alaun.' Wodurch er ſim von der ſcſicht auf die Töpferarbeit. Bd. I1. S, 120 f. Alaunerz, Was Alaunerz ſey, von deſſen Verſchiedenheit und der Na- tur deſſelben. S. 298 f Allgemeine Grundſätze über deſ- ſen Förderung. S. Z00. Won der Aluminiſation. S. 500:=- 30 706=- 30 Auslaugung: S. I. Criſtalliſation. S, 309=> 314. Alkalien. Ihre Analogie mit den Erden. Bd.:1. S., 172. 17Z- Charakteriſtiſche.. Eigenſchaften derſelben! S. 193 f Verfahren bey Extraction der- ſeiben. GS. 194'f- Mitteb ſie zu reinigen. S- 220|f. ewe Theorie ihrer Cauſticität.; S- 223=- 227. Von ihren Verbindungen mit den. Oelen.. S; 450- 479. Alkali, flüſſiges- Siehe Am- monitium. Alkalien, geſen,(Ser..S. Ejſigiaures Bley. | Buran OE famos n zenſchaftey A olle, B), 7 und Bij- "4 Z,5. i9« in ichen und I1daſ, 41d Eigen „Sz, Hg( 3. G, 239. 11 em Bley 1Srzen vor, FT tingen des 741. Ö. 233, Zkyplattzn 8 119. Ö, 240, = Bd,11. 6, 5: ebend, Qui bey der Sv eſſigſautiy 8: G. 5884 Farb Sipfal 37,9ung dej) «1. 433) „In eben Fe%.-S.: 439 1. Reſpira: ), 439: j G. 205.' v: Bildung 301. Bd.1. 161-. O- 437- S. 433| (gig ures Borar, x«&x0n). Branntewein. Brennglas. (boraxſaures Na- Verſchiedene Benennungen die- ſes Salzes 3d. 11. S. 404. Verſchiedene Gattungen des im Handel vorkommenden B9- raxz ebendaſ: f Vom Extrahiren deſſelben. E. 405. Von veſſen Reinigung; ebend. Vom holiändiſchen Borax. S. 401. Vom indianiſchen underſhrift. Bd..11, 173- Bu und Gegenſtände der Chemie. S-. 1. u. 2. Das Hiſtoriſche von der EntdeFung dieſes Mes talles. Bd. 1. S. 281. Mittel, wodurc) man es aus dem rothen Bleyerze enirap ven kannz ebendaſelbſt. Eigenſc der Deſtillation, S. 101. Deſtillation der Ptanzenz eben- daſ. u. f. Deſtillation mittelſt der Deſtillir- blaſen Gm07 uf Deſtillirblaſe,(De|illirhelm.) Definition. Vd. 1. S. 107. Gebrauch derſelben; ebend. f. 'Verbeſſerungen, welche die De- ſtillirblaſe na% und nach er- halten. S. 1038= 114 u. ſ.w, Dante. Bd IS 413/72 Durcſieben. Bd.1. S, z5. E. Eis.(Waſſer in Eigsgeſtalt.) Bd. 11. S. 241. Phänomene beym Gefrieren. S. 242. Figur ſeiner Kryſtalle.» S. 243. Schnee, Reif. S. 244/'f: Eiſen. Iſt das nützliichſte Me- tall. Bd.1.'S. 243, Seine Eigenſchaftenz ebend. f. Meinung über das gediegene Eijen; ebendaſ. Eijſenerze; ebendaſelbſft u. f. Dehandlung der Eiſenerze nach der catalaniſchen Methode. S. 24. Förderung des Eiſenerzes, S. 251. Gußeiſen, Eiſengröße, geſchmol- zenes Eiſen. S. 252. Eigenſchaften des Eiſens und Urfahen der Verſchiedenheit der Arten deſſelben. S. 254 f. Verfahren bey deſſen Verwand- lung in Stahl. S. 255. Eiſen, blauſaures. Grade der Oxydation des Eiſens in demſelben. Band 11. S. 41:1. Entde&>ung dieſesSalzes. S. 412. Ueberſicyt der verſchiedenen Fa- brikationen. S. 415. Wahl der thieriſchen Subſtan- zenz ebendaſ. Verfahren in den Berlinerblau- Fabriken. S. 416. Analyſe des Verlinerblau, S. 417-; Eiſen, Chromſaures. Bd.1. GZ2217 Eiſen, Gallusſaures. Bd.I]. G. 418 f. Eigenſchaften einer guten Din- te; ebendaſelbſt. Von den Materien- aus denen ſie bereitet wird; ebend. u.f. Vergleichung der Wirkung ver- PANE DER Adſtringentien. S. 22 f. Vergleichung der Wirkung der verſchiedenen Bereitungen des Eiſens. S.. 422. Verhältniſſe, welche zwiſchen den Grundbeitandtheilen der Dinte zu beobachten. S. 425. [| 3 Eigenſchaften des Campeche- Holzes. S, 429. (110) fi'mee q NSL Gir eu Eiſen arm) Gm! 6,:01Q Un D+ EG. 2/5, =. E| ZA Me, 4 bend.f, - gediegen! > 1bf| u, ſ Fer nad "thode. G Sir;es, 6 hi geſchmol; BU, ) ens und 45liedenheit 1916. 2 Sſerwand: 255. 9 Grade Siſens in MS. uu, 564.6.4 412% Sd Eq: EN Subſtan: G inerblau, 254f, | eriblau, 6, 4. Bd.1, 41. Dd. 11. enten Din: Kh nis denen z0nd. uf. 7 ung ver: zit GS. 38 fung der zeungen. des & 2 b); zwiſchen ipuelen der 00. „zi ampeht > TDI ud Wirkung des 2: ker üben Wehe Ku- pfersz3 eben dah: Von der Wirkung us Zuckers, Biers und Eſfigs-. S. 430- Verfahren bey Fabrikation ei- ner guten Dinte. S. 4Z1. Eiſen, geſc fi Gebrau< des- Eſſigs. Mödiſicationen, die dieſe Säu- re. erleidet. S. 9Y2- 2 nielamd Anika> wd wam weinen le unn hirn un Wwe nennen 70 ze> ES NE MRI Erfahrungen und Meinungen über ihre Entſtehung. S. 92 f. Von ihren Verbindungen mit dem Bley. S. 387=- 392. Von ihren Verbindungen mit dem Kupfer. S. 5392= 402. Eudiometer. Sein Zwe. Bd. 172. 41.3; Verſchiedene Mittel, deren man ſich na) einander bedient hat, um die Luft zu zerſetzen und Meinung über die verſchiede- nen in Worſc S: 65. Ihr Gebrauch. S. 67 f. Fritte zur Compoſition des Glaſes,„Bd. 11. S. 147. G. Gadolinerde, S.Yttererde. Gährung. Was ſie ſey. Bd, 11. .- 539- Stoffe der Traube, welche die Gährung hervorbrinzenzeben- dafelbft, Bemerkungen über den Hefen und ſeine Analogie mit an- dern Subſtanzen, S. 540 f. Verſchiedenheit in der Gährung, hergeleitet aus dem Verhält: niß des Gerbeſtoffs. GS. 543 f. Gagat. Bd. 1. G. 339. Galipot. Bd. 1. S. 342. Galläpfelſäure. Mittel ſie zu extrahiren. Bd. Il. 1 Z, . O/F- Eigenſchaften dieſer Säure. S. 105. Ihre Verbindungen mit dem Eiſen.: GS. 418 f. Gallert. Analogie deſſelben mit dem“ Pflanzenſchieim.:. Bd. 1. GS. 379. Unterſchied zwiſchen dieſen bei- den Produkten, GS. 330. Gelee- Extract und Tafelbouil- lon; ebendaßſelbſt. Vom Gebrauch des Gallerts zur Compoſition der Leime.*S. 381. Verſchiedene Arten von Leimen. ebendaſfelbft. 1X Sees Galmey. Vom Gebrauche deſ- feiben in den Fabriken von gel- bem Kupfer. Bd. 11. S. 155. Galmeyſtein. Bd. 1. SG. 261. Gas.“ Was man darunter ver- fieh8: Bde 12'S. 154. Verſchiedenheit deſſelben-von den Dämpfenz ebendaſ. Von der Wirkung und den Nutzen der Entde>kung deſſel- benz; ebendaſelbjt u. f. Mittel, es zu extrahiren. S. 155f. Mittel, es zu analyſirenz; eben- daſelbſt f. Von der Vermiſchung der Gas- arten unter ſi< und den da- bey ſtattfindenden. Phänome- nen. Bd. I1. S. 166 Unterſchied zwiſchen den Mi- fHungen der Flüſſigkeiten und der Gasarten. S. 208. Gas, nitröſes. Von der Nas fur und den Grundbeſtandtheis len deſſelben. Bd. 11. S., 40. Seine Eigenſchaften. S. 41: Seine Zerſezung. S. 42. Verhältniſſe zwiſchen ſeinen Grundbeſtandtheilen. S. 45 f. Gerberey. Iſt im weſentlichen das Verbinden des Gerdſtoſſs mit dem Gallert. Bd. 11. S. 440. Vom Waſchen der Häute ibd. Vom Adhaaren der Häute. 1 S. 441- en Anſchwellen der Häute, 'S- 445- JELDE Einlegen der Häute in Lohe. S. 445. Gerbſtoff. Definition. Bd. I. S. 3838 Eigenſchaften. S. 58g- Mittel, ihn zu ertrahiren. S. 389. Verbindung mit dem Gallert. S-. 390. Gewicht. Wie man es bei den Körpern beſtimme. Bd.1. S. 37. =“ abſolutes, was man dars unter verſtehe. Bd. I. GS. 383. Wie man es beſtimme; ebend. =-- ſpezifiſches, was es ſey und wie man es finde, Bd.I. S. 58. Glätte. Bd, 11. S. 210 f. Glas. Bereitung der Fritte. S. 147. VerſS. Zoz. (Spießglanz) B.11.G. 201. Glashuütte. Bd. I1, S. 139. Glaſur. Bd. IL- S. 150 f. Verſetzung deſſelhen. S. 141. Zubereitung der Häfen. S. 141. Conftruktion der Glasöfen. S. 142. Wahl der Materialien, die zur Compoſition des Glaſes.ge- braumt werden. S. 144. Glycin-Erde. Mittel„ſie zu erBETabten. DIET 021802. Ihre Eigenſchaften, S. 182. Gold. Kennzeichen und Eigen- ſchaften. Bd. 1. S. 232. Erze und Minen. S. 2ZZ. Ausſcheidungz ebendaſ. Legirung; ebendaſ. Grund jeiner Vorzüge in vie- len Hinſimten. GS. 23Z. -- trinkbares. Bd.I1l. S.223. Goldoxyd. Bd5 1098%

fürderu L: 0,4 ' fanta 33| Jurtfo„ant fru irt Siete HMI+7 "'E | Fs 3 | 191 652. Ö NE I ſt if€ Win: 37 7 ws Mvo 3 ſphäriſche 130 NQ! mit ver, ESE: 4 VCpiner Eri, Es Räaturrei ND 3] von der Hbf, Tiſchen und Ranzen jf I daſ. 4'ohlen j' eM? vey der „6. M“ die Nq- Ingt wird, „en. 6. / Fohlen “bn Pflan, 08)" 307. | Kohle, Säure auf D Mon, des et offs auf ab ft. 0/8 Koh hn- und i Kohlen, „len mit , 1214 Sſ DEN % eine Vey,| endaſ. - fleBungen, a Den Ver, aize und Vl Verſetzun, DO's Kupfers E 153154, E Kupfers E54== 150, Qs Kupfer "S5 9> 162,| Bles Zinns| „O2-- 165. U's Zinns INZ. 165 4 Goldes 30S,. 168, ) Goldes 8)= 171. 4(Gilbers 1= 17% L&' Sleyes OE-- 173, [ Bleyes 1x) S. 173, pp Bleyes S 74 6 Due>ſil: 8. S.174- d(Kupfers L(Ffilber, |„Platina n'S, 175. 0 Wis- 0" Zink. ) je Na (SG. 253- 521: und (G. 2901| 2 11, G,| 741.6 IS. 258: N. Naphta. Bd. 1. S. 335. Natron. Vorkommen deſſelben. Bd. 1. S. 20Z. Gewinnung. S. 20g. == von Aiguegs-Mortes, S. Blanquette. =>„von Alikante.&S. Barille. 4 ='= von Carthagena. Bd. S. 211. =--=. von Narbonne.&S. Galifkor. Natron von Normandie. S. Varec.: Natron, ſalzſaures. Kennzeichen deſſelben. Bd. I]. S. 355 Nutzen.. S. 356. Verſchiedenes Vorkommen. S. 357 Steinſalz; ebend.aſ. Seejalz- S. 35g. Friſches Salz und altes Salz. S. 563. Natron, ſcfilbers mit dem- Schwefei. Bd. I1. S. 253- 7 Quedſilbermohr. S. 223. Zuedſilber- Oxyd. Bd. Il. S. 2235: nt Ne Präzipitat;ro- ther, für EIS bereiteterz; (per 86) Bd. S. 223. --== rother.(BRINS 224. LQued>ſilver, ſalzſaures. S. LQuekſilber- Sublimat. Quedſjilber Sublimat C(äßender). Kennzeichen. Bd. I1. S. 375. Verſchiedene Bereitungen. S. 374- Luantitatives Verhältniß der Be- ſtandtheite deſſelben. S. 37Z- Quedſilber- Sublimat; (verſüßter). Eigenſchaften. Bd. 11. S. 375: Bereitung. S. 376. LQuedſilber, verſüßtes. S. Hueſjilber- Sublimatz (verſüßter). Luedſilber. Aus Zin*ober wieder belebtes.' Bd. I. S. 256- WdaaaeA R. Realgar. Siche Shwefel- Artenik. Reißbley. Siehe kohliges Eiſen. Reſpiration. Ve rſchiedenheit der Phat nomene, die jg in den mannigfal tigen Thieren darbie- fet.--Bd; 1. S. 162. Veränderungen, die die Lufe bei der Reſpiration erleidet. S. 163. Abſonderung der Wärme durch Rejpirätion. S. 164. Kohlenſäure und Waſſer wer- den gebildet durch vie Reſpi- ration. GS. 1266. Retorte. Was man darunter ver- ſtehe.. S. 100 f. Wie man ſie verkittet. S. 101. Rhodium. Bd-T. S. 278. Rum. Bd. 1.'S. 361-- 366. Säuren. Was man unter dem Worte Saure verſtehr. Bd. 1. S..1f. Eigenſchaften der Sauren; eben- daſelbjt u. f Von den Meinungen über ihre Grundbejtandtrheile. S. 6. Grundſätze bey der Nomencla- tur der Säuren. S. 7. Gebrauch der Säuren bey der Sceidung der Metalle. S. 176 f. Von ibren Verbindungen mit metalliſchen und ſalzigen Sub- ſtanzen. GS. 276=- 440- Säure, ſ IE IUEE zooniſ Ws Gurt | zur E Gti| *3:62= 6;, KVG. 64. Hing; even: I hrendes, Ire Tal! * 1. zer; 0. GS. 59 hw ' Schw 1130.11. OG. Nenonnun: h' rang der: juten Na herſeßung wolar/Er „Zrundbe- |(über, L E 4 gr. jenennun it. erfſätten 15 bey [3 Saure und den Mitteln, denſelben abzuhelfen. S. 52= 5Z- Mitt, ihre Qualität zu beur theilen. S. 55- Ihr Gebrauch.-S. 55. Verfahren bey dem Bleichen mit dieſer Säure. S. 56|f. Vom Bleichen der Kupferſtiche und alter Bücher. G. 61. Von ihrem Gobrauch zur Reini- gung verpeſteter Luſt und zu Räaucherungen. G. 61 f. Ihre Verbindungen. S. 355= Z09. Mit der Salpeterſäure. S. 555 f. Mit dem Animonium. S. 364 f. Mit Zinn. S. 371 f. Mit Luecſilber. S. 372 f. Mit Kali. S. 378 f Salze, ſcung dieſer Säure. IL.'S. 94- Verfahren bey Extrahirung der- ſelben; ebendaſ.' Verſchiedene Suvſtanzen, aus de- nen man ſie erhält. S.94=96- Bd. KIX Sauerſtoffgasg. re deme RRP RÄ R 67 mal ie IIUR zmn Wall m 4000 Eigenſchaften dieſer Säure. S. 96- 08. Von ihrem Gebrau<. S. 93. Von ihren Verbindungen. S. 402,== 404. Es giebt der Reſpiration, dem. Werbrennen und der Oxydation Nahrung. Von der€ 4220: deſjelben. Bd. 1. S. Mittel, es vm Wärme zu ex- trahiwrenz ebendaſf. decgleichen, durm Licht.&S. 158. deszleichen, durgas. Stickſtoff-Oxyd.(Orxydir- tes Sti>zas, oxrxydirter Sti>to ff.I-:Bd. 173ung derſel: ben. Bd. I. S. 183. Kennzeichen; ebendaſ. Beſtandtheile des Foßils, wo ſie angetroffen wird; ebendaſ. Z. Zafra. Bd. I]. S. 193. Zink. Kennzeimkung der- ſetben. Bd. I. S. 197. Wie ſie rein auszuſcheiden iſt: ebendaf. Eigenſcerar- tiger Säftez ebendaſ. Verhalten derjelben bey der Gährung. S. 361. aus Manna, Rundcelrü- ben und vom Zu&erahorn- Bd. 1. S. 562. NENNEN ISS SEEN ES NENE Ee Er ZuFerrohr. Berei tung deſſelben. 364 f. Zuckers. S. 567- wam;"KN VILL= -- aus Trauben. Bemerkun-= weißer(Raffinade)- Bd. gen über dieſe Fabrikation. S. I. S. 366. - Candies.'Bd. I. S. 367. Verſchiedene Anwendungen des Bd. 1. S. Z65. D en Bd S- 395 Zud&erſäure. Siehe Sauer; = geded>ter. Bd. 1. S. 365. kleeſäure. Bd. li. S. 94- Braune und weiße Kaßo- Zuderſäure, branſtige. S- 12 5.0 MCI 000g dv-S2565: 71 EN STRE DET O0 S. 305 Zuſchlag. Bd. 1. SG. 252 % | Jade). P), „D. 3. 367. !|Mlngen D gen des 34 Squer, EG. 9. Verbeſſerungen Miige, 6. im Vorberichte des Verfaſſers. HEIL ES. 83.| YE, 252.| Seite V Zeile 25 ſtatt Erfahrungsarten, 1. Verfahrungsgrten. ;- VI= 33 ſt. Füßig, l. Flüßig-, =“ VI-- 11 ſt. das, l. daß. (-. X=“ 6 fällt das= zwiſchen Reglements und Bezug weg. |-- Ibid,= 16 kömmt hinter Vermögen ein Komma. -=| XIlL=-=- 32 ſtatt könnten;[. können. = XII= at fällt hinter hindurch das Komma weg. ='TIbid. am Ende: ſtatt ihrer, l. ihve. = ZV.= 16 fällt hinter Menſchen das Komma weg. == FRN= 33. ſatt Tage 1052 age = JTbid.- 35 kömmt hinter Protection, ein Komma. --“= XVI.-«- 4 fömmthinter befeſtigen, ein Komma. = Tbid.= 5 ſiatt des Punktes hinter unterſagen ein Komma und ſiatt des großen U in und ein kieines yy, = IJIbid.=- 31 fi. der, l. den, = XXI.-- 20 ſt. Geſchworne, l. Geſchwornen. =“ XXI1-=- 1 ſi ſchöne l. Schöne. -=-“ ITbid.=- 25 ſt. vorbereitet, l. vorbereiten. =“ XXVI,= 1x ſi. um des Willen, l. um deswillea. an. wad* M" kis NE WONNEN SEN SOE 0 Ti “" KLEIE|: SER amen tia IN ien Sr 52 ZAITARE: Seas 20 NID obt pit€ nd md Mi Än=


L ſolchen, 1m. Denſelben.- Wm 1= eben, 1. m. aber. 25> Tafel Bib, m. DafelT, Fig. x 16.--=- etgeben,- 1..m:. geben. Z= die ſpec. Schwere, l. m. das ſpecifiſche Gewicht. 14== Eravford, 1. m. Crawford. 20."== Cravford, ſl. m. Crawford: 17= den Ammoninm, l. m. das Ammonium 0:= Mertur/ 1. m. Dueckſilber. zo= Bleyſiiften, l. m. Bleyſtifte. 35=- Eiſengröße, 1. m. Eiſengröſe, 57= Spindter, l. m. Spiauter. N 38.--- Merkofit, l: u. Markoſit:-5 20= Ungerſchen, 1. m. Ungariſchen. 14,“= Hoeryca,l. m. Hebea, 15=- Doublet, l..m. d'Aublet.== 17= Kupfertafel, 1. Kupfertafelns Smi. We

>/ EU."= ene T N 111 h| FZ; AU AUE WE; 2,47; Ee iN Q DORA 4.:" SAUM 57 VE WS ELARRES 7007 ENE OPEINO WOS EE | <| [YYYNY/73 7 | c | MESIC ENES ETI TITSIIETIG GE 57 Theil Jab 1. 4 “- E —— ——— ————————B — —— —.,— 8——.——ÿ——— ————————;————— ——=——————= ————x——y— —————— 2—————D:,:————————— 5 8½ 8 3 a 5 2 — —— 4 — „ — 1 4 —— — — —B—————————ę—᷑O/SOF=,— —* 5 — ☛ N ————— ——y—õÿ—— ☛‿— —— ——— ———————;ʒ—ℳ——OV—ʒ3ʃℳ—————ÿ—ÿ—:———— f — * ——— ————— —————nö-—— 2 —— ———-— 2 ..— 2 15 —— 2.———— O om ““ EoOlour& Grey Gorutroi Chart Blue Cya Green Vellow Hed Magenta Vhie dter Seeyrs Srea Sack