——— 8 8 V / V V A V A V 8 d X N 8 4 über die Alleinfertigung und Anwendung der kuͤnſtlichen Dungmittel Poudrette und Urate. ——— Aufruf und wohlmeinender Rath an alle Beamte, Guts⸗ und Gartenbeſitzer, Bauer und Tageloͤhner; den Herren Predigern und Schullehrern zur Verbreitung beſtens empfohlen. —— Berlin 1824, in G. C. Nauck's Buchhandlung. Preis: Schreibpapier 8 gGr., Druckpapier 6 gGr. mie eoretiſch- proftiſcher Unterricht in der faſt koſtenloſen [ge Selbſtanfertigung fünſtlicher Dungmittel | aus menſchlichen Exerementen| Poundyvrette und Urate| benannt| und deren Anwendung für Landwirthe, Bürger, Gärtner und Tagelöhner. Durch Erfahrung erprobt und herausgegeben y von Friedrich Büttner, Berlin, gedru>t und verlegt bei G. C. Nau>. 1824. Den Herren Direktoren, Vorſtehern und Mitgliedern des Königlich Preußiſchen - Garten- Vereins. Hocen, mooſig oder ſauer) eigene Anwendung machte, und die Reſultate, das Gze- oder Mißlingen des Verfahrens, mit Rückſicht auf Zeit und Witterung, dem Verein des Gartenbaues berichten möchte. Ein ſo allgemeines Mitwirken durch eine ſo innige Vereinigung zum Wohl des Ganzen, würde, meiner unmaaßgeblichen Mei- nung nach, die ſo wohlthuende Sache des künſtlichen Dungs auf die höchſte Stufe und zur allgemeinen Kenntniß kommen laſſen, wie alle BVorurtheile beſiegen; der Reiche wie der Arme würde deſſen Folgen ſeegens-| reich genießen, und dem Verein des Gar- tenbaues, als eigene wohlwollende Vorar- beiter und allgemeine Verbreiter dieſes ſo funſtloſen Verfahrens und erprobter Erfah- rung, das unauslöſchlichſte Denkmal dankbaren Erkennens ſeßen. Ic< gebe mir die Ehre zu ſeyn Eines hocmä- ßige nach und mit allen Kräften allgemein zu ver- breiten, mich aber auch dem weniger Gebildeten voll- kommen verſtändlich zu machen, übergebe ich dieſe Blatter dem Dru, vie die Selbſtanfertigung und Anwendung ver künſt- lichen Dungmittel oder des Dungpulvers aus Harn (Piſſe) und der feſten Ausleerung des Menſchen (won den Franzoſen Poudrette und Uratke ge- nannt) enthalten, gerade ſo und in dem unterhaltenden Style, wie dieſe ſo wichtige Sache in einer äht patriotiſchen und erprobt erfahrnen landwirthſchaftlihen Geſellſchaft von Dorf- bewohnern mit allem Für und Dawider abgehandelt wurde. Eben durch die Tinwürfe gegen das Anwend- bare und Vo-theilhafte, wie gegen die beſtehenden ECin- richtungen zur Fertigung dieſes Dungpulvers, hoffe ich um ſo belehrender werden zu dürfen. Wohlgeformte ſchöne Phraſen, hochtdnende Worte, würden hier um ſo weniger am rechten Orte C03 angebracht ſeyn, da ſie weder der Sache, no< dem Zwee(allgemeiner Verſtändlichkeit) dienen können. Den Widerwillen gegen alle Neuerungen, die Furcht der Dorfbewohner kennend, erlaubte iM mir um ſo mehr, eine kurze Geſchichte der Wirkſam- feit des Harns mit einflechten zu müſſen, da ſie. das abſchrefende Neu zu Uralt maung des Ofens ſtatt Lehm und Sand gebraucht, gäbe es eine neue und vortheilhafte Branche für denſelben. Dey Mergel erlitte dadurch eine Röſtutig, die ihn zur Verdi>kung des Urins und Andern vorzüglich anwendbar machte. Ängſtliches Abſondern des Lehms vom Mergel würde überflüſſig ſeyn, da der gedörrte oder halb gebrannte Lehm als Verdi>kungs- oder Auftroc>nungs-Mittel, beſonders für leichten Boden, die weſentlichſten Dienſte leiſiet. Wahrhaft freuen ſollte es mich, wenn ich Ziegelbrennereien, die auf ihren Ofen Deckung haben müſſen, hierdurch auf- merkſam gemacht hätte. CE» Aſche, ſie ſei von Holz, Torf oder Steinkohlen. Aſche aus der Beuchtiene, die beim Waſchen oder vem Seifeſieden ſchon gebraucht und wieder getroF net worden. Aller Staub aus den Brenndfen der Ziegel- Scheu- nen, ſo wie aller zu Pulver geſtoßener Abgang von Dach- und Mauerſteinen, mit der beſon? dern Bemerkung, daß er von neuen, nicht ſchon vermauert geweſenen oder auf dem Dach gxe- legenen Steinen ſeyn müſſe. Aller Staub und Abgang aus den Kalköfen. Geddrrter Lehm, der Schutt von eingeriſſenen Öfen, furz, alles was Waſſer einſaugt fann dazu verbraucht werden. Daß der Schutt vorher kleingeſchlagen und geſiebt werden muß, ver? ſteht ſic wohl von ſelbſt. Troner Straßen- Moder iſt ein vorzüglich gutes Verdiungs- Mittel. Abgeſchlagener Kalfpus von Gebäuden. Alles dieſes dienet zur VerdiFung oder Aufſaugung unſerer in Rede ſtehenden Feuchtigkeit*). *) Der trodene Straßen- Moder oder Koth aus Städten, be- ſonders nach Markttagen, wo. Pferde und Vieh aller Art die Straßen verunveiniget haben, dürfte zu unſerm Behuf nicht genug zu empfehlen ſeyn, da derſelbe ſchon einen eigenen Dung für ſich ſelbſt ausmacht und von jedem denkenden Ofko- nom ſo hoch geachtet wird,- (6 40 7 Die Art und Weiſe und die Handarbeit der VerdiFung iſt uns gewiß allen ſchon bekannt; denn das Kalkldſchea des Maurers ſah doch gewiß ſchon jeder von uns, und hat es vielleicht bei fleinen Aug- beſſerungen von Mauerwerk oder andern Reparaturen wohl ſelbſt ſchon gethan. Seht, dieß iſt das Ganze der Sache als Hand- arbeit der Verdiung. Dem ÄArmern unter Eu dient jede halb durch? - geſchnittene Tonne oder jedes alte Faß dazu; denn der Begüterte läßt fich eine förmliche Kalklöſchpfanne von Kiehnenen Bohlen oder ſtarken Brettern eigens dazu machen, oder nimmt eine ſchon im Brauch habende dazu, die außer zu dieſem Gebrauch, immer wieder zum Kalklöſchen dienen fann. Wird der Urin oder. die Jauche in ein Faß oder Fleinen Kaſten eingerührt, ſo bedarf es nur eines bdl- zernen Spadels oder Rührſcheids, wie zum Pflau- menmuß« Einrühren. In der Löſchpfanne aber bedient man ſich, des Maurer- Werkzeugs, der eiſernen Löſch- früfe, am langen hölzernen Stiel. Wer nun. Kalk oder Gips zu ſeiner VerdiFung anwendet, der hat um den gehörigen Grad recht zu treffen, und es, weder zu dünn noch. zu diE einzu- rühren, das beſte Verhältniß darin, daß er dem * C.- 57 X Maaße nach, Urin oder Jauche mit Kalk oder Gips zu gleichen Theilen nimmt. Das heißt, eine Tonne Kalk oder Gips und eine eben ſo große Tonne voll der Flüßigfeit. Zu meinen erſten Verſuchen bediente i< mich der Berliner Meße, und fand, daß 23 Berliner Quart Urin gerade ſo viel als eine hieſige Meße Getreide- Maaß austragen.: Jſt das Eine oder das Andere zur Verdickung nun eingerührt(und jemehr gerührt wird, deſto beſſer iſt es), ſo bleibt dieſer eingerührte Brei im Faß oder vem Löſchtrog ſtehen. Bei gutem Wetter wird das Eingerührte in 24 Stunden ſo diE ſeyn, daß man es mit dem Spaten oder einer"Schipp? herausneh- men fann, was aber bei feuchtem Wetter nicht im- mer der Fall iſt, wo man es längere Zeit zur Feſt- werdung ſtehen läßt. Sollte es zu feſt geworden ſeyn, was beim guten Gips nur der Fall iſt, ſo hilft man ſich mit PiFe und Hae, um es herauszunehmen. Holz- und Torfaſche nimmt weniger Feuchtig? feit auf, und da ſie ſo verſchieden in ihrer Güte iſt, läßt ſich auch fein ſo beſtimmtes Verhältniß darüber angeben; doh muß dieſes keinen ſtbren oder, hindern, denn zu verſehen iſt hierbei niMmts? man ſchüttet nach und“ nach unter ſtetem Umrühren ſo viel von dem CG 15.2 Einen oder dem Andern, was man zur Ver- diFfung nehmen will, in den Urin oder die Jauche, bis das Ganze zu einem diFen Breie eingerührt iſt. Sollte nach ein oder zwei Tagen noch klare Jauche auf dem dicken Saß ſtehen, ſo darf ſie nur abgegoſſen werden, und dieſe dient dann zum nächſten mal. Auch fann man mit Vortheil"die Aſche aller Art mit Kalf oder gemahlenem Gips vermengen. Der Gips iſt leiht und ohne Umſtände mit der Aſche zu mengen; beim Kalk aber dürfte iM wohl rathen, es den Seifenſiedern und Bleichern nachzu- machen,' die reinen Haufen Aſche auf einen Dielen- oder andern feſten Boden ſchütten. Jn dieſen Haufen Aſche wird mitder Spate ein breites LoH gemacht, ſo daß eine geräumige Vertiefung entſteht. In die Vertiefung wird. der gebrannte Kalf gethan. und mit Waſſer, hier bei unſerer Arbeit aber mit Urin oder Lace, nur ſo viel angeneßt, bis er zu plaßen oder ſich zu löſchen anfängt. Iſt dieß geſchehen, ſo wird der Kalk mit der im Kreis auf die Seite ge? zogenen Aſche gut bede>t und mit der Breite oder der Fläche des Spatens gut eingeklopft. Der Kalk löſcht ſim auf dieſe Art in der AſHe zu Pulver und wird dann mit der Aſhe durch Umſtehen mit dem Spaten leiht vermiſcht. w C 4. 882.0 Landwirthe verſicherten mich, daß ein ſolch zube- reitetes Dungpulver auf mooſigen Wieſen von beſon- derm Werth ſeyn:müßte, und leiteten dieſes von der dazu ſtets angewandten Seifenſieder- Aſche, dem ſo- genannten Äſcher her. Daß das Einrühren, des Regens wegen, unter einem: Dach geſchehen muß, wozu jeder Holzſchauer, je luftiger je beſſer dient, iſt jedem wohl begreiflich. Das Tronen dieſer Maſſe. Die ſteife Maſſe ſie muß wenigſtens ſo ſteif ſeyn daß ſie nicht vom Spaten oder der Schaufel läuft) wird nun mit. dem Spaten herau8genommen, und auf die TroFen- Bretter gebreitet, wobei man das Auftragen der Maſſe in der Die von 1 bis 2 Zoll annehmen kann.» Je dünner die: Maſſe“aufgetragen wird, deſto beſſer für den, der ſchnelle. Tro>nung ver- langt, und. wer ſich Zeit laſſen will,'kann dieſe Maſſe auch dier legen. Alle alten Bretter, Schwarten oder Schalbretter auch Horden von Weidengeflecht*) die ſich viele Land- leute ſelbſt machen: alles dient dazu. *) Horden von Ruthen oder Weidengeflecht darf ich wohl Allen und Jedem vorzugsweiſe zur Trocknung des Dungypulvers empfehlen, da ſie ihxer Conſiruetur nach die Auftro>nung befördern, und die Tro>nung, wie auf Brettern, nicht nur von oben herab, ſondern auch, vermöge der Zwiſchenräume, CC wo Gutsbeſißern und überhaupt Begüterten wird “ es niht darauf anfommen, für dieſen ſo wichtigen Gegenſtand einen leichten luftigen Bretter- Schauer bauen zu laſſen. Die aber, die weder Raum noch Plaß dazu haben, denen es an Mitteln fehlt und den Dung in ſo großer Menge nicht bedürfen, die finden unter den Vordächern ihrer Gebäude, Ställe und Scheunen, Plaß und Raum genug, und zwar iſt die Einrichtung dort ungefähr folgende: Unter das erſte beſte Vordach oder dem Vor- ſprung des Gebäudes werden zwei Leitern aufrecht ſtehend befeſtiget. Dieſe Leitern haben ihre Sproſſen von 6 Zoll zu 6 Zoll augeinander und find dem- nach ganz wie Futterraufen in den Viehſtällen an? zunehmen. Dieſe beiden Leitern werden nun ſo weit auseinander geſtellt, als es die Länge der zur Tro>- nung beſtimmten Bretter oder Horden verlangt, damit ſie auf und zwiſchen den Sproſſen ihre gehdrige Auf, lage haben. Sind die aufrecht ſtehenden Leitern oben an den Vorſprung- Balken oder Sparren, wie unten welche die Ruthen laſſen, von unten auf, befördern. Dem Unbemittelten wird dies um ſo willkommener ſeyn, da er ſich ſeine Tro>en= Anſtalt(beſonders in holzarmen Gegenden, wo Bretter mit Geld aufgewogen werden) ohne große Mühe ſelbſt machen kann. 2. 7 CCW 7 auf den Boden befeſtiget, ſo werden die mit dem halb troFenen Dung belegten Bretter, Sproſſe für Sproſſe, über einander aufgeſchichtet,. worauf man das Ganze nac) Gefallen tronen läßt. Der Landmann, reich oder arm, hat zur Heu- maht und Erndte keine Hand übrig, ja doppelte Arbeit, darum muß ich beſonders bemerfen: daß es mit. dem Abnehmen oder Aufſammlen des trofen und feſt gewordenen Dungs keine Eile hat, und man ſich Zeit dazu laſſen fann, wenn nur die Tro>en-Anſtalt, das heißt Leitern und Bretter in grd? ßerm Vorrath da ſind, als gerade zur hden und vor Regen geſchüßt, ſo iſts ganz gleich, ob ſie heute oder in vierzehn Tagen und ſpäter aufgeſammlet wird. Auch das Zerkleinern der StüFe hat Zeit und- Weile, ob es gleih, wenn es raſ< weg geſchieht und ſie nicht ſo ſteinhart ſind, leichter und mit weni- ger Kraft verrichtet wird. Die Miſchungen aus Aſche zerfallen faſt durch ſich ſelbſt, die aus Kalf ſind ſchon Härter und dem BeſtiH oder Anwurf von Mauerwerk zu vergleichen z Gips aber wird am härteſten. Übrigens ſind die Stüfen unſers Dungs, bis zur Zeit wo ſie verkleinert und zu Pulver gemacht 0 m) werden ſollen, auf einem Boden over. in Fäßern, oder wie'und wo es iſt, nur aber immer'an einem troe- nen. Ort, aufzubewahren. Zur) gelegenen Zeit, wenn. ein Mann erübrigt werden Fann, werden die StüFe„zerſchlagen, und entweder durch eine eiſerne oder ſteinerne Walze, wie man dieſelben in herrſchaftlihen Gärten zur Verebenung der Gänge ſieht, fein zerdruFt oder aber, was viel leichter und auch den Unbemittelten leicht anzuſchaffen iſt, mit einen Stempel von Holz zer- ſtoßen.== Jedes Scheit- oder Kloben- Hartholz, es ſey: Eichen, Büchen u. ſ. w., iſt gut dazu. Es wird oben etwas abgerundet, durch ein queer durch/ gebohrtes Lonen auf- bewahrt. Koſſäthen, Gärtner und diejenigen, welche nur wenig Dung bedürfen, können das Zerſtoßene nur durch ein Kornſieb ſchlagen, und wie oben das Grobe nochmals ſtoßen und ausſieben. Tageldhner die nur wenig Garten haben, ſich Feld zu ihren auszulegenden Kartoffeln miethen oder pachten müſſen, die weder ein altes Sieb haben noch ein neues Faufen können, werden ihren wenigen Be- darf mit einem Hammer oder Stein leicht ſo zer- Fleinern, daß, aum ohne Sieb, unter dem feinern Mehl feine größern StüFe als höchſtens einer Linſe oder Erbſe groß bleiben.=- Und dieſe, die ärmere Klaſſe, mache iM deshalb beſonders auf die Naſſe Anwendung dieſes heilſamen Dungmittels aufmerk? ſam, die ſie bei weiterm Fortleſen finden werden. Der Wirthſchafts- Inſpector des nahe gelege- nen Amtes, wie der Schulze, waren höchlich erfreut über die Augeinanderſezung der Bereitung des fünſt-- (=S 7) lihen Dungmittels, und alle Anweſende verſicherten, mich vollfommen' verſtanden zu haben. Aber, Sie haben die Aber und Einwürfe erlaubt, ſiel der'Jn- ſpector ein, und da wir einmal. bei dem Kapitel ſind, muß über alles geſproE feſt ver- einiget iſt. Alles iſt elegant und ſchön mit Öhl- färbe angeſtrichen, und lügen müßten wir's, wenn wir.unten auch nur das geringſte gerohen hätten. Eine Treppe hoch fanden wir ein geräumiges Gema- Schnupfens aber, erzählte er lächelnd, wußten wir dog wo wir waren, Sehen Sie, daß ſind jedem Landmann und ſelbſt dem Gutsbeſißer viel zu koſtbare Dinge, wären ſie auch noc< ſo ſchön und gut, denn 1) als Hauptanſicht, die Koſtſpieligkeit;z 2) was nüßt uns die geprieſene Geruchloſigfeit, da wir Öconomen an dergleihen Gerüche ge- wohnt ſind? 3) wer ſoll denn unſer Geſinde hüten und be- wachen, daß ſie, die es gewohnt ſind, wenn ZZ ZZ Noth an Mann geht, im Freien über die Hand ihre Sache zu verrichten, daß ſie noch eine Treppe hoch ſteigen ſollen? Dieß und noF mancherlei habe und Hätte ich da- gegen einzuwenden. Und, ſprach er weiter, worauf wir gar nicht ge- achtet hatten und was erſt im Wirthshaus bei Tiſche, und der Unterhaltung darüber, heraus fam, ſo hieß es gar, das Pulver müßte erſt wie Ziegel- oder Mauerſteine gebrannt werden. In ihrer Anleitung iſt vom Brennen feine Rede.- Halt, Herr Inſpector! Den leßten Irrchum muß ich vorerſt beſeitigen. Entweder der Umſtand, daß die Beſißer der Fabrik des künſtlihen Dungs einen ſo gut gelegenen Plaß mit einer geweſenen Ziegelei, deren Diegelbrennöfen noh in gutem Stande ſind, zu ihrer An- lage gewählt haben, oder ein hämiſcher Spaß des arbei- tenden Perſonals, um die Sache wichtiger zu machen, iſt Urſa) zu ſolHem elenden Geſchwäß. Sagen Sie ſelbſt, brennen Sie Ihre friſch beſtoend, beim guten Zwe auch gut bemahlt, nachgeahmt dem Geſicht nach, ohne eigenes Verdienſt der Unternehmer, als das, der Modelle. Nr. 2. Die Nußbarkeit der Einrichtung und Geruchloſigfeit, durF den Apparat, kann für Sie, als Öfonom, weniger Jntreſſe haben, als ſie für den Städter hat und haben muß. In ſo vielen und beſonders großen und volk- reichen Städten iſt dieß ein überaus wichtiger Punkt. Dieſe Vorrichtung ſondert den Urin von den ſeſtern € zZ23 D Excrementen ab." Der Urin iſt einer ſchnellen Gäh- rung und darauf folgenden Fäulniß“ unterworfen, die um ſo durchdringender ſtinkend wird, wenn er mit den feſten Stoffen in Verbindung. bleibt, und um ſo dftere Ausräumungen der CloaFe erfordert. Die Häuſer in großen Städten haben oft: keinen oder nur ſo wenig Hofraum, daß ein Cloa> oder Miſt- grube ohne Schaden für den: Cigenthümer, wie: den Nachbar, und dem deshalb beſtehenden wohlthätigen Geſeß zuwider, nicht angelegt werden. kann, da die freßende Harnſäure außer dem peſtilenzialiſhen Ge- ruh, alles Mauerwerk zerfrißt. Dieß alles fällt bei dieſen Vorrichtungen weg, iſt gut und äußerſt zwedmäßig für den, der es braucht. Ihr dritter Einwurf hebt ſich wohl von ſelbſ?, venn wer wehrt Jhnen das Ganze in eine Art Keller oder Grube, wie wir ſie in Städten haben, zu verſenken und ſo unſichtbar zu machen, daß wenn Sie nicht vorher davon unterrichtet ſind, Sie und jeder Andere es für einen ganz gewöhnlichen gehei- men Ort betrachten, und für nichts anders erfennen würde. Um mich, wie iH es wünſche vollfommen ver- ſtändlich zu machen, muß ich der innern Cinrichtung dieſer franzdſiſchen Apparate, die Ihnen Geheimniß ſcheint, erwähnen. Die untere Tontie iſt ein bloßes leeres"Faß, welches, wenn es voll. iſt, durc< ein anderes leeres Faß erſeßt wird. Die obere aufrechtſtehende Tonne enthält einen metallnen hohlen Cilinder oder Röhre von Kupfer oder Zink, reicht vom Boden bis an den Deel, und kann 4 bis 6 Zoll nach Verhältniß des Faßes oder Tonne im Durchmeſſer haben. Sie iſt ganz durchlöchert wie ein gewöhnlicher Durch- ſchlag in unſern Küchen und ſteht"auf dem Loch des Bodens, aus welchem die Flüſſigfeit durch. eine zweite Röhre in die untere Tonne geleitet wird. Dieſe durldc ven Sie ſahen, iſt mit der aufrechtſtehenden Tonne und dem Geſäß oder der ſogenannten Brille nur deswegen da und damit verbunden, um wenn die Tonne voll dien Koths iſt, ſie leiHter und be? quemer wegnehmen zu können. Übrigens iſt das Geſaß einwendig von Metall, ſo daß im untern Raum kein Geruch ſtatt finden kann. Rus dem- allen werden wir nun erſehen haben, daß die Schei- dung des dünnen vom dien Unrath vorzüglich im CDD» Filtro oder der Abſeigerung beſteht, und mit Ver- gnügen entbinde im mich meines Wortes, meine Anſichten und gemachten Erfahrungen mitzutheilen von der leichten und mit wenig Koſten verknüpften Scheidung des Urins vom Koth. Jeder, auch der arme Landbewohner, wird ſich dieſe einfache Vorrichtung leicht anfertigen können. Wir nehmen eine Tonne(alte Öhl- und Wein- fäßer auc Sirops- Tonnen, kurz was man wohl- feil und zu dieſem ZweE gleich gut haben kann). In dieſe Tonne paßen wir ein Brett ein, ſo lang als die Tonne hoch iſt, und zwar ſo breit, daß da- durch ein Zwiſchenraum von der Rundung oder den Dauben des Faßes bis zum eingepaßten Brette von 4 bis 5 Zoll entſteht oder frei bleibt. Durch dieſen Abſchnitt(Abſchlag) wird das Faß in zwei Theile getheilt. Der größere Theil dient als Nachtſtuhl, der fleinere als Filtrum.=- Dieſes in das Faß ein- gepaßte Brett, was man der Haltbarkeit wegen noch mit zwei Leiſten verſehen kann, wird gleich einem Durch- ſchlag durchbohrt und ſo dicht wie möglich durch- löhert. Die Löcher haben die Größe gleich der Dice eines thdönernes Pfeifen- Rohrs oder ſtarken Gänſeſpuhle, und damit dieſe Löcher nicht ver-/ (80. I quellen, oder ſich von der Jauche zuſammen ziehen, und ihren Dienſt verſagen, iſt es wohlgethan, ſie mit einem glühenden Eiſen von der Stärke des Lochs, auszubrennen. In den kleinen Abſchlag der Tonne oder dem Plaß zwiſchen dem Brett und der Rundung des Faſſes, wird im Boden ein 3- oder 4zblliges Loch eingebohrt oder ausgeſagt, durch welches das Flüſſige des Koths ablaufen kann. So vorgerichtet wird das durchlöcherte Brett auf ſeinen Ort in die Tonne geſtellt, und durch die Dau- ben, auch Stäbe genannt, wohl vernagelt oder ſonſt befeſtiget, und ſomit iſt die aufrecht ſtehende Tonne fertig*). x) Durch einen Freund, den ſcharfſinnigen Naturaliſten und Che- miker, Heren D. aufmerkſam gemacht, wird mir's ein Ver- gnügen, noc gelegt, um durch Ziehung des Zapfens ohne große Umſtände ſo viel ein und zulaufen zu laſſen, was und wie man es braucht.' Bei dem dien Koth in der obern Tonne halte ih mich weiter nicht auf, denn den weiß der Landmann ohne weitere Zubereitung in Garten und Feld recht wohl anzuwenden. Sind die Tonnen voll, ſo werden ſie auf der Miſt- oder Dungſtätte umgeſtürzt,'mit einigen Eimern Waſſer ausgeſpült, einem ſtumpfen Beſen ausgefegt und wieder unter die Brille gebracht. Wer indeß, wie es oft bei Tageldhnern der Fall iſt, weder Ziege nom Schwein halten und haben kann, folglich ohne Dung- oder Miſtſtätte iſt, das Die des Koths aber do< auch gern benußen möchte, dem rathe iM an, das Die mit dem Dünnen zu ver- miſchen, und wie oben angeführt, zu verfahren, und alles zu Pulver zu machen. Angenehm aber iſt dieſe Arbeit nicht. Der Sculze und Inſpector, wie mehrere, waren nun vollfommen zufrieden, keiner aber machte mir mehr Freude, als der junge Schullehrer, der den anweſenden Tiſchler bat, ihm beizuſtehen, und gleich drei Apparate anzufertigen. Drei? riefen mehrere. Ja drei, und T) zwar. einen für die Knaben, einen für die Mädchen und einen für uns Erwachſene. Die Sache iſt der Reinlichkeit und des ſo großen Nußens wegen für uns Schullehrer mehr als zu wichtig. Jung gewohnt, alt gethan, iſt ein wahres Wort. Theoretiſch und praftiſch will iH meine Schulkinder davon unterrichten, ich will ihnen mit gutem Beiſpiel vorangehen, ihnen vorarbeiten; die älteren Knaben ſollen niht müßig dabei ſeyn, ſie ſelbſt ſollen das Dungpulver in ihren fleinen Hausgärthen für ſim und ihre Schweſtern anwenden, ihre Pflanzungen und“ Blumen damit dungen; die Freude. des Wachsthums wird die Ge- ſchwiſterliebe unter Bruder und Schweſter erhöhen, und unausldſchbar bleibt ihnen die Wohlthat der neuen Erſindung und Anwendung. Kein Vor- urtheil ſtört ſie dann mehr, und ich wollte darauf wetten, dächten alle ſo wie ich, in zwei Generatio- nen ſollte man gar nicht mehr anders verfahren: es müßte ſo' ſeyn.= Wohl der Jugend, die ſolche Lehrer hat, welche ihr außer dem Catehismus auch Lebensweisheit durch eigenes Beiſpiel lehren! IH komme zum vierten Abſchnitt. Vaeptoer. Abſchnitt: Was koſtet der Scheffel dieſes Dungpulvers? Nah der franzöſiſchen Angabe der Commiſſion der föniglihen Central- Geſellſchaft des A>erbaues iſt angenommen, daß z. B. ein Scheffel Gips mit einem Maaß von gleicher Größe, alſo ein Schefſel großes Gefäß Urin, zwei Scheffel von dem Dung- pulver geben, was durc) das Löſchen und Aufblähen des Gipſes bewirkt werden ſoll. Nur grobartig gewalzt und nicht vollfommen trofen, Fann dieſes wohl der Fall ſeyn. I< maß das von mir bereitete in vollfommen tro&nem Zu- ſtande und fein pulveriſirt, und erhielt auf vier Meßen Kalk, und drei Meßen großes Ge- fäß voll Urin nur ſenete Aſche der Äſcher u. ſ. w., an, ſo koſiet- ſelbſt wenn wir bei Bleichern oder Seifenſte- dern die Aſche dazu kaufen, uns höchſtens der Scheffel drei Groſchen. Auch mache ich auf die gebrauchte Gerberlohe der Lohgerber aufmerkſam, womit ich zwar keine Verſuche gemacht habe, die aber, getro>net, gewiß eine bedeutende Menge des Urinſalzes einſaugen, und. durch ihre natürliche Conſiſtenz einen mehrere Jahre dauernden Dung abgeben würde. (0.00.> Aufs mindeſte läßt jeder erwachſene Menſch täglich 13 Quart Urin, ohne was außer dem Hauſe verloren geht, und dieß macht auf zwei Tage 23 Quart, was glei iſt Einer Mete Getreide- Maaß. Eine Familie von Mann und Frau, Knecht und Magd, ohne Kinder zu rechnen giebt demnach aufs Jahr von 365 Tagen, denn Faſten- und Feier- tage giebt es hierbei nicht, nach dem Getreide- Maaß angenommen 45 Scheffel 10 Meßen Urin, und dieſem zugeſeßt zur Auftro>nung Kalk oder Gips, um das höchſte anzunehmen, ſo be- trägt dieſes nur 67 Scheffel 43 Meßen, womit zwanzig Morgen von 180 Quadrat-Ruthen zur Genüge im leichten Sand- und Mittel-Boden gedüngt werden können. Sagt nun ſelbſt, wer von Euch iſt im Stande, mit zwei bis vier Kühen, und zwei Pferden, ſelbſt bei dem beſten Einſtreuen im Stall, ſo viel Dung zu ge- winnen, und einer ſolHen Fläche Landes ſein Recht mit Dung anzuthun*). 45 10 » » *) Über das Verhältniß der Stückzahl des Viehes zum Dung geben uns ſehr ſcharfe Berechnungen: der würdige und M. Der Gerichtsmann, mit ſeinen weißen Haaren, als alter erfahrner Landmann, beſtätigte meine An- gabe, daß auf den Morgen Landes, wenn es recht gedüngt ſeyn ſoll, zehn große feſt geladene vierſpän- nige Fuhren gut gefaulten Miſtes nöthig wären. Auf zwanzig Morgen kämen demna< 200 Fuh- ren Dung. Wer von Euch macht die nach Ver- hältniß der Angabe? Wahr iſt's, wenn ihr nicht Kiehn-Nadeln, Moos, u. ſ. w. die auc nicht län- ger als ein bis zwei Jahr nachhalten, ſondern Stroh einſtreuet, hält Euch euer Dung drei und vier Jahr nach, und bauet ihr Klee dazwiſchen, der. durcerbaues, Theil 1, Seite 233= 284z und im ſchon angeführten Herrmann's Catechiömus, Seite 147=- 152, die 176ſte Frage: Wie berechnet man den Dünger-Gewinn nach der Kopfzahl des Viehes? Das hier angegebene Dungpulver hält guch nicht mehr als ein bis höchſtens zwei Jahr vor. Aber laßt dieſe furze Dauer immerhin ſeyn. Macht ihr nicht alle Jahre die gleiche Quantität oder Menge von Dung ohne Einſtreuung? Und nun auf den Armen zu kommen, der weder eigenen Garten noch Feld hat, der ſeine Kartoffeln auf fremdes Land, von der Herrſchaft und Eigenthümer bedungt und bepflügt, ausſteFt, 2 Gr. pro Ruthe Pacht giebt, was macht dieſem ſein eigener Unrath, dex total ver- loren ging, bei ſoliHer Benußung aus? Jſt's nicht hauptſächlich der Miſt, der Cuch fehlte, daß Ihr dieſen hohen Zins gebt? O! vernachläſſiget doch dieſen wohlgemeinten Rath nicht, macht Euch ohne Düungſtätte Euren Dung und rechnet auf die er- giebigſte Erndte. Die Viehjauche die eben ſo behandelt werden kaan, auf Bauerhdfen, Edel- und Amtleuten- Ge- höften, bringe ich hierbei gar niht in Anſchlag, da ſie, naM Schweizer Manier, ſhon von ſo vielen be- nußt wird, und von andern gewiß noch benußt wer- den wird. Daß die Jauche oder Urin des Vieh“ welHhes Gras, Heu, Stroh und Körner frißt, vem Urin des Menſchen, der Fleiſch und gekochte Speiſen genießt, in Hinſicht der treibenden Kräfte (€ Mm auf Saat und Pflanzungen aller Art, nicht zu ver- gleichen iſt, iſt zu bekannt, als daß es weiterer Erdrterung bedürfte. Aber auch nur der vierte Theil der Kraft, den leßtere Jauche enthalten ſoll, wird für den zur Wohlthat, der früher hin ihn unbenußt verloren gehen ließ und ſollte er auch auf ein Jahr nur als Nachdung, und zur Bedungung der Wie- ſen, Klee- und Futterfelder dienen. Fünfter Abſchnitt, Vergleichung der Bedüngung der Felder mit gewöhnlich gutem gefaulten langen Miſt, mit dem hier beſprochenen Dungpulver. Wenn, wie früher erwähnt, vom guten Dung zwanzig gewöhnliche oder zehn große drei- und vier? ſpännige Fuhren auf den Morgen Aer gebraucht werden, um ihn in guten Dung zu ſeßen, ſo hält dieſer, nach der Dreifelder- Wirthſchaft, drei Jahre an, nach der Eintheilung des Landes, in 8 Schlägen Vier Jahre, und wer ſich zu 6 und 7- Schläge ein- gerichtet hat, dem muß er aum? mit Bei- und Mit- hülfe des ein- und dazwiſchen geſäeten Klees, ge? wöhnlich unter der Gerſte, ſechs bis ſieben Jahr ausreichen. Nach der Fruchtfolge' dieſer Wechſel- (ZWO ſchläge giebt der Klee nach eingeerndteter erſten Maht durchs Umadern einen guten Nachdung. Wie nun aber auch jeder Landwirth ſich ein- gerichtet haben mag, ſo wird ihm eine ſo bedeutende Zubuße von dem künſtlichen Dung ſtets eine ſehr willfommne Sache ſeyn und wollte er denſelben auch vorzüglich nur auf Kraut, Kohl, Kohlrüben oder Wurzelfrüchte im allgemeinen, auf Kleebau,(von dem wir uns noch beſonders unterhalten wollen), Futter- feldern und beſonders auf die, in ſo manchen Ge- genden ganz vernachläſſigten, ohne alle Pflege und Dung liegen bleibenden, Wieſen an- wenden. Auf den nun folgenden Abſchnitt, der von der Anwendung dieſes unſers Dungpulvers handelt, der ſi auf Erfahrung und Jahrelange'Erkenntniße in Frankreich gründet, mache ih meine Leſer beſonders aufmerkſamz denn in Berlin wo ſich die Fabrication des künſtlihen Dungmittels ſo ſpärlich gründete, können wir niht von Erfahrungen ſprechen, die Herbſt und Erndte darbieten, und deshalb mache ih dasjenige, was uns durch authentiſche Nachrichten befannt geworden iſt, zum Sechſten Abſchnitt, Von der Anwendung unſers Dungpuſvers, Unſer“Dungpulver“wenden. wir auf" zweierlei Art an an' 1) troFen, wo es wie jede Art von Getreide nach dem Maaß geſäet wird, ſo daß.bei leich- tem Boden drei Scheffel auf einen Morgen geſäet werden. 2) naß in Waſſer aufgelöſt“ als Jauche zum be- gießen. Trocen„wird“ c8: wie«die Körner: des: Getreides; entweder'nach dem zweiten Eggen oder„auch, wenn man Feine Zeit hat, ungünſtige Witterung, das Heißt, kein Regen, erfolgen ſollte, zu gelegener Zeit, das in Saat ſtehende Feld mit dem Dungpul- ver überſäetz ſei es Sommer- oder Winterfrucht, Bei Winterfrucht und beſonders bei Äcern, die aus Mangel an Zeit ſpät beſtellt werden können, die tief liegen, und vom Waſſer Noth leiden, iſt das Beſäen im Frühjahr, wenn ſich das Waſſer ver- laufen und eingeſogen. hat;:. mit dem Dungpulver, beſonders anzuempfehlen. Die: Kleinigkeit unſers Dungpulvers, ſo wir auf einen Morgen Landes rech? nen müſſen, wird von dem überſtehenden Waſſer ("48> leicht“ aufgeldſt, und hinweg geſchwemmt, und. bliebe es auch auf dem Lande, würden wir doch wenigen Er- folg durc; die erlittene Verdüngung ſehen, die das oben- und'aufſtehende Waſſer macht, da es mit dem Waſſer tiefer in die Erde eindringen wird, als die Wurzeln unſerer' Früchte, die NGEN daraus zie hen ſollen, reichen. Es folgt hieraus, daß bei tro>nem Wetter oder heißen Sommertagen nur dann das Dungpuülver auf ven AFer gebracht werde, wenn ein Regen mit Ge- wißheit vorauszuſehen iſt, alſo vor und mit dem Regen geſäet werde. Denn 1) löſet ein nur mößiger Regen dieſes Pulver leicht auf und theilet dem Lande und den Wurzeln der früchtebringenden Gewächſe ſeine treibende < Kraft mit..“; 2) auf leichtem, flugſandigem Boden fann der Wind weder ein Verwehen noch Forttreiben und Zuſammenwehen des angewandten Dungpulvers verurſachen, und bei zu vermuthendem oder während eines mäßigen Regens iſt man beim Ausſäen vergewiſſert, daß das ganze"Feld überall und gleich bedungt iſt und bleibt. Naß angewandt, bei Pflanzungen von Garten- Gewächſen, als Kohl, Kohlrabi, Kraut, Kohlrü- MW ben u. ſ. w., die bei der Anpflanzung dom angegoßen werden müſſen, iſt unſer Dungpulver von beſonderer Kraft. Die Arbeit des Angießens muß ja, vor wie nach und überall gebräuchlich, ſeyn und bleibt die- ſelbe. Ob nun mit der La>e oder Jauche unſers Dungpulvers oder mit reinem Waſſer die Pflanzen angegoßen werden, wird jeden wohl gleich ſein fon- nen, und um ſo mehr, da er durch das Einmax- lige Angießen mit dieſer La>e alles Düngens überhoben iſt, ſei das Land auch wie es will, und unbedüngt.; Das Verhältniß zum Angießen iſt, daß vier Pfund, ungefähr eine Meße troFnen Dungpulvers in 42, bis 14 Quart Waſſer aufgelöſt werden. Bei Kartoffeln, die feiſten Dung verlangen, fann man die Hälfte Waſſer zur Verdünnung der angegebenen Maſſe nehmen. Iſt die Kartoffel ge- legt, ſo füllt man das Ste>loH damit, und aller übrige Vordung fällt weg. Leute, die Scheffelweis nur“ihre Kartoffeln zu eigenem Mundvorath auslegen, und ihre Arbeit dabei ſelbſt thun, denen rathe ich dieſes Verfahren beſon- ders an. Bei Auslegung von Wiſpeln und Maltern iſt und wäre dieſes freilim zu umſtändlich, allein auch hierbei, wenn vie Kartoffeln auch nach der 5 Fahre oder dem Pflug gelegt werden, bedarf das Feld nicht ganz, ſondern nur die Kartoffel oder das ſie umgebende Erdreich gedüngt zu werden. Wer aber auch hierbei nahes Waſſer hat, würde immmer wohl thun, dem oben angeführten Saß. zu folgen. Wer, wo Waſſer fehlt und das Her- beiſhaffen zu umſtändlich iſt, keinen, als nur dieſen künſtlichen Dung zur Auslegung der Kar- toffel anwenden will, und nach Fahre oder Pflug legt, dem wird auch dieſes leiht, wenn nach dem Mädchen die dem Pflug folgt, und die Kartoffeln legt, eine zweite Perſon nachſchreitet, die das Dungpulver über die gelegten Kartoffeln ſtreut. Jedermann ſchäßt den Kartoffelbau gleich dem des Brodforns, und wenn ich mich länger dabei auf? hielt, als ih ſelbſt wollte, thut mir's nicht leid, denn die Kartoſſel iſt der Armen Hauptnahrung. Siebenter Abſchnitt, Von dem Verhältniß des Bedüngens mit unſerm Dungpulver auf ſandigem, leichtem und ſchwerem Boden für Roggen, Gerſte, Weizen, Hafer, u. ſ. w. vorzüglich Klee und Luzern, wie auf mooſigen Wieſen, oder deſſen Anwendung überhaupt, Auf leichtes Korn- und Gerſtenland werden drei Scheffel, auf ſchweres Korn- und Weizenland [) vier bis fünf Scheffel, auf feuchten oder naſſen Lehmboden fünf bis ſieben Scheffel als Dung auf den Morgen von 180 Quadrat Ruthen ausgeſäet.= Dieß geſchiehet, wie geſagt, entweder nach) dem zwei- ten Eggen oder traut man der Witterung nicht, das heißt, erwartet man feinen Regen, was bei der Winterſaat ſelten der Fall iſt, ſo läßt man ſein Feld mit der Augſaat unbekümmert liegen und wartet mit der Überſaat des Dungpulvers ſelbſt bis zum Frühjahr, wenn die Fruchtſaat im beſten Anſchein ſteht. Regen oder feuchte Witterung iſt die Seele, die dazu gehört. Dieſe Regel gilt für alle Körner- Arten. Hoher rother Klee, Luzerne, Csparſette werden eben ſo behandelt, nur daß man auf den Morgen Landes, nicht mehr als zwei Scheffel des Dung- pulvers ſäet. Statt einem Scnitt werden wir drei Schnitte maßen. Nach jedem Snitt aber wird daſſelbe Maaß oder Menge unſers Dungpul- vers über die Stoppel geſäet, ſo daß wir jährlich ſechs Scheffel auf den Morgen Kleebau, zu rechnen haben. Um gleichmäßiger zu überſäen iſt's wohl- gethan, wenn das Dungpulver mit eben ſo viel Erde gemengt wird, wie dieß auch allen Landleuten die Mohn u. ſ. w. ausſäen, zur Genüge bekannt iſt. Cm. 3 Bei viel Moos tragenden Wieſen, würde ich die aus. Kalk, Aſche und Urin bereitete Urate oder Harn- pulver beſonders: anrathen, da das fauſtiſche Alfaly ein beſonderer Todfeind aller Moogarten iſt, dieſe alſo vertilgt, und den Graswuchs in ſauren Wieſen veredelt und befördert*). Achter Abſchnitt, Laut Nachrichten aus Frankreich, wo man ſich durch mehrjährige Erfahrung Übergeugung verſchaffte, darf ich nicht unbemerkt laſſen: die Ergiebigkeit der mit dem Dungpulver beduüng- ten Korn- und Gartenfrüchte, wie deren Reinheit von Unfraut. Alles Korn, Weizen, Roggen, Gerſte, Hafex trug größere Ähren, ſtärferes Stroh und gab faſt no>>>NnEEN*>NG>M ET FT va €: 30. 3 Theilen Kalkerde, ſs wird die Vegetation auf mehrere Jahre gänzlich unterdrüFt. Der Kalkſtein aus Kalk- erde allein befördertiaber die Vegetation ungemein. 2. Das Kalkgemiſch mii Dammerde(35 Fuder Dammerde und 5yFuder Kalk) läßt ſich unter oben angeführten' Bedingungen bei allen möglichen Arten von Früchten mit Vortheil anwenden: Man ſtreue dieſes Gemiſch nur furz vor einem" Regen über die Saaten, über Klee- oder: Graswuchs. aus,“ damit durch die Auflöſung des Kalkes im Waſſer die dungenden Stoffe in den Boden dxingen und' von den Wurzeln angeſogen werden können. 3. Man ſieht leiht daraus, warum mancher Landwirth den Kalk alsBeſſerungsmittel fälſchlich an- gewandt hat; indem er die Natur des Kalkes nicht verſtand.(Thaer E. 3. K. d. E.L., 1. BB. S. 165. Fiſcher's Abhandlung über Düngung, S. 97.) 4. Der Regel nach iſt es vortheilhafter, den Boden auf zwei nacheinander folgende Jahre mit dem Kalkgemiſche: zu überdüngen, und zwar ſo, daß die A>erfrume durchaus gefalft werde. Dann kann der Boden zwei bis drei Jahre genußt werden. 5. Dabei muß man aber mit den Früchten:ab- wechſeln. Jſt der Boden thonigt, ſo wechſeln Weizen, Bohnen, Gerſte, Klee,= oder Korn, Gerſte, Klee, Hafer,=- oder Gerſte, Klee, Weizen, Bohnen.=- Iſt der Boden mehr Heidegrund, ſo wechſeln? Korn, Bohnen, Rüben, Hafer,=- oder Weizen, Rüben, Hafer, Klee.=- Iſt der Boden ſandig, ſo wechſeln: ( m DI Kartoffeln, Rüben, Hafer,=- oder Rüben, Hafer, Wien und Klee. 6. Auf. dem HundsrüFen gehen jährlich für 39,660 Gulden Kalk aus dem Lande, wofür man 59,400 Tonnen erhält, deren größter Theil, nämlich 47,000 Tonnen, auf den Aer gebracht wird. 7. Der ungebrannte, zu Pulver zermalmte Kalk? ſtein iſt niht ohne alle Wirkung, kommt aber dem gebrannten nicht gleih. Wenn Säure im Boden iſt, ſo kann er ſie brehen; auch loFert er den zu gebunde- nen Boden und befördert die Verweſung organiſcher Theile. Herrmann ſagt über die Anwendung des Gipſes und ſeine Wirkungen(Frage 197 im Landw. Catechismus, erſten Theils S. 155)?„Der ungebrannte gemahlene Gips wirkt als ein Reizmittel, beſonders auf Stamm und Blätter, zur Lebensthätigkeit gewiſſer Pflanzen mehr, als auf ven Boden ſelbſt. Man ſtreut ihn am beſten im März und April, zur Zeit der lebhaf- teſten Vegetation, bei einem gelinden Regen oder feuchter Witterung, auf Wieſen und Kleefelder. Zum Überdün- gen bei Weizen, türkiſchem Weizen, Buchweizen, Korn, Gerſte, Hafer, Flachs, Cichorien und Hülſenfrüchten iſt er ſehr vortheilhaft.== Wenn man Saamen in einer Aufldſung des Gipſes mit Waſſer einweichet, ſo iſt die Vegetation(das Wachsthum) ſehr üppig.=- Wie viel man auf den Aer ſtreuen darf, richtet ſich na< der Be- ſchaffenheit des Bodens.= Enthält das Erdreich wenig C: 50 I oder gar Feine Kalktheile, Mergel oder Säure, ſo wirkt er vortrefflich. Man ſtreut bei uns auf den Morgen 6 bis 8 Simmern.-- Es findet auch ein Unterſchied im Gips ſtatt. Herr Kirwan behauptet, daß der fax- ſerige Gips beſſer, und auf thonigem Lande wirk- ſamer ſey. Gips mit Jauche vermiſcht beför- dert die Vegetation ungemein. Eben ſo auch Ofenruß und Aſche mit Gips zur Hälfte vermiſcht, wirkt unge- mein ſtarf auf Kleefelder und auf Hülſenfrüchte. Der- ſelbe ſagt noFH als Anmerkung:;Als Verwalter ließ ic) immer zur Hälfte Aſche und Ruß mit der Hälfte Gips vermengt ausſtreuen, und ich fand den Kleewuchs weit lebhafter, als beim reinen Gips.“=- In vielen Gegenden ſagt man ſtatt Gipſen: DuFſen. Man muß ſich hüten, friſch gegipſten, beſonders jungen Klee zu füttern, denn das Vieh bläht ſehr ſchnell davon auf.“ Über den Mergel ſagt Herrmann in Frage 180 erſten Theils des Catehismus, Seite 156(und wie wirket derſelbe?):„Der Mergel, beſonders mit vielem Kalk, wirkt wie der Kail. Eine Hauptregel iſt dabei dieſe: je mehr Mergel man aufbringt, und je kalfarti- ger er iſt, deſto ſtärfer muß man düngen, wenn der Boden nicht nach einiger Zeit erſchöpft werden ſoll. Daher läßt ſi ſein nur hin und wieder verſpürter Nußen als Nachtheil erklären. Es entſtand ſogar das Sprichwort;„der Mergel macht reihe Väter, aber arme Kinder.“ Man muß auf die Miſchung des ( O7 Bodens genau ſehen, ehe man den Mergel als Beſſe- rungsmittel gebrauchen will. So gehört dem Thon- boden Kalkmergel: oder Gips- und Sandmergel. Dem Kalk- oder-Sandboden gehört Thonmergel oder Mergel, welcher ſehr wenig Kalk enthält,- Auf ſauerm:oder feuchtem Boden leiſtet er ungemein gute Dienſte, er erwärmt denſelben und vertilgt das Haupt? Unfraut ſchnell. Da der Mergel an der Luft am beſten zerfällt, ſo führt man ihn vor dem Winter zum Zerfallen, und zwar cam liebſten auf Aer, die zu Graſe(oder Brache) liegen. Er vermehrt den Gras- wuchs, vertilgt dos Unkraut, beſonders den wilden Sauerampfer. Hohes troFenes Land bringt man durch Thonmergel zu einem reihen Ertrage von Klee und Gras, beſonders wenn no< Stalldüngung hinzu- fommt. Gebrannt ſoll der Mergel weit mehr auf die Vegetation wirfenz denn er erzeugt Salpeterſäure. Auf den Morgen führt man zwölf Fuder oder 25 bis 30 Centner Mergel auf 2." Was Herrmann zur Torfaſche, auf die Frage 131, „wie wirkt die Torfmoorerde, als Verbeſſerungsmittel an- gewandt?“ in deren Beantwortung und Anmerkungen ſagt, wird nur im Auszuge mitgetheilt, da ſeine Anmer- fungen ſich über den ganzen Torfſtich ausbreiten, hier aber nur von dem Dung der Felder die Rede ſeyn ſoll. „Die Torf- oder Moor-Erdarten müſſen vorher ge- nau unterſucht werden, ehe man ſie als Miſchungs- oder Verbeſſerungsmittel der Felder gebrauchen kannz denn GC m nicht aller Torf- oder Moorboden iſt gut dazu, Eine fruchtbar? Moorerde findet ſich loſe, loFer, iſt von Farbe ſchwarzgrau, fittet und brennt auf einer geglühten eiſer- nen Platte oder BleH im Feuer beinahe auf, ohne Schwefelgeruch oder blaue Flamme, und läßt eine ge? ringe Quantität oder Menge dunfelröthliche oder graue Aſche zurüf. Die Moorerde hingegen, welche ſehr wenig brennt, und eine rothe Aſche-zurüFläßt, folglich viel Eiſenvitriol und verwitterten Schwefelfies enthält, iſt zur Verbeſſerung der Felder am ſchlechteſten. (S. Hermbſtädt's Archiv der Agric. 4. B. 1, H. X. St. Seite 216:„Über den Gebrauch der Sumpf- oder Moorerde, ihre ungleiche Beſchaffenheit, und ihren Schaden und Nußen beim AFerbau.“ „Die gute Torfmoorerde führt man hauptſäch- lich auf Sandfeldern und Kalkboden vor Win- ter auf das Feld, damitſie durch die Luft gebroFen, mürbe und ſauerfrei gemacht wird, und im Frühjahr darauf deſto beſſer mit der aerbaren Krume vermiſcht werden kann. Man ſchlägt die Torfmoorerde auch auf große Haufen, legt Sct werden, und wodurch der unter dem Namen Poudrette compoſee befannt gewordene Dung gewonnen wird, iſt das Einrühren oder die Vermiſ in Berlin Der Verfaſſer. Früher ertheilte Privilegien im Bereich der ganzen Preußiſchen Monarchie, zu Gunſten der hieſigen Unter- nehmer, waren das Hinderniß, weiches dem Verfaſſer im Wege ſtand, eigene Unternehmungen zu machen, und ndthigten ihn, die vortheilhafteſten Anerbietun- gen ausſchlagen zu müſſen. Dagegen iſt die Selbſtfertigung des fünſtlichen Dungs zum eigenen Verbrau, laut Privilegio, allen und jedem erlaubt und freigeſtellt. EE Ue b-. —— ——-—-——————-— Skonomiſche Buͤcher. 1. Beſchreibung der vorzuͤglichſten Wieſen⸗ und Weide⸗Graͤſer, und Anweiſung, wie man den Saamen derſelben, um ſich den noͤthigen Vorrath davon auf eine wohlfeile Art zu verſchaffen, ſelbſt einſammeln kann, und was bei der Ausſaat deſſelben beobachtet werden muß, um den Gras⸗ und Heu⸗Ertrag der Wieſen, Koppeln und Weideplaͤtze, nach zuverlaͤſſigen Erfahrungen, um das Dreifache zu erhoͤhen, nebſt einem Herbarium vivum, worin von jeder dieſer Grasarten zur Befoͤrderung einer genauen anſchaulichen Kenntniß derſelben, ein aufgetrocknetes Exremplar enthalten iſt. 1 Rthlr. 12 Gr. 2. Thierarzneibuch fuͤr den Landmann, in zwei Theilen; 1. Theil: wie werden die Krankheiten verhuͤtet? 2. Theil: wie werden ſie mit den leichteſten Koſten geheilt? von C. W. Froͤlich. 8. 1 Rthlr. Die gewoͤhnlichen Vieharzneibuͤcher gewaͤhren dem Landmanne keinen Nutzen, und daß es beſſer ſeyn wuͤrde, den Bauer uͤber den Grund der Krankheiten ſeiner Thiere und wie er ſie am beſten verhuͤten koͤnne, zu belehren— iſt eine Bemerkung, welche von den thieraͤrztlichen Schriftſtellern bisher wenig oder gar nicht beherzigt wurde. Herr Froͤlich hat dieß gethan und ſo iſt ſein Buch das nuͤtzlichſte, was in dieſer Art dem Land⸗ mann in die Hand gegeben werden kann. 3. Unterricht fuͤr den Landwirth ſo wie fuͤr jeden Pferde⸗ und Viehbeſitzer, zur Abwendung und Heilung der haͤufig vorfommenden Viehkrankheiten und anſtecken⸗ den Seuchen. Auf hohe Veranlaſſung entworfen von G. F. Sick, Profeſſor der Thierarzneikunde. 12 Gr. 4. Taſchenbuch fuͤr Okonomen, Separations⸗ Commiſſarien und Bonitirer. Auch unter dem Titel: Verſuch zur Aufſtellung beſtimmter Grundſaͤtze bei Ab⸗ ſchaͤtzung der Acker, Wieſen und Huͤtungen auf einer Feldmark und zur Feſtſetzung eines verhaͤltnißmaͤßigen Werths derſelben gegen einander. Von J. F. Reyne, Koͤnigl. Preuß. Generalpaͤchter. 1847, gebunden 16 Gr. 5. Anleitung zur Kenntniß und Behandlung aller in Europa bekannten Seuchen und andern an⸗ ſteckenden Krankheiten der Haus⸗ und Nutztthiere. Von J. C. Ribbe. Mit einigen Noten von Naumann, Direktor der Koͤniglichen Thierarzneiſchule. 2te Aufl. gr. 8. 1818. 1 Thlr. 12 Gr. ————— y———— -————----ꝑä--—-——————— DJungmittel und Urate. r u f der Rath e bartenbeſitzer, Bauer oͤhner; Farbkarte 13 ind Schullehrern kens empfohlen. — 824, Buchhandlung. ., Druckpapier 6 gGr. ———— A V Aℳ 7 V A V ¶◻