4 Krankheiten der b Vnlnäriseh Kulturpllamgen e . VO 4 E RIEHII WMeilte Auflags — .. 1 Verlag von Paul Parey in Berlin SW. I1, Hedemannstr. 10 u. 11 ſellg — 0 f 0„ 0 0 Iih Landwirtschaftliche Unterrichtsbücher. la Grundzüge der Landwirtschaft. Von F. Gaul, Direktor zu Hildburghausen. V Kühstrerna Zweite Auflage. Gebunden.*ℳ gesetzeskun Ackerbau einschl. Bodenkunde, Düngerlehre, Maschinenlehre und Meliorations- 63 Gebunde lehre von Direktor Dr. Droxsen und Prof. Dr. Gisevius. Neunte Auf- 84 Cchriktrerke lage. Mit 195 Textabbildungen. Gebunden. 82 von K Lehrbuch des Ackerbaus von Prof. Dr. H. Biedenkopf in Groß-Umstadt. 17* Land. Bert Sechste Auflage. Mit 8 Tafeln und 80 Textabbildungen. Gebunden. ‿ in Cher Leitfaden für einfache landw. Untersuchungen. Von Prof. Dr. H. Bieden- 28 Landw. Ber kopf in Groß-Umstadt. Dritte Auflage. Mit 38 Textabbildungen. Gebunden. an Mit Le Grundzüge der Agrikulturchemie. Bearbeitet von Dr. R. Otto in Proskau. 8 Reehenbuch Zweite Auflage. Mit 42 Textabbildungen. Gebunden ☛ Neu bes Leitfaden der Düngerlehre. Von Prof. Dr. Max Kling. Zweite Auflage. N Plassen Gebunden. 2.1 t 110 Bodenkunde. Von Dr. W. Lilienthal, Winterschul-Direktor in Genthin. 38 anaihun Dritte Auflage. Mit 14 Textabbildungen. Gebunden. er Ardenuna Bodenkunde. Von Direktor A. Wirtz in Odenkirchen. 22 3 d Mineralogie und Gesteinslehre von V. Uhrmann, Direktor der landw. Schule 32 Serae in Annaberg im Erzgebirge. Dritte Auflage. Mit 26 Textabbild. Gebunden. Mmutlisches Mineralogie und Gesteinslehre von Dr. P. Teicke, Oberlehrer an der Land- 8 Ettelbrü wirtschaftsschule in Salzwedel. Mit 23 Textabbildungen. Gebunden. 8. Rechenhuch Pflanzenbau von Direktor Dr. Birnbaum. Zehnte Auflage. Bearbeitet von* und K. Prof. Dr. Gisevius in Gießen. Mit 207 Textabbildungen und 5 farbigen* Rechnu- Tafeln. Gebunden. 8s Gebunde Grundzüge der Planzenvermehrung von Max Löbner in Bonn. Dritte Auf- 44 alenhieh lage. Gebunden. ig. in Kitts Wiesenbau von H. Kutscher, Lehrer in Hohenwestedt. Dritte Auflage. 84 Mit L Mit 87 Textabbildungen. Gebunden. 2 oometrie, Leitfaden der Botanik für landw. wWinterschulen und Landwirte. Von Prof. 11 westedt Dr. Mever. Vierte Auflage. Mit 246 Textabbildungen. Gebunden. 8: Planimetrie Botanik von Direktor F. Ga u l. Mit 122 Textabbildungen. 3. Auflage. Gebunden. 38* 8en UI Botanik von Dr. Th. Wölfer, Schleswig. Mit 192 Textabbildungen. Gebunden. 15 Uuterricht; Lehrbuch der Botanik von Dr. P. Teicke. Zweite Auflage. Mit 98 Text- E. M. Wil abbildungen. Gebunden. 88 Gebundd Pflanzliche und tierische Schädlinge unserer landw. Kulturpflanzen. Von W. Til1- llmeg. u mann in Ascheberg i. W. Dritte Auflage. Mit 50 Textabb. Gebunden. 0 lehrer j Bakterienkunde von Direktor Dr. P. Gordan und Tierarzt C. Bahr. Zweite.4 Gedu d Auflage. Mit 32 Textabbildungen. Gebunden. 28 Plnar ndu Leitfaden der Tierkunde für landw. Schulen. Von R. Hillmann und*.on A. Wolschner. Dritte Auflage. Mit 145 Textabbildungen. Gebunden. 85 Ph K Sdi Lehrbuch der Tierzucht. Von Dr. H. Biedenkopf, Prof. in Groß-Umstadt. 5 Ton Elfte Auflage. Mit 8 biolog. Rassebildern und 131 Textabbild. Gebunden.** ruch d Viehzucht von Prof. V. Patzig. Neunte Auflage. Mit Textabb. Gebunden. 8 n damnte Tierzuchtlehre von Dir. A. Conradi. Zweite Aufl. Mit 136 Textabb. Gebunden. rite. und Bau und Leben der landw. Haussäugetiere. Von Dr. E. Laur. Achte Auflage, 25 Aullage. bearbeitet von Dr. A. Käppeli. Mit 112 Textabb. und 1 Tafel. Gebunden.. ültaden fü Der Körper der landw. Haussäugetiere. Von Dr. J. Becker in Rostock. Zweite 84„ Haghit. Auflage. Mit 67 Textabbildungen. Gebunden. 82(demie Von Fütterungslehre. Von Dr. W. Kleberger, Gießen. Gebunden. 42 kür land Landwirtschaftliche Betriebslehre. Bearbeitet von Dr. R. Roth, vorm. Direktor 8 AuSga der landwirtschaftlichen Schule in Chemnitz. Zwölfte Auflage. Gebunden. 6 Läbrgang de Landwirtschaftliche Betriebslehre von Dr. Luberg, Direktor des Seminars für ⁵(hemie von Landwirte in Königsberg in Nm. Neunte Auflage. Gebunden. 38(hemie lü Betriebslehre von Dr. Th. Wölfer, Direktor in Schleswig. Zweite Auflage. 8 Vütel Mit einer lithographischen Tafel. Gebunden. e aieee Betriebslehre von Direktor A. Conradi. Fünfte Auflage. Gebunden. 38 nirtseh Bäuerliche Betriebslehre von Direktor J. Gaul in Hildburghausen. Gebunden. l Aülage Grundzüge der Wirtschaftslehre. Von Dr. Victor Funk. Siebente Auflage, 25 wihüche neubearbeitet von Dr. Adolf Schäfer, Direktor der Landw. Schule zu) det. und Kaltenkirchen. Gebunden. abeitet, Volkswirtschaftslehre von K. Petri. Vierte Auflage. Gebunden. 12 hsthau. Taxationslehre von K. Petri in Hohenwestedt. Zweite Auflage. Gebunden. ſe Erüst Landwirtschaftsgeschichte von Ok.-Rat Dr. V. Funk. Zweite Auflage. Gebunden. Schaitsra Vaterländische Geschichte von P. Knak. Gebunden. dungen Bürgerkunde von Schulrat H. Otto in Stade. Dritte Auflage. Gebunden. lehr. und Landwirtschaftspolitik von Okonomie-Rat Dr. V. Funk. Gebunden..Jun Landmanns Buchführung. Von Dr. H. Clausen, Direktor in Heide. Dritte leutsehes J. Auflage. Gebunden. diläungs .KI (Septen ber 1922. —=——————— TEES ZAR E R nStr, 10 11. I1 === Leſte Chen. Defrich in Deutsch- NOD KGB tabbildungen. In Von Dr.(. 19201 Text u. auf Taieln. Von Prof. Dr. Ah NS Dr. W. Koehne rtSchaft. Von Dr; uß, Direktor. Mit Von Dr. P. Gige- dungen. Ümmer, Kultivator, eßen. Zweite Auf- . 2. Aufl. inen im Landwirt . Lang in Hoch- ephan. Stand des Motor- 9 Textabbildungen. ] a 0800. 2. Aufl. haftsbetrieb. Von 'exfabbildungen. ndirektor. 2. Aufl.' hthaues Von Prof. f die Ernte. Von 11gen. *h neuen Methoden, „Dr. Kießling. W. Rohrbeck. Vegetationsfaktoren. Pr. Zweite Auflage. . Nit 6 Textabb. er, Geh. Reg.-Rat. 1 in Wien. 8 " künstliche Trock- 0) Textabbildungen. h in Wien. I. Heit: 9 Textabbildungen. wirth in Wien. n und 11 Textabb. tabbildungen. et 190 Textabb. "ufl. Miß 7 Textabb. a Hoffmann, “Mit 12 Textabb: 9 Textabbildungen. 55 Mit 39 Textabb. Schäden für Gen- 4 Textabbildungen. „tabbildungen. den land. Nun „tabbildungen: 1 Von Dr. Kitt chkeiten. m Prof. Dr. | IM EEN 4 ,7 Dr. R vy Se n9DYUSEN Krankheiten 179 der' landwirtichaitl, Kulturpflanzen und ihre Bekämpfung. f„. wr A+ AD N Nn f 6 R 45"1/ 66-€ r 4 Die Leitfaden für praktiſche und itudierende Landwirte. Von Dr.€. Riehm, Regierungsrat und Mitglied der Biologiſchen Reichsanitalt für Land- und Forſtwirtfſchaff in Berlin- Dahlem. Zweite, völlig neubearbeitete Auflage. Mit 101 Textabbildungen. Berlin DVerlagsbuchhandlung Paul Parey Verlag für Landwirtſchaft, Gartenbau und Forſtweſen: Prof. Dr. R. v. Sengbucch SW. 11, Hedemannſtraße 10 u. 11 1922. m ) Jord tieriſch Cage, EE ds broche! Yege, weſent | fulture T Pflanz | Tahre über| möglic werde! | ſtudie! ' tigſten Proxl folgt, NNEN NDEN Handb Ohne zipline möglic Paraſ zwei 3 linge, Alle Rechte, auch das der Überſetzung, vorbehalten. Vorwort zur eriten Auflage. Die Phytopathologie hat in den letzten Jahrzehnten ungeheure Fortſchritte gemacht. Man lernte die Biologie der pflanzlichen und tieriſchen Krankheit3erreger näher kennen und war dadurch in der Lage, neue Maßnahmen gegen die Schädlinge zu ergreifen. Vor allen Dingen hat ſich jezt immer mehr die Erkenntnis Bahn ge- brochen, daß die Bekämpfung der Schädlinge nicht nur auf direktem Wege, durc< Vernichtung der Paraſiten möglich iſt, ſondern daß als weſentlicher Faktor die Kräftigung der bedrohten Pflanzen durch kulturelle Maßnahmen zu beachten iſt. Der Fortſchritt unjerer Kenntniſſe von den Krankheiten der Pflanzen wird es begreiflich machen, daß eine Umarbeitung des im Jahre 1886 in diejer Bibliothek erſchienenen Bandes von Wolf über die„Krankheiten der landwirtſchaftlichen Nußpflanzen“ nicht möüglic< war; der Stoff mußte vielmehr vollſtändig neu behandelt werden.- Das vorliegende Bändchen ſoll in erſtex Linie dem ſtudierenden Landwirt einen kurzgefaßten Überbli> über die wich- tigſten Schädlinge der Kulturpflanzen geben; aber auch der in der Proxis ſtehende Landwirt, der die Fortſchritte der Wiſſenſchaft ver- folgt, wird in dem Buch in kurzen Zügen die wichtigſten Ergebniſſe der neueren Forſchung finden. Die vorhandenen Lehrbücher und Handbücher der Pflanzenkrankheiten ſind für den Landwirt, der ſich ohnehin ſchon mit einer großen Anzahl von verſchiedenen Dis8- ziplinen zu beſchäftigen hat, viel zu umfangreich; daher war eine möglichſt kurze Behandlung des Stoffes geboten, Nur die wichtigſten Paraſiten ſind eingehender dargeſtellt, ſo die Brand- und Roſtpilze; zwei Tabellen ermöglichen einen leichten Überblick über dieſe Schäd- linge. Die Tabelle dex Brandpilze enthält auch Angaben über die TV Vorwort. Bekämpfungs8mittel gegen den Flugbrand, wie ſie von Appel und dem Verfaſſer aus8gearbeitet ſind. Eine ausführliche Darſtellung hat auch der dem Zuckerrübenbau ſo gefährliche Wurzelbrand ex- fahren. Die Blattrollkrankheit der Kartoffel iſt abſichtlich nur ganz furz behandelt; über dieſe Krankheit divergieren die Anſichten derart, daß eine genaue Darlegung aller Hypotheſen in dem Rahmen dieſes Buches unmöglich war. Die einzelnen Theorien. ſind daher nur|» kurz angegeben und die zurzeit wahrſcheinlichſte in den Vordergrund ich eint gerückt. Dem Abſchnitt über die pflanzlichen Schädlinge ſchließt ſich Umgtu ein zweiter über: die wichtigſten tieriſchen Paraſiten an. heiten Die JlUuſtrationen ſind bis auf einige Originalabbildungen den- Boeimi bekannten größeren Werken entnommen; ſoweit bei den Abbildungen| eon der tieriſchen Schädlinge nicht8 Beſondere8 vermerkt iſt, ſind ſie fiſchen dem umfangreichen Werk von Rißema Bos über„Tieriſche Schäd- das Zu linge und Nüßlinge“ entlehnt.| wi Gr.- Lichterfelde, Februar 1910.|(up - er VB E. Riehm,| | upp | YD | ful demſelb auc ir | Chitvel | oſtw heiten| dem ex pflanzli paraſit ſtelle fü ich net rüdſicht ſee| A verſuchs ſind 13] niht ej Kirhn ſtellung el und ſtellung nd ex- vs ganz derart, | dieſes x nur (grund pt ſich on den ungen 1d ſie hud- Vorwort. Y Vorwort zur zweiten Auflage. Bei der Bearbeitung der zweiten Auflage diejes Buches habe ich einem Wunſche der Verlag8buchhandlung entſprechend eine völlige Umgruppierung des Stoffes vorgenommen und die einzelnen Krank- heiten und Schädlinge nicht nach ſyſtematiſchen Geſichtspunkten der Botanik bezw. Zoologie ſondern nach befallenen Kulturpflanzen an- geordnet. Wenn hierdurch der Gebrauch des Buches für den prak- tiſchen Landwirt weſentlich erleichtert worden iſt, ſo hoffe i<, daß da8 Buch troß dieſer Neugruppierung auch noch für den ſtudierenden Landwirt geeignet ſein wird; iſt mir doh gerade von Hochſchul- lehrern, die Vorleſungen über Pflanzenkrankheiten halten, ebenfalls der Wunſc< aus8geſprochen, den Stoff nach den Wirtspflanzen zu gruppieren. Die Erweiterung unſerer Kenntniſſe von den Schädlingen der Kulturpflanzen brachte e8 mit ſich, daß der Stoff nicht mehr auf demſelben Raume zuſammengedrängt werden konnte. Zwar ſind auch in dieſer Auflage die Krankheiten des Weinſto>es und der Obſtgewächſe niht behandelt=- der Umfang des Werk Seite aftlen Allgemeiner Teil: 1 Pflanzenkrankheiten und Ie, nach EN. AETHER EIGEN i DIe“ Infektion: DUr<- PZE 22. SIS EE EEE SEEN EEE IONUN n3en- Die Vermehrung der Pilze 3 I" Verbreitung“ der"Pilze. u AAS AL EPE KEI ERES FEEN ür Kurzer ſyſtematiſcher Überblick aber die varaſitären Bilze IEE NIE STHRE SCO 027 Die Bekämpfung der Pflanzenkrankheiten... GE EEA MOE 22 07 Die wirtſchaftliche Bedeutung der PANMSEHEUREN Cn GE SELEICH IEEE ZUID) eiM8- Der- Pflanzenſchußdienſt de3 Deutſhen.Reih8.---........ 16 nölatt SPEZTENeLr Ier 1 DPRG SN EEE ER USSR MRS RSE ESSA peziell(GEILeFD en EE NE SEEN GE SE SEES IR GEN ESSER SUESS AURUEESSNO) t De- RrÜhem 4 SR EE ESN SEI EEN SIEGEN SES EEE INR DEE MEN SUR DN Mit- Der Scenkrankheit des Hafers.. SENEN Ni FARNEN:G Die Getreidehähnenkrankheit.(Macrosporium Ssolavi Ell. et Mart.) Die Welkekrankheit.(Vertieill ium alboatrum Reinke) Die Batterienringfäule.(Bacterium sepedonicum Spieckermann et Kotth.) Die Blattrollkrankheit WICH: Die Kräuſelkrankheit.(Moſaikkrankheit) Die Rhizoctonia- Fußkrankheit.(Uypochnus LEN Prill ör el Scwarzbeinigkeit.(Bacterium phytophthorum Appel und andere Bakterien) Der Scorf. UE IEEE RENS LMI 2 202217 222 NG CONENTEIT NG Der Kartoffelkreb3.(Chrysophlyctis endobiotica Schilb.) Silberfle>en.(Spondilocladium atrovirens Harz.). Die Trockenfäule.(Fuſartumarten). Rüben(Zucker- und Runkelrübe) Der Wurzelbrand. NE ERR ACRE I UWE I IENECH Die Rübenmüdigkeit.(Heterodera 8chachti Schmidt) Jie RU form! Jer ſch Jer& Me R Jer fal Jer R Rie Bl Jie H Jer Ri Jer 7 et 7 Die R Röhren, | Ye M ) ie Kt! NEHERS ) Jer Jer G! Yie| | Mie A | Bohnen) Jie Y linde | Jer Y Ier j Jer Y Iie€ Atk, Ye 9 und Me Ec ſchl,, Ne ſin dez| Inhalt. 1 Die Runkelfliege.(Pegomyia hyoseyami Panz.[Anthomyia con- formis Fall.]). EROL SIEM SITTE ERZIE KI DAIER Der ſcnkrankheit.(Cryptosporium leptostromiforme J. Kühn). ME ENT ERAT DUR LIET IEE ALIEN| Die Wurzelbräune.(Thielavia basicola Zopf). Die Lupinenfliege.(Chortophila fünesta Kühn) Bohnen und, Erbſen. 2 UE ELEE Die Brennflekenkrankheit der Buhnen jmd. Erbiein(GIDEDSPOHEN lindemuthianum Sacc. et Magn. und Ascochyta pisi Lib.). Der Bohnenroſt.(Uromyces appendiculatus[Pers.] Lev.) Der Erbſenroſt.(Vromyces pisi[Pers.] de By.). Der Blattrandkäfer.(Sitona lineata 1.). ZPNINRIIENTCL Die St. Johanniskrankheit der Erbſe.(Fusarium vasinfectum Atk. var. pisi van Hall) SE EAN EIE AS I SNENSTUNS Die Erbſenwickler.(Grapholitha dorsana 3 Graph. nebritana Tr. und Gr. nigricana Steph.).: Die Samenkäfer von Erbſen, Bohnen und Di(Bruchus-Arten) Kohl. 3 Die Kohlerdflöhe.(PRS ENUESIE 100 Ph. undulata Kutsch.) Das Umfallen der jungen Kohlpflanzen.;: IX Seite 128 130 131 UM 132 132 133 133 133 134 135 135 135 136 136 137 139 139 141 142 142 142 143 143 144 147 147 148 149 149 150 1450 151 152 ) X Inhalt. Seite Die Braunfäule des Kohls.(Ps8eudomonas campestris)..--- 154| Jer Kup Kohlmaden. k 2.048 156| Jef Raupenfraß an Fohlpfla OUZEUPEN 010: E77| Hopfen Kropfkrankheit oder Hernie des GANS EOGOPLON 09 1SSICAC M or.)| thus I und der RIEN(Pgeudorrhynchus Sulcicollis Payk.). 159| Gcädlinge, (SPALQEND 1 128 SAE GENS ATNEIT I GOKU SNR EI LERSSG IV EIT SUKENLONE ME SUINEEIUEN 00)| Zer Bu Der SPADGEISOTE APUCOND ASPAVASIAD O2) 425 EI 3 RE IIR EF ALOD Ne Enger Die Spargelkäfer.(Crioceris duodecimpunctatal. und C. asparagi 17822064 Re dra! Die Spargelfliege.(Platyparaca poeeciloptera SCHWE) OST ZUNSGEOD| Pe Neht [SAVED CUE NN EPS EEE PUSGREN SPV BI IRON 25 RR D| Me bdſt Der falja)e Mehltau ve Zwiebel(Peronospora Schleideni Ung.) 165| Ja3 Yurz DEB ZMVIEDeITNNL R LCCHNA NMOLTLEINYLN.) 10.2 00022. 4 166 Blattläuſe . Das Verſc 4-17 168| Angelic Die Schwärze des Raps.(Sporidesmium exitiosum Kühn).. 168| Der Rapsglanzkäfer.(Meligethes aeneus Fb.)..-..-. 169| Der Rapzerdfloh.(Psylliodes chrysocephala 1.)..--.- 170| Die Nübenblattweſpe(Athalia Spmarum EF) co oo 0. dl| Der Rübenſaatpfeifer.(Kvergestis extimalis Sc.[Boty3 margari-| LAU SHS CHUBE) E27 03 EN ER SIE E RIGE TED IRRTE RN AENA WSLLTZ| GLAD STUR INESIS SAUG DERL ROTEM IREEN EEN EN SITZ| Sel STaMSTDI VM elamps0ta Un ers] We 72 Keimlingskrankheiten des Flac<43.(Botrytis cinerea Pers. und| (GIOCOSPORNINE HNTINWeCSLer 0 H R 02 10 102 173| Der Flachsblaſenfuß.(Thrips linarius Uzel und Thrips lini Lad.) 173) Die JFlachöſeide.“(Cuscuta epilinum Weihe)..-:-.-. 174| Die Welkekrankheit des ZINS(Fusarium lini Bolley)... 174| Tabak EE GR SAUER EIR IE BADE S R HULLE RAS BEATS EUTD TES 175; EE NNNGSELANIBeHE SEE IEEE EEN SEHR INGAIOES FEL NDATDSUP SANT DIRT| SIGE[EPLAN ED ELLEN HR SEEM EIE PENN EEE RSOES ZURCHR Lee GE RIE 3 R LERN DEL HIRE 15 SRITO.| Wurzelbeſcern den feſten Verband zwiſchen beiveit Zellen und dringen auf dieſem Wege ein. Endlich gibt es no<4 Pilze, die an beliebigen Stellen die Epidermis durchbohren (Abb. 2). [15X | 7, 4 Allgemeiner Teil. Das Eindringen der Paraſiten geſchieht durch auszuüben. Solche Haftſcheiben findet man bei den Mehltaupilzen, bei Botrytis u. a. m.; dieſelben entſtehen, ſobald die Pilzhyphe auf einen feſten Widerſtand ſtößt, verurſacht durch Kontaktreizwirkung. Be- rührt eine Hyphe von Botrytis cinerea ein Hindernis, 3. B. die Oberhaut eines Blattes, ſo verbreitert ſich die Pilzhyphe an der Berührungsſtelle. Oberhalb derſelben bilden ſich Verzweigungen und die neugebildeten Zweige verbreitern ſich wieder, ſobald ſie da8 Blatt berühren. So entſteht ein dem bloßen Auge wahrnehmbares Gewirr von Pilzfäden, die ſich feſt an das Blatt preſſen und eine Art Haft- jheibe bilden. Dieſe Haftſcheiben haben für den Pilz zweierlei Be- deutung. Erſtens wird durch ſie der Pilz gewiſſermaßen verankert, jo daß er auch durch ſtarken Regen nicht abgeſpült werden kann. Zweitens bildet das Appreſſorium ein Widerlager für den In- feftionsſchlauch und ermöglicht es ihm, einen ſtarken Dru auf die Blattoberfläche auszuüben. 3 Rie BP [oſen, Nittel ( durch| In die neut 9 Virts webe, zwiſche ſenden die 39 die F ſüden einan druch andex die( Fade Die Koni gebil faltig halb wede =< gebil! ſelbſ| Die Vermehrung der Pilze. Se Die mechaniſche Kraft wird unterſtüßt durchern und ſo den Pilzen den Weg bahnen, Eine Reihe von Paraſiten ſcheidet giftige Subſtanzen aus durc< welche die äußeren Zellen und Wirtspflanzen abgetötet werden. In dieſe toten Zellen dringen dann die Pilzfäden ein, ſcheiden aufs neue giftige Subſtanzen aus und töten ſo die nächſten Zellen der Wirtspflanze uſw. Dieſe Pilze wachſen alſo nie in lebendem Ge- webe, ſie töten erſt die Zellen, ehe ſie eindringen. Im Jnunern der Wirtspflanze wachſen die Paraſiten entweder zwiſchen den Zellen(intercellular), in welche ſie nur kleine Hauſtorien jenden, oder ſie wachſen in den Zellen(intracellular). Die Vermehrung der Pilze. Wir wollen in dieſem Abſchnitt einen kurzen Überblick über die zahlreichen Fortpflanzung8möglichkeiten der Pilze geben und dann die Faktoren kennen lernen, durch welche die Pilze verbreitet werden. Die eigentlichen Pilze beſtehen aus mikroſkopiſch feinen Pilz- fäden(Hyphen oder Mycel), die häufig in yo großen Mengen mit- einander verflochten ſind, daß ſie große in die Augen fallende Fruchtkörper bilden, wie wir ſie beim Steinpilz, Pfifferling und anderen Hutpilzen kennen. K Die einfachſte Form der Vermehrung der Pilze iſt die, Dan; 5 die Endzelle eines Mycelfadens ſich ablöſt und zu einem neuen Faden auswächſt; die abgeſchnürten Zellen nennt man Konidien. Die Konidienbildung kann dadurch modifiziert werden, daß die Konidie auf beſtimmt geformten Mycelfäden, den Konidienträgern, gebildet wird(Abb. 3). Die Foxmen der Konidien ſind ſehr mannig- faltig; man findet einfache zylindriſche Zellen, andere wieder ſind halbmondjförmig, kugelförmig uſw. Die Konidien entſtehen ent- weder einzeln, d. h. nur eine am Ende des Mycelfadens, oder es 2) Unter Fermenten verſteht man Subſtanzen, die in lebenden Zellen gebildet werden und dielenburg: Roſtock, Landw. Verſuchsſtation. Für Sachten- Weimar, Sachſen-Altenburg und SCHEN Meiningen: Jena, Schloßgaſſe 17. Riehm, Die Kcankheiten der landw. Kulturpflanzen. 2. Aufl. 2 18 Allgemeiner Teil. Für Oldenburg und Bremen: Oldenburg i. O. Für Provinz Lübeck: Eutin. Für Braunſchweig: Helmſtedt. Für Anhalt: Bernburg, Junkergaſſe 3. Für Sachſen-Gotha: Gotha, Siebleberſtraße 29, Für Reuß: Gera, Markt 5. Für Hamburg: Hamburg 36, Bei den Kirchhöfen. Für Lübeck: Lübeck, Muſeum am Dom. Außerdem beſtehen noch einige Hauptſtellen für den Pflanzen- jkung:.-..... Tylenchus dipsaci 52;' N 2. Von der in der Scheide ſte>enden Ähre abwärts am Halm AR eine mißfarbige FurhHe..... Chlorops taeniopus 51« 3. Roggenpflanzen ſchoſſen nicht; an den Blattſcheiden ſchwarze|: (StBEeiT EI 1 H 204 4 0 VroeyStis ocCulta 68| 7 4. Weizenähren WSHEN 119 an der die verhrümmte Ähre umſchließenden Blattſcheide mißſarbene Flecke mit kleinen ſchwarzen Pünkihen..... Dilophospora graminis 94 E C. Beſchädigungen der Ähren.„D I. Körner und Spelzen ganz oder teilweiſe zerſtört. Cade 1. Statt der Körner braunſchwarzes Pulver, auch die Spelzen aus de zum Teil in braunſchwarzes Pulver verwandelt. Uſtilagineen 55 Zum 7 2. Ühren oder Riſpe teilweiſe abgeſtorben, an den abgeſtorbenen! mittel| Stellen keine Körner und höchſtens verkümmerte Spelzen. Vubri : Thrip3- Arten 85 QuleB| 3. Wekzenähren eingeſchnürt und ſchwarz gefärbt. erfolge Dilophospora graminis 94' Getreide. 91 enen niht i' Seite vorbrehen, 1. Körner nicht oder ſchwach au8gebildet, Spelzen von normaler | Schichti 15 Größe aber mißfarbig. An den abgeſtorbenen weißlichen Ähren nehrigides 3' häufig Schwärzepilze(S. 94). ſe gedrehte| 1. Am Halmgrunde braunſchwarze3 oder weißltiches Mycel, auch hus fitrii 9 im Junern des Halmes8 unten Pilzfäden. Fußfk:ankheiten 79 zen, 2. Unten am Halm, im Innern der Blattſcheide Maden oder NUPDENT EN 170680 EE EERNDEMaVetOlas GESIEUCIOEN 8/1 18, Buſt 3. Der ganze Halm von 19DEN nach unten im Innern zer- Urin 7 FRE EEE REESE 08 1 OEPHÜSYPYZMACUSHISS ee val. 94) 4. Gerſtenähren DUNG mit den Grannen in der Blattſcheide EN ſtecken bleibend.... Helminthosporium gramineum 44 nA Jy0B Epelzen ganz nomal nur Körner defoumiert. wN 1. Einzelne Kö1mer H ſce; die tiefe Temperatur hemmt ſeine Entwicklung nicht, dagegen findet er ſeuchte, ſtagnierende Luft und kann nun üppig wuchern und die wattebauſchähnlichen Mycelpolſterx auf den Getreide- pflanzen ausbilden. Sehr häufig verläuft aber die Keimung der infizierten Körner nicht normal, beſonders dann, wenn die Infektion des reifenden Kornes ſehr früh erfolgte. Die Keimlinge ſind dann jo geſe kann dann das Fuſarium wieder zu üppiger Ent- wicklung kommen, ſo daß die Pflänzchen dann doch noh zugrunde gehen. Zur Bekämpfung de38 Schneeichimmels iſt die Verwendung ein- wandfreien Saatgutes erforderlich. GSolckt. Au8 dem Vorhandenſein der oben beſchriebenen Larven oder der an derſelben Stelle ſißenden, glänzendbraunen, 2 mm langen Tönnc Mit dem Namen Fritfliege bezeichnet man zweit nahe ver- wandte Fliegen, Oscinis frit und Oscinis pusilla, die ſich lediglich durc< die Größe voneinander unterſcheiden. O. frit(Abb. 8) iſt eine 2--3 mm lange, ſchwarz metalliſch-glänzende Fliege; O. pusilla iſt etwas kleiner. Ende Auguſt und Anfang September legen die Inſekten ihre Eier an die Getreidepflanzen oder an Gräſer; die In- ſeften gehen dann bald zugrunde. Ende September findet man im, allgemeinen keine Fritfliegen mehr auf den Feldern. Früh beſtellte Felder haben daher unter dieſen Schädlingen. beſonders zu leiden. Aus den Eiern ſchlüpfen die gelblich weißen Maden. Dieſe dringen in die Getreidepflanzen ein und zerſiören die Herzblätter; ſie ver- puppen ſich meiſt exſt im Frühjahr an der Pflanze. Jm April oder Anfang Mati ſchlüpfen die Fliegen aus und befallen nun die Sommex- ſaat in der gleichen Weiſe. Schon im Juni ſchlüpfen aus den Puppen dieſer Generation die Fliegen heraus, die ihre Gier an die jungen Nebentriebe oder an die Ährchen legen. Im erſteren Fall verläuft die Schädigung ebenſo wie an der jungen Winter- und Sommerſaat, im zweiten Fall werden die Körner von den Maden hohl gefreſſen. Jm Auguſt ſind dann aus den Puppen dex Sommexr- generation die Jnſekten. au8geflogen und legen wieder ihre Gier an die Winterſaat. Die Fritfliegen haben alſo drei Generationen, eine Frühjahr-, Sommer- und Wintergeneration, von denen die leßt- genannte den meiſten Schaden anrichtet. Als Vorbeugungsmittel empfiehlt es ſich, die Winterſaat erſt nac< dem 20. September zu ſäen, weil ſich dann die Fritfliegen im Hheneinen galt frü nwwidelt fin "hren verf Ditterung9% ſnd oder | au Gutwidl mfälligſte€ Min lüge man wfgehen; d pflanzen, Dd ) müſſen, Au ) bracht, be diſſen zugr! huren Rog EE EEE NRA GIII wenn die; die Vinter/ vepflügt 1 die Oberfl Geitentriel IE j) | 1) jj die G Gen wen, fam ſtarben ab, Uatt der| jetau8zieh | fofen fih |"tm He Ye Blüm nd richte Nan muß lüchen, biz Abb. 8. Fritfliege, Oscinis frit. A Larve, B Bupve, C Fliege, D kranke G treidepflanze| vid faſt mit Larven und Puppen in natijrlicher Größe im unteren Teile der Pflanze."ber, au ! vepflanzt GTS SEEREIeSE LSIRANER| REET DSCHSA AERO GRIEBEN a en I Getreide. 97 allgemeinen nicht mehr zeigen. Die Sommerſaat muß dagegen möglichſt früh ausgeſät werden, damit die Pflanzen ſchon fräftig entwikelt find, wenn die Fritfliegen ihre Eier ablegen. Jn manchen Jahren verſagt leider dieſe Maßregel, weil infolge beſonderer Witterungsyerhältniſſe no< Ende September Tritfliegen vorhanden ſind oder weil im Frühjahr die Sommerſaaten nur ſehr langſam zur Entwicklung kommen und beim Erſcheinen der Fritfliegen das anfälligſte Stadium noch nicht überſchritten haben. Zit in der Sommerſaat ſtark die Fritfliege aufgetreten, ſo pflüge man die Stoppeln früh um, damit die Ausfallkörner bald aufgehen; die aufgegangenen Pflanzen ſind die geeignetſten Fang- pflanzen, die dann Mitte September flach untergepflügt werden müſſen. Auf dieſe Weiſe werden die jungen Larven unter die Erde gebracht, bevor ſie fich völlig entwikeln können; ſie müſſen infolge- deſſen zugrunde gehen. Noc< mehr empfiehlt es ſich, einige Drill- ſpuren Roggen als Fangpflanzen auszuſäen und dieſe unterzupflügen, wenn die Fliegenlarven an den Herzblättern zu finden ſind. Sind die Winterſaaten ſtark befallen, ſo müſſen ſie tief(8--10 cm) unter- gepflügt werden, damit die aus den Puppen ſchlüpfenden Fliegen die Oberfläche nicht erreichen. Bei ſchwachem Befall kann durch Kopfdüngung erreicht werden, daß die befallenen Pflanzen kräftige Seitentriebe entwickeln. Die Getreideblumenfliege.(Hylemyia coarctata Fall.) Genau dasſelbe Krankheit8bild, das die Fritfliegen- hervor- rufen, kann auch die Blumenfliege verurſachen. Die Keimpflanzen ſterben ab, und es entſtehen Fehlſtellen auf dem Feld. Das Herz- blatt der befallenen Pflanzen wird zuerſt gelb und läßt ſich leicht herausziehen; es iſt unten abgefreſſen. Die befallenen Pflanzen be- ſto>en ſih ojt reichlich, am Grunde der von der Blumenfliege be- nagten Herzblätter findet man aber häufig den Schädling nicht mehr. Die Blumenſliegenlarven wandern nämlich von Pflanze zu Pflanze und richten dadurch viel größeres Unheil an als die Fritfliegen- Man muß alſo oft eine größere Anzahl erkrankter Pflanzen unter- juchen, bis man die Made der Blumenfliege findet. Dieſe Made wird faſt doppelt ſo lang(6 mm) wie die der Fritfliege, läßt ſich aber, auch wenn ſie noch nicht au8gewachſen iſt, leicht von der Frit- 28 Spezieller Teil. ;(mpot und fltegenmade unterſcheiden. Während die Larven der Fritfliege am| mdminß Hinterende zwei warzenſörmige Hüö>erchen aufweiſen, iſt das End=- lüpfen di glied der Blumenfliegenmade von oben nach unten zugeſiußt und trägt an dem ſchrägen Hinterende vier Erhebungen, von denen die äußeren ſpit, die beiden mittleren vierec>ig ſind. Im April verpuppen ſich die Blumenfliegenmaden im Erd- boden, und zwar in einer Tiefe bis zu 7 cm. Mitte Mai etwa zeigen ſich die mattgrauen, etwa 7 mm langen, einer kleinen Stuben- fliege ähnlichen JInjekten. Ob dieſe Fliegen bis zum Auguſt hin auftreten, und dann ihre Eiex wieder an den Boden zwiſchen die| Winterſaaten legen oder ob die erſte Generation ihre Eier an Wieſengräſer legt, und die dort ausſchlüpfende zweite Generation wieder das Getreide befällt, iſt no< nicht ſicher feſtgeſtellt. Durch|; Anlegen von Fangſtreifen Ende Auguſt gelingt es, die Hauptmenge der Fliegen zur Eiablage zu veranlaſſen; man kann dann ſchon durch| 6639. Bart flac<ße8 Unterpflügen die Larven leicht vernichten. Jſt man ge- m Beize zwungen, die von der Blumenfliege ſtark befallene Winterung um- Schaden; zubrechen, ſo muß man bedenken, daß normalerweiſe die Fliegen aus heel 7 cm tief liegenden Puppen an die Bodenoberfläche kommen können,| Des man muß alſo ſehr tief pflügen.| bhmetterl iDer Getreidelaufkäfer.(Zabrus tenebrioides Göze [Z. gibbus F.]) Von den Larven der Getreidelaufkfäfer beſchädigte junge Ge- treidelaufkäfer bieten ein eigenartiges Bild dar.(Abb. 9.) Die Larven freſſen nicht Teile der Blätter ab, ſondern ſie zerkauen nur das Blattgewebe und die jungen Halme und ſaugen das Zerkaute aus. Infolgedeſſen bleiben die wollig gekrümmten Blattreſte zurück. Den| Schädling ſelbſt bekommt man nicht leicht zu ſehen, weil die Larven| taägsüber ſich in ſenkrechten Röhren(Abb. 10d) tief in den Boden 3 verſteken und nur nachts ihre Nahrung juchen. Die Larven(Abb. 10b|; und c) werden 2--2,5 cm lang; fie find bräunlich und beſißen einen 1 ſchwarzen Kopf. Im Frühjahr verpuppen ſie ſich ſehr tief im Boden in einer Höhle,(Abb. 10 e.) Nach 3--6 Wochen ſchlüpfen die Käfer EEE (Abb. 10a) aus, die vom Juhi bis in den Winter, ja zum Teil bis 4 elta zum nächſten Frühjahr leben. Auch die Käfer halten ſich bei Tage UG im Boden verſte>t.. Gegen Abend ſteigen ſie an den Getreidehalmen din h ge am - bt und ten die 1(rd- i etwa tuben- iſt hin jen die ier an eration Durch tmenge n durch an ge- 19 um- jen aus fönnen, ge Oe- ) Die en nut te aus, tf, Den Carven Boden bb, 10b 1 einen Boden e Käfer Teil bis oj Tage ohalmen Getreide. 29 empor und benagen die milchreifen Körner. Die winzigen Eier werden in Klumpen im Erdboden abgelegt, und nach etwa 2 Wochen jchlüpfen die Larven aus. Die Getreidelaufkäfer richten beſonder8 Abb. 9. Von der Larve des Getreide-Lauſkäfers befceſſene junge Roggenpflanze.(Nach Rörig). an Weizen und Noggen, aber auch an Gerſte, ſeltenex an Hafer, Schaden an. Praktiſc< durchführbare Bekämpfungsmittel ſind nicht bekannt. Das Abſtreifen der Käfer von den Ähren mit Hilfe von Schmetterling8neßen, eine Arbeit, die ſpät abend8 odex in den Abb. 10. Getreide- Laufkäfer.(a nac< Reh, b bis 0 nach Curtius.) früheſten Morgenſtunden vorgenommen werden müßte, dürfte ziem- lich zeitraubend und auf großen Schlägen undurchführbar ſein. Das ebenfalls empfohlene Beſprißen der Winterſaaten mit Arſenbrühen wird in größeren Betrieben kaum durchgeführt werden können..- etl. T Spezieller EG, Ke EE IEEE 2% ES 2 GIES=| EI NGEN RERE(an EEE IEEE FU 2 UMHER EE |) Getreide. 31 Beſchreibung der Abb. 11. 1--3 Puccinia graminis: 1 Uredo- und Teleutoſporer lager auf Roggen; 2 Schnitt dyr< ein Laaer mit Uredoſporen u und Taleuto- ſporen t; 3 Äcidiun auf der Berberite« 4--7 P. glu- marum: 4 Ur do- und Teleutoſporenlager auf Weizen; 5 dieſelben auf einer äußeren Deſpelze; 6 keimende Uredoſpore; 7 Teleutoſpore. 8--9 P dispers8a: 8 Uredo- und Teleukoſvorenlaaer auf Roggen; 9 keuimende Teleuto- ſpore. 12. P. Simplex“ Uredoſpore. 10 P. dispersa: ÄAcuwien auf Anchusa arvensis. 11 P. Simplex: 1-edo- und Teleutojporenlag,:r auf Gerſte. 13-14 P. coroni- fera: 13 Uredo- und Telcutoſporenlager auf Hafer; 14 Teleuto)pore. Sporen e1wa 350 fac< verg. ößert. Nah Eriksſon. Die Getreideroſtpilze. „Getreidepflanzen, die von Roſt- pilzen befallen ſind, zeigen zuerſt zahl- reiche kleine, gelbliche Flecken au den Blättern, Halmen oder Spelzen,(Abb.11.) Bald treten an dieſen Stellen die eigent- lichen Roſtlager auf, die ein leicht ab- ſtäubendes roſtfarbenes Pulver ent- halten. Dieſes Pulver beſteht aus den- mitrojkopiſch kleinen einzelligen, dünn- wandigen Uredoſporen des Pilzes, die man auch Sommerſporen genannt hat. Da dieſe Uredoſporen ſehr leicht ver- ſtäuben, ſchnell keimen und leicht In- fektionen hervorrufen können, ſind ſie für die Verbreitung der Roſtpilze im Sommer von größter Bedeutung. Beim Ausreifen der Getreidepflanzen bilden ſi in denſelben Roſtlagern oder in ihrer Nähe die Teleutoſporen des Pilzes, die auch Winterſporen genannt werden. Im Gegenſaß zu den Uredoſporen ſind die Teleutoſporen faſt immer zweizellig, beſigen eine di>e Sporenwand und keimen meiſt erſt nach einer längeren ANENEESEEN ZZG GZ GGS LGG ZZ ere Fenin Spezieller Teil. Ruhepauſe im Frühjahr aus. Jede Zelle der zweizelligen Teleuto- ſpore kann einen meiſt vierzelligen Keimſchlauch(Promycelium) ent- ſenden, der jeitlich Fortpflanzungszellen(Sporidien) abſchnürt. Die Sporidien ihreiſeit8 keimen wiederum mit einem einfachen Keim- ſchlauch aus und können neue Infektionen hervorrufen. Bei vielen Roſtpilzen findet man nun die auffallende Er- ſcung8gefahr für das Getreide ſehr groß iſt. Die Frage, wie weite Strecken Roſtſporen zurücklegen können, läßt fich nicht mit Sicherheit beantworten. Wahrſcheinlich werden die Sporen vom Winde viele Hunderte von Kilometern weit ge- tragen. Mit Sicherheit iſt bi8her eine Ausbreitung auf 2 Kilo- meter nachgewieſen. Bevor wir auf die einzelnen Getreideroſtpilze eingehen, ſoll noc< kurz eine Erſcheinung berührt werden, die nicht nur bei den Getreideroſtpilzen auftritt, ſondern die ſich auch bei anderen Roſt- pilzen zum Teil auch bei anderen paraſitiſchen Pilzen findet: die * Spezialiſierung. Bei Schwarzroſt 3. B. kann man verſchiedene ſpezialiſierte Formen unterſcheiden, die ſich einer beſtimmten Gruppe von Wirtspflanzen angepaßt haben. So gibt e8 neben einer Scwarzroſtfoxm auf Roggen, die außer Roggen und Gerſte Quecke, Mäujegerſte, Roggentreſpe und einige andere Gramineen befallen fonn ſina guſt! GH zum Gpo biol! reich eini die! ſieru auch Spe unte! Jorn der aber verh daß Go| 1905 uf, beſon Gtid geſch! gan düng eine beob zurüc Veil leicht der| des Nan mmm EN EEDEDESCT GEIE Getreide. 35 170 fann, eine zweite Foxm, die auf Hafer, franzöſiſchem Raygras, * 0 Knauelgras, WieſenfuchsSſ hat. Aller- dings iſt die Behauptung aufgeſtellt, daß die Roſtpilze in den Ge- treidekürnern nicht als Pilzfäden, ſondern in einer beſonderen Form, als„MycoplaSma“, vorhanden ſeien. Man glaubte, daß die Roſt- q pilze im Junern der Wirtspflanze als geſtaltloſer Pla8makörper leben /| und mit dem ProtoplaSma der Wirtszelle zu einem einzigen Pla38ma, "lv dem Mykoplasma, verſchmelzen. Aus dieſem verborgenen Zuſtand ſollte ſi dann wieder Mycel entwi>keln. Alle bi8herigen Beobachtungen jprechen aber gegen die Richtigkeit dieſer Mycopla8ma- Theorie. Auch die Annahme, daß die gelegentlich an Getreidekörnern auf- mn Be- (8 das en, iſt ſieht, m des einem ſalzen m ſſi: iſt, ja können en ge: mäßige 1 fann, 200 g gelitten er von hielten; bgeſeßt, elbroſt- Sorten in ein- nan in ht, auf nöglid) t niht Aller- en Oe- Form, » Roſt- x leben [a8ma, d ſollte tungen heorie, 1 auf mcm Getreide. 7 tretenden Roſtſporenlager für die Übertragung der Roſtpilze von einem Jahr zum andern von Bedeutung ſeien, hat ſi<ß als irrig erwieſen. Ebenſowenig wie das Beizen des Saatgutes hilft die Ver- wendung von Saatgut roſtfreier Felder. Daß man die Saaten nicht durc< Beſprißen der Getreidepflanzen mit Kupferkalkbrühe vor Roſt- infektionen ſhüßen kann, verſteht ſih von ſelbſt. Nicht einmal Eliten können durch dies Verfahren geſchüßt werden, weil die Halme dur< die Sprißkflüſſigkeit nicht genügend benezt werden würden. Durch Entfernung der Zwiſchenwirtspflanzen in der Nähe von Ge- treidefeldern kann man wenigſtens eine zu ſtarke Jufektion durch Schwarzroſt oder Roggenbraunroſt verhindern. CGine völlige Be- ſeitigung der Roſtpilze wird dadurch aber nicht erreicht; wir haben ja oben geſehen, daß die Getreideroſte auch ohne Acidien allein im Uredoſitadium lebensfähig bleiben können. Das einzige Mittel, das man gegen Roſtpilze anwenden kann, iſt dex Anbau widerſtandsfähiger Sorten. Leider gibt es wenig Getreideſorten, die gegen mehrere Getreideroſte widerſtandsfähig ſind. Sehr häufig wird vielmehr eine ſchwarzroſtfeſte Sorte von Gelbroſt leicht befallen oder umgekehrt. Jmmerhin konnte man durch jahrelangen Anbau verſchiedener Sorten und regelmäßige mühevolle Beobachtungen Weizenjorten ermitteln, die gegen Schwarz-, Braun- und Gelbroſt-widerſtand8fähig waren. Es waren dies Odessa sans barbe, Roter kahler, ſchwarzbegrannter Hartweizen, Ohio-Weizen und ſc über die Getreideroſtpilze gegeben.| Meid uu Auf Weizen kommen vor: EE 0 Schwarzroſt. mit ſtrichförmigen, braunen Lagern, vorwiegend ſowie| auf Blattſcheiden und Halmen, Gegen IO Gelbroſt mit ſtrichförmigen, gelben Lagern auf Blattſpreiten ett und Ähren und| dängeot / Braunxoſt. mit zerſtreut angeordneten, punktförmigen roſt- Name! farbenen Lagern ausſchließlich auf den Blattſpreiten.| Bito === Auf Roggen findet man:| horen O Schwarzroſt mit ſtric» Gelbroſt mit ſtrichförmigen, gelben Lagern auf Blattſpreiten andere und Ähren und tuſen, / Roggenbraunroſt mit zerſtreut angeordneten, roſtbraunen gewöh! Lagern ausſchließlich auf den Blattſpreiten.- jet Auf Gerſte kommen vor:| Wuitel 0 Schwarzroſt mit ſtrichförmigen, braunen Lagern auf Blatt-| Diaz ſcheiden und Halmen,| etib A Gelbroſt mit ſtrichförmigen, gelben Lagern auf den Blatt-| mne - ſpreiten und| fich Zwergroſt mit punktförmigen, regello8 angeordneten, gelben; Lagern auf den Blattſpreiten., mj Auf Hafer endiich findet mar: vie, 0 Schwarzroſt mit langen, ſtrichförmigen und' ſhnitte Kronenroſt mit kurzen, ſtrichförmigen, roſtbraunen Lagern. farblo] An den Teleutoſporen laſſen ſich dieſe beiden Haferroſte leicht fannt unterſcheiden. Der Kronenroſt weiſt an der oberen ZSTEUPDLET Veiel ſtelle kronenartige Zacken auf. Wfnun, Häufig findet man übrigens auf einem Blatt nebeneinander fle; verſchiedene Roſtpilze; ſo kann e8 vorkommen, daß z- B. Weizen- die blätter vom Gelb- und vom Braunrofſt gleichzeitig befallen ſind.| enthal „mmm ele läiteegen anmmmmmmeengnnähenenmenintg ärg gin,= I Onnen Getreide. 39 tr auf- nim Der Schwarzroit.(Puccinia graminis Pers.) fr- Wv Sorte Auf den Blättern und zwar zuerſt auf der Spreite, dann aber orten beſonders auf der halmumſchließenden Blattſchwandigen Teleuto- ſporen, die einzeln auf langen Stielchen ſißen. Dieſe Sporen keimen nders im Frühjahr aus und entſenden aus jeder Zelle ein Promycelium, das farbloſe Sporidien bildet. Die Sporidien können auf Getreide oder reiten anderen Gramtneen, wie bereits bemerkt, keine Jufektionen hervor- vüfen, ſondern entwickeln ſich nur weiter, wenn ſie auf Blätter der nen gewöhnlichen Berberiße(Berberis vulgaris) oder der verwandten, jebt ſehr häufig als Zierpflanze angebauten Mahonia(Mahonia aquifolium) gelangen. Ende Mai entſtehen auf den Blättern dieſer latt- Pflanzen, ſpäter bei der Berberiße auch auf den Früchten, auf- getriebene, oben rotgelbe, unten mehr gelbliche Flecken. Unterſucht vx“ att- man einen Querſchnitt durch ein ſolches Blatt unter dem Mitroſkop, 4 ſo ſieht man die in die Blattunterſeite eingeſenkten Acidien des Pilzes,| elben die von einer beherförmigen, am Rande nach außen gebogenen Hülle umgeben ſind. Im Innern dieſer Hülle liegen Ketten von gelb- roten, kugeligen Äcidioſporen. Auf der Blattoberſeite des Quer- ſchnittes ſieht man flaſchenförmige„Spermogonien“, die winzige, farbloje Sporen enthalten, über deren Bedeutung noch nichts be- leidt kannt iſt.(Vgl. Abb. 12.) Die Äcidioſporen werden vom Winde verweht und entſenden einen Keimſchlauch, der wieder in die Spalt- oren* öffnung eines Getreideblattes eindringen kann. An der JInfektions- ander ſtelle entſtehen ſchon nach etwa 8 Tagen Uredo)porenlager, welche eien die wie die Teleutoſporen einzeln auf Stielchen ſißenden Uredojporen enthalten. Bei günſtiger Witterung können die Uredoſporen ſchon 40 Spezieller Teil. binnen 14 Tagen neue Uredolager hervorrufen, ſo daß ſich der Schwarzroſt ſehr ſchnell ausbreiten kann. Auf die oben bereits er- wähnte Spezialiſierung des Schwarzroſtes ſoll im einzelnen nicht eingegangen werden, da ſie für die Praxis wenig Bedeutung hat. Der Gelſbroit,(Puccinia glumarum BErikss. et Henn.) Ebenfalls ſtreifenföxmige Roſtlager ruft der Gelbroſt an Weizen, Roggen und Gerſte hervor. Die Farbe dieſer Streifen iſt aber nicht roſtbraun, ſondern, wie ſchon der Name des Pilzes ſagt, gelb. Dieſe gelben Streifen breiten ſich bei günſtiger Witterung bedeutend ſchneller aus als die Schwarzroſtlager, ſo daß die vom Gelbroſt ausſchließlich befallenen Blattſpreiten ganz von den gelben Uredo- lagern bedeft find. Das Krankheitsbild zeigt ſich oft ſchon Mitte Juni am Winterweizen; ſpäter geht der Pilz von den Blattſpreiten auch auf die Ähren über und befällt beſonder8 die Spelzen(daher P, glumarum) und auch die ſich entwickelnden Weizenkörner. Auf den Blattſcen hervor. Während die Uredolager hauptſächlich auf der Blattoberjeite auftreten, findet man die Teleutolager einige Wochen ſpäter vorwiegend auf der Blattunterſeite. Die Teleuto- jporen, deren Keimung wie beim Gelbroſt bereits im Herbſt erfolgt, können eine Infektion nur an Ochſenzungenarten(Anchusa arvensis und A. officinalis) hervorrufen, An allen oberirdiſchen Organen diejer Pflanzen treten die etwas aufgetriebenen roſtbraunen Acidien- [oge (inde Neb ds G nuöfei! am X in ſelt De ruft al braun! Platt| Klattu wirt, nict| Der 7 tritt| teilten, auf de den A ſeite 1 braun ſind it (daher gehöre -(Omit lager Ler Getreide. 41 ſich der lager des Pilzes auf.(Abb. 1110.) Man findet die Acidien ſchon eis. Ende Auguſt oder Anfang September an den genannten Unfräutern, en nicht Die Becherfrüchte des Roggenbraunroſtes, die im weſentlichen denen ng hat. Des Scwarzroſtes auf der Berberiße gleichen, enthalten die ſehr bald auskeimenden Acidioſporen. Dieſe können nun wieder Infektionen 9 am Winterroggen hervorrufen. Der Braunroſt de8 Roggens kommt ; in jeiner Uredo- und Teleutoform ausſchließlich auf Roggen vor. Weizen, j aber Der Braunroit des Weizens(Puccinia triticina Erikss.) EE ruft an Weizen genau dasſelbe Krankheit8bild hervor wie der Roggen- zelbrof braunroſt am Roggen: regellos„verteilte braune Flecken auf der ÜUrede- Blattſpreite. Die Teleutolager ſind ebenfall8 vorwiegend auf der | Mitte Blattunterſeite. Die Teleutoſporen keimen im März. Ein Zwiſchen- Eh wirt, auf dem Äcidien gebildet werden, iſt für den Weizenbraunroſt AE nicht bekannt; der Pilz befällt ausſchließlich Weizen. y, Auf 11,7 MJ jak zum Der Zwergroift der Gerite(Puccinia Simplex KErikss. et Henn.)! eten der tritt ſelten in erheblichem Maße auf. Die gelbbraunen regello3 ver- e braun- teilten, jehr kleinen punktförmigen Uredoflecke findet man im- Juli haut der auf der Blattoberſeite. Gelegentlich treten auch Zwergroſtlager auf ;[eimen den Ahren und ſogar auf den Grannen auf. An der Blattunter- bſt aus,. jeite und den Blattſcheiden findet man nach einigen Wochen die*' Zklung zurückgeblieben ſind; die Ähren ſte>en meiſt noh in der Scheide. Die Blätter dieſer Pflanzen zeigen überall mehrere parallele, braune Längsſtreifſen, ja die unterſten Blätter ſind bereits völlig abgeſtorben odex an den Stellen, an denen die Streifen waren, zerſchlibt. Später ſieht man, daß in den Ähren ſolcher, von der Streifenkrankheit befallenex Pflanzen keine Körner ausgebildet ſind. Die leichten Ähren ragen daher ſenkrecht empor, während ſich die geſunden infolge des Korn- gewichtes neigen. Recht häufig iſt aber die Ähre gar nicht ganz aus dex Scheide heraus8gekommen; die Spiße oder die Grannen werden von der Blattſcheide feſtgehalten, ſo daß die Ähren abnormal gefrümmt ſind. Solche Ähren erinnern an das Krankheitsbild, das vom Hagel beſchädigte Gerſtenpflanzen zeigen können. Die Bräunung der Halme direkt unter der Ähre, noc< mehr aber die ſtreifenkranken Blätter, zeigen, daß es ſich nicht um Hagelbeſchädigung handelt. Die Krankheit wird durch einen Pilz(Helminthosporium gramineum) hervorgerufen, deſſen Konidien auf den abgeſtorbenen, zerſchlißten Blättern in ſolendorfer Mammutgerſte recht anfällig gegenüber der Streifen- franfheit, während die Friedrichswerter Bergwintergerſte ſehr wider- ſlandsfähig, man kann faſt ſagen, praktiſch immun iſt. Von den Sommergerſten iſt nur an Akermann38 Bavaria gelegentlich Streifen- krankheit in merklichem Grade aufgetreten, während andere Sommex- gerſten, z. B. auch A>ermann3 Danubia von der: Streifenkrankheit kaum nennenöSwert befallen werden. x 7 ME zu ſpäl H gutbeiz Magde lang 1 Verſte gber| Auch! man b gemach Uſpulu ſhädig hat m ſogar( Mit d man d hat m Vider darauf fann,| die R € den un wf de werden zum LY völlig Ertege it des tune Zahl H. pr geſund << HEINenkrankheit mit dem Saatgut übertragen, doch iſt das Krankheitsbild gar nicht mit den Streifen der Streifen- krankheit zu verwechſeln, ſelbſt wenn die Blattfle>en in größerer un u ß u Gif!> 15 Zahl auftreten und miteinander verſchmelzen. Jm Gegenſaß zu eie H. gramineum feimen die Konidien von H. teres auf den Blättern Streffeni geſunder Pflanzen aus und rufen hier neue Blattfle>en hervor. 43 Spezieller Teil. Die Blattfle>enkrankheit kann ſich alſo auf einem Feld, ähnlich wie die Roſtkrankheiten, ſchnell ausbreiten. Die Konidien des Streifen- frankheit8erregers dagegen können keine Blätter infizieren, ſie in- fizieren nur das reifende Korn, verhalten fich aljo ähnlich wie der Schneeſchimmel. Von großer praktiſcher Bedeutung iſt die Blatt- fleFenfrankheit nicht, weil die Kornbildung durch die Blattflecken nicht in merklihem Grade beeinträchtigt wird. Vielleicht ſind die oben gegen Streifenkrankheit empfohlenen Präparate auch gegen Blatt- fle>enfranfheit wirkſam, doch liegen hierüber keine Erfahrungen vor. Der Getreidemehltau.(ErySiphe graminis D. C.) In feuchten Hochſommern, ſeltenex in tro>enen Jahren, bemerkt man beſonder8 an ſehr dicht ſtehendem Getreide auf den unterſten Blättern kleine, weiße, filzige Überzüge, in denen man mit bloßem Auge kleine j>=-=-- mmmergnnnenmemmenmier menen npgemmmmmmeingnn,=> 20 Ey mmm uren En Getreide, 45 < wie Cine mikroſkopiſche Unterſuchung des weißlichen Belages zeigt, reifen daß er aus dicht verflochtenen Pilzfäden beſteht, die an der Ober- ſie in- ſläcge Ketten von farbloſen Konidien abſchnüren. Die braunen le der Pünktc dafür, daß die Entwi>lungsbedingungen für den Pilz nicht zu günſtig nN ſind. Endlich iſt Fruchtwechſel zu empfehlen, weil höchſtwahrſcheinlich die Peritheciten im Boden überwintern können. ) Die Dörrfleckenkrankheit des Bafers.! Bereits im Mai machen-ſich die erſten Anzeichen der Dörx- fle&enkranfheit bemerkbar. Jn der Mitte der Blattſcheide treten plößlich fahle, ſpäter bräunliche Fle>e auf, die ſich allmählich aus- breiten. Das Blattgewebe verliert an dieſen Stellen ſeinen Halt, jo daß die Blätter in der Mitte umknicken. Nach und nach ſtirbt das ganze Blatt ab, die Krankheit ergreift zunächſt die älteſten ND Blätter, zeigt ſich aber dann auch auf den jüngeren Blättern, und 0 zwi ſchließlich geht die Pflanze zugrunde. An den abgeſtorbenen Blättern fönnen ſich gelegentlich Schwärzepilze anſiedeln, die aber in keinem urjächlichen Zuſammenhang mit der Krankheit ſtehen. Unterſucht ſich de! man die Anfangsſtadien der Krankheit, ſo findet man, daß weder je Kom“ Pilzfäden noc< Einſtiche von Inſekten vorhanden ſind, auf die das Mehltau Abſterben des Blattgewebes zurückgeführt werden könnte. Die Dörx- ſeltenen ſledenfrankheit wird nicht durch Paraſiten hervorgerufen, beruht nd dann vielmehr auf Exnährungsſtörungen. Riehm, Die zerankheiten der landw. Kulturpflanzen. 2. Aufl. 4 E BETEN GDE ZIST IEEE SEI IIR ELIE ei ZE 50 n SB.<=. STELE Gä men. Y Ki Bi 50 Spezieller Teil. Die Krankheit zeigt ſich auf Sandböden, ſowie auf Moorböden jehr häufig; auf Lehm- und Marſchböden iſt ſie ſehr JETTE NN SHT Auftreten kann durch Kalkdüngung zwar begünſtigt werden, doch zeigt jim die Krankheit auf manchen Böden troß ſtarker Kalkgaben nicht. Eingehende Unterſuchungen haben gezeigt, daß die Krankheit auf alkaliſche Humugſtoffe zurückzuführen iſt, die ſich beſonders bei beſtändiger mineraliſcher Düngung(Kalk, Kali und Chileſalpeter) bilden, Um das Auftreten der Döcrfle>enkrankheit zu verhindern, muß alles vermieden werden,. was die Bildung der alkaliſchen Humus- ſtoffe fördern kann. Den Stickſtoff gibt man auf Schlägen, auf denen ſic die Krankheit gezeigt hat am beſten in der Form von icenkrankheit hat ſich Manganſulfat vorzüglich bewährt. Wenn man jofort beim Auf- ] treten der Dörrfle>enkrankheit etwa 50-100 Pfd. Manganſulfat || auf den Morgen ſtreut, ſo wird die Krankheit in eintgen Wochen || völlig verſchwinden, weil die Wirkung der alkaliſchen Humusſtoffe (ij im Boden durch das Manganſulfat aufgehoben wird. i = EEE EIN EISTEE WORENRE ZS TENGKEIT 020507 ire GEIGE: 2- ie-- 4 IEEE ABI NTE KI lat 000 EHR mire Ie ININ 0er 2 mmer mmmarenngn nee iR en di mn ee II Garmin -r a ee-<--<= | Die Getreidehähnden,(Lema cyanella L. und Lema melanopus L.) Sehr auffällige Schädigungen ſieht man Anfang Mai an Ge-| treideblättern, und zwar beſonders häufig an Hafer. Auf den Blatt-| ſpreiten ſind helle, durchſichtige Streifen, an denen das Blattgrün fehlt. Meiſt ſieht man auch den Schädling, eine ſchwarzbraune, feucht glänzende Käferlarve, welche die Blätter in langen Streifen abſen, an die Blattbaſis legt. Die Larve ſaugt am Halm und ruft das oben beſchriebene Krankheit8bild hervor. Auch Roggen und Gerſte können befallen werden. Eine Bekämpfung der Weizenhalmfliege iſt niht möglich, doch kann man dur jpäte Beſtellung der Winterxſaaten einem ſchlimmeren Befall vorbeugen. Die Stodkkrankheit,(Tylenchus dipsaci Kühn.) Die Krankheit zeigt ſich ganz beſonders häufig auf Roggen- feldern. Man findet dann im Mai Stellen, auf denen die Pflanzen plaßweiſe abgeſtorben ſind. Dieſe Fle>en ſind umgeben von Pflanzen, die teils kümmern und einzugehen drohen, teils aber ſich beſonders fräftig beſto>en. Betrachtet man dieſe reichbeſtoc>ten Pflanzen näher, jo fieht man, daß es ſich nicht um normale Beſto>ung handeln kann. Die einzelnen Triebe ſind am Grunde ſtark angeſchwollen, und die Blätter ſind meiſt am Rande wellig gekräuſelt.(Abb. 16.) Beob- achtet man ſolche Pflanzen weiter, jo ſieht man, daß die meiſten Triebe nicht länger al8 etwa 15 cm werden; nur vereinzelte Ähren kommen zum Schoſſen, bleiben aber meiſt taub oder bilden nur wenige Schmachtkörner aus. Unterjucht man die Pflanzen vor der Reife mit einer Präparier- lupe, jo findet man im Gewebe der unteren Halmteile und der Blätter 1--1,5 mm lange fadenförmige Würmer, die Stengelälchen (Tylenchus dipsaci.) Die Älchen dringen vom Boden aus in das Getreide ein, wenn die Pflänzchen zwei bis drei Blätter haben. Sie- leben im Gewebe der Blätter und Halme, ſteigen aber nicht in die Ähren, kommen auch niemals in den Wurzeln vor. Infolge des Älchenbefalles gehen die Pflanzen entweder frühzeitig zugrunde, oder ſie beſto>ken ſich ſehr reich. Bevor die Pflanzen abſterben, wandern die Alchen wieder in den Boden und können dort, auch wenn ſie keine geeigneten Nährpflanzen finden, länger als 1 Jahr leben. Mit Bodenteilergauchheil[RoteMiere], wolliges Honiggras, ge- meines Rauhgras) tritt das Stockälchen auf. Es iſt daher faſt unmöglich, dem Älchen alle Wirts8pflanzen mehrere Jahre zu entziehen und es auf dieſe Weiſe zu bekämpfen. Allerdings haben fich bei den Äichen Gewohnheitsraſſen aus- gebildet. Tritt alſo auf einem Feld, das ſehr häufig- Roggen getragen hat, die Stokkrankheit auf, ſo hat man nicht zu befürchten, daß Hafer auf dieſem Feld in merklichem Grade be- fallen 1 wird. Nur bei wiederholtem Anbau von Hafer können ſich die Älchen allmählich dem Hafer an-; 250" paſſen. Fruchtwechſel iſt Abb. 16. alſo ein wichtiges Vor- Stod>kranke Roggenpflanze(aus Ritzema Bos). beugungsmittel gegen ein Überhandnehmen der Stockälchen. Iſt ein Roggenfeld ſtark ver- ſeucht, ſo kann man Fangpflanzen anbauen. Man beſtellt den be- treffenden. Schlag mit Winterroggen, und zwar früh, damit noch im Herbſt recht viel Älchen einwandern. Im Frühjahr müſſen ES 5- WE m 54 Spezieller Tetl. die Pflanzen herausgeriſſen und verbrannt werden. Noggen eignet. ſic) nicht als Fangpflanze auf einem Feld, auf dem ſich die Älchen G 4 bereit38 an Hafer oder eine andere Pflanze angepaßt haben; man De muß natürlich als Fangpflanze die dem Älchen zuſagendſte Pflanze[ieh verwenden. Bei ſchwachem Befall kann durch rechtzeitige Kopf-| muſwe düngung viel geholfen werden. Um eine Verſchleppung der Krankheit| rj zu verhindern, hat man die auf einem verſeuchten Schlag verwendeten| aht! Ackergeräte gut von der Erde zu ſäubern, und den Zugtieren die| Wieden Erde von den Füßen zu waſchen; dieſe Maßregeln kommen natürlich| EN nur für ſchwer verſeuchte Felder in Betracht.| 16 ' Die Bafermilben.(Tarsonemus Sspirifex March. und 4 2 Pediculoides graminum Reut.) Z Wenn die Haferpflanzen fümmerlihe Entwicklung aufweiſen,| hid die Riſpen ganz oder zum Teil in den Blattj|cen bleiben,| 100N7 und die Blattſcheiden intenſiv gerötet ſind, liegt der Verdacht vor,| emm daß die Pflanzen von der Hafermilbe Tarsonemus spirifex oder| ebenb einer anderen Milbe Pediculoides graminum befallen ſind. Rollt in O1 man die Blattſcheiden auf, ſo findet man hier eine feine, weiße, Nymp! kleieartige, krümelige Maſſe, die, wie man mit einer Lupe erkennen die au kann, aus Milben beſteht. Die Milben jaugen am Halm und be-| MAE einträchtigen die Entwieklung der Haferpflanzen. Beſonders ſtark günftle zeigen ſich dieſe Schädlinge nach längerer Trockenheit. Bei ſchwerem wiire Befall ſind dann auch die Spelzen der Haferriſpen gerötet. Z Die Milbe P. graminum kommt übrigens außer auf Hafer Schä) auch auf Gerſte, Weizen und Roggen vor; beim Roggen erinnert Wuni) das Krankheitsbild dann ſehr an die durc< Blaſenfüße hervor- fam| gerufene Beſchädigung(vgl. S. 85). Da eine Weiterverbreitung dur der Milben durch das Saatgut nicht ausgeſchloſſen iſt, empfiehlt es vnd ſich, das Erntegut von ſtark befallenen Schlägen nicht zur Ausfaat| WG zu verwenden. eher Die Zwergzikade.(Cicadula Sexnotata Fall.) (JaSSus Sexnotatus.) In trockenen Jahren ſieht man Ende Mati oder Anfang Juni 1. vVorie zuweilen, daß die Pflanzen auf Getreidefeldern langſam abſterben, zuſam Getreide. 55 1(ignet Die Krankheit beginnt am Rande und ſchreitet langſam fort. Neben Achen der äußerſten Zone der völlig abgeſtorbenen Pflanzen findet man n; man eine Zone, in der die Blätter rötlich gefärbt ſind und no< weiter Pflanze jhließen fich grüne Pflanzen an, die aber bereits kleine rote Flecken e Rupf- aufweiſen. An den Pflanzen dieſer leßten Zone findet man in rankheit großen Mengen 3 mm lange flohartige Inſekten. Bei näherer Be- vendeten trachtung fieht man, daß es gelbliche Tierchen ſind, die 6 dunkle ren die Flecken auf der Oberſeite haben. Die Hinterbeine ſind zu kräftigen natürlic Sprungbeinen entwickelt. Die Tiere ſind entweder ungeflügelt (Nymphe) oder mit in der Ruhelage dachförmig über den Hinter- leib gelegten Flügeln verſehen.(Jmago.) Sie beſißen einen Rüſſel, mit dem ſie an den Wirtspflanzen ſaugen; die Saugſtellen färben m IOSVDL KG Im allgemeinen leben die Zwergzikaden an Wieſengräſern. weiſen, Sind die Entwicklungsbedingungen für die Zikaden beſonders günſtig bleiben, und tritt infolgedeſſen eine ſtarke Vermehrung ein, ſv wandern fie ht vor, etwa im Mat auf benachbarte Getreidefelder und rufen dort das ex ode! eben beſchriebene Krankheits8bild hervor. Jhre Eier legen die Zikaden , Rollt in Gruppen von meiſt nur 2--6 unter die Blattoberhaut; die - weiße, ymphen friechen nach etwa 10 Tagen aus und richten ebenſo wie erkennen die ausgebildeten Zikaden durch Saugen an den Pflanzen Schaden und be- an. Anfang Juli erſcheint bereits die zweite Generation; unter 18 ſtar günſtigen Witterungsverhältniſſen kann auch noch eine dritte Generation ung der Weizenähren infolge Stinkbrandb falls. Links: normale, rechts: brandige Dikopfweizen- Ähren. Nach Appel. ſjörmige Konidien entſtehen. Auch dieſe können wieder mit einem Faden auskeimen.(Abb. 19.) Beim Dreſchen brandigen Weizens werden vtele Brandbutten zerſchlagen; die Sporen verſtäuben und ſeßen ſich beſonders in den AUEN Wb. 19. S Knzförperbi | | dem Degel Vtenanl | Ünnn hren, di nommale| dem Brat Ähren, i Geite nun (Getreide. 59 geordnete Bärten der Weizenkörner feſt. Sind die Bärte von Weizenkörnern den paar- dunkel gefärbt, jo iſt das ein ſichere8 Zeichen dafür, daß der Weizen von 1 feimen einem Feld mit Stinkbrandähren ſtammt. Sät man ſolchen brandigen ne ſichel- Weizen aus, jo keimen die Sporen in der oben beſchriebenen Weiſe. Ein aus einem Kranzkörper oder aus einer ſichelförmigen Konidie entſtehender Faden kann in der Nähe des Wurzelknotens in die junge Weizenpflanze eindringen und den Vegetation8punkt erreichen. Mit Abb. 19. Stinkbrandſporen(Tilletia tritici), Links oben: Beginn der Keimung; rechts: Kranzkörperbildung; unten links: keimende Kranzkörper mit Konidien; reen zugede>t. Nachher wird das Saatgut zum Trocknen dünn ausgebreitet. Von den zurzeit bekannten Beizmitteln können die folgenden empfohlen werden: Formaldehyd. Herſteller: HolzverkohlungSinduſtrie A.-G., Konſtanz, Baden. Man gießt"/, 1 der käuflichen 40 prozent. Form- aldehydlöſung in ein Faß mit 100 1 Waſſer und taucht den Weizen, der vorher in der oben angegebenen Weiſe durch Waſchen in Waſſer von den Brandbutten befreit iſt, im Sa> in die Foxmaldehydlöſung. Der Sa> wird in der Beizflüſſigkeit einige Male auf- und ab- bewegt und bleibt im ganzen*/, Stunde in der Flüſſigkeit. Hierauf wird das Getreide herau8genommen und ſofort zum Troc>nen dünn ausSgebreitet. Da die Keimfähigkeit des Weizens durch Form- aldehyd leicht beeinträchtigt wird, iſt genaue8 Einhalten der Beiz- vorſchrift dringend geboten. Jns8beſondere darf der mit Formal- dehyd gebeizte Weizen niht mehr im Sak bleiben. Das Beizen mit Formaldehyd darf nur einen Tag vor der Ausſaat vorgenommen werden, weil bei längerem Lagern die Keimfähigkeit des Weizens leidet. Zum Beneßungsverfahren(ſ. oben) wird ebenfalls 0,1prozent. Formaldehydlöſung verwendet. Nachdem der Weizen 1 Stunde lang zugedeckt gelegen hat, muß er ſofort zum Trocknen dünn ausgebreitet verden. A her AuSfan! Zuſa vom. Joh. Prandbutie von Zuſefi und abbeit Trofinen 0 Oern Yer Veiz 1 Stunde eingelauh Zil & Drünin wird in (nige J zum Ie Uy Geert) (. Oben) auf 100 und abb Ve Narttret (|. oben) 101% gebreitet Wiung NY zu empf 12 Eh Ralf Getreide. 63 m erfolgen, werden. Auch das Beneßung8verfahren darf nur unmittelbar vor em mit in der Ausſaat ausgeführt werden.; men laßen. Fuſafine. Herſteller: Chem. Konſervierungsmittel- Fabrik auß dire vorm. Joh. Sahl G. m. b. H., Braunſchweig. Nach Entfernung der n, Brandbutten(|. oben) wird der Weizen in eine 0,25prozent. Löſung der Beizen von Fuſafine(250 g auf 100 1 Waſſer) getaucht einige Male auf- överfahren, und abbewegt und nac 1*/, Stunde herau8genommen und zum überbrauft, Trocknen ausgebreitet. Venehungs- Germiſan. Herſteller: Saccharinfabrik Magdeburg- Südoſt. eführt, daß Der Weizen wird von Brandbutten befreit(ſ. oben) und dann, 1 Weiſe in 1 Stunde in eine Löſung von 250 g Germiſan in 100 1 Waſſer den 100 kg eingetaucht. anne über- Tillantin B. Herſteller: Farbwerke vorm. Meiſter, Lucius Körner gut& Brüning, Höchſt a. M. Dex von Brandbutten befreite Weizen ine Stunde wird in eine 0,2prozent. Löſung(200 g in 100 1 Waſſer) getaucht, mit brand- einige Male auf- und abbewegt und nach Verlauf von 1 Stunde m Trofnen zum Trocknen ausgebreitet. Uſpulun. Herſteller: Farxbenfabriken vorm. Fr. Bayer& Co., e folgenden Leverkuſen b. Köln a. Rh. Der von Brandbutten befreite Weizen (). oben) wird in eine 0,5prozent. Uſpulunlöſung(500 g Uſpulun irie LG, auf 100 1 Waſſer) getaucht. Der Weizen wird einige Male auf- zent, Form- und abbewegt und nach Ablauf 1 Stunde zum Trocknen ausgebreitet. jen Weizen, Weizenfuſariol. Herſteller: Chem. Fabrik W. C. Fikentſcher, nin Baſſet Marktredwitz. Der Weizen wird nach Entfernung der Brandbutten ehydlöjung, 0. oben) in eine 0,45prozent. Löſung(450 g Weizenfuſariol auf je und eb 100 1 Waſſer) gebracht und nach Ablauf 1 Stunde zum Trocknen aus- it. Sierau gebreitet. Zum Beneßungsverfahren wird ebenfalls eine 0,45prozent. dnen dünn Löſung verwendet.); ch Form- Das älteſte Beizmittel, Kupfervitriol(Blauſtein), iſt weniger zu empfehlen. Bei Anwendung der Kühn ſchen Tauchbeize(10 bis 12 Stunden in 0,5prozent. Kupfervitriol eintauchen und dann mit Kalkmilch überbrauſen) wird die Keimfähigkeit ſtark geſchädigt. Aber 1 der Beize it Jormal- Beizen IDE 150 9 auch bei Anwendung des Benetzungsverfahren treten Keimſchädigungen 10 ens auf, beſondex3 wenn das Getreide ſehr troc>en geerntet iſt und die m Körner beim Dreſchen kleine Verlezungen erhalten haben. Beſonders zu beachten iſt, daß Reſte von gebeiztem Weizen nur ; lat! 7 EE nac< vorhergehendem Waſchen verfüttert und auf keinen Fall für wögebreitet 64 Spezieller Teil. menſchliche Ernährung verwendet werden dürfen. Eine AuSnahme hiervon macht der mit Formaldehyd gebeizte Weizen; dieſer iſt ohne Bedenken auch für menſchliche Ernährung verwendbar, braucht jogar nicht einmal vorher gewaſchen zu werden. Das Beizen größerer Mengen wird durc< eine einfache Vor- richtung erleichtert(Abb. 21). An einer Wand iſt ein Arm an- gebracht, der eine Rolle trägt, über die ein Drahtſeil läuft. Das Drahtſeil kann mittels einer Winde aufgerollt werden; am anderen Abb. 21. Von der öſterreichiſchen Pflanzenſchutgeſellſchaft empfohlene Beizeinrichtung. Ende des Seils iſt ein Haken, an den ein aus feindurchlochtem ver- zinkten Eiſenblech beſtehender Beizeinſaß angehängt werden kann. Der Beizeinſaß wird mit Getreide gefüllt und in ein Faß mit Beiz- löſung eingetaucht. Während ein Arbeiter das Getreide durcnen ausgebreitet wird, die Säcke in die er gefüllt werden ſoll, ſowie die Drillmaſchine gut zu reinigen. Die Säcke, die Brand- ae Dor- weizen enthielten, werden am beſten ebenſolange wie der Weizen in Aim an die Beizlöſung eingetaucht. ut, Ds Der Haferflugbrand(Ustilago avenae[Pers.] Jens.). Die 1 anderen Krankheit zeigt ſich bereits im Juni, wenn die ſchwarzbraunen Brandriſpen aus der Blattſcheide heraustreten. Der Haferflugbrand zerſtört nicht nur die Fruchtanlagen, ſondern in den meiſten Fällen auch die Spelzen, ſo daß die Brandſporen als lo>eres braunes Pulver in den Riſpen ſißzen, die ſich deutlich von den gejunden Pflanzen abheben. Sehr häufig find nur die unterſten Ährchen einer Haferriſpe brandig, während die oberen normale Haferkörner ausbilden.(Abb. 22.) Die Sporen des Haferflugbrandes ſind bedeutend kleiner als die des Weizenſtinkbrandes8; ſie meſſen nur etwa 6-9 x im Durch- meſſer. Sie keimen in Nährlöyung(3. B. Kartoffelſaft) ſchon nach etwa 8 Stunden, indem ſie einen farbloſen mehrzelligen Schlauch entſenden, der ſeitlich kleine Konidien abſchnürt; dieſe können ſich durch hefeartige Sproſſung vermehren oder ebenfalls Keimſchläuche bilden.(Fig. 23.) Während der Blütezeit werden die Sporen des Haferflug- . brande8 vom Winde verweht und gelangen zwiſchen Spelzen und 5 Fruchtanlagen geſunder Riſpen. Hier bleiben ſie liegen, ohne das AuSreifen de8 Kornes zu ſtören; man findet dann am Saatgut die Brandſporen nicht außen an den Spelzen, ſondern zwiſchen Spelzen ochtem ver und Haferkorn. Gleichzeitig mit dem Hafer keimen die Brandſporen im Frühjahr in der oben angegebenen Weiſe; ein Pilzfaden dringt einrichtung: (ann, vn n in die junge Haferpflanze ein, verzweigt ſich und infiziert die Riſpen- rharbeitt anlage. Auch die Infektion mit Haferflugbrand iſt in hohem Grade ft. und in von der Temperatur abhängig. Im Gegenſaß zum Weizenſtinkbrand mäßig auf infiziert der Haferflugbrand bei niedriger Temperatur weniger leicht; je früher man alſo brandigen Hafer ſät, um ſo weniger Brand wird ſich zeigen.. Das Auftreten des Haferflugbrandes iſt noch in höherem Maßenvon der Witterung abhängig als das des Weizenſtinkbrandes, weil im allgemeinen nur die Sporen eine wirkſame Infektion her- Riehm, Die Krankheiten der landw. Kulturpflanzen. 2. Aufl. 5) dauer läßt der Dip mit fein“ 66 Spezieller Teil. vorrufen, die zwiſchen Korn und Spelzen ſien. Dorthin gelangen die Sporen aber nur, wenn während der Blütezeit trockenes Wetter herrſcht, jo daß die Bravdſporen vom Winde verweht werden können. Abb. 22. Haferflugbrand. Nach Appel. Tielen werden hodurd Yoden N doß dj Taucht jo ble die Sl ufelt in det werdet flüſſig! gebrad des H als die Veit weil! feine' geſchöt brauch flugbre Eintau Veläm Veizda gegen Veizfli dtinge; verfah nämlid ſporen fnkbr, es ſich, T Cbenjo hartby Ier 6 „elt ZEE NE REINEN anmerken ung eran, 7 RR En umu Tä Getreide. 67 | 50 Treten dagegen zur Zeit der Haferblüte heftige Regengüſſe ein, ſo werden die Haferbrandſporen von den Riſpen zu Boden 2400 UED dadurch unſchädlich gemacht. Eine Infektion durch die in den Boden gelangten Sporen findet nicht ſtatt. Bei der Bekämpfung des Haferflugbrandes iſt darauf f zu achten, daß die Beizflüſſigfelt mit den Brandſporen in Berührung kommt. Taucht man einen Sac> mit brandigem Hafer in die Beizlöſung ein, ſo bleiben zwiſchen den Spelzen und Körnern kleine LuftbläSchen, die Sporen werden nicht benetzt und können troß des Beizens eine Infektion hervorrufen. Des8halb muß man die Säcke mit dem Hafer in der Beizflüſſigkeit wiederholt auf und ab bewegen; hierdurch werden die Luftblaſen entfernt und die Brandſporen mit der Beiz- flüſſigkeit in Berührung gebracht. Das Beizen G=-.-42 en fünnen. SRE 3 des Hafers8 iſt einfacher> 5| HEIT NR: vo! als die Bekämpfung ves EN URSCH NSZ Z0 108- Weizenſtinkbrandes, SD 14(] I Ve, Y E weil beim Haferbeizen 167g s EN| keine Brandbutten ab- geſchöpft ZU werden Abb. 23. Haferflugbrand. Links: Sporenkeimung, daneben D G Di Konidienbildung au den Keimſchläuer gebundenen Säcken-- voll dem das| gefüllte Säcke würden beim Quellen des Getreides zerreißen=- Sieb hera 4 Stunden lang in einen Bottich mit Waſſer von 20--30"C. In-(Ab, 20.) zwiſchen bereite man in einem anderen Bottich Waſſer von 54" C. Beſſer un Nach Ablauf der 4 Stunden wird das Getreide 10 Minuten lang vehälter fi in dieſes heiße Waſſer gebracht und hier mehrere Male auf und gewendet; ab bewegt, um möglichſt ſchnell einen Temperaturausgleich zu ex- vigtig if reichen. Beim Eintauchen des Sackes ſinkt natürlich die Temperatur; ft gewen erreicht fie 50? C., ſo muß man, ohne das Getreide zu verbrühen, Detrelde( vorſichtig heißes Waſſer nachgießen, bis die Temperatur wieder auf Vorſchrift 50--52* C. geſtiegen iſt oder das Getreide in einen dritten Bottich wahren wi mit Waſſer von 52? C. bringen. Höher als 52% C, darf die Tem- Hy peratur unter keinen Umſtänden ſteigen; die Anfangstemperatur von fiht begeg 549 C, wird nur gewählt, damit beim Eintauchen des Getreides die fi möchte Temperatur nicht zu ſtark ſinkt. Nach Ablauf der 10 Minuten wird Ünzelnen das Getreide herxaus8gehoben und am beſten ſofort in kaltem Waſſer in Ninem dreimal auf und ab bewegt und dann zum Trocknen dünn aus-| limft. gebreitet. Man kann auch das Getreide direkt nach der Heißwaſſer- Magen, behandlung dünn auSbreiten; das heiße Getreide darf aber unter Yz in y feinen Umſtänden noc< 10 Minuten oder gar länger im Sack ſtehen der Sie bleiben! Die Heißwaſſerbeize erſcheint etwas umſtändlich, läßt ſich Veiſe iſt aber ſehr leicht auf ſolchen Gütern ausführen, auf denen Waſſer- Qlied der und Dampfleitung vorhanden iſt. Erleichtert wird die Dur abgetötet ſofort von unten kaltes Waſſer durchg das Getreide geleitet; um nperaturen, dieſes leicht zu ermöglichen, iſt das Zuführungsrohr gegabelt. Nach- en= voll dem das Getreide gekühlt iſt, wird das Waſſer abgelaſſen, das rreißen= Sieb heraus8genommen und der Apparat durch Kippen entleert. 0*0, Iy(Abb. 29.) Das heiße Waſſer läßt ſich leicht herſtellen, wenn man von 34'C, Waſſer und Dampfleitung nac< dem hoh aufgeſtellten Heißwaſſer- nuten lang behälter führt. Der Apparat iſt in der Praxis wiederholt an- (e auf und gewendet; man kann 80 Zentner an einem Tage beizen. Sehr eich zu es wichtig iſt, daß das gebeizte Getreide dünn ausgebreitet und recht emperahut; oft gewendet wird. An ſchönen ſonnigen Tagen iſt das gebeizte verbrühen, Getreide am folgenden Tage ſaatfertig. Genaues Einhalten der wieder auf Vorſchrift iſt unbedingt notwendig, wenn man ſich vox Schaden be- ten Bottid wahren will. f die Ten Da man in landwirtſcnet. Auf dieſe Weiſe iſt e8 möglich, die kleinen Mengen Saatgut für jedes Mit- inuien wird [tem Paſſe dünn aus Heißwaſſet- aber unit Sack ſtehen aßt fid):. h, glied der Genoſſenſenen ſchwarzen | Sporen des Pilzes. Ge- | legentlich findet man an von | Brand infizierten MaiS- pflanzen auch männliche Blütenſtände mit einzelnen weiblichen Blüten; ob man dieſe Abnormität mit Recht auf den Brandbefall zurück- führt, iſt noch nicht ent- ſchieden. Die Sporen des Mais- brandes jind kugelig oder elliptijc<(8 bis 13 u im Durchmeſſer) und beſißen eine feinſtachelige Wan- dung. Sie keimen ſehr leiht und bilden an den Keimſchläuchen zahlreiche Konidien. Sämtliche Teile der Maispflanze, die noch jugendliches Gewebe be- ſißen, können von dem MaiS- brand befallen werden. H 3 J 45) Die Krankheit kann ſich alfo in demſelben Jahr von Abb. 30, Maisbrand Brandbeulen am Stengel. e8, Jah Appel DE Orig. einer Pflanze aus über das ganze Feld ausbreiten, eine Erſcheinung, die bei den biSher be- '' ſprochenen Brandpilzen nicht vorkommt. Wir lernen hier. alſo, außer pn 1 der Keimling3- und. Blüteninfektion noch eine neue Art, die Trieb- MUTET a300 infektion... kennen. An den Jnfetktionsſtellen entſtehen die Brand- (Abb, 9v) An(amtliche! Spezieller Teil. beulen; der Pilz duren. Die kugeligen oder elliptiſchen Sporen(8 bis 12 u) haben eine glatte oder j Vv0 SS etrranlh, De8wegen Die Seiieniliege.(Mayetiola destructor Say.) nen ein 92 Das vorzeitige Abſterben von Weizen-, Roggen- und Gerſten- erheviiaen ähren kann dadur< verurſacener Aufbewahrung bis zu 2 Jahren am Leben bleiben; es iſt daher wohl möglich, daß der Schädling mit Stroh verſchleppt wird. An- geblich joll das Injekt in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts von heſſiſchen Truppen nach Nordamerika verſchleppt worden ſein. Daher jftammt der Name Heſſenfliege. Im allgemeinen finden ſich die Sct oft no< ganz in der Blattjiheide. Die Urſache dieſer Exr- ein feines franfung findet man, wenn man den Halm von oben bis unten auſ- ie Müden ſcdt man die Beſchädigung durc, die Halmweſpe erſt jpät, aljo zu einer Zeit, wo die Larve ſhon am Halmgrunde an- gelangt iſt, ſo mäht man mit langer Stoppel; die Stoppel muß Dann zujammengeeggt und verbrannt werden. Die Getreideeule.(Hadena Secalis 1.) Weißährigkeit am Roggen iſt nicht immer auf die Getreide- halmweſpe zurückzuführen, auch die Raupen der Getreideeule können die Weißährigkeit und das Taubbleiben von Roggen oder gelegent- li< auc< Weizen verur- ſachen. Da die Larven dieſes Schädlings von Pflanze zu Pflanze wan- dern, findet man ſtets mehrere weißährige Ähren dicht nebeneinandex. Die im Juli bis Auguſt Abb. 35. Die Getreideeule. Nach Börner. ſliegende Getreideeule hat Auune | Dieſen Zul! wintern die[und ſaat am auögeh! gelegen Nachde rele beißt[1 der H der O 3 cm und be' linien! linie, ſich et Weſpin iſt od mittel Chitin, 00f, vie bis Rürper mit 0, 34) Im der Hale, q 1) Tagen ngen In den Am hahn- Überwintern, h die Lv on die Veſyen or der Gt! jeſpe, Jo ent lange hinaus urzer Gieppe) nn in dem füttert werden valmwee Almgrunde a , Stoppel mh LL) 5 die Orte) veideeule fim 1 oder wegen Reizen vent Da die Am „hädlings 17 u Plume 7 ndet min u velßährig! Ahn eneinand im Zulib Getreideutt N Getreide. 85 braune Flügel, die Vorderflügel haben einen weißen, niexenförxmigen Fle>.(Abb. 35.) Die Räupchen dringen in Roggen, Weizen oder Wieſengräſer ein, freſſen in den Pflanzen und dringen bis zum Wurzelhals vor, wo ſie über- au8gehöhlt, ſo daß die höher gelegenen Halmteile abſterben. Nachdem die Raupe jo zahl- reiche Pflanzen beſchädigt hat, beißt fie auch die oberen Teile der Halme an. Die Raupe der Getreideeule wird etwa 3 cm lang; ſie iſt grünlich und beſitzt zwei rötliche Rücken- linien und einegelbliche Seiten- Unte. Die Raupe verpuppt ſich etwa im Junt in einem Geſpinſt im Boden; die Puppe iſt o>ergelb. Bekämpfungs- mittel find nicht bekannt. wintern. Ende April werden 107| die jungen Halme der Winter-||| HERR ſaat angefreſſen und teilweiſe WIEN| 10500' Die Blaſenfüße. (Thrips-Arten.) An Roggen und Hafer bemerkt man, beſonders in heißen Sommern, zuweilen ein| Vergilben der oberſten Blatt-| ſcheiden. An den Roggenähren 4 fallen einzelne Ährchen aus, Abb. 36. Roggenähren. Beſchädigung durc ſo daß hier nur die Ähren- Blaſenfuß. Nach Lindemann. ſpindel ſtehen bleibt.(Abb. 36.) Beim Hafer findet man Riſpen, die ganz oder teilweiſe taub und völlig weiß gefärbt ſind.(Abb. 37.) Dieſe totale oder partielle Weißährigkeit, die ſo häufig mit Hagelſchäden verwechſelt worden iſt, 36 Spezieller Teil. wird durch etwa 1-2 mm lange Tierchen, Blaſenfüße, hervorgerufen, (Abb. 38.) Man findet die Blaſenfüße oder ihre orangegelben, un- geflügelten Larven im Innern der oberſten Blattſcheide ſien; dort jaugen ſie und verurſachen dadurch die Gelbfärbung der Blattſcheide Dx Abb. 37. Haferriſpen, links ſtark, rechts ſ Radekötnet jeld gebracht, gen in junge erſten Krant- ) zeigen Zer- hen[ehen am on der Glaub: age und ent- htötiet. Me - ſondern ſv- 15 Tiere in/ 2000 Gier,| Carven finde, 4 xe, in der ſt 9 den, daß dit 1. zebenöfählget| 1mgämaßrege frantheit nw! n die fleint einigung en treten,[0 08 Auöjer 10|; 1d, die Alch Abb. 42. Weizenähren, Uunks Ä ter zul normal, rechts von der Rade- s nfu krankheit befallen. Abb. 43. Weizenkeimling von Weizenälenkrankheit“(S. 47), ſondern größere Flecken von unregel- | bei mifrg-| DEREN; DIRE: mäßiger Form entſtehen. Der Schwärzepilz bildet auf dieſen Fle>en 2. 7 bäumdenartig verzweigte Konidienträger und wurde Hormodendron Sporen eu hordei genannt. ten auf, die lene Ähren Speicherſchädlinge. I In det Auf den Kornſpeichern können außer den Mäuſen, die zum ver in erf Schluß behandelt werden, beſonders drei Schädlinge läſtig werden: he die Rade- der Kornkäfer oder Kornkrebs(Sitophilus granarius L.), der Reis8- fäfer(Sitophilus oryzae Clairv,) und die Kornmotte oder der weiße Kornwurm(Tinea granella 1.). Der Korn- arum Pers, 7 ME. "08 käfer iſt ein 4 mm langer ſchwarzbraun ge- en det Or färbter Rüſſelkäfer(Abb. 45), der die Getreide- varzfärbung, förner anbohrt und ausfrißt. Auch die Larven 1 nict eim des Kornkäfers leben in Getreidekörnern und 2v- 29- Der Kornkäfer. GEE]; H K Etwa 5 fach v2rgrößert. wie bei den höhlen dieſe aus. Der Reiskäfer unterſcheidet iten, jondern jim von dem Kornkäfer dadurch, daß ſein Rückenſchild dichter und völlig aus- feiner punktiert iſt und daß ex wärmeren Temperaturen angepaßt Zpelzen ein iſt als der Kornkäfer. (icher Belag Beide Schädlinge können ſich wenig vermehren, wenn vor der m Mitroſtop Ernte die Kornböden gründlich geſäubert und alle Rißen mit Kalk- 1, daß det„milch beſtrichen ſind, der Anilinöl zugeſeßt iſt.(Auf 1 Eimer Kalk- 19 aus ahr milc< 1 1 Anilinöl.)) Außerdem iſt häufiges Umſchütteln de8 Ge- lihen Kont: treides und gute Durchlüftung der Kornböden zu. empfehlen. Um- beſteht, die verſeuchtes Getreide von Kornkäfern zu befreien, kann man Schwefel- - zweizelligt fohlenſtoff verwenden, doch iſt dabei zu beachten, daß Schwefelkohlen- gepunftetet ſtoff äußerſt feuergefährlich iſt. Beim Hantieren mit Schwefel- abſchnüten, kohlenſtoff darf kein brennendes Licht, keine Zigarre oder Pfeife in die n allgemeinen Nähe kommen, ja ſogar durch den beim Anknipſen des elektriſchen Schwärzpi Lichtes im Schalter häufig entſtehenden kleinen Funken kann eine n herbarun, Exploſion hervorgerufen werden. ES iſt alſo größte Vorſicht, auch bgeſtorbene bei der Aufbewahrung des Schwefelkohlenſtoffes, geboten. | an; IE!) Da2 Einatmen der giftigen Anilinöldämpfe iſt möglichſt zu ver- ende Pflan)! meiden. Während der Arbeit iſt de3halb für Luftzufuhr durch Öffnen ſämt- er durch 1“ licher Türen und Fenſter Sorge zu tragen. Auf Geſt 96 Spezteller Teil. Zur Bekämpfung der Kornkäfer ſchüttet man das verſeuchte Getreide auf einen Haufen, legt einen mit Schwefelkohlenſtoff ge- tränkten Sa> auf die Spie de8 Haufens und bede>kt das Ganze mit einer großen dichten Plane. Verwendet man auf 1 chm etwa 500 g Schwefelkohlenſtoff, ſo ſind nach etwa 10 Stunden Larven und Käfer tot. Eine längere Einwirkung des Schwefelkohlenſtoffes iſt nicht zu empfehlen, weil ſonſt die Keimfähigkeit des Getreides ſtark herabgeſeßt wird. Um Keimſchädigungen zu vermeiden, muß man das Getreide nach der Behandlung möglichſt dünn ausbreiten, damit der Schwefelkohlenſtoff ſchnell verdunſtet. Die Kornmotte wird dadurch ſchädlich, daß ihre Raupen das Innere der Körner ausfreſſen. Die Raupen, die bis zu 1 cm lang werden können, ſpinnen die leeren Schalen feſt zuſammen. Schließlich wandern ſie in Schlupfwinkel an die Wände, wo ſie überwintern. Im folgenden Frühjahr verpuppen fie fich und bald darauf ſchlüpfen die Motten aus. Auch die Kornmotte kann in der oben angegebenen Weiſe mit Schwefelkohlenſtoff bekämpft werden. Das Dumpfigwerden des Getreides. Wenn da38 Getreide vor dem Einfahren häufig naß geworden iſt, ſo entwielt ſic zuweilen auf dem Speicher ein dumpfiger Geruch, der auf verſchiedene Schimmelpilze(Fujarien, Penicillium, Aſpergillus, Mucor) zurückzuführen iſt. Dieſe Pilze, deren Sporen überall in der Luft verbreitet ſind, ſiedeln ſich bereits auf dem Felde an den Ähren an und können bei anhaltender Näſſe zum Teil auch in die äußerſte Schicht der Schale eindringen. Bei ungeeigneter Lagerung fönnen dieſe Schimmelpilze neue Sporen bilden; es ent- ſteht der dumpfe Schimmelgeruch. Legt man jolcen. a) Flecken von unregelmäßiger Geſtalt, in feuchten Jahren ſich ſcen begrenzend ein feiner NM WelBer IOMMNTeN NN BIE EN Lvatſülen97 b) Flecken durch die Blattnerven eckig Heren ſich nur langſam ausSbreitend, und nie das ganze Blatt ſchwarz färbend. Dürrfle>enkrankheit 103 fand 1. Blätter gerollt. a) Häufig braune, gelb umgrenzte Blattflec>en ohne weißen Pilzbelag auf der Unterſeite. Die Krankheit breitet ſich nicht von Pflanze zu Pflanze aus... Welkekrankheit 104 b) Gelbe Blattfle>ken vom Rande der Blättdt. Pflanzen oft kümmerlicen.(Abb. 46.) Das gebräunte Blattgewebe iſt in feuchten Jahren weich und zeigt [wp] Riehm, Die Krankheiten der landw. Kulturpflanzen. 2. Aufl.( 98 Spezieller Teil.| auf der Blattunterſeite einen feinen, weißlihen Scen begrenzt. Die Blätter ſterben dann ab, hängen ſchlaff herab Y"deu! und fallen wohl auch zu Boden, ſo daß nur die nackten Stengel| iel ſtehen bleiben. Wenn rechtzeitig tro>ene8 Wetter eintritt, kann die E"8 baum 1nfes öffn! zweig abfall einem aber Gw nh | und | Katto Felmet ſo dri die J Hier| | bmwel auf de ach8 Abb. 46. Phytophthora infestans. 1 Kartoffelblatt mit Fleken k; 2 Konidienträger, Vergr.. etwa 175 fac<; 3 Konidien 8p, die mit Keimſchläuchen m austreiben, c eine Sekundärkonidie! 4 Zooſporangien a mit zerklüftetem Inhalt, b mit ausſchlüpfenden Zooſporen 22. 3 und 4 etwa Vetter 500 fa< vergr. Nac< Sorauer. 0 erfol Krankheit zum Stillſtand kommen; die braunen Fle>ken werden Di dann ſpröde und brüchig, und der Schimmel auf der Blattunterſeite| 0 verſchwindet. Der Schaden, den die Krautfäule in naſſen Jahren| Vin anrichtet, iſt ganz ungeheuer. Beſonders heftig zeigte ſich die Kraut-"" Kartoffeln. 99 nel, der die AUE< [loF Genk fäule in der Mitte des vorigen Fahrhunderts,„und die große Be- deutung, welche die Krautfäule damals hatte, führte Dazu, daß man die Krautfäule einfach als„die Kartoffelkronkheit“ bezeichnete. Auch in neuerer Zeit iſt die Phytophthora verheerend aufgetreten, jo be- ſonders im Jahre 1916. Der damals durc< die Krautfäule in Deutſchland angerichtete Schaden wird auf über 1 Milliarde Gold- mark beziffert. Je früher die Krankheit auftritt, je früher alſo die Kartoffelpflanze ihre aſſimilierenden Blätter verliert, um ſo grüßer iſt der Ernteausfall. Der weißliche Schimmel an der Blattunterſeite der erkrankten Blätter beſteht, wie eine mikroſkopiſche Unterſuchung zeigt, aus den baumartig verzweigten Konidienträgern eines Pilze8 Phytopthora infestans. Meiſt treten mehrere Konidienträger aus einer Spalt- öffnung des Blattes hervor. An der Spike jedes Konidienträger- zweiges jißt eine farbloſe zitronenförmige Konidie, die ſehr leicht abfällt. Im Waſſertropfen keimen die Konidien recht häufig mit einem gewöhnlichen, farbloſen Keimſchlauc< aus. In vielen Fällen N aber treten aus der Konidie naM 1--3 Stunden 4-+16 kleine / Schwärmſporen heraus, die mit Hilfe zweier Geißeln umherſ 37 FENEN 100 Spezieller Teil. j | am, di Knollen laſſen oft kaum eine Spur einer Infektion erkennen; in den ſtörung meiſten Fällen findet man aber, daß die Schale an der JInfektion8-. ſtelle bläulich verfärbt und eingeſunken iſt. Zerſchneidet man hier| mö ; die Knolle, ſo findet man unter der verfärbten Schale trockenes,| ſnd, gebräuntes Gewebe.(Abb. 47.) Die Phytophthoraknollenfäule ex-| hf ſtre>t ſich im Gegenſaß zu einer anderen Trockenfäule(vgl. S. 118)|. fnollet leicht ü niht a! |) elek | vie WU | ungen | zerſtört aufgela! | Gpidem | daß dai | 46 Tai | dbeibt, | langend | fulhe daß die | hamm, fläche 9) vorrufer wächſt 1 ſelten 01 ! eines fte Abb. 47. Phytophthora- Fäule; oben von außen geſehene, unten dur<ſcen auf. Die Flecken breiten ſich aber juche in dn bei der Dürrfle>enkrankheit nicht ſo ſen; außerdem ſind die durch die Nerven e>ig begrenzten Dürr- fle>en von den unregelmäßig geformten fich über das ganze Blätt- en unterſchieden. Das abgeſtorbene 1 Jahren dt werden fan eſtelgerunge 104 Spezteller Teil. Gewebe iſt tro>en. Aus den Flecen treten die Konidienträger des Krankheit8erregers hervor, die in Ketten angeordnete braune, um- gefehrt-feulige langgeſchnäbelte» am unteren Ende mauerförmig ge- teilte Konidien bilden. Die Sporen keimen ſehr ſcenen Jahren auf. Man findet auf den Blättern der befallenen Pflanzen vom Rande aus be- ginnende, braune Flecken, die im Gegenſaß zu den Phytophthora- fle>en meiſt von einer gelben Zone umgeben ſind und auf der Unter- jeite keinen weißen Schimmel erkennen laſſen. Dieſe Flecken breiten ſi< langſam aus, bis ſchließlich das Blatt abſtirbt. An ſtark er- krankten Stauden findet man naturgemäß nur ſchlecht entwickelte Knollen. Werden ſolche Knollen als Saatgut verwendet, ſo gehen daraus wieder kranke Pflanzen hervor. Durchſchneidet man einen Stengel einer erkrankten Pflanze, jo ſieht man, daß der Gefäßbündelring verfärbt iſt; bei mikro- ſkopiſjen. Bei ſtarker Vergrößerung erkennt man an dieſen Stellen zahlloje Bakterien. Die Knollen ſolcher Stauden laſſen auf einem „Reinke, dicht unter dem Nabel geführten Querſchnitt häufig eine Erweichung des Gefäßbündelringes erkennen; auch hier kann man mit ſtarker Vergrößerung leicht Bakterien nachweijen. Legt man ſolche Knollen aus, ſo ſterben die fich entwickelnden Triebe entweder ab, bevor ſie n. auf, Man tande aus be- ;;] En den Boden erreichen, oder es bilden ſich kümmerliche Pflanzen, die 4 2 bereit8 nach 6-8 Wochen eine Verfärbung der Blätter und Blatt- leden breiten rollen erfennen laſſen. Die Bakterienringfäule äußert ſich alſo an y) An furt er den Stauden entweder ſchon im Juni, wenn die Stauden aus Jt entwich kranken Knollen hervorgegangen ſind, oder erſt im Auguſt, wenn det, jo gehen an Wundſtellen einer geſunden Kartoffelpflanze der Erreger der Bakterienringfäule eingedrungen iſt. In trockenen Jahren ſind die fen Pflan Symptome der Krankheit deutlicher als in feuchten Jahren. Da ; bei mitt die Krankheit mit den Saatknollen von einem Jahr zum andern 5 Mycel des übertragen wird, dürfen die Knollen erkrankter Stauden nicht aus- irtelförmigen gelegt werden. Auch das Auslegen geſchnittener Knollen iſt, be- gl. Abb, 3) ſonder38 auf bindigen Böden, zu vermeiden, da durch die Schnitt- edeihen fan flächen die Bakterien vom Boden aus eindringen können. 1 durch fleine ME! Die Blattrollkrankheit. n8 nicht allzu Die Blattrollkrankheit äußert ſich meiſt ſcenen Jahren ſehr ſtark vermehren, iſt es erklärlich, daß auch die Blattrollkrankheit in„trokenen Jahren beſonders ſtark auftritt. Endlic< hat man die Beobachtung gemacht, daß einzelne Stämme verhältniSmäßig widerſtandsfähig gegen die Blattrollkrankheit ſind. Was ergibt ſich nun aus dieſen Beobachtungen für die Be- kämpfung der Krankheit? Blattrollkranke Stauden ſind auf dem Feld möglichſt bald zu entfernen, damit einmal ihre Knollen nicht als Saatgut verwendet werden können und damit außerdem die Ge- fahr einer Übertragung auf Nachbarpflanzen möglichſt vermieden wird. Auch die Knollen von Pflanzen, die in dex Nähe blattroll- franker Pflanzen ſtehen, ſind möglichſt vom Nachbau auS3zuſchließen. Man verwendet am beſten zur Saat nur Knollen ſolcher Stauden, die möglichſt weit von blattrollkranken Pflanzen geſtanden haben. Eine Übertragung der Krankheit durch den Boden iſt nicht zu be- fürchten; man kann alſo ein Feld mit viel blattrollkranfen Stauden ohne Bedenken wieder zum Kartoffelbau verwenden. Felder, die in der Nähe von Bäumen liegen oder an Wieſen angrenzen, ſollen wegen der Übertragung der Krankheit durch Inſekten nicht zum Kartoffelbau geeignet ſein. Der Züchter ſtellt die Empfindlichkeit verſchiedener Stämme am einfachſten jo feſt, daß er einige Knollen dieſer Stämme zwiſchen Knollen blattrollkranker Pflanzen auslegt und nun die Stauden auf ihre Anfälligkeit beobachtet. Die Kräufelkrankheit.(Moſaikkranfkheit.) Wenige Wochen nach dem Auflaufen der Kartoffeln machen ſich die exſten Anzeichen der Kräuſel- oder Moſaikkrankheit, beſonders Kartoffeln. 109 1er Wieder Blatz auch währen an den oberſten Blättern, bemerkbar. Bei ſchwachem Befall„eigen fo. ie yal die Blätter hellgrüne Fle>en neben dem normalen Grün; bei HEN Uran ww: Erkranfung ſind die Blätter außerdem noch unregelmäßig gekräuſelt. je oder in ihrer ſchließlich Buty fheit durß ver weis erbt anfen Wlan e Dlatiläye 1 rlich, daß ad ) ſtarf aufteilt nzelne Stimm Ifranfhelt ſind n für die Je ſind auf den » Rnollen nid ßerdem die Ox hſt vermiedet Nähe blattroll: auszuſchließen Icher Stauden, fanden habe, ft nicht zu bt- anfen Stauden Felder, die in renzen,[ollen en nicht zum e Stämme am mme zwiſchen , Stauden a) == RE ZIE“ |) 2| 2 n maden fd it, beſonder? Abb. 49. Kräuſelkrankheit der Kartoffel. Nac< Appel. 18480 Spezieller Teil. Häufig ſind auch die einzelnen Blättchen kräuſelkranker Pflanzen kleiner als normale Blättchen, ja die ganze Pflanze zeigt ein fümmex- limes Wachstum.(Abb. 49.) Der Knollenanſaßz iſt in manchen Fällen noch normal, häufig aber entwickeln die fräujeifranfen Stauden nur jehr wenig Knollen. Der Erreger, bezw. die Urſache der Kräuſelkrankheit iſt nicht bekannt, doch iſt feſtgeſtellt, daß die Krankheit nicht nur durch die Knollen von einem Jahr zum andern übertragen wird, ſondern daß auch während der Vegetation8periode eine Aus- breitung der Krankheit ſtattfindet. Bei der Übertragung der Krank- heit von Pflanze zu Pflanze ſpielen ebenſo wie bei der Blattroll- krankheit die Blattläuſe eine beſondere Rolle. Daher zeigt ſich die Krankheit auch in troenen Jahren, in denen jich die Blattläuſe jtark vermehren, beſonders häufig. Blattroll- und Kräuſelkrankheit ſind zwei völlig verſchiedene Krankheiten; die Knollen blattrollfranker Stauden ergeben ſtet8 wieder blattrollkranke, die fräuſjelfranfer Stauden ſtets wieder kräuſelkranke Pflayzen. Jür die Praxis iſt aber die Unterſcheidung der beiden Krankheiten vorläufig belanglos, da alle Maßnahmen, die gegen die eine Krankheit wirkſam ſind, auch gegen die andere wirken. Wegen der Bekämpfung der Kräuſelkrankheit ſei daher auf die gegen die Blattrollkrankheit empfohlenen Maßnahmen verwieſen. Die Rhizoctonia-Fußkrankheit,(Hypochnus solani Prill et Del.) Bemerkt man an Katxtoffelſtauden, daß die oberſten Blättchen anfangen zu rollen, ſo iſt die Urſache dieſer Erkrankung zuweilen unten am Stengel zu ex- kennen. Man findet dort Längsriſſe und meiſt einen weißen Filzüberzug. Dieſer Filz beſteht aus einem dichten Geflekenähnliche Gebilde von 1-10 mm Durchmeſſer.(Abb, 50.) Dieje Pocken ſind die Sclerotien des Pilzes, den man in dieſem oodlum Rh Qunfheit vo wiohranthei uh auf die „leiche Ft (ale der' uz Hingeww Qualen dir Shmarzbei! Mitte€ Güitchen zu Ziiebe habet iger Klar fht find, a ewa Fral Winigfeit be vogeitig ab nen auch Oröße noty Ovatzbeini feln, Al: Weterlen 3 1yf das Je dndtingen. Annzentell nut qanz piert Jo Unwandern m Wl. 6.11 dos Anoller vandelt wi 1 miedrige vilig zerſt Kartoffeln. E11: "te Pflanzen Stadium Rhizoctonia solani genannt hat. Im allgemeinen iſt die | ein fÜmmer- Krankheit von geringer Bedeutung. Zuweilen aber kann die Nhizoc- | in manden toniakrankheit ernſteren Charakter annehmen. Der Pilz geht oft mfen Stauden auch auf die Ausläufer über, dieſe verzweigen ſich abnorm und bilden Urſache der zahlreiche Knollen, die aber nur ſehr klein bleiben. Auf die Mög- ; die Kraufheit lichkeit der Bekämpfung durch Saatgutbeize mit Sublimat ſoll nur In Übertragen kurz hingewieſen werden. Sehr ſtark mit Rhizoctonia-Pocken beſekte de eine Ans Knollen dürfen als Saatgut nicht verwendet werden. 19 der Rrarf 1 Scdhwarzbeinigkeit. RIN phytophthorum Appel und die Battle andere Bakterien.) äujelfranfhei Mitte Juni bemerkt man auf Kartoffelſchlägen Pflanzen, deren attrollfranfer Blättchen zum Teil gelblich verfärbt ſind und ſich vollen. Auch die mfer Stauden Triebe haben eine gelbliche Färbung. Unterſucht man die Stengel iſt aber die jolenfäule [en Folge(vgl. S. 118) bezeichnet man die Bakterienfäule als Naßfäule, weil 007 u das Knollengewebe durc< die Bakterien in einen weichen Brei ver- ipliche[eſ wandelt wird.(Abb. 52.) Bei genügender Luftfeuchtigkeit und nicht der ſhwi“ zu niedriger Temperatur können die Bakterien den Knolleninhalt (Abb, 91 völlig zerſtören, jo daß nur die Schale übrig bleibt. in dieſen Ee 7-23e GEEHRTER << Abb. 51. Kartoffelpflanze von Schwarz beinigkeit befallen. Spezieller Teil. Zur Bekämpfung der Schwarzbeinigkeit, die beſonders in feuchten Jahren ſtark auftritt, muß man alle Stauden, die von der Schwarzbeinigkeit befallen ſind, mit den etwa ſchon gebildeten Knollen möglichſt ſorgfältig ent- fernen. Da troß dieſer Vor- ſicht8maßregel von Bakterien in- fizierte Knollen in die Mieten gelangen können, iſt die richtige Anlage dex Miete von großer Bedeutung. In feuchten oder zu warmen Mieten breitet ſich die Naßfäule ſehr ſchnell aus. Der durch die Bakterien in Brei ver- wandelte Knolleninhalt, der zahl- reiche Bakterien enthält, tropft herab, gelangt auf gejunde Knollen, und hier können die Abb. 52. Naßfaule Kartoffel von außen und Nac< Sorauer. durc<ſchnitten. Nac< Sorauer. wofterien au nungen Tagt m Qufe des Dei der maden. Zum 15cm ſtatte (deft wird, näht ganz It! 11 Zu diele Qingäridhtunf dich qut b worfen if, füm dann d uh das Ho empfehlen. und die Mie Udet: eint empfehlen; dis Über de wird.(Abb. vilten Dede dndtingen! Außer üdtigen Gi Winifeit 31 anollen mi; werden,€ us leicht 3 "ul oder| Vhnittene ſhnelde m; "it die 1 von Rund Wf S4 man den| Zum Ihe fra Rich, Kartoffeln. 113 , die beonhes u DE Bakterien auch dur< die kleinſte Verlezung eindringen und in va ſhei Ale wenigen Tagen auch dieſe Knollen zerſtören. Auf dieſe Weiſe kann lic fap h im Laufe des Winters die ganze Miete zerſtört werden. | tioß 4 Bei der Anlage der Miete iſt daher grüßte Sorgfalt zu ver- A Befien wenden. Zum Bedecen der Kartoffeln nimmt man am beſten eine Ne 0 I 15 cm ſtarke Schicht Stroh, die mit einer 10 cm ſtarken Erdſchicht mn DE bededt wird. Jſt bei der Ernte feuchtes Wetter, ſo daß die Knollen Miet 6 0. nicht ganz trofen in die Miete kommen, ſo legt man ein Firſtrohr an. Zu dieſem Zwe wird auf die erſte Strohſchiht oben in dex vn feudten zy Längsrichtung der Miete ein Erntebaum gelegt, der wieder mit eten breite jh) Stroh gut bede>t wird. Nachdem die Erdſchicht von 10 cm auf- r 19uel aus] geworſen iſt, wird der Erntebaum heraus8gezogen; die Feuchtigkeit terien In Veil fann dann durch das Firſtrohr abziehen. In feuchten Jahren iſt eninhalt, der) auch das Hohllegen der Mietenſohle mit Hilfe eines Lattenroſtes zu dien enthält, 1 empfehlen. Sobald Froſt eintritt, wird das Firſtrohr geſchloſſen angt auf gdm! und die Miete nochmals mit Stroh(10 cm) und Erde(20-30 cm) d hier fm) bede>t; eine einfache Verſtärkung der erſten Erdſchicht iſt nicht empfehlenSwert, weil durch das Gewicht einer zu ſtarken Erdſchicht das über den Kartoffeln lagernde Stroh zu ſtark zuſammengepreßt wird.(Abb. 53.) Die Mieten bleiben möglichſt lange mit der dop- pelten Decke liegen, damit im Frühjahr nicht zu ſe. Unten: Lattenroſt zum Hohllegen der Mietenſoble. Nac< Appel. 11. Knollenkrankheiten, A. Krankhafte Veränderungen auf der Oberfläche der Knollen 1. Schorfige Erhebungen und Vertieſungen der Schale. Schorf 2. Der Schale aufgelagert ſind dunkelbraune(anſänglich weißliche) MOE EITE ENEWS 207(0 BIERES ER IRIT ER 2000N Nhizoctonia 3. Wucherungen von verſchiedener Größe mit zerklüfteter Ober- FICLCD EPN SEE EE SEZEN PELRNE Kreb5 4. Kleine ſilberglänzende Flecke Silberflecken B. Fraßbeſchädigungen. 1. Glattrandige Löcher von etwa 2 wm Durchmeſſer. Drahtwürmer 2. Gänge von 2- 10 mm Durchmeſſer, zum Teil auch die Knollen außen angefreſſen Erdraupen oder Engerlinge 181, Seite 115 110 116 118 184 182 Unt die durd kommen (rhöhun franfhei ſhorf u Det ſhorf( (Abb, 54 ſehende mes: 4 Lieſe P Riſſen it Tenticell: und die uf ſchw „leichten 5 farfer J Vei wird, ſo reiſen Chälen| ſnollen gehalt Anbau kz wenigſten nh Tri wan alle) bingen, Kartoffeln. 105 rufen werdet C. Fäulen. Seite 13; ſie werden 1. Auf der Schale bläuliche, eingeſunkene Fleken; darunter ge- Made zerſtört,- bräuntes, zurdiiges Gewebe..... Khytophthoraſäule 99 ; 2. Knollen teilwei e oder ganz geſchrumpft. Auf den geſchrumpften Stellen weiße, gelbliche oder 1oſafarbene Pilzlager. Trockenfäule 118 3. Knollen ganz oder zum Teil weich, Inhalt breiig. Naßſäule 111 Der Schorf. Unter S iberfleden 11? wenigſtens pflegen yelbſt mit Schorf völlig bede>te Kartoffeln doch noc< Triebe zu bilden. Durch den Anbau ſ>o1figer Knollen kann ahtwirner 1 man allerdings die Schorferreger auf einen noc< ſchorffreien Boden DUN“ bringen. Allzu hoch iſt aber dieſe Gefahr nicht zu bewerten, denn linge 19% 7 8* 116 Spezieller Teil. die Böden, in denen Actinomyceten gedeihen können, enthalten wohl ſchon ſämtlich dieſe Pilze. Tritt auf einem Schlag beſonders ſtark Schorf auf, ſo empfiehlt e8 ſich, Kalkdünger zu vermeiden, dagegen ſaure Düngemittel (icen der Schale findet man bei 4 14 IOD genauer Unterſuchung ſchwarze Pünktcen auftreten. Unger Glaus Die Pilze zerſtören beſonder8 die Zellwände dieſer Knollen, ohne feuchten Zel) die Stärkekörner anzugreifen. Allmählich wird die ganze Knolle ndet, ſondern mumifiziert und bildet das typiſche Bild der Trockenfäule.(Abb. 56.) Ind am beſten Bei feuchter Aufbewahrung kann das Mycel der Fuſarien auf andere franfer für Knollen übergreifen, an kleinen Verletzungen eindringen und die en gedämpft Knollen zerſtören. Richtige Anlage der Miete(vgl. S. 113) iſt deShalb nen alley er beſonder8 wichtig für die Einſchränfung der Juſariumfälle. Selbſt- (len beſeitigt, verſtändlich ſind tro>enfaule Knollen nicht als Saatgut geeignet. t nict mög beize zu be- dartofeltet Rüben(Zudker- und Runkelrübe). fen Gtauden A. Krankheiten der jungen Pflanzen. Seite annten frebe:| 1. Keimpflanzen gehen ein. 1. Wurzelhal3s ſchwarz oder braum 1.„Surzelbrandum20 2. Fraßbeſchädigung am Wurzelhals.. Atomaria linearis 125 Il. Fraßbeſchädigungen an SOME EUS CLDLMUDeNZERUSZ Harz, 11. Weißliche Miniergänge in den Blättern... Runkelfliege 128 BENN 3% Krankheiten älterer Pflanzen. MODI[. Blätter gefräuſelt. inem didte 1. An der Unterſeite weißlicher Pilzbelag. Falſcher Mehltau 132 wachſen aß 2, An der Unterſeite weißliche Blattfle>ken, Blattnerven glaſig. ie in ſeiten: Rübenwanze 131 n abſchnüren, 3. Schwarze Blattläuſe an der Unterſeite. Rübenblattlaus 188 ein, ſonden 11. Bläiter verwelken. [e beſchränft, 1. Ältere Blätter welken bei Sonnenſchein, erholen ſich nachts, ſterben langſam ab. Wurzeln ſtruppig. Rübenmüdigfeit 125 möglich, daß 2. Ältere Blätter welken, Rübenkopf faulig. ; y! Herz- und Tro>enfſäule 133 119 eineine 3. Blätter welken ſämtlich, Rübe unten abgefreſſen. en Gingang? Engerlinge oder Erdraupen 181, 182 4. Blätter welken, Rübe von rötlichen Pilzfäden überzogen. Wurzeltöter 181 fann er nid! 111. Fraßbeſchädigungen an Blättern. fäule, 1. Löcher in den Hlättern, oft an den Löchern noc< die Blatt- tien.) oberhaut erhalten---- Schild- oder Aaskäfer 130, 131 2. Fraßbeſchädigungen vom Rande her.: ! Rübenblattweſpe oder Erdraupen 171, 182 1 3. Weiße Miniergänge in den Blättern... Rauntelfliege 128 1, au ent 01 Juſarien 120 Spezieller Teil. IV. Blattfle>en. Seite were I Jlecken roſtfarben.... EE EAN SEINÜDEeNTOU 32 einen ldi . Braune, dürr werdende lecken.- Blattfle>enkrantheit 133 js G V."M3 Ms des Rübenkörpers.; Feitacht: 1. Schorfige Puſteln oder Zonenbildung...-. Schorf 133 Aphanoy ZA SPDIBEZVELT MÜDEN AUN ER 2 ESe überfahren, das zweite Mal ſchräg zur erſten Richtung. Dann wird geeggt und am folgenden Tage die ſtehen gebliebenen Pflanzen flach abgeha>t. Dann wird gegrubbert, geeggt und nochmals kreuzweiſe gegrubbert. Endlich wird unter Verwen- dung des auf 10 cm Tiefgang geſtellten Schälſchar in ſchmalen Furchen umgepflügt, um die oben liegenden Pflanzenteile zu erſtiken. Der Anbau von Fangpflanzen muß viermal ſchnell hintereinander wiederholt werden. Kann man das Verfahren nicht auf dem ganzen Schlag durchführen, jo muß man den in Behandlung genommenen Teil durch einen*/,--1 m tiefen Graben mit /, m breiter Sohle vor Zuwanderung von Nematoden ſchützen. Ende Auguſt drillt man dann, um den Boden durch Grünfuttergewinnung zu nußen, Sand- wien(50 Pfd. auf den Morgen) auf 15 cm und bringt Ende September Roggen(40 Pfd. auf den Morgen) dazwiſchen.- Um eine Anreicherung des Bodens mit Älchen zu vermeiden, darf man die Wirts8pflanzen des Rübenälchen8(Rüben, Raps, Hafer, Kohl, Erbſen) nicht zu oft anbauen. Dagegen iſt Luzernebau mehrere Jahre hintereinander zu empfehlen. Die Runkelfliege.(Pegomyia hyoscyami Panz.[Anthomyia conformis Fall.]) Scen auf den Rübenblättern deuten auf Beſchädigung durch den Schildkäfer hin. Die 5--7 mm langen, 3--5 mm breiten rotbraunen, ſchwarzgefle>ten Käſer ſreſſen im Frühjahr Löcher in die Blätter von Melde und Gänſefuß. An die Blattunterſeite werden die Eier in kleinen, mit einer klebrigen Maſſe bede>ten Häufchen gelegt. Die Larven haben ſeitliche Dorn- fortſäße; ihr Leib endet in einer meiſt aufrecht gelragenen Schwanz- gabel, an der ſich Kotklümpchen anhäufen und an der auch die lekte Larvenhaut hängen bleibt. Dieſe bizarr ausſehenden Larven leben im allgemeinen an der Akermelde, gehen aber oft auch Ende Juni oder Anfang Juli auf Rüben über. Sie freſſen anfangs das Blatt- gewebe der Unterſeite, ſo daß die weißliche Oberhaut ſtehen bleibt; dieſe verdorrt ſchließlich und fällt ab. Das wichtigſte Bekämpfungsmittel iſt die AusSrottung der genannten Unkräuter auch an den Feldrainen. Die Rübenwanze.(Piesma capitata Wolff.) Starke Kräuſelung der Rübenblätter und weißliche Blattfle>en kann durch die Rübenwanze hervorgerufen werden. Treten die Schädlinge ſchon an den jungen Rübenpflanzen auf, ſo gehen dieſe zugrunde. Ältere Pflanzen zeigen ebenfalls weißliche Fleen an den gefräuſelten Blättern. Die Blattnerven ſehen glaſig aus und brechen leiht ab; die älteren Blätter ſterben ab und der Vegetationspunkt wächſt weiter, jo daß der Rübenkopf kegelſörmig wird. Dieſe Krankheit der Rüben entſteht durch das Saugen der Rübenwanze an der Blattunterſeite. Die beſonders bei Sonnen- ſchein recht lebhaften Tiere ſind nicht immer leicht feſtzuſtellen, weil ſie ſich bei Geräuſchen ſofort zu Boden fallen laſſen und in Rißen verſte>en. Die völlig entwickelten Wanzen ſind 4 mm lang und 2 min breit und von ſen findet man bei mikroſkopiſcher Unterſuchung Büſchel von Pilzfäden, die vielzellige graugrüne, ſenfäule iſt vielmehr auf Exr- nährungsſtörungen zurückzuführen. Dieſe entſtehen durc< eine mangel- hafte Verarbeitung der Nitrate. Um die im Boden entſtandenen ſchädlichen Stoffe in unſchädliche Verbindungen überzuführen, muß man den Boden mit Gips düngen, und zwar um ſo mehr, je weniger Humus im Boden iſt. Der Rübenſchort, Ähnlich wie bei der Kartoffel hat man auch an Rüben ver- ſchiedene Shorfarten unterſchieden, von denen zwei erwähnt werden ſollen: der Puſtelſchoxf und der Gürtelſchorf. 134 Spezieller Teil. Der Puſtelſchorf hat ſeinen Namen daher, daß am Rübenkörper einzelne Puſteln auftreten, die zunächſt runde ſchwarze Flecken dar- ſtellen. Allmählich vergrößern ſich dieſe Fle>en; in der Mitte bildet ſich eine Einſenkung, die häufig von einem erhabenen Wall umgeben iſt. Die Anordnung der Puſteln zeigt, daß die Ruſtelbildung mit den Lentizellen in Zuſammenhang ſteht. Man hat Bakterien ge- funden(Bacterium scabiegenum Busse et v. Fab.), die in die Lentſ- zellen eindringen und den Puſtelſchorf hervorrufen. Die Infektion findet beſonders ſtatt, wenn ſich infolge feuchter Witterung Lenti- zelenwucherungen gebildet haben. Evxnſtlihe Schäden der Rüben durch Puſtelſchorf ſind noch nicht beobachtet; Bekämpfung8maßnahmen ſind nicht bekannt. Scorfbildungen, bei denen die erkrankten Stellen die Rüben vit gürtelförmig umfaſſen, gat man als Gürtelſc, Hopfen, Klee genannt werden ſollen, Wucherungen hervorrufen, ja man hat ſogar behauptet, M - hervorge üben| auß an ſpent( gnſtig! fille, gef madig Ving Nieſe die 4 fey Nh Gon Nübenlötger Fletfen dar: Mitte bilde Zoll umgehen bildung mit Batterien ge in die Weyl: Die Infektion erung Qt 1 der Rüben Smaßnahnen on die Rüben zeichnet, Al eit fommen » in Betracht, ger des Rar- en. ler Rüben, ens vm |) artige I ich beſonders den Pflanzen, Yucherungen en Zellen ent- auf Infektion „tumefacien) 1 Bundſtellen dringen kann, pleiben mel! dh, vermutlid Das B, tumt- mn denen hie flee genannt jar behauptet Rüben(Zucker- und Runkelrübe).-- Möhren. 135 daß das Bacterium auch als Erreger von Krebs bei Tier und Menſc< in Betracht kommt. Sollten ſich die Wurzelkröpfe in größerem Umfang zeigen, jo dürfte ſich wiederholter Anbau von Halmfrüchten empfehlen. Die Rübenſchwanztiäule. Mit dieſem Namen hat man eine durch verſchiedene Bakterien ' hervorgerufene Krankheit bezeichnet, bei der das untere Ende der Rüben weich und faulig wird. Bekämpfung8maßnahmen gegen dieſe, auch an Samenrüben auftretende Krankheit ſind nicht befannt. E8 ſcheint als ob die Krankheit durc< zu ſtarke Stiſtoffdüngung be- günſtigt wird. IMöhren. Seite A. Pflanzen ſchlecht entwidelt, Blätter gekräuſelt. Kräuſelkrankheit. 136 B. Blätter färben ſich gelb und ſterben ab. 1. Wurzeln von dunkelvioletten Fäden dicht bedeckt. Rhizoctonia violacea 181 2. Stengel mit verfärbten Stellen, an denen ſchwarze Sklerotien ſiven; Wurzeln mit faulen Stellen.. Sclerotinia libertiana 168 3. Wurzen außen angefreſſen. Engerlinge oder Drahtwürmer 181, 184 4. Wurzeln mit Fraßgängen DSST CLI ENES Möhrenfliege 135 C. Außerdem Blatterkrankungen durch einen falſen- pilze(Roſt, Mehltau, falſcher Mehltau uſw.) vor. Der Kleekrebs.(Sclerotinia trifoliorum KErickss.) Im Frühjahr bemerkt man auf Kleeſchlägen zuweilen Fehlſtellen, auf denen die Pflanzen völlig abgeſtorben ſind. Gewöhnlich nimmt Abb.-68. Kleepflanzen mit Sklerotien von Sclerotinia trifoliorum an der Hauptwurzel. Nac< Coleman. Spezieller Teil. der Landwirt an, der Klee ſei erfroren oder unter dem Schnee ex-- ud, je DENNE/ ſti>t, kurz er ſei„ausgewintert“. Ebenſo wie aber das AuSwintern jetjinena! |[9] beim Getreide auf die verſchiedenſten Urſachen, auf Froſt, Fliegen- Ye ſi lon 11008(0 befall, Schneeſchimmel oder Mäuſefraß zurüzuführen iſt, kann auch duch mild 0 das Auswintern des Klee8 nicht nur durch Froſt, ſondern auch vifen der 1] dur< Mäuſe oder durch einen Pilz, den Erreger des Kleekrebſes, gidder die; 0061) hervorgerufen werden. An den abgeſtorbenen Pflanzen findet man, zt | 4) wenn e8 ſich um Kleekreb8 handelr, kugelige oder plattgedrückte, oquit tie |" blauſchwarze Gebilde, die bis zu 12 mm Durchmeſſer haben können,(ngen, da] 4| alſo mit bloßem Auge ſehr gut wahrnehmbar ſind.(Abb. 68.) Recha m Nh Durchſchneidet man ein ſolen, MBS die ſich langſam ausdehnen bi8 das ganze Blatt zugrunde geht. ih fann auß Durc< milde Winter mit reichlicher Feuchtigkeit wird das Umſich- 'ondern auß greifen der Krankheit begünſtigt und im Frühjahr findet man dann j Slectrebieg wieder die Fehlſtellen. n findet man Tritt die Krankheit ſtark auf, ſo pflüge man nach dem erſten pattgedriche Schnitt tief um, damit die Sklerotien ſo tief in den Boden ge- haben fönnen, langen, daß ihre Fruchtkörper die Oberfläche nicht erreichen. Der -(Abb. 68) Kleebau muß auf befallenen Schlägen etwa 3 Jahre lang aus- daß es innen geſeßt werden, da ein wirkſames Mittel zur Vernichtung der Sklexotien im Boden nicht bekannt iſt, Luzerne iſt weniger ge- | fährdet als Rotklee, kann alſo unter Umſtänden angebaut werden. Der Stengelbrenner des Klees.(Gloeosporium caulivorum Kirchn.) An Blättern und Stengeln des Klees treten zuweilen lang- gezogene, in der Mitte allmählich einſinkende, hellbraune Streifen mit dunfelem Rand auf. Die oberhalb der erkrankten Stellen befind- lichen Blätter ſterben meiſt ab. In dem erkrankten Gewebe entſtehen die Konidienlager des Gloeosporium caulivorum, die denen des Gloeosporium lindemuthianum ähnlich ſind.(Vgl. Abb. 73.) Bekämpfung8maßnahmen gegen den Stengelbrenner jowie gegen ac< Ulrich. das verwandte, aber nur auf den Blättern vorkommende Gloeo- dem NMutie- Sporium trifolil Peck ſind nicht bekannt. torbenen Riet;: H onau wied Die Kleeſeide.(Cuscuta epitbhymum var. trifolii Bab.) re Zeit(ſih Neſterweiſe findet man Kleepflanzen, die von gelben oder röt- ) bei günſtige! lihen wirr durcheinander geflochtenen Fäden umſponnen ſind. Heine Stielde!(Abb. 70.) Dieſe Fäden ſind die Stengel eines Schmaroßers, der ne Scheibe v! nicht zu den Pilzen ſondern zu den Phanerogamen gehört. Die Selben, dl Kleeſeide beſitzt aber keine grünen Blätter wie andere Phanerogamen, n„Jpothecien fie kann alſo nicht zden Kohlenſtoff der Luſt aſſimilieren; ſie nur mit dev ſeren Windungen| vu di an der Wirtspflanze vifling empor, hin und wieder 1 em umſchlingt er ſeinen( nüſen| Wirt feſter und ſendet| necden Saugwürzelceln! Um ein AusSſamen zu verhindern, +t er ſeinen müſſen daher die Kleeteufel vor der Samenbildung ausgeſtochen ier und ſend! werden. Bei ſehr ſtarkem Befall muß der Kleeſchlag umgebrochen zeichen in und der Kleebau längere Zeit aus8geſebt werden, da die Orobanche- owebe. 2? ſamen wenigſtens 5 Jahre lang keimfähig bleiben. Die Keimung augen vl erfolgt nur bei Anweſenheit von Nährwurzeln;. dann bricht ein ich reidlid dünner fadenförmiger Keimling hervor, der in wellenförmigen „Begetatlon? Biegungen wächſt, in eine Nährwurzel eindringt und mit diefer ühren eben! verſchmilzt. Da die feinen Samen der Orxobanche mit der Kleeſaat Spezieller Teil. verbreitet werden können, iſt der Kleeſamen außer auf Cus2cuta- Samen auc< auf Orobanct werden. Welken der Lupinenpflanze kann durch den Erreger der Johanniskrankheit der Erbſe hervorgerufen werden.(Vgl. S. 149.) Die Stengelflekenkrankheit.(Cryptosporium leptostromiforme J. Kühn.) Am Stengel von gelber und blauer Lupine zeigen ſich helle, ſpäter braune Fle>en. Unter der Oberhaut der Wirt8pflanze werden dann von dem Krankheitserreger Konidienlager aus8gebildet, die jcen 144 zrbung der B. Fraßbeſchädigungen an Blättern. nfät 1. Halbkreisförmige AusSbuchtungen.---- Blattrandkäfer 148 Pflanze 98) EEE SGN“1 144 Spezieller Teil. C. Fraßbeſchädigungen an Hülſen und Samen. Seite 1. Hülſen mit Kotklümpchen ſtark verunreinigt.. Erbſenwickler 149 ht! 2. Hülſen ohne Kotklümpchen, Samen mit fkreiSrundem Loch. nh Erbjen- und Bohnenkäfer 150 -D. Frühzeitiges Abſterben der Erbſenpflanzeit.:| hiet 1. Stengelbaſis mit braunen Fle>en.-... 144! drin 2. Stengelbaſis mit grauem Schimmel....., Botrytis 166& hne 3. Welken der ganzen Pflanze ohne Verfärbung der Stengelbaſis.|(of ; St. Johanniskrankheit 149 in (AsC( Die Brennfleckenkrankheit der Bohnen und ErbSen. Mie (Gloeosporium lindemuthianum Sace. et Magn. und ASco- ſn ehyta. pisi Lab.) zu! An Bohnenhülſen findet man eien häufig braunſchwarze, etwas ein- vu geſunkene Flecken, die zuweilen loſen, freisrund ſind, meiſt aber unregel- in de mäßige länglihe Form haben. einge] Die Größe der Flecken ſchwankt ten von wenigen Millimetern und Aerau etwa 1 cm im Durchmeſſer, doch( können auch mehrere Flecken mit- front; einander verſchmelzen.(Abb. 72.) ohne Öffnet man derartig erfrankte us,| Hülſen, ſo ſieht man, daß auch die» fut Samen vielfach braune Flecken| nügen! aufweiſen. Bei mikroſkopiſcher EE 0 Unterſuchung findet man in dem- Kempf kranken Gewebe der Hülſen und! vielen Samen Pilzfäden und auf der| beim! Oberfläche dex Brennſflecken die| vnde Spoxrenlager, die man mit bloßem| Y Auge als feine weißliche Punkte hre erfennen fann. Die Sporen|(der ay werden, wie die mikroſkopiſche' bißieh Unterſuchung zeigt, in offenen nöten Abb. 73. Bohnen mit Brennfle>en. Lagern gebildet.(Abb. 73.) Die H Nach Frank. Dtgfälti ' Richt 4 PEN Geitt jenwidler 14) em Loch, hnentäfer 13) ennfleden 144 Botrytis 166 ngelbaſis, ötranthelt 149 , . und Aße0- jen findet man 130, etwas ein- die zuweilen t aber untegel: Form haben, (eden ſchwant Cimetern un) rchmeſſer, dh ve Fleden mi! zen,(Abb. 72) rtig erfranft m, daß auch die braune Fleden mifroſfopiſche! et man in de ex Hülſen und . und auf dit vennfleden di man mit bloße eißliche Putt! Die Spor - mifroſtopld! t, in offenen (Abb. 73) M Bohnen und Erbſen. 145 Brennfle>en findet man übrigens nicht nur an den Hülſen ſondern auch an den Blättern. Ein ganz ähnliches Krankheit8bild findet man an Erbſen; auch hier zeigen ſich braune Flecken auf Blättern und Hülſen, auch hier dringt der Pilz durch die Hülſen bis zu den Samen und ruft auch an ihnen braune Fle>en hervor. Während aber die einzelligen, farb- loſen Sporen des Bohnenpilzes(Gloeosporium lindemuthianum) in offenen Lagern entſtehen, werden die Sporen des Erbjenpilzes (Ascochyta pisi) in kugeligen, braunen Gehäuſen(Pykniden) gebildet, die eine kreisförmige Öffnung beſißen. Zu dieſer Öffnung treten bei genügender Feuchtigkeit die farb- loſen, zweizelligen, in der Mitte etwas eingeſchnürten Spo- ren inlangen Ranken heraus. Legt man exr- kranfte Samen von Bohnen oder Erbſen aus, jo zeigt ſich die Abv. 73. Gloeosporium lindemuthianum. Querſchnitt durd< Krankheit bei ge- ein Sporenlager. Nach Frank, Bergr. etwa 150 fach. nügender Feuchtig- keit auch auf den Keimblättern oder an dem jungen Stengel der Keimpflanzen(Abb. 74), häufig gehen ſolcer- oder Saubohnen(Vicia faba), die Bohne(Phaſeolus), Luzerne, Saatwi>e und Eſparſette befallen. - Der Bohnenroit.(Uromyces appendiculatus[Pers.] Lev.) Im Spätſommer treten zuweilen an den Blättern der Bohne, meiſt auf der Unterſeite, kleine weißliche Flede, roſtbraune Puſteln oder ſchwarze Sporenlager auf, die man bei mikroſkopiſcher Unter- ſuchung als Roſtſporenlager erkennt. In den weißlichen Flecken findet man die Äcidten, in den braunen die Uredolager und in den ſciger Erbſenwieler, etwa doppelt vergrößert. 150 Spezieller Teil. die bei Graph. dorsana auf den Vorderflügeln je einen weißen Mondfle> beſißen, bei den andern Arten einfarbig braun ſind. (Abb. 77.) Sie legen ihre Eier einzeln an die jungen Hülſen; die Räupchen dringen ein und beſchädigen wieder die Samen. Um ein Wiederauftreten der Schädlinge zu verhindern, muß man da8 be- fallene Feld nach der Ernte tief umpflügen. Zur Vorbeugung empfiehlt es ſi<, die Erbſen nicht mit Stalldung zu düngen und die Beſtellung früh vorzunehmen. Die Viktorifaerbſe ſoll anfälliger jein als die grüne Erbſe, graue Erbſe und Peluſchke. Die Samenkäfer von Erbſen, Bohnen und Linien. (Bruchus-Arten) Die Samen von Erbſen, Bohnen und Linſen werden von nahe verwandten Rüſſelkäferlarven befallen. Man findet an den reifen Samen ein kreiSrunde8 Loch von etwa 2 mm Durchmeſſer, das zu- weilen noch von einem dünnen Deckel verſchloſſen iſt. Jm Innern findet man die Puppe oder die dunkelgefärbten, auf den Flügeldecken mit weißen Fleden gezeichneten Käfer.(Abb. 78) Die Käfer werden mit den Erbſen, Bohnen oder Linſen ein- geerntet, kriechen im Frühjahr aus den Samen heraus und fliegen auf die Felder. Die Ei- ablage erfolgt an die jungen Hülſen; die aus- geſchlüpften Raupen dringen dann in die Hülſen ein. Die befallenen Hülſen unterſcheiden ſich Abb 78. Der Erbſen- von den durch Erbſenwickler befallenen da- fäfer. Bruchus piszi. Durch, daß fie nict mit Kotklümpchen ſtark ver- unreinigt ſind. Um dieſe Samenſchädlinge zu vernichten, bringt man das Saatgut im Februar in einen geheizten Raum und läßt e8 dort mehrere Tage bei ca. 209 C. liegen. Die Käfer I Ne Blattgewebe aber und. die Oberhaut der einen Beattſeite iſt zerſtört. jen die aus Nähert man ſich ſolchen Pflanzen, jo ſieht man zahlreiche flohähnliche in die Hülfe Tierchen davonſpringen. Die Erdflöhe find kleine, etwa 2 mm große ſcheiden füh Käferchen, die völlig ſc eu deme>=- eve= GEEK GEH Ira i Z omm mlm. III TEKTTTE EIN HNR DINE SNES EEN SINTI WE EIT TTI FEE | | ||. | N j 0:40)| |"8 PRE ETEL 13) ) y fe 74 v Ü | 17 y i NETE 1] “NA H H ( | 47 4 ſ| |], En. 978 DEE 1 Ee :| Ae EMDE | 3 | 156 Spezieller Teil. mehrere Jahre lang keinen Kohl zu bauen, die genannten Unkräuter zu vernichten und dem Boden etwas Kalk zu geben. Tasſelbe Bakterium oder eine verwandte Art, Pseudowonas destructor, ruft eine Weißfäule der weißen Rüben hervor. Die Blätter der erkrankten Pflanzen welken von unten herauf ab. Dieſe Welkeerſcheinung iſt auf mangelhafte Waſſerzufuhr zurück- zuführen; der Paraſit zerſtört die Wurzeln und verwandelt ſie in eine weiche grauweiße Maſſe. Eine direkte Bekämpfung dieer Fäule iſt nicht möglich; die erkrankten Rüben müſſen natürlich vernichtet werden, damit ſich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Kohlmaden. Mangelhafte Entwi>lung der Kohlpflanzen und Welken der Blätter, die oft bleifarben ausſehen, deutet auf Befall durch die Kohlfliege(Chortophila brassicae Bch&) hin. Die befallenen Pflanzen laſſen ſich leiht aus dem Boden ziehen, weil ihre Wurzeln zum Teil zerſtört ſind.(Abb. 81.) In den unteren faulenden Teilen de8 Kohl- ſtrunfes findet man Fraßgänge, in denen ſich oft no<4 die Maden befinden. Dieſe ſind bis zu 9 mm groß, weißlich, glatt, glänzend und befißen an der ſchrägen Afterfläche 10 kegelige Randhöcker, deren beide mittlere zweiſpitzig ſind. Die Maden verpuppen ſich nach 3--4 Wochen am Fraßort oder meiſt im Boden; aus der 6 mm langen, bräunlichen Tönnct werden; ſpätere Kohlſorten zieht man deshalb L= Abb. 82. Maden Puppen Weibchen ver Kohlfliege(in zweifacher Vergrößerung). Nac< Sct. Auf ſtark ver- ſeuchten Böden ſoll dieſe Behandlung einmal im Herbſt und ein zweites Mal 14 Tage vor dem Auspflanzen aus8geführt werden, bei ſenrande.(Abb. 89.) Auch die grau- grüne Larve des Spargelhähnc vo WZ- ' gm <% . Abb. 91. Spargeltrieb infolge des Befalles Abb. 92. Spargelfliege- Vergr. „.' dur< Spargelfliegenmade gekrümmt(f/5 nat. etwa 3fa<. Nach Rörig. “ Größe). Nac< Krüger. KE 4 (Abb. 92c) und im Mat erſcheint die 8 mm lange, braunrote, ſchwarz behaarte Fliege, die auf den gla8hellen Flügeln eine zi>- za>artige dunkle Längsbinde trägt.(Abb. 92a.) Die Fliege legt ihre Eiex an den Schuppen der Spargelköpfe ab und die nach 4 Tagen oder erſt nach 2--3 Wochen auskriechenden Maden bohren ſich wieder in die Spargeltriebe ein. Nach dem Stechen des Spargel8 muß man alle abnorm ge- krümmten Triebe möglichſt tief ausſtehen und verbrennen, um ſich der Spargelfliege zu erwehren. Zwiebel. Der falſche Mehltau der Zwiebel.(Peronospora Schleideni Ung.) In feuchtwarmen Sommern zeigen ſich auf den Blättern und Stengeln der Speiſezwiebeln häufig weißliche, ſpäter ſich bräunende 166 Spezteller Teil. Fle>en, auf denen ſich ein feiner blaß-violetter Überzug bemerkbar macht. Die befallenen Pflanzenteile können ſchließlich zugrunde gehen. Der violette Überzug beſteht, wie eine mitrojfopiſhe Unter- juchung zeigt, aus den bäumchenartig verzweigten Konidienträgern des Krankheitserregers Peronospora schleideni, Die Konidienträger erinnern an die der Phytophthora infestans.(BIE ST97909D7e Konidien der Gattung Peronoſpora bilden aber nie Schwärmſporen, jondern entſenden ſtet8 direkt einen Keimſc, Öls (Schleſien) unter dem Namen„Pauly ſcher Fangapparat“ vertrieben. Der Rapserdiloh,(Psylliodes chrysocephala I.) Im Frühjahr ſieht man auf Winterrapsfeldern kleinere oder größere Fehlſtellen, an denen die Pflanzen vergilben oder im Wachs- % tum zurückbleiben. Dieſe Schädigung iſt nicht auf Froſt zurückzuführen, ſondern darauf, daß in den Stengeln und Blattſtielen 5--6 mm lange, weißliche ſchwarzköpfige Käferlarven freſſen.(Abb. 94.) Die Larven verpuppen ſich im Boden und im März bereits erſcheinen die etwa 4 mm langen glänzendſchwarzen Floh- fäfer, die an Blättern, Blüten und Früchten von Kreuzblütlern leben ohne größeren Schaden anzurichten. Die Eier werden einzeln in Blatt- achſeln junger Pflanzen an Raps, Kohl uſw. die Larven in die Stengel der Wirts8pflanzen Abb. 94. Der Rapserdfloh, und höhlen ſie aus. Wenn auch der befallene PSylliodes chrysocephalus.(Spmmerrap3 oft noch zur Blüte ja ſogar zur 2 nebſt Hinterbein; 1 Larve EWS 4 NDL DELen NDP Schotenbildung kommt, ſo knicken doch die aus- gehöhlten Stengel leicht um und die Pflanzen gehen vorzeitig zugrunde. Die Larven verpuppen ſich wieder im Boden und im Juli erſcheinen die Käfer, die ihre Eier beſonders am Winterraps ablegen. abgelegt und nach 1--2 Wochen dringen bereits- m Dai eli zur D apfohlet) when hän Ye KRlanzen un). der Id Nj ſeine[1] db höher heiden und Die Me S4 uh die grau yt Rüben v fufger[hä Aitter der huptnetben 8; mB m ſie „wen in de Dei ſtar "V Ion 0.| ! nd mit ün u[pri m jh ein, Ae 1", Ne Veiter et werd 10 Aübenn; | we Aeiſigt | Whit werd 1 4 h Raps. 15750 Otung verſo Zur Bekämpfung der Erdflohkäfer wird ein einfacher Apparat AWweigte Gothe empfohlen. Von einer etwa 2 m langen Achſe, um die ſich 2 Räder vird der Anby drehen, hängt ein wagerechter ſtarker Draht ſo weit herab, daß er er Genf gee die Pflanzen beim Darüherfahren ſtreift. Zwiſchen dieſem Draht 1 und der Achſe iſt ein mit Gaze beſpannter Rahmen ſo angebracht, 3 hat man 106 daß ſeine Hinterkante die Pflanzen oben berührt, die Vorderkante | fann man mi aber höher liegt. Die Unterſeite der Gaze wird mit Leim be- und die heteh: ſtrichen und der Apparat dann durch das Feld gefahren. angen, die noh en, Eine der 3, Varned Dl rat" vertrieben. Der Schädling würde beſſer Rapsblattweſpe genannt, denn wenn auch die graugrünen, ſchwarz geſtreiften 22 füßigen Raupen die Blätter der Rüben vom Rande aus befreſſen können, ſo treten ſie doch viel Die Rübenblattweipe.(Athalia Spinarum FV.) bala 1) häufiger ſchädlih an Raps und andern Kreuzblütlern AUNTESDIE 11 Heiner ode Blätter der befallenen Pflanzen werden völlig ſkelettiert; nur die oder im Bact Hauptnerven bleiben ſtehen. Im Juli etwa verpuppen ſich die digung iſt nid Larven im Boden und nach kurzer Zeit ſchlüpft im Juli eder Auguſt ern darauf, de die gelbe, ſcte Weſpe aus, die ihre Eier in großer Zahl Helen 3-6 mn wieder an Kreuzblütler oder gelegentlih auch an Rüben. ablegt. ge Afferluven Die Larven der zweiten Generation treten oft in ſo großer Zahl n verpuppen fh auf, daß ſie merklichen Schaden anrichten. Im Oktober kriechen die t8 erſcheinen di Qaxven in den Boden, überwintern und verpuppen ſich im Frühjahr; im Mai ſchlüpfen die Weſpen wieder aus. ſchwarzen Floh; Bei ſtarkem Auftreten der Schädlinge lohnt es ſich, die be- m und Früchten rößeren Shade fallenen Pflanzen mit Petroleumſeifenlöſung(400 g Schmierſeife, einzeln in Dlat- 1000 g Petroleum und 1500 g Waſſer durchſchütteln und vor dem 1908, Rohl 1f0 Gebrauch mit der 10 fachen Waſſermenge verdünnen) oder mit Urania- 1 dringen berat grün zu ſprißen. Sind Rübenfelder ſehr ſtarf befallen, ſo kann x Birtöpflnzt man ſich eines einfachen Apparates zum Fangen der Raupen be- u der befallen dienen. Mehrere auf niedrigen Rollen fahrbare etwa 1m lange fe ja ſogar zi Bretter werden ſo miteinander verbunden, daß jedes Brett zwiſchen m] vie auf zwei Rübenreihen läuft. An den Brettern ſind in richtiger Höhe M! Ee kleine Reiſigbeſen ſo angebracht, daß die Larven von den Blättern 1900 gekehrt werden, wenn der Apparat durch das Rübenfeld gefahren wird. Die herabfallenden Larven bleiben zum größten Teil an den (vier beſonde? Gier b1 mit Leim oder Teer beſtrichenen Brettern kleben. Spezieller Teil. Der Rübeniaatpfeifer.(Evergestis extimalis Se. 'Botys margaritalis Schiff.]) Die Schoten des Nap38 werden durch eine Raupe miteinander verſponnen; an den Stellen, an denen die Samen ſind, werden die Schoten angefreſſen, ſo daß jede Schote mehrere Löcher aufweiſt und einer Flöte ähnlich ausfieht.(Abb. 95.) Die etwa 2 cm langen Abb. 95. Vom Rübſaatpfeifer befallene Rap3ſen auf Stengeln, Blättern und Kelchblättern, „denen Vt wöldet fin jhmntze Ft! puren der D vn unge N bei | wird, nud Ü viren meh! Jeimlings! hei fel jm erftanl! oferotlen D Wer Dil ſerben bet Bühren herzieht,|| Nlmpflunze : Wunfenen( vplide, 1 uwellen;! Wl man et amidienloge H die wu nu Gr Iurtten San „6 Gamen Wehl werde der trod h"ne en Info Weid aud Dali Se, up miteinan ind, werden vt Löcher nufwet va 2 em linn 4 h Rörig. er Längöreihen ie Raupen ht jahr verpuppen Dieſer hat Hell je Hinterfligt ing ſeine Giet der Raupen efes Umpflüge! ] Tul.) - lehten Reife Flachs. in denen verhältni8mäßig ſpärlich Uredoſporen eines Roſtpilzes aus- gebildet ſind. Später zeigen ſich, beſonders an den Stengeln pech- ſchwarze Kruſten, die Teleutoſporenlager. Die großen, eigen Teleuto- ſporen der Melampsora lini find im Gegenſaß zu denen der Puccinia- arten ungeſtielt. Da bei ſehr ſtarkem Auftreten des Flachsroſtes die Fajer zerx- ſtört wird, müſſen die roſtigen Pflanzen möglichſt bald abgeerntet werden. Felder, auf denen ſich der FlachSroft ſtark gezeigt hat, dürfen mehrere Jahre lang nicht mit Flachs beſtellt werden. Keimlingskrankheiten des Flachs. und Gloeosporium lini Westerd.) Bei feuchter Witterung faulen die Keimpflänze feucht, ſo entwikeln ſich bald die Konidienlager eines Gloeojporiums.(Vgl. Abb. 73.) Da die Krankheit mit dem Saatgut verſchleppt wird, verwende man nur Saatgut von geſunden Feldern. Zur Entſeuchung der er- kranften Samen wird neuerdings ein Verfahren empfohlen, bei dem die Samen in Säcken Foxmaldehyddämpfen 3 Stunden lang au8- geſezt werden. (Botrytis cinerea Pers. Der Fladusblajeniuß.(Thrips linarius Uzel und | Thrips lini Lad.) In trocknen Jahren vergilben im Mai und Juni die Flach8- pflanzen infolge maſſenhaften Auftretens zweier naher verwandter, vielleicht auch identiſcher Blaſenfußarten. Die dem Getreideblaſenfuß eH REELLE 174 Spezieller Teil. ähnlichen Tierchen(vgl. S. 85) ſaugen an den Blättern, ihre zitronengelben Larven dann im Juni an den Fruchtknoten. Die Pflanzen bleiben im Wachstum zurück und ſeßen oft keine Samen an. Während bei anhaltender Dürre die ganzen Köpfe verdorren, wachſen bei Feuchtigkeit Seitenachſen aus. Auf ſtark befallenen Feldern und auch auf den direkt angrenzenden Schlägen darf im folgenden Jahre nicht wieder Flachs gebaut werden. Verſchiedene Beobachtungen deuten darauf hin, daß auch die Blajenfüße von Bohne und Erbſe auf Flachs übergehen; auch dies iſt bei der Frucht- folge zu berückſichtigen. Die Flachsfeide.(Cuscuta epilinum Weihe.) Auch auf Flach8 kann eine Seidenart auftreten, die mit ihren gelben windenden Stengeln zahlreiche Flachs8pflanzen zugrunde richten kann. Die Flachsſeide gleicht in ihrem ganzen Ausſehen und ihrem Ver- halten ſo der Kleeſetde, daß auf dieſe verwieſen werden kann(S. 139). Die Welkekrankheit des Flachies.(Fusarium lini Bolley.) Die Welkekrankheit, die fäljchlich auch Flach8brand genannt wird, kann ſchon junge, ſtark wachſende Pflanzen befallen. Die Krankheit äußert ſich in einem plaßweijen Welken der jungen Pflanzen oder bei älteren Pflanzen in einer Gelbfärbung der Blätter, der ein Welken einzelner Teile oder der ganzen Pflanzen folgt. Während in tro>enen Jahren die befallenen Pflanzen zugrunde gehen, können ſie in naſſen Jahren weiter wachſen, ohne aber normale Größe zu erreichen. Die Krankheit wird durch einen Pilz, Fusarium lini, hervor- gerufen, der in die feinen Wurzelhaare oder in die Spaltöffnungen aber auch in junge EpidermiSzellen eindringen kann; vielleicht wird auc< durc< Verlezungen der Pflanzen eine Infektion begünſtigt.-- In Amerifa hat man gefunden, daß e8 widerſtandsfähige Flachs- jorten gibt, deren Widerſtandsfähigkeit erblich iſt. In die Pflanzen dieſer Sorten dringt der Pilz zwar auch ein,.doch wird ſein weiteres Vordringen durch Korkwandbildungen in der Pflanze verhindert. Der Anbau ſolckenkrankheit der Kartoffel(S. 103) Das Auftreten der Keimlingskrankheiten kann bis zu einem NELEE gewiſſen Grade verhindert werden, wenn man gut keimenden Samen n; vieleigt mi! in nicht verſeuchter Erde unter günſtigen Bedingungen zur Ent- on beging wicklung kommen läßt. Beſonders iſt alles zu vermeiden, was eine döfähige Wu zu feuchte warme Atmoſphäre ſchafft. Deshalb muß vor dichter an die Pony Ausſaat gewarnt werden; man verwende nur*/, g Samen auf wird fein wen? 10 qm Bodenfläche und vermiſche dieſe kleine Samenmenge mit lanze verhinden feinem Sand, Aſche oder dgl. um eine gleichmäßige Verteilung zu das beſte Mitt erzielen. Stehen die Pflänzchen zu dicht, ſo müſſen ſie verzogen der weißblih! werden. Durch Zufuhr von Licht und Luft und nur ſparjamen Ge- folgt. ihrn) de gehen, fön ormale Größe zt ium lin), hero: je Spaltöffnungt 176 Spezieller Teil. brauch von Waſſer werden die Pflänzchen gekräftigt und den Pilzen die Entwicklung erſchwert. Tritt troß aller Vorſichtömaßregeln eine Erkrankung der Säm- linge auf, ſo müſſen die kranken Exemplare ſofort entfernt und ver- brannt werden. Um eine Ausbreitung möglichſt zu verhindern, jpriße man die Pflänzchen mit 1prozent. Kupferkalkbrühe, deren Herſtellung auf S. 103 beſchrieben iſt; ſelbſtverſtändlich muß ein ſehr feiner Ver- ſtäuber verwendet werden. Zur Desinfektion verſeuchter Erde kann man Formaldehyd ver- wenden. Man gießt den Boden eine Woche vor der AuStaat mit einer 0,2 prozent. Formaldehydlöſung(1 1 des käuflichen 40 prozent. Forxmaldehyd8 auf 200 1 Waſſer) und zwar etwa ZT 0VZE9m Bodenfläche. Nach dem Begießen wird der Boden jofort mit ge- teertem Segeltuch bede>t. Zwei Tage darauf wird das Tuch ent- fernt, damit der Formaldehyd bis zur Ausſaat völlig verdunſten kann. Welkekrankheiten,. Verſchiedene Pilze, die al8 Erreger von Keimlingskrankheiten genannt ſind, können auch ältere Pflanzen befallen und ein früh- zeitiges Abſterben hervorrufen, das ſich zuerſt durch Welken der Blätter bemerkbax macht. Man findet an den welkenden Pflanzen entweder nur unten am Stengelgrund eine Verfärbung(Thielavia basicola) oder auch oberhalb Veränderungen beſonders im Mark des Stengels. Dieſes wird von Sclerotinia libertiana und Bacillus Solanacearum völlig zerſtört. Die Sklerotien der Sclerotinia findet man dann überall in der Markhöhle. Eine Veränderung des Mark, bei der eine deutliche Querfächerung eintritt, wixd dur< Phyto- phthora nicotianae hervorgerufen.(Abb. 96.) Verwendung geſunder Seßlinge und Verbrennen erkrankter Pflanzen ſind die einzigen Maßnahmen, die man gegen die Welke- krankheiten ergreifen kann. Wurzelbeſchädigungen. Das Kümmern und Eingehen ganzer Pflanzen kann durch Fraßbeſchädigungen an den Wurzeln hervorgerufen werden. Die in Betracht kommenden Schädlinge(Erdraupen, Engerlinge, Schnaken- larven, Drahtwürmer), die auch zahlreiche andexe Pflanzen be- gigen 1 hopungön Wihwellu Juten au) „dieicola, Blatt Miß Blltern Jihe her! dien hie! (3,166) u hnlich de! pean jiße(5. 8 m den willige De un,€ werden,| Cuyſiphe) Metonoſp bew, a Yättern| Jihe Im weder G ver faljd elnung Velen 1 wie für Riecht igt und des Wa vanfung der Gir | entfernt und 1yy | verhindern, Ih , deren Vetftdlng] ein ſehr fein ye | Formaldeh) 7 Dv der Auöot mh uflichen pot va 301 uf 10 den ſofort mit yz vid das Tuh zt lig verdunſten im Velmlingöftantheln Men und ein füh dur< Bellen dt!| weltenden Aus färbung(Thiel beſonders in In ortiana und Baal x Geletotinia fin änderung des I wird dur 230 brennen erlunkt! m gegen dit Jl Flanzen fam wut Mel- cen werden. 7 +3 Sai ngerlinge 2 ndere Kan* Tabak. 177 ſchädigen ſind an anderer Stelle beſprochen; dort ſind auch die Be- fkämpfung38maßnahmen angegeben.(Vgl. S. 181 ff.) Knöllchenartige Anſchwellungen an den Wurzeln; j deuten auf Befall durc< Heterodera radicicola.(Vgl. S. 187.)| | Blattilekenkrankheiten,| Mißfarbene Fle>en auf den Blättern können durch zahlreiche Pilze hervorgerufen werden, von denen hier nur Botrytis cinerea (S. 166) und Ascochyta nicotlanae, ähnlich dex Ascochyta pisi(S. 144) genannt werden ſollen. Auch Blaſen- füße(S. 85) können durch Saugen an den Blättern teilweiſe oder völlige Verfärbung derſelben hervor- rufen. Endlich ſoll no< erwähnt werden, daß auch e. Man bedee die Triebe, ehe man ſie hoch wachſen läßt, 1 m mit Erde; die bedeckten Teile werden im Herbſt abgeſchnitten und mit den darin ent- haltenen Larven und Puppen verbrannt. | zin! päd fümm! Aufupflan: betreffe! It dem* Ye Qrven wn den€ wedelt we duß fle wi; übe beſih dem noh. Qarben de nu bon 3 "u inde jhbrelche Spargel) (uneinen nt Di zt dawer 1 dne der bere hr.( und Böpfen 7) er Hopfenpfang In hervorge zeln entweder 3) ben mit dunfen fleine, bis 15 mm es Qurzelſpimet nzahn, recht hiv ben oder Otti (ügelſpannung 11 Reiben(ehmfuh! Die in den Bur! F oder Septum der bald jan!(it , Qarven bohrt M y; ft, Man hedede dt (Erde; die Aededim mit den darin -€ Schädlinge die an Kulturpflanzen auftreten.=- Die Engerlinge. 181 Schädlinge, die an zahlreichen Kulturpflanzen auftreten. Der Wurzeltöter.(Rhizoctonia violacea Tul.) An zahlreichen Kulturpflanzen kann ein Pilz ſchädigend auf- treten, der mit ſeinem dunkelvioletten Mycel die Wurzeln völlig überzieht und ſchließlich auch ins Jnnere der erfranften Wurzeln eindringt. Man bemerkt dann, daß die Pflanzen welken und ab- ſterben. Beſonders zeigt ſich der Pilz an Rüben, Möhren, Kar- toffeln, Spargel, Klee, Raps. Die Engerlinge. Kümmerliche Entwicklung oder völliges Eingehen zahlreicher Kulturpflanzen kann dadurch verurſacht werden, daß die Wurzeln der betreffenden Pflanzen von Engerlingen angefreſſen worden ſind. Mit dem Namen Engerling bezeichnet man die Larven der Maikäfer(Melolontha vulgaris| Fabr. und M. hippocastani Fabr.) und des| Junikäfers(Rhizotropus Solstitialis L.). Die diden Larven des. Maikäfers(Abb. 98) ſind von den Exdraupen, mit denen fie öſter ver-| wechſelt werden, dadurch leicht zu unterſcheiden, daß ſie wie alle Käferlarven nur 3 Paar Bruſt- füße beſitzen, während die Erdraupen außer- dem noch 4 Paar„Bauchfüße“ aufweiſen. Die Qarven des Maikäfers leben im erſten Jahr geſellig und nähren ſich nur von zarten Wurzeln; ſie überwintern tief im Boden und zerſtören nun in den folgenden Jahren, mehr zerſtreut auftretend, die Wurzeln zahlreicher Kulturpflanzen(3. B. Getreide, Rüben, Kartoffeln, Kohl, Spargel). Im 3. oder 4. Jahre verpuppen ſich die Engerlinge des gemeinen Maikäfer8 ebenſo wie die des Roßtkaſtanienkäfer8; im Feld ſcheint die Entwicklung8dauer nur 3 Jahr, im Wald immer 4 Jahr zu dauern. Die Verpuppung erfolgt im Auguſt- oder September in einer bis 1 m tief gelegenen Erdhöhle. Iu dieſer Höhle bleibt der bereit3 nach 4--6 Wochen ausſchlüpfende Käfer.» bis zum Früh- jahr. Ende April oder Anfang Mai beginnt die Flugzeit der all- Abb. 98. Engerling. Nac< Scken, ſo treten die Erdraupen in ungeheueren Mengen auf und richten große Rübenſchläge völlig zugrunde. Zeigt ſich eine ſolche Kalami- tät, jo muß man ſofort durch Ziehen von Gräben die no< nicht befallenen Schläge ab- grenzen. An jedem Morgen müſſen die Raupen in den Gräben geſammelt werden; man kann ſie an Hühner oder Schweine verfüttern. In Sachſen hat man im Jahre 1917 in einer Nacht in einem Gräben von 600 m Länge 200000 Raupen gefangen! In die befallenen Schläge treibe man Enten, Hühner oder junge Schweine; ältere Schweine würden natür- lich Schaden anrichten. Während der Hauptflugzeit, alſo im Juni bis Mitte Juli ſtelle man Bottiche mit großer Oberfläche auf und gieße Melaſſe hinein. In der Melaſſe fangen ſich viele Eulen, die dann abgeſchöpft werden müſſen. Im Herbſt werden die befallenen Schläge tief gepflügt und ſtark mit Kainit oder Kalf gedüngt. Rüben oder Kartoffeln dürfen auf ſolchen Schlägen nicht angebaut werden; will man Wintergetreide Abb. 99. Die Winterſaateule, Agrotis s8egetum. - Spezieller Teil. auf die verſeuchten Felder bringen, ſo muß man die Ausſaat mög- lichſt ſpät vornehmen. Sollen die Schläge mit Sommerung beſtellt werden, jo wird im Frühjahr wieder tief gepflügt und mit tief- greifender Egge überfahren. Jm Abſtand von je 2 Wochen wird dann das Land dreimal geſchält. Zeigen fich dabei noch viel Erd- raupen, jo muß man jten Feldern empfiehlt e8 ſich 26.103), jofort nach dem Abernten die Stoppeln aufzureißen und Senf ein- zuſäen, der durch eine Sticſtoffgabe zu möglichſt ſchneller Ent- widlung zu bringen iſt. Durch die ſ>nelle Entwicklung des Senfs wird das Wach*tum der Quecke unterdrückt und verhindert, daß den Rhizomen der Quecke neue Reſerveſtoffe zugeführt werden. Die Ackerdiſtel, deren man ſich durch Ausſtechen der jungen Pflanzen und Abſchneiden der Blütenköpfe nur notdürftig erwehren kann, wird durch den Anbau perennierender Futtergewächſe(z. B. Luzerne) am beſten unterdrückt. Endlich muß auch der Unfrautbekämpfung durc<enen Tagen ausgeführt, und zwar zu einer Zeit, wo die Unkräuter etwa das vierte Blatt entwickelt haben. Die Löſung bereitet man in großen Fäſſern; man braucht für 1 Morgen 90 Pfd. Eiſenvitriol in 150 1 Waſſer. Die Löſung muß mit einer Hederichſprize aufs Feld gebracht werden. Durch dies Verfahren werden nur Ackerſenf und Hederich betroffen, alle anderen Unfräuter leiden nur wenig. In neueſter Zeit hat man recht gute Erfolge mit einem anderen Sprißmittel gehabt, nämlich mit Ammoniumſulfat. Vor dem Eiſen- vitriol hat das Ammonſulfat den Vorzug, daß es gleichzeitig Wert als Dünger beſißt. Man verwendet 90 Pfd. Ammonſulfat in 150 1 Waſſer auf einen Morgen; das Sprißen muß zu demſelben Zeitpunkt ausgeführt werden, wie oben für Eiſenvitriol ange- gegeben iſt. Beſibt man keine Hederichſpriße, ſo kann man durch Streuen von Kunſtdünger in den früheſten Morgenſtunden, wenn die Hederich- pflänzckungen, beſonders bei Hafer wieder ausgeheilt werden, doch wird immer ein ſtarker Rückgang im Ertrag die Folge von Halmknickungen ſein. Sehr häufig iſt zwar der Halm kaum beſchädigt, dagegen die oberſte Blattſcheide ſo gequetſcen, ſo daß Krümmungen entſtehen wie wir ſie bei der Streifen- krankheit der Gerſte und beim Roggenſtengelbrand kennen- gelernt haben. Wird die Ähren- bezw. Riſpenanlage in der Blattſcheide ge- quetſht, ſo kommen die gequetſchten 050en nicht zur Entwicklung, Riehm, Die Krankheiten der landw. Kulturpflanzen.„ Aufl. 13 194 Spezieller Teil. es entſteht dann eine partielle Taubährigkeit oder Schartigkeit, wie A ſie ganz ähnlich auch bei Befall durch Blaſenfuß(vgl. S. 85) eintritt. g Sehr großen Schaden kann der Hagel auch an Rap8 und'- pl | Nübſen anrichten, beſonder8 wenn die Blütenköpfe abgeſchlagen 10104 werden. Aber auch die Anſchlagſtellen allein ſind bei den Ölfrüchten | ſchon rec= I EI RN"--- ü: SIE 1 Bibliothek WU 1" Thaer-Bibliothek.| Die Thaer-Bibliothek erfreut sSich einer fast beispiellosen, Verbreitung unter; I licher 1.“ den praktischen: Landwirten und an landwirtschaftlichen Unterrichtsanstalten. 7 EE Die bedeutendsten Fachleute haben Sich hier vereinigt, um auf wissenSchaft-.- oloBichen ' ß Ackerbau und Püngewesen. hy' 1088|| j Praktische Bodenkunde von Prof. Dr. A. Nowacki. 7. Auflage.-|"EE W ng Wolffs Düngerlehre. Bearbeitet von Prof. Dr. H. C. Müller. 17. Auflage. Px Tiegelel V „ed] Anwendung künstlicher Düngemittel von Prof. Dr. P. Wagner. 7. Auſlage.) 14), 1] Ernährung der landw. Kulturpflanzen von Prof. Dr. Ad. Mayer. 2. Auflage. gehuberts 1a! | 10.08 Beurteilung und Begutachtung landw. wichtiger HilfsStoffe Vv. Dr. M. PasSsSon." plerdest: 1413 J0DAANN„PB! WAN R Pflanzenbau. EB(Bu 1||' Getreidebau vom PrOfrbDr: AT NOWAarekii Gekrönte PreisSCHIIYTTS Anlage 5 Ener ve MENN! Rationeller Futterbau von Dr. F. G. Stebler in Zürich. 9. Auflage.! Geflüge S7 (490 h Praktischer KleegraSbau von Prof. Dr. A. Nowacki. 5. Auflage. ß 4 5. Aufla 1[4 Werners Kartoffelbau. Bearb. von Prof. E. v. Kcekenbrecbhber. 8. Auflage.] " 149: Knauers Rübenbau. Bearb. von Prof. Dr. P. Holdefleiß. 11. Auflage. Y licls Feld „000]| Tabakbau von Ökonomierat Hoffmann, Speyer. 5. Auflage. 1 9. Aufla: JN 318 FlachSbau und Verarbeitung von R. Kuhnert in Blankenese. 3. Auflage. 3 Derlaudeirt Je Hanfbau von Di ektor Benno Marquart.%. Wind-lektri (JU H Hopfenbau von Dr CFW bv Profzn Wien 2. Auflage: 1)|[8 Samen und Saat von Dr. William Loebe, Leipzig. EE 109 Die wichtigsten Krankheiten der landwirtschattl. Kulturpflanzen und ihre Be-€(ezundheilsp m kämpfung. Von Dr. EE. Riehm. 2. Auflage.: Aufplleze, H || Die wichtigsten landw. Unkräuter von Prof. Dr. F. Bornemann. 2. Auflage. Eingeweiden (NEB GET ZUCHOE DP lmdy. Gitt | fj) "| N Rindviehzucht. Neubearbeitet von Tierz.-Inspektor Gutbrod. 9. Auflage.; 3 100 „0" Milchwirtschaft von Dr.“V. F unk. Neubearb. von Prof. Dr. Grimmer. 3. Aull.| 5 10005 s NCAEM| Pferdezucht von F. Oldenburg. Neubearb. von Prof. Dr. Frölich. 4. Aufl. Ei SIND || yy| Schweinezucht von Domänenrat Ed. Meyer in Friedrichswerth. 9. Auflage. SN iy j 1104005 Schafzucht von J. Heyne, Schäſfereidirektor in Leipzig. 4. Auflage. 4 H(oeddes Fas (180 ie| Dürigen-Pribyl1s Geflügelzucht. Neubearbeitet von Bruno Dürigen. 9. Aufl. I| Ratgeber be 014| BerlepSchs Bienenzucht. Bearbeitet von Ed. Knoke. 7. Auſlage.;: 3 j; Vidersetzliel | 0] 189 Zoologie; für Landwirte von Prof. Dr. J. Ritzema Bos. 7. Auflage- 3 1? Reiten und 1190 E Wirtschafisfeinde aus dem Tierreich von Prof. Dr. G. von Hay ek. j Teiclyirtsch (16003 E P Schif? (MUNZ Betrieb. O1 nelliche jW Landw. Betriebslehrs von v. d. Goltz. Neubearb. von Dr. C. v. Seelhorst. 47 heitetv 13 14) 7. Auflage.; 1 WIEN Landw. Buchführung von YV. d. Goltz Neubearb. von Dr.€ v. Seelhorst.: dl (HIDE 122. SNP LIS| Coniehshäu VE ENE Landw. TaxationSlehre und Reivertragsveranschlagung von Prof. Dr. P. Holde- y Nees fm A UNE> fleiss in Halle 2. S. 2. Auflsge. 5 E40E 44.1003 Geschichte der Landwirtschaft. Bearbeitet von F. Nedderich. 5. Auflage. 4. dObsthau vou NEN Rechtsbeistand des Landwirts von M. Löwenherz. 4. Auflage. X 4 7. Aufls (1% Das Schriftwerk des Landwirts von K. Petri. 6. Auflage. 1 Gemitgehau | Handelskunde für den Landwirt. Von K. Petri in Hohenwesgtedt. 3. Auflage.= 19 Gürtnerisehe | Abschätzung der Immobilien. Von L. Offenberg in Düsgeldorf. Di: Weinbau w vy 4101]===-==== wr=== 1 Jeder Band ist, gut gebunden, einzeln käuflich. 2558. 2 1 MEN a bSeptember 1922.) ek osen Verträtune uih 2n Untenrültan) um aut Nidseld 7 Adllage ller I.. Jule aAgner. 7 ang, Mayer lü à V. Dr. M. uun eisschrift, 7 a h. 4 Aüflgs „Aullage. Lecher, 8 Aül kleis. II. AUln Auflage. Cellese. 3. Alllbe. Auflage. lanzen und iüe h emanI. 2 All bTOd. J. All Grimmer. Frölich. 4 M0. Sperth. 9. Allhs Alflage. Dürigen. 1 MI Aulflage. 7. Autflage. Harek. C. v. Seelhorst Oh v Seelhorst . Dr.P. Halie- rieh d. Julhge aflage. estet. 3 Aullise Sseldolf uic demansr. 3 Verlag von Paul Parey in Berlin SW. I1, Hedemannstr. 10 u. 11 Thaer-Bibliothek. licher Grundlage das ihnen eigene sondergebiet allgemeinverständlich in Wort und Bild zu behandeln. Gesammelt bilden die einzeln käuflichen Bände eine wert- volle Bücherei, die selbst im kleinsten Landwirtschaftsbetriebe zu finden sein sollte. Landwirtschaftliche Gewerbe. Bierbrauerei von Dr. C. J. Lintner, Professor in München. 5. Auflage. Ziegelei von Otto Bock. Neubearb. von ZiegeleiIng. A. Nawrath. 4. Aufl. Baukunde. Schuberts landw. Baukunde. Neubearb. von Prof. A. Schubert. 9. Auflage. Der Pferdestall. Von Friedr. Engel. Neuverfaßt von Ludwig Noack, Geh. Baurat in Berlin. 4. Auflage. Engels Viehstall. Neubearbeitet von Prof. A. Schubert. 5. Auflage. Geflügelställe(Bau und Einrichtung) von Prof. A. sSchubert in Kassel. 5. Auflage. Gebunden. Kulturtechnik, Maschinenkunde, Ingenieurwesen. Wüsts Feldmessen und Nivellieren. Bearb. von Prof. Dr. A. Nachtweh. 8. Auflage. DerLandwirt als Kulturingenieur von Prof. Fr. Zajicek. 3. Auflage. Wind-Elektrizität von Dr.-Ing. G. Liebe in Dresden. Veterinärwesen. Gesundheitspflege der landw. Haussäugetiere von Prof. Dr. Klimmer. 2. Aufl. Hufpflege, Hufschutz und Beschlag. Von Prof. Dr. H. Möller, Berlin. 2. Aufl. Eingeweidewürmer der Haussäugetiere von J. De W it z in Berlin. Landw. Giftlehre von Geh. Med.-Rat Dr. G. Müller, Prof. in Dresden. Der kranke Hund von Geh. Med.-Rat Dr. G. M ü 11er in Dresden. 5. Auflage. Der gesunde Hund von Geh. Med.-Rat Prof. Dr. G. Müller. 3. Auflage. Geburtshilfe von Veterinärrat A. Tapken in Varel. 5. Auflage.— Jagd, S Goeddes Fasanenzucht. 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