—— —— 4 —— 8 3 1.1 Univ.-SEii. Gi[iensen — 5 4 ——— h j h S /—— 1 N SEE SSS 4(4& 4 EDI IDs| ; g+ e| L“1 4 j Ueber die Bewäſſerung| | und den 0|] “Bay der Wiefen, nebſt Beſchreibung und Abbildung der von Herrn Leorier| | neu erfundenen Bewäſſerungsmaſchine, welche den| | von der königlichen und Central- AFerbaugeſellſchaft zu Paris im Jahre 1822 ausgeſeßten| Preis erhielt,| Y Mit fünf großen Kupfern, Nach dem Franzöſiſchen und ſehr vermehrt herauSsgegeben 6. X. 2W..1D€ 1.65 mehrer gelehrten Geſellſchaften Mitgliede« Herbiferis rorem disSeminat agris, | | | Seu. p 3 ig,) | in dex Baumgärtnerſc=. P-=2<„I...> Z ( Dru i<=». iE-=S +== Id-= SD. > D-> .=> ==> I>=>> ZZ 0-5 == Zz <-> CT€> 1 Y Vv ," - 8 orworrt; I königliche Central- Ackerbaugeſellſchaft von Frankreich hat. ſich ſeit einigen Jahren beſonders bemüht, die Wieſenbewäſſerung in Frankreich, da, wo es möglich iſt, zu verbreiten und dem- nächſt die zweckmaßigſten Verfahrungarten da- zu ausfindig zu machen, Unter den Preis- Aus- - ſekungen dieſer Geſellſchaft für das Jahr 1822 befindet ſich eine von 3000 Franken, für die beſte Ausführung natürlicher Bewäſſerungen, und eine von 15005 Franken, für eine zweckmäßige hydrauliſche Maſchine zu künſtlichen Bewäſſe- rungen. In der Sikung vom 14, April 1822 erhielt den erſten Preis der Marquis von Ba r- db angois zu Villegongis, im Indre- Des 6 EE Su NENE=<“<-„2 ede 42272 6„ezeer partement, und der Marquis von Tardy, Maire von Roanne im Departement der Loire, Der zweite Preis wurde dem Ocekonom Leo- pier zu Tonnerre, und dem Mechanicus Mennestrel zu Arles zuerkannt. Die gegenwärtige Schrift iſt eine freie Ver- deutſchung der Abhandlung, welche Leorier im Betreff der von ihm ausgeführten Bewäſſerungs- maſchine bei der königl. Central- Ackenbaugeſell- ſchaft zur Preisbewerbung einreichte, Doch habe ich die Urſchrift, welche ohn- gefahr funf Bogen beträgt, auf Verlangen der Berlagsbuchhandlung mit ſec wird erſt Getreide geſäet, nach dieſem Hülſenfrüchte, und wenn dieſe ab- - Heerntet ſind, pflanzt man Kohls alles in einem Jahre,=- Ein Gewächs wächſt immer im Schat- ten des andern, Wier Kubityus ins Gevierte -- VI== (etwa vier rheinländiſche Decimalfuß), nicht von den Spißen der ausgeſtreckten Finger, ſondern vom Ende der geballten Fauſt an gerechnet wer- den für vier Denar(ein Morgen zu x80 I M. 560 Nthlr.) verkauft» Ja, der Weinſtock trägt zweimal und män hat zwei-Weinleſen," JF auch dieſe Nachricht einer poetiſchen Schilderung zum Lobe der Bewäſſerung ähnli -- Nus Verne Borth „Vahl Unter| Re? Mez Ye“ Me „py „De RE ESN Ein Mit Ein Any Ein Niv Jz Ny Inhaltsverzeichniß, M Seite Mugen der Wieſen-„ G| 5: 41545 Vermehrung des Ertrags der Wieſen durch Dewäſſerung: 3 Vortheile dee Bewäſſerung x< 2 6:5 . Wahl des Waſſers und. Mittel es zu verbeſſern-.X2 Unterſcheidung der Wieſen- und der Grasarten R 73 Die Art, eine Wieſe zu bilden- I Gann Tp Pflege dey Wieſen 2. Z Ä... 25 Die'Vertilgzung des Maulwurfs;: 6 T 27 Die Heuernte:. 4 8 2 3“35 DIE Wee IE 7 2 DE DIEBE..- 509- Erneuerung und Vernichtung der Wieſen:„u IE Mittel, Waſſer auf die Wieſen zu leiten S 5.268 Gift: nehes: hydrauliſches Rad.> Eg. Anordnung des Landes, der Zuleitungs- und der Wäſ- jerungsgräben.<: EIE<+78 Ein Inſtrument zum Planiren der Wieſen 7 58:3 Niveau, die Rinnen abzuzeichnen.- R.- 90 Das Waſſer von der Maſchine in den Behälter, und vom Behälter in die Rinnen zu leiten.- 94 Nußen und Anwendung des Waſſers:: S0 Seite FI TOS Die Marciten.: 2 6 2678 > ENSE RAE DO Die Schwemmung 2 2 L Von den Pflanzungen um die Wieſen. R IDS Bon der Erle=.<. 5&. E+ Von der Weide. 5<< 2 3 MAT| die Von der Pappel. 0 L 5 3. PL 2.5 Recapitulation der Vortheile meiner Bewäſſerungsma- ſchine„und der. Bewäſſerung ſelbſt.+ E71 Anſichten über die Geſeßgebyng für die Bewäſſerung. 150 Allgemeines Geſeß EEE 21 SOI AAERGENS.N 1 BE AIT IES Oertliche Verordnungen:::&+ 159 Koſten der Maſchine und der Arbeiten«= 5. T6% Erklärung der Kupfer-. 2: 8 4 162 Gn Landba Wieſe! „Ati. ger,[ Wieſe die R Landba „Cult - aorieg ſeitder Geite . T083 115.; 7 Neuer Berſuch . Tay|; über + 126' €. e] 3 die Bewäſſerung der Wieſen,; Sma;. -„453: Dev Menſch, welcher zwei Grass ung: 150 hälmhen Va wachſen ließ, wo 155 früher nur Eins ſein Daſeyn fand, bat mehre Verdienſte, als alle Hels 1,599| den und alle Politiker, die jemals 4 1068. unſer Erdball hervorbrachte. 365(S WET) Nußen der Wieſen. Son beim erſten Schritt in die Wiſſenſchaft des FLandbaues gewinnt man die Ueberzeugung, daß die Wieſen der geſammten Landwirthſchaft als Baſis die nen. Wirklich giebt es auch keine Ernten ohne Düns ger, feinen Dünger ohne Vieh, und kein Vieh ohne- Wieſen. Es war ſchon in längſt verfloſſenen Zeiten die Meinung der Agronomen, daß die Wieſen im Landbau vor allem Andern den Vorzug verdienten: » Cultus prati, cui veteres Romani Primas in agricolatione tribuerunt, ſagt Colum. ib. IL; und" ſeitdem man alle Mittel erſchöpft zu haben ſcheint, um 1 REND 9 DT:03 den Wieſewachs durch den Anbau der Futterpflanzen zu erſeßen, haben die künſtlichen Wieſen nie den Preis über die natürlichen davon tragen können.„„Dieſe produciren ohne Cultur, ohne ſonderliche Pflege; weder Wind no<4 Wetter fürch- tend, ſind ſie ein unmittelbares Geſchenk der wohlthätigen Natur,“ ſo ſagt Olivier De Serres, Hierzu kommt noch, daß das natürliche Heu zur Fütterung der Pferde weit beliebter iſt, als das von angebaueten Futterpflanzen z es kann länger aufbe- wahrt werden, und jeder Landwirth weiß, wie ſehr die lebendige und abwechſelnde Weide des Nachgra- ſes allen grasfreſſenden Thieren heilſam iſt. Durch dieſe Vortheile werden die Wieſen zu den einträglihſten Grundſtü>en erhoben, weil ſie ein leich- tes Mittel gewähren, viel Vieh, pecus, zu halten, wovon das pecunia gefommen ſeyn ſoll; denn das Vieh war in den älteſten Zeiten der Reichthum oder der Tauſch- Werth der Völker, "Auch der alte Cato, das Orakel ſeines Jahr» hunderts, ſagte, daß die guten Herden die beſten Gü- ter wären; nach dieſen ließ er die mittelmäßigen Her- den im Werthe folgen, und nach den mittelmäßigen- Herden ſchäßte er noch die Herden für die beſten Be- ſißungen, welche noch weniger als mittelmäßig waren, (Cicero de oſſicus, caput XXV.) FR GESSI IRN SE SITE T 228. di wr 3 aemeres Es würde überflüſſig ſeyn, wenn ich hier noch andere Citate angeben wollte, um darzuthun,. daß ein Ueberfluß von Vieh faſt allen Wohlſtand und alle Bequemlichkeiten des Lebens darbietetz; ich denke hier» bei nicht blos an die Subſiſtenz des Menſchen, ſons dern auch an die verſchiedenen Zweige der Induſtrie. Jeder kennt den Nußen, welchen die Künſte vom feder, vom Haar, von den Hörnern, vom Blut,. vom Fett, von den Gedärmen, Knochen, Sehnen U+ ſ- w. der Thiere ziehen; und iſt nicht der Miſt im Landbau das weſentlichſte Agenz der Vegetation und das fruchtbringendſte Düngungsmittel? Wir können daher mit Recht ſagen, daß der Wieſewachs die Baſis einer guten Landwirthſchaft iſt, weil er das Vieh er- nährt, welches ſeinen Herrn unmittelbar und durch Verbeſſerung der Ae>ker bereichert, Mit einem Worte, es iſt bekannt, daß die Gegenden, welche viel Wieſen beſißen, die reichſten ſind,*) Vermehrung des Ertrages der Wieſen durch Bewäſſerung. Nachdem wir den Nußen der Wieſen zugeſtan- den haben, müſſen wir uns mit den Mitteln beſchäf» *) Offenbar legt der Verfaſſer den natürlichen Wieſen im Vergleich zum Futterbau einen zu hohen Werth DE IE 12 tigen, welche geeignet ſind, den Ertrag der Wieſen zu begünſtigen» Cins dieſer Mittel, und ohne Zweifel das wirkſamſte, beſteht in der Bewäſſerung. Die GERAIS RD ERTE beiz wobei er nicht einmal Geſchicklichkeit genug beſißt/ ſeiner Behauptung nur einige Wahrſchein= lichkeit zu geben. In aus dem Zuſammenhang ge- riſſenen und ſchlecht zuſammen geſtellten Citaten, die von Autoren herrühren, welche für andere Länz2 der und für andere Zeiten ſchrieben, ſucht ex Be- weiſe, die er ſelbſt aus Mangel an Originalität zu führen nicht vermag. Seine Behauptung iſt faſt einzig auf den Fehlſchluß gegründet? das Vieh frißt Grasz; das Gras wächſt auf den Wieſenz alſo ſind die Wieſen die einträg2 lichſten Grundſtü>e der Landwirthſchaft. So viel wollte ich nur bemerken, um gleich anfangs darauf aufmerkſam zu machen, daß des Verfaſſers Meinungen nicht allenthalben unbedingt richtig ſind. Ein Morgen Land, nach den Grundſäßen des rationellen A>Xerbaues mit Runkelrüben bebauet, giebt oft ſo viel Futter, und Reinertrag für das Biceh, als eine gleiche Fläche Wieſenland in drei bis vier Jahren nicht giebt. Nur in Gegenden, wo die Principien einer beſſern Cultur des pflügbaren Landes unbekannt ſind, oder wo ungewöhnliche Verhältniſſe den Wie- ſenbau begünſtigen und den Ackerbau erſchweren, können die natürlichen Wieſen in Hinſicht der Er2 tragsfähigkeit einen Vorzug vor dem pflügbaren Lande behaupten. b eam 5 amtes königliche und central AFerbaugefellſ we “ 15 y 'q / y =vex=ar- Ehen an== mwd 1000 een<<< / M 6 EEN Es iſt bekannt, daß das Waſſer und der Wärmeſtoff die vorzüglichſten Triebfedern der Vegetation ſind z und man verſchafft ſich durch die Bewäſſerung nicht blos eine größere Menge von Gras, ſondern auch ei- nen weit frühzeitigern Schnitt, woraus der Vortheil entſpringt, daß man ſelbſt in den nördlichen Climaten eine oder zwei gute Grummet- Ernten machen kann, Ueberdem iſt das Waſſer ein künſtliches Düns- - gungsmittelz es führt nicht ſelten einen Bodenſaß mit ſich, welcher die Wieſen dünget oder ſie durch Ver»- mehrung der obern Pflanzenerdſchicht verbeſſert. Wenn dem Waſſer ein ſolcher Bodenſaß mangelt; ſo fann man dieſen. durch, den Boden geeigneten, Dünger, z: B, durch Mergel, Kalk, Thon, ausgelaugte Aſche, welcher dem zum Bewäſſern beſtimmten Waſs ſer beigemiſcht wird, künſtlich erſeßen, Dies iſt noch nicht Alles3 die Bewäſſerung im Winter tödtet die Binſen und im Frühjahr vernichret ſie das Moos« (William Tatham, Darwin)z in jeder Jahs reszeit vertreibt ſie die Maulwürfe und tödtet die May- käfermaden, welche beträchtlichen Schaden verurſachen (Bertrand, vom Waſſer in Bezug zur Landwirth- ſchaft, Capitel XXT.) Man wird auch einen nicht unwichtigen Erfolg erhalten, wenn man mit Heidekraut überzogene Aek- fer überſchwemmt, um dieſe Pflanze durch Waſſer zu fodten,; x WW UE SIL Endlich, ſagt kord Bacon in ſeiner Natur- geſchichte, bewahrt die Bewäſſerung der Wieſen die Graswurzeln vor den ſchäd« lichen Einwirkungen des Froſtes, Auch Davy iſt dieſer Meinung, wenn er in ſeiner Chemie des Aerbaues ſagt: in den ſehr kalten Jah- - veszeiten erhält das Waſſer die zarten - Wurzeln und Blätter der Gräſer und wehrt die Angriffe der Kälte ab, Es iſt wahr, man hat gegen alle dieſe Vortheile Einwürfe erhoben 3 es wird daher um ſo nüklicher ſeyn, ſie nicht zu verſchweigen, je leichter ſie, wie ich glaube, zu widerlegen ſind. Es ſind Koſten nöthig, ſag? man, um ein Stück Land zu bewäſſern. Dies iſt nicht zu bezwels-- felnz wenn man aber das Product der Ernten ver=“ doppelt und verdreifacht, und hierüber ſprechen doch wohl Thatſachen genug:'ſo fann nur dann dieſer Ein« wurf erhoben werden, wenn ſehr koſtſpielige Arbeiten der Kunſt unumgänglich nothwendig ſind, um das nöthige Waſſer herbeizuführen 3 hier darf man alſo nur die Zinſen des angelegten Capitals berechnen, um ſich zu überzeugen, daß ſie in Vergleich zum vermehrs ten Ertrag größtentheils unbedeutend ſind, Durch die Gräben und Rinnen geht Land ver-, loren, Dieſer Grund iſt nur ſcheinbar: wer ſieht nicht ein, daß die große Fruchtbarkeit des bewäſſerten Bo- dens dieſen geringen Verluſt hundertfach entſchädiget? Hier wird nur geſäet, um zu ernten, Aber das Heu wird gröber, und bald zeigen ſich die Waſſerpflanzen vorherrſchend. Jc< antworte: man fann das Heu feiner und ſc muß man das Röhrig öfter ab- ei I ECR. EI ER wam 9 eam mähen, undunmittelbar nach jedem Schnitt wäſſern. Dann ſauget das ſchwammige Mark dieſer Sumpf- Gewächſe ſo viel Feuchtigkeit ein, daß ſie durch Fäulniß angegriffen werden und umkommen, Wenn dieſe Bewäſſerung im Spätherbſt oder im Anfang des Frühjahrs bewirkt wird, wo noh ſtarke Fröſte einfallen; ſo friert das in das Pflanzenmark gezogene Waſ«- ſer und zerreißt auf dieſe Art den or. ganiſchen Bau der Pflanze, ſo pe ſie vernichtet wird. - Man wendet auch ein: es ſey gefährlich, die Spißen des Graſes im Frühjahr einfrieren zu laſſen, - In dieſer Hinſicht iſt allerdings bei Leitung der Be» wäſſerung Vorſicht nöthig. Wenn man das Waſſer vor Eintritt des Froſtes über den Boden laufen läge; ſo iſt nichts zu befürchten.„Wenn hingegen der Froſt im Augenblick des Wäſſerns einfällt; ſo bleibt noch das Mittel übrig, das Land gänzlich mit Waſſer zu bedefen. Darwin behauptet, daß eine dünne über die Wieſen gezogene Eis- Rinde die Graswur=- zeln gegen den Froſt ſchüße, Weil das Eis ein ſchlech- ter Wärmeleiter ſey, ſo könne das unter ihm befind« liche Waſſer nicht ſo leicht frieren, beſonders wenn es hohl ſtehe oder wenn zwiſchen dem Waſſer und der Cis- Rinde ein mit Luft gefüllter Raum ſey, So ſagt er auch: der dritte Vortheil, welcher aus der Bewäſſerung des Bodens in England und in den nördlichen Ländern entſteht, findet ſich darin, daß dadurch im Winter. und im Anfang des Frühjahrs der Froſt vom Boden abgehalten wird. Er ſc- nen Wieſen von. den tiefen oder feuchten. Die erſten geben in gewöhnlichen Jahren ein wohlriechendes, fei- nes, aber wenig reichliches Heu, welches man vorzugs- weiſe für die Pferde und Schaafe auswählt, Die zwei« ten hingegen liefern viel grobes Gras, welches beſon« ders für das Rindvieh benußt wird. Im Allgemeinen iſt noc< zu bemerken, daß die hohen Wieſen in Hinſicht der Menge und Güte des Heues bei naſſen Jahren den Vorzug verdienen, wogegen wieder die trocknen Jahre den niedrigen Wieſen günſtig ſind. Dieſe Eintheilung in hohe und tiefe Wieſen iſt nicht abſolut 3 denn es giebt ſchr große Verſchiedenheiten zwiſchen einer ſumpfigen MCE g RS GATE DEE Ge iiine H IIIIRE NG 2E-IWR FIN menanuueghumeeenan Dawn I. denen. LITT Gogrnn ne 1 Fi n== ;* mni Ga und ſehr hohen Wieſe; auf der Cinen findet man hohe- und reichliche Sumpfgräſer; auf der Andern langſam vegetirende Pflanzen ,' die ſich wenig erheben und kaum den Boden überziehen, Glücklicherweiſe iſt der größere Theil der Wieſen weder zu troFen noch zu feucht, wes- halb er von dieſen Nachtheilen mehr oder weniger be- freiet bleibt; ſolche Wieſen-.nennt man weit vichtiger mittlere Wieſen. Man findet hier gewöhnlich viele Gras- arten, die man ſorgfältig kennen lernen muß, um die zu vernichten, welche ſchädlich oder unnüß ſich die Ober- hand verſchaffen 3; oder um die zu vermehren, welche das beſte Futter liefern. Es kommt aber auch viel da- rauf an, daß die lekßtern Pflanzen dem Boden und der Temperatur vollkommen' entſprechen. Man muß zu dieſem Zwe ſeinen Boden beobachten und die Ve- getation deſſelben unterſuchenz aber nur eine mehrjäh- rige Erfahrung kann uns in dieſer Hinſicht zu einer Hinlänglichen Kenntniß verhelfen, Man darf ſich hierin nicht irren? auf Wieſen, die nicht abgewartet werden, vielmehr ſich ſelbſt über-- laſſen bleiben, ſieht man bald die eine bald die andere. Pflanzenart hervorſproſſen, je nachdem die Atmos- phäre und die mehr oder weniger frühen Jahreszeiten darauf einwirken. So iſt der Boden bisweilen mit Wucherblu«. << Weener Ee egen enen> mme m Ee 20. 8 men,*) wilden Möhren, Flockenblumen, „und Ackerſcabioſen überzogen; in einem andern Jahre wuchern darin Jacobsblumen,**) Wie- ſenſalvei und Wegerich, Es iſt daher gut, bei Anlegung einer Wieſe, die - beſtenSaamenarten auszuleſen, und noch beſſer iſt es, Saamen von, Pflanzen zu wählen, die faſt zu glei- en ſind, während andere noch in der Blüche ſtehen und mehrere noch gar nicht blühen. Dies muß ſowohl der Güte als auch der Menge des' Futters nachtheilig ſeyn. "Dem ſey nun, wie ihm wolle; wir wollen hier im Allgemeinen die beſſern Gräſer anführen, die zur Fortpflanzung auf Wieſen geeignet ſind, und die für ſchädlich erkannten, welche aus jeder Grasnarbe aus- gerotftet werden müſſen, Die zur Beſaamung und Erhaltung der Wieſen vortheilhaften Pflanzen ſind unter den Gragarten das *) ChrySanthemum Leucanthemum, Daucus carota, Centaurea jacea, Scabioſa arvensis. B, *X) Senecio jacobaeca; Salvia Pratensis und Plantago Major. B. = 2= Timotheus- Gras,*) die Schmiele, das wollige Honiggras, die weichhaarige Tres, pe, das Hundsgras, der Schwingel, das Straußgras, das franzöſiſche Raygras, das engliſche Raygras, das Guinea- Gras, welches Manneshöhe erreicht: unter den hul- ſenfruchtartigen, die Platterbſen, die Luzerne, die Esparſette, die verſchiedenen Klee- Arten, beſonders der rothe, der gelbe, der Steinklee und der kleine weiße Klee, Andere Familien, obgleich weniger für den Wieſenbau geeignet, geben auch einige nüßliche Pflan- zen, unter den Zuſammengeſeßten, die Scorz0o- nere, die Wucherblume, die Cichoriez unter den lippenförmigen wohlriechenden Pflanzen, der Quendel, der Doſtey, die Münze und endlich die Ampfern, die Pimpinelle, ei- nige Ranunkeln» Die Pflanzen, welche man als gefährlich ausrok« ten muß, ſind: die Zeitloſe,**) das ſcenblume, die Alant,**) die v 7.|-Jacobsblume, Johanniswedel,***) noch an- 1 1. dere, welche ſtachlich ſind, wie die Diſtelnz die", Hauhecene, Beſchaffenheit des Bodens und dis früher oder ſpäter reifende Gragart berücfſichtiget: für feuchtezäunder zum Beiſpiel der Hundwind- " GRR CEE halm*?)(Hundſtraußgras) und der ſproſs, ſende Windhalm, die gelbe Wieſenkuh- blume(Butterblume, Dotterblume) die 'Riedgräſer, die Beinwelle(Schwarzwurz), der Purpurweiderich(Blutkrgut,) die. Wieſenraute, der Weiderich;z für tro>nen Ba den, der Schafſchwingel, das Wieſenrie- ſpengras,; die Schmiele, das franzöſiſche Raygras, die Esparſette; für mittlere Wiefen, dasLieſc ESE GE III US und an ihre Stelle gute Pflanzenſaamen geſäet werden. - Dhne Zweiſel iſt die Ernte im erſten Jahre ge- ring 3 aber gleichwohl darf man nicht unterlaſſen, mit| Sorgfalt zu mähen, weil dies die Pflanzen zwingt,-| eine gute Wurzel zu bilden, Wenn ſich einige ſchlecht bewachſene Stellen auf dem Felde findenz ſo darf man nicht ſaumen, gute Sämereien dahin zu ſäen, Es iſt gut, gegen den Monat December friſchen Miſt, welcher nach und nach vom Regen aufgelöſet undſo den Graswurzeln zugeführt wird, über das Wieſenland auszubreiten 3 doch iſt dieſe Operation nicht rathſam, wenn der Wieſengrund im Winter Ueberſchwemmungen zu fürchten hat,- Mach dieſer von guten Landwirthen befolgten Methode iſt ſtets zu erwarten, daß eine neue Wieſe, wenn ſie übrigens durch Hecken oder Gräben vor den Beſchädigungen des Viehes geſchüßt iſt, ſchon im zweiten Jahre eine ziemliche Ernde geben wird, die ſic) nach und nach bedeutend vergrößert, Pflege, welche die Wieſen erhalten müſſen. Dies iſt aber noch nicht Alles 3; die wahren Land- wirthe glauben keinesweges, daß eine wohl bewach- ſene Wieſe der bloßen Sorgfalt der Natur überlaſſen werden fönnez ſie laſſen vielmehr ihre Wieſen reinigen und umgeben ſie mit einer Einzäunung z ſie bepflanzen die Gräben und Wieſenränder, ſo wie die Ufer dei Bäche, mit Pappeln, Weiden, Erlen u. f, w.z ſie ſtreuen alle Jahre die Maulwurfs- Haufen aus; das- Se mae. << AE, TEESE ENG mmm <== 7. Es Demen neun EIER EIIIE SSE aö-- in [3 | durch erhalten ſie den doppelten Vortheil, baß die Wieſe theilweiſe mit guter Erde überſtreuet, und die Senſe oder Sichel beim Schneiden nicht aufgehalten wird: dieſe Arbeit wird im Merz vor Eintritt des Graswuchſes vorgenommen, wobei zu gleicher Zeit die Vertilgung oder Vertreibung der Maulwürfe betrieben wird. Ferner unterlaſſen ſie nicht, nach Verlauf ei- niger Jahre, zur Wiederherſtellung der Fruchtbarkeit des Bodens, im Monat December Düngererde oder verrokteten Miſt über die Wieſen auszuſtreuen . Die Ueberbleibſel dieſes Düngers werden im Frühjahre wieder zuſammengeharkt, um ſie vom her- vorſproſſenden Graſe zu entfernen ynd in eine Grube zu bringen, aus welcher ſie im folgenden Winter von Neuemüber dis Wieſe hin geſtreuet werden. Man kann 2 auch ausgelaugte Aſche, Gyps und Schutt mit Erfolg ausſtreuen, wodurch die Binſen vertrieben werden, oder im Frühjahr vor drohendem Frühlingsregen an der Fuft gelöſchten Kalk, oder pulveriſirten Gyps über die Wieſen ſäen, um das Moos zu tödten- Wenn ir- gend ein Theil der Wieſe durch Winterüberſchwem- mungen verſandet wurde; ſo muß man den gröbſten ' ünd meiſten Sand wegſchaffen und die Stelle mit ei- Ternen Harken überkfraßen, den Boden von tronen Kräutern„. von Holz und von Stoppeln, die etwa -'das Waſſer hingeführt hat, befreien, um den Gras- ſpißen Luft zu verſchaffen; man muß ferner die Wieſen 7 De M SMH HEIER „ben werden ſoll, MENN SAE EIS durch Rinnen trocken erhalten, oder durch Ableitungs- gräben trocfen legen, wenn ſie nämlich zu feucht ſind; die Binſen müſſen ausgerottet und auf der Stelle ver« brannt werden; endlich muß das Wieſenland, wenn es zu trocfen iſt, oder zu wenig Feuchtigkeit hat, ge- hörig bewäſſert werden, wie es weiter unten beſchrie- Bei einer ſolchen Pflege darf man faſt allenthal- ben auf eine gute Heu- und auf eine gute Grummets- ernte rechnen, nach welchen noch eine gute Weide zu erwarten iſt, vie man dem Rindvieh und den Pferden überläßt, da die Schaafe nicht auf die Wieſen getrie- ben werden, weil ſie das Gras zu tief abbeißen und nicht ſelten aus der Erde reißenz die Ziegen, weil ſie die Bäume beſchädigenz die Schweine, ; weil ſie den Raſen umwühlen; die Gänſe, weil ihr Koth das Gras bis auf die Wurzel verbrennt. Die Vertilgung des Maulwurfes. Zur Vernichtung der Maulwurfs- und Ameiſen- haufen wendet man mehre Inſtrumente an, welche ohn- erachtet ihrer Nüklichkeit bei uns wenig bekannt und faſt noch weniger gebraucht werden: Tafel 1V, Figur 8. zeigt eine Maulwurfshaufen- Egge, die aus einem Rahmen beſteht, welcher ſich von dem einer gewöhn- '] | | au an eg gf Re; S ve“ Pan gee e nur durch die Geſtalt ihres Eiſens 2 verſchieden. Dies, Eiſen bildet ein Dreieck, deſſen Fläche mit dem Bo-, den parallel iſt, und.deſſen beide Flanken ſchneidend ſind, Mit Hülfe dieſer Juſtrumente wird viel Hand. arbeit zu einer Zeit erſpart, wo der Landwirth alle zu ſeiner Verfügung ſtehende Kräfte ganz beſonders be- darf, Noch wichtiger, als die Vernichtung der Maul- wurfshaufen iſt für den Wieſenbau die Vertilgung der Maulwürfe, Das einfachſte und naturgemäßeſte Ver- [ - 29-- fahren zur Erreichung dieſes Zweckes ſcheint mir das von einem franzöſiſchen Maulwurfsfänger, Namens Aurignac, angegebene zu ſeyn, welches von Dra- let, Conſervateur der Forſten im Arrondiſſement „Toulouſe, in einer. beſondern Abhandlung beſchrie: ben wird, die viele, Auflagen erlebte und mit einer Nationalbelohnung beehrt wurde. Es wird nicht un- zwe&mäßig ſeyn, wennich das Weſentlichſte dieſes Ver- fahrens, welches vielleicht wenig oder gar nicht in Teutſchland bekannt iſt, hier anführe. - Der Maulwurfsfänger bedarf nur einer Hacke; doch iſt es gut, wenn er ſich noch außerdem mit eini gen Strohhälmcwärts zu bewegen. Der Maulwurfsfänger ges winnt durch dieſen Aufenthalt Zeit genug, mit den Handen die wenige Erde über dem Thiere wegzuräumen, um es zu fangen,| Man kannaugenblicklich wiſſen, ſelbſtwenn man ſic) weit von der Deffnung entfernt hat, um andere Haufen zu unterſuchen, daß der Maulwurf aufſtoßt, “ LT y Zu dieſem Zweck pflanzt man einen langen ſteifen Stroh- halm, an deſſen Spike ein Streifen weißes Papier be- feſtiget iſt, vor jeder Oeffnung in die Erde, Dieſe Fleine Fahne fällt bei der geringſten Bewegung, die Her Maulwurf in ihrer Nähe macht, um, oder wird doch erſchüttert. Die Erſchütterung oder der Fall der Fahne dient dem Maulwurfsfänger als Zeichen, daß er ſic nähern und das Thier fangen kann, 5- Wenn der Maulwurf bei den erſten Oeffnungen, welche der Maulwurfsfänger z. B, bei k1 Fig, 4, gemacht hat, nicht aufſtoßt, vielmehr fortfährt, ſich im Daufen I, zu zeigenz; ſo verfährt man, wie vorſte« hend im dritten Falle angegeben iſt, das heißt, man thut, als ob nur die drei Haufen 5, K, TL, da wären. Um zu erfahren, ob ein Maulwurf, während man abweſend iſt, aufgeſtoßen hat, tritt man ganz leicht mit dem Fuße auf den Haufen, Bei der Zurück- kunft zeigt das Daſeyn einer kleinen Erhöhung von der Arbeit des Maulwurfs. 6. Beſindet man ſich(im zweiten, dritten, vierten und fünften vorſtehenden Falle) z. B. beim Haufen L Figur 4, im Augenblick, wo der Maulwurf auf- ſcoßte, ſo verfährt der Maulwurfsfänger nicht ſo unge- wiß, wie der Gärtner, welcher den Haufen mit dem Spaten ausgräbt; erſterer hackt vielmehr ſo tief als möglich mit ſeiner Hacke bei mn in die Röhre, welche nach den Haufen K fährt, / Zz een SAHEN.> == 16 we€ Ee TEE TERT-<-520035G | f | 5 4“ (/ f 1] <; Gri S7 2300 102 Auf dief e Art wird derMaulwurf zwiſchen dem Punct znu und dem Haufen X. eingeſchloſſen, worauf man den Raum ſeines Aufenthaltes öffnet u. ſ, Ww, Es darf wohl nicht erſt geſagt werden, daß der Haufen nur eine Communication haben darf, wenn dies Mittel mit Erfolg angewendet werden ſoll, 7) Fur den Maulwurfsfänger iſt der ſchwierigſte Fall, wenn ein oder mehr friſche Maulwurfshaufen ſich in der Nähe alter Haufen befinden, weil es hier zweifel» Haft iſt, ob die friſchen Haufen durch Gänge mit den alten in Verbindung ſtehen. In dieſem Falle macht * man Anfangs zwiſchen beiden Einſchnitte, damit der in den friſchen Haufen beunruhigte Maulwurf nicht in die alten Haufen gehen kann,„Hierauf verfährt man nach Umſtänden, wie oben beſchrieben worden, In ſolchen Fällen kann man nicht Einſchnitte ge nug machen, beſonders wenn man nicht befürchten darf, dem Felde oder der Wieſe Schaden zu thun, Wenn wir die Figuren 4 und 6 zum Muſter neh- men wollen; ſo iſt es nothig, daß wir in der Richtung von H nach N und von H nach O einen Einſchnitt machen, weil der Maulwurf in einer vieſer Richtungen* oder auh in beiden einen Gang haben kann, Wenn man einem Maulwurf auflauert und man bemühet ſich nicht, einen andern zu ertappen, bevor der erſie gefangen iſtz ſo wird man in einem Tage nur wenig fangen, Man muß vielmehr ein Grundſtück EE LIPIS: 42 GE GBR 4 age ET Red en A I NM. hn durc Hw Ep WE weer LE EN den Cylinder, aus welchem er, wegen der zurückſchla- genden Klappe nicht wieder heraus kann, Wenn dieſe Fallen, ſo auh jede andere, etwas wirken ſollen; ſo muß man in die- Maulwurfshaufen, oder in die Falle einige Löcher machen, durch welche Luft in den Gang gehen kann, die den Maulwurf von der Beſchädigung ſeines Baues benachrichtiget, indem ſie ſeiner Neigung zuwider iſt, Es iſt leicht, dieſe Fallen nac< den hier vorgeſchries benen Verfahrungsarten mit Vortheil anzuwenden. Man macht z. B. bei den beiden Haufen AB Figur 2, die Oefſſnung de; wenn nun der Maulwurf ſich bei d zeigt, ſo legt man an dieſen Punct die Falle mit Einer Klappe, die Klappe nach d gekehrt, oder„auch die Falle mit zwei Klappen,, nun iſt man verfichert, daß' ſich der Maulwurf fangen wird, Auf dieſelbe Weiſe verfährt man in allen übrigen Fällen; nur muß man mehre Fallen haben. Beſonders ſind dieſe Fallen im Ausgang des Winters ſehr vortheilhaft, weil die Maul- würfe zu dieſer Zeit weit von einander entfernt ſtehende Haufen bilden, welche auf gewöhnlichem Wege ſchwe« rer zu überſehen ſind, E.T. Hie erm.t e Die Heuernte verlangt viel Auſmerfſampkeit, Zunachſt muß man den Augenblick in Acht nehmen, wo der größte Theil der Wieſe in voller Blüthe ſteht, Man hat gefunden, daß das nach der Biüthe geſchnit- tene Gras beim Trocknen über Ein Fünftel verliert, Daher muß man zur gelegenen Zeit**) ſchneiden, ohne lange zu zögern und ohne die Arbeiten aufzuhalten. Wenn die Wieſe zu dieſer Zeit gemähet oder geſchnit- ten iſtz ſo läßt man das Gras fleißig heuen oder um» wenden, um es zu trocknen; hierauf ſeßt man es in Windhaufen und dann in Schober**), um es ſchwißen und ſeine Wärme verlieren zu laſſen, Nach dieſem kann man es von der Wieſe abfahren. Gut geſeßte Schober, wenn ſie nicht von einem heftigen Sturm= : wind in Unordnung gebracht werden, bieten gegen die *) Man nimmt eins Hand voll Gras und drehet es heftig zuſammen z wenn dadurch nur wenig oder gar kein Saft herausgepreßt wird; ſo iſt das Gras zum ' Mähen und Heuen reif. In älterem Zuſtande giebt es nicht viel mehr Nahrung, als das Stroh.; **) Wenn man unterſuchen will, ob es Zeit iſt, das Heu einzuhäufen z; ſo nimmt man einige Heuhälme, beugt ſie doppelt übereinander und drehet ſie. Bei dieſer Probe dürfen ſie weder Feuchtigkeit ſpüren laſſen noch zerbrechen. Hierauf kauet man ſie, um durch den Geſchma> zu unterſcheiden, ob ſie trok2 ken genug und ſüß ſind. Laſſen ſie einen bolzarti- gen Geſchma&> ſpüren, ſy ſind ſie ſchon zu ſehr ausgetro>net,„B« 22 40 nena Unbeſtändigleit dex Witterung, bey man in dex Hew Unte, wo viele Gewitterregen einfallen, oft ausgeſeßt iſt, großen Schuß, Woenn ein ſolches Unwetter in dem Augenblick einfällt, wo das Gras erſt gemähet iſt; ſo iſt wenig Nachtheil zu fürchten: man darf nur das Gras auf der Stelle liegen laſſen, ohne es zu wenden, Der größte Nachtheil wird erlitten, wenn der Regen auf ſchon gewendetes Heu fällt: dann wird es weiß, dem Strohe ähnlich und verfault endlich bei anhaltendem Unwetter, - Es ſind vüßliche Verfahrungsarten gegen die Unbeſtändigkeit des Wetters befannt geworden, die man in Schottland und in Belgien mit Erfolg anwen- vet ſoll; ſie beſtehen darin, daß man ſogleich, wenn die Schwade etwas abgetro>net ſind, kleine koniſche Schober(Windhaufen) bildet, Wenn der Schnitt teichlih iſt, ſo bildet jedes Schwad eine Reihe Schober: bei einem ſchwachen Schnitt aber vereini- get man zwei Schwade, Jeder kleine Schober enthält öhngefähr zwanzig bis dreißig Pfund Heu, welches man durc< Zuſammenrollen in einen Kegel ſeßt, deſſen Spiße mit Gras umwunden wird, In dieſem Zu- ſtande wird das Austrocknen ohne alle Gefahr vollendet und man kann dieſe Schober nac) Belieben wegführen, Dieſe Methode verdient beachtet zu werden, Man mag nun beim Hauen auf eine oder die an- deve Art verfahren, ſomuß man doch immer darauf be «*« Dw bacht ſeyn, das Heu bei ſchönem Werter auf den eſche Boden, oder, wo Böden und Scheunen mangeln, en in Feimen außer den Wirthſchaftsgebäuden zu bringen, äh Einen Heufeimen verſteht man im""Ugemeinen faſt m allenthalben zu machen 3 aber das beſte Verfähren bei 11.5008 Anlegung eines ſolchen beſteht darin, daß man mitten dent auf den Plaß, den der Feimen einnehmen ſoll, eine vird Stange pflanzt, und den Plaß ſelbſt mit trocknen Rei« bei ſigbündeln belegt, um das Heu gegen die Feuchtigkeit „des Erdbodens zu bewahren und Schicht auf Schicht die darüber hinzubanſen, Außerdem muß man noch eine die fleine bodenloſe Tonne haben, die man in dem Maaße, in em| welchem der Feimen durc) das Einbanſen des Heues nn vergrößert wird, längs der Stange in die Höhe ſchiebt, [13 ZUSE um auf dieſe Weiſe in' der Mitte des Feimens einen lee» itt ren Raum oder einen Luftzug zu bilden, Wenn dev Et] Feimen ſich ſo weit vergrößert hat, daß die Stange ibo! nur noch einen Fuß hoch darüber emporragtz ſo befeſti- ja get man an das Ende derſelben mehrere Seile, welche hes große Steine halten, die mit ihrem Gewicht die Sei- ſet) ten des Feimens drücken; doch muß vorher der Luftzug 11: verſtopft, und das Obere wohl bede>t, der ganze Fei- dt-. ſorgfaltig abgeharft werden. Einige Tage Hv ſpäter, wenn man ſpürt, daß ſich zuviel Wärme im Haufen erzeugt, kann man den mit einem Bündel oder mit einem Arm voll Heu verſtopften Luftzug öffnen, um die erzeugten Ausdünſtungen entweichen zu laſſen. EEN 37 WE Einige haben die Gewohnheit, das Heu vor dem Einfahren gleich auf der Wieſe in Bündel binden zu laſſen 3 dieſe Arbeit iſt aber in mehrerer Hinſicht nuß- los und oft nachtheilig; beſonders hält das Binden bedeutender Quantitäten ſehr auf, ſo daß man nicht ſelten dabei vom Regen überraſcht wird; noch öfter aber wird man durch beabſichtigten Verkauf, durch be- ſondere Wirthſchaftsbedürfniſſe und durch eintretende phyſiſche Verhältniſſe gezwungen, ſolches Heu gänzlich - umzubinden, Um alſo dieſe Nachtheile zu vermeiden, iſt es beſſer, das Heu ungebunden einzufahren, Nach der Heuernte folgt die Grummeternte oder der zweite Schnitt, und es giebt ſogar Gegenden, wo man zwei bis drei mal Grummet macht; aber in ge- mäßigten Climaten iſt es ſchon ſchwer, ohne Bewäſſe- rung oder ohne einen naſſen Sommer nur Eine gute Grummeternte zu erhalten. Auf alle Fälle wird die Grummeternte deſto beſſer ausfallen, je frühzeitiger die Heuernte war: es folgt hieraus, daß man den erſten Schnitt nicht zu ſehr verſchieben darf, ſondern ihn ſogleich in der Blühte des Graſes verrichten muß, Die Grummeternte iſt mit noch mehr Schwierig» Feiten begleitet, als die Heuernte, weil bei ihrem Ein» tritt die Jahreszeit vorgerückt und das Wetter unſicher iſt; ferner ſind die Tage kurz und haben wenig Sonnen- ſchein. Man iſt alſo gezwungen, das Gras oft und Tange zu wenden, weil es vorzüglich grüner und ſaftrei- es -= 43= ev iſt, als das Vorheu, welches gewöhnlich eine höhere Reife erreicht, Jeden Abend ſeßt man es in Windhaufen, die man am folgenden Morgen bei vol- lem Sonnenſchein von Neuem ausbreitetz endlich. macht man große Haufen(Schober), die bald nachher abgefahren werden. Dies zweite Gras iſt weich und wollig 3; es bekommt den Kühen im Winter wohl und erzeugt ihnen Milch; auch die Schaafe befinden ſich in dieſer Jahreszeit wohl dabei, Im Allgemeinen muß das Heu tro>en einge ſammelt werden, um eine ſchädliche Gährung zu veoa meiden, die nicht ſelten bis zur Entzündung vorſchrei- fet; ober das Hebermaaßim Austro&nen ſchadet ſowohl der Güte als auch der Menge des Heues. Ein mit« telmäßig trocknes Heu gärt ſehr wenig, und drückt ſich zuſammen, ohne zu zerbröfeln 3 es bleibt ſaftreich und behält eine ſchöne grüne Farbe und einen angeneh= men Geruch, Eigenſchaften, die als Kennzeichen der Güte des Heues gelten. Dahingegen verliert ein zu tro>nes Heu beträchtlich an ſeinem Gewicht, und iſt auch nicht ſo nußbar z; das Grummet muß immer ſo gut als möglich ausgefro>net ſeyn, weil es ſonſt wegen ſeiner geringern Reife leicht in Gährung geräth, Schimmel und einen übeln Geruch annimmt oder ſich endlich gar entzündet, 044.1 06 Beſchreibung einer Maſchine zum Wenden und Ausſtreuen des Heues, Viele Landwirthe Englands und namentlich der bekannte Coke auf ſeinen bedeutenden Gütern Holk- ham u, ſ- w,, in der Grafſchaft Norfolk, bedie- nen ſich einer Maſchine zum Wenden des Heues, die beſonders für ebene Gegenden und ſolche, wo es an Arbeitern, aber nicht an großen Wieſen mangelt, ei- nigen Vortheil haben mag. Dieſe Maſchine iſt in Deutſchland, beſonders in Hinſicht ihrer Zuſammen- ſchung, wenig befannt, Cine ſpeciellere Beſchrei= bung und Abbildung derſelben wird daher den meiſten kandwirthen hoffentlich nicht unangenehm ſeyn. Die Tafel V. Figur 4. und 2, zeigt eine horis zonkale und eine verticale Vorſtellung des Ganzen die- ſer Maſchine, Man ſieht eine große Trommel in Ge- ſtalt eines Stirnrades, die nach Gefallen erhöhet oder erniedriget werden kann, um ſie dem Boden, worauf man arbeitet, mehr oder weniger zu nähern. Dieſe- Trommel beſteht aus acht beſondern Harken mit umge« bogenen eiſernen Zähnen, welche, indem ſie zwei Be« wegungen auf Einmal, einer dem Boden parallel vor- wärts gehenden oder ortsverändernden, der ganzen Ma- ſchine gemeinſchaftlichen, und einer Rotation um eine Axe unterworfen ſind, alles auf ihrem Wege vorhan« dene Heu augeinander ſtreuen,; EEN 7 EE 1 Bei a ſieht man eine Gabeldeichſel von Holz, ohngefähr ſo ſtark, wie an einem leichten einſpännigen JTuhrwerk(Carriol); ſie iſt mit eiſernen Haken beſchla- gen, welche ſowohl zum Ziehen als auch zum Zurück- ſchieben beſtimme ſind 3 ferner iſt ſie mit eiſernen Bän« dern verſehen, welche alle Theile zuſammenhalten. Ein Querholzb hält die Arme der Gabeldeichſel in einer gewiſſen Entfernung von einander. Auf dies Quer- holz iſt einBret, auf der ſchmalen Seite ſtehend, ge« ſet, welches verhindert, daß das Heu dem in der Gabel- deichſel geſpannten Pferde nicht auf den Rücken gewors fen wird. Zwei balbflache eiſerne Stangen' c verlängern die Gabeldeichſe!, an welcher ſie mit Bolzen befeſtiget ſind, Auf gleiche Weiſe ſind ſie an dieAren angepaßt, Die Maſchine bewegt ſich auf zwei Rädern dd, welche ohngefähr ſo ſtark ſind, wie die Räder eines leichten Carriols, Die Schraubennägel des Rei- fens am Rade d haben einen Kopf, welcher ohn. gefahr Einen Zoll weit hervorſpringt, Dieſe Nagels Föpfe, welche durch das Gewicht und die Bewegung der Maſchine nacheinander in den Boden eingreifen, verſchaffen dieſem Rade einen Stüßpunkt, Auf dieſe Art wird das Glitſchen des Rades auf dem Erdboden verhindert, ſo daß es ſeine Rotations- Bewegung der Trommel mittheilen fann, während die Maſchine ſich vorwärts bewegt, ? In zwei gußeiſernen Stücken e, von beſonderer Geſtalt, ſind die Axen mit Schraubenmüttern befeſti- Heft, Eins dieſer Stücke, welches ſich auf der Seite des Rades d befindet, verdeckt die in einander greifen- den Räder, welche die Bewegung des Rades d der Trommel mittheilen. Die Einzahnung dieſer Räder verhält ſic) wie Eins zu Drei, das heißt, wenn das Rad Eine Drehung macht, ſo macht die Trommel Dreie, Man ſieht in der Abbildung, daß die Einrichtung die- ſer Stücke die Erhöhung oder auch die Erniedrigung der Trommel geſtattet, indem ſie mit einem Bol- zen, welcher dur) ein Loch der in der Abbildung ſicht» baren Rundung geſiect wird, gegen die eiſernen Stan- gen e, befeſtiget werden kann, Bei 1 ſieht man die Are der Trommel; ſie iſt von Gußeiſen, achteckig und hohl, Eine runde eiſerne Stange 8 dient der Axe der Trommel als Spindel; zu gleicher Zeit bildet ſie auch das Band, welches die beiden Stücke e in einer unveränder»- . lißenEntfernung voneinander hält, Dieſeeiſerne Stange iſt länger, als die hohle Are der Trommel mit ihrer ganzen Einzahnung, Durch dieſe Einrichtung wird es möglich, die Maſchine ein und auszuzahnen, Dies geſchieht, indem man die Trommel ihrer Länge nach auf der Stange g hin oder her ſchiebt, wodurch das kleine Getriebe der hohlen Are der Trommel dem Eingreifen (der Cinzahnung, Wirkung) des an der Nabe des Ra- | | | | übe! Vi derer eſeſti Seite eifen: | der lüder das rele, dies ung Zol. Ot. ane eiſt der )das det: ange ihrer 'd es Dies auf (eine eifen Ra: iE IE zd des d befindlichen gezahnten Rades entweder ausgoſekt oderentzogen wird, Eine kleine in der hohlen Ape horizon- tal ſtehende Zunge wird von einer Feder ununterbrochen gegen den Grund einer oder der andern Hohlfehle (Rinne) gedrückt, welche auf der Stange g in eini» ger Entfernung von einander angebracht ſind, und woa von die eine die Maſchine eingezahnt, die andere aber ausgezahnt erhält. Dies läßt ſich aber auch durch andere paſſende Einrichtungen bewirken, Zwei gußeiſerne Reifen h mit acht Armen(Ra« dien) correſpondiren mit den acht Harken, welche die Trommel bilden. Durch das Centrum dieſer Reifen geht die achtefige hohle Axe f und macht mit ihnen einen Körper aus, Die Verlängerung der Arme über die Circumferenz der Reifen dient bei der Anfügung der Harken als Befeſtigungs- und Ruhepunkt, In jeder der acht hölzernen Stangen i ſind acht, neun oder zehn vorn leicht gekrümmte eiſerne Zähne befeſtiget, Federn, welche an der Circumferenz der Reifen 1 befeſtiget ſind, erhalten die Zähne der Harken in gleicher Richtung mit den Armenz dieſe Fe« dern geben aber nach, wenn die Zähne einer Harke während der Arbeit gegen ein für ſie bedeutendes Hinder- niß ſtoßen; auf dieſe Art kann die Maſchine nicht leicht beſchädiget werden, Die Wirkung dieſer Federn, welche über dem Anfügungs-(Gelenk) Punct, am äußern Winkel der, die Harken bildenden, Stangen ſiatt findet, c+ SIE R dn=nen Heues. Sie beſteht qus einem Stück Holz, welches drei Zoll dick, ſechs bis ſieben Fuß lang iſt. Durch dies Holz gehen Zähne von zähem Holz, wie z. B. das Eſchenholz, welche auf beiden Seiten ohngefähr Einen- Fuß lang, auch wohl mehr oder weniger, hervorra- gen; ſie halten ſechs bis acht Linien im Durchmeſſer und ſtehen in Einer. Fläche zwei Zoll weit von ein- ander entfernt. Dieſe Doppelharke iſt in einem Rah- men angebracht, wo ſie ſich in Zapfenlöchern, welche in den Seiten des Rahmens befindlich ſind, mit einer horizontalen Are um ſich ſelbſt bewegen kann; doch kann ſie mit Hülfe eines Pflockes in einer zum Einſam- meln des Heues geſchickten Stellung unveränderlich erhalten werde, Dieſer Rahmen, welchem eine Deichſel für ein Pferd und zwei Sterze(Handhaben) für den Men- ſchen, welcher die Arbeit leitet, angepaßt ſind, wird auf zwei Rädern ruhend in einer gewiſſen Höhe erhalten, Da die Zapfen an den Aren dieſer Räder ſich in Zapfen- löchern(Falzen) bewegen, worin ſie mit Keilen hoch oder niedrig befeſtiget werden; ſo iſt es möglich, die 4 As LEERE ZI Bs GE RTIIENTE = 50> Zähne der Harke nach Belieben gegen die Erde zu ſtel, len, Wenn die Reihe von Zähnen, welche arbeitet, voll Heu iſt; ſo drückt der an den Sterzen ſtehende Führer des Inſtrumentes gegen einen Hebel, welcher ven Anhalter der Maſchine entfernt, wodurch die Harke ſo viel Spielraum gewinnt, daß ſie eine halbe Dreh«- ung um ſich ſelbſt macht, das eingeſammelte Heu lie- gen läßt und die Harkenzähne, welche vorher unthätig oben in die Luft reichten, nun zur Erde bringt, wo ſie, wie die vorigen, jekt empor ſtehenden, auf ihrem Wege Heu einſammeln, So wechſelt immer die leere Reihe von Zähnen mit der voll Heu geſtopften ab, und ſo umgekehrt, In ebenen Gegenden mag dies Inſtrument in ſeiner Art ſowohl ſeine Vortheile haben, als die Ma- ſchine zum Heuen, B Die Weide, Nad) beendigter Grummeternte kann man die Wieſe abweiden laſſen; doch muß mandas Vieh auf der Wieſe beobachten, um Beſchädigungen verhindern zu können. Es iſt beſſer die Wieſen mit Hornvieh Pferden und Eſeln zu behüten, weil dieſe mehr ver- zehren z ferner laſſe man äuch das Hornvieh bei naſſer NV j8 fid, beitet, chende velchey Harfe Dreh. eu[its ätig '0 ſie, ege Reihe ind ſv ent in e Mä Z an de ieh auf hindern ornvic) hr ve 4 naſs 0 Ef ihm Witterung nicht auf die Wieſe, weil es in dieſem Fall mit ſeinen Fußtritten viel Schaden anrichtet. Außer» dem ſollte die Wieſenbehütung nur bis zum Ende Merz erlaubt ſeyn und in zeitigen Frühjahren ſollte dieſe Cpoche noch mehr verkürzt werden, Von der Erneuerung der Wieſen und von ihrer Vernichtung, Ganz gewiß werden die Wieſen durch eine ſolche Pflege in gutem Stande erhalten; doch muß mit der „Zeit alles ſic) abnußen und ein Endenehmen: ſo kommt «auch eine Zeit, wo der Boden ſich erſchöpft und wo er nur nod) ſ eine Art Meſſerpflug und hierauf eine ſchnei- “| de Seas. K:, Eb 525<<.n; es KAE zue- rä Perf ree T= Elan Diiwrs eine dende Walze anwendete, welche der Egge vorzuziehen ſind, weil man die erſte Erdſchicht mit ihnen weit leich- fer und vollfommener ſpaltet und zertheilt, ſo daß der neue Saame. und zu gleicher Zeit der Miſt, welcher die Graswurzeln beleben ſoll, weit leichter in den Erd» boden gelangen. Im Canton Bern befolgt man bei Erneuerung der Wieſen ein anderes Verfahren. Man düngt die Wieſe im Herbſt, reißt ſie hierauf mit dem Pfluge um, zerkheilt die Raſenſtüke mit der Egge oder mit der' Hacke und ſäet in dieſe einzige Pllugart Spelz, Mit Eintritt des Frühjahres ſtreuet man Gragsſaaäanien init etwas Kleeſaamen vermiſcht aus und erhält hernach durch dies Verfahren in demſelben Jahre zwei Ernten und die Wieſe findet ſich erneuert, Wenn man die Abſicht har, eine Wieſe gänzlich auszurotten; ſo muß man ſie nach Roſier's Grundſä- ßen ſogleich im erſten Gras- Schnitt mit einem guten wohl beſpannten Pfluge umaFern, der in jeder Furche nicht mehr als zwei oder drei Zoll Erdreich auf ein Mal abpflügt. Dieſe Bearbeitungsart iſt weſentlich, um fiefer pflügen zu können, um das Geſpann nicht zu er- müden, um die Gräsnarbe beſtens zn durchbrechen und ſie tiefer umzuaern. Hält man hingegen zu große Furchen, ſo bilden ſich zu große Raſenſtücke, die nur zum Theil unter die Erde gebracht werden können, ſo daß das nicht bede>te Gras deſto üppiger wieder Der- - 33= vorſproßt.'Nach dieſer erſten Pflugart läßt man den. übrigen Sommer vorüber gehn und giebt gegen Ende des Septembers zwei andere Pflugarten, um das Land unmittelbar nach der leßten zu beſäen, oder, was noch beſſer iſt, wenn man es erſt im nächſten Frühjahr be- ſäen will, um es vom Winterfroſt auflo>ern zu laſſen 3 ſo pflügt man nur Ein Mal im September und das leßte Mal bei paſſender Jahreszeit im März zur Saat. Einige Landwirthe beobachten hierbei verſchiedene Verfahrungsarten.. Sie ſchneiden den Raſen ab und, verbrennen ihn auf der Wieſe; aber das Ergebniß des Brennens iſt ſo gering, daß dieſe Methode nur auf morig m Boden von Nuten ſeyn kann z andere geben vor, daß die nicht gehörig zerkleinerten oder die nicht tief genug untergea>erten Raſenſtücken dem Keiz men des Saamens ſchadeten; ſie ſ| m | 15| pflanzung des Raſens, welche er früher, luſtig genug, Wi, er in öften fe Er«- ver, abe. jg den, Une jen, euer ſern Jahr ſechs hatte, gane t oft won über Vel eng, -- 55= Oculiren ver. Erde nannte, im Winter 4843. auf einer. Fläche von vier und dreißig Adern, die im Sommer Brache gelegen hatte, auszuführen.« Jm folgenden Jahre, im Winter 4814, unternahm er dieſelbe Opes ration noch auf zwei Aern, ſo daß er his zu. dieſer Zeit zwei und. vierzig Acter des ſchönſten Raſens, wie er nach den bisherigen Berfahrungsarten nicht gebildet werden kann, in der kürzeſten Zeit anlegt?. Im An- fange der beiden Frühjahre 4813 und 4814 ſaete ex über die neue Grasnarbe weißen Klee, und er glaubt, daß ſowohl dieſer, als auch ein wiederholtes Walzey mit einer eiſernen Walze viel zur ſchnellen Vereinigung und Ausbreitung des Raſens beigetragen haben. Seit dieſer Zeit hat ſich dies Verfahren nicht blos in Holk- ham und deſſen Nachbarſchaft, ſondern dur< ganz Norfolk und bei den unkerrichtetſien kandwirthen Eng» lands verbreitet. Die Koſten einer ſolchen Beraſung ſollen ſich nicht über dreißig Schillinge für den Aer belaufen, eine Ausgabe, welche angeblich ſchon durch - die Ernte des erſten Jahres erſeßt wird. Ein beträcht- liches Stü Land, welches im Winter 4817 belegt wurde, gewährte, nach Ausſage eines Augenzeugen, im Juni 1818, in geringer Entfernung betrachtet, den Anbli> eines üppigen noch nicht geſchoßten Getreidefels des. Die erſte Beraſung der ſchon erwähnten zwei und vierzig Acer zog noch im Auguſt 1822 die Bes wanderung der Nachbarſchaft auf ſich, vadmanbemertie TEG jÖ I. MALTER dr nd KEEN DI ME/ en el .- eenma mer RHEI EG ih Üm l uE: M.. WEER: Dur Enn SES SAE IIEII LIS AEG+“" BZ IZ SHE CiH: Sumer KAT EEE y / Z.- Te 2 an ihr weder Entſtehung des Mooſes no< Verminde- rung im Ertrage. Die Verpflanzung des Raſens zur Bildung einer bleibenden Grasnarbe geſchieht im Winter vom-Monat November an bis zum Monat März. Lagen die zur Anlage beſtimmten Aecker im leßten Sommer Brache, oder waren ſie zu dieſer Zeit beſaet, ſo muß man vor - Pflanzung des Raſens alle Kräuter und wuchernde Wurzeln im Boden zu vertilgen ſuchen, Nicht geringere Sorgfalt'hat man bei der Wahl der Wieſe zu beobachten, von welcher der zu verpflanz zende Raſen entnommen werden ſoll; ſie muß dem Pflanzorte ſo nahe als möglich ſeyn, damit nicht der Transport des Raſens zu koſtſpielig werde, Auch die verdient den Vorzug, deren Oberfläche eben und von Feldſteinen frei iſt, Sorgfältig unterſuche man die Beſchaffenheit der den Raſen bildenden Gräſer; ſie müſſen dicht in einander verwachſen ſeyn, feine heide artigen Gewächſe, keine Pflanzen mit Pfahlwurzeln, wie das triticum, holcus, agrostis etc., bei ſich ha- ben; ihre eigenen Wurzeln dürfen weder zu dick noch zu holzartig ſeyn. Mehr trockener als naſſer Thonbo- den, ſchwere Erde geben einen dichten Raſen, wenn der Boden nicht von der Sonnenhiße ausgezehrt iſt. Man muß den Raſen nie bei trockner Witterung ſtechen 7 laſſen, Wird man aber durch Umſtände dazu gezwuns- gen, ſo ſiehe man ihn des Machts bei ſtarkem Thau. a") mitt) dem mf ( / vigen ensla mera! Tnik muß oder ane lange ( fimn desJ in mitſe fein (nem I ud fie fuhta Non we indes einer (onat e zur ache, vor nde. ahl [anz dem „der ) die von die ſe ede zeln, hha: noch onh0: wenn t if; ehen wun al m. ST- umme " Sumpfiger und naſſer Grund geben einen ſchlech« ten Raſen, welcher noch brauchbar iſt, wenn er una mittelbar auf einem lettigen, zähen Thone ſteht, von dem viel mit ab und an den Raſen beim Stechen angeſtochen wird. - Der beſſere Raſen beſteht aus Pflanzen mit faſea rigen Wurzeln, als: Festuca elatior, Cynosurus criStatus, Anthoxantum odoratum, Dactylis glo- merata, Lolium perenne, Alopecurus pratensis, Trifolium, Plantago lanceolata etc. ete. Wenn es ohne großen Nachtheil möglich iſt; ſo muß man in Einem Tage nur ſo viel Raſen ſtechen oder abſchalen, als täglich verpflanzt wird. Selbſt an einem kühlen Ort, im Schatten, bleibt er ſelten länger als acht Tage zum Verpflanzen brauchbar. Nach getroffner Wahl der zum Verpflanzen bes ſtimmten Grasnarbe bedient man ſich zum Abſchälen - desRaſens eines Schälpflugs(paring- plough), oder, in Ermangelung deſſelben, eines gewöhnlichen Pfluges mit ſehr ſcharfem und flagem Schaar und Sech, Doch iſt ein Räderpflug ſeines regelmäßigern Ganges wegen einem Schwingpfluge vorzuziehen. Der Raſen wird zwei und einen halben Zoll ſtark, und ſieben, acht bis neun Zoll breit abgeſchält. Bei feuchter Witterung, wo man gewöhnlich im Monat November dieſe Operation unternimmt, und in einem von Steinen ziemlich freien Boden wird der Raſen in SÜUSSSEATE GSA RT EI EEN SENE HEER EN UI Fleinen Stücken von vier bis fünf Quadratzoll abge ſchält. Man gebraucht dazu einen Raſenrißer, wie er Tafel V. Figur 3 und 4 im Plan und. Aufriß abgebil« Det iſt.| A iſt ein höizerner Mittelbalken, an deſſen einem Ende der Zug B, am andern aber die Sterze C ange- bracht ſind, D ſind die hölzernen Seitenbalken, welche mit« tels eines Scharniers bei E am Mittelbalken befeſtiget ſind,: PF iſt ein eiſerner Bügel, welcher dazu dient, die Seitenbalken mit Hülfe zweier durch die Löcher des Bü- gels geſteten Bolzen in gehöriger Entfernung von ein«- ander zu halten. Dies Inſtrument, welches von einem ſchwachen Pferde gezogen werden kann, wivd, wie die Abbil- dung deutlich zeugt, mit vorwärts gefrümmten Meſſern verſehen, und dient dann, mit Steinen beſchwert, eine Wieſe, von der man den Raſen abſchälen will, in bes liebigen Diſtanzen und Tiefen transverſal. zu durc»« ſchneiden.*): *) Wenn man an Statt der eiſernen Klingen gewbhns liche eiſerne Zinken einſeßt; ſo wird dieſer Raſenrißer (Scarifieator) in eine Egge verwandelt, mit welcher man die Unkräuter zwiſchen den Kartoffelreihen und „andern in Reihen gebaueten Gewächſen vernichten kann, VB. | | | | nude (ob Gichn heiden Ouſte ſchneid nr I wie ma gebraß beicſ der 9 den Y Chne fönne ſtellt auf di derlich Dieſe ſendſtet fn€ in(ech Phy (nen m Vout abge wie er gebil. inem Inges mils tiget die Bü- ein: chen bile ſern , ne in be dure ewöhns ſenrißet welche M nicht HY, 50 m Ein anderes Inſtrument zu demſelben Zwe wurde im Jahr 48241 von dem Farmer Joſeph 2obb und dem Kaufmann William Thomas zu. Sithney, Grafſchaft Cornwall erfunden, worauf beide unter dem 4ten May 4824 patentirt ſind. Dies Inſtrument beſteht aus einem cylindriſchen Durch« ſchneider oder einer Menge Schneideräder, die auf ei« ner Axe befeſtiget ſind, welche unter einem Fuhrwerk, wie man auf Tafel V. Figur 5 und 6 ſehen kann, ans gebracht iſt, A iſt die Axe der Räder, an welche eine Gabel« deichſel zum Anſpannen des Pferdes befeſtiget iſt. Mit der Are ſind zwei gerade Träger BB verbunden, um den Baum oder die Ape D D zu tragen, worauf die Schneideräder CCC geſtellt ſind. Die Träger BB können vermöge ihrer Schrauben hoch oder niedrig ge- ſtellt werden, ſo daß man die Schneideräder, indem auf die Ape A ein Gewicht gelegt wird, mit der erfor« derlichen Tiefe in den Boden eindringen laſſen kann. Dieſe Schneideeiſen C werden von Metall, am paſs ſendſten aus Gußeiſen, gemacht und mit ſcharf geſchlifs fenen Schneiden verſehen. Durch ihr Centrum geht ein 2oc<, wie Figur 7 zeigt, mit Seitenerhöhungen, Figur 8. Zwiſchen den Schneiderädern kann man einen oder mehrere Streichringe von der erforderlichen Die anbringen, ſo daß ſie in believiger Entfernung von -= 00== einander geſtellt werden können, um den Boden in je- dem Grad der Feinheit zu durchſchneiden, Auf ähnliche;Weiſe können auch, an Statt der cir» Felrunden, Schneideräder, Meſſer von verſchiedener Form, wie dieFiguren E, F, G, zeigen, paſſend gebraucht werden. Uebrigens kann man dies Inſtrument an jeder Art von Wagen oder Geſtelle mit Rädern befeſti- gen; es thut auch bei verſchiedenen andern Gelegenhei- ten, als beim Aufreißen alten Weidelandes u. ſ. w., gute Dienſte. Nachdem der Raſen mit einem der beiden vorſte- hend beſchriebenen Juſtrumente in kleine Quadrate von vier bis fünf Zoll durc<ſchnitten iſt, ſchreitet man zum Abſchälen dieſer Raſenſtücke und bedient ſich dazu des auf Tafel V. Figur 9 und 40 abgebildeten Cultiva- tors mit flachen und ſchneidenden Eiſen. Figur'9 und 16 zeigen den Plan und Aufriß des Inſtruments, welches auf drei Rädern ruhet und ſo eingerichtet iſt, daß es von Einem JE gezogen werden kann. A iſt der Baum des Cultivators, welches vorn mit einer eifernen Vorrichtung zum Anſpannen verſe? hen iſt. BD iſt ein Querſtück, von Holz, welcher perpen- dicular mit dem Baum A zuſammengefügt iſt: Langs dieſem DOuerſtü ſind die Haen befeſtiget. CO ſind die Handhaben(Sterze) des-Cultivators, gn fel wird y Nähr dem d dn, ven, ſhon oder! oder n ſen at in Xe | dem€ fleinen ſOwere Chipp Gee ee en EISEN eee eee eee Ene iE 61 Ee in je:; E find eiſerne auf eiſernen Axſpillen laufende Räder, ie er cit VP iſt ein eiſernes Rad, welches vas Ende des edener Baumes A in die Höhe ünd in der Zuglinie erhält. raucht G eifige, flache und ſcharfe Eiſen.| NAM 0" H Scraubenbänder, durch welche jedes Eiſen feſt, an ſeinem Stiel gegen das Querſtik B D gehalten enhels wird und welche das Erhöhen und Erniedrigen, das ſw, Mähern und Entfernen der Eiſen untereinander, je nach« dem das Eine oder das Andere nothwendig iſt, geſtatten. vorſie: 1 Seche oder Meſſer, die man bisweilen zwiſchen te von- den Haen anbringt, um den Boden zu durchſchnei- 11 zum ven, wie beim Abſchälen des Raſens, wenn er nicht zu des ſchon vorher durchſchnitten iſt. tiva- Da man die Eiſen an dieſem Inſtrument mehr oder weniger weit von einander entfernt und höher iß des oder niedriger ſtellen kann; ſo eignet es ſich noch zu vie« und ſ len andern Anwendungen, z. B. zur Bearbeitung der 0ez0gen in Reihen erbqueten Pflanzen u. ſ. w. Mit dieſem Jnſtrument kann man den vorher mit 8 voll dem Scariſicator durchſchnittenen Raſen ſchr leicht in 1 verſs kleinen Stüen abſchälen. Dieſe kleinen Stücke er- ſchweren zwar das Aufladen etwas, welches hier mit perpttv Schippen geſchehen muß, während. der mit dem ge- fangs*- wöhnlichen Pflug abgeſchälte Raſen in großen Strei« ; fen mit Gabeln und ſelbſt mit den Händen aufgeladen (wa werden faänn, wenn er nämlich Confiſtenz genug hat z EE<< GI RI * 4:.H< PRE: 73 EIER dahingegen hat man aber nicht nöthig, ſie, wie den Tetßtern, beim Legen(Verpflanzen) noch zu zerſchneiden. Die Radfelgen der einſpännigen Karren, welche zum Transport des Raſens gebraucht werden, müſſen breit ſeyn, damit ſie in dem zu bepflanzenden Boden Feine tiefe Geleiſe maßen. Wenn der Raſen mit ſolchen Karren an Ort und Stelle gebracht iſt; fo wird er abgeladen und in gerader Linie, wie der Miſt, in Haufen geſchlagen, welche ſo weit von einander enk» fernt werden, daß der Raſen beim Verpflanzen von einem Haufen zum andern reicht, Gewöhnlich werden auf Einem engliſchen Aer funfzig einſpännige Karren voll Raſen gebraucht, Bevor der Raſen gelegt wird, zieht man in per- pendicularen Richtungen eine breite Harfe, mit ſtar- ' fen eiſernen rückwärts ſtehenden Zähnen, die ſechs, ieben oder acht Zoll, jenachdem der Raſen breit iſt „ J] r - von einander entfernt ſind, über das Land. Dieſe Operation bezeichnet nicht blos die Stellen, wo der Raſen hingelegt werden ſoll, ſie ebnet auch das Land und vernichtet die Gleiſe, welche von den Karrenrädern gemacht wurden,; Wenn alles ſo vorgerichtet iſt, ſo.wird jedes Ra- ſenſtü von Weibern oder Kindern auf die Stelle ges» legt, wo ſich die mit der Harke gezogenen Linien durch- Freuzen, und hierauf mit den Füßen feſt getreten. Die "Lage des Raſens iſt in der vorliegenden Abbildung wie den hneiden, welche müſſen Boden en mit ſo wird iſt, in er ent en von werden Karren in pet» it ſtat- ſechs, eit iſt, Dieſe wo der as 2and nradery es Ra: elle 96 1 durch: m Die bildung een enen=<<=<= ns nien= =. 03 Geis durch ſchwarze Quadrate vorgeſtellt, ſo daß ſie von jedem Leſer leicht eingeſehen werden fann, Y % Das Legen und Andrücken der Raſenſtü>ke muß män mit Fleiß und Sorgfalt verrichten, damit die Wurzeln gehörig mit Erde bede>t werden und nicht von der Veränderlichkeit des Wetters leiden, Wenn man die Größe der Raſenſtücke zu drei Quadratzoll und die Entfernung der Harfenzähne von einander zu acht Zoll annimmt; ſo iſt der abgeſchälte Raſen von Einem Acer Wieſe oder Weide zur Be- pflanzung von ſieben bis acht A>ern hinlänglich. In den meiſten Verhältniſſen iſt dies die zwe>- mäßigſte Eintheilung; doch verurſachen kleine Abwei- dt bleibenden Zwi- ſchenräume beträchtlicher ſind, ſo werden M nicht ſo ſchnell mit Gras überzogen. Das angegebene Verfahren zum„Abſchälen des Raſens iſt nur in den Fällen anwendbar, wo man die ganze Wieſe von Raſen entblößen will, um ſie in pflügbares Land zu verwandeln, Will man aber die Wieſe als ſolche erhalten und zu gleicher Zeit verbeſ- ſern, ſo muß das Abſchälen des Raſens nur in Zwi- „ſchenräumen geſchehen, ſo daß Raſen genug ſtehen bleibt, um die entblößten Zwiſchenräume bald bewachſen zu fFönnen, Hier bedient man ſich derſelben Inſtrumente, wie im erſten Fall; nur mit dem Unterſchied, daß die An- zahl der Eiſen um die Hälfte vermindert und die blei- bende Hälfte in gleich weite Abſtände geſtellt wird; dadurch bleibt bei der Anwendung des Jnſtrumentes im Zwiſchenraum zweier Eiſen ein Streifen Raſen un- berührt liegen, Wenn dieſe Anwendung in beiden per- pendicularen Richtungen gemacht worden iſt; ſo ge- winnt die Wieſe, von welcher der Raſen auf dieſe Art genommen wurde, eben“ daſſelbe Anſehen, was ein nach dem erſten Verfahren mit Raſen bepflanztes Feld hat. Nachdem der abgeſchälte Raſen weggeſchafft worden iſt, verbreitet man über die ganze Fläche der alten Wieſe und vorzüglich über die entblößten Stellen, dreißig bis vierzig Fuder Compoſt auf Einen Aker,- Zeigte ſich etwa in ver Grasnarbe ein Mangel an guten Zi 05). 12 he' Grag- oder Kleearten, ſo müßte man den Säamen | der fehlenden Pflanzenart im Anfang des Frühzjah« € Y res darüber ſäen, nachdem vorher gedüngt worden iſt; Me Hierauf überzieht man den Boden mit der eiſernen .; Walze und wiederholt dies Walzen noch einigemal, der die Wenn der Saame ſchon aufgegangen iſt. Der Raſen verbo„wird ſich ſehr bal d ausbreiten und ſchöner, ſo wie Zw dichter werden,„als vorher. Dieſe Operation gez leiht, währt auch noch den Vortheil, daß“ ſie das Moos en zu- auf den Wieſen vernichtet. Eine Wieſe wird auch außerordentlich verbeſſert, ;, wie wenn von ihr nur parallele Streifen von drei Zoll ie An- Breite in einer Richtung weggenommen und mit e blei Compoſt ausgefüllt werden, der mit der Walze eben wird; gedrückt wird: entes Bei Froſt muß män beſonders darnach ſehen; n Uns daß nicht mehr Raſen abgeſchält werde, als man 157.08 unmittelbar verpflanzen will; auch wird im Allges ſo ge meinen friſcher Raſen immer am beſten anwachſen: ſe Art; Wenn bei det Verpflanzung des Raſens der ai Erdboden zu troen öder zu hart iſt, üm ihn mit g Feld den Füßen feſt genug eintreten zu könhen 3 ſo muß ſchofft inan zu dieſemi Zweck ſeins Zuflucht entweder zur ße de Walze odet zur Handtaimme nehmen: tellet) Iſt die Verpflänzung auf die vörgeſchriebens Aer, Art ausgeführt wördei, ſo muß dein Vieh der Zutritt guten zu ihr ſorgfältig verſagt weiden z bis der Pflanzens 5 iii: Ere= 44,5 SEESEN wn nd“. DZ u REA AZG- ien IEP R,. ene 4,8 , än DUG ie Saamen ausgefaſlen iſt, Findet ſich in der Grag» narbe ein zu geringes Verhältniß von weißem oder rothen Klee, ſo wird der Saame dieſer Pflanzen ' erſt Anfangs'May- ausgeſtreuet, damit die jungen Pflänzchen nicht zu ſehr den Nachtfröſten ausgeſeßt werden. Unmittelbar nachher wird das Land, wenn es weder zu trocken noch zu feucht iſt, mehrmals über=, walzt. Durch dieſe Arbeit wird nicht blos das Land geebnet, ſondern es werden auch die Pflanzen aus» gebreitet, ſo daß ſie nicerbaugeſellſchaft in ihrem Programm ein für zehn Heckaren hinreichendes Waſſer- Volumen verlangte: ſo habe ich bei Ausführung meiner Ma- ſchine einen größern Maaßſtaab angenommen und, wie man bald ſehen wird, die mechaniſchen Hülfs- mittel dabei mehr angewendet und verbeſſert, Uebri- gens halte ich dieſe Maſchine, die ich zur Preisbe« werbung aufzuſtellen wagte, für einfach und neuz ſie iſt dauerhaft, fann nach Belieben von einem Orte zum andern geſchafft und leicht von einander, und wieder aufgeſchlagen werden z ſie verlangt wenig Er- bauungs- und Unterhaltungsfaſten 3 alle ihre Theile find frei und unbede>t; ſie erleidet ſehr wenig Rei- bung; ſie wird von einem fließenden Waſſer in Bes wegung geſeßt, ohne beſondern Fall, Dämme, Ver- wallungen, Mauerwerk oder Pflaſter im Flußbette zu erfordern; ihr Product entſpricht ver AIG Waſſerkraft, Die Maſchine iſt ſs eingerichtet, daß f e von tenrad ſtarke n den durd) ' Cine (orgen ' Pra= igliche ramm humen - Ma: 1 Und, Hulfgs Uebri- eisbe« uz; ſie Orte , und 9 Er- Theile Rei- Bes Ver- bette nden vn SEEG HE allen breiten und tiefen, langſamen und reißend ſchnel» lon Strömen ,, bei fallendem und-bei wachſendem Waſ«- ſer bewegt werden kann; ſie hebt das Waſſer, je. nachdem es verlangt wird, von acht bis zu achtzehn Fuß und giebt bei WEED Kraft immer ein gutes Produck. Die erſte dee realiſirte ich, wie ſchon geſagt, durch ein mit Schaufeln und mit Eimern verſehenes - Rad, welches nicht wie die übrigen Räder, vertical. oder horizontal, ſondern ſchräg geſtellt wurde; ſo daß. der niedrigſte Theil deſtelben das Waſſer berührte, von welchem es mit Hülfe der Schaufeln ſeine Impulſion empfing und zu gleicher Zeit ſeine Eimer anfüllte, während die Eimer am höchſten Theile des Rades- ihr Waſſer in ein Gerinne goſſen, Es handelte ſich nun noch darum, die Stellung der Cimer und die Einrichtung der Schaufeln ſo zu vereinigen, daß ſie ſich nicht hinderlich werden konnten, und daß die Schaufeln ſich immer in einer horizontalen Stellung befanden, damit ſie unten“ vollkommen vom Strom, aufgefaßt werden, und oben ungehindert unter dem. Gerinne weggehen konnten, man mochte das Rad ſo ſchräg legen, als man immer wollte: dies habe ich dadurch bewirkt, daß ich jede Schaufel auf einen Bolzen beweglich gemacht habe- Man ſehe nun die Einzelnheiten der Maſchine auf Tafel I. Figur 1, ſo wie ich ſie ausgeführt habe« Dieſer Aufriß iſt EE EE LE nach der Linie F. Z. des Grundriſſes Figur 2 gemacht; die Bezeichnungs- Buchſtaben haben in beiden Figus- ren dieſelbe Bedeutung,« A B iſt ein Geſtelle oder ein Bock, welcher eine Welle C trägt, woran eine Achſe D E feſtſtehend bes feſtiget iſt, deren Ende E aus Eiſen beſteht. Um- dieſe Achſe drehet ſich ſchräg nach dem Horizont ein Rad G U mit ſechszehn Speichen, an welches acht Arme IK angebracht ſind, wovon man in der Zeich- nung nur zweie ſieht, Jeder der genannten Arme trägt an Einem ſeie ner äußern Enden einen Eimer N und eine Scaufel L, deren Stiel ſich auf einen Bolzen M bewegt, Der Eimer ſchöpft im Fluſſe O und gießt ſein Waſſer in ein Gerinne P quf dem höchſten Punct ſeiner Erhebung, wo das Gerinne einen Widerſtandspunct qusmacht, welcher den Eimer zum Ausgießen zwingt. Cs fanden ſich mehre Schwierigkeiten, welche es nicht geſtatten wollten, dieſe durch Auseinander- - nehmen transportable Maſchine an allen Stellen gangbar aufzuſchlagen, 4) Die größere oder geringere Erhöhung des Ufers über dem Niveau des Stromes, welches Ni- veau dur< das Wachſen und Fallen des Waſſers ebenfalls veränderlih ii 2) Die größere oder geringere Höhe, bis zu welcher man das Waſſer erheben will. a"3 vz» 3) Der etwas mehr oder etwas weniger ente fernte Abſtand, in welchem man die Schaufel anbrin- gen und den Cimer ſchöpfen laſſen kann. Dieſe Schwierigkeiten habe jh quf folgende Art gelöſet; Zunächſt iſt der Bo> bis bei d ausgeſchnitten, ſo daß man den Wellbaum€ durch Unterlagen von zwei bis drei Zoll Stärke, die man über einander legt, erhöhen oder erniedrigen kann, wodurch das ganze Syſtem vertical erhöhet oder erniedriget wird, Zweitens macht man die Neigung des Rades mehr ader weniger ſchräg gegen den Horizont, in- dem man den Wellbaum C durch den Schwengel mit doppeltem Hebel QRS drehet. Q iſt ein He- bel der erſten Gattung, welcher ſeinen Unterſaß in drei Vierteln ſeiner Länge hat und bis unter das Ende eines anderen Hebels R der zweiten Gattung reicht, Dieſer leßtere Hebel trägt ein gezahntes Ei- ſen 8, welches unter der Achſe D angebracht iſt, wo es auf einem Bolzen beweglich iſt und als Strebepfeiler dient, Der genannte Schwängel giebt ein ſehr bes quemes Mittel, die Schrägheit des Rades zu regeln, u Ein einziger Menſch reicht hin, das Rad, wenn man es in Bewegung ſeßen will, in's Waſſer zu brin» gen, und es, indem es horizontal aus dem EDU gehoben wird, anzuhalten. Drittens laſſen ſich die Arme I K unter die ei- SOSE ef Spe. EE* ldd ſernen Bügel g g ſchieben, ſo daß ſte ungefähr um drei Fuß verlängert oder verfürzt werden können, Durch vereinigte Anwendung dieſer beiden Mit- . fel(die mehr oder weniger ſchiefe Stellung des Rades und die Berlängerung oder Verkürzung der Arme) ſchöpft man., das Waſſer,- gießt“es in eine größere oder kleinere Entfernung vom Centrum: und hebe es zu der paſſenden Höhe empor. Endlich. befindet ſich an einem Pfahle T ein Schieber XY, welcher vertical aufe und abgeſchoben werden Fann. An dieſem Schieber ruhet das Gerinne P auf. einem daran befeſtigten Träger, ſo daß es der Stellung des Rades angepaßt und durch den Schieber hoch oder niedrig«geſtellt-werden kann. Die Figur 4 zeigt die Vorderſeite des /Pfahls und das Profil des Gerinnes, mit dem Strome parallel: man bemerke Dabei die faſt dreie>ige und abgeplattete Form des Gerinnes P3 a iſt das obere Ende des Gerinnes, wels erbau- Geſellſchaft des Tonnerres Departement in einer Minute Eine und eine halbe Umdrehung, giebt zwölf Eimer Waſſer, jeden Eimer zu fünf und zwanzig Litres, und folglich in einer Mi- nute drei Hectolitres bei einer Erhebung von elf Fußz dies Product kann aber mehr oder weniger beträchtlich ſeyn, indem es ſich nach der Geſchwindigkeit und nach der Waſſer- Quantität des Stromes, nach der größern oder geringern Oberfläche der Schaufeln und nach der Höhe, von acht bis zu achtzehn Fuß, bis zu welcher man das Waſſer erheben laſſen will, richtet. I< glaubte, daß dies hydrauliſche Rad ſehr verbeſſert werden könnte. Jc< machte daher den Ver- ſuch die Eimer wegzulaſſen, und ſie durch fleine Tröge vder durch Röhren Q,(Tafel 1. Figur 3) zu erſeßen, die der Lange nach etwas ſchräg auf die Schaufeln befeſtiget wurden. An dem äußern,"verſchloſſenen Ende einer ſol hat, mehrere weſentliche Theile ver Maſchine noch mehr zu vereinfachent es iſt daher dies Muſter von der auf Tafel 1, abgebildeten Maſchine in verſchie- denen Puncten abweichend, 4) Sieht man hier, an Statt dex Eimer, Roh- ren, die an den Umfang d d d Figur 4 und 2 befe- ſtiget'ſind; es wird dadurch jeder Stoß und jede Rei- bung vermieden, welche die Eimer am Gerinne er- leiden, Dieſe Röhren d d d, zwei und dreißig an der Zahl, ſind ſtufenweis Figur 4 befeſtiget, ſo daß ſie ſich unter einander nicht hindern können, ſich nach und nach im Strome anfüllen und, wenn ſie zum höchſten Punct ihrer Steigung gelangt ſind, 'erinne beim tät zu fnung n der vedeft Baſſer jinab« n Eis 4 Aus mme ebildet, (haſt Zw e neh ter von erſchie- „ Noh- ) befe- e Net- ine ers ig an ſo daß ſch un ſe x ſind) .... 70 zm „durch die bloße- Bewegung des Rades ausgießen. Sie- haben zuſammengenommen denſelben Inhalt, wie die Cimer; ſie ſteigen ganz voll„ohne ihr Waſſer zu vera ſchütten und laſſen es in das Gerinne P Figur 2 fließen, Solche„mit Hülfe bleinet SU BB over 8 Querleiſten AAA Figur 1 befeſtigte,"Röhren können, wie ſchon geſagt worden iſt, von gepichter oder'uns durchdringlicher Leinwand von Hanf Gewebe, vort mit Pech überzogenen Weiden, von Erlenholz, von Weißeiſenblech, von Kupfer, von. Zink u. ſ w. ges macht werden; doh iſt ihre Herſtellung von Metall weit koſtſpieliger. 2) Das Speichen- Rad GU Tafel 4.-iſt hier unzwecmäßig z' es fällt alſo hier weg, wodurch die Koſten vermindert werden und die"Maſchine leichter wird, Man erſeßt dies Rad durch ein Stück Holz E U Tafel Ik Figur 2, der Untertheil E dieſes Stückes ift ſtärfer und in Form einer Nabe durchböhrt, ſo daß die A<ſe D hindurch gehen famrz die acht Arme IK ſind an die Nabe E durch eiſerne Haken befeſtiget; die in einen mit acht. Löchern' A een eiſernen Naben= Ring greifen.| 3) Die, Zugbänder VV gd| hier länger, weil die Spindel U größer iſt und die Arme IK mehr nach ihrem äußern; Ende hin durchbohrt ſiadz ver Bau erhält auf dieſe Art mehr Feſtigkeit, 4) Die Schaufeln L ſind hier vor die Arme befeſtiget, an Statt daß ſie ſich früher, wegen der Stel- lung der Eimer, hinter denſelben befanden 3; durch dieſe neue Einrichtung lehnet ſich jede Schaufel, wenn ſie im Waſſer iſt, an das äußere Ende ihres Armes und theilet dieſem mehr Kraft mit. Ueberdem hat man einen Reifen N hinzugefügt, welcher an die Schaufel 1 angenagelt iſt, Dieſer Reifen verhindert durch ſeine Reibung am Arme IK, daß ſich die Schaufel in die Quere drehet, und erhalt ſie, bei dem beſtändigen Schwanken, dem ſie wegen ihrer Bewegs- lichfeit auf einem Bolzen ansgeſeßt iſt, gerade, Uebrigens iſt hier eben daſſelbe Geſtelle, daſſelbe Gerinne, die nämliche Art, das Rad in Bewegung zu ſeßen oder anzuhalten, wie bei der Maſchine auf Tafel I:; nur muß man zuvörderſt das Gerinne, ins dem man es auf ſeine Träger hinſchiebt; an den Pfahl zurü ziehenz dahingegen kann das Getinne der Mä ſchine Tafel I. an ſeiner Stelle bleiben. Wenn dies beim Erhöhen oder beim Erniedrigen des Rades weder voti den Armen noch von den Eimern getroffen werden ſollz ſo iſt nur nödthig, daß es ſich genau im Zwiſchenraum zweiet Arme befindet: dies erfordert, wenn man die Maſchine anhält oder in's Waſſer läßt, einige Aufs merkſamfeis Eine nach dieſen verſchiedenen Eintichtüngen düfa geſtellte'und zum Gebrauch bereite Maſchine kaanz Arme ' Stel: durch Jaufel, ihres erden an die indert h die 4 dem eweg: aſſelbt vegung ne auf ve; ii „Piel er MG es heim der von en ſoll) ntaum an de e Aufs en auf » fan) 'nach dex am Ende dieſes Schrift befindlichen Bea rechnung, ohngefähr zwei hundert und funfzig bis drei hundert Franken koſten, 'Zum Unterhalt der Maſchine iſt blos Shins für die Achſe nöthig. Man macht ſie ſehr billig von zwei Dritteln Schweine- Schmalz und einem Drit«- - tel Waſſerblei, indem man beide Ingredienzen über einem kleinen Feuer vermiſcht, oder man bedient ſich der Wagenſchmiere, Es muß auch einiges wieder hergeſtellt werden, was ſich abnußtz; was Ganze bes läuft ſich höchſtens auf funfzehn Franken, Es würde ſehr gut ſeyn, wenn man die Eimer, das Gerinne und die Röhren mit einem bitumind«a| ſen Maſtiy überzöge, Anordnung des Landes, der Zuleitungs- und der Wäſſerungs- Gräben, Faſt Alle, welche über die Bewäſſerung geſchriea "ben haben, fangen damit an, zu zeigen, wie notha wendig es ſey, den Erdboden zu nivelliren, Man muß ſuchen, ſagt J. Bertrand, das Fand zu ebenen, abhängig zu machen, ſeine Vertiefungen auszufüllen und die Anhöa hen abzutragen. Wrigt reder von in Fela dern und Furchen abgepflügten Ländereien, 6 | | - iD ; 4 SN IRE 3, Em Igea als hätten ſie die zur Bewäſſerung ge» eignetſte Geſtalt, weil ſie es erlaubet, das Waſſer in einen kleinen, auf der Höhe einer Böſchung angelegten Graben zu lei ten und von da aus in die Furche flie- ßen zu laſſen. Wenn dieſe Operationen für die Bewäſſerung der Wieſen unumgänglich nothwendig wären; ſo wür- ven wenige Landwirthe geneigt ſein, ihren Wieſen dieſe Wohlthat wiederfahren zu laßen. Haben wir nicht eine Menge Wieſen, die von Vertiefungen durchſchnitten. ſind? wieviel Ungleichheiten finden da Statt? Wollte man hier alle Erhöhungen abtragen, um. die Vertiefungen damit auszufüllen, ſo bliebe vielleicht kaum eine Stelle übrig, die man nicht bes- rühren müßte. Man würde ſonach die Grasnarbe einer ſolchen Wieſe faſt gänzlich zerſtören und von würde nicht„nur bedeutende Koſten verurſachen, ſon- dern es würde auch einige Jahre hindurch vor der „Bildung einer neuen, vollkommenen Grasnarbe im Heugewinn nicht unbedeutende Verluſte nach ſich zies hen« - Schglaube, daß im Allgemeinen ſo viele Koſten nicht erfoderlich ſind» Wenn man betrachtet, daß faſt“ alle an Flüſſen gelegene Wieſen einen Hang nachdem Waſſer hin, als nach dem niedrigſten Punet Neuem beſaen müſſen- Dies Verfahren | 92. bet, öhe [ei« ier rung wüt- leſen 1 wit ungen en da ragen) bliebe ht bes narbe un fahren [ev or der he im ) jivs ſieht deß Hanz pu fr 1 EE 0502 des Thakes, und noch einen andern, allgemeiten Hang nach der Richtung des Stromes hin haben, vhne dabei die Unebenheiten des Landes zu beachten, welche bisweilen einen Gegenhang bilden: ſo muß iman vorzugsweiſe die allgemeine Neigung des Landes, nach dem Lauf des Waſſers hin, berückſichtigen z daun wird es leiht, durch das Nivelliren den Culminas tions- Punct eines zu bewäſſernden Landes zu beſtim« men« Dieſer Punct findet ſich faſt immer oben, in einer perpendicularen Linie mit dem Fluſſe, gegen den Strom zu, A Tafel Il Figur 3: dahin muß man alſo das Waſſer in ZU Behälter oder Haupts graben leiten. I< will damit keineswegs den großen Vortheil eines allgemeinen und wohlfeilen Nivellirens auf els nem gegebenen Abhang verneinenz es giebt aber ſehr wenige Ländereien, welche ohne zu großen Ko» ſten- Aufwand geebnet werden können, Das einzige Mittel, dieſen Zweck faſt ohne Arbeit, aber nut nach und nach zu erreichen, beſteht im Anſchwemmen; oder darin, daß man mit Hülfe öfterer, künſtlicher Ueberſchemmungen in die Vertiefungen der Wieſe Erda reich oder Schlamm abſeßen läßt, Weiter unten ſoll mehr davon geſagt werden. Faſt alle Autoren führen zur gerchpilutig des Waſſers eine Menge Canäle an unter den Benens« nungen von Hauptzuleitungs-, Nebenleitungs-, Wäſs 2.08.22 ſerungs-, Einlaſſungs-, Abwäſſerungs- Canälen U. ſ+ w-. ohne noch von einzelnen Abwäſſerungs- oder Abzugegräben u, ſ, w. zu reden, Nach den Begriffen, die ich von einer Bewäſ« ſerung habe, ſcheint mir dies Problem weit einfacher mit geringerer Arbeit und mit wenigeren Koſten ges - löſet werden zu können. Ein vom Culminationspunct oder vom Behälter ausgehender und gefrümmt nach dem allgemeinen Hang des Bodens durch die höchſten Puncte gezo- gener Hauptgraben Bz hierauf zur Linken und zur Rechten des Hauptgrabens kleine Wäſſerungsgräben C; endlich ein Graben D, welcher das Wieſenſtück umgiebt und ihm als Einfaſſung und zu gleicher Zeit als Abzugs» Canal dient: dies iſt Alles, was auf eine genaue Weiſe nöthig iſt, und was ich zu mei» ner Zufriedenheit angewendet habe. Es iſt war, es finden ſich oft Schwierigkeiten in der Ausführung, wie z- B. wenn das zu bewäſ« ſernde Land zwei geneigte Flächen darböte; ſo müßte man das zur Bewäſſerung beſtimmte Waſſer bis zum oberſten Theil E leiten und da mittels zweier Haupt» gräben B b auf die beiden Flächen ſchräg hinfließen laſſen 3 bisweilen ſieht man ſich veranlaßt, wenn z. B. auf dem allgemeinen Hange zwei Rücken zu verfol« gen ſind, die Hauptrinne, wie bei F, in zwei Arms zu heilen, mälen «oder etwäſe facher en ges hälter einen (e30s nd zur graben ſenſtüc> er Zeit as auf 4 meh (gfeiten ) müßte is zum Haupt» fließen 04. Ds vetfob | Ant MUN un Dieſe Hauptrinne iſt nur Einen Fuß breit und vier Zoll tief, dabei mit dem erforderlichen Fall ver» ſehen; je mehr ſie ſich verlängert, je mehr verengt ſie ſich, weil das Waſſer während ſeines Laufes ein- geſogen wird, Die Sohle der Rinne iſt feſt geſchla« gen oder feſt getreten, welches von Zeit zu Zeit er» neuert werven muß, wenn man beſonders wahr« nimmt, daß das Erdreich von Mautwürfen aufge wühlt iſtz endlich“ verſtopft man dieſe Rinne mit Raſen an den Stellen, wo man das Waſſer aufhal« ten wilt, um es allmälich durch die kleinen Nebey- rinnen abfließen zu laſſen,. Dieſe ſogenannten Wäſſerungsrinnen können, wenn man will, mit einem Pflugeiſen nur Einen oder Einen und einen halben Zoll tief gezogen wer» den; es iſt ſchon hinlänglich, wenn nur der Raſen weggenommen wird: ſie erſtrefen ſich abwechſelnd linfs und rechts von der Hauptrinne und ſind von drei: ßig bis funſzig' Fuß mehr oder weniger von einan- der entfernt, je nachdem es die Geſtaltung der Ober» fläche des Landes und die Dichtigkeit des Erdbodens verlangt» Wenn das Land flach iſt; ſo bilden ſie mit der Hauptrinne einen rechten Winkel; hat es aber einen Hang, ſo bilden ſie einen mehr oder wes niger ſpißigen Winkel, um dem Waſſer ſo wenig Geſchwindigkeit zu geben, als möglich iſt, Dieſe Wäſſerungsrinnen, die auf einex Toiſe faſt nur zwei bis drei Linien Neigung haben ,' find am äußerſten Ende verſtopft, um das Waſſer zum Austreten zu zwingen; und der Ueberfluß läuft in den Abzugesgraben, Da das Land nach der Richtung des atio nicht allenthalben eben iſt und man beim Abzeich- nen der Wäſſerungsrinnen ſowohl auf kleine Vertie- fungen, als auch auf fleine Anhöhen kommt; ſo muß man in Vertiefungen die Fortſeßung der Rinnen, an Statt den Raſen aufzuheben, von beiden Seiten mit Erdreich bilden oder einfaſſen, während man hingegen dieſe Rinnen vertieft, wenn ſie durch kleine Anhöhen gehen ſollen, Uebrigens iſt es auch gue, wenn man alle Jahre neue Wäſſerungsrinnen ziehtz die Arbeit iſt nicht langwierig„. man erneuert ſie zwiſchen den alten Rinz2 nen, die man mit dem qus den neuen genommenen Raſen wieder ausfüllt, Was den Einfaſſungsgraben anbelangt, welcher zu gleicher Zeit als Abzugsgraben dient, ſo giebt man ihm wenigſtens vier Fuß Mündung und zwei Fuß Tief?(die durch das Geſe vom 6. October 4791 vorgeſchriebenen Maaße), Der Aufwurf des Grabens, welcher auf das Stück ſelbſt am ganzen Umfang deſſelben gemacht iſt, dient, das Waſſer dex Bewäſſerung auf der Wieſe zurück zu halten, bis man es, niittels der Entwäſſerungsrinnen G; welche -- 87= , ſind mit Raſen oder mit kleinen Schußbrettern verſchfoſſein ' zum ſind, in den Graben ablaufen laſſen will. Ein ſol- ift in- Jm Departement Haute- Vienne gebraucht man zum Ab- Jahn ſchneiden des Raſens ein Wieſenmeſſer, in Gc t nid ſtalt einer Axt, mit einer achtzehn Zoll langen, ge- n Nine raden, an den beiden äußerſten Enden leicht gekrümmten. amen Schneide; hierauf hebt man den Raſen mit einer Hacke auf, deren Eiſen dieſelbe Länge und ohngefahr fünf Zoll Breite hat. Bertrand giebt in ſeinem ' | ſhon ängeführten Tractat ein großes Meſſer» d zwe Eiſen an, welches zwei Dillen hakt, in )ctober die zwei Stangeu geſtielt werden: ein rf des Menſs zieht ander vorderſten Stange und ganzen ein anderer ſchiebt an der hinterſten. So ſer det ſchneidet man den Raſen ab, der hernach mit einem n; bis Spaten abgelöſet wird. William Tatham ſpricht von einem Armpflug, deſſen Eiſen die Geſtalt eines." wel Spatens oder elner Pieke mit Flügeln hat, die ge eignet ſind, einen ziemlich breiten Raſenſtreifen weg- zunehmen, Dies Inſtrument, ſagt er, iſt an einem langen Stiel befeſtigt, welcher einen transverſalen Griff und ein Stüc hat, das ein' Arbeiter ſich ge- gen die Bruſt legt, um das ganze Inſtrument vor« wärts zu ſchieben. Um die culminirenden Puncte auszumitteln, durch welche man die Rinnen leiten muß, und um dieſen Rinnen hernach den nöthigen Fall zu geben, bedient man ſich einer gewöhnlichen Waſſer- oder Seß- Wage, Coſta hat einen hölzernen ſechs Fuß hohen Zirkel erfunden, deſſen beide Schenkel auf einem horizonta- len Sineafe ſtehen. Vom Gewinde des Zirkels oder von der Spiße des Winkels hängt eine Blei- ſchnur herab, welche das Niveau anzeigt, wenn die Schnur in die Mitte eines kleinen, dem Lineal paral» lelen, Querſtückes ſchlägt. Dies Querſtü> hat vom Mittelpunct aus links und rechts Eintheilungen, welche dazu dienen, mittels der Bleiſchnur die ver» ſchiedenen Neigungen zu bezeichnen, welc- en, würden fünf Millionen ſieben Mal hun- dert und ſec vertr beg Jinf bei (m zy | fang: (teten) Cha 1, die tauſend t Rehe auf die orda, ndes, daß halbe , oder hinzu, n Nte- es ſind mpeg ange: dlichen Um (l hoch | hun- ſiebens oll auf et und ſey aß an (terung 4 Ir | wel Ferner giebt es auch noch beſondere Vorſchrif« ten zu beobachten. Man ſoll lieber des Nachts, als hei Sonnenſchein, ferner des Abends und des Morgens, vor und nach dem Thau wäſſernz die Be- wäſſerung bei Nord- und Nordweſt» Wind auf- ſchieben z die Wäſſer lieber des Abends als des Morgens wechſeln; ſie vor dem Froſt ablaſſen oder erſt bei eintretendem Thauwetter wechſeln, denn der Froſt ſchadet dem aufgeweichten Bodenz die Bewäſ«- ſerung einſtellen, wenn die Pflanzen in die Blüche freten u. ſ. ws Wenn der Boden leicht oder ſandig iſt; ſo zieht er das„ihm gegebene Waſſer an ſich; iſt er aber thonig, ſo muß man die Bewäſſerung zur rech- v » ten Zeit anzuhalten verſtehn, elandite jam rivos; ſonſt bleibt das Waſſer auf der Oberfläche ſumpfar- tig ſtehn und vertreibt nicht nur die beſſert“ Gräſer, welche ſich mit einer überflüſſigen Feuchtigkeit nicht vertragen, ſondern, was noch weit ſchlimmer iſt, es begünſtigt auch die Vegetation der Waſſerpflanzen, der Binſen, des Rohrs und der breitblättrigen Gräſer z bei warmer Witterung fängt ſolches Waſſer ſogar „an zu faulen, und da, wo die Fäulniß an- fängt, iſt der Tod der Vegetation: die ein- tretende, Fäulniß bemerft man, wenn das Waſſer Schaum oder Blaſen bildet, und wenn man Tre- mellen darin wachſen ſieht, Ueberhaupt darf man 2 pr. SGG FZZ GERE<< ZUE ET Dd A AN=== MRUDE ESSE€ zr EEN>>; Due eid mam eit: erge EE Grimme' "<=. 400.:= aber dieſen Augenbli> nicht erſt abwarten, um das. Waſſer mittels des Abzugs- Kanals abzulaſſen. I< habe ſchon geſagt, daß bei der Bewäſſe- rung die Verſchiedenheit der Climaten ebenfalls beach- fet werden müſſe, In der That hat auch jede Ge- gend ihre eigene VWerfahrungsart, die ihrer gewöhn- lichen Temperatur angepaßt und deshalb für ſie die beſte iſt, Zn Nord- Amerika, Provinz Connec- ticut, läßt man das Waſſer, ſo lange der Frühling warm iſt, nur vier und zwanzig Stunden auf die Wieſen; dann wird es wieder ab- und nach Verlauf einiger Tage wieder darauf gelaſſen, und ſo fährt man bis zum Mähen fort; hierauf verfährt man auf dieſelbe Weiſe für die Grummet- Ernte und zuleßt für die Herbſt-Graſung. In Penſylvanien läßt man das Waſ-. Fer: in der Mitte des April auf die Wie- 'fſen und nach zwei Monaten wieder ab laufen; in einigen Tagen iſt das Land tro>en genug, um das Abmähen des dar- auf ſtehenden Graſes zu geſtatten. Gleich danac< wird das Waſſer wieder drei bis vier Wochen lang wieder darauf gelaſſen, um den zweiten Schnitt zu bewäſſern. Nach dieſem läßt man das Waſſer von = 1091.-= um das Neuem laufen, um noc eine gute Weide en zu erhalten, Dewäſſe In England, namentlich in Muto ELLE 8 bea: ſhire, verbreitet man im Monat Novem- de Oe ber ein ſ pratum mar- RR R R I I SII EIIIE Some went = es - DE ker benußt; 4. Man leſe hiervon die, Abhandlung von Stanislas | x GF Z= GS SE Tu Kubi; RR nnr emma ET aman wagt 554 ELER NEE 5 De Belleval(Annales d'Agricultures;, Juny 48214): man erhält davon, ſo ſagt er, bewuns vernswürdige Erfolge auf pflugbaren Ländereien, Lus zernefeldern und Wieſen, während man zu gleicher Zeit durch jährliche Verbreitung dieſes Schlammes eine neue Pflanzenerdſchicht bildet. Mit dieſem leß» tern Vortheil werde ich mich vorzüglich und um ſo mehr beſchäftigen, da er nach der engliſchen Methode auch zur Ausfüllung der Vertiefungen und zum alls mäligen] Niveliren eines Landes dient, während es zu gleicher Zeit fruchtbar gemacht wird; », Das Fluthwaſſer, welches in der Treut, 7+» O uze im Dun und in andern Flüſſen heraufſteigt, z» iſt bis zum Uebermaaß ſchlammig, ſo daß, wenn +. 447. 0 t hat,„„ man. im Sommer ein cylindriſches zwölf: bis funfa ſeht„zehn Zoll langes Glas damit anfüllt, es ſogleich. vecfen;„- einen Zoll hoch und bisweilen noh mehr Schlamm. uetiv;„„ abſekt,“' e den Die Beſchaffenheit des zu ſchwemmenden Boa V,(ts; dens iſt gleichgültig: eine Vertiefung, ein Thon- liegen Sand- oder jeder andere Boden kann durch das Schwemmen verbeſſert werdenz denn im Laufe nüßs eines Sommers erhöhet der Schlamm den Boden, , wels von ſechs bis auf ſechszehn Zoll, und in Vertiefungen geführt oder tiefen Gründen von zwei bis zu vier Fuß, ſo. benußt, daß: das ganze Stü Landes ſehr bald wagerecht. mi8las wird,(William Tatham,) res) Man ſieht alſo, daß ſich ein Land ſehr leicht eu ebenen läßt, wenn magn nach Gewittern das ſchlam- 1, Us mige Flußwaſſer darauf leitetz und da die Menge.* eicher des in dieſem Waſſer ſchwebenden Niederſchlags durch| ammis die Höhe der Waſſerſäule bedingt iſt; ſo werden ſich| 1 leßs die tiefſien Höhlungen eben ſo bald ausfüllen, als| um ſo die andern, Die dicken Wäſſer, welche immer durch|| ethode die Vermiſchung der nach Gewittern entſtehenden| vall Fluthen mit CErdtheilen verurſacht werden, ſind in| des manchen Jahren häufig genug, ſo daß man hofſen y 3 darf. ein an einem ſchlammigen Fluß gelegenes Stüc tand ſehr bald ebenen zu können. Man muß das veut; teigh Waſſer nur zeitig genug durch kleine Gräben in diz !| ieße(90 op€ 8p- went Vertiefungen fließen laſſen und herna<-auf den evs 4 GER, SSER bg nn= en 8-< am zune ENER Ä ENE... 5 ER IE EEE -- 418= - folgten Niederſchlag, ſeiner fruchtbaren Beſchaffen- beit angemeſſene Grasarten, wie das franzöſiſche Raygras und das engliſche Raygras, ſäen. Man kann die Wieſen auch blos in der Abſicht ſc, wo das Waſſer niedrig und das Ufer frei iſt, um ſo nahe als möglich an das Waſſer pflanzen zu können, Ein gutes Mittel, die Ufer zu verwahren, be: ſteht darin, daß man die Zweige horizontal legt: ſole Ende in Geſtalt einer velches et Schreibfeder, ſo daß ein Theil der Rinde noch die Nußens, Seite bedeXt, welche die Spike bildet; dieſe VWor- wil, zu ſiche iſt zum Wurzelſchlagen nöthig. Hierauf ſtoße eht, als Sakweide in die Erde oder legt ſie mit dem „drei oder dien Ende in das Waſſer, wenn man gezwungen 1 leichten iſt die Pflanzung zu verſchieben. Ich habe die Er- werden) fahrung gemacht, daß Calvel's Pflanzungs- Me- machen, thode der gewöhnlichen, nach welcher man mit eis hwer if, nem Pfahleiſen ein Loch macht, vorzuziehen iſt. iſt, Hier folgt ſeine Methode, wie er ſie in ſeiner des Ab- vollſtändigen Abhandlung über Baum- Qärz und ſchulen beſchreibt. eit, um„ Ih laſſe, ſagt er, ein Einen Fuß tieſes ogenant“ ,» 20c< machen; mitten in dieſem Loche laſſe ich mit nders die„einem Pfahleiſen ein anderes koch ſtechen, wel- ai. j28 zus "p- Hes durch den Widerſtand des Erdreichs der 5 Saßweide als Stüßpunct gegen die Einwirkung » des Windes dient. Wenn die, Saßweide hinein „+ Seſebt.iſt, ſo umgiebt man ſie mit Erde, welche „„lodfer gemacht und um die Saßweide herum ans» »- Sehäufelt wird,“ - Es iſt nicht zu läugnen, daß dies obgleich län- gere Verfahren das Ausbreiten der Wurzeln in einem zerkleinerten Erdreich erleichtert, daß kein leerer Raum bleibt und daß die Rinde der Saßweide durch das Hineinſtoßen nicht abgeſchunden wird, I< halte es für unumgänglich nothwendig, neben jeden Sekli ing einen Pfahl einzuſchlagen und beide durch zwei gedrehete Weiden zu verbindenz denn es liegt daran, zu verhindern, daß die zuerſt, anwachſenden kleinen Wurzeln, welche das Gedeihen des Baumes- bedingen, durch die Erſchütterungen des Windes weder zerriſſen noch zerbrochen werden. Die Weiden können ſehr nahe neben einander gepflanzt werden; doch iſt es gut, eine Entfernung von ohngefähr ſechs Fuß zu berückſichtigen, weil in ihr die Wurzeln hinlängliche Nahrung und die Zweige den erforderlihen Raum und die nöthige Luft zur. Erlangung einer gewiſſen Vollkommenheit finden, Im erſten Jahre ſind die Stämme der Seklinge von unten bis oben mit kleinen Zweigen bedeckt; man reißt ſie am Fuße des Stammes ab, läßt weiter FE wenn Ii is iT ie=<“ GEIE ie en ESt egen<< G] ; du ge un I ne 5 GR EEC n“* S Andie „ hs der virfung hinein welche Um atis Ich län« 1 einent Raum rh das wendig, en und binden; ? zuerſt, edeihen erungen werden, (nander fernung weil in Zweige uft zur finden, eklinge t; man weitet Fe"429 ea oben einige, und an der Krone alle ſtehen. Im zweiten Jahre muß man die kleinen Zweige am Stammeabſchneiden und die des Kopfes verdünnen, um nur eine gewiſſe Anzahl ſtehen zu laſſen, die um ſo ſchöner empor wächſt. Jd habe ſchon geſagt, daß man die Saßweiden neun bis zehn Fuß lang ſchneiden müſſe; denn es iſt ſehr gut, wenn dieſe jungen Bäume, wels neten Theil bis auf das noc< lebende Holz ab, es wird dadurch nur ine neue Wunde gebildet, welche dieſelben Wirkungen hervorbringt,-- Dieſen Nachtheil kann man dadurch abhalten, daß man die Wunde(den Hieb) mit einer baumſalbe oder mit fet- ter Erde beſtreicht; wenigſtens wird die Unterlaſſung dieſer Vorſichtsmaaßregel durc; den Verluſt vieler Seklinge beſtraft. Man weiß auch, daß die Weide von dem Aus genblick an, ſo zu ſagen, todt iſt, wo der Weidens- bohrer(Cossus, Phalaena) von der Gattung der Filicornen ſeine Eier darauf legt:- die Raupen, . welche bald nachher ausfriechen, bringen zwei Jahrezu, um in den Züſtand der Verpuppung überzugehenz iman kann. darnach beurtheilen, welche Verwüſtungen W - Din r=== ' gebb ſie während dieſes Zeitraums anrichten. Unter die he ab- Rinde geſeßt, zernagen ſie das Baſtz dann löſet ſich ENG? die Epidermis in Blätter ab und der Baum muß un- ch der fehlbar ausgehn. Die alte Weide iſt auch einem ſehr gemeinen 1 fann Uebel, dem Brand, ausgeſeßt. Der Stamm ver» ie der fault davon gänzlich, ſo daß nichts übrig bleibt als 3 Uebel die Rindenſchicht; in dieſem Zuſtande bringt ſie noch förmig ſehr ſchöne Zweige hervor 3 doch iſt es gut, dieſem der es- Uebel auszuweichen.-Man kann es, wie bei den Ka- nigegens ſtanienbäumen, dadurch abwenden, daß man in der on obern Höhlung des Baumes Heidekraut oder andere viel- de Holz'* zweigige Pflanzen anzündet und dadurch die innere ebildet, Oberfläche dieſer Höhlung verkohltz man darf aber Dieſen nicht lange zögern, man die Die Weide dient ferner, die Erde durch ihre mit füt 0 oben hinlaufenden Wurzeln zu befeſtigen, zu erhöhen laſſung und das Ufer der Flüſſe einzufaſſen. Man pflanzt t vielet* ihre Zweige zu dieſem Zwe mit allen daran ausge- | ſchlagenen Reiſern vier oder fünf Zoll tief und läßt m Aw die Spißen der Reiſer einige Zoll hoch hervorragen. eiden- Die Varitäten, welche am Meiſten verdienen, ung der angepflanze zu werden, ſind: Raupe)- 1) Salix monandra, einfädige(einmän« jahre) nige) oder purpurrothe Weide, Bach- ugehen; weide, Roſenweide wächſt faſt in ganz Deutſch- iſtüngtt land am Ufer der Flüſſe, Bäche und Gräben als EE DRRE REK GEEIG: > 437=> ein Strauch, welcher ſechs bis zehn Fuß Höhe er- reicht; ſie liebt einen feuchten Sandgrund, hat lange und zähe zum Korbflechten beliebte Rüthen. Site hat nur einen Staubfaden, ihre Blätter ſind lanzett»- förmig,"glatt, laufen unten ſchmal zu, ſind an der Spiße fein gezahnt und ſtehen oft gegen einander über, ſind von zwei bis über drei Zoll lang, und Einen hal- ben bis Einen Zoll breit, 2) Salix. iriandria, dreifädige(dreimän« nige) Weide oder Buſchweide wächſt in ganz Europa an den Ufern der Flüſſe, Bäche u. ſ,w. Sie fommt als Baum, öfter aber als Strauch vor, ver- liert die Rinde ihres Stammes leicht und iſt an ih- ren Aeſten gelbbraun gefärbt, Dieſe Weide blühet im April, hat drei Staubfäden, einen glatten Sruchtfnoten und lanzettförmige, glatte, ſtumpfges zahnte, vier bis fünf Zoll lange, Ein bis Ein und ei« nen halben Zoll breite Blätter, Sie iſt eine ſehr gute Weiden=. Art und wird zu Flechtarbeiten, zum Waſſerbau, ſo wie zur Anlage lebendiger Zäune ges braucht, 3) Salix fragilis, die Bruchweide, Glas.» weide kommt oft vor und wird über zwanzig Fuß vom. Sie hat ſägeartig gezahnte, glatte, oval- lanz . zettförmige oben dunkel- und unten graugrüne, von drei bis über ſechs Zoll lange und Ein bis zwei- Zoll breite Blätter, deren Stiele gezackte Drüſen haben. Jhr SSS NNEN 4... 133."7 Höhe ers Stand iſt an feuchten Orten, Flüſſen, Gräben u. f.w. qt lange Ihre Aeſte ſtehen weit von einander und ſind mit USP glatten, Anfangs grünen, ſpäter braunen, leicht zers [anzett brechlichen Zweigen beſeßt. Die männlichen Blumen ' an det haben zwei Staubfäden und am innern Grund zwei er über, Drüſen. Dieſe Weide wächſt als Baum undvals nen hals Strauch. Jhre Rinde ſoll die Stelle der Chinarinde vertreten und ihre Wurzel giebt, wenn ſie anhaltend ZBW gefocht wird, eine purpurrothe Farbe. Jhre frühe in gan) Blüthe wird von den Bienen aufgeſucht. fw;E] 4) Salix caprea Sohl- oder Sahl- auch vor, ve Hohl- und Palmenweide, großer Werft, fan io Strichpalme u, ſ, w. genaus Dieſe. Weide kommt in ve blüget trocnem und. ſelbſt im Sandboden ſehr gut fort und „Ihn wird in ganz Deutſchland als Strauch und noch öfter Nb als Baum über fünf und dreißig Fuß hoch gefunden. Dm Der Stamm iſt gelblichweiß, die kleinen Zweige ſind ine fct braun, und die jungen Triebe weiß behaart; die Blät- | ter ſind zwei bis ſechs Zoll lang und ein bis drei Zoll 0 8 und drüber breit, ſie ſind eiförmig, unten mehr oder aune ges; zwa weniger rund und wellenförmig, und oben mehr oder "weniger ſpiß und gezahnt, auf der Oberfläche“ ſind ſie 1“glatt, bisweilen auch mit dichtanliegenden Härchen ig Fuß überzogen, auf der Unterfläche ſtehen erhabene Adern, wal lane welche mit einem weißen Filz umgeben ſind. eue 4 Die männlichen Käßchen ſind etwas über Einen, zol 0 die weiblichen aber bis zwei Zoll lang und wohlriechend. NN -.. 4134==» Die Blume wird von den Bienen ſehr geſucht. Das Holz giebt feine Kohlen zum Zeichnen. Die Rinde enthält Färbe- und Gerbeſtoff und dieat auch Statt der China. 5) Salix viminalis die Korb- Buſch- Band» Seil- Krebs- auc< Fiſcherweide genannt. Sie wächſt in ganz Deutſchland an niedrigen Orten, erreicht eine Höhe von zwölf bis achtzehn Fuß und kommt ſeiten als Baum vor. Die Zweige haben eine ins Gelbe ſpielende braune, bisweilen auch grün« braune Farbe, Die Blätter ſind ein Viertei- bis Einen Zoll breit, von. drei bis zu zehn Zoll lang, oben glän- zend dunkelgrün, unten weißlich mit feinen, dicht an- liegenden Härchen. bekleidet, Die männlichen Käßz- en benußt, 6) Salix alba die Weiße- Baum- Kopfs- Silberweide, gemeine Weide, Felber u.ſ.w. Sie wächſt in ganz Deutſchland in tro>nem und feuchs tem Boden an Dörfern, He>en, Straßen, Wieſen- rändern u. ſ. w., und übertrifft alle übrige Weidenar- ten an Größe, denn ſie wird vierzig bis ſechszig Fuß hoch, Sie hat grüne oder auch woh! braune Zweige.' |, Das e Ninde ) Statt Band. genannt, Orten, uß und , haben ( grün« 5 Einen en glan« dicht ans on Kuhs en Zoll x Ufer, von den nlage Ie Ropf- eU, ſ-: 'd feuche Wieſen- zeidenat- zig Fuß Zweig! -. 435= Ihre Blätter ſind zwei bis vier Zoll lang, vier bis zwölf Linien. breit, am Rante mit ſägeförmigen Zäh- nen verſehen, welche auf ihrer Spike kleine Drüſen haben, Bisweilen giebt es auch ungezahnte Blät- ter. Oben ſind die Blätter dunfelgrün, mit weißen anliegenden Haaren überzogen, unten aber weiß, mit dicht anliegenden ſeidenartigen Haaren bedec>t, die an alten Blättern auf beiden Seiten weniger oder gar nicht mehr gefunden werden. Männliche und weib- liche Käßchen ſind von Einer Größe, ihre Schuppen behaart, mit grünen Fruchtknoten und vierlappich« ter Narbe, Dieſe Weide liefert unter allen übrigen Weiden« arten das meiſte und beſte Holz; ihre Blüthen wers den von den Bienen geliebt: und ihre Saamenwolle Fann zu Geweben und Filz gebraucht werden. Von der Pappel. Allenthalben pflanzt man Pappeln in„trockenes Erdreich, in Moräſte und auf dürre Abhänge« Ges reizt durch die Hoffnung auf einen beträchtlichen Nu- ßen, hat dieſe Art zu pflanzen um- ſich gegriffen, wie ein agronomiſches Fieber, Solche Pflanzer ſehen ſich immer in ihren Erwartungen getäuſcht, weil ſie vers nachläſſigten, eine dem Weſen der Holzart entſpre» 4436=- in leichtem und feuchtem Boden gut gedeihet, will we- der im Waſſer gebadet ſeyn noch verträgt ſie ein trock- nes und mageres Land. Bisweilen ſieht man, wie ſie in einigen Jahren mit außerordentlicher Ueppig- Feit empor wächſt und dann plößlich inne hält; an andern Orten ſchreitet ihr Wachsthum nur langſam vor, ihre Rinde bedeckt ſich mit Moos und der ganze Baum wird fraftlos; wieder an andern Orten zeigt ſie einen kraftvollen Trieb und übertrifft eine andere mit ihr gleichzeitig gepflanzte um zehn Jahre, Man muß alſo, wie ich ſchon geſagt habe, Rex geln in Betreff der Beſchaffenheit des Bodens beob« achten, denn im Tuff und im Mergel gedeihet die Pappel nicht. Eben ſo iſt die Natur der Pflanze"zu berückſichtigen, weil es wirklich"mehrere Arten giebt, die eine verſtändige Auswahl verlangen. Die weiße Pappel, weiße holländiſche(Popu- Jus alba) genannt, iſt am Nüßlichſten zum Bauen, giebt viel Reisholz und Blätter für die Heerden, liebt einen leichten, friſchen und tiefen Boden. Dieſe Pappel wird nach zwanzig Jahren über zwei Fuß ſtark und bis achtzig Fuß hoch, Schkuhr will in Böhmen im Jungbunzlauer Kreiſe in dem Dorfe Sukorat eine ſole, Riegelhölzer u. ſ. w. - macht, wächſt in leichtem, feuchten Boden; ſie ge- hört zur Bevölferung der Wälder und iſt binläng« lich befannt, Die Schwarzpappel(Populus nigra) iſt ſehr beliebt, weil ſie ſchnell wächſt und Bauholz, Bret« ter, Pfähle giebt; ſie verlangt einen ſubſtantiellen 2x:4 488“== Boden, und erreicht, wenn ſie nicht- geköpft wird, eine beſondere Größe und außerordentlichen Umfang. So ſoll noch. im Jahr 41737 bei der Eulenmühle zu Prag(ſ- Commerc. Norimbergens1s) eine ſchwarze- Pappel geſtanden haben, deren Stamm im Umfange acht Klaftern hielt und ſo ausgehöhlt war, daß er vom Müller als Stallung benußt wurde. So iſt auch noch die canadiſche Pappel mit herz- förmigen Blattern(Populus canadens1s), welche der virginiſchen Pappel gleicht und ein trocknes Land ver- langt, wegen ihres ſchnellen Wuchſes und vorzügli- - reiſern, die man bei paſſender Jahreszeit, doch beſ: ee SES fe wid Imfang, üble zu nete oder 'aufgeſpaltene Wurzeln hat, beim Stamme abzuhauen und einen Sekling daraus zu machen- Die, welche Pappeln von achtzehn bis zwanzig Fuß Höhe aus Baumſchulen kaufen, hauen ſie in der.Mitte durch, um ſich zwei Seklinge, eine bewurzelte Kopfpappel welche viel Reiſig trägt, und einen guten Sckling, welcher in die Höhe ſchießt, zu verſchaffen. Wenn die Pflanzung vollendet iſtz ſo hat man ihr noch einige Pflege zu geben. Es wird gut ſeyn, wenn man das Erdreich am» Stamme des Baumes in den beiden Saftperioden auflockert. Jn den erſien Jahren muß man die' ſogenannten Räuber ſorgfältig ausrotten und die ausgehenden Bäume wieder er ſeßen. Wenn man bemerkt, daß die Pappel weder an Höhe noc Aier- baus Geſellſchaft an mich gerichteten Schreibens bei, worin mir bekannt gemacht wird, daß mir die Hälfte des für die Bewäſſerung ausgeſeßten Preiſes zuer- fannt worden ſey. „Wir Endesunterzeichnete, Mitglie» GE TAED„der der A&erbau-Geſellſchaft von Ton- 16.23 8„nerre, zur Prüfung eines von Herrn Leo- „eier, wohnhaft zu Tonnerre, neu erfun- |„denen hydrauliſchen Rades ernannte „Commiſſaire, bezeugen hiermit: |+4) Daß wir während des ganzen „leßtvergangenen Sommers täglich und „ununterbrochen eine Maſchine in Thä- 2E-„figfeit. ſahen, welc 250008 2) 121 5ER Ei n -- 148== :, 2) Daß dies von einem gewöhnſli» „ hatte, die Eimer durch Tröge zu „erſeßen, wodurch das nämliche Product „erhalten wurde; ferner einige Verbeſſe- „tungen, von denen wir in einem beſons= „dern Bericht an die Akerbaugeſellſchafet „von Tonnerre Rechenſchaft ablegen „werden. „4) Iſt es außer allem Zweifel, daß „man mit Hülfe dieſer Erfindung Wieſen „bewäſſern kann, deren Boden acht bis „achtzehnFuß über dem Niveau der Flüſſe „rliegt, und daß man durch dies Verfah- erken außer einer einfamen Ernte, wie „ſie in der Gegend gewöhnlich iſt, einen „zweiten Schnitt, den man dem dritten „Theil und ſelbſt der Hälfte des erſten „„ Schnittes gleich ſc that,- Aeferbau jebem frei ſteht, iſt nichts geſagt. Lit=, einer tusque rOgamus 1mnolum, undamque auramqus geſekt patentem(Virgil.) Ihre'- Im nördlichen Frankreich, beſonders in der Nor- amen,-.“ mandie und in Flandern, haben einige alte Gewohn- hren: heiten verſchiedene durch das römiſche Recht gehei- it der ligte Puncte feſtgeſeßt 3 auch im mittäglichen Frankf»..„ ßung reich ſind einige Local- Werordnungen vorhandenz tags- aber im Innern des Landes ſchweigt die Geſebgebung wers über dieſen Gegenſtand gänzlich. | Indeſſen ſollten doch die Rechte der bei Benus on und ßung des Waſſers Betheiligten durch ein allgemei- jeichnet nes Geſeß beſtimmt werden. Jn einem Ackerbaus Codey ließe ſich dies behandeln. Man müßte hier aber die ſchiffbaren und flößbaren Flüſſe, welche lan-| - desherrlich ſind, die den Regierungen oder Privaten gehörigen Schifffahrts- Canäle, die freien Waſſer- 2 - 5 8. 6:|: --. ZM |] "8 „VH c für Läufe, die natürlichen Quellen und die Waſſer-Samm»- lungen, welche durc) Anlegung von Teichen und Be- Frank: hältern bewirkt worden, unterſcheiden. jar im Zunächſt ſcheint es für alle Ströme nothwendig; 643, einen Maalſtein zu ſeßen, auf welchen man das gez Waſ- wöhnliche Niveau des Waſſers, den zur Schifffahrt - erforderlichen Waſſerſtand, die Höhe der Seiten- „0609 wehre und endlich die Höhe der für Maſchinen angeleg«* deren ten Fluth- und Ableitungs- Canal- Betten u. ſ. w. für den anmerkt, Dieſer Stein muß, auf einem Fundament ij -- 1452== (0 ruhen, damit er weder erhöher noch erniedriget wer= den fann, Jede eigenmächtige Veränderung dieſes . Maalſteines- müßte ſtreng beſtraft werden. Es iſt mir bekannt, daß aus phyſiſchen Urſas er n die von Ueberſchwemmungen leiden würden, Dies mitt- er der lere Niveau des Waſſers und die Höhe der Fluthbetten t man muß auf dem Maalſtein angezeichnet ſeyn, um ſich in vorfommenden Fällen danach richten zu können. Stein Die Waſſermaſchinen müſſen ſo lange ſchüßen, e n0- bis der Waſſerſtand zur Schifffahrt hoch genug iſt, egit, und an beſtimmten Tagen die Schußbreter öffnen, rfen um' das Floßholz durchzulaſſenz; endlich müſſen. ſie, wenn es für nöthig erachtet wird, in paſſender imme Jahreszeit zu gewiſſen Tagen und Stunden, um jaſchi- das Bewäſſern zu erleichtern, anhalten.; gon) Alle dieſe Verhältniſſe, welche nach Zeit, Ort =. u NE EN a I Trug s GES FuE ep! IOS EN Daze: und anderen Umſtänden ſehr verſchieden ſind, wie z- B. die Höhe und die Breite der Oeffnungen, durch welche das Waſſer zum Bewäſſern der. Wie- ſen fließt, die Menge des von hydrauliſchen Maſchi- nen geſchöpften Waſſers, die Zeit des Stillſtehens der Waſſermaſchinen, die Feſiſeßzung der Schadlos- haltungen, die abgetheilten Maalſteine, die verſchie: denen Niveau's, die Höhe der Fluthbetten, die Breite der Schubbreter und Seitenwehre der Müh- lenwerfe u. f w. müſſen in beſondern Reglements beſtimmt und über deren Ausführung gewacht werden, Die Verwaltungsbehörden müſſen die Verthei- lung des Waſſers nach dem größten Intereſſe claſſi- ſicirenz ſo muß die Schifffahrt und das Flöſſen auf den Strömen privilegirt ſeyn, welche zur Ver- ſorgung großer Städte dienen. In gewiſſen Gegen- den, wo die Aecker und Wieſen ohne Feuchtigkeit unfruchtbar bleiben, gebührt den Bewäſſerunggsan- ſtalten der Vorzug; aber in ſolchen Gegenden, wo die Waſſermühlen ein dringendes Bedürfniß und wo wichtige Manufacturen im Beſiß des Waſs ſers ſind oder dieſen Beſiß verlangen, da muß den Mühlen und Manufacturen der Vorzug gegeben wer« den, wenn nicht eine billige Theilung Statt fin- den fann. Um das Geſagte ſummariſch zuſammenzuſtellen, at DBS S| anin 1d, wie fann man dieſe Geſeßgebung auf folgende Weiſe "ungen,, v, Wie“ NRaſchis Allgemeines Geſeßk. ſtehens Flüſſe, ſo wie ſchiff- und flößbare Ströme: jadlo8.- Staätgeigenthum,: erſchie: Freie Waſſerläufe, Quellen, Behälter, Teiche , die u. ſ- w.? Privateigenthum. Müh- Schifffahrts- Canale: Staatseigenthum, Mp- wenn ſie. dem Stäate angehören, andernfalls aber DOR Privateigenthum. Zerthei: Es ſey geſtattet Bewäſſerungs= und andere ges dlaſſi- meinnüßige, hydrauliſche Maſchinen auf allen Flüſ« Flöſſen ſen, Strömen oder freien. Waſſerläufen anzulegen, ' Ver- Der Unternehmer richte deshalb nur eine Anfrage Yegen- an die competente Regierung. Dieſe Anfrage muß htigfeit aber den Miniſterien vorgelegt werden, wenn die ng8ans Anlage auf einem zum Staatseigenthum gehörigen 1, wo Waſſer beabſichtiget wird, ; und Freier Gebrauch der Quellen und Springwaſſer, Wale mit Vorbehalt der beſonders nöthigen- Einſchrän- ß den kungen,; 5622 Verbot der Benußung des Waſſers aus beſon- t fine dern Schifffahrts- Canälen, wenn nicht ein Recht dazu erworben iſt, ſellen, Dämme, Kunſtwerke, Arbeiten an Gewäſſern ... 436 des Staakseigenthums fallen nach Beſchaffenheit der Umſtände der Regierung, oder dem Handel, oder auch den Parkticuliers zur Laſt, Die Sorge für die nicht ſchiffbaren Waſſerläufe und Ströme, die Errichtung und die Erhaltung ihrer Dämme geſchieht auf Nechnung der Communen, Kreiſe, oder Uferbeſizer, jedoch mit den nöthigen Ausgnahmen. In Betreff der Fähren„ Ueberfahrtskähne, der Fiſcherei und des Strandrechtes ſind die nöthigen Verordnungen zu entwerfen, Nach dem Naturrechte iſt jedem zugeſtanden, Waſſer zum Trinken, Waſchen und Tränken des Viehes zu ſchöpfen(aqua ad Javandum et potan- dum jure naturali omnibus hominibus cCONncess2), deshalb müſſen die Viehtränken, Wäſchen, Röſten und andere Benußungsarten, welche das Waſſer verderben können, unter Aufſicht ſtehn. Die Schifffahrts« Rechte müſſen beſtimmt werden.; Auch ſollen die Rechte und Verbindlichfeiten des Uferhandels beſonders in- Hinſicht des Flöſſens feſtgeſeßt werden, Ferner ſind zweckmäßige Mühlenrechte zu ent« werfen.| So ſind ebenfalls die Bewäſſerungsrechte der Ufernachbaren zu begründen. ſttungs mſt "UE bation und eit elde EIGE 25 2 EI Ehr ſenheit- Die Grundbeſißer können gezwungen werden,. andel, auf ihren Grundſtücken den Bau von Abzugs- Canä«- len zu geſtatten, welche von anerfanntem Nußen läufe ſeyn können; ſie müſſen daher das erforderliche Land g ihrer entweder als Servitut oder als Eigenthum abtreten. unen, Im Fall eines Servituts iſt der Ceſſionarius gehals thigen ten, alle Unterhaltungs- und Reinigungsfkoſten u, f. w« zu kragen, und der Cedirende behält außer der ihm e, der gelobten Schadloshaltung die Befugniß nach Erld«= thigen ſchung des Servitut's das abgetretene Land wieder mit ſeinem Grundſtücke zu vereinigen. Beim Wer- anden, kauf des Grund- und Bodens erhält der Eigenthüs n des mer den doppelten Werth) des zum Bau des Canals 1922 nöthigen Landes, 10852), Wenn die Anlagen der Ableitungs» oder Bewäſ« Köſten ſerungs- Canale von Gemeinden Geſellſchaften geſche- aſſer hen; ſo werden den Ortsbehörden auf kurze Zeit Ein oder ! zwei Bevollmächtigte zugegeben, welche die Appro= fimmt bation der Entwürfe betreiben, die Arbeiten leiten. und eine Repartitions- Rolle der Koſten entwerfen, pfeiten welcher von der competenten Behörde executoriſche dens Kraft beigelegt wird, Die Regierung entſcheidet über ſolche Anla- gen, wie bei Anlegung hydrauliſcher Maſchinen, nach gewiſſen Friſten und macht das Vorhaben durch Anſchläge in den Communen bekannt, deren Grund»- ſtücke von der Anlage berührt werden. Sie über- u ents te der zeugt ſic) durch die Berichte ihrer JIngenieprs: und Sachverſtändigen, ſo wie durch Local» Beſichtigun- gen,. daß fein gültiges Hinderniß, noch etwas dem öffentlichen Intereſſe Nachtheiliges dem Unternehmen entgegen ſteht, Nur in dieſer leßten Vorausſeßung erſtattet ſie an das Miniſterium Bericht. Im Fall, daß einige Grundbeſißer aus übels- verſtandenen Gründen ſich der Ausführung eines nüß= lichen Project's widerſezen und ihre Beiträge dazu verweigern; ſo ſollen ſie demohnerachtet der erxecu- toriſchen Hebungsrolle einverleibt und zur Mitwir» fung angezogen werden, wenn ihre Taxe nicht den vierten Theil der reinen Jahreseinnahme, nach Ab- zug der anderen Auflagen überſteigt, Wenn die Arbeiten bedeutende, aber dem Land bau vortheilhafte, Ausgaben verlangen; ſo können die geſeßlich gebildeten Geſellſchaften, oder der, wels = Ueberſicht der Bewäſſerungskoſten nach der hier beſchriebenen Einrichtung. 6. 1. Die Maſchine, Tafel 1. Das Geſtelle, aus ſechs Stü Zimmerhölzern, jedes zu ſechs Franken-- 36 Fr-=-C, Drei eiſerne Bolzen zum Schwengel, jeden zu 90 Centimen=»- 2--70-- Acht Arme, ſechszehn Fuß lang,- 20.--- „Ein neues Rad, Zuthat und Ar«- beitsSlohn--:-- 30-- "Zwei Büchſen- 5== Acht Schienen- 46== | Ciſerne Bänder 3-- v u > | Der Nabenring Das eiſerne Ende der Are-. 48== Acht Stiele von vier Fuß Länge4Fr. “ B; Tent, Zr 90= Schaufeln 4 MESSI UA ROE ZOG Cent, 7=-20 5 Vier und zwanzig Breter von Pappelholz 2- 48-- 560 ſtarke Eimer, jeden zu 3 Fr. 50 Cent, 28=- Achteiſerne Träger, jeden zu 1Fr. 50 Cent, 42= Cin Pfahl mit Strebepfeiler und Sohle zur Unterſtüßung des Gerinnes- 42== Der 2räger, welcher ſich am Pfahl Er -- 1463= er hier auf und nieder ſchieben läßt und zum Tra- * gen der Rinne dient 2 s 5 20.25 0< Acht Stangen als Zugbänder- 2=-40== Beſchlag dieſer Stangen-- 10== joe Funfzehn Zimmermanns- Tagelöhne v-=C, zu 9 Fr. 50 Cent. s 2 vs Ss 37== 30-- EN Sämmtliche Koſten der Maſchine 280 Fr. 30 C. N. 56. 2, Erdarbeiten. Der Bel Ein Wagen/Cinen Tag ketten zu fahren 8 Fr. :; hälter in! Vier Männertagelöhne, um es anzulegen 6-- .- der Erde Schußbret, Schwengel und Eimer 9=- 7; Rinnen, ſechs Männertagelöhne, jeden zu 73 4 Fr. 50 Cent, F 8 2 FP 2 Q=- Zuſammen 32 Ft» Erklärung der Kupfer auf Tafel 1. I1. Fr. und III.; 5 Tafel 1. Figur 4 iſt der geometriſche Aufriß - der hydrauliſchen Maſchine.; Figur 2 iſt ver Grundriß des Gieſtelles oder des -- Bockes 2 man ſieht darin deutlich den Schwengel mit )- doppeltem Hebel. - Figur 3 zeigt die Einrichtung zum Erſaß der )-- Eimer durch Tröge, welche auf den beweglichen Schaufeln befeſtiget ſind» => 464= Figur 4 zeigt das Profil des Gerinnes, in pa« ralleler Richtung zum Strome, Tafel Il. das ſchräge Rad mit Röh- ren. Figur 4, Grundriß des Rades mit Röthrenz man ſieht hier, wie die Röhren ddd auf der Cir- geor9net ſind; ſie ſind entweder auf zwei Querleiſten A A oder auf leichten eiſernen Stüßen BB befeſtiget., Figur 2, geometriſche Zeichnung dieſes Rades, wie es in Bewegung iſt. “Sigur 3, Grundriß einer Bewäſſerung. Tafel 111. Figur 14, der Mechanigmus, wel- "0. DE 1 u d2> x> ad a wren Fee=< 25 1 1 t De men=S SEIN SN„Ri€ Bine | 2. ec» Ded << Teraſin: Teraſi überſtauen? Ueberſiauen die: den Dieſen: Dieſem baumſalbe 3; Baumſalbe 96--“ 12 v. 0. 100= 12Vv. 0. 130= 13:v, U« / 1390 wp I1 v. U. icht. 'y Zeit|; 6 =.> S0 7?- Drudfehler.. einem| Gyps| S. 532. 7 v. Dv. leſe man anſtatt wollen: lernen ;|-- I:“11%600.==> iſt: ſret ewe:|- 16== 3%%===> dert den wert;|- 16= 4v%=== dert den KU| 4-“= 23= 20%=== fluvum: Dayum ind zu j--“= 23=> 346==>=> Garices: Carices | 4- 24= 906090=>>> durch: für |.|-- 25“=14 v 00=== Erxrnde: Ernte :-- 33- v%=>> eini im mehre|--“- 36= Zy=== einet Eine 36.10--“- 40= 20606=== Hauen: Heuen Chriſt|=“ 455z= 90% o==> did! dune= 60= 7% mw=>> welches: welcher 0=“ 60= 4%.===> welchert welches Sporer-- 5-13 v%=>== einer: Einer , Sans--“ 73= 763%=== Sdcwängel? Schwengel =“ 77= 130%>== wart wahr nete,--“ 8I-- 10Vv. 0,--“-= was? das hes--“ 82= 5.0---=“ Furche: Rinnen ME)--“ 84= 10v. u, EE 2229084 wahr 7 peroy,|-- 87= 1v.y,--= Armpflugt: Handpflug 93-= 1312 V. O«e führen.“ Das beſte Mittel gegen zu niedrige Getrei- depreiſe, in einer Darſtellung an die Societät der Aufmunterung; nebſt den Protocollen über die zu Saint» Ouen; bei Paris, angeſtellten Verſuche zur Aufbewah= tung des Getreides in einem Silo, oder in einer unter- irdiſchen Grube; vom Baron Ternaur. Mit einem Kupfer. Aus dem Franzdſiſchen. gr. 8. 42 Gr. X 40 Lers Ber. Jere Bewer d. Wiesser. [3 2 1,7; 77 7 1,: 5 DI / 17,117 1;/ 7;%, 4 4! I 5 erg. Deze LGeumsver. d SWiosven. [4 1 DILAQRNADTNRNHYNZLAKDD | iG ED) Gi 03 H Ui EZB AZ OE GSA IE CDs BS DZ€ 4 y v 1) / // 777,7- "' 2777 I MR ZTPE TENZ E06 VENN = Leivizesrtr. 7. Wössen. R 5 /"""/' Dear 079. m mit ai wen merit Zan 5 emeere br ur den Pers. Nor» Derwovs.ver 4 dZ Wiegen s HL 17:40 Hau/s/tal zu A. 167(87 Ee | 5=) HO X «+ 5 VW * 1 77) ELE) 7 27. Maas/taß zu Fig. 9 und 10. 0 2 3 HEBE 4 Fus. - s Haafiſtab zu für. 27 und 2. S j I IE bare EG- IG<==<==- .--.-- 3 Feed dl 1 eeueneeVeÖneentunnz ere emu-4+--4----- a. 7 2 2 57 5 E 7 6 8|. 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