„ 4 — —— — —————= — Handts 18 Ennvire t H, ZZ cd. Y Anleitung NE>< ": AL; F> u| Tr hnolog 46; oder: zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Mannfactyren, vornehmlich derer, welche mit der Landwirthſchaft, Polizey'und Cameralwiſſenſchaft in nächſter Verbindung ſtehn, R BIRLIOTHUER D.KÖNTGLICHEN 0 4 DEMI 17 DEST, YXNYDB AUES +71 MOI ALIN j NIESSEN IIN Beyträgen zur Kunſtgeſchichte. Bon ! Johann Be>mann Hofrath und ordentlichem Prof. der Oekonomie in Göitingen. Fünfte, verbeſſerte und vermehrte Ausgabe. Göttingen, bey VandenhoeX und Ruprecht, 1802, der 38 1.“ ven 10, 198 EIL| fl, 5 | 7 24m| ſy. 5 43 HÜLSE 7; ar unſet S den(1! WOVEN hohl: was Y div; Fe . NNEN KEENE HER TE GEZ BH Bd EEE ae DIEN 25 pP: GIE EE MEER ÜR] SEE ÄÖGE E23 af ZR 2 wis MER BRN 3 GENIE IEE, IS AIG 9 4 zurerſten Ausgabe, K% üb. T und M unfoc fuven Zolizey- und Cami tevalviſtent u, nt ehr lic, Dein was iman vet'anfi« E87 anlegen 7 anordnen Ten„-regieren/ erh alten ver | 8: Jie Kenkniß dev Handwerke, ' N . GECLI] ſoll, WED IB EN:DG och Wenigſtens'Fennen müſs ſem"Die'Frägen? MONE Gewerbe fehlen unſevim Vatevlande; welche von den fehlen» den könten mit Wortheile eingeführt'werdenz woher: nimt man Dazu Materialien s. wöhe hohlt man dazu Künſtlers wo iſt dep ſchick- lichſte Ort, den man ihnen anweiſen ſoll was halt die Handwerke, die wir haben, nie- der; wie fan ih nen gebolfen werden 5; wie 0 2 viel . , Vorrede zur erſten Ausqgabe. viel trägt jedes zum gemeinen Beſten bey z w wie kan man ihren Gewinn berechnen? dieſe erwelb und noch viele andere wichtige Fragen werden| s Cameraliſten nur. alddann beantworten kön- j: nen, wenn ſie ſich jene Kentniß erworben ha- 8 ben. By dieſe fehlt, da werden Dfuſcher de geehrt, und unverſtändige, betriegliche Pro» ſho jecteurs ſo lange angenommen und bereichert,| 4 bis man endlich, aus einer unanſtändigen„us Verzweifelung, und aus ſchimpflichem Mis| ir trauen gegen eigene Beurtheilung, die guten- id: und ſchlechten Vorſchläge, alle mit einander Wo abweiſet, und erſtere den geſcheuterern Eng» huet 4 ländern, leßtere den unerfahrenern, zu Theil he dor werden läßt» Wo ſie fehlt, da werden die Zendng Gewerbe ihrem eigenen Schickſale überlaſ» ſelten D ſen, oder, welches noch viel ſchlimmer iſt,, Wei ſie erhalten Worſchriften und Geſeke, die ſie| qm 519 nicht befolgen können, oder bey denen ſie völ?| 1160, lig zu Grunde gehen müſſen. Da entſtehen||"mb Scauamter, welche den Fleiß aufhalten) jw GE und die Induſtrie erſticken 3 Mücken ſeihen,| Zuhs und. Kamele verſchlucken. In Frankreich| ſtem fü und Eygland denken die Manufactur- Colle- ſa, a giga, wie in Teutſchland' die Conſiſtorien. heren, Dieſe fragen nicht, ob ihre Candidaten Pan-) Deſi deeten oder Therapie, ſondern ob ſie Theolo- den 4 gie ſtudirt haben, und ſolches beweiſen köns Cinſs nen z und jene nehmen nur Candidaten au, jeht, die der Chre geweſen ſind, die Manufactus| Pen ren,| "5 774 GS AN IEEE eCH DINGE 17 BREGE 07% ORTET EINER"1487135739 4 EI; . SSS R un Mb en Gä ADE Md ER Fx 2554- ZR BH. 233 CEE "Sel x winn Zn GE SS UF BRT 20 BÜRDE. f80 22 2 Pe ZEULS pu. be, eten bey nen? Dieſe en Werden orfen Epe orden Ie Y fu ſhe he Pros ereichert, 1andigen m Mis ve guten einandet 1 Enges zu Theil vden die überlaßs mer iſt, ntichen Fhalten) 1 ſeihen) ranfreich "Es Colle ſiForien, ten Pau e Theol eiſen fe daten A) dan 4 Vorrede zur erſten Auesgabe. ren, wobey ſie Brod ſuchen, kennen zu lernen Die Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen iſt dem, welcher ſich mit der Landwirthſchaft und der Handlung be- ſchäftigen will, höchſt nüßlich.- Denn die Gewinnung der rohen Producte geſchieht in der Abſicht, um ſolche den Handwerkern zur Verarbeitung, entweder unmittelbar oder durch Kaufleute, zu überlaſſen, und ſie wird alſo deſto vortheilhafter ſeyn, jemehr die Pro- ducte von derjenigen Beſchaffenheit ſind, wel- d Vorrede zur erſien Ausgabe, und ſeine Predigken werden yo“ jeßt, naß vos mehr a's driitehatb Jahrhundert" geſucht, iv gekauft, geleſen, genußt, da unter-deſſen ein umäblbare Haufen Poſtillen leerer Aſceten 1 983; u und gar MARNE 1 iſt.| 7 Nuv zum Ueberflüſſe habe ich dieſes hier| ies angeführt(*). Nef die ILBahrheit zu ſa-| bu, Gen, das Lob muß man. unſeym Jahrhun| 1 Texte laſſen; daß manin demſelben überall ans| dew ſängt, das nüßlichere hervor zu ziehen, und| ſnd. einzuſernt; wie äuſtändt 0, und zum“Theil| aa H EORUDIG die Kentniß der Landwirthſchaft,| dew der Handwerke und Handlung denen ſey, wel-[eu ee, bhue ſolte zu WNU vem Staate iu| winth IE verpflichtet oder geneigt ſind: Das| deſc) heißt mit andern Worten, man zweifelt end-| dew lich MADE daran, daß die IBiſſenſchaft,| Han von welcher ich rede, gelehrt und gelernt zu| liſten, werden verdiene, I< hätte alſo nur gleich| dhe! das-| mn | Molt veran E) Wenn ve den Nußen technologiſcher Kent|(igex niſſen volſtändig hätte angeben wollen, ſo hätte|M de iM auch nod) ſagen müſſen, daß ſie jedem,|" j er ſey, wer er wolle, Gelehrter oder Unge- wd lehrter, fo wohl beym Ankaufe als Gebrauche jIml der. Waaren, dienen. Wer ihre Verfertigung| Dolo Fennet, verſteh bt“ die beſien auszuwählen, zu| fey 4 | ſchäßzen, ſie vortheilhaft zu brauchen, zu ſchonen, und ausbeſjern zu laſſen, SER eU RANE IEE un BELZ EÜ DIZI iG EIIIE EIE REGAU Si IGER GERI SIG GASSE Il ed 3 Bp EE DIE IR a03 3 Vorrede zur erſten Austgabe. oder nach der ſie am leichteſten verſtanden hilfe* werden können, zu beſchreibenz die Gründe Peta derſelben anzugebenz3 die Werſchiedenheiten in genaus Werkzeugen und Arbeiten, welche nicht all- vergl gemein bekant ſind, zu berühren 3 u. ſ. w. ſhre€ Beſtändig habe ich den Vorſaß gehabt, mit ſelt'€ wenigen Worten viel zu ſagen; ob ich denſel-(we ben erreicht habe, das muß ich von andern NEN hören; aber verſichern kan ich, daß mix man- AN. dies Beywort mehr Zeit und Nachdenken ge- ng,'D Foſtet hat, als manchen Leſern die Beurthei- ſw ſung dieſes Büchleins koſten wird. Wenn edes einige Paragraphen, ſonderlich ſolche, wo 170% ſehr zuſammengeſeßte Maſchinen beſchrieben ANE ſind, keinen vollſtändigen Begriff machen, ive 9 ſo bitte ich zu überlegen, daß dieſe Bogen, weni? welce durd) feine Kupfer vertheuret werden| freit durften, zu Wörleſungen beſtimt find, wo-| ſds bey alles mündlict:, theils im Hörſal, theils| md ds in den Werkſtellen an den Maſchinen ſelbſt,|(ir: 4 oder an Modellen, oder durc“ Zeichnungen| imd as erläutert werden ſvil. Wer mit dieſen Bo»| Nins ven in der Hand die Werkſtellen beſuchen| vmds will, dem werden ſie, wenigſtens wünſche| und hoffe ich es, dazu dienen, daß er die Ar-| beiten in gehöriger Ordnung ſehe, daß er kei-| ne überſehe, daß er die Sprache der Arbeiter 6 verſtehe, den Mechanismus der Werkzeuge OE leichter begreife, und überhaupt mehr und al?. les beſſer ſehe, als ex ohne dieſe kleine Bey»| 6 hul; 1 "“s A aan| ETIREL EIER" WERRA 0 GERIET EINIG ÜENIESSE AE 725 M8 SEKTE TE- FEEN = Ee in Eibe NSE Me 1ER ÜZ 2554 Zi ban<0E 2a EÜ 2 ER EEE pn alien DIEN 25 bi] anden Gründe eten in Natal u) bt, mi denſfel: andern emal en gez rhe; Wenn „wo rieben ae, Dg, verden ), 0 tt e8 ſelf, ungen 1 BU ſuchen unſche je Ars ev fel (ebeite! etz und al v R"W iv Vorrede zur erſten Auegabe. hülfe würde geſehn haben S). Svoſieht der Botaniker, wenn er eine. Pflanze mit einer genauen obgleig kurzgefaßten Beſchreibung vergleicht, mehr an ihr, als er ohne Bes ſchreibung würde bemerkt haben, und nicht ſelten ſieht er mehr, als ſelbſt der Werkaſ- ſer der Beſchreibung geſehn hat. Man muß es verſucht haben, Fabriken und Manufa- cturen, ohne alle Worbereitung und Anleis tung, kennen zu lernen, um zu wiſſen, voie ſchwer es fallt, das IVeſentliche und die Fol? ge der Arbeiten, und die NS der IBerkzeuge den Arbeitern abzuſehn und abzu- fragen, welche meiſtens nicht gewohnt ſind, über ihre Beſchäftigungen nachzudenken, nv». Vorrede zur erſien Ausgabe, Die Cameralwiſſenſchaft hat die Cinnahme| und) des Regenten-'vder der ffentlichen Caſey,|| wordeh woraus die Ausgaben des Staats beſtritten mein! werden ſollen, zur Abſicht, und da die Ein-| je Wh nahme dem Wermögen des Bolks- propvr-|| De fionirt iſt, ſo wird dieſe Abſicht nie ohne|| iſty vernünftige. Polizey erreicht werden. Der| wm Bürger ſume.alſo immer nur ſein Privats-|(nD intereſſe!“Deswegen lebt er im Etaate,| WE und tragt das ESeinige zu deſſen Ausgabven| wY bey, um ein"Gewerb, nicht aber dasjenige, hald was zum allgemeinen Beſten gehört, erlerz ID nen, und erſteres, ohne ſich mit der Sor-| ih 1 ge für das lekßtere aufzuhalten, treiben zu| mh dürfen. Nur gehor 4 =< A a PRA SEAR EI ARSEN GE HEGE-. GEE ATI Sis«IEEE EE, 4“ M 7 <:s gs 1] * 4 |“ 4 aj Vorrede zur erſien Ans8gabe, fim gelaſſen die Ehre und Vortheile ſeiner vielen Enidefungen rauben, wodurch an- deve Völker reich, mächtig, 8 ücElich, Teutſchlands Entkräfter und Verächter ge- worden ſind. Mir iſt es ungemein ange? nehm, daß ich die Hofnung, welche ich E. 375 der erſten Ausgabe geäuſſert ha- 2, zur Erfüllung kommen ſehe. I< bes ſize bereits die fünf erſten Bogen des fünf» ten Theils von des Herry von Murr Jour- nal zur Runſ? und Licteragtur, und fin- de darin mit Veranügen den Anfana ei- ner Nürnbergiſchen KHaäandwerksgeſchichte vom dreyzehnten I EHNRDE bis zur Mitte des ſechszehnten« Da ih uu den Anfang dieſes ſehr ſc<äa 38bare'n Auffoße?', und zwar eiſt nach dem Ene Abdruck ineiner Anleitung erbaiten, und thn alſv hier nicht genußt habe, ſv halfe ichs für meine Pflicht, ihn we: igttens meinen Leſern anzuzeigen, und zugleich dem Heren von Uinrr für die Rückſicht, die idm dabey: auf meine Arbeit zu nehmen beliebt hat, zu danken. "Denen, welche es ſich nicht vorſtellen können, vder es nicht eingeſtehen wollen, daß Landwirthſchaft, Technologie und Handlungswiſſenſchaft auf Univerſitäten mit Nußen gelehrt werden können, verſi- here ger 18 pieljaht Mann 1,0 1 pond (amen Tah? fehn 5 | mvh [6 NE! muten hw ſey, 119 uft MOO wn! u) 3 (u, 4 WW (in ally um x beob, 1994be, Dorthe! Kine vou ans ji“(Eh), Verächtt Ww Qethein dN welche ih eaußert I; (6, Th bv on" des funfo "urr Jour- t, und fin: Anfang eis Fageſchichte ür Mitte den Anfang , und Ww vu Weinet ſo hier nicht jene Pflicht, Anten, Wiutr für uf meine zu danken ide Vorſtellen tehen Wellen) mologie 1 Mniverſitate fonnen, A qi Vorrede zur erſten Ausgabe. chere im, daß ich das Gegentheil aus einer vieljährigen Crfahrung wiſſe, und daß 1< Manger nennen könte, die je8* in Zemtern ſtehn- wo ſie foiche Kentniß brauchen, und ſich nicht weigern würden, es zu bekräftigen. Freylich wird dex Kaufmann nur auf dem Comtoir, der Handwerker nur in den Werk- ſtellen gebildet, aber es iſt doch lächerlich, wenn man erwarten will, daß der fünftige Cameraliſt»und jedweder anderer, einige Fahre bey allen den Gewerben in der Lehre ſtehen wird, deren Theorie er kennen muß. Der, welcher Fehler, die im, unge- achtet aller Vorſicht, beaangen habe, be- merken wird, Cund das halte ich nicht für ſchwers vielmehr traue ics manchen Geſel? len, ja Lehrknaben zu, mir Fehlar zeigen zu können) der- wiſſe, daß ich ohne Scheu geſtehe, bey keinem der abgehandelten Hand» werke die Lehrjahre ausgehalten zu haben, und daß ich zwar ſolche oft und auſm-rt- ſam, in und auſſer Teutſchland, beſucht, nicht aber bey Ausarbeitung dieſer Yniei- tung die Bequemlichkeit gehabt habe, zu allen, ſd oft ich wolte, zurüu> zu kehren, um eins und das andere noc) einmal zu beobachten, und zu erganzen. Won woh!- b 2 ge? Göttingen, den 12. März 1777. Vorrede zur erſten Ausgabe. SEINE RIE SERGE 3 GEASIARTF SEE TENE 08F 73.0 GEERT Spie IR DEE 5501 S-GHE-CHA ED geſitteten Perſonen, meyne ich, Verbeſſe- rungen und Zuſaße, ohne errvthen zu durz fen, annehmen zu können, und beyde werde ich mit''Danke erkennen und nußen«=== Au bit | tj aul vii 3 Uh,| On Geſt We veret! My huhn 4 ſtwY | behh | In diſſt freund'h ih mit! Ne 9 Wil 17 EE a IDN<06 4 Ny Nachricht von'der fünften Ausgabe, Mus dieſe Ausgabe habe ic nicht nur ſorgfäl- tig auszubeſſern, ſondern aucF? mit manchen nüßlichen, neuen, oder doch nicht ſehr befanten Zuſäßen, Nachrichten und Bemerkungen zu berei- djern geſucht, Die Vermeyrung beweiſet ſchon die vergröſſerte Bogenzahl, ungeachtet des engern Drucks, und das übrige, was 1< eben zu be- haupten gewagt habe, werden billige Leſer, wenn ſie eine Vergleichung anſtellen wollen, hoffentlich wahr finden. Aber eben ſo gewiß werden ſie auch in dieſer Ausgabe Fehler bemerken, und deren freundſchaftliche Anzeige und Verbeſſerung würde ic) mit Danke nußen, Die Vorreden der zweyten Ausgabe vom 3ten April 1780, der dritten vom 8ten April 1787, b 3 und WTachricht von der fünfren Austgabe. und der vierten vom 2. März 1796, ſcheinen mir Feine Wiederholung zu verdienen. Den NachdruX+, welchen ich mit dem Titel: Einleit! Volſtändige und aründli 186 8, Branteweinbrennerey, 2 192 5. 9. Stärkemacherey« 5 2 211 6. 10. ODehlſchlagen. 8 2 224 I1. Seifenſiederey.?- 234 12. Wachsbleicherey« 2 2 24 7's 13, Tobackſpinnerey. 2 2 256 + 14. Ledergerberey. s z 279 1) Lohgerberey. B 3 279 2) Weißgerberey. 2 Z 298 3) Sämiſchgerberey.: zol 4) Pergamentmacerey,« 3 303 wl I 0 I-1u. H:64t. Q-. | 15. Kalkbrennerey. 2 2 308 16.. Gypöbrennerey« 7 2 319 IO. 17. Ziegelbrennerey. 8: 322 I8. Töpferkunſt. 3 2 330 19. Pfeiſſendrennerey, e 2 35 20, Porzeſlankunſt, 2 9 358 | 11.| | 21. Glatmacherkunft.; 5 379 5 | 22, Spiegelgieſſerey«, 8 5 399 R T2. 6"; 23. Theerſchwelerey, P z 409 24. Kohlenbrennerey,,- z 43L| 13.'| 25. Potaſcheſiederey,: 2 434| 26. Salzſiederey. 2 2 443 27. Salpeterſiederey. 3 z 492 28. Zucerſiederey, 8- 503 14. 29. Bereitung des Schießpulver3,* 3 529 15. 30, Meſſingbrennerey,» 2 5346 31. Nadelmacherey. z 3 575 16. 32. Münzkunſt. - Zum ef< yr N2 n../ 1 Kc» I 308 85: 56 26>. DIB ZZ 5 t Ieh pr enen I ISL el ZI I 3 WE R NIESSEN NENNT Ee ENE DTT .. . 7; ("6 Einleitung A Ogn" arte per vile che ſia ha i ſuoi principi, e il ſuo meccanismo, che non puo eſſer avvertito che dal filoſofo. BE quindi& che le teorie gell" arti le piü vili. fi poſſono ridurre a ſcienza. Lezioni d'economia civile dell! Ab. Genoveſi TI, p. 302» = UCR ILLE 06005 um. RR R WE NR ERT RERE NNN n= INI priveipi„eil eller ayyertito le teorie gell" o a(Cienzz, Ab, Gumoweß Einleitung, Gente! SF enise Naturgaliet ſind roh zu allen den verſchiedenen Arten des Gebrauchs, den die Menſchen davon machen können und wollen, geſchickt, ſondern die meiſten. müſſen dazu, durc< mannigfaltige Mittel, geſchickt gemacht, oder verarbeitet werden, 1. Rob heiſſen Naturalien, ſo wie ſie gewon? nen werden, und noch auf keine Weiſe beax2 beitet oder verarbeitet ſind, R. 2 Die Kunſt, die rohen oder ſhot bear? beiteten Naturalien zu verarbeiten, heigt-ein ZSandwerkt. Der, welcher die Kunſt be- ſit, und..als ein Gewerb. treibt, heißt. ein Sandwerker. Teiſter heißt dex, welcher ein Händwerk für eigene" Rechnung treiben, und es andere lehren darf. I, Runſt wird jedes Beſchäft genant, welches, nach gewiſſen Vorſchriften oder Regeln, mit einer dur) Uebung erlangten Fertigkeit, ver? richtet wird. Jedes Handwerk iſt eine Künſt, aber nicht jede Kunſt iſt ein Handwerk; ſonſt waren Billardſpiel und Whiſf Handwerke. YA 7 Über Einleitung. YJ. 2% Aber der Uhrmacher, der Seidenwebex, der Büdgieſſer,-=- der Beſenbinder, der Ver? Fertiger der Mäuſefallen, ſind Handwerker. Erſtere werden dur< dieſe Benennung ſv we» nig erniedrigt/ als wenig der Naturaliſt die Menſchheit entehret, wenn! ex die Menſchen Thiere nennet5 ſo: wenig; als der Beſenbinder durch dieſe allgemeine Benennung im Range „gewinnetz und die Milbe gröſſer wird, da ſie im Berzeichniſſe der Thiere ſieht. 2, So haben auc4 SEE SER EE in l bltn Eb tä ASE 3 1 IRRE FÜGE Wis MERE 5225. as BER gb 2 5 FE ge IZ böen DIGEN 23 nh H 5 zz - 1- =; 8 7 4- <>-< == Z - + ... Einleitung+ 2+ 5 » € vy| eden it, nde,"4 Wa 4+ Handlung, find Aarbui 5. Rünſte. ve, vw Muſik, Artilleriekunſt, Schiffkunſt, u. ſ; w. Fara" 4. Mut 6. Wiſſenſchaften. ers „Semi in Naturkunde, Chirurgie, Geſchichte, Theoe- vn vy logie--- Mathematik, „DW ' 7% Privatbedienungen, ' ies Date Geſinde, Knechte, Mägde. ve 4 at:“ 8 Oeffentliche Bedienungen. .. in. 92 halten hats Richter, Heerführer, Regent, Lehrer u, ſ; w. NT Oe 5, Allerdings gehören die Wiſſenſchaften, wea nigſtens in jetzigen Zeiten, zu den Gewerben. Ww de Ihr Ihre Gegenſtände gleichen den ädlen Metallen, igen, gehd:» die oft umgearbeitet; zuweilen verfälſcht, zu- , daß man weilen wieder geläutert werden, und dadurch. htung gege eine Menge Menſen, in Arbeit und Verdienſt nſt, Reits ſeen. Dadurch entgeht den erſtern nichts von nen Namen ihrer Würde, ſo wenig Gold aufhört) Gold eilen, und zu ſeyn., es verarbeite oder legire. es, wer da wolle« Die Wiſſenſchaften werden deswegen FMN nicht Handwerke, wenn ſie, wie Handwerke, |, welches Gewerbe ſind; und Muſik und Drehkunſt, wer- iw dadurch den nicht Theile der Straatswiſſenſchaft öder ) nict, ſd der Regierungskunſt, wenn ſie gleich gekrönte zende Abthei Virtuoſen haben, Die wider die Menge der Bücher reden, oder dawider wol ſelbſt Bücher ſchreibea, würden doh nicht allen denen, die zezt davon allein, oder zum Theil leben und N leben müſſen, ein anderes ſliches Gewerb verſchaffen können. Die wider die Welt ſchreyen, in der Gelehrte und ſ9 genante Ge- nies arbeiten müſſen, um leben zu können, wollen alſo, daß Leute, die arbeiten können, j A 3 von 301 EI SN ER I EIE 4 M IE 0335 id. EE ENE Ij 1 | || || | 6 Einleitung. 85. 3. von anderer Lonte Fleiß gefuttert. werden ſol- len. Nicht alſo! Bethe und arbeite, iſt ein allgemeines Geſes. Keibnitz war Bibliothe- | kax in Hannover; Wewton war Ober: Münzz- ) meiſter in London z iſt es erwieſen, daß ſie der | Welt nützlicher geweſen wären, wenn ſie, ohne edienung, von. reichen Canonicaten gezährt hatten? 8. Z- Als Teutſhland noch feine andere Städte, als Römiſche. Grenzfeſtungen und Wendiſche Städte hatte, gewonn und verfertigte ſich je- der ſelbſt, oder ließ dur< ſeine Leute oder | Leibeigene gewinnen und verfertigen, was er 8 brauchte. Als aber mehr Feſtungen ervichtet wurden, wurden den Bewohnern der Burg, den Bürgern, Handwerke, Handel und Wiſ- ſenſchaften zu Gewerben beſtimt. Seit dieſer R Zeitentſtanden in Teutſchland römiſch geformte Im Zünfre, Gilden; Innungen, oder geſeß- IZ lich, durc< Gildebriefe, beſtätigte Geſell- 1:- M* ſchaften, welche ausſchlieſſungsweiſe gewiſſe Gewerbe, vornehmlich Handwerke, trieben. j' Dadurc ward Handwerken, die keine Zünfte BU. erhielten, dex Nämen, und mit ihm der gleiche Rang abgeſprocyen. | y I, Ludewigs Behauptung, daß Kayſer Hein- N rich 1. die Zünfte angeordnet habe, iſt eben ſo unrichtig, als die Meinung des Heinec- ciUs, daß die teutſchen Züunfte,nur Nächamun- gen der Römiſchen Einrichtung wären. 4 ehe „Eun zne pia is 55 BE 04 DR 2 EE Ix KETZER, IRE, mr SEED ee aS SR EEE un LEE bn SERER HN 02 EE FÜR Mis ZER LERE 03 GE BEE 2 Bp ZEE DIESER une "ul n uitert Werden""“ "0 arbeiy, 1;„ 8 war Vie, war Didi: leſen, daß Te , wenn ſive onicaten get dere Giädte, ) Wendiſche igte fich jez Leute odey en, vas ex gen eicht | dex Bure, el und Wiſ- Seit dieſer ſch geformte oder geſch? gte Geſell vſe zewiſſe eie, trieben, » Feine Zinft wit ihm dit ß Fayſte ht t habe, ung des ge) e,pur Noam ung WÜ, 2 ' Einleitung. 5. 3-„ ſehe die in Runde tentſhem Privatrechte CG. 468« angeführten Schriften, 2, Nur die Entſtehung und Einrichtung der Gil- den gehört hieher 3 aber die Frage von ihrem jetzigen Werthe, gehört in die Polizey der Zandwerke, das iſt, in den Theil der Stadt- polizey, der die Mittel lehrt, die Stadtge- werbe, alſo vornehmlich) die Handwerke, zum Beſten des Staats zu regieren. Sie ſcheinen freylicm? bey ihrer Entſtehung eben ſo viel gez nußt zu haben, als ſie zeßt ſchaden. Schon im dreyzehnten Jahrhunderte machte man den Verſuch ſie abzuſchaffen, aber man muſte ihn aufgeben, nachdem er in Würzburg, Goslar u. a, O. Blut genug gekoſtet hatte- Im Her- zogthum Holſtein wurden ſie unter der Regie- rung H, Johann Adolph aufgehoben, aber von ſeinem Sohne H. Friederich im JI. 1634 wieder hergeſtellet. Selbſt in dem noF) mos narchiſchen, deſpotiſchen Frankreich, konten die Oekonomiſten die Aufhebung der Gilden nicht durchſeßen. 3, Die Urkunden, Rechnungen, Briefe und Gel- der der Innung, werden in der U7eiſterlade oder Kade verwahrt, welche, wenn das Hand2 werb, das iſt, die Gilde verſamlet iſt, geöf- net wird. Daher rührt der Ausdru>: bey offener Lade, Se 4+ Je känſtliher die Handwerke wurden, deſto mehr Uebung, Grfahrung und Zeit ver- langten ſie zu ihrer Erlernung. Daher fing man an, Knaben in die Lehre zu nehmen, oder einzuſchreiben, aufdingen zu laſſen, ER SN ER 07 19.200. M 208605 gi. 9670 ZIER DUE 575 UMME Es 7 88 RESETEN 3 AER RIE 8 Einleitung. 5. 4. die, um dev Gilde ihr Anſehn zu erhal!ten, iljre Freyheit und Ehrlichkeit, dur< den Ge- burtsbrief, beweiſen muſten. Nah- den Lehrjahren werden ſie, dur< den Lehrbrief, LoSgeſprochen, oder für Geſellen erklärt. I+ Stat der Benennung Geſellen haben einige Handwerke nod das Wort Knecht beybehale- ten; 3. B. Müller, Bärer, Schuſter, Ger- ber. Noch im Jahre 1577 ſagte man in der Stadt Brandenburg? Schneiderknehte, S. Rinderling für teutſche Sprache, Berlin 794 8« S. 21. Entweder ſind dieſe Hand- = werte die älteſten Gilden, welche bey ihrer f: Errichtung keine andere Gehülfen als Leibeiz gene oder Knechte haben kontenz3 oder ſie ſind | jünger als die andern, und ſind noh lange 4 von den Unfreyen geirieben worden, da die übrigen ſchon Gewerbe der Freyen waren; wenn es nämlich wahr iſt, daß jemals eine Handvoll Edelleute die ganze Nation zu Leib- eigenen gemacht hat. Aber die Benennung Rnecht hatte ehemals nicht den Nebenbegriff, der jeßt auf Knechtſchaft oder gar Leibeigen- ſchaft hinweiſetr. Alle Junggeſellen, ſo gar Prinzen, hieſſen Knechte; ſv wie auch alle, welche andern auf irgend eine Weiſe verbun den waren. Luther nante Hofbediente, Apo- ſtel, Propheien und Könige Knechte, ſo wie auch die vom hohen Reichsadel ehemals des heil. Röm. Reichs Knechte hieſſen, Daher iſt | noch im Engliſchen der Name knight. Alſo j in dieſer Bedeutung haben wohl die jungen W| Gehülfen und Lehrlinge der Handwerker Knechte geheiſſen, ſo wle ſie auch Knaben, Knaps pen genant find; z. B. Tuchknap, Bergknap. Noch jest heiſſen die Edelknaben oder Pagen in "Süuale, a ET REIT- RE SE Ee= TE 26.60* WE 55 0>" T= SENEET ee APR SEAR MEL ir Üb ZEH ÖR E20 a FRG Es Zb LERE Nas GEEST Bh fh 26 ie nebip ie DICE FT dEr S ;(€ (eee (1, 148 10, 00 vim (HH (1 (we q '“ 4, -| WÜ 30 akg; “„wil 186-2087 ! DUYYM) vy 0; OMD e„ IN) (9) «J/ den Leh len erfldtt, ] en Aaben eini 1echt beybehal Schuſter, Ger man in der ertnehte,&, ache, Berlin d dieſe Hand» . "Oden Vip !' Werde vil durd ei) Wil |Daft hat vy teil ſchmax welches zum milk, zum Geifflichfeit, em Vhiloſo- 'onſeln ſolte ) die Anzahl te Gelegen? 6 jolte den " der Orden moni der b ' Untitſchied iſter, und 1, Handwerke wY? veſchräntt) ſchloſſene, Handwerke vorbehalten ſud, Jen! mdwertt, Einleitung. FS. 8+ IH CoS In neuern Zeiten hat man einigen Hand- werken dadurch einen Vorrang zu geben ge? » ſucht, daß man ſie Sabriken, oder Manu» fakturen, oder Rünſte, genant hat.' Die beyden erſten Benennungen können einem je- den Handwerke, da, wo es im Groſſen ge- trieben wird, und viele ſich einander in die Hände arbeiten, gegeben werden, doc< mit dem Unterſchiede, daß Fabriken Feuer und Hammer gebrauchen, nicht aber Manufactu- ren. Rünfſte, heiſſen Handwerke, welche groſſe natürlihe Fähigkeiten, viele Neben- kentniſſen verlangen, auch die, welche Juwe- len, Gold und Silber verarbeiten, und nicht in Zünfte gebracht ſind. Gerecht iſt dieſer Vorrang, aber im wiſſenſhaftlichen Vortrage, iſt man weder verpflichtet, noch fähig, ihn zu beobachten. 1. Einige Künſte hat man gar aus dieſer Klaſſe ausheben, und über alle hinaus rücken wollen, nämlich diejenigen, welche einige Gelehrſam- keit, ſonderlich Kentniß der Geſchichte und der Fabellehre verlangen, ſ' Anſtat daß in den Werkſtellen nur gewieſen wird: wie man zur Verfertigung der Waaren, die Vor- ſchriften und Gewohnheiten des Meiſters be- folgen ſoll, giebt die Technologie, in ſyſtema- tiſcher Ordnung, gründliche Anleitung, wie man zu eben dieſem Endzwecke;“ aus wahren Grundſäßen und zuverläſſigen Eien, die Mittel finden, und die bey der Verarbei- tung vorkommenden Erſcheinungen erklären und nußen ſoll. B 2 I+ 101 5 Einleityng,- 6. 12,| ä ““BB 1. Il eſt evident, que tout art a ſa ſpecylation| DI * DEM et ſa pratique; ſa ſpeculation, qui weſt ay- ter 10 -“ HB) tre choſe que la connoiſſance inoperative des[ “c. HUN regles de l'art; ſa pratique, qui n!eſt que g WW! :- SIMN Puſage habituel et non reflechi des memes| Puy !- HSN regles. Il eft difficile, pour ne pas dire im-(M - BIM poſible, de pouſier loin la pratique ſans la f HBN ſpeculation, et reciproquement de bien poſ-(D0' “=; ZIE) ſeder Ja ſpeculation ſans la pratique. Il y a 0125 m dans tout art un grand nombre de vircon=„we Y!| ſtances relarives 3 la matiere, aux inftru-| va “WIN mens, et 4 la manoeuvre que l'uſage ſeul ap- fil'9e ,<< FU prend. C'elt 4a la pratique 4 preſenter les winn 4B); difficultes et 3 donner les phenomeres; et tur M5) Neu c&eſt a la ſpeculation 4 expliquer les pheno- MEN ZUM menes et 8 lever les difficultes; d*' ou il ſin m Z S'enſuit'qu'il n'y a guere qu'unartiſte ſachant fad VE raiſonner, qui puiſſe bien parler de ſon art. fm . HM Diderot.| win 3| 171,M 2 j 2, IV habe zuerſt im Jahre 1772 gewagt, Tech- lei 57: HM nologie,(welches Wort nun ſchon in und"Y: "*„mm außer Teutſchland angenommen iſt) ſtat der 0/1 7. 4400 vorher üblichen Benennung Runſtgeſchichte, line Wm zu brauchen, die wenigſtens eben ſo unrichtig,"2 | JIM als die Benennung Naturgeſchichte für Natur- mF 74 PU kunde iſt, Kunſtgeſchichte mag die gründ»| "118 8 lihe Erzählung von der Erfindung, dem Fort- '2l gange und den übrigen Schickſalen einer Kunſt 4; vder eines Handwerks heiſſen; aber viel mehr y || iſt die Technologie, welche alle Arbeiten, ihre 4 H! Folgen und ihre Gründe vollſtändig, ordent- tie vp M| lich und deutlich erklärt. Alt ſind wenigſtens rial Dy | 4 dieje Wörter: 78%X»oAopia, TEXvokoYEW, TEKVO-| 1, ſ. 14 ||)] A6yo6 3 aber freplich dachten die Griechen wohl tem Ei ; M1 dabey nicht allemal an Handwerke, ſo wenig zum Gähn 4| 1 ſie unter oix0ou's, T0A7Tz und hundert an: bn(3 || dern 47 5:; jm " M. NET WIE WEN 33 1 EFI ARGE 17750008(DP WET HERE RT 2000::.) STEHR SEAS AEH en EIE rl WESER- SAALE FÜ Ss ZERG LS BREIG GINGS GEL 2 8 Bg ZIE DIESER a 32 : Di) Einleitung. F. 12. IZ. 21 2 peclet; 1 dern Wörtern, das dachten, was wir darun- FEE ter denken. PED0E Ces Fe 3. Ein Hauptſtück der Technologie iſt die richtige v; iG Beſtimmung der Haupt- und Nebenmateria- ai" lien; die ich, wenn ich ſie einzeln abhandeln vi 6 wolte, Materia technologica oder NIiaterial: 4[5 0, Funde nennen würde. Site iſt ein Theil der ve, Ul y1 wWaarenkunde, welche not jen einzeln , In Un: zuſammen? (aſi) ſchon um Beyſpi , Rothzieſſt! ehe, Feu) macher, Rin) Rachth am der verlangt 1 WENT! eim „1(wm im| dy(iq AML Einleitung. S« I3+ 23 danterey, getrennet., weihe keinen Einfluß in die Technologie haben kan, ungeachtet ſie zu? weilen Unfug und Unordnung verurſacht, welche oft die Polizey nicht zu heben vermag. Hie- her gehört der Unterſchied der Papiermacher in Glätter und Stampfer; der Nadler und Hakenmacher, da jene rechts, dieſe links ar?- beitenz der Schleifer in Rauhſchleifer und Scwerdtſchleifer, da jene den Stein gegen ſich, dieſe aber von ſich hinweg laufen laſſen; 2. Folgende Eintheilung, welche ich nach dieſet. Gränden entworfen habe, iſt weder vollſtändig, noch;adäquat, noh in anderer Abſicht fehler- frey. Aber ſieht man ſie als einen Verſuch ans der einer Ausbeſſerung und Ergänzung werth Uſt, ſo wird meine darauf verwendete Mühe belohnt ſeyn. Jundem ich in jeder Ordnung, die Handwerke, welche einfachere Arbeiten has ben, zuerſt, und die, wele viele vereinigen, zuleßt zu nennen geſucht habe, ſo habe ic) dabey allein.auf. die: Handarbeit, nicht auf die Menge, Gröſſe und Seltenheit der natürlichen Geſchi>lichkeit und Kentniſſen deſſen, der in ſeiner Kunſt groß- ſeyn will, geſehn. Deswe- gen ſtehen hier zuweilen die geehrteren Künſte vor den weniger geehrten; aber ich vilde mir auch nicht ein, eine Rangordnung entworfen zu haben. Eine überſlüſſtge Grianerung für die, welche mich verſtehn. wollen, aber keine befriedigende für die, welsfabrike. Rauc<- Schnupftoback, 438, Parfümirkunſt, Einleitung,€, 14c 6. des Watds. des Indigs. des La>mus«| der Tuſche«.| des Carmins.; der Malerla>e, der Yaſiellfarben, der Rothſtifte. des Ultramarins,5 des Berlinerblau«, der Tinten,| der Quedfſilber- Präcipitate, Te 8- eialle Einleitung.:- 6, 14+ 27 O- 49. Wollenfärberey, 50. Leinenfärberey. 51. Seidenfärberey« 52. Federfärberey, 53. Rauchwerkfärberey« 54. Kunſt, Holz, Horn, Knochen zu färben, 9. 55, Bereitung der Papiertapeten, beſkäubte Tas peten, Stäuber 56, Bereitung der Wachstuchtapeten. 57. Leinewanddruerey« 58. KattundruFerey, 59. FlanelldruFerey, Golgas, Galgas, 60, Kupferdruerey, 61, Spielchartendru>erey. ' 62, Buchdrucerey. 10. 63+ Handwerk der Tüncher, Kleiber, Weißbinder, 64. Freſcomalerey, 65. Schachtelmalerey. 66. Fechtelmalerey. Fäcermalerey« 67. Staffirmalerey, 68.'Lairkunſt, 69+ Vergolderkunſt. 790% 28 Einleitung. 6. 14. 70. Bereitung des türkiſchen Papiers, 71. Jluminirkunſt. 397 N 72. Schreibkunſt. L 97 73+ Portrait- und Landſchaftmalerey,|;' 74. Miniaturmalerey. aw,| ,| m Id IT,|„iG; N 75. Leinewandbleicherey,|- yp 76. Wachsbleicherey,; 99.004 17 77. Haarbleicherey.|| 12."8; 78. Lohgewerey.| Oj 79. Weißgerberey,«| 100: in 80. Sämiſchgerberey.| Went SI. Ledertauerkunſt.| 82. Pergamentgerberey«| E| 83» Bereitung der Darmſaiten, 14G ju, | iS; ihn TZ. 19S, jm 84+ Bereitung der ledernen Tapeten,|| 8355=> der ledernen Doſen,| 86.== der Blaſebälge,"0 ty 87. Sähuſterkunſt,| iS 4) 85. Riemerkunſt,€ jh 89. Neſtlerkunſt, Senkler,| 90. Handſchumgaen und Salleiſten, 95. Handwerk der Hutſtaſirer, 96. Baretmacher« 97. Schneiderkunſt, 98. Parückmacherkunſt. 99. Federputzer, Federſmacer. 161, Tonnenmacher, Faßbinder, Böt > Einleitung, 5. 14. 14 4|. 32. ?|| 198, Glaſer, Fenſtermacher. 8, Probirſteine. 200, Stein- und Glasſchleifer. 204. Gravirkunſt. Silberſtecher. 205, Steinſchneiderkunſt, 217. Gewürzmühlen,| 318, Mehlmühle, ane TER IG EHIE ARETE EN DPX HE HERP" P BEREHTE GET CA WEZ UCB TGS NEIGEN gm EE IEE SEES 2a ZN x wg ZR ER 2 GREG 9823 2 IE pn t ör DIER a02, Mv h 201. Diamautſchleiferey.| M. jm Zz] 08: 202. Moſaike, I.| NN ki | 1| 33.; M jm "BU|; y;„is|, 18,0.203. Vetſchirſte I 4. 240 Aeſc S. Vibliothek 14, O-. 274 und X1 S, 54. I- S. Häilens Technologie, oder die mechaniſchen Künſte als ein vermehrter Auszug aus den 6 Bänz den der neyen Kaunſthiſtorie, Mit gs RKupfertaf, Brandenburg 17382. 84 P. 17. Sprengels Handwerke und Künſte in Tas bellen, Gortgeſet von O, 1.6; d6riwig, Berlin | ſeit „IIRCIE a ET EIE EIE eri DEER ak R WE RE EO SET EE Dean vn EN Brößo! [1/62 dy jam 1 M| Wm (19; 17] 80 Tals bt||; yz Tuny taal Th 9) I 1 Dhu» M 1 Wan 3. 3, 23 ft Zen N 4 er Job, Biz Dö 7 Bande* obe bolſtäm igt und u often zu E,Pyh y ambache ken, Te hn Gtüce Ü EG, 307 bling von oute Ause Ungen bot melle im 8, ieſet Ay82 he Ueber: jen Fünſie, yburz und „heile I ds GS, 54 yechaniſche! ; den 6 Dau ) Kupfe "uft 10 Wig: hp Einleitung 5. 15. 41 Feit 1767 bis 1795" ſiebenzehen Samlunygen in 84 Die beyden erſten Samlungen ſind 1778 und 1782 von Hartwis ganz umgearbeitet herausgekoms men« S. Bibliothek XU. S, 362« Die beys den letzten Samlungen ſind von andern Verfaſſern. I. 4. Jung Verſuch eines Lehrbuchs der Fabriks wiſſenſchaft. Nürnberg 17835. 8. I. S. Cynradi Anleitung zum Studium der Technologie, Leipzig. 1785, 8: G.&. v. Lamprecht Lehrbuch der Technologie, Dales 178758 C. GS. Röſſig Lehrbuch) der Technologie, Jena, 3790: 8+' Wörcierbücher. Dictionnaire univerſe] de Commerce=- par Sa- vary. Neueſte und beſte Ausgabe:. Kopenhagen 17597 1763. 5 Bände in Fol, Kncyclopedie ou dictionnaire raiſonne des ſcien- ces et des arts- Paris und Neufchatel ſeit 175 bis 1767. ſtebenzehn Bände in Fol. und 1x Bände Kupfer. Nachgedruckt zu Genf, Lucca, Florenz, Lyon, Yverdun u, Lauſanne« Süypplement a BEncycloptdie, Par une ſocietä des gens de lettres. Amſterdam 1776- 1777. vier Bände Fol. u. ein Band Kupfertafeln von 3777* SG, Poyſit, 6Fonmn, Zibliotbet VIIL EN 322 Uy. X; S. 16. Tables alphabetiques des arts et metiers, conte nus dans les dobze volumes.de planches de 1 Enocyclopedie, 22 Bogen Fol, Table analytique et raiſonnde des matieres cons tenues dans les 33 volumes in folio du Diction- naire des ſciences, des arts et des mäetiers et Cs dans | 42 Kinleituntt. 5. 15.| |“8 dans ſon fupplement. Paris. 1780, zwey Bände| NN| in Fol. S. Biblioth. XU. S, 375. EIN 4 Encyclopedie, ou dictionnaire univerſel raiſonn&| OS, des connoiſlances bumaines; mis en ordre par|:"D M. de Felice. Yverdun, Seit 1770- 76. zwey"; und vierzig Bände u« 6 Bände Supplemente in 4. IE| Bon den Kupfern ſind bis jezt 6 Bände fertig«'« S. Bibliothek 11. S, 431. Encyclopedie methodigqye, ou par ordre de ma- 18; tieres, par ude ſociete de gens de lettres, de„33 1 ſavans et d'artiſtes Paris. Seit 1782. 65 livrai. M:7008 ſons in 4, S. Biblioth. X1l S. 470 und X1V(86 N, S. 473+ XVi.. S; 574: 4" Dizionario delle arti€ de" meſtieri, delle Fab. j 4 briche, e delle Manifatture, compilato da| Franceſco Griſelini, In Venezia 8, Seit 1768.| Es ſolten 14 Theile werden. S, Giornale d'Italia 1V S, 249.| Dictionnaire raiſonne vniverſel des arts et metiers,|| nouvelle edition, revue et miſe en ordre par PAbbe Joubert. Paris 1773. fünf Theile in gs. G. H. Zinken, Teutſches Real» Manufactur»- u. Handwerks- Lexicon, Erſter Theil,- Leipzig 1745+ GroSsoctav. Dekonomiſch- technologiſche Encyclvpädie, oder al- gemeines Syſtem der Stats- Stadt- Haus- und Land- Wirthſchaft, uad der Kunſtgeſchichte. Von I. G. Krünis. 33 Theile in 8. ſeit 1773. mit vielen Kupf, S. Biblioth. U1 S, 6x32 und 1V GS. 214.095 f. I. 4&- ZL. Bergius neues Polizey- und Cameral- Magazin, Leipz, 1775- 1780. 6- Bände in 4. Deutſche Encyclopädie, oder algemeines Real-W35re terbuch aller Künſte und Wiſſenſchaften. Frankf. a, M. ſeit 1778, ein u, zwanzig Bände in Kleinfol. FERNE ECT| ZEE aa: EEN AR re ER RS. md kneten DIGEN 202,27 erle ng en ote "0."b. I emen" ande feh, dre de mis lettres, de , 05 Nivrals ) und X1V Jelle Fab pilato da za 1768, Weltliga et-metiets, ordre par (le in8, foctuts 1 zig 1745 , der als Hans: und (chte, Von 1773» mit 13 wd IV d Came! nde wm 4 6 Ra 1:01 ven I 110 vein 10 1 Einleitung""ST5. 43 5.'K. GS. Jacobſons technologiſches Wörterbuch, oder alyhabetiſche Erklärung aller' Handwerke, ihrer Arbeiten, Werkzeuge, Kunſiwörter.'== Mit einer Vorrede von Joh. Beckmann. Ber- lin. 1781.27 1796.. 4 Theile in 4..-und. 4 Theile von G. LE. Roſenthal, S. Biblioth. Xx. S, 595. A11, 318, Altt, 80- 379+ AVI, 52, „guülfsroiſſenſchaften. Grundſäße der techniſchen Chemie von IJ. 8. Gme- lin. Halle 1786. 8. S, Phyſik, öFonom. Bi- blioth. XIV. S. 610, J. 8. Gmelinow Anfangsgründe der. theoretiſchen und angewandten Botanik. Leipz. 1786, 8. S. Phyſ. 6x. Biblioth. XIV. S. 423 GS. R. Böhmer techniſche Geſchichte der Pflanzen, Leipzig. 3794. 2 Theile in 8. S. Pbhbyſikal. öSkonom. Bibliotb. XVI, S. 349 u. 561. Entwurf einer ökonomiſchen Zologie, Leipz, 1778, 8« S, Biblioth,. 1X. S,. 499. Periodiſche Schrifcren. C. W.I. Satterertehnologiſches Magazin. Meme mingen. Seit 1790. drey Bände in 8. S,. Bi- bliotb. XV1, 349« XVil, 196. XVI, 179, 433. Jour- 44 Einleitung, 5. 15. Journal für Fabrik, Manufaktur, Handlung und Moden, Leipzig, ſeit 1792 monatlich ein Heft in 8 S. Biblioth. XVI1U, 206, 487. XX, 503. XXI, 187+ The repertory of arts and manufactures, London ſeit 1794 bis 1799. zehn Bände in 8. 1S. Dhby- ſik. öSFonom. Biblioth, XX, S. 34% XXI, 54, Annales des arts et wanufactures, ou memoireg technologiques ſur les d&couvertes modernes concernant les arts, les manufactures=» par K. Oreilly, Seit 1799 drey Bände in 8: S+ Götting, gel, Anzeig. x800, S, 1789. Ww= 6 I. Chr. Gädicke Fabriken- und Manufacturen» Addres- Lexicon von Teutſchland. Weimar, 1799. zwey Theile in 8, S. Phyſ, 6ök, Ziblioth, XX. ST 410, XXI, 52. P. A, Liemnich Waaren- Lexicon in zwölf Spra- Sie Wolle, nächſt dem Brode, die wich? tigſte Bedürfniß der Menſchen, iſbwdas Haar eines urſprünglich Afrikaniſchen Thiers, welches ſich in gemäßigten und kalten Gegen? den verfeinert, in ſehr heiſſen und kalten ver? gröbert, und in einierley Temperatur am be- ſten geräth. Die beſte in Europä iſt die Spa- niſhe, Portugieſiſche und Engliſche. Für Teutſchland iſt es ein Glück, daß es nicht der Spaniſchen Shafzucet, 26 bis 30 Thal,[22 bis 23 chl.] 5, Eine der vorzüglichſien Juütländiſchen Wolle iſt die, welche an der Nordöſtlichen Seite von Jütland falt, von denen Scafen, die: dort Zönder fgaar oder faar af den blandings- art heißt» Daraus werden in Kopenhagen die D ex :;' 50 LErſier Abſchnitt.) extrafeinen ſo genanten Tothen Generals: Tü: gezauſet, gezupfe 5 hernach auf hölzernen oder eiſernen Horden vorſichtig geſcylagen oder geflackt, oder ( auch in den LVolf gebracht, und darin machinirt. - Der Wölf iſt ein Kaſten, worin die Wolle, durch eine gezähnte Winde, und durch die"an den innern Wänden des Kaſtens befeſtigte Ha- ken, über einer Horde, dur einander gezogen wird. In der hieſigen Zunkiſchen Mänu- factur iſt er, ſeit ihrer Errichtung, im Ge- brauche, In England hat man verſchiedene Werkzeuge dieſer Art, welche gigpingmills vder Towivg- mills oder machines ior twit« ching wool genatit werden. 2. Will man Wölle von etwas verſchiedenep Güte mit einander vermiſchen, ſo geſchieht ſoles am beſten gleic) nach dem Zäuſen. 3. Stätten hieß ehemals ſpalten, zertheilen; ſo wie noc< im Schwediſchen und Däniſchen Fläka, Fläka flkar, Fiſche ſpalten oder reif- ſen. Deswegen ſolte man nicht Slikbering und Slikgans, ſondern eigentlich Släkbering, Släfgans ſagen. Gleiczen Urſprungs iſt Flocke, Schneeſlo>e. G.::4. Bon dem anklebenden Fette und Schweiſſe muß alle Wolle, vornehinlich aber diejenige, Os wels 52 Erſter Abſchnitt, welche nicht vor der Schur gewaſchen worden, imgleichen die, welche zu:guten Tüchern und feinen Farben beſtimt wird, vollkommen ze- reinigt werden. Zu dem Ende wird ſie,"theils in kaltem, theils in warmem Waſſer, theils in einem Urinbade, theils mit Seife, gewa- ſchen, an der Waſchbantf im Waſchkorbe wieder rein gusgeſpühlt, im Schatten, oder in geheizten Zimmern getrocknet, und durch Slacrken wieder aufgelockert. -I+:Zum Waſchen"dient die Waſchban?k, über welcher die Wolle, durch Hülfe zweyer Haken, deren einer dur“ einen Haspel umgedrehet werden kan,'ausgerungen oder ausgewunden wird. 2. Im Sdhatten wird vornehmlich) diejenige Wolle getrocknet, welche weiß bleiben, oder ſehr helle Farben erhalten ſoll. Hingegen zu manchen Zeugen tro>net man ſie in der Sonne, weil: ſie dadurch etwas härter wird, 3, Zuweilen wird die gewaſchene Wolle gefärbt, vornehmlich zu den melirten Tüchern, welche die Engländer ums Jahr 1614, als-ſie ihre Zücher noch in Holland färben lieſſen, erfun- den haben. Die verſchiedentlich gefärbte Wolle wird alsdann entweder dergeſtalt gemiſcht, um eine gleiche, oder eine gleichartige bimte Farbe zu vewürken.„ Auf ſolche YVrt entſtehen neue Farben, weldye oft der Manufactur den Abfaß vermehren. Das Meliren geſchieht entweder vor, oder nach.dem erſten Krempeln, und vorzüglich dient.auch hierzu der Wolf. 4+ Wolle, die zu ganz weiſſen Tüchern dienen ſoll, wird, nachdem ſie gereinigt worden, ge- ſch10pe: K ML om „R NG 0 M 110 008 Aſi„KE (UO 1,0 (pn [1] dg ).. /D 1957 497! ? 02] | (4| 109 Hei vas Vil 5% [vm y Wythey Uh wn) "y Opf 0 qui Yaſchtorlt Ten, ode und durh anf, über ye Haen, umgedrehet Runden ) diejenige leiben, oder Dingegen zu der Gon (ſe gefärbt, an, weht als ſie ihre Aan, eſu närbie Voll 0 ih| ; binte Far ml WEIN uy ve. den A) nieht ent Ai 4 Bol Zichen 1 io wont, 3 fame: YVollenweberey. S. 5+ 6+ 53 ſchwefelt 3 wie wahl man ſich dieſes Mittels; wegen des Anlaufens der Treſſen und anderer Unbequemlichkeiten, nicht gern mehr bedient, 8. 5- Die gereinigte. Wolle Wind; nachdem ſie entweder zu Tüchern, oder Zeugen beſtimt iſt, gelvempelt oder gefämmet. Tücher ſind vicker;" wollichter, filzigs Zeuge ſmd gläcter, dichter gewebt, 11h ter, dünner und ohne Filz. Inzwiſchen ſind beyde ſo ſchr verviellältigt und abgeändert wovden) voß ſie unmerklich, faſt wie Werke ver Natue, in einander über? gem I, Oft. haben Tub- und Zeugmäacher über die Grenzen;ihrer Gewerbe geſtritten„. und. baz benſolce Juriſten unrichtig beſtimt, 1:05 nach den“ Werkzeugen,'nachy der Balke.--- Neue Erfindungen haben den ehemaligen Ab- fftand der Tücher von den HD ausgefüllet, und die Grenzen aufgehoben, welche die Poli- zey nicht gewaltſam. wieder herſtellen vird, ohne der Erindung und der Induſtrie ſchäd- liche Grenzen zu ſeßen. 5. 6. Zu Tüchern wird die Wolle, nachdem ſie eintgeſchmalzt, oder mit Fett angefeudtet nd biegſamer gemacht worden,, wefremg eit, geſchrubbelt, oder kardexſcher 5 das iſt, ſie wird mit eiſernen Zacken. oder Haken, welche, 19 Art=der Hedheln., in 2 ver? | 54 Erſter Abſchnitt. .;:;; pu verſchiedenen Reihen, dur< ein auf einem 1) Brette befeſtigtes Zeder, gezogen ſind, aus- gd? einander gezogen, wodurch die Fäſern, zur vy Erleichterung des Gpinnens, no< mehr g2-|) 4 krennet, die fürzern geſchieden, die längern| gemiſcht und, zum fünftigen Filz, Frauſer| 1-8 gemacht werden. E|| 8 XI. Nach der Abſicht der Arbeit und Verſchieden:|E heit der Wolle, müſſen die Rrentpein verz 2 ſchiedentlich eingerichtet ſeyn ,' und mehr oder|| weniger, gröbere oder feinere, längere oder X2] fürzere, mehr oder weniger gebogene Zähne| Ws haben. Sie erhalten darnach verſchiedene Na-| En men, die doch nicht an allen Orten einerley u ſind; z. B. 1. Reiß- und Brechkämme, 1 En Krempeln; 2. Schrobeln oder Schrubbein,||"m Rrauen. Rardetſchen. 4. Rniettreichen,. 1m Man vflegt ſie auch wohl nach der Anzahl der IB Zähne zu benennen; z. B, einige heiſſen Seb s-|. ziger, andere Siebenziger. Die eine Kremz- pei iſt auf dem Roſſe, über dem ZRrempel:| ,, M Fajten, befeſtigt, die andere hält der ÜUrbeiter| EZ in der Hand. Die feinſten ſind die Knieſtrei-| xX den, deren eine der Urbeiter über dem linfen(4 Knie feſt hält. Neue Krempeln werden vorher| it mit Slockwolle ausgefuttert, Mit' den MU Kraßen wird die Wolle zu viereckigen Biättern,| DW mit den Knieſireichen zu ſpindelfüörmigen 8l6-|B tben,"gebildet. Die Arbeiter beiſſen: Woll- 16 Frazer, Wollfreicher, Knieſereicher. 2: Die Krempeln werden am beſten in Holland, England und Fravkreich, in Tentſchland aber| 21 Zur an, wenigen Orten, gemacht; 3.-B. in"" Nürnberg, Zwickau, Jalau;, in Achen, Eupen.|.5 im Limburgiſchen, weicher wegen feiner Max- Im ai nuz =. = EE Eu SF IRE HTE ae LIER Grm- FEE Ine, I-III E N ng ru üz KEL->. uf ü<“* 2. Mind„Bu be....BEns er " ENE Fes Oi ERR UE Gs Ed EFR ERT 22 FSE in Dal 7 Ep EE SEL In rl EED um MELS nen Ze preb 05; TV y Wollenweberey. 5. 6. 7. 55 S A dm nufacturen beträchtlicher Ort, auf den Char? y Hi, ten, gemeiniglic) Oopen, ſonſt auch Neaux, Päſert, genant wird. Die gebräuchlichſten Arten wer? od meh. den jezt auch hier in Göttingen von einem Nas TE delmacher verfertigt. Bretter-zu dieſen Krems? die Jünn geln werden häufig nach Holland aus dem Mänſterſchen, vornehmlich aus dem Städtchen Halteren, nach Leyden, geſchi>t. 3. In England geſchieht jetzt dieſe Arbeit durc< 13,- Fraue Verſieden: eine Maſchine, welche zwey ganz mit Kraßen "peln„vers beſetzte Walzen hat, und ſcribbivg- mil] oder mer oder carding- engine genant wird. Die vortheil- gere oder hafteſte iſt die von Cartwright angegebene, ene Zähne wider deren Gebrauch ſich 50,000 Menſchen, edene Nas welche bis dahin von Wollkraßzen gelebt hatten, n Anerley und ihren jährlichen Berdienſt auf 800,090 en, ein Ausſchlag, woher die Benennung: Üiaſeln oder Maſern entſtanden iſt, 2. Das Spinrad(vermuthlich das kleine Tret- cad) foll im Jahre 1530, von einem, Namens Jür- man Ln We ee I CH IEEE u VIR LADE Vat IhI 0 2.-[SPEE 663 SINE 778 af DIGEHR 2, Sr SE MR Ei Mu Üb Zi HEGE deR ARZ Wms IIR ARE. as Aab 55 DESI mbit tit FEE Ei ſen ad | ie aus Vys bezahlen diz en Tüchety, it werden, ee auf ei- Ny vehten ; die linfe 1 Rädern, miten einen ene Faden zur Schnur, (age aber ; Chnuty hüten, dah oder daß für ehe Mh e Maſel,! (6 Benny niſ a8 Hai nen, Do diy 9 I ä e tunden von Braunſchweig, erfunden ſeyn. wo er gewohnt hat, ſteht jezt ein Wirths8s haus,„welches deöwegen das Spinrad heißt. , Spinmaſchinen, Svpinmühlen ſind wenigſtens ſchon im erſten Viertel des x8ten Jahrhunz derts, und zwar zuerſt zu Schafwolle, ange- geben worden... Einer, der ſolche Erfindäang in England anhoth, muſte vor denen, welche dadurch) ihren Verdienſt zu verltehren beſvrg- ten, flüchten.. Er aging nach Frankreich, wo ſeine Angabe in Gegenwart des Generalconz troleur Velletier des Forts unterſucht und rich- tig befunden ward. Er erhieit darauf eine Belohnung, aber man trug doc) Bedenifen dieſe geſchwinde Svyinnerey einzuführen. Ts ſcheint, daß die eriten Spiuimaſchtinen in Jtaz lien gebräuchlich geworden findz jet? aber ſmd die volfommenſten in ben Gngitſchen Baumwolz lenmanuüfakturen, wo ſie von Baiſer gerieben werden. Die Engländer Ala>en, krempein, ſchrubbeln, ſtreichen und ſpinnen mit WMaichiz nen; ſie weben, rauhen und jfcheren damit die Tücher. „Inzwiſchen hat das Syinnen durch Matchis nen mehr Schwierigkeit bes Wolle, als vey Baumwolle. Bey der Maſchine. welle ich bey H VPeſſen in Helmſiädt geſelm have, wird die zu Flöthen gekrazte Landwolle erſt auf ei- nem groſſen Rade lo>er vorgeſponnen und das Garn loſe auf Spuhblen gezogen. Die Spin- maſchine iſt eine ſchiefliegende Fläche, an deren vbern Rande 24 mit dem lockern Garn aefül- leten Spuhlen geſteckt werden, von weichen die Fäden durch den Theil, welcher der Wagen genant wird, heruntergezogen, verlängert und fein geſponnen wird, indem ſie:zugleic), wie Ds bey N„;€ Es es eee eEÜmeneneerEnee ene 38 Erſter Abſchnitt, bey dem Spinnen, um ihre Axe gedrehet wer?» den, worauf denn“ das verfeinerte Garn auf die unten ſtehenden 24 Bobinen läuft. Die Spinnerinn ſezt durch ein Rad den Theil der Maſchine zum Auszießen der Fäden in Bewe- gung, und durch einen Tritt treibt ſte ſolche auf die Bobinen, Weil aber die Fäden oft reiſſen, ſo muß ſie beſtändig bald hier, bald dort nachhelfen, alſo ſtehen. Viel vortheilhafs ter iſt die Maſchine, welche hier H. Funke von einem Engländer gekauft hat, Dieſe iſt ſo wohl zum Vorſpinnen, als Feinſpinnen eingee- richtet, dergeſtalt daß einige ſiebenzig Fäden zu gleicher Zeit vorgeſponnen, und, nach eini- ger Veränderung der Maſchine, hernach. auch zualeich fein geſponnen werben, Aber die Einz richtung iſt ſchr zuſammen geſeßt und koſtbar, 5, Das allerfeinſte, weichſte und ſanfteſte Geweb, was bis jetzt aus Thierwolle gemacht wird, iſt dasjenige Zeug, was die Engländer Shauls, die Franzoſen Chales oder Challes nennen, welches im Orient von langen Zeiten her hoch geſchätzt wird, und ſeit Anfange dieſes Jahr- hunderts über Bengalen auch nach Europa kömt. Nach der Verſicherung des Hru, Pal- las und den Proben, welche ich ihm verdanke, wird es aus dem Haar einer Ziege gemacht, welche in Kaſhmir und Thibet einheimiſch iſt, Mehr Nachricht findet man in meiner Wa«a2 renPunde 1. S, 522. und voi? den Engliſchen Verſuchen, europäiſche Wolle zu gleicher Fein- beit zu ſpinnen, in Phyſikal, öfonom, Bi- bliotbe?t XVL S. 528. 8. 9. Das geſponnene Garn wird gehaspelt, oder zu Strehnen, Sahlen, geweifet- Das ger 2 EEA HIE nn Kali lte deibrebiäke RE EE RE SETE RET IEE Wollenweberey, Y. 9. 50 „we geweifete Garn wird auf eine UWinde gebracht, R War 2.-> Oh 4 F D 5 | uß.9. ynd davon mit einem 8publrade auf Spuh- en Une len, Zobinen?(bobines) gezogen, Aber zu en in Boy einigen Zeugarten muß das Garn vorher auf 0560 dem Spulrade duplirt, und hernach gezwirnt üben ij 0' hier, hal) WELDEN.?; vortheilhans"I. Oft laſſen die Tuchmacher ihr Garn nicht Funfe von haspein, ſondern ziehn es zlei) von der Spille eſe iſt ſo des Spinrades auf Spuhlen. Ne) Anger. Das Zuſammendrehen zweyer oder mehrer jg Jaden Fäden, welches zu Serge de Rom2, Serge de na) einis Berry u. qa. ndthigiſt, geſchieht auf der Zwirn- 10) auch mühle, In groſſen Manuſaciuren hat man c die Eine Mühlen, worauf einige hundert Stück Garn ) fofibar, zugleich gezwirnt werden können; manche wer- ſe Gewib, den von Waſſer getrieben. DI 3.'Die Strehnen, Zahlen, Stücke, Löppe, e Shuls, werden in Gebinde oder Sitzen getheilt, die 3 Nenn eine gewiſſe Zahl&äden, welt werden. In einigen Gegenden ſagt man Spuhlen oder Rnöpfe, wenn auf einem zweymännigen, und Pfeißfen, wenn auf einem einmänrigen Stuhle gewebt wird. Zu einigen Schauordnuvgen hat man zwey Spuhlen eine Pfeiſſe genantz wo alſo 12 Pfeiffen geſchoren werden ſollen, da müſſen 24 Spuhlen auf der Scherlatte ſtecken. Einige unſerer Tuchmacher behelfen ſic) mit ei- ner. Scherlatte ohne Bank„oder- Untergeſiell, welche ſie, nach der Weiſe der Leinenweber, nur an. die Wand lehnen, oder am Bodenaufhenken, 2. Der Scherramen,"die Scherkübe, oder Schergiebe, iſt ein ſenkrecht ſtehender Hasvpel von einer beſtiimrea Höhe und: Weite, um wel- hen. die halben„Gänge, in. Schraudenlinien, herunter und wieder rüFwerts hinauf. gewunz den. werden, Scheven, Schiren,. hieß ehes mals, abtheilen, abjondern. 3x Die Anzahl der Spuhlen.auf der. Scherlatte, GES GIN C32 EE WENN y E25 oder eigentum die Anzahl der"Fadeitz: welche ) auf Erſter. Abſchnitt. äduf einmal. geſchoren werden, heißt ein halber Gang, und die doppelte Umwindung des hal- ben Sangs um den Scherramen giebt hernach den ganzen'Ganu: Alſo wenn die Kette, wie 3. B. bey den Preuſſiſchen Kerntüchern, 1728 Fäden haben ſoll, ſo nimt man 34 Spuhlen, da denn 24 Faden ein halber, und 48 Fäden ein ganzer Gäng heiſſen, und die Kette 36 Gänge haben muß. In einigen Schauordnun gen aber hat man eine Umwindung des ganzen Scherramens einen ganzen Gang. genant, und IDEE zu rechnen, müſte jene Kette 72 Gänge habeit. 4. Die|Schauordnung ſchreibt vor: 1. die Länge des Tuchs auf dem Stuhle; 32, die. Breite des Zuchs durch Beſiimmung der Anzahl. Fäden, welche inder Breite oder der Kette ſeyn ſollen; 3. Ziebt ſie auch) ſchon dem Arbeiter an, wie viel Spuhlen er dazu auf die Scherlatte ſtecken, und wie oft die hälben Gänge um. den Scher? rainen herunter und hinauf laufen müſſen, öder wie viel Spuhlen und Gätnge-genommen wer- den jollen; 4. beſtimt ſie die Pfunde Garn zur Kette und zum Einſchlage, Z,. Beyſpiel einer Berechnung, wie viel Stück Gärn und Pfunde Wolle zur Kette eines Tuchs nöthig ſey, wenn das Tuch auf dem Stuhle 45 Ellen lang, und“ 32 Elle breit ſeyn, und nac< der Schauordnung- 3600 Fäden in der Breite, oder in der Kette haben ſoll, Der Arbeiter ſch2ret. auf einmal 20 Fäden, alſo muß er dieſen halben Gang 3600: 20 == I86mal um den Scherrämen herümwinden, e nämlich 99 mal herunter und 90 mal hinauf, Aus einem Vfünde Spaniſcher Wolle werden 43 öder 43, oder aur nur, wie ich hier an: - nehmen will,-4 Stück Garn geſponnen, GG ; in R ER AID Ml BE ECE FZ AR Rd Ride EH ed GE I IE =< 25.55 +. K408i 1:36:* re "x 9""f9 090 3 et db alpey ndung al N giebt Hm) die Stb tücherh, vy 24(GN nd 48 Zim die Rette 4 hauordnun es ganz enant, uhd € 72 Gänge , die Qänge Breite des hl Födett, en ſollen; wa, wie [atteteieh, den Scher: nüſſe, oder nen (abn zur el Sti ws Luchs ja Stuhle ſeyn, und aben im det (, 1 20. Fady 0 360011) erwin wal Dim Bolle im ſpon)" Wollenwebetey, S. IX, 12, 13. 63 Ein Stück hält 22 Gebinde; ein Gebind 44 Fäden,' jeder Faden oder der Umfang des Haspels; iſt 2 Ellen, Ulſo iſt ein Stück Garn= 224 44+ 2== 1936 Ellen läng. Da nun in der Breite 3600 Fäden, deren jeder 45 Ellen lang iſt, ſeyn ſollen, ſo ver- langt die Kette 3600. 45== 162,;000 Ellen. Da ferner ein Stü Garn== 1936 Ellen, ſo ſind 192,000 Ellen== 83427 St, oder faſt 832 Stück Garm Weil aus einem Pfunde Wolle 4 Stück Garn geſponnen werden, ſo ſind zu 832 St, nöthig 2011 Pfund Wolle, G+ 12% Damit die Kette ſteifer und feſter werde, um das Aufſpannen und das Reiben des Blatz» tes, ohne ſich zu zerfäſern, ertragen zu kön- nen, wird ſie vorher geleimt, das iſt, ſie wird durch heiſſes Leimwaſſer gezogen, und entweder in freyer Luft im Schatten, auf der Werfrenhänge, oder auc, aus Noth, in geheizten Zimmern getrocknet. x WEI Der Weberſtuhl, eines der älteſten und nüßlihſten Werkzeuge, iſt, ſeit dem ihn die Griechen aus Aegypten geholt haben, viel Fünſtlicher und bequemer geworden 3; aber am Stuhle von ägyptiſcher Einfalt, webet noch, jedoH mit unerträglicher Langſamteit, der Sts 64 LErſier. Abſchnitt: Indianer Zeuge, wel iche der Suropser bewun- dert. Die vornehmſten Theile des Stuhls, der entweder einmännig, oder zweymännig iſt, ſind: 7.' Das ganze viere>ige Geſtell. 2. Der Earnbaum, Rertenbaum, We- berbaum, hinten aim Stuhle, in deſſen Falze oder"Fuge eine Ruthe, welche durch die Ge- leſe geſteckt iſt, paſſet. 3. Die Kämme, Schäfte, mit ihren Bindfäden und Ringen oder Maſchen, oder das Gejchirr, wovon je zwey an einem Fa- den über einer Rolle, oder einem Kloben, hängen. 4. Die Shemel, Pedale, womit das Geſchirr durc< Fäden verbunden iſt. 5. Die Lade, mit welcher der Eintrag in die Winkel der'gekreuzten Kettenfäden geſchla- gen wird. JIhr Hlatt, Kietblatt, iſt ein Kamm,"deſſen Zähne, Riete, von Rohr, oder, wie hier, von pokirtem Stähle, ſind, und der von dem- Oberſchweife und Unter? ſchweife eingefagt iſt. 64 Der Bruſtbaum, ohne Spalte, vder mit einer Spalte, da im erſten Falle das ge- webte Tuch über den Bruſtbaum,"uad im leß- tern dur< die Spalte deſſelben geht. dm A" NEN] 218 (fm 618 gl Si * | WiSd | ſhut Hy | 0, fE9; | un) Vier | hah J ſind) O4! mb Preitt yy (ner( I jm Jad itt ß Fitun4 KOR wiel van Nh» Wll/ (0 des(ui v' 7 ZWepmun ſell, nbaum))), in deſſen da) durc die €, mit ih x 8 VIE al 6 Naſchen, ant einen Dp en Sion womit dos ſi. y Eintrag" den geſchl att, iſt ei von. Koht, tahle, ſmd, und Unter Wolſſenwebevey.%>"5. 33. 14."65 7"Der Tuchbäum Unterbauin;' unter dem, auf welchen das gewebte Tuch gewunden wird; Ad) 8. Das Spanbolz, Sperruche,; Tem peil, Töinpel, CFranzdſ. le temple) ein Sto> vder ſchmales gegliedertes Brett am Ende mit Haften verſehn, womit das gewebte Tuch in gleicher Breite erhalten wird. 37, Job, Ray, ein Engländer, hat ums Jahr 1737 eine Cinrichtung angegeben, wodurch ein Mann, ohne Verluſt" än Zeit, die breiteſten Tücher weben kan. Sie iſt auch ſchon in manz hen teutſc- ten Zurche, Leſexuthe,- getrennetz Zeder E Ket- Fen eg eig nin gen vis Feri ir di RERE MED-4 ARe E EIE 66 Erſter Abſchnitt. Kettenfaden wird durc< einen Ring vder ein Aug des Geſchirres gezogen, und zwar wech» ſelöweiſe ein Faden des Oberſprungs( des Obergeleſes) durch ein Aug des erſten Kams mes, ein Faden des Unterſprungs durch das Aug des. andern Kammes. Wenn die ganze Kette auf dieſe Art eingereihet iſt, werden je zwey Fäden, einer vom Ober- dex andere vom Unterſprunge, duren dient, Calamus Rötang, verſtanz ' Zuchlaune den 3 aber, wenn ich nicht irre, ſo brauchen wels. 18: die Blatmacher vornehmlim A. donax, wel: (Bee hes mit jenem oft verwechſelt wird, Leizteres wächſt in den ſüdlichen Ländern, und wird auch wie Shäftt daſelbſt gebauet. Zu uns kömt das meiſte aus Wen, die wt: Portugal und Spanien, Zn der Legge- Ord- am find; des nung für die Stadt Göttingen vom1x8: März- f zwey Gh! 1777 iſt 9, 10, des Rheiniſceen Rohrs gedacht, 1 zeöbern V welches, wie mir geſagt iſt, um Manheim qe Ri und Worins'wachſen ſoll. Rach derjenigen ven,(0 m.- Nachricht, die H. Prof. Suckow zu Heidel- 1! werth) berg, mir auf meine Bitte verſchaft hat, iſt"2s uch den 1 ebenfals A, pbragmites, welches ſonderlich.um m, den 1- PhilipsSburg und Laouterburg, eine„Stadt. in dure vs Nieder- Elſaß, die zum Bißthum Speyer ge: denerfui"Hört, geſammelt,“und' an. die Baugimter ,1:an "Ww in gl E 2 Korbe Erſter Abſchnitt. “ Korbmacher und Weber verkauft wird. Jn Philipsburg iſt die Freyheit, dds in"dem zur Feſtung gehdrigen Moraſte wild wachſende /“ Rohr zu ſchneiden,' von dem Commendanten “an die Korbmächer, für 8 fl. verpachtet do) iſt auch der Staarenfang damit-verbunden, in- dem die Staare ſich dort im Rohre zu vielen tauſenden aufhalten. Die Franzoſen erhalten -das Rohr aus Lartquedoc und Provence, glau ben aber doh aud), daß das Spaniſche: beſſer ſey. In Paris werden die Röhrc das Pfund für 8 bis 12 So!ts"verkauft.' Es ſoll auch um Perpignan gebanetr, und von dort in nördliche Känder verſchickt werden. S, Wagarenkunde S. 99. x 4+ Die Dratſtifte werden durch Hülfe einer Plaät- maſchine gebildet, Die Engländer ſollen ſie, wenigſtens für die Seidenmanufacturen, aus derjenigen Maſſe verfertigen, woraus die Let- tern der Büchdrucker gegowen werden, Die Kämme machen unſere Meiſier ſelbſt, EE EH Die Tücher werden, damit man ſie'ohne Schaden, auf dem. Schertiſche und. im Rah» men ausſpannen könne, mit einem angewebten Rande von gröberem, ſtärkerem und“ damit man das Tuch daran kene, buntem Garn, auf beyden Seiten eingefaßt.. Die. Kette zu dieſem Salleiſten,„Salband ,. Sälband, Salbende, wird"gemeiniglich nicht auf den Garnbaum' gewunden, ſondery'nur' mit Ge- wichten über. den Stuhl gehenket.. Den Tüs | ET = a IERS I 76% 5.20 40.8 54./A..5.> RIET|--.* ra NG a“ KE EG PMO ESGL" WPSLOO EREN IRIS"LE uu m E95 MG EIER RES WR WEN ERT ES ERNTET Laa I NE t, WEN Gewinn hy + D, hy vell mmh ſoßen beh. der Einhy 4 erſten Ui [aſt allgumg ve Zicher 6 bey offe gevingere SHatord- ee, welche (ezt, find m die et ufa (gar es ſie, Ner eſnung der ſer des Gv heiten, 2, wen Y joven) 4 Wollenweberey.'" SF. 17. I8+ T9+ 74 5. Woderflecke, die entſtehn, wenn das gewebte Tuch zu lange unabgerollet, auf dem. Tuchbaume gelaſſen wird. A023) 6. Vorſchlag, Lliep, wenn die Spers- euthe. oder der Tempel nicht gleichmäſſig fort» gerückt iſt, und dadurc< der Einſchuß ſchief, und das Tu an einigen Stellen dichter, als au andern geworden iſt. 1. In Teutſchland wird gemeiniglic< das Weben "entweder vach Ellen des Tuchs, oder nach Pfunden der Wolle oder des Garns bezahlt; aber beſſer, wiewohl. nicht vortheilhafter für den Verleger, wäre es, wenn es nach dex Menge.des verwebten Einſchlags geſen ſie ſich vornehmlich zu dicht gewebten Tüchern, wozu das Garn drall ge: ſponnen iſt,-Wo man es'ndthig findet, mit Harn zu wa!ken, da ſiad die Hämmer beſſer, weil da die Fäden ſich mehr aufdrehen können. Ter Walkmühlen findet'man ſchon am Ende des zehnten Jahrhunderts erwähnt. Augsburg hat folhe ſchon vor dem Jahre 1389 gehabt. 2. Man muß ſich hüten, kein Waſſer zum Wale kein zu nehmen, welches feinen Triebſand bey ſich führt, als welcher viel von dex feinſten IBolle mit ſich nelhy'men würde, GL; 28% Walkerde, ſmectis, terra. fullonum, heißt jeder feiner Thon, der ſo wenig Sand als mögli), wenig oder qar Feinen Kalk, we- nig oder gar kein Eiſen, viel feines brenbares Weſen hat, leicht in„Waſſe zergeht, ſchwer ſic) daraus ſcheiden läßt, und.leicht ODehl ein- ſaugt. Alſo macht die Walkerde nicht eine eigene Art im Mineralſyſtem aus. Alſo mag der Engländer ſeine miSzönnete Erde uns ferner vorenthalten, wenn nur unſere Walker engliſche Geſchiflichkeit, engliſche Vorſicht und engliſche Aufſicht haben. I. Die Engliſche Walkerde brauſet nicht unb hat' ſehr wenig Kalk; alſo irren die, welche die Würkung von einer beygemiſchten abſorbi- xenden- Erde herleiten. Sie läßt ſid) mit dem Nägel leicht glänzend poliren; wird' dürchs E 5; Brenz 74 Erſter Abſchwitt, Brennen anfänglich ſchwarz, hernach braun- roth, auch giebt ſit Berlinerblau; alſo hat ſie ein-feines brenbares Weſen, und iſt nicht ganz xein von Eiſen., Hin und wieder glänzen ſehr Feine Theilſchen des verwandten Glimmers. H. Pebner Fand 73 Gyps, auch ich etwas, aber unbeſtimlich wenig, Ich beſitze in mei? ner Samlung: zwey Stücke der beſten engli- fchen Walkerde; eines hat der berühmte Reiſter dem H. Prof. Holimann aus England ge- ſchickt, deſſen Güte ich es zu danken habe; ein anderes hat H. Leibmed. Wichmann in Hannover mir aus England mitgebracht. Letz: teres iſt aus. Barner in Hertford- Shire. Beyde gleichen denen Proben, welche ich oft in auswärtigen Samiungen betrachtet, auch wohl unterſucht habe, und aile haben mir obige Rex ſultate gegeben. Bergmann fand. in der Walkerde von Hampſhire: 0,518 Kieſelerdez 0,250 Alaunerdez 0,155 Waſſer; 0,037 Eiſenz 0,033: Kalk; 5,007 Bittererde. Das Sdc)äus men eines Thons mit Waſer iſt eine faſt alle gemeine Eigenſchaft dieſer Erdgattung, die wenigſtens keine Art beſtimt. Mir ſcheint die Reinigung der Tücher, durc) die Anztehung des Fetts, und„durch das Reiben der fein zertheilien und ſtets bewegren Thontheile zu geſchehn. Sie ſowohl, als auch die Fiizung, eine? Eigenſchaft thieriſchex Hare, wird durch die vom Stampfen und warmen Waſſer bc würkte Wärme befördert. 2. Unſere Walker bedienen ſich theils des Thons, den ſic an unſerm Hainberge, graben und Fnäten, theils deſſen, den ſie aus Almerode Fommen laſſen, theils einer Miſchung aus beyden. Zwey und dreyßig Würfel Almero- der Erde, jeder ungefähr 216 Cub. Zoll Rheinl. t, „em 1) 0, Won ſ' "d iſi hid"nt x alan en Olin, 1) ich eini Defihe, in m; beſten engl nte Reiſt England qu anten habe! Omann in tracht, Lege: 'd- Shite, eic oft in auc wohl - obige Rex nd. iy der Aieſlerdes ,037 Eiſen; 0:6 Schäus he faſt all: tung, die ſcheint die Anziehung der ſein mhle zu M Fun, wird dur) Waſſer b1- (3 deb Uh qeaben 1 3 Ame Muſch) Loöollenweberep. 8. 21. F5 8 Rheinl. dezallen ſie"nit einein Thaler: Im Preuſſiſchen rühmt man die Watkerde: aus "Schmarey im Sternbergiſchen"Kreiſe,: von der zum Theil die in Drößen verfertigten Tücher ihre Güte“haben ſollen. 3. Seife reinigt noch geſchwinder und. beſſer, als Erde, aber ſie iſt koſtvarer, und einigen Far? ven nachtheilig- Faulender, alcaleſcirender Harn, macht, wie C. 4«, mit dem Fette eine Art Seife; aber nur wenige Farben leiden den Harn. Mit Schafkoth, den man durd) Oehl mildert, hilft: man Stellen nach, die: ſich ſchwer filzen. Gerſten- Haber und Boh». nen- Mehl verzögern durch ihre ſchleimichte 'Subſtanz das Walken etwas, und laſſen den Fäden mehr Zeit ſic) aus einander zu geben. 4. In England werden ſeit einigen Jahren manche Tächer mit warm gemachtem Men- ſchenharn und Schweinekoth gewalket. Wenn ſie einige Zeit darin eingeweicht worden, werz- den ſie, von zehn bis zwdlf Taglöhnern, mik Füſſen getreten, die bey dieſer eFXelhaften und ſchweren Arbeit für zede Stunde 6 Stüver, oder 13% Kreuzer, nebſt einer Flaſche Bier, erhalten. Zu Lecds,-ert, in. die Höhe bringt, gleihmäſſig über das Tuch ver- theilet, und es alsdann oben abſchneidet; Er- ſcenes ſhipir Verrichtung dex, Rauher, leßte- ves ve Tuchſcherer; 31: äber gut iſt.esy;- wenn 2; beyde | vy] heydt] w Eine köſtet gegen 11 Ducaten. Aud) zu Mülheim an der ' Rühr im Herzogthum Berg werden ſie“gemacht, und zu 3, auch"4 Carolinen'verkauft-" Das Schleifen verlangt eine“ beſondere'Geſchi>- lichfett, ) ME TY 2526. Zum Seren wird: das Tu über den mit-Scherhaaren„gepolſterten ,;- mit Frieß oder überzogenen, und auf zweyen Böc>en ruhenden“ converxen Schiertiſch, an den Salleiſten mit Haken ausgeſpannet. Der Scerer ſteht auf-dem“Schererixt, und ſtreicht, beym Anfange der. Arbeit; das Haar mit einer Bürſte over, einem Streicheiſey auf; und „ RN ERSE at 6 GRAF ARR SF STE 1 WDS(AF 1 IE ERTE AU 2 abge ed PUIG GEE BE 2 pe maize En * Wolſſenweberey. 5. 26. 779 8,0 7 und uach der Arbeit mit einer Bürſte vder al- Wreinan x ten Carde wieder 3. Wenn das Tuch zum WPEMN erſten mal geſchoren, oder wenn der Haut Me 4 4 mann, oder das Särteliuch geſchoren worz .; u den, wind es im zweyten LWaiſer gergubet, 4004 hernach wieder geſchoren, oder 311 halben |»983gren geſchoren 3 wieder im dricten Waſs ers, 5,0 (4% 6,4-y"4 1(Stiele dej ſer gerauhet, und endlich ausgeichoren. habe, Dieß zwey Ellen LZ, Nicht alle Tücher werden gleich oft gerauhet. | Bewegung und geſchoren, oder ſie befommen nicht gleich wohl aebarz viel Trachten und Schnitte; (1; aut der- Die ShHerwolle, oder die Scherbhagare diez nen zu Polſtern, auch zu beſiaub:en Tapeten, / diy macht 3. Im Jahre 1758 gab einer, Namens Evperet, ; Eint[oſt in Wilt-. Shire, eine vom“ Wajſcr getriebene Cheim IN Schermühle..an, woran ein Tucodſcherer vier -gemwo, bis ſc zu geben) wird es gearbeitet ed) in den hb auß ein: ve Dlatt Geheiden, Clapite hv jh wird 0 , herwad/ auögeſpu | lau) YDollenweberepy. 5. 28. Sr I. Zum Streden bedient man ſich eines Hebels mit, einer Unterlage. Jener wird an einigen Orten dex Bauerjuß, leßtere dex Schyrull genant, Das Ausſpannen in der Länge ges ſchieht mit dem am Mantelende eingehakten Rechen(Clavirblanke) und einer Winde. Beym Trocknen wird das ausgeſpannete Tuch mit einer groſſen Bürſte. geſtrichen. 2. Man hat auc) bede>te Rahmen, in denen aber die Waare leicht fleXicht wird,«ud) ſolche, welche im Winter und bey übeler Witterung geheißt werden können. Bey der Manufactur der Gebrüder Apiarius in Sto>kholm, welche, als ich ſie 1765 beſuchte, 17 Stühle hatte, waren die Rahmen leßzterex Arx: auf dem Boden des Werkhauſes angelegt, der mit vielen Oez- fen geheitzt ward, weswegen Arbeiter die Wände dur< Sprüßen naß erhalten muſien, 3. Tücher, welche ganz weiß ſeyn ſollen, wers den, vor der gänzlichen Bereitung, in einer kleinen verſchloſſenen Kammer geſchwefelt. Dieſes, Mittel kanten ſchon Plinius und JIädor. Erſterer ſagt U. S. 714. Hard. Tertio ge- neri ſuiphuris vnus tantum eft vſus ad ſuſffien» das.lanas» quoniam candorem tantum mollis» tiemque confert. Beym YApulejus de aur, af. IX verſteFt eine Tuchmacher- Frau ihren Liebhaber unter eine Tonne, die zum Schwes feln der Zeuge diente; iilum ſübiectum conte- git viminea cavea2, quae fuſtium flexu erat in rectum aggregata cumulum; laciniasque circumdatas ſuffuſas candido fumo ſulphuris inalbabat. Inzwiſchen gilt auch hier, was ſcvon bey 5. 4« geſagt iſt. 4. Manche Tücher, welche ganz weiß werden ſollen, werden arp 308 etwas geblauet, und EL 24% 20 80- DIE GOR DHE."Sl BELL EILIG) N m.-.." N t V...<= 2-00 ws; E- 288 7 4. 8 Sp GZ TD 82 Keſter Abſchnitt. 1. Dy und dann in Kreite getreten. Wenn dieſe Tü-/| N: cher, welche man kreitenweiße nennet, im| ſor Rahmen getrocknet ſind, fo muß der Staub O 'ausgeſ das Rädere- werk eine zitternde Bewegung“ erhält, durch Hülfe etner mit Carden beſetzten Walze; wegge2 zogen wird. Ctne ſolche Wühle iſt vor einigen Jahren in Hameln erbauet worden. Jm kleinen kan das Friſiren auch mit der Hand geſchehn. 4. Gekreppet werden die ganz dünnen und locke ren Gewebe, aus ſtark gedreheten Fäden, oder die Arten von Flor, indem man ſie den Dünz ſien eities fodienden Waſſers ausſeßt, oder auh fie mit Waſſer kocht, wodurch"ie Fäden einlaufen, und das Geweb kraus wird, 3. Aaurtevet wird das Zeus, indem es naß über glübende Kohlen oder angezündeten Weingeiſt langfam gezogen, auf eine Walze gewunden, und alsdann auf der Maize in Waſſer gekocht wird. Wärme und Näſſe machen ,. daß die Fäden einlaufen, und die Fäſerchen ſieh) einiger- maſſen filzen. Die Franzoſen nennen die Ra- repimaſchine Etendoir Ich verwuthe, daß das Teutſche Wort von dem Franzöſiſchen cor- ro: entſtanden iſt. 6, Die Balander iſt ein Walzwerk, in dem das Zeug zwiſchen einer hölzernen und metallenen Walze, die dur einen eingelegten glühenden eijernen Bolzen erhilzt iſt, weggezogen wird. Die Kalander macht die Zeuge, wie die Preſſe vder Tu prolle, eben und glänzend. Zuweilen verſteht man aber unter dem Teutſchen Namen eine gemeine Zeugrolle, -(u SSE NR m Mi Üb WEH ÖSE CAR FN Bg RE SERIES 38 2 82> R wan AE LIE (024 dis (19

und den bunten Calamanken: findet. Die von der zweyten Art heiſſen gezogene Zeuge, wohin Floret, Droguet,'auc<-wollene, einfarbige und zweyfärbige.; Damaſie'gehbren« Die von der dritten Art heißen brochirte Zeue- ge, dergleichen Batavia iſt. 11. Samtartige Gewebe entſiehn, indem über einer metallenen Ruthe Augen geflochten wer- den, welche hernach entweder aufgeſchnitten, oder nicht aufgeſchnitten werden. Dahin ge- hören Plüſch(pelucbe), Mogquette u. a. 12. Die höchſte Stuſſe der Weberkunſt iſt die Bereitung, der Tapeten oder Teppiche mit richtigen Zeichnungen von natürlicher Gröſſe und Farbe, wobey die Arbeit deſto künſtlicher 84 iſt, Erſter Abſchnitt. iſt, je einfacher der Stuhl iſt. Dieſer iſt ent- weder hochſchäftig, baut«-lille,' oder tief- ſchaftig, batie* ile.“ Letzterer hält die Kette wagerecht; zener ſenkrecht.*"Dieſe Weberey iſt nirgend im Curxopa- zu einer..größern Voll- fkommenveit. gebraut worden, als zu Paris in den Gobetins., eineni. Pallaſte, den Colbert, unter Ludwig X1V, im Jahre 1667 den Künz ſten erbauete, und:nach den Gebrüdern Giles und Jean Gobelin, benante. Man brachte damals eine große Menge herlicher Muſter und Zeichnungen zuſammen, die aber bey dem Ges brauche, nach damaliger Art, alle zernichtet wurden. Die Hante-1iſls lieferte allein die ſchöuften Stücke; ſie ſtellete die Zeichnung gleich reöts ſo dar ,. als das Muſter war. Leizteres ward in Sireifen zerſchnitten, weld)e man an die Kettenfäden befeſtigte; ſo. daß die Linien der Zeichnung auf dieſe Fäden paſſeten. Da» bey hatte der Künſtler den Vortheil, das er das Muſter beſtändig zwar hinter dein Stuhle; aber gerade vor ſich hatte, und Feh- ler alſo leicht vermeiden und verbeſſern konte, Bey der, Balle-tille'ward"das Muſter unter der Kette befeſiigt,"durch welche es der Ar- beiter ſehen konez aber. die horizontale Lage machte die Vergleichung beſchwerlich und un- ſicher, und da das Gewebe allemal links oder verkehrt, und zwar auf. der untern. Seite ent- ſiand, ſo konte. die Baile« liſſe nie die größten Meiſterſiücke liefern. Man machte daran nur Sachen, welche nicht' die größte Richtigkeit der Zeichnung verlangten. Im Jahre 1737 ſuchte man die Manuſactur, die etwas geſunken war, zu beben, und damals verſiel man auf das Mittel, die Hauptzeichnungen des ſchönen .„Muſiers auf ein durchſichtiges Papier zu tra- gen, und ſolches alsdann zu zerſchneiden und die R SSB BEE SEM IEE Bea ZU S5 Mb 2 ERT 2er EH BC Ep me ee NER EIIIE 35:54 tt, ' 2 Di et hit: 21 erer alt) bh Dieſe H "ew gönn, / als zu huh 0, den Colin * 1667 den Ay "brüdern Gily Man brad 'er Suffer un) |: bey dein Ou alle zernüctd erte allein Die (nung gleid) at, Rehteres vi man an daß die Unien poſſeten, Dy jortheil, daß p hintee dem tte, und Feh: "beſſern font, Ni ufer unter ee der Ar: yontale Tage rh und un: mal Unt edit ton. See ent nie die größt chte daran! » Rechtl hut 17370" f? We 7] da mann" en des jW jm 6 Papi) 1 zerſhm v D Wollenweberey. F. 32+ 89 die"Streifen an die Kette zu heften. Anfänge lich verfuhr man auf dieſe Weiſe nur bey Haute- iſte;"aber im I. 1749 wendete man ſie auch bey Baſſe- life an. Die Hauptlinien wurden auf ein geöhltes Papier getragen, welches man unter die Kette leäte',' hingegen das Muſier ſelbſt behielt der Künſiler: vor fich, fo wie er es jODIr ZGir bey Haute+ liſie vor ſich" gehabt hatte Weil nun die Zeicnung auf dem'geödhl- ten Papier verkehrt war','ſo entſtand die Zeid)- nung des Gewebs hingegen rechts, oder völlig ſo, wie die Urzeichnung war." Wenn der Künſt- ler ſeine“Arbeit, ſv weit ſie-fertig war, betrach- ten wollte, ſo wor er genöthigt, das" Stü> abzuwinden, welches äußerſt beſchwerlich fiel. Im Jahre 1758 gab Baucanſon eine Einrich- tung an, welche dieſes erleichtern jollte,„aver ſie leiſtet nicht ſo viel als man anfänglich glauv- te, und nocy jezt»behält die Haute- lille große Vorzüge in Räckſicht auf die Richtigkeit der Zeichnung und Auswahl der Farben. Die Arbeit der Batle- lite geht um, ein Drittel ſchneiler„ als die andere, da bey jener.die Ket- tenfäden durc) Schäfte wechſelsweiſe herun- ter gezogen werden, Alſo.ſollte auch der Preis an Baſie-hlie um ein Drittel geringer ſeyn; welches doc) nicht immer zutriſt. Die. aller- ſchönſten Stü>e liefert aud) jeßt noh die Nan- te-lie. Kurz vor der Revolution ſtand dieſe Arbeit in den Gobelins unter Aufſicht des Herrn Zudran. Jächſt den Gobelins lieferte die Manufaciur von Beauvais, deren Director Hr. Deimenoiuy war, die beſie Arbeit; doch arbeitete man daſelbſt nur an niederſchäftigen Stühlen, YAus Frankreich iſt die Kunſt der Tapetenwirkerey nach Brabant, wo ſie noh, vornehmlich zu Brüſſel, doc) nur auf nieder- ſchäftigen Stühlen,„getrieben wird, gekoms F 5 mens; 99 Erſier Abſchnitt. men; von da nach Teutſchland, undzwar zuerſt noc) Schwabach, hernach auc in die Preußiſchen Staaten, nämlich-nac) Berlin durch des WViegnes, deſſen Erben noch da- ſelbſt arbeiten;„doh nur auf-niederſchäftigen Stühlen. Jn. Wien liefert jetzt die Teppich- manufactur a la Savonnerie: auf fünf Stähe len, jährlic) 24 theils groſſe; theils. kleine Stü>e Teppich:;-. Im. Jahre 1763+ iſt auch eine ſolche. Manufactur in dem. Schloſſe zu Heidelberg angelegt, wordenz5 wiewohl andere ſagen, es ſey ſchon 1756 von Vosmann aus Berlin geſchehn 3, ſie iſt ſchon längſt eingeganz gen. Auch. St. Petersburg hat'hochſchäftige und tiefſchäftige. Stühle, ſo wohl-zu aufges ſchnittenen,“ als unaufgeſchnittenen Arbeiten. 13« Hieher gehören auch die türkiſchen Tape- ten, die unter dem Namen der Tapeten der Savonnerie bekant ſind, deren Kette nicht, wie bey den übrigen, ans Seide, Zwirn, Baumwoie, oder ungedreßtem wollenen Garn, ſondern aus gedreheter ſtarker Wolle beſteht, und dte ein ſamtartiges Geweb ſind. Sie werden türkiſche Tapeten, point ſarraſin oder de urquie, genant, weil die Sarazenen dieſe Weberey, unter Rarl Miartel, nach Frank- reich! gebracht haben ſollen. Auch noh jeßt werden in Europa die ſchönſten in Frankreich, in dem Gebäude zu Chaillot, weldes ehemals Savonnerie hieß, gemacht. Cben daher iſt dieſer Namen für dieſe Tapeten entſtanden; nicht, wie manche ſagen, von der Stadt Sa- vona im Genueſiſchen, wo ſie zuerſt gemacht ſeyn ſolten, 34. Zu den geringſten Tapeten gehören die Ber- games, deren Kette genieiniglich Hanf, das eingewebte aber Floäſeide, Wolle, Baum- wolle SEE I En BEE ÜR ZEE EGE TAR ZU Ds m IEEE 5 2I1 206 ABH 01 022 7 I wage R 2 Wolſlenweberey. FLF. 32« 91 nb, 10 ah wolle vder. Kamelgarn iſt.». Sie haben Zeiche 0 hn nungen von Thieren und Bliimen, oder nur < nad Zei Streifen, die zuweilen mit einer Cinfaſſung en mw) umzogen ſind; oder ſie gleien, y vo) jeht Beuteltuch), toile a bluteau, ein weitlödhzes Trovit), riges Geweb, aus feſt gedreheten wollenen 1 ehemals Fäden. ven Daher y 230y, Boie, gleiht.dem Flanell, 1 Wutſanden): x Stadt Gx CaFa, hat erhabene, wie Sammet gewebte, verf gem) aufgeſchnittene oder unaufgeſchnittene Blus ' men. Jelßzt Kette und Einſchlagwolle, aber ky ehemals aud) mit eingemengter Seide, VORN : 6 0a, CalamanF, CalminL, meiſt geſireift oder ah Hu: Dot zu geblühmt, "W Came» 92 FELLE SEE BEESE Fa AR x WIER 2I1.10 Eos LA> I ewigen MR 24 0 Erſter Abſchnitt. Camelot, Ramlot/ ein wollener Zeug; Es giebt aber auch: Kamlotte aus Kamelhaar, die dieſen Namen urſprünglich gehabt. hahen, imgleichen aus Kamelhaar und Seideu, ſ. w, Caſfian, ein dünner Zeug mit glatten einge- dructen Zeichnungen.- Der Namen iſt viels leicht von der Stadt Caſſian, Cachan, in Perſien. 3 Chalong, gleicht dem Raſch. Concent, ein gemeiner wollener glatter Zeug. Crepon, Crepone, Creſpone, ZRrepon, eine Jachahmung des ſeidenen. Kreps. Damaſt, wollener; cin: geblümter. Zeug, der zu Kalinan? gehört. Drap. des, Dames, ein zarter,„weicher, leich- „ter,, wenig gewalkter Zeug, Droguet, gänze und halbe, wohin auch die verſchiedenen Arten von Eſpagnoiettes ge: hören.“ Der Namen ſoll von Drogeda, einer Siadt in Ireland entſtanden ſeyn, wo ſie zuerſt verfertigt ſeyn ſollen. Etamine, ein dünner glatter Zeug, entweder ganz aus Wolle, oder zum Theil aus Sei- de; wird mit zwey Echemeln, wie Leine- wand gewebt. Dahin gehören auch diet]7an- ſer Etamines von ÜN7ans in Frankreich. ßLverlaſting, iſt mit Strück einerley, und hat den Namen wegen ſeiner Dauerhaftigkeit. Selbel, Velipe, Velpel, ein geſchnittener Zeug, wie Plüſche, Slanell, Slonel, Slanelle, ein ungewalktes, vder wenig gewalktes, gerauhetes, ungez ſchornes Tuch, Stor, Itt, WENENE 8018 Än € au Shor Mid) En "Und Elu 1, nit glatt iy t Namen iw 1, Cad 1 glatter Zun €, Zrepoy, „Fteps, tet 300g, der vac, X: ohin auch di qnolettes gt on Drogedy, den ſepn, wo q, entwedet au. au Gei: , wie Kent v9 dean ranfreich, awer, u auerhaftigf) y geſchnitt in unge wu jon Wollenweberep. FS. 32. 93 &lov, ein leichtes, dünnes, weit gewebtes Tuch. Der krauſe heißt Zrep oder Rrepflor, Slorette, deren Grundkeite und Figurkette von verſchiedener Farbe ſind, gries, Srieß, Sriſaten, ein geköpertes, ge- rauhetes, ungeſchornes Tuch- Zuweilen wird es auf einer Seite;Friſirt, daher der Namen entſtanden iſt, Im Latein des mit- leren Zeitalters hieß es panvus friſſetus. Alſo ixret H. Ihre, welcher den Itamen von den Frieſen, als den Erſindern dieſer Zeug- art., herleitet. Griſette, anfänglich ein gemeiner grauer, wollener Zeug.< hat man verſchie- dene koſibare Arten gemacht, auch wohl Seide und Baumwolle eingemengt. RKerſey, Rirſey, Cariſel, ein grobes geköpere tes, auf beyden Seiten ſehr wollichtes Tuch. Lüſtrin, eine Art Florett, hat meiſtens Strei: fen mit Blumen von verſchiedener Farbe, Diarocker, flammige und liniirte, G7oll, wie Molton, nur breiter. Molton, Biolleton, tiioleton, gleicht dem Boy und Kirſey« Tain:Londrins, feine engliſche Tächer, ganz von Spaniſcher Wolle, für die Levante, Papelin, ein halbſeidever Zeug, wozu der Einſchlag Wolle iſt. Perpetüel, faconirt, Grund und Figur von verſchiedener Farbe, auf beyden, oder nur auf einer Seite recht, Pinching, ein ſtarker wollener Zeug.s Dahin gehören Pinchina de Toulon, de Berrv» Pplüſche, 94 Erſter Abſchnitt. Plüſche, wollen?, glatte und geblühmte. ' Polimite, Polemit, von roAvu:705, was aus vielen Fäden bet ebt. Ehemals der all- gemeine Namen der Tücher, daher auch die Zuchmacher Polymitaru hieſſen. Raſch, Nas, von r+lus, ein qlatter wolloner geköperter Zeugz. doh giebt es auch*tyhar- tige, die man. Cychraſcye nennet.: Zu die- ſen gehören. die Rronraſche.. Raſes de Pere ſind ſchlechte wollove Raſche, dergleiz wen zu Reims gemacht werden, Ratin, Vattin, Rokine, iſt nekövert. Man hat ſtarf. gewalkte, die Tuchratines gez nant werven; a.) friſirte, Rouzet, Rouſtet, eine Art grober Sarge. Serge, Sarge, Sarſche, Scherſe, ein gez küperter Zeug. Dahm gehdren? HSerge 4 12 reine, derge de Nismes, Serge fagon de Londres. Serge de Berry Rronſferge, u. a» Strück, Everlaſting. Cabouret, eine Art Floret, mit bunten Blu- men, wozu eine Figurkette von verſchiedener Farbe gehört. Tammy, ein dauerhafter, glänzender, wohl» feiler Zeug. Trip,- Tripe, ein ſamtartiger Zeug, deſſen Grund aus hänfenem Garn beſteht, "itt, Ind gebläh) 1 Tolvun, Ehemals)| "7 Daher auh ſſen, latter wollen) 08 auch! tychn Cnet, Zu dis 0, Raſes ds aſche, derglei 1" föpert, Man Qratines ge ber Gare» jerſe, in ge 4.DE10R 41 1042 facon de [11170100 bunten Blu“ verſciedene! endet, woh x Zeug, hi! ſteht, Wollenweberep: VS: 33- 95 6. 322 Zu den vorzüglichſten Schriften über die Wollenweberey gehören folgende: Schauplasz der Rünſte und Handwerker V S. 125 die Tuchmacherkunſt, Vi S. x die ITuchfriſirkunſt. XV Roland de lg Platiere Kunſt des Wollenzeugfabrikanten, oder ges ſchorne, glatte und gekreuzte Wollenzeuge zu verfertigen, überſeßt von Harrepeter, Nürnv«. und Leipz, 1782. 4+ Encyclopedie methodique. Manufactures, arts et metiers;3 par Roland de la Platieve Paris 1784- 99, drey Theile in 4: S. Vhbypſikal. DENEN Zibliotbh. X1V. S. 473. und XVl. 574 I.€. G. Jacobſon Sauplatz der Ze 00988 facturen in Teutſchland. Berlin 1773=1776- vier Theile in 8. S. Phyſik. 6. ZBiblioth. V S, 66, 361 und VU S, 561, Sprengels und Hartwiags Handwerke und Künſte- BVierzehnte und jſunfzehnte Samlung« I. S. Hallens Werkſtäte der heutigen Künſte, 1 S,. 369, und 11-S, 153: Abhandlung von Tuch- und andern Wollen- Ma- nufacturen, Aus dem Franzöſ. nach der zwey- ten Ausgabe. Leipzig, 1779. 8. S, Phyſik» öfonom, Bibliotbh, X, S, 272» V+, 96 Erſter Abſchnitt. v. Juſti Abhandlung von Fabriken und Manu- facturen, 11 S,. 5« ; Die feine Tuchmanufactur zu Eupen, ihre ſämt« lic an dem einen Ende einen kleinen Haken hat; womit die Mäſche, ſo bald ſie gevildet iſt, herunter gezogen wird, welches die Arbeit bez ſchleunigt und erleichtert, Der Faden geht vom Knauel durch einen kleinen Ring, der mit einem Häkchen an der linken Bruſt feſt geſte>t wird. Auf Veranſtaltung des ſel. Geh« Rath Bremer muſten einige Mäadgen aus dem Amte Polle an der Weſer, wo eine groſſe Menge leis nener Strümpfe geſtri>t, gebleicht und verz handelt werden,(jährlic) werden 20,000 Paar verſchi>t) dieſe Art zu ſtricken erlernen. 3. Den Strumpfwirkerſtubl, ein Meiſterſtück der Erfindungskraft und des Wißes, das künſtlichſte Werkzeug aller Handwerker und Künſtler, mit ſeinen mehr als drittehalb tau ſend Theilen, ohne viele und groſſe Zeichnun- gen, mit weniger. Worten, verſtändlich bes ſchreiben wollen,== das hieſſe beweiſen, daß man es nicht kenne, Schärfſinn genug, wenn jemand mit einer. vollſtändigen Beſchreibung in der Hand, dem Arbeiter, der das Innere G 3 ſeiz Zweyzer Abſchnitt. ſeines Stuhls, ſo wenig als das. Innere ſei? ner Finger kennet, vdgleid) er beyde zu ſeiner Abſicht gleich fertig braucht, zuſieht, und als- dann den ganzen Mechanismus desjenigen Werkzeugs vollſtändig einſieht, was doch gleich vollkommen aus"der Hand des Erfinders Fam, und nur. kleine Veränderungen, kaum wahre Verbeſſerungen, in mehr als andert- halb Jahrhundert, von Engländern, Franzv- ſen, Holländern, Teutſchen,-- von den Eu- ropaern'erhalten hat. - 4. Ceux qui ont aſſez de genie, non pas'pour inventer de ſemblables choſes, mais pour les comprendre, tombent dans un profond&ton- newent a la vue des reſſoris presqu' infinis dont la machine 4 bas ef vompoſte, et du grand pombre de ſes divers et extraordinai- res mouvemens. Quand on voit tricoter des bas, on admire la ſoupleſſe et Ia dexterire des mains de 1'ouvrier, quoiqu'il ne faſſe qu'une feuüle maille'ä ia fois; qu'eft ce donc, quand on voit une machine, qui forme des centaines de mailles 4 la fois, c'eit 83 dire, 'qui fait en un moment tous les divers tpoy- vemens; que les mains ne font qu'en plu- » Neurs heures?-- Peoyrault. Schande für die Geſchichte, welche die Namen ſo vieler wißi2 ger Uebelthäter aufbehält, und nicht einmal den Namen des wohlthätigen Erfinders dieſes Werkzeugs gewiß melden kan! Die Franzoſen geben vor, er ſey ein Franzos geweſen, der aber, weil ex in Paris keine Belohnung erhals- ten können, nach England gegangen, und das ſelbſt wohl aufgenommen ſey. Wiele. Jahre nachher habe ein anderer Franzos, namens Jean Hindret, und dieſer Namen ſcheint nicht einmal franzöſiſch zu ſeyn, den Stuhl in SEE Är in Bi rb deb ÖDE DAR ZN "p Strumpfwirkerep.“FC. 1t+- 30x | I fü in England geſehn, und alle Theile deſſelben Vene ſo genau beobachtet, daß er ihn, nach ſeiney Bunieht, wil Rückkunft in FrankreiM, vollkommen nachge- muS behin macht, und darauf im Jahre 1656 zu Paris b, was das erſte Privilegium zur Strumpfwirkerey, d des Erfiny und zwar nur in Seide, erhälten habe. Aber ungen, fun viel wahrſcheinlicher iſt die Behauptung der r als ande Engländer, daß William Lee, ein Magiſter eim, Fray aus St. Johänns Collegio'in Cambridge, im bon den Ey Jahre 1589 den Stuhl erfunden habe, wie- wohl einige“ Engländer auch zugeben wollen, daß er ihn zuerſt in Frankreich bekant gemacht n pas pol! habe, weil er in England nicht die gehörige als povr Jes Achtung habe erhalten können: Gewiß iſt es ofond&ton- gleihwohl, daß die Strümpfwirkerſtühle 300 infivig lange Zeit in England allein gebräuchlich ge: be et du weſen und geheim gehalten worden ſind. BUONA» Gewiß iſt es auch, daß der Vetietiantſche Ge- E erlcoterdes fandte, Antonio Correr, den erſten Stuhl Ja dezterite und die"erſten Strumpfwirker heimlich im vie Aae Jahre 1614 aus England naD Venedig geſchaft 'elt ce done, hat, und daß wir Teutſche dieſes Werkzeug | forme des kaum ſeit 100 Jahren kennen und nußen. c'eſt 4 dire jivers OU« 5, Denen, welche eine ſehr zuſammengeſeßbte quen pl Maſchine, nur wegen ihrer künſtlichen Eins. yande für die richtung, ohne weitere Unterſuchung, für unz )(eher wih brauchbar und unnüß erklären, empfehle ich „niht einm! die Betrachtung des Strumpfwirkerſtuhls, rfnders dieſ] Die Franze) 6. Die Stühle werden von Sclöſſermeiſtern, welche man Stublſchlöſſer nennet, jezt ſchon geweſen, 1! 1 an verſchiedenen Orten, verfertigt; z. B. zu augen, u) Wolfshagen im Heſſiſchen, zu Zeulenroda “Bi im Vogtlande, einige Stunden von Schleitz. NDEN Ein Stuhl zu feiner Seidenarbeit hat mehr dan Unten, Platinen und. Nadeln, als ein Stuhl 9) zur feinſten Waare von Wolle, als welcher aim (UBE G 3 hd<- ZIEGER ZZ EGI DINE SEES aar a EE kg BEE Rn CISE 1:02 Zweypter Abſchnitt. 6.| „höchſtens nur 2000 Theile hat. Jener koſtek . ungefähr 25. Piſtolem Hölzerne Stühle hat ſchon Becher angegeben. Sie haben hölzerne Walzen und hölzerne Unten, welche an ſolchen Stühlen Schwingen genant werden. Nach- her hat man auch halbeiſerne, imgleichen mcſ- ſingene gemacht;- aber die hölzernen taugen nichts, und.die andern müſſen wenigſtens mit einer. kupfernen Lade, mit eiſernen. Nadeln, eiſernen Platinen- Stangen, Rädern, Preß» M und einer eiſernen Platineniade verſehn eyn. - Z« Zu den neuen Verbeſſerungen dieſes Stuhls. gebören. die. welche Unwin in England anze- geben hat, die von der Londoner bkonomiſchen Geſelſchaft. belohnt ſind; ferner die Einrich- tung, welche. Hioiſſon in Frankreich vorge- ſchlagen Hat, der den Stuhl dergeſtalt ver- beſjert haben ſoll„ daß-er 603 Theile weniger hat, nur“829 Pfund wiegt, an jeder Wand - auf einen. Hafen gehenket werden kan, und nur den dritten Theil des. gewöhnlichen Preiſes Foſtet. Aber ein geſchickter Strumpfwirker, welcher lange in„Frankreich gearbeitet hat, hat dem H. Commercien- Rath L7euenbhabn in Nordhauſen. verſichert, Töoiſjon habe nur eine Einrichtung. angegeben, um rechts und linfs arbeiten zu. können, und dieſe lieſſe ſich bey jedem Stuhle anbringen; ſey alſo kein neuer Stuhl zu nennen. Ja Spanien rühmte man im Jahre 1786 die Erfindung des Ludv. la ÜDIarca, wodurd 779. Theile erſpahrt werden ſollen,: 8. Die Strümpfe werden ausgebreitet verfertigt, indem die Maſchen an beyden Seiten bald vermehrt, bald vermindert werden, M müſ- NEE SEEG EGESENGE INE 587 WREET“ EEN 23. 90 H Fot ud 22602. 2 Sn | | 8: wolf ſhrJol 00020) ih) Weit 10433 im'Y Wwe 1063 90! m 15) jn 19w | 9) tt, J/ Strumpfwirkerey.. FF. I. 2« L63 Wb Sorb ene Eth D müſſen ſie hernach der Länge nach zuſammen e haben Jom genähet werden. Die Zwickel werden“ in der welche mi; Schweitz beſonders gewirkt und eingeſeßtz3 aber werden, n an Teutſ und Haaven einiger Thiere, niht ge? Wes EE INES g? ip geben webt, nicht geſtriet, ſondern zuſammen e- filzt. Die vornehmſten Materialien ſind 2 zweyſchürige Sommerwolle, Haare voy Kaz ninchen, Ziegen, Kamelen, Haſen, Vigo? agnes, und vornehmlich von Bibern oder Ka? ſroren«. Hf; Faiſenp as 4911 Me, Jon fachuten welt und 1. Solte ich die Handwerke nach der Zeit ihrer Erſindung ordnen, ſo würde ich die Bereitung der Filze ehr als das Spinnen und Weben nennen. Die T/Ay2&T4%5 Coactilia oder Coact2 ſcheinen allerdings älter, als alie Arten ge- webter Zeuge zu ſeyn. Däs Wort Filz iſt mit dem Worte Fell verwandt, wovon auch Pelz, peliis, velum. pilus pileus, 7T1Aywva Qekhog Cortex) entſtanden ſind, wobey immer der Begriff von Bedecken, Bedeckung, zum Grunde liegt. Felle und Pelze waren die erſte Art der Kleidung, Filzs die zweyte, welche eben des [I G 5 wes 106 Dritter Abſchnitt. wegen dieſen Namen erhielten, weil ſie ſtat der Zelle oder Pelze dienten, auch dieſen im An- ſehn glimen. Später ſind Gewebe zu Klei: dungen erfunden worden, Auch alle Kleidungss- ſtücke der Einwohner auf Utabaiti ſind Filze, nicht Gewebe, wie die vielen Proben, welche ich beſiße, beweiſen. 2. Gleichwohl fenne iM noch feine volſtändige und gründliche-Erklärung des Filzens. Longe nimt an, daß' die Haare, alſo aud) die Faſern der Wolle, auf der Oberfläche mit unſichtba- ren, dem Wurzelende zugekehrten Schuppen beſetzt ſind, deswegen auch die Wolle auf der Haut die unangenehme Empfindung und in Wunden die Entzündung. verurſache. Wenn die Wolle lo>er auf einander gelegt, hernach gedrückt vder geſchlagen wird, ſo bewegen ſich, nach ſeiner Meynung, die Faſern leicht mit der Spiße vorwärts, und. weil ſie die Eigen- ſchaft hätten,. ſich zu kräuſeln oder ſchnecken? förmig aufzurollen, ſo entſtehe dadurch der Filz ſo wohl'in der Werkſtelle des Hutmachers, als in der Walkmühle. S. Obſervations lür Je mecanisme du fleutrege par Monge, in Annales de chimig VI. p, 300. Aber alles dieſes ſcheint nur den erſten Anfang des File zens, oder das, was bey dem Fachen erfolgt, zu erklären. Hingegen der eigentliche feſte Hutfilz entſieht erſt bey der Bearbeitung der angefeuchteten Fache auf der erwärmten Filz- platte, und. am meiſten, bey der- am Walk- Feſſel lange fortgeſeßten Bearbeitung in dem heiſſen Sauerwaſſer, und dabey müſſen doch wohl die angenommenen Schuppen dergeſtalt erweicht ſeyn, daß ihnen wohl nicht mehr un mouvement progreilif zugeſchrieben werden konte, I< vermuthe, die Urſache des Sihens ey yet des" wiel hä h u" 0! za 8 (“8 un) i Hi m Pon (at wan ſu dis WW 11 70 KUK ein] OE we vf nitt, „utmacherey.. 5. 1. T07 dn, we ſey algemeiner, und bewürke aud) viele andere aud) am. Feſte Körper, die wir nicht Filze zu neinen nd Ohg pflegen. Vielleicht iſt ſie die algemeine Urſache Iuchelpfiv. des Zuſammenhangs der Körper, von der wir, tabgiti ſatz, wie Da Hofr. Lichtenberg ſagt, mit Wewiße n Vroben, ni beit eigentlich gar nichts wiſſen. Wir werden uns nocd) wohl lange damit begnügen müſſen, daß wir nur die Umſtände erlernen, wobey der ;.; dali ird,' Ihen zu Feitte Golan uſammenhang möglich wird,'um ſv jp 4208 Vortheil anwenden zu können, 21) bie Jaja afwolle verarbeiten die Hutma- 0< I ZUNE BIE Ramelhgar, Haſen- n un und Kaninchen- Haar, fette und magere . vy Biber, vornehmlich aus Canada und dem NIE an eU nördlichen Amerika. Die VPerſtaniſche ache, Wenn Bolle welche CarmenitHe, Carrnenie oder 5), jmd Carmeline» vermuthlic von der Provinz Ker- mi man genant wird,(aber das Thier, welches ofen Wt mi ſie liefert, finde ich nirgend beſtimt), Ferner ie die Gigan die Vigognes- Wolle von dem- Peruyaniſchen ober[Anoden Thiere, Camelus pacos Linn, und Büßon , Depuen VII, 1. S. 10. Dieſe iſt jetzt ſelbſt in Ams- Puta ſterdam ſelten- Aus Hamburg habe ich im ervations für Jahre 1779 zwey Proben erhalten; von der * Nonge, in einen foſiete damals das Pfund ro Märk, von „ Wer ale der andern 13 Mark. Jene iſt blaſſer, dieſe Fanz deb Zi aver dunkler roth. Vom Kamelhaar ſ.-.Wagaas Rachen erfolg (aupliche fe! renkunde, 1; S. 466. uw| Heacheitung ; 4. Aus Haſenhaayen werden die ſchönſten Hüte erwärmten Zl) ) in Böhmen gemacht, wozu das Reich jährlich ) der am D1! 40000 Stück Haſenfelle verbraucht.„Jedes eheitung 10! Böhmiſche Kammerqgut lieferte ſonſt jährlich ey müſſen/ dreyzehen bis vierzehen hundert Stücke. Vor vm ji EE 15 Jahren koſteten hundert 20 bis nn 24 Gulden, ſchrichn 17 Wält Win 5% 108 Dritter Abſchnitt. Z+ Antſterdamer Preiſe der Hutmacher- Matee- rialien vom erſten Januar 1788. nach Pfünden,. Bigognes- Wolle 95 bis 180 Stüv. Biber, geſchnittene, fette 16-- 17 Fl -- TT.> magere 241 25== Kaninchen, RüFenhaar M HIRE ===: 7 Seitenhaar 70=- 75 Stüv« Haſen, RüFenhaar 83. 1 892 S1, ===--““ 80="81 Stüv. == Ruſſiſches-- 120-1253"=-- == Litthauiſches] >; Pomiſches<| fehlten. ==/ Teutſches J S Kamelhaar, Aleppiſches 28= 49 Stüv. === Smirnaiſches== 30-- 46.== Däniſche Krull- Wolle== 26-== 28= VE. Du Um die Haare zum Filzen fähig zu ma- Jen, beitzet man die Felle mit geſchwädhtem Scheidewaſſer, tro>net ſie, und meiſſelr die Haare mit dem Schneideeiſen herunter. TX. Dieſe Würkung der Säure auf die Haare iſt noch“ nicht genau unterſucht worden;* gleich- wohl war ſie den Alten ſchon bekant. Plinius ſagt: Lanze etper ſe coactam veſtem taciunt, et fi addafnr agetüm. etiam ferro reliitant. WMonge meint, die Haare erhielten dadurch, daß ſie nur auf einer Seite mit der Säure benätzt würden, die Fähigkeit ſich zu krüm- men oder aufzurollen, welche die Wolle auch ohne dieſe Vorbereitung hätte. Aber dieſe er? folgt do< auc, wenn die Haare- mit der Säure völlig durchnägt ſind, SZ. | | VieON H ne 17740) 1 im 7 din 97 1/2 „At Bl "88 woß 3, hy diag! 1906| ta! 178] | ſdv6 | 1m, hi „HSutmaderep, FS. 2. T00 Dh I 4 3 chet das Scheid 1788, md Nahe 2, Jeder Hutmacher ſchwächet das Scheidewaſs 05h 5% ſer nach ſeiner Weiſe, und nent dann die Beite in ein Geheimniß, Die, es recht gut zu machen UB glauben, pflegen eine Unze Quecdſilber in eis “> nem Pfunde Scheidewaſſer aufzulöſen; dadurch 4E wird dieſes freylic) cauſitſcher und würkſa2 KB 749% mer, abe&r aud) die Arbeit gefährlicher, die 03 bv mit der Zeit Gliederſchmerzen und Lähmunz 05 81 Ci gen verurſachen muß Im Jahre 1774 klage 0125= ten die Lehrlinge in Paris datäber, und als die Polizey die Sache dur< Chemiker unter- fehlters ſuchen lies, fanden dieſe, daß vas Haar, was ? 602 Verſonen in einem Jahre ſcheren, fachen 3= 49 Sti und walken, 60 Zentner Luedſilber= Salz 0 enthalie. == 3, Die gebeißten Felle tro&net man gemeintigs ' lich in Backöfen oder in kleinen Kammern, welche man mit Kohlen erwärmet, weil aber die ſauren Dünſte der Schwärze der gefärbten fähig zu mw Hüte, die ebenſals in dieſer Kammer getroF- geſcnwädtent net werden, ſchaden, ſo trocknete einer unſe- M 9; rer geſchi>teſten Hutmacher, Tiralpel, erſtere aſſelr 7 im. Ofen unter dem.„VBalktkeſſel, den er zu eruntet, dem Ende, glei) nac) dem Walken, von Koh2 ; zie Quai len und Aſche reinigen lies. A) qed: 4- Die enthaarten unbeſchädigten Felle werden ant, Ps von Täſchnern, Schuhmachern, Siebmacherns E00 die beſchädigten oder zerſchnittenen von Leim- ENG Fochern genußt, „hielten dabu! m Vt| Z3+ Die Franzoſen ſagen, ihre Hutmacher hätten am die Beize erfunden; nac) der thdrichten Ver- he dis 2) jagung der Ketzer, ſey ſie den Engländern be- 6 Wi? kant geworden; darauf hätten die Franzöſi« 8 Ham pw ſchen Hutmacher das Geheimniß ganz verloh- d.“. ren, bis einer von ihnen, namens Higthieu, v im ER DALE SRE GWD BI SEH IRE"rät 4 Abſchtitt. im Anfange dieſes Jahrhunderts, es wieder in Enaländ erlernt, und wieder in Varis für Geld bekant gemacht hätte. Aber dergleichen Behanvtungen erlauben ſich die Franzoſen bey vielen Erfindungen der Engländer. G+,» 3+ Die gebeißten und abgeſchnittenen Haare werden jortiret, nah. Zehdriger Wermiſchung geſchlagen, karretſcher, zu Hüten abgewogen, und mit dem Sachbögen völlig gemiſcht, zer- fäſert oder gefacher. I. Der Sachbogen iſt keine Europäiſche Erfine dung 5 denn in China und in der Levante hat ian ihn von undenklichen Zeiten bey der Bes ärbeitung der Baumwolle gebraucht; aber die Curopäer haben ihn verbeſſert. SERRE - Die verſchiedenen Fache des künftigen Huts werden einzeln in Leinwand geſchlagen, angefeuchtet, auf der Filztafel, über einem Dfen, gefilzet, alsdann über dem eingelegten Filzkern, zu einer kegelförmigen Müßte ange- filzer, und, wo es nöthig iſt, mit der Buſſe ergänzet. Die feinſten Hüte werden jeßt kalt gefilzet, auf dem Tiſche, worauf gefacht wird. T. Als noch das Biberhaar wohlfeiler war, vers bothen. die Geſetze die Vermiſchung deſſelben mit andern Haaren, als eine Betriegerey. Jeßzt iſt nur der hohe Preis die Urſache, daß man SEEM IE En Mee Üb BEEG DBE AN 25310 "itt, Iutmaderep, S. 4. I41 bers ne man niht mehr wahre ganze Raſtorhüte eder in hi" macht, und„diezenigen irren, welche meynen, Wet ohe Biberhaar lieſſe ſich nicht allein verarbeiten. Die tan Es muß ums Jahr 1509 in Teutſchland höchſt mH ſelten geweſen ſeyn. Denn weil die Bürger von Worms von den Frankfurtern jährlich die Zollfreyheit mit Ueberreichung eines biberhare- nen Huts zu bitten pflegten, ſo ſchrieb der [] ef Rath von Worms an den Rath von Frankfurt: hi eien Ny)“Da die Bieberen Hutt ſeltſam vnd ſchwer- Veriſcu„lich oder zu Zeiten nimt zu bekommen wä- 4 abgewogn„rein, im maſſen ihnen desfals fürgefallen, emit, zu».daß fie ihre Bottſchaft ausgehabt, aber nicht »zu Wege brächt, als bethen ſie freundliches „Fleiß, ob ein edler Rath noch einen Biberen 04:2„Dutt hätte oder wüſte, ihrem Boten anzuzei- 3 n 2 J 8 NER„gen, daß ſie den möchten kaufen, ehrlichen j W va Bü»bezahlen vnd zu Einholung gemeldeter Frey: „beiten gebräuchen. Die Frankfurter antwor- „teten, daß ihr Bürgermeiſter Carl von Hyn- »ſperg des Biberen Huts halben allenthalben „ſich befragt, auch einen gefunden hätte, der „den Abgeordneten von Worms um Geld be: »„hendigt werden ſolle". Unſere jetzigen ganzen Kaſtorhüte beſtehn zum Theil aus fetten und qucht; abe d 8 fünftigen UNE magern Biberhaaren, und zum Theil aus un- vo enen termiſchter Vigogneswolle, Bey den Halben Nee und viertel Kaſtorhüten wird der Filz von ſchlechterer Wolle nux mit einer dünnen Lage (Rübe 4 von Biberhaaren überzogen, vergoldet. ade I WET 2. Zu Häten hat man Biberhaare ſehr fräh anz WE gewendet, aber zu Strümpfen erſt ſeit 1699. "WW fah! Damals pachtete jemand in Frankreich den Alleinhandel mit dieſen Haaren, und als die vonfehee m Hutmacher, aus Berdruß über dieſe Einſchränz eewſchun). fung„ feine Kaſtorhüte maden wolten, verfiel n wn er auf den Verſuch, Strümpfe und Zeuge dar» 8 4) ELAN aus II2 Dritter Abſchnitt, aus zu machen, Leßterer Gebrauch iſt wieder SE SII weil ſich ſvoiche Zeuge dur die Naſſe mit der Zeit fizen und zuſammenziehn. 3. Die zu den zarteſten FloTen- aefachten Haare greifen ſchon trocken,„wenn ſie. nur mit der Horte, mit Pergament, oder einem Siebe zu- ſammen gedrückt werden, in einander, Way me, Naſſe und Bearbeitung mit den Händen veförz den dieß auf der Jilzplatte, noc) mehr aber in der Walte, 6.24 Das Walken geſchieht auf den gegen den eingemauerten Walkteſſel geneigten Boh- Xen, in dem mit Hefen, oder Weinſtein, oder Brandweinſvülig, vermiſchten heiſſen Waſſer, dur< Hülfe des Rolljiocks, Rrumſtam- pfers, Platſtampfers und des Sctreichhol- 3e8, bis der Hut genugſam eingewalket iſt. Alsdann wird er auf die hölzerne Form ge- bracht, oder ausgeſioſſen, und mit dem Rande verſehn oder ausgefauſtet. 6 6: Der angeformte und getro>nete Hut wird. mit Bimſtein und Fiſchhaut t abgerieben, und alsdann vom Hutmacher gefärbt. Die FgFrbe iſt Braſilien- oder Campecheholz, grü- ner Witriol, Galläyfel, Gummi von inlän- diſchen Bäumen, auch wohl etwas Spangrün und Shma>. Ic y ZR ZRT EE dE ZEE“ PER PEP EE TN TSN ERT Nw ara 7, 6/0 NL laß 1 9! vy +s. ( Oebrauh by WM, yu by) I" 1) ſan "gefochten 1 fie: mie reinem Eihy (nander, Win en Danden by) nog) mehr ah if den gegen neigten Boh- NUNN haſen Baſſet, Rrumſian» 5 Streichho) mgewalfet if ene Fort gl oy mit dem Ww getroänet 0“ haut abgeris" y gefabl,- 0 eh 7 um 00 a en Ge gutinacherepy, 5. 6. 1173 Spangrün halten die H utmacher in England und Frankreich ,. auc) größten(heils in Teutſch» land, zu ihrer Farve, Die ſv(ehhies und dauer- haft, als irgend eine andere iſt, für nothwen- dig:„Gewiß iſt es auch, daß die andere ſali- niſche Subſtanz vom Kupfer, nämlig) der blaue Vitridl, ſehr viel- zur Dauerpaftigkeit der 008 beyträgt; vielleicht iſt es alſo 05 Mähe rth ,* aud) 12m ün' bey mehren Saxben: zu„verſuchen,- Einige Wollenfärber iehmen es, bereits zur ſchwarzen, und) die Paz rütmacher. brancyen. es auch, um Haare zu DEE en. 2. Bon der Fiſchhaut, deren ſich viele Handwer- ker b jedienen, ſ. Waarenfunde 1 S4 7929 3. Die Hüte, weldhe aus England nach Jamaika, und in andere ſüdliche Inſeln gehn, werden nicht gefärbt, ſondern bleiben weiß. Die ros then CardinalShüte werden faſt alle in Engla nd gemact, weil Dr ir anzvoſen nicht die Kanſt wiſſen, dem Biberhaar eine ſo glänzende Farbe zu geben, als dieſe Hüte hal en ſollen,> Das Stück kömt in Cngland auf fünf bis ſechs 4 ] & N TYST+ Guineen. Die rothen Filzmüßen zu den Tur- banen der Türken, werden zetzt ig Orleans und Marſeille gemacht, 4+ Bor der Revd lutjon hat. man aus Frankreich ſehr glänzende feine aten ad unter dem Namen ſeidene Hüte»> halten, die ihren Glanz, nac) der wahrſchz2ir NIE Bermuthung des ſet, Schret»ers, von der Seide npflanze, A4scle- pias /yriaca, haben. Ge zwiß i1t, daß der Ba2- ++.(WW 9 31A94 vi x40& rel macher KZ arouviere,„im Jahre 1757 ein Privilegium» zur VN Verarbeitug der Seiden- pflanze 3 u-Flanel, Felbel und andern Zeugen erhaiten hat. Aber ſchon lange 907 thm hat- ten die jranzöſiſchen Hutmacher die Seide je- 33 ner 114 Dritter Abſchnitt, jim) ner Pflanze unter Kaſtor gemengt, und ſchon 104) im Jahre 4746 hatte H. Gieditſch dieſe j Nußung durch Verſuche erwieſen, S. Dhyſi- Lal. ökonom. Bibliotb. 1. S. 397. Inzwi- ſchen filzei ſich dieſe Samenwolle nicht eigent- lich, ſondern ſie wird, vornehmlich) nur durch Hülfe des Leims, mit der zugeſetzten Wolle ver- einigt, und falt deswegen bald ab. 5, Auch die Stühlabgänge der Seidenweber wers den mit 12 Haſenhaar vermengt, und zu Hä- ten verarbeiter, die aber durch Näſſe ihre Ge- lindigkeit und ihr gutes Ynſehu verliehren. Von H. Hofapothek. Meyer in Stettin weis iM, daß die dortigen Hutmacher aus abge- nußten, ausgezupften ſchwarzen Seidenzeugen Hüte zu machen wiſſen, welche gut in die Aus gen fallen, aber nicht dauerhaft ſind, Ni. 75 Nateſten | Meiſter bxauchen weder Gummi, noch Oehl, weil ſonſt die Hüte gar zu ſchr durch Näſſe und Staub verdorben werden. 4. "EE„23 ZIT GERN| Md as 5- ET ER 3 SE Aeg FEE Weigt Än Ze SE 12 EF REN Sid ZIE EIT 220 MÖSE. 30-0 125 2 Bp 192 MIL 702.0 0177 (is ZT NNN Dieffst) Huhu 15h! m je (Bi 1474 NO 1-7 ms; ines! Ifen wirs! 4. "018 "4 fi) 1 ded! | h dil iq 1314 ME ! nit, JE 1 hy , Gledith"M wieſen,€ 61 Wf; 11€„Nw| Wolle niht "w hlid mw hh ejepten Maly (0 ab, Deibentpehe m gt, und zu 9 Näſſe ime O1 ew berlieht 1 Stettin weiß Ier aus abyy | Geldenzewgen gut in die Ayr FO ew Hut gew H uſed ewas Nil wh ver Gh von Kinfan) men, Play aus demn ju(ubi m 6,1 xd an)(it vm, 10, u ſeht wn 4; HSutmacherep. FG. 7 ES 2, den Annalen der UTärFiſchen öfonom. Seſeiſ;<. zu Potsdam 1. S. 66, lieſet maa den Borſchlag eines Hutmäarhers, das Cin- dünfen- auf der durct ſind, als auh) weil ich manche ſelbſt verſucht hade; ber meine Abſicht: iſt nur,"die VUES RE Gründe De Wollenfärberey anzugeben und zu erklären, woraus man neue Vorſchriften'herleitea, und die gebräuchlichen verſtehn, beurxtheilen und verbeſſern kan, 7.22 GQ. 2. bräun, Gelbholz, Morus tinFZoria. kunde 1. S. 122. Indig, Indigofera, S» Waarenkunde Il. WETSZes Krapp, Färberröthe. Grundſätze der Teut- ſchen Landw. 9. 309. Orlean, Ruku, Bixa orellaug, kunde 1. S, 205, Orſeille, Kräuterorſeille, Lichen roecella. Orſeille, Perelle, Erdorſeille, Lichen parellas. Pfriemkraut, Färbepfrieme, Geniſ?a tinFXoria. Grundſ. der Ceutſch Landw.'S. 277. Rerner ökonomiſche Pflanzen T, 375. Quercitron- Rinde, Quer'cus nigra ſ, tin&o- ria, S, phyſ, ökon, Bibl, X1X, S« 327-+ Sandel: S. Wäarenz S. Wgarenz- SEEM EE We Üb ZH ECE 3 AR AR 2 Wp fg Yat „um . MA) nee; 004,3 h,"w mgl 4 Gul! wih NN WE die 18 Cs Vers UNE ſag | Zin, 96 (ey, DN dinge " D e/ 3 ; Wollenfärberep.'S- 2. 3+ 19 Sandelholz, rothes. S, Waarenkunde I]. Witng S.. 120« zur Wiz, Sapan,€ Zapon, Scappen, Cae/alpinia /ap- 4 pan 545-+'S. Waarenfunde 11/ S; 143« Scarte, Färbeſcharte, Servratala tinforia« Grundſ.* der Teutſch. Landw. LY, 147+ Rerner SFonDM: Pflanz. T« 186, 1), Caefal v Schmack, Sumach, Klus coriaria.. Gruyds matozylon em ſätze 9. 277« Berner Tab. 362, 4 Waid. Grundſätze der T, ZL, LV. 311. Rex: 7; ner Tab. 254-+ Wau. Grundſätze C, 316. Rerner Tab, 135, 2. Zu den Lrebenmaterialien gehören? Gall- apfel,(WematÜhalen, Coloquinten, Gummi m(Waaten u. a.|. Waarenkunde 1. S. 366. 138. 145z imgleichen. verſchiedene Salze und. ſalzartige Subſt ſtanzen? die alkaliſchen Salze, Urin; die mineraltſchen und vegetabiliſchen Säuren, und Germes, Cors G, Waato zwar von leßtern ſonderlich Eitronenſaft, Cſig» Weinſt ein;"Alaun, ſonderlich der Römiſche, venfunde Il die drey Vitriole, Kochſalz, Salmiak, Bley- zucker, Spangrün u. 8a ge der Tent CG: GO. Wagen Die Geräthſchaften in der Werkſtelle des „llt Färbers, die am Waſſer liegen 100 ſind: Lichen pov verſchiedene Keſſel von Kupfer, V7i teſſing und 2.000 Zinn, welche in einem| halben Kreiſe um ei- nd. vy ner gemeinſchaftlichen Sen ex: in ihren WEN Defen eingemauert, und mit gt ebrochenen De- Wint deln verſehn ſindz die zum Theil in dr Er ibk NE de eingeſentten Rüpen oder Rüpfen; 5, Gzezer zus H 4 oder 726 Vierter Abſchnitt. oder Trife für Küpe und Keſſels Wächter [- oder Stahl; LZinſagförbe für Keſſ; jel; we die fled&en Fönnenz-. Winden s Reibekeſſel uit eiſernen und ſteinernes Rugeln3 B8cke; Krücken; 200 zuweilen eine große Rolle oder Wante 17an X, Man nennet den Ort, den die F Geuermauer, ein: ſchließt, wo das Feuer unter den Keſſeln anz gemacht wird, die Köche, Cds Die laſſen ſich aus einigen Körpern durch Wa ſer; aus andern nur durd) Hülfe eiviger S 2106 22200 des feuner- beſtändige'n„Mltali 1,„auszichen Jenes iſt möglich; weny ſie in einer feij oma bien oder gumn 19 2BM2 und leßteres wenn ſie in einer harzi gen Subſtanz enthalten ſind. IEH: Um das SEIEN der: Färbetheile in die Wolle und wollene Zeuge zu bewürten, müſſen jene in der Farbebr übe fein zert eilt; die Zwiſchenräume dex" Wolle geödfnet und erz weitert, und, nachdem ſich die Färbetheile in denſelben angehenket haben, HRE verſchloſ- ſeu werden, TI, Cs ſcheint, daß die Waare, welche gefärbt wird, den Färbeſtoff ſiärker anziehe, als das Waſſer, SE EE ME Üb ZE ESE 2 AR ZU bn rf e Jeuermaue " ven Keſſeln 1 enartigen ody nit fie in eit Thrbetyeile i » ay hewinte) v0 fei gerte und » Fhbethel wieder verß ve weih [4 au at ko 0 3 4 Ce 4 1% 4"4.. Wollenfärberey." FS. 5: EIL Waſſers; we elc Fräncischo Donato. Das Bort Plictho findet:ſich in dem Buche ſelbſt nur einmal,- und “'gwar anderön geſchrieben,: nämlich: in einem 'Sonnet'auf- der andern Seite des-Titelblatts: :- Queſto PLYTCTO di tenger ſe vi dona Juſto,=="=== S1; Aldrovandi“ dendrologia.“ Francof, fol. "C1671/ wird: S+.432 das Buch unter dem Na- menplicto angeführt, Der Verfaſſer hatte ganz Jiralien durc> 125 EEE Die Färber'ey geſchieht entweder kalt oder warm.| Jene giebt gemeiniglic) MEIM - und angenehmere, aber SEE glichere Fav- ben. 56 giebt meiſtens mehr geſätigte und dauerbaftere Fapbon) ele aber zuwei- len die Wäaare mürber machen. 1. Die Erwärmung der Färbebrähe hat mancher- ley Abſicht, und darnad) muß der Grad der- ſelben verſchieden ſeyn." Unter verſchiedenen Umſtänden bewürket ſie:«die Trennung und Auflöſung der fäcbenden Theile aus den Pig? menten, die Srweiterung- der Zwiſchenräume in der Waäare,„die Eindringung der Färbe- theile in ſelbige; und bald vermehrt,+ bald vermindert ſie die Auflöslichkeit derſelben, da nämlich die warme Brühe wehr ſalzige Theile auflöſen kan, als die kaite; und hingegen die AE200: Theile in der warmen Brühe, wegen dieſer ihres verminderten Gewichts niederſin- Ee und in den Zwiſchenräumen der Waare abgeſetzt werden. 7.287 Manche Farben laſſen ſich entweder gar nicht, oder nicht dauerhaft genug erhalten, wenn man nicht der Waare vorher einen ſhic- lichen farbichten Grund. giebt. GSo epyhalt ten die grünen und ſc; S.. cr FR a E man ſie durd) etwas aufgelböſeten us auch ſest man gemeiniglich etwas Krapp hinzu, und ergänzet dieſe Küpe lange, wenn ſie durch den Gebrauch geſchwächt werden. 1. Unter ZRtüpe verſfeht man das Gefäß„ Küfe, und aud) bie Färbebrühe ſelbſt, Das, was ſich aus letzterer niederſchla igt, nen net man das rare. Die Küpe mit Kalk ſpeiſen, heißt Kalk hinzuſetzen;„ſie löſten, heißt fie bfnen oder äufdeFen. Die Blume heißt der blaue oder grüne Schaum. Letterer rührt, vornehmlich bey der Indigküpe, von dein flüch- tigen Alkali her, welches jic) entwickelt, und die blauen Pflanzen- Säfte grün macht, Nach- dem dieſes verflogen iſt ,- kömt die blaue Farbe |(“vg! 7 wieder. Andere Erklärungen dieſer Erſc daß er durch ſeine 2"4:8 Gährung den Indig auflöſen hilft. jepp hin enn fie Did 3. Krapy wird eingemiſcht, um das Blau in ein angenehmes Wiolet zu verwandeln. We- nigſtens iſt die Vorſtellung, als ob er den In- il, AU, digfeſier mache, unrichtig. u 4. Weil bey der in Teutſchland äblichen Küpe 1,8 eit die Erwärmung, durch Uebertragung der AU Nn 7 Brühe in Keſſel, beſchwerlich iſt, ſo hat man jen,.00 h in Holland. wenigſtens den dbern Theil der (unit Jn Küpe zuweilen aus Kupfer gemacht, und ib NCT VN mir einer Mauer umgeben, die von dem Ge- ; vn vn fun fäſſe etwa ein Paar Zoll abſteht. In dieſen em Zwiſchenraum wirft man, wern es nötdig iſt, eim mal- glühende Kohlen, Tn der hieſigen Funkiſchen x vie Maut Manufactur geht die Hiße in eine aufge- vn Wieſer I mauerten Canal um die Küpe herum, get Au; (erd; I, u G 105 | | Ir X a ( 2 wr ad 128 Vierter Abſchnitt. 6 TIO Die bisher gewöhnliche Weiſe die'In- digküpe zu machen, beſteht darin, daß man den Indig in einem eingemauercen RKeſel von der Geſtalt eines“ abgekürzten Kegels /“ um velchem man Kohlen legen kan, durch Pot- aſche, Urin, GSeifenſiederlauge, oder auch Eſſig zergehn läßt. Aber die volltommenſte, und alfo vortheilhafteſte Auflöſung des In- DigS, geſchieht durch das concentrirte Vitriol- Rn welches man hernach mit Waſſer ver- Jänner. T+ Waid iſt ſeit vielen Jahrhunderten, wenige- ſtens gewiß ſchon im zehnten, in Teutſchland zur'/Färberey gebraucht, und zu dieſer Abſicht vornehmlich in Thüringen mit dem größten Wortheile gebauet worden. Um Erfurt war dieſe Cultur bereits im x3ken Jahrhunderte allgemein, ſo daß die Erfurter«im Jahre T299, auf den Pläßen der von ihnen zerſiör« ten Raubſchlbſſer, Waid ausſtreueten; zum Andenten,. daß Erfurter da geweſen wären. Noch im Jahre 1616 baueten 300 Thüringi2 ſche Dörfer Waid;„manches Dorf löſete da- für jährlich 12 bis 16000 Thaler", und das ganze Land, drey Tonnen Goldes. Jährlich thaten Wenden aus Lauſit Wanderungen nad) Thüringen, um bey der Waidarbeit 21 helfen, etwa ſo wie jetzt Osnabrnggiſche Bauren zum Torfſtechen nach Holland gehen. Die lekte Burichtung des gewonnenen und geballeter Waids, war: ein Stadtgewerb„. und ward, ſo wie„der Handel mit dieſer Waare, vor- nehmlic) in Erfurt, Gotha, Langenſalze, Tens | Zeſ ter 7 den tn den Zi wat hi! 1) Zi [7] [7M). Ws VAL hett€ und 0! [andy ſeh dm'" von bers "4 157/8 then IE ye, ober 4; vollfommen), ſung des% trirte Vitriek . Mr Vaſſer ber, A, entge , Ww UnQand zu diefer Ih + dem größt! IIm Erfurt wi 1 Sahrhunderh ver im Fahr ihnen erfüöt teueten; zum en NANA 300 Ahüng Df(ete da WACH und dy "+ " MIN ERG vn und ih wer), um y - M4[ A jefer u N| Ya Nep) NA) M, Ww YDollenfäsrberey» 8. 10 1209 Teonfiadt und Arnſtadt! getrieben, welche Oer? ter die fünf Waidhandelsſrädte genant wur- den; Die Stadt Görlitz: hatte ſchon im awölfz ten Jahrhunderte die Stapelgerechtigkeit auf den aus Thüringen kommenden, Waid,, und Zittau erhielt eben dieſe Gerechtigkeit im 1aten Nahrhunderte- Aver in. der Mitte des. 16ien wärd der Indig durch Holländer aus Oſtinz dien gebracht, der- jedoch vornehwiich erſt im Anfange des 17ten allgemein befant ward. Durd) ihn ward der Waid verdrängt, theils weil jener ayfänglich wohlfeiler war, theils weil er angenehmere Farben gad, theils weil der Waid durc) Nachläſſigkeit und Betrug allmälig an Güte abnahm. Sachfen ver? both den: Gebrau) des Judigs im Jahre 1650, und damals ward er zum erſtenmal in einem landesherrliaen Befehle genant- In dem kay= ſerlicheu Befehl vom Jahre 1654 ward er neben denjenigen ſchädlichen Farben" genant» welche unter dem Namen der feeſſendven Farben, oder der Teufelsfarben; bey Strafe an»Suth; Ehre und Verluſt der Waare, ſchon in den Jahren 1577, 1594, 1603 im'teutſchen. Reiche verbo- then waren." Man rechnete dahin Virriol, Galläpfel, Sumach, auch Blauholz. Sach- ſen, welches durch) den JIndig:am meiſten litte, verboth ihn ſo gar bei Leibesſtraſe, Nvh jeßt follen die Färber:in' Nürnberg jähr: lich ſcten die Holländer ihre ſchönſten Tücher nod) England, um ſie dort ſcharlacy färben zu laſſen, ſo wie hingegen die Engländer den Holländern Tücher ſendeten, um ſie ſchwarz färben zu.laſſen. 2. Soll die Compoſition ihre völlige Würkung thun, ſo muß man raudjendes Salpeterſauer mit glei viel reinem Waſſer verdünnen, und in 16 Loth dieſer Miſchung ein Loth guten Sals- miak auflbſen, In dieſes Königswaſſer wirft man allmalig 1 Loth reine Zinſpähne, ſo daß vein Stück ehr wieder hinein gethan wird, als bis das vorhergehende völlig aufgelöfet iſt. Dieſe gelbliche trübe Auflöſung muß in einem Steintopfe oder gläſernen Gefäſſe gemacht und verwahrt werden. Sie gerath. beſſer und bleibt länger gut, wenn etwas Weingeiſt zugeyest wird. Hieraus wird auch begreiflich, war- um die Färber ſich zu den Feuerfarben der zin- nernen Keſſel bedienen. In der hieſigen Funki- ſchen Manufaktur, wiegt der eine Keſſel 419, er 2| 7<-05IE DI a I 2 x ENE EE em Mela nö dert ESE. Te 2028 5 MU W0 m ZEE<58 dl GERE= je un Wollenfärberep.„FS. xx. 33 en, Weh, der andere 479 Pfund; jedes Pfund koſiet 1 NON dif Gulden. H. Hofr. Gmelin hat gezeigt, daß I wn vy man das Scheidewäſſer faſt mit gleichem Nu- „<>"hh, ßon ſfat der Zina!"föſung brauchen fönne. S,. fächer 9,4 Götting. gel. Anzeig. 1786 S,. 1793. Hier? m ile, ii aus wird begreiflich, wie Färber ,/ welche Zinn "uit, Zil in Scheidewaſſer ohne Salmiak auflöſen wols Jagt, Dieſer 0, len, dennoch Scharlach erhalten; wiewohl das Die Englänky gebräuchliche Scheidewaſſer auch immer etwas je 1643 dur) Kochſalzſäure bey ſich hat. ne, erlernt 3. Tücher, wel&e Scharlach werden ſollen, ba- t Vowfarh! ſtet man zuweilen, das iſt, man nähet, ehr indem Du ſie in die Farbe kommen, auf beyden Seiten Utigt worden, an dem innern Rande des Salleiſtens, eine er Erfindun: Schnur feſt, damit daſelbſt ein weiſſer Strich weng Jahren bleibe, der den Glanz der Farbe zu erhöhen uſm Uh dient. jay dn 19 dt 4. Weil Scharlach gemeiniglich nicht in der Wol- um ſe(pa le gefärbt wird, ſo erlaubt man ſich beym Novpen, kleine Stellen, weldte zu weiß gebli ez ben find, mit Carmin roth zu machen. In- Wige Dürtun zwiſchen hat man auch zezt Scharlac<, der Salpeterſaxer durch und durc) gefärbt iſt. ebünnen, und 5. Schon ſeit vielen Jahren werden in England Tü- DEI her auf beyden Seiven verſchiedentlic) gefärbt, duſt wl ſo das z. B. die eine Seite roth, die andere blau (ahnt, fe 0 wird. Vermuthli< wird jede Farbe auf das ehm wid, in einem Ramen ausgeſpante Tuch mit einem q wh folhfet& Ptnuſel oder einer Bürſte aufgetragen, wenn ung maß in vorher die andere Seite mit einem Mehlkleiſier „af 00 gewaht überzogen worden. w beſu ud) M yy VW 1 IE » vraſh Mu Zur Wollenſärberey muS man. auch die Faun(rm f du H ſo genante Wollendruckerey, oder die Fär- Ew, IJ: 3 bevey 134 Vierter Abſchnitt. berey des ſo genanten gedruckten öder türki- ſchen oder engliſchen Flanels oder Golagas rechnen, wodurch das Zeug entweder einfär? bige vder bunte Zeichnungen, welche nicht aufgedru&t, ſondern dur Bancroft engli- ſches Färbebuch, mit Anmerkungen von D,. Jäger.. 1, Th1U, Leipzig 1797«+ 8+ A meg Em Maut ln Ze ADE TIE„M Sie- ÄN 5581 22 GitS 6... CNS SEE= For 'v (einens JE Init, Fente Gan Fünfter Abſcmtt. 'tYuche it 10* Papiermac(| 4 u. „"'" I vielfacher Verarbeitung- Umarbeis- rhe: und Bleich tung, Nußung und. Abnußung des 0, 60?; 3, G, Getting Leinens, werden die weggeworfenen Lums- pen oder Sadern, von den Lumpenſamlern wtlal Z. 2 a ies + wt Eoalt zuſammen gefucht, und, ſeit dem Anfange des = Handbuch de! 3 4 Wa Zu oll dreyzehnten Jahrhunderts, zu allerley Pas- 4, Göttlit, pier umgeſchaffen. ng the pbilofo.'Das erſte Papier iſt aus Baumwolle gemacht, "lw Buro und den Arabern ums Jahr 704 bey ihren moſt ml Eroberungen in der Bucharey bekant geworden: ungen vn D, Durch ſie kam die Kunſt der Vorfertigung un- 0. gefahr im eilften Jahrhun derte aus Afrika nach Europa. Zu den älteſten Europäiſchen Papiermühlen, von denen Nachricht vorhanden iſt, gehört die bey dem Schloſſe Fabriano in der Mark Ancona, deren der. Juriſt Bartolus ums Jahr 1340 04201 at, und die zu Nürn berg 1390 angelezte Mül hle, wovon man die Nachricht dem Hrn. vnn Murr zu danken hat. Die Geſchichte dieſer aroffen Erfindung iſt vor- nehmlich durd) eine Preisfrage der Göttingi- ſchen Societät der Wiſſenſweſſer wird durch eine Ziehſtfange, durch Hülfe cines krummen Zapfens, an jenem herauf und herunter gezo- gen, ſo daß beyde Meſſer, wie an der Schere oder Hexellade, die Hadern zerſchneiden. Die- ſes artige Werkzeug, welches auch zugleich von Staub und Unrat ſäubert, ſcheint, wie die ihr ähnliche Hexellade, eine. teutſche Erfindung zu feyn, und esiſt, eben wie letztere, erſt ſeit we: nigen Jahren, unſexen Nachbaren bekant wor» den. an Zyl kante es niht, noh weniger de. 1a Lande, Die erſte Beſchreibung und Abbildung findet man in Job. Jac, Schübler Sclagraphia artis tignariae,»: pdex Zimmer- . mannsz- wS en ie EE om Bat Üb dte CSE 3202 M Wing fim] werd | Galt | ſl 3, R nh die 7 Gir] |(rf uf Jump) ſehn Wir Wi R ſhir, die 3) Ww Dy emals von Ith f einem Blei, ja man en 0 befeſtigt! mm en mit beben) 0 terſchnht|) land hat mn) gen Fahrhunda] equermeres m (I) den Sinpon: t, was vom'Df nn werden aus il ay8 der Dabel) uc) mit Schin " einen Blod vu uf dew Bode ij baß die Gefinel eſer wird durch (nes fmmen v Henner aeht we am der Sh jeſhriden, Y 3 auh zug (Ot, wie ztſche Erfindun legte, eſ! 0 avm bela t, vo! Pavpiermacherep: 1:6. 2. 141 mannskunſt. Türnberg 1736:: f01:.S. 5345 2 00.:-:3854390:= Sehiſe zen har man in n?uern Zaiten die Einrichtung noch einfacher und be- queer gemacht. Merkwürdig iſt, daß man in England, ſcyon am Ende des vorigen Jahr? hunderts, den Einfall gehabi hat, das Schnei- dewerk der Tobakfabriken auf den Papiermüh- in anzuwenden, daß man es aber nicht eininal verſucht bar, aus Beſor guiß, die Holzſipähne 1082 hten ſchaden, welche auc mnet iſt, wird er in den Holländer gebracht. Das Waſſerrad treibt eine mit 36 metalle- nen Schienen beſchlagene, hölzerne Welle, welche in einem bedeckten Troge, über zehn andere metallene Schienen, oder übey die Platte am KRropfe, den Zeug zermälmet. Eine Rinne leitet Waſſer hinein, welches den Zeug über die ſchräge Seite des Kropfs, zwiſchen die Schienen hindur< ſpühlt, und durc< die Sheibe wieder abläuft. 1, Ehemals mußte der Halbzeug wieder von neuem in das Geſchirr gebracht werden, aber der Holländer arbeitet dreymal ſchneller und vollkommener, als das Geſchirr. Die Erfin- dung dieſes Werkzeugs gehört den Holländern, die es Roerbak nennen, Becher ſah es ſchon zu Zaardam. In Teutſchland iſt es ſeit ſechzig oder ſiebenzig Jahren im Gebrayd.+.): am Boden„angebrachten küvpfernen.. Zlaſe iF oder Pfanne, wodurd das Waſſer erwärmt de€ wird;| Zi EE M nn debe NSE- Doig EU Wg ZEN IR 208 ore pt na De Smet ZEIT E Init, Vreittop Dh , Ohne Geity 15 er eln ), ſet aut tigt wird; 4; ott mur eit m erſhnitzeln Dy ) wird imme n den Balduny Verbäumen 1 ve Ganzen Wt dv ey bis . M. Wey NNEN) „ſo wind| worin ein fe hin, und| er wieder zm femi, e new breiten, vat dem übt!) 4, u m| fyyfenen 2 NU|| » We DE iv Papiermacherey. 5. 7. 145 wird. Dieſes iſt nöthig, damit die Papiers maſſe deſto mehr zertheilet, und die naſſe Ar- beit bey kalter Witterung: ertröglice?) werde. Aus dieſer Butte ſchöpft der Durgeſell oder Schöpfer, der im Durtenſiubl, oder frey, auf einem Tritt ſteht, mit der Form ſo viel aufgelöſeten Ganzzeug,"als zu einem Bogen nöthig iſt. I, Einige Papiermacher haben mir erzählt, daß das Waſſer zuweilen die Hände der Arbeiter dergeſialt angreife, daß Haut und Nägel herz unter gingen, und Löcher einſielen;"baß das Papier dabey nicht litte, und daß dieſer Unfall ſic) zuweilen in einigen Jahren nicht wieder ereugne- Der Grund ſcheint vornehmlich in der Abwechſelung der Wärme und Kälte zu lie- gen. Geſellen, welche gewohnt ſind, die Bätte ſehr warm zu halten, leiden am öfterſten das von; es werden alſo wohl die Unfälle der Mc ſcherinnen ſeyn: Oedema Rhagadges, Parony- chia u, Dd. 2« Um den Ganzzeug in der Bütte überall vor breitet zu erhalten, muß der Schöpfer oft mit der Hand umrühren. Um dieſe Mühe zu ſpah» ren, bringt man ein Paar Stäbe mit durchl5ö- Herten Scheiben an, welche vom Mühlwer?e in der Bütte beſtändig auf und nieder gezogen werden. Aus Scherz nennet man. dieſes Mit- tel, den Zeug in der Bütte ſchwimmend zu erhalten, den faulen Bütgeſellen. Aber ſolte es nicht zuträglich ſeyn, in der Bütte einen farbenloſen Schleim(mucil2g0) zu verbreiten, welcher die Paviertheilchen, fo wie den Farbe2- ſtoff in der Küve, ſcnet,, und entweder dur den"Schlagſtampfen, einen eiſernen Hammer von 2 Zentner, oder mit einem polirfken glaSartigen Steine, geglät- tet, hernach geprejet, in Bücher und Ries gelegt, zuſammengebunden, und, nachdem je- der Bogen mehr. als 30 mal durcereg und Buch- Kebtet va binderey unterhalten ward. Als der Buchbinz DRIN ARIEN der ſich dadurch ſeine Arbeit erleichterte, daß zu machen, v er ſeinen Planirhammer an das Geſchirr der en fnnen, 0 Mühle anbrachte, ſo machte der Papiermüller ht wird, mh daraus den Schlagſtamypfen- Die lächerliche es went Ten, Trennung der Glätter und Stämpjer ſolte v" Maun über: die Polizey aufheben, Auf einer Mühle bey 4 angreift un) Baſel geſchieht das Glätten mit einem Steine Aumfocher eint durch das Mühlwerk. Jetzt wird auf ſchr vie- ; Waden len teutſchen Mühlen gar nicht mehr geglättet, um Wt Mah ſondern das Papier wird deſio öfter und ſiär- WEN DD ker gepreſſer, Qevwnd Loch 5. Das Papier durch ein Walzwerk zu glätten, nde[a 2a das har man ſchon im erſten Viertel des acht- awer ie mt zehnten Jahrhunderts in Holland verſucht. indem ſie ve Dem bekanten Groot volkommen monlenboek. füdlet, NO Awſter. 1734.fol. ſind auf der hieſigen Biblio- hernten he thek einiae Kupfertafeln beygebunden, mit dem eta Scmuttitel: Nieuwe beichryving van gron- umwaſt, den en opftallen van verſcheyde moolecns« wag Daſelbſt finder man auf Taf, 2, welche die Pau ze, K 4 Zeich- y wS in da RE m Baal nen bret CSE 1208 FE M2 Fünſrer: Abſchnitt. Zeichnungen zu einer Papiermühle enthält, Fiq. 6. ein Walzwerk abgebildet, welches in der unvolkommenen Beſchreibung de pleytter- moolen heißt, aber wohl gewiß zum Glätten des Papiers dienen ſoll. Man ſcheint aber dieſe Verfiiche dort bald aufgegeben zu haben, Hingegen ſind ſie in neuern Zeiten mit beſſerm Erfolg in England, vornehmlich in der: vor- treflichen Manufactur des 23368Perville zu Bir- '-mingham, ſo wie auch in Gränkreich, fort- gejezt worden. Zur größten Bolkommenheit hat dieſe Kunſt H. ZBovdoni zu Parma gebracht. Die Pariſer Glätmaſchine iſt ein Walzwerk, da jeder Bogen durch zwey polirte metallene Walzen, deren eine durch einen ein- gelegten beiſſen Bolzen erwärmt wird, gezogen wird, Aber es iſt eine beſchwerliche und mis- lic)e Sache, den angefeuchteten Bogen zwiſchen dieſe Walzen einzuleiten. Die Maſchine des H. Bodoni bat dieſen Fehler nicht, aber ihre Einrichtung iſt noch nicht bekant, Hr. Wil- belm Saas in Baſel, der Sohn des berühms- ten Schriftgieſſers, welcher die erſten Land- Harten mit beweglichen Typen geſeizt hat, be- ſitt die Bodoniſche Maſchine, und glättet damit weiſſes und bedrucktes Papier, auch Kupfer- ſtiche, wodur< Glanz, Feſtigkeit und Schön- heit erhalten wird. H. 4,3836 verſicherte mir inündli), daß dazu das Papier nur angefeuch- tet, nicht aber mit einem Firniß überzogen würde, Die Proben, welche ich von ihm er halten habe, beſtätigen dieß. Inzwiſchen ver2 mindert die Glätte die"Weiſſe des Vapiers eiwas, 6 „IE 3-7 252- MH ute Lumpen, und giebt dem Zeu- ge im Geſdyirr oder im Holländer die Farbe. TI. Zu dieſen Päpierarten gehört vornehmlich: das holländiſche blaue oder violette Zackerpa- pier, dejſen Itcachamung in Teutſchland nicht gleich glücken wolte, und deſſen Bereitung auch in Hoiland nur wenigen bekant iſt. Es ward einige Jahre bey Hamburg, für Rechnung ei- niger Zukerſieder gemacht, aver weil es theu- rer als das holländiſche kam, muſten ſie dieſe Arbeit wieder aufgeben, Ein geſchickter Pa- piermacher hat mir folgende Vorſchrift mitges theilt. 2u 40 Eimer Waſſer thut man 20 Pfund Blauholz oder Braßilien- Spähne, und. läßt dieſes in einem Keſſel um 2 bis 27! Zoll einko- t; aber vielleicht werden ſie, wie die Lumpen, yicht ſo wohl zu Papier, als viel mehr zur ſichern BedeFung. der Contrabande, gekauft, EE R Um den Mangel der Lumpen zu erſeßen, und die Bertheurung des Papiers zu ver- hüten, haben einige allerley andere vegetabi- liſche Materien dazu vorgeſchlagen, wovon manhe dur4 Verſuche nußbar befunden, und auc: zum Theil längſt von den Papier- machern genußt worden ſind. IX, Ohne von den Verſuchen der Herren Guet- tard und Schäffer das gerinaſte zu wiſſen, haben die Chineſer längſt.allerley Pflanzentheile, ſonderlich Samenwolle, zu Papier angewendet, welches die Chineſiſchen Papierproben, die ich durc) die Freundſchaft des H. Pallas erhal: ten habe, beweiſen. Hingegen iſt falſch), was man gemeiniglich glaubt, daß die Chineſer auch aus den Übgängen der Seide Papier machen, S. Beyträge zur Oekonomie, Technoiogie U. ſ. w. 1 S, 3749. In Hindoſtan bauet man, ſtat unſers Leins, Crotalaria jJuncea2, und ver? arbeitet ſie zu Seilen, Netzen, Paktuch, und zulet zu Papier, Die zerſtüFten, gewaſche- net » Fei Bine IEE on ML nm! jn& ſche! fan „bu ge wit ww) ein) zur fu hm? poi mg) i"y h Ny! Hatt: und| der! Wl will! ſel) Dieb willy Jane), hh) win! vin) Rit,) Wien Wit! (iy 2,% | zent wieſe | der| | niht nit, ), theilß Ou j Aegen den hy 1, erben alle be) M hier, lbb ät; aber bial8 » micht ſo wehly ſichern Betei mj erfeben, ih zu ers dere Aeqetah) lagen, woby har befundtt, 1 den Papie! Fetten Gurte ſt zu vſt, „Manzel, pie ann vd eptoben, Voi) h, Dallas ih wi fa 3 die Chineſe 1! ve Yapier mh ve Ten ndoſan bam! da oncen, M kn) Yadt?" fid y. Papiermacherey, SS: 314« 4337 nen und eingeweichten Lumpen, werden 8 Tage in einer Lauge von Kalkwaſſer und miterali- ſchem Alkali gelaſſen. Nachher werden fie ge- ſiampftz der Halbzeug wird an der Sonne ge- - Vleicht, noch einmal eingeweicht und wiederum geſtampft» Vebrigens ſchöpft man die Bogen wie in Europa. In Perſien wird aus baums wollenen Lumpen Papier gemacht, dieſes mit einer Glaskugel geglättet, und, damit die dort gebräuchliche Tinte deſio beſſer darauf flieſſe, mit einer Seife? überſtrichen. Von dem Unterſchiede des Baiimwollen- und Leinen2 'papiers ſ. Waarenkunde 1 S 58. In Frank- reich ſoll man da, iwo ſtarke Seidenraupenzucht iſt, den Baſt der weiſſen Maulbeerbäume zu Papier nuten. In Malabar ſcreibt man auf Blätter dex Palme, Corypha vmbracyuhtifera, und zwar mit einem ſpißen eiſernen Griffel, der das. Oberhäut<erartige Stoff, den aufn dieſe Samen mit mehren Körpern gemein| Giny baben, macht ſie fähig, bey dem gehörigen| Gnby Grade der Wäſſerigkeit, der Wärme und| hodirh der Luft, in die weinhafte oder geiſtige Gäh-| Ibergeht zung zu gehn, wobey ſich viel kohlenſaures an al Gas oder ſo genante fixe Luft"entwielt, und| Windelt die B SSER IEEE R ZER GEE ADE Dp ME 5 0R1 200 ABS. 30-5 C22 2207. EIIIE AO EEE aut, weldieg 1, burg Jus | wi), ft feht als bac) itung des Weind, „gut, daß es in » wenig verſchie: (gftens erzählt, ven bon eina den dieſes Os e Gf, dt Ahepern gam . dew zehöehz! er Darm 1! er gäſg G vil foplnje! ſt TLC Bierbrayerep:"5.+ 2. I6x die geiſtigen Theile entweder ausgeſchieden, oder aus den vorhandenen Beſtandtheilen hervor gebracht werden. I, Ehemals glaubte man, daß die Produkte der geiſtigen, der ſauren und der favlenden Gährung nur ausgeſchieden würdenz jetzt aber iſt es wahrſcheinlicher, daß ſie erſt aus ihren 'Beſtandtheilen. zuſammen geſeßt oder erzeugt werden. Nach dem antiphlogiſtiſchen Syſtem beſteht der Zuckerſioff aus Waſſerſtoff oder Hydrogen, Kohlenſioff oder carbove, und Sauerſioff oder Oxygen, Unter. der Gährung verbindet ſich ein Thei! des: Sauerſtoſſes mit einem Theile-des Kohlenſtoffes, und bildet das kohlenſaure Gas, Ein anderer Theil des Sauerſioffes bleibt mit dem WaſſerFoſſe und einem Theile des Kohleniſtoffes verbunden, und macht dadurch den Weingeiſt. S, Grens ſy- ſiemat. Handbuch der Chemie, zweyten Theils ächten Abſchnitt, der zur Erkiärung dieſes und der folgenden Abſchnitte dient, OG».3- Um dieſen Zuckerſtoff von den übrigen Theilen der Samen, welche die Gährung aufhalten würden, zu ſcheiden, läßt man das Getreide malzen, oder zu einem geringen Grade der Gährung, zum Keimen, kommen, wodurch ſein glutindſer Theil in die Keime übergeht, und auch der ſtärkeartige Theil, wie man glaubt, zum Theil in Zuerſtoff ver- wandelt wird. L I» & 162"Sechſter Abſchnitt. x. Vom Weine unterſcheidet ſich das Bier vor- nehmlich dur< die gröſſere Menge ſchleim:<- er Materie, die es aus den gemalzten Samen erhalten hat„- und ihm mehr Nahrhaftigkeit ertheilen«, 2. Am meiſten bedient man ſich der Gerſte und des Weißens, auc) wohl des Habers, allen2 fals auch des Ro>kens. Die Nordamerikaner brauchen den Mays oder türkiſchen Weißen. Au mit mehren Körnern von der angegebenen Eigenſchaft hat man Verſuche gemacht, deren Möglichkeit aus dem vorhergehenden erhelilet, deren Vortheil aber nicht gleich groß ſeyn kan. VERTE Man wählet am vortheilhäfteſten völlig reife, friſche, dünſchalige, ſo viel als möglich gleichartige Gerſte, welche auf einem etwas ſandigen und magern, nicht friſch,(am we- nigſten mit Schafmiſt gedüngten Boden?) gewachſen, auch nicht vorher dur is | jane€ | faden, | daß), | 6 Bi zung | treidean! | auf ein und Uu ſchie dv (Gini Vedi 10 | 1.91 | tian, ſie in Hufe | leiämiß | whom ſchnitt; bt ſch)) voip vw LM"" "m gemalt)" mor aht; ich der Oith 076 Haber,| 'e Nordamen tfiſchen"Di 1 Dey angegebn gemacht, der Jenden erhellt ) groß ſeyn Fam "ARC NQ vel al wN feinen im iſh,(aw fe Boden] uehgenägt ad wn zw hen(ſan ad v) Dy zudem a amid wi Ww goſſen 7 in hey 0 Dierbraiterepa25:..5-:6. 463 bütren, Quelbütten Quelbottichen, Muel- ſtöcken, WWeichbotrichen, YWeichküfen, ſo daß inan, zumal bey warmer Witterung, oft das* Wajſer 00 lt, und ſorgfältig die Säu? rung verhütet z oder man wäſcht jede Ge- treideart ARD: und erweicht ſie hernach auf einem Boden durc< öfteres Begieſſen und Umſtechen. Ztach'der erſten Weiſe ge- ſchieht die Reinigung vollkommener, und die Einquellung gleichförmiger, aber ſie geht leichter in eine Säurung über, 962.02 Das eingeweichte Getreide wird auf lüf- tigen, ſteinernen Böden oder UWachspläurzen, in Haufen oder Beete, Scheiven, zu einem gleichmäſſigen Grade des Keimens gebracht, und hernach, ſowohl um die Säure abzu- halten, als auc; um das Lilalz bequemer aufheben, weiter bearbeiten, und völliger mit Waſſer ausziehen zu können, ausgetrocknet. I. Es iſt dur dürfen nicht ins Blatt ſchieſſen, nicht Blat- Feime werden; und gut iſt es, wenn man das X 2; Malz 164 Sechſter Abſchnitt. Malz gänzlich von den Keimen reinigt. Der| Geſchma> des ausgewachſenen Getreides mus ſüßlich bleiben. 8. 7. Das Dörren odex Darren des Malzes geſchieht entweder an der Luft oder durch Hül- fe des Feuers. Jm erſtern Falle heißt es LZufimalz, im leßtern Darmalz. Jenes Xan ein geiſtigeres, dauerhafteres und, wegen Erſpahrung des Holzes, wohlfeileres Bier ge- ben, welches ſeltener misräth.« Leöbteres aber verdirbt nicht ſo leicht, wenn anders bey dem Dörvren nicht die gewöhnlichen Fehler began- gen werden z es fordert auc weniger Boden- xqum und weniger Zeit. NG 8 Die Walzdarre muß dergeſtalt einge- richtet ſeyn, daß ſie wenig Holz, wenig Ar- beit verlangt, den Rauch abhält, und keine Feuergefahr verurſacen, und um bey dem Uebertragen nichts zu verſchütten, wird eine Traufrinne ange henfet. 2; Das Maiſchen(ein veraltetes Wort ſtat iſchen) leidet faſt unzählbare WVerichiedenz heiten“ Einige nehmen, zum Erweichen ves Schrots kaltes, andere warmes Waſſer»'Er- ſtexe verlängern ſich die Arbeit, und ietzkere Üs bereilen ſie« ECinige laſſen das Extract allein, andere das Extract mit dem Bodenſatze in hie Pfanne ſälagen. Leßtere beſchleunigen die Ar- beit, aber. ſie müſſen das Ündrennen durd) vſ- teres Umrühren verhüten, und. erhalten leicht ein trübes Bier.“ Noch andere kochen die Mai- ſche gar nicht. Langes Kochen ſs; aber mir ſcheint es von werden, WE fßeri, abzuſtammen; So wird Werd daher .Wſet uh! eine Inſel genant, welche dur) angefettes UBUNGEN Land entſtanden iſt; z. B. der Werd zu Re- andere uote gensburg, Donguwert, Kaiſeröwert u, a, "dere Qeihy auch hier) 2.' Die Schierſtöcke haben ihren Namen von Schier oder Shir, welches ehemals ſo viel pfeif nidt als Plar oder rein bedeutete, daher auch. eine Art zarten Gewebes oder Kammertuchs, Schier- when, und tuch hieß, Hier in Göttingen ſind ſie ſeit dem ji mi Jahre 15409, da man die Einbecker Brauerey aher rathtn einzuführen ſuchte, gebräuchlich. Bey. groſſen vzeſhladen Brauereyen ſind ſie allerdings bequemer, als ee a Ww die Stellbottiche," Man ſagte ehemals? das die Riſs Blut ſtellen, das Waſſer im Fluſſe ſtellen, für eiſ, mite ſiehend machen; daher der Namen Stellbottich , viederſinf, entſtanden iſt, GHZ: de Wi Um die Süſſigkeit der Würze zu mindern, Schin und dadurc in die Pfanne, aus dem es. abge- ſcvbpit, und durd) den Hopfenkorb in Rin- nen gefüllet wird, welche es in die Kühlkeffel Tetten, 2, Es iſt nicht wohl mögliH, die zu einem Ge- braue'notbige Menge Hopfen genau anzuge: ben; äber wenigſtens ſolte man ſie nach-dem Gewichte, nicht nach dem Scheffel, beſtimmen, 3. Den Hopfen.„kanten die älteſten Botaniker nicht, und es iſt fehr wahrſcheinlich, daß er, wie viele Küchengewächſe, erſt zur Zeit der Völkerwanderung in Europa bekant geworden iſt. Iſidor ſagt, ſein Gebraud) ſey zuerſt in Italien verſucht worden. Walafrid Strabo im neunten, und Aemilius Miacer im fol- genden Jahrhunderte, haben des Hopfens nicht gedacht. Auch kömt er nicht in Capitulare de villis imzeratoris vor, welches gemetniglid) Carl dem Groſſen zugeſchrieben wird, und worin Zern liien vr HERE om Bai nb denen CE 1.2200 Me dige- M3 [hnitt, Zierbrauerey.-F. 12. T71L 0, bey N. y 5 worin ſehr viele Pflanzen, wel aun nenern Zeiten vorgeſchlagenen künſtlichen Gäh- RE rungsmitteln ſehe man Phyſikal. 6fonom, wW die(Ee)! Zibliotb. 1. S. 4035 XVl. EO, 555 XVIII, ben Rand S,. 301, 342»- , Yie Ki 4. Die Hefen, Bärme, ſind entweder Zote een Ai tich- oder Saßbefen; jene, die vom Gar- 1, zu Wieſe bottich genommen werden, ſind die würkſams aches Nh ſtenz dieſe ſind entweder Spundbheſen, M Oberhefen, Gäſcht, oder Bodenbefen; die woda Iv Chien ſind gemeiniglich die ſchlechteſten, S- , 190; Z+ 5. 174 Sechſter Abſchnitt. 5, Wie viel Hefen ndthig ſey, läßt ſich nicht beſtimmen, wiewohi man den funfzigſten ,bis ſechzigſten Theil anzunehmen pflegt.'In den hieſigen Brauereyen ro, und wird [opfte Gefiſe vor der Verdunſtung bewahrt. I, Nay der königlichen Verordnung vom 27 eh, in De Det. 1713- ſoll in hieſigen Landen ein Guar- tigen Says ir 2 Pfund Brunnenwaſſer halten. Zwey vde, welches Onartir machen eine Rannez 4 Quartir tung getäth, machen ein Stübchen. Cin ganzes Bier- YAupyiſchen faß“ halt 104 Stübchen oder 208. Kannen. u von dem, Ein Viertelfaß Bier oder eine Tonne hält dem Nam 26 Stübchen. Nach eben dieſer Verordnung elleict ift) muß ein Faß folgende Verhältniß in Calen- "aſſer enthal bergiſchem Maaſſe haben, Die erſte Zahl. iſt nung,(Eo die Länge von einem Boden bis zum.anderns; aprt; jeht die zweyte iſt der Durchmeſſer im Spunde? 5 Verſch die dritte Zahl iſt der Durchmeſſer des Bos Aho in dem dens. 4 dab Dit Ein ganzes Faß= 43* 30* 24 Zoll eu dur) Ein halbes Faß-- 354« 244+ 20= unz Roa Ein Viertelfaß oder eine mal em Tome=== 244. 4.20+ I7= Cine halbe Tonne oder ein Achtel Faß=- I19X+ I54+ I32==> 11.55 44 Gutes Bier muß helle, wie Wein, ſeyn, WW etwas bitter ſs Fuder Einbecker Bier übermachte. Als dieſes, nach dem Tode Churfürſts Chri= Htian 1. unterblieb, ließ Herzog Wolfgang zu Braunſchweig 1593 ein Schreiben an den Nd- miniſtrator Sriedrich Wilbelm ergehn, worin er verlangte, daß gegen überfommende ſechs Fuder Einbecker Bier, ſv wie'es ehemals ge- ſchehn, ſo viel Sächſiſcher Wein wiederum 1:2 berſchiFt werden möchte. Aud) das Götting:- ſche Bier hat einmal die Ehre gehabt, jährlich) an den Churfürſtlich Sächſiſchen Hof verſchic>t zu werden. Noch iſt folgender Brief Chur» fürſten Auguſts an den Magiſirat von Göt» tingen vom Jahre 1584 vorhanden?"Nachdem »»uns das Biehr, ſo bey euch gebrauen wirs „det, fär andern Biehren wol befommet, als »-Zeſinnen wir an euch ganz gnedigſt, ihr welz „let uns zu dienſtlichen Gefallen deſſelbigen 4 „»Vaß, ſo gut es ißiger Zeit bey euch zu bekom= „men, außkoſten, und uns bey eigener gedingz „ter Fuhre fürderlicſt anhero gegen Dreßden „ſchicken, und daneben vermelden, was ſol< +» DIENT» vn 6 Zierbrauerey. F+ 18+ 179 Und ber Men 1570 füh, je»„Viehr, ſambt den Fuhr- Lohn allenthalben „ austrage, ſolches ſoll euch alßbalde bey den ie Bray„Fuhrmann zu Dank überſchicket werden, Und geſch Wh,„damit aud) das Biehr unterweges nicht ver- = Dive„fälſchet, oder ſonſten Schaden dazu geſcheen ft, Da noh 1u 9.-mohte, ſo geſinnen wir gleichergeftalt gne- 1; da Breny»„diaſt„ihr wollet jemandes vertrautes dazu ſchweift„verordenen, der darauff Achtung gebe, ihn en gingen; h„auch Berichtthun laſſen, wie man ſolch Biehr 9 dem Det„warten und halten müſſe, damit es lange Fhöt bor Dy„guet bleibe,*demſelhigen wollen wir ſonder- e Einbee„lich lohnen laſſen, und ihr thuet uns daran d) war, dei».zu gnedigſten guten Geſallen, in Gnaden gez “ Landweiz„gen eu<, und gemeiner Stadt hinwieder zu m Hof über:„erfennen...= Yuch im TJ. 1585 ſendete der ſichen Rel? Churfürſt einen Brief hieber durch ſeinen Die»- übernachte, ner und Pärner, ver ſich uff die Biehr ver- iſts Ch: ſtand, damit die Göttinger dieſen gegen bare Wolfgang dankbarliche Bezahlung einige Faß für den Chure2 m an den AÜ) fürſten möchten ausfkoſten. laſſen.=---- Die gehn, wort Biere ſind ſchiechter worden, ſeit dem ſich der mende ſec) Teutſche in ausländiſchen Weinen berauſcht, ehemals 4: und bey Arabiſchen, Cyineſiſchen und Ameri- viederum i! kaniſchen Getränken verarmet und ungeſand 3 öttingn> wird. Yuch haben die Städte den Ruf ihrer t, Jährlich Biere dadurch) geſe und der Aue der Mönche wenigſtens keine Schande, daß ſehr viele Klöſter ein vorzügliches Bier gehrauei has ben“ und: nor“ brauen... Das eigentli;te id nachläſſige Brauer ſchreiben die Fehler ihres Biers dem Waſſer zu; geſchiäte M 3 Brauer 182 Schſier Abſchnitt, Brauer wiſſen Unbequemlichkeiten zu beſſern, und an allen Orten ein völlig gleiches Bier zu brauen. I, Es giebt Oerter, wo das Bier gut iſt, und wo dennoch eine algemeine Klage darüber iſt, weil die meiſten Privatconſumenten es nicht gehörig aufzubewahren verſtehn, und die Auf- käufer) es aus Gewinſucht oder Nachläſſigkeit verſchlimmern, 2+ Sehr unnüßz würde hier das in vielen Bü- , Muy nten Jah 1 Namen Erfinder 1), aſe gebun eig das uh zuerſt ſanM) eb daſe M us), cetevilh ichle appel! eis acldo,(u! nis oel vt oder Mony ort dy 'Bierbrauerey« V+ 22+ T83 A C. 1 22. Das Brauhaus muß auf einem erhabe- nen, wenigſtens tro>enen Orte angelegt wer? den, hinreichendes und reines Waſſer in der Nähe, auh einen feuerſichern Holzraum, und tiefe, gepflaſterte, luftige, reinliche Keller mit ſteinernen rinnenförimigen Tonnenlagern haben. Durc<. Pumpen, durch tragbare Rinnen, und durch Übzüge im Fußboden, wird viele Arbeit erleichtert. x. Hier in Göttingen wird alles Bier, nach dem Stadt- Receß vom Jahre 1690, in 2 bffentlis . nit, te, Ü Gähn jh ir ſauren Oh man en dun ut wir Nm met(G, 160, en Eth 1, der Wy) extrinlecu! ſto vaſe tell pit, quod 1! pos, 85 ſchen Chen 4 ſtandteile, 8 flanzenjaun N unbeſiimte 3 ioff, oh! x Wein zul in wih! 18 Meg“ n Weine 1" “(0 4 NI LN Eſſfigbrauerep« VF. 2» 187 Luft ausgeſchieden, ſondern aus der atmos2 phäriſchen Luft, ohne welche der Eſſig nicht entſtehen kan, wird Sauerſtoff eingeſogen, ſo daß die Lebensluft über dem Weine verſchwinez. det, und'nur derjenige Theil der Quft, wels her Stikgas, Azote, heißt, übrig. bleibt, wodurch denn die Luft in einem eingeſchloſſenen Raume allerdings auch, aber auf eine andere Weiſe als bey der Weingährung, verſchlimmert wird und gefährlich werden kan, S. Girtans ner Anfangsgründe der antiphlogiſtiſchen Che- mie. Zweyte Yusgabe S, 342- 2. Nur-vom Biereſſig iſt hier die Rede, nicht vom Weineſſig, auch nicht vom Cidereſſig, der aus Yepfeln und andern Obſiarten bereitet wird. 3. Auch aus volkommenem Biere kan man Eſſig machen, wenn man nämlich,(dur einge- worfene glühende Kohlen,, die Bitterkeit des Hopfens, vertreibt?) es einkocht, und es dvx< ein Ferment zur Säurung bringt, Aber ſelten iſt dieſer Eſſig demjenigen in der Güte gleich, den man vorſetzlich brauet, Ce 22 Alle Matertalien, auſſer dem Hopfen, alle Geräthſchaften und Gebäude, welche zum Bierbrauen gebraucht werden, ſind auch hier nöthig- Das Getreide wird auf gleiche Weiſe gemalzet, geſchroten, gemaiſcht, ge? Foßt, und die dur< das Stellfaß abgeklärte ungehopfte Würze wird zum Abkühlen in Kuhlfäſſer gethan, I. Braun gedbrretes Malz giebt braunen /Eſ- ſig 5 wenig gedörretes Malz und Luftmalz ge- ben weiſſen, Eſſig, An manchen Orten hält man I88 Siebenter Abſchnitt. man es für vortheilhaft, zu jedem-Gebraue von jedem gleichviel zu nehmen, SG. 3: Die abgekühlte Würze wird durcenes ,. ſtark geſäuere tes Brod oft mit ſehr ſcharfem Ciſig, laſſe es jedesmal wieder trocknen, und werfe davon etwas in das Gut. 3, Man laſſe ein Pfund zerſtoſſenen Weinſtein mit etlichen Kannen von dem Gute kochen, und ſchütte dieß hernach in die Gährungsfäſſer, 3. Man menge Stiele von Roſinen, auch verdor- bene Roſinen, die man aus den guten auszule? ſen pflegt, zuſammen etwa zwey Pfund, unz ter ein halbes Pfund Sauerteig, und feuchte dieſen mit ſcharfeni- Eſſig an, 3, Die Gährungsgefäſſe dürfen nicht ganz voll ge- füllet, nicht feſt verſchloſſen, auch nicht aus- gepic- nete Heidelbeeren und Sandelholz machen eine rothe Farbe,= Aber man hüte ſich vor Sa- Hen, welche. ſich niederſezen, und den Eſſig trüben, 2. Der verkäufliche Eſſig iſt zuweilen mit Shwe- Felſäure verfälſce, kein Mittel, dieſe'falſche Berſtärkung zu entdecken, 3. Aus Roſinen ſoll H, Rudolph Koch in Bremen Eſſig brauen, Zu einem Gebraue braucht er Körbe Roſinen. Ein Korb aus Spanien ömt ihm in Bremen ouf 4 Thr. Aus zedem Gebraue ſoll er 8 Oxhöfte Eſſig erhalten. Der Braumeiſter erhalt für jedes Gebrau 3 Thr., muß aber die Bediente beſolden, Cin Oxhöft wird dort zu 8 Thr. verkauft. In einem Jah- ve ſoll er 1300 Oxhöfte brauen,. Anw zende Y 4 "ww Des nh 11] 1707 3 wij Gp] 6,1! Rehm itt, awer ſom; 11 je nichts,| farbe; gent [3 machen ſich vor 6) und den ſj n mit Schw beſten dur) & der Schwe: Weit wirt, Fd Duſel he(men ſcha aben, als ſe [erhals, Day man, vſl dieſe fal) '< in Brem! ue braucht aus Span! x. Aus jedi erhalten, 7! Yehrau 31 TD v Ein ZI Sy einm '* 9 PLſſigbrauerep«; b- 7+ II WERE Anweiſung zur Eſſigbrauerey geben fol gende Bücher. IJ. C. Simon Unterricht von Branmzeweinbren- nen: SD. 353»! Demachy's Kunſt des Eſſigfabrikanten, mit ei- - nigen Anmerkungen des%). Struve und einein Anhange von S,. Hahnemann, Leipzig. 17876: 287 Joh. Jak. Roſenſtengel erneuerier Eſſig: Krus, oder Kunſt Eſſig zu brauen. Sorau 1774 Ü- Sprengels Handwerke und Künſte, KRV. S. 144.: Rrünitz Encyclopädie, X1 S. 603, 444 375 / 192 Achter Abſchnitt.|»rät Achter Abſchnitt. BDränteweinbrennerey, Y | Deſi GOD| vem .:| Ybfgt Jye/ſtilliren heißt, durc Hülfe der Wär?| Yi me, in verſchloſſenen Gefäſſen flüäſſiz| Yum ge und flüchtige Theile, aus flüſſigen oder| feſten Körpern abſondern, in Dämpfe ver? wandeln; ſolhe in Tropfen verdichten, und dieſe in ein. vorgelegtes Gefäß ſamlen. Es Ne kan auf eine dreyfache Art geſchehn, nämlich NUL aufwärts,(Jdeſtillatio per ascenſum), ſeits a,( wärts(per latus) und niederwärts(per| fü! descenſum). Hier iſt die Rede nur von der| byw erſten Art. rſd! we 4, Wenn das, was in verſchloſſenen Gefäſſet aufgetrieben' wird, ſich in feſten Theilen an? legt; ſo heißt es Sublimiren, und das, was in die Höhe getrieben worden, heißt Subli- Ö; mat, Blumen, 1lores,| Dit 2, Die Kunſt unterwärts zu deſtilliren, iſt ſchot geiſt) in ſehr alten zeiten; d5c< nar zu einzelnen ig Abſichten, 3: B, zur Bereitung des Pichs; hl; ängewendet worden. Deſtillirtes Roſenwaſſer' kante man ſchon im neunten Jahrhunderte, oct am Griechiſch- kaiſerlichen Hofe« ue in Ih 1 un dulfe ve Di Gefah füh flüſſige 11 1 Damp h verdichtu, 1 ß ſanten,| veht, m enlum);| wärts| hur von| ſenen Geſäſ| ten Theilen(! 4 und das, vy 1 heißt Sub fire iE pur zu ew) wg ds? jetes Koſen en Jahrhun" Hof DM Th Zranteweinbrennerep. F. 2+« 3+ 4++93 Künſt aufwärts zu deſtilliren, haben erſt im eilften Jahrhunderte, Avicennsa; Wiejue; Geber und andere Araber gedacht. R24 Bey der Arbeit im Kleinen ſind die zum Deſtilliren gebräuchlichen Gefäße? KRolben, „Zelm und Vorlage) welche zu verſchtedeney Abſichten verſchiedene Bildungen, uvd bey der Arbeit im Groſſen auc) zum Theil andere Namen erhalten. G6..% Die durch die Deſiillation erhaltene Flüſ- ſigkeit heißt, wenn ſie Geſhmac> uvd Geruch hat, Ceiſt, Spiritus." Hat dieſer die Fähig? Peit Feuer zu fangen und zu brennen, ſo heißt er brenbarer Geiſt, Spiritus ardens, weil er ſic) eben dadurc(Arnoy 6 Lully ben eini Alexa er hätten ar zu ergiel in Menge/ niſchen Dey 8 Getränk; ) hatte die Y 8 Gewerh 1 ern zu th ein do)(1'! ahrhundet?! en Ww ſent), x Wein ein des D'" ion ale Wolfen m (O0' Hranteweinbrennerey. 8. 4+ 395 ein Mittel, ſchön und jung zu bleibe, So hat man es auch mit dem Thee und Koffee ges macht, und dadurch die Leute an dieſe Getränz ke dergeſtalt gewdhnt, daß ſie ſolche endlich aus Wohlſchma> täglich getrunken haben, In des Erzſtifts CölUn Reformation aus dem erſten Viertel des 16ten Jahrhunderts, fömt er noch nicht vor, ungeachtet er daſelbſt hätte genant werden müſſen, wenn ex dantals ſchon in Weſiphaten gebräuchlich zeweſen wäre. Lande graf Wilhelm|! verordnete in dev erſten Jahz- ren des ſechszehnten Jahrhunderts:, Wer »Zebranten Wyn feyl hait jal nymands getiatz „ten zechenns jn ſynem Huſſe. es ſey heilig „ader werk:ag. Sonder den gebranien wynen „vß ſynem huſſe verkeuffen.=- Vf die heiigen „Tage wollenn wir vnd gebiethen das nymandts ».zebranien wynn vor den Fyrchen feyl habenn ſoll by verluſt ſynes gebrauten wyns.,== Im Jahre 1524 verboth. Landgraf Philipp, Brandtenweynn zu ſchenken und zu vertaufn. In der Mitte aber deſſelben Fahrhunderis, als Baccius die Geſchichte des Weins ſchrieb, ward er in Italien allenthalben unter dem Nae men Aqua vitis oder vitae verkauft. Unter König Erich X V kam er nacy Schweden, und. in einem Exträcke der Brüche aus dem Amts-Regiſter des Hauſes Zelle vom Jahre 1578, finde ih: Hans WUrüller und Hans Günter haben angefangen Brantewein zu brennen und zu ſchenken, wider unz ſers. G. 5. Ordnung, Der Blaſenzins Fömt unter den Einkänfien des Berliner Ma- giſirats zuerſt bey dem Jahre 1595. vor. Lanz ge Zeit brante man dieſes Getränk nur aus verdorbenem Weine, hernach aus Wein- und Bierhefen, und als man ſtat deſſen, Rocken, Weitzen und Gerſte nahm, ſah man ſolches N 73 als - ! 7% 4-43 Achter Abſchnitt, als einen unverantwortlichen Misbrauch des Getreides an 3; man beſorgte eine Berfälſchung des Rheiniſchen Branteweins durch den Frucht brantewein, und bildete ſich ein, daß die Tre- bern dein Viehe, ſonderlich den Schweinen, höchſt ſhadlich-wären, woher denn bey Men- ſchen die ganz beſchwerliche, abſcheuliche und anfällige Kränkheit des Auſſatzes entſtünde, Yus dieſen Urſachen und mit dieſen Ausdrük- ken, ward d. 12. Jan. 1595 in Churſachſen das Brennen nur aus Wein- und Bierhefen er- laubt. Im Jahre 1598 den 9 April erhielten die Braver zu Sunderhauſen die Freyheit und den Auftrag, allein aus Bierhefen Branz tewein zu brennen und zu verkaufen, dieweil etliche alte und andere Leute, die ſich dazu ge- wöhnt, ſich deſſelben nicht enthalten könten, Im 5%. 1582 ward der Brantewein in Frank: furt a. M. verbothen, weil die Balbirer an: gezeigt hatten, daß er bey den damaligen Sterbens- Läuften ſehr ſchädlich ſey. Dieſes Verboth ward daſelbſt, aus ſelbiger Urſache, 1605 wiederholet. Noc< im Jahre 1616 ver- klagten die Bauern im Schwäbiſchen Amte Heidenheim, einen Bäcker zu Oberbedingen bey der Kirchenviſitation, weil er aus Dinkel, Roden, Heidekorn und andern Früchten Bran» tewein mache, wodurch Gottesgabe misbraucht, verkehrt und aus der Speiſe Trank gemacht, und dieſer von gewiſſen Leuten unter andern guten Brantewein gemiſcen genommen, und-die groſz- ſen Brennereyen mengen daſelbſt gemeiniglich, ein Biertel, oder ein Drittel, auch wohl die Hälfte Gerſte, auch wohl ein Achtel Ha- NN 3 ber „irene EC om Magi nls Eebreäen CT- 8-00 Dam Segel- jr REELLER WESTE nm m nE 798 Achter Abſchnitt. ber hinzu- Wenn" alles Getreide gemalzet wird, erhält man den meiſten Branteweinz aber das würde bey einer groſſen Brennerey zu viel Zeit und Raum fordern. Die Nordhäuſer nehmen wenigſtens ein Achtel Malz, NEED Das Schrot wird anfänalich mit lauliche tem Waſſer, weldes doh im Winter wäörmex ſeyn muß, gemaiſhtz hernach mit ſiedenden Waſſer abgebrant, oder gar gemacht, und nah einiger Zeit, die ſic na Riems vermiſchte ökonom. Schriften. 2 Hefts 2te Abtheil S. 47. Gött- ling Taſchenbuch für Scheidekünſfiler 1798« Journa! für Fabrik. u. Manufact. 1799. De- cemb, S. 413. Jeßt iſt H. Commerc: Rath Teyenbabhn in Nordhauſen mit Verſuchen über dieſe Vorſchläge beſchäftigt, welche eine lehrreiche Entſcheidung hoffen laſſen. 7. Eine ſehr vortheilhafte Cinrichtung iſt die im Jahre 1795. von Herrn Leeuyenbahn zu Nord- hauſen erfundene und angelegte Rauch-Tialz- Darre, worin jährlich mehr als 4000 Nordh. Scheffel Malz gemacht werden können. Der Sczpornſtein iſt in einem öbern Sto>Xwerke ho- rizontal gelegt worden; am Eingange des Rauchs iſt er mit thönernen oder mit 3 Zoll di>en eiſernen Platten, und weiterhin nach dem Ansgange zu, mit eiſernen oder kupfernen dicht vernieteten Blechen bede>kt, ſo daß nir- gend Rauch durchdringen kan. Auf dteſe Decke wird das Malz 3 bis 4 Finger hoch gelegt, und um es zu halten, hat die dbere Decke des Schyornſieins einen Rand yon Backſieinen. Der N 5 Kanal [ + LN 23 Achter Abſchnitt. Kanal endizt ſic) in einen ſtehenden Sorne- ſtein, welcher endlic) den wohlgenußten Rauch oben zum Dadhe hinaus führt». Die Darre Des Herrn Neuenhahn iſt 45 Fuß lang; 3 Fuß 10 Zoll breit, 2 Fuß hoc<; die Oberflä- t ſie gleich mit dem Helm, faſſet den Vorlauf beſonders auf, und ſelt E24 38 MIK IA RELI ME Zääls ÄR EIE IE NEUE LE ad DI 1% 270004. 20.2* 0 6: EE Sas 204 Achter- Abſchnitt.| jo] ſet die Deſtillation ſo lange fort, als noh et-|; was geiſtiges übergeht. b ' I, Manche ſetzen bey der Läuterung Waſſer hin-| zU, damit die Blaſe voll werde; aber nach dieſem Zuſaße wird allemal weniger Geiſt er- halten. Beſſer iſt es, wenn man ſo viel Lau- ter hat, daß die Blaſe davon voll wird, 2: Um dagjenige: völlig zu ſcheiden, was den unangenehmen Geſchmack verurſacht-,- auch j um die Würkung des Anbrennens zu ver- t beſſern, thut man Aſche, oder etwas Pota-" ſche, oder an der sLuft zerfallenen Kalk in hi die. Läuterungsblaſe; andere ſeen auch Salz hinzu, und andere glauben das angebrante Dhlichte Weſen dadurch wegzuſchaffen, daß| ſie bey dem Läutern die Hälfte reines Waſſer| binzuſetzen., In England braucht man zu? gleiher Abſicht. Kolkothar, welches in die wm Läuterungsblaſe gethan wird. Herr Lowiz lift, giebt den Rath, klein geſioſſene Schmiedekoh-(ut len in die Läuterungsblaſe zu ſchütten; oder den Brantewein eine Zeitlang»über Kohlen-(im pulver ſtehn zu laſſen. Gemeiniglich ſucht ſus man den unangenehmen Geſchma&, durch Wacholder, Pomeranzen und andere Gewürze, unmerklich zu machen. Aus der groſſen Branz teweinbrennerey zu“ Wezep, unweit Amſter-( dam, geht viel Brantewein nac Weſtphalen, der, weil die Bauern einmal daran gewöhnt Wehn ſind,; größtentheils über Wachokderbeeren abge- Gh zogen iſt; daher dorthin ein ſiarker Hanz et; del mit Wachoiderbeeren getrieben wird. fende 3. In Nordhauſen vermiſcht man den geläuter- nid| ten Brantewein wieder mit Lauter oder Brant-(Im! waſſer, und verrichtet eine dritte Deſtillation, deren itt, ot, dyg erung Diſh verde; abu v weniger Oly, man ſo viliy voll wird, iden, was H rurfacht, u mens zu bit tr etwas You llenen Ralf?|; en ans Sah dad angehrant, WET fte reed Yo braucht m welches 1 Derr I 16 Echmiehhh ſchütten; 1 über Rohl neiniglich ſut en ,- durch Schütteln viele klare Perlen erhalten z wenn er angezündet worden, kein e>elhaft ſcs, welcher durch eine gewiſſe Verhältniß der Bes ſtandtheile entſtehn mag. 3, Eine Tabelle, um aus dem eigenthümlichen Gewichte des Branteweins ſeinen Gehalt an Alcahol nach) Prozenten zu finden, hat Gil« pin ſehr volſiändig berechnet in Philoſvph« trangatt"794 P.1. p. 275.= Grens Jour? nal der Phyſik 11 S. 365. 3. Rornbrantewein läßt ſich vom 8Sranzbräns tewein, dem er doch, wenn beyde. rein ſind, in den Beſtandtheilen gleimt, am ſicherſten durch den Geſchmack deſſen, was nach dem Abbrennen übrig bleibt, unterſcheiden. Bey leßterm iſt dieſes Phlegma ſcharf, e>elhaft und faſt ſauer 5; bey erſiterm aber erregt es einen Geſchmac> nac) gebrantem, wenigſiens geröſtetem Mehle. Die von Lteuymann- be- kant gemadcyte Probe der Danziger, durch eine Auflöſung des Eiſenvitriols, iſt trieglich, ins | | Bu | | | [1] "t uon , mw | u) k NN NENE en, ſer Drob' wat ber zieht wn: Ziefe des iv eiförmiges 4 uf ein Ghiy € gleich gſy muß, dern Deber aus ih einander) vereinigt, 1) d(icwobl gi! 8 ſole Det M eint Prob & OR hawß H eigenthing inen Gehatt ven, hat(1: in Philoſop . Grens Jou om Scan3bH) bende. rein jm am fiche! was noch erſchäden. 7 ſcharf, ed v aber een tem, wen nv Gema Danzig). W wl 808. ZBranterveinbrennerep. 3. 13+ 14+ 15. 207 indem ſie ſich auf etwas zufälligem gründet, welches bey beyden Arten angebracht werden kan. Man vermuthet, daß ein groſſer Theil des verkäuflichen Franzbranteweins, auſſer Frankreich, aus gemeinem Kornbrantewein ers känſtelt werde- S«+ Phyſikal, ökon, Di- blioth. X,'S. 194+ 02. XA. Ein Brantewein, der dur< Cohobiren vder Abziehen, oder auf eine andere Weiſe, mit Theilen gewürzhafter Pflanzen vermiſcht, und dadurch wohiſchme>ender und geſunder ge? macht iſt, heißt Kquavit, dem man denn auch eine beliebte Farbe zu geben pflegt. 1. Es iſt der Mühe nicht werth, hier die vera führeriſchen Namen zu erzählen, welche man dieſen gefährlichen Getränken zu geben pflegt, zumal da täglich neue entſtehn, Einige unter den ſo genanten feinen Liqueurs, beſtehen je- do) nur aus einem gefärbten, mit einigen Pflanzenſäften vermiſchten, gezuFerten, als ten Wein, NUTS At beſten wird der Branteweln in kal? ten dichten Kellern, in ſchon gebrauchten Tons nen, weldje man entweder mit etwas angefeuchs tetem Sande beſchütiet, oder oft mit einen naſſen Schwamme überwiſcht, und voll erhält, aufbewahrt. G+, I6+ 208 Achter Abſchnitt, G- 167 Auſſer dem Weine kan man auch Buch? weißen, Mays, Pflaumen, Kirſchen, Aepfel, und noch. verſchiedene andere Früchte zu glei? “gluten, colla, genant.: Seine Bez ſtandtheile ſind, nach der antiphlogiſtiſchen Chemie: Hydrogen, Kohlenſtoff, Azote, Oxy- gen, Phoſphor und Kalkerde.' Er macht vor- züglich den nährenden Theil des Mehls aus. S,. Grens Chemie 11. S, 142. g.> Der leßte Antheil wird, wenn ex von dem erſteny oder dem alkaliſyen Antheil, ges hörig geſchieden und getroc>net iſt, Stärke, Rraftmehl, Ammelmehl, Amedam, Amis d9n, genant, und zu verſchiedenen Geback- werken der Köche und Zuc>erbä>er, zu den italieniſchen Nudeln, zum Steifen des feinen Leinens, des Neſſeltuchs ,« Kottuns, zum Klei- ſter der Kartenmacher, zur Verdickung einiger Färbebrühen, zu Oblaten, Puder und andern Sachen häufig verbraucht. X. Alſo genau zu reden, macht oder bereitet der Arbeiter die Stärke nicht, ſondern er ſcheidet ſie nur von denen Theilen, womit ſie die Na- tur verbunden hat; oder er producirt ſie nicht, ſondern educirt ſie nur, und zwar auf dem näſſen Wege, 8, Jad) der antiphlogiſtiſchen Chemie beſteht das Stärkemehl aus: Hydrogen, Oxygen, Kohlen- ſtoſf und etwas Gewöchsalkali. 3+ Die Kunſt die Stärke zuzurichten, ſollen die Einwohner der Inſel Scio(Chios), die gleimwohl nur wenig Getreide haben NU vin "4! 107041 (78 ; tm IK NIET Init; wd Kein, 1,0 he Stof vy jeman, Ez, er antiphlizs. "ſof, Aim 4 Er mhz des Mahl; 42, wein ep by Antheil, zs ſi, Start, nedam, Amy Venen Orta oder, zu da ifen des feln) uns, zum diFung ein der umd an) oder beteitet 1 dern er ſche) mit fie die% rodurt ſien d zwar auf hemie beſteht) Opygen, 40) al), puri) WW „cio(Chios), aide habe j Stsörkemacherey,|. 2. 3+ 213 nen, erfunden haben. Noerartige Materie, welche ſich dure) Waſſer ausziehen läßt, und das Brod ſnet dieſe Som»? mers an einem lüſtigen- ſchattigen Orte, Winters aber in geheißten Zimmern, völlig aus, und packt ſie in Fäſſer- Der Abfall von Stärke dient zu Pnder y und die wohle getrocknete, fein geſiebte Stärke, als Kraft mehl, zu Geba>wer?, 1. Dieß Mittel, die Stärke über einer Horde auszuwäſſern oder abzutro>äner iſt beque- mer, als wenn man es in den Abſßwannen vornehmen will, wie doh an mancoem Dien üblich iſts Denn im. leßten Falle"Jan man nur ſelten, und nie ohne Viühe, die zerſchnit- 57 4 te: 216 Zehnter Abſchnitt, tenen StüFe, ſonderlic) das erfte, unzer- brd&elt herausheben. 2. Auch im Winter kan man Stärke machen, und zwar in manchem Betracht leichter, als im Sommer, obgleich die meiſten das Gegentheil glauben. Denn die ſchädliche Gährung erfolgt nicht ſo bald, und der Froſt macht die Starke, ſo wie Papier und Leinewand, weiſſer und ſchöner. Man braucht auch wenig Feuerung, nur ſo viel als ndthig iſt, um Eis abzuhalten, und die Waare almälig zu trocknen; oder man läßt ſie den Winter über gefrohren ſjehn, und trocknet ſie erſt im Sommer. 3. Stärke, welche weit verſchickt werden ſoll, wird, nach dem Trocknen, im Ofen gedörret. Stat /des unſichern Backofens könte eine Darre, oder ein von Brettern zuſammengeſchlagenes Kämmerchen, mit Bücergeſiellen, und einem Ofen, der auſſen geheitzt würde, dienen, wie zu Paris üblich iſt. Dire Was nach der Ausſcheidung der Stärke übrig bleibt, die Kleyen und das Sagerwaſz- ſer, dienen zur Maſtung der Shweine und ves Rindviehes, und vermehren den Bortheil der Stärkefabrife. I, Die beſchriebene Bereitung iſt in den mei? ſien teutſchen Stärkemanufacturen bisher üb- lic) geweſen, ſie leidet aber mancerley Veränderungen. Unſere hieſigen. Stärke- macher haben jeßt eine viel kürzere und bequemere Weiſe, Der ungeſchrotene Weite zen wird mit vielem Waſſer RSE; herz ES 050 vr 30 nit | Wie en das Gey ? Währung iy macht die ih) d, weiſſe m wenig Feu 16 abzuhaltn nen; oder m "a ſiehn, M tt werden jz] Iſen gedörtt diſe eme Day menge a Men, und dip de, dien; 4 g der Stat 18 Gagerw) Schweine u! „den Vorlyt iſt in den 1) wen biöhe! ber mand! ſigen Gi! dJ fte 0 eſchrotene D! op(ingen jW LS) Stärkemacherey. Y. 6-+ 17 bernac? durc< ein Sieb aus dem Waßſſeyv gee ſchieden, und durch ein leichtes über einen zum Theil mit Waſſer angefülleten Bottich gelegtes Walzwerk zerquetſ. 100EUZÄÜGHPSE 208 Treunter Abſchnitt, ſervate vxorem, moechum calvum adducimus, Heinrich'11, König von Frankreich, ver- Johr durch die damals noch neumodige veneri- ſche Seuche“wiewohl ſie doch ſchon ſein Groß- vater auc) gehabt hatte) die Haare, und lies daher die damals gebräuchlichen Deckelhauben mit fremdem„Haare bejezenz aber er wagte es noch nicht, ſeinen Hut, in Gegenwart ſeiz ner Gemahlin oder der Geſandten abzunehmen, aus Beſorgniß, man möchte ſeinen Verluſt bez merken, Jm Jahr 1518 ließ Herzog Johann zu Sachſen ſich durch ſeinen Amtmann zu Co- burg. ein hüpſch gemachtes Haar in Nürnberg beſiellen, dod in Geheim, ſchrieb er; alſo, daß nicht gemerkt werde, daß es uns ſolle, und je dermaſſen, daß'es krauß und geel ſey, und alſo zugericht. daß man ſolches unver- merkt auf ein Haupt möge aufſeßen. Aber unter Ludwig Xlil, nachdem die feinern Sitten allgemeiner, die Menſchen. emz pfindſamer, und die haarloſen Männer zahl- reicher geworden waren, entſah man ſich der Deckelhauben mit fremdem Haare nicht mehr; ſondern ſo gar unentkräftete Perſonen trugen ſie, um dadurch eine modige Galanterie ,- die ſie nicht haben mochten, wenigſtens zu affecti- ren. Dieß gab Gelegenheit zu dem Einfall, Haare in ein leinenes"Tuch, wie auch in Franzen zu weben, die eine Zeitlang unter dem"amen Diapländiſcher Spitzen im Gebrauche geweſen ſind. Man nähete dieſes Geweb reihenweiſe auf die platten Hauben ſelbſt, wozu man nun ein dünneres Schaffell nahm, und dieſe Tracht hieß eine Peruque, und bey den Teutſchen Parucke, Endlich verz fertigte man eine Art dreydrätiger Treſſen, die wan auf Bänder oder andere Zeüge nähete, welche man ausſpannete, und auf hölzernen Köpfen nit (alyum Mn 1 Franfräih Ww Numb, D ſchon fein; ! Dare, vs en Dedalty, 1; Aber er Wi n Oegenwant| dien abzunchn ſänen Verluſt) Johan Antwann zu( Yan in Nürnbey !(h"d em alf), dah 6 u foll, fraß ud Ol ep, Wa KG wahn '" ſn, nachdem Ve fiwy die Meuſhtv loſen Mim) entſah man ſh) 1 Adar ni ete Derſau by (qe Galant) enigſtens zu mn cit zu din(m: uch, ws eine Zeitlang un! her Spit! Man nähe ie platt u" dünnes 60 ieß eine Det ieee, Em odratiger Ui dere Zu(aw NENN und au ih Stärkemachereg«+ 8+ 22L Köpfen zuſammen fügte. Dieß iſt die Entſte- hung unſerer heutigen Parucen, deren Bers fertigung, Unterhaltung, nebſt dem Frifiren, allein in Göttingen jeßt 25 Meiſter, 15 Geſel len und 27 Lehrjungen/ alſo 67 Menſchen, ohne die Frauen und Kinder der erſtern zu rech- nen, ernährt. Der erſte,"der eine Paruce trug, war ein Abbe, namens La Riviere. Es war einmal eine Zeit, da dieſer Kopfput ſo diE, ſo voll Haar und ſo lang war; daß er bis auf die Hüfte hieng, und einige Pfunde ſchwer war." Ein Menſ), der ein etwas mas geres Geſicht hatte, ward durch dieſe Wolke ganz verſie>t. Man trug auch das Vorders- theil der Parucke ſehr ho<4; das hieß devant 3 1a Fontagne, weil der Marquis von 8onz- tagne, zu den Zeiten Ludwigs X1V, es aufz gebracht hatte. Ein gewiſſer Ervais erfand endlich die Kunſt, die Parucken zu crepiren oder kraus. zu kämmen, wodurch ſie auch bey wenig Haaren viel beſeßter und voller ſcheinen, als ſie ſeblſt mit weit.mehr Haaren ſeyn kön- ten. Die Beutel: Parucken ſind die neue- ſten; man nennete ſie anfangs perruüques a 1a regence, weil ſie unter der Regentſchaft des Herzogs von Orleans. auſgekommen waren. Bor dem Kayſer Carl VI durfte, man ſich nicht ohne Parucke mit zwey Zöpfen ſehen laſſen. Neuer als jener Haarpuß iſt unſer je- higer Puder aus Kraftmehl. Unter Ludwig X1V war er noh nicht allgemein, und dieſer König haſſete anfänglich dieſe Mode. Man ſagt, die Comvodianten hätten zuerſt die Haa- re gepudert, ſolche aber noh lange zedesmal wieder gereinigt, wann ſie vom Theater zu? rück gekommen waren.=- Eine ausführlichere Geſchichte hat nun Hr, LIicolgi geliefert: ve er SE LL 4 De 7 Ma 24 HO El PUL IHE."iü 4 222 LTeunter Abſchnitt. ber den Gebrauc der falſchen Haare und Perrücken, Berlin, 1801, 8. 2. Damit der Puder deſio leichter zerſtäube, feuchtet man ihn mit Weingeiſt au, und läßt ihn langſam tronen, wodurd) er auch das ſtarke Knirſchen beym Zerdrüen erhält. Einige machen daraus noch ein Geheimniß. Aber H. Jägerſchmid hat gefunden, daß dieſes Knir- ſchen oder Krachen ailemal erfolgt ,y wenn der Puder in einer Wärme von 23 bis 62 Grad Reaum. getrocknet wird.«In noch ſiärkerer Hitze färbt ex ſich bräunlich), und heißt: als- dann bionder Puder. Bon der Kunſt den Puder zu färben, ſ. Phyſikal, öfon, Bir blioth. VI S,. 400. 3, Stat des Puders hat man in neuern Zeiten, ohne Erfolg, weiſſe Torfaſche, weiſſe Thon- arten, verfalkte Knochen u, d. vorgeſchlagen sz doch ſagt man, daß'angefaultes zermalmetes Taunenholz, und einige Moosarten würklich dazu angewendet werden. 4. Man ſolte den Oblatenbäern den Gebrauch gefährlicher Farben, vornehmlich des Men nigs und Spangrüns, verbiethen, 520-4 Ausführlichere Anweiſung zur Bereitung der Stärke geben folgende Büher, GReyber) Praktiſc)- bkonomiſche Abhandlung von. Zubereitung der weiſſen Stärke und An- legung einer ſehr vortheilhafien Stärken- Fa- brife. Erfurt 1768, auc< 1783, 8. S, Phyp- -". fer. ökon. Bibl.| S. 325. Aus Reyher -* ſteht ein Auszug in Hallens Werkſiäte V, IM gu mitt, atf kap 80 l, 3,| leichter dy eiſe ab, us ur er auh en erhält by ummniß, Ah) daß Dieſes fy folgt, wan) Ly bis 62! 1 tio) ſtärkt und heißt 4; der Kunſt y "R 6fon, y 1 Aen Ziff e, wiſſe dr ),. vor [tes zetwn garten wich 1 den ebral lic) des WM; Ww ur Verh het, 1 Starte un ee[] ban,„ 1 Steh) ſien SHE 20 zt ; Wertſiah 1 NN Stärkemaherep. 8. 9 223 aus Hallen ein Auszug in Hartwigs Hande werken. X11, S, 139 von E>art Experimental- Oekonomie, neue Ausgabe von Suckow, S, 530. Angermanns Civilbaukunſt, Halle 1766, 8, im Anhange S.+ C. 8. V. Jägerſchmid Abhandlung über die verbeſſerte Bereitungsart der weiſſen Stärke und des Puders- Manheim 1797, 8, S. Phyſikal, ökon. Biblioth. X1X. S. 521, "Fabriquede Pamidon. par Duhamel du Monceaw Paris 1772» fol. S. Biblioth, VU, S, 41. Encyclopedie. I p. 384. Art. Amydon. Plans ghes I, tab. Amydonnrier. Zehns Zehnter Abſchnitt. Zehnter Abſchnitt. ODLebIſ macht; ſo wie hte brenne das dabey zugleich entwickelte gekohlte Waſſer- ſtoſgas den unangenehmen Geruch verurſacht. 2 der uf Nac<- Hrn. Girtanners“Chemie"iſt das ge- dweldetun Fohlte Waſſerſtoſſgas eigentlich ein feties Oehl en in Gasgeſtalt,; 3,. Wenn die Oehle ranzicht werden, werden ſie zugleich dünner, flüſſiger, verliehren die Zä- higkeit, geben im Brennen weniger Rau), werden zum Theil in Wewgeiſt auflöslich, und nahern ſich alſo den weſentlichen: Oehlen.:So werden ſie zum Genuſſe ungeſchickter, zu man- ", unangenehmen Ge- ruh, und verdien ſich mit der Zeitſehr. Man Z nens laubt, do ſen, aur 9 0 und dap" hp IE 87 Zu 1-28 M0) BIETER IHE. elle"Wem 3 7 IESE RS ANR UE IEE 226 Zehnter Abſchnitt.- 4.0.| nennet ſie brenzliche oder angebrante Ochle,| 6"! olea empyreumatica. Ac! CG 5% 6 Man erhält ſie in Teutſchland, durch 1 , aus den Samen der tetradynas- miſchen und einiger anderer Pflanzen, auch 4] aus den Früchten einiger Bäume, Manche geben dem beſien Olivenöhle oder Baumöhle wenig nach."IE SEE BUUN 05„ü I, Boxzüglich gehören hieher: zl DECK: * Kräuter. Zus Rübſen, Rübſamen, Bra/jſica napus. S«."On Grundſägße. der. Landwirthſch, 4. 301,* Roblſaat, Ackerkohl, Braſſica campeftris. y' S. 391. x Oeblrettig, Raphanus chinenſis oleiferus. was 9. 301. Leinſamen, Linum vfitatiſſimum und per-„62 ene. SY, 301. he Hanfſamen, Cannabis ſativa. Y. 293"? Leindotter, Myagrum /ativum. S. 303"ev Mohn, Magſämien, Papaver ſomniferum. N| S« 303»". Sonnenblume, Zelianthus annuus und mwl-| Eint tiflorus. S. 198, mia Hederich, Kaphanus vaphaniftrum« S« 103| N| Senf tt, Oehlſchlagen. S. 2-« 2,27 Neo Senf, Sinapis 1/2*4 Y. 195. Ackerſenf, Sinapis ayvenſi3. Y» 103» Spark, Spergula arvenſis. 9, 120» ſchland, ih Saflor, Carthamus tHnttorius. S. 320, der ett Waid, J/atis tinfloria« S, 311, flanzen, 4 Bürbiſſe, Cucurbia pepo. S, 188+ 16, Max rt Baumi)** Bäume, Wallnüſſe, Juglans regia. S, 272. Haſelnüſſe, Corylus avellana. S. 278» Baſtanien, Fagus caſtanea. 6. 230. Buchferne, Fagus ſylvatica. S. 2604» ca vam 6 Lindenvaum- Samen, Tilia europea. WEN b. 273 eg capi Roßkaſtanien, Aeſculus hippocaſtanum« S- 274» nfis oleiſen Weinferner, mum und py 2, Einige Oehle werden ehr als andere ranziht, di>, trocknen ehr, und bleiben in einem ho»- hen Grade der Kälte flüſſig. Zu dieſen gehds . G+ 293: ren: Leindhl, Nußöhl, Mohndhl, Hanfdhl. Andere werden langſamer ranzicht und di>, ' tronen faſt nie und gefrieren bey einer gerin» er ſommiſ gern Kälte. Eine gleiche Menge Leindhl bren- net 8 Stunden, Baumdhl und Rübdhl 103 St. Hanföhl 1x St, u. das Oehl aus den Sas um 8. 303 I„Wh“% guns men der Wegdiſiel, onopordum acanthium (Rerners dkonom. Pflanz. Tab, 425) 12 gif(103 Stunden, M P 3 3. SE BOLLE AO AU TEE PEE."Sh AIESEC! SRIDIITE) 228 Zehnter Abſchnitt. 3+ Mohnbhl und Buch*hl geben, wenn ſie ans 6el reifen Samen funſimäßig und reinlic) ge- Heh macht ſind, dem ſct, und hernach der PreßFeil vom| Gre - Oebl:| muß UND velnliy emzer Dehl bs Daumöhl,) "nm. Namn al, öf) en und ww der- Dey)l v(lade aus eten Game! endbung um toanpfen a) 1 WE ter, Ww Die Otti al ds j, , weimt m Ny f+ My verben, Jaun) € Cijen DlOr aumweit ais Platte, vi) Ochlſchlagen. YF. 3- 229 Oeblſchlägel hinein getrieben, worauf das Oehl aus einer Oefnung im Boden der Oehlla- de, in die unten geſeßren Gefäſſe rinnet. Die einmal ausaepreſſeten Samen werden nod) einz mal geſtampf!, nach alter Weiſe angefeuchtet, in einem Keſſel erwärmt, und widerum in der Oehllade ausgepreſſet. Bey der Erwärmung müſſen die Samen umgerührt werden, weldz)es von einem Querl, der, von einem leichten Kamrade an der Daumwelle, umgetriedben wird, geſchehn kan, , Die Haartücher werden gemeiniglich aus Hol- land oder Brabant verſchrieben; jedom wer- den ſie auch auf dex Mühle im Amte Bremeyv2 voörde gemacht. 3, In Holland ſind Oehlmühlen Windmühlen, Die erſte dieſer Art hat Lief Adriaanſz van zmroerbeek aus Flandern, bald nach)dem Spa- niſchen Kriege, in Hokkand erbauet, nämlich eine viereckige zu Alkmaar auf dem Nordoſter Bolwerk. Im Jahre 1604 bauete Jan An- driaanſche Leegwater die erſte achreckige Oehlmühle mit Stampfen. Späterhin verbeſ- ſerte er dieſe Mühlen dur Anwendung der Steine. S,. Loos/es zaavladſche durpen, 3» P+ 194. 4. In den Holländiſchen Oehlmühlen, werden die Samen erſt auf einem gemauerten, und mit einem hohen Nande umgebenen Heerde, von zwey ſenkrechten Mühlſteinen, die von den Armen einer ſtehenden durd) ein Kamrad der Daumwelle getriebenen Welle, herumgeführt werden, zerquetſcht. Hernach werden ſie im Grubenſtocke von einzelnen Stampfen du'<- gearbeitet, und alsdann in- die Oehllade ge- P 3 bracht Zehnter Abſchnitt. bracht, wo die Keile von oben durch Stame|b u pfen eingetrieben werden. Eine ähnliche hol»| 0 ländiſche Mühle iſt zu Niederochtenhauſen im| N Amte Bremervörde, zu St. Hülfe in der Grafs| N' ſchaft Diepholz und zu Otterndorf im Lande|. 9 Hadeln. Aber noc wird viel Samen den Hol-' W" ländern verkauft, und viel Oehl ihnen theuer| abgekauft. 0 (a 8, Zu den Steinen wählet man einen feſten Mars(m mor, in den ſic) das Oehl weniger, als in ei- ji nen loFern Sandſiein zieht. Zu St. Hülfe hat der Lagerſtein einen Durchmeſſer von 9 1 Fuß 8 Zoll, eine Dicke von t Fuß 8 Zoll, wiegt iM 17,000 Pfund, und iſt mit den beyden Läufern, vm die gleiche Dicke und einen Durchmeſſer von 8 wre bis 9 Fuß haben, in Brüſſel gekauft worden. Solche drey Steine aus Brüſſel oder Utrecht Foſten bis Hamburg gegen tauſend Thaler. Aber um das Einziehen, was die Ranzigkeit des Oehls verurſachen kan, gänzlich zu vermei- 20: den, ſolte man, ſo wie in Rußland geſchieht, Gein0 den vertieften Heerd aus gegoſſenem. Eiſen ma-| Närt, 1 den, und ſtat des Mühlſieins eine ähnliche Scheibe von eben ſolchem Eiſen nehmen. Noch beſſer iſt es, Granite zu nehmen, dergleichen| zu Niederochtenhauſen gebraucht werden. Sie| ſind von den inländiſchen Heiden(ericetis) ge-| 19 | nommen, haben kaum-250 Thaler gefoſtetsz vin ſind ſcon 12 Jahre gebraucht, und noch nie-| mal nachgehauen oder geſchärft worden. Zur| bB Verbeſſerung des Oehls würde es auch dienen,| 90! wenn nian die Körner, vor dem Stampfen,|"u auf einer Mühle enthülſen lieſſes dadurch wür-||- Iii de auch die ſ x zu werden, und zieht die Farbe in derſelben 5 ſo aus einander, wie man die gefärbten Wols- ken zu haben verlangt, 2. Thran wird viel in Holland gebraucht, wels hes hingegen in Frankreich durch Geſetze vers bothen it, und in Brabant müſſen dis Seifens ; ſieder ſchweren, ihn nie zu brauchen, 8. 5 Das mineraliſche Alkali giebt meiſtens eine feſtere und trockenere Seife, zu deren Sceidung aus der Lauge(F. 3.) kein Kochſalz n nöthig iſt, Die ſchönſten Arten ſind die Ves . nedigſche und Alicantiſche Seife, welche aus dem reinſten Sodeſalze, und ſchönſten Baums» dhl oder Mandelöhl, bereitet werden. Pp X. In Italien, Spanien, Frankreich, Ungarn, Siebenbürgen, bedient may ſich zu den fes ſien Seifen nur des mineraliſchen Alkali, entz- weder des natürlichen, wie um Debrezin, oder des Sodeſalzes. Es muß dur< lebendigen oder ungelöſchten Kalk ätzend gemacht, oder von der Luftſäure befreyet werden. Yber in Teutſchland iſt das vegetabiliſche Alkali faſt als lein gebräuchlich, und nichts deſto weniger er- hält man, durch kunſimäſſige Bereitung, eine wohl trocknende Seife, 2. Auch ohne Kochen oder ohne Feuer, läßt ſich Seife bereiten, aber nicht mit Vortheil, auch foll diejenige, welche auf dieſe Weiſe in einer Fabrike zu Cette gemacht wird, nicht die beſte ſeyn. Kalk iſt auch nicht durchaus noth» wendig,; 5 CG. 6 < EM? u (ry [5 + „5 74 y 7; Seiſenſiederep. 8. 6+ 7-+ 239 Arup;"? g. 6. De In Nhe. pefürhin, Gute Seife muß keinen laugenhaften Ge? ſc haben, an der Luft nicht zerflieſſen, ebraudt, 1 und ſich in reinem Waſſer und in Weingeiſt < Geſtht m ganz, ohne Trennung des Fettes, auflöſen. ſen di? Gi AIDED<.; hen, A 1, Weil die Säuren und. die Mittelſalze, wel- dhe durd) feuerbeſtändiges Alkali zerſetzt wer- den, die Seife zerſetzen, ſo löſen die ſo ge- nanten harten Wäſſer, welche Gyps oder t meſſe andere erdichte oder metalliſche Salze bey ſich haben, die Seife nur. unvolkommen auf, oder zu deren zerſetzen ſie zum Theil. Aber wenn das VWaſ- jn Kochſalz ſer nur Kalk enthält, ſo geht die Luftſäure, nd die Vos welche ihn aufgelöſet hat, dur und jede von denſelben kam ihm, wie er mir ſagte, auf 250 Livr, oder gegen 59 Thr, zu ſiehn, 2 Ret 0 y ! Jul py0E0 emp NL | Fugelähn | mV Vertih eſe Einrichtun hy 070, ben ZBind hehe f F+„] | Fam ich von Ni ID! bepfügen,| on Wiedgy 11 iner Zuhörer,| ht Kenntniſſen| 1, Jh ſah, ſchr) jf uf der zeoß ſa m Init aſte my ang, 7 Gh/y ſind ſie mint , damit dav 1e, und mans iq, damit WD n Seiten ang gefdrnet, nid!) Qeinewand, 10; feiner Däfchint vt es zum erf „ „Nm fun WHY EIU 4 WWachsbleicherey« 8. 4+ 5» 3245 GC; 44 Das Wachs muß auf den Planen oft gewendet, zuweilen benäßt, und, bey ftürmiz ger Witterung, mit dem Rande des Leinen zugedeckt werden« S8. 5- Nac< dem erſten Bleichen wird vas Wachs, nachdem es einige Wochen in Mas gazinen aufgehäuft verwahret worden, nod) einmal geſchmolzen, gebändert, gebleicht, als» dann in naſſe hölzerne Katen, oder auch in halba kugelförmige Formen gegoſſenz n6H dem Erkalten mit Papier umwickelt, und theils zur weiteren Verarbeitung, theils zum Berkaate, verwahrt» x. GemeinigliH glaubt man, die Erfindung des Wachsbleichens gehöre den WVenedigern, ſie mögen ſie auch. wohl in Europa zuerſt im groſ? ſen genußet haben, aber j Eine Wacsbleiche verlangt einen geräus 82, migen freyen Plaß, welcher dem Winde, dem nad) 0 Sianbe und dem Rauche nicht ausgeſeßt iſt, ger: und genugſames reines Waſſex hat. Soll wis dieſes Gewerb den größten Nußen abwerz hen/! fen, ſo muß es mit einer Lichtgieſſerey vers Rall! bunden ſeyn,(ey '- 1 WWB F+: 7%; WE - Der Docht oder Tocht zu den Wachs.| lichtern oder Rerzen wird aus reinen, ſehr|“ weiſſen, gleich geſponnenen und wenig gedrey| fun heten baumwolleven Garn, in gehöriger Län-„ii ge und Dicke, auf der Dochtbank zugeſchnits-| vy ten, und alsdann in einem Kaſten, bey der| ſn Wärme heiſſer Aſche, ausgetrocknet.+ 1. Die Dochtbank iſt ein Tiſc; oder Geſtell,(ZH worauf die Dochtſtange und das Dochtmeſſer v3€ ſenkrecht ſtehn, um welche das Garn gezo- 155 gen, und am leßztern abgeſchnitten wird. 1Q Entweder die Stange oder das Meſſer iſt be- weglict. NT, I0% Die ſehr langen und dicken Altarkerzen werden nicht gegoſſen, ſondern das in wars mem Waſſer erweichte, und auf einem Tiſche unter einer Mangel bearbeitete Wa Wachsfaceln erhalten einen vom Seis- lex aus Werg geſponnenen Docht, der in ge? ſchmolzenes Pich eingetunkt, hernac< durch ein Ziebeiſen abgeründet und geglättet wird. Dem exkalteten Piche giebt man einen Ueber? zus von Kreite und Leſmwaſſer 3 man begileßt die Do(Pinus lilveſtris) 1 Onit, ; Oachsbleicherey. S. I2» 251 EN en 1 1. Die Kirt durch dinhd wird, wodurch der Preis des weiſſen gefallen, und des gelben geſtiegen iſt. In Hamburg ko- x andern Gui! tete im Jahre 1777. ein Pfund des letztern 76 und von fbi! 313 Groten, und ein Pfund des erſtern nur 34 Tired feh, 1) bis 35 Groten. Etwas weiſſer, Lichter geht CIO« gleichwohl noch alle drey Jahre nach Spanien, 0 lange AO nämlich zu der Zeit, wenn von dort die Schiffe langte Math nach Amerika abgehn, weil die Spanier nicht ang(6 uu ſelbſt den dortigen Verbrauch ganz beſtreiten itung ve können. Jim Hafen Santa Maxtia iſt eine "en NOD s 10 elende Wachsbleiche angelegt worden, die alles Sdan im 7 eingeführte Wachs bleichen ſoll; aber die Kaufs jeute 1a y (4 das Ded" he des Ds n 4 Si en 254 Zwölfter Abſchnitt. leute bezahlen ihr die Bleichkoßen, um die Er-| | laubnis8 zu haben, die aus Norden erhaltenen|" ſchon gebleichten Lichter zu verhandeln."In| Yue Europa hat auch die Veränderung der Religion geben faß den Verbrauch der Wachslichrer, ſo wie unſere 8 Bienenzucht, welche ehemals die Klöſter be- Par! treiben halfen, fehr vermindert, Ailein in der| 1 Wittenbergiſchen Schloß- und Stiftskirhe,| dar! wo jährlich) 900 Meſſen geleſen wurden, wurz- N den jährlich) 35750 Pfund Wacslichter verz E hrant. Der in neuern Zeiten geſtiegene Luxus| Epi erſet dieſen Abgang bey weitem nicht. Zur| 1'D Zeit des Dominicaners 8Stlamma, im Un- fange des dreyzehnten Jahrhunderts, waren Wachslichter nor unbekant, und Talglichter wurden damals, zum übertriebenen Lurus ges- rechnet, Noch am Ende des raten Jahrhun-| derts war in Frankreich das Wachs ſo koſibar,| daß man es für ein anſehnliches Gelübd hielt,| als Philipp der Dreiſte, Herzog von Burgund, der im Jahre 1361 zur Regierung kam, dem| heiligen Anton von Vienne für die Geſundheit ſeines kranken Sohns, ſo viel Wachs both, als dieſer ſchwer war. Zur Zeit des Königs|| Sriedrich Wilhelm von Preuſſen, war der| WVerbrauc< der Wachslichter bey Hofe ſo groß, daß man es nicht merkte, daß jährlich. für 6202 Thaler davon heimlich entwendet wards Im Januar 1779 ſollen bey einem Feſie in Dresden im Palais 14000 Lichter gebrant ha- ben, und. in der einen Nacht überhaupt ſechs Zeniner Wachslichter verbraucht ſeyn. Wachsbleicherey. TS. 14+ 255 I 0 S9 C2 247 ju han Ausfährlihe Beſchreibungen dieſer Kunſt i geben folgende Bücher. als die Ahh Pariſer Schauplas der Rünſte, 11, S. n nd 125« und Gittäht 6 ſen wurden, 1 Hartwig Handwerke und Künſte. XU, S, Wachölichtet 491, | geſtiegene by Encyclopedie. II. S, 273 und Planches Il, 2 ttem nicht, 3 Artif, dlanchiſſage des cires und Cirier. mm«, im H underts, wan „und Valglichte en Zus 9 6 1 Rehe Dachs fo 1pf) (ies Geli] 7309 von tp) erung fan, ür die Wel viel Wachs| Zeit des A reuſſen, wat bey Hofe jo 47 daß jahriid ſ h entwendet 11 ven Anm Get! fichter gedran'? dt überhaupt 17 aucht ey 1|| Dreys 556 Drepzehnter Abſchnitt, Dreyzehnter Abſchnitt. Tobadſpinnerey. WEIDE a ven teutſhen. Toba>fabriken werden theils ausländiſche, theils einheimiſche Tobackblätter verarbeitet. Jene erhält mat größtentheils aus Amerika, und zwar über England, Spanien und Holland, theils abeyx auch aus den Niederländiſchen Provinzen. I, Der meiſte und beſte Tobak kömt aus Vas rine, woher der Namen Värinags entſianden iſt; aus St. Vincent, woher einige den Na- inen Swicent herleiten, wiewohl er viel wahr» ſcheinlicher vom Engliſchen Sweet ſcented Ta- baco hergeleitet wird; aus Porto Ricco, Curacao oder Curaſſau, aus Braſilien, Vir- ginien, Maryland u. a. O. Auch aus der Levante erhält man Toba>k in kleinen vierecki- gen mit Flanell umwundenen Ballen, der ſehr gelb und vorzüglich gut iſtz Der wahre Kna- ſter oder Varinas wird nicht roh, ſondern ſchon völlig zugerichtet und geſponnen aus Amerika herüber gebracht, und zwar in Kör- ben, und eben deswegen iſt von dem Spanis- ſchen Worte Canstta, ein Korb, die Benens? nung entſtanden. Ehetnals kam er allein über Amſterdam zu uns, Die SEN: geſell: ſOnit, u ht, NAU) briten wet 18 einbeimit ent erhält m wit wor dh jan; I y Provins had füt 14 Dearinas mw her einige di ewohl er DIEN Sweet ſcented 3 Porto Bi) aus Braſi 9, Auch mw! 1 Ford, N vf 18 fun 1.077 | 2 a“ Cs NNN 70 niſmen; Op Ni Tobackſpinnerey, F. 1. 257 geſellſchaft von Guipuzeoa,. welche ihn aus den Amerikaniſchen Colonien erhält, ſchic>te ihn auf Commiſſion nac Amſterdam, und zwar ſeit vielen Jahren an das Comtoir Caſas und Compagnie; gemeiniglich 3 bis 7000 Rolten, jede von 350 bis 400 Pfund und darüber. Dieſer Varinas wird dort gemeiniglich verſteis gert. Aber Hamburg, Preuſſen und mehre Derter haben in neuern Zeiten, zum groſſen Verluſte der Holänder ,' angefangen, ihn ges xades weges aus San Sebaſtian kommen zu laſen. Der Holländiſche Toba wird nach ſeiner Güte in Beſtgut, Erdgut und Sands gut eingetheilt. Am meiſten verſchickte Amerss- foort ehemals; denn in neuern Zeiten hat dort die Cultur ſehr abgenommen. Won dem Teuta ſchen Tobac> iſi vornehmlich der Nürnbergiſche, Hanauiſche, Heſſiſche und Manheimiſche eine gangbare Waare, wiewohl er jetzt ſchon in faſt allen Ländern gebauet wird. Vom Nürnbere giſchen Toba>X wird noch jetzt eine groſſe Men2 ge jährlich auf der Achſe durc<ß unſer Land nach Hamburg gebracht, weil er unter allen Teutz- ſchen Arten dem Maryläandiſchen am nächs» ſten kömt. Unſere Ländleute haben dieſes einträgliche Product einer adelihen Dame aus der Pfalz, die mit einem Herrn pon Härdens berg vermählt war, zu danken, », Materialien zur Geſchichte des Tohac>ks, 1492. bemerkten die Spanier, gleich bey ih2 rer erſten Ankunft auf der Inſel Cuba, bey den Einwohnern das Tobackrauchen, und nanten das Kraut ſchon damals Tabaco S. Hiftoria del nuevo mundo, eſcribat: D. Fuan, Baptifla Munoz, Madrid 1793. 4+ vol, I R 1496 te«der Franzöſiſche Botſchafter Jean Liicot, zuerſt Samen aus Portugal nach Paris an die Königinn Catharina von Ü7edicis- Daher iſt der Ramen Nicotiana entſtanden. Wie der Gebraud) des Tobacks in Frankreich anfing, nante man ihn herbe du grand« prieur; nac) dem.damaligen Grand-prieur, aus dem Hauſe Lorraine, der " ähn ſtark branchte.'Auch hieß er einmal berbe de SainteCroix, nach) dem Cardinal Proſper Sainte-Croir, welcher ihn, nach ſeiner Rückkunft aus Portugal, wo er päbſtlicher Nuntius geweſen war, in Italien bekant machie«, 1565 lernte Conrad Gesner den Toba>X ken: nen. Damals zogen ſchon verſchiedene Bo- taniker die Pflanze in ihren Garten. 1570 rauchte man in Holland nod) aus Fegel- förmigen von Palmblättern zuſammen ge- flochtenen Röhren, 1575 erſte Abbildung der Pflanze in des An- dre Thevet Cosmographie. 3585 Öſchnit, 10003, zi niete "ver an den Teh ion in den I; ) Eyropaer vu Vt Botſchafty Mew a Vortig, WUWNENN . Kamen Vitety brau deb 247 nte man Wi ) dem(man auſ? forran n ) hieß er(inn ad) den Cardin welcher iht Portuzal, 0! 4 wt m Sa er den Zebaä ft 1 verſchiedene V en Garten, nd noh ws 10) tern Zuſammen NU Pflanze in M8 01€, Tobackſpinnerey- 9. 1. 259 1535 ſahen die Engländer zuerſt thönerne Pfeiſſen bey den Wilden in Virgitnjen, was damals von Richard Greenville entdeckt war« Es ſcheint aud), daß.-die Engländer bald darauf die erſten thönernen Pfeiſſen in Europa verfertigt haben, 1593. erinnerte Heinr. Ranzov in ſeinem Diario ſeu calendario, Hamburgi 1596, 4+ p- 48. man ſolle im April ſäen Nicotianam, aut petum marem, weil die Blätter von den Bauern auf Wunden gelegt würden. Im Anfange des ſiebenzehnten Jahrhunderts fing der Toba>bau in Oſtindien än. 1604 ſuchte König Jakob 1 in England den Gebraud) des. Tovacks, den er ein ſchädli- gez: raucht hatte, mit durch die Naſe geſtoſſe- ner Pfeiffe' in den. Gaſſen herumgeführt. Die Türken kauften hernach lange Zeit den Toba, und zwar den Ausſchuß, von den Engländern.'Die Cultur haben ſie ſpät erlernt.(Sandys's travels. 1670. p. 52.) 1615 ſoll man ſchon um Amersfoort den To- backsbau angefangen haben, 1616 fing man in Virginien an. Tobak zu bauen, wozu man den. Samen vermuthlich aus Tabago erhielt. I616 ward der Rauchtoba> in Norwegen be- kant; damals koſtete eine Elle eine Mark. N 2 1619 SZS R GHT PEI SEE BE STRIE NE| : 260 Drepzehnter Abſchnitt. Y I619 ſchrieb König Jakob 1 wider den Ge- 108 E brauch des Tobaäs ſeinen Miſocapnos, und bi - befahl, daß kein Pflanzer in Virginien mehr Wm als 100 Pfund bauen ſollte, Pr 1620.im Jul, brachten einige Compagnien iM Engländer die Gewohnheit Tobak zu rau- m hen nad) Zittau.[Carp3zovs Zittauiſcher||" 4620 brachte Robert Rörigsmann, ein| Wh Kaufmann, die erſte Tobac>kspflanze aus| 8! England nach Straßburg.| ,' 2 1624 that Pabſt Urban VII? alle in den|),7 Bann, die Tobak in der Kirche nehmen wür«-| Fa den, weil ihn ſchon damals Spaniſche Geiſt|(124 e liche unter der Meſſe nahmen,| LT ; 1629 ward in Frankreich die erſie Abgabe vom|- . Toba erlegt.|| 1 ß 1631 ward das Toba>rauchen zuerſt zu Leiſ-|" „ nig in Meiſſen durc) die Schwediſ in- jj, Schweden, wohin er unter Guſtav Adolph| var aus Norwegen gekommen iſt.| NN 1653 fing man im Lande Appenzell an Toba>F| 199 zu rauchen. Anfänglich liefen die Kinver| hpd denen nasgericht, chambre du ta bac, hat ſic) bis in die Mitte des zeigen Jahrhunderts erhalten.(Sinner) Voyage hiſtor.& litter. dans la Suiſſe occidentale2. IH p, 270 1665 Nürnbergiſches Verboth wider die Ver- falſchung des Toba>s, der dort ſchon viel gebauet ward, 1670 und in den folgenden Jahren ward das Tobackrauchen in Glarus mit einer Krone Geld beſtraft. 1670 Anfang der TobaFXpacht im Deſtexrei- chiſchen, 3674 riß der König-von Frankreich den Al- leinhandel mit Tobak an ſich, und ver- pachtete ihn. 1676 verſuchten ein Paar Juden zu erſt den Toba>bau in der Mark Brandenburg, der doch erſt 168x zu Stande kam, R 3 1684 Dreyzehnter Abſchnitt. 2684 und noh ſpäter eiferten manche Prediger wider das Tobacrauden.. Caſpar Hofs- mann in Quedlinburg nante es ein ſeelen- verderbliches Weſen und ein- unmittelbares Werk des Teufels. 1636 Anfang des Tobackhaues im Canton Baſel. 1637 ward in Lüzern das Toba>rauen al- les Ernſtes verbothen. T689 gab Job. Jakob Frans Vicarius, ein DeſierreichiſHer Arzt, die Pfeiſſenröhren an, welche eine Sch) wambücſe haben? doch hatte man ſchon. ums Jahr 1670 Pfeifſen mit einer gläfernen Kugel, um die dhlichte Feuchtigkeit darin zu ſammeln. 1699 that Pabſt Innocent. XI1 alle in den Baun, die Toback in der St, Peterskirc- handel ungefähr für 2,500,000 Rthlr. Die Einnahme des Königs vonSpanten vomTaba> war===-- 7,330,933 Rthlr. 1796 / | Ä AE 0 33 den I Zus wv? 1 vm (13) DWH Woman iy "u Zobadraunhn TTM OIS ENN nt[Y CG tu, we MET„( ie Veiffenröh N 4| ee Uu M I H WW 64 4% M der Ch NN din der Dit von Straßbut aus Beſorgn) ſ TEM N y XIV DIE EF at auf, wn 4 ONI) won Palle ; w“ wi" haus in GO TTregal. -. 40,000 Rthlv« in Dänemark 1770 nahm die verwitwete Römiſche Kayſerinn an Tobackgefällen ein= 1773 betrug das Tobares galin beyden Sicilien 306,000 Rthlr. 446,000 Rthlr. 1780 erhielt der König von Frankreich) vom Tobace 29 Millionen Livres Ein- "künfte, das iſt ungefähr 7/259,/2992 Rthlr. Alſo betrug die Einnahz me dieſer. ſeung des vierten Wettrheils, in Aſien eine Art. Tobak geraucht habe...- Dieſe : Vermuthung meldete ich dem Hru. Cratsrath glaS5.- der mir darauf folgendes antworere: «Daß der Gebrauch des Rauchtoba>s in Aſien, „„hauptſach id) wohl in China ,-- älter als die „Entdeckung der neuen Welt ſey, daran habe „auc ich faſt feinen Zweifel, Unter den Cri- „neſern und Mongoliſchen Nationen, welche „mit erſtern den meiſten Verkehr gelzabt habey, „iſt dieſer Gebrauch „und. unentbehrlich R 8 die Königreiche Däne- Schweden zuſammenge ſo agemein, ſo häufig der Tobacksbeutel. am „Gürtel ein ſo nothwendiges Stü> des- An- „zugs ,. die Geſtalt der Pfeiſſen, nach welchen „die Holländer ihr Modell genommen zu haben l, und endlich auh die Auf- „[Xs ſchon vor (30 IA 1496, alſo vor Ankunft der Portugiſen, nicht ME aber das Rauchen, gekant hätten. Aud) in Guinea ſoll der TobaFX einheiwiſch ſeyn, und wild! wachſen. Andere melden, die Chineſer hätten, vor der Entdeckung des Tobac>ks, weniges ſiens ſchon zum Schnupfen, eine feine rothe Erde gebraucht; aber mögli) ift es auch, daß In Det Mitt| 1 erſten Reife) er nach Chin) antreffen?", ee IG zwar 1' die Reiſenden wahren TobaX für eine Erde ans Seit gehabt, 7 geſehn haben. Inzwiſchen muß Muhammed Auſſel(Naty den Tobak nicht gekant haben, ſonſt würde er 4) verſichert, 4 wohl im Koran vorkommen. Jh finde zwar iſh Gefelche! in Relandi d!/ſert. miſcel!. Traje&i ad Rhemn, at, Uhr Bet 1707: 8: DD. v. 280» daß einige abergläubige dritten Rufe 10 Türken ſich des Tobacks enthaiten, wegen eines tara wären jſp vermeintlichen Berpothb8 des Muüuhamimeds« hl Banton Aber die dort angeführten. Worte ſind, wie + Vetus ich vom Herrn Prof, TyHhſen weis, aus einer Amerifa 1, 8:4>; viel neuern Samlung von Traditionen, der- (6, niht anneh gleichen unter dem Namen Sunngab oder Ha- auch des Jait dith bekant ſind. Wäre das Verboth s kan doh die Thraciſche R Pllanze nicht geweſen ſeyn; denn ſie wuchs in ug 4 einem Strohme, oder war eine Waſſerpflanze. '" 0 Wr; WW v vy R 5 TF ZZ» 6. 4 yt < rr "4% 3 266 Drepzehnter Abſchnitt. 5:25 Zur Bereitung der mannigfaltigen Arten des Rauch- und Schnupftobacks; werden die verſchiedenen Blätter gereinigt, ausgeleſen oder ſortirt, enitrippet oder ausgerippet, ge? miſcht, und hernach ſaucirt,das' iſt, mit ei? ver Brühe benäßt, um den gehörigen Grad der Gährung ,» die zur Verarbeitung nöthige Geſchmeidigkeit, den Geſchmack, Geruch und die Farbe, wodur und die Fähigkeit ſich angebrant, almälig ohne Flamme zu verzehren, verliehz ren würde... Hieraus iſt begreiflih, warum bey allen mir bekant gewordenen Saucen, auch ſelbſt bey benen, die ganz widerſinnig zuſam? “ mengeſeßt ſind, zukerhafte Säfte, als Syrup oder Kaſſonade, ſüſſe Weine, auc wohl Säfte ſüſſer Früchte, 3. B. der Pflaumen, Himbee- ven, Lakrißen, genommen werden, Auſſer dem werden vornehmlich flüchtige Salze, vor- züalich Salmiak mit Potaſche vermengt, ein- gemiſcht, imgleichen ſol wird entweder zer- ſchnitten in Papier gewickelt, in Briefen oder Paketern verkauft, oder geſponnen. Das Zer- ſchneiden geſchieht dur<& Hälfe der Schneide: lade, Schneidemaſchine oder des Schnei- dezeugs. Das zerſchnittene wird gemeiniglich auf einer kleinen Darre getrocknet; nächſt dem wird es abgewogen, und, vermittelſt einer höl- zernen Forme und eines gleichförmig gebildeten blehernen Trichters, in das mit dem Zeichen und Namen bedruckte Papier eingepackt. IT. Die Schneidelade gleicht dem Werkzeuge, wo- mit Heckerlinge geſchnitten werden, Das Meſs» ſer, welches ſo lang,'als die Mündung der Lade weit iſt, wird durch einen Hebel herun- ter gedrückt, wodurch zugleih) das Bo- denbrett, nebſt dem darauf. gelegten Tobak, der durd<) eine Schraube an daſſelbe ange- druckt iſt, unter dem Meſſer almälig hervor gerückt wird. 2. 268 Drepyzehnter Abſchnitt. 0 2. In der von dem Schaßeinnehmer Job. Ludw. ,N| ISried. Scharnweber zu Weende bey Göttin-| pW gen angelegten Fabrike waren zwey Schneide- 8 werke, welche vom Waſſer getrieben wurden, mE Die Daumwelle drückte wechſelsweiſe zwey wr ſenkrechte Balken nieder, welche an den Ziehz armen befeſtigt waren, die in dem öbern StoXs u) werke die Schneideeiſen bewegten. Beyde„(0 Schneideladen ſchnitten in 25 bis 39 Minuten 35 Pfund, alſo in jeder Stunde 110 Pfund,"yl wobey jedoch dieZeit nicht in Anſchlag gebracht| js iſt, die zu Anfüllung der Laden und Schär-| j-lä: fung der Meſſer erforderlich war.=- Dieſe 6/5 fehr woh! eingerichiete Fabrike ging ein, nach- ds dem ſie kaum zu Stande gebracht. war, im hwD; Jahre 1777, als ihr Unternehmer das Unglü& 0340! hatte, ſeine Freyheit zu verliehren. mina 3+ Der ſo genante Rrull oder Rraustobac>| vS! wird gröblich zerſchnitten, hernach in einer Dh! Pfanne über Kohlen zwiſchen den Händen ge- Qlimt rieben. In Weende geſchah dieß auf der po-»(M lirten eiſernen Platte des großen Ofens, wels"fi yer die Arbeitsſiube beißte. Um die Platte| 744 ſiellete man einen beweglichen Ramen, vm |(US 9. 4-| 176 ,; vy Geſponnen wird gemeiniglic nur der| 10] ſchlechtere Landtobac>. Man mat erſt ein? vIgt zelne Wiel, drehet ſole, indem man ſie auss3| wärts mit gröſſern Blättern belegt, dur< Hülfe| der GSpinmühble an einander, ebnet das ges||. 8 fvonvene Seil mit dem Handeiſen auf dem|| eiſteg Ziſche, und legt es in Rollen, die hernach uns|| Blättiy ker eine Preſſe gebracht werden. X, Die Oſhnit, Cobackſpinnerey. VF. 4+ 260 1, Die jekt gewöhnliche Spinmühle iſt ein Has? pel, welcher über dem einen Ende des Tiſches angebro<e verbunden war. Dieſes Werkzeug verlangte nur einen Arbeiter, aber es gab keine Antalih muh ſehr feſte Rollen, Jetzt muß ein geübter Spin? ae ner taglich 14 Zentner Toba> ſpinnen, Um die Ii Q. | Ramme 1 macht eſ dem man ſie a legt, burh) Ne. x, ebnet dif Die zum Schnuypfroback beſtitmnten und „deſen afl! meiſtens von der Brühe noh triefenden » diele? Blätter, werden dergeſtalt in einem leinenen R Tuche zuſammen gelegt, durH Hälfe des 1059/10 Ra? 270 Dreyzehnter Abſchnitt. Rarottenzugs zuſammen gepreſſet.; und mit einem Seile umſchnüret, daß ein ſpindelſör» miger Körper, den man eine B zrotte nen- net, entſteht. Die Karotten werden hernach aus dem Seile und Tuche wieder heraus ge- nommen, und dagegen mit Bindſaden umwuns- wunden oder fiſellirt. I. Dieſe Kunſtwörter ſind aus dem Franzöſi- ſchen angenommen; das eine iſt, wegen der Aehnlichkeit mit der Wurzel dieſes Namens, aus Carottes, das andere aus ficeller, ficelage, entſtanden. 2, Dex Karottenzug iſt ein Geſtell, an dem der Faden feſt um. die Karotten angezogen wer- „den kan, fowohl um dieſen die erjie Bildung und Feſtigkeit zu geben, als auch um ſie her- nach ſiſelliren. zu können. In Weende ward das Seil an 2 Wänden befeſtigt ,. und nicht mit einer Winde, ſondern mit einem Kloben angezogen« Ein Arbeiter legte die Blätter auf einem groben leinenen Tuche zu recht: ein anderer-30g die Karotten; auf ſolche Weiſe wurden in einem Tag? 60 groſſe Karotten gez zugen, welche einige Tage nachher noch einmal ſiärker geſcnüret, u. alsdann ſifellirt wurden, .. Z: Einige 3. B. die Franzoſen, ſpinnen auch den Scmupftoba&. Das geſponnene Seil win- den ſie zu einer Rolle, die ſie unter eine Preſſe bringen. Die gepreſſeten Rollen zer- ſchneiden ſie in gleich, groſſe Enden, legen ſol- dye- einzeln zwiſchen zwey Formen oder halbe Röhren. Solder Formen bringen ſie viel auf eimnal unter eine groſſe Preſſe, welche, nad) Art der Tuchpreſſe, mit einem Hebel getrie- ben wird, Erſt ng fält, 2. Auf 272 Dropzehnter Abſchüitt, 2, Auf einigen Fobriken, 3«- B. in Holland, Frankreich, geſchicht auc) das Sieben des Jobacks durch Hülfe des Mühlwerks, da nämlich ein krummer Zapfen einen Ramen, worauf Siebe von verſchiedener Feinheit ſtehn, über einem Kaſten hin und her zicht, So war es auch in Weende, 3, In Weende hob die Dayvmwelle fünf Paar Stampfen, deren zwey allemal in eine Grube des Löcherbaums wechſelsweiſe niederfielen, Jede Stampfe hatte 2 Etoßeiſen. Dieſe wa- xen zu dem Toba, der raß zerſioſſen ward, keilförmig oder ſpadenfürmig; dahingegen der 4ro>ene Tobak mit krauſen Eiſen zerkleint ward, Durch dieſes Stoßwerk und das Sieb- werk konten täglich 100 Pfund, und zwar+ feuchter und* troener Toback, geſtoſſen und geſiebt werden, Eben daſelbſt war die Einrichtung gemacht, daß eine horizontale vom Mühlwerk getriebene Delle, der Länge nad), mit 300 Sägebläts tern beſeßt werden konie- Ueber der Welle ſolte ein Gerüſt gemacht wer den, dur deſ- ſen Oefnung jeder Arbeiter zwey Karotten an die Welle halten könte. Der rapirte Toback ſolte in einen unter der Welle angebrachten Kaz ſien fallen, Nai4:44 Die feinern Arten des SHhnupftoba>s werden, nachdem die dazu dienlihen Rippen der Blätter und die Blätter Felbſt, in der ſtark geheizten Trockenſtube, auf Horden in Gerüſten gedörret worden, unter zwey ſenk- rechs Ait, Süpfen ein, 19A3 7;" HÜCNEN Seite und et ji) Umwelt für) mal in ech weiſe nied heiſen, Dith! ß zetſioſfen ts; t Nhingegen m Eiſe zert) at wt bs wn, was, Wiſpz Otung(4 Nühlwert vel mit'300 6) Weber dit ver den, din zwey Kart) Fer rapirt! ie angebtagt TobaFſpinnerep: FF. 7 27 vehten Mühlſteinen, auf einem mit einer Ein- faſſung verſegenen Heerde, fein gemahlen und zu Staub geſiebt. 1, Auch dieſe Tobac>smühle kan vom Waſer getrieben werden, Die Welle des Waſſerrades Hat ein Kamrad, welches in ein Getrieb greift, deſſen ſenkrechte Welle oben ein anderes Gez trieb hat, welches ein Stirnrad, und mit demſelben die auf den Armen der Welle dieſes Stirnrades umlaufenden Mühlſteine umtreibt, ---=-- Zn Weende war der Durchmeiſer des Bodenſteins 7 Schuh, der Durchmeſſer der beyden Läufer'aber ungefahr 5 Schuh; die Dicke derſelben war etwas über 1 Schuh, Vermutblich wären ſo groſſe und ſc zugeſetzt, weil ſie wohllüſtig begeiſtere und den Reis bewür- Xe, welchen die alten durc) das Satyrion zu erregen wußten; ſie werde lerwai ſchir genant, welches ſo viel als angenehmes Ropfweb heiſſen ſoll. Dieſes Beywort bey dieſem Hauptworte(contradittio in adjeCto| j der! | hetnen! und. wil ts H 1, NV; bier! Neil m (nog he] dis lay hy ve? uns ty fn) we yn; Tobackſpinnerep. YV. 8+ 273 hat, dieſen Geruch durch TTelilothen zu er- künſteln, aber vielleicht lieſſe er ſich vblliger durch das Ruchgras, Anthoxantum odora- ; Ns a zum» oder durch Asperala odorata erreichen. Ki hieſan Zu dem Toback a 1a violette werden die Wur- 0) Kona: zeln von lris angewendet. Zu einigen Arten wird Safran, zu andern auch Tamaxinden M] iſt wohl allen“ ſo unerwartet, als mir die KEG Nachricht, daß die Frucht aus Oſtindien 46; komme. Einige Fabrikanten ſuchen, wie mir fri H. Prof. Herrmann in Straüburg gemeldet Dur non rl WNNEEBEN iſſen feinſpie; [Woyiyclta unt ſt Cee um genommen, erzogen wit va ſheint) haben, welß SEGELN 412064 Der Schnupftoba> wird. theils in bles MW vy WM,.- zr-> n BELO... n Selten einem umgekehrten Fußſchemel glich; ein an- NEN aufe derer goß alsdann das geſchmolzene Bley auf AIM UNI». dieſen beweglichen Ramen, den jener darauf langſam von oben nach unten über das Leinen herunter zog. Unter dieſer Zeit henkte ſich eine dun- ne Lage Bley an das Leinen, die abgenommen, und zu Stücken von beliebiger Gröſſe zerſchnit- ten ward. In einer Zeit von 6 Stunden kone ten auf ſols ſind unendlich, indem von Zeit zu Zeit Fabris- Fanten ihre Waare, durd) neve iamen aus: zeichnen und empfehlen wollen. Kaum aber ſindet ſie einigen Abgang, ſo machen andere wenigſtens das Zeichen nach, und einige Teut- fe Fabrikanten laſſen ſogar aus England alte Zeitungen und alte beſchriebene Papiere kom2- men, um dem von ihnen bereiteten Toback wenigſtens ein Engliſches Kleid zu geben. In Bremen und vermuthlich an mehren Orten ſammeln arme Leute das ſchon einmal ge- brauchte Engliſche Papier, und verkaufen es zu einem neuen Betruge den Tobackfabrikanten. 3. Billig wäre e8, daß die Polizey, welche ſich um die Bereitung des Biers, des Weins, des Brods, und um die Beſchaffenheit anderer Waaren, welche einen Einfluß auf die Geſund- heit der Einwohner haben können, bekümmert, auch feinen Tobak verkaufen lieſſe, deſ- ſen Zurichtung nicht vorher von geſchickten Pe“ſonen unterſucht und gebilligt wäre, da ſie jezt auch den einfältigſten Fabrikanten, welche die Gründe und Würkungen ihrer vermeyntlid) geheimnißvollen, vft eckelhaften Miſchereyen nicht einzuſehn verſtehn, überlaſſen wird, Es iſt - Hewiß, daß ſienicht allein Vitriole und Alaun, ſon- dern auch ſo gar zuweilen Sublimat brauchen. Herr Hofrath Däönch hat mir ſchon im Jahre 1778 verſichert, ex habe einmal aus einem halben Pfande Tobak, durch Auslaugen, Einkochen und Reduciren cin Korn Bley von 9 Gran erhalten; ein Beweis, daß alſo Bley- zucker beygemiſcht geweſen iſt. Zum Beweiſe, daß man ſchoa längſt auf gefährliche Verfälz ſchungen gerathen iſt, mag folgende Stelle aus Johan, Neandri Tabacologia; Lugduni Ba- tv; | | | aus Enlit)| 1e Dapien ly ereiteten Uhl ) zu geden,! meien ih on einmal) ) verfaufen/ affahrifanty Wwe fj Tobac>ſpinnerep. LF. 8+ 277 t2av. 1626. 4 p. 242 dienen; zudem enthält ſie eine Vorſchrift einer unſchädlichen Brüie, welz <2, wie ich zu vermuthen Urſache habe, noch jetzt von einigen gebraucht wird. Vnam prae- parationem ſubnettam faciamque publici iu- ris, quae mihi non exigua conſtitit moleſtia, vt eius compos fierem. R, Murize limonum, Aceti vini an. 6. I S. Syrupi conuenient. Ff, S. Folior, Tabac, dilolyt, 3 3, coquantur ad dimidias. In colatvram calentem» atque etiamnum fer- vori proximam tabacum immittatur,& mox conglomeretur, lusculi huius ea vis eft, vt non modo optimae notae tabacum nulla ratio= ve vitiet, ſed et illud ipſum aduerſus ſitum, aliasgque femporis iniurias praeſeruet,. Fit hac Praeparatione, vt per integros annos incOrfü» ptum ſeruetur, ſed et eadem euani8a Nicotia- nae vis quali reuocatur et reſtitnitur in priſti« num naturae ſtatum; adeo quidem, vt fi eo ysque proceſlerit Tabaci corruptio, vt incen- gium continere recuſet, quod fit cum extre me vitiatum fyerit, hoc artificio«mendari poſ= füt, et capnophilis non exigua fieri ſraus. Sed ne ad fucum faciendum, ac perfidiam cavpo- nes invitare alicui videar, non hercle hoc ar- tificium, niſi in aurem et graece dixero: T006 79)-TpoSIDE RENN» SEKTE EriJes Es QopB. Spaxuas BB. wal Zr aWuryv TOV T& ' Baxo'v T60s T9v TEPw Eußuaile, 4- Namen einiger jetzt gebräuchſice. Von einem erfahrnen Tobashändler. Aus dem Holländiſchen, Leipz. 1781. 8, S, Phy- ſixal, ökon. Bibl, Xl S, 556, Viers 2ZD Ny: nN | vy Pied! AEN Zet ber zwe) | Grin vm(an huhn ch benſett wb had, 1, 4 p Wt, oder M N4v Dere haben m dem ey DED bit VIO BREA von einein uu 4 Ara at wN Kürzen 1 Bierzehnter Abſchnitt. Gedern ex 0.1.00 1 Loh gerberey. S;-7.T2 «Mie natürliche Decke der thieriſchen„Kör? per heißt Saut, Sell oder Dal: Wird ſie den Thieren unaufgeſchnitten ganz abgezogen- ſo braucht man den leßten Namen» Der erſte aber wird nur von den gröſſern, der zweyte nur von kleinern Thieren gebraucht. Grüne oder rohe Häute heiſſen ſolhe, welche noch gar nicht bearbeitet ſind. Ihre äuſſere haarichte Seite wird die„Zaarſeite oder Viar? benſeites die andere aber die Fleiſchſeite oder Aasſeite genant- Häute, welche ent- haaret, und dergeſtalt zubereitet worden, daß ſie zu verſchiedenen Abſichten weiter dauer- haft verarbeitet«werden können, heiſſen Le- der. Die Kunſt dieſer Zurichtung heißt die Ledertgerberey, und wenn dazu adſtringiren? de Pflanzenſäfte angewendet werden, die Lohgerberey, 3; S 4 L+ 280 Vierzehnter Abſchnitt. I+ Gerben wird nicht von Häuten allein ge2 braucht, ſondern es heißt überhaupt ſo viel, als etwas zurichten, oder einem rohen Matez rial die nötyige Bearbeitung geben, Man ſaat: Riſen und Stahl gerben, Gerbtfabl. Gerbmüble heißt eine ſolche Mahle, welche zum Entdülſen des Spelz oder Dinkels dient. 2; Gerbereyen müſſen am Waſſer, und am be- ſten auſſer ver Stadt, oder wenigſtens an ei- nem abgelegenen Orte; angelegt werden, Von beydem wird man die Nothwendigteit aus fola genden Sägzen erkennen, Vr 2.24 Die grünen Häute des exwachſenen Rindviehes werden einige Tage in flieſſendem Waſſer, an der Waſch bank zum Einweichen oder Wäſſera aufgehenket, und von Zeit zu Zeit auf dem Schabebaum, Streichbaum, Gerberbaum, mit dem Schabeiſen, Screichs eiſen; auf der Fleiſchſeite ausgeſitichen, Fi 24 Haute, welche ſehr ſtarkes, dickes, waſs ſerdihtes Pfund» und Soblledex werden ſolien, werden, um ſie enthaaren zu önnen, wenn ſie friſc) ſind, eingeſalzen, und zum Scwitzen auf einen Haufen gelegt. Die vorher qusgzetro>neten aber werden eingeſals- zen in wohl verſchloſſenen Kaſten, bis der Geruch den Anfang der Fäulung ankündigt, auf | aufgeht jeſt mul |nah dt Yusſtt' ſhohre! pöle, 1, M Pelz ban! mani geör R Werden gebt) Brühe! Jen mid Gahent | aufſchtve u)(9 ſtm 41 Che aub; hahn [hhit, fer, und mn) wenigſtch in) 9! werden,| 1oigfeit aus| (8 abn qe in Aifer zum Out nd bonn Streichim eiſen, Sim ſerien 8, DIB, 1 blleder wi waren zu fw! alzey en geleg| werden(1) Raſten, 1“ | UN wing Ni y I. Lohgerberey. S. 3+ 4+'28T aufgehenket. Alsdann werden die Haare erſt mit dem Schabeiſen abgenommen/ und nach der Abſpühlung, und vach wiederholtem Ausftreichen, mit'dem Purzmeſſer"abges ſczohren. Die erſte Arbeit wird Pslen, Aba pölen, Döblen, genant. 1. Vielleicht kömt dieſes Wort vom Italieniſchen Pelare, oder vom Franzöſiſchen Peier; und dann wäre die lezte Schreibart unrichtig. An manchen Orten habe ich dieſes Wort gar nicht gehbrt, 5. 242 Die abgehaarten Häute oder Blöſſen werden in die CTreibfarbe, Schwellfarbe, gebracht, das iſt, in eine ſaure adſiringirende Brühe aus den Lohgruben, die man zuweis len mit Sauerteig verſtärkt, um eine ſaure Gährung zu erregen, wodurd<"die Häute aufſchwellen, zum Fheil ihr übermäſſiges Fett und ſchleimichtes Weſen verliehren, auch ſcnet. NE.70: Häute, welche biegſameres, geſchmeidis geres und dünneres Leder werden ſollen, wer? den zum Abhaaren eingekalkt, oder in den Ralkäſcher, hernach zum Treiben oder Aufs ſchwellen, in eine ſchwähere Farbe, und auf eine kürzere Zeit in Lohgruben gebracht. I. Um entweder eine geiſtige oder ſaure Gährung in den Häuten hervorzubringen, bedient man ſich verſchiedener Materialien; 3. B. der Ger- ſte in England, des Rockens in Siebenbürgen, des Habermehls in Rusland, der Kleyen in Frankreich, des Honigs und der Feigen in der Levante, des Tauben- und Hähnerkoths in England, des Hundekoths, Album graecum, In der Levante und in Frankreich beym Saffian. 2+ WW PZEREN 288 Vierzehnter Abſchnitt. 2. Der Kalk leiſtet bey den Gerbereyen mannige faltigen Nutzen. Er kan, nachdem er ange wendet wird, Fäulung erregen und aufhalten. Er reinigt die Häute vom übermäſſigen Fette, und ſchleimichten Weſen; ec trocknet ſie aus, und macht ſie weiſſer, 6-70: Schmalleder oder Fahlleder wird, na< dieſer Bearbeitung, mit Thran und Talg eingeſchmiert, mit den Füſſen gewals Let, gebrochen, auf dem Salzvocke mit dem FSalzeiſen gefalzer, das iſt, dünner geſchabts wenn es LTarben haben ſoll, mit dem Rrisz, pelbholze gekrispeltz3- wenn es glat ſeyn ſoll, pantoſfelt, in dem Schlichtrahm mit der Schlichtzange ausgedehnt, und mit dem Schlichtmonde geſchlichrer No< glätte» res Leder wird mit der Platſtoßkugel und der Blankſtoßkugel, theils auf der Tafel, theiis auf dem Blankſt9ßbocke bearbeitet, I, Nicht an allen Orten ſchmiert man die Leder» arten mit einerley Fett ein, und nicht unbes trächtlich iſt der daher entſtehende Unterſchied, Einige nehmen Thran und Talg, andere das aus Knochen geſchmolzene Fert, andere das niederwärts deſtillirte Oehl aus einigen Baums' rinden und Pflanzen, andere ausgepreſſetes Dehl, andere das Oehl, was bey dem Theer- ſchwelen aufgefangen wird. Die Franzöſiſchen Gerber brauchen auch ein Oebl, was aus den Sardellen gepreſſet wird, denen es ſonſt ſcha- denj würde, und in England bedient man 4 840» | | | fl ſl, wi ken Bi wie wiſch Gua) Werden| vr bar Wal ,Ü IDN ";& ttodyn): Fahlloder 1 mit Schrat! en Füſſen gen a“ v 5 ede mit 1 dinner(eſchal WERNE NETE I: Mtppalum j/) HDETSUN 27 kan DAM was bey din“ d, Die Fun? 0,77.110008 and Dedi) 1. Lohgerberey: F: 10. 11. 289 guch, wie ich zu vermuthen Anlaß habe, des Oehls, was beym Abbrennen der Steinkohlen erhalten wird, 2, In: England weiß man das Leder zu den Schäften der Stiefeln durd) Walken ſo ela- ſtiſch) zu bereiten, daß es ſich, wie ein Strumpf, nach dem Fuſſe zieht. Mit dieſen ſchon zuges ſchnittenen Schäften, an welchen nichts als der Schuh fehlt, wird ein ſehr einträglicher Handel getrieben. Man nennet ſie Suakts. Inzwiſchen werden ſie nun ſchon ſehr gut auch in Teutſchland gemacht. 9: 4114 Ralbleder) welches lohgar gemacht werden foll, wird nur in einer Wanne mit der ſaus ren Brühe getrieben, und getmeiniglich gleich mit Eiſenſc der Levante; um dort die Safſfiangerberey zu lernen. Nach den von dieſem eingeſchickten Nachrichten; ward im Jahre 1749, zu St, Hipvolyte in Oberel- ſas, eine Manunfactur ängelegt; die 1765 groſſe Freyheiten erhielt, nun aber ſchon gänze- lic) eingegangen iſt. Wor einigen Jahren ſchickte die SONDE ZU[ſchaft zur ZIE terung 292 Vierzehnter Abſchnitt. FZ ND terung der Künſte in gleicher Abſicht, einen Armenier, namens Dhilippo, nach Kleinaſien, nach deſſen Berichte man in London einige glückliche Verſuche gemacht hat. Granger und Philipypo kommen in den Hauptſachen mit eine ander überein, und vermuthlich iſt das Vers faßren, ſelbjt in der Levante, nicht an allen Orten und bey allen Arten einerley: In Teutſhland hat einer, namens Binkebank, zu Haße eine Manufactur angelegt gehabt, welche, ungeachtet ſie gute Waare geliefert, dennoh, wegen Seltenheit oder Theurung der Ziegenfelle, wieder eingegangen iſt. Jet ſole len zu Calw im Wiöirtenbergiſchen jährlich 12009 Stücke Saffianfelle gegerbt und gefärbt “ werden. Die Ziegenfelle werden in der Schweitz - und in Graubündten eingekauft.- Die beſten p' Fkommen von den Appenzeller und den benachbät- : ten Gebürgen; die aus Walliſerlande ſollen nicht j- recht tauglich ſeyn. Ueberhauptiſt man bey den + Europäiſchen Nachamungen in manchen Stük- Es' ken von dem Levantiſchen Verfahren abgewis wit- Corduan verfertigen, wovon das Pfund 4 Thal, koſtet. SE IZ Chaxrin, Chagrain, iſt ein lohgares, ſchr ſtarkes hartes. 2eder, weldies auf der Narbenſeite überall kleine ſtarke Erhebungen hat, leicht allerley Farben annimt, und ſich in Waſſer erweicht. Das beſte. kömt aus Conftantinopel Glehter iſt das, was aus Tunis ,, Algier und Tripoli. kömt. Die Bereitung iſt noH nigt völlig bekant. Das- jenige abexy, was unter dieſem Namen in Tranfreich gemacht wird, beſteht aus Ziegen? fellen, denen man mit heiſſen Kupferplatten, die überall kleine Erhebungen haben, unter einer Preſſe, die körnichte Oberfläche giebt. Das gemeinſte Chagrin iſt ein auf ähnliche Weiſe bereiteter Corduan. I, Das ächte orientaliſche Chagrin, welches die Türken Sagri, und die Perſer Sagre nen: nen, wird nicht, wie man gemeiniglich ſagt, nur aus den Häuten wilder Eſel, ſondern auch und zwär meiſtens aus Pferdehäuten gemacht. Es dient aber dazu nur das hinterſte Rücken- ſtück der Pferdehaut, welches gleich über dem Schwanz faſt in halbmondförmiger Geſtalt, etwa 1x Ruſſiſche Ellen nach der Quere über die Hüften lang, und auf eine Elle noch der Länge des Rückens breit, ausgeſchnitten wird. Dieſe Stücke werden mit den Samen eines Chenopodit, und nicht, wie man gemeiniglich glaubt, ſbnitt, 1,- Sohgerberey, SS 15. 295 JT IEN glaubt, mit Senfkörnern, beſtreuet, alsdann „ Doe gepreſſeley Nachher werden ſie auf dem Scha- bebaum abgeſtoſſen, da denn das Meſſer nur diejenigen Theilch = = Zr8;.G 296 Vierzehnter Abſchnitt, läßt ſolches am Feuer einziehen, und wäſcht ſie darauf ſcneten Häute wieder angefeuchtet und geſtollet3z wieder getro>net, und am Strreichſchragen mit der Streiche geſtri- net, und noh dünner geſchabt. CT 26 Einige Arten werden geleimtränkt,. eis vige gegülbt, das iſt, mit einer Saftfarbe gelblich gemacht. Was zum Screiben. und Bemalen dienen ſoll, wird, vornehmlich) auf » der Fleiſchſeite bearbeitet, und etwas rauh gelaſſen. Das feinſie Pergament geben die Felle der ungebohrnen Schaaf: und Ziegen- lämmer. WEL 27 Die Gehlhäute, Rechenhäute zu Screibtafeln, auf denen man Bleyſiift mit Speichel auslöſchen kan; und die gemeinig- lich Eſelbäute genant werden, ſind Perga- ment aus Schaafſtellen, welches mit Biey- weiß und Leimwaſſer, und hernach mit Dezl beſtrihen i& Zu denen Screibtafeln, des nen die Schrift entweder mit Fett, oder Bim- ſiein Yergam rom! Furfelle wen fn py fit vet! |.1, ZU ü dien | * Voſchiit, et Mit Din hy uf dem 6 Ch" jim Drunk j fel"" die Fleiidielty oer gereinigt,| und in der Cy | Zimter, aa , b ema, wit ener Gr! zum Chin vid VON (, und Wk Pergament 0) Oda: m [3 Rechenhäu! 4 man Duff! / und die zum? erden, fi 174 welges m y d herna"0 Gerb! h ait Felt) vw?; 4. Dergamentgerberep, 86 27. 28 ſein, oder beſſer mit'Shmalte abgerieben wird, dient Pergament von GScaaffellen, to ehys mit Kreite und. Leimwaſſer ,. und hers nach mit Seifenwaſjer, angeſtrichen iſt. 8.2.28 Zu- den vortheilhafteſten Arbeiten der Pergamenter, gehört die Zubereitung der Trommwelfelle aus Ralbfellen, und der Paus Fenfelle aus- Ziegenfellen- Zu Kitdextroms meln find Schaaffelle: und Sterblinge gut ges nug. Mancye Pergamentarten werdea gez färbt verkauft. 1, Der Verbrauch des Pergaments iſt nicht mehr ſehr ſtark, daher auch die Pergamentmacher nicht zahlreich zu ſeyn. pflegen. Unſer Götiit- gen hat nur einen, auch Berlin nur einen, Leipzig zwey. Aber in der Grafſchaft Bent- beim, ſonderlich zu Schüttorf, wird dieſes Gewerb ſtark getrieben, wie Reiſende, beym Eintritte in die Stadt durd) mehr als einen 120 gewahr werden; denn das Saal Stadt- tihor iſt gemeintglich mit naſſen Häuten b ehangt. Das meiſte dortige Pergament geht nac Hol- land. Andere LINNI werden in der Graf- ſchaft entweder gar nicht, oder nur mittelmäſz ſig verfertigt, G..29. Zur weitern Erläuterung dieſer Abſr Phyſik. 6kon. Biblioth. XVI S. 572 . erber . BRaſteleyn der Gerber, Lohgerber, P-BANT Sämiſchgerber. Aus dem Hölz- ländiſchen, Leipzig 1797+ 8+ U 2- Funf»? 308 Funfzehntrer Aöſchnitt. Funfzehnter Abſchnitt. KalfbrennereyÖy, F,1.I% PZ enn Kalk genügſam in freyein Feuer gebrant worden, ſo hat er eine äßen- de Kraft, und wird, mit Waſſer gehörig ver- miſcht, ein feiner Teig, wel aus altem Mauerwerk zuſam» men geleſen und'gebrant hatten, und für Lüne- burger Kalk zu verhandeln ſuchten, S. 5 Das Brennen der zerſtüten Steine ge? ſchieht entweder in Defen, oder Gruben, oder Meilern. Die erſtern ſind entweder an ei? nem Hügel, vder auf der Ebene gebauet. Man unterhält in ihnen entweder ein Flam- menfeuer, oder ſchichtet die Kalkſteine mit der Feuerung. Ihre Form iſt bald würflicht oder parallelepipedaliſch, bald ellipſenförmig, bald U 4 wals pl 342 Sunfzebnter Abſchnitt. walzenförmig, bald wie ein umgekehrter Ke- gel, und bald wie eine umgekehrte Pyramis de. Ginige haben einen eiſernen Roſt über dem Aſchenloche,. bey andern aber erſpahrt nian ihn: dadurch, daß man die Steine in ei- nem Bogen legt, Bey einigen kan man un- ten die genug gebranten Steine herausueh- men, und. oben friſche nachwerfen(Stich- öfen); andere aber haben ein geſchloſſenes Gewölb. S- 6. Die Gruben zum Kalkbrennen werden dergeſtalt mit Kalfſteinen angeföllet,. daß unz ten ein. leexer Raum für das Feuer übrig bleibt, Man bede>t ſie mit einer thoni- ten Erde. WEUEE Die Weiler werden ſchichtweiſe von ros- hen Kalkſteinen und Feuerung aufgeführt; aber ſie und die Gruben ſind nicht ſo vortheils haft als die Defen. x. In Krain fli(GE: zefüht von Obl! gewi a enn Gattin 7 udien 1 vor ii) ngiphe un Ralkbrennerey, 6. 11. 317 gleich iſt, boym Waſſerbau, dein Mörtel mit Nußen beygemiſcht, aber Terras ſolte man dieſes Gemeng nicht nennen, 3, Die Erhärtung des Kalkmörtels ſcheint faſt eine Croſtalliſation zu feyn, welche, nad der Verbünftung des überfiüſſigen Wäſſers, ex- Folgt, da denn der"wieder mit Kohlenſäure geſätigter Kalk wieder feſter roher Kalkſtein wird.“ Dienen denn etwa die Sandkörner und Steinchen ſo, wie die Fäden bey dem Can- diszu>ker? Der nac) Loriots Rath hinzu- geſetztejungeldſchte Kalk ſcheint, durch Einſau- gung des überflüſſigen Waſſers, jene Eryſialliz ſation zu befbrdern. In den Gruben V%. x0, iſt die Verdünſtung des zur Cryſialliſation überz flüſſigen Waſſers, alfo av<' die Erhärtung, unmöglich. Da dieſe aufgehalten werden ſoll, ſo darf auch kein Sand Hinzwas ſeßt werden. Nber warum»bindet, der--gelöſchte Kal 7 venn er eine geraume Zeit, oft Jahrhunderte lang, in Gruben verſchloſſen geweſen iſt, vi iW beſſer, als der friſch, gebrante und friſch gelöſchte? 4. Die friſche Kalkiüncnu ing verliehret. Es muß doh. alſo wohl der ges brante Kalk noch mehr thun, als Kohlenſäuz re und Waſſer anziehn. Wahrſcheinlich gehn Theile deſjelben mit dem verdünſtende: Waſſer in die Luſt über; aber welche? Vom Hrn. Landbaumeiſter G. A. Dick weis ich, daß dieſer G-ruch aar viel geringer und ver- gänglicher iſt, wenn zu der Tünche, wonimit die Wände geweiſſet werden ſollen,„das Des coct von Sumach geſchüttet wird. Da ſcheint . die Galspfelſäure die riechenden SAN a inz ": | 378 FSunßzehnter Abſchnitt. binden oder zu neutraliſiren. Auch der(Ge: ſiank der Oehlmahlerey verliehrt ſich ſchneller, wenn wan in dem verſchloſſenen Zimmer Eſ- ſig oder ſauren Kohl lange ſieden und ver- dunſten läßt. Ein antiyhlogiſtiiſcher Freund ſagt mir, von der vegetabiliſchen Säure wür- den die weggedünſteten kalkichten. Theile nie- dergeſchlagen,«und die bvöhlichten verbrant, So einen Brand lieſet man in Hrn. Girtan- ners Chemie zweyter Ausgabe, S, 63. Ni. 225 Das brauchbarſte von dem, was über die Kalkbrennerey bisher gelehrt worden, findet man in folgenden Büchern.»- RKrünirz; Encyclopädie. XXR], S, 639, Schauplatz der Rünſte. VIl. S. 33. übers ſezt von C. Klinghammexr, Hannöveriſhe nöulihe Samlung 1755. St. 79- 81, wozu auch der Auffatz in Schre- bers Samlung Ul. S,. 111 gehört, 8. Ch. Langsdorf Entwurf zu Borleſungen über mehre den Kameraliſten und Technologen * wichtige Gegenſtände, Altenburg 3798, 8-+ S,. 21. Sehs- Iofhnit, Iten, Inh bv) Verlet jh 1, (Alone Zins (ange fedn 1) NU DLogiid abtltſhen Gin, falfichten. Th, Oplichten bily an in Dro, Gity 9006 6, 6, Lew wood übe (xt worten,) AX, El met, je Samu der Dufſah 08 „111 gehitb wurf zu Zn)? liſten und 240) Altenburg 17 bes 319 Sechszehnter Abſchnitt. Gypsbrennetey. C,-T> (G)yps, welcher zum Mörtel dienen. ſoll, muß rein, das iſt, ganz mit Vitriolſäure geſätigter Kalk ſeyn. Man gewinnet ihn mit Fimmel und Fäuſtel, oder durch Schieſſen. Gemeiniglich liegt unten der beſſere, oben aber ein zerbrödelter und halb verwitierter Gyys. I. Die-erſit Art der Gewinnung iſt bey Läne- burg auf dem ſo genanten Kalkberge üblich, und geſchieht daſeibſt zum Theil von Taglöh- nern, zum Theil von Gefangenen. Die ans dere Art wird zu Oſterode von Taglöhneen, welche täglich fünf Mariengroſchen erhalten, angewendet, 2. Zum künſilichen Marmor, zur feinſten Stuc- caturarbeit und zu den ſchönſten Formen, dient nur der kryſtalliſirte Gyp3 oder der Gypsſpat, vornehmlich das teutiche oder unz ächte titarienglas, Scagliola der Ttalienex, oder im Teutſchen Goldſchmidſpat, imglei- bes 2 324 Siebenzehnter Abſchnitt. G 4 Der den Winter über, durch dle freye Luft und den Froſt, verbeſſerte Thon wird im Frühjahre, in den Sümpfen, oder in den mit Bohlen ausgeſeßten Gruben, unter ei- nem Schoppen, mit Waſſer erweicht, hernach vermiſcht(9. 2.), und entweder von Taglöh- nern, oder Pferden, oder Ochſen, zu einem feinen gleichartigen Teige getreten, von Tags löhnern mit Werkzeugen, oder durH Hülfe einer TChonmühble, die entweder von Thies xen oder vom Waſſer getrieben wird, zuges Lichtet, L. Die Thonmühlen, Klaymübhlen, ſind vors nehmlich in Holland und Schweden üblich. Eine ſenkrechte Welle, welche mit verſchiedenen Armen, an welchen einige Meſſer befeſtigt ſind, beſetzt iſt, wird in einem über einer kleis nen Grube ſtehenden Käſien, von Thieren umz getrieben; nach dem'oben der Thon eingewor- fen worden, welcher, nad) genugſamer Bez arbeitung, in die Grube fält. Zuweilen giebt man aud) zwey entgegengeſetzten Wänden des Kaſtens Meſſer, und dann ſind die an der Zelle, ohne Arme befeſtigt. 3. Wird die Mühle vom Waſſer getrieben, ſo pflegt wan die mit Meſſexn beſeßte Welle, über einem muldenförmigen offenen Gefäſſe, hori? - zontal zu legen. Man. kan auch die Einrich» tung machen, daß der aus der Mulde heraus- gearbeitete Thon ſo gleich von der Maſchine, in untergeſezte Formen gedrü>t wird, 3: hein höhen pet,( (gefirid (wf Ge ww <->» " ß ; ( “PDen zu werden« 4" ns M". e.'. LEST x, Hieher gehört die Brandenburgiſche Verorde- EP di ins nung vom Jahr 1749; die Schleſiſche vom Jahre 17503 die Herzoglich- Braunſchweigi- ESU ſche vom 14. Sept. 1764- und vornehmlich 1 Bel 1 vom 6. März 1765, welche letztere deswegen LAER vorzüglich iſt, weil ihr Tabellen beygefügt : 4 die En) ſind, weldhe die Berechnung des Bavanſchlazs 2 ulde hem) erleichtern, und Betriegereyen verhüten. Bey DE: Tolds de ſtehen in meiner Samlung der Polizey- Sit| und Canzeralgeſeze. VI!1. S, 248, 249 X 3. | ; 326 Siebenzehnter Abſchnitt. 2. An einigen Orten tro>net man die neugebhil.: deren Ziegel in freyer Luft, ohne Scheune, aber nie ohne Gefahr und ſelten ohne Verluſt. 62-6. Das Brennen geſchieht entweder in Oe- 4 fen odex Meilern. Jene ſind gemeiniglich aus pn Bacſteinen erbauet; und ſind entweder ge- wölbt, geſchloſſen, und haben in ihrem Ge- wölbe Zugidclic m Ou)-S;; I DB; vai Thowarten; welche im ſtärkſten. Feuer, eg ae ohne zuſammen zu ſintern, ſeht erhärten, ge? WW ben Gefäſſe, welche im heftigſten Feuer aus? hals EFB Ne Dern * n== uzälne ün inen nE 555 Achtzehnter Abſchnitt. halten, und geſ NNEN 3 Ja' [e NA <="-= Giß, wh Hyun Din) 5,0 py gau Zu mot 3) ſonde “0 Wed Dt qm grflid m! FANGLLG | Töpferkunſt. 9. 5. 6. Ds Sg. 5 Die Zurihtung des Thons geſchieht, nach der Feinheit der Wäare, dur Hülfe der Thonmühle, der Cho9nſchneide oder Scabe, durch Treten; Schlagen, Walgern, Sclämmen; Sieben» 6. 6. Die Sachen werden theils ans freyer Hand, theils auf der Scheibe, theils in For? men, theils dur Hülfe einer Leere vder Schablone, gebildet.. er TL. Die Töpferſcheibe hat gemeiniglich oben eine hölzerne, unten eine ſieinerne Scheibes zuweilen aber iſt ſtat. der üntern ein groſſes Rad mit eiſernen Speichen. Die meiſten Ar? beiter ſetzen ſie mit ihren Füſſen in Bewegungs einige aber, ſonderlich in Frankreich, bedienen ſich eines Stabes, womit ſie an die Speichext ſchlagen. Auch JZiebt es Scheiben, welche, durch Hülfe einer Kurbel und eines ſenkrechten Kades, von einem Knaben gedrehet werden? Zur Bildung des Thons draucht der Töpfer die Schiene und Bechertraube, und mit dem Thondrate nimt er das fertige Stäc> von der Scheibe, 2. BVermittelſt einer Leere vder Schablone oder eines Calibers, giebt man den Sachen, welche nicht ſo. wöhl Gefäſſe, als vielmehr Fußgeſtelle, Conſolen oder Zierraten feyn ſole len, die mätinigfaltig gebogene Auſſenfläche«. Entweder wird der Thon durch eine Scheibe an der unbeweglichen„Leere herumgeſührtz dr er 334 Achtzehnrer Abſchnitt, der Thon, woraus das Stück gebildet werden ſoll, ift ünbeweglicd)- dagegen wird die Leere um daſſelbe herumgedrehet.: 3, Die Formen der Tövpfer ſind gemeiniglich von Gyps, Damit'die Waare. ſich leicht daraus abldſe„ beſtreiche man die Foxmen mit Dehl, und bepudere ſie mit ungelöſchtem Kalke durch ein Haarſieb.; „N= Die gebildete Waare wird, erſt waſſer- hart oder windtro&en gemacht. Nachher wird die gewmeinere mit einigen Farben über- ſchmiert,» gleiß mit Slaſur überzogen, und iin Ofen hart gebraüt- Die feinere aber wird windtrocken auf der Scheibe noH mehr ausgebildet und geglättet 3 alsdann erſt ge- brant,- darauf glaſirt, abgetroc>net, bemalt und abermal gGebrant. Jenes"heißt die WMalerey unter der Glaſur; dieſes die - Valerey- auf- der Glaſur; oder auf Schmelze. GEN Glaſur nennet man diejenige lelhtflüſe- ſige mineraliſce Miſchung, womit man ös pPferwaare überſtreiht, um ſie auf derſelben verglaſen zu laſſen. Man giebt ihr, durch metalliſche Kaife und-Gläſer, dur< Brawn- ſtein und andere Mineralien, mandjerley Farbe. I Dit, Ei hir Eh SW hne URN ;(0 - Wh SPN 51 Fah" 00; waſ 10 Nach Y ey Abel Mn, auß Aly(9ey R ZEBK 1% II gs gt En diſe] 18 eds 4 pes? lid Zeit ma 1 Sf dei Si,(uy (<< Du EE(190) 0014 Topferkunſt.' 3s 8» 338 x. Wird die Glaſur vor dem Brennen aufge- tragen, ſo pflegt man nur die Seite, welche glaſirt werden ſoll, mit Thonwaſſer zu benä» ßen, und mit der trocknen pulveriſirien"Gla- ſurmaſſe zu beſtreuen. Geſchieht das Glaſi- xen nach dem erſten Brennen, ſo wird ſie 922 meiniglich naß aufgetragen, indem man ent= weder die Waare darin eintunkt, oder die Glaſur mit einem Laaſt guſprüßt« Bey der leßten Weiſe hat-:man den Vortheil, Feine Gefäſſe zu glaſiren,- als: welche gut bleiben, dahingegen bey" der. erſten» viele Materialien an Stücke verwendet werden, welche im Ojea migrathen, aber man braucht auc dabey wes niger Feuerung und Zeit.; 2. Zu den Materialien, welcen, Spies: glas, Sand, Glas, verſchiedene Salze u. d. Neavolitaniſches Gelb(Giallolino, jaune 88 Naples). Die wahre Zubereitung„dieſes, leo ten Pigments habe ich in der Waarenfun- de 1. S. 181. bekant gemacht. 3. Eine leichte, wohlfeile, no< wenig bekante grüne Glaſär, die faſt einen metalliſchen Glanz hat, iſt folgende, welche mich ein Ju- de gegen ein Stü> Geld gelehrt hat. Man überzieht die Waare mit Bleyglas, und hält ſie ſo gleich über ein mit Heu angefülletes Ge- fäaß, worin man eine glühende Kohle geworz fen hat. Bermuthlich würde man dieſes auch ſehr vortheilhaft im Groſſen anwenden können, ſo wie Holländer Ziegel mit Eilernlaub färben. 4 GE S5, XG 25+.„alftceuitte+6 Y 336 Actzehnter Abſchnitt. 4. Die Materialien zur Glaſur werden auf einex Z. Mahlmühle, oder Handmühle, oder auf ei- nem Reibſtein pulveriſirk. Zur Glaſur der Fajance wird gemeinitglich ein leichtfläſſiges Glas aus reinem Sande, Sode und Salz ge? ſchmolzen, welches Udeiſtergut genänt wird, Dieß wird zu Münden auf einer Mühle, wel- igt, gewölbt, vnd hat on der einen ſchmalen Seite einen vertieften Feuerheerd, aus dem die Hiße, dur< das vor ihm aufgemauerte Gitter, und durc< die Zü- ge; welche man zwiſchen der über einander aufs geſteddeten Waare gelaſſen hat, bis zum Rauch? fange der entgegengeſeßten Seite ſpielet, wo die Thär iſt. Dieſe wird, nachdem der Ofen gefüllet worden, ſo wie auch zuleßt das Schürs loh, nebſt den daneben befindlichen Zuglöchern, zugemauert» An andern Orten hat man zu den feinern Sachen einen höheren Ofen mit einem doppelien duichlöherten Gewölbe. Man feuert mit Holz, oder Steinkohlen, oder Torf, 1. Der kleine hieſige Ofen, in welchem nur Ofen2 kacheln gebrant werden, wird jedesmal mit einem Klafter Bächen-Holz, 14 bis 16 Stune den gefeuert, und braucht ungefähr 2 Tage zum Erkalten, 2. In Frankreich hat der Fajance-Ofen drey Abe theilungen. Die ünterſte iſt der Feuerofen oder Heerd; die beyden dberſten ſind zwey Kammern, deren jede einen durchldte Künſtler ſie bemalten; wiewohl andere behaupten; die Malerey ſey nur nach den von Ravhael gezeichneten Kupferſtichen des Bolog- neſiſ&en Kupferſiechers Diare, Antonio vder Raymondi gemacht worden. H. von Heinz eckeiz meint, das Gerücht' ſey daher entſian- bet, weil Raphael in Urbino gebohren iſt, und fein Berwandter Güyido Durantino daſelbſt eine Töypferfabrike gehabt hat, Aber Hr. Rath Häberlin, deſſen Aufficht die Braunſchwei- aiſche Naturalien- und Kunſi-Samlung anver? trauetiſt, verſicherte mir 1787 iin October, matt Habe zu Loretto einen Brief des Herzogs von Ur- bino an Raphael gefunden, worin er dieſem für die ſc= € => b---4 >> -. is 3 WLESS Z GEZ LSE SESIS IE GUDE 22; I, Töpferkunſt. 8. 12+ 341 MUN ſm ur jicum Piſanum, eleganter pictum,„NManti- SET cam vocant. Dieſe Benennung iſt mir ſonſt gſi nod) nicht vorgekommen. ! in UE 4. Viele Italiener ſchreiben die Erfindung der M hi ab Malerey auf Glaſur, in Europa, einem Flo- IE 15006 6) ventiner, Lucca della Robbig zu, der 1388- „Bla hh, gebohren ſeyn ſoll. Deswegen ward ſolche Vin Urbeit von den Jtalienern terra della robbia JD Zopeny] genant. Noch jetzt zeigt man in einigen Kir Mu 0 dhen zu Florenz Arbeiten dieſes Künſtlers, Die vbug H Franzoſen erzählen, ein Italiener ſey mit eis- nem Herzoge von Tiivernois nach Frankreich "€ SSE Ehn Jag),; | WAs gekommen; habe um Nevers einen Thon ge- Ki chletiia):;“ me funden von der Art, wovon er Fazance in Jta- “ lien machen ſehen, und dieſer habe zugrſt anz gefangen, dieſe Töpferarbeit in Frankreich zu verfertigen«- Ohne Zweifel iſt. dieß Louis de )(EN Gonzague, duc de Nivernois& de Rethelois, „Sin vil der Gönner des Gaſion, welcher ges H fn gen das Ende des ſechszehnten Jahrhunderts img gelebt hat. Leßzterer ſagt in der Zueignungss L Jeg] ſchrift ſeiner Apologiae argyropoeiae an den 8 mu ' 7 Herzog? Hinc vitrariae, figulinae& enc4aU= ; Kein ſticae artis artifices egregii iuſlv tuo accer- S9 8 ſiti,& immunitate tributorum alliciti prae- LN vi ſantia opera civibus tnis commoda, m3giS- 220.000 que exteris admiranda ſabminiſtrant, Zuverz Eden läſſiger iſt jedoch, daß der gelehrte Töpfer, E Ima; Zernhard Paliſſy, in der letzten Hälfte des MEH ſecen ſeit 1773 eine Stadt heißt, machen die Tiegelbrenner eine Innung, aus; ſie waren aber alle im ſie- benjährigen Kriege ſo verarmet, daß ſie die Roſten zu einem. Brande nicht mehr aufbringen konten, Darauf ſcho8 ihnen ein Kaufmann in Großallmerode Geld vor, mit der Bedingung, daß ſie ihm alle Waare für einen abgeredeten Preis überlaſſen, vder ihm, wenn ſie die Waare ſeibſt- verkaufen wollten, von jedem gelbſeten Thaler 4 ggr. abgeben ſolten. Da- mit er nicht: möchte„betrogen werden, ward ein Schaumeiſter geſeßt, dex vornehmlich auf die Reinigung des Thons von Kieſen ſehen ſolte, weil aber dieſer ſich durc) ein Glas Brantewein blenden ließ, ſv wurden die Tie- gel Ei. | Töpferkunſt:--S. 15, 347 gel immer ſchlechter.» Jedoch ein Tiegelbrens M ner, namens Lipphard, madte eine Aus? ih nahme. ſuchte ſeine Waare immer vollfom? ee-„auener zu machen, und betam daher den fiarfz „3m WiN ſien Abſag. Er ſuchte deswegen die Ertaube- E well niß, für eigene Rechnung arbeiten zu dürz M... fen, ohne die 4 98. Abgaben zu erlegen. Pe Ob Nah vielen Jahren ward ihm endlich die Bitte jW hen 3 zugeſtanden, und ſeit dem liefert er die aller: M mie beſte Waare. Uederhanpt ſoll der Ort jährz | Wemag lic) für 60300 Rihlr. verfaufen, wovon jener + ad Kaufmann, als Verleger, 0000 Rthlr. reiz One un nen Gewinn haben ſol. Man erhält die drey= IA ſex aun! eigen Tiegel in Sätzen, wovon die klein? 0, in) ſien etliche Loth, die'größten" 19 bis 15 Mark y M1 bb Silber faſſen. Man macht ähnliche in Sach- Ut ſen,- auch ſeit einigen- Jahren bey Berz | M9:(et lin- doch ſind ſie den Heſſifchen noh nicht gleich: 4 30, di 2: Die Ipſer Tiegel werden zu Ips, einer 4 ja, 1 kleinen Stadt in Unter- Oeſterreich an, der j BP(it 17 Donau, und zu Paſſau, aus zwey Theilen | hte klein geſtoſſenen Reißbley XPlumbago, Gravyhi«= 4 aOltin) t2e5), und einem Theile Thon gemacht. Se 4) Fßſtt nes gewinnet man ſeit 200 Jahren in einem 4 puſten Graypit: Gebürge bey L.eizersdorf, nicht weit n) 2 Epafa von Paſſau, wo die Gruben von den Eigenthü- 1) SO) mer, den Bauern, kunſilos gebauet werden, Der Ihon wird drey viertel Stunden von Paſſau auf vem eböerden k 4 M9 Bayeriſchem Gebiete gegraben. Man erhält Hem iM von daher Siegel, die 1099 bis 2009 Mark . 400) faſſen; dod) nicht in Satzen,„die aufein? id ander folgen: Vehnliche, wiewohl nicht gleich gute, verfertigt man auch zu Bd2 .. Js miſchbrod, auch ſeit einigen Jahren bey 1. ju Berlin, 8 in 0 ed PAUL I. 3438 Achtzehnter Abſchnitt. 10 3. Zu ſehr feuerfeſten Tiegeln dienen auch die ah Miſchungen aus rohem und gebrantem Thone Nn mit eiwas Glasſpar 3 aus Thon und Serpen-(c tinſtein 5 aus ſpaniſcher Kreite und gebrantem ſi Kalk U. ſ. Ww. iy 4+ Zu den gemeinſten Tüpferwaaren achören die? Knicker, Schüſſer, Schöſſer, Spielku- h geln, welche zuweilen glaſirt werden, Sie| q werden in Großallmerode und an mehren|) Orten unſerer Nachbarſchaft gemacht, und| y in Tonnen über Münden na) Bremen ges| hu ſchiät. Eine unglaubliche Menge wird nicht allein in Europa, ſondern auch in beyden|„Ö Indien verkäuft. Im Jahre 1694 kamen|"1, allein nach England aus Teutſchland 23050 4 Stü>X und 6055 aus Holland, auſſer die- CG ſen: noFH 7 Fäſſer voll, Man verwechſele ve dieſe Knicker nicht mit denen, welche mar-“ morne genant werden, und, ſoviel ich ge-; ſehm habe, aus Topfſtein, lapis ollaris, oder M auch aus Marmor beſtehn., Dieſe werden v auf beſondern Mühlen gemacht, dergleichen,|: wie mir geſagt iſt, in Tyrol, im Saalfeldiz 5 ſHen, aud) in Salzburg, zu Söllingen im“ Durlacher Oberamte, auch bey Koburg, ſeyn| ſollen.- Zu Walidorf, zwiſchen Meinun- I" gen und Waſungen, iſt eine ſolche Mühle, die N ehemals mit Wortheile arbeitete, jetzt aber j vernachläſſigt wird. Ums Jahr 1781 iſt|; im Oettingiſchen bey Hochhaus am Forreikenz| bache durch den Rath Trinks eine ſolche Schüſ-: ſermühle angelegt worden, worauf theils der| 1722 bey Hochhaus entdeckte Marmor, theils der von Horburg, theils au) Neregheie| mer Marmor verarbeitet wird. Im Jahre| j 1694 kamen von dieſer letzten Art na) Engo|| vi BY land 238 Teutſchland 23 Tonnen(tuns) und 10 es ION ! 3 117) ! Ein. Öl Mn mn dt, Wem 1 Wird nid) dul bend) 0 Famil HID 230001 Oni die MWonhlel uw EITEN DE mot,(u y Ney + u jun y tm 6 8(ww) 4 10 Töpferkunſt. 5. 15- 349 10 Fäſſer(barrels), und aus Holland, die aber ohne Zweifel auch aus Teutſchland wa- ren, 62,200 Stück und no< 10 Fäſſer (caſks). Jegzt koſten tauſend. derſeiben, wenn ſie anderthalb Zoll im Durchmeſſer haben, in Holland drey Kaiſergulden,.S. meine Zevträge zur Oekonomie, Technologie u.|- w. Vil S. 1531. Phyſik. öfon, Bi- bliotb. Xl'1 S, 110 und X1V S, 138. Die Mühle im Meinungiſchen findet man vollſtän- dig beſchrieben und abgebildet in I.€. W. Voigt mineralogiſchen und bergmänniſchen Ab- handlungen, Leipzig, 1789. 8+ 5. Eine Fajancerie von vorzüglicher Güte iſt die in unſerer Nachbarſchaft zu Ufünden. Im Jahre 1732 fing der dortige Landdroſt Carl Srieder, von Hanſtein an, auf dem bey Münden belegenen Steinberge und Hüs nerfelde auf Steinkohlen, Braunkohlen und Eiſen zu bauen, Eine ausführliche Beſchreiz bung und Abbildung dieſes Kohlenwerks fins det man in Hollmanni commentationym 97 loge altera... Gottingae 1784» 4. PD. 95» Dies ſer Bau ging aber im ſiebenjährigen Kriege ganz ein, ſo wie anch die dabey angelegten Alaunſiederey, Ziegeley, Töpfer- und Pfeiſ- fen- Fabriken. Eine Fabrike zur Werfertiz2 gung der Schmelztiegel ward in einem nächte lichen Ueberfall von den Schmelztiegelmachern zu Grosalmerode gänzlich zerſibhrtz; denn Ügulus figulum odit» Nur die Fajancerie hat ſich erhalten. Dieſe. ward im Jahre 1746 auf. dem Steinberge und Hühnerfelde angelegt, aber im Jahre 1757 in den Hanſteinſchen Garten nahe bey der Stadt und der Werre verlegt, und als ſie 1762 abbrante, gleich wieder, neben dem Garten, wo ſie jetzt 1) i Achtzehtzter Abſchnitt, iſt, aufgebauets Als der Stifter 1775 ſtarb, ward ſie von deſſen einzizem Sohne, dom hun verſiorbenen Oberhaup!mann Joh. Carl &ridr. von Hanſtein verbeſjer: und erwei tert," welcher auch ſeit 1793 einz? Nächaimung des ſo genanten Engliſchen Steinguts in ei: nem beſondern Gebäude und Ofen verferti- gen läßt, ſv wohl bewaltes als unbemalz- tes. Im Jahre 1788 beſchäftigte dieſe Fa- jahcerie 338 Arbeiter oder ernährte, Weiber und Kinder mit Jaere Vel (: M € HÜHSOT agi db 3. FEN FE; 1 Töpferkunſt. F,. 16+ 351 » 3"u, 4; Be 3. 28: 22.305 Hieher gehören vornehmlih folgende 2 Büter | M1; L'art du potier de terre, Par Duhamel. da ZS vitis Monceain. Paris 1773. fol» S, Phyſik. ökon. | r en Ziblioth. VU S. 177. 43 41100) 2 25G=. 1. mU Deh Encyclopedie. Planches III, Fayancerie, Plan» Renſh ches VIL, Potier de terre, | 1 Hartwig Künſte und Handwerke, 1 S. 204, ((i0); 16 dal wit), von Juſti Abhandlung von Manufakturen, 1x M DEN für| S«. 449. J in Böllig entde>tes Geheimniß der Kunſt Fajan- ;- Fi ce, engliſches Steingut und Porcellain zu verz IM" fertigen. Leipzig 1793. 8. S, Phyſik. ökon, 4 M. Bibl, XVl S. 506. my| DEOTAN Oeuvres de M. Boſc d* Antic, contenant pluſi« "| 188 10 H: ears mewoires ſur Vart de la verrerie, ſur 1a Std Fajencerie, la poterie, Paris 1780, 2 vol, itt 4 168) ſid) LZ. 1, Ps 2536 ] Sar, bv VENT w,? 7. 830(13 Em 4 BAD EF MUL 4 Mer M Seeermreit iEEbmmmenns 4 7 Beben mi A[Di | Sem | ; Meuns ' 10 - Neunzehnter Abſchnitt. | Pfeiffenbrennerey. NZ 12 4 Jie Tobackspfeiftfen werden aus einem feinen, zähen, weiſſen, kalk- und eiſen- freyen Thvne gebacken. May ſchlägt, knetet, ; mahlet, ſchlämmet und ſiebt ihn, miſcht ihn ' au<4 wohl, wenn er nicht fet genug iſt, mit einem andern gemeinen Thone,' T TI. Der beſte Pfeiſfenthon iſt weis, do< zu- weilen etwas“ bläulic?), wird gebrant ganz Z weiß, brauſet und verglaſet ſich nicht, und ſchwindet im Feuer wenig. Dieſe Art heißt bey Cronſtedt S. 84: Terra porcellana Phlogiſto aliisgne heterogeneis minima por- tione mixta; bey Linne S. 200: Arzilla Jeucargilla, und bey Wallerius S. 53: Ar- gilla apyra. Ungleich ſchlechter iſt Marga argillacea des Wallerius S. 69. 2. Die Holländer ſcheinen mit Recht der Stadt Gouda oder Ter Gau, die erſten Pfeiffen- fabriken zuzuſchreiben. Noch iſt kein Land, was mehre und ſchönere Pfeiſſen macht, als Holland, und gleichwohl hat es den ze elbſt lern, elne die 11 je |: | | Pfeiffenbreimerey- S. i+ 353 Felbſt nicht. Die Holländer läſſen ihn aus Cöln und aus dem Lättichſchen, zumal aus r! Andennz, nach dem er vorher abgetroänet iſt, in Tonnen von 460 Pfund kommen z aber aus Rouen erhalten ſie ihn wenigſtens | Dlt() zeßt nicht mehr. Znzwiſchen hat die Anzahl der Pſeiſſenfabriken zu Gouda in neuern Zeiten ſehr abgenommen. Da ehema!s mehr als 500 gewejen ſind, jo fand ich im Jahre 1761 daſelbſt nur noh 300, und iet ſind ih- xer nur 280. Eine F3brike ſoll höchſtens 60 bis 70 Menſchen beſchäftigen; aber die meiſten, wel? He im beſehn habe, hatten nur 18 Män- ! BD einen ner und 24 Weiber. Uns maden die ein? | galb eiſen heimiſchen Pfeiſſen die Holländiſchen ent=- a| 1 Mitt behrlic. ] 11/0 3. Man hat mir verſichert, daß jährlich eine 4 39, groſſe Menge Pfeiſſen aus Großallmerode ' nach Holland verſchickt- daſelbſt mit Tervenz- |) tinvhl angeſtrichen noh) einmal gebrant, und alsdann für doppelten Preis wieder in Teurſch- ''!; hen-€.".„y 12.2- e | jen, p land für Holländiſche Pfeiffen verkauft würz | u 0 den. Aber gewiſſer iſt, daß in Almerode viele 1. 0IK Pfeiffen mit dem Braunſchweigiſchen Pferde IG"8 gezeichnet werden, um bey uns verfäufi wer? Heit den zu fönnen, 0 30.07 0); Ab 2.0 | 18 if us Der Thon wird zu Walgern oder Wels X lexn, von der Länge der Pfelffe geröllet, mit 44 di€ einem Drate durnet, am Rande des Kopfes gerändelt, mit einem eiſernen Stempel an der Ferſe ges zeichnet,“ und mit einem glasartigen Steine, oder Horn, oder Zahne geglättet. Ri. 35 Die auf den Tro>enbrettern ausgetroc>- neten Pfeiffen, werden eutweder in Kapfein, oder in HAUWſECHEN Defen ohne Kapſeln, hart gebrant. Jene ſind entweder, wie die Hols- ländiſicht; jede Seite iit nar 4 Fuß lang; die Höhe iſt 4 bis 5 Fuß. Unten hat er ein durchlte- nen Pfeiſſen in verſchiedenen Scoichten Freuz= weiſe über einander gelegt, ſv hoc<,„bis der Ofenrand nur noch einen Doumen breit, über den Pſeiſfen hervorragt.,„Wenn ſo, der„Ofen gefüllet iſt, werden. 18 Papierbogen auf der einen Seite mit Vfeiſſenthon überſchmiert, und alsdann auf den Rand. der Tafel, worauf die Pfeiſſen liegen, geſtellet, und mit der.Thon- ſeite an dieſe gelehnt, ſo daß der ganze Haufe an olſen vier Seiten mit den Thonbogen um? geben iſt. Zuleßt werden zwey lange dünne gebrante Thonplatten quer über den Ofen, und auf dieſe 15 kleinere Platten in drey Ret» hen gelegt, wodurch er hinlänglich zugedeckt iſt, Das. Feuer verwandelt“ das Papier. in Aſche, aber auch eben ſo bald den aufgeſtriſmenen Thon zu einer dünnen thönernen Wand", neben, wel- Pfeiffen, auch in manchen noch imehr, in Ka= ſten gebrant werden. Da nennet man die Mündenſchen Oefen nur Reſſel, und behaup- tet mit Recht, daß darin die Pfeiffen nicht ſtark und lang genug gebrant und zu ſchnell abgekühlt werden. Inzwiſchen ſind ſie für Meiſter, welche ohne Geſellen arbeiten und wöchentlich zweymal brennen können, ganz bequem; aber zu klein für die, welche Geſellen Halten und mehr in Groſſem arbeiten, . KER: Die gebränten Peiſſen werden mit einer Tünche, oder mit einem Firniß von Bums mi Tragar.t, weiſſem Wachſe und Seiffe be- näßt, abgetrocknet, und. mit einem Tuche ab? gerieben- Zur weiten Verſendung pat inan ' p= 10 vy |"" 'G WU ; es! "= wN"| z in" 1] | 3: 0) I WON DE 0 Win" MW(ebhy) 1 Stehen 1 0 Wij; 0 4% 1 AM Beuhe 4 147 jn) 1 beru)| V foſſe| 4 AetStid yi fh: "8;„WRT ( IMA BN ME! vn) 4 Yan ſe)! 0; 4 1641,| |) 16: OW | 1580), 1 gä mit dd |! Hi Oyy Üeffe | 1 Zu 0 Pfeiffenmacherepyp. 8. 66 357 aman ſie am ſicherſten in Kaſten mit Hülſen von Buhweißen ein, C. 6: Eine volſtändigere Beſchreibung und Abo bildungen der Oefen und Werkzeuge liefern folgende Bücher, L'art de faire les pipes 8 fumer le tabac Payr Duhamel da Moncean. Paris 1971. tol, S. Phyſik. ökon. Bibl, Vil S. 182. Hartwigs Handwerke und Künſte, X Seite 289: 358 Zwanzigſter Abſchnitt. Zwanzigſcer Abſchnitt, Porzellanfunf, NE GY größte Meiſterſtück der Töpferkunſt A iſt das Porzellan, welches, die Durch» ſihtigfeit ausgenommen, alle qute Eigen- ſchaften des Glaſes, nicht aber deſſen Fehler an ſim hät, und der vortrefliſten Bema- lung fähig iſt. I. Das vollkommenſte Porzellan muß folgende Eigenſchaften zugleid) haben: I. Unſchmelzbarfeit im heftigſten Ofenfeuer. Z+ 3. 4. Ze 6. Unveränderlichkeit bey der ſchnelleſten Ver- änderung der ſtärkſten Hitze und Kälte. Fähigkeit am Stahle Funken zu geben, einheit, Dichte und Glätte auf dem Bru- en gleichet, porceilauva« G21524 Die Beſtandtheile ſind reine unſchmelzbare Kiefel, vorvehmlitß Quarz und Sand, etwas Gyps, vorzüglich die reinen cryſtalliſirten Arten, doch allenfals auc Alabaſier, und reiner„ magerer, ſich ganz weiß“ brennender Thon, welcher der ganzen Miſchung die F6- higkeit, ſich formen zu laſſen/ giebt. 1. Reiner, zumal. ganz weiſſer magerer Thon ſchmilzt auch nicht in dem heftigſien Feuer» worin Kalk, Kreite und Gyps zum feinſten Fluſſe kommenz eben ſo. wenig die reine Sand- erde; eben ſo wenig auch jede Vermiſchung aus ſolchem Thone und ſolchem Sande. Rur erſt alsdann, wenn jener oder dieſer zu gleichen Theilen entweder mit Kalk oder Gyps ver? miſcht, oder- wenn mehr Gyps als Thzon vder Sand genommen wird, erfolgt eine wahre Verglaſung.' Alſo eine geringe Menge Gyps wird dieſe nom nicht bewürten, wohl aber daszenige hervorbringen, was das vrs wnmemenmememitirt em |M:| Porzellankunſt« 8. 2. 367 |] 0 5007 Porzellan von Töpſerwaare und Glas gleich ii: NN weit entfernt.„Wenig Kalk würde die ſelbige | WW it:3,| Würkung leiſten, aber er würde die Maſſe |*i läſig machen, weiches man da erfahrt; wo | 2 man- keinen kaikfreyen Thon-haben kan; an ME TE d | Morel, 2. Der ſächſiſche Porzellanthon von der beſien 4 SEndin jp Art, iſi völlig weiß, leicht zerreiblich, mager, vm ARE hat viele glimmerartige Theilchen, und brau? '| 1588 V4h ſet nicht 3; wenigſtens gilt dieß von der zuver- 0) g8 9 iy läſſigen Probe, welche ich in meiner Samlung iq) DU gleide habe, Der Flbßz diejes« Thons iſt bey dem Bergiäote von ei- nerley Form zugleich gedrehet werden können. SG. 5+ Alle StöFe werden hernam in Kapſeln oder Kaſien aus Porzellanmaſſe in einen Ofen, der ein gemeiner Fajanceofen zu ſeyn pfiegt, gebrant, welches das Vergitihen genant wird. Wenn ſie darin etwas feſt geworden ſind, werden ſte glaſirt. Stücke aber, welche nur blau bemait"werden ſolien, werden von den Blaumalern gleich nach. dem Verglähen, be- malt, und wann ſie abgetro>net ſind, glaſirt, T+ Die Kapſeln erfand am Ende des ſechszehnten Jahrhunderts der gelehrte Töpfer Paliſſy; wenigſtens kante man ſie vor ihm in Frankreich nicht. Er nante ſie lanternes de terre, jetzt heiſſen ſie Gazettes. 3+ Die Kapſeln zum Sächſiſchen Porzellan wer- den aus einem feuerbeſigndigen WOR p)0- | We | RM ut [uſherb we ſie 3 ferlangt jaof wu bringt ander| jWthly, Mj je (tant | 4 G NU wih M 1700 Y A|| M hat m JIM bon) | Shy Finny |M. we) E27 KUM | Sp), | 9 09. | UN er Dall | I in zua | zZt terten) lon) 5 ZU5„u A"(fu "' Porzellankunſt. 5. 6. DT Thone gemacht, der bey AEN unweit Meiſſen, gefunden wird. 3, Auf den thüringiſchen ſo genanten Wal[dfabrio fen geſchieht das Veralühen zugleich mit dem Glatbrennen im Porzeilanoſenz nur werden die Kapſeln mit denen Stücken, welche nur ver: glühet werden ſollen, ſo geſtellet, daß ſie we- niger. Hiße erhalten, CS. 6. Zur Glaſur vimt man Quarz, Porzel- lanſcherben und calcivirte GypeLkryſtalle, ſo wie ſie zur Porzellanmaſſe nöthig ſind, doch verlangt die Glaſur mehr Gyps8, Dieſe ſich SEED Miſchung wird ganz fein zerries ben, und in reinem Waſſer verbreitet. Man bringt die Porzellanſtücke ſchnell hinter ein? ander hinein, welche glei) davon, ſo viel.als nöthig, einſaugen, auch Fleich abtro>nen, und erſt hexnac) in Kapſeln geſiellet vbllig aus2 gevrant werden. I, Eine zwar gebrante, aber nicht glaſirte, alſo x rauhe Waare heißt Biſcuit. Dazu müſſen die weiſſeſten Materialien ausgeſucht werden, 2. Zur Glaſur iſt nicht eine ſo gar ſtarke Hiße nöthig, daher auch: der Ofen anders, als der G+. 7- eingerichtet iſt. 3. In Caſſel branen, vermiſcht mit ſchr dunklem Saflor, CG T2, Zur Vergoldung iſt nöthig, daß das Gold vorher ſchr fein zerkleint werde. Die? ſes geſchieht durch das Umälgamaz auch dur< den Niederſchlag aus der Auflöſung in dem ohne Salmiak, gemachten Goldſcheidewaſſer, mit feuerbeſtändigem Alkali, oder mit grizz nem Vitriolz oder auch dur< das Zerreiben des Blattgoldes mit Kandiszucker. Nach dem Einbreanen wird das Gold mit Blaut- ſtein polirt. Aa 4 G+ I3». 376 Zwanzigſter Abſchnitt, | 67 124 Alle Stücke werden mit dem Zeichen der Manafactur verſehy, und genau ſortirt. Dex Ausſchuß wird wohlfeiler verkauft; die ganz misrathenen weiſſen Stücke werden zerſchlas 821, und als Scherben wieder zur Porzellan- maſſe; oder do& zu den Kapſeln(5. 3, 1.)' genommen. XI, Das Chineſiſche und Japaniſche Porzellan iſt in neuern Zeiten ſchlechter geworden, viel- leidt durch die Nachläſſigkeit der Arbeiter und Sicherheit des Abſatzes, oder vielleicht dur< Abgang der Erden, und vornehmlid) der Färbmaterialien 2. Unter den Chineſiſchen Arten kömt ein rothge2 ſprenkeltes Porzellan vor, welches man roth gebiäſenes zu nennen pflegt. Man bläſet die rothe Farbe, durch eine mit feinem Flor ver- 'bundene Röhre, auf das Porzellan, Auch ſchäßt man unter den alten Stücken die grüe nen, und die ſ<)warzen“oder die bleyfarbigen mit einem metalliſchen Glanze, 3. In den ſo genanten Preis:Couranten der Meisniſchen Porzellan: Manufactur werden die Waaren nach der Malerey unterſchieden; z. B. L7eu-Ozier; Lteu-ZBZrandenſtein; Grdinaire Ozier, Ordinair-Brandenſtein; Gowpowſ- Pi:Deſſein; Dulongs Zierrathen; 8 la Rapbael mit Guirlanden und ſpielendenKindern; mit Baus» ern Erfurts Malerey 3 mit Watteauiſchen Fi- guren, u, d. welche Benennungen von den Namen - der Künſtler, von denen die Zeichnungen entlehnt ſind, herrühren, Auch unterſcheidet man ſie nah der Art der Malerey, 3, B. Judianiſche MI ( m Ein Peſcht Dentod) uwe | Shay xd eke UI/rbeiht 0 eleidt (hn m] ffe di 4 gal yfan y ein Sant? 0) 49 ws 1) Päd; j? ey 18 ON) oJ 14:5000 4 ISE lana NU:„AAUIG NE AUD 1 7 den Tum! ] 1 07 NACL | fe Porzelſankunſt, 8. T3+.14« 377 mit ſtaffirten Guirlanden,-mit' Schildern, mit Tiſchgen, mit und ohne Moſaique, Marſeille Zierrathen; ferner noch der Menge der Ma- lerey, 3- B. volle Malerey, dreyviertel Ma- lerey. Ferner; glatt, gerippet; auch nach der Beſchafenheit der Maſſe, in gute Sorten, und Mittelgut; 11, ſs: Ww. 4. In den erſien Ausgaben habe ich Auszüge aus Berliner Prei&verzeichniſſen gegeben, welz- «7 - to LOSaNO RPE 69 Ma">- S5 2 =.= än“+3 Glasmacherkunit. 5. 1 38t in England erſt im Jahre 1673, auf Antrieb des Herzogs von Bukingham, der die erſte Poxrtechaiſe aus Paris nach London brate, verfertigt; aber das feine Glas fing man erſt im Jahre 1683 an, den Benedigern nachzuma- hen. Jetzt find in ganz England überhaupt 14 Glasfabriken. In Portugal ſind die erſten von Engländern unter König Johann V anz? gelegt worden, und Liſjabon hat ihrer jeßt ver- ſchiedene, welche dem Könige viel Geld koſten, und gleichwohl nod) nicht den dritien Theil der Hauptſtadt mit den nörhigen Waaren verſehr können. Das grüne Fenjierglas erhalt Portu- gal allein aus Böhmen Schweden erhieit Jahre 1641 die erſie Glashütte, die aber keiner Bollkfommenhbeit kam, und nur tes arünes Glas in geringer Menge Die zweyte wolte im Jahre 1676 ein v ner Italiener, mit Beyhülfe eines Glasmas < rs aus Bravant und eines teuiſchen Apo thefergeſeäen, anlegen; nachdem er ſeine vor- geblichen Geheimniſſe vergebens in Hannover ausgebothen batte. Aus der Unternehmung dieſes Betrügers, welcyer zu Kaſſel im Ge- fänaniß geſtorben iſt, iſt hernach die noch jet arbeitende? Kongsholmiſche Glashütte entſtan? den.= Die Ziebmaſchine oder der Bley- zug, womit das Bley von den Glajern zur Sinfaſſung der Scheiben zugerichtet wird, iſt eine teutſche Erfindung aus dem ſechs- zehnten Jahrhunderte; vorher bediente man ſich dazu eines Luthobels, 6 Dis DE glagartige Srde, welche die Glas- mader verarbeiten, ſind Sand, Kieſel, Quarz, Bergs 382 Ein und zwanzigſier Abſchnitt. Bergeryſiall, auceu, Die Shinelz iat el ſind Salze und brenbares Weſen. Zu jenen gehört ſo wohl 2 S G das vegetabiliſche als EN feuerbe- ſtändige Alkalis auch unreiner 109D und unreines Korhſals- wenn man beyde“ wohl- feil haben fan, auc Glauberſalz, I, Im kleinen braucht man auc) wohl Borax und einige andere Salzez aber ic) rede nur von dem, was bey gemeinen Glashätten ge- bräuchlich iſt. Hr. Gerbard hat Verſuche angeſieller, Glas ohne Salze zu machen, S«. NONyE DA memoires de Vacad, a Berliag, Annee 1783 2, Wird zu viel Alkali genommen, ſo erhält inan ein Glas, welches an der Luft unſchein- bar wird, und den Säuren nicht' gänzlich widerſteht. 3, Glauberſalz iſt von Hrn. Prof. Gren in Cbemie 1, S: 311. vorgeſchlagen worden, weil es die Kieſelerde in Fluß bringt, ein gu- tes hartes Glas giebt und wohlfeil iſt, G:37 Um die glagahtige Erde mit dem bren- baren Weſen zu miſchen, und durch ſelbiges in Fluß zu bringen, ſekt man Bleykalke hinz zu, welhe von demſelben, noch ſo viel als A thig iſt, enthalten, und ſelbſt beym Berglaſen di wenigſte Farbe verurſachen. Dahis gehör ren Glätte, Bleyweiß, Mennig, Maſſicot u, a. I. HG| Glasmacerkunſt. 8« 3« 383| | y nr ih, 7. Dieſe beyden altgläubigen Paragraphen laſſe ig Cy H ic) aus den vorigen Ausgaben ſtehn, weil mir | Bi]- noch feine"antiphlogiſtiſchy Erklärung, wie | 48,"M biebey der Sauerſtoff die Rolle des Phlogi- 1,7 IE ſions ſviele, vorgekommen iſtz3 ſelbjt mag ic | Wet] Feine verſuchen.=- Wenn Spiesglas vorſich- | 2 KINE tig zum grauen Kalke gebrant' iſt, und das 4 is Feuer alsdann plötzlich verſtärkt wird, ſo fliegt dieſer zu einem hyacinthfarbigen Glaſe; yo aber.wenn er noch weiſſer, d« i. völliger ver- EEN Falkt iſt, ſo iſt er ganz unſchmelzbar. Dieß | war ehemals ein Beweis, daß das nun alt- hüten|);< 8 Ny modige Phlogiſton die Schmelzung und Ver- hem glaſung der ſonſt feuerbeſtändigen Erden be- | 18 49 wärke, 2. Glas, welches mit Bleykalk, zumal mit ei- ) a uk ner gröſſern Menge deſſelben gemacht worden, jÖ 1 iſt ſicht werden ſoll. In ſs England hat Sir. Robert Manſell die Feuee "' 16 by rung mit Steinkohlen gebräuchlich gemacht, 7) Win 4 worüber er von König JakIb 1 ein ausſchlieſ» > ſendes Recht erhielt. Jetzt braucht man bey d 100 dem&tintglaſe nichts als Steinkohlen; man 4 adh hat aber Häfen", die beſtändig mit einem Dkk- 4 31800 kel verſehn ſindo Man verſichert, daß. die D.., Cnzländer au“) ihre Spiegeltafeln. beym IE Zu Steinkohlenfeuer gieſſen, welches den-Franz» 77 EM R zoſfen nicht hat glücken wollen, mi Ev: HB 3: 4 2, Torf ward auf der Glashütte im Byremie 4„Din! ſchen zu Fahrenberg, 3 Meile von Bremer? | Sich)! vörde gebraucht. Sie ward für Rechnung 4 Witt! der Kammer getrieben, iſt aber im Jahre | Sh T781 cingegangen, nach einem Verluſt von ' Z oitelöh! 400200 Thalern, "0 Dbbh | Sf EE " Bb C. 6. 386 Bin und Jwanzigſier Abſchnitt. ße 6. Zum gemeinen grünen oder ſchwarzen Glaſe iſt die wohlfeilſte gla8achtige Erde, wenn ſie nur nicht gar zu ſehr verunreivigt iſt, und gemeine Holzaſche, gut genug. So gar die von Seifenſiedern und Bleichern ausgelaugte Aſche, iſt nicht ganz unbran» bar. S7 Dieſes Gemeng, der Einſarz, oder dle Frie? dem Calciniren mit groſſen Krücken gerührt, und alsdann in die aus feuerfeſtem Thove ge- machten, und in den Schmelzofen geſeßten, Häs fen getragen. Wenn die Maſe gänzlich gefloſs- ſen iſt, wird mit einem Schaumlöffel die Gläsgalle abgenommen. 1. Das Calciniren geſchieht, um das Alkali von der Kohlenſäure zu befreyen, als welche beym Schmelzen ein Aufwailen,/ und dem Glaſe Blaſen verurſachen würde. Beym weiſſen Glaſe dient das langſame Ausglühen aum dazu, um das gröbere brenbäre Weſen zu verjagen und zu zerſtöhren, als welches der weiſſen Farbe und der Durchſichtigkeit ſchaden würde. 2. Der Calcinirofen, Glühbofen,-Aſchene- öfen, gleicht einem Backofen, und hat ein Mundlo<, welches unmittelbar auf ſeinem Heerd ſteht, Er ſtößt gemeiniglicm) an den Schmelze te, wird in einem beſondern Ofen calclyirt, unter R.| (Ort,| | 30(dv 3 NM v ;€"my | Ben| | 1 Vik v 4 4 ht m|]:N 0," * iv le ey (9) vf) 4 Med (9 H uv 1 194 wn) vy NEN NORD | Wil ſt! "y daß vy 468s Wii! 1 DK, 1 "9 dt,! | xe Zu 4) LE nbi? 4 aß" 'Y ms 84] W | 1 Frh) 5 CN) Wt | xS und) yy 148: auf .| 14 an EEN 5 er Glasmächerkunft. 6. 7. 8. 387? Schmelzofen, und empfängt aus dieſem, durch die Oefnung der gemeinſchaftlichen Wand, einen Theil ſeiner Hilze« 3: Die Häfen ba>en ſich die Glasmacher ges meiniglich ſelbſt, und zwar in dem Calcinir- ofen; doch bey ſehr grofſen Anſtalten hat man aud) dazu einen eigenen Oſen« 4. Zur Verbeſſerung des Glajes dient es, daß man das zum erſtenmal geſchmolzene. Glas in Waſſer ſhüttet oder ſchreFet, und es als- dann wieder in, die Häfen trägt. 5, Glasgalle, Axungia vitri, oder nach einer irrigen Veberſelzung der teutſchen Benen- nung, Fel'vitri, iſt eine falzige Subſianz; die aus[oTht 1. Salzen“, welche jich entweder nicht verglaſen können, oder doch nicht zum VBerglajen gekommen ſind, und aus etwas bey- gemiſchter Erde beſieht.| VWGemeiniglich ſind die vornehmſten Beſtandtheile Alkali und Ko» ſalz, zuweilen findet fich auc Glaubeviſches Salz darin. Sie iſt von verſchiedenen Hüt- ten, und von verſchiedenen Gläſern nicht einer- ley, Sie dient zum Schmelzen,"weil ſie eis nen ſtarken Grad"des Feuers annimt, und weil ſie Körper ſc derlich) iſt. Nah der antiphlogiſtiſchen Che- mie iſt der Braunſtein das mit dem Sauer ſtoffe geſätigte Metall, und macht, ſo lange es damit geſätigt iſt, das Glas mehr oder we- niger violet» Wird„ihm ein Theil des Sauer- ſioffes entzogen, ſo wird er weiß. Enthält nun das Glas viel Kohlenſtoff, ſo nimt dies ſes dem zugeſetzten Braunſtein, Sauerſtoff, macht ihn farbenlos, und, dur< die BVereinis guyg des Kohlenſtoffes mit dem Sauerſioſſe, wird auc<) dem Glaſe die ſchmatkige Farbe Bb 3 genome? 390 Kin und zwanzigſter Abſchnitt. genommen, welche es vorher von Kohlenſoffe hatte.== Sondervar, daß nach der phlogiſti- ſchen Hypotheſe, das Phlogiſton den Braun- „ſtein farvenlos macht, welches ſonſt Farben verurfat werden, wurden ehewals allein in England gemacht; ſeit einigen Jahren aber verfertigt man ſie auch in Paris, Böhmen und Teutſchland. Es iſt eine Arbeit der Weiber, welche dieſe Gläe ſer mit einem glühenden Eiſen aus gläſernen Kugeln oder Halbkugeln ſchneiden, und alss dann mit einer ſtumpfen Schere die ſpikigen CE Xen wegnehmen. 7. In England verfertigt man gläſerne Ballo- nen faſt von der Gröſſe eines Oxhofts, die zur Bereitung des Vitrioldbls gebraucht wer? den. Man bläſet eine groſſe Menge Glas? maſſe am Blaſerohr, wie gewöhnlich, aufsz alsdann bläſet man almälig ungefähr einige Loth Waſſer durch das Rohr, welches in Dam- pfe aufgeldſet wird, die das Glas ſchnell zum größten Umfange ausdehnen, 392 Ein und zwanzigſter Abſchnitt, G,:4 4%. Damit die Gläſer durc< eine ſchnelle Ers kältung nicht zerſpringen, werden ſie in den Küblofen gebracht, deſſen Hitze geringer ſeyn muß, als die, welche, das Glas zu ſchmelzen, nöthig iſt, Auf den weiſſen Hätten füllet man groſſe Töpfe oder Kapſeln aus feuerfeſtem Shone mit der noch heiſſen Waavye, die man nach einigen Stunden aus dem Kählofen nimt, zude>t und langſam erkalten 18gt. I, Der Kühlofen gleicht völlig dem 8. 7, bes ſchriebenen Calcinirofen, und nicht ſelten dient einer zu beyden Abüthten. Auf einigen grüs nen Hütten iſt er auch über dem Schmelzofen angelegt. 2. Die Nothwendigkeit der allmäligen Abkühs« lung erkennet man aus den kleinen Bolog- neſer Slaſchen und den Glaströpfchen, die man auc; Springkolben nennet. Die letz: ten, lacr'mae vitreae, vitrum ſtillaticium, brachte Prinz Ruprecht im Jahre 166t aus Teutſchland nach England. S. Beyträge zur Geſchichte der Erfindungen 1V S, 420. Ste gerathen aus weiſſem Glaſe nicht ſo leicht, als aus grünem; aber falſch iſt es do<, wenn man ſazt, ſie könten aus jenem gar nicht verz fertigt werden. Jh habe grüne und weiſſe. Die erſten ppialae vbononienlſes waren einigen Glasmäachern läng& bekant, aber erſt ums Jahr 1740 find ſie von Paul Baptiſta Bals bus den Naturforſchern bekant gemacht, und Delvgneſer Flaſchen genant worden. G 12 Aul au Fenſ perſer Cuten' his fie geöfnt, feln a felgloſe dam Er (2 ilt 13 Sn ) 5" ſt en" + 1-1 UN'" | 20[mb nl ") 9 file Nw 1) VE Feet < m die " 4 in vin jj 5 4 Min n die! 4 dED gr vy 0Sfofe | 7 RK EINEN 4 48f0m, 1] mem Z| 4 anta (EE ABOUT 1 eytront) 197: m 0 690 4 1 Mec, 1 |[7 AUG | m vw | Bim | t 45 u | AS ztiſa 5 |) Sim! tO: Glasmacerkunft. 5. 12« 393 C7122 Auch das Tafelglas, welches vornehmlich zu Fenſterſcheiben dient, wird geblaſen. Man verfertigt zuerſt hoyle Walzen, welche man Tuten nennet, verwahret ſolofen wird er nach dem Erkalten ausgenommen. I. Auch dieſer Ofen gleicht einem Kühlofen, nur daß er einen vorzüglich glatten Boden haben muß. Auf den grünen Hätten pflegt er neben dem Kühlofen zu ſtehn, und aus dieſem jeing Hikze zu empfangen, 2. Die hiebey ndthigen Arbeiter ſind: der Anfäns ger, der Vorbläſer, der Schwenker, der Fer2 tigmacher, der Kanzelſieiger, der Strecker und einige Nebenarbeiter. 3. In Jtalien, Frankreich und England wird auch- Tafeiglas, welches man Rronenglas zu nen? nen pflegt, zu groſſen runden Scheiben, oft von einigen Schuhen im Durchmeſſer, geblaſen. Man breitet die M enge Glas dadurch ſo weit aus, daß die noF zähen Scheiben ſchnell im Kreiſe herumgeſchwenket, und zuweilen in eine mit u hender Aſche angefällete Grube gehalten werden. Der Mittelpunkt, woſie an der Pfeifs fe befeſtigt geweſen ſind, iſt dicker, convex, und wird die Galle(Blaſe) genan", Dieſes Stck ſchneiden die Glaſer heraus, um es in Laternen zu ſetzen. Dieſes Glas, was zegtt nicht mehr zu uns kömt, wird in Körben, de- Bb 5 ren 394 Ein und zwanzigſter Abſchnitt. ren jeder zwölf bis vier und zwanzig Räder vder Scheiber, enthält, verkauft. Die Franzos ſen ſagen, Philippe de Caqueray, ecuyer, ſieur de ſaint Immes, habe ums Jahr 1330 dieſe Arbeit erfunden, welche ſie plats de verre en boudine nennen, 4+ Man macht in England bläuliches und gelbliches Kronenglas, und giebt erſterm die Farbe durch Kobslt, leßzterm durc) Gyps. Die bläulichen Scheiben werden zu den Elektriſirmaſchinen gez braucht, Seit 1774 verfertigt man auh zu Schwarzenfels im Heſſiſchen ein bläuliches Kronenglas. Eine Scheibe, die anderthalb Schuh im Durchmeſſer hat, koſiet jeßt acht Thaler nach dem Conventions-Fuß, Inzwiſchen ba- ben dieſe Scheiben den Fehler, daß ſie leicht ſpringen, welcher wohl von der ſchlerhaften „Einrichtung des Kühloſens herrühret. 9. 124 Um Glas zu färben, und ſonderlich Glas- flüſſe zu machen, welche eine Nachamung der Sdelſteine ſind, ſeßt man metalliſche Kalke hinzu. Die Slüſſe müſſen ſo hart, durchſichtig und glän- zendals möglich ſeyn, eine lebhafte, dur ſind; man rühmt fich aber, auch Tafeln 17 Schuh lang liefern zu können, Inu England, wo die erſte Spiegels gieſſerey im Jahre 1773 in Lancashire ange? legt worden, hat man bisher noch keine gröſ- ſer? Spiegel gemacht," als ſechzig Zoll lang, und zwey und vierzig 2oll breit; und die Ein» fuhr der franzöſiſchen Spiegel ſteigt, ungeach2 tet hundert von hundert Zoll gegeben werden muß, jährlich auf 100,000 Pfund Sterling. Zu St. Zidefenſe, wo die Spiegelgieſſerey 1728 errichtet iſi, werden jeßt Spiegel gemacht, weiche 162 Zoll Span. lang, 93 Zoll breit, und 1 Zoll dick ſind, Tarrugg giebt die grd8- ten von 145 Zoll Höhe und 85 Zoll Breite, und das Gewicht einer ſolkig, hat in der Mitte den Heerd mie einem Roft, und an jeder Seite deſſelben eine erhabene Bank, worauf die Häfen geſtellet werden. F. M6: Die Häfen ſind parallelepipedaliſ<, aus feuerfeſtem Thone gemaht. Jeder enthält die zu einer Glastafel erforderlihe Fritte, welche eben diejenige iſt, die zum ſhöuſten Cryſtallglaſe genommen wird« Sie muß vor? joſh( age im d du€ 13000 Pj vonder auf einm verſehn jm) ſene Pm, Gerwig ptteumgr nd eiſen, Opiiaſel j, Jey auf dven 4 un) auf de wo Ww (potence), Ueber Miſſe w Vile, v Spieteltzieſſerey. 8. 4+ 5+ 6+ 403 vorſichtig calcinixrt, pulveriſirt, geſiebt und lange im Fluſſe erhalten werden, CF; 0> Der Gus geſchicht auf einer oft mehr als 15000 Pfund ſchweren di>en kupfernen Platte 1. von der Gröſſe der größten Glastafel. Sie runhet Muy auf einem Tiſchgeſtell, deſſen Füſſe mit Rollen Yw verſehn ſind. Unter ihr iſt eine beweglice els u“, ſernePlatte, worauf glühende Kohlen zu ihrer Erwärmung unterhalten werden. Auf der Sieß- wen- Pplatteutngränzet man, mit erwärmten metalle 1.98" men Leiſten, den Raum, welchen die künftige Eu Glagitafel einnehmen ſoll. 18 viv 1. Die in Braunſchweig für die Fabrike zum grünen Plan gegoſſene Tafel, ſoli 9 Fuß lang, 7 Fuß breit und 33 3091] diä ſeyn, und gegen 40090 Thal, koſten. ]| 2.5 y iv Der wit der Fritte angefällete Hafen ' wird, mit Brecheiſen, Haken und Zangen, auf einen zweyräderigen Rollwagen gebracht, und auf demſelben zum Gießiiſche gefahren, wo er, durg Hülfe eines Rranichzugs (potence), zum Ausgieſſen aufgehoben wird. / vel), 06. Dw 1 S Ueber die auf der Platte ausgegoſſene |(4 Maße wird eine ſtarke erwärmte metallene |; Ei! Walze, vermittelſt ihrer Kurbeln, gevollet, die Cc 2 am 404 Zwey und zwanzigſter Abſchnitt. aim Ende der Tafel auf einen eiſernen Bo falt, indem ſich der Ueberſchuß der Glasmaſ- ſe praſſelnd in ein mit, Waſſer gefülletes Glas ſtäürzet. I, Die Walze wird im Ofen erwärmt, und. mit einem Rollwagen, der hinten ein Paar Haken hat, fortgebracht, 4. T*+ Die gegoſſene Tafel wird mit Hebſtan» gen in den nahen Kühlofen geſchoben, der dem Schmelzofen gleicht, deſſen Bänke aber ſo breit ſind, daß die Tafein darauf völiig liegen können- Die unter dem Augsleeren etwas abgekühlten Häfen iverden, in dem bacl- ofenförmigen Temperirofen, wieder ſo ſtart erhißt, daß ſie mit neuer Fritte gefället, oh ne Gefahr, wieder in. den Schmelzofen ges bracht werden Fönnen. 4. Man zießt viele Tafeln hinter einander. Gemeiniglich können auf jeder Bank des Sc e( Stüce, die 5 Fuß lang, 1x Z9l1l breit und faſt|"71 eben ſo di> ſind, gegoſſen. Dieſe werden un- ter einem gewöhnlichen Zainhammer, den ein Waſſerrad hebt, erſt in Länge, hernad) in Breite getrieben. Zuleßt werden viele, oft Mehr als hundert Bleche über einander gelegt, Mit einer Zwinge zuſammen gehalten, und un-? *- e e. y( ter einem glatten Hammer ſo dünne als nötbig 3 iſt, geſchlagen,[Hr, Bergrath C, Ww, I, hel Gatterer,] ation, at) 9. I.;| DZ Eine volſiändige Beſchreibung der Syies DET gelgleſſerey mit allen jeßt gebräuchlichen Ein- di Yxichtungen, fehlet noc 3 jedoch verdienen fols bi gende Bücher hier empfohlen zu werden,| | Evcyclopedie, Planches vol. 3. Manufaßure| des glaces. vol. 7. Mirvitier. N Dartwigs Handwerke und Künſte, X. S,. 310, von Juſti Abhandlung von Manufacturen und; Fabriken, 11 S, 465. 3% Drey und zwanzigſter Abſchnitt, Teerxrſ<-weltereh GEE SS Deer iſte das aus einigen harzigen Nadel- hölzern, durch eine niedergehende De- filllation, erhaltene, empyrenmatiſche, mit Harz und Gummi vermiſchte zähe Dehl. 1, Die Nadelhölzer, von denen dieſe und meh2 xe ähnliche Producte vorzüglich erhalten wer- den, ſind: die Tanne, Pinus picea, Grundſätze der teutſch. Landwirthſc<. 3. 279+ Kerner vkonom. Pflanzen, Tab. 327+ die Riefer, Suhre, Pinus ſilveſtris. Zer: ner Tab, 472» die Sichte, Pinus abies. Rerner Tab. 468. 2, Das beygemiſchte Gummi iſt die Urſache, warum das Teer, womit Holzwerk überzogen worden, ſich almaälig verliert, indem das Waſſer den gummtartigen Antheil auflöſet und wegſpühlet. Dieſer iſt es auch, welcher das Pic:, womit man Biertonnen zuweilen aus- gießt, im Biere aufldslic) macht, Ec 5 CG,-2. 4192 Drey und zwanziäſter Abſchnitt, gs 3 YV* 4“> Zum Teerſchwelten dient das Harz, wel- e, Rienſtöcke, Rienſtu- Fen; Kienſtubben, und die Wurzeln abge» hauener Bäume. 8. Z- Das Harz wird in kupferne Keſſel gethan, welhe in viereckige Defen eingeſeßt, mit Deckeln verſehn ſmd, und in ihrem Boden ein Loc< haben, unter welchem im Ofen eine Rinne angebracht iſt, durch die das bey gelin« | denn Feuer auströpfelnde Teer, in vorgeſeßte Gefäſſe geleiſtet, und hernach meiſtens zu weiſs ſem oder röthlißem Piche eingekocht wird. 1. An einigen Orten läßt man das Harz miß etwas Waſſer im Keſſel zergehn, gießt es in einen Filtrirſack, und preſſet es aus« Auf ſolche Weiſe wird das Burgundiſche Pic gemacht. NEHMENS SES SEHEENSNN Zet anten Rapps gema dun ei Jüter Der NU tenen 59 nige un| u q hd),! bin| vv auh 0 Wwodury Mart: nen enige werden eit, 0; SG. 4 411 Ceerſchwelereyp. 2. Beym Einkochen gieſſen einige etwas Eſſig hinzu, wodurch das Pic) härter und tro>s: ner wird. JET AT Dev aus Steinen aufgemauerte Teerofen iſt unten walzenförmig, und hzat oben eine gewölbte Kappe. Der Boden iſt entweder aus Steinen gemauert, in der Mitte vertieft mit einer Rinne, wodurc< das Teer zur Seite abläuft, oder er hat einen eiſerpven Roſt und darunter einen eiſernen im Boden durc laufen- Aus dieſem erhält man durc) die Deſtillation den gemeinen Cerpentingeitt, ſpirit. tereb.-- Die Lerche, Pinus larixs» liefert denjenigen Ter- | erh | mn! | hn | gebrod oder mal! nediz land| Piſtal fißatl tii Or NE 5 dis | im, if jwmh? feieben wan| | undſ ff, pus 6,11 | Zum Klenheh, koche 1; geblieben det dieſs langer| gerlay ve der! Über ſchiitt 0! | | ; 1 1 D+ bn v T 100?, ' ay Teerſchwelerey. F- 6- 7+- 475 Terpentin, welcher bey uns unter dem Na- men des Venedigſchen verkauft wird, weil ihn die Venediger zuerſt in den Handel gebracht haben. Ader der ächte Cypriſche vder Griechiſche Terpentin, welcher ehe- mals der Venetianiſche hieß, weil er über Ves nedig zu uns kam, der aber jezt in Teutſch- land ſelten it, wird vom Terpentinbaum, Piſtacia zerebinthus, erhalten. Bey der De- ſtigation des Terpentindhls und des Tervpen- tingeiſtes, bleibt in der Blaſe das verdickte Harz, welches Geigenharz3, Colophonium, heißt, zurüc. 5, Die Kunſt Teer zu ſchwelen und Pich zu ſie- den, iſt ſehr alt. Plinius beſchreibt ſie faſt eben ſo, wie ſie noch in vielen Gegenden ges trieben wird, faſt wie S 4. 1. Bud) wuſie man ſchon damals, daß Tſjig das Pich ſteifer und feſier macht. Die Macedonier ſchweiceten faſt, wie die Schweben, in Gruben, wie man aus Cheophraſt Hiſtor. plant» B. 9. C, 3+ S. 172, nach Heinſiius5 Ausgabe, weis. G+ a 7 0 Zum Bienrußſchwelen brau =d “> en eV . [6 X. Die größte Menge Kienruß wird in Thürin- gen gebya ut,- wovon, ganze Schiſsladungen über Bremen nac Holland, und über Ham? bourg na< England gehn. Allein durc an 1099er jind in drey Sommermonathen auf d Ichje 306 Sentner gegangen und daſelbſt 5 zollet wordens.. Won den ſo genauten SIAM Dereu 109 Stück 1 Thlr. bis 2x Thlr. koſten, hält jedes Ne nur 23 Loth Rußz von.denen, Deren Hundert IL bis. 13 Thlr, kojten, hat jedes nr 3 Quent Duenter, daß der Kienruß im Preiſe ſteigt, und oft mit Sand betrieglich vermiſcht wird. Der Zentner von dem, womit dieſe Bogen gedruckt werden, iſt mit der Fracht mit 142 Thalern bezahlt worden, R. Ul Hieher gehören vornehmlich folgende Büder. TraQatus de arboribus coniferis-& pice confi- cienda aliisque ex Illis arboribus provevien- tibus, opera Joh, Conradi Axtü, Jevae 1679. 6 Bogen in 12. Schrebers neue Samlung. I1V S,. 760. v« SunF Beſchreibung der Theer- und» Kohlen? dfen. S. 820 Tienander(Ivvelius) von Zubereitung des Theers in Oſibotnien. Abhandlungen der Schwediſchen Akadem. XVI Seite 95 von Harz und deſſen Zuberei- tung. Duhamel von Bäumen, Stauden und Sträu- nete Holz aus Waſſerſtoff /- Kohlenz ſtoff, Potuſche und Erde, Bey dem Verkohz- Ien müjſen diejenigen Theile des Holzes, welz he bey dem Verbreynen infreyer Luft, Rauch, Rü: und Fiamme geben würden, ausgeſchie- ben werden, zedod) ohn“ d-8 Holz zu Aſche werden zu laſſen. Ließ'geſchteht„ indem nicht mehr Luft, als nur zur ſiarken Erhitzung und zum Glimmen oder Glühen ndihig iſt, zuge? laſſen, und das Feuer“ſo bald jene Theile ausgeſchieden ſind, erſtickt wird. Beym Ber- Fohlen verbinder ſich der Waſſerſtoff mit dem Sauerſtoſſf der Utmoſphäre ,/'und ſo entſteht zum Theil daszenige Wäſſer, was Kohlenſaft GS. IL, 3. genänt wird?" Ich ſage zum Theil; denn das aus den Meilekn auslaufende Waſſer Dd 3 iſi 422 Vier und zwanziäſter Abſchnitt. iſt gewiß größtentheils dasjenige, welches ſich noch in den Zwiſchenräumen des Holzes, ohne eigentlich ein Beſtandtheil deſſelben zu ſeyn, aufgehalten. haite. So beſteht denn die friſch gebrante Kohle noch aus Kohlenſtoff, Alkali Potaſche) und Erde; wird ſie aber der freyen Luft lang genug ausgeſe3t, ſo nimt ſie aus dieſer Waſſer in ſich.- Wird dann eine. ſolche Kohle angezündet, ſo wird nicht nar dieſes Waſſer ausgetrieben, ſondern es verbindet ſich auch der Sauerſtoff der Utmoſphäre mit dem Kohlenſtoff, undſo entſieht kohlengeſäuertes Gas, wobey der Sauerſtoſſ oder die ſo ge- nante Lebensluft vermindert wird. Demnach wird in einem eingeſchloſſenen Raume die at- moſphariſche Luft nicht allein durch den Ver- lüſt des Sauerſtoffes, ſondern aud) durch die entſiandene“ ungeniesbare Luft dergeſtalt ver- Fchlimmert, daß Thiere nicht darin. leven kön- nen. Deswegen ſagen die Köhler am Harze, welche ſich vor keinem Gifte mehr als vor Ar- ſenik fürchten, die Kohlen geben! einen arſeni- ſen Dampf. Yber auch die gemeinere Vorſtellung vom-Kohlendampfſe iſt ebenfals uns ; richtig, Irrig meint man, gut ausgeglühbete Kohlen ſeyn unſcen gefüllet iſt, ſchon eine Zeit- lang geglühet: oder gebrant haben, ſo ſchäden fie nur deswegen waniger, weil ſchon der größ« „Te Theil. derſelben. verbrant iſt, und nar no wenige, welche brennen und ſchaden können, Übrig ſind 3; das heißt: weniger ſchadet weniger. 2. Die vornehmſtea Eigenſchaften der Holzkohlen ſind: 1x) in einem völlig verſchloſſenen Nau- me ſind ſie mehr als irgend ein anderer Körper upveränderlic) und feuerbeſtändig. 2) Sie verbreunen beym Zutritte der freyen Luft, oh- ne .." *. EE =- ) val 08 ENEN) 1 1 ZU - = m my Ti 8 Pogeſiun Edie 14 10 Dem) 1 AM Died) 3,4 08 ven In "| | | Grandi? 7 |„Sis! " Rohlenbrennerep.: FG. I 423 ne Rauch und Ruß und mit wenigem Lichte. 3) Sie verfaulen ungemein langſam, oder viels leicht gar nicht. 4) Sie geben eine mehr gleich» mäſſige und auch ſtärkere Hie, als Holz von gleichem Gewichte, und zwar, bey einem ſtar? fen Luftzuge, auch in einem engen Raume, wo Holz nicht brennen kan. 5) Holz bricht am leichteſten nach der Richtyng der Faſern, aber Kohlen brechen nach jeder Richtung gleich leicht, und ſcheinen ein mehr homogeniſcher Körper geworden zu ſeyn. 6) Gut gebrante Kohlen geben einen Klang.== Diir iſt noh keine anti- phlogiſtiſche Chemie bekant, welche volſiän- dig erklärt, wie das Holz, durch den Verluſt des Waſſerſtoffes, alle dieſe Eigenſchaften er» hält, welche es vor dem Verkohlen nicht hatz aber freylic) erklärt auch die phlogiſtiſche Hy- potheſe dieſes nicht hinlängli) durc) die Aus- ſcheidung der dhlichten und wäſſerichten Thei- le.--=- In carbonibus vonne miranda. eft, & tanta inficwitas, vt iCtu levillimo fran gantur, prefiu facillimo conterantur;&e tanta frmitas, ve Dyllo huwore corrumpantur-, oulla zetate vincantur ,. vsque adeo yt eos ſübfter- nere ſoleagt,. qui limites Agunt, ad conyin- cendum ditigatorem, guisquis poſt quantali- bet tempora extiterit, Axumque lapidem li- mitem 1noy eile contenderit? Quis eos in terra humida infoſlos, vbi ligna putreſcerent, tam diu durare incorruptibiliter poſſe, niſt rerum ille corryptor ignis effecit? Auguſtin, de civitate Dei XXI, 4. p- 61% 3. Schon Theophraſt hat die Kunſt zu verkoh- len faſt eben ſo beſchrieben, als ſie jeßt ge- ſchieht; auch hat er ſenen und ffürmigen Wittexrang« Cs geſchieht ent? weder in fichenden, oder liegenden Teilern, oder in Sruben;: e. 5 [| WM! x die, ſtreich wwf, drwi3y ſelben in 1,06 M M abe fun den den Rohlenbrennerey«. /Sr.5. 0+ 425 G+. 55 ' Za. den ſtehenden, in Teatſchland ges be&uchlicßen. Teilern, wählet.man eineu Bo3 den„“welcher aus einer Wormiſchung von Thon und Gartenerde beſiehtz and auf demſelben einen horizoutalen geräumigen Plaß, weicher der Ueberſchwemmung nicht ausgeſcht, und vom KRoblengehane nicht zu-weit entfernt iſt, Wo man einen fechten Boden nehmey “mus, da bohlet man die Zoblenſtätte« 1. Der vortheilhafteſte Platz iſt der, welcher ſchon ehemals zur Kohlenſkätte gedient hat. Die vorzüglichſie Erdart iſt die, welche bey Wallerius Syſtewa mineral. 1 p- 5S7- Ar- gitla glareoſa arenacea; bey Linne S,: 294» 16 Argilla grandaeua, heißt, G+ 6. Um ben Grand des Meilers zuzurichten, oder die Kohlenſtätte gufzumachen und aus- zuſtreichen, richtet man, wo dey Mittel- vunkt, oder Quandel ſeyn ſoll, zwey Quan delpfshle auf, und ordnet die Erde um den? ſelben in Geſtalt eines ftachen Kegels. 1+ E38 iſt gewöhnlich, den Mittelpynkt, wo die Huandelſtange eingeſte&t wird, um einige Zoll über den Umriß des Kreiſes zu erhöhen z aber ich meyne aus Gründen und Beobad)2 tungen zu wiſſen, daß es vortheilhafter ſey den Mittelpunkt um einige Zoll tiefer, als den äuſſern Rand der Koylenſtätte zu ma? “S rd d 5 et. 426 Vier und zwanzigſter Abſchnitt, Hen. Denn das Anzünden des Meilers mag von unten oder oben geſchehn, ſo geſchieht es do< allemal am Grunde der Duandelſtange, und wenn alſo auch das Holz, was dem Um- riſſe der Kohlenſtätte am nächſten iſt, gehdrig verkfohlet werden ſoll, ſo muß, bey der gemeinen Einrichtung, das Feuer unterwärts gezogen vder geleitet werden; eine Sache, die freylich geübte Köhler zu bewürken verſtehn, die aber allemal '* mehr Geſchi>lichfeit und Aufmerkſamkeit verlan- get, als wenn man dem Feuer ſeinen natürli- hen Lauf nach oben zu, erlauben darf, Die Erfahrung zeiget auch, daß eben daher die vie- len Brände entTehn, Vertieft mau hingegen, nach meinem Rathe, den Quandel, ſo ver- breitet ſich die daſelbſt angelegte Slut, faſt von fich ſelbſt, nach oben ſo wohl, als durch den ganzen Fuß des Meilers. Die Beſorgniß, daß jich das Waſſer zu ſehr in dem vertieften Quandel ſammeln möge, iſt ohne Grund, wenn der Boden mit der Vorſicht, welche als? lemal nbthig iſt, gewählet worden; und auch Deswegen, weil ohnehin'die Verkohlung um den Ouandelpfahl nur gar zu leicht geſchieht, und au ſchon geſchehen iſt, ehr als ſich da- ſelbjt Waſſer ſammeln kan, Ich habe dieſes bereits in meinen Anmerkungen über die Ver- kohlung des Holzes, in den Zemerkungen ver Churpfälziſct, und aim Fuſſe mit Rüſten, Rüſthölzern, Fußſheiten, Untermäne nernz Wechſeltlözen und Rüſtgabeln umſeßt. 8. 9+ Das Anzünden geſchieht von unten da- durch, daß man leiht Feuer fangende Max- terialien, angezündet, mit der Züundſtange, Steckruthe, dur< das Zündloch an die zwi- ſchen den Quandelpfählen gelegte Reiſer und Spähs» 428 Vier und zwanzigſter Abſchnitt, ESpähne brinc 4 gt, und ſolc[4 FN N ie de die Ocheite ſrellet,' Man 5 fe en und e'nige Brände hinein, und v zuleßt die Defnung«' 84 CG. Ir Die Vegi De DEN Hharung des Feuers.cin dem ratz eiler, geſchieht durch allmälige Wenſflung AE mit Erde, Geſtübe Stubbe;/ durch. Einſtekung der. R6 j ww j5 1 Biu PI8Be,„durch das 1704 SEIEN Beenfoblen, StukenFobhlen,'aus Klößen, welche in beſondern Meilern verkohlt werden, 2. Auf dem Harze hält ein 7gaß Kohlen 8 Braunſchweig. Himten, deren einer 17202 Braunſchw. Kubikzoll iſt; eine Karre hält 30 Maaß; ein&uder hält 15 Maaß. Bey den Hütten rechner man zwar auch ſo, aber wegen des Abgangs, den die Kohlen beym Berfahren leiden, wird daſelbſt eine Karre nur zu 92 Maaß, und ein Fuder nur zu 14 Maaß gerechnet, und das r5te M. wird als gar nicht geliefert abgeſeßt. Die Körbe, wo? rin die Kohlen verfahren werden, ſind nach dieſem Maaſſe eingerichtet, daber man darnach die Menge der gelieferten Kohlen wiſſen kan. 3. Die Angaben der Menge Kohlen, welche eine gewiſſe Menge Holz liefern muß, ſind ſehr verſchieden, und können and), wegen der man- migfaltigen Veränderlichkeir der Umſtände, nicht allgemein ſeyn. Ein Probebrennen giebt eben ſo wenig eine ſichere Rechnung, als ein Probebacen eine ſicmere Bsertaxe giebt. CG: IM | Rohl Das beſten auf und. vort! ws M ſchlage Dahn 1 Gar| 770 NI y dei welhe in garjen€ legt) det wied; da Gelte ſz welhe dl! ſenthect el Yet Bede x Wale drin G 1, wild ni, fen Chyt 310, glich gefül Vor) | | Mies Köblenbrennerey«- S+ 14+ 15. 43! | U., EI G. 146 EF vis Das Verfahren der Kohlen geſchieht am |,M 7 beſten auf Karren in Körben, Die ſicherſien 14 WW und vortheilhafteftien Magazine ſind ſchmale, al aus Pfählen und Brettern zuſammen ge- | Die ſchlagene Schoppen, mit einem waſſerdichten 2,7, Dacke«. ED 1. Gar friſche Kohlen ſind zu tro>en und ver- ni brennen zu ſchnell, Das Alter allein ver: | MI, mindert ihre Güte nimt. „ EMO 7 1 M G:= Ee 03 4 M flieg Zu den liegenden Meilern(b. 4-)- "4, ie welHe in Sweden übli< ſind, werden die 14 Ww ganzen Stämme„parallel über einander gr- ' M7 legt, dergeſtalt, daß die Kohlenaſfiäite viereckig "M wird, das Da< des Meilers nac der einen wd) y Seite ſchräge abfält, und die Seitenwände, 4 48.107 welche die Enden der Hölzer ausmachen, mit a ſenkrecht eingeſeßten Pfählen vermacht werder. | 8: Die Bede&ung geſchieht auf die gewöhnli- ] rt ſich zu allen Pflanzen, giebt mehre und beſſere Aſche, und verhütet Feuergefahr. x. Es erfordert keine groſſe Kunſt, auch feinen Aufwand, einen ſolchen Ofen, der allenſals nur drey Wände haben mag; zu erbauen. Giebt man ihm einen eiſernen Roſt, ſo kan man in ununterbrochenem Feuer viel Holz einäſchern. 2, Im langſamen Feuer, alſo von feuchtem Hol 32, erhält man die meiſte Aſche- Sehr fri? ſches Holz taugt nicht- noch weniger ein-ſehr verinodertes. Vielleicht wäre noG“ wohl gar Vortheil dabey, wenn man erſt das Holz vers kohlte, und die Kohlen mit Aſche bedet, alls mälig zu Aſche werden lieſſe CN: Die Aſche der witländiſhen Pflanzen enky Hält das feuerbeſtäntige vegetabiliſche faugens ſalz, deſſen Auslaugung und Reinigung die Beſchäftigung der Poraſcheſieder iſi. Ihre Hütte beſteht aus der Siederey, der Aſchkams mer und dem Kalcinirofen- Die Geräte ſiud die Aeſcher, oder Gefäſſe zum Auslaugen, die Sämpfe, worin die Lange geſammelt wird, Keſſel, Pfannen, Schaufeln, Krücken 8. d. Ee 2 S. 4+ 008.' 436 Sünf und zwanzigſter Abſchnitt. VERW zak Jaren? Die Aſche wird erſt in den Zeſchern mit Amy! kaltem Waſſer eingeweicht, hernach. mit heiſſem ſn der Waſſer'oder. warmer vauge auSsgelaugt. Die vs genügſam geſätigte fauge wird..in'kupferven| jeven oder eiſernen, Keſſeln, oder vortheilhafter in| ſehs: Pfanven, bey näſſigem/ und zuleßt verſiärfs| hed tem Feuer, hart gejotten.| Yord! 1: Nicht alles Holz giebt gleich viel Aſche, nicht Anten zede Aſche gieich viel Salz Das meiſie ers uy halt mau von Hainbüchen, Carpmas betulus. j Mpalge Büchen oder Rothbüchen, Fags filvatica,|: Ellern, Birken, Weiden, Ahorn, Eſchen, Rü-| 1,9 ſiein, U!imus canpeftris, und Hollunder« EG Yuch Kräuter, Mooſe, liices, unb Laub ge- vo ben Alkali, do9 meiſtens nur wenig. Über" Preris agquilina ſoll ungefähr dev neunten Theil n ihres Gewichts geben, welches bey nahe ſo[ viel iſt, als irgend eine Holzart giedt. Die di vortheilhafteſte Aſche iſt die, welche in den fel Stubenödfen erhalten wird, zumal wenn die(a! Oefen nicht oft ausgeleert werden, und alſo der die Aſche vollkommen ausgebrant wird, Cine|„« Anweiſung den alkaliſchen Gehalt der Aſche zu M beſtimmen, ſo wie manche andere hiever gehö- R rige Belehrungen, findet man in Wejtrumb u Bemerkungen und Vorſchläge für Bleicher. t Hannover 1300. 8: S. Phyſik, ödfonom. Bi- blioth. XX1, S, 108«: SG. 5| Dieſe rohe Aſhe, welche einige Sieder pen Fluß nennen, iſt vornehmlich mit vielem brens Cal) baren| SRS Potaſcheſiederey. F+ 5+ 0- 437 „karen Weſey verunreinigt. Um dieſes. zu ver? jagen, calcivirt man ſie im Calcintrofen« Am vortheilhafteſten iſt es, den Calcinirheerd in der Mitte, und an jeder Seite deſſelben eis nen Shürheerd mit einein Roſt anzubringen 5 jenen von dieſen leßtern durch eine Maner, ſehs Zoll hochz zu trennen z durc< das Gewöls- be Zugröhren, die ihre eine Defnung in der Vorderwand, und die andere in Ofen vor der hintern Stirnwand haben, zu iegen z auch das ganze Gebäude, wie einen hohen Ofen, mit Abzügen für die Feuchtigkeiten zu verſehym. 1. Solten nicht alle drey Arbeiten? Einäſchern, Einkochen und Calcinivxen, in einem Ofen und bey einem Feuer geſchehn können? Wenn nam- lic) der Ofen zwey Kammern oder Abrheiluns gen dergeſtalt bekäme, daß in der Ünterſten das Holz auf einem Roſt eingeäſchert würde, durch welchen die Aſche in den Aſchenraum fiele; daß in der öbern auf. dem Boden das Caleiniren geſchähe, und daß die Pfannen in der öbern Decke dieſer Abtheilung angeb1acht wären. Dieſer Ofen bekäme unten eine Thür zum Aſchenraum, über dieſer, alſo über dem Rot, eine zweyte zum Schürofen, noc< höher eine andere zum Calcinirofen- Ganz oben kön- te man dem Rauche einen Ausgang anweiſen, 6,526: Beym Caleiniren verhütet man das Klüm- pern und Flieſſen, oder das Verglaſen d:s Salzes, durch ſorgfältige Regierung des+'us Ee 3 eYSe 433 Fünf und zwanzigſter Abſchnitt. ers, und dur fleiſſigen Gebrauch der eiſernen Krücken. 3, Auch nach der Scheidung des brenbaren We- ſens, bleibt denno< das Alkali, durch einige Mittelſalze, durch eine Erde, und durch Ei- ſen/ verunreinigt. Zu jenen Mittelſalzen gez hört Digeſtivſalz, vornehmlich vitrioliſirter Weinſtein, der nicht ſelten ein Viertel des Ge- Wicht3 ausmacht. Die gänzliche Reinigung iſt ſchwer, oder vielmehr no< unmöglich; we- Maßes geben ſich die Potaſcheſieder nicht das nit ab. 4, Au mit mehr oder weniger Kohlenſauer iſt die Potaſche jederzeit verbunden, nachde:n ſie weniger oder mehr gebrant iſt. Eben deswez gen erhält man mehr Potaſche, wenn nur ein mäſſiges Feuer angewendet oder ſie ſchwächer gebrant iſt. Je ſtärker ſie gebrant iſt, oder ze weniger Kohlenſäure ſie behalten hat, deſtv Rtzender iſt ſie, und deſto leichter wird ſie feucht. Die gänzlihe Trennung der Kohlenſäure iſt ſchwer. Die Erde, welche die Potaſche bey ſic) hat, muß ſchon in den Pflanzen geweſen ſeyn; ſie ſelbſt aber, oder das alkaliſche Salz, ſcheint erſt unter dem Verbrennen zu entſtehn. Die blaue oder grünliche Farbe, welche manz

enes Holz in eine ge? ſätigte Aſchenlauge, und zündet ſolche an, 5. Der Vorſchlag, wohl ausgelaugte Aſche oft von neuem zu brennen, und wieder auszulaus2 gen, hat Theorie und Verſuche wider ſich. Aber die von Seifenſiedern und Bleichern ge- brauchte Lauge kan vortheilhaft zu Potaſche genutzet werden. 6. In Bohlen erſpahret man ſich die Mühe„„die Lauge verdünſten, und das Salz calciniren zu laſſen. Man läßt nämlich die ſtark geſätigte Lauge, in Tropfen, auf einen von unten erhilzs ten Heerd fallen, wodurch ſo gleich das Wajz- ſer verjagt, und das Alkali calcinirt-wird. 7. Der Eugländer Joſiah Birch hat den Vor- ſchlag gethan, aus Miſtlache Potaſche zu mas hen, zu welchem Ende man ſie verdünſten laſſen und cgleiniren ſoll, Die vkonomiſche Ee4 Geſel» 440 Stnf und zwanziſier Abſchnitt. Geſelſchaft zu“ Mancheſter hat dafür'dem Ex- finder ihre Denkmünze geſchenkt. Ns EE Wenn die Potäſche auf dem Rüblheerd vor dem Ofen erkaltet iſt, wird ſie gleich in dichte Tonnen feſt eingepackt, gezeichnet„ und von Zeit zu Zeit theurer verkauft, 1.. Man glaubt, der Namen Potaſche ſey da- her. entſtanden, weil: ehemals die Bereitung oder Werſendung, vermuthlich um das Zer- flieſſen ſicherer zu verhüten, in Töpfen ge- ſchehn ſey. Man glaubt, cineres clavellati, werde ſie genant; von clavellis, Faßdauben, weil ſie in dichten Tonnen verfahren. wird. Waidaſche hieß ſie. ehemals, nicht weil ſie von Waid, //atis tinForia, erhalten worden, ſondern weil ſich die Waidfärber der beſten bedienten, Jett nutzt dieſe Benennung“ nicht mehr;“doch verſtehn noh einige darunter eine unausSgelaugte Holzaſche, welche oft mit Aſchenlauge begoſſen und bis zur"Verglaſung „calcinirt iſt, aus welcher deswegen das Salz ſicy- ſchwer auslaugen läßt. Die Sinter- oder Zundergaſche, welche man bey den Leinwand- bleichen in Oberlauſiß und Schleſien bräucht, wird aus ſtark angefaulten Bäumen gebrant, und zwar grauer Sinter aus Nadelhölzern, und weißer Sinter aus Laubbäumen. Perl: aſche nennen die Engländer die reinſte Pota- ſche. Druſenaſche foll ehemals die Weinhe- fenaſche, cendtes. gravellees 5 oder das Alkali aus eingeäaſcherten Weinhefen, geheiſſen haben, Z. 1Mh(h, PIE) ſhu]« 8 7 441 E| d Fi: 2. Die meiſte» Potaſche kömt aus Pohle, We Preuſſen, Litthauen, Rußland, nach Teutſch- | land, Holland, Frankreich und England. | Auch die nördlichen Amerikaniſchen Colonien a. liefern viel- Aber im holzreichen Norwegen 1 100 5: vNith) hat erſt vor wenigen Jähren jemand den Ver2 ſuch gemacht, Potaſcve zu brennen. Siedez- reyen findea ſic) auf dem Harze, zu Baruth ; in Sachſen, und an mehren Orten. Im Heſ- u ſiſchen wird die beſie Potaſche in dem Dorfe Nieder-Elſungen, zwiſchen Nierenberg und Volkmarſen, von der Meſterlingiſchen Familie, YO aus Bächenholz gebraut. Das meiſte geht - H nach Bremen und Hollandz jeßt wird der Zent- ) Mey ner mit ſieben Thalern bezahlt. In Rußland EL Zi iſt der Handel mit Votaſche, ſeit Peter 1 Ukaſe » Ui vom 8 April 1719, ein Regal. |! KUEN „ZRT 3. I< übergehe hier die Gewinnung oder Zu- | MED richtung des mineraliſchen Alkali aus ver- | Win vin ſchiedenen Pflanzen, die am oder im Meere | eQ Sumi wachſen. Die jeßigen Araber und Yegyptier [+ WIE bereiten es, wie ihre älteſten Vorfahren, aus 4 mii RKeaumuria. vermicualata und Me/ezmbryan- "9 4 themum nodiflo7um,"die Spanier, Jtaliener |( Sin und andere aus Saticornia herbacea, Salicor- 1? M0 nia frutico/a, und erſtere auc aus Chenopo- | wmp 10 diwm maritimum? Die Salicornia. wird ,zu | Mj: dieſer Abſicht, 3« B, um Marſala, gebauet, |"DE Ny DieFranzoſen undEngländer erhalten eben dieſes Salz aus Fucus veſiculo/as 5 imgleichen aus Solfola ſoda und andern Arten dieter Gattung. Die Mauren in Spanien nanten die Pflanze, weldge ſie dazu nußten, Kali, woraus, mit dem Arabiſchen Artikel„.der nun gebräuchliche algemeine Namen Alkali entſtanden iſt. Kelp der Engländer iſt eine aus Meerpflanzen ge- brante unreine, leichte, ſc gefunden habe. Avenaria rubra marina,* Aſter trvipolium. Atviplex hafßata.* Chenopodium: maritimum.* “Chenopodium glaucum,* ' Cochlearia officinalis. Giaux maritima.* Plantago maritima. Plan'ago coronopus«. Ruppia'mari!ima. Salicornia her bacea« Salſola kali Siiypyus maritimus.* Triglochin maritimum.* 2, Einen ſalzigen Boden deuten dieſe Pflanzen aßezeit anz aber man darf nicht. umgekehrt ſchlieſſen, ais wenn da, wo ſie fehlen, kein ſolcher Boden vorhanden ſey. Dern ſie ſchei- nen auc zugleich ein thonichtes Erdreich zu verlangen,; G, 3 Ehr m Gele zu mu oder ene den, vd an Salz h werden fa? Indem 19 feu 1380, 0 Anſauſy! wig Ne guwaheſt, d month. dt gro, zu Unrſachn wider€ leßtete den Menge des nemgewiſe ten A, angi 1,/Ym den ſh igt de! (e man wd) Halle; * lich. und 1 weit hält, loder it ineG, Lit Vlt 11 y ul „ia je ? 4 Nibal WW 4 ſid 18,4 iy 0. j 8"pt JEIENT y Dd, Pah NUDE gat de 0 vie Ubi len 110 8 vd, 8 vhm RAN 7 1 WENN W iW YON W/44 Salzſiederep: Geg 25405 45: Gg. 3 Ehr man Anſtalt macht,' eine entdete Sole zu nußen, oder ehr nian ein Salzwerk oder eine Saline anlegt; muß. man unterſu? dien, ob die Quelle au Sole, und die Sole an Salz ſo reid ſey» daß: Vortheil erwartet werden kan Die leßte Unterſuchung geſchieht, indem man eine beſtimte Menge Sole verdünz? ſten l3ßt, das übrig gebliebene auslaugt, zum Anſchieſſen briagt, und das erhaltene Golz wiegt. Dieſe Weiſe iſt die umſtä-dlichſie, aber genaueſte, do< giebt ſie mehr Salz an, als man bey der nicht ſo ſorgfältigen Arbeit im groſſen, zu erhalten pflegt Bequemer iſt die Unierſuchung mit der hydroſtatiſchen Wage und mit der Salsſpiidel, Senkwage, welche leßtere dergefialt eingerichtet wird, daß fie die Menge des Salzes, welches entweder in ei- nem gewiſſen Gewichte, oder Maaſſe, enthzale ten iſt, angfebt. 1. Um den Gehalt der Sole anzugeben, bedient man ſio nicht überall einerley Ausdrücke. nige geben die Menge Salz in einer Kanne, die man gemeiniglich- auf 4 Pfund ſchäßet an, und brauchen die Benennung löthig. In Halle aber rechnet man" nach der dort gebräuuch- lichen Kanne, welche'mehr als 74 Loth enthält, und nennet die reichſte dortige. Sole 16 löthig, weit eine Kanne derſeiben 16 Loth Salz ent- hält. Andere beſtimmen das in einem Pfande vder in 32 Loth befindliche Salz, und nennen eine Sole jechsidthig, wenn ſie 83 oder 75 Salz hat, 446 Sechs und 3wanzigſter Abſchnitr. hat. Andere brauchen die Benennung Grade, grädig, und nehmen 1 Loth zu 2, oder 3 Grad für 2 Loth, oder, wie zu Sülbeck und Salz der Helden, 4 Grad für 1 Loth an, das iſt, 1 Quentchen für x Grad gerechnet, Die beſte Beſtimmung iſt gewiß diejenige, deren ſic) Hr. R. C. Langsdorf bedient,- Man nenne eine Sohle 1, 2, 3 2c. löthig, „Wenn ſich x, 2, 3 26. Loth Salz in 100 Lo- then Sole, d. i. gegen 99, 98, 97 2c. Loihe füſſen Waſſers befinden. Oder man nenne die Sole 1, 2, 3 grädig wenn 1, 2, 3-- Quentchen Salz im Pfunde, d. i, gegen x27, 126, 125-- Quentchen Waſſer befind? lich ſind; oder man nenne ſie nach Lothea im Pfunde, wenn 1, 2, 3-- Loth Salz gegen 31, 30, 29-- Loth Waſſer da ſind. Die Verfertigung und den Gebrau< der Salz- ſpindel lehrt Hr. Langsdorf in Salzwerks- kunde S.'66. und IJ, I. Weyhrauch in Be- merkungen über die verſchiedenen Arten, den Gehalt der Salzſolen zu ſchäßen, Gräß 1782» 8. 2. Cryſtalliſirtes Kühenſalz hält nam Berge- mann 0,42 reines mineraliſches Alkali, 0,52 Kochſalzſäure und 0,06 Cryſalliſations-Waſ: Fer. Bey einer Wärme von 50% Fahrenh, verlangt es zu ſeiner Auflöſung 244 Theile und beym Sieden 213 Theile Waſſer. Dar- nad kan ein Pfund von 32 Loth); Waſſer när II+ Loth Salz enthalten, aber eine Sole wird im Pfunde ſelten mehr als 8, 369 Loth Salz haben; die meiſten haben weniger. Z» Bey der hydroſiatiſchen Unterſuchung kan folgende Tabelle des H. Lamberts bequem gebraucht werden, Wenn die SOR EIE Zer E00: Vin M, Wan KEEN 5 Wt GUN ZU. ſy W| 69 04 gem('h tL Gy ih 3![NEUN y k DANN 7) 0 1010 8 7. Wer man Py 1, 0, jp Min 4 Wiſſer li! 0 Dot 4 EE Ch m 1 Wiſe, ] N PEUT, " EB mD d 2008 Ws / Salzſiederepy- 8. 3» 447 Sole. ſim: zur Schwere des reinen Waſſers verhält, wie 1014 zu 1000, ſo wird das in ihr beſindlihe Salz/-. 1853 oder 49,-+ ihres Gewichts ſeyn, 4 Geſetzt, ein Cubikſchuh ſüſſes Waſſer wiege 63 Pfund, und 1 Cubikſchuh Sole 74 Pfund, ſo würde, wenn man das Gewicht des Waſſers zu 1000 annehme, die Sole meiſt 1175 wiegen« Nach der Tabelle wird ſie alſo 289 Sälz, das iſt 2825 ihres Gewichts Salz enthalten, Da- her würden denn in zedem Cubikſchuh, oder it 280. 74 149 74 Ib Sole ewe 17 Pfund, oder AEH 255. ungefähr 172 Pfund Salz ſeyn. S, Hiſtoire de l'acad. de Berlin; annes 1702. p+ 27 5 Teues Hamb. HIag, VIU S. 483, Gewicht Gewicht Gewicht Gewicht des der| des der Salzes.| Sole« Salzes.' Sole, <<=== mei ema em O0-=- 1000 180'=- IL117 10;-- 1007 190-- 1123 20|- IOI4 2001|-- I129 309'-- 1021 210'-- L135 40|-- 1027| 220|-- 114L 50|- 1034 2301-- 1146 629:-=- 1041 2401- LI1532 701-- 1047 250]-- 1158 30/-- 1054 2601-- 1163 90,-- 1060 2701- 1169 x00,-=- 1007 280'-= X175 1101-- 1073 290-- 1189 7120|--- 1080 300|-- 1185 130]- 1086 310j|- I1I91x 140|-- 1093 320=-- 1196 X350|-- 1099 330= 1201 160'= 1103 5308| 1394/7 1701-- 1411 Über 448“ Scchs und. zwänzigſier Abſchnitt. Gs Aber wider dieſe Tabeile hat Hr. Berghaupt- änänn: Wild. in ſeiten 1784 Zu Winterthur gedructen DOIT zur SalzPunde Zwei- El gemacht, welche Hr. Langsdorf in ſeinen 'Beyträgen, beſtätigt hat. ch Eine andere- Tabelle hat R. Watſon bered)- net.»S«. Philofoph, fransact.. LX. en -Pyyſik. öFonom.-Biblioth. 11. S, ;„Die BVerjuche, worauf ſie ſic) gründet, Find angeſtellet worden, als das Fahrenheitiſche Thermometer zwiſchen 46 und 55 Grad geſtan- den hat. Geſeßt, die Schwere der Sole verhalte ſich 'zur Schwere des reinen Waſſers, wie 1,020 ZU T,Q00- oder ſie wiege, wenn die Räume gleich ſind ,“ 35 mehr als reines„Waſſer, ſo wird, nach folgender Tabelle, 35 der Sole Salz ſeyn; oder ein Pfund Sole wird- Loth,„das iſt 35 Quenthen Salz UART Iſt die eigene Schwere der Sole 1,025, ſo wird ſie 3. ihres Gewichts Salz habenz oder in einem Pfunde wird 13 Loth) Salz beſind- lich ſeyn. Sal NE NE 22. 04- 3222 222222522 wat Sie LE gag vf ", Diffy Jaltt Zit, A eint, H Y Jahrh: 4; Ora) vip verhalte ſi 0 WIe 1.00 vy 5 Salzſiederey. VF. 3. 449 Salz] Waſſer kSalz Waſſer 0|-- 1,000 Zz|= 1,020 HJ-- 1,206|*51-- 1,019 Lj" T/160 251 11/015 FS)> Z/121 8 zul 1,014 Z| 1,107 5x|1>- 1,013 51 1,096 4 531“. 1,012 1/- 1,087|*5|-- 1,009 3| 1,074| 3841“ 1,007 12|-> 1,059| 153|-- 1,006 741 1,050| 1231| 1,005 17|-- 1,048| 1441|“ 1,004 1353| 1,045 I 1521 1,003 13; 1,040| 1521-- 1,0029 21) 1,032| 2531 1,0023 BAIT 3,029 530-=- 1,0918 27|7 1,027| 4343| 1,0017 Ä3 1,025 J+12!“ L;00I4 33)“ 1,024 j 2483|“ 1,0008 3217. 1,023 fz5zzi"“ 1,0006 Die Unzuverläſſigkeit öuch dieſer Tabelle hat Hr. Weybrauch in ſeinen ſchon angeführ- ten Bemerfungen S, 163,"erwieſen. Folgende Tafel hat Hr, BZ, Chr. Langs- dorf,'nac< ben neueſten Verſuchen berech net in Samlung für Salzwerkskunde[. Seite 304, wobey die Löthigkeit nach ſeiz ner oben FG. 3, 1x angezeigten Beſtimmung zu verſiehen iſt. A, Löthigkeit der Sole. B, Speciſiſche Schwes re C. Gewicht von einem Rheinländ. Kusz bikfuß, D. Gewicht dex in x Kubikfuß ents haltenen Salzmenge, Ff A. 450 Sechs und zwanzigſter Abſchnitt, > ODBEISUUdAIGOLN=ID B. 1,000 1,009 1,013: 1,019 1,026 1,033 1,04C 1,046 1,053 1,060 1,097 1,074 1,081 1,088 1,095 1,102 T,109 1,136 1,123 1,131 1,138 - 1,145 1 ET52 1,160 1,167 AI G174 “3,182 C 68,444! 68,896! 69,351! 69,807! 70,266; TOAT27| 71,190 71,655 72,123 72,592 73-094 73-538 74,014 74-7493 74,973 75,450 75-940 75,427 76,917 77,408 77-901 78,397 78,895 79,395 79,:897 80,491" 63 Pf.) D. 0, Pf. 0,684 1,377 2,080 2,792 3:513 4,243 4 983 5,732 6,491 7,259 8,037 8,824 9,621 10,429 11,245 12,072 [2,908 13,756 14,614 15-48 I 16,359 17,247 18,145 19,054 19,974 20,904 6. Zur bequemen Vergleichung der bis zetzt gez bräuchlichen Beſtimmungen des Salzgehaltes dienen folgende Tabellen, welche der im Octo» ber 1796. geſiorbene Salzinſpector zu Süls bek,'A,€; 113. Dommes, nach eigenen Verſuchen berechnet hat. Die Verſuche ſind angeſiellet worden, als das Fahrenh. Thermo- meter 60 Grad zeigte, Das Gewicht(0.082 8 diet Die dr 6 ain hs die ein zmn GS Yjund, M | zwes gum€ Yi des G (E21 Salzſiederey.|. 3+ 451 Cdölniſche Pfund, und der Cubikfuß iſt Rhein- länd. Maaß.: In der erſten Tabelle iſt die Eintheilung nach Graden zum Grunde genommen worden, wornac 533 Theile ver- | Tf5 dünz: 458 Ses und zwanzigſter Abſchnitt. “dünſten, oder aus 1105 Pfund€ ole müſſen, durch die Gradirung, 572 Pfund werden, H. T7- Die Gradirwände beſtehn aus Relſern, vorzüglich aus Schwarzdorn, oder Wetßdorn, oder bey Ermangelung derſelben aus Birkens xeiſern, welche zwiſchen einem Gebälke einges flochten ſivd, Am vortheilhafteſten hält man, zwey Wände parallel, und über dieſen in der Mitte noch eine, und zwar alle pyramtdenförs mig aufzuführen. Jede Wand ſteht in einem Sumpfe oder ZHälter. Die öberſte hat über ſich einen Tropffaſten mit Hähnen, und Rinnen mit Ginſchnitten, aus denen die von den Pumpen oder Saugwerken hinauf gebrachte Sole abtröpfelt, und durch die Wand in den öbern Sumpf fält, welcher zugleih der Tropf- kaſten für die üntere Wand iſt, und deswegen ebenfals Rinnen vor ſich hat. Der öbern Wand giebt man ein der Länge na< durchbro- henes Dach, und den üntern, welche an ver- ſchiedenen Stellen von oben bis unten Luftld- werken. Jene haben ent- weder nur eine Wand, oder 2, oder 3 Wäne de. Letzte haben entweder unten zwey und oben eine Wand; oder unten 3 Wände und oben eine oder zwey Wände. Hr, J. W. Langs- dorf hat auch einen Verſuch) mit einer einfa2 c. M k„] ew),| OÖ 0, ws 08: Du 2 Salszſiederey« Y. 9: 10-+ 463 burg hat man eine 13 löthige Sole, und gegen 4000 Schuh Leckwerte; dennoch werden auch daſeibſt eine Menge Gradirer mit Vortheile unterhalten, deren Arbeit bey tro>ener Witte rung die vorzüglichſten Dienſte thut. DSDenn alsdann ſeßt ſich viel Salz an die Dornen, welches dereinſt bey feuchter Witterung, wo man ſonſt gar nicht gradiren könte, die Sole auf das höhſie verſiärkt, „Um die Koſien und Unbequemlichkeiten, wel? werke, auch wohl die Nebengee bäude, dergeſtalt mit Schindeln de>t, daß immer eine Lage derſelben über der nächſts fols 454 Sechs und zwanzigſter Abſchnitt, folgenden üntern treppenweiſe erhoben äſt, und daß man die Sole, welche aber nicht ſehr arm ſeyn darf, aus einer Rinne über dem Forſte zu beyden Seiten herablaufen läßt. I, Hieher gehört auch...die Einrichtung auf dem Sächſiſchen Salzwerke zu Altköſen an der Sa- le, wo die Soleubehälter unter den Dornwän- den mit ſchief liegenden Brettern bedeckt ſind, über welche ſich die herunter tröpfeinde Sole dün: ne verbreitet, und von denſelben hinab in die Be: hälter läuft, welche auf ſold)e Weiſe auch wie der Verunreinigung geſchüßt ſind. Einige nennen dieß die Pritſchengradirung, HERE v) Dl An der Sonne wird die Sole gradirt, „Wenn„man ſie, in groſſen flaßen Hältern, unter einem leichten beweglihen Dache, der Sonnenwärme ausſekt, - I.“In Gegenden, wo die Feuerung koſtbar, der »»Salzpreis aber gering iſt, wo die Dornen zu ».den gewöhnliHen Gradirhäuſern nur mit den »äuſſerſien Koſten zu erlangen wären; wo die »» Anſtalten zur Einrichtung der nöthigen Be- »wvegungsfräfte für die Gradirhäuſer mit bes „ſondern Schwierigkeiten und Aufwand ver» „Enüpft ſind, wo man überdas nur eine be- »ſtimte nicht gar groſſe Quantität Sole von „»anſcehnlichem Gehalte hat,=. in ſolchen Ge- „Zenden verdient dieſe vorgeſchlagene Art, die „Sole zu benußen, allerdings ein vorzügliches »- Augenmerk.,, R, C. Langsdorfs Anmer- fungen zu Hallers Bemerkungen über Schwei- zeriſche Salzwerke, S, 316, S, 124 Die man beym Dornwände! Eis friere Waſſer wy rüde gebe ſeeden aue) wo eve an den If 1/ Df O! hen Sa! m Gral einen 001 ſchräg 71 dieſen I| Zoll dig! (Sole abt iederumd dept hat, 3,441, Prof ;G, 301 wacher (0), we ſt eine Gypb würde,| Vroſitäll mit Gr6 „is dai, „bey fin pig, Ett i: Salzſiederey.- 9. I2« 465 IV etbaly 01).;" NZ 027 [Pint;;:< m Die Visttradirung beſteht darin ,- daß 8,7 man beym Froſte die Sümpfe unter den Yiiws. Dornwänden mit Sole füllet, und ſolche zu | Ws;“FV:-€== 6 F+ van Eis frieren läßt, worauf das gefrohrne 4,“ Waſſer weggeworfen, und die darunter zus inv rü gebliebene concentrirte Sole zum Ver- ſieden aufgehoben wird. Sie nußt nur da, IE wo eine arme Sole im Ueberfluſſe vorhanz 1;M'* den iſt. . Dieſe Gradirung wird auf dem Churſächſi- . ſchen Salzwerke Dürrenberg angewendet. In | Sb den Gradi:käTen ſteht ein Gerüſt, welches 1 WS einen hölzernen Roſt trägt, der überall mit Bain! ſchräg geitelleten Breitern eingefaßt iſt. Auf y 61 n Hie Roii wirft man Das. Eis, wenn es 2 Zoll dia geworden, damit die ungeſrohrne Sole ablanfe, und wirft xs weg, wenn ſich 1' Mm wiederum in den Käſten hinlängliches Eis'anz 4 M" geſeßt hat. 1 7 A c- ir Car M; 3. Hr. Prof. Gren erinnert in ſeiner Chemie |M 5 1. S:. 508. ß. 816, daß die Concentrirung ]“m ſchwacher Solen durd) den-Froſt m hier beyzubringen, Man findet ſie in den Monographien, Cg. 16, Solen; welche niht gern ſchäumen und atiſhieſſen wollen, werden, dur< den Zuſaß einer zähen Materie, zum Schäumen ge? bracht. Feiner Sand, der zuweilen die So? le bis in die Pfaimne begleitet, wird dur< Feine Seizpfannen geſchieden. * Sal: 1,|V 3 Nolte) Hatz)? 02 tyu wil ind gem Nadu un) Blu, Oie vo" Ghaum! fim? qui "nB! gm, 1 mt DA Daz| ben, zum 120100 fehet, 18 gel will, H gehieten Ih Of und? häße Di bw, 4 beſten ux) geht 1, M das, dieſy den, mel ) Eb Salzſiederey» F+ 16+ 17« 47! | WE nibh x. Als Zuſätze werden gebraucht? Eyweiß, | Molken, Blut, Bier, Hefen, Kraftmehl, Harz, Butter, Talg, Alaun. Alle dieſe Dins ge können nicht alles das leiſten, was die Salz» Wirker von ihnen hoffen. Die letztern fünf ſind gewiß ſchädlich, und die meiſten wohl überflüſſig. Molken brauchen die Holländer, und Blut die mehreſien teutſchen Saizwerke. Die vornehmſte Würkung iſi die Exregung des Schaums, welcher Unreinigkeiten der Sole aufnimt, die man denn mit ihm zugleich abhebt. 2. An einigen Orten, zZ» B. zu Sulz am Near im Würtenbergiſchen, nennet man das erdichte v N' 04! Farf| Br enjw/l ] ve Weſen, welches ſich in den Setzpfannen ſam | M pils) melt, die Hallerde. | Wdh 54 iA'm'pv SG. 17: iw Das Salz wird in kegelförmigen Körs m ben, zum Able>en, zwiſchen den Sogbäu? ( 48(mi men und Soxſpöhnen über die Pfanve ge- 4 did ſiellet, und fals es nicht genugſam abrrock- 'EUFTCH nen will, in die, dur< die vom Siedofen ab? geleiteten Röhren, oder durch einen beſondern Ofen und deſſen Scne>enförmige Znge, ges 6] heißte Darſiube oder Trockenkammer ge? ) M(zu) bracht, herna4H in trockenen Magazinen; am 0 me beſten unter dem Dache über der Darſtubey/ |€ ehm! aufgeſchüttet, und in Tonnen eingeſtampft. | 3 awd I. Man ſtellet die Körbe über die Pfarne, um „+ 3n daszjenige, was ausle>t, aufzufangen 3 aber EKU dieſes ſchadet dem in der Pfanne anjchieſſen? 8". den Salze, weil es gemeinigich nicht viel mehr als Mutterlauze iſt, ) G 9 4 I. 472 Sechs und zwanzigſter Abſchnitt. 2. Auf einigen Salzwerken?in Polen, 3, B, zu Drohobyc4, wird das Salz, ſo warm es aus der Pfanne kömt, in hölzerne kegelförmige Gez fäſſe mit einem Holze feſt eingeſchlagen, Dieſe Hüte werden heraüsgenommen, um ein Fleines Fetter 3 Eien hoc) über einander geſeßt und getrocknet, da ſie dann ungefähr ein'Pfund wiegen. Hernach werden ſie in Kaſten' von Birkenrinden gepackt,“ und bis"ans äuſſerſte Ende von-Podolien, Ukraine und Wallachey verſchickt. 06' 3+ Zur Vorfertigung dex Tonnen hat man zu Reichenhall in Bayern, auch zu Gmunden in Oberöſterreich, Sägemühlen, welche aus Balken alle zu den Tonnen nöthige Stücke, ſo gar die Boden, zu rechte ſchneiden, auch die Löcher zu den Päld>Xen bohren. Man leſe die Merkwürdige Nachricht des Herrn C. 8. Spe- ner von den Salzwerken zu Reichenhall-und Traunſtein, in meinen Zeyträgen zur Oe- Fonomie, Technologie u. j. w. VIIIS, 207. 4+ Bey dem Lüneburger Salzwerke wird nach ei- nem Scheffei Femeſſen, welcher aröſſer als ein Braunſchweigiſcher Himten id. Eine Lüne- burger Salztonne hält 6 Scheffel dieſes Maaſ- ſes, welche zu-7x bis 8 Braunſchweigiſche Him- Ien angeſchlagen werden. Das ſo genante Winter- oder gelagerte alte Salz wird in Ton- nen geſtampft, und zu 1 Schiffpfund abgewo- gen. Bier Tonnen ſollen alsdann 24 Scheffel vder ein ſo genantes. Chor, 12 Tonnen aber eine Laſt von 12 Schiffpfund halten, In der erſten Ausgabe. hatte ich die Beſtimmung des Maaſſes aus KRruſens Contoriſter entlehnt; ſie iſt aber, wie ich nun weis, falſch:=--- Es iſt eine ſehr triegliche Gewohnheit; Ei 9:3 S Sal) pad fan durd gegeben) Diebon teilauge wit fordern Deh ein Zieſel Pfau auf! ee Sd Kaliagern 1[0) ly wel heiſt, uw wethet. 1 Der] weil ſo dem, 2 trgt oden De wf Des 1 Ropft wi 3 Ve mw Manne NONE no w gangen 3 Gal; ſchmiet fige! beygen minen Weilen 42 ,- 12 = 5'*. = B On amen knen 225.0 Wea "vv. €, Salzſiederep: 59. 38- 473 Salz nach demGemäſſe zu verkaufen, Sehr leicht kan durc) Meſſen 3 mehr oder weniger Salz gegeben werden, 62.24.84 Die von jedem Werke übrigbleibende N7 ut» terlauge wird auf manchen Salzwerken in be? ſondern Behältern aufgehoben, wo ſie, endlich ein Bitterſalz anſchieſſen läßt» Der ſich in der Pfanne anſeßende Gtein, Pfannenſtein, Schep, Schöp, Scherp, wird, zuweilen, bey Raltlagern, mitdem Schephammer autge- klopft, welches an einigen Orten- Steinkrurken heißt, und kan wie der Dornſtein genußt werden. I. Der-Pfannenſiein darf ſich ni hot, wenig werth. Es ſoll am ox 10% ehrſten alsdann entſtehn, wenn das Soggen vi" mit gar zu ſtarkem Feuer betrieben wird,= fad fe Prof. Gren ſchrieb mir d. 4 Jan. 1797:“* Jh 6 ii „Habe ein Mittel gefunden, die Sole von ih- 4 „ihrem zerfließlichen Salze, welches die Mat- hn Sul »eclauge bildet, und we'ches bey manchen Gtiung »»Salzſiedereyen ſo beſchwerlich iſt, und aller he(ma „Vorſicht ungeachtet, das Salz doh zecſließs|! vom un „lich macht, zu befreyen. Wenn nämlich wih; „ſalzſaure Kalkerde die Mutterlauge bildet, ſs vn, m „iſt Glauberſalz dieß Mittel, welches ouf| npkl „manchen Salzſiedereyen wohlfeil gewonnen jen „werden kan. Wenn aber ſalzſaure Magneſia 4 „und Bitterſalz die: Mutterlauge bilden, ſo iſt| Dez! »»Gebranter Kalk und Glauberfalz in Werbins ſägen » dung nothwendig, dn 4. Teutſchland hat wenigſtens 75 gangbare Salz- ſh vie werke, von denen ſieben in unſers Königs gegen teutſchen Landen befindlich ſind. Won dieſen gen Do kan ich hier folgende verbeſſerte Nachrichten| die any geben, welche ich meiſten Theils dem Salz:| Dieſy4! inſpector Dommes verdanke, der faſt alle 1200(yl dieſe Werke, auf Befehl der Königl. Chur- m Wu färſtl, Regierung, anterſucht, und durch ſeine Du K Erfahrung, Thätigkeit und Liebe zu dieſem Un 6 Gewerbe; manche höchſt vortheilhafte Berbeſſea| ett rungen bewüärtt hat,;| Und v Die Sülze zu Lüneburg hat die reicheſte Nh Sole, welche bisher ſo gleich, wie ſie geſchöpft"0 y worden, in bleyernen Pfannen, welche nur 320 Pfund faſſeten, in einer Zeit von 2 Stun- pfſett den, bey Holz verſotten ward. Eine Salzko- tm the, in welcher mit 4 Pfannen geſotten ward, M lieferte in 24 Stunden 24 Scheffel, oder im Durch“/ Ea aaa ds Zina MIE Mi dige .>“ee - Salzſiederey. F+ 18. 475 Durſchnitt zu rechnen, wohl 25 Scheffel Salz. Salzinſpector Dommes, welchem vor 10 Jahren die Unterſuchung und Verbeſje- rung dieſes Salzwerks aufgetragen ward, fand bey genauer Unterſuchung, daß die Sole 36 bis 36* Grad, oder 9 bis 9715 Loth im Pfunde, oder 283 bis 283 Loth in hundert Lo: then. Salz enthalte. Cin Gehalt, der dem Sätigungspunkte ſo nahe kömt, daß man ihn bey ſhwachen Solen mit vielen Gradirungs- ko“ten und groſſem Zeitverluſie nicht erreichen wärde. Von der Umänderung und Verbeſſe: rung, welche dieſes Salzwerk ſeit einigen Jah- ren erhalten hat. habe ig noch keine Nachricht erhalten können« Das landeshevrl. Salzwerk Sülze liegt drey Meilen von Zelle, in der Amtsvogtey Bergen. In einer Entfernung von 32 Schuh beſinden ſich vier Sölequellen, in der Lage„von Abend gegen Morgen. Sie quellen aus einem ſandiz= gen Boden, über dem Moorerde liegt, ſo wie die ganze Nachbarſchaft moorichtes Land hat. Dieſe 4 Quellen geben in. 24 Stunden 1100 bis 1200 Cubikfußſole, welche 4 Grad oder x Loth, im Pfunde oder 33 Prozent Salz enthält. Das LeFhaus, welches von den Quellen eine kleine Stunde und von dem Siedehauſe' eine Viertelſtunde entfernt lag, iſt jeht abgebrochen, und wird mit den übrigen Gebäuden in der fähe der Quelien, nad einer verbeſſerten Ein- richtung, neu erbauet. Mani feuert mit Torf. Ehemals ward nur in den Sommermonaten geſotten, und gewöhnlic<) wurden 9000 Him- ten Salz gemacht, die ſo gleich verkauft, alſo nicht aufgeſchüttet wurden, Beym Sieden wird gar kein Zuſatz gebraucht, nur ſchäumt mairt 476 Sechs und zwanzigſter Abſchnitt, man die Sole ab. Das Salz iſt in der Güte ſo gar dem Lüneburgiſchen vorzuziehn, Das Salzwerk zu Salz der Helden hat fänfgrädige Sole, oder in jedem Pfunde fünf Viertel Loth Salz; aiſo 325 Prozent. Nach der Gradirung, wann ſie verſocten wird, hat ſie gemeinigiich 8 Loth im Pfunde, Sie quillet nicht zu allen Zeiten gleich ſchnell; auch iſt ſie bey anhaltender feuchter Witterung reichhalti- ger. Der Brunnenſchacht iſt 24 Schuh tief, walzenförmig und mit eichenen Bohlen einge- faßt. Von dem Gradirgebäude ſind 1200 Fuß mit einer einfachen, die übrigen 345 Fuß mit doppelten Dornwänden“ verſehn, Bey legtern bat man, ſo, wie zu Sülbek angefangen, die Untern Wände nicht ganz mit Dornen zu-fülen, ſondern hin und wieder ein Fac. leer zu laſſen, um den Luftzug auf die innere Seite zu beför- dern, ſo wie bey den einfachen Wänden ,' darin die Dornen wechſelsweiſe ein Fac) um das anz dere zwey Fuß zurück gelegt find. Das Kunſtz rad hängt im Freyen. Die Kunſt ſchiebt bis zu Ende des Gradirwerks 3057 Schuh weit, 9uf dem Gradirwerke ſind drey Windmühlen, welche der Kunſt zu Hülfe kommen. Es ſind drey Pfannen. Das Salzwerk gehört verſchie- denen Verſfonen, aud) noh einigen Cinwohnern zu Salz der Helden und CinbeX, aber im Jahre 1757 hat es. die Königl. Churfürſil, Kammer in Pacht genommen, und hat dieſe im Jahre 1787 auf 30 Jahre verlängert. Sie hat die Einrichtung gar ſehr verbeſſern laſſen. Es iſt in r4 Korhen, und jede Kothe in Vier- tel getheilet, und ein ſolches Viertel trägt jeßt, da die Meliorations-Koſten allmälig von der Pacht abgezogen werden, jährlich 75 Thaler. Hr, Hollenberg hat irgendwo verſichert: 7 jabe habe m le gä Yber 1 ver H Sole 1 diebe Geht fim in 7 vr Gal) feſt in 136 Auf m ſolle lw 7 [Tu ſey Die Or Raſſe deſſelhte den(9 richti Gole| geſagt| | Gilb 13 Etut Runde» (mn(an ahr 1 Galzeu Güden hereitz Jomme niht fet, den mo ablauf! ben 1 | ip), | | " | Salzſiederey. F. 18« 477 „IM | Ein| habe mi in Angabe des Gehaltes dieſer So- )| Ie geirretz ſie halte 32 Loth im Pfunde. |"Evy Aber nah einer darauf von Hrn, Saizſchrei- IM ber Bohte erhaltenen Verſicherung, hat die 3 MM Sole nur fünf QuentHen im Pfunde, und T my) dieß bekräftigt auch H. Salzinſpector Domimes. W iu Sehr fehlerhaft ſind auch die Nachri>- M 10) ten in Trampels Beytrag zur Verbeſſerung EIN der Salzwerke, Göttingen 1793, 1794. zwei) ler Hefte in 8. Das Gradirwerk iſt 2 S. 2 zu H 119 130% Fuß Länge angegeben worden, und da- WM von ſollen zwey Drittel doppelte Wände ha- m ben, Die Breite der Dornwände ſol! 17 8, Fuß ſeyn, die dod) nur eilf Fuß breit ſind. |(M0; Die Gröſſe der Malter nach Körben, die | 2 Maaſſen des Holzes, der jährliche Verbrauc) . mW deſſelben, wobey die Wellen zum gar Sie- Q den gar nicht gerechnet ſind,. ſind ganz un: 5 ri dis verl wird, Der Gehalt der-Brunnenſole wech-| ſeit, 473 Sechs und zwanzigſter Abſchnitt. ſelt, nachdem die Witterung tro>ener oder näſſer iſt, ab, und iſt bald 33 Grad, bald 4 Grad; das iſt, ſie hat im Pfunde bald Z Loth, bald x Loth, oder 23 bis 33 Prozent, Sie wird nah Vorſchrift der Königl. Chur- fürſtlichen Kammer, bis zu 30 Grad, oder zu 72. Loth im Pfunde, oder zu 2375 in Hun- dert, durch die Gradirwerke erhöhet, wovon das eine Stä> 1176 Fuß lang, mit zwey Dornenwänden, das andere 861 Fuß lang, mit einer Dornenwand verſehn iſt, Beyde haben unter dem Dache auch eine Dorn- wand, und ſind ſämtlich ſeit 1780 nah und nach verbeſſert eingerichtet, auch mit Ge- ſchwindſtellungen von verſchiedener Art einge- richtet worden. Won vorzüglich guter Ein- richtung iſt das im Jahre 1789 neu erbavete Stück, welches eine Länge von 345 Fuß hat. Jedes Gebäude iſt in ſeckenkammern benußt. Eine zede Pfanne liefert, innerhalb 7 bis 8 Tägen, ge- wöhnlich 120 Körbe, oder 60 Malter Salz. Das Malter wiegt zwiſchen 230 bis 240 Pfand Cölniſchen Gewichts. Anſtat daß vor 21 Jah- ungefähr 4600 Malter verfertigt wurden, werz den jetzt, ſeit der Direktion des Salzinſpector Dommes, acht tauſend Malter/ etwa 170092 Zentner Salz und darüber, erworben. Die Feuerung geſchiehet mit Waſen, Wellen, over Reisholz und Abfall- Klafter: Holz, welches aus dem Sollinge kömt, und auf 353 bis 5 Stunden Entfernung angefähren wird, wo- für allein an Jaländer und.Nachbaren für Fuhrlohn ein Verdienſt von 3009 Thal. und darüber ertheilt wird. Auch von dieſem Salzwerke ſind die Nachrichten des H. Tram? pels ſehr fehlerhaft. Er ſagt, die Sole halte 43 Grad. Dem einen Gradivrhauſe giebt er nur eine Länge von 800 Fuß, dagegen dem andern 1350 Fuß. Leßtes, welches doppelte Wände hat, ſoll nach ſeiner Angabe, nuy einfache haben; und das kürzere, welches nur eine einfaker Brun- nenſole iſt nicht 10340, ſondern 10206, Die Angabe des Holzes iſt eben ſo falſc<, als bey Salz der Helden, Salze wi 530 Sechs.und zwanzitgſter Abſchnitt. Salzhemmendorf im Amte Lauenſtein, welcyes Satzwerk ſchon ſeit dem- zehnten Jahrhunderte bekant it, hat drey Salzbrun- . nen oder Sdölenteiche, die ſich unter, einem gemeinſchaftlichen Gebäude befinden, x2 oder eigentlich nur IL Kothen, wovon drey könig- lich ſind.. Die Sole aus den verſchiedenen Quellen halt im Durchſchnitte 9 Grad, d. ji. 2X Loth im Pfunde oder 745 Prozent, Sie wird in eiſernen Pfannen verſotten, und mit Blut zum Schäumen. gebracht.» Weil kei: ne Leckwerke da ſind, ſo entſteht durch langes Garſieden der ſchwachen Sole ein Verluſt an Saure, und ein feines, leichtes Salz, wel- hes ein ſtarkes Krimpmaas leidet; indem von 10 Himten in einem Jahre ſechs verlohren ge- hen ſollen,-- Man ſucht deswegen das Salz gleich zu verkaufen. In den landesherrlichen Kothen ſucht man jedoch das Salz grobkörnich« ter zu erhalten; da werden gemeiniglich aus jedem Werke 8 Körbe, jeder von 3 Himten, alſo 4 Malter gemacht. In den Bürgerkothen wird mit. Waſen- und Klafter-Holz, aber in den Königlichen mit den ſo genanten Oſterwal: der Brandkohlen gefeuert. Sehr übel iſt es, daß die verſchiedenen Intereſſenten ſich nicht zur Erbauung eines Gradirwerks entſchlieſſen wollen; alſo mit der Verſchwendung der Feue: rung ſo lange fortfahren werden, bis die Nach- kommen endlich die ganze Nutzung, aus Manz- gel des Holzes, werden aufgeben müſſen« Salz: detfurt imj Stifte Hildesheim, welches doch auch von Gewerken betrieben wird, hat den- noch jeßt Gradirwerke, und liefert auch ein viel beſſeres Salz« Die Stadt Münder, im Fürſienthum Ca- lenberg, hat in der Vorſtadt Maes 20 alz- | | | ven( dimol gem) Gull, nd. da jalte| ſchie wf Ww hd! au! de Ae diy omm (M qm Auderet Ny Gil Yang breit, Feuer mit) ſit, ' Ie zu erſten Pfann peiß | 5 JU)| Venn AN JALO T vn 03 j 1] um, iN"" | wii Hy' jm wio“! AE HEES aN Salzſiederep. 5. 18. a8x Salzquellen, die alle am Fuße des Berges, der Deiſter genant, liegen, von denen aber jet nur eine genutzt wird. An dieſer haben auswärtige Klöſter und adeliche Familien die meiſten Antheile, welche ihre Werke den Ein» wohnern von Münder, meyerweiſe, gegen Pacht an Salz, eingegeben haben; hat der. Magiſtrat einige Werke; einige Geiſtliche bekommen Deputat-Salz, Der Brunnen iſt mit Holz eingefaßt. Man will bemerkt has ben(und die Bemerkung wäre leicht, aber dennoch'weis ich nicht, ob ſie zuverläſſig gemacht worden), daß drey Adern von dex Seite, und eine von. unten eindringen, und. daß ſolcnen hat man abgeſchaft.= Dieſe Nachrichten von dieſem Fonſt noh nicht beſchriebenen Salzwerke, hat, auf Erlaubniß Königl. Churfürſtl, Kammer, Hr. Salz-Juſpector Lüttich mir 1776 mitz- zutheilen die Güte gehabt» Jetzt kan ich aus den ſchriftlicen Aumerkungen eines Kenners, der dieſes Salzwerk beſucht hat, folgendes beyfügen. Die Anſtalten zum Gradiren ſind nie ganz gebraucht worden, und zwar aus Mangel an Treibkraft. In den üntern Dorns wänden iſt jezt nur eine Träufelung im Gan ge; die drey übrigen ſtehn ganz ſtill. Die Dachgradirung iſt bereits verfallen, und kan auch bey der vortheilhafteſten Witterung nicht genußt werden. Ein groſſer Fehler iſt gewiß, daß may ſich noch nicht hat entſchlieſſen kbönz nen, einen 10 Minuten weit entfernten ziem- lich) beträchtlichen Bach zum Aufſchlagewaſſer zu benußen, und zwar aus Beſorgniß, daß dadur< der Kornmühle, welche der Kammer gleichfals gehdet, etwas geſchadet werden möchte. Die Aufſchlagewaſſer fallen auf ein Waſſerrad von 30. Fuß im Durchmeſſer, in eis ner Höhe von 18 Fuß; hernach auf ein 70 Ruz then davon entferntes oberſchlähtiges Rad von 15 Fuß im Durchmeſſer z letzteres treibt durch ein horizontal ſchiehendes Geſtäng 4 Pumpen, weldje einen Theil des weggeloffenen Waſſers auf die Höhe des vordern Rades heben. Die Hh 3, Wind- wt 486 Sechs und zwanzittſter Abſchnitr, Windmühle wird faſt nie gebraucht, Die Sole wird nur auf 11 bis 13 Grad veredelt, Der Solenempfänger war bey dem Reſervoir über- fläſſig, und dient jeßt zu einem Tonnen-Mac- gazin, Geſotten wird jest in. 9 Pfannen, und zwar in 8 Pfan. grobkörnichtes, und in einer Pfanne feinkörnichtes. Die Mittelart wird nicht mehr verfertigt. Alle Pfannen lie» fern wöchentlich 200 Malter Salz; das Mal- ter zu 12 Scheffel Oſnabrück, Maaſſes ge- rechnet; wozu im Durchſchnitte 1800 Ringel Steinkohlen verbrant werden. Bey Harzburg, nicht weit. von Goslar, iſt ein Salzwert, Julius-Halle genant, wels en, feſt, dicht. | ein, mer] Gru boplyt Who)| der fei (eßdw vamit (be fern an 00:07 1/N ſe), " (hij WW y| Ni We Wfamnh 1,0 | Muſſe x | 1800 Jyj t(Joölt| Want, | 1 1500.00 digi Du ZJ 81, ZAN HNE) Ehen" ENEN ſchen WM Een 8 Zeſottmn Sind wn 8 Somme Efie & Giuſ 14 GEE Salzſiederey« 8. 19* 487 3. es bleibt an der Luft trocfen, 4. Es zerſhmilzt in Waſſer leiht, giebt ihm keine Farbe, auch keinen Bodenſaß. 5. es kniſtert oder decrepitirt auf glühenden Kohlen ſiark.. C2:5 208 Die Bereitung des Dapſalzes beſteht das xin, das man, in ſüdlichern Ländern, Somos mers an den Meerufern verſchiedene viere>ige Gruben anlegt, welße am Rande entweder ge? bohlet oder gemauert und auf dem Boden mit Thon belegt ſinda Wenn das Meerwaſſer in der tiefſten Grube einige Zeit zur Ausdünſiung geſtanden hat, wird es allmälig dur< Umwege, damit es den Schlamm abſeße, in ſeichtere Gruben gelaſſen, bis es, wenn es in der. leßs tern angeſchoſſen iſt, mit. Schaumlöffeln her- ausgenommen, und.abgetro>net wird. 1. Der Namen Bayſalz iſt von Bay, Meerbu- ſen. Die verſchiedene Farbe deſſelben rührt von dem Thone her, welcher fi) beym Aus- nehmen, wenigſtens an das üntere Salz, an? henfet. 2, In Frankreich geſchieht die Cryſtalliſation am ſchnelleſten bey Nord- und Nordoſt:Wind mit hellem Sonnenſcheine. Merkwürdig iſt, daß zuweilen kurz vor. dem Anſchuſſe, bey den Sümpfen, ein ſtarker Geruch nach Violen ent- ſieht, den man auch bey dem Portugieſiſchen Salze, wenn es in groſſen Haufen aufgeſchüt- Hh 4 tet 488. Sechs und zwanzigſter Abſchnitt, tet iſt, bemerkt, bemerkte ihn auch ait dem Salze, welches am Nil gemacht wird, 3. Bayſalz iſt ſchärfer, ſtärker und vorzüglicher zum EinpöFeln, als Solenſalz 3 daher man es auch na4 Dertern, wo. ſtarke Schiffarth iſt, und anderes Salz nicht fehlt, z. B, nach, St, Petersburg, kommen läßt. Dieſer Vorzug ſcheint daher zu rühren, weil, bey der gelin- den Verdünſtung. an der Sonne, weniger Suuz xe verlohren geht. FS+ 2E4 In nördlichen Ländern wird aucs Ci a ſioff, Salpeterſtoff) und 79,5 Theilen Oxygen gedit a(Sauerſtoff, Baſis der Lebensluft)z'oder beyde Fepöre ien Theile verhalten ſich zu einander faſt wie 1x zu 1 dt jt j 4. Azote oder Salpeterſtvſf enthalten alle thies by u riſche und viele vegetabiliſche. Subſtanzen. 302,0 Dieſer Beſtandtheil verbindet ſic) bey der Fäus* t; Kit) NECKER lung 494 Sieben und zwanzigſter Abſchnitt, lung, mit dem Sauerſtoff, und ſs entſteht Salpeterſauer, welches man alſo als ein Pro- dukt der Fäulung anſehn kan. Dieſes verbina det ſich gemeiniglich mit Kalk, wodurch ſal: peterſaure Kalkerde entſteht, aus dem erſt durch den Zuſatz von Aſchenlaäuge oder Potaſche der eigentliche Salpeter erhalten wird, Yilſo iſt zur Gewinnung deſſelben nöthig: eine Menge faulbarer Subſtanzen, ſo viel Luft und Feuch- tigfeit, als die Fäulung fordert, Kalkerde zur Aufnahme der entſtandenen Säure, und ſo viel Gewächsalkali als zur Zerſetzung der ſalz peterſauren Kalkerde hinreicht, 3. I< vermuthe, daß man zur Zeit des Pli- nius und Dioſcorides eben ſv wenig unſern jetzigen Salpeter, als unſern jetzigen Alaun, gefant hat, und daß die älteſte Nachricht von jenem diejenige iſt, welche in des Yrabers Geber Schriften vorkömt, als welcher auch bereits Scheidewaſſer gekant zu haben ſcheint, EEE Die vortheilhafteſte Gewinnung beſteht darin, daß man aus den mit faulbaven Dins- gen vermiſchten Erden, unter einem geräumis gen Schoppen, der ein dichtes Dach, einen thouichten oder feſten. Boden, und Klappen hat, und an einem freyen Orte liegt, pyra?- midenförmige lo>ere Haufen anlegt, ſol| I I„*Zike Wh,| Salpeterſiederep. 8. 2. 3+ 4+ 5« 493 EB 9 04) 1. Um die Haufen locker zu' machen,, ſchüttet (8 dnb| man die Erde über dreyecige Priſmen, die 98 fes bely aus"Horden geflochten ſind; oder man. legt Doduzy auch nar Reiſer zwiſchen die Erde, Sy ſh jp ENG hy]; M, 1; 3: ,3* Win In Zu den Salpeterhaufen ſchien ſich LS[nd Fin Moorerde, Schlamm, Gaſſeakoth, Schutt, Fle Kalk, Aſche, Seifenſiederaſche, Miſt Urin us der| und audere Abfälle von Thieren und Pflanzen, deren Verhältniß ſich nicht allgemein beſtimsz "3% men läßt«| 0 win GA: ] 48. Alu, M ht m Nicht ſo vortheilhaft ſind die W8Fnde, | Minho welche man auf einem feſten Boden aus Sals- | Hi peteverde aufführt, ſo gut als möglich wider 6% Sonnenſchein und. Regen ſ H" fſeßt hat, kläret man ſie ab, läßt ſie im Keſs 16 Ry! ſel gelinde abdämpfen, filtrirt ſie, und bringt FFILN ſie in ſchicklichen Gefäſſen zur zweyten Cry? ae M| ſtalliſation, zu Pm 1. Die Reinigung des Salpeters beruhet vors Da ud nehmlich darauf, daß die Lauge nicht nur M de(ufs Salpeter, ſondern auc Kochſalz enthält, und M(m daß letzteres Salz ſich nur durc; Abräuchen, > VATEN| erſteres aber durc<4 Erfälten, cryſtalliſirt. NENTEN Bey der Läuterung hat die Auflöſung ſchon W Ii 2 weit 500 Sieben und zwanzigſter Abſchnitt. O' weit mehr Salpeter, geaen das Kochſalz zu| rechnen, daher ſie, wenn ſie bis zur Cryſtal» liſation des erſt genanten Salzes gekommen iſt, noh bey weitem nicht genug zur Cryſtol- liſation des Kochſalzes abgedampft iſt. Alſo ſchießt alsdann bey der Erkältung nur der Salpeter an, und das andere Salz bleibt in der Auflöſung zurück, Eine gute Anweiſung, Salpeter auf Kochſalz zu probiren, ſindet man in den neuen Abhandl, der Schwedi- ſchen' Akadem, V1, S,. 56. 2. Zu manchem Gebrauche iſt auch der Salpe- ter vom zweyten Sude no nicht rein ge- nugz aber die voliommenere Läuterung über- laſſen die Salpeterſieder denen, welche ſolche zu thren Arbeiten ndöthig haben. 3+ Um dieſes Salz von aller Fettigkeit zu reini- gen, hat man wohl Alaun gebraucht, welcher theuer iſt und leicht den Salpeter mit Vitriol- ſauer verunreinigt. H. Gadolin hat daher mit gutem Erfolg dazu Kohlengeſtübe ange- wendet. GS. neue Abhandlungen der Schwed, Akadem, Th, 12. Na LO, Reiner Salpeter muß aus ganz weiſſen, Flaven, durchſichtigen, völlig trockenen Ery»- ſtallen beſtehn, im Waſſer ſchnell zergehn, über dem Feuer ſchnell zerſchmelzen, auf glü- henden Kohlen ſchnell und ſtark verpuſſen, und einen empfindlich kühlen Geſchmac> verarſahen- F+ IT. Unte Gewinn zur Gila zuzähſe %(ij Zu Bib NN! wor) 0/0 Med ojr! ee Chud 5]) Tf iur ordt 1%( Abliyy Of Ged vor) | Veſtux) | 386 Obi H 1) zu Vile IEyſt if, h DU tun m4) iQ 0a; Ki YU1te Anti) (Mobiren, Ah * er Shy) H der S) | ME yht 1") BU 0007, (4(4 | I 60(00% Amme )>] gan) W |[WD trodent | qm x 8 SUHR „ y> verpufi j od vu Ein RIE IT 8 Salpeterſiederep« S+ T1l+(+50 GC. 316 Unter den zahlreichen Scriften über die Gewinnung des Salpeters ſcheiven folgende, zur Erläuterung dieſes Abſchnittes, die vor? züglichſten zu ſey"« I. C. Simon Kunſt Salpeter zu machen« Dregden. 1771+ 8+: S.. PhyfiF. ökonom«. ziblioth. U. S. 399.. Zu. dieſem„Buche ſind noch zwey Theile 1778 und 1781 gedruckt worden, welche Ueberſetzungen ſranzöſiſcher Aufſäße enthalten, Me&moire ſur la meilleure methode d'extraire & de raffiner le ſfalpetre.»Par Tron/on du Condray. Paris 1774: 85 S,+ Biblioth, VI S«, 325+ Inftructioy ſur Vetabliſſement des nitrieres& ſur 123 fabrication, du ſalpetre, publige par ordre du roi Paris: 1777. 4+ S- Ziblioth. IX.'S. 344» 1 Abhandlungen ver Berner Geſelſchaft. 17609. 4« S,.+ Steue ökonomiſche Lachrichten. 11. S. 844. von der Salpeterſiederey in Schweden. ökonomiſchen (€. 8. Reuß) Beobachtungen, Verſuche und Er- fahrungen über des Salpeters vortheilhafteſie Verfertigungs- Arten. Tübingen 1783+ 8« S. Biblioth. X1U1t. S. 53. I< ſinde auch eine Fortſetzung vom Jahre 1785 angeführt. Recueil de memoires& d'obſervations ſur Ila fortnation& ſur la fabrication du ſalpetre« Par les commiſaires vommes par VAc2de- 1.3 101023 502 Sieben u. zwanz. Abſch. Salpeterſ. 2c, mie. Paris, 1776. 8. S. Biblioth. VII, S 195.= Samlung von Nachrichten und Beobachtungen über die Erzeugung und Ver- 1 fertigung des Salpeters; auf Anordnung der| Pariſer Akademie herausgegeben, Leipzig, 1779. 8. Z y Recueil de memoires& de pieces ſur 12 forma- - tion& la fabricstion du ſzipörre. Paris 1786. Enthält die Preisſchriften der Pariſer Akade- mie. Dieſe Samlung iſt auch der eilfte Band% von Memoires de mathematique& de phy- 3 uv ah fur(öh gap je | rohe ? um [5] fique, preſentes ä Vacadem, des ſciences, Acht | | JU 4 eh WEN ng mh Bh 281, my | 5I Ia form M Paris 194) + Weiſer Ahh VRelifte Dy | 190pE7 de p! . DAM jehces, GRE 503 Acht und zwanzigſter Abſchnitt. 24ER erNeN vun 4?„3-- 5 Zwis St x06 Acht und zwanzigſter Abſchnitt. | zwiſchen eiſernen ſenkrechten oder liegenden Wals zen ausgepreſſet.. 1: Teutſchland kan freylich keinen Zucker bauen, und die ſüdliczern Theile Curopas, welche ihn banen können, baben zum Theil die Gewin- nung aufgeben müſſen, ſeit dem Johann 4arokins, ums Jahr 1562, die Engländer zur Unmenſchlichkeit des Sclavenhandels ane geführt, und dadurc< die Amerikaniſchen Co- lonien in den Stand geſetzt hat, viele Waaren den Europäern wohlfeiler zu liefern, als dieſe ſolche durch eigene Gewinnung haben könten, Nichts deſto weniger iſt die Nachricht von der Eultur der Pflanze, und der erſſen Bearbei- tung des Zuckers, nicht überflüſſig, indem da- dur die Raffinirung, welche ſich die Curo- päer vorbehalten haben, verſiändlicher wird. 2. Ein bey dem erſten Sieden verdorbener Zu>er läßt ſich nie volkommen raffiniren, ſondern muß nur in kleinen Theilen dem beſſern bey- gemengt werden, 3. Auſſer dem Zuckerrohr, Saccharum 0/ficina- „yum, können noc mehre Pflanzen, auch ei- nige einheimiſche, und ſolche die einheimiſch werden könten, wo nicht einen reinen Zucer, doch wenigſtens einen brauchbaren Syrup, geben. Dahin gehören: -Zu&erwurzel, Sium ſiſarum« Grundſäße derLandw. 9, 169, Weiſſe Beete, Beta cicla, Ebendaſ, 8, 174« Rothe Beete, Mangold; vorzüglich die Abart von gelber Farbe, 3Z0- ß ſhy j (ah Zuckerſiederepyp- 8. 2: 34 5307 M Zuckerahorn, Acer ſaccharinum, Schmidt öſterreichiſche Baumzucholm, 17.32. 4+ S« 430 | ASh/um€ G20-35 Bien, | es Der ausgepreſſete Saft muß, zur Vers LEN hütung der Gährung, ſo gleich in kupfernen 87 NUR Keſſeln gekocht und abgeſchäumt werden, wels ches durch einen Zuſaß von Kalkwaſſer oder va Om Aſchenlauge oder Seifenſiederlauge, befördert wird. Nachdera er genugſam eingeko NUR den, läßt man ihn durc< Erkalten gerinnen, AAL und den Theil, welcher nicht gerinnen kan, ab- „erz ſeßen. Leßterer, gleichſam die Mutterlauge, ; wird VJelaſſe gennant, und giebt nah der y Gah«- s08: Acht und zvwoanzitſſter Abſchnitt, Gährung einen Bräntewein, der Su&erbran- rewein genant wird. Der geronnene Zuer wird in Fäſſer geſhlagen, und unter verſchie? denen Namen und Preiſen, nach ſeiner Güte nd naß dem Grade der Reinigung, den ex bereits erhalten hat, verkauft. 1. Schon bey der Gewinnung geſchieht die Läu- teruna faſt eben ſo, wie beym Raffinirenz auß wird in einigen Pflanzungen der Zucker ſchon zur völligen Reinigkeit gebracht, aber einigen, ſonderlich Amerikaniſchen Colonien, », B. der Holländiſchen in Surinam, iſt die Raffſinirung verbothen worden. 3. Die Franzoſen nennen bon friſch ausgepreſſe- ten Saft des Zu>kerrohrs le velſou. Läßt man dieſen. gähren, ſo erhalt man einen zwar wohlſichmedenden Wein, welcher aber gemei: "niglic< Durchfall vervrſacht; er heißt vin de canne, Das ausgevreſſete Rohr, was zur Feuerung dient, heißt begalle."Der Brante- wein, der aus vin de canne gemacht wird, heißt Rum, und hat nicht den unangenehmen empyreumatiſchen Geſchma> und Geruch, als der, welcher aus Melaſſe, Syrup und Zucker? waſſer F. 46 erhalten wird, und Taffiag heißt, Inzwiſchen wird der Unterſchied dieſer Benen- zungen nicht von allen genau beobachtet, -- 3, In Surinam und in andern Pflanzungen be- fördert man das Gerinnen des Zuckers durch einige Pflanzenſäfte; 3. B. dur<. das Decoct von dem ſiinkenden und giftigen Arum ovatum, Vielleicht bewürkt dieſer ſct, wodur. Auſſer dem aber iſt auch gewiß, daß EN die alkaliſche Lauge die überflüſſigen öhlichten Mh und harzichten Theile verdünnet und abſon- M.| dert, als welche ebenfals die Cryſtalliſation 4. 8 hindern würden, ' Wut, l | 04 4) 2, Der, gerinbare Theil des Bluts gleicht ganz dlm; dem Eyweiſſe. Beyde reinigen den Zudker das | durc<, daß ſie beym Sieden gerinnen, alsdann Db 1m oben ſchwimmen, und zugleich mit den Unrei- , /Dmnl nigkeiten, welche ſich an dieſe kiebrichten Sub- 4 Menn ſtanzen angehenket haben, abgenommen werden. 3. Anfänglicken. Der damit bearbeitet? Candiszucker fol dem Angriffe noen können; obgleich die Ham- burgiſche Geſelſchaft zur Beförderung der Ge- werbe durch Preiſe Verſuche veraniaſſet hat, NET Der genugſam abgeſhänmte Zucker wird filtrirt, indem über den Klärkeſſel ein Korb, über diefen ein wollenes. gewalktes tro>enes uH gelegt, und durch dieſes der Zucker, oder erjie Sud oder Sod, in den Klärkeſſel ge- füllet wird. G1..8. Der filtrirte Zucker oder das Rläörelſel wird, vermittelſt einer kupfernen Pumpe und tragbarer Rinnen, in die, unter der Zeit ge- reinigten Keſſel, denen die Braſte abgenom- men worden, zurüF, und in dieſen abermals zum Sieden und. Abrauchen gebracht, Beym zweyten Sude-'mäſſigt man das Aufwallen, oder ſchrecket den Zucker, dur< etwas hinein geworfene Batter. LT. Did) die J) jW 1nq der Vlaſfet hy k im Amte Bly- menthal nicht weit von VegeſaF, werden dieſe Formen Smit,| | Siede 4 de Berny p,(ins MN Übdem Ep 3 AB 1 raſte 4) B Dieſ M Bieber yen,| 1444 Enz] iw" 1 haben ſc) Bern, 0) 4 ſind, 0 ny Aber"" Shhime in un: Et verfielet,| Rs ba TRENNEN M vn wn Mte, Im) Ens 4 06) € Smit! en[0 una) ue zum H Ztodhin em Zu imbuty 10 u gemadt im Zu, aind erhält, Fitd, 3m) een Tpfttn jm Pfunde Eugdt NN E cun aus öl v einm Amt? | fe, werden W 4 Jory ea REET INES Zuckerſiederep.. CF. 11. 13.+ 515 Formen gemacht, und für mehr als 1000 Tahl, jährlich nach Norden verſchickt, Sire Nach einiger Gerinnung werden dfie- vol» len Formen in Körben auf den Boden, wohin ſos wohl aus der Darre, als aus dem Schorüſieln der Siedkeſſel, Wärme geleitet wird, gezogen, und daſelbſt, nachdem ſie an der Spiße geöfnet worden auf die irdenen Spyrupsröpfe geſtels let, in welche allmälig der Sprup, welcher nicht gerinnen will, abtröpfelt, SF. 13% Um die kleinen Zuckercryſtalle no< völliger abzuwaſchen, bede>t man die Böden der Hüte, nachdem inan ſie mit zerſioſſenem Zucker ergän» zet hat; mit eingeweichtem und geſiebtem Thone, auf den man eiwas Waſſer füllet, und dkleſen Thonkuchca erneuert man ſo oft, bis der Zus? &er die erforderliche Weiſſe-hat- Das wenige von Syrup, was nicht gänzlich ausgeſchieden werden kan, verbreitet man dadur<, daß man die Hüte in ihren Formen auf ihre Böden oder Baſen ſtellet, durch die ganze Maſſe, gleichförs mig und unmerklich. Die Züre oder Brode, werden auf einem mit einem Rande eingefaßten Scewel oder Stuhle, mit dem Schabmeſſer und der Bürſte gereinigt,„auf dem lüftigenz“oder RF 2 etwas 516 Acht und zwanzigſter Abſchnitt. etwas geheißten Boden, abgetro>net, und als dann in die Darre gebracht. 1. Die„Cryſtialle der Salze pflegen von dem klebrigen Weſen, in welchem ſie ſich gebildet haben, überzogen zu ſeyn. Um ſie davon zu reinigen, wäſcht man ſie in reinem Waſſer ab; aber dieß läßt ſich bey dem ſehr ſeymelz2 baren und nur eingefoholm Gelegenheit hatte, die groſſe Raf- PE. fſinerie, welche Herr I. C. Kramer. zu groſſer geſellen,| Vollkommenheit gebracht hat, kennen zulernen, Cre zu erſuchte ich dieſen geſchickten Mann, ſich einmal, Cet zu gief ſtat des koſtbaren franzöſiſchen Thons, der ein- | WO u heimiſchen Pfeiſſenerde zu bedienen, und. der , Vurchbnpen Verſud) zeigte, daß dieſer völlig dasjzenige lei- 7 mit dan abs ſiete, wäs der ausländiſche nur immer leiſien Rufen H, konte. Jetzt weis ich auch, was ich aber da- WT CW mals no< nicht wußte, daß man ſchon ſeit vie- LUK) len Jahren in England den Pfeiffenthon zu eben 00 Womo dieſer Abſicht braucht, und daß aud) die Berlini- ne(ngen ſchen Zuckerraffinerien. dazu den guien Pfeifſenz En Dt thon aus dem Magdeburgiſchen kommen laſſen; g fn m«wiewohl ſie ſeit einiger Zeit einen andern Thon fetten I aus Schleſien, welcher aud) auf den Raffineri- euren, DR en in Breslau gebrauch? wird, vorziehn.. Ums Eiwederhi ahr 1765 entdeckte ein Bauer, namens Hans Senden Gſt) Heinrich Bremer. in Bemerode, eineni Oor2 gm beſten fe im Kirchſpiel Kircherode, unter dem adlichen 9 ner Gans Gerichte der Herren von Greveineier, eine halbe s nor Gand Stunde von Hannover, auf ſeiner Wieſe, eine ſehr fn weiſſe Erde, welche er zum Bertauſe ausboth. 8.08 an en Die damalige Zuckerrafſinerie des H. WinFels „e Mheotiefi mann in Hannover, verſuchte fie, ſtat des bis- e gebräußid! her über Hamburg erhaltenen Thons aus Oks |: mitch Malo zu brauchen, und fand ſie gut, und hat ſie nachher bis an ihr Ende gebraucht, Das Tuder, welches ungefähr zwölf Zentner hielt, ward in Hannover. mit 16 ggr. bezahlt, Man KFZ hat 3, eint Gefon . forden 0 5318 2cht und zwanzigſter Abſchnitt, [4 IE hat auch davon ehemals an die Raffinerien nach Hamburg und nach Bremen, wo jeßt drey, vder vielleichtnur noch zwey ſind, geſchickt; aber dieſer Abſaß hat bald aufgehört, weil man dort den franzöſiſchen Thon, der als Ballaſt. mit- gebracht wird, noch wohlfeiler als die Hannd- veriſche Erde, haben kan, Inzwiſchen geht noch viel davon nach Preuſſiſch- Minden, an die dortigen Raffinerien, Dieſe Erde, die auc) von Dem Hoftöpfer in Hannover, vermuthlich nach Zuſeßzung eines andern Thons, zu Flieſen ver- arbeitet werden ſoll, liegt auf den Wieſen um Bemerode, ſo wie in hieſigen Gegenden der Duckſtein, unter einer etwa 2 Fuß hohen Dam- erde. Man gräbt ſie ſechs Fuß tief, und findet alsdann eine Sole, die weiß und ſteinicht beſchrieben wird. Herr Oberamtmann 85, I. Wehner, hat die Gäte gehabt, mir auf meine Bitte, nicht nur dieſe Nachrichten, ſondern auch Proben von der Erde ſelbſt, zu ſenden, und mich alſo in den Stand zu ſetzen, ſie zu unters ſuchen, und mit der aus Rouen zu vergleichen, Das Stück, was ich von leßterer beſitze, iſt grauweiß; es hat einige Stellen, die ungleich weiſſer, als andere ſind, und hin und wieder ſtecken in demſelben Fäſerchen von Pflanzen, der- gleichen ein Thon, welcher dicht unter der Dam«- erde liegt, zu haben pflegt. Es iſt ſchwer und läßt ſich nicht leicht zerbrechen, In Waſs ſer geworfen, giebt es zwar einige Blaſen, aber weit weniger als die“ Bemeroder Erde; auch macht dieſer Thon das Waſſer nicht ſo trübe, und ſenkt ſich nach dem Umſchütteln weit ſchneller, „Im Salpeterſauer verhält er ſich wie im Waſſer, ohne im geringſten zu brauſen. Nachdem er „ſechszehn Stunden vor dem Fenſter eines geheißz- ken Zimmers geſtanden hatte, 99ß ich das Sauer bes 2 SE- wi EI= OS SIDE IN ea REET HRHE“Ahe: ERS:/ PEE 1 Wkaei« Wen TEK. 18 IHE. |“ jet|>< Init| Zucerſiederep. 8. 12- 572 Vffintring| behutſam nb, verdünnete es mit deſtillirtem | eth| Waſſer, und tröpfelte ſo viel Weinſteindh! hin- jeſt u zu, bis alles Brauſen auſbörte, und das Al- Weil mark| kali vorſcnete Erde wog, bis aufein Paar VS, die aut" Gran, völlig ſo viel, als ſie vorher gewogen 4 muthlich hatte. Alſo hat dieſe Erde keinen Kalk, Dur) (9 Flieſmp vorſichtiges Schlämmen fand ich 51. Theile (jb Wieſen Sand, der aus kleinen und groben ziemlich kla- genden h ren Quarztheilen und vielen weiſſen Glimmer? Nlohen Dan: theilen beſtand. In Feuer wird die Erde hart, 30; tief, un) wie Thon, ändert aber die Farbe nicht, auc Sh teinidt giebt die Salpeterſäure, womit ſie digerirt Sins 7, worden, mit Galläpfeln gar keine Schwärze 5 WENT alſo iſt meine Erde aus Rouen ein eiſenfreyer Z NN kaikfreyer Thon mit etwas Sand, zy(inden i0 Sn ſeu 4. Die Erde aus Bemerode iſt viel weiſſer, doh hat ſie einige Stellen, die etwas ins gelbliche fallen. Sie läßt ſich troen ſehr leicht zu eis JA eter bl nem feinen, weiſſen, ſtaubigeu Pulver reiben. Sin Waſſer geworfen, giebt ſie mit ſtarkem an- EE zu vn en, die 31);? gahin un haltenden Geziſche Blaſen, und zerfält zuleßzt zn Pflanps zu einem feinen weiſſen Breye, über dem das pe unter Waſſer etwas milc de. RN 2a R SEG, In ün Zuckerſiederesy. FC. 42. 13. 14. 521 Heimont im Anfange des 17ten Jahrhunderts kante, pflegen einige auch zu reHnen, daß ſie das eingeſogene fettige Weſen leicht wieder in Waſ- ſer fahren laſſe, damit dieſelbige Trde ofiwiez der gebraucht werden könne, CEinigermaſſen wird dies jeder Thon, und jeder thonichte Kalk thun; allein man hat wohl eben nicht Urſache, darauf zu ſehen; denn. die erdichte Decke: zieht wenige, oder vielmehr keine ſolche Theile aus dem Zucker, auf den ſie das Waſſer fall2a last, an ſich. Es iſt wahr, eine oft gebrauchte Erde nimt,- wenn man ſienach dem Gebrauche unaus- gewaſchen tronet, einen gröſſern Grad. der Feſtigkeit an, als fieroh hat; aber denno< zer? fält ſie ſt ward, Zucker= terre, ein roher Zu>er aus den franzöſiſchen Pflanzungen, welcher dort aus den &erthone, weggenommen iſt. Tätes de forme, eben daher, beſteht aus den Spitzen des in Formen verdickten Zu&ers, Sarinzucker, von farive, weil er mehr dem Mehle gleicht, oder wenigſiens nicht zu Hüten oder Broden geformt iſt, Puderzucker, eigentlich eben das, was Farin; wird aus der Mitte des in den Formen verdickten Zuckers genommen; dot z vom Englia ſchen Lump. ÜDrelis, war erſt der. Namen eines feinen Zuckers aus Malta, ſaccharum melitenſes Teßt bedeutet er eine Art raffintirter Brode,. Nefinade, Rafinade, eine feinere Art, als die vorhergehende. Canarienzucker, eine nod) feinere Arts ward anfänglich nur aus dem Zucker von den Canariſchen Inſeln gemacht, Rojalzucker, Königszucker, und Demi- yoyal„ find die feinſten Arten bey den Holläns dern und Franzoſen; 2, Namen nad) den Oertern oder Ländern, Thomaszucker, St. Thomas, ein weiz er, im. Italieniſchen Zucche- "Tro candito, ſcheint ſeinen Namen von candi= dus zu haben; aber Salmaſius in den Anmer- kungen zum Solin S. 718 leitet ihn von xovr0v 5 weil dieſer Zucker eFicht iſt, und'ia ſcharfkantige Stücke zerbricers iſt nöthig, x) daß-die Auflbſung von dem Übermäfſigen öhlichten! und ſchleimichten Weſen gereinigt, 2)-daß: ſte nicht zu ſehr geſätigt und verdicket, und 3) daß das Aunſchieſſen nicht durc* gar zu ſtarke und ſchnelle Wärme übereilt werde. Die Zuckercryſtalle gleichen in dex Bildung dem mis- neraliſchen Alkali. 5. 2.4.0 Aller Syrup wird nach ſeiner Güte in verſchiedene Hälter, Syrupsbak, geſammelt, Der beſte wird wieder eingekot wird, heißt ungedeckter Syrup, und iſt beſſer als der gedeckte. 2. Der bey dem erſien Sude geſammelte Schaum wird in leinenen Säen ausgepreſſetz was durchläuft, wird wieder eingekocht; was in den Säcken zurüF bleibt, hat ein erdichtes Anſehn, und wird in Hamburg den ſogenanten Schaume Pochern verkauft, welche daraus mit Kalk- waſſer noch etwas ZuFer ſieden, Z. Das ſüſſe Waſſer, welches in den Siedereyen als Abfall, beym Abſpühlen der Formen, der Gefäſſe, der Filtrirtücher und der Hände, er- Halten wird, giebt, nach der Gährung, einen Brantewein, wiewohl nicht den angenehmſien z auch wird es in England, nachdem man es hat ſäureu laſſen, zur Verfertigung des Bley- zuckers und des Bleyweiſſes gebraucht. ST 17: Ein wohl raffinirter Zucker muß- keinen Niederſchlag geben, niken, feſt, glatt, klingend, et- was durchſichtig, ſehr weiß und feinkörnicht ſeyn. I> 2 << Sie ZI SIR R NE Gw SP PIE (dſh, . Pfamay M, dh) A geſotten, iE ehr der u IN Ungedech AU(deckte, Mmelte Chim AM preſet; HM was inh WD) tes Anſy wn Schau 88 nit fal! 3 DUNN M(ww, Ww x NDNN ES hrung, Ui / WENN dem m 1S) ung NiWp Sbrauz) ES muß Im Joola 3 Quel) E feiner 3) WH fingen, 1 feinfi SE HAEEN EIE GRe: 8 Zuckerſiederey, 8. 17. 527 X, Die Läuterung des Zu>ers beruhet vornehme lich darauf. 1. Durch Hülfe der alkaliſchen Lauge werden die Theile, welche die Cryſtalli- ſation hindern, verdünnet und abgeſondert, Inzwiſchen iſt es möglich, wiewohl ſo viel man nod) zur Zeit weis, nicht vortheilhaft, Zucker ohne Kalkwaſſer zur Trockenheit und Feſtigkeit zu bringen. 2. Umdieſe ſchon etwas getrenne- ten Theile noc mehr zu ſcheiden, ſe3t man eine leicht ko& mit dem Schaume gleich wieder abgenommen wird. 2, Da die Süſſigkeit von der mit vylichten und ſchleimichten Theilen umgebenen und verbuns denen Säure herrührt, ſo ſieht man, daß ein Zucker deſto mehr von ſeiner Süſſigkeit ver- liehren muß, je mehr man ihn reinigt, das iſt, je mehr man ihm diejenigen Theile nimt, welche ihm Farbe und Feuchtigkeit verurſa- 99) combi ) Eau polen | WW voni, Sin! 410'um zem! | gewin „reich und 30 . ji hi Bereituntt des Schießpulv, 8, I+ M 64 bewey - lll KERRE.. Tbe: a EIE SAE ADS EEE db 531 be> unſer jeßiges Schießpulver gemeynt ſey. Zuverläſſiger ſcheint die Nachricht, daß im Jah re 1355 wider den Markgrafen Sriedrich von Meiſſen eine Donnerbüchſe von der Fe ſtung Einbe>X gebraucht worden iſt. Im Jah- re 1370 hatte Herzog Diagnus von Braune? ſchweig bey ſeiner Armee: ZBliden und dri- vende Warte, Armborſte, Buſſen und Were» Im Jahre 1378 trieb ein Mann in Augsburg die Kunſt, Kanonen zu gieſſen, zu laden und abzuſchieſſen, noch als ein groſz ſes Geheimniß. Grupen zieht hieraus den Schluß, daß damals unſer Schießpulver noch nicht ſehr bekant geweſen ſey- Aber mir deucht, das Geheimniß des Augsburgiſchen Känſtler8, hat nicht ſo wohl in der Berei- tung des Pulvers, als vielmehr in dem Ges brauche deſſelben bey den von ihm gegoſſe- nen tormentis aeneis beſtanden. Sehr wahr? ſcheinlich iſt, daß der kriegeriſche Gebrauch des Schießpulvers weit jünger, als die Er- findung deſſelben ik, Aber falſch iſt es doch, wenn man behauptet, daß es ſchon im zwölften Jahrhunderte zur Sprengung des Geſteins im Rammelsbergze bey Goslar gebraucht ſey. Denn die Nachricht, auf welche man ſich des- fals beruft, iſt von der Gewinnung der Erze durti) Feuerſetzen zu verſtehn, Die Erfindung des Bohren und Schieſſen auf deim Geſtein ſcheint erſt ins Jahr 1613 zu fallen. Jener alte Bergwerksoebraun< gab Gelegenheit, daß Heinrich, Pfalzgraf am Rhein, Sohn Hein- rich, des Löwens, im Jahre 1200, auf eben dieſe Weiſe die Mauern eines Schloſſes bey Tyrus ſprengke. In Rußland ward der Gebrauch erſt im Jahre 1475, doh viele Iah- re früher als in Schweden, eiogeführt. Ari2 ſtotel von Bologna lehrte die Ryſſen Kanonen L>>a gieſſen, G' 532 LTreun und zwanzigſier Abſchnitt. gieſſen, die ſie im Jahre 1482 bey der Be: lagerung von Fellin, mit gutem Erfolge brauch- ten. In England hat man erſt unter Eliſa- bet ums Jahr 1560 angefangen, Schießpulver zu verfertigen, welches man bis dahin von den Ausländern gekauft hatte. Nach den neueſten Unterſuchungen ſcheint bis jetzt der älteſte ſiHere Beweis vom Gebrauche des Schießpule- vers in Europa vom Jahr 1354 zu ſeyn, G. 24 Der Salpeter wird ſo viel als möglih gereinigt, cryſtalliſirt, fein gemahlen, und geſiebt. 9. 3+ Der Schwefel muß rein und blasgelb ſey, Er wird noch einmal geſchmolzen, abgeſchäumt und filtrirt. Hernach wird er, wie der Sab peter, fein gemahlen. 8. 4 Die Kohlen werden, um die Verunret- nigung durd) Sand oder andere gefährliche Dinge zu verhüten, in einem ausgemauerten Behältniſie oder ODfen, den man genau ver? ſchlieſſen kan, aus wohl getrocknetem entrins deten Holze gebraut, von Brändern gereinigt, und geſiebt. 1. Die Vulvermacher ziehen die Kohlen von wei- wefel, 1) Snſee 4/t y (NN wie iA ae RET HERNE he: Sd] EN eu aT 1 AE Ee Bereitung des Schießpulv. 6. 5. 6. 535 xe, von erfahrenen Perſonen für die beſte ges halten wird; 6 Theile Salpeter, x Theil Shwez- fel und I Theil Kohlen, Nad Hartwigs Angabe, werden zu 1 Pfund Salpeter, wenn es Stü>pulver ſeyn ſoll, 7 Loth Schwefel, 9 Loth Kohlen; wenn es H7usFetenpulver ſeyn ſoll, 6 Loth Schwefel, 8 Loth Kohlen 5 und wenn es Pirſchpulver ſeyn ſoll, 4 bis 45 Loth Schwefel und 6 Loth Kohlen genommen. Auf den Engliſchen Pulvermühlen macht man Kanonen- Musketen und Piſtolen» Pulver, und zwar von jedem eine ſtärkere und ſchwächere Art, wobey man folgende Verhältniſſen beob2 achtet. | Kanonen?| Musketen-| Piſiolenpul- pulver. pulver. ver. Stärke-|Salpeter| 160| 100 100 res. 1Schweſel 25 18| 12 | Kohlen.| 25| 20 15 S- ven, welches durch Wärme allein nicht geſche- hen darf; denn dieſe würde die Feuchtigkeit nah Zelt ye dug einn vad ben, mü er dutd uſt ewe die ter ynd 1 ea REET fe: Berben zu y ſe 107] 4 Nou Wan N In Non(Vys x vn Ob 1 oin! az' Ü nen Welche 4 aben via*s | Je)(8 3000 f HAY + ALUNG Flein 2 NNN L ſie um: Bu id! pi 4.0010(u nv“ Bereitung des Schießpulv. 6. 7. 8: 537 nach der Oberfläche treiben, und dadurch den Salpeter ſcheiden, 2. Das Anfeuchten geſchieht vur in der Abſicht, um das* Berſiäuben zu verhüten, und die Maſſe hernach körnen zu können 3 daher nur ſo weng Waſſer als möglich) angewendet werden„muß. Zuviel würde. den Salpeter aufivſen, und auss waſd; eU FE ZS Mit weniger Gefahr, aber mit einigem Zeitverluſte, erhält man ein Pulve r von mehz- rer Güte, auf den Mühlen wo di iv Mafertallen dur< Zerdräden, nicht dur Stampfen, mit einander vereinigt werden. Durch ein Waſſer: rad werden zwey ſenkrechte Wellen umgetrie- ben, deren jede mit ihren beyden- Ürmet zwey mühlſteinförmige Marmor, auf ihrem Rande, über einen horizontal liegenden runden Marmor, durch deſſen Mittelpunkt jene Welle geht, ber- inführt. Aufden liegenden Stein,'der mit einer hölzernen Einfaſſung verſehen iſt, werden die Materialien geſchüttet, die von dem Arbeiz ter mit einer Krücke unter die Läuſer geſchoben, und von Zeit zu Zeit benäßt werden. 1, Schon am Ende des xten, wenigſtens ge- wiß im Unfange des Jahrhunderts, hat man dergleichen Walzmühlen in Teutſch2 land geyadt. In Frantreich aber iſi eine ſol» dye zuerſt vom Pater 8erp angegeben, und im Jahre 1754 zu Cſjonne gebauet worden, wo ſie XT 5 nod) 533 LTeun und zwanzigſter Abſchnitt, | A] noch jetzt das beſte Pulver liefert. Jeder Bo« denſtein hat acht Schuh im Durchmeſſer, und 21 Zoll in der Dicke, Die Läufer haben 7 Schuh 5 Zoll im Durchmeſſer. Der, wel: er dem Mittelpunkte des Bodenſteins am näch- ſten iſt, iſt 18 Zoll 6 Linien dik, der andere aber iſt nur 173 Zoll did, Ein Cubikſchuh des Marmors, woraus alle drey Steine bes ſtehen, wiegt 187 Pfund 11 Unzen 5 Drache men. Man kan auf einmal nur 70 Pfund Ma- terialien mahlen, wozu ſechs Stunden nöthig ſind. Zum Benäßen braucht man nnr 23 Pin- tes Waſſer. Wenn die zermalmere Maſſe weg- genommen wird, legt man ſtarkes Solleder unter die Läufer, damit dieſe niemals unmit- telbar den Bodenſtein berühren. Die Maſſe wird ſogleich) gekörnet, und giebt gemeiniglich nur 30 Pfund Körner; das übrige bleibt Staub. Die Verdünſtung des Waſſers iſt bey dieſer Mühle weit geringer, als bey den gewdhnli- denz; man braucht alſo weniger Waſſer, und erhält eben deswegen ein würkſameres Pulver, Auch kan ſich die ganze Maſſe auf erſterer nicht ſo, wie auf den letztern, erhißen, Inzwiſchen geht auc) die Arbait langſamer. 2. Von einer andern Einrichtung ſind die jeßi- gen Schwediſchen Pulvermühlen, welche Karl Knutberg ums Jahr 1754 angegeben hat. Die beyden Arme einer ſenkrecht ſtehenden Welle führen jeder eine mit einem ſtarken Reifen von gegoſßſenem Meſſing umgebene hölzerne Walze, die einem Mühlſteine gleicht, auf einem von Meſſing gegoſſenen vertieften Boden, auf wel- yen die ſchon vorher etwas zerſtoſſene Materie alien geſchüttet worden, herum, ſo daß beyde Walzen in etinerley Gleiſe hinter einander laufen. Un der Welle iſt auch eine KrüFe angebracht, welche pt. Dry ein amn) Pit, der" y? Ein Cybil dtey Gti) „ane 5 Hy 1 70 VfunbJ) JU funden"iy ID or 23% 0,47 Maſſe 1 AW fes Solleh/ MMEmals unmi) M Die Doſe 31 Wyntnigih, "ZEUNGNN - AURON Sy din amp) Ser Diſſe, u IE ſamer Di, Erauf erſaon) 4 en, Tu 1.19 UE) find 11 M, weide 8 angegeben Kg“ teehendmn gurfen Ref kpl)„My 2 Dier„u JF uf ew Boden au ſtoſſen Matt En, ſo datt D einander ium aude angeb wih << 50 SRE, DE; 20=]«Ee“ Ke: E* ä- AREA UEBE üb Bereitung des Schießpulv. 8. 8- 539 welche die Materialien umrührt, und vom Rande des metallenen Bodens unter die Walzen fehtebt. Auch iſt an derſeibeun eine Waſgerkanne befeſtigt, aus der Waſſer auf die Pulvermaſſe rröpfelt. Auf einmal werden 2 Lispfund Materialien hinauf geſchüttet, die, wenn ſie ſich entzünden ſolten, doch bey weitem nicht ſo viel Unglück machen können, als 29 bis 49 Lispfund, die man auf den Stampfmühlen in die verſchloſſe- nen Gruben thut. Wenn die Materialien vor? her beſonders klein geſtoſſen ſind, ſo bereitet eine Schwediſche Mühle 48 Liepfund Maſſe in 24 Stunden, da ſont die Stampfmühlen mit 32 einfachen Stampfen, nur 20 Lispfund, und mit doppelten, oder 64 Stampfen, 40 Li8pf+ in 36 bis 48 Stunden bearbeiteten, 3. Ro eine andere Einrichtung hat der Pater Sery angegeben. Vier Walzen von gezoſenem Eiſen, die 6009 Pfund wogen, und deren zwey allemal an einem Geſchirre befeſtigt waren, wurden vom Mählwerke in gerader Linie über zwey horizontale Tafeln, deren jede 12. Schuh lang und 4 Schuh breit waren, gezogen, wo2 durch die Materie, welche bearbeitet ward, 95 Quadratſchuh Oberfläche bekam. Bey dem im Jahre 1756 zu Eſſonne angeſtelleten Verſu- dye, zeigte ſich, daß man auf dieſe Weiſe in acht Stunden ſo viel Maſſe bearbeiten konte, als in den Stampfmühlen in 24 Stunden ge? macht wird. Auch fand man das Pulver un- tadelhaft. Denno hat man dieſe Erſinbung nicht allgemein gemacht, und zwar deswegen, wie einige verſichern, weil die Walzen, dieeinz mal zerkleinte Maſſe glatſtrichen, und über ſie wegglitſchten, ohne ſie weiter zu miſchen. Aber dieſer Umſtand ſcheint ſich leicht heben zu laſſen 4+ Auf 549 LTrTeun und zwanzittſter Abſchnitt. 4 Auf der Harburger Mühle, welche ich im October 1785 beſah, ſind Stampfen und Wal- zen, Zu leßtern ſind die Steine Marmor, welche von Viſet oder Weſet an ver Maas im Lättichſchen verſFrieben worden. Jeder Läufer iſt ungefähr 8 Fuß im Durchmeſſer, 1 F,. 7x Zoll vick, und ſoll zu Weſet 125 Holländ. Gul: den, und für Fracht bis Hamburg 99 Fl. ge- Foſtet haben. Der Bodenſtein oder Lieger iſt 9 Fuß im Durchmeſſer und 2 Fuß di. Ein Cubikſchuh wiegt, nach des Hrn, General- Lieu? tenant von Trew Unterſuchung, 123 Nürnberg, Pfunde. 5. In vielen Mühlen hat man eine wie einen Schrittzähler eingerichtete Uhr angebracht, um genau zu wiſſen, wie oft die Walzen über den Saz gegangen ſind. In England. ſollen. die Stampfwerke verbothen ſeyn,; CG. 9 Die genugſam durnen des gekörneten Pulvers ges ſchieht entweder in Glashäuſern an der Son- ne, welhe nac< Art der Treibhäuſer gebauet ſind 3; oder auch im Sommer EE NBet- ter in freyer Luftz oder in geheißten Stuben. eeBs |] 542 LTeun und zwanzigſter Abſchnitt. Leßtere haben elnen eiſernen, aus einem Stü>e gegoſſenen Ofen, der zur Sicherheit einen Man» tel von Thon oder Leim erhält, den man. noh dazu mit Kalk übertüncht, um alle Rißen früh genug bemerken zu können. In dieſen Dax» häuſern wird das Pulver entweder auf einen mit Leinen bedeckten Tiſch, oder auf hölzerne Tafeln, welche in ihre Geſtelle geſchoben wer- den, gelegt. 1. Bey Harburg geſchehen die verſchiedenen Arbei- ten nicht unter Einem Dache, ſondern ſie ſind in Fleine, etwas von einander entfernte Gebäude vertheile!- Das Trocnen geſchieht in ei- nem ganz niedrigen HäuÖchen, was einen mit Kalk übertünd)tren Ofen hat. Das Pulver liegt auf Brettern, und dieſe werden in Geſtelle Über einander geſchoben. Die Tonnen, worin das Vulver verſchi>t wird, werden nicht mit Pa- pier ausgelegt, weil es darin ſchneller verdirbt. Wenn es nicht oft an Waſſer fehlte, ſo könten täglich 2 Tonnen, oder 200 Pfund gemacht werden. Die Kriegskanzley liefert die Ma- terialien und bezahlt die Zubereitung nach einem YAdmodiations- Contracte, Der Salpeter iſt Bengaliſcher. 2. In England wird jetzt das Pulver auf einigen Mühlen auf einer polirten kupfernen Platte ge- trocknet, welche durd) die hinunter geleiteten Dämpfe des kochenden Waſſers erwärmet wird. Eine volſtändige Beſchreibung dieſer Einrichtung findet man in den L7euen Abhandlungen der Schwediſchen Akademie, 11 S, 203. G+, IT. Zetpit T glditet iſt, it welle e daduro leßt m ein E! | Moſch,| einem Reit elner) I den mat 4 Ble Rißert) n" Ven I Elder auf dy D auf hin Weſchobin 1) Wt denen Meh) wen ſie find Inte Oebiu) 7 KOEN ENZ "LINUWN ie mR Fd ET oy, Epungnt) "STININENN 8(lte, he 58 Pfunds eS)(vefert 1 Stun ms ver Gal" [ver aun genen Dan vue ge erwärmt" fer Gini Eg ndlung" 1 S5, 203: JEKTE. NEE“7x Zereitung des Schießpulv, 6. 11. 8343 635 EL Das Jagd- oder Pürſchpulver wird ge- glättet, indem man es, nachdem cs getrodnet iſt, in ein Faß thut, welches an der Daume- welle oder an dem Stirurad angebrac ß Miſſy Eu das 2! j y y zeit WE"a us WNEST F 4wwas 8.1. 5547 meatngeſchmölzen, Meſſing gebe," Der gegra- bene Gaimey et wie mehre ſehr unähnliche MRineraliens Cädmeas Cadwmia, genannt; und zur Bereitung des Metſings angewendet ,; wo- voi? man ſich, bey einiger mineralogiſchen, Kent- nis, Teicht überzeugen wird 5 wenn man Theo- phraſt, Galen und Plinius. lieſet.“ Hieher ge? hört wohl unſtreitig das-aes, corinthiacum, imgleichen das Aurichaloum ,; Orichaltum« Seitus ſagt? Cadwea-terra quae in aes conil- Citur; ve Nat orichalcum. Die meiſten Müne zen dex Alten ſind aus einer ſolchen Miſchung, in der'man doch gemeiniglich etwas Gold ent- det;„welches entweder in dem gebrauchten Kupfer geweſen iſt, woraus iman. es nicht zu teſſingbrennerev. AFcheiden verſtand, vder welches vorſeßlich zur Merpeſſe ung: der Farbe und Bergröfſerung der Dauerhaftigkeit, hinzugeſe3t-worden iſt.» Ues ber dieſes Meſſing der Yiten habe ich.eine Fe- nauere Untertachung angeſtellet, in. meinen Anz imerküngen zu Arifſtotelis du/ealtationes mira bileS'cap. 50. pz; 68: und c4D- 63 P-- 132 In Engländ ſollen aud ſchon die alten Britten Meſ- ſing gemacht häben; und anan.inegnt: noh jeßt Trümmer ihrer Meſſinghüttens zzu finden. Ins zwiſchen haben die Engländer nächber ſehr.lange Galmey von Ausländern' gekauft, urnd'erſt ünz- ter Eliſabet, in der Mitte des 4 6ten Jahrhunsz derts; entdecten ſie ihn ihrem Meins wiez- wohl ſie noch länge nachher die.Straſſen-damit gepflaſtert«haben: Das Halbmwetall ſelbſt, wels: ung, daß dieſes neue Meo Tall das Kupfer gelb färbt, ſetzte die Alc 16r1. angelegt ſeyn. Im %, 1630 ſoll das Meſſingwerk zu Wögſivoe in vder» EE IEES.- Di Er(Ee: Er: GAME AEF UEHE Abg | | | | | 8“ Weſſingbrennerey: 8. 2« 5349 Eph W Sdhdermanland» v+ 1646 das zu Nörkoping [0m May, eingerichtet ſeyw« Cine ausführlichere Geſchichte Sh des Zinks, findet man in meinen Beyträgen | 4 Zlin) zur Geſchichte der Erfindungen. 111 S. 378« NE: 2, EE; , pm 2. Unſer jeßiges Meſſing iſt eine künſtliche Mi» vacelfus 1; ſchung, aber unmöglid) iſt es nicht, daß einige Een 11 4 Erze, gleich beym erſten Ausſchmelzen, Meſ- Ef der Roy; ſing geben können, wiewohl es eben nicht das Alt und ej brauchbarſie ſeyn möchte. Es giebt ja zinks et haltige Kupfererze. Vielleict hat ſolche Pli- AM die Alc nius XXXIV, 13 gemeynt. 10) Anlaß g 2. In unſerm Churfürſtenthum ſind zwey Meſ- „deren Zu ſingwerke, nämlich an der Oker bey Goslar, Hin gewa welches der Communion gehört, und zu Reher DB vy Daun: im Amte Erzen, nicht weit von Pyrmont, wels 8? yn hes für die Rechnung der Berghandlung getrie- ENGEN; ben wird. Dieſes iſt im Jahr 1749 errichtet S0, m) worden, und hat, mit Erbauung der Häuſer Kebehimnh und der ganzen Einrichtung, bis zu Ende des 18: der Fin! Jahrs 1756, gekoſtet 15,168 Thal. Nach 1756 PO Meta ſind die Ausgaben, auch für Gebäude und ihre S ie Din) Ausbeſſerung, von den jährlichen Einnahmen Enlbm"s abgezogen worden, welche bisher einen großen PR(Bewinn übrig gelaſſen haben. Es ſind daſelbſt WS fes 2 Defen, worin mit Steinkohlen gefeuert wird 5 M weh gemeiniglic iſt jedoch nur einer im Gange, Lehr? [> AEN. reiche Nachrichten, welche dieſe Hütte betref“ ted fen, verdanke ic) den Handſchriften des 1793 tas: Mai verſiorb, Hrn, Obercommiſſ. Jacob Schacht, vas Dil ja! welche mir ſeine Erben, nach ſeiner mir ertheil? 15 6 m ten Verſprechung, zu überlaſſen die Güte ge? welde Nah habt haben. Hr. Schacht war 1702 in Ham- Sd, je burg gebohren; hatte dort und in Holland die u Olum! Handlung erlernt, und hatte einige Jahre eine << zuftas Ih) eigene Meſſinghütte in Holſiein gehabt. Der ſep" Hütte zu Reher hatte er von 1750 bis 1777 eL N eli vorgeſtanden, und hatte daſelbſt manche nüße? S0 Mm 3 liche 6 550 Dreyſſiejſter Abſchnitt. liche Verſuche und Verbeſſerungen veranſtaltet. Er hielt ſich Überzeugt, daß der Vortheil der Hütte weit höher: getrieben werden k5nte, wenn dige der Berghändlung vorgeſchriebenen Gyrvond: ſäße ſole Unterneh hinungen, weldy)e ein vernünfs tiger Kaufmann wagen wärde, zu wagen erz laudten, G“..2: Das. Kupfer, welt. Üuf.den Metſingse hätten wird er gemahlen, auc PNA (40 aſſe, 1.00 Ss aus Driim em bi hy 16.06 0 hr, 109& =S ie wede 4 4 ee ET EENI“ke ite RE ee Weſſingbrennerey. 8. 5. 58553 4. Zur Galmey-Mühle ſind die Rheiniſchen Mühl- ſteine die beſten, aber auch die koſtbarſien. Cin Paar 11 Zoll di> ,. und 48 Fuß im Durch: meſſer koſteten im Jahre 1777 zu Lüve> 180 Thaler, Cin Paar 13 Zoll dick und 5 Fuß im Durchmeſſer koſtete 209 Thr. Der Bodenſtein kan allenfals nur 6 bts 7 Zoll di> ſeyn. der- gleichen zuweilen wohlfeil auf Getreide- Mühs« len gekauft werden. Weiche Sandſteine, wels lac>en anf dem Harze bez reits anfangen ſelten zu werden, ſo hat man ſchon längſt den Vorſ»lag gethan, die dortige Blende.zu röſten vnd zu brauchen. VWerjuche mit einigen Arten ſollen doc; nicht ganz- ge- glückt ſeyn 3; aber in England ſoll dieſe Nu- ßung bey Briſtol ſchon ſeit einigen Jahren üb: lich ſeyn. 4. In England hat Gilbert Clark, am Ende des vorigen Jahrhunderts, das bis dahin un- brauchbare Mundick zum Meſſing brauchen ges lehrt. Da unter dieſem Namen cryſtalliſirter Kieß oder Markaſit gemeiniglich verſtanden wird, ſv wird wohl ein ſehr zinkhaltiger Kicß, zu verſtehn ſeyn. 5. Nicht unnüß würde es ſeyn, wenn ſich eine - bequeme Einrichtung machen lieſſe, auch die über den Meſſingdfen ſich anſetzenden Zinkdlus men zu ſammeln, um ſie neben dem Galmey zu brauchen. 6-67 Die Kohlen von hartem Holze werden ges ſiebt, aud) wohl gewaſchen, um ſie von Erde zu reinigen 3 hernach gepoct wird, I, In England körnet man vorher das Kupfer, indem man es, mit einer beſondern Vorrich» tung, durch ein eiſernes Steb, oder durch ei» nen Durchſchlag, ohne Gefahr, tropfenweiſe? in kaltes Waſſer fallen läßt. Die ganze Vor- richtung findet man beſchrieben und abgebildet in Traite de 1a fonte des mines par le feu da charbon de terre-- par de Genſſaneg. Paris, 1770-1976; 2" Vol. in as 1 p.. 035. und'in JIägerſchmid Bemerkungen über die Fabriken in der Grafſchaft Mark. 1788. 8. S 49. T. 3« . Die Verhäl tniß der Materialien iſt nicht ü- beral gleich. In Frankreich werden zu einem Einſatze genommen; 35 Pfund altes Meſſing, eben ſo viel Kupfer ,. 40 Pfund Galmey, und 20 bis 25 Pfund Stübbe. Pieſes wird in'8 Krüge vertheilt, und nach 12 Stunden gießt man daraus eine Tafel, die drey Linien di>, 2'SFuh 1 Zoll 3 Linien breit, und. 3 Schul 2 Zoll 6 Lin ie 1 lang iſt, und 85 bis 872 Pfund wiegt. Zieht man von den 85 Pf. Meſſing das. Geoiht des HON genommenen. alten Meſſings und, PO 556 ſind Dere Rauchfang haben, dergeſtalt angelegt, daß ih-- Dreyſfigſier Abſchnitt. und des Kupfers ab, ſo hat man 15 Pf. Zus wach3; das alfo der dort gebräuchliche Galmey mehr als den dritten Theil ſeines Gewichtes Zu- wachs giebt. Zu Reher nahm man im Jahre 1777 zu ei: nem Guſſe 45 Pfund altes Meſſing, Abſchab- ſel 7C. 13.) und andern Abfall 3 50 Pf. Gat- kavfer und 76 Pf, Galmey. Daraus ward eins Tafel aegoſſen, welche 1 Zentner 3 bis 6 Pfund ſchwer war. Beym Zerreiſſen und Rusz giüben des alten Meſſings gehn 7 Pfund auf einen Zentner verlohren. Wenn beym Ein» ſchmelzen deſſelben und der Kupferaſche, welche beym Zerbrechen des Garkupfers(6. 7.) ab- falt, Kochſalz zugeſelzt wird, ſo iſt der Ab2 gang oder Verluſt geringer. Kupferaſche al- lein geſchmolzen verlohr 33 Pfund vom Zentner, In Schweden vimt man 20 bis 39 Theile Arco, dazu 30 Theile Kupfer, und 46 Theile Galmey. In Ungarn erhält man, aus einem Zentner Kupfer, 140 bis 150 Pfund Meſſing» CS; Jn der 235renhürte oder im Gießhauſe die von Mauerſteinen aufgeſührten Oefen, n zwey allemal einen gemeinſchaftlichen xe Mändungen mit der Krone nur etwas über dem Fußboden hervorragen. Vorihnen läuft, an der Wand, die den Mantel des Schorn ſteins trägt, eineausgemauerte Vertiefung her, in der man zu dem Aſchenfall, und dem Ge- wölbe unter dem Ofen- welches der Do ge- nnt | | | | | | | | | | | | naut ſieben 2 ode Kreiſe ſelben glühe' Mün! aufge! ze ei veren 1,0 | 2.| mai KC, EE: 15% | 1) liche Gly I) id: | IM 1777 16 | M3, Wik Y M0 i.6 4 EE ot0uß 6) 8 vSPner 5) 3 MWn und ge 4 M Vfun) 1, mDepm€ iu Ke, melt MM, 7,) M 0 86 der Ihe 4 Muſkete 31 FUN "8 Met 07 CON) 2000 M; vel IEEE(Dit ' k 0:00 (] 5(ADH NZN /[3 y 5. MUN SESEEESÄRTÄE= S: I RET Re JEET€ ER ES nant wird, kommen kan. 8. 8- 557 Veder Ofett erhält Weſſingbrennereyp, ſieben bis acht volle mit De>eln verſehene Krüs ge vder Gießtigel, welche über dem Roſt im Kreiſe geſtellet werden, tnd in der Mitte der? ſelben einen leeren Krug. Wenn die Defen mit glühenden Kohlen gefüllet ſind, werden ihre Mäuündungen, zur Regierung des Feuers, durch aufgelegte thönerne Deckel, welche in der Mito te eine Oefnung haben, und Janken heiſſen, verengt. 1. Vielleicht it Janken eben das Wort, welches ehemals für Jacke, ein Ueberkleid, gebraucht ward. Der eiſerne Haken, womit man dieſs Bedeckung abhebt, heißt der JankenhaPen. 2. Die Krüge werden mit der Treck-oder: Kade zange aus dem Ofen:genommen%. und'mit der Zreit- oder Richtzange hineia geſtellet. Au einigen Orten hat man die Einrichtung gemacht, daß ſie mit-Ketten aus dem Feuer herausge22 wunden werden.- Mit dem Bovdenhammer fampft man die Materialien in den Krügen ein, 3.. Von dieſer gemeinſten Bauart der Oefen, weicht diejenige gänzlic) ab, welche man in Tyrol hat, Dort ſind ſie einem Glasofen ähnlich; ſie haben einen Roſt, auf dem ein. Holzfeuer brens net, deſſen Flamme durc. eine Defnung.in deit Ofen um. die Krüge ſchlägt.; G. 9+* Wenn die Cämentation geſchehen iſi, läßt man das Feuer abgehn, und gießt das geſchmöls zene [4] 558 Dreyſſigſier Abſchnitt, zene Gut in den leeren glühenden Tiegel(5. 8.) den man in eine Grub? vor den Defen, die das Uionrhal heißt, ſtellet, wobey das Meſſing zugleig munditt, das iſt, mit dem Raliol VLo;3 dem,/was nicht Metall iſt... gereinigt wird, I, Das Rühreiſen hat ſeinen Namen BRaliol von dem in Frankreich gebräuchlichen caillouz ein Kunſtwort, welches: ein Rekrut für. das ſehr zahireice und höchſt ſchätzbare Wörterbuch des ſel. Schmidlin iſt." Den Urſprung der Be- nennung LiFonthal weis ich nicht zu finden. Solte ſie wohl gar von Mundiren gemacht ſeyn? 2. Die Regierung des Feuers halten die Bren- meiſter für ihr grdBtes Geheimniß, welches ſie "nur ihre Kinder volſtändig zu lehren pflegen, Sie» ſcheinen ſich: dabey am meiſten“nach."der Farbe der Flamme zu richten, F. 16. "Der mit dein mundirien Meſſing gefäls bete Tiegel wird, von zwey Perſonen, mit der Gießzange zu den Gießſteinen getragen, zwiſHen„denen. das neue Metall zu Tafeln ge- goſſen: wird.-- Die beyden Gießſteine-ſind eine Art Sxanit:> Sie ſind“ mit eiſernen Stäben, dem Steinbände, eingefaßt,“und, um dem Meſſing eine gröſſere Glätte zu geben; und um es latig genüg flüſſig zu erhälten, damit es ſich über. die ganze Tafel verbreiten könne, ſind ſie auf der innern Seite mit einer Tünche; welche man | ana nenne etwaß BJ Yet der m einer de we nenſ Meſſ ben, an ey Wird eing) H SEIEN m ERR IT TTSWe zs:== Web 8 0 ys SSI=< aman Jiitt, KE vi| 8 Üipiyy fun % ſey,"Wd BL) das Js, | dem M EN Sn Bolinly x Von Cailloy; WU für, Dajp 1 örterbu) Ut ung de: M ht 3u füh 08 ven gem | | | | Mit de Dien: ;gQ 8 WERE en brechen läſſen, welche aber zu mäörve und für den Preis nicht dauer- haft genug waren. Die beſten und dauerhaf: teſten Steine ſind die aus St, Malo ,. wiewohl' ſie nicht immer von einerley Güte ſind. Gute Steine müſſen weder zu grob- noch zu feinkör- nicht, weder zu mürbe, noch zu feſt ſeyn; leicht “die Tünche annehmen ,/ und nicht zerſpringen. . Bey der Verlegenheit, welche die Steine vers urſachen, hat man zu Reher ums Jahr 1770 - Verſuche mit gegoſſenen eiſernen Platten ge- macht; aber dieſe nahmen die Tünche nicht gerne an, und die meſſingenen Tafeln erhielten ſo viele Blaſen und Ritzen, und wurden ſo hart undſo ſprdd, daß ſich auch nicht das kleinſte Stu> Becken- Meſſing daraus machen lies. "Wenn der Guß zwiſchen einer eiſernen und ſtei- nernen Platte geſchah, ſo ward die Seite der Tafel, welche jener zugekehrt war, blaſiger und brüchiger als die andere. Die ſtärkere und ſchwächere Erwärmung der Platte half nichts« Nod) wettiger gerieth der Verſuch, Gießtafeln aus feuerfeſtem Thone zu ba>en. Müßte man einſt der Steine ganz entbehren, ſo würde En wo Mel wohl Cin aber Vor! denn went So' ern, die' geg? unte in rollt! %, quan“ et qu qdarv inde edug 309 bert! geg? dyrd 3. Ir Kühn math Die um ſie| traßen b ner neye alte weg: pfer beſt: Ld, Dy] Ev Df bey 6 --< t h ver den aj M!(olli |, Jonihj Den Zütt)| Khin fü 4y) St gebrächtng BL 100 Ihr,)) Hoo Dath Jütte 56) IN verweign) ED; 1 hoben,| FE vrnigenh 4 0/0)- 0) | An niht Dan 19€ vo) Nuerfel S1 wh Exit: ſnd, 1 DD 104 zu - BUSCHE Ct zuſun) 85 e vie Cit MEN Amen(mp mie 00 fas Tofin N Mn d fOUrWG(GN Epnidt bop I us mn(6 M 1 SU mas dd! Gm ES war, Di) > Die fachen) atte hi! nian » 41), Qifua 0m y y" NÖ 11 "I ſi Weſſingbreünerey,&S. 10. IT« SZ61 wohl das Meſſing in kleine eiſerne übertünchte Eingüſſe oder Formen gieſſen müſſen, wobey aber eine koſibare Beränderung der ganzen Borrichtung ndthig werden würde 5 auch möchte denn wohl die veränderte Form der Waaren, wenigſtens anfänglich, den Abſatz erſchweren. So wird auf der Hütte zu Roſenheim in Bai- ern, das Meſſing, mit eiſernen Löffeln, in die mit Kohlenſtaub beſiebten Stangenformen gegoſſen, und dieſe Stangen werden hernach unter dem Hammer zu Blechen gemacht. Auch in Tyrol wird zwiſchen Eiſen gegoſſen. Ti- roliae ad Ochran aurichalcuim non inter ſa» x2, Vt alibi effunditur, ſed ſupra laminam quandam ferreani 3qua argiliacea inductam, et quidem in tfenues lamellas ſeu 31 virgas, quarum quaelibet pendet 4X libras; hae'de- Jiüde magis vt tenuantur, ſecantur et in fila educuntur. Swedenborg de cupro p2g 359. In Rußland wird ſo.gar zwiſchen hölzernen ü- bertünchten Tafeln oder in hölzernen Formen gegoſſen. S. Lepechin Tagebuch der Reiſe durch Rußland. 1. S, 148. 3. Der thönerne Ueberzug, welc die Tafel zwiſchen der Scere leitet. I. Zum Zerſchneiden hat man an einigen Oertern, z+ B. zu Gräßlitz, Sägen ,- welche vom Waſ- ſer getrieben werden, 8: 142 Die Vereiniguvg des Kupfers mit dem Zink giebt noM mancherley andere Arten, welche theils von der verſchiedenen Verhältniß, rheils von der Reintgkeit der Metalle, theils von n 2 der 564- Dreyſſigſter Achſchnitt. 1% [4]; der Weiſe der Vereinigung entſtehn, da näms des lich bey einigen die beyden Metalle zuſammen lh geſchmolzen werden. Zu den vornehmſten Arz 4, D ten gehören Tombvat, Pindzbect, Prinz; iſ metall, Similor, Semid'or, unächter Gold» i 3 ſchaum oder unächtes DHlartgo!ld, und vor»| T" nehmlich die Miſchung zu den unächten Li0- w ner Treſſen.? :.| bi 1. Von Zeit zu Zeit hat immer ein Künſtler eine| R vorzüglichere Miſchung zu finden geglaubt," welche ex alsdann unter einem neven Namen 0; in den Handel gebra 6, Jes auc nach langem Gebrauche die Aehn- 41: Win lichkeit mit dem ädlen Metalle behält, beſteht "R 10208 darin, daß Stangen des reinſten und feinſten VE m Kupfers durch die Cämentation, wozu nicht yy 1 dis Galmey, ſondern der reinſte Zink genommen "4 Dnſie g0" wird, auf der Oberfläche zu Similor gemacht, 4 Wm ji und hernach wie Golddrat verarbeitet werden. NETE ai In der Churſächſiſchen Bergſtadt Freyberg ſind | ESh 10 zwey Fabriken, welche aus dem unächten Gol- 4 0 de Drat, Cantillen, Flinkern, Treſſen, Bor- ' gp fa ten u, d. verfertigen. Die eine gehört dem 11 Ww NUZZ Hru. Dreyſſigſter Abſchnitt. Hern, Thiele und Steinert, die andere Hry, Warnaz, 4+ Man hat eine Menge Vorſchriften zu ders gleichen metalliſchen Miſchungen, welche aber vſt die Untkunde ihrer Empfehler beweiſen; 3- B. wenn Curcuma oder ſonſt ein vegetabili- iches Pigment zur Exhöhung der Faxbe hinzu- geſeßt wird. Wiele verlangen, daß Spangrün und Tutia genommen werden ſok. Jenes giebt Freylich ein reineres Kupfer, und dieſe zuweilen einen reinern Zink, als man gemeiniglich kau- fen tan, aber beyde vertheuren die Wagdre. Wer Vorſchriften verlangt, findet ſie inWal- Terius phyſiſMer Chemie, zweyten Theils vierter Abtheilung S, 358, und in den daſelbſt von dem Ueberſetzer, Hr. Weigel, angeführ- ten Schriften, 8 E55 Die. aus den Meſſingtafelu(6. 10,) ge- ſchnittenen viereckigen Stücke, werden auf den Latunhütren zu Blechen oder Latun geſchla- gen« Vor und unter dieſer Arbeit muß das Meſſing auf ber Giühe, einem mit den eis ſerven Glühebalken verſehenen Heerde, aus- gewärmt werden, Das Ausſ, abgeſchabet, und dadurch glänzend gemacht. Einiger Latun wird auch unter ſtäh- lernen abgedreheten Walzen geglättet. 2"20, In der RKeſſelſchlägerhütte werden die viere>igen Stücke Meſſing, oder die Schros- ten, zu dünnen Scheiben ausgeſchmiedet, fänf Scheiben(oder von ſchwerern Scheiben viere) auf einander gelegt, und dieſe alle, welche mit dem umgelegten Rande der äuſſern Scheibe zuſammen gefügt, oder gefalzer, eingebunden ſind, und welche man eine Külette, Külecke, nennet, auf einmal zu Keſſeln vertieft, wobehy der Arbeiter in etuer Grube vor dem Amboß ſßät. Die weitere Augarbeitung der Keſſel geſchieht in dem Dereithauſe von den Reſſel»- bereitecn. 1. Die ſchon einigermaaſſen zu Keſſeln vertieften Sceiben, heiſſen in Frankreich calottes, und ich vermuthe, daß eben daher die teutſche Be- nennung Külette, entſtanden iſt, ſtat deren (ng auf den Kupferhämmern, ein Geſpann agt. KC. 244 Die Bleche, woraus Drat gemawerke ſteht, durch deſſen Fußboden dex Zieharm zur Welle hinab geht, herunter, und richtet ſich nach. der vorgeſchriebenen Breite. CS. Dieſe Riemen werden auf dem Drarzutte zu allerley Drat gezogen. Die Daumwelile ſtößt einen Hebel zurü&, welcher durch, den Boden des öhern So>werks geht, uad da- ſelovſit auf der Ziehbank, eine Zange, die in ihrer Niehte mit einer Schraube an einem Blok+2, welcher in Falzen läuft, befeſtigt iſt, zurückzieht, worauf dieſe, wenn der Daum den Hebel verläßt, durnadeln zu ma» hen, iſt erſt in neuern Zeiten erfunden worden. Vorher brauchte man mehr als jet, Bänder, Schnürbänder und Schnürlöcher, Haken und Dehſen, auch Stiftce zu geben, welche dur den. | den Vi bireiſe von Ye ſen, welt Ut oder u Stifte! durdj! nie RENNE M |] | SE Vbſhit Dilcht 1)"4 4 anden ww ot, dit Nhe || jn R' [UN wahrlich 8 M benin), ums Saht 1 - Cit mſm EMa hern u DM 15E Bluſen g 8) ihr 9 Ptungöftüd vf zu Ja „M 1 7 96.45 VII| Elt, daß d IE adm ena ", AUMENE| 1. ANNEN 7 KENN 7& BIND 8 FUG Schr wo WD, 607 Inden) 4 Y TÜ 104) m Zur 16) nN JESIf zu ja fein aba nit Weſti" Mez wl |» vi) I, wel) 1. TTadelmachereg. Ts 3: 4- 3577 den Viſirrint, die Schießklintte, das Pro- bireiſen, beſtimt wird, zieht ihn der Radler von der Giebe oder Winde, dur< das Zicheis ſen, auf eine hölzerne Spuhie oder Walze, welhe durch eine Kurbel uingedrehet wird. FZ. Um; den verfeinerten Dratgerade zu machen, oder zu richten, wird jede Ader zwiſchen:den Stiften des Richtholzes mit der Deißzange durchgezogen. 8. 4 Die gerichteten Dräte werden, viele auf einmal, in das Schafimodell zu Enden von der doppelten Länge der Nadeln, mit der S gemacht haben. S. Melilkantes biſtovriſches Hand- buch för Bürger. Frankf, und Leipz. 1744«+ 8. S,; 744. Von dieſer geſchmackloſen Com- pt- geben, Aufuſt per Gs ertohn durch ei oder vod M She mit 8 | 6 nadeln gefahl ld- nadeln auf Papier, welches auf der Rlopfe gefalzet, und..mit einem Stechkamm durch? löhert worden, geſiohen, in Zriefe gepackt, und, nachdem ſie mehr als zwanzig. verſchie- dene Bearbeitungen erhalten häben, als eine | wo md “X UE;); | Serltw) der allergemeinſten und allerwohlfeilſten Fabrik y vy hes(zw | ARiſbu0" waaren, in unbeſchreibliher Menge dergeſtalt 1 wn verbraucht, das auch nichts von Meſſing zur iL. Ja Oo 3 wei 382 Tin und dreyſſigter Abſchnitt. weitern Umarbeitung und Nußung übrig bleibt. CG 42 Viele, Nadel werden verzinkt, indew man ſie in einem Keſſel mit gekörnrem Zinn, welcßes Weißſod. genant wird, und Weiw ſtein, Fonet, Tr, Ein Nadelmacher ſetzte auch etwas Onuefil: ber hinzu, und verſicherte, man könne ſtar des Weinſteins auch Salmiak nehmen; aber ich erinnere mich nicht, ob ich dieſes ſelbſt ges Fehn habe. 2, Von dieſer Verzinnung auf dem naſſen We- ge, welche mit der Verkupferung, oder der vermeinten Merwandlung des Eiſens in Ku- pfer, die größte. Aehnlichkeit hat, findet man verſchiedene Erklärungen in den neuen Ab. bandlungen der Schwediſch. Akadem. IX S. 181.'= Chemiſche«Annalen 17904; I, S. 260,: 343.* Leonbavdi Anmerkung zu Ü7acquersr Schreiner, Shei- denmacßer u. a, kleine Wantzyzaken, Ungel, Haken und ODehſen, Gewinde zu Kiſichen, Kraßburſien für Gold- und Silberarbeiter, Ov 4 Hes 534 Ein u. droyſ, Abſchn. Lladelm, 6. 16, d Heceln, Kardätſchent, Fleine Ketten, mancey- ley„„Sitterwerk und Dratſiebe, Dratkörbe, Feuſterblenden oder Fenſterkörbe, Bienenkaps pen, Papiermacherformen, Mäuſefallen, Vo- gelbauer, Pfeiſfenräumer, Pfeiffendeckel, und noch viele andere Sachen; welche aus Meſſing- und. Eiſendrat ,.- mit Dammer, Zange und Schraubſtock, Hemadht werden können. X. Nicht alle dieſe Waaren"werden von allen Nadlern gemacht, ſondern an vielen Orten | ſind Handwerker, welche nur eine oder einige ; Arten allein machen. Von allen dieſen ſind die- Nähnadelmächer gänzlich verſchieden, 2. Die Holländiſchen Nadler ſollen, ſowohl in '“ Abſicht der Werkzeuge, als der Handgriffe, “'- viel beſonderes haben. I< bedauere, daß ich 393 Bicht die Gelegenheit genußt habe,. mir ſol“22 SE HAET igt 27 BENISEHG EN RE IEE 1 7 ..(=! 535 12/707 Zwey Und dreyſſigſter Abſchnitt, Qt, Münzkunft. 2 u Ny Buten| ER 8 0%(6310 heißt alles basjentge, welches: in el- M) der di nem Lande zur Vertauſchung oder Bes 8) dieſen ji zahlung aller Waaren dient. Beſteht es aus |(A(iden, Metall von einer beſtimten Feinheit uudSchwere, | Bom: Und find dieſe beyden Eigenſchaften- dur ein St! my obrigleitliches Gepräg angedeutet und.beſtätigt, un fo heißt. es Münze.„Die Kunſt, Münzen 1 Fm nac jeder gegebenen Vorſchrift zu verſertigen, wird'die NJünzkunſt genäut. I, Alſo gehört es nicht zunt Weſen des Geldes, daß es aus Metall beſicht. Auf der Küſte | ee zn 1 von Guinea, Bengalen, auf den Philippinen, Fauft und verkauft man für Schned>enhäuſer, Cypraea moneta, und einige andere Arten 1a dieſer Gattung, die Boujes oder Rauris ge? 1 2 nant werden, welche. an den Ufern der. Mals diven gefiſcht, von den Holländern das Pfund jyplit, für 1 ggr. eingekauft, in Europa für 5 gl. 7 verkauft, und. in Guinea für 11 3gr. ausgegez „I ben werden. S. Waarenkunder. S, 350 M;.. In Abyſſinien ſind StückFen Steinſalz Geld, (M, 3» und auf den Inſeln Farder hat man ſich lange mit Häuten, Skins, bezahlt; ſo wieauf Iſland .€ Tiſche ſtat Sceidemünze dienen, Wechſel, 704 Oo 5 briefe, 586 Zwey und dreyſſigſter Abſchnitt. briefe, Bankozettel find Papiergeld,"und ſelbſt die ädlen Metalle, ſo lange ſie kein öffentliches Gepräg- haben, find Geld, nicht aber Münze, Tor einigen Jahren, hatte Schweden Papier- geld, nicht Münze; und nod) jeßt fennet man dieſe nicht auf den Hebriden, nicht auf St. Kilda. Metalle zum Gelde zu nehmen, und dieſe zu münzen,<=" dieſe Erfindungen und Einrichtungen gehören zu den wichtigſten, wel: dye die Menſen gemacht haben, 2, Gepräg iſt das aufgedrü>te Zeichen, wodurc deRegent, denjenigen Werth der Münze, wels -7> meh Io Md ds nh X ſind: Wp fi) png udu |=| Dau u EN- Gama) 5: ne! m 28, ham! N | Dirdt! oh hillingen;! 0 pi pm Ww AKT MunzEunſts&..1e1..02 487 & ſo wie wir noch jet die Werthe der Dinge nag Thalern angeben« 5. Piünzwiſſenſchaft heißt das Syſtem von allen den Kentvniſſen, welche: durc< die Münze veranlaſſet, und nothwendig geworden| ind; Eine Wiſſenſcaft von unabſchlicher Ausdeh- nung! Ihre vornehmſten Theile ſcheinen mir „folgende zu ſeyn,' T:Mee technologiſche oder Paunit., zen lehrt, die H7ünze der die Verfertizung der“ Mün- 2. Der hiſtoriſche; der vom Urfprunge des Geldes und der Münze, und ih: ven verſchiedenen Veränderungen hanz- delt, Z+ Der antiquariſbe,. der die Kentniß der. alten und niehi mehr gangbaren. Mün- zen lehrt, und bisher unter dem Namen Stumigmatif bearbeitet worden.ijt. '4."Der mercantiliſche' der den innerlichen und äuſſerlichen Werth der gangbaren Münzen, und ihr'Verhältniß gegen ein: ander, lehret. 53. Der politiſche, der dasjenige enthält, was bey den Münzen, in Abſicht des ge: meinen Weſens, zu beobadzten ijt. Nur der erſte Theil iſt/hiex mein. Gegenſtand, und ich. will mich hüten, mehr aus den übri- gen beyzubringen, als zur Erlauterung deſſel- ben ndrhig iſt; aber Freylich iſt es(o leicht nicht, immer an der Grenze zubleiben, wenn keine Grenzpfähle da ſind, [21 C. 2. 588 Zwey und dreyſſitſter Abſchnitt. NA: Ze - Die Metalle zu unſern Münzen ſind Sil- ber, Gold und Kupfer,“ Die beyden erſten dienen, wegen ihrer, Seltenheit und Dauer» Haftigfeit, zu den Münzen vom größten ,, leß- teres aber zu den Münzen vom geringſien Werthe, oder zu den Scheidemlnzen. 1%, Silber iſt von jeher das bequemſte und vor- nehmſie Metall geweſen 3 vermuthlich, weil es nicht ſo ſehr ſelten als Gold, und nicht fo. häufig„als, Kupfer iſt.. Es iſt es auch noch, ungeachtet Europa jekt. weit imnehr Gold, als ehemals hat. Hus dieſer Urſache bedeu: tet: Xoyvgi0», argentum, ſs wie noh argent bey den Franzoſen, Silber und Geld zugleich, eben wie im Hebräiſchen und in den übrigen morgenländiſchen«Sprachen. UÜlſo iſt hier die Rede zuerſt und vornehmlich von den Sil: bermünzen, nah denen ſich die übrigen richten, GS. 3 Wenn das Verhältniß der Metalle nach Ihrem Werthe oder Preiſe angegeben werden ſoll, wird allemal der- Werth des Silbers zur Einheit angenommen 3 z. B, man ſagt: Silber und Gold verhalten ſich zu einander wie 1 zu 153 das iſt: 15 Mark Silber gelten ſo viel als eine Mark Gold. Man ſagt nicht, daß der Preis des Silbers gegen Gold ſteige oder falle, ſonvern daß das Gold wohlfeiler- oder theurer werde, GS. 4+ Fei de vdei girt 0 einigen Metal yfer, mit& legit, rothe, die ver De nf | “BY (amen SESIS EEN Sibſhyy Wuünzkunſt. g5. 4: 589 | 5% 4 Dy ſy Sein heißt ein. Metall, wenn es Peine frem? S'wny de oder heterogene Theile bey ſih hat, Lex y|M 11) 7 yy girt oder beſchickt heißt es, wenn es mit ) Bf. y einigen Theilen eines oder mehrer geringern iM AM Metalle vermiſcht iſt, Silber wird mit Kus | Wiien, vpfer, Gold aber entweder mit Kupfer, oder | Mh 1 mit Silber, oder mit beyden Metallen zugleich tglich| legirt. Im erſten Falle vennet man es die 14(IE und| rothe, im andern die weiſſe, und im leßtern 8 83 die vermiſchte Legzirung, oder Rargtirung, R m. Die erſte iſt vie unſchädlichere und üblichſte, VK 28 BUX DFD ,| Md mae 1, Von vermiſchter Legirung ſind die Chur- EE BN braunſchweigiſc Da dieß gewiß nicht ohne Vortheil 7| Sp) geſchehn iſt, ſo vermuthen manche, daß ſie |M; bey dieſer Arbeit einige no; nicht algemein '| 10 befante vortheilhafte Handgriffe erfunden has 04 keis 6 ben. Aber mein gelehrter Freund, Herr | CD m Bergrath Hacquet in Lembecg, dem ich nicht 4„nahe! wenige gute Beyträge verdanke, erinnert ſehr 14 HA0y richtig, daß nicht eine ſolc)e Erfindung, ſons 1 22 ber um dern das veränderte Verhältniß zwiſchen Silber ME: DVL und Gold die Cinſce, welche, nac) der teutſchen Beſtimmung, 15 Loth 16 Gran Fein ſivd, werden in Amſterdam, Ir Pfen. 21 Grau fein angegeben. %n England iſt die bereits ben angezeig2 te Eintheilung gebräuchlich. L Pound== 12 Qunces== 240 Peny-Wheigtss 1 Onnce== 20dwis, Pp 3 D+. 598 Zwepy und dreyſſigſter Abſchnitt. Z. B. das ſtandard-filver hält 1E ounces 2 dwis, oder 1147 ounces fein, CG: ,4% Gold wird in Teutſc 2] | Ws, ſchiy Munzkunſt. 6. 7 599 |[Wir 46ei „3 Ow| 2. Srankreich hat folgende Abtheilung z 1 Marc= 24 Carats== 708 Grains, 1 Carat== 32 Grains. 3, Die Amſterdamer Theilung iſt? "| WOrd, ey 1 Mark== 24 Karat== 288 Gran« 9 1 den vn 1 Karat= 12 Gran. / Siet j6 Oft theilet man auch noc< einen Gran in 24 Sl 9 Theile. 1 RS» kv.-:: ' T u 4. In England beſtimt man die Feinheit des m gf der) Goldes entweder na) 2 pound carat, oder NB eflung nac) ay ounce carat. In beyden Fällen iſt die Eintheilung einerley; nur nimt man in erſterm, ein Pfund, und im leitern, eine | 2 aht hd Unze für das Ganze an. IE. 1) I pound== 12 ounces== 24 Carats» ay 5 ROM 1 Cataft== 4 grainls« 1 grain== 4 Quarters Von dieſem Gewichte iſt x carat== 10 dwis Troy; 1 grain= 2 dwis 12 grains Troys 1 quarter-grain= 15 grains"Troy „| mn 2) 1 ounce Troy== 24 carats, "Sil I carat== 4 grains. 1 grain== 4 quarters, 4 Pb, Von dieſem Gewichte iſt alſo 1 carat= 29 -4 WM grains Troy; und 1 carat grain= 5 grains JE 8"Troy. “| M7 Z. B. One pound, or one ounce of ftand- | ard gold, muſft contain 22 carats of fine gold» one carat of fine ſilver, and one carat of üne copper, which together make 14 carats, Of one pound, or one ounce of troy weight, 1 5. Barat. ſoli vom Arabiſchen Rarat, zer? | theilen, entſtanden ſeyv+ / Pp 4 F. 8+ 600 Zwey und drepyſſigſter Abſchnitt, 9. 8. Weil beym Probiren, Felnbrennen odex Affiniren des Silbers, allemal etwas Sil ber, am meiſten aber wenn das Treiben nicht mit der größten Geſchi>li gemacht ſind, |] Pp 5 Ce IT.| Kei) DN WEN» ZT DIHEES 0 aiim re ME 602 Zwroey und dreyſſigſier Abſchnitt, G 11. Alſo bey den beſchickten Münzen beſteht die Richtigkeit weder im Schrot allein, no< im Korn allein, ſondern in einer genauen Ver- gleichung des einen mit dem andernz oder jede Münze muß im Schrot und Korn recht ſeyn. Da ſind nun folgende Wünzfälle möglich: I. an Schrot zu leicht, an Korn zu ſchlecht. 8. zu leiht,=<-=- recht. 3%--=- zu leiht,--== zu qut. A“ 1 7 xeMt,--“== zu ſchlecht, 5»„=--== tedht,--“--“ re=> zu ſchwer,==-=-- zu ſc neuer Scildlouis'dor gemünzet werden. Aber auf eine Mark iſt im Schrot ein Remedium von 12 Grains erlaubt. Nimt man nun an, daß dieſem Remedium gemäß, gemünzet werde, ſo werden nur 4608-- 12= 4596 Grains, 30 Stück geben, und alſo werden auf eine Mark, oder auf 3608 : 608, 30 30 Grains, ib-7 Stück gehen. >.= 30-- 4596 383 Nach eben dieſem Edict, ſoll das Gold zu dieſen Louisd or 22 Karats fein ſeyn, aber das Remedium im Korn iſt, 533 Karat; das iſt, eigentlich ſolte in einer rauhen Maxk 22 Karat fein Gold ſeyn; man iſt aber auh zu- frieden, wenn nur 22= 15= 21 43 Ka: xat darin iſt. Da in Frankreic) das Remedium dem Kö- nige berechnet ward, ſ9 läßt ſich nicht ver- muthen, daß die Münzmeiſter ſtets nach dem Remedium werden gemünzt haben. Daher pflegt man, bey Vergleichung der Münzen, anzunehmen, als ob das halbe Remedium beobachtet ſey- Nach dieſer Borausſeßung, werden auf eine rauhe Mark meiſt 30,94= 30 545 Louisd'or gehn, und die Feinheit wird 21 237 Kargt ſeyn. Bey den Silbermünzen ſollen aus einer Mark Troyes 8 3:5 doppelte Ecus, oder Louis d'argent, die in Teutſchland Laubthaler heiſ- ſen, gemünzet werden. Weil aber im Schrot das Remedium 36 Grains auf die Mart 4, 0 DN" bey fin und iw Münz ſe Erl innerh ſchaß HEHE Fi iu a.<) Ae EIE DN Saarn 19 Woſcy| De aun Dv Nins 12 NEIN | IBC dot Aby LENIN ) erbt | PUdium»: vier ab. ) 49 gebet , „vr auf % | 1-S 1 geben 26, gen Y/ KG pj 4 DE(nn, de )(llen aus u |? n8 ober | Yruoy 506 | 198 her im V 4 1 bie Ian Münzkunſt, O-“E2» IX3% 605 ſv werden 835 Ecus nut 4608== 36== 43572 Grains wiegen,* und auf eine ganze Mark, vder auf 4608 Grains, werden. 8232 doppelte Ecus kommen. Das Silber ſoll 11 Deniers in der Feine halten; aber das Remedium im Korn iſt 3 Dez nier; alſo wird darnach zu rechnen, das Korn nur 11=+= 105 Deniers ſeyn. Rechnet man auc bey Silber nur das halbe Remedium, ſo werden 8,33= 82325 Stü>k eine Mark Troyes, und das Korn nur II== Zz= 102 Deniers ſeyn. 2, Nach Königl. Churfürſtl. Kammer Verord- nung wird zu Clausthal bey den groben Münz zen, ein Remedium an Shrot nur von 203 Richtpfennigtheilen zugelaſſen. Ylſo9--nur um ſo wenig darf ein Stück zu leicht odex--zu ſ zu 14755 oder 13 L4- 47, oder beynahe wie I zu 14% Jahr | Jan | zeh. aht und Moi 1751 Sul,| Au Sept, HOctb. No, Dew 17]? Marz! uE-| Nori! 4 May 1 hn] ünzfunſt.: 5 15. 609 8 ß,| 3 N? 2 Z WENN(Preis der!) Verhältniß FÜ f; un Gal Preis der Mark fei-(Mark fet:|| zwiſchen En BEEBEE nen Goldes. nen Silb.|| Gold und JUN und 5 6 DS.|| Silber, Mom. f fl.|Agioj|!/Zn Curr.|[In Curr. Kianab iM Banc,| Prec,|fl. Stüviſfl,| Stuüv. ynaye. IB 0, 21 y 1751|| 1 E Uſh ul. 1 355| 61 1376| 15-4125 1:7 18:11.x03 1413 AE ug.|--( 52(3751 84-1125] 181]-+.-441 iF- Sppf-Y= 1.52.13751 82.1251. 30 1.=- 4422 8! I'Octb: 53|(3741i193||251 19||-- 1441 | EU auf Nov. EY-=-| 55 113741108- I9||-=“ 1475 D 5 53-- 7 2 ER ; 4 5 7 3737 8t13|12c 17. 1435 | A feiner 1) EN; 8> EE 52 ie 7 EE ZENO ee u 2 37311775 57 3-»"Igrs Febr. 1?= 58 1375! IE|j251 15||-- 14223 1/08 kms MärzE==| 53 25: 4 on(ple EI 2255“3 2 1 EEE SE[021 119791282 021 35 Sm enge 2 Dahin) 8 54 125| I5 |: Kie 1/ April| 54(l3741 6 25 I7 EE EPE BD>(88.00 Sap 7> 54 qa TEE 98 2 3 Sr LZ =4-| 5[872(18[25] 14 5 ed! SUE 45 25] 33 Jun. 4548 251 13 EE EUS IIEECN 0825279 55 BB. ir - 4=! 43[1251 16 2, Ein anderes Beyſpiel iſt folgendes. Jm Hamburger Curszettel vom 11 März 1774 ſteht: Ducat 3 6 Mark... 1+ pre. ſchlech- ter als Banco. Alſo war damals 1 Ducat=- 945 Schill. Banco beynahe. Alſo waren 8 Du- eaten= 759 Schill, Banco. | Qq Nun 610 Zwoey und drepyſſiſter Abſchnitt. Nun ſind. 67 Ducaten= 23% Karat fein Gold; alſo ſind 134 Ducaten ie 47 Karat Gold. Ferner ſteht im CurSszettel: Silber in Bar- ven fein, 27 Mark 11 Schill. Banco. Alſo koſtet eine Mark oder 24 Karat fein Silber, 443 Schilling Banco. Hieraus findet man, nach der ſo genanten Kettenregel, folgende Verhältniß: Sein Silber. Sein Gold, 47 Karat Gold== 134 Ducaten. 8 Ducaten-- 759 Sill. Banco. 443 S Schild- Louisd'or gemünzet. Alſo werden in 32 Mark Münzgold 699 Karat fein ſeyn; und 100 Mark Münzgold werden 3004 Siuüc>k Louisd'or geben. Aus einer Mark Silber von 12 Deniers, die 10+€ Den, fein halten, wurden 853 St. Louisd'argent geprägt.- Alſo geben 100 Mark Münzſilber 833 Stü> Louisd'argent; und 16 Mark häben 175 Den, Silber. Der Louis- d'or hat 24 Livres; und der Louisd'argent 6 Livres, Alſo x Mrl. : SEHE EHE; ET: ke BESSE€ SEESEN R GERAER ZEN Whnit, i. Wünzfunft. SS. 15 613 6 hy 64:1* d 1 Jo0nd T Mk. fein Gold 2 24 Kar, f. Gold. 7 AU 699-Kar. fein Gold== 32 Mk, Münzg. 2 x 39 Mt. Münzgold== 3004 St, Louisd'or | Wii, 1 Zoui8d'orx-» 24 Livres. 4 | NN 6 Livres-= 1 2ouis d'argent. ) Win,) 833 Louis d'argent>= 477 Mt. Münzſilb. JV 127 hz x8 Mi. Münzſilb.= 175 Den. fein Silb. x2 Den. Silber= 1x Mk, fein Sitbex ENEN 699.833= 582267 42.2 3004-4+175.== S411200 "zs Über, 1 84112009? 582267= 14,44= 1437. Haus(it 5. Im Jahre 1777 den 5 May galt in Paris | trat fü die Mark Feines Silber 53 Livres 15 Sols 5 :Y[9 qmünet, und die Unze feines Gold 998 Livr. Alſo die J LIED Mark 796 Livres« Alſo war die Verhältniß et 29 j. 3 174 44 wie 5330706 E27T4. ICH> 215 bel ze! Zu in eben dieſem%ahre den: 4 und IT Jul, m! zf| galt in. Amſterdam die Mark feines Silber 0 4074 25 Zl. 17 St. und die Mark feines Gold Wr 355 Fl. Banco, oder mit 53 Procent Agio» | 374: Fk. 10% St. Current, Alſo war die . N ae e 7 I 31 ny SG Verhältniß 25 zur 374 2E61 S0 7% IDS 08 29 40 30 40 I 5. 20904: 34988. 10343 14931= 14 143 49 43: beynahe. In demſelben Jahre den 4 Jul, ward in v.öndon 1 Unze Münzſilber mit 5 8 73 4 und 1 Unze Münzgold mit 4 Pfund Sterl. bezahlt. Nach S. 611. ſind 12 Unzen Münz? gold= 11x Unz. ſeines Gold; und 129 Un- zen Münzſilber= xxx Unz. feines Silber NV Qq 3 Da 614 ZSwep und drepſſiſter Abſchnitt. Da nun 1 Unze Münzſilber 5 8. 72 d. vder 5 Pfund Sterl, galt, ſo foſieten 32 Unzen, 9 Pf. Sterlz« Die Rechnung iſt alſo fol: gende: IT 3 feines O== X2 Z Münzgold 1 5 Münzg.== 4.Pf.- Sterl, 9 Pf. St.-- 32 Z Münzſilber. X29 3 Münzſilb, 10. I11 Zfelnes Silber 990: 14208.= 1: 143 beynahe. C,>46; Wünzfuß heißt die obrigfeltliche Bes Mimmung des Shrots und Korns der gangs- baren Münzen.. Er: beſtimmet 2 1 die Ver- bältniß des Goldes und Silbers; 2 den Preis der feinen Mark'der“ädlen"Metalle z 3 die Legirung derſelben zu jeder Münzart; 4. die Koſten der Legirung und Mäünzung z; 5 die Anzahl der Stücke jedes Art, welche aus einer feinen und rauhen Mark gemacht werden ſollen.. Derjenige Münzfuß heißt ſchwerer, wornach die Münzen feiner ausge? prägt werden 3 höher heißt derjenige, wornach die feine Mark höher ausgebracht wird. So iſt der 20 Fl. Fuß höher als der 18. Fl. Fuß, aber leßter iſt ſchtverer ais der erſte. Die Galden nach dem nfedrigern Münzfuſſe ſind reiher oder ſchwerer an Silber; als die nach dem höhern Faſſe, nah welhem mehr Stüu- b Münih E ves Gh M epngh inf 4 '& feint 1) 1 enig Kot m WD 1980 yen änjufe| Dt) ws Elan ! 6 WMünzkunſt.€. 16. 615 Stü>e aus einer feinen Mark gemacht werden. 1. Aus dem gegebenen Schrot und Korn einer Münze, findet man leicht, wie hoch die feine Mark ausgemünzet worden, Z. B. Seit dem Jahr 1759 iſt das Schrot der Gar.„Stü>e 125 auf die rauhe Mark; und das Korn iſt 6 Loth 12 Gr. Alſo 62 Loth fein geben 125 St, daher geben 16 Loth 12 Thal. 18 Mgr. Der Preis der rauhen Mark iſt 125 Ggr«. =' 5 Thal. 7 Mar. 4 Pf... Will man ſid). dobey. der, unten 8. 45 bey- gefügten Tabelle über den Gehalt der Gold- münzen bedienen, ſo. iſt die Rechnung fol- gende? 2. B, 125x135 Holländiſche Yazen ge- ben I George d'or. alſo geben 4864 Wazen ungefähr 385 Stück: Alſo iſt die feine Mark Gold, der Georged'or zu 5 Thaler gerech“ net, zu 193% Thal. ausgebracr aus einer fei- nen Mark geprägt worden ſind, &%n den neuen Däniſchen Ducaten iſt die feine Mark zu 43864: 572?== 8485 Ducat. beynahe ausgebracht; da nun der Ducat 2 Thal. iſt, ſo macht dieß 169x+ Thlr, Will man ſid) der Tabelle über die Sil- bermünzen 5. 46 bedienen, ſo dividirt man 4864 mit der Zahl der dritten Zeilez z. B« in den alten Speciesthl. iſt das feine Silber, die Mark ausgebrac auf die rauhe 3. 4-Mark gehn. Z, B. nach dem Haundveriſchen 5 jz; Münzfuß, wird die feine Mark zu 12 Thal, -- 5 Ausgebracht, und zu den 4 Martengroſchen: „ Stücken iſt das Korn x0 Loth 12 Gr, Da nun 16 Loth, 12 Thal, in 4 Mgr. Stücken, oder 12, 9==-I08 Stück geben, ſo gehen ; auf 102 Loth, 72 Stück, 3. Aus dem Preiſe und dem Schrot, das Korn zu finden.. 2, B. in dem Wiener Conven- tions- Fuß, iſt-die feine Mark zu 10 Stüc, vder 10 Convent. Thalern, und das Schrot zu 85 Stück geſeßt.. Alſo 159 Stü ſind 16 0 fein, und 82. Stück enthalten x3* Loth ein: S. 17 Die merkwürdigſten Veränderungen des | teutſc der feinen Namen Karat,.= Mark, 190453(15) 15= iLt|S| Schrot ſſl. ps ſl|% Ducaten O:23 8 67| 4 10283] 5 34 Wit E C= 1:9| Carolinen 3fa- O8 61 24|| 91121/286126 213 jm vr „ yl | ws: für Ou [| a; WI IE 6 Ve X luf 5 EIE MEN. BEET Dlunzfunſfte(GC 15748/)". 623 vom 3 Fedr. 1766 ſollen dort keine andere Münzen, als ſolche, welche nad) dem Con- ventionsfuſſe geprägt ſind, umlaufen, und dieſe ſollen zwar im Handel und Wandel nach dem ſo genanten 24Guldenfuß, aber in den dſſentlichen Kaſſen nur nach dem 20GM- venſuſſe angenommen werden. Darnah wird in Frankfurt rt Gulden Conventionsgeld zu 72 Kreuzer gerechnet, gezählt, oder ausge- geben, der hingegen in den öffentlichen Kaſz- ſen nur zu 60 Kreuzern gerechnet wird. Jans zwiſchen ſind denn dom einzelne Kreuzer würklich als Scheidemünze geprägt worden, deren 72 Stücke auf einen Gulden gehn. 8. Landmünzen heiſſen ſol<2?, deren Korn und Schrot die Reichs- Münzordnung"nicht beſtimt hat, und die alſo ein Reichsſtand nach eigenem Belieben prägen läßt. Zu die- ſen gehören die Piſiolen, welche eine Nacha- mung der in manchen Theilen von Teutſch- land. gangbar gewordenen Louis d'or ſind, deswegen ſie Georged'or, Carl d'or, Sri- drich d'or, Auguſt d' or genant werden. Sie gehen deswegen gemeiniglich auſſer Lande nur nach ſolHen Gegenden, wo gleichſals die Louis d'or beliebt ſind. 8-28: Wenn beſtimt worden iſt ,' nac< welchem Münzfuſſe eine gewiſſe Art Münze geprägt werden ſoll, ſo muß darnach die Deſchickung des Ciegels geſchehn, das iſt, das feine Silo ber oder Blickſilber muß, nac< jener Vor- ſchrift, legirt, und das ſchon legirte ue mit 1 SSER 7 TEE WSREO- 2.€ Ei Iue 165 001 IEEE DE 624 3wey und dreyſſjigſter Abſchnitt, mit andern derzeſtalt verſeßt werden, daß die rauhe Mark das gehörige Korn erhalte. X. Die zur Beſchi>ung des Tiegels nöthigen «- Berechnungen, ſind in verſchiedenen Büchern, welche unter dem viel zu ausgedehnten Titel: Münzmeiſter, Mänzwardein, bekant ſind, gelehrt worden. Zum Beyſpiele mag hier „folgendes dienen: Es ſey gegeben der Gehalt: einer Mark feinern, und der Gehalt eines geringern Silbers; man will finden, wie viel von bey- den genommen werden müſſe, damit die Mark einen beſtimten mitleru Gehalt be- Fomme«. Es ſey der Gehalt des feinen Silhers=- 3, der Gehalt des geringern=- b, und der mit: lere Gehalt, den das Gemeng erhalten foll, =& Man nehme an, daß zu einer Mark von dem feinern Silber x genommen werden müſſe; ſo wird von dem geringern 1= x ZU nehmen feyn: Alfio'a xb(7.> x) =, vdr axT b-=- bx= c Aus dieſer Gleichung wird, nach Abziehung der Gröſſe b. und nach der Diviſion mit War b, c-=-b 2-b Alſo um zu ſinden, wie viel man von dent feinern Silber nehmen müſſe, ziehe man voi dem verlangten Gehalte den Gehalt des ge- rxingern Silbers ab; den Ueberſchuß dividire man mit der Differenz des Gehalts des fei nern und geringern Silbers. RC Z= c Der ne BM bſhih | IE 03 ah | Winn Vin | AB by | 19 heft) Mile m) 9 Iv eint! 6 B55 gem 0 M el von JÜr damit| Malt 4 4 Me=! dz Wd | ms echo) ) WuiwD 38: 0 VE BU 4 D(19)| | 8 ma 1 Nhe | SD ET ENEN Schals 0) D- => ve ACRE Ta 1 ZERBE ÄN uu EIE AEÜ ÜR -.€. Wünzkunſt. 4 18. 625 Der Antheil, der von dem geringern Sil- ber zu einer Mark genommen werden muß, wird gefunden, wenn x von 1 abgezogen wird, C--b 2--b vder wenn man=„von I, oder von ZE abzieht. Alſo x== x-=<2Z218 7ac< Aufhebung der entgegengeſezten Gröſſen des Zählers, bleibt 1= x=== Alſo um zu finden, wie viel man von dem geringern Silber nehmen muß, ziehe man von dem Gehalte des feinern Silbers den ver- langten mitlern Gehalt ab; den Ueberſchuß dividire man mit der Diſſerenz des Gehalts des feinern und geringern Silbers. Erſtes Beyſpiel, Der Gehalt des feinern Silbers, oder a-ſey 12 löthig; der Gehalt des geringern Silbers, oder b, ſey 4 löthig;'der Gehalt des Gemengs, oder c, ſoll ſeyn 6 löthig. Alſo muß zu einer Mark von dem feinern Sil- ber genommen werden=3=3 Marf, I2--4 Von dem geringern Silber imnß dazu kommen I2-- 6 I O2 3058 BDS Mark. 5Wweytes Beyſpiel, Das feinere Silber ſey 145 löthig; das geringere ſey 9 löthig; das Ge- meng ſoll ſeyn 12X lbthig. Alsdann muß von dem ] 125-- feinern genommen werden=.=5ix Mark L= alſo vom geringern 5+ Mart, Rr Pros 626 Zwey und dreyſſigſter Abſchnitt. Probe. Eine Mark des feinern Silbers hält 148 Loth Silber; alſo halten 7+ Mark deſſelben, 955 Loth, Ferner eine Mark des geringern Silbers hält 9 Loth 5 alſo halten 4- Mark deſſelben, 33+ Loth. So hat'denn eine“ Mark des Gemengs 955 T 37x= 12x Loth Silber, Drittes Bepſpiel. Cs ſey a= 15 ld- thig; b= 3 löthig; das Gemeng oder c= 14 Loth 4 Gran, oder 142 löthig. Als: dann iſt der Antheil des feinern Silbers 484 Mark, und. der Untheil des geringern 55 Mari, :.| c=b 2, Da der Antheil des feinern Silbers= EE ESC und der Antheil des geringern= EEE ſo müſſen ſich die Gewichte, die von beyden Ar- ten Silber genommen werden müſſen, ver- halten, wie die Zähler dieſer gleichnamigen Brüche, oder wie c=b zu a--& Geſeßt, der Mäünzmeiſter habe, nah dem zweyten Beyſpiele, von dem feinern Silber, 37X Mark; wie viel muß er dazu von dem geringern nehmen, damit das Gemeng den verlangten Gehalt bekomme? Hier iſt c-=-b =121== 9= 32; und a=c= I145- 123=2. Alſo muß die Verhältniß ſeyn 33 zu 2 oder 7 zu as Alſo 77 4= 3752 217 Mark. Probe, ob die 37x Mark des feinern, und die 213 Mark des geringern Silbers ein Ge- meng geben, wovon die Mark 123 Loth Sil- ber enthält.- Eine Mark des feinern Sil: bers hielt 14+ Lothz alſo halten 373 m e(- M E|"bſh 3 ſeinetn| b, M halten),) ( 91€ jIberi J 140 geringen Walten 3077 He REET AIDE 3. Ee Hiünzkunſt. 5. 627 deſſelben, 5433 L, fein. Eine Mark des geringern St[b. hielt 9&. 3 a NO DAWN M. deſſelben 9282, fein. Da nun 375 72 217<< uE M:1,008 Silber enthalten 5432 1.1922= 7 73638 oth, ſo hält eine Mark des Gemengs=> IE=ZIE ; 5814 Loth fein. Ein Münzmeiſter ſoll Speciesthaler münz- zen, deren einer 13 Thad. gilt. Das Korn ſoll ſeyn 14 Loth) 4 Gran, und die feine Mark ſoll zu 12 Thalern ausgebracht werden. Jun hat er von 15 löthigem Silber 505 Mark, dazu will er von 3 löihigem ſo viel nehmen, als nöthig iſt, um das vorgeſchriebene Korn zu erhalten, Hier ſind drey Fragen. TIT. Wie viel muß von dem 3 löthigen Sil- ber zu den 505 Mark des feinern genommen werden, um den Spectesthalern das geſetz» mäſſige pen zu geben? Autwort: 35 Mark 3 Loth. Denn nach dem vritten Beyſpiele S. 626 muß ſich der Antheil des feinern Sil- bers zum Antheil des geringern verhalten, 505. 7+ wie T0o1 zu 7. Alſo 101: TE6052.7457 2. Wie ho<) mnß die rauhe Mark ausge- bracht werden? Antwort: zu 102 Thal.; oder ans jeder Mark des Gemengs müſſen 302 Thal. gemünzet werden Denn da x Mark fein 12 Thal. gee ſoll; ſe müſſen T4 Loth 4 Gran fein, als ſo viel in einer Mark des Gemengs EUTIN iſt, 102 Thal, gelten, 3. Wie ſchwer muß ein Sviciesthaler were- den? Üntwort: da 102 Thal, eine Mark wie- Rr 2 gen 628 Zwey und dreyſſigſter Abſchnitt. gen ſollen, ſo muß 13 Thaler, oder ein Spe- ciesthaler 2 Loth wiegen; alſo müſſen aus der beſchiften Mark acte Sil: ber, und' die Münzen, welche eingeſchmol: zen werden ſolle, werden in einem Wind» oſen, in Ipſernen Tiegeln, geſchmolzen und mit einem eiſernen, mit Thon oder Kreite überwiſchten Löſſel, entweder in eine angefeuch- tete Miſchung von Sand, Thon und Koh/ lengeſtübe, oder in Planenbogen, das iſt, in naſſen zuſammengelegten Zwillih, oder noch beſſer zu gröbern Münzen in eiſernen Formen, zu Zainen, dasiſt, zu Stangen oder Blechen, deren Breite und Die der künfii- gen Münze ſchon einigermaſſen proportionitt iſt, gegoſſen. 1x, Auf dem Harze wird das Blickſilber von den Hütten in den Zehnten geliefert, daſelbſt gewogen; hernach im Brenhauſe vom Bleye vdliiger gereinigt, oder fein gebrant. Das Zranvdſilber kömt wieder in den Zehnten zu- rü, und vonda, nachdem es abermals gewo- gen worden, in dieMünze« Der Münzmei- ſier zu Clausthal liefert dagegen, nach einer Admodiation, für Bezahlung, die feſtgeſeßte Summe gemünzten Geldes, und trägt alle Münzkoſten.- Die Münze zu Hanno? ver wardauf Rechnung getrieben 5 ſie iſt jeßbt wieder in Arbeit, Auch das“nN Ue | Wünzkunſt. 8. 19. 629 k]| DV, oder 4), LU miſpa] D! Gtid WW Hildesheim pflegte dort ſeine Münzen(nach dem Conventions-Fuß, wie iG glaube) ver- fertigen zu laſſen, wozu ein Ugent die Me- talle nach einem abgeredeten Preis, lieferte« 2, Man bedient ſich gemeiniglich der Jpſer Tie- gel. Ein Tiegel, welher 100 Mark Silber Iv beſhiät vollkommen faſſet, koſtet auf der Fabrikenwr 6 Mar. Am Fuſſe jedes Tiegels ſind Nullen . Wiens eingegraben, und ſo viel Nullen daſelbſt ſte- 6! einem% ben, für ſo viel x00 Mark wird ex in der „Biſc bes, 0; hieß. Jünt 3! Bft ſ. 5 1) W| Rr 2 8.20 630 Iwey und dreyſſigſter Abſchnitt, NE G./2.0: Entweder kurz vor dem Guſſe der Zals- nen, nimt der Wardein, mit der Probekelle, etwas heraus, um davan die Richtigkeit des Korns zu unterſuchen; oder er nimt dieſe Tiegelprobe, im Anfange, in der Mitte, und am Ende des Ausguſſes. Beydes iſt ſiche- rer; als wenn man, zu dieſer Abſicht, mit dem Meiſſel eine Probe von den ZSainen ab- ſchrotet, 27: Die Zaiten werden dur< ein Streck, werk, oder LValzwerk, ſo ſehr verbuünnet, als jede Art Münze es verlangt. Eine ſte- hende Welle wird, im üntern Sto>werke des Gebäudes; dur< Pferde umgetrieben. Ihr horizontales Kamrad greift in Getrie/ be, deren jedes mit ſeiner Welle, im öbern Stockwerke, oder im Srreckſal, zwey ſtäh- lerne WIEN deren Ubſtand von einander init dein Schlüſſel; nraäwerk kan auch von Waſſer getrieben werden, wodurch die Theile eine andere Lage erhalten. L+ gethan el„wi Offyun über di WE bſy Duſſe da Wr rob GS Rihtlt | DS nim| We: Mitte Rades if j |(1084 Zainet - WBS. bw Mmuünzkunſt. 9. 22. 23- 63x x. In Dreöden, wo mit dem Druwerke ge- mänzet wird, hat man vor einigen Jahren eine Stree angelegt, welche von Waſſer ge- trieben wird, Sr+25 Der Glühofen hat einen Roſt, worauf das Holz brennet, und über demſelben einen andern, worauf die Zainen gelegt werden“ Oder dieſe werden, wie die Platten, welche geglühet werden ſollen, in die Glübpfanne gethan, welche über ven dbern Roſt geſtel- tet wird.„Die Flamme ſc juſtirt werden. Wo man dieſe Koſten ſpahret, wie in Rußland bey den Kupfermünzen, da verſchwinden die ſchweren nach 8. 31, I. und das Land be- halt nicht nur die leichteſten, ſondern erhält derſelben bald mehr, als in ſeiner Mänze geprägt ſind, weil Ausländer ſolc St wenige| 1 Waſſer, h kis Dy vie 30 18: und() EI Sicht ſo 118 mans BE ingeget ur bſhm nine m Den Se PE NREN T REGEE 8 Wuünzfunſt» Y. 26+ 27+ 637 Zwey- und Eindritteln, fünf Thaler, aber zu 6 oder 4 oder 2 Mariengroſchen, acht Tha= ler; zu beſchiten Mariengroſchen unb 4 Pf. Städen, 12 Thal, und für 100 Mark Tus pferne Pfennige, 6 Thal. Dieſen Lohn theils ten die Ohmen unter ſich- Aber derjenige, welcher die Metalle vom Münzmeiſier in Emp- fang nahm, und dieſem die geprägten Münz zen zuzählte, und Sch4wmidtmeiſter getrant ward, erhielt dafür von der Herſchaft wdz des Fuſſes, wie ich bey der Kupfermünze zu Afweſtad in Schwes den geſehen habe, getrieben« Zuweilen erfor? dert es nur einen, zuweilen zwey Arbeiter. 2. Das Rändeln ſoll wider das Beſchneiden ſi- dern. Schon unter den ältern Römiſchen Münzen finden ſich gerändelte, oder nummi ſerrati, welche bey der Münzverfölſczung des 7. Antonius, nach Cäſars Tode auſge? kommen ſeyn ſollen. Im Jahre 1247 wurden in England die Münzen umgeprägt, um 24 e: EIN SZZI 23023 Deb Eid 102055 t-, 7m< 3 Ai 0 s H KEST get 7 Und Wuünzkunſ& 6. 32. 64t Gepräg gauz bis an den Rand treten zu laſſen. ; x dei Randſchriftenhaben die Engländer unter Crome JS das( y well den Münzen zuerſt gegeben»- wie diegan- GS Dus zen und halben Kronen vom Jahre 16583 bes Frau weiſen.. Wan grub die Schrift in einen ſtäh- Wr lernen Ring, legte die Münze in denſelben, | Mind by und trieb ſie unter dem Druckwerie ſo ſehr aus, bis ſie den Eindruck vom Ringe annahm, den man hernacd) wieder ablöſete. Ulte Stem-z pel und Ringe dieſer Art habe ich noch auf | der Münze in Hannover geſehn. Inzwi iſchen 5 Mr andere geben dieſe Erfindung älter an. In 6 dies Toutſchland ſoll ein Nürnberger Goldſchmied, 1 48% ein 7 IJobann Jacob. Wolraben, zuerſt die | et, R Ran ndſchrifien angegeben kaben,. 1481) int 3+„Das jetzt gebräuchliche Rändelwerk ſoll am Y YD ian! Ende des vorigen Jahrhunderts in Frankreich M...; von einem Ingenieur'Caſtaing erfunden, ;1 WEM und. im May 1685 zuerſt. gebraucht jepme 4 WU deri Im Ockpber 1686 bewilligte der- König dem q) Wd ta! Erfinder, für jede Mark gerändelter'Göld- münzen, einen Sol,„und für jede Mark Silbermünzen, 5 Denter3; Mit dieſem Werk- zeuge fonte ein Arbeiter in einem Tage 20,000 ( wes Platten rändern, Jnzwiſchen habe ich Urſache y Buſs zu vermuthen, daß man ſchon- vorher. ein 4- DUH ähnliches Kräuſelwerk in Teutſchlan d gehabt y WL jicd 1 hat."Zu Zellerfelde ſind die erſten Nusbeute- | EN) thaler mit einer„Randſchrift, im Jahre 1743 07 ZÜRS gepragt worde: y4 Safe - MUCH Ain Ge DIE |S is Goldmünzen werden gaänzlih wie die S6 Ww Silbermünzen geprägt. Um den beſicften Z ep] ihr Anjehn-auf der Oberfläche, was die Le- WW| Ss gi- 642 Zweypy und dreyſſigſter Abſchnitt, girung geſt ward. Dieſe Formen waren gebrant, und das geſchmolzene Me- tall ward in die Formen gegoſſen, wodurch es die Gröſſe der Münze, und die Echa- benheit des Bildniſſes, erhielt, und dann erſt ward die abgegoſſene Münze, die viel dicker war, als die neuere Current-Münzen, mit der Bildſeite auf dem Stempel des Averſes, der auf einem Amboß oder Prägeſtock feſt war, eingepaßt. Das Prägeeiſen, in welchem der Stempel der Gegenſeite oder des Reverſes, befeſtigt wär, ward darauf geſeßt, und mit dem Hammer zugeſchlagen, wodurch denn die Köpfe erhaben, und ſehr deutlich ausfielen, Vermuthlich wurden die Münzen, unter n er enrn7 22 22 ee=2?T >==". -- es zer «ry er TD>+- Wer Ypj "höhen, Th) weiſſy DE wody; | Wide etw ] M, born) | AU ſehr 1 4 Fichten, 4! Y Moin Me): | AO Seiten, ö| 19) welche |/ Atdailſen, 9 bräucht | EB um, al y DSi, 13) 100 aben.(eld :| ZU terung 48= DU 6] zu(Ble; 1| zefSel di au | ES ipſo 4 ei wilt ded "ETA / dur) dm 8 WON) ' 4 I lich AuSNY [|' 1 emen, Ws ( MÜ3i); Ke: Py. velta EE En 2 EEE Wünzkunſt.: G 33» 643 ſer letzten Bearbeitung, oft geglühet. In den znitlern Zeiten, da die Kunſt zu- modellicren und Formen zu machen, nicht mehr bekant war, ward das Metall zu Zainen gegoſſen, unter dem Hammer ſehr dünn getrieben, mit der Schere zu Platten geſchnitten, und mit flachen Stem- peln auf dem Amboß geprägt, faſt wie ß. 256» Daher ſind die Münzen jener Zeiten ſehr dünn, und als man-ihnen ein deutlicheres Gepräg ge- ben wolte, verfiel man auf die elenden HGobl- münzen. Erſt im vierzehnten Jahrhunders te, kam die Kunſt Medaillen zu gieſſen, wie- der auf, um die der Malex Victor Piſani vder Piſanello, weldzer im Anſange des funfz- zehnten Jahrhunderis arbeitete, groſſe Vers dienſie gehabt hat, 3. Die Kunſt, Münzen dur< Walzen, welche von Woſſer getrieben werden, 9. 31, zu prägen, ſoll eine Italieniſche Erfindung ſeyn. Über ich kenne keinen Beweis für dieſe Behaup- tungz3 vielmehr iſt es merkwürdig, daß ſie bereits im Jahre 1575, zu Halle in Tyrol, im Gebrauche geweſen iſt.„Daſelbſt ſah ſie damals Pighius, als er den Prinzen Carl von Jülich und Cleve auf Reiſen begleitete. Seine Beſchreibung dieſes Kunſtwerks, die znan in Hercutes Prodiceins, Antwerp. 1587, gs, S, 232 findet, iſt ſo artig, daß ich ſie ganz einrüden will, Hinc pergunt ad Ar- chiducis fabricam movetariam, ut! novum noſtri ſaeculit inventum formandae monetae viderent; nimirum quod aurei, argentei, ae reique nummi non Hando- feriundove fiant, ant mwalleis-cudantur« ſed expediiiſſime prae» Jis imprimantur» Aquaria rota, impetg ma- guo-circumagit machinam ferream organo horologico non ablimilem, Conſtat. enim Ss 3 Ex 4 Zwey und drepſſigſter Abſchuite, « ex rotis dentatis multis fie inter ſe conpe. XIS8, ut ſe mwutyo impellant coafta» per ro- tam aquariam Voivunt autem in medio machinae junttos duos cylingros ex Chaiy- be in ſfümpam duritiem temperatos, Quo- ram.unus altert ſüperpoſitus eic,& aguntuge ambo fſimul rotis illis dentatis contrario mo- tu adverlum ſeſe; ut ſuperior deorſum, in- ferior ſürſum ſemper rotetür, Inhis cvlig- dris artifize many ſavtinſoulptae nummorum formae vel charatteres per circuitum, es 102= gnitudine& proportione, qua vumwus iy- ſo cum pondere ſuo debet exprimi. Nabet autem in cireuitu ſno cylindrus guilibet tot formas einsdem nummi ſimiles, quot pro ſua ſpiſſitudine capere poteſt 3 easgue non nihil extantes cum marginibus acutis a reliqua cylindri ſuperficle, quo poſlivt ſüperabna- dans metallum a caolatura ſeparare,& e cha- ratteribus ejicere, In ſuperioris cylindri for mis caelatae funf cernces, ant prineipnm ima- gines cum ſüis titulis atque Parergis, quae in uno numismatis latere debent exprimi. Sic in inferioris cylingri formis, quae in al. tero latere; ſcilicet infgnia principum, aut Civitatum, auf alia emblemata cum ſuis elo- giis, etannorum notis, in quibusilla primum inoneta“ formatur« Jam vero cylindri tam apfe junguntur inter-ſe, nt formae aequali- ter& ſumma cum proportione ſimul inter volvendum conjunganrur, nummigue ab utroque Jatere perfe&i figyram abſolvant. Ttaqne“ vil ativd ibidem agit monetarius, quam ut iiminas anri, argenti, aerisve, jam antea pio formanrdae- movetae povrdere, ac magnitudine praeparatas' Th orbem euntibus cylindris admoveat,'& formis ſe claudenti- bus inſerat,- Mox fermae“ laminaäm 2 ee . U= HEHE AES 1 Wirt F . NENE 42 ae„Günzkunſt. 6. 33: 645 D'ter[66] 2 N 4 | Ma. fais chara&eribus velut dentibuys apprehen« (Bmi. ſam, attrabunt, deglutiant, ſenſimque devo» A rant totam;& a tergo numismata p-rfettif ſime expreſſa eodem temporis momento Cum excrementis metalli ſuperfluis evomunrt, in pelyim ſuppoſitam dejieiunt,-- Aus Jitz ſvru>k in Tyrol iſt dieſe Maſchine nach Sego2 via in Spanien gekommen, wo noch jetzt das Walzwerk vom Waſſer getrieben wird Ein 4 Mt ſolches Walzwerk, weiches vom Waſſer getriez 1M..* ben ward, ſah im Jahre 1581 Uiontagne in | p4 Dm der päbſilichen Münze zu Rom z und die Mühle, | M, Uu welc des ſiebenjährigen Krieges vermehrten, was | xm, 0! ren meiſtens gleichfals gewalzet. 4 EB ncih; „619 R. 3, Das Strewert 8. 2x, welches auH zu Elaus?2 q Eri! thal gebräuchlich iſt, und im Franzöſiſchen 8 "| WScyli Montlin, la jument,«uch iamino r genant wirdy " M0 iſt von einem franzöſiſchen Stiempelſchneider, 10) 189 100 Antoine Brulier, andere ſchreiben Briber, | D mol! erfunden worden; nicht aber von Zubin Olivia "PEN er, wie viele behaupten, als welcder nur der erz „| iS mot! ſte- Aufſeher des eriten Stre>werts gewejen iſt. 4) MBrzefis 1! Vor K. Heinrich tl bearbeiteteman die Zainen mo) Wewer! nurmit dem Hammer, wie 5. 26. Ader im Jahsz .) am em re 1553 befahl der König, iich des Streu 8 I werks zu bedienem Dieſe Verordnung wi- | Mu derrief Heinrich 11 im Jahre 2533, weil 138 0817 4 Ss 3 die 4 BI BEN 7 EI WIREE LR. A Wel Smi m BEEN H WRAED GIRLS GEGEN EINER IE 646, Iwey ynd drepſſigſter Abſchnitt. die Koſten zu“ groß waren, und erlaubte den Gebraud) dieſer Maſchine nur bey Denkmün«- zen und Rechenprennigen. Hingegen Lud- wig All befahl im December 1639, und aber- mals im März 16403; daß die Zainen- nur von denen gehämmert werden ſolten, die gez ſhit genug wären, ſolche völlig ſo genau zu bereiten, als durch Hälfe des Streckwerks, welches damals von dinem, namens Varin, verbeſſert wär; geſchehen könte. Endlich aber hat Ludwig X1V im März 1645, um eine völlige Gleichförmigkeit der Münze zu erhalten, den Gebrauch des Hammers gänzlich verbothen, zu dem man auch vermuthlich nie wieder zurück kehren wird. In Italien ſcheint das Streckwerk ums Jähr i579 noch nicht bekant geweſen zu ſeyn. Denn Gakzoni hat es in ſeiner gänz umſtändlichen Beſchreibung derMünze S.37x b nicht genannt. Aber in der 1619 gedruckten Ue- berſetzung ſteht S. 669: um die Zainen gleich zu machen, ſind die neu erfundenen Platmühlen aus der maaſſen bequem; wo man ſie haben kan. 4: Im Anfange des r5ten Jahrhunderts bat ein Franzos, L7ikol. Briot, ein Lothringer, ein Prägwerk angegeben, welches damals vie le Aufmerkſamkeit erregt hat, Die zuverläſſigſte Nachricht hievon findet man in einem gedruck- ten Auffaße, welcher weder Titel; noch Jahr- zahl; ſondern nur folgende Ueberſchrift hat: Relation de M, Henry Poullain, cy-devant Conſeiller en 14 cour des monnoyes, de 1'es- preuve de fabrication des elpeces, ſar certains nouveauX jnitrümens propoſeZz par MNico- las Briot, tailleur general des monnoyes de France, faite en preſſences de Meſſieurs de Bailſiſe& de Marillac, conſeillers&'eſtat, A Movſeigneurle chancclier,Dieſes ſeltene 70 Yen» EE REETARIIE DD DNM | 7 Zinn 4,5 Wyſe iN T| HI )) IB Ziteätt 10 0(en Vany 4 I-. WAERE Cnbliht 4,"M EN TETE vt JM wirk) vy 2( y(Et) verblh 4 EO eder zu 10 AE Stride EE: BIN 01 DE(init) 18-1) Wünzkunſt. 8. 33- 647 hen, welches 43 Seiten in 8 hat, iſt auf hieſiger Univerſitäts- Bibliothek. Briot hatte anz gegeben, er könne mit dem Streäwerk, und mit dem vonihm erfundenen Prägwerke, in ei- nem Tage mehr Münzen verſertigen, als zehen Münzer mit dem Hammer liefern könten, Zur Unterſuchung ward eine Commiſion ernant, die den 23 Jam. 1617 in ihrer Gegenwart eine beſtimte Menge Münzen von Briot mit ſeinen Werkzeugen, und auch von den Münzern mit dem Hammer, verfertigen ließ, und darüber in jenem Aufſate ihren Bericht dem Kanzler abſtattete- Man findet darin die alte Weiſe, oder das Hammerwerk, ſo genau und umſtände lich beſchrieben, daß mir noch keine vollſtän- digere Beſchreibung davon vorgekommen iſt. Briot brauchte zum Zerſchneiden der Zainen ein Werkzeug, welches er inſtrument 4. ciſeau nante, und welches mit der zu Zellerfelde ndch gebräuchlichen Stückelſchere faſt einerley ge- weſen zu ſeyn ſcheint. Sein Prägwerk nanteer Monnoyoir Es iſt hier zwar nur undeutlid) und unvollſtändig beſchrieben, doh ſcheint es mit dem damals ſchon längſt in Teutſchland gebräuchlichen Walzwerke, ſ- 9. 31-7“ FAroſſe Aehnlichkeit gehabt zu haben. Die Beſchreibung in dem Berichte S« 8. iſt folgende. Le mon- vovoir elt auſſi ure fagon de boeſte ou caiſſe de fer quarrce,& attachte au ſusdit eſtail 3 menviſier comme eſt le laminoir,& de ſa hauteur ou environ, mais plus large& plus profonde; dans laquelle bo&fte ou caiſſe de ſer, l'on voitau milien dicelle, deux quarts detonds d'acier, gravezZ des caratteres de 1'es- pece de monvoye que Von veut warquer les- ouels deux quarts de ronds d'acier ſe tournent & le courbent en ſe ſerrans l'un contre Pautre, parle moyen de deux grandes manivelles qui Ss 4 ſont R IREN 7 BEWE IR Air 055 ID EITER 8 Swey und drepſjigſter Abſchnitt, ſont anx denz eoſtez dicelle, 3'1a fagon de Cenx doat on ſeſert en Allemagne Pour mar» quer jeurs getions, ſi non que.ceuxd! Alle magneneſontgarnis que d'une manivelle, ce Jui de Briot eſtant garny de deux; comme eſt ſan laminoir, qui fait, que Veſpeceapres qu'el. le eft monnoyes& paſſte 4 Vinſtrument de deux quarfs de ronds d'acier, ſe tronve beans CoOUPp moins cambr6s, plus pl.tte,& plus unie que les geftons dl" Allemagne, qui ſont tort cambres, demy recourbe&s,& tres. incomwodeg 28 combte, pour etre marquez avec ſemblable ipftfrument garny, comme dit eſt, d'ane ſeule imanivells,& conduit d'une ſente perſonne, Die Unterſuchung ſiel für den Erfinder nicht vortheilhaft aus, und er war auch nicht im Stande, ganz; grade Münzen zu liefern, Seine Erben ſollen feine hinterlaſſene Maz ſchine dem Varinz verfauft baben 3. dieſer ſoll fie etwas verbeſſert haben, und damit glück2 licher geweſen ſeya, wie oben S. 646 ange- zeigt: worden, Yus andern Jachrichten iſt bekant, daß Briot darauf nach England ge- gängen iſt, und daß daſelbſt im Jahre 1Ö3E ſeine Erfindung gleich genußt und zur Volls kommenheit gebracht iſt. Vielleicht finder man fie noch in der Engliſchen Münze, von welcher ich keine unterrichtende Nachricht habe erhalten können. Ih kenne wobl Retſebes fehreibungen, deren Borfaſſer den Leſern mels den“,"das ſie ſich die Münze im Tower haben zeigen läſſenz aber es iſt ein ſehr gemeiner Sehler unſerer reiſenden Landsleute, daß ſie zu“ wenig, ſondertich- technologiſche Kentniß, beſitzen, um das-nößliche und neue zu bemer? ken, und verſtändlich“ zu beſchreiben,: Ohne Vorbereitung,-das““iſt, ohne etwas gründz liches und nützliches gelernt zu haben, 6 181,0 KR)' hit, (4; 1,7, ih M ire pon : ceuxy,| 8 nani el | 7 | I Ceapres 1 55 ivftey Wh FREE |] "% 3007 f' DIe e[royal 0 4a» Colus) l: 3011 ſont 4%(M9 incong: Y 29 Dec ſen) " M d'une|: al 9 le perle 1 M Trfinder: ( 1) vid! -/ 1 188).| ) |"1558' 3 ewas N “ | 4 | 0 JENEN RE WMünzkunm:+ 6. 33.-' 649 leexem Kopfe und vollem Geldbeutel, reiſen die meiſien ab, um einmal ſagen zu können 2 das habe ich auch geſehn! und Fehren,"nach deim ihr Geldbeutel ausgeleert, und“ihr Kopf niit ausländiſchen Thorheiten angefüilet iſt, von den Ausländern verlacht, zurück.= Ei2 nige andere Schriften über Briots Erfins dung finde ic) in Labs Bibliotheca biblio- thecarum, Liplfiae 1682+ 12, Pp. 542 änges zeigt, 3, Das Druckwer? 8.29 ſoll am Ende des 17ten Jahrhunderts, und“ zwar, wie die Franzoſen, die es Balancier nennen, ſagen, von einem Franzoſen exfunden ſeyn. Yber dieſe Behauptimg wird dadurch wideriegt, daß man in Salzburg noch ſolche Dru&wers2 ke vorzeiget, welche dort lange vorher gea braucht ſind, ehr- dieſes' Werkzeug aus Frans reich und England nac) Teutiſchland gekom? men iſt, Sehr viele teutſche Erfindungen werden lapge Zeit in einzelnen Gegenden Teutſchlands im Stiilen geno'ßt, bis ſie einz nal ven Franzoſen bekant werden, welche folche alsdann-, unter einem franzöſiſchen Namen», wie eine neue Entdeckung, den übrigen Teut- ſchen, ſo wie allen Europäern, de Fant ma- <4en. In Frankreich iſt der Gebrauc 2 22 222 |. axes KEKSE pte. SN bſchu, 2 "Mf Munszkunſt. 6. 33+ 34- 65x L, Jol - 450 von vben ab zwiſchen die Stempei ſte>en., Mir, dir Die Maſchine war ganz von Metall, ader 1 man hatte ſie bey den Verſuchen unbrauchbar DE bat in? E; 021215 | Wile. gefunden. Man ſagte mir, es ſey unmöglich, | MBaletn 1» auf dieſe Weiſe den Druck der Schraube ges | 108 hdrig zu mäſſigen' |'W';; dingt 7. Im Jahre 17956 gab Bolton zu Birminaghatt ein Prägwerk an, wodurd) die Inſchrift zum Theil„erhaben,. zum Theil vertieft dargeſtellet 4 Dhi4 wit werden kan. Durch) Hülfe einer Dampfmaſchi- | DEr 177) ne werden die Zainen gewalzet, zu Platten 4 35 leiſchet zerſchnitten und geprägt. Acht Stempel wer- ( Mir gül den“ zugleich getrieben 3 jeder Stempel liefert 1 4M5, welch! in einer Minute 70 bis 84 Platten, oder in 1] BBS'bung fu einer Stunde 35,090 bis 40,009 Platten. Zu | IM(wn,|; gleicher Zeit merkt auch die Maſchine felbfi* ie ye mf Anzahl der geprägten Stücke an. Man verſi- NEN ZENO hert, daß durch Hülfe derſelben vier zwölf- 7 Wlebiky jährige Knaben in einer Stunde 30,009 Stü>k | aB, ut Guineen prägen könten, und der Erfinder meint ) a, bin die vertiefte Schrift könne nur durch eine 1 Eid) Dämpfmaſchine hervorgebracht werden, und J Sr dr dieſe ſey zu koſibär, als daß ſie falſche Münzer, | a ven deren verbothene Kunſt ſonſt in England, vor- veel nehmlich zu Birmingham, zur größten Bolkomsz- |[E) diet menheit gebracht iſt, anſchaffen könten, So viel 4 Wm ml ich weis, ſind mit diejer Maſchine noch zur 1 WE aſm) Zeit nur Kupfermänzen von der Art, welche pen- | Weſel! nv heißt, geprägt werden. Bon dieſen wiegt ein | el Stü> genau eineouvce averdupois- S. Phyſ, )- 44" ökon. Biblioth. XX. S. 1z3und XX! S. 415, ) KAEN 8, dürnberg bedienen fich auch die Gürtler Es Nu eines Drucwerks zu Verfertigung der metal- es FAN lenen Kleiderknöpfe, welches dem DruFwerke 4 Ber Diſt! der Münze gleicht; ſie ſollen aber jährlich ] MW ly) ſchwören müſſen, daß ſie es nicht zu Prägung | FT: die Dol der Mänzen misbrauchen wollen, | MW V: Ki ASBEST TREE: 3. Ndl Sm un MEN SEN IESE ZIE NISSES MIELE M0 65 0 080 0ERGC EEN WEER SCHERE GERI"|: 2 Zwep und dreyſjigſter Abſchnitt. 9. Die Cremnitzes Ducaten haben ihre vorzügs liche Schönheit der beſondern Art des Abſudes zu danken, weiche ehemals ein Geheimniß ei: ner einzigen Familie geweſen ſeyn ſvilz wenig- fiens. erzählte dieß. Reyßler in ſeiner Reiſebes ſchreibung. 2, S. 1012, GC 224% Zu den Rupfermünzen läßt man, von Kupferſ-. Dieſe Nachricht. hat. Caivör gegeben.„Aber ein Kenner verſichert niir, die Auvhbeiute ſey al lerdings in der Summe mit bezkiffenz- da? her denn die jährliche Vermünzung 855/577 Rthlco 654 Zwey und dreyſſigſter Abſchnitt, Rthlr. geweſen ſeyn muß, Es ſoll aber auch die Silbereinnahme in der Communion, wenn man aud) glei) den Rammelsberg hbinzureche« nen wolte, zu groß ſcheinen; Jetzt beträgt die Vermünzung weniger, als in dem angezeig: ten Jahre, GG: 365 Die Rrärze, oder Abfall, welcher beym Münzen entſteht, 3. B. beym Gieſſen. dex Zai- nen, beym Weißſieden und Scheuern; auch im Kehricht der Arbeiteſtuben u. ſ. w. wird theils durch Amalgamation, theils durch die Präcipitation aus der Säure(F. 27), theils darch Ausbrennen, wieder zu gute gemacht. G+ 37: Die Bediente einer“Münze ſind: Münz- meiſier, Wardein, Schmelzer, Stre€meiſter, Durchſct ſeyn. Wegen des WWeißſudes, Abſudes 6. 27, müſſen die Münzen vor dem Striche etwas befeilet werden. I. Die Chineſer und Japaner bedienen ſich der Na- deln im Handel, und fehlen äuſſerſt ſelten. Ge- übte Probirer können durch Vergleichung der Striche, die Legirung oft bis auf 6 Gran an- geben;' inzwiſchen muß dabey vorausgeſeßt werden, daß das Silber mit keinem ändern Metalle, als nur mit Kupfer vermiſcht ſey. 2. Geſet, der Strich eines 2 Ggr. Stücks falle zwiſchen die 6 und 7 löthige Nadel, ſo daß man den Gehalt oder das Korn zu 65 Loth annehs men 656 Zwev und dreyſſigſier Abſchnitt, men könne 3 geſeßt ferner, daß 64 dieſer 2 Ggr. Srücke auf die Cviniſche Mark gehen; ſo würde die feine Mack in dieſem. Gelde unz gefahr auf 13 Thaler ausgebracht ſeyn. Denn da 65 Loth fein Silber, 64 Stüc geben, ſo gehen auf 16 Loth, vder auf die feine Mark, 15622== 156> Stück. Da nun 12 Stü> einen Thal. machen ſollen, ſo ma hen 1561 Stü> 13 Thaler. Sg. 4% Zu Goldmünzen ſind vreyerley Probir- nadeln auf halbe Karate nöthig; nämlich bes ſondere zur weiſſen, bejoadere zur rothen, und beſondere zur vermiſchten Legirung. BWBeym Zuſaße eines andern Metalles, zeigt wenig? ſtens das Sceidewaſſer die Gegenwart des ädelſten, obgleich nicht deſſen Feinheit, an. TL. Geſetzt, der Strich eines alten Fridrich d'or deute auf 21 Kar- 8 Gran, und ſein Ge- wicht ſey 1872 Theile des Richtpfennigs, alſo ungefähr 5'- Mark; ſo iſt das Schrot 35. Stück auf die Mark; alſo. Schrot und Korn geſezmäſſig« 2, Man pflegt zu ſagen, man könne den Ges halt der Goldmünzen auch auf der hydroſia tiſchen Wage finden; aber ſo richtig die Theorie iſt, ſo zweifelhaft iſt hier ihre Anwen: DUNg» CG ars Die einzige zuverläſſige Valvation ge- ſchieht durc: die Probe auf der Kapelle (cy (pella Gewichts wird, b gewöhnlid nigt, u Pfobirgen Oleſen fi ted Maaf 1, Das Liſt en | pfenn | Mark | men, | gender ->- vum 2, Das pfenn wie ß Ditöperat| Dilber, 6z( ty, odey M U Ctid. J HAU(n ſelen,; “ «C Ceylon 1 "yelep" DE 17) nah) jG zu tothe ting, 1) 1: BIENNE Bw Open 1. DRG ANON EY n, un) 86 Sim ."7 hi 1 M0 Du 0 6 Beſpattt f ver D WW Pl. AI WNLREE 7 DE WREDE 13. Tel Sk 00 IEEE: Wünzkunſt. 6. 41. 657 Ccupella), wobey man ſich eines verjüngten Gewichts, welches Probirgewicht genant wird, bedient; indem man einen Theil des gewöhnlicgen Gewichts für das Ganze an- nimt, und ſoles eben ſo wie leßeres ab- tyeilet, da denn die Verhältniß, weldje das Probirgewicht im Kleiven angiebt, auch im Groſſen ſtatt findet z ſv wie bey dem verjänge- ten Maaßſtabe der Geometer. 1. Das Probirgewicht bey“ den Silbermünzen,! iſt entweder das Gräangewicht, oder das Pfenniggewicht. Wey erſierm werden zur Mark 256 Theile des Richtpfennigs genom- men, da dein die nöthigen Gewichte in fol» gender Ordnung folgen, Gewichte. J[Richtpfennigtheile. Eine Mark. Ee vder 16 Loth| 255 SS-- 128 MILE 64 2= 32 1- 1öÖ 9 Gran 8 6-- 53 5% NEIGE TE 7 2-=- 17 HN O- 1 REGEN 9 Jur hi a 2. Das Pfenniggewicht nimt auch 256 Richt- pfennigtheile für die Mark an, die aber, wie C+ 5, in Loth, Quentcheit, Pfennig, Hel- Tt ler 653 Zwey. und dreyſſitſter Abſchnitt. ler getheilet werden. Dieſe Gewichte folgen o in dieſer Berhäliniß auf“ einander, Z je 5 45 45. i en Ctt - Gewichte Richtpfennigtheile. Eine Mark.(ATEHE 17 oder 7 16 Loth 256 NT 85 i= 128 Der 42 64 Yar 2- 32 2 208 TE men 2 Quenich. 8 M EN 4 2 l 2 Pfennige 2 rei SEE III T geſeh 1 Heller ZS, Er 8 TL+8 URS Z* wei |“ röul Ge: 1424 Evy Z;: gar In eine mit Rläöre beſtreuete, und wohl St abgegtmete Kapelle, trägt man, unter der; Muffel im Probirofen, eine der Legirung geb ungefähr proportionirte Menge reines Bley,| 131 oder die nöthigen Bleyſchweren. Wenn al- 137 les gefloſſen iſt, wird ein viertel Quentchen ge- Iv meinen Gewichts, das iſt, eine Mark des Pro-[55: birgewißts, welches zum Theil aus der ſin? Mitie, zum Theil vom Rande dex vorher| wer gereinigten Münze genommen worden, hin-||: eingetragen» Man läßt alles treiben, bis Et das Silber blicket, und das: reine Rorn zn feſt geworden iſt. Dieſes wird mit der. -- Me S1 AE5„. Kornzante herausgenommen, auf das ge? S; ! naues 26 me FESTEN Er Vbſhn, 64.2' | Wunzkunſt, 6. 42. 659 ES Gicht)'; Pima,/ genaueſte aufgezogeu oder gewogen, und giebt den Gehalt der rauhen Mark an, a. aa DM femigtheie EZZ, I+ Die Probirer ſind nicht darüber einig, in weicher Berhältniß das Bley zugeſeßt wer- 44 den müſſe, und vieles kömt dabey auf die 1 Verſchiedenheit in der Arbeit an. Auf dem j Harze pflegt der Warden bey Probirung des Brandſiibers vier mal ſo viel Bley zu nehz men, alis er Silber- eingewogen hat, bey Species- Thaler- Silber.-9 mal ſo viel, bey I2 löthigem 12mal: ſo viel u. ſ, w. In Frank- reich iſt die Menge Bley zu den Silberproben geſetzlich vorgeſchrieben worden, 2. Erjtes Beypſpiel. Fünf Zweydrittel- Stücke wiegen 24273 Theile des Richtpfennigs; die rauhe Mark halte 12 Loth fein; wie hoch iſt 3 die Mark fein, nach dem Leipziger Fus, aus- | gemünzet worden, und was iſt darnach ein (EF ſiven) StuFX werth? | Bwl Da 24273 Theile des Richtpfen. 5 StäX | Weine di! geben,* ſo: geben 65536, oder eine Mark, Wige re) 13733273== 133 Stüc,“> Da 12 Loth' fein, M“, 135 Stüc> geben, ſo geben 16 Loth fein, 18 Sm T Stück oder 12 Thaler; und alſo ſind dieſe prtel 2,00 Zweydrittel richtig nach dem Leipziger Fuß Ine Man ausgemünzet worden, Da 18 StäüFX 12 Thal. SD Qi 4 ſind, ſoiſt ein Stück, nach dieſem Fuſſe, 16 Ggr, j"| dy) werih. ganhande ERN or) 44 21 Zweytes Beyſviel, Vier und dreiſſig j StüFX Gutegroſchen wiegen 4 Loih, oder 4 108 med T6384 Theile des Richtpfen.. und die rauhe Bdas wi: Mark derſeiben hatte 7 Loth fein. Alſo gehen wird 11 4: 34== x136 StüF auf die rauhe Mark. uf Sieben. Loth fein. geben 136 St. alſo geben pu 26 Loth, 31089 Stüc, die alſo auf die feine St2 Mark < AIRE LS WIDEEE,(2. Ci Zfina il 00 Mie IEE LELHEEEGE ZUM 5 EIIIE WIER IL 5 3 EEN BESTES 669 Zwey und dreyſſigſter Abſchnitt. Mark gehen, und alſo t2 Thal. 12 Gutegr. den 103 Pfen. ſind. Nun ſoll, nach dem Leip- M ziger Fuß, die Mark fein zu 12 Thal. aus- bro gebracht werden, und alſo ſind darnach die q 3108 Stück nur 12 Thal, werth, und jedes j Stück iſt nur 112 Pfen, 4 Drittes Beyſpiel. Geſeßt, von einem| 2 Ggr. Stäck värte die Probirmark 6 Loth 9 30 Gran fein auf der Kapelle gegeben, und,„Zu 64 dieſer Stücke giengen auf die rauhe Mark;-/ bey ſo würden 156 Stück auf die feine Mark Fei gehn, und dieſe würde alſo zu 13 Thalern viel ausgebraht ſeyn, welches hdher wöre, als hat, der Leipziger Fuß erlaubt, nach dem, nur in| Ma den allerkleinſien. Münzarten,. die Mark zu dieſem Preiſe ausgebracht werden foll. Eben dies würde man finden, wenn die Probir- mark 7 Loth fein gäbe, und 6832 Stück auf y die rauhe Mart giengen, man di Viertes Beyſpiel. Man nehme. an, ein ein Vi vier Gutgroſchen Stück halte am Gewichte 1403 Theile des Richtpfen.;: ſo gehen auf auß det 65536 Theile, oder auf die rauhe M. 464% Falle ift == 463 Stück. Haite man, zu mehrer Sie felt nöth dherheit, 20 Stü gewogen, und deren Ge- wicht 23160 Theile gefunden, fo würde es daſſelbe, nämlich 46 Stück, ſeyn. Alſo iſt die rauhe Mark zu 4683 6=7 Thal, 18 Ggr. ausgemünzet worden, Geſetzt, die Probe gebe 9 Loth fein Silber in der Mark an, ſv würde die feine Mark, da | 9 Loth zu 72 Thal. ausgebracht ſind, zu 13| Thal. 18 Ggr. 8 Pfen, ausgebracht. ſeyn.| Weil nun, nach dem Conventions-Fuß, die| Mark nur zu 13 Thal, 8 Ggr. verprägt wer- den a FEHLE IRENE "A iv„€. Er Abfhin WMünzkunſt. FS. 42. 43«+ 661 Sil, 126„44] 18] nah vi den ſoll, ſo iſt in den 4 Ggr. Stücken, die M: 117% Mark um 10 Ggr. 8 Pfen. zu ho< ausges ID ſn) 0; bracht worden. SÜNY- Wie viel iſt ein ſole, die man vorher abgewaſchen » M hat, allenfals ein Viertel, halbe oder ganze M. 09 Mark, auf einmal wiegen kan. MC ecdin jo, | Zen did 5,5 43. |T 032 Gy 6 e | 4. Bey Probirung der Goldmünzen theilet | man die Probirmark in Karate, wozu einige ' 40.10 ein Viertel, andere nur ein Achtel Quentchen 1 ft aus dem Rictpfennig nehmen. Im leßtern IG auhe 1: Falle iſt eine Wage von ſeltener Empfindlid» | 103 zu w! peit nöthig. | 0, und 3] “0.06 | WEN, fm 7 | 3:7 Tha) 9 Sf ve ie feine 3" ad nN I gebradt 10? Fet Ir, berg 4)' y Ea 205 L+ 1 AIB TE EGEE, 13. Gde Si u Fi SED BEI RES 24 MARE WE LEEE46 DE. ATEN, 0673 rn äl pu ve EIER DE ER ER RL BE ven zd zz IEEE>. es 652. Swep und dreyſſigſter Abſchnitt, I. Nach jeder dieſer Abtheilungen braucht.may folgende Gewichte: Richtpfennigtheile, „Gewichte,|& Quentch.[5 Zuentch. Eine Mark AI PIE oder 24 Karat 256 128 I2== 128 64 6. 64 32 3= 32 16 2- 214% 107 Ruin dime I0Z 93 6 Gran 5X 22 Zu 4 23 IZ 8== I+ 5 112> F 8> Z 5 M SAIL 2 X EN[*] ce] 8. 44- Um eine Goldmünze von vermiſchter Le- girung zu probiren, ſäneidet man, mit der Scockſchere, 24 Karat des Probirgewichts heraus, trägt es mit ungefähr dreymal ſo viel ganz reinen Silbers, und zehen mal ſo viel reinen Bleyes, auf die Kapelle, uud läßt alles gehörig treiben, bis ein goldhaltiges Silberkorn übrig bleibt. Das was durchs Treiben am Gewichte der beyden ädlen Me- talle verlohren gegangen iſt, giebt die Stärke ver rothen Legirung am Das: |D; zu Blä gießt€! wodurd ollmälig 5 yoth leg hinläng beſihi>! Münze mon zu naſſen MEN 2 2 Munzfunft: Ss 44: 663 Un brandt h:. 2 Das Korn läßt man glühen, ſchlägt es (Qi zu Blättchen, biegt es zu Röllchen, und ber | vim gießt es mit wohl gefälletem GScdeidewaſſer, F= wodur<, in mäſſiger Wärme, das Silber | allmälig vom Golde ausgelöſet oder ausge» y ſchieden wird. Das übrig gebliebene Gold(*) 4 wird mit deſtillirtem Waſſer abgewaſchen, 2 zuſammengeſchmöolzen, gewogen, und beſtimt, 5 dur ſeinen Verluſt am Gewichte, die Stärke 11; der weiſſen Legirung« | | Iſt es vorher bekant, daß die Münze nur roth legirt iſt, ſo iſt das Abtreiben allein hinlänglich. Iſt das Gold gewiß nur weiß beſchi>t,"ſo iſt es genug, die 24 Karat der Münze, mit dreymal ſo viel Silber, zuſam? men zu ſchmelzen, und beyde Metalle auf dem naſſen Wege zu ſcheiden. EE. Zu d2 2D-“ 1-1 | berni 1. Man nennet dieſe Scheidung die Quarta- | Wat, tion, deren Gründe ich hier als bekant vor? 35 Probi? ausſeße« LE 2. Um bey dieſer Probe die größte Genauigkeit 1„Bub zu beobachten, muß man auch den Zyinter: 9.0 balt des Scheidewaſſers in Betracht ziehen. un volle, u Um nicht zu weitläuftig zu werden, verweiſe A! 2-%- Z e 6 1 geb ic) desfals auf Cramers Anfangsgründe der I. pas Metallurgie, 11. SO. 84-+ *; IG qy 3. Hr. Prof. Hacquet ſchrieb mir, man müſſe Klum das aus dem Scheidewaſſer zurück gebliebene Y pt bie 90 Gold(*) nicht zuſammenſchmelzen; denn ſonſt gebe die Probe zu viel am Er wiſſe aus Er- fahrung, daß bey einer Mark, beym Scmel- N zen, drey bis vier grains zuwachſen, Diejer 4 Tt-4 Zu- 664 Zwey und dreyſſigſter Abſchnitt, Zuwachs des Gewichts, wovon er ſich durch wiederholte Beobachtungen überzeugt hat, bie: ther eine neue Gelegenheit dar, die modige Theorie von dee Reduction der Metalle aus: zudehnen, 4. Erſtes Beypſpiel von der rothen Legirung, Geſetzt, 24 Probirkarate aus einem Friedrich- d'or geben, nachdem ſie mit 10 bis 12 Bley ſchweren abgetrieben worden, 21 Kar, 8 Gran fein; ſo würde die rothe Legirung 2 Kar. 4 Gran betragen haben, Zweypytes Beyſpiel von'der weiſſen Legi- girung. Das gus der Mark eines Holländi- ſchen Ducats, nach der Quartation, erhaltene Go!d, wiege 23 Kar. 7 Gran, ſy ſind, wie ſichs gebührt, 5 Gran Silber hinzugeſelzt gez weſen. In henden Beyſpielen wird das Schrot, wie bey den Silbermünzen, geſucht, Drittes Beyſpiel. Man habe eine Gold- münze, die.6 Thaley 16 Ggr. gelten ſoll, Zwanzig Stä> derſelben wiegen 13 Loth, und die rauhe Mark halte 13 Karat 6 Gran fein Gold, Da nun 13 Loth, 20 Stück geben, ſo gehn auf 16 Loth, oder auf die rauhe Mark 245% Stück. Da 18 Kar, 6 Gran, 2475 Stück geben, ſo gehen auf 24 Kar, oder auf die feine Mark, 13442 Stück, Weil: jedes Stöc> 6 Thal. 16 Ggr. ſeyn ſoll, ſo ſind 31422 Stuä>, oder die feine Mark, zu 2132 Thal, 21 Ggr. 4228 Pfen. gusgebracht, Will Hamb! (alen, „von er ſie(| SAUNEN FE Na at, Wem ce zus Meth) | VA othe Dun | 10(inem Fry | 188110 biz 19) ( 190 21 Aar, 3) | IOdirung 71 | 10) weiſſe! 4 IM(ins Hul 4 BE teien, erh 4 MM in, fd fe) 1 IE: binzunjt | BBwird daz 0 | FPyeſuht, | MME habe diy DD 097197 | Gf die jw JM, 16 pe) EE ober Wie 198 Yy PIE y „' Wünzkunſt. 8.44. 45. 665 Will man dieſe Münze'naH Ducaten de- Halviven; worin die Mark fein zu 182 Thal, 12 Ggr. ausgemünzet wird, ſo findet man; daß hier die feine Mark, um 212 Thal. 2x Ggr. 4328 Pfen,= 182 Thal. 12 Gör.=- 30 Thal. 9 Ggr. 4333 Pfen, zu hoch ausge: münzet iſt.: Weil ferner 3145% Stück, um 30 Thal. 9 Ggr. 4235 VPfen. zu hoch ausgemünzet ſind, ſo iſt ein StüF um 22 Ggr. 1074 Pfen, zu hod) ausgegeben worden. Alſo iſt ein Stück, nac) Ducaten zu rechnen, 6 Thal-t6 Bar.== 22 Ggr. 107, Pfen. == 5 Thal. x7 Ggr. 1732 Pfen, werth. Man würde demnach an 7100 Thal. dieſer Münze, wenn man ſie für voll annehmen wollte, 14 Thal, 6 Ggr, 78x Pfen, verliehren, 8. 45: GE 5040 einiger gangbaren Goldmünzen. Die erſte Zeile zeigt, wie viel Holländta ſche Aazen ein jedes Stück wiegt. Die zweycte Zeile giebt das feine Gold einer rauhen Mark an. Die dritte Zeile ſagt, wie viel feines Gold in einein jeden Stücke enthalten iſt. Das rohe ungeprägte Gold wird in Hamburg berechnet und verkauft nach Du- caten, wovon das Stück zu 423% Cölniſche pn I Gran, 666 Zwey und drepſſigſter Abſchnitt. Gran, ober 71z5r= 71:83 Holländiſche Aazen angenommen wird. Sieben und ſec Gehalt (9) Korn|| Aſen| Ducat Aſen« Kar. Gr fein.| Gold Auguſt d'or, Säch- ſiſcher--(37. 5] 21.8|[124. I 11,745 Carl d'or, Braunſch.j138.8| 21:9(125,9(1.771 Carolin d'or,Bairiſ, Würtemberg. Pfal- ziſcher, u. a,== ,12022| 18.9||158T- 12.227 Ducat, na< dem Reichsfuß=-- 20.01.25. 8.11: 700 SL 007 --“ Gold in Hamb.| 72. 6| 23+6.1| 71. 08|1. 000 =- Holländiſcher 72. 6| 23.7|| 71. 671.608 --Kremnitzer= 1 72«6| 23.9|| 71. 81x,010 -- Däniſcher, alter von 1714 7 1717, reducirt zu 11 Mk. Danſke,= 60 214211 52. 910.744 neuer, ſeit 1257| 44 07 oder 2 griedrid fiſher pe en növerin Gdldau m ſſig, 4 Rhe Guines Geſeße, wh| hum --4 jm? Imperi v4n 10 1764, Imper bein ſe Louisd nd. de = nah Zuid Schild --+ nach =4 nac) --) im 3 M 18xd'; Portug nfünz' gipräg Dobra, Rees halber 9 Bhf Muünzkunſt, 5. 45. 667 1| 5 Oie Gehalt. 2 ben und 4, Schr.| Korn|| Ren 1Ducat IE 232 Chyj fen.) Kar Gr|| fein,| Gold. 9)(1 yn zu 12 Rt; Danſke E GEIEREN 7 m". vder 2 Thal. 4:8) 21,1 5 O- 80L | 4 4 Ch Sriedrichd'or,Preuſ! 464 ens"Ww fiſcher== 1138+ 9, 21.9 125.9| 1.77 1 aAniſhen J) George or; Han- | bot 99.64 növeriſcher=- j138.9! 21,9(1125:9| 1+77k ) R. Goldgulden, geſetze: 1307! mäſſig, Hanndver.| 67. 5| 19«1|| 53.7| 0.755 € Dt= Rheiniſcher. 67.5j 18-9|| 52.7| 0742 4.08 Geld,| DIRE nach dem va(Std ejeße, 772 174+5i;- 2240(159. 971 2. 250 Jo Gil nach) dem Reme:?- dium-- 173.3] 22.0|i1153. 87] 2.234 |== im Dur<ſchnittß=-- ji159. 42| 2.242 | N Imperial,/Ruſſiſch., | 6| Wal von 10 Rubein, vor | Se) fin 17.64.2545 344. 51 22-0(315: 7| 4.442 Z| 222 ImperialvontoRu- | beln ſeit 1764« 272|.22.011249 x 1 3.507 I Ii[ L ouisd'or,Franzöoſ. | 125,0, nach. dem Geſepe ij149. 5| 22.0)1128.8| 1.812 ||-- nach dem Remed,il40..|„21. 9|(126.9| 1.786 1„| Louisd'or, neuer, || AB)158 Schildlouisd'or jr69- 81 22.0 jj1155. 65| 2. 189 |M-- nach dem Geſeße;r69. 2| 21. 731152. 49| 2« 145 | BN 76 jl!-- nach demRemed.i169« 5| 23. 93|1154 071 2- 167 R 761-- im Durchſchnitt 1135+ 131 138.9 11105, 5| 1.424 Einh Daar d'or, Bayriſch. Elu Portugieſ, Gold- (7|' HANSEN» vor 1722 (|'M)| geprägt: || Dobrao1n v, 24009| | 1 04 Rees=[1703| 22,0 1026« 114.434 »| 1 halber v. 12000 Rees1559. 6! 22-0(1513 7.2 << IAET GTE GRE TX. CSS fal Siel 00 MER EEN LEES M5 ANF IIEE MIE IEEE AGE u S1 EE BREI EL SEIEN CIT ENE SEED ZEIL 2a 668 Zwey und dreyſſigſter Abſchmit, S.isponine oder Ü70e d'or,von480c Re28«-. Halbe- 2400 Rees. Wtertel 1260 Rees Cruſado novo 480 Rees-- Iach 1772 ausgem.: Dobra,128009 Rees Halbe- 6400 Rees. Viert.- 3200== Bjcudo 1609== Halbe- 8090 2 Cruſado velh0,400 Ree3.=. Ruyder, Holländ, nad) dem Geſeße -- nach demRemed. -= im Durchſchnitt Severin, Souve- reyn, doppelt., Icie: derl, nach dem Geſ. nad) dem Remed, im Durchſchnitt. Span. Goldmürz.: Doblon, Piſtole, gepreßt, rund, ge- ſezmäſſig=> Halbe, oder Eſcudo d'oro geſezmäiſig. Doppelte'v. 4 Cſcudo d'oro.- Vierfache, Quadru- pel IE| Gehalt. Schr.| Korn|) Aſen| Ducat Aien,.| Kar Gri] fein.| Gold, ZZ|=== 223. 8| 2 201|1205.2 12.886 11:,9 220„102 6[1,443 S5 9i 22.01|| 51.3(0.721 225| 22.0|| 20.5|O. 288 597.| 22.0 115472|7- 698 2935| 24.0|12735 13-849 149€| 22:0 jj136 8(1 924 745| 22 0|| 68,4 0.962 3731 2220 11 54. 2: 10481 18,6] 22,0|i 17.1|O 249 208.| 22.1||191.39'2+ 692 207.|] 22.0 jj189. 77,2: 669 207%| 22. X||190, 58, 2« 689 231,8| 22.3|1213, 1512-908 230. 7| 22.0 j211.55|2. 976 231.2] 22:F(212. 3512. 987 141.| 22.0||129,3[1.819 70%,5|. 22:0| 64. 6 10. 909 232,1] 22:0|258:6 13.638 565.21 22,0 U517. 2 37. 276 Zec- | Zechin di. Gen di Rom di[CG av di Vene 9 |D jeden€ ländiſch T halt det Slh yy! y 4 A WLAN TT TE PIBEEE. 7X. iin Sim iel m MEERE INRLEN ITIS ZM 45 IEEE WEGE ME SANI IEEE WERE I 2IED ZE 6 be ABE WMünzkunſt:: 5. 45. 46- 665 1 Gehalt. S> 1679.38|15 3 1638-5 > Igo Gulden, einfacher=- j219, 4|14« 130%|205 EE ae doppelter, nach dem Re- EE FUN) medium-==- 438. 1734-12 1402. R EN dreyfacher, nach dem Re- 4 Ia mediun aman(657: lä4.13| 603» !; Lö, ki ANNAN DE RGRE 13. 45a ii ik 0 MEIR INDEN EEHIRER ZU 5 IE AISEN WI LEEIE AUE 2 SE EIIH WaR AE REGIE NERA III HEIR Di I 672 Swey und, dreiſſigſter Abſchnitt. gv. ö&wenthaler== Spehilting zu 9 Stüver Schilling zu 54 Stüver LübeckerCourant:Rtihlr, von 1752=... MecklenburgScv. 10Kr Siebener von 7 Kr. Grojche von 3 Kr. Piaſter, ſ. St. v. achten. Polniſcher harter Thal. v, 8 Fl. Poln, ſeit 1760,| Korn| Gehal Schrot| Loth Aſen. Aſen,| Gran.| fein. 479. 11.26 14232, 10051 9.9 59. 6 97. 9. 0 54:5 5,72. 12,0 1|420. 38T. 5|t2,0 1286. 19077 F12: 07"FT42% L14. 10.0 71.5 [8Z« DEO FTO272 453* Jj14.T1 j4t3. 45. 14:11| 43. 696, 13. 1731608, 5 092.[3. 1073| 602. L v94.« 113 17 605. 2 6i0, 113.16 534. 103- 9:4 59.3 99. 6,10| 40.5 583 68113.6 1486.4 291. 84j 13:06 243.2 145, 92113:6 j121,6 1138 9| 9 DE 127. 8-12| 68,9 85 8- Oo 409- 5 67.5| 6.13| 28.3 | 583+ 68| 13, 6| 436. Pol- mem=D Polnit Pottu voß 4 Cruſa Kömi) voß 1 Hälbe Rupel ted l. von€ von G Spie Copſti Cohſi Kayſe Hl Kayſ; Sal Kayſe Sach Stüc? ih. neus neues oder neuen juß Thale burg; (wd Melt in's in) 175 | | ewa= Polniſcher Gulden-- Portugiel. Cruſ. 130v0 von 480 Rees, ſeit 1750 Eruſado von 1706, 1707 Römijcher Scu50 ndvo, gon 10 Paoli, von 1753 Halber von 5 Paoli Rubel, Ruſſiſcher, v+ Pe- ter 1. 1704---- von Elijabet 1742 2 1761 von Cathar, 11. ſett 1764 Species» Rtbir. Conſtitutionsmäſſig, alter Conſiitutionemäſſ. neuer Kayſers Carl Vl== Halber vder Fl. Stü> Kayſers Joſeph=... Halber oder Fl. Stü Kayſer Leopolb u Sächſiſcher von 1755 Stück von Achten, Spa- niſch. altes-- neues ſeit 1728= 1771 neues aufs Gewicht=- oder aud)---- neueſtes nac) dem Münz: fuß 1772 7 Thaler, Courant, in Ham- burger, Lübecker, Däni- ſcher, Hollſteiniſczer und Melenburgiſch. Saluta in Holländiſcher Baluta in Preuſſiſch. Courant v. 1750 und 1764-=- Nu Wünzkunſt. LC. 46. Schrot ye en (12,2 305 6 301. 55. 2755 5386, 537.4 498.2 608. 583.08 508.0 299.3 403: (Ee[Oha 674. Zwey und dreyſſigſter Abſchnitt. Korn|Gehalt, Schrot| Loth| RBſen 1 Aſon,| Grat.| fein, Zwepydrittel, altes, nach DIER zinniſchem Fuß=<=-- 15308.8 neues nad) Leipz. Fußs=- 2 N270,2 Brandenbür&iſ<). 1689-! 1700---- 353 j12,0| 265. Braunſchweigiſ<. 1694: j 1099. Free 3608. jtr, 17(263, von 1695- 1693= 319. 113,8 1268. Hannbveriſches, 1690: 1092 IE EIN: 324. 113-5 269. Zelliſd)es; 16569- 1694-4 324. 33 4 268. feines Lüneburgiſces 272.|t15 16|276 3 feines Sächſiſches4 286.'15.2 O0 Tabellen diefer Ark ſind niemäls untrüglich. hre Verfaſſer müßen fich oft auf. fremde Anga- ben verlaſſen; und ſe!öſt die eigenen Unterſuchun- gen verlangen ſo vieie Geſchicklichkeit und Ge- nauigkeit, daß, zumai bey den Goöoldproben, auh die berien Probirer leicht um Z Gran, und viels leicht noc mehr; vvn einander abweichen können, Zudem. haben die Wardeine in Handelsfiädten gute Urſachen, warum ſie den Gehält der Münzen; lieber zu niedrig, als zu höch anzugeben pflegen, von welchem Vorwurfe auch wohl nicht die von Rruſen bekant gemachten Tabellen ſrey ſind, 9. 47+ Die Söerifien über den kechnologiſchet Theil der Mänzkanſt ſind nicht ſo zahlreich, als die über die andern Theile, Zu den be/ ſten zähle ich folgende: Cal- Rory by v (2,0'* | Ki 1,17 al 9018 unte H| fremd! Ip „mM Untwtp| MNT dpd (Oro), u] 1771014007 E Jui Salt vün (zugeh ABN! / » Feu 4| NN TSit< DID AEE TP TET Münzkunſt. 8. 47- Calvörs Maſchinenweſen am DOberharze: il. SS. 212; Encycloptdie, Planclies vol, VI Monnoöyage, Traite des wonnoyes de leurs eirconltances& dependances. Nouvelle edition Augwmentee g'uv diftionnaire des rermes qui ſont en üfage dans 1es monnoyes,& d'un traite pour Hin- Früktion des monnoyeurs& 425 negocians en watieres d'or& d'argent, Par 457. Boizard. A Paris& a la Haye 1714 2 Sheile in 12. Traite des monnoyes, contenant des infſtrüdtions pour la partie des mönnoyes,= par M. de Beitänge. A Avignon 1760, 2 Theile in 125 Träite des wonnoies& de 1a jurisdieticu de ia cour des movnoies, en forme de dietion- vaire;-- par M. Abot de Bazinghen. Paris 1764: 2 Theile in 4. vo Praun gründliche Nachricht von dem Münzs- weſen insgemein, insbeſondere aber von dem teutſchen Münzweſen älterer und neuerer Zei- ten. Dritte verbeſſerte Auflage(von. I T+ Klowſch): Leipzig 1784. 8- Kentniſſe und Betrachtungen des neuen Münz: weſens„ für Teutſche. Bon Sriedt. Goöttl; Buſſe, Erſier Theil, Leipzig 1795. 8. Aloe fwd en rr M PDE ADE EIE MG 7-3 2508 =.- << ieien nteeere„burger „ſer E! »„Forina „anten' || t, Zuſatz zu S. 474« 677 „Es wurden deshalb ſchon vor mehren Jah» „ren Commiſſionen zur Unterſuchung des Uebels „von Königl. Regierung niedergeſeßzt, und von Zeit 3:„zu Zeit Verbeſſerungsvorſchläge gethan, dennoch 4|„blieb es mit der Verfaſſung und den Anſtalten ) Gall|„veim alten, bis im Jahre 1797 eine ebenfals )„von Königl. Regierung in Hannover geſeßte Coms ]„miſſion die alte Einrichtung gründlich unterſuchte, |„den Plan zu einer verbeſſerten Berfaſſung, und, Ww„mit Zuziehung eines ausländiſchen Saliniſten, zu „einer verbeſſerten Fabrications- Anſtalt entwarf. „Dieſer ward gebilligt, und in ſelbigem Jahre „ward auch die Ausführung angefangen. Nach DN dem Abdi) e wird abet; 3:? IEE: im ja 5„dieſem Plan iſt die alte Verfaſſung gänzlich auf- (830 hy„gehoben, das alte Salzwerk abgebrochen, und Ww„ganz neue Gebäude ſind mit verbeſſerter Einrich- 39 nied, Wp„tung erbauet worden. I dieſes 6) |„Die Haupt- Quell2 hat unter den bis jeßt Walten|„bekanten Salzquellen die reichhaltigſte Sole, - Feen„auſſer einer kleinen Quelle von den vielen in Reiz |„„FGenhall in Bayern, Sie enthält 3 Theile Waſ- BE? jehje u)|„ſer und 1 Theil Salz zomit auſſerſt wenig fremd2 Sf Gm|„artigen Theilen. Ihr Zufluß iſt veränderlich, ſo- 4 m|„wohl in Qualität, als'Iuantität, und, was bey Mb]„mehren Solquellen der Tall iſt, ſo bald die Zum)| 5 Quantität zunimt, verbeſſert ſich die Qualität. Me„Im Durchſchnitt giebt ſie jede Minute 6 Calen- „berg. Cubicfus. Auſſer dieſer Hauptquelle giebt Ee(it m„es in der Nähe des Salzwerks no 5 Nebenz =KNUCK, quellen, die aber weit geringhaltiger ſind; ſie EPrints" enthalten zum Theil 12 Theil Waſſer, und ein E EN„Theil Salz, und werden jet nicht benußt« Unz- » EU UANG„gefähr 200 Fuß von'der Hauptquelle befindet S8: Inſam„ſic) auch eine Schwefelwaſſerquelle, Die Lüne2 gi jmd 2„burger Salzquellen entſpringen aus der bey dies 114„ſer Stadt zu Tage ausgehenden ältern Gyps- »Formation, weldye auc) die Gebirgsart des be- “„kanten Kalkbergs bey Lüneburg iſt, Man kan dieſes Uu 3„0“ 678 Zuſatz zu S. 474. „ſowohl bey der Hauptquelle, als anch bey der im „Schildſtein, einem Gypsbruche, beſindlichen Ne- »„benquelle, veobachten.- Die BWertiefung( dex »» Sand genant), wohin die Sole von den in 2 klei- „nen Stellen liegenden Quellen zuſammnengeleitet „wird, iſt gegen den hereindrängenden Sumpfbo: „den ſehr ſinrei?, wie ein umgekehrter Kegel, »»bbgleich dieſem Zwee nicht anpaſſend, und zu „wiibar, gefaßt. Meohre Waſſerquellen, welche „in der Nähe der Solquelle fich finden, werden in „eigenen Behältern aufgeſammelt, und mit Hande „pumpen von. Zeit zu Zeit ausgspumpet, damit „ſie ſich niht mit der Sole vermiſchen und dieſe „verſchlimmern können, Die Sole wird in ein „149 Fuß langes, 44 JTuß breites, und 8 Fuß „tiefes, 90 Fuß höher als die Quelle liegendes Re: „ſexvoix durch einige Pumpen gehoben, welche von „einem bey der Stadtmüßle angelegten Waſſerrade, „mittelſt eines 3630 Fuß langen Kunſtgettänges, „aetrieben werden. Dieſes Künſigeſtänge hebt die , Pumpen bloß in Ziehen wird zum Theil von „hängenden, zum Theil:von ſtehenden Schwingen „getragen, iſt an bom: ehemaligen Feßungsmauern „der Stadt her, uns a*t“Ende über den Feſungs- „Wall gefährt, und inoß desbalb, weil es die „ein: und ausſvringenden Feſtungsmauern verfolgt, „ſeine Richtung vielmal verändern, weshalb es, „neben andern Lavollfommenheiten, verbältniß- „mäſſig für eine geringe Würkung zu viel Kraft „erfordert.: „Das Reſervoir hät folgende Zwecke: einen be- „ſtändigen Vorrath von Sole, auf den Fall einer „kurzen Reparatur an der Kunſt, aufbewahren zu „föntien; die Abklärung der Sole von mechaniſch „beygewiſchten Unreinigkeiten, und eine immer „gleich ſchneile Speiſung der Pfannen, alſo einen „leihen Siedungsbetrieb, zu erhalten, „JIeat |„Zu „Pfanne im Gar „ſtehet€ „nen ſin „ven 16 "Hhe| „Lange/ „Dprde, „auf ſt „„yoölzern „zum D, „Küſten, „ngh'be "mne „ſage „dur< „zFeT „ſen m „tung! „ſen, „Salz! „Rhre „hin d „frode „von d „übrtgt „nem, „die Ei „ſehlen „den, „ſInel „„wendi „renthe „Oberh „Tyrfn „ſtochet Zuſatz. zu S. 474» 679 „Jetzt ſind 138 Oefen mit eben ſo viel großen p» Pfannen, und- einer gleichen Anzahl Beypfannen „im Gange. Ueber jedem Ofen oder Feuerheerde „ſtehet eine große und eine Beypfanne- Die Pfan- „nen ſind aus Eiſenblech gefertigt 3 die großen ha- „ben 16 Fuß Länge, 17 Tuß Breite, und 1 Fuß „Höhe im Borde. Die Beyvyfannen haben 17 Fuß „Länge 5 7 Fuß Breite, und 10 Zoll Höhe'm „Borde. Ueber zwey Pfannen befindet ſich. ein „auf ſteinernen Pfeilern ruhender-gewölbartiger „hölzernen Brodevyfang, welcher den dur< das „Feuer abgetriebenen Dunſt, in einem runden Rohr, „zum Dache hinausführt, und welcher an den Seiten, „Koſten zum Satz ausſchlagen, und unter demſeiven „noch'bewegliche Klapladen enthält, durch welche die „Pfanne während der Zeit, da nicht Salz auszte- „ſdlagen wird, verſchloſſea- werden kan. Hie- „dur wird beſonders Reinlichkeit, und eine län? „„Zere Dauer der Siedegebäude erhalten. Vcht Oe- „ſen mit der eben beſchriebenen Pfannereinrich- „tung befinden ſich in 2 neuen maſſiven Siedehäu- „ſern, in denen noh auſſecdem Einrichtungen zur „Salztro>nung auf Gerüſien, mit der von den „Oefen wegziehenden, und durch eiſerne gegoſſene „Röhren geleiteten Hitze, gemacht find, unter wei- „ 2110,47 (' 0 1m 0 ; 2 1. 4 W I DUN |"Sttmh 1.170008 NDEN I 00 DN lS) 0 Sm FS m| 4 STEN ;7 TEL Sd 0 a m | 11.04 NG M A Yasſeite 279 Aäle 76 Abätmen 658 Abbrennen der kohlen 35 eg tf..6r über alle in dieſer Anleitung berührten Stein- =- des Scrots 198 Abdederleder 296, Abpäalen 281 Abſtoßeiſen 298 Abſüßwanne 214 Abjſud 655 Abziehen 206 Adern 575 Adjuſtirbankf 63x Aeſcher 4360 Yeſcherer 36. 435 - Aeſcte Mark 600 Blau, ſächſiſches,ung des Tiegels Blaufarbewerk 35 623 Beſchlagen 636 Beſchneideeiſen 390 Beſiaut 257 Beutelmacder 28 Blavmaler 370. 374 Blechſchläger 37 Blechſchmied 37 Bley, Nadelbley 103 Bleygieſſerey 39: Beouteltuch 91 Bleiſtifte ZT Biherhaar 107 Bier 100 Bleyſchweren 658 Bleyweiß 30 --- weißes 176 Bleyzieher 38 -- braunes 176 Bleyzug 38L Bierbrauerey 25 760 Blicken 658 -- Scriften darüber Blickſilber 828 184. Biereſſig 25+ 780 Blindkohlen 429 Blöſſen 281. 298 -- brauner, weiſſer 1827 Brühen der Küpe 126, Bierprobe 176 Blume 126 Biertonnen 175 Blumen 192 Bierwage 1760 Blumenfabrike 3x Bildateſſerey 39 Bobinen 59 Bildhauer 32 Bo>k 556 Bilge 78* Bie 78 Bodendräte 145 Bodenheſen 173 Bindſtück 636 Bobenhammer 552 Bos A fnet Sü ul u Meri FEEN 084. DES 7 Ir DD Ei 05-B 8 EE € TE Regiſter, Bodentafel 468 Böben 428 Böe 120 Bodlen 281 Bönderfaar 49 Bötcher 32 Bogener 32 Bohrſchmtede 37 Bologneſer Flaſchen 392 Bombvengieſſerey 39 Boraxraffinerie 25 Born 455 Borten 468 Bortenwitrkerey 39 Bottichhefen 173 SBouzes 585 Bouteillen-Bier I80 Bowſfarve 132 Boy 91 5Srände 430 Brandenſtein 370 Brandſilber 628 Byrandſtein 322 Brantwaſſer 203 Brantewein 193 Branteweinbrennerey 192 „-- Schriften darüb. 209 Brantewein» Trank 205 Braſfitienholz 118« Braſie 509. 514 SGrauberedtigie 183 Brauhaus 183 Braunes Gut 345 Braunſtein 338 Braupfanne 166 Brechblo> 555 Brechmühle 533 Brechkfämme 54 Breithammer 568 Brettzänge 557 Brenhütte 556 Brief 581 Briefoblaten 219 Britannier 559 Brochirte Zeuge 31. 87: Brode, Zucker 515 Broihan 177 Brüche 76 Brücke 559 Brunäſcher 304 Bruſtbaum 64 Buch 148. 149 Buchbinder Zt Buchdruckerey 27 Büchſenſcenmadzer 3x Doppelſchüſſe 70 Dorit 576 Dörnſtein 462 Doſen; lederne 28 Drap de Dames 92 Drap d' Argent 31 Drap d' Or Zl Dratmüller 574 Dratriemen 571 Dratſchmiede 574 Dratzieher 39. 572 Drätzug 571 Dreheiſen 370 Drehkunſt 33 Drellweberey 306 Dreyfeurig 326 Dröguet 92 Druc>er 632 Drucpapier 148 Druckwerk 638 Drum 66 Druſenaſche 4406| Ducaten: Gold. 666 Dulongs Zierräthen 376 Dünnebier 180 Dudſtein 174. Z1o Dupltren 59 Durd 8 met ==-- Behn SILIT OD Erſtunkene Leder 295 Eſel 147 Eſelhäute 304 Eſpaguol 273 Cſpagnolettes 92 Cſſig. 186 --„ bryaunty 187 -- weiſſer 187 Eſſigbrauerey 25. 186 --“ Schriften darüb. 19x Eſſigfeument 188 Eſſighefen 188 Eſſigmutter 188 Etamine 93 Etendoir 86 Everlaſting 92 3440 3 Fäaär af den blandings- art 46 Fabrike 1X Fach 11ö Fachbogen 115 Fachen 109 Fagounirie Zeuge 36.87 Jaden 59. 60 Fadenbrüche 79 Fadengleicy) 808 Fadenſüchtig 80 Fäden des Lädels oder Ledels 66 Falle 462 Färbehdlzer, Räspeln 32 Färbebrühe 120 Färbepfriemeit 1.18 Färbeſtoff 117 Fahlleder 288 Fahne 77 Fajance 338 Aben en M PN I LIS EID EEN 7 3-50 R EE 6-20 Zr BE FBG Regiſter. Falten 76 Falzbo>X 288 Falzeiſen 288 Falzen 288. 570 les Faons 033* Farben, ächte und unäcen 29 Fußrapeten 29 Futteralmacher ZL G. Gährbottig 172 Gähren, durchgähren 429 Gäſcht 173 Gagat 33 Galle 393. 413 Galmey 36 55L -- gegrabener 55L -- grüner 553 Galmeyiſcher| Ofenbruch 553 Galmeyſen 554 Gang, ganzer, halber 62 Ganzzeug Ganz? Ganzheu! Gar 1429 Gare 31 (Gartupf Garybai Gaſettes Gautſch Gazerte Gebinde Geblüm Gebyaut Gefärbt Gefällen Geſflam! Gegülbt Gehämn Geigen) Geigen Geiſt 1: Gelb, I Gelbho! Geld 51 Geldeſe! Geyräg Gepfeſſe Gerhen Gerhert Gerhm; HE) ; vy Ganzzeugkaſten 144 8 m| Gar 429. 469 Web dn| Gare 313 Mr 27 Garfupfer 555 Bine 1 Garnbaum 64 5 were| Gaſettes 338 ve| Gautſcher 147 Ga2zerites 370 Min 8 2: Gebinde 59 8, 380 Geblümte Zeuge 84, 87 len 430 Gebraue 165 fs 513 Gefärbte Papiere 153 18413 Gefallene Leder 2596 JF init| Geflamte Tücher 84.87 ID iget(rl Gegülbt 304 fünter Gti Geheimniß 109 Int 6| Geigenharz 415 A fiſcht| Geigenmacher 33 PE ſcher bi! Geiſt 193 Regiſter. Geſperrte Handwerke 10 Geſibſſe 429 Geſiübe 428 Gewerb 4 Gewichtmacher 37 Gewürzmühlen 34 Gezogene Zeuge 30, 87 Giallolino 335 Gießhaus 556 Gießſieine 558 Gießtiegel 249. 557 Gießzange 558 Gifthütten 36 Gilde 6 Gildebrief 6 Gildemeiſter 15 Glanzpappen 82 Glanzruß 417. 202 Glätten 149, I5I We) ulden:n Gelb, Neapliſches 36. 335 Glätter 15x EG: 12! Gelbholz 118 2 2) Geld 585 2 gin 2 Geleſe 59 Sr1adet| Goyräg 536 G, Gepreſſetes Leder 295 Fi 17! Gerben 280 S durc Gerberbaum 280 M7| Gerbmühle 280 8 Gerbäahl 280 Geſchenk 9 6 zl Ehem ju Geſell 8 Pa Geſchloſſene Handwerke 10 E ade 8 Geſchmeidemacher 38 DN kal Geſchwindſiellung 460 p? 1] Geſpann 570 ! 4 j | Gerichteter Meiler 427 Geſchirr 64+« T41 Glättmaſchine 152 Glas 379 --“ grünes, ſchwarzes 386 --- weiſſes 337 -- unvollkommenes 384 Glasblaſer 390 Glaſer 34 Glasflüſſe 35. 394 Glasgalle 386. 387+ Glasmalerey 35 Glashürten 35- 379 --“ Schriften darüb. 398 Glasgsofen 3384 Glaſirte Handſchuhe 392 Glasſchleifer 34 Glaströpfehen 392 Glasur 371 334 y 0 Glatte S6 BD RANAAEE TE TGGER, 15 Adm wick en MDR LEL ADE I IE ZEE Ie 5 35 2000 M IEEE M: Eci vſt. 0,1. Glatte Zeuge 30 Gilocenzieſſer 39 G:; ve 560 Glübebalken 566 Glühofen 386 63x Ginhvfanne 63l Glufen 576 Glufenmacher 576 Glufner 576 Gobelins 88 Golddrathzieher 33 Goldmünzen 641 Goldpavier 38 Goldpatſcher 38 Goldplatſcher 38 Goldſchaum 38. 564 Goldſchmied 37 Goldſchmiedſpath 339 Goldtapeten 38 Goldfize 345 Golgas 27. 134 Gotzkowski Deſſein 376 Grade 446 Grädig 446 Gradiren 456 Gradirer 462 Gradirhaus 458 Gradirwände 458 Grangewicht 657 Graumanniſcmeſſer 149 Hadern 137 Häfen 384 Hälter 458 Hänſeln 10 Hären 304 Häute, grüne, rohe 279 Hafen 384 Halbzeua 142 Hallerde 471 Halurgie 443 Hammergerüſt 567 Hammerſtiehle 567 Hammerwalke 72 Hammerwerk 654 Handeiſen 268 Hande Haup Haup Tauf 5 naut Hebel: Hechel Tr Heert Hefer Helm Helm Hieke Hinte Pintel Zintel Hes Hoch Hehl Noll, ie DCt, dark y Är 3 er 524 Kanne Bier 175 -- Salz 445 Kanonengieſſerey 39 Kaolin 367 Kapelle 656 Kaxppen 82 Kapſeln 338 Karat 599 Karatirung 589 Kardetſchen 53 119 Kardetſchenmacher 39 Kareyen 865 Kareymaſchine 86 Karotten 270 Karottenzug 270 Karre Kohlen 430 Kas 132 Kaſtor 11x -- halbe, Viertel- 11k Kattundru&erey 27 Kattunweberey 39 Kauris 585 Kautſcher 147 Kautſcherſtuhl 147 Kauß 578 zum Keil anſetzen 536 Kelp 441 Keper 85 Kerſey 593 Kerzen 248 Keſſel 356 Keſſelbereiter 37. 570 Keſſelſchlägerhütte 570 Kette 69 Kettenbäum 64 Keitenſchmiede 36 Kienfeuer 32 Kienholz 410* Kiendhl 413 Kienruß 36+ 415 Kienſtöcke 410 Kienſtubben 410 Kienſiuken 4x0 Kieper 85 Kipper und Wipper 692 Kirchenoblaten 219 Kirſchwaſſer 208 Kirſey 93 KläXe 80 Kläre gläre 9 Fläarkeſſ glärelſe Klatwo Rlaymt Kleber glempn Klinker Klipwe Klopfe Knaben Knauſe! Knappe Knaſter Fnauſee Khecht Kheiſee Kneiſen Fier -- wa Knieſir Pnieſit Knoche Knoche Fndyfe Andyſe Knopf Knopf! Knopf! Snoyf Knopf: Knopf Spüttt Soch Sohſe Ro Kochz Rochz ſex SE INAN TIGER LR 6 Kläre 658 Klärkeſſel 509 Klärelſel 512 Klotwolle 49 Klaymühle 3324 Kleber 212 Klempner 37 Klinker 323 Klipwerk 639 Klopfe 58x Knaben 8 Knäuſen 304 Knappen 8 Knaſter 253 Knauſeeiſen 394 Knecht 3 Kneiſceiſen 304 Kneiſen 304 Knicker 348 --» marmorne 348 Knieſtireichen 54 Pnieſtreicher 54 Knochenäſcherer 368 Knochenfärberey 27 Kndpfe 39+ Öl Kndöpfedcat 575 Knopf 390 578 Knopfholz 579 Knopfmacher 32» 33 Knopfnadela 575 Knopfrad 579 Knopfſchere 579 Knütten 30: 97- 98» Kochkunſt 24 Kochſalz 443 Kochſalzſiederey 26 Kochzuer 522 Kochzuder, gelber, ſer 523 Retgiſtex Kochzu>er gemeiner 523 Kohler 424 Köhrlehm 559 Königszu>er 523 Köper 85 Köpfe 633 Körnmaſchine 24 Kohlen 421 --- harte 430 Kohlenbrennerey 421. -- Schriften darüber 432 Kohlengehaue 425 Kohlenholz 424 Kohlenloch 411 Kohlenweiler 425 Kohlenſaft 429 Kohlenſtäte 425 Koker 338 Kolben 193 Korbmacher 32 Korkſchneider 32 Korn 600. 658 Kornbrantewein 193 206 Kornzange 658 Kothen 467 Koße 147 Kräße 654 Kräuſeln 633 Kräuſelwerk 640 Kräuterbier 179 Kraftmehl 212. 21x35 Kranichzug 403 Kranz 567 Kray 118 Krapmühlen 34 Kraßen 53 weiſ- Kraustoba> 268 Xx 4 Krei- Biba die en Ar DN I LIS IE FD Re fiſt 04% Kreitenaqlas 383 Krempelkaſien 54 Krempein 53 ep 93 Kyveppen 84. 860 Kriegsbaukunſt 34 Krispelholz 288 Krigyeln 288 Kronenglas 393 Kropf 143 Krücke 78.- 120 Krukenmacher 34 Krulltoback 2638 Krumſiampfer 112 Küche 120 Küblfaß 172. 199 Kühlheerd 449 Kühlkeſſel 513 Kühlofen 392 Kühlſchiff 172 Kühblſchof 172 Kührlehm 559 Küle>e 570 Kuüpe'" 119, 125," 126 Küper 85. Küpern 513 Kürſchner 28 Kugelgieſſen 39 Kulette 570 Kumpen 52 Kundſchaft 9 Kunſt 3, 1t Künſtie, ſ)bne rt Kunſigeſchichte' 29 Kunſiwerke 15 Kunſiwörter 15 Kunſtſtück 15 Kupſferdrucerey 27 Kupfermünzeu 652 Kupferſchmied 37 Kupferſtecher 34 Kuße 147 ppt d - Laab 468 Lackirkunjt 27 Laämusbereitung 26 Lacrimae vitreae 392 Lade 7, 64 Ladezange 557 Lädel 66 Läufer 77 Lagerholz 434 Lahn 38 Lawinoir 645 Landmünzen 633 Landwolle 48 Langen, Kohlenlanzen 429 Langhaken 429 Lanternes de ferre 379 Lanzettenmacher 37 Latum 396 Latun. 566 Latunhütte 566 Läufer 78."321 Läuiern 203. 499 Läuterungsblaſe 203 Laudiren 83 Lavetzſteindreher 33 Laur 203 Lauter 203 Leckſchaufeln 462 Leckwerk 458 Ledel 66 Leder 279 Ledergerberey 279 -“ Schriften darüb. 306 Leder? Qederfal! Qede: fau! Qeere 33: QeerbeD: Leerfaß Ik ga 03! Fkaer 14 Fegtren“. Ygirung Fegieun| verm! Qehre 7 Qehrbru Zeprjah Leim 21 Yeimen Qaimto Leim Ceimtt Reinen Leinen Reinen Leinen Leinen Leipz Leiſte Leſert Peyer Licht? Lichtz Riege init Wink Von Ciqu vs »<|| 46| Syzi| Sy| 8 vid| > FUN| EE >! DAUN 1 Qeberfalk 309 Qedertauer 28, 297 Leere 333- Leerbecher 142 Ceerfaß 142 Lcga vbvaſjfa 001 Leger 148 Legiren“ 5389 Legirung 589 Legirung, rothe, weiſſe, vermiſchte 589. 064 Lehre 7 Lehrbrief 8 Lehrjahre 8 Leim 2123 Leimen der Rette 63 Reimkoerey 25 Leimſivff 1.67 QLeimtränken' 304 Leinenbleicherey 28 Leinendamasweberey 39 Qeinenfärberey 27 Leoineweberey 30 QLeinewauddruckerey 27 Leipziger Fuß 616 Leiſtenſchneider 32 Leſeruthe 65 Seyer 78 Lichtköhler 432 Lichtzieherey 25 Lieger 77 QLiniirte Tücher 84.'87 Lin?s ſpinnen 56 Lioner Gold 565 -- Treſſen 564 Liqueur-Bereitung 25 Löcherbaum 142 10. ine m H PE AIDED 2 MI WE NT 3.20 R IEE Regiſter. Löſchen 314 Löſchkobhien 421 Löſchvapier 148 Löſekeil 228 Lötyig 445. 590 Lohe 282 Lohgar 282 Lohgerberey 28. 279 Lohgrube 282 Lohmühle 34. 283 Lohfioff 282 Loyp. Löppe 59 Losdäacker 25 Lüften 1260 Rüftrer 572 Luftmalz 164 Luggoldſchläger 38 Lumpen 137 Lumpenſchneider 140 Lumpenzucker 523 Luſtrin 93 Rutter 203 Luyker Leder 296 07. Maaß Kohlen 439 Maderazucer 523 Märtler 4302 Magneſia 499 Meajolica 340 Maiſchbottich 166 Maiſche 199 Maiſchen 167 Malerkunſt 27 Malerey 117 -- auf Glaſur, Schmel ze 234 -- unter der Glafur 324 Xx 4 Regiſter. Malerla>e 26 Mehlmühle 34 Malz 163 Mehlpulver 540 Malzbutte 162 Meiler 312. 425 Malzdarre 164. 199-=-- liegende 431, ſtehende Malzſchrot 166 425, rauchende 428 Mancheſter 3== gerichtete 427 Mangel 120-=-- holzreiche 427 Manheimer Gold 565=- holzfertige 427 Mantel 69 Meiſſein 108.+ Mantelende 69 Meitier 3 Manufactur xx Meiſtergut 336 Margaritini 399 Meiſtierlade 7 Marienglas 319 Meiſterlauge 236 Mark 126. 595 Meiſterſtück 10 = y Amſterdammer 593 Mel arundinageum 504 --“ Eblniſche 590 Melaſſe 507 =- fein 609 Melis 523 == rauhe, beſchikte 600 Mengepreſſe 562, 363 == Spaniſche 594 Mennig 36 --- Venedigſche 593 Meſel 56 Marli 29 Meſeldrat 56 Maroder 95 Meſelfaden 56 SNaſchen 97. 98 Meſſerſchmied 37 Mascovade 509, 522 Meſſing 37+ 540 Maſel 56-=- reines, unreines 563 Maſeln 56 Meſſingbrennerey 546 Maſern 56 Schriften darüber 574 Masten 31 Meſſingdratzieher 38 Materialkunde zx Meſſingknopſmacher 37 Materialien x5 Metalldreher 33 Mattenflehter 32 Metall, feines, legirtes 539 Mauerbeſchlag 393 Miniaturmalerey 28 Mauerſalpeter 493 Mittelſalze- Bereitung 36 Mauerſchweiß 493 Modelmacher 374 Mawuerziegel 325 Moderflecke 7x Maurer 33 Mörtel 315 Mayländ, Spitzen 220 Möſdg), 548 Meerſalz 443 Mohrenkopf 200 Moll „SB Retgiſier., 1Q, Der Moll 93 Näherey 29 Ie rs Molton 93 Näpfe 228. OR| Monthal 558 Iain-Londrins 93 0 hen u| Mordant 345 Narben 288 R Moſaique 33 Narbenbrüchig 296 M:(1 Moscovade 509, 523 Narbenſeite 24. 279 M! 4) Mühlen 34;; Narbicht machen 36 m Mänze 583, eigentliche, Nebenadern 455 2| uneigentliche, 586 Nebenmaterialien 15 | ins| Mänzfälle 602 Neber 37 | 4.| Muünzfuß 614 Nehdräte 146 | Ma;-=-- ſchwerer 614 Neſſeltuch- 30 "-- höherer 614 Neſtler 28 1"4 Münzkunſt 383. 535 Neſter 70 Fem)-- Schriften darüber 675 Netze 29 | T Münzohmen 636 Niep 7x |M| Münzregal 606 Noir de Paris, d' Alles | iM 363, 4 Mäünzſchinen 633 magne 417 |€| Muünzwiſſenſchaft 587 Noir 4 noircir, de fyü- ) 265 Mumme 182 mee leger 417 | 14) Mundi>k 554 Nopeiſen 7x | IC| Mundiren 558 Noppen 71 TD 0m Mundirtes Meſſing 3563 Nordhäuſer Probe 206 W6| Mundoblaten 219 Nürnberger Streuſand | Bn MundſtüF 5569 36 | nQitre) 3 Muskfetenpulver 535 Nürnberger Waare 33 Wodan) Mutterlauge 473+ 498 Nudelnbäcerey 25 0 NE LT Numismatik 587 “H NND Nachbier 180 Nuthobel 381 m| Fachlenfegarn 76+ 55(0 js Nadelbley, 103 Obhergeleſe bo wal 38. 3575 Oberhefen 173 FB! Schriften darüber Oberſchweif 64 " FERM 584 Oberſprung 60 is 71 Nadeln 97«+ 575 Oblaten 219 P Nadler 575. 576 OblatenbäXerey 25 2 NRagelſchmiede 37 Oefen 320 8 70) Nähnadelmacher 38 Defner 65 [500 Xt 5 Sehl ey 134 ud de ES SIDE 7<..- I i“ Ed er INA DSTIGRE. 1X. NZ net Süd me Sni BLADE 207 5 FH EEE 0607 3 Bi R EEE Regiſter. Oehl 224 =-"Deſtillirtes 224 „=“ ausSgepreſſetes 224 „=. ranzigtes 224 --- brenzliches 225 -- feites 2724 --- Weſentliches 224 =-- angebrantes 22 Oehltyäute c4 Oehblkuchen 228 Oehllade 228 Heh lmühle 228 Oehlſchlägel 229 Oehlſchiägerey 224 -- Schriften darüb, 223 zwey-feuriger P Es„ein- Sfenbruch, galmeyiſcher Hf,vgalmey 553 Ofenſetzer 33 Okerbrennerey 36 Ojevm templinum 413 Olitäten 25 St. Omer-273 Operment 36 Orgelbauer 33 Orlean 118 Orſeile 118 Ozier 376 Pälen 78 Pacgament Ö0r Pantoffeln 288 Panzermacher 39 Papelin 9 Papier mache 31 I54 Papier, türliſches 27 Papier velain 146 Papiermacherey 31. x37 -- Schriften darüb, 158 Papiermühle 1x Papie En 27 Wc vpe 3 1,54 Marchout[6] Parfumirkunſft 26 ParüFe 2 0 Parückenmacher 29 Paſten 31 Paſtellfärben 25 Paternoſier 33. 35 Paterbier 181, Patrone 867 Pauſht 147 Pechler 410 PetiſchenſtoFmacher 32 Pelz 105: Percan 9l Vergamentgerberey 28 303 PVergamentpapier 149 Perlaſche 440 Perlbohrer 33 Perlen, unächte 32 PerlſtiFerey«9 Pernambuco 524 Perpetuel 93 Perſianiſche Wolle 107 Petſchirſiehen 34 Peiurti« 367 Pfafßfenſchnitt 579 Pfanne 144+ Ptannenſein-473 Pfarnenzuker 513 Pfeiſſe 6x. 399 Pfeiſ- Pfeife Pfeyni Pferd Pflaſie Pfrien Pruh! Pfund Pfand Phils Pi). „-|b --|y Vi Pichg Pichh Pigm pin Regiſter: PfeiFenbrennerey 34 Point ſarraſin 90 52 Poltiren 406 -- Schriften darüb, 357 Polirer 33 Pfeiſenmacher 33 Poly mite 94 Pfeiſſenthon 352 Porto Rico 256 Pfenniggewicht 657 Portrait- u, Landſchaft» Pferdehaarflechter 29 malerey 28 Pflaſierſelzer 33 Porzellan 35. 358 Pfriemkraut 118= rothgedlajenes 376" Pruhleimer 498 Porzellankunſt 25.358.366 Pfundleder 289-- Schriften darüb, 377 Pfandruß 4x6 Porzellanmäſſe 3683 Phialae bunonienſes 392 Vorzellanofen 372 Pic) 4170 Potaſche 425 439 -= burgundiſches 419 Potaſcheſiederey 25. 424 -- weiſſes 410-- Schriften daräb, 442 VPichfackeln 252 Potee 406 Pichgriefen 415 Prägen 638 Pichhater 4139 Prägewerk 628 Pigment 117 Prägkloß 638 Pinchbe> 554 Prägſtempel 638 Pinchina 92 Präagſto> 638 Pinſelmacher 29 Preller 567 Pirſchpulver 535 Prellſtange 571 Pläße 4:28 Preßbretter 82 Plane 242 Preſſe-82 Planenbogen 628 Preßkeil 228 Platinen 67 Preßvplatten 228 Plats de verre en boudi- Preßſpähne 82 nes 394 Prinzmetall 554 Platſtampfer 112 Pritſchengradirung 464 | Platſtioßkugel 238 Probe, Augsburger 596 Platte 143-- Nordhäuſer 208 Platten 6332 Probekelle 630 Platziegel 327 ProbeſfüFe 373 Plontertkohlen 439 Probireiſen 577 Plüſche 31. 94 Probirgewicht 557 Pochkammer 369 Probirnadeln 655 Pros Regiſter. Probirofen 658 Probirſtein 34« 655 Proportion zwiſchen Gold und Silber 607 =“ wahre, praftiſche, geſetzliche 607 Puder 715. 217« 222 PuderzuFer 509. 522 Pürſchpulver 543 Pulvermaſſe 549 Pulvermühle 529 --- Schriften davüb 545 Pulverproben 544 Pulverſat 540 Pumpenmacher 33 Puppe 31. 502 Puppenmacher 3x YPutzmeſſer 281 Q« Quandel 425 Ouandelknüpvel 427 Quandelkohlen 4392 Quandelpfahl 425 Huandelſtange 425 Quarrees 242 Quartation 653 Huartiv 575 5: Queckſilber-Präcipitate 26 -„- Sublimate 36 Queen's-Ware 343 OQuellhotiriche 163 OQuellbütte 163 OQuellſid>e 163 Ouercitron 113, Querſieg 147 Quetſchgeld 636 Quetſchhammer 638 H. Rademacher 32 Radteer 413 » Räder 394 Rändeln 633 Rändelwerk 646 Räume 428 Rafinade 523 Ramen 79.-80 Randſen 427 Richtzange 557 Rlem 149 Niemerkunſt 28 Rieß 148. 149 Riete 66 Rietblatt 64 Ringe 575 Ringdreher 33 Roerbak 143 Röſen 320 Rohe Materialien 3 Rohr, ſpaniſches 67 Rohrſtuhlfledter 32 Rojalzucker 523 Rolle 120 Rollholz 249 Nollſto> 112 Roß 54, 9? Regiſter, Roßkenlen 25x Rothgieſßer 39 Rothſtifte 26 Rouzet 94 Ruchgras 275 Rüſten 427 Rüſtgabeln 427 Rüſthölzer 427 Ruku 128 Rum 508 Rumpf 321 Ruß 417 Ruthe 65 S, Saalband 68 Saccharometer 529 Sächſiſches Blau 129 Sächſiſch. Grün 129 Sägemühlen 32 Sägeſchmiede 37 Sälband 68 Sämiſchgerberey 285 301 Saffian 291 Saffian 293 Saline 445 Salleiſten 289. 68 Salmiakhütten 36 Salpeter 492 -=-- roher 499 Sülpetre de houffage 492 Salpetererde 496 Salpetergruben: 495 Salipeterhaufen 495 Salpeterläuterung 499 Salpeterſiederey 26. 492 --= Schriften darüb 501 Sal- Regiſter, Salpeterwände 495 Salz, gegrabenes 443 Salsbrunnen 455 Salzkothen 467 Salzſiederey 26, 443 --- Schriften darüb, 496 Salzmutter 465 Salzpflanzen 444 Salzſohle 444 Salzſpindel 445 Salzſiuben 498 Salzwerk 445 Salzwirker 471 Samint 31 Samtartige Zeuge 84 87 Sandelholz 119 Sandgut 257 Sanduhrmacher 35 Sapan 119 Satler 28 Sattel 78 Saßz 540 Sauciren 266 Sauerwaſſer 214+ 413» 414: Savonnerie 90 Savonnettes 239 Saxum fuſorivum 559 Schabe 333 Schabebaum 280 Schabeblo> 572 Schabeeiſen 288« 298 Schabmeßer 535+ 570 Schablone 333 Schachtelmacher 32 Schac 563 Schergiebe 61 Scherhaare 78. 79 Sqcherkübe 6x Scherlatte 61 Schermühle 79 Scherp 473 Scherräamen 61. Scertiſch 78 Schertritt 78 Scherung 69 Scherwolle 59 Scheuerſa> 581 Scheuertonne 5814 637. Schieber 632+ 038 Schiene 333 Schier: [Schier Schier Schie (Gdchtel Schiſſ Scyiſf Sch; Schil! Schil Sin Scla Schlä Sch.4 Sc.ä1 Shia Gclag Schla Edla Edle Schle Schle Ed), Schi, Sdlid S<«« Slo Schi Edin Sclu Schm Schm Schm Schm Schm Schm „yp| Chm | a 58, 6;| 4 Mit 3| 17 ENE di A KÜMAN FEIERE 7: Res Schierhammer 568 Schierſtö>e 168 Schießtlinge 577 Sdchteßpulver 35. 529 Schiſſbaufunſt 34 Schifſteer 4:3 Sdy.t3en 59 Schiidpat 33 Sdchilie zuu Schzindein 72 Sc la> 457 Schlächterkanſt 24 Sch:äge 70 Sc):ämmen 325 Schiämjtube 369 Schlagloth 597 Sciagſchaß 505 Sdlagſtampfen 149 Schlagwerk 639 Schlechtfärber 122. Schleifer 33 Sdchieifmühlen 405 Schlichten 288. 427 Schlichtmond 362, 288 Schlichtrahm 288 Sclichtzange 288 Schloß 326 Schlöſſer 39 Schlüſſel 638 Schluft 327 Schmak i19 Swrymalleder 288 Scmaucfeuer 327 Schmelz;5. 396 Scömelzofen 384 Schmelztiegel, Heſſiſche Ipfer, Paſſauer 346 Schmidtmeijter 637 iſter, Schmiede 38 Scmißen 30 Schneideeiſen ros Scneidelade 267 Schneidemaſchine 267 Scneider 29 Scneidezeug 267 Schneller 69 Schnello*h 567 Schnitte 79 Sqnupftoba> 26: 266. 269 Schnur, offene, gefreuze te 56 Scnurmacher 29 Schönfärber 1:2 S 3x Silbergewicht, Engliſches 593 Silberpavpier 38 Silberſchmid 27 SilberſieHher 34 Similor 554« 565 Sinkwerke 489 Sinter 467 ===-, grauer, weiſſer 449 Sintern 33 Sinteraſche 440 Sitz 32 Skis|, Skin: Sod Sod Sod( Sod Soql Sog Sogl Soql Sohl Soke Eole Sont Soo Eorti Span Gpar Spa! Cya Spei 165 EAU» IA 25.! 15„auh, 4I 239 | | ZQ | 37 | M 44 ! y AM-ht | /7m6,0 ) 190 ſepet 1) | Di J TI7 J Au Skins 585 Sod 5x2 Sodaſalz 442 Sode 442 Soden 467 Sogbäume 47x Soggen 469 Sogſpähne 471 Soaſtiel 469 Sohlleber 2835 Soken 469 Sole 444 ärme 457 Sonnengrädirung 464 Soogen 469 Sortiven 51x Spängler 37 Spangräün 36 Epanholz 65 Eparfkalfk 320 Speiſen mit Kalk 126 Spendeln 575 Spenel 575 Spennadeln 575 Sperrukthe 65 Spiegelgieſſerey 33. 399 == Schriften darüb,. 468 Spiegelglas 399 Spiegelmacher 35 Spiegelpoliren 456 Spiegeiſchleifen 405 Spielchärten 27 Spielfageln 348 Spielwerk 32 Spinmühle 57. 268 Spinnen 29. 56 Spinrad 56 Spitzenknüppeln 35 Regiſt e Lv. Spigzamboß 565 Spißring 578 Spornmacher 37 Springkölben: 392 Sprung 59 Spülicht 2565 Spuhlen 59, 6t Spuhlrad 59 Spundhefen 173 Spundziegel 327 Stämper 5805 Stämſchübenſtärnge 567 Stären 514 Stärke 212 Stärkemacheey 36. 211 -- Schriften darüb. 222 Stärkwaſſer 214 Stäuber 27 Stafſſitmalerey 27 Stahl 1325 Stampfen 72 Stampfer 15x Standatd filver 5663 Stanniol 38, 4074 408 Statuen 39 Staubbeſen 32 Staudbkalk 308. 309 Stecheiſen 219. 629 Stechkamm 58 Stechlöffel 629 Stecknadeln 575 Ste>ruthe 427 Steerzucker 524 Steg 144. 146 Steifen 114 Steine, brittiſch? 559 Steinband 558 "Dy Steitz a Än Fen ELASS 207 57 Frl Di 055 7 3 be R DEE Reggziſtiew Steingut 342 Strehnen 59 --- bräunes, engliſhes Streichbaum 285 343 Steinkohlen, Abbrennen derſelben 36 Steinkohlenknöpfe 33 Steinkruken 473 Steinkuvfer 50x Steinſalz 443+ 489 Steinſchleifer 34 Steinſhneider 34 Steinſchraube 559 GStellbütte 172 Stellen 169 Stelimacher 32 Stemwpel 632 Stenzel 78 Sterblinge 296 Sterblingswolle 55 Steren 514 Stichöfen 313 Stickerey 29 Stockprobe 653 Stoſchere 662 Stöſſe 429 Stoffe 3x Stolle 299 Stolien 299 St. Omer 2732 Stone ware 343 Stopferinün 82 Stoßfkeule 299 Stoßwerk 638 Straß 394 StreFen 80 Strecdofen 393 Streckſal 630 StreF&werk ö39 Streiche 299 Strreicheiſen 280 Streichen 325 Sireichen, Aufſtreichen, Zuſtreichen 78 Streichholz 112 Streichnädel 655 Streichſchragen 299 Streuſand 35 Stri>en 30. 97 Strippich gewalkt 76 Siröhhutmacher 32 Strück 94 Strumpf 99 Strumpfwirkerey 39, 97 == Schriften darunb, 104 Strumpfwirkerſiuhl 99 Stübbe 428 Stübchen 175 Stüberand 427 Stück 59 490 Stückelſchere 635 Stückelung 632 Stücenköhlen 430 Stücertohlen 439 Stückmeſſing 563 Stückpulver 535 Stucaturarbeit 33 Stubiſchlöſſer 10x Stukenkohlen 430 Sublimat 192 Sublimiren 192 Sud 499, 500, 512 Sülze 474 Sümpfe 324 Salſtuben 499 Sulz | | | | | Sulz 4 | Suma | Sump Swit! Eyrut „-- 6 ater! Syruy | Syrup | Syrup | Tabou! Taſchle Tafel 2 Tafelgl Tafeln |Taſelol | Tafelſ Taſten! Tafſia Tamm | Tapete -- lt - ti |-- de Kaſche Techno -- Ec [Teer. Ter, 409 Reet Leerof Keeſe Teerſ -=-€ Tem Ten) 7 70 LI pin dan EX eſ ai| FT. 75 '2 nN 2 1| "v Ire 31 180), 633| Sn) ZNÜENGE| E19 50)| 8 33) gb| Eſſer I| Fring!| en 192| ey 19!| 9, 300 1] kb j'; || | | | ATE ABE HEBE Re giv er: Sulz 499 Suma) 119 Sumpf 4538 Swicent 256 Syrup 525 -- gededter, ungede>: T ter 526 Syrupsva> 525 ESyrupskocher 525 Syrupstopf 515 T+ Tabouret 94 Täſchler 28 Zafel 288 Tafelglas 393 Tafeln 242 Taſeloblaten 219 Tafelſchere 563 Taſfent 30 Taffia 508 Tammy 94 Tapeten 27. 30% 87 -- lederne 28 -- türkiſche go --- der Savonnerie 93 Taſchenwerk 639 Technologie 19 -- Schriften darüb. 39 Teer 409 Teer, ſchwarzes, weiſſes 409+ 413 Teergalle 414 Teerofen 411 Teerſchwelen 410 Teerſchwelerey 409 Terpentin 414 Terpentingeiſt 414 Terra delia rcbbia 341 Terrasmühlen 34 Tet=s de forme 522 Teufelsfarbe 129 Thomaßszucker 523 Thon,' fetter, langer, magerer, turzer 322 Thon, geſchlämter 325 Thondrat 333 Thommüble 324 Thonſchneide 333 Thranſiederey 24 Tiefhammer 568 Tiefſchäftige Stühle 38 Siegelloh 384 Tiegelprobe 639. Tiſch!er 32 Toba>fabrike 26. 256 -- Schriften darüb, 278 Tobackpfeiffen 352 Tocht 248 Todt brennen 314, 328 Töpferkunſt 330 --- Schriften darüb. 351 Töpferofen 357 Töpferſcheibe 333 Toile a biuteau 91 Tomba 564« Tompel 65 Jonca 273 ZTonne 175 Tonne Salz 472 Tonnenmadzer 32 -- Schriften darüb« 419 Trachten 77 Tempel 65 Träbern 169+ 180. 265 Temperirofen 404 Träufelbütts 498 Yy-. 2 Trait GEES 7: eilen füm u Mi Pee 24 DES 20 I 5 45 SEPFECE 9707 AMT: 7 Renier Trauernadeln 58383 Traufe 144 Treckzange 557 Treiben 231 658 Tretbfarbe 28x Treſſen 220. 564 Tretfaß 214 Trift 120 Trip 94 Tritrad 97 ITro>enboden 148 Troc>enhaus 148 TroFenkammer 47x Troenſceln 850: Wachsgefäſſe 407 LWWacsfeulen 25x Wachslichter 248 Wachspläße 163 Wachspouſſiren 32 Wachsichläger 25x Wachsſioc>k> 252 Wachstuchtapeten 27 Wächter 120, 373 YWWände 495 Wärmpfanne 468 Wäſſer, harte 239 Wäſſern 84 Waffenſchmied 37 IBagenmacher 37 Wagenſchmier 414 Wagenteer 413 Wagner 32 Wahrhammer 428 Waid 125. 128 IBaidaſche 449 Watd-Bereitung 26 Waidküpe 156 Walken 31-915 193 Walkerde 73 IBalkfeſſel 1x2 Walkmühle 72 IBRalkjiv> 72 Walrat-Bereitung 25 Walzwerk 630, 639 Wanderung 9 Wandramen 709 IBanke 78 Wardein 653 Waſchbank 52, 2895 IRaſchforb 52 IWaſchmaſchine 14x Waſſer, aus dem erſien Waſſer rauhen 76 = Salpeter vom erſten Watſſer 499 Waſſer, hartes 239 -- weiches 239 -- wildes 455 Waſſervaukunſt 34 IWaſſerpreſſe 148 Wattenmacher 31x Watteau- Figuren 376 Wau 119 Webel Zeßgiſter, Webel 60 Weberbaum 64 Weberſtuhl 63 IPechſelflöße 427 Wefelſpuhlen 69 SWefelzwiſie 70 Weichbottich 163 %Beichküfen 163 Wein, guter, haiber 235 = Theologiſcher 181 Weinbereitung 25 OBeingeiſt 205 IPeißbinder 27 Weißgerberey 28, 298 Weißſieden 637 Weißſiedeofen 633 Weißſud 582. 655 Weitungen 489 IMPerfte 60 Ißerftenhänge 63 Werk 469% 4902 Berken 4 ISBerkofen 384 Werkſtelle 15 SBherkzeug 15 Bert 168 Wertbütte 169 White flint- ware 343 Wilde Waſſer 455 IPpildhorndreher 33 IPildrufdreher 33 Winde 59 IBindenmacer 37 IVindeſtänge 299 HSPindſireben 458 Wippe 579. 639 LBitte und Gewicht 69x Bohren 490. Molf 51 Zimm Wolle 45| Zins: == Rheiniſche 49 Zinner -- Spaniſche 45 Zinnfo! Wollendruckerey 133 Zinngi Wollenfärberey 27. 117. Zinmiſc -- Scriften darüber 135 Zinnob? Wollenweberey 45 Zinnſo) -- Schriften darüver 95 Zucer| Wollkratzer 54- vi! Wollſtreicher 54 Zur IBürze 168. 169 Zuder)! e Zuckerl Zahlen 59 Zucker Zainen 571 628, 629 Zuderft Zapfen 78 Zucertä Zauſen 51 Zuenl Zehen 029 Zuerl Zein 629|| Zuderſ Zettel 60„- Sd] Zeuge 53 Zucker Zeughaus 142 Zuger Zeugkaſien 142 Zeugpritſche 142 Zeugrolle 86 Zeugweberey 30 Zeugweberſiuhl 85 Ziegel 322 Ziegelbrennerey 322 Ziegeley 35. 322- Gil -=- Schriſten darüb« 329' Ziegelthon 323 Zieharme 571 Ziehbank 571 Zieheiſen 250. 571+ 577 Ziehloch 572 Ziehmaſchine 38x Zieſen 636 Zimz- = LM ISf) 4 14) 13 9077,10. | IDarüben| 150) 6| M darkny| DENE (/ 322.' | S dar y i 97/3 18.1 „ gl j SEN PW. >< Zimmerwann 34 Zink 548 Zinner 38 Zinnfolio 38+ 493 Zinngieſſer 39 Zinniſcher Fuß 616 Zinnober 36 Zinnſolution 1392. Zucker 593 --- roher 509 Zuckerbäerey 25+ 509 Zu&erbräntewein 508 Zuckerbrode 522 Zucererde 510 Zud&erformen 513 Zuc&erkandien 524 Zu&Ferpapier 153 Zuckerpflanzen 506 „er ZuFerraſſt Regiſter. Zucker- terr& 522 Zu&erthon 516 Züge 56 Zündlod) 427 Zündſtange 437 3ug 87 Zunft ö Zupfen 5x --- guten Züg haben 50 Zuglöcher 320. 41x i Zunder 469 Zunderaſche 449 Zuſammenſintern 33x Zuſchläger 638 Zuſpißrad 578 Z3wecteiſen 399 Zweyfeurig 326 | Zweymännig 64 nerie 26. 503 Zwidel 103 ZZ Schriften darüber 528 Zwillichweberey 30 Zuckerrohr 503 Zwirnmühle 59 Zu&Ferſiederey 503+ 599 Zwiſte 79 Göttingen, gedru>t mit Varmeieriſchen Schriften. Verbeſſe: CA fre fü mel Meri EEN A I5 IDES ZUE 5 Ml DD Ei 5 TI MD «rd GE 08.21.44 EIE IESSENG Verbeſſerunget« S. 131 lies Alkmaar. 137-- 2. 6 von unten? vont vm vet. 145= ereigne, 153= patella. 210von Demaächy iſt eine neue Ausgabe v, 18014 225 lies ranzig ſtat ranzicht. 381= verlaufener ſtat verlöffener. 465.= gefrorne ſiat gefrohrne. 557=- Gießtiegel ſiat Gießtigel. 642= Oberftäche ſiat ORDER REE: EN Fe nn (Cremen Gann ar Ee enn nnn| mme mn gl (Siemann —2—ön-- e Wn 1' 1 dngt 5- M' mutte Solour& Grey Sontrol Shart Blue Qyan Green Vellow HNod Magenta Wnite Grey! Srey Grey 3 Grey 4 Slack uf4