1 Unin-Fibſ.) S8886 4 —.— 1 Wg. c 4 | , Id! Grundſäge ?; der teutſchen Landwirthſchaft von Johann Beckmann Aufſerord, Lehrer der Weltweisheit in Göttingen, Göttingen und GothaWY-- verlegts Johann Chriſtian Dieterich 16 7. Ki MiD: wirr hr Un EEE en Ez ADE bELCT ZZ FÜHRT ET Eber ae LIESER A UUIERES SERRE EEN 0755 mm EEE gn GI Än ANE Bre: I Sebaigeran WEB Brenna 5 Vorrede, CE SS<--T---=“<<<<<=| Pie der groſſen Menge ökonomiſcher Schriften giebt es gleichwohl nur wenige Lehrbücher, die zum Gebrauch akademiſcher Vorleſungen äufgeſekt ſind; und in dieſen wenigen haben die Verfaſſer, obgleich vielleicht ihrer Abſicht gemaß, theils ſolche Wiſſenſchaften mit der Land- wirthſchaft verbunden, die doch höchſtens nur mit ihr verwandt, oder gar nur ihre Hülfsewiſſenſchaften ſind; theils haben ſie auch von leßtern gar feinen Gebrauch, oder doch zu wenige Anwendung gemacht. Die Cameral- und Polizeywiſſen- ſchaften ſind zwar mit der Landwirth- ſchaft verwandt, aber doch von ihr im Grunde verſchieden. Lektere iſt auch von einem viel zu weitläuftigen Umfange, als daß man die Zeit von einem halben Jah- re, die den akademiſchen Vorleſungen be- 2 ſtimt V-orvede ſtimt iſt» durch Einſchaltung der erſtern einſchrenfen ſollte. Zudem haben nun- mehr alle drey, auf den.meiſten Univerſitä- ten, beſondere Lehrer und“ Lehrſtunden. Aus dieſen«Gründen-habe-ich-es aljo ge- wagt, die Landwirthſchaft von beiden ab- zuſondern, und allein vorzutragen. Auch die Handwerkswiſſenſchafty, welche zeiget„; wie die Naturalien, deren Gewinnung'die Landwirthſchaft. lehret, verarbeitet und verädelt werden, habe ich von letterer getrennet; weil mir gewitt- nen und verarbeiten auch bey.denen Na» turalien, welche die Gegenſtände dieſer Wiſſenſchaft ſind, ebenſo verjchieden zu feym ſcheint, als die Gewinnung der Erz» te, und die unendlich mannigfaltige, Ver» arbeitungder zu-guthe gemachten Metalle. So wenig man lebtere ineinem Lehrbuche vom Bergbaue abhandeln würde; ſs“ we- nig glaubte ich gezwungen zu ſeyn, 3.,,B. Bierbrauen, Amedaw machen. Ziegel? ſtreichen, und vergleichen, hier beyzubrin? gen. Sollte alſo eine gründliche.Ent- ſcheidung der ſchweren Frage, ob..es dem gemeinen Weſen zuträglich; ſey, Veray- bei- Vorrede. beitungen, die weitläuftige Anordnungen verlangen, dem Landmanne zu überlaſ- ſen, dieſem die Kentniß derſelben noch nothwendiger machen; ſo würde ich den, welcher dazu Anleitung ſuchte, zur Hiſto rie der Künſte, oder zur Handwerkswiſ: ſenſchaft/ wie ich ſie lieber nennen wollte, verweiſen. Iſt'nun gleich dieſe freylich noch nicht in allen ihren Theilen ſo ausge-' arbeitet worden, daß ſie in die Form ei- ner Wiſſenſchaft gebracht werden köntes ſo kan man.doch' ſchon dasjenige, was die Landwirthe zunächſt angeht, ſamlen und für ſie beſonders abhandeln. Die vornehmſten Hülfswiſſenſchaf- ton der Oekonomie ſind die Naturge- ſchichte, ſonderlich die Mineralogiez Chemie und Botanik, ferner die Natur- lehre und verſchiedene Theile der Mathe- mattif. Sie enthalten die Gründe von jedwedem VWerfahren in der Landwirth- ſchaft, ſo daß dieſe faſt nur eine Anwen- dung derſelben auf die Gewinnung der Naturalien iſt, und daß ſich eben durch ihre Kentniß der gelehrte Landwirth von dem bloſſen Praftifer unterſcheidet, Un- X 3 ver- Vorrede verantwortlich wäre es alſo, ſie in einem ökonomiſchen Lehrbuche gar nicht zu be- rührens aber auch überflüßig, Theile der- ſelben weitläuftig einzuſchalten, indem ſie weit füglicher als bekant vorausgeſeßt werden können. Denn überhaupt muß die gründliche Erlernung jedweder Wiſ- ſenſchaft von den Hülfswiſſenſchaften an- fangen; und auch hier ſieht man leicht, daß der, welcher die nüßlichſten Natura- lien gewinnen lernen will, ihren Un- terſchied von andern ähnlichen, ihr Wachs- thum,, und überhaupt ihre Eigenſchaf- ten, d. ü« Naturgeſchichte und Na- turlehre, wiſſen mußz und daß niemand eine verſtändliche Anleitung zur Einthei- lung der Waldungen, zum ganzen Forſt* weſen, zur Aufführung der Gebäu- de, und zu unendlich«vielen andern land- wirthſchaftlichen Arbeiten, erwarten kan, wenn er ſich nicht bereits die Anfangs» gründe der Mathematik bekant gemacht hat. Schriftſteller, welche für Landwirthe ſchreiben, die entweder niemals zu einer Anleitung zu jenen Wiſſenſchaften Gele: gen- Vorrede. genheit gehabt, oder die ſolche, wenn ſie ſie ehemals gehabt, nicht genußet haben, verdienen den gröſten Dank, wenn ſie an gehörigen Orten, aus den verwandten Wiſſenſchaften, das nöthige ſo umſtändlich und deutlich abhandeln, wie die Herren Verfaſſer des Haußvaters, und der Ab- handlung über die Hanndöveriſchen Erdarten. Aber die Kentniß der Natur- geſchichte, Naturlehre und Mathematik, dieſer auch ohne ihren Einfluß auf die Landwirthſchaft unentbehrlichen Wiſſens ſchaften, bey Vorleſungen auf Univerſitä ten, wo. ſie jedem alle halbe Jahr angebo? then und empfohlen werden, als bekant vorauszuſeßen, kan unmöglich jemand un- billig finden. Bey dieſer Vorausſeßung konte die Anführung der Hülfswiſſenſchaften und ihre Anwendung auf die Oekönomie ohne Weitläuftigkeit geſchehen. I< brauchte 3. B. nicht, wo die Nede von Erdarten, Pflanzen und andern Naturalien war, ſolche vollſtändig zu beſchreiben; ſondern ich konte ſie nur mit kurzen ſyſtematiſchen Namen, die nicht, wie die teutſchen Pro- X 4 vin- Vorrede vinzialnamen., unendlich- mannigfaltig und ungewiß ſind, nennen. Dieſe Kürze zu vergüten/ habe ich aber auch dieſe Namen allemal, wo ſie nöthig waren, richtig beyzubringen„geſucht 3 eine gerin? ge Bemühung bey denen Materien, über welche der Hr. Verfaſſer des Haußvaters Gründlichfeit und Deutlichkeit verbreitet hat, aber verdrüßlich und mißlich genug, ws ich mich bey den übrigen ökonomiſchen Schriftſtellern, deren nur wenige daran gedacht zu haben ſcheinen, daß die,Lejev wiſſen müſſen, wovon ſie reden, Raths erholen muſte%). Die, Mittel, welche zur Gewinnung der Naturalien nöthig ſind, ſind theils allgemeine, theils beſondere. Jene bes treffen. die«Gewinnungraller« überhaupt, und machen deswegen den allgemeinen Theil der Landwirthſchaft aus. Zu ihnen vechne *) Dieſe ſyſtematiſchen Namen können beym mündlichen Vortrage, gröfientheils durch Vot- zeigung der Sachen ſelbſt, weiter bekant ge? macht werden; wenn man nämlich, nach dem Beyſpiele des Hrn. Prof. Derchs in Upſala und des H. Schrebers, dasjenige ſamlet und anſchaffet, was zur Materia oeconomica zu tech: nen iſt. Ser Vorrede rechne ich die Landgüther und landwirthe ſchaftlichen. Perſonen. Leßtere aber bes treffen die Gewinnung jeder Gattung der Naturalien insbeſondere, und.müſſen alſo eben ſo verſchieden, als. dieſe felbſt ſeyn. Aus ihnen beſteht der beſondere Theil. Dieſen habe ich desfals zum erſter gemacht, weil dasjenige, was die Land- güther, die landwirthſchaftlichen Perſo- nen, und die eigentliche Landhaußhal- tungskunſt, oder die Geſchicklichkeit ,-je- ne auf dic vortheilhafteſte Art zur Abſicht der Oekonomie anzuwenden, betrift, leichter und kürzer zuſammen genommen und nachgehohlet werden kan, wenn vors her die verſchiedenen Geſchäfte beſonders abgehandelt worden. Ex enthalt alſo den Pflanzenbau, die Viehzucht und die Ge winnung einiger Mitteralien. Da die teutſche Landwirthſchaft, und zwar nur. ihr vornehmſier Theil, das iſt, die Gewinnung derjenigen Naturälien, welche in ven meiſien Gegenden unſers Vaterlandes vvrtheilhaft gebauet werden können, mein Gegenſtand iſt 3 ſo wird War; man Vorrede man es nicht für einen Fehler halten kön? nen, daß hier der Weinbau, und mehre- re zur allgemeinen Landwirthſchaft aller- dings gehörige Materien übergangen ſind. In dieſer würde man auch ſo gar den Bau derjenigen Produckte, die bey- de Indien für ſich und uns bauen, er- warten, aber ihre Gränzen nie abſehen können. Der andere Theil iſt hier dadurch ab- gekürzt, daß ich alles mit Fleiß ausgelaf- ſen habe, was die Haushaltung auf dem Lande mit der in den Städten gemein hat. Freylich iſt auch dieſes einem künftigen Landwirthe zum Theil unentbehrlich, zum Theil wenigſtens nüßlich; aber es gehöret vielmehr in die allgemeine- tungsfunſt, oder in einen Theil der phi- loſophiſchen Wiſſenſchaften, als in die Oekonomie. Auch iſt hier übergangen, was den Landwirthen aus der Rechts8ge- lahrheit brauchbar ſeyn kan. Hört doch der Theolog nicht alles, was ihm zu wiſ- ſen nüklich iſt, in den einzigen Vorleſun- gen über die Dogmatik. Genug daß auf den meiſten Univerſitaten Gelegenheit be Vöorrednv ſich alles dieſes ,- in andern Cehrſtunden, hinreichend bekant zu machen. Zn beyden Theilen habe ich bey jed- weder Materie die meiſten, wenigſtens die vornehmſten, von ihnen handeinden Schriften aus folgenden Urſachen an- geführt. Erſtlich kan man ſich bey den Vorle- ſungen über die Landwirthſchaft nicht die Vortheile verſchaffen, welche man bey denen über die Naturlehre hat, wo man ſolche Saße, die ſich auf Erfahrungen gründen, durch Verſuche zum Theil er- weiſen, oder wenigſtens begreiflich ma- hen kan. Durch die gnädige und un- abläßige Fürſorge des um alle Wiſſen- ſchaften unſterblich verdienten Curators hieſiger Univerſität, des Herrn Pre- mier-Miniſters von Münchhau- ſen Excellenz, wird hier ein Garten angelegt, in welchem nach und nach alle öfonomiſche Pflanzen, ſo viel wie msg- lich; angeſchaft und gezogen werden ſollen; wie denn auch bereits eine beträchtliche An- Vorred« Anzahl derſelben vorhanden iſt, die theils der Gnade des hohen Stifters, theils dem Herrn Landdroſten und Landrath von Münchhauſen. zu verdanken ſind. Dies ſer vdkonomiſche Garten wird nun frey: lich nicht nur die unentbehrliche Kentniß der ökonomiſchen. Pflanzen erleichtern, ſondern auch den Vortrag von der Baus art und Wartung derſelben practiſch ma- PHI xe dit Vermüthlich wird man mir hier und da Stellen zeigen, wo ich einen wichtigen Schriftſteller ausgelaſſen habe; und dar- über werde ich nicht ſchr erröthen. Kein Fehler wird bey dergleichen Arbeiten leich- ter begangen, und von erfahrnen Leſern leichter vergeben, als dieſer, der nicht allemal aus Mangel der Kentniß, ſondern oft aus einem Gedächtnißfehler, oder aus einem andern Ungefähr, herrühret. ZJ<< rühme bey dieſer Gelegenheit mit Danke die Erleichterung, die ich hier von denen S. 16. und 17. genanten Bibliotheken, und vor allen andern von der, die den zweyten Theil des Haußvaters ausmacht, und die vollſtändigſte iſt, genoſſen habe. Daß ich überdem auch die herrſchaft? lichen Landesverordnungen x die Land- wirthe unterrichten, und fonderlich dieje- nigen, welche die Einwohner der König- lichen teutſchen Lande der hohen Fürſorge der Kon! glich- Churfürſtlichen Landes- 5) PRo- erſt in die ökonom. LTachr hernach ins Fournal oecon. franzöſiſch, und daraus wieder: teutſch überſeßt ins aligemeine Xögaggazin emgerückt. Eine Unachtſamkeit des teutſ wach üchten Wirthſchafts- „Principiis deshalb gepflogen worden. Die) „Forſtordnung desjenigen Landes, welchent* 8 „man dereinſt im Forſtweſen Dienſte zu le:iſien „Jedryft, fan bey der Erlernung derſelben „niemals entbehret werden 3; die Zurafhziehung „mehrer aber erweitert die Erkentniß, ſie giebk »Gelegenheit zum Nachdenken, zur Prüfung „unſerer Einrichtung und zu Beſſerung derſel? „ben, wenn wir eine andere beſſer gefunden, „als die unſrige". Sollte nicht desfals eine ſpſtkematiſche chro- nologiſbe Samlung der vornehmſien L.6n= Hesverordnungen, die die Landwirthe zunächſt angehen, ein ſehr gemeinnügiges Werk ſeyn? Vorrede überhaupt bey allen ökonomiſchen„Segen: ſtänden, eben ſo wahr finden, als ſie es augenſcheinlich beym SAE ſind. Uebrigens habe ich mich der Ordnung und Kürze befliſſen, und die Materien ſo zu ſagen nur“ angezeigt. Sollte dabey mancher Paragraph zu kurz, oder gar man- gelhaft gerathen ſeyn; ſo«wird mich. die Menge und Mannigfaltigkeit der Sachen entſchuldigen. Göttingen den 29, März 1769 Ein- Einleitung in die - ZZ = SE DO. Id . 2 .z = == S = Jund Iund -Fad 2 IZ = ZZ S2 Sd S Ind = Gu & Jnhalt. Erklärung und Grenzen der Landwirthſchaft. 6. 1-6. Ihre Geſchichte. 6. 6-10. Bücherkenntaiß. 6.11. „MEER s)ie Landwirthſchaft oder Oekono- nie lehret die Mittel, wodurch die nüßlichen Naturalien auf die vortheilhaf- teſte Art gewönnen werden. 1. Dem Worte Oekonomie hat man vepr- ſchiedene Bedeutungen gegeben. Bey den Gries hen hieß 2xoyouice, wie man leicht aus Ariſtotelis libris oeconon). erweiſen kan, ſo viel, als Hauß«- ordnung, Haußrecht, und betraf hauptſächlich die Rechte und Pflichten, welche Haußwirthe-und Geſinde gegen einander haben. Deswegen über» ſchrieben die Lateiner ihre Bücher von der Land- wirthſchaft: de re agraria, de agricultura, de re ruſlica, de re familiari acquirenda& con- ſervanda. 2. Die TT7aturgeſchichte lehret die Natura« lien fennen. Die LTacurlehre lehret ihre Ei«- genſchaften und Erſcheinungen, und ſuchet ſolche zu erklären. Die Landwirthſchaft lehret ſie gewinnen. Die Handwerkswiſſenſchafr lehret ſie verarbeiten und verädlen. Die Zands- lungswiſſenſchafrt lehret endlich ſowohl die ro- ben, als verarbeiteten Naturalien, erkaufen und verkaufen.| k A2 3. Die EBinleituntg: 3. Die Grenzen der Landwirthſchaft und der Handwerkswiſſenſchaft ſind ſchwer zu beſtim- men, und dennoch iſt dieß zur Ordnung des Vortrags nothwendig. Jene ſolte ſich eigent- lich bloß mit Gewinnung der Naturalien be ſchäftigen, und die, verſchiedene Verarbeitung derſelben denen überlaſſen, die ſolche mit be- ſonderm Fleiße erlernet, und dazu, nach gehö- rigen Lehrjahren und Prüfungen, von der Obrigkeit Erlaubniß erhalten haben. Dieſe nenne ich, wie unſere Vorfahren gethan ha- ben, Handwerker, und rechne zu ihnen auch Diejenigen, die man in neuern Zeiten Künſtler, Mauufacturiers. und Fabrikanten zu nennen angefangen- hat... Inzwiſchen rathen einige den 2andwirthen an, ihre gewonnenen Natura? lien, ſo viel möglich, ſelbſt'zu verarbeiten, und verſchiedene Lehrbücher der Defonomie geben vazu Anleitung. Aber geſcbt auch, daß die Veorarbeitung ohne Nachtheil des gemeinen Weſens auf dem Lande geſchehen könte, oder gar zum Theil geſchehen müſte; ſo gehört die Anleitung. dazu doch nicht in die Defonomie, ſondern in die Handwerkswiſſenſchaft. Video, qui de agricultura ſcripferunt latius vagatos, quam OportuErit,=> Ego vero eos non in omni re imitandos arbitror,& eo meliusfeciſle quosdam, qui iminore pomoerio finierunt, ex- clulis partibus, quae non pertinent ad hanc rem. Varro L. 1. c.2. p-m. 144. 4. Hier, wo die Grundſäße der ken ande „iat üben SDiallie nien 52 005.4. am ibl-.-.«am Kivnbeivung 5 Lanbwirthſchaft gegeben werden, iſt die Nede -' nur von denen Naturalien, welche in Teutſchs land, und zwar nur in dem gröſten Theile deſſelben ,' mit Vortheile gewonnen werden können. Alſo gehöret z.B. weder Reisbau, noc Leopold.. L'ipzig 1759. 8. ſteht auch in Oekonom. LTachr. XI. S. 513. Einen Beweiß, daß man ſchon in ältern Zeiten an dergleichen Ausarbeitungen gedacht hat, giebt folgendes Buß: LBoONHARD FRÖNSBERGERS ADauordnung von Bürger und nachbarlichen Gebauen in Städten, Flecken und Dörfern. Stutt« gard 1564. fol. S. Leipziger Saml. 111. S.252« Ene ökonomiſche Mechanik hat H. Sil» berſchlat verſprochen, und ſchon davon in den ökonom. LTachr. ZIL S. 59. eine vore trefliche Probe gegeben. „ii: 7 Die philoſophiſche Kentniß der Oefko- nomie. iſt dem künftigen Cameraliſten, Richter und Sachwalter, eben ſo unum» gänglich nöthig, als denen, die künftig entweder die ganze Landwirthſchaft oder einen Theil derſelben ſelbſt treiben, oder durch andere treiben läſſen wollen. Den künftigen Predigern auf dem Lande ae ie Ei n-+ead.tu.ng: 9 ſie Gelegenheit; die Ländwirthſchaft des Vaterlandes, dur< Bekantmachung- und Cinführung nüßlicher Erfindungen und Mittheilung ihres Raths, zu verbeſſern und zu erweitern, und auf ſolche Art in ihren, von wichtigern Geſchäften müßi- gen Stunden, dem Staate einen höchſt wichtigen Dienſt zu leiſten, den oft gan- ze gelehrte Geſellſchaften durch die eifrig ſten Bemühungen zu leiſten, unvermdö- gend ſind. Die Naturforſcher und Ma- thematiker ſeßt ſie in den Stand., ihre Isiſſenſchaften dur. 1767. 8-iſt 11 unvollſtändig und unorbentlich: “9. Oefonomiſche Zeitungen. 1. Phyſikaliich- ökonomiſche Auszütte "aus den neueſten und beſten Schriften "zur LTatyrlehre ,'Säushalrungskunft== “nit ganz neuen Abhändlungen und'Zu- ſäen. Stuttgard-'8.' 9 Bände.(von“J. E. FS. ZSernhard. Enthält mehr neue Abhande- - lungen als Auszüge). 3. Syſteme. 1. Scriptores'rei ruſticae veteres Latini ed. LD /M:'GESNERL. Lipfiae. 1735. 4.2 Bände« Tes Columella zwölf Bücher von der Lande "wirthſchaft werden jeßt von H: Prof. DJ. C. Curtius überſeßt.“ 2. Tewzorme. Geoponicorum ſive dete ru- Nica libri XX. Graece& Latine.'Graeca Mtis dontulit, Prolegomena, Notulas;& indices adjeeit Perry. Nirphan, Cantabrigiae 1704. 8. . VIRGILI1T Georgica== With an Eng- -“Translation and Notes by Joun-MaR- » xx. London. 43741. 4. überſeßt von J.-J. Duſch. Hamb. u. Leipz. 1759. 8. 2 3 +70 114 4.A Einleitung: id 4."A Survey of the äncient' Husbandry and Gardening, colleded from Cato, Varro, Columella, Virgil and others writers. Lond. 3725. 8. 5. Con. HERESBaAcHIE rei ruſticae libr. 4. vniuerſam agriculturae difciplinam conti- gentes a danſlinio viro D. Conrado Heres- bachio juris&onſulto olim eonſcripti, nunc-ab innumeris mendis repurgati,& cum anuctario editi. Spirae Nemetun 1594. 8- ſ. S8uUS- vater Ul. S3-377- 6. XV. Bücher von dem Feldbau= Strasbura 1588. kol, Die neueſte Ausgabe ebendaſelbſt 1607. S. Leipz. Samml. Ul. S. 239. Forſtmagazin 111. S. 352. 7. Andres Glorez von Ülähren neu- antteordnete Haus- und Lands Aiblio- chek für einen Hof» Handels- Bürgers- und Landmann, in eine deutliche Schreib- art gebracht von DB. P. Plazen. neueſte Auflage Nürnberg. 1719. kol. 2 Theile. 8: F: W. FLoRI1N1 oeconomusr prudens& Jegalis oder Eluger Sgusvater mit Dos nauers Anmerkungen. Neueſte Auflage. Nürnb. 1749-1751. kol. 3 Bände. 9. Wolfgang Helmhard Freyherr von Hobberg, Georgica curiofa aucta, Das iſt B 2 Bericht 20 E in: le itimn F Bericht vom adelichen Land-' und Felde leben. Neueſte Auflage Nürnb, 1749. kol. :. 3. Bände. 10. M. Ion. COoLERI ozconomia Yruräalis „& domeſtica, oder allgemeines 5ausbuch. . 1689. fol. ur. IJ.-B.) von Rohr: vollſtändiges oberſächſiſches-Sauswirthſchaftsbuch. Seipz« 1722." 4..| Zweyte: Auflage ebendaſetbſt 1751. 4. 12. G. A. Hoſſmanns-Rlugheit Saus .. zu halten, oder prud:ntia oeconomica in for- mam artis redacta. Dregd. u. Leipz. 1 Theil 31744. ſünfter und leßter Theil 1755. 8. 13. JI. G. von Eharts vollſtändige experiniental-Wekonomie. Jena 1754.4. und 3763. unverändert, 14. J. G. Leopoldvs nützliche und äuf Erfahrung gegründete Einleicung'*zu der Landwirthſchaft. Berlin und Glogau 3759. 4-; 15. Iomn WORLIDGE new Syſtem of Agriculture. London 1716, 8. edit. 3. 16. The whole art of Husbandcry; or the way of managing and improving of Land. = by MoRTIMER London, 1721. 8. 2. Bände. S.. L7achy. 11. S.158. und'S. 262. Uebers Nein Tea 24.058. 21 Ueberſeßung von Theobor Arnold: die ganze Wiſſenſchaft des Feld- und Acker« bättes. Braunſchw. 1753. 4. 17. I. Tvurr The Horſehoeing Husbandry. Lond. 1733. fol. 18. A new Treatiſe of Husbandry, Gar- deuing and others curions Matters relating to country'affairsS z= by'SAMVEL"TT ROWEL London 1739: 8. 19. Von eben demſelben: The Farmers in- ſtrudtor or the Husbandwann and, Gardeners companion new compleated by Wurr. Erx1s, Lond. 1750. 8. LTeue Abhandlung von dem Ackerbau, der Gärtnerey und an- dern merkwürdigen Dingen, von Sam. Trowell edirt und von WW. Ellis voll- ſtävdig gemacht. Leipz. 1759. 8. 20. A compleat Body of Husbandry by H are. Lond. 1756. fol. und 1759. 4 Bän« de in 8. Ueberſeßung: Alltemeine HSaushaltuntgs- und Landwiſſenſchaft=- von einer 8ko- nomiſchen Geſellſchaft in England. Hamburg und Leipz. 5 Theile in 8. 1763-1768. 21. Le Gentilhomme Cultivateur, ou Corps complet d' Agriculture, traduit de!' Anglois par M. DvrPv1 DEMPORTEBS. 1761-1763. 36 Theile in 12, B 3 22. Einleitung. 22. Jonx Mirr11's New and complet?Sy- „„Nem.of Husbandry. Lond. 1764. 8.= VJills vollſtändigen Lehrbegriſf von der practi- ſchen Feldwirthſchafrt. Leipz. 1764- 1767. 5 Theile in 8. 23. PaTvrro Eſfai ſur l'amelioration des Terres. a Paris 1759: 12:= Anweiſung zur Verbeſſerung des. Ackerbaues und der Viehzucht. Frankf. am Mayn 1763. 8. 24. La nouvelle Maiſon ruſtique, ou Eco- nomie generale de tous les Biens de Campa- gne. huitieme Edit. 4 Paris 1762. 4.'2 Tom, 25. Traite de la culture des Terres ſuivant les principes de M. Tul! par M. vv Hamer DU MoöncsgAav. Paris 1753. 6 Theile in 8. Ueberſezung; Abhandlung. von dem Ackerbau nach den Grundſ8tzen des 9%. Tulis, Dregeden 1752. 8. 26. 1 Ecoled agriculture par M. pv H a- MEL. 3 Paris 1759. 8= Die AcFerbau- ſchule überſetzt von 5%. von Hohenthal. Leipzig 1759. 8 27. Elemens d'agriculture par M. pv H a- MEL. 3 Paris 1763. 2 Theile in 8. 28.(Balthaſar Sprentgers) kurzer, doch gründlicher Betriff des geſammten FSeldbaues. Stuttgard 1764. 8. iſt ein freyer Aus? Einleituntg 23 Anszug aus vem vorhergehenden, mit. Zuſäs ßen und Anmertungen«,| 4. Lehrbücher, 1. I. ZB. von Rohr Einleitung zu der allgemeinen Land- und Feldwirrhſchafts- kunſt der Teutſchen. Leipzig 1720. 8. 2. JI.€. Dithmars Einleitung in die Skonomiſchen- Polizey/-und Cameralwiſ- ſenſchafren, mit Anmerkungen von'D. G. Schreber. Frankf. an der Over 1755: 8- 3. S. P. Gaſſers Einleitung zu.den Stonomiſchen, Politiſchen- und Cames ralwiſſenſchafren. Halle 1729. 4. 4. 8. U.Stiſſexs Einleitung zur Land» wirthſchaft und Polizey der Teutſchen mit Zinkens Vorrede. Jena 1746. 8- 5. G. H Zinkens Grundriß einer Eine leitung zu denen Cameralwiſſenſchaften Leipzig 1742 8- 6.. Ebendeſſelben Anfangsttründe der Cameralwiſſenſchaft. Leipz. 1755- 2 Theile in 8. 7- I- S. Dölers Abhandlung von der Landwirthſchaft und deren Zuſammen- Ba hange anewenmuamengne mae 2er EENE 24 Einleitung. hange zum Gebrauche akadem. Vorle« ſungen. Jena 1757. 8. 8. I. G. Darjes erſte Gründe der - Cameralwiſſenſchaften. Leipz. 1768. 8. 9. Zehrbeeriff ſämmrlicher ö8konomie« ſcher und Cameralwiſſenſchaften. Stutg. 3764. 4. 2 Theile, aber noch nichr vollſtändig. 10. A Berch Einleitung zur allttemei- hen Zaushaltunt, in ſich faſſend die Grund'ägze der Polizep- Oekonomie- und Cameralwiſſenſchaften. aus dem Schwer diſchen von D. G. Schreber. Halle 1763. 8. 5: Schriften ökonomiſcher Geſellſchaften. 7. Dublin Societys weekly Obſervations. 2« Abhandlungen und Beobachtun- gen, durch die 6konomiſche Geſellſchaft zu Bern geſammlet. 8. ſeit 1760. Die Franzöſiſche Ausgabe: Recueil de Me- moires, concernants|' Oeconomie rurale par une Societe Ctablie 3 Berne en Suiſſe. 3 Zuric. 8. auch ſeit 1765. 3. Abhandlungen der LT7aturforſchen- denGeſellſchaft in Zürich, Zürich 8. ſeit 1761. 4. Der Einleitung 25 4. Der Rönitgzl. Grosbritt. Churfürſtl. ZBraunſchweitg. Lüneburg. Landwoirth- ſchaftsgeſellichaft LIbachrichten von Verbeſſerung der Landwirthſchaft und des Gewerbes. Erſter Band. Zelle 1768. 8- 5. Geſammlete LTachrichten der öko- nomiſchen Geſellſchaft in Franken. her- gusgegeben von Hirſch. 4. ſeit 1766. 6. Corps d' Obſervations de la Societe d'a- griculture, de commerce& des arts, etablie par les Etats de Bretagne. Annees 1757, 1758. a Rennes 1761. 8. 7. Recueil contenant les deliberations de 1a Societe de Paris. 8. Abhandlungen der frepyen ökono- miſchen Geſellſchaft in St. Petersburcx. aus dem Rußiſchen. Mietau und Riga. 1767. 8. Im Rußliſchen ſind ſeit 2766. ſchon ſieben kleine Theile heraus gekommen. 6. Vermiſchte Schriften. 1.(G. H. Zinkens) Leipziger Samme- lungen von wirthſchaftlichen» Polizey» Cammer- und FSinanz-Sacen. Leipzig 8. ſeit 1746. 16 Bände. 2. Hannöveriſche Sammlung kleiner Ausführungen aus verſchiedenen Wiſ- ſenſchafren, 4 Bände. 4. 1750- 1754. in 4. B5 3. 59812 26 Einleitunt, 3. Hannöveriſche nügliche Samlun- gen. 4 Bände 1755-1758. 4. Hannöveriſche Beyträge zum TTu- zen und Vergnügen. 4 Bänve 1759-1762. 5. Hannöveriſches UJagazin ſeit 1763. bis jeßt. 6. D. G. Schrebers Sammlunt vers ſchiedener Schvifren, welche in die öko nomiichen, Polizey- und Cameral- auch andere Wiſſenſchaften einſchlagen. Halle 8. 16 Theile 1755» 1765- 7. D. G. Schrebers L7eue Sammy lung verſchiedener in die Cameralwiſſen- ſchaften einſchlagender Abhandlungen und Urkunden; auch anderer PTachrich- ten. Büßow und. Wismar 8. 8 Theile 1762- 1765. gs. D. G. Schrebers PTeue Cameral- ſchrifrven. 8. ſeit 1765. bereits 9 Theile. 9.(Des Herrn Landdroſten und Landraths Otto von Münchhauſen) HSausvater. Hannover 8. ſeit 1764. bereits 3 Bände. wos von der erſte Theil 1766. wieder aufgelegt worden. 10.(Peter Sreyherrn von Zohenthal) ökonomiſche LTachrichten. Leipzig 8. ſeit 1750. bis 1763. 15 Bände. il. Bänleityung 27 11. Sammlung auserleſener'Schriften von Staats- und wirthſchaftlichem Jn- halte. Bern 8. ſeit 1762. 12.(9%. S. Delius) Sränfiſche Sam- lungen von Anmerkungen aus der LTa- turlehre, Arzneygelahrheit, Oekonomie --- 8. 48 Stüde. 13. Schleſiſche ökonomiſche Samm- lungen. Breslau 8. ſeit 1754- 14.. Seleda phyſico- oeconomica 0Öder Sammlung von allerhand zur LTature forſchung und HZaushaltungskunſt gehö» rigen Deeebenheiten. Stuttgard 8. 1749- 1750.. 15. Oekonomiſch- Phyſikaliſche Ab- handlungen. Leipz. 1752- 1760.* 5/ Bände in 8. 16. Der phyſikaliſche und ökonomiſche Patriot. Hamburg ſeit 1756. 3 Theile. 17. TJ. I. Reinhards vermiſchte Schrifren. Carlsruh ſeit 1761. 7 Theile in 8. 18. J. H. G. von Juſti ökonomiſche Schriften über die wichtigſten Gegen- ſtände der Sradt- und Landwirthſchaft. Berlin und Leipz« 1769. 2 Theile in 8. 19. Leip- 28 Einleitung 19. Zeipziger Jntelligenz Blätter. 4 29. Muſzum ruſticum& commerciale; or ſele4 Papers on Agricnlture, Commerce, arts and manufactures. London 8. ſelt 1763. Kömmt ſeit 1764. Leipz. 8. teutſch von Hrn, Prof. IJ: I- Schwabe heraus. 1, Le journal oeconomique ou memoires, notes& avis ſur les arts&!' Agriculture. 2 Paris 8. ſeit 1751. 22. Journal de Commerce& d' Agricultu« re. 3 Bruxelles 8. ſeit 1762. 23 Le Nouvelliſte!oeconomique& litte- raire, 3 12 Haye 8. ſeit 1754. 24.(Des H. Loſtbohms-Prof. in Up« ſala) Oeconomiska Tidnipgar, Uplala: 1765. 4. Schwediſches ökonomiſches Wo Henblatt.. Greifswalde 8.( überſeßt von I. C. Dähnert). 25. CAR. 4 LINNE Amoenitates academicae Holmiae 8. ſeit 1749. 6 Bände. 26. SeleJae ex amoenitatibus academ. Lin. diflertationes quas'edidit& additamen- tis auxit L,B.( Jeſuit Biwalt) Gräß 1764. 4. 27.'Miſcellaueous Tradts relating to natu- ral EN» Husbandry and Phyſic, by Ben- Jamin Einleitung: 29 Zumin STILLINGFLEET. Lond. 1762.“enthalten Ueberſeßungen aus Lin. am. mit Anmerk. 7. Beſondere Schriften. Werden unten an gehörigen Orten angezeigt: 8. Landesherrliche Verordnungen. Dahin gehören unter anderen folgende Sammlungen: 1. Chyrbraunſchweig- Lüneburgiſche Sandes- Ordnungen und Geſerze Calen- bergiſchen und Zelliſcchen Theils. in 4. Göttingen 1739- 1740. 2. CHRIST. OTTON. MyLiit Corpus v01- ſtitutionum Marchicarum. Berlin und Halle. fol. 6 Theile. 4. Fortſeßungen nnd, Reperto- num. 3. Corpus conſlitutionum Magdeburgicarum noviſimarum. Magdeb. und Halle 1713. 4: 4. Corpus conſtitutionum Brandenburgico- Culmbacen/ſium."Bayreuth. 4. 1746,-1748. 5. Sammlung Schleſiſcher Ordnun- gen, Edicten, Wandaten. und. Reſcrie pten, ſeit 1740. bis 1760. Breslau 4. 6. Sammlung der Fürſtl. Zeßiſchen Landesordnungen und Ausſchreiben. Erſter Theil. Caſſel 1767, ko). 8 Ww» 30 „FE vpwl:e' vem Fd "9. Wörterbücher. 1. G. 5. Zinkens allgemeines 6konos miſches Lexicon. Leipz. 1764. gr. 8. 2. Onomatologia oeconomico= pradtica oder 8konomiſches Wörterbuch,== mit 55-..v01n Juſti Vorrede. ,Uim, Frkf, u. Lehpz. 4700. 8: 3. Allgemeines Saushaltungs-Lericon. Leipzig 1749 71751. 3 Theile in 4. 4. Didlionnaire oeconomique contegant divers moyens d'augmenter ſon bien& de ' conſerver fa ſante=-- par M. Noe! CyoMyEL fol. 3 Lion 1709. a Amſterdam 1732, 4 Com- mercy 1741. a Paris par M. de /a Marre 1767 3 Bände fol. 5. Ueberſeßung: Die wahren Wittek Händer„und Staaten glücklich-- zu machen, oder aroſſes und vollſtändiges Skonomiſch und phyſikaliſches Lexicon. Seipzig 1750 11757. fol. 8 Zheile. *“ 6. Didtionnaire univerſe! d' agriculture& de jardinage, de faucounerie, chaſle, peche, cuiline& mänege. a Paris 1951. 4. 2 Theile 7. Didioanaire egrbe portiatif, con- cernänt toutes Les'comioidlances relatives x Poeconoinie domeſtique& rurale. 3 Paris 3762- 1784: 5 Sheile in 8; «3 Erſter Erſter vder beſonderer Theil der Landwirthſc 35511 di 0 mg Pflanzenbay. 35 vermengen Erſtes Hauptſtük. vom Pflanzenbay«, BV IM: Pranzen, welche in der Landwirth- ſchaft mit Vortheile gebauet werden ksön2 nen, heiſſen ökonomiſche Pflanzen, und der Theil der Oekonomie, welcher ſich mit ihrer Erziehung beſchaftigt, heiſt der Pflanzenbau, G' 15% Dieſe Pflanzen ſind: 1. Getreide, 2, Futterkräuter, 3. Gartenkräuter, 4, Gartenbäume oder Obſtbäume, 5. SWPaldbäume und 6. Handelskräuter. x. Die Mannigfaltigkeit der ökonomiſchen Pflan? zen, macht eine gute Cintheilung derſelben ſchwer. Obige wird ſich vielleicht durch die unten vorfommenden Erklärungen rechtfertigen, E16 Die Gattungen(genera) der Erde, worinn Pflanzen wachſen, ſind viererley; C 2 Pam: 386 BELrſten Theils 1. Zauprtſtück. nainlich die Gartenerde,(Humus Lin- naei.) die thonigte„( Agila. Lin.) die kalfichte(Creta Lin.)"und die ſandigte Erde(Arena), welche Gattungen, nebſt ihren Arten„1, ein Landwirth nicht nur richtig kennen, ſondern auch jede nach ihrer beſondern Beſchäffeüheit zu bearbei- ten und zu nüßen wiſſen muß.. x. Zu dieſer Kenntniß des Landes oder Bodens, iſt die Chemie und UTinerglogie unentbehrlich; indem die Kennzeichen, die man-gemeiniglich vom Geruche, Geſchmacke und der Farbe her? nimmt, unzulänglich.und ungewiß ſind. Die Chemie haben zu dieſer Abſicht anzuwenden gelehrt: W ALLERIT Fundamenta chemica agyri- culturae. Upfaliae-1761. 4. die von D- JI. G. Krüniz zu Berlin-1764. 8- teutſch überſeßt worden. Man hat auch eine franzöſiſche Ueberſeßung: Elemens d'agriculture phyſique& chemique de M. WALLERI1VS. 3 Iverdun. 1766. Sranz Home in ſeiner Preisfhriſt: 7%e principles of agriculture and vege- tation, die H. WWöllner nach der vers beſſerten Londonſchen Ausgabe von 1759. überſeßt hat. Berlin 1763, 8.= Ber- ner Samlung auserleſener Schrif- ten. 1. Sh.= Principes de lagricul- zure& de la v&geration. a Paris 1761. DE zZ2* vr DT> 's y Pflanzenbau. 37 DE LINNC dil de horticultura acade- mica. amoen. acad. IV. p. 217 Man vergleiche hier die Abhandlung von der Güte des Erdreichs zum Felds und Gartenbau, in Phyſik. ökon. Auszügen LS. 485. 2. Wer ja noch die gemeine Eintheilung in leich» ten, mitlern, und ſtarken Boden beybehalten will, kann Hie beſten Unterfcheidungszeichen in Bernbards Abhandlung vom Wieſenbat S. 37. finden. 3- Einem Landwirthe, der nämlich Botanik ver? ſteht, können die Kennzeichen der Erdarten, von den auf ihnen wild wachſenden Pflanzen, oft dienlicm ſeyn. 3. B. Erdrauch( Fuma- ya officinalis) und Zünerdarm“( Alſine) zei? gen gute Gartenerde an 3 ſo wie hingegen Süunff ingerEraut,( Porentia reptans.) Wund?» Eraut,(€ Anzhyllis vulneraria) und uflaitich (Tuſſilago Farfara) den Thon andeuten. ſ. L1x. philof. botan. p. 270. ADANSON Familles des plantes 1. p. 224- 8. Für die beſte Erde zum Pflanzenbau, pflegk man diejenige zu halten, welche aus ſehr we- nigem Sande, etwas mehr kalkichter, noch mehrer Gartenerde, und gröſten Theils aus thonigter Erde beſteht. 5, Ich erinnere noch einmal(6. 4), daß hier vor? auSsgeſeßt werde, man kenne die in der Oeko? nomie vorkommenden Naturalien, an den beygeſeßten ſyſtematiſchen Benennungen. Wer hier eine umſtändliche Anleitung zur Kennt? C3 niß 338 Erſten Theils 1. ZSauptſtück niß der Erdarten verlangte, würde in der Fol? ge, mit gleichem Rechte, auch eine Anweiſung zur Kenntniß der Pflanzen fodern können, und wo wären alsdann die Grenzen der Naturge? ſchichte und Dekonomie, dieſer ſo weitläufti2 gen Wiſſenſchaften! G. 176 Ein Boden, der ökonomiſche Pflanzen fragen ſoll, muß vorher dazu vorberet- Fet werden. Dieſe Vorberkitung be(ieht in Urbarmachung, Düngung, Ber- miſchuig und Bearbeitung deſſelben. Erſter Abſchnitt, von över; Borbereitung des Bodens zum Pflanzenbau. Keeen 3 nach phyſikaliſchon und polizeymäßigen Gründen. in ökonom. LTachricht. XII. S. 622. Von Wichmannshauſen öfonomiſches Allorley in&ekonom. LTachr. XIV. B. Hieher gehören auch die Verordnungen von Rauntung verwildeter Aer, in Myrit coyp. conſtit» March. V.3, 2, S. 335- und 378. ET 5- Bey dieſer Arbeit iſt ein Shellpflug, womit das kand abgeſchelet oder entraſet wird, von groſſem Nutzen. Man ſehe die Abbildung und Beſchreibung in Lehrbegriff ſämtlicher ökon. Wiſſenſchaften I. S. 22. und von einem ans dern in allgem, S8au8halt. und Landwiſſenſ. I. S« 320. T- 3. lig. 1- Und 2- 67 20- WESEN I HERO WE GAO To 37. WO--- I 1. Vorbereit. des Dodens» 4t Cao Moräſte oder Mogrfelder, welche durch übermäßige und beſtändige Näſſe entſtehen, und gemeiniglich würklichen Torf/ oder doch eine dem Torfe ſchr ähnliche Erde enthalten, können theils durch Beſeßung mit nüßlichen Bäumen, theils auch durch Graben und andere Ab- leitungen des Waſſers genüßet, ausge* trocknet und verbeſſert werden. x. Dergleichen Bäume ſind Erlen odex Ellern, Eſchen, Weiden, Meblbäume(Vihtinun opulus), Bornelbaum(Cornus Suec.), auch Waſ= ſernüſſe( Tröpa) und zur Noth Wgulbeer= bäume. TV... 21 Nach der Austrocknung brennef män entweder den Boden ab, oder man wver- miſchet ihn auch nur mit reinem Sande. Schriften der Berner Geſellſchaft. 1761. St. 2. S. 243. und 1762. St. 1. S.&s1. und 1764. St. 4. S. 21. Bor= ebendaſelbſt S,7 201. Bernhard vom Wieſenbau 1 Abh. 17. E. Memoires fur la qualitt& fur? emploi des engrais, par M. de Massgau, a Päris 767. in 12. ſ Götting. gel. Anzeig- 1768. St. 42» 3. Ehemals glaubte man, daß jedwede Pflanze beſondere Theile zu ihrer Nahrung brauche z ). jekt“aber findet die Meynung, daß, wenig? ſiens die mehreſten Pflanzen, alle von einerley Theilen wachſen, den meiſten Beyfall. 2. Die Meinung der Alten haben unker andern Veruylgmius und Woodward behauptet. Das Gegentheil hat ſonderlich du»3amel in 7raire de'Iu culture des terres T. I. c. 4. und ſchon vor ihm Uögriotte in Lſſai de la vegetation des plantes, zu erweiſen geſucht. Schriften der Herner Geſellſchaft. 1762. Sk. 3. S+141. 3. Inzwiſchen iſt aus der Bokanik bekant, daß jedwede Pflanze ſo wohl ihr eigenes Water- land, als auch ihren"eigenen Standplaß hat, den iman fennen muß, wenn man ſie mit Vor? theile bauen will. LINNAEL amoen, 40. 4:P. 646. 6.“ 263 Die Erfahrung lehret, daß zum Wachs- thum der Pflanzen vornehmlich a) Erde, b) Waſſer, c) Salz, d) Wärtne, )€) Luft, 46 Erſten Theils I Sauptſtück €) Luft, vielleicht auch etwas f) Ochl, und zwar von allen dieſen eine proportio- nirte Menge, nöthig ſey. Alſo wird der PDuünger dieſe Theile enthalten müſſen. 1. A. KvLBEr difl. de quarſtione: quae- nam fit cauſſ fertilitatis rerrarum? ab academia Burdegalenfg 1739. propofſita. Dresd. 1740. 4.= Diſſertation /ur /a caufe de la fertilite des terrer. par. M, KvLBEL a Bourd. 1741. 4. I. 59%. Denffers, genannt Jahnſen, Diſcours, darinnen überhaupt die wah- ren Urſachen der Fruchtbarkeit, wie auch die Scheinurſachen der Unfruchtbarkeit der Erden abgehande-!t ſin"== heraus- gegeben von D. G. Schreber. Halle 1755. 8. 2) Der Erde ſchrieben die Alken hiebey zu viel zu, ſo wie unter den neuern Tull und Dü 5Zamel. 6) Zelmontii complexionum& mixtionum elemen- za, deſſen Verſuche Boyle in Chemiſla ſcepti- cs wiederholet hat. Arafft in Nov, commen. Petrop. T. 2 e) Daß man dem Salze gemeiniglich zu viele Würkungen beylegt, erweiſet Wallerius in Fundam. chem, G8T7iC, E, 13. Won ver vorgeſchlagenen Düngung mit Salz handelt von JIpſii in ökonomiſch. Schrift. 1. (S, 292. 97.27: 1, Vorbereit. des Bodens. 47 6.11107% Weil die Theile, wovon ſich Pflanzen ernähren ſollen, erſt durc die Fäulung aufgelöſet ſeyn müſſen, ſo muß auch der Dünger, ehe er ins Land gebracht wird, einen gewiſſen Grad der Fäulung ange- nommen haben, 0:14:42,91 Miſt nennet man allen Unrath vom Biehe, ſo in der Landwirthſchaft gehal- ten wird. Er heiſt fett, wenn er viel Oehl, ſtark, wenn er vieles Salz ent- hält, hißig, wenn er bey der Faäulungin eine ſtarke Hiße gerath, und mager, wenn er größtentheils aus Erdtheilen beſteht. Der Ort, wo man den Miſt bis zum ge- hörigen Grade der Faulung aufbewahret, heiſt die Miſtſtäte oder der Miſthaufen. 07.5207 Da ver Miſt gröſtentheils aus vegeta- biliſchen und animaliſchen Theilen beſteht, und dieſe die beſte Erde für die Pflanzen geben; ſo iſt ſolcher unſtreitig der vorzüg- lichſte Dünger 3 daher man nothwendig darnach zu ſchen hat, genug guten Miſt zu a8 Brſten Theils I. Sauptſtück. zu erhalten, und ſolchen vortheilhaft auf- zuybewahren, HHausvater 1. S. 233. Hanndv. Beyträge 1761. S. 218. Ocekonom. Lrachr. 4. S. 1. Schleſiſche ökonom. Saml. 1. S. 163. und 242. Reinhards vermiſchte Schriſten St. 1V. S..566. xz. Des Engländers Tull und des Franzoſen Dü „amel irrige Meynung von den Wüurkungen des Miſies hat Wallerius in Funda. chem agricul, c. 15, 9. 6. widerlegt. 2. In der Grafſchaft Hoya pflegen die Lanbleute nach der Erndte das Feld mit den Stoppeln abzuplaggen, und dieſe Plaggen mit vem Mi? ſie in Haufen oder Köieten zu bringen. Dieſes iſt dem, in einigen Sandgegenden, ge? bGräuchlichen Verfahren ähnlith, wo man zur Vermehrung des Dungers, in Ermangelung des Strohes, den Miſt mit Plaggen von An- gern, oder mit Heide oder Laub in Mieten bringt, wpotvider jedoch in den Schriften der „gannöv. ZL andwirtbs. Geſellſchaft 1. S. 113. erwas erinnert wird. 3. Eine bequeme gepflaſterke Miſtgrube iſt in all- gem.»Aau3balt, und Landwiſſenſch. 1. S. 251, "DT. 1. fig. 1. angegeben. QS; ZO Gia Zain= Fim Bf 5 Adel uber 105 04 200 I. Vorbereit. des Bodens« 49 6. 3% Inzwiſchen iſt der Miſt vom Rindvie- he, von Pferden, Schafen, Schweinen und vom Federviehe, in den Würkungen verſchieden, und man hat daher bey der Wahl, ſo wohl auf die Beſchaffenheit des Bodens, als auf die Art der Saat zu ſehen. Von Pferch oder Hürdeſchlag ſ. unten 6, 69. 6:5 31. Unter künſtlichen Dünger- verſteht man diejenigen Sachen aus dem Thier- und Pflanzenreiche, die man erſt in neu? ern Zeiten mit Vortheile zur Düngung angewendet hat. 1. Dahin gehören z.-B. wollene Lumpen, Hül? ſen von Weintrauben, Oehlkuchen, Gerber? lohe, Ofenruſt und andere Dinge, von denen das Dünger Lexicon in den öFonom. Z7gchr. 1. S. 177. Nachricht giebt Einige haben ſchon - die Römiſchen Landwirthe auf gleiche Art ge? nußet. 2. In Frankfurt hat man ſeit einigen Jahren ein ſogenantes Düngeſalz bereitet, angerühmt und theuer verkauft. Es beſiehet aus Kalk, Aſche und Gartenerde. Einige Verſuche ha- ben deſſen Untüchtigkeit erwieſen. Schrebers neue Camerglſchrift. VII]. S, 252» 53811080v« RURGR3. 1765. S. 967. D 6. 32. 50 Erſten Theils 1, Zauptſiück 6, 232€ Man'gebe in gehöriger Maaſſe dem be- ſten Lande den beſten Miſtz dem thonig- ten Lande einen hißigen und geſchwind faulenden Dünger; dem ſandigen hinge gen einen, der längere Zeit zur Faulung gebraucht. Vom Ueberdüngen, wodurch die Pflanzen, und ſonderlich die Getreidearten, gar zu ſehr getrie? ben werden, wenige Frucht tragen, und ſich endlich gar legen ſ: öSkonom XTacht VILL S.- 588. 6. 33» Um ven Boden fähig zu machen, deit zum Wachsthume der Pflanzen erfoderli- hen Grad der Feſtigkeit anzunehmen, ver- miſchet man verſchiedene Erdarten mit einander, um den Fehler der einen, durch den Fehler der andern zu verbeſſern. Zu dieſer Miſchung werden, nach Erfode- rung ver Umſtände, Mergel, Kalk, Sand oder Leim genommen. 0. 34. Der Nuten des Mergels, welcher gröſtentheils aus falkichten Theilen be- ſieht, desfals mit Scheidewaſjer brauſet, in I. Vorbereit. des Bodens. 51 in freyer Luft und im Waſſer na< und| nach in ein Pulver zerfält, beſtehet nicht| 10m darinn, daß er das Land dünger; fon- 8 dern daß er, indem er zerſalt, den feſten|, Boden lockerer macht, die Säure des Lan- des mildert, und darinn die Fettigkeit des Duüngers erhalt. rx, Der Mergel heiſt in Wallerius Höinerglogie S. 33» Marga in aere deliqueſcens, pinguefa- ciensz bey Zinne“ Creta argillacea, GMilis, fria- bilis. S. H. Leibmed. Vogels Miineraltyſiem S. 52. ivo S. 54. von dem in hieſiger Nach? barſchaft bey Zengelern befindlichen vortrefs NE lien Mergel Nachricht zu finden, 1: 2. Bekantermaſſen findet man ihn niemals an der Oberfläche der Erde, ſondern gemeiniglich unter Gartenerde und Thon, daher man ſich verſchiedener, zu dem Ende angegebener Erds bohrer oder Sucher bedienen kan, dergleichen| man abgezeichnet und beſchrieben findet in M ills Seldwirtbſchgfti 1, S. 42. 1.0 3. Unter den Schriften vom Mergel find vörzügs lich zu merken: S. OG. P Seip Berſuch vom Mergel und deſſen Würkungen im Lande. Han- n9v. 1763. 8.= ZHannSv. nützliche Sä&mlung. 1756. S. 34.= Bernerx Saml. auserleſ“ Schrift. Th. 1. Schwachheims. Nachricht von dem Mergel in- 6konom. LJIachy. 111. S. D2 125% 52 Erſten Theils I. Zauptſtück. 120.= Journal veconom. 1752. Novem. = allgemeines ÜJagazin 1V. S,. 123. Allgem. Hauß- und Landwiſſ: 1. S. 145. NEBEL Kalüſteine, welche in den dazu einge- richteten Oefen gebrant werden, würken faſt auf eben die Art, wie der Mergel. Wiills Fcldwirth. 1. S. 65. Allgem. ZHauß- und Landwirth. 1. S. 289. wo man doch wohl fälſchlich den Kalk zur Berbeſſerung des ſandigen, kieſigten und ſteinigten Bodens vor- ſchlägt. Ebendaſelbſt iſt T. 1. fig. 2, der Oſen abgezeichnet.. Leipzig. Saml. XU. S. 49. Realzeitungen 1755. S« 382 und 399. Ocködnomiſche Bedenken 1, S. 57. Daß ſchon die Alten mit Kalk und Mergel ihre Felder verbeſſert haben, erhellet aus Px11n. Hiltor, nat, L, 17:& 7-& 8 6... 36. Der Sandy und zwar hauptſächlich der reine aus Flüſſen, verbeſſert den zä- hen und gar zu kleiichten, imgleihen den moraſtigen Boden. Allgem. 1. Vorbereit. des Bodens. 53 Allgem. Zaush): und Landw: 1. S. 196. von Juſti ökonom. Schrift. 1. S. 379. 6. 37. Der Leim wird in England, ehe er zur Vermiſchung angewendet wird, ge- brant, und nüßet wohlam mehreſten durch die untermiſchten Kalktheile. Die Wals- lerwände hat man ſchon ſeit langer Zeit mit Nutzen auf gar zu feſte Boden gebracht. von Juſti ökonom. Schrift, 1. S. 319. Muſeum ruſtic. Il. S. 296. 61,38. Um die Erde tüchtig zu machen, den Pflanzen die nöthige Nahrung zu geben, müſſen ihre Beſtandtheile zertheilet, und ihre inwendigen Zwiſchenräume verviel- fältigt werden; und hierauf gründet ſich die Bearbeitung des Bodens mit ver- ſchiedenen Werkzeugen, Dieſe Bearbeitung des Bodens iſt nach Beſchaffen? heit der Pflanzen verſchieden, da ſie bald mit dem Pfluge, bald mit dem Grabſcheid, bald mit andern Werkzeugen geſchieht. Sie wird alſa bequemer unten angezeigt werden, S3 Zwey* Erſten Theils I. Zauptſtück,' Zweyter Abſchnitt, vom Getreide, Bn zZ me ken nhalt. Erklärtng und Eintheilung der Getreidearten. 5. 39/ 42. Abtheilung der Getreidefelder in Brach? Winter?' und Sommerfeld. 6. 43- 49. Acker» werkzeuge 6. 52/ 54. Bearbeitung der Brache und des Winterfeldes. 6. 55- 61. Bearbeitung des Sommerfeldes. 6. 62. Das Säen. 6. 63/ 66. Söemaſchinen. 6. 567. Die verſchiedenen Getreis dearten, als Weizen 6. 68. Dinkel und Ein= Forn 6.70. Roggen€. 71- Gerſte 8. 72- 382 ber 8. 73. 53irje 6. 744 Schwaden|. 75. Uoorhirſe 6. 76. H3ayß 6 77. Buchweiren 6: 78-+ Die Erndte. 6. 79- 83. Das Dreſchen. 6. 84 /85- Netnigung der Körner. 6. 86, 87. Aufs? bewahrung des Getreides. 6. 88- 91. Korn- würmer. 6. 92. Krankheiten der Getreibe. 6. 93795 Wetterſchaden. 6. 97. Ungeziefer 6, 98, Untraut. 6. 99, 100. 0.9 1988 (Getreide(cerealia, frumenta) werden diejenigen Graßarten(gramina) ge- nant, welche vorzüglich groſſe, mehſlrei- kerbau und der Kopyel- wirthſchaft. Leipz. 1759. 8- C. W. Schumachers gerechte Verhält niß der Viehzucht zum Ackerbau, aus der verbeſſerten Mecklenburg. Wirth- ſchafisverfaſſung« Frankf. 1763. 8. LT. Oeſt akademiſche Abhandlung vom Ackerbauumſaß. Flensburg 1765 8. öfonom. LTachr. VI: S. 430. Lehrbetgrif ſämtlicher ökonom. Wiſ? ſenſchaft. 1. S. 79. c) Hieher gehöref noc<4 des H. Rathsmeiſter Reicharts Vorſchlag im fünften Theile des Gartenſcharzes, daß man mit den Früchten int einer gewiſſen Ordnung abwechſeln, und bald tief, bald mittelmäßig, bald ſeicht pflügen ſoll, wadurch die einmal hinuntergebrachte Erz -de, nach einigen Jahren, wieder an die Ober? fläche käme. Serner des H. Darjes Ackerſyſtem, wobey die Brachfelder nicht nur völlig, ſondern auch noc< dazu mit Nußen, abgeſchaft werden ſollen in ökonom. F7gachr. X, S,. 318.<== ökonomiſch, Ausgzüge 1, S. 169- 1. Vom Getreide. 63 9. 50, Die Bearbeitung des Getreidelandes zur Saat, geſchiehet mit dem Pfluge, der Egge und der Walze, G% 54% Der Pflug iſt zwar in den mehreſten Ländern von verſchiedener Battart, und muß es auch, nach Werſchiedenheit des Landes, ſeyn; inzwiſchen ſind doch ſeine vornehmſten Theile gemeiniglich: 2) Das Sechy, ſo an einigen Orten die Säge, der Kolter, das lange Meſſer, das Vordereiſen, oder das Pflugeiſen, ge- nant wird, und welches zu der neuen Fur- de miracle, d' abondance, Bled de Smyrne, de Bavbarie, und im Teutſchen von einigen Wunderkorn, genant. Eine richtige Ubbildung einer Yehre hat U3o0- Tis. 3. Se&, 8. Tab. 1. fig. 7. Körner, welche ich, ſo wie viele andere Samen, durch die Guthe des Herrn Landdroſten von Münchhau2 ſen erhalten hatte, fäete ic) am Ende des April8 in ein ſehr wenig gedüngtes Gauen vet. 756 Berſten Theils 1, ZSauptſiück. beet. Sie reiften am Ende Auguſts, aber ver? ſchiedene Aehren hatten keine Nebenähren be? kommen. Alſo iſt dieſe Getreideart ſehr zum AußSarten geneigt, daher H, von kinne“ nicht einmal ihrer erwähnt hat. Vielleicht iſt fol? gende Beſchreibung nicht überflüßig: Gluma bivalvis, quadriflora, valonulis corolla brevio7i- bus, obtuſfis, concavis. Flores quatuor, unus ex zntermediis ſterilibus pedunculatus; laterali- um valvulae exteriores ventricoſae, obtuſae, aviS- zis Jongis, inaequalibus. Spica ſpargit multas Spicas minores adnatas, veluti vamos; glumae quaedam in parte ſpicae inferiore ariſlas tres emittunt, cum corollae alterius intermediae val- vula etiam ſit ariſlata, In plerisque grana duo matureſcunt, ſed in glumis ſuperioribus rantunt zunum. Verſuche mit dieſem Weißen findetman in pv Hamer de /a cult, des zerres T. 1. pP» 206."1.,3: P- 40: 1.4. P. 25; 1241.56 DP. 434% T. 6. Pp. 386. HNYill IE. S. 383« €). Einige Körner, welche im unker dem Namen Gomer oder Gümmer bekommen hatte, wur? den am Ende Aprils ausgeſäet, und am Ende des Auguſis reif. Wergleicht man hiemitk Schrebers Sgaml. VI. S. 364. wo man auch Beſchreibung und Abzeichnung antrift, und ebendeſſelben LTeve Cameralſchrift. VI. S. 971. ſo ſieht man, daß dieſe Getreideart ſo wohl im Herbſie, als Frühlinge, geſaet werden kan. f) Schrebers L7eue Camerglſchr. Vl. S. 672. Der verſchiedenen Getreidearten, ſo unerheb- lim auch manche davon ſcheinen mögen, muß wenigſtens in den Vorleſungen gedacht wer? den, wenn ſie nur irgendwo würklich gebauetk werden, oder auch nur dazu in neuern Zeiten in Vorſchlag gebracht worden. Der gelehrte Landwirth muß beyde kennen, um, nach den ſchon 1. Vom Getreide. 77 ſchon. von andern gemachten Verſuchen, die beſien Arten wahlen, und die geringern ver? meiden zu können. Gh. 69, Wi In einigen Gegenden pflegt man den Weißen, wenn er ſchon vor dem Winter eine anſehnliche Höhe erhalten hat, im Frühjahr beym Froſte, von Schafen ab- hüten, oder auch ihn ſchröpfen zu laſ: ſen. Aber beydes ſcheint gefährlich zu jeyn. x. Das Schröpfen iſt in einigen Gegenden auch beym Roggen und der Sommergerſte üblich. 2. Von der ſchädlichen Begraſung des Weitzens ſ: Schleſ. öSkxonom. Sgaml, 1, S. 146. und I. S. 321.»38Knn0v. Anzeig, 1751. S, 306. CG. 7.Q. Der Dinkel, Dünkel, oder Spelz, Spelt,( 7riticum Spelra Lin.) welcher zur Winterfrucht gehört, das vortreflich- ſte und weiſſeſte Mehl giebt, und in Teutſchland, vornehmlich in Franken, Schwaben und am Rhein, gebauet wird, verlangt, wenn nicht einen beſſern, doch wenigſtens eben ſo guten Boden, als der Weißen. Das Einkorn oder St. Pe- ters- 78 Brſtien Theils I. Sauptſtück, teigforn( Tritic- monococcum Lin.) giebt ein etwas gelblicheres Mehl, Frönkiſche Saml. Ill. S. 432% und 483« Leipzig. Saml. X. S. 660. Lckhart S. 49+ Viele haben die allerdings wahrſcheinliche Mög» lichfeit, den Dinkel auch in dem nördlichen Teutſchland zu bauen, aus der Abhandl. der Schwed. Akadem. X1. S. 53. erweiſen wollen. 9Ilber was die Schweben, Dänen und Norwe?- ger Himmelskorn nennen, iſt diejenige Abart der gemeinen Gerſte, die bey H. von Linne Hordeum celaeſte heiſt. Um häufigſten wird ſie in Norwegen, wo man ſie auch Davids= gerſie, und, welches die älteſte dortige Be- nennung iſt, Thoregerſte nennet, gebauet, und zum Biere vorzüglich genußet. Dieſe Him? melsgerſte verliehrt beym Oreſchen die Hülſen« 0; VAI: Winterroggen und Sommerroggen (Secale cereale hybernum& vernum Lin.) ſind in der That nur Abarten, Je- ner giebt längeres Stroh, und gemeinig- lich gröſſere Körner 3 daher er in den meh- reſten Gegenden am haufigſien gebauet wird, beyde nehmen mit einem Boden vorlieb, der für Weißen nicht gut genug iſt, x. YaRuß= II. Vom Getreide. 79 x. Zaußvgter I. S. 321. vom Unterſchiede des Winter- und Sommerroggens. 2. Von dem ſo genanten Staudenkorn, ſo aus einem Korn viele und ſehr lange Aehren treibt, ſ- Skonom. S7gachr, 1. S. us, Il. S. 1. und Ul, 699. 6% M2 Die Gerſte iſt eine der zärtlichſten Ge- freidearten, und diejenige, welche am haufigſten gebauet wird, iſt a) die Som- mergerſte( Zordeum diſtichon Lin.& Bauh.), weil b) die Wintergerſte(Hor. Polyſtichum hybernum. Bauh.) eben die Bearbeitung des Ackers, als der Winter- weißen und Winterroggen verlangt. Auſ: ſer dieſen bauet man auch in einigen Ge- genden c) die Reißgerſie( For. Zeocri- ton), d) die Himmelsgertte(or. cele- ſte Lin. c), die nackte Gerſte( Hor.nu- dum) und f)die ſogenanteStaudengerſte. a) Reicharts Land- und Gart. Schak. V- S, 129. b) Leipz. Saml. Il. S. 840. Schrebers neue Saml. V.. S. 182. Lawrence Verwalter S. 238. Oekonom. TTachr. V. S. zo. Muſeum ruſtic. V. S, 128. Ü7or» 83 BErſien-Theils 1, Hauptſtück. Weortimer S. 125. c) Oekonom. LTachr. 1. S. 879. Mortimer 1. S«, 1309. DJI 1. S.-464. 9) Schwediſche Abhandl. Xl.(S; 53. ſe oben S+ 792» f) Schrebers Saml. 1, S. 49. und Il. S. 427- Die Wintergerſte heiſt auf Engliſch Bear Barly, oder 8:9; und auf Franzöſiſch L' eſcourgeon 5 vr05ſe vorge» 0r'ge quarre, 07 ge ä quatre quurres, Die Reißgerſfe, welche im Mannsfeidiſchen auch 2lattgerſte, und von Wioriſ. I1!. S. 206. Sprat- Barly, genannt wird, kan viel ſpäter als die gemeine ausgeſaet, und doch mit diejer zu? gleich eingeerndter werden 3 aber ſie ſchlägt leicht aus der Ark. 8. 73» Der Haber iſt unter dem Sommerge- treide am wenigſten zärtlich, und kömt fat in jedem Erdreiche fort. Unter den vielen Verſchiedenheiten ſind folgende die merkwürdigſten: 2) der weiſſe und b) der ſchwarze Haber(Avena ſativa alba E nigra.),€) der nackte(Avena nuda Lin.) und d) der ſo genante ſchwere oder Engliſche Haber. a b) 11. Vom Getreide.[7] 2. b) Mill I..S. 454. Reichart V. S. 138. Sel. phyſ. oeconom. 1. S. 191 ,. 416. öf0- nom. LTachr. 1'. S. 724. Saml. ökon. Anmerk. S. 273 Journa! oe- conom. 1761. p- 397- c) Schrebers neue Cameralſchr. V, S. 333. wo auch eine Abbildung. d) Schwed. Abhandl. XI. S. 240. Schrebers Saml. 1X. S. 197. und X1V. S. 376. und neue Saml. 11. S. 432. Hannöv. nül Saml. 1757. S«» 398. 3. Da der nackte Haber eine natürliche Haber? grüße liefert, ſo verdient er gewis angebauek zu werden, wie auch ſeit vielen Jahren in England geſchieht. 2. Vielleicht iſt auch der ſo genante Eichelbaber einer beſondern Erwähnung werth. ökonom. Liachr, 1.„S-'732. 3, Aber die von dem Ehweden Wirgin im Jahr 1757. vorgegebene Verwandlung des' Habers in Roggen und Weißen iſt längſt durch unver? diente Verſuche widerlegt worden. Wirgins eigene Schrift ſieht in Phyſik. ökon. Patriot. Il. S. 97. Unter den Widerlegungen ſind die vornehmſten Lin. amoen. acad. NV. pP. 106,= Schrebers Sgaml. VIIL S. 457- und ebendgſ. NV. S. 126 7169. Die übrigen Schriften hat H. ypöllner 1. S. 144. zum Theil angeführt. F 6. 744 82 Erſten Theils 1. Sauptſtück. 68. 74 Der Hirſe- ſowohl der ſchwarze und rothe,(Panicum miliaceum Lin. /emi- ne nigro) als auch vornehmlich der gelbey (P. mil. /emine luteo E€5 albo), wird zwar nicht in ganz Teutſchland, aber in eini- gen Gegenden, mit ſehr groſſem Vortheile gebauet. Eben dieſes gilt auch von dem Tenchgraſe- Fenich,.Fönich, Fuchs- ſchwanz, Fuchsſtört.(Fanicum gGermant- cum, ſive panicula minore. Bauh. p.27)- Eckhart S. 61, 109. Reichart 1V. S. 105. Schleſ. ökon. Saml. Ill. S. 403. Vom Fönich ſf. J. D. Hattedorns Land? wirthſchaftlichen'Haushalter. Derlin 1755: 2. 0.407; Schrebers Saml. V!1. S. 445. 6. 75. Schwaden, Manna, oder Himmels thau( Fe//uca Auitans. Lin.), wird, da wo er an wäſſerichten Orten häufig wild wächſt, ohne groſſe Mühe geſamlet, in einigen Gegenden aber, mit Vortheile wie SommerfruHt, gebauet. Linne! 0, Vom Getreide. 83 Linne' Schoniſche Reiſe S. 349. in der Urſchrift 3 denn der' nachläßige teut- ſche Ueberſeßer Rlein hat die hieher ge- hörige brauchbare Nachrierbau der Morgenländer, Selmſtgdt 1748. b) Hiehßer gehört die Tribula der Alten, wovon ScHÖTTGENIL Atiquitat. Triturae,"Traj. 1727. 8. Nacvrichtgeben. Das Ausfahren iſt noch jeßt in Aſien, und einem Theile von Afrita, gebräuchlich. Schwed. Abhandl. X111. S. 52. %-bendaſelbſt XX11i. S. 255. iſt auch dazu“ein eigener Wagen angegeben, der würklich in ei nigen Gegenden von Schweden gebraucht wird. e) Die Handgriffe des Dreſchens mit Flegeln werden im 5. Theile der ökonom. LTachr.'S. 455. gelehrt. Sgamlung ökonomiſcher Unmer= Fungen S. 305. F 5 9) Von 99 Erſten Theils I. Zauptſtück. 9) Von Dreſchmühlen überhaupt f. ökonomiſche eTachr. VU. S. 267. Zur Probe mögen folgen? de dienen: x. Die erſte ſoll 1679. zu Paddern in Curland ge? bauet ſeyn. Sie iſt beſchrieben in der Dres2- lauer Yiatur= und Kunſigeſchichte 1724. Oct. und in den aus dieſen gemachten ökonomiſch. Sgaml. 1. S. 347. Leipz. ö6Fonom. Saml. I. S. 151, 781. und 111. S. 523, 801. Fiſchers Ziefländiſches Wirtbſchafisbuch S. 62. 2. Zu Erzen im Hannösveriſchen, zwiſchen Pyro mont und Swöbber, iſt noch die 17060. unter Aufſicht des Hrn. Oberamt. Vogts. erbauete Dreſchmühle im Gebrauche, mit welcher drey Perſonen ſo viel Getreide ausdreſchen, als achtzehen andere in eben der Zeit:mit Flegeln. Man bedient fich ihrer aber nicht beym Rog2 gen, weil ſie das Stroh gar zu ſehr verderbt. Beſchreibungen und Abbildungen findet man in Miſcell. Berolin. 1710. P. 326. BeYxRs Thea- zrum macbin, molariun, ſo den neunten Theil von Lenpolads Theatvr. ansmacht S. 116. Zinz Pens ökonom. Zexicon Tab. 21. Fig. 2. 3, Den Fehler dieſer Mühle ſuchte Goldingen zu verbeſſern, in den Zreslauer Sarrl, S. 351. 'g- Sturms vollſtändige VFüblenbaukunſt S. 34. Tab. 42- 5. Slachat Unterſuchung zur Beförderung der Zandlung, Künſie-- 1. S. 310. 6, Des H. Zolfelds Maſchine, Schtebers neue Gamerglſchr. V. S, 351. 7. Die UU. Vom Getreide. OE 7. Die von einem Franzoſen angegebene und ebendaſelbſt S. 353. beſchriebene, von welcher auch eine Beſchreibung beſonders gedruckt iſt 2 Dericht über die Erfindung einer neuen Dreſchmaſchine. aus dem Franz. Frankf. am Rayn 1765. 8. gs. Diet, Chr. FSeſkers Dreſchmaſchine, beſchrie? ben und abgebildet in Übengels Zopenhagener Uaggzin. 11. S. 771. €) Vom Spelz ſ. SräönFiſche Saml. I1. S. 51. In Ungarn ſoll man jedoch auch dieſes Getreiz de ausreiten. j F..85. Das Dreſchen kan bis in ven Winter aufgeſchoben werden; nur muß es bey trockener Witterung, und auch nicht eher geſchehen, als bis das Getreide ausges ſchwißet hat. 6. 86. Das ausgedroſchene Getreide wird erſt abgeflädert, die Ueberkehre fürs Vieh aufgehoben, und das Stroh, nachdem es ausgeſchöbet oder ausgeſchüttet worden, zuſammen gebunden, EEN 72 Die Körner ſelbſt werden gewurfet, oder geworfen; das geworfene ſortivet/. 9192 92 BErfſten Theils 1: Zäuptſtück ölsdann durch Siebe, oder Fäge, oder Staubmuhlen( Windſiebe) vom Stau- be und andern t3nrathe, noch ferner ge- reinigt. Leipz. Saml. IV. S. 754. wo die Zeich: nung. einer in Niederſachſen ſchön hin und wieder gebräuchlichen Staubmüh- le, nebſt einigen Verbeſſerungen be findlich. 5771.10 S6. Schwed. Abhandl. XIV: 2146 Gi..7: 913 Die in den Nn zurückbleibende Feuchtigkeit ZAUN leicht eine ſchädli- nung geſchieht eütweder vor, oder nach dem Dreſchen. Jene iſt in den nördlichen Ländern gewöhnlich, und geſchieht inſtark geheikten Scheunen" zu dieſer aber bedienet man ſich am vor- theilhafteſten der Intieriſchen Darre, welche H. Du Hamel in einigen Stücken verbeſſert hat. Della peifetta conſervatione del"Grano: Diſcorſo di BARTOLOMEO INT1E- RI in Napoli 1754. wovon ein Augzug in Hannöv. nüglichen Saml.-1756. S- 922... Phyſikal.: Patriot 1, S. 224: Four- 94 BPrſien Theils I. Zauptſtück. ournal etranger par M. Freron. 1755. Octob. Le nouvelliſte oeconom.& litter. 1759. vol. 10. Hannöv. Landroirthſch. Geſellſchaft- 1. S« 521. Abhandlungen der Geſellſch. in Zürich 1. S. 133- In den Niederſächſiſchen Bauerhäuſern ohne Schornſteine, trocknet das Korn hinreichend ohne die Intieriſche Darre. 6. 90 Die Kornmagazine ſelbſt werden enk- weder unter, oder über der Erde angelegt. Sene ſind ſeit den älteſten Zeiten im Mor- genlande, und auch jekt in Spanien, Po» len, Rußland, Jtalien, und ſelbſt in ei- nigen Gegenden von Teutſchland, ge- hrauchlich. Man. Ant. PrBnc1z Abhandlung oder neuer Vorſchlag das Korn== durch ſehr viele Jahre gut zu erhalten. Wien 1704. Screbers Saml. X. S. 269+ 6. 51. Die Kornhäuſer müſſen dergeſtalt an- gelegt werden, daß ihre Richtung gegen die ee 7 Mean ala: EZ En LIIIEIEEN I. Vom Getreide.; 95 die trockenſte Himmelsgegend geht 3 die Wände müſſen mit Kalk getünchet, und mit gegeneinander überſtehenden, und niedrig angebrachtenFenſtern, verſehn ſeyn. Bornehmlich iſt das öftere Umſtecken und Sieben nothwendig. G. FS. Dintglinger die beſte Art, Kornma- gazine und Fruchtboden anzulegen, Hannov. 1768. 4+ Oekonom. LTachr. V. S, 561. und VI]. S« 552» Saml. 6ökonom. Anmerk. S, 233. Schrebers Saml. X. S. 259, 264» Allgem. Zaushaltungs- und Landw, 1V. S. 144+ Hannöv. Magazin 1765. S. 146« Nach dem Rathe des Herrn Du Hamel, ſoll das gedörrete Getreide nicht auf Kornböden, ſon- dern in Kaſten aufgehoben werden, wozu wes niger Plaß und wenigere Koſten nothig ſind. 9. 92. - Insbeſondere hat man die gröſte Vor- ſicht anzuwenden, um die gefährlichen Kornwyrmer abzuhalten, unter denen die 96 Erſten Theils I. Sauptſtück. die gemeinſten ſind: a) der weiſſe Korn wurm, Wolf(phalaena granella Lin.); b» die Weißenmotte( Reaum. inſeök. 2''Tab. 39. fig.9, 21.); c) der ſchwarze Kornwurm“, Glander, Reuter, Wip- pel(Curculio frumentarius& Cur. gra- narius Lin.). Hiſtoire d'un Tnfedte, qui deuore les „Zrains de 1! Angoumoisr. par M. Dv Ha- MEL 4.287118 1703. 12, Schwediſche Abhandlung. VII. S.49« und Xil. S. 185. von Juſti ökonom.'(Schriſten 11. S. 236. Hannöv. nüßliche Saml. 1755. S. 431, 1570+ und.«756+'S«+ 111, M. Con. Tiburtii Rangonis--. Tractät- lein von den curulionibusr oder Korn: würmern. Schneeberg 1746. 8. Nouvelliſte oeconom. vol. 25. P- 37- 6. 93: Schon vvr der Erndte ſind die Getrei- de mancherley Krankheiten, Wetterſchä- den, und den Beſchädigungen von Thieren und vom Unfraute, ausgeſeßt, die oft die beſte Hofnung;des Landmanns.pereiteln. Zu .2282NI Il. Vom Getreide. 97 Zu erſtern gehört vornehmlich das After- korn und der Brand. 6. 94. Das Afterkorn, Mutterkorn, Hun- gerkorn, Rankkorn, Kornmutter, Tod- tenkopf, Hahnſporn,(Clauus. Germen foecundatum ,. deſtruftum, monſtro- ſum. Engl. Spur. Franzöſ. Ergot, Bled cornu.) beſteht darinn, daß ſich hin und wieder in den Aehren ungewöhnlich gröſſe, pfriemförmige, auswendig mehrentheils ſchwarze, inwendig aber weiſſe und blau- liche Körner oder Körper, von einer har- ten, ſhwammichten und trocknen Mate- rie befinden, die, wenn ſie mit dem Meh- le. zugleich genoſſen werden, ſchreckliche Zufälle verurſachen. 5. 95. Der Brand, Brenner, Todt( Uſti- lago, Necroſis. Engl. Blaſt,, Blight. Franzöſ. Charbon, Charbucle) zeigt ſich vornehmlich dadurch, daß die dünnen Schalen der Körner nichts, als ein fei- nes, ſchwarzes„ übelriechendes. Pulver enthalten. Er greiſt den Weißen, Spelz, : G Haber 98 Erſten Theils 1, Sauptſiück. Haber und auch die Gerſte an; dahinge- gen das Aſterkorn den Roggen verderbt, CG. 96. Die nächſte Urſache dieſer Krankheiten, ſcheint eine unzeitige„und unmäßige Ab- wechſelung von Regen und ſtarker Hike zu ſeyn; deswegen man. auch keine hinrei? hende und zuverläßige Gegenmittel ents decken können. Inzwiſchen kan die Fort- pflanzung des anſtecenden Brandes ver? hüter werden, wenn man entweder nur alte geſunde Körner zur Saat waählet, oder friſchen Weißen vorher mit einer, mit Kochſalz vermiſchten, Kalklauge näßet. Diſſertation fur la caufe, qui corrompt Es noircit les grains de bled, dans Jes epis,& fur les moyens. de pr&venir ces; accidens; qui a vemportt le prix au ju» gement de„l'acad. de Bourdeaux. par M... LirLLET,. 3-Paris 1755: 4. Ayuite des expäriences& reflexion:[ur la caus fe, qui corrompt& neircit les grains -= 4 Paris 1755..4. Precis des experien 8, qui ont ite faites par ordre di Roi& Tyianon", fur la cauſe de corrus Ption des bled--- a Troyes 1756. 8. 2= Cillecs 1. Vom Getreide.| 69 Tillets Abhandlung von der Urſache, wo? her die Körner des Getreides verderben und ſchwarz werden. Hamb. 1757. 8+ Delle Malattie de] grano in erba; Tyratta- 10 ſtoricofiſſs» del conte Franceſco G1« NANNT, in Peſaro 1759. 4«= Fourn, veconom. 1762..P. 373» IJ. Benevenuti Abhandlung von den Ur? ſachen des Brandes und den Gegenmit? teln: Zamb.-DMagaz. XXVI. S. 553 wo der Ueberſekßer in einer Anmerkung eine groſſe Anzahl Abhandlungen von dieſer Materie, angezeigt hat. „>. Oleditſchs Abhandlung in Memvoires de 1 AEaUe.„dd, Ber in; al. 1750: PD. 66. Ebendeſ. vermiſchte Abhandl. 1707. 105. 134 Hannöv nügliche Saml. 1757. S. 386+ Zanndv. Magaz. 17644 S: 1248.= Schrebers Saml. 11, S. 413. und S. 330:: Schriften der Berner Geſellſchaft vom Jahre 1763. und 1764+ Seleta phyſeo= veconom. TI. S. 329. und UL S, 189; G 2 x, Am 100 Frſten Theils 1.-Zauptſtück. x. Am merkwürdigſten ſind die Entdefungen des Herru Lkanddrojten und Landraths von ÜFünch= bauſen, daß. nänilich der Brand, von einer Ark Jufuſions-/Lhieren herrühret,;und daß dasMuts- terfornzu den ECen in den Ae>ern Zeipz. Saml. II1. S. 838. Reicharts Land? u, Gart, Scharz V. S. 221. Vom Nußen der Quecken in der Landwirthſchaft, und von de? ren ſchädlichen Verbreunung, ſ. Schleſiſche 6ökonom. Sgml. 1. S. 133, und il. S. 419. Dritter Abſchnitt. von Futterfräutern. nnen Jnhalt. Erklärung und Eintheilung der Futkterkräuter|. 101, Erklärung und Eintheilung der Anger 5. 3102, Gehörige Verhältniß zwiſchen Getreideland und === z=*>-„eim= JI M II1. Von Sutterfräutern. 105 und Anger 6. 103. Künſiliche Anger 104. Düns gung der Anger 6. 105. Wäſſerung derſelben. 4. r06, 107. Natürliche Futterkräuter 6. 108, 1094 Deren Ausſaat). 110. Künſtliche Fukterkräu? ter 6. ur. Rlee F. 112, 413. Lüſerne 8. 14. Schwediſcher Zeujagmen 8 115. Eſparcette 6. 116. Spergel 6. 117. Halbe Futterkfräuter F. 113. Heuerndte[. 1197122. Nußung der Wei- den 6. 123, 1244 Nußung der Gemeinweiden 4. 125. Unkraut 6. 126. Ungeziefer F. 127. 649027 Gautterfräuter heiſſen diejenigen Ge- y wächſe, welche zum Futter für das Vieh gezogen werden. Wenn ſolchewild, oder wenigſtens ohne oft ausgeſaet zu werden, wachſen, nennet man ſie natür- liche Futterkräuter; werden ſie aber ge- ſäet, und mit Fleiße gebauet, ſo heiſſen ſie fünſtliche. Unter jenen ſind die Gräſer die vornehmſten. 5:4 17025 Es ſey mir erlaubt, ein Land, auf wel- 1315: 0. CLOS4 Anger, welche durch die Länge der Zeit gar zu ſehr entkräftet worden, müſſen ge- dünget werden; da man ſie entweder auf- reiſſen, und den Dünger unterpflügen, vder aber ſolchen, nur auf die Oberfläche, gleichförmig vertheilen läſt. Jede Düngung von oben iſt ſchwächer, als die von unten; daher auch jene nur vor der gänz? lichen Entfräftung der Wieſen anzuwenden iſt. 92.106 Anger, welche nicht genugſame Feuch- tigkeit haben, müſſen gewäſſert werden. Dieſe Wäſſerung oder künſtliche Ueber- ſchwemmung geſchieht, wenn man aus einem benachbarten Strohme, Bache oder Teiche, oder, wenn dieſes nicht mög- lich iſt, aus einem an der höchſten Seite der Wieſe gegrabenen Brunnen, Waſſer durch Graben und Schlißgraben, gleich- förmig über die ganze Wieſe leitet. Iſt der Boden nicht abhängig, ſo ſind auch, zur .-=-» 7 2?7 7-D III. Von FSutterkräutern. 109 zur Ablaſſung des Waſſers, eigene Abzugs- graben nöthig. 607 j Bey ſolcher Wäſſerung iſt vornehmlich auf die Beſchaffenheit des Erdreichs und des Waſſers, auf die Jahrszeit und Witterung, und nicht weniger auch auf die Lage der Wieſe zu achten,: Des H.'Srapfers Verſuche über die beſte Art die Wieſen zu wäſſern, in Schriften der Berner Geſell. 1761. S. 30, und 1763,(S..100,„100.3.„ED. Sz 1/7 Bertrand Kunſt die Wieſen zu wäſern. Lrürnb. 1755. 8. S. Schrift. der Zer» ner Geſellſch. 1761. S.' 483. Vom Abheben und Wäſſern der Wieſen in Sränt. Saml. 1. S. 373. Nuovo ed utilifſimo metodo per la coltura de' Prati in Giornale d'Italia. 1. p.86. 67 7008,' Pflanzen, welche zu Futterkräutern dienen ſollen, müſſen dem Viehe ange- nehm, geſund und nahrhaft ſeyn; ſich für unſern Boden und unſere Witterung ſchik- fen; ohne alle oder viele Düngung, ohne beſchwerliche und koſtbare Wartung, eini- ge Jahre dauren, den Boden nicht-ſehr entfraften, und reichliche Erndte geben. L1NNE' no Berſten Theils 1. Zauptſtück, LixvE/ Amven. acad. 11. dil. Pan, fue: cus Z= STILLINGFLEET miſcella- neous Tract: p. 350. Will IN. S. 351. Muſ. ruftic. IX. S. 304. Reicharts gemiſchte Schrifren' S. 94. von den Gewächſen, welche dem Viehe ſchädlich und nüklich ſind, 5.11.09, Unter den gemeinen Graßarten ſind folgende vorzüglich gute Futterkräuter? 2) Schafaraß(Fe/?uca ovina), b) Ruch- graß CZnthoxanthum odoratum), c) Habergraß(Lvena elatior), d) Wieſen- chwingel( Fe/?/uca elacior),€) Poa an- nua, f) Pog pratenſis, g) Poa trivia- lis. h) Wieſenfuchsſchwanz(Aopec. praten.). Hingegen haben einige Gräſer ihren gerühmten Werth nicht durch Ver- ſuche beſtätigt, und gerathen alſo wieder in Vergeſſenheit 1). a) Schwediſche Abhandl. 111. S. 214. c) Saußvater 1. S. 295. Schwediſche Abhandl. IX. S. 67. Weil die Engländer einen verführeriſchen Handel mit Graßſamen fkreiben, ſo iſt es der Mühe werth die Engliſchen Benennungen zu kennem: a. heiſt Sheeps Feſcue. b. Vernal. d. Meadow- Feſcue.€. Annual Poa,€. common and greak Doa. kü Mendop Fot Tail, 3) Das III. Von FSutterträutern, JIL 3) Dahin gehören der Engländer Fow/ meaduw gras Poa anguſtifolia), Timothy gras),(phleuz Pratenſe), KRKaygras(Lolzum perenne), welche alle ſchlechte und bey uns wildwachſende Grä? ſer ſind, ungeachtet ſie anfänglich unter dieſen ausländiſchen Namen theuer gekauft wurden. Wiroudot glaubte Samen vom FKaygras erhalten zu haben, ſtellete Werſuche an, beſchrieb und lobete ſie in Memoire ſur Je Raygrar, ou Faux- Seigle. 3 Nancy 1761. 12. ſeconde edit. aber er hatte nicht das wahre Raygras, ſondern das Sabergraß(Av. elat.) gehabt. Dieſen Ir? thum haben andere, in ahren Abhandlungen vom Raygras, noch vertvirreter gemacht. Siehe Schrebers neue Sgml, 1, S. 185.»„3außvgter DB E52 203. Zu der, einem gelehrten Oekonomen uncntbehr» lichen, Kentniß der Gräſer dienen: IL. I. SCHEUCHZER1 Agroflographia ſeu hiſtoria graminum."Tig. 1719. 4. L1vnnE'(reſp. Henrico Gahn) dil. Fundamenta Agroftographiae. Upfaliae 1767. 4- I.€. D. Schrebers botaniſch- öko: nomiſche Beſchreibung der Gräſer, Leipz. 1766.=- fol. 9:> 110) Den Samen von dieſen natürlichen Fuk- terfvautern, mag man bey der Heuerndte, auch i2 Piſten Theils I. Hauptſtück. auch auf dem Heuboden und in den Vieh- frippen, ſamlen, und im Herbſie, oder Frühjahre, ausſäen laſſen. ST 2-10 Unter den künſtlichen Futterkräutern mögen einige ganze x andere halbe Fut- terfräuter heiſen. Jene follen diejenigen ſeyn, welche, wie Gräſer, theils grün, theils gerrocfnet, verfuttert werden,.und die einmal geſäet, einige Jahre dauren. Halbe Futterkränter ſind, deren Wurzeln oder Blatter man nur vorzügli< zum Viehfutter nußet. Qa 44125 Unter: den künſtlichen ganzen Futter- kräutern ſind die vorzüglichſten folgende: Der Kleber, Klever, rother Wieſenklee, türkiſcher Klee, rothes Geißblatt(777/0- lium pratenfe Lin.) wachſtin vielen Ge- genden Teuiſchlands wild, nimt mit je- dem Boden, wenn er nur nicht gar zu naß und mager iſt, vorlieb, und dauret biß ins vierte Jahr. Ex muß aber, zu- mal jung und vom fetten Boden, behut- ſam verfuttert werden. gaußvater 1. S. 282-289. 6. 113. >. Spk ZE<<=2 Ul. Von Sutterfräutern. 113 6: 415% Der Spaniſche oder Holländiſche Klee, (Trifol, alpeſtre Lin. Trifol. purpure- um maius ſatiuum pratenfiſimile, Ra). 328.) iſt botaniſch und ökonomiſch betrachtet, je- nem ſehr ahnlich. Reicharts Land- u. G. Schatz V. S. 207. dritte Kupfertafel. Bernhard S. 664. Mill 11. S. 2809. 6. IT14, » Lüſerne, Spargelklee, ewiger Klee, Burgundiſches Heu( FJedicago ſativa. Lin.) Engl. Medik.) übertrift zwar in der Daure den Kleber, dem er aber in der Gröſſe des Laubes nicht gleich kömt. HZaußvater 1. S. 291. Reichart'V. S. 179. und deſſen gemiſchte Schrifren. S. 65. Zannöv. Landwirth. Geſ: 1. S. 294, 693. Oekonom. LTachr. 1. S. 47,-50, 781. und S7 S.,295.., und. 10." S.-355. Will Il, S. 272. der aber Medicago ſati- va und Med. falcata nicht allemal gebö- rig unterſchieden hbat« 3"1 50 114 BErſten Theils I. Sauptſtück. In Zannsv. tel. Anzeitten 1750. ſind auch einige Abhandlungen, die durch dieſe Berwechſelung ungewis werden. Canna Schwediſcher Heuſamen, Schwedi- ſche Lüſerne( Medicago falcara Lin.) un- terſcheidet ſich von der vorhergehenden, durch gelbe Blumen und kriechende Zwei- ge; da hingegen die eigentliche Lüſerne (6. 114.), wenigſtens gemeiniglich, vio- lette Blumen trägt, und mehr aufrecht wächſt. Jene hat man in den nördlichen Es8ndern vortheilhafter gefunden. Se wächſt auch an vielen Orten in Teutſch» land, upd auch um Göttingen, wild. Schwed. Abhandl. IV. S. 221. Linne' Oeländiſche Reiſe S. 259« HZannöv. Uaga3. 1765. S- 1015. V. 116. Heiligheu»y Hahnenkamm, Hahnen- kopf, Eſparcette( Fedyſarum onobry- chis Lin, Franz, Sainfoin. Engl. Coak's head.) erfodert, wenn es gut gerathen ſoll, einen auf einige Schuhe tief, guten Boden und, wenigſtens in den erſten Jah» ren, gute Wartung, Reichart ] III, Von Futterkräutern. 115 Reichart V. S. 196. Haußvater 1. S,. 289. Bernhard S. 706. Mill il. S. 244. Herner Saml. 1. S,. 407. Hannöv. nugl. Saml. 1756. S. 890. König. Preußiſches Circulare wegen des Baues der Eſparcette, nebſt einer Nach- richt, wie mit dem Baue derſelben pro- cedirt werden muß. Vom 17, Sept. 1756, in Nov. corp. conflit. March. IT. S. 170. 0446 1176 Spergel, Spark, Steinleberkraut, Herzfreund, Knöterich, lange Knebel, Mariengraß, Lauſegraß, Knerich(Sper- Zula arvenſis Lin. Franz. Spergule, Ef pargule. Engl. Spurry ſeed.), eine ein- heimiſche Pflanze 3; wird, ungeachtet ſie weniges Heu giebt, und jährlich geſäet wer- den muß, dennoch als ein Futterkraut em- pfohlen, weil ſie mit einem magern Boden vorlieb nimt, ſchnelle und bis in den Herbſt hin wächſt, auch faſt von allem Viehe be- gierig gefreſſen wird. Schrebers Saml. il. S. 319. Oekon. TTachr. IV. S,. 334. Ehrharts Pflanzenbiſtorie VI, S; 275: kt H 2 DU 116 Erſten Theils I. Zauptſtück. pu HaMBL Culture des Ter. VI. p. 149. wo auch eine Abbildung. Ein ganz neumodiges Futterkraut iſt die welſche Bibernelle, Pimpernelle, Sperberkraut, Blut? fraut, Kölbleinkraut, Wurmwurz, ſongus- orba officinalis Lin. Engl. Burnet, welches eben die Pimpernelle iſt, die man in den Gär? ten zieht, und deren Wurzel(nicht aber das Kraut,) in den Apothefen gebraucht wird, Der Engländer Rocque empfohl ſolche zuerſt, und lehrte ſie bauen in: A praQical Treatile on cultivating Lucerne- gras== and ſome hints relative to Burnet. London. 1765. 8. 2te Aufl. Weil aber unter den Namen Pimpernelle und Burnet, auſſer der ſchon genannten Pflanze, zuweilen auch zwo andere ganz verſchiedene, nämlich Porerium ſanguisorba und Prmpinella ſoxifraga Lin. verſtanden werden, ſo wurden, aus Mangel botaniſcher Kenntniß, von 311 IIL S. 323. und von andern in Muſeo rultico mancherley Verwechſelungen begangen, denen mann Muß. ruſt. IX. S. 75. vergebens, durch mangelhafte Zeichnungen, abhelfen wolte. Bey dieſem überzeugenden Beweiſe des Nußens, den die Botanik der Oekonomie leiſtet, ſpottet dennoch ein Engländer in Muſ. ruſt. VII, S. 405. über diejenigen, die den botaniſchen Na? men der geprieſenen Bibernelle wiſſen wollen! Von der Güte dieſer Pflanze, als Futkterkraut betrachtet, ſ.»5Kußvgater 11. S. 445- * Qus. 351,95 Zu den halben Futterkräutern gehören einige Abarten von Kohl und Rüben, die aber 11. Von Sutterfräutern. 117 aber, wegen ihres weitern Gebrauchs, im folgenden Abſchnitte vorfommen. Juſti ökonom. Schr. 11. S. 438. 6. 119. Einige Wieſen ſind dreyſchürige, ande? re zweyſchürige, und andere gar nur ein- ſchürige( einhauige). Lekztere heiſſen Ja- cobiwieſen, und die übrigen Pfingſtwie- ſen. Das bey dem erſten Abmehen erhal- teneGraß, oder die erſte Math, heiſt Heuz die zweyte und dritte Math aber Grum- met, Nachmath, oder Oehmd 3 daher auch die einhauigen Wieſen Heuwieſen, und die andern- Grummetwiejen genant werden. In gemeinnürs. Vorrathe gauserleſener Aufſätze zur Beförder. der gusb. Di]. Leipz. 1768. 3+ Theilſteht eine Ubhandlung von der Schädlich? keit der Gewohnheit, daß nicht alle Wieſen zweymal abgeerndet werd;n dürfen. Ebendaſ findet man auch Orandenburg. Onolzb. Ver- ordnung, 1. wegen Abſtellung der Frühlings? Huth 3 2. wegen Verwandlung der Brach- oder Herbſt- in Grummetwieſen.: 3) Wegen, Ver? theilung der tauglichen Hüthungen an die Cin- wohner. HN 3 ß: 120: us FPFrftien Theils 1. Zauptſtüc> GCG» 2507 Die gerechte Zeit der Heuerndte wird om ſicherſten nach dem botaniſchen Kalen- der(ß. 65.) beſtimmet. So iſt z. E. in vielen Gegenden die erſte, beym Anfange der Blüthe der Linden; die zweyte bey Reiſung des Samens des Hahnenkamms (KRhinanthus criſta galli.); die dritte aber richtet ſich nach Beſchaſſenheit des Graß- wuchſes, und alle drey auch, ſo viel als möglich, naH9 Beſchaſſenheit der Witz ferung. ' G»r222 Das abgemehete Gras wird auseinatt- der geſtreuet, einige mal gewendet, in kleine Haufen, die man Windhaufen nennet, und hernach in gröſſere(Schöber) gebracht. Hannöv. nügl. Saml. 1757. S.' 661. Muaniere de faire fächer&s de conferver Ie Regain. Journal oecon. 1760. p. 451. Schwediſche Abhandl. XVI. S., 70. Zoffmans Rlugheit Zauß zu halten. V. S, 191. 6. 122 II. Von FSutterfkräutern. 119 EE 17722 Das getronete und eingefahrne Heu und Grummet, wird auf trockenen und luftigen Böden, oder in eigenen Heuſchs- bern verwahret, oder in feſt gebanſeten Schöbern unter freyem Himmel gelaſſen. Yon den Engliſchen Heuſchobern ſ. Zalms Reiſs I. S. 299. €.* 123 Anger, welche, wegen ihrer Beſchaf- fenheit, Nachbarſchaft, und wegen ge- nugſamen Waſſers zu Tränken, Weiden ſeyn können, ſchicken ſich docer oder Gartenfelder heiſ- | ſen ſolche unbefriedigte Pläße, worauf Dh Gärtengewächſe gezogen werden, JW: 6: Solche - DELT ABW 2“" 1V: Von Gartenkrgutern: 129 macht aber eine breite, ſparrige Hecke, 4. Birken(Betula alba.) werden. in ſan: digen Gegenden in zwoen Reihen auf Wäl- [ſe, vie von Soden oder Raſen aufgeſest, und inwendig mit Erde ausgefüllet wor- den, mit groſſem Nußen zur Befriedigung gepflanzet.€) Weiden und Schiwarz- dornen aber taugen nicht zu Hecken. a) ZSanndv. Saml. 1756. S. 107. Hannöv. Beyträge 1760. S. 731. b) Schrebers Saml. V. S. 195. Phyſikal. 68Fonom. Abhandl.V. S. 706. Wer den mannigfaltigen Nußen des Hollun- ders wiſſen will, leſe gannöv. nürzliche Saml. 1758. S. 1041. c) Haußvater Ill. S. 104-113. Zuweilen werden Heen aus verſchiedenen Stau? den zuſammengeſeßt, vor welchen vermiſchten »ed&en, doch die einfachen den Vorzug haben. G.-0244 Zu Hecken, welche mehr zum Vergmü- gen und zur Zierde, als zur würklichen Befriedigung gereichen ſollen, dienen vor- nehmlich: a) Hainbüchen(Carpinus Be- 3 culus 130 Piſten Theils 1, Zauptſiück, tulus Lin.), b) Rainweiden(Ligu- ſerum vulgare.), ec) wilder Jaſmin(?hi- ladelphus coron.), d) Sauerdorn, Ber- berißen(Berberis vul.), e) Spindel- baum(Zuonymus europaeus.) f), Linden, g) Stachelbeeren(Kibes Sros- ſul.), h) Fohannisbeeren, i) Himbee- ren(Rubus idaeus.), k) Roſen, 1) Taxus oder Eiben- Ibenbaum( 7axus baccata.), m) Weistanne(Pinus abies), n) Hülſen(/lex aquifol.), 0) ſtachlich- ter Genſter( Ulex europaeus.), p) Buchsvaum( Fuxus lempervirens, ar- boreſcens), welche fünf leßtere immer grünende Hecken geben. 1) Reicharts Land-und G. 11. S. 154. n) Forſtmagaz. 1. S. 19. o) König. Preuß. Reſcript wegen Anlegung nußbarver Hecken aus dem Samen der ge- niſtae ſpinolae, nebſt Anweiſung dazu« 1758. in Nov, corp. conſtit. March. IL S« 295+ In den nördlichen Ländern erſeßek man den Man? gel der vdrtreflichen Hainbüchen, durch einige artige Sibiriſche Stauden, als Sibiriſcher 2oksbart( Spiraea ſalicifolia) und Speraea crenata, welche leßtere Art noch angenehmer iſt, imgleichen Zodinia caragana, S. 135. IV. Von Gartenkräutern. 13x PLE Den Wacsthum der Hecken hindern verſchiedene Pflanzen, die gern in ihnen wachſen, und vornehmlich diejenigen, wel- e( Strünke), den Winter über, entweder“ wenn ſie die hie- ſige Kälte vertragen, im Lande gelaſſen, oder aber in Kellern und Gruben aufbe- wahrt, und im Frühjahre zum Samen wieder ins Land geſeßt werden. Die dau- renden Pflanzen aber(perennes 22), tra- gen gemeiniglich einige Jahre hinter ein» ander Samen. Zuweilen bringen auch die zweyjährlichen Pflan? zen ſchon im erſten Jahre Samen, der aber doch ſelten brauchbar iſt; doch machen Blumen? fohl, und'noh einige wenige andere, eine Auss nahme. 6.„146: Einige Küchengewäachſe werden beque- mer und ſicherer durch Keime oder Able- ger, als dur Samen fortgepflanzt. Einige tragen auch in unſern Gegenden jelten, oder niemals Samen. Zu den leßten gehören z. E. die Schalotten(Al- lium aſcalon.;, deren Blüthe, ſelbſt die Kräu? terfenner, erſt in neuern Zeiten aus dem Vater? lande dieſer Pflanzen erhalten haben, S 147% Vl. Von Gartenkräutern. 137 037161. Aller Samen, der zur Ausſaat dienen ſoll, muß von den beſten Stämmen jeder Art, in völliger Reife, bey trockener Wit- terung genommen, von allem Unrathe ge- reinigt, und an. einem luftigen und troc>- nen Orte aufbewahret werden. Von. Reicharts Land-.und Garten: Schatz gehöret der ganze erſte Theil hieher, woſelbſt auch S. 91. eine Nach? richt zu finden, wie viele Jahre jeder Samen dauret, oder zum Aufgehn gut bleibt; S. 100. wann jedweder auszu- ſäen, und S. 121. wie viel von jedwe- dem auf einen Acer zu ſäen. Werglei- ener und-lockerer das Erdreich iſt. Juſti ök0nom. Schrift. 1! S. 132, von der Art und Weiſe, verſchiedene Kif- s, oder einer andern ange nehmen Eigenſchaft, den übrigen mit Recht vor, und ſuchen ſolche durch einerley Wartung beyzubehalten. Inzwiſchen iſt es allerdings der Mühe werth, die Namen, welche einige Kräuterkenner den Abarten gegeben haben, zu h wiſſen 3 indem man doch durch ſie zu dem höch? ſten Grad der Gewißheit gelanget, den die Natur dieſer Sache erlaubet. Nachricht, wie Brocoli zu bauen, geben Reichart II. S. 115. 53gnnöv. UTRga93. 1763. S. 1078. Rurze und bequeme Wierbode, die Ztaltäniſchen Broco= li, ſpaniſche Cardoon, und andere fremde Küdzenkrguter hervorzubringen.== von Stie- phen Schwoizzer aus dem Engl. Leipz. 1755. 8. 1).iſt vorzüglich gut zum Viehfutter. 58gußogt. I . S. 301. 0) Reicharts gemiſchte Schrift, S. 17. 2; K Yon 146 Brſten Theils 1. Sauptſtück. Von den Schälken, oder denjenigen Kohlſtscken, denen,'ungeachtet ihres' guten Wuchſe3, das Herz fehler, f. Reichgrt ZL. u, Sgart. Schar II, S. 56 8; JT00: Spinat, Spinet, Grünfraut, EU niſches Kraut(Spinacia oleracea. Lin.[0 wird auf ein wohl gegrabenes, gedüng- tes und ſonnenreiches Land, am mehreſten im Frühlinge und Herbſt, geſaet. Um Samen zu erhalten, muß man wenigſtens auch einige manliche Pflanzen ſtehen laſ- ſen. Es ſind vornehmlich zwo Abarten im Gebrauche, namlich die mit ſtachlich- ten Samen(Lapathum horctenſz, ſer En ſemine ſpinoſo Baut. 114. 0% und die mit Samen ohne Stacheln.( Lapath. hortenſe ſemine non ſpinoſo. Saul. p. 115,). . CFO Die meiſten Wurzelgewachſe, die man in ſpindelförmige(radices kuliformes. 5. 162-172.), und fnollichte(rad. tubero- ſae. 5.173.), eintheilet, wollen ein nicht friſch, ſondern ein Jahr vorher gedüng- tes, jedoch warmes, etwas ſandiges, und tief umgegrabenes; einige au) ein etwas feuchtes Land haben. % 16% 1V. Von Gartenfräutern.“ 147 (HIS[531 Von den Möhren, Mohrrüben, Ca- xotten, Wurzeln,(Yaucus carotta, Lin.F), ſind die gebräuchlichſten: a. die gelben Möhren(Paſtinaca tenuifolia, ſativa, radice lutea, Sauh. 151. Daucus ſativus, radice lutea. Tournef.307.), Db. die weiſ- ſen(Daucus ſativus„radice alba. 7our- nef. inſlit. 307.),.c. die goldgelben(Dauc. ſat. radice aurantii coloris. 7Zour.), d. die rothen Möhren(Daue. lat. radige atrorubente. Saul. 151.& T0ur.). Journal oeconom. de!' annde 1760. p. 446 a. c) Reichart Ill. S. 149, d) Reichart Il]. S. 165. GC 1167 Von Rüben(Zraſſica rapa Lin. 2) ſäet man: a. Die Mayrüben(Rapa lä- tiva rotunda, radice candida. Saul), b. die grünfspfichte(Rapafar. rotunda, radice ſupra terram viridi. Boer. Znd.), c. die rothkspfichte(R. fat. rot. radice pu- nicea. Bauh. pin. 90.), d. die Gucfelrü- be(R. ſat. oblonga, ſeu femina. Saul.) e. die gelbe(R. lat-rotunda, radice fo- KI Z I:„xs 148 FPrſten Theils 1. Zauptſtück. ris& intus flaveſcente Bauh. 90.), f. die Steckrübe, Stickelrübe(Zraſſica Na- pus. ß. Lin.), von welcher leßtern die fo genanten Markiſchen, Borsfeldiſchen, Teltower und Bobenhäuſer Rüben, an- genehme Abarten ſind, die auch in unſern Gegenden wachſen können. Reichart 111. S, 167:175« De Combe S. 564. Willer Artik. Rapa und Napus. Leipz. Saml. 1. S. 958, 961. Von den Markiſchen Rüben ſ. Zannsv. nürzliche Saml. 1758. S. 653. und Hanndv. Landwirths. Geſ. 11, S, 69. VYon Rübſagt ſ. unten. 6. 1644 Von Paſtinacken, Balſtarnacken, Pa- ſternackmöhren, Hammelsmöhren( Pafti- naca ſativa, Lin.&), können die Wur zeln, und das vor Michaelis abgeſchnitte- ne-Kraut, auch vortheilhaft zum Wieh- futter angewendet werdeu. Reichart 111. S. 14x. De Combe S. 603. Willfer Art, Paſtinaca, NJill IV. S. 38; Yeicharts gemiſchte Schr. S. 34» S» 165» IV, Von Gartenkr&utern. 149 6. 155. Zuckerwurzeln(Sium vlarum. Lin.y) werden beſſer durch Keime, als durch Sa- men fortgepflanzt. Reichart 111. S.184« De Combe S. 244« Miller Art. Siſarum. 6. 166, 2) Peterſilien( AZ pium Petroſelinum. Lin.&. und zwar ſowohl Apium hor- tenſe, latifolium, maxima, odoratiſfi- ma, ſuavi& eduli radice. ZBoerh. als auch Ap. vel Petroſelinum criſpum. Bauh.), imgleichen b) Cellerie, Selle- rie( Apium graveolens. 8. Lin.&.) wer- den, ſo wohl wegen ihrer Wurzeln, als des"Krauts geſaet. Lekteres muß durch Anhäufung der Erde gebleichet werden. a) Reichart Ill. S. 175. De Combe S. 611. Tiller Art. Apium. b) Reichart IV. S. 44+ Vliller Art, Ce« lery. De Combe S., 209+ GE 167: Der Kümmel(Carum Carui. Lin.?) bekömt durch die Wartung eßbare Wur- K3 zeln 155.. Erſten Theils 1. Zauptſtück. zeln, die den Paſtinack- und ZuFerwur- zeln gleich kommen,* Reichart IV. S. 5% 0... 168. bi Rubrapunzel, gelber Weyderich(Oe- 1090 nothera biennis. Lin.), der auch wegen 00) ſeiner Blumen in Garten gezogen wird, treibet Wurzeln, die abgebrühet zum Saq- fate dienen. Reichart Ill. S. 186 6: 169% a) Die Scorzonerwurzel, Vipergraß, Sclangenmord(Scorzonera hilpanica. Tin.&), bleibt länger eßbar, als b) die Haberwurzel, Bocksbart, Salſifix(Tra- SON gopogon porrifolium. Lin.&.), welche | im zweyten Jahre ihre Milch verliehret, und ſtockficht wird. Reichart 111. S. 1812184. De Combe S. 209. Vill 1V. S;. 43» + |! 50907 j Von Mangold, Beißkohl, Römi- ſcher Kohl, Bete, bauet man in teutchen Garten a) den weiſſen(Beta alba vel palle- IV. Von. Gartenkrgutern. ISE palleſeens; quae Cicla oficin. Baul. 3), b) den grünen(B. communis, 1. viridis. HB.) c) den rothen, rothe Rüben(Beta rubra vulgaris. S.), d) den breiten oder Schweißer Mangold(2, maxima, Helve« tica, latifſimo caule. Boerh. Index.), e) die Dickrüben, Ranger. Von eini- gen werden vorzüglich die Blätter, von ändern die Wurzeln, und von einigen die Ribben und Stengel gegeſſen. a. und b. heiſſen in Lin. Syſt. nat. p. 195. Bez4% Cicla, die übrigen 8. vulgaris. Die Dickrüben, Raunſchen, Burgunderrüben, Runfel gehören zu den vorzüglichſten halben Sutterkräutern. Da ich fie erſt dieſes Jahr ausgeſäet habe, ſo kan ich den Namen, unter welchem ſie“ bey den Kräuterkennern vorkömf, noch nicht beſtimmen. Sie bekömt auſſerors dentlich groſſe Blätter und Wurzeln, und zwar leßtere von weiſſem Fleiſche mit rothen Cirkel die oft 8 bis 10 Pfund wiegen'ſ. 5S8ußvgter 1. S. 327. Reicharts gemiſchte Schrift. S. Pernbard vom Wieſenbau S. 860. Sränkiſche Saml Vl. S, 455. und Xl. S. 416. z3annöv. NIaga3. 1764. S. 1292. und 1766, S- 7154 Oekonom, Figdr. XL, S. 481] GESTZTe 2). Die Rettiche ſind entweder Winter- oder Sommerrettiche(Kaphanus ſativus. 4 Lins | y 152 Erſten Theils I: Zauprſtück 00 Lin. 3. Raphanus niger Bauk. und R. 180), major orbicularis vel rotundus. 5.). b) 109 Die Radieße, Raphanellen, ſind entwe- M der längliche, oder runde(R. minor ob- ME) longus. Bauh.). p:]- Reichart 111. S. 205. und l. S, 167, 6. 1.1724, Meerrettich, Kreen( Cochlearia ar- moracia. Lin. LZ.) wird durch Keime fort- gepflanzt, iſt aber den Gärten wegen des Wucherns gefährlich. Reichart Ill. S. 189. Oekonom. LTachr.1V. S. 241« 14] Ns. 401.207 j Die nüklichſten knollichten Wurzelge- || wächſe ſind: a) die Erdtuſfeln, Tartuf- ON feln, Grundbirnen, Nudeln, Knollen, 1100 die entweder weiſſe Blumen und gelbliche Wurzeln, oder violette Blumen und röth- liche Wurzeln haben(dol/anum tubero- | ſum. Lin.); und b) die Erdapfel, Erd- | artiſchocken(Zelianthus tuberoſfus. Lin.). a) Des H. Prof.. Titius Preißſchrift in Hannöv. nützl. Säml. 1758. S. 913. | und S. 1122.= Phpyſikal, ökonom. | Auszüge ll. S. 41. || Schwe- IV. Von Gartenkr&utern- 353 Schwediſche Abhandl. IX. S, 213226, Haußvater 111, S,. 861.| Oekon. LTachr. VI. S, 534.| Gleditſchs vermiſchte Abhandl. Halle 1765,! 1. St 157: b) Reichart IV. S. 50. Es iſt ein Fehler, wenn man Erdtuffeln und Erdäpfel für einerley hält, oder dieſe Benen- nungen verwechſelt, oder wenn man auch keis nen Unterſchied zwiſchen erſtern, und den Pa| taten, Patatas, Battatas, Pakakos macht.| Leßtere( Convo/vnlus Batatas Jin.) ſind zwar)] ſchon in Spanien, England und Portugal, aber noch nicht in Teutſchland zum Anbay ges bracht. Anweiſung dazu findet man in Kalms Rreiſe 11. S. 222. Hiller Art. Convolvyulus, in der neuen Ausgabe. S8außvgter 111. S. 865. TC 970: vn 4 Die Zwiebelgewächſe werden durch Samen, oder bequemer, durc< Zerthei- lung und Verſeßung der Zwiebeln, fort- gepflanzt; indem dieſe, wann das Laub gelb wird, aus der Erde gehoben, ihres Krautes beraubet, getro>net, und zuge- höriger Zeit wiederum eingepflanzt wer- den. Dahin gehören: Sommerzwie- bein(Allium cepa. Lin, d.), und zwar die 154 BLiſten Theils 1. Zauptſtück. die rothen und weiſſen; b) Winterzwie- bein(Allium fiſtuloſum.), cc) Knob- lauch(Al. farivum.), d) Rokenbollens Schlangenfnoblancen( Vicia lativa Lin.) und die in neuern Zeiten bekant ge- wordene zweyjahrliche Wicke( /'. bien- nis. L.), gehören zu den halben Futter- Fräufern, und werden zuweilen mit Ger- ſte, oder andern Samen vermiſcht, aus» geſaet. Bon leßterer ſ. Schwed. Abhand. 1X, S.. 70: Schrebers Sail. 111, S, 89. "Cas 1T: 8:43 Zu den Apfelkräutern gehören: a) die Kuürbſe( Cucurbita Pepo. Lin.) ,. b) die Gurken, Cucumern( Cucumis lati- vus Lin. O. Cue. ſat. vulgaris, Cuc. maior. Bauh. und C. flexvoſus Lin.), und c) Melonen(Cuc. Melo Lin.). Cektere, und auch oft die Gurken, werden guf Miſtbeeten gezogen. 2a) Reichart IV, S, 47 Havfßvat: DI. S-. 382456 b) Rex IV. Von Gartenkrgäutern. 159 b) Reichart IV. S. 153. „ASaußvat. IN.'S, 799» Hannsv. nünliche Saml: 1757. S, 555 c) Zaußvat. Il. S. 751. Reichart I1V.S. 167: Cin vortheilhaftes Melonenbeet findet man angegeben in Schwed. Abhand. Il. 138. Daß man dieſen Pflanzen die mänlichen, oder ſo genannten tauben Blüthen, nicht nehmen darf, iſt aus der Botanik bekannt, 9. 185.; -. Der Spargel( 4paragus officinalis altilis. Lin.; auge von dem' zwo Arten im Gebrauche ſind, nämlich der weiſſe und grüne, wird durch Nebenwurzeln, oder Samen fortgepflanzet/ Dieſer: wird ent- weder gleich in die, näch Art der Miſtbee- te zugerichteten Spargelbeete, geſteckt, oder erſt auf ein gedüngies Land geſäet; da man denn die Wurz zeln, wann ſie ſtark genug geworden ſind, in die FP atBGE te verlegt, Oekon. LTachricht 1. S,. 399» und 11. S, 7261: De Krfien Theils- 1»5auptſtück De Combe S. 133. Juſti ökon. Schr, 1, S. 148. 1, Den Samen gleich auf die Spargelbeete zu ſäen, wird angerathen in Schwed. Abhand. XIL GS. 76. und in Zeipz. Saml. XIl. S. 304« 2, Spargel ohne Miſt zu erziehen, lehrt Herr Schreber in ſeiner Sgml. V. S. 179 14/0 3. Die Erde zu den Beeken mit Sande zu vermi? ſchen, wird durch Verſuche angerathen in Schwed. Abbandl. XXVUU. S, 221. Zndem ichn auch der wilde Spargel auf ſandigem oden, 4. Die Urſache, warum die Spargelpflanzen ſo tief eingeſenkt werden, iſt oben 9. 157. anger zeigt worden» 5. Auch die Wurzelſproſſen einiger andern bey bey uns wachſenden Pflanzen, können, und | werden in einigen Ländern würklich, wie die | 1] vom Spargel, genußet. 3. E. Zopfenkletten 100] CArttium Lappa.), guter»3einrich( Chenopod. bonus Henricus.) Weiderich( Epilodium angu- Kifoliua) und andere.. „"y 8. 186, | Won Blumenfrüchten ſind die Arti- ſchoen( Cynara Scolymus. Lin. 2) im | Gebrauche, nämlich die Engliſchen(Cynm, I maxima anglic. Bah.), die grünen(va- 10h riet, Y- Lin.), die ſta) Die 1V, Von Gartenkräutern. 169| x) Die gelben Nelken z. E. wurden ehemals für die vorzüglichſten gehalten, dahingegen jeßt die aſchfarbichten höher geſchäßet werden. Die Blumenliebhaber achten auf jede Abänderung in der Farbe, und daher kömt es, daß ſie al? Jein 59. bis 80. und vielleicht noch mehr Ar? ten, gelber Nelken, zu kennen glauben. Jeder Abart geben ſie einen beſonderen Namen, eis nige Nelken heiſſen bey ihnen Bizarre, ande? xe Picote, andere Picote Dizarre, noch andes" re Sameuſe 11. ſ. Ww.|| NETONOBL Unter der groſſen Menge von Thieren, welche den Küchengarten den gröſſten Schaden zufügen, ſind folgende die ges fährlichſten? a) Mäuſe, b) Maulwur-| fe, e)'ein fruchtbares) mannigfaltiges| Heey der Räupen, d) der Riehwurmy- ji Erdfrebs, Werre(Gryl/us Gryllotalpa.)| e) Erdflöhe( Chry/omelae ſalraroriae,), ft) Schneden, 2) Regenwürmer. Allgem, Haußhalt. und Landwiſſ. 1V, S. 295.; c) Hieher gehören die Schriften über die Preißfragen der Schwediſchen Akademie, von Ausrottung der Raupen, 7an fin; det ſie in Schrebers Saml. XU, S. 7137: womit man ebendeſſelben LTeue Cas meralſchrift.; 11, S. 389, vergleichen mag« t5 Sch: 179- Brſten Theils 1. Hauptſtück. Schäfers Nachricht von einer Raupe (phal. dispar.), ſy vielen Schaden gethan; nebſt einigen aus der Natur dieſer Raupe hergeleiteten Vorſchlägen, wie ſolche am INU leichteſten zu verringern und auszurotten. 110 Regensb. 1752, 4- ||, d) Zannsöv. Magaz, 1766. St. 82- 540 00 növ. Anzeig. 1754+ S. 1421 | Phyſikal. ö&konom. Auszücge Il. S. 514. e) Reicharts Land, u. Gart. Sar,[, S. 64. und Ul. S.93+ und V1. S.249« €) Oekonom. L7achr. 1. S. 770- 10019 x. Unter den Raupen ſind die ärgſten Papilio bras- ſicae, napi, Lvapae; Phalaena gamma, c3)as oleracea 3; Cinex oleraceus Lin, 2. Auch gehöret hieher der HTchlthau. f- 58m, | VJ3aga3, XIV. S. 138. und RIU. S. 145. | Sannöv. nürtiche Sgaml, 1756, S« 1379: V. Von Gartenbäumen. 174 Fünfter Abſchnitt. Von Gartenbäumen emu nnn em<kern und Heerſtraſſen zu ſeßen), iſt ſelten nüßlich« a) Lehr? V. Von Gartenbäumen.:: 23)-Sehrbegriff Skonom. Wiſſenſ:T. 1. S. 242 1245. 6. 209 Das Beſchneiden der Bäume, welches iim Frühjähre, ehe ſie ausſchlagen, vorzu- nehmen iſt, hat zur Abſicht, die Frucht? barkeit, Geſundheit und Zierde der Bäu- me zu erhalten'und zu vermehren. Das her muß man die langen ſchwächern Zweige verkürzen, die ſtarken Aeſte aber vermindern, und den Bäumen eine vollſtändige Krone zu verſchaffen ſuchen. Nebenſchößlinge- welche über den Wur- zeln hervor kommen; und Waſſerſchöß- linge, Waſſerreiſſer, die am Stamme unter der Krone„oder an den Aeſten, an einem andern Orte, als auf dem Schnit- te des vorigen Jahrs ausſnet oder geba>en.' Dergleis Vv. Von Gartenbäumen. 2183 Dergleichen. Darren findet man beſchrieben in Schrebers Saml. 1. S. 4% Reinhardts vermiſchte Schr. S. 201. FScänk. Saml. 11. S. 399: Von Aufbewahrung des Obſtes überhaupt ſ. der kluge Haußvarer bey Auf be- haltung wirehſchaftriicher Producte, feipz« 1708, 8+ Leipz- Saml, V. S. 979. Le nouvell. pecon.„& litter. Tom. XV. p. 133. und daraus überſeßt in Phyſikal. 6fon. Patrioten. Il.' S, 83 6,4 21.2 Aus der unendlichen Menge von Abarx- fen der Birnen( Vy7us communis; fo- liis ferratis, pedunculis corymboſis. Lin.), wählet ein Landwirth diejenigen, welche vorzüglich gute Tafelbirnen, Koch- birnen, und Backbirnen ſind. Zu ex- ſtern gehören unter andern: Bergamot- ten, Le Beurt-gris, La belliſſime, la creſane, 1a poire ſans peau, le St. Ger- main. Zu Kochbirnen ſchicken ſich: 16 Bonchretien dhyver, jaune, 1e Franc- real, la poire de livre oder Pfundbirne, Zum M 4 184 BSeiſten Theils 1. Zauptſtück, Zum Backen ſind diejenigen am beſten, welche nicht gar zu ſaftig ſind, und einen ſüſſen Saft haben 3. E. 18 heure-blanc, Ja parabelle musquee, Hingegen taugen die weinſäuerlichen, wie auch die ſchr ſtei- nichten z. E. 1e Meſſire Jean, nicht zu die: fem Gebrauche. CG. 214. Unter den vielexley Aepfeln derdienen ei: nen Vorzug: Der Borftorfer, Zipollen- apfel, le.rambour frang, der Wiener- apfel, die Reinertes, la pomme> api, Ja calleville blanche, 16 pigeön, der lodenapfel oder 1a pamme ſonnante, Die erſten. drey ſind zugleich ſehr gute Ta= fel- Koch?und Backäpfel; zu leßtern ges hören noch die Peppins und Non pa: reilles. Genauere Nachricht, von den unendlichen Verſchiedenheiten dev Birnen und Aeps fel, findet man int; Pomalogia, dat is? Beſchryvingen en Af- beeldingen van de beſte Svorten van Ap- pelr en Peeren-- beſchreven naar her Leven geteikent, en met de natuur!yke Colewren afgezet dor 1::'A. Knoop te Leeuwarden. 1758. fol, %07 V, Von Gartenbäumen. 188 W3ovon die Ueberſeßung des H. G. L, „zuths mit qusgemahlten Figuren zu Nürnberg hey JI. 1). Seligmann 1760. in 2 Theilen in gr. kol. herausge? Fommen« Pomona, or de Fruit-garden illuſtrated by BATTY LANGLEY. Lond. 1729-fol, Catalogue des blus excellens fruits, les blus rares& ler plus efſlimer, qui fe culti= vent dans les pepinters des Chartreux, 4 Paris 1752, 84 TJ. 8. Möllers Beſchreibung der beſten Arten von Kernobſt. Derlin 1759. 8 TW. IJ. Dumiers Obſtgarten. Lrürnb. 1664+ 8+ nennet 180. Arten Aepfel, die zu ſeiner Zeit in Teutſchland bekannt waren, Nauvells Inftrudlion pour eonmnoitre ler bons fits fem les mois de P'annde. 2 Paris 1687. 12, erzählte ſchon damals 164, ver? ſchiedene Franzäpfel.; 2. Die zuverläßigſte und vollſtändigſte Nachricht von allen Obſtarten, und deren vornehmſient Gebrauche, giebt des Zaußvaters dritten Thrils zwentes Stü. 2. Die-Franzoſen liefern uns von' Jahren zt Jahren, wo nicht neue Früchte, doch wenig? ſtens neus Benennungen derſelben- Da 0 Ms Hiey r36 Prſten Theils I. Sauptſtück. hier die Botanik verläſt, ſo nehmen wir Teuk? ſche dieleßteren an, um ſie nicht durch Ueber- ſeßungen noch ungewiſſer zu machen 3 wiewohl dieſe Fremdlinge von unſern Gärtnern ſehr mishandelt werden.; 0. m 215. Quitten(Pyrus Cydonia Lin,) be- haupten hier einen Plas, weil ſie ſich auf mezZrerley Art, als das übrige Obſt, ein- machen laſſen.. Man hat: a) Birnquit- ten, b) Apfelquitten ce) die eßbaren, und d, die Portugieſiſchen, Die beyden leß- fexn Abarten ſind die vorzüglichſten. Bey Tournefort heiſſen ſie: a. Cyaonia fru&uob- Jongo, laeviori. 4. C. fruftu breviore& r9- tundiore. c. C, frutu oblongo dulci edulique, d. C. tatifolia Tufitanica,' 4 6: 216, Kirſchen(?Yrunus ceraſus Lin.) laſſen ſich nicht mit Vortheile an Geländern ziehn, auch nicht gut pfropfen, aber deſto ſiche- rer durch abſäugen vermehren. Von Ab- arten ſind zu bemerken? Glaßkirſchen(Cer, Juliäna. Lin.), Morellen oder Amarellen, Maykirſchen, Wachskirſchen, Herzkir- ſchen, die Holländiſche groote princes, Ie muscat rouge, Ie muscat noir, im- gleichen V, Pon'Gartenbänmen. 187 öleichen die ſchwarzen ſauren Kirſchen (Cer. auftera Lin,) und die in Hölzun- gen wild wachſenden Twieſelbeeren oder Karſebeeren(16 Meriſtier). GC 2012, Die verſchiedenen Abarten-von Pflau- men und Zwetſchen( /runus domeſti« ea Lin.), laſſen ſich leichter als anderes Steinobſt verpfropfen, aber auch nicht gut an Geländern ziehn, Von Pflaumen ſind die grünen, und zwar die mirabel. les vertes, die beſten, 7, Linne! hält Zwetſchen und! Pflaumen füv ei- nerley Art, dawtider im.„Zgußvgater Ul, S, 357. wichtige Zweifel. gemacht ſind. Die Franzoſen nennen Prünes, deren Fleiſch ſich nicht vom Steine ablöſet, und Mirabelles, in denen der loſe Stein keinen Zuſammenhang mit dem Fleiſche hat, welcher Unterſchied aber ohne Grund iſt, 2. Die geſchälten und gefrockneten'Catharinen Pflaumen, ſind die bekanten Prunellen, Bris 0:64 oder Bruniolen, f. Carlsruher Saml, 1. 2 7: a ve 92084 “Apricoſen"( Prunus armenica Lin,) werden auf wilde Pflaumenſtämme. u irt 182 Erſten Theils Ll ZSauptſtück. lixt, ſind auf freyſtehenden. Bäumen ſaft: reicher und angenehmer, aber an Gelay- dern größer. Die beliebteſten Abarten ſind: L apricot precocse, V'apricot blanc; Yap. q' Nollande und is gros apricot. IN 6. 219. min Auch die Pfirſchen(Anygdalus per« | ſica Lin.) werden am beſten auf wilde | Pflaumenſtämme, odey auch auf Man- | deln okulirt, Die mehreſten Vorzüge ha- NH ben; die Zwolſche und Lackpfirſche(1a peti- | te& groffe Mignonne.), V'admirable, Madeleine blanche& rouge,(oder je- ne 1a Montagne und leßtere Melcarons.) ]a pourpreg harive, 1a chevreuſe hati« 1) ves; auch gehören hieher die glatten Pfir- MOR ſchen oder Nußpfirſchen( Amyg. pers. /? hy Lin. Nuciperſfica. Baul, 420.), welche die Franzoſen Brugnons, und die Englän- jj) der Netarines nennen, DE CoMBE Traitt de Kt. culture des Pe- cherr, Neuxieme edition..a Paris. 1750. g. wovon die Ueberſeßung: Beſchrei: | bung von den Pfirſchbäumen zu 08 Franffurt 1767. 8.'herausgekommen. VOekonom: phyſikal. Abhandl. 1V.'S. 66% 44 Kurze Vv. Vöm Gartenbäumen. 189 Kurze Anleitung, wie die Pfirſichbäume zu ſchneiden. von G. 8, Möller, zwel- te Auflage, Frankf. 1756. 8. Von Mitteln, die Pfirſchenbäume im Frühjahr wider den Froſt zu bewähren, f. Sannöv. gel. Anz. 1753» DS 553» GG. 220, Wallnüſſe oder Welſchenüſſe(Fug Jans regia Lin.), nehmen mit einem fe- ſten, ſteinichten und kreidichten Boden vorlieb. Man zieht ſie aus den Nüſſen z weil ſie äber ſehr zum AusSarten geneigt ſind, ſd iſt das Impfen und Abſängen an- zuräthen. Die bekanteſten Verſchieden» heiten ſind? a) die gemeine Wallnuß (Nux juglans ſ[. regia vulgaris. 5. pit 417.) b) die dünſchalichte(var. 9. Lin,), c) die Pferdenuß(var. /, Lin.). Schriften der Berner Geſellſch. 1764» St+83+ S«+ 105/132 EG 221. Die Haſelnüſſe( Corylus avellana Lin.) fommen zwar in jedem“Erdreiche, nur nicht in moroſtigem fort; jedoch ge- deihen ſie am beſten in etwas feuchtem und fettent igo Prſten.Theils 1. Zauptſtück. fettem Boden, Die beſten Abarten ſind: a) die Lampertönuß;( varier. 3. Lin.) b) die Zellernuß(var. 9),.c) die groſſe ſpaniſche Nuß(Corylus hiſpanica, fru Eu maiobre anguloſo. P/uk. almäg, 121.): HSaußvater Ul, S,. 8295 4 H.„222: Die Kaſiantenbäume("Fagus caſta« NE) werden aus den Nüſſen gezogen, und durch Pfropfen und Verſeßen verbeſ: ſert. Diegröſten Kaſtanien werden Mg» xons, des maronniers genant, Schrebers Sattl. Vi. S, 425. Daß wir aich in unſern Gegenden fruchtbate Kaſtänienwälder haben könken, beweiſet das Beyſpiel'zu Swobbek, einetti Guthe des Her? ven Landdrvoſteint von Wünchhgtiſen, wo über? | haupt die volfommenſten Muſter landwirth2 ſchaftlicher Anödrdnungen ſind, die Teutſchland äus dem Sgaußvgarer fennet und dankbar vers Ehret: : 6. 423: Bon den faſt unzähligen Abarten des Weins(Vitis vinifera-), die durch die verſchiedene Wartung und Beſchaffenheit ver Himmelsgegend und des Erdreichs entſtanden ſind, ſchicken ſich für unſere Gärten am beſten; a). die frühen ſchwar- zen Vv. Von Gartenbäumen. igt zen Trauben( Le Raiſin precoce 6|" Morillon noir), b) die Guthedel(Le chaſſelas blanc.),' 6) Le chaſſelas mus- que, d) die rothen Mustatelier( Le| 4 Muſcat roüge.), e) die ſhwarzen Mus-| fateller,€) die rothen und weiſſen Tre- yy miner, 9) der Rießling, h) die Peter-| ſilien-Traube( Cicurar, Railin d' Au truche ou 4 feuille. de Perſil (Zalthaſar Sprenger) vollſtändige Ab- handlung vom Weinbau: Stuttgard 17654 1766, 85 2: Bände: Vitiet/tura Germantae vecnnömi er; oder hauswirthliche auf Teutſchland gerichte te Nächricht. von dem Weinbau== ausgefertigt von J. ZD. V+ Rohr. Leipz»| 1730: 8z 9 Traite fur Ia culture der Vigüer. par M.| BivET a Paris 1759. vierte Auſlage: = Bidet Abhaitdlung vom Bäu und 4] Verbeſſerung des Weinſtocks« Leipz: 0 17545 83 Unterſuchung der Fräge, ob ein Weinberg nußbar ſey? in ökanom. LT7ächr. 11 S. 6855 und V1. S; 660% und V. S«. 161:(My CG. 224| 192 Beſten Theils I. Zauptſtück. G 224. Die Fortpflanzung des Weins geſchieht durch Rebenhbölzer-(boutures), da man junge, im Winter abgeſchnittene Spröß- linge, im Frühjahr in die Erde legt, oder durch Senker(provins), da man Ran- Fen, die noch am Stocke feſt ſiken, indie Erde beugt, oder auch durch Ableger; (marcottes), da man wohlgewachſene Ranken durch einen kleinen Korb ſteckt, und ſolchen in die Erde grabt. z: Auch die bey den Römertt gebräuchliche Art der Fortpflanzung durch Pfropfen(Colum. 4. 29.) iſt in neuern Zeiten ſehr zukräßlich Fes funden, und no bis jekt in einigen Gegen? den gewöhnlicm. In dem ehemäligen Bülfin- gerſchen Weinberge zu Cantſigdr iin Wüurten- bergiſchen, ſind vielerley Weine, ſo gär aus andern Welttheilen, durchPfropfen fortgebracht. ſ. Selecta phyſ. veconom, 1. S. 58- 9. Da. der Weinſto> nicht wohl über dem funf? zigen Grad der Polhöhe, auch uicht auf jed? wedem Boden föortkömt, ſo wird hier nach 6. 1» 44 die Lehre vom Weinbau, übergaugen» 2 O1. 254 Von Johannisbeeren( Kibes ru- brum) zieht man in Garten, die rothen, fleiſchfarbichten und perlfarbichten(var. 2). don V. Von Gartenbäumen. 193 von: Stachelbeeren? die weiſſen 3.( 2656. groffularia.), die rothen(R.reclinatum), und die grünen(groffularia viridis hir- ſuta. Park.); von. Himbeeren(Zubas idaeus.): die rothen und weiſſen. Alle dieſe Stauden laſſen ſich leicht genug durch Ableger, Schößlinge und Schnittlinge fortpflanzen. H. 226, Der ſchwarze Mautbeerbaum( X-o- rus nigra.) wird, wegen yeiner angeneh- men Früchte, in Gärten gezogen; aber der Anbau des weiſjen(47. alba.), deſen Laub die natürliche Nahrung der Seiden- raupen iſi, iſt eben deswegen ungleich wich- tiger, und, wie viele Verſuche gewieſen haben, in Teutſchland möglich. Bon Anlegung und Unterhaltung der Maul- beerplantagen, handeln die meiſten kehrer des Seidenbaues,(f, unten.). Lettera del Sig. Pietro Arduino zutorzo Za coltura de Gif alla maniera de" Verone- LE, in Giornale d'Italia. I P- 89- Oekon. phyſikal. Abhandl.1v. S. 477» Schwediſche Abhandl. XV. S. 286. N Memoirs 194 FErſten Theils 1.'Sauptſtück. Memoire inftructif Jur les pepinieres de Meuriers blancs, avec quelques remar- ques. Berlin 1745. 8. König» Preuß» Notilication, daß Maäul- beerſarmen, Cocons und Graines, oder Seidenwürmerſamen von den Untertha- nen geſamlet, und gegen Bezahlung nach der Tare, an die Churmarkiſche Krie- ges- und Domainen-Cammer eingeſandt werden ſollen; nebſt einer kurzen An- weiſung, wie mit Säung des Traul- beerſamens und Pflanzung, auch V3ar- tung der Miaulbeerbäume zu verfahren. 175% Nov. corp. conſtit. March. 1..S. 943: MReglement für Prediger, Küſter und Schulmeiſter der Churmark Bran- denburg wegen Pflanzung der Mäuk beerbäume. 1752» ebendaſ. S. 362; 695 und 10. S. 291% 1. Von den weiſſen Maulbeerbäumen gibt es ver? ſchiedene Nbarten, Vielleicht wäre noch zu un? terſuchen, ob ſie eine Berſchiedenheit in der enge und Güthe der Seide verurſachen. S- Fournal. 0ecomOom. 1761. P+ 421 UND 1762. P-45 “2. Die Seidenraupen nehmen auch mit dem Lau? be des rotben Maulbeerbäaumes(M. rubra.) vorlieb, Da dieſer im nördlichen Amerika wächſt, und aſo die nördlichen Winter noch beſſer, als der weiſſe, verkrägt, ſo häben ihn die Schweden kommen, und anbauen laſſen. 3, 2270 V. Von Gartenbä&umen, 195 621227 Der Samen wird im Frühlinge in die Samenſchule, welche gute, mürbe, ſchwarze Erde haben, und im Herbſte vorher ge- dünget ſeyn muß, ausgeſget. Nach zweyen Jahren verteßt man die jungen Bäume in die Pfropfſchule, und zieht ſie daſelbſt, in der Zeit von drey Jahren, zu Stam- bäumen. Yuch die Vermehrung durch Abkeger und Schnittz linze iſt möglich, und wegen des ſchnelern Wachsthums, vortheilhaft. ſ. alUgem. z»5gußh. > 117d Zed, V..S. 175. 0,4..122.8;: Die Maulbeerbäume nehmen zwar mit imancherley Boden vorlieb, aber zum Ge- brauche des Seidenbaues, wähle man doh am liebſten, etwas feuchte Wieſen, Grasgarten, und die Ufer der Bäche und Flüſſe.' D+ 229. Zu den Kranfheiten der Obſtbäume ge- hörei dex Krebs, da die Rinde aufſpringt und ſchnell wegfaulet; imgleichen der Brand, da nicht nur die Rinde, ſon- dern auch der Stamm des Baumes ſchwarz und anbrüchich wird. N 2 La L 195 BSrſten Theils 1. Zauprſtück. La phyſique des arbres par pV HAMEL = ökonom. phyſikal. Abhandl.1V. E74 570: 1. Die Krankheiten der Bäume, ſo wie über? haupt aller Pflanzen, ſind noch nicht genug unterſucht worden. Nur von wenigen weiß man die Urſachen, wider noch wenigere aber, zuverläßige Gegenmittel. 2. Gemeiniglich hält wan auch die Hoſe für ei? ne Krankheit der Bäunie, aber mir ſcheint es noch nicht erwieſen zu ſeyn, daß ſie würklich denſelben ſchaden. , Bäume ,/ die gar zu gut wachſen, und alſo zu wenige Früchte kragen, ſollen zuweilen vurch Aderlajſen gebeſſert werden 3 indem man in der Wurzel eine Spalte macht, und ſolche durch einen Keil offen hält, ES.» WORL1DGE Pit. GBYÄiC.:C. Zs+. 11. 04. 220 Auſſer dem Froſte, den Windſtürmen und den unzeitigen Regen, beſchädigen auch verſchiedene Thiere, und vornehm- lich Inſecten, die Obſtbäume, Man kan ſie einigermaſſen wider leßtere ſichern, wenn man ſie bey Zeiten von den Eyern derſelben reiniget. Zu dieſen Inſecten gehören die Raupen( Phalae- nae pomonella, neultria, dispar, chryſorrhoea, euonymella), einige Schnacken( Tipulae fori- Jega, hortulana), und einige Käfer( Scaru- baeus hoxrticola, auratus, melolantha.). Sechſter I Ww VI. Von Waldbäumen. 197 Sechſter Abſchnitt, Bon Waldbaqaumen, GEr Dritter Theil: Beyträge zur Verbeſſe: rung der Forſtwiſſenſchaft. Chemnitz. 1763. Die Streitſchriften dieſes Verfa: ſers und des H. Döbels, fo zu weit? ſchweifig und unordentlich, als daß ihre Durchleſung, das Misvergnügen über ihre ungeſittete Schreibart bezahlen kön: te, daber ſie hier keine Anzeige verdienen. I. C. Hirſchs Samlung ökonomiſcher Nachrichten, wie der Holzwachs beför- dert=- werde. Anſpach. 1762. 8. macht den erſten Theil ſeiner Samml. verſchiedener LTachrichten aus. Anlei- VI. Von Waldbäumen. 20 Anleitung zu mehrerer Erkentniß und Ver- beſſerung des Forſtweſens--- von V7. C. Röpler. Eiſenach 1764. 8. JI. A. Cramers Anleitung zum Forſt? weſen, nebſt einer ausführlichen Be- ſchreibung von Verkohlungen des Hol? zes. Zraunſchw. 1766. fol. Des Semis€ Plantations des arbres& de leur culture. par M. Du HAMEL. a Paris 1760. 4.= Von der Holzſaat und Pflanzung der Waldbäume-=-- überſeßt von C. C. Oelhafen von Schöllenbach..Nürnb, 1763. 4+ '(-G TJ. Otts) Dendrologia Europae me- diae„oder Saat, Pflanzung und Ge- brauch des Holzes nach den Grundſä- ken des H. Du Hamel. Zürich 1763. 8. Oelhafen von Schöllenbach Abbil: dung der wilden Bäume, Stauden und Buſchgewächſe. mit erleuchten Figuren, Lrürnb. 1767. 4» H. C. von Brocke wahre Gründe der phyſikaliſchen und erperimental allgemei? nen Forſtwiſſenſchaft. Leipz. 1768. 8. 2. Theile, welches Buch zuerſt unter dem Titel: Sylvanders zufällige Ge- danken von der LTatur der wilden N 5 Bäume. 203 BPrſien Theils 1. Sauptſiück. ADagume. Wolfenb, 1752« 4«+ hHeraus- gefommen« Allgemeines öfonomiſches Forſimagazin== geſamlet von einer Geſeliſchaft unter Aufſicht IJ. 8. Strahls. Frankf. und t keipz« 8. ſeit 1763. zehen Bände. z zen ji Allgem. Zaußhalt. und Landw. T. S. 453: 684- Die übrigen hieher ge? hörigen Schriſten finder man angezeigt in KRErIS1GS Biblioth. ſeriptor. verna- zicorum. und in Sorftmag. 1, S,176, und V, S»« 14+ | Biele lehrrvei ] man beyſammen im dritten j FRITSCHI11L corpore Juris venatori0- ' Foreſt. und in den Beylagen zu Moſers € z:: 1627 TUON FSorjtökonomie, woſelbſt auch, eben 91) 139 7. 2 LIENEN KSGR 2 /1.ic | 1" wie in Berg/us Camerauſt. Biblioth. 1 | . 4, ; 1] nung auf dem Stam- me, um ein vieles vermehret werde. Des H. von Büſfon Abhandlung von den Mitteln, die Feſtigkeit, Stärke und Dauerhaftigkeit des Holzes zu vermehren in Memozres de T Acad. des Scien. 3 Paris 1738+ p- 240. nach der Pariſer Ausga- be= Woſer in Beylagen S. 13.= Sorſtmag. Il, S. 52,== Hannöv«. Beyträge 1760, S. 290.= 6k0- nom. LTachr. 1. S. 741. Otts Den- DROL. S. 200. Man vergleiche hiemit Zamb. Wag. V. S. 179. und mehrere Abhandlungen in den ökonom. TT7achr. 1. B. Inzwiſchen will H. von Brocke S. 482. gefunden haben, daß die nach der alten Weiſe gefälles ten Bäume dauerhafteres Holz geben. Tad 2454 Die Stöcke mit ihren Wurzeln, ſo wol von den gefälleten Nadelhölzern, als Demjenigen lebendigen Holze, von dem fein tüchtiger Ausſchlag zu vermuthen iſt, werden, ungeachtet des hohen Rodelohns, zu verſchiedenem Gebrauche, und zum be- ſten der Hölzungen, noch vor dem Frühe jahre ausgerodet, 210 Beſten Theils 1. Hauptſtück. 67: 2424: Beym Abtreiben der Gehaue, läſt man eine gerechte Anzahl Laſreiſer( Hegerei- Jer, Bannraitel, Samenreiſer), in gehs- riger Entfernung von einander, zum ZuU- wachſe des künftigen Nußholzes(9. 235.) | ſtehn. Dieſe werden, nach dem zweyten "MN Umlaufe der Schläge, Borſtänder oder 4] Oberſtänder, nach dem dritten und vier? N1-10 ten Umlaufe, angehende Bäume /, her- |" nach Mittelbäume, und, wenn ſie ihr vsl- | ſiqes Wachsthum erreicht haben, Haupt- baume genant. Am Harze nennet man viertbeil Stämme, die drey Spann z balbe Stämme, die vier Spann, und ganze, die fünf Spann im Umfkreiſe has | j ven wobey jeder Spann zu 10“ gerechnet hh 8. 243+ lj] Nach Abräumung. der Gehaue, muß I für die künftige Beſeßung der Blöſſen geſorget werden. Dieſe geſchieht durch Ausſchlag der Stöcke, durch natürliche | und künſtliche Beſamung ,/ und durch || Pflanzung junger Stämme. Geſunde 1 MEG und nicht zu alte Stöcke von lebendigem 0 Holze, treiben in kurzer Zeit Stamloden (Som: VI. Von Waldb&umen. 21 (Sommerlatten, Erdloden), die aber fein tüchtiges Oberholz werden. Üoſer S. 467+ 0:7 12.444 Hingegen muß man den Wiederwuchs des Nadelholzes, als deſſen Stöcke nicht wieder ausſchlagen, vom Anfluge er- warten.; Anflug nennet man diejenigen Bäumchen, die, aus den von ſelbſt ausgefallenen Samen, er- wachſen ſind; jedoch wird dieſe Benennung eis gentlich nur von denen Bäumen gebraucht, welche gefiederte oder beflügelte Samen(Semi- na pappoſa, alata) haben, z. E. Birken, Ahorn, Eſpen, Tannen z nicht aber von Eichen, und Büchen. 0..:.2245% Die künſtliche Ausſaat geſchieht entwe- der in den abgeholzten Gehauen ſelbſt, oder in eigenen, zu dem Ende angelegten, Holzgarten(Heiſterkämpen, Zuſchlägen). Unterricht vom Holzanbau, wie der Sa- men dazu zu ſamlen, zu verwahren und auszuſäen, imgleichen wie junges Holz anzupflanzen. in ökonom: LTIachr. KX. S- 339 O2 Ww. Erſten Theils 1, Sauptſtüick. ro. Ellis von Erbauung des Zimmer? holzes- aus dem Engliſchen, Leipzig 1752.» 8+ C. A. Geutebrücks Anweiſung, wie mit dem Anbau des Holzes zu Werke zu gehn. Erf. 1757+ 8» (von Hohenthal) Beyträge zur Dekono? mie. Frankf. u. Leip3. 1766+ 8« S« 17 14 IJ. Leche von Pflanzung wilder Bäume und Geſträuche. aus dem Schwediſchen, in Hannöv. TJ)ag.. 1765. S. 1282« Hanndv. Landwirth. Geſell. 1. S. 559» Gleditſchens vermiſchte Abhandl. 1. S. 69- Wie auf Heidepläßen Holz anzubauen, ſs Zannöv. Mag. 1768. S», 1602 Die Benennung Seiſter, wird eigentlich nur von Eichen und Büchen, niemals von Nadelholz gebraucht. 6. 246, Das Verpflanzen kan aus verſchiede- nen Urſachen nöthig ſeyn, und geſchieht am ſicherſten im November, Februar und Marz. Man nimt dazu die jungen Bäu- me VI. Von Waldb&umen. 213 me theils aus den Hölzungen ſelbſt, wo ſie zu dicht ſtehn 3 theils aus den Holzgar- ten. Zſt der Boden, wohin ſie. verſebt werden ſollen, ſchlecht, ſo werden die Gruben wenigſtens ein halbes Jahr vor- her aufgeworfen. Hannöv. gel. Anzeitt. 1751 S« 352, 489 und 563: 6. 247 Verſchiedene Laubhölzer laſſen ſich ſeht bequem durch Ableger vermehren z. E, Eſchen, Rüſter, Ahorn: einige auch durch Schnittlinge z. E. die Ellern und Weiden, von welchen leßtern man die Schnittlinge Satweiden zu nennen pflegt. von Brockel. S. 300, 319, 338. In Sachſen hat man, nach dem Beyſpiele der Franzoſen, eigene Planteurs beſtellet, welche die Zuziehung der wilden ſo wohl, als der Obſtbäume beſorgen müſſen. ſ. von Bro>e S,. 484- 4894 6. 248. Das Schneideln oder Abnehmen der Seitenäſte und Zweige, geſchieht in der O3 Abſicht, 214 Erſten Theils 1."Zauptſtück. Abſicht, grade und ſc<öne Bäume zu zie- hen; es iſt aber oft ſchädlich, over doch überflüßig. Des H. Landdroſt. von Münchhauſen Abhandl. in Hannöv.nützl. Samml. 1756. S. 1290.= Forjimat. 1. S. 164+ Woſer S. 528. 6. 249 Auch das Ausleuchten, Ausläutern oder Ausziehn der ſchlechteſten Bäume und Holzarten, wo ſolche zu dicht zu ſte- hen ſcheinen, bringt gemeiniglich mehr Schaden als Vortheil. Ott5 Dendro). S. 154« Woſer S. 164, 538- 6:01 21505 Das Köpfen oder Kappen, da man im Frühjahre die ganze Krone eines Bau- mes abhauet, und den Stamm mit kur zen Stümmeln zum neuen Ausſchlage ſtehn läſt, erdulden die Pappeln und Wei- den, ums dritte oder vierte Jahr, am leich- teſten, und werden alsdann Kolb- oder Kopfe ] VI. Von Waldb&umen, 215 Kopfweiden, oder Pottweiden genant. Bey andern Bäumen iſt dieſes Verfahren mehr nachtheilig, als vortheilhaft. Haußvater Ill. S, 120 123. FSorſtmatg. Ill. S. 275. 6:5%2517 Die Eichen, ſo wohl die Sommer» eiche, Stieleiche( Quercus robur Lin. Flora Suec. n. 870. var. 2.), als auch die Wintereiche, Traubeneiche(var. L.), welche etwas langſamer,'und nicht ſv hoch als die erſtere wächſt, kommen faſt in jedem Boden, nur nicht in ſandigem, moraſtigem und felſihtem Boden fort. 65.02.62, Wann die Eicheln geſäet, oder geſteckt, oder welches noch beſſer iſt, gelegt ſind, wird der Acker hernach mit Haber oder Buchweißen, oder noh vortheilhafter, das Jahr vorher mit Birkenſamen oder Haſelnüſſen überſaet, C. G. Jacobi Abhandlung von der vor- züglichſten Art, die Eichbäume zu ſäen, zu pflanzen, und zu erhalten, welche von der Akadem. zu'Dourdegur 1759. den 94 Preiß 216 Erien Theils 1. Zauptſtück Preiß erhalten. in Schrebers Saml. Vlt. S.36.= Forſtmat. 1. S. 300. = Mitts Dendrol. S. 166. Schwmerſahls vorzüglichſte Art der Eichen? zucht in Hamb. ÜJag. XV. S. 66,= FSorſrmag. 111. S. 155. Döbels ausführliche Nachricht von der Eiche in ökonom. LTachr. VU.-S,. 125. The moderna Druid containing infiructions -- for ihe much better culture Ff Young oaks== by JAMES WUEEFELER. Lond. 1747. 8» woraus ein Auszug in Zamb. Wat. IN. S. 647. HZHanndv. Landwirth. Geſell. 1. S. 139, Schrebers neue Saml. V. S. 148. Churf. Braunſchweig. Ausſchreiben we- gen Anlegung der Eicheln-Kämpe. 1704. in Calenberg. Landsord. c, 6. p. 261. 5442551 Die Buche( Fagus klvatica) wachſt in trockenem, auch ſandigem und kieſich- tem Boden. Hannöv. Magasz. 1768. S, 1218. Schriften der Berner Geſell.'1. S. 682. Forſt: VI. Von Waldbäumen. 217 Sorſtmatg. I1. S. 6. Sie wird auch die Rothbüche, E>er= Uaſt= oder Tragbüche genant, und iſt, ungeachtet|S ihres teutſchen Ramens mit der Zainbüche,| bder 58g= Rauch- Zwerg- Stein- oder Zorns|| büche( Carpinus betulus.) nicht einerley Ges| ſchlechts. ſ. 6. 134. 9. 254. Die Birke, May(Zetula alba)'kömt in ſandigem, und anderm ſchlechten Boden, nicht aber, wie die Erle oder Cller(Ze-) zZula alnus) an naſſen und torfichten Oer- j, tein fort. Beyde laſſen ſich in der Ju-| gend mit Nuten verpflanzen. r. Von der Btrke ſ. KRalms ökonom, Beſchreiz j,|, bung der Birke in Schrebers neuen Cameral. jj. Schrift. VI. S. 154.»3annsöv. gel. Anzeig. 1754. S. 219. Forſimag, 1. S. 218.| 23 Der Birkenſamen wird oft von Käfern( Cur- 18) culio betnlae?) angegriffen, und fallt alsdann ſchon im Monate Julius unreif ab. 3. Von der Erle iſt die Abart, die Linne“ o/uti- uoſa nennet, in Teutſchland die häufigſte. Schrebers neue Camergl. IX. S. 135. Zorſ?= magg3. V. S. 1. Zgnnöv. Landw. Geſell. l. S. 551. Sannov. Hgg. 1766. S. 1458. 4. Von dem alten und ſchädlichen Misbrauche des UTayes am Pfingſtfeſte, findet man anti? quariſche Nachrichten in A, L. Korpn165MaNNr Os dir. 218 Berſten Theils 1. Zauptſtück. diſſ. ae berulis pentecoſlalibus, Kiloniae. 1707. 4. bkonomiſche Betrachtungen in Schleſ, öko= nom. Saml. 1. S. 127. und Landesherrliche Befehle dawider in Calenberg. Landsord. C. 6. S- 284- Conſlit, Culm. 1. S. 426 Gags Die Eſche, Aſche(?/axinus excel- ſior) wächſt in einem leichten, und vom Unfkraute gereinigten Boden, ſehr ſchnell. Das Laub iſt den Schafen und Pferden angenehm, und man beſchuldigt ſie ohne Urſache, einer ſchädlichen Sömmerung. Hannöv. nürzl. Saml. 1753. S. 765. Oekonom. LT7achr. V. S. 612. und Vl. S.. 57 Sömmern ſagt man von Bäumen, die ſo weitk als ihre Wurzeln und Aeſte reichen, keine an? dere Pflanzen, und alſo auch kein Unterholz, auffommen laſſen. 6, 5125.61 Der Rüſter, Ulmen, Jlmen, Ipern, Wicken( Ulmus campeſtris) wächſt in fruchtbarem Boden leicht und hoch; hin- gegen kömmt er in trocknem Sande ſelten fort. Hannöv. nützl. Saml. 1755. S. 1081. Der VI. Von Waldbäumen. 219 Der Sliegenbgaum ,-Leimbaum(Vioſer S. 41.) iſt von jenem nicht verſchieden. Ein kleines Inſect( 4phis Ulmi) verurſacht ſeinen Blät? kern die Knoten, nicht aber eine Weſpe, wie im Sorſimag. 1. S. 130. geſagt wird. 0:1: 25778 Aus dem Geſchlecht der Ahornen hat Teutſchland drey Arten, die wegen der Feſtigkeit, Härte und der angenehmen Farbe ihres Holzes, hochgeſchaßt wer- denz; nämlich den eigentlich ſo genannten Ahorn(Acer campeſltre), den Maßhol- der oder Maßeller( Aer platanoides und Pſfeudoplatanus). Von dem vorleßtern hat man verſchiedene Abar- ken, die wegen der Farbe der UIgſern(tophi), und des Holzes, auch wegen der knotigen Wurzeln(radix criſpa) ſchäßbar ſind. Acer mon. favum ſ. criſpum. Bauh. p. 431, v, Droz de S. 94. 0% 025,0: Der Vogelbeerbaum, Ebſchen, Eber- eſchen, Quitſchen(Sorbus aucuparia) wuchert leicht in jedem, nur nicht zu waf- ſerreichem Boden. Allgem. Haushalt. 1. S. 621. wo er vom Ueberſeßer den Namen des wilden. Sperberbaums erhalten hat, Oeko- 223 Berſten Theils I. Zauptſtück. Oekonom. LTachr. VI. S. 846. CG: 25:9. Die Pappeln, ſo wohl die ſchwarzen als weiſſen(Fopulusalba& nigra), wach- ſen ohne beſchwerliche Wartung, an den Rändern der Flüſſe, Bäche und Waſſer- graben. Die erſtern leiden einen trock nen Boden doc< noh leichter, als die weiſſen. Aber der Aſpe, Eſpe, Zitter- yappel(Pop. tremula), die bald auf al- lerley Boden zu anſehnlichen Stammen wächſt, wollen viele in den Forſten keinen Plaßz, auf dem andere Bäume wachſen können, einräumen, weil das[Holz zu wenige Hiße giebt. Von der Aſpe ſ- Schrebers neue Came? ral. II. Sv 540 x. In neuern Zeiten iſt eine italiäniſche Pappel wegen ihres ſchnellen Wachsthums bekant ges worden. S. L'art de cultiver les peupliers d' Jta- die. par M. PELEE DE ST. MavRICE. 3 Paris 1762. =- Kunſt italiäniſche Pappelbäume aufzuzie? hen. Leipz. 1764.= Schrebers Sgaml,. XVI. S. 396. 538gußvgter IL. S. 502. 2. Auch mit der Tacamabac>, oder der Balſam= pappel äus dem nördlichen Amerika(Pop. bal- lamifera) ſind glückliche Verſuche gemachk. GS. 260. VI, Von Waidbäumen. 221 E222608 Den nüßlichen Lindenbaum(7"lia eu- ropaea) wollen viele, wegen ſeiner ſtarken Sömmexrung, aus den Forſten verweiſen, und ihm lieber einen abgeſonderten Plaß einräumen, Allgem. Haushalt. 1. S, 598» C.::.261% Einen Vorrang, vor einigen noh hie- her gehörigen niedrigen Bäumen und Buſchhölzern, verdienen, wegen ihres mannigfaltigen Nußens, die an naſſen, auch ſumfichten Oertern wachſenden, ver- ſchiedenen Arten der Weiden. H„Zaußvater Ill. S, 118, Fournal oeconom. 1758 S. 203. Schleſiſche ökonom. Saml. 1. S,541, Selecta phyſ. oeconom. 1. S, 435» Landesherrliche Berordnungen wegen der Weiden ſ. in Calenb. Ordn. c. 6. S. 239» Saml. Shleſiſch, Ordnung. 1743« den 10, Jul. Nov. corp. conſtit. march. 11. p. 290», V. 2024 223 BLrſten Theils I. Sayptſtück. G+ 262% In neuern Zeiten hat man. viele Mühe angewendet, unſere vaterländiſche Holz- arten durch nüßliche ausländiſche Bäume zu vermehren, unter denen vornehmlich diejenigen, welche aus Tyrol, und aus dem nördlichen Amerika und Aſien, zu uns gebracht werden, des8wegen eine gute Auf- nahme verdienen, weil ſie unſere Winter vertragen können. In London kreibt man einen eigenen Handel mit Norvamerikaniſchen Samereyen, wovon man Nachricht findet in Zorſimgg. V. 360. und VI1, 250. von Droäe S.. 415. ÖBbntfAu Der Roßkaſtamenbaum(HLſculus Hippocaſtanum) iſt ſeit dem Jahre 1550, da ihn ECluſius nach Europa brachte, mehr zu Alleen, als zu Waldungen ge- braucht worden z3 er ſcheint aber in leßtern einen Plaß zu verdienen, zumal wenn der Nußen, den man von ſeiner Frucht zu er- zwingen ſucht, beträchtlich werden ſollte. Nachricht von den mit der Frucht gemachten Ver? ſuchen geben: Zannöp. nürzl, Saml. 1755. S. 1455. und 1758. S. 239.»3annöv, UJag. 17563- S. 1142. Berner Sgaml. Il. S. 943. Le nou- vell, veconom. XXV. S. 49 Journal veconom. 1760. Vl. Von Waldbgumen. 223 1769. S. 507. und 1751. S. 51. wovon man die Ueberſeßung in 558mb. U3ag. Xi, 28. und im Allgem. 138g. I1. S. 309. antrifft. M 26.40 Der amerikaniſche Erbſenbaum, Schotendorn, Acacia(Kobimia pſeu- do-acacia) a. wächſt bis zur Werwunde- rung ſchnell, läſt ſich mit Vortheile köp- fen, treibt viele Stamloden, giebt vor- trefliches Nußholz, und ſchickt ſich auch gut zu Befriedigurgen. Der Sibiriſche(Ko- bin. caragana) b. empfiehlt ſich gleichfals durch ſein ſchnelles Wachstzum, durch ſeine Zufriedenheit mit einem ſandigen,und nur mit etwas Erde vermiſchten Boden, imgleichen durch die Brauchbarkeit ſeines Holzes, Laubes und auch ſeiner Früchte. (ſ. oben S. 1309.). a) Nouveau iraite für Parbre, nomme A- cacia. 4 Bourdeaux. 1762. 8.:= Nb- handlung von dem Baum Acacia. über? ſet von 113. W. Reinhard. Carlsru- he 176%. 8« bd) Petersburg. ökon. Geſell. 1. S. 45. = Leipziger JIntelligenz-Dlatt 1768. S. 436- Yuch die beyden übrigen ſibiriſchen Arten dieſes Geſchlechts(K. fruteſcens und Pygmaea) ſcheiz nen einer nähern Bekantſchaft werth zu ſeyn. CG 26%. 224 BErſten Theils I Zauptſtück. Ge 256% Die Tangelhölzer erfodern einen ſan: digen, kieſichten und etwas trocknen Bo» den, und nur die Fichte kömt in einem feuchtern fort. Sie erdulden das Verſe- ßen nicht gern, und das Beſchneiden gar nicht. C. v. Lengefeld Unmerkungen von den auf dem Thüringer- Walde bekannteſten drey Arten Nadeihölzern=- mit illu- minirten Figuren, Nürnb«. 1762. 4« TraitEdes arbres re/ſineux conzferes extrait de Miller, avec des notes-- par M. le Bayr. DE TScHupDt. a Metz. 1768. 8 Ei. Man«wird die Verwechſelung und Vermis- ſchung der Benennungen der Tangelhölzer, die manche Abhandiung zweifelhaft, und alſo un? brauchbar macht, vermeiden können, wenn man nur auf folgende Unterſcheidungszeichen achten will: 1. Pizunus ſilveſtris. Riefer. Riehnbaum. 55h: re, JuDFe: Pinus foliis geminis: primordiali- bus ſolitariis, glabris. Lin. Spec. p. 1418. P, foliis geminis, cono pendulo, nucleis ſtrigolis. Hall. eimun. Helv. p. 149.'P. foliis binis, con- vexoconcavis, conis maſculis alaribus.; Ala. 0 Parp. indig. m 1669. Cramer L. 26 Zengefeld T.-5."und 6. 3wo lange Tangeln aus einer Scheide, oder oder aus einem Punkte. Kurze und ſehr hol- zichte Zapfen(&trobili). Schwarze Samen und weißliche, hellglänzende Samenflügel. Dieſer VI. Von Waldbgumen. 225 Dieſer Baum iſt auf dem»zarze ſeltener, aber häufiger im Zelliſchen Amte U3einerſen, und auf der Lüneburger»zeide. 2. Pinus picea. Tanne. weis=oder ädle:Tanne, P.foliis ſolitariis emarginatis. L7a.& Aall enum. Helvet. p. 148. P. foliis ſolitariis, planis, pe- Ainatis, emarginatis. Aal). hiſlor- indig. IL. p. 314. 1. 1657. Crgmer T, 25. Zengefeld T, 14 und 2. Die Tangeln ſißen einzeln, ſind fürzer als an der Kiefer, an der Spiße eingekerbt, unz ten mit drey grünen Linien und zwoen weiſſen Gruben gezeichnet. Die Zapfen ſtehn auf? wärts, ſind dicker als bey der Fichte. Die Sa= men gröſſer. Die Rinde iſt weißlicher, zer? brechlicher. Die Zweige ſtehn in die Höhe. Die Wurzeln gehn tiefer als an=der Fichte. Das 5>0lz 1ſt reiner, weiſſer, nicht ſo aäſitg und harzicht als an der Fichte. Aus demſel?- ben werden in Tyrol die Schachteln und Sieb? ränder gemacht. de und im Vogilande 3 auf dem»3aKr3e iſt ſehr ſelten, fo daß H. Cramer, auf viele tauſend Waldmorgen, nur zwo gefunden hak. Do.-=- 28= 5 8 3. Pinus abies. Sichte. rothe Tanne. P. foliis ſolitariis, ſubulatis, mucxonatis, laevibus,bi- fariam verſis. Lin. Hall. enum. p. 147. P. fo- lis Colitariis, tetragonis, mucronatis Za. hiſt. n. 1656. Cramer DT. 24.- A« Zengefeld LZ, 3. und 4. Die Tangeln ſind auch einzeln, aber faſt viereckicht und zugeſpißt. Die Sapfen find P länger 226 BSrſten Theils 1. Zauptſtück. länger, al8 an der Tanne und hängen herun* ter. Die Sgamenflügel ſind braun. Die Rinde röthlich. Die Zweige hängen mehrentheils, wenn der Baum zu Jahren gekommen, heruns ter. Die»zerz- oder Pfahlwurzel iſt, in Vers gleichung der Höhe des Baumes, nur kürz. Aus dieſen Fichten beſteht gröſientheils der ARarzrgld, 4“ Pinus J.arix. Zerbe. Zerchenbaum. P. folüs faſciculatis, obtuſis, Li, Larix folio deciduo, Hall. enum. p. 149. Cramer T. 28. .. Tangeln ſind ſtumpf und ſißen Büſchel? weiſe. 2, Auſſer dieſen haf man in neuern Zeiten noch einige» außländiſche Nadelhölzer nach Teutſch? land gebracht, als: a. die Weymouth- Kiefer, vie 5. glatte Radeln aus einem Punkte treibt. b. Die Jerſey-Riefer. c. Die ſibiriſche Ceder ( P. Cembra), welche man nicht mit der Ce= der von Libanon( P. Cedrus) verwechſeln muß. 3, Von Verpflanzung der Fichten ſ. Sleditſchen3 vermiſchte Abhandlungen.>3alUe 1765. 4. S«- 39. und von Drod>e S, 392. 4. Vom Anbau der Lerchen f. Schrebers Sgml. I. S. 149. und 166. DV Hamer Traitt des arbres. 1. p. 332. z=»Sannöv. nürl. Saml. 1758. S, 233.= FSorſimag, 1. S. 1. und S. 258. 8, 266, Vl. Von Waldbäumen.' 227 6. 266. Auſſer den Krankheiten und andern übeln Zufällen, welche Waldungen ſo wohl als Baumgarten(8. 229), zu ſcha- den pflegen, gehören hieher die Beſchadi- gungen der Bäume vom Froſtie und Schnee, da ſie nämlich eisklüſtig(wet- terklüftig) und ſchneebrüchig werden z3 ferner die Beſchädigungen von Windſtür- men, die Windbrüche und Windfälle (Windriſſe, Windſchläge), denen man einigermaſſen durch gute Einrichtung der Gehäue vorbeugen kanz imgleichen Feu- erſchaden oder Brand, den man durch Wegräumung der nachſten Bäume, der Heide und des Mooſes, durch aufgewor- fene Graben, und andere Mittel zu dämp- fen ſucht. Von Wetterſchaden ſ. Forſimatgg. I. S« 240». 1. Einige rechnen auc< zu den Krankheiten der Bäume, den ſo genanten fliegenden Wurm oder Yortenkäfer(Derzzeſtes typographus Lin.» der ſeine Eyer an weichen oder fanlenden Stel len, hinter die Borke, vornehmlich) der Fichte und Kiefer legt, und deſſen Raupen daſelvſt den Saft, der zum Wachsthum des Baums diener ſollte,zu deſſenNachtheile verzehren,bis fie ſich zus lebt, zur Zeit ihrer Verwandſynng durch die P 2 Rinde EN rufen AEESEIHE HIN HEG EIGENS DED RID III 228 Erſten Theils 1. Zauprtſtück. Rinde durchfreſſen. Cramer T. 24. Doöbels Jägerpract. Il. S- 75. 558mburg. UTag. XIV. S. 162. 2. Die Nadelhölzer werden auch zuweilen von der Raupe einer Schlupfweſpe(Tenrhredo pini) und einiger Wotten( Phalaena tin, dodecella und turionella. n. 404, 403-) ſehr heftig be- ſchädigt. Jene greifen die Tangeln, und leß? tere die Schößlinge( turiones) an.[. Schwed. Abbandl XXIV. S. 98. 6. 2674 Der gröſte Vortheil vön den Forſten, iſt nächſt den Holznukßungen, die Hütung des Viehes in ſelbigen; doch müſſen die abgeraumten Gehaue mit der Betreibung ſo lange verſchonet(geheget, gebannet, in Zuſchlag genommen) werden, bis das junge Holz dem Viehe entwachſen iſt. Forſtmat. 1. S. 34. Juzwiſchen wird doch dieſe Hegung in ökonom. &7achr. Il. S. 815. widerrathen. 6:2 26'082 Ein beſonderer Nußen der Eich- und Buchwaälder iſt die Maſt( Fehme): da man, wann die Eicheln und Büchen ab- zufallen anfangen, nachdem vorher eine zeitlang die Hüthung unterblieben, eine, dey VI. Von Waldbäumen. 229 der Gröſſe und der Fruchtbarkeit des For- ſtes gemäße Anzahl Schweine, hinein trei- ben läſt. Verordnungen: Corpur con/it. Calenb. c. 6. p- 246, 265, 295«, MYL11 Conflit. Magd. II. p. 405, 406, 543, 02C. Nachdem die Bäume viel oder wenig Frucht ha? ben, heiſt die Maſt ganze(volle) oder halbe, oder Sprengmaſt( Vogelmagſt.), 8: 7260 Ferner gehöret hieher die Nußung der Rinde oder Borke der Eichen, Birken und Fichten zur Gerberlohez; ſo wie auch die Rinde der Erlen von Huthmachern und Lederfärbern geſucht wird. Da dieſe Nußung viele Vorſicht erfodert, indem die beſte Zeit zum Holzfällen nicht diejenige iſt, da das Reiſſen der Borke geſchehn muß, ſo verdienen die glücklichen Verſuche, andere Pflanzen ſtatt der Borke zur Gerberlohe zu nehmen, Nachahmung. S. die durch eine Preißfrage der Göttingiſchen Geſellſchaft der Wiſſenſchaften veranlaſſeten Abhandlungen in 5Zannöv. gel. Anzeig. 1753. und 1754. Zeip3. Sgaml. IX. und X. Band. Sränkiſche Sgml. 11. S. 291. Schrebers Saml, Il. S. 429. Hiſt. de l' Acad. de Berlin 17544 p. 17, 124: und Muſ, ruſt. V. S. 88. P3 8. 27% Brften Theils I. Sauptſtück. 6. ws: In der Nachbarſchaft von Berg/ und Hüttenwerken, auch groſſer Städte, iſt, beym Ueberfluſſe des Holzes das Kohlen- brennen eine beträchtliche Forſinußung. Es werden dazu eigene Köhler und Ksh- lermeiſter angenommen, Cramer S. 161, Rohrs Binleitung zur Land- u. Feld- wirthſch. der Teutſchen. S. 737-= Woſer S. 359. A. CErLSs1 diſk. de arte carbonaria in Sugs- cia. Upfaliae 1741. 4. Hallens Runſthiſtorie. Ul. S. 242. „4. Dieſer 6: verglichen mik S. 4. giebt die Urſa che, warum hier vom Kohlenbrennen folgen? de Anmerkungen hinreichend ſind: Zu den, Koblſtädten wird ein leimichter mit Gartenerde vermiſchter Boden erfodert. Die Üreiler ſind entweder ſiehende oder liegende. „Zu einem ſtebenven Meiler, wird ein Cir? kelrnuder Plaß, deſſen Nand etwas abhän? gend iſt, ahgeräumet. In der Mitte( Guen-= del) werden Quendelſiangen aufgerichtet, um ſolchen die Scheite über und neben einander geſeßet, daß der ganze Meiler mit ſeiner Sau be einem Kegel gieißet.' Der gerichtete(holz= reiche, VI. Von XWaldb&umen. 231 reiche, holzfertige) und mit Dereiſern, Zuß= ſcheiben und Seſiübe verſehene Meiler, wird entweder von oben, oder gewöhnlicher von unten, durch das Zünd= oder Stechloch, ver? mittelſt der Züundſkange, angezündet. Um das euer vortheilhaft zu führen, werden Räume (Plärze) eingeſteckt, und wann der Meileo gar, und abgeküblr, werden die Kohlen herz auSgeholet. Zu den liegenden Meilern, die man in Schweden vortheilßafter hält, werden die Höl- zer nicht aufgerichtet, ſondern über einander gelegt. Schwed. Abhandl. XX. S. 196. 2. Auch aus Reißig können Kohlen gebrant wer? den, die zwar klein gerathen, aber dennoch von einigen Feuerarbeitern geſucht werden. Sie heiſſen Grubenkoblen, weil das Verkohs len in Gruben geſchieht. 0270 In einigen Ländern ſucht man von J3aldungen Vortheile zu erzwingen, die viel geringer ſind, als der Schaden, der dadurch dem ganzenGehölze zugefügt wird. Dahin gehört: 1. Das Laubſtreifeln zur Winterfutterung. 2. Das Moos- oder Eaubrechen zum Streue fürs Vieh, oder zur Vermehrung des Dünger8« 3+ Das Graßſchneiden.|, Woſer S.'57 P 4 Wer Lrſten Theils 1. Zauptſtück. Wer ſich von dem Schaden des Laubſtireifelt durch phyſikaliſche Gründe überzeugen will, leſe: Recherches ſur?' uſage des feuilles dans les plantes. par M. BoNNET. a Göttingen 1754. 4. davon die tcukſche Ueberſeßung von JI. C. Arnold zu FTürnberg 1762. 4. herausgefom?- men iſt. Siebenter Abſchnitt. Haäandelskraäutery, Juhalt. Erklärung der Handelskräuter. 6. 272. Zanf. 9. 273 7276. Sein.€. 277*/ 280. Rübſamcn Q. 281, 282. Toba. J5. 283/285. Zopfen. 6. 286 9 289. Säörberrötbe, 4. 295 7292. Waidt. 6. 2932 297: Safran, 9. 298, 3009. Süßholz. 5. 301,302. 0022722 (0: Pflanzen, welche zu den oben ge- *-+ nanten nicht gehören, aber doch mit Bortheile in dem gröſten Theile von Teutſchland gebauet werden können, nen? ne ich, aus Noth, Handelskräuter. Tnek, gereinigt, und der ſchwerſte, oder beſte zur Saat aufgehoben, der ſchlechtere aber zum Ocehlſchlagen genußet. Q31192,704 Der Lein oder Flachs( Linum vſita- tilimum) verlangt einen lockern, etwas feuchten, aber nicht ſandigen, naſſen oder zähen Boden. Er wird im Anfange des Junius, oder, und zwar ſicherer, im Anfange des Aprils geſaet. Von Griesheim in ökonom. LTachr. XIV. S. 345. und Lfeue 6konome Länchr.1.: St 157» Oekonomiſch practiſche Anleitung zum Slachsbau. Wien 1768, 12« P.'S. Lüders Beſchreibung von Lein? bau. Slensburg 1766. 8+= Ven: els Ropenh. Mag. 11. S, 385 Schrif- 236 Erſten Theils I. Zauptſtück. Schriften der Berner Geſell. 1763. Ul. S0O4032 „Hannöv. gel. Anzeig. 1751. S. 739. und 1753« S« 596, und 1754.-S. 1232, Verſchiedene Abhandlungen im 8. und 9. Bande der“ Leipz. Saml. Leipziger Jntellig. Blätter 1754. St. 48= Hannöv. Üagaz. 1764. S. 1504. „Fournal oecon. 1762. P. 85 Muſeum ruſticum, VIII. S. 478, 305. Unterſuchung der Frage ob der Leinbau n6- thig.."LTachr. Nh1S.:75. . Es giebt zweyerley Abarten des Leins, näm? lich der Rlang und Dorſch, Von jenem iſt der Samen, deſſen reife Kapſeln an der Son? ne von ſelbſt aufſpringen, heller, er reifet eher, und giebt zwar kürzern, aber feinern, weiſſern und. weichern Flachs. Der Dorſch hat dunk- lern Samen, giebt längern, aber grünlichen, oder, wenn er ſtark geröſtet iſt, ſ(Nicot. Tab.) wird ge- meiniglich auf hangende Miſtbeete geſaet, und muß auf ein fettes, gedüngtes und etwas feuchtes Land verpflanzet, und flei- ßig gejatet werden. Oceko- VII. Von Handelskräutern. 241 Oekon. LTachr. 11. S.536,751, 866- 872 Reichart 1V. S. 126. Eckhart. S. 70. Selecta phyf: oecon. 11. S. 264. 651-928 48 Die vom Auguſt bis September abge- brochenen Blätter müſſen erſt ſchwiten, hernach auf ſtarke Faden gezogen, und auf wohl verwahrten und reinlichen Böden getrocknet werden. 25004 CM Auſſer dieſer gewöhnlichen Art, hatman noch zwo. andere Arten, nämlich den tür- Fiſchen( NV7cot. ruſtica) und den Sol- daten Tobak( NVicot. glutinoſa J, die ihrer innern Güte wegen zum Anbau vor- geſchlagen worden. 1, Der erſte wird' ſchon würflich in einigen Ge? genden gebauet. f. Juſti S8fonom. Schr. 1. S 334- Und des leßtern Anbau hat H. von Linne" empfohlen. Schwed. Abhandl. XV. G. 45. 2. Wie vorkhetlhaft der Tobacksbau in Nieder? ſachſen iſt, ſ. 5Knnöp. UT3ag. 1767. St. 9% C. 056%' Ein Hopfengarten oder Hopfenberg wird auf einem lockern, und etwas feuch- ten Boden angelegt. 2 Vom 242 Brſten Theils L'Sauptſtück. Wom Baue des Hopfens(HAumulus) han? deln: (I. U: C. Treſenreuters) wirtſchaftliche und rechtliche Abhandlung vom Hopfen --nebſt der Ueberſeßung von R. Brad? ley Reichthum eines Hopfengartens« LTürnb. 1759 4+ Oeknom. LTachr. VI. S. 393. VIl. S. 173. ünd LTeuye ökonom. L7achr, I. S. 339+ Oekon. phyſikal, Abhandl. 1, S. 513« Reichart Vl. S. 1. Juſti ökon. Schr. 1. S. 160. Schre? bers neue Cameralſchr. Il, S, 421. Ge 287% Nachdem ſolcher im Herbſte gedünget worden, werden die Fechſer oder Keime im Frühjahre, in einer Entfernung von vier bis fünf Schuh von einander, einge- ſenkt. In den beyden erſten Jahren ſind wenige Früchte zu erwarten. In den fol- genden werden die Wurzeln im Frühjah- re aufgedeckt, beſchnitten und gereinigt 3 hernach wird der Hopfen an Stangen ge- bunden, bewallet(mit Erde umhäufet) ausgeblättert und behaFet, 6. 288» VILL Von Zcndelsfräutern. 243 KEEN Wann ſeine Zapfen gelb werden, wird er bey trockenem Wetter abgeſchnitten, die Zapfen werden ſo gleich abgepflückt, getrocknet, und alsdann in wohl ver- wahrten Hopfenkammern, oder in Safk- fen, oder Hopfenkaſten aufgehoben, Die alten Hopfengarten werden, wann es das Erdreich erfodert, von neuem gedünget. Inu England trocknet man den Hopfen auf eige? nen dazu angelegten Darren.|f. Treſenreuter S-. 86. Allgem.»Z8guß. u. Landwiſſ. 111. S. 49. 62) 51218/9, Unter den Kranfheiten dieſer Pflanze iſt der Mehlthau die gefährlichſte, welche auf Beſchädigung der Wurzeln von ei- nem Nachtvogel(/ba/aena humuli Lin.) erfolgen ſoll a), und nicht durch weit- läuftiges Pflanzen, no durch Düngung von Schweinen verhütet wird b). Eini- ge rechnen auch hieher, wiewohl fälſchlich, die vermeynte Ausartung des Hopfens, wann nämlich die männlichen Pflanzen (Lup. femina Bauh.) zu zahlreich wer- den, und die nüßlichern weiblichen(Lup. mas Bauh.) verdrängen, 22 a) von 244 Berſten Theils 1. Hauptſtück. a) von Linne Scchoniſche Reiſe S. 75. wowi- der jedoch in Schrebers neuen Cam. Schr. Il, S. 391. Zweifel gemacht worden. b) Dieß wurde erſt in Leipz. Saml. 11.'S. 712. behauptet, aber ebendaſ. 111. S, 121. auch ver? worfen. CG.„2599. Die Färberröthe oder Krapp(Zubig tin&orum. Franz. 1a Garance) fömmt zwar in mancherley Erdreiche fort, doch am beſten in lockerm und etwas ſandigem. Das Land, ſo dazu vorher im Herbſie ge- pflügt und gedünget worden;, wird im Frühjahre noch einmal gepflügt und geeg- get, und älsdann werden die Wurzeln, einen Fuß weit von einander, und einen Fuß tief, auf ſchmalen Beeten dergeſtalt in die Erde gelegt, daß die Keime in die Höhe ſtehn. Die Zwiſchenräume werden vom Unfraute rein gehalten, zuweilen aufgerührt, und im Herbſte,.wann das Kraut verwelket, wird die Erde vermit- telſt des Pfluges an die Pflanzen ge- worfen. Memoires fur 1a garance& ſa culture, avec Ia deſcription des&tuves pour 14 deſſücher,& des moulins pour la pulve- ] rifer. VILL Von Handelskräutern. 245 riſer. par vv HaMEL Dv Moygpau a Paris«..1757.: 4- Schwed. Abhandl. XVIl. S, 15, T7eue ökön. LTachr. 11. S. 628. Schriften der Berner Geſell. 1765. St. I5: Os 1354 HZannöv. nünzl: Saml. 1757. «/ Schleſ. ökon. Saml. 1. S, 273- Phyſikal. ökon. Auszüge 11. S. 536 Muſeum vufſtic.1. S. 267, 287+ und U. Sr 14, 286. und VII. S. 299« Schrebers Saml. 1. S. 35. von Juſti ökon. Schrift. 1. S. 342 Phyſikal. ökon. Patriot. 1. S. 33- Allgem. Haueh. u. Landwiſſ, V. S. 33« Kön. Preußiſches Circulare vom Röthe- bau, und"wie die erzeugte Röthe zum Gebrauch der Färberenyen gebührend zu? gerichtet wird. 1756. in Nov. corp. conf?. March. Il. S. 34:= Phyfſif. ökon. Auszüge 1: S, 292. 1. Wilde Säörberröthbe werden. von einigen ein Paar Pflanzen genant, deren Wurzeln gleich? falls roth zu färben dienen können, die aber mit der wahren Farberröthe nicht einmahl ei?| nerley Geſchlechts ſind; nämlich A/pern/a tin-| &oria Lin. und Galium boreale. Bon jener| handeln Zinne' Sotbländiſche Reiſe S. 2556.(1 Di: Schwed,| 245 Erſten Theils I. Zauptſtücek. Schwed. Abhandl. IV. S. 27, 1. und VU. GS. 288. von leßterer aber LIN. Flora Lapponica n. 63. und Schwed. Abhgndl. IV. S. 28, 2. Die wahre. Färberröthe( Lud. tine.) wächſt wild in eintgen Gegenden von Frankreich, Italien und auch, wie Ruſſel in nar. diſtory of „Aleppo. p. 32. meldet, um Aleppo. . In neuern Zeiten hat man eine Färberröthe aus den Gegenden von Smprng erhalten, die daſelbſt, hauptſächlich auf den Feldern von Akbeſſar, KRurder und Jordas wachſen, und da? ächke Roth von Adrianopolis geben ſoll. Sie ſoll dort Chiocboy3, Eme oder 55gz3alg, von den heutigen Griechen Lizart, und von den Arabern Souoy genanf werden. H. Tſchifs feli in den Schriften der Berner Seſell, 1765. St.1. S. 145, 149. ſagt,"ſie unterſcheide ſich „zur von der Seeländiſchen Rökhe durch ein „ſchwächeres Anſeljn, durc< rahne Aehren, ,, durch minder breite, minder rauhe, minder 5 grüne Blätter, durch kleinere, aber weit „ mehr durchſcheinende Wurzeln", zudem ſoll ſie weniger Ableger, aber deſio mehr Samen, und zwar ſchon im zweyten Jahre, hervorbrinz gen. Ein Färber in Speyer, der ſich Pfan= nenſchmidt nennuet, hat davon Samen zum Verkaufe ausgebothen, und ich war ſo glück? lich, etwas davon zu erhalten. Einige Kör? ner ſteckte ich im vorigen May, als ich ſie ers Hielt, in ein nach Art der Miſtbeete zubereite? tes Gartenbeet, das mit der Nordſeite an ei-. ne hohe Mauer ſtieß z aber die wenigſten gien? gen auf, und dieſe wuchſen ſo lang langſam, vis ich ſie in ein viel weniger gedüngtes Beek verſeßte. In eben ein ſolches lo>eres, und ſehr wenig gedüngtes Gartenbeet ſieckte ich die ubrigen Körner. Sie giengen alle auf, eb. na VII. Von HZandelskräutern«. 247 nach drey Monaten hatte ich eine Menge Schößlinge. Gegen den Herbſt zeigten ſich einige wenige kleine gelbliche Blumen, denen aber kein Samen folgte. Noch zur Zeik finde ich keine Urſache, ſie für eine beſondere Art zu halten, wiewohl ich den von H. Tſchiffeli an- gegebenen geringen Unterſchied, auch bemer- ke. Ob aber die Wurzeln eine vorzügliche ro? the Farbe geben, werde ich künftig verſuchen. Die Rubia peregrina des Linne", welche ich im Upſaliſchen Garten geſehen habe, hat weit gröſſere und weiſſe, wohlriechende Blumen, ihre Blätter ſind auf der öbern Seite glatt, und haben auf der üntern drey ſehr merkliche Nerven. Sie iſt alſo von der ſo genanken 5885 3zalg gewiß verſchieden. 6.155291. Nach zweyen oder. dreyen Jahren wer- den die Wurzeln im Herbſte aus der Erde genommen, vom Kraute und Scnet. G„3053, Im vierten Jahre werden die Zwiebeln um Johannis wieder aus der Erde ge- nommen, von ihren jungen Nebenzwie- bein getrennet, auf einem lüftigen Boden getrocknet, und im Auguſt wieder in ei- nen neu angelegten Safrangarten ver- pflanzet, Der Erſten Theile 1. Zauptſtück. 14 IE Der-Bau des Saflor oder Slor(Carrhamus tin- IN&orius), den einige, wiewohl fälſchlich, auch wilden Safran nennen, iſt weniger vortheil? haft. ſ: Allgem. 558vß. u. Zandw. 111. S. 279. (ee 52.308, |" Das Süßholz-(Glyeirrln2a: glabra iW| Lin. 7) nimt mit einem lockern, etwas ſandigen Boden vorlieb, den man zu dem | Ende das Jahr vorher, mit Miſterde vin dünget, und“wenigſtens eine halbe'Elle | tieſ umarbeitet. Die Wurzeln, welche wenigſtens zehen: Zoll lang, und mit ci» nem Auge verſehn ſeyn müſſen, werden im Frühjahre eine Elle weit von einander ſo tief eingelegt, daß das Ööberſte Ende | faſt noch zween Zoll hoch mit Erde bedeckt 10! wird. Bp Allem. ZHauß. u. Landw. Ul, S,. 186, j, Muſeum rvufic. Il. S. 21, Schwed. Abhandl. Vl. S. 226, Sränt. Samlungen V. S. 523. | von Juſti ökon. Schr. l.'S,. 323: 1 Rohrs Einleitung zur Landwirth. Kunſt der Teutſchen S«. 151 Da VII: Von HZandelsFröutern. 253 Da man diefe Pflanze in England, wo doch- ein Morgen wenigſtens noch einmahl ſo hoch, als in den meiſten Theilen von Teutſchland ge- nußet werden kan, mit groſſem Vortheil er? zieht, und der Preiß des Süßholzes bey uns und in England faſt einerley iſt 3 ſo ſieht man leicht, wier ſehr man«Urſache habe, den Ans| bau deſſeiben zu empfehlen. Ju Franken und| beſonders in..der Gegend um Damberg wird es auch würflich gebauct. G+ 392 Nachdem die Wurzeln drey oder vier Jahre im Lande gelegen haben, in wel: cer Zeit zuweilen das Unfraut weggeräu- met, und die Erde aufgehacket wird, wet den die gröſten zum Verkaufe herausge» hoben, und die kleinen, oder die Neben- wurzeln zum künftigen Zuwachſe, den man durch neue'Miſterde befördert, in der Erde gelaſſen, oder wie die meiſten anrathen, in ein friſches Erdreich. ver- pflanzet, 254 Brtrſten Theils Il. Zauptſtück. Zweytes Hauptſtü, Von der Viehzu""cher ſich mit Erziehung und War- tung'des nüßlichſten Viehes beſchäftigt, wird die Viehzucht genant. Dieſes Bieh iſt entweder zahmes oder wildes. Jenes, welches die beſtändige Vorſorge des Landwirths genieſſet, wird theils zur unmittelbaren Nußung, theils zum Be- huf des Ac>erbaues, nämlich zur Arbeit und zur Erhaltung des nöthigen Dün- gers, unterhalten. 9. 304- Bey Beſtimmung der Wahl und der Anzahl deſſelben hat man“ auſſer den all- gemeinen Regeln(5. 13.), vornehmlich folgendes zu überlegen? 1. Die Menge und Beſchaffenheit des vorräthigen Fut fers. 2, Die Gröſſe der jährlich zu beſtel- lenden I. Von den Pferden. 255 kenden Felder, und die dazu nsthige An- zahl des Zugviehes. 3. Die Beſchaften- heit und Menge des jährlich erforderli - zähne(dent. molares). Für das hohe Illter ſind die Kenzeichen ungewiſſer, wie denn auch ſhon jene einige Ausnahmen leiden. 6. 308, In der Landwirthſchaft müſſen beſon- dere Pferde für den Wagen, und andere für ven Sattel gehalten werden; indem es ſchädlich iſt, ein Pferd wechſelsweiſe zum ziehen und reiten zu gebrauchen, Zu IWagenpferden wählet man ſolche, welche eine breite Bruſt, ſtarke Knochen, in a) I. Von den Pferden. 259 faſt einerley Höhe haben. Zum Pflügen iſt jedes ſtarkes Pferd gut genug. 6. 309. Ob ein Landwirth mit gröſſerm Nußen Pferde ſelbſt zuzieht, oder Fohlen anfauft, kan man nicht allgemein beſtimmen z in? zwiſchen wird es mehrentheils-vortheil- haft ſeyn, Stuten zu Ackerpferden zu ha- ben, ſolche um das andere Jahr von gu- ten Hengſten belegen zu laſſen, und alſo den Abgang au Pferden ohne Ankauf zu erſeßen. Oekon. LTachr. Il. S. 6614 Stutereyen erfodern einen Aufwand, der ge? meiniglich das. Vermögen keutſcher Landwirz the überſteiget. Anweiſung zur Anlegung und Unterhaltung derſelben findet man in G, S. Ypinter von Adlersflügel StuütereYy, das iſt wohlbeſtellte Fohlenzucht, XT7ürnberg. 1703. Rragauyſens Geſtüt-Garten. Frürnb. 1724. 12. V.+ 2,108 „Zur Zucht muß. die Stute wenigſtens vier» und der Beſchaäler wenigſtens fünf Jähre alt ſeyn... Das Belegen wird.um den neunten Tag bis zur. Empfängniß wiederholet,/. und Stuten, welche jähr R 3 lich 8666 Brſten Theils 1. Sauptſtück. lich tragen ſollen, werden den neuntett vder eilften Tag nach der Geburth, dem Hengſte wieder zugeführt. I..C.. Zehentners Kurzer und gründli- cher Unterricht von der Pferdezucht, Berlin 1754+ 8+ (Des H. Stallmeiſters Ellerhorſts) Er: fahrungen und Anmerfüngen von der Mudtuhe in Zanndv.»Landwo. Geſell. 1. S. 181, Treue ökon. LTachr. 1.'S. ubr. Hannöv. Beyträge 1759. S. 370 Chr. Zorns vollſtändiger Unterricht=von Erziehung der Pferde, nebſt Mitteln wider alle Krankheiten derſelben. Erf. 1768, 8+ 41113404 Die Füllen, läſt man gemeiniglich vb fünf oder ſechs Monaten abſeßen( abbin- den, abſpänen, abnehmen), und ent- wöhnet ſie der Muttermilch durch Kleyen; Heu und grünes Futter. Ihre Ställe müſſen geräumig ſeyn, und im Sommer läſt man ſie bis zum Anfange des Ms es, ME EE Be 1. Von den Pferden.' 261 ſte8s, Tag und Nacht auf der Weide. Nach dem zweyten Jahre wird es bedenk- lich, die jungen Hengſte in Geſellſchaft der Stuten zu laſſen. R 210 Die Abrichtung der Füllen wird im Al- ter von zweyen Jahren angefangen, da ſie erſt an der Linie geführet; nach dem dritten Jahre aber in Geſellſchaft anderer Pferde geritten, oder, wenn ſie Zugpfer- de werden ſollen, eingeſpannet werden. „Zaush. U. Fand. l. S. 710. 6. 313» Das Wallachen(reiſſen, legen) ge- ſchieht gemeiniglich, wann der Hengſt im dritten Jahre iſt, im Frühlinge oder Herb- ſte, und zwar durch einen Schnitt, oder durch Klopfen(lähmen). Veberhaupt wollen einige die Thiere enkmannen laſſen, ehe ſie entwöhnet worden, andere wann ſie ein Jahr alt geworden, und noch andere, wann ſie ſchon einige Jahre zurück gelegt ha? ben. Leßteres iſt zu gefährlich, im erſtern Falle bleiben vie Thiere gemeiniglich zu ſchwächlich, der mittlere Fall ſcheint alſo der ſicherſte zu ſeyn. 2 R 3 6. 34.5 2562 Brſten Theils Il. Zauptſtück. | | 8. 314. || Bey der Futterung der Pferde iſt vor- | nehmlich auf Ordnung und Reinlichkeit zu ſchen. Das ganze Futter darf ihnen nicht auf einmal, am wenigſten aber den von der Arbeit kommenden Zugpferden, Gunga | Nächſtdem iſt zu ihwr Erhaltung die 00 Reinigung der Streue, das Striegeln und „ji das Schwemmen nothwendig. j j]| vorgeſchüttet werden.' y| Im 15ten Theile der Schwed. Abhandl. S, 292. "4 iſt, ſtat des Habers zum Pferdefutter, Brod yy von Roggen und Haberſchrot empfohlen, (" || | 1| Wirthſchaftliche Regeln, die man bey der War» Mp) tung der Pferde zu beobachten hat, in Geſell» yy] ſchaftl, Erzählungen 11. S, 129, DENN NN 6. 316, 1] Das Beſchlagen der Pferde geſchiehet h| zwar von den Hufſchmieden, aber dennoch || muß ein Landwirth darnach zu ſehen wiſ- || ſen, daß die Füſſe nicht zu tief ausgewür- | Fet, oder vernagelt, oder auf irgend eine |) 00 andere Art dabey beſchädigt werden. Der? 1], Von den Pferden. 263. Dergleichen Schaden zu vermeiden und zu ver? beſſern, lehrt Jerem. Britges Verſuch einer genauen Zergliederung des Pferdefußes, aus dem Engliſchen in Schrebers neuen Camergls ſchrift. IV. S. 126. O:-317% Die Pferdeſtälle müſſen dergeſtalt ein- gerichtet werden, daß ſich die Pferde nicht unter einander. beſchädigen können; der Boden muß feſt, eben und etwas abhan- gig ſeyn; die Krippen und Raufen müſ- ſen die gerechte Höhe haben, keine Gele: genheit zu Verwundungen und übeln Ges wohnheiten, no<: zur Zerſtreuung und Verderbung des Futters geben. GG. 208. Die Roßarzeneyen ſind bisher, ſo wie überhaupt alle Vieharzeneyen( 4 vete- rinaria, mulomedicina) den Hufſchmie- den und ungeſchickten Pferdearzten über- laſſen worden, und erſt vor wenigen Jah» ren hat man in Frankreich angefangen, BVieharzeneyſchulen(Lcoles veterinaires) zu errichten. 1. Die erſte Schule iſt von dem; wegen verſchiede? ner Schriften bekanten Bourgelat zu Lion, und hernach auc eine zu Limoges, und in der R 4 Nach? A/E 264 Brſten Theils II. Zauptſrück. Nachbarſchaft von Paris errichtet. worden. Nachricht von ihrer Einrichtung und Urtheile darüber, die jeßt nicht mehr ſo vortheilhaft ſind, findet man in Schwed. ökonom. Wo- Henblatt 1. S. 356. Zgußvater 11. S; 471. »Zannöv. Nag. 1765. S. 1058. Fournal oecon, 1765. - Weil die Krankheiten des Viehes noh tticht genug unterſucht, und alſo auch nicht hinrei- 7%„FP; 22 I. Von den Pferden. 267 =». Den Spath haben einige ehemals fälſchlich für einen Knochenauswuchs(exoſtalis) gehal ten. S. 536nn6v, Landw. Geſell, 11. S. 18. CG, M 420. Der Eſel verdienet, ungeachtet ſeiner Trägheit, weil er bey ſchlechter Koſt und Wartung Laſten trägt, und. in lockerm Lande den Pflug und die Egge zieht, we- nigſtens im Sandlande angezogen zu werden. Lehrbegriff ſämtlicher 6kon. Wiſſ, 1. S. 144. Allgem. Hauß. u. Land, Wiſſ. 1.'S« 7235 67... 3280 Beyde Geſchlechter ſind nach dem zwey ten Jahre zur Zeugung geſchit. Das Belegen geſchieht im Frühjahre, und die Füllen mögen fünf bis ſe Il, Von den Schafen. 277 Dritter Abſchnitt. Von den Scen. jj ner Saml. auserleſ. Schr. aus. 1 jW 5. L. Zückels Abhandlung vom Schaf- [| vieh. Sraigard 1745. 8. (1 IJ. C. Hirſch redlicher Schäfer, oder um? | ſtändliche Beſchreibung einer Schäferey« j/ Anſpach 1764. 8. | C. A. Geutebrücks Unterricht von Scha- fen und Schäfereyen. Erfurt 1765. 835 2 Theile. Ellis von der Schafzucht„ überſeßt in Xl. Bande von Schrebers Saml. Das Original iſt zu Lond. 1748. 8. gedruckt. | LINNAB1 difl. ovis in amoen. acad. IV. | p- 269=„sZann6öv. Beyträte 1760. j| S. 38% zucht, in ökon. LTachr. IV. S. 1. jj] Fragen und Antworten aus der Schäfer- kunſt, aus dem Schwediſch. in Schres bers LT7Teue Camer. 11. S. 315. yy 1, Einige Anleitung die gerechte Gröſſe der Heer? | den zu beſtimmen, findet man in den Schleſ. | ji öfkonom. Saml. 1. S. 41. Leipziger Sgaml. V. | SG. 771: Geutebrü& 1. S. 44.: Man rechnet | gemetz2 Kopenhagen 1756. 3. und Bern 1762. 8.“-Sie macht auch ein Stück der Ber-- 0 Herzots Abhandlung von der Schafviehs INT. Von den Schafen. 279 gemeiniglich, daß man ſtat einer Kuh„ zehet Schafe halten könne, 2. Die Schafe verwechſeln allmählig ihre erſtern- ſvikigen Schneidezähne mit breitern und ſtum? pfern, und bekommen darnach die Namen* zwey= vier= und fechsſchaufler. Daß ſie kei? ne Hundszähne haben, iſt aus der Naturge* ſchichte befant, ungeachtet Geutebrü> und an? dere das Gegentheil aus Misverſiand behaup* ten. 3. Hier verdienen die ſo genankfen Zeidſchnaken, oder Seidſchnuen, die man im Lüneburgi- ſchen und auch in der Mark hat, eine beſon- dere Erwähnung. Bey dieſen ,. die ſich auf den Heiden die Nahrung ſuchen, und im Win? ter mit wohlgetro>netem Buchweißen- Stroß vorlieb nehmen müſſen, iſt die ſck 1. S, 219» SG. 349: Der Heerde muß täglich reines und friſches Waſſer angebothen werden z; ob- gleich der gefährliche Irthum, Scafeſehr ſelten oder gar nicht zu tränken, noh ei- nige Verfechter hat. von Juſti ökon. Schriften 11. S. 451 GG. 35% 284 BLrſten Theils il. Zauptſtück. | Ibn] | Das mäßige Salzlecken dienet dieſen:| ji| Thieren vor allen andern zur Geſundheit.| jh Man wählet dazu Steinſalz 3 in Ermange?| || lung deſſen giebt manihnenKüchenſalzin ei| genen dazu bereiteten Rinnen, und ver?| miſchet es auch wohl mit allerley Kraus| fern,! 4 von Juſti ebendaſelbſt Il. S. 439»(| Vo 3 515 Die Nußung der Schafmilch ſcheint eit betrieglicher Gewinn zu ſeyn; indem da-| | bey die Mütter und Lämmer entkräftet 4 werden, und die Wolle verringert und j verſchlimmert wird. yyy 6. 352. vj! Die Schafe werden in einigen Ländern | einmal, in mehrern aber zweymal jähr-| " lich geſchoren. Der von einigen gegebe- ne Rath, die zweyſchürichten Heerden zu einſchürichten zu machen, hat Gründe und| einige Erfahrungen vor ſich.| m undtm eg nnen jh Hannöv. ÜJag. 1768, S. 983« | n' Lehr:| | zen 111. Von den Schafen. 285 Sehrbegriff] ſämtl. ökon. Wiſſ. 1. S. 197+ von Juſti ökon. Schr. 11. S. 479. 62.18 992 - Eben ſo wird auch das Schwemmen oder Waſchen der Schafe vor der Schur, nicht ohne Grund von einigen für nach- theilig gehalten. Br: 454 Die abgeſchorne Wolle muß gleich ſortiret werden. Die vorzüglichſte iſt die vom Rücken, nächſt dieſer die von den Seiten, die ſchlechteſte aber iſt auf den Schenkeln. Auch die Wolle der Läm- mer darf nicht mit der übrigen vermiſcht werden. Churbraunſchw. Edict daß die Schafe in der Scheerzeit tüchtig gewaſchen, auch die Wolle mit Sande oder anderer Un- reinigkeit nicht vermiſcht werden ſolle. 1705. in Braunſchw. Calenb. Ord. C. 4. S« 988, 990» Edict, daß die Wolle, mit unbrauchbaren koc>en oder Sterbwolle nicht vermiſchet, noch ein Schaf wegen des Grindes-- an 286 BLrſten Theils II. Zauptſtück, än der Haut mit Theer beſchmiert, ſon: dern mit Tobackslauge gewaſchen, auch klarhärigte und weiſſe Schafe, welche gefäeivige Wolle tragen, angeſch aft werden ſollen 1712« ebendaſ. S. 991, 995, 996. Königl. Preußiſches Patent, daß in allen eh der Chur- Mark bey den fell Wollſchuren die Lämmerwolle beſonders Ny Efe und verkauft werden ſoll, 1734+ Mi in MyYL11 corp. conftit. March. V, 2. "A 1.) S«. 387« x. Allerley Vorſchläge zur Verbeſſerung der Schäf? wolle findet man in H Schlettweins Preiß- ſchrift im 5Zamb. LTag. X1X. S. 170. und in N den von ihm herausgegebenen Schriften zum j Vortheile nürzlicher Wiſſenſch. II. S. 81 fer? ner in ökon..&Tadr„V.,.S: 2674 VL“S.,-235. WINE! und XII. S. 299. Zeipziger Saml, VUl. S, f 66. und X. S. 138. | 2. Der ſonderbare, zund der Futterſchäferey(6. " 346.) ganz entgegengeſeßte Vorſchlag des Chau- | vel de Peron, nämlich eine wilde Schafzucht (| anzulegen, könte leicht durch Gründe wider? legt werben, wenn ſolches nicht ſchon die Er? N|| fahrung gethan hätte. S, Zannöp. HTag.1768« ) S. 987. GeutebrüF 11, S,. 3. Schrebers Saml. V. S,. 73 Dad. dr. Sam Sui d=o EP III. Von den Schafen, 287 G. 1955 Die Schäfer ſind entweder Pachtſchä- fer, denen die Triften verpachtet, oder denen die Heerde als eiſern übergeben wor- den; oder Lohnſchäfer, welche Koſt, und ihren Lohn in baarem Gelde bekommen, und keinen Antheil an der Schäferey ha- ben; oder Setſchäfer(Gemengeſchäfer), denen ein gewiſſer Theil der Heerde gehs- ret, und die alſo an Nußen und Schaden derſelben Theil nehmen. Lehktere ſcheinen der Heerde ohne Streit.den gröſten Vor- theil zu verſprechen, ſo wie hingegen die Cohnſchäfer den geringſten. 3. Verſchiedene hieher gehörige Abhandlungen und Berechnungen, ſtehn im erſten, zweyten und dritten Bande der Schleſ. ökon. S«ml. Auch gehört hieher der ausführliche Unterricht von der Schäferennußung nach Brandenbur4 giſchem Fuſſe in ökon. X7achr, Xl, S. 471 2. Bey dem Ueberfluſſe der Futterung, und dem Mangel einer dazu gemäßen Anzahl Schafe, fremde Schafe in die Koſt zu nehmen( Haltes vieh), wird in der Landwirthſchaft mit Recht für einen Fehler gehalten. 9% 3,50 Eine der gröſten Schwierigkeiten bey den Schöſereyen, ſind die vielfältigen und liſtigen 288 Brfſien Theils Il. Zauptſtück. liſtigen Betrügereyen der Schäfer, die ein Landwirth jederzeit vermüthen, und deswegen kennen und zu verhüten wiſſen muß. Leipz. Saml. 1. S. 945. und Vl. S. 992. Hieher gehören auch die verſchiedenen Schäferordnungen, die Bergius S. 459+ angezeigt hat. Seng5i: Zu Scafhunden werden lieber weis- harichte, als dunfeiharichte genommen. Man giebt ihnen einen Halsband, der mit eiſernen Zacken verſehn iſt. Von der Art ſie abzurichten und ihrer War? tung ſ Schrebers neue Saml. XI. S. 24. In Schweden haben die Schäfer die Hunde blos zur Gegenwehr wider die Wölfe bey ſich, und bedienen ſich der Kunſt nicht, ſie dergeſtalt ab? zurichten, daß ſie die Heerden bey einander erhalten helfen 5; ungeachtet die Lappen auf dieſe Art ihre Renthierheerden regieren. GG... 358348 Im Herbſte und Frühlinge werden die Heerden gezählet. Einige nehmen auch die --Z2 FESSELN de INI 20663 7 BERS I rA 11. Von den Schafen. 289 die Zählung alle Monate, oder gar alle Wochen vor. Geutebrück 1. S. 131. 6. 359. Nach der Herbſtzählung werden die ausgemerzten Stücke,- theils zum VWer- brauche, theils zum Verkaufe, angewen- detz» dahingegen dieſes im Frühlinge ge- meiniglich mit geringerm VWortheile ge- ſchieht.- In einigen Gegenden iſt es auch vortheilhafter, Lämmer zu verkaufen. GE 1360 Unter den Krankheiten der Schafe, iſt eine der gewöhnlichſten die Räude(Grint, Kräße, Scabies), welche dergeſtalt an- ſteckend iſt, daß ſie niemals, vder ſelten, unter einer einmal damit befallenen Heer- de ausgerottet wird. Man unterſcheidet daher die Heerdenin reines und Schmier- vieh, welcher Unterſchied alſo nichts we- ſentliches zum Grunde hat. C. T. RevSss(praeſ. G. F. SiGwART.) diſl. de ſcabie ovium. Tubing. 1763. 4. von Juſti ökon. Schrift. 11. S+482. T Sanndv. Mg LINE 010g HEM 299 Brſten Theils IL. Zauptſtück, Zannöv: Saml; 1757.'S. 945 H„Hannöv. Landw: Geſ, Il. S,. x1.. Reſcript, wie es zu halten, wenn die Räu- de unter den Schafen bemerkt wird, in Mv üLr1 conftit. March. 1, S. 811 8. 361 Die Krankheit der Leber(Hepatites); welche oft mit der Gelbſucht verbunden iſt, und zuweilen in die Waſſerſucht aus artet, entſteht von den ſo genanten Egel: ſchneden(Faſriolae hepaticae Lin.Y), welche die Schafe mit faulendem Waſſer|. in ſich ziehn ,/' und wider welche die Natur| ſie Salz lecken gelehrt hat.| Die Egelfchnecken in den Lebern der Scha? fe„und die von dieſen Würmern ent?| ſtehende Schaffrankheit, beſchrieben von| TJ. C. Schäffer, mit einer ausgemahl- ten Kupferplatte. Regengb. 1753.-4- Ohne Kupfer iſt ſie auch. in Hannov. nüßgl. Saml; 1757. S, 762. eingerückt worden. Memoire ſur l"Hydropiſie epidemique qui ſurvient ſur la fin de l Hyver,& au commencement du] printemps, aux ' mOy- IV. Von Ziegen. 291 moutons. par: M. GRo0S. in Fournal de 1' agriculture. Juillet p. 68. NEN 3.622 Von den übrigen Kranfheiten ſind no< die Lungenſucht, der Schwindel und die übeln Zufälle, die einige Inſecten dieſem Viehe verurſachen, zu merken. Haſtfers Unterricht S. 97, 99, 225, 228. : Zu dieſen Inſecken gehören Zippobosca ovina, die der Wolle ihres Aufenthalts eine grüne Farbe verurſacht 3 Acarns reduvius und A.ricinus; pedz- culus ovis, ſv durch ein Decock vom Toback verfrieben wird. Vierter Abſchnitt, Von I. 1,258..2050. Inhalt. Zucht der gemeinen Ziegen F. 363 8 3565. Angoris ſche Ziegen 0. 356. 6. 363. Di“ Ziegen können in der Nachbar- =- ſchaft der Hölzungen und Garten Tn 2 nicht 292 BPrſten Theils Il. Hauptſtück. nicht wohl ohne Nachtheil, hingegen mit groſſem Vortheile, wegen ihrer Milch, Häute, Haare, Unſchlitt und wegen ih- rer Fruchtbarkeit, in felſichten und un- fruchtbaren Gegenden gehalten werden. ZB. L. Zückels Abhandlung von den Zie: gen*und zahmen Schweinen, Srankfs 11: SLeip3«+ 1756+ 8+ Der redliche und aufrichtige Schäfer, nebſt dem fleißigen Geiß- und Ziegenhirten«. erurnb.«. u+ Prag 1710, 12: Allgem. Haush. u. Landw. 1. S. 803+ In Schweden weiß man den Ziegen dadurch, daß man den Lämmern, gleich nach der Geburth, eine kleine Sehne am Hinterfuſſe, hinten an der Klaue, abſchneidet, das Ueberſpringen zu zu verwehren. Linne" YWeſtgoth. Reiſe S. 111 9. 364 Sie ſind vom zweyten bis zum achten Jahre zur Zeugung geſchickt. Die Bes gattung erlaubt man im October und No- vember, und erhält dafür um Oſtern oft zwey, auch zuweilen drey Eammer. Ei- nige Ziegen werfen zwey mal im Jahre. 6. 365. TD>H =>. IV. Von Zietten. 293 6." 365: ohr Winterfutter beſteht in aufgedör- retem Laube und Graſe- Inihren Stal- len verlangen ſie Reinlichkeit. 6: 366: In Schweden und Frankreich hatman mit glücklichem Erfolge, die wegen ihrer vortreflichen Haare weit nüßlicheren Ant- goriſchen Ziegen zu erziehen angefangen. Schwed, Abhandl. V. S. 222. Schrebers Saml, Ill. S, 98, Hanndv. nüt. Saml. 1758. S. 706. Juſti ökon. Schr, 11. S, 463. ZBuffons Lraturtgeſchichte Il, 1. S. 41. x, Die Verarbeitung der Haare dieſer Ziegen, die man ſchon in Schweden zu Alſingos,-wo man eine zahlreiche Heerde hat, mit Vortheile treibt, kan jedoch noch nicht zur Vollkommenheit ge- bracht werden, weil dazu die Wurzel einer ausländiſchen Pflanze,( 89rago orientalis) er? fodert wird z wie mir H. von Linne" verſicherte. 2. Dieſe Haare ſind im Handel unter dem Namen Kameelbagre oder Kämelbgare bekant; wiez wohl man auch darunter würkliche Haare von Kamelen verſteht, die dieſen Thieren im Früh? jahre am Schopfe- Rücken, Bruſt und Bau? che ausfallen, und die auch verarbeitet wer? T3 den, 234 Brſten Theile Il. Zauptſtück. den, aber viel woblfeiled als die Haare der Ans goriſchen Ziegen ſind. Einige meynen fälſch- lich, daß auch die Vigogne Wolle oder Vi= cunna YDolle, die aus Perou zu uns komt, von der Kämelziege genommen werde. Denn dieſe DONE rothe Wolle gehöret einem amerikaniſchen Thiere, ſs bey Linne' Came/us pacos heiſt: Auch Homgrre irret, der in ſei? nem Wörkterbuche, Pacos und Vigogne für verſchiedene Thiere hält. Fünfter Abſchnitt. Von Schweinen. FF Galkakeinmeebeegndädinzdtmien Inhalt. Zucht derſelben 6* 357- 3729- Warkung|. 371. Maſtung 6. 372. Krankheiten 6. 373. Chine- ſiſche Schweine S. 374- 9. 367«+ TD Schweine gehören zu dem nüßlich- ſten wirthſchaftlichen Wiehe, und Geiter mit dem geringſten Futter vorlieb. Jedoch darf ihre Anzahl nicht übertrieben werden z indem ein gröſſerer Nußen von wenigen 150 Oi 0 Mn zu erwarten u als Vv. Von Schweinen.„295 als von mehrern, die ſchlecht gewartet werden.' Zannsöv. Landw. Geſ- 1. S. 267« Oekon. LT7achr. VI, S. 343 I. C. Hirſchs Samlung verſchiedener LTachrichten 11. S. 54+ Le nouvellifte oeconom. II, p. 119.= öfo- nom. VTachr. I. S. 128.= Hamb. Wat. XXVI, S. 535. woſelbſt auch S. 542. eine Menge hieher gehöriger Schrif? “ten angezeigt worden. 24. 6680: IN Se Der Eber(Kempe, Hauer, Hackſch, Behr) ſoll wenigſtens anderthalb Jahr alt ſeyn, ehe er zur Begattung gelaſſen wird. Alsdann giebt man ihm 8. bis 12. Säue. Nach vier Jahren wird er ſeiner Dienſte erlaſſen, entmannet und gemäſtet. 5. 369. Die Säue läſt man alle zugleich, nach einem Alter von zweyen Jahren, im Ock0- ber und Marz belegen. T 4 GS. 3702 235 Brtten Theils Il. Zauprtſtück. 6. 17570 Die Ferkeln läſt man fünf bis ſechs Wochen ſaugen, und die mehreſten be- ſtimmen dieſe Zeit für die Entmannung ver Schlachtſchweine. Wiele werden als Spanferkeln verſpeiſet. Von Erziehung der Ferkeln, fs Four. 0e- conom. 1758. P- 157- Um das ſchädliche Wühlen zu verhüten, müſſen die Schweine geringelt werden;. oder man ſtecke ihnen ein Gabelförmiges Eiſen mit ei- nem Ringe in die Raſe. ſ. Allgem. Zgaußb. 1. S. 801. oder man zerjſchneide ihnen, ſchon in der Jugend, zu dem Ende diejenige Sehne, die den Rüſſel in die Höhe zieht. ſ. Linne“ Weſt= gothiſche Reiſe S. 119. 9:70 INC In den Ställen müſſen die Tröge mit Latten verſchlagen werden. Jedes Mutterſchwein aber verlangt mit den Jun- gen einen abgeſonderten Stall mit frey- ſtehenden Trögen. 974 120722 Die Maſtung wird gemeiniglich, im Herbſte, vorgenommen. Das Futter muß allmälig vermehret und verbeſſert, auch zuweilen verändert werden. Zan: V. Von Schweinen. 297 HZannöv. Beyträte 1760.) S. 1051, Von der Eich- und Buchmaſt ſ. oben, 8. 208». 6. 373» Eine der gewöhnlichſten Krankheiten dieſer Thiere, durch die ſelbſt das Fett der- ſelben den Menſchen ſchädlich wird, ſind die Finnen(Scrofulae), wider welche man den Gebrauch des rohen Spießglaſes ( Antimonium crudum) empfiehlet, Zanndv. Beyträge 1760. S.271 Hamb. VIa. X. S. 136. Von der Bräune f. Schrebers neue Ca- meral Schrift. X1. S, 153. 6. 374 Die zuerſt als Ueberbleibſel der Schifs- proviſion, aus China nach einigen Orten von Europa, und auch von Teutſchland, gekommenen Chineſiſchen Schweine ( Sus chinenſis Lin.), haben, vor den unſerigen, keinen Vorzugz doch wollen ei- nige bemerkt haben, daß die aus beyder Vermiſchung erzeugten Schweine, leich- ter und beſſer fet werden. Linne' Schoniſche Reiſe S. 99:- D7 Sechſier 2908 Erſten Theils II. ZSauptſtück. aus(CmBCIESN m.... emm] Sechſter Abſchnitt, Vom Tederviehe MELLON EMR TRE GBEREEETOLE WEN IE 47260 Inhalt. Zübner. 6. 375? 379. Truthüner, C-. 385 1 381 Enten 9. 382. Gänſe 9. 383/384. Tauben 5. 385- NA 2780 “ je Federviehzucht iſt zwar in der Nach- barſchaft volkreicher Städte ungleich vortheilhaftcr, als in andern Gegenden z inzwiſchen muß ſie do< allemal wenigſtens ſo groß ſeyn, daß ſie zum eigenen Gebrau- che der Haußhaltung hinreichet. Eine Berechnung der Koſten und Vorkheile von der Hühnerzucht in Städken, findet man in den Sränkiſchen Sammlungen, womit Leopolds Einleitung in die Landwirth. S,. 515. und EFharts exper. Oekon. S. 298. zu vergleiz 22%===>=== VI. Vom FSederviehe. 299 LE Fharts ökonom., S. 307+ Allgem, Haushalt. 1. S. 823+' 8. 377 Eine Henne, von der man Eyer erwar- tet, wird mäßig, und zwar zu der Ab- ſicht am beſten mit Buchweißen und Hanf». ſaat gefuttert. Zum Brüten, wozu die „bequemſte Jahrszeit der Frühling iſt, iſt eine zweyjährige und noch altere Henne einer jungen vorzuziehn. Von Exziehung der jungen Hühner ,- ſiehe HZanndv. nüg. Samt. 1756. S. 1565. " 1. Vielleicht werden die lehrreichen Verſuche des H. Regumürs und anderer, die Eyer durch Kunſt auszubrüten, auch dereinſt der Lands wirthſchaft nüßlich. Anleitung dazu geben: L'art de faiveeclovrre& d'elever en toute ſaiſon des oiseanx domeſliques par M. DE REAU MUR. 3 Paris 1749. 8. 2.'Tomes. wovon zu Leipzig eis ne fehlerhafte Ueberſezung herausgefommen, unter dem Titel: Die Kunſt alles ZSedecvielh in jeder Iaghrs3zeit häufig zu ziehen. Meynro:res de 1 academ. des Sciences d Berlin 1749. pP. 72« „amb. UTag. XIX. S. 118.»3annöv. Anzeig. 1751. S. 654. Der zum Ausbrüten erfoder? liche Grad der Wärme iſt 965= 982 Fahren. = 3229. Reaum. 2. Wie die Kapaunen zum Ausbrüten zu zwin? gen, f. zzannöv., Beyträge 1762. S- 395, 782| 1261. j 3. Die 300 BLrſten Theils 11. Zauptſtück. 3; Die Eyer können lange Zeit unverändert auf- gehoben, werden wenn man ſie mit Schöpſen- kalg„oder mit Fürniß überzieht, oder wenn man ſie in Mehl, Malz over Aſche aufbewahret. 9. 378: Die jungen Hühner und Kapaunen werden auf die Art fet gemacht, daß man ſie in einem dunklen Behaltniſſe, mit eis nem Teige von Weißen- oder Gerſten- oder Hirſenmehl ſtopfen läſt. Man nennet die Anſtalten zur Erziehung und Mäſtung ver ſchnittenen Federviehes, und ſonderlich der Hühner, eine Poularderie. Eckhart S. 325. Leipz3z« Saml, XIV, S, 925. Oekon. LTachr. Xl. S. 3c,. 6. 379: Unter den Krankheiten der Hühner iſt der Pip oder Zipf, der in einer Verſtop- fung der Naſenlöcher, vornehmlich der Drüſen in der Schleimhaut und auf der Zunge, zu beſtehn ſcheint, die gewsöhn- lichſte. HSanndv. Anzeigen 1754 S, 545, 473/ 758- HZannöv. Mattaz, 1763. S, 7i0. Leipz« Saml, X. S. 964, 109% Allgem. es Cg amin VI. Vom FSederviehe.' Sor Allgem. Sauß, u. Landw. IV. S. 29% 05. 5805 Die Truthühner(Puter, Calekuter, Wälſchehühner) erfodern viele Wartung; ſie belohnen aber ſolche, wenn ſie in hin- xeichender Menge gehalten werden. Le nouvelliſſe oeconom. XXIV. p. 79.= Phyſik. ökon. Patriot. Ill. S. 314 6. 381. Die Maſtung derſelben geſchieht ,- nach den zuerſt in Frankreich, und hernach auch in andern Ländern, angeſtelleten Werſu- hen, am beſten mit Wälſchennüſſen. Phyſik. ökon. Auszüge Il, S. 529- | 9. 382. Enten bezahlen, in waſſeyreichen Gegen- den, leicht die wenige Wartung, welche ſie verkangen; Maniere Welever les vies€ les canard:,& de ſe procurer des cunards- mulets. in Nouvelliſte oecon. XXV, Pp, 41» 3822 Erſten Theils 11. Zauptſtüch. GO. 383» Die Ganſe verurſachen mehr Bemü- hung, ſchaden leicht den Aeckern, und ſind weniger'nüßlich, ob ſie gleich wegen der Federn, die man den Zuchtgänſen jähr- lich zweymal maßig abrupfen mag, und wegen einiger anderen Vortheile, Ach- fung verdienen. Gedanken über die Haltung der Gänſe auf den Güthern, in Leipz. Saml. IX. (S;; 392» Von der Mäſtung der Ganſe 6könom. LT achys;IV. S+«2975 44585 Churbraunſchw. Verordnung wegen des Gänſehütens auf dem platten Lande 1714, in Calenb. Ordn, C, 4. S, 375. 9:7: 3840 Die jungen Gänſe ſind im Anfange des Sommers, dä der mit Hervortreibung der grojjen Federkeile beſchäftigte Körper, von Inſecten angegriſſen wird, den ge/ fährlichſten Zufällen ausgöſeßt, wider welche Tobacksaſche angerathen wird. Hannsv. Beyträge 1762. S. 635, 1255» HSannöv. nürl. Saml. 1757. S. 670, 941 Schre: ....»...2 pop VII. Von FSiſchen. 303 Schrebers Saml. 11. S, 364» SIEG Die Tauben machen ihren Werth dur< den Schaden, den ſie Ae>ern, Gärten und Dächern zufügen, bedenklich. We- nigſtens ſollten ſie zur Zeit der Ausſaat nicht ausfliegen. Zannöv. Beyträge 1761. S. 826- Oekon. phyſikal. Abhandl. 11. S«..655 Journ. oeconom. 1761, Pp. 16» Oekon. Bedenkt. 1. S. 312 Die Würtenbergiſche Landesordnung' befiehlt, daß jeder zur Saakzeit die Tauben einſverren ſoll. Die U3ggdeburgiſche Policen/ Ordnung erlaubet feinem, der nicht Ae&er beſitet, Taus ben zu halten. Siebenter Abſchnitt. Von Fiſchen, <<< ele eee== Inhalt. Anlegung der Fiſchteiche 6. 385- 3561. 3x g 7? 391. War der Teiche 6, 392 7 398. Karpfen|. 399 jp Sorel 304 BLrſten- Theils IL. Sauptſtück. Sorellen„S. 4032;2424- 1 Katauſchen und Schleyen 0. 495.„echte 6. 406. Feinde und Krankhei? ten der Fiſche 9. 4297- Zrebſe 6, 498, 499. 6. 1125/9617 “ ie zahme“ oder Teichfiſcherey beſteht =" darinn, daß man in Teichen(Wei- kerbau und die übrige Viehzucht die hauptſächlichſten Beſchäftigungen ausmachen. Vielmehr iſt ſie für die Brinkſiter, Kothſaſſen, Altentheiler, Häußlinge, Schäffer und. andere, uwe and- VIII, Von Bienen. 319 Landwirthſchaft zu treiben, auf dem Lande leben, bequemer. 3. Im sannöveriſchen hat das Lüneburgiſche Amt Ebfiorf die ſtärtſte Bienenzucht. In demſelben befinden ſich, nach H. Carſtens Be? rechnung, mehr als 60, Lage Bienen, die jährlich mehr als 4520, Ib. reines Wachs und mehr als 350. Tonnen Honig(deren jede 300. 1b, enthalt) geben 3 aus welchen leßtern wenigſtens 4320. Thaler gelöſet werden. Cine Berechnung der Nutzung der Bienen in reichen mittelmäßigen und ſchlechten Jahren,|. in Zeip3. Inrell. Blättern 1768. S. 593. 07 412. Der Ankauf der Bienen geſchiehet am bequemſten im Frühjahre, wobey man in- ſonderheit auf die Beſchaffenheit und das Alter der Bienen3 imgleichen auf die An- zahl derſelben in den Körben, zu ſehn har. Unterricht, was ein angehender Bienen? Fiebhaber bey Wartung derſelben zu beobachten hat; in Saml. ökondm.« Anmerk..S, 84+ 02 4135 Der Bienengarten muß einen reinen, trocknen Boden, und in der Nachbar- ſchaft einen friſchen, nicht breiten Bach haben, auch dem Rauche der Schornſtei- ne nicht.ausgeſeßt ſeyn.; 6, 414 3226 BSErſten Theils I). Zauptſtück. Ge 414. Das Bienenhauß(die Bienenſtelle) muß von glatten trockenen Brettern ge- raumig gebauet, mit gleiche weit über einander entfernten Stockwerken, mit ei- nem Dache, und gegen Mittag mit einer Thüre verſehn, auch mit einem feſten Zau- ne umgeben werden, Im Hannöveriſchen uennet man ein Lag„Bie= nen, eine ſo groſſe Anzahl von genugyam bes ſezten Bienenkörben, als an einem Orte ne? ben einander geſtellet zu werden pfiegen, und „als vou einer Perſon(Imker 5 hinreichend ges wartet werden fonnen«. 20 415: Die Bienenküörbe werden gemeiniglich aus Rockenſtroh geflochten, und mit ge- ſvaltenen Weidenruthen zuſammen ge- heftet. 6 8476 Die Stöd>>e, deren man ſich in eini- gen Ländern ſtat der Körbe bedienet, wer- den entweder aus einem Stücke Hölz ge- hauet, oder aus glatten, trocenen Bret» tern zuſammen geſeßt. Behde, ſo wohl die Körbe, als die Stöcke, werden ent- weder aufrecht hingeſtellet, und„10 0158- VIIT, Von Bienen. 32x alsdann ſtehende Körbe, ſtehende Stöcke, oder lektere auch Ständer oder ſie wer- den der Länge nach hingelegt, und heiſſen liegende Körbe, kiegende Stöcke oder La- gerſivde. 1. Beſchreibung und Zeichnung giebt Gruwel S. 79 2108. und von den Stocken ſ. Röſiners Samt. S. 348. 2. Mit dieſen Ständern haben die Beuten, oder Buten, oder Waldbeuten Aehnlichkeit, da man für die wilden Bienen, in den Waldungeg, him und wieder Fichtenbäume auf gleiche Art aughöhlet. Yuch von dieſen giebt Gruwel S. 198, Nachricht. O. 417% In denen Gegenden, wo hinreichende Bienenpflanzen vorhanden ſind, werden die Körbe oder Stöcke im Sommer iin Garten vertheilet, oder im Bienenhauſe gelaſſen. Wo jene aber bey einer zahlrei- e der meiſten Aufmerkſamkeit vor- nehmlich auf ſich gezogenz wiewohl es ſcheint, daß ſie, noch zur Zeit, einerley, Schickſal mit den Säemaſchinen haben. * Hier verdienen unter andern folgende einer Er? wähnung: 1. Apiarium anglicanum oder der vollfomme?- ne Bienenmeiſter= nebſt einer neuen Enkde? >ung einer vortreflichen Methode, Bienenhau? ſer und Colonien anzulegen, die Beſißer von den Koſten und der Mühe des Schwarms zu befreyen von Johann Gedde, aus dem Engl. 5. Auflage Leipzig 17534 8-(S. 38nn8v, gel. Anzeigen 1759. S. 33. 2. Nouvelle conſiruetion de vuches de bois, avec la facon d*y gouverner les abeilles, inventte par-M, BarTean:= Es l' hiſtoive natur. de ces inſetes. 4 Metz. 1756. wovon Schirachs ſächſiſcher Bienenyater eine Ueberſezung mit Anmerkungen iſt... Man vergleiche damit Four- ual des Scavans 1757. Adut. S. 99.= ö6kon. pbyſix. Abbandl. IV. S. 37. imgleichen Nou- vell. oec0n.. EF litter, XXI. p. 122, u. XXIIL, p-16. und XXIX, p. 137. wo jemand einige Unbequem?- +57 000 dieſer Erfindung anzeigt und zu heben uicht. 3. Memoive ſur Ia maniere de gouverner les abeilles dans les wouvelles ruches ade Bois, par M. de MaSsSaC, a Paris 1766. 8. 4. Schirahs Kunſt, Ableger mittelſt ges wiſſer Kaſten(Wieſelbrütkaſten) im May zu verfertigen. Dudißin 1761. 8. X 4 5. Des 328 Erſten. Theis-H. ZGavptſtück. 5. Des H. Advocat. Rönigs Schieber odex ColonieFörbe in Käſtners Saml. S. 233. wor? aus Ziſch S. 51. ahne es einmal zu melden, Zeichnung und Beſchreibung entlehnt hat. Feyner. gehören auch hieher Molitors Sts- Fe, Eyrichs Honigmagazine, die Vicatſchen Aufſäße: und andere Erfindungen. Neunter Abſchnitt. Von Seidenraupen JIuhalt. Anlegung der Seidenraupenzucht 6. 428. 4295"Au83 brütung der Eyer 6. 430.. Wartung der Raus pen H. 431, 432. Gefſpinſte 6. 433, 434. Erlans gung der Eyer 6. 435, 436. Ungeziefer F. 437. 0,75 2297 SIe Ine, die man in verſchiedenen. Ge- Y genden Teutichlands, und in noch nördlichern Ländern, viele Jahre durch, angeſtellet. hat, haben die Möglichkeit und den Vortheil-ves Seidenbaues für Teutſch- land hinreichend bewieſen. Er kan alſo füglich als ein'Nebengeſchäfte in der teut- ſchen Landwirthſchaft Statt finden. L'art IX. Von Seidenranpein, 329 1 art. de plauter& cultiver Tes-meuriers blancs, d'elever les vers. ad Sofie.== par TL. AvNANT.. 3 Hagau: 1744= TJ. Aunants Anweiſung zum Seidenbau, Leipzig 1759. 8 IJ. G. Angermanns Unweiſung; zum Seidenbau, woriun hier zu Lande'noch nie entdeckte Inſtrumente befindlich, ſo zu der Zurechtmachung der Seide gehös- rig: Zweyte Auflage: Halle 1763: 8: Memoives pour fervir 4 da cnlture des Meuriers E& äl Education des vers 43 Soie, par M. DELLA BOURDONNAYE DE BLOSSAC. a Poitiers, 1754. 8+ Kurze Abhandlung vom.„Seidenbaue in Berlin und der Kurmark Brandenburg. Berlin 1756. 8 Die Praktik des Seidenbaues, befiehend in drey Theilen, als die Wartung der Maulbeerbäume, der Seidenwürmer und die Zubereitung der Seide, her? ausgegeben von J. F. Thym. Derlift 176004 8» (Steinbarts) Anweiſung zum Seiden- bau=-- aus den Erfahrungen des Zülli: Von Gewin. der Wineralien. 34t Berch in Einleitung zur aligemeinen Sgauß- baltung S. 235. es ausdrückt, ein Gemiſch von kand- und Stadtgewerben, oder die Ge- winnung der Erze iſt mit der erſten Bearbeis tung derſelben, die in Scheidung der Metalle von den mit ihnen verbundenen Dingen bes ſteht, dergeſtalt verknüpft, daß ſie füglicher zu der Zandwerkspwiſſenſchgft gerechnet wer- den kan. 3. Jſt man auch gewohnt, den Bergbau, wegen ſeines weiken Umfangs, von andern Wiſſenſchaften abgeſondert abzuhand- len, Inzwiſchen haben einige der ältern Lands wirthe die Gränzen dieſer Wiſſenſchaft über? ſchritten, und ihren bkonomiſchen Syſtemen, eben ſo wie noch in neuern Zeiten E&hart, einen Abſchnitt vom Bergbau angehenket, der aber nothwendig ſehr unvollſtändig, und alſo wenig brauchbar ſeyn muſte, 5. 447+ Von dieſen Mineralien gehören hieher verſchiedene Erdarten, und vornehmlich ei- nige Arten von Thon, die zuweilen zu vortheilhaften Ziegeleyen, Töpfer-Fajan- ce- und Pfeiſſenfabriken( Argil/la com- munis, figulina, leucargilla Lin. ſyſt. nat, edit. 1768.) Gelegenheit geben kön- nens; ferner Walckerde(4. füllonica) und einige nübßltiche Sandarten, Allgem, Hauß. 1. Landwiſ. 1, S. 94« Y3 Den 342 Erſten Theils 111. Zauptſtück. Den Einwohnern des Churfürſtenthums Hänno vers.iſt die Kentniß der einheimiſchen Erdarten, durch die gnädigſte Fürſorge der Königl. Chur? fürſil. Cammex, und durch die genauen und "| vielfachen Unterſuchungen des H- Andre3, gar || ſehr erleichtert worden.. Ubhandlung über | eine beträchtliche Anzahl Erdarten, aus Sv. UGajeſtät teutſchen Landen und von derſelben Gebrauch für den Zandwirtb. Auf Befehl der Königl. Churfurſil. Cammer dem Dru übergeben..Zannover 1769. 8. Eigentlich betrift zwar dieſe jekt abgedruckte Schrift die Mergelarken, und verdient alſo den erſten = unter den bey. 6. 34- genannten Schrif? tein, oder ſie macht ſolche vielmehr vollig ent? behrlichs allein ſie unterrichtet auch zugleich die Landwirthe ſehr deutlich, wie ſie. die ihnen vorfommenden Erdarten ſelbſt unterſüchen und erfennen können. Die auf Befehl der Königl. Cammer aus dem ganzen Churfuürſtenthum zu? ſammengzebrachten, und von H. Andreg ſ9rg? fältig und vollſtändig beſchriebenen Erdarten, deren Anzahl ſich über 399. beläuft, werden jeßt in dem Göttingiſchen ödfonomiſchen Gar? ten, zum Gebrauche bey den öfonomiſchen Vorleſungen, und als Urkunden zu der oben? genanten Abhandlung des H. AUndveg, auf? bewahret. " “4 eil oi<<<=eremenai amm ät (A “= = “2 es ES SRS ES- COO EG LREUDE DS 1.'Voin Torfe.-" 34X Erſter Abſchnitt. . UB EEE T.0-t.f.e. „EE Snhalt, Kenzeichen der Torfmore h. 448. Bearbeitung des Torfes 9. 449 9 451 Verfohlung des Torfes|. 452. 3. 448, D Torf(Humus turfa L.in.), deſſen 2 Lager unter der gemeinen Gartener- de in einer ſumpfichten Tiefe iſt, wird am ſicherſten durch Erdbohrer, oft aber auch durch die über ihm wachſenden Pflanzen (plantac cespitoſae) entdecket. MART. ScCHOCKIL Tractatus de Tur- fs. Groning. 1658. 8. S« Denſo phyſik. Bibl. 11. S. 195 Ion. HART. DEGNERT diſ: de Turf. Trajedi ad Rhenum 1729. 8. Die zu Srankf. und Leipz. 1760. 8. teutſch herausgefommen«. Heinr» Hagens Betrachtung über den Torf in Preuſſen in Serner Samml,. auserleſener Schrift, und im Forſt- magaz« IX. S. 335; Y 4„an 344 --» LErſten-Theils Il. Zauptſtüce. Zännov, gel. Anzeltyt: 1752 S1345 und; in der Zugabe S, 291,-298, 345, *251. und vom Jahre 1754: 7 95, 465, 509. und ZHannöv. Beyträge 1760, S. 345. welche Abh>&ndl. durch eine Preißfrage der Götting,. Societät der Wiſfenſchaften von den Anzeigen eines tüchtigen Torfs veranlaſſet worden. BerELLERY Diſert. fur la Tourbe de Pis cardie., qui a vemporte Ie prix au ju» Zement de 1 Acad. des Sc, d' Amienr. Amiens 1754. 12, Abilgard Sörne Abhandlung vom Torf. Ropenh., 1765. 8: Jae. Strantgs Beſchreibung des Brenns Torfs, aus dem Shwed, in!Schre- bers neuer Saml. VIN. S. 717. Schriften der Bernex Geſell, 1765, I, S. 101. Votjels Mineralſyſtem S. 337 “Der Torf beſteht aus Gartenerde und aus. Wyur zeln ſumpfichter Pflanzen/ die zuweilen mit Erdharz durchdrungen ſind,“ Dieſe Pflanzen ſind vornehmlich Erzöphorun vaginatum, Eriopb. polytachium, Sczrpus cespitoſus, Cayex cespit, Spiachniim, Sphagnun patüſtre und einige an dere. Zuweilen iſt-der öbere Boden eine fruchtbare Wieſe, zuweilen“ eine ſumpfichte, *- dft aber äuch eine mit Heide bewachſene Ebene, S» 449+ I;'"Vom-Torfe.+*.% 345 0: 449, Wenn. das Lager des Torfes nicht-gar zu feucht oder moraſtig iſt, ſo wird er im Frühjahre, wann. die Damerde wegge- raumet iſt, mit einem breiten Spaden in Parallelepipeda geſtochen, al8dann in ei- nigen Gegenden. gepreſſet, und an der Euft getrocknet, V.. 450, Aus einer ſumpfichten und gänzlich mo? raſtigen Tiefe wird er mit einem Neße herausgebracht-( gebaggert), von den gröbſten fremden Theilen gereinigt, mit Füßen geknetet, halb getrocknet in Pa- rallelepipeda zerſchnitten, und alsdann völlig ausgetrocknet, * 3. Dieſe Art der Zubereikung iſt vorvehmlich in den Niederlanden gebräuchlich 3 aber auch bey Braunſchweig an der ſo genanten Dolen= See wird gleichfals Törf gebaggert. . 2. Beſchreibung und- Abbildung des Batgerne- rzes findet man in CoMMELLuN1 Beſchryving van Amſleldam p. 142. Es iſt dem gleich, was Zeupold in Theatro machin. hydrotechn, Tab. -.. 23«- Und.T. 6, abgebildet hat. GE ...Z« Daß der Torf wiederwachſen kant, iſt unleug? 'var. Wie ſolc zwar zu den Salzregalien gerechnet, ſie iſt aber doc! wirthſchaft nöthige Ländereyen und Gebäude gehören, ſind vollſtändig, wenn dieſe in ſolcher Anzahl/ Gröſſe und in ſol- e des Guthes mit ihren jährlichen Ein- fünften. angegeben werden, von deren Summe die Summe aller jährlichen» Aus- gaben abgezogen wird, da denn der Ue- berſchuß der Einkünfte„nach einem gewiſ? ſen Zins zum Kapital erhshet wird. - 13. Lelzteres geſchieht, indem man den Ueberſchuß als einen Zins anſieht, oder indem man ihn (wenn man nämlich fünf von 100. rechnet) mit 20. vermehret. 2. Der. Kaufanſchlag iſt entweder ein Nußungs- oder Grundanſchlag.«Erſterer iſt hier im 469. 6. erfläret worben. Im leßtern aber werden alle Grundſtücke und Zubehöre dergeſtalt ges ſchaäßet, daß man von jedem, nachdem die Nußung und die dazu erfoderlichen Aufwands? Koſten mit einander verglichen worden, den . ganzen Werth auf einmal beſtimt, und die Summe, von der jedoch die Beſchwerden des ganzen Guthes(onera) vorher abgezogen worden, für den ganzen Werth deſſelben an- giebt. Die Natur der Sache erlaubt nicht, daß beyderley Anſchläge ganz gleich ausfallen konnen, und daher nimmt man, wenn man beyde entworfen hat, die mitlere arithmetiſche Proportionalzahl für den wahren Werth an, 3- Man muß ſich hüten, daß nicht einerley Sas TT. 8 368 Zweyren Theils 11. Zauptſtück. TJ: A. Grorjans Calendarium perpe- tuum., oder immerwährenderLand- und Garten- Calender zum nüßlichen Ge- brauche bey dem Ackerbaue, wie- auch der Blumen, Orangerie, Küchen: und Baumgärten« Gotha 1765. 8. kand- und Hauswirthſchafts-Calender, hin- ter Zinkens 6kon. Lezicon S. 3391 Verrichtungen eines Hauswirths dürch alle Monate des Jahrs in Rohrs Ein- leieumgg S« 49+ und'noch viele andere. Beſondere ſind: P. MiLLE8S. The Gardeners Calender. London. 1734+ S+= P. Millers Gärt- ner- Calender, überſeßt von C. W. 2„= Zürner. Götungen 1750 8 Calendarium Hhortenfe or the Gardeners Almanak hinter EVELYN S8 Silva. S. oben S. 2060, Die Ueberſeßung ſteht hinter- Evelvns Vergnügen und LTugzzen der Gärtnereyp,. Leipz. 1759, 8+ JI. G. Beckmanns Forſt- Calender. Leipz» 1767+ 8 €: Uebrigens findet man auch dergleichen beſon- dere. Calender hinter einigen Lehrbüchern ein» zelner 1:'Vdom Landwirthe. 369 zelner Theile der Landwirthſchaft. 3. E. hin? ter Wagners FSiiher S. 97. Verrichtung eines Fiſchmeiſters nach allen Monaten; imgleichen hinter einigen Bienenbüchern. 2. Die thörichken und endlich aus der Mode kom? menden hundertjährigen oder immerwgähren= den Calender, welche die Witterung der koms menden Jahre wiſſen ſollen, verdienen hier feiner Erwähnung. Sie ſind nur noch die Rathgeber einiger wenigen Landwirthe aus vorigem Jahrhunderte, bey deren Abſterben ſie auch, ungeachtet ihres Titels, das Ende “ ahrer Dauer hoffentlich erreichen werden. Wenn nur nicht einige Naturforſcher, die in den geſamleten meteorologiſchen Beobachtunz gen durchaus einen Umlauf der Witterung fin- den wollen, zu früh wieder ähnliche Einfälle zur Mode machen! Vorſchläge zu nüßlichen landwirthſchaftlichen Calendern, wovon Düs cher eine gufe Probe gegeben, ſ. in»Zgußvater LL-'S- 526 0. 473+ Ferner muß er die gewonnenen Natu- ralien aufzubewahren, und auf das vor- theilhafteſte zu verkaufen wiſſen. Der kluge Haußvater bey Aufdewahrung wirthſchaftlicher Producte- Leipzig 1708. 8. SLeipz« Saml. XVI. St, 184+ S» 1« Aq S8. 474 370 Zweyten Theils Il. Zauptſtück. 6. 47 4+ Bey dem Verkaufe iſt zu überlegen? 1. vie viel von den gewonnenen Naturalien zum jährlichen Verbrauche in der Land- wirthſchaft nöthig iſt, und wie viel der Veberſchuß beträgt. 2. ob ſolcher vortheil- hafter ganz roh verkauft, oder vor dem VWerkaufe bearbeitet werden f8nnes 3. Wann der höchſte Preiß zu vermuthen iſt, und 4. ob man den Vorrath bis dahin ohne Nachtheil aufbewahren könne. Eine gründliche und vollſtändige Anleitung zum landwirthſchafrlichen»3andel fehlet noh. Jus- zwiſchen kan man hieher rechnen, was E>= bart S. 729- vom Negotiiren in vfonomi?- ſchen Dingen hat, und die Abhandlung vom Verkaufe des Getreides in ökonom. X7achr.VI1. S. 630. vor allen aber des Herrn TJ. S. Un= gers Ordnung der Fruchtpreiſe. Götting«. 1752. 4. Gemeiniglicy pflegen die Fruchtkpreiſe. bald nach der Erndke am geringſten zu ſeyn,.um Oſtern zu ſteigen, und nachher wieder bis zur neuen Erndte zu fallen. Der Preiß des Rog? gens iſt, wenigſtens in den hieſigen Gegenden, zwiſchen Weißen und Gerſte, eben ſo wie der Preiß der Gerſte zwiſchen Noggen und Haber, beynahe die mittlere grithmetiſche Proportio- nalzahl. u. f. w- 6. 475. Auch muß ein Landwirth richtige Ver? zeichniſſe aller Einnahmen und Ausgaben, von x= w== 3515, 24 I. Vom Scndwircbe, 7 372 von allen Theilen der Landwirthſchaft, ent- weder ſelbſt führen, oder unter ſeiner Auf: ſicht von andern führen laſſen. Anweiſung zu landwirthſchaftlichen In- ventarien, Nechnungen und Nachrich? ten in ökon. LTachr. XI. S, 447+ Zoffmanns Klugheit Hauß zu halten Il. S. 319: I. I. Lantgzens Entwurf zu den ökono: miſchen Rechnungen. Zalle 1754. 8. HDieher gehören Erndke 7 Regiſter, Viehverzeich? niſſe uw. ſ. w. 5. 476. Für die Landwirthinn ſchickt ſich die Oberaufficht über Küche, Keller und. Biehzucht, und die Unterſuchung der da- hin gehörigen Berechnungen der Hauß- haälterinn. Die wohl unterwieſene Landwirthin, oder Anfangsgründe zu Erlernung der Hauße- und SIE» zum beſten des weiblichen Geſchlechts Eu Fel aus dem Franzoſen: Lrurnb. 1767: 8. Dieſer 6. verdienet hier ſeinen Plaß, weil er eis ne weit längere Zeit, als die neueſte Mode, die ihn zweifelhaft macht, für NUS gehals ten worden.) Aa2 S. 477: 372 Zweypyten Theils IL. Zauptſtück. 8. 477. Der Eigenthümer eines Guthes, muß ſein Guth kennen(8. 478.), es zu nuU- ßen(5. 484), zu erhalten(5. 479.) und zu verbeſſern(). 480-483.) wiſſen, | Br GATE: Zur vollſtändigen Kentniß eines Gu- thes ſind richtige und deutliche Riſſe und Beſchreibungen, ſowohl des ganzen Gu- thes, als auch der Ländereyen und G?2- bäude insbeſondere- ferner genaue Bes ſtimmung der Gränzen und Verzeichniſſe aller unſtreitigen und ſtreitigen Gerechtſa? men nöthig.- Gedanken, unter welcher Vorſicht und nach welchen Negeln, die Aufnehmung der Landgüther in geometriſche Riſſe zu veranſtalten ſey, in kon. LTachr. XU1. S, 270+ 6. 479: Um ein Landguth in gutem Stande zu ' erhalten, muß der Beſikßer für die ordent- liche Beſtellung der Ländereyen, und die Bewahrung derſelben vor EE u eber- air ea aria„ns 1. Vom. Landwirthex. 373 Peberſchwemmung der Flüſſe und Bäche, für die Ausbeſſerung der Gebäude, für richtige Führung der Grund-Fluhr-Hauß- und Lagerbücher, imgleichen der Verzeih» niſſe CInventarien) aller Geräthſchaften und gewiſſen Gefälle, ſorgen. Bon Hauß- und Lagerbüchern 6, Zaußva? AE BECKS TR Von Inventarien, ſ. Leopolds Land? roirthſch. S. 815. und Juſti Staats? wirth. 1, S. 54% 0. 48% Die Verbeſſerung(Melioration) eines Guthes muß die Nutung deſſelben ver- mehren, entweder dadurch, daß mehr ein- genommen, oder weniger ausgegeben wird, als vorher. HZaußvater 1. S. 363. Verſuch zu einer Anweiſung, wie man Gü- ther vernünftig melioriren ſoll, in 6kon. Y7ochr: ViYG. 1; 6. 481. Zu dieſen Verbeſſerungen ſind vornehnt- lich zu rechnen? 1x. Die beſſere Bebauung Aa 3 aller 374 Zwoeyten Theils 11. Sauptſtück. oller /'Gründſtückes 2. die Vergröſſerung des Guthes durch ein nüßliches Perti- nenz; 3. die Arrondirung, da man die entfernten Stücke gegen nähere ver- tautſcht, und dadurch dem Guthe ge- ſchloſjene Gränzen verſchaft 3 4. die Ber? äuſerung derjenigen Stücke, die dem Gu- the mehr zum Schaden, als zum Vorthei- le gereichen; 5. die Aufhebung der Ge- meinheitenz 6. die Anbauung kleiner, an brauchbare Leute zu vermiethender Häuſer, 0: 482% Bey jedweder Verbeſſerung muß vor- her überlegt werden: 1. ob der dazu er- foderliche Aufwand nicht den daher zu er- wartenden Vörtheil überſteige; 2. ob die vermuthliche RNußung nicht eine andere einträglichere hemmen oder aufheben wer- de; 3. ob der Nußen von der neuen Ver- beſſerung beſtändig ſeyn werde, Q..!-483« - Jede Verbeſſerung muß, wenn es msg- lich iſt, vorher in Kleinem verſucht wer- den; und ein vernünftiger Landwirth ſucht überhaupt die Mittelſtraſſe u en I. Vom Landvvoirthec 375 den orthodoren Haußwirthen, und'den Neuerlingen- zu halten. Wie ein Haußhalter' Berſuche anſiellen ſoll,| Haußvater 1. S. 381. Hoffmann von der öfonomiſchen Erfah- rung und von den Schlüſſen aus denſel- ben, in 6kon. phyſik. Abhandl, 1X. S. 1. Leipz» Saml. V. S. 978 Die in dieſem 6. gebrauchten Benennungen ſind im»3außvater, woher ſie entlehnt worden, gez nau beſtimt. 6. 484. Dey Eigenthümer verwaltet entweder ſein Guth ſelbſt, oder läſt es durch ande- re auf Rechnung verwalten, oder ex ver- pachtet es. Welche Nußung die beſte ſey, laſt ſich nicht allgemein beſtimmenz es giebt aber Regeln, welche dieſe Frage erleichtern. Unterſuchung der Frage: ob es beſſer ſey, ein Landguth verpachten, oder verwalten zu laſſen, in Hanndöv. nürzl.'Saml. 1756." S«, 199: Aaqg Leipz. 3276. Zwepten-Theils Il. ZGauptſtück. Leipz. Sam. Vl. S;'595. Schrebers Abhandlung von Cammergü- thern und Einkünfien, deren Verpach- tung und Adminiſtration. Leip3. 1754- 4. fan auch hier gebraucht werden, un- geachtet“ ſie eigentlich Cammergüther betrift. 6. 4835. Wer ſein Landguth auf Rechnung ver- walten läſt, muß vornehmlich alle Unter- ſchleife zu verhüten wiſſen, ſich von den Einnahmen und Ausgaben monathliche Auszüge geben laſſen, die jährlichen Rech- nungen zur beſtimten Zeit abnehmen, ihre Fehler. bemerken und über deren Verbeſſe: rungen halten. Leipzig. JIntellig. 1768. S. 592. Regeln, die bey Defectirung einer landwirth- ſchaftlichen Rechnung zu beobachten. 0,1486, Wer ſein-Guth verpachtet, hat unter ändern darnach zu ſchn, daß er hinrei- zerrſchagft= Ritter= und gndern Gütbern. Seipzig 1731. fol,. Jnhalt;, Allgemeine Linleitung 6. 1. 5 S. nu Erſter> oder beſonderer Theil. TI. Pflanzenbau 4. 14. 35 X, Vorbereitung des Bodens zum Pflanzen? bau. 6. 18. 3 2. Getreide 6. 39..>- 54 3. Futterkräuter 6. 101.-- 104 4. Gartenfräuter FF. 128,<- I22, 5. Gartenbaäaume(. 194.. N 17€ 6. Waldbäume|. 231,»- 197 7. Handelsträuter 0. 272.-- 232 XU. Viehzucht 6. 303,-= 254 1.“Pferde 4. 305. 6 7€ 255 2, Rindvieh€. 322.=- 268 3. Schafe 5. 339." w 277 4. Ziegen 9. 363--„ 291 € caeleſte, TINE E66 BEIN NET: j umi 18 455,00 ſafe.. 7...= 46.=. Zugleich in Möenge genoſſen werden. is; 160. 4-4 16 465. 3u dem. IT im 3126: 65 AXmenlaca« 217.=" 315>. Birke, 226.'= 16= Weymottbskiefer( Pinus, . Strobus).. 6. 75- Was unter dem Namen? Schwaden, Manns, gebauet wird, iſt nicht Feſtuca Nuitans, ſondern gramen dadylon esculentum, Bauh- Pin. pag. 8. welcßes eine Art von Pa--“- nicum iſt, die in L 1x. Spec. plant, zu fehs Jen ſcheinetz; wiewohl einige dies gramen dat. zeseul. für eine Abart von gramen da- Aylon folio latiore, Baub. 8. halten, da es denn ein Panicum ſanguinale Lin, wäre. pj * 5 4 ¼ — —*— — —— * — 731 7,†2 3 .7„ 12 „ 7 1' 69 9 7 „e. 4 q— Farbkarte 13 4 * 4 4 enpnnnnnnnnmnennſnenemnn Oem 1 3 4 6 7 8 9 11 8 L 9 ö11